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Bayer AG — Interim / Quarterly Report 2022
Aug 4, 2022
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Interim / Quarterly Report
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Publication

Bayer Aktiengesellschaft
Leverkusen
Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022
Starkes Wachstum, Ausblick angehoben
– Konzernumsatz auf 12,8 Mrd. € erhöht (wpb. +9,6 %)
– EBITDA vor Sondereinflüssen auf 3,3 Mrd. € gesteigert (+30,0 %)
– Crop Science und Consumer Health mit starkem Umsatz- und Ergebniswachstum
– Pharmaceuticals mit leichtem Umsatz- und Ergebnisplus
– Bereinigtes Ergebnis je Aktie 1,93 € (+19,9 %)
– Konzernergebnis bei -0,3 Mrd. €
– Free Cashflow bei 1,1 Mrd. €
– Verbessertes ESG-Rating bei MSCI
– Konzernausblick für das Gesamtjahr angehoben
Kennzahlen Bayer-Konzern
| Veränderung in % | Veränderung in % | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Q2 2021 | Q2 2022 | nominal | wpb. | H1 2021 | H1 2022 | nominal | wpb. |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 10.854 | 12.819 | 18,1 | 9,6 | 23.182 | 27.458 | 18,4 | 12,1 |
| Umsatzveränderungen1 | ||||||||
| Menge | 11,3 % | 0,1 % | 6,7 % | 3,0 % | ||||
| Preis | 1,6 % | 9,5 % | 0,5 % | 9,1 % | ||||
| Währung | -5,2 % | 8,4 % | -6,4 % | 6,2 % | ||||
| Portfolio | 0,3 % | 0,1 % | 0,4 % | 0,1 % | ||||
| Umsatzerlöse nach Regionen | ||||||||
| Europa/Nahost/Afrika | 3.245 | 3.639 | 12,1 | 10,6 | 7.318 | 8.153 | 11,4 | 12,1 |
| Nordamerika | 4.066 | 4.817 | 18,5 | 5,7 | 8.964 | 10.779 | 20,2 | 9,7 |
| Asien/Pazifik | 2.302 | 2.492 | 8,3 | 3,1 | 4.481 | 4.903 | 9,4 | 4,5 |
| Lateinamerika | 1.241 | 1.871 | 50,8 | 31,8 | 2.419 | 3.623 | 49,8 | 34,7 |
| EBITDA1 | -891 | 2.651 | - | 3.278 | 7.943 | 142,3 | ||
| Sondereinflüsse1 | -3.468 | -698 | -3.417 | -657 | ||||
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | 2.577 | 3.349 | 30,0 | 6.695 | 8.600 | 28,5 | ||
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen' | 23,7 % | 26,1 % | 28,9 % | 31,3 % | ||||
| EBIT1 | -2.281 | 169 | - | 802 | 4.381 | - | ||
| Sondereinflüsse1 | -3.901 | -2.111 | -3.886 | -2.071 | ||||
| EBIT vor Sondereinflüssen1 | 1.620 | 2.280 | 40,7 | 4.688 | 6.452 | 37,6 | ||
| Finanzergebnis | -99 | -692 | - | -447 | -1.182 | 164,4 | ||
| Konzernergebnis (aus fortzuführendem und nicht fortgeführtem Geschäft) | -2.335 | -298 | -87,2 | -246 | 2.993 | - | ||
| Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem und nicht fortgeführtem Geschäft (in €) | -2,38 | -0,30 | -87,4 | -0,25 | 3,05 | |||
| Bereinigtes Ergebnis je Aktie1 aus fortzuführendem Geschäft (in €) | 1,61 | 1,93 | 19,9 | 4,20 | 5,46 | 30,0 | ||
| Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit (aus fortzuführendem und nicht fortgeführtem Geschäft) | 1.997 | 2.104 | 5,4 | -768 | 1.378 | - | ||
| Free Cashflow1 | 1.152 | 1.140 | -1,0 | -2.074 | -47 | -97,7 | ||
| Nettofinanzverschuldung (Stichtag) | 34.365 | 36.575 | 6,4 | 34.365 | 36.575 | 6,4 | ||
| Kapitalflusswirksame Investitionen (aus fort zuführendem und nicht fortgeführtem Geschäft) | 493 | 550 | 11,6 | 822 | 899 | 9,4 | ||
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 1.638 | 1.928 | 17,7 | 2.836 | 3.382 | 19,3 | ||
| Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen | 1.390 | 2.482 | 78,6 | 2.476 | 3.562 | 43,9 | ||
| Mitarbeiter (Stichtag)2 | 99.439 | 101.914 | 2,5 | 99.439 | 101.914 | 2,5 | ||
| Personalaufwand (einschl. Altersversorgung) | 2.931 | 3.391 | 15,7 | 5.751 | 6.562 | 14,1 |
Vorjahreswerte angepasst; wpb. = währungs- und portfoliobereinigt
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.
2 Mitarbeiter auf Vollzeitkräfte umgerechnet
Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2022
Wesentliche Ereignisse
Invasion Russlands in die Ukraine
Die Sicherheit unserer 700 Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine und ihrer Familien hat für uns oberste Priorität. Darüber hinaus haben wir einen Katastrophenhilfefonds eingerichtet und spenden auch Produkte wie Antibiotika und Saatgut für den Anbau von Nahrungsmitteln. Russland und die Ukraine machten zusammen rund 3 % unserer Umsatzerlöse im Jahr 2021 aus.
Als Folge des Krieges droht auch eine Beeinträchtigung der Energieversorgung sowie der globalen Lieferketten. Bei Bayer lag der Anteil der Energiekosten an den gesamten Herstellungskosten im Jahr 2021 bei lediglich rund 3 %. Wir sind gut vorbereitet, die Auswirkungen einer möglichen Gasverknappung weitestgehend einzudämmen. So haben wir unsere Prozesse angepasst, um unsere Abhängigkeit von Erdgas deutlich zu reduzieren. Dies beinhaltet sowohl eine Umstellung auf alternative Energiequellen als auch die Einführung von Energiesparprogrammen. Gleichzeitig erweitern wir unser Lieferantennetzwerk und bauen zusätzliche Vorräte auf, wo es möglich ist.
Konzernumsatz und -ergebnis waren im 2. Quartal nur geringfügig vom Krieg und seinen unmittelbaren Folgen beeinträchtigt. Nach heutiger Einschätzung erwarten wir auch für das Gesamtjahr 2022 keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen.
Portfolioänderungen
Im Juli haben wir eine Vereinbarung über den Verkauf von Nebido™ (Testosteronundecanoat) mit Grünenthal für einen Kaufpreis von bis zu 500 Mio. €, vorbehaltlich üblicher Abschlussanpassungen, unterzeichnet. Der Käufer erwirbt die weltweiten Produktrechte an Nebido™ sowie das Vertragsgeschäft in den USA, wo Endo Pharmaceuticals als Lizenznehmer den Wirkstoff unter dem Namen Aveed vertreibt. Die Transaktion wird voraussichtlich bis Ende 2022 abgeschlossen.
ESG-Rating
Wir haben bei einem wichtigen ESG-Rating bedeutende Fortschritte erzielt: MSCI ESG Research hat vor Kurzem seinen ESG Controversies Report aktualisiert und die rote Flagge für „Umweltbedenken im Zusammenhang mit genetisch veränderten Nutzpflanzen“ sowie die damit verbundene Behauptung eines Verstoßes gegen die Grundsätze des UN Global Compact aufgehoben. Nach der Aufhebung der roten Flagge von Institutional Shareholder Services (ISS) im Zusammenhang mit Neonicotinoid-Insektiziden im vergangenen Jahr stellt dies eine weitere wichtige Verbesserung unseres ESG-Ratingprofils dar.
1. Umsatz, Ertrags- und Finanzlage im Überblick1
1.1 Ertragslage
2. Quartal 2022
Konzernumsatz
Der Konzernumsatz stieg im 2. Quartal 2022 wpb. um 9,6 % auf 12.819 Mio. € (Vorjahr: 10.854 Mio. €; nominal: +18,1 %). Positive Währungseffekte wirkten sich mit 915 Mio. € (Vorjahr: negative Währungseffekte in Höhe von 524 Mio. €) aus. In Deutschland erzielten wir einen Umsatz von 610 Mio. € (Vorjahr: 554 Mio. €).
Crop Science verzeichnete einen signifikanten Umsatzanstieg, der auf ein deutlich verbessertes Marktumfeld zurückzuführen ist. Unser Pharmaceuticals-Geschäft wuchs im 2. Quartal leicht; Umsatzsteigerungen vor allem bei Eylea™ wirkten positiv, während preis- und volumenbedingte Rückgänge bei Xarelto™ das Wachstum dämpften, insbesondere aufgrund von Tenderverfahren in China und dem Patentablauf in Brasilien. Bei Consumer Health verzeichneten wir eine starke Umsatzsteigerung mit Zuwächsen in allen Regionen.
EBITDA vor Sondereinflüssen
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Konzerns erhöhte sich um 30,0 % auf 3.349 Mio. €. Hierin enthalten waren positive Währungseffekte in Höhe von 300 Mio. € (Vorjahr: -153 Mio. €). Bei Crop Science stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen erheblich, vor allem durch die sehr gute Geschäftsentwicklung. Bei Pharmaceuticals entwickelte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen vor allem aufgrund des Umsatzwachstums positiv. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health stieg signifikant, primär aufgrund der starken Umsatzsteigerung. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen des Konzerns betrug 26,1 %.
Abschreibungen
Die Aufwendungen aus Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen beliefen sich per saldo auf 2.482 Mio. € (Vorjahr: 1.390 Mio. €), wovon 2.082 Mio. € (Vorjahr: 1.025 Mio. €) auf immaterielle Vermögenswerte und 400 Mio. € (Vorjahr: 365 Mio. €) auf Sachanlagen entfielen. Wir verzeichneten per saldo Wertminderungen in Höhe von 1.460 Mio. € (Vorjahr: 458 Mio. €). Davon entfielen 1.453 Mio. € (Vorjahr: 466 Mio. €) auf immaterielle Vermögenswerte. Aufgrund der stark gestiegenen Kapitalmarktzinsen ergab sich die Notwendigkeit einer außerplanmäßigen Werthaltigkeitsprüfung. Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte betrafen insbesondere die Division Crop Science mit 1.322 Mio. €.
Wertminderungen und Wertaufholungen per saldo in Höhe von 1.413 Mio. € (Vorjahr: 427 Mio. €) wurden als Sonderaufwendungen erfasst.
EBIT und Sondereinflüsse
Das EBIT des Bayer-Konzerns betrug 169 Mio. € (Vorjahr: -2.281 Mio. €). Darin enthalten waren per saldo Sonderaufwendungen in Höhe von 2.111 Mio. € (Vorjahr: 3.901 Mio. €). Diese stehen im Wesentlichen in Verbindung mit den zuvor genannten Wertminderungen innerhalb der Division Crop Science sowie den laufenden Rechtsverfahren und Restrukturierungsmaßnahmen. Sondereinflüsse aus Desinvestitionen, insbesondere in der Division Pharmaceuticals, wirkten gegenläufig. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 40,7 % auf 2.280 Mio. € (Vorjahr: 1.620 Mio. €).
1 Für die Definition der alternativen Leistungskennzahlen verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.
Zur Ermittlung von EBIT und EBITDA haben wir folgende Sondereinflüsse berücksichtigt:
A 1
Sondereinflüsse1 nach Kategorien
| in Mio. € | EBIT Q2 2021 | EBIT Q2 2022 | EBIT H1 2021 | EBIT H1 2022 | EBITDA Q2 2021 | EBITDA Q2 2022 | EBITDA H1 2021 | EBITDA H1 2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Summe Sondereinflüsse | -3.901 | -2.111 | -3.886 | -2.071 | -3.468 | -698 | -3.417 | -657 |
| Restrukturierung | -212 | -184 | -301 | -261 | -210 | -183 | -292 | -260 |
| davon in der Überleitung | -144 | -25 | -210 | -55 | -144 | -24 | -210 | -54 |
| Akquisition/Integration | -7 | -3 | -4 | -3 | -7 | -3 | -4 | -3 |
| davon in der Überleitung | -1 | - | -1 | - | -1 | - | -1 | - |
| Desinvestitionen | 78 | 169 | 68 | 154 | 78 | 169 | 68 | 154 |
| davon in der Überleitung | - | -10 | - | -10 | - | -10 | - | -10 |
| Rechtsfälle/Rechtliche Risiken | -3.334 | -690 | -3.193 | -603 | -3.334 | -690 | -3.193 | -603 |
| davon in der Überleitung | 45 | -694 | 59 | -699 | 45 | -694 | 59 | -699 |
| Wertminderung/Wertaufholung2 | -433 | -1.416 | -463 | -1.417 | -2 | -3 | -3 | -3 |
| Sonstiges | 7 | 13 | 7 | 59 | 7 | 12 | 7 | 58 |
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.
2 Sofern diese nicht bereits in den anderen Sondereinfluss-Kategorien enthalten sind.
A 2
Sondereinflüsse1 nach Funktionskosten
| in Mio. € | EBIT Q2 2021 | EBIT Q2 2022 | EBIT H1 2021 | EBIT H1 2022 | EBITDA Q2 2021 | EBITDA Q2 2022 | EBITDA H1 2021 | EBITDA H1 2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Summe Sondereinflüsse | -3.901 | -2.111 | -3.886 | -2.071 | -3.468 | -698 | -3.417 | -657 |
| Herstellungskosten | -288 | -842 | -324 | -854 | -28 | -25 | -29 | -36 |
| Vertriebskosten | 77 | -282 | 65 | -300 | -32 | -125 | -44 | -143 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -279 | -452 | -271 | -462 | 5 | -14 | 13 | -24 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -173 | -59 | -255 | -120 | -173 | -59 | -255 | -120 |
| Sonstige betriebliche Erträge (+)/Aufwendungen (-) | -3.238 / | -476 | -3.101 | -335 | -3.240 | -475 | -3.102 | - 334 |
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.
Konzernergebnis
Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von -692 Mio. € (Vorjahr: -99 Mio. €) lag das Ergebnis vor Ertragsteuern bei -523 Mio. € (Vorjahr: -2.380 Mio. €). Das Finanzergebnis beinhaltete insbesondere das Beteiligungsergebnis von -96 Mio. € (Vorjahr: 209 Mio. €), das Zinsergebnis von -307 Mio. € (Vorjahr: -253 Mio. €), Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen von 136 Mio. € (Vorjahr: 18 Mio. €) sowie die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge von -113 Mio. € (Vorjahr: 107 Mio. €). Innerhalb des Finanzergebnisses sind per saldo negative Sondereinflüsse von 127 Mio. € (Vorjahr: positive Sondereinflüsse von 16 Mio. €) ausgewiesen. Nach Addition eines Ertrags aus Ertragsteuern von 234 Mio. € (Vorjahr: 52 Mio. €) und unter Berücksichtigung von Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich ein Konzernergebnis von -298 Mio. € (Vorjahr: -2.335 Mio. €).
Bereinigtes Konzernergebnis je Aktie
Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie lag bei 1,93 € (+19,9 %; Vorjahr: 1,61 €) und wurde vor allem durch die sehr gute Geschäftsentwicklung der Division Crop Science beeinflusst, gegenläufig wirkte eine negative Entwicklung des Finanzergebnisses vor Sondereinflüssen.
Das Ergebnis je Aktie (gesamt) lag bei -0,30 € (Vorjahr: -2,38 €). Im Vergleich zum bereinigten Konzernergebnis je Aktie wurde dieses vor allem durch die zuvor genannten Wertminderungen belastet.
A 3
Bereinigtes Ergebnis je Aktie „Core EPS“1
| in Mio. € | Q2 2021 | Q2 2022 | H1 2021 | H1 2022 |
|---|---|---|---|---|
| EBIT1 (gemäß Gewinn-und Verlustrechnung) | -2.281 | 169 | 802 | 4.381 |
| Abschreibungen/Wertminderungen/Wertaufholungen von Geschäfts-oder Firmenwerten und sonstigen immateriellen Vermögenswerten | 1.025 | 2.082 | 1.697 | 2.781 |
| Wertminderungen/Wertaufholungen von Sachanlagen und in den Sondereinflüssen enthaltene beschleunigte Abschreibungen | 3 | 8 | 46 | 15 |
| Sondereinflüsse (ohne Abschreibungen/Wertminderungen/Wertaufholungen) | 3.468 | 698 | 3.417 | 657 |
| „Core EBIT“1 | 2.215 | 2.957 | 5.962 | 7.834 |
| Finanzergebnis (gemäß Gewinn-und Verlustrechnung) | -99 | -692 | -447 | -1.182 |
| Sondereinflüsse Finanzergebnis2 | -16 | 127 | -53 | 198 |
| Ertragsteuern (gemäß Gewinn-und Verlustrechnung) | 52 | 234 | -593 | -194 |
| Sondereinflüsse Ertragsteuern | - | - | - | - |
| Steuereffekte bezogen auf Abschreibungen/Wertminderungen/ Wertaufholungen und Sondereinflüsse | -563 | -724 | -734 | -1.282 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern auf nicht beherrschende Anteile entfallend (gemäß Gewinn-und Verlustrechnung) | -7 | -9 | -8 | -12 |
| Auf andere Gesellschafter entfallender Anteil der oben dargestellten Anpassungen | - | - | - | - |
| Bereinigtes Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft | 1.582 | 1.893 | 4.127 | 5.362 |
| in Mio. Stück | ||||
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien | 982,42 | 982,42 | 982,42 | 982,42 |
| in € | ||||
| Bereinigtes Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft „Core EPS“1 | 1,61 | 1,93 | 4,20 | 5,46 |
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.
2 Darin enthalten sind insbesondere die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der Beteiligung an Century Therapeutics bzw. Pyxis Oncology sowie Aufwendungen für die Aufzinsung von Rückstellungen für Rechtsfälle/rechtliche Risiken. Das Vorjahr beinhaltet insbesondere die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der Elanco- bzw. Covestro-Beteiligung.
Personalaufwand und Mitarbeiter
Die Zahl der Beschäftigten des Bayer-Konzerns stieg im Stichtagsvergleich um 2,5 % auf 101.914 Mitarbeiter (Vorjahr: 99.439 Mitarbeiter). Der Personalaufwand erhöhte sich im 2. Quartal um 15,7 % auf 3.391 Mio. € (Vorjahr: 2.931 Mio. €). Dies ist u. a. auf Währungseffekte sowie eine erhöhte Vergütung zurückzuführen.
1. Halbjahr 2022
Konzernumsatz
Der Konzernumsatz stieg im 1. Halbjahr 2022 wpb. um 12,1 % auf 27.458 Mio. € (Vorjahr: 23.182 Mio. €; nominal +18,4 %), dabei wirkten sich positive Währungseffekte mit 1.444 Mio. € aus. Auf Deutschland entfiel ein Umsatz von 1.345 Mio. € (Vorjahr: 1.215 Mio. €).
In der Division Crop Science konnten wir den Umsatz mit einem prozentual zweistelligen Wachstum in allen Regionen merklich ausweiten. Unser Pharmaceuticals-Geschäft wuchs im 1. Halbjahr leicht; Umsatzsteigerungen vor allem bei Eylea™ in allen Regionen wirkten positiv, während preis- und volumenbedingte Rückgänge bei Xarelto™ das Wachstum dämpften, insbesondere aufgrund von Tenderverfahren in China. Bei Consumer Health verzeichneten wir eine deutliche Umsatzsteigerung mit Zuwächsen in allen Regionen und Kategorien.
EBITDA vor Sondereinflüssen
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Bayer-Konzerns stieg um 28,5 % auf 8.600 Mio. € (Vorjahr: 6.695 Mio. €). Hierin enthalten sind positive Währungseffekte in Höhe von 367 Mio. €. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen erhöhte sich auf 31,3 %; Währungseffekte wirkten mit 0,3 Prozentpunkten verwässernd.
Bei Crop Science stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen, im Wesentlichen aufgrund der sehr guten Geschäftsentwicklung. Zusätzlich profitierten wir von Mengenausweitungen sowie Beiträgen aus den laufenden Effizienzprogrammen. Bei Pharmaceuticals sank das EBITDA vor Sondereinflüssen leicht aufgrund hoher Marketinginvestitionen für neue Produkte. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health stieg vor allem aufgrund der deutlichen Umsatzsteigerung.
Abschreibungen
Die Abschreibungen und Wertminderungen beliefen sich in den ersten sechs Monaten 2022 auf 3.562 Mio. € (Vorjahr: 2.476 Mio. €). Diese setzten sich zusammen aus Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte von 2.781 Mio. € (Vorjahr: 1.697 Mio. €) und aus Abschreibungen auf Sachanlagen von 781 Mio. € (Vorjahr: 779 Mio. €). In den Abschreibungen waren per saldo Wertminderungen in Höhe von 1.515 Mio. € (Vorjahr: 524 Mio. €) enthalten. Davon entfielen per saldo Wertminderungen von 1.501 Mio. € (Vorjahr: 487 Mio. €) auf immaterielle Vermögenswerte. Diese standen insbesondere im Zusammenhang mit den zuvor genannten Wertberichtigungen in der Division Crop Science.
Wertminderungen und Wertaufholungen per saldo in Höhe von 1.414 Mio. € (Vorjahr: 463 Mio. €) sowie beschleunigte Abschreibungen in Höhe von 0 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) wurden als Sonderaufwendungen erfasst.
EBIT und Sondereinflüsse
Das EBIT des Bayer-Konzerns belief sich im 1. Halbjahr auf 4.381 Mio. € (Vorjahr: 802 Mio. €). Die Sonderaufwendungen beliefen sich per saldo auf 2.071 Mio. € (Vorjahr: 3.886 Mio. €). Diese stehen im Wesentlichen in Verbindung mit den zuvor genannten Wertminderungen innerhalb der Division Crop Science sowie den laufenden Rechtsverfahren und Restrukturierungsmaßnahmen. Sondereinflüsse aus Desinvestitionen, insbesondere in der Division Pharmaceuticals, wirkten gegenläufig. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 37,6 % auf 6.452 Mio. € (Vorjahr: 4.688 Mio. €).
Konzernergebnis
Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von -1.182 Mio. € (Vorjahr: -447 Mio. €) erzielten wir in den ersten beiden Quartalen ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 3.199 Mio. € (Vorjahr: 355 Mio. €). Das Finanzergebnis beinhaltete insbesondere das Beteiligungsergebnis von -163 Mio. € (Vorjahr: 217 Mio. €), das Zinsergebnis von -583 Mio. € (Vorjahr: -521 Mio. €), Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions-und sonstigen Rückstellungen von 210 Mio. € (Vorjahr: 37 Mio. €) sowie die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge in Höhe von -162 Mio. € (Vorjahr: 65 Mio. €). Innerhalb des Finanzergebnisses sind per saldo negative Sondereinflüsse von 198 Mio. € (Vorjahr: positive Sondereinflüsse von 53 Mio. €) ausgewiesen. Nach Abzug eines Ertragsteueraufwands von 194 Mio. € (Vorjahr: 593 Mio. €) erreichten wir ein Ergebnis nach Ertragsteuern von 3.005 Mio. € (Vorjahr: -238 Mio. €). Unter Berücksichtigung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft und Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich insgesamt ein Konzernergebnis von 2.993 Mio. € (Vorjahr: -246 Mio. €).
Bereinigtes Konzernergebnis je Aktie
Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie lag bei 5,46 € (Vorjahr: 4,20 €; +30,0 %) und wurde vor allem durch die sehr gute Geschäftsentwicklung der Division Crop Science beeinflusst. Gegenläufig wirkte eine negative Entwicklung des Finanzergebnisses vor Sondereinflüssen.
Das Ergebnis je Aktie (gesamt) lag bei 3,05 € (Vorjahr: -0,25 €). Im Vergleich zum bereinigten Konzernergebnis je Aktie wurde dieses vor allem durch die zuvor genannten Wertminderungen belastet.
1.2 Geschäftsentwicklung in den Divisionen
Crop Science
A 4
Kennzahlen Crop Science
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Q2 2021 | Q2 2022 | nominal | wpb. | H1 2021 | H1 2022 | nominal | wpb. |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 5.021 | 6.461 | 28,7 | 17,2 | 11.667 | 14.908 | 27,8 | 19,7 |
| Umsatzveränderungen1 | ||||||||
| Menge | 7,4 % | -2,4 % | 5,8 % | 2,2 % | ||||
| Preis | 3,2 % | 19,6 % | 2,3 % | 17,5 % | ||||
| Währung | -6,0 % | 11,5 % | -7,8 % | 8,1 % | ||||
| Portfolio | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | ||||
| Umsatzerlöse nach Regionen | ||||||||
| Europa/Nahost/Afrika | 1.003 | 1.255 | 25,1 | 24,8 | 2.884 | 3.388 | 17,5 | 19,7 |
| Nordamerika | 2.532 | 3.056 | 20,7 | 7,8 | 5.963 | 7.417 | 24,4 | 13,8 |
| Asien/Pazifik | 627 | 704 | 12,3 | 5,7 | 1.142 | 1.328 | 16,3 | 11,2 |
| Lateinamerika | 859 | 1.446 | 68,3 | 44,8 | 1.678 | 2.775 | 65,4 | 46,5 |
| EBITDA1 | -2.496 | 1.701 | - | -69 | 5.416 | - | ||
| Sondereinflüsse1 | -3.514 | -48 | -3.535 | -2 | ||||
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | 1.018 | 1.749 | 71,8 | 3.466 | 5.418 | 56,3 | ||
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen' | 20,3 % | 27,1 % | 29,7 % | 36,3 % | ||||
| EBIT1 | -3.483 | -258 | -92,6 | -1.730 | 2.770 | - | ||
| Sondereinflüsse1 | -3.945 | -1.369 | -3.997 | -1.324 | ||||
| EBIT vor Sondereinflüssen1 | 462 | 1.111 | 140,5 | 2.267 | 4.094 | 80,6 | ||
| Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit | 1.734 | 2.551 | 47,1 | -2.403 | 164 | - | ||
| Kapitalflusswirksame Investitionen | 187 | 239 | 27,8 | 303 | 389 | 28,4 | ||
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 819 | 997 | 21,7 | 1.282 | 1.575 | 22,9 |
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.
2. Quartal 2022
Umsatzerlöse
Im 2. Quartal 2022 verzeichnete Crop Science einen signifikanten wpb. Umsatzanstieg um 17,2 % auf 6.461 Mio. €, der auf ein deutlich verbessertes Marktumfeld zurückzuführen ist. In Lateinamerika und Europa/Nahost/Afrika konnten wir ein prozentual zweistelliges Wachstum erzielen und auch in Nordamerika und Asien/Pazifik registrierten wir eine starke Geschäftsentwicklung.
| ― | Im Bereich Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften stieg der Umsatz vor allem durch Preissteigerungen in den Regionen Nordamerika, Europa/Nahost/Afrika und Lateinamerika. Zusätzlich profitierten wir von Mengenausweitungen in allen Regionen außer Nordamerika, wo die Absatzmengen durch geringere Anbauflächen rückläufig waren. |
| ― | Bei den Herbiziden erzielten wir erhebliche Zuwächse, insbesondere in Latein- und Nordamerika sowie Europa/Nahost/Afrika durch ein anhaltend hohes Preisniveau bei unseren glyphosathaltigen Produkten. |
| ― | Der Umsatz bei den Fungiziden erhöhte sich in allen Regionen außer in Nordamerika, wo wir Mengenrückgänge aufgrund von nachteiligen Wetterbedingungen verzeichneten. |
| ― | Im Bereich Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften waren die Umsätze insbesondere aufgrund des Wegfalls von Erlösen aus Überproduktion in Nordamerika rückläufig sowie durch unseren Rückzug aus dem argentinischen Markt. |
| ― | Bei den Insektiziden erhöhte sich der Umsatz insbesondere durch die Einführung unseres neuen Produktes Movento™ in Europa/Nahost/Afrika sowie durch Mengenausweitungen in Lateinamerika. In Nordamerika war unser Geschäft durch Nachfrageverschiebungen in das Vorjahr belastet. |
| ― | Bei Environmental Science lag der Umsatz auf Vorjahresniveau. In Lateinamerika konnten wir den Umsatz aufgrund von Preissteigerungen weiter ausbauen, wohingegen wir in Nordamerika Mengenrückgänge verzeichneten. |
| ― | Im Bereich Gemüsesaatgut konnten wir in allen Regionen prozentual zweistellig wachsen. Vor allem in der Region Europa/Nahost/Afrika konnten wir den Umsatz aufgrund von vorgezogener Nachfrage deutlich steigern. |
| ― | In der Berichtseinheit Sonstige erzielten wir ein Wachstum insbesondere im Bereich Baumwollsaatgut in Nord- und Lateinamerika. |
A 5
Umsatzerlöse nach strategischen Geschäftseinheiten
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Q2 2021 | Q2 2022 | nominal | wpb. | H1 2021 | H1 2022 | nominal | wpb. |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Crop Science | 5.021 | 6.461 | 28,7 | 17,2 | 11.667 | 14.908 | 27,8 | 19,7 |
| Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften | 962 | 1.165 | 21,1 | 9,5 | 3.356 | 3.920 | 16,8 | 9,8 |
| Herbizide | 1.468 | 2.455 | 67,2 | 51,3 | 2.956 | 4.939 | 67,1 | 55,6 |
| Fungizide | 774 | 858 | 10,9 | 4,3 | 1.654 | 1.921 | 16,1 | 11,9 |
| Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften | 530 | 503 | -5,1 | -16,1 | 1.059 | 1.077 | 1,7 | -7,6 |
| Insektizide | 364 | 413 | 13,5 | 6,4 | 724 | 826 | 14,1 | 9,0 |
| Environmental Science | 316 | 353 | 11,7 | 1,1 | 601 | 730 | 21,5 | 12,1 |
| Gemüsesaatgut | 168 | 210 | 25,0 | 18,8 | 325 | 372 | 14,5 | 10,1 |
| Sonstige | 439 | 504 | 14,8 | 3,5 | 992 | 1.123 | 13,2 | 4,4 |
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.
Ergebnis
Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science stieg im 2. Quartal auf 1.749 Mio. € (Vorjahr: 1.018 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen auf die deutlich verbesserte Geschäftsentwicklung zurückzuführen. Zusätzlich profitierten wir von Beiträgen aus den laufenden Effizienzprogrammen. Kostenanstiege, insbesondere bei den Herstellungskosten, die hauptsächlich auf die hohe Inflation zurückzuführen sind, belasteten das Ergebnis. Wir verzeichneten einen positiven Währungseffekt in Höhe von 215 Mio. € (Vorjahr: -111 Mio. €). Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen stieg um 6,8 Prozentpunkte auf 27,1 %.
Das EBIT betrug -258 Mio. € (Vorjahr: -3.483 Mio. €). Hierin enthalten sind Sonderaufwendungen in Höhe von 1.369 Mio. € (Vorjahr: 3.945 Mio. €). Diese stehen vor allem in Verbindung mit Wertminderungen aufgrund gestiegener Kapitalkosten. Betroffen sind hier die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Gemüsesaatgut (269 Mio. €) sowie Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften (202 Mio. €). Darüber hinaus führten in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Baumwollsaatgut veränderte Geschäftserwartungen und gestiegene Kapitalkosten zu einer Wertminderung in Höhe von 851 Mio. €.
A 6
Sondereinflüsse1 Crop Science
| in Mio. € | EBIT Q2 2021 | EBIT Q2 2022 | EBIT H1 2021 | EBIT H1 2022 | EBITDA Q2 2021 | EBITDA Q2 2022 | EBITDA H1 2021 | EBITDA H1 2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Restrukturierung | -44 | -11 | -40 | -34 | -44 | -11 | -38 | -34 |
| Akquisition/Integration | 4 | -2 | -1 | -1 | -4 | -2 | -1 | -1 |
| Desinvestitionen | -8 | -29 | -18 | -48 | -8 | -29 | -18 | -48 |
| Rechtsfälle/Rechtliche Risiken | -3.458 | - | -3.477 | 91 | -3.458 | - | -3.477 | 91 |
| Wertminderung/Wertaufholung | -431 | -1.324 | -461 | -1.325 | - | -3 | -1 | -3 |
| Sonstiges | - | -3 | - | -7 | - | -3 | - | -7 |
| Summe Sondereinflüsse | -3.945 | -1.369 | -3.997 | -1.324 | -3.514 | -48 | -3.535 | -2 |
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.
1. Halbjahr 2022
Umsatzerlöse
Im 1. Halbjahr 2022 erhöhte Crop Science den Umsatz wpb. um 19,7 % auf 14.908 Mio. €, hierzu trugen alle Regionen mit einem prozentual zweistelligen Wachstum bei. Im Bereich Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften erhöhten sich unsere Umsätze insbesondere preisbedingt. Zusätzlich erzielten wir Mengenausweitungen in allen Regionen mit Ausnahme von Nordamerika, wo wir Mengenrückgänge durch geringere Anbauflächen verzeichneten. Bei den Herbiziden erzielten wir erhebliche Zuwächse in allen Regionen vor allem aufgrund des anhaltend hohen Preisniveaus bei unseren glyphosathaltigen Produkten. Durch Mengensteigerungen konnten wir das Geschäft mit Fungiziden in Lateinamerika, Europa/Nahost/Afrika und Asien/Pazifik weiter ausbauen, wohingegen wir in Nordamerika aufgrund von geringeren Absatzmengen einen Rückgang verzeichneten. Innerhalb der Berichtseinheit Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften verringerte sich der Umsatz aufgrund von Mengenrückgängen in den Regionen Nord- und Lateinamerika. Bei den Insektiziden erhöhten wir den Umsatz insbesondere aufgrund von Mengensteigerungen in den Regionen Lateinamerika und Europa/Nahost/Afrika, wohingegen das Geschäft in Nordamerika aufgrund von geringeren Absatzmengen rückläufig war. Im Bereich Environmental Science sowie bei Gemüsesaatgut stieg der Umsatz in allen Regionen. In der Berichtseinheit Sonstige entwickelte sich das Geschäft mit Baumwollsaatgut besonders positiv, insbesondere in den Regionen Nord- und Lateinamerika.
Ergebnis
Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science stieg im 1. Halbjahr 2022 um 56,3 % auf 5.418 Mio. € (Vorjahr: 3.466 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen auf die deutlich verbesserte Geschäftsentwicklung zurückzuführen. Zusätzlich profitierten wir von Mengenausweitungen sowie Beiträgen aus den laufenden Effizienzprogrammen. Wie im 2. Quartal belasteten insbesondere inflationsbedingt gestiegene Herstellungskosten das Ergebnis. Zusätzlich wirkten sich Währungseffekte in Höhe von 313 Mio. € positiv aus (Vorjahr: -363 Mio. €). Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen erhöhte sich auf 36,3 %; Währungseffekte wirkten mit 0,2 Prozentpunkten verwässernd.
Das EBIT belief sich auf 2.770 Mio. € (Vorjahr: -1.730 Mio. €), hierin enthalten sind Sonderaufwendungen in Höhe von 1.324 Mio. € (Vorjahr: 3.997 Mio. €). Diese resultierten im Wesentlichen aus den zuvor genannten Wertminderungen.
Pharmaceuticals
A 7
Kennzahlen Pharmaceuticals
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Q2 2021 | Q2 2022 | nominal | wpb. | H1 2021 | H1 2022 | nominal | wpb. |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 4.494 | 4.818 | 7,2 | 2,1 | 8.859 | 9.442 | 6,6 | 2,4 |
| Umsatzveränderungen1 | ||||||||
| Menge | 16,5 % | 2,4 % | 9,8 % | 3,1 % | ||||
| Preis | -0,3 % | -0,3 % | -2,4 % | -0,7 % | ||||
| Währung | -4,0 % | 5,1 % | -4,3 % | 4,0 % | ||||
| Portfolio | 0,4 % | 0,0 % | 0,7 % | 0,2 % | ||||
| Umsatzerlöse nach Regionen | ||||||||
| Europa/Nahost/Afrika | 1.774 | 1.878 | 5,9 | 4,3 | 3.469 | 3.713 | 7,0 | 6,8 |
| Nordamerika | 1.032 | 1.149 | 11,3 | -0,6 | 2.028 | 2.169 | 7,0 | -3,2 |
| Asien/Pazifik | 1.460 | 1.550 | 6,2 | 2,1 | 2.915 | 3.085 | 5,8 | 1,4 |
| Lateinamerika | 228 | 241 | 5,7 | -2,9 | 447 | 475 | 6,3 | -0,6 |
| EBITDA1 | 1.564 | 1.559 | -0,3 | 3.192 | 2.996 | -6,1 | ||
| Sondereinflüsse1 | 155 | 81 | 285 | 129 | ||||
| EBITDA vor Sondereinflüssen’ | 1.409 | 1.478 | 4,9 | 2.907 | 2.867 | -1,4 | ||
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen' | 31,4 % | 30,7 % | 32,8 % | 30,4 % | ||||
| EBIT1 | 1.312 | 1.206 | -8,1 | 2.681 | 2.408 | -10,2 | ||
| Sondereinflüsse1 | 152 | -10 | 277 | 38 | ||||
| EBIT vor Sondereinflüssen1 | 1.160 | 1.216 | 4,8 | 2.404 | 2.370 | -1,4 | ||
| Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit | 570 | 35 | -93,9 | 1.381 | 1.059 | -23,3 | ||
| Kapitalflusswirksame Investitionen | 236 | 229 | -3,0 | 392 | 360 | -8,2 | ||
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 762 | 864 | 13,4 | 1.443 | 1.656 | 14,8 |
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.
2. Quartal 2022
Umsatzerlöse
Der Umsatz von Pharmaceuticals stieg im 2. Quartal 2022 um wpb. 2,1 % auf 4.818 Mio. €. Die Markteinführung unserer neuen Produkte, vor allem Nubeqa™ und Kerendia™, verlief weiter erfolgreich. So erzielten wir mit unserem Krebsmedikament Nubeqa™ eine Verdoppelung der Umsätze im Vergleich zum Vorjahresquartal. Insgesamt wurde das Wachstum durch weitere Tenderverfahren in China, insbesondere bei Xarelto™ und Nexavar™, gedämpft.
| ― | Mit unserem oralen Gerinnungshemmer Xarelto™ verzeichneten wir einen Umsatzrückgang. Dieser ist insbesondere auf Preis- und Volumenrückgänge in China aufgrund von Tenderverfahren sowie auf den Patentablauf in Brasilien zurückzuführen. Die als Umsatz erfassten Lizenzeinnahmen in den USA, wo Xarelto™ von einer Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson vermarktet wird, lagen währungsbereinigt über dem Vorjahresquartal. |
| ― | Das Geschäft mit unserem Augenmedikament Eylea™ konnten wir prozentual zweistellig steigern und verzeichneten dabei Zuwächse in allen Regionen. Insbesondere in Europa weiteten wir unseren Marktanteil aus, auch durch die fortlaufende Ausbietung der EyleaTM-Fertigspritze. |
| ― | Der Umsatzrückgang mit unseren Langzeitkontrazeptiva der Mirena™-Produktfamilie ist vor allem auf ein temporär geändertes Nutzungsverhalten als Folge der Pandemie zurückzuführen. |
| ― | Mit unserem Produkt zur Behandlung von Herzerkrankungen, Adalat™, sowie unserem Produkt zur Herzinfarktsekundärprävention, Aspirin™ Cardio, erzielten wir ein kräftiges Volumenwachstum in China. |
| ― | Der Umsatz mit unserem Medikament zur Behandlung von Lungenhochdruck, Adempas™, wuchs weiterhin, vor allem in den USA. Die Umsätze beinhalteten wie bisher auch die anteilige Erfassung der Vorab- und Meilensteinzahlungen aus der sGC-Kooperation mit Merck & Co., USA. |
| ― | Die Umsatzsteigerung mit unserem Krebsmedikament Stivarga™ erzielten wir hauptsächlich durch Mengenausweitungen in China und den USA. |
| ― | Unser Radiologiegeschäft mit den Produktfamilien Gadovist™ und Ultravist™ konnten wir insbesondere durch Volumenausweitungen in Europa, Nord- und Lateinamerika sowie Asien/Pazifik deutlich steigern. |
A 8
Umsatzstärkste Pharmaceuticals-Produkte
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Q2 2021 | Q2 2022 | nominal | wpb. | H1 2021 | H1 2022 | nominal | wpb. |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Xarelto™ | 1.164 | 1.113 | -4,4 | -6,4 | 2.302 | 2.200 | -4,4 | -5,7 |
| Eylea™ | 711 | 807 | 13,5 | 11,7 | 1.382 | 1.581 | 14,4 | 12,8 |
| Mirena™/Kyleena™/Jaydess™ | 293 | 306 | 4,4 | -5,4 | 612 | 601 | -1,8 | -9,2 |
| Adalat™ | 174 | 212 | 21,8 | 11,2 | 349 | 451 | 29,2 | 18,6 |
| Kogenate™/Kovaltry™/Jivi™ | 211 | 212 | 0,5 | -5,6 | 396 | 420 | 6,1 | 0,4 |
| YAZ™/Yasmin™/Yasminelle™ | 191 | 212 | 11,0 | 4,4 | 376 | 410 | 9,0 | 5,0 |
| Aspirin™ Cardio | 159 | 201 | 26,4 | 18,9 | 343 | 388 | 13,1 | 6,9 |
| Adempas™ | 140 | 162 | 15,7 | 7,8 | 268 | 315 | 17,5 | 11,2 |
| Stivarga™ | 112 | 155 | 38,4 | 27,6 | 233 | 299 | 28,3 | 20,0 |
| Gadovist™-Produktfamilie | 104 | 128 | 23,1 | 17,5 | 204 | 236 | 15,7 | 12,9 |
| CT Fluid Delivery | 111 | 118 | 6,3 | -2,4 | 214 | 235 | 9,8 | 2,6 |
| Ultravist™ | 90 | 112 | 24,4 | 18,4 | 170 | 217 | 27,6 | 22,2 |
| Nubeqa™ | 49 | 105 | 114,3 | 101,5 | 93 | 181 | 94,6 | 82,3 |
| Nexavar™ | 110 | 83 | -24,5 | -29,5 | 231 | 165 | -28,6 | -32,2 |
| Betaferon ™/Betaseron™ | 80 | 75 | -6,3 | -14,2 | 169 | 158 | -6,5 | -11,7 |
| Summe umsatzstärkste Produkte | 3.699 | 4.001 | 8,2 | 3,2 | 7.342 | 7.857 | 7,0 | 3,1 |
| Anteil am Pharmaceuticals-Umsatz | 82 % | 83 % | 83 % | 83 % |
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.
Ergebnis
Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Pharmaceuticals stieg im 2. Quartal 2022 um 4,9 % auf 1.478 Mio. € (Vorjahr: 1.409 Mio. €). Gestiegene Rohstoffkosten sowie höhere Marketinginvestitionen in unsere neuen Produkte konnten durch das Umsatzwachstum weitestgehend ausgeglichen werden. Zusätzlich erzielten wir Erträge aus dem Verkauf von Randgeschäften. Wir verzeichneten positive Währungseffekte in Höhe von 41 Mio. € (Vorjahr: -26 Mio. €). Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen betrug 30,7 %.
Das EBIT betrug 1.206 Mio. € (Vorjahr: 1.312 Mio. €). Hierin enthalten sind per saldo Sonderaufwendungen in Höhe von 10 Mio. € (Vorjahr: Sondererträge in Höhe von 152 Mio. €). Sondererträgen aus dem Verkauf unserer Lormetazepam-Produkte standen Aufwendungen aus Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten aufgrund von Zinsänderungen gegenüber.
A 9
Sondereinflüsse1 Pharmaceuticals
| in Mio. € | EBIT Q2 2021 | EBIT Q2 2022 | EBIT H1 2021 | EBIT H1 2022 | EBITDA Q2 2021 | EBITDA Q2 2022 | EBITDA H1 2021 | EBITDA H1 2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Restrukturierung | -16 | -145 | -37 | -151 | -13 | -145 | -29 | -151 |
| Akquisition/Integration | -2 | -1 | -2 | -2 | -2 | -1 | -2 | -2 |
| Desinvestitionen | 86 | 208 | 86 | 212 | 86 | 208 | 86 | 212 |
| Rechtsfälle/Rechtliche Risiken | 79 | 4 | 225 | 5 | 79 | 4 | 225 | 5 |
| Wertminderung/Wertaufholung | -2 | -92 | -2 | -92 | -2 | - | -2 | - |
| Sonstiges | 7 | 16 | 7 | 66 | 7 | 15 | 7 | 65 |
| Summe Sondereinflüsse | 152 | -10 | 277 | 38 | 155 | 81 | 285 | 129 |
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.
1. Halbjahr 2022
Umsatzerlöse
Der Umsatz von Pharmaceuticals stieg in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 um wpb. 2,4 % auf 9.442 Mio. €. Hierzu trug vor allem die Ausweitung des Geschäfts mit unserem Augenmedikament Eylea™ in allen Regionen bei, insbesondere in Europa durch die fortlaufende Ausbietung der Eylea™-Fertigspritze. Der Umsatz mit Xarelto™ war rückläufig, vor allem in China aufgrund von Tenderverfahren sowie aufgrund des Patentablaufs in Brasilien. Mit Nubeqa™ verzeichneten wir signifikante Zuwächse, speziell durch Volumenausweitungen in den USA.
Ergebnis
Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Pharmaceuticals sank im 1. Halbjahr 2022 leicht um 1,4 % auf 2.867 Mio. € (Vorjahr: 2.907 Mio. €), insbesondere durch gestiegene Rohstoffkosten sowie höhere Marketinginvestitionen in unsere neuen Produkte. Auch unsere Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen gegenüber dem Vorjahr, das durch die anteilige Erfassung von Erlösen von 52 Mio. € aus dem Verkauf eines Priority-Review-Vouchers in den USA begünstigt war. Positiv wirkten sich das Umsatzwachstum sowie Erträge aus dem Verkauf von Randgeschäften aus. Außerdem verzeichneten wir positive Währungseffekte in Höhe von 7 Mio. € (Vorjahr: -83 Mio. €). Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen betrug 30,4 %; Währungseffekte wirkten mit 1,1 Prozentpunkten verwässernd.
Das EBIT betrug 2.408 Mio. € (Vorjahr: 2.681 Mio. €). Hierin enthalten sind per saldo Sondererträge in Höhe von 38 Mio. € (Vorjahr: 277 Mio. €). Sondererträgen aus dem Verkauf unserer Lormetazepam-Produkte sowie aus der Bewertung bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert standen Aufwendungen aus Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten aufgrund von Zinsänderungen gegenüber.
Consumer Health
A 10
Kennzahlen Consumer Health
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Q2 2021 | Q2 2022 | nominal | wpb. | H1 2021 | H1 2022 | nominal | wpb. |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 1.290 | 1.496 | 16,0 | 6,8 | 2.542 | 3.008 | 18,3 | 11,9 |
| Umsatzveränderungen1 | ||||||||
| Menge | 10,8 % | 2,5 % | 0,9 % | 6,9 % | ||||
| Preis | 2,0 % | 4,3 % | 2,6 % | 5,0 % | ||||
| Währung | -6,4 % | 8,7 % | -6,7 % | 5,9 % | ||||
| Portfolio | 1,0 % | 0,5 % | 1,0 % | 0,5 % | ||||
| Umsatzerlöse nach Regionen | ||||||||
| Europa/Nahost/Afrika | 419 | 462 | 10,3 | 6,4 | 852 | 953 | 11,9 | 11,6 |
| Nordamerika | 503 | 611 | 21,5 | 7,7 | 973 | 1.192 | 22,5 | 11,3 |
| Asien/Pazifik | 214 | 238 | 11,2 | 3,0 | 423 | 490 | 15,8 | 8,5 |
| Lateinamerika | 154 | 185 | 20,1 | 10,3 | 294 | 373 | 26,9 | 20,1 |
| EBITDA1 | 269 | 327 | 21,6 | 555 | 697 | 25,6 | ||
| Sondereinflüsse1 | -9 | -3 | -15 | -21 | ||||
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | 278 | 330 | 18,7 | 570 | 718 | 26,0 | ||
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen' | 21,6 % | 22,1 % | 22,4 % | 23,9 % | ||||
| EBIT1 | 187 | 239 | 27,8 | 388 | 523 | 34,8 | ||
| Sondereinflüsse1 | -8 | -3 | -14 | -21 | ||||
| EBIT vor Sondereinflüssen1 | 195 | 242 | 24,1 | 402 | 544 | 35,3 | ||
| Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit | 165 | 116 | -29,7 | 406 | 429 | 5,7 | ||
| Kapitalflusswirksame Investitionen | 43 | 35 | -18,6 | 67 | 58 | -13,4 | ||
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 47 | 51 | 8,5 | 92 | 104 | 13,0 |
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.
2. Quartal 2022
Umsatzerlöse
Im 2. Quartal 2022 verzeichneten wir bei Consumer Health eine starke Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahresquartal um wpb. 6,8 % auf 1.496 Mio. € mit Zuwächsen in allen Regionen. Unser Geschäft mit Erkältungsprodukten konnten wir aufgrund anhaltender Erkältungswellen deutlich ausweiten, insbesondere in Europa und Nordamerika. Im Juni verzeichneten wir erste Umsätze mit unserem Produkt Astepro™, das wir von einem verschreibungspflichtigen Medikament in den OTC-Status überführt haben, und das damit als erstes und einziges steroidfreies Antihistamin-Nasenspray rezeptfrei auf dem US-Markt erhältlich ist.
Nach einer sehr starken Umsatzentwicklung seit 2020 entwickelte sich die Kategorie Nahrungsergänzung leicht rückläufig, verblieb aber insgesamt auf einem hohen Niveau.
| ― | In Europa/Nahost/Afrika stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal stark. Vor allem unser Geschäft mit Erkältungsprodukten entwickelte sich erfreulich, insbesondere mit Aspirin™. Die Kategorien Magen-Darm-Gesundheit und Dermatologie verzeichneten ebenfalls Zuwächse, u. a. mit Rennie™ und Bepanthen™. Unser Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln entwickelte sich rückläufig gegenüber einem sehr starken Vorjahresquartal. |
| ― | In Nordamerika entwickelte sich das Geschäft sehr positiv, insbesondere mit Erkältungsprodukten der Alka-Seltzer™-Produktfamilie. Zudem profitierten wir von Zuwächsen in der Kategorie Magen-Darm-Gesundheit, vor allem durch die anhaltend hohe Nachfrage nach MiraLAX™. Unser Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln entwickelte sich gegenüber einem starken Vorjahresquartal rückläufig. |
| ― | In Asien/Pazifik konnten wir den Umsatz moderat steigern, in einem Geschäftsumfeld, in dem sich Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in China negativ auswirkten. Während sich dies insbesondere in der Kategorie Magen-Darm-Gesundheit zeigte, die stark rückläufig war, konnten Zuwächse in den Kategorien Dermatologie und Nahrungsergänzung, u. a. mit Redoxon™, dies mehr als ausgleichen. |
| ― | In Lateinamerika erzielten wir einen starken Umsatzanstieg, u. a. aufgrund der hohen Nachfrage nach Erkältungsprodukten. Die Kategorien Schmerz und Kardio sowie Magen-Darm-Gesundheit entwickelten sich ebenfalls positiv. Mit Nahrungsergänzungsmitteln verzeichneten wir Umsatzrückgänge nach einem sehr starken 1. Quartal. |
A 11
Umsatzerlöse nach Kategorien
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Q2 2021 | Q2 2022 | nominal | wpb. | H1 2021 | H1 2022 | nominal | wpb. |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Consumer Health | 1.290 | 1.496 | 16,0 | 6,8 | 2.542 | 3.008 | 18,3 | 11,9 |
| Nahrungsergänzung | 357 | 378 | 5,9 | -3,7 | 710 | 797 | 12,3 | 5,8 |
| Allergie und Erkältung | 244 | 315 | 29,1 | 16,9 | 479 | 659 | 37,6 | 27,6 |
| Dermatologie | 288 | 329 | 14,2 | 8,0 | 568 | 642 | 13,0 | 9,7 |
| Schmerz und Kardio | 198 | 233 | 17,7 | 7,3 | 389 | 443 | 13,9 | 7,3 |
| Magen-Darm-Gesundheit | 185 | 226 | 22,2 | 13,1 | 363 | 439 | 20,9 | 14,3 |
| Sonstigewbp - währungs- und portfoliobereinigt | 18 | 15 | -16,7 | -10,8 | 33 | 28 | -15,2 | -15,9 |
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.
Ergebnis
Im 2. Quartal 2022 stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen um 18,7 % auf 330 Mio. € (Vorjahr: 278 Mio. €). Hierzu trugen insbesondere die starke Umsatzsteigerung sowie unser kontinuierliches Kosten- und Preismanagement bei, welche die gegenläufigen Effekte aus inflationsbedingten Kostensteigerungen mehr als ausgleichen konnten. Zusätzlich vereinnahmten wir Einmalerträge aus dem Verkauf einer kleineren, nichtstrategischen Marke. Wir verzeichneten positive Währungseffekte von 49 Mio. € (Vorjahr: -20 Mio. €). Die um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich um 0,5 Prozentpunkte auf 22,1 %.
Das EBIT betrug 239 Mio. € (Vorjahr: 187 Mio. €). Hierin enthalten sind Sonderaufwendungen von 3 Mio. € im Zusammenhang mit Restrukturierungen (Vorjahr: 8 Mio. €).
A 12
Sondereinflüsse1 Consumer Health
| in Mio. € | EBIT Q2 2021 | EBIT Q2 2022 | EBIT H1 2021 | EBIT H1 2022 | EBITDA Q2 2021 | EBITDA Q2 2022 | EBITDA H1 2021 | EBITDA H1 2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Restrukturierung | -8 | -3 | -14 | -21 | -9 | -3 | -15 | -21 |
| Summe Sondereinflüsse | -8 | -3 | -14 | -21 | -9 | -3 | -15 | -21 |
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.
1. Halbjahr 2022
Umsatzerlöse
Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Umsatz von Consumer Health deutlich um wpb. 11,9 % auf 3.008 Mio. €. Wir konnten das Geschäft in allen Regionen und Kategorien ausweiten, auch durch marktbedingte Nachfrageverschiebungen. Besonders positiv wirkten sich die Erholung unseres Geschäfts mit Erkältungsprodukten nach der Aufhebung erhöhter Schutz- und Hygienemaßnahmen sowie Zuwächse aufgrund anhaltender Erkältungswellen im 2. Quartal aus. Auch die Kategorien Dermatologie und Magen-Darm-Gesundheit, u. a. mit Bepanthen™ und MiraLAX™, entwickelten sich erfreulich. Die Kategorie Nahrungsergänzung trug ebenfalls zu der positiven Entwicklung bei.
Ergebnis
Im 1. Halbjahr 2022 stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen auf 718 Mio. € (Vorjahr: 570 Mio. €). Hierzu trugen insbesondere die deutliche Umsatzsteigerung sowie unser kontinuierliches Kosten- und Preismanagement bei, welche die gegenläufigen Effekte aus zusätzlichen Investitionen in die Vermarktung unserer innovativen Produkte und inflationsbedingten Kostensteigerungen mehr als ausgleichen konnten. Zusätzlich vereinnahmten wir Einmalerträge aus dem Verkauf kleinerer, nicht-strategischer Marken. Zudem verzeichneten wir positive Währungseffekte von 55 Mio. € (Vorjahr: -46 Mio. €). Die um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich deutlich um 1,5 Prozentpunkte auf 23,9 %; Währungseffekte wirkten sich mit 0,7 Prozentpunkten vorteilhaft auf die Marge aus.
Das EBIT betrug 523 Mio. € (Vorjahr: 388 Mio. €). Hierin enthalten sind Sonderaufwendungen von 21 Mio. € im Zusammenhang mit Restrukturierungen (Vorjahr: 14 Mio. €).
1.3 Finanz- und Vermögenslage Bayer-Konzern
Kapitalflussrechnung
A 13
Kapitalflussrechnung Bayer-Konzern (Kurzfassung)
| in Mio. € | Q2 2021 | Q2 2022 | H1 2021 | H1 2022 |
|---|---|---|---|---|
| Zu-/Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 1.997 | 2.104 | -768 | 1.378 |
| Zu-/Abfluss aus investier Tätigkeit | 447 | -2.771 | 4.392 | -2.029 |
| Zu-/Abfluss aus Finanzierungstätigkeit | -4.603 | -1.814 | -4.490 | -739 |
| Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit | -2.159 | -2.481 | -866 | -1.390 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenanfang | 5.550 | 5.790 | 4.191 | 4.564 |
| Veränderung aus Wechselkurs-/Konzernkreisänderungen | -2 | 106 | 64 | 241 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende | 3.389 | 3.415 | 3.389 | 3.415 |
Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit
| ― | Im 2. Quartal 2022 betrug der Cashflow aus operativer Tätigkeit 2.104 Mio. € (Vorjahr: 1.997 Mio. €). Darin enthalten sind Vergleichszahlungen im Zusammenhang mit den Rechtsfällen Glyphosat, PCB und Essure™ in Höhe von 326 Mio. € (Vorjahr: 877 Mio. €). |
Cashflows aus investiver Tätigkeit
| ― | Der Cashflow aus investiver Tätigkeit lag im 2. Quartal 2022 bei -2.771 Mio. € (Vorjahr: 447 Mio. €). |
| ― | Aus kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten resultierten per saldo Auszahlungen in Höhe von 2.261 Mio. € (Vorjahr: Einzahlungen 930 Mio. €). Die hohen Auszahlungen im 2. Quartal 2022 entfielen hauptsächlich auf den Erwerb von Anteilen an Money-Market-Funds. |
Cashflows aus Finanzierungstätigkeit
| ― | Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit ergaben sich im 2. Quartal 2022 per saldo Auszahlungen in Höhe von 1.814 Mio. € (Vorjahr: 4.603 Mio. €). |
| ― | Davon entfielen 588 Mio. € auf die Nettokreditaufnahme (Vorjahr: Nettoschuldentilgung 2.255 Mio. €). |
| ― | Die Nettozinsausgaben betrugen 436 Mio. € (Vorjahr: 383 Mio. €). |
| ― | Als Dividende zahlte der Bayer-Konzern 1.966 Mio. € (Vorjahr: 1.965 Mio. €) aus. |
Free Cashflow
| ― | Der Free Cashflow (Gesamt) belief sich im 2. Quartal 2022 auf 1.140 Mio. € (Vorjahr: 1.152 Mio. €). |
Nettofinanzverschuldung
A 14
Nettofinanzverschuldung1
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.03.2022 | 30.06.2022 | Veränderung zum 31.03. in % |
|---|---|---|---|---|
| Anleihen | 37.593 | 39.225 | 38.088 | -2,9 |
| davon Hybridanleihen2 | 4.537 | 5.824 | 4.526 | -22,3 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten3 | 773 | 890 | 3.928 | - |
| Leasingverbindlichkeiten | 1.165 | 1.146 | 1.194 | 4,2 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten4 | 69 | 142 | 106 | -25,4 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 1.272 | 1.144 | 1.318 | 15,2 |
| Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten4 | -114 | -129 | -207 | 60,5 |
| Finanzverschuldung | 40.758 | 42.418 | 44.427 | 4,7 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -4.564 | -5.785 | -3.412 | -41,0 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte5 | -3.057 | -2.106 | -4.440 | 110,8 |
| Nettofinanzverschuldung1 | 33.137 | 34.527 | 36.575 | 5,9 |
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.
2 Nach IFRS Fremdkapital
3 Darin enthalten sind neben finanziellen auch nichtfinanzielle Verbindlichkeiten.
4 Darin enthalten sind Marktwerte aus der Zins- und Währungssicherung bilanzieller Risiken.
5 Darin enthalten sind kurzfristige Forderungen gegenüber Banken und anderen Unternehmen mit einer Laufzeit > 3 Monate und ≤ 12 Monate, Finanzinvestitionen in Schuldtitel sowie Eigenkapitaltitel, die beim erstmaligen Ansatz als kurzfristig ausgewiesen werden.
| ― | Die Nettofinanzverschuldung des Bayer-Konzerns erhöhte sich im 2. Quartal 2022 um 2,1 Mrd. € auf 36,6 Mrd. € (Stand zum 31. März 2022: 34,5 Mrd. €). Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit haben die Auszahlungen für die Dividendenausschüttung und negative Währungseffekte nicht vollständig ausgleichen können. |
| ― | Die Bayer AG hat im März 2022 neue Hybridanleihen über 1,3 Mrd. € platziert. Die Erlöse wurden für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet, einschließlich der Finanzierung des vorzeitigen Rückkaufs der Hybridanleihe über 1,3 Mrd. €, die zum 2. Oktober 2022 kündbar war. Der Rückkauf erfolgte im April bzw. Mai 2022. Darüber hinaus wurden im 2. Quartal 2022 zwei Anleihen über insgesamt 250 Mio. USD (229 Mio. €) vorzeitig zurückgezahlt sowie eine Anleihe mit einem Nominalvolumen von 750 Mio. € und eine Anleihe im Nominalvolumen von 10 Mrd. JPY (73 Mio. €) planmäßig getilgt. |
| ― | Die Bayer AG hat im Mai 2022 eine Kreditlinie in Höhe von 3 Mrd. € vereinbart und gezogen. Die Liquidität ist in Money-Market-Funds investiert und dient zur Risikoabsicherung im Fall einer Verschlechterung der gegenwärtigen geopolitischen Situation. |
| ― | Unsere aktuellen Rating-Einstufungen sind wie folgt: |
A 15
Rating
| Ratingagentur | Langfrist-Rating | Kurzfrist-Rating | Ausblick |
|---|---|---|---|
| S&P Global Ratings | BBB | A2 | stabil |
| Moody's | Baa2 | P2 | negativ |
| Fitch Ratings | BBB+ | F2 | stabil |
Vermögenslage und Kapitalstruktur
A 16
Bilanz Bayer-Konzern (Kurzfassung)
| in Mio. € | 31.12.2021 | 31.03.2022 | 30.06.2022 | Veränderung zum 31.03. in % |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 87.663 | 87.536 | 89.244 | 2,0 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 76 | 1.359 | 1.600 | 17,7 |
| Übrige kurzfristige Vermögenswerte | 32.502 | 36.887 | 37.950 | 2,9 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 32.578 | 38.246 | 39.550 | 3,4 |
| Gesamtvermögen | 120.241 | 125.782 | 128.794 | 2,4 |
| Eigenkapital | 33.168 | 37.607 | 38.204 | 1,6 |
| Langfristiges Fremdkapital | 57.670 | 57.156 | 56.947 | -0,4 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 29.403 | 31.019 | 33.643 | 8,5 |
| Fremdkapital | 87.073 | 88.175 | 90.590 | 2,7 |
| Gesamtkapital | 120.241 | 125.782 | 128.794 | 2,4 |
Vorperioden angepasst
| ― | Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2022 erhöhte sich gegenüber dem Vorquartal um 3,0 Mrd. € auf 128,8 Mrd. €. |
| ― | Die langfristigen Vermögenswerte stiegen im 2. Quartal um 1,7 Mrd. € auf 89,2 Mrd. €. Dieser Effekt resultierte im Wesentlichen aus der Fremdwährungsbewertung zum Stichtag, insbesondere bei dem Geschäfts- und Firmenwert (1,9 Mrd. €) und bei den sonstigen immateriellen Vermögenswerten (1,3 Mrd. €). Gleichzeitig sorgten Wertminderungen der Divisionen Crop Science und Pharmaceuticals für eine Reduzierung der langfristigen Vermögenswerte um 1,5 Mrd. €. |
| ― | Die Summe der kurzfristigen Vermögenswerte erhöhte sich um 1,3 Mrd. € auf 39,6 Mrd. €. Auch hier wirkte die Fremdwährungsbewertung zum 30. Juni 2022, insbesondere auf die Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Während die finanziellen Vermögenswerte aufgrund von Investments in Money-Market-Funds um 2,2 Mrd. € stiegen, sanken die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente infolge der Dividendenauszahlung. |
| ― | Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem 31. März 2022 um 0,6 Mrd. € auf 38,2 Mrd. €. Der Effekt resultierte aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Eigenkapitalpositionen (+2,2 Mrd. €) sowie der ergebnisneutralen Veränderung des Pensionsabzinsungssatzes und der Fair-Value-Bewertung des Planvermögens (+0,7 Mrd. € unter Berücksichtigung latenter Steuern). Gegenläufig wirkten die Dividendenauszahlung (2,0 Mrd. €) sowie das Quartalsergebnis nach Ertragsteuern (-0,3 Mrd. €). Die Eigenkapitalquote sank zum 30. Juni 2022 auf 29,7 % (31. März 2022: 29,9 %). |
| ― | Das Fremdkapital erhöhte sich im 2. Quartal um 2,4 Mrd. € auf 90,6 Mrd. €. Besonders hervorzuheben sind der Anstieg der finanziellen Verbindlichkeiten um 2,1 Mrd. € (davon +1,3 Mrd. € aus der Fremdwährungsbewertung von USD-Anleihen zum 30. Juni 2022, -1,3 Mrd. € aus der Rückzahlung der alten Hybrid-Anleihe im April bzw. Mai, -1,1 Mrd. € aus der Rückzahlung von YEN-, USD-, EUR-Anleihen sowie +3,0 Mrd. € für die Inanspruchnahme einer zusätzlichen Kreditlinie), der Anstieg der Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten um 0,8 Mrd. € sowie weitere Effekte aus der Fremdwährungsbewertung (1,8 Mrd. €). Mit dem Abbau der erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich die Rückerstattungsverbindlichkeiten für erwartete Rabatte im Crop-Science-Geschäft um 0,9 Mrd. €. Gegenläufig wirkten insbesondere die Reduzierung der Pensionsrückstellungen aufgrund des Zinsanstiegs (1,3 Mrd. €) sowie die Inanspruchnahme von Personalrückstellungen im Zusammenhang mit der variablen erfolgsabhängigen Einmalzahlung an Mitarbeiter (1,4 Mrd. €). |
2. Forschung, Entwicklung, Innovation
Crop Science
Kooperationen
Im April haben wir die Erweiterung der strategischen Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Biotech- Unternehmen Ginkgo Bioworks angekündigt. Ginkgo Bioworks soll hierfür von uns die Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen für landwirtschaftliche Biologika in West Sacramento sowie die entsprechende Wirkstoffforschungs- und Lead-Optimierungsplattform übernehmen. Im Zuge dessen sollen wir u. a. vollen Zugriff auf die Technologien zur Stickstofffixierung des Joint Ventures Joyn Bio erhalten. Ginkgo Bioworks wird damit unser langjähriger strategischer Partner bei der Entwicklung biologischer Lösungen, etwa zur Stickstoffoptimierung oder Kohlenstoffbindung und für neuartige Ansätze im Pflanzenschutz. Durch die Transaktion wollen wir unsere führende Stellung bei den Biologika ausbauen, den Zugang zu Schlüsseltechnologien in der synthetischen Biologie stärken und unsere Rolle als bevorzugter Forschungs-, Entwicklungs- und Vertriebspartner im Biologika-Segment aufrechterhalten.
Pharmaceuticals
Unsere Forschungs- und Entwicklungs-Pipeline prüfen wir regelmäßig, um die aussichtsreichsten Pharma- Projekte mit Priorität voranzutreiben.
Klinische Prüfungsphase II und III Projekte
Die wichtigsten Arzneimittelkandidaten der klinischen Prüfungsphase II sind:
A 17
Forschungs- und Entwicklungsprojekte (Phase II)
| Projekte | Indikation |
|---|---|
| Adrenomedullin Pegol (PEG-ADM Inhale) | Akutes Atemnotsyndrom |
| Asundexian (FXIa Inhibitor) | Prävention von Schlaganfall in Patienten mit Vorhofflimmern |
| Asundexian (FXIa Inhibitor) | Sekundäre Prävention von Schlaganfall |
| Asundexian (FXIa Inhibitor) | Prävention schwerer kardialer Ereignisse (MACE) |
| Gadoquatrane (BAY 1747846, High Relaxivity Contrast Agent) | Magnetresonanztomografie |
| BAY 2395840 (BDKRB1 Antagonist) | Neuropathische Schmerzen |
| Fesomersen (BAY 2976217, FXI LICA, IONIS-FXI-Lrx)1 | Prävention von Thrombosen bei terminaler Niereninsuffizienz |
| Osocimab (Anti-FXIa Antibody) | Prävention von Thrombosen bei terminaler Niereninsuffizienz |
| Regorafenib + Nivolumab Kombination2 | Rezidivierende oder metastasierende solide Tumore |
| Regorafenib + Pembrolizumab Kombination | Second-Line-Therapie bei inoperablem Leberkarzinom |
| Runcaciguat (sGC Aktivator) | Chronische Nierenkrankheit |
| Runcaciguat (sGC Aktivator) / Stand: 17 Juni 2022 | Nicht proliferative diabetische Retinopathie |
Stand: 17. Juni 2022
1 In Zusammenarbeit mit lonis Pharmaceuticals, Inc., USA
2 In Zusammenarbeit mit Bristol-Myers Squibb Company Co., USA, und Ono Pharmaceutical Co., Ltd., Japan
Die folgende Tabelle enthält unsere wichtigsten Arzneimittelkandidaten der klinischen Prüfungsphase III:
A 18
Forschungs- und Entwicklungsprojekte (Phase III)
| Projekte | Indikation |
|---|---|
| Aflibercept High Dose (VEGF-Inhibitor)' | Diabetisches Makulaödem |
| Aflibercept High Dose (VEGF-Inhibitor)' | Neovaskuläre Altersabhängige Makuladegeneration (nAMD) |
| Copanlisib (PI3K-Inhibitor) + Chemotherapie Kombination | Zweitlinien-Therapie bei indolentem Non Hodgkin's Lymphom (NHL) |
| Darolutamid (ODM-201, AR-Antagonist) | Hormonsensitives, metastasiertes Prostatakarzinom |
| Darolutamid (ODM-201, AR-Antagonist) / ADT ohne Chemotherapie | Adjuvante Behandlung bei lokalisiertem Prostatakrebs mit sehr hohem Rezidivrisiko |
| Elinzanetant (Neurokinin-1,3 Rezeptor-Antagonist) | Vasomotorische Symptome |
| Finerenon (MR-Antagonist) | Herzinsuffizienz mit mittlerer oder erhaltener Ejektionsfraktion |
| Finerenon (MR-Antagonist) | Nicht-diabetische chronische Nierenerkrankung |
| Regorafenib (Multi-Kinase-Inhibitor) | Neu diagnostizierte oder rezidivierte Glioblastome |
| Vericiguat (sGC-Activator)2 | Stabile chronische Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) |
Stand: 17. Juni 2022
1 In Zusammenarbeit mit Regeneron Pharmaceuticals, Inc., USA
2 In Zusammenarbeit mit Merck & Co., Inc., USA
Das Wesen der Arzneimittelforschung und -entwicklung bedingt, dass nicht alle Wirkstoffe das jeweils festgelegte Projektziel erreichen werden. Es besteht die Möglichkeit, dass einige oder alle der hier aufgeführten Projekte aufgrund wissenschaftlicher und/oder wirtschaftlicher Erwägungen abgebrochen werden und somit nicht zu einem marktfähigen Produkt führen. Zudem ist es möglich, dass die für diese Wirkstoffe erforderliche Zulassung als Arzneimittel durch die Food and Drug Administration (FDA), die European Medicines Agency (EMA) oder eine andere Zulassungsbehörde nicht erteilt wird. Darüber hinaus überprüfen wir unsere Forschungs- und Entwicklungs-Pipeline regelmäßig, um die aussichtsreichsten Pharmaceuticals-Projekte mit Priorität voranzutreiben.
Im ersten Halbjahr 2022 ergaben sich die folgenden wesentlichen Entwicklungen:
Asundexian
| ― | Im April präsentierten wir positive Ergebnisse der ersten Phase-IIb-Studie PACIFIC-AF zur Sicherheit von Asundexian bei Patienten mit Vorhofflimmern. Als selektiver Modulator der Blutgerinnung wird der einmal täglich einzunehmende FXIa-Inhibitor Asundexian als neue Behandlungsoption für die Thromboseprävention untersucht. |
TASK-Kanal-Inhibitor
| ― | Im April haben wir aufgrund der Ergebnisse der Spray-Smart-Studie beschlossen, die Entwicklungsaktivitäten für den TASK-Kanal-Inhibitor (TWIK-related Acid-Sensitive K+) zur Behandlung von obstruktiver Schlafapnoe nicht weiterzuverfolgen. |
Pecavaptan
| ― | Im März beschlossen wir, die Entwicklungsaktivitäten für Pecavaptan, einen dualen Vasopressin-Rezeptor-Antagonisten, zur Behandlung von Herzinsuffizienz aus wissenschaftlichen Gründen nicht weiterzuverfolgen. |
Einreichungen und Zulassungen
Die wichtigsten noch im Zulassungsprozess befindlichen Arzneimittelkandidaten sind:
A 19
Wesentliche Einreichungen
| Projekte | Region | Indikation |
|---|---|---|
| Aflibercept (VEGF-Inhibitor)1 | EU, Japan | Frühgeborenenretinopathie |
| Darolutamid (ODM-201, AR-Antagonist)/ ADT mit Chemotherapie | USA, EU, Japan, China | Hormonsensitives, metastasiertes Prostatakarzinom |
| Rivaroxaban (FXa-Inhibitor) | China | Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) |
Stand: 21. Juni 2022
1 In Zusammenarbeit mit Regeneron Pharmaceuticals, Inc., USA
Finerenon
| ― | Im Februar erhielten wir basierend auf den positiven Ergebnissen der Phase-Ill-Studie FIDELIO-DKD die EU-Zulassung für Kerendia™ (Finerenon) zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (Stadium 3 und 4 mit Albuminurie) in Verbindung mit Typ-2-Diabetes. Im März folgte basierend auf Daten der beiden Phase-Ill-Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD die Zulassung in Japan zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit chronischer Nierenerkrankung in Verbindung mit Typ-2-Diabetes, ausgenommen sind Patienten mit Nierenversagen bzw. Dialysepatienten. Im Juni erhielten wir die Marktzulassung für Finerenon in China unter dem Markennamen Kerendia™ zur Behandlung der chronischen Nierenerkrankung (eGFR von ≥ 25 bis 75 ml/min/1.73 m2 mit Albuminurie) in Verbindung mit Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen, um das Risiko eines anhaltenden Abfallens des eGFR-Werts und des Nierenversagens zu verringern. Die Zulassung von Finerenon in China basiert auf den Ergebnissen der Phase-Ill-Studie FIDELIO-DKD. |
| ― | Im März stellten wir auf Basis der positiven Ergebnisse der Phase-Ill-Studie FIGARO-DKD einen Antrag auf Zulassungserweiterung (Type-Il-Variation) in der EU für eine angestrebte Ausweitung der Marktzulassung für Finerenon auf frühe Stadien der chronischen Nierenerkrankung in Verbindung mit Typ-2-Diabetes. |
Rivaroxaban (FXa Inhibitor)
| ― | Im Juni erhielt der orale Faktor-Xa-Inhibitor Rivaroxaban (Xarelto™) in Japan die Zulassung in der Indikation periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) nach Revaskularisierung zweimal täglich in Kombination mit Acetylsalicylsäure. Die Zulassung beruht auf Daten der Phase-Ill-Studie VOYAGER PAD. |
Vericiguat
| ― | Im Mai wurde Vericiguat unter dem Markennamen Verquvo™ in China zugelassen zur Behandlung von Erwachsenen mit symptomatischer chronischer Herzinsuffizienz und verminderter Ejektionsfraktion (weniger als 45 %), die nach einem kürzlich aufgetretenen Dekompensationsereignis mit intravenöser Therapie stabilisiert wurden. In klinischen Studien senkte das Medikament das Risiko einer herzinsuffizienzbedingten Krankenhauseinweisung oder Notfall-Behandlung mit intravenösen Diuretika. |
Darolutamid
| ― | Basierend auf den positiven Daten der Phase-Ill-Studie ARASENS haben wir im März eine Zulassungserweiterung für den oralen Androgenrezeptor-Inhibitor Nubeqa™ bei Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakrebs (mHSPC) in den USA beantragt und es wurde der Status der vorrangigen Prüfung (Priority-Review) gewährt. Weitere Anträge zur Zulassungserweiterung in dieser Indikation haben wir in der EU und in Japan eingereicht. |
| ― | In der ARASENS-Studie hat die Anwendung von Darolutamid plus Androgendeprivationstherapie (ADT) in Kombination mit Docetaxel bei Patienten mit mHSPC das Gesamtüberleben verbessert im Vergleich zu Patienten, die nur ADT plus Docetaxel bekamen. |
Radiologieplattform Calantic
| ― | Im Juni haben wir die Markteinführung von Calantic™ Digital Solutions bekannt gegeben - eine neue Plattform, die Zugang zu digitalen und auf künstlicher Intelligenz basierenden Anwendungen für die medizinische Bildgebung bietet. Das Angebot erweitert unser Radiologie-Portfolio, das bereits Kontrastmittel, Injektionssysteme, Software und Dienstleistungen enthält. Die Cloud-basierte Plattform umfasst eine wachsende Zahl an Anwendungen verschiedener Anbieter, die in der medizinischen Bildgebung bei der Priorisierung, Erkennung von Läsionen und Quantifizierungen zum Einsatz kommen. Des Weiteren werden Routineaufgaben wie Abmessungen automatisiert, Arbeitsabläufe optimiert und somit ein Zeitgewinn für die Radiologen und ihre Teams ermöglicht. Zu den ersten Märkten, in denen die Plattform verfügbar sein wird, gehören die USA und mehrere europäische Länder einschließlich Deutschland. Weitere Regionen werden folgen, jeweils auf Basis der erforderlichen lokalen Zertifizierung. |
Zell- und Gentherapie
In den vergangenen Jahren haben wir mehr als 2,5 Mrd. € in den Aufbau einer Zell- und Gentherapie-Platt- form investiert. Dazu gehören die Übernahmen von BlueRock und AskBio sowie strategische Kooperationen (z. B. mit Mammoth Biosciences). Dies hat es uns ermöglicht, eine zukunftsorientierte Innovationsbasis und -pipeline aufzubauen.
Unser Entwicklungsportfolio umfasst schon heute sieben Projekte in unterschiedlichen Stadien der klinischen Entwicklung. Diese decken mehrere Therapiegebiete mit hohem medizinischem Bedarf ab, mit führenden Programmen in den Bereichen Parkinson-Krankheit, Pompe-Krankheit, Hämophilie A und kongestive Herzinsuffizienz.
Im ersten Halbjahr 2022 ergaben sich die folgenden wesentlichen Entwicklungen:
| ― | Im Mai schloss BlueRock die Patientenaufnahme für die klinische Phase-I-Studie mit BRT-DA01, einer neuartigen Zelltherapie zur Behandlung der Parkinson-Krankheit, ab. |
| ― | Ebenfalls im Mai stellten wir die Zusammenarbeit basierend auf einer Lizenzvereinbarung für auf Meso- thelin gerichtete CAR-T-Zelltherapien zur Behandlung von soliden Tumoren mit Atara Biotherapeutics (Atara) ein. |
| ― | Im Juni gaben wir die Gründung des BlueRock-Standorts für Zelltherapie-Innovationen auf unserem Campus in Berlin bekannt. Dies soll die Ausweitung und Beschleunigung der klinischen Studien des Unternehmens in Europa ermöglichen. |
Consumer Health
Im ersten Halbjahr haben wir in Nordamerika One-A-Day™ Multi+, eine Linie von ganzheitlichen Multivitamin-Gummis, auf den Markt gebracht. Mit diesen vier zusätzlichen Produkten lässt sich die tägliche Ernährung mit wichtigen Nährstoffen ergänzen und lassen sich das Immunsystem (Varianten für Erwachsene oder Jugendliche), die Gehirnfunktion bzw. die Gesundheit von Haut, Haar und Nägeln unterstützen.
Zudem überführten wir das bisher verschreibungspflichtige Produkt Astepro™ in den OTC-Status. Astepro™ lindert eine verstopfte, laufende oder juckende Nase sowie Niesen aufgrund von Heuschnupfen oder anderen Allergien der oberen Atemwege. Durch die Umstellung vermarkten wir in den USA das erste und einzige steroidfreie Antihistamin-Nasenspray für Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren, das rezeptfrei erhältlich ist und dessen Wirkung innerhalb von 30 Minuten einsetzt und bis zu 24 Stunden anhält.
Leaps by Bayer
Leaps by Bayer, unsere Einheit für Impact Investments, hat in den ersten sechs Monaten in 2022 in sechs Unternehmen im Gesundheitssektor investiert. Im Januar 2022 kündigte Leaps seine Beteiligung an einer Finanzierungsrunde für Cellino Biotech an. Cellinos Produktionsplattform der nächsten Generation kombiniert künstliche Intelligenz und Lasertechnologie, um ein autonomes Verfahren zur Herstellung von Zelltherapien zu ermöglichen, das Kosten reduziert, die Produktion in großem Maßstab ermöglicht und somit die Verfügbarkeit für Patienten steigert. Die größte Leaps-Investition im ersten Halbjahr tätigten wir in das Unternehmen Affini-T Therapeutics, das sich die Eigenschaften von T-Zellen im Kampf gegen onkogene Treibermutationen zunutze macht, um potenziell heilende Arzneimittel für Patienten mit schwer zu behandelnden soliden Tumoren zu entwickeln. Mit der Aufnahme von Woebot Health in sein Portfolio hat Leaps seine Investitionsgebiete erweitert und adressiert zum ersten Mal den Bereich psychische Gesundheit. Woebot entwickelt skalierbare, interaktive Therapien durch die Kombination von künstlicher Intelligenz, langjährig klinisch belegter therapeutischer Forschung und eines vielversprechenden relationalen Agenten.
3. Prognose, Chancen und Risiken
3.1 Prognosebericht
3.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
A 20
Konjunkturausblick1
| Wachstum 2021 | Ausblick Wachstum 2022 | |
|---|---|---|
| Welt | 5,8 % | 2,7 % |
| EU2 | 5,3 % | 2,6 % |
| davon Deutschland | 2,9 % | 1,7 % |
| USA | 5,7 % | 1,4 % |
| Schwellenländer3 | 6,9 % | 3,4 % |
1 Reales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, Quelle: IHS Markit (Stand: Juli 2022)
2 EU exkl. Vereinigtem Königreich
3 Darin enthalten sind rund 50 Länder, die IHS Markit in Anlehnung an die Weltbank als Schwellenländer definiert.
Das globale Wirtschaftsklima hat sich seit Beginn des Jahres deutlich eingetrübt. Der Krieg in der Ukraine hat - insbesondere in Europa - das Vertrauen von Wirtschaft und Konsumenten erschüttert und die Energiepreise in die Höhe getrieben. Weitere Lockdowns in China im Zuge der dortigen Null-COVID-Politik haben die ohnehin angespannten globalen Lieferketten zusätzlich belastet und den Kostendruck verstärkt. Vor dem Hintergrund der hohen Inflationsraten sehen sich die Zentralbanken gezwungen, ihre expansive Geldpolitik zu beenden und die Leitzinsen zu erhöhen. Diese Entwicklungen führen weltweit zu deutlich geringeren Wachstumserwartungen; in einigen Regionen - darunter Europa und die USA - kann es im weiteren Jahresverlauf auch zu einer Rezession kommen. Der Konjunkturausblick bleibt mit erheblichen Unsicherheiten verbunden, insbesondere aufgrund der Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg.
A 21
Konjunkturausblick der divisionsspezifischen Märkte
| Wachstum 2021 | Ausblick Wachstum 2022 | |
|---|---|---|
| Saatgut- und Pflanzenschutzmarkt1 | 9 % | 10 % |
| Pharmaceuticals-Markt2 | 8 % | 6 % |
| Consumer-Health-Markt3 | 6 % | 5 % |
1 Eigene Berechnung (Stand: Juli 2022)
2 Quelle: IQVIA Market Prognosis (Stand: Mai 2022); alle Rechte vorbehalten; währungsbereinigt
3 Quelle Ausblick: Eigene Berechnung (Stand: Mai 2022) unter Einbezug externer Quellen; währungsbereinigt
Im Saatgut- und Pflanzenschutzmarkt rechnen wir für das Jahr 2022 nun mit einem erhöhten Wachstum von 10 % (zuvor: +5 %). Dies resultiert aus anhaltend hohen Agrarrohstoffpreisen, die Anreize für Investitionen in hochwertiges Saatgut schaffen, sowie inflationsbedingten Preissteigerungen sowohl im Saatgut als auch Pflanzenschutz.
Für den Pharmaceuticals-Markt erwarten wir ein Wachstum von rund 6 % (zuvor: +5 %). Innovative Produkte werden zum weiteren Wachstum beitragen und die Verluste, die durch Patentabläufe entstehen, mehr als ausgleichen.
Im Consumer-Health-Markt rechnen wir für das Jahr 2022 nun mit einem Wachstum von 5 % (zuvor: +4 %). Wesentliche Gründe sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die zu Preiserhöhungen führen, und der anhaltende Fokus der Konsumenten auf Gesundheit und Wohlbefinden.
3.1.2 Unternehmensausblick
Nach der positiven Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr 2022 sind wir auch für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich und erhöhen unsere Prognosen für die Divisionen Crop Science und Consumer Health und damit für den Gesamtkonzern. Dabei legen wir zur besseren Vergleichbarkeit der operativen Performance die Monatsdurchschnittskurse aus 2021 zugrunde. Nach unserer aktuellen Einschätzung ergeben sich keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen der unsicheren geopolitischen Lage und Gasversorgung auf unsere Geschäftsentwicklung in 2022.
Wir erwarten nun für das Geschäftsjahr 2022 einen währungsbereinigten Umsatz von 47-48 Mrd. € (bisher: etwa 46 Mrd. €). Dies entspricht jetzt einem währungs- und portfoliobereinigten Umsatzanstieg von etwa 8 % (bisher: etwa 5 %). Die um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA-Marge soll sich nun währungsbereinigt auf etwa 26-27 % belaufen (bisher: etwa 26 %). Unter Zugrundelegung der genannten Umsätze bedeutet dies nun ein währungsbereinigtes EBITDA vor Sondereinflüssen von etwa 12,5 Mrd. € (bisher: etwa 12,0 Mrd. €). Das bereinigte Ergebnis je Aktie erwarten wir nun währungsbereinigt bei etwa 7,30 € (bisher: etwa 7,00 €).
Auf Basis der Stichtagskurse zum 30. Juni 2022 rechnen wir nun mit einem Umsatz von 50-51 Mrd. € (bisher: etwa 47 Mrd. €). Dies entspricht nun einem währungs- und portfoliobereinigten Umsatzanstieg von etwa 8 % (bisher: etwa 5 %). Die um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA-Marge soll sich nun auf etwa 26-27 % belaufen (bisher: etwa 26 %). Unter Zugrundelegung der genannten Umsätze bedeutet dies nun ein EBITDA vor Sondereinflüssen von etwa 13,0 Mrd. € (bisher: etwa 12,0 Mrd. €). Für das bereinigte Ergebnis je Aktie planen wir nun einen Wert von etwa 7,70 € (bisher: etwa 7,10 €).
A 22
Prognose 2022
| Ursprüngliche Prognose 2022 Währungsbereinigt | Angepasste Prognose 2022 Währungsbereinigt | Ursprüngliche Prognose 2022 zu Stichtagskursen (31. Dezember 2021) | Angepasste Prognose 2022 zu Stichtagskursen (30. Juni 2022) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mrd. € | wpb. Veränderung in % | in Mrd. € | wpb. Veränderung in % | in Mrd. € | wpb. Veränderung in % | in Mrd. € | wpb. Veränderung in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | ~46 | ~+5 | 47-48 | ~+8 | ~47 | ~+5 | 50-51 | ~+8 |
| Crop Science | ~+7 | ~+13 | ~+7 | ~+13 | ||||
| Pharmaceuticals | ~+3-4 | ~+3-4 | ~+3-4 | ~+3-4 | ||||
| Consumer Health | ~+4-5 | ~+6-7 | ~+4-5 | ~+6-7 | ||||
| Marge in % | Marge in % | Marge in % | Marge in % | |||||
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | ~26 | ~26-27 | ~26 | ~26-27 | ||||
| Crop Science | ~25-26 | ~27 | ~25-26 | ~27 | ||||
| Pharmaceuticals | ~32 | ~32 | ~32 | ~31 | ||||
| Consumer Health | ~22-23 | ~22-23 | ~22-23 | ~22-23 | ||||
| Finanzergebnis (“Core“)2 | ~-1,5 | ~-1,8 | ~-1,5 | ~-1,8 | ||||
| Steuerquote (“Core“)3 | 23% | 23% | 23% | 23% | ||||
| Free Cashflow1 | ~2,0-2,5 | ~2,5 | ~2,0-2,5 | ~2,5 | ||||
| Nettofinanzverschuldung1 | ~33-34 | ~33-34 | ~33-34 | ~34-35 | ||||
| Sondereinflüsse im EBIT1 | ~-1,0 | ~-2,5 | ~-1,0 | ~-2,5 | ||||
| In € | In € | In € | In € | |||||
| Bereinigtes Ergebnis je Aktie „Core EPS“1 | ~7,00 | ~7,30 | ~7,10 | ~7,70 |
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021 A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.
2 Finanzergebnis vor Sondereinflüssen
3 (Ertragsteuern + Sondereinflüsse Ertragsteuern + Steuereffekte auf Anpassungen)/(Core EBIT + Finanzergebnis + Sondereinflüsse Finanzergebnis)
Wir planen nun Sonderaufwendungen im EBIT in Höhe von währungsbereinigt insgesamt etwa 2,5 Mrd. € (bisher: etwa 1,0 Mrd. €). Die Sonderaufwendungen im EBITDA sollen sich nach wie vor auf etwa 1,0 Mrd. € belaufen.
Zu möglichen Einschätzungsrisiken im Hinblick auf Rechtsfälle verweisen wir auf unseren Geschäftsbericht 2021, Anhangangabe [30] „Rechtliche Risiken“ sowie Kapitel A 3.2 „Chancen- und Risikobericht“.
3.2 Chancen und Risiken
Als international agierendes Unternehmen mit einem diversifizierten Portfolio ist der Bayer-Konzern einer Vielzahl von internen und externen Entwicklungen oder Ereignissen ausgesetzt, die das Erreichen unserer finanziellen und nichtfinanziellen Ziele in wesentlichem Maße beeinflussen können.
Das Chancen- und Risikomanagement ist bei Bayer integraler Bestandteil des konzernweiten Systems der Unternehmensführung. Für eine ausführliche Darstellung unserer Chancen- und Risikomanagementprozesse und der grundlegenden Chancen- und Risikolage verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2021, A 3.2 „Chancen- und Risikobericht“.
Im Vergleich mit unserem Geschäftsbericht 2021 zeigen sich zusätzliche geopolitische Risiken im Zusammenhang mit Russlands Krieg in der Ukraine. Sowohl der direkte Einfluss des Krieges als auch Einflüsse wegen maßgeblicher Sanktionen können unser Geschäft negativ beeinflussen, z. B. unsere (Energie-)Kosten, die Verfügbarkeit von Energie - insbesondere im Falle eines Gasembargos/Gaslieferstopps - und Lieferketten(-unterbrechungen), Umsätze, Gewinne und den Cashflow. Grundsätzlich sind die Auswirkungen des Krieges unvorhersehbar und sie haben das Potenzial, die Märkte und Finanzmärkte signifikant zu beeinflussen, indem sie bspw. zu hoher Volatilität der Währungen und einer Konjunkturabschwächung führen. So könnte unser Marktumfeld und in Konsequenz auch unsere geschäftliche Leistung negativ beeinflusst werden. Wir stellen uns mit globalem und lokalem operationalem Krisenmanagement, energiebezogenen Task-Forces und weiteren interdisziplinären Teams, die Mitigationsmaßnahmen wie den Aufbau von zusätzlichem finanziellem Puffer und der Diversifizierung unserer Energiequellen aufsetzen, auf diese Herausforderungen ein.
Gesamtbeurteilung durch den Vorstand
Wir sehen eine Erhöhung unserer Risikolage im Vergleich zu unserer Darstellung im Geschäftsbericht 2021 bedingt durch Russlands Krieg in der Ukraine. Der Vorstand beurteilt den Fortbestand des Bayer-Konzerns weiterhin als nicht gefährdet.
Die im Vergleich zur Darstellung im Geschäftsbericht 2021 (Anhangangabe [30]) eingetretenen wesentlichen Entwicklungen im Bereich der rechtlichen Risiken sind im verkürzten Anhang zum Zwischenabschluss des Bayer-Konzerns unter „Rechtliche Risiken“ dargestellt.
Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2022
Gewinn- und Verlustrechnung Bayer-Konzern
B 1
| in Mio. € | Q2 2021 | Q2 2022 | H1 2021 | H1 2022 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 10.854 | 12.819 | 23.182 | 27.458 |
| Herstellungskosten | -4.546 | -5.680 | -9.244 | -10.856 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 6.308 | 7.139 | 13.938 | 16.602 |
| Vertriebskosten | -2.964 | -3.736 | -5.843 | -7.020 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -1.638 | -1.928 | -2.836 | -3.382 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -783 | -736 | -1.425 | -1.397 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 537 | 780 | 887 | 1.289 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -3.741 | -1.350 | -3.919 | -1.711 |
| EBIT1 | -2.281 | 169 | 802 | 4.381 |
| Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen | 105 | -39 | 79 | -59 |
| Finanzielle Erträge | 271 | 50 | 369 | 117 |
| Finanzielle Aufwendungen | -475 | -703 | -895 | -1.240 |
| Finanzergebnis | -99 | -692 | -447 | -1.182 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -2.380 | -523 | 355 | 3.199 |
| Ertragsteuern | 52 | 234 | -593 | -194 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -2.328 | -289 | -238 | 3.005 |
| davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend | 7 | 9 | 8 | 12 |
| davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend (Konzernergebnis) | -2.335 | -298 | -246 | 2.993 |
| in € | ||||
| Ergebnis je Aktie | ||||
| unverwässert | -2,38 | -0,30 | -0,25 | 3,05 |
| verwässert | -2,38 | -0,30 | -0,25 | 3,05 |
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.
Gesamtergebnisrechnung Bayer-Konzern
B 2
| in Mio. € | Q2 2021 | Q2 2022 | H1 2021 | H1 2022 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -2.328 | -289 | -238 | 3.005 |
| davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend | 7 | 9 | 8 | 12 |
| davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend | -2.335 | -298 | -246 | 2.993 |
| Neubewertungen der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | 50 | 1.100 | 1.128 | 1.286 |
| Ertragsteuern | -4 | -406 | -312 | -511 |
| Sonstiges Ergebnis aus Neubewertungen der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | 46 | 694 | 816 | 775 |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten | 135 | -47 | 212 | -104 |
| Ertragsteuern | -4 | 14 | -4 | 15 |
| Sonstiges Ergebnis von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten | 131 | -33 | 208 | -89 |
| Sonstiges Ergebnis at-equity bewerteter Beteiligungen | 25 | - | 25 | - |
| Sonstiges Ergebnis, das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird | 202 | 661 | 1.049 | 686 |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von Cashflow-Hedges | -62 | -185 | -13 | -182 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag | 5 | 139 | -50 | 147 |
| Ertragsteuern | 20 | 6 | 20 | 13 |
| Sonstiges Ergebnis aus Cashflow-Hedges | -37 | -40 | -43 | -22 |
| Veränderung des Zeitwertes von zu Sicherungszwecken eingesetzten Optionen | - | -1 | -2 | -8 |
| Ertragsteuern | - | 3 | 1 | 3 |
| Sonstiges Ergebnis aus Veränderungen des Zeitwertes von zu Sicherungszwecken eingesetzten Optionen | - | 2 | -1 | -5 |
| Sonstiges Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | - | - | - | 1 |
| Sonstiges Ergebnis aus Währungsumrechnung | -70 | 2.226 | 1.077 | 3.333 |
| Sonstiges Ergebnis at-equity bewerteter Beteiligungen | -4 | 1 | -2 | 2 |
| Sonstiges Ergebnis, das anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind | -111 | 2.189 | 1.031 | 3.309 |
| Sonstiges Ergebnis1 | 91 | 2.850 | 2.080 | 3.995 |
| davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend | -6 | 6 | 3 | 7 |
| davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend | 97 | 2.844 | 2.077 | 3.988 |
| Gesamtergebnis | -2.237 | 2.561 | 1.842 | 7.000 |
| davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend | 1 | 15 | 11 | 19 |
| davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend | -2.238 | 2.546 | 1.831 | 6.981 |
| Vorjahreswerte angepasst aufgrund der im 4. Quartal 2021 abgeschlossenen Kaufpreisallokation für AskBio |
Vorjahreswerte angepasst aufgrund der im 4. Quartal 2021 abgeschlossenen Kaufpreisallokation für AskBio
1 Das sonstige Ergebnis wird im Eigenkapital erfolgsneutral erfasst.
Bilanz Bayer-Konzern
B 3
| in Mio. € | 30.06.2021 | 31.12.2021 | 30.06.2022 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 37.316 | 40.106 | 41.583 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 24.684 | 26.258 | 25.367 |
| Sachanlagen | 11.843 | 12.688 | 13.275 |
| Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen | 576 | 629 | 762 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.625 | 2.026 | 2.030 |
| Sonstige Forderungen | 1.199 | 1.376 | 1.155 |
| Latente Steuern | 4.470 | 4.580 | 5.072 |
| 81.713 | 87.663 | 89.244 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 10.125 | 11.314 | 11.371 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 13.071 | 10.047 | 14.785 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3.109 | 3.342 | 4.782 |
| Sonstige Forderungen | 1.559 | 1.709 | 1.815 |
| Ertragsteuererstattungsansprüche | 1.182 | 1.526 | 1.785 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.389 | 4.564 | 3.412 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 32 | 76 | 1.600 |
| 32.467 | 32.578 | 39.550 | |
| Gesamtvermögen | 114.180 | 120.241 | 128.794 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 2.515 | 2.515 | 2.515 |
| Kapitalrücklagen | 18.261 | 18.261 | 18.261 |
| Sonstige Rücklagen | 9.613 | 12.244 | 17.243 |
| Aktionären der Bayer AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital | 30.389 | 33.020 | 38.019 |
| Nicht beherrschende Anteile | 166 | 148 | 185 |
| 30.555 | 33.168 | 38.204 | |
| Langfristiges Fremdkapital | |||
| Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen | 7.512 | 7.175 | 5.665 |
| Andere Rückstellungen | 7.182 | 8.776 | 8.294 |
| Rückerstattungsverbindlichkeiten | 142 | 283 | 166 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 650 | 770 | 635 |
| Finanzverbindlichkeiten | 36.669 | 36.481 | 38.061 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 1.638 | 1.601 | 1.672 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.184 | 1.653 | 1.618 |
| Latente Steuern | 679 | 931 | 836 |
| 55.656 | 57.670 | 56.947 | |
| Kurzfristiges Fremdkapital | |||
| Andere Rückstellungen | 7.947 | 6.823 | 7.152 |
| Rückerstattungsverbindlichkeiten | 6.877 | 4.564 | 7.985 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 1.305 | 4.052 | 2.174 |
| Finanzverbindlichkeiten | 3.707 | 4.391 | 6.573 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.113 | 6.792 | 6.097 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 926 | 686 | 1.036 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.094 | 2.095 | 2.513 |
| Verbindlichkeiten in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | - | - | 113 |
| 27.969 | 29.403 | 33.643 | |
| Gesamtkapital | 114.180 | 120.241 | 128.794 |
Vorjahreswerte angepasst aufgrund der im 4. Quartal 2021 abgeschlossenen Kaufpreisallokation für AskBio
Kapitalflussrechnung Bayer-Konzern
B 4
| in Mio. € | Q2 2021 | Q2 2022 | H1 2021 | H1 2022 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -2.328 | -289 | -238 | 3.005 |
| Ertragsteuern | -52 | -234 | 593 | 194 |
| Finanzergebnis | 99 | 692 | 447 | 1.182 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -687 | -526 | -1.140 | -968 |
| Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen | 1.390 | 2.482 | 2.476 | 3.562 |
| Veränderung Pensionsrückstellungen | -70 | -76 | -185 | -147 |
| Gewinne (-)/Verluste (+) aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | -104 | -296 | -119 | -339 |
| Zu-/Abnahme Vorräte | 308 | -225 | 841 | 219 |
| Zu-/Abnahme Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -64 | 353 | -3.335 | -3.833 |
| Zu-/Abnahme Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -63 | 68 | -680 | -990 |
| Veränderung übriges Nettovermögen/sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge | 3.568 | 155 | 572 | -507 |
| Zu-/Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 1.997 | 2.104 | -768 | 1.378 |
| Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -493 | -550 | -822 | -899 |
| Einnahmen aus dem Verkauf von Sachanlagen und anderen Vermögenswerten | 115 | 261 | 272 | 457 |
| Ausgaben für Desinvestitionen abzüglich übertragener Zahlungsmittel | - | - | -57 | - |
| Einnahmen aus langfristigen finanziellen Vermögenswerten | 4 | 3 | 357 | 3 |
| Ausgaben für langfristige finanzielle Vermögenswerte | -121 | -231 | -267 | -314 |
| Ausgaben für Akquisitionen abzüglich übernommener Zahlungsmittel | -19 | -15 | -23 | -15 |
| Zins- und Dividendeneinnahmen | 31 | 22 | 41 | 47 |
| Einnahmen/Ausgaben aus kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten | 930 | -2.261 | 4.891 | -1.308 |
| Zu-/Abfluss aus investiver Tätigkeit | 447 | -2.771 | 4.392 | -2.029 |
| Kapitaleinzahlungen | - | - | - | 15 |
| Gezahlte Dividenden | -1.965 | -1.966 | -1.965 | -1.966 |
| Kreditaufnahme | 282 | 4.192 | 4.495 | 6.471 |
| Schuldentilgung | -2.537 | -3.604 | -6.495 | -4.686 |
| Zinsausgaben einschließlich Zinssicherungsgeschäften | -391 | -441 | -547 | -614 |
| Zinseinnahmen aus Zinssicherungsgeschäften | 8 | 5 | 22 | 41 |
| Zu-/Abfluss aus Finanzierungstätigkeit | -4.603 | -1.814 | -4.490 | -739 |
| Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit | -2.159 | -2.481 | -866 | -1.390 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenanfang | 5.550 | 5.790 | 4.191 | 4.564 |
| Veränderung aus Konzernkreisänderungen | - | - | - | 3 |
| Veränderung aus Wechselkursänderungen | -2 | 106 | 64 | 238 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende | 3.389 | 3.415 | 3.389 | 3.415 |
Eigenkapitalveränderungsrechnung Bayer-Konzern
B 5
| in Mio. € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklagen | Sonstige Rücklagen | Aktionären der Bayer AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital | Nicht beherrschende Anteile | Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2021 | 2.515 | 18.261 | 9.747 | 30.523 | 152 | 30.675 |
| Gesamtergebnis | ||||||
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -246 | -246 | 8 | -238 | ||
| Sonstiges Ergebnis | 2.077 | 2.077 | 3 | 2.080 | ||
| Übrige Veränderungen | ||||||
| Eigenkapital-Transaktionen mit Anteilseignern | ||||||
| Dividendenausschüttung | -1.965 | -1.965 | -1.965 | |||
| Sonstige Veränderungen | 3 | 3 | ||||
| 30.06.2021 | 2.515 | 18.261 | 9.613 | 30.389 | 166 | 30.555 |
| 01.01.2022 | 2.515 | 18.261 | 12.244 | 33.020 | 148 | 33.168 |
| Gesamtergebnis | ||||||
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 2.993 | 2.993 | 12 | 3.005 | ||
| Sonstiges Ergebnis | 3.988 | 3.988 | 7 | 3.995 | ||
| Übrige Veränderungen | ||||||
| Eigenkapital-Transaktionen mit Anteilseignern | ||||||
| Dividendenausschüttung | -1.965 | -1.965 | -1 | -1.966 | ||
| Sonstige Veränderungen | -17 | -17 | 19 | 2 | ||
| 30.06.2022 | 2.515 | 18.261 | 17.243 | 38.019 | 185 | 38.204 |
Vorjahreswerte angepasst aufgrund der im 4. Quartal 2021 abgeschlossenen Kaufpreisallokation für AskBio
Verkürzter Anhang Bayer-Konzern
Erläuterungen zum verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2022
Grundlagen und Methoden
Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2022 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London, sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee erstellt worden.
Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses 2021 gelten, insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, entsprechend. Bzgl. der dort aufgeführten erstmals im Geschäftsjahr 2022 anzuwendenden Standards, Änderungen und Interpretationen ergaben sich im laufenden Geschäftsjahr keine wesentlichen Auswirkungen auf den Bayer-Konzern.
Auswirkungen von COVID-19
Weitreichenden Lockerungen einschränkender Schutz- und Kontaktbeschränkungsmaßnahmen stehen weiterhin Unsicherheiten beispielsweise durch erneute COVID-Ausbrüche durch neue Virusvarianten gegenüber. Momentan sehen wir keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftsbereiche und damit auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Wir werden die Auswirkungen der Pandemie weiterhin sorgfältig überwachen, darunter fallen insbesondere die Auswirkungen auf unsere Vorräte und Forderungen gegenüber Kunden sowie signifikante Annahmen in Bezug auf Geschäfts- oder Firmenwerte und das immaterielle Vermögen.
Auswirkungen der russischen Invasion in die Ukraine
Konzernumsatz und -ergebnis sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insgesamt waren im zweiten Quartal nur geringfügig vom Krieg und seinen unmittelbaren Folgen beeinträchtigt. Wir verzeichneten keinen wesentlichen Anstieg der überfälligen Forderungen in Russland oder der Ukraine. Auf Basis einer Risikoanalyse auf Einzelkundenebene haben wir Forderungsabwertungen in Höhe von 35 Mio. € vorgenommen.
Als Folge des Krieges droht auch eine Beeinträchtigung der Gas- und Energieversorgung sowie der globalen Lieferketten. Bei Bayer lag der Anteil der Energiekosten an den gesamten Herstellungskosten im Geschäftsjahr 2021 bei rund 3 Prozent. Die konkreten Auswirkungen unterschiedlicher Szenarien auf unser Geschäft und mögliche Lösungsansätze werden derzeit analysiert und können noch nicht abschließend quantifiziert werden. Inzwischen haben wir eine Reihe von Maßnahmen zur Reduzierung des Erdgasbedarfes erarbeitet und teilweise bereits umgesetzt. Zudem erweitern wir unser Lieferantennetzwerk und bauen zusätzliche Vorräte auf, um weiterhin die Versorgungssicherheit gewährleisten zu können.
Die Stabilität des Zahlungsverkehrs sowohl innerhalb Russlands als auch grenzüberschreitend unterliegt gegenwärtig starken Unsicherheiten und wir evaluieren entsprechende Maßnahmen zur Risikobegrenzung.
Künftige unmittelbare wie mittelbare Auswirkungen der wirtschaftlichen Entwicklungen und Sanktionen auf die Bewertung einzelner Vermögenswerte und Schulden werden fortlaufend analysiert.
Änderungen zugrunde liegender Parameter
Änderungen in den zugrunde liegenden Parametern beziehen sich vor allem auf die Wechselkurse sowie auf die Zinssätze für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen. Die Wechselkurse wichtiger Währungen zum Euro ergeben sich wie folgt:
B 6
Wechselkurse wichtiger Währungen
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 €/ | 31.12.2021 | 30.06.2021 | 30.06.2022 | H1 2021 | H1 2022 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| BRL | Brasilien | 6,31 | 5,90 | 5,42 | 6,49 | 5,53 |
| CAD | Kanada | 1,44 | 1,47 | 1,34 | 1,50 | 1,39 |
| CNY | China | 7,20 | 7,69 | 6,97 | 7,80 | 7,09 |
| GBP | Großbritannien | 0,84 | 0,86 | 0,86 | 0,87 | 0,84 |
| JPY | Japan | 130,41 | 131,47 | 141,63 | 129,76 | 134,08 |
| RUB | Russland | 85,35 | 86,75 | 56,38 | 89,58 | 81,00 |
| USD | USA | 1,13 | 1,19 | 1,04 | 1,21 | 1,09 |
B 7
Anwendung des IAS 29 (Rechnungslegung in Hochinflationsländern)
| Name der Gesellschaft | Sitz der Gesellschaft | Anwendung seit |
|---|---|---|
| Bayer S. A. | Buenos Aires, Argentinien | 1. Juli 2018 |
| Bayer Türk Kimya Sanayii Limited Sirketi | Istanbul, Türkei | 1. April 2022 |
| Monsanto Gida Ve Tarim Ticaret Ltd Sirketi | Istanbul, Türkei | 1. April 2022 |
Die Effekte für die erstmalige und laufende Bilanzierung sind bislang unwesentlich für den Konzern.
Für die Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen wurden folgende wesentliche Abzinsungssätze zugrunde gelegt:
B 8
Abzinsungssatz Pensionsverpflichtungen
| in % | 31.12.2021 | 30.06.2021 | 30.06.2022 |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 1,20 | 1,10 | 3,30 |
| Großbritannien | 1,80 | 1,80 | 3,60 |
| USA | 2,80 | 2,70 | 4,60 |
Der langfristige Rententrend in Deutschland wurde aufgrund erhöhter Inflationserwartungen angepasst und wirkte im ersten Halbjahr 2022 mit 1.400 Mio. € gegenläufig zur Veränderung der Rechnungszinsen in Höhe von 6.111 Mio. €.
Erläuterungen zur Segmentberichterstattung
Der Bayer-Konzern besteht zum 30. Juni 2022 aus den drei berichtspflichtigen Segmenten Crop Science, Pharmaceuticals und Consumer Health.
B 9
Kennzahlen nach Segmenten
| Crop Science | Pharmaceuticals | Consumer Health | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Q2 2021 | Q2 2022 | Q2 2021 | Q2 2022 | Q2 2021 | Q2 2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsatzerlöse | 5.021 | 6.461 | 4.494 | 4.818 | 1.290 | 1.496 |
| Veränderung, währungs- und portfoliobereinigt1 | 10,6 % | 17,2 % | 16,2 % | 2,1 % | 12,8 % | 6,8 % |
| Intersegment-Umsatzerlöse | 3 | 2 | 3 | -2 | - | - |
| Umsatzerlöse (Gesamt) | 5.024 | 6.463 | 4.497 | 4.816 | 1.290 | 1.496 |
| EBIT1 | -3.483 | -258 | 1.312 | 1.206 | 187 | 239 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | 1.018 | 1.749 | 1.409 | 1.478 | 278 | 330 |
| Zufluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 1.734 | 2.551 | 570 | 35 | 165 | 116 |
| Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen | 987 | 1.959 | 252 | 353 | 82 | 88 |
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.
Fortsetzung B 9
Kennzahlen nach Segmenten
| Überleitung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Alle sonstigen Segmente | Enabling Functions und Konsolidierung | Konzern | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in Mio. € | Q2 2021 | Q2 2022 | Q2 2021 | Q2 2022 | Q2 2021 | Q2 2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsatzerlöse | 40 | 42 | 9 | 2 | 10.854 | 12.819 |
| Veränderung, währungs- und portfoliobereinigt1 | -16,0 % | -10,8 % | - | - | 12,9 % | 9,6 % |
| Intersegment-Umsatzerlöse | - | 1 | -6 | -2 | - | - |
| Umsatzerlöse (Gesamt) | 40 | 43 | 3 | 0 | 10.854 | 12.819 |
| EBIT1 | 7 | -30 | -304 | -988 | -2.281 | 169 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | 25 | -11 | -153 | -197 | 2.577 | 3.349 |
| Zufluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 35 | -8 | -507 | -590 | 1.997 | 2.104 |
| Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen | 18 | 19 | 51 | 63 | 1.390 | 2.482 |
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.
B 10
Kennzahlen nach Segmenten
| Crop Science | Pharmaceuticals | Consumer Health | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | H1 2021 | H1 2022 | H1 2021 | H1 2022 | H1 2021 | H1 2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsatzerlöse | 11.667 | 14.908 | 8.859 | 9.442 | 2.542 | 3.008 |
| Veränderung währungs- und portfoliobereinigt1 | 8,1 % | 19,7 % | 7,4 % | 2,4 % | 3,5 % | 11,9 % |
| Intersegment-Umsatzerlöse | 5 | 4 | 5 | 3 | - | - |
| Umsatzerlöse (Gesamt) | 11.672 | 14.912 | 8.864 | 9.445 | 2.542 | 3.008 |
| EBIT1 | -1.730 | 2.770 | 2.681 | 2.408 | 388 | 523 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | 3.466 | 5.418 | 2.907 | 2.867 | 570 | 718 |
| Zufluss aus operativer Geschäftstätigkeit | -2.403 | 164 | 1.381 | 1.059 | 406 | 429 |
| Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen | 1.661 | 2.646 | 511 | 588 | 167 | 174 |
Kennzahlen nach Segmenten
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“
Fortsetzung B 10
Kennzahlen nach Segmenten
| Überleitung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Alle sonstigen | Segmente | Enabling Functionsund Konsolidierung | Konzern | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in Mio. € | H1 2021 | H1 2022 | H1 2021 | H1 2022 | H1 2021 | H1 2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsatzerlöse | 96 | 88 | 18 | 12 | 23.182 | 27.458 |
| Veränderung, währungs- und portfoliobereinigt1 | -9,3 % | -13,0 % | - | - | 7,2 % | 12,1 % |
| Intersegment-Umsatzerlöse | - | 1 | -10 | -8 | - | - |
| Umsatzerlöse (Gesamt) | 96 | 89 | 8 | 4 | 23.182 | 27.458 |
| EBIT1 | -9 | -29 | -528 | -1.291 | 802 | 4.381 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | 26 | 7 | -274 | -410 | 6.695 | 8.600 |
| Zufluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 84 | - | -236 | -274 | -768 | 1.378 |
| Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen | 35 | 36 | 102 | 118 | 2.476 | 3.562 |
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.
In den Segmentkennzahlen sind Leasingverhältnisse zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften auch nach Erstanwendung von IFRS 16 am 1. Januar 2019 im Konzernabschluss wie Operating-Leasingverhältnisse nach IAS 17 abgebildet, um den Konsolidierungsvorgang zu vereinfachen. Die Auswirkungen auf die davon betroffenen Kennzahlen haben keine Relevanz für die Steuerung und die interne Berichterstattung an den Vorstand als Hauptentscheidungsträger.
Die nachfolgende Tabelle enthält die Überleitungsrechnung des EBITDA vor Sondereinflüssen der oben genannten Segmente sowie die Überleitung zum Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns aus fortzuführendem Geschäft:
B 11
Überleitung vom EBITDA vor Sondereinflüssen der Segmente zum Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns
| in Mio. € | Q2 2021 | Q2 2022 | H1 2021 | H1 2022 |
|---|---|---|---|---|
| EBITDA vor Sondereinflüssen der Segmente | 2.730 | 3.546 | 6.969 | 9.010 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen Enabling Functions und Konsolidierung | -153 | -197 | -274 | -410 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | 2.577 | 3.349 | 6.695 | 8.600 |
| Abschreibungen vor Sondereinflüssen der Segmente | 906 | 1.007 | 1.905 | 2.031 |
| Abschreibungen vor Sondereinflüssen Enabling Functions und Konsolidierung | 51 | 62 | 102 | 117 |
| Abschreibungen vor Sondereinflüssen | 957 | 1.069 | 2.007 | 2.148 |
| EBIT vor Sondereinflüssen der Segmente | 1.824 | 2.539 | 5.064 | 6.979 |
| EBIT vor Sondereinflüssen Enabling Functions und Konsolidierung | -204 | -259 | -376 | -527 |
| EBIT vor Sondereinflüssen1 | 1.620 | 2.280 | 4.688 | 6.452 |
| Sondereinflüsse der Segmente | -3.801 | -1.382 | -3.734 | -1.307 |
| Sondereinflüsse Enabling Functions und Konsolidierung | -100 | -729 | -152 | -764 |
| Sondereinflüsse1 | -3.901 | -2.111 | -3.886 | -2.071 |
| EBIT der Segmente | -1.977 | 1.157 | 1.330 | 5.672 |
| EBIT Enabling Functions und Konsolidierung | -304 | -988 | -528 | -1.291 |
| EBIT1 | -2.281 | 169 | 802 | 4.381 |
| Finanzergebnis | -99 | -692 | -447 | -1.182 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -2.380 | -523 | 355 | 3.199 |
1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.
Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen im 2. Quartal 2022 in Höhe von per saldo -570 Mio. € (Vorjahr: -3.204 Mio. €) sind -476 Mio. € (Vorjahr: -3.238 Mio. €) auf Sondereinflüsse zurückzuführen. Letztere beziehen sich hauptsächlich auf die laufenden Rechtsverfahren.
Die Sondereinflüsse im 2. Quartal 2021 fielen im Wesentlichen für den Rechtskomplex Glyphosat an.
Konsolidierungskreis
Entwicklung des Konsolidierungskreises
Zum 30. Juni 2022 wurden insgesamt 369 Gesellschaften konsolidiert (31. Dezember 2021: 374 Gesellschaften). Ferner sind sechs Gemeinschaftsunternehmen (31. Dezember 2021: sechs Gemeinschaftsunternehmen) und 36 assoziierte Unternehmen (31. Dezember 2021: 33 assoziierte Unternehmen) im Konzernabschluss nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) berücksichtigt worden.
Akquisitionen, Desinvestitionen und nicht fortgeführtes Geschäft
Akquisitionen
Am 28. Juni 2022 hat Bayer 30 % der Anteile der Natsana GmbH, Deutschland, für einen Kaufpreis von rund 96 Mio. € erworben. Die erworbenen Anteile werden nach der Equity-Methode bilanziert. Natsana ist ein reiner Onlineanbieter mit Schwerpunkt auf dem Vertrieb und der Entwicklung von natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln wie Vitaminen, Mineralien, Nährstoffen und Probiotika. Das Portfolio umfasst über 100 Produkte unter den drei Hauptmarken: Feel Natural, Nature Love und Natural Elements. Die übrigen 70 % der Anteile werden von Bayer in 2025 aufgrund eines beim Abschluss der Transaktion vereinbarten Buy-out-Mechanismus erworben. Die Gesellschaft wird dem Segment Consumer Health zugeordnet.
Akquisitionen im Vorjahr
Am 2. Juni 2021 hat Bayer den Erwerb von 100 % der Anteile zweier Biotechnologieunternehmen, Noria Therapeutics Inc., USA, und PSMA Therapeutics Inc., USA, abgeschlossen. Mit den Akquisitionen erhielt Bayer die exklusiven Rechte an einer differenzierten Alpha-Radionuklid-Therapie basierend auf Actinium- 225 und einem niedermolekularen Molekül, das zielgerichtet an das prostataspezifische Membranantigen (PSMA) bindet, und erweiterte damit das Onkologieportfolio an zielgerichteten Alpha-Therapien (Targeted Alpha Therapies, TAT). Bayer hat eine Einmalzahlung in Höhe von insgesamt 8 Mio. € geleistet. Bayer wird potenzielle Meilensteinzahlungen in Höhe von bis zu rund 120 Mio. € bis zur Markteinführung sowie mögliche weitere, an den Umsatz gekoppelte Meilensteinzahlungen, ebenfalls in Höhe von bis zu rund 120 Mio. €, leisten. Beide Akquisitionen fallen nicht unter den Anwendungsbereich des IFRS 3, sondern werden als Investition in immaterielle Vermögenswerte im Bereich Forschungs- und Entwicklungsprojekte dargestellt. Beide Gesellschaften werden dem Segment Pharmaceuticals zugeordnet.
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und nicht fortgeführtes Geschäft
Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr ergaben sich keine als nicht fortgeführtes Geschäft auszuweisende Sachverhalte.
Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und damit in direktem Zusammenhang stehenden Schulden belaufen sich zum 30. Juni 2022 per saldo auf insgesamt rund 1.487 Mio. €.
Sie betreffen im Wesentlichen die geplante Veräußerung des Geschäftsbereichs Environmental Science für professionelle Kunden (ES) an die Beteiligungsgesellschaft Cinven, Vereinigtes Königreich, für rund 2.400 Mio. €. Environmental Science Professional ist Anbieter von Lösungen zur Bekämpfung von Schädlingen, Krankheiten und Unkräutern in nicht landwirtschaftlichen Bereichen - dazu gehören die Bekämpfung von Krankheitsüberträgern, professionelle Schädlingsbekämpfung und Vegetationskontrolle in Forstwirtschaft, auf Rasenflächen und bei Zierpflanzen. Der Abschluss der Transaktion wird im 2. Halbjahr 2022 erwartet. Die Transaktion betrifft das Segment Crop Science. Die Klassifizierung als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden erfolgte erstmalig zum 31. März 2022.
Des Weiteren ist die Veräußerung von Büro- und Verwaltungsflächen in St. Louis, USA, mit rund 51 Mio. € in den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten enthalten. Sie betreffen vollumfänglich Sachanlagen. Darüber hinaus sind immaterielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt rund 38 Mio. € in den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten enthalten. Sie betreffen mit rund 16 Mio. € die Veräußerung des Produkts Nebido™ an die Grünenthal GmbH, Deutschland, sowie mit rund 22 Mio. € die geplante Veräußerung der Marken Marvelon™ und Mercilon™ in China, Hongkong, Macau und Vietnam des Segments Pharmaceuticals. Die Transaktion wurde für China, Hongkong und Macau abgeschlossen. Der Abschluss für Vietnam wird im dritten Quartal 2022 erwartet.
Insgesamt stellen sich die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden zum 30. Juni 2022 wie folgt dar:
B 12
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
| in Mio. € | 30.06.2021 | 30.06.2022 |
|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwerte | - | 1.337 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | - | 75 |
| Sachanlagen | 32 | 80 |
| Latente Steuern | - | 5 |
| Vorräte | - | 92 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | 4 |
| Sonstige Forderungen | - | 2 |
| Ertragsteuererstattungsansprüche | - | 2 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - | 3 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 32 | 1.600 |
| Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen | - | 5 |
| Andere Rückstellungen | - | 2 |
| Rückerstattungsverpflichtungen | - | 84 |
| Finanzverbindlichkeiten | - | 8 |
| Latente Steuern | - | 13 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 1 |
| Verbindlichkeiten im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | - | 113 |
Im Vorjahr betraf der Ausweis im Wesentlichen den geplanten Verkauf einer Produktionsanlage in Brasilien des Segments Pharmaceuticals. Die Transaktion wurde im zweiten Quartal 2022 abgeschlossen.
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Im zweiten Quartal 2022 wurde eine außerplanmäßige Werthaltigkeitsprüfung aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Zinsumfeld und der damit verbundenen Auswirkungen auf die gewichteten Kapitalkosten erforderlich.
Im Segment Pharmaceuticals ergaben sich aus der außerplanmäßigen Werthaltigkeitsprüfung Wertminderungen auf Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Höhe von rund 92 Mio. €, insbesondere aufgrund gestiegener gewichteter Kapitalkosten. Die Wertminderungen wurden jeweils den Forschungs- und Entwicklungskosten zugeordnet.
Im Segment Consumer Health ergaben sich aus der Werthaltigkeitsprüfung keine wesentlichen Wertminderungen oder Wertaufholungen.
Im Segment Crop Science ergaben sich Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1.322 Mio. €. Sie betreffen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Baumwollsaatgut in Höhe von 851 Mio. € (davon 67 Mio. € auf Forschungs- und Entwicklungsprojekte, 696 Mio. € auf Patente und Technologien, 75 Mio. € auf Marken und 13 Mio. € auf Vermarktungs- und Verkaufsrechte), Gemüsesaatgut in Höhe von 269 Mio. € (davon 78 Mio. € auf Forschungs- und Entwicklungsprojekte, 157 Mio. € auf Patente und Technologien, 24 Mio. € auf Marken und 10 Mio. € auf Vermarktungs- und Verkaufsrechte) sowie Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften in Höhe von 202 Mio. € (davon 37 Mio. € auf Forschungs- und Entwicklungsprojekte, 130 Mio. € auf Patente und Technologien, 30 Mio. € auf Marken und 5 Mio. € auf Vermarktungs- und Verkaufsrechte). Die Wertminderung in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Baumwollsaatgut resultiert im Wesentlichen aus veränderten Geschäftsaussichten und gestiegenen Kapitalkosten. Die Wertminderungen in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Gemüsesaatgut sowie Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften sind insbesondere auf deutlich gestiegene gewichtete Kapitalkosten zurückzuführen.
Die Wertminderungen auf die Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden den Herstellungskosten, Vertriebskosten sowie Forschungs- und Entwicklungskosten zugeordnet. Die Ermittlung der Werte erfolgte jeweils auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten.
In folgender Tabelle werden die für die Werthaltigkeitsprüfungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verwendeten Kapitalkostensätze im vierten Quartal 2021 und zweiten Quartal 2022 angegeben.
B 13
Parameter Werthaltigkeitsprüfung
| Nachsteuer-Kapitalkostensatz | ||
|---|---|---|
| in % | Q4 2021 | Q2 2022 |
| --- | --- | --- |
| Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften | 8,5 | 9,7 |
| Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften | 8,1 | 9,1 |
| Glyphosat | 9,0 | 10,3 |
| Dicamba | 6,6 | 7,3 |
| Baumwollsaatgut | 6,8 | 7,3 |
| Rapssaatgut | 7,1 | 8,2 |
| Gemüsesaatgut | 8,5 | 10,1 |
Die für die Werthaltigkeitsprüfungen der Geschäfts- oder Firmenwerte im vierten Quartal 2021 und zweiten Quartal 2022 verwendeten Wachstumsraten und Kapitalkostensätze können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
B 14
Parameter Werthaltigkeitsprüfung
| Wachstumsrate | Nachsteuer-Kapitalkostensatz | |||
|---|---|---|---|---|
| in % | Q4 2021 | Q2 2022 | Q4 2021 | Q2 2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Crop Science | 2,0 | 2,0 | 8,7 | 9,7 |
| Pharmaceuticals | 0,0 | 0,0 | 5,1 | 6,4 |
| Consumer Health | 1,0 | 1,0 | 6,3 | 8,6 |
Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfungen für die Geschäfts- oder Firmenwerte wird der beizulegende Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten berechnet. Im zweiten Quartal 2022 wurden, wie im Vorjahr, keine Wertminderungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen.
Finanzinstrumente
Die nachfolgenden Tabellen stellen die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten gemäß IFRS 9 dar und leiten diese auf die entsprechenden Bilanzpositionen über. Da die Bilanzpositionen „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“, „Sonstige Forderungen“, „Finanzverbindlichkeiten“ und „Sonstige Verbindlichkeiten“ sowohl Finanzinstrumente als auch nicht finanzielle Vermögenswerte bzw. nicht finanzielle Verbindlichkeiten (z. B. sonstige Steuerforderungen) enthalten, dient die Spalte „Nicht finanzielle Vermögens- werte/Verbindlichkeiten“ einer entsprechenden Überleitung.
B 15
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente
| 30.06.2022 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet [Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert4] | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Bewertungskategorien (IFRS 9)' | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Auf Basis öffentlich notierter Marktpreise (Stufe 1) | Auf Basis beobachtbarer Marktdaten (Stufe 2) | Auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren (Stufe 3) | Nicht finanzielle Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in Mio. € | Buchwert | Buchwert | Buchwert | Buchwert | Buchwert | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 14.268 | 165 | 352 | 14.785 | ||
| AC | 14.268 | 14.268 | ||||
| FVTPL, verpflichtend2 | 165 | 165 | ||||
| Nicht finanzielle Vermögenswerte | 352 | 352 | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 673 | 4.406 | 352 | 1.381 | 6.812 | |
| AC | 643 | [643] | 643 | |||
| FVTPL, verpflichtend2 | 4.330 | 46 | 905 | 5.281 | ||
| FVTOCI (kein Recycling), designiert3 | 61 | 461 | 522 | |||
| Derivate | 15 | 306 | 15 | 336 | ||
| Leasingforderungen | 30 | [30] | 30 | |||
| Sonstige Forderungen | 420 | 39 | 2.511 | 2.970 | ||
| AC | 420 | [420] | 420 | |||
| FVTPL, verpflichtend2 | 39 | 39 | ||||
| Nicht finanzielle Vermögenswerte | 2.511 | 2.511 | ||||
| Zahlungsmittel/-äquivalente | 3.412 | 3.412 | ||||
| AC | 3.412 | [3.412] | 3.412 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte, gesamt | 18.773 | 4.571 | 352 | 1.420 | 25.116 | |
| davon: AC | 18.743 | 18.743 | ||||
| davon: FVTPL | 4.495 | 46 | 944 | 5.485 | ||
| Finanzverbindlichkeiten | 44.434 | 106 | 94 | 44.634 | ||
| AC | 43.240 | [29.895] | [10.341] | 43.240 | ||
| Derivate | 106 | 106 | ||||
| Leasingverbindlichkeiten | 1.194 | 1.194 | ||||
| Nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 94 | 94 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.097 | 6.097 | ||||
| AC | 6.097 | 6.097 | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 914 | 36 | 393 | 1.831 | 957 | 4.131 |
| AC | 914 | [914] | 914 | |||
| FVTPL (nicht-derivativ), verpflichtend2 | 1.824 | 1.824 | ||||
| Derivate | 36 | 393 | 7 | 436 | ||
| Nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 957 | 957 | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten, gesamt | 51.445 | 36 | 499 | 1.831 | 53.811 | |
| davon: AC | 50.251 | 50.251 | ||||
| davon: Derivate | 36 | 499 | 7 | 542 | ||
| 1 AC: at Amortized Cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten), |
1 AC: at Amortized Cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten), FVTOCI: at Fair Value through Other Comprehensive Income (zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral), FVTPL: at Fair Value through Profit or Loss (zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam)
2 Eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert gemäß IFRS 9 ist verpflichtend.
3 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral gemäß IFRS 9 Paragraph 5.7.5
4 Beizulegender Zeitwert der Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung von IFRS 7, Paragraph 29 (a)
B 16
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente
| 31.12.2021 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet [Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert4] | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Bewertungskategorien (IFRS 9)' | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Auf Basis öffentlich notierter Marktpreise (Stufe 1) | Auf Basis beobachtbarer Marktdaten (Stufe 2) | Auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren (Stufe 3) | Nicht finanzielle Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in Mio. € | Buchwert | Buchwert | Buchwert | Buchwert | Buchwert | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.663 | 188 | 196 | 10.047 | ||
| AC | 9.663 | 9.663 | ||||
| FVTPL, verpflichtend2 | 188 | 188 | ||||
| Nicht finanzielle Vermögenswerte | 196 | 196 | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 760 | 1.856 | 1.391 | 1.361 | 5.368 | |
| AC | 731 | [731] | 731 | |||
| FVTPL, verpflichtend2 | 1.745 | 1.236 | 942 | 3.923 | ||
| FVTOCI (kein Recycling), designiert3 | 98 | 406 | 504 | |||
| Derivate | 13 | 155 | 13 | 181 | ||
| Leasingforderungen | 29 | [29] | 29 | |||
| Sonstige Forderungen | 303 | 67 | 2.715 | 3.085 | ||
| AC | 303 | [303] | 303 | |||
| FVTPL, verpflichtend2 | 67 | 67 | ||||
| Nicht finanzielle Vermögenswerte | 2.715 | 2.715 | ||||
| Zahlungsmittel/-äquivalente | 4.564 | 4.564 | ||||
| AC | 4.564 | [4.564] | 4.564 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte, gesamt | 15.290 | 2.044 | 1.391 | 1.428 | 20.153 | |
| davon: AC | 15.261 | 15.261 | ||||
| davon: FVTPL | 1.933 | 1.236 | 1.009 | 4.178 | ||
| Finanzverbindlichkeiten | 40.708 | 69 | 95 | 40.872 | ||
| AC | 39.543 | [32.202] | [9.999] | 39.543 | ||
| Derivate | 69 | 69 | ||||
| Leasingverbindlichkeiten | 1.165 | 1.165 | ||||
| Nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 95 | 95 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.792 | 6.792 | ||||
| AC | 6.792 | 6.792 | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 771 | 31 | 260 | 1.771 | 915 | 3.748 |
| AC | 771 | [771] | 771 | |||
| FVTPL (nicht-derivativ), verpflichtend2 | 1.769 | 1.769 | ||||
| Derivate | 31 | 260 | 2 | 293 | ||
| Nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 915 | 915 | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten, gesamt | 48.271 | 31 | 329 | 1.771 | 50.402 | |
| davon: AC | 47.106 | 47.106 | ||||
| davon: Derivate | 31 | 329 | 2 | 362 |
1 AC: at Amortized Cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten), FVTOCI: at Fair Value through Other Comprehensive Income (zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral), FVTPL: at Fair Value through Profit or Loss (zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam)
2 Eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert gemäß IFRS 9 ist verpflichtend.
3 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral gemäß IFRS 9 Paragraph 5.7.5
4 Beizulegender Zeitwert der Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten, unter Anwendung von IFRS 7 Paragraph 29 (a)
Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten weichen die Buchwerte am Bilanzstichtag nicht signifikant von den beizulegenden Zeitwerten ab.
Der nachrichtlich angegebene beizulegende Zeitwert der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten wird als Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzu- oder -abflüsse ermittelt. Die Abzinsung erfolgt unter Anwendung des zum Bilanzstichtag aktuellen laufzeitadäquaten Zinssatzes ggf. unter Berücksichtigung der Bonität des Kontrahenten. Sollte ein börsennotierter Preis vorhanden sein, wird dieser als beizulegender Zeitwert angesetzt.
Die beizulegenden Zeitwerte von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten entsprechen notierten Preisen auf aktiven Märkten (Stufe 1) oder werden mit Bewertungstechniken basierend auf beobachtbaren Marktdaten zum Bilanzstichtag (Stufe 2) bzw. als Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzu- oder -abflüsse auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren (Stufe 3) ermittelt.
Sofern keine öffentlich notierten Marktpreise auf aktiven Märkten (Stufe 1) existieren, werden für Derivate die beizulegenden Zeitwerte mit Bewertungstechniken basierend auf beobachtbaren Marktdaten zum Bilanzstichtag ermittelt (Stufe 2). Bei der Anwendung von Bewertungstechniken wird das Kreditrisiko der Vertragspartner bzw. unser Kreditrisiko durch die Ermittlung von Credit Value Adjustments bzw. Debt Value Adjustments berücksichtigt.
Die Bewertung der Devisen- und Warentermingeschäfte erfolgt einzelfallbezogen und mit dem jeweiligen Terminkurs bzw. -preis am Bilanzstichtag. Die Terminkurse bzw. -preise richten sich nach den Kassakursen und -preisen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Die beizulegenden Zeitwerte von Instrumenten zur Sicherung von Zinsrisiken sowie von Zinswährungsswaps ergeben sich durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsmittelzu- und -abflüsse ggf. unter Berücksichtigung einer Fremdwährungsumrechnung zum Stichtag. Zur Abzinsung dienen Marktzinssätze, die über die Restlaufzeit der Instrumente angewendet werden.
Sofern beizulegende Zeitwerte auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren geschätzt wurden, werden sie innerhalb der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie ausgewiesen. Dies betrifft im Wesentlichen bestimmte Schuld- und Eigenkapitaltitel, teilweise die beizulegenden Zeitwerte eingebetteter Derivate sowie die Verpflichtungen für bedingte Gegenleistungen im Rahmen von Unternehmensakquisitionen. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Schuldtitel innerhalb der Kategorie „FVTPL - zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam“ ist häufig das Kreditrisiko der wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktor, der im Discounted-Cashflow-Ansatz zur Anwendung kommt. Hierbei werden Credit Spreads von vergleichbaren Emittenten angewendet. Ein signifikanter Anstieg des Kreditrisikos könnte in einem niedrigeren beizulegenden Zeitwert resultieren, während ein signifikanter Rückgang zu einem höheren beizulegenden Zeitwert führen könnte. Eine relative Veränderung des Credit Spread um 10 % hat jedoch keine wesentliche Auswirkung auf den beizulegenden Zeitwert.
Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der sonstigen Verbindlichkeiten für bedingte Gegenleistungen innerhalb der Kategorie „FVTPL (nicht-derivativ) - zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam“ ist die Einschätzung der Erfolgswahrscheinlichkeit bspw. von vorab festgelegten Meilensteinen im Hinblick auf Forschungs- und Entwicklungsprojekte oder Umsatzziele sowie des zeitlichen Anfalls von Auszahlungen der wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktor. Eine Änderung der Einschätzung kann zu einem deutlich höheren oder niedrigeren beizulegenden Zeitwert führen.
Eingebettete Derivate werden von den jeweiligen Basisverträgen - sofern diese keine Finanzinstrumente sind - separiert. Bei den Basisverträgen handelt es sich in der Regel um Absatz- oder Bezugsverträge aus dem operativen Geschäft. Die Zahlungsströme aus dem Vertrag ändern sich aufgrund der eingebetteten Derivate bspw. in Abhängigkeit von Wechselkursschwankungen bzw. Preisschwankungen. Die intern durchgeführte Bewertung von eingebetteten Derivaten erfolgt insbesondere mit der Discounted-Cashflow-Methode, die auf individuellen nicht beobachtbaren Inputfaktoren - u. a. geplanten Absatz- und Bezugsmengen sowie aus Marktdaten abgeleiteten Preisen - basiert. Basierend auf diesen beizulegenden Zeitwerten erfolgt ein regelmäßiges Monitoring im Rahmen der quartalsweisen Berichterstattung.
Die Entwicklung der auf nicht beobachtbaren Inputfaktoren basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Stufe 3) für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten stellte sich wie folgt dar:
B 17
Entwicklung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Stufe 3)
| in Mio. € | Vermögenswerte - FVTPL1 | FVTOCI (kein Recycling)1 | Derivate (Saldo) | Verbindlichkeiten - FVTPL (nichtderivativ)1 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Nettobuchwerte 01.01.2022 | 1.009 | 406 | 11 | -1.769 | -343 |
| Ergebniswirksam erfasste Gewinne/ Verluste (-) | -12 | - | -5 | 68 | -9 |
| davon zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten | -72 | - | -5 | 68 | -9 |
| Ergebnisneutral erfasste Gewinne/ Verluste (-) | - | -33 | - | - | -33 |
| Zugänge von Vermögenswerten/ Verbindlichkeiten (-) | 13 | 74 | - | - | 87 |
| Abgänge von Vermögenswerten (-)/ Verbindlichkeiten | - | -13 | - | 29 | 16 |
| Konzernkreisänderungen | -18 | - | - | - | -18 |
| Währungsänderungen | 12 | 27 | 2 | -152 | -111 |
| Nettobuchwerte 30.06.2022 | 944 | 461 | 8 | -1.824 | -411 |
1 Zur Bezeichnung der Bewertungskategorien siehe Tabelle B 15.
B 18
Entwicklung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Stufe 3)
| in Mio. € | Vermögenswerte - FVTPL1 | FVTOCI (kein Recycling)1 | Derivate (Saldo) | Verbindlichkeiten -FVTPL (nichtderivativ)1 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Nettobuchwerte 01.01.2021 | 1.008 | 344 | 11 | -1.261 | 102 |
| Ergebniswirksam erfasste Gewinne/ Verluste (-) | 1 | - | -1 | 40 | 40 |
| davon zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten | 1 | - | -1 | 40 | 40 |
| Ergebnisneutral erfasste Gewinne/ Verluste (-) | - | 25 | - | - | 25 |
| Zugänge von Vermögenswerten/ Verbindlichkeiten (-) | 5 | 20 | - | - | 25 |
| Abgänge von Vermögenswerten (-)/ Verbindlichkeiten | -1 | -1 | - | 23 | 21 |
| Umgliederung in Stufe1 | - | -42 | - | -42 | |
| Währungsänderungen | 3 | 7 | 1 | -39 | -28 |
| Nettobuchwerte 30.06.2021 | 1.016 | 353 | 11 | -1.237 | 143 |
Vorjahreswerte angepasst aufgrund der im 4. Quartal 2021 abgeschlossenen Kaufpreisallokation für AskBio
1 Zur Bezeichnung der Bewertungskategorien siehe Tabelle B 16.
Ergebniswirksame Veränderungen wurden in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie im Finanzergebnis in den Zinserträgen, im Kursergebnis und in den sonstigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen erfasst.
Finanzverbindlichkeiten
Die Bayer AG hat im März 2022 neue Hybridanleihen über 1,3 Mrd. € platziert. Die Erlöse wurden für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet, einschließlich der Finanzierung des vorzeitigen Rückkaufs der Hybridanleihe über 1,3 Mrd. €, die zum 2. Oktober 2022 kündbar war. Der Rückkauf erfolgte im April bzw. Mai 2022. Darüber hinaus wurden im 2. Quartal 2022 zwei Anleihen über insgesamt 250 Mio. USD (229 Mio. €) vorzeitig zurückgezahlt sowie eine Anleihe mit einem Nominalvolumen von 750 Mio. € und eine Anleihe im Nominalvolumen von 10 Mrd. JPY (73 Mio. €) planmäßig getilgt.
Die Bayer AG hat im Mai 2022 eine Kreditlinie in Höhe von 3 Mrd. € vereinbart und gezogen. Die Liquidität ist in Money-Market-Funds investiert und dient zur Risikoabsicherung im Fall einer Verschlechterung der gegenwärtigen geopolitischen Situation.
Die Anlagen in Money-Market-Funds werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Stufe 1 der Fair-Value-Hierarchie) bewertet und sind innerhalb der sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.
Rechtliche Risiken
Hinsichtlich der Angaben zu den rechtlichen Risiken des Bayer-Konzerns verweisen wir auf die Darstellung in Anhangangabe [30] im Bayer-Geschäftsbericht 2021. Der Bayer-Geschäftsbericht 2021 steht unter www.bayer.de kostenlos zum Herunterladen bereit. Seit diesem Geschäftsbericht hat es folgende wesentliche Veränderungen im Bereich der rechtlichen Risiken gegeben:
Roundup™ (Glyphosat): Monsanto, einer Tochtergesellschaft von Bayer, wurden in den USA zahlreiche Klagen zugestellt. Die Kläger tragen vor, sie seien mit von Monsanto hergestellten glyphosathaltigen Produkten in Berührung gekommen. Glyphosat ist der in bestimmten Herbiziden von Monsanto einschließlich der Roundup™-Produkte enthaltene Wirkstoff. Die Kläger tragen vor, ihr Kontakt mit diesen Produkten habe zu Gesundheitsschäden geführt, u. a. zu Erkrankungen wie dem Non Hodgkin’s Lymphom (NHL), und sie verlangen Schaden- und Strafschadenersatz. Mit weiteren Klagen ist zu rechnen. 2020 hat Monsanto ohne Eingeständnis einer Haftung eine Grundsatzvereinbarung mit den Klägern getroffen, um die meisten der Ansprüche beizulegen und einen Mechanismus zur Beilegung möglicher zukünftiger Klagen einzurichten. Die drei Fälle, die zulasten von Monsanto entschieden wurden - Johnson, Hardeman und Pilliod -, sind nicht von dem Vergleich umfasst. Das Unternehmen beantragte beim Obersten Gerichtshof der USA (Supreme Court) eine Überprüfung in den Fällen Hardeman und Pilliod. Im Fall Hardeman erbat der Supreme Court von der Bundesregierung der USA eine Stellungnahme. Sie empfahl dem Supreme Court, eine Überprüfung der Hardeman-Klage nicht zu gewähren. Im Juni 2022 lehnte der Supreme Court die Überprüfung der beiden Verfahren zu Hardeman und Pilliod ab. Möglicherweise werden künftige Verfahren zu Roundup™ (oder andere, nicht mit diesem Komplex zusammenhängende Verfahren) den Supreme Court mit Fragen des Vorrangs des Bundesrechts vor dem Recht einzelner Bundesstaaten konfrontieren. Das Unternehmen wird weiterhin seine rechtlichen Möglichkeiten in Bezug auf weitere Verfahren prüfen.
Im Juni 2022 fällten die Geschworenen in zwei bundesstaatlichen Gerichtsverfahren - Shelton (Circuit Court for Jackson County, Missouri (Kansas City)) und Larry Johnson (Circuit Court for Jackson County, Oregon) - Urteile zugunsten von Monsanto und stellten fest, dass Roundup™ die Krebserkrankung der beiden Kläger nicht verursacht hat. Diese Fälle sind die dritten und vierten Verfahren in Folge, die das Unternehmen gewonnen hat.
Dicamba: Im Jahr 2016 reichte Bader Peach Farms vor einem Gericht in Missouri eine Klage gegen Monsanto und BASF ein. Bader behauptet, dass das Dicamba-Herbizid und/oder das Xtend™-System die Ernten von Bader geschädigt hat. Im Jahr 2020 sprachen die Geschworenen den Klägern Schadenersatz in Höhe von 15 Mio. USD und einen Strafschadenersatz in Höhe von 250 Mio. USD zu, und zwar gesamtschuldnerisch gegen die Beklagten Monsanto und BASF. Monsanto reichte nach der mündlichen Verhandlung Anträge ein, die dazu führten, dass der Strafschadenersatz auf 60 Mio. USD reduziert wurde, wodurch sich der Gesamtbetrag auf 75 Mio. USD verringerte. Monsanto legte Berufung ein. Im Juli 2022 bestätigte das Berufungsgericht alle Aspekte des erstinstanzlichen Urteils mit Ausnahme der Feststellung der gemeinsamen Haftung von BASF und Monsanto für Strafschadenersatz. Monsanto ist mit dieser Entscheidung nicht einverstanden und prüft seine rechtlichen Möglichkeiten.
BASF-Schiedsverfahren: 2019 wurde Bayer eine Schiedsklage zugestellt, die von der BASF SE erhoben wurde. BASF macht Schadenersatzansprüche aus den 2017 und 2018 unterschriebenen Kaufverträgen geltend, über die BASF bestimmte Geschäftsbereiche der Division Crop Science erworben hatte. Wir erwarten die Entscheidung des Schiedsgerichts in Kürze.
PCB: Monsanto, eine Tochtergesellschaft von Bayer, wurde in Klageverfahren von verschiedenen staatlichen Stellen in den USA benannt. Diese behaupten, Monsanto, Pharmacia und Solutia seien gemeinsam als Produzent von PCB für verschiedene PCB-bedingte Schäden in der Umwelt verantwortlich, u. a. in Gewässern. Es sei gleichgültig, wie die PCB dorthin gelangt seien. 2020 traf Bayer eine Vereinbarung für einen Sammelvergleich (Class Settlement) zur Beilegung von Klagen von ca. 2.500 kommunalen Regierungsbehörden in den Vereinigten Staaten gegen eine Gesamtzahlung von ca. 650 Mio. USD, einschließlich Zahlungen für die Mitglieder des Sammelvergleichs und Anwaltskosten. Im März 2022 hat das Gericht dem Vergleich vorläufig zugestimmt. Im Juli 2022 wies der Superior Court of Delaware die Einzelklage des Generalstaatsanwalts von Delaware wegen angeblicher Umweltschäden durch PCBs vollständig ab. In Oregon ziehen wir unter Berücksichtigung der speziellen Umstände in diesem Staat einen Vergleich mit dem Generalstaatsanwalt in Betracht.
Monsanto ist darüber hinaus mit einer Vielzahl von Klagen wegen des Gebrauchs von und der Exposition gegenüber PCB-Produkten konfrontiert, in denen Gesundheits- und Vermögensschäden geltend gemacht werden. In dem Verfahrenskomplex zu einem Schulgebäude in Washington (dem Sky Valley Education Center (“SVEC”)) wurde im Juni 2022 ein drittes Verfahren abgeschlossen, in dem die Geschworenen vier Klägern insgesamt ca. 21,3 Mio. USD (Schadenersatz und Strafschadenersatz) zusprachen. Bayer ist mit diesem Urteil, das auf vielen der gleichen Fehler wie in den ersten beiden Verfahren beruht, nicht einverstanden und beabsichtigt, Berufung einzulegen. Ein viertes Verfahren (Soley) zu diesem Verfahrenskomplex ist im Juli 2022 ohne Ergebnis abgeschlossen worden, weil die Geschworenen sich nicht auf ein Urteil einigen konnten. Es ist nicht bekannt, ob es ein neues Verfahren geben wird. Ein fünftes SVEC-Verfahren (Allison) ist derzeit für August 2022 angesetzt.
Anlegerklagen wegen Monsanto-Erwerb: In Deutschland und den USA klagen Anleger auf Schadenersatz gegen Bayer wegen angeblich fehlerhafter Kapitalmarktkommunikation im Zusammenhang mit dem Erwerb der Monsanto Company. Am 30. Juni 2022 waren in Deutschland 30 Klagen von insgesamt etwa 340 Klägern rechtshängig. Das Landgericht Köln leitete im Juli 2022 ein Musterverfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz ein. Eine Entscheidung in der Sache ist damit nicht verbunden.
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Im ersten Halbjahr 2022 betrug der Cashflow aus operativer Tätigkeit 1.378 Mio. € (Vorjahr: -768 Mio. €). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf geringere Vergleichszahlungen im Zusammenhang mit den Rechtsfällen Glyphosat, PCB, Essure™ und Dicamba zurückzuführen, welche per saldo 791 Mio. € (Vorjahr: 3.103 Mio. €) betrugen.
Aus investiver Tätigkeit ergaben sich im aktuellen Halbjahr Mittelabflüsse von 2.029 Mio. € (Vorjahr: Zufluss 4.392 Mio. €). Für kurzfristige finanzielle Vermögenswerte flossen per saldo 1.308 Mio. € ab (Vorjahr: Zufluss 4.891 Mio. €). Diese Auszahlungen sind insbesondere auf den Erwerb von Anteilen an Money-Market-Funds zurückzuführen.
Aus Finanzierungstätigkeit ergaben sich per saldo Auszahlungen in Höhe von 739 Mio. € (Vorjahr: 4.490 Mio. €). Die darin enthaltene Nettokreditaufnahme betrug 1.785 Mio. € (Vorjahr: Nettoschuldentilgung 2.000 Mio. €). Die Nettozinsausgaben beliefen sich auf 573 Mio. € (Vorjahr: 525 Mio. €). Als Dividende zahlten wir 1.966 Mio. € (Vorjahr: 1.965 Mio. €) aus.
Beziehung zu nahestehenden Personen
Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 (Related-Party-Disclosures) sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Bayer AG und deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle, der gemeinschaftlichen Führung oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Bayer AG bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen. Dazu gehören insbesondere nicht konsolidierte Tochtergesellschaften, zu Anschaffungskosten oder nach der Equity-Methode einbezogene Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen sowie Versorgungspläne und ferner die Organmitglieder der Bayer AG.
Die Geschäftsvorfälle an nahestehende Unternehmen und Personen sind aus Sicht des Bayer-Konzerns nicht von materieller Bedeutung.
Sonstige Angaben
Die Hauptversammlung hat am 29. April 2022 der von der Verwaltung vorgeschlagenen Dividende von 2,00 € je dividendenberechtigter Aktie für das Geschäftsjahr 2021 und der von der Verwaltung vorgeschlagenen Einstellung von 90.197.520,07 € in andere Gewinnrücklagen zugestimmt.
Den im Geschäftsjahr 2021 amtierenden Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats ist gemäß den Vorschlägen der Verwaltung Entlastung erteilt worden.
Die Hauptversammlung hat entsprechend den Vorschlägen des Aufsichtsrats drei Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner gewählt.
Die von der Verwaltung vorgeschlagene Billigung des nach § 162 Aktiengesetz erstellten und geprüften Vergütungsberichts für das Geschäftsjahr 2021 hat die Hauptversammlung abgelehnt.
Die Hauptversammlung hat entsprechend dem Vorschlag der Verwaltung dem neu gefassten Beherrschungs-und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Gesellschaft und der Bayer Chemicals GmbH vom 18. Februar 2022 zugestimmt.
Die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, ist auf Vorschlag des Aufsichtsrats als Jahres-und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 sowie als Prüfer für eine etwaige prüferische Durchsicht des verkürzten Abschlusses und Zwischenlageberichts zum 30. Juni 2022 sowie etwaiger verkürzter Abschlüsse und Zwischenlageberichte zum 30. September 2022 und zum 31. März 2023 gewählt worden
Nachtragsbericht
Akquisition von CoverCress Inc.
Zum 1. August 2022 erwarb Bayer weitere 59 % der Aktien der CoverCress Inc., USA zu einem Kaufpreis von rund 118 Mio. USD. Bayer hielt bereits 6,3 % der ausstehenden Aktien. CoverCress Inc. ist ein innovatives Start-up, das eine neue Sorte Winterölsaat unter der Marke CoverCress™ entwickelt. CoverCress™ hat das Potenzial, den Stickstoffverlust zu verringern, Kohlenstoff im Boden zu speichern und die Bodengesundheit zu verbessern.
Leverkusen, 2. August 2022
Bayer Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Werner Baumann
Sarena Lin
Wolfgang Nickl
Stefan Oelrich
Rodrigo Santos
Heiko Schipper
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Leverkusen, 2. August 2022
Bayer Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Werner Baumann
Sarena Lin
Wolfgang Nickl
Stefan Oelrich
Rodrigo Santos
Heiko Schipper
Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
An die Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzernbilanz, der Konzern-Kapitalflussrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Konzernanhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen, für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2022, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen sowie unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements 2410 „Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity“ vorgenommen. Danach haben wir die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft sowie auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der Konzernzwischenabschluss der Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
München, den 2. August 2022
**Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Andreas Wermelt, Wirtschaftsprüfer
Michael Mehren, Wirtschaftsprüfer
| Finanzkalender | |
| Quartalsmitteilung 3. Quartal 2022 | 8. November 2022 |
| Berichterstattung 2022 | 28. Februar 2023 |
| Hauptversammlung 2023 | 28. April 2023 |
| Quartalsmitteilung 1. Quartal 2023 | 11. Mai 2023 |
Grundlagen der Berichterstattung
Dieser Zwischenbericht der Bayer AG ist ein Halbjahresfinanzbericht, der den Vorgaben des § 115 Abs. 2 Nr. 1 und 2, Abs. 3 und Abs. 4 WpHG entspricht. Bayer hat den verkürzten Konzernzwischenabschluss im Einklang mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie die Europäische Union (EU) übernommen hat. Der Bericht sollte zusammen mit dem Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2021 und den darin enthaltenen Zusatzinformationen über das Unternehmen gelesen werden. Den Geschäftsbericht 2021 finden Sie auf unserer Webseite www.bayer.com.
Impressum
Herausgeber
Bayer AG, 51368 Leverkusen, Bundesrepublik Deutschland
Redaktion
Danielle Staudt-Gersdorf, Tel. +49 214 30 46309
E-Mail: [email protected]
Investor Relations
Peter Dahlhoff, Tel. +49 214 30 33022
E-Mail: [email protected]
Veröffentlichungstag
Donnerstag, 4. August 2022
Bayer im Internet
www.bayer.com
Zukunftsgerichtete Aussagen:
Dieser Zwischenbericht kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.com zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
Markenrechtshinweis:
Bei den mit ™ gekennzeichneten Produktnamen handelt es sich um Marken des Bayer-Konzerns bzw. unserer Vertriebspartner, die in vielen Ländern als eingetragene Marken geschützt sind.