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Basler AG Interim / Quarterly Report 2021

May 6, 2021

45_rns_2021-05-06_b81158d0-6c17-4bd9-bf05-c4bf157bc381.html

Interim / Quarterly Report

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Publication

Basler AG

Ahrensburg

3-Monatsbericht 2021

UNTERNEHMENSKENNZAHLEN

In Mio. €* QI 2021 QI 2020 Veränderung

zum Vorjahr
Umsatzerlöse 54,6 43,7 25 %
Auftragseingang 67,3 52,9 27 %
Bruttoergebnis 29,8 23,0 30 %
Bruttoergebnismarge 54,6 % 52,6 % 2,0 Pp,
Vollkosten Forschung und

Entwicklung
7,0 6,2 13 %
Forschung- und

Entwicklungsquote
12,8 % 14,2 % -1,4 Pp,
EBITDA 14,7 9,5 55 %
EBIT 10,1 6,4 58 %
EBT 9,9 6,3 57 %
EBT Marge 18,1 % 14,4 % 3,7 Pp,
Periodenüberschuss 7,8 4,7 66 %
Durchschnittliche gewichtete

Anzahl der Aktien in Stück
10.004.554 10.007.127 0 %
Ergebnis pro Aktie in € 0,78 0,47 66 %
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 4,7 2,0 >+100 %
Cashflow aus der investiven Tätigkeit -3,6 -3,9 -7 %
Freier Cashflow 1,0 -1,9 n.a.

* soweit nicht anders angegeben

In Mio. €* 31.03.2021 31.12.2020 Veränderung
Bilanzsumme 202,0 190,1 6 %
Langfristige

Vermögenswerte
94,4 95,0 -1 %
Eigenkapital 123,6 114,9 8 %
Fremdkapital 78,4 75,2 4 %
Eigenkapitalquote 61,2 % 60,4 % 0,8 Pp,
Netto-Liquidität 23,0 23,0 0 %
Working Capital 36,6 27,3 34 %
Mitarbeiter im Periodendurchschnitt

(Vollstellenäquivalente)
825 808 2 %
Aktienkurs (XETRA) in € 98,20 72,00 36 %
Aktien im Umlauf in Stück 10.006.164 10.005.264 < 1 %
Marktkapitalisierung 982,6 720,4 36 %

* soweit nicht anders angegeben

DIE ERSTEN DREI MONATE 2021 IM ÜBERBLICK:

Auftragseingang: 67,3 Mio. € (VJ: 52,9 Mio. €, +27 %)
Umsatz: 54,6 Mio. € (VJ: 43,7 Mio. €, +25 %)
EBITDA: 14,7 Mio. € (VJ: 9,5 Mio. €, +55 %)
EBT: 9,9 Mio. € (VJ: 6,3 Mio. €, +57 %)
Nettoergebnis: 7,8 Mio. € (VJ: 4,7 Mio. €, +66 %)
Betrieblicher Cashflow: 4,7 Mio. € (VJ: 2,0 Mio. €, > +100 %)
Investiver Cashflow: -3,6 Mio. € (VJ: -3,9 Mio. €, -7 %)
Freier Cashflow : 1,0 Mio. € (VJ: -1,9 Mio. €, n.A.)

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach dem bereits zum Jahresende 2020 deutlich eingesetzten Nachfrageanstieg starteten wir mit verhältnismäßig hohem Auftragsbestand in das Geschäftsjahr 2021. Im ersten Quartal verstärkte sich dieses Momentum und wir konnten in Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis mit hohen Wachstumsraten zulegen und damit eine sehr gute Basis für das laufende Geschäftsjahr legen.

Trotz anhaltender Corona-bedingter Herausforderungen und einer extrem angespannten Situation auf den Beschaffungsmärkten für Halbleiter und Elektronik, waren wir im ersten Quartal voll funktionsfähig und die Produktionsmenge konnte gegenüber Vorjahr um 43 % gesteigert werden. Die sehr starke Nachfrage in Verbindung mit Engpässen bei der Materialbeschaffung führte jedoch zu einer Verlängerung unserer Lieferzeiten und einem weiteren Anstieg des Auftragsbestands. Wir bedanken uns an dieser Stelle für das Vertrauen und Verständnis unserer Kunden und werden weiterhin mit höchster Priorität unsere Lieferketten managen, um die herausfordernde Situation auf den Beschaffungsmärkten erfolgreich zu meistern.

Über die operativen Herausforderungen hinaus haben wir deutliche Fortschritte in unseren strategischen Organsations- und Produktentwicklungsprojekten verzeichnen können und damit weitere Beiträge auf unsere langfristigen Wachstumspläne eingezahlt. Zudem wurde zum 1. April eine neue Aufbauorganisation live geschaltet, die die Umsetzung unserer Unternehmensstrategie noch besser unterstützen wird.

Insbesondere aufgrund unserer starken Position in Asien konnten wir vom aktuellen Aufschwung bestmöglich und deutlich stärker als die Branche profitieren, und damit unsere Marktanteile weiter ausbauen. Der zweistellige Umsatzanstieg führte zu merklichen Skaleneffekten im Konzern. Im Resultat konnten wir unser Nettoergebnis gegenüber dem Vorjahr um über 60 % steigern. Die Vorsteuerrendite lag mit 18 % deutlich über unserer langfristigen Zielrendite von rund 12 %.

Die Vorzeichen für eine positive weltwirtschaftliche Entwicklung 2021 sind gut und wir gehen davon aus, dass vor allem der starke Nachfragezyklus aus dem Bereich Halbleiter und Elektronik in den kommenden Monaten anhalten wird. Weiterhin rechnen wir damit, dass sich die Nachfrage nach Bildverarbeitungskomponenten aus dem allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau sowie aus der Automobilbranche im Verlauf des Jahres schrittweise verbessern wird. Wir gehen zudem davon aus, dass sich die Situation auf den Beschaffungsmärkten in den kommenden Monaten noch weiter zuspitzen und erst zum Ende des Jahres entspannen wird.

Der erfolgreiche Start ins Jahr und die Aussichten für die kommenden Quartale motivieren uns, die weltweite Organisation weiter zu skalieren und mit großer Leidenschaft und kraftvollen Investitionen die Zukunft von Basler und unsere Transfomation vom Kamerahersteller zum Vollsortimenter zu gestalten.

Mit diesem kompakten 3-Monatsbericht möchten wir Ihnen einen tieferen Einblick in die Entwicklung des bisher aufgelaufenen Geschäftsjahres geben und wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen:

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Der Basler-Konzern hat die ersten drei Monate mit sehr guten und oberhalb der Erwartungen liegenden Ergebnissen abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte der Umsatz um 25 % und der Auftragseingang um 27 % gesteigert werden. Die Belebung der Investitionsgütermärkte für Halbleiter und Elektronik setzte sich auch im ersten Quartal weiter fort. Die Nachfrage aus dem allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau sowie aus der Automobilbranche war weiterhin schwach, auch wenn sich zum Ende des Quartals leichte Erholungstendenzen abzeichneten.

Diese Markttendenzen werden grundsätzlich auch durch die Aufträge und Umsätze der deutschen Branche für Bildverarbeitungskomponenten bestätigt. Diese waren jedoch gemäß des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in den ersten drei Monaten des Jahres gegenüber Vorjahr lediglich leicht positiv, so dass Basler weitere Marktanteilsgewinne für sich verbuchen konnte. Stand Ende März 2021 berichtete der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) für das aufgelaufene Jahr 2021 einen Umsatzanstieg in Höhe von 5 % für die deutschen Hersteller von Bildverarbeitungskomponenten. Die Auftragseingänge der Branche stiegen gemäß VDMA im gleichen Zeitraum um 15 %.

Auch der Basler-Konzern ist von der weltweiten Knappheit an Halbleiter-Komponenten betroffen. Das Unternehmen konnte dies bisher durch seine Marktposition, langfristige Lieferantenbeziehungen sowie ein professionelles Supply-Chain-Management erfolgreich aussteuern und eine Materialversorgung für ein hohes Produktionsniveau sicherstellen. Die Situation auf den Beschaffungsmärkten für Halbleiter- und Elektronikkomponenten ist jedoch sehr angespannt und wird sich voraussichtlich erst wieder zum Ende des Geschäftsjahres verbessern.

PRODUKTEINFÜHRUNGEN

Alle Aktivitäten rund um die Entwicklung und Einführung neuer Produkte liefen während der ersten drei Monate mit hoher Intensität. Insgesamt wurden 7,0 Mio. € (VJ: 6,2 Mio. €) für Entwicklungsleistungen ausgegeben. Im Bereich der Marktkommunikation wurde sich aufgrund der Corona-Pandemie nochmals stärker auf Online-Aktivitäten fokussiert, um die Kunden zu erreichen.

Mitte Januar kündigte Basler die Erweiterung der boost Kameraserie mit CoaXPress 2.0 (CXP 2.0)-Interface an und launchte sechs neue hochauflösende Modelle basierend auf dieser Technologie. Basler boost Kameras eignen sich dank ihrer CXP 2.0-Schnittstelle hervorragend für Anwendungen mit Bildübertragungsdistanzen bis zu 40 m, bei denen hohe Datenraten und Auflösungen gefordert sind. Das können z. B. Anwendungen der Halbleiterindustrie, Photovoltaik, Inspektion von Displays, der Druck- und Verpackungsindustrie und der Medizintechnik sein.

Darüber hinaus wurde auf der embedded world 2021 DIGITAL ein neues Processing Kit vorgestellt, das Embedded Vision neu denkt: Das von Basler selbst entwickelte Board ist sowohl hard- als auch softwareseitig für eine Vielzahl von Vision-Anwendungen optimiert. Das Development Kit kann aufgrund seines für den industriellen Einsatz entwickelten Designs nicht nur für das Prototyping, sondern auch in der Serienfertigung eingesetzt werden. Entwickler können so mit dem Embedded Processing Kit auf sehr schnellem Weg zu einsatzfähigen Vision-Lösungen kommen. Weiterhin wurden auf der Messe die neuen Kooperationsaktivitäten mit Amazon Web Services vorgestellt, die darauf abzielen, Kunden Embedded-Vision-Systeme mit Cloudanbindungen und KI-Algorthmik zur Verfügung zu stellen.

Im Rahmen des Wandels vom Kamerahersteller zum Vollsortimenter wurde das Angebot an Zubehörteilen - Kabel, Objektive und Licht - kontinuierlich erweitert. Zur zielgerichteten Auswahl der Bildverarbeitungskomponenten wurden dem Kunden zudem zusätzliche Webtools zur Verfügung gestellt.

AUSBLICK

Die ersten drei Monate dieses Geschäftsjahres 2021 hat der Basler-Konzern sehr erfolgreich und oberhalb der Erwartungen abgeschlossen. Er startet mit einem positiven Verhältnis zwischen Auftragseingang und Umsatz in das zweite Quartal 2021.

Der positive Nachfragetrend von Bildverarbeitungskomponten in den Anwendungsgebieten für Halbleiter und Elektronik sowie in Logistikanwendungen wird sich nach aktuellen Erkenntnissen im zweiten Quartal weiter fortsetzen und voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte saisonal-bedingt nachlassen. Das Management geht zudem davon aus, dass sich die Nachfrage nach Bildverarbeitungskomponenten in anderen Automatisierungsfeldern im Laufe des Jahres wieder beleben wird und auch die Nachfrage aus der Medizintechnik sukzessive steigt.

Aufgrund der starken Geschäftentwicklung im ersten Quartal und des weiterhin starken Aufragseingangs im Monat April erhöht das Unternehmen seine Prognose für 2021 und geht fortan von einem Konzernumsatz von 205 - 225 Mio. € sowie einem Vorsteuerergebnis von 13 - 15,5 % aus. Der Prognosekorridor reflektiert die zuvor erläuterte hohe Dynamik auf den Absatz- sowie die Risken auf den Beschaffungsmärkten.

Das Management blickt positiv in die Zukunft und hält an seiner Mittelfristplanung, dem Erreichen von rund 250 Mio. € Umsatz im Jahre 2023, fest.

ZWISCHENLAGEBERICHT INKLUSIVE

WESENTLICHER ERGÄNZENDER ANHANGSANGABEN

ZUM JAHRESABSCHLUSS

31.12.2020 NACH IFRS

BERICHT ZUR ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

UMSATZ UND AUFTRAGSEINGANG, KOSTEN DER LEISTUNGSERSTELLUNG

Der Umsatz stieg zum Vergleichszeitraum 2020 um 25 % auf 54,6 Mio. € (VJ: 43,7 Mio. €). Der Auftragseingang stieg um 27 % auf 67,3 Mio. € (VJ: 52,9 Mio. €). Die geographische Verteilung der Umsätze ist mit 56 % stark asienlastig. Die verhältnismäßig starke Nachfrage im Bereich Halbleiter und Elektronik sowie die schnelle Erholung Chinas nach dem Corona-Lockdown hat den traditionell hohen Asienanteil zusätzlich positiv beeinflusst. 27 % der Umsätze kamen aus der Region EMEA und 17 % aus Americas.

UMSATZ UND AUFTRAGSEINGANG

Die letzten fünf Quartale (in Mio. €)

UMSATZ NACH REGIONEN

* Stand: 31.03.2021

ROHERTRAG

Entwicklung der Bruttomarge

Die Rohertragsmarge hat sich im ersten Quartal mit 54,6 % (VJ: 52,6 %) deutlich verbessert. Die Produktion hatte durch die Auslastung geringere Gemeinkosten pro Stück. Darüber hinaus wurden sehr gute Erfolge bei der Reduktion der Materialkosten erzielt. In Summe konnten etwaige Preisverfälle am Markt überkompensiert werden.

ERGEBNIS VOR STEUERN

Die letzten fünf Quartale

Das Ergebnis vor Steuern hat sich gegenüber dem Vorjahr durch Skaleneffekte signifikant um 3,6 Mio. € auf 9,9 Mio. € (VJ: 6,3 Mio. €) verbessert. Neben dem deutlichen Anstieg des Rohertrags führten Corona-bedingt mit geringerem Einfluß zudem niedrigere Sachkostenaufwendungen zu der sehr starken Ergebnissteigerung.

Der Periodenüberschuss betrug 7,8 Mio. € und lag somit 66 % über dem Vorjahreswert von 4,7 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie betrug (verwässert = unverwässert) 0,78 € (VJ: 0,47 €).

VERMÖGENSLAGE

Während die langfristigen Vermögenswerte auf dem Niveau vom 31.12.2020 blieben, erhöhten sich die kurzfristigen Vermögenswerte um ca. 12,5 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf den erheblichen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des hohen Umsatzniveaus zurückzuführen. Weiterhin haben sich die Vorräte leicht erhöht und auftragsbedingt stiegen die Verbindlichkeiten aus LuL.

EIGENKAPITALENTWICKLUNG

Das Eigenkapital betrug 123,6 Mio. € (31.12.2020: 114,9 Mio. €) und die Eigenkapitalquote erhöhte sich zum Stichtag 31.03.2021 auf 61,2 % gegenüber 60,4 % am 31.12.2020.

CASHFLOW UND LIQUIDITÄTSLAGE

Der operative Cashflow belief sich auf 4,7 Mio. € (VJ: 2,0 Mio. €). Der Anstieg zum Vergleichzeitraum 2020 resultiert im Wesentlichen aus dem um 3,1 Mio. € erhöhtem Nachsteuerergebnis. Der Cashflow aus investiver Tätigkeit betrug -3,6 Mio. € (VJ: -3,9 Mio. €).

Der Bestand an liquiden Mitteln verringerte sich leicht von 47,9 Mio. € (31.12.2020) auf 47,0 Mio. €. Die operative Netto-Liquidität nach Abzug aller Bankverbindlichkeiten betrug 23 Mio. € (VJ: 13 Mio. €). Die hohe Liquidität stellt die finanzielle Stabilität des Unternehmens sicher und ist die Basis für die kraftvolle Wachstumsstrategie.

CASHFLOW

Die letzten fünf Quartale (in Mio. €)

MITARBEITER

Zum Stichtag 31.03.2021 beschäftigte der Basler-Konzern 825 (31.12.2020: 813) Mitarbeiter auf Vollstellenäquivalenz gerechnet.

EREIGNISSE NACH ENDE

DER ZWISCHENBERICHTSPERIODE

BERICHT ZU WESENTLICHEN GESCHÄFTEN MIT

NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Per 19.04.2021 wurde die Verschmelzung der 100 %-igen Tochtergesellschaft Silicon Software GmbH, Mannheim auf die Basler AG, Ahrensburg in den Handelsregistern eingetragen. Somit ist die Silicon Software GmbH kein eigenständiges Unternehmen mehr sondern voll in der Basler AG aufgegangen. Die operative Eingliederung der Mitarbeiter und Prozesse ist bereits vollständig in 2020 erfolgt.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Zu den wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Basler-Konzerns verweisen wir auf die im Konzernlagebericht zum 31.12.2020 beschriebenen Chancen und Risiken. Die bestehenden Risiken werden kontinuierlich überwacht und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die turnusmäßige Risikoinventur findet im dritten Quartal 2021 statt.

ANHANG ZUM ZWISCHENABSCHLUSS NACH IFRS

Der Zwischenabschluss für Basler wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie des Standing Interpretations Committee (SIC), aufgestellt. Der vorliegende Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt. Der Zwischenabschluss per 31.03.2021 ist ungeprüft und unterlag keiner prüferischen Durchsicht. Es werden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Zwischenabschluss angewandt wie im Konzernabschluss zum 31.12.2020.

Zu wesentlichen Veränderungen der Konzern-Bilanz, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung verweisen wir auf den Bericht zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Die im Konzernabschluss zum 31.12.2020 getroffenen Aussagen zu IFRS 9 haben sich auch im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres durch die Corona-Pandemie nicht verändert. Der Basler-Konzern konnte bis heute keine Veränderungen im Zahlungsverhalten der Kunden erkennen, die zu einer anderen Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geführt hätten. Erkenntnisse, die zu einer Umbewertung der Leasingbilanzierung nach IFRS 16 geführt hätten, lagen zum Stichtag nicht vor.

BASLER AM KAPITALMARKT

AKTIONÄRSSTRUKTUR

Das Grundkapital der Basler AG belief sich zum Quartalsende am 31.03.2021 auf 10,5 Mio. € und ist eingeteilt in 10,5 Mio. nennwertlose Stückaktien zu je einem Euro, die auf den Inhaber lauten.

Die Aktionärsstruktur sah zum 31.03.2021 wie folgt aus:

BASLER AKTIENBESITZ MANAGEMENT

31.03.2021

Zahl der Aktien

in Stück
31.12.2020

Zahl der Aktien

in Stück
Aufsichtsrat
Norbert Basler - -
Dorothea Brandes - -
Horst W. Garbrecht -
Dr. Marco Grimm -
Prof. Dr. Eckart Kottkamp -
Prof. Dr. Mirja Steinkamp -
Vorstand
Arndt Bake 2.075 1.850
Dr. Dietmar Ley 379.206 378.882
Hardy Mehl 5.901 5.550
Alexander Temme 0 0

AKTIENRÜCKKAUFPROGRAMM

Der Vorstand der Basler AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 09.12.2020 beschlossen, das in 2020 erstmals am 11.03.2020 erneut gestartete und zu diesem Zeitpunkt ruhende Aktienrückkaufprogramm zu beenden und ein neues Aktienrückkaufprogramm auf Basis des Hauptversammlungsbeschlusses vom 26.05.2020 zu starten. Das neue Aktienrückkaufprogramm hat ein Volumen von insgesamt bis zu 10,0 Mio. € und eine Laufzeit bis zum 25.05.2025.

Grundlage des Aktienrückkaufprogramms ist die Ermächtigung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26.05.2020 zu Tagesordnungspunkt 8 dieser Hauptversammlung. Hiernach kann die Gesellschaft auf Grundlage des aktuell eingetragenen Grundkapitals insgesamt eigene Aktien im Umfang von bis zu 1.050.000 € eingeteilt in 1.050.000 Aktien erwerben. Die Ermächtigung ist gültig bis zum Ablauf des 25.05.2025.

Während die Gesellschaft die Aktien gemäß der Ermächtigung grundsätzlich für alle gesetzlich zulässigen Zwecke verwenden darf, soll dieses Aktienrückkaufprogramm insbesondere dem Erwerb von eigenen Aktien zur späteren Verwendung als Akquisitionsmittel dienen.

Das Aktienrückkaufprogramm wird als programmiertes Rückkaufprogramm im Sinne von Art. 1 lit. a VO (EU) 2016/1052 umgesetzt. Das Programm wird unter Führung der Oddo BHF abgewickelt. Das Kreditinstitut ist beauftragt, im eigenen Ermessen jedoch im Rahmen der folgenden Bestimmungen, aus dem jeweiligen Tagesumsatz, nicht mehr als 25 % des durchschnittlichen täglichen Handelsvolumens der 20 Börsentage auf dem jeweiligen Handelsplatz vor dem Kauftermin zu kaufen. Dabei darf der Erwerbspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Handelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Börsenkurs der Basler Aktie im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.

In welchem Umfang tatsächlich eigene Aktien erworben werden, häng insbesondere von den Marktgegebenheiten ab. Der Erwerb erfolgt über die Börse unter Beachtung der Vorschriften der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über Marktmissbrauch ("Marktmissbrauchsverordnung") sowie der auf Grundlage von Artikel 5 Absatz 6 der Marktmissbrauchsverordnung erlassenen Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 der Kommission vom 8. März 2016 zur Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates durch technische Regulierungsstandards für die auf Rückkaufprogramme und Stabilisierungsmaßnahmen anwendbaren Bedingungen ("Delegierte Verordnung") und den dort vorgesehenen Volumengrenzen und weiteren Erwerbsbeschränkungen sowie Veröffentlichungspflichten. Die Gesellschaft hat das Recht, das Aktienrückkaufprogramm jederzeit auszusetzen oder vorzeitig einzustellen.

Im Berichtszeitraum hat das Unternehmen keine Aktien erworben und hält zum Stichtag 31.03.2021 493.836 Stück eigene Aktien bzw. 4,7 %.

Das Unternehmen hat als Bestandteil der variablen Vorstandsvergütung für 2020 Ende März 2021 insgesamt 900 Stück eigene Aktien an Dietmar Ley, Arndt Bake sowie Hardy Mehl übertragen.

DEUTSCHER CORPORATE

GOVERNANCE KODEX

Die aktuelle Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde den Aktionären über die Basler-Internetseite unter:

www.baslerweb.com/Investoren/Corporate-Governance dauerhaft zugänglich gemacht.

VERSICHERUNG DER

GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß der anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Der Vorstand

Dr. Dietmar Ley Arndt Bake Hardy Mehl Alexander Temme
CEO CMO CFO/COO CCO

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Konzernabschluss nach IFRS für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. März 2021

in T€ 01.01. - 31.03.2021 01.01. -31.03.2020
Umsatzerlöse 54.591 43.675
Währungsergebnis 36 89
Kosten der umgesetzten Leistungen -24.828 -20.813
Bruttoergebnis vom Umsatz 29.799 22.951
Sonstiger Ertrag 289 90
Vertriebs- und Marketingkosten -7.911 -7.752
Allgemeine Verwaltungskosten -4.447 -3.966
Forschung und Entwicklung
Vollkosten -7.036 -6.195
Aktivierung Entwicklungen 2.464 2.867
Abschreibung auf Entwicklungen -3.089 -1.575
Forschung und Entwicklung -7.661 -4.904
Andere Aufwendungen -1 -13
Operatives Ergebnis 10.068 6.406
Finanzerträge 16 33
Finanzaufwendungen -140 -187
Finanzergebnis -124 -154
Ergebnis vor Ertragsteuern 9.944 6.252
Ertragsteuern -2.129 -1.567
Konzernperiodenüberschuss 7.815 4.685
Davon entfallen auf

Gesellschafter des Mutterunternehmens
7.815 4.685
Nicht beherrschende Gesellschafter 0 0
Durchschnittliche Anzahl der

Aktien (Stück)
10.004.554 10.007.127
Ergebnis pro Aktie verwässert = unverwässert (Euro) 0,78 0,47

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Konzernabschluss nach IFRS für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. März 2021

in T€ 01.01. - 31.03.2021 01.01. - 31.03.2020
Konzernperiodenüberschuss 7.815 4.685
Direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis aus

Währungsumrechnungsdifferenzen

(unter bestimmten Bedingungen zukünftig in die Konzern-Gewinn-

und Verlustrechnung umzugliedern)
813 108
Erfolgsneutrale Anpassung Finanzierungsleasing / IFRS 15

(nicht nachträglich in die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung

umzugliedern)
0 0
Sonstiges Ergebnis 813 108
Gesamtergebnis 8.628 4.793
Davon entfallen auf
Gesellschafter des Mutterunternehmens 8.628 4.793
Nicht beherrschende Gesellschafter 0 0

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Konzernabschluss nach IFRS für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. März 2021

in T€ 01.01. - 31.03.2021 01.01. - 31.03.2020
Betriebliche Tätigkeit
Periodensüberschuss des Konzerns 7.815 4.685
Zunahme (+) / Abnahme (-) latenter Steuern 221 -555
Zinsaufwendungen / Zinserträge 282 181
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.586 3.092
Zahlungsunwirksame Veränderung des Eigenkapitals 813 108
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen 1.113 918
Verlust (+) / Gewinn (-) aus dem Abgang von

Gegenständen des Anlagevermögens
1 0
Abnahme (+) / Zunahme (-) der Vorräte -2.677 -728
Zunahme (+) / Abnahme (-) erhaltener Anzahlungen -814 -51
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen aus

Lieferungen und Leistungen
-9.744 -5.129
Zunahme (-) / Abnahme (+) der sonstigen Aktiva -1.076 -2.068
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen
3.967 730
Zunahme (+) / Abnahme (-) der sonstigen Passiva 171 843
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 4.658 2.026
Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -3.632 -3.894
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen

des Anlagevermögens
11 0
Auszahlungen für Akquisitionen abzüglich

übernommener Zahlungsmittel
0 0
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -3.621 -3.894
Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen aus der Rückführung von Darlehen

bei Kreditinstituten
-1.028 -2.415
Einzahlungen / Auszahlungen für die Tilgung von

Finanzierungsleasingverbindlichkeiten
-710 -642
Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen

von Kreditinstituten
0 8.600
Zinsauszahlungen -282 -181
Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Aktien 84 0
Auszahlungen für den Erwerb eigener Aktien 0 -285
Auszahlung für Dividende 0 0
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -1.936 5.077
Zahlungswirksame Veränderungen des

Finanzmittelbestands in der Periode
-899 3.209
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 47.860 35.177
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 46.961 38.386
Zusammensetzung des Finanzmittelbestands

am Ende der Periode
Bankguthaben und Kassenbestände 46.961 38.386
Auszahlungen für Steuern -782 -1.260

KONZERN-BILANZ

Konzernabschluss nach IFRS für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. März 2021

Aktiva

in T€ 31.03.2021 31.12.2020
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte 37.202 37.346
II. Geschäfts- und Firmenwert 27.474 27.474
III. Sachanlagen 11.893 12.125
IV. Gebäude und Grundstücke im Finanzierungsleasing 16.816 17.151
V. Übrige Finanzanlagen 5 5
VI. Latente Steueransprüche 1.035 879
94.425 94.980
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte 22.711 20.034
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 29.215 19.471
III. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1.977 2.198
IV. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2.088 1.413
V. Steuererstattungsansprüche 4.649 4.176
VI. Bankguthaben und Kassenbestände 46.961 47.860
107.601 95.152
202.026 190.132

Passiva

in T€ 31.03.2021 31.12.2020
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 10.006 10.005
II. Kapitalrücklagen 22.590 22.590
III. Gewinnrücklagen 94.989 87.091
IV. Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals -3.965 -4.778
123.620 114.908
B. Langfristige Schulden
I. Langfristige Finanzmittel
1. Langfristige verzinsliche Bankverbindlichkeiten 20.094 21.121
2. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 575 638
3. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 10.530 11.366
II. Langfristige Rückstellungen 1.080 1.080
III. Latente Steuerschulden 10.087 9.710
42.366 43.915
C. Kurzfristige Schulden
I. Andere Finanzverbindlichkeiten 4.110 4.110
II. Kurzfristige Rückstellungen 6.019 5.644
III. Kurzfristige sonstige finanzielle Schulden
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.016 11.072
2. Übrige kurzfristige finanzielle Schulden 3.837 4.394
3. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 3.668 3.437
IV. Kurzfristige Steuerschulden 3.390 2.652
36.040 31.309
202.026 190.132

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

Konzernabschluss nach IFRS für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. März 2021

Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals
in T€ Gezeichnetes

Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Eigenkapitaldifferenz

aus Währungsumrechnung
Erfolgsneutrale

Anpassung

Finanzierungsleasing/

IFRS15
Summe der

sonstigen

Bestandteile

des Eigenkapitals
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital 01.01.2020 10.008 22.398 74.809 538 -4.772 -4.234
Gesamtergebnis 4.685 108 108
Aktienrückkauf/

Aktienverkauf
-285
Eigenkapital 31.03.2020 10.008 22.398 79.209 646 -4.772 -4.126
Gesamtergebnis 10.424 -867 215 -652
Aktienrückkauf/

Aktienverkauf
-3 192 60
Dividendenauschüttung * -2.602
Eigenkapital 31.12.2020 10.005 22.590 87.091 -221 -4.557 -4.778
Gesamtergebnis 7.815 813 813
Aktienrückkauf/

Aktienverkauf
1 83
Eigenkapital 31.03.2021 10.006 22.590 94.989 592 -4.557 -3.965
in T€ Gesamt
--- ---
Eigenkapital 01.01.2020 102.981
Gesamtergebnis 4.793
Aktienrückkauf/

Aktienverkauf
-285
Eigenkapital 31.03.2020 107.489
Gesamtergebnis 9.772
Aktienrückkauf/

Aktienverkauf
249
Dividendenauschüttung * -2.602
Eigenkapital 31.12.2020 114.908
Gesamtergebnis 8.628
Aktienrückkauf/

Aktienverkauf
84
Eigenkapital 31.03.2021 123.620

* 0,26 € je Stückaktie (Ausschüttung in 2020 für 2019)

TERMINE 2021

IR-TERMINE

Datum Veranstaltung Ort
19.05.2021 Hauptversammlung 2021 Hamburg, Deutschland
05.08.2021 Veröffentlichung des 6-Monatsberichts 2021 Ahrensburg, Deutschland
04.11.2021 Veröffentlichung des 9-Monatsberichts 2021 Ahrensburg, Deutschland
22.-24.11.2021 Deutsches Eigenkapitalforum 2021 Frankfurt am Main, Deutschland

MESSEN

Datum Veranstaltung Ort
24.-25.06.2021 Vision China Beijing Peking, China
29.06.-01.07.2021 IAMD Shenzhen Shenzhen, China
24.-28.08.2021 China International Industry Fair Shanghai (CIIF) Shanghai, China
25.-28.08.2021 Taipei International Industrial Automation Exhibition Taipeh, Taiwan
08.-10.09.2021 Korea Vision Show Seoul, Korea
Dez. 2021 International Technical Exhibition on Image Technology and Equipment 2021 (ITE) Yokohama, Japan
03.-06.12.2021 Healthcare+ Expo Taiwan Taipeh, Taiwan

KONTAKT

BASLER AG

An der Strusbek 60-62

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