Annual Report (ESEF) • Jul 31, 2025
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Die Bastei Lübbe AG ist ein deutscher Publikumsverlag mit Hauptsitz in Köln und die Muttergesellschaft des Bastei Lübbe Konzerns. Der Konzern ist spezialisiert auf das Verlegen von Büchern, Hörbüchern und eBooks für verschiedene, sich ergänzende Zielgruppen. Darüber hinaus gehört auch die Lizenzierung von Rechten zur Geschäftstätigkeit des Konzerns. Die 17 Verlagsmarken des Konzerns (auch „Imprints“ oder „Labels“) sind mit belletristischen und populärwissenschaftlichen Inhalten am Markt erfolgreich und stehen für Medieninhalte, die unterhalten, inspirieren sowie informieren und dabei konsequent an den Bedürfnissen der Leserinnen und Leser ausgerichtet sind. Im Kinder- und Jugendbuchsegment erscheinen unter den Labels Baumhaus und ONE erfolgreiche Titel wie „Gregs Tagebuch“. Das Label LYX ist im New-Adult-Bereich führend und zeichnet sich durch starke Community-Bindung und hohe Sichtbarkeit aus, was zu kontinuierlichem Umsatzwachstum führt. In der Belletristik verlegt Lübbe Bestsellerautoren wie Ken Follett und Dan Brown, während Eichborn für gehobene literarische Unterhaltung steht. Mit der neuen Marke pola startete im Herbst 2024 ein weiteres community- getriebenes Imprint, das Bücher mit Fokus auf junge Frauen veröffentlicht. Quadriga stärkt die Sachbuchsparte mit gesellschaftlich relevanten Stimmen, und im Influencer-Buchgeschäft sind wir mit den Labels Community Editions und humble but bold erfolgreich und starten das Label Grau im Herbst 2025. Lübbe Audio, LYX.audio und Hörcompany verzeichnen wachsende Erfolge im Hörbuchsegment, während die Digital-Imprints beTHRILLED und beHEARTBEAT den eBook-Markt mit Schwerpunkt auf serielle Inhalte weiter ausbauen. Mit der Verlagsmarke Moba sind wir im tschechischen Buchmarkt aktiv. Das Geschäftsmodell des Konzerns besteht in der Entwicklung von Inhalten in Zusammenarbeit mit den Autorinnen und Autoren, im Erwerb von Rechten, in der Lektorierung der Inhalte, der Bedienung der marktgängigen physischen und digitalen Ausspielkanäle sowie der kunden- und leserzentrierten Vermarktung. Die Absatzmärkte befinden sich im Wesentlichen in deutschsprachigen Ländern. Bei der Herstellung der physischen Produkte arbeitet Bastei Lübbe mit verschiedenen Druckereien in Deutschland und der EU zusammen. Die wesentlichen Einsatzfaktoren für die Umsetzung des Geschäftsmodells sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns, die Verwertungsrechte an den Titeln sowie die für die Druckerzeugnisse benötigten Rohstoffe. Bastei Lübbe unterteilt seine Geschäftstätigkeit in die Segmente „Buch“ und „Romanhefte“. Das Segment „Buch“ beinhaltet sämtliche Print-, Audio- und eBook-Produkte der Bastei Lübbe AG, die hauptsächlich unter den Verlagsmarken Lübbe, Quadriga, Eichborn, Baumhaus, ONE, LYX, LYX.audio, pola, beHEARTBEAT, beTHRILLED sowie Lübbe Audio vertrieben werden. Zudem werden die tschechische Beteiligung Moravská Bastei MOBA s.r.o. (im Folgenden „Moba“) sowie die Beteiligung an der CE Community Editions GmbH („Community Editions“), welche vor allem Bücher erfolgreicher Influencerinnen und Influencer verlegt, dem Segment „Buch“ zugeordnet. Im Segment „Romanhefte“ der Marke Bastei sorgen unverändert Klassiker wie „Der Bergdoktor“, „Jerry Cotton“, „Geisterjäger John Sinclair“ und die Western des Kultautors G. F. Unger für jährliche Auflagen in Millionenhöhe. Die erfolgreiche Tradition des Unternehmens im Bereich „Romanhefte“ ist seit 1953 ungebrochen.
Unsere strategische Ausrichtung und die kurz- und mittelfristigen Ziele lassen sich wie folgt zusammenfassen:
§ In Vermarktung und Programmarbeit suchen wir eine enge Bindung an unsere Leserinnen und Leser durch digitale Communities und zielgruppengenaue Maßnahmen. Der direkte Austausch ermöglicht es uns, Wünsche und Lebenswelten unserer Leserinnen und Leser in Inhalte umzusetzen, die sie begeistern und so langfristig an uns binden. Seit dem Geschäftsjahr 2024/2025 bündeln wir unsere B2C- und B2B- Angebote auf einer zentralen, mobil optimierten Plattform, um die Bindung an unsere Leserinnen und Leser zu stärken und Synergiepotenziale durch effizientes Cross-Selling zu heben.
§ Mit einem breiten und vielfältigen Handelspartnernetzwerk sowie über eigene Verkaufskanäle erreichen wir unsere Zielgruppen sowohl in stationären als auch auf Online-Kanälen. Wir sehen Popularität als Erfolgsfaktor und streben eine fortlaufende Vergrößerung des Produkt-
§ Spektrums an. Dabei ergänzen wir neben neuer Buchprodukte auch zusätzliche buchbezogene Sortimente, um ein ganzheitliches Erlebnis zu schaffen und die Kundenbindung nachhaltig zu stärken.
§ Gemeinsam mit unseren Autorinnen und Autoren konzipieren wir passgenau die Inhalte für unsere Zielgruppen. Daneben unterhalten und entwickeln wir ein enges Netzwerk im Rechtemarkt.
§ Wir nutzen die Chancen der Digitalisierung durch den Ausbau digitaler Medienprodukte, zusätzlicher Vertriebswege und Interaktionsmöglichkeiten mit Leserinnen und Lesern sowie durch die Implementierung digitaler Prozesse.
§ Gut ausgebildete, engagierte und motivierte Mitarbeitende bilden die Grundlage für unseren Erfolg. Ihre Gewinnung, Förderung und Bindung ist ein zentraler Hebel für nachhaltiges, insbesondere organisches Wachstum.
§ Unsere Organisation entwickeln wir fortlaufend weiter, um Kompetenzen auszubauen, strukturelle Potenz zu stärken und die Rentabilität zu sichern. Wir streben sowohl organisches als auch anorganisches Wachstum an und richten uns dabei an den
§ Steuerungskennzahlen Umsatz und EBIT aus.
Die Grundlage für den Erfolg des Konzerns bilden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum Ende des Berichtsjahres beschäftigte der Bastei Lübbe-Konzern 322 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber 309 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern per 31. März 2024. Ein besonderes Augenmerk liegt darauf, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fachlich und persönlich zu fördern und weiterzuentwickeln.# ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
Dazu gehören auch der Austausch und die Information untereinander, wofür wir neben dem Bastei Lübbe Intranet und anderen digitalen Kommunikationskanälen diverse Austauschformate vor Ort anbieten, wie etwa den monatlichen Stand Up oder das Frühstück für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Vorstand. Generell möchten wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich dabei unterstützen, ihren aktuellen und zukünftigen Aufgaben gerecht zu werden. Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen stimmen wir gemeinsam mit ihnen ab und bieten zielgruppengerechte, interne und externe Schulungen zu verschiedensten Themenfeldern an. Unsere Führungskräfte und unsere Führungskultur haben wir durch intensiven Austausch weiterentwickelt und die Zusammenarbeit in unserer Matrixorganisation optimiert. Mithilfe von verschiedenen Ausbildungskonzepten schaffen wir es, buch- und digitalaffine Talente für unser Haus zu gewinnen. Mit unseren Ausbildungsberufen, Volontariaten und Werkstudententätigkeiten bieten wir vielfältige Einstiegsmöglichkeiten in die Verlagsarbeit. So schaffen wir es, intern qualifizierte Nachwuchskräfte auszubilden. In den vergangenen Jahren wurden unsere Auszubildenden und wir als Ausbildungsbetrieb regelmäßig von der IHK für unsere Ausbildung und Ausbildungsergebnisse ausgezeichnet. Darüber hinaus unterstützen wir auch berufsbegleitende Studiengänge – sowohl durch eine finanzielle Beteiligung als auch durch Sonderurlaub.
Die Vereinbarkeit von persönlichen und beruflichen Lebenssituationen nimmt einen großen Stellenwert im Rahmen unserer Personalentwicklung ein. Als familienfreundlicher Arbeitgeber unterstützen wir in Zusammenarbeit mit einem Kooperationspartner unsere Mitarbeitenden mit kostenfreien Beratungs- und Vermittlungsleistungen in den Bereichen Kinderbetreuung und -erziehung sowie Pflege von Angehörigen. Im Bereich der Kinderbetreuung bieten wir zudem vom Unternehmen geförderte Belegplätze an und unterstützen bei der Suche nach freien Kita-Plätzen. In Verbindung mit unterschiedlichen Teilzeitarbeitsmodellen ermöglicht dies für Eltern einen frühzeitigeren und gut planbaren beruflichen Wiedereinstieg. Außerdem bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedene weitere Benefits an, wie zum Beispiel eine Unterstützung zur betrieblichen Altersvorsorge, vermögenswirksame Leistungen, einen Essens- und Fahrtkostenzuschuss, freie und vergünstigte Buchbestellungen, ausgewählte Fitness- und Sportaktivitäten, Massagen sowie wöchentliche Obstkörbe und kostenlosen Kaffee.
Als Publikumsverlag sind wir uns unserer hohen gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Mit unseren Romanheften, Büchern, eBooks und Hörbüchern erreichen wir jährlich viele Millionen Leserinnen und Leser. Wir begrüßen es außerordentlich, dass unsere Geschichten und Erzählungen eine große Bandbreite unserer Gesellschaft erreichen und damit einen wichtigen Beitrag zur Bildungs- und Leseförderung leisten. Die von uns verbreiteten Inhalte wirken sich auf die Meinungsbildung der Leserinnen und Leser aus. Dieser Verantwortung wollen wir mit der Auswahl jedes einzelnen Titels in unserem Programm stets gerecht werden. Der Konzern unterstützt daneben zu gegebenen Anlässen entsprechende Organisationen mit angemessenen Spenden und Projekten.
Bastei Lübbe betreibt keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne. Gleichwohl entwickeln wir unter Erkennung und Einbeziehung der Bedürfnisse unserer potenziellen Leserinnen und Leser Inhalte, die wir auf allen Ausspielkanälen zur Verfügung stellen. Wir eignen uns die Mechanismen der modernen, digital geprägten Welt als Unternehmen an und nutzen diese zum Beispiel, um im Rahmen der Endkundenkommunikation rund um unsere Verlagsmarken Communities zu bilden. Diese Communities verbinden Nutzerinnen und Nutzer, die sich einem Label zugehörig fühlen, sich über die sozialen Medien finden und austauschen, Veranstaltungen besuchen, mitfiebern, Input liefern, kaufen und empfehlen. Dadurch ist eine effektive und effiziente Markenkommunikation möglich. Wir ergänzen damit das erfolgreiche „Push-Geschäft“ eines Verlages um „Pull-orientierte“ Inhalte. So beziehen wir beispielsweise die Lebenswelten und Interessen unserer mehr als 180.000 LYX-Followerinnen und Follower auf Instagram in die Programmplanung mit ein. Daneben bieten wir in innovativen Strukturen Digital-Only-Inhalte über unsere Labels beHEARTBEAT, beTHRILLED und LYX an. Auch diese Maßnahmen führen dazu, dass sich unser Verlagshaus im Verlagsvergleich einen überdurchschnittlichen digitalen Umsatzanteil erarbeiten konnte. Daneben setzt sich der Konzern kontinuierlich mit neuesten technologischen Trends auseinander. Insbesondere die Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) kann in unterschiedlichen Bereichen einen Mehrwert liefern, so zum Beispiel in der Druckauflagenplanung oder in der Audio Pre- & Post-Produktion. Bei diesen Themen arbeitet der Bastei Lübbe- Konzern mit renommierten Technologiepartnern und Dienstleistern zusammen.
Als Aktiengesellschaft nach deutschem Recht verfügt die Bastei Lübbe AG über eine duale Führungs- und Aufsichtsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vorstand besteht aus den vier Mitgliedern Soheil Dastyari (Vorstandsvorsitzender), Simon Decot (Vorstand Programm), Sandra Dittert (Vorständin Marketing und Vertrieb) und Mathis Gerkensmeyer (Finanzvorstand). Der Vorstand berichtet regelmäßig an den Aufsichtsrat. Die Berichte haben im Wesentlichen die Geschäftspolitik und die Strategien sowie die laufende Geschäftstätigkeit zum Inhalt. Der Aufsichtsrat wird über alle Vorkommnisse, die einen wesentlichen Einfluss auf die Zukunft des Bastei Lübbe-Konzerns haben könnten, unterrichtet. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Gesellschaften. Die drei Mitglieder des Aufsichtsrats repräsentieren die Aktionäre. Die Aktionärsvertreter werden im Rahmen der Hauptversammlung gewählt. Der Aufsichtsrat besteht seit der Hauptversammlung am 13. September 2023 aus den drei Mitgliedern Carsten Dentler (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Dr. Ralph Drouven (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) und Dr. Melanie Bockemühl.
Das übergeordnete Ziel von Bastei Lübbe besteht in der kontinuierlichen Steigerung des Unternehmenswertes. Dafür fokussieren wir uns auf Geschäftsfelder, die attraktive Wachstumschancen und eine Verbesserung bzw. Stabilisierung der Ertragskraft bieten. Zur Unternehmenssteuerung bedienen sich der Vorstand und der Aufsichtsrat diverser Maßnahmen. Grundlage der strategischen Unternehmensplanung ist eine jährlich aktualisierte Dreijahresplanung mit Gewinn- und Verlustrechnung sowie Investitions- und Liquiditätsplanung. Für das jeweils auf den Planungsprozess folgende Geschäftsjahr wird neben der Top-down-Zieldefinition bottom- up eine mengen- und wertmäßige Umsatzplanung erstellt und verabschiedet. Durch eine tägliche Umsatzanalyse sowie eine monatliche GuV-Soll-Ist-Abweichungsanalyse und daraus abgeleitete Forecast-Szenarien, bezogen auf Gesamtumsätze, Segmentumsätze und Ergebnisse, wird das Unternehmen in Hinblick auf unsere wirtschaftlichen Ziele gesteuert. Bei Bastei Lübbe stehen folgende finanzielle Leistungsindikatoren für die Unternehmenssteuerung im Vordergrund (jeweils im Vergleich von Ist, Soll (Plan) und Vorjahr):
Bei der Unternehmenssteuerung anhand des EBIT wird eine konsistente Darstellung der Ertragskraft des Unternehmens verfolgt. Außerordentliche Effekte werden auf individueller Basis berücksichtigt und es erfolgt eine Überleitungsrechnung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, in der keine Darstellung eines EBIT erfolgt. Dies dient einer nachhaltigen Vergleichbarkeit bereits in Anlehnung an die Vorgaben des im April 2024 verabschiedeten IFRS 18.
Laut Internationalem Währungsfonds (IWF) ist die Weltwirtschaft im Jahr 2024 um 3,3 % gewachsen, während die Inflation ein globales Niveau von 5,7 % verzeichnete.1 Die Weltwirtschaft zeigte sich angesichts der negativen Schocks der vergangenen Jahre zwar weiterhin stabil, jedoch auch wenig dynamisch. Insbesondere produktionsintensive Volkswirtschaften hatten weiterhin unter schwierigen Rahmenbedingungen zu leiden, während stärker dienstleistungsorientierte Länder eine bessere Entwicklung verzeichneten. Auch die Wirtschaft im Euroraum spiegelte diese Zweiteilung wider. Insgesamt verbesserte sich hier das Wachstum jedoch auf 0,9 %.2 Die Inflationsrate in der EU lag im Jahresdurchschnitt zwar weiterhin über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank, war mit 2,6 %3 jedoch deutlich geringer als im Vorjahr. Die deutsche Volkswirtschaft mit ihrem hohen Industrie- und Exportanteil verzeichnete im Jahr 2024 das zweite Rezessionsjahr in Folge. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nochmals um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr zurück.4 Bei den Rohstoffen zeigte sich die Lage im Bereich Papier relativ stabil. Hier waren die Erzeugerpreise im Laufe des Geschäftsjahres 2024/2025 nur wenig verändert, jedoch insgesamt leicht steigend.5 Auf der Nachfrageseite entwickelte sich der private Konsum auch im Jahr 2024 nur verhalten. Lohnsteigerungen und nachlassende Inflation spiegelten sich hier nur begrenzt wider.Das unterstreicht auch die Entwicklung des Konsumklimas, das sich zwar leicht verbesserte, aber weiterhin deutlich im negativen Bereich verharrte.6 Insgesamt nahmen die privaten Konsumausgaben somit preisbereinigt nur schwach um 0,3 % zu.7 Im Euroraum zeigte sich eine wesentlich bessere Entwicklung. Hier nahm der private Pro-Kopf-Konsum im Jahresverlauf deutlich zu.8 Im ersten Quartal 2025 verzeichnete die deutsche Wirtschaft, gestützt auf höhere private Konsumausgaben und Investitionen, ein Wachstum von 0,4 %.9
| Q2 2024 | Q3 2024 | Q4 2024 | Q1 2025 | |
|---|---|---|---|---|
| Europäische Union | 0,3 | 0,4 | 0,4 | 0,3 |
| Deutschland | -0,3 | 0,1 | -0,2 | 0,4 |
| Österreich | -0,4 | -0,2 | -0,4 | 0,2 |
| Luxemburg | 0,7 | -0,9 | 1,4 | - |
| Schweiz | 0,5 | 0,4 | 0,2 | - |
| Tschechien | 0,2 | 0,6 | 0,7 | 0,8 |
Quelle: Eurostat (saison- und kalenderbereinigt), Stand: 28. Mai 202510
Der Bastei Lübbe-Konzern erwirtschaftete den weitaus überwiegenden Teil der Umsatzerlöse in Deutschland. Der übrige Anteil an den Umsatzerlösen wurde im Wesentlichen in Österreich, in der Schweiz, in Luxemburg und in Tschechien erzielt. Die verlegerischen Produkte des Konzerns stehen in Konkurrenz zu zahlreichen anderen Konsumgütern und sind damit auch abhängig von der Konsumneigung der Verbraucher. Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen sind also insofern von Bedeutung für den Geschäftsverlauf der Verlagsgruppe, als sich daraus Auswirkungen auf das Konsumverhalten bzw. auf die Nachfrage nach den Produkten des Konzerns ableiten.
1 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2025/04/22/world-economic-outlook-april-2025
2 https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/tec00115/default/table?lang=en&category=t_na10.t_nama10.t_nama_10_ma
3 https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/Wirtschaft-Finanzen/Inflation.html
4 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/02/PD25_069_811.html
5 Statistisches Bundesamt, Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte: Deutschland, Monate, Güterverzeichnis (GP2019 2-6-Steller Hierarchie)
6 https://www.nim.org/fileadmin/PUBLIC/3_1_Konsumklima/2025/2025_3/2025_03_PM_NIM_GfK_Konsumklima_powered_by_NIM_dt_fin.pdf
7 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/01/PD25_019_811.html
8 https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-euro-indicators/w/2-28042025-ap#estat-inpage-nav-heading-4
9 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/05/PD25_182_811.html
10 https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/teina011/default/table?lang=en&category=na10.namq_10.namq_10_ma
6 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
Insgesamt bewegte sich Bastei Lübbe im vergangenen Geschäftsjahr weiterhin in einem volatilen und schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld, mit spürbaren Einflüssen auf das Konsumverhalten der potenziellen Kundinnen und Kunden der Verlage.
Die angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland hat sich auch im Jahr 2024 auf den Buchmarkt ausgewirkt. Die Verunsicherung und allgemeine Kaufzurückhaltung der Konsumentinnen und Konsumenten machten der Branche ebenso zu schaffen, wie anhaltender Kostendruck und zunehmender Bürokratieaufwand. Der Umsatz in den zentralen Vertriebswegen (Sortimentsbuchhandel, eCommerce inkl. Amazon, Bahnhofsbuchhandel, Kauf- /Warenhäuser, Elektro- und Drogeriemärkte) stieg gemäß den Verlautbarungen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels insgesamt leicht um 0,8 %, wobei weiterhin rückläufige Absatzzahlen (1,7 %) erneut durch Preissteigerungen (+2,6 %) kompensiert werden konnten.11 Im Vorjahr war der Umsatz noch um 2,9 % gestiegen.12 Im ersten Quartal 2025 zeigte sich diesmal ein anderes Bild, was auch auf die kalendarische Lage des Osterfestes (April 2025 vs. März 2024) zurückzuführen ist. Deutlich rückläufige Absatzzahlen führten trotz weiterer Preissteigerungen zu einem Umsatzrückgang von 5,0 %.13 Für das Geschäftsjahr 2024/2025 der Bastei Lübbe AG ergibt sich dadurch die Besonderheit eines Jahres komplett ohne Osterfest. Der Sortimentsbuchhandel entwickelte sich leicht besser als die Vertriebswege insgesamt und schloss das Jahr 2024 mit einem Umsatzplus von 0,9 % gegenüber 2023 ab. Hervorzuheben ist die Entwicklung der Warengruppen Belletristik (+4,1 %), Kinder- und Jugendbücher (+0,5 %) sowie Sachbuch (+7,7 %), die als einzige ein Umsatzplus im Gesamtjahr erzielen konnten. Die ersten beiden Warengruppen profitierten dabei auch vom Erfolg der beliebten Genres Young und New Adult, während sich im Bereich Sachbuch die Memoiren der Altkanzlerin Angela Merkel bemerkbar machten. Alle anderen relevanten Warengruppen, wie Ratgeber und Reisebücher, verzeichneten im Jahr 2024 weitere Einbußen.14
Der eBook-Markt legte im Jahr 2024 leicht zu und erzielte dabei sowohl steigende Absatz- als auch Umsatzzahlen. Bei insgesamt 41,7 Millionen (2023: 41,0 Millionen) verkauften Exemplaren, 1,6 % mehr als im Vorjahr, lag der Umsatz um 2,2 % über dem Wert des Jahres 2023. Der Umsatzanteil von eBooks am gesamten Publikumsmarkt blieb stabil bei 6,1 %. Die Zahl der Käuferinnen und Käufer war zwar leicht rückläufig, lag aber immer noch bei rund 3,0 Millionen Menschen (2023: 3,0 Millionen). Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung ging leicht von 4,6 % auf 4,5 % zurück. Dafür nahmen sowohl die Kaufintensität (durchschnittlich gekaufte Stückzahl) mit plus 4,4 % als auch die durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben mit plus 5,0 % deutlich zu. So wurden durchschnittlich 14 Exemplare (2023: 13,5) für insgesamt 88,58 Euro (2023: 84,37 Euro) gekauft. Auch im Jahr 2024 entfiel mit 89,7 % der weit überwiegende Anteil der eBook-Umsätze auf belletristische Titel.15 16
Audio-Inhalte wie Hörbücher, Hörspiele und Podcasts gewinnen kontinuierlich weiter an Beliebtheit. Laut dem Audible Compass 2024 konsumieren 46 % (2023: 46 %) der Deutschen im Alter von 18 bis 65 Jahren regelmäßig, d. h. mindestens einmal im Monat, entsprechende Audio-Inhalte. Im Jahr 2016 waren es erst 15 % gewesen. 69 % (2023: 68 %) der Befragten konsumieren Audio-Inhalte zu Hause, aber auch unterwegs (46 %, 2023: 49 %).17 Aufgrund der deutlichen Verschiebung des Marktes in Richtung Online-Formate (Streaming- und Downloads) spielen physische Hörbücher im Buchhandel kaum noch eine Rolle. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2024/2025 der Bastei Lübbe AG waren jeweils zweistellige Umsatzrückgänge von bis zu 31 % (kumuliert: -21,5 %) zu beobachten.18 Seit dem Jahr 2025 werden entsprechende Daten vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels nicht mehr erhoben.
Der deutsche Pressegroßhandel hat das Jahr 2024 im Handel von Presseprodukten, unter anderem Romanhefte, mit einem Umsatzverlust von 2,6 % abgeschlossen. Insgesamt ging der Umsatz des Pressegroßhandels im Jahr
11 https://www.boersenverein.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/buchmarkt-2024-stabile-geschaefte-in-wirtschaftlich-schwierigen-zeiten/
12 https://www.boersenverein.de/tx_boev_newsletter_view?tx_boev_pi14[uid]=2460&tx_boev_pi14[backend_layout]=pagets__newsletter
13 https://www.boersenverein.de/tx_boev_newsletter_view?tx_boev_pi14[uid]=2788&tx_boev_pi14[backend_layout]=pagets__newsletter
14 https://www.boersenverein.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/buchmarkt-2024-stabile-geschaefte-in-wirtschaftlich-schwierigen-zeiten/
15 https://www.boersenverein.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/e-book-markt-2024-mit-leichten-zuwaechsen/
16https://www.boersenverein.de/tx_file_download?tx_theme_pi1%5BfileUid%5D=27705&tx_theme_pi1%5BpageUid%5D=126&tx_theme_pi1%5Breferer%5D=https%3A%2F%2Fwww.boersenverein.de%2Fmarkt-daten%2Fmarktforschung%2Fe-books%2F&cHash=02dc8bb4da5a12e0720f9bb03fcf02bf
17 https://www.audible.de/blog/audible-kompass-2024
18 https://www.boersenverein.de/tx_boev_newsletter_view?tx_boev_pi14[uid]=2753&tx_boev_pi14[backend_layout]=pagets__newsletter
7 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
2024 von 1,52 Mrd. Euro auf 1,48 Mrd. Euro zurück.ꢀDer Umsatz mit dem Kernsortiment Presse verringerte sich um 4,0 %. Der gesamte Absatz an Zeitungen, Zeitschriften und pressenahen Non-Press-Produkten reduzierte sich gleichzeitig um 7,1 % auf 832 Mio. Exemplare. Die Konsolidierung im Pressegroßhandel setzte sich fort. Die Anzahl belieferter Presseverkaufsstellen sank im Vergleich zum Vorjahr von 81.763 auf 77.590.19
Bastei Lübbe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024/2025 Konzernumsatzerlöse in Höhe von 114,0 Mio. Euro nach 110,3 Mio. Euro im Vorjahr. Dabei stand der positiven Absatzentwicklung ein Anstieg der Remissionen gegenüber. Der Anstieg der Umsatzerlöse in Höhe von 3,7 Mio. Euro (3,3 %) resultierte im Wesentlichen aus dem Umsatzwachstum im Segment „Buch“ (4,1 Mio. Euro bzw. 3,9 % im Vergleich zum Vorjahr), wobei das New Adult Label LYX mit 14 % wiederum ein leicht überproportionales Wachstum zum Vorjahr verzeichnen konnte. Weiterhin sehr erfreulich zeigten sich auch die Umsätze im Bereich Audio, die im digitalen Bereich um 17 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden konnten sowie die Lizenzerlöse, welche um 21 % über dem bereits sehr starken Vorjahr lagen. Grund hierfür war vor allem auch der Erfolg der Amazon Prime Serie „Maxton Hall“. Die Bestandserhöhung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen betrug im Geschäftsjahr 2024/2025 2,8 Mio. Euro gegenüber 1,0 Mio. Euro im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 0,7 Mio. Euro gegenüber 2,1 Mio. Euro im Vorjahr. Im Berichtsjahr beinhaltete die Position vor allem Wertaufholungen auf vorausgezahlte Autorenhonorare von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1,4 Mio. Euro). Der Materialaufwand belief sich im Berichtsjahr auf 55,5 Mio. Euro, was einem Rückgang gegenüber Vorjahr (55,9 Mio. Euro) von 0,4 Mio. Euro entspricht. Der Rückgang ist hauptsächlich auf den Anstieg der digitalen Umsatzerlöse mit geringerer Materialaufwandsquote sowie deutlich geringere Abschreibungen auf aktivierte Autorenhonorare zurückzuführen.Im Vorjahr war dieser Aufwand insbesondere durch eine überdurchschnittliche Materialaufwandsquote im Bereich der Top-Autoren geprägt. Die Materialaufwandsquote lag dementsprechend unter dem Vorjahresniveau. Der Personalaufwand erhöhte sich von 21,5 Mio. Euro auf 22,6 Mio. Euro. Im Berichtsjahr ist die Anzahl der Mitarbeitenden gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Trotz des unterjährigen Zuwachses blieb die durchschnittliche Vergütung je Mitarbeitendem weitgehendst konstant. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus individuellen Anpassungen bei bestehenden Arbeitsverhältnissen sowie aus Neueinstellungen zu marktüblichen Konditionen. Eine allgemeine tarifliche Anpassung der Gehälter erfolgte im Berichtszeitraum nicht. Für das neue Geschäftsjahr wurde bereits eine allgemeine Gehaltserhöhung in Höhe von 2 % zum 1. April 2025 zugesichert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Berichtsjahr leicht um 1,1 Mio. Euro von 19,7 Mio. Euro auf 20,8 Mio. Euro. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus höheren IT-Aufwendungen sowie Werbe- und Vertriebskosten. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen verringerten sich von 3,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 2,5 Mio. Euro im Berichtsjahr. Im Betrag enthalten sind Abschreibungen und Wertminderungen auf Nutzungsrechte von Leasinggegenständen in Höhe von 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1,3 Mio. Euro). Der Rückgang der Abschreibungen erklärt sich vor allem aus den erfolgten Wertberichtigungen auf die bilanziellen Vermögenswerte bei smarticular in Höhe von 1,0 Mio. Euro im Vorjahr.
19 https://www.pressegrosso.de/fileadmin/user_upload/Presse-Grosso_in_Zahlen_2024.pdf
8 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
Das nachfolgend erläuterte EBIT umfasst das in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene operative Ergebnis zuzüglich Beteiligungsergebnis. Das Beteiligungsergebnis resultiert aus der Ausschüttung von der Räder GmbH sowie der Ausschüttung von Pressegrosso-Vertriebsgesellschaften und belief sich auf 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1,3 Mio. Euro). Insgesamt erhöhte sich das EBIT im Geschäftsjahr 2024/2025 auf 17,1 Mio. Euro nach 14,0 Mio. Euro im Vorjahr. Im Vorjahr waren neben einer Ausschüttung von Räder in Höhe von 1,2 Mio. Euro auch Sondereffekte durch Wertminderungen auf die bilanziellen Vermögenswerte und den Verkauf des Geschäftsbetriebs von smarticular in Höhe von -1,1 Mio. Euro enthalten. Unter Berücksichtigung der vorstehend erläuterten Entwicklungen ist ein Anstieg der EBIT-Marge auf 15,0 % (Vorjahr: 12,7 %) zu verzeichnen. Die Erträge aus sonstigen Investments sind gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,1 Mio. Euro gesunken. Die Finanzierungsaufwendungen sind in erster Linie infolge gesunkener Zinsaufwendungen um 0,1 Mio. Euro zurückgegangen. Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern beträgt im Berichtsjahr 16,5 Mio. Euro (Vorjahr: 13,3 Mio. Euro). Nach Berücksichtigung der Ertragsteuern in Höhe von 5,1 Mio. Euro (Vorjahr: 4,5 Mio. Euro) ergibt sich ein Konzernperiodenergebnis von 11,4 Mio. Euro (Vorjahr: 8,8 Mio. Euro), welches mit 11,3 Mio. Euro (Vorjahr: 8,7 Mio. Euro) auf die Anteilseigner der Bastei Lübbe AG entfällt. Das Ergebnis pro Aktie beträgt 0,86 Euro nach 0,66 Euro im Vorjahr.
9 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
| Segment | GJ 24/25 | GJ 23/24 | Segment | GJ 24/25 | GJ 23/24 |
|---|---|---|---|---|---|
| Romanhefte | 0,9 | 1,0 | Romanhefte | 7,1 | 7,4 |
| Buch | 16,2 | 13,0 | Buch | 107,0 | 102,9 |
Der Umsatz im Segment „Buch“ konnte von 102,9 Mio. Euro auf 107,0 Mio. Euro gesteigert werden und lag damit innerhalb der ursprünglichen Bandbreite der Prognose von 104 bis 107 Mio. Euro. Hierzu trug vor allem der Erfolg des Community-getriebenen New Adult Labels LYX mit einem Umsatzanstieg von 14 % bei. Im Bereich Audio ist es trotz des anhaltenden Umsatzrückgangs bei Hörbuch-CDs (- 0,3 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr) gelungen, den Gesamtumsatz um 11,0 % erneut deutlich zu steigern. Der Anstieg ist auf die außerordentlich erfolgreiche Vermarktung von Download- und Streaming-Inhalten zurückzuführen. Die Umsätze im Bereich Kinder- und Jugendbuch konnten, nicht zuletzt durch das community-getriebene Label ONE, deutlich um 10,0 % gesteigert werden. Das Digitale Programm verzeichnete einen leichten Umsatzanstieg von 1,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Verlagsmarke Community Editions trug zu dieser positiven Entwicklung bei und steigerte den Umsatz um 11 %. Leider konnten die Bereiche Sachbuch und Eichborn die Umsätze des Vorjahres nicht halten. Das EBIT des Buchsegmentes betrug 16,2 Mio. Euro gegenüber 13,0 Mio. Euro im Vorjahr. Gegenüber der ursprünglichen Prognose für das EBIT des Segments „Buch“ mit einer Bandbreite zwischen 12,5 und 13,5 Mio. Euro ist eine deutlich positive Abweichung zu verzeichnen, was im Wesentlichen auf die über den Erwartungen liegende Umsatzentwicklung sowie eine aufgrund von Veränderungen im Produktmix verbesserte Rohertragsmarge zurückzuführen ist. Darüber hinaus wirkten sich der hohe Bestandsaufbau sowie die Ausschüttungen durch Räder GmbH und Pressegrosso-Vertriebsgesellschaften positiv aus. Der Umsatz im Segment „Romanhefte“ belief sich auf 7,1 Mio. Euro, gegenüber 7,4 Mio. Euro im Vorjahr. Damit lag der Umsatz innerhalb der prognostizierten Bandbreite von 6,5 bis 7,5 Mio. Euro. Trotz des weiteren Rückgangs der Verkaufsstellenzahlen, der zu einem rückläufigen physischen Umsatz führte, konnten die Umsätze im Webshop sowie mit digitalen Produkten leichte Zuwächse verzeichnen. Das Segment-EBIT lag im Berichtsjahr leicht unter dem Vorjahr (1,0 Mio. Euro) mit 0,9 Mio. Euro und blieb damit auf einem insgesamt stabilen Niveau. Das prognostizierte EBIT von 0,5 Mio. Euro wurde damit deutlich übertroffen. Dies resultierte aus der deutlich verbesserten Rohertragsmarge, welche vor allem aus dem Rückgang der Kosten im Wareneinsatz profitieren konnte.
10 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
Die Finanzierungsstrategie des Bastei Lübbe-Konzerns verfolgt die folgenden Ziele:
§ langfristige Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes
§ Sicherung der Liquidität und der finanziellen Flexibilität
§ Begrenzung der finanzwirtschaftlichen Risiken
§ Folgende Kennzahlen sind dabei im Rahmen des Finanz- und Kapitalmanagements von besonderer Bedeutung:
§ Eigenkapitalquote im Konzern
§ Verhältnis Nettofinanzverschuldung zu adj. Konzern-EBITDA²⁰
§ Bastei Lübbe strebt grundsätzlich im Konzern eine Eigenkapitalquote von mehr als 40 % sowie ein Verhältnis von Nettofinanzverschuldung (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich Zahlungsmitteln und -äquivalenten) zu adj. Konzern-EBITDA (= Verschuldungsgrad) von 2,5 oder weniger an. Die Eigenkapitalquote zum 31. März 2025 liegt mit 60,3 % deutlich über dem Zielwert. Die Kennzahl „Nettofinanzverschuldung zu adj. Konzern- EBITDA“ liegt zum Berichtszeitpunkt bei 0. Die Bilanzdaten ergeben insofern keine Nettofinanzverschuldung, sondern stattdessen ein Nettofinanzvermögen in Höhe von 8,5 Mio. Euro. Die Berechnung des Nettofinanzvermögens ergibt sich wie folgt:
| in Mio. EUR | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und -äquivalente | 9,3 | 18,4 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0,8 | 1,9 |
| Nettofinanzvermögen | 8,5 | 16,5 |
Im Hinblick auf die Einhaltung der Finanzkennzahlen (Covenants), die im Konsortialkreditvertrag vereinbart sind, ist der Verschuldungsgrad (adj. Finanzverbindlichkeiten / adj. EBITDA) im Konzernabschluss maßgebend.
²⁰ adj. EBITDA ist Operatives Ergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen
11 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
Zur Gewährleistung der finanziellen Flexibilität setzt Bastei Lübbe auf einen ausgewogenen Mix aus Eigenkapital- und Fremdkapitalfinanzierungen. Die externe Finanzierung von Bastei Lübbe stellt sich zum Stichtag wie folgt dar:
§ Betriebsmittellinie
§ Akquisitionsdarlehen
§ Das zuvor bestehende Factoring wurde im Berichtszeitraum beendet.
Folgende Kriterien werden bei der Auswahl der Finanzierungsinstrumente von Bastei Lübbe berücksichtigt:
§ Konditionen
§ Flexibilität bei der Inanspruchnahme
§ Kreditauflagen/Covenants
§ Fälligkeitsprofile
Der Vorstand bestätigt das in den Vorperioden kommunizierte Ziel einer auf Kontinuität ausgerichteten Dividendenpolitik, bei welcher die Aktionärinnen und Aktionäre mit einem Anteil in Höhe von 40 % bis 50 % des ausschüttungsfähigen Ergebnisses am Erfolg des Unternehmens zu beteiligen sind. Voraussetzung hierfür ist die Vereinbarkeit mit der Finanzierungs- und Ergebnissituation der Unternehmensgruppe und der langfristigen und nachhaltigen Geschäftsentwicklung. Für das abgelaufene Geschäftsjahr schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende von 36 Cent/Aktie vor, was 42 % des ausschüttungsfähigen Ergebnisses entspricht.
Zum 31. März 2025 beinhalten die Liquiditätsreserven des Konzerns flüssige Mittel in Höhe von 9,3 Mio. Euro (Vorjahr: 18,4 Mio. Euro). Innerhalb der bestehenden Kreditvereinbarungen bestehen Kreditlinien mit einem Volumen von insgesamt 10,0 Mio. Euro. Diese Kreditlinien sind zum Abschlussstichtag nicht in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Form eines im Januar 2021 abgeschlossenen Akquisitionsdarlehens betragen 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1,9 Mio. Euro). Das Darlehen wird im Geschäftsjahr 2025/2026 vollständig getilgt. Der Bastei Lübbe-Konzern hatte am 31. März 2025 kurz- und langfristige Finanzschulden in Höhe von 9,5 Mio. Euro (Vorjahr: 11,2 Mio. Euro). Davon sind zum 31. März 2025 5,2 Mio. Euro (Vorjahr: 5,2 Mio. Euro) innerhalb der nächsten zwölf Monate fällig. In den kurz- und langfristigen Finanzschulden zum 31. März 2025 sind Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 5,6 Mio. Euro (Vorjahr: 6,4 Mio. Euro) enthalten. Per 31. März 2025 betrug das Nettofinanzvermögen 8,5 Mio. Euro (Vorjahr: 16,5 Mio. Euro).# ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
LIQUIDITÄTSANALYSE UND INVESTITIONEN
Zur besseren Übersicht über die Cashflow-Entwicklung werden die wichtigsten Cashflows im Geschäftsjahr 2024/2025 im Folgenden zusammengefasst dargestellt:
| 2024/2025 | 2023/2024 | |
|---|---|---|
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -0,6 | 2,7 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -1,2 | 1,6 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -7,3 | -5,3 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -9,1 | -1,1 |
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Berichtsjahr von 2,7 Mio. Euro im Vorjahr auf -0,6 Mio. Euro gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf hohe Vorauszahlungen im Bereich der Autorenhonorare bei gleichzeitig deutlich erhöhtem Konzernperiodenergebnis, auf einen einmaligen Effekt aus der Beendigung des Factorings mit dem damit einhergehenden Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf den Anstieg der Vorräte zurückzuführen.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -1,2 Mio. Euro im Berichtsjahr (Vorjahr: 1,6 Mio. Euro) resultierte im Wesentlichen aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von insgesamt 2,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro). Wie im Vorjahr waren im Wesentlichen Investitionen in Software sowie in die Betriebs- und Geschäftsausstattung im Mittelabfluss enthalten. Gegenläufig wirkte sich die Dividende der Räder GmbH in Höhe von 1,0 Mio. Euro aus.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit weist im Berichtsjahr einen Mittelabfluss von insgesamt -7,3 Mio. Euro (Vorjahr: -5,3 Mio. Euro) aus. Im Berichtsjahr wurde die Dividende an die Anteilseigner der Bastei Lübbe AG in Höhe von 4,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR) ausgeschüttet. Zudem wurden Kreditverbindlichkeiten in Höhe von 1,1 Mio. Euro getilgt. Die Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten betrugen 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro).
Der Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zuzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit) liegt mit -1,8 Mio. Euro weit unterhalb des Vorjahres (4,2 Mio. Euro) und damit deutlich unter der Prognose von 2-4 Mio. Euro. Die Abweichung gegenüber der Prognose resultiert im Wesentlichen aus den erhöhten Investitionen und erhöhten Auszahlungen für vorausgezahlte Autorenhonorare, die die weitere Umsetzung der Wachstumsstrategie sicherstellen und wesentliche Grundlage für das prognostizierte Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2025/2026 darstellen.
VERMÖGENSLAGE
Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich auf 56,6 Mio. Euro nach 48,5 Mio. Euro zum 31. März 2024 im Wesentlichen aufgrund hoher Auszahlungen für Bestseller-Autoren im Bereich der vorausgezahlten Autorenhonorare. Der Bestand vorausgezahlter Autorenhonorare erhöhte sich von 19,6 Mio. Euro auf 27,2 Mio. Euro.
| Bilanz: Aktiva (in Mio. Euro) | GJ 24/25 | GJ 23/24 | Bilanz: Passiva (in Mio. Euro) | GJ 24/25 | GJ 23/24 |
|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 61,6 | 48,5 | Eigenkapital* | 68,9 | 56,6 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 57,8 | 55,5 | Langfristige Schulden | 7,4 | 7,5 |
| Kurzfristige Schulden | 38,1 | 34,9 |
* Inkl. Eigenkapitalanteilen nicht beherrschender Gesellschafter.
Die zum beizulegenden Zeitwert bewertete Beteiligung Räder GmbH wird unverändert mit 15,1 Mio. Euro (Vorjahr: 15,1 Mio. Euro) bilanziert.
Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich um 2,3 Mio. Euro von 55,5 Mio. Euro auf 57,8 Mio. Euro zum 31. März 2025 erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 19,3 Mio. Euro auf 27,1 Mio. Euro zum 31. März 2025 infolge des erhöhten Umsatzes des Geschäftsjahres sowie der Beendigung des Factorings zurückzuführen. Gegenläufig verringerte sich der Bestand an Zahlungsmittel und -äquivalente von 18,4 Mio. Euro auf 9,3 Mio. Euro. Des Weiteren erhöhten sich die Vorräte von 14,0 Mio. Euro auf 16,8 Mio. Euro zum 31. März 2025. Der Bestandsaufbau resultiert insbesondere aus programmbedingten Vorproduktionen sowie aus strategischen Maßnahmen zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit bei erwarteten Schwerpunkt- und Spitzentiteln. Darüber hinaus wurde der Anstieg durch preisbedingte Effekte sowie höhere Remissionen beeinflusst.
Der den Aktionärinnen und Aktionären des Mutterunternehmens zurechenbare Anteil am Eigenkapital beträgt 68,7 Mio. Euro (Vorjahr: 61,3 Mio. Euro). Hierbei resultiert die Veränderung des Eigenkapitals neben dem positiven Ergebnis auch aus der Dividendenausschüttung an die Aktionärinnen und Aktionäre der Bastei Lübbe AG in Höhe von 4,0 Mio. Euro im September 2024.
Die langfristigen Schulden belaufen sich zum Stichtag auf 7,4 Mio. Euro nach 7,5 Mio. Euro zum 31. März 2024. Der Rückgang ist vor allem auf die Rückzahlung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1,1 Mio. Euro im Berichtsjahr sowie die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten zurückzuführen. Gegenläufig dazu hat sich der langfristige Teil einer Verbindlichkeit gegenüber einem Autor ausgewirkt.
Die kurzfristigen Schulden liegen bei 38,1 Mio. Euro zum 31. März 2025 nach 34,9 Mio. Euro zum 31. März 2024. Grund dafür ist vor allem die Zunahme der Ertragsteuerschulden aufgrund des gestiegenen Jahresüberschusses von 0,6 Mio. EUR auf 2,2 Mio. EUR. Zeitgleich erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1,3 Mio. Euro, vor allem resultierend aus erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber Autoren.
GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Nach bereits positiver Entwicklung in den Vorjahren, konnte Bastei Lübbe die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2024/2025 erneut steigern auf nun 114,0 Mio. Euro (Vorjahr: 110,3 Mio. Euro). Dies ist eine bemerkenswert positive Entwicklung, da sich die angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland im Kalenderjahr 2024 auch auf den Buchmarkt übertrug, der nur ein leichtes Plus von 0,8 % (Vorjahr: +2,9 %) verzeichnete. Die zu Geschäftsjahresbeginn getätigte Umsatzprognose (zwischen 111 und 115 Mio. Euro) sowie die erste angehobene Umsatzprognose (zwischen 113 und 117 Mio. Euro) konnten somit erreicht werden. Einhergehend mit einem deutlichen Rückgang des Buchmarkts in Deutschland in den Monaten Januar bis März 2025 (-5,0 %), wurde jedoch die erneut angehobene Umsatzprognose von 116 bis 119 Mio. Euro, entsprechend der Umsatzentwicklung von Bastei Lübbe in diesem Zeitraum, nicht erreicht. Anders beim EBIT, bei dem die Entwicklung im Geschäftsjahr noch positiver war und mit 17,1 Mio. Euro auch die zuletzt angepasste Jahresprognose (17 bis 18 Mio. Euro) erreicht werden konnte. Dies stellt einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr (14,0 Mio. Euro) dar sowie ein deutliches Übertreffen der ursprünglichen Jahresprognose (13 bis 14 Mio. Euro) sowie der ersten angepassten Jahresprognose (15 bis 16 Mio. Euro). Neben einer weiterhin vorherrschenden Kostendisziplin ist dies insbesondere auf überdurchschnittlich hohe Profitabilität in den Wachstumsbereichen des Geschäftsjahres zurückzuführen sowie auf eine erneute Gewinnausschüttung der Beteiligung Räder.
Wie erwartet ist das Nettofinanzvermögen zum 31. März 2025 zurückgegangen, da das Factoring als Finanzierungsinstrument wie geplant beendet wurde. Der Rückgang auf 8,5 Mio. Euro (von 16,5 Mio. Euro im Vorjahr) war stärker als zu Geschäftsjahresbeginn erwartet, da bewusst Investitionen sowie Vorauszahlungen für Autorenhonorare getätigt wurden, die die weitere Umsetzung der Wachstumsstrategie sicherstellen. Bastei Lübbe blickt auf ein insgesamt äußerst erfolgreiches Geschäftsjahr 2024/2025. Der Konzern profitierte insbesondere vom starken Wachstum im Segment Buch, das maßgeblich durch das weiterhin erfolgreiche Community-Modell der Verlagsmarken LYX und der aufstrebenden Young Adult Marke ONE getragen wurde. Auch das Segment Romanhefte entwickelte sich stabil. Insgesamt zeigte sich Bastei Lübbe dank seiner stringenten Aufstellung sowie seiner wachstumsstarken Content-Geschäfte als resilient gegenüber den Herausforderungen im Marktumfeld und zeigte erneut sein inhärentes Wachstumspotenzial.
NACHTRAGSBERICHT
Nach dem Ende des Berichtszeitraums sind keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung eingetreten, die zu einer veränderten Einschätzung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Bastei Lübbe-Konzerns führen würden.
PROGNOSEBERICHT
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Die allgemeinen Konjunkturaussichten für das Kalenderjahr 2025 sind wesentlich geprägt von hoher Unsicherheit aufgrund eskalierender Handelskonflikte durch die Zollpolitik der neuen US-Regierung unter Präsident Trump. In seinem World Economic Outlook vom April 2025 geht der Internationale Währungsfonds (IWF) daher von einer deutlichen Verschlechterung der Weltkonjunktur und des Welthandels aus. Besonders stark von Rückschlägen betroffen sind dabei insbesondere die USA und China. Unter anderem sieht der IWF das Risiko eines neuerlichen Inflationsanstiegs, speziell in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften, möglicher Währungsturbulenzen, Schuldenkrisen und finanzieller Instabilität bis hin zu sozialen Unruhen. In seiner neuen Referenzprognose hat der IWF vor diesem Hintergrund deutliche Abstriche an seinem Januar-Ausblick vorgenommen. Er geht nun von einem Rückgang des Weltwirtschaftswachstums im laufenden Jahr auf 2,8 % aus (2024: 3,4 %). In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird ein Wachstum von 1,4 % im Jahr 2025 gegenüber 1,8 % im Jahr 2024 erwartet.21 Für Deutschland ergibt sich ein vergleichbares Bild.# ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
Die Bundesregierung hat in ihrer Frühjahrsprojektion die Wachstumsprognose für das Jahr 2025 auf 0,0 % gesenkt. Im Jahreswirtschaftsbericht vom Januar 2025 war sie noch von einem Wachstum von 0,3 % ausgegangen. Hintergrund sind die negativen Auswirkungen der protektionistischen US-Handelspolitik auf die offene deutsche Volkswirtschaft. Gleichzeitig prognostiziert die Bundesregierung für das Jahr 2025 einen Rückgang der Inflationsrate auf 2,0 %.
Die Europäische Zentralbank geht in ihrer Wachstumsprognose für den Euroraum vom März 2025 von einem BIP-Wachstum im Jahr 2025 von 0,9 % aus. Die Inflationsrate soll leicht auf 2,3 % sinken. Allerdings rechnet EZB-Präsidentin Christine Lagarde mit einem zusätzlichen dämpfenden Effekt durch die Eskalation der weltweiten Handelskonflikte.
Für die Bastei Lübbe AG und ihre Konzerngesellschaften ergeben sich aus den Zollkonflikten derzeit keine direkten Auswirkungen. Mittelbar könnte der Konzern durch mögliche negative Effekte auf den privaten Konsum betroffen sein. Die genannten Prognosen sind mit großen Unsicherheiten behaftet und die tatsächlichen Entwicklungen könnten aufgrund der bereits genannten Risikofaktoren erheblichen Abweichungen unterliegen.
In den ersten drei Monaten des Jahres 2025 entwickelten sich die Umsätze im deutschen Buchmarkt – trotz eines starken Jahresauftakts im Januar – insgesamt negativ, was insbesondere auf die unterschiedliche kalendarische Lage des Osterfestes (2025: April vs. 2024: März) zurückzuführen ist. Das erste Quartal des Kalenderjahres 2025 schloss die Branche laut Media Control in den zentralen Vertriebswegen mit einem Umsatzrückgang von 5,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum ab.
Bis zum Jahr 2028 erwarten die Experten von PricewaterhouseCoopers (PwC) einen jährlichen Rückgang der Umsätze für Bücher, eBooks und Hörbücher von durchschnittlich 1,0 % pro Jahr. Es wird für das Jahr 2028 mit einem Gesamtumsatz auf dem deutschen Buchmarkt von 7,4 Mrd. Euro gerechnet. Dabei wird sich – so PwC – insbesondere die starke Präferenz für digitale Medienformate weiter fortsetzen. Infolgedessen rechnet PwC bis zum Jahr 2028 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate für digitale Bücher von 3,0 % und einem Umsatz von 563,1 Mio. Euro.
In diesem verhaltenen Marktumfeld ist für den Geschäftserfolg von Bastei-Lübbe nach Auffassung des Vorstands weniger die allgemeine Marktentwicklung entscheidend als vielmehr die Qualität und Attraktivität des Verlagsprogramms. Da Bastei Lübbe zudem eine breite Vielfalt an Medienkanälen abdeckt, kann der Konzern zusätzlich von positiven Entwicklungen in einzelnen Marktsegmenten profitieren.
Der Vorstand ist überzeugt, dass das Kulturgut Buch, ergänzt um die attraktiven Ausspielkanäle eBook und Audio, ungebrochen chancenreiche und renditestarke Geschäftsmodelle ermöglicht und vielfältige Wachstumspotenziale bietet. Wir werden zeitgemäße Varianten von community-getriebenen Modellen stabilisieren, ausbauen und weiterentwickeln und dabei vor allem durch digitalen Austausch die Bedürfnisse und Wünsche der Leserinnen und Leser nach spannender und emotionaler Unterhaltung und zusätzlichen buchaffinen Produkten aufnehmen. Dementsprechend geht der Vorstand von weiterhin steigendem Umsatz aus.
Dabei steht der außerordentliche Erfolg der Verlagsmarken LYX und ONE für übergreifende Chancen und Potenziale der community-getriebenen Modelle. Auch in den Bereichen Baumhaus und Eichborn nutzen wir die Wünsche und Interessen unserer Leserinnen und Leser in engem Austausch mit unseren Autorinnen und Autoren für eine erfolgreiche und leserzentrierte Programmgestaltung.
Die Verlagsmarke Lübbe wird derzeit strategisch neu ausgerichtet. Nachdem im Vorjahr mit pola ein weiteres community-getriebenes Imprint gestartet wurde, verstärken wir ab Frühjahr 2026 den Bereich der literarischen Unterhaltung mit der neuen Verlagsmarke Pfaueninsel. Bei Community Editions und Moba erwarten wir eine weiterhin positive Entwicklung der Ertragskraft.
Im Segment Romanhefte geht der Vorstand aufgrund der Herausforderungen im Pressevertrieb von einer rückläufigen Ertragslage gegenüber dem Berichtsjahr aus. Die Profitabilität soll weiterhin auf hohem Niveau gehalten werden, auch wenn es zu Margenveränderungen gegenüber dem Berichtsjahr durch einen anderen Produktmix kommen wird. Dies betrifft insbesondere den Materialauwand und tritt ungeachtet einer weiterhin herrschenden angemessenen Kostendisziplin im gesamten Konzern auf.
Die Finanzkraft des Konzerns wird auch in 2025/2026 sehr zufriedenstellend erwartet, so dass die notwendigen Investitionsspielräume, auch für das weiterhin angestrebte anorganische Wachstum, vorhanden sein werden.
Das Geschäftsjahr 2025/2026 wird im Programmbereich geprägt sein von einer Reihe von Neuerscheinungen großer Weltbestseller-Autoren.
Die Geschäftsentwicklung beinhaltet aufgrund des herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfelds und der dadurch induzierten Konsumzurückhaltung Risiken, die anhand der zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Berichts verfügbaren Informationen in der Planung abgebildet sind. Darüber hinausgehende Unsicherheiten, die außerhalb der Kontrollmöglichkeiten des Unternehmens liegen, können dazu führen, dass tatsächliche Entwicklungen sowohl negativ als auch positiv von den in diesem Ausblick getroffenen Aussagen abweichen.
Der Vorstand wird wie gewohnt in den künftigen Quartalsmitteilungen und dem Halbjahresbericht die Prognosen für das Geschäftsjahr 2025/2026 auf Basis der erreichten Ergebniszahlen überprüfen und bei Bedarf anpassen.
Der Vorstand erwartet anhaltende Erfolge der Wachstumsstrategie, so dass für das Geschäftsjahr 2025/2026 ein außergewöhnlich starkes Umsatzwachstum von bis zu 10 % auf 120 Mio. Euro bis 125 Mio. Euro (Berichtsjahr: 114,0 Mio. Euro) prognostiziert wird. Der nachhaltige Wachstumspfad der vergangenen Jahre zeigt sich erneut auch in der EBIT-Prognose mit einem weiterhin hohen Niveau von 14 Mio. Euro bis 16 Mio. Euro (Berichtsjahr: 17,1 Mio. Euro). Die erwartete EBIT-Marge von etwa 12 % liegt weiterhin signifikant über der dauerhaft gesetzten Zielmarke von 10 %. Die Entwicklung wird getrieben vom Segment „Buch“ mit einer Umsatzerwartung zwischen 113 und 118 Mio. Euro (Berichtsjahr: 107,0 Mio. Euro) und einem erwarteten EBIT zwischen 13,5 und 15,5 Mio.# ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
Euro (Berichtsjahr: 16,2 Mio. Euro). Im herausfordernden Umfeld der „Romanhefte“ wird ein Umsatz von etwa 7,0 Mio. Euro (Berichtsjahr: 7,1 Mio. Euro) und ein EBIT von etwa 0,5 Mio. Euro (Berichtsjahr: 0,9 Mio. Euro) erwartet. Die Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2025/2026 sieht einen Free Cashflow in Höhe von 7 Mio. Euro bis 9 Mio. Euro vor (Berichtsjahr: -1,8 Mio. Euro). Die bilanziellen Kennziffern Eigenkapitalquote und Verschuldungsgrad werden auf einem angemessenen Niveau verbleiben.
Zu den wesentlichen Aufgaben des Vorstandes gehört es, den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern und nachhaltig zu gewährleisten. Der Bastei Lübbe-Konzern ist im Rahmen seiner Tätigkeit auf seinen Geschäftsfeldern grundsätzlichen und individuellen Risiken ausgesetzt, die immer mit unternehmerischem Handeln einhergehen. Dieser Risikosituation begegnet der Vorstand mit einem Risikomanagementsystem.
Das Risikomanagementsystem (RMS) hat das Ziel, wesentliche Risiken für den Konzern zu erfassen, um geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen und Kontrollmechanismen durchzuführen. Die Grundsätze des Risikomanagements sind durch eine entsprechende Richtlinie verbindlich geregelt. Überschaubare und angemessene sowie beherrschbare Risiken werden ggf. bewusst eingegangen, wenn damit ein angemessener Ertrag erwirtschaftet werden kann. Soweit möglich und sinnvoll, werden Risiken entsprechend versichert. Für alle anderen Risiken werden geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen festgelegt und die Einhaltung der Maßnahmen regelmäßig überwacht. Die Gegensteuerungsmaßnahmen sowie die Risikosituationen werden bei Bedarf, mindestens aber halbjährlich, überarbeitet und aktualisiert.
Das RMS umfasst alle vollkonsolidierten Tochterunternehmen. Risiken werden nach einheitlich vorgegebenen Kategorien erfasst und in einem Risikoinventar dokumentiert. Die Risiken werden anschließend anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenshöhen bewertet. Gemäß dem RMS des Bastei Lübbe-Konzerns werden die Risiken in die nachfolgenden Kategorien geclustert:
Das Risikomanagementsystem des Bastei Lübbe-Konzerns wird unter der organisatorischen Gesamtverantwortung des Vorstands operativ von einer Stabsstelle des Finanzvorstands (Risikomanager) geführt. Der Risikomanager ist verantwortlich für die Koordination und Überwachung des Risikomanagementsystems im Unternehmen. Zu seinen zentralen Aufgaben gehört es, die Risikoverantwortlichen regelmäßig zur Durchführung der Risikoinventur aufzufordern sowie die gemeldeten Risiken systematisch zu erfassen, zu analysieren und weiterzuverarbeiten – etwa zur Erstellung des Risikoberichts oder zur Information des Vorstands.
Als Risikoverantwortliche werden die Führungskräfte unterhalb des Vorstands angesehen. Sie sind in ihren Bereichen bzw. Gesellschaften verantwortlich für die Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung der wesentlichen Risiken und der risikoverringernden Maßnahmen. Unterstützt werden sie dabei vom Controlling. Daneben sind die Risikoverantwortlichen verantwortlich für die Übermittlung der Risiken an den Risikomanager.
Risiken mit einer Brutto-Schadenshöhe von unter TEUR 250 werden nicht mit in die konzernweite Risikobetrachtung aufgenommen. Die Risikoidentifikation ist ein fortlaufender Prozess zur Erfassung und Bewertung potenzieller Risiken. Unabhängig davon werden die Risikoeinschätzungen regelmäßig halbjährlich oder bei Bedarf aktualisiert. Treten Risiken auf, die einen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung oder die Reputation des Konzerns haben, wird der Vorstand umgehend informiert. Basierend auf den von den Risikoverantwortlichen gemeldeten Risiken wird vom Risikomanager der Risikobericht erstellt und mit dem Vorstand diskutiert. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über das Risikomanagement. Das Risikomanagementsystem wird vom Vorstand auf Angemessenheit und Wirksamkeit überprüft und bei Bedarf angemessen weiterentwickelt. Ein in das Risikomanagementsystem integriertes Risikofrüherkennungssystem soll dabei unterstützen, zu prüfen, ob die grundsätzliche Eignung vorliegt, Entwicklungen zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Trotz dieser institutionalisierten Struktur zur Erkennung und Reduzierung von wesentlichen Risiken kann das Risikomanagementsystem keine vollständige Sicherheit bezüglich des Erreichens der damit verbundenen Ziele garantieren.
Das interne Kontrollsystem (im Folgenden: IKS) dient der Überwachung von Geschäftsprozessen, der Zuverlässigkeit von betrieblichen Informationen, der Vermögenssicherung und der Regeleinhaltung. Die Ausgestaltung des IKS trägt Art und Umfang der Geschäftstätigkeit und der Risikolage des Konzerns Rechnung. Es beinhaltet die Kontrolle der Einhaltung der Soll-Prozesse (unter anderem durch automatische IT-Prozesskontrollen), das „Vier-Augen-Prinzip“, Dokumentationen und Funktionstrennung. Als Schwerpunkte im Rahmen des IKS sind derzeit Datenschutz, Compliance Management und das rechnungslegungsbezogene IKS (siehe nachfolgend ausführlich) festgelegt.
Das rechnungslegungsbezogene RMS ist ein integraler Bestandteil des unternehmensweiten RMS und dient der Identifikation, Analyse und Bewertung von Risiken, die die ordnungsgemäße Erstellung der Finanzberichterstattung gefährden könnten. Es bildet somit den strategischen Rahmen zur frühzeitigen Erkennung potenzieller Fehlentwicklungen. Auf Basis dieser Risikobewertung werden gezielte Maßnahmen zur Risikobegrenzung geplant und festgelegt. Die Umsetzung dieser Maßnahmen erfolgt innerhalb des rechnungslegungsbezogenen IKS. Das IKS umfasst konkrete organisatorische Regelungen, Kontrollmechanismen und Prozessstandards, die gewährleisten sollen, dass die im RMS erkannten Risiken durch wirksame Kontrollen adressiert werden. Es zielt darauf ab, den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) so aufzustellen, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Hierbei sind die nach § 315e Abs. 1 HGB ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften zu beachten. Der Jahresabschluss der Bastei Lübbe AG wird nach HGB aufgestellt.
Die Maßnahmen zur Begrenzung dieser Risiken beinhalten die Rekrutierung und kontinuierliche Weiterbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit fundiertem Fachwissen, den Einsatz geeigneter IT-Tools sowie die Unterstützung durch externe Berater und Dienstleister. Dabei steht uns unter anderem ein externer Systemberater zur Verfügung, der mit den eingesetzten Anwendungen und deren Prozessen bestens vertraut ist. Zusätzlich werden wir von einer spezialisierten IFRS-Beraterin unterstützt, die uns bei fachlichen Fragestellungen begleitet und unsere Ergebnisse auf mögliche Fehler oder Auffälligkeiten prüft.
Der Aufsichtsrat des Konzerns überwacht gemäß § 107 Abs. 3 Satz 2 i. V. m. § 107 Abs. 4 Satz 1 AktG die Wirksamkeit des IKS und RMS. Der Umfang sowie die Ausgestaltung liegen jedoch gemäß § 91 Abs. 3 AktG im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. Der Vorstand nimmt diese Verantwortung wahr und delegiert die operative Umsetzung an den Risikomanager, die weiteren Risikoverantwortlichen sowie die Prozess- und Kontrollverantwortlichen für das IKS. Die Verantwortung für die Abschlusserstellung ist organisatorisch im Bereich des Finanzvorstands und hier insbesondere im Bereich Rechnungswesen und Controlling angesiedelt. Der Bereich nimmt dementsprechend die Richtlinienkompetenz für die Anwendung der einschlägigen Rechnungslegungsvorschriften wie auch für die inhaltlichen und zeitlichen Schritte im Abschlusserstellungsprozess wahr. Der Finanzvorstand sowie die in dessen Ressort angesiedelte Abteilung Rechnungswesen und Controlling der Bastei Lübbe AG steuern die Prozesse zur Konzernrechnungslegung und zur Lageberichtserstellung. Gesetzliche Vorschriften,
Bei diesem Abschnitt handelt es sich um lageberichtfremde Angaben, die von der inhaltlichen Prüfung des zusammengefassten Lageberichts durch den Abschlussprüfer ausgenommen sind.
Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden regelmäßig dahingehend analysiert, ob und inwieweit sie relevant sind und sich auf das IKS und die Rechnungslegung auswirken. Wesentliche für die Rechnungslegung der einbezogenen Konzernunternehmen relevante Informationen und Sachverhalte werden vor deren buchhalterischer Erfassung mit den einzelnen Fachbereichen erörtert und durch das Rechnungswesen kritisch gewürdigt, um die Konformität der Darstellung mit geltenden Rechnungslegungsvorschriften sicherzustellen. Relevante Anforderungen werden in einer internen Dokumentation festgehalten, kommuniziert und sind zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Basis für den Abschlusserstellungsprozess. Darüber hinaus unterstützen ergänzende Verfahrensanweisungen wie standardisierte Meldeformate, IT-Systeme sowie IT-unterstützte Reporting- und Konsolidierungsprozesse den Ablauf der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Bei Bedarf nimmt der Bastei Lübbe-Konzern bei der Erstellung des Konzernabschlusses externe Expertise in Anspruch. So setzt die Bastei Lübbe AG zum Beispiel externe Gutachter für die Bewertung von Personalrückstellungen, bei der Fair Value Bewertung von Beteiligungen, bei der Durchführung von Impairmenttests oder im Zuge von Kaufpreisallokationen ein.# ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
Durch die Harmonisierung der operativen Rechnungswesen-Prozesse in der Bastei Lübbe AG sowie deren Konzerngesellschaften werden die Prozesse effizienter und die Qualität der Prozesse und damit auch die Zuverlässigkeit des internen Kontrollsystems weiter erhöht. Das IKS sichert dabei sowohl die interne Prozessqualität als auch die Schnittstellen zu den Konzerngesellschaften durch geeignete Kontrollen ab. Die Abteilung Rechnungswesen und Controlling übernimmt hierbei die Funktionen der Unterstützung und Überwachung. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst unter Risikoaspekten definierte interne Kontrollen, die sowohl präventiven als auch aufdeckenden Charakter haben wie z.B.:
§ Funktionstrennungen (z.B. Freigabe von Zahlungsläufen, Jahresabschluss-Buchungen)
§ Vier-Augen-Prinzip (u. a. Stammdaten-Eingabe / Rechnungsprüfung)
§ IT-gestützte und manuelle Abstimmungen
§ IT-Kontrollen wie Zugriffsregelungen in IT-Systemen
§ Dokumentationen
Die Bastei Lübbe AG und die Konzerngesellschaften sind dafür verantwortlich, dass sie die konzernweit gültigen Vorgaben und Verfahren einhalten. Die Konzerngesellschaften stellen den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme sicher.
Die Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind, bis auf die Business Hub Berlin UG und Moravská Bastei MOBA s.r.o., in der SAP-Umgebung des Konzerns angesiedelt. Sie unterliegen im Wesentlichen einheitlichen Kontenplänen, Kontierungsvorgaben und Prozessen. Hierbei werden den genannten Geboten der Funktionstrennung und dem Vier-Augen-Prinzip in angemessener Weise durch präventive wie auch nachgelagerte Kontrollen Rechnung getragen. Hinsichtlich der Zugriffe auf die Rechnungslegung sowie deren Prozesse existiert ein Berechtigungskonzept, das auf die jeweiligen Stellenprofile der Anwendenden abgestimmt ist. Die in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden regelmäßig geschult.
Zur Aufstellung des Konzernabschlusses werden die Einzelabschlüsse sowie ergänzende Informationen in die Konsolidierungssoftware LucaNet überführt. Entsprechen die Einzelabschlüsse nicht den IFRS-Regularien, werden in 21 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG LucaNet entsprechende Anpassungsbuchungen („HB-II-Buchungen“) durchgeführt. Sämtliche Konsolidierungsvorgänge sowie die Überleitung der lokalen Einzelabschlüsse auf den Rechnungslegungsstandard IFRS werden zentral durchgeführt und dokumentiert.
Im Anschluss an die Abschlusserstellung werden der Jahres- und der Konzernabschluss nebst zusammengefasstem Lagebericht dem Aufsichtsrat vorgelegt. Diese Prüfung des Abschlusses erfolgt u. a. nach Erörterung mit dem Wirtschaftsprüfer und unter Zugrundelegung des Bestätigungsvermerks. Der Aufsichtsrat übernimmt eine konsultierende Rolle bei der Weiterentwicklung und Umsetzung des rechnungslegungsrelevanten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Das IKS bezieht bei Bedarf neue technologische Entwicklungen und veränderte Arbeitsweisen in die Überlegungen zur Weiterentwicklung operativer Prozesse ein. Werden Kontrollschwächen identifiziert, werden diese mit Blick auf etwaige Auswirkungen auf den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht geprüft und Verbesserungsmaßnahmen ergriffen. So wurden zuletzt Verbesserungspotenziale bei den IKS-Prozessen und den Prozessüberprüfungen identifiziert. In Fällen mit besonderer Relevanz erfolgt eine Information über die identifizierten Sachverhalte, die vorgesehenen Maßnahmen und den Stand ihrer Umsetzung an den Vorstand bzw. bei Bedarf auch an den Aufsichtsrat der Bastei Lübbe AG.
Dem Vorstand sind zum Zeitpunkt des Aufstellens dieses Berichts keine Umstände bekannt, welche gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit dieser Systeme sprechen.
Neben dem allgemeinen Geschäftsrisiko ist der Konzern per 31. März 2025 zusätzlich den unten erläuterten Risiken ausgesetzt. Diese werden in einem Betrachtungszeitraum von zwei Jahren nach der erwarteten Schadenshöhe absteigend in den Klassen A, B und C eingestuft, wie aus der folgenden Grafik ersichtlich wird. Bei den angegebenen Schadenshöhen handelt es sich um eine Nettobetrachtung der Auswirkungen auf das EBIT und die Liquidität. Die Nettobetrachtung beschreibt die Betrachtung von Risiken unter Berücksichtigung bestehender Gegenmaßnahmen und Kontrollen, welche risikomitigierend wirken.
| (1) sehr hoch (> 5) | (2) hoch (> 2,5 bis ≤ 5) | (3) mittel (> 1 bis ≤ 2,5) | (4) gering (> 0,5 bis ≤ 1) | (5) sehr gering (> 0,25 bis ≤ 0,5) | |
|---|---|---|---|---|---|
| Eintrittswahrscheinlichkeit (in %) | |||||
| (1) Sehr hoch (76 bis 100) | B | A | A | A | A |
| (2) Hoch (51 bis 75) | B | B | A | A | A |
| (3) Mittel (26 bis 50) | B | B | B | A | A |
| (4) Gering (11 bis 25) | C | C | B | B | A |
| (5) Sehr gering (0 bis 10) | C | C | C | C | B |
Risikoeinstufung der Bastei Lübbe AG in Bezug auf die Schadenshöhe:
Eintrittswahrscheinlichkeit (in %)
27 Bei diesem Abschnitt handelt es sich um lageberichtfremde Angaben, die von der inhaltlichen Prüfung des zusammengefassten Lageberichts durch den Abschlussprüfer ausgenommen sind.
22 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
Nachfolgend sind alle Risiken der Klassen A und B des Bastei Lübbe-Konzerns beschrieben. C-Risiken werden aufgrund ihrer unwesentlichen Auswirkungen hier nicht im Einzelnen aufgeführt.
Bei der Bewertung von vorausgezahlten Autorenhonoraren drohen aufgrund von unterplanmäßigen Abverkäufen des eingekauften Titels Wertminderungsbedarfe, die das EBIT des Bastei Lübbe-Konzerns belasten können. Sämtliche Rechte werden daher vorkalkuliert und im Rahmen eines dokumentierten Prozesses auf das erwartete Ertragspotenzial hin bewertet. Bei der Potenzialschätzung der einzukaufenden Titel werden sowohl Vorgängertitel und insbesondere bei neuen Autorinnen und Autoren auch Vergleichstitel von anderen Verlagen herangezogen. Zudem werden für die künftigen Programme Sollstrukturen nach Verkaufserwartungen festgelegt, an denen sich die Akquise von neuen Rechten orientiert. Insbesondere an Weltbestsellerautoren werden hohe Garantiehonorare gezahlt. Daher besteht das Risiko einer entsprechend hohen Wertberichtigung der bilanzierten vorausgezahlten Autorenhonorare. Die Werthaltigkeit wird jährlich und anlassbezogen im Rahmen eines standardisierten Impairmenttests auf Basis der erwarteten Cashflows geprüft. Alle übrigen Titel werden ebenfalls jährlich und anlassbezogen mit Hilfe eines standardisierten Verfahrens auf mögliche künftige negative Deckungsbeiträge überprüft. Aus der Vielzahl der zu betrachtenden Titeln kann sich ein Wertminderungsbedarf ergeben. Das Risiko hieraus wird als A-Risiko bei einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit und hoher Schadenshöhe eingestuft. (Vorjahr B-Risiko, nun kritischere Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit auf Grund der derzeitigen Umsatz- und Programmplanung.)
Es besteht das Risiko, dass für ein Geschäftsjahr nicht ausreichend Titel, insbesondere Spitzentitel im Segment „Buch“, eingekauft werden, um die notwendigen Umsätze und Erträge für die entsprechenden Wirtschaftsjahre zu generieren. Bastei Lübbe plant die Inhalte grundsätzlich mit einem zeitlichen Vorlauf von 12 bis 24 Monaten. Mit Weltbestsellerautoren werden auch Verträge mit längerer Vorlaufzeit geschlossen. Für das Segment „Buch“ sind Programm-Sollstrukturen nach Größenclustern und Genres verabschiedet. Der Füllgrad der Sollstrukturen wird regelmäßig im Rahmen eines Reportings aktualisiert und analysiert. Dieses Reporting dient als Basis für die Akquise von neuen Titeln. Bereits frühzeitig kann so erkannt werden, ob die geplanten Umsatzziele erreicht werden können. Aufgrund der bestehenden Vorlaufzeiten können dann zur Umsatzerreichung vorhandene Titel vorgezogen oder zusätzliche Titel eingekauft werden. Zudem besteht das Risiko einer einseitigen Abhängigkeit von wenigen etablierten Spitzenautoren, insbesondere wenn einzelne Titel oder Programmsegmente übermäßig wirtschaftlich erfolgreich sind. Zur Risikominimierung werden gezielt neue Autorinnen und Autoren aufgebaut und gefördert, um das Portfolio zu verbreitern und die Abhängigkeit zu reduzieren. Gleichzeitig wird großer Wert auf die Pflege eines vertrauensvollen und stabilen Kontakts zu bestehenden Autorinnen und Autoren gelegt, um eine kontinuierliche Zusammenarbeit zu sichern. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass eine Autorin oder ein Autor die vertraglich festgelegten Fristen zum Eingang des Manuskripts nicht einhält oder das Manuskript gar nicht einreicht. Zwar können geleistete Anzahlungen zurückverlangt werden, jedoch könnte ein Nichterscheinen, besonders von Spitzentiteln, ebenfalls zu einem finanziellen Schaden führen. Materielle Umsatzverfehlungen können in der bestehenden Fixkostenstruktur der Bastei Lübbe AG und damit im Konzern die Erreichung der Prognosewerte beeinflussen. Das Risiko hieraus wird als B-Risiko bei einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit und einer mittleren Schadenshöhe eingestuft (Vorjahr A-Risiko, nun abgeschwächte Einschätzung der Schadenshöhe auf Grund der derzeitigen Umsatz- und Programmplanung).
23 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
Der wirtschaftliche Erfolg von Bastei Lübbe hängt auch von den zukünftigen Ergebnissen der Beteiligungsunternehmen ab. Bei den Beteiligungen besteht das Risiko, dass erwartete Ergebnisse nicht erreicht werden, was unter Umständen zu einer Abwertung der bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerte sowie weiterer Vermögenswerte führen könnte. Die Beteiligungen werden ergebnisbezogen von Bastei Lübbe gesteuert. Es werden monatliche betriebswirtschaftliche Auswertungen von den Beteiligungsunternehmen zur Verfügung gestellt. Diese werden regelmäßig mit den Planzahlen und den Vorjahreszahlen abgeglichen und analysiert sowie mit dem Management der Beteiligungsunternehmen diskutiert.# Bastei Lübbe AG
Auf diese Weise ist die Bastei Lübbe AG frühzeitig über die wirtschaftliche Entwicklung und die Ergebnisse der Beteiligungsunternehmen informiert und hat bei möglichen Fehlentwicklungen die Chance, entsprechende Gegenmaßnahmen zu etablieren. Im Berichtsjahr 2024/25 ist das vollkonsolidierte Beteiligungsunternehmen Community Editions sowie die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete 20 %-Beteiligung an der Räder GmbH zu berücksichtigen. Die Räder GmbH, mit einem Buchwert von 15,1 Mio. Euro, hat einen wesentlichen Einfluss auf die Eigenkapitalquote des Konzerns. Eine negative Geschäftsentwicklung und eine daraus resultierende Reduzierung des beizulegenden Zeitwerts würden das sonstige kumulierte Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals entsprechend verringern. Das Risiko hieraus wird als B-Risiko bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit und hohen Schadenshöhe eingestuft.
Bastei Lübbe misst einer regelkonformen und verantwortungsvollen Unternehmensführung hohe Bedeutung bei. Ziel des Compliance-Ansatzes ist es, die Einhaltung sämtlicher rechtlicher, regulatorischer und ethischer Vorgaben auf allen Ebenen der Organisation sicherzustellen. Relevante Risiken im Bereich Compliance ergeben sich insbesondere in klassischen Feldern wie der Prävention von Betrugs- und Untreuetaten, der Vermeidung von Interessenkonflikten sowie der Einhaltung kartellrechtlicher Bestimmungen. Ebenso zählen die Bekämpfung von Korruption und die Beachtung datenschutzrechtlicher Vorschriften zu den zentralen Anforderungen, denen das Unternehmen mit geeigneten organisatorischen Maßnahmen begegnet. Zur Überwachung und Steuerung dieser Anforderungen hat die Gesellschaft externe Compliance- und Datenschutzbeauftragte bestellt, die den Vorstand sowie die Fachbereiche regelmäßig beraten und unterstützen. Im Bereich Datenschutz wurde darüber hinaus ein internes Gremium eingerichtet, das sich kontinuierlich mit aktuellen Entwicklungen in Rechtsprechung und Gesetzgebung sowie mit unternehmensinternen Prozessen und Erfahrungen im Umgang mit personenbezogenen Daten befasst. Dieser Austausch trägt maßgeblich zur risikoorientierten Weiterentwicklung des Datenschutzes bei. Zur Prävention potenzieller Compliance-Risiken unterhält Bastei Lübbe ein strukturiertes Compliance-Management-System, das neben unternehmensweiten Verhaltensrichtlinien und regelmäßigen Schulungsmaßnahmen auch ein etabliertes Hinweisgebersystem sowie risikoorientierte Kontrollmechanismen umfasst. Insgesamt werden Compliance-Risiken als B-Risiko bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit und mittlerer Schadenshöhe eingestuft.
Es besteht das Risiko, dass Kunden oder Lizenzpartner Forderungen nicht oder nur teilweise begleichen, z.B. wenn ein Handelspartner wegen Zahlungsunfähigkeit bzw. Insolvenz ausfällt. Dies kann sowohl physische als auch digitale Umsätze betreffen. Zur Risikominderung wird ein Großteil der physischen Forderungen durch eine Forderungsausfallversicherung bis zu einer vertraglich vereinbarten Deckungshöhe abgesichert. Im digitalen Bereich (insbesondere Audio-Downloads und E-Books) sind die Forderungen in der Regel nicht durch eine derartige Versicherung abgesichert. Diese Kunden gelten jedoch aufgrund ihrer Bonität als ausfallresistent. Zusätzlich werden relevante Kunden fortlaufend auf ihre Bonität geprüft, um Risiken frühzeitig zu erkennen. Das Risiko hieraus wird als B-Risiko bei einer sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeit und mittleren Schadenshöhe eingestuft.
Die Bedrohung von IT-Systemen durch Angriffe von außen stellt ein permanentes und erhebliches Risiko dar. Neben Störungen in den Arbeitsprozessen kann vor allem die widerrechtliche Aneignung von schützenswertem Arbeitsmaterial (Manuskripte etc.) sowie die Verschlüsselung von Daten zu wirtschaftlichen Schäden führen. Die Störung der betrieblichen Abläufe durch Ausfall wesentlicher IT-Systeme stellt zudem ein permanentes Risiko für den Konzern dar. Bastei Lübbe verfügt über eine eigene IT-Abteilung, die eine schnelle Reaktionsfähigkeit im Störfall, eine enge Abstimmung mit Fachbereichen und einen hohen Schutzbedarf für unternehmenskritische Systeme gewährleistet. Die Datensicherung ist im Wesentlichen ausgelagert, so dass das Unternehmen ohne interne IT-Strukturen zumindest eine gewisse Zeit handlungsfähig bleiben kann. Um das Eindringen von Schadsoftware in die internen Systeme zu vermeiden, finden regelmäßige Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter statt. Daneben wurde im Berichtsjahr eine neue Cyber-Security Versicherung abgeschlossen. Das Risiko wird als B-Risiko bei einer sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeit und hoher Schadenshöhe eingestuft.
Die Herstellung ist insbesondere durch externe Marktentwicklungen im Bereich der Papierbeschaffung beeinflussbar. Eine zentrale Herausforderung stellt die Volatilität der Papierpreise dar. Markteingriffe durch Papierhersteller – etwa durch Werksschließungen oder Umwidmungen von Produktionslinien – können kurzfristig zu Verknappungen, steigenden Kosten und reduzierter Verfügbarkeit führen. Zudem entsteht durch die Einführung der EU-Verordnung EUDR ein zusätzlicher administrativer Aufwand entlang der gesamten Lieferkette, der sich ebenfalls preistreibend auswirken kann. Zur Risikobegrenzung werden regelmäßige Forecasts an zentrale Lieferanten übermittelt und ein enges Monitoring der Preisentwicklung durchgeführt. Ergänzend werden Maßnahmen wie das Preisreporting bei Druckereien, die Überprüfung der Lieferantenstruktur sowie die Nutzung flexibler Papierklassen umgesetzt. Die Anforderungen der EUDR werden durch bestehende interne Systeme abgedeckt, um den Einsatz externer Dienstleister und damit verbundene Zusatzkosten zu vermeiden. Das Risiko wird als B-Risiko bei einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit und geringen Schadenshöhe eingestuft (Vorjahr C-Risiko mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit). Darüber hinaus sind die folgenden potenziellen, im Risikomanagementsystem (RMS) nicht weiter quantifizierten Risiken unter regelmäßiger Beobachtung:
Im Bastei Lübbe-Konzern bestehen finanzielle Risiken, wie geschäftsübliche Marktpreis-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken. Dem Ausfallrisiko wird mit den vorgenannten Maßnahmen (Forderungsausfallversicherung) begegnet. Um Liquiditätsrisiken zu vermeiden, erfolgt eine regelmäßige Cash-Prognose im Rahmen der Planung sowie laufend im Zusammenhang mit den täglichen Umsatzmeldungen. Die Möglichkeit zur Steuerung des Marktpreisrisikos aus der Bewertung der wesentlichen Beteiligung Räder GmbH ist begrenzt, weil Bastei Lübbe keinen maßgeblichen Einfluss auf die Beteiligung ausübt. Änderungen des Zeitwerts der Beteiligung, die innerhalb einer von der Gesellschaft als möglich angesehenen Bandbreite liegen, haben direkten Einfluss allein auf die Vermögenslage und erst indirekt auf die Ertrags- und Finanzlage, über den Zahlungsmittelzufluss aus Beteiligungserträgen oder aus möglichen Anteilsverkäufen. Im Wesentlichen sind die Unternehmen des Bastei Lübbe-Konzerns im Euro-Währungsraum tätig, so dass nur in begrenztem Maße eine Abhängigkeit von der Entwicklung der Währungskurse außerhalb des Euro-Währungsraums besteht. Darüber hinaus besteht das Risiko einer Kündigung der Kreditverträge bei Nichteinhaltung der vereinbarten Covenants sowie das Risiko aus der Zinsanpassung durch Änderungen des Verschuldungsgrads des Konzerns. Liquiditätsrisiken entstehen aus der möglichen Unfähigkeit des Bastei Lübbe-Konzerns, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen aufgrund einer unzureichenden Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln zu erfüllen. Der Bastei Lübbe-Konzern muss verlagsimmanent einen Großteil des Geschäftes vorfinanzieren. Autorinnen und Autoren erhalten ihre Garantiezahlungen üblicherweise bis zum Erscheinen des Buches. Die Buchhändler respektive Plattformen verfügen über lange Zahlungsziele. Gleiches gilt für die sogenannten Nebenmärkte. Zur Absicherung des Finanzierungsrisikos verfügt Bastei Lübbe über Betriebsmittellinien bei namhaften Banken. Der Vorstand schätzt das Risiko der Kündigung der Kreditverträge als Folge eines künftigen Covenantbruchs als gering ein, da der Konzern durch die abgeschlossenen Finanzierungsverträge ausreichend zusätzliches Finanzierungsvolumen innerhalb der vereinbarten Covenants hat und der Vorstand das Kerngeschäft als stabil und robust bewertet. Im Rahmen des Liquiditätsmanagements wird sichergestellt, dass dem Bastei Lübbe-Konzern für das laufende Geschäft und für Investitionen ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen. Die Risiken im Forderungsbereich werden zum einen durch den Abschluss von Forderungsausfallversicherungen und zum anderen durch Bonitätsprüfungen und Kreditmanagementsysteme begrenzt.
Nach wie vor sieht der Vorstand mit Sorge auf den andauernden Krieg in Europa und die Zins- und Inflationsentwicklungen. In den Annahmen und Prognosen für die zukünftige Entwicklung des Konzerns sind die derzeitigen Unsicherheiten aufgrund des Kriegsgeschehens und die aktuellen inflationären Tendenzen im bestehenden Zinsumfeld berücksichtigt. Ein Übergriff der Kriegshandlungen auf weitere Länder in Europa und eine nochmals deutlich steigende Inflation im DACH-Raum schätzt der Vorstand als nicht wahrscheinlich ein, entsprechend sind diese Szenarien nicht in den Prognosen hinterlegt.
Aus heutiger Sicht ist auf Basis der bekannten Informationen festzustellen, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken identifiziert wurden und auch für die Zukunft keine solche Risiken erkennbar sind. Die Beurteilung der gegenwärtigen Situation hat ergeben, dass die Risiken insgesamt getragen werden können bzw. beherrschbar sind.# ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
Der Vorstand der Bastei Lübbe AG nutzt insbesondere die strategische Planung als Grundlage zur Identifikation von Chancen und Potenzialen, die den Unternehmenserfolg langfristig sichern und weiteres Wachstum gewährleisten. Dabei bewertet der Vorstand zusammen mit den Führungskräften vorhandene und sich entwickelnde Optionen im Hinblick auf die sich stetig verändernden Interessen unserer Leserinnen und Leser und dem sich ebenfalls wandelnden Verhalten der Wettbewerber. Ergänzt wird dies durch Analysen und Maßnahmen aus dem Bereich Unternehmensentwicklung. Potenziale und Chancen erkennt der Vorstand vor allem in den folgenden Bereichen:
Im Folgenden sind die Chancen beschrieben, die der Vorstand derzeit als am relevantesten erachtet.
Durch die stetig steigenden monetären und zeitlichen Aufwendungen der Nutzerinnen und Nutzer gewinnt die Medienunterhaltung seit Jahrzehnten kontinuierlich an Bedeutung. Innerhalb der verschiedenen Unterhaltungsgattungen ist das Unterhaltungsmedium und Kulturgut Buch inklusive seiner digitalen Ausspielkanäle eine verlässliche und zukunftssichere Konstante. Bastei Lübbe plant, durch einen hohen Digitalisierungsgrad, eine progressive Zielgruppenausrichtung und eine community-orientierte Akquisitionsstrategie die dynamischen Bereiche des Marktes zu besetzen. So bietet der wachsende digitale Audiomarkt Chancen durch die zunehmende Nachfrage nach Audioproduktionen und seriellen Inhalten, die Bastei Lübbe mit dedizierten Teams, Ressourcen und Strategien nutzen möchte. Dabei helfen die langjährigen Erfahrungen als einer der besonders etablierten Anbieter in diesem Marktsegment. Zusätzlich sorgen neue Hörbuchmodelle bei Streaming-Anbietern zu verbesserten Vermarktungs- und Absatzchancen.
Zudem stellt die Adaption unserer Inhalte in Form von Serien und Spielfilmen eine bedeutende strategische Chance dar. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass audiovisuelle Umsetzungen von Buchvorlagen nicht nur eine neue Zielgruppe erschließen, sondern auch erhebliche absatzfördernde Effekte auf die zugrunde liegenden Print- und Digitaltitel haben können. Gleichzeitig gewinnen die adaptierten Titel an Sichtbarkeit in der breiten Öffentlichkeit, was sich in einer gesteigerten medialen Präsenz, Social-Media-Aktivität und Aufmerksamkeit im Buchhandel widerspiegelt. Darüber hinaus eröffnen audiovisuelle Adaptionen attraktive internationale Lizenzierungsmöglichkeiten. Durch die weltweite Verfügbarkeit von Streaming-Plattformen kommt es vermehrt zu Lizenzanfragen aus dem Ausland, was die internationale Reichweite unserer Inhalte signifikant erhöht und neue Umsatzpotenziale erschließt.
Weitere Chancen entstehen durch Erweiterungen der Geschäftsfelder, die Bastei Lübbe sorgfältig prüft. Beispielhaft wäre hier der Eintritt in dem Geschäftsmodell eines Buchverlags nahestehende Bereiche. Auch können Chancen entstehen durch den Eintritt in ausländische Märkte, beispielsweise durch eine Verwertung unserer Inhalte und Rechte in weiteren internationalen Märkten. Die zuvor genannten und andere Wachstumschancen können organisch aus den bestehenden Strukturen besetzt werden oder anorganisch durch die Akquisition anderer Unternehmen.
Das traditionelle Verlagsgeschäft ermöglichte wenig direkten Kontakt zum Endkunden. Bastei Lübbe nutzt daher digitale Touchpoints mit den Leserinnen und Lesern als weiteren wichtigen Baustein, um deren Bedürfnisse noch besser zu verstehen. Diese Erkenntnisse und der direkte Austausch mit der Community sind dann wichtige Faktoren für die Inhalte- und Programmentwicklung. Zusätzlich zum unabdingbaren Kontakt mit unseren Handelspartnern sehen wir insofern attraktive Chancen im Aufbau von Zielgruppen-Communities, vornehmlich auf den relevanten Social Media-Kanälen. Dies geschieht insbesondere bereits bei unseren Imprints LYX, ONE, pola und Community Editions. Schließlich können durch die Dynamik aus Erwähnungen und Empfehlungen Chancen auf unerwartet starke Erfolge einzelner Buchtitel, Autorinnen und Autoren entstehen. Diese Ausrichtung auf community-getriebene Geschäftsmodelle fördert auch neue Erlöschancen, beispielsweise im Feld eCommerce. Es zeigt sich bereits jetzt, dass ausgewählte Communities gegenüber den dazugehörigen Imprints hohe Affinitäten zu umliegenden Ergänzungsprodukten zeigen. Dies wurde mit ersten Produktreihen erfolgreich getestet und nun werden die technischen und organisatorischen Voraussetzungen geschaffen, um solche Möglichkeiten noch gezielter nutzen zu können.
Ferner sieht Bastei Lübbe weitere vielversprechende branchenimmanente Chancen zur Sicherung der Ertragskraft, zum Beispiel durch Akquisitionen erfolgversprechender Titel zu attraktiven Bedingungen unter Nutzung der vorhandenen Erkenntnisse und Erfahrungen bezüglich der Bedürfnisse der Leserinnen und Leser. Zusätzlich werden systematisch und permanent Prozessoptimierungen gesucht und identifiziert, welche das wirtschaftliche Ergebnis bei gleichbleibendem oder niedrigerem Aufwand verbessern (operative Chancen). Bastei Lübbe sieht zudem Chancen in der Gewinnung von qualifizierten und mit digitalen Kompetenzen ausgestatteten Führungskräften. Zudem werden Chancen vor allem in der Weiterbildung der hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gesehen. So werden Schulungsangebote weiter ausgebaut und die Inhalte und Erkenntnisse nachhaltig im Unternehmen verankert, um weiterhin das (Führungs-)Verhalten zeitgemäß und selbstbewusst zu entwickeln (Personalchancen). Schließlich bieten die neu entstandenen Tools und Möglichkeiten rund um künstliche Intelligenz weitere Chancen zur Effizienz- und Performanz-Steigerung. Befinden sich entsprechende Tools und Programme im Verlagsumfeld bereits im Einsatz, sollen diese künftig versuchsweise in verschiedenen Bereichen auf ihre Einsatzfähigkeit und Marktreife hin überprüft werden. Ziel ist, als Buchverlag auch hier progressiver Vorreiter zu sein und sich frühzeitig, und zugleich kritisch mit Nutzungsmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz als Unternehmen auseinanderzusetzen, sich diese anzueignen und anzuwenden.
Die Bastei Lübbe AG ist als Obergesellschaft und zugleich wesentliche Konzerngesellschaft des Bastei Lübbe- Konzerns hinsichtlich des Geschäftsverlaufs sowie der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken zum einen von der Entwicklung der Segmente „Buch“ und „Romanhefte“ sowie zum anderen von der Entwicklung der Beteiligungsgesellschaften abhängig. Die vorstehenden Erläuterungen werden daher maßgeblich durch die Bastei Lübbe AG beeinflusst.
| in TEUR | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 104.009 | 100.110 |
| Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 2.530 | 1.419 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 678 | 2.059 |
| Materialaufwand | -48.593 | -49.362 |
| Personalaufwand | -20.250 | -19.054 |
| Abschreibungen | -991 | -963 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -23.151 | -21.645 |
| Erträge aus Beteiligungen | 1.572 | 1.736 |
| Erträge aufgrund von Gewinnabführungsverträgen | 1.124 | 953 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -407 | -1.815 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 197 | 252 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -521 | -668 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -4.876 | -4.154 |
| Erstattete sonstige Steuern | 48 | – |
| Jahresüberschuss | 11.369 | 8.868 |
| Gewinnvortrag | 17.564 | 12.656 |
| Bilanzgewinn | 28.933 | 21.524 |
Gegenüber dem Vorjahreswert von 100,1 Mio. Euro verbesserten sich die Umsätze der Bastei Lübbe AG um 3,9 Mio. Euro auf 104,0 Mio. Euro. Wesentliche Ursache dafür waren vor allem die außerordentlichen Erfolge der Verlagsmarke LYX. Die Umsatzerlöse lagen somit über der prognostizierten Bandbreite von 98,0 bis 102,0 Mio. Euro. Im Wesentlichen zeigten sich hierbei die Umsatzsteigerungen von LYX (+14,0 % gegenüber Vorjahr) und Lübbe Audio (+11,0 % gegenüber Vorjahr) dafür verantwortlich. Die Umsatzerlöse im Bereich „Buch“ lagen auch bei der Bastei Lübbe AG mit 96,9 Mio. Euro über dem Vorjahr (92,7 Mio. Euro) und der Prognose von 91 bis 95 Mio. Euro. Im Bereich „Romanhefte“ betrugen die Umsatzerlöse 7,1 Mio. Euro (Vorjahr: 7,4 Mio. Euro), sodass die Prognose von 7,0 Mio. Euro auch in diesem Segment übertroffen wurde. Der Geschäftsverlauf der Segmente „Buch“ und „Romanhefte“ wird im Abschnitt „Segmentberichterstattung“ (Konzernanhang Nr. 35) erläutert. Wesentliche Bestandteile innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind Erträge aus Wertaufholungen des Bestands vorausgezahlter Autorenhonorare (0,4 Mio. Euro) sowie Erträge aus Sachbezügen (0,1 Mio. Euro).
Der Materialaufwand lag im Berichtszeitraum unter dem Niveau des Vorjahres. Wesentlicher Grund hierfür war der Anstieg der digitalen Umsatzerlöse mit geringerer Materialaufwandsquote sowie deutlich geringere Abschreibungen auf aktivierte Autorenhonorare. Im Vorjahr war dieser Aufwand insbesondere durch eine überdurchschnittliche Materialaufwandsquote im Bereich der Top-Autoren geprägt. Der Personalaufwand erhöhte sich von 19,1 Mio. Euro auf 20,3 Mio. Euro. Im Berichtsjahr ist die Anzahl der Mitarbeitenden gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Trotz des unterjährigen Zuwachses blieb die durchschnittliche Vergütung je Mitarbeitendem weitgehendst konstant.Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus individuellen Anpassungen bei bestehenden Arbeitsverhältnissen sowie aus Neueinstellungen zu marktüblichen Konditionen. Eine allgemeine tarifliche Anpassung der Gehälter erfolgte im Berichtszeitraum nicht. Für das neue Geschäftsjahr wurde bereits eine allgemeine Gehaltserhöhung in Höhe von 2 % zum 1. April 2025 zugesichert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus höheren IT-Aufwendungen sowie Werbe- und Vertriebskosten. Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,7 Mio. Euro) enthalten im Wesentlichen Ausschüttungen der Räder GmbH (1,0 Mio. Euro) sowie von Moba (0,5 Mio. Euro). Im Vorjahr waren im Wesentlichen Ausschüttungen von Räder (1,2 Mio. Euro) sowie Moba (0,5 Mio. Euro) enthalten. Aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der vollständig konsolidierten Tochtergesellschaft CE Community Editions GmbH wurden im Berichtszeitraum Erträge in Höhe von 1,1 Mio. EUR vereinnahmt, was die Ertragslage der Gesellschaft positiv beeinflusste. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens beinhalten im Berichtsjahr eine Wertminderung des Beteiligungsansatzes an der Business Hub Berlin UG in Höhe von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro). Bereits in den Vorjahren musste der Beteiligungsansatz der Business Hub Berlin UG um insgesamt 4,8 Mio. Euro wertberichtigt werden. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2024/2025 beschäftigte die Bastei Lübbe AG 275 (Vorjahr: 259) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die im letzten zusammengefassten Lagebericht kommunizierte EBIT-Prognose in Höhe von insgesamt 11,0 bis 12,0 Mio. Euro wurde mit einem tatsächlichen EBIT28 von 16,9 Mio. Euro (Vorjahr: 15,3 Mio. Euro) deutlich übertroffen. Maßgeblich hierfür war die über Plan liegende Entwicklung beider Segmente: Im Segment „Buch“ lag das geplante EBIT bei einer Bandbreite von 10,5 bis 11,5 Mio. Euro, tatsächlich wurden jedoch 16,0 Mio. Euro erzielt (Vorjahr: 14,3 Mio. Euro). Auch das Segment „Romanhefte“ übertraf die Erwartungen deutlich mit einem EBIT von 0,9 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro) gegenüber dem geplanten Wert von 0,5 Mio. Euro. Grund hierfür war vor allem die positive Umsatzentwicklung sowie eine aufgrund von Veränderungen im Produktmix verbesserte Rohertragsmarge. Im Berichtsjahr ergaben sich Sondereffekte durch eine erneute Ausschüttung der Räder GmbH in Höhe von 1,0 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 11,4 Mio. Euro nach 8,9 Mio. Euro im Vorjahr.
FINANZLAGE DER BASTEI LÜBBE AG
Zum 31. März 2025 beinhalten die Liquiditätsreserven der Bastei Lübbe AG flüssige Mittel in Höhe von 5,6 Mio. Euro (Vorjahr: 15,1 Mio. Euro). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Beendigung des Factorings zurückzuführen. Zudem bestehen Kreditlinien mit einem Volumen von insgesamt 10,0 Mio. Euro (Vorjahr: 10,0 Mio. Euro), die zum Abschlussstichtag nicht in Anspruch genommen wurden. Die Bastei Lübbe AG hatte am 31. März 2025 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus einem Akquisitionsdarlehen in Höhe von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1,9 Mio. Euro).
28 Das EBIT wird definiert als Jahresüberschuss ohne Berücksichtigung der Sonstigen Steuern, Steuern vom Einkommen und Ertrag, Zinsen und ähnliche Aufwendungen, sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens
30 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
VERMÖGENSLAGE DER BASTEI LÜBBE AG
AKTIVA (in TEUR)
| 31.03.2025 | 31.03.2024 |
|---|---|
| Anlagevermögen | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.931 | 1.463 |
| Sachanlagen | 1.352 | 430 |
| Finanzanlagen | 7.303 | 8.493 |
| Summe Anlagevermögen | 10.585 | 10.386 |
| Bestand vorausgezahlter Autorenhonorare | 26.326 | 18.613 |
| Umlaufvermögen | |
| Vorräte | 15.098 | 12.544 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 27.864 | 17.652 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 5.566 | 15.149 |
| Summe Umlaufvermögen | 48.528 | 45.345 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1.240 | 1.004 |
| Summe AKTIVA | 86.681 | 75.348 |
Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum 31. März 2024 um 11,3 Mio. Euro auf 86,7 Mio. Euro (Vorjahr: 75,3 Mio. Euro) gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg des Bestandes vorausgezahlter Autorenhonorare in Höhe von 7,7 Mio. Euro sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Beendigung des Factoring in Höhe von 8,8 Mio. Euro sowie dem Anstieg des Bestandes an Vorräten in Höhe von 2,6 Mio. Euro. Der Bestand an vorausgezahlten Autorenhonoraren ist von 18,6 Mio. Euro auf 26,3 Mio. Euro gestiegen. Der Anstieg resultiert aus der Sicherstellung der weiteren Wachstumsstrategie des Unternehmens. Das Umlaufvermögen ist von 45,3 Mio. Euro auf 48,5 Mio. Euro gestiegen. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung sowie der Beendigung des Factorings haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 15,6 Mio. Euro auf 24,4 Mio. Euro erhöht, während sich gleichzeitig die Guthaben bei Kreditinstituten von 15,1 Mio. Euro auf 5,6 Mio. Euro reduzierten. Der Vorratsbestand erhöhte sich von 12,5 Mio. Euro im Vorjahr auf 15,1 Mio. Euro, im Wesentlichen aufgrund der Bevorratung für das kommende Programm, preisbedingter Effekte und höherer Remissionen.
31 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
PASSIVA (in TEUR)
| 31.03.2025 | 31.03.2024 |
|---|---|
| Eigenkapital | |
| Ausgegebenes Kapital | 13.200 | 13.200 |
| Kapitalrücklage | 8.900 | 8.900 |
| Gewinnrücklagen | 100 | 100 |
| Bilanzgewinn | 28.933 | 21.524 |
| Summe Eigenkapital | 51.133 | 43.724 |
| Rückstellungen | 15.320 | 12.528 |
| Verbindlichkeiten | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 750 | 1.875 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 13 | 93 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 17.869 | 15.599 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.474 | 1.387 |
| Summe Verbindlichkeiten | 20.107 | 18.954 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 120 | 142 |
| Summe PASSIVA | 86.681 | 75.348 |
Das Eigenkapital liegt im Wesentlichen aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung und des Jahresüberschusses in Höhe von 11,4 Mio. Euro (Vorjahr: 8,9 Mio. EUR) mit 51,1 Mio. Euro weit über dem Vorjahreswert in Höhe von 43,7 Mio. Euro. Im September 2024 wurden aus dem Eigenkapital Dividenden in Höhe von 4,0 Mio. Euro ausgeschüttet. Die Rückstellungen betragen 15,3 Mio. Euro nach 12,5 Mio. Euro zum 31. März 2024. Die Rückstellungen enthalten Remissionsrückstellungen in Höhe von 5,5 Mio. Euro (Vorjahr: 5,2 Mio. Euro) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Tantiemen und, Steuern. Die Steuerrückstellungen beinhalten noch nicht veranlagte Steuern in Höhe von TEUR 2.087 (im Vj. TEUR 534). Die Verbindlichkeiten haben sich von 19,0 Mio. Euro auf 20,1 Mio. Euro erhöht, was im Wesentlichen aus erhöhten Honorarverbindlichkeiten resultiert. Im Berichtsjahr wurden Kreditverbindlichkeiten in Höhe von -1,1 Mio. Euro zurückgezahlt.
RISIKOSITUATION DER BASTEI LÜBBE AG
Die Risikosituation entspricht im Wesentlichen der des Bastei Lübbe-Konzerns und wird im Abschnitt „Risikobericht“ dargestellt.
PROGNOSE FÜR DIE BASTEI LÜBBE AG
Für das Geschäftsjahr 2025/2026 wird ein Umsatz in einer Spanne zwischen 106 und 110 Mio. Euro erwartet (Berichtsjahr: 104,0 Mio. Euro). Davon entfallen 99,0 bis 103,0 (Berichtsjahr: 97,0 Mio. Euro) auf das Segment „Buch“, für das Segment „Romanhefte“ wird ein Umsatz in Höhe von rund 7,0 Mio. Euro erwartet (Berichtsjahr: 7,1 Mio. Euro). Insgesamt wird für die Bastei Lübbe AG ein EBIT in einer Größenordnung zwischen 14,0 und 15,0 Mio. Euro (Berichtsjahr: 16,9 Mio. Euro) erwartet. Dabei entfällt auf das Segment „Buch“ eine EBIT-Erwartung zwischen 13 und 14 Mio. Euro (Berichtsjahr: 16,0 Mio. Euro) und auf das Segment „Romanhefte“ ein EBIT von rund 0,5 Mio. Euro (Berichtsjahr: 0,9 Mio. Euro).
NACHTRAGSBERICHT
Die entsprechenden Angaben können dem Anhang des Jahresabschlusses der Bastei Lübbe AG entnommen werden.
32 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
ANGABEN NACH §§ 289A UND 315A HGB
ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS
Das Grundkapital beträgt 13.300.000 Euro und ist eingeteilt in insgesamt 13.300.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 Euro. Jede Aktie gewährt gemäß § 23 Abs. 1 der Satzung der Bastei Lübbe AG eine Stimme. Die Anzahl der eigenen Aktien beträgt zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr 99.900 Stückaktien (siehe Konzernanhang Nr. 14).
ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER MITGLIEDER DES VORSTANDS
Die Festlegung der Zahl der Mitglieder des Vorstands, deren Bestellung und Abberufung sowie der Abschluss, die Änderung und Beendigung von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern erfolgen durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands sowie ein weiteres Vorstandsmitglied zum stellvertretenden Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands ernennen. Ferner kann der Aufsichtsrat einem oder allen Vorstandsmitgliedern EinzeIvertretungsbefugnis erteilen. Der Aufsichtsrat kann einem oder allen Vorstandsmitgliedern gestatten, Rechtsgeschäfte mit sich als Vertreter eines Dritten abzuschließen (Befreiung von der Beschränkung des § 181 2. Alt. BGB).
ÄNDERUNG DER SATZUNG
Für die Änderung der Satzung ist die Hauptversammlung zuständig (§ 179 Abs. 1 Satz 1 AktG). Gemäß § 9 der Satzung der Bastei Lübbe AG ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen.
KAPITALBETEILIGUNGEN VON MEHR ALS 10 %
Frau Birgit Lübbe, Köln, hält eine Beteiligung von rund 33 %. Die Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, hält rund 25 % am Grundkapital der Gesellschaft. Darüber hinaus halten nach den vorliegenden Mitteilungen über bedeutende Stimmrechtsanteile gemäß §§ 33, 34 WpHG sowie über Eigengeschäfte von Führungskräften gemäß Art. 19 der Marktmissbrauchsverordnung zum Bilanzstichtag keine weiteren Aktionäre mehr als 10 % der Stimmrechte.# WESENTLICHE VEREINBARUNGEN UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS
Die Bastei Lübbe AG hat die im Folgenden aufgeführten wesentlichen Vereinbarungen abgeschlossen, die Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels beinhalten, wie er unter anderem aufgrund eines Übernahmeangebots eintreten kann:
Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Aktionären ergeben können, sind dem Vorstand nicht bekannt. Darüber hinaus gewähren die Aktien keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Die Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2024/2025 erneut mit den Inhalten des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) befasst. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 27. Juni 2025 eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Bastei Lübbe befolgt die Empfehlungen und Anregungen des DCGK mit den in der 33 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG Entsprechenserklärung beschriebenen Ausnahmen. Die aktuelle Entsprechenserklärung sowie alle früheren Entsprechenserklärungen wurden den Aktionärinnen und Aktionären auf der Unternehmenswebsite dauerhaft zugänglich gemacht (siehe www.bastei-luebbe.de/de/unternehmen/unternehmensfuehrung). Weitergehende Erläuterungen zur Corporate Governance können dem separaten Abschnitt im Geschäftsbericht „Erklärung zur Unternehmensführung“ entnommen werden. Die zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB ist im Geschäftsbericht sowie auf der Website der Gesellschaft unter www.bastei- luebbe.de/de/unternehmen/unternehmensfuehrung öffentlich zugänglich.
Köln, 7. Juli 2025
Bastei Lübbe AG
Sandra Dittert
Vorständin
Simon Decot
Vorstand Programm
Soheil Dastyari
Vorstandsvorsitzender
Mathis Gerkensmeyer
Vorstand Finanzen Marketing und Vertrieb
34 Konzernabschluss
35 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
| Anhang- angabe | in TEUR | 31.03.2025 | 31.03.2024 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 5. | 6.827 | 6.448 |
| Bestand vorausgezahlter Autorenhonorare | 6. | 27.218 | 19.569 |
| Sachanlagen (inkl. Nutzungsrechten) | 7. | 6.587 | 6.414 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 8. | 15.268 | 15.293 |
| Latente Steueransprüche | 9. | 657 | 757 |
| 56.558 | 48.480 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 10. | 16.770 | 13.990 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 11. | 27.148 | 19.310 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 8. | 342 | 146 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 9. | 439 | 309 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 12. | 3.826 | 3.318 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente | 13. | 9.254 | 18.387 |
| 57.778 | 55.461 | ||
| Summe Aktiva | 114.336 | 103.941 | |
| Eigenkapital | |||
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 14. | 13.200 | 13.200 |
| Kapitalrücklage | 14. | 9.045 | 9.045 |
| Bilanzgewinn/-verlust | 14. | 31.301 | 23.927 |
| Sonstiges kumuliertes Ergebnis | 14. | 15.130 | 15.169 |
| 68.676 | 61.340 | ||
| Eigenkapitalanteile nicht beherrschender Gesellschafter | 14. | 229 | 226 |
| Summe Eigenkapital | 68.905 | 61.567 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | 16. | 1.068 | 487 |
| Latente Steuerschulden | 9. | 301 | 331 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 17. | 4.321 | 6.058 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 18. | 1.675 | 592 |
| 7.365 | 7.467 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten1) | 17. | 5.163 | 5.179 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 18. | 21.100 | 19.805 |
| Ertragsteuerschulden | 9. | 2.218 | 613 |
| Rückstellungen | 16. | 8.075 | 7.598 |
| Sonstige Verbindlichkeiten2) | 19. | 1.510 | 1.712 |
| 38.066 | 34.907 | ||
| Summe Schulden | 45.431 | 42.375 | |
| Summe Passiva | 114.336 | 103.941 |
1) Vorjahr angepasst, siehe Angabe 17
2) Vorjahr angepasst, siehe Angabe 19
36 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
| Anhang- angabe | in TEUR | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 20. | 114.010 | 110.330 |
| Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 21. | 2.784 | 1.034 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 22. | 696 | 2.056 |
| Materialaufwand | 23. | -55.519 | -55.910 |
| Personalaufwand | 24./25. | -22.649 | -21.491 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 26. | -20.753 | -19.693 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 27. | -2.468 | -3.598 |
| Operatives Ergebnis | 16.101 | 12.728 | |
| Beteiligungsergebnis | 28. | 1.016 | 1.252 |
| Erträge aus sonstigen Investments | 29. | 222 | 276 |
| Ergebnis vor Finanzierung und Ertragsteuern | 17.338 | 14.256 | |
| Finanzierungsaufwendungen | 30. | -847 | -984 |
| Ergebnis vor Steuern | 16.491 | 13.272 | |
| Ertragsteuern | 31. | -5.089 | -4.474 |
| Konzernperiodenergebnis | 11.402 | 8.797 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Anteilseigner der Bastei Lübbe AG | 11.335 | 8.724 | |
| Eigenkapitalanteile nicht beherrschender Gesellschafter | 32. | 68 | 72 |
| Ergebnis je Aktie in Euro (unverwässert = verwässert) | |||
| (bezogen auf das den Anteilseignern der Bastei Lübbe AG zuzurechnende Periodenergebnis) | 15. | 0,86 | 0,66 |
37 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
| in TEUR | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Konzernperiodenergebnis | 11.402 | 8.797 |
| Beträge, die zukünftig in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können | -41 | -56 |
| Differenzen aus der Währungsumrechnung | -41 | -56 |
| Sonstiges Ergebnis | -41 | -56 |
| Konzerngesamtergebnis | 11.362 | 8.741 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Anteilseigner der Bastei Lübbe AG | 11.295 | 8.674 |
| Eigenkapitalanteile nicht beherrschender Gesellschafter | 66 | 67 |
38 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
| in TEUR | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 11.402 | 8.797 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 2.468 | 3.598 |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Finanzanlagen | 25 | - |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Autorenhonorare | 11.539 | 14.663 |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -48 | - |
| Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 1.058 | 852 |
| -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | -12 | 110 |
| - Vorausgezahlte Autorenhonorare | -19.189 | -11.401 |
| Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie +/- | -11.349 | -5.045 |
| anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | ||
| Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie +/- | 2.279 | -1.024 |
| anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | ||
| +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge | 625 | 708 |
| +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag | 5.089 | 4.474 |
| +/- Ertragsteuerzahlungen | -3.495 | -11.823 |
| - Sonstige Beteiligungserträge | -1.041 | -1.252 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -648 | 2.658 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten | - | 668 |
| - Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -1.106 | -641 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen | 82 | 4 |
| + - Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen | -1.420 | -391 |
| + Einzahlungen aus der Rückzahlung von gewährten Darlehen | - | 45 |
| Dividenden von sonstigen Beteiligungen | 1.041 | 1.252 |
| + + Erhaltene Zinsen | 222 | 252 |
| + Working Capital Veränderung aus Asset Deal | - | 364 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -1.181 | 1.554 |
| - Auszahlungen an die Gesellschafter des Mutterunternehmens (Dividenden) | -3.960 | -2.112 |
| - Auszahlungen an nicht-beherrschende Gesellschafter (Dividenden) | -64 | -55 |
| Auszahlungen für die Tilgung von (Finanz-)Krediten | -1.125 | -875 |
| - - Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten | -1.288 | -1.242 |
| - Gezahlte Zinsen | -847 | -984 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -7.283 | -5.269 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes | -9.113 | -1.058 |
| Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | -21 | -37 |
| + Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 18.387 | 19.482 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 9.254 | 18.387 |
39 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
| in TEUR | Gez. Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn | Kumuliertes sonstiges Ergebnis | Sonstiges Ergebnis | Rücklage aus Invest- ments | Rücklage in Fremd- währungs- umrech- nung | Mutterunternehmen Eigenkapital | Anteile nicht- beherr- schen- der Gesell- schafter | Konzern- kapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.04.2023 | 13.200 | 9.045 | 17.314 | 15.104 | 114 | 54.778 | 215 | 54.993 | 54.993 | |
| Gezahlte Dividenden | - | - | -2.112 | - | - | -2.112 | -55 | -2.167 | -2.167 | |
| Periodenergebnis | - | - | 8.724 | - | - | 8.724 | 72 | 8.797 | 8.797 | |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | -50 | -50 | - | -6 | -56 | -56 | |
| Gesamtergebnis | - | - | 8.724 | -50 | -50 | 8.674 | 67 | 8.741 | 8.741 | |
| Stand am 31.03.2024 | 13.200 | 9.045 | 23.927 | 15.104 | 64 | 61.340 | 226 | 61.567 | 61.567 | |
| Stand am 01.04.2024 | 13.200 | 9.045 | 23.927 | 15.104 | 64 | 61.340 | 226 | 61.567 | 61.567 | |
| Gezahlte Dividenden | - | - | -3.960 | - | - | -3.960 | -64 | -4.024 | -4.024 | |
| Periodenergebnis | - | - | 11.335 | - | - | 11.335 | 68 | 11.402 | 11.402 | |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | -39 | -39 | - | -1 | -41 | -41 | |
| Gesamtergebnis | - | - | 11.335 | -39 | -39 | 11.295 | 66 | 11.362 | 11.362 | |
| Stand am 31.03.2025 | 13.200 | 9.045 | 31.301 | 15.104 | 25 | 68.676 | 229 | 68.905 | 68.905 |
40 Konzernanhang
41 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
## 5. Immaterielle Vermögenswerte
## 6. Bestand vorausgezahlter Autorenhonorare
## 7. Sachanlagen (inkl. Nutzungsrechte)
## 8. Finanzielle Vermögenswerte
## 9. Ertragsteueransprüche und -schulden
## 10. Vorräte
## 11. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
## 12. Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
## 13. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
## 14. Eigenkapital
## 15. Ergebnis je Aktie
## 16. Rückstellungen
## 17. Finanzielle Verbindlichkeiten
## 18. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
## 19. Sonstige Verbindlichkeiten
# Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung
## 20. Umsatzerlöse
## 21. Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
## 22. Sonstige betriebliche Erträge
## 23. Materialaufwand
## 24. Personalaufwand
## 25. Anteilsbasierte Vergütungen
## 26. Sonstige betriebliche Aufwendungen
## 27. Abschreibungen
## 28. Beteiligungsergebnis
## 29. Erträge aus sonstigen Investments
## 30. Finanzierungsaufwendungen
## 31. Ertragsteuern
## 32. Anteile am Periodenergebnis, das auf Eigenkapitalanteile nicht-beherrschender Gesellschafter entfällt
# Sonstige Angaben
## 33. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
## 34. Überleitungsrechnung für Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten
## 35. Segmentberichterstattung
## 36. Kapitalmanagement
## 37. Finanzinstrumente
## 38. Finanzielles Risikomanagement
## 39. Leasingverhältnisse
## 40. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
## 41. Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen
## 42. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG
## 43. Organe
## 44. Beschäftigte
## 45. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers
## 46. Konzernverhältnisse
## 47. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag
# ALLGEMEINE ANGABEN
## 1. UNTERNEHMENSINFORMATIONEN
Die Bastei Lübbe AG (nachfolgend auch „Muttergesellschaft") hat ihren Sitz in der Schanzenstraße 6 - 20, 51063 Köln (HRB 79249), Deutschland. Die Bastei Lübbe AG ist ein Medienunternehmen in Form eines Publikumsverlages. Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit veröffentlicht die Bastei Lübbe AG Bücher, Hörbücher, eBooks und weitere digitale Produkte mit belletristischen und populärwissenschaftlichen Inhalten sowie periodisch erscheinende Zeitschriften in Form von Romanen. Als börsennotierte Aktiengesellschaft ist die Bastei Lübbe AG nach Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards dazu verpflichtet, einen Konzernabschluss nach den von der Europäischen Union (EU) übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) aufzustellen. Die Aktien der Gesellschaft sind zum Handel am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen (WKN: A1X3YY, ISIN: DE000A1X3YY0). Die Berichtswährung ist der Euro; sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Summen und Prozentangaben wurden auf Basis der nicht gerundeten Euro-Beträge berechnet und können von einer Berechnung auf Basis der berichteten Tausend-Euro-Beträge abweichen. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025 wurde vom Vorstand am 7. Juli 2025 aufgestellt, zur Veröffentlichung genehmigt und wird dem Aufsichtsrat am 8. Juli 2025 zur Billigung vorgelegt. Bezüglich Vorgängen nach dem Stichtag, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Zahlungsströme wesentlich sein könnten und die bis zum 7. Juli 2025 eingetreten sind, wird auf Angabe 47 verwiesen.
## 2. GRUNDLAGEN DER BILANZIERUNG
### A) ZUGRUNDE LIEGENDE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN
Der Konzernabschluss zum 31. März 2025 ist nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen Rechnungslegungsregeln gemäß den von der Europäischen Union (EU) anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) und des Standing Interpretations Committee (SIC) des International Accounting Standards Board (IASB), London, aufgestellt. Darüber hinaus werden die nach § 315e Abs.# KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
Der Konzernabschluss wird auf der Basis des Anschaffungs- und Herstellungskostenprinzips aufgestellt, mit Ausnahme des Beteiligungsansatzes der Räder GmbH sowie der Rückstellung für anteilsbasierte Vergütung. Diese sind zum Zeitwert (Fair Value) gemäß IFRS 13 bzw. IFRS 2 bewertet.
Die konsolidierten Jahresabschlüsse wirtschaftlich selbstständiger ausländischer Konzerngesellschaften werden entsprechend dem Konzept der funktionalen Währung in die Konzernwährung umgerechnet. Bei der Umrechnung dieser Abschlüsse werden alle Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs umgerechnet, die Ertrags- und Aufwandsposten zum Durchschnittskurs der Berichtsperiode. Eigenkapitalkomponenten der Tochtergesellschaften werden zum entsprechenden historischen Kurs bei Entstehung umgerechnet. Die aus der Umrechnung entstehenden Währungsdifferenzen werden als Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung innerhalb des sonstigen kumulierten Eigenkapitals bzw. der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter erfasst.
Transaktionen in Fremdwährungen werden mit dem jeweils geltenden Tageskurs umgerechnet. Am Bilanzstichtag erfolgt für monetäre Posten eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs. Die aus diesen Umrechnungen entstehenden Währungsgewinne und -verluste werden ergebniswirksam erfasst.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Annahmen und Schätzungen, die Einfluss auf den Ausweis von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen haben. Mit Unsicherheit behaftete wesentliche Annahmen und Schätzungen betreffen:
Zu etwaigen weiteren Angaben, die unter Verwendung von Schätzungen ermittelt wurden, verweisen wir auf die entsprechenden Erläuterungen.
Wesentliche Ermessensentscheidungen betreffen insbesondere die Abschreibungsmethode für den Bestand an vorausgezahlten Autorenhonoraren, die Methoden zur Identifizierung von Wertminderungen im Vorratsvermögen, sowie die Bewertung von Leasingverbindlichkeiten hinsichtlich der Ziehung von Kündigungs- und Verlängerungsoptionen. Zudem stellt die Einschätzung eines fehlenden maßgeblichen Einflusses der Bastei Lübbe AG bei der Beteiligung Räder GmbH eine wesentliche Ermessensentscheidung dar. Ein maßgeblicher Einfluss auf die Räder GmbH wird durch das Management der Bastei Lübbe verneint, obwohl die Muttergesellschaft 20 % der Anteile an der Räder GmbH hält. Die Auffassung beruht auf der gesellschaftsrechtlichen Stellung, die Bastei Lübbe als Minderheitsgesellschafter nicht befähigt, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen mitzuwirken.
Zur Verbesserung der Klarheit sind in der Gesamtergebnisrechnung sowie in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst, die im Anhang erläutert werden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres realisiert werden, beziehungsweise abfließen. Alle anderen sind als langfristig klassifiziert.
Jegliche Änderungen der seit dem 1. April 2024 verpflichtend anzuwendenden Standards, Klarstellungen und Interpretationen hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Der Bastei Lübbe-Konzern hat im Berichtsjahr von der Möglichkeit, neue Standards und Interpretationen vorzeitig anzuwenden, keinen Gebrauch gemacht. Es ist geplant, die Standards und Interpretationen ab dem Zeitpunkt anzuwenden, ab dem sie verpflichtend sind. Die Anwendung neuer Standards und Interpretationen wird voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.
Die Kapitalkonsolidierung vollkonsolidierter Gesellschaften erfolgt grundsätzlich nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt der Begründung der Beherrschung (Erwerbszeitpunkt). Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaften wurden mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet. Eigenkapitalanteile nicht-beherrschender Gesellschafter werden gesondert im Eigenkapital ausgewiesen. Darüber hinaus werden bei Unternehmenserwerben auch die auf Anteile nicht-beherrschender Gesellschafter entfallenden stillen Reserven und stillen Lasten aufgedeckt und im Eigenkapital im Posten „Eigenkapitalanteile nicht- beherrschender Gesellschafter“ gezeigt.
Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie zwischen den Konzerngesellschaften bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten werden gegeneinander aufgerechnet und eliminiert. Im Rahmen der Konsolidierungsbuchungen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und gegebenenfalls latente Steuern in Ansatz gebracht.
Eine vollkonsolidierte und eine aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidierte Konzerngesellschaft haben ein vom Konzerngeschäftsjahr abweichendes, kalenderjahrgleiches Geschäftsjahr. Für die vollkonsolidierte Gesellschaft (Moravská Bastei MOBA s.r.o.) wird der Jahresabschluss, der dem kalenderjahrgleichen Geschäftsjahr entspricht, in den Konzernabschluss einbezogen. Wesentliche Vorgänge zwischen Stichtag der Konzerngesellschaft und Stichtag des Konzernabschlusses werden, sofern anwendbar, berücksichtigt. Im Berichtsjahr hat es keine entsprechenden Anpassungen gegeben.
Für die Gesellschaft wird kein Zwischenabschluss erstellt, da die Einbeziehung mit einem abweichenden Geschäftsjahr keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns hat. Die Gesellschaft trägt zum einen nur einen geringen Teil zum Konzernumsatz sowie -periodenergebnis bei. Zum anderen zeigt die Gesellschaft in den letzten Jahren ein stabiles Umsatz- und Ertragsniveau.
Erworbene immaterielle Vermögenswerte (mit Ausnahme der vorausgezahlten Autorenhonorare) sind, soweit ihre Nutzungsdauern als begrenzt eingestuft wurden, zu Anschaffungskosten abzüglich auf ihre jeweiligen Nutzungsdauern verteilten planmäßigen linearen Abschreibungen bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die folgenden Nutzungsdauern und Abschreibungssätze zugrunde:
| Nutzungsdauer Jahre | Abschreibungs- satz % |
|---|---|
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | |
| Software | 3-7 |
| Verlags- und Titelrechte | 8-15 |
Für Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte, für die eine Nutzungsdauer nicht bestimmbar ist, werden mindestens jährlich Impairment-Tests durchgeführt; für immaterielle Vermögenswerte, die planmäßig abgeschrieben werden, immer dann, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Wertminderungen werden berücksichtigt, wenn dies im Rahmen von durchgeführten Impairment-Tests geboten ist. Bei Fortfall der Gründe für die Wertminderung werden, außer bei Geschäfts- oder Firmenwerten, entsprechende Zuschreibungen bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.
Die vorausgezahlten Autorenhonorare betreffen Garantiezahlungen für Manuskripte, für die Bastei Lübbe Verwertungsrechte erworben hat sowie hierauf geleistete Anzahlungen. Diese werden jeweils zu Anschaffungskosten bewertet. Die planmäßige Abschreibung wird grundsätzlich leistungsabhängig auf Basis der erzielten Erlöse ermittelt. Sofern die erzielten Erlöse unterhalb eines typisierten Umsatzverlaufes liegen, wird dieser für die Abschreibungsermittlung zugrunde gelegt. Die vorausgezahlten Autorenhonorare werden in der Regel über fünf Jahre abgeschrieben. Es besteht eine starke Korrelation zwischen den Umsatzerlösen und dem Verbrauch des wirtschaftlichen Nutzens der Verwertungsrechte.
Der Bestand vorausgezahlter Autorenhonorare und die geleisteten Honoraranzahlungen werden darüber hinaus mindestens einmal jährlich (im Regelfall zum Bilanzstichtag) daraufhin geprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Bei Anhaltspunkten für eine Wertminderung wird auf der Grundlage einer Schätzung der künftigen Absatzmengen und den darauf basierend errechneten Umsatzerlösen der erwartete Nettoertrag vor Honoraraufwand dem Garantiehonorar gegenübergestellt. Im Zusammenhang mit der Prüfung der Werthaltigkeit der Garantiehonorare wird auf die Nutzung einer DCF (Discounted Cash-Flow)-Methode mit einem durchschnittlichen WACC (Weighted Average Cost of Capital) in einer Bandbreite von 5,8 % bis 6,4 % (Vorjahr: 6,5 % bis 7,2 %) zurückgegriffen. Die Ermittlung des WACC erfolgt unter Berücksichtigung der Daten einer Gruppe von geeigneten Vergleichsunternehmen. In den Fällen, in denen das Garantiehonorar den erwarteten Nettoertrag vor Honoraraufwand übersteigt, werden entsprechende Wertminderungen vorgenommen oder - sofern notwendig - Rückstellungen für belastende Verträge gebildet. Die hieraus resultierenden Aufwendungen werden im Materialaufwand erfasst. Wertaufholungen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.# ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG 47
Erträge aus Wertaufholungen im Bereich der Honorare ergeben sich nicht nur aufgrund eines reduzierten WACC oder veränderter Planannahmen, sondern auch aufgrund eines um planmäßige Abschreibungen verringerten Buchwerts. Die Erfassung aller Aufwendungen im Zusammenhang mit den vorausgezahlten Autorenhonoraren erfolgt in einem separaten Posten innerhalb des Materialaufwandes unter "Aufwendungen für Honorare und Abschreibungen auf Autorenhonorare", weil diese Aufwendungen unmittelbar mit den daraus alimentierten Umsatzerlösen verbunden und somit zwecks wirtschaftlich sachgerechter Zuordnung im Rohertrag zu berücksichtigen sind.
Die Sachanlagen sind gemäß IAS 16 (Sachanlagen) zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr planmäßig fortgeführten Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Die Anschaffungskosten beinhalten den Kaufpreis, Kosten der Inbetriebnahme sowie Anschaffungsnebenkosten. Kosten für die Reparatur von Sachanlagen werden erfolgswirksam verrechnet. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die Kosten zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Vermögenswertes führen. Das Sachanlagevermögen wird nach Maßgabe der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die folgenden Nutzungsdauern und Abschreibungssätze zugrunde:
| Nutzungsdauer (Jahre) | Abschreibungssatz (%) |
|---|---|
| Grundstücke und Bauten | |
| Mietereinbauten | 5-10 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5-10 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | |
| Betriebseinrichtungen, Büromaschinen und -einrichtungen | 3-13 |
| Geringwertige Vermögenswerte (bis zu 800 Euro) | <1 Jahr |
Gegebenenfalls werden im Rahmen von Impairment-Tests Wertminderungen berücksichtigt, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Bei Fortfall der Gründe für Wertminderungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.
Die Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten erfolgt bei Bastei Lübbe mindestens einmal jährlich zum Bilanzstichtag oder unterjährig bei Erkennen von besonderen Anlässen und wird - sofern und soweit eine eigenständige Bewertung der betroffenen Vermögenswerte nicht möglich ist - auf der nächst höheren Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) im Sinne von IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) durchgeführt.
Bei Bastei Lübbe werden die im Rahmen von Unternehmens- und Geschäftserwerben erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer einer Gruppe von ZGE zugeordnet, die erwartungsgemäß von den Synergien der Unternehmens- und Geschäftserwerbe profitieren. Diese Gruppen von ZGE repräsentieren die unterste Ebene, auf der diese Vermögenswerte für Zwecke der Unternehmenssteuerung überwacht werden. Diese entsprechen in der Regel Einzelunternehmen bzw. Verlagen.
Im Rahmen der Impairment-Tests werden die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag als dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Ver- äußerungskosten und Nutzungswert verglichen. Bei der Ermittlung des bei Bastei Lübbe regelmäßig verwendeten Nutzungswertes wird der im Rahmen eines Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelte Barwert der künftigen Zahlungen, die im Rahmen der aktuellen, nach Gesellschaften bzw. Sparten individuellen, vor allem auf Erfahrungen aus der Vergangenheit basierenden Planungen des Bastei Lübbe-Konzerns für die nächsten drei Jahre prognostiziert werden, zugrunde gelegt. Die über die Detailplanung hinausgehenden Perioden werden durch eine ewige Rente unter Berücksichtigung individueller geschäftsspezifischer Wachstumsraten abgebildet. Zur Ermittlung des Barwerts wird der Diskontierungssatz auf Basis gewichteter Kapitalkosten ermittelt; er basiert auf einem Basiszinssatz von derzeit (zum Bilanzstichtag) 2,8 % (Vorjahr: 2,5 %) sowie einer Marktrisikoprämie in Höhe von 6,5 % (Vorjahr 7,0 %). Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert des Vermögenswerts aufgrund von Änderungen in den der Bewertung zugrundeliegenden Schätzungen übersteigt. Die Zuschreibung erfolgt dabei höchstens auf den Betrag, der sich ohne die Vornahme vorheriger außerplanmäßiger Wertminderungen ergeben hätte. Eine Zuschreibung auf einen wertgeminderten Geschäfts- oder Firmenwert erfolgt nicht.
Leasingverhältnisse werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand dem Konzern zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht und entsprechende Leasingverbindlichkeit bilanziert. Der erstmalige Ansatz der Leasingverbindlichkeiten bestimmt sich als Barwert der noch zu leistenden Leasingzahlungen. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten folgende Leasingzahlungen:
* Feste Zahlungen abzüglich etwaiger zu erhaltender Leasinganreize,
* variable Leasingzahlungen, die an einen Index gekoppelt sind, anfänglich bewertet mit dem Index zum Bereitstellungsdatum.
In der Bewertung der Leasingverbindlichkeit sind darüber hinaus Leasingzahlungen aufgrund einer hinreichend sicheren Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen berücksichtigt. Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:
* Der Betrag der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit, sämtliche bei oder vor der Bereitstellung geleistete Leasingzahlungen abzüglich etwaiger Leasinganreize,
* alle dem Leasingnehmer anfänglich entstandenen direkten Kosten,
* geschätzte Kosten, die dem Leasingnehmer bei Demontage oder Beseitigung des zugrundeliegenden Vermögenswerts, bei der Wiederherstellung des Standorts, an dem sich dieser befindet, oder bei Rückversetzung des zugrundeliegenden Vermögenswerts, in den in der Leasingvereinbarung verlangten Zustand entstehen.
Nutzungsrechte werden linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des zugrundeliegenden Leasingvertrags abgeschrieben. Bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen berücksichtigt die Geschäftsführung sämtliche Tatsachen und Umstände, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nichtausübung von Kündigungsoptionen bieten. Sich aus der Ausübung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen ergebende Laufzeitänderungen werden nur dann in die Vertragslaufzeit einbezogen, wenn eine Verlängerung oder Nichtausübung einer Kündigungsoption hinreichend sicher ist. Die Beurteilung wird überprüft, wenn eine Verlängerungsoption tatsächlich ausgeübt bzw. nicht ausgeübt wird. Eine Neubeurteilung der ursprünglich getroffenen Einschätzung erfolgt dann, wenn ein wesentliches Ereignis oder eine wesentliche Änderung der Umstände eintritt, welche die bisherige Beurteilung beeinflussen kann.
Der Bastei Lübbe Konzern wendet zur Abzinsung von Leasingzahlungen grundsätzlich den Grenzfremdkapitalzinssatz an, sofern der dem Leasingverhältnis zugrunde liegende Zinssatz nicht ohne weiteres bestimmbar ist. Zur Ermittlung seines Grenzfremdkapitalzinssatzes erlangt der Bastei Lübbe-Konzern Zinssätze von externen Finanzquellen und macht bestimmte Anpassungen, um die Leasingbedingungen und die Art des Vermögenswertes und der Besicherung zu berücksichtigen. Leasingraten werden in Tilgungs- und Zinszahlungen aufgeteilt. Der Zinsanteil wird über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst, so dass sich für jede Periode ein konstanter periodischer Zinssatz auf den Restbetrag der Verbindlichkeit ergibt. Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse von Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie Fahrzeugen und sonstigen Leasingverhältnissen, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, werden linear als Aufwand im Gewinn oder Verlust erfasst. Als kurzfristige Leasingverhältnisse gelten Leasingverträge mit einer
Laufzeit von bis zu 12 Monaten. Als Vermögenswerte mit geringem Wert gelten alle Leasingverträge mit einem anfänglichen Nutzungsrecht von weniger als TEUR 5.
Finanzielle Vermögenswerte werden gemäß IFRS 9 in drei Klassen unterteilt:
(a) Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC);
(b) Bewertung erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI);
(c) Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL).
Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von anderen Finanzinvestitionen als solchen, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind. Die Designation der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Alle Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d.h. am Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ab dem Zeitpunkt, zu dem sie entstanden sind, angesetzt.
Die Gesellschaft bilanziert Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die Gesellschaft bemisst die Wertberichtigungen in Höhe der über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverluste und nutzt dabei ausschließlich das vereinfachte Verfahren zur Bemessung von Wertberichtigungen.# ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG 50
Ein finanzieller Vermögenswert gilt als ausgefallen, wenn unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seine Kreditverbindlichkeit vollständig an die Gesellschaft zahlen kann, ohne dass sie auf Maßnahmen wie die Verwertung von Sicherheiten (falls welche vorhanden sind) zurückgreifen muss. § Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert erloschen sind oder wenn die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows und alle wesentlichen Chancen und Risiken übertragen wurden. § Die Gesellschaft behält zwar die Rechte auf den Bezug von Cashflows aus finanziellen Vermögenswerten zurück, übernimmt jedoch eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung der Cashflows an eine dritte Partei im Rahmen einer Vereinbarung, die die Bedingungen von IFRS 9.3.2.5 erfüllt (pass-through- arrangement), oder die Gesellschaft hat ihre vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert übertragen, wobei dabei entweder (a) im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen werden, oder (b) zwar im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten werden, jedoch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen wird.
Zahlungsmittel und -äquivalente in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten. Liquide Mittel sind in dem Zeitpunkt anzusetzen, in dem die Vereinnahmung erfolgt. Danach sind Schecks im Zeitpunkt der Besitzerlangung und Zahlungseingänge mit Gutschrift auf dem Bankkonto zu erfassen. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bestände in ausländischer Währung sind zum Kassakurs des Bilanzstichtags umzurechnen. Währungsänderungen zum Einbuchungskurs sind ergebniswirksam zu erfassen.
Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Forderungen, die keine wesentliche Finanzierungskomponente enthalten, wendet Bastei Lübbe das vereinfachte Wertminderungsmodell an. Hierbei ist sowohl beim erstmaligen Ansatz als auch im Rahmen der Folgebewertung eine Risikovorsorge in Höhe des erwarteten Ausfallrisikos über die Gesamtlaufzeit zu erfassen. Dazu werden aus externen Ratings hergeleitete Ausfallschätzungen angewendet. Ausfallrisiken innerhalb jeder Ausfallrisiko-Einstufung wurden anhand der Einstufung der Kunden in Risikoklassen segmentiert. Für jedes Segment wird eine Kreditausfallrate für den erwarteten Kreditverlust berechnet.
Die Gesellschaft legt die Klassifizierung ihrer finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest. Zum Bilanzstichtag bestanden ausschließlich Verbindlichkeiten der Kategorie „Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten“. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit ihrem beizulegenden Zeitwert, im Fall von Darlehen zuzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten, angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Verbindlichkeiten ausgebucht werden sowie im Rahmen der Amortisation mittels der Effektivzinsmethode. Fortgeführte Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung von Gebühren oder Kosten berechnet, die einen integralen Bestandteil des Effektivzinssatzes darstellen. Die Amortisation mittels der Effektivzinsmethode ist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als Teil der Finanzierungsaufwendungen enthalten. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die zugrundeliegende Verpflichtung erfüllt, erloschen oder aufgehoben ist.
Die unter den Vorräten gemäß IAS 2 (Vorräte) ausgewiesenen Bestände werden zum jeweils niedrigeren Betrag aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungs- und Herstellungskosten erfolgt auf der Grundlage eines gewogenen Durchschnittswerts. Die Herstellungskosten umfassen alle der Leistungserstellung zurechenbaren Einzelkosten für Material und Druckkosten sowie produktionsbezogene Gemeinkosten. Der Nettoveräußerungswert stellt den voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten dar. Der Nettoveräußerungswert von unfertigen Erzeugnissen wird retrograd aus dem Nettoveräußerungswert der fertigen Erzeugnisse unter Berücksichtigung der noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten ermittelt. Zur Berücksichtigung von Bestandsrisiken werden auf nicht gängige Vorräte Wertkorrekturen für Überbestände vorgenommen. Bei der Identifizierung der Überbestände wird neben den historischen Absatzmengen der letzten Monate auch auf das Alter der jeweiligen Titel (seit Erstveröffentlichungstag) zurückgegriffen. Bei Wegfall der Gründe, die zu einer Wertminderung der Vorräte geführt haben, wird eine entsprechende Wertaufholung vorgenommen.
Gemäß den Kriterien in lAS 37 (Rückstellungen, Eventualforderungen und Eventualverbindlichkeiten) werden für ungewisse Verpflichtungen Rückstellungen gebildet, wenn es jeweils als wahrscheinlich angesehen wird, dass sich aus der Erfüllung einer gegenwärtigen Verpflichtung ein direkter Abfluss von Ressourcen ergibt, die künftigen wirtschaftlichen Nutzen enthalten, und der Wert dieser Verpflichtung zuverlässig, auch in Form von Schätzungen, ermittelt werden kann. Die Rückstellungen für Remissionen betreffen Rücklieferungen von Verlagserzeugnissen. Den Kunden werden dafür Gutschriften in Höhe des vollen Rechnungsbetrages erteilt. Bei Romanheften, die nach dem Verfahren der körperlosen Remission vertrieben werden, erfolgt keine Rücksendung der Waren. Es wird lediglich die entsprechende Gutschrift erteilt. Bei der Ermittlung der Remissionsrückstellung wird die ggf. um Sondereffekte bereinigte Remissionsquote der letzten beiden abgelaufenen Geschäftsjahre zu Grunde gelegt. Dabei erfolgt eine getrennte Ermittlung für verschiedene Bereiche. Der Remissionsverlauf wird statistisch seit mehreren Jahren erfasst und verhält sich im Zeitablauf weitgehend stabil. Die Schätzung der Rückstellung für Remissionen ist daher zuverlässig möglich. Die Abwicklung der Verpflichtung erfolgt zum überwiegenden Teil innerhalb der ersten acht Monate nach dem Bilanzstichtag. Erfahrungsgemäß sind die Remissionen innerhalb von 18 Monaten abgeschlossen. Aus den im Vorjahr gebildeten Rückstellungen wurden keine weiteren Umsätze realisiert, da die Rückgaben eingetreten sind, oder erwartet werden. Für anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich, die für den Vorstand vereinbart wurden, wird eine Rückstellung (LTIP Rückstellung) für die erhaltenen Dienstleistungen erfasst und bei Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert anhand eines Optionspreismodells gemäß IFRS 2 bewertet. Bis zur Begleichung der Schuld wird der beizulegende Zeitwert zu jedem Berichtszeitpunkt und am Erfüllungstag neu bestimmt. Die Zuführung erfolgt anteilig über den Erdienungszeitraum. Alle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst. Bei langfristigen Rückstellungen wird der Anteil, der erst nach mehr als einem Jahr abfließen wird und für den eine verlässliche Abschätzung der Auszahlungsbeträge beziehungsweise -zeitpunkte möglich ist, mit dem durch Abzinsung unter Verwendung eines markt- und frist-adäquaten Zinssatzes ermittelten Barwert angesetzt.
Bastei Lübbe erzielt überwiegend Produkt- und Lizenzerlöse. Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt gemäß den Bestimmungen von IFRS 15 zu dem Zeitpunkt, an dem die zugesagten Waren sowie Rechte und Lizenzen auf den Kunden übertragen werden, d.h. wenn der Konzern die Leistungsverpflichtung erfüllt hat. Die Umsatzerlöse werden in der Höhe erfasst, mit der Bastei Lübbe im Gegenzug für die Übertragung rechnen kann. Die Umsatzerlöse werden um Erlösschmälerungen und Steuern gemindert. Eingeräumte Rabatte auf Gesamtverkäufe werden den jeweiligen Produkten im Verhältnis ihrer Einzelveräußerungspreise zugeordnet. Eingeräumte Rabatte, die nur auf bestimmte Produkte gewährt werden, werden hingegen auch nur diesen Produkten zugeordnet. Produkterlöse umfassen in erster Linie den Verkauf von Büchern, Hörbüchern und Romanheften an den Handel. Die Herausgabeansprüche werden als Vermögenswert aktiviert. Für Erzeugnisse, bei denen ein vertragliches Rücklieferungsrecht vereinbart ist, werden aufgrund von Erfahrungswerten Umsatzkorrekturen vorgenommen. Weiterhin werden Umsatzerlöse aus der Übertragung von Verwertungsrechten für eBooks und digitale Hörbücher über digitale Vertriebsportale realisiert, die analog zu den Produkterlösen erfasst werden. Darüber hinaus werden Lizenzerlöse aus dem Weiterverkauf von eingekauften und bereits verwerteten Rechten an Lizenznehmer aus dem In- und Ausland erzielt. Der Umsatz wird in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des zugrundeliegenden Vertrages erfasst, in der Regel zum Zeitpunkt der Übertragung der Nutzungsrechte. Übrige Erträge werden erfasst, wenn der wirtschaftliche Nutzen aus der Transaktion wahrscheinlich und der Betrag verlässlich bestimmbar ist. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Zinsaufwendungen beinhalten neben Zinsaufwendungen für Kredite und Factoring auch die Aufzinsung langfristiger Schulden und Leasingverbindlichkeiten.# ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
Nachstehend sind Übersichten über die wesentlichen Tochterunternehmen des Konzerns während des Geschäftsjahres 2024/2025 aufgeführt:
| Name | Beteiligungsquote 31.03.2025 | Beteiligungsquote 31.03.2024 | Sitz |
|---|---|---|---|
| Brünn / Moravská Bastei MOBA s.r.o. (Moba)1) | 89,76% | 89,76% | Tschechien |
| CE Community Editions GmbH | 100,00% | 100,00% | Köln |
| Business Hub Berlin UG | 100,00% | 100,00% | Berlin |
1) Abweichendes in den Konzernabschluss einbezogenes Geschäftsjahr 01.01.2024 - 31.12.2024
Die Anteile von Moravská Bastei MOBA s.r.o., Business Hub Berlin UG und CE Community Editions GmbH sind dem Segment „Buch“ zugeordnet.
Moravská Bastei MOBA s.r.o. hat im Berichtsjahr und im Vorjahr eine Ausschüttung vorgenommen. Ansonsten hat es in den beiden abgelaufenen Geschäftsjahren keine Dividendenzahlungen vonseiten der vollkonsolidierten Tochterunternehmen gegeben.
Zwischen der CE Community Editions GmbH und der Muttergesellschaft Bastei Lübbe AG wurde im Geschäftsjahr 2023/2024 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wurden TEUR 1.124 an die Muttergesellschaft abgeführt.
An den nachstehenden Tochterunternehmen bestehen wesentliche nicht-beherrschende Anteile:
| Eigentumsanteile der nicht beherrschenden Gesellschafter | Sitz | 31.03.2025 | 31.03.2024 |
|---|---|---|---|
| Moravská Bastei MOBA s.r.o.1) | Brünn / Tschechien | 10,24% | 10,24% |
1) Abweichendes in den Konzernabschluss einbezogenes Geschäftsjahr 01.01.2024-31.12.2024
Die folgende Tabelle zeigt zusammengefasste Finanzinformationen zu dem genannten Tochterunternehmen (vor konzerninternen Eliminierungen):
Moba in TEUR
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 91 | 64 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.656 | 2.607 |
| Langfristige Schulden | – | – |
| Kurzfristige Schulden | 507 | 458 |
| Nettovermögen | 2.240 | 2.213 |
| Nettovermögen, das den nicht-beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist | 228 | 226 |
| Umsatzerlöse | 2.663 | 2.799 |
| Perioden- = Gesamtergebnis | 662 | 707 |
| Gesamtergebnis, das den nicht-beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist | 68 | 72 |
Tochterunternehmen und Beteiligungen werden nicht in den Konzernabschluss einbezogen, sofern sie für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns — sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit — aufgrund ihrer Größe oder geringfügiger wirtschaftlicher Aktivität von untergeordneter Bedeutung sind bzw. weil der Muttergesellschaft — bis auf die gesetzlichen Minderheitsrechte — keine vertraglichen oder sonstigen Rechte zustehen, die zu einem maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft führen.
Die unter den finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen (Beteiligungsquote größer 50 %) stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
| Name | Beteiligungsquote | Sitz | in TEUR Eigenkapital | Jahresergebnis |
|---|---|---|---|---|
| Siebter Himmel Bastei Lübbe GmbH1) | 100% | Köln | 404 | 57 |
| Bastei Ventures GmbH2) | 100% | Köln | -2 | -3 |
1) Angaben lt. Jahresabschluss zum 31. März 2024
2) Angaben lt. vorl. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024
Beteiligung an nicht konsolidierten Unternehmen (Beteiligungsquote 20 % bis 50 %):
| Name | Beteiligungsquote | Sitz | in TEUR Eigenkapital | Jahresergebnis |
|---|---|---|---|---|
| Räder GmbH1) | 20% | Bochum | 20.062 | 4.798 |
1) Angaben lt. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023
Die Bastei Lübbe AG hat keinen maßgeblichen Einfluss auf die Räder GmbH. Zwischen der Gesellschaft und der Bastei Lübbe AG bestehen keine wesentlichen Geschäftsvorfälle. Die Bastei Lübbe AG stellt kein Geschäftsführungsorgan und hat zudem keinen Einfluss auf die Entscheidungsprozesse der Gesellschaft.
Die sonstigen unter den finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Anteile an sonstigen Beteiligungen (Beteiligungsquote kleiner 20 %) bestehen aus einer Beteiligung (unter 5 %) an "GROSSO" Pressevertriebsgesellschaften.
| Geschäfts- oder Firmenwerte | Titel- und Namensrechte | Geleistete oder ungenutzte Software | Markenrechte | Anzahl | in TEUR Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten | ||||||
| Stand am 01.04.2023 | 5.671 | 5.805 | 7.615 | 345 | 19.436 | |
| Zugänge | – | – | 382 | 259 | 641 | |
| Abgänge | – | -3.496 | -1 | -35 | -3.532 | |
| Währungsdifferenzen | – | – | -1 | – | -1 | |
| Stand am 31.03.2024 | 5.671 | 2.310 | 7.994 | 569 | 16.544 | |
| Kumulierte Abschreibungen u. Wertminderungen | ||||||
| Stand am 01.04.2023 | 1.727 | 2.492 | 7.013 | – | 11.232 | |
| Abschreibungen | – | 312 | 328 | – | 640 | |
| Wertminderungen | – | 977 | – | – | 977 | |
| Abgänge | – | -2.751 | -1 | – | -2.752 | |
| Währungsdifferenzen | – | – | -1 | – | -1 | |
| Stand am 31.03.2024 | 1.727 | 1.030 | 7.338 | – | 10.096 | |
| Buchwerte | ||||||
| Stand am 01.04.2023 | 3.943 | 3.313 | 602 | 345 | 8.204 | |
| Stand am 31.03.2024 | 3.943 | 1.279 | 656 | 569 | 6.448 | |
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten | ||||||
| Stand am 01.04.2024 | 5.671 | 2.310 | 7.994 | 569 | 16.544 | |
| Zugänge | – | 134 | 972 | – | 1.106 | |
| Umgliederungen | – | – | 569 | -569 | – | |
| Währungsdifferenzen | – | – | -1 | – | -1 | |
| Stand am 31.03.2025 | 5.671 | 2.444 | 9.535 | – | 17.650 | |
| Kumulierte Abschreibungen u. Wertminderungen | ||||||
| Stand am 01.04.2024 | 1.727 | 1.030 | 7.338 | – | 10.096 | |
| Abschreibungen | – | 161 | 566 | – | 727 | |
| Stand am 31.03.2025 | 1.727 | 1.191 | 7.904 | – | 10.822 | |
| Buchwerte | ||||||
| Stand am 01.04.2024 | 3.943 | 1.279 | 656 | 569 | 6.448 | |
| Stand am 31.03.2025 | 3.943 | 1.253 | 1.631 | – | 6.827 |
Zum Bilanzstichtag verteilen sich die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte wie folgt auf die entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und Segmente:
| in TEUR 31.03.2025 | in TEUR 31.03.2024 | |
|---|---|---|
| Buch | 3.908 | 3.908 |
| Community Editions | 35 | 35 |
| Eichborn | 35 | 35 |
| Gesamt | 3.943 | 3.943 |
Bei den Firmenwerten wird die Werthaltigkeit der aktivierten Buchwerte gemäß IAS 36 einmal jährlich sowie bei Vorliegen von Triggering Events auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten überprüft. Die wesentlichen Annahmen, die bei der Schätzung des erzielbaren Betrags verwendet wurden, werden nachstehend dargelegt. Der erzielbare Betrag wurde auf der Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow Prognosen ermittelt, die auf vom Vorstand für einen Detailplanungszeitraum von drei Jahren genehmigten Finanzplänen sowie auf daraus abgeleiteten Szenarien basieren. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte stellen die Beurteilung des Vorstands der zukünftigen Entwicklungen dar und basieren auf Vergangenheitswerten von externen und internen Quellen. Die Wachstumsraten übersteigen nach den Annahmen des Unternehmens nicht die langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten des Geschäftsfelds, in dem die jeweilige zahlungsmittelgenerierende Einheit tätig ist. Für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Community Editions wird mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum im oberen einstelligen Bereich bis zum Beginn der ewigen Rente gerechnet. Im selben Zeitraum wird eine EBITDA-Steigerung von durchschnittlich rund 15% sowie eine EBITDA-Marge im niedrigen zweistelligen Prozentbereich erwartet. Bei der Berechnung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bestehen die größten Schätzungsunsicherheiten beim geplanten Umsatz, der EBITDA-Marge sowie der Wachstumsrate in der ewigen Rente und den Abzinsungssätzen.
Community
Zahlungsmittelgenerierende Einheit | Editions
Bewertungsstichtag | 31.03.2025
Wachstum p.a. nach Ende des Planungszeitraums | 1,0%
Diskontierungszinssatz (vor Steuern) | 10,90%
Diskontierungszinssatz (nach Steuern) | 7,70%
Buchwert (TEUR) | 9.049
Erzielbarer Betrag (TEUR) | 15.325
Differenz erzielbarer Betrag / Buchwert (TEUR) | 6.276
Veränderung des Umsatzniveaus in der ewigen Rente, die dazu führt, dass der erzielbare Betrag dem Buchwert entspricht | -45,1%
Veränderung der EBITDA-Marge in der ewigen Rente, die dazu führt, dass der erzielbare Betrag dem Buchwert entspricht | -5,81%-Punkte
Veränderung Wachstumsrate, die dazu führt, dass der erzielbare Betrag dem Buchwert entspricht | -5,50%-Punkte
Veränderung WACC, die dazu führt, dass der erzielbare Betrag dem Buchwert entspricht | 4,19%-Punkte
Die geplante und durch Berücksichtigung von mehreren Szenarien risikoadjustierte EBIT-Marge bei Community Editions basiert auf den Erwartungen künftiger Umsätze und Ergebnisse. Diese sind abgeleitet aus Programmportfolios bestehend aus bereits akquirierten Titeln sowie Soll-Programmportfolios und Erfahrungen aus dem bisherigen Geschäft.# ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG 58
| Geleistete Anzahlungen in TEUR | Autorenhonorare | Gesamt |
|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||
| Stand am 01.04.2023 | 122.121 | 6.150 |
| Zugänge | 9.368 | 2.426 |
| Abgänge | -1.130 | -139 |
| Umgliederungen | 1.716 | -1.716 |
| Währungsumrechnung | -8 | – |
| Stand am 31.03.2024 | 132.068 | 6.720 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen | ||
| Stand am 01.04.2023 | 104.134 | 206 |
| Abschreibungen | 15.945 | – |
| Wertminderungen | 24 | 88 |
| Wertaufholungen | -1.393 | – |
| Abgänge | -806 | -70 |
| Umgliederungen | 1.100 | – |
| Währungsumrechnung | -7 | – |
| Stand am 31.03.2024 | 118.996 | 224 |
| Buchwerte | ||
| Stand am 01.04.2023 | 17.988 | 5.943 |
| Stand am 31.03.2024 | 13.072 | 6.497 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | Autorenhonorare | Geleistete Anzahlungen | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Stand am 01.04.2024 | 132.068 | 6.720 | 138.788 |
| Zugänge | 16.042 | 3.206 | 19.248 |
| Abgänge | -790 | -97 | -887 |
| Umgliederungen | 5.531 | -5.531 | – |
| Währungsumrechnung | -6 | – | -6 |
| Stand am 31.03.2025 | 152.845 | 4.298 | 157.143 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen | |||
| Stand am 01.04.2024 | 118.996 | 224 | 119.220 |
| Abschreibungen | 11.655 | – | 11.655 |
| Wertminderungen | 244 | 13 | 257 |
| Wertaufholungen | -343 | -30 | -373 |
| Abgänge | -790 | -38 | -828 |
| Währungsumrechnung | -6 | – | -6 |
| Stand am 31.03.2025 | 129.756 | 169 | 129.924 |
| Buchwerte | |||
| Stand am 01.04.2024 | 13.072 | 6.497 | 19.569 |
| Stand am 31.03.2025 | 23.089 | 4.129 | 27.218 |
Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Wertminderungen in Höhe von TEUR 257 (Vorjahr: TEUR 111) vorzunehmen, soweit davon auszugehen war, dass der Barwert der künftig zu erzielenden Nettoerträge vor Honoraraufwand des betroffenen Titels den noch aktivierten Betrag nicht kompensieren wird. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Wertaufholungen in Höhe von TEUR 373 (Vorjahr: TEUR 1.393) auf zuvor wertgeminderte vorausgezahlte Autorenhonorare sowie geleistete Anzahlungen insoweit vorgenommen, als künftig verrechenbare Absatzhonorare der betroffenen Manuskripte die noch aktivierten Beträge decken werden. Wesentliche Teile der Wertminderungen und Wertaufholungen basieren auf Veränderungen der Einschätzungen zukünftig erwarteter Umsatzerlöse. Erträge aus Wertaufholungen im Bereich der Honorare ergeben sich nicht nur aufgrund eines reduzierten WACC oder veränderter Planannahmen, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass der Restbuchwert eines Manuskriptes im Rahmen der monatlichen erfolgsabhängigen Abschreibungen gesunken ist und sich hieraus ein Korrekturbedarf ergibt.
| in TEUR | Grundstücke und Gebäude | Techn. Anlagen und Maschinen | Betriebs- ausstattung | Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten | |||||
| Stand am 01.04.2023 | 12.004 | 38 | 6.102 | – | 18.144 |
| Zugänge | 233 | – | 805 | 53 | 1.091 |
| Abgänge | – | – | -444 | – | -444 |
| Währungsdifferenzen | – | – | -3 | – | -3 |
| Stand am 31.03.2024 | 12.237 | 38 | 6.460 | 53 | 18.788 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen | |||||
| Stand am 01.04.2023 | 5.474 | 38 | 5.324 | – | 10.837 |
| Abschreibungen | 1.083 | – | 875 | – | 1.958 |
| Wertminderungen | 23 | – | – | – | 23 |
| Abgänge | – | – | -441 | – | -441 |
| Währungsdifferenzen | – | – | -3 | – | -3 |
| Stand am 31.03.2024 | 6.581 | 38 | 5.755 | – | 12.374 |
| Buchwerte | |||||
| Stand am 01.04.2023 | 6.529 | – | 778 | – | 7.307 |
| Stand am 31.03.2024 | 5.656 | – | 705 | 53 | 6.414 |
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten | Grundstücke und Gebäude | Techn. Anlagen und Maschinen | Betriebs- ausstattung | Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.04.2024 | 12.237 | 38 | 6.460 | 53 | 18.788 |
| Zugänge | 705 | – | 1.260 | 19 | 1.984 |
| Abgänge | -217 | – | -844 | – | -1.060 |
| Umbuchung | – | – | 22 | -22 | – |
| Währungsdifferenzen | – | – | -3 | – | -3 |
| Stand am 31.03.2025 | 12.725 | 38 | 6.896 | 50 | 19.708 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen | |||||
| Stand am 01.04.2024 | 6.581 | 38 | 5.755 | – | 12.374 |
| Abschreibungen | 1.157 | – | 584 | – | 1.741 |
| Abgänge | -182 | – | -809 | – | -991 |
| Währungsdifferenzen | – | – | -2 | – | -2 |
| Stand am 31.03.2025 | 7.556 | 38 | 5.528 | – | 13.122 |
| Buchwerte | |||||
| Stand am 01.04.2024 | 5.656 | – | 705 | 53 | 6.414 |
| Stand am 31.03.2025 | 5.169 | – | 1.368 | 50 | 6.587 |
Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Wertminderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 23) vorzunehmen. Sämtliche Abschreibungen auf Sachanlagen sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" enthalten. Im Sachanlagevermögen befinden sich Nutzungsrechte in Höhe von TEUR 5.171 (Vorjahr: TEUR 5.968) im Zusammenhang mit Leasingobjekten. Sachanlagen dienen - wie im Vorjahr - nicht als Sicherheiten für eigene Verbindlichkeiten (mit Ausnahme der üblichen Eigentumsvorbehalte bei Lieferantenverbindlichkeiten).
| in TEUR | 31.03.2025 | 31.03.2024 |
|---|---|---|
| Langfristige Finanzanlagen | ||
| Sonstige Beteiligungen | 15.187 | 15.187 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 81 | 106 |
| 15.268 | 15.293 | |
| Kurzfristige Finanzanlagen | ||
| Debitorische Kreditoren | 180 | 99 |
| Darlehensforderung verbundene Unternehmen | 149 | – |
| Übrige | 13 | 47 |
| 342 | 146 |
Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden nicht konsolidiert, da sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind. Die Beteiligung an der Räder GmbH wird als Eigenkapitalinvestment bewertet und erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (FVOCI) designiert. Die Beteiligung stellt ein Investment dar, welches nicht zu Handelszwecken gehalten wird. Zum 31. März 2025 beträgt der beizulegende Zeitwert des Anteils an der Räder GmbH TEUR 15.100 (Vorjahr: TEUR 15.100). Es wurde im Geschäftsjahr eine Dividende in Höhe von TEUR 1.000 (Vorjahr: TEUR 1.200) vereinnahmt. Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte sind innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.
| in TEUR | 31.03.2025 | 31.03.2024 |
|---|---|---|
| Latente Steueransprüche | 657 | 757 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 439 | 309 |
| Latente Steuerschulden | -301 | -331 |
| Ertragsteuerschulden | -2.218 | -613 |
| Saldo | -1.423 | 122 |
Die laufenden Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden betreffen - wie im Vorjahr - im Wesentlichen inländische Gewerbe- und Körperschaftsteuer. Die bilanzierten latenten Steuern können gemäß ihrer Verursachung den einzelnen Bilanzposten wie folgt zugeordnet werden:
| aktive latente Steuern | passive latente Steuern | aktive latente Steuern | passive latente Steuern | |
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.03.2025 | 31.03.2025 | 31.03.2024 | 31.03.2024 |
| Übrige immaterielle Vermögenswerte | 462 | 309 | 617 | 336 |
| Sachanlagen | 155 | – | 129 | – |
| Finanzanlagen | – | – | 16 | – |
| Forderungen aus Lief. und Leistungen | 68 | 69 | 59 | 61 |
| Rückstellungen | 25 | – | 4 | – |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 24 | – | – | 73 |
| 734 | 378 | 824 | 397 | |
| Saldierung | -77 | -77 | -67 | -67 |
| Buchwerte | 657 | 301 | 757 | 331 |
Es wird weiterhin davon ausgegangen, dass die steuerlichen Verlustvorträge der Business Hub Berlin UG aktuell nicht genutzt werden können. Aus diesem Grund wurden die sich hieraus ergebenen aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 299 nicht aktiviert. Latente Steuerschulden sind insoweit mit entsprechenden -ansprüchen saldiert, wie sie dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde betreffen.
Die Veränderung der latenten Steuern lässt sich wie folgt auf die latenten Steuern der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung überleiten:
| in TEUR | 31.03.2025 | 31.03.2024 |
|---|---|---|
| Latente Steueransprüche 01.04. | 757 | 1.285 |
| Latente Steuerschulden 01.04. | -331 | 426 |
| -705 | 580 | |
| Latente Steueransprüche 31.03. | 657 | 757 |
| Latente Steuerschulden 31.03. | -301 | -331 |
| 356 | 426 | |
| = Veränderung des Saldos | -70 | -154 |
| = Latentes Steuerergebnis lt. GuV | -70 | -154 |
| in TEUR | 31.03.2025 | 31.03.2024 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 117 | 95 |
| Unfertige Erzeugnisse | 457 | 450 |
| Fertige Erzeugnisse | 16.196 | 13.425 |
| Geleistete Anzahlungen auf Vorräte | – | 21 |
| Vorräte | 16.770 | 13.990 |
Die Wertminderungen auf Vorräte betrugen zum 31. März 2025 TEUR 353 (Vorjahr: TEUR 169) und haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 184 (Vorjahr: TEUR 0) erhöht.
Alle ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig und werden im kurzfristigen Bereich ausgewiesen. Das Ausfallrisiko des Konzerns wird hauptsächlich durch die individuellen Merkmale der Kunden (Bonitätsrating) beeinflusst. Allerdings berücksichtigt der Vorstand auch die Merkmale der gesamten Kundenbasis, einschließlich des Ausfallrisikos der Branchen, in denen die Kunden tätig sind, da diese Faktoren das Ausfallrisiko ebenfalls beeinflussen können. Im Berichtsjahr werden Ausfallschätzungen auf Basis von externen Ratings hergeleitet. Entsprechend erfolgt eine pauschale Zuordnung zu den über die Laufzeit erwarteten Kreditverlusten (Stufe 2) und ein Transfer in die Einzelwertberichtigung (Stufe 3), insofern objektive Hinweise für eine Wertminderung vorliegen.# Bilanz
| in TEUR | 31.03.2025 | 31.03.2024 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| gegen Dritte | 28.147 | 20.001 |
| Über die Laufzeit erwartete Kreditverluste (Stufe 2) | -211 | -193 |
| Einzelwertberichtigungen (Stufe 3) | -787 | -498 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 27.148 | 19.310 |
| in TEUR | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Über die Laufzeit erwartete Kreditverluste (Stufe 2) | Einzelwertberichtigungen (Stufe 3) | |
| Stand zu Beginn der Periode | 193 | 498 |
| Nettoneubewertung | 18 | 289 |
| Stand zum Ende der Periode | 211 | 787 |
Die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Stufe 2) am 31. März 2025, gegliedert nach Kundengruppen, ergeben sich wie folgt:
| in TEUR | Ø Ausfallquote | Buchwert | Kreditverluste |
|---|---|---|---|
| Großkunden Buchhandel | 0,4% | 9.354 | 38 |
| Digitale Portale | 0,3% | 9.872 | 33 |
| Sonstiger Sortimentsbuchhandel | 1,1% | 2.272 | 25 |
| Sonstige Kunden | 2,0% | 5.862 | 115 |
| Gesamt | 0,8% | 27.360 | 211 |
Angaben zu über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. März 2024 (Stufe 2):
| in TEUR | Ø Ausfallquote | Buchwert | Kreditverluste |
|---|---|---|---|
| Großkunden Buchhandel | 0,9% | 5.701 | 53 |
| Digitale Portale | 0,6% | 9.294 | 51 |
| Sonstiger Sortimentsbuchhandel | 1,7% | 1.325 | 22 |
| Sonstige Kunden | 2,1% | 3.183 | 67 |
| Gesamt | 1,0% | 19.503 | 193 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dienen am Abschlussstichtag als Sicherheiten für eigene Verbindlichkeiten. Darüber hinaus besteht eine Negativerklärung für alle weiteren Vermögenswerte, die deren Verwendung als Sicherheiten ausschließt. Bis zum Dezember 2024 bestand eine Factoring-Vereinbarung mit der VVA (Arvato Media GmbH, Bertelsmann-Tochter in Gütersloh), die zur Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führte. Daneben besteht weiterhin eine Vorfinanzierung mit der VVA, im Zuge derer der Konzern ebenfalls Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die VVA gegen flüssige Mittel überträgt. Diese Forderungen werden nicht ausgebucht, da aufgrund vertraglicher Bestimmungen im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, in erster Linie das Ausfallrisiko, beim Konzern verbleiben. Die bei der Übertragung erhaltenen Beträge für (über-)fällige Forderungen werden als finanzielle Verbindlichkeit erfasst. Gemäß Vereinbarung mit der VVA begleichen die Kunden ihre Verbindlichkeiten durch Zahlung direkt an die VVA. Die Forderungen werden in einem Geschäftsmodell zur Vereinnahmung von Zahlungsströmen gehalten, was mit dem fortgeführten Ansatz der Forderungen konsistent ist. Zum Stichtag wurden Forderungen in Höhe von TEUR 826 (Vorjahr: TEUR 470) gegen liquide Mittel übertragen, aber nicht ausgebucht. In gleicher Höhe bestehen finanzielle Verbindlichkeiten.
| in TEUR | 31.03.2025 | 31.03.2024 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte aus erwarteten Remittenden | 1.582 | 1.502 |
| Umsatzsteuererstattungsansprüche | 886 | 712 |
| Sonstige Rechnungsabgrenzungen | 1.301 | 1.046 |
| Übrige | 56 | 58 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 3.826 | 3.318 |
Alle Beträge sind innerhalb eines Jahres realisierbar.
| in TEUR | 31.03.2025 | 31.03.2024 |
|---|---|---|
| Guthaben bei Kreditinstituten | 9.221 | 18.360 |
| Kassenbestand | 32 | 28 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 9.254 | 18.387 |
Dieser Posten unterliegt keinerlei Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.
Seit der Börseneinführung im Oktober 2013 besteht das Grundkapital der Muttergesellschaft aus 13.300.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 Euro, also insgesamt 13.300.000,00 Euro. Zum Bilanzstichtag beträgt die Anzahl der eigenen Aktien 99.900 Stück. Die erworbenen Aktien können zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken verwendet werden. Demzufolge befinden sich am Bilanzstichtag - wie im Vorjahr - 13.200.100 Stück ausgegebene und voll eingezahlte, nennwertlose Aktien der Bastei Lübbe AG im Umlauf. Im Geschäftsjahr gab es - wie im Vorjahr - diesbezüglich keine Veränderungen. Die Kapitalrücklage im Konzern beinhaltet im Wesentlichen das Aufgeld aus der Kapitalerhöhung 2013. Zum 31. März 2020 wurden 17.759.170,71 Euro gemäß § 150 Abs. 4 AktG in den Bilanzgewinn umgegliedert. Der Bilanzgewinn (inkl. Gewinnrücklagen) setzt sich aus dem Jahresüberschuss und dem Ergebnisvortrag der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zusammen, sofern keine Ausschüttung erfolgt ist. Im Berichtsjahr wurde eine Dividende in Höhe von TEUR 3.960 an die Anteilseigener der Bastei Lübbe AG ausgeschüttet. Dies entspricht einer Ausschüttung von 0,30 Euro pro Aktie. Das sonstige kumulierte Ergebnis beinhaltet die Rücklage aus Investments in Eigenkapitalinstrumente sowie die Rücklage aus Fremdwährungsumrechnung. Die Eigenkapitalanteile nicht-beherrschender Gesellschafter betreffen diejenigen Eigenkapitalanteile, die auf die Minderheitsgesellschafter der Moravská Bastei MOBA s.r.o. entfallen.
Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie (0,86 EUR/Aktie, Vorjahr: 0,66 EUR/Aktie) wurden das auf die Aktionäre der Muttergesellschaft entfallende Periodenergebnis und die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien (13.200.100 Stück) unter Verrechnung der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien angesetzt. Ein Verwässerungseffekt ist weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr zu berücksichtigen.
Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
Inan- | Stand | Umgliede- | spruch- | Auf- | Zu- | Stand |
in TEUR | 01.04.2024 | rung | nahme | lösung | führung | 31.03.2025 |
Langfristige Archivierungskosten | 87 | – | – | – | – | 87 |
Jubiläumsrückstellungen | 96 | – | -11 | -1 | 12 | 96 |
LTIP-Rückstellung | 304 | -150 | – | – | 731 | 1.068 |
Gesamt | 487 | -150 | -11 | -1 | 743 | 1.068 |
Kurzfristige Remissionen | 7.219 | – | -7.219 | – | – | 7.636 |
LTIP-Rückstellung | 378 | 150 | -357 | -22 | 289 | 439 |
Gesamt | 7.598 | 150 | -7.576 | -22 | 289 | 8.075 |
Gesamt | 8.084 | – | -7.587 | -23 | 8.668 | 9.143 |
| Stand 31.03.2025 | Stand 31.03.2024 |
|---|---|
| davon mit einer Restlaufzeit von | davon mit einer Restlaufzeit von* |
| über 1 Jahr, bis 1 Jahr | über 1 Jahr, bis 5 Jahre |
| in TEUR | Gesamt |
| Verbindlichkeiten (gegenüber / aus) | |
| Kreditinstituten | 750 |
| Leasingverbindlichkeiten | 5.649 |
| Arbeitnehmern | 2.180 |
| Kreditorische Debitoren | 79 |
| Verbindlichkeiten aus Vorfinanzierung | 826 |
| Übrige | – |
| Gesamt | 9.484 |
*Vorjahr angepasst
Zu den Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern gehören vor allem kurzfristige Tantiemen an den Vorstand und sonstige Boni an die Arbeitnehmer. Die Verbindlichkeiten aus Vorfinanzierung wurden im Berichtsjahr in den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im Vorjahr wurden diese in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 22.775, Vorjahr: TEUR 20.397) betreffen im Wesentlichen Honorarverbindlichkeiten gegenüber Autoren und Agenturen, Verbindlichkeiten gegenüber Druckereien, Verbindlichkeiten gegenüber anderen Verlagen, aus Beratungsleistungen und Mietverhältnissen. Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Lizenzgebern in Höhe von TEUR 399 (Vorjahr: TEUR 627) wurden, da keine Verzinsung vereinbart wurde, auf den Barwert von TEUR 380 (Vorjahr: TEUR 592) abgezinst.
| in TEUR | 31.03.2025 | 31.03.2024 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten (gegenüber/aus) | ||
| Arbeitnehmern | 581 | 629 |
| Sonstige Steuern | 615 | 611 |
| Rechnungsabgrenzungen | 131 | 154 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 13 | 93 |
| Übrige* | 171 | 226 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.510 | 1.712 |
*Vorjahr angepasst
Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern umfassen neben den Beträgen, für die die Gesellschaft Steuerschuldner ist, auch solche Steuern, die für Rechnung Dritter abgeführt werden (insbesondere Lohn- und Kirchensteuer). Sämtliche ausgewiesenen Beträge haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach Aufwandsarten (Gesamtkostenverfahren). Die nachfolgend vorgenommenen Erläuterungen und Aufgliederungen beziehen sich auf die Posten der Konzern- Gesamtergebnisrechnung.
| in TEUR | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Roman- hefte | Gesamt | |
| Physisch | 6.396 | 74.185 |
| Digital | 573 | 35.503 |
| Sonstige | 83 | 4.322 |
| Umsatzerlöse | 7.051 | 114.010 |
Die physischen Umsatzerlöse im Segment „Buch“ enthalten überwiegend die Erlöse aus dem Verkauf von physischen Büchern und Hörbüchern an den Handel abzgl. Erlösschmälerungen in Höhe von TEUR 67.788 (Vorjahr: TEUR 67.248). Ebenso enthalten sind eCommerce-Erlöse in Höhe von TEUR 3.104 (Vorjahr: TEUR 1.705). Die digitalen Umsätze im Segment „Buch“ umfassen Erlöse aus dem Vertrieb von eBooks abzgl. Erlösschmälerungen in Höhe von TEUR 14.225 (Vorjahr: TEUR 14.127) sowie digitalen Hörbüchern abzgl. Erlösschmälerungen in Höhe von TEUR 20.706 (Vorjahr: TEUR 17.701). Die sonstigen Umsätze im Segment "Buch" beinhalten im Wesentlichen Lizenzerlöse in Höhe von TEUR 3.712 (Vorjahr: TEUR 3.047). Im Segment „Romanhefte“ umfassen die physischen Umsatzerlöse Verkäufe von physischen Romanheften über den Handel und den eigenen eCommerce Shop in Höhe von TEUR 6.396 (Vorjahr: TEUR 6.808).# ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT | KONZERNABSCHLUSS | KONZERNANHANG
Die digitalen Umsatzerlöse im Segment „Romanhefte“ beziehen sich im Wesentlichen auf den Vertrieb von eBooks in Höhe von TEUR 573 (Vorjahr TEUR 587). Die sonstigen Umsätze im Segment "Romanhefte" beinhalten im Wesentlichen Lizenz- und Anzeigenerlöse in Höhe von TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 37).
| Bestand | Bestandsveränderung in TEUR | ||
|---|---|---|---|
| 31.03.2025 | 31.03.2024 | 2024/2025 | |
| Unfertige Erzeugnisse | 457 | 450 | 7 |
| Fertige Erzeugnisse | 16.196 | 13.425 | 2.771 |
| Währungsdifferenzen | 7 | 9 | |
| Gesamt | 2.784 | 1.034 |
| in TEUR | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Erträge aus Wertaufholungen im Bestand vorausgezahlter Autorenhonorare | 373 | 1.393 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen | 36 | 77 |
| Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten | 162 | 398 |
| Währungskursgewinne | 39 | 19 |
| Periodenfremde Erträge | 12 | 96 |
| Erträge aus Anlagenabgängen | 13 | 5 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 3 | – |
| Übrige | 57 | 69 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 696 | 2.056 |
| in TEUR | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Honorare und Abschreibungen auf Autorenhonorare | 31.872 | 33.717 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 23.303 | 21.827 |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und für bezogene Ware | 344 | 366 |
| Materialaufwand | 55.519 | 55.910 |
| in TEUR | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 19.311 | 18.328 |
| Soziale Abgaben | 3.338 | 3.163 |
| Personalaufwand | 22.649 | 21.491 |
Die Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 1.489 (Vorjahr: TEUR 1.444).
Sowohl den ausgeschiedenen als auch den derzeitigen Vorstandsmitgliedern hat die Bastei Lübbe AG eine anteilsbasierte Vergütung i.S.d. IFRS 2 als Gehaltskomponente zugesagt. Die Vereinbarungen berechtigen die Vorstandsmitglieder zum Erhalt einer Barzahlung. Der Plan ist dabei so ausgestaltet, dass eine Anzahl Virtual Shares in Höhe einer vertraglich festgelegten Zielgröße zum Zeitpunkt des Grant Dates basierend auf dem durchschnittlichen Schlusskurs der 30 Tage vor dem jeweiligen Starttermin (1. April) der Bastei Lübbe-Aktie ausgegeben wird, welche zum jeweiligen Bilanzstichtag mit einem Zielerreichungsgrad multipliziert wird. Bei der Auszahlung der Virtual Shares wird der Zeitraum der Tätigkeit im jeweiligen Dreijahreszeitraum pro rata temporis berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag wurden folgende Virtual Shares an die aktuellen und ehemaligen Vorstände ausgegeben:
| Anzahl virtueller Aktien per 31.03.2025 | 2022 - 2025 | 2023 - 2026 | 2024 - 2027 |
|---|---|---|---|
| Soheil Dastyari Vorstandsvorsitzender | 18.530 | 52.517 | 29.374 |
| Mathis Gerkensmeyer Vorstand Finanzen | – | – | 15.975 |
| Sandra Dittert Vorständin Marketing und Vertrieb | 9.103 | 53.745 | 15.632 |
| Simon Decot Vorstand Programm | 8.777 | 30.712 | 17.178 |
| Gesamt | 36.410 | 136.973 | 78.159 |
| Anzahl virtueller Aktien per 31.03.2025 | 2022 - 2025 | 2023 - 2026 | 2024 - 2027 |
|---|---|---|---|
| Joachim Herbst Vorstand Finanzen (01.08.2020 - 31.07.2023) | 11.703 | 33.168 | – |
| Gesamt | 11.703 | 33.168 | – |
Die finale Anzahl der Virtual Shares ist geknüpft an einen Zielerreichungsgrad einer Nicht-Marktbedingung. Die festgelegte Zielerreichung muss mindestens 75 % und kann maximal 150 % betragen. Die Anzahl der Virtual Shares wird nach Ablauf des Plans entsprechend der durchschnittlichen Zielerreichung im Rahmen von 0 % - 150 % adjustiert. Die anteilsbasierten Vergütungen der Vorstände erwirken kein Recht auf Anteile an dem Unternehmen. Der beizulegende Zeitwert der Virtual Shares wurde mit der Black-Scholes-Formel bestimmt. Dienst- und marktunabhängige Leistungsbedingungen, die mit den Geschäftsvorfällen verbunden sind, wurden bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes nicht berücksichtigt. Hinsichtlich der maximalen Vergütung gibt es unterschiedliche Regelungen in den Anstellungsverträgen. Für die relevanten Zuteilungen gilt, dass die Höhe der mehrjährigen variablen Vergütung für den jeweiligen Dreijahreszeitraum auf 375 % bzw. 250 % begrenzt ist.
Folgende Parameter wurden bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte am Tag der Gewährung und am Bewertungsstichtag der Virtual Shares verwendet:
| Bewertungsparameter IFRS 2 | Tag der Gewährung | Bewertungsstichtag | Bewertungsstichtag |
|---|---|---|---|
| 01.04.2023 | 31.03.2025 | 31.03.2024 | |
| Beizulegender Zeitwert Deckel 375% (in Euro) | 4,48 | 10,28 | 6,28 |
| Beizulegender Zeitwert Deckel 250% (in Euro) | 4,27 | 8,06 | 5,83 |
| Aktienkurs (in Euro) | 4,61 | 11,10 | 6,45 |
| Erwartete Volatilität (gewichteter Durchschnitt, in %) | 42,6% | 28,8% | 35,5% |
| Erwartete Laufzeit (in Jahren) | 3 | 1 | 2 |
| Erwartete Dividenden (in %) | 7,4% | 4,0% | 5,3% |
| Risikoloser Zinssatz (basiert auf Staatsanleihen, in %) | 2,5% | 2,2% | 2,7% |
| Bewertungsparameter IFRS 2 | Tag der Gewährung | Bewertungsstichtag |
|---|---|---|
| 01.04.2024 | 31.03.2025 | |
| Beizulegender Zeitwert Deckel 375% (in Euro) | 6,36 | 10,61 |
| Beizulegender Zeitwert Deckel 250% (in Euro) | 6,13 | 9,39 |
| Aktienkurs (in Euro) | 6,45 | 11,10 |
| Erwartete Volatilität (gewichteter Durchschnitt, in %) | 35,5% | 30,9% |
| Erwartete Laufzeit (in Jahren) | 3 | 2 |
| Erwartete Dividenden (in %) | 6,8% | 4,0% |
| Risikoloser Zinssatz (basiert auf Staatsanleihen, in %) | 2,4% | 2,1% |
Die erwartete Volatilität basiert auf einer Beurteilung der historischen Volatilität des Aktienkurses des Unternehmens, insbesondere in dem Zeitraum, der der erwarteten Laufzeit entspricht. Der Gesamtbetrag der Aufwendungen aus anteilsbasierter Vergütung mit Barausgleich beträgt im Berichtsjahr TEUR 1.020 (Vorjahr: TEUR 549). Der Gesamtbuchwert der Schulden aus anteilsbasierter Vergütung beträgt TEUR 1.324 (Vorjahr: TEUR 682).
| in TEUR | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Vertriebsaufwendungen | 7.462 | 6.819 |
| Werbekosten | 5.243 | 4.863 |
| Rechts-, Beratungs- und Abschlusskosten | 1.890 | 2.261 |
| IT-Aufwendungen | 2.524 | 2.281 |
| Mieten, Leasing und sonstige Raumkosten | 699 | 752 |
| Währungskursverluste | 27 | 27 |
| Übrige Aufwendungen | 2.909 | 2.689 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 20.753 | 19.693 |
| in TEUR | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | -727 | -640 |
| Sachanlagen | -1.741 | -1.958 |
| Gesamt | -2.468 | -2.598 |
| Wertminderungen | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | – | -977 |
| Sachanlagen | – | -23 |
| Gesamt | – | -1.000 |
| Gesamt | -2.468 | -3.598 |
Die Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen im Vorjahr beziehen sich auf die Wertminderungen im Rahmen von Impairmenttests bei Business Hub Berlin.
Das Beteiligungsergebnis resultiert aus der Ausschüttung von der Räder GmbH (TEUR 1.000) sowie der Ausschüttung von Pressegrosso-Vertriebsgesellschaften. Der Geschäftsbetrieb der Bastei Ventures GmbH i. L. wurde aufgrund einer strategischen Fokussierung beendet. In diesem Zusammenhang erfolgte eine Wertminderung auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 0).
| in TEUR | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 222 | 252 |
| Erträge aus der Bewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit | – | 24 |
| Erträge aus sonstigen Investments | 222 | 276 |
| in TEUR | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Zinsaufwand Bankdarlehen | -124 | -160 |
| Zinsaufwand aus Factoring | -410 | -491 |
| Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten | -321 | -313 |
| Übrige | 8 | -21 |
| Finanzierungsaufwendungen | -847 | -984 |
| in TEUR | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Erstattete, gezahlte bzw. geschuldete Ertragsteuern | ||
| für das laufende Jahr | -5.053 | -4.085 |
| für Vorjahre | 35 | -235 |
| Gesamt | -5.019 | -4.320 |
| Latente Steuern | ||
| auf temporäre Differenzen | -70 | 62 |
| auf Veränderung Verlustvorträge | – | -216 |
| Gesamt | -70 | -154 |
| Gesamt | -5.089 | -4.474 |
Der tatsächliche Ertragsteueraufwand lässt sich aus dem erwarteten Steueraufwand für das abgelaufene Geschäftsjahr wie folgt ableiten:
| in TEUR | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 16.491 | 13.271 |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand (32,45 %) | 5.351 | 4.306 |
| Steuersatzdifferenzen | -107 | -75 |
| Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben / steuerfreie Erträge / Sonderbereich | -247 | -318 |
| Gewerbesteuerliche Korrekturen | 39 | 45 |
| Nichtansatz aktive latente Steuern | 83 | 216 |
| Steuern Vorjahre | -34 | 321 |
| Anpassung Vorjahre | -7 | – |
| Sonstige | 11 | -21 |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | 5.089 | 4.474 |
Der Steuersatz entspricht dem Steuersatz des Mutterunternehmens und berechnet sich wie im Vorjahr aus dem Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15 % zzgl. Solidaritätszuschlag von 5,5 % sowie der Gewerbesteuer mit einem Durchschnittshebesatz von 475 %.
Bei den auf die nicht-beherrschenden Anteile entfallenden Ergebnisanteilen von TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 72) handelt es sich um die Anteile des Ergebnisses der Moba.
Die Kapitalflussrechnung zeigt gemäß IAS 7 (Cashflow Statements), wie sich die Zahlungsmittel im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit (indirekte Methode) sowie Cashflows aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Veränderungen des Bestands vorausgezahlter Autorenhonorare werden im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gezeigt. Der Zahlungsmittelbestand umfasst den Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von weniger als drei Monaten. Sie entsprechen der Bilanzposition "Zahlungsmittel und -äquivalente".# ÜBERLEITUNGSRECHNUNG FÜR VERBINDLICHKEITEN AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEITEN
| Buchwert 31.03.2024 | zahlungs- wirksam | zahlungs- unwirksam | Buchwert 31.03.2025 | |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.875 | -1.125 | – | 750 |
| Leasingverbindlichkeiten | 6.372 | -1.288 | 564 | 5.649 |
| Gesamt | 8.247 | -2.413 | 564 | 6.399 |
| Buchwert 31.03.2023 | zahlungs- wirksam | zahlungs- unwirksam | Buchwert 31.03.2024 | |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.750 | -875 | – | 1.875 |
| Leasingverbindlichkeiten | 6.914 | -1.242 | 700 | 6.372 |
| Gesamt | 9.664 | -2.117 | 700 | 8.247 |
Die Segmentberichterstattung folgt den internen Management- und Berichterstattungsstrukturen. Zum Zwecke der Unternehmenssteuerung ist der Bastei Lübbe-Konzern nach Produkten bzw. deren Vertriebswegen in Geschäftseinheiten unterteilt. Die Geschäftseinheiten werden jeweils vom Vorstand anhand des EBIT überwacht. Die Konzernfinanzierung (einschließlich Finanzaufwendungen und -erträgen) sowie die Ertragsteuern werden konzerneinheitlich gesteuert und nicht den einzelnen Geschäftssegmenten zugeordnet. Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden anhand marktüblicher Konditionen unter fremden Dritten ermittelt.
Das Segment "Buch“ beinhaltet sämtliche Druckerzeugnisse von Büchern sowie die digitalen eBook- und Audio-Erzeugnisse der Bastei Lübbe AG. Die Produkte werden unter diversen Labels, unter anderem als Hardcover, Paperback und Taschenbuch vertrieben. Zum Segment gehören ebenfalls die Moravská Bastei MoBa s.r.o. sowie CE Community Editions GmbH.
Das Segment „Romanhefte“ beinhaltet die physischen und digitalen Romanhefte (hierunter finden sich die sogenannten Frauenromane sowie die Spannungsromane wieder).
Die Segmente stellen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt dar:
| in TEUR | Buch 2024/2025 | Buch 2023/2024 | Romanhefte 2024/2025 | Romanhefte 2023/2024 | Konzern 2024/2025 | Konzern 2023/2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Segmentumsatzerlöse | 107.429 | 103.366 | 7.051 | 7.433 | 114.480 | 110.799 |
| Innenumsatzerlöse | -470 | -469 | – | – | -470 | -469 |
| Außenumsatzerlöse | 106.959 | 102.897 | 7.051 | 7.433 | 114.010 | 110.330 |
| EBITDA | 18.551 | 16.427 | 1.058 | 1.151 | 19.609 | 17.577 |
| Abschreibungen/Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -2.310 | -3.427 | -158 | -172 | -2.468 | -3.598 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf Finanzanlagen | -25 | – | – | – | -25 | – |
| EBIT | 16.216 | 13.000 | 900 | 979 | 17.116 | 13.979 |
darin enthalten sind folgende wesentliche zahlungsunwirksame Sachverhalte:
| Buch 2024/2025 | Buch 2023/2024 | Romanhefte 2024/2025 | Romanhefte 2023/2024 | Konzern 2024/2025 | Konzern 2023/2024 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertminderungen übrige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | – | -1.000 | – | – | – | -1.000 |
| Wertminderungen auf die Autorenhonorare | -257 | -111 | – | – | -257 | -111 |
| Wertaufholungen auf die Autorenhonorare | 373 | 1.393 | – | – | 373 | 1.393 |
| Wertminderungen Vorräte | -184 | – | – | – | -184 | – |
Transaktionen zwischen den Segmenten umfassen im Wesentlichen Intra-Segment-Umsätze und werden grundsätzlich zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.
Die folgende Tabelle gibt die geografisch abgegrenzten Umsatzerlöse für die Segmente wieder:
| in TEUR | Deutschland 2024/2025 | Deutschland 2023/2024 | Ausland 2024/2025 | Ausland 2023/2024 | Gesamt 2024/2025 | Gesamt 2023/2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatzerlöse | 89.327 | 83.892 | 24.683 | 26.438 | 114.010 | 110.330 |
Die Umsatzerlöse sind nach dem Sitz des Kunden den Regionen zugeordnet. Die Auslandsumsätze entfallen im Wesentlichen auf Österreich, Luxemburg und die Schweiz. Der Bastei Lübbe-Konzern erzielt mit ihrem größten Kunden mehr als 20 % ihrer Umsatzerlöse. Die Summe der mit diesem Kunden erzielten Erlöse betrifft das Segment „Buch“ in Höhe von TEUR 30.009. Eine Segmentierung von Vermögen, Verbindlichkeiten und Investitionen auf Basis der operativen Geschäftsfelder wird nicht vorgenommen, da diese Kennzahlen nicht als Steuerungsgrößen auf Segmentebene verwendet werden. Segmentvermögen und -schulden befinden sich überwiegend in Deutschland.
Das Kapitalmanagement des Konzerns stellt sicher, dass die Ziele und Strategien im Interesse der Anteilseigner und seiner Mitarbeitenden erreicht werden können. Mindestverzinsung und Eigenkapitalrendite stehen im Fokus des Managements. Hierbei wird ein möglichst hoher Wertzuwachs des Konzerns und seiner Teilbereiche angestrebt, der allen Anspruchsgruppen des Unternehmens zugutekommt. Im Rahmen des Kapitalmanagements ist der Vorstand bestrebt eine starke Eigenkapitalbasis sicherzustellen, um damit das Vertrauen von Investoren, potenziellen Anlegern und Vertragspartnern in Bezug auf die Nachhaltigkeit der Geschäftstätigkeit von Bastei Lübbe zu stärken und die zukünftige Weiterentwicklung des Geschäftes zu garantieren. Ziel der Bastei Lübbe AG ist darüber hinaus eine auf Kontinuität ausgerichtete Dividendenpolitik, bei der die Aktionärinnen und Aktionäre mit einem Anteil in Höhe von 40 bis 50 % des ausschüttungsfähigen Ergebnisses am Erfolg des Unternehmens zu beteiligen sind. Voraussetzung hierfür ist die Vereinbarkeit mit der Finanzierungs- und Ergebnissituation der Unternehmensgruppe und der langfristigen und nachhaltigen Geschäftsentwicklung. Die Beteiligung von Arbeitnehmern am Unternehmen in Form von Aktienprogrammen für Arbeitnehmer ist bisher nicht vorgesehen.
Folgende Kennzahlen sind dabei im Rahmen des Kapitalmanagements von besonderer Bedeutung:
* Eigenkapitalquote und EBIT im Konzern
* Eigenkapital und EBIT der Bastei Lübbe AG
* Verhältnis Nettofinanzverschuldung zu Konzern-EBITDA
Das EBIT entspricht dem ausgewiesenen operativen Ergebnis zuzüglich Beteiligungsergebnis, für das EBITDA sind zusätzlich die Abschreibungen zu addieren. Bastei Lübbe strebt grundsätzlich eine Eigenkapitalquote von mehr als 40% sowie ein Verhältnis von Nettofinanzverschuldung (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich Zahlungsmittel und -äquivalente) zu Konzern-EBITDA (= Verschuldungsgrad) von 2,5 oder weniger an. Die Eigenkapitalquote im Konzern betrug zum 31. März 2025 60,3 %; der Verschuldungsgrad betrug zum selben Zeitpunkt Null, da keine Nettofinanzschulden zum Bilanzstichtag bestanden. Zum 31. März 2025 betrug das Nettofinanzvermögen (Zahlungsmittel und -äquivalente abzüglich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) TEUR 8.504 und das EBITDA TEUR 19.609.
Im vergangenen Geschäftsjahr nutzte Bastei Lübbe zur Steuerung des Cash Managements eine Factoringlinie in Höhe von TEUR 10.000 und veräußerte letztmalig im Dezember 2024 Forderungen. Seitdem findet kein Factoring mehr statt. Des Weiteren verfügt die Gesellschaft zusätzlich über eine aktuell nicht genutzte Betriebsmittellinie in Höhe von TEUR 10.000. Im Rahmen der bestehenden Kreditverträge wurden Kennzahlen (Covenants) festgelegt, die es einzuhalten gilt, um weiterhin die benötigten Finanzmittel zu den vereinbarten Konditionen zu erhalten. Dabei handelt es sich um eine vertraglich festgelegte Definition des Verschuldungsgrades (adj. Finanzverbindlichkeiten / adj. EBITDA) auf Konzernebene. Bastei Lübbe hat im Geschäftsjahr die finanziellen Kennzahlen eingehalten.
Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte sowie die beizulegenden Zeitwerte für Finanzinstrumente nach den jeweiligen Klassen sowie eine Aufgliederung in die verschiedenen Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IFRS 9 für den Stichtag 31. März 2025 bzw. für den Stichtag 31. März 2024 dar.
| Wertansatz nach IFRS 9 | Fortgef. Bewertungs kategorie | Buchwert | Anschaffungs- kosten | Fair Value erfolgs- neutral | Fair Value erfolgs- wirksam | Zeitwert 31.03.2025 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | |||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 9.254 | 9.254 | – | – | – | – |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 27.148 | 27.148 | – | – | – | – |
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | AC | 342 | 342 | – | – | – | – |
| Beteiligungen (Stufe 3) | FVOCI | 15.100 | – | 15.100 | – | 15.100 | 15.100 |
| Beteiligungen (Stufe 3) | FVPL | 168 | – | – | 168 | 168 | 168 |
| Passiva | |||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 22.775 | 22.775 | – | – | – | – |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 750 | 750 | – | – | – | – |
| Leasingverbindlichkeiten* | n/a | 5.649 | – | – | – | – | – |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 3.085 | 3.085 | – | – | – | – |
* Bewertung nach IFRS 16
| Wertansatz nach IFRS 9 | Fortgef. Bewertungs kategorie | Buchwert | Anschaffungs- kosten | Fair Value erfolgs- neutral | Fair Value erfolgs- wirksam | Zeitwert 31.03.2024 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | |||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 18.387 | 18.222 | – | – | – | – |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 19.310 | 19.310 | – | – | – | – |
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | AC | 146 | 146 | – | – | – | – |
| Beteiligungen (Stufe 3) | FVOCI | 15.100 | – | 15.100 | – | 15.100 | 15.100 |
| Beteiligungen (Stufe 3) | FVPL | 193 | – | – | 193 | 193 | 193 |
| Passiva | |||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 20.397 | 20.397 | – | – | – | – |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 1.875 | 1.875 | – | – | – | – |
| Leasingverbindlichkeiten1) | n/a | 6.372 | – | – | – | – | – |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten2) | AC | 2.990 | 2.990 | – | – | – | – |
1) Bewertung nach IFRS 16
2) Vorjahr angepasst
Die zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte angewandten Methoden und Annahmen stellen sich wie folgt dar:
* Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten kommen hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihrem Buchwert sehr nahe.
* Der beizulegende Zeitwert der Eigenkapitalinstrumente wird, da keine notierten Marktpreise in einem aktiven Markt bestehen, mit Hilfe von Bewertungsmodellen bestimmt. Die Bewertungsmodelle verwenden im größtmöglichen Umfang Daten aus dem Markt und so wenig wie möglich unternehmensspezifische Daten.# BEMESSUNGSHIERACHIE
Bastei Lübbe verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte:
§ Stufe 1: auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierte (unverändert übernommene) Preise.
§ Stufe 2: Input-Faktoren - außer Preisen gemäß Stufe 1 -, die sich für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachten lassen und
§ Stufe 3: nicht auf beobంతbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit.
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes sämtlicher in der Bilanz erfassten und in diesem Anhang erläuterten Finanzinstrumente beruht auf Bewertungstechniken, die als wesentliche Einflussgrößen auch nicht beobachtbare Inputfaktoren enthalten. Somit werden diese Finanzinstrumente der Stufe 3 zugeordnet.
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der 20%-Beteiligung an der Räder GmbH basiert auf dem Discounted Cashflow (DCF) Verfahren. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wurde die Ergebnisplanung der Räder GmbH für die Geschäftsjahre 2025 bis 2029 zu Grunde gelegt, Annahmen hinsichtlich der nachhaltigen Wachstums- und Margenentwicklung für die Geschäftsjahre 2030 ff. (sog. ewige Rente) getroffen und die prognostizierten EBIT in die zu diskontierenden Free Cashflows übergeleitet. Auf Basis der abgeleiteten zu diskontierenden Free Cashflows sowie Ansätze des gewichteten Kapitalisierungszinssatzes (sog. WACC) in Höhe von 6,7% und einer nachhaltigen Wachstumsrate von 1,0% wurde ein Unternehmenswert abgeleitet. Da bei der Gesellschaft weder Finanzverbindlichkeiten noch überschüssige Liquidität vorliegen, entspricht der Unternehmenswert dem Eigenkapitalwert der Räder GmbH.
Im Rahmen der Herleitung des beizulegenden Zeitwerts der 20%-Beteiligung an der Räder GmbH wurde darüber hinaus ein Fungibilitätsabschlag auf den Eigenkapitalwert im niedrigen zweistelligen Prozentbereich vorgenommen. Dieser reflektiert die geringere Marktgängigkeit der Minderheitsbeteiligung im Vergleich zu den Aktien der börsennotierten Vergleichsunternehmen.
Zusätzlich wurde der ermittelte beizulegende Zeitwert über das Multiplikatorenverfahren verprobt. Dabei wurde ein EBIT-Multiplikator auf Basis von Kapitalmarktdaten von börsennotierten Vergleichsunternehmen (Trading Multiples) sowie von Transaktionen in vergleichbaren Peergroups (Transaction Multiples) abgeleitet. Im Rahmen der Verprobung des beizulegenden Zeitwerts des 20% Anteils der Bastei Lübbe AG an der Gesellschaft wurde auf den Unternehmenswert, berechnet als Produkt aus EBIT-Multiplikator und EBIT-Planung der Räder GmbH für 2025, ebenfalls ein Fungibilitätsabschlag angesetzt.
Aufgrund der andauernden Konsumzurückhaltung der Verbraucher sowie des Ausfalls eines Lieferanten sind Umsatz sowie EBIT der Räder GmbH in 2024 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Ab 2025 wird davon ausgegangen, dass sich das wirtschaftliche Umfeld und die Lieferketten wieder normalisieren und somit Umsatz sowie EBIT wieder zunehmen. Bis zum Beginn der ewigen Rente wird eine Umsatzsteigerung im mittleren zweistelligen Prozentbereich sowie eine vergleichbare EBITDA-Entwicklung erwartet, welche beide bereits in der Vergangenheit erreicht wurden. Der Buchwert der 20%-Beteiligung in Höhe von 15,1 Mio. Euro liegt weiterhin innerhalb der ermittelten Wertbandbreite.
Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der 20%-Beteiligung an der Räder GmbH bestehen die größten Schätzungsunsicherheiten beim geplanten Umsatz, der EBITDA-Marge sowie der Wachstumsrate in der ewigen Rente, den Abzinsungssätzen und dem Fungibilitätsabschlag:
| Bewertungsverfahren | Wesentliche Auswirkungen von Änderungen der Inputfaktoren auf den beizulegenden Zeitwert |
|---|---|
| DCF-Modell | |
| Umsatzniveau in der ewigen Rente | Eine Erhöhung (ein Rückgang) des Umsatzniveaus in der ewigen Rente um 10%-Punkte würde zu einer Erhöhung (einem Rückgang) des beizulegenden Zeitwerts um 1,4 Mio. Euro führen # ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT |
Bastei Lübbe hat ausschließlich fest oder niedrigverzinsliche finanzielle Vermögenswerte. Eine Änderung der Zinssätze in erwartbaren Schwankungsbreiten hätte somit keinen wesentlichen Einfluss auf das Konzernergebnis. Daneben hat Bastei Lübbe variabel verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten. Daher besteht das Risiko, dass sich der variable Zinssatz aufgrund geänderter Marktbedingungen ändert. Bei einer Erhöhung der Zinssätze um 1 Prozentpunkt würde sich der Zinsaufwand im laufenden Geschäftsjahr um rund TEUR 4 erhöhen.
Der Konzern mietet im Wesentlichen Büroflächen, IT-Ausstattung und KFZ. Manche Leasingvereinbarungen sehen zusätzliche Mietzahlungen auf Basis der Veränderung lokaler Preisindizes vor. Diverse Immobilien-Leasingverträge des Bastei Lübbe-Konzerns enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Die Mehrheit der bestehenden Verlängerungs- und Kündigungsoptionen kann nur durch die Konzerngesellschaften und nicht durch den jeweiligen Leasinggeber ausgeübt werden. Sofern Verlängerungsoptionen im Zusammenhang mit dem Leasing von Fahrzeugen, Lagerfahrzeugen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen vorlagen, wurden diese nicht in die Bestimmung der Leasinglaufzeit und somit der Leasingverbindlichkeit einbezogen, da diese Vermögenswerte vom Konzern ohne wesentliche Kosten oder Betriebsunterbrechungen ersetzt werden können. Im Berichtsjahr wurde eine Neubewertung des Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeit für den Mietvertrag des Verlagsgebäudes (inklusive gemieteter Parkplätze) in Folge einer Erhöhung der an einen Verbraucherpreisindex gekoppelten Mietzahlungen vorgenommen. Darüber hinaus ergab sich keine wesentliche Veränderung aus Neubewertungen sowie aus Modifikationen und Anpassungen der Vertragslaufzeiten. Nutzungsrechte im Zusammenhang mit den Leasingvereinbarungen werden unter den Sachanlagen dargestellt.
| Betriebs- u. Geschäftsausstattung | Grundstücke und Gebäude | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten | |||
| Stand am 01.04.2023 | 999 | 10.382 | 11.381 |
| Zugänge | 504 | 214 | 718 |
| Abgänge | -386 | – | -386 |
| Stand am 31.03.2024 | 1.117 | 10.596 | 11.713 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen | |||
| Stand am 01.04.2023 | 836 | 3.945 | 4.782 |
| Abschreibungen | 313 | 1.014 | 1.327 |
| Wertminderungen | – | 23 | 23 |
| Abgänge | -386 | – | -386 |
| Stand am 31.03.2024 | 763 | 4.983 | 5.745 |
| Buchwerte | |||
| Stand am 01.04.2023 | 163 | 6.437 | 6.600 |
| Stand am 31.03.2024 | 354 | 5.613 | 5.968 |
| Betriebs- u. Geschäftsausstattung | Grundstücke und Gebäude | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten | |||
| Stand am 01.04.2024 | 1.117 | 10.596 | 11.713 |
| Zugänge | 210 | 381 | 590 |
| Abgänge | -697 | -217 | -913 |
| Stand am 31.03.2025 | 630 | 10.760 | 11.390 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen | |||
| Stand am 01.04.2024 | 763 | 4.983 | 5.745 |
| Abschreibungen | 221 | 1.130 | 1.351 |
| Abgänge | -696 | -182 | -877 |
| Stand am 31.03.2025 | 288 | 5.931 | 6.219 |
| Buchwerte | |||
| Stand am 01.04.2024 | 354 | 5.613 | 5.968 |
| Stand am 31.03.2025 | 342 | 4.829 | 5.171 |
| in TEUR | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Abschreibungsaufwand auf Nutzungsrechte | -1.362 | -1.316 |
| Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten | -321 | -313 |
| Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse | -86 | -64 |
| Aufwand für geringwertige Vermögenswerte | – | -1 |
Die Gesellschaft hat zugunsten der Tochtergesellschaft Siebter Himmel Bastei Lübbe GmbH eine Patronatserklärung abgegeben. Nach unseren Erkenntnissen können die zugrunde liegenden Verpflichtungen von der betreffenden Gesellschaft in allen Fällen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. Das Bestellobligo für Autorenhonorare am Bilanzstichtag beträgt TEUR 6.376 (Vorjahr: TEUR 6.496). Die Zahlungstermine sind abhängig vom Eintritt im jeweiligen Vertrag geregelter Ereignisse, z. B. der Annahme des Manuskriptes für ein eingekauftes Werk.
Die Fälligkeiten der übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen, insbesondere Wartungsverträge, stellen sich wie folgt dar:
| in TEUR | 31.03.2025 | 31.03.2024 |
|---|---|---|
| innerhalb eines Jahres | 1.776 | 1.278 |
| zwischen 1 und 5 Jahren | 1.054 | 971 |
| in mehr als fünf Jahren | – | 364 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 2.830 | 2.613 |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen im Wesentlichen Betriebskosten für das Verlagsgebäude der Bastei Lübbe AG dar. Zudem sind in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die innerhalb eines Jahres fällig werden, Wartungsverträge enthalten (Berichtsjahr: TEUR 1.402; Vorjahr: TEUR 971). Diese sind mangels längerer Vertragslaufzeiten jedoch lediglich in sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die innerhalb eines Jahres fällig sind, enthalten.
Frau Birgit Lübbe ist mit einer Beteiligung von 33,08 %²⁹ größte Aktionärin der Bastei Lübbe AG und eine nahestehende Person gem. IAS 24. Mit Birgit Lübbe besteht seit mehreren Jahren ein Vertrag zur Wahrnehmung von Repräsentationsaufgaben. Dieser Vertrag wurde zu marktüblichen Konditionen geschlossen und die Gesamtvergütung ist im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt als nicht wesentlich einzuschätzen. Darüber hinaus ist die Rossmann Beteiligungs GmbH mit einer Beteiligung von 25,44 %³⁰ an der Bastei Lübbe AG ein nahestehendes Unternehmen. Der Geschäftsführer und Anteilseigner Herr Dirk Roßmann ist in diesem Zusammenhang mittelbar als nahestehende Person anzusehen. Die Bastei Lübbe AG hat mit Dirk Roßmann bzw. der Dirk Rossmann Media GmbH, bei der Dirk Rossmann geschäftsführender Gesellschafter ist, Autorenverträge
²⁹ Auf Basis der letzten verfügbaren Stimmrechtsmitteilung
³⁰ Auf Basis der letzten verfügbaren Stimmrechtsmitteilung
abgeschlossen. Bisher hat die Bastei Lübbe AG vier Werke des Autors veröffentlicht. Die Autorenverträge sind zu marktüblichen Konditionen geschlossen worden und bestanden schon bevor Dirk Rossmann als nahestehende Person einzuordnen war. Der Aufwand für Autorenhonorare ist im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt als nicht wesentlich einzuschätzen. Zu den nahestehenden Personen gem. IAS 24 zählen zudem die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es keine Transaktionen über die Bezüge, die die Organe im Rahmen Ihrer Funktion erhalten, hinaus. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Rechtsgeschäfte mit nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen durchgeführt. Die im Konzernabschluss enthaltenen und demnach nicht konsolidierten Sachverhalte betreffen den Verkauf von Gütern und sind aus Sicht der Gesellschaft als unwesentlich einzuschätzen. Im Geschäftsjahr wurde dem Tochterunternehmen Siebter Himmel Bastei Lübbe GmbH ein kurzfristiges, verzinsliches Darlehen in Höhe von TEUR 150 gewährt. Die im Geschäftsjahr 2024/2025 erhaltenen Zinsen sind als unwesentlich einzuschätzen.
Die Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der Bastei Lübbe AG unter www.bastei-luebbe.de/de/unternehmen/unternehmensfuehrung dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.
Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Berichtsjahr:
§ Die gemäß der Satzung der Bastei Lübbe AG an die Aufsichtsratsmitglieder zu zahlende jährliche Gesamtvergütung (ausschließlich Fixum) belief sich im Geschäftsjahr 2024/2025 auf insgesamt TEUR 225 (Vorjahr: TEUR 225).
Zu Vorstandsmitgliedern der Bastei Lübbe AG sind bestellt:
Die Gesamtbezüge (aufwandsbasiert) der Mitglieder des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2024/2025 TEUR 2.764 (Vorjahr: TEUR 2.302); davon entfielen auf kurzfristig fällige Leistungen TEUR 2.033 (Vorjahr: TEUR 1.999) und auf langfristig fällige Leistungen TEUR 731 (Vorjahr: TEUR 304). In den kurzfristig und langfristig fälligen Leistungen sind Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen in Höhe TEUR 1.020 (Vorjahr: TEUR 549) enthalten.
Im Geschäftsjahr wurden im Konzern durchschnittlich 318 (Vorjahr: 309) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (davon Angestellte: 318; Vorjahr: 309). Am 31. März 2025 betrug die Zahl der Beschäftigten konzernweit 322 (Vorjahr: 309) (davon Angestellte: 322; Vorjahr: 309).
Das im Geschäftsjahr vom Konzernabschlussprüfer im Sinne des § 319 Abs. 1 Satz 1, 2 HGB berechnete Honorar gliedert sich wie folgt:
| in TEUR | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 256 | 285 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 10 | 8 |
| Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers | 266 | 293 |
Die Bastei Lübbe AG, Köln, ist Mutterunternehmen, das als börsennotiertes Unternehmen gemäß § 315e Abs.# HGB einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufstellt. Dieser wird im Bundesanzeiger und im Unternehmensregister (Amtsgericht Köln, HRB 79249) veröffentlicht.
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die für den Bastei Lübbe-Konzern von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Konzerns führen könnten.
Köln, 7. Juli 2025
Bastei Lübbe AG
Der Vorstand
Sandra Dittert Vorstandsvorsitzender
Soheil Dastyari Vorstand Finanzen
Mathis Gerkensmeyer Vorständin
Simon Decot Vorstand Programm Marketing und Vertrieb
Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Prüfung des Jahres- sowie des Konzernabschlusses der Bastei Lübbe AG sowie prüferische Durchsichten bei einbezogenen Tochterunternehmen. Die anderen Bestätigungsleistungen umfassen die formelle Prüfung des Vergütungsberichts sowie die Prüfung der Financial Covenants.
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