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Bayer AG Audit Report / Information 2012

Apr 9, 2013

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Audit Report / Information

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Publication

Bayer CropScience AG

Monheim am Rhein

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012

Lagebericht

Organisation und Struktur

Die Bayer CropScience AG ist ein 100 %-iges Tochterunternehmen der Bayer AG und die Führungsgesellschaft der Bayer CropScience Gruppe, welche ein Teilkonzern der Bayer Gruppe ist. Bayer CropScience AG ist in den Gebieten Saatgut, Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung inner- und außerhalb der Landwirtschaft tätig. Organisatorisch ist das CropScience-Geschäft in zwei operative Segmente Crop Protection/Seeds und Environmental Science unterteilt.

Crop Protection/Seeds bietet eine Produktpalette mit hochwertigem Saatgut und Pflanzeneigenschaften, innovativen Pflanzenschutzlösungen auf biologischer und chemischer Basis sowie einen umfassenden Kundenservice für die moderne und nachhaltige Landwirtschaft an. Das operative Segment Environmental Science fokusiert sich auf nicht-landwirtschaftliche Anwendungen und verfügt über ein breites Portfolio an Produkten und Dienstleistungen zur Kontrolle von Schädlingen in Heim und Garten bis hin zur Forstwirtschaft.

Neben der Holdingfunktion im Rahmen des CropScience-Geschäfts erforscht, entwickelt, produziert und vertreibt die Bayer CropScience AG Produkte entweder selbst oder mittels verbundener Bayer Gesellschaften.

Wirtschaftliches Umfeld

Der globale Saatgut- und Pflanzenschutzmarkt entwickelte sich im Jahr 2012 weiterhin dynamisch. Die Nachfrage nach hochwertigem Saatgut stieg insgesamt weiter spürbar an und auch der weltweite Pflanzenschutzmarkt wuchs deutlich.

In Europa wurden vor allem in den osteuropäischen Ländern, wie der Ukraine und Russland, aber auch in Westeuropa aufgrund günstiger Witterungsbedingungen, insbesondere in Großbritannien, überdurchschnittliche Wachstumsraten notiert. Dagegen litt die Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln in den Mittelmeerländern durch die Auswirkungen der allgemeinen Schuldenkrise in Kombination mit einer ausgedehnten Trockenheit im zweiten und dritten Quartal.

Die weltweit stärksten Wachstumsimpulse im Saatgut- und Pflanzenschutzmittel-markt gingen im abgelaufenen Jahr wiederum von der Region Lateinamerika aus. Allen voran boomte die Agrarkonjunktur in Brasilien, aber auch in Argentinien oder Mexiko wurden zweistellige Wachstumsraten gegenüber bereits hohen Vorjahreswerten verzeichnet. Selbst in Nordamerika wurden, trotz extremer Sommerdürre, insbesondere im mittleren Westen der USA, die im langjährigen Mittel festgestellten Wachstumsraten 2012 deutlich übertroffen.

Auch in der Region Asien/Pazifik setzte sich der insgesamt positive Markttrend fort, wenngleich im Mittel der Region insgesamt eine leichte Abschwächung des Wachstums gegenüber dem Vorjahr spürbar wurde. Die innerhalb dieser Region weiterhin stark wachsenden Märkte für Pflanzenschutzmittel sind Indien und China. In Australien verhinderten ungünstige Witterungsbedingungen eine gute Marktentwicklung, trotz eines positiven Agrarkonjunkturumfeldes. Dagegen war der japanische Saatgut- und Pflanzenschutzmittelmarkt noch immer von den Spätfolgen der Erdbebenkatastrophe im Vorjahr gezeichnet. Das zeigte sich vor allem durch rückläufige Aussaatflächen und geringere Aufwandmengen auf relativ niedrigem Niveau.

Beschaffung und Produktion

Die Bayer CropScience AG steuert die Bereiche Beschaffung und Produktion in einer globalen Einheit. Dies ermöglicht eine integrierte Lieferkette vom Rohstoffeinkauf über die Produktion von Fertigerzeugnissen bis zum Warenlager und von dort die Vermarktung über ein zwei- oder dreistufiges Vertriebssystem, entsprechend den lokalen Marktbedingungen. Dadurch möchte die Bayer CropScience AG ihre Kostenstruktur verbessern sowie eine erhöhte Flexibilität gewährleisten.

Die Bayer CropScience AG ist die sogenannte Triangulierungszentrale für den Teilkonzern Bayer CropScience. Die grenzüberschreitenden Materialströme von Produktionsgesellschaften des Teilkonzerns werden durch die Bayer CropScience AG abgewickelt: Bestell- und Rechnungslegungsprozess von bzw. an die involvierten Produktions- bzw. Vertriebsgesellschaften sowie die finanzielle Abwicklung erfolgen mittels der Bayer CropScience AG zu zuvor vereinbarten Transferpreisen. Hiervon abweichend erfolgen die Warenströme auf direktem Weg, d. h. die Produktionsgesellschaften beliefern direkt die abnehmende Gesellschaft. Die Festlegung der Transferpreise erfolgt auf der Grundlage einer im Rahmen der Triangulierung festgelegten Richtlinie (Transfer Price Policy), wonach die Bayer CropScience AG wesentliche unternehmerische Risiken übernimmt, u. a. im Hinblick auf Vermarktungs- und Währungsrisiken, und den beteiligten Gesellschaften ein angemessenes Ergebnis einräumen soll.

Um das Risiko von Beschaffungsproblemen zu minimieren, erfolgt die Versorgung mit bedeutenden Einsatzstoffen vorrangig über langfristige Lieferverträge. Dies spiegelt sich auch im systematischen Ansatz zum Lieferantenmanagement wider. Durch regelmäßige Überprüfung der Nachhaltigkeit und Qualität unserer Lieferanten können wir sicherstellen, dass die Beschaffung im Einklang mit den Bayer-Standards steht.

Die Produkte der Bereiche Crop Protection und Environmental Science werden weltweit in eigenen Produktions- und Formulierungsstandorten hergestellt. Zu den größten Standorten gehören Dormagen, Knapsack und Frankfurt a. M. (Deutschland), Kansas City (USA) sowie Vapi (Indien). Zahlreiche dezentrale Formulier- und Abfüllstandorte ermöglichen ein schnelles Reagieren auf die Bedürfnisse der lokalen Märkte. Dort werden die Wirkstoffe entsprechend den lokalen Anforderungen und den Anwendungsgebieten zu Herbiziden, Fungiziden, Insektiziden, Saatgutbehandlungsmitteln und Environmental Science-Produkten weiterverarbeitet, konfektioniert und verpackt.

Wir investieren fortlaufend in unser Produktionsnetzwerk um Kapazitäten für neue Produkte sowie neue Technologien und verbesserte Herstellungsprozesse zu schaffen. Um die forwährend steigende Nachfrage am Markt auf wettbewerbsfähige und zeitnahe Weise zu befriedigen, hat die Kapazitätsauslastung in 2012 (91,0%) auf dem hohen Niveau von 2011 (87,7%) gelegen.

Produkte, Vertrieb und Märkte

Die Bayer CropScience AG bietet ein umfassendes Portfolio an Produkten und Dienstleistungen im Bereich des Pflanzenschutzes, der Saatgutzüchtung und verbesserter Pflanzeneigenschaften sowie der Schädlings- und Unkrautbekämpfung außerhalb der Landwirtschaft an. Über alle Geschäftsbereiche gehören insbesondere Imidacloprid, Prothioconazole und Trifloxystrobin zu den umsatzstärksten Wirkstoffen. Diese vermarkten wir entsprechend den lokalen Marktbedingungen. Unser Geschäft unterliegt der Saisonalität der verschiedenen Anbaukulturen und den daraus resultierenden Absatzzyklen.

Die Bayer CropScience AG vertreibt ihre Produkte weltweit in mehr als 120 Länder. Insbesondere in den Wachstumsmärkten hat die Landwirtschaft großes Potenzial, um durch den Einsatz von innovativen Spitzentechnologien, die weltweit steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Nahrungs- und Futtermitteln decken zu können.

Forschung und Entwicklung

Das Ziel der Bayer CropScience AG ist es, den Kunden entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufeinander abgestimmte integrierte Lösungen für bestimmte Kulturpflanzen anzubieten. Um diesem Innovationsanspruch gerecht zu werden, nutzt die Bayer CropScience AG ihr globales Netzwerk an Forschungs- und Industriepartnern und investiert stark in die Forschung und Entwicklung von neuen Produkten.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten der Bayer CropScience AG in Höhe von 566 Mio. EUR (Vorjahr: 544 Mio. EUR) entsprechen einer Forschungsquote von 10,5 % (Vorjahr: 11,4 %) des erzielten Umsatzes der Bayer CropScience AG.

Die Bayer CropScience AG Standorte zur Erforschung und Entwicklung von chemischen Pflanzenschutzmitteln, speziell Insektizide, Fungizide und Herbizide, sind Monheim und Frankfurt a. M.. Während die Forschungstätigkeiten auf die zentralen Standorte gebündelt sind, finden die Entwicklungsaktivitäten sowohl in zentralen Einrichtungen als auch in zahlreichen Feldversuchsstationen statt. Dies gewährleistet die Prüfung der zukünftigen Wirkstoffe und Sorten gemäß den spezifischen regionalen Erfordernissen.

Um der Entwicklung der globalen Märkte in der Zukunft noch besser Rechnung tragen zu können, richtet die Bayer CropScience AG ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten neu aus. So sollen die Aktivitäten verstärkt auf neue Wachstumsbereiche wie Pflanzengesundheit und Stresstoleranz konzentriert werden.

Die Wissenschaftler arbeiten im Rahmen eines integrierten Forschungsansatzes zunehmend enger zusammen. Die Fachkompetenzen aus der chemischen und biologischen Forschung und Feldentwicklung werden so optimal gebündelt und auf die langfristigen Forschungsziele und Geschäftsstrategien in den einzelnen Anbaukulturen ausgerichtet.

Im Bereich Crop Protection erforscht und entwickelt die Bayer CropScience AG innovative, sichere und nachhaltige Produkte für den Einsatz als Insektizide und Herbizide. Hierbei stehen moderne Technologien aus den Bereichen der Chemie, Biologie und Biochemie, wie zum Beispiel genetische Analysen, Hochdurchsatz-Screening und Bioinformatik, für die Identifizierung neuer chemischer Leitstrukturen zur Verfügung. Kooperationen mit externen Partnern ergänzen die eigenen Aktivitäten.

Bayer CropScience AG erweitert zudem den Einsatzbereich der Wirkstoffe durch neue Mischungen oder die Entwicklung innovativer Formulierungen für bereits vermarktete Produkte, um deren Anwendbarkeit auf andere Kulturpflanzen zu ermöglichen oder die Handhabung der Produkte zu verbessern.

Angaben zu wichtigen Ereignissen im Geschäftsjahr

Die Bayer CropSciene AG ist mit Wirkung zum 1. April 2012 atypischer stiller Gesellschafter der Bayer Intellectual Property GmbH geworden und hat im Zuge dessen immaterielle Vermögenswerte mit einem Restbuchwert von insgesamt 60 Mio. EUR eingebracht. Für die Nutzung dieser Vermögenswerte durch die Bayer CropScience AG ist diese verpflichtet, entsprechende Lizenzentgelte an die Bayer Intellectual Property GmbH zu leisten. Die Bayer CropScience AG erzielt steuerlich Einkünfte aus Gewerbebetrieb gem. § 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG, die aus handelsrechtlicher Sicht nach Feststellung des Jahresabschlusses der atypischen stillen Gesellschaft phasengleich zu vereinnahmen und als eigenständige Forderungen auszuweisen sind.

Am 8. Oktober 2012 brannte es im E-Betrieb im Werk Dormagen und dies führte zu einem Produktionsstillstand von drei Monaten. Der Sachschaden ist unwesentlich, der Umsatzausfall – unter Berücksichtigung eines Selbstbehalts – versichert.

Finanzinstrumente

Originäre Finanzinstrumente

Der beizulegende Zeitwert von Forderungen, Ausleihungen oder originären Verbindlichkeiten wird als Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzu- oder -abflüsse ermittelt. Die Abzinsung erfolgt unter Anwendung des zum Bilanzstichtag aktuellen laufzeitadäquaten Zinssatzes. Sollte ein börsennotierter Preis vorhanden sein, wird dieser als beizulegender Zeitwert angesetzt.

Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten für Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten weichen die Buchwerte am Bilanzstichtag nicht signifikant von den beizulegenden Zeitwerten ab.

Im Rahmen der konzernweiten Finanzsteuerung hat die Bayer CropScience AG im Geschäftsjahr ein Darlehen in Höhe von 450 Mio. EUR bei der Bayer Holding France SCS aufgenommen und zu gleichen Konditionen (Zinssatz und Laufzeit) bis zur weiteren Verwendung an die Bayer AG vergeben. Der bilanzielle Ausweis erfolgt im Anlagevermögen unter den Ausleihungen gegen verbundene Unternehmen und unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Bayer CropScience AG hat ein unverzinsliches Darlehen von 37 Mio. EUR an die AgrEvo VerwaltungsGmbH mit einer 10-jährigen Laufzeit vergeben.

Derivative Finanzinstrumente

Aus sich ändernden Wechselkursen ergeben sich Risiken für die beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wie auch für zukünftige Zahlungsmittelzu- und -abflüsse. Zur Reduzierung dieser Risiken werden Derivate eingesetzt, die teilweise als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge Accounting designiert werden. Sicherungsgeschäfte (Devisentermingeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte) werden konzernweit zentral von der Bayer AG mit externen Vertragspartnern abgeschlossen. Entsprechend der teilkonzernspezifischen Erfordernisse wird ein Anteil dieser Geschäfte an die Bayer CropScience AG belastet.

a) Sicherung des bilanziellen Exposure

Fremdwährungsforderungen und –verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit Fremdwährungsderivaten gesichert und stehen in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung.

Die Effekte aus der Bewertung kurzfristiger Vermögensgegenstände und Verbindlichen werden dabei mit den gegenläufigen Wertänderungen aus den dafür eingegangenen Devisenkontrakten je Währung zu handelsrechtlichen Bewertungseinheiten (Bewertungsportfolio) zusammengefasst. Für daraus resultierende Bewertungsverluste wurden handelsrechtlich gemäß dem Imparitätsprinzip Rückstellungen aus Bewertungseinheiten in Höhe von 22 Mio. EUR (Vorjahr: 1 Mio. EUR) per 31. Dezember 2012 gebildet.

b) Sicherung des geplanten Exposure

Zur Absicherung von mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Geschäften in Fremdwährung wurden durch die Bayer AG teilweise externe Devisenkontrakte abgeschlossen, welche anteilig an die Bayer CropScience AG belastet wurden. Wert-änderungen korrespondierender extern geplanter Geschäfte und interner Devisenkontrakte verhalten sich jeweils gegenläufig und gleichen sich mit Fälligkeit im Wesentlichen aus. Die Geschäfte werden in Bewertungsportfolios zusammengefasst.

Soweit sich während der Laufzeit der Sicherungsbeziehung die bewertungsrelevanten Parameter nicht ändern und von einem vollständigen Ausgleich der Wertänderungen auszugehen ist, bleiben die gegenläufigen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft bilanziell und ergebnismäßig unberücksichtigt. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv festgestellt.

Finanzierungsrechnung

Das Bruttoergebnis hat sich um 37 Mio. EUR auf 1.605 Mio. EUR (Vorjahr: 1.568 Mio. EUR) verbessert. Aufgrund des Geschäftsmodells trägt die Bayer CropScience AG den Hauptteil der weltweiten Lizenzaufwendungen des Teilkonzerns Bayer CropScience. Vor allem durch die Einbringung von immateriellen Vermögensgegenständen in die Bayer Intellectual Property GmbH sind die Lizenzaufwendungen angestiegen.

Der Zufluss im Cash Flow aus Investitionstätigkeit ist vor allem auf einen Finanzkredit der Bayer France Holding SCS über 450 Mio. EUR zurückzuführen. Des Weiteren wurden an die neu gegründete Bayer Intellectual Property GmbH IP-Rechte in Höhe von 60 Mio. EUR übertragen.

Der Abfluss des Cash Flows aus Finanzierungstätigkeit wird durch die Gewährung des Finanzkredits über 450 Mio. EUR an die Bayer AG beeinflusst.

Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen der Bayer CropScience AG betrug zum 31. Dezember 2012 5.476 Mio. EUR (Vorjahr: 5.010 Mio. EUR). Damit liegt es um 466 Mio. EUR über dem Stand zu Jahresbeginn.

Die Veränderungen im Anlagevermögen beruhen zum einen auf der Gründung der Bayer Intellectual Property GmbH zum 1. April 2012 und der damit verbundenen Übertragung von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 60 Mio. EUR und des Ausweises des stillen Gesellschafteranteils in den Finanzanlagen unter den Ausleihungen. Zum anderen wurde ein bei der Bayer Holding France SCS aufgenommener und an die Bayer AG gewährter Finanzkredit in Höhe von 450 Mio. EUR in den Finanzanlagen unter den Ausleihungen erfasst.

Dem steht eine Reduzierung im Umlaufvermögen von 56 Mio. EUR auf 2.416 Mio. EUR (Vorjahr: 2.472 Mio. EUR) gegenüber.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich auf 846 Mio. EUR (Vorjahr: 1.022 Mio. EUR) bzw. auf 921 Mio. EUR (Vorjahr: 560 Mio. EUR). Ihr Anteil an der Bilanzsumme beträgt 15,4 % bzw. 16,8 %. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus der Eingliederung in den Cash-Pool der Bayer AG. Die liquiden Mittel werden im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings von der Bayer AG vereinnahmt.

Das Vorratsvermögen hat sich um 58 Mio. EUR auf 765 Mio. EUR erhöht. Um die steigende Nachfrage in der kommenden Saison zu decken wurden vor allem die Bestände an Vor- und Zwischenprodukten erhöht. So haben sich die Rohstoffbestände um 27 Mio. EUR auf 214 Mio. EUR und die Bestände an unfertigen Erzeugnissen um 12 Mio. EUR auf 169 Mio. EUR erhöht. Ebenso sind die Vorräte an fertigen Erzeugnissen und Handelswaren um 15 Mio. EUR aufgestockt worden.

Das Eigenkapital bliebt unverändert. Demzufolge hat sich die Eigenkapitalquote leicht von 62,1 % auf 56,9 % vermindert. Das in 2012 erzielte Jahresergebnis in Höhe von 446 Mio. EUR (Vorjahr: 551 Mio. EUR vor Ergebnisabführung und ohne Berücksichtigung der Entnahme aus der Gewinnrücklage) wird aufgrund des mit der Bayer AG bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages unter den Verbindlichkeiten mit verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Im Wesentlichen bedingt durch einen Anstieg der Rückstellungen für Drohverluste aus schwebenden Geschäften erhöhten sich die Rückstellungen auf 939 Mio. EUR (Vorjahr: 870 Mio EUR).

Die Verbindlichkeiten sind insbesondere durch den bei der Bayer Holding France SCS aufgenommenen und an die Bayer AG gewährten Finanzkredit in Höhe von 450 Mio. EUR gestiegen und belaufen sich auf 1.373 Mio. EUR (Vorjahr: 968 Mio. EUR).

Umsatz- und Ertragslage

Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz der Bayer CropScience AG um 12,8 % auf 5.383 Mio. EUR. Aufgrund der starken Nachfrage am Markt konnte insbesondere das Geschäft mit den Bayer CropScience Teilkonzern-zugehörigen Vertriebsgesellschaften in allen Regionen gestärkt werden. Der günstige Wechselkurs trug zu einer weiteren Umsatzsteigerung bei.

Das Crop Protection Geschäft mit Fremdunternehmen wurde durch vermehrte Einmalgeschäfte im Bereich Industrial Sales, aber auch mit höheren Umsätzen von desinvestierten Produkten (+10 Mio. EUR) gestärkt. Das Direktgeschäft an externe Kunden erfuhr, hauptsächlich in der Region EMEA, trotz schwieriger politischer Lage, einen signifikanten Umsatzanstieg von 13 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr.

Im Geschäftsbereich Environmental Science stieg der Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr um 3 % leicht an. Der Bereich Seeds konnte besonders durch die Einnahmen der Auslizenzierungen im Vergleich zum Vorjahr einen um 34 % erhöhten Umsatz erzielen.

Der Strategie im Marketingbereich, den Lizenzentgelten an die Bayer Intellectual Property GmbH und der Neuausrichtung der globalen F & E Organisation folgend, stiegen die Kosten in diesen Funktionen wesentlich stärker als in der vergangenen Periode.

Der Gewinn vor Steuern beträgt 446 Mio. EUR. Bedingt durch einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Bayer CropScience AG und der Bayer AG wird der Gewinn an die Bayer AG übertragen.

Im Geschäftsjahr 2012 wurde ein Beteiligungsergebnis von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,8 Mio. EUR) erzielt.

Das Zinsergebnis von -37 Mio. EUR (Vorjahr: -11 Mio. EUR) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 26 Mio. EUR verschlechtert. Maßgeblich für die Ergebnisverschlechterung waren Veränderungen bei den Zinssätzen sowie die Verringerung der liquiden Mittel zum Jahresende.

Der negative Saldo aus den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen belief sich auf -23 Mio. EUR (Vorjahr: -17 Mio. EUR). Er beinhaltet im Wesentlichen die Gewinne und Verluste aus Devisensicherungsgeschäften und Fremdwährungsbewertungen.

Das Finanzergebnis enthält den phasengleich vereinnahmten Ergebnisanteil der Bayer Intellectual Property GmbH in Höhe von 323 Mio. EUR.

Mitarbeiter

Am 31. Dezember 2012 beschäftigte die Bayer CropScience AG 3.634 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.749). Damit hat sich die Mitarbeiterzahl gegenüber dem Vorjahr verringert. Dies resultiert aus strukturellen Veränderungen im Zusammenhang mit der neuen Strategie von Bayer CropSience sowie aus konzerninternen Verlagerungen von Funktionen in die Bayer Intellectual Property GmbH und die Bayer Business Services GmbH.

Der Personalaufwand verringerte sich im Jahr 2012 um 12 % auf 426 Mio. EUR (Vorjahr: 380 Mio. EUR). Der Anstieg der im Wesentlichen auf erhöhte Aufwendungen für Restrukturierungen, regelmäßige Gehaltsanpassungen und einer erhöhten Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg zurückzuführen ist.

Nachhaltige Personalpolitik

Die Personalpolitik des Bayer-Konzerns basiert auf den Unternehmenswerten, die unter dem Kürzel „LIFE“ weltweit gelten. LIFE steht für Leadership (Führung), Integrität, Flexibilität und Effizienz. Aus diesen Werten ergibt sich für uns die Verpflichtung zu einer nachhaltigen Personalpolitik mit einer starken Leistungs- und Entwicklungsorientierung einerseits und einer ausgeprägten sozialen Verantwortung andererseits. Als Ausdruck der großen Bedeutung unserer Unternehmenswerte für das berufliche Handeln unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wir die LIFE-Werte im Berichtsjahr fest in unser globales Performance Management-System integriert. Sämtliche Mitarbeiter des leitenden Bereichs werden künftig auch danach beurteilt, inwieweit sie bei der Erfüllung ihrer beruflichen Ziele die vier Unternehmenswerte angewendet haben.

Vergütung und Mitarbeiterbeteiligung

Ein wichtiger Bestandteil unserer Personalpolitik ist die leistungsgerechte Vergütung unserer Beschäftigten und ihre Beteiligung am Unternehmenserfolg. Auf der Grundlage regelmäßiger Wettbewerbsanalysen und einer weltweit einheitlichen Systematik bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein leistungs- und verantwortungsbezogenes Grundgehalt, das durch erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile sowie umfangreiche Nebenleistungen ergänzt wird.

Verschiedene Aktienbeteiligungsprogramme ermöglichen unseren Mitarbeitern zudem den vergünstigten Erwerb von Unternehmensanteilen. Für das obere und mittlere Management bestehen mit den „Aspire“-Programmen ebenfalls aktienbasierte Vergütungsprogramme, die sich durch anspruchsvolle Renditeziele und – im Falle unserer Konzernführungskräfte – ein angemessenes Eigeninvestment auszeichnen.

Soziale Absicherung und Verantwortung

Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung spiegeln auch unseren Umgang mit erforderlichen Veränderungen und Restrukturierungsmaßnahmen wider. So haben wir den im November 2010 eingeleiteten Stellenabbau möglichst sozialverträglich gestaltet und bis zum Ende des Berichtsjahres größtenteils abgeschlossen. Für die Beschäftigten sind betriebsbedingte Kündigungen durch eine im Berichtsjahr erneut verlängerte Vereinbarung mit den Arbeitnehmervertretern nunmehr bis Ende 2015 ausgeschlossen. Vervollständigt wird dieser Aspekt unserer Personalpolitik durch ein hohes Maß an sozialer Absicherung. So haben unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Zugang zu einer Form der betrieblichen Altersversorgung. Kollektive Regelungen wie Tarifverträge oder betriebliche Vereinbarungen bestimmen die Arbeitsbedingungen unserer Mitarbeiter.

Mitarbeiterstruktur 2012 (Mitarbeiterjahre) Frauen Männer Gesamt
Oberes Management 96 584 680
Unteres Management 119 331 450
Fachkräfte 581 1.763 2.344
Gesamt 796 2.678 3.474

Risikobericht

Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Aus diesem Grund ist ein wirksames Management von Chancen und Risiken ein bedeutender Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswerts. In der Bayer CropScience AG ist die Steuerung von Chancen und Risiken integraler Bestandteil des konzernweiten Systems der Unternehmensführung und nicht Aufgabe einer bestimmten organisatorischen Einheit. Zentrale Bestandteile des Chancen- und Risikomanagementsystems sind der Planungs- und Controllingprozess, das konzerninterne Regelwerk und das Berichtswesen. In regelmäßigen Konferenzen zur Geschäftsentwicklung wird die Chancen- und Risikosituation, die in den Strategien der strategischen Geschäftseinheiten und der Regionen qualitativ und quantitativ bewertet wird, aktualisiert und daraus resultierende Ziele und Steuerungsmaßnahmen abgeleitet. Grundlage des Chancenmanagements ist die detaillierte Beobachtung und Analyse der individuellen Märkte sowie die frühzeitige Erkennung und Bewertung von Trends, aus denen sich die Identifikation der Chancen ableitet. Dabei werden sowohl gesamtwirtschaftliche, branchenspezifische als auch regionale oder lokale Entwicklungen einbezogen.

Im Rahmen der Risikoerhebung sowie im Hinblick auf das KonTra-Gesetz („Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich“) werden Risiken hinsichtlich ihrer quantitativen und qualitativen Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeit erfasst und dokumentiert, um notwendige Gegenmaßnahmen treffen zu können. Die Ergebnisse werden dem Vorstand der Bayer CropScience AG regelmäßig unterbreitet.

Die Risikolandschaft der Bayer CropScience AG hat sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr verändert. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken, auch in Verbindung mit anderen Risiken, ab.

Produktentwicklungsrisiken: Da die Wettbewerbsposition sowie die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Bayer CropScience AG in signifikanter Weise von der Entwicklung kommerziell erfolgreicher Produkte und Produktionstechnologien abhängen, investiert die Gesellschaft beträchtliche finanzielle Mittel in die Forschung und Entwicklung. Aufgrund langwieriger Entwicklungsprozesse, technologischer Herausforderungen, regulatorischer Vorgaben und starken Wettbewerbs ist jedoch nicht sichergestellt, dass alle Produkte, die sich zukünftig oder derzeit in der Entwicklungspipeline befinden, ihre geplante Marktreife erreichen und sich auf dem Markt kommerziell erfolgreich behaupten werden.

Darüber hinaus können mögliche Nebenwirkungen der Produkte, die trotz vorheriger intensiver Prüfungen erst nach der Zulassung bzw. Registrierung entdeckt werden, zu einer teilweisen oder kompletten Rücknahme vom Markt führen. Ein solcher Vertriebsstopp kann freiwillig erfolgen oder auch durch rechtliche und behördliche Schritte begründet sein. Auch Gerichtsverfahren und damit verbundene Schadenersatzforderungen wegen möglicher Nebenwirkungen der Produkte können das Ergebnis erheblich belasten.

Um eine effektive und effiziente Verwendung der in die Forschung und Entwicklung investierten Mittel zu gewährleisten, hat die Bayer CropScience AG eine entsprechende Aufbau- und Ablauforganisation mit Fachabteilungen, Arbeitskreisen und Reportingstrukturen zur Überwachung von Entwicklungsprojekten implementiert.

Regulatorische Risiken: Die Bayer CropScience AG ist strengen behördlichen Vorgaben hinsichtlich der durchzuführenden Studien sowie der Herstellung und Vermarktung einer Vielzahl seiner Produkte unterworfen. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend besonders in den USA und der EU fortsetzt. Steigende Prüfanforderungen, z. B. an (öko-) toxikologische Studien, können die Produktentwicklungskosten erhöhen und die Zeit bis zur (Re-) Registrierung verlängern.

Potenziellen Risiken aus gesetzlichen und sonstigen Vorgaben wird dadurch Rechnung getragen, dass sich Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung durch interne und externe Fachleute stützen.

Patentrisiken: Ein Großteil der Produkte der Bayer CropScience AG unterliegt dem Patentschutz. Läuft ein Patent aus oder kann ein Patent nicht erfolgreich verteidigt werden, ist in der Regel mit verstärktem Wettbewerb und dem damit verbundenen Preisdruck durch den Markteintritt von Generika-Anbietern zu rechnen.

In einzelnen Bereichen muss sich die Bayer CropScience AG des Weiteren gegen Klagen Dritter aufgrund der Verletzung von Patenten oder sonstiger Schutzrechte verteidigen. Dies könnte die Entwicklung oder Herstellung bestimmter Produkte behindern oder gar stoppen und uns zu Schadenersatz- oder Lizenzzahlungen an Dritte verpflichten.

Produktions-, Beschaffungsmarkt- und Umweltschutzrisiken: Die Produktionskapazitäten an einigen der Standorte könnten z. B. durch technisches Versagen, Naturkatastrophen, regulatorische Rahmenbedingungen oder Lieferunterbrechungen bei Hauptrohstoffen oder Zwischenprodukten, z. B. durch die Abhängigkeit von einem Lieferanten, beeinträchtigt werden. Gelingt es in diesen Fällen nicht, mit der Produktion auf andere Standorte auszuweichen oder die Nachfrage aus Vorräten zu bedienen, kann es zu einem Umsatzrückgang kommen.

Die Versorgung mit strategisch wichtigen Rohstoffen wird – soweit möglich – über langfristige Verträge und/oder mit verschiedenen Lieferanten gesichert. Zusätzlich unterliegen sämtliche Schritte der Produktionskette sowie die verwendeten Materialien einer ständigen Kontrolle.

Die Herstellung von chemischen Produkten birgt Risiken, die mit der Produktion, der Abfüllung, der Lagerung und dem Transport von Rohstoffen, Erzeugnissen und Abfällen verbunden sind. Diese Risiken können Personen-, Sach- und Umweltschäden, Produktionsausfälle und Betriebsunterbrechungen sowie die Verpflichtung zu Schadenersatzzahlungen zur Folge haben.

Produkt- und Umweltschutzrisiken wird mit entsprechenden Qualitätssicherungsmaßnahmen begegnet. So wird Prozesssicherheit durch ein integriertes Qualitäts-, Gesundheits-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement gewährleistet. Weiterhin engagiert sich die Bayer CropScience AG im Rahmen der internationalen Initiativen der chemischen Industrie – „Responsible Care“ und „Global Product Strategy“ - und treibt damit ihre Nachhaltigkeitsstrategie und das Nachhaltigkeitsmanagement voran.

Finanzwirtschaftliche Risiken: Als weltweit agierendes Unternehmen ist die Bayer CropScience AG im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken sowie verschiedenen Marktpreisrisiken ausgesetzt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Unternehmenspolitik ist es, die aus dem operativen Geschäft sowie den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen entstehenden Marktpreisrisiken in einem zentralen Risikomanagementprozess zu ermitteln, zu analysieren und durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente zu eliminieren bzw. zu begrenzen. Derivative Finanzinstrumente werden dabei fast ausschließlich zur Absicherung von gebuchten und geplanten Transaktionen abgeschlossen. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten unterliegt strengen internen Kontrollen, die im Rahmen zentral festgelegter Mechanismen und einheitlicher Richtlinien erfolgen.

IT-Risiken: Die Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die interne bzw. externe Kommunikation des Bayer-Konzerns und somit auch der Bayer CropScience AG basieren zunehmend auf Informationstechnologien. Eine wesentliche Störung oder gar ein Ausfall der globalen und regionalen Geschäftssysteme kann zu einem Datenverlust und einer Beeinträchtigung der Geschäfts- und Produktionsprozesse führen.

Mit der Etablierung einer umfassenden Organisation für das IT-Risikomanagement, der Verabschiedung eines Regelwerks mit der Festlegung entsprechender Rollen und Verantwortlichkeiten sowie der Implementierung eines periodischen Berichtssystems werden die Grundlagen für ein kontinuierliches und nachhaltiges Risikomanagementsystem für diesen Bereich gelegt. Dazu wurde auf Konzernebene ein übergreifendes Gremium eingerichtet, das die grundsätzliche Strategie, Architektur und Sicherheitsmaßnahmen für den Konzern beschließt. Diese werden durch die Bayer CropScience AG in Abstimmung mit dieser zentralen Organisation entsprechend umgesetzt. In Zusammenarbeit mit unserem internen IT-Dienstleister (Bayer Business Services GmbH) wurden technische Vorkehrungen, wie beispielsweise Datenwiederherstellungs- und Kontinuitätspläne, entwickelt.

Strategie

Im Oktober 2011 hat die Weltbevölkerung die 7-Milliarden-Grenze überschritten, im Jahr 2050 werden voraussichtlich 9 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Gleichzeitig werden die natürlichen Ressourcen knapper. Um auch bei bestenfalls gleichbleibender Ackerfläche genug Lebensmittel produzieren zu können, wird eine produktivere und gleichzeitig nachhaltige Landwirtschaft immer wichtiger. Die Bayer CropScience AG richtet ihre Unternehmensplanung an den langfristigen Trends der Agrarmärkte aus und bietet als ein führendes innovationsorientiertes Unternehmen Produkte und kundenorientierte Lösungen für den zunehmenden Bedarf an kostengünstigen und hochwertigen Nahrungs- und Futtermitteln, Pflanzenfasern und nachwachsenden Rohstoffen an. Der fortschreitende Klimawandel macht es immer wichtiger, die Ernteerträge zu sichern und weiter zu steigern. Die Bayer CropScience AG führt ihr Geschäft verantwortungsbewusst im Sinne des Bekenntnisses zur nachhaltigen Entwicklung mit dem Ziel, langfristig Wachstum mit attraktiven Renditen zu erzielen.

Die Bayer CropScience-Strategie für zukünftiges Wachstum basiert auf vier Kernelementen: Der Verjüngung des Pflanzenschutz-Portfolios, der Kundenorientierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette, der Neuausrichtung der Innovationstätigkeiten und dem Ausbau des Saatgut-Geschäfts.

Die Stärkung unseres Pflanzenschutz-Geschäfts soll eine solide Basis für zukünftiges Wachstum schaffen, unter anderem durch die Verjüngung des Portfolios. In diesem Zusammenhang wurden alle Insektizidformulierungen der WHO-Klasse 1 bis Ende 2012 erfolgreich aus dem Pflanzenschutz-Portfolio genommen. Pflanzenschutzmittel dieser Kategorie werden, in Einklang mit dem Engagement für eine nachhaltige Landwirtschaft, durch neue, anwenderfreundliche und umweltverträglichere Formulierungen ersetzt werden.

Die Präsenz in Wachstumsmärkten soll ausgeweitet und die Produktions- und Lieferprozesse optimiert werden. Um dies zu erreichen sowie Mittel für weitere Investitionen verfügbar zu machen, wird auch zukünftig kontinuierlich die Kosteneffizienz verbessert und die Flexibilität gesteigert. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Strategie ist die noch systematischere Kundenorientierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Für Crop Protection / Seeds bedeutet dies eine noch stärkere Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Kunden und ein verbessertes Management der Vertriebskanäle. Auch das erfolgreiche Geschäftsmodell der Food-Chain-Partnerschaften durch Kooperationen mit multinationalen Lebensmittelherstellern und Händlern wird kontinuierlich erweitert. Bei Environmental Science werden Lösungen entwickelt und vermarktet, die gezielt auf die Bedürfnisse privater Konsumenten und professioneller Anwender außerhalb der Landwirtschaft zugeschnitten sind. Sie sollen anwenderfreundlich und sicher zu handhaben sein. Schwerpunkte der strategischen Ausrichtung bei Environmental Science sind die konsequente Kundenorientierung mit einem Ausbau der Marketingaktivitäten und weiterer Erschließung spezifischer Marktsegmente, wie der Forstwirtschaft oder des industriellen Vegetationsmanagements.

Im Rahmen der Innovation, zum Beispiel im Bereich der Forschung und Entwicklung, soll ein stärkerer Schwerpunkt auf Saatgut und neue Wachstumsgebiete, wie die Pflanzengesundheit und Stresstoleranz im Hinblick auf Umwelteinflüsse, gelegt werden. Um das Wachstum von Bayer CropScience durch neue Produkte voranzutreiben, wurde die Forschungsorganisation neu ausgerichtet. Die neue F&E Organisation wird sicherstellen, dass in allen drei Forschungsbereichen (Seeds, Small Molecules, und Biologics) die notwendige Expertise vorhanden ist, um eine herausragende Position im Pflanzengesundheitsmarkt mit Fokus auf abiotischen Stress und Ertragssteigerung zu ermöglichen.

Integraler Bestandteil unserer Strategie sind u. a. Forschungsaktivitäten mit externen Partnern und Einlizenzierungen.

Ausblick

Für das Jahr 2013 erwarten wir, ohne Berücksichtigung von Akquisitionen und Desinvestitionen, einen weiteren Umsatzanstieg, jedoch weniger stark als in 2012. Besonders das Geschäft mit verbundenen Unternehmen wird aufgrund der weiterhin angenommenen starken Marktnachfrage weiter wachsen. Dem gegenüber steht ein stagnierender Umsatz mit externen Kunden, welcher hauptsächlich durch Vertragsbeendigungen und die anhaltenden politischen Schwierigkeiten in einigen Teilen der Welt begründet ist.

Durch den neu geschlossenen Lizenzvertrag mit der Bayer CropScience LP, USA, gehen wir von einem signifikanten Ergebnisanstieg in der Bayer CropScience AG aus.

Für das Jahr 2014 erwarten wir unter gleichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine stabile Umsatz- und Ergebnissituation.

Wesentliche Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres

Die Bayer CropScience AG hat mit der Bayer CropScience LP, USA, einen Lizenzvertrag zur Nutzungsüberlassung von Saatguttechnologie und entsprechenden Schutzrechten abgeschlossen, die somit künftig über die Bayer CropScience LP auslizensiert werden wird (Bayer CropScience LP als „Unique Licensing Platform“). Für den Geschäftsbereich Seeds wird aufgrund dieser Verlagerung von einem Umsatzrückgang in der Bayer CropScience AG ausgegangen. Ferner resultieren daraus geringere Kosten der Bayer CropScience AG im F&E-Bereich.

Monheim, den 18.01.2013

Bayer CropScience AG

Der Vorstand

Gewinn- und Verlustrechnung

12-2011

TEuro
12-2012

TEuro
Umsatzerlöse 4.772.121 5.382.689
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -3.204.305 -3.778.102
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.567.816 1.604.587
Vertriebskosten -346.353 -762.090
Forschungs- und Entwicklungskosten -544.184 -565.745
Allgemeine Verwaltungskosten -115.303 -116.938
Sonstige betriebliche Erträge 183.030 184.896
Sonstige betriebliche Aufwendungen -176.787 -161.925
Operatives Ergebnis 568.220 182.784
Erträge aus Beteiligungen 2.244 4.867
davon aus verbundenen Unternehmen 2.244 4.867
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 2.790 2.311
davon aus verbundenen Unternehmen 2.790 2.311
Aufwendungen aus Verlustübernahmen -1.270 -6.716
davon aus verbundenen Unternehmen -1.270 -6.716
3.764 462
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 43 32
davon aus verbundenen Unternehmen 0 0
Erträge aus stillen Beteiligungen 0 322.928
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26.014 7.602
davon aus verbundenen Unternehmen 13.490 5.630
davon Erträge aus Verzinsungen 595 1.003
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -70.092 -386
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -36.817 -44.332
davon aus verbundenen Unternehmen -801 -9.032
davon Aufwendungen aus Verzinsungen -36.010 -35.300
Sonstige finanzielle Erträge (im Wesentlichen Gewinne aus Devisensicherungsgeschäften und Fremdwährungsbewertung) 130.902 169.839
davon aus Währungsumrechnung 18.828 169.839
Sonstige finanzielle Aufwendungen (im Wesentlichen Verluste
aus Devisensicherungsgeschäften und Fremdwährungsbewertung) -148.394 -193.257
davon aus Währungsumrechnung -7.981 -178.111
Finanzergebnis -94.579 262.888
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/ Ergebnis vor Ertragssteuern 473.641 445.672
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27.874 0
Aufwendungen aus Gewinnabführung (-) -551.294 -445.672
Erträge aus Verlustübernahme (+)
Jahresüberschuss/ - fehlbetrag -49.779 0
Entnahmen aus der Gewinnrücklage (+) 49.779 0
Bilanzgewinn 0 0

Bilanz nach HGB

AKTIVA

31.12.2011

TEuro
31.12.2012

TEuro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 170.733 100.138
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
4. Geleistete Anzahlungen 6.442 10.148
177.175 110.285
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grunstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 41.284 40.761
2. Technische Anlagen und Maschinen 214.032 207.311
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.034 18.779
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.259 39.918
288.609 306.769
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.045.159 2.063.880
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 481.502
3. Beteiligungen 9.895 6.620
3. Stille Beteiligungen 0 60.164
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0
6. Sonstige Ausleihungen 623 638
2.055.677 2.612.804
2.521.461 3.029.858
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 187.816 214.433
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 156.949 168.680
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 362.933 377.924
4. Geleistete Anzahlungen 65 4.397
707.763 765.435
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 657.432 741.970
davon gegen verbundene Unternehmen 559.992 635.468
davon gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.865 9.567
davon mit einer Laufzeit> 1 Jahr 1.647 937
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.021.806 845.592
davon mit einer Laufzeit> 1 Jahr 3.794 9.037
3. Forderungen gegen Untern., mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
4. Sonstige Vermögensgegenstände 84.810 62.684
davon mit einer Laufzeit> 1 Jahr 160 684
1.764.048 1.650.246
III. Wertpapiere
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Sonstige Wertpapiere 0 0
0 0
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 620 580
620 580
2.472.432 2.416.261
C. Rechnungsabgrenzungsposten 15.353 15.021
15.353 15.021
D. Aktive latente Steuern 0 0
0 0
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 517 15.279
517 15.279
5.009.763 5.476.419
Passiva
31.12.2011

TEuro
31.12.2012

TEuro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
Anzahl nennwertlose Inhaberaktien mit gleichen Rechten: 501.001.000 501.001 501.001
501.001 501.001
II. Kapitalrücklage 2.612.344 2.612.344
2.612.344 2.612.344
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 0 0
2. Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen 0 0
3. Satzungsgemäßige Rücklage 0 0
4. Andere Gewinnrücklagen 0 0
0 0
IV. Gewinnvortrag / Verlustvortrag 0 0
0 0
V. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 0 0
0 0
Bilanzgewinn 0 0
Bilanzverlust 0 0
3.113.345 3.113.345
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 506.415 503.498
2. Steuerrückstellungen 441 398
3. Sonstige Rückstellungen 363.533 435.363
870.389 939.259
C. Verbindlichkeiten
1. Anleihen, davon konvertibel 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 22
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14.800 1.716
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 356.036 416.206
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 113.418 175.159
davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
davon mit einer Laufzeit < 1 Jahr 352.584 415.915
davon mit einer Laufzeit 1 bis 5 Jahre 3.452 291
davon mit einer Laufzeit> 5 Jahre 0 0
5. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und
der Ausstellung eigener Wechsel 0 0
6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 559.654 920.939
davon mit einer Laufzeit < 1 Jahr 556.304 919.912
davon mit einer Laufzeit 1 bis 5 Jahre 3.350 1.027
7. Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
8. Sonstige Verbindlichkeiten 37.121 34.297
davon aus Steuern 14.604 12.627
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 9.088 7.674
davon mit einer Laufzeit < 1 Jahr 29.825 28.860
davon mit einer Laufzeit 1 bis 5 Jahre 5.898 4.628
davon mit einer Laufzeit> 5 Jahre 1.398 809
967.611 1.373.180
D. Rechnungsabgrenzungsposten 58.419 50.635
58.419 50.635
E. Passive latente Steuern 0 0
0 0
5.009.763 5.476.419
Eventualverbindlichkeiten (Bürgschaften/Garantien): 1445 TEUR

Ansonsten bestanden zum Bilanzstichtag keine weiteren Haftungsverpflichtungen.

Anhang

Grundlagen

Der Jahresabschluss der Bayer CropScience AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. Die Bayer CropScience AG liefert auf ihrem Betriebsgelände Strom und Gas an Fremdunternehmen und ist damit nach § 3 Nr. 18 EnWG als Energieversorgungsunternehmen im Sinne des EnWG einzustufen. Darüber hinaus ist die Bayer CropScience AG als Energieversorgungsunternehmen u.a. mit dem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen, verbunden, weshalb die Bayer CropScience AG nach § 3 Nr. 38 EnWG ebenfalls als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen einzustufen ist. Die Bayer CropScience AG ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Bayer AG, Leverkusen, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss der Bayer AG ist am Sitz der Gesellschaft verfügbar und wird in den elektronischen Bundesanzeiger eingestellt werden. Damit ist die Bayer CropScience AG von der Erstellung eines Konzernabschlusses befreit.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz sind einzelne Positionen zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst; sie werden im Anhang gesondert erläutert. Aufwendungen und Erträge des Finanzbereichs, deren Ausweis nicht durch einen gesetzlich vorgeschriebenen Posten gedeckt ist, sind unter den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen erfasst. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Bewegliche Sachanlagen werden, soweit sie bis 2007 zugegangen sind, mit den Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Der Wechsel zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt in diesen Fällen, sobald diese zu höheren jährlichen Abschreibungen führt. Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen zugrunde gelegt worden:

Nutzungsdauer
Software 3 bis 4 Jahre
Übrige immaterielle. Vermögensgegenstände abhängig z.B. von Schutzfristen, Produktlebenszeiten
Gebäude 5 bis 30 Jahre
Infrastrukturanlagen 5 bis 20 Jahre
Betriebsvorrichtungen 5 bis 20 Jahre
Maschinen und Apparate 8 bis 20 Jahre
Labor- und Forschungseinrichtungen 3 bis 5 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 6 bis 12 Jahre
Informationstechnik 3 bis 10 Jahre
Transportmittel 5 bis 12 Jahre

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten 410 Euro nicht übersteigen. Eine hiervon abweichende Regelung galt für Vermögensgegenstände, die in den Jahren 2008 und 2009 angeschafft oder hergestellt wurden. Diese wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten den Betrag von 150 Euro nicht überstiegen. Anlagegegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 150 Euro und 1.000 Euro wurden in diesen beiden Jahren jeweils in einem Sammelposten zusammengefasst, der über fünf Jahre abgeschrieben wird.

Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Sobald der Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, erfolgt eine Wertaufholung.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Sachanlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind.

Anteile an verbundenen Unternehmen und übrigen Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten.

Unverzinsliche oder gering verzinsliche Ausleihungen sind mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit dem Nennwert bilanziert.

Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Sind die Börsen- oder Marktpreise oder beizulegenden Werte niedriger, kommen diese zum Ansatz. Bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind dies die Wiederbeschaffungskosten, bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen sowie bei den Handelswaren deren erwartete Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten. Die Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfolgt auf Basis der Methode des gleitenden Durchschnitts.

Die Herstellungskosten der Erzeugnisse beinhalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind. Aufwendungen für soziale Einrichtungen, freiwillige soziale Leistungen und die betriebliche Altersversorgung werden nicht einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Unverzinsliche/niedrigverzinsliche Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr sind mit dem abgezinsten Wert angesetzt.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung sowie aus Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in Spezialfonds sowie in kurzfristig fällig werdenden Schuldverschreibungen inländischer Kreditinstitute angelegt. Sie werden vom Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, treuhänderisch für die Bayer CropScience AG verwaltet und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Fondsanteile und Schuldverschreibungen sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Das vom Bayer Pension Trust gehaltene Treuhandvermögen wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert des Vermögens die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ auf der Aktivseite der Bilanz.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Da es sich bei der Bayer CropScience AG um eine Organgesellschaft der Bayer AG handelt, werden die ermittelten Unterschiedsbeträge bei der Ermittlung der latenten Steuern der Bayer AG berücksichtigt. Die Bayer CropScience AG selbst setzt in ihrem Abschluss keine latenten Steuern an.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Bei den Entgelten gehen wir wie im Vorjahr von jährlichen Anpassungen von 3,00% aus. Rentensteigerungen erwarten wir in ebenfalls unveränderter Höhe von 1,75% p.a. Hiervon abweichend gilt für ab dem 01.01.2000 erfolgte Versorgungszusagen eine jährliche Rentenerhöhung von 1,00%; diese ist den Mitarbeitern fest zugesagt. Der zum 31.12.2012 zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 5,05% (Vorjahr: 5,14%); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Handelt es sich um Rentenverpflichtungen, sind diese zum Barwert unter Verwendung eines fristadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre angesetzt.

Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Devisentermingeschäften und anderen Währungsderivaten erfolgt nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit den Kassakursen und die zu ihrer Kurssicherung abgeschlossenen Währungsderivate mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Sich ausgleichende Wertänderungen der gesicherten Positionen bleiben im Abschluss gemäß der Einfrierungsmethode unberücksichtigt. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet; Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Die Differenzen aus der Währungsumrechnung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den sonstigen finanziellen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen.

Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien für fremde Verbindlichkeiten entsprechen den am Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kreditbeträgen bzw. Verpflichtungen der Begünstigten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:

2011

Mio €
2012

Mio €
Fungizide 1.498 1.645
Insektizide 977 1.148
Herbizide 1.509 1.670
Saatbeizen 382 453
BioScience 153 204
Environmental Science 198 204
Services 55 59
4.772 5.383

Die Umsatzerlöse entwickelten sich nach Regionen folgendermaßen:

2011

Mio €
2012

Mio €
Europa und TAMECIS 2.547 2.806
Americas 1.614 1.911
Asia Pacific 611 666
4.772 5.383

(2) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2011

Mio €
2012

Mio €
Erträge aus Abgang Immaterieller Vermögensgegenstände 15 41
Gewinn aus der Veräußerung von Beteiligungen - 56
Erträge aus der Zuschreibung von Finanzanlagen 88 29
Erträge aus realisierten Sicherungsgeschäften 57 25
Erträge aus unrealisierten Sicherungsgeschäften 6 -
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 1 20
Übrige 16 14
183 185

Die Erträge aus dem Abgang immaterieller Vermögensgegenstände resultieren aus dem Verkauf von Fluoxastrobin an Arysta (24 Mio €), von Benzofenap an Otsuka (9 Mio €) und der T25-Lizenz an Syngenta (6 Mio €). Durch die Veräußerung von Anteilen der Bayer CropScience Ltd., Indien, wurde ein Ertrag von 56 Mio € erzielt. Aus der Zuschreibung zur Beteiligung an der Bayer CropScience Beteiligungsgesellschaft mbH ergab sich ein Ertrag von 28 Mio €. Der Brand im Dormagener E-Betrieb wurde mit 18 Mio € entschädigt. Bei den Erträgen aus Sicherungsgeschäften handelt es sich um das Kursergebnis aus Devisenkontrakten, welche zur Währungssicherung geplanter Geschäfte abgeschlossen wurden.

(3) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Einzelnen folgende Posten:

2011

Mio €
2012

Mio €
Aufwendungen aus Wertanpassungen von Forderungen -5 -6
Aufwendungen aus realisierten Sicherungsgeschäften -38 -105
Aufwendungen aus unrealisierten Sicherungsgeschäften -4 -6
Aufwendungen für EFG -9 -23
Steuerliche Ausgleichszahlung an Bayer S.A.S., Frankreich -108 -
Übrige -13 -22
-177 -162

Die Aufwendungen aus Sicherungsgeschäften resultieren aus dem Kursergebnis von Devisenkontrakten, die für geplante Fremdwährungsgeschäfte abgeschlossen wurden. Bei den Aufwendungen für EFG (Enabling Focused Growth) handelt es sich um eine Personalabbaumaßnahme.

(4) Materialaufwand

2011

Mio €
2012

Mio €
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.566 2.995
Aufwendungen für bezogene Leistungen 36 38
2. 602 3.033

(5) Personalaufwand/Mitarbeiter

2011

Mio €
2012

Mio €
Entgelte 302 329
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 45 42
Aufwendungen für Altersversorgung 33 55
380 426

Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie sind im Zinsergebnis ausgewiesen.

Mitarbeiter per 31.12. 2011 2012
Unbefristete Mitarbeiter 3.673 3.551
Befristete Mitarbeiter 24 29
Praktikanten 9 12
Vorstand/Geschäftsführung 5 5
Delegates 38 37
3.749 3.634

(6) Sonstige Steuern

Soweit die sonstigen Steuern den Funktionsbereichen zugeordnet werden konnten, sind sie in den entsprechenden Funktionskosten, im Übrigen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Insgesamt beliefen sie sich auf -1,7 Mio € (Vorjahr: 2,8 Mio €).

( 7 ) Beteiligungsergebnis

2011

Mio €
2012

Mio €
Erträge aus Beteiligungen 2 5
• davon aus verbundenen Unternehmen 5 Mio € (Vorjahr : 2 Mio €)
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen 3 2
Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen -1 -7
Abschreibungen auf Beteiligungen -70 -
66 0

( 8 ) Erträge aus stiller Beteiligung

Aus der atypisch stillen Beteiligung an der Bayer Intellectual Property GmbH wurde im Geschäftsjahr ein Ertrag von 323 Mio € vereinnahmt.

(9) Zinsergebnis

2011

Mio €
2012

Mio €
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26 7
• davon aus verbundenen Unternehmen 6 Mio € (Vorjahr: 13 Mio €)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1 -9
• davon an verbundene Unternehmen -9 Mio € (Vorjahr: -1 Mio €)
Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen (netto) -36 -35
-11 -37

Zuführungen zu den Pensions- und sonstigen längerfristigen Personalrückstellungen sind, soweit sie aus der Aufzinsung der Rückstellungen resultieren, im Zinsergebnis erfasst.

Bei den Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen handelt es sich um den Nettoaufwand nach Verrechnung mit Erträgen aus der Vermögensanlage des Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, und dem Effekt aus der Änderung des Rechnungszinssatzes. Die beim Bayer Pension Trust angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionen und Arbeitszeitguthaben; sie sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen.

Die Vermögenserträge wurden mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung wie folgt verrechnet:

2011

Mio €
2012

Mio €
Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen und aus Änderungen des Rechnungszinses (brutto) -36,4 -42,8
Vermögenserträge Bayer Pension Trust 0,5 7,8
Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen (netto) -35,9 -35,0

( 10 ) Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge

2011

Mio €
2012

Mio €
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung - Realisierte Kursverluste - Unrealisierte Aufwendungen aus der Bewertung -138 - -160 -18
Erträge aus der Währungsumrechnung - Realisierte Kursgewinne - Unrealisierte Erträge aus der Bewertung 126 5 179 -9
Sonstige finanzielle Aufwendungen -10 -15
-17 -23

Die sonstigen finanziellen Aufwendungen beinhalten mit 15 Mio € (Vorjahr 10 Mio €) Pensionsaufwendungen für vor dem 01.07.2002 als Rentner oder mit unverfallbaren Anwartschaften ausgeschiedene Mitarbeiter des Bereichs CropScience. Die Pensionsverpflichtungen für diese Mitarbeitergruppe werden bei der Bayer AG bilanziert und die entsprechenden Pensionsaufwendungen von dieser an die Bayer CropScience AG ausbelastet.

( 11 ) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Ertragsteuern aus vororganschaftlicher Zeit sowie im Ausland entrichtete Ertragsteuern werden unter der Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen.

(1 2 ) Aktienbasierte Vergütung

Als zusätzlichen Vergütungsbestandteil gewährt die Bayer CropScience AG ihren Mitarbeitern längerfristig angelegte aktienbasierte Vergütungsprogramme. Sie sind nach Mitarbeitergruppen differenziert und jeweils als Kollektivzusagen ausgestaltet.

Für die Vorstandsmitglieder und Führungskräfte besteht das Programm „Aspire“ in zwei unterschiedlichen Ausprägungen. Für alle Mitarbeiter wird zudem nach jährlich neu erfolgender Vorstandsentscheidung das Programm „BayShare“ angeboten.

Aus den Jahren 2003 und 2004 bestehen darüber hinaus noch das jeweils auf eine Laufzeit von zehn Jahren angelegte Aktien-Incentiveprogramm (AIP) für das mittlere Management sowie das Aktien-Beteiligungsprogramm (ABP) für unteres Management und Tarifmitarbeiter.

Allen zum Abschlussstichtag bestehenden Verpflichtungen, die sich aus den aktienbasierten Programmen ergeben, wird durch entsprechende Rückstellungen Rechnung getragen. Ihre Höhe bemisst sich zum einen am beizulegenden Wert (Fair Value) der jeweiligen Zusagen und zum anderen an der seit Auflegung vergangenen Zeitdauer im Verhältnis zur Gesamtdauer des jeweiligen Programms. Zuführungen zu den Rückstellungen werden aufwandswirksam erfasst.

Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtungen aus den aktienbasierten Vergütungsprogrammen wurde jeweils auf der Grundlage einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt, der folgende wesentliche Parameter zugrunde lagen:

2011 2012
Dividendenrendite 3,38% 2,66%
Risikoloser Zinssatz 3 Jahre 0,315% 0,004%
Risikoloser Zinssatz 4 Jahre 0,564% 0,155%
Volatilität Bayer-Aktie 29,77% 27,40%
Volatilität Dow Jones EURO STOXX 50 26,85% 24,54%
Korrelation Bayer-Kurs – Dow Jones EURO STOXX 50 0,68 0,75

Aspire I

Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der oberen Führungsebene sind zur Teilnahme an Aspire I berechtigt, soweit sie nach vorgegebenen Richtlinien eine individuell festgelegte Anzahl an Bayer-Aktien erwerben und dieses Eigeninvestment über die Programmlaufzeit halten. Bemessungsbasis für Aspire I ist ein individueller, positionsabhängiger Prozentwert vom jährlichen Grundgehalt (Aspire-Zielbetrag). Nach Ablauf der jeweiligen Programmtranche erhalten die Teilnehmer in Abhängigkeit von der absoluten Kursentwicklung der Bayer-Aktie sowie von der relativen Performance im Vergleich zum Aktienindex Dow Jones EURO STOXX 50 einen bestimmten in Prozent des Zielbetrags ausgedrückten Geldbetrag ausgezahlt. Dieser ist auf maximal 300% begrenzt; die einzelnen Tranchen haben eine Laufzeit von jeweils vier Jahren.

Letztmalig im Jahr 2010 wurde zudem eine Tranche zu alten Konditionen ausgegeben; sie ist wertmäßig auf die Hälfte des normalen Volumens begrenzt. Die maximale Auszahlung beläuft sich hierbei auf 200%, die Laufzeit beträgt drei Jahre und endet somit am 01. Januar 2013. Zu Beginn des Geschäftsjahres lief die Aspire-Tranche aus dem Jahr 2009 aus und kam mit einem Prozentsatz von 170% der jeweiligen Zielbeträge zur Auszahlung. Die vorgenannte zu den alten Konditionen ausgegebene Tranche aus dem Jahr 2010 endete mit Ablauf des Geschäftsjahres. Die Auszahlung von 200% erfolgte zu Beginn des Jahres 2013.

Aspire II

Für die übrigen Führungskräfte wird Aspire II angeboten. Es entspricht in seinen Grundzügen Aspire I. Im Gegensatz zu diesem ist ein Eigeninvestment in Bayer-Aktien allerdings nicht erforderlich. Zudem wird die Performance ausschließlich an der absoluten Kursentwicklung der Bayer-Aktie gemessen. Der maximal erreichbare Ertrag ist auf 250% des Aspire-Zielbetrags begrenzt, bei der Tranche des Jahres 2010 zu alten Konditionen beträgt die Wertobergrenze 150%.

Die Aspire-Tranche aus dem Jahr 2009 kam mit 120% der jeweiligen Zielbeträge zur Auszahlung. Die zu alten Konditionen ausgegebene Tranche aus dem Jahr 2010 endete mit Ablauf des Geschäftsjahres. Die Auszahlung von 150% erfolgte zu Beginn des Jahres 2013.

BayShare

Im Rahmen von BayShare gewährt Bayer den zur Teilnahme berechtigten Mitarbeitern einen Zuschuss zu einem Eigeninvestment in Bayer-Aktien. Die Höhe des Zuschusses, der jährlich neu festgelegt wird, belief sich wie im Vorjahr auf 20% des Zeichnungsbetrags. Je nach Position des Mitarbeiters war der Gesamtbetrag für den Aktienerwerb – ebenfalls unverändert zum Vorjahr – auf 2.500 € bzw. 5.000 € begrenzt. Die erworbenen Aktien werden in gesonderten Depots verwahrt und unterliegen einer Veräußerungssperre. Diese endet jeweils am 31. Dezember des Jahres, das dem Jahr des Aktienerwerbs folgt.

Aktien- Incentiveprogramm AIP

Die Teilnehmer an den Aktien-Incentiveprogrammen erhalten zu definierten Zeitpunkten während der jeweils zehnjährigen Programmlaufzeit den Gegenwert einer bestimmten Anzahl von Bayer-Aktien. Für je zehn Aktien, die die Mitarbeiter als Eigeninvestment in das Programm eingebracht hatten, sind dies nach zwei Jahren zwei Aktien, nach sechs und zehn Jahren jeweils vier weitere Aktien. Bedingung für die Incentivierung ist, dass die Programmteilnehmer die eingebrachten Aktien am betreffenden Incentivierungszeitpunkt in einem hierfür eingerichteten Mitarbeiter-Depot halten und der seit Programmauflegung erzielte prozentuale Kursanstieg der Bayer-Aktie über dem des Aktienindex Dow Jones EURO STOXX 50 liegt. Werden in das Programm eingebrachte Aktien während der Programmlaufzeit verkauft, sind die verkauften Aktien vom folgenden Incentivierungstermin an nicht mehr incentivierungsberechtigt. Die Zahl der Aktien, die vom einzelnen Mitarbeiter in das Programm eingebracht werden konnten, war wertmäßig auf die Hälfte seiner leistungsabhängigen Bonuszahlung für das jeweils vorangegangene Geschäftsjahr begrenzt.

Aktien-Beteiligungsprogramm ABP

Das Aktien-Beteiligungsprogramm entspricht in seiner Struktur dem Aktien-Incentiveprogramm, wobei sich die Incentivierung ausschließlich an der Haltedauer der als Eigeninvestment der Mitarbeiter in das Programm eingebrachten Bayer-Aktien orientiert. Die Incentivierungsleistung ist gegenüber dem Aktien-Incentiveprogramm halbiert. Nach zwei Jahren Haltedauer wird je zehn Aktien Eigeninvestment der Gegenwert einer Bayer-Aktie gewährt, nach sechs bzw. zehn Jahren der Gegenwert jeweils zwei weiterer Aktien.

Für alle aktienbasierten Vergütungsprogramme der Bayer CropScience AG wurden im Berichtsjahr 4 Mio € (Vorjahr: 1,2 Mio €) aufgewendet; der Betrag ist Bestandteil des Personalaufwands. Die Rückstellungen für diese Programme beliefen sich zum 31.12.2012 auf 8,4 Mio € (Vorjahr: 6,9 Mio €).

(1 3 ) Abschreibungen

Es wurden im Geschäftsjahr außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung auf immaterielle Vermögensgegenstände von 1 Mio € vorgenommen. Im Vorjahr betrafen außerplanmäßige Abschreibungen von 70 Mio € die Anteile an verbundenen Unternehmen (davon 60 Mio € Bayer CropScience Holding Ltd, GB).

Erläuterungen zur Bilanz

(1 4 ) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Entwicklung von Bruttowerten und Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände ist im Anlagengitter dargestellt.

Durch die Einbringung von immateriellen Vermögensgegenständen in die neu gegründete Bayer Intellectual Property GmbH (BIP) ergaben sich Abgänge bei den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 60 Mio € (Nettowert). Mit der Einbringung ist die Bayer CropScience AG atypisch stiller Gesellschafter der BIP geworden. Die Beteiligung an der BIP ist unter gesonderter Position im Finanzanlagevermögen ausgewiesen.

(1 5 ) Sachanlagen

Die Entwicklung von Bruttowerten und Abschreibungen der Sachanlagen ist im Anlagengitter dargestellt.

(1 6 ) Finanzanlagen

Die Entwicklung von Bruttowerten und Abschreibungen der Finanzanlagen ist im Anlagengitter dargestellt.

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen resultieren die Abgänge von 14 Mio € zu jeweils 3 Mio € aus dem Verkauf von Anteilen der Bayer CropScience Ltd., Indien, an die Bilag Industries Private Limited, Indien, und aus einer Kaufpreisanpassung in Höhe von 8 Mio € bei der Bayer CropScience Holding SA, Frankreich. Wertneutral erfolgte mit 3 Mio € die Verschmelzung der Bayer CropScience (Private) Ltd., Pakistan, auf die Bayer Pakistan (Private) Ltd. Eine Zuschreibung in Höhe von 28 Mio € erfolgte auf die Anteile an der Bayer CropScience Beteiligungsgesellschaft mbH, Deutschland. Der Abgang von 6 Mio € sowie die Rücknahme der Abschreibung von 3 Mio € ergaben sich aus der Verschmelzung der Bayer BioScience GmbH, Deutschland, auf die Bayer CropScience AG. Die Zuschreibung in Höhe von 1 Mio € betraf die Beteiligung an Evogene Ltd., Israel.

Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes der Bayer CropScience AG ist unter Nummer 38 Bestandteil dieses Anhangs.

In Höhe von 482 Mio € wurden Ausleihungen an verbundene Unternehmen vergeben. Davon entfallen 450 Mio € auf ein Darlehen an die Bayer AG.

Durch Einbringung von Patenten und Lizenzen mit einem Buchwert von 60 Mio € wurde die Bayer CropScience AG mit Wirkung zum 01.04.2012 atypisch stiller Gesellschafter der Bayer Intellectual Property GmbH. Die eingebrachten Vermögensgegenstände werden der Bayer CropScience AG gegen entsprechende Lizenzzahlungen zur Nutzung überlassen.

Das ebenfalls unter den Ausleihungen ausgewiesene unverzinsliche Darlehen an die AgrEvo Verwaltungsgesellschaft mbH wurde zum Barwert von 31 Mio € (Bruttowert 37 Mio €) angesetzt.

(17) Vorräte

31.12.2011

Mio €
31.12.2012

Mio €
Bruttowerte 179 207
Wertberichtigungen -3 -6
Rohstoffe 176 201
Bruttowerte 12 14
Wertberichtigungen - -
Hilfs- und Betriebsstoffe 12 14
Bruttowerte 178 188
Wertberichtigungen -21 -19
Unfertige Erzeugnisse 157 169
Bruttowerte 345 351
Wertberichtigungen -25 -30
Fertige Erzeugnisse 320 321
Bruttowerte 46 59
Wertberichtigungen -3 -3
Handelsware 43 56
Geleistete Anzahlungen - 4
708 765

(1 8 ) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen hauptsächlich gegenüber verbundenen Unternehmen.

31.12.2011

Mio €
31.12.2012

Mio €
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 560 635
Forderungen gegen übrige Beteiligungen 5 10
Forderungen gegen sonstige Kunden 92 97
65 7 742

(19 ) Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Finanzforderungen, insbesondere um Tagesgelder, um sonstige Forderungen und um Devisenoptionsprämien für die Währungssicherung.

31.12.2011

Mio €
31.12.2012

Mio €
Tagesgeld 989 479
Sonstige Forderungen 26 26
Sonstige Finanzbestandteile 7 341
1.022 846

Mit 323 Mio € ist in den sonstigen Finanzbestandteilen die Forderung gegenüber der Bayer Intellectual Property GmbH aus den atypisch stillen Gesellschaftsanteilen enthalten.

( 20 ) Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich hauptsächlich aus Forderungen aus Finanzbestandteilen sowie aus Forderungen aus Umsatz-, Gewerbe- und Körperschaftsteuer zusammen.

31.12.2011

Mio €
31.12.2012

Mio €
Forderungen aus Finanzbestandteilen 45 21
Forderungen aus Steuern 38 41
Übrige 2 1
85 63

(21) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr

Vom Gesamtbetrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von 1.650 Mio € (Vorjahr: 1.764 Mio €) hat ein Teilbetrag von 10,7 Mio € (Vorjahr: 5,6 Mio €) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Er entfällt mit 9,0 Mio € (Vorjahr: 3,8 Mio €) auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen, mit 1,0 Mio € (Vorjahr: 1,6 Mio €) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit 0,7 Mio € (Vorjahr: 0,2 Mio €) auf sonstige Vermögensgegenstände.

(2 2 ) Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf 15,0 Mio € (Vorjahr: 15,4 Mio €). Davon entfallen 5,7 Mio € auf Versicherungen und 9,3 Mio € auf sonstige Abgrenzungspositionen.

(23) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten sowie aus Pensionszusagen sind ganz bzw. teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die beim Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, im Rahmen mehrerer Contractual Trust Arrangements (CTA) treuhänderisch angelegt sind (Sicherungsvermögen). Die angelegten Vermögensgegenstände der einzelnen CTAs dienen ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus jeweils konkret festgelegten Verpflichtungstatbeständen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Soweit sich aus der Verrechnung ein Vermögensüberhang ergibt, ist dieser als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung erfasst, im Übrigen unter den Rückstellungen ausgewiesen. Insgesamt ergibt sich aus der Verrechnung ein aktivischer Unterschiedsbetrag von 15,3 Mio €, der mit 1,8 Mio € auf Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten und mit 13,5 Mio € auf Verpflichtungen aus Pensionszusagen entfällt.

31.12.2011

Mio €
31.12.2012

Mio €
Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten 6,3 7,8
Beizulegender Zeitwert des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens 7,0 9,6
Überschuss des Vermögens über die Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten (Aktiver Unterschiedsbetrag) 0,7 1,8
Anschaffungskosten des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens 6,8 8,5
31.12.2011

Mio €
31.12.2012

Mio €
Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Pensionszusagen 54,8 74,3
Beizulegender Zeitwert des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens 57,9 87,9
Überschuss des Vermögens über die Verpflichtungen aus Pensionszusagen (Aktiver Unterschiedsbetrag) 3,1 13,5
Anschaffungskosten des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens 56,3 79,4

Beim Sicherungsvermögen handelte es sich im Jahr 2012 um Anteile an Spezialfonds, kurzfristig fällige Schuldverschreibungen inländischer Kreditinstitute sowie zu einem geringen Teil um Zinsforderungen und Bankguthaben. Die in der vorstehenden Tabelle genannten beizulegenden Zeitwerten wurden, soweit es sich um Fondsanteile handelt, aus den Börsenkursen des Fondsvermögens am Abschlussstichtag abgeleitet.

Die Änderungen gegenüber dem Vorjahr resultieren aus der laufenden Entwicklung, aber auch daraus, dass die mit dem Bayer Pension Trust zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen bestehenden CTAs strukturell geändert, zusätzliche Verpflichtungstatbestände aufgenommen und weitere Deckungsmittel eingezahlt wurden.

(2 4 ) Eigenkapital

Das Eigenkapital blieb im Jahr 2012 unverändert zum Vorjahr:

Mio € 31.12.2011 31.12.2012
Gezeichnetes Kapital 501 501
Kapitalrücklage 2.612 2.612
3.113 3.113

Das gezeichnete Kapital der Bayer CropScience AG beläuft sich unverändert zum Vorjahr auf 501.001.000,00 €, ist eingeteilt in 501.001.000,00 auf den Namen lautende Aktien (Stückaktien) und ist voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht. Alle Aktien werden von der Bayer AG gehalten.

Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen im Sinne des § 268 Absatz 8 HGB

Zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen und Guthaben aus Arbeitszeitkonten sind im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements Mittel zweckgebunden und insolvenzgeschützt in den Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, eingebracht worden. Sie sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 145,9 Mio € und liegt damit um 9,5 Mio € über den Anschaffungskosten von 136,4 Mio €. Dem Mehrbetrag von 9,5 Mio € stehen frei verfügbare Kapitalrücklagen von 2.561,9 Mio € gegenüber. Eine Abführungssperre in Bezug auf den Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von 445,7 Mio € besteht daher nicht.

(2 5 ) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab.

Darüber hinaus sind Verpflichtungen aus Frühruhestandsregelungen enthalten.

Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die beim Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, im Rahmen mehrerer Contractual Trust Arrangements (CTA) treuhänderisch angelegt sind (Sicherungsvermögen). Die angelegten Vermögensgegenstände der einzelnen CTAs dienen ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus jeweils konkret festgelegten Verpflichtungstatbeständen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Soweit sich aus der Verrechnung ein Vermögensüberhang ergibt, ist dieser als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung erfasst, im Übrigen unter den Rückstellungen ausgewiesen. Beim Sicherungsvermögen handelte es sich im Jahr 2012 um Anteile an Spezialfonds, kurzfristig fällige Schuldverschreibungen inländischer Kreditinstitute sowie zu einem geringen Teil um Zinsforderungen und Bankguthaben. Der in der nachstehenden Tabelle genannte beizulegende Zeitwert des Sicherungsvermögens wurde, soweit es sich um Fondsanteile handelt, aus den Börsenkursen des Fondsvermögens am Abschlussstichtag abgeleitet.

31.12.2011

Mio €
31.12.2012 M io

Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 507,2 551,9
Beizulegender Zeitwert des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens 0,8 48,4
Nettowert der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (Rückstellung) 506,4 503,5
Anschaffungskosten des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens 0,8 48,4

(2 6 ) Andere Rückstellungen

31.12.2011

Mio €
31.12.2012

Mio €
Steuerrückstellungen 0,4 0,4
Sonstige Rückstellungen 363,5 435,4
363,9 435,8

Sonstige Rückstellungen wurden im Personalbereich für Verpflichtungen aus Mitarbeiteraktienentlohnung, Jubiläum, Pensionsurlaub, vorgeleistete Arbeit für Altersteilzeit und Bonuszahlungen gebildet. Unter den sonstigen Rückstellungen wurde des Weiteren Vorsorge getroffen für Verpflichtungen aus Umweltschutz, Abfindungen, Restrukturierung, sonstige Lieferungen und Leistungen, Lizenzgebühren, Rabatte und Boni, sonstige Verbindlichkeiten und eventuelle Drohverluste. Die Steuerrückstellung betrifft die pauschale Lohnsteuer.

(2 7 ) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

31.12.2011

Mio €
31.12.2012

Mio €
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 113 175
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Lieferanten 243 241
356 416

(2 8 ) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um einen gegenüber der Bayer Holding France SCS, Frankreich, bestehenden Kredit in Höhe von 450 Mio € (Vorjahr: 0) sowie um die Verpflichtung zur Gewinnabführung an die Bayer AG in Höhe von 446 Mio € (Vorjahr: 551 Mio €).

( 29 ) Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 34 Mio € (Vorjahr: 37 Mio €) und bestehen ausschließlich gegenüber Dritten. Sie betreffen mit 13 Mio € (Vorjahr: 15 Mio €) die Steuerverbindlichkeiten, mit 11 Mio € (Vorjahr: 13 Mio €) Verbindlichkeiten gegenüber Werksfremden sowie mit 2 Mio € (Vorjahr: 0) die anstehende Aktienentlohnung (Aspire). Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 8 Mio € (Vorjahr: 9 Mio €) bestehen nahezu ausschließlich gegenüber den Sozialversicherungsträgern und dem Pensions-Sicherungs-Verein.

( 30 ) Weitere Angaben zu den Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

31.12.2011

Mio €
31.12.2012

Mio €
bis zu 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre bis zu 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
Darlehen (intern) - - - 453,1 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 352,6 3,5 - 415,9 0,3 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 556,3 3,4 - 466,8 1,0 -
Sonstige Verbindlichkeiten 29,8 5,9 1,4 28,9 4,6 0,8
938,7 12,8 1,4 1.364,7 5,9 0,8

Im Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten sind 3,1 Mio € (Vorjahr: 0) für Verbindlichkeiten enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Es handelt sich ausschließlich um die Zinsabgrenzungen für das von der Bayer Holding France SCS, Frankreich, gewährte Darlehen in Höhe von 450 Mio €.

( 31 ) Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Per 31.12.2012 besteht ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 50,6 Mio € (Vorjahr: 58,4 Mio €). Davon entfallen 48,4 Mio € (Vorjahr: 55,9 Mio €) auf Lizenzen (i.W. Syngenta) und 2,2 Mio € (Vorjahr: 2,5 Mio €) auf erhaltene Investitionszuschüsse.

SONSTIGE Erläuterungen

(3 2 ) Haftungsverhältnisse

Bürgschaftsverpflichtungen bestehen in Höhe von 1,4 Mio € (Vorjahr: 1,5 Mio €). Sie betreffen mit 0,7 Mio € (Vorjahr: 0,7 Mio €) Zollbürgschaften und mit 0,7 Mio (Vorjahr: 0,8 Mio €) Lieferungs- und Anzahlungsgarantien. Auf Grund des geringen Risikos wird mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet.

(33) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Aus künftigen Pacht- und Mietzahlungen resultiert eine Verpflichtung von insgesamt 162 Mio € (Vorjahr: 178 Mio €). Hiervon entfallen 141 Mio € (Vorjahr: 156 Mio €) auf Mietverträge mit der Bayer Real Estate GmbH, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Bayer AG, für die Nutzung der Grundstücke und Gebäude an den Standorten in Monheim, Dormagen und Burscheid. Die Verpflichtungen für die externe Anmietung am Standort Frankfurt a.M. belaufen sich auf 21 Mio € (Vorjahr:22 Mio €). Vom Gesamtbetrag der Leasing- und Mietverpflichtungen sind 10 Mio € im Jahr 2013 und 152 Mio € in den Jahren 2014 bis 2028 fällig. Weitere Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 33 Mio € (Vorjahr: 24 Mio €) bestehen im Wesentlichen aus Forschungsverträgen und anderen Verträgen. Die Zahlungen werden verteilt über die Jahre 2013 bis 2019 erfolgen. Des Weiteren werden im Jahr 2013 noch 5 Mio € für ein Bezugsrecht an Prothioconazole an die Saltigo GmbH gezahlt.

(34) Derivative Finanzinstrumente/Bewertungseinheiten

Die Bayer CropScience AG ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung werden Devisenkontrakte (Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte) eingesetzt. Es handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts des Teilkonzerns sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. In ihrer Holdingfunktion schließt die Bayer AG alle Devisenkontrakte mit Banken ab und reicht diese intern an die Bayer CropScience AG durch.

Ziel des Einsatzes von derivativen Deviseninstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen.

Ein Preisänderungsrisiko derivativer Deviseninstrumente besteht aufgrund der Schwankungsmöglichkeit der zugrunde liegenden Basisgröße (Währungen). Soweit Derivate zu Sicherungszwecken eingesetzt sind, wird die Möglichkeit von Wertverlusten durch gegenläufige Effekte aus den gesicherten Grundgeschäften kompensiert.

Für Derivate mit positivem Marktwert besteht ein Bonitäts- oder Ausfallrisiko für den Fall, dass die jeweiligen Vertragspartner ihren Erfüllungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Minimierung dieses Risikos teilt die Bayer AG den Banken bonitätsmäßige Kontrahentenlimite zu.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Dabei gilt der Grundsatz, dass Devisenkontrakte einzeln mit ihrem Terminkurs am Abschlussstichtag bewertet werden. Die Terminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.

Das Nominalvolumen der intern von der Bayer AG an die Bayer CropScience AG durchgereichten Währungsderivate belief sich zum 31.12.2012 auf 2.736 Mio €. Die derivativen Finanzinstrumente setzten sich wie folgt zusammen:

Mio € Nominalwerte 31.12.2012 Beizulegende Zeitwerte 31.12.2012 Buchwerte 31.12.2012
Devisenterminkontrakte
– positive Marktwerte 306 3
– negative Marktwerte 563 -7
Summe bilanzielles Exposure 869 -4 -22
Devisenterminkontrakte
– positive Marktwerte 1.077 30
– negative Marktwerte 288 -7
1.365 23
Devisenoptionen
– positive Marktwerte 251 4
– negative Marktwerte 251 -2
502 2 -
Summe geplantes Exposure 1.867 25 -
Gesamt 2.736 21 -22

Einen Schwerpunkt der Sicherungsmaßnahmen stellte das bilanzielle Exposure dar. Zur Ab-deckung der Währungsrisiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten der Bayer CropScience AG sowie der übrigen BCS-Konzernunternehmen schloss die Bayer AG Devisenkontrakte mit externen Vertragspartnern ab. Diese Geschäfte wurden in Höhe von nominal 869 Mio € und einem beizulegenden Zeitwert von -4 Mio € an die Bayer CropScience AG durchgereicht. Das bilanzielle Exposure (Buchwert: 5 Mrd. €) wurde mit den sich gegenläufig verhaltenden Sicherungsgeschäften zu Bewertungseinheiten je Währung in sogenannte Portfolio Hedges zusammengefasst, welche im Jahr 2013 fällig werden. Durch Gegenüberstellung der Wertveränderung je Währung, wurde der negative Saldo (Ineffektivität) gemäß den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen als Rückstellung aus Bewertungseinheiten unter den sonstigen Rückstellungen erfasst. Die Rückstellungen aus Bewertungseinheiten belief sich in Summe auf 22 Mio €. Positive Salden in Höhe von 0,1 Mio € wurden auf Grund der Kurzfristigkeit entsprechend abgegrenzt.

Zur Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte der Konzernunternehmen in Fremdwährung wurden durch die Bayer AG externe Devisenkontrakte abgeschlossen, welche die Wertveränderungen voraussichtlich vollständig ausgleichen werden. Sicherungsgrundlage sind konzernweit ca. 50% der für 12 Monate geplanten Nettopositionen (Forderungen und Verbindlichkeiten saldiert). Die Devisenkontrakte wurden intern von der Bayer AG mit einem Nominalwert von 1.867 Mio € und einem positiven beizulegenden Zeitwert von 25 Mio € an die Bayer CropScience AG weitergereicht. Den Sicherungsgeschäften standen gegenläufig geplante Geschäfte mit Kunden mit einem Währungsrisiko in Höhe von -25 Mio € gegenüber. Die geplanten Geschäfte und die Sicherungsgeschäfte befinden sich in Bewertungseinheiten (Micro Hedges), die sich bei Fälligkeit in 2013 und 2014 ausgleichen werden. Der Nachweis erfolgt durch Effektivitätstest im Rahmen des Cash Flow Hedge Accounting (IFRS). Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird prospektiv mit der Critical-Term-Match-Methode und retrospektiv mit der Dollar-Offset-Methode überprüft. Mit Ausnahme der intern gezahlten bzw. erhaltenen Optionsprämien von jeweils 12 Mio € wurden die Devisenkontrakte bilanziell nicht erfasst.

(3 5 ) Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Nahe stehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Bayer CropScience AG Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Bayer CropScience AG unterliegen.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen werden insbesondere mit Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen abgeschlossen, ferner mit Versorgungsplänen. Es handelt sich vor allem um Miet-, Dienstleistungs- und Finanzierungsgeschäfte. Sofern für derartige Geschäfte ein entsprechender Markt besteht, werden sie regelmäßig zu auf dem jeweiligen Markt üblichen Konditionen abgeschlossen.

(3 6 ) Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie gewährte

Vorschüsse und Kredite

Die Gesamtbezüge der im Geschäftsjahr tätigen Vorstandsmitglieder beliefen sich auf 4.781 T €. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

2012

T€
Festeinkommen und kurzfristige variable Barvergütung 1) 3.847
Langfristige variable Barvergütung über virtuelle Bayer-Aktien 2) 468
Langfristige aktienbasierte Barvergütung (Aspire I) 3) 466
Gesamtbezüge 4.781

1) Ansatz der kurzfristigen variablen Barvergütung zum Zielwert

2) Beizulegender Zeitwert zum Umwandlungszeitpunkt

3) Beizulegender Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt

Soweit Vorstandsmitglieder der Bayer CropScience AG ihre kurzfristige variable Vergütung in Form von virtuellen Bayer-Aktien erhalten, ist dieser Anspruch in der vorstehenden Tabelle als „langfristige variable Barvergütung über virtuelle Bayer-Aktien“ mit dem beizulegenden Zeitwert zum Umwandlungszeitpunkt, also zum Zeitpunkt der Gewährung der virtuellen Aktien, angesetzt. Die Auszahlung erfolgt nach dreijähriger Sperrfrist abhängig vom dann geltenden Kurs der Bayer-Aktie zusammen mit der Auszahlung des finanziellen Gegenwerts des während der Haltefrist entstandenen Anspruchs auf Dividenden. Die Wertänderungen der virtuellen Aktien bis zum Auszahlungszeitpunkt sind in den Gesamtbezügen ebenso wenig enthalten wie Dividendenansprüche während der Haltefrist. Sie sind in der nachstehenden Tabelle gesondert dargestellt.

Die Vorstandsmitglieder nehmen zudem an aktienbasierten Vergütungsprogrammen teil (Aspire I). Es handelt sich hierbei jeweils um mehrjährige Programme, die während ihrer Laufzeit ratierlich erdient werden. Die beizulegenden Zeitwerte dieser Programme zum Zeitpunkt ihrer jeweiligen Gewährung sind Bestandteil der Gesamtbezüge und in der vorstehenden Übersicht als „langfristige aktienbasierte Barvergütung (Aspire I) ausgewiesen. Die im Jahr 2012 erdienten Ansprüche – sowohl aus dem im Jahr 2012 neu gewährten Programm als auch aus den noch laufenden Vorjahresprogrammen – sind in der nachstehenden Übersicht ausgewiesen. Dort werden zudem die Wertänderungen von bisher bestehenden Ansprüchen aus aktienbasierten Vergütungsprogrammen, die vor 2012 erworben wurden, gezeigt. Im Aufwand des Geschäftsjahrs sind hinsichtlich langfristiger variabler Barvergütung über virtuelle Bayer-Aktien sowie langfristiger aktienbasierter Barvergütung abweichend von der Berücksichtigung in den Gesamtbezügen die folgenden Aufwandskomponenten enthalten:

2012

T€
Langfristige variable Barvergütung über virtuelle Bayer-Aktien
- Beizulegender Zeitwert der im Geschäftsjahr gewährten virtuellen Aktien 358
- Wertveränderung von in Vorjahren gewährten virtuellen Aktien 849
- Gegenwert von während der Haltefrist enstandenen Dividendenansprüchen aus virtuellen Aktien 28
1.235
Langfristige aktienbasierte Barvergütung ( Aspire I)
- Im Geschäftsjahr erdiente Ansprüche 1.026
- Wertveränderung von in Vorjahren erdienten Ansprüchen 808
1.834
Aufwand 3.069

Es wurden im Geschäftsjahr Bezüge an frühere Vorstandsmitglieder oder deren Hinterbliebene von 287 T € gezahlt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für frühere Vorstandsmitglieder und Hinterbliebene sind im Jahresabschluss der Bayer CropScience AG mit 12.125 T € passiviert.

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf 120 T €. Der hierin enthaltene variable Anteil beträgt 60 T €.

Zum 31. Dezember 2012 bestanden keine Kredite an Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats. Im Geschäftsjahr erfolgten keine Darlehensablösungen.

(3 7 ) Geschäfte im Bereich der Energieversorgungstätigkeit

Ungewöhnliche Geschäfte im Bereich der Energieversorgungstätigkeit, die nicht von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Bayer CropScience AG und nach § 6b Abs. 2 EnWG angabepflichtig sind, lagen nicht vor.

(3 8 ) Aufstellung des Anteilsbesitzes

An den nachstehend aufgeführten Unternehmen hält die Bayer CropScience AG unmittelbar oder mittelbar mindestens 20% der Anteile (Angabe nach § 285 Nr. 11 HGB). Bei den angegebenen Werten für Eigenkapital und Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag handelt es sich jeweils um die Werte aus den auf Basis des jeweiligen Landesrechts erstellten Jahresabschlüssen; die Werte sind gerundet:

Gesellschaftsname Sitz der

Gesellschaft
Kapitalanteil

in %
Eigenkapital

Mio €
Jahresüberschuss

Jahresfehlbetrag

Mio €
Agreva GmbH Deutschland 100,0 0,0 0,0 *)
AgrEvo Verwaltungsgesellschaft mbH Deutschland 100,0 0,4 -2,6 *)
Bayer AEH Limited Großbritannien 100,0 0,0 0,0
Bayer AGCO Limited Großbritannien 100,0 146,5 -0,4 **)
Bayer Agriculture Limited Großbritannien 100,0 148,7 -39,6 *)
Bayer BioScience Pvt. Ltd Indien 93,46 29,8 4,9 *)
Bayer Co. (Malaysia) Sdn Bhd Malaysia 100,0 27,2 6,6 *)
Bayer CropScience Beteilig.ges.mbH Deutschland 100,0 19,8 0,0 *)
Bayer CropScience Deutschland GmbH Deutschland 74,58 82,8 7,0 *)
Bayer CropScience Holding Inc. USA 100,0 12,3 0,0 *)
Bayer CropScience Holding SA Frankreich 100,0 705,0 -0,3 *)
Bayer CropScience Holdings Inc. Kanada 71,42 241,9 16,1 *)
Bayer CropScience Holdings Limited Großbritannien 100,0 -88,8 -60,8 *)
Bayer CropScience Inc. USA 100,0 964,9 22,3 *)
Bayer CropScience Limited Großbritannien 100,0 18,3 5,4 *)
Bayer CropScience LP USA 26,97 879,9 21,0 *)
Bayer CropScience Ltd. Rep. Korea 90,0 17,4 2,5 *)
Bayer CropScience Norwich Limited Großbritannien 100,0 21,5 -3,3 **)
Bayer CropScience Raps GmbH Deutschland 100,0 0,0 -6,3 *)
Bayer Global Investments B.V. Niederlande 24,3 11.014,10 283,0 *)
Bayer Pakistan (Private) Limited Pakistan 58,02 10,9 0,2 *)
Bayer S.A. Kolumbien 20,65 119,1 10,6 *)
Biogenetic Technologies B.V. Niederlande 100,0 6,8 0,0 *)
Hild Samen GmbH Deutschland 100,0 4,8 2,3 *)
pbi Home & Garden Limited Großbritannien 100,0 0,0 0,0
PGS International N.V. Niederlande 100,0 234,3 1,4 *)
TOO Bayer KAZ Kasachstan 100,0 6,3 0,0 *)

*) Vorläufige Werte

**) Vorjahreswerte

(39) Ergebnisabführung an Bayer AG

Die Bayer CropScience AG erzielte einen Gewinn von 446 Mio € (Vorjahr: 551 Mio €), der auf Grund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Bayer AG abgeführt wird.

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrats der Bayer CropScience AG setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen (Stand 31.12.2012):

Werner Baumann, Krefeld

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Chief Financial Officer, Bayer AG

Roswitha Süßelbeck, Leichlingen

Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats

Stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats Bayer – Standort Leverkusen

Prof. Dr. Andreas Busch, Wuppertal

Leiter Global Drug Discovery, Bayer Pharma AG

Dr. Wolfgang Große Entrup, Leichlingen

Leiter Environment & Sustainability, Bayer AG

Dr. Roland Hartwig, Odenthal

Leiter Law, Patents & Compliance, Bayer AG

Dr. Attila Molnar, Sanibel (Florida) – bis 31.12.2012

Chemiker

Peter Müller, Bergisch Gladbach – ab 01.01.2013

Leiter Finance, Bayer AG

Dr. Alexander Moscho, Rösrath

Leiter Corporate Development, Bayer AG

Rolf Erler, Leverkusen

Bezirksleiter IGBCE, Leverkusen

Yasmin Fahimi, Hannover

Gewerkschaftssekretärin IGBCE, Hannover

Dr. Bernd Körbitzer, Frankfurt

Produktgruppenmanager Einkauf Deutschland, Bayer CropScience AG

Dr. Frank Rosenfeldt, Langenfeld

Vorsitzender des Sprecherausschusses der Bayer CropScience AG

André van Broich, Dormagen

Vorsitzender des Betriebsrats Bayer – Standort Dormagen

Vorstand

Dem Vorstand der Bayer CropScience AG gehören die nachfolgenden Personen an:

Sandra E. Peterson

Vorsitzende bis 30.11.2012

Chief Executive Officer

Liam Condon

Vorsitzender seit 1.12.2012

Chief Executive Officer

Achim Noack

Product Supply

Dr. Rüdiger Scheitza

Strategy & Business Management

Arbeitsdirektor

Lykele van der Broek

Chief Operating Officer

Mi chael A. Schulz

Chief Financial Officer

Monheim, 18. Januar 2013

Bayer CropScience Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Liam Condon

Lykele van der Broek

Achim Noack

Dr. Rüdiger Scheitza

Michael A. Schulz

Anlagevermögen HBI - HGB

Bruttowerte
Stand

01.01.2012

TEuro
Zugänge

TEuro
Umbuchungen

Umgliederungen

TEuro
Abgänge

TEuro
Stand

31.12.2012

TEuro
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.075.770 19.664 6.141 -548.074 553.501
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 6.442 9.846 -6.141 0 10.148
1.082.212 29.511 0 -548.074 563.649
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 119.713 1.746 767 0 122.226
2. Technische Anlagen und Maschinen 797.599 23.261 11.713 -3.296 829.277
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 93.796 5.660 2.412 -404 101.463
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.259 37.551 -14.892 0 39.918
1.028.367 68.218 0 -3.701 1.092.884
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.131.633 2.739 1.738 -13.564 5.122.546
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 481.502 0 0 481.502
3. Anteile an übrigen Beteiligungen 16.902 0 -1.738 -6.501 8.663
4. Stille Beteiligung 0 60.164 0 0 60.164
5. sonstige Ausleihungen 623 239 0 -224 638
5.149.158 544.644 0 -20.289 5.673.513
Anlagevermögen gesamt 7.259.737 642.372 0 -572.063 7.330.046
kumulierte

Abschreibungen

Stand

31.12.2012

TEuro
Nettowerte

Stand

31.12.2012

TEuro
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -453.364 100.138
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 0 10.148
-453.364 110.285
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -81.465 40.761
2. Technische Anlagen und Maschinen -621.966 207.311
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -82.684 18.779
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 39.918
-786.115 306.769
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -3.058.666 2.063.880
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 481.502
3. Anteile an übrigen Beteiligungen -2.043 6.620
4. Stille Beteiligung 0 60.164
5. sonstige Ausleihungen 0 638
-3.060.709 2.612.804
Anlagevermögen gesamt -4.300.188 3.029.858

Abschreibungen auf das Anlagevermögen HBI - HGB

Stand

01.01.2012

TEuro
Zugänge

TEuro
Zuschreibungen

TEuro
Umbuchungen

Umgliederungen

TEuro
Abgänge

TEuro
kumulierte

Stand

31.12.2012

TEuro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 905.037 36.236 0 0 -487.909 453.364
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
905.037 36.236 0 0 -487.909 453.364
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 78.429 3.035 0 0 0 81.465
2. Technische Anlagen und Maschinen 583.567 41.082 0 0 -2.684 621.966
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 77.762 5.272 0 0 -350 82.684
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
739.758 49.390 0 0 -3.033 786.115
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.086.474 0 -27.808 0 0 3.058.666
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0 0
3. Anteile an übrigen Beteiligungen 7.007 0 -1.356 0 -3.608 2.043
4. Stille Beteiligung 0 0 0 0 0 0
5. sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0
3.093.481 0 -29.164 0 -3.608 3.060.709
Anlagevermögen gesamt 4.738.276 85.626 -29.164 0 -494.551 4.300.188

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bayer CropScience Aktiengesellschaft, Monheim am Rhein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des Jahresabschlusses unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.

Essen, den 22. Januar 2013

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Anne Böcker, Wirtschaftsprüferin

Eckhard Sprinkmeier, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2012 regelmäßig ausführlich in schriftlicher sowie in mündlicher Form über die wirtschaftliche Lage und die Entwicklung des Unternehmens berichtet.

Der Jahresabschluss 2012, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang sowie der Lagebericht wurden nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften erstellt. Der Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, hat ihn geprüft. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Den Jahresabschluss und Lagebericht haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwendungen. Wir stimmen daher dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.

Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht billigen wir. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Angesichts des mit der Bayer Aktiengesellschaft bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags erübrigen sich die Prüfung eines Abhängigkeitsberichts und ein Vorschlag zur Verwendung des Gewinns.

Leverkusen, 6. Februar 2013

Für den Aufsichtsrat

Werner Baumann, Vorsitzender