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Bayer AG — Audit Report / Information 2014
Feb 5, 2016
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Audit Report / Information
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Publication
Bayer Pharma Aktiengesellschaft
Berlin
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014
Lagebericht
Einleitung
Die Bayer Pharma AG ist eine 100% Tochtergesellschaft der Bayer AG und hat ihren Sitz in Berlin. Standorte des Unternehmens sind neben Berlin auch Bergkamen, Leverkusen und Wuppertal.
Sie gehört organisatorisch zum Teilkonzern HealthCare und betreibt ihr Gesundheitsgeschäft in den Segmenten Pharma und Consumer Health. Dazu gehören im Segment Pharma verschreibungspflichtige Produkte insbesondere in den Gebieten Frauen- und Herzgesundheit sowie in den Bereichen Onkologie, Hämatologie und Ophthalmologie und im Segment Consumer Health verschreibungsfreie Arzneimittel in den Divisionen Consumer Care und Medical Care.
Die Gesellschaft erforscht, entwickelt, produziert, kauft und verkauft ihre Produkte selbst oder mittels verbundener Bayer Gesellschaften. Der ganz überwiegende Teil des Absatzes (rd. 86%) geht an Bayer-Gesellschaften in aller Welt, die ihrerseits den weiteren Vertrieb übernehmen.
Die Lage der Bayer Pharma AG ist stark durch die engen wirtschaftlichen Verbindungen zu ihrer Muttergesellschaft Bayer AG sowie zu den verbundenen Bayer-Gesellschaften des Teilkonzerns HealthCare beeinflusst.
So ist die Gesellschaft an die zentrale Liquiditätssteuerung (Cash-pooling Vertrag) und Währungssicherungsstrategie der Bayer AG angeschlossen. Des Weiteren besteht mit der Bayer AG ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.
Das Geschäft des Teilkonzerns HealthCare wird über Gesellschafts- und Ländergrenzen hinweg geführt. Der Bayer Pharma AG kommt dabei als größter Gesellschaft eine zentrale Rolle zu, jedoch ergibt sich ein vollständiges Bild des Geschäfts nur aus der Sicht des global agierenden Teilkonzerns.
Die Bayer Pharma AG liefert auf ihrem Betriebsgelände Strom und Gas an Fremdunternehmen und ist damit nach § 3 Nr. 18 EnWG als Energieversorgungsunternehmen im Sinne des EnWG einzustufen. Darüber hinaus ist die Bayer Pharma AG als Energieversorgungsunternehmen mit dem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen, verbunden, weshalb die Bayer Pharma AG nach § 3 Nr. 38 EnWG ebenfalls als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen einzustufen ist.
Wirtschaftliches Umfeld
Das Wachstum des Pharmamarktes erhöhte sich im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr deutlich. Vor allem in den USA nahmen die Pharma-Umsätze insbesondere durch die Markteinführung neuer Produkte und den geringeren Einfluss von Patentabläufen erheblich zu. Trotz der weiterhin restriktiven gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen gab es auch in einigen europäischen Ländern ein höheres Wachstum durch die Einführung neuer Produkte. In den Schwellenländern lag das Pharma-Wachstum auf dem Niveau des Vorjahrs.
Das Wachstum des Pharmamarktes dürfte im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgehen, insbesondere aufgrund der etwas niedrigeren Wachstumsrate in den USA. Nachdem neue Produkteinführungen und die Gesundheitsreformen dort im Vorjahr zu zweistelligen Zuwächsen geführt haben, wird das Wachstum 2015 voraussichtlich etwas geringer ausfallen – unter anderem durch neue Patentabläufe und neue Generika. In den Schwellenländern erwarten wir eine weitere Zunahme der Nachfrage.
Einkauf und Produktion
In einem weltweiten Produktionsnetzwerk aus eigenen Standorten und Lohnherstellern steuert die Organisationseinheit „Product Supply“ von HealthCare die gesamte Versorgungskette: vom Einkauf der Rohstoffe über die Herstellung bis hin zur Auslieferung der Produkte. Für die Herstellung von Arzneimitteln und Medizinprodukten gelten außerordentlich strenge Qualitätsanforderungen, die auf international anerkannten Standards basieren. Ihre Einhaltung bei Bayer wird in regelmäßigen Abständen von internen Fachleuten, aber auch von Aufsichtsbehörden und externen Gutachtern geprüft.
Im Bereich Pharma werden die Ausgangsstoffe für die Herstellung der Wirkstoffe für verschreibungspflichtige Arzneimittel in der Regel von externen Lieferanten bezogen.
Die Herstellung unserer Wirkstoffe erfolgt vor allem an den Produktionsstandorten Wuppertal und Bergkamen (Deutschland). Die Wirkstoffe werden weltweit zu fertigen Arzneimitteln verarbeitet und verpackt. Dabei decken wir ein breites Spektrum verschiedener Arzneiformen ab: feste Darreichungsformen wie Tabletten, Dragees oder Pulver, halbfeste Salben und Cremes sowie flüssige Arzneimittel, z. B. zur Anwendung in Injektionen oder Infusionen. Die hormonalen Verhütungsmittel werden u. a. zu Dragees oder Filmtabletten verarbeitet. Formulierung und Verpackung erfolgen u. a. in Berlin und Leverkusen.
Produkte, Vertrieb und Märkte
In unserem Bereich Pharma bieten wir verschreibungspflichtige Arzneimittel an. Zu unserem Produktangebot gehören im Bereich der Herzgesundheit der Gerinnungshemmer Xarelto™, Adalat™ gegen Bluthochdruck und koronare Herzkrankheiten und Aspirin™ Cardio zur Herzinfarktsekundärprävention. Das Produktportfolio im Bereich Frauengesundheit umfasst Produkte zur Empfängnisverhütung wie YAZ™/Yasmin™/Yasminelle™. Darüber hinaus bieten wir Spezialpharmazeutika an, die vorwiegend von Fachärzten verordnet werden, u. a. Betaferon™ / Betaseron™ zur Behandlung der Multiplen Sklerose sowie Adempas™ zur Behandlung zweier Formen des Lungenhochdrucks. Im Bereich Medical Care verfügen wir u. a. über Produkte zur diagnostischen Bildgebung z. B. Ultravist™, Gadovist™/Gadavist™ und Magnevist™. Unser Consumer Care Geschäft beinhaltet zu einem hohen Anteil verschreibungsfreie Medikamente.
Unsere Produkte vertreiben wir primär an weltweite Bayer Gesellschaften, die den lokalen Vertrieb unserer Produkte i. d. R. an Großhändler, Apotheken und Krankenhäuser übernehmen. Co-Promotion- und Co-Marketing-Vereinbarungen dienen der Optimierung unseres Vertriebs.
Forschung, Entwicklung, Innovation
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
Unsere Gesamt-Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen 1.920 Mio. € (Vorjahr: 1.712 Mio. €), dies entspricht einer F&E-Kostenquote von 28 % (Vorjahr: 28 %). Den Forschungskosten stehen Erstattungen von 507 Mio. € (Vorjahr: 437 Mio. €) von anderen Gesellschaften gegenüber.
Forschungsgebiete und -standorte
Bei der Wirkstofffindung konzentrieren wir uns auf die Gebiete Kardiologie, Onkologie und Gynäkologie. Wir betreiben Forschungsaktivitäten in Berlin und Wuppertal (Deutschland) und fokussieren uns darauf, neue Wirkstoffe zu finden, zu optimieren und zu entwickeln. Außerdem werden hier Untersuchungen zum Arzneimittelstoffwechsel, zur Pharmakokinetik, Toxikologie und klinischen Pharmakologie durchgeführt.
Forschungsaktivitäten im Berichtsjahr
Zur Entwicklung neuer Wirkstoffe für Erkrankungen mit hohem medizinischem Bedarf haben wir im Verlauf des Jahres 2014 mit mehreren Arzneimittelkandidaten aus unserer Forschungs- und Entwicklungspipeline klinische Studien durchgeführt. Im Fokus unserer klinischen Entwicklung stehen dabei vier Wirkstoffkandidaten, die derzeit in Phase II geprüft werden. Es handelt sich um Finerenone und Molidustat aus dem Bereich der Kardiologie bzw. des kardio-renalen Syndroms, Copanlisib aus der Onkologie und Vilaprisan aus dem Bereich der gynäkologischen Erkrankungen. Unsere bereits zugelassenen Produkte wie den Gerinnungshemmer Xarelto™ (Rivaroxaban) stärken wir durch Lebenszyklus-Management-Aktivitäten, um deren Anwendung weiter zu verbessern bzw. das Indikationsspektrum zu erweitern.
Ein Teil unserer Entwicklungskandidaten wird zur Behandlung von schweren und zugleich sehr seltenen Krankheiten untersucht, den sogenannten Orphan Diseases. Beispielsweise wurde Ciprofloxacin DPI (Dry Powder for Inhalation) zur Behandlung von Bronchiektasen, die nicht aufgrund einer Mukoviszidose entstanden sind (ncfb), von den Behörden als Orphan Drug eingestuft.
Klinische Studien machen einen wesentlichen Teil des Entwicklungsprozesses für Medikamente aus. Sie sind ein unentbehrliches Instrument zur Bestimmung der Sicherheit und Wirksamkeit neuer Entwicklungspräparate, bevor sie zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden können. Nutzen und potenzielle Risiken neuer Arzneimittel müssen stets wissenschaftlich belegt und gut dokumentiert werden. Alle unsere Studien entsprechen strengen internationalen Richtlinien und Qualitätsstandards sowie den gültigen nationalen Gesetzen und Normen.
Für einige Arzneimittelkandidaten haben wir nach Abschluss der erforderlichen Studien Anträge auf Zulassung bzw. auf Erweiterung der bestehenden Zulassung bei einer oder mehreren Behörden gestellt.
Die wichtigsten noch im Zulassungsprozess befindlichen Arzneimittelkandidaten sind:
| Einreichungen 1 | Indikation |
|---|---|
| Rivaroxaban² | USA, Sekundärprophylaxe des akuten Koronarsyndroms |
| Rivaroxaban | Japan, Behandlung tiefer Venenthrombosen und Lungenembolien, Prävention wiederkehrender venöser Thromboembolien |
1 Stand: 21 .1.201 5
2 eingereicht von Janssen Research & Development, LLC
In der nachfolgenden Tabelle sind unsere wichtigsten Arzneimittelkandidaten der klinischen Prüfungsphasen II und III dargestellt:
Forschungs- und Entwicklungsprojekte (Phase II und III) 1
| Indikation | Status | |
|---|---|---|
| Ciprofloxacin DPI | Behandlung von Lungeninfektionen | Phase III |
| Prasterone2 | Behandlung von vulvovaginaler Atrophie | Phase III |
| Rivaroxaban | Prävention schwerer kardialer Ereignisse (MACE) | Phase III |
| Rivaroxaban | Anti-Koagulation in Patienten mit chronischem Herzversagen3 | Phase III |
| Rivaroxaban | Langzeitprävention venöser Thromboembolien | Phase III |
| Rivaroxaban | VTE-Prävention bei Hochrisikopatienten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus | Phase III |
| Rivaroxaban | Embolische Schlaganfälle unklarer Ursache | Phase III |
| Rivaroxaban | Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) | Phase III |
| Tedizolid | Behandlung komplizierter Haut- und Lungeninfektionen | Phase III |
| BAY 85-8501 (Neutrophile-Elastase-Hemmer) | Lungenerkrankungen | Phase II |
| BAY 1067197 (Partial Adenosine A1 Agonist) | Herzinsuffizienz | Phase II |
| Copanlisib (PI3k Inhibitor) | Behandlung von rezidivierendem/resistentem Non Hodgkin's Lymphom | Phase II |
| Finerenone (MR-Antagonist) | Chronische Herzinsuffizienz | Phase II |
| Finerenone (MR-Antagonist) | Diabetische Nephropathie | Phase II |
| Molidustat (HIF-PH Inhibitor) | Anämie | Phase II |
| Refametinib (MEK-Inhibitor) | Krebstherapie | Phase II |
| Rivaroxaban | Sekundärprophylaxe akutes Koronarsyndrom (ACS) | Phase II |
| Roniciclib (CDK inhibitor) | Behandlung von kleinzelligem Lungenkrebs (SCLC) | Phase II |
| Vilaprisan (S-PRM) | Behandlung von uterinen Fibromen | Phase II |
1 Stand: 21.1.2015
2 Prasterone = Vaginorm
3 durchgeführt von Janssen Research & Development, LLC
Das Wesen der Arzneimittelforschung und -entwicklung bedingt, dass nicht alle Wirkstoffe das jeweils festgelegte Projektziel erreichen werden.
Es besteht die Möglichkeit, dass einige oder alle der hier aufgeführten Projekte aufgrund wissenschaftlicher und / oder wirtschaftlicher Erwägungen abgebrochen werden und somit nicht zu einem marktfähigen Produkt führen. Zudem ist es möglich, dass die für diese Wirkstoffe erforderliche Zulassung als Arzneimittel durch die Food and Drug Administration (FDA), die European Medicines Agency (EMA) oder eine andere Zulassungsbehörde nicht erteilt wird.
Wir überprüfen unsere Forschungs- und Entwicklungspipeline regelmäßig, um die aussichtsreichsten Pharma-Projekte mit Priorität voranzutreiben.
Kardiologie
Xarelto™ (Wirkstoff: Rivaroxaban) ist unter den neuen oralen Gerinnungshemmern das Medikament mit den meisten zugelassenen Indikationen im Bereich der venösen und arteriellen Thromboembolien. Über alle Indikationen hinweg ist Xarelto™ in mehr als 125 Ländern weltweit zugelassen – wobei der Zulassungsstatus von Land zu Land variieren kann.
Im Rahmen des US-Zulassungsverfahrens zur Präventation atherothrombotischer Ereignisse nach akutem Koronarsyndrom (ACS) hat die FDA im Februar 2014 mit „Complete Response Letters“ Stellung genommen. Eine neue Phase-II-Studie soll nun Rivaroxaban in Kombination mit einem einzelnen Plättchenaggregationshemmer zur Langzeitprävention bei Patienten mit ACS untersuchen.
In den USA wird Xarelto™ durch Janssen Pharmaceuticals, Inc., einer Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson vermarktet.
Im Mai 2014 beantragten wir bei dem japanischen Gesundheitsministerium Ministry of Health, Labor and Welfare (MHLW) die Zulassung von Rivaroxaban für die Behandlung tiefer Venenthrombosen und Lungenembolien sowie zur Prävention wiederkehrender venöser Thromboembolien.
Über die bereits zugelassenen Indikationen hinaus wird die Anwendung von Rivaroxaban auch bei anderen kardiovaskulären Erkrankungen untersucht. Laufende klinische Phase-III-Studien sind beispielsweise compass und commander-hf. In der compass-Studie soll untersucht werden, welches Potenzial Rivaroxaban in der Prävention schwerwiegender kardialer Ereignisse besitzt. Ziel der Studie commander-hf ist die Beurteilung des potenziellen Zusatznutzens in der Prävention von schwerwiegenden kardiovaskulären Ereignissen von Rivaroxaban in Kombination mit der Standardtherapie bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz und signifikanter koronarer Herzkrankheit.
Im Jahr 2014 wurde das Studienprogramm für Rivaroxaban um neue Studien erweitert: Die Einstein-choice-Studie untersucht zwei verschiedene Dosierungen von Rivaroxaban zur langfristigen Prävention wiederkehrender venöser Blutgerinnsel nach Akutbehandlung wegen tiefer Venenthrombosen oder Lungenembolien. Die Mariner-Studie untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit von Rivaroxaban zur Verminderung des Risikos symptomatischer venöser Thromboembolien (VTE) nach der stationären Behandlung bei Patienten, die wegen akuter internistischer Erkrankungen im Krankenhaus waren. Weitere Studien sind in Vorbereitung. So sollen zwei neue Phase-III-Studien die Wirksamkeit und Sicherheit von Rivaroxaban bei Patienten nach embolischem Schlaganfall unklarer Ursache (ESUS) sowie bei Patienten mit arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) nach einem erfolgten Eingriff untersuchen.
Rivaroxaban wurde von HealthCare erfunden und wird gemeinsam mit Janssen Research & Development, LLC, einer Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson, entwickelt.
Finerenone ist ein oraler nicht-steroidaler Mineralcorticoid-Rezeptorantagonist der nächsten Generation, der sich derzeit in Phase IIb der klinischen Entwicklung zur Behandlung der sich verschlechternden chronischen Herzinsuffizienz sowie der diabetischen Nephropathie befindet.
Zur Behandlung des kardio-renalen Syndroms wird Molidustat zur Behandlung von Patienten mit Anämie und begleitender chronischer Nierenerkrankung und/oder terminalem Nierenversagen untersucht.
Onkologie
Copanlisib ist ein neuartiger, intravenös zu verabreichender Hemmer der Phosphatidylinositol-3-Kinase (PI3K), der sich derzeit in Phase II der klinischen Prüfung zur Behandlung von Non-Hodkin-Lymphomen befindet.
Gynäkologie
Vilaprisan (SPRM) ist ein neuartiger oral einzunehmender Progesteronrezeptor-Modulator, der derzeit in einer Phase-II-Studie zur Behandlung von uterinen Fibromen untersucht wird.
Open Innovation
Durch die strategische Zusammenarbeit mit Partnern schaffen wir den Zugang zu komplementären Technologien und zu externem Innovationspotenzial. Dabei arbeiten wir innerhalb der einzelnen Entwicklungsstadien eines Medikaments mit verschiedenen Partnern zusammen. Nachfolgend sind einige Beispiele aufgeführt:
| Kooperationspartner Pharma | |
|---|---|
| Partner | Ziel der Kooperation |
| --- | --- |
| Amgen Research GmbH | Zugang zu BiTETM-Antikörpern zur Entwicklung neuartiger Tumortherapien |
| Ardea Biosciences Inc. | Co-Entwicklung von onkologischen Produkten auf der Basis von MEK (mitogen-activated erk kinase) Inhibitoren |
| BioInvent International AB | Zugang zu Antikörper-Bibliothek mit Einlizenzierung von Antikörpern |
| Broad Institute | Strategische Partnerschaft im Bereich der Onkologie zur Entdeckung und Entwicklung von Wirkstoffen, die gezielt bei tumorspezifischen Genverände- rungen ansetzen |
| Compugen Ltd. | Kooperation zur Erforschung und Entwicklung neuer Ansätze im Bereich der Immuntherapie für die Onkologie |
| Cubist Pharmaceuticals, Inc. | Co-Entwicklung von Tedizolid zur Behandlung verschiedener Infektionen |
| Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) | Strategische Partnerschaft für die Entwicklung neuer Therapieoptionen auf den Gebieten Onkologie und Immuntherapie |
| Dyax Corp. | Zugang zu Antikörper-Bibliothek mit Option zur Einlizenzierung von Antikörpern für die Entwicklung und Vermarktung neuartiger Tumortherapien |
| Evotec AG | Forschungskooperation zur Identifizierung und Validierung von Entwicklungs- kandidaten in der Endometriose |
| Janssen Research & Development, LLC of Johnson & Johnson | Entwicklung von Xarelto™ (Rivaroxaban) |
| Ludwig Boltzmann Institute | Erforschung von Erkrankungen der Lungengefäße, insb. Lungenhochdruck |
| OncoMed Pharmaceuticals Inc. | Erforschung und Entwicklung neuartiger Therapeutika gegen Krebsstammzellen |
| Prometheus Laboratories Inc. | Entwicklung diagnostischer in-vitro Assays für personalisierte Arzneimittel |
| Qiagen Manchester Ltd. | Entwicklung diagnostischer Tests für die personalisierte Krebsbehandlung |
| Seattle Genetics Inc. | Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) für neuartige Tumortherapien |
| University of Oxford | Strategische Forschungspartnerschaft bei der Entwicklung neuartiger Therapien in der Frauenheilkunde |
Mit der University of Oxford vereinbarten wir im Juli 2014 eine strategische Forschungspartnerschaft zur Entwicklung neuartiger Therapien in der Frauenheilkunde. Die Zusammenarbeit wird sich auf innovative Behandlungsoptionen für Frauen mit Endometriose und Gebärmutter-Myomen konzentrieren.
Seit 2009 betreiben wir eine Internet-Plattform unter dem Namen „Grants4Targets“. Sie bietet den Forschern an Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen sowie Start-up-Unternehmen die Möglichkeit, biologische Zielmoleküle (Targets) für eine Zusammenarbeit mit Bayer vorzuschlagen. 2013 erweiterten wir diese Plattform um zwei weitere: „Grants4Leads“ für Vorschläge zu biologisch aktiven Molekülen als Leitstrukturen (Leads) sowie „Grants4Apps“ für Vorschläge zu IT-Lösungen, die vielfältige Anwendungen im HealthCare-Bereich ermöglichen sollen.
Im August 2014 startete zudem eine neue Initiative „Grants4Apps Accelerator-Programm“. Fünf Start-Up-Unternehmen mit innovativen gesundheits- und therapierelevanten Lösungsansätzen erhalten im Rahmen des Accelerator-Programms ein Starthilfepaket.
Seit Mai 2014 betreiben wir unter dem Namen „CoLaborator™“ in Berlin ein Zentrum mit Laborräumen für junge Firmen aus dem Bereich der Biowissenschaften. Bei diesem Inkubator-Konzept profitieren die Wissenschaftler neben der Laborinfrastruktur auch von der Expertise der Bayer-Forscher, die z. B. eine professionelle, zielgerichtete Planung von Entwicklungsprogrammen ermöglichen kann. Wir streben dabei gleichzeitig an, für die jungen Unternehmen als erster Ansprechpartner bei deren Suche nach möglichen Kooperationspartnern zu dienen.
Angaben zu wichtigen Ereignissen im Geschäftsjahr
Im Zusammenhang mit der am 5. Mai 2014 zwischen der Bayer AG und der Merck Sharp & Dohme Corp. (USA) unterschriebenen Vereinbarung bezüglich einer Collaboration beim Produkt Adempas™ (Riociguat) und weiterer sGC-Produkte hat die Bayer Pharma AG alle Rechte bezüglich Adempas™ und weiterer sGC-Entwicklungskandidaten über ihre Beteiligung an der Bayer Intellectual Property GmbH in die neu gegründete Adverio Pharma GmbH erfolgsneutral eingebracht.
Die Adverio Pharma GmbH wird zukünftig alle Erlöse erhalten und alle Kosten tragen, die im Rahmen der Collaborationsvereinbarung auf der Bayerseite anfallen. Darüber hinaus hat die Adverio Pharma GmbH eine Zahlung von 1 Mrd. USD von Merck vereinnahmt, die passivisch abgegrenzt und linear über eine Laufzeit von 13,5 Jahren aufgelöst wird. Ihre Ergebnisse werden im Finanzergebnis der Bayer Pharma AG erfasst.
Ertragslage
Die Bayer Pharma AG erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 6.826 Mio. €. Der Hauptanteil des Geschäftes (86%) wurde mit Bayer Gesellschaften erwirtschaftet. Das entsprach einer Steigerung des Gesamtumsatzes gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 10 %. Der Haupttreiber dieser außerordentlich positiven Entwicklung liegt im Bereich Kardiologie, in dem alleine der Gerinnungshemmer Xarelto™ einen deutlich über den Erwartungen liegenden Umsatzzuwachs von über 600 Mio. € verzeichnen konnte. Aber auch andere Produktbereiche, wie beispielsweise die Empfängnisverhütung, entwickelten sich besser als erwartet und lieferten im vergangenen Jahr einen Umsatzzuwachs in Höhe von 160 Mio. €. Weiterhin trug die Integration des Dermatologiegeschäfts aus der Intendis GmbH zur Umsatzsteigerung bei. Einzig das Geschäft mit unserem Multiple Sklerose Präparat Betaferon™ weist einen deutlichen Umsatzrückgang aufgrund von generischem Wettbewerb und neuen Produktalternativen in diesem Therapiegebiet auf.
Die Kosten der umgesetzten Leistungen sind um 172 Mio. € auf 2.085 Mio. € und damit ungefähr proportional zum Umsatz gestiegen.
Die Aufwendungen für Vertrieb, Verwaltung und Forschung lagen mit insgesamt 4.578 Mio. € um 4% über denen des Vorjahrs. Bei den in etwa gleich gebliebenen Vertriebskosten steht höheren Lizenzzahlungen insbesondere an die Bayer Intellectual Property GmbH im Berichtsjahr die Zuführung zur Rückstellung für drohende Verluste aus Vertriebslizenzen mit 180 Mio. € im Vorjahr gegenüber. Die Forschungs- und Entwicklungskosten der Gesellschaft haben sich gegenüber dem Vorjahr planmäßig um 208 Mio. € auf 1.920 Mio. € erhöht.
Der um 54 Mio. € auf 170 Mio. € gestiegene Saldo der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge resultierte hauptsächlich aus der Auflösung von Drohverlustrückstellungen für Lizenzvereinbarungen mit 211 Mio. €, da ein Vertrag im Berichtsjahr auf die Bayer Intellectual Property GmbH übertragen wurde und sich bei anderen die Restlaufzeit verringert hat. Gegenläufig wirken niedrigere
Kursgewinne aus Währungskurssicherungsgeschäften sowie die Bildung einer Rückstellung für Rechtsverfahrenskosten mit 88 Mio. €. Insgesamt stieg das Operative Ergebnis auf 333 Mio. €.
Das Finanzergebnis sank um 109 Mio. € auf 1.826 Mio. €. Das Ergebnis aus der stillen Beteiligung an der Bayer Intellectual Property GmbH ist mit 1.613 Mio. € (Vorjahr: 1.533 Mio. €) enthalten. Die Erträge aus Gewinnabführungen von Tochtergesellschaften sind um 222 Mio. € gesunken.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Quellensteuern auf Erträge aus Beteiligungen. Insgesamt lag der an die Bayer AG abzuführende Gewinn mit 2.158 Mio. € um 224 Mio. € über dem Vorjahr.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme der Bayer Pharma AG stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3 % auf 10.001 Mio. €.
Der Anstieg bei den Sachanlagen resultiert zu einem großen Teil aus der Erweiterung der Herstellkapazitäten für Biologika in Wuppertal. Diese wird in den nächsten Jahren weiter fortgesetzt. In den Finanzanlagen wirkte sich Zugänge an Beteiligungen mit 124 Mio. € aus.
Das Anlagevermögen ist damit gegenüber dem Vorjahr um 254 Mio. € auf 5.436 Mio. € gestiegen. Das Umlaufvermögen stieg leicht um 39 Mio. € auf 4.536 Mio. €. Die um 97 Mio. € auf 495 Mio. € gesunkene Cash-Pool Anlage bei der Bayer AG sowie geringere Forderungen aus Ergebnisabführungen von Tochtergesellschaften, die zu einem Rückgang der Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen geführt haben, wurden durch höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überkompensiert.
Das Eigenkapital blieb unverändert bei 5.723 Mio. €, so dass sich eine Eigenkapitalquote von rd. 57 % (Vorjahr 59 %) ergibt.
Nach planmäßiger Auflösung verbleiben zum 31.12.2014 noch 7 Mio. € in den Sonderposten mit Rücklagenanteil.
Die Rückstellungen für Pensionen bewegen sich mit 537 Mio. € um 54 Mio. € über dem Vorjahr. Insbesondere wirkt sich hier der gesunkene Rechnungszins gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB aus.
Die sonstigen Rückstellungen liegen um 108 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Drohverlustrückstellungen für Lizenzvereinbarungen konnten in Höhe von 211 Mio. € aufgelöst werden, dagegen wurde eine Rückstellung für Rechtsverfahrenskosten in Höhe von 88 Mio. € gebildet.
Die Verbindlichkeiten stiegen um 382 Mio. € auf 3.092 Mio. €. Neben den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist die Gewinnabführung an die Bayer AG um 224 Mio. € gestiegen, so dass die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen nun 2.187 Mio. € betragen.
Der Rechnungsabgrenzungsposten wurden planmäßig um 30 Mio. € auf 99 Mio. € vermindert.
Das Geschäftsjahr der Bayer Pharma hat sich im Allgemeinen entsprechend unseren Erwartungen positiv entwickelt, teilweise – insbesondere bei den Umsatzerlösen - wurden unsere Erwartungen sogar übertroffen.
Mitarbeiter
Am 31.12.2014 beschäftigte die Bayer Pharma AG 9.686 Mitarbeiter (Vorjahr: 9.165). Die Mitarbeiterzahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 6% erhöht.
Der Personalaufwand ist von 971 Mio. € in 2013 auf 989 Mio. € gestiegen. Unter Berücksichtigung der Erhöhung der Mitarbeiterzahl sind die Entgelte im Wesentlichen aufgrund der regelmäßigen Gehaltsanpassungen gestiegen.
Vergütung und Mitarbeiterbeteiligung
Die Bayer-Vergütungsphilosophie beruht weltweit auf den Life-Unternehmenswerten. Sie kombiniert ein leistungs- und verantwortungsbezogenes Grundgehalt mit erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteilen sowie umfangreichen Zusatzleistungen.
Dadurch wollen wir für unsere Mitarbeiter ein Arbeitsumfeld schaffen, das ihnen ein hohes Maß an Sicherheit und Verlässlichkeit bietet. Anpassungen auf Basis kontinuierlicher Analysen sollen sicherstellen, dass unsere Vergütung jederzeit international wettbewerbsfähig ist. Außerdem legen wir großen Wert darauf, bei der Bezahlung keine Unterschiede zwischen Frauen und Männern zu machen, weltweit fair zu vergüten und unsere Mitarbeiter transparent über die Zusammensetzung ihrer Gesamtvergütung zu informieren.
Aktienbeteiligungsprogramme ermöglichen unseren Mitarbeitern zudem den vergünstigten Erwerb von Unternehmensanteilen. So können die Beschäftigten zusätzlich am Unternehmen und seinem wirtschaftlichen Erfolg teilhaben. Für das obere Management besteht mit dem „Aspire“-Programm ebenfalls ein konzernweit einheitliches aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das sich durch anspruchsvolle Renditeziele und – im Falle unserer Manager – ein angemessenes Eigeninvestment auszeichnet.
Soziale Verantwortung
Unsere soziale Verantwortung wird auch im Umgang mit erforderlichen Veränderungen und Restrukturierungsmaßnahmen deutlich. In Deutschland sind betriebsbedingte Kündigungen für den Großteil der Beschäftigten durch eine Vereinbarung mit den Arbeitnehmervertretern bis Ende 2020 ausgeschlossen. Unsere nachhaltige Personalpolitik wird vervollständigt durch ein hohes Maß an sozialer Absicherung für unsere Belegschaft. Kollektive Regelungen wie Tarifverträge oder betriebliche Vereinbarungen prägen für unsere Mitarbeiter die Arbeitsbedingungen.
Chancen- und Risikobericht
Als international agierendes Unternehmen mit einem diversifizierten Portfolio ist die Bayer Pharma AG permanent einer Vielzahl von internen und externen Entwicklungen oder Ereignissen ausgesetzt, die das Erreichen unserer finanziellen und nicht-finanziellen Ziele in wesentlichem Maße beeinflussen können.
Im Folgenden werden neben den Chancen auch Risiken berichtet. Die Risiken werden dabei stärker aggregiert als in unserer internen Dokumentation. Die Reihenfolge impliziert keine Wertigkeit der Risiken.
Umfeld
Ethisches Verhalten ist ein Thema mit essenzieller Bedeutung für die Gesellschaft. Viele Stakeholder beurteilen Unternehmen nicht nur danach, ob sie „legal“, sondern auch, ob sie „legitim“ handeln. Der Bayer-Konzern bekennt sich zu einer nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen seines wirtschaftlichen Handelns. Verstöße gegen diese Selbstverpflichtung können zu einer negativen medialen Berichterstattung und somit zu einer negativen Wahrnehmung des Bayer-Konzerns in der Öffentlichkeit führen. Diesem Risiko begegnen wir durch eine verantwortungsvolle Unternehmensführung, die darauf abzielt, neben wirtschaftlichen auch ökologischen und gesellschaftlichen Nutzen zu generieren.
In den Wachstumsregionen – und hier insbesondere in Asien und Lateinamerika – sehen wir angesichts eines steigenden Wohlstands und einer damit einhergehenden vermehrten Nachfrage beispielsweise nach pharmazeutischen Produkten Wachstumsmöglichkeiten. Folglich baut Bayer sein Geschäft insbesondere in diesen Regionen systematisch aus.
Gleichzeitig besteht jedoch die Gefahr, dass unser Wachstum durch den zunehmenden weltweiten Kostendruck auf Gesundheitssysteme gebremst wird. Die Preise für pharmazeutische Produkte unterliegen auf vielen Märkten staatlicher Kontrolle und Regulierung. Preisgünstigere Generika werden aufgrund staatlicher Erstattungssysteme vielfach Markenprodukten vorgezogen.
Zudem können große Anbieter im Gesundheitswesen in einigen Absatzmärkten erheblichen Druck auf die Marktpreise ausüben. Preisregulierungen und Preisdruck schmälern die Renditen unserer pharmazeutischen Produkte und können dazu führen, dass die Markteinführung eines neuen Produktes im Einzelfall wirtschaftlich unrentabel wird. Nach unserer Einschätzung wird das jetzige Ausmaß der Preisregulierung und des Preisdrucks weiter bestehen oder sich sogar vergrößern. Veränderungen hinsichtlich Preisentwicklung und Preisregulierung in unseren Hauptabsatzmärkten werden fortlaufend analysiert. Je nach Intensität der staatlichen Preisregulierung bzw. des Preisdrucks kann es notwendig werden, unser Geschäftsmodell anzupassen.
In einigen Ländern werden die Vermarktungsrechte für bestimmte pharmazeutische Produkte von Dritten gehalten. Eine unzureichende Leistung unserer Vertriebspartner kann sich negativ auf unsere Umsatz- und Kostenentwicklung auswirken. Wir haben daher ein „Alliance Management“ etabliert, um wesentliche Kooperationen zu überwachen und den operativen Funktionen entsprechende Hilfestellung zu bieten.
Weitere Chancen und Risiken können sich auch aus den Abweichungen zu unseren Einschätzungen hinsichtlich der konjunkturellen Weiterentwicklung der Märkte ergeben. Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zukünftig anders darstellen als prognostiziert, kann dies positiven oder negativen Einfluss auf unsere Umsatz- und Ergebniserwartung haben.
Laufende Analysen des wirtschaftlichen Umfelds und von Konjunkturprognosen erlauben es uns, die erkannten Chancen zu verfolgen und Risiken mit einer Anpassung unserer Geschäftsstrategie zu begegnen.
Innovation
Wir analysieren globale Trends und entwickeln zu ihrer Bewältigung innovative Lösungen. Wir begegnen so den durch die Trends entstehenden Herausforderungen und nehmen gleichzeitig die sich aus ihnen ergebenen Chancen wahr.
Als Folge der steigenden Lebenserwartung rücken beispielsweise onkologische oder chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen stärker in den Fokus. Auf den erhöhten Bedarf an innovativen Gesundheitsprodukten für altersbedingte Krankheiten reagiert HealthCare mit der Fokussierung seiner F&E-Aktivitäten auf entsprechende Therapiegebiete (z. B. Onkologie, Kardiologie).
Zur Stärkung unserer Innovationskraft setzen wir auch auf die Vernetzung und Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb unserer Unternehmensgrenzen. Ein Beispiel ist dabei die interdisziplinäre Forschung an der Schnittstelle von Human-, Tier- und Pflanzengesundheit, die im Rahmen unseres „Life Sciences Fund“ vorangetrieben wird. Hier können Forschungssynergien erzielt und neue Wirkmechanismen erforscht werden, die langfristig Impulse für die Entwicklung neuer Produkte geben könnten. Darüber hinaus sind Forschungsvorhaben mit externen Partnern aus Wissenschaft und Industrie fester Bestandteil unserer Strategie und ermöglichen uns den Zugang zu komplementären Technologien und externem Innovationspotenzial.
Trotz aller Anstrengungen können wir nicht sicherstellen, dass alle Produkte, die sich zukünftig oder derzeit in unserer Entwicklungspipeline befinden, ihre geplante Zulassung / Registrierung erreichen bzw. sich auf dem Markt kommerziell erfolgreich behaupten werden. Ein Grund hierfür kann das Verfehlen von anvisierten Studienzielen sein. Das Unternehmen verfügt über ein holistisches Portfoliomanagement zur Einschätzung der Erfolgswahrscheinlichkeit und zur Priorisierung seiner Entwicklungsprojekte. Darüber hinaus steigen die Erwartungen der Öffentlichkeit und der Aufsichtsbehörden im Hinblick auf die Sicherheit und Wirksamkeit von chemischen und pharmazeutischen Produkten kontinuierlich. Vor diesem Hintergrund erwarten wir auch weiterhin verschärfte Prüfanforderungen, z. B. an klinische oder (öko-)toxikologische Studien. Dies führt zu höheren Produktentwicklungskosten und zu einer Verlängerung der Zeitspanne zwischen Forschung/Entwicklung und Zulassung/Registrierung eines Produkts. In eigens aufgesetzten Projekten wird die Umsetzung neuer Regularien koordiniert und sichergestellt.
Wenn es unter strategischen Gesichtspunkten vorteilhaft erscheint, ergänzen wir unser organisches Wachstum durch Akquisitionen von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen. Eine nicht erfolgreiche Geschäftsintegration oder unerwartet hohe Integrationskosten können die Realisierung der geplanten qualitativen und quantitativen Ziele gefährden und das Ergebnis negativ beeinflussen. Expertenteams leiten daher sowohl den Due-Diligence-Prozess als auch die Integration. Im Rahmen der Due Diligence werden risikobehaftete Aspekte wie beispielsweise die Einhaltung der geltenden Umwelt- und Arbeitsschutzbestimmungen an den Produktionsstandorten überprüft.
Patentschutz
Patente schützen unser geistiges Eigentum. Bei erfolgreicher Vermarktung unserer Produkte können die Gewinne u.a. dazu genutzt werden, weiterhin und nachhaltig in Forschung und Entwicklung zu investieren. Aufgrund der langen Zeitspanne zwischen der Patentanmeldung und der Markteinführung eines Produktes hat Bayer in der Regel nur wenige Jahre Zeit, um einen angemessenen Ertrag zur Deckung der Entwicklungskosten zu erwirtschaften. Umso wichtiger ist ein wirksamer und sicherer Patentschutz für den Konzern.
Ein Großteil unserer Produkte unterliegt dem Patentschutz. Insbesondere Generika-Anbieter versuchen, Patente vor ihrem Ablauf anzugreifen. Teilweise wird sogar die generische Version eines Produktes auf den Markt gebracht – eine sogenannte „at-risk“-Markteinführung – bevor ein rechtskräftiges Patenturteil vorliegt. Wir sind derzeit in Gerichtsverfahren involviert, um den Patentschutz für unsere Produkte durchzusetzen. Läuft ein Patent aus oder können wir ein Patent nicht erfolgreich verteidigen, ist in der Regel mit verstärktem Wettbewerb und einem damit verbundenen Preisdruck durch den Markteintritt von Generika-Anbietern zu rechnen.
Klagen Dritter aufgrund potenzieller Verletzung von Patenten oder sonstiger Schutzrechte durch Bayer können die Entwicklung oder Herstellung bestimmter Produkte behindern oder gar stoppen und uns zu Schadenersatz- oder Lizenzzahlungen an Dritte verpflichten. Unsere Patentabteilung prüft in Zusammenarbeit mit den jeweiligen operativen Bereichen regelmäßig die aktuelle Patentlage und beobachtet mögliche Patentverletzungsversuche, um bei Bedarf rechtliche Schritte einzuleiten.
Produkte und Produktverantwortung
Mögliche Gesundheits- und Umweltrisiken eines Produkts bewertet Bayer entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das reicht von der Forschung und Entwicklung über Produktion, Vermarktung und Anwendung beim Kunden bis hin zur Entsorgung.
Trotz umfassender Studien vor der Zulassung / Registrierung eines Produkts ist es möglich, dass es zu einer teilweisen oder kompletten Rücknahme unserer Produkte vom Markt kommen kann, u. a. bedingt durch das Auftreten von unerwarteten Nebenwirkungen. Ein solcher Vertriebsstopp kann freiwillig erfolgen oder auch durch rechtliche und behördliche Schritte begründet sein. Potenzielle Schadenersatzzahlungen in Verbindung mit den zuvor beschriebenen Risiken können das Ergebnis erheblich belasten.
Diesen Risiken begegnen unsere Life-Science-Bereiche mit einer ganzheitlichen Aufbau- und Ablauforganisation für die Arzneimittelsicherheit und -prüfung.
Ein weiteres Risiko für uns ist der illegale Handel mit gefälschten Medikamenten durch kriminelle Dritte. Die Zusammensetzung und Qualität der Fälschungen entspricht in den meisten Fällen nicht dem des Originalprodukts. Zudem ist keine lokale Aufsichtsbehörde in die Qualitätssicherung des Herstellungs- oder Vertriebsprozesses involviert, sodass ein eventueller Produktrückruf nicht möglich ist. Die Produkte aus illegaler Herstellung Dritter gefährden nicht nur Patienten, Anwender, Tiere und Umwelt, sondern bedrohen auch den guten Ruf unseres Unternehmens bzw. unserer Produkte und untergraben unsere Wettbewerbsfähigkeit.
Bayer arbeitet aktiv mit Behörden im Rahmen der Fälschungsbekämpfung zusammen, sowohl präventiv als auch durch die rechtliche Verfolgung der Schädiger.
Einkauf und Produktion
In unserem Verhaltenskodex für Lieferanten sind unsere Nachhaltigkeitsgrundsätze und Anforderungen gegenüber unseren Partnern in der Wertschöpfungskette beschrieben. Dieser fordert von unseren Lieferanten, die Umwelt- und Arbeitsschutzbestimmungen sowie Menschenrechte zu achten und somit z. B. auch auf jegliche Art der Kinderarbeit zu verzichten. Eine Verletzung des Kodex birgt ein Reputationsrisiko für unser Unternehmen. Mit Lieferanten-Bewertungen und Lieferanten-Audits überprüfen wir, ob die Anforderungen des Verhaltenskodex in der Lieferkette tatsächlich umgesetzt und eingehalten werden.
Neben der Sicherheit unserer Produkte steht der Schutz unserer Mitarbeiter und der Umwelt im Vordergrund. Risiken, die mit der Herstellung, der Abfüllung, der Lagerung und dem Transport von Produkten verbunden sind, werden durch ein integriertes Qualitäts-, Gesundheits-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement vermindert. Diese Risiken können Personen-, Sach- und Umweltschäden, Produktionsausfälle und Betriebsunterbrechungen sowie die Verpflichtung zu Schadenersatzzahlungen zur Folge haben.
An unseren Standorten kann es zu Betriebsunterbrechungen, u. a. durch Elementarereignisse, Brand/Explosionen, Sabotage oder Lieferunterbrechungen bei Hauptrohstoffen oder Zwischenprodukten kommen. Wegen des sehr komplexen Herstellungsverfahrens gilt dies in besonderem Maße für die Wirkstoffproduktion und auch für die biotechnologischen Produkte. Können wir die Nachfrage nicht bedienen, kann es zu einem strukturellen Umsatzrückgang kommen. Diesem Risiko begegnen wir mit einer Verteilung der Produktion für bestimmte Produkte auf verschiedene Standorte bzw. mit dem Aufbau von Sicherheitsbeständen. Zudem wurde für unsere Produktionsstandorte als verpflichtender Bestandteil unseres HSEQ-Managements ein Sicherheits- und Krisenmanagement implementiert. Es dient dem Schutz der Mitarbeiter, Nachbarn, der Umwelt und der Produktionsanlagen vor den o. g. Risiken. Die Grundlage hierfür bildet die Konzernregelung „Sicherheits- und Krisenmanagement“.
Informationstechnologie
Die Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die interne bzw. externe Kommunikation des Bayer-Konzerns basieren zunehmend auf globalen IT-Systemen.
Eine wesentliche technische Störung oder gar ein Ausfall der IT-Systeme kann zu einer gravierenden Beeinträchtigung unserer Geschäfts- und Produktionsprozesse führen. In Zusammenarbeit mit unserer internen IT-Organisation werden technische Vorkehrungen wie z. B. Datenwiederherstellungs- und Kontinuitätspläne definiert und laufend weiterentwickelt.
Die Vertraulichkeit von internen und externen Daten ist bei uns von elementarer Bedeutung. Ein Verlust der Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität von Daten und Informationen kann zu Manipulationen und/oder zu einem unkontrollierten Abfluss von Daten und Know-how führen. Diesem Risiko begegnen wir durch entsprechende Maßnahmen, z. B. in Form eines umfassenden Berechtigungskonzepts.
Des Weiteren wurde ein konzernübergreifendes Gremium eingerichtet, das die grundsätzliche Strategie, Architektur und Sicherheitsmaßnahmen für den Konzern beschließt. Durch diese Maßnahmen wollen wir einen Schutz auf dem aktuellsten Stand der Technik erzielen.
Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken
Die aktuelle Bewertung zeigt auf, dass keine der zuvor berichteten Risiken bestandsgefährdend sind. Darüber hinaus existieren keine Interdependenzen, die sich zu einer Bestandsgefährdung unseres Unternehmens aufbauen könnten.
Aufgrund unseres Produktportfolios, unseres Know-hows und unserer Innovationskraft sind wir davon überzeugt, die aus unserem unternehmerischen Handeln resultierenden Chancen realisieren und den Herausforderungen, die sich aus den vorgenannten Risiken ergeben, erfolgreich begegnen zu können.
Finanzwirtschaftliche Risiken und Finanzinstrumente
Als international tätiges Unternehmen unterliegt die Bayer Pharma AG im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Unternehmenspolitik ist es, die aus dem operativen Geschäft sowie den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen entstehenden Währungsrisiken in einem zentralen Risikomanagementprozess zu ermitteln, zu analysieren und durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente zu eliminieren bzw. zu begrenzen.
Aus sich ändernden Wechselkursen ergeben sich Risiken für die beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wie auch für zukünftige Zahlungsmittelzu- und -abflüsse. Zur Reduzierung dieser Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, die teilweise als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge Accounting designiert werden.
Derivative Finanzinstrumente (i. W. Währungsderivate und Währungsoptionen) werden zur Absicherung von gebuchten und geplanten Transaktionen abgeschlossen. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und ist auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Bayer Pharma AG sowie der damit verbundenen Finanzierungvorgänge beschränkt. In ihrer Holdingfunktion schließt die Bayer AG alle Devisenkontrakte mit Banken ab und reicht diese intern an die Bayer Pharma AG weiter.
Die Bewertung der gebuchten Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt auf Basis währungsbezogener Bewertungseinheiten unter Beachtung der jeweiligen Fremdwährungspositionen sowie der für die entsprechende Währung eingegangenen Währungsderivate. Sich ausgleichende Wertänderungen der gesicherten Positionen bleiben im Abschluss unberücksichtigt. Ergibt sich aus einer Position insgesamt ein Verlust, wird eine Rückstellung gebildet. Unrealisierte Gewinne, die sich aus der Umrechnung von kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten ergeben, werden ergebniswirksam erfasst, anderenfalls bleiben sie unberücksichtigt. Die Rückstellungen aus Bewertungseinheiten betrugen in Summe 30 Mio. €.
Zur Absicherung von geplanten Transaktionen in fremder Währung werden Bewertungseinheiten in Form von Micro Hedges gebildet. Soweit sich während der Laufzeit der Sicherungsbeziehungen die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft nicht ändern und von einem vollständigen Ausgleich der Wertänderungen auszugehen ist, bleiben die gegenläufigen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument bilanziell und ergebnismäßig unberücksichtigt. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv festgestellt. Mit Ausnahme der intern gezahlten bzw. erhaltenen Optionsprämien von jeweils 7 Mio. € wurden die Devisenkontrakte bilanziell nicht erfasst.
Im Bereich der Finanzanlagen sind derzeit keine über das normale Maß hinausgehenden Risiken erkennbar.
Rechtliche Risiken
Der Bayer-Konzern ist zahlreichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren ausgesetzt, an denen wir entweder aktuell beteiligt sind oder die sich in Zukunft ergeben könnten. Dazu gehören insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Kartellrecht, Wettbewerbsrecht, Patentrecht, Steuerrecht sowie Umweltschutz.
Ermittlungen und Untersuchungen aufgrund möglicher Verletzungen von gesetzlichen Vorschriften oder regulatorischen Bestimmungen, wie z. B. potenzielle Verstöße gegen Kartellgesetze oder bestimmte Marketing- und Vertriebspraktiken, können straf- und zivilrechtliche Sanktionen zur Folge haben, einschließlich erheblicher monetärer Strafen sowie weiterer finanzieller Nachteile. Sie können der Reputation von Bayer schaden und sich letztlich nachteilig auf unseren Unternehmenserfolg auswirken.
Bei den produktbezogenen Auseinandersetzungen, unter anderem YAZ™/Yasmin™ und Mirena™ ist die Bayer Pharma AG zusammen mit anderen Konzerngesellschaften direkt beklagt.
In einer Anzahl von laufenden Streitigkeiten ist die Bayer Pharma AG als Gesellschaft nicht Partei des Verfahrens. Allerdings können sich über Beteiligungen, sowie aus Liefer- wie auch anderen Wertschöpfungsketten, Rückwirkungen auf die Gesellschaft ergeben.
Die Bayer Pharma AG hat auf der Grundlage der derzeit verfügbaren Informationen angemessene bilanzielle Vorsorgemaßnahmen für zu erwartende Rechtsverfahrenskosten getroffen.
Bayer führt eine Reihe von Patentverletzungsklagen, welche dem wettbewerblichen Umfeld entsprechen. In den patentrechtlichen Auseinandersetzungen ist Bayer überzeugt, gute Argumente zu haben, und beabsichtigt, sich entschieden zur Wehr zu setzen.
Strategie
Wir wollen unsere Aktivitäten auf den Therapiegebieten Kardiologie, Onkologie und Gynäkologie verstärken. Zur Erreichung unserer mittelfristigen Wachstumsziele setzen wir besonders auf unsere neueren Produkte Xarelto™ und Adempas™. Durch umfangreiche Studienprogramme wollen wir die Anwendungsbereiche dieser Produkte kontinuierlich erweitern und damit unsere Medikamente für weitere Patientengruppen zugänglich machen. Hierbei streben wir auch Partnerschaften mit anderen Pharmafirmen an.
Um das langfristige Wachstum zu sichern, werden wir die Investitionen in Forschung und Entwicklung in Zukunft weiter erhöhen. So planen wir unter anderem die Entwicklung von vier Wirkstoffkandidaten aus den Therapiegebieten Kardiologie, Onkologie und Gynäkologie entscheidend voranzutreiben. Darüber hinaus erweitern und ergänzen wir unser Entwicklungsportfolio gezielt durch Lizenzvereinbarungen und Zukäufe. So übernahm eine Gesellschaft des Bayer Konzerns im März 2014 die auf die Entwicklung neuartiger Krebstherapien spezialisierte Algeta ASA, Norwegen. Seit 2009 unterhielten wir mit Algeta eine Partnerschaft zur Entwicklung und Vermarktung des Krebsmedikaments Xofigo™. Im Juni 2014 vereinbarte eine Gesellschaft des Bayer Konzerns zudem mit der Orion Corporation, Finnland, die globale Entwicklung und Vermarktung des Entwicklungskandidaten odm-201 zur Behandlung von Prostatakrebs.
Die Konzentration auf bestimmte Therapiegebiete wird ergänzt durch gezielte Maßnahmen für Schlüsselmärkte wie Japan, Deutschland, Brasilien, China und Russland. In den USA wollen wir mittelfristig unsere Präsenz verstärken. Das Potenzial unseres umfangreichen Portfolios etablierter Produkte wollen wir vor allem in den Wachstumsmärkten ausschöpfen.
Im Rahmen unserer Access-to-medicine (atm)-Aktivitäten entwickeln wir Konzepte, um insbesondere auch Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern den Zugang zu unseren Produkten zu erleichtern.
Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2015 erwarten wir einen weiterhin steigenden Umsatzverlauf, allerdings auf niedrigerem Niveau, da wir davon ausgehen, dass die weiterhin rückläufigen Umsätze bei Betaferon™ in diesem Jahr durch zusätzliche Verkäufe unserer neuen Produkte und insbesondere des Gerinnungshemmers Xarelto™ überkompensiert werden können. Für das operative Ergebnis der Gesellschaft vor Sondereinflüssen rechnen wir mit einem vergleichbaren Ergebnis in 2015 wie im Vorjahr. Für das von der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften geprägte Finanzergebnis erwarten wir auch für 2015 einen deutlichen Überschuss.
Dieser Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung beruhen.
Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse der Bayer Pharma AG wesentlich von den hier gemachten Einschätzungen und den hier dargestellten Vorhaben abweichen.
Wesentliche Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres
Wesentliche Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.
Berlin, den 28. Januar 2015
Bayer Pharma Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Weinand
Klusik
Vehreschild
Bilanz
AKTIVA
| 31.12.2013 T€ |
31.12.2014 T€ |
|
|---|---|---|
| Anlagevermögen | 5.181.927.358 | 5.435.880.000 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 240.695 | 223.025 |
| Sachanlagen | 552.407 | 699.351 |
| Finanzanlagen | 4.388.825 | 4.513.504 |
| Summe Anlagevermögen | 5.181.927 | 5.435.880 |
| Umlaufvermögen | 4.496.979 | 4.536.133 |
| Vorräte | 801.873 | 794.972 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 189.605 | 160.753 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 476.025 | 503.837 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 136.242 | 130.382 |
| 801.872 | 794.972 | |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 3.691.997 | 3.739.379 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.021.593 | 1.284.389 |
| davon gegen verbundene Unternehmen | 780.488 | 945.914 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 2.620.371 | 2.389.697 |
| davon gegen Gesellschafter | 621.926 | 529.477 |
| davon mit einer Laufzeit> 1 Jahr | 6.371 | 9.183 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 50.033 | 65.293 |
| davon mit einer Laufzeit> 1 Jahr | 2.803 | 1.752 |
| Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 3.691.997 | 3.739.379 |
| Wertpapiere | 1.971 | 0 |
| Sonstige Wertpapiere | 1.971 | 0 |
| Kassenbestand, Bankguthaben | 1.139 | 1.782 |
| Summe Umlaufvermögen | 4.496.979 | 4.536.133 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 15.862 | 17.813 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 8.134 | 11.110 |
| 9.702.902 | 10.000.936 | |
| PASSIVA | ||
| 31.12.2013 T€ |
31.12.2014 T€ |
|
| Eigenkapital | 5.722.730.545 | |
| Gezeichnetes Kapital | 194.001 | 194.001 |
| Eigene Anteile | -3.115 | 0 |
| Kapitalrücklage | 1.245.919 | 1.245.919 |
| Andere Gewinnrücklagen | 4.285.925 | 4.282.810 |
| Summe Eigenkapital | 5.722.730 | 5.722.730 |
| Sonderposten mit Rücklageanteil | 7.577 | 7.244 |
| Rückstellungen | 1.134.153 | 1.080.073 |
| Rückstellungen für Pensionen | 483.427 | 537.343 |
| Steuerrückstellungen | 1.323 | 1.319 |
| Sonstige Rückstellungen | 649.403 | 541.411 |
| Summe Rückstellungen | 1.134.153 | 1.080.073 |
| Verbindlichkeiten | 2.709.607 | 3.092.256 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 649 | 2.685 |
| davon mit einer Laufzeit < 1 Jahr | 649 | 2.685 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 676.224 | 835.397 |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 285.174 | 344.275 |
| davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 0 | 2.199 2.199 |
| davon gegenüber Gesellschaftern | 12 | 3.029 |
| davon mit einer Laufzeit < 1 Jahr | 676.224 | 835.397 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.977.581 | 2.186.991 |
| davon gegenüber Gesellschaftern | 1.940.591 | 2.164.312 |
| davon mit einer Laufzeit < 1 Jahr | 1.977.581 | 2.186.991 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 55.153 | 67.183 |
| davon aus Steuern | 45.649 | 52.532 |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 6.737 | 6.109 |
| davon mit einer Laufzeit < 1 Jahr | 49.395 | 62.048 |
| Summe Verbindlichkeiten | 2.709.607 | 3.092.256 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 128.835 | 98.633 |
| 9.702.902 | 10.000.936 | |
| Haftungsverhältnisse | 14.714 | 12.859 |
| Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | 14.714 | 12.859 |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 29 | 20 |
| Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen | 0 | 0 |
Darüber hinaus haftet die Gesellschaft für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 1.763.212 T€, die im Wege eines Schuldbeitritts bzw. durch Ausgliederung auf eine Tochtergesellschaft übertragen wurden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können von den betreffenden Tochtergesellschaften nach unseren Erkenntnissen erfüllt werden.
Gewinn- und Verlustrechnung
| 2013 T€ |
2014 T€ |
|
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 6.217.972 | 6.826.448 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -1.913.316 | -2.084.922 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 4.304.656 | 4.741.526 |
| Vertriebskosten | -2.502.003 | -2.508.801 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -1.712.358 | -1.919.987 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -205.487 | -149.705 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 173.876 | 340.874 |
| davon aus Währungsumrechnung | 109.148 | 80.926 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -57.327 | -170.775 |
| davon aus Währungsumrechnung | -18.924 | -38.883 |
| Operatives Ergebnis | 1.357 | 333.132 |
| Erträge aus Beteiligungen | 45.558 | 75.898 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 45.558 | 75.898 |
| Erträge aus stillen Beteiligungen | 1.532.983 | 1.612.993 |
| davon aus verbundenen Unterne hmen | 1.532.983 | 1.612.993 |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen | 465.007 | 243.189 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen | -13.832 | -1.876 |
| Abschreibungen auf Beteiligungen | -2.357 | 0 |
| Beteiligungsergebnis | 2.027.359 | 1.930.204 |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 20 | 6 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 2.144 | 2.442 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 1.806 | 1.419 |
| davon Erträge aus Abzinsungen | 199 | 772 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -55.033 | -65.695 |
| davon an verbundene Unternehmen | -1.237 | -2.042 |
| davon Aufwendungen aus Aufzinsungen | -44.295 | -63.498 |
| Zinsergebnis | -52.869 | -63.247 |
| Sonstige finanzielle Erträge | 159.772 | 235.450 |
| davon aus Währungsumrechnung | 159.772 | 235.450 |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen | -199.853 | -276.784 |
| davon an verbundenen Unternehmen | -190.495 | -249.722 |
| davon aus Währungsumrechnung | -177.498 | -250.514 |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge | -40.081 | -41.334 |
| Finanzergebnis | 1.934.409 | 1.825.623 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 1.935.766 | 2.158.755 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.664 | -1.049 |
| Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne / Erträge aus Verlustübernahme | -1.934.102 | -2.157.706 |
| Jahresüberschuss / -fehlbetrag | 0 | 0 |
Anhang
Grundlagen
Der Jahresabschluss der Bayer Pharma Aktiengesellschaft, Berlin, ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt.
Die Bayer Pharma Aktiengesellschaft liefert auf ihrem Betriebsgelände Strom und Gas an Fremdunternehmen und ist damit nach § 3 Nr. 18 EnWG als Energieversorgungsunternehmen im Sinne des EnWG einzustufen. Darüber hinaus ist die Bayer Pharma Aktiengesellschaft als Energieversorgungsunternehmen mit dem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen, verbunden, weshalb die Bayer Pharma Aktiengesellschaft nach § 3 Nr. 38 EnWG ebenfalls als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen einzustufen ist.
In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz sind einzelne Positionen zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst; sie werden im Anhang gesondert erläutert. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde durch die Posten sonstige finanzielle Erträge, sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge aus stiller Beteiligung ergänzt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
Die Bayer Pharma Aktiengesellschaft ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Bayer AG, Leverkusen. Der Jahresabschluss der Bayer Pharma Aktiengesellschaft ist in den Konzernabschluss der Bayer AG, 51368 Leverkusen, einbezogen.
Der Konzernabschluss der Bayer AG wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und unter der Registernummer HRB 48248 elektronisch bekannt gemacht. Damit ist die Bayer Pharma Aktiengesellschaft von der Erstellung eines Konzernabschlusses befreit.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear (pro rata temporis) über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.
Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen.
Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Bewegliche Sachanlagen werden, soweit sie bis zum 31.12.2008 zugegangen sind, mit den steuerlichen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Der Wechsel zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt in diesen Fällen, sobald diese zu höheren jährlichen Abschreibungen führt.
Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen zugrunde gelegt worden:
| Nutzungsdauer der Sachanlagen | |
|---|---|
| Übrige Immaterielle Vermögensgegenstände | 1 - 20 Jahre |
| Gebäude | 10 - 50 Jahre |
| Infrastrukturanlagen | 5 - 20 Jahre |
| Betriebsvorrichtungen | 12 - 20 Jahre |
| Maschinen und Apparate | 8 - 20 Jahre |
| Labor- und Forschungseinrichtungen | 3 - 6 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 - 12 Jahre |
| Informationstechnik | 3 - 15 Jahre |
| Transportmittel | 5 - 25 Jahre |
Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten 410 Euro nicht übersteigen. Eine hiervon abweichende Regelung galt für Vermögensgegenstände, die im Jahr 2009 angeschafft oder hergestellt wurden. Diese wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten den Betrag von 150 Euro nicht überstiegen. Anlagegegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 150 Euro und 1.000 Euro wurden in diesem Jahr jeweils in einem Sammelposten zusammengefasst, der über fünf Jahre abgeschrieben wird.
Die Herstellungskosten der selbst erstellten Sachanlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind.
Voraussichtlich dauernden Wertminderungen sowohl bei den immateriellen Vermögensgegenständen als auch bei den Sachanlagen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Entfällt der Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung, erfolgt eine Wertaufholung.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten. Unverzinsliche oder gering verzinsliche Ausleihungen sind mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit dem Nennwert bilanziert. Unentgeltlich zugeteilte Emissionszertifikate werden zum Erinnerungswert, entgeltlich erworbene Emissionszertifikate werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Diesen stehen in gleicher Höhe Rückstellungen für die Verpflichtung zur Abgabe gegenüber.
Unter den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren grundsätzlich mit den Anschaffungskosten und die Erzeugnisse mit ihren jeweiligen Herstellungskosten angesetzt, wobei eine Verbrauchsfolge nach dem Lifo-Verfahren unterstellt wird. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der fertigungsbedingten Abschreibungen. Niedrigere beizulegende Werte werden durch Abschreibungen berücksichtigt. Die Anwendung des Lifo-Verfahrens führt zu 156 Mio. € niedrigeren Vorräten. Davon entfallen 14 Mio. € auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und 142 Mio. € auf unfertige und fertige Erzeugnisse und Handelswaren. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden ab diesem Berichtsjahr erstmalig getrennt ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr sind mit dem abgezinsten Wert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko gegenüber Dritten wird durch eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 2 % berücksichtigt. Im Gegensatz zum Vorjahr wird auf Grund einer konzerneinheitlichen Harmonisierung keine pauschale Wertberichtigung auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen mehr vorgenommen, welche in 2013 15.585 T€ betrug. Dies ist dem Umstand geschuldet das konzerninterne Forderungen in der Vergangenheit keinem Ausfallrisiko unterliegen.
Fallen die Gründe für eine Einzelwertberichtigung in späteren Jahren weg, werden Zuschreibungen vorgenommen.
Die Kassenbestände und Bankguthaben sind mit dem Nennwert bilanziert. Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassakurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung sowie aus Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in Spezialfonds sowie in kurzfristig fällig werdenden Schuldverschreibungen inländischer Kreditinstitute angelegt. Sie werden vom Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, treuhänderisch für die Bayer AG verwaltet und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Fondsanteile und Schuldverschreibungen sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Das vom Bayer Pension Trust gehaltene Treuhandvermögen wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Wertpapiere die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ auf der Aktivseite der Bilanz.
Latente Steuern für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden bei der Bayer AG, Leverkusen, als Organträger berücksichtigt.
Der Sonderposten mit Rücklageanteil wurde unter Anwendung des Wahlrechts im Rahmen der BilMoG-Erstanwendung nach Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB beibehalten und entsprechend fortgeführt.
Die Rückstellungen für Pensionensverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Bei den Entgelten gehen wir wie im Vorjahr von jährlichen Anpassungen von 3,00% aus. Rentensteigerungen erwarten wir in ebenfalls unveränderter Höhe von 1,75% p.a. Hiervon abweichend gilt für ab dem 01.01.2000 erfolgte Versorgungszusagen eine jährliche Rentenerhöhung von 1,00%; diese ist den Mitarbeitern fest zugesagt. Der zum 31.12.2014 zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 4,54% (Vorjahr: 4,89%); es handelt sich um den zum Zeitpunkt der Ermittlung der Pensionsrückstellungen für Dezember 2014 erwarteten Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.
Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für längerfristige Personalrückstellungen wie solche für Mitarbeiterjubiläen findet dabei ein Zinssatz von 4,54% (Vorjahr: 4,89%) für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren Anwendung. Kurzfristigere Personalrückstellungen, beispielsweise für Verpflichtungen aus Frühruhestands- oder Altersteilzeitvereinbarungen, werden mit einem Zinssatz entsprechend ihrer Restlaufzeit abgezinst. Diese betrug im Jahr 2014 drei Jahre, der Rechnungszins 3,08% (Vorjahr: 3,62%). Es handelt sich jeweils um die zum Zeitpunkt der Ermittlung der Personalrückstellungen für Dezember 2014 erwarteten Zinssätze.
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Handelt es sich um Rentenverpflichtungen, sind diese zum Barwert unter Verwendung eines fristadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre angesetzt.
Seit dem Berichtsjahr 2014 umfassen die sonstigen Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit nicht mehr die Lohn- und Kirchensteuer (in 2013 betrug der Wert 12.392 T€). Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.
Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen erhaltene Meilensteinzahlungen, die überwiegend ab Marktzulassung über die voraussichtliche Nutzungsdauer aufgelöst werden
Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Devisentermingeschäften und anderen Währungsderivaten erfolgt nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit den Kassakursen und die zu ihrer Kurssicherung abgeschlossenen Währungsderivate mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Sich ausgleichende Wertänderungen der gesicherten Positionen bleiben im Abschluss gemäß der Einfrierungsmethode unberücksichtigt. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet; Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.
Zur Absicherung von erwarteten Transaktionen in fremder Währung werden Bewertungseinheiten in Form von Micro Hedges gebildet. Soweit sich während der Laufzeit der Sicherungsbeziehungen die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft nicht ändern und von einem vollständigen Ausgleich der Wertänderungen auszugehen ist, bleiben die gegenläufigen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument bilanziell und ergebnismäßig unberücksichtigt. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv festgestellt.
Die Gewinne und Verluste aus der Währungsabsicherung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie die Gewinne und Verluste aus der Stichtagsbewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den sonstigen finanziellen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen. Die realisierten Gewinne und Verluste aus der Sicherung von Fremdwährungsumsätzen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt.
Die ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien für fremde Verbindlichkeiten entsprechen den am Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kreditbeträgen bzw. Verpflichtungen der Begünstigten.
Erläuterungen zur Bilanz
(1) Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.
Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen betreffen im wesentlichen Software sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Die Sachanlagen steigen insbesondere durch die Erweiterung von Produktionskapazitäten am Standort Wuppertal.
Die Finanzanlagen steigen durch den Erwerb von Anteilen an der Dihon Pharmaceutical Group Co. Ltd., China, der MEDRAD Medical Equipment Trading Company-Beijing, China und der Medrad Medizinische Systeme GmbH, Deutschland.
Außerplanmäßig wurden im laufenden Berichtsjahr 124 T€ aktivierte Planungskosten abgeschrieben (geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau), da das Projekt nicht realisiert wird.
(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Finanzforderungen aus der Bereitstellung von Tagesgeldern sowie um Forderungen aus Gewinnabführungen der Organgesellschaften und der Gewinnabführung aus einer atypischen stillen Beteiligung.
Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 1.752 T€ (Vorjahr: 2.803 T€) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.
Forderungen aus LuL und sonstige Vermögensgegenstände
| 31.12.2013 T€ |
31.12.2014 T€ |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferung und Leistung | 1.021.593 | 1.284.389 |
| Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen | 2.620.371 | 2.389.697 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 50.033 | 65.293 |
| 3.691.997 | 3.739.379 |
(3) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten, aus durch Entgeltumwandlung entstandenen Pensionsverpflichtungen (Deferred Compensation und Matching Contribution) sowie aus Pensionsverpflichtungen für die obere Führungsebene sind ganz oder teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die beim Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, im Rahmen mehrerer Contractual Trust Agreements treuhänderisch angelegt sind (Sicherungsvermögen). Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Sie wurden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Aus der Verrechnung ergibt sich insgesamt ein aktivischer Unterschiedsbetrag von 11.110 T€, der auf Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten entfällt.
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
| 31.12.2013 T€ |
31.12.2014 T€ |
|
|---|---|---|
| Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten | 17.810 | 22.448 |
| Beizulegender Zeitwert des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens | 25.943 | 33.558 |
| Überschuss des Vermögens über die Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten (Aktiver Unterschiedsbetrag) | 8.134 | 11.110 |
| Anschaffungskosten des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens | 25.673 | 30.138 |
| Unterschiedsbetrag zwischen beizulegendem Zeitwert und Anschaffungskosten des bei BPT angelegten Sicherungsvermögens | 270 | 3.420 |
Beim Sicherungsvermögen handelt es sich um Anteile an Spezialfonds, kurzfristig fällige Schuldverschreibungen inländischer Kreditinstitute sowie zu einem geringen Teil um Zinsforderungen und Bankguthaben. Der in der vorstehenden Tabelle genannte beizulegende Zeitwert wurde, soweit es sich um Fondsanteile handelt, aus den Börsenkursen des Fondsvermögens am Abschlussstichtag abgeleitet.
(4) Eigenkapital
Das Gezeichnete Kapital beträgt 194.001.000 € und ist in 190.886.100 Stückaktien eingeteilt. Damit entspricht eine Aktie einem Anteil von 1,02 € am gezeichneten Kapital. Es wurde im Vorjahr beschlossen, die in den Jahren 2004 und 2006 zu den nach § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG zugelassenen Zwecken erworbenen 3.114.900 Stück eigene Aktien einzuziehen. Der Beschluss wurde im Berichtsjahr durch Eintragung im Handelsregister wirksam. Der rechnerische Wert der eigenen Anteile über 3.115 T€ wurde mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Außer der vorgenannten Verrechnung der eigenen Anteile mit den Gewinnrücklagen, wurden weder Beträge entnommen noch zugeführt. Die Kapitalrücklage bleibt unverändert.
| Eigenkapital | 31.12.2013 T€ |
31.12.2014 T€ |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 194.001 | 194.001 |
| Eigene Anteile | -3.115 | 0 |
| Kapitalrücklage | 1.245.919 | 1.245.919 |
| Andere Gewinnrücklagen | 4.285.925 | 4.282.810 |
| 5.722.730 | 5.722.730 |
ANGABEN ZU AUSSCHÜTTUNGS- BZW. ABFÜHRUNGSGESPERRTEN BETRÄGEN IM SINNE DES § 268 Abs. 8 HGB
Zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen und Guthaben aus Arbeitszeitkonten sind im Rahmen von Contractual Trust Agreements Mittel zweckgebunden und insolvenzgeschützt in den Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, eingebracht worden. Sie sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 326.011 T€ und liegt damit um 33.944 T€ über den Anschaffungskosten von 292.067 T€. Dem Mehrbetrag von 33.944 T€ stehen frei verfügbare Gewinnrücklagen von 4.282.810 T€ gegenüber. Eine Abführungssperre in Bezug auf den Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von 2.157.706 T€ besteht daher nicht.
(5) Sonderposten mit Rücklageanteil
Es handelt sich um Wertberichtigungen zum Anlagevermögen gem. § 14 BFG, § 6b EStG, § 7 EStG, § 51 EStG, § 4 FördergebietsG.
(6) Rückstellungen für Pensionen
Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab.
Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die beim Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, im Rahmen mehrerer Contractual Trust Agreements treuhänderisch angelegt sind (Sicherungsvermögen). Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Es handelt sich um kurzfristig fällige Schuldverschreibungen inländischer Kreditinstitute sowie zu einem geringen Teil um Zinsforderungen und Bankguthaben.
| Rückstellungen für Pensionen | 31.12.2013 T€ |
31.12.2014 T€ |
|---|---|---|
| Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Pensionszusagen | 729.997 | 829.796 |
| Beizulegender Zeitwert des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens | 246.570 | 292.453 |
| Nettowert der Verpflichtungen aus Pensionszusagen | 483.427 | 537.343 |
| Anschaffungskosten des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens | 244.057 | 261.929 |
| Unterschiedsbetrag zwischen beizulegendem Zeitwert und Anschaffungskosten des bei BPT angelegten Sicherungsvermögens | 2.513 | 30.524 |
(7) Andere Rückstellungen
Die Steuerrückstellungen bestanden im Wesentlichen für Lohnsteuer.
Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Verpflichtungen aus Bonuszahlungen an Mitarbeiter, Aktienvergütungen sowie Umtrukturierungsmaßnahmen. Darüberhinaus wurden Rückstellungen gebildet für Verpflichtungen aus Urlaubsansprüchen, Altersteilzeit, Arbeitnehmerjubiläen, Instandhaltung, ferner für Kosten der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. Weiterhin sind drohende Verluste, beispielsweise aus Währungsderivaten und Lizenzvereinbarungen, erfasst.
Die Drohverlustrückstellungen wurden im Berichtsjahr um 211 Mio. € reduziert, resultierend vor allem aus der Übertragung eines Lizenzvertrages sowie der Verkürzung der Laufzeit eines Patentes. Die Rückstellung für Rechtskosten wurde um 88 Mio. € erhöht.
| Andere Rückstellungen | 31.12.2013 T€ |
31.12.2014 T€ |
|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 1.323 | 1.319 |
| Sonstige Rückstellungen | 649.403 | 541.411 |
| 650.726 | 542.730 |
(8) Weitere Angaben zu den Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus der Verlustübernahme von Organgesellschaften sowie der Abführung des Ergebnisses an die Bayer AG.
Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten
| Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten | 31.12.2014 | 31.12.2013 | ||
|---|---|---|---|---|
| bis zu 1 Jahr T€ |
über 5 Jahre T€ |
bis zu 1 Jahr T€ |
über 5 Jahre T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen aus Bestellungen | 2.685 | 0 | 649 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 835.397 | 0 | 676.224 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.186.991 | 0 | 1.977.581 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 62.048 | 1.576 | 49.395 | 2.248 |
| 3.087.120 | 1.576 | 2.703.848 | 2.248 |
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
(9) Umsatzerlöse
| Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern | 2013 T€ |
2014 T€ |
|---|---|---|
| Pharma | ||
| Allgemeinmedizinische Produkte | 4.230.953 | 4.885.227 |
| Spezialpharmazeutika | 1.304.351 | 1.181.733 |
| Consumer Health | ||
| Consumer Care | 37.098 | 149.334 |
| Medical Care | 645.570 | 610.154 |
| 6.217.972 | 6.826.448 |
| Umsatzerlöse nach Regionen | 2013 T€ |
2014 T€ |
|---|---|---|
| Europa | 2.128.796 | 2.453.883 |
| Nordamerika | 1.719.366 | 1.675.603 |
| Asien / Pazifik | 1.257.176 | 1.489.136 |
| Lateinamerika / Afrika / Nahost | 1.112.634 | 1.207.826 |
| 6.217.972 | 6.826.448 |
(10) Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
| Sonstige betriebliche Erträge | 2013 T€ |
2014 T€ |
|---|---|---|
| Kursgewinne aus Währungskurssicherungsgeschäften | 109.148 | 80.926 |
| Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil | 4.860 | 332 |
| Erträge aus Versicherungsentschädigung | 4.443 | 3.280 |
| Erträge aus Auflösung von Rückstellungen | 8.299 | 226.069 |
| Übrige | 47.126 | 30.266 |
| 173.876 | 340.874 |
(11) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Einzelnen folgende Positionen:
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 2013 T€ |
2014 T€ |
|---|---|---|
| Kursverluste aus Währungskurssicherungsgeschäften | -18.924 | -38.883 |
| Übrige | -38.403 | -131.892 |
| -57.327 | -170.775 |
(12) Beteiligungsergebnis
Das Beteiligungsergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
| Beteiligungsergebnis | 2013 T€ |
2014 T€ |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen - verbundenen Unternehmen | 45.558 | 75.898 |
| Erträge aus stillen Beteiligungen | 1.532.983 | 1.612.993 |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen | 465.007 | 243.189 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen | 13.832 | 1.876 |
| Abschreibungen auf Beteiligungen | 2.357 | 0 |
| 2.027.359 | 1.930.204 |
(13) Zinsergebnis
| Zinsergebnis | 2013 T€ |
2014 T€ |
|---|---|---|
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 20 | 6 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 2.144 | 2.442 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 1.806 | 1.419 |
| davon Erträge aus Abzinsungen | 199 | 772 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -55.033 | -65.695 |
| davon an verbundene Unternehmen | -1.237 | -2.042 |
| davon Aufwendungen aus Aufzinsungen | -44.295 | -63.498 |
| -52.869 | -63.247 |
| 2013 T€ |
2014 T€ |
|
|---|---|---|
| Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen und aus Änderungen des Rechnungszinses (brutto) | 61.473 | 93.515 |
| Vermögenserträge Bayer Pension Trust | 17.555 | 30.366 |
| Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen (netto) | 43.918 | 63.149 |
Die beim Bayer Pension Trust angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionen und Arbeitszeitguthaben; sie sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen.
(14) Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge
Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge
| Aufwendungen aus der Währungsumrechnung | 2013 T€ |
2014 T€ |
|---|---|---|
| - Realisierte Kursverluste | -162.507 | -232.732 |
| - Unrealisierte Aufwendungen aus der Bewertung | -14.991 | -17.782 |
| Erträge aus der Währungsumrechnung | ||
| - Realisierte Kursgewinne | 158.520 | 219.898 |
| - Unrealisierte Erträge aus der Bewertung | 1.252 | 15.552 |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen | -22.355 | -26.270 |
| -40.081 | -41.334 |
* Der Vorjahreswert wurde angepasst / siehe Zinsergebnis
In den „Aufwendungen aus der Währungsumrechnung“ werden im Berichtsjahr erstmalig „Realisierte Kursverluste“ und in den „Erträgen aus der Währungsumrechnung“ „Realisierte Kursgewinne“ in einem getrennten „Davon“ Vermerk ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
Nahezu ausschließlich handelt es sich bei den sonstigen finanziellen Aufwendungen um eine Erstattung von Aufwendungen der Bayer AG für Pensionsansprüche ehemaliger Mitarbeiter der mittlerweile rechtlich verselbständigten Arbeitsgebiete, soweit die Mitarbeiter vor dem 01. Juli 2002 als Pensionäre oder mit unverfallbaren Ansprüchen ausgeschieden sind. (Diese betrugen im Berichtsjahr 2014 26.028 T€).
(15) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Als Ertragssteueraufwendungen werden in Höhe von 1.049 T€ im Ausland entrichtete Ertragsteuern ausgewiesen, für welche die Freistellungsmethode Anwendung findet.
(16) Sonstige Steuern
Die Sonstigen Steuern werden, soweit sie den betrieblichen Funktionen zuzurechnen sind, in den entsprechenden Posten verrechnet, im Übrigen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Der Aufwand betrug 2 Mio. €.
(17) Materialaufwand
| Materialaufwand | 2014 T€ |
|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs-und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 1.156.698 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 282.728 |
| 1.439.426 |
(18) Personalaufwand / Mitarbeiter
| Personalaufwand | 2014 T€ |
|---|---|
| Entgelte | 859.946 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | 98.675 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 30.413 |
| 989.034 |
| Mitarbeiter | 2014 |
|---|---|
| Produktion | 4.370 |
| Forschung und Entwicklung | 3.544 |
| Verwaltung | 293 |
| Vertrieb | 1.205 |
| 9.412 |
Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie sind in der Position „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ ausgewiesen.
(19) Aktienbasierte Vergütung
Als zusätzlichen Vergütungsbestandteil gewährt die Bayer AG ihren Mitarbeitern längerfristig angelegte aktienbasierte Vergütungsprogramme. Sie sind nach Mitarbeitergruppen differenziert und jeweils als Kollektivzusagen ausgestaltet.
Für die Vorstandsmitglieder und Führungskräfte besteht das Programm „Aspire“ in zwei unterschiedlichen Ausprägungen. Für alle Mitarbeiter wird zudem nach jährlich neu erfolgender Vorstandsentscheidung das Programm „BayShare“ angeboten.
Die jeweils letzten Tranchen des Aktien-Incentiveprogramms (AIP) für das mittlere Management sowie des Aktien-Beteiligungsprogramms (ABP) für unteres Management und Tarifmitarbeiter, jeweils aus dem Jahr 2004, kamen im Geschäftsjahr zur Auszahlung. Die Programme sind damit beendet; Verpflichtungen hieraus bestanden zum 31.12.2014 nicht mehr.
Allen zum Abschlussstichtag bestehenden Verpflichtungen, die sich aus den aktienbasierten Programmen ergeben, wird durch entsprechende Rückstellungen Rechnung getragen. Ihre Höhe bemisst sich zum einen am beizulegenden Wert (Fair Value) der jeweiligen Zusagen und zum anderen an der seit Auflegung vergangenen Zeitdauer im Verhältnis zur Gesamtdauer des jeweiligen Programms. Zuführungen zu den Rückstellungen werden aufwandswirksam erfasst.
Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtungen aus den aktienbasierten Vergütungsprogrammen wurde jeweils auf der Grundlage einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt, der folgende wesentliche Parameter zugrunde lagen:
Parameter zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts
| 31.12.2013 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| Dividendenrendite | 2,14% | 1,89% |
| Risikoloser Zinssatz (Laufzeit 4 Jahre) | 0,64% | -0,08% |
| Volatilität Bayer-Aktie | 27,06% | 23,39% |
| Volatilität Dow Jones EURO STOXX 50 | 22,54% | 18,11% |
| Korrelation Bayer-Kurs - Dow Jones EURO STOXX 50 | 0,77 | 0,76 |
Aspire I
Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der oberen Führungsebene sind zur Teilnahme an Aspire I berechtigt, soweit sie nach vorgegebenen Richtlinien eine individuell festgelegte Anzahl an Bayer-Aktien erwerben und dieses Eigeninvestment über die Programmlaufzeit halten. Bemessungsbasis für Aspire I ist ein individueller, positionsabhängiger Prozentwert vom jährlichen Grundgehalt (Aspire-Zielbetrag). Nach Ablauf der jeweiligen Programmtranche erhalten die Teilnehmer in Abhängigkeit von der absoluten Kursentwicklung der Bayer-Aktie sowie von der relativen Performance im Vergleich zum Aktienindex Dow Jones EURO STOXX 50 einen bestimmten in Prozent des Zielbetrags ausgedrückten Geldbetrag ausgezahlt. Dieser ist auf maximal 300% begrenzt; die einzelnen Tranchen haben eine Laufzeit von jeweils vier Jahren.
Am 1. Januar 2014 endete die im Jahr 2010 aufgelegte Aspire-Tranche; sie kam mit dem Maximalbetrag von 300% zur Auszahlung. Mit Ablauf des Geschäftsjahres endete die im Jahr 2011 aufgelegte Programmtranche. Auch hier wurde mit 300% der maximale Ausschüttungsbetrag erreicht. Dieser wird zu Beginn des Jahres 2015 ausgezahlt.
Aspire II
Für die übrigen Führungskräfte wird Aspire II angeboten. Es entspricht in seinen Grundzügen Aspire I. Im Gegensatz zu diesem ist ein Eigeninvestment in Bayer-Aktien allerdings nicht erforderlich. Zudem wird die Performance ausschließlich an der absoluten Kursentwicklung der Bayer-Aktie gemessen. Der maximal erreichbare Ertrag ist auf 250% des Aspire-Zielbetrags begrenzt.
Die Aspire-Tranche aus dem Jahr 2010 kam zu Jahresbeginn 2014 mit dem Maximalwert von 250% der jeweiligen Zielbeträge zur Auszahlung. Die Tranche aus dem Jahr 2011 erreichte gleichfalls den Maximalwert von 250%. Die Auszahlung erfolgt zu Beginn des Jahres 2015.
BayShare
Im Rahmen von BayShare gewährt Bayer den zur Teilnahme berechtigten Mitarbeitern einen Zuschuss zu einem Eigeninvestment in Bayer-Aktien. Die Höhe des Zuschusses, der jährlich neu festgelegt wird, belief sich wie im Vorjahr auf 20% des Zeichnungsbetrags. Je nach Position des Mitarbeiters war der Gesamtbetrag für den Aktienerwerb – ebenfalls unverändert zum Vorjahr – auf 2.500 € bzw. 5.000 € begrenzt. Für Auszubildende lag der Höchstbetrag bei 1.800 €. Die erworbenen Aktien werden in gesonderten Depots verwahrt und unterliegen einer Veräußerungssperre. Diese endet jeweils am 31. Dezember des Jahres, das dem Jahr des Aktienerwerbs folgt.
Für alle aktienbasierten Vergütungsprogramme der Bayer AG wurden im Berichtsjahr 26,5 Mio. € (Vorjahr: 27 Mio. €) aufgewendet; der Betrag ist Bestandteil des Personalaufwands. Die Rückstellungen für diese Programme beliefen sich zum 31.12.2014 auf 42 Mio. € (Vorjahr: 37 Mio. €).
Sonstige Erläuterungen
(20) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen.
Aus künftigen Leasing- und Mietzahlungen resultiert eine Verpflichtung von insgesamt 1.260 Mio. €. Hiervon entfallen 1.222 Mio. € auf Mietverträge mit verbundenen Unternehmen. Vom Gesamtbetrag der Leasing- und Mietverpflichtungen sind 102 Mio. € im Jahr 2015, 398 Mio. € in den Jahren 2016 bis 2019 und 760 Mio. € nach 2019 fällig.
Weiterhin bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Forschungsvereinbarungen sowie Investitionsverpflichtungen in einer Gesamthöhe von 2.923 Mio. €. Vom Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus Forschungsvereinbarungen sowie Investitionsverpflichtungen entfallen 784 Mio. € auf verbundene Unternehmen. Vom Gesamtbetrag entfallen 1.013 Mio. € im Jahr 2015, 406 Mio. € in den Jahren 2016 bis 2019 und 1.504 Mio. € nach 2019 an.
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 31.12.2013 T€ |
31.12.2014 T€ |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen | 1.293.327 | 1.259.791 |
| Verpflichtungen aus Forschungsvereinbarungen | 2.455.307 | 2.687.983 |
| Genehmigte Investitionen im Anlagevermögen | 79.263 | 235.136 |
| Summe sonstige finanzielle Verpflichtungen | 3.827.897 | 4.182.910 |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.947.161 | 2.006.896 |
| 3.827.897 | 4.182.910 |
(21) Derivative Finanzinstrumente / Bewertungseinheiten
Die Bayer Pharma Aktiengesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. In ihrer Holdingfunktion schließt die Bayer AG, Leverkusen, alle Devisenkontrakte mit Banken ab und reicht diese intern an die Bayer Pharma Aktiengesellschaft durch. Zur Währungssicherung werden Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte eingesetzt.
Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen.
Ein Preisänderungsrisiko derivativer Deviseninstrumente besteht aufgrund der Schwankungsmöglichkeit der zugrunde liegenden Basisgröße (Währungen). Soweit Derivate zu Sicherungszwecken eingesetzt sind, wird die Möglichkeit von Wertverlusten durch gegenläufige Effekte aus den gesicherten Grundgeschäften kompensiert.
Für Derivate mit positivem Marktwert besteht ein Bonitäts- oder Ausfallrisiko für den Fall, dass die jeweiligen Vertragspartner ihren Erfüllungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Minimierung dieses Risikos teilt die Bayer AG, Leverkusen, den Banken bonitätsmäßige Kontrahentenlimite zu.
Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden (DCF-Methode) unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Dabei gilt der Grundsatz, dass Devisenkontrakte einzeln mit ihrem Terminkurs am Abschlussstichtag bewertet werden. Die Terminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.
Die derivativen Finanzinstrumente setzten sich wie folgt zusammen:
Derivative Finanzinstrumente
| Nominalwerte | Beizulegende Zeitwerte | Buchwerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013 Mio € |
2014 Mio € |
2013 Mio € |
2014 Mio € |
2013 Mio € |
2014 Mio € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisenterminkontrakte | ||||||
| - positive Marktwerte | 1.975 | 651 | 107 | 55 | 0 | 0 |
| - negative Marktwerte | 521 | 1.969 | -8 | -101 | 0 | 0 |
| Summe Devisenterminkontrakte | 2.496 | 2.620 | 99 | -46 | 0 | 0 |
| Devisenoptionen | ||||||
| - positive Marktwerte | 466 | 135 | 38 | 31 | 1 | 0 |
| - negative Marktwerte | 31 | 131 | -1 | 0 | 1 | 0 |
| Summe Devisenoptionen | 497 | 266 | 37 | 31 | 2 | 0 |
| Aktienoptionen | ||||||
| - positive Marktwerte | 0 | 7 | 0 | 6 | 0 | 4 |
| Summe Aktienoptionen | 0 | 7 | 0 | 6 | 0 | 4 |
| 2.993 | 2.893 | 136 | -9 | 2 | 4 |
Zur Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte der Konzernunternehmen in fremder Währung wurden durch die Bayer AG externe Devisenkontrakte abgeschlossen, welche die Wertveränderungen voraussichtlich vollständig ausgleichen werden. Sicherungsgrundlage sind ca. 50% der für 12 Monate geplanten Nettoposition (erwartete Umsätze und Kosten saldiert), die regelmäßig auf ihre Validität überprüft wird. Insoweit gehen wir von der Hochwahrscheinlichkeit der geplanten Transaktionen aus. Die Devisenkontrakte wurden intern von der Bayer AG mit einem Nominalwert von 1.949 Mio. € und einem negativen beizulegenden Zeitwert von -1 Mio. € an die Bayer Pharma AG weitergereicht. Ihnen standen gegenläufige geplante Geschäfte mit einem Währungsrisiko in Höhe von 1 Mio. € gegenüber. Die geplanten Geschäfte und die Sicherungsgeschäfte befinden sich in Bewertungseinheiten (Micro Hedges), die sich bei Fälligkeit in 2015 und 2016 ausgleichen werden. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird prospektiv mit der Critical Term Match Methode und retrospektiv zu jedem Bilanzstichtag mit der Regressionsmethode überprüft. Mit Ausnahme der intern gezahlten bzw. erhaltenen Optionsprämien von jeweils 7 Mio. € wurden die Devisenkontrakte bilanziell nicht erfasst.
Zur Abdeckung der Währungsrisiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten der Konzernunternehmen schloss die Bayer AG Devisenkontrakte mit externen Vertragspartnern ab. Diese Geschäfte wurden in Höhe von nominal 937 Mio. € und mit einem beizulegenden Zeitwert von -14 Mio. € an die Bayer Pharma AG durchgereicht. Das bilanzielle Exposure (Buchwert 1,2 Mrd. €) wurde mit den sich gegenläufig verhaltenden Sicherungsgeschäften zu Bewertungseinheiten je Währung in sogenannte Portfolio Hedges zusammengefasst, welche im Jahr 2015 fällig werden. Durch Gegenüberstellung der Wertveränderung je Währung wurde der negative Saldo (Ineffektivität) gemäß den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen als Rückstellung aus Bewertungseinheiten unter den sonstigen Rückstellungen erfasst. Die Rückstellungen aus Bewertungseinheiten betrugen in Summe 30 Mio. €. Positive Salden in Höhe von 15 Mio. € wurden aufgrund der Kurzfristigkeit entsprechend abgegrenzt.
Die Bayer Pharma AG hat für Ihre Mitarbeiter der oberen Führungsebene über mehrere Jahre laufende Aktienprogramme aufgelegt. Während der Laufzeit der Programme erhalten die Mitarbeiter bei Erfüllung bestimmter Bedingungen den Gegenwert von Aktien der Bayer AG. Zur Absicherung des Risikos aus der Entwicklung des Aktienkurses resultierende Kursschwankungen hat die Bayer Pharma AG Kaufoptionen auf Aktien von der Bayer AG erworben, deren Fälligkeit in 2017 liegt. Bilanziell berücksichtigt werden lediglich die gezahlten Optionsprämien in Höhe von 4 Mio. €.
(22) Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie gewährte Vorschüsse und Kredite
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da sich anhand dieser Angabe die Bezüge eines Mitglieds des Vorstands feststellen lassen. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betragen 159 T€.
Die Bezüge der früheren Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betrugen 3.869 T€. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen für frühere Vorstandsmitglieder und Hinterbliebene sind im Jahresabschluss der Bayer Pharma AG mit 63.492 T€ passiviert.
(23) Honorare des Abschlussprüfers
Die Angaben zu den Prüfungshonoraren sind im Bayer-Konzernabschluss enthalten. Insoweit wird die Befreiung von der Angabepflicht gem. § 285 Nr. 17 HGB in Anspruch genommen.
(24) Angaben gem. § 6b Abs. 2 EnWG
Ungewöhnliche Geschäfte im Bereich der Energieversorgungstätigkeit, die nicht von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Bayer Pharma AG sind und nach § 6b Abs. 2 EnWG angabepflichtig sind, lagen nicht vor.
(25) Organe der Gesellschaft
| Mitglieder des Vorstands | |
| Dieter Weinand (ab 01.08.2014) | (Vorsitzender, Leiter Division Pharmaceuticals) |
| Andreas Fibig (bis 31.07.2014) | (Vorsitzender, Leiter Division Pharmaceuticals) |
| Dr. Hartmut Klusik | (Leiter Product Supply) |
| Manfred Vehreschild | (Chief Financial Officer, Leiter Central Administration & Organization) |
| Mitglieder des Aufsichtsrats | |
| Michael König | (Vorsitzender, Mitglied des Vorstandes Bayer AG) |
| Yüksel Karaaslan | (Stellvertretender Vorsitzender, Vorsitzender des Betriebsrats Bayer-Standort Berlin) |
| Willy Beumann | (Vorsitzender des Betriebsrats Bayer-Standort Elberfeld) |
| Dr. Tim Bielfeldt | (Leiter Personalabteilung International) |
| Dr. Olivier Brandicourt (ab 01.01.2014) | (Vorsitzender des Vorstands der Bayer HealthCare AG) |
| Frank Fulbrecht (ab 27.05.2014) | (Teamleiter Betreuungseinheit Laborfunktionen der Bayer Pharma AG) |
| Dr. Roland Hartwig | (Leiter Recht, Patente & Compliance der Bayer AG) |
| Oliver Heinrich | (Bezirksleiter IG Bergbau, Chemie, Energie, Bezirk Berlin-Mark Brandenburg) |
| Dr. Dieter Hübl (bis 27.05.2014) | (Diplom-Chemiker bei der Bayer Pharma AG) |
| Dr. David Nicholson (bis 31.07.2014) | (Leiter Forschung & Entwicklung der Bayer CropScience AG) |
| Ian Paterson | (Leiter Regionale Koordinierung der Bayer AG) |
| Dr. Claus Rau (ab 27.05.2014) | (Leiter PM Systems, Analysis & Reporting der Bayer Pharma AG) |
| Dr. Alexander Rosar | (Leiter Investor Relations der Bayer AG) |
| Michael Schmidt-Kießling (bis 27.05.2014) | (Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats Bayer-Standort Elberfeld) |
| Anita Stapel (ab 24.09.2014) | (Leiterin Infrastruktur & Application Operations der Bayer Business Services GmbH) |
| Dr. Ortrud Steinführ (bis 27.05.2014) | (Leiterin Chemie Information der Bayer Pharma AG) |
| Cornelia Streich (ab 27.05.2014) | (Lebensmittelchemikerin Analytik in der Bayer Pharma AG) |
| Matthias Träger (bis 27.05.2014) | (Kommunkations- und Sicherheitsservice der Bayer Pharma AG) |
| Dr. Dirk Van Meirvenne | (Geschäftsführer der Bayer Technology Services GmbH) |
| Heinz Georg Webers | (Vorsitzender des Betriebsrats Bayer-Standort Bergkamen) |
| Oliver Zühlke (ab 27.05.2014) | (Vorsitzender des Betriebsrats Bayer-Standort Leverkusen) |
(26) Aufstellung des Anteilsbesitzes
An den nachstehend aufgeführten Unternehmen hält die Bayer Pharma AG unmittelbar oder mittelbar mindestens 20 % der Anteile (Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB). Bei den angegeben Werten für Eigenkapital und Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag handelt es sich jeweils um die Werte aus den auf Basis des jeweiligen Landesrechts erstellten Jahresabschlüssen; die Werte sind gerundet:
| Name und Sitz der Gesellschaft | Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital Mio.€ | Ergebnis Mio.€ |
|---|---|---|---|
| Deutschland | |||
| Alcafleu Management GmbH & Co. KG, Schönefeld | 99,99 | 430,1 *) | -11,4 *) |
| Bayer Altersversorgung GmbH, Leverkusen | 100,00 | 55,2 *) | 20,2 *) |
| Bayer Consumer Care Deutschland GmbH, Berlin | 100,00 | 1,1 *) | 72,4 *) **) |
| Bayer CropScience Deutschland GmbH, Langenfeld | 25,42 | 115,9 *) | 15,4 *) |
| Bayer CropScience Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Leverkusen | 100,00 | 70,4 *) | 0,6 *) |
| Bayer Gesellschaft für Beteiligungen mbH, Leverkusen | 50,14 | 6.101,7 *) | 119,1 *) **) |
| Bayer Schering Pharma AG, Berlin | 100,00 | 257,5 *) | -0,6 *) **) |
| Bayer Vital GmbH, Leverkusen | 100,00 | 85,4 *) | 42,5 *) **) |
| Bayer Weimar GmbH und Co. KG, Weimar | 100,00 | 47,3 *) | 5,2 *) |
| Bayer Verwaltungsgesellschaft mbH, Weimar | 100,00 | 0,2 *) | 0,0 *) |
| BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch, Berlin | 20,00 | 0,8 *) | 0,0 *) |
| BGI Deutschland GmbH, Leverkusen | 100,00 | 4.000,0 *) | 4,6 *) **) |
| Dritte K-W-A Beteiligungsgesellschaft mbH, Leverkusen | 100,00 | 0,1 *) | 0,0 *) **) |
| Generics Holding GmbH, Leverkusen | 100,00 | 61,5 *) | 0,0 *) **) |
| GP Grenzach Produktions GmbH, Grenzach-Wyhlen | 100,00 | 25,0 *) | 6,3 *) **) |
| Intendis GmbH, Berlin | 100,00 | 47,1 *) | 32,1 *) **) |
| Intraserv GmbH & Co. KG, Schönefeld | 100,00 | 25,9 *) | 23,0 *) |
| Intraserv Verwaltungs-GmbH, Schönefeld | 100,00 | 0,0 *) | 0,0 *) |
| Jenapharm GmbH & Co. KG, Jena | 100,00 | 75,8 | 54,8 |
| Kosinus Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Schönefeld | 100,00 | 0,0 *) | 0,0 *) |
| Kosinus Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Gamma OHG, Schönefeld | 100,00 | 28,5 *) | 2,0 *) |
| Lilienthalstraße Nr. 4 GmbH, Schönefeld | 100,00 | -0,4 *) | -0,4 *) |
| Marotrast GmbH, Jena | 100,00 | 0,0 *) | 0,8 *) **) |
| Medrad Medizinische Systeme GmbH, Leverkusen | 100,00 | 3,1 *) | 0,3 *) |
| Menadier Heilmittel GmbH, Berlin | 100,00 | 79,8 *) | 0,1 *) **) |
| Schering-Kahlbaum GmbH, Berlin | 100,00 | 28,3 *) | 0,4 *) **) |
| Sechste Bayer Real Estate VV GmbH & Co. KG, Schönefeld | 100,00 | 109,4 *) | 52,5 *) |
| Steigerwald Arzneimittelwerk GmbH, Darmstadt | 100,00 | 18,9 *) | 74,3 *) **) |
| Europa (ohne Deutschland) | |||
| Algeta Innovations AS, Oslo/ Norwegen | 100,00 | -12,0 *) | -1,7 *) |
| Algeta Solutions AS, Oslo/ Norwegen | 100,00 | 7,0 *) | -4,9 *) |
| Algeta UK Ltd., Reading/ Großbritannien | 100,00 | 0,0 *) | 0,0 *) |
| Axxam S.p.A., Mailand/ Italien | 23,24 | 2,7 *) | 0,0 *) |
| Bayer AB, Solna/ Schweden | 100,00 | 9,5 *) | 6,5 *) |
| Bayer AEH Limited, Cambridge/ Großbritannien | 100,00 | 0,0 ***) | 0,0 ***) |
| Bayer AGCO Limited, Cambridge/ Großbritannien | 100,00 | 0,0 ***) | 0,0 ***) |
| Bayer Agriculture Limited, Cambridge/ Großbritannien | 100,00 | 7,5 *) | 6,7 *) |
| Bayer Antwerpen NV, Antwerpen/ Belgien | 29,11 | 10.845,5 *) | 294,8 *) |
| Bayer A/S, Kopenhagen/ Dänemark | 100,00 | 26,3 *) | 5,7 *) |
| Bayer AS, Oslo/ Norwegen | 100,00 | 48,2 *) | 3,2 *) |
| Bayer Austria Gesellschaft m.b.H., Wien/ Österreich | 100,00 | 18,8 *) | 5,6 *) |
| Bayer Bulgaria EOOD, Sofia/ Bulgarien | 100,00 | 7,2 *) | 2,3 *) |
| Bayer CropScience Holdings Limited, Cambridge/ Großbritannien | 99,90 | 0,0 | 0,0 |
| Bayer CropScience Limited, Cambridge/ Großbritannien | 100,00 | 61,5 *) | 23,8 *) |
| Bayer CropScience Norwich Limited, Cambridge/ Großbritannien | 100,00 | 0,0 ***) | 0,0 ***) |
| Bayer CropScience (Portugal)-Produtos para a Agricultura, Lda, Carnaxide/ Portugal | 100,00 | 15,3 | 2,0 |
| Bayer CropScience S.r.l., Mailand/ Italien | 100,00 | 66,9 *) | 3,3 *) |
| Bayer d.o.o., Belgrad/ Serbien | 100,00 | 8,6 *) | 1,3 *) |
| Bayer d.o.o., Ljubljana/ Slowenien | 100,00 | 14,7 *) | 4,4 *) |
| Bayer d.o.o., Zagreb/ Kroatien | 100,00 | 1,4 *) | -0,6 *) |
| Bayer d.o.o. Sarajevo, Sarajevo/ Bosnien & Herzegowina | 100,00 | 0,5 *) | 0,1 *) |
| Bayer Global Investments B.V., Mijdrecht/ Niederlande | 75,70 | 11.409,2 *) | 341,6 *) |
| Bayer HealthCare Manufacturing S.r.l., Mailand/ Italien | 100,00 | 243,0 *) | 51,9 *) |
| Bayer HealthCare SAS, Loos/ Frankreich | 100,00 | 77,5 *) | 24,9 *) |
| Bayer Healthcare S.r.l., Mailand/ Italien | 100,00 | 0,0 *) | 0,0 *) |
| Bayer Hellas AG, Athen/ Griechenland | 100,00 | 32,4 *) | 5,2 *) |
| Bayer Holding France SCS, Lyon/ Frankreich | 100,00 | 2.196,0 *) | 488,8 *) |
| Bayer Hungaria Kft., Budapest/ Ungarn | 100,00 | 26,0 *) | 5,5 *) |
| Bayer Ltd., Kiew/ Ukraine | 100,00 | 12,5 *) | -0,3 *) |
| Bayer Limited, Dublin/ Irland | 100,00 | 2,8 *) | 1,2 *) |
| Bayer MaterialScience A/S, Otterup/ Dänemark | 100,00 | 6,5 *) | 2,4 *) |
| Bayer MaterialScience S.p.A., Mailand/ Italien | 99,00 | 3,5 *) | -1,5 *) |
| Bayer MaterialScience S.r.l., Mailand/ Italien | 100,00 | 53,6 *) | 16,1 *) |
| Bayer Nordic SE, Espoo/ Finnland | 100,00 | 1.600,7 *) | 561,1 *) |
| Bayer Norway AS, Oslo/ Norwegen | 100,00 | 680,2 *) | -7,6 *) |
| Bayer NV, Diegem/ Belgien | 86,09 | 65,3 *) | 3,8 *) |
| Bayer OÜ, Tallinn/ Estland | 100,00 | 0,8 *) | 0,1 *) |
| Bayer OY, Turku/ Finnland | 100,00 | 417,7 *) | 409,7 *) |
| Bayer Portugal, SA, Carnaxide/ Portugal | 99,99 | 34,6 | 3,8 |
| Bayer Public Limited Company, Newbury/ Großbritannien | 100,00 | 72,2 *) | 22,4 *) |
| Bayer S.A.S., Lyon/ Frankreich | 100,00 | 1.143,0 *) | 223,4 *) |
| Bayer SARL, Lyon/ Frankreich | 100,00 | 2,4 *) | 0,4 *) |
| Bayer (Schweiz) AG, Zürich/ Schweiz | 100,00 | 41,0 | 11,5 |
| Bayer S.p.A., Mailand/ Italien | 100,00 | 466,0 *) | 29,7 *) |
| Bayer, spol. sr.o., Bratislava/ Slowakei | 100,00 | 3,9 *) | 1,1 *) |
| Bayer Sp. z o.o., Warschau/ Polen | 100,00 | 55,0 *) | 11,0 *) |
| Bayer s.r.o., Prag/ Tschechische Republik | 100,00 | 8,7 *) | 3,9 *) |
| Bayer WR LLC, Minsk/ Weißrussland | 75,00 | 0,5 *) | 0,0 *) |
| Bayhealth Comercializacao de Produtos Farmaceuticos Unipessoal Lda., Carnaxide/ Portugal | 100,00 | 0,0 | 0,0 |
| Berlex – Especialidades Farmaceuticas Lda, Carnaxide/ Portugal | 100,00 | 0,1 | 0,0 |
| Berlifarma – Especialidades Farmaceuticas, Lda., Carnaxide/ Portugal | 100,00 | 0,0 | 0,0 |
| Berlimed – Especialidades Farmaceuticas Lda, Carnaxide/ Portugal | 100,00 | 0,1 | 0,0 |
| Berlis AG, Zürich/ Schweiz | 100,00 | 1,4 | 0,5 |
| CENTROFARMA – Industria e Comercio de Prod. Farmaceuticos, Lda., Carnaxide/ Portugal | 100,00 | 0,0 | 0,0 |
| Lusalfarma – Especialidades Farmaceuticas Lda, Carnaxide/ Portugal | 100,00 | 0,1 | 0,0 |
| Lusal Producao Quimico Farmaceutica Luso-Alema, Lda., Carnaxide/ Portugal | 100,00 | 0,0 | 0,0 |
| Nunhems Hungary Kft., Szolnok/ Ungarn | 100,00 | 0,4 *) | -0,1 *) |
| Nunhems Italy S.r.l., St. Agata (Bolognes)/ Italien | 100,00 | 8,4 *) | 0,6 *) |
| Nunhems Poland Sp. z o.o., Warschau/ Polen | 100,00 | 0,5 *) | 0,3 *) |
| pbi Home & Garden Limited, Cambridge/ Großbritannien | 100,00 | 0,0 ***) | 0,0 ***) |
| SC Bayer SRL, Bukarest/ Rumänien | 99,00 | 14,0 *) | 2,4 *) |
| Schering Agrochemicals Holdings, Newbury/ Großbritannien | 100,00 | 0,0 ***) | 0,0 ***) |
| Schering Health Care Limited, Newbury/ Großbritannien | 100,00 | 0,0 ***) | 0,0 ***) |
| Schering Holdings Limited, Newbury/ Großbritannien | 100,00 | 22,1 *) | 0,1 *) |
| Schering Industrial Products, Newbury/ Großbritannien | 100,00 | 0,0 ***) | 0,0 ***) |
| SIA Bayer, Riga/ Lettland | 100,00 | 0,6 *) | -0,2 *) |
| Silver Birch Trustees Limited, London/ Großbritannien | 100,00 | 0,0 *) | 0,0 *) |
| UAB Bayer, Vilnius/ Litauen | 100,00 | 4,3 *) | 1,0 *) |
| ZAO Bayer, Moskau/ Russische Föderation | 57,41 | 62,0 *) | 12,3 *) |
| Lateinamerika | |||
| Bayer IMSA, S.A. de C.V., Nuevo Leon/ Mexiko | 50,00 | 9,9 | 3,0 |
| Bayer de Mexico, S.A. de C.V., Mexico City/ Mexico | 74,84 | 217,2 | 53,2 |
| Bayer S.A., Bogota / Kolumbien | 79,35 | 105,0 *) | 12,5 *) |
| Bayer S.A., El Dorado/ Panama | 100,00 | 49,8 *) | 13,4 *) |
| Bayer S.A., Guatemala City/ Guatemala | 100,00 | 90,1 *) | 12,0 *) |
| Bayer S.A., Lima/ Peru | 88,20 | 76,6 *) | 4,1 *) |
| Bayer S.A., Managua/ Nicaragua | 100,00 | 7,5 *) | 0,7 *) |
| Bayer SA, Montevideo/ Uruguay | 100,00 | 7,0 *) | 0,4 *) |
| Bayer S.A., San Jose/ Costa Rica | 100,00 | 23,0 *) | 1,0 *) |
| Bayer, S.A., San Salvador/ El Salvador | 100,00 | 14,5 *) | 0,7 *) |
| Bayer S.A., Santiago de Chile/ Chile | 85,66 | 38,8 *) | 11,9 *) |
| Bayer S.A., Santo Domingo/ Dominikanische Republik | 100,00 | 13,3 *) | 0,3 *) |
| Bayer S.A., Quito/ Ecuador | 99,99 | 23,9 *) | 3,3 *) |
| Bayer S.A. de C.V., Tegucigalpa/ Honduras | 100,00 | 9,5 *) | 0,8 *) |
| Comercial Interamericana, S.A., Guatemala City/ Guatemala | 100,00 | 0,0 *) | 0,0 *) |
| Corporación Bonima S.A. de C.V., Ilopango/ El Salvador | 99,64 | 16,0 *) | 0,5 *) |
| Miles, S.A. Guatemala Branch, Guatemala City/ Guatemala | 100,00 | 0,0 *) | 0,0 *) |
| Productos Quimicos Naturales S.A. de C.V., Orizaba/ Mexico | 100,00 | 11,6 | -0,1 |
| Schering Peruana S.A., Lima/ Peru | 100,00 | 0,0 *) | 0,0 *) |
| Schering-Plough (China) Limited, Hamilton/ Bermuda | 100,00 | 3,4 | 0,0 |
| Quimicas Unidas S.A., Havanna/ Kuba | 100,00 | 0,0 ***) | 0,0 ***) |
| Asien | |||
| Bayer Business Services Philippines, Inc., Taguig City/ Philippinen | 100,00 | 10,2 *) | 6,1 *) |
| Bayer (Cambodia) Co., Ltd., Phnom Penh/ Kambodscha | 100,00 | 0,1 *) | -0,2 *) |
| Bayer CropScience (China) Company Ltd., Hangzhou/ China | 42,19 | 87,3 *) | -0,2 *) |
| Bayer CropScience K.K., Tokio/ Japan | 100,00 | 220,3 *) | 7,4 *) |
| Bayer CropScience Limited, Thane/ Indien | 41,84 | 227,1 | 35,3 |
| Bayer CropScience Ltd., Dhaka/ Bangladesch | 59,99 | 1,5 *) | -3,2 *) |
| Bayer HealthCare Limited, Hong Kong/ China | 100,00 | 18,5 *) | 1,9 *) |
| Bayer Holding Ltd., Tokio/ Japan | 100,00 | 508,2 *) | 78,1 *) |
| Bayer Israel Ltd., Hod Hasharon/ Israel | 100,00 | 4,4 *) | 1,2 *) |
| Bayer Korea Ltd., Seoul/ Republik Korea | 45,20 | 79,9 *) | 8,0 *) |
| Bayer Pakistan (Private) Limited, Karachi/ Pakistan | 41,98 | 9,5 *) | 1,5 *) |
| Bayer Vapi Private Limited, Vapi/ Indien | 99,99 | 198,1 | 31,1 |
| Bayer Vietnam Ltd., Bien Hoa City/ Vietnam | 48,78 | 50,0 *) | 12,5 *) |
| Bayer Yakuhin, Ltd., Osaka/ Japan | 100,00 | 233,8 *) | 108,4 *) |
| Dihon Pharmaceutical Group Co. Ltd., Kunming/ China | 24,79 | 87,2 *) | -4,3 *) |
| Kunming Dihon Pharmaceutical Sales Co., Ltd., Kunming/ China | 100,00 | -6,4 *) | -7,7 *) |
| Medipharm (Pvt) Ltd., Karachi/ Pakistan | 100,00 | 6,4 *) | 0,8 *) |
| Mediterranean Seeds Ltd., Hod Hasharon/ Israel | 100,00 | 1,6 *) | 0,1 *) |
| MEDRAD Medical Equipment Trading Company-Beijing, Beijing/ China | 100,00 | 9,5 *) | 2,3 *) |
| Myanmar Aventis CropScience Ltd., Yangon/ Myanmar | 99,80 | 0,0 *) | 0,0 *) |
| Shanghai Dihon Pharmaceutical Co., Ltd., Shanghai/ China | 100,00 | 11,5 *) | -0,2 *) |
| Shanghai Kangwang Cosmetics Co., Ltd., Shanghai/ China | 100,00 | -0,7 *) | -0,6 *) |
| Shanghai Schering-Plough Pharmaceutical Company, Ltd., Shanghai/ China | 100,00 | -27,6 *) | -17,9 *) |
| Sichuan Dihon Pharmaceutical Development Co., Ltd., Chengdu/ China | 100,00 | 0,7 *) | -0,4 *) |
| Yunnan Yuhong Pharmaceutical Co. Ltd., Kunming/ China | 100,00 | 0,2 *) | 0,0 *) |
| Afrika | |||
| Bayer Algerie S.P.A., Algier/ Algerien | 100,00 | 0,5 *) | 0,2 *) |
| Bayer Middle Africa Ltd., Lagos/ Nigeria | 99,00 | 0,4 *) | 0,0 *) |
| Bayer (Proprietary) Limited, Isando/ Südafrika | 75,64 | 122,9 *) | 20,0 *) |
| Bayer S.A., Casablanca/ Marokko | 33,70 | 28,5 *) | 1,0 *) |
| Bayer Schering Pharma Mocambique, Lda, Maputo/ Mosambik | 100,00 | 0,0 | 0,0 |
| Bayer West-Central Africa S.A., Abidjan/ Elfenbeinküste | 100,00 | 0,4 *) | 0,0 *) |
| Coopers Environmental Science (Pty) Ltd., Pomona/ Südafrika | 26,00 | 1,6 | 0,0 |
| Australien/Ozeanien | |||
| Bayer Australia Limited, Pymble/ Australien | 100,00 | 90,3 *) | 4,4 *) |
| Bayer CropScience Holdings Pty Ltd, East Hawthorn/ Australien | 100,00 | 18,7 *) | 0,0 *) |
| Bayer CropScience Pty Limited, East Hawthorn/ Australien | 100,00 | 70,8 *) | 18,9 *) |
| Bayer MaterialScience Pty Ltd, Cheltenham/ Australien | 100,00 | -13,0 *) | -8,4 *) |
| Bayer New Zealand Limited, Auckland/ Neuseeland | 100,00 | 16,1 *) | -4,3 *) |
| Cotton Growers Services Pty. Limited, Wee Waa/ Australien | 50,00 | 7,9 *) | -1,1 *) |
| Nordamerika | |||
| Bayer CropScience Holdings Inc., Calgary/ Kanada | 28,58 | 255,8 *) | 14,1 *) |
| Bayer CropScience Inc., Calgary/ Kanada | 100,00 | 237,4 *) | 91,3 *) |
| Bayer Inc., Mississauga/ Kanada | 73,17 | 603,6 *) | 62,1 *) |
| Berlex Canada, Inc., Toronto/ Kanada | 100,00 | 0,0 ***) | 0,0 ***) |
*) vorläufige Werte
**) Ergebnis vor Übernahme
***) Vorjahreswerte
Berlin, den 28. Januar 2015
Bayer Pharma Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Weinand
Klusik
Vehreschild
Entwicklung des Anlagevermögens
| Bruttowerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2014 T€ |
Zugänge T€ |
Umbuchungen/ Umgliederungen T€ |
Abgänge T€ |
Stand 31.12.2014 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 596.211 | 28.305 | 17.406 | -314 | 641.608 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 68.639 | 16.255 | -17.406 | 0 | 67.488 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 664.850 | 44.560 | 0 | -314 | 709.096 |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 82.780 | 5.544 | 7.175 | 95.499 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 1.469.029 | 54.400 | 50.591 | -13.245 | 1.560.775 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 209.943 | 11.337 | 3.160 | -8.080 | 216.360 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 124.778 | 161.859 | -60.926 | 0 | 225.711 |
| Summe Sachanlagen | 1.886.530 | 233.140 | 0 | -21.326 | 2.098.344 |
| Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.160.159 | 124.258 | 0 | 0 | 5.284.417 |
| Stille Beteiligungen | 31.134 | 10 | 0 | 0 | 31.144 |
| Beteiligungen | 245 | 523 | 0 | 0 | 768 |
| Sonstige Ausleihungen | 424 | 0 | 0 | -112 | 312 |
| Summe Finanzanlagen | 5.191.962 | 124.781 | 0 | -102 | 5.316.641 |
| 7.743.342 | 402.481 | 0 | -21.742 | 8.124.081 |
| Kumulierte Abschreibungen | Nettowerte | ||
|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2014 T€ |
Stand 31.12.2014 T€ |
Stand 31.12.2013 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | -485.382 | 156.226 | 172.745 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | -689 | 66.799 | 67.950 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | -486.071 | 223.025 | 240.695 |
| Sachanlagen | |||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | -32.709 | 62.790 | 53.152 |
| Technische Anlagen und Maschinen | -1.192.328 | 368.447 | 334.173 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | -173.832 | 42.527 | 40.304 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | -124 | 225.587 | 124.778 |
| Summe Sachanlagen | -1.398.993 | 699.351 | 552.407 |
| Finanzanlagen | |||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | -802.897 | 4.481.520 | 4.357.262 |
| Stille Beteiligungen | 0 | 31.144 | 31.134 |
| Beteiligungen | -240 | 528 | 5 |
| Sonstige Ausleihungen | 0 | 312 | 424 |
| Summe Finanzanlagen | -803.137 | 4.513.504 | 4.388.825 |
| -2.688.201 | 5.435.880 | 5.181.927 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2014 T€ |
Zugänge T€ |
außerplanmäßige Zugänge T€ |
Zuschreibungen T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | -423.466 | -62.228 | 0 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | -689 | 0 | 0 | 0 |
| -424.155 | -62.228 | 0 | 0 | |
| Sachanlagen | ||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | -29.628 | -3.079 | 0 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | -1.134.856 | -68.383 | 0 | 0 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | -169.639 | -12.226 | 0 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau | 0 | 0 | -124 | 0 |
| -1.334.123 | -83.688 | -124 | 0 | |
| Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | -802.897 | 0 | 0 | 0 |
| Beteiligungen | -240 | 0 | 0 | 0 |
| -803.137 | 0 | 0 | 0 | |
| -2.561.415 | -145.918 | -124 | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||
|---|---|---|---|
| Umbuchungen/ Umgliederungen T€ |
Abgänge T€ |
Stand 31.12.2014 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 0 | 314 | -485.382 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | -689 |
| 0 | 314 | -486.071 | |
| Sachanlagen | |||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0 | 0 | -32.709 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 0 | 10.911 | -1.192.328 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0 | 8.031 | -173.832 |
| Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau | 0 | 0 | -124 |
| 0 | 18.942 | -1.398.993 | |
| Finanzanlagen | |||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | -802.897 |
| Beteiligungen | 0 | 0 | -240 |
| 0 | 0 | -803.137 | |
| 0 | 19.256 | -2.688.201 |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bayer Pharma Aktiengesellschaft, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.
Essen, den 30. Januar 2015
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Eckhard Sprinkmeier, Wirtschaftsprüfer
ppa. Oliver Köster, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
der Bayer Pharma Aktiengesellschaft
Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2014 regelmäßig ausführlich in schriftlicher sowie in mündlicher Form über die wirtschaftliche Lage und die Entwicklung des Unternehmens berichtet.
Der Jahresabschluss der Bayer Pharma Aktiengesellschaft, Berlin, für das Geschäftsjahr 2014 wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften (HGB) und dem Aktiengesetz (AktG) aufgestellt, der Lagebericht nach den Vorschriften des HGB. Die in der Vergangenheit mögliche Befreiung nach. § 264 Abs. 3 HGB von der Pflicht der Erstellung eines Anhangs und Lageberichts, sowie Offenlegung des Abschlusses, kann auf Grund des Dritten Gesetzes zur Neuregelung energiewirtschaftlicher Vorschriften, die am 28. Dezember 2012 in Kraft getreten sind, nicht mehr genutzt werden. Daher hat die Bayer Pharma Aktiengesellschaft, Berlin, einen Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang - sowie einen Lagebericht erstellt, und wird diesen ver öffentlichen.
Der Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der Bayer Pharma Aktiengesellschaft geprüft. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und Lagebericht der Bayer Pharma Aktiengesellschaft sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Den Jahresabschluss und Lagebericht haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwände. Wir stimmen daher dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.
Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss billigen wir. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Mit dem Lagebericht sind wir einverstanden.
Angesichts des mit der Bayer Aktiengesellschaft bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags erübrigen sich die Prüfung eines Abhängigkeitsberichtes und ein Vorschlag zur Verwendung des Gewinns.
Leverkusen und Berlin, den 11. Februar 2015
Für den Aufsichtsrat
Michael König, Vorsitzender des Aufsichtsrates