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Bayer AG Management Reports 2012

Dec 31, 2013

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Management Reports

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Publication

Bayer Pharma AG

Berlin

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012

und Lagebericht 2012

Lagebericht

Einleitung

Die Bayer Pharma AG ist eine 100% Tochtergesellschaft der Bayer AG und hat ihren Sitz in Berlin. Standorte des Unternehmens sind neben Berlin auch Bergkamen, Leverkusen und Wuppertal.

Sie gehört organisatorisch zum Teilkonzern HealthCare und betreibt ihr Gesundheitsgeschäft in den Segmenten Pharma und Consumer Health. Dazu gehören im Segment Pharma verschreibungspflichtige Produkte insbesondere in den Gebieten Frauen- und Herzgesundheit sowie in den Bereichen Onkologie, Hämatologie und Ophthalmologie und im Segment Consumer Health verschreibungsfreie Arzneimittel in den Divisionen Consumer Care und Medical Care.

Die Gesellschaft erforscht, entwickelt, produziert, kauft und verkauft ihre Produkte selbst oder mittels verbundener Bayer Gesellschaften. Der ganz überwiegende Teil des Absatzes (rd. 87%) geht an Bayer Gesellschaften in aller Welt, die ihrerseits den weiteren Vertrieb übernehmen.

Die Lage der Bayer Pharma AG ist stark durch die engen wirtschaftlichen Verbindungen zu ihrer Muttergesellschaft Bayer AG sowie zu den verbundenen Bayer Gesellschaften des Teilkonzerns HealthCare beeinflusst.

So ist die Gesellschaft an die zentrale Liquiditätssteuerung und Währungssicherungsstrategie der Bayer AG angeschlossen. Des Weiteren besteht mit der Bayer AG ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Das Geschäft des Teilkonzerns HealthCare wird über Gesellschafts- und Ländergrenzen hinweg geführt. Der Bayer Pharma AG kommt dabei als größter Gesellschaft eine zentrale Rolle zu, jedoch ergibt sich ein vollständiges Bild des Geschäfts nur aus der Sicht des global agierenden Teilkonzerns.

Die Bayer Pharma AG liefert auf ihrem Betriebsgelände Strom und Gas an Fremdunternehmen und ist damit nach § 3 Nr. 18 EnWG als Energieversorgungsunternehmen im Sinne des EnWG einzustufen. Darüber hinaus ist die Bayer Pharma AG als Energieversorgungsunternehmen mit dem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen, verbunden, weshalb die Bayer Pharma AG nach § 3 Nr. 38 EnWG ebenfalls als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen einzustufen ist.

Wirtschaftliches Umfeld

Der Pharmamarkt erreichte im Jahr 2012 ein Wachstum im unteren einstelligen Bereich. In den USA sowie in den großen europäischen Ländern lag das Wachstum unter dem globalen Durchschnitt. Ursächlich hierfür waren u. a. die restriktiveren gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen. Beispielsweise wurde in vielen Ländern die Kostenkontrolle forciert und der Zugang zu bestimmten Behandlungen eingeschränkt, vielfach wurden auch Zwangsrabatte erhoben. Über dem globalen Durchschnitt lag das Wachstum in den Schwellenländern. Dort werden die Gesundheitsdienste für immer größere Teile der Bevölkerung verfügbar, wodurch die Nachfrage nach verschreibungspflichtigen Arzneimitteln steigt.

Beschaffung und Produktion und Investitionen

In einem weltweiten Produktionsnetzwerk aus eigenen Standorten und Lohnherstellern steuert die Organisationseinheit „Product Supply“ des Teilkonzerns HealthCare die gesamte Versorgungskette: vom Einkauf der Rohstoffe über die Herstellung bis hin zur Auslieferung der Produkte. Dadurch wollen wir kontinuierliche Verbesserungen hinsichtlich unserer Kosten, der Flexibilität und der Lieferzuverlässigkeit erzielen und unseren Anspruch erfüllen, den weltweit hohen Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Umweltschutz gerecht zu werden. Für die Herstellung von Arzneimitteln gelten außerordentlich strenge Qualitätsanforderungen. Sie werden unter dem Begriff „Good Manufacturing Practices“ (GMP) zusammengefasst. Ihre Einhaltung wird in regelmäßigen Abständen von internen Fachleuten, aber auch von Aufsichtsbehörden und externen Gutachtern geprüft.

Im Segment Pharma werden die Ausgangsstoffe für die Herstellung der Wirkstoffe für verschreibungspflichtige Arzneimittel in der Regel von externen Lieferanten bezogen. Zur Vermeidung von Lieferengpässen und um größere Preisschwankungen abzumildern, kaufen wir diese Ausgangsstoffe sowie Zwischenprodukte, die wir nicht selbst herstellen, in der Regel auf Basis globaler Verträge und / oder von mehreren durch uns auditierte und genehmigte Lieferanten.

Die Herstellung unserer Wirkstoffe für verschreibungspflichtige Medikamente erfolgt unter anderem an den Produktionsstandorten Wuppertal und Bergkamen (Deutschland). Die Wirkstoffe werden weltweit zu fertigen Arzneimitteln verarbeitet und verpackt. Dabei decken wir ein breites Spektrum verschiedener Arzneiformen ab: feste Darreichungsformen wie Tabletten, Dragees oder Pulver, halbfeste Salben und Cremes sowie flüssige Arzneimittel, z. B. zur Anwendung in Injektionen oder Infusionen. Diese Formulierungs- und Verpackungsaktivitäten erfolgen u. a. in Berlin und Leverkusen.

Investitionen haben wir im Berichtsjahr im Wesentlichen im Finanzanlagevermögen vorgenommen. Daneben waren im Sachanlagevermögen Erhaltungsinvestitionen zu verzeichnen und kleinere Investition für strategische Forschungskooperationen.

Produkte, Vertrieb und Märkte

Wir bieten im Wesentlichen verschreibungspflichtige Arzneimittel an. Im Bereich Pharma führen wir Arzneimittel für die Kardiologie wie den Gerinnungshemmer Xarelto™ (Rivaroxaban) und Aspirin™ Cardio zur Herzinfarktprävention. Das Produktportfolio umfasst ferner den Bereich Frauengesundheit mit Produkten zur Empfängnisverhütung, z. B. Yaz™/Yasmin™/Yasminelle™, sowie zur Hormonersatztherapie, wie Angeliq™. Darüber hinaus bieten wir Spezialpharmazeutika an, die vorwiegend von Fachärzten verordnet werden, u. a. Betaferon™/Betaseron™ zur Behandlung der Multiplen Sklerose. In der Division Medical Care verfügen wir u.a. über Produkte zur diagnostischen Bildgebung z. B. Ultravist™, Gadovist™/Gadavist™ und Magnevist™. Unser Consumer Care Geschäft beinhaltet zu einem hohen Anteil verschreibungsfreie Medikamente.

Unsere Produkte vertreiben wir primär an weltweite Bayer Gesellschaften, die den lokalen Vertrieb unserer Produkte, i.d.R. an Großhändler, Apotheken und Krankenhäuser übernehmen. Co-Promotion- und Co-Marketing-Vereinbarungen dienen der Optimierung unseres Vertriebs. So sichert das Abkommen über die gemeinsame Weiterentwicklung und Vermarktung des Blutgerinnungshemmers Xarelto™ mit den Johnson & Johnson-Tochtergesellschaften Janssen Research & Development, LLC und Janssen Pharmaceuticals die zielgerichtete Entwicklung und bietet den Partnern die Chance, durch regionale Vermarktungsrechte am erwarteten Erfolg teilzuhaben.

Forschung, Entwicklung, Innovation

Bei der Bayer Pharma AG werden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten fast vollständig im Segment Pharma, aber auch für den Bereich diagnostischer Bildgebung durchgeführt. Dies geschieht überwiegend an den beiden Standorten Berlin und Wuppertal, aber auch durch Auftragsvergabe an andere Bayer-Konzerngesellschaften (hauptsächlich Entwicklung). Darüber hinaus führt die Bayer Pharma AG selbst auch Forschungs- und Entwicklungsaufträge für andere Bayer-Konzerngesellschaften aus. Portfolioentscheidungen werden durch die entsprechenden Gremien des Teilkonzerns getroffen.

Unsere Gesamt-Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betragen 1.546 Mio. € (Vorjahr: 1.331 Mio. €), dies entspricht einer Forschungskostenquote von 25 %. Forschungskosten von 359 Mio. € stehen Erstattungen von anderen Gesellschaften gegenüber. Dabei handelt es sich zum größten Teil um Entwicklungsleistungen im Bereich Onkologie (weitgehend Sorafenib und Regorafenib), Augenheilkunde (Aflibercept) und Hämatologie (Kogenate™) für die Bayer LLC, USA und Bayer Consumer Care AG, Schweiz (Alpharadin), aber auch im Bereich Empfängnisverhütung für die Bayer Oy, Finnland. Der Gesamtanstieg der Kosten erklärt sich vollständig aus der Zentralisierung aller globalen R&D Erstattungen bei der BPH AG (+ 227 Mio. € zum Vorjahr). Die folgenden Anmerkungen beziehen sich ausschließlich auf die nicht weiterbelasteten Aktivitäten, deren Aufwendungen ergebniswirksam bei der Bayer Pharma AG verbleiben und zu Geistigem Eigentum der Bayer Pharma AG führen.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung unterstreichen unseren Fokus auf Wachstum durch Innovationen. Bei der Wirkstofffindung im Segment Pharma konzentrieren wir uns auf den Bereich Kardiologie und Onkologie sowie auf gynäkologische Therapien und Hämatologie. Hinzu kommen die Therapiegebiete Entzündung und Augenheilkunde. Zudem stärken wir unsere etablierten Produkte durch Lebenszyklus-Management-Aktivitäten z.B. mit dem Fokus auf innovative Darreichungsformen im Bereich der Schwangerschaftsverhütung.

Bei den Forschungsaktivitäten konzentrieren wir uns im Wesentlichen darauf, neue Wirkstoffe zu finden, zu optimieren und zu entwickeln. Außerdem werden Untersuchungen zum Arzneimittelstoffwechsel, zur Pharmakokinetik, Toxikologie, und klinischen Pharmakologie unternommen. Zur Entwicklung neuer Wirkstoffe für Erkrankungen mit hohem medizinischen Bedarf haben wir im Verlauf des Jahres 2012 mit mehreren Arzneimittelkandidaten aus unserer Forschungs- und Entwicklungspipeline klinische Studien durchgeführt. Wir haben für einige dieser Arzneimittelkandidaten nach Abschluss der erforderlichen Studien Anträge auf Zulassung bzw. auf Erweiterung der bestehenden Zulassung bei einer oder mehreren Behörden gestellt.

Besonders hervorzuheben als Medikament mit Blockbusterpotential ist dabei unser Gerinnungshemmer Xarelto™ (Rivaroxaban), dessen Vermarktung in weiteren Ländern fortgesetzt wird und für den wir die Zulassung für zusätzliche Indikationen erhalten bzw. bei den entsprechenden Genehmigungsbehörden beantragt haben. Die wichtigsten noch im Zulassungsprozess befindlichen Arzneimittelkandidaten sind:

Einreichungen
Indikation
FC-Patch Low EU, Pflaster zur Empfängnisverhütung
Rivaroxaban EU, USA, Sekundärprophylaxe des akuten Koronarsyndroms
YAZ™ Flex Plus USA, Orale Empfängnisverhütung mit flexiblen Einnahme-Regimen und Folsäuresupplementierung

In der nachfolgenden Tabelle sind unsere wichtigsten Arzneimittelkandidaten der klinischen Prüfungsphasen III und II dargestellt:

Forschungs- und Entwicklungsprojekte (Phase III und II)* Indikation ] Status
Ciprofloxacin Inhale Lungeninfektion Phase III
Riociguat Pulmonale Hypertonie (CTEPH) Phase III
Riociguat Pulmonale Hypertonie (PAH) Phase III
Sodium Deoxycholate** Auflösung von submentalem Fett Phase III
Tedizolid Komplizierte Haut- und Lungeninfektionen Phase III
Prasterone*** Vulvovaginale Atrophie Phase III
BAY94-8862 (MR-Antagonist) Chronische Herzinsuffizienz Phase II
Refametinib (MEK-Inhibitor) Krebs Phase II
Riociguat Pulmonale Hypertonie Phase II

*Stand: 04.12.2012

**Sodium Deoxycholate = ATX-101

***Prasterone = Vaginorm

Das Wesen der Arzneimittelforschung und -entwicklung bedingt, dass nicht alle Wirkstoffe das jeweils festgelegte Projektziel erreichen werden.

Es besteht die Möglichkeit, dass einige oder alle der hier aufgeführten Projekte aufgrund wissenschaftlicher und / oder wirtschaftlicher Erwägungen abgebrochen werden und somit nicht zu einem marktfähigen Produkt führen. Zudem ist es möglich, dass die für diese Wirkstoffe erforderliche Zulassung als Arzneimittel durch die Food and Drug Administration (FDA), die European Medicines Agency (EMA) oder eine andere Zulassungsbehörde nicht erteilt wird.

Open Innovation

Durch die strategische Zusammenarbeit mit Partnern schaffen wir den Zugang zu komplementären Technologien und zu externem Innovationspotenzial. Dabei arbeitet unser Segment Pharma innerhalb der einzelnen Entwicklungsstadien eines Medikaments mit verschiedenen Partnern zusammen. In der nachfolgenden Tabelle sind einige Beispiele aufgeführt:

Kooperationspartner Pharma
Partner Ziel der Kooperation
Amgen Research GmbH Zugang zu BiTE-Antikörpern mit zur Entwicklung neuartiger Tumortherapien
Ardea Biosciences Inc. Co-Entwicklung von onkologischen Produkten auf der Basis von MEK (mitogen-activated erk kinase) Inhibitoren
BioInvent International AB Zugang zu Antikörper-Datenbank mit Option zur Einlizensierung von Antikörpern
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) Strategische Partnerschaft über die gesamte F&E Wertschöpfungskette
Dyax Corp. Zugang zu Antikörper-Datenbank mit Option zur Entwicklung neuartiger Tumortherapien
EndoCeutics Inc. Entwicklung von Prasterone zur Therapie der vaginalen Atrophie und weiblichen sexuellen Dysfunktion
Evotec AG Forschungskooperation zur Identifizierung und Validierung von Entwicklungskandidaten in der Endometriose
ImmunoGen Inc. Einlizenzierung einer Technologie zur Entwicklung von antikörpergekoppelten Toxinen
Janssen Pharmaceuticals Inc. of Johnson & Johnson Entwicklung von Xarelto™ (Rivaroxaban)
Ludwig Boltzmann Institut Erforschung von Erkrankungen der Lungengefäße, insb. Lungenhochdruck Suche nach Ansätzen zur Behandlung der Herzmuskelschwäche
Novartis AG Entwicklung einer zielgerichteten inhalativen Antibiotikatherapie zur Behandlung von Infektionen der Lunge (Ciprofloxacin Inhale)
OncoMed Pharmaceuticals Inc. Erforschung und Entwicklung neuartiger Therapeutika gegen Krebsstammzellen
Prometheus Laboratories Inc. Entwicklung diagnostischer in-vitro Assays für personalisierte Arzneimittel
Trius Therapeutics Inc. Co-Entwicklung von Tedizolid zur Behandlung verschiedener Infektionen

Angaben zu wichtigen Ereignissen im Geschäftsjahr

Die Bayer Pharma AG ist mit Wirkung zum 1. April 2012 atypischer stiller Gesellschafter der Bayer Intellectual Property GmbH geworden und hat im Zuge dessen immaterielle Vermögenswerte mit einem Restbuchwert von insgesamt 31 Mio. € eingebracht, die als stille Beteiligung in Höhe von 31 Mio € aktiviert wurden. Für die Nutzung dieser Vermögenswerte durch die Bayer Pharma AG ist diese verpflichtet, entsprechende Lizenzentgelte an die Bayer Intellectual Property GmbH zu leisten. Die Bayer Pharma AG erzielt steuerlich Einkünfte aus Gewerbebetrieb gem. § 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG, die aus handelsrechtlicher Sicht nach Feststellung des Jahresabschlusses der atypischen stillen Gesellschaft phasengleich zu vereinnahmen und als eigenständige Forderungen auszuweisen sind.

Ertragslage

Die Bayer Pharma AG erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 6.078 Mio. €, davon sind 87 % Umsätze mit Bayer Gesellschaften. Das entsprach einer Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 8 %.

Auch im Hinblick auf den Vergleich zum Jahresbudget war die Umsatzentwicklung positiv. So übertrafen die Umsätze aus Produktverkäufen, die den Hauptanteil der Umsätze ausmachen, den Jahresplan um 2,3%. Haupttreiber dieser positiven Entwicklung waren die Regionen Lateinamerika, China und USA. Während in Lateinamerika die Umsatzzuwächse und auch die positiven Planabweichungen aus Mehrverkäufen des Gerinnungshemmers Xarelto™ und einer gestiegenen Nachfrage nach Produkten aus dem Women´s Healthcare Portfolio resultierten, ergab sich diese Entwicklung in China durch das Portfolio der Primary Care Produkte. In den USA beeinflusste die unerwartet positive Umsatzentwicklung für Betaferon™ die Gesamtergebnisse.

Im Umsatz des Berichtsjahres sind erstmals 227 Mio. € für an Konzerngesellschaften weiterbelastete Forschungs- und Entwicklungsleistungen enthalten, die nicht budgetiert waren.

Die Kosten der umgesetzten Leistungen sind leicht gesunken, was insbesondere auf ein geändertes Geschäftsmodell bei einem Produkt zurück zu führen ist.

Die Aufwendungen für Vertrieb, Verwaltung und Forschung lagen mit insgesamt 3.708 Mio.€ um 58% über denen des Vorjahrs. Der Anstieg der Vertriebskosten ist vor allem durch Lizenzzahlungen an die Bayer Intellectual Property GmbH in Höhe von rd. 1,2 Mrd. € verursacht. Die Überprüfung, Genehmigung sowie Ausbelastung der globalen Forschungs- und Entwicklungskosten erfolgt ab dem 1. Januar 2012 nur noch durch die BPH AG, die monatlich mit den Eigentümern des Intellectual Property abrechnet. Die von der BPH AG weitergereichten Forschungs- und Entwicklungskosten werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Durch die Umstellung des Ausbelastungsprozesses über die Bayer Pharma AG haben sich die Forschungs- und Entwicklungskosten der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr um 227 Mio. € erhöht.

Der um 259 Mio.€ auf -117 Mio.€ gestiegene Saldo der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge resultierte hauptsächlich aus einmaligen Aufwendungen im Vorjahr in Höhe von 268 Mio. € für die Übertragung von Altersversorgungsverbindlichkeiten auf die Bayer Altersversorgung GmbH. Insgesamt sank das Betriebsergebnis um 76% auf 205 Mio.€.

Das Finanzergebnis erhöhte sich um 1.005 Mio.€ auf 1.197 Mio.€. Maßgeblich wirkt sich das Ergebnis aus der stillen Beteiligung an der Bayer Intellectual Property GmbH mit 1.107 Mio € im Berichtsjahr aus, welches phasengleich vereinnahmt wurde. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Vorjahre.

Insgesamt lag der an die Bayer AG abzuführende Gewinn mit 1.397 Mio. € um 227 Mio. € über dem Vorjahr.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Bayer Pharma AG stieg im Vergleich zum Vorjahr um 13 % auf 9.886 Mio. €.

Der Anstieg bei den Finanzanlagen resultierte aus der Erhöhung der Beteiligung an der Bayer Gesellschaft für Beteiligungen mbH, Leverkusen, um 2.318 Mio. € im Rahmen einer Stammkapitalerhöhung bei der Bayer Gesellschaft für Beteiligungen mbH, Leverkusen. Zur Leistung der Stammeinlage hat die Bayer Pharma AG eine Forderung in entsprechender Höhe aus der Cash-Pool Anlage bei der Bayer AG abgetreten, weshalb die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sinken. Das Anlagevermögen ist damit gegenüber dem Vorjahr um € 2.687 Mio. € auf € 5.514 Mio. € gestiegen.Ein an die Bayer AG vergebenes Darlehen erhöhte die Finanzanlagen um weitere 340 Mio. €.

Das Umlaufvermögen sank insbesondere durch die Finanzierung der Erhöhung der Beteiligung an der Bayer Gesellschaft für Beteiligungen mbH, Leverkusen, insgesamt um 1.574 Mio. € auf 4.345 Mio. €. Erhöhend wirkte hier der laufende Zugang der Cash-Pool Anlage aus der regulären Geschäftstätigkeit. Insgesamt haben sich damit die Cash-Pool Anlagen gegenüber dem Vorjahr um € 2.731 Mio. € auf € 1.245 Mio. € verringert.

Das Eigenkapital blieb unverändert bei € 5.723 Mio. €, so dass sich eine Eigenkapitalquote von rd. 58 % (Vorjahr 65 %) ergibt.

Der Sonderposten mit Rücklagenanteil wurde planmäßig mit 8 Mio. € aufgelöst und beläuft sich zum Stichtag auf 96 Mio. €.

Die Rückstellungen für Pensionen bewegen sich mit € 476 Mio. € mit 13 Mio. € leicht unter Vorjahr.

Die Steuerrückstellungen verminderten sich durch die Abschlusszahlungen für die abgeschlossene steuerliche Betriebsprüfung der Jahre 2004-2006 von 43 Mio. € auf 2 Mio. €.

Die sonstigen Rückstellungen stiegen insbesondere durch Bildung einer Drohverlustrückstellung für Lizenzvereinbarungen um 88 Mio. € auf 469 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten steigen um 1.100 Mio. € auf 2.973 Mio. €. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind 557 Mio. € an die Bayer Intellectual Property GmbH aus Lizenzentgelten enthalten, die den Anstieg gegenüber dem Vorjahr erklären. Ein Darlehen von einer Konzerngesellschaft über 340 Mio. € sowie die gestiegene Gewinnabführung an die Bayer AG erhöhen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Der Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit 8 Mio. € planmäßig auf 148 Mio. € vermindert.

Das Geschäftsjahr der Bayer Pharma hat sich im Allgemeinen entsprechend unseren Erwartungen entwickelt, teilweise wurden unsere Erwartungen sogar übertroffen.

Mitarbeiter

Am 31.12.2012 beschäftigte die Bayer Pharma AG 9.034 Mitarbeiter (Vorjahr: 9.299). Die Mitarbeiterzahl hat sich gegenüber dem Vorjahr verringert. Dies resultiert aus Personalabbau aber auch aus konzerninternen Verlagerungen von Funktionen in die Bayer Intellectual Property GmbH und in die Bayer Business Services GmbH.

Der Personalaufwand ist von 1.208 Mio. € in 2011 auf 952 Mio. € gesunken. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in 2011 in den Aufwendungen für Altersversorgung 268 Mio. € für die Übertragung von Altersversorgungsverpflichtungen auf die Bayer Altersversorgung GmbH enthalten waren. Unter Berücksichtigung der Personalreduktion sind die Entgelte im Wesentlichen aufgrund der regelmäßigen Gehaltsanpassungen gestiegen.

Nachhaltige Personalpolitik

Die Personalpolitik des Bayer-Konzerns basiert auf den Unternehmenswerten, die unter dem Kürzel „LIFE“ weltweit gelten. LIFE steht für Leadership (Führung), Integrität, Flexibilität und Effizienz. Aus diesen Werten ergibt sich für uns die Verpflichtung zu einer nachhaltigen Personalpolitik mit einer starken Leistungs- und Entwicklungsorientierung einerseits und einer ausgeprägten sozialen Verantwortung andererseits. Als Ausdruck der großen Bedeutung unserer Unternehmenswerte für das berufliche Handeln unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wir die LIFE-Werte im Berichtsjahr fest in unser globales Performance Management-System integriert. Sämtliche Mitarbeiter des leitenden Bereichs werden künftig auch danach beurteilt, inwieweit sie bei der Erfüllung ihrer beruflichen Ziele die vier Unternehmenswerte angewendet haben.

Vergütung und Mitarbeiterbeteiligung

Ein wichtiger Bestandteil unserer Personalpolitik ist die leistungsgerechte Vergütung unserer Beschäftigten und ihre Beteiligung am Unternehmenserfolg. Auf der Grundlage regelmäßiger Wettbewerbsanalysen und einer weltweit einheitlichen Systematik bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein leistungs- und verantwortungsbezogenes Grundgehalt, das durch erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile sowie umfangreiche Nebenleistungen ergänzt wird.

Verschiedene Aktienbeteiligungsprogramme ermöglichen unseren Mitarbeitern zudem den vergünstigten Erwerb von Unternehmensanteilen. Für das obere und mittlere Management bestehen mit den „Aspire“-Programmen ebenfalls aktienbasierte Vergütungsprogramme, die sich durch anspruchsvolle Renditeziele und – im Falle unserer Konzernführungskräfte – ein angemessenes Eigeninvestment auszeichnen.

Soziale Absicherung und Verantwortung

Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung spiegeln auch unseren Umgang mit erforderlichen Veränderungen und Restrukturierungsmaßnahmen wider. So haben wir den im November 2010 eingeleiteten Stellenabbau möglichst sozialverträglich gestaltet und bis zum Ende des Berichtsjahres größtenteils abgeschlossen. Für die Beschäftigten sind betriebsbedingte Kündigungen durch eine im Berichtsjahr erneut verlängerte Vereinbarung mit den Arbeitnehmervertretern nunmehr bis Ende 2015 ausgeschlossen. Vervollständigt wird dieser Aspekt unserer Personalpolitik durch ein hohes Maß an sozialer Absicherung. So haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Zugang zu einer Form der betrieblichen Altersversorgung. Kollektive Regelungen wie Tarifverträge oder betriebliche Vereinbarungen bestimmen die Arbeitsbedingungen unserer Mitarbeiter.

Risikobericht

Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Aus diesem Grund ist ein wirksames Management von Chancen und Risiken ein bedeutender Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswerts. In der Bayer Pharma AG ist die Steuerung von Chancen und Risiken integraler Bestandteil des konzernweiten Systems der Unternehmensführung und nicht Aufgabe einer bestimmten organisatorischen Einheit. Zentrale Bestandteile des Chancen-und Risikomanagementsystems sind der Planungs- und Controllingprozess, das konzerninterne Regelwerk und das Berichtswesen. In regelmäßigen Konferenzen zur Geschäftsentwicklung wird die Chancen- und Risikosituation, die in den Strategien der wesentlichen Indikationsgebiete und der Regionen qualitativ und quantitativ bewertet wird, aktualisiert und daraus resultierende Ziele und Steuerungsmaßnahmen abgeleitet. Grundlage des Chancenmanagements ist die detaillierte Beobachtung und Analyse der individuellen Märkte sowie die frühzeitige Erkennung und Bewertung von Trends, aus denen sich die Identifikation der Chancen ableitet. Dabei werden sowohl gesamtwirtschaftliche, branchenspezifische als auch regionale oder lokale Entwicklungen einbezogen.

Im Rahmen der Risikoerhebung sowie im Hinblick auf das KonTra-Gesetz („Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich“) werden Risiken hinsichtlich ihrer quantitativen und qualitativen Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeit erfasst und dokumentiert, um notwendige Gegenmaßnahmen treffen zu können. Die Ergebnisse werden dem Vorstand der Bayer Pharma AG regelmäßig unterbreitet.

Die Risikolandschaft der Bayer Pharma AG hat sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr verändert. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken, auch in Verbindung mit anderen Risiken, ab.

Produktentwicklungsrisiken

Da die Wettbewerbsposition sowie die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Bayer Pharma AG in signifikanter Weise von der Entwicklung kommerziell erfolgreicher Produkte und Produktionstechnologien abhängen, investiert die Gesellschaft beträchtliche finanzielle Mittel in die Forschung und Entwicklung. Aufgrund langwieriger Entwicklungsprozesse, technologischer Herausforderungen, regulatorischer Vorgaben und starken Wettbewerbs ist jedoch nicht sichergestellt, dass alle Produkte, die sich zukünftig oder derzeit in der Entwicklungspipeline befinden, ihre geplante Marktreife erreichen und sich auf dem Markt kommerziell erfolgreich behaupten werden.

Darüber hinaus können mögliche Nebenwirkungen der Produkte, die trotz vorheriger intensiver Prüfungen erst nach der Zulassung bzw. Registrierung entdeckt werden, zu einer teilweisen oder kompletten Rücknahme vom Markt führen. Ein solcher Vertriebsstopp kann freiwillig erfolgen oder auch durch rechtliche und behördliche Schritte begründet sein. Auch Gerichtsverfahren und damit verbundene Schadenersatzforderungen wegen möglicher Nebenwirkungen der Produkte können das Ergebnis erheblich belasten.

Um eine effektive und effiziente Verwendung der in die Forschung und Entwicklung investierten Mittel zu gewährleisten, hat die Bayer Pharma AG auch im Zusammenwirken mit der Bayer Healthcare AG eine entsprechende Aufbau- und Ablauforganisation mit Fachabteilungen, Arbeitskreisen und

Reportingstrukturen zur Überwachung von Entwicklungsprojekten implementiert.

Regulatorische Risiken

Die Bayer Pharma AG ist strengen behördlichen Vorgaben hinsichtlich der durchzuführenden Studien sowie der Herstellung und Vermarktung einer Vielzahl seiner Produkte unterworfen. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend besonders in den USA und der EU fortsetzt. Steigende Prüfanforderungen, z. B. an klinische Studien, können die Produktentwicklungskosten erhöhen und die Zeit bis zur Zulassung verlängern.

Potenziellen Risiken aus gesetzlichen und sonstigen Vorgaben wird dadurch Rechnung getragen, dass sich Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung durch interne und externe Fachleute stützen.

Patentrisiken

Ein Großteil der Produkte der Bayer Pharma AG unterliegt dem Patentschutz. Läuft ein Patent aus oder kann ein Patent nicht erfolgreich verteidigt werden, ist in der Regel mit verstärktem Wettbewerb und dem damit verbundenen Preisdruck durch den Markteintritt von Generika-Anbietern zu rechnen.

Bayer Pharma AG führt eine Reihe von Patentverletzungsklage welche dem wettbewerblichem Umfeld entsprechen. Dies könnte die Entwicklung oder Herstellung bestimmter Produkte behindern oder gar stoppen und uns zu Schadenersatz- oder Lizenzzahlungen an Dritte verpflichten.

Produktions-, Beschaffungsmarkt- und Umweltschutzrisiken

Die Produktionskapazitäten an einigen der Standorte könnten z. B. durch technisches Versagen, regulatorische Rahmenbedingungen oder Lieferunterbrechungen bei Hauptrohstoffen oder Zwischenprodukten, z. B. durch die Abhängigkeit von einem Lieferanten, beeinträchtigt werden. Gelingt es in diesen Fällen nicht, mit der Produktion auf andere Standorte auszuweichen oder die Nachfrage aus Vorräten zu bedienen, kann es zu einem Umsatzrückgang kommen.

Die Versorgung mit strategisch wichtigen Rohstoffen wird – soweit möglich – über langfristige Verträge und/oder mit verschiedenen Lieferanten gesichert. Zusätzlich unterliegen sämtliche Schritte der Produktionskette sowie die verwendeten Materialien einer ständigen Kontrolle.

Produkt- und Umweltschutzrisiken wird mit entsprechenden Qualitätssicherungsmaßnahmen begegnet. So wird Prozesssicherheit durch ein integriertes Qualitäts-, Gesundheits-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement gewährleistet.

IT-Risiken

Die Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die interne bzw. externe Kommunikation des Bayer-Konzerns und somit auch der Bayer Pharma AG basieren zunehmend auf Informationstechnologien. Eine wesentliche Störung oder gar ein Ausfall der globalen und regionalen Geschäftssysteme kann zu einem Datenverlust und einer Beeinträchtigung der Geschäfts- und Produktionsprozesse führen.

Mit der Etablierung einer umfassenden Organisation für das IT-Risikomanagement, der Verabschiedung eines Regelwerks mit der Festlegung entsprechender Rollen und Verantwortlichkeiten sowie der Implementierung eines periodischen Berichts-systems werden die Grundlagen für ein kontinuierliches und nachhaltiges Risikomanagementsystem für diesen Bereich gelegt. Dazu wurde auf Konzernebene ein übergreifendes Gremium eingerichtet, das die grundsätzliche Strategie, Architektur und Sicherheitsmaßnahmen für den Konzern beschließt. Diese werden durch die Bayer Pharma AG in Abstimmung mit dieser zentralen Organisation entsprechend umgesetzt. In Zusammenarbeit mit unserem internen IT-Dienstleister (Bayer Business Services GmbH) wurden technische Vorkehrungen, wie beispielsweise Datenwiederherstellungs- und Kontinuitätspläne, entwickelt.

Finanzwirtschaftliche Risiken und Finanzinstrumente

Als international tätiges Unternehmen unterliegt die Bayer Pharma AG im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Unternehmenspolitik ist es, die aus dem operativen Geschäft sowie den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen entstehenden Währungsrisiken in einem zentralen Risikomanagementprozess zu ermitteln, zu analysieren und durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente zu eliminieren bzw. zu begrenzen.

Aus sich ändernden Wechselkursen ergeben sich Risiken für die beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wie auch für zukünftige Zahlungsmittelzu- und -abflüsse. Zur Reduzierung dieser Risiken werden Derivative Finanzinstrumente eingesetzt, die teilweise als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge Accounting designiert werden.

Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von gebuchten und geplanten Transaktionen abgeschlossen. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und ist auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Bayer Pharma AG sowie der damit verbundenen Finanzierungvorgänge beschränkt. In ihrer Holdingfunktion schließt die Bayer AG alle Devisenkontrakte mit Banken ab und reicht diese intern an die Bayer Pharma AG durch.

Die Bewertung der gebuchten Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt auf Basis währungsbezogener Bewertungseinheiten unter Beachtung der jeweiligen Fremdwährungspositionen sowie der für die entsprechende Währung eingegangenen Währungsderivate. Sich ausgleichende Wertänderungen der gesicherten Positionen bleiben im Abschluss unberücksichtigt. Ergibt sich aus einer Position insgesamt ein Verlust wird eine Rückstellung gebildet. Unrealisierte Gewinne, die sich aus der Umrechnung von kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten ergeben, werden ergebniswirksam erfasst, anderenfalls bleiben sie unberücksichtigt. Die Rückstellungen aus Bewertungseinheiten betrugen in Summe 16 Mio. €.

Zur Absicherung von geplanten Transaktionen in fremder Währung werden Bewertungseinheiten in Form von Micro Hedges gebildet. Soweit sich während der Laufzeit der Sicherungsbeziehungen die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft nicht ändern und von einem vollständigen Ausgleich der Wertänderungen auszugehen ist, bleiben die gegenläufigen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument bilanziell und ergebnismäßig unberücksichtigt. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv festgestellt. Mit Ausnahme der intern gezahlten bzw. erhaltenen Optionsprämien von jeweils 8 Mio. € wurden die Devisenkontrakte bilanziell nicht erfasst.

Rechtliche Risiken

Als international tätiges Unternehmen ist die Bayer Pharma AG einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Patentrecht, Steuerrecht sowie Umweltschutz gehören. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren sind nicht vorhersagbar, sodass aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen Aufwendungen entstehen können, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen oder durch Leistungen der in den Verfahren Mitbeklagten abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf unser Geschäft und seine Ergebnisse haben können.

Bei den produktbezogenen Auseinandersetzungen, unter anderem YAZ™/Yasmin™, Magnevist™ oder Trasylol™, ist die Bayer Pharma AG, zusammen mit anderen Konzerngesellschaften direkt beklagt.

In einer Anzahl von laufenden Verfahren ist die Bayer Pharma AG als Gesellschaft nicht angeklagt. Allerdings können sich über Beteiligungen, sowie aus Liefer- wie auch anderen Wertschöpfungsketten, Rückwirkungen auf die Gesellschaft ergeben.

Bayer führt eine Reihe von Patentverletzungsklagen welche dem wettbewerblichen Umfeld entsprechen. In den patentrechtlichen Auseinandersetzungen ist Bayer überzeugt, gute Argumente zu haben, und beabsichtigt, sich entschieden zur Wehr zu setzen.

Strategie

Der Gesundheitsbereich befindet sich weltweit im Wandel. Vier globale Herausforderungen stehen dabei für uns im Vordergrund: Die fortschreitende Alterung der Bevölkerung, eine steigende Nachfrage nach Gesundheitsprodukten in den Wachstumsmärkten, ein größer werdender Einfluss der Patienten und Verbraucher bei gesundheitsbezogenen Entscheidungen sowie die zunehmende Forderung an die Gesundheitsbranche, einen steigenden Mehrwert im Rahmen der Gesundheitssysteme nachzuweisen. Darüber hinaus müssen Gesundheitssysteme weltweit neue Antworten auf den zunehmenden Kostendruck finden und dabei gleichzeitig Qualität und Reichweite der Gesundheitsversorgung sichern und weiterentwickeln.

In diesem Umfeld zielt unsere Strategie darauf, ein überdurchschnittliches, profitables und nachhaltiges Wachstum zu erreichen. Dabei konzentrieren wir uns auf Innovationen. Unsere Forschungspipeline verfügt über Projekte mit dem Potenzial, insbesondere chronische Krankheiten, die vor allem in der weltweit alternden Bevölkerung zunehmen, durch innovative Produkte besser zu behandeln. In ausgewählten Bereichen beabsichtigen wir, unser produktzentriertes Geschäft mit ganzheitlichen, stärker wertbasierten Ansätzen und Services zu ergänzen. Hier profitieren wir von unserer Kompetenz auf dem Gebiet der verschreibungspflichtigen Arzneimittel.

Die Bayer Pharma AG, hat sich zum Ziel gesetzt, im Bereich der Herzgesundheit eine führende Position einzunehmen und die schon heute führende Position im Bereich Frauengesundheit zu verteidigen. Im Bereich der Spezialtherapeutika werden Nischenstrategien verfolgt, um die jeweilige Marktposition auszubauen oder zu behaupten. Der Fokus auf bestimmte Geschäftsbereiche wird ergänzt durch Wachstumsstrategien in den Schlüsselmärkten Brasilien, China und Russland.

Innovative Produkte sind für die Nachhaltigkeit des Pharmageschäfts von zentraler Bedeutung. Aus diesem Grund sollen die Investitionen in Forschung und Entwicklung in Zukunft ausgebaut werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt fokussieren sich Forschung und Entwicklung auf die Therapiegebiete Onkologie und Herzgesundheit, zusätzlich ergänzt um investigative Aktivitäten in den Bereichen gynäkologische Therapien, Hämatologie, Ophthalmologie und entzündliche Erkrankungen.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2013 erwarten wir, im Gegensatz zur Entwicklung in 2012, einen leichten Umsatzrückgang. Während der Außenumsatz trotz wirtschaftlich- und auch politisch schwieriger Lage insbesondere in den Ländern des mittleren Ostens nahezu stabil bleiben wird, ergibt sich für unser Geschäft mit verbundenen Unternehmen aufgrund der Umstellung des Geschäftsmodells für ein onkologisches Präparat voraussichtlich ein strukturell bedingter Rückgang. Hinzu kommt ein Nachfragerückgang für drosperinonhaltige Verhütungsmittel, der den Umsatz mit verbundenen Unternehmen abschwächen wird. Dieser kann nur in Teilen durch Mehrverkäufe anderer Produkte wie dem Gerinnungshemmer Xarelto™ ausgeglichen werden, so dass sich dies auch beim Jahresergebnis entsprechend auswirken kann. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung wird maßgeblich u.a. von der erfolgreichen Markteinführung neuer Produkte bestimmt. Wir erwarten auch für 2013 ein hohes, positives Ergebnis vor Gewinnabführung.

Für das Jahr 2014 erwarten wir unter gleichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine stabile, mit 2013 vergleichbare Umsatz- und Ergebnissituation.

Wesentliche Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres

Wesentliche Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

Berlin, den 31. Januar 2013

Bayer Pharma Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Fibig

Klusik

Vehreschild

Bilanz

AKTIVA

Anhang 31.12.2011

T€
31.12.2012

T€
Anlagevermögen [1]
Immaterielle Vermögensgegenstände 220.100 222.895
Sachanlagen 597.304 606.865
Finanzanlagen [2] 2.009.717 4.684.060
2.827.121 5.513.820
Umlaufvermögen
Vorräte
Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe 186.698 169.069
Unfertige und fertige Erzeugnisse, Handelswaren 679.268 587.195
865.966 756.264
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 876.272 1.049.760
davon gegen verbundene Unternehmen 573.590 773.274
Forderungen gegen verbundene Unternehmen [3] 4.115.255 2.489.821
Sonstige Vermögensgegenstände [4] 59.958 47.211
5.051.485 3.586.792
Kassenbestände, Bankguthaben 1.493 2.115
5.918.944 4.345.171
Rechnungsabgrenzungsposten 15.701 19.495
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung [5] 5.519 7.621
8.767.285 9.886.107
Passiva
31.12.2011 31.12.2012
Anhang T€ T€
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital [6] 194.001 194.001
Eigene Anteile -3.115 -3.115
Kapitalrücklage 1.245.919 1.245.919
Gewinnrücklage 4.285.925 4.285.925
5.722.730 5.722.730
Sonderposten mit Rücklageanteil [7] 103.571 95.831
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen [8] 489.055 476.000
Steuerrückstellungen [9] 42.670 1.996
Sonstige Rückstellungen [10] 380.523 468.989
912.248 946.985
Verbindlichkeiten [11]
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 127.815 110.178
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 649 649
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 431.064 1.000.075
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 146.837 696.945
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.245.838 1.790.546
Sonstige Verbindlichkeiten 67.665 71.331
davon aus Steuern 23.375 20.010
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 24.242 21.289
1.873.031 2.972.779
Rechnungsabgrenzungsposten [12] 155.705 147.782
8.767.285 9.886.107

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang 2011

T€
2012

T€
Umsatzerlöse [13] 5.639.643 6.077.590
Herstellungskosten der zur Erzielung der
Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -2.060.848 -2.048.667
Bruttoergebnis vom Umsatz 3.578.795 4.028.923
Vertriebskosten -824.478 -1.978.968
Forschungskosten -1.330.812 -1.545.711
Allgemeine Verwaltungskosten -196.289 -183.032
Sonstige betriebliche Erträge [14] 79.580 63.875
Sonstige betriebliche Aufwendungen [15] -455.996 -180.579
Betriebsergebnis 850.800 204.508
Erträge aus Beteiligungen 91.955 72.213
davon aus verbundenen Unternehmen 91.955 72.213
Erträge aus stiller Beteiligung [16] 0 1.107.275
davon aus verbundenen Unternehmen 0 1.107.275
Erträge aus Gewinnabführungen 110.465 97.835
davon aus verbundenen Unternehmen 110.465 97.835
Aufwand aus Verlustübernahme -70.978 -6.583
davon an verbundene Untenehmen -70.978 -6.583
Gewinne aus dem Abgang von Beteiligungen 2.819 910
Verluste aus dem Abgang von Beteiligungen 0 -1.143
Abschreibungen auf Beteiligungen -6.004 -11.005
Zuschreibungen auf Beteiligungen 98.000 0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge [17] 41.642 15.532
davon aus verbundenen Unternehmen 40.825 14.295
davon Erträge aus Abzinsungen 342 1.144
Zinsen und ähnliche Aufwendungen [18] -14.404 -6.444
davon an verbundene Unternehmen -1.637 -3.373
davon Aufwendungen aus Aufzinsungen -672 -768
Übrige finanzielle Erträge [19] 195.001 241.923
davon aus Währungsumrechnung 19.555 934
Übrige finanzielle Aufwendungen [20] -256.477 -313.673
davon aus Währungsumrechnung -6.994 -16.109
davon Aufzinsung Pensionsrückstellungen -29.361 -44.423
Finanzergebnis 192.019 1.196.840
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.042.819 1.401.348
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag [21] 21.645 -4.185
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -1.170.120 -1.397.163
Jahresüberschuss -105.656 0
Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 105.656 0
Bilanzgewinn 0 0

Anhang

Grundlagen

Der Jahresabschluss der Bayer Pharma AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt.

Die Bayer Pharma AG liefert auf ihrem Betriebsgelände Strom und Gas an Fremdunternehmen und ist damit nach § 3 Nr. 18 EnWG als Energieversorgungsunternehmen im Sinne des EnWG einzustufen. Darüber hinaus ist die Bayer Pharma AG als Energieversorgungsunternehmen mit dem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen, verbunden, weshalb die Bayer Pharma AG nach § 3 Nr. 38 EnWG ebenfalls als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen einzustufen ist.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz sind einzelne Positionen zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst; sie werden im Anhang gesondert erläutert. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde durch die Posten Übrige finanzielle Erträge und Übrige finanzielle Aufwendungen ergänzt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Die Bayer Pharma AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Bayer AG, Leverkusen. Der Jahresabschluss der Bayer Pharma AG ist in den Konzernabschluss der Bayer AG, 51368 Leverkusen, einbezogen.

Der Konzernabschluss der Bayer AG wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und unter der Registernummer HRB 48248 elektronisch bekannt gemacht. Damit ist die Bayer Pharma AG von der Erstellung eines Konzernabschlusses befreit.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt

und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Sobald der Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, erfolgt eine Wertaufholung.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Dabei kommt seit 2009 grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Bis zum 31. Dezember 2008 wurde, soweit steuerlich möglich, mit den zulässigen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Dabei erfolgt der Wechsel zur linearen Abschreibung, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt.

Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen zugrunde gelegt worden:

Gebäude Bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten 410 Euro nicht übersteigen. Eine hiervon abweichende Regelung galt für Vermögensgegenstände, die in den Jahren 2008 und 2009 angeschafft oder hergestellt wurden. Diese wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten den Betrag von 150 Euro nicht überstiegen. Anlagegegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 150 Euro und 1.000 Euro wurden jahresweise in einem Sammelposten zusammengefasst, der über fünf Jahre linear abgeschrieben wird.

Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Sobald der Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, erfolgt eine Wertaufholung.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Sachanlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten oder, bei

voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten.

Unverzinsliche oder gering verzinsliche Ausleihungen sind mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen

mit dem Nennwert bilanziert.

Unentgeltlich zugeteilte Emissionszertifikate werden zum Erinnerungswert, bei erwartetem Mehrbedarf entgeltlich erworbene Emissionszertifikate werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Diesen stehen in gleicher Höhe Rückstellungen für die Verpflichtung zur Abgabe gegenüber.

Unter den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren grundsätzlich mit den Anschaffungskosten und die Erzeugnisse mit ihren jeweiligen Herstellungskosten angesetzt, wobei eine Verbrauchsfolge nach dem Lifo-Verfahren unterstellt wird. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der fertigungsbedingten Abschreibungen. Niedrigere beizulegende Werte werden durch Abschreibungen berücksichtigt. Die Anwendung des Lifo-Verfahrens führt zu 105 Mio. € niedrigeren Vorräten. Davon entfallen 10 Mio. € auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und 95 Mio. € auf unfertige und fertige Erzeugnisse und Handelswaren. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden in einem Posten ausgewiesen, da auch unfertige Erzeugnisse zur Weiterverarbeitung verkauft werden und insofern eine klare Trennung nicht möglich ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bewertet. Die Höhe der Einzelwertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko und späterer Fälligkeit. Die Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos mit 2 % gebildet. Fallen die Gründe für eine Einzelwertberichtigung in späteren Jahren weg, werden Zuschreibungen vorgenommen. Unverzinsliche / niedrigverzinsliche Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr sind mit dem abgezinsten Wert angesetzt.

Die Kassenbestände und Bankguthaben sind mit dem Nennwert bilanziert.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung sowie aus Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in Spezialfonds angelegt. Sie werden vom Bayer Pension Trust e. V. Leverkusen, treuhänderisch für die Bayer AG verwaltet und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert; dieser wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Wertpapiere die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ auf der Aktivseite der Bilanz.

Die eigenen Aktien wurden in den Jahren 2004 und 2006 zu den nach § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG zugelassenen Zwecken erworben. Der rechnerische Wert der eigenen Aktien ist in der Bilanz in der Vorspalte offen von dem Posten Gezeichnetes Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile wurde mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch

unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem

Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelte und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Bei den Entgelten gehen wir wie im Vorjahr von jährlichen Anpassungen von 3,00 % aus. Rentensteigerungen erwarten wir in Abhängigkeit vom Zusagedatum in unveränderter Höhe von 1,0 bzw. 1,75 % p.a. Der zum 31.12.2012 zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 5,05 % (Vorjahr: 5,14 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Sonderposten mit Rücklageanteil wurden unter Anwendung des Wahlrechts im Rahmen der BilMoG-Erstanwendung nach Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB beibehalten und entsprechend fortgeführt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Passiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen erhaltene Meilensteinzahlungen, die überwiegend ab Marktzulassung über die voraussichtliche Nutzungsdauer aufgelöst werden.

Die Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt gemäß § 256a HGB i.V.m. § 254 HGB auf Basis währungsbezogener Bewertungseinheiten unter Beachtung der jeweiligen Fremdwährungspositionen sowie der für die entsprechende Währung eingegangenen Währungsderivate, die zum Stichtagskassa- bzw. Marktterminkursen bewertet werden. Sich ausgleichende Wertänderungen der gesicherten Positionen bleiben im Abschluss gemäß der Einfrierungsmethode unberücksichtigt. Ergibt sich aus einer Position insgesamt ein Verlust, wird eine Rückstellung gebildet. Unrealisierte Gewinne, die sich aus der Umrechnung von kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten ergeben, werden ergebniswirksam erfasst, anderenfalls bleiben sie unberücksichtigt.

Zur Absicherung von erwarteten Transaktionen in fremder Währung werden Bewertungseinheiten in Form von Micro Hedges gebildet. Soweit sich während der Laufzeit der Sicherungsbeziehungen die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft nicht ändern und von einem vollständigen Ausgleich der Wertänderungen auszugehen ist, bleiben die gegenläufigen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument bilanziell und ergebnismäßig unberücksichtigt. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv festgestellt.

Die Gewinne und Verluste aus der Währungsabsicherung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie die Gewinne und Verluste aus der Stichtagsbewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den sonstigen finanziellen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen. Die realisierten Gewinne und Verluste aus der Sicherung von Fremdwährungsumsätzen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt.

Da die Bayer Pharma AG Organgesellschaft der Bayer AG ist, sind latente Steuern auf Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen dem Organträger Bayer AG zuzurechnen und daher im Jahresabschluss der Bayer Pharma AG nicht zu berücksichtigen.

Erläuterungen zur Bilanz

(Werte in Tausend €, wenn nicht anders angegeben)

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Zugänge bei den Immateriellen Vermögensgegenständen betreffen Software und Produktrechte. Auf die Bayer Intellectual Property GmbH wurden immaterielle Werte in Höhe von 31 Mio. € zu Restbuchwerten übertragen.

(2) Finanzanlagen

Die Beteiligung an der Bayer Gesellschaft für Beteiligungen mbH, Leverkusen, wurde um 2.318 Mio. € erhöht.

Ein an die Bayer AG vergebenes Darlehen erhöhte die Ausleihungen an Verbundene Unternehmen um 340 Mio. €.

Aus der Übertragung immaterieller Werte auf die Bayer Intellectual Property GmbH gegen Gewährung einer atypisch stillen Beteiligung resultiert ein Zugang von 31 Mio. €. Für die Nutzung der immateriellen Vermögenswerte zahlt die Bayer Pharma AG entsprechende Lizenzentgelte an die Bayer Intellectual Property GmbH.

Auf die Beteiligungen an der Generics Holding GmbH und der Bayer Pakistan (Private) Limited, wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 9 bzw. 2 Mio. € auf den beizulegenden Wert vorgenommen.

(3) Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Es handelt sich im Wesentlichen um Finanzforderungen aus der Bereitstellung von Tagesgeldern sowie um Forderungen aus Gewinnabführungen der Organgesellschaften. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Finanzierung der Erhöhung der Beteiligung an der Bayer Gesellschaft für Beteiligungen mbH, Leverkusen, aus den Cash-Pool Forderungen.

(4) Sonstige Vermögensgegenstände

Von den Sonstigen Vermögensgegenständen haben 3.812 T€ (Vorjahr: 4.806 T€) eine Restlaufzeit von über 1 Jahr.

(5) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten sowie aus Pensionsverpflichtungen sind ganz oder teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die beim Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements treuhänderisch angelegt sind (Sicherungsvermögen). Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Aus der Verrechnung ergibt sich insgesamt ein aktivischer Unterschiedsbetrag von 7,6 Mio. €, der mit 6,2 Mio. € auf Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten und mit 1,4 Mio. € auf Pensionsverpflichtungen entfällt.

2012

Mio. €
2011

Mio. €
Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten 14,6 14,6
Beizulegender Zeitwert des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens 20,8 16,3
Überschuss des Vermögens über die Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten (Aktiver Unterschiedsbetrag) 6,2 1,7
Anschaffungskosten des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens 18,4 15,9
2012

Mio. €
2011

Mio. €
Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Pensionsverpflichtungen 3,9 93,7
Beizulegender Zeitwert des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens 5,3 97,5
Überschuss des Vermögens über die Pensionsverpflichtungen (Aktiver Unterschiedsbetrag) 1,4 3,8
Anschaffungskosten des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens 5,3 95,5

Beim Sicherungsvermögen handelte sich im Wesentlichen um Anteile an Spezialfonds sowie zu einem geringen Teil um Bankguthaben. Der in der vorstehenden Tabelle genannte beizulegende Zeitwert wurde, soweit es sich um Fondsanteile handelt, aus den Börsenkursen des Fondsvermögens am Abschlussstichtag abgeleitet.

Der Rückgang der Bruttobeträge resultiert aus einer Neuordnung und Zusammenfassung von Pensionsplänen in deren Folge sich die Verrechnungsgrundlagen gegenüber dem Vorjahr verändert haben.

(6) Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital beträgt 194.001.000 € und ist in 194.001.000 Stückaktien eingeteilt. Damit entspricht eine Aktie einem Anteil von 1,00 € am Gezeichneten Kapital. Die Gesellschaft hält 3.114.900 Stück eigene Aktien. Die eigenen Aktien wurden in den Jahren 2004 und 2006 zu den nach § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG zugelassenen Zwecken erworben. Der Bestand eigener Aktien hat sich im Berichtsjahr nicht verändert.

(7) Sonderposten mit Rücklageanteil

Es handelt sich um Wertberichtigungen zum Anlagevermögen gem. § 14 BFG, § 6b EStG, § 7 EStG, § 7d EStG, § 51 EStG, Abschn. 35 EStR, § 4 FördergebietsG.

(8) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab.

Darüber hinaus sind Verpflichtungen aus Frühruhestandsregelungen enthalten.

Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die beim Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement treuhänderisch angelegt sind (Sicherungsvermögen). Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Es handelte sich im Wesentlichen um Anteile an Spezialfonds sowie zu einem geringen Teil um Bankguthaben. Der in der nachstehenden Tabelle genannte

beizulegende Zeitwert des Sicherungsvermögens wurde, soweit es sich um Fondsanteile handelt, aus den Börsenkursen des Fondsvermögens am Abschlussstichtag abgeleitet.

2012

Mio. €
2011

Mio. €
Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 681,0 499,7
Beizulegender Zeitwert des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens 205,0 10,6
Überschuss der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (Rückstellung) 476,0 489,1
Anschaffungskosten des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens 190,0 10,5

Der Anstieg der Verpflichtungsbeträge gegenüber dem Vorjahr ergibt sich neben der Berücksichtigung weiterer Dienstzeitaufwendungen, des leicht verringerten Zinssatzes im Wesentlichen aus der Neuordnung der durch Planvermögen unterlegten Pensionspläne sowie der Erhöhung der Verpflichtungen der zugesagten ergänzenden Zusatzrente für Rentenzusagen der Rheinischen Pensionskasse VVaG.

(9) Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen des Vorjahres bestanden im Wesentlichen für Abschlusszahlungen aus Betriebsprüfungen der Jahre 2004 bis 2006.

(10) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen für Verpflichtungen aus Umweltschutzmaßnahmen, Urlaubsansprüchen, Altersteilzeit, Bonuszahlungen, Arbeitnehmerjubiläen, Umstrukturierungsmaßnahmen, Haftungsrisiken, Instandhaltung, ferner für Kosten der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. Darüber hinaus sind drohende Verluste, beispielsweise aus Währungsderivaten und Lizenzvereinbarungen, erfasst.

(11) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus einer Nießbrauch und Leasing-Vereinbarung über Grundstücke und Gebäude am Standort Berlin, die wirtschaftlich als eine Darlehensgewährung anzusehen ist.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um die Gewinnabführung an die Bayer AG, ein Darlehen einer Konzerngesellschaft sowie um Verlustübernahmen von Organgesellschaften.

Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 5 Jahre 2012 Insgesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18.294 11.773 110.178
davon durch Nießbrauch gesichert 18.294 11.773 110.178
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 649 - 649
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.000.075 - 1.000.075
davon gegenüber Verbundenen Unternehmen 696.945 - 696.945
Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen 1.790.546 - 1.790.546
Verbindlichkeiten aus Steuern 20.010 - 20.010
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 14.926 2.881 21.289
Sonstige Verbindlichkeiten 30.032 - 30.032
2.874.532 14.654 2.972.779
Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 5 Jahre 2011 Insgesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.637 32.893 127.815
davon durch Nießbrauch gesichert 17.637 32.893 127.815
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 649 - 649
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 431.064 - 431.064
davon gegenüber Verbundenen Unternehmen 146.837 - 146.837
Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen 1.245.838 - 1.245.838
Verbindlichkeiten aus Steuern 23.375 - 23.375
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 14.450 3.845 24.242
Sonstige Verbindlichkeiten 20.048 - 20.048
1.753.061 36.738 1.873.031

(12) Rechnungsabgrenzungsposten

In diesem Posten sind erhaltene Meilensteinzahlungen enthalten, die überwiegend ab Marktzulassung über die voraussichtliche Nutzungsdauer aufgelöst werden.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(Werte in Tausend €, wenn nicht anders angegeben)

(13) Umsatzerlöse

2012 2011
Aufgliederung nach Geschäftsfeldern
Pharma
Allgemeinmedizinische Produkte 3.951.202 3.565.564
Spezialpharmazeutika 1.419.822 1.380.571
Consumer Health
Consumer Care 43.652 70.126
Medical Care 662.914 623.382
6.077.590 5.639.643
Aufgliederung nach Regionen
Europa 2.074.925 2.353.416
Nordamerika 1.502.378 1.099.610
Asien/Pazifik 1.305.428 1.158.667
Lateinamerika/Afrika/Nahost 1.194.859 1.027.950
6.077.590 5.639.643

(14) Sonstige betriebliche Erträge

2012 2011
Kursgewinne aus Währungsumrechnung 22.426 53.007
Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil 7.740 16.248
Erträge aus Versicherungsentschädigung 21.968 -
Übrige 11.741 10.325
63.875 79.580

(15) Sonstige betriebliche Aufwendungen

2012 2011
Aufwendungen aus der Übertragung von Altersversorgungsverpflichtungen auf die Bayer Altersversorgung GmbH - -267.857
Ausgleichszahlung an die Bayer Healthcare Pharmaceuticals Inc, USA - -81.103
Kursverluste aus Währungsumrechnung -112.240 -59.556
Weitergereichte Einnahmen aus Versicherungsentschädigung -21.968 -
Übrige -46.371 -47.480
-180.579 -455.996

Zur Verbesserung der Darstellung werden die Ergebnisse aus Währungsumrechnung unsaldiert ausgewiesen. Das Vorjahr wurde angepasst.

(16) Erträge aus stiller Beteiligung

Es handelt sich um das Ergebnis aus der stillen Beteiligung an der Bayer Intellectual Property GmbH.

(17) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

2012 2011
Zinsen von Verbundenen Unternehmen 14.295 40.825
Erträge aus Abzinsungen 1.144 342
Übrige 93 475
1 5 . 532 41.642

(18) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

2012 2011
Zinsen für langfristige Darlehen -4.508 -5.117
Aufwendungen aus Aufzinsungen -768 -672
Übrige -1.168 -8.615
- 6.444 -14.404

(19) Übrige finanzielle Erträge

2012 2011
Realisierte Kursgewinne aus Währungsumrechnung 203.382 175.446
Unrealisierte Kursgewinne aus Währungsumrechnung 934 19.555
Übrige 37.607 -
241.923 195.001

(20) Übrige finanzielle Aufwendungen

2012 2011
Realisierte Kursverluste aus Währungsumrechnung -200.848 -198.032
Unrealisierte Kursverluste aus Währungsumrechnung -16.109 -6.994
Zinsanteil Pensionsrückstellungen -44.423 -29.361
Erträge aus dem beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögen 16.326 525
Ausbelastung der Bayer-Altpensionäre -26.761 -17.696
Übrige -41.858 -4.919
- 313.673 - 256.477

Zur Verbesserung der Darstellung werden die Ergebnisse aus Währungsumrechnung unsaldiert ausgewiesen. Das Vorjahr wurde angepasst.

Bei der Ausbelastung der Bayer-Altpensionäre handelt es sich um eine Erstattung von Aufwendungen der Bayer AG für Pensionsansprüche ehemaliger Mitarbeiter der mittlerweile rechtlich verselbstständigten Arbeitsgebiete, soweit die Mitarbeiter vor dem 1. Juli 2002 als Pensionäre oder mit unverfallbaren Ansprüchen ausgeschieden sind.

(21) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Beträge entfallen jeweils auf zurückliegende Jahre.

(22) Sonstige Steuern

Die Sonstigen Steuern werden, soweit sie den betrieblichen Funktionen zuzurechnen sind, in den entsprechenden Posten verrechnet, im Übrigen unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Der Aufwand betrug 3 Mio. €.

(23) Materialaufwand

2012

Mio €
2011

Mio €
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 688 949
Aufwendungen für bezogene Leistungen 218 195
906 1.144

(24) Personalaufwand / Mitarbeiter

2012

Mio €
2011

Mio €
Personalaufwand
Entgelte 762 772
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 46 46
Aufwendungen für Altersversorgung 144 390
952 1.208
2012 2011
Anzahl der Mitarbeiter (FTE , Jahresdurchschnitt)
Produktion 4.295 4.408
Forschung und Entwicklung 3.381 3.522
Verwaltung 377 424
Vertrieb 1.152 1.204
9. 205 9.558

Sonstige Erläuterungen

(Werte in Tausend €, wenn nicht anders angegeben)

(25) Haftungsverhältnisse

2012
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 13.635
Davon gegenüber Verbundenen Unternehmen 634

Die Bayer Pharma AG haftet für die vor dem 01.01.2008, 0.00 Uhr, aus der Abspaltung der Geschäftseinheit Animal Health begründeten Verbindlichkeiten als Gesamtschuldner gemäß § 133 Abs. 1 UmwG bis zum 31.12.2012.

Darüber hinaus haftet die Gesellschaft für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 1.781.190 T€, die im Wege eines Schuldbeitritts bzw. durch Ausgliederung auf eine Tochtergesellschaft übertragen wurden.

Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können von den betreffenden Tochtergesellschaften nach unseren Erkenntnissen erfüllt werden.

(26) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Stand: 31.12. 2012
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 368.687
Verpflichtungen aus Forschungsvereinbarungen 1.951.098
Genehmigte Investitionen im Anlagevermögen 52.345
Gesamtbetrag 2.372.130
Davon gegenüber Verbundenen Unternehmen 937.712

(27) Derivative Finanzinstrumente / Bewertungseinheiten

Als international tätiges Unternehmen unterliegt die Bayer Pharma AG Währungsrisiken. Zur Absicherung werden Devisenkontrakte (Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte) eingesetzt. Es handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und ist auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Bayer Pharma AG sowie der damit verbundenen Finanzierungvorgänge beschränkt. In ihrer Holdingfunktion schließt die Bayer AG alle Devisenkontrakte mit Banken ab und reicht diese intern an die Bayer Pharma AG durch.

Ziel des Einsatzes derivativer Finanzinstrumente ist es, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Schwankungen aufgrund der Veränderungen von Wechselkursen zu reduzieren.

Ein Preisänderungsrisiko derivativer Finanzinstrumente besteht aufgrund der Schwankungsmöglichkeit der zugrunde liegenden Basisgrößen (Währungen). Soweit Derivate zu Sicherungszwecken eingesetzt werden, wird die Möglichkeit von Wertverlusten durch gegenläufige Effekte aus den gesicherten Grundgeschäften kompensiert.

Für Derivate mit positivem Marktwert besteht ein Bonitäts- oder Ausfallrisiko für den Fall, dass die jeweiligen Vertragspartner ihren Erfüllungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Minimierung dieses Risikos teilt die Bayer AG den Banken bonitätsmäßige Kontrahentenlimite zu.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln mit ihrem Terminkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die Terminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und –abschlägen.

Die derivativen Finanzinstrumente setzten sich wie folgt zusammen:

Nominalwerte Beizulegende Zeitwerte Buchwerte
2012

Mio €
2011

Mio €
2012

Mio €
2011

Mio €
2012

Mio €
2011

Mio €
--- --- --- --- --- --- ---
Währungssicherung geplanter Umsätze und Kosten
Devisentermingeschäfte
Positive Marktwerte 1.287 337 71 14 - -
Negative Marktwerte 428 1.355 -9 -74 - -
Devisenoptionen
Positive Marktwerte 479 116 11 2 1 4
Negative Marktwerte 40 75 -1 -4 1 5
Währungssicherung von Bilanz - positionen
Positive Marktwerte 91 98 1 1 - -
Negative Marktwerte 541 345 -3 -5 - -

Zur Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte der Konzernunternehmen in fremder Währung wurden durch die Bayer AG externe Devisenkontrakte abgeschlossen, welche die Wertveränderungen voraussichtlich vollständig ausgleichen werden. Sicherungsgrundlage sind konzernweit ca. 50% der für 12 Monate geplanten Nettoposition (erwartete Umsätze und Kosten saldiert). Die Devisenkontrakte wurden intern von der Bayer AG mit einem Nominalwert von 2.234 Mio. € und einem positiven beizulegenden Zeitwert von 72 Mio € an die Bayer Pharma AG weitergereicht. Ihnen standen gegenläufige geplante Geschäfte mit einem Währungsrisiko in Höhe von -72 Mio. € gegenüber. Die geplanten Geschäfte und die Sicherungsgeschäfte befinden sich in Bewertungseinheiten (Micro Hedges), die sich bei Fälligkeit in 2013 und 2014 ausgleichen werden. Der Nachweis erfolgt durch Effektivitätstests im Rahmen von Cash Flow Hedge Accounting (IFRS). Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird prospektiv mit der Critical Term Match Methode und retrospektiv mit der Dollar Offset Methode überprüft. Mit Ausnahme der intern gezahlten bzw. erhaltenen Optionsprämien von jeweils 8 Mio. € wurden die Devisenkontrakte bilanziell nicht erfasst.

Zur Abdeckung der Währungsrisiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten der Konzernunternehmen schloss die Bayer AG Devisenkontrakte mit externen Vertragspartnern ab. Diese Geschäfte wurden in Höhe von nominal 632 Mio. € und mit einem beizulegenden Zeitwert von -2 Mio. € an die Bayer Pharma AG durchgereicht. Das bilanzielle Exposure (Buchwert 0,8 Mrd. €) wurde mit den sich gegenläufig verhaltenden Sicherungsgeschäften zu Bewertungseinheiten je Währung in sogenannte Portfolio Hedges zusammengefasst, welche im Jahr 2013 fällig werden. Durch Gegenüberstellung der Wertveränderung je Währung wurde der negative Saldo (Ineffektivität) gemäß den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen als Rückstellung aus Bewertungseinheiten unter den Sonstigen Rückstellungen erfasst. Die Rückstellungen aus Bewertungseinheiten betrugen in Summe 16 Mio. €. Positive Salden in Höhe von 0,1 Mio. € wurden aufgrund der Kurzfristigkeit entsprechend abgegrenzt.

(28) Aktienbasierte Vergütung

Als zusätzlichen Vergütungsbestandteil gewährt die Bayer Pharma AG ihren Mitarbeitern längerfristig angelegte aktienbasierte Vergütungsprogramme. Sie sind nach Mitarbeitergruppen differenziert und jeweils als Kollektivzusagen ausgestaltet.Für die Vorstandsmitglieder und Führungskräfte besteht das Programm „Aspire“ in zwei unterschiedlichen Ausprägungen. Für alle Mitarbeiter wird zudem nach jährlich neu erfolgender Vorstandsentscheidung das Programm „BayShare“ angeboten.Aus den Jahren 2003 und 2004 bestehen darüber hinaus noch das jeweils auf eine Laufzeit von zehn Jahren angelegte Aktien-Incentiveprogramm (AIP) für das mittlere Management sowie das Aktien-Beteiligungsprogramm (ABP) für unteres Management und Tarifmitarbeiter. Allen zum Abschlussstichtag bestehenden Verpflichtungen, die sich aus den aktienbasierten Programmen ergeben, wird durch entsprechende Rückstellungen Rechnung getragen. Ihre Höhe bemisst sich zum einen am beizulegenden Wert (Fair Value) der jeweiligen Zusagen und zum anderen an der seit Auflegung vergangenen Zeitdauer im Verhältnis zur Gesamtdauer des jeweiligen Programms. Zuführungen zu den Rückstellungen werden aufwandswirksam erfasst.

Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtungen aus den aktienbasierten Vergütungsprogrammen wurde jeweils auf der Grundlage einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt, der folgende wesentliche Parameter zugrunde lagen:

2012 2011
Dividendenrendite 2,66% 3,38%
Risikoloser Zinssatz 3 Jahre 0,004% 0,315%
Risikoloser Zinssatz 4 Jahre 0,155% 0,564%
Volatilität Bayer-Aktie 27,40% 29,77%
Volatilität Dow Jones EURO STOXX 50 24,54% 26,85%
Korrelation Bayer-Kurs – Dow Jones EURO STOXX 50 0,75 0,68

Aspire I

Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der oberen Führungsebene sind zur Teilnahme an Aspire I berechtigt, soweit sie nach vorgegebenen Richtlinien eine individuell festgelegte Anzahl an Bayer-Aktien erwerben und dieses Eigeninvestment über die Programmlaufzeit halten. Bemessungsbasis für Aspire I ist ein individueller, positionsabhängiger Prozentwert vom jährlichen Grundgehalt (Aspire-Zielbetrag). Nach Ablauf der jeweiligen Programmtranche erhalten die Teilnehmer in Abhängigkeit von der absoluten Kursentwicklung der Bayer-Aktie sowie von der relativen Performance im Vergleich zum Aktienindex Dow Jones EURO STOXX 50 einen bestimmten in Prozent des Zielbetrags ausgedrückten Geldbetrag ausgezahlt. Dieser ist auf maximal 300% begrenzt; die einzelnen Tranchen haben eine Laufzeit von jeweils vier Jahren.

Letztmalig im Jahr 2010 wurde zudem eine Tranche zu alten Konditionen ausgegeben; sie ist wertmäßig auf die Hälfte des normalen Volumens begrenzt. Die maximale Auszahlung beläuft sich hierbei auf 200%, die Laufzeit beträgt drei Jahre und endet somit am 01. Januar 2013.

Zu Beginn des Geschäftsjahres lief die Aspire-Tranche aus dem Jahr 2009 aus und kam mit einem Prozentsatz von 170% der jeweiligen Zielbeträge zur Auszahlung. Die vorgenannte zu den alten Konditionen ausgegebene Tranche aus dem Jahr 2010 endete mit Ablauf des Geschäftsjahres. Die Auszahlung von 200% erfolgte zu Beginn des Jahres 2013.

Aspire II

Für die übrigen Führungskräfte wird Aspire II angeboten. Es entspricht in seinen Grundzügen Aspire I. Im Gegensatz zu diesem ist ein Eigeninvestment in Bayer-Aktien allerdings nicht erforderlich. Zudem wird die Performance ausschließlich an der absoluten Kursentwicklung der Bayer-Aktie gemessen. Der maximal erreichbare Ertrag ist auf 250% des Aspire-Zielbetrags begrenzt, bei der Tranche des Jahres 2010 zu alten Konditionen beträgt die Wertobergrenze 150%.

Die Aspire-Tranche aus dem Jahr 2009 kam mit 120% der jeweiligen Zielbeträge zur Auszahlung. Die zu alten Konditionen ausgegebene Tranche aus dem Jahr 2010 endete mit Ablauf des Geschäftsjahres. Die Auszahlung von 150% erfolgte zu Beginn des Jahres 2013.

BayShare

Im Rahmen von BayShare gewährt Bayer den zur Teilnahme berechtigten Mitarbeitern einen Zuschuss zu einem Eigeninvestment in Bayer-Aktien. Die Höhe des Zuschusses, der jährlich neu festgelegt wird, belief sich wie im Vorjahr auf 20% des Zeichnungsbetrags. Je nach Position des Mitarbeiters war der Gesamtbetrag für den Aktienerwerb – ebenfalls unverändert zum Vorjahr – auf 2.500 € bzw. 5.000 € begrenzt. Die erworbenen Aktien werden in gesonderten Depots verwahrt und unterliegen einer Veräußerungssperre. Diese endet jeweils am 31. Dezember des Jahres, das dem Jahr des Aktienerwerbs folgt.

Aktien-Incentiveprogramm AIP

Die Teilnehmer an den Aktien-Incentiveprogrammen erhalten zu definierten Zeitpunkten während der jeweils zehnjährigen Programmlaufzeit den Gegenwert einer bestimmten Anzahl von Bayer-Aktien. Für je zehn Aktien, die die Mitarbeiter als Eigeninvestment in das Programm eingebracht hatten, sind dies nach zwei Jahren zwei Aktien, nach sechs und zehn Jahren jeweils vier weitere Aktien. Bedingung für die Incentivierung ist, dass die Programmteilnehmer die eingebrachten Aktien am betreffenden Incentivierungszeitpunkt in einem hierfür eingerichteten Mitarbeiter-Depot halten und der seit Programmauflegung erzielte prozentuale Kursanstieg der Bayer-Aktie über dem des Aktienindex Dow Jones EURO STOXX 50 liegt. Werden in das Programm eingebrachte Aktien während der Programmlaufzeit verkauft, sind die verkauften Aktien vom folgenden Incentivierungstermin an nicht mehr incentivierungsberechtigt. Die Zahl der Aktien, die vom einzelnen Mitarbeiter in das Programm eingebracht werden konnten, war wertmäßig auf die Hälfte seiner leistungsabhängigen Bonuszahlung für das jeweils vorangegangene Geschäftsjahr begrenzt.

Aktien-Beteiligungsprogramm ABP

Das Aktien-Beteiligungsprogramm entspricht in seiner Struktur dem Aktien-Incentiveprogramm, wobei sich die Incentivierung ausschließlich an der Haltedauer der als Eigeninvestment der Mitarbeiter in das Programm eingebrachten Bayer-Aktien orientiert. Die Incentivierungsleistung ist gegenüber dem Aktien-Incentiveprogramm halbiert. Nach zwei Jahren Haltedauer wird je zehn Aktien Eigeninvestment der Gegenwert einer Bayer-Aktie gewährt, nach sechs bzw. zehn Jahren der Gegenwert jeweils zwei weiterer Aktien.

Für alle aktienbasierten Vergütungsprogramme der Bayer Pharma AG wurden im Berichtsjahr 14 Mio. € (Vorjahr: 4 Mio. €) aufgewendet; der Betrag ist Bestandteil des Personalaufwands. Die Rückstellungen für diese Programme beliefen sich zum 31.12.2012 auf 17 Mio. € (Vorjahr: 10 Mio. €).

(29) Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da sich anhand dieser Angabe die Bezüge eines Mitglieds des Vorstands feststellen lassen. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betragen 160 T€. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen sind insgesamt 58.582 T€ zurückgestellt; die laufenden Bezüge für 2012 betrugen 3.314 T€.

(30) Honorare des Abschlussprüfers

Die Angaben zu den Prüfungshonoraren sind im Bayer-Konzernabschluss enthalten. Insoweit wird die Befreiung von der Angabepflicht gem. § 285 Nr. 17 HGB in Anspruch genommen.

(31) Angaben gem. § 6b Abs. 2 EnWG

Ungewöhnliche Geschäfte im Bereich der Energieversorgungstätigkeit, die nicht von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Bayer Pharma AG sind und nach § 6b Abs. 2 EnWG angabepflichtig sind, lagen nicht vor.

(32) Ausschüttungs- und abführungsgesperrte Beträge

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge aus der Bewertung des Sicherungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert beträgt 17,4 Mio. €.

(33) Aufstellung des Anteilsbesitzes

An den nachstehend aufgeführten Unternehmen hält die Bayer Pharma AG unmittelbar oder mittelbar mindestens 20 % der Anteile. Bei den angegebenen Werten für Eigenkapital und Ergebnis handelt es sich jeweils um die Werte aus den auf Basis des jeweiligen Landesrechts erstellten Jahresabschlüssen; die Werte sind gerundet:

ANTEILSBESITZ DER BAYER PHARMA AG (STAND: 31.12.2012)

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital

in %
Eigenkapital Ergebnis
Unternehmen mit einem Kapitalanteil von mindestens 20%
Deutschland
Alcafleu Management GmbH & Co. KG, Schönefeld 99,99 464,6 -15,2
Bayer Altersversorgung GmbH, Leverkusen 100,00 70,2 *) 35,2*)
Bayer CropScience Deutschland GmbH, Langenfeld 25,42 82,8 *) 7,0 *)
Bayer CropScience Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Leverkusen 100,00 69,2 *) 0,6 *)
Bayer Gesellschaft für Beteiligungen mbH, Leverkusen 50,14 6.092,7 *) 42,7 *)
Bayer Schering Pharma AG, Berlin 100,00 257,5 *) 0,9 *)**)
Bayer Vital GmbH, Leverkusen 100,00 85,4 *) 22,8 *)**)
Bayer Weimar GmbH und Co. KG, Weimar 100,00 47,6 *) 5,5 *)
Bayer Verwaltungsgesellschaft mbH, Weimar 100,00 0,1 *) 0,0 *)
BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch, Berlin 20,00 0,8 0,2
Drugofa GmbH, Köln 100,00 33,4 *) -1,6 *)**)
Generics Holding GmbH, Leverkusen 100,00 61,5 *) 0,0 *)**)
GP Grenzach Produktions GmbH, Grenzach-Wyhlen 100,00 25,0 *) -0,5 *)**)
Intendis GmbH, Berlin 100,00 14,9 *) 73,5 *)**)
Intraserv GmbH & Co. KG, Schönefeld 100,00 31,4 *) 28,3 *)
Intraserv Verwaltungs-GmbH, Schönefeld 100,00 0,0 *) 0,0 *)
Jenapharm GmbH & Co. KG, Jena 100,00 65,9 *) 44,9 *)
Kosinus Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Berlin 100,00 0,0 *) 0,0 *)
Kosinus Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Gamma OHG, Berlin 100,00 24,4 *) 2,1 *)
Lilienthalstraße Nr. 4 GmbH, Schönefeld 100,00 0,0 0,0
Marotrast GmbH, Jena 100,00 0,0 *) 0,3 *)**)
Menadier Heilmittel GmbH, Berlin 100,00 79,8 *) 0,5 *)**)
Pharma-Verlagsbuchhandlung GmbH, Berlin 100,00 1,1 *) 0,0 *)**)
Schering-Kahlbaum GmbH, Berlin 100,00 28,3 *) 0,2 *)**)
Dritte K-W-A Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. oHG, Leverkusen 74,00 0,0 *) -2,6 *)
Europa (ohne Deutschland)
Axxam S.p.A., Mailand/ Italien 23,24 1,7 *) 0,1 *)
Bayer AB, Stockholm/ Schweden 100,00 11,5 *) 3,4 *)
Bayer Antwerpen NV, Antwerpen/ Belgien 29,11 8.290,6 *) 286,0 *)
Bayer A/S, Kopenhagen/ Dänemark 100,00 14,9 *) 3,9 *)
Bayer AS, Oslo/ Norwegen 100,00 2,5 *) 1,0 *)
Bayer Austria Gesellschaft m.b.H., Wien/ Österreich 100,00 18,8 *) -0,7 *)
Bayer Bulgaria EOOD, Sofia/ Bulgarien 100,00 7,8 *) 3,3 *)
Bayer CropScience (Portugal)-Produtos para a Agricultura, Lda, Carnaxide/ Portugal 100,00 15,0 1,4
Bayer CropScience S.r.l., Mailand/ Italien 100,00 57,8 *) -1,1 *)
Bayer d.o.o., Belgrad/ Serbien 100,00 7,2 *) 1,2 *)
Bayer d.o.o., Ljubljana/ Slowenien 100,00 19,0 4,5
Bayer d.o.o., Zagreb/ Kroatien 100,00 1,8 *) 0,6 *)
Bayer d.o.o., Sarajevo/ Bosnien & Herzegowina 100,00 0,5 0,1
Bayer Global Investments B.V., Mijdrecht/ Niederlande 75,70 11.014,1 *) 283,0 *)
Bayer HealthCare Manufacturing S.r.l., Mailand/ Italien 100,00 144,7 *) 37,0 *)
Bayer Healthcare S.r.l., Mailand/ Italien 100,00 0,0 *) 0,0 *)
Bayer Hellas AG, Athen/ Griechenland 100,00 19,0 *) 2,1 *)
Bayer Holding France SCS, Lyon/ Frankreich 100,00 2.181,4 *) 0,3 *)
Bayer Hungaria Kft., Budapest/ Ungarn 100,00 15,3 *) 8,2 *)
Bayer Ltd., Kiew/ Ukraine 100,00 22,8 *) 6,2 *)
Bayer Limited, Dublin/ Irland 100,00 5,2 *) 4,8 *)
Bayer MaterialScience A/S, Otterup/ Dänemark 100,00 5,3 *) 0,4 *)
Bayer MaterialScience S.p.A., Mailand/ Italien 90,00 1,0 *) -1,5 *)
Bayer MaterialScience S.r.l., Mailand/ Italien 100,00 24,4 *) -1,7 *)
Bayer MaterialScience s.r.o., Prag/ Tschechische Republik 100,00 0,5 *) -1,3 *)
Bayer Nordic SE, Espoo/ Finnland 100,00 1.110,5*) 170,1 *)
Bayer NV, Diegem/ Belgien 86,09 58,1 *) 5,2 *)
Bayer OÜ, Tallinn/ Estland 100,00 0,6 *) 0,1 *)
Bayer OY, Turku/ Finnland 100,00 356,7 *) 344,0 *)
Bayer Portugal S.A., Carnaxide/ Portugal 99,99 40,8 4,9
Bayer Public Limited Company, Newbury/ Großbritannien 100,00 117,4 *) 25,7 *)
Bayer S.A.S., Lyon/ Frankreich 100,00 1.384,3 *) 66,2 *)
Bayer Santé Familiale SAS, Gaillard/ Frankreich 100,00 57,0 *) 22,9 *)
Bayer Santé SAS, Loos/ Frankreich 100,00 184,4 *) 31,4 *)
Bayer SARL, Lyon/ Frankreich 100,00 2,0 *) 0,0 *)
Bayer (Schweiz) AG, Zürich/ Schweiz 100,00 50,7 10,6
Bayer S.p.A., Mailand/ Italien 100,00 404,6 *) 28,4 *)
Bayer, spol. s.r.o., Bratislava/ Slowakei 100,00 3,4 *) 0,8 *)
Bayer Sp. z.o.o., Warschau/ Polen 100,00 40,8 *) 2,1 *)
Bayer s.r.o., Prag/ Tschechische Republik 99,90 11,6 *) 3,3 *)
Bayhealth Comercializacao de Produtos Farmaceuticos Unipessoal Lda., Carnaxide/ Portugal 100,00 0,0 0,0
Berlex – Especialidades Farmaceuticas Lda, Carnaxide/ Portugal 100,00 0,0 0,0
Berlifarma – Especialidades Farmaceuticas, Lda., Carnaxide/ Portugal 100,00 0,0 0,0
Berlimed – Especialidades Farmaceuticas Lda, Carnaxide/ Portugal 100,00 0,0 0,0
Berlis AG, Zürich/ Schweiz 100,00 1,2 0,6
CENTROFARMA – Industria e Comercio de Prod. Farmaceuticos, Lda., Carnaxide/ Portugal 100,00 0,0 0,0
Intendis Manufacturing S.p.A., Mailand/ Italien 100,00 12,6 *) 3,3 *)
Lusalfarma – Especialidades Farmaceuticas Lda, Carnaxide/ Portugal 100,00 0,0 0,0
Lusal Producao Quimico Farmaceutica Luso-Alema, Lda., Carnaxide/ Portugal 100,00 0,0 0,0
PYCO SA, Haut Mauco/ Frankreich 47,00 0,0 *) 0,0 *)
Radimetrics UK Ltd., Kilmarnock/ Großbritannien 100,00
SC Bayer SRL, Bukarest/ Rumänien 99,00 11,3 *) 0,3 *)
Schering Agrochemicals Holdings, Newbury/ Großbritannien 100,00 0,0 ***) 0,0 ***)
Schering Health Care Limited, Newbury/ Großbritannien 100,00 0,0 ***) 0,0 ***)
Schering Holdings Limited, Newbury/ Großbritannien 100,00 21,0 *) 0,0 *)
Schering Industrial Products, Newbury/ Großbritannien 100,00 0,0 ***) 0,0 ***)
SIA Bayer, Riga/ Lettland 100,00 0,8 *) 0,2 *)
UAB Bayer, Vilnius/ Litauen 100,00 2,5 *) -0,2 *)
ZAO Bayer, Moskau/ Russische Föderation 57,41 98,4 *) -4,4 *)
Lateinamerika
Bayer IMSA, S.A. de C.V., Nuevo Leon/ Mexiko 50,00 7,0 *) 2,1 *)
Bayer de Mexico, S.A. de C.V., Mexico City/ Mexico 74,84 261,2 *) 87,9 *)
Bayer S.A., Bogota / Kolumbien 79,35 119,1 *) 10,6 *)
Bayer S.A., Colon/ Panama 100,00 40,8 *) 19,0 *)
Bayer S.A., Guatemala City/ Guatemala 100,00 59,6 *) 12,4 *)
Bayer S.A., Lima/ Peru 88,20 73,0 *) 10,2 *)
Bayer S.A., Managua/ Nicaragua 100,00 5,8 *) 1,5 *)
Bayer S.A., Montevideo/ Uruguay 100,00 6,2 *) 0,9 *)
Bayer S.A., San Jose/ Costa Rica 100,00 19,4 *) 2,5 *)
Bayer, S.A., San Salvador/ El Salvador 100,00 15,7 *) 4,2 *)
Bayer S.A., Santiago de Chile/ Chile 85,66 24,3 *) 4,4 *)
Bayer S.A., Santo Domingo/ Dominikanische Republik 100,00 11,5 *) 0,6 *)
Bayer S.A., Quito/ Ecuador 99,99 16,8 *) 1,0 *)
Bayer S.A. de C.V., Tegucigalpa/ Honduras 100,00 6,9 *) 1,2 *)
Comercial Interamericana, S.A., Guatemala City/ Guatemala 100,00 0,0 *) 0,0 *)
Corporación Bonima S.A. de C.V., Ilopango/ El Salvador 99,64 13,2 *) 0,4 *)
Miles, S.A., Guatemala City/ Guatemala 100,00 0,0 *) 0,0 *)
Productos Quimicos Naturales S.A. de C.V., Orizaba/ Mexico 100,00 9,4 *) -0,9 *)
Schering Peruana S.A., Lima/ Peru 100,00 0,0 0,0
Quimicas Unidas S.A., Havanna/ Kuba 100,00 0,0 ***) 0,0 ***)
Asien
Bayer Business Services Philippines, Inc., Taguig City/ Philippinen 100,00 0,8 *) -1,4 *)
Bayer CropScience (China) Company Ltd., Hangzhou/ China 42,19 69,5 *) 5,5 *)
Bayer CropScience K.K., Tokio/ Japan 100,00 261,1 *) 15,2 *)
Bayer CropScience Limited, Mumbai/ Indien 35,21 109,3 20,3
Bayer CropScience Ltd., Dhaka/ Bangladesch 59,99 4,4 *) 0,6 *
Bayer HealthCare Limited, Hong Kong/ China 100,00 13,2 *) 3,0 *)
Bayer Holding Ltd., Tokio/ Japan 100,00 480,6 *) 95,3 *)
Bayer Israel Ltd., Hod Hasharon/ Israel 100,00 2,7 *) 0,5 *)
Bayer Korea Ltd., Seoul/ Republik Korea 45,20 64,7 *) 1,5 *)
Bayer MaterialScience Ltd., Tokio/ Japan 100,00 -15,2 *) 1,6 *)
Bayer Pakistan (Private) Ltd., Karachi/ Pakistan 41,98 11,2 *) 0,5 *)
Bayer Vietnam Ltd., Bien Hoa City/ Vietnam 48,78 33,8 *) 7,2 *)
Bayer Yakuhin, Ltd., Osaka/ Japan 100,00 203,1 *) 101,0 *)
Bilag Industries Private Ltd., Vapi/ Indien 99,99 149,5 *) 32,8 *)
DIC Bayer Polymer Ltd., Tokio/ Japan 50,00 12,2 *) 3,4 *)
Medipharm (Pvt) Ltd., Lahore/ Pakistan 100,00 5,3 *) 0,0 *)
Myanmar Aventis CropScience Ltd., Yangon/ Myanmar 99,80 0,0 *) 0,0 *)
Sumika Bayer Urethane Co. Ltd., Osaka/ Japan 60,00 -6,4 *) -0,9 *)
Afrika
AgrEvo South Africa (Pty) Ltd., Isando/ Südafrika 100,00 0,0 0,0
Bayer Algerie S.P.A., Algier/ Algerien 100,00 0,3 *) 0,2 *)
Bayer (Proprietary) Limited, Isando/ Südafrika 75,64 107,2 *) 11,9 *)
Bayer S.A., Casablanca/ Marokko 33,70 26,4 *) -0,3 *)
Bayer Schering Pharma Mocambique, Lda, Maputo/ Mosambik 100,00 0,0 *) 0,0 *)
Coopers Environmental Science (Pty) Ltd., Pomona/ Südafrika 26,00 1,7 0,1
Schering (Pty) Ltd., Midrand/ Südafrika 100,00 0,0 0,0
Australien/ Ozeanien
Bayer Australia Limited, Pymble/ Australien 100,00 105,2 *) 7,1 *)
Bayer CropScience Holdings Pty Ltd, East Hawthorn/ Australien 100,00 21,8 *) 0,0 *)
Bayer CropScience Pty Limited, East Hawthorn/ Australien 100,00 60,7 *) 8,9 *)
Bayer MaterialScience Pty Ltd, Cheltenham/ Australien 100,00 -3,4 *) -3,4 *)
Bayer New Zealand Limited, Auckland/ Neuseeland 100,00 41,1 -2,9
Bomac Animal Health Pty. Limited, Hornsby/ Australien 100,00 0,0 *) -1,3 *)
Bomac Laboratories Pty. Limited, Hornsby/ Australien 100,00 0,0 *) -0,2 *)
Bomac Pty. Ltd., Hornsby/ Australien 100,00 0,0 *) 1,7 *)
Bomac Research Pty. Ltd., Hornsby/ Australien 100,00 0,0 *) 0,0 *)
Cotton Growers Services Pty. Limited, Wee Waa/ Australien 50,00 11,0 *) 2.3 *)
U I M Agrochemicals (AUST) Pty Ltd., East Hawthorn/ Australien 100,00 0,0 *) -2,2 *)
Nordamerika
Bayer CropScience Holdings Inc., Calgary/ Kanada 28,58 241,9 16,1
Bayer CropScience Inc., Calgary/ Kanada 100,00 304,6 *) 99,5 *)
Bayer Inc., Toronto/ Kanada 73,17 619,4 *) 126,1 *)
Berlex Canada, Inc., Pointe-Claire/ Kanada 100,00 0,0 ***) 0,0 ***)
Intendis, Inc., Morristown/ USA 100,00 15,4 *) 1,4 *)
Radimetrics Inc., Toronto/ Kanada 100,00 -1,0 *) -0,2 *)

*) Vorläufige Werte

**) Ergebnis vor Übernahme

***) Vorjahreswerte

(34) Mitglieder des Vorstands

Andreas Fibig

Vorsitzender, Leiter Division Pharmaceuticals
Dr. Hartmut Klusik

Leiter Product Supply
Manfred Vehreschild

Chief Financial Officer, Leiter Central Administration & Organization

(35) Mitglieder des Aufsichtsrats

Dr. Richard Pott

Vorsitzender

Mitglied des Vorstands der Bayer AG
Heinz Georg Webers

Stellvertretender Vorsitzender

Vorsitzender des Betriebsrats Bayer-Standort Bergkamen
Willy Beumann

Vorsitzender des Betriebsrats Bayer-Standort Elberfeld
Bernd-Peter Bier

Leiter Taxes der Bayer AG
Dr. Roland Hartwig

Leiter Law, Patents & Compliance der Bayer AG
Oliver Heinrich (ab 8.5.2012)

Bezirksleiter IG Bergbau, Chemie, Energie, Bezirk Berlin-Mark Brandenburg
Dr. Dieter Hübl

Leiter Site Management Office der Bayer Pharma AG
Yüksel Karaaslan

Vorsitzender des Betriebsrats Bayer-Standort Berlin
Michael Schmidt-Kießling

Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats Bayer-Standort Elberfeld
Dr. Dirk Van Meirvenne

Geschäftsführer der Bayer Technology Services GmbH
Dr. David Nicholson (ab 1.1.2013)

Leiter Research & Development der Bayer CropScience AG
Ian Paterson

Leiter Regional Coordination der Bayer AG
Dr. Jörg Reinhardt

Vorsitzender des Vorstands der Bayer HealthCare AG
Dr. Alexander Rosar

Leiter Investor Relations der Bayer AG
Dr. Ulrich Sommer (bis 30.4.2012)

Projektmanager Training Europa der Bayer Pharma AG
Dr. Ortrud Steinführ

Leiter Chemistry Information der Bayer Pharma AG
Sabine Süpke (bis 7.5.2012)

Bezirksleiterin IG Bergbau, Chemie, Energie, Bezirk Berlin-Mark Brandenburg
Matthias Träger (ab 1.5.2012)

Communication and Safety Services der Bayer Pharma AG
Dr. Detlef Wollweber (bis 31.12.2012)

Geschäftsführer der Bayer Innovation GmbH

Berlin, den 31. Januar 2013

Bayer Pharma Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Fibig

Klusik

Vehreschild

Anlagevermögen

Bruttowerte
Stand 01.01.12

TEuro
Zugänge

TEuro
Umbuchungen Umgliederungen

TEuro
Abgänge

TEuro
Stand 31.12.12

TEuro
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 548.328 74.568 4.166 -94.956 532.106
Geleistete Anzahlungen 53.546 10.438 -4.166 59.818
601.874 85.006 0 -94.956 591.924
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 724.264 5.385 12.499 -2.773 739.375
Technische Anlagen und Maschinen 1.395.665 40.604 34.393 -30.519 1.440.143
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 199.778 8.907 1.814 -6.961 203.538
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau 89.207 54.342 -48.706 94.843
2.408.914 109.238 0 -40.253 2.477.899
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.795.214 2.317.722 -101 5.112.835
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 340.000 340.000
Beteiligungen 9.494 0 -9.249 245
Stille Beteiligungen 31.134 31.134
Sonstige Ausleihungen 789 41 -204 626
2.805.497 2.688.897 0 -9.554 5.484.840
Anlagevermögen gesamt 5.816.285 2.883.141 0 -144.763 8.554.663
kumulierte kumulierte Nettowerte Nettowerte
Abschreibungen Stand 01.01.12

TEuro
Abschreibungen Stand 31.12.12

TEuro
Stand 01.01.12

TEuro
Stand 31.12.12

TEuro
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 381.774 369.029 166.554 163.077
Geleistete Anzahlungen 0 0 53.546 59.818
381.774 369.029 220.100 222.895
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 556.755 568.283 167.509 171.092
Technische Anlagen und Maschinen 1.097.143 1.137.809 298.522 302.334
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 157.712 164.942 42.066 38.596
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau 0 0 89.207 94.843
1.811.610 1.871.034 597.304 606.865
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 789.536 800.540 2.005.678 4.312.295
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 340.000
Beteiligungen 6.244 240 3.250 5
Stille Beteiligungen 0 0 31.134
Sonstige Ausleihungen 0 0 789 626
795.780 800.780 2.009.717 4.684.060
Anlagevermögen gesamt 2.989.164 3.040.843 2.827.121 5.513.820

Abschreibungen auf das Anlagevermögen

kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.12

TEuro
Zugänge

TEuro
Umbuchungen Umgliederungen

TEuro
Zuschreibungen

TEuro
Abgänge

TEuro
Stand 31.12.12

TEuro
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 381.774 50.929 -63.674 369.029
Geleistete Anzahlungen 0 0
381.774 50.929 0 0 -63.674 369.029
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 556.755 12.810 -1.282 568.283
Technische Anlagen und Maschinen 1.097.143 65.402 -24.736 1.137.809
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung 157.712 13.869 -6.639 164.942
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0
1.811.610 92.081 0 0 -32.657 1.871.034
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 789.536 11.005 -1 800.540
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0
Beteiligungen 6.244 -6.004 240
Stille Beteiligungen 0 0
Sonstige Ausleihungen 0 0
795.780 11.005 0 0 -6.005 800.780
Abschreibungen gesamt 2.989.164 154.015 0 0 -102.336 3.040.843

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bayer Pharma Aktiengesellschaft, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.

Essen, den 4. Februar 2013

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Anne Böcker, Wirtschaftsprüferin

ppa. Oliver Köster, Wirtschaftsprüfer

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses: 14.2.2013.

Bericht des Aufsichtsrats

der Bayer Pharma Aktiengesellschaft

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2012 regelmäßig ausführlich in schriftlicher sowie in mündlicher Form über die wirtschaftliche Lage und die Entwicklung des Unternehmens berichtet.

Der Jahresabschluss 2012 wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften erstellt. Die in der Vergangenheit mögliche Befreiung nach HGB § 264 Abs. 3 von der Pflicht der Erstellung eines Anhanges und Lagebericht, sowie Offenlegung des Abschlusses, kann aufgrund des Dritten Gesetzes zur Neuregelung energiewirtschaftlicher Vorschriften (am 20. Dezember 2012 beschlossen, am 27. veröffentlicht und ohne Übergangsfrist am 28. in Kraft getreten) nicht mehr genutzt werden. Daher hat die BPH AG den Jahresabschluss – bestehend aus der Bilanz, Gewinn / Verlustrechnung und Anhang – sowie einen Lagebericht erstellt, und wird diesen veröffentlichen.

Der Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, hat ihn geprüft. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Den Jahresabschluss haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwendungen. Wir stimmen daher dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.

Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss billigen wir. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Angesichts des mit der Bayer Aktiengesellschaft bestehenden Beherrschungs- und Gewinn-abführungsvertrags erübrigen sich die Prüfung eines Abhängigkeitsberichtes und ein Vorschlag zur Verwendung des Gewinns.

Leverkusen und Berlin, den 14. Februar 2013

Für den Aufsichtsrat

Dr. Richard Pott, Vorsitzender des Aufsichtsrates