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BayWa AG Annual Report 2010

Jun 8, 2011

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Annual Report

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BayWa Aktiengesellschaft

München

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010

1.

Geschäftsbericht zum 31. Dezember 20101.1.

Lagebericht

1.2.

Jahresabschluss

1.2.1. Bilanz
1.2.2. Gewinn- und Verlustrechnung
1.2.3. Anhang
1.2.4. Aufstellung des Anteilsbesitzes

(Anlage zum Anhang)

1.3.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Lagebericht der BayWa AG für das Geschäftsjahr 2010

I. Zusammenfassung der Geschäftsentwicklung im Jahr 2010

Die BayWa AG hat sich im Geschäftsjahr 2010 sehr erfolgreich entwickelt. Das diversifizierte Geschäftsmodell der BayWa wurde durch den fortgesetzten Abbau von Randaktivitäten und die Reinvestition der freigesetzten Mittel in den Kerngeschäftsbereichen und im neuen Geschäftsfeld der regenerativen Energien weiter gestärkt. Beim Umsatz verzeichnete das Unternehmen in sämtlichen Sparten eine positive Entwicklung. Die erfreuliche Ergebnisentwicklung der BayWa AG resultiert aus wesentlichen Verbesserungen im operativen Geschäft.

Im Segment Agrar wurde die Geschäftsentwicklung durch steigende Absatzvolumina und die deutliche Preiserholung bei nahezu sämtlichen für die BayWa wichtigen Agrarprodukten geprägt. Das geringere Erntevolumen bei den meisten Agrarerzeugnissen führte zu einem Abbau der Lagerbestände und bei einigen bedeutenden Agrarrohstoffen zu einer die aktuelle Erntemenge übersteigenden Nachfrage. In der Folge erhöhten sich die Produktpreise erheblich. Auch bei den Betriebsmitteln waren am Markt wieder bessere Preise bei gleichzeitig steigenden Absätzen zu verzeichnen. Dies gilt insbesondere für Düngemittel, da hier die Landwirte angesichts der verbesserten Erlössituation auf der Erzeugnisseite auch bereit waren, wieder höhere Preise für Dünger zu akzeptieren. Im Obstgeschäft wurden die deutlich geringeren Ernteerträge durch die gestiegenen Absatzpreise kompensiert. Auch das Agrartechnikgeschäft profitierte durch eine erhöhte Investitionsbereitschaft von der verbesserten Einkommenssituation in der Landwirtschaft. In diesem Umfeld erzielte das Segment Agrar der BayWa AG im Geschäftsjahr 2010 ein Umsatzwachstum um 96,9 Mio. Euro bzw. 4,5 Prozent auf 2.240,7 Mio. Euro.

Das Segment Bau konnte an der Verbesserung der allgemeinen Baukonjunktur partizipieren. Die Belebung der Neubautätigkeit im Wohnungsbau wie auch die stärkere Bautätigkeit des öffentlichen Sektors über die im Jahr 2009 aufgelegten Konjunkturprogramme führten in der Sparte Bau zu einer Umsatzausweitung um 6,5 Prozent auf 1.184,8 Mio. Euro. Im Bau & Gartenmarktgeschäft wirkte sich die konjunkturelle Trendwende über ein verbessertes Konsumklima der privaten Haushalte positiv aus. Zudem profitierte das Bau & Gartenmarktgeschäft von den erfolgreich durchgeführten strategischen Maßnahmen zur Repositionierung des Geschäfts und den neu eröffneten Flaggschiff-Märkten in Illertissen und Grafenau. Der Umsatz der Sparte konnte um 5,7 Prozent auf 257,6 Mio. Euro gesteigert werden. Der Umsatz des Segments Bau erreichte insgesamt 1.442,4 Mio. Euro und liegt damit um 6,4 Prozent über dem Vorjahreswert.

Im Segment Energie war die Absatzentwicklung im Wärmemarkt geprägt durch eine zurückhaltende Nachfrage nach Heizöl aufgrund der stark erhöhten Mineralölpreise. Bei den Kraftstoffen konnten dagegen bei wachsendem Fahrzeugbestand und im Zuge der Konjunkturerholung wieder steigenden Fahrleistungen Absatzzuwächse erzielt werden. Auch das Schmierstoffgeschäft profitierte von der verbesserten gesamtwirtschaftlichen Lage, da insbesondere das Kfz-Werkstattgeschäft und die metallverarbeitende Industrie sich im Jahr 2010 deutlich belebt haben. Im Bereich der regenerativen Energien haben sich Aktivitäten der BayWa r.e im Geschäftsjahr 2010 sehr erfreulich und im Rahmen der Managementerwartungen entwickelt. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz des Segments Energie im Wesentlichen preisbedingt um 170,0 Mio. Euro oder 18,3 Prozent auf 1.098,8 Mio. Euro.

Insgesamt stieg der Umsatz der BayWa AG 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 353,2 Mio. Euro bzw. 8,0 Prozent auf 4.781,9 Mio. Euro. Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit konnte um 6,4 Mio. Euro auf 56,1 Mio. Euro erhöht werden. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 12,8 Prozent. Gegenläufig entwickelte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Nach Berücksichtigung des Beteiligungs- und Zinsergebnisses verringerte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der AG um 1,7 Mio. Euro oder minus 3,3 Prozent auf rund 51,6 Mio. Euro. Der moderate Ergebnisrückgang ist auf das schwächere Beteiligungs- und Zinsergebnis gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen, da sich die BayWa AG von mehreren Randaktivitäten getrennt hat.

An der insgesamt positiven Geschäftsentwicklung sollen auch die Aktionäre der BayWa AG teilhaben. Daher schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende auf 0,50 Euro je Aktie vor.

II. Geschäft und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit

Die Schwerpunkte der BayWa AG liegen in den Bereichen Groß- und Einzelhandel, Logistik sowie ergänzenden Dienstleistungen. Hauptsitz der 1923 gegründeten Muttergesellschaft BayWa AG ist München. Aus ihren Wurzeln im genossenschaftlichen Landhandel hat sich die BayWa durch stetiges Wachstum und kontinuierlichen Ausbau des Leistungsspektrums zu einem der führenden Handels- und Logistikunternehmen in Europa weiterentwickelt. Die Unternehmensaktivitäten gliedern sich in die drei operativen Segmente Agrar, Bau und Energie. Die in den Branchen Agrarwirtschaft, Bauwirtschaft und Energieversorgung diversifizierte Geschäftstätigkeit stabilisiert das Geschäftsmodell der BayWa AG. Die Kernkompetenzen der Segmente liegen auf Handels- und Logistikleistungen, die in jedem Segment durch umfangreiche spezifische Dienstleistungsangebote ergänzt werden. Die BayWa ist stark in den ländlichen Regionen verankert.

Traditionell erwirtschaftet die BayWa AG den größten Anteil des Umsatzes mit der Land- und Ernährungswirtschaft. Im Jahr 2010 trug das Segment Agrar rund 47 Prozent zum Unternehmensumsatz bei. Im Agrarsektor ist die BayWa einer der größten Vollsortimenter Europas und handelt mit einigen Produkten auch weltweit. Die Sparte Agrarhandel erfasst und vermarktet pflanzliche Erzeugnisse vom Feld bis zur Ernährungsindustrie und handelt mit landwirtschaftlichen Betriebsmitteln wie Saatgut, Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie mit Futtermitteln für die Viehhaltung. Das Angebot der Sparte Agrartechnik umfasst das komplette Sortiment der Land- und Forstwirtschaftstechnik für die Außen- und Innenwirtschaft. Im Service bietet die Sparte über ein enges Netz eigener Werkstätten sowie mobiler Servicefahrzeuge Wartungs- und Reparaturleistungen an und verkauft Ersatzteile.

Rund 30 Prozent des Unternehmensumsatzes entfallen auf das Segment Bau. Im Baustoff-Fachhandel ist die BayWa die Nr. 2 in Deutschland und zählt auch in Österreich zu den führenden Anbietern. Bau & Gartenmärkte betreibt das Unternehmen überwiegend in ländlichen Regionen. Im Baustoff-Fachhandel und mit Bau & Gartenmärkten ist die BayWa zudem ein bedeutender Franchisegeber.

Das Segment Energie mit einem Anteil von rund 23 Prozent am Unternehmensumsatz vertreibt in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und in Österreich hauptsächlich Heizöl, Diesel- und Ottokraftstoffe, Schmierstoffe sowie Holzpellets. Ferner wird ein eigenes Tankstellennetz betrieben. Das im Jahr 2009 neu gegründete Geschäftsfeld BayWa r.e fasst die bestehenden und die neu erworbenen Aktivitäten im Bereich der regenerativen Energien zusammen. Die BayWa sieht dieses Geschäftsfeld als nachhaltiges Wachstumsgebiet an. Chancen ergeben sich aus dem notwendigen Umbau der Energieversorgung angesichts begrenzter Vorkommen der konventionellen Energieträger. Erneuerbare Energien versprechen mittel- und langfristig ein überdurchschnittliches Marktwachstum, an dem die BayWa durch die Bündelung ihrer Kompetenzen partizipiert.

Unternehmensziele, Strategie und Steuerung

Die BayWa hat das Ziel, seine Position als einer der führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen in den Segmenten Agrar, Bau und Energie langfristig sowohl durch organisches Wachstum als auch — wo dies zu attraktiven Konditionen möglich ist — durch Akquisitionen stetig weiterzuentwickeln.

Die Ertragskraft des Unternehmens wird durch Skaleneffekte im Zuge des Umsatzwachstums und effizientes Kostenmanagement gesteigert. Auf der Kostenseite konzentrieren sich die Maßnahmen vor allem darauf, die Effizienz der Standorte zu verbessern, die Prozesse zu optimieren und die Vertriebsstrukturen intensiver zu nutzen. Die Fokussierung auf ein effizientes Working-Capital-Management sowie die Optimierung der Kapitalallokation im Unternehmen werden den Spielraum für Investitionen erweitern und die Bilanzrelationen verbessern. Darüber hinaus wird eine ausgewogene Struktur aus Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen beachtet.

Die Unternehmensbereiche werden anhand strategischer und operativer Vorgaben sowie verschiedener finanzieller Kenngrößen geführt. Dabei stellen neben dem Umsatzwachstum das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bzw. die EBIT-Marge — das Verhältnis von EBIT zu Umsatz — sowie das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) die wichtigsten Steuerungsgrößen dar. Das EBITDA gibt dabei die Fähigkeit der Bereiche an, nach den Investitionen in die Erhaltung des Kapitalstocks, finanzielle Überschüsse zu erwirtschaften und finanzielle Verpflichtungen zu bedienen. Daneben ist der Verschuldungsgrad, das heißt das Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zu EBITDA, auf Unternehmensebene eine wichtige Kenngröße.

Im Geschäftsjahr 2010 wurde die Steuerung der operativen Bereiche erstmals um ein wertorientiertes Steuerungselement ergänzt. Diese wertorientierte Steuerung dient der mittel- und langfristigen Optimierung des Kapitaleinsatzes im Unternehmen. Dabei wird das in den Unternehmensbereichen durchschnittlich investierte Kapital mit den risikogewichteten tatsächlichen Kapitalkosten verzinst. Die Rendite auf das investierte Kapital der Unternehmensbereiche wird diesen Kapitalkosten gegenüber gestellt. Ein positiver wirtschaftlicher Ergebnisbeitrag ergibt sich, wenn die Verzinsung des investierten Kapitals über den Kapitalkosten liegt. Dieses Steuerungskonzept dient der langfristigen Portfoliooptimierung und strategischen Verbesserung der Kapitalallokation und gibt Informationen darüber, ob die erzielten operativen Überschüsse in einer angemessenen Relation zu den risikoadjustierten Kapitalkosten stehen.

Dienstleistungen, Produkte und Geschäftsprozesse

Im Agrarbereich kommt der Logistikkompetenz der BayWa im Erfassungs- und Vermarktungsgeschäft der Ernte besondere Bedeutung zu. Die Ernteerfassung erfordert hohe Transport- und Lagerkapazitäten sowie ein reibungsloses Zusammenspiel der Wareneinlieferung, der Aufbereitung, der Lagerung und der Warenpflege. In der anschließenden Vermarktungsphase ist insbesondere in Zeiten mit hoher Preisvolatilität die Kenntnis sowohl der lokalen wie auch der globalen Angebots- und Nachfrageverhältnisse für eine fundierte Einschätzung der Marktentwicklungen entscheidend. Der Ernte vor- und nachgelagert sind die Versorgung der Landwirtschaft mit Saatgut und Betriebsmitteln, die Anbauberatung sowie der Vertrieb und der Service von Landtechnik, so dass die Sparte Agrarhandel der BayWa über das gesamte Jahr in engem Kontakt mit ihren Kunden aus der Landwirtschaft steht.

Im Obst- und Gemüsegeschäft ist die BayWa führender Anbieter von deutschem Tafelobst für den Lebensmitteleinzelhandel und mit 10 Standorten der größte Einzelvermarkter für deutsches Tafelkernobst sowie größter Anbieter für Kernobst aus biologischer Produktion. Daneben erfasst, lagert, sortiert, verpackt und vermarktet die Sparte Obst als Vertragsvermarkter die Ware für Kunden im In- und Ausland.

Die Sparte Technik ist Anbieter eines technischen Vollsortiments für den landwirtschaftlichen Maschinen-, Geräte- und Anlagenbedarf. Für den Ackerbau umfasst das Produktspektrum Traktoren, Lade- und Transportfahrzeuge, Maschinen zur Bodenbearbeitung und Aussaat, Geräte für die Ausbringung von Pflanzenschutz-und Düngemitteln, Erntemaschinen aller Art, spezielle Maschinen für Sonderkulturen wie Wein, Hopfen, Gemüse oder Obst sowie Bewässerungsanlagen. In der Stallungstechnik wird von Melk- und Kühlanlagen über Anlagen zur Futtermischung und automatischen Futtervorlage eine breite Produktpalette vertrieben. Für den Getreide- und Futtermittelanbau reicht das Angebot von der Trocknungs- und Reinigungstechnik über Lagerungstechnik bis zu Förder- und Mischanlagen. Für die Kommunalwirtschaft und gewerbliche Betriebe bietet die Sparte Technik Kommunalfahrzeuge für vielseitige Einsatzmöglichkeiten, Kehrfahrzeuge, mobile Anlagen zur Holzzerkleinerung und Flurförderfahrzeuge an. Für die Forstwirtschaft reicht das Angebot von Großgeräten wie Forsttraktoren, Holzspaltern, Holzhackmaschinen, Forstfräsen und -mulchern, Seilwinden sowie Wegebaumaschinen bis hin zu Kleingeräten wie Motorsägen und Freischneidern einschließlich der erforderlichen Schutzbekleidung. Daneben wird der Service der Maschinen und Geräte über ein ausgedehntes Netz von Standorten sichergestellt.

Im Baugeschäft deckt die BayWa über den Baustoff-Fachhandel überwiegend den Bedarf kleiner und mittelständischer Bauunternehmen, Handwerks- und Gewerbebetriebe und von Kommunen ab. Wichtige Kunden sind außerdem Bauherren und Hausbesitzer. Die Erfolgsfaktoren für dieses Geschäft liegen in der regionalen Nähe zum Kunden, in der Sortimentsgestaltung und in der Beratung. Bei den klassischen Rohbaumaterialien bildet aufgrund des hohen Gewichts oder Volumens und der dadurch bedingten hohen Transportkosten bei gleichzeitig relativ geringer Wertschöpfung die Kundennähe einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor. Dies und die unmittelbare Verfügbarkeit bilden die Gründe für die regional ausgerichtete Struktur im Baustoff-Fachhandel. Im Geschäft mit Ausbauprodukten stellen die Kenntnis neuer Trends bei Materialien und Technologien sowie eine entsprechende Beratung eine Kernkompetenz der BayWa dar.

Das Geschäft bei Bau & Gartenmarkt ist mit einem nischenbasierten Nahversorgerkonzept in erster Linie auf den regionalen Kunden ausgerichtet. Es verzeichnet einen sehr saisonalen Verlauf, da insbesondere im Frühjahr der Verkauf von Pflanzen und Zubehör einen wesentlichen Teil zum Umsatz beiträgt. Außerhalb der Pflanzperiode werden im Sommer insbesondere Artikel zur Freizeitgestaltung und für den Bau im Außenbereich stark nachgefragt. Im Winter stehen dagegen der Innenausbau und Wohnaccessoires im Vordergrund. Somit ist die Sortimentsgestaltung im Jahresverlauf sehr unterschiedlich. Die BayWa profiliert sich im Baumarktgeschäft durch ein qualitativ hochwertiges Stammsortiment und eine intensive Beratung.

Beide Sparten handeln im operativen Geschäft unabhängig voneinander. Spartenübergreifend optimiert das Segment Bau seine Geschäftsaktivitäten durch die Zusammenlegung der Zentralfunktionen und die Bündelung des vorhandenen Know-hows, um den Kunden einen optimalen Service anbieten zu können.

Das Energiegeschäft der BayWa umfasst den Vertrieb von fossilen Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen sowie das neue Geschäftsfeld BayWa r.e, das als Kompetenzzentrum die Aktivitäten im Bereich der regenerativen Energien vorantreibt. Bei den fossilen Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen handelt es sich um ein reines Logistik- und Distributionsgeschäft. Die BayWa hält keine eigene Bevorratung in großem Umfang vor. Dadurch sind die Auswirkungen von Preisänderungen auf den Lagerbestand nur gering. Der Vertrieb der Brennstoffe erfolgt im Wesentlichen durch eigene Energievertriebsbüros. Diesel- und Ottokraftstoffe werden an 108 eigenen Tankstellen verkauft. Daneben werden auch Tankstellennetze von Partnerfirmen und Großabnehmern beliefert. Wettbewerbsvorteile lassen sich in der Logistik und Distribution durch die Ausweitung des Vertriebsnetzes und eine stärkere Marktdurchdringung erzielen. Daher nutzt das Segment Energie regelmäßig Chancen zu Wachstum durch Akquisitionen. Die — neben wenigen überregional tätigen Marktteilnehmern — überwiegend mittelständisch geprägte Struktur des Brennstoffhandels bietet hierfür immer wieder gute Gelegenheiten. Der Schmierstoffvertrieb, der traditionell vor allem die Landwirtschaft sowie kleine und mittlere Kunden im metallverarbeitenden Gewerbe beliefert, wurde im Geschäftsjahr 2010 auf Industriekunden ausgeweitet. Bei umweltfreundlichen Schmierstoffen auf Pflanzenbasis ist die BayWa Marktführer. Im Bereich der regenerativen Energien hat die BayWa ihr Engagement im Jahr 2010 durch weitere Akquisitionen international breiter diversifiziert. Neben Deutschland und bislang Spanien ist die BayWa nunmehr auch in Großbritannien und in den Vereinigten Staaten von Amerika aktiv. Das Angebot umfasst Anlagen zur Energiegewinnung aus Biomasse, Windkraftanlagen sowie Photovoltaikanlagen. Darüber hinaus werden die Planung, Betriebsmittel und Serviceleistungen für solche Anlagen angeboten. Durch die Zusammenfassung der Aktivitäten in dem neu gegründeten Geschäftsfeld BayWa r.e wurden die Voraussetzungen geschaffen, um Synergien zu nutzen und an dem erwarteten Marktwachstum teilhaben zu können.

Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Die BayWa zählt zu den führenden Unternehmen im landwirtschaftlichen Groß- und Einzelhandel in Europa. Sie ist im Agrargeschäft eingebettet in die genossenschaftliche Handelsstruktur, in der sie auch ihre Wurzeln hat. In Deutschland und in Österreich bedienen diese Handelsstrukturen aus ihrer historischen Entwicklung heraus jeweils unterschiedliche Regionen. In ihren regionalen Märkten, insbesondere in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen und dem südlichen Brandenburg sowie flächendeckend in Österreich, verfügt die BayWa mit rund 1.000 Standorten über ein weit gespanntes und engmaschiges Standortnetz. Mit den rund 500 genossenschaftlichen Lagerhäusern in Österreich besteht eine enge Geschäftsbeziehung. Das Wettbewerbsumfeld bei den Agrarprodukten bildet eine Vielzahl privater mittelständischer Landhandelsunternehmen, die überwiegend nur lokal tätig sind. Daneben sind im Betriebsmittelgeschäft mehrere Großhandelsunternehmen auch überregional vertreten. Insgesamt nimmt die BayWa eine bedeutende Position im Agrarhandel in Deutschland und in Österreich ein.

Im Baustoff-Fachhandel sind die regionale Präsenz und die enge Vernetzung mit den gewerblichen Kunden von entscheidender Bedeutung für den Geschäftserfolg. Der Markt für Baustoffe ist sowohl in Deutschland als auch in Österreich stark fragmentiert. Insgesamt sind in Deutschland rund 900 Unternehmen mit etwa 2.100 Standorten im Baustoff-Fachhandel tätig. Die überwiegende Zahl der Anbieter sind mittelständische Unternehmen, die in verschiedenen Kooperationen zusammenarbeiten. Mit 202 Standorten belegt die BayWa in Deutschland den zweiten Rang und verfügt in vielen Regionen über eine starke Marktposition. Auch im österreichischen Markt nimmt die BayWa mit rund 40 eigenen Standorten und einem ausgedehnten Netz von Franchisepartnern eine bedeutende Position in den attraktivsten Regionen ein. Mit 115 Märkten in Deutschland und in Österreich legt die BayWa im Bau & Gartenmarkt-Geschäft ihren Schwerpunkt auf die ländlichen Regionen.

Im Energiegeschäft verfügt die BayWa im Wesentlichen in Süddeutschland und Österreich über eine gute Marktstellung. Das Wettbewerbsumfeld ist fragmentiert und wird überwiegend durch den mittelständischen Brennstoffhandel geprägt; daneben sind auch die großen Mineralölhandelsgesellschaften in diesem Markt aktiv. Historisch gewachsen, besteht eine enge Verbindung mit dem Agrargeschäft, da die Landwirtschaft zu den größten Kundengruppen zählt.

Grundlegende rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren

Das Segment Agrar ist sehr stark von natürlichen Einflussfaktoren wie dem Wetter und dem davon maßgeblich beeinflussten Ernteerfolg abhängig. Dies wirkt sich unmittelbar auf das Angebot und die Preisbildung an den Märkten für Agrarrohstoffe und Naturprodukte aus. Dabei haben in den letzten Jahren sowohl die Abhängigkeit der Preisentwicklung auf den regionalen Märkten von internationalen Einflüssen — wie Dürreperioden oder Missernten in anderen Teilen der Welt — als auch die wechselseitige Beeinflussung von Preisentwicklungen einzelner Agrarrohstoffe stark zugenommen. Aufgrund der stärkeren internationalen Verflechtung gewinnen zudem Veränderungen von Wechselkursen und Transportpreisen einen zunehmenden Einfluss auf die Preisbildung in den regionalen Märkten. Darüber hinaus hat die steigende Bedeutung von Agrarrohstoffen als Anlageklasse die Preisvolatilitäten erhöht. Schließlich können Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere in den Bereichen nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien zu erheblichen Anpassungsreaktionen der Märkte für Agrarprodukte führen.

Ebenso üben Regulierungen beispielsweise durch die EU auf Preise und Strukturen in einer Reihe relevanter Märkte wesentlichen Einfluss aus.

Im Bausegment wirken sich vor allem Veränderungen im konjunkturellen und politischen Umfeld — insbesondere die Ausgestaltung von Wohnungsbau- oder Modernisierungsförderungsmaßnahmen — positiv oder negativ aus. Die Geschäftsentwicklung des Baustoff-Fachhandels folgt im Wesentlichen der allgemeinen Baukonjunktur. Dabei sind vor allem die Bereiche Tiefbau und Straßenbau stark vom Ausgabeverhalten der öffentlichen Haushalte abhängig. Im Bereich der privaten Bautätigkeit wirken sich Anreize wie Fördermittel für Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen, Zinsvergünstigungen für Finanzierungen sowie Veränderungen bei Energie-Einspeisevergütungen für Strom aus Photovoltaikanlagen auf das Investitionsverhalten aus. Daneben beeinflussen eine Vielzahl von Regulierungen durch Baugesetze, Bauverordnungen wie beispielsweise die Energieeinsparverordnung oder die Einführung von Energieausweisen für Gebäude, das Baugenehmigungsrecht, das Vergaberecht sowie Brandschutz- und Schallschutzverordnungen das Investitionsverhalten und die Nachfrage nach bestimmten Produkten.

Das Energiesegment wird vorwiegend durch die volatile Preisentwicklung auf den Märkten für Rohöl beeinflusst. Dadurch unterliegen auch die Preise für fossile Brenn-, Kraft- und Schmierstoffe erheblichen Schwankungen, was die Nachfrage nach diesen Produkten direkt beeinflusst. Bei den regenerativen Energien führen steigende Preise für fossile Brennstoffe im Allgemeinen zu einer zunehmenden Nachfrage. Bei Bio-Diesel ist der Absatz allerdings maßgeblich von der Ausgestaltung der steuerlichen Rahmenbedingungen abhängig. Dies gilt in ähnlicher Weise für die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen, deren nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten kalkulierte Rendite bislang noch von der gesetzlich vorgegebenen Einspeisevergütung ins Stromnetz bestimmt wird.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2010 schneller und stärker als erwartet von der Rezession des Jahres 2009 erholt. Die globale Wirtschaftsleistung nahm real um 3,9 Prozent zu, das Volumen des Welthandels stieg — nach dem extremen Rückgang um 11,0 Prozent im Jahr 2009 — überproportional um 15,7 Prozent an. In den Industrieländern zeigte der Konjunkturverlauf 2010 ein differenziertes Bild. Einige Volkswirtschaften, namentlich Deutschland und Japan, verzeichneten ein kräftiges Wirtschaftswachstum, das vor allem von der Exportnachfrage aus den Schwellenländern und einer zunehmenden Belebung der Binnenkonjunktur getragen wurde. Demgegenüber blieb die Wirtschaftsentwicklung in den USA aufgrund der strukturellen Verwerfungen im Immobiliensektor und einer hohen Arbeitslosigkeit verhalten; 2010 dürfte der Anstieg des BIP hier 2,8 Prozent betragen haben. Im Euro-Raum hat die Wirtschaftsleistung 2010 durchschnittlich um 1,7 Prozent zugenommen. In einigen Ländern haben die angespannte Situation der Staatsfinanzen und der daraus resultierende Zwang zur Konsolidierung zur Verunsicherung der Wirtschaft, der Verbraucher und der Finanzmärkte geführt. Deutschland übernahm 2010 mit einem Wirtschaftswachstum um 3,6 Prozent im Euro-Raum die Rolle der Konjunkturlokomotive. Die deutsche Wirtschaft profitierte mit einer Zunahme der Exporte um 14,2 Prozent von der hohen Internationalisierung. Zudem wurde um 9,4 Prozent mehr in Ausrüstungen investiert als im Vorjahr. Der private Konsum und der Lageraufbau leisteten ebenfalls positive Beiträge zum Wirtschaftswachstum. Die österreichische Wirtschaftsleistung wuchs mit 2,0 Prozent etwas stärker als der Durchschnitt des Euro-Raumes. Das Wachstum wurde hauptsächlich durch den Anstieg der Exporte um 12,3 Prozent und eine in der Folge um 7,0 Prozent höhere Sachgütererzeugung getragen. In den Staaten Osteuropas, in denen die BayWa vertreten ist, erhöhte sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2010 im Durchschnitt um 2,4 Prozent, nach einem Rückgang um 3,3 Prozent im Vorjahr. Dabei reichte die Bandbreite der Wachstumsraten von 4,0 Prozent in der Slowakei, über 3,6 Prozent in Polen, 2,3 Prozent in Tschechien, 1,5 Prozent in Serbien, 1,3 Prozent in Ungarn bis zu 1,0 Prozent in Slowenien. Lediglich in Kroatien verringerte sich die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr nochmals um minus 1,3 Prozent.

Branchentrend Agrar

Nachdem sich die Preise für Agrarerzeugnisse im ersten Halbjahr 2010, bedingt durch die qualitativ und mengenmäßig guten Ernten der beiden vorangegangenen Jahre, noch auf relativ niedrigem Niveau eher seitwärts bewegt hatten, setzte zur Jahresmitte ein starker Preisanstieg ein. Die Ursache hierfür lag in der großen Trockenheit während der Hauptvegetationsphase vieler Nutzpflanzen in Europa und in den GUS-Staaten sowie den dadurch bedingten geringeren Erwartungen an die Erntemengen und -qualitäten. Gestützt wurde dieser Preistrend durch das ungünstige Wetter während der Haupterntezeit im Spätsommer und Frühherbst, das zu weiteren Ernteausfällen führte. Insgesamt wird für das Getreidejahr 2010/2011 ein Rückgang der Produktionsmenge von Weizen, Grobgetreide und Reis um 2,4 Prozent erwartet. Mit -5,8 Prozent fällt das Erntevolumen insbesondere bei Getreide voraussichtlich deutlich geringer aus als im Getreidejahr 2009/2010 — erstmals seit drei Jahren liegt damit der Verbrauch von Brot-, Grob- und Futtergetreide über der Erntemenge. Als Reaktion darauf lagen die Ernteeinstandspreise um 70 bis 80 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Die erntebedingten Mengenrückgänge in der pflanzlichen Erzeugung konnten somit durch die höheren Preise für die Landwirte mehr als ausgeglichen werden. Die Landwirte profitierten während der Aussaat- und Aufzuchtphase im ersten Halbjahr noch von günstigen Düngemittelpreisen, die deutlich unter dem Vorjahresniveau lagen. In der Milchwirtschaft verbesserten sich die Erzeugerpreise im Jahresvergleich von einem sehr niedrigen Ausgangsniveau aus um rund 25 Prozent; die Milchproduktion erhöhte sich um rund 1,5 Prozent. Für die Viehzucht waren in der Rinderzucht preis- und mengenbedingt leichte Zuwächse zu verzeichnen, die Geflügelzucht konnte das Produktionsvolumen ebenfalls steigern. Dagegen blieb der Produktionswert in der Schweinemast gegenüber dem Vorjahreswert nahezu konstant. Belastend wirkten sich im Jahresverlauf steigende Futtermittel- und Energiepreise auf die Landwirtschaft aus. Dennoch gehen die Prognosen des Deutschen Bauernverbands insgesamt von einem Anstieg der Nettowertschöpfung um 33 Prozent auf 15,5 Mrd. Euro aus. Die Betriebseinkommen je Arbeitskraft sind damit von rund 22.000 Euro im Kalenderjahr 2009 auf rund 28.500 Euro im Jahr 2010 angestiegen. Die verbesserte Einkommenssituation der Landwirte hat sich auch in einer erhöhten Investitionsbereitschaft geäußert und insbesondere im zweiten Halbjahr zu vermehrten Bestellungen von Landmaschinen geführt.

Branchentrend Bau

Nachdem das erste Quartal 2010 in der Baubranche in Deutschland durch den harten Winter negativ beeinflusst war und zahlreiche Bauvorhaben erst mit Verzögerungen begonnen werden konnten, wirkten sich im weiteren Jahresverlauf eine ganze Reihe von Einflussfaktoren zunehmend positiv auf die Bauwirtschaft aus. Die im Vorjahr verabschiedeten Konjunkturprogramme führten in Deutschland zu einer deutlichen Belebung der Bautätigkeit im öffentlichen Hochbau. Dem stand zwar ein geringfügiger Rückgang der gewerblichen Bauinvestitionen um 1 Prozent gegenüber; insgesamt lag das Investitionsvolumen im Nichtwohnungshochbau um 1,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Nach 10 Jahren rückläufiger Investitionen im Wohnungsbau war im Jahr 2010 erstmals wieder eine Zunahme der Bauinvestitionen um 4,4 Prozent zu verzeichnen. Da die Wohnungsbauinvestitionen einen Anteil von rund 57 Prozent an den gesamten Bauinvestitionen ausmachen, kommt der Entwicklung des Wohnungsbaus eine entscheidende Bedeutung für die Branchenentwicklung in Deutschland zu. Die Zahl der Baugenehmigungen für Eigenheime, Mehrfamilienhäuser und sonstige Wohnungen lag mit 188.500 Einheiten um gut 6 Prozent über dem Vorjahreswert. Diese Trendwende ist vor dem Hintergrund des allgemein verbesserten Konjunkturklimas zu sehen. Daneben dürfte das sich allmählich abzeichnende Ende der Phase niedriger Zinsen einen positiven Einfluss auf die Investitionsentscheidungen gehabt haben. Der Anteil der Maßnahmen zur Sanierung, Renovierung und Modernisierung lag mit rund 73 Prozent der gesamten Investitionen im Hochbau weiterhin auf hohem Niveau. Insgesamt gehen die Schätzungen für das Jahr 2010 davon aus, dass das Bauvolumen in Deutschland um 1,9 Prozent angestiegen ist; die realen Bauinvestitionen haben sich dabei um 2,8 Prozent erhöht. Auch in Österreich wirkte sich der lang anhaltende Winter negativ auf die Bautätigkeit aus. So lag der Produktionswert der österreichischen Hoch- und Tiefbauunternehmen mit Ende April 2010 mit 3,4 Mrd. Euro um 12,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im gesamten Jahr 2010 gingen die Bauinvestitionen um 4,0 Prozent zurück. Die Gründe hierfür liegen in der Kürzung der Wohnungsbauförderung, die zu einem Rückgang der neu errichteten Wohnungen führte, sowie in der Aussetzung der Förderprojekte zur thermischen Sanierung im Jahr 2010 mit einem Volumen von 100 Mio. Euro aufgrund der Notwendigkeit zur Konsolidierung der öffentlichen Budgets.

Branchentrend Energie

Trotz des relativ harten Winters 2009/2010 blieb die Nachfrage nach Heizöl zum Jahresbeginn 2010 aufgrund des gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegenen Preisniveaus und der noch überdurchschnittlichen Befüllstände gering. Nachdem auch in den Sommermonaten, trotz phasenweise sinkender Rohölpreise, das aus Sicht der Verbraucher günstige Preisniveau des Vorjahres nicht wieder erreicht wurde, belebte sich die Nachfrage erst im Spätsommer bei bereits wieder anziehenden Preisen. Allerdings wurden die Tanks der privaten Haushalte in der Erwartung wieder rückläufiger Preise vielfach nicht vollgetankt. Im Geschäft mit mineralischen Kraftstoffen waren im Jahresverlauf moderate Zuwächse der Absatzmengen im Zuge der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung und wieder steigender Pkw-Zulassungszahlen zu verzeichnen. Bei weiterhin unterausgelasteten Raffineriekapazitäten konnten die Raffineriebetreiber im Markt Preiserhöhungen für die Verarbeitungsprodukte durchsetzen und dadurch die eigenen Margen verbessern. Daher lagen die Margen im Tankstellengeschäft auch im Jahresdurchschnitt 2010 über denen des Vorjahres. Im Bereich Schmierstoffe hat sich die Nachfrage im Gesamtjahr 2010 stark belebt, was im Wesentlichen auf die deutliche konjunkturelle Erholung der metallverarbeitenden Industrie und insbesondere der Kfz-Branche zurückzuführen ist. Bei den regenerativen Energien war das erste Halbjahr 2010 von einer Sondernachfrage nach Photovoltaikanlagen aufgrund von Vorzieheffekten vor dem Stichtag (30. Juni 2010) der nächsten Senkung der Einspeisevergütung gekennzeichnet. In der Folge ging das Geschäft im zweiten Halbjahr zurück.

Einen steigenden Energiebedarf umwelt- und klimaschonend zu decken, ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft. Vor diesem Hintergrund haben Bundesregierung und Bundestag im Herbst 2010 das Energiekonzept 2050 verabschiedet. Danach sollen bis 2050 der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf 80 Prozent gesteigert und der Energieverbrauch um die Hälfte gesenkt werden. Die CO2-Emissionen sollen sich dadurch um 80 bis 95 Prozent verringern. Auch zahlreiche andere Länder haben vergleichbare Initiativen ergriffen. Regenerative Energien werden für einen regulierten Markt erzeugt und zu staatlich festgesetzten Preisen in die Netze eingespeist. Trotz unterschiedlicher politischer Konzepte zur Förderung der erneuerbaren Energien ist die Entwicklungsrichtung klar vorgegeben.

III. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Entwicklung der Segmente

Entwicklung des Segments Agrar im Jahr 2010

In der Sparte Agrarhandel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln erhöhte sich der Umsatz der BayWa AG im Geschäftsjahr 2010 um 3,7 Prozent auf 1.451,2 Mio. Euro. Die Umsatzausweitung ist im Wesentlichen preisbedingt, da die Preise für Agrarerzeugnisse vom niedrigen Vergleichsniveau des Vorjahres auf breiter Front deutlich angestiegen sind. Dagegen fielen die Erntemengen im Durchschnitt über alle pflanzlichen Erzeugnisse hinweg geringer aus. Bei Getreide lag die Erzeugung um 3,4 Prozent unter dem Vorjahreserntevolumen. Der Getreideumschlag der BayWa erhöhte sich dagegen im Jahr 2010 um 0,7 Prozent auf 3,3 Mio. Tonnen. Die trotz des geringeren Erntevolumens höhere Umschlagsmenge resultierte aus einer gestiegenen Verkaufsbereitschaft der Landwirte aufgrund der positiven Preisentwicklung. Bei Düngemitteln und Futtermitteln lag das Absatzvolumen um 9,8 Prozent bzw. 1,5 Prozent über den Vorjahreswerten.

Die Sparte Obst erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2010 mit 93,3 Mio. Euro einen um 11,9 Prozent höheren Umsatz als im Vorjahr. Zu dem Umsatzwachstum haben die erstmalige ganzjährige Einbeziehung der im Vorjahr erworbenen Obst- und Gemüsegroßmärkte in Ingelheim und Weisenheim beigetragen. Daneben führten die um bis zu 15 Prozent geringeren Erntemengen bei Obst zu deutlichen Preissteigerungen.

Nach der Übernahme der Generalvertretung für den Landmaschinenhersteller Claas in den Regionen Niederbayern und südliches Oberbayern sowie der Markteinführung der Eigenmarke Tecparts für hochwertige Ersatz- und Verschleißteile im Jahr 2009 hat die Sparte Agrartechnik im Geschäftsjahr 2010 vom Ausbau ihrer Marktposition profitiert. Das Geschäft mit Traktoren und sonstigen Landmaschinen legte aufgrund der verbesserten Erlössituation der Landwirte deutlich zu. Daneben führten die ungünstigen Witterungsbedingungen während der Ernte zu einem steigenden Wartungs- und Reparaturbedarf bei Landmaschinen und einer höheren Nachfrage nach Ersatzteilen. So wuchs der Umsatz der Sparte um 35,5 Mio. Euro bzw. 5,4 Prozent auf 696,1 Mio. Euro.

Im Segment Agrar insgesamt erhöhte sich der Umsatz damit gegenüber dem Jahr 2009 im Geschäftsjahr 2010 um 4,5 Prozent auf 2.240,7 Mio. Euro.

Entwicklung des Segments Bau im Jahr 2010

Nach einem infolge des lang anhaltenden und harten Winters schwachen Jahresauftakt profitierte die Sparte Baustoffe im weiteren Jahresverlauf von der zunehmenden Nachfrage durch die Konjunkturprogramme des öffentlichen Sektors sowie die Belebung im Wohnungsneubau. Im gewerblichen Baubereich blieb die Nachfrage im Geschäftsjahr 2010 dagegen noch verhalten. Mit einem Umsatzanstieg um 6,5 Prozent auf 1.184,8 Mio. Euro konnte die Sparte Baustoffe an den verbesserten wirtschaftlichen Bedingungen partizipieren.

Die Sparte Bau & Gartenmarkt profitierte maßgeblich von der Sortimentsumgestaltung sowie der strategischen Neuausrichtung zum Fachmarktkonzept und der Neueröffnung der entsprechend umgebauten Märkte. Der Umsatz der Sparte konnte um 5,7 Prozent auf 257,6 Mio. Euro gesteigert werden.

Der Gesamtumsatz des Segments Bau erreichte im Geschäftsjahr 2010 1.442,4 Mio. Euro und liegt damit um 86,2 Mio. Euro bzw. 6,4 Prozent über dem Vorjahreswert.

Entwicklung des Segments Energie im Jahr 2010

Der Absatz des Segments Energie lag in allen Produktbereichen mit Ausnahme von Heizöl über dem Vorjahresniveau. Die Produktbereiche Kraftstoffe und Schmierstoffe profitierten mit Absatzzuwächsen um 3,6 bzw. 12,7 Prozent im Wesentlichen von der konjunkturellen Erholung. Beim Heizöl führte der starke Preisanstieg dagegen zu einem Absatzrückgang um 3,2 Prozent. Aufgrund überdurchschnittlich hoher Befüllstände zum Jahresbeginn fiel die Nachfrage im ersten Halbjahr 2010 deutlich geringer aus als im Vorjahreszeitraum. In der zweiten Jahreshälfte blieb die Nachfragebelebung hinter den Erwartungen zurück, da viele private Haushalte auf dem erhöhten Preisniveau nur noch den unmittelbaren Bedarf gedeckt haben. Demgegenüber erhöhte sich der Umsatz des Segments insbesondere aufgrund der höheren Preise für Heizöl und Vergaserkraftstoffe im Jahr 2010 um 18,3 Prozent auf 1.098,8 Mio. Euro.

Ertragslage der BayWa AG

Der Umsatz der BayWa AG erhöhte sich im Geschäftsjahr 2010 um 8,0 Prozent auf 4.781,9 Mio. Euro im Wesentlichen aufgrund gestiegener Marktpreise für Agrarrohstoffe und Mineralölprodukte.

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 78,5 Mio. Euro um 21,9 Mio. Euro unter dem Vorjahr. Ein wesentlicher Teil der sonstigen betrieblichen Erträge entfällt auf laufende Vermietungserträge (21,4 Mio. Euro), regelmäßige Kostenerstattungen (12,0 Mio. Euro) und wiederkehrende Werbekostenzuschüsse (3,0 Mio. Euro). Diese genannten Ergebnisbeiträge bewegten sich insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres. Aus der Auflösung von Rückstellungen und nicht mehr benötigten Wertberichtigungen entstanden Erträge von rund 4,0 Mio. Euro (Vorjahr: 7,0 Mio. Euro). Die Erträge aus Anlagenabgängen lagen mit 15,0 Mio. Euro deutlich unter den 37,2 Mio. Euro des Vorjahres. Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Erträge gegenüber Vorjahr ist insbesondere auf die Anlagenabgänge zurückzuführen.

Nach Abzug der durch höhere Marktpreise im Agrar- und Energiegeschäft um 328,3 Mio. Euro bzw. 8,8 Prozent auf 4.075,1 Mio. Euro gestiegenen Materialaufwendungen ergab sich ein Rohergebnis in Höhe von 706,8 Mio. Euro, das um 24,9 Mio. Euro bzw. 3,6 Prozent über dem Vorjahreswert liegt.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 2,9 Prozent oder 12,4 Mio. Euro auf 445,8 Mio. Euro. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Tarifsteigerungen von durchschnittlich 2 Prozent. Ferner haben Abfindungszahlungen im Zuge der Neubesetzung des Managements im Segment Bau zur Erhöhung beigetragen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 243,3 Mio. Euro um 5,8 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang ist ausschließlich auf die Neuerungen im Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG) zurückzuführen, nach denen die § 6b Rücklagen — nicht wie im Vorjahr — als Sonderposten zugelassen werden.

Im Vorjahr wurden unter dieser Position knapp 19,2 Mio. Euro eingestellt. Hingegen haben sich im Berichtsjahr die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf insgesamt 13,3 Mio. Euro erhöht, wenn die Sonderposten aus dem Vorjahr nicht berücksichtigt werden. Insbesondere die Aufwendungen für Miete, Pacht, Schulungen und Fuhrparkbetrieb lagen über Vorjahresniveau.

Die Abschreibungen stiegen gegenüber dem Vorjahreswert um 2,8 Mio. Euro auf 50,8 Mio. Euro. Dieser Anstieg resultiert aus der erhöhten Übertragung von § 6b Rücklagen auf Gebäude. Die planmäßigen Abschreibungen haben sich hingegen um rund 2,1 Mio. Euro auf knapp 42,1 Mio. Euro verringert.

Das Finanzergebnis setzt sich aus dem Beteiligungsergebnis und dem Zinsergebnis zusammen. Der Rückgang des Beteiligungsergebnisses um 3,9 Mio. Euro auf 21,8 Mio. Euro ist auf geringere Gewinnabführungen der BayWa — Finanzbeteiligung zurückzuführen. Die Gewinnabführungen reduzierten sich um rund 7,2 Mio. Euro gegenüber Vorjahr auf knapp 3,2 Mio. Euro. Maßgeblich hierfür war der Verkauf der Anteile an der DZ - Bank im Geschäftsjahr 2009. Positiv entwickelten sich die Erträge aus Beteiligungen und aus Geschäftsguthaben. Aufgrund der verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stiegen diese um rund 3,5 Mio. Euro auf 12,4 Mio. Euro. Insgesamt konnte dieser Zuwachs die reduzierten Gewinnabführungen nicht kompensieren, daher liegt das Beteiligungsergebnis unter Vorjahresniveau. Das negative Zinsergebnis erhöhte sich um 4,2 Mio. Euro auf minus 26,3 Mio. Euro. Die Erhöhung resultiert aus dem Zinsanteil durch Zuführung der Pensionsrückstellungen.

Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich um 6,4 Mio. Euro oder 12,8 Prozent auf 56,1 Mio. Euro. Dem gegenüber verringerte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der BayWa AG. Nach Berücksichtigung des Zins- und Beteiligungsergebnisses verringerte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der AG um 1,8 Mio. Euro oder 3,3 Prozent auf rund 51,6 Mio. Euro. Der moderate Ergebnisrückgang ist auf das schwächere Beteiligungs- und Zinsergebnis gegenüber Vorjahr zurückzuführen.

Der außerordentliche Aufwand stieg durch die Zuführung von Pensionsrückstellungen in Höhe von knapp 50,7 Mio. Euro. Diese außerordentliche Erhöhung des Aufwands erfolgte im Zuge der Veränderung von Pensionsrückstellungen nach dem BilMoG. Insgesamt führte diese Maßnahme zur Ergebnisauflösung.

Aufgrund des erstmaligen Ansatzes aktiver latenter Steuern im Zuge der Einführung des BilMoG ergab sich ein Steuerertrag in Höhe von 5,3 Mio. Euro. Dementgegen beliefen sich die Sonstigen Steuern auf Vorjahresniveau in Höhe von minus 3,7 Mio. Euro.

Zuzüglich der Ertragsteuern ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 1,3 Mio. Euro; dies entspricht gegenüber dem Vorjahreswert von 52,8 Mio. Euro einem Rückgang um minus 51,5 Mio. Euro. Der Rückgang ist auf die Zuführung von Pensionsrückstellungen nach dem BilMoG zurückzuführen.

Finanzlage

Finanzmanagement

Ziel des Finanzmanagements der BayWa AG ist es, jederzeit die finanziellen Ressourcen für einen ordnungsgemäßen Geschäftsgang sicherzustellen. Dabei erfolgen Absicherungen gegen Zinsänderungsrisiken, Wechselkursrisiken und Marktwertrisiken von Waren durch Einsatz geeigneter derivativer Finanzinstrumente.

In der BayWa AG bildet das Finanzmanagement kein eigenständiges Profit-Center, sondern fungiert als Service-Center für die operativen Geschäftseinheiten. Es entspricht diesem konservativen Dienstleistungsansatz, dass kein Einsatz marktgängiger Finanzprodukte zur Erzielung originärer Ergebnisbeiträge aus dem Finanzbereich vorgenommen wird. Insbesondere erfolgt kein Aufbau spekulativer Risikopositionen im Finanzbereich.

Im täglichen Finanzmanagement liegt der Schwerpunkt im Liquiditätsmanagement mittels eines unternehmensweit angelegten Cash-Poolings sowie der taggleichen Bereitstellung von Liquidität. Hierzu verfügt der Treasury-Bereich über geeignete IT-Systeme sowie eine entsprechende Treasury-Management-Software.

Die Finanzmittelbeschaffung ist dezentral organisiert. Dabei gilt der Grundsatz, dass sich die nationalen Einheiten in der nationalen Währung des jeweiligen Landes refinanzieren. Dies betrifft in erster Linie die Aktivitäten in Osteuropa. Im Wesentlichen betreibt die BayWa AG ihr Geschäft jedoch in Euro.

Der Treasury-Bereich übernimmt das zentrale Monitoring der unternehmensweiten Finanzengagements.

Das Finanzmanagement unterliegt strengsten Auflagen durch ein internes Kontrollsystem, das die Dokumentation der Handelstransaktionen, gestaffelte Genehmigungs- und Vorlageverfahren, ein durchgängiges Vieraugenprinzip sowie die Trennung des Treasury-Bereichs in Front- und Backoffice umfasst.

Der wichtigste Finanzierungsgrundsatz des Unternehmens besteht in der Beachtung der finanziellen Fristenkongruenz. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen vollständig der Finanzierung des Working Capitals. Investitionen in Sachanlagen oder Akquisitionen werden aus den im Oktober 2010 emittierten Schuldscheindarlehen und sonstigen langfristigen Krediten finanziert.

Zinsänderungsrisiken im Kurzfristbereich begegnet die BayWa im Rahmen des Risikomanagements durch den Einsatz einfacher derivativer Instrumente. Rund 50 Prozent des Fremdmittelportfolios sollen mit entsprechenden Sicherungsinstrumenten gegen Zinserhöhungsrisiken gesichert sein. Mit dieser Teilsicherung wird dem stark schwankenden saisonalen Finanzierungsbedarf Rechnung getragen.

Die BayWa ist aus dem genossenschaftlichen Sektor hervorgegangen, dem sie auch weiterhin über ihre Aktionärsstruktur, aber auch über kongruente regionale Interessen von Bank- und Handelsbereich eng verbunden ist. Diese historische Verbundenheit schafft ein besonderes gegenseitiges Vertrauen. In der nach wie vor anhaltenden Phase hoher Unsicherheit an den Finanzmärkten profitieren beide Seiten von dieser Partnerschaft. Die genossenschaftlichen Banken verfügen über ein besonders starkes Primärkunden- und Einlagengeschäft, das bevorzugt für die Finanzierung stabiler Geschäftsmodelle bereitgestellt wird.

Neben der Einbindung in den genossenschaftlichen Finanzverbund mindert auch die länderübergreifende breite Diversifikation des Bankenportfolios und der Finanzierungsaktivitäten das Finanzierungsrisiko des Unternehmens.

Kapitalstruktur und Kapitalausstattung

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in Mio. Euro 2010 2009 Veränderung in Prozent
Eigenkapital 479,7 446,3 7,5
Eigenkapitalquote (in Prozent) 25,1 26,1
Kurzfristiges Fremdkapital 787,9 811,4 2,9
Langfristiges Fremdkapital 642,1 450,6 42,5
Fremdkapital 1.430,0 1.262,0 13,3
Fremdkapitalquote (in Prozent) 74,9 73,9
Gesamtkapital
(Eigenkapital plus Fremdkapital) 1.909,7 1.708,3 11,8

Die Aufnahme des Schuldscheindarlehens in Höhe von 200 Mio. Euro hat insgesamt die Eigenkapitalbasis der BayWa nur moderat gegenüber dem Vorjahr verringert. Durch den erwirtschafteten Jahresüberschuss und die konsequente Optimierung des Working Capitals sank die Eigenkapitalquote von 26,1 Prozent in 2009 um lediglich 1 Prozentpunkt auf 25,1 Prozent. Diese solide Ausstattung mit Eigenmitteln stellt einen für Handelsunternehmen sehr guten Wert dar und bildet eine stabile Basis für die Fortentwicklung der Geschäftsaktivitäten.

In den kurzfristigen Verbindlichkeiten sind Commercial Papers in Höhe von 49,3 Mio. Euro und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 357,4 Mio. Euro enthalten. Die kurzfristigen Finanzschulden liegen somit um 45,8 Mio. Euro unter dem Vorjahr. Die kurzfristigen Finanzschulden dienen ausschließlich der Finanzierung der im Working Capital kurzfristig gebundenen Finanzmittel.

Der ausgewiesene Stand an kurzfristigen Kapitalaufnahmen zum Jahresende spiegelt regelmäßig den Höchststand der Inanspruchnahme wider. Saisonal steigen die Kreditverbindlichkeiten durch die Voreinlagerung von Betriebsmitteln und dem Aufkauf von Ernteerzeugnissen im vierten Quartal des Geschäftsjahres an.

Die Bilanzsumme als Ausdruck der insgesamt gebundenen Kapitalien hat sich insgesamt um 201,4 Mio. Euro erhöht.

Finanzmittelausstattung und Kapitalerfordernisse

Die Finanzmittelausstattung des BayWa AG speist sich in erster Linie aus den Mittelzuflüssen der operativen Geschäftstätigkeit. Daneben fließen dem Unternehmen Finanzmittel aus Maßnahmen der Portfoliooptimierung wie dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Immobilienvermögen oder auch nicht strategischen Finanzbeteiligungen zu.

Die Kapitalerfordernisse umfassen die Investitionsfinanzierung sowie die laufende Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit, die Tilgung von Finanzschulden sowie die laufenden Zinszahlungen. Die Gesamtsicht auf Liquidität und Verschuldung wird durch die Berechnung der Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung bestimmt und für das interne Finanzmanagement wie für die externe Kommunikation mit Finanzinvestoren und Analysten verwandt. Die Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung resultiert aus der Summe der Zahlungsmittel abzüglich der ausstehenden Commercial Paper, der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, wie sie in der Bilanz ausgewiesen werden.

Die Finanzierungsstruktur bleibt analog der Mittelbindung überwiegend kurzfristig. Neben kurzfristigen Geldaufnahmen finanziert sich das Unternehmen über ein 300 Mio. Euro Multi-Currency-Commercial-Paper-Programm, über das zum Bilanzstichtag Mittel in Höhe von 49,3 Mio. Euro (Vorjahr: 11,7 Mio. Euro) gezogen waren. Zum Jahresende 2010 war die Nachfrage im Commercial-Paper-Bereich höher als in den Jahren zuvor. Auch werden wieder Laufzeiten von bis zu drei Monaten von den Investoren angefragt. Im Rahmen des laufenden Asset-Backed¬Securitisation-Programms wurden zum Stichtag 79,9 Mio. Euro (Vorjahr: 74,2 Mio. Euro) finanziert.

Im Rahmen der mittel- bis langfristigen Wachstumsfinanzierung des Unternehmens hat die BayWa die attraktiven Kapitalmarktkonditionen im Oktober 2010 genutzt und zwei Schuldscheindarlehen über 129,5 Mio. Euro mit einer Laufzeit von fünf Jahren sowie 70,5 Mio. Euro mit einer siebenjährigen Laufzeit begeben. Die Schuldscheindarlehen wurden vom Markt sehr gut aufgenommen und waren mehrfach überzeichnet.

Investitionen

Die BayWa AG hat im Geschäftsjahr 2010 rund 67,5 Mio. Euro in materielle Vermögensgegenstände investiert. Dabei handelt es sich in erster Linie um Ersatz-und Erhaltungsinvestitionen in Bausubstanz, Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Investitionssumme liegt damit 5,4 Mio. Euro über dem Volumen des Vorjahres. Moderne Standorte und leistungsfähige Betriebsvorrichtungen sind Voraussetzungen für effiziente Logistikprozesse, daher werden kontinuierlich Investitionen vorgenommen.

Rund 26,5 Mio. Euro wurden in Betriebsimmobilien, unter anderem in die Fertigstellung von Betriebsgebäuden investiert. So wurde in Ingelheim eine neue, hochmoderne Obstsortieranlage mit einem Investitionsvolumen von rund 1,8 Mio. Euro fertiggestellt. In Kempten wurde mit rund 2,7 Mio. Euro ein neuer Baustoffstandort errichtet. In Waldkraiburg erfolgte der Umbau und die Erweiterung eines Bau- und Gartenmarktes für über 2,0 Mio. Euro. Darüber hinaus erfolgte in Dachau die Fertigstellung einer Werkstätte in Höhe von 1,4 Mio. Euro.

Es bleibt auch weiterhin der strategische Ansatz der BayWa, das Handelsgeschäft, wo immer möglich, auf eigenem Grund und Boden zu betreiben. Damit bleibt das Geschäft unabhängig von starren Mietpreisklauseln, die sich konjunkturabhängig nicht zwangsläufig im Geschäftsergebnis abbilden lassen. Ferner gibt das Immobilienvermögen Stabilität für das operative Geschäft.

Nicht länger betrieblich genutztes Immobilienvermögen wird konsequent vermarktet. Die dabei freigesetzten Mittel dienen der Rückführung von Fremdmitteln oder der Expansionsfinanzierung. Durch die Umwandlung des Immobilienbereichs der BayWa in ein eigenes Profit-Center soll die Vermarktung der Altimmobilien in Zukunft beschleunigt werden. Im Geschäftsjahr 2010 konnten aus dem Verkauf von Immobilien rund 15,3 Mio. Euro erzielt werden.

Zusammensetzung des Vermögens

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in Mio. Euro 2010 2009 Veränderung in Prozent
Langfristiges Vermögen 781,9 738,2 5,9
Langfristige Vermögensquote (in Prozent) 40,9 43,2
Kurzfristiges Vermögen 1.127,8 970,1 16,3
Kurzfristige Vermögensquote (in Prozent) 59,1 56,8
Gesamtvermögen 1.909,7 1.708,3 11,8

Die Vermögensstruktur der BayWa AG hat sich im Berichtsjahr zugunsten der kurzfristigen Vermögenswerte entwickelt. Primär durch den marktpreisbedingten Anstieg der Vorräte. Auch der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen trug mit 71,8 Mio. Euro zur Erhöhung bei. Damit stieg die Quote der kurzfristigen Vermögenswerte von 56,8 Prozent in 2009 auf 59,1 Prozent in 2010.

Das langfristige Vermögen stieg ebenfalls an, jedoch nicht so stark wie das kurzfristige Vermögen. Der größte Anteil ergibt sich dabei aus einem 24,4 Mio. Euro Anstieg der Anteile an verbundenen Unternehmen.

Die Bilanzsumme erhöhte sich infolge um 11,8 Prozent auf 1.909,7 Mio. Euro.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens

Der Vorstand beurteilt die Geschäftsentwicklung zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts des BayWa AG weiterhin als positiv. Die Ergebnisentwicklung im Agrargeschäft profitierte von der Preiserholung bei Agrarprodukten im Jahr 2010. Im Baugeschäft hat sich das Umfeld durch die Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage aufgehellt, und das Segment Bau hat durch zahlreiche Maßnahmen die Weichen für eine Steigerung der Ertragskraft gestellt. Im Energiegeschäft profitiert die BayWa im gewerblichen Geschäft ebenfalls von der verbesserten Konjunktur. Im Brennstoffgeschäft wirkte sich der erneute kalte Winter positiv auf den Absatz aus. Der Bereich der regenerativen Energien wurde im Jahr 2010 als eigenständiges Geschäftsfeld etabliert und wächst sowohl organisch als auch durch weitere Akquisitionen dynamisch. Im Rahmen des aktiven Portfoliomanagements konnte der Anteil der nicht strategischen Randaktivitäten des Unternehmens weiter verringert werden. Mit ihrem ausbalancierten Geschäftsportfolio verfügt die BayWa AG über alle Voraussetzungen, um auch im Geschäftsjahr 2011 weiterhin erfolgreich zu wirtschaften.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2010 hat sich die Zahl der Mitarbeiter in der BayWa AG im Jahresdurchschnitt um 42 auf 10.609 Mitarbeiter erhöht. In den Segmenten Agrar und Bau ging die Zahl der Beschäftigten um 9 bzw. 31 Mitarbeiter zurück, im Segment Energie um 8 Mitarbeiter. Dem stand ein Anstieg der Mitarbeiterzahl in der Verwaltung um 90 Beschäftigte gegenüber. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 lag die Mitarbeiterzahl mit 11.758 um 80 über dem Stand zum Vorjahresultimo von 11.678.

Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl der BayWa AG

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2010 2009 Veränderung
2010/2009 in Prozent
--- --- --- --- ---
Agrar 4.313 4.322 -9 -0,2
Bau 4.822 4.853 -31 -0,6
Energie 684 692 -8 -1,1
Verwaltung 790 700 90 12,9
BayWa-AG 10.609 10.567 42 0,4

Personalmanagement-Instrumente

Zur Steuerung der Kapazitäten und zur Optimierung des Personaleinsatzes hat die BayWa moderne Analyse- und Kennzahlensysteme implementiert. Diese Instrumente sind wichtige Bausteine für die Planung, sie dienen aber auch dem Personalmanagement zur Steuerung der operativen Arbeitsprozesse.

Ausbildung und Personalentwicklung

Die Ausbildung und Qualifikation der Mitarbeiter ist ein elementarer Bestandteil der Personalstrategie der BayWa AG. Mit durchschnittlich 1.003 Auszubildenden und einer Ausbildungsquote von 8,6 Prozent gehört die BayWa zu den großen Ausbildungsunternehmen im deutschsprachigen Raum. Ein spezielles Förderprogramm für junge Mitarbeiter bildet die Basis einer gezielten Personalentwicklung. Die weitere Qualifikation und Entwicklung der Mitarbeiter orientiert sich am Bedarf des Unternehmens. Dabei liegt der Schwerpunkt mit einem Anteil von 70 Prozent der Maßnahmen nach wie vor auf den Fachschulungen der Sparten. Darüber hinaus nehmen die Bereiche Vertrieb und Verkauf, Führung und Management sowie Anwendungen der IT einen breiten Raum an den spartenübergreifenden Fortbildungsmaßnahmen ein.

Integration schwerbehinderter Mitarbeiter im Unternehmen

Die Integration schwerbehinderter Mitarbeiter in die Arbeitswelt gehört zu den gesellschaftlichen Aufgaben, zu denen vor allem insbesondere große Unternehmen einen besonderen Beitrag leisten können. Die BayWa kommt dieser Verpflichtung nach, indem für über 296 schwerbehinderte Mitarbeiter geeignete Arbeitsplätze angeboten werden. Darüber hinaus unterhält die BayWa eine Partnerschaft mit einem Rehabilitationszentrum für Menschen mit körperlicher Behinderung. Die Partnerschaft beinhaltet einen Großauftrag für die laufende Erlassung und das Scannen von Belegen. Damit wird eine größere Anzahl von Arbeitsplätzen gesichert.

„Corporate Social Responsibility" (CSR)-Aktivitäten

Die BayWa bekennt sich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Die Leitlinien dafür sind in der Satzung des Unternehmens, den Unternehmensleitlinien, den ethischen Grundsätzen und den Corporate-Governance-Regeln definiert. CSR ist im Unternehmen nicht als eigenständiger Bereich institutionalisiert, vielmehr berücksichtigen die einzelnen Segmente der AG die Grundsätze der CSR in den jeweiligen Geschäftsaktivitäten beispielsweise durch ökologisches Handeln, Nachhaltigkeit, Förderung nachwachsender Rohstoffe, Verbraucherschutz und -aufklärung sowie den Dialog mit diversen gesellschaftlichen Gruppen.

Die BayWa setzt gesellschaftlich akzeptierte Werte im täglichen Handeln im gesamten Unternehmen um und stellt ihre nachhaltige Integration in Wirtschaft und Gesellschaft durch den kontinuierlichen Dialog mit der Öffentlichkeit und den Interessengruppen sicher. Dadurch werden nicht zuletzt das Image und der Wert der Marke BayWa gestärkt und das unternehmerische Risiko begrenzt. Insgesamt unterstützen die Maßnahmen zur CSR somit auch die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens.

Eine gute Unternehmensführung wird im Unternehmen durch Anwendung der Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex gewährleistet. Unter ökonomischer Verantwortung versteht die BayWa eine transparente Kommunikation im Rahmen der Investor-Relations-Aktivitäten, den kontinuierlichen Dialog mit den verschiedenen Stakeholdern, die Sicherung profitablen Wachstums in allen Sparten und Tochtergesellschaften sowie ein effizientes Risiko- und Beschwerdemanagement. Der faire Umgang miteinander sowohl innerhalb des Unternehmens als auch mit Geschäftspartnern ist in den ethischen Grundsätzen festgelegt und wird im Unternehmen gelebt.

Ihrer ökologischen Verantwortung wird die BayWa sowohl im Rahmen der eigenen Aktivitäten als auch im Umgang mit Kunden und Lieferanten gerecht. Im eigenen Unternehmen werden ökologische Aspekte durch den Einsatz erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe, durch die Verwendung umweltfreundlicher Produkte, durch Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs, durch das Abfallmanagement und eine effiziente Verkehrslogistik berücksichtigt. Die Kunden der BayWa werden mit Beratungs- und Dienstleistungen bei der Einhaltung ökologischer Grundsätze unterstützt.

Eine nachhaltige Personalentwicklung, Arbeits- und Arbeitsplatzsicherheit sowie das Gesundheitsmanagement sind ein fester Bestandteil der sozialen Verantwortung des Unternehmens sowohl gegenüber der Gesellschaft als auch gegenüber den Mitarbeitern. In der Aus- und Weiterbildung gehört die BayWa zu den führenden Unternehmen und legt damit den Grundstein für eine langfristig erfolgreiche Personalentwicklung.

Die 1998 gegründete Stiftung ist ein Beispiel für das soziale und umweltbewusste Engagement der BayWa AG. Innerhalb der Bildungsprojekte, bei denen es um erneuerbare Energie und Ernährung in Deutschland, Osteuropa, Asien und Afrika geht, legt die BayWa Stiftung besonderen Wert auf Nachhaltigkeit. Das Leitmotiv hinter den Projekten ist die Hilfe zur Selbsthilfe mit dem Fokus, dass Projektergebnisse nicht nach kurzer Zeit verpuffen, sondern ein Grundstein gelegt wird für bessere, nachhaltige und langfristige Entwicklungsmöglichkeiten. Spenden fließen zu 100 Prozent in die Stiftung, da die BayWa AG die Verwaltungskosten der Stiftung trägt. Zudem wird jeder gespendete Euro von der BayWa AG verdoppelt, um möglichst viele Projekte realisieren zu können. Über das Engagement für die BayWa Stiftung hinaus spendet die BayWa für soziale und kulturelle Einrichtungen und fördert das Engagement von Mitarbeitern in Verbänden, Politik und Gesellschaft.

Berichterstattung nach § 289 Abs. 4 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital der BayWa AG belief sich zum Stichtag auf 87.611.471,36 Euro und ist eingeteilt in 34.223.231 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro. Von den ausgegebenen Stückaktien sind 32.861.289 vinkulierte und 118.691 junge vinkulierte Namensaktien (ab 1. Januar 2011 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien). 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien. Hinsichtlich der durch die Aktien vermittelten Rechte und Pflichten (zum Beispiel Recht auf Anteil am Bilanzgewinn oder Teilnahme an der Hauptversammlung) wird auf die entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes verwiesen. Sonderrechte oder Vorzüge bestehen nicht.

Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen von Aktien

Der Erwerb von vinkulierten Namensaktien durch Einzelpersonen und Rechtspersonen des bürgerlichen und öffentlichen Rechts unterliegt gemäß § 68 Abs. 2 AktG in Verbindung mit § 6 der Satzung der BayWa AG der Zustimmung durch den Vorstand der BayWa AG. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend, bestehen nicht.

Zehn Prozent der Stimmrechte überschreitende Beteiligungen

Folgende Anteilseigner halten am Bilanzstichtag Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte übersteigen:

Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries
Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Ergänzend zu § 84 f. AktG sieht § 9 der Satzung der BayWa AG bezüglich der Bestellung und Abberufung des Vorstands vor, dass die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt werden. Die Bestellung erfolgt auf höchstens fünf Jahre; eine wiederholte Bestellung ist zulässig. Der Aufsichtsrat bestellt den Vorsitzenden des Vorstands.

Über Änderungen der Satzung beschließt nach § 179 AktG in Verbindung mit § 21 der Satzung der BayWa AG immer die Hauptversammlung.

Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. Mai 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 4.696.151,04 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 30. April 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Der Vorstand besitzt keine Ermächtigung der Hauptversammlung zum Rückkauf von Aktien. Vereinbarungen im Sinne des § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB bestehen nicht.

IV. Chancen- und Risikobericht

Chancen- und Risikomanagement

Die Politik der BayWa ist darauf ausgerichtet, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns verantwortungsbewusst gegeneinander abzuwägen. Das Management von Chancen und Risiken ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Damit schafft der BayWa Neues, sichert und verbessert Bestehendes. Das Management von Chancen und Risiken ist eng an der langfristigen Strategie und der Mittelfristplanung der BayWa AG ausgerichtet. Durch die dezentrale, regionale Organisations- und Managementstruktur kann der Unternehmen frühzeitig Trends, Anforderungen und die Chancen und Risikopotenziale der oftmals fragmentierten Märkte erkennen, analysieren und flexibel sowie marktnah agieren. Darüber hinaus werden kontinuierlich intensive Markt- sowie Wettbewerbsbeobachtungen durchgeführt, um Chancen und Risiken zu identifizieren. Im Unternehmen lassen sich zudem durch die stetige Kommunikation und den zielgerichteten Erfahrungsaustausch der einzelnen Bereiche miteinander zusätzliche Chancen und auch Synergiepotenziale nutzen.

Zentraler Bestandteil und zugleich Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagements ist das im Geschäftsjahr 2009 implementierte Risk Board. Unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden tagt dieses mit operativen Managern und Stabsstellen besetzte Gremium, um laufend operative Chancen und Risiken zu diskutieren und zu bewerten. Die protokollierten Sitzungen dienen der Entwicklung eines Chancen- und Risikoverständnisses und bilden auch Grundlage des Risikomaßes für operative Entscheidungen.

Grundsätze des Chancen- und Risikomanagements

Die BayWa nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit sich ergebende Chancen, sie trägt aber auch unternehmerische Risiken. Das Erkennen von Unternehmenschancen, die Sicherung des Vermögens und die Steigerung des Unternehmenswerts erfordern daher ein Chancen- und Risikomanagementsystem. In der BayWa AG ist das Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse. Die Unternehmensstrategie ist darauf ausgerichtet, einerseits Chancen optimal zu nutzen und andererseits die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich zu begrenzen. Insbesondere muss die Erkennung und Begrenzung bestandsgefährdender Risiken durch das Risikomanagement gewährleistet werden.

Die Grundsätze des in der BayWa AG bestehenden Systems zur Erkennung und Überwachung geschäftsspezifischer Risiken sind in einem vom Vorstand verabschiedeten Risikomanagement-Handbuch beschrieben. Zudem prüft die interne Revision regelmäßig das prozessbegleitende interne Risikomanagementsystem. ISO-Zertifizierungen zur Standardisierung von Abläufen und zur Vermeidung von Risiken sowie der Abschluss von Versicherungen ergänzen das Risikomanagement des Unternehmens.

Darüber hinaus hat die BayWa in seinen Unternehmensleitlinien und ethischen Grundsätzen verbindliche Ziele und Verhaltensweisen festgelegt und unternehmensweit implementiert. Sie betreffen das individuelle Handeln im Umgang mit Unternehmenswerten ebenso wie das faire und verantwortungsbewusste Verhalten gegenüber Lieferanten, Kunden und Kollegen.

Chancen- und Risikomanagement

Ein umfangreiches Risikomanagementsystem erfasst und überwacht laufend sowohl die Unternehmensentwicklung als auch aktuelle Schwachstellen. Das Risikomanagementsystem umfasst alle Bereiche und ist ein zentrales Element der Berichterstattung. Dies versetzt die Unternehmensleitung in die Lage, schnell und effektiv zu handeln. Für jeden Bereich des Unternehmens sind Risikobeauftragte und Risikoberichterstatter eingesetzt, die für die Umsetzung des Reporting-Prozesses sorgen.

Der Reporting-Prozess teilt Risiken und Chancen in Klassen ein und nimmt eine Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der möglichen monetären Auswirkungen vor. Das System basiert auf individuellen Einschätzungen, unterstützt durch entsprechende Managementprozesse, und ist in die Kernaktivitäten integriert. Es beginnt bei der strategischen Planung und setzt sich über Beschaffung und Vertrieb einschließlich des Forderungsmanagements fort. Als Erweiterung des Planungsprozesses in den Geschäftsfeldern, der Beschaffungs- und Vertriebsorganisation sowie den Zentralbereichen dient das Risiko- und Chancenmanagementsystem zur Identifikation und Bewertung möglicher Abweichungen von erwarteten Entwicklungen. Neben der Identifikation und Bewertung von wesentlichen, das Geschäft beeinflussenden Entwicklungen lassen sich mit dem System Aktivitäten priorisieren und implementieren. Damit können Chancen besser genutzt und Risiken reduziert werden.

Kern des Risikomanagementsystems sind die Risikoberichte, die regelmäßig von den Geschäftseinheiten erstellt werden. Diese Berichte werden vom Vorstand und den Geschäftsbereichsverantwortlichen ausgewertet und beurteilt. Die systematische Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Systeme mit Frühwarncharakter tragen maßgeblich zur weiteren Festigung sowie zum gezielten Ausbau der unternehmensweiten Risiko- und Chancenkultur bei.

Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Allgemeine konjunkturelle Einflüsse wirken sich auch auf das Konsum- und Investitionsverhalten in den BayWa-Kernmärkten aus. Dementsprechend werden der Umsatz und das Ergebnis der BayWa positiv oder negativ beeinflusst. Die deutsche Wirtschaft wurde 2009 mit der schwersten Rezession der Nachkriegszeit konfrontiert. Das Bruttoinlandsprodukt verzeichnete im Jahresvergleich mit einem Rückgang von 5,0 Prozent einen neuen Minusrekord. Staatliche Konjunkturprogramme wurden geschnürt und auf den Weg gebracht. Sie konnten aber insgesamt keine bemerkenswerten Effekte erzielen und schon gar nicht eine nachhaltige Trendumkehr einleiten. Diese insgesamt ungünstigen Umfeldfaktoren belasteten hingegen die BayWa weniger stark als andere Unternehmen. Das Geschäftsmodell der BayWa ist sehr stark auf die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse wie Ernährung, Wohnen, Mobilität und Energieversorgung fokussiert, so dass zyklische Schwankungen hier geringer ausfallen als in anderen Wirtschaftsbereichen. Gleichzeitig kann ein gut aufgestelltes Unternehmen wie die BayWa in Krisen sogar noch spezifische Chancen nutzen, etwa durch Identifikation und Akquisition von Übernahmekandidaten zum Auf- oder Ausbau bestehender oder neuer Geschäftsaktivitäten.

Branchen- und unternehmensspezifische Chancen und Risiken

Wechselnde politische Rahmenbedingungen wie beispielsweise Veränderungen von Subventionen für Agrarprodukte oder steuerlicher Förderungen von Energieträgern sowie globale und volatile Märkte verursachen Risiken. Sie eröffnen aber auch neue Perspektiven. Witterungsbedingte Extreme können direkte Auswirkungen auf das Angebot, die Preisbildung und den Handel mit Agrarerzeugnissen und nachgelagert auch auf das Betriebsmittelgeschäft haben. Globale Klimaveränderungen beeinflussen langfristig auch den Agrarbereich. Die weltweite Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen, insbesondere Getreide, wächst stetig. Hieraus kann sich ein nachhaltiger Trend zu höheren Preisen bilden. Die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft hat unmittelbare Auswirkungen auf den Absatz hochwertiger Investitionsgüter. Im Bausektor wirken sich im Wesentlichen konjunkturelle und politische Einflussfaktoren auf die Nachfrage aus. So führten in Deutschland Investitionsanreize zu Beginn der 1990er Jahre zu einem Bauboom, insbesondere in den neuen Bundesländern, dem anschließend ein lang anhaltender Abschwung mit einer strukturellen Kapazitätsbereinigung folgte. Die Abschaffung der Eigenheimzulage führte zu einer weiteren Abschwächung im privaten Wohnungsbau. Bis heute liegt die Zahl der Baugenehmigungen im Wohnungsbau deutlich unter dem Niveau zu Beginn der 1990er Jahre. Gleichzeitig bringt der alternde Wohnungsbestand einen wachsenden Modernisierungs- und Sanierungsbedarf mit sich.

Preischancen und -risiken

Insbesondere im Agrar- und im Energiesegment handelt die BayWa mit sehr preisvolatilen Gütern wie Getreide, Düngemitteln oder Mineralöl. Durch die Einlagerung der entsprechenden Waren bzw. durch den Abschluss von Lieferverträgen über den Bezug von Waren in der Zukunft unterliegt die BayWa somit auch dem Risiko von Preisschwankungen. Während das Risiko im Mineralölbereich aufgrund der reinen Distributionsfunktion der BayWa vergleichsweise niedrig ist, können Preisschwankungen bei Getreide und Düngemitteln, auch aufgrund der Lagerhaltung, höhere Risiken verursachen, sofern bezüglich der Verträge über den Warenbezug und den Warenverkauf keine Fristenkongruenz besteht. Sofern nicht bereits bei Abschluss von Verträgen entsprechende Deckungsgeschäfte vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken fortlaufend überwacht und in entsprechenden Gremien kontrolliert. Wo erforderlich, werden entsprechende Risikobegrenzungsmaßnahmen ergriffen. Im Bereich der regenerativen Energien ist die BayWa auch als Projektentwickler tätig. Daraus ergibt sich beispielsweise bei der Planung und Erbauung von Solaranlagen das Risiko, dass die Anlagen durch Verzögerungen erst später als vorgesehen ans Netz gehen können. Sofern dabei ein Termin für die weitere Absenkung der Einspeisevergütung überschritten wird, besteht ein Preisrisiko derart, dass die Anlage aufgrund veränderter wirtschaftlicher Parameter nicht mehr zum ursprünglich geplanten Preis veräußert werden kann.

Fremdwährungschancen und -risiken

Die Geschäftstätigkeit der BayWa findet ganz überwiegend innerhalb des Euro-Raums statt. Sofern Fremdwährungspositionen aus Waren- und Leistungsgeschäften resultieren, werden diese grundsätzlich sofort abgesichert. Spekulative Aufnahmen oder Anlagen von Finanzmitteln in Fremdwährungen sind nicht zulässig.

Aktienkurschancen und -risiken

Das Anlageportfolio der BayWa AG umfasst auch direkte und indirekte Anlagen in börsennotierten Unternehmen. Die Aktieninvestitionen werden laufend anhand ihrer aktuellen Marktwerte überwacht.

Zinschancen und -risiken

Zinsrisiken resultieren aus den zinsvariablen Finanzierungen des Unternehmens. Insbesondere aus der Emission kurzlaufender Commercial Papers und Aufnahme kurzfristiger Kredite. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen überwiegend der Finanzierung des Working Capitals. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos nutzt die BayWa derivative Instrumente in Form von Zinscaps und Zinsswaps. Eine stets fristenkongruente Finanzierungsstruktur der BayWa AG stellt sicher, dass Zinschancen sich entsprechend im Unternehmen abbilden können.

Regulatorische und rechtliche Chancen und Risiken

Änderungen im regulatorischen Umfeld können die Unternehmensentwicklung beeinflussen. Zu nennen sind insbesondere Eingriffe in die Rahmenbedingungen für den Agrarbereich. Negative Einflüsse sind verbunden mit der Rückführung oder Abschaffung von Subventionen. Dagegen bieten neuere regulatorische und gesetzgeberische Entwicklungen im Bereich bioenergetischer Aktivitäten auch Chancen. Im Baubereich können Eingriffe in bautechnische oder steuerrechtliche Vorgaben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen.

Die Unternehmen der BayWa AG unterliegen einer Reihe von Risiken im Zusammenhang mit Rechtsverfahren, an denen sie zurzeit beteiligt sind oder in Zukunft beteiligt sein können. Gerichtsprozesse entstehen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, insbesondere aus der Geltendmachung von Ansprüchen aus Fehlleistungen und -lieferungen oder aus Zahlungsstreitigkeiten. Die BayWa bildet Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entsteht und eine adäquate Schätzung des Betrags möglich ist. Im Einzelfall kann eine tatsächliche Inanspruchnahme den zurückgestellten Betrag überschreiten. Die im Lagebericht des Vorjahres erwähnte Anfechtungsklage von Aktionären gegen sämtliche auf der ordentlichen Hauptversammlung der BayWa AG am 04. Juni 2009 gefassten Beschlüsse wurde im Wege eines Vergleichs beigelegt.

Kreditrisiken

Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt der BayWa AG eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sogenannter Anbauverträge entsteht dem Unternehmen ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel, deren Rückzahlung durch Übernahme und Vermarktung der Ernte erfolgt. Die Risikominimierung wird durch ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem gewährleistet, das alle Geschäftsbereiche erfasst. Dabei werden Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren definiert und laufend kontrolliert.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die BayWa AG seinen finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Finanzielle Mittel werden in der BayWa durch das operative Geschäft und die Aufnahme von Darlehen externer Finanzinstitute generiert. Darüber hinaus kommen Finanzierungsinstrumente wie Multi-Currency-Commercial-Paper-Programme oder Asset-Backed-Securitisation-Finanzierungen und 2010 erstmalig Schuldscheindarlehen zum Einsatz. Die bestehenden Kreditlinien sind so ausreichend bemessen, um die Geschäftsabwicklung jederzeit auch bei steigendem Umfang zu gewährleisten. Die Finanzierungsstruktur trägt damit der ausgeprägten Saisonalität der Geschäftstätigkeit Rechnung. Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen unterliegt die BayWa hinsichtlich der Liquidität derzeit keinen Konzentrationsrisiken.

Rating des Unternehmens

Die Bonität der BayWa wird seitens der Banken sehr positiv beurteilt. Dabei spielt die Solidität und die lange, erfolgreiche Unternehmenshistorie ebenso eine Rolle, wie eine hohe Unternehmenssubstanz, untermauert durch Vermögenswerte wie Immobilien. Auch während der Finanzkrise hatte die BayWa AG zu keiner Zeit Schwierigkeiten, sich am Finanzmarkt Liquidität zu beschaffen. Im Gegenteil, der Ruf der BayWa hat es ermöglicht, zwei Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 200 Mio. Euro mehrfach überzeichnet zu emittieren. Dabei verzichtet die BayWa aus Kosten-Nutzen-Abwägungen bewusst auf die Verwendung externer Ratings.

Personalchancen und -risiken

Die BayWa AG konkurriert im Personalbereich mit anderen Unternehmen um hoch qualifizierte Führungskräfte sowie leistungsstarke und motivierte Mitarbeiter. Um den zukünftigen Erfolg sicherzustellen, werden weiterhin qualifizierte Fachkräfte benötigt. Überhöhte Fluktuation, die Abwanderung leistungsstarken Fachpersonals und die fehlgeschlagene Bindung von Nachwuchskräften können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken.

Diesen Risiken begegnet die BayWa, indem sie ihren Mitarbeitern umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet, um die Fachkompetenz zu sichern. Eine Führung durch Vertrauen, der Einsatz der Mitarbeiter entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten sowie die Definition und Beachtung unserer ethischen Leitlinien schaffen ein positives Arbeitsklima.

Gleichzeitig fördert die BayWa AG die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Mit über 1.000 Auszubildenden zählt das Unternehmen zu den großen Ausbildungsbetrieben speziell im regionalen Raum. Hieraus rekrutiert die BayWa aber auch einen großen Teil ihrer zukünftigen Fach- und Führungskräfte. Die langen Betriebszugehörigkeiten dokumentieren regelmäßig die hohe Loyalität, die die Mitarbeiter „ihrer" BayWa entgegenbringen. Das schafft Stabilität und Beständigkeit, sichert aber auch den Wissenstransfer über Generationen hinweg.

Informationstechnologische Chancen und Risiken

Die Nutzung modernster IT-Technologie kennzeichnet die gesamte Geschäftstätigkeit der BayWa AG. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden IT-technisch unterstützt und mit Hilfe modernster Softwarelösungen abgebildet. Gerade für ein personalintensives Handelsunternehmen ist die Systemunterstützung der Arbeitsabläufe zwingend erforderlich. Die fortlaufende Überprüfung und Überarbeitung der Prozessabbildung ist aber mehr als nur eine Implementierung neuer IT-Komponenten. Sie geht stets auch mit der Optimierung von Prozessabläufen einher, wodurch Chancen in Form von Synergie- und Einsparpotenzialen identifiziert und realisiert werden können. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Komplexität und der Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme auch das systeminhärente Risiko.

Um die Chancen zu realisieren und die Risiken zu minimieren, wird die IT-Kompetenz der BayWa AG auf höchstem Niveau gehalten. Umfassende Vorkehrungen wie Firewalls, tagesaktueller Virenschutz, Notfallpläne sowie Datenschutzschulungen sichern die Datenverarbeitung. Organisatorisch getrennt wacht zudem ein eigener Datenschutzbeauftragter über die Einhaltung von Sicherungs- und Datenschutzstandards.

Beurteilung der Chancen- und Risikosituation durch die Unternehmensleitung

Die Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen. Auch für die Zukunft sind bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar. Insgesamt sind die Risiken der BayWa AG begrenzt und überschaubar.

Neben potenziell nicht oder nur mittelbar beeinflußbaren globalpolitischen oder makroökonomischen Risiken stehen die operativen Risiken im Mittelpunkt der Betrachtung. Bei Letzteren hat die BayWa entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen.

Wesentlicher Bestandteil des Chancen- und Risikomanagements ist auch das interne Kontrollsystem (IKS) zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses. Die BayWa AG verfügt über ein professionelles und in vielen Bereichen zertifiziertes Kontrollsystem, das Maßnahmen und Prozesse zur Sicherung des Vermögens und zur Gewährleistung der zutreffenden Abbildung der Ertragslage umfasst.

Der Jahresabschluss wird in einem zentral durchgeführten Prozess erstellt.

Die Erfüllung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und satzungsmäßigen Vorschriften ist dabei durch die Bilanzierungsvorgaben garantiert.

Ein Kontrollsystem, das den Rechnungslegungsprozess überwacht, stellt sicher, dass bei den Geschäftsvorfällen eine, wie von den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften gefordert, vollständige und zeitnahe Erfassung erfolgt. Weiter wird damit gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt sowie Vermögensgegenstände und Schulden zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Das Kontrollsystem bedient sich sowohl maschineller als auch manueller Kontrollmechanismen, um die Ordnungsmäßigkeit und der Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassend sicherzustellen.

V. Nachtragsbericht

Die BayWa AG hat über ihre Gesellschaft Diermeier Energie GmbH, Straubing, mit Wirkung zum 1. Januar 2011 im Rahmen eines Asset-Deals das Geschäft mit Heizöl, Diesel- und Ottokraftstoff, Holzpellets und AdBlue von der Diermeier GmbH & Cie. Mineralöl KG, Straubing, und der Hermann Diermeier KG, Straubing, erworben. Zusätzlich ist mit Wirkung zum 31. März 2011 der Erwerb weiterer Vermögensgegenstände von der Top Oil GmbH & Cie. Transport KG, Straubing, vertraglich vereinbart worden. Die Anschaffungskosten für die zum 1. Januar 2011 übergegangenen Vermögenswerte betragen 5, 5 Mio. Euro.

Die BayWa AG hat mit Wirkung zum 1. Januar 2011 im Rahmen eines Asset-Deals das Agrarhandelsgeschäft der Schnell & Söhne KG Agrarhandel, Schwabmünchen, übernommen. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die zum 1. Januar 2011 übergegangenen Vermögenswerte betragen 3,0 Mio. Euro.

Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag der BayWa Töchtergesellschaften:

Die BayWa AG hat über ihre Enkelgesellschaft BayWa r.e U.S. LLC am 3. Januar 2011 80 Prozent der Anteile an dem US-Unternehmen Focused Energy, LLC, Santa Fe in New Mexico, erworben. Diese Übernahme ist ein weiterer wesentlicher Schritt zur Umsetzung der Wachstumsstrategie der BayWa bei den regenerativen Energien. Der Kaufpreis für den Erwerb der Anteile an der Gesellschaft betrug 12,9 Mio. Euro.

Die BayWa AG wird über ihre Enkelgesellschaft RENERCO Renewable Energy Concepts AG zwei genehmigte und baureife Onshore-Windparks in Großbritannien von RWE Npower renewables, einer RWE Innogy Tochter, erwerben. Der Kaufpreis wird rund 17 Mio. Euro betragen. Die zwei genehmigten Projekte haben zusammen eine Leistung von 27 MW. Beide Onshore-Windparks — einer in England und einer in Schottland — sollen bis spätestens Ende 2012 fertiggestellt sein.

Ein Konsortium unter der Führung der Mehrheitsbeteiligung der BayWa AG, der RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, erwirbt 89 Prozent an der österreichischen OMV Wärme VertriebsgmbH. Das Konsortium besteht aus der RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich (51 Prozent), der „UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT, Klagenfurt, Österreich (27 Prozent), und der BayWa Vorarlberg Handels GmbH, Lauterach, Österreich (11 Prozent). Der bisherige Alleineigentümer OMV Refining & Marketing GmbH zieht sich auf eine Finanzbeteiligung von 11 Prozent zurück. Der Erwerb dieser OMV Gesellschaft ist Teil der Wachstumsstrategie der BayWa in ihren Kernsegmenten. Auch zukünftig will das Unternehmen durch den Zukauf von Mineralölhändlern im Segment Energie weiter wachsen.

Die Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, eine Mehrheitsbeteiligung der BayWa AG, und der Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern AGRANA werden ihre im Bereich Fruchtsaftkonzentrat tätigen Tochtergesellschaften Ybbstaler Fruit Austria GmbH und AGRANA Juice Holding GmbH im Rahmen eines Joint Ventures zusammenlegen. Das Joint Venture, an dem AGRANA zu 50,01 Prozent beteiligt ist, wird von dieser vollständig konsolidiert. Die RWA hält eine Beteiligung von 49,99 Prozent, die nach Ablauf von 5 Jahren auf 50 Prozent aufgestockt werden kann. Der Firmensitz des Joint Ventures wird Kröllendorf, Niederösterreich, sein. Die Zusammenlegung der beiden Fruchtsaftkonzentrat-Unternehmen trägt den sich verändernden Märkten Rechnung, auf denen in den letzten Jahren sowohl eine zunehmende Konsolidierung bei den Konzentratherstellern als auch bei den Getränkeabfüllern zu verzeichnen ist.

Das Zusammengehen der beiden Gesellschaften stärkt die Wettbewerbsfähigkeit auf den zusehends globalen Fruchtsaftkonzentratmärkten und stellt einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Internationalisierung der BayWa dar. Die kartellrechtliche Genehmigung steht derzeit noch aus.

VI. Corporate-Governance-Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG berichten in dieser Erklärung gemäß § 289a HGB und Ziff. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Unternehmensführung. Die Erklärung ist auf der Internetseite des Unternehmens unter http://ir.baywa.de/corporate-governance dauerhaft zugänglich.

Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG sind einer guten Corporate Governance verpflichtet. Eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung in Einklang mit guter und transparenter Corporate Governance trägt nach der Überzeugung von Vorstand und Aufsichtsrat dazu bei, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und das Vertrauen der Anleger, Finanzmärkte, Geschäftspartner, Mitarbeiter und Öffentlichkeit zu fördern.

1. Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG erklären zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 Aktiengesetz:

Die nachfolgende Erklärung bezieht sich für den Zeitraum vom 30. März 2010 bis zum 2. Juli 2010 auf die Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex (im Folgenden DCGK) vom 18. Juni 2009. Für den Zeitraum ab dem 3. Juli 2010 bezieht sich die nachfolgende Erklärung auf die Empfehlungen des DCGK in seiner Fassung vom 26. Mai 2010, die im elektronischen Bundesanzeiger am 2. Juli 2010 bekannt gemacht wurde.

Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG erklären, dass den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit den folgenden Abweichungen entsprochen wurde und wird:

Keine Briefwahl — Ziffer 2.3.3 Satz 2 DCGK

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 2.3.3 Satz 2, dass die Gesellschaft die Aktionäre auch bei der Briefwahl und bei der Stimmrechtsvertretung unterstützen soll. Die Satzung der BayWa AG sieht bislang nicht die Möglichkeit der Briefwahl vor. Nach unserer Auffassung ist die Briefwahl bislang nicht ausreichend erprobt und es ergeben sich insbesondere Schwierigkeiten im Hinblick auf die Feststellung der Authentizität der abgegebenen Stimmen. Zudem bietet die BayWa AG den Aktionären bereits die Möglichkeit, einen von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertreter mit der Ausübung des Stimmrechts zu beauftragen. Somit haben die Aktionäre bereits jetzt die Möglichkeit, ihre Stimme auch vor dem Tag der Hauptversammlung abzugeben, so dass die Wahrnehmung der Aktionärsrechte durch die zusätzliche Möglichkeit einer Briefwahl im Ergebnis nicht noch weiter erleichtert würde.

Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder — Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 3.8 Abs. 3, bei Abschluss einer D & O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder einen Selbstbehalt vorzusehen. Die BayWa AG hat für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine D & O-Versicherung abgeschlossen, die keinen Selbstbehalt der Aufsichtsratsmitglieder vorsieht. Die BayWa AG ist nicht der Ansicht, dass die Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen Selbstbehalt in der D & O-Versicherung verbessert werden.

Abfindungs-Cap — Ziffer 4.2.3 Abs. 4 DCGK

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 4.2.3 Abs. 4, beim Abschluss von Vorstandsverträgen darauf zu achten, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergüten. Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder der BayWa AG enthalten keine solche Regelung. Denn die Höhe einer möglichen Abfindung ist Gegenstand eines gegebenenfalls bei Beendigung der Vorstandstätigkeit abzuschließenden Aufhebungsvertrags und damit von einer Einigung mit dem Vorstandsmitglied abhängig. Selbst bei Aufnahme einer entsprechenden Vertragsklausel könnte ein Vorstandsmitglied daher darauf bestehen, sich die vollständigen Ansprüche aus dem Dienstvertrag auszahlen zu lassen und ansonsten seine Zustimmung zur Beendigung der Vorstandstätigkeit verweigern. Die BayWa AG ist außerdem der Überzeugung, dass der Aufsichtsrat auch ohne eine solche Klausel das Unternehmensinteresse bei Verhandlungen mit einem ausscheidenden Vorstandsmitglied hinreichend berücksichtigen und keine übermäßigen Abfindungen gewähren wird.

Angaben zur Vergütung der Vorstandsmitglieder

— Ziffer 4.2.4 DCGK

Entgegen Ziffer 4.2.4 DCGK wurde und wird die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert, sondern aufgeteilt nach fixen und variablen/erfolgsorientierten Bezügen, jährlich im Anhang des Konzernabschlusses ausgewiesen. Ein entsprechender Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 286 Abs. 5 HGB und Ziffer 4.2.4 Satz 3 DCGK wurde gefasst. Von einer individualisierten Ausweisung der Vergütung der Vorstandsmitglieder wird abgesehen, da dies mittelfristig zu einer Angleichung der Vorstandsbezüge führen würde, die nicht mehr den individuellen Leistungen der Vorstandsmitglieder entspricht.

Keine festen Altersgrenzen für Vorstand und Aufsichtsrat

— Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3 und Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 DCGK

Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG haben jeweils neue Fassungen der Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedet. Auf Grundlage dieser Neufassungen gibt es bei der BayWa AG entgegen den Empfehlungen in Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3 DCGK einerseits und in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 DCGK andererseits keine festen Altersgrenzen für die Mitgliedschaft in Vorstand und Aufsichtsrat. Die BayWa AG prüft laufend die Leistungsfähigkeit und Kompetenz ihrer Organmitglieder. Das Lebensalter allein sagt jedoch nichts über die Leistungsfähigkeit eines aktuellen oder potenziellen Organmitglieds aus. Daher hält die BayWa AG starre Altersgrenzen, die zudem die Flexibilität bei Personalentscheidungen und die Zahl möglicher Kandidaten einschränken, nicht für sinnvoll.

Benennung von konkreten Zielen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats

— Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 DCGK

Mit der Neufassung des DCGK vom 26. Mai 2010 wurden in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 neue Empfehlungen eingeführt, wonach der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen soll, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate-Governance-Bericht veröffentlicht werden. Da die genannten Empfehlungen unmittelbar vor Abgabe dieser Entsprechenserklärung bekannt gemacht wurden, konnte sich der Aufsichtsrat bislang noch kein abschließendes Bild davon machen, inwieweit dieser Empfehlung entsprochen werden soll und gegebenenfalls welche konkreten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der BayWa AG unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation unserer Gesellschaft sinnvoll sind. Der Aufsichtsrat prüft diese Frage und wird gegebenenfalls entsprechende konkrete Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats — insbesondere unter einer angemessenen Beteiligung von Frauen — festlegen. Dementsprechend können die genannten Ziele bislang auch nicht in etwaigen Wahlvorschlägen berücksichtigt werden und es kann folglich bislang auch keine entsprechende Berichterstattung im Corporate-Governance-Bericht erfolgen. Da diese Prüfung zum Zeitpunkt der Abgabe dieser Entsprechenserklärung noch andauert, wird vorläufig eine Abweichung von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 DCGK erklärt.

Angemessene Unterstützung der Aufsichtsratsmitglieder bei Aus- und Fortbildungsmaßnahmen

— Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 2 DCGK

Mit der Neufassung des DCGK vom 26. Mai 2010 wurde in Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 2 eine neue Empfehlung eingeführt, wonach die Aufsichtsratsmitglieder bei der Wahrnehmung der für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen von der Gesellschaft angemessen unterstützt werden sollen. Da derzeit noch unklar ist, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit die Unterstützung der Aus- und Fortbildung der Aufsichtsratsmitglieder seitens der Gesellschaft als angemessen angesehen werden kann, wird vorsorglich eine Abweichung von Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 2 DCGK erklärt.

Angaben zur Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

— Ziffer 5.4.6 Abs. 3 DCGK

Entgegen der Empfehlung in Ziffer 5.4.6 Abs. 3 DCGK wurde und wird die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (einschließlich der vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen) nicht individualisiert, sondern aufgeteilt nach festen und erfolgsorientierten Bezügen, jährlich im Corporate-Governance-Bericht ausgewiesen. Aus den im Corporate-Governance-Bericht gemachten Angaben ergibt sich die Struktur und Höhe der Vergütung für den Aufsichtsrat. Die BayWa AG erachtet diese Angaben für ausreichend, um dem Informationsinteresse des Kapitalmarkts und der Aktionäre zu genügen.

München, 4. August 2010

BayWa Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Der Aufsichtsrat

2. Führungs- und Kontrollstruktur des Unternehmens

Vorstand und Aufsichtsrat

Als Unternehmen mit Sitz in München unterliegt die BayWa AG den Vorschriften des deutschen Rechts. Die Organe Vorstand und Aufsichtsrat bilden die duale Führungs- und Kontrollstruktur gemäß den Vorschriften des deutschen Aktienrechts. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Gemeinsames Ziel ist es, für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen.

Aufgaben und Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand besteht aus fünf Mitgliedern und leitet das Unternehmen eigenverantwortlich im Unternehmensinteresse, entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er ist verantwortlich für die Jahres- und Mehrjahresplanung der Gesellschaft sowie für die Aufstellung der Zwischenberichte, Jahres- und Konzernabschlüsse. Der Vorstand sorgt für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und der unternehmensinternen Richtlinien und wirkt auf deren Beachtung durch das Mutterunternehmen und die übrigen Konzernunternehmen hin (Compliance). Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Themen der Planung, des Geschäftsverlaufs, der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, der Risikosituation, des Risikomanagements und der Compliance. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Für solche Entscheidungen sind zudem Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vorgesehen. Der Vorstand sorgt für eine offene und transparente Unternehmenskommunikation.

Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft in eigener Verantwortung. Dabei gilt der Grundsatz der Gesamtverantwortung, das heißt, die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung. Jedem Vorstandsmitglied sind im Geschäftsverteilungsplan bestimmte Aufgaben zur besonderen Bearbeitung zugewiesen. Bestimmte Entscheidungen, insbesondere solche, bei denen die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich ist oder für die der Vorstand nach Gesetz oder Satzung zuständig ist, sind nach der Geschäftsordnung dem Gesamtvorstand vorbehalten. Ein Beschluss des Gesamtvorstands ist außerdem dann herbeizuführen, wenn der Vorsitzende oder die Mehrheit der anwesenden Vorstandsmitglieder dies verlangen.

Die Sitzungen des Vorstands finden mindestens einmal im Monat statt. Sie werden vom Vorstandsvorsitzenden einberufen. Dieser setzt auch die Tagesordnung fest und leitet die Sitzungen. Die Beschlüsse des Vorstands sind gültig, wenn mehr als die Hälfte, mindestens jedoch drei Vorstandsmitglieder zugestimmt haben. In eilbedürftigen Fällen kann eine schriftliche Beschlussfassung im Umlaufverfahren erfolgen.

Aufgaben und Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der BayWa AG bestellt die Vorstandsmitglieder und berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Dem Aufsichtsrat gehören 16 Mitglieder an. Er ist gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Dem Aufsichtsrat gehören eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an. Als unabhängig ist ein Mitglied dann anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen Interessenkonflikt begründet. Das Mitglied Albrecht Merz ist und war im vergangenen Geschäftsjahr im Vorstand einer Gesellschaft, mit der die BayWa AG Geschäftsbeziehungen unterhält. Geschäfte mit dieser Gesellschaft erfolgten allerdings zu denselben Bedingungen wie mit fremden Dritten. Die Unabhängigkeit des betreffenden Aufsichtsratsmitglieds wurde und wird daher durch diese Geschäfte nicht berührt. Dem Aufsichtsrat gehören keine ehemaligen Vorstandsmitglieder der BayWa AG an. Im letzten Jahr gab es folgende personelle Veränderungen im Aufsichtsrat:

Das Aufsichtsratsmitglied Klaus Auhuber legte sein Amt mit Wirkung zum 29. März 2010 nieder. Peter König, geb. 18. Januar 1965, Gewerkschaftssekretär, wurde mit Wirkung zum 9. Juni 2010 gerichtlich zum Aufsichtsratsmitglied als Arbeitnehmervertreter bestellt.

Eine Geschäftsordnung regelt die Aufgaben des Aufsichtsrats, insbesondere die interne Organisation, die Tätigkeiten der Ausschüsse und die Zustimmungserfordernisse des Gremiums bei Vorstandsentscheidungen. Diese Geschäftsordnung wurde im Jahr 2010 überarbeitet und die geänderte Fassung mit Beschluss in der Sitzung vom 30. März 2010 angenommen. Sitzungen des Aufsichtsrats finden mindestens alle Vierteljahre statt, darüber hinaus so oft eine geschäftliche Veranlassung dazu vorliegt. Die Einberufung der Sitzungen erfolgt durch den Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung durch den stellvertretenden Vorsitzenden. Der Aufsichtsrat ist außerdem einzuberufen, wenn eines seiner Mitglieder oder der Vorstand dies unter Angabe von Gründen beantragen. In eilbedürftigen dringenden Angelegenheiten kann der Vorsitzende des Aufsichtsrats eine Beschlussfassung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse auf schriftlichem Wege herbeiführen. Entscheidungen bedürfen grundsätzlich der einfachen Mehrheit. Bei Stimmengleichheit hat der Aufsichtsratsvorsitzende in einer zweiten Abstimmung bei erneuter Stimmengleichheit ein zweifaches Stimmrecht. Die Geschäftsordnung wurde entsprechend den Neuregelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung sowie des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes angepasst.

Der Aufsichtsrat tagt ohne die Vorstandsmitglieder, soweit dies für eine unabhängige Beratung und Entscheidungsfindung erforderlich ist. Zur regelmäßigen Überprüfung der Effizienz der Arbeit des Aufsichtsrats besteht ein standardisiertes Verfahren. Die BayWa AG hat für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine D & O-Versicherung abgeschlossen, die das persönliche Haftungsrisiko für den Fall abdeckt, dass die Organmitglieder bei Ausübung ihrer Tätigkeit für Vermögensschäden in Anspruch genommen werden. Ein Selbstbehalt für Aufsichtsratsmitglieder ist bislang nicht vorgesehen (vgl. Begründung in der unten wiedergegebenen Entsprechenserklärung). Die BayWa AG sieht aber gemäß den Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung einen angemessenen Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung der Vorstandsmitglieder vor.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der BayWa AG hat sechs fachlich qualifizierte Ausschüsse gebildet, um die Effizienz seiner Arbeit zu steigern. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse. Die genaue Zusammensetzung der einzelnen Ausschüsse ist dem Bericht des Aufsichtsrats zu entnehmen.

Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) befasst sich vor allem mit den Vorlagen des Abschlussprüfers hinsichtlich der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und bereitet deren Billigung durch den Aufsichtsrat vor. Außerdem überwacht der Ausschuss den Rechnungslegungsprozess, die Abschlussprüfung und die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement-und Revisionssystems. Er prüft die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, vereinbart die Prüfungsschwerpunkte mit dem Abschlussprüfer und trifft Honorarvereinbarungen mit diesem. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 hat die Hauptversammlung am 18. Juni 2010 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt. Der Aufsichtsrat achtet darauf, dass die Ausschussmitglieder unabhängig und mit besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen sowie den internen Kontrollverfahren vertraut sind. Dem Ausschuss gehören drei Vertreter der Anteilseigner, der Aufsichtsratsvorsitzende sowie zwei Vertreter der Arbeitnehmer an.

Der Vorstandsausschuss befasst sich mit Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder wie der Ausgestaltung der Vorstandsverträge und der Genehmigung von Nebentätigkeiten. Für die Festlegung der individuellen Vorstandsvergütung ist der Vorstandsausschuss vorbereitend tätig. Darüber hinaus übernimmt der Ausschuss die Nominierung von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung. Dem Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende sowie zwei Vertreter der Anteilseigner und ein Vertreter der Arbeitnehmer an.

Der Strategie Ausschuss widmet sich hauptsächlich der Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen. Zudem verfolgt und überwacht der Ausschuss die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie die Umsetzung aktueller Unternehmensprojekte. Ihm obliegt ferner die Vorbereitung der jährlichen Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG über die Einhaltung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Ihm gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, drei Vertreter der Anteilseigner sowie drei Vertreter der Arbeitnehmer an.

Der Kredit- und Investitionsausschuss beschäftigt sich mit den vom Aufsichtsrat zu genehmigenden Finanzierungsmaßnahmen und überwacht die Investitionstätigkeit. Er besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden, drei Vertretern der Anteilseigner und drei Vertretern der Arbeitnehmer.

Die am 30. März 2010 geänderte Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sieht die Gründung eines Nominierungsausschusses vor. Dieser wurde in der Sitzung des Aufsichtsrats am 4. August 2010 gegründet und besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden und zwei Vertretern der Anteilseigner. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, die Vorschläge des Aufsichtsrats für die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner durch die Hauptversammlung vorzubereiten.

Der gesetzlich vorgeschriebene Vermittlungsausschuss tritt nach dem Mitbestimmungsgesetz nur zusammen, wenn bei der Abstimmung über die Bestellung oder Abberufung eines Vorstandsmitglieds im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder nicht erreicht wird. Er setzt sich zusammen aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden, einem weiteren Vertreter der Anteilseigner sowie zwei Vertretern der Arbeitnehmer.

Die Arbeitsweise der Ausschüsse ist in der Satzung und in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt. Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus aus seiner Mitte auch einen oder mehrere Mitglieder mit besonderen Kontrollaufgaben betrauen.

Weitere Informationen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse im Geschäftsjahr 2010 befinden sich im Bericht des Aufsichtsrats. Dort sind die Mitglieder der einzelnen Ausschüsse namentlich aufgeführt.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Organisation und Durchführung der jährlichen Hauptversammlung der BayWa AG erfolgt mit dem Ziel, sämtliche Aktionäre vor und während der Veranstaltung schnell und umfassend zu informieren. Zur Teilnahme sind alle Aktionäre berechtigt, die im Aktienregister eingetragen sind und die sich rechtzeitig angemeldet haben. Die BayWa AG bietet ihren Aktionären die Möglichkeit, ihre Stimme nach Maßgabe ihrer persönlichen Weisungen durch von der Gesellschaft benannte Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden mit Ausnahme der Ausnutzung genehmigten Kapitals durch die Verwaltung ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen. Das Grundkapital der BayWa AG teilt sich auf in vinkulierte Namensaktien (rund 96 Prozent) und Namensaktien (rund 4 Prozent). Formal besteht bei der vinkulierten Namensaktie ein Zustimmungserfordernis des Vorstands bei der Übertragung der Aktie. Diese Zustimmung wurde in der Vergangenheit jedoch nie verwehrt. Jede Aktie der BayWa AG besitzt das gleiche Stimmrecht und vermittelt den gleichen Dividendenanspruch. Das Prinzip „one share, one vote, one dividend" wird damit befolgt.

Wertpapiergeschäfte von Vorstand und Aufsichtsrat

Nach § 15 WpHG sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und ihnen nahestehende Personen gesetzlich verpflichtet, den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der BayWa AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenzulegen, wenn der Wert der Geschäfte, die sie innerhalb eines Kalenderjahres getätigt haben, die Summe von 5.000 Euro erreicht oder übersteigt. Das gilt auch für bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben (zum Beispiel Generalbevollmächtigte). Im Geschäftsjahr 2010 sind der BayWa AG keine Meldungen über Wertpapiergeschäfte von Vorstand und Aufsichtsrat in BayWa Aktien (ISIN: DE 0005194062 / WKN 519 406) zugegangen.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Anteilsbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der BayWa AG betrug zum 31. Dezember 2010 weniger als ein Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Mitteilungspflichtiger Besitz nach Ziffer 6.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex lag daher nicht vor.

Vermeidung von Interessenkonflikten

Die Mitglieder des Vorstands sind nach dessen Geschäftsordnung verpflichtet, dem Aufsichtsrat gegenüber lnteressenkonflikte unverzüglich offenzulegen und die anderen Mitglieder des Vorstands hierüber zu informieren. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten oder Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen. Wesentliche und nicht nur vorübergehende lnteressenkonflikte in der Person eines Aufsichtsratsmitglieds sollen zur Beendigung des Mandats führen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 sind keine lnteressenkonflikte bei Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats bei der Ausübung der Tätigkeit für die BayWa AG aufgetreten.

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Im Hinblick auf die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2010 wird auf den nachfolgend abgedruckten Vergütungsbericht verwiesen, der Bestandteil des Lageberichts ist.

Weitere Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Die Ethikgrundsätze der BayWa AG enthalten Handlungsmaximen, die den Umgang mit Informationen, Geschäftspartnern und dem Eigentum der BayWa AG konkretisieren. Der Ethikkodex stellt eine verbindliche Richtlinie für alle Beschäftigen dar. Darüber hinaus besteht ein internes Kontrollsystem zur Einhaltung von Recht, Gesetz und internen Richtlinien sowie zur Vermeidung geschäftsschädigender Handlungen (Compliance), das die Prävention, Überwachung und Intervention umfasst. Die Mitarbeiter haben außerdem die Möglichkeit, sich bei nicht gesetzeskonformen Vorgängen im Unternehmen oder Missständen in der Zusammenarbeit mit Geschäftspartner/Firmen an den Vertrauensanwalt der BayWa AG zu wenden.

Um Regelverstöße gegen das Insiderhandelsverbot nach § 14 WpHG zu vermeiden, wird im Unternehmen von allen nach den gesetzlichen Regelungen als Insider anzusehenden Personen schriftlich bestätigt, dass sie über die relevanten gesetzlichen Bestimmungen für den Handel mit Aktien des Unternehmens informiert wurden. Im unternehmensweiten Insiderverzeichnis werden alle Personen aufgenommen, die aufgrund ihrer Tätigkeit und Befugnisse Zugang zu möglichen Insiderinformationen haben können. Der Compliance-Beauftragte überwacht die ordnungsgemäße Führung des Insiderverzeichnisses.

Die Ethikgrundsätze sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.baywa.de öffentlich zugänglich.

3. Sonstige Aspekte guter Corporate Governance

Kommunikation und Transparenz

Die BayWa AG informiert regelmäßig und zeitnah über die Geschäftsentwicklung sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Um einen kontinuierlichen Informationsaustausch mit dem Kapitalmarkt zu gewährleisten, finden im Rahmen der Investor-Relations-Arbeit regelmäßig Veranstaltungen des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands mit Analysten und institutionellen Anlegern in Form von Roadshows und Einzelgesprächen statt. Zu den Geschäftsergebnissen werden auf Quartalsbasis Pressekonferenzen und Conference Calls mit Analysten durchgeführt. Die Veröffentlichung des Jahresergebnisses erfolgt im Rahmen einer Bilanzpressekonferenz und eines Analystentreffens.

Den Aktionären werden sämtliche neuen Informationen, die Finanzanalysten und vergleichbaren Adressanten im Rahmen der beschriebenen Öffentlichkeitsarbeit mitgeteilt worden sind, unverzüglich zur Verfügung gestellt. Sämtliche Präsentationen und Pressemitteilungen hierzu werden zeitnah auf den Internetseiten der BayWa AG im Bereich Investor Relations veröffentlicht. Die BayWa AG legt äußersten Wert darauf, dass alle Aktionäre in Bezug auf Informationen gleich behandelt werden.

Die Termine der wesentlichen wiederkehrenden Veröffentlichungen (unter anderem Geschäftsbericht, Zwischenfinanzberichte) und der Termin der Hauptversammlung sind im Finanzkalender mit ausreichendem Zeitvorlauf veröffentlicht. Über aktuelle Entwicklungen wird in Form von Pressemitteilungen und — soweit erforderlich — durch Ad-hoc-Mitteilungen berichtet. Sämtliche Informationen werden auch auf der Internetseite unter www.baywa.de bereitgestellt.

Verantwortungsvolles Handeln und Risikomanagement

Ziel des Risikomanagements der BayWa AG ist es, Risiken des unternehmerischen Handelns frühzeitig zu erkennen und zu bewerten. Das Risikomanagement ist dabei ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse im Unternehmen. Das interne Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystem wird vom Vorstand kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem für den Rechnungslegungsprozess wird vom Abschlussprüfer in Teilbereichen geprüft. Nähere Ausführungen zur Struktur und den Prozessen des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess finden sich im Konzernlagebericht.

VII. Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts und erläutert das Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Vergütung des Vorstands

Das Vergütungssystem einschließlich der wesentlichen Vertragselemente wird vom Aufsichtsrat jährlich überprüft und soweit erforderlich angepasst.

In der Sitzung am 30. März 2010 hat der Aufsichtsrat die Anpassung der Vergütung der Vorstandsmitglieder an die Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung beschlossen. Die Struktur der Vergütung wurde insgesamt geändert und die variable Vergütung um eine langfristige Komponente mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage ergänzt. Die Hauptversammlung am 18. Juni 2010 hat das Vergütungssystem für den Vorstand gebilligt.

Die Vergütung der Vorstände setzt sich demnach ab dem 1. Januar 2010 aus einem jährlichen Festgehalt, einer kurzfristigen variablen Vergütung (jährliche Tantieme) und einer langfristigen variablen Vergütung (sog. Tantiemenbank) zusammen. Das Verhältnis von fixer zu variabler kurzfristiger Vergütung und langfristiger variabler Vergütung liegt bei 100 Prozent Zielerreichung bei circa. 50 zu 20 zu 30. Der erfolgsunabhängige Bestandteil setzt sich aus einem jährlichen Festgehalt und Nebenleistungen wie der Nutzung eines Dienstwagens sowie Beiträgen zu einer Unfall- und einer Krankenversicherung zusammen. Die kurzfristige variable Vergütung ist als jährliche Tantieme ausgestaltet. Deren Höhe bemisst sich nach der Erreichung jährlich vom Aufsichtsrat festgelegter Ziele, die sich zum einen am geschäftlichen Erfolg des Unternehmens orientieren (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) und zum anderen an individuell vereinbarten Zielen. Werden die Zielgrößen erreicht, erfolgt die volle Auszahlung der vereinbarten Erfolgsprämie. Werden die Zielgrößen überschritten, findet eine Erhöhung statt, jedoch nur bis zu einem maximal möglichen Betrag (Cap) von 150 Prozent. Werden die Zielgrößen unterschritten, erfolgt eine anteilige Reduktion der Tantieme. Bei der kurzfristigen variablen Vergütung wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen.

Der langfristige variable Vergütungsbestandteil wird in Form einer sog. Tantiemenbank umgesetzt. Je nach Erreichen, Überschreiten oder Unterschreiten der vom Aufsichtsrat für drei Jahre im Voraus festgelegten, am Erfolg des Unternehmens (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) anknüpfenden Ziele wird die Tantiemenbank jährlich aufgefüllt oder belastet. Bei Übererfüllung der Ziele ist eine Begrenzung des maximal auf die Tantiemenbank eingestellten Betrags von 150 Prozent des Zielwertes (Cap) vorgesehen. Besteht ein Guthaben auf der Tantiemenbank, wird jährlich ein Drittel an die Vorstandsmitglieder vorläufig ausgezahlt. Ergibt sich aufgrund von Auszahlung aus den Vorjahren bzw. einer Belastung der Tantiemenbank ein negativer Saldo auf der Tantiemenbank, sind die Vorstandsmitglieder insoweit zur Rückzahlung aus der vorläufigen Auszahlung aus den beiden vorangegangenen Jahren verpflichtet. Auch bei der langfristigen variablen Vergütung wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen. Bei beiden variablen Vergütungsbestanteilen ist zudem neben dem vereinbarten Cap eine Begrenzungsmöglichkeit für außerordentliche Entwicklungen vereinbart.

Darüber hinaus bestehen Pensionszusagen für die Mitglieder des Vorstands. Diese bemessen sich teilweise ausschließlich anhand des zuletzt an das jeweilige Vorstandsmitglied gezahlten Festgehalts (30 Prozent) und teilweise zudem anhand der Anzahl der Dienstjahre des jeweiligen Vorstandsmitglieds (mit Begrenzung der Steigerung auf 35 Prozent bzw. 50 Prozent des zuletzt bezogenen Festgehalts). Das Pensionsalter wird mit dem vollendeten 63. bzw. 65. Lebensjahr erreicht. Die Vorstandsverträge enthalten keine Zusagen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeit. Change-of-Control-Klauseln bestehen ebenfalls nicht.

Die Gesamtbezüge des Vorstands im Unternehmen betragen 6,431 Mio. Euro (Vorjahr: 4,451 Mio. Euro).

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird nicht individualisiert, sondern aufgeteilt nach fixen und variablen/erfolgsorientierten Bezügen, jährlich im Anhang des Konzernabschlusses ausgewiesen (Begründung hierzu siehe Entsprechenserklärung). Ein entsprechender Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 286 Abs. 5 HGB wurde am 18. Juni 2010 gefasst (Kodex-Ziffer 4.2.4). Über die Vergütung im Übrigen informieren die Angaben im Anhang zum Einzelabschluss bzw. Konzernabschluss.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats orientiert sich an der Verantwortung und am Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Unternehmens.

Die Hauptversammlung am 18. Juni 2010 hat folgende Neuregelung der Vergütung des Aufsichtsrats genehmigt, die mit Wirkung zum Beginn des seit dem 1. Januar 2010 laufenden Geschäftsjahres in Kraft getreten ist:

Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten eine feste jährliche Vergütung von 10.000 Euro zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres sowie eine veränderliche Vergütung von je 250 Euro für jeden von der Hauptversammlung beschlossenen Bardividendenanteil von 0,01 Euro je Aktie, der über einen Gewinnanteil von 0,10 Euro je Aktie hinaus an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die veränderliche Vergütung wird jeweils nach Ablauf der Hauptversammlung fällig, die über vorgenannten Bardividendenanteil Beschluss gefasst hat.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache und seine Stellvertreter erhalten das Doppelte der nach Absatz 1 zu gewährenden Vergütung. Für die Ausschusstätigkeit wird eine zusätzliche feste jährliche Vergütung von 2.500 Euro bezahlt. Die Vorsitzenden erhalten jeweils das Dreifache.

Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehören, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Darüber hinaus erhalten sie Ersatz ihrer Aufwendungen und Erstattung der ihnen wegen ihrer Tätigkeit als Mitglied des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses zu entrichtenden Umsatzsteuer. Zudem werden die Aufsichtsratsmitglieder in eine im Interesse der Gesellschaft von dieser in angemessener Höhe unterhaltene Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung einbezogen, soweit eine solche besteht. Die Prämien hierfür entrichtet die Gesellschaft.

Die Neuregelung der Vergütung wurde durch Beschluss der Hauptversammlung am 18. Juni 2010 in § 19 der Satzung aufgenommen.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,463 Mio. Euro (Vorjahr: 0,321 Mio. Euro).

Ein individualisierter Ausweis der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Anhang des Jahresabschlusses erfolgt nicht (Begründung hierzu siehe Entsprechenserklärung).

VIII. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Nachdem die internationale Wirtschaftsentwicklung im ersten Halbjahr 2010 von Aufholeffekten nach der tiefen Rezession 2009 geprägt war, schwenkte die Weltwirtschaft in der zweiten Jahreshälfte auf einen Wachstumspfad mit verhaltener Dynamik ein. Für das Jahr 2011 erwartet die Weltbank einen Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung um 3,3 Prozent, nach 3,9 Prozent im Vorjahr. Die Wirtschaftsentwicklung in einigen Industrieländern wird weiterhin von Unsicherheiten im Finanz- und Immobiliensektor und der notwendigen Konsolidierung der öffentlichen Finanzen sowie dem Zwang zum Abbau der Verschuldung der privaten Haushalte gedämpft. Vor diesem Hintergrund wird für die Industrieländer im laufenden Jahr ein durchschnittlicher Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,4 Prozent, nach 2,8 Prozent im Jahr 2010, erwartet. Das moderate Wirtschaftswachstum wird jedoch nicht ausreichen, um die Arbeitslosigkeit spürbar zu reduzieren, was den privaten Konsum belastet. Die größten Wachstumsimpulse dürften wiederum von der starken Binnennachfrage in den Entwicklungs- und Schwellenländern ausgehen, deren Expansionsrate sich auf durchschnittlich rund 6,0 Prozent belaufen sollte. Für das Jahr 2012 gehen die Prognosen von geringfügig höheren Wachstumsraten der Wirtschaftsleistung aus, vor allem aufgrund einer schrittweisen Überwindung der Probleme und strukturellen Verwerfungen in einigen wichtigen Industrieländern. In diesem Szenario setzt die Weltbank das Wirtschaftswachstum auf globaler Ebene mit 3,6 Prozent an, für die Industrieländer prognostiziert sie einen Zuwachs um 2,7 Prozent und für die Entwicklungs- und Schwellenländer wird ein Anstieg des BIP um durchschnittlich 6,1 Prozent erwartet.

Auch in Deutschland werden sich die Aufholeffekte des Jahres 2010 nicht fortschreiben. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet mit einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums von 3,6 Prozent im Jahr 2010 über 2,2 Prozent im laufenden Jahr auf 1,3 Prozent im Jahr 2012. Die anhaltend günstige Entwicklung am Arbeitsmarkt dürfte zu einer Belebung des privaten Konsums führen. Dem steht nach dem Auslaufen der Konjunkturprogramme jedoch ein geringeres Wachstum der staatlichen Konsumausgaben gegenüber. So werden voraussichtlich auch im Jahr 2011 die Exporte und die Ausrüstungsinvestitionen mit einem erwarteten Anstieg um 9,6 Prozent bzw. 8,3 Prozent die treibenden Kräfte für das Wirtschaftswachstum bleiben. Auch im Jahr 2012 werden die Exporte und die Ausrüstungsinvestitionen mit einem geschätzten Plus von 6,0 Prozent bzw. 5,1 Prozent die dominierenden Wachstumstreiber sein, während sich der private und der staatliche Konsum mit Zuwächsen um jeweils 1,2 Prozent geringfügig unterdurchschnittlich entwickeln werden.

In Österreich wird sich die Erholung der wirtschaftlichen Entwicklung 2011 fortsetzen und in einem Wirtschaftswachstum um 2,2 Prozent resultieren. Nach einer der internationalen Entwicklung folgenden Abschwächung der Wachstumsdynamik bis zur Jahresmitte wird für die zweite Jahreshälfte wieder ein stärkeres Wachstum erwartet. Wachstumstreiber bleiben die Exporte (+8,3 Prozent) und die Sachgüterproduktion (6,5 Prozent) gefolgt von sich belebenden Ausrüstungsinvestitionen (4,5 Prozent). Dagegen werden von der Bautätigkeit (0,7 Prozent), dem privaten Konsum (0,9 Prozent) und dem Handel (1,0 Prozent) nur geringe Impulse ausgehen. Für das Jahr 2012 liegen die Wachstumserwartungen für die Gesamtwirtschaft derzeit bei 2,0 Prozent. Im Jahr 2012 werden Exporte und Industrieproduktion voraussichtlich ein etwas geringeres Wachstum erreichen als im Jahr 2011.

Ausblick auf die Entwicklung der Marktsegmente

Ausblick für das Marktsegment Agrar

Die geringeren Erntemengen des Jahres 2010 lassen zum Ende des Getreide-Wirtschaftsjahres 2010/11 einen Rückgang der weltweiten Lagerbestände um rund 60 Mio. Tonnen erwarten. Im Getreidejahr 2009/10 erreichte die Weltproduktion rund 2.222 Mio. Tonnen, nach 2.237 Mio. Tonnen im Vorjahr. Für das Getreide-Wirtschaftsjahr 2010/11 wird auf Basis der aktuellen Prognosen mit 2.185 Mio. Tonnen ein um 1,7 Prozent geringeres Erntevolumen erwartet. Damit liegt die Erzeugungsmenge erstmals seit 4 Jahren wieder unter dem Verbrauch, und die Reichweite der Endbestände wird sich von 79 Tagen im Vorjahr auf geschätzte 67 Tage im Getreide-Wirtschaftsjahr 2010/11 verringern. Gleichzeitig haben sich die Endbestände seit dem Wirtschaftsjahr 2006/07 bis 2010/11 zwar um rund 51 Mio. Tonnen erhöht, allerdings bei einen um einen um 140 Mio. Tonnen höheren Verbrauch. Die Schätzungen der Produktions- und Verbrauchsmengen liegen für das Wirtschaftsjahr 2011/12 mit 2.270 Mio. Tonnen ausgeglichen wieder in ähnlicher Größenordnung. Ob sich die gegenwärtige Hochpreisphase über das 1. Halbjahr dieses Jahres hinaus fortschreibt, hängt mit der Entwicklung der tatsächlichen Produktions- und Verbrauchszahlen ab.

Aus Sicht von Europa stößt die neue Ernte 2011 bei Weizen auf einen historisch niedrigen Endbestand und leere Getreideläger mit einer rechnerischen Reichweite von nur noch 9 Tagen, als Folge der hohen Nachfrage aus dem Weltmarkt.

Jährlichen Verbrauchssteigerungen von rund 40 Mio. Tonnen pro Jahr im Schnitt der letzten 5 Jahre steht eine schrumpfende Ackerfläche pro Kopf der Weltbevölkerung gegenüber. Bei begrenzten Anbauflächen stehen zukünftige Steigerungen der Flächenerträge im Wettbewerb zu den Steigerungsraten im Verbrauch. Es ist davon auszugehen, dass zukünftig der positive Preistrend für Agrarerzeugnisse insgesamt weiter anhält und durch die Globalisierung der Märkte für Agrarprodukte und das zunehmende Interesse von Finanzinvestoren an der Anlageklasse Agrarrohstoffe sich die Volatilität in der Preisentwicklung weiter erhöhen könnte.

Ähnlich wie bei Getreide wird auch bei Mais für das Wirtschaftsjahr 2010/11, das am 30. September dieses Jahres endet, ein Nachfrageüberhang erwartet, obwohl die weltweite Produktion von Mais im Erntejahr 2010/11 einen Rekordwert von rund 816 Millionen Tonnen erreichen wird; eine um rund 4 Mio. Tonnen höhere Erntemenge als im Vorjahr. Gleichzeitig gehen die Prognosen von einem Anstieg des weltweiten Verbrauchs von 813 Mio. Tonnen im vergangenen Jahr um rund 23 Mio. Tonnen auf 836 Mio. Tonnen aus. Die Lagerbestände verringern sich dadurch von rund 147 Mio. Tonnen im Vorjahr auf 127 Mio. Tonnen. Vermutlich erst im Wirtschaftsjahr 2011/12 zeichnet sich eine leichte Entspannung ab, bei einer geschätzten Produktionsmenge von 860 Mio. Tonnen und einem Verbrauch von 845 Mio. Tonnen. In den Vereinigten Staaten von Amerika als dem wichtigsten Exporteur von Mais auf dem Weltmarkt wird mit einem Rückgang des Produktionsvolumens zwischen den Produktionszeiträumen 2009/10 und 2010/11 um 16,3 Mio. Tonnen von 332,5 Mio. Tonnen auf 316,2 Mio. Tonnen gerechnet. Mit 120 Mio. Tonnen im Jahr 2010 wird rund ein Drittel der amerikanischen Maisproduktion für die Erzeugung von Bioethanol eingesetzt. Der aktuell wieder stark gestiegene Rohölpreis macht die Ethanolproduktion interessanter. Ein zusätzlicher Maiseinsatz zur Ethanolerzeugung würde sich spürbar auf die globale Maisnachfrage auswirken und die bereits weltweit enge Bilanz weiter reduzieren, sofern das Angebot nicht entsprechend ausgeweitet wird. Auch in anderen Ländern steigt der Einsatz von Mais in der Energieerzeugung. So wird Mais in Deutschland in zunehmendem Maße auch für die Erzeugung von Biogas verwendet und findet einen zusätzlichen Absatzweg.

Die Preise für landwirtschaftliche Betriebsmittel sind im Verlauf des Jahres 2010 kontinuierlich angestiegen. So erhöhten sich die Düngemittelpreise je nach Sorte zwischen 15 und 35 Prozent. Sie liegen damit allerdings noch weit unter den Spitzenwerten, die im Jahr 2008 erreicht worden waren. Für eine anhaltend aufwärts gerichtete Preisentwicklung spricht, dass der steigende Bedarf an Agrarrohstoffen nur durch anhaltend hohe Ernteerträge zu befriedigen ist und die Landwirtschaft mittelfristig zur Erzielung guter Ernteerträge auf den Einsatz von Düngemitteln angewiesen ist. Sofern die Mehrkosten beim Dünger durch eine ebenfalls positive Entwicklung in den Erzeugerpreisen kompensiert werden, ist zu erwarten, dass auch die Nachfrage nach Düngemitteln stabil bleiben wird. Im Jahr 2010 konnten die Landwirte ihre Erlössituation trotz steigender Kosten für Betriebsmittel verbessern. Bei einer überproportionalen Verteuerung der Düngemittel werden die Einsatzmengen jedoch zurückgehen, da die Landwirtschaft kurzfristig den Düngemitteleinsatz zu Lasten der Erntemenge reduzieren kann. Dies war beispielsweise im Jahr 2009 der Fall.

Die mittel- und langfristig positiven Einflussfaktoren — insbesondere bei einem weltweit wachsenden Bedarf an Agrarrohstoffen für die Verwertungsrichtungen menschlicher Ernährung, Futtermittel und Energie — werden auch in den kommenden Jahren weiter bestehenbleiben. Europa kommt das insgesamt hohe produktionstechnische Wissen, die technische Ausstattung der Betriebe und die ausgeglichenen klimatischen Produktionsvoraussetzungen zugute.

Die Landtechnik profitiert generell von der verbesserten Einkommenssituation der Landwirte im Jahr 2010. In der Milchwirtschaft haben sich die Milchpreise für die Erzeuger im Jahr 2010 von dem niedrigen Niveau des Jahres 2009 wieder deutlich erholt. Verbesserungen in den Vermarktungsergebnissen ergaben sich auch bei den pflanzlichen Agrarerzeugnissen. Auf Basis der derzeitigen Marktentwicklungen bei wesentlichen landwirtschaftlichen Erzeugnissen kann für das Jahr 2011 im Durchschnitt der landwirtschaftlichen Betriebe von einer weiteren Verbesserung der wirtschaftlichen Lage ausgegangen werden. Von diesem Umfeld wird auch die Investitionsbereitschaft der Landwirte profitieren. Auf Basis von Umfragen wollen 38 Prozent der Landwirtschaftsbetriebe in der näheren Zukunft Investitionen tätigen. Das aggregierte Investitionsvolumen liegt dabei mit geschätzten 7 Mrd. Euro um rund 1 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert. In einem Umfeld verbesserter Preise für Agrarprodukte ist zu erwarten, dass bislang aufgeschobene Investitionen realisiert werden. Längerfristig sind die Perspektiven für die Branche ebenso positiv, da die weltweit steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln und Agrarrohstoffen nur durch eine Intensivierung der Agrarproduktion zu befriedigen ist.

Ausblick für das Marktsegment Bau

Insgesamt gehen die Prognosen in Deutschland für das Jahr 2011 von einer Belebung der Bautätigkeit aus, die alle Sektoren erfassen soll. So wird für den Wohnungsbau, basierend auf den deutlich gestiegenen Baugenehmigungen des Jahres 2010, eine Steigerung der Bauinvestitionen um 2,5 Prozent erwartet. Im Nichtwohnbau wird ein moderates Wachstum um 0,9 Prozent erreicht und der Tiefbau soll um 1,6 Prozent zulegen. Nachdem im Jahr 2010 die Bautätigkeit neben dem starken Wohnungsbau vor allem von staatlichen Aufträgen profitierte, wird das Volumen im öffentlichen Bau mit dem Auslaufen der Konjunkturprogramme für Investitionen in Kindergärten, Schulen, Verkehrsprojekte und Krankenhäuser im Jahr 2011 bereits geringfügig rückläufig sein. Der Rückgang wird allerdings mit 2,1 Prozent geringer ausfallen, als noch vor einem Jahr erwartet, da sich zahlreiche Maßnahmen durch zeitliche Verzögerungen bis in das Jahr 2011 erstrecken. Bei den gewerblichen Bauinvestitionen ist dagegen im Zuge der fortgesetzten wirtschaftlichen Erholung mit einer Zunahme zu rechnen. Insgesamt wird für 2011 ein Wachstum der Bauinvestitionen um 1,9 Prozent erwartet. Der Aufschwung der Bauwirtschaft soll sich nach den derzeitigen Prognosen auch im Jahr 2012 fortsetzen. Insgesamt wird danach der Wohnungsbau erneut zulegen können und um 2,0 Prozent wachsen. Für den Nichtwohnbau wird 2012 mit 0,9 Prozent plus ein moderater Zuwachs auf dem Niveau des Jahres 2011 erwartet. Im Tiefbau wird der Rückgang der öffentlichen Aufträge durch gewerbliche Investitionen überkompensiert, so dass die Tiefbauinvestitionen um 0,6 Prozent über dem Wert des Jahres 2011 liegen.

In Österreich wurden die Prognosen für die Entwicklung der Bauwirtschaft zwar aktuell aufgrund der winterbedingten Einbußen bereits nach unten revidiert, immerhin wird nach dem deutlichen Einbruch des Jahres 2010 aber wieder mit einem geringfügigen Zuwachs bei den Bauinvestitionen von 0,7 Prozent gerechnet. Im Wohnungsbau ist aufgrund der reduzierten Fördermaßnahmen mit einem weiteren Rückgang der errichteten Wohnungen in den Jahren 2011 und 2012 zu rechnen. Positive Impulse werden dagegen durch die Wiederaufnahme der Förderprojekte zur thermischen Sanierung mit einem jährlichen Volumen von 100 Mio. Euro sowie durch eine Belebung der gewerblichen Investitionstätigkeit erwartet. Diese verhalten positive Entwicklung soll sich auch im Jahr 2012 mit einem Wachstum der Bauinvestitionen um 1,0 Prozent fortsetzen.

Ausblick für das Marktsegment Energie

Die Nachfrage nach Kraft-, Brenn- und Schmierstoffen wird generell von der Ölpreisentwicklung, der Wirtschaftsaktivität und dem Witterungsverlauf beeinflusst. Durch die lange und ausgeprägte Kältephase des Winters 2009/2010 lagen die Heizölverbräuche zwar auf einem hohen Niveau, die durchschnittlichen Befüllstände waren allerdings über dem Vorjahresniveau, so dass der Nachfüllbedarf im ersten Halbjahr 2010 geringer ausgefallen ist als im Vorjahr. In der zweiten Jahreshälfte zögerten die privaten Haushalte jedoch mit den Betankungen, weil sie nach dem starken Preisanstieg des Jahres 2009 von rund 40 US-Dollar auf knapp 80 US-Dollar auf einen Rückgang des Ölpreises warteten. Nach einem kurzzeitigen Rückgang des Ölpreises zum Jahresbeginn 2010 um rund 10 US-Dollar auf rund 70 US-Dollar stieg der Ölpreis im weiteren Jahresverlauf — lediglich unterbrochen von einer kurzen Phase im Frühsommer — allerdings kontinuierlich weiter auf ein Niveau um 95 US-Dollar zum Jahresende an. Dadurch gingen die Verbraucher mit unterdurchschnittlichen Befüllständen in die neue Heizsaison 2010/11. Vielfach wurden die Tanks nicht voll befüllt, sondern es wurde lediglich der kurzfristige Bedarf in der Hoffnung auf günstigere Preise gedeckt. Insofern ist von einem nennenswerten Nachholbedarf im Jahr 2011 auszugehen, der umso dringender ist, je länger der Winter anhält. Dem steht allerdings gegenwärtig das durch die politischen Unruhen in etlichen erdölproduzierenden Staaten Nordafrikas und der Golfregion weiter nach oben getriebene Preisniveau von um die 107 US-Dollar entgegen. Insgesamt ist jedoch zu erwarten, dass im Jahresverlauf, ausgehend von sehr niedrigen durchschnittlichen Befüllständen, eine Betankung erfolgen muss. Ferner konnte die BayWa ihr Marktgebiet durch Zukäufe von Brennstoffhändlern auch im Jahr 2010 weiter ausweiten. Daher kann auch für das Jahr 2011 insgesamt ein gesteigertes Absatzvolumen erwartet werden. Im Kraftstoffgeschäft ist aufgrund der verbesserten Wirtschaftslage, des erhöhten Pkw-Bestands und wieder steigenden Fahrleistungen ebenfalls von einem erhöhten Absatzniveau auszugehen. Im Bereich der Schmierstoffe wirkt sich die fortgesetzte Wirtschaftsbelebung am deutlichsten aus. Ferner führt die Belieferung von Industriekunden zu einer Umsatzausweitung. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei steigenden Rohstoffpreisen die Preissensitivität der Kunden zunimmt. Dies kann zu einer Verlagerung der Nachfrage hin zu preisgünstigeren und damit häufig auch margenschwächeren Produkten führen.

Bei den regenerativen Energien sind die Voraussetzungen für ein langfristiges Wachstum durch die politischen Rahmenbedingungen gegeben. Durch das im Herbst 2010 verabschiedete Energiekonzept 2050 ist eine Erhöhung des Anteils der regenerativen Energien an der Stromerzeugung in Deutschland bis zum Jahr 2050 auf 80 Prozent vorgesehen. In der EU liegt das Ziel bei einem Anteil von mindestens 30 Prozent, das bis zum Jahr 2020 erreicht werden soll. Die planmäßige Reduzierung der Fördermaßnahmen in den verschiedenen Bereichen der erneuerbaren Energien — allen voran bei der Solarförderung — wird das mittel- und langfristige Wachstum nicht beeinträchtigen, sondern allenfalls zu kurzfristigen Schwankungen der Nachfrage um die jeweiligen Termine der Förderungskürzungen führen.

Erwartete Entwicklung der BayWa-Segmente

Ausblick Segment Agrar

Die allgemeine Stimmung in der Landwirtschaft in den Marktregionen der BayWa AG hat sich im Jahr 2010 und zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres spürbar aufgehellt. Durch die auf breiter Front verbesserte Erlössituation für Agrarerzeugnisse, wie beispielsweise Getreide und Milch, haben sich die Einkommen der Landwirte gesteigert. Es gibt Anzeichen dafür, dass die aktuelle Verbesserung der für Agrarerzeugnisse erzielbaren Erlöse von fundamentalen Faktoren getragen wird und damit von nachhaltigerer Natur ist. Zwar steigen auch die Kosten der Landwirtschaft in den Bereichen Dünge- und Futtermittel sowie Energie wieder deutlich an, per saldo übersteigen jedoch die Mehrerlöse auf der Erzeugnisseite die Kostensteigerungen bei den Produktionsmitteln. Vor diesem Hintergrund wird sich die wirtschaftliche Lage im Verlauf dieses Jahres für die meisten Agrarbetriebe gegenüber dem Niveau des Jahres 2010 tendenziell weiter verbessern. Eine exakte Prognose bleibt allerdings schwierig, da sich Märkte auch zukünftig durch externe nicht prognostizierbare Ereignisse sehr volatil entwickeln können. Die Agrarwirtschaft bildet eine stabile Säule im Geschäftsmodell der BayWa AG, da die Steigerung der Einkommen in der Landwirtschaft und die Erhöhung der Flächenproduktivität nur über den intensivierten Betriebsmitteleinsatz und Investitionen in Maschinen und Geräte zu erreichen sind. Die Kompetenzen der BayWa bei Logistik, Beratung und Dienstleistungen eröffnen zusätzliche Wertschöpfungsmöglichkeiten. Auch in Zukunft wird die BayWa in den Sparten Agrarhandel und Obst Marktbereinigungen in der Branche für Akquisitionen und Wachstum nutzen. Die Verbesserung des Leistungsangebots, die Steigerung der wirtschaftlichen Effizienz durch die kontinuierliche strategische Standort- und Vertriebsoptimierung bilden die Eckpfeiler für die Weiterentwicklung beider Sparten.

Die verbesserte Ergebnissituation im Wirtschaftsjahr 2009/10 machte sich auch in einer erhöhten Investitionsbereitschaft der Landwirte bemerkbar. Für das Wirtschaftsjahr 2010/11 ist angesichts der erwarteten weiteren Verbesserung der Erlössituation für Agrarprodukte auch von einer Zunahme der Investitionen in Landtechnik auszugehen. Für das Ergebnis der Sparte Technik spielen jedoch neben dem Verkauf von Maschinen und Anlagen die Serviceleistungen eine bedeutende Rolle. Hier führen die höheren Investitionen der Vorjahre und der insgesamt steigende Mechanisierungsgrad generell zu einem erhöhten Bedarf an Werkstattleistungen. Zudem hat sich die BayWa in der Sparte Technik mit der Neuordnung der Vertriebs- und Wartungsaktivitäten für die Marken Claas und Fendt / AGCO noch kundenorientierter aufgestellt. Das Sortiment wurde durch Übernahme der Generalvertretung für Kehrmaschinen des Herstellers Johnston erweitert, was zusätzliche Geschäftspotenziale insbesondere mit den Kommunen eröffnet. Auf dieser Basis geht die BayWa davon aus, auch in den Jahren 2011 und 2012 weitere Zuwächse beim Umsatz erzielen zu können. Allerdings unterliegt die Investitionsbereitschaft und -fähigkeit in der Landwirtschaft aufgrund schwankender Ernteerträge und einer volatilen Erlösentwicklung starken Schwankungen, sodass keine aussagekräftigen Annahmen für eine fundierte Prognose für das Jahr 2011 zu treffen sind. Die mittel- bis langfristigen Perspektiven für die Sparte Technik sind jedoch positiv zu beurteilen, da die übergeordneten Trends mit der Schaffung größerer Betriebseinheiten, der Notwendigkeit von Produktivitätssteigerungen sowie dem geplanten Abbau von Agrarsubventionen in der EU ab 2013 einen stetig steigenden Technikeinsatz in der Landwirtschaft erfordern.

Insgesamt geht die BayWa AG im Segment Agrar für das Jahr 2011 von einem steigenden Umsatz und einem verbesserten Ergebnis aus. Hierzu tragen unter anderem die Umsatz- und Ergebnisbeiträge der Arrondierungen des Jahres 2010 im des Agrarhandel bei, die sich im Jahr 2011 erstmals ganzjährig auswirken werden. Das Ausmaß der Umsatz- und Ergebnisverbesserung wird jedoch maßgeblich durch die Preisentwicklung der Agrarrohstoffe beeinflusst sein.

Ausblick Segment Bau

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld dürfte sich im Geschäftsjahr 2011 insgesamt günstig auf das Geschäft des Segments auswirken. Das moderate Wachstum im Wohnungsneubau wird hierzu ebenso beitragen wie Investitionen in Sanierung, Modernisierung und Renovierung, die mit einem Anteil von 70 bis 75 Prozent an den gesamten Wohnungsbauinvestitionen ohnehin einen stärkeren Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben als der Neubau. Hier bestehen weiterhin kurz- bis mittelfristig große Potenziale bei der energetischen Sanierung. Schwankungen werden im Photovoltaikbereich erwartet, da hier die erneuten Reduzierungen der Einspeisevergütung zum 1. Juli 2011 im weiteren Verlauf zu einem Nachfragerückgang führen könnten. Trotz des Auslaufens der staatlichen Konjunkturprogramme wird erwartet, dass die Nachfrage im öffentlichen Hoch- und Tiefbau in den Jahren 2011 und 2012 moderate Zuwächse verzeichnen kann. Die zurückgehende Nachfrage des öffentlichen Sektors wird im Zuge der fortgesetzten Wirtschaftserholung durch wachsende Investitionen aus Gewerbe und Industrie abgelöst. Die Perspektiven für die Sparte Baustoffe stellen sich somit gegenüber dem Jahr 2010 etwas verbessert dar. Durch die Fokussierung auf die Bereiche Sanierung, Modernisierung und Renovierung, die durchgeführte Umgestaltung des Sortiments und die Maßnahmen zur Kostenreduzierung ist die Sparte Baustoffe im Wettbewerb gut aufgestellt. Die Marktposition konnte durch Übernahme von Wettbewerbern ausgeweitet werden. Durch das selektive Wachstum sowie eine konsequente Ausrichtung nach Zielgruppen in Vertrieb werden Umsatz und Ergebnis der Sparte gestärkt. Vor diesem Hintergrund erwartet die Sparte Baustoffe insgesamt im Geschäftsjahr 2010 eine moderat positive Entwicklung der Erlöse. Die Ertragslage wird durch Optimierungsmaßnahmen, die Ausweitung der Wertschöpfung über Partnerschaften und den internationalen Ausbau des Franchisekonzepts stabilisiert. Daraus und aus dem Wegfall einmaliger Kostenbelastungen des Jahres 2010 werden sich für die Sparte im Jahr 2011 positive Ergebniseffekte ergeben. Für das Jahr 2012 ist von einer Seitwärtsbewegung auszugehen, da Zuwächse im Wohnungsbau und eine allmähliche Belebung der gewerblichen Bautätigkeit abflachen werden.

Für das Jahr 2011 rechnet die Sparte Bau & Gartenmarkt mit Zuwächsen für die Umsätze auf bestehender Verkaufsfläche durch die im Jahr 2010 abgeschlossenen Maßnahmen zur Umgestaltung von Märkten und die Sortimentsoptimierung. So werden die im Jahresverlauf 2010 nach dem Umbau wieder eröffneten Märkte Illertissen, Grafenau und Waldkraiburg ganzjährig zum Umsatz beitragen. Das neue Fachmarktkonzept, das 2009 in Backnang gestartet wurde, hat bei den BayWa-Kunden sehr positive Resonanz gefunden. Auf dieser Basis werden im Jahr 2011 zwei Neubauten mit jeweils über 10.000 m2 Verkaufsfläche an den Start gehen. Daneben dürfte die Sparte vom verbesserten Konsumklima profitieren. Um in dem stark besetzten Wettbewerbsfeld als Nischenanbieter bestehen zu können, werden auch weiterhin Anpassungen an das jeweilige regionale Marktumfeld vorgenommen. Insgesamt sollten sich die erwartete positive Umsatzentwicklung und die im Jahr 2010 vorgenommenen Kostensenkungen in einer Verbesserung des Ergebnisses niederschlagen. Die Einmalaufwendungen für die Neueröffnungen belasten die Ergebnisentwicklung. Die Wettbewerbsfähigkeit nimmt jedoch weiter zu.

Insgesamt geht die BayWa AG im Segment Bau für das Jahr 2011 von Zuwächsen beim Umsatz und einer Verbesserung des Ergebnisses aus. Auf der Kostenseite wirken sich insbesondere die Nutzung der spartenübergreifenden Synergieeffekte aufgrund der Zusammenlegung der Zentralfunktionen beider Sparten sowie der Wegfall von Einmalaufwendungen und Anlaufkosten neben den im operativen Geschäft erfolgreich umgesetzten Optimierungsmaßnahmen positiv aus. Angesichts einer weiteren Stabilisierung des allgemeinen konjunkturellen Umfelds ist das Segment Bau für das Jahr 2011 daher zuversichtlich.

Ausblick Segment Energie

Nach dem starken Anstieg des Rohölpreises zu Jahresbeginn 2011 aufgrund der Unruhen in mehreren nordafrikanischen Staaten und in Bahrain ist aus heutiger Sicht davon auszugehen, dass das durchschnittliche Preisniveau für Rohöl im Jahr 2011 über dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Der Rohölpreis wirkt sich mehr oder weniger unmittelbar auf die Preisbildung in sämtlichen Energiemärkten aus. Bei Heizöl liegen die Befüllstände der privaten Haushalte zum Jahresbeginn 2011 deutlich unter dem Vorjahresniveau. Da aufgrund des stark anziehenden Preises viele Haushalte bislang nur den unmittelbaren Bedarf nachgetankt haben, geht die BayWa im Vergleich zur Absatzentwicklung im Jahr 2010 von einer Verstetigung des Heizölabsatzes im Jahresverlauf 2011 und einem über dem Vorjahresniveau liegenden Absatzvolumen aus. Der Absatz von Holzpellets wird voraussichtlich auch im Jahr 2011 aufgrund der Zunahme installierter Heizungsanlagen und dem anhaltend hohen Interesse an dieser umweltfreundlichen Energiequelle weitere Zuwächse um 10 bis 20 Prozent verzeichnen können. Der Kraftstoffabsatz dürfte von der erhöhten Anzahl zugelassener Fahrzeuge und steigenden Fahrleistungen im Zuge der positiven Wirtschaftsentwicklung sowie vom Ausbau des BayWa-Tankstellennetzes profitieren. Hinzu kommt der steigende Absatz zusätzlicher Produkte wie des Ad Blue-Kraftstoffs für Lkw und von Autogas. Im Schmierstoffgeschäft kann eine Ausweitung der Umsätze im Zuge der fortgesetzten Konjunkturerholung und durch die Ausweitung des Geschäfts auf Industriekunden erwartet werden. Über alle Produktbereiche hinweg wird der Umsatz im klassischen Energiegeschäft im Jahr 2011 voraussichtlich über dem Niveau des Vorjahres liegen und auch für das Ergebnis ist eine Verbesserung zu erwarten. Die Strategie innerhalb und außerhalb des bestehenden Vertriebsgebiets durch Übernahmen und Kooperationen zu wachsen, wird unverändert beibehalten. Längerfristig sind aufgrund der erheblichen Preisschwankungen und der Abhängigkeit des Absatzes insbesondere von Witterungseinflüssen Prognosen nur eingeschränkt möglich.

Im Bereich der regenerativen Energien ist die BayWa im Jahr 2010 sowohl organisch als auch durch Akquisitionen weiter gewachsen. Für die im Jahr 2010 bereits ganzjährig bestehenden Aktivitäten erwartet die BayWa im Jahr 2011 eine Fortsetzung des dynamischen Wachstums. Dabei bleibt die weitere Internationalisierung ein strategischer Fokus, um sich von Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen in einzelnen Ländern unabhängiger zu machen.

Ausblick für die BayWa AG

Auf Basis der beschriebenen Szenarien der Geschäftssparten ergibt sich für die BayWa AG insgesamt ein optimistischer Ausblick auf das Jahr 2011. Im Segment Agrar ist mit einem Umsatz über dem Niveau des Vorjahres bei gleichzeitiger Ergebnisverbesserung zu rechnen. Das Segment Bau wird Umsatz und Ergebnis ebenfalls steigern können. Im Segment Energie wird das klassische Energiegeschäft sein Umsatzvolumen voraussichtlich ausweiten und die Margen behaupten können. Für das Geschäftsfeld BayWa r.e geht die BayWa von einer Fortsetzung des überdurchschnittlichen Wachstums und steigenden Ergebnisbeiträgen aus. Auf der Grundlage der aktuellen Marktverhältnisse ist davon auszugehen, dass das Unternehmen seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2011 ausweiten und das operative Ergebnis weiter steigern wird. Die laufenden Investitionen der BayWa in die Instandhaltung und Modernisierung ihrer Standorte werden sich im Jahr 2011 in etwa auf dem Niveau der Jahre 2009 und 2010 bewegen. Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgt traditionell weitestgehend aus dem laufenden Cashflow. Darüber hinaus wird die BayWa Gelegenheiten zum Ausbau der Kernaktivitäten durch Akquisitionen nutzen, sofern sich attraktive Möglichkeiten bieten. Der mittel- und langfristige Finanzierungsrahmen hierfür wurde durch die Begebung der Schuldscheindarlehen im Jahr 2010 geschaffen.

Die Entwicklung der BayWa AG über das Jahr 2011 hinaus wird im Wesentlichen von der weiteren Stärkung unserer operativen Aktivitäten und dem fortgesetzten Abbau nicht strategischer Randaktivitäten getragen. Chancen für internes und externes Wachstum in den Kernsegmenten Agrar, Bau und Energie, die sich durch Marktbereinigungen in vielen Branchen und Regionen ergeben, wird die BayWa auch zukünftig sorgfältig prüfen und bei positiver Einschätzung auf der Grundlage der soliden Finanzstruktur des Unternehmens realisieren. Maßnahmen zur Kostensenkung und Prozessoptimierung sind ein permanenter Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Durch die Einführung der wertorientierten Unternehmenssteuerung wurde die Informationsgrundlage für die mittel- und langfristige Ausrichtung des Unternehmens erheblich verbessert.

Die in den einzelnen Geschäftsbereichen beschriebenen Volatilitäten und Risiken können zwar zu von der heutigen Planung abweichenden Entwicklungen führen, dennoch sieht sich die BayWa in ihrem operativen Geschäft gut positioniert. Auch die verfeinerten Instrumente zur Risikobeurteilung und Steuerung leisten ihren Beitrag dazu, die BayWa weiter zu stärken und gegen negative Markteinflüsse abzuschirmen. Vor diesem Hintergrund ist die BayWa zuversichtlich, ihre positive Unternehmensentwicklung durch weiteres Wachstum in den Kerngeschäftsbereichen und eine Steigerung der operativen Ergebnisse auch im Jahr 2012 fortzusetzen.

Jahresabschluss der

BayWa AG

zum

31. Dezember 2010

88. Geschäftsjahr

Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktiva

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Anhang BayWa AG
in Mio. Euro
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31.12.2010 31.12.2009
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Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände (1) 5,926 5,610
Sachanlagen (2) 402,523 390,631
Finanzanlagen (3) 333,639 321,745
742,088 717,986
Umlaufvermögen
Vorräte (4) 649,354 582,401
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (5) 493,099 401,373
Wertpapiere (6) 0,000 0,113
Flüssige Mittel (7) 6,200 4,980
1.148,653 988,867
Rechnungsabgrenzung (8) 2,073 1,449
Aktive latente Steuern (9) 16,876 0,000
Summe Aktiva 1.909,690 1.708,302
Passiva
Anhang BayWa AG
in Mio. Euro
31.12.2010 31.12.2009
Eigenkapital (10)
Gezeichnetes Kapital 87,612
eigene Anteile -0,050
87,562 87,308
Kapitalrücklage 57,041 55,263
Gewinnrücklagen 318,025 277,306
Bilanzgewinn 17,052 26,379
479,680 446,256
Sonderposten mit Rücklageanteil (11) 10,605 19,172
Rückstellungen (12) 397,210 388,020
Verbindlichkeiten (13) 1.022,154 854,753
Rechnungsabgrenzung 0,041 0,101
Summe Passiva 1.909,690 1.708,302

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

BayWa AG, München

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Anhang BayWa AG
in Mio. EUR
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2010 2009
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Umsatzerlöse (14) 4.781,890 4.428,726
Bestandsveränderung 9,810 -2,384
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,914 0,333
Sonstige betriebliche Erträge (15) 78,537 100,394
Gesamtleistung 4.871,151 4.527,069
Materialaufwand -4.075,100 -3.746,785
Rohergebnis 796,051 780,284
Personalaufwand (16) -445,818 -433,362
Abschreibungen -50,825 -48,045
Sonstige betriebliche Aufwendungen (17) -243,296 -249,127
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit 56,112 49,750
Finanzergebnis (18) -4,528 3,580
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 51,584 53,330
Außerordentliches Ergebnis (19) -51,892 0,000
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (20) 5,254 3,131
davon latente Steuern: + 15,047 Mio. EUR (Vj.: 0)
Sonstige Steuern -3,692 -3,702
Jahresüberschuss 1,254 52,759
Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 15,798 0,000
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen 0,000 -26,380
Bilanzgewinn 17,052 26,379

Anhang für das Geschäftsjahr 2010

ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss der BayWa AG wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches und der Vorschriften des Aktiengesetzes erstellt. Erstmals wurden sämtliche durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BiIMoG) geänderten Vorschriften angewendet. Bei der erstmaligen Aufstellung des Abschlusses nach BilMoG wurden die Vorjahresvergleichszahlen aufgrund des Wahlrechts des Artikels 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) angewendet.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung sind sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzelne Positionen zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert mit allen Vermerken ausgewiesen.

Die BayWa AG ist Mutterunternehmen im Sinne von § 290 Abs. 1 HGB. Gemäß der Verpflichtung des § 315a HGB stellt sie einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, auf.

Währungsumrechnung

Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind nachstehend begleitend zu den einzelnen Positionen der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung erläutert.

ERLÄUTERUNG DER BILANZ

(1) Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) planmäßig linear abgeschrieben.

Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern für Geschäfts- oder Firmenwerte werden auf 15 Jahre geschätzt. Diese Schätzung basiert auf der Dauer der Verwertbarkeit von vorhandenem branchenspezifischen Know-how. Die Abschreibung erfolgt planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände ist im Einzelnen im Anlagengitter dargestellt. Unter der Position „Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte" ist überwiegend EDV-Software ausgewiesen.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind nicht aktiviert.

(2) Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Investitionszuschüsse mindern die Zugänge. Gebäude werden linear abgeschrieben. Die beweglichen Anlagegüter werden nach Maßgabe entsprechend der voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauer (3 bis 50 Jahre) sowohl linear als auch degressiv abgeschrieben.

Vermögensgegenstände im Wert bis 150,00 Euro sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Vermögensgegenstände im Wert zwischen 150,00 Euro und 1.000,00 Euro werden gleichmäßig über eine Dauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Die Entwicklung der Sachanlagen ist im Einzelnen im Anlagengitter dargestellt.

Von den Jahresabschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen entfallen auf:

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31.12.2010 31.12.2009

in Mio. Euro
Planmäßige Abschreibungen 42,258 44,162
§ 6b EStG (Reinvestition) 8,567 3,695
R 35 EStR (Ersatzbeschaffung) 0,000 0,188
50,825 48,045

(3) Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Das Wertaufholungsgebot aus § 280 HGB wurde beachtet.

Die Entwicklung der Finanzanlagen ist im Einzelnen im Anlagengitter dargestellt. Ferner wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage zum Anhang) verwiesen.

Anlagengitter der BayWa AG für das Geschäftsjahr 2010

in Mio. EUR

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Anschaffungs- / Herstellungskosten
1.1.2010 Zugänge Fusionen Abgänge Umbuchungen 31.12.2010
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4,903 0,108 0,100 -,--- 4,911
2. Firmenwert 6,998 0,840 0,020 -,--- 7,818
3. Geleistete Anzahlungen -,--- 0,448 -,--- -,--- 0,448
11,901 1,396 -,--- 0,120 -,--- 13,177
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 836,441 26,517 0,434 18,795 2,153 846,750
2. Technische Anlagen und Maschinen 312,836 8,314 0,128 14,488 1,174 307,964
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 225,929 18,148 1,014 20,306 0,902 225,687
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5,637 14,496 0,576 - 4,229 15,328
1.380,843 67,475 1,576 54,165 -,--- 1.395,729
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 133,150 26,712 - 1,307 1,052 -,--- 157,503
2. Beteiligungen 87,209 0,477 9,852 -,--- 77,834
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 112,159 -,--- 3,211 -,--- 108,948
4. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,956 0,020 -,--- -,--- 0,976
5. Sonstige Ausleihungen 0,186 -,--- -,--- -,--- -,--- 0,186
333,660 27,209 - 1,307 14,115 -,--- 345,447
Summe Anlagevermögen der BayWa AG 1.726,404 96,080 0,269 68,400 -,--- 1.754,353

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Abschreibungen
1.1.2010 Fusionen lfd. Jahr Abgang Zuschreibung 31.12.2010
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4,173 0,393 0,097 -,--- 4,469
2. Firmenwert 2,118 0,674 0,010 -,--- 2,782
3. Geleistete Anzahlungen -,--- -,--- -,--- -,--- -,---
6,291 -,--- 1,067 0,107 -,--- 7,251
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 549,212 0,379 22,972 14,833 -,--- 557,730
2. Technische Anlagen und Maschinen 271,160 0,103 9,022 14,005 -,--- 266,280
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 169,840 0,604 17,764 19,012 -,--- 169,196
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -,--- -,--- -,--- -,--- -,---
990,212 1,086 49,758 47,850 -,--- 993,206
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11,793 -,--- -,--- 0,003 -,--- 11,790
2. Beteiligungen 0,120 -,--- -,--- 0,104 -,--- 0,016
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht -,--- -,--- -,--- -,--- -,--- -,---
4. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,002 -,--- -,--- -,--- -,--- 0,002
5. Sonstige Ausleihungen -,--- -,--- -,--- -,--- -,--- -,---
11,915 -,--- -,--- 0,107 -,--- 11,808
Summe Anlagevermögen der BayWa AG 1.008,418 1,086 50,825 48,064 -,--- 1.012,265

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Buchwerte
31.12.2010 31.12.2009
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,442 0,730
2. Firmenwert 5,036 4,880
3. Geleistete Anzahlungen 0,448 -,---
5,926 5,610
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 289,020 287,229
2. Technische Anlagen und Maschinen 41,684 41,676
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56,491 56,089
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15,328 5,637
402,523 390,631
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 145,713 121,357
2. Beteiligungen 77,818 87,089
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 108,948 112,159
4. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,974 0,954
5. Sonstige Ausleihungen 0,186 0,186
333,639 321,745
Summe Anlagevermögen der BayWa AG 742,088 717,986

(4) Vorräte

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31.12.2010 in Mio. Euro

31.12.2009
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1,979 1,750
Unfertige Erzeugnisse/Leistungen 20,722 10,912
Waren 607,085 550,738
Geleistete Anzahlungen 19,568 19,001
649,354 582,401

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In einzelnen Fällen wird das FiFo-Verfahren (first-in-first-out) angewandt. Bestandsrisiken aus der Lagerdauer, verminderter Verwertbarkeit oder anderen Gründen sind durch entsprechende Abwertungen berücksichtigt. Zulässige Bewertungsvereinfachungsverfahren kommen zur Anwendung.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.

Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgt zu Nominalwerten.

(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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31.12.2010 31.12.2009

in Mio. Euro
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 212,961 181,034
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (2,073) (0,798)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 141,799 70,017
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (-,---) (-,---)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 11,481 6,953
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (-,--- ) (-,--- )
Sonstige Vermögensgegenstände 126,858 143,369
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (20,866) (19,371)
493,099 401,373

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Darüber hinaus wird eine Pauschalwertberichtigung für Ausfallrisiken gebildet.

Zur Verbesserung der Finanzierungsstrukturen hat die Gesellschaft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Asset-Backed Securitisation (ABS)-Maßnahme mit einem Gesamtvolumen von 150,000 Mio. Euro verbrieft. Die Ausnutzung wird an die variablen und saisonalen Gegebenheiten angepasst und betrug am Bilanzstichtag 79,942 Mio. Euro (Vorjahr: 74,194 Mio. Euro).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8,687 Mio. Euro (Vorjahr: 15,525 Mio. Euro). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6,588 Mio. Euro (Vorjahr: 6,699 Mio. Euro).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen noch nicht abgerechnete Lieferantengutschriften, Forderungen aus Grundstücksverkäufen und Steuerforderungen.

(6) Wertpapiere

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31.12.2010 31.12.2009

in Mio. Euro
Eigene Anteile 0,000 0,113

Am 31. Dezember 2010 hat die Gesellschaft — unverändert zum Vorjahr —19.500 Stück vinkulierte BayWa-Namensaktien im Bestand. Der Anteil am Grundkapital beträgt 49.920 Euro bzw. 0,06 Prozent. Die Anschaffungskosten betragen 0,113 Mio. Euro. Gemäß dem durch das BilMoG eingeführten § 272 Abs. 1a HGB wird der Nennbetrag der eigenen Aktien zum 31. Dezember 2010 offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile ist mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet worden.

(7) Flüssige Mittel

Die Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt.

(8) Rechnungsabgrenzung

Unter dieser Position werden im Wesentlichen vorausbezahlte Gebühren ausgewiesen, die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

(9) Aktive latente Steuern

Latente Steuern werden ab 2010 für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines Steuersatzes von 28,18 Prozent für Gewerbesteuer und für Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag. Steuerbelastungen, die zu passiven latenten Steuern führen, haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben. Aktive latente Steuern resultieren aus Rückstellungen (16,876 Mio. Euro). Die aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG zum 1. Januar resultierenden aktiven latenten Steuern aufgrund von temporären Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei Rückstellungen wurden gemäß Art. 67 Abs. 6 EGHGB in Höhe von 1,829 Mio. Euro ergebnisneutral mit der Gewinnrücklage verrechnet. Bezüglich der ausschüttungsgesperrten Beträge wird auf den nachfolgenden Abschnitt 10 des Anhangs verwiesen.

(10) Eigenkapital

Das Eigenkapital der BayWa AG entwickelte sich im Geschäftsjahr 2010 wie folgt:

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Stückaktien Anzahl Gezeichnetes Kapital

Mio. EUR
Kapitalrücklage

Mio. EUR
Gewinnrücklagen

Mio. EUR
Bilanzgewinn

Mio. EUR
Gesamt

Mio. EUR
Stand 1. 1.2010 34.104.540 87,308 55,263 277,306 26,379 446,256
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 0,000 0,000 12,799 -12,799 0,000
Entnahmen aus Gewinnrücklagen 0 0,000 0,000 -15,798 15,798 0,000
Einstellung in Gewinnrücklagen gem. BilMoG 0 0,000 0,000 43,781 0,000 43,781
Verrechnung Unterschiedsbetrag eigene Anteile 0 0,000 0,000 -0,063 0,000 -0,063
Dividende 0 0,000 0,000 0,000 -13,580 -13,580
Mitarbeiteraktien
(inkl. Agio) 118.691 0,304 1,778 0,000 0,000 2,082
Jahresüberschuss 0 0,000 0,000 0,000 1,254 1,254
Stand 31.12.2010 34.223.231 87,612 57,041 318,025 17,052 479,730
nachrichtlich:
Absetzung eigene Anteile 19.500 -0,050 -0,050
87,562 479,680

Das Grundkapital der Gesellschaft ist am 31. Dezember 2010 eingeteilt in 34.223.231 auf den Namen lautende Stammaktien in Form von Stückaktien, mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro je Aktie. Davon sind 32.861.289 vinkulierte und 118.691 junge vinkulierte (ab 1. Januar 2011 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien) Namensaktien. 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien.

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BayWa AG beträgt am Bilanzstichtag 87.611.471,36 Euro. Die Ausgabe von 118.691 jungen vinkulierten Namensaktien (rechnerischer Wert 303.848,96 Euro) im laufenden Geschäftsjahr erfolgte aus dem Genehmigten Kapital. Gemäß § 272 Abs. 1 a HGB wurde der Nennbetrag der eigenen Aktien im Berichtsjahr vom gezeichneten Kapital offen abgesetzt.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 4.696.151,04 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne des § 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2010).

Der Vorstand ist des Weiteren ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 30. April 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2006).

Der Vorstand ist des Weiteren ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. Mai 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann ebenfalls in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2008)

Entsprechend dem deutschen Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Aktionär, der die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 Prozent der Stimmrechte eines börsennotierten Unternehmens erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies dem Unternehmen und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich mitzuteilen. Der BayWa AG wurde das Bestehen folgender Beteiligungen mitgeteilt (der Stimmrechtsanteil bezieht sich jeweils auf den Zeitpunkt der Mitteilung und kann daher zwischenzeitlich überholt sein):

Gemäß § 41 Abs. 2 i.V.m. § 21 Abs. 1 WpHG hat uns die Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries, am 4. April 2002 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. April 2002 37,51 Prozent betragen hat.

Wir wurden am 12. November 2007 von der SKAGEN AS, Stavanger, Norwegen, informiert, dass der Fonds SKAGEN Global, welcher von der SKAGEN AS verwaltet wird, am 9. November 2007 den Schwellenwert von 3 Prozent an den Stimmrechten der BayWa AG überschritten hat und der Stimmrechtsanteil zu diesem Zeitpunkt 3,18 Prozent (1.076.340 Stimmrechte) beträgt.

Wir wurden am 7. August 2008 von S.W. Mitchell Capital LLP, London, England, informiert, dass S.W. Mitchell Capital LLP am 31. Juli 2008 den Schwellenwert von 3 Prozent an den Stimmrechten der BayWa AG unterschritten hat und an diesem Tag 2,9949 Prozent der Stimmrechte (was 977.740 Stimmrechten entspricht) gehalten hat. 2,9949 Prozent der Stimmrechte der BayWa AG (berechnet aus 977.740 Stimmrechten) sind gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG der S.W. Mitchell Capital LLP zuzurechnen.

Die SMALLCAP World Fund, Inc., Los Angeles, USA, hat uns am 5. Januar 2009 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Anteil von SMALLCAP World Fund, Inc., an den Stimmrechten der BayWa AG am 30. Dezember 2008 unter den Schwellenwert von 3 Prozent gefallen ist. An diesem Tag hielt SMALLCAP World Fund, Inc. 2,96 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG (Stimmrechte, die aus 1.004.190 Stammaktien stammen).

Die Capital Research and Management Company, Los Angeles, USA, hat uns am 27. Januar 2009 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Anteil von Capital Research and Management Company an den Stimmrechten der BayWa AG am 23. Januar 2009 unter den Schwellenwert von 3 Prozent gefallen ist. An diesem Tag hielt Capital Research and Management Company 2,98 Prozent (1.013.176 Stammaktien) aller Stimmrechte der BayWa AG. 2,98 Prozent (1.013.176 Stammaktien) aller Stimmrechte der BayWa AG wurden Capital Research and Management Company gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.

Am 30. Januar 2009 wurde uns von der RWA Verbundservice GmbH, Mödling, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der RWA Verbundservice GmbH an der BayWa AG am 30. Januar 2009 jeweils die Schwellen von 3, 5 und 10 Prozent der Stimmrechte überschritten und die RWA Verbundservice GmbH an diesem Tag 10,31 Prozent der Stimmrechte gehalten hat, was 3.500.625 Stimmen entspricht. Am 9. Februar 2009 wurde uns von der RWA Verbundservice GmbH mitgeteilt, dass Alleingesellschafterin der RWA Verbundservice GmbH die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH, Wien (Österreich), ist.

Die KORMUS Holding GmbH, Wien, Österreich, hat uns gem. §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG am 5. Februar 2009 (in Korrektur zu einer zwischenzeitlich zurückgezogenen Veröffentlichung vom 8. Oktober 2008) mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG am 23. September 2008 die Schwellen von 3, 5 und 10 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 23. September 2008 14,08 Prozent (4.770.940 Stimmrechte) betrug. Der 'KORMUS' Holding GmbH war ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 14,08 Prozent (das entspricht 4.770.940 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren ihr über die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die 'LAREDO' Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich, hat uns gem. §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG am 5. Februar 2009 (in Korrektur zu einer zwischenzeitlich zurückgezogenen Veröffentlichung vom 8. Oktober 2008) mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG am 30. September 2008 die Schwellen von 3, 5 und 10 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 30. September 2008 14,82 Prozent (5.021.989 Stimmrechte) betrug. Der 'LAREDO' Beteiligungs GmbH waren davon 14,82 Prozent (5.021.989 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese waren ihr über die 'KORMUS' Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H, Wien, Österreich, hat uns am 5. Februar 2009 (in Korrektur zu einer zwischenzeitlich zurückgezogenen Veröffentlichung vom 8. Oktober 2008) gem. §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG am 23. September 2008 die Schwellen von 3, 5 und 10 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 23. September 2008 14,08 Prozent (4.770.940 Stimmrechte) betrug. Der Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H waren davon 14,08 Prozent (4.770.940 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H., Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr.1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H über die 'LAREDO' Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die 'LAREDO' Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der 'LAREDO' Beteiligungs GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der 'LAREDO' Beteiligungs GmbH über die 'KORMUS' Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG über die Raiffeisen Agrar Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die 'KORMUS' Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der 'KORMUS' Holding GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der 'KORMUS' Holding GmbH über die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen Agrar Holding GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen Agrar Holding GmbH über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel- und Vermögensverwaltung reg. Gen.m.b.H., Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 10, 5 und 3 Prozent unterschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil nunmehr 0 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) beträgt. Bislang war der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel- und Vermögensverwaltung reg. Gen.m.b.H. ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 10,33 Prozent (das entspricht 3.510.684 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel- und Vermögensverwaltung reg. Gen.m.b.H. kontrollierte Unternehmen zuzurechnen:

RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH und
RWA Verbundservice GmbH

Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel- und Vermögensverwaltung reg. Gen.m.b.H. Die RWA Verbundservice GmbH war eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH und ist mit Wirkung vom 15. Juli 2009 auf die Raiffeisen Agrar Invest GmbH verschmolzen worden.

Am 16. Juli 2009 hat uns die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 10, 5 und 3 Prozent unterschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil nunmehr 0 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) beträgt. Bislang war der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 10,33 Prozent (das entspricht 3.510.684 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH kontrollierte Unternehmen zuzurechnen:

RWA Verbundservice GmbH

Die RWA Verbundservice GmbH war eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH und ist mit Wirkung vom 15. Juli 2009 auf die Raiffeisen Agrar Invest GmbH verschmolzen worden.

Am 8. September 2009 erhielten wir folgende Mitteilung der KORMUS Holding GmbH, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1 in 1020 Wien, Österreich, Firmenbuchnummer FN 241822X:

„Hiermit teilen wir Ihnen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mit, dass der uns zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, am 08. September 2009 die Schwelle von 25, 20, 15,10, 5, und 3 Prozent unterschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil nunmehr 0 Prozent (das entspricht null Stimmrechten) beträgt.

Bislang war uns ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 25,12 Prozent (das entspricht 8.533.673 Stimmrechten) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG zuzurechnen. In Folge einer entflechtenden Aufspaltung sind 16.329.226 bisher von uns gehaltene Aktien an der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG (dies entspricht einem Anteil von 50,05 Prozent der Aktien und der Stimmrechte) auf unsere unmittelbare Muttergesellschaft, die 'LAREDO' Beteiligungs GmbH, mit Wirkung von 8. September 2009 übertragen worden."

Die SKAGEN AS, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen, hat uns am 15. Dezember 2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Anteil der SKAGEN AS an den Stimmrechten der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland den Schwellenwert von 5 Prozent am 7. Februar 2008 überschritten hat. An diesem Tag hielt die SKAGEN AS 5,09 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG, was 1.724.029 Stammaktien entspricht. 3,80 Prozent der Stimmrechte der BayWa AG, was 1.286.829 Stammaktien entspricht, werden von SKAGEN Global verdipapirfond gehalten und sind gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG der SKAGEN AS zuzurechnen.

Die SKAGEN AS, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen hat uns am 15. Dezember 2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Anteil der SKAGEN AS an den Stimmrechten der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland den Schwellenwert von 5 Prozent am 4. November 2010 unterschritten hat. An diesem Tag hielt die SKAGEN AS 4,92 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG, was 1.682.724 Stammaktien entspricht. 3,51 Prozent der Stimmrechte der BayWa AG, was 1.201.141 Stammaktien entspricht, werden von SKAGEN Global verdipapirfond gehalten und sind gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG der SKAGEN AS zuzurechnen.

Die SKAGEN AS, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen hat uns am 17. Dezember 2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Anteil der SKAGEN AS an den Stimmrechten der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland den Schwellenwert von 3 Prozent am 14. Dezember 2010 unterschritten hat. An diesem Tag hielt die SKAGEN AS 2,45 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG, was 838.495 Stammaktien entspricht. Diese 2,45 Prozent der Stimmrechte der BayWa AG, was 838.495 Stammaktien entspricht, werden von SKAGEN Global verdipapirfond gehalten und sind gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG der SKAGEN AS zuzurechnen.

Die Kapitalrücklage stammt mit 57,041 Mio. Euro im Wesentlichen aus den Agios der bisher bei der BayWa AG durchgeführten Kapitalerhöhungen.

Die Gewinnrücklagen der BayWa AG betragen 318,025 Mio. Euro, davon entfallen 4,435 Mio. Euro auf die gesetzliche Rücklage und 313,590 Mio. Euro auf andere Gewinnrücklagen; die Zuführung von im Saldo 40,719 Mio. Euro im laufenden Geschäftsjahr betrifft die anderen Gewinnrücklagen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile wurde mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Es ist zu beachten, dass Teile des grundsätzlich frei verfügbaren Eigenkapitals unter der Ausschüttungssperre des § 268 Abs. 8 HGB stehen. Der ausschüttungsgesperrte Teil beträgt 16,876 Mio. Euro, wobei mit einem Steuersatz von 28,18 Prozent (bezüglich der Ermittlung vgl. Anhangangabe 9) gerechnet wird, da vom Aktivierungswahlrecht der aktiven latenten Steuern Gebrauch gemacht wurde.

(11) Sonderposten mit Rücklageanteil

Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 247 Abs. 3 HGB a.F. in Verbindung mit § 273 HGB a.F. wurde gemäß dem Wahlrecht in Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB bei behalten.

(12) Rückstellungen

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31.12.2010 in Mio. Euro

31.12.2009
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 304,318 250,221
Steuerrückstellungen 11,587 20,608
Sonstige Rückstellungen 81,305 117,191
397,210 388,020

Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen i.S.v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf 19,259 Mio. Euro (Vorjahr: 0,000 Mio. Euro).

Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Method (PuC-Methode) berechnet. Dabei sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 3 Prozent p.a., eine Fluktuation mit 4,5 Prozent p.a. sowie die 3-jährige Rentenanpassung mit 4,5 Prozent entsprechend berücksichtigt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet (Bundesbankzins) gemäß RückAbzinsV, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt zum 31. Dezember 2010 5,15 Prozent. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010 ergibt sich ein Unterschiedsbetrag i.H.v. 54,322 Mio. Euro; dieser wurde im Berichtsjahr mit 50,700 Mio. Euro (14/15 nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB) den Rückstellungen zugeführt, die verbleibende Unterdeckung zum 31. Dezember 2010 beträgt somit 3,622 Mio. Euro.

Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die voraussichtlichen Zahlungsverpflichtungen und möglichen steuerlichen Risiken.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages wurde eine Kostensteigerung zwischen 2,5 Prozent und 3,0 Prozent berücksichtigt. Für die Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen wurde ein Gehaltstrend von 3,0 Prozent p.a. sowie die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2010 je nach Restlaufzeit 3,9 Prozent bis 5,26 Prozent; für die Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen wurde einheitlich ein Zinssatz von 5,15 Prozent verwendet.

Aufwendungen, die sich durch die Neubewertung der Rückstellungen zum 1. Januar 2010 ergaben, wurden im Berichtsjahr als außerordentlicher Aufwand in der Gewinn-und Verlustrechnung dargestellt (Art. 67 Abs. 7 EGHGB).

Gemäß Art. 67 Abs. 3 Satz 2 EGHGB wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, künftig nicht mehr zulässige Aufwandsrückstellungen nach § 249 Abs. 2 HGB a.F. in Höhe von insgesamt 41,952 Mio. Euro erfolgsneutral in die Gewinnrücklagen einzustellen.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen, ungewisse Verpflichtungen aus Altlastenbeseitigung, Abbruchkosten.

Bei der Ermittlung der sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken ausreichend berücksichtigt.

(13) Verbindlichkeiten

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31.12.2010 in Mio. Euro

31.12.2009
Anleihen 49,300 11,700
(davon konvertibel) (-,--- ) (-,--- )
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 558,432 445,134
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 32,936 17,121
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 256,004 224,916
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener
Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 0,142 0,000
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 111,489 133,214
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1,100 6,068
Sonstige Verbindlichkeiten 12,751 16,600
(davon aus Steuern) (1,308) (1,958)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (0,496) (0,399)
1.022,154 854,753

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

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in

Mio.Euro
bis 1 Jahr über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
2010 2009 2010 2009
--- --- --- --- ---
Anleihen 49,300 11,700 -,--- -,---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 357,377 440,804 70,637 -,---
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 32,936 17,121 -,--- -,---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 254,103 224,850 -,--- -,---
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und aus der Ausstellung eigener Wechsel 0,142 0,000 -,--- -,---
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 27,575 43,076 83,914 90,138
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1,100 6,068 -,--- -,---
Sonstige Verbindlichkeiten 12,740 16,598 -,--- -,---
735,273 760,217 154,551 90,138

Grundpfandrechtlich gesicherte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von 3,441 Mio. Euro (Vorjahr: 7,419 Mio. Euro). Im Übrigen bestehen keine Sicherheiten.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen von Waren bestehen die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Unterstützungseinrichtung der BayWa AG in München GmbH in Höhe von 83,914 Mio. Euro (Vorjahr: 90,138 Mio. Euro) sowie weitere Darlehensverpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,627 Mio. EUR (Vorjahr: 2,455 Mio. EUR).

Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Haftungsverhältnisse

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31.12.2010 in Mio. Euro

31.12.2009
Wechselobligo 4,402 5,098
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (-,--- ) (-,--- )
Bürgschaften 15,462 13,103
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (6,978) (5,327)
Gewährleistungen 75,369 87,563
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (10,611) (10,194)
Sicherheiten für Verbindlichkeiten Dritter -,--- -,---
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (-,---) (-,---)

Alle ausgewiesenen Beträge sind bereits um die unter den sonstigen Rückstellungen gebildeten Vorsorgen für mögliche Beanspruchungen gekürzt.

BayWa AG geht nicht von einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen aus, da die zugrunde liegenden Verpflichtungen erfüllt werden. Eine Passivierung erfolgt daher nicht.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Für ein bestehendes Sale and Lease Back-Geschäft mit einer Restlaufzeit bis 2012 besteht eine jährliche Verpflichtung von derzeit 9,3 Mio. Euro (Vorjahr: 9,1 Mio. Euro). Nach Auslaufen der Grundmietzeit ist eine Rückkaufsoption (Kaufpreis in Höhe von 150,2 Mio. Euro) vereinbart.

Für ein bestehendes Sale and Lease Back-Geschäft mit einer Restlaufzeit bis 2028 besteht eine jährliche Verpflichtung von derzeit 2,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro).

Die Gesellschaft hat Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Asset-Backed-Securitisation (ABS-Maßnahme) mit einem Gesamtvolumen von 150,0 Mio. Euro verbrieft. Die Ausnutzung wird an die variablen und saisonalen Gegebenheiten angepasst und beträgt am Bilanzstichtag 79,942 Mio. Euro (Vorjahr: 74,194 Mio. Euro).

Durch die Sale and Lease Back-Transaktionen sowie die ABS-Maßnahme wird die Finanzierungsstruktur des Unternehmens verbessert. Die zukünftigen finanziellen Belastungen können aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft bedient werden.

Die BayWa AG hat — zusammen mit anderen Unternehmen des BayWa-Konzerns — auf Basis eines Service Level Agreements wesentliche operative Aufgaben im IT Bereich auf die RI Solution GmbH Gesellschaft für Retail-Informationssysteme, Services und Lösungen mbH (kurz: RI-Solution GmbH) ausgelagert, um operative Service-Aufgaben im IT-Bereich von dieser Gesellschaft erbringen zu lassen. Durch eine unternehmensübergreifende Vereinheitlichung der IT-Systeme und Anwendungen sollen u.a. Effizienzgewinne erzielt werden. Aus der Vereinbarung resultieren für die BayWa AG zurzeit jährliche Aufwendungen in Höhe von 23,5 Mio. Euro.

Ferner bestehen jährliche Verpflichtungen aus Immobilienmietverträgen mit Restlaufzeiten von bis zu 26 Jahren in Höhe von derzeit 12,9 Mio. Euro (Vorjahr: 12,4 Mio. Euro) sowie jährliche Verpflichtungen aus Mobilienmietverträgen mit Restlaufzeiten von bis zu vier Jahren in Höhe von derzeit 3,481 Mio. Euro (Vorjahr: 1,680 Mio. Euro).

Verpflichtungen aus Kaufverträgen, Rückkaufvereinbarungen sowie Restwertgarantien bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 15,7 Mio. Euro (Vorjahr: 14,5 Mio. Euro).

Das Bestellobligo für Investitionen zum Bilanzstichtag lag im geschäftsüblichen Rahmen.

Derivative Finanzinstrumente

Am Bilanzstichtag setzen sich die derivativen Finanzinstrumente wie folgt zusammen:

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Art Nominalwert

Mio. Euro
Zeitwert

Mio. Euro
Buchwert

Mio. Euro
Bilanzposten
Zinssicherungen
Swaps 15,000 -0,171 -0,171 Sonstige Rückstellungen
Caps 155,000 0,380 0,380 Sonstige Vermögensgegenstände
Währungskurssicherungen 2,855 -0,168 -,---

Die Devisentermingeschäfte wurden mit dem Marktwert (mark-to-market) bewertet.

Der Zeitwert der übrigen Finanzinstrumente wurde anhand von Börsennotierungen, Referenzkursen (zum Beispiel EZB-Referenzkursen) oder anerkannten Berechnungsmodellen ermittelt.

ERLÄUTERUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(14) Umsatzerlöse

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2010 in Mio. Euro

2009
Agrar 2.240,680 2.143,767
Bau 1.442,447 1.356,237
Energie 1.098,763 928,722
Sonstige Aktivitäten -,-- -,--
4.781,890 4.428,726

Von den Umsätzen entfallen 95,0 Prozent (Vorjahr: 96,2 Prozent) auf das Inland sowie 5,0 Prozent (Vorjahr: 3,8 Prozent) auf das Ausland, überwiegend Europa.

Die Erfassung von Umsätzen erfolgt grundsätzlich zu dem Zeitpunkt, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren, Erzeugnissen und erbrachten Dienstleistungen verbundenen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Die Umsätze werden abzüglich Boni, Skonti und Rabatte ausgewiesen.

(15) Sonstige betriebliche Erträge

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2010 in Mio. Euro

2009
Gewinne aus Anlagenabgängen *) 15,008 37,151
Auflösung von Rückstellungen *) 3,508 5,788
Mieterträge 21,367 22,722
Übrige Erträge **) 38,654 34,733
78,537 100,394

*) Periodenfremd.

**) Davon periodenfremd: 1,577 Mio. Euro (Vorjahr: 1,903 Mio. Euro).

Die übrigen Erträge umfassen Kostenerstattungen Dritter, Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und eine Vielzahl weiterer Einzelpositionen, unter anderem eine Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von 8,567 Mio. Euro aus der Übertragung der § 6b EStG-Rücklage auf Neuinvestitionen.

Die erfassten Mieterträge verstehen sich inklusive Erlösen aus Mietnebenkosten.

(16) Personalaufwand

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2010 in Mio. Euro

2009
Löhne und Gehälter 370,020 353,850
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 71,802 68,836
Aufwendungen für Altersversorgung 3,996 10,676
445,818 433,362

Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter

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Anzahl
2010 2009
--- --- ---
Jahresdurchschnitt (§ 267 Abs. 5 HGB) 10.609 10.567
davon:
Angestellte 7.353 7.253
Arbeiter 3.256 3.314

(17) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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in Mio. Euro
2010 2009
--- --- ---
Verluste aus Anlagenabgängen *) 1,802 4,129
Einstellung in den Sonderposten mit Rücklageanteil 0,000 19,172
Aufwendungen im Delkrederebereich 4,443 4,122
Kosten für Energie 19,712 19,993
Fuhrpark 34,909 30,981
Instandhaltung/Entsorgung/Altlasten/
Abbruch 25,392 25,023
Mieten 36,327 33,233
Post- und Fernmeldegebühren 6,405 6,696
Versicherungen 4,431 4,419
Werbung/Spesen/Provisionen 28,488 27,935
Übrige Aufwendungen 81,387 73,424
243,296 249,127

*) Periodenfremd

Die übrigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen allgemeine Verwaltungs-, Vertriebs- und sonstige Kosten sowie die Absicherungen für betriebliche Risiken.

In Bezug auf das vom Abschlussprüfer berechnete Honorar wird auf die Angaben im Konzernabschluss der BayWa AG verwiesen.

(18) Finanzergebnis

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in Mio. Euro
2010 2009
--- --- ---
Erträge aus Beteiligungen und aus Geschäftsguthaben 12,449 8,957
(davon aus verbundenen Unternehmen) (6,265) (5,774)
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 3,172 10,389
(davon aus verbundenen Unternehmen) (3,172) (10,389)
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 6,132 6,346
(davon aus verbundenen Unternehmen) (-,--- ) (-,--- )
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4,575 3,268
(davon aus verbundenen Unternehmen) (3,092) (1,516)
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,000 -0,002
Aufwendungen aus Verlustübernahme -,--- -,---
(davon an verbundene Unternehmen) (-,---) (-,---)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -30,856 -25,378
(davon an verbundene Unternehmen) (-1,785) (-1,872)
-4,528 3,580

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen 19,130 Mio. Euro (Vorjahr: 13,308 Mio. Euro) auf den Zinsanteil der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen.

(19) Außerordentlicher Aufwand = außerordentliches Ergebnis

Der außerordentliche Aufwand des Berichtsjahres (51,892 Mio. Euro; Vorjahr: 0,000 Mio. Euro) resultiert in Höhe von 51,476 Mio. Euro aus der Erstanwendung des BilMoG und betrifft Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen (50,700 Mio. Euro), Zuführungen zu Altersteilzeitrückstellungen (0,507 Mio. Euro), Zuführungen zur Rückstellung für Sterbegeld und Leibrenten (0,269 Mio. Euro). Die übrigen außerordentlichen Aufwendungen resultieren aus der Verschmelzung der Krois Baustoffe und Holz Handelsgesellschaft mbH, Bochum, auf die BayWa AG.

(20) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen neben einem Ertrag aus der Aktivierung latenter Steuern (15,047 Mio. Euro) und einer betriebsprüfungsbedingten Erhöhung des Körperschaftsteuerguthabens (2,793 Mio. Euro) nach § 37 Abs. 5 KStG im Wesentlichen Aufwendungen aus Gewerbe- sowie Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag für das Berichtsjahr.

SONSTIGE ANGABEN

Organe

AUFSICHTSRAT

Manfred Nüssel

Dipl.-Ing. agr. (FH), Vorsitzender, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V. Weitere Mandate:

Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries (Vorsitzender)
DG HYP Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG, Hamburg
Kravag-Logistic Versicherungs-AG, Hamburg
Kravag-Sachversicherung des Deutschen Kraftverkehrs VaG, Hamburg
Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt a.M. (Verwaltungsrat)
RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien
R+V Allgemeine Versicherung AG, Wiesbaden
R+V Lebensversicherung AG, Wiesbaden
Vereinigte Tierversicherung Gesellschaft a.G., Wiesbaden
Volksbank-Raiffeisenbank Bayreuth eG, Bayreuth (Vorsitzender)

Ernst Kauer

Dipl.-Ing. agr., stellvertretender Vorsitzender, Vorsitzender des Betriebsrats der BayWa-Zentrale

Generalanwalt Ök.-Rat Dr. Christian Konrad

Stellvertretender Vorsitzender (ab 04.08.2010), Obmann der RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN reg.Gen.m.b.H., Wien

Weitere Mandate:

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien (Vorsitzender)
DO & CO Restaurants & Catering AG, Wien
LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG, Wien (Vorsitzender)
RAIFFEISENLANDESBANK NIEDERÖSTERREICH-WIEN AG, Wien (Vorsitzender)
RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien
Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Wien (Vorsitzender)
Saint Louis Sucre S.A., Paris
Siemens AG Österreich, Wien (stellvertretender Vorsitzender)
Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim

(stellvertretender Vorsitzender)
Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt
UNIQA Versicherungen AG, Wien (Vorsitzender)

Klaus Auhuber (bis 29.03.2010)

Rechtssekretär ver.di, München

Georg Fischer

Landmaschinenmechanikermeister

Dr. E. Hartmut Gindele

Dipl.-Ing. agr., Landwirt

Dr. h.c. Stephan Götzl

Verbandspräsident, Vorsitzender des Vorstands des Genossenschaftsverbandes Bayern e.V.

Weitere Mandate:

Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries

(stellvertretender Vorsitzender)
DVB Bank SE, Frankfurt a.M.
SDK Süddeutsche Krankenversicherung a.G., Fellbach

Otto Kentzler

Dipl.-Ing., Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks

Weitere Mandate:

Bank für Kirche und Caritas eG, Paderborn
Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G., Hamburg
Dortmunder Volksbank eG, Dortmund (Vorsitzender)
Handwerksbau AG, Dortmund (Vorsitzender)
SIGNAL IDUNA Holding AG, Dortmund

(ab 29.06.2010 stellvertretender Vorsitzender)
SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a.G., Dortmund

(stellvertretender Vorsitzender)

Peter König (ab 09.06.2010)

Gewerkschaftssekretär ver.di, Bayern

Stefan Kraft M.A.

Landesfachsekretär ver.di, Bayern

Erna Kurzwarth

Leiterin Regionales Verwaltungszentrum Oberbayern der BayWa AG

Dr. Johann Lang

Dipl.-Ing., Landwirt

Weitere Mandate:

Niederösterreichische Versicherung AG, St. Pölten
RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (Vorsitzender)
RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen., Wien (Vorsitzender)

Albrecht Merz

Vorstand der DZ Bank AG

Weitere Mandate:

Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Schwäbisch Hall
R+V Allgemeine Versicherung AG, Wiesbaden
R+V Lebensversicherung AG, Wiesbaden
TeamBank AG, Nürnberg (Vorsitzender)
VR-LEASING AG, Eschborn

Gunnar Metz

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der BayWa AG

Gregor Scheller

Vorstandsvorsitzender der Volksbank Forchheim eG,

Vorstand der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG

Weitere Mandate:

COVUM AG, Erlangen (Vorsitzender)
FIDUCIA IT AG, Karlsruhe (Vorsitzender)
R+V Lebensversicherung AG, Wiesbaden
Wohnungsbau- und Verwaltungsgenossenschaft Forchheim eG, Forchheim (Vorsitzender)

Werner Waschbichler

Betriebsleiter Logistik

Bernhard Winter

Leiter Rechnungsprüfung Agrar

GENOSSENSCHAFTLICHER BEIRAT

Wolfgang Eckert

Dipl.-Betriebswirt, Vorsitzender, Vorsitzender des Vorstands der VR-Bank eG

Mitglieder

laut § 28 Abs. 5 der Satzung

Manfred Nüssel

Dipl.-Ing. agr. (FH), stellvertretender Vorsitzender Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V.

Dr. Johann Lang

Dipl.-Ing., Landwirt

Weitere Mitglieder

Wolfgang Altmüller

Dipl.-Betriebswirt, Vorsitzender des Vorstands der VR meine Raiffeisenbank eG

Dietmar Berger

Dipl.-Agrar-Ing.-Ök.,

Verbandspräsident des Mitteldeutschen Genossenschaftsverbandes e.V.

Franz Breiteneicher

Geschäftsführer der Raiffeisen-Waren GmbH Erdinger Land

Albert Dreß (ab 30.03.2010)

MdEP

Günter Dreher

Dipl.-Verw.-Wiss., Mitglied des Vorstands der Augusta-Bank eG

Martin Empl

Dipl.-Ing. agr., Landwirt

Manfred Geyer

Vorsitzender des Vorstands der RaiffeisenVolksbank eG Gewerbebank

Erhard Gschrey

Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands des Genossenschaftsverbandes Bayern e.V.

Lorenz Hebert

Vorsitzender des Vorstands der Raiffeisenbank im Stiftland eG

Lothar Hertzsch

Dipl.-Agrar-Ing.-Ök.,

Mitglied des Vorstands der Reinsdorfer Agrargenossenschaft eG

(bis 30.06.2010)

Karl Hippeli

Mitglied des Vorstands der Raiffeisenbank Ochsenfurt eG

Konrad Irtel

Sprecher des Vorstands der VR Bank Rosenheim-Chiemsee eG

Martin Körner

Dipl.-Ing. (FH), Landwirt, Obstbauer

Franz Kustner

Landwirt

Alois Pabst

Landwirt

Hans Paulus

Dipl.-Ing. agr.,

Geschäftsführer Geschäftsbereich Ware der Raiffeisenbank im Stiftland eG

Josef Raffelsberger

Landwirt

Joachim Rukwied

Dipl.-Ing. (FH), Präsident des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg e.V.

Hermann Schultes

Präsident Nationalrat Ing. der Niederösterreichischen Landes-Landwirtschaftskammer, Landwirt

Gerd Sonnleitner

Präsident des Deutschen Bauernverbandes und des Bayerischen Bauernverbandes

Ludwig Spanner

Landwirt

Wolfgang Vogel

Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes e.V.

Maximilian Zepf

Dipl.-Betriebswirt, Vorstand der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG

VORSTAND

Klaus Josef Lutz

(Vorstandsvorsitzender)

Finanzen (bis 15.11.2010), PR/Unternehmenskommunikation, Investor Relations (bis 15.11.2010), Revision, Zentrales Controlling (bis 15.11.2010), Recht (bis 15.11.2010), Konzernmarketing, Konzernentwicklung/Konzernstrategie, Konzern-Risikomanagement, Corporate Real Estate Management / Immobilien (CREM) (bis 15.11.2010), Segment Bau (ab 15.11.2010), Personal und Obere Führungskräfte (ab 15.11.2010), Konzernlogistik und Organisation (ab 15.11.2010)

Externe Mandate:

Eramon AG, Gersthofen
Graphit Kropfmühl AG, Hauzenberg
MAN Nutzfahrzeuge AG, München
VK Mühlen AG, Hamburg

Konzernmandate:

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (1. stellvertretender Vorsitzender)
„UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt

(Vorsitzender)
RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München

Klaus Buchleitner

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien

Externes Mandat:

Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Wien

Konzernmandate:

Raiffeisen-Lagerhaus GmbH, Bruck a.d. Leitha

(1. stellvertretender Vorsitzender)
„UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt

Andreas Helber (ab 15.11.2010)

Finanzen, Investor Relations, Kredit, Corporate Real Estate Management / Immobilien (CREM), Zentrales Controlling, Informationssysteme, Recht, Regionale Verwaltungszentren

Konzernmandate:

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien
„UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt

Frank Hurtmanns (bis 31.12.2010)

Baustoffe, Bau & Gartenmarkt, Franchise, Personal, Informationssysteme, Konzernlogistik & Organisation

Externe Mandate:

Pensionskasse der Genossenschaftsorganisation VVaG, München

(bis 30.11.2010; stellvertretender Vorsitzender)
R+V Pensionsversicherung a.G., Wiesbaden (bis 30.11.2010)
update software AG, Wien (Vorsitzender)

Konzernmandat:

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (bis 22.11.2010)

Dr. Josef Krapf

Agrar, Obst

Externes Mandat:

Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt

Roland Schuler

Energie, Technik, BayWa r.e; Koordination Region Württemberg

Externes Mandat:

Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt

Konzernmandat:

RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München (ab 27.01.2010 Vorsitzender)

Deutscher Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der BayWa AG haben am 4. August 2010 die jährliche Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und diese der Öffentlichkeit dauerhaft auf der Internethomepage http://ir.bavwa.de/corporate-governance/entsprechenserklaerunq, zugänglich gemacht.

Organbezüge

Die Vergütungen des Beirats betragen 0,083 Mio. Euro (Vorjahr: 0,083 Mio. Euro). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,464 Mio. Euro (Vorjahr: 0,321 Mio. Euro), die des Vorstands auf 6,431 Mio. Euro (Vorjahr: 4,451 Mio. Euro).

An ehemalige Mitglieder des Vorstands der BayWa AG und deren Hinterbliebene wurden 3,259 Mio. Euro (Vorjahr: 3,281 Mio. Euro) ausbezahlt. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind mit 39,152 Mio. Euro (Vorjahr: 31,507 Mio. Euro) ausgewiesen.

Aus der Nebenbewertung der Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010 ergibt sich ein Unterschiedsbetrag i.H.v. 8,813 Mio. Euro; dieser wurde im Berichtsjahr mit 8,225 Mio. Euro (14/15 nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB) den Rückstellungen zugeführt, die verbleibende Unterdeckung zum 31. Dezember 2010 beträgt somit 0,588 Mio. Euro.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresabschluss der BayWa AG zum 31. Dezember 2010 weist einen Bilanzgewinn von 17.052.270,00 Euro aus. Wir schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Betrag wie folgt zu verwenden:

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0,50 Euro Dividende pro Stückaktie 17.052.270,00 Euro

Der auszuschüttende Betrag vermindert sich um den Teilbetrag, der auf die zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien, die gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt sind, auszuschütten wäre. Dieser Teilbetrag wird in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

München, den 28. Februar 2011

BayWa Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Lutz

Buchleitner

Helber

Dr. Krapf

Schuler

Aufstellung des Anteilsbesitzes der BayWa AG zum 31. Dezember 2010

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Name und Sitz Antell am Kapital % Geschäftsjahr Eigenkapital Jahresüberschuss/ -fehlbetrag
1 2 3 4 5
--- --- --- --- --- ---
unmittelbare Beteiligungen an verbundenen Unternehmen
"UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt, Österreich 51,1 2010 TEUR 43.012 5.045
Aufwind Biogas Betriebsgesellschaft mbH, München 100,0 2010 TEUR 26 1
Bauzentrum Westmünsterland GmbH & Co. KG, Ahaus 100,0 2010 TEUR 454 -1.096
Bayerische Futtersaatbau GmbH, Ismaning 72,7 2010 TEUR 2.640 373
BayWa Assekuranz-Vermittlung GmbH, München 100,0 2009 TEUR 183 158
BayWa r.e GmbH , München 100,0 2010 TEUR 60.197 -595
BayWa CS GmbH, München 100,0 2010 TEUR 24 -1
BayWa Energie Dienstleistungs GmbH, München 100,0 2010 TEUR 574 -426
BayWa Finanzbeteiligungs-GmbH, München 100,0 2010 TEUR 10.260 69
BayWa Handels-Systeme-Service GmbH, München 100,0 2010 TEUR 1.912
Wingenfeld Energie GmbH (ehem. BayWa Hessen Energie GmbH), Hünfeld 100,0 2010 TEUR 25 Gründung 2010
BayWa Hungária Kft., Székesfehérvár, Ungam 100,0 2010 TEUR 2.448 -142
BayWa Hungária Kft., Székesfehérvár, Ungam THUF 682.013 -39.696
BayWa InterOil Mineralölhandelsgesellschaft mbH, München 100,0 2010 TEUR 58
BayWa-Lager und Umschlags GmbH, München 100,0 2010 TEUR 27
BayWa-Tankstellen-GmbH, München 100,0 2010 TEUR 466 -34
BayWa Vorarlberg HandelsGmbH, Lauterach, Österreich 51,0 2010 TEUR 9.787 1.387
bs Baufachhandel Brands & Schnitzler GmbH & Co. KG, Mönchengladbach 100,0 2010 TEUR 590 181
bs Baufachhandel Brands & Schnitzler Verwaltungs-GmbH, Mönchengladbach 100,0 2009 TEUR 26 3
Claas Südostbayern GmbH, Töging 90,0 2010 TEUR 808 -999
CLAAS Main-Donau GmbH & Co. KG, Vohburg 100,0 2010 TEUR 1.200 Gründung 2010
CLAAS Nordostbayern GmbH & Co. KG, München 100,0 2010 TEUR 750 Gründung 2010
Diermeier Energie GmbH, Straubing 100,0 2010 TEUR 25 -6
Donau-Tanklagergesellschaft mbH, Deggendorf 100,0 2009 TEUR -7 3
DRWZ-Beteiligungsgesellschaft mbH, München 64,3 2010 TEUR 1.228 -2
EUROGREEN Schweiz AG, Zuchwil, Schweiz 100,0 2010 TEUR -602 29
EUROGREEN Schweiz AG, Zuchwil, Schweiz TCHF -753 36
EUROGREEN GmbH, Betzdorf 100,0 2010 TEUR 92 343
EUROGREEN CZ s.r.o., Jiretín pod Jedlovou, Tschechische Republik 100,0 2010 TEUR 1.720 205
EUROGREEN CZ s.r.o., Jiretín pod Jedlovou, Tschechische Republik TCZK 43.110 5.143
Frucom Fruitimport GmbH (ehem. Mobau-Marba GmbH, Herten), Hamburg 100,0 2010 TEUR -35 470
GVB Verwaltungsgesellschaft mbH, München 100,0 2009 TEUR 30 2
IFS S.r.l., Bozen, Italien 51,0 2010 TEUR 59 -206
Immobilia plus s.r.o., Choceh, Tschechische Republik 100,0 2010 TEUR 914 58
Immobilia plus s.r.o., Choceh, Tschechische Republik TCZK 22.897 1.445
IPV Immobilien Projektentwicklungs- und Verwertungs- GmbH & Co. KG, München 100,0 2009 TEUR 240 236
Jannis Beteiligungsgesellschaft mbH, München 100,0 2009 TEUR -3.103 -20
Karl Theis GmbH, München 100,0 2009 TEUR -1.447 -437
MD-Betriebs-GmbH, München 100,0 2010 TEUR 25 Gründung 2010
NOB-Betriebs-GmbH, München 100,0 2010 TEUR 25 Gründung 2010
Raiffeisen-Kraftfutterwerke Süd GmbH, Würzburg 85,0 2010 TEUR -599 -4.929
Raiffeisen Waren GmbH Nürnberger Land, Hersbruck 52,0 2010 TEUR 300
Süd-Treber Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart 100,0 2009 TEUR 205 75
TechnikCenter Grimma GmbH, Mutzschen 70,0 2010 TEUR 525 49
TESSOL Kraftstoffe, Mineralöle und Tankanlagen GmbH, Stuttgart 100,0 2010 TEUR 2.045 2.771
Voss GmbH & Co. KG, Coesfeld 100,0 2010 TEUR 2.560 305
ZES Zentrale Einkaufs-Service GmbH, München 100,0 2010 TEUR 304 -7

unmittelbare und mittelbare Beteiligung an verbundenen Unternehmen

über BayWa AG, München,

„UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt, und BayWa Vorarlberg HandelsGmbH, Lauterach

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RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich 3) 50,0 2010 TEUR 211.777 19.522

über BayWa AG, München, und Donau-Tanklagergesellschaft mbH, Deggendorf

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DTL Donau-Tanklagergesellschaft mbH & Co. KG, Deggendorf 100,0 2009 TEUR 153 41

über BayWa AG, München, und GVB Verwaltungsgesellschaft mbH, München

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GVB Grundstücksverwaltungs- und Beteiligungs GmbH & Co. KG, München 100,0 2009 TEUR 337 182

über BayWa AG, München, und RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien

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AFS Franchise-Systeme GmbH, Wien, Österreich 100,0 2010 TEUR 868 811
RI-Solution GmbH Gesellschaft für Retail-Informationssysteme, Services und Lösungen mbH, München 100,0 2010 TEUR 4.182 2.296

über BayWa AG, München und RWA International Holding GmbH, Wien

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BOR. s.r.o., Chocen, Tschechische Republik 92,8 2009 TEUR 4.384 207
BOR. s.r.o., Chocen, Tschechische Republik TCZK 109.878 5.179

über BayWa AG, München, Raiffeisen-Kraftfutterwerke Süd, Würzburg, und RI-Solution GmbH, München

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Unterstützungseinrichtung der BayWa AG in München GmbH, München 100,0 2010 TEUR 83.914 -6.224

mittelbare Beteiligung an verbundenen Unternehmen

über RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien

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Agroterra Warenhandel und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich 100,0 2010 TEUR 28 1
Bautechnik Gesellschaft m.b.H., Linz, Österreich 100,0 2010 TEUR 355 26
Danufert Handelsgesellschaft mbH, Wien, Österreich 60,0 2009 TEUR 137 -86
Danugrain GmbH, Krems an der Donau, Österreich 60,0 2010 TEUR 102 -8
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co., Wien, Österreich 71,0 2010 TEUR 1.472 1.458
GENOL Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 71,0 2010 TEUR 37 1
Graninger & Mayr Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 100,0 2010 TEUR 439 6
HERA Raiffeisen-Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 51,0 2009 TEUR -399 28
Lesia a.s., Stražnice, Tschechische Republik 100,0 2009 TEUR 143 -2
Lesia a.s., Stráznice, Tschechische Republik TCZK 3.776 -47
Raiffeisen-Lagerhaus Investitionsholding GmbH, Wien, Österreich 100,0 2010 TEUR 36.814 130
RUG Raiffeisen Umweltgesellschaft m.b.H., Korneuburg, Österreich 75,0 2010 TEUR 719 77
Saatzucht Gleisdorf Gesellschaft m.b.H. Gleisdorf, Österreich 66,7 2009 TEUR 363 60

über Raiffeisen-Lagerhaus Investitionsholding GmbH (100%-Tochter der RWA AG)

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RWA Intemational Holding GmbH, Wien, Österreich 100,0 2010 TEUR 59.886 12.696
Raiffeisen-Lagerhaus GmbH Bruck an der Leitha, Österreich 89,9 2010 TEUR 6.721 152

über RWA International Holding GmbH, Wien (100%-Tochter d. Raiffeisen-Lagerhaus Investholding GmbH)

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Agrosaat d.o.o., Ljubljana, Slowenien 100,0 2009 TEUR 1.561 69
Magyar „Agrár-Ház“ Kft., Székesfehérvár, Ungarn 100,0 2009 TEUR -771 -824
Magyar „Agrár-Ház“ Kft., Székesfehérvár, Ungarn THUF -208.571 -222.872
Raiffeisen Agro d.o.o. Beograd, Serbien 100,0 2010 TEUR -341 -178
Raiffeisen Agro d.o.o. Beograd, Serbien TRSD -36.029 -18.847
Raiffeisen-Agro Magyaroszág Kft., Székesfehérvár, Ungarn 100,0 2010 TEUR 2.278 91
Raiffeisen-Agro Magyaroszág Kft., Székesfehérvár, Ungarn THUF 634.573 25.453
RWA RAIFFEISEN AGRO d.o.o., Zagreb, Kroatien 100,0 2009 TEUR 556 -58
RWA RAIFFEISEN AGRO d.o.o., Zagreb, Kroatien THRK 4.039 -423
RWA SLOVAKIA spol. s.r.o., Bratislava, Slowakei 100,0 2010 TEUR 2.997 -245
Sempol spol. s r.o., Trnava, Slowakei 100,0 2010 TEUR 4.244 191

über RWA International Holding GmbH, Wien, und Agroterra GmbH, Wien

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F. Url & Co. Gesellschaft m.b.H., Unterpremstätten, Österreich 100,0 2010 TEUR 4.198 842
Garant-Tiernahrung Gesellschaft m.b.H., Pöchlarn, Österreich 100,0 2010 TEUR 14.262 2.328
Immobilienvermietung Gesellschaft m.b.H., Traun, Österreich 100,0 2010 TEUR 3.840 90
Ybbstaler Fruit Austria GmbH (ehem Ybbstaler Fruchtsaft Gesellschaft m.b.H.), Kröllendorf, Österreich 100,0 2010 TEUR 27.905 2.392

über Ybbstaler Fruit Austria GmbH, Kröllendorf

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Ybbstaler Fruit Polska Sp. z o.o. (ehem. Ybbstaler Fruchtsaft Ploska Sp. z o.o.), Chelm, Polen 99,9 2010 TEUR 11.997 1.053
Ybbstaler Fruit Polska Sp. z o.o. (ehem. Ybbstaler Fruchtsaft Ploska Sp. z o.o.), Chelm, Polen TPLN 47.559 4.173
Lukta Polska Sp. z o.o., Warszawa, Polen 100,0 2010 TEUR 6.571 313
Lukta Polska Sp. z o.o., Warszawa, Polen TPLN 26.052 1.239
Yo-Pol Sp. z o.o. Warszawa, Polen 60,0 2010 TEUR 1
Yo-Pol Sp. z o.o. Warszawa, Polen TPLN 4
Hungaro-Ybbstal Kft., Vesprém, Ungarn 100,0 2009 TEUR 25 2
Ybbstaler Hungaro Kft., Vesprém, Ungarn THUF 6.711 621
S.C. Ybbstal-Frucht Romania s.r.l., Oradea, Rumänien 100,0 2009 TEUR 53 0
S.C. Ybbstal-Frucht Romania s.r.l., Oradea, Rumänien TRON 226 2
Ybbstaler Getränke Grundstoffe Vertriebsgesellschaft m.b.H, München 100,0 2009 TEUR 35 8

über Garant Tiernahrung GmbH, Pöchlarn

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AgroMed Austria GmbH, Kremsmünster, Österreich 80,0 2010 TEUR 303 208

über RI-Solution GmbH, München

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Ri-Solution Data GmbH, Wien, Österreich 100,0 2009 TEUR 141 140
RI-Solution Service GmbH, Auerbach 100,0 2009 TEUR 399

über „UNSER LAGERHAUS“ WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt

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Agrarproduktenhandel GmbH, Klagenfurt, Österreich 100,0 2009 TEUR 468 195
WHG Liegenschaftsverwaltung GmbH, Klagenfurt, Österreich 100,0 2009 TEUR 724 281
Raiffeisen Trgovina d.o.o., Lenart, Slowenien 100,0 2009 TEUR 226 80

über BayWa Hungária Kft., Székesfehérvár

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Agro-Property Kft., Kecskemét, Ungarn 100,0 2009 TEUR 3.244 24
Agro-Property Kft., Kecskemét, Ungarn THUF 877.411 6.362

über BayWa r.e GmbH, München

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Aufwind Neue Energien GmbH, Regensburg 50,0 2010 TEUR 812 -78
MHH Solartechnik GmbH, Tübingen 100,0 2010 TEUR 564 6.255
Renerco Renewable Energy Concepts AG, München 87,8 2010 TEUR 47.063 6.273
Schradenbiogas Betriebsgesellschaft mbH, München 100,0 2009 TEUR 25
Schradenbiogas GmbH & Co.KG, Gröden 94,5 2010 TEUR 4.386 355

über Aufwind Neue Energien GmbH, Regensburg

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Aufwind Schmack Betriebs GmbH & Co. Achtzehnte Biogas KG, Regensburg 100,0 2010 TEUR -387 -345
Aufwind Schmack Betriebs GmbH & Co. Neunzehnte Biogas KG, Regensburg 100,0 2010 TEUR 242 352
Aufwind Schmack Betriebs GmbH & Co. Zwanzigste Biogas KG, Regensburg 100,0 2010 TEUR -7 -8
Aufwind Schmack Betriebs GmbH & Co. Zweiundzwanigste Biogas KG, Regensburg 100,0 2010 TEUR -41 -42
Aufwind Schmack Elsö Biogáz Szolgáltató Kft., Békéscsaba, Ungarn 100,0 2010 TEUR -26 -22
Aufwind Schmack Elsö Biogáz Szolgáltató Kft., Békéscsaba, Ungarn THUF -7.171 -6.127
Aufwind Nuevas Energias, Sociedad Limitada, Barcelona, Spanien 100,0 2010 TEUR 30 27
Aufwind Schmack Nowa Energia Sp. z o.o., Poznan, Polen 90,0 2010 TEUR -315 -31
Aufwind Schmack Nowa Energia Sp. z o.o., Poznan, Polen TPLN -1.250 -124

über BayWa r.e GmbH, München, und Aufwind Neue Energien GmbH, Regensburg

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r.e Biomethan GmbH, Regensburg 100,0 2010 TEUR 171 108

über Aufwind Nuevas Energias, Sociedad Limitada, Barcelona

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Net Environment S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0 2010 TEUR 504 21

über MHH Solartechnik GmbH, Tübingen

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MHH France S.A.S., Toulouse, Frankreich 90,0 2010 TEUR 203 490

über Renerco Renewable Energy Concept AG, München

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Windpark Wegeleben GmbH & Co. KG, München 100,0 2010 TEUR -1.726 -778
Wind am Speckberg GmbH, München 100,0 2010 TEUR 2.415 -665
Umspannwerk Gürtelkopf GmbH & Co. KG, München 100,0 2010 TEUR 16 40
Umspannwerk Klein Bünsdorf GmbH & Co. KG, München 100,0 2010 TEUR 699 -45
Windpark Everswinkel GmbH & Co. KG, Grünwald 4) 25,0 2010 TEUR 1.502 90
RENERCO Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 100,0 2010 TEUR -55 -44
Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG, Haar b. München, 50,0 2010 TEUR -8.037 -1.552
CRE Project S.r.l., Matera, Italien 49,0 2010 TEUR 5.806 977
Parque Eólico La Carracha S.L., Zaragoza, Spanien 33,1 2010 TEUR 872 1.813
Parque Eólico Plana de Jarreta S.L., Zaragoza, Spanien 32,2 2010 TEUR 347 1.257
RENERCO Beteiligungs GmbH, München 100,0 2010 TEUR 126 9
Süddeutsche Geothermie-Projekte Verwaltungs GmbH, Haar b. München 50,0 2010 TEUR 46 1
EEV Beteiligungs GmbH, Grünwald 49,0 2010 TEUR 13 2
HKW-Pool Verwaltungs-GmbH, München 33,3 2009 TEUR 93 744
HKW Cottbus Verwaltungs GmbH, München 33,3 2009 TEUR 394 638
EAV Energietechnische Anlagen Verwaltungs-GmbH, Staßfurt 49,0 2009 TEUR 142 881
BVT Technische Anlagen GmbH & Co. Blockheizkraftwerke KG, München 34,7 2010 TEUR 93 397
Windpark Namborn GmbH & Co. KG, München 4) 25,0 2010 TEUR 873 5
Ventus Vorpommem GmbH & Co. Windpark 1 KG, München 100,0 2010 TEUR -1 -1
Windpark Everswinkel II GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0 2010 TEUR -2 -3
Windpark GHN GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0 2010 TEUR -2 -2
Renewable Energy Hanvest Nine GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0 2010 TEUR -1 -1
Windpark Selmsdorf II GmbH & Co. KG, München 100,0 2010 TEUR -3 -1
Neullly St. Front Energies SAS, Bègles, Frankreich 70,0 2010 TEUR -142 -16
Voyennes Energies SAS, Bègles, Frankreich 100,0 2010 TEUR 6 -7
Tierceline Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 100,0 2010 TEUR 28 -5
Les Eoliennes de Saint Fraigne SARL, Strasbourg, Frankreich 4) 24,5 2010 TEUR 3.633 -153
Eoliennes de la Benate SARL, Strasbourg, Frankreich 100,0 2010 TEUR -10 -4
Livas 1 EPE, Kalamata, Griechenland 94,0 2010 TEUR -317 -358
Wind Park Kotla Sp. z o.o., Warszawa, Polen 100,0 2009 TEUR 1 -11
Wind Park Kotla Sp. z o.o., Warszawa, Polen TPLN 6 -44
Wind Park Belzyce Sp. z o.o., Warszawa, Polen 50,0 n.a. TEUR Gründung 2010 n.a.
Wind Park Belzyce Sp. z o.o., Warszawa, Polen TPLN n.a.
Wind Park Lipnica Sp. z o.o., Nowy Targ, Polen 100,0 n.a. TEUR Gründung 2010 n.a.
Wind Park Lipnica Sp. z o.o., Nowy Targ, Polen TPLN n.a.
Windpark Kamionka GmbH, Grünwald 100,0 2010 TEUR 4.375 -5
RENERCO GEM 1 GmbH, München 100,0 2010 TEUR 25 -1
RENERCO GEM 2 GmbH, München 100,0 2010 TEUR 25 -1
RENERCO Sud-Est S.R.L, Bukarest, Rumänien 100,0 2009 TEUR
RENERCO Sud-Est S.R.L, Bukarest, Rumänien TRON
Solarpark Scorpius GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0 2010 TEUR -2 -1
Solarpark Lepus GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0 2010 TEUR -2 -1
Solarpark Lupus GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0 2010 TEUR -1 -1
Solarpark Taurus GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0 2010 TEUR -1 -1
Talita Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2010 TEUR -28 -30
Spica Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2010 TEUR -8 -10
Pyxis Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2010 TEUR -6 -8
Polaris Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2010 TEUR -6 -8
Capella Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2010 TEUR -6 -8
Saint Solis Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2010 TEUR -1 -3
Felis Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2010 TEUR -1 -3
Celieno Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2010 TEUR -1 -3
Prokyon Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2010 TEUR -3 -5
Menka Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2010 TEUR -2
Syrma Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2010 TEUR -2
Genam Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2010 TEUR -2
Parco Solare Citrino S.r.l., Brixen, Italien 100,0 2010 TEUR 7 -3
Parco Solare Zaffiro S.r.l., Brixen,Italien 100,0 2010 TEUR 7 -3
Parco Solare Rubino S.r.l., Brixen, Italien 100,0 2010 TEUR 7 -3
Parco Solare Smeraldo S.r.l., Brixen, Italien 100,0 2010 TEUR 7 -3
Parco Solare Tobazio S.r.l., Brixen, Italien 100,0 2010 TEUR 7 -3
Parco Solare Eliodoro S.r.l., Brixen, Italien 100,0 2010 TEUR 7 -3

über Renerco Renewable Energy Concept AG, München, und Windpark Everswinkel GmbH & Co. KG, Grünwald (25%-Tochter der Renerco Renewable Energy Concept AG)

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WP EWL Infrastuktur GmbH & Co. KG, München 100,0 2010 TEUR -11 -7

über Windpark Kamionka GmbH, Grünwald

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Wind Park Kamionka Sp. z o.o., Kamionka, Polen 54,0 2010 TEUR 3 1
Wind Park Kamionka Sp. z o.o., Kamionka, Polen TPLN 13 5

über RENERCO GEM 1 GmbH, München

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GEM WIND FARM 1 Ltd., Manchester, Großbritannien 100,0 2010 TEUR
GEM WIND FARM 1 Ltd., Manchester, Großbritannien TGBP

über RENERCO GEM 2 GmbH, München

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GEM WIND FARM 2 Ltd., Manchester, Großbritannien 100,0 2010 TEUR
GEM WIND FARM 2 Ltd., Manchester, Großbritannien TGBP

über bs Baufachhandel Brands & Schnitzler GmbH & Co. KG, Mönchengladbach

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Brands + Schnitzler Tiefbau-Fachhandel GmbH & Co. KG, Mönchengladbach 100,0 2010 TEUR 50 377
Brands + Schnitzler Tiefbau-Fachhandel Verwaltungs GmbH, Mönchengladbach 100,0 2009 TEUR 25 3

Übrige Beteiligungen (≥ 20 % der Anteile)

unmittelbare Beteiligungen

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Ba-Rie Grundstücksgesellschaft mbH, Landsberg 50,0 2009 TEUR 205 233
BHG Bau-Heimwerker-Garten-Center Landsberg GmbH, Landsberg/Lech 50,0 2009 TEUR 410 -173
BLE Bau- und Land-Entwicklungsgesellschaft Bayem GmbH, München 25,0 2009 TEUR 1.221 -398
Chemag Agrarchemikalien GmbH, Frankfurt am Main 30,0 2010 TEUR 1.534 288
H-Ppack CVBA Sint-Truiden, Belgien 50,0 2009 TEUR 743 -695
InterSaatzucht GmbH & Co. KG, München 40,0 2010 TEUR 646 219
Intersaatzucht Verwaltungs GmbH, München 40,0 2009 TEUR 26
Kartoffel-Centrum Bayern GmbH, Rain am Lech 50,0 2009 TEUR 1.890 286
KIRKA Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald 1) 100,0 2009 TEUR 11.185 -1
Land 24 Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main 24,9 2009 TEUR 650 150
Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft mbH, Oberteuringen 50,0 2010 TEUR 660 131
Raiffeisen Beteiligungs GmbH Frankfurt am Main 47,4 2010 TEUR 13.959 3.096
raiffeisen.com GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 30,0 2009 TEUR 1.858 240
Raiffeisen-BayWa-Waren GmbH Lobsing-Siegenburg- Abensberg-Rohr, Lobsing 22,8 2009 TEUR 2.053 567
Raiffeisen-Landhandel GmbH, Emskirchen 23,4 2010 TEUR 1.172 274
VR emeuerbare Energien eG Kitzingen, Kitzingen 33,3 2,009 TEUR 60
VR-LEASING DIVO GmbH & Co. Immobllien KG, Eschbom 2) 47,0 2009 TEUR 5 -1
VR-LEASING LYRA GmbH & Co. Immobllien KG, Eschbom 2) 47,0 2009 TEUR 5 -1

unmittelbare und mittelbare Beteiligung an verbundenen Unternehmen

über BayWa AG, München, und Deutsche Raiffeisen-Warenzentrale GmbH, Frankfurt

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AHG Autohandelsgesellschaft mbH, Horb a.N. 98,0 2010 TEUR 5.442 301

mittelbare Beteiligungen

über AHG Autohandelsgesellschaft mbH, Horb a. N.

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AHG Servicegesellschaft mbH, Horb a. N. 100,0 2010 TEUR 25 Ergebnisabführungsvertrag mit AHG
Wiech Autohandelsgesellschaft mbH, Rottenburg 100,0 2010 TEUR 100 Ergebnisabführungsvertrag mit AHG
AHG Automobilcenter GmbH, Horb a. N. 100,0 2010 TEUR 55 Ergebnisabführungsvertrag mit AHG
BAG-Autohandelsgesellschaft mbH, Bopfingen 100,0 2010 TEUR 303 Ergebnisabführungsvertrag mit AHG
BHG Autohandelsgesellschaft mbH, Kehl 100,0 2010 TEUR 100 Ergebnisabführungsvertrag mit AHG

über BayWa Finanzbeteiligungs-GmbH, München

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BRVG Bayerischer Raiffeisen- und Volksbanken Verlag GmbH, München 25,0 2009 TEUR 5.370 290

über ZES Zentrale Einkaufs-Service GmbH, München

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DIYCO Einkaufsgesellschaft mbH, München 50,0 2009 TEUR 57 1

über RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien

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Lagerhaus Technik-Center GmbH & Co. KG, Korneuburg, Österreich 32,1 2010 TEUR 6.245 1.086
Lagerhaus Technik-Center GmbH, Korneuburg, Österreich 34,1 2010 TEUR 238 9

über RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien, und F. Url & Co. Gesellschaft m.b.H, Unterpremstätten

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LLT Lannacher Lager- und Transport Ges. m.b.H., Korneuburg, Österreich 50,0 2010 TEUR 2.129 341

über „UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt

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Kärntner Saatbaugenossenschaft reg.Gen.m.b.H., Klagenfurt, Österreich 33,3 2010 TEUR 4.533 115

über BayWa AG, München, und DRWZ Beteiligungsgesellschaft mbH, München

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Deutsche Raiffeisen-Warenzentrale GmbH, Frankfurt am Main 37,8 2010 TEUR 10.975 848

über RWA International Holding GmbH, Wien

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Frisch & Frost Nahrungsmittel-Gesellschaft m.b.H., Hollabrunn, Österreich 25,0 2010 TEUR 16.609 -638

Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften

(≥ 5 % der Anteile) BayWa AG, München, direkt

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Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries 7,4 2009 TEUR 550.512 12.734
Südstärke GmbH, Schrobenhausen 6,5 2009 TEUR 111.221 1.859
VK Mühlen AG, Hamburg 10,0 2010 TEUR 73.264 -29.643

über Tessol Kraftstoffe, Mineralöle und Tankanlagen GmbH, Stuttgart

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Deutsche AVIA Mineralöl-Gesellschaft mbH, München 11,4 2009 TEUR 7.602 726

1) Stimmrechtsanteil 19 %.

2) Stimmrechtsanteil 24 %.

3) Stimmrechtsmehrheit.

4) Minderheitsbeteiligung mit Aufstockungsrecht.

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

München, 28. Februar 2011

BayWa Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Klaus Josef Lutz

Klaus Buchleitner

Andreas Helber

Dr. Josef Krapf

Roland Schuler

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang — unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BayWa Aktiengesellschaft, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der BayWa Aktiengesellschaft, München, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 10. März 2011

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Reitmayr, Wirtschaftsprüfer

Götz, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Die BayWa AG blickt auf ein ausgesprochen erfolgreiches Geschäftsjahr 2010 zurück. Dies zeigt sich an den deutlichen Zuwachsraten beim Umsatz und Ergebnis — und nicht zuletzt auch an dem deutlich erhöhten Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung. Das diversifizierte Geschäftsmodell der BayWa AG hat sich gerade auch angesichts der Krise der Finanz- und Gütermärkte bewährt, und das Unternehmen ist gestärkt aus der Krise hervorgegangen. Das vergangene Geschäftsjahr war nicht zuletzt geprägt durch den Ausbau der Aktivitäten im Bereich der regenerativen Energien und eine stärkere Internationalisierung der BayWa.

Der Aufsichtsrat hat seine ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegende Verantwortung wahrgenommen.

Bei der Leitung des Unternehmens stand er dem Vorstand regelmäßig beratend zur Seite, hat die Strategie mit dem Vorstand abgestimmt und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Das gemeinsame Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat stets zeitnah und umfassend informiert. In allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Die zustimmungsbedürftigen Maßnahmen wurden geprüft und die erforderlichen Beschlüsse sowohl in Sitzungen als auch im Umlaufverfahren gefasst. Zwischen den Sitzungen informierte der Vorstand schriftlich über Vorgänge von besonderer Bedeutung. Zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats war laufend über wesentliche Entscheidungen durch den Vorstand unterrichtet und stand in engem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden. Er wurde monatlich mit detaillierten Berichten über die aktuelle Geschäftslage in Kenntnis gesetzt. Die Zusammenarbeit im Aufsichtsrat sowie mit dem Vorstand war auch im Berichtsjahr 2010 konstruktiv und vertrauensvoll.

Schwerpunkte der Sitzungen des Aufsichtsrats

In den vier turnusgemäßen Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2010 waren insbesondere die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens, der Geschäftsverlauf einzelner Sparten, die Finanz- und Investitionsplanung, personelle Entscheidungen, die Risikosituation, Fragen der Compliance sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens Gegenstand der Beratung. Insbesondere befasste sich der Aufsichtsrat mit den verschiedenen Beteiligungen an anderen Unternehmen, die die BayWa AG im Berichtszeitraum eingegangen ist. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat kontinuierlich mit der Rechnungslegung und Abschlussprüfung des Unternehmens sowie dem Risikomanagement und der Risikolage der BayWa AG.

Seitens des Vorstands wurde regelmäßig und umfassend zu diesen Themenbereichen berichtet sowie die aktuelle Lage des Konzerns erläutert.

In der Sitzung am 30. März 2010 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit den Abschlüssen und dem Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2009 sowie dem Bericht über die durchgeführte Prüfung befasst. Gegenstand der Sitzung war zudem die Tagesordnung der Hauptversammlung am 18. Juni 2010. In der Sitzung hat der Aufsichtsrat u. a. auch über die Anpassung der Vergütung der Vorstandsmitglieder an die Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung beraten und beschlossen. Die Struktur der Vergütung wurde insgesamt geändert und die variable Vergütung um eine langfristige Komponente mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage ergänzt. Die Hauptversammlung vom 18. Juni 2010 hat diesem neuen Vergütungssystem mit einer Mehrheit von 97,23 Prozent der abgegebenen Stimmen zugestimmt.

In der Sitzung am 4. Mai 2010 befasste sich der Aufsichtsrat zunächst mit der weiteren Aufarbeitung von gegen die Gesellschaft geltend gemachten Schadensersatzansprüchen seitens früherer Franchisenehmer. Außerdem berichtete der Vorstand zu aktuellen Projekten im Zusammenhang mit potenziellen Unternehmensbeteiligungen und Unternehmenserwerben.

Gegenstand der Sitzung am 4. August 2010 war u. a. der Halbjahresabschluss 2010. Außerdem hat sich der Aufsichtsrat mit Änderungen in der Besetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse beschäftigt. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat zudem über aktuelle strategische Projekte und Beteiligungsvorhaben. Einen besonderen Schwerpunkt bildete dabei die Geschäftsentwicklung im Segment Energie.

Eine Erhöhung des Grundkapitals und die entsprechende Satzungsänderung wegen der Ausgabe von Mitarbeiteraktien aus dem genehmigten Kapital von 2010 wurden im Zeitraum vom 6. Oktober bis 12. Oktober 2010 im Umlaufverfahren beschlossen.

In der Sitzung vom 10. November 2010 befasste sich der Aufsichtsrat vor allem mit dem Ausscheiden des Vorstandsmitglieds Frank Hurtmanns und der Neubestellung von Andreas Helber als Mitglied des Vorstands mit Wirkung zum 15. November 2010 sowie dessen Vergütung. Des Weiteren wurde in der Sitzung der 3. Quartalsabschluss präsentiert und die Geschäftsentwicklung eingehend vom Aufsichtsrat mit dem Vorstand diskutiert. Der Vorstand erläuterte umfassend die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Sparten und stellte die strategischen Kernthemen für das Geschäftsjahr 2011 vor. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit den Ergebnissen der vorangegangenen Sitzungen des Prüfungsausschusses, des Kredit- und Investitionsausschusses sowie des Strategie Ausschusses.

In der Bilanzsitzung am 29. März 2011 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit den Abschlüssen und dem Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2010 sowie dem Bericht über die durchgeführte Prüfung befasst. Gegenstand der Sitzung war zudem die Tagesordnung der Hauptversammlung am 15. Juni 2011. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat in der Sitzung mit Vorstandsangelegenheiten befasst.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Zur Steigerung der Effizienz der Aufsichtsratsarbeit hat der Aufsichtsrat insgesamt sechs Ausschüsse errichtet. Diese bereiten die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen, die im Plenum zu behandeln sind, vor. Soweit gesetzlich zulässig, wurden in einzelnen Fällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat bis auf den Prüfungsausschuss in allen Ausschüssen den Vorsitz inne. Der Aufsichtsrat wurde in seinen Sitzungen stets über die Arbeit der Ausschüsse sowie deren Beschlüsse durch die Ausschussvorsitzenden informiert.

Dem Prüfungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Erna Kurzwarth, Albrecht Merz, Gunnar Metz und Gregor Scheller an. Gunnar Metz und Gregor Scheller sind durch die Aufsichtsratsmitglieder am 4. August 2010 in den Prüfungsausschuss gewählt worden; Dr. h. c. Stephan Götzl hat sein Mandat als Mitglied des Prüfungsausschusses niedergelegt. Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist Albrecht Merz. Damit folgt die BayWa AG der Anregung des Deutschen Corporate Governance Kodex, wonach der Aufsichtsratsvorsitzende den Vorsitz im Prüfungsausschuss nicht innehaben sollte. Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Er erörterte in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorsitzenden des Vorstands und des Generalbevollmächtigten Finanzen in seiner Sitzung am 29. März 2010 den Jahres- und den Konzernabschluss, den Lagebericht und Konzernlagebericht, die Prüfberichte sowie den Gewinnverwendungsvorschlag. Die Berichte hierüber sowie die weiteren Prüfberichte und die Abschlussunterlagen wurden den Mitgliedern des Ausschusses rechtzeitig zugesandt. Weitere Schwerpunkte der Arbeit des Prüfungsausschusses waren die Beurteilung der Risikolage und des bestehenden Risikomanagementsystems.

Untersucht wurden insbesondere das Risikofrüherkennungssystem und das EDV-System.

Gegenstand der Sitzung am 9. November 2010 waren die Einholung der Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex, die Erteilung der Prüfungsaufträge, die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte der Jahresabschlussprüfung 2010 und des Prüfungshonorars. Außerdem wurde routinemäßig die Qualität der Internen Revision der BayWa AG überprüft.

Der Prüfungsausschuss hat sich in seiner Sitzung am 25. März 2011 außerdem mit der Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2011 befasst und dem Aufsichtsratsplenum empfohlen, der Hauptversammlung am 15. Juni 2011 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zur Wahl vorzuschlagen.

Dem Vorstandsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Ernst Kauer und Gregor Scheller an. Das Aufsichtsratsmitglied Albrecht Merz gehört dem Vorstandsausschuss seit Ende Juli 2010 nicht mehr an. Der Vorstandsausschuss tagte im Berichtsjahr einmal. Der Vorstandsausschuss hat sich im Berichtszeitraum zum einen mit dem Ausscheiden des früheren Vorstandsmitglieds Frank Hurtmanns beschäftigt. Außerdem befasste sich der Vorstandsausschuss mit den Einzelheiten des Anstellungsvertrags für das neue Vorstandsmitglied Andreas Helber und erarbeitete eine Empfehlung für die Entscheidung des Gesamtaufsichtsrats über die Vergütung des neuen Vorstandsmitglieds Helber.

Dem Strategie Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel, Dr. E. Hartmut Gindele, Dr. h. c. Stephan Götzl, Dr. Johann Lang, Gunnar Metz, Ernst Kauer und Bernhard Winter an. Dr. Christian Konrad ist mit seiner Wahl zum weiteren stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden aus dem Strategie Ausschuss ausgeschieden. Außerdem ist Klaus Auhuber mit seinem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat aus dem Strategie Ausschuss ausgeschieden. Neu in den Ausschuss gewählt wurde Bernhard Winter. Der Strategie Ausschuss ist im Berichtsjahr dreimal zusammengetreten und widmete sich hauptsächlich der ausführlichen Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen und Themen im Zusammenhang mit Corporate Governance wie der Neufassung der Geschäftsordnung für Vorstand und Aufsichtsrat. Ferner befasste er sich mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens sowie mit aktuellen Unternehmensprojekten und Beteiligungsvorhaben. Insbesondere wurden zwei Akquisitionsvorhaben der BayWa r.e GmbH vorgestellt.

Dem Kredit- und Investitionsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Ernst Kauer, Otto Kentzler, Dr. Johann Lang, Gregor Scheller, Georg Fischer und Werner Waschbichler an. Der Kredit- und Investitionsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Der Ausschuss überwachte die Investitionstätigkeit und überprüfte die Kreditgewährungen und Außenstände entsprechend der ihm übertragenen Befugnisse. Darüber hinaus beschäftigte sich der Ausschuss mit der Abrechnung des Investitionsetats 2009 und den Investitionsetats für 2010 und 2011.

Dem Nominierungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie Dr. h. c. Stephan Götzl und Dr. Johann Lang an. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat Empfehlungen für die Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner durch die Hauptversammlung zu unterbreiten. Da derzeit bei der BayWa AG keine Aufsichtsratswahlen anstehen, hat der Nominierungsausschuss im Berichtszeitraum nicht getagt.

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG, dem der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Ernst Kauer, Otto Kentzler und Bernhard Winter angehören, musste im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden.

Corporate Governance

In dem Bewusstsein, dass Corporate Governance einen wichtigen Beitrag zu einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung leistet, beschäftigt sich der Aufsichtsrat fortlaufend mit entsprechenden Fragen. Weitergehende Informationen zur Corporate Governance sowie zur Höhe und Struktur der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand sind der Erklärung zur Unternehmensführung zu entnehmen.

Vorstand und Aufsichtsrat haben in ihrer Sitzung vom 4. August 2010 beschlossen, dass den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 bis auf wenige Ausnahmen entsprochen wird. Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG findet sich in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB. Sie ist des Weiteren auf der Website der Gesellschaft unter www.baywa.de veröffentlicht.

Mit einer Ausnahme haben im Berichtszeitraum alle Mitglieder des Aufsichtsrats an mindestens der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats legen etwaige Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat unverzüglich offen. Im Geschäftsjahr 2010 sind bei Mitgliedern des Vorstands oder Mitgliedern des Aufsichtsrats keine Interessenkonflikte aufgetreten.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der Jahresabschluss der BayWa AG und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 sowie der Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns sind von der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Dem Ergebnis dieser Prüfungen stimmte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 29. März 2011 zu.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand nach HGB aufgestellten Jahresabschluss der BayWa AG sowie den gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den gemäß § 315a HGB ergänzend anwendbaren handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss sowie den Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns in der Sitzung vom 29. März 2011 intensiv geprüft und in Gegenwart des Abschlussprüfers mit diesem und dem ebenfalls anwesenden Vorstand erörtert. Gegenstand der ausführlichen Erörterung waren auch die vom Prüfungsausschuss für das Berichtsjahr 2010 festgelegten Prüfungsschwerpunkte. Sämtliche Prüfberichte und Abschlussunterlagen standen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Verfügung. Die Unterlagen wurden zuvor vom Prüfungsausschuss in seiner Sitzung vom 25. März 2011 intensiv behandelt. Der Prüfungsausschuss hat in Gegenwart des Abschlussprüfers in seiner Sitzung am 25. März 2011 den Jahres- und den Konzernabschluss, den Lagebericht und Konzernlagebericht, die Prüfberichte sowie den Gewinnverwendungsvorschlag erörtert. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Abschlüsse und die Prüfung durch den Abschlussprüfer. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Abschlussprüfung am 29. März 2011 seine Zustimmung erteilt und den Jahresabschluss der BayWa AG und den Konzernabschluss des BayWa-Konzerns gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt.

Den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,50 Euro pro Aktie hat der Aufsichtsrat geprüft und schließt sich ihm an.

Der Abschlussprüfer berichtete ferner in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 29. März 2011 darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess vorlägen. Der Vorstand hat insoweit alle ihm obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen.

Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand

Peter König wurde durch das Registergericht des Amtsgerichts München am 9. Juni 2010 zum neuen Aufsichtsratsmitglied der BayWa AG bestellt. König gehört dem Aufsichtsrat als Arbeitnehmervertreter an und ist Nachfolger von Klaus Auhuber, der sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zum 29. März 2010 niedergelegt hatte. König ist hauptberuflich als Gewerkschaftssekretär bei der Gewerkschaft ver.di tätig und betreut dort den Fachbereich Handel.

Dr. Christian Konrad ist in der Aufsichtsratssitzung vom 4. August 2010 zum weiteren stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt worden. Dr. Konrad gehörte dem Aufsichtsrat bereits zuvor als durch die Hauptversammlung gewähltes Aufsichtsratsmitglied an.

Das Vorstandsmitglied Frank Hurtmanns, innerhalb des Vorstands der BayWa AG zuständig für Bau, Personal, Informationssysteme, Konzernlogistik und Organisation, ist aus persönlichen Gründen zum 31. Dezember 2010 aus dem Vorstand der BayWa AG ausgeschieden.

Mit Wirkung zum 15. November 2010 hat der Aufsichtsrat der BayWa AG den vorherigen Generalbevollmächtigten Andreas Helber zum Finanzvorstand der Gesellschaft berufen. Andreas Helber war seit seinem Eintritt im Jahr 2000 bei der BayWa AG Leiter des Finanzbereichs und berichtete direkt an den Vorstandsvorsitzenden. Die Bereiche Informationssysteme und Corporate Real Estate Management wurden dem Vorstandsmitglied Andreas Helber übertragen. Die übrigen Bereiche, die zuvor von Frank Hurtmanns betreut worden waren, wurden in das Ressort des Vorstandsvorsitzenden Klaus Josef Lutz integriert.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der BayWa AG und allen Konzerngesellschaften für ihre Arbeit. Ihr engagierter Einsatz hat erneut dazu beigetragen, dass die BayWa AG auf ein erfolgreiches Berichtsjahr zurückblicken kann.

München, den 29. März 2011

Für den Aufsichtsrat

Manfred Nüssel, Vorsitzender