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Bayer AG Interim / Quarterly Report 2019

Jul 30, 2019

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Interim / Quarterly Report

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Publication

Bayer Aktiengesellschaft

Leverkusen

Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2019

Q2

Halbjahresfinanzbericht 2019

Bayer operativ auf Kurs

Konzernumsatz auf 11,5 Mrd. € erhöht (wpb. +0,9 %)
EBITDA vor Sondereinflüssen auf 2,9 Mrd. € angestiegen (+24,7 %)
Crop Science in schwierigem Umfeld mit Umsatzrückgang (wpb. und pro forma); deutlicher Ergebnisanstieg durch das akquirierte Geschäft
Pharmaceuticals erzielt Umsatzanstieg und kräftigen Ergebniszuwachs
Consumer Health mit Umsatz- und Ergebnisplus
Konzernergebnis 0,4 Mrd. € (- 49,1 %); belastet durch Sondereinflüsse aus Restrukturierung und Wertminderungen
Bereinigtes Ergebnis je Aktie 1,62 € (+5,9 %)
Konzernausblick bestätigt, aber zunehmend ambitioniert

Kennzahlen Bayer-Konzern

in Mio. € Q2 2018 Q2 2019 Veränderung

in %
H1 2018 H1 2019 Veränderung

in %
Umsatzerlöse 9.481 11.485 21,1 18.619 24.500 31,6
Veränderung (währungs- und portfoliobereinigt)1 0,9 2,4
Umsatzveränderungen1
Menge 9,9 % 0,4 % 6,4 % 1,9 %
Preis - 1,4 % 0,5 % - 1,3 % 0,5 %
Währung - 5,8 % 1,2 % - 6,7 % 1,2 %
Portfolio 6,1 % 19,0 % 2,8 % 28,0 %
Umsatzerlöse nach Regionen
Europa / Nahost / Afrika 3.603 3.750 4,1 7.510 8.193 9,1
Nordamerika 2.887 4.200 45,5 5.541 9.409 69,8
Asien / Pazifik 2.113 2.326 10,1 4.040 4.530 12,1
Lateinamerika 878 1.209 37,7 1.528 2.368 55,0
EBITDA1 2.031 2.486 22,4 4.849 5.624 16,0
Sondereinflüsse1 - 317 - 441 - 395 - 1.491
EBITDA vor Sondereinflüssen1 2.348 2.927 24,7 5.244 7.115 35,7
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen1 24,8 % 25,5 % 28,2 % 29,0 %
EBIT1 1.346 926 - 31,2 3.656 2.876 - 21,3
Sondereinflüsse1 - 362 - 859 - 440 - 1.909
EBIT vor Sondereinflüssen1 1.708 1.785 4,5 4.096 4.785 16,8
Finanzergebnis - 323 - 477 - 47,7 - 193 - 793 .
Konzernergebnis (aus fortzuführendem und nicht fortgeführtem Geschäft) 794 404 - 49,1 2.748 1.645 - 40,1
Ergebnis je Aktie1 aus fortzuführendem und nicht fortgeführtem Geschäft (in €) 0,87 0,41 - 52,9 3,05 1,68 - 44,9
Bereinigtes Ergebnis je Aktie1 aus fortzuführendem Geschäft (in €) 1,53 1,62 5,9 3,76 4,17 10,9
Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit (aus fortzuführendem und nicht fortgeführtem Geschäft) 2.240 1.600 - 28,6 2.898 2.679 - 7,6
Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (Investitionen) 459 458 - 0,2 808 853 5,6
Forschungs- und Entwicklungskosten 1.267 1.351 6,6 2.307 2.707 17,3
Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen 685 1.560 127,7 1.193 2.748 130,3
Mitarbeiter (Stichtag)2 124.055 115.498 - 6,9 124.055 115.498 - 6,9
Personalaufwand (einschl. Altersversorgung) 2.566 3.029 18,0 5.004 6.504 30,0
in Mio. € Gesamtjahr

2018
Umsatzerlöse 39.586
Veränderung (währungs- und portfoliobereinigt)1 4,5 %
Umsatzveränderungen1
Menge 5,3 %
Preis - 0,8 %
Währung - 4,1 %
Portfolio 12,7 %
Umsatzerlöse nach Regionen
Europa / Nahost / Afrika 14.143
Nordamerika 11.569
Asien / Pazifik 8.115
Lateinamerika 5.759
EBITDA1 10.266
Sondereinflüsse1 719
EBITDA vor Sondereinflüssen1 9.547
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen1 24,1 %
EBIT1 3.914
Sondereinflüsse1 - 2.566
EBIT vor Sondereinflüssen1 6.480
Finanzergebnis - 1.596
Konzernergebnis (aus fortzuführendem und nicht fortgeführtem Geschäft) 1.695
Ergebnis je Aktie1 aus fortzuführendem und nicht fortgeführtem Geschäft (in €) 1,80
Bereinigtes Ergebnis je Aktie1 aus fortzuführendem Geschäft (in €) 5,94
Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit (aus fortzuführendem und nicht fortgeführtem Geschäft) 7.917
Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (Investitionen) 2.593
Forschungs- und Entwicklungskosten 5.246
Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen 6.352
Mitarbeiter (Stichtag)2 116.998
Personalaufwand (einschl. Altersversorgung) 11.548

Vorjahreswerte angepasst

1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

2 Mitarbeiter auf Vollzeitkräfte umgerechnet

Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2019

Wesentliche Ereignisse

Im Mai gaben wir den Abschluss eines Kaufvertrags für das Coppertone™-Geschäft bekannt, das die Beiersdorf AG zu einem Kaufpreis von 0,6 Mrd. USD erwirbt. Hierin eingeschlossen sind die weltweiten Produktrechte an Coppertone™, die Übernahme der rund 450 Mitarbeiter in den USA, Kanada und China sowie das Produktionswerk in Cleveland, USA. Mit dem Abschluss der Transaktion wird, vorbehaltlich der üblichen Vollzugsbedingungen einschließlich Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden, im 3. Quartal 2019 gerechnet.

Im Juni gab Bayer bekannt, sich höhere Maßstäbe für Transparenz, Nachhaltigkeit und den Umgang mit allen Interessengruppen zu setzen. Wir planen zudem die Umweltbilanz unserer landwirtschaftlichen Produkte deutlich zu verbessern und bis 2030 die Auswirkungen auf die Umwelt um 30 % zu verringern.1 Wir werden in den kommenden zehn Jahren rund 5 Mrd. € in zusätzliche Methoden zur Unkrautbekämpfung investieren.

Der Aufsichtsrat der Bayer AG beschloss im Juni Maßnahmen zum Umgang mit dem Rechtskomplex Glyphosat. Diese umfassen u. a. die Neugründung eines Aufsichtsratsausschusses, der die aktuellen Gerichtsverfahren einschließlich der Prozess- und Mediationsaktivitäten begleiten sowie den Vorstand beraten und Vorschläge zur Prozessstrategie machen wird. Zudem wurde der US-Anwalt und Experte für Produkthaftungsklagen John Beisner beauftragt, den Aufsichtsrat zum Rechtskomplex Glyphosat kontinuierlich zu beraten.

Nachdem das US-Geschäft bereits im September 2018 übergegangen war, wurde am 1. Juli 2019 die Übernahme des globalen verschreibungspflichtigen Dermatologie-Geschäfts von Consumer Health durch LEO Pharma A / S, Ballerup, Dänemark, abgeschlossen. Das veräußerte Portfolio umfasst verschreibungspflichtige Marken wie Advantan™, Skinoren™ und Travocort™. Darüber hinaus wurden nun eine Produktionsstätte im italienischen Segrate und 347 Mitarbeiter übernommen. Der Basiskaufpreis für das restliche globale Geschäft betrug 0,6 Mrd. € und unterliegt transaktionstypischen Kaufpreisanpassungen. Der vorläufige Veräußerungsgewinn wird auf 0,3 Mrd. € geschätzt. Für das veräußerte Geschäft in Summe betrug der Basiskaufpreis damit rund 0,6 Mrd. € und der geschätzte Veräußerungsgewinn rund 0,4 Mrd. €.

Am 19. Juli 2019 unterzeichnete Bayer eine Vereinbarung mit Yellow Wood Partners, Boston, USA, bezüglich des Verkaufs des Dr. Scholl's™-Geschäfts von Consumer Health zu einem Kaufpreis in Höhe von 0,6 Mrd. USD. Mit dem Abschluss der Transaktion wird, vorbehaltlich der üblichen Vollzugsbedingungen einschließlich Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden, im 4. Quartal 2019 gerechnet.

1 Grundlage hierfür ist ein Vergleich des Umweltbelastungsquotienten, der die Menge in Verhältnis zur Toxizität setzt, mit den gegenwärtigen Marktstandards.

1. Umsatz, Ertrags- und Finanzlage im Überblick

1.1 Ertragslage Bayer-Konzern2

Im 2. Quartal wurde die Kaufpreisallokation für die Monsanto-Akquisition finalisiert. Die Finanzinformationen für die vergangenen Perioden wurden entsprechend angepasst. Für Details zu den Anpassungen siehe in diesem Bericht B Verkürzter Konzernzwischenabschluss, verkürzter Anhang, Abschnitt "Akquisitionen im Vorjahr".

2. Quartal 2018

Konzernumsatz

Der Konzernumsatz erhöhte sich im 2. Quartal 2019 wpb. um 0,9 % auf 11.485 Mio. € (nominal: +21,1 %). Davon entfielen 933 Mio. € auf Deutschland.

Crop Science verzeichnete einen wpb. Umsatzrückgang um 3,1 % auf 4.788 Mio. €, vor allem durch die extremen Wetterbedingungen in Nordamerika. Nominal stieg der Umsatz von Crop Science um 59,0 %, im Wesentlichen durch Portfolioeffekte von 61,0 % (1.835 Mio. €). Pharmaceuticals erzielte einen Umsatzanstieg von wpb. 3,9 % auf 4.422 Mio. €, das Geschäft in China entwickelte sich dabei besonders positiv. Bei Consumer Health stieg der Umsatz wpb. um 2,1 % auf 1.442 Mio. €, vor allem durch Zuwächse in den Regionen Lateinamerika sowie Europa / Nahost / Afrika. Bei Animal Health ging der Umsatz wpb. um 2,7 % auf 454 Mio. € zurück.

EBITDA vor Sondereinflüssen

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Konzerns stieg um 24,7 % auf 2.927 Mio. €. Im Jahresvergleich belasteten negative Währungseffekte, insbesondere aus Hedging, das Ergebnis mit 59 Mio. €. Ein positiver Effekt von ungefähr 100 Mio. € ergab sich durch den seit dem 1. Januar 2019 angewendeten IFRS 16, in dessen Rahmen die Aufwendungen für Leasingverhältnisse nicht mehr im operativen Ergebnis erfasst werden. Bei Crop Science erhöhte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen vor allem durch das akquirierte Geschäft um 66,9 % auf 1.075 Mio. €. Bei Pharmaceuticals stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen um 10,1 % auf 1.500 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch die erhöhte Nachfrage. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health erhöhte sich um 5,5 % auf 270 Mio. €. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Animal Health ging um 3,1 % auf 124 Mio. € zurück.

Abschreibungen

Die Abschreibungen und Wertminderungen betrugen im 2. Quartal 2019 1.560 Mio. € (Vorjahr: 685 Mio. €). Der Anstieg ist vor allem auf die Akquisition von Monsanto und die damit verbundenen laufenden Abschreibungen der erworbenen Vermögenswerte sowie auf die planmäßigen Abschreibungen der erstmals im Rahmen von IFRS 16 angesetzten Nutzungsrechte innerhalb des Sachanlagevermögens zurückzuführen. Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte betrugen 1.075 Mio. € (Vorjahr: 409 Mio. €). Die Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen lagen bei 485 Mio. € (Vorjahr: 275 Mio. €).

Die Wertminderungen betrugen insgesamt 430 Mio. € (Vorjahr: 54 Mio. €), davon entfielen 424 Mio. € (Vorjahr: 52 Mio. €) auf immaterielle Vermögenswerte. Hiervon stehen 421 Mio. € im Zusammenhang mit der vereinbarten Desinvestition unserer Fußpflegeprodukte von Dr. Scholl's™, u. a. auf den abgehenden anteiligen Goodwill entfallend.

2 Für die Definition der alternativen Leistungskennzahlen verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns".

EBIT und Sondereinflüsse

Das EBIT des Bayer-Konzerns sank um 31,2 % auf 926 Mio. € (Vorjahr: 1.346 Mio. €). Im EBIT sind per saldo Sonderaufwendungen in Höhe von 859 Mio. € (Vorjahr: 362 Mio. €) enthalten. Diese stehen im Wesentlichen in Verbindung mit den genannten Wertminderungen im Zusammenhang mit der vereinbarten Desinvestition von Dr. Scholl's™ sowie den angekündigten Restrukturierungen in Höhe von 249 Mio. €. Das EBIT vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 4,5 % auf 1.785 Mio. € (Vorjahr: 1.708 Mio. €).

Zur Ermittlung von EBIT und EBITDA haben wir folgende Sondereffekte berücksichtigt:

A 1

Sondereinflüsse nach Kategorien1

in Mio. € EBIT

Q2 2018
EBIT

Q2 2019
EBIT

H1 2018
EBIT

H1 2019
EBITDA

Q2 2018
EBITDA

Q2 2019
Summe Sondereinflüsse - 362 - 859 - 440 - 1.909 - 317 - 441
Wertminderung / Wertaufholung - 43 - 418 - 43 - 418 - - 1
Rechtsfälle / Rechtliche Risiken - 2 - 77 - 6 - 128 - 2 - 77
davon in der Überleitung - - 22 - 3 - 35 - - 22
Akquisitions- / Integrationskosten - 287 - 112 - 348 - 604 - 285 - 112
davon in der Überleitung - 12 - 8 - 15 - 14 - 12 - 8
Restrukturierung - 31 - 249 - 44 - 642 - 31 - 248
davon in der Überleitung - 13 - 251 - 18 - 616 - 13 - 249
Desinvestitionen 1 - 3 1 - 117 1 - 3
davon in der Überleitung - - 6 - - 6 - - 6
in Mio. € EBITDA

H1 2018
EBITDA

H1 2019
Summe Sondereinflüsse - 395 - 1.491
Wertminderung / Wertaufholung - - 1
Rechtsfälle / Rechtliche Risiken - 6 - 128
davon in der Überleitung - 3 - 35
Akquisitions- / Integrationskosten - 346 - 604
davon in der Überleitung - 15 - 14
Restrukturierung - 44 - 641
davon in der Überleitung - 18 - 614
Desinvestitionen 1 - 117
davon in der Überleitung - - 6

Vorjahreswerte angepasst

1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

A 2

Sondereinflüsse nach Funktionskosten1

in Mio. € EBIT

Q2 2018
EBIT

Q2 2019
EBIT H1 2018 EBIT H1 2019 EBITDA

Q2 2018
EBITDA

Q2 2019
Summe Sondereinflüsse - 362 - 859 - 440 - 1.909 - 317 - 441
Herstellungskosten - 147 - 64 - 157 - 506 - 144 - 65
Vertriebskosten - 16 - 240 - 18 - 250 - 16 - 31
Forschungs- und Entwicklungskosten - 50 - - 53 - 11 - 7 -
Allgemeine Verwaltungskosten - 149 - 281 - 207 - 756 - 149 - 280
Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen - - 274 - 5 - 386 - 1 - 66
in Mio. € EBITDA

H1 2018
EBITDA

H1 2019
Summe Sondereinflüsse - 395 - 1.491
Herstellungskosten - 154 - 507
Vertriebskosten - 18 - 41
Forschungs- und Entwicklungskosten - 10 - 11
Allgemeine Verwaltungskosten - 207 - 755
Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen - 6 - 178

Vorjahreswerte angepasst

1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortgeführtem Geschäft

Das Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortgeführtem Geschäft belief sich auf 0 Mio. € (Vorjahr: - 8 Mio. €).

Konzernergebnis

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von - 477 Mio. € (Vorjahr: - 323 Mio. €) lag das Ergebnis vor Ertragsteuern bei 449 Mio. € (Vorjahr: 1.023 Mio. €). Das Finanzergebnis beinhaltete insbesondere das Beteiligungsergebnis von - 32 Mio. € (Vorjahr: 56 Mio. €), das Zinsergebnis von - 372 Mio. € (Vorjahr: - 270 Mio. €) sowie Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen von 87 Mio. € (Vorjahr: 42 Mio. €). Innerhalb des Finanzergebnisses sind per saldo negative Sondereinflüsse von 56 Mio. € (Vorjahr: 106 Mio. €) ausgewiesen, die im Wesentlichen aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der Covestro-Beteiligung resultieren. Nach Abzug eines Ertragsteueraufwands von 44 Mio. € (Vorjahr: 215 Mio. €) und unter Berücksichtigung von Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich für das 2. Quartal 2019 ein Konzernergebnis von 404 Mio. € (Vorjahr: 794 Mio. €).

Bereinigtes Konzernergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (Gesamt) ging im 2. Quartal 2019 im Wesentlichen durch die akquisitions- / integrations- und restrukturierungsbedingten Sondereinflüsse sowie die akquisitionsbedingt höheren Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte auf 0,41 € (Vorjahr: 0,87 €) zurück. Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft stieg um 5,9 % auf 1,62 € (Vorjahr: 1,53 €).

A 3

Bereinigtes Ergebnis je Aktie "Core EPS"1

in Mio. € Q2 2018 Q2 2019 H1 2018 H1 2019
EBIT (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung) 1.346 926 3.656 2.876
Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen von Geschäfts- oder Firmenwerten und sonstigen immateriellen Vermögenswerten 409 1.075 706 1.781
Wertminderungen / Wertaufholungen von Sachanlagen und in den Sondereinflüssen enthaltene beschleunigte Abschreibungen 2 7 9 5
Sondereinflüsse (ohne Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen) 317 441 395 1.491
"Core EBIT" 2.074 2.449 4.766 6.153
Finanzergebnis (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung) - 323 - 477 - 193 - 793
Sondereinflüsse Finanzergebnis 106 56 - 130 2
Ertragsteuern (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung) - 215 - 44 - 709 - 442
Sondereinflüsse Ertragsteuern - - - -
Steuereffekte bezogen auf Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen und Sondereinflüsse - 236 - 387 - 343 - 828
Ergebnis nach Ertragsteuern auf nicht beherrschende Anteile entfallend (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung) - 6 - 1 - 6 4
Auf andere Gesellschafter entfallender Anteil der oben dargestellten Anpassungen - - 1 - - 1
Bereinigtes Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft 1.400 1.595 3.385 4.095
in Mio. Stück
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien2 915,69 981,73 900,70 980,95
in €
Bereinigtes Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft "Core EPS" 1,53 1,62 3,76 4,17

Vorjahreswerte angepasst

1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

2 Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien (unverwässert und verwässert) wurde für alle Perioden vor Juni 2018 um den Effekt der Bonuskomponente von Bezugsrechten nach IAS 33 angepasst, die im Rahmen der Kapitalerhöhung im Juni 2018 ausgegeben wurden, da der Bezugspreis der neuen Aktien unterhalb des Marktpreises der bestehenden Aktien lag.

Personalaufwand und Mitarbeiter

Die Zahl der Beschäftigten des Bayer-Konzerns ging im Stichtagsvergleich um 6,9 % auf 115.498 Mitarbeiter (30. Juni 2018: 124.055 Mitarbeiter) zurück. Im Vorjahr waren noch die Mitarbeiter der an BASF veräußerten Geschäfte enthalten. Der Personalaufwand stieg um 18,0 % auf 3.029 Mio. € (Vorjahr: 2.566 Mio. €). Ausschlaggebend hierfür war die gestiegene durchschnittliche Mitarbeiterzahl, die auf den Zeitpunkt der Monsanto-Akquisition im Juni des Vorjahres zurückzuführen ist. Hinzu kamen Zuführungen zu den Rückstellungen im Zusammenhang mit den angekündigten Restrukturierungen.

1. Halbjahr 2019

Konzernumsatz

Der Konzernumsatz stieg im 1. Halbjahr 2019 wpb. um 2,4 % auf 24.500 Mio. € (nominal +31,6 %). Davon entfielen 1.995 Mio. € auf Deutschland.

Der Umsatz von Crop Science stieg wpb. um 1,1 % auf 11.232 Mio. €. Nominal wuchs der Umsatz um 91,3 %, im Wesentlichen durch die Portfolioeffekte von 89,5 % (5.256 Mio. €). Der Umsatz von Pharmaceuticals erhöhte sich wpb. um 4,6 % auf 8.776 Mio. €. Bei Consumer Health lag der Umsatz mit 2.837 Mio. € (wpb. +0,4 %) auf dem Niveau des Vorjahres. Animal Health verzeichnete einen wpb. Umsatzrückgang um 1,8 % auf 875 Mio. €.

EBITDA vor Sondereinflüssen

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Bayer-Konzerns stieg um 35,7 % auf 7.115 Mio. € (Vorjahr: 5.244 Mio. €). Ergebnismindernd wirkten negative Währungseffekte in Höhe von 169 Mio. €, insbesondere aus Hedging. Ein positiver Effekt von ungefähr 190 Mio. € ergab sich durch den seit dem 1. Januar 2019 angewendeten IFRS 16, in dessen Rahmen die Aufwendungen für Leasingverhältnisse nicht mehr im operativen Ergebnis erfasst werden. Bei Crop Science erzielten wir einen Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen um 101,5 % auf 3.397 Mio. €, vor allem durch den Ergebnisbeitrag des akquirierten Geschäfts. Bei Pharmaceuticals erhöhten wir das EBITDA vor Sondereinflüssen um 8,4 % auf 3.012 Mio. €. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health sank um 3,5 % auf 549 Mio. €. Bei Animal Health ging das Ergebnis um 1,1 % auf 264 Mio. € zurück.

Abschreibungen

Die Abschreibungen und Wertminderungen beliefen sich im 1. Halbjahr 2019 auf 2.748 Mio. € (Vorjahr: 1.193 Mio. €). Der Anstieg ist vor allem auf die Akquisition von Monsanto und die damit verbundenen laufenden Abschreibungen der erworbenen Vermögenswerte sowie auf die planmäßigen Abschreibungen der im 1. Quartal 2019 erstmals im Rahmen von IFRS 16 angesetzten Nutzungsrechte innerhalb des Sachanlagevermögens zurückzuführen. Sie setzten sich zusammen aus Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte von 1.781 Mio. € (Vorjahr: 706 Mio. €) und aus Abschreibungen auf Sachanlagen von 967 Mio. € (Vorjahr: 487 Mio. €).

In den Abschreibungen waren per saldo Wertminderungen in Höhe von 429 Mio. € (Vorjahr: 75 Mio. €) enthalten, von denen 425 Mio. € (Vorjahr: 66 Mio. €) auf Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte entfielen. Hiervon stehen 421 Mio. € im Zusammenhang mit der vereinbarten Desinvestition von Dr. Scholl´s™, u. a. auf den abgehenden anteiligen Goodwill entfallend. Wertminderungen und Wertaufholungen in Höhe von 418 Mio. € (Vorjahr: 45 Mio. €) wurden als Sondereinflüsse erfasst.

EBIT und Sondereinflüsse

Das EBIT des Bayer-Konzerns ging um 21,3 % auf 2.876 Mio. € (Vorjahr: 3.656 Mio. €) zurück. Die Sonderaufwendungen beliefen sich per saldo auf 1.909 Mio. € (Vorjahr: 440 Mio. €). Sie standen im Wesentlichen in Verbindung mit der Akquisition und Integration von Monsanto in Höhe von 662 Mio. €, davon 483 Mio. € aus der Neubewertung der Vorräte, mit angekündigten Restrukturierungen von 642 Mio. € sowie mit den Wertminderungen im Zusammenhang mit der vereinbarten Desinvestition von Dr. Scholl's™. Das EBIT vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 16,8 % auf 4.785 Mio. € (Vorjahr: 4.096 Mio. €).

Konzernergebnis

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von - 793 Mio. € (Vorjahr: - 193 Mio. €) erzielten wir ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 2.083 Mio. € (Vorjahr: 3.463 Mio. €). Das Finanzergebnis beinhaltete ein Beteiligungsergebnis von 30 Mio. € (Vorjahr: 402 Mio. €), insbesondere aus der Covestro-Beteiligung, ein Zinsergebnis von - 717 Mio. € (Vorjahr: - 362 Mio. €), ein Kursergebnis in Höhe von - 8 Mio. € (Vorjahr: - 78 Mio. €) sowie Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen von 153 Mio. € (Vorjahr: 87 Mio. €). Im Finanzergebnis sind per saldo Sondereinflüsse von - 2 Mio. € (Vorjahr: 130 Mio. €) enthalten. Nach Abzug eines Steueraufwands von 442 Mio. € (Vorjahr: 709 Mio. €) erreichten wir ein Ergebnis nach Ertragsteuern von 1.641 Mio. € (Vorjahr: 2.754 Mio. €). Unter Berücksichtigung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft und Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich insgesamt ein Konzernergebnis von 1.645 Mio. € (Vorjahr: 2.748 Mio. €).

Bereinigtes Konzernergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (Gesamt) ging um 44,9 % auf 1,68 € (Vorjahr: 3,05 €) zurück. Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft stieg um 10,9 % auf 4,17 € (Vorjahr: 3,76 €).

1.2 Geschäftsentwicklung in den Segmenten

Crop Science

A 4

Kennzahlen Crop Science

Veränderung in %1
in Mio. € Q2 2018 Q2 2019 nominal wpb. H1 2018 H1 2019
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 3.011 4.788 59,0 - 3,1 5.872 11.232
Umsatzveränderungen1
Menge 22,0 % - 3,4 % 8,6 % 0,1 %
Preis - 0,6 % 0,3 % - 0,5 % 1,0 %
Währung - 7,2 % 1,1 % - 7,3 % 0,7 %
Portfolio 25,0 % 61,0 % 10,3 % 89,5 %
Umsatzerlöse nach Regionen
Europa / Nahost / Afrika 986 1.092 10,8 - 1,8 2.280 2.856
Nordamerika 1.076 2.397 122,8 - 13,5 2.045 5.921
Asien / Pazifik 508 533 4,9 - 1,7 876 921
Lateinamerika 441 766 73,7 17,7 671 1.534
EBITDA1 367 974 165,4 1.348 2.678
Sondereinflüsse1 - 277 - 101 - 338 - 719
EBITDA vor Sondereinflüssen1 644 1.075 66,9 1.686 3.397
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen1 21,4 % 22,5 % 28,7 % 30,2 %
EBIT1 149 304 104,0 1.041 1.300
Sondereinflüsse1 - 279 - 101 - 340 - 719
EBIT vor Sondereinflüssen1 428 405 - 5,4 1.381 2.019
Cashflows aus operativer

Geschäftstätigkeit
1.653 880 - 46,8 950 409
Investitionen 174 197 13,2 237 420
Forschungs- und Entwicklungskosten 396 597 50,8 653 1.180
Veränderung in %1
in Mio. € nominal wpb.
--- --- ---
Umsatzerlöse 91,3 1,1
Umsatzveränderungen1
Menge
Preis
Währung
Portfolio
Umsatzerlöse nach Regionen
Europa / Nahost / Afrika 25,3 0,0
Nordamerika 189,5 - 4,6
Asien / Pazifik 5,1 - 1,7
Lateinamerika 128,6 25,8
EBITDA1 98,7
Sondereinflüsse1
EBITDA vor Sondereinflüssen1 101,5
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen1
EBIT1 24,9
Sondereinflüsse1
EBIT vor Sondereinflüssen1 46,2
Cashflows aus operativer

Geschäftstätigkeit
- 56,9
Investitionen 77,2
Forschungs- und Entwicklungskosten 80,7

Vorjahreswerte angepasst; wpb. = währungs- und portfoliobereinigt

1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

2. Quartal 2019

Umsatzerlöse

Im 2. Quartal 2019 erzielte Crop Science einen Umsatz von 4.788 Mio. €. Nominal stieg der Umsatz um 59,0 %, im Wesentlichen durch einen Portfolioeffekt von 61,0 %, bedingt durch die Übernahme von Monsanto (2.320 Mio. €), abzüglich des anteiligen Beitrags der veräußerten Geschäfte im Vorjahr (484 Mio. €). Insgesamt war das Crop-Science-Geschäft im 2. Quartal maßgeblich durch extreme Wetterbedingungen beeinflusst. Insbesondere wirkten sich Überschwemmungen und starke Regenfälle im Mittleren Westen der USA sowie Trockenheit in weiten Teilen Europas und in Kanada negativ aus. Zudem beeinträchtigten die anhaltenden Handelskonflikte der USA das Geschäft. Der wpb. Rückgang um 3,1 %, bei dem die Entwicklung des akquirierten Geschäfts nur für den Zeitraum vom 7. Juni bis zum 30. Juni berücksichtigt wird, war im Wesentlichen durch deutlich rückläufige Umsätze in Nordamerika bedingt. Merkliche Zuwächse in Lateinamerika konnten dies nicht ausgleichen.

In Europa / Nahost / Afrika stieg der Umsatz wb. um 11,0 % auf 1.092 Mio. €. Der Portfolioeffekt belief sich auf 126 Mio. €. Wpb. ging das Geschäft um 1,8 % zurück. Umsatzrückgänge verzeichneten wir bei SeedGrowth (Sonstige) aufgrund des Verlusts von Zulassungen in Europa sowie bei Fungiziden durch die außergewöhnliche Trockenheit in Teilen Europas. Erfreuliche Zuwächse erreichten wir demgegenüber bei Insektiziden.
In Nordamerika verzeichneten wir einen wb. Umsatzanstieg um 120,2 % auf 2.397 Mio. €. Der Portfolioeffekt betrug 1.438 Mio. €. Der wpb. Rückgang um 13,5 % ist im Wesentlichen auf die extremen Wetterbedingungen zurückzuführen.
In der Region Asien / Pazifik erhöhten wir den Umsatz auf 533 Mio. € (wb. +4,2 %). Der Portfolioeffekt betrug 30 Mio. €. Wpb. ging das Geschäft um 1,7 % zurück. Rückläufig waren unsere Herbizid- und Insektizidumsätze in Indien, aufgrund von erwarteten Nachfrageverschiebungen ins 3. Quartal.
In der Region Lateinamerika stieg der Umsatz wb. um 72,4 % auf 766 Mio. €. Der Portfolioeffekt betrug 241 Mio. €. Wpb. wuchs das Geschäft um 17,7 %. Dieser Anstieg beruhte auf Mengenausweitungen bei Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden in Brasilien.

A 5

Umsatzerlöse nach strategischen Geschäftseinheiten

Veränderung in %1
in Mio. € Q2 2018 Q2 2019 nominal wpb. H1 2018 H1 2019
--- --- --- --- --- --- ---
Crop Science 3.011 4.788 59,0 - 3,1 5.872 11.232
Herbizide 1.028 1.337 30,1 - 1,5 1.828 2.710
Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften 134 941 . - 25,9 172 3.315
Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften 147 481 . - 31,0 206 1.085
Fungizide 709 661 - 6,8 - 7,3 1.437 1.358
Insektizide 329 388 17,9 16,3 628 724
Environmental Science 183 286 56,3 8,9 297 538
Gemüsesaatgut 128 178 39,1 17,9 272 346
Sonstige 353 516 46,2 - 10,3 1.032 1.156
Veränderung in %1
in Mio. € nominal wpb.
--- --- ---
Crop Science 91,3 1,1
Herbizide 48,2 3,5
Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften . - 19,0
Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften . - 21,9
Fungizide - 5,5 - 6,0
Insektizide 15,3 14,5
Environmental Science 81,1 3,8
Gemüsesaatgut 27,2 8,4
Sonstige 12,0 3,9

wpb. = währungs- und portfoliobereinigt

1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

Ergebnis

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science erhöhte sich im 2. Quartal 2019 um 66,9 % auf 1.075 Mio. € (Vorjahr: 644 Mio. €). Der Anstieg ist insbesondere auf den Ergebnisbeitrag des neu akquirierten Geschäfts zurückzuführen. Ergebnismindernd wirkten der Umsatzrückgang, der Wegfall des Ergebnisbeitrags der an BASF veräußerten Geschäfte, Wertminderungen auf Vorräte sowie ein negativer Währungseffekt von 26 Mio. €.

Das EBIT verdoppelte sich auf 304 Mio. € (Vorjahr: 149 Mio. €). Hierin enthalten sind Sonderaufwendungen in Höhe von 101 Mio. € (Vorjahr: 279 Mio. €), im Wesentlichen in Verbindung mit der Akquisition und Integration von Monsanto sowie den Desinvestitionen an BASF in Höhe von insgesamt 61 Mio. €, davon 55 Mio. € anteilige Auflösung der Höherbewertung der Vorräte, sowie Rechtsberatungskosten im Zusammenhang mit dem Rechtskomplex Glyphosat.

1. Halbjahr 2019

Umsatzerlöse

Im 1. Halbjahr 2019 erzielte Crop Science einen Umsatz von 11.232 Mio. €. Nominal stieg der Umsatz um 91,3 %, im Wesentlichen durch einen Portfolioeffekt von 89,5 %, bedingt durch die Übernahme von Monsanto (6.649 Mio. €), abzüglich des anteiligen Beitrags der veräußerten Geschäfte im Vorjahr (1.393 Mio. €). Wpb. verzeichneten wir einen Anstieg um 1,1 %. Deutliche Zuwächse verzeichneten wir in Lateinamerika durch Nachfrageverschiebungen aus dem 4. Quartal des Vorjahres sowie geringere Verkäufe im Vorjahreszeitraum im Zusammenhang mit der Normalisierung der Lagerbestände für Pflanzenschutzprodukte in Brasilien. Wetterbedingte Rückgänge mussten wir dagegen in Nordamerika hinnehmen.

Ergebnis

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science verdoppelte sich im 1. Halbjahr 2019 auf 3.397 Mio. € (Vorjahr: 1.686 Mio. €). Der Anstieg ist insbesondere auf den Ergebnisbeitrag des neu akquirierten Geschäfts zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich der Umsatzrückgang, der Wegfall des Ergebnisbeitrags der an BASF veräußerten Geschäfte, Wertminderungen auf Vorräte sowie ein negativer Währungseffekt von 93 Mio. € aus.

Das EBIT erhöhte sich um 24,9 % auf 1.300 Mio. € (Vorjahr: 1.041 Mio. €). Hierin enthalten sind Sonderaufwendungen in Höhe von 719 Mio. € (Vorjahr: 340 Mio. €), im Wesentlichen in Verbindung mit der Akquisition und Integration von Monsanto sowie den Desinvestitionen an BASF in Höhe von insgesamt 648 Mio. €, davon 483 Mio. € anteilige Auflösung der Höherbewertung der Vorräte, sowie Rechtsberatungskosten im Zusammenhang mit dem Rechtskomplex Glyphosat.

A 6

Sondereinflüsse1 Crop Science

in Mio. € EBIT

Q2 2018
EBIT

Q2 2019
EBIT

H1 2018
EBIT

H1 2019
EBITDA

Q2 2018
EBITDA

Q2 2019
Restrukturierung - 3 - - 5 - - 3 -
Rechtsfälle / Rechtliche Risiken - 2 - 40 - 3 - 71 - 2 - 40
Akquisitions- / Integrationskosten - 275 - 104 - 333 - 590 - 273 - 104
Desinvestitionen 1 43 1 - 58 1 43
Summe Sondereinflüsse - 279 - 101 - 340 - 719 - 277 - 101
in Mio. € EBITDA

H1 2018
EBITDA

H1 2019
Restrukturierung - 5 -
Rechtsfälle / Rechtliche Risiken - 3 - 71
Akquisitions- / Integrationskosten - 331 - 590
Desinvestitionen 1 - 58
Summe Sondereinflüsse - 338 - 719

1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

Pro-forma-Umsatzerlöse nach strategischen Geschäftseinheiten

Aufgrund des Umfangs der übernommenen Aktivitäten und der mit dem Geschäft verbundenen Saisonalität stellen wir die Umsätze nach strategischen Geschäftseinheiten auf Pro-forma-Basis dar, u. a. um die operative Geschäftsentwicklung für das kombinierte Geschäft von Crop Science und Monsanto besser aufzeigen zu können. Dabei werden die Umsätze so dargestellt, als wären sowohl die Übernahme von Monsanto als auch die damit zusammenhängenden Desinvestitionen bereits zum 1. Januar 2018 erfolgt. Die Umsätze aus den genannten Leistungsvereinbarungen mit BASF nach Abschluss der Desinvestitionen sind hier nicht berücksichtigt.

A 7

Pro-forma-Umsatzerlöse nach strategischen Geschäftseinheiten1

Veränderung in %2
in Mio. € Q2 2018 Q2 2019 nominal wb. H1 2018 H1 2019
--- --- --- --- --- --- ---
Crop Science 5.095 4.758 -6,6 -9,9 11.243 11.112
Herbizide 1.454 1.319 - 9,3 - 11,4 2.757 2.663
Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften 961 941 - 2,1 - 7,8 3.235 3.315
Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften 686 482 - 29,7 - 34,4 1.352 1.085
Fungizide 710 659 - 7,2 - 7,4 1.437 1.357
Insektizide 329 389 18,2 17,1 627 724
Environmental Science 283 287 1,6 - 3,2 521 535
Gemüsesaatgut 175 178 1,5 0,0 351 346
Sonstige 497 501 0,8 - 4,7 961 1.085
Veränderung in %2
in Mio. € nominal wb.
--- --- ---
Crop Science -1,2 -4,6
Herbizide - 3,4 - 5,1
Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften 2,5 - 2,9
Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften - 19,7 - 25,1
Fungizide - 5,6 - 5,9
Insektizide 15,5 14,6
Environmental Science 2,7 - 2,1
Gemüsesaatgut - 1,4 - 3,1
Sonstige 12,9 7,6

wb. = währungsbereinigt

1 Die Pro-forma-Angaben sind ungeprüft und unter der Annahme erstellt, dass sowohl die Übernahme von Monsanto als auch die damit zusammenhängenden Desinvestitionen bereits zum 1. Januar 2018 erfolgt sind. Die Umsatzerlöse von Monsanto wurden entsprechend dem Bayer-Geschäftsjahr periodisiert. Dabei wurden einmalige Effekte aus dem Geschäftsbetrieb, die Bilanzierung von nicht fortgeführten Geschäften sowie der Ausweis und die Bewertung des Umsatzes aus bestimmten Geschäftsvorfällen an unsere Bilanzierung angepasst. Aufgrund des vereinfachten Vorgehens stellen sie explizit keine Umsatzerlöse im Sinne des IFRS und des IDW RH HFA 1.004 dar.

2 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

2. Quartal 2019

Auf Pro-forma-Basis ging der Umsatz im 2. Quartal 2019 wb. um 9,9 % zurück:

Der Rückgang bei Herbiziden ist im Wesentlichen bedingt durch hohe Lagerbestände im Handel sowie die extremen Wetterbedingungen in den USA, wo Überschwemmungen und starke Regenfälle im Mittleren Westen die Aussaat verzögerten. Dies führte insgesamt zu einer Reduktion der bestellten Anbauflächen sowie geringeren Anwendungen vor der Aussaat, was entsprechend mit Mengenrückgängen insbesondere bei Roundup™ einherging.
Der Bereich Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften war vor allem durch die Auswirkungen der genannten Wetterbedingungen, die zu einem Rückgang der bestellten Anbauflächen führten, sowie einen im Vorjahresvergleich unvorteilhaften Produktmix rückläufig. Darüber hinaus profitierten wir im Vorjahresquartal in Lateinamerika von erhöhten Lizenzeinnahmen in Brasilien.
Der Rückgang im Bereich Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften ist auf Mengenrückgänge zurückzuführen, aufgrund der genannten Auswirkungen der Wetterbedingungen sowie der Handelskonflikte der USA. Zusätzlich wirkte sich ein erhöhter Wettbewerbsdruck negativ aus.
Bei Fungiziden wirkten sich insbesondere die oben genannten Effekte in Kanada negativ aus, wohingegen wir in Lateinamerika von gestiegenen Absatzmengen sowie der Zulassung von Xpro™ in Brasilien profitierten.
Bei Insektiziden erzielten wir starke Umsatzanstiege in den Regionen Europa / Nahost / Afrika und Lateinamerika durch Preis- und Mengenanstiege sowie in Nordamerika aufgrund von saisonalen Verschiebungen aus dem Folgequartal.
Der Rückgang bei Sonstige resultiert im Wesentlichen aus dem Verlust von Zulassungen in Europa bei SeedGrowth. In den USA erreichten wir dagegen im Bereich Baumwollsaatgut ein deutliches Umsatzplus aufgrund von Mengenausweitungen durch gestiegene Marktanteile und einen erwarteten Anstieg der Anbauflächen.

1. Halbjahr 2019

Auf Pro-forma-Basis ging der Umsatz im 1. Halbjahr 2019 wb. um 4,6 % zurück. Dies ist vor allem auf die extremen Wetterbedingungen in den USA zurückzuführen, die zu einem Rückgang in den Bereichen Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften, Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften und Herbiziden führten.

Pharmaceuticals

A 8

Kennzahlen Pharmaceuticals

Veränderung in %1
in Mio. € Q2 2018 Q2 2019 nominal wpb. H1 2018 H1 2019
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 4.217 4.422 4,9 3,9 8.292 8.776
Umsatzveränderungen1
Menge 5,8 % 4,0 % 5,7 % 5,2 %
Preis - 2,7 % - 0,1 % - 2,7 % - 0,6 %
Währung - 4,9 % 1,2 % - 6,0 % 1,4 %
Portfolio - 0,2 % - 0,2 % - 0,2 % - 0,2 %
Umsatzerlöse nach Regionen
Europa / Nahost / Afrika 1.653 1.695 2,5 2,8 3.264 3.370
Nordamerika 992 984 - 0,8 - 5,4 1.915 1.909
Asien / Pazifik 1.323 1.499 13,3 11,9 2.626 3.028
Lateinamerika 249 244 - 2,0 5,2 487 469
EBITDA1 1.350 1.513 12,1 2.764 3.009
Sondereinflüsse1 - 13 13 - 14 - 3
EBITDA vor Sondereinflüssen1 1.363 1.500 10,1 2.778 3.012
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen1 32,3 % 33,9 % 33,5 % 34,3 %
EBIT1 1.053 1.238 17,6 2.216 2.437
Sondereinflüsse1 - 56 14 - 57 - 2
EBIT vor Sondereinflüssen1 1.109 1.224 10,4 2.273 2.439
Cashflows aus operativer

Geschäftstätigkeit
629 741 17,8 1.861 2.034
Investitionen 121 135 11,6 340 215
Forschungs- und Entwicklungskosten 765 663 - 13,3 1.458 1.352
Veränderung in %1
in Mio. € nominal wpb.
--- --- ---
Umsatzerlöse 5,8 4,6
Umsatzveränderungen1
Menge
Preis
Währung
Portfolio
Umsatzerlöse nach Regionen
Europa / Nahost / Afrika 3,2 3,8
Nordamerika - 0,3 - 5,7
Asien / Pazifik 15,3 12,9
Lateinamerika - 3,7 5,1
EBITDA1 8,9
Sondereinflüsse1
EBITDA vor Sondereinflüssen1 8,4
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen1
EBIT1 10,0
Sondereinflüsse1
EBIT vor Sondereinflüssen1 7,3
Cashflows aus operativer

Geschäftstätigkeit
9,3
Investitionen - 36,8
Forschungs- und Entwicklungskosten - 7,3

wpb. = währungs- und portfoliobereinigt

1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

2. Quartal 2019

Umsatzerlöse

Der Umsatz von Pharmaceuticals erhöhte sich im 2. Quartal 2019 wpb. um 3,9 % auf 4.422 Mio. € (Vorjahr: 4.217 Mio. €). Neben der anhaltend starken Entwicklung in China verzeichneten wir auch ein weiterhin kräftiges Wachstum mit unseren Produkten Xarelto™ und Eylea™.

Den Umsatz mit unserem oralen Gerinnungshemmer Xarelto™ steigerten wir deutlich durch Mengenausweitungen in China und in Europa / Nahost / Afrika, vor allem in Russland und Frankreich. Die als Umsatz erfassten Lizenzeinnahmen in den USA, wo Xarelto™ von einer Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson vermarktet wird, gingen zurück und minderten damit das Gesamtwachstum.
Das Geschäft mit unserem Augenmedikament Eylea™ konnten wir in allen Regionen weiterhin ausbauen. Besonders positiv entwickelte sich der Umsatz in Europa, primär in Großbritannien, und in Kanada.
Umsatzrückgänge verzeichneten wir mit unserem Krebsmedikament Nexavar™. Dies ist vor allem auf das kompetitive Marktumfeld in den USA und Japan zurückzuführen. Zuwächse in China und Italien konnten dies teilweise kompensieren.
Die rückläufige Umsatzentwicklung unseres Multiple-Sklerose-Präparats Betaferon™ / Betaseron™ war weiterhin im Wesentlichen bedingt durch den starken Wettbewerb in den USA.
Mit unserem Krebsmedikament Stivarga™ erzielten wir signifikante Umsatzsteigerungen, vor allem durch Mengenausweitungen in China und Russland.
Der Umsatz mit unserem Medikament zur Behandlung von Lungenhochdruck, Adempas™, stieg erfreulich, vorrangig in den USA und Europa. Die Umsätze beinhalteten wie bisher auch die anteilige Erfassung der aus der sGC-Kooperation mit Merck & Co., USA, resultierenden Vorab- und Meilensteinzahlungen.

A 9

Umsatzstärkste Pharmaceuticals-Produkte

Veränderung in %1
in Mio. € Q2 2018 Q2 2019 nominal wpb. H1 2018 H1 2019
--- --- --- --- --- --- ---
Xarelto™ 891 1.007 13,0 12,5 1.705 1.944
Eylea™ 540 604 11,9 11,2 1.044 1.187
Mirena™ / Kyleena™ / Jaydess™ 276 297 7,6 3,6 593 619
Kogenate™ / Kovaltry™ / Jivi™ 213 221 3,8 0,8 427 434
Nexavar™ 193 177 - 8,3 - 9,4 355 361
Adalat™ 165 170 3,0 3,7 341 345
Glucobay™ 151 155 2,6 3,8 319 342
YAZ™ / Yasmin™ / Yasminelle™ 159 167 5,0 4,9 311 326
Aspirin™ Cardio 139 142 2,2 4,2 287 298
Betaferon™ / Betaseron™ 142 120 - 15,5 - 17,9 272 221
Stivarga™ 82 103 25,6 23,9 152 200
Adempas™ 89 101 13,5 11,0 170 196
Gadavist™ / Gadovist™ 103 97 - 5,8 - 6,7 190 193
Avalox™ / Avelox™ 77 81 5,2 5,8 174 185
Stellant™ 84 95 13,1 9,6 163 182
Summe umsatzstärkste Produkte 3.304 3.537 7,1 6,1 6.503 7.033
Anteil am Pharmaceuticals-Umsatz 78 % 80 % 78 % 80 %
Veränderung in %1
in Mio. € nominal wpb.
--- --- ---
Xarelto™ 14,0 13,6
Eylea™ 13,7 12,8
Mirena™ / Kyleena™ / Jaydess™ 4,4 - 0,2
Kogenate™ / Kovaltry™ / Jivi™ 1,6 - 1,5
Nexavar™ 1,7 0,1
Adalat™ 1,2 0,6
Glucobay™ 7,2 7,0
YAZ™ / Yasmin™ / Yasminelle™ 4,8 4,9
Aspirin™ Cardio 3,8 4,5
Betaferon™ / Betaseron™ - 18,8 - 21,0
Stivarga™ 31,6 28,8
Adempas™ 15,3 11,9
Gadavist™ / Gadovist™ 1,6 0,5
Avalox™ / Avelox™ 6,3 5,8
Stellant™ 11,7 7,0
Summe umsatzstärkste Produkte 8,2 6,8
Anteil am Pharmaceuticals-Umsatz

wpb. = währungs- und portfoliobereinigt

1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

Ergebnis

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Pharmaceuticals stieg im 2. Quartal 2019 um 10,1 % auf 1.500 Mio. € (Vorjahr: 1.363 Mio. €). Negative Währungseffekte belasteten das Ergebnis mit 30 Mio. €. Der kräftige Ergebniszuwachs ist primär auf die erhöhte Nachfrage und die niedrigeren Herstellungskosten zurückzuführen. Zudem gingen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung gegenüber einem hohen Vorjahreswert zurück; zusätzlich wirkte sich hier der abweichende Verlauf von Studienausgaben im Gesamtjahr aus.

Das EBIT stieg um 17,6 % auf 1.238 Mio. €. Hierin enthalten sind Sondererträge in Höhe von 14 Mio. € (Vorjahr: Sonderaufwendungen in Höhe von 56 Mio. €). Diese standen im Wesentlichen in Verbindung mit Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 30 Mio. €, vor allem durch die Anpassung von Rückstellungen. Ergebnismindernd wirkten Aufwendungen für Rechtsfälle in Höhe von 15 Mio. €.

A 10

Sondereinflüsse1 Pharmaceuticals

in Mio. € EBIT

Q2 2018
EBIT

Q2 2019
EBIT

H1 2018
EBIT

H1 2019
EBITDA

Q2 2018
EBITDA

Q2 2019
Restrukturierung - 13 30 - 14 21 - 13 29
Rechtsfälle / Rechtliche Risiken - - 15 - - 22 - - 15
Wertminderung / Wertaufholung - 43 - 1 - 43 - 1 - - 1
Summe Sondereinflüsse - 56 14 - 57 - 2 - 13 13
in Mio. € EBITDA

H1 2018
EBITDA

H1 2019
Restrukturierung - 14 20
Rechtsfälle / Rechtliche Risiken - - 22
Wertminderung / Wertaufholung - - 1
Summe Sondereinflüsse - 14 - 3

1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

1. Halbjahr 2019

Umsatzerlöse

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 stieg der Umsatz von Pharmaceuticals wpb. um 4,6 % auf 8.776 Mio. € (Vorjahr: 8.292 Mio. €). Im Wesentlichen beruhte das Wachstum im 1. Halbjahr analog zum 2. Quartal auf der positiven Entwicklung in China sowie auf dem Umsatzwachstum von Xarelto™ und Eylea™.

Ergebnis

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Pharmaceuticals stieg im 1. Halbjahr 2019 um 8,4 % auf 3.012 Mio. € (Vorjahr: 2.778 Mio. €). Negative Währungseffekte in Höhe von 74 Mio. € belasteten das Ergebnis. Der Ergebniszuwachs ist primär auf die sehr gute Geschäftsentwicklung sowie die gesunkenen Herstellungskosten zurückzuführen. Zudem gingen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung gegenüber einem hohen Vorjahreswert zurück; zusätzlich wirkte sich hier der abweichende Verlauf von Studienausgaben im Gesamtjahr aus.

Das EBIT stieg um 10,0 % auf 2.437 Mio. €.

Consumer Health

A 11

Kennzahlen Consumer Health

Veränderung in %1
in Mio. € Q2 2018 Q2 2019 nominal wpb. H1 2018 H1 2019
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 1.413 1.442 2,1 2,1 2.822 2.837
Umsatzveränderungen1
Menge - 2,2 % 0,2 % - 2,8 % - 0,5 %
Preis 0,8 % 1,9 % 1,0 % 0,9 %
Währung - 7,0 % 1,3 % - 8,4 % 1,4 %
Portfolio 0,0 % - 1,3 % 0,0 % - 1,3 %
Umsatzerlöse nach Regionen
Europa / Nahost / Afrika 466 476 2,1 3,1 962 936
Nordamerika 595 600 0,8 - 1,5 1.191 1.203
Asien / Pazifik 202 207 2,5 2,2 379 413
Lateinamerika 150 159 6,0 13,5 290 285
EBITDA1 257 219 - 14,8 565 470
Sondereinflüsse1 1 - 51 - 4 - 79
EBITDA vor Sondereinflüssen1 256 270 5,5 569 549
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen1 18,1 % 18,7 % 20,2 % 19,4 %
EBIT1 157 - 293 . 368 - 132
Sondereinflüsse1 1 - 468 - 4 - 496
EBIT vor Sondereinflüssen1 156 175 12,2 372 364
Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit 148 198 33,8 321 430
Investitionen 45 32 - 28,9 73 57
Forschungs- und Entwicklungskosten 55 53 - 3,6 110 107
Veränderung in %1
in Mio. € nominal wpb.
--- --- ---
Umsatzerlöse 0,5 0,4
Umsatzveränderungen1
Menge
Preis
Währung
Portfolio
Umsatzerlöse nach Regionen
Europa / Nahost / Afrika - 2,7 - 1,3
Nordamerika 1,0 - 2,4
Asien / Pazifik 9,0 7,8
Lateinamerika - 1,7 7,8
EBITDA1 - 16,8
Sondereinflüsse1
EBITDA vor Sondereinflüssen1 - 3,5
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen1
EBIT1 .
Sondereinflüsse1
EBIT vor Sondereinflüssen1 - 2,2
Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit 34,0
Investitionen - 21,9
Forschungs- und Entwicklungskosten - 2,7

wpb. = währungs- und portfoliobereinigt

1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

2. Quartal 2019

Umsatzerlöse

Der Umsatz von Consumer Health stieg im 2. Quartal 2019 wpb. um 2,1 % auf 1.442 Mio. €.

In Europa / Nahost / Afrika erhöhten wir den Umsatz wpb. um 3,1 % auf 476 Mio. €. Anstiege verzeichneten wir dabei in den Kategorien Dermatologie, hier vor allem in Russland und der Türkei, und Nahrungsergänzung, in der wir von einer Produktlinienerweiterung in Italien profitierten. Zusätzlich begann sich auch eine verbesserte Liefersituation positiv auszuwirken.
In der Region Nordamerika gingen die Umsätze wpb. um 1,5 % auf 600 Mio. € zurück. Rückläufig entwickelte sich insbesondere unser Geschäft in der Kategorie Schmerz und Kardio, in der sich u. a. eine geringere Nachfrage nach Aspirin™ negativ auswirkte. Umsatzzuwächse verzeichneten wir dagegen in der Kategorie Allergie und Erkältung, primär durch unser Antihistaminikum Claritin™, bei dem wir nach einer schwachen Allergiesaison im Vorjahreszeitraum von einer gestiegenen Nachfrage und von Investitionen in die Marke profitieren konnten.
In Asien / Pazifik stiegen die Umsätze um 2,2 % auf 207 Mio. €. Somit konnten wir unser Geschäft ein weiteres Quartal in Folge ausweiten. Erfreulich entwickelte sich die Kategorie Nahrungsergänzung mit einem signifikanten Beitrag unseres Produkts Elevit™. Rückläufig waren ausschließlich die Dermatologieumsätze nach einem starken Vorjahresquartal in China.
In Lateinamerika erzielten wir einen starken Umsatzanstieg um 13,5 % auf 159 Mio. €. Prozentual zweistellige Zuwächse erreichten wir insbesondere in der Kategorie Schmerz und Kardio.

A 12

Umsatzerlöse nach Kategorien1

Veränderung in %2
in Mio. € Q2 2018 Q2 2019 nominal wpb. H1 2018 H1 2019
--- --- --- --- --- --- ---
Consumer Health 1.413 1.442 2,1 2,1 2.822 2.837
Nahrungsergänzung 276 288 4,3 4,0 547 554
Allergie und Erkältung 236 272 15,3 10,8 546 582
Dermatologie 298 287 - 3,7 - 4,2 543 553
Schmerz und Kardio 215 205 - 4,7 - 3,2 405 387
Magen-Darm-Gesundheit 173 190 9,8 7,9 348 359
Sonstige3 215 200 - 6,9 - 0,4 433 402
Veränderung in %2
in Mio. € nominal wpb.
--- --- ---
Consumer Health 0,5 0,4
Nahrungsergänzung 1,3 1,4
Allergie und Erkältung 6,6 1,9
Dermatologie 1,8 1,6
Schmerz und Kardio - 4,4 - 2,6
Magen-Darm-Gesundheit 3,2 0,9
Sonstige3 - 7,1 - 2,0

wpb. = währungs- und portfoliobereinigt

1 In Anlehnung an das seit dem 1. Januar 2019 implementierte interne Steuerungskonzept werden die Umsatzerlöse von Consumer Health vorrangig nach Regionen und Kategorien und nicht mehr nach Produkten kommentiert. In der Kategorie Nahrungsergänzung enthalten sind u. a. unsere Produkte Elevit™ und One A Day™ , in der Kategorie Allergie und Erkältung Claritin™ , Alka-Seltzer™ Plus und Aspirin™ Cold, in der Kategorie Dermatologie Bepanthen™ und Canesten™ , in der Kategorie Schmerz und Kardio Aleve™ und Aspirin™ sowie in der Kategorie Magen-Darm-Gesundheit MiraLax™ und Alka-Seltzer™ .

2 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

3 Inklusive unseres Geschäfts mit Fußpflegeprodukten, des im Mai verkauften, aber noch nicht übergegangenen Geschäfts mit Sonnenschutzmitteln sowie des an LEO Pharma verkauften, am 1. Juli 2019 übergegangenen verschreibungspflichtigen Dermatologiegeschäfts. Das verkaufte US-Geschäft mit verschreibungspflichtigen Dermatologieprodukten ist bis zum Übergang am 4. September 2018 enthalten.

Ergebnis

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health stieg im 2. Quartal 2019 um 5,5 % auf 270 Mio. € (Vorjahr: 256 Mio. €). Einen positiven Beitrag lieferten insbesondere das Ende 2018 initiierte Effizienzprogramm, das zu einer deutlichen Verringerung der Vertriebskosten führte, sowie das Umsatzwachstum. Ergebnismindernd wirkte der fehlende Ergebnisbeitrag des verkauften US-Geschäfts mit verschreibungspflichtigen Dermatologieprodukten.

Das EBIT betrug - 293 Mio. € (Vorjahr: 157 Mio. €). Hierin enthalten sind Sondereinflüsse in Höhe von - 468 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €). Diese stehen im Wesentlichen in Verbindung mit Wertminderungen im Zusammenhang mit der vereinbarten Desinvestition unserer Fußpflegeprodukte von Dr. Scholl's™ in Höhe von 421 Mio. €, mit dem genannten Effizienzprogramm sowie mit Kosten im Zusammenhang mit der Desinvestition des restlichen globalen verschreibungspflichtigen Dermatologie-Geschäfts.

A 13

Sondereinflüsse1 Consumer Health

in Mio. € EBIT

Q2 2018
EBIT

Q2 2019
EBIT

H1 2018
EBIT

H1 2019
EBITDA

Q2 2018
EBITDA

Q2 2019
Restrukturierung 1 - 28 - 4 - 47 1 - 28
Wertminderung / Wertaufholung - - 417 - - 417 - -
Desinvestitionen - - 23 - - 32 - - 23
Summe Sondereinflüsse 1 - 468 - 4 - 496 1 - 51
in Mio. € EBITDA

H1 2018
EBITDA

H1 2019
Restrukturierung - 4 - 47
Wertminderung / Wertaufholung - -
Desinvestitionen - - 32
Summe Sondereinflüsse - 4 - 79

1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

1. Halbjahr 2019

Umsatzerlöse

In den ersten sechs Monaten 2019 lag der Umsatz von Consumer Health mit 2.837 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (wpb. +0,4 %). Erfreuliche Anstiege erzielten wir weiterhin in Asien / Pazifik und in Lateinamerika, wohingegen wir in Nordamerika Rückgänge verzeichnen mussten. In Europa / Nahost / Afrika blieben wir unter dem Vorjahreszeitraum, vor allem bedingt durch die Lieferengpässe im 1. Quartal 2019.

Ergebnis

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health sank im 1. Halbjahr 2019 um 3,5 % auf 549 Mio. € (Vorjahr: 569 Mio. €). Einen positiven Beitrag lieferten insbesondere das Ende 2018 initiierte Effizienzprogramm, das zu einer deutlichen Verringerung der Vertriebskosten führte, sowie das Umsatzwachstum. Ergebnismindernd wirkten sich dagegen höhere Herstellungskosten sowie der fehlende Ergebnisbeitrag des verkauften US-Geschäfts mit verschreibungspflichtigen Dermatologieprodukten aus.

Das EBIT betrug - 132 Mio. € (Vorjahr: 368 Mio. €). Hierin enthalten sind Sonderaufwendungen in Höhe von 496 Mio. € (Vorjahr: 4 Mio. €). Diese resultierten analog zum 2. Quartal im Wesentlichen aus den genannten Wertminderungen bzw. Desinvestitionen sowie dem Effizienzprogramm.

Animal Health

A 14

Kennzahlen Animal Health

Veränderung in %1
in Mio. € Q2 2018 Q2 2019 nominal wpb. H1 2018 H1 2019
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 453 454 0,2 - 2,7 867 875
Umsatzveränderungen1
Menge 9,6 % - 6,5 % 6,2 % - 4,7 %
Preis - 2,0 % 3,8 % - 0,8 % 2,9 %
Währung - 6,9 % 2,9 % - 8,0 % 2,7 %
Portfolio 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 %
Umsatzerlöse nach Regionen
Europa / Nahost / Afrika 116 113 - 2,6 - 0,3 252 262
Nordamerika 220 215 - 2,3 - 8,4 380 368
Asien / Pazifik 81 87 7,4 5,5 158 167
Lateinamerika 36 39 8,3 8,8 77 78
EBITDA1 125 107 - 14,4 264 243
Sondereinflüsse1 - 3 - 17 - 3 - 21
EBITDA vor Sondereinflüssen1 128 124 - 3,1 267 264
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen1 28,3 % 27,3 % 30,8 % 30,2 %
EBIT1 116 97 - 16,4 245 223
Sondereinflüsse1 - 3 - 17 - 3 - 21
EBIT vor Sondereinflüssen1 119 114 - 4,2 248 244
Cashflows aus operativer

Geschäftstätigkeit
88 71 - 19,3 101 53
Investitionen 9 15 66,7 14 29
Forschungs- und Entwicklungskosten 37 35 - 5,4 67 64
Veränderung in %1
in Mio. € nominal wpb.
--- --- ---
Umsatzerlöse 0,9 - 1,8
Umsatzveränderungen1
Menge
Preis
Währung
Portfolio
Umsatzerlöse nach Regionen
Europa / Nahost / Afrika 4,0 5,1
Nordamerika - 3,2 - 9,7
Asien / Pazifik 5,7 3,4
Lateinamerika 1,3 3,8
EBITDA1 - 8,0
Sondereinflüsse1
EBITDA vor Sondereinflüssen1 - 1,1
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen1
EBIT1 - 9,0
Sondereinflüsse1
EBIT vor Sondereinflüssen1 - 1,6
Cashflows aus operativer

Geschäftstätigkeit
- 47,5
Investitionen 107,1
Forschungs- und Entwicklungskosten - 4,5

wpb. = währungs- und portfoliobereinigt

1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

2. Quartal 2019

Umsatzerlöse

Im 2. Quartal 2019 verringerte sich der Umsatz von Animal Health wpb. um 2,7 % auf 454 Mio. €, insbesondere wegen deutlicher Mengenrückgänge in den USA nach einem starken Vorjahresquartal. Die positiven Entwicklungen in Asien / Pazifik und Lateinamerika konnten dies nicht vollständig kompensieren.

Der Umsatz mit unserer Advantage™-Produktfamilie mit Floh-, Zecken- und Entwurmungsmitteln war erwartungsgemäß rückläufig, vorrangig bedingt durch das starke Vorjahresquartal in Folge von Nachfrageverschiebungen in den USA. Mengenausweitungen und Preissteigerungen in Großbritannien und China konnten dies nur teilweise kompensieren.
Das Geschäft mit unserem Floh- und Zeckenhalsband Seresto™ konnten wir ausweiten. Hierzu trug neben den Preis- und Mengensteigerungen in den USA und einer erhöhten Nachfrage in Italien auch die erfolgreiche Markteinführung in China bei.

A 15

Umsatzstärkste Animal-Health-Produkte

Veränderung in %1
in Mio. € Q2 2018 Q2 2019 nominal wpb. H1 2018 H1 2019
--- --- --- --- --- --- ---
Advantage™-Produktfamilie 156 134 - 14,1 - 16,8 270 238
Seresto™ 99 111 12,1 8,0 187 211
Drontal™-Produktfamilie 30 32 6,7 0,8 61 64
Baytril™ 24 26 8,3 7,5 49 53
Summe 309 303 - 1,9 - 5,3 567 566
Anteil am Animal-Health-Umsatz 68 % 67 % 65 % 65 %
Veränderung in %1
in Mio. € nominal wpb.
--- --- ---
Advantage™-Produktfamilie - 11,9 - 14,8
Seresto™ 12,8 9,2
Drontal™-Produktfamilie 4,9 1,6
Baytril™ 8,2 6,3
Summe - 0,2 - 3,3
Anteil am Animal-Health-Umsatz

wpb. = währungs- und portfoliobereinigt

1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

Ergebnis

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Animal Health ging im 2. Quartal 2019 um 3,1 % auf 124 Mio. € (Vorjahr: 128 Mio. €) zurück. Negativ wirkte sich die gesunkene Nachfrage aus, welche durch Preissteigerungen und niedrigere Aufwendungen, u. a. für den Vertrieb, teilweise kompensiert werden konnte.

Das EBIT sank um 16,4 % auf 97 Mio. €. Hierin enthalten waren Sonderaufwendungen in Höhe von 17 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €), welche in Zusammenhang mit der angestrebten Trennung des Segments von Bayer stehen.

A 16

Sondereinflüsse1 Animal Health

in Mio. € EBIT

Q2 2018
EBIT

Q2 2019
EBIT

H1 2018
EBIT

H1 2019
EBITDA

Q2 2018
EBITDA

Q2 2019
Restrukturierung - 3 - - 3 - - 3 -
Desinvestitionen - - 17 - - 21 - - 17
Summe Sondereinflüsse - 3 - 17 - 3 - 21 - 3 - 17
in Mio. € EBITDA

H1 2018
EBITDA

H1 2019
Restrukturierung - 3 -
Desinvestitionen - - 21
Summe Sondereinflüsse - 3 - 21

1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

1. Halbjahr 2019

Umsatzerlöse

Der Umsatz von Animal Health fiel im 1. Halbjahr 2019 um wpb. 1,8 % auf 875 Mio. €. Die Nachfragerückgänge in Nordamerika konnten nicht durch die Umsatzzuwächse in den anderen Regionen ausgeglichen werden.

Ergebnis

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Animal Health sank im 1. Halbjahr 2019 um 1,1 % auf 264 Mio. € (Vorjahr: 267 Mio. €). Niedrigere Absatzmengen konnten insbesondere durch Preissteigerungen und geringere Herstellungskosten nahezu kompensiert werden.

Das EBIT ging um 9,0 % auf 223 Mio. € zurück. Hierin enthalten waren Sonderaufwendungen in Höhe von 21 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €), welche in Zusammenhang mit der angestrebten Trennung des Segments von Bayer stehen.

1.3 Finanz- und Vermögenslage Bayer-Konzern

Kapitalflussrechnung

A 17

Kapitalflussrechnung Bayer-Konzern (Kurzfassung)

in Mio. € Q2 2018 Q2 2019 H1 2018 H1 2019
Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit (Gesamt) 2.240 1.600 2.898 2.679
Cashflows aus investiver Tätigkeit (Gesamt) - 37.925 - 544 - 39.983 - 467
Cashflows aus Finanzierungstätigkeit (Gesamt) 35.746 - 1.735 35.165 - 2.903
Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit 61 - 679 - 1.920 - 691
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenanfang 5.338 4.062 7.435 4.052
Veränderung aus Wechselkurs- / Konzernkreisänderungen - 388 - 2 - 504 20
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende 5.011 3.381 5.011 3.381

Vorperioden angepasst

Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit

Der Cashflow aus operativer Tätigkeit verringerte sich im 2. Quartal 2019 um 28,6 % auf 1.600 Mio. €.
Der deutliche Rückgang ist auf die Saisonalität des neu erworbenen Crop-Science-Geschäfts zurückzuführen. Bekanntlich erfolgte im vergangenen Jahr der Erwerb im Juni, weshalb die cashflow-belastenden Vormonate April und Mai nicht berücksichtigt waren, während der Zufluss aus Kundenforderungen im Juni in beiden Jahren enthalten war.
Im 2. Quartal 2019 sind zudem Steuerzahlungen für den Gewinn aus den Desinvestitionen an die BASF enthalten.
Im 1. Halbjahr 2019 ging der Cashflow aus operativer Tätigkeit um 7,6 % auf 2.679 Mio. € zurück.
Die Erstanwendung von IFRS 16 hatte einen leicht positiven Effekt auf den operativen Cashflow, da die Aufwendungen für Leasingverhältnisse nicht mehr im operativen Ergebnis erfasst werden.

Cashflows aus investiver Tätigkeit

Die Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte im 2. Quartal 2019 entsprachen mit 458 Mio. € dem Vorjahr (459 Mio. €).
Aus lang- und kurzfristigen Finanzanlagen flossen per saldo 74 Mio. € ab (Vorjahr: Zufluss von 7.635 Mio. €).
Im Vorjahr flossen für den Erwerb von Monsanto 45.290 Mio. € ab.
Die Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen im 1. Halbjahr 2019 um 5,6 % auf 853 Mio. € (Vorjahr: 808 Mio. €).
Aus lang- und kurzfristigen Finanzanlagen flossen per saldo 311 Mio. € zu (Vorjahr: 5.700 Mio. €).

Cashflows aus Finanzierungstätigkeit

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit flossen insgesamt 1.735 Mio. € im 2. Quartal 2019 ab, vor allem für Dividendenzahlung in Höhe von 2.611 Mio. € (Vorjahr: 2.403 Mio. €). Aus Nettokreditaufnahme flossen 1.325 Mio. € zu (Vorjahr: 29.151 Mio. €). Im Vorjahr sind die aus den Finanzierungsaktivitäten im Rahmen der Akquisition von Monsanto zugeflossenen Mittel enthalten.
Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit flossen im 1. Halbjahr 2019 2.903 Mio. € ab. Per saldo flossen aus Nettokreditaufnahme insgesamt 357 Mio. € zu (Vorjahr: 28.644 Mio. €).
Im Zusammenhang mit der Erstanwendung des IFRS 16 erhöhte sich der Mittelabfluss leicht aufgrund der Erfassung des Tilgungsanteils der Leasingzahlungen und des Zinsaufwands in den Cashflows aus Finanzierungstätigkeit.

Free Cashflow

Der Free Cashflow als Summe des operativen Cashflows abzüglich Investitionen zuzüglich erhaltener Zinsen und Dividenden abzüglich gezahlter Zinsen belief sich im 2. Quartal 2019 auf 751 Mio. € (Vorjahr: 1.916 Mio. €). Wie bereits erwähnt, ist der deutliche Rückgang auf die Saisonalität des neu erworbenen Crop-Science-Geschäfts zurückzuführen. Durch den Erwerbszeitpunkt im Juni 2018 waren die cashflow-belastenden Monate April und Mai im Vorjahr nicht enthalten.
Im 1. Halbjahr betrug er 1.259 Mio. € (Vorjahr: 2.173 Mio. €).

Flüssige Mittel und Nettofinanzverschuldung

A 18

Nettofinanzverschuldung1

in Mio. € 31.12.2018 31.03.2019 30.06.2019 Veränderung zum 31.03. in %
Anleihen / Schuldscheindarlehen 35.402 35.840 35.482 - 1,0
davon Hybridanleihen2 4.537 4.538 4.539 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten3 4.865 4.150 4.420 6,5
Leasingverbindlichkeiten 399 1.370 1.308 - 4,5
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten4 172 113 127 12,4
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 556 664 1.991 199,8
Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten4 - 137 - 181 - 89 - 50,8
Finanzverschuldung 41.257 41.956 43.239 3,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 4.052 - 4.062 - 3.343 - 17,7
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte5 - 930 - 478 - 567 18,6
Covestro-Aktien6 - 596 - 676 - 521 - 22,9
Nettofinanzverschuldung 35.679 36.740 38.808 5,6

1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

2 Nach IFRS Fremdkapital

3 Darin enthalten sind neben finanziellen auch nicht finanzielle Verbindlichkeiten.

4 Darin enthalten sind Marktwerte aus der Zins- und Währungssicherung bilanzieller Risiken.

5 Darin enthalten sind kurzfristige Forderungen gegenüber Banken und anderen Unternehmen mit einer Laufzeit > 3 Monate und ≤ 12 Monate sowie Finanzinvestitionen in Schuldtitel sowie Eigenkapitaltitel, die beim erstmaligen Ansatz als kurzfristig ausgewiesen werden.

6 Covestro-Aktien werden im Rahmen des Risikomanagements der 2017 begebenen Umtauschanleihe mit Fälligkeit im Jahr 2020 gehalten.

Die Nettofinanzverschuldung des Bayer-Konzerns erhöhte sich im 2. Quartal 2019 um 2,1 Mrd. €, im Wesentlichen durch die Auszahlungen für die Dividendenausschüttung.
Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten zum 30. Juni 2019 enthielten 312 Mio. €, die auf die im November 2016 begebene Pflichtwandelanleihe entfielen, sowie Commercial Paper in Höhe von 1,2 Mrd. €.
In der Finanzverschuldung sind drei nachrangige Hybridanleihen mit insgesamt 4,5 Mrd. € enthalten, die von den Ratingagenturen zu 50 % als Eigenkapital bewertet werden. Demnach werden die ratingspezifischen Verschuldungskennziffern des Konzerns aufgrund der Hybridanleihen entlastet.
Unsere Bonität wird von den Ratingagenturen wie folgt bewertet. Die Investment-Grade-Ratings von allen drei Agenturen dokumentieren eine gute Bonität.

A 19

Rating

Ratingagentur Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick
S & P Global Ratings BBB A2 stabil
Moody's Baa1 P2 negativ
Fitch Ratings BBB+ F2 negativ

Vermögenslage und Kapitalstruktur

A20

Bilanz Bayer-Konzern (Kurzfassung)

in Mio. € 31.12.2018 31.03.2019 30.06.2019 Veränderung zum 31.03. in %
Langfristige Vermögenswerte 95.667 97.811 95.615 - 2,2
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 234 232 1.609
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 30.831 32.395 31.161 - 3,8
Kurzfristige Vermögenswerte 31.065 32.627 32.770 0,4
Gesamtvermögen 126.732 130.438 128.385 - 1,6
Eigenkapital 46.148 48.081 44.947 - 6,5
Langfristiges Fremdkapital 57.459 58.378 58.047 - 0,6
Verbindlichkeiten in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 12 14 33 135,7
Übriges kurzfristiges Fremdkapital 23.113 23.965 25.358 5,8
Kurzfristiges Fremdkapital 23.125 23.979 25.391 5,9
Fremdkapital 80.584 82.357 83.438 1,3
Gesamtkapital 126.732 130.438 128.385 - 1,6

Vorperioden angepasst

Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2019 verringerte sich gegenüber dem 31. März 2019 um 2,1 Mrd. € auf 128,4 Mrd. €.
Die langfristigen Vermögenswerte fielen um 2,2 Mrd. € auf 95,6 Mrd. €. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf eine Verminderung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte um 1,7 Mrd. €, die sich aus erhöhten Abschreibungen und einer Umklassifizierung zu den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten zusammensetzt, sowie auf die Veränderung des Goodwills um - 0,7 Mrd. €.
Im Zusammenhang mit der Desinvestition von Dr. Scholl's™ wurden Wertminderungen in Höhe von 0,4 Mrd. € gebucht, u. a. auf den abgehenden anteiligen Goodwill entfallend.
Die Summe der kurzfristigen Vermögenswerte stieg um 0,1 Mrd. € auf 32,8 Mrd. €. Diese Veränderung resultierte vor allem aus einer Erhöhung der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte um 1,4 Mrd. €. Gegenläufig wirkten die Veränderungen bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (- 0,7 Mrd. €) sowie den sonstigen Forderungen (- 0,3 Mrd. €).
Das Eigenkapital verringerte sich gegenüber dem 31. März 2019 um 3,1 Mrd. € auf 44,9 Mrd. €. Die Eigenkapitalquote ging zum 30. Juni 2019 auf 35,0 % zurück (31. März 2019: 36,9 %).
Das Fremdkapital erhöhte sich zum 30. Juni 2019 um 1,1 Mrd. € auf 83,4 Mrd. €, wobei dem Anstieg um 1,4 Mrd. € im kurzfristigen Fremdkapital ein Rückgang um 0,3 Mrd. € im langfristigen Fremdkapital gegenüberstand.

2. Forschung, Entwicklung, Innovation

Leaps by Bayer

Über unser Innovations- und Kooperationsmodell Leaps by Bayer haben wir im Juni 28 Prozent an Century Therapeutics LLC, Philadelphia, USA, erworben. Das von Versant Ventures, San Francisco, USA, und Fujifilm Cellular Dynamics, Inc., Madison, USA, im Jahr 2018 gegründete Unternehmen entwickelt allogene Immunzelltherapien gegen Krebs. Die innovative Technologie beruht auf induzierten pluripotenten Stammzellen, die sich unbegrenzt selbst erneuern. Mit einer Investition von 250 Mio. USD, an der sich Bayer als integraler Partner mit insgesamt 215 Mio. USD beteiligen wird, sollen mehrere Programme für hämatologische und solide Tumore in die klinische Erprobung gebracht werden.

Crop Science

Geplante Investitionen in Forschung und Entwicklung

Wie im Juni verkündet, beabsichtigen wir in den kommenden zehn Jahren rund 5 Mrd. € als Teil der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in zusätzliche Methoden zur Unkrautbekämpfung zu investieren. Dazu zählen u. a. die Erforschung von Resistenzmechanismen, die Entdeckung und Entwicklung neuer Wirkungsweisen sowie die Bereitstellung präziserer Anwendungsempfehlungen mithilfe digitaler Technologien.

Kooperationen

Im Februar 2019 gaben wir eine dreijährige Forschungskooperation mit Netafim Ltd. mit Sitz in Tel Aviv und BGN Technologies, dem Technologieunternehmen der israelischen Ben-Gurion-Universität des Negev, bekannt. Das Projekt zielt darauf ab, Bodenforschung, digitale Vorhersage-Tools und Tropfenbewässerungstechnologien, die auch Gegenstand einer bereits bestehenden Kooperation mit Netafim sind, zu kombinieren, um Best Practices für die Nutzung der Tropfenbewässerung als Trägersystem für das Nematizid Velum™ Prime unter typischen Bedingungen in Trockengebieten zu entwickeln.

Ebenfalls im Februar haben Bayer und KWS SAAT SE, Deutschland, eine langfristige Lizenz für das gemeinsame Anbausystem Conviso™ Smart an MariboHilleshög ApS mit Sitz in Holeby, Dänemark, erteilt, eine Geschäftseinheit des dänischen Saatgutunternehmens DLF. Mit der Vereinbarung kann ein weiterer, global führender Zuckerrübenzüchter Landwirten weltweit die innovative Conviso™ Smart-Technologie zur Verfügung stellen, die auf konventionell gezüchteten Zuckerrübensorten mit einer Toleranz gegenüber bestimmten Herbiziden beruht. Neben dem breiten Wirkungsspektrum des Systems gegenüber Unkräutern kann im Vergleich zu derzeitigen Standards die Menge an Herbiziden deutlich reduziert werden.

Im Juni gaben wir die Zusammenarbeit mit Arvinas, Inc., einer US-amerikanischen biopharmazeutischen Firma aus New Haven, Connecticut, bekannt. Diese Vereinbarung, die wir im Juli schlossen, betrifft sowohl unser Crop-Science- als auch unser Pharmaceuticals-Geschäft. Im Rahmen der Zusammenarbeit soll die neuartige PROTAC™-Technologie von Arvinas verwendet werden, die das natürliche Proteinabbausystem der Zelle nutzt, um selektiv einzelne Zielproteine durch Proteolyse abzubauen und in Aminosäuren zu zerlegen. Im Segment Crop Science gründen wir gemeinsam mit Arvinas ein Joint Venture, das als erstes Unternehmen die Potenziale der Technologie für Landwirtschaft und Pflanzenschutz erforschen wird, wohingegen sie bei Pharmaceuticals für die Entwicklung neuer Arzneimittel genutzt wird.

Ebenfalls im Juni schlossen Bayer und AlphaBio Control, Cambridge, Großbritannien, eine Vertriebsvereinbarung zur Vermarktung von Flipper™, einem von AlphaBio entwickelten innovativen Produkt zur biologischen Schädlingsbekämpfung. AlphaBio gewährt Bayer im Rahmen dieser Vereinbarung ein weltweites Exklusivrecht (außer Frankreich) zur Vermarktung von Flipper™ für die Landwirtschaft und die nichtlandwirtschaftliche Nutzung.

Pharmaceuticals

Mit mehreren Arzneimittelkandidaten aus unserer Forschungs- und Entwicklungs-Pipeline führen wir klinische Studien durch.

Klinische Prüfungsphase-II-Projekte

Die wichtigsten Arzneimittelkandidaten der klinischen Prüfungsphase II sind:

A 21

Forschungs- und Entwicklungsprojekte (Phase II)1

Projekte Indikation
BAY 1093884 (anti-TFPI Antibody) Hämophilie
Fulacimstat (BAY 1142524, Chymase-Inhibitor) Chronische Nierenkrankheit
BAY 1193397 (AR alpha 2c Rec Ant.) Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
Osocimab (BAY 1213790, Anti-FXIa Antibody) Prävention von Thrombosen
BAY 1817080 / BAY 1902607 (P2X3 Antagonist) Chronischer Husten
BAY 2253651 (TASK-Kanal Blocker) Obstruktive Schlafapnoe
BAY 2306001 (IONIS-FXIRx)2 Prävention von Thrombosen
BAY 1753011 (Vasopressin Rezeptor Antagonist) Herzinsuffizienz mit Stauungssymptomatik
Levonorgestrel (Progestin) + Indomethacin (NSAID) combi IUS Kontrazeption
Rogaratinib (pan-FGFR-Inhibitor) Urothelialkrebs
Vericiguat (sGC-Stimulator) Chronische Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF)
Vilaprisan (S-PRM) Endometriose

1 Stand: 26. Juni 2019

2 Durchgeführt von Ionis Pharmaceuticals, Inc.

Das Wesen der Arzneimittelforschung und -entwicklung bedingt, dass nicht alle Wirkstoffe das jeweils festgelegte Projektziel erreichen werden. Es besteht die Möglichkeit, dass einige oder alle der hier aufgeführten Projekte aufgrund wissenschaftlicher und / oder wirtschaftlicher Erwägungen abgebrochen werden und so nicht zu einem marktfähigen Produkt führen. Zudem ist es möglich, dass die für diese Wirkstoffe erforderliche Zulassung als Arzneimittel durch die Food and Drug Administration (FDA), die European Medicines Agency (EMA) oder eine andere Zulassungsbehörde nicht erteilt wird. Darüber hinaus überprüfen wir unsere Forschungs- und Entwicklungs-Pipeline regelmäßig, um die aussichtsreichsten Pharmaceuticals-Projekte mit Priorität voranzutreiben.

Klinische Prüfungsphase-III-Projekte

Die wichtigsten Arzneimittelkandidaten der klinischen Prüfungsphase III sind:

A 22

Forschungs- und Entwicklungsprojekte (Phase III)1

Projekte Indikation
Copanlisib (PI3K-Inhibitor) Verschiedene Arten von Non Hodgkin's Lymphom (NHL)
Regorafenib (Multi-Kinase-Inhibitor) Neu diagnostizierte oder rezidivierte Glioblastomen
Darolutamid (ODM-201, AR-Antagonist) Hormonsensitives, metastasiertes Prostatakarzinom
Finerenone (MR-Antagonist) Chronische Nierenerkrankung in Typ 2 Diabetes
Molidustat (HIF-PH-Inhibitor) Renale Anämie
Rivaroxaban (FXa-Inhibitor) Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
Rivaroxaban (FXa-Inhibitor) VTE-Behandlung bei Kindern
Vericiguat (sGC-Stimulator)2 Chronische Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF)
Vilaprisan (S-PRM) Symptomatische Gebärmuttermyome

1 Stand: 26. Juni 2019

2 Durchgeführt von Merck & Co., Inc., USA

Das Wesen der Arzneimittelforschung und -entwicklung bedingt, dass nicht alle Wirkstoffe das jeweils festgelegte Projektziel erreichen werden. Es besteht die Möglichkeit, dass einige oder alle der hier aufgeführten Projekte aufgrund wissenschaftlicher und / oder wirtschaftlicher Erwägungen abgebrochen werden und somit nicht zu einem marktfähigen Produkt führen. Zudem ist es möglich, dass die für diese Wirkstoffe erforderliche Zulassung als Arzneimittel durch die Food and Drug Administration (FDA), die European Medicines Agency (EMA) oder eine andere Zulassungsbehörde nicht erteilt wird. Darüber hinaus überprüfen wir unsere Forschungs- und Entwicklungs-Pipeline regelmäßig, um die aussichtsreichsten Pharmaceuticals-Projekte mit Priorität voranzutreiben.

Im Mai gewährte die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) Bayer für Copanlisib (Aliqopa™) den Status einer "Breakthrough Therapy Designation" zur Behandlung erwachsener Patienten mit erneut aufgetretenem Marginalzonenlymphom (MZL), die zuvor bereits mindestens zwei Therapien erhalten haben. MZL ist eine Form des indolenten Non Hodgkin's Lymphoms (iNHL).

Ebenfalls im Mai stellte Bayer auf dem ASCO-Kongress in Chicago weitere Daten aus der Phase-III-Studie ARAMIS vor, die zeigten, dass Darolutamid, ein nicht-steroidaler Androgenrezeptor-Antagonist, in Kombination mit Androgendeprivationstherapie (ADT) bei Männern mit nicht-metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakarzinom im Vergleich zu Placebo in Kombination mit ADT die Verschlechterung krankheitsbedingter Symptome verzögert.

Auf dem ASCO-Kongress stellte Bayer zudem neue Daten zu Larotrectinib (Vitrakvi™), einem präzisionsonkologischen Wirkstoff, vor, die die Wirksamkeit des Entwicklungskandidaten sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern mit TRK-Fusionstumoren und Hirnmetastasen oder primären Tumoren des zentralen Nervensystems bestätigten.

Ebenfalls im Juni startete Bayer eine Phase-III-Studie zur Anti-VEGF-Behandlung mit Aflibercept (Eylea™) zur intravitrealen Injektion bei Frühgeborenenretinopathie, einer Augenerkrankung bei Frühgeborenen.

Außerdem begann im Juni die Rekrutierung von Patienten in die GBM AGILE-Studie in den USA, eine von der Global Coalition for Adaptive Research (GCAR) gesponserte internationale Plattformstudie. Bayer stellt in einer mehrarmigen Kooperationsstudie bei Hirntumor-Patienten den Wirkstoff Regorafenib, der zuerst getestet wird. Ziel der Studie ist die Prüfung mehrerer Therapien für Patienten mit neu diagnostizierten oder rezidivierten Glioblastomen.

Anfang Juli stellte Bayer auf dem Kongress der Internationalen Gesellschaft für Thrombose und Hämostase (ISTH) in Melbourne, Australien, Ergebnisse der Phase-III-Studie EINSTEIN-Jr. mit Rivaroxaban vor. Sie belegen die Wirksamkeit und Sicherheit von Rivaroxaban bei Kindern mit venöser Thromboembolie. Die Ergebnisse sind vergleichbar mit den Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit, die aus früheren Studien mit erwachsenen Patienten bekannt sind. Eine rechtzeitige Einreichung und Bewertung des Zulassungsantrags für den Einsatz von Xarelto™ bei Kindern in der EU beziehungsweise in den USA, wie jeweils mit der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA und der US-amerikanischen FDA vereinbart, würden die Beantragung einer Verlängerung des Stoffpatentschutzes jeweils um sechs Monate ermöglichen.

Einreichungen und Zulassungen

Die wichtigsten noch im Zulassungsprozess befindlichen Arzneimittelkandidaten sind:

A 23

Wesentliche Einreichungen1

Projekte Indikation
Darolutamide (ODM-201, AR-Antagonist) USA, Europa, Japan: kastrationsresistentes, nicht metastasiertes Prostatakarzinom
Rivaroxaban (FXa Inhibitor)2 USA: VTE-Prävention bei Hochrisikopatienten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus
Larotrectinib (LOXO-101, TRK Fusion Inhibitor) Europa: Solide Tumore mit NTRK Genfusionen

1 Stand: 26. Juni 2019

2 Eingereicht von Janssen Research & Development, LLC

Im Februar beendete Bayer die Einreichung der Zulassungsunterlagen für seinen Wirkstoff Darolutamid (Rolling New Drug Application) bei der US-Gesundheitsbehörde FDA. Die Einreichung begann im Dezember 2018 und basierte auf Daten der Phase-III-Studie ARAMIS bei Männern mit nicht-metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (nmCRPC). Im April akzeptierte die US-amerikanische Zulassungsbehörde den Zulassungsantrag und gewährte den Status der vorrangigen Prüfung.

Im März beantragte Bayer bei der Europäischen Kommission (EMA) die Zulassung für Darolutamid zur Behandlung von Patienten mit nicht-metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakrebs. Ebenfalls im März stellte Bayer beim japanischen Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales (MHLW) einen Zulassungsantrag für Darolutamid zur Behandlung von Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakrebs (CRPC).

Im Juli erhielt Bayer von der US-amerikanischen FDA die Zulassung für Gadavist™ als erstes und einziges Kontrastmittel für die kardiale Magnetresonanztomographie (MRT), um die Durchblutung des Herzmuskels und die späte Anreicherung von Gadolinium bei erwachsenen Patienten mit bekannter oder vermuteter koronarer Herzkrankheit zu untersuchen.

Kooperationen

Im Mai 2019 unterzeichneten Bayer und Foundation Medicine Inc., Cambridge, Massachusetts, USA, eine Kollaborationsvereinbarung zur Entwicklung und Vermarktung therapiebegleitender diagnostischer Tests, sogenannter Companion Diagnostics (CDx), auf der Basis von Next-Generation-Sequenzierung für neue, von Bayer entwickelte Krebsmedikamente. Die Vereinbarung sieht die Zusammenarbeit bei mehreren Therapieprogrammen vor und umfasst das gesamte Testportfolio von Foundation Medicine, einschließlich FoundationOne™ CDx. Das erste gemeinsame Projekt beinhaltet die Entwicklung eines CDx-Tests für Larotrectinib (Vitrakvi™) in den USA, einen präzisionsonkologischen Wirkstoff von Bayer, der in den USA schon zugelassen und in Europa zur Zulassung eingereicht ist.

Im Bereich Pharmaceuticals plant Bayer in der zuvor genannten Kooperation mit Arvinas, Inc., insbesondere die Entwicklung von Arzneimittelkandidaten der nächsten Generation zur Behandlung kardiovaskulärer, onkologischer und gynäkologischer Krankheiten. Im Rahmen der Vereinbarung erhält Arvinas eine Vorauszahlung und Unterstützung für pharmazeutische Forschung und Entwicklung während der kommenden vier Jahre, zudem beinhaltet die Zusammenarbeit eine Kapitalbeteiligung durch Bayer.

Consumer Health

Im April haben wir unser Präparat Menevit™, eine für den Mann entwickelte Produktlinienerweiterung unseres Prenatalvitamins Elevit™, mit einer verbesserten und um pflanzliche Inhaltsstoffe angereicherten Formulierung neu auf dem chinesischen Markt angeboten.

Animal Health

Im April sind wir mit adivo GmbH, Deutschland, eine weltweite Kooperation zur Entwicklung therapeutischer Antikörper für die Tiermedizin eingegangen.

3. Prognose, Chancen und Risiken

3.1 Prognosebericht

3.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

A 24

Konjunkturausblick1

Wachstum 2018 Ausblick Wachstum 2019
Welt 3,2 % 2,8 %
EU 2,0 % 1,4 %
davon Deutschland 1,5 % 0,8 %
USA 2,9 % 2,5 %
Schwellenländer2 4,8 % 4,5 %

1 Reales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, Quelle: IHS Markit

2 Darin enthalten sind rund 50 Länder, die IHS Markit in Anlehnung an die Weltbank als Schwellenländer definiert.

Stand: Juli 2019

Wir erwarten im Verlauf des Jahres 2019 weiterhin eine Abschwächung des weltwirtschaftlichen Wachstums gegenüber dem Vorjahr. Die zunehmenden Handelskonflikte bremsen die Konjunktur - insbesondere in den USA und in China. In Europa wird das Wachstum zudem durch politische Unsicherheiten belastet, etwa im Zusammenhang mit dem Brexit. Vor allem in Deutschland haben sich die Konjunkturaussichten eingetrübt. Auch in den Schwellenländern dürfte das Wachstum gegenüber dem Vorjahr zurückgehen. Neben den Handelskonflikten tragen auch hier politische Unsicherheiten bei, besonders in einigen Ländern Lateinamerikas.

A 25

Konjunkturausblick der Segmente1

Wachstum 2018 Ausblick Wachstum 2019
Saatgut- und Pflanzenschutzmarkt 3 % 0 %
Pharmaceuticals-Markt 5 % 6 %
Consumer-Health-Markt 4 % 4 %
Animal-Health-Markt 5 % 4 %

Vorjahreswerte angepasst

1 Eigene Berechnung, ausgenommen Pharmaceuticals-Markt: Quelle: IQVIA Market Prognosis 2019 - 2023 (May 2019 update).

Alle Rechte vorbehalten; währungsbereinigt

Stand: Juli 2019

Im Saatgut- und Pflanzenschutzmarkt rechnen wir für das Jahr 2019 nun mit keinem Wachstum mehr (zuvor: +3 %). Dies ist vor allem auf die Wetterbedingungen im mittleren Westen der USA zurückzuführen, wo starke Regenfälle und Überflutungen die Aussaat verzögerten und insgesamt zu einer Reduktion der Anbauflächen führten, sowie auf die bestehenden Handelskonflikte zwischen den USA und China, die sich insbesondere auf Entscheidungen zum Anbau von Mais und Soja auswirken. Zusätzlich reduziert der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in China die Nachfrage nach Futtermitteln, insbesondere Soja.

3.1.2 Unternehmensausblick

Auf Basis der in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsentwicklung und unserer internen Planung bestätigen wir die im Februar in unserem Geschäftsbericht 2018 veröffentlichte Prognose für den Konzern sowie die Segmente für das aktuelle Geschäftsjahr im Hinblick auf das währungs- und portfoliobereinigte Umsatzwachstum sowie die weiteren Kennzahlen. Allerdings ist der Ausblick in Anbetracht des schwierigen Umfelds für unser Crop-Science-Geschäft zunehmend ambitioniert.

3.2 Chancen und Risiken

Als international agierendes Unternehmen mit einem diversifizierten Portfolio ist der Bayer-Konzern einer Vielzahl von internen und externen Entwicklungen oder Ereignissen ausgesetzt, die das Erreichen unserer finanziellen und nichtfinanziellen Ziele in wesentlichem Maße beeinflussen können.

Das Chancen- und Risikomanagement ist bei Bayer integraler Bestandteil des konzernweiten Systems der Unternehmensführung. Für eine ausführliche Darstellung unserer Chancen- und Risikomanagementprozesse und der grundlegenden Chancen- und Risikolage verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2018, A 3.2 "Chancen- und Risikobericht".

Gesamtbeurteilung durch den Vorstand

Wir sehen derzeit keine materiellen Veränderungen der Risikolage im Vergleich zu unserer Darstellung aus dem Geschäftsbericht 2018. Nach heutiger Einschätzung sehen wir weder Einzelrisiken noch eine Kombination bzw. Wechselwirkung mehrerer Risiken, die zu einer Bestandsgefährdung des Bayer-Konzerns führen könnten.

Die im Vergleich zur Darstellung im Geschäftsbericht 2018 (Anhangangabe [29]) eingetretenen wesentlichen Entwicklungen im Bereich der rechtlichen Risiken sind im verkürzten Anhang zum Zwischenabschluss des Bayer-Konzerns unter "Rechtliche Risiken" dargestellt.

Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019

Gewinn- und Verlustrechnung Bayer-Konzern

B 1

in Mio. € Q2 2018 Q2 2019 H1 2018 H1 2019
Umsatzerlöse 9.481 11.485 18.619 24.500
Herstellungskosten - 3.507 - 4.399 - 6.416 - 9.655
Bruttoergebnis vom Umsatz 5.974 7.086 12.203 14.845
Vertriebskosten - 2.942 - 3.512 - 5.451 - 6.548
Forschungs- und Entwicklungskosten - 1.267 - 1.351 - 2.307 - 2.707
Allgemeine Verwaltungskosten - 576 - 935 - 1.003 - 2.104
Sonstige betriebliche Erträge 185 346 337 480
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 28 - 708 - 123 - 1.090
EBIT1 1.346 926 3.656 2.876
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 27 - 18 98 - 37
Finanzielle Erträge 160 68 530 238
Finanzielle Aufwendungen - 510 - 527 - 821 - 994
Finanzergebnis - 323 - 477 - 193 - 793
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.023 449 3.463 2.083
Ertragsteuern - 215 - 44 - 709 - 442
Ergebnis nach Ertragsteuern aus fortzuführendem Geschäft 808 405 2.754 1.641
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend 6 1 6 - 4
davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend 802 404 2.748 1.645
Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortgeführtem Geschäft - 8 - - -
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend - - - -
davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend - 8 - - -
Ergebnis nach Ertragsteuern 800 405 2.754 1.641
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend 6 1 6 - 4
davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend (Konzernergebnis) 794 404 2.748 1.645
in Mio. Stück
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien2 915,69 981,73 900,70 980,95
in €
Ergebnis je Aktie
aus fortzuführendem Geschäft
unverwässert 0,88 0,41 3,05 1,68
verwässert 0,88 0,41 3,05 1,68
aus nicht fortgeführtem Geschäft
unverwässert - 0,01 0,00 0,00 0,00
verwässert - 0,01 0,00 0,00 0,00
aus fortzuführendem und nicht fortgeführtem Geschäft
unverwässert 0,87 0,41 3,05 1,68
verwässert 0,87 0,41 3,05 1,68

Vorjahreswerte angepasst

1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

2 Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien (unverwässert und verwässert) wurde für alle Perioden vor Juni 2018 um den Effekt der Bonuskomponente von Bezugsrechten angepasst, die im Rahmen der Kapitalerhöhung im Juni 2018 ausgegeben wurden.

Gesamtergebnisrechnung Bayer-Konzern

B 2

in Mio. € Q2 2018 Q2 2019 H1 2018 H1 2019
Ergebnis nach Ertragsteuern 800 405 2.754 1.641
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend 6 1 6 - 4
davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend 794 404 2.748 1.645
Neubewertungen der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 82 - 1.009 - 94 -1.201
Ertragsteuern 59 345 58 421
Sonstiges Ergebnis aus Neubewertungen der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 141 - 664 - 36 - 780
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des eigenen Ausfallrisikos von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verpflichtungen - - 5 - - 3
Ertragsteuern - 2 - 1
Sonstiges Ergebnis aus dem eigenen Ausfallrisiko von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verpflichtungen - - 3 - - 2
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten 280 56 185 105
Ertragsteuern 2 - 3 2 - 5
Sonstiges Ergebnis von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten 278 53 183 100
Sonstiges Ergebnis at-equity bewerteter Beteiligungen 4 - 4 -
Sonstiges Ergebnis, das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird 233 - 612 151 - 682
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von Cashflow-Hedges 292 64 352 - 120
In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag - 26 38 - 57 108
In den Geschäfts- oder Firmenwert umgebuchter Betrag 37 - 37 -
Ertragsteuern - 75 - 24 - 83 10
Sonstiges Ergebnis aus Cashflow-Hedges 154 78 175 - 2
Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften 639 - 400 639 449
In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag - - - -
Sonstiges Ergebnis aus Währungsumrechnung 639 - 400 639 449
Sonstiges Ergebnis at-equity bewerteter Beteiligungen 3 1 2 -
Sonstiges Ergebnis, das anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind 796 - 321 816 447
Sonstiges Ergebnis1 1.029 - 933 967 - 235
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend - 2 - 1 - 5 4
davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend 1.031 - 932 972 - 239
Gesamtergebnis 1.829 - 528 3.721 1.406
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend 4 - 1 -
davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend 1.825 - 528 3.720 1.406

Vorjahreswerte angepasst

1 Summe der Ertrags- und Aufwandsposten (einschließlich Umgliederungsbeträgen), die nach anderen IFRS nicht erfolgswirksam erfasst werden dürfen oder müssen.

Bilanz Bayer-Konzern

B 3

in Mio. € 30.06.2018 30.06.2019 31.12.2018
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 39.518 38.368 38.442
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 38.154 34.904 36.696
Sachanlagen 13.098 13.689 12.943
Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 501 629 515
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.761 2.227 2.212
Sonstige Forderungen 783 572 526
Latente Steuern 5.072 5.226 4.333
99.887 95.615 95.667
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 10.950 10.391 11.132
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.281 14.243 11.714
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.557 869 1.166
Sonstige Forderungen 1.628 1.537 1.958
Ertragsteuererstattungsansprüche 617 778 809
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.981 3.343 4.052
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 3.719 1.609 234
37.733 32.770 31.065
Gesamtvermögen 137.620 128.385 126.732
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 2.387 2.387 2.387
Kapitalrücklagen 18.388 18.388 18.388
Sonstige Rücklagen 26.367 24.001 25.202
Aktionären der Bayer AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 47.142 44.776 45.977
Nicht beherrschende Anteile 73 171 171
47.215 44.947 46.148
Langfristiges Fremdkapital
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 8.374 9.799 8.717
Andere Rückstellungen 2.442 4.012 3.418
Rückerstattungsverbindlichkeiten 225 164 160
Vertragsverbindlichkeiten 889 892 986
Finanzverbindlichkeiten 42.593 36.723 37.712
Ertragsteuerverbindlichkeiten 1.210 1.567 1.433
Sonstige Verbindlichkeiten 307 323 366
Latente Steuern 7.334 4.567 4.667
63.374 58.047 57.459
Kurzfristiges Fremdkapital
Andere Rückstellungen 2.597 3.023 3.365
Rückerstattungsverbindlichkeiten 5.920 6.668 3.622
Vertragsverbindlichkeiten 444 816 3.235
Finanzverbindlichkeiten 9.536 6.605 3.682
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.969 5.384 6.038
Ertragsteuerverbindlichkeiten 504 735 1.050
Sonstige Verbindlichkeiten 2.392 2.127 2.121
Verbindlichkeiten in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 669 33 12
27.031 25.391 23.125
Gesamtkapital 137.620 128.385 126.732

Vorperioden angepasst

Kapitalflussrechnung Bayer-Konzern

B 4

in Mio. € Q2 2018 Q2 2019 H1 2018 H1 2019
Ergebnis nach Ertragsteuern aus fortzuführendem Geschäft 808 405 2.754 1.641
Ertragsteuern 215 44 709 442
Finanzergebnis 323 477 193 793
Gezahlte Ertragsteuern - 540 - 914 - 928 - 1.399
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 685 1.560 1.193 2.748
Veränderung Pensionsrückstellungen - 73 - 115 - 171 - 223
Gewinne (-) / Verluste (+) aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte - 40 - 59 - 60 56
Zu- / Abnahme Vorräte 253 132 169 588
Zu- / Abnahme Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.458 - 66 109 - 2.316
Zu- / Abnahme Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 39 - 250 - 475 - 438
Veränderung übriges Nettovermögen / sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge - 810 386 - 595 787
Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit (Gesamt) 2.240 1.600 2.898 2.679
Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte - 459 - 458 - 808 - 853
Einnahmen aus dem Verkauf von Sachanlagen und anderen Vermögenswerten 23 51 82 65
Einnahmen aus Desinvestitionen 69 - 57 214 - 8
Einnahmen / Ausgaben aus langfristigen finanziellen Vermögenswerten 1.211 28 2.988 - 51
Ausgaben für Akquisitionen abzüglich übernommener Zahlungsmittel - 45.316 - 64 - 45.316 - 64
Zins- und Dividendeneinnahmen 123 58 145 82
Einnahmen / Ausgaben aus kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten 6.424 - 102 2.712 362
Cashflows aus investiver Tätigkeit (Gesamt) - 37.925 - 544 - 39.983 - 467
Kapitaleinzahlungen 8.986 - 8.986 -
Gezahlte Dividenden - 2.403 - 2.611 - 2.403 - 2.611
Kreditaufnahme 56.307 3.678 57.328 4.171
Schuldentilgung - 27.156 - 2.353 - 28.684 - 3.814
Zinsausgaben einschließlich Zinssicherungsgeschäften - 361 - 453 - 444 - 659
Zinseinnahmen aus Zinssicherungsgeschäften 373 4 382 10
Cashflows aus Finanzierungstätigkeit (Gesamt) 35.746 - 1.735 35.165 - 2.903
Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit (Gesamt) 61 - 679 - 1.920 - 691
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenanfang 5.338 4.062 7.435 4.052
Veränderung aus Konzernkreisänderungen - - 1 - 1
Veränderung aus Wechselkursänderungen - 388 - 2 - 505 21
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende 5.011 3.381 5.011 3.381

Vorperioden angepasst

Eigenkapitalveränderungsrechnung Bayer-Konzern

B 5

in Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Sonstige Rücklagen Aktionären der Bayer AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital
31.12.2017 2.117 9.658 25.026 36.801 60 36.861
Anpassung aufgrund der Einführung von IFRS 9 (nach Steuern) - 60 - 60 - 60
Anpassung aufgrund der Einführung von IFRS 15 (nach Steuern) 86 86 86
Eigenkapital-Transaktionen mit Anteilseignern
Kapitalerhöhung / -herabsetzung 270 8.730 9.000 9.000
Dividendenausschüttung - 2.402 - 2.402 - 2.402
Sonstige Veränderungen - 4 - 4 12 8
Gesamtergebnis 3.721 3.721 1 3.722
30.06.2018 2.387 18.388 26.367 47.142 73 47.215
31.12.2018 2.387 18.388 25.202 45.977 171 46.148
Eigenkapital-Transaktionen mit Anteilseignern
Kapitalerhöhung / -herabsetzung
Dividendenausschüttung - 2.611 - 2.611 - 2.611
Sonstige Veränderungen 4 4 4
Übrige Veränderungen
Gesamtergebnis 1.406 1.406 1.406
30.06.2019 2.387 18.388 24.001 44.776 171 44.947

Vorperioden angepasst

Verkürzter Anhang Bayer-Konzern

Erläuterungen zum verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019

Grundlagen und Methoden

Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2019 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London, sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee erstellt worden.

Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses 2018 gelten - mit Ausnahme der im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendeten Rechnungslegungsvorschriften oder geänderter Bilanzierungsmethoden - insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend.

Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Im Folgenden wird detailliert auf die neuen Standards eingegangen, deren erstmalige Anwendung wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hatte.

Im Januar 2016 veröffentlichte das IASB den neuen Standard zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen IFRS 16 (Leases), der IAS 17 (Leases) sowie die zugehörigen Interpretationen ersetzt. Der neue Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Er führt ein einheitliches Leasingbilanzierungsmodell für Leasingnehmer ein, bei dem Vermögenswerte für gewährte Nutzungsrechte sowie korrespondierende Leasingverbindlichkeiten zu bilanzieren sind. Eine Unterscheidung in Operating-Leasingverhältnisse, bei denen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nicht bilanziert werden, und Finanzierungsleasing gibt es für Leasingnehmer nicht mehr. Allerdings enthält IFRS 16 Wahlrechte zur Inanspruchnahme von Befreiungsregelungen für den Ansatz kurzfristiger Leasingverhältnisse und solcher über geringwertige Leasinggegenstände. Für Leasinggeber ist wie auch unter dem bisherigen Standard IAS 17 weiterhin zwischen Operating-Leasingverhältnissen und Finanzierungsleasing zu unterscheiden. Untermietverhältnisse sind nach IFRS 16 auf der Grundlage des Nutzungsrechts aus dem Untermietverhältnis im Verhältnis zum Hauptleasingverhältnis zu klassifizieren.

Bayer hat IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 rückwirkend ohne Änderung der Vorjahreszahlen angewendet. In diesem Zusammenhang konnten für Leasingverträge, in denen eine Bayer-Gesellschaft Leasingnehmer ist, zum Umstellungszeitpunkt verschiedene Wahlrechte bzw. Erleichterungen in Anspruch genommen werden. Zum Zeitpunkt der Erstanwendung wurde keine erneute Beurteilung dahingehend vorgenommen, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis darstellt oder enthält. Für bisher als Operating-Leasingverhältnisse klassifizierte Verträge hat Bayer zum Erstanwendungszeitpunkt die Leasingverbindlichkeit mit dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen angesetzt, wobei die Abzinsung unter Verwendung des jeweiligen Grenzfremdkapitalzinssatzes zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung erfolgt ist. Das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand wurde zum Erstanwendungszeitpunkt grundsätzlich mit einem Betrag in Höhe der Leasingverbindlichkeit bewertet, angepasst um aktivisch oder passivisch abgegrenzte Leasingzahlungen sowie um Rückstellungen für belastende Leasingverhältnisse, die jeweils in der Bilanz per 31. Dezember 2018 erfasst waren. Anfängliche direkte Kosten wurden nicht in die Bewertung des Nutzungsrechts am Leasinggegenstand zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung einbezogen. Bei der Ausübung von Ermessensentscheidungen wurde der aktuelle Wissensstand zum Erstanwendungszeitpunkt berücksichtigt.

Bayer hat von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, immaterielle Vermögenswerte vom Anwendungsbereich von IFRS 16 auszunehmen und einzelne Leasingverhältnisse, die in 2019 enden, in Übereinstimmung mit den Befreiungsregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse zu behandeln. Diese Regelung wird auch für kurzfristige Leasingverhältnisse, die nach dem 31. Dezember 2018 beginnen, in Anspruch genommen.

Im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2019 wurden zusätzliche Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 1,0 Mrd. € erfasst, wodurch sich entsprechend die Nettofinanzverschuldung erhöhte. Die Vermögenswerte für Nutzungsrechte an Leasinggegenständen, die auch Nutzungsrechte für Vermögenswerte enthalten, die bis zum 31. Dezember 2018 nach IAS 17 als Finanzierungsleasingverhältnisse bilanziert wurden, haben sich korrespondierend zu den Leasingverbindlichkeiten - unter Berücksichtigung von Anpassungen aus der Erstanwendung von IFRS 16 - per 1. Januar 2019 um 1,0 Mrd. € erhöht.

Die wesentlichen Effekte auf die einzelnen Bilanzposten, die per 31. Dezember 2018 in Einklang mit bisherigen Regelungen bilanziert wurden, sind im Folgenden dargestellt:

B 6

IFRS 16 Bilanzierungsänderungen Konzernbilanz zum 1. Januar 2019

in Mio. € 31.12.2018 Anpassung

durch IFRS 16
01.01.2019
Sachanlagen 12.943 1.012 13.955
Aktive latente Steuern 4.333 229 4.562
Finanzverbindlichkeiten 41.394 1.012 42.406
Passive latente Steuern 4.667 232 4.899

In den Sachanlagen waren zum Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 16 folgende Nutzungsrechte an Leasinggegenständen ausgewiesen, die auch Nutzungsrechte für Vermögenswerte enthalten, die bis zum 31. Dezember 2018 nach IAS 17 als Finanzierungsleasingverhältnisse bilanziert wurden:

B 7

Nutzungsrechte an Leasinggegenständen

in Mio. € 01.01.2019
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 985
Technische Anlagen und Maschinen 195
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 344
Gesamt 1.524

Im Hinblick auf die Gesamtergebnisrechnung wurden anstelle der bisher im operativen Ergebnis erfassten Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse unter IFRS 16 die Abschreibungen der Nutzungsrechte und die Zinsaufwendungen für die Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen. Ein analoger Effekt ergab sich in der Kapitalflussrechnung, indem sich aus der Anwendung von IFRS 16 durch geringere Auszahlungen im operativen Bereich tendenziell eine Verbesserung des operativen Cashflows ergab, während der Tilgungsanteil der Leasingzahlungen und der Zinsaufwand als Bestandteile des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit eingegangen sind.

Wesentliche Positionen im Zusammenhang mit der Überleitung der Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen per 31. Dezember 2018 und den per 1. Januar 2019 erfassten Leasingverbindlichkeiten sind die bisher bereits als Verbindlichkeiten bilanzierten Finanzierungsleasingverhältnisse in Höhe von 399 Mio. €, der Abzinsungsbetrag in Höhe von 187 Mio. € der nach IFRS 16 erstmals erfassten Leasingverbindlichkeiten sowie Verpflichtungen aus nicht nach IFRS 16 bilanzierten Leasingverhältnissen über immaterielle Vermögenswerte (35 Mio. €).

Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz für zum Erstanwendungszeitpunkt erstmals bilanzierte Leasingverhältnisse betrug 5,0 %.

Änderungen zugrunde liegender Parameter

Änderungen in den zugrunde liegenden Parametern beziehen sich vor allem auf die Wechselkurse sowie auf die Zinssätze für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen. Die Wechselkurse wichtiger Währungen zum Euro ergeben sich wie folgt:

B 8

Wechselkurse wichtiger Währungen

Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 € / 31.12.2018 30.06.2018 30.06.2019 H1 2018 H1 2019
--- --- --- --- --- --- ---
BRL Brasilien 4,44 4,48 4,35 4,13 4,34
CAD Kanada 1,56 1,54 1,49 1,55 1,51
CNY China 7,87 7,72 7,82 7,70 7,68
GBP Großbritannien 0,89 0,89 0,90 0,88 0,87
JPY Japan 125,87 128,93 122,52 131,61 124,33
RUB Russland 79,76 73,10 71,57 71,84 73,78
USD USA 1,15 1,17 1,14 1,21 1,13

Seit dem 1. Juli 2018 wird Argentinien als Hochinflationsland eingeschätzt und deshalb der IAS 29 (Rechnungslegung in Hochinflationsländern) für die Bayer S.A. in Argentinien angewandt. Die sich daraus ergebenden Effekte für die laufende Bilanzierung sind bislang unwesentlich für den Konzern.

Für die Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen wurden folgende wesentliche Abzinsungssätze zugrunde gelegt:

B 9

Abzinsungssatz Pensionsverpflichtungen

in % 31.12.2018 31.03.2019 30.06.2019
Deutschland 1,90 1,60 1,20
Großbritannien 2,80 2,40 2,30
USA 4,20 3,90 3,50

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Der Bayer-Konzern besteht zum 30. Juni 2019 aus den vier berichtspflichtigen Segmenten Crop Science, Pharmaceuticals, Consumer Health und Animal Health.

B 10

Kennzahlen nach Segmenten

Crop Science Pharmaceuticals Consumer Health
in Mio. € Q2 2018 Q2 2019 Q2 2018 Q2 2019 Q2 2018 Q2 2019
--- --- --- --- --- --- ---
Außenumsatzerlöse 3.011 4.788 4.217 4.422 1.413 1.442
Veränderung, währungsbereinigt1 46,4 % 57,9 % 2,9 % 3,7 % - 1,4 % 0,8 %
Intersegment Umsatzerlöse 12 10 10 11 1 2
Umsatzerlöse (Gesamt) 3.023 4.798 4.227 4.433 1.414 1.444
EBIT1 149 304 1.053 1.238 157 -293
EBITDA vor Sondereinflüssen1 644 1.075 1.363 1.500 256 270
Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit 1.653 880 629 741 148 198
Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen 218 670 297 275 100 512
Überleitung
Animal Health Alle sonstigen

Segmente
Corporate Functions und

Konsolidierung
--- --- --- --- --- --- ---
in Mio. € Q2 2018 Q2 2019 Q2 2018 Q2 2019 Q2 2018 Q2 2019
--- --- --- --- --- --- ---
Außenumsatzerlöse 453 454 378 375 9 4
Veränderung, währungsbereinigt1 7,6 % - 2,7 % 52,5 % - 1,9 % - -
Intersegment Umsatzerlöse 3 1 624 631 - 650 - 655
Umsatzerlöse (Gesamt) 456 455 1.002 1.006 - 641 - 651
EBIT1 116 97 24 2 - 153 - 422
EBITDA vor Sondereinflüssen1 128 124 93 119 - 136 - 161
Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit 88 71 24 617 - 302 - 907
Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen 9 10 57 89 4 4
Konzern
in Mio. € Q2 2018 Q2 2019
--- --- ---
Außenumsatzerlöse 9.481 11.485
Veränderung, währungsbereinigt1 14,6 % 19,9 %
Intersegment Umsatzerlöse 0 0
Umsatzerlöse (Gesamt) 9.481 11.485
EBIT1 1.346 926
EBITDA vor Sondereinflüssen1 2.348 2.927
Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit 2.240 1.600
Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen 685 1.560

Vorjahreswerte angepasst

1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

B 11

Kennzahlen nach Segmenten

Crop Science Pharmaceuticals Consumer Health
in Mio. € H1 2018 H1 2019 H1 2018 H1 2019 H1 2018 H1 2019
--- --- --- --- --- --- ---
Außenumsatzerlöse 5.872 11.232 8.292 8.776 2.822 2.837
Veränderung währungsbereinigt1 18,4 % 90,6 % 2,8 % 4,4 % - 1,8 % - 0,9 %
Intersegment Umsatzerlöse 20 24 19 21 2 3
Umsatzerlöse (Gesamt) 5.892 11.256 8.311 8.797 2.824 2.840
EBIT1 1.041 1.300 2.216 2.437 368 - 132
EBITDA vor Sondereinflüssen1 1.686 3.397 2.778 3.012 569 549
Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit 950 409 1.861 2.034 321 430
Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen 307 1.378 548 572 197 602
Überleitung
Animal Health Alle sonstigen

Segmente
Corporate Functions und

Konsolidierung
--- --- --- --- --- --- ---
in Mio. € H1 2018 H1 2019 H1 2018 H1 2019 H1 2018 H1 2019
--- --- --- --- --- --- ---
Außenumsatzerlöse 867 875 756 774 10 6
Veränderung währungsbereinigt1 5,4 % - 1,8 % 50,3 % 1,9 % - -
Intersegment Umsatzerlöse 5 2 1.219 1.316 - 1.265 - 1.366
Umsatzerlöse (Gesamt) 872 877 1.975 2.090 - 1.255 - 1.360
EBIT1 245 223 46 - 30 - 260 - 922
EBITDA vor Sondereinflüssen1 267 264 180 197 - 236 - 304
Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit 101 53 - 219 616 - 116 - 863
Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen 19 20 114 168 8 8
Konzern
in Mio. € H1 2018 H1 2019
--- --- ---
Außenumsatzerlöse 18.619 24.500
Veränderung währungsbereinigt1 7,9 % 30,4 %
Intersegment Umsatzerlöse 0 0
Umsatzerlöse (Gesamt) 18.619 24.500
EBIT1 3.656 2.876
EBITDA vor Sondereinflüssen1 5.244 7.115
Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit 2.898 2.679
Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen 1.193 2.748

Vorjahreswerte angepasst

1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

In den Segmentkennzahlen sind Leasingverhältnisse zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften auch nach Erstanwendung von IFRS 16 am 1. Januar 2019 im Konzernabschluss wie Operating-Leasingverhältnisse nach IAS 17 abgebildet, um den Konsolidierungsvorgang zu vereinfachen. Die Auswirkungen auf die davon betroffenen Kennzahlen haben keine Relevanz für die Steuerung und die interne Berichterstattung an den Vorstand als Hauptentscheidungsträger.

Die nachfolgende Tabelle enthält die Überleitungsrechnung des EBITDA vor Sondereinflüssen der oben genannten Segmente sowie die Überleitung zum Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns aus fortzuführendem Geschäft:

B 12

Überleitung vom EBITDA vor Sondereinflüssen der Segmente zum Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns

in Mio. € Q2 2018 Q2 2019 H1 2018 H1 2019
EBITDA vor Sondereinflüssen der Segmente 2.484 3.088 5.480 7.419
EBITDA vor Sondereinflüssen Corporate Functions und Konsolidierung - 136 - 161 - 236 - 304
EBITDA vor Sondereinflüssen1 2.348 2.927 5.244 7.115
Abschreibungen vor Sondereinflüssen der Segmente - 636 - 1.140 - 1.140 - 2.324
Abschreibungen vor Sondereinflüssen Corporate Functions und Konsolidierung - 4 - 2 - 8 - 6
Abschreibungen vor Sondereinflüssen - 640 - 1.142 - 1.148 - 2.330
EBIT vor Sondereinflüssen der Segmente 1.848 1.948 4.340 5.095
EBIT vor Sondereinflüssen Corporate Functions und Konsolidierung - 140 - 163 - 244 - 310
EBIT vor Sondereinflüssen1 1.708 1.785 4.096 4.785
Sondereinflüsse der Segmente - 349 - 600 - 424 - 1.297
Sondereinflüsse Corporate Functions und Konsolidierung - 13 - 259 - 16 - 612
Sondereinflüsse1 - 362 - 859 - 440 - 1.909
EBIT der Segmente 1.499 1.348 3.916 3.798
EBIT Corporate Functions und Konsolidierung - 153 - 422 - 260 - 922
EBIT1 1.346 926 3.656 2.876
Finanzergebnis - 323 - 477 - 193 - 793
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.023 449 3.463 2.083

Vorjahreswerte angepasst

1 Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2018, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns"

Vor dem 1. April 2019 waren Sondereinflüsse für die Integration der Monsanto Corporate Functions in der Kategorie Akquisitions- / Integrationskosten bei Crop Science ausgewiesen, die seit dem 1. April 2019 in dem Plattformprogramm Bayer 2022 (Überleitung) in der Kategorie Restrukturierung aufgegangen sind.

Konsolidierungskreis

Entwicklung des Konsolidierungskreises

Zum 30. Juni 2019 wurden insgesamt 412 Gesellschaften konsolidiert (31. Dezember 2018: 420 Gesellschaften). Ferner sind zehn Gemeinschaftsunternehmen (31. Dezember 2018: zehn Gemeinschaftsunternehmen) und sieben assoziierte Unternehmen (31. Dezember 2018: fünf assoziierte Unternehmen) im Konzernabschluss nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) berücksichtigt worden. Die Covestro AG als Obergesellschaft der Covestro-Gruppe wurde bis Mai 2018 nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Seit Mai 2018 weist Bayer die Covestro-Beteiligung als Eigenkapitalinstrument aus.

Akquisitionen, Desinvestitionen und nicht fortgeführtes Geschäft

Akquisitionen

Am 21. Juni 2019 erwarb Bayer 28 % der Anteile an Century Therapeutics LLC, Philadelphia, Pennsylvania, USA. Der Kaufpreis betrug 145 Mio. USD. Davon entfielen 75 Mio. USD auf eine initiale Zahlung, während 70 Mio. USD als Verbindlichkeit passiviert wurden. Bei Erreichen bestimmter Meilensteine wird mit einer weiteren Zahlung in Höhe von 70 Mio. USD der Anteil an Century Therapeutics LLC auf 36 % erhöht. Aufgrund des maßgeblichen Einflusses wird die Investition als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Das von Versant Ventures, San Francisco, USA, und Fujifilm Cellular Dynamics, Inc., Madison, USA, im Jahr 2018 gegründete Unternehmen entwickelt allogene Immunzelltherapien gegen Krebs. Die innovative Technologie beruht auf induzierten pluripotenten Stammzellen, die sich unbegrenzt selbst erneuern.

Akquisitionen im Vorjahr

Am 7. Juni 2018 hat Bayer 100 % der ausstehenden Aktien der Monsanto Company mit Sitz in St. Louis, Missouri, USA, erworben. Die Akquisition von Monsanto hat zwei starke Geschäfte zusammengebracht, die sich in hohem Maß ergänzen: das innovative chemische und biologische Pflanzenschutzportfolio von Bayer und das herausragende Wissen von Monsanto in den Bereichen Saatgut und Pflanzeneigenschaften. Monsanto besitzt u. a. Produktionsstätten in Luling, Muscatine und Soda Springs (Vereinigte Staaten), Antwerpen (Belgien), Zarate (Argentinien) und Camacari (Brasilien). Das Portfolio etablierter Marken umfasst u. a. DEKALB™, Asgrow™ und Roundup™. Der Kaufpreis in Höhe von 48.029 Mio. € entfiel im Wesentlichen auf immaterielle Vermögenswerte für Technologien im Bereich Saatgut und Pflanzeneigenschaften (Nutzungsdauer zwischen 9 und 30 Jahren), Herbizide (Nutzungsdauer von 20 Jahren) sowie digitale Plattformen (Nutzungsdauer von 15 Jahren), auf Forschungs- und Entwicklungsprojekte und Marken (Nutzungsdauer zwischen 10 und 30 Jahren), Sachanlagen, Vorräte sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert. Dem Unternehmensnamen "Monsanto" wurde kein Wert zugeteilt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet erwartete Synergien bei Verwaltungsprozessen und Infrastrukturen, u. a. Kosteneinsparungen in den Funktionen Vertrieb, Forschung und Entwicklung sowie allgemeine Verwaltung, und erwartete Umsatzsynergien durch das kombinierte Anbieten von Produkten. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist nicht steuerlich abzugsfähig.

Zur Finanzierung der Akquisition wurden u. a. im Juni 2018 die folgenden Anleihen mit einem Nominalvolumen von insgesamt 15 Mrd. USD und 5 Mrd. € begeben:

B 13

Neu begebene Anleihen

Emittent Kupon (%) Nominalvolumen Ausgabetag Fälligkeit
Bayer U.S. Finance II LLC, USA
3,50 1.250 Mio. USD 25. Jun. 18 25. Jun. 21
3-Monats-USD-LIBOR +0,63 1.250 Mio. USD 25. Jun. 18 25. Jun. 21
3,875 2.250 Mio. USD 25. Jun. 18 15. Dez. 23
3-Monats-USD-LIBOR +1,01 1.250 Mio. USD 25. Jun. 18 15. Dez. 23
4,25 2.500 Mio. USD 25. Jun. 18 15. Dez. 25
4,375 3.500 Mio. USD 25. Jun. 18 15. Dez. 28
4,625 1.000 Mio. USD 25. Jun. 18 25. Jun. 38
4,875 2.000 Mio. USD 25. Jun. 18 25. Jun. 48
Bayer Capital Corporation B.V., Niederlande
3-Monats-EURIBOR +0,55 750 Mio. € 26. Jun. 18 26. Jun. 22
0,625 1.000 Mio. € 26. Jun. 18 15. Dez. 22
1,500 1.750 Mio. € 26. Jun. 18 26. Jun. 26
2,125 1.500 Mio. € 26. Jun. 18 15. Dez. 29

Im Rahmen der Akquisition wurden Anleihen im Nominalvolumen von 6,9 Mrd. USD von Monsanto übernommen.

Die Kaufpreisallokation für Monsanto war am 6. Juni 2019 abgeschlossen. Nach Anpassungen der Kaufpreisallokation im Geschäftsjahr 2018 ergaben sich inklusive der Anpassungen bis zum 6. Juni 2019 die folgenden Auswirkungen auf Vermögen und Schulden des Konzerns sowie unter Berücksichtigung übernommener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente folgende Mittelabflüsse:

B14

Erworbene Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert bei Erwerb sowie Anpassungen (Monsanto)

in Mio. € Vor Anpassung Kaufpreisallokation Anpassung

Kaufpreisallokation
Nach Anpassung Kaufpreisallokation
Geschäfts- oder Firmenwert 22.998 1.746 24.744
Patente und Technologien 17.350 - 212 17.138
Marken 4.195 - 254 3.941
Vertriebsrechte 821 24 845
Produktionsrechte - 11 11
Forschungsprojekte 4.300 302 4.602
Sonstige Rechte 394 - 34 360
Sachanlagen 6.293 - 639 5.654
Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 52 - 52
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 250 - 52 198
Vorräte 4.882 - 153 4.729
Forderungen 7.201 54 7.255
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 27 - 1 26
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.657 - 2.657
Aktive latente Steuern 1.548 302 1.850
Pensionsrückstellungen u. ä. Verpflichtungen - 367 - 22 - 389
Sonstige Rückstellungen - 1.297 - 632 - 1.929
Rückerstattungsverbindlichkeiten - 3.321 8 - 3.313
Finanzverbindlichkeiten - 8.656 1 - 8.655
Sonstige Verbindlichkeiten - 3.102 - 566 - 3.668
Passive latente Steuern - 8.019 117 - 7.902
Nettovermögen 48.206 - 48.206

Auf die Gewinn- und Verlustrechnung hatten die Anpassungen der Kaufpreisallokation von Monsanto für das 2. Quartal 2018 nur unwesentliche Auswirkungen.

Am 2. Mai 2018 hat Bayer seinen Anteil am Joint Venture Bayer Zydus Pharma Private Limited, Thane, Indien, von 50 % auf 75 % plus eine Aktie erhöht. Es wurde ein Kaufpreis in Höhe von 28 Mio. € vereinbart. Bayer ist verpflichtet, im Jahr 2021 die ausstehenden 25 % minus eine Aktie an Bayer Zydus Pharma zu übernehmen, und hat eine entsprechende Verpflichtung in Höhe von 9 Mio. € passiviert. In der Folge wurde die Bilanzierung von der Equity-Methode auf die Vollkonsolidierung umgestellt und es wurden 100 % der Anteile der Bayer Zydus Pharma konsolidiert. Aus der Neubewertung der bisher nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile ergab sich ein Betrag in Höhe von 18 Mio. €. Der sich nach Ausbuchung des Buchwerts nach der Equity-Methode ergebende Gewinn von 15 Mio. € wurde im Finanzergebnis erfasst. Der Kaufpreis entfiel vorrangig auf einen Geschäfts- oder Firmenwert. Dieser wiederum basiert im Wesentlichen auf einer Kontrollprämie. Bayer Zydus Pharma ist in Kernsegmenten des indischen Pharmamarktes tätig mit dem Schwerpunkt auf Frauengesundheit, diagnostischer Bildgebung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetesbehandlung und Onkologie. Mit der Akquisition erhöht Bayer seine Präsenz im indischen Pharmamarkt.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Am 27. Juli 2018 hat Bayer die Verträge zum Verkauf des Geschäfts mit verschreibungspflichtigen Dermatologieprodukten mit dem Käufer LEO Pharma A / S, Ballerup, Dänemark, unterzeichnet. Das globale verschreibungspflichtige Dermatologie-Geschäft außerhalb der USA wurde am 1. Juli 2019 auf den Käufer übertragen. Das veräußerte Portfolio umfasst verschreibungspflichtige Marken wie u. a. Advantan™, Skinoren™ sowie Travocort™ und wird zum 30. Juni 2019 als zur Veräußerung gehalten bilanziert. Der Basiskaufpreis beträgt 0,6 Mrd. € und unterliegt transaktionstypischen Kaufpreisanpassungen. Der vorläufige Veräußerungsgewinn wird auf 0,3 Mrd. € geschätzt.

Am 13. Mai 2019 haben Bayer und Beiersdorf einen Kaufvertrag geschlossen, demgemäß Beiersdorf das Coppertone™-Geschäft von Bayer für einen Kaufpreis von 550 Millionen US-Dollar erwirbt. Das Geschäft wird - vorbehaltlich der Erfüllung der Closing-Bedingungen - voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2019 auf den Käufer übertragen. Am 19. Juli 2019 hat Yellow Wood Partners eine Vereinbarung zum Erwerb des Dr.-Scholl's™-Geschäfts von Bayer für einen Kaufpreis von 585 Millionen US-Dollar unterzeichnet. Mit dem Abschluss der Transaktion wird, vorbehaltlich der üblichen Vollzugsbedingungen einschließlich Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden, für das 4. Quartal 2019 gerechnet. Gemäß IFRS 5 werden die mit dem Geschäft verbundenen Vermögenswerte und Schulden als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen. Im Rahmen der Umgliederung der Veräußerungsgruppen wurden Wertminderungen i. H. v. 421 Mio. € ergebniswirksam gebucht, davon 208 Mio. € auf Goodwill.

Nachfolgend sind die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden dargestellt:

B 15

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

in Mio. € 30.06.2019
Geschäfts- oder Firmenwerte 352
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 677
Sachanlagen 127
Sonstige Vermögenswerte 9
Latente Steuern 307
Vorräte 99
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 38
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 1.609
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 11
Sonstige Verbindlichkeiten 13
Latente Steuern 9
Verbindlichkeiten im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 33

Desinvestitionen und nicht fortgeführtes Geschäft im Vorjahr

Ende September 2017 hat Bayer die faktische Kontrolle über Covestro abgegeben und Covestro entkonsolidiert. Covestro erfüllt ab dem Verlust der Kontrolle die Voraussetzungen für den Ausweis als nicht fortgeführtes Geschäft. Im Rahmen des Verkaufs von Covestro-Aktien in 2017 ist die Bayer AG derivative Kontrakte eingegangen. Aus diesen Kontrakten resultierten bis ins 2. Quartal 2018 Verluste von insgesamt - 8 Mio. €.

Das nicht fortgeführte Geschäft wirkte sich im Geschäftsjahr 2018 nicht auf die Kapitalflussrechnung des Bayer-Konzerns aus.

Am 13. Oktober 2017 hatte Bayer im Rahmen der Übernahme von Monsanto eine Vereinbarung über den Verkauf bestimmter Crop-Science-Geschäfte mit BASF geschlossen. Der Abschluss für alle Transaktionen, mit der Ausnahme des Gemüsesaatgut-Geschäfts, fand am 1. August 2018 statt. Der Abschluss der Veräußerung des Gemüsesaatgut-Geschäfts erfolgte am 16. August 2018. Im 1. Halbjahr 2019 fand die finale Einigung über den Kaufpreis statt. Der Verkauf der Crop-Science-Geschäfte an BASF umfasst weitere signifikante Leistungsversprechen von Bayer, die entsprechend den Auflagen der Kartellbehörden über mehrere Jahre nach dem Verkaufszeitpunkt erfüllt werden. Ebenfalls entsprechend den Auflagen der Kartellbehörden erfolgen die Lieferungen im Rahmen der Supply Agreements (Fertigprodukte und Wirkstoffe) zu Preisen, die auf den jeweiligen variablen Kosten basieren. Auf der Grundlage handelsüblicher Verkaufspreise wurde eine Vertragsverbindlichkeit von 0,2 Mrd. € ermittelt und angesetzt, welche im Zuge der Erbringung der Leistungen aufgelöst wird. Der final erhaltene Kaufpreis beträgt rund 7,3 Mrd. €, der Gewinn vor Steuern 4,0 Mrd. €. Das desinvestierte Nettovermögen betrug 2,8 Mrd. € und entfiel im Wesentlichen auf Sachanlagen, einen Geschäfts- oder Firmenwert sowie andere Vermögenswerte und Rückstellungen.

Am 4. September 2018 wurde das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Dermatologieprodukten des Segments Consumer Health in den USA auf den Käufer LEO Pharma A / S, Ballerup, Dänemark, übertragen. Der Basiskaufpreis betrug 58 Mio. €.

Am 30. Juni 2018 hat das Segment Pharma sein MK-Generika-Geschäft in Mittelamerika und der Karibik an den Käufer Tecnoquímicas S. A., Cali, Kolumbien, veräußert. Das veräußerte Geschäft beinhaltet die Produktionsstätte Bonima in El Salvador. Der Basiskaufpreis betrug 44 Mio. €.

Finanzinstrumente

Die nachfolgenden Tabellen stellen die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten gemäß IFRS 9 dar und leiten diese auf die entsprechenden Bilanzpositionen über. Da die Bilanzpositionen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen, Finanzverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten sowohl Finanzinstrumente als auch nicht finanzielle Vermögenswerte bzw. nicht finanzielle Verbindlichkeiten (z. B. sonstige Steuerforderungen oder Vorauszahlungen für zukünftig zu erhaltende Leistungen) enthalten, dient die Spalte "Nicht finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten" einer entsprechenden Überleitung.

B 16

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente

30.06.2019
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Zum beizulegenden Zeitwert bewertet [Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert2 ] Nicht finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten
--- --- --- --- --- --- ---
Bewertungskategorien

(IFRS 9)1
Auf Basis öffentlich notierter Marktpreise (Stufe 1) Auf Basis beobachtbarer Marktdaten (Stufe 2) Auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren (Stufe 3)
--- --- --- --- --- --- ---
in Mio. € Buchwert Buchwert Buchwert Buchwert Buchwert Buchwert in der Bilanz
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen LuL 13.870 210 163 14.243
AC 13.870 13.870
FVTPL 210 210
Nicht finanzielle

Vermögenswerte
163 163
Sonstige finanzielle

Vermögenswerte
175 1.378 360 1.183 3.096
AC 175 [175] 175
FVTPL 1.134 172 905 2.211
FVTOCI (kein Recycling) 238 213 451
Derivate 6 188 65 259
Sonstige Forderungen 318 57 1.734 2.109
AC 318 [318] 318
FVTPL 57 57
Nicht finanzielle

Vermögenswerte
1.734 1.734
Zahlungsmittel /

-äquivalente
3.343 3.343
AC 3.343 [3.343] 3.343
Finanzielle

Vermögenswerte, gesamt
17.706 1.378 570 1.240 20.894
davon: AC 17.706 17.706
davon: FVTPL 1.134 382 962 2.478
Finanzverbindlichkeiten 42.133 997 127 71 43.328
AC 42.133 [35.276] [7.592] 42.133
FVTPL (nicht-derivativ) 997 997
Derivate 127 127
Nicht finanzielle

Verbindlichkeiten
71 71
Verbindlichkeiten LuL 5.384 5.384
AC 5.384 5.384
Sonstige Verbindlichkeiten 1.104 7 355 17 967 2.450
AC 1.104 [1.104] 1.104
FVTPL (nicht-derivativ) 14 14
Derivate 7 355 3 365
Nicht finanzielle

Verbindlichkeiten
967 967
Finanzielle

Verbindlichkeiten, gesamt
48.621 1.004 482 17 50.124
davon: AC 48.621 48.621
davon: FVTPL (nichtderivativ) 997 14 1.011
davon: Derivate 7 482 3 492

1 AC: at Amortized Cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten)FVTOCI: at Fair Value through Other Comprehensive Income (zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral) FVTPL: at Fair Value through Profit or Loss (zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam)

2 Beizulegender Zeitwert der Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten, unter Anwendung von IFRS 7.29 (a)

B 17

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente

31.12.2018
Zu fortgeführten

Anschaffungskosten bewertet
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet [Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert2 ] Nicht finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten
--- --- --- --- --- --- ---
Bewertungskategorien

(IFRS 9)1
Auf Basis öffentlich notierter Marktpreise (Stufe 1) Auf Basis beobachtbarer Marktdaten (Stufe 2) Auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren (Stufe 3)
--- --- --- --- --- --- ---
in Mio. € Buchwert Buchwert Buchwert Buchwert Buchwert Buchwert in der Bilanz
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen LuL 11.564 150 11.714
AC 11.564 11.564
Nicht finanzielle

Vermögenswerte
150 150
Sonstige finanzielle

Vermögenswerte
440 1.584 241 1.113 3.378
AC 440 [441] 440
FVTPL 1.432 28 895 2.355
FVTOCI (kein Recycling) 144 186 330
Derivate 8 213 32 253
Sonstige Forderungen 614 42 1.828 2.484
AC 614 [614] 614
FVTPL 42 42
Nicht finanzielle

Vermögenswerte
1.828 1.828
Zahlungsmittel /

-äquivalente
4.052 4.052
AC 4.052 [4.052] 4.052
Finanzielle

Vermögenswerte, gesamt
16.670 1.584 241 1.155 19.650
davon: AC 16.670 16.670
davon: FVTPL 1.432 28 937 2.397
Finanzverbindlichkeiten 40.226 996 172 41.394
AC 40.226 [32.395] [7.091] 40.226
FVTPL (nicht-derivativ) 996 996
Derivate 172 172
Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und

Leistungen
6.038 6.038
AC 6.038 6.038
Sonstige Verbindlichkeiten 1.136 7 320 20 1.004 2.487
AC 1.136 [1.136] 1.136
FVTPL (nicht-derivativ) 20 20
Derivate 7 320 327
Nicht finanzielle

Verbindlichkeiten
1.004 1.004
Finanzielle

Verbindlichkeiten, gesamt
47.400 1.003 492 20 48.915
davon: AC 47.400 47.400
davon: FVTPL (nichtderivativ) 996 20 1.016
davon: Derivate 7 492 499

Vorjahreswerte angepasst

1 AC: at Amortized Cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten)FVTOCI: at Fair Value through Other Comprehensive Income (zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral) FVTPL: at Fair Value through Profit or Loss (zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam)

2 Beizulegender Zeitwert der Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten, unter Anwendung von IFRS 7 Paragraph 29 (a)

In der Kategorie "AC - zu fortgeführten Anschaffungskosten" innerhalb der sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie in den Finanzverbindlichkeiten sind auch Finanzierungs-Leasingforderungen bzw. Leasingverbindlichkeiten enthalten, bei denen Bayer Leasinggeber bzw. Leasingnehmer ist und die folglich nach IFRS 16 (Berichtsjahr 2019) bzw. IAS 17 (Berichtsjahr 2018) bewertet werden.

Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten für Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (LuL), sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten weichen die Buchwerte am Bilanzstichtag nicht signifikant von den beizulegenden Zeitwerten ab.

Der nachrichtlich angegebene beizulegende Zeitwert der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten wird als Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzu- oder -abflüsse ermittelt. Die Abzinsung erfolgt unter Anwendung des zum Bilanzstichtag aktuellen laufzeitadäquaten Zinssatzes unter Berücksichtigung der Bonität des Kontrahenten. Sollte ein börsennotierter Preis vorhanden sein, wird dieser als beizulegender Zeitwert angesetzt.

Die beizulegenden Zeitwerte von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten entsprechen notierten Preisen auf aktiven Märkten (Stufe 1) oder werden mit Bewertungstechniken basierend auf beobachtbaren Marktdaten zum Bilanzstichtag (Stufe 2) bzw. als Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzu- oder -abflüsse auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren (Stufe 3) ermittelt.

Sofern keine öffentlich notierten Marktpreise auf aktiven Märkten (Stufe 1) existieren, werden für Derivate die beizulegenden Zeitwerte mit Bewertungstechniken basierend auf beobachtbaren Marktdaten zum Bilanzstichtag ermittelt (Stufe 2). Bei der Anwendung von Bewertungstechniken wird das Kreditrisiko der Vertragspartner durch die Ermittlung von Credit Value Adjustments berücksichtigt.

Die Bewertung der Devisen- und Warentermingeschäfte erfolgt einzelfallbezogen und mit dem jeweiligen Terminkurs bzw. -preis am Bilanzstichtag. Die Terminkurse bzw. -preise richten sich nach den Kassakursen und -preisen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Die beizulegenden Zeitwerte von Instrumenten zur Sicherung von Zinsrisiken sowie Zinswährungsswaps ergeben sich durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsmittelzu- und -abflüsse und die Berücksichtigung einer Fremdwährungsumrechnung zum Stichtag. Zur Abzinsung dienen Marktzinssätze, die über die Restlaufzeit der Instrumente angewendet werden.

Sofern beizulegende Zeitwerte auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren geschätzt wurden, werden diese innerhalb der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie ausgewiesen. Dies betrifft bestimmte Schuld- und Eigenkapitaltitel, teilweise die beizulegenden Zeitwerte eingebetteter Derivate sowie die Verpflichtungen für bedingte Gegenleistungen im Rahmen von Unternehmensakquisitionen. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Schuldtitel innerhalb der Kategorie "FVTPL - zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam" ist häufig das Kreditrisiko der wesentliche nicht-beobachtbare Inputfaktor, der im Discounted-Cashflow-Ansatz zur Anwendung kommt. Hierbei werden Credit Spreads von vergleichbaren Emittenten angewendet. Ein signifikanter Anstieg des Kreditrisikos könnte in einem niedrigeren beizulegenden Zeitwert resultieren, während ein signifikanter Rückgang zu einem höheren beizulegenden Zeitwert führen könnte. Eine relative Veränderung des Credit Spread um 10 % hat jedoch keine wesentliche Auswirkung auf den beizulegenden Zeitwert.

Eingebettete Derivate werden von den jeweiligen Basisverträgen - sofern diese keine Finanzinstrumente sind - separiert. Bei den Basisverträgen handelt es sich in der Regel um Absatz- oder Bezugsverträge aus dem operativen Geschäft. Die Zahlungsströme aus dem Vertrag ändern sich aufgrund der eingebetteten Derivate beispielsweise in Abhängigkeit von Wechselkursschwankungen bzw. Preisschwankungen. Die intern durchgeführte Bewertung von eingebetteten Derivaten erfolgt insbesondere mit der Discounted-Cashflow-Methode, die auf individuellen nicht beobachtbaren Inputfaktoren - u. a. geplanten Absatz- und Bezugsmengen sowie aus Marktdaten abgeleiteten Preisen - basiert. Basierend auf diesen beizulegenden Zeitwerten erfolgt ein regelmäßiges Monitoring im Rahmen der quartalsweisen Berichterstattung.

Die Finanzverbindlichkeiten aus den im Juni 2017 begebenen Schuldverschreibungen (Umtauschanleihe), welche in Covestro-Aktien umgetauscht werden können, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Diese Umtauschanleihe stellt ein hybrides Finanzinstrument dar, das einen Schuldtitel als nicht derivativen Basisvertrag und mehrere eingebettete Derivate enthält.

Die Entwicklung der auf nicht beobachtbaren Inputfaktoren basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Stufe 3) für jede einzelne Kategorie (zur Bezeichnung der Kategorien siehe Tabelle B 17) von Finanzinstrumenten stellt sich wie folgt dar:

B 18

Entwicklung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Stufe 3)

in Mio. € Vermögenswerte - FVTPL1 FVTOCI1

(kein Recycling)
Derivate

(Saldo)
Verbindlichkeiten - FVTPL1 (nichtderivativ) Summe
Nettobuchwerte 01.01.2019 937 186 32 - 20 1.135
Ergebniswirksam erfasste Gewinne / Verluste (-) 25 - 30 - 55
davon zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte / Verbindlichkeiten 25 - 30 - 55
Ergebnisneutral erfasste Gewinne / Verluste (-) - 2 - - 2
Zugänge von Vermögenswerten / Verbindlichkeiten (-) - 25 - - 25
Abgänge von Vermögenswerten (-) / Verbindlichkeiten - - - 6 6
Umbuchungen gemäß IFRS 5 - - - - -
Abgänge aus Desinvestitionen / Konzernkreisänderungen - - - - -
Nettobuchwerte 30.06.2019 962 213 62 - 14 1.223

1 Zur Bezeichnung der Bewertungskategorie siehe Tabelle B 17

B 19

Entwicklung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Stufe 3)

in Mio. € Vermögenswerte - FVTPL1 FVTOCI1

(kein Recycling)
Derivate

(Saldo)
Verbindlichkeiten - FVTPL1 (nichtderivativ) Summe
Nettobuchwerte 01.01.2018 821 68 10 - 7 892
Ergebniswirksam erfasste Gewinne / Verluste (-) 8 - - 6 - 2
davon zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte / Verbindlichkeiten 8 - - 6 - 2
Ergebnisneutral erfasste Gewinne / Verluste (-) - - 1 - - - 1
Zugänge von Vermögenswerten / Verbindlichkeiten (-) 65 95 17 - 10 167
Abgänge von Vermögenswerten (-) / Verbindlichkeiten - - 1 - 1 -
Umbuchungen gemäß IFRS 5 - - 6 - 1 - 5
Abgänge aus Desinvestitionen / Konzernkreisänderungen - - 4 - - - 4
Nettobuchwerte 30.06.2018 894 151 21 - 15 1.051

Vorjahreswerte angepasst

1 Zur Bezeichnung der Bewertungskategorie siehe Tabelle B 17

Ergebniswirksame Veränderungen wurden in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie im Finanzergebnis in den Zinserträgen, Kursergebnis und in den sonstigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen erfasst.

Zum 30. Juni 2019 bestehen Eventualverbindlichkeiten von rund 1,1 Mrd. € (Vorjahr: 0,8 Mrd. €). Im Wesentlichen sind diese auf steuerrechtliche, arbeitsrechtliche und sonstige Sachverhalte unter anderem in den USA, Brasilien, Indien, Griechenland und Italien zurückzuführen.

Rechtliche Risiken

Hinsichtlich der Angaben zu den rechtlichen Risiken des Bayer-Konzerns verweisen wir auf die Darstellung in Anhangangabe [29] im Bayer-Geschäftsbericht 2018. Der Bayer-Geschäftsbericht 2018 steht unter www.bayer.de kostenlos zum Herunterladen bereit. Seit diesem Geschäftsbericht hat es folgende wesentliche Veränderungen im Bereich der rechtlichen Risiken gegeben:

Mirena™: Bis zum 11. Juli 2019 wurden Bayer in den USA Klagen von etwa 2.700 Anwenderinnen von Mirena™ zugestellt (ohne nicht mehr anhängige Klagen). Mirena™ ist eine Hormonspirale zur langfristigen Verhütung, die das Hormon Levonorgestrel freisetzt. Die Klägerinnen tragen vor, die Anwendung von Mirena™ habe zu Gesundheitsschäden geführt, insbesondere Perforation des Uterus, ektopischen Schwangerschaften oder idiopathischer intrakranieller Hypertension, und verlangen Schaden- und Strafschadenersatz. Im Juni 2019 wies das Multidistrict Litigation ("MDL") Gericht, das bundesgerichtliche Fälle leitet, in denen Klägerinnen eine Erkrankung an idiopathischer intrakranieller Hypertension geltend machen, im abgekürzten Verfahren alle etwa 730 bei ihm anhängigen Fälle ab. Die Kläger haben Rechtsmittel gegen die Entscheidung eingelegt.

Xarelto™: Bis zum 11. Juli 2019 wurden Bayer und dem Vertriebspartner in den USA Janssen Pharmaceuticals Inc. US-Klagen von etwa 28.600 Anwendern von Xarelto™ zugestellt, einem oralen Gerinnungshemmer zur Behandlung und Prävention von Blutgerinnseln. Die Kläger tragen vor, die Anwendung von Xarelto™ habe zu Gesundheitsschäden wie beispielsweise zerebralen, gastrointestinalen sowie anderen Blutungen und Todesfällen geführt, und verlangen Schaden- und Strafschadenersatz. Im März 2019 haben Bayer und Janssen eine grundsätzliche Einigung mit den Klägern erzielt, sich für einen Betrag von 775 Mio. USD ohne Anerkennung einer Rechtspflicht zu vergleichen. Der Vergleichsbetrag wird von beiden Unternehmen zu gleichen Teilen getragen. Es wird erwartet, dass der Anteil von Bayer teilweise durch die Produkthaftpflichtversicherung abgedeckt wird. Bayer und Janssen können von dem Vergleich zurücktreten, wenn eine bestimmte Mindestteilnahmequote nicht erreicht wird. Wenn der Vergleich vollzogen wird, würden sich damit fast alle derzeit anhängigen Ansprüche erledigen. Bayer geht nicht davon aus, dass sich die finanzielle Nettobelastung wesentlich nachteilig auf die konsolidierte Konzernbilanz auswirken wird.

Essure™: Bis zum 11. Juli 2019 wurden Bayer US-Klagen von etwa 31.600 Anwenderinnen von Essure™, einem Medizinprodukt zur permanenten Verhütung ohne operativen Eingriff, zugestellt. Die Klägerinnen machen Gesundheitsschäden im Zusammenhang mit Essure™ geltend, wie beispielsweise Hysterektomie, Perforation, Schmerzen, Blutungen, Gewichtszunahme, Nickelallergie, Depression oder ungewollte Schwangerschaft, und verlangen Schaden- und Strafschadenersatz. Bis zum 11. Juli 2019 wurden Bayer zwei kanadische Klagen im Zusammenhang mit Essure™ zugestellt, in denen jeweils die Zulassung einer Sammelklage beantragt wird. Im März 2019 wurde eine dieser Klagen als Sammelklage zertifiziert.

Roundup™ (Glyphosat): Bis zum 11. Juli 2019 wurden Monsanto, einer Tochtergesellschaft von Bayer, in den USA Klagen von etwa 18.400 Klägern zugestellt. Die Kläger tragen vor, sie seien mit von Monsanto hergestellten glyphosathaltigen Produkten in Berührung gekommen. Glyphosat ist der in bestimmten Herbiziden von Monsanto einschließlich der Roundup™-Produkte enthaltene Wirkstoff. Die Kläger tragen vor, ihr Kontakt mit diesen Produkten habe zu Gesundheitsschäden geführt, unter anderem zu Erkrankungen wie dem Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) und dem multiplen Myelom, und sie verlangen Schaden- und Strafschadenersatz. Vor Bundesgerichten anhängige Fälle wurden in einer sogenannten Multidistrict Litigation ("MDL") in Kalifornien zur vorprozessualen Koordinierung zusammengefasst. Im März 2019 sprach eine Jury in dem ersten Verfahren im Rahmen der MDL einem Kläger einen Schadenersatz von ca. 5 Mio. USD und einen Strafschadenersatz von 75 Mio. USD zu. Der Kläger behauptete, ein Monsanto-Produkt habe seine NHL-Erkrankung verursacht. Wir halten die Entscheidung für falsch und haben im Mai 2019 beantragt, das Urteil durch den zuständigen Richter, der auch dem Jury-Verfahren vorstand, überprüfen zu lassen. Im Juli 2019 hat der Richter entschieden, den Strafschadenersatz von 75 Mio. USD auf 20 Mio. USD zu reduzieren. Der Schadenersatz in Höhe von ca. 5 Mio. USD wurde hingegen nicht reduziert. Die Entscheidung, den Strafschadenersatz um 55 Mio. USD zu reduzieren, ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber wir beabsichtigen, gegen das Urteil Berufung beim zuständigen Berufungsgericht einzulegen. In einem dritten Jury-Verfahren in diesem Verfahrenskomplex sprach eine Jury an einem bundesstaatlichen Gericht in Kalifornien im Mai 2019 den beiden Klägern insgesamt einen Schadenersatz von ca. 55 Mio. USD und einen Strafschadenersatz von insgesamt 2 Mrd. USD zu. Auch diese Jury-Entscheidung halten wir für falsch und haben beim Prozessgericht im Rahmen von Post-Trial Motions beantragt, das Jury-Urteil aufzuheben und die Klagen abzuweisen oder - alternativ - eine neue Verhandlung anzuordnen. Wir sind weiterhin überzeugt, gute Argumente zur Verteidigung gegen die erhobenen Ansprüche zu haben, und beabsichtigen, uns in all diesen Verfahren entschieden zur Wehr zu setzen. Im Jahr 2019 sind derzeit drei weitere Verfahren vor bundesstaatlichen Gerichten in Missouri zur Verhandlung angesetzt. Die Verhandlungstermine in diesen und weiteren Verfahren können sich jedoch durch die Terminplanung und entsprechende Entscheidungen der zuständigen Gerichte noch ändern. Parallel zu den andauernden Gerichtsprozessen wird sich Bayer konstruktiv in den durch den der MDL vorstehenden Richter angeordneten Mediationsprozess einbringen.

Bis zum 11. Juli 2019 wurden Bayer fünf kanadische Klagen im Zusammenhang mit Roundup™ zugestellt, in denen jeweils die Zulassung einer Sammelklage beantragt wird. Bayer ist überzeugt, gute Argumente zur Verteidigung gegen die erhobenen Ansprüche zu haben, und beabsichtigt, sich in diesen Verfahren entschieden zur Wehr zu setzen.

One A Day™ Vitamine: Bayer ist in einer Sammelklage in den USA als beklagtes Unternehmen benannt worden. In der Klage wird geltend gemacht, dass Bayer irreführende Angaben zu seinen One A Day™ Vitaminen gemacht habe, wonach diese die Herzgesundheit, das Immunsystem sowie die körperliche Energie fördern würden. Im Februar 2019 entschied die Jury zu Gunsten von Bayer, dass die Angaben von Bayer zu seinen Vitaminen nicht irreführend sind. Die Kläger haben kein Rechtsmittel gegen die Entscheidung eingelegt. Die Abweisung der Klage ist daher rechtskräftig.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Es wurden Dividenden in Höhe von 2.611 Mio. € und Zinsen in Höhe von per saldo 649 Mio. € gezahlt. Die Nettokreditaufnahme betrug 357 Mio. €.

Beziehung zu nahestehenden Personen

Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 (Related-Party-Disclosures) sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Bayer AG und deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle, der gemeinschaftlichen Führung oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Bayer AG bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen. Dazu gehören insbesondere nicht konsolidierte Tochtergesellschaften, zu Anschaffungskosten oder nach der Equity-Methode einbezogene Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen sowie Versorgungspläne und ferner die Organmitglieder der Bayer AG.

Die Verkäufe an nahestehende Unternehmen und Personen sind aus Sicht des Bayer-Konzerns nicht von materieller Bedeutung.

Im Vergleich zum 31. Dezember 2018 sind die Verbindlichkeiten gegenüber Gemeinschaftsunternehmen um 0,1 Mrd. € gesunken, im Wesentlichen gegenüber dem mit der CRISPR Therapeutics AG, Basel, Schweiz, gegründeten Gemeinschaftsunternehmen Casebia Therapeutics Limited Liability Partnership, Ascot, Großbritannien. Darüber hinaus sind die Verbindlichkeiten gegenüber Versorgungsplänen um 0,2 Mrd. € gestiegen.

Die erbrachten Leistungen gegenüber assoziierten Unternehmen haben sich um 0,2 Mrd. € auf 0,0 Mrd. € verringert, da Covestro seit Mai 2018 nicht mehr als assoziiertes Unternehmen gilt.

Sonstige Angaben

Die Hauptversammlung hat am 26. April 2019 der von der Verwaltung vorgeschlagenen Dividende von 2,80 € je dividendenberechtigter Aktie für das Geschäftsjahr 2018 zugestimmt.

Den im Geschäftsjahr 2018 amtierenden Mitgliedern des Vorstands ist keine Entlastung erteilt worden. Den im Geschäftsjahr 2018 amtierenden Mitgliedern des Aufsichtsrats ist gemäß dem Vorschlag der Verwaltung Entlastung erteilt worden.

Die Hauptversammlung hat entsprechend des Vorschlags des Aufsichtsrats ein Aufsichtsratsmitglied der Anteilseigner gewählt.

Der Vorstand ist von der Hauptversammlung gemäß dem Vorschlag der Verwaltung erneut ermächtigt worden, eigene Aktien - auch unter Einsatz von Derivaten - zu erwerben sowie zu verwenden und dabei auch das Bezugsrecht und ein sonstiges Andienungsrecht auszuschließen.

Die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, ist auf Vorschlag des Aufsichtsrats als Jahres- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 sowie als Prüfer für eine etwaige prüferische Durchsicht des verkürzten Abschlusses und Zwischenlageberichts zum 30. Juni 2019 sowie etwaiger verkürzter Abschlüsse und Zwischenlageberichte zum 30. September 2019 und zum 31. März 2020 gewählt worden.

Leverkusen, 25. Juli 2019

Bayer Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Werner Baumann
Liam Condon Dr. Hartmut Klusik Kemal Malik
Wolfgang Nickl Stefan Oelrich Heiko Schipper

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Bayer-Konzerns sowie der Bayer AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Bayer-Konzerns bzw. der Bayer AG beschrieben sind.

Leverkusen, 25.Juli 2019

Bayer Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Werner Baumann
Liam Condon Dr. Hartmut Klusik Kemal Malik
Wolfgang Nickl Stefan Oelrich Heiko Schipper

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, verkürzter Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen, für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2019, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach haben wir die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss der Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WPHG aufgestellt worden ist.

München, den 26. Juli 2019

Deloitte GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heiner Kompenhans Prof. Dr. Frank Beine
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Finanzkalender

Quartalsmitteilung 3. Quartal 2019 30. Oktober 2019
Berichterstattung 2019 27. Februar 2020
Quartalsmitteilung 1. Quartal 2020 27. April 2020
Hauptversammlung 2020 28. April 2020

Grundlagen der Berichterstattung

Dieser Zwischenbericht der Bayer AG ist ein Halbjahresfinanzbericht, der den Vorgaben des § 115 Abs. 2 Nr. 1 und 2, Abs. 3 und Abs. 4 WpHG entspricht. Bayer hat den verkürzten Konzernzwischenabschluss im Einklang mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie die Europäische Union (EU) übernommen hat. Der Bericht sollte zusammen mit dem Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2018 und den darin enthaltenen Zusatzinformationen über das Unternehmen gelesen werden. Den Geschäftsbericht 2018 finden Sie auf unserer Webseite www.bayer.com.

Impressum

Herausgeber

Bayer AG, 51368 Leverkusen, Bundesrepublik Deutschland

Redaktion

Meike Kneip, Tel. +49 214 30 20015

E-Mail: [email protected]

Investor Relations

Peter Dahlhoff, Tel. +49 214 30 33022

E-Mail: [email protected]

Halbjahresfinanzbericht inhouse produziert mit firesys.

Veröffentlichungstag

Dienstag, 30. Juli 2019

Bayer im Internet

www.bayer.com

Zukunftsgerichtete Aussagen:

Dieser Halbjahresfinanzbericht kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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