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Basler AG Annual Report 2016

Apr 21, 2017

45_rns_2017-04-21_8ae4fc32-4a27-4f62-addd-038f546aa584.html

Annual Report

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Publication

Basler Aktiengesellschaft

Ahrensburg

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der Basler Aktiengesellschaft, Ahrensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 in den diesem Bericht als Anlagen I (Jahresabschluss) und II (Lagebericht) beigefügten Fassungen den am 10. März 2017 in Lübeck unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Basler Aktiengesellschaft, Ahrensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 der Basler Aktiengesellschaft, Ahrensburg, haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen erstattet.

Lübeck, 10. März 2017

**BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Herbers, Wirtschaftsprüfer

gez. Dr. Wißmann, Wirtschaftsprüfer

Bilanz

AKTIVA

31.12.2016

EUR
Vorjahr

TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.200.505,00 1.292
2. Geleistete Anzahlungen 203.640,00 110
1.404.145,00 1.402
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.040.017,00 3.119
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.936.084,50 2.441
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 178.169,10 109
6.154.270,60 5.669
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 112.248,44 112
2. Beteiligungen 5.000,00 5
117.248,44 117
7.675.664,04 7.188
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.215.927,67 6.943
2. Unfertige Erzeugnisse 1.552.591,79 1.240
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.725.256,45 1.803
4. Geleistete Anzahlungen 122.249,23 7
13.616.025,14 9.993,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.546.824,96 2.366
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.373.789,61 7.607
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.275.951,70 1.229
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 404.239,27 (Vorjahr: TEUR 403) -
13.196.566,27 11.202
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 12.649.919,01 8.124
39.462.510,42 29.319
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 483.444,79 405
47.621.619,25 36.912
PASSIVA
31.12.2016 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Ausgegebenes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 3.500.000,00 3.500
2. Nennbetrag eigener Anteile -284.753,00 3.215.247,00 -259
II. Kapitalrücklage 5.894.645,18 5.895
III. Bilanzgewinn 17.121.886,30 13.771
26.231.778,48 22.907
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 252.835,60 0
2. Sonstige Rückstellungen 4.120.762,86 3.388
4.373.598,46 3.388
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.625.000,00 7.413
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 800.000,00 (Vorjahr: TEUR 588) -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.575.067,06 2.524
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 5.575.067,06 (Vorjahr: TEUR 2.523) -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 816.175,25 621
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 816.175,25 (Vorjahr: TEUR 621) -
- davon aus Steuern: EUR 647.726,32 (Vorjahr: TEUR 456) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 114.524,60 (Vorjahr: TEUR 106) -
17.016.242,31 10.558
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 59
47.621.619,25 36.912

Gewinn- und Verlustrechnung

2016 Vorjahr
EUR EUR TEUR
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 79.962.310,61 70.838
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 733.580,52 -992
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 116.437,29 113
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.503.091,56 2.640
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 406.072,21 (Vorjahr: TEUR 1.057) -
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 29.681.706,74 24.357
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.115.553,46 30.797.260,20 1.462
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 29.437.213,32 25.766
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorgung und Unterstützung 5.039.757,60 34.476.970,92 4.522
- davon für Altersversorgung: EUR 2.287.087,57 (Vorjahr: TEUR 2.132) -
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.928.061,00 1.727
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.604.229,05 13.833
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 649.142,46 (Vorjahr: TEUR 826) -
9. Erträge aus Beteiligungen 5.033.279,57 2.337
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 5.033.279,57 (Vorjahr: TEUR 2.337) -
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.953,73 39
- davon aus der Abzinsung: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0) -
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 2.750,11 (Vorjahr: TEUR 35) -
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 13
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 482.636,76 563
- davon aus Aufzinsung: EUR 1.258,07 (Vorjahr: TEUR 31) -
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 488.533,56 6
14. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 6.574.961,79 2.726
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 11.892.558,63 10.020
16. Verrechnung Kauf/Verkauf eigener Aktien -1.345.634,12 1.025
17. Bilanzgewinn 17.121.886,30 13.771

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

1 ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff und 264 ff HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Durch die erstmalige Anwendung des BilRUG wurde aufgrund der erstmaligen Anwendung des § 275 HGB i.d.F. des BilRUG die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung um das "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" verkürzt und um den Posten "Ergebnis nach Steuern" erweitert.

Der Jahresabschluss wurde in Euro (€) aufgestellt.

2 ANGABEN ZUR BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt drei bis zehn Jahre.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Fertigungs- und Materialgemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Für vor dem 1.1.2015 angeschaffte geringwertige Anlagegüter mit Nettoanschaffungskosten zwischen 150,01 EUR und 1.000 EUR, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen und gleichmäßig über 5 Jahre abgeschrieben. Alle nach dem 1.1.2015 angeschafften geringwertigen Anlagegüter werden sofort abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern betragen drei bis fünfzehn Jahre.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu gleitenden Durchschnittspreisen bewertet.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Fertigungs- und Materialgemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellkosten einbezogen. Zur Vermeidung von Bewertungsrisiken im Zusammenhang mit Überbeständen und Schwergängigkeit wurden ausreichende Wertberichtigungen vorgenommen. Dabei wurden die Berichtigungen in Höhe von Mio. 0,8€ (VJ: Mio. 0,7€) auf der Basis von durchgeführten detaillierten Reichweitenanalysen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bewertet. Fremdwährungsbeträge wurden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, würden sich daraus - nach Saldierung - insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert. Sich ergebende Steuerentlastungen werden nicht aktiviert. Bei der Ermittlung der latenten Steuerentlastungen wurden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt.

3 ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist separat in diesem Anhang dargestellt.

3.2 Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 9.374 (VJ: T€ 7.606) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 4.341 (VJ: T€ 4.589) und Forderungen aus der phasenkongruenten Gewinnvereinnahmung in Höhe von T€ 5.033 (VJ: T€ 3.017).

3.3 Rückstellungen (in T€)

31.12.2016 31.12.2015
Personalbereich 2.844 1.828
Drohverluste Finanzinstrumente 721 992
Drohverluste Devisentermingeschäfte 0 0
Gewährleistung 273 276
Abschluss und Prüfung 93 86
Provisionen 0 0
Sonstiges 189 206
Steueraufwand 253 0
4.373 3.388

3.4 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Im Geschäftsjahr 2016 waren keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch Sicherungsübereignung der technischen Anlagen, Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung besichert (VJ: T€ 38).

3.5 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

In T€ (Vorjahr) Gesamtbetrag <1 Jahr >1 Jahr Davon >5 Jahre
Verbindlichkteiten ggü. Kreditinstituten 10.625 800 9.825 2.775
(7.413) (588) (6.825) (3.575)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.575 5.575 0 0
(2.523) (2.523) (0) (0)
Sonst. Verbindlichkeiten 816 816 0 0
(621) (621) (0) (0)
Summe 17.016 7.191 9.825 2.775
(10.557) (3.732) (6.825) (3.575)

3.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen / nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

3.6.1 Leasing und sonstige Angaben

Im Jahre 1999 bezog die Basler AG ihre Geschäfts- und Fertigungsräume An der Strusbek 60-62 in 22926 Ahrensburg. Der Mietvertrag über dieses Gebäude hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2018.

Aus diesem Mietvertrag entstehen der Basler AG folgende finanzielle Verpflichtungen:

Geschäftsjahr T€
2017 2.221
2018 2.224
2019 0
Summe 4.445

Insgesamt bestanden folgende Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Serviceverträgen:

Geschäftsjahr T€
2017 2.582
2018 2.479
2019 165
2020 95
2021 0
Summe 5.321

Das Bestellobligo betrug zum Stichtag T€ 13.058 (VJ: T€ 6.469).

3.6.2 Derivative Finanzinstrumente

Als international tätiges Unternehmen ist Basler diversen Marktrisiken ausgesetzt. Zur Verringerung der Währungsrisiken in JPY setzt Basler Devisentermingeschäfte ein. Da diese Geschäfte zur Absicherung operativer Grundgeschäfte dienen, sind sämtliche Laufzeiten unter einem Jahr. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende offene Devisentermingeschäfte:

JPY 31.12.2016 31.12.2015
Nominalwert in T€ 5.203 -
Fremdwährungsbetrag in TJPY 600.000 -
Zeitwert in T€
Positiv 327 -
Negativ - -

Zur Sicherung eines Kreditgeschäfts gegen Zinserhöhungen hat die Basler AG im Jahr 2011 einen Zinsswap abgeschlossen. Für negative Zeitwerte werden Drohverlustrückstellungen gebildet.

31.12.2016 31.12.2015
Nominalwert in T€ 6.667 8.182
Zeitwert in T€
Positiv - -
Negativ 721 992

3.7 Umsatzerlöse

Aufteilung nach Regionen 2016

T€
2015

T€
Deutschland 11.892 9.634
EMEA 23.859 27.129
Amerika 11.980 10.397
Asien 32.231 23.678
79.962 70.838

Die Umsatzerlöse entfallen nahezu ausschließlich auf das Standardgeschäft.

3.8 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von insgesamt T€ 354 (VJ: T€ 627) enthalten.

3.9 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Basler AG macht von ihrem Ansatzwahlrecht für aktive latente Steuern keinen Gebrauch. Für die Position Vorräte, sonstige Rückstellungen sowie für steuerliche Verlustvorträge würden aktive latente Steuern anfallen. Die verbleibenden Verlustvorträge zum 31.12.2016 betragen 6.000 T€ für Körperschaftsteuer und 3.486 T€ für Gewerbesteuer, welche unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag vorliegenden Planung zum Ende des Veranlagungszeitraums 2020 aufgebraucht sein werden. Unter Anwendung des deutschen Körperschaftsteuersatzes inklusive Solidaritätszuschlag von 15,83 % (VJ: 15,83 %) sowie des anzuwendenden Gewerbesteuersatzes von 13,30 % (VJ: 12,25 %) ergibt sich ein Gesamtsteuersatz von 29,13 % (VJ: 28,08 %).

3.10 Ergebnisverwendung

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung am 03. Juni 2016 wurde aus dem sich nach Verrechnung des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2015 mit dem zum 31. Dezember 2014 bestehenden Gewinnvortrag ergebenden Bilanzgewinn von € 13.770.970,41 eine Dividendenausschüttung von € 1.878.411,78 vorgenommen. Der esverbleibende Betrag von € 11.892.558,63 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

4 SONSTIGE PFLICHTANGABEN

4.1 Mitglieder des Vorstands

Im Jahr 2016 gehörten dem Vorstand folgende Personen an:

Dr. Dietmar Ley, Vorstandsvorsitzender (CEO), zuständig für Forschung und Entwicklung, Organisationsentwicklung und Personal
John P. Jennings, Vorstand Vertrieb (CCO) zuständig für Vertrieb, Marktkommunikation und Tochtergesellschaften
Arndt Bake, Vorstand Marketing (CMO), zuständig für das strategische Marketing, Produktmanagement und New Business
Hardy Mehl, Vorstand Finance (CFO) und Operations (COO), zuständig für Finanzen, Controlling, SAP und IT, Recht und Patente, Investor Relations, Facility Management, Produktion und Supply-Chain-Management

Vergütungen der Mitglieder des Vorstandes

Zum 1.1.2011 wurde das Vergütungsmodell des Vorstandes durch die Einführung einer Nachhaltigkeitsklausel verändert (siehe Vergütungsbericht des Lageberichts). Hiernach werden die in einem Geschäftsjahr erworbenen variablen Ansprüche über drei Jahre verteilt ausgezahlt und unterliegen während dieses Zeitraums dem zwischenzeitlichen Risiko einer substantiellen Schmälerung durch eine nachträgliche Verschlechterung der Lage.

Zugeflossen sind im Geschäftsjahr 2016 insgesamt € 1.511.218,85 welche sich wie folgt aufteilen:

2016 Zufluss Dietmar Ley Vorstandsvorsitzender (CEO) John P. Jennings Vorstand Vertrieb (CCO) Arndt Bake Vorstand Marketing (CMO) Hardy Mehl Vorstand Finanzen (CFO) und Operations (COO)
im Vorstand seit 1996 2006 2011 2014
Festvergütung 270.529,50 281.965,06 187.137,75 220.162,50
Nebenleistungen 16.166,49 54.526,52 21.623,41 18.975,98
Summe 286.695,99 336.491,58 208.761,16 239.138,48
Einjährige variable Vergütung 0,00 0,00 0,00 0,00
Mehrjährige variable Vergütung 136.042,67 136.414,92 94.958,41 60.133,25
Auszahlung aus Bonusbank 136.042,67 136.414,92 94.958,41 60.133,25
Sonstiges 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 422.738,66 472.906,50 303.719,57 299.271,73
Vorsorgeaufwand 1.742,48 9.339,91 0,00 1.500,00
Gesamtvergütung 424.481,14 482.246,41 303.719,57 300.771,73

Da Herr Jennings sein Gehalt in USD bezieht, die Angaben aber mit dem Stichtagskurs in Euro umgerechnet sind, resultiert der Anstieg aus Währungseffekten.

Der Anspruch auf variable Gehaltsbestandteile des Jahres 2016 wurde i.H.v. € 664.996,45 der Bonusbank zugeführt und wird in den Folgejahren gem. dem im Lagebericht beschriebenen Verfahren ausgezahlt. Die Summe der gewährten Zuwendungen des Vorstands belief sich im Jahre 2016 auf € 1.748.666,05 die sich wie folgt aufteilen:

2016 Gewährte Zuwendungen Detmar Ley Vorstandsvorsitzender (CEO) John P. Jennings Vorstand Vertrieb (CCO) Arndt Bake Vorstand Marketing (CMO) Hardy Mehl Vorstand Finanzen (CFO) und Operations (COO)
im Vorstand seit 1996 2006 2011 2014
Festvergütung 270.529,50 281.965,06 187.137,75 220.162,50
Nebenleistungen 16.166,49 54.526,52 21.623,41 18.975,98
Summe 286.695,99 336.491,58 208.761,16 239.138,48
Einjährige variable Vergütung 0,00 0,00 0,00 0,00
Mehrjährige variable Vergütung 187.436,93 195.360,64 129.658,94 152.539,94
davon Zuführung zur Bonusbank 187.436,93 195.360,64 129.658,94 152.539,94
Summe 187.436,93 195.360,64 129.658,94 152.539,94
Vorsorgeaufwand 1.742,48 9.339,91 0,00 1.500,00
Gesamtbezüge 475.875,40 541.192,13 338.420,10 393.178,42
möglicher Minimalbetrag - Reduzierung Bonusbank -90.176,50 -93.988,35 -62.379,25 -73.387,50
möglicher Maximalbetrag - Zuführung Bonusbank 360.706,00 375.953,42 249.517,00 293.550,00

Zugeflossen sind im Geschäftsjahr 2015 insgesamt € 1.528.214,78 welche sich wie folgt aufteilen:

2015 Zufluss Detmar Ley Vorstandsvorsitzender (CEO) John P. Jennings Vorstand Vertrieb (CCO) Arndt Bake Vorstand Marketing (CMO) Hardy Mehl Vorstand Finanzen (CFO) und Operations (COO)
im Vorstand seit 1996 1998 2011 2014
Festvergütung 270.529,50 273.003,93 187.138,13 220.162,50
Nebenleistungen 15.425,51 54.210,44 21.102,98 15.843,80
Summe 285.955,01 327.214,37 208.241,11 236.006,30
Einjährige variable Vergütung 0,00 0,00 0,00 0
Mehrjährige variable Vergütung 154.049,05 148.056,60 107.839,32 49.496,00
Auszahlung aus Bonusbank 154.049,05 148.056,60 107.839,32 49.496,00
Sonstiges 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 440.004,06 475.270,97 316.080,43 285.502,30
Vorsorgeaufwand 1.742,48 8.114,55 0,00 1.500,00
Gesamtvergütung 441.746,54 483.385,52 316.080,43 287.002,30

Der Anspruch auf variable Gehaltsbestandteile des Jahres 2015 wurde i.H.v. € 357.564,75 der Bonusbank zugeführt und wird in den Folgejahren gem. dem im Lagebericht beschriebenen Verfahren ausgezahlt. Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Jahre 2015 auf € 1.426.338,57 welche sich wie folgt aufteilen:

2015 Gewährte Zuwendungen Dietmar Ley Vorstandsvorsitzender (CEO) John P. Jennings Vorstand Vertrieb (CCO) Arndt Bake Vorstand Marketing (CMO) Hardy Mehl Vorstand Finanzen (CFO) und Operations (COO)
im Vorstand seit 1996 1998 2011 2014
Festvergütung 270.529,50 273.003,93 187.138,13 220.162,50
Nebenleistungen 15.425,51 54.210,44 21.102,98 15.843,80
Summe 285.955,01 327.214,37 208.241,11 236.006,30
Einjährige variable Vergütung 0,00 0,00 0,00 0,00
Mehrjährige variable Vergütung 101.734,03 102.664,55 70.374,28 82.791,89
davon Zuführung zur Bonusbank 101.734,03 102.664,55 70.374,28 82.791,89
Summe 387.689,04 429.878,92 278.615,39 318.798,19
Vorsorgeaufwand 1.742,48 8.114,55 0,00 1.500,00
Gesamtbezüge 389.431,52 437.993,47 278.615,39 320.298,19
möglicher Minimalbetrag - Reduzierung Bonusbank -90.176,50 -91.001,31 -62.379,38 -73.387,50
möglicher Maximalbetrag - Zuführung Bonusbank 360.706,00 364.005,24 249.517,50 293.550,00

Im Falle einer regulären Beendigung der Vorstandstätigkeit wird ein positiver Saldo der noch verbleibenden erfolgsbezogenen Bezüge in den nächsten drei Jahren gleichverteilt ausgezahlt.

Sollte es zu einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit kommen, so sind eventuelle Zahlungen auf den Wert von zwei Jahresvergütungen bzw. auf nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages begrenzt.

Die Verträge wurden zum November 2012 für Arndt Bake und John P. Jennings bzw. zum Januar 2013 für Dr. Dietmar Ley so geändert, dass bei einer Beendigung aufgrund eines von dem Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grundes keine Zahlungen mehr an das Vorstandsmitglied erfolgen.

4.2 Mitglieder des Aufsichtsrats

Dem Aufsichtsrat gehörten im Jahr 2016 folgende Personen an:

Norbert Basler Aufsichtsratsvorsitzender, Unternehmer
Prof. Dr. Eckart Kottkamp Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, Berater
Horst W. Garbrecht Ordentliches Aufsichtsratsmitglied, Vorsitzender der Geschäftsführung der Metabowerke GmbH

Weitere Mandate der Aufsichtsräte im Jahr 2016 entsprechend § 285 Nr. 10 HGB:

Norbert Basler

Mitglied im Aufsichtsrat der Plato AG, Lübeck

Mitglied im Aufsichtsrat Technikzentrum Fördergesellschaft mbH, Lübeck

Mitglied im Aufsichtsrat Technikzentrum-Grundstücksgesellschaft mbH, Lübeck (seit 07.06.2016)

Stellv. Vorsitzender des Beirats der Zöllner Holding GmbH, Kiel

Prof. Dr. Eckart Kottkamp

Vorsitzender des Beirats der Mackprang Holding GmbH & Co. KG, Hamburg (bis 31.10.2016)

Vorsitzender des Beirats der ACTec Holding GmbH, Freiberg

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG, Hamburg (bis 20.03.2017)

Mitglied im Aufsichtsrat der Elbphilharmonie Hamburg Bau GmbH & Co KG, Hamburg (bis 31.03.2017)

Mitglied im Aufsichtsrat der KROMI Logistik AG, Hamburg

Horst W. Garbrecht

Mitglied des Beirats der Fischerwerke GmbH & Co. KG, Waldachtal

Mitglied im Regionalbeirat Süd und Südwest der Commerzbank AG, Frankfurt am Main

4.3 Vergütung des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Jahr 2016 T€ 67:

Erfolgsneutrale Bezüge 2016 Erfolgsbezogene Bezüge für 2016 Summe 2016
Norbert Basler 34.400,00 0,00 34.400,00
Prof. Dr. Eckart Kottkamp 19.733,33 0,00 19.733,33
Horst W. Garbrecht 13.155,58 0,00 13.155,58

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Jahr 2015 T€ 54:

Erfolgsneutrale Bezüge 2015 Erfolgsbezogene Bezüge für 2015 Summe 2015
Norbert Basler 24.000,00 0,00 24.000,00
Prof. Dr. Eckart Kottkamp 18.000,00 0,00 18.000,00
Konrad Ellegast 4.700,00 0,00 4.700,00
Horst W. Garbrecht 7.300,00 0,00 7.300,00

4.4 Aktien- und Aktienoptionsbesitz des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Vorstands hielten zum Stichtag die folgenden Aktienbestände:

31.12.2016 Zahl der Aktien in Stück 31.12.2015 Zahl der Aktien in Stück
Dr. Dietmar Ley 145.794 144.794
John P. Jennings 5.500 5.500
Arndt Bake 700 700
Hardy Mehl 800 550

Die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten zum Stichtag die folgenden Aktienbestände.

31.12.2016 Zahl der Aktien in Stück 31.12.2015 Zahl der Aktien in Stück
Norbert Basler - -
Prof. Dr. Eckart Kottkamp - -
Horst W. Garbrecht - -

Herr Norbert Basler hat seine Aktien in 2015 auf die Basler Beteiligungs GmbH & Co KG übertragen, welche zum Stichtag 31.12.2016 1.843.384 Stück Basler-Aktien hielt. Es wird auf die Angaben unter 4.12 verwiesen.

4.5 Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen mit einem Betrag von mindestens 20% der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname Anteilshöhe

in %
Jahresergebnis 2016

[T€]
Eigenkapital per 31.12.2016

[T€]
Basler Inc., Exton/USA 100 1.212 2.254
Basler Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100 3.486 1.615
Basler Vision Technologies Taiwan Inc., Jhubei City/Taiwan 100 32 595

Eine weitere Beteiligung besteht an der Beruf und Familie im HanseBelt gGmbH, Bad Oldesloe:

Firmenname Anteilshöhe in % (31.12.2016) Eigenkapital (31.12.2015) Ergebnis (2015)
Beruf und Familie im HanseBelt gGmbH, Bad Oldesloe 20 T€ 6 T€ -39

4.6 Eigenkapital

4.6.1 Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt € 3.500.000 und ist aufgeteilt in 3.500.000 nennwertlose Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

4.6.2 Eigene Anteile

Im Berichtsjahr wurden eigene Anteile erworben sowie veräußert. Die Entwicklung der eigenen Aktien ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:

Entwicklung des Bestandes im Geschäftsjahr 2015 Stückzahl Aktien Anteil am Grundkapital

in %
Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der Veräußerung Anschaffungskosten / Veräußerungserlös Erwerbspreis / Veräußerungspreis
Anfangsbestand 258.637 7,39 2.408.941,52
Zugang 400 0,01 02.05.2016 19.190,00 47,98
Zugang 226 0,01 10.05.2016 11.137,53 49,28
Zugang 1.720 0,05 13.05.2016 85.073,44 49,46
Zugang 376 0,01 20.05.2016 18.670,84 49,66
Zugang 1.559 0,04 17.06.2016 77.815,93 49,91
Zugang 1.577 0,05 24.06.2016 75.713,66 48,01
Zugang 1.688 0,05 01.07.2016 83918,24 49,72
Zugang 1.319 0,04 08.07.2016 66.366,41 50,32
Zugang 1.053 0,03 15.07.2016 53.296,96 50,61
Zugang 1.338 0,04 22.07.2016 71.074,96 53,12
Zugang 1.337 0,04 29.07.2016 68.766,86 51,43
Zugang 1.500 0,04 05.08.2016 75.608,85 50,41
Zugang 1.690 0,05 12.08.2016 87.541,49 51,80
Zugang 1.416 0,04 19.08.2016 74.039,24 52,29
Zugang 1.647 0,05 26.08.2016 85.568,40 51,95
Zugang 1.492 0,04 02.09.2016 79.709,06 53,42
Zugang 507 0,01 17.10.2016 29.959,19 59,09
Zugang 1.187 0,03 28.10.2016 69.737,08 58,75
Zugang 1.733 0,05 04.11.2016 99.781,98 57,58
Zugang 972 0,03 17.11.2016 56.742,74 58,38
Zugang 29 0,01 02.12.2016 1.740,00 60,00
Zugang 240 0,01 16.12.2016 14.400,00 60,00
Stand 31.12.2016 284.753 8,14 1.371.750,12

Eigene Aktien können zu allen in der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18. Mai 2010 genannten Zwecken verwendet werden. Dazu gehört u.a. die Verwendung der Aktien als Gegenleistung im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen. Die am Bilanzstichtag im Bestand befindlichen 284.753 Aktien entsprechen € 284.753 bzw. 8,14 % des Grundkapitals.

Überleitung des Bilanzgewinns:

(in T€) 31.12.2016 31.12.2015
Jahresüberschuss 6.575 2.726
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 11.893 10.020
Kauf eigener Aktien - 1.346 - 240
Verkauf eigener Aktien 0 1.265
Bilanzgewinn 17.122 13.771

4.7 Angaben über das genehmigte Kapital

Auf der Hauptversammlung 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. Mai 2017 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt € 1.750.000 zu erhöhen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre folgendermaßen auszuschließen, um die neuen Aktien der Gesellschaft Dritten gegen Sacheinlage zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder von Forderungen gegen die Gesellschaft oder mit ihr verbundene Unternehmen anbieten zu können. Der Ausschluss des Bezugsrechts durch den Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch dann zulässig, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 v.H. des Grundkapitals in Höhe von € 3.500.000,00 nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenkurs der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet.

Sofern der Vorstand von den vorgenannten Ermächtigungen zum Bezugsrechtsausschluss keinen Gebrauch macht, kann das Bezugsrecht der Aktionäre nur für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden.

Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats.

4.8 Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der MitarbeiterInnen nach Funktionsbereichen können der folgenden Tabelle entnommen werden:

2016 2015
Administration 99 94
Entwicklung 126 115
Produktion & Logistik 106 106
Service 11 10
Vertrieb & Marketing 87 83
429 408

Basler setzt sich stark für eine familienfreundliche, flexible Arbeitsumgebung ein. Ein Zeichen hierfür ist der hohe Anteil an Arbeitnehmern, die in den verschiedensten Modellen in Teilzeit arbeiten. In Vollstellenäquivalenten ergibt sich folgende Verteilung:

2016 2015
Administration 86 81
Entwicklung 118 108
Produktion & Logistik 99 99
Service 10 10
Vertrieb & Marketing 79 76
392 374

4.9 Konzernverhältnisse

Die Basler AG, Ahrensburg, ist Mutterunternehmen für die im Anhang unter Nr. 4.5 aufgeführten Tochterunternehmen im Sinne von § 290 HGB, die damit auch verbundene Unternehmen im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB sind. Der Konzernabschluss ist bei der Gesellschaft in Ahrensburg erhältlich und wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Mehrheit der Anteile an der Basler AG wird durch die Basler Beteiligungs GmbH & Co KG, Großhansdorf gehalten.

4.10 Abschlussprüferhonorar

Das Honorar der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft teilt sich in die folgende Kategorien ein:

2016 2015
Abschlussprüfungsleistungen 62 74
Steuerberatungsleistungen 13 18
Sonstige Leistungen 0 3
75 95

4.11 Bewertungseinheiten

Bewertungseinheiten wurden nicht gebildet.

4.12 Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 und Abs. 1a WpHG

4.12.1 Mitteilung Andreas Müller-Hermann

Die Müller-Hermann Holding GmbH, München, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.11.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Basler Aktiengesellschaft, Ahrensburg, Deutschland, am 19. November 2014 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,89 % (101.222 Stimmrechte) betragen hat.

Herr Müller-Hermann teilte mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der Basler AG am 19.11.2014 die Schwelle von 3 % unterschritten und zu diesem Tag 2,89 % (=101.222 Stimmrechte) beträgt. Diese Stimmrechte sind ihm in voller Höhe gem. § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG von der Müller-Hermann-Holding GmbH zuzurechnen.

4.12.2 Mitteilung Andreas Müller-Hermann

Herr Andreas Müller-Hermann, Deutschland, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG in Verbindung mit § 22 WpHG am 11.06.2008 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Basler aG, Ahrensburg, am 05.06.2008 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,01 % (dies entspricht 105.500 Stimmrechte) beträgt.

Alle diese Stimmrechte sind ihm nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG von der Müller-Hermann Holding GmbH zuzurechnen.

4.12.3 Mitteilung Abrias Sicav

Die Abrias Sicav, Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 4. November 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil (über seine Teilfonds Abrias Dynamic Asset Allocation und Abrias-Europe Small & Mid) an der Basler AG, Ahrensburg, am 22.10.2010 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,85 % (dies entspricht 99.718 Stimmrechte) beträgt.

4.12.4 Mitteilung FAS S.A.

Die FAS S.A. Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 13. März 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Basler AG, Ahrensburg, am 22.02.2013 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,10 % (dies entspricht 108.349 Stimmrechte) beträgt.

Die FAS S.A. Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 14. Mai 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Basler AG, Ahrensburg, am 10.05.2013 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,9375 % (dies entspricht 102.812 Stimmrechte) beträgt.

4.12.5 Mitteilung Wallberg Invest S.A.

Die Wallberg Invest S.A. Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 13. März 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Basler AG, Ahrensburg, am 22.02.2013 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,10 % (dies entspricht 108.349 Stimmrechte) beträgt.

Die Wallberg Invest S.A. Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 14. Mai 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Basler AG, Ahrensburg, am 10.05.2013 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,9375 % (dies entspricht 102.812 Stimmrechte) beträgt.

4.12.6 Mitteilung Marcel Ernzer

Herr Marcel Ernzer, Großherzogtum Luxemburg, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 13. März 2013 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Basler AG, Ahrensburg, am 22.02.2013 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,10 % (dies entspricht 108.349 Stimmrechte) beträgt.

Die Wallberg Invest S.A. Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 14. Mai 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Basler AG, Ahrensburg, am 10.05.2013 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,9375 % (dies entspricht 102.812 Stimmrechte) beträgt.

Alle diese Stimmrechte sind ihm nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG von der Wallberg Invest S.A. und der FAS S.A. zuzurechnen.

4.12.7 Basler Verwaltungs-GmbH

Die Basler Verwaltungs-GmbH, Großhansdorf, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 14.09.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Basler AG, Ahrensburg, Deutschland am 14.09.2015 die Schwelle von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30% und 50% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 52,23% (das entspricht 1.828.000 Stimmrechten) betragen hat.

52,23% der Stimmrechte (das entspricht 1.828.000 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Basler AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Basler Beteiligungs-GmbH & Co. KG.

4.12.8 Basler Beteiligungs-GmbH & Co. KG

Die Basler Beteiligungs-GmbH & Co. KG, Großhansdorf, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 14.09.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Basler AG, Ahrensburg, Deutschland am 14.09.2015 die Schwelle von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30% und 50% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 52,23% (das entspricht 1.828.000 Stimmrechten) betragen hat.

4.13 Bestehen einer Beteiligung an der Basler AG über 50 %

Die Basler Beteiligungs GmbH & Co KG hat gem. § 21 WpHG mitgeteilt, dass sie mehr als 50 % der Anteile an der Basler AG hält.

4.14 Weitere Angaben

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben worden und wurde den Aktionären auf der Internet-Seite des Unternehmens www.baslerweb.com zugänglich gemacht.

4.15 Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 17.121.886,30 wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von Euro 0,74 je Aktie 2.379.282,78
Vortrag auf neue Rechnung 14.742.603,52
Bilanzgewinn 17.121.886,30

4.16 Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse, welche eine Auswirkung auf den Jahresabschluss haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

Ahrensburg, 10. März 2017

Der Vorstand

Dr. Dietmar Ley

John P. Jennings

Arndt Bake

Hardy Mehl

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- oder Herstellkosten
Stand 01.01.2016

(in €)
Zugänge

(in €)
Abgänge

(in €)
Umbuchungen

(in €)
31.12.2016

(in €)
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen rechten und Werten 5.880.435,20 340.572,72 0,00 79.472,80 6.300.480,72
2. Geleistete Anzahlungen 109.445,00 173.667,80 0,00 -79.472,80 203.640,00
5.989.880,20 514.240,52 0,00 0,00 6.504.120,72
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen 7.758.655,33 712.128,52 -78.624,35 19.023,00 8.411.182,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.688.120,77 1.059.271,62 -176.578,75 90.303,84 6.661.117,48
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 109.326,84 178.169,10 0,00 -109.326,84 178.169,10
13.556.102,94 1.949.569,24 -255.203,10 0,00 15.250.469,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 112.248,44 0,00 0,00 0,00 112.248,44
2. Beteiligungen 18.197,44 0,00 0,00 0,00 18.197,44
130.445,88 0,00 0,00 0,00 130.445,88
Summe Anlagevermögen 19.676.429,02 2.463.809,76 -255.203,10 0,00 21.885.035,68
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2016

(in €)
Zugänge

(in €)
Abgänge

(in €)
31.12.2016

(in €)
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen rechten und Werten 4.588.035,20 511.940,52 0,00 5.099.975,72
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4.588.035,20 511.940,52 0,00 5.099.975,72
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen 4.639.313,33 806.781,52 -74.929,35 5.371.165,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.247.610,77 609.338,96 -131.916,75 3.725.032,98
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
7.886.924,10 1.416.120,48 -206.846,10 9.096.198,48
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 13.197,44 0,00 0,00 13.197,44
13.197,44 0,00 0,00 13.197,44
Summe Anlagevermögen 12.488.156,74 1.928.061,00 -206.846,10 14.209.371,64
Buchwerte
31.12.2016

(in €)
Vorjahr

(in T€)
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen rechten und Werten 1.200.505,00 1.292.400,00
2. Geleistete Anzahlungen 203.640,00 109.445,00
1.404.145,00 1.401.845,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen 3.040.017,00 3.119.342,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.936.084,50 2.440.510,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 178.169,10 109.326,84
6.154.270,60 5.669.178,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 112.248,44 112.248,44
2. Beteiligungen 5.000,00 5.000,00
117.248,44 117.248,44
Summe Anlagevermögen 7.675.664,04 7.188.272,28

Lagebericht 2016

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die Basler AG mit Sitz in Ahrensburg bei Hamburg (Deutschland) ist Entwickler und Hersteller von digitalen Kameras für professionelle Anwender, die überwiegend in der industriellen Massenproduktion, in medizinischen Anwendungen sowie zur Verkehrskontrolle eingesetzt werden. Basler Kameras zeichnen sich durch Innovation, hohe Zuverlässigkeit, einfache Integration, kompakte Abmessungen und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Diese Faktoren haben dazu geführt, dass Basler gemessen an der Zahl verkaufter Einheiten heute einer der weltweit größten Anbieter für digitale Industriekameras ist.

Neben Forschung und Entwicklung sowie Produktion der Kameras verfügt Basler über eine marktführende weltweit tätige Vertriebsorganisation sowie Markenbekanntheit. Zielkunden sind nationale und internationale Hersteller von Investitionsgütern (OEM-Kunden), die Basler Kameras in ihre eigenen Produkte integrieren. Die Kameraprodukte der Basler AG sind generisch und in vielen Branchen einsetzbar, sie werden erst durch die Integration des OEM-Kunden Teil einer applikationsspezifischen Lösung. Nach erfolgreicher Integration durch den Kunden im Rahmen seiner Entwicklung (sogenanntes Design-In) wird die Basler Kamera fester Bestandteil der Materialstückliste des jeweiligen Kunden-Systems. Vermarktet der Kunde erfolgreich sein System, dann folgt der Design-In Phase typischerweise ein mehrjähriges Geschäft. Die Wechselhürden für den Kunden sind relativ hoch, er ist somit nicht geneigt, den Kameralieferanten entlang des Lebenszyklus seines Systems zu wechseln.

Hieraus ergibt sich für Basler ein beratungsintensiver Verkaufsprozess gefolgt von nachhaltigem Absatz. Die Betreuung der Kunden wird entweder über den eigenen Direktvertrieb oder über regionale Vertriebspartner (Distributoren) betreut.

Die Basler AG unterhält 100 %ige Tochtergesellschaften in den USA, Singapur und Taiwan. Die Tochtergesellschaften wurden im Konzernabschluss voll konsolidiert. Weitere Repräsentanzen bestehen in Japan, Südkorea, China, Polen, dem Vereinigten Königreich, Finnland und den Niederlanden. In den ausländischen Töchtern bzw. Repräsentanzen werden überwiegend Vertriebs- und Serviceleistungen erbracht. In der Tochtergesellschaft in Singapur besteht zudem eine Produktion für die Versorgung des lokalen asiatischen Marktes.

Externe Einflussfaktoren auf das Geschäftsmodell sind die allgemeine makro-ökonomische Lage und die Nachfragesituation in den regionalen Absatzmärkten Asien, Europa und Nordamerika. Aufgrund der Ausrichtung Baslers auf Investitionsgüterhersteller ist die Konjunktur im Maschinen- und Anlagenbau, insbesondere der Bereich Halbleiter und Elektronik, für die Geschäftsentwicklung von besonderer Bedeutung. Zunehmend weitet die Basler AG ihr Geschäft außerhalb von Fabrikanwendungen in die Marktfelder Medizin- und Verkehrstechnik sowie Logistik aus, erschließt sich damit langfristig weiteres Wachstumspotenzial und reduziert zugleich die Zyklizität ihres Geschäfts.

1.2 Steuerungssystem

Grundlage der Unternehmenssteuerung ist ein jährlich ablaufender Strategieprozess, in dem die Ausrichtung der Basler AG hinsichtlich Zielmärkten, Positionierung, Leistungsprogramm, Technologien, Absatzstrategie und Finanzkennzahlen festgelegt wird. Die zentralen Finanzkennzahlen zur Steuerung der Basler AG sind der Umsatz und die Vorsteuerrendite. Der Strategieprozess mündet in einem qualitativen und quantitativen Vierjahresplan sowie in das Budget für das kommende Geschäftsjahr.

Aus beiden Planungswerken werden für die Unternehmenssteuerung Leistungsindikatoren erstellt und zu einem Balanced-Score-Card-System mit abgeleiteten Scorecards für wesentliche Wertschöpfungsprozesse zusammengefasst. Die zentralen BSC-Kennzahlen sind Umsatz, Bruttomarge, Vorsteuerrendite (EBT-Marge), Freier Cashflow, Rentabilität und Kapitalverzinsung (ROCE). Als Frühindikatoren werden die Mitarbeiterzufriedenheit, das Wachstum der Webseitenbesucher und der Umsatz mit neuen Produkten sowie in neuen Märkten herangezogen. Weitere Kennzahlen, die zur Steuerung des Unternehmens genutzt werden, sind im Wirtschaftsbericht genannt. Die Kennzahlen der BSC und der unterliegenden Scorecards werden überwiegend monatlich aktualisiert und im Kreis des Managements besprochen. Zudem trifft sich das Executive Management alle 14 Tage, um sich über die aktuelle Unternehmenssituation und den Fortschritt strategischer Initiativen auszutauschen. Darüber hinaus gibt es auf operativer Ebene ein sogenanntes "Daily Management" bzw. "Shopfloor-Management", in denen der tägliche Arbeitsfortschritt von Teams besprochen wird. Mögliche Abweichungen vom Ziel werden somit auf unterschiedlichen Hierarchieebenen erkannt und durch geeignete Gegenmaßnahmen korrigiert.

Um eine hohe Qualität der hergestellten Produkte und der im Unternehmen angewendeten Verfahrensweisen zu gewährleisten, hat Basler ein Qualitätsmanagementsystem (QM-System) implementiert. Unterjährig wird im Rahmen interner Audits geprüft, ob die Abläufe in der betrieblichen Praxis mit den Prozessbeschreibungen des QM-Systems im Einklang stehen. Einmal pro Jahr findet ein externes Audit statt, um zu überprüfen, ob das QM-System gemäß den Bestimmungen der DIN ISO 9000/2008 und DIN ISO 9000/2000 angewendet wird. Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Basler AG erstmals nach der neuen Norm DIN EN ISO 9001:2015 erfolgreich auditiert.

1.3 Forschung und Entwicklung

Als Technologieunternehmen ist Basler darauf angewiesen, neue technologische T rends frühzeitig zu erkennen und schnell in Produktentwicklungen einfließen zu lassen. Da sich die digitale Kameratechnologie rasch weiterentwickelt und die Basler AG eine nachhaltige Wachstumsstrategie verfolgt, investiert Basler pro Jahr im Durchschnitt etwa 16 % vom Umsatz in Forschung und Entwicklung (F&E). Die F&E-Aktivitäten gliedern sich wie folgt:

Vorentwicklung neuer Technologien
Entwicklung neuer Plattform-Architekturen für künftige Produktlinien sowie hierfür notwendiger Fertigungstechnologien
Entwicklung neuer Produktlinien bzw. Produkte auf bestehenden Produktplattformen
Kundenspezifische Anpassungen von Produkten
Pflege bestehender Produkte

Ziel der Vorentwicklung ist die Untersuchung von Technologien, die für den Einsatz in künftigen Produkten sinnvoll erscheinen. Die Basler AG ist bestrebt, neue Technologien und Anwendungsfelder bereits im Vorfeld von Plattform- oder Produktentwicklungen möglichst weitgehend zu durchdringen und potenzielle Risiken hinreichend analysiert zu haben, bevor die Realisierungsphase startet. Auf diese Weise können Produktentwicklungen mit höherer Planungstreue ablaufen. Bereits in dieser Phase werden ausgewählte Kunden über die Technologieentwicklungen informiert, um frühzeitig Kunden- bzw. Markt-Feedback zu erhalten.

Innerhalb der oben aufgeführten Kategorien lassen sich folgende Maßnahmen im Geschäftsjahr 2016 hervorheben:

Im Bereich der Vorentwicklung hat die Basler AG weitere Schritte in Richtung der Entwicklung einer 3D-Kameratechnik unternommen. Sie hat erste Serienprodukte basierend auf der sogenannten "Time-of-Flight-Technologie" realisiert und die Vermarktung intensiviert. Aufgrund der frühen Marktphase wird angestrebt, die Produktentwicklung mittels agiler Methoden schnell und flexibel zu gestalten. Im Bereich der Vorentwicklung wurde zudem u.a. an den Themen "Embedded Vision" sowie an Konzepten für eine neue Mainstream Plattform gearbeitet. Weitere Details in Bezug auf die Vorentwicklung werden aus Gründen der Vertraulichkeit im Rahmen dieses Berichtes nicht offengelegt.

Im Bereich der Plattformentwicklung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr die Plattform der ace Produktlinie technisch erweitert, um neu aufkommende CMOS-Sensoren robust integrieren zu können sowie zusätzliche Funktionalitäten zu gewährleisten. Des Weiteren wurde die Plattform der Entry-Level Produktfamilie dart um eine zusätzliche Datenschnittstelle (BCON) erweitert, um den Kunden eine direkte Anbindung an kleine leistungsfähige Embedded-Prozessoren zu ermöglichen. Darüber hinaus wurde das pylon Software Development Kit (SDK) kontinuierlich in seiner Funktion erweitert. Schließlich wurden wesentliche Bausteine einer Nachfolgeplattform der ace Produktplattform entwickelt.

Im Bereich der Produktentwicklung wurden die Produktlinien ace, dart und pulse um weitere Sensoren ergänzt sowie eine spezielle Produktlinie für Mikroskopie-Anwendungen entwickelt und in den Markt eingeführt. Im Geschäftsjahr 2016 hat sich gemäß den Erwartungen der Basler AG die Nachfrage nach Kameras mit der neuen USB 3.0-Schnittstelle sehr positiv entwickelt. Somit wird die Basler AG neben der etablierten GigE-Schnittstelle vorrangig weitere Produkte mit USB 3.0-Schnittstelle entwickeln und vermarkten. Neben der originären Kameraentwicklung flossen 2016 zudem Entwicklungsinvestitionen in das Portfolio komplementärer Zubehörprodukte. Mit dem Angebot von Zubehörprodukten wird angestrebt, den etablierten Marktzugang noch besser zu nutzen und weitere Differenzierungsmöglichkeiten gegenüber dem Wettbewerb aufzubauen.

Zusätzlich zur Neuproduktentwicklung wird etwa ein Fünftel des F&E-Budgets in die laufende Pflege von Produkten investiert, um die Verfügbarkeit der in Serienfertigung befindlichen Produkte zu gewährleisten und die Herstellkosten kontinuierlich zu optimieren.

Der Aufwand an Forschung und Entwicklung betrug 16,5 % (VJ: 16,9 %) des Gesamtumsatzes. Die Kosten (Personalaufwand, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen sowie direkt zurechenbare Gemeinkosten) erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von 12,0 Mio. € auf 13,2 Mio. € im Jahre 2016.

In den Aufwendungen sind Leistungen Dritter in Höhe von 223 T€ (VJ: 44,6 T€) enthalten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 2.464 T€ (VJ: 2.904 T€) getätigt. Zum 31.12.2016 betrug die Anzahl der Mitarbeiter im Bereich F&E 126 (VJ: 115).

Die Basler AG ist per Geschäftsjahresende 2016 Inhaberin von 30 Patenten bzw. Patentanmeldungen. 10 Patente sind in Kraft, 20 Patente befinden sich im Anmeldeverfahren. Weiterhin ist Basler Inhaberin von einem Gebrauchsmuster, 7 Designs und 88 eingetragenen Marken. Weitere Marken befinden sich im Anmeldeverfahren.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

Weltweit blieb das Wirtschaftswachstum mit 2,2 % leicht hinter den ursprünglichen Erwartungen von 2,5 % zurück. Während China mit 6,7 % und Japan mit 0,9 % Wirtschaftswachstum leicht über den Prognosen lagen, konnte die Wirtschaft in den USA lediglich mit 1,6 % wachsen. Die Eurozone entwickelte sich erwartungsgemäß und verzeichnete einen Zuwachs von 1,6 % (VJ: 1,5 %). Trotz politischer Veränderungen und Strömungen, welche sich gegen eine liberal geprägte Welthandelsordnung wenden, hielt der Aufschwung an. Deutschland erzielte 2016 ein Wirtschaftswachstum von 1,8 % (VJ: 1,5 %). (Quelle: Berenberg, Wirtschaft und Finanzmärkte, Ausblick 2017).

Der für Basler relevante Markt des Maschinen- und Anlagenbaus stagnierte von der Umsatzentwicklung in 2016. Während Deutschland und die EU Null Steigerungsraten erzielten verringerte sich der Umsatz in den USA um 2 %. In China wuchsen die Umsätze im Maschinenbau gegenüber Vorjahr um 3 %, sind aber historisch betrachtet auf dem niedrigsten Niveau der letzten Dekade. (Quelle: VDMA Maschinenbau Konjunktur international). Die deutsche Industrie für Bildverarbeitung entwickelte sich erneut besser als der Branchendurchschnitt und verzeichnete Umsatzzuwächse von 4 % sowie einen Anstieg der Auftragseingänge von 14 %. (Quelle: VDMA Statistik Nov. 2016).

2.2 Geschäftsverlauf

Nach einem eher moderaten Wachstum der Auftragseingänge und einer Serie von Quartalen mit negativem Book-To-Bill-Verhältnis im Jahr 2015 drehte sich der Trend im vierten Quartal 2015 und die Basler AG startete mit einem positivem Momentum in das Geschäftsjahr 2016. Im Laufe des Geschäftsjahres verstärkte sich der positive Trend zunehmend. Insbesondere getragen durch die Regionalmärkte China, Südkorea und Deutschland entwickelte sich das Geschäft der Basler AG zu neuen Rekordwerten in Auftragseingang und Umsatz. Gegenüber dem Markt verzeichnete die Basler AG im Umsatz ein etwa um 13 % höheres Wachstum und konnte damit erneut signifikant ihre Marktanteile und marktführende Position ausbauen. Im Vergleich zum Branchenwachstum der deutschen Industrie für Bildverarbeitungskomponenten verzeichnete Basler ein um ca. 9 % höheres Umsatzwachstum. In absoluten Werten stieg der Umsatz der Basler AG von 70,8 Mio. € im Jahr 2015 auf den wiederum neuen Bestwert von 80,0 Mio. € im Geschäftsjahr 2016.

Aufgrund der Ausrichtung des Kamerageschäftes auf volumenstarke Bereiche (Mainstream- und Entry-Level) konnte die Zahl der verkauften Einheiten von ca. 175.000 im Vorjahr auf ca. 210.000 im Jahr 2016 gesteigert werden.

Dieses Stückzahlenwachstum befand sich im Spannungsverhältnis mit einer Knappheits-Situation von Bildsensoren auf den Beschaffungsmärkten, hervorgerufen durch Überauslastung einer Halbleiterfabrik in Israel und Beschädigung einer Halbleiterfabrik in Japan. Dies führte insbesondere in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres zu einer erheblichen Verlängerung von Lieferzeiten und zu hoher Arbeitsbelastung im Supply Chain Management. Trotz der schwierigen Situation konnten sowohl wesentliche Umsatzausfälle als auch Materialkostensteigerungen vermieden werden.

Haupttreiber des Wachstums auf der Produktseite war wie im Vorjahr die Kamerafamilie ace, die um über 30 % im Umsatz zulegen konnte. Insbesondere konnten die ace Modelle mit Gigabit Ethernet-Schnittstelle und mittlerweile auch die ace Modelle mit USB-Schnittstelle wesentlich zum Umsatzwachstum beitragen. Auch die höherpreisigen Kameraprodukte der Serien racer und Basler beat sowie die Entry-Level Produktlinie dart verzeichneten deutliches Umsatzwachstum. In Bezug auf Sensortechnologien entwickelte sich die Nachfrage wie erwartet sehr stark weiter in Richtung CMOS-Sensorik. Bei neuen Design-In-Entscheidungen entschied sich die deutliche Mehrzahl der Kunden für Kameras mit CMOS-Sensoren.

Der Umsatz mit Zubehörprodukten konnte im Geschäftsjahr 2016 erneut leicht überproportional gesteigert werden. Diese Umsatzentwicklung ist Resultat der strategischen Portfolioerweiterung mit Komplementärprodukten, insbesondere mit Objektiven und Kabeln.

Regional legte das Asiengeschäft mit einem Umsatzwachstum von 36 % am stärksten zu. Die Ländermärkte China und Südkorea trugen signifikant zu dem starken Umsatzanstieg Asiens bei. Während sich die Umsatzerlöse in Deutschland um 23 % erhöhten, sanken die Verkaufszahlen im restlichen EMEA um 12 %. Im Wesentlichen ist diese Entwicklung im restlichen EMEA durch einen einzelnen Großkunden bedingt, dessen Geschäft in 2016 zyklusbedingt erheblich unter dem Niveau der Vorjahre lag. In Amerika verzeichnete die Basler AG einen Umsatzzuwachs von 15 %.

2.3 Ertragslage

in Mio. € 2016 2015 Veränderung
Umsatzerlöse 80,0 70,8 13,0%
Sonst. Betr. Erträge und Bestandsveränderung 2,4 1,8 33,3%
Materialaufwand -30,8 -25,8 19,4%
Bruttoergebnis 51,6 46,8 10,3%
Personalaufwand -34,5 -30,3 13,9%
Sachaufwand -14,5 -15,5 -6,5%
Erträge aus Beteiligungen 5,0 2,3 > 100%
EBIT 7,6 3,3 > 100%
Zinsergebnis -0,5 -0,6 -16,7%
EBT 7,1 2,7 163,0%
Steuern -0,5 0,0 > 100%
EAT 6,6 2,7 144,4%

Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 9,2 Mio. € (+ 13 %) auf 80,0 Mio. €. In den Umsätzen sind 3,2 Mio. € (VJ: 1,5 Mio. €) Lizenzgebühren für die Produktion in Asien erhalten. Einhergehend mit dem Umsatzwachstum nahmen auch die Materialkosten um 5 Mio. € (+19,4 %) zu. Die Bruttoergebnismarge sank gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozentpunkte auf 64,5 %. Ursache hierfür ist insbesondere die Steigerung des Umsatzes mit Handelswaren wie Objektive und Kabel, da dieses Geschäft margenschwächer ist. Die Personalkosten stiegen von 30,3 Mio. € im Jahr 2015 auf 34,5 Mio. € im Jahr 2016 und beinhalten sowohl eine generelle Gehaltsanhebung von 2,9 % als auch eine Erfolgsbeteiligung für Mitarbeiter, leitende Angestellte und Vorstand in Höhe von 1,5 Mio. €. Der Sachaufwand reduzierte sich um 1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr auf 14,5 Mio. €. Haupteinflussfaktoren waren hierbei niedrigere Währungsaufwendungen, Kosten für Fremdarbeitskräfte und gezahlte Vermittlungsprovisionen als im Vorjahr. Der überwiegende Teil des Kostenaufbaus im Bereich Personal und Sonstige Kosten entfällt auf Investitionen in die Umsetzung unserer Mittelfristplanung, welche auf Konzernebene Umsatzerlöse von 150 Mio. € bei einer Mindestvorsteuerrendite von 11 % vorsieht. Alle Funktionsbereiche arbeiteten aktiv an der Umsetzung der Strategie, setzten die Anforderungen an die Aufbau- und Ablauf-Organisation um und eigneten sich das notwendige Fachwissen an. Der gegenüber den Vorjahren moderate Personalaufbau, der Abschluss der Einarbeitung in den vergangenen beiden Jahren neu eingestellter Mitarbeiter sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Lean-Aktivitäten führten zu einer erheblichen Steigerung der Personalproduktivität.

Mit einem Vorsteuerergebnis von 7,1 Mio. € (VJ: 2,7 Mio. €) und einer Vorsteuermarge von 8,9 % (VJ: 3,8 %) konnte die Basler AG ihr Geschäftsjahr oberhalb der Planung für 2016 abschließen.

Der Steueraufwand für das Geschäftsjahr 2016 betrug 0,5 Mio. €, was aufgrund von bestehenden Verlustvorträgen lediglich einer Steuerquote von 7,6 % entspricht.

Der Jahresüberschuss konnte von 2,7 Mio. € im Vorjahr auf 6,6 Mio. € mehr als verdoppelt werden.

Der hohe Auftragsbestand von 6,6 Mio. € (VJ: 3,8 Mio. €) lässt die Basler AG auch mit positivem Momentum in das kommende Geschäftsjahr starten.

2.4 Finanzlage

Das Liquiditätsmanagement ist darauf ausgerichtet, den Kapitalbedarf so zu befriedigen, dass das organische Wachstum selbst finanziert wird und dabei die Fälligkeitsrisiken, die Bewertungen der Kreditgeber sowie Eigen- und Fremdkapitalkosten in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen. Das Anlagevermögen war zum Ende des Geschäftsjahres 2016 zu 340 % (VJ: 319 %) durch Eigenkapital gedeckt.

Im Geschäftsjahr 2016 wurde aus der laufenden Geschäftstätigkeit ein positiver Cashflow von 6,8 Mio. € (VJ: 1,9 Mio. €) generiert. Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten betrug in der Berichtsperiode 2016 -2,2Mio. € (VJ: -2,9 Mio. €). Der freie Cashflow als Saldo des operativen Cashflows und des Cashflows aus Investitionstätigkeiten summierte sich auf 4,6 Mio. € (VJ: -1,0 Mio. €). Die Steigerung des freien Cashflows ist neben der Ergebnisverbesserung ein weiterer Indikator für die starke Produktivitätssteigerung im Geschäftsjahr 2016.

Auf der Finanzierungsseite wurden Bankverbindlichkeiten in Höhe von 0,6 Mio. € getilgt. Für den 2015 langfristig aufgenommenen KFW-Kredit i.H.v. 5 Mio. € wurden 2016 Abrufe i.H.v. 3,8 Mio. € getätigt. Zum Bilanzstichtag bestanden nicht in Anspruch genommene Kreditlinien bei Banken in Höhe von 3,2 Mio. €. Unter Berücksichtigung der Dividendenauszahlungen und des Kaufs eigener Anteilen ergibt sich insgesamt ein Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von -38 T€ (VJ: -0,5 Mio. €).

Die liquiden Mittel betrugen zum Geschäftsjahresende 12,7 Mio. €. Dies bedeutet einen Anstieg der frei verfügbaren Liquidität um 4,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Die Liquidität war zu jeder Zeit gesichert.

2.5 Vermögenslage

in Mio. € 2016 2015 Veränderung
Immaterielle Vermögensgegenstände 1,4 1,4 0,0%
Sachanlagen 6,1 5,7 7,0%
Finanzanlagen 0,1 0,1 0,0%
Anlagevermögen 7,6 7,2 5,6%
Vorräte 13,6 10,0 36,0%
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13,2 11,2 17,9%
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 12,7 8,1 56,8%
Umlaufvermögen 39,5 29,3 34,8%
Rechnungsabgrenzungsposten 0,5 0,4 25,0%
Summe Aktiva 47,6 36,9 29,0%
Eigenkapital 26,2 22,9 14,4%
Rückstellungen 4,4 3,4 29,4%
Verbindlichkeiten 17,0 10,6 60,4%
Summe Passiva 47,6 36,9 29,0%

Im abgelaufenen Geschäftsjahr blieben die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände mit 0,5 Mio. € auf Vorjahresniveau. Die Investitionen setzen sich hauptsächlich aus Lizenzen, Software und eingekauften Leistungen für Forschung und Entwicklung zusammen.

Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich auf 1,9 Mio. € (VJ: 2,3 Mio. €), überwiegend aufgrund von Umbauten u.a. für den Bereich Logistik, Anschaffung von Maschinen für die Fertigung sowie einer neuen Telefonanlage. Die Vorräte erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Mio. € auf 13,6 Mio. €. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände erhöhten sich um 2,0 Mio. € auf 13,2 Mio. €. Sowohl die Vorratsbestände als auch der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen notierten zum Stichtag oberhalb der angestrebten Werte. Ursächlich hierfür waren die hohe Geschäftsaktivität zur Jahreswende und die schwierige Situation auf den Beschaffungsmärkten. Vor diesem Hintergrund wurde der Liefersicherheit Priorität ggü. einer Optimierung des Working Capital eingeräumt.

Die Bankguthaben und Kassenbestände wiesen einen um 4,5 Mio. € höheren Saldo aus als im Vorjahr und stiegen auf 12,7 Mio. €. Das Gesamtvermögen stieg um 29,0 % gegenüber dem Vorjahr auf 47,6 Mio. €.

Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Mio. € auf 26,2 Mio. €. Diese Eigenkapitalerhöhung resultiert aus dem Jahresüberschuss, thesaurierten Gewinnen abzüglich der Ausschüttung einer Dividende von 1,9 Mio. € sowie dem Kauf eigener Anteile in Höhe von 1,4 Mio. €.

Das gezeichnete Kapital - bestehend aus 3,5 Mio. nennwertlosen Inhaberaktien - beträgt unverändert 3.5 Mio. €. Als Abzugsposten davon wird der Nennbetrag eigener Anteile in Höhe von 0,28 Mio. € (VJ: 0,26 Mio. €) ausgewiesen. Die Kapitalrücklagen inklusive Bilanzgewinn erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Mio. € auf 23,0 Mio. €. Aus dem Bestand an eigenen Anteilen ergab sich zum Stichtag eine stille Reserve in Höhe von 13,7 Mio. €.

Die Rückstellungen stiegen um 1,0 Mio. € auf 4,4 Mio. € an. Ursächlich waren insbesondere Rückstellungen für variable Vergütungen und Erfolgsbeteiligungen für Mitarbeiter, da sich das Geschäft 2016 deutlich oberhalb des Budgets entwickelte.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 6,4 Mio. €, einerseits durch die Aufnahme zusätzlicher KFW-Innovationsdarlehen, andererseits aufgrund erhöhter Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, da im abgelaufenen Geschäftsjahr diverse Maßnahmen zur Verbesserung des Working Capital ergriffen wurden. Die Summe der Bestell-Obligo betrug zum Stichtag 13,1 Mio. € (VJ: 6,5 Mio. €). Vorzeitige Zahlungsverpflichtungen haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht ergeben.

2.6 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Neben den bereits erwähnten Kennzahlen werden weitere Leistungsindikatoren gemessen und zum Zwecke der Unternehmenssteuerung verwendet.

Die Produktivität des Unternehmens wird unter anderem anhand des Ergebnisses pro Mitarbeiter (EBITDA) gemessen. Diese stieg im Geschäftsjahr 2016 um 81 % gegenüber dem Vorjahr auf 22,1 T€ (VJ: 12,3 T€). Hierfür waren insbesondere das starke Umsatzwachstum sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung des Lean Management-Systems verantwortlich. Nach einem Rückschritt im Geschäftsjahr 2015 aufgrund des signifikanten Personalaufbaus in den Jahren 2014/2015 ist die Basler AG im Geschäftsjahr 2016 bei der Mitarbeiterproduktivität wieder auf ihren strategischen Pfad zurückgekehrt.

Der ROCE betrug zum Geschäftsjahresende 23 % (VJ: 10 %). Das Working Capital betrug zum Geschäftsjahresende 21,2 Mio. € (VJ: 18,7 Mio. €). Der Anstieg resultiert insbesondere aus dem Umsatzwachstum und der guten Auftragslage zum Geschäftsjahresende. Die kontinuierliche Optimierung des Working Capital durch ein interdisziplinäres Team führte zu weiteren strukturellen Verbesserungen und Erfolgen in 2016.

Die Eigenkapitalquote reduzierte sich von 62,1 % im Jahr 2015 auf 55,0 % zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres. Dieses ist durch die Aufnahme zusätzlicher Kredite in Höhe von 3,8 Mio. € und dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 3,0 Mio. € zum Geschäftsjahresende begründet.

Die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist unabdingbar für den Erfolg des Unternehmens und liegt dem Management der Basler AG daher sehr am Herzen. Aus diesem Grund ermöglicht die Basler AG ein flexibles und familienfreundliches Umfeld, in dem die Anforderungen von Beruf und Familie miteinander in Einklang gebracht werden können. Neben diversen Teilzeitmodellen und flexiblen Arbeitszeiten bietet die Basler AG eine Notfall-, Sonderzeiten- und Ferienbetreuung für die Kinder der Mitarbeiter an. Seit 2013 hat die Basler AG in Ahrensburg einen eigenen Kinderbetreuungsraum eingerichtet. 2011 wurde die Basler AG von der Hertie-Stiftung im Rahmen der Initiative "Beruf und Familie" geprüft und als "Familienfreundliches Unternehmen" zertifiziert. Die Mitarbeiterzufriedenheit spiegelt sich auch in der niedrigen Fluktuationsrate von 2,4 % (VJ: 0,9 %) wider.

2016 waren durchschnittlich 429 (VJ: 408) Mitarbeiter in der Basler AG beschäftigt, davon sind 37 % weiblich. Auf Vollstellen-Äquivalente umgerechnet belief sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auf 392 (VJ: 374). Weitere Details zur Mitarbeiterstruktur sind dem Anhang zu entnehmen.

Um geeignete Nachwuchskräfte zu finden, aber auch um das soziale Engagement für die Region Ahrensburg zu bestätigen, legt die Basler AG großen Wert auf die eigene Ausbildung junger Menschen. Die Ausbildungsquote betrug zum Ende des Geschäftsjahres 6,1 %.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Personalpolitik ist die kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter durch interne und externe Schulungen, Lehrgänge, "On-the-Job-Training" oder durch Selbststudium. Einmal jährlich werden Entwicklungsgespräche mit den Mitarbeitern geführt, in denen Entwicklungsziele zwischen Mitarbeiter und Führungskraft vereinbart werden. Der Fortschritt wird quartalsweise gemessen. Der Aufwand für Aus- und Weiterbildung betrug 482 T€ im Geschäftsjahr 2016.

2.7 Gesamtaussage

Die Basler AG startete positiv in das Geschäftsjahr 2016. Dieser Trend verstärkte sich im Laufe des Geschäftsjahres weiter, so dass die angestrebten Ziele für Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis zum Jahresende mit neuen Rekordwerten deutlich übererfüllt wurden. Die Umsatzerlöse lagen mit 80,0 Mio. € am oberen Ende des zu Jahresbeginn prognostizierten Korridors von 75 bis 80 Mio. €. Die Vorsteuerrendite von 8,9 % übertraf ebenfalls die Erwartungen. Der Basler AG ist es erneut gelungen, sowohl im Auftragseingang als auch im Umsatz mit ca. 13 Prozentpunkten deutlich über Marktniveau zu wachsen. Somit konnte die Basler AG ihre Marktführerschaft ausbauen und sich weiter in Richtung der mittelfristig angestrebten Marke von 150 Mio. € Umsatz auf Konzernebene entwickeln. Über den führenden Marktzugang und mit dem in seiner Breite gewachsenen Produktportfolio werden heute deutlich mehr Kunden und Anwendungen als noch vor wenigen Jahren adressiert. Sukzessive erweitert die Basler AG ihre starke Marktposition im Bereich der Fabrikanwendungen um neue Marktfelder, wie beispielsweise in Medizintechnik, Verkehrstechnik und Logistik. Infolge des kontinuierlichen Ausbaus der Vertriebsorganisation und der Expansion in weitere Regionen verfügt die Basler AG über einen der qualitativ besten und am weitesten reichenden Marktzugänge in ihrer Branche. Die Marke Basler hat einen führenden Bekanntheitsgrad und steht bei Kunden für hohe Zuverlässigkeit und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Aufgrund der Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres fühlt sich das Basler-Management in seiner strategischen Ausrichtung bestätigt und blickt mit Zuversicht und Motivation in die Zukunft.

Es ist das Ziel der Basler AG, die Aktionäre am Erfolg zu beteiligen und gleichzeitig genügend Liquidität vorzuhalten, um den Wachstumskurs fortsetzen zu können. Auf Basis der guten Geschäftsergebnisse in 2016 und der bestehenden Dividendenpolitik (Basisdividende 20 Cent pro Aktie plus performanceabhängige Zusatzdividende in Summe maximal 30 % vom EAT) wird der Hauptversammlung im Mai 2017 die Auszahlung einer Dividende in Höhe von 0,74 (VJ: 0,58) Cent pro bezugsberechtigter Aktie (entspricht 2,4 Mio. €) vorgeschlagen. Sollte die Hauptversammlung diesem Vorschlag zustimmen, würden 30 % des Konzernjahresüberschusses an die Anteilseigner ausgeschüttet.

3 Prognosebericht

Trotz Verunsicherungen durch den Brexit und den Wahlausgang in den USA rechnet der VDMA für die vier wichtigsten Maschinenbaustandorte China, USA, Japan und Deutschland in 2017 mit moderaten Zuwachsraten von 1 bis 3 Prozent. Aus der "Made in China 2025" Strategie der chinesischen Regierung ergeben sich deutliche Wachstumsimpulse. Fraglich ist jedoch, in welchem Maße ausländische Unternehmen an dem Wirtschaftswachstum Chinas partizipieren werden, da es eindeutige protektionistische Tendenzen der Regierung gibt. In den USA werden positive Impulse für den Maschinenbau aus den expandierenden Branchen Chemie, Life-Science und Luftfahrt erwartet. Allerdings werden für diese beiden größten Auslandsmärkte auch Unwägbarkeiten gesehen und der Export nach China könnte sich rückläufig entwickeln. Für Deutschland und die EU Partnerländer erwartet man eine Fortsetzung der Erholung. (Quelle: VDMA Maschinenbau Konjunktur International Nov.). Der Verband der Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Halbleiterindustrie (SEMI) geht von einer Steigerung der Verkaufszahlen für 2017 von 10,6 % gegenüber 2016 aus. (Quelle: Marktstudie SEMI).

Der Vorstand der Basler AG erwartet unter Berücksichtigung der oben ausgeführten Marktaussichten und aufgrund der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Basler AG durch ein breiteres Produktportfolio, einer größer gewordenen Vertriebsorganisation sowie der Erschließung neuer Absatzregionen und Anwendungsfelder ein Umsatzwachstum von ca. 12 %. Auf Basis der guten Auftragsbestände zur Jahreswende sowie der sehr starken Auftragseingänge der ersten Wochen im Geschäftsjahr 2017 plant er mit Umsatzerlösen innerhalb eines Korridors von ca. 90 bis 94 Mio. € und einer Vorsteuerrendite von 6 bis 8 Prozent. Voraussichtlich werden Kameras mit CMOS-Bildsensoren und GigE Vision- oder USB3 Vision-Schnittstellenstandard Haupttreiber des Wachstums sein. Regional wird erneut in Asien das stärkste Wachstum erwartet. Mit Blick auf das Mittelfristziel, im Jahr 2020 die Umsatzschwelle von 150 Mio. € auf Konzernebene zu überschreiten, räumt der Vorstand bis auf weiteres profitablem Umsatzwachstum Priorität gegenüber einer isolierten Steigerung der Vorsteuerrendite ein. Darüber hinausgehende Erträge werden möglichst reinvestiert - vorrangig für zusätzliches Personal in den Funktionsbereichen Vertrieb, Marketing sowie Forschung & Entwicklung, um so nachhaltiges Umsatzwachstum über die nächsten Jahre gewährleisten zu können.

4 Chancen- und Risikobericht

Die von Basler verfolgte Wachstumsstrategie mit dem Ziel, in den kommenden Jahren die Marktführerschaft für Industriekameras weiter auszubauen und den Umsatz des Konzerns auf über 150 Mio. € ansteigen zu lassen, ist dann umsetzbar, wenn Chancen entschlossen genutzt und gleichzeitig Maßnahmen ergriffen werden, um drohende Risiken geeignet zu minimieren.

Das Chancen- und Risikomanagementsystem bei Basler hat zum Ziel,

innerhalb des Führungskräfte-Teams Transparenz über Chancen und Risiken zu erzeugen und
sich innerhalb des Führungskräfte-Teams darüber zu verständigen, in welcher Weise das Unternehmen relevante Risiken in ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit begrenzen kann.
Handlungsspielräume zu schaffen, die ein bewusstes Eingehen von Chancen und Risiken ermöglichen, um nicht akzeptable Risiken zu vermeiden und vermeidbare Risiken auf ein akzeptables Maß zu reduzieren.

Wesentliche Bestandteile des Chancen- und Risikomanagementsystems sind die Risikostrategie, der Risikoatlas, die Risikomatrix und die Maßnahmen zur Risikobewältigung. Im Geschäftsjahr 2013 wurde die Risikostrategie verabschiedet und eine Software zur standardisierten Erhebung und Messung der Risiken eingeführt. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Risikoinventur durchgeführt. Hierbei wurden die Risiken benannt, nach Eintrittswahrscheinlichkeit und monetärer Höhe quantifiziert und Maßnahmen zur Risikominimierung definiert. Die Summe der identifizierten Risiken wird der definierten Risikodeckungsmasse (verfügbares Kapital zur Risikoabdeckung) gegenübergestellt. Die Risikotragfähigkeit des Konzerns wurde nicht überschritten. Flankiert wird das Risikomanagementsystem durch das interne Kontrollsystem (IKS), das interne Qualitätsmanagementsystem und schließlich die jährliche externe Prüfung im Rahmen der DIN EN ISO 9001:2015.

4.1 Interne Organisation

Gegenstand dieser Kategorie ist das Geschäftsmodell, die Auf- und Ablauforganisation, die IT und Kommunikation, die Informationsbeschaffung und das Personal.

Das Unternehmen ist funktional organisiert und die Auslandsgesellschaften sind mit direkter Berichtslinie an den Vorstand angebunden. Flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege sollen die Flexibilität und den Austausch der Mitarbeiter untereinander selbst bei zunehmendem Wachstum erhalten. Um die wachsende Organisation adäquat zu steuern, erfolgen neben aufbauorganisatorischen zudem ablauforganisatorische Maßnahmen. Bereits im Geschäftsjahr 2015 wurde im Rahmen einer Lean Management-Initiative begonnen, das Unternehmen auf seine wesentlichen Wertströme auszurichten und diese in ihrer Effizienz zu steigern. Des Weiteren wurde ein Strategy Deployment-Prozess aufgesetzt, der das Herunterbrechen der Unternehmensstrategie bis auf Arbeitsebene sicherstellt. Diese organisatorischen Methoden wurden im Geschäftsjahr 2016 angewendet, weiter professionalisiert und um ein sogenanntes Shopfloor-Management bzw. Daily-Management ergänzt. In den kommenden Jahren wird das Lean-Programm im Fokus der Organisationsentwicklung liegen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Basler AG kontinuierlich weiter zu steigern.

Als Technologieunternehmen ist die Basler AG in einem hohen Maße abhängig vom Know-how und dem Engagement der Mitarbeiter. Daher werden, wie bereits unter Punkt 2.6 berichtet, diverse Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und Weiterentwicklung ergriffen. Darüber hinaus wird aktiv daran gearbeitet, innovationsfördernde Strukturen, Abläufe, Verhaltensweisen und Kulturen trotz zunehmender Unternehmensgröße zu erhalten. Es wird eine Organisation angestrebt, die in der Lage ist, das Bestandsgeschäft hochoptimiert zu betreiben und sich gleichzeitig agil und innovativ in neue Technologie- und Marktfelder zu begeben.

Eine zentrale Herausforderung der nächsten Jahre wird sein, das Mitarbeiterwachstum an allen Standorten des Unternehmens effektiv und effizient zu gestalten.

Bezüglich IT und Informationsbeschaffung verweisen wir auf Punkt 5 des Lageberichtes.

4.2 Finanzen

Dem Forderungsausfallrisiko wird durch ein Kredit- und Forderungsmanagement begegnet, in dessen Rahmen unsere größeren Kunden einer laufenden Bonitätsprüfung unterzogen und dem Rating entsprechend Kreditlimits im System hinterlegt werden. Bei Überschreitung der Kreditlimits erfolgt eine Prüfung und weitere Waren werden ggf. nicht ausgeliefert. Ausstehende Forderungen unterliegen einem dreistufigen Mahnverfahren. Hat der Kunde ausstehende Rechnungen in der Mahnstufe zwei noch nicht beglichen, wird von einer weiteren Auslieferung in der Regel abgesehen. Ausfallrisiken wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Insgesamt war die Ausfallquote im Jahr 2016 bezogen auf den Mittelwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 0,02 % erneut gering. Im Geschäftsjahr 2016 wurden Einzelwertberichtigungen und Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von 1,8 T€ (VJ: 8 T€) gebucht.

Die Steuerung der Liquidität erfolgt in Zusammenarbeit von Rechnungswesen, Controlling, Vertrieb und Strategischem Einkauf. Basierend auf der Vierjahresplanung und dem Budget für das laufende Geschäftsjahr erfolgt eine Liquiditätsplanung, welche regelmäßig aktualisiert wird und Bestandteil des monatlichen Reportings ist. Auf dieser Grundlage kann der Liquiditätsbedarf rechtzeitig erkannt und ggf. frühzeitig finanziert werden.

Die Gesellschaft hat in den vergangenen Jahren einen positiven Cashflow aus operativer Tätigkeit erzeugt, aus dem zusätzlich zu den Finanzierungsverbindlichkeiten auch die Investitionen finanziert werden konnten und sich darüber hinaus ein Bankbestand von 12,7 Mio. € zum Stichtag der Berichtsperiode ergab. Die Summe aus Kassenbestand, dem positiven freien Cashflow und bestehenden freien verfügbaren Linien bei Kreditinstituten deckt den zukünftigen Finanzbedarf von Basler auf absehbare Zeit ab. Zusätzlich hat die Basler AG als mittelständisches Technologieunternehmen mit einem erheblichen Anteil an Investitionen in Forschung und Entwicklung und einem positiven Rating die Möglichkeit, sich über zinsgünstige KFW-Mittel zu finanzieren.

Aufgrund der guten Ertragslage und der Eigenkapitalstärke der Gesellschaft besteht aus Sicht des Basler Managements aktuell kein Liquiditätsrisiko.

Währungsrisiken werden durch den sogenannten Natural Hedge minimiert. Umsatzerlöse in Fremdwährung - insbesondere USD und JPY - werden soweit möglich verwendet, um Material- und Personalkosten in ebendiesen Währungen zu decken. Verbleibende Überschüsse werden teilweise über Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäfte abgesichert. Währungsderivate werden ausschließlich als Hedging-Instrumente verwendet. Zinsrisiken bestehen aufgrund fest verzinslicher Darlehen nur in geringem Maße.

4.3 Beschaffungsmarkt

Grundsätzlich besteht das Risiko einer gewissen Abhängigkeit von Zulieferern technologischer Komponenten. Auf der Seite der Zulieferer wird das Risiko durch den Aufbau stabiler langfristiger Geschäftsbeziehungen, regelmäßige Lieferantenaudits und die laufende Beobachtung der Beschaffungsmärkte reduziert. Soweit technisch möglich und ökonomisch sinnvoll, wird eine Second Source aufgebaut. Weiterhin sind Prozesse und Systeme implementiert, um die kurzfristige Verfügbarkeit und Liefertermintreue von Zukaufkomponenten sicherzustellen. Im Laufe des vergangenen Geschäftsjahres hat sich die Zulieferindustrie im Bereich Halbleiter und Elektronik weiter konsolidiert. Darüber hinaus gab es durch Unterkapazitäten und Naturkatastrophen Lieferengpässe bei Bildsensoren. Insgesamt wird die Situation auf dem Beschaffungsmarkt trotz weiterer Zusammenschlüsse und dem Risiko von Allokation und Naturkatastrophe als mittleres Risiko bewertet. Diesem Risiko wird mit professionellem Supply Chain Management, einem breiten Produktportfolio und dem weiteren Ausbau der Markführerschaft bzw. einer Verbesserung der Verhandlungsposition begegnet.

4.4 Absatzmarkt

Eine dauerhafte Abschwächung des Wachstums im Kameramarkt ist nicht absehbar. Die von Verbänden und Marktforschungsinstituten abgegebenen Prognosen gehen von nachhaltigem Wachstum im einstelligen Prozentbereich bei Anwendungen in der industriellen Massenproduktion und von zweistelligem prozentualem Wachstum in neueren Absatzmärkten, wie z. B. der Verkehrstechnik, der Logistik oder der Medizintechnik, aus. Da die Basler AG kontinuierlich das Produktportfolio erweitert und die Diversifizierung der Anwendungsmöglichkeiten vorantreibt, wird das Geschäftsmodell als skalierbar und zukunftssicher eingestuft.

Das Kamerageschäft in Investitionsgütermärkten hat durch seinen breiten Branchen- und Kundenportfoliomix sowie durch seinen Design-In-Charakter eine verhältnismäßig geringe Volatilität. Infolge der Fokussierung auf die volumenstarken Mainstream- und Entry Level-Märkte nimmt der Umsatzanteil mit Kunden außerhalb der industriellen Massenproduktion zu und verbessert so die Risikostruktur des Umsatzes. Obwohl in Wirtschaftskrisen auch breit gestreute Aktivitäten nicht von Umsatzrückgängen verschont bleiben, fallen diese gewöhnlich weniger stark aus als in Geschäften, die von zyklischen Einzelindustrien abhängen.

Durch immer neu entstehende Anwendungsfelder für Kameratechnik und das Fehlen ersetzender Technologien, wird der Markt für Kameratechnik in der Investitionsgüterindustrie auf absehbare Zeit aller Voraussicht nach weiter kontinuierlich wachsen. Temporär kommt es in einzelnen Zielmärkten jedoch regelmäßig zu Nachfrageschwankungen. Dies gilt besonders für Investitionsgütermärkte in der Halbleiter- und Elektronikindustrie.

Regional gesehen ist die Basler AG stark von der Entwicklung der Investitionsgütermärkte im asiatischen Raum abhängig. Diese Region machte im vergangenen Geschäftsjahr über 40 % des Umsatzes aus und wird sich auf Sicht weiter überproportional entwickeln.

Die Wettbewerbsintensität auf dem Markt für Industriekameras war im abgelaufenen Jahr unverändert hoch. Die Wettbewerbslandschaft hat sich durch Übernahmen innerhalb der Branche und durch Übernahmen von außerhalb sowie durch den Eintritt neuer chinesischer Wettbewerber verändert und wird somit absehbar an Intensität zunehmen. Die Basler AG hat gegenüber der Mehrzahl ihrer Konkurrenten einen Vorsprung bei Produktportfolio, Marktzugang und Markenbekanntheitsgrad. Mit der Volumenstrategie wird das Ziel verfolgt, in erschlossenen Märkten Marktanteile zu gewinnen und schneller als der Wettbewerb stückzahlträchtige neue Anwendungen zu erschließen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird kontinuierlich in Marketing, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung investiert. Darüber hinaus wird die Strategie verfolgt, die Wertschöpfung in Asien sukzessive zu erhöhen und sich so von einer deutschen Unternehmung mit internationalem Vertrieb zu einer globalen Unternehmung zu entwickeln. Bei erfolgreicher Umsetzung dieser Strategie wird Basler seine Marktposition relativ zum Wettbewerb weiter stärken. Das Wettbewerbsumfeld ist hoch fragmentiert und geprägt von vielen kleinen Nischenanbietern. Die Top 5 Wettbewerber von Basler sind:

Teledyne-Dalsa (Kanada), FLIR (USA), Allied Vision (Deutschland), Toshiba-Teli (Japan) und IDS (Deutschland).

Dem Risiko der Marktpreis- und Margenerosion wird mit robusten und innovativen Produkten begegnet. Ein schlankes Produktdesign, die Nutzung von Plattformarchitekturen ebenso wie Lean Manufacturing sind wesentliche Erfolgsfaktoren für die Wettbewerbsfähigkeit und die Differenzierungskraft des Unternehmens. Darüber hinaus werden durch die Volumenstrategie Wettbewerbsvorteile über Skaleneffekte erzielt.

Eine feindliche Übernahme der Basler AG kann bei der heutigen Aktionärsstruktur mit dem Unternehmensgründer als mittelbarem, mehrheitlichem Anteilseigner nahezu ausgeschlossen werden. Die Aktionärsstruktur wird gleichwohl laufend auf Verschiebungen überprüft. Weiterhin hält die Basler AG zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs eigene Anteile in Höhe von 284.753 Aktien.

4.5 Politische / rechtliche Risiken

Das Risiko, dass sich politische Ereignisse katastrophal auf das Geschäft auswirken, ist aufgrund der regionalen Diversifizierung des Kamerageschäftes in fast 60 Länder, wovon über 20 Länder zur OECD gehören, überschaubar.

Der Gefahr rechtlicher Risiken wird durch entsprechende Versicherungen vorgebeugt. Darüber hinaus wird laufend das Know-how der Rechtsabteilung verbessert. Die Rechtsabteilung wird in Vertragsverhandlungen sowie in Change-Prozesse eingebunden. Zusätzlich werden in schwierigen Fällen externe Spezialisten auf dem Gebiet der Rechts- und Steuerberatung hinzugezogen. Im Rahmen des Risikomanagementsystems und im Zuge schützenswerter Informationen wurde sich darüber hinaus mit dem Thema Geschäftsschädigung durch eigene Mitarbeiter beschäftigt. Derzeit gibt es keine Anzeichen für kriminelle Handlungen oder grobe Fahrlässigkeit.

Der Aufbau und die Pflege der Marke Basler sind unabdingbare Bestandteile der Wettbewerbsfähigkeit und werden entsprechend rechtlich geschützt. Der Name und das Logo von Basler sowie wesentliche Produktnamen sind eingetragene und geschützte Marken.

4.6 Operationale Risiken

Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor ist eine zeitgerechte und hochwertige Produktentstehung, um dem Risiko der strategischen Fehlentscheidungen in technologischer Sicht zu begegnen. Die implementierten Prozesse und Planungsinstrumente werden laufend überprüft und den Bedürfnissen entsprechend angepasst, sodass Entwicklungsprozesse im Rahmen normaler Abweichungen termin- und budgetgetreu abgeschlossen werden können. Im Geschäftsjahr 2016 wurde der Produktentstehungsprozess von der Idee bis zur Serienführung signifikant überarbeitet und verbessert, mit dem Ziel, die Durchlaufzeit von Projekten zu verkürzen und technologische Risiken möglichst früh zu identifizieren.

Die Produktion entspricht modernen Standards und ist organisatorisch darauf ausgerichtet, Schwankungen im Auftragseingang zu bewältigen sowie eine angemessene Kapazitätsauslastung von Mitarbeitern und Maschinen umsetzen zu können.

Die Qualität der Produkte wird im Rahmen eines integrierten Qualitätsmanagementsystems überwacht. Teil dieses Systems ist die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015. Es erfolgt eine jährliche Überprüfung des Systems durch externe Auditoren sowie eine regelmäßige Bewertung durch interne Audits. Die operative Steuerung von Produktion, Logistik und Supply Chain wurde durch die Einführung von Shopfloor- bzw. Daily Management im Laufe des Geschäftsjahrs 2016 nochmals deutlich professionalisiert.

4.7 Gesamtaussage

Als Hersteller von Kameras für die Investitionsgüterindustrie schätzt der Vorstand der Basler AG das unternehmensstrategische Risiko als gering ein. Diese Einschätzung beruht auf dem Umstand, dass es gegenwärtig keine flächendeckende Ersatztechnologie für Kameras gibt und digitalisiertes "Sehen" sowohl in der Industrie/Fabrikautomation als auch in allen anderen Bereichen wie beispielsweise der Verkehrstechnik, der Medizintechnik oder der Logistik zunehmend wichtiger wird. Da die Kameraprodukte von Basler typischerweise in Maschinen und Geräten integriert werden und über den Lebenszyklus der Gerätegeneration aufgrund hoher Wechselhürden des Kunden meist gesetzt sind, ergibt sich darüber hinaus ein recht stabiles sowie planbares Geschäft. Weiterhin erwarten die Fachverbände für den weltweiten Markt von Industriekameras in den kommenden Jahren kontinuierliches Wachstum. Schließlich wird von Banken und Wirtschaftsforschungsinstituten die globale konjunkturelle Entwicklung auf mittlere Sicht überwiegend als stabil bis leicht positiv eingeschätzt.

Da Basler seine Aktivitäten sowohl auf neue Produkte als auch auf das Erschließen neuer Absatzmärkte und Anwendungsfelder ausrichtet und damit seine Umsatzchancen kontinuierlich verbreitert, ist das Risiko einer unterdurchschnittlichen Entwicklung des Unternehmens im Vergleich zum Markt insgesamt überschaubar. Durch die Ausweitung der Zielmärkte reduzieren sich die ohnehin gering ausgeprägten Abhängigkeiten von einzelnen Vertikalmärkten weiter kontinuierlich.

Der asiatische Absatzmarkt - im Besonderen China - wird aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren die höchsten Wachstumsraten aufweisen. Aufgrund der guten Marktzugänge und der Ausrichtung des Produktportfolios ist die Basler AG sehr gut positioniert, diesen Trend für sich zu nutzen. Der Chance überproportionaler Wachstumsraten steht das Risiko einer zunehmenden Abhängigkeit von relativ wettbewerbsintensiven und zyklischen asiatischen Märkten gegenüber. Durch eine ausgewogene Investitionspolitik versucht das Management der Basler AG balanciert in diesem Spannungsverhältnis zu entscheiden und ein nachhaltiges profitables Wachstum für das Unternehmen sicher zu stellen.

Das Management der Basler AG überprüft das Geschäftsmodell und die Mehrjahresplanung in einem jährlichen Rhythmus. Die Erreichung der quantitativen und qualitativen Ziele für das jeweilige Geschäftsjahr wird monatlich sowohl in Form eines Balanced Score Card-Systems als auch in einer Gegenüberstellung der Plan- und Ist-Zahlen überwacht und im Kreis der Führungskräfte besprochen. Zusätzlich wird dem Executive Management einmal pro Monat ein umfangreicher Report zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus treffen sich das Executive Management und der Vorstand alle zwei Wochen, um die aktuelle Unternehmenssituation und die Fortschritte strategischer Veränderungsinitiativen abzugleichen sowie bei Abweichung vom Plan etwaige Gegenmaßnahmen zu verabschieden.

Bei Ausbleiben makro-ökonomischer Krisen geht das Management davon aus, die mittelfristig (bis 2020) geplante Umsatzschwelle von 150 Mio. € bei einer EBT-Marge von mindestens 11 % realisieren zu können.

Vorgänge von besonderer Bedeutung außerhalb des gewöhnlichen Geschäftsbetriebes, welche nicht im Lagebericht beschrieben sind, waren nicht zu verzeichnen.

5 Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess

Der Vorstand der Basler AG ist verantwortlich für die Erstellung und die Richtigkeit des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts. Diese werden durch die Einbindung der Rechnungslegungsprozesse der Basler Gruppe in das Qualitätsmanagement-System sichergestellt. Die Prozesse sind grundsätzlich nach dem Vier-Augen-Prinzip sowie einer strikten Funktionstrennung aufgesetzt. Unterstützt werden sie durch das SAP-System mit einem dezidierten Berechtigungskonzept, in dem alle Einzelabschlüsse der Basler Gruppe nach konzerneinheitlichen Regeln erstellt werden.

In diesem System sind die Bilanzierungsgrundsätze sowie Kontrollen zur Überwachung der Prozess- und Datenqualität für eine automatisierte Abschlusserstellung hinterlegt.

Die Abschlussprozesse sind weitestgehend automatisiert und werden durch geeignete EDV-gestützte Workflows gesteuert. Sowohl unterstützt durch Stichprobenprüfungen, plausibilisierende und manuelle Kontrollen als auch durch die eingesetzte Software, wird die Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten der Rechnungslegung regelmäßig überprüft.

Der Aufsichtsrat der Basler AG befasst sich im Rahmen seiner Tätigkeit regelmäßig mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements sowie der Prüfungsaufträge und Prüfungsschwerpunkte.

6 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Aufgrund des hohen Exportanteils von Basler erfolgt ein großer Teil der Zahlungsströme in Fremdwährung. Aus Umsatzerlösen abzüglich Materialeinkäufen und sonstiger Kosten in jeweiliger Fremdwährung entstehen insbesondere Zahlungsüberschüsse in USD und JPY. Grundsätzlich werden Fremdwährungsguthaben in EUR getauscht sowie mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Zukunft entstehende Fremdwährungsüberschüsse über Devisentermingeschäfte abgesichert, deren Laufzeit in der Regel zwölf Monate nicht übersteigt. Dadurch sollen Währungsrisiken aus Wechselkursschwankungen minimiert werden.

Um langfristige Umsatzerlöse gegen Wechselkursschwankungen abzusichern, werden gelegentlich auch Devisenoptionsgeschäfte abgeschlossen. Devisenkassa-, Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte werden nicht zu spekulativen Zwecken eingesetzt, sondern dienen lediglich der Minimierung der Fremdwährungsrisiken. Zum Bilanzstichtag bestanden keine derivativen Geschäfte in Fremdwährungen.

2011 hat die Basler AG einen Payer-Swap abgeschlossen, welcher als Hedge für einen geplanten Unternehmenskauf dienen sollte. Da das Grundgeschäft nicht zustande kam, wurde die Bewertungseinheit im Geschäftsjahr 2012 aufgelöst und der Swap wird seitdem zum Marktwert bilanziert. Per 31.12.2016 beträgt der Marktwert -721 T€ Mio. €. Im Geschäftsjahr 2016 wurde aufgrund der Marktbewertung, bedingt durch die Reduzierung des Nominalbetrages, ein Ertrag von 270 T € gebucht.

Basler schließt derivative Geschäfte ausschließlich mit seinen Hausbanken ab. Das Risiko eines Ausfalls der Kontrahenten sehen wir als sehr gering an.

7 Übernahmerelevante Angaben (§ 289 und § 314 HGB)

Der Vorstand der Basler AG besteht aus vier Mitgliedern mit folgenden Ressortaufteilungen: Dr. Dietmar Ley verantwortet die Bereiche Forschung & Entwicklung sowie Personal und Organisationsentwicklung, John P. Jennings die Bereiche Vertrieb, Marktkommunikation und Tochtergesellschaften, Arndt Bake zeichnet für Marketing und New Business und Hardy Mehl ist für Produktion, Einkauf und Logistik, Finanzen, Recht und Investor Relations verantwortlich.

Die Satzung der Basler AG sieht für die Ernennung und Abberufung von Vorständen folgende Regelung vor:

"Die Bestellung der Mitglieder des Vorstands, der Widerruf ihrer Bestellung sowie der Abschluss, die Änderung und die Beendigung von Dienstverträgen mit den Mitgliedern des Vorstands erfolgen durch den Aufsichtsrat. Dasselbe gilt für die Bestellung eines Vorstandsmitglieds zum Vorsitzenden und weiterer Mitglieder des Vorstands zu stellvertretenden Vorsitzenden."

Die Satzung der Basler AG kann nur durch die Hauptversammlung und dort nur mit drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals geändert werden.

Das Grundkapital der Basler AG in Höhe von 3,5 Mio. € ist eingeteilt in 3,5 Mio. nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten.

Herr Norbert Basler, Großhansdorf, hat den Vorstand darüber informiert, dass er mit Vertrag vom 14.09.2015 seine im Privatbesitz gehaltenen Aktien in die Basler Beteiligungs-GmbH & Co KG eingebracht hat. Die Basler Beteiligungs-GmbH & Co. KG hält per 31.12.2016 1.843.384 Aktien und somit 52,67 % der Stimmrechte an der Basler AG.

Die Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe oder des Rückkaufs eigener Aktien sind in der Satzung wie folgt geregelt:

"Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 30.05.2017 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 1.750.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu Euro 1.750.000 zu erhöhen. Hierbei steht den Aktionären Bezugsrecht zu. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Ferner kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ausschließen, um die neuen Aktien der Gesellschaft Dritten gegen Sacheinlage zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder von Forderungen gegen die Gesellschaft oder ihr verbundene Unternehmen anbieten zu können. Der Ausschluss des Bezugsrechts durch den Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch dann zulässig, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 v.H. des Grundkapitals in Höhe von Euro 3.500.000,00 nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenkurs der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet (§ 203 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG). Börsenkurs ist der arithmetische Durchschnitt der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (XETRA-Handel) oder eines Nachfolgesystems der letzten zehn Börsentage vor Ausübung der Ermächtigung.

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, die Einzelheiten der Kapitalerhöhung sowie die Bedingungen der Aktienausgabe, insbesondere den Ausgabebetrag festzulegen."

Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 30.06.2019 eigene Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, für einen oder mehrere Zwecke ausgeübt werden; sie kann aber auch von abhängigen oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen oder für ihre oder deren Rechnung von Dritten durchgeführt werden. Der Erwerb darf nach Wahl der Gesellschaft (i) über die Börse oder (ii) mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Erwerbsangebots bzw. einer an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder (iii) durch ein an alle Aktionäre gerichtetes öffentliches Tauschangebot gegen Aktien eines im Sinne von § 3 Abs. 2 AktG börsennotierten Unternehmens bzw. durch eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots erfolgen.

Einzelheiten zu den im Bestand befindlichen Aktien sind dem Anhang zu entnehmen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die so erworbenen Aktien und die bereits früher erworbenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden.

Ferner wird der Vorstand ermächtigt, die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen und die früher erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Gewährung von Aktien an sonstige Mitarbeiter der Gesellschaft sowie an Mitglieder der Geschäftsführung und Mitarbeiter von mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff AktG verbundenen Unternehmen zu verwenden, soweit diese Personen im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen zu deren Bezug berechtigt sind.

Der Vorstand wird zudem ermächtigt, die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen und die früher erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Wandel- und Optionsrechten bzw. Wandlungspflichten aus durch die Gesellschaft oder von abhängigen oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen ausgegebenen Wandel-, Teilschuld- oder Optionsschuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten bzw. Wandlungspflichten zu verwenden.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien ist insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden.

Der Vorstand wird die Hauptversammlung bezüglich des Erwerbs eigener Aktien und deren Verwendung jeweils unterrichten. Weitere Sachverhalte nach § 289 Abs. 4 HGB liegen nicht vor.

8 Erklärung zur Unternehmensführung (§289a HGB), Corporate Governance Bericht

Die Entsprechungserklärung zum Corporate Governance Kodex, Erläuterungen zu unseren Unternehmensführungspraktiken sowie eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat finden Sie auf unserer Internetseite (www.baslerweb.com) unter dem Punkt Investoren ^ Corporate Governance.

9 Grundzüge des Vergütungssystems

Bei den nachfolgenden Angaben zur Vergütung der Organe der Basler AG handelt es sich um gesetzlich vorgesehene Anhangangaben nach dem Handelsgesetzbuch sowie um Angaben aufgrund der Vorgaben des Corporate Governance Kodex.

9.1 Vergütung des Vorstands

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Die Mitglieder des Vorstands haben auf Basis der mit ihnen geschlossenen Dienstverträge einen Anspruch auf eine fixe und eine jährliche variable Vergütung sowie auf Nebenleistungen. Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand sowie die Angemessenheit der Vergütung werden regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft und festgelegt.

In marktüblicher Weise gewährt die Gesellschaft allen Mitgliedern des Vorstands aus ihren Vorstandsverträgen weitere Leistungen, die z.T. als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend versteuert werden, so vor allem die Überlassung eines Geschäftsfahrzeugs sowie die Gewährung von Unfallversicherungsschutz. Nebentätigkeiten sind grundsätzlich genehmigungspflichtig.

Die Laufzeiten der Verträge der Mitglieder des Vorstands sind an die Laufzeit der Bestellung zum Mitglied des Vorstands gekoppelt. Die Verträge der Vorstandsmitglieder sehen ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vor. Den Mitgliedern des Vorstands ist es vertraglich untersagt, während der Dauer von eineinhalb Jahren nach Ausscheiden Leistungen an oder für einen Wettbewerber zu erbringen.

9.1.1 Eigene Anforderungen an das Vergütungssystem

Das Vergütungssystem für den Vorstand soll folgende Aspekte adressieren:

Langfristige Perspektive
Ertragsstärke
Wachstum
Eigenkapitalstärke
Leistungsorientierung
Effizienz in der Umsetzung
Transparenz für alle Beteiligten

Daraus resultieren folgende Anforderungen an das Vergütungssystem:

Individuelle und angemessene Vergütung
Ausrichtung auf nachhaltige Unternehmensentwicklung
Aufteilung in fixe und variable Bestandteile
Mehrjährige Bemessungsgrundlage
Berücksichtigung positiver und negativer Entwicklungen
Vermeidung von Fehlanreizen i. S. unangemessener Risiken
Relevante und anspruchsvolle Ziele und Kennzahlen
Ausschluss nachträglicher Änderung der Erfolgsziele
Begrenzung der variablen Vergütung
Aufsichtsrat soll auf außerordentliche Entwicklungen reagieren können

9.1.2 Struktur des Vergütungssystems (nur monetäre Gehaltsbestandteile)

Mit jedem einzelnen Vorstand wird bei Vertragsabschluss bzw. Vertragserneuerung ein individuelles Zielgehalt vereinbart. Dessen Höhe ist dabei u. a. abhängig von:

Aufgaben und Verantwortung
Leistung
Marktgegebenheiten
Wirtschaftlicher Lage der Gesellschaft
Erfolg und Zukunftsaussichten des Unternehmens
Externem Vergleichsumfeld
Interner Vergütungsstruktur

Für alle Vorstände wird ein gleicher prozentualer Anteil vom Zielgehalt definiert, der als Basis für die Berechnung der variablen Vergütung dient. Die Höhe des variablen Anteils berücksichtigt die sonstigen Regelungen im Unternehmen, die Üblichkeiten im Markt und die Empfehlungen des Corporate Governance Kodex.

Für die Vorstände der Basler AG wird der variable Anteil auf 25 % vom Zielgehalt festgelegt.

9.1.3 Kennzahlen zur Erfolgsmessung

Die strategische Zielsetzung eines profitablen Wachstumsunternehmens und unsere grundsätzliche Entscheidung für eine eigenkapitalstarke Unternehmensfinanzierung führen zur Bemessung des Unternehmenserfolgs nach Profitabilität und Wachstum.

Als geeignete Kennzahl für Profitabilität wird hier das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) im Verhältnis zum Umsatz angesehen.

Profitabilität = EBT/Umsatz

Als geeignete Kennzahl für Wachstum wird die prozentuale Steigerung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr angesehen.

Aktueller Umsatz

Umsatzwachstum = Aktueller Umsatz/Vorjahresumsatz - 1

9.1.4 Zielvorgaben

Zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres werden für beide Kennzahlen Erwartungswerte als Zielvorgaben vereinbart. Die Zielvorgabe für die Profitabilität orientiert sich dabei an der langfristigen Rentabilitätserwartung und soll über die Jahre eine große Konstanz aufweisen. Die Umsatzerwartung berücksichtigt auch mittel- und kurzfristigere Einflüsse und wird daher von Jahr zu Jahr stärker schwanken.

Zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres werden für beide Kennzahlen Toleranzbreiten vereinbart, die den Bereich des normalen Geschäftsverlaufes beschreiben. Die Toleranz soll so bemessen sein, dass ihr unterer Eckwert den Übergang von einem grundsätzlich befriedigenden zu einem unbefriedigenden Ergebnis markiert. Umgekehrt beschreibt der obere Eckwert die Grenze zwischen einer guten und einer sehr guten Leistung.

Als Maß für die Zielerreichung dienen lineare Funktionen bezüglich Profitabilität und Wachstum: Diese Funktionen zeigen jeweils eine 100 %-ige Zielerreichung, wenn die nach dem Jahresabschluss festgestellten Werte für Profitabilität und Wachstum gerade den Erwartungswerten entsprechen. Sie zeigen eine 0 %-ige Zielerreichung, wenn die Erwartungswerte um die Toleranzbreite unterschritten werden. Sie werden negativ, wenn die Abweichungen nach unten noch größer ausfallen.

Profitabilität und Wachstum sind gleichermaßen wichtige Zielsetzungen. Im Zweifelsfall ist aber die Forderung nach Profitabilität dringender, als die nach stetigem Wachstum. Ausbleibende Profitabilität soll daher nicht unbegrenzt durch Wachstum kompensiert werden können, sodass der Erfüllungsgrad für das Wachstumsziel bei 400 % begrenzt wird. Die Erfüllungsgrade werden mit 50 % zu 50 % ausgeglichen gewichtet. Die Addition beider entsprechend gewichteten Erfüllungsgrade für Profitabilität und Wachstum ergibt das Maß für die Gesamt-Zielerreichung im Geschäftsjahr.

Die eingeforderte Begrenzung des variablen Vergütungsteils wird bei -100 % und bei +400 % vorgenommen.

9.1.5 Bonus

Die Gesamt-Zielerreichung (-100 % bis 400 %) wird mit dem oben definierten variablen Anteil des Zielgehalts (25 % des vereinbarten Zielgehalts) multipliziert und ergibt damit den in € bemessenen Bonusanspruch des jeweiligen Vorstandsmitglieds für das abgelaufene Geschäftsjahr. Demgemäß kann der Bonusanspruch zwischen -25 % des Zielgehaltes (Malus) und 75 % des Zielgehaltes betragen.

Der so errechnete Bonusanspruch kommt nicht direkt zur Auszahlung. Um die geforderte Nachhaltigkeit und mehrjährige Bemessungsgrundlage darzustellen, werden die Ansprüche mittels einer Bonus-Bank verzögert ausgezahlt und unterliegen dabei dem zwischenzeitlichen Risiko einer substanziellen Schmälerung durch eine nachträgliche Verschlechterung der Lage. Für jeden Vorstand wird ein gesondertes Konto für dessen Bonusansprüche geführt.

Der für das vergangene Geschäftsjahr errechnete Bonus oder Malus wird auf das individuelle Konto gebucht. Unter Berücksichtigung eines alten Saldos ergibt sich ein aktueller Kontostand. Sofern dieser Kontostand positiv ist, kommt ein Drittel des Saldos zur Auszahlung. Zwei Drittel werden auf neue Rechnung vorgetragen und im nächsten Jahr berücksichtigt. Negative Salden müssen durch positive Salden oder Bonuseinzahlungen kompensiert werden, bevor Auszahlungen aus der Bonus-Bank erfolgen können.

9.1.6 Gesamtvergütung

Die Gesamtvergütung setzt sich aus dem Fixgehalt (75 % des Zielgehaltes) und der Auszahlung aus der Bonus-Bank zusammen.

Werden die vereinbarten Ziele bezüglich Profitabilität und Wachstum über mehrere Jahre im Mittel erfüllt, so ergibt sich eine tatsächliche Gesamtvergütung in Höhe des Zielgehaltes. Werden die Ziele nachhaltig deutlich verfehlt, so kommt auf Dauer lediglich das Fixgehalt zur Auszahlung (75 % des Zielgehaltes).

Im Falle einer mehrjährigen und signifikanten Übererfüllung der Profitabilitäts- und Wachstumsziele ergibt sich allmählich eine Gesamtvergütung von maximal 175 % des Zielgehaltes.

Hinsichtlich der Angaben zu den Empfehlungen nach Ziff. 4.2.5 Abs. 3 Satz 2 DCGK (Deutsche Corporate Governance Kodex) verweisen wir auf den Anhang.

9.1.7 Grenzen des Modells und Eingriff des Aufsichtsrats

Ein Vergütungsmodell wird nie alle Eventualitäten realer Einflüsse abbilden können. Es soll so einfach wie möglich sein und wird daher bei außergewöhnlichen und unvorhersehbaren Randbedingungen versagen müssen.

Im Falle gravierender Krisen (z. B. Weltwirtschaftskrise 2008/2009) oder auch bei nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung abbildbaren Erfolgen des Vorstands (z. B. strategische Erfolge oder Abwenden bedrohlicher Situationen) bietet ein solches Vergütungsmodell keine befriedigenden Ergebnisse.

Um diese systembedingten Nachteile eines geforderten Vergütungssystems zu mildern, behält sich der Aufsichtsrat der Basler AG zwei Möglichkeiten vor, in das System einzugreifen:

Verzögerte Auszahlung aus der Bonus-Bank
Sonderzuweisungen in die Bonus-Bank

Im Fall außergewöhnlich schwieriger Umstände, insbesondere auch wenn die Auszahlung von Boni im Hinblick auf die Beanspruchung von Belegschaft oder Gesellschaftern unangemessen erscheint, kann der Aufsichtsrat beschließen, anstehende Auszahlungen aus der Bonus-Bank auszusetzen oder zu verschieben. Der grundsätzliche Anspruch der Vorstände auf Auszahlung bleibt dabei bestehen.

Im Fall ausgesprochen guter, deutlich über allen Erwartungen liegender Leistungen des Vorstands, insbesondere auch dann, wenn sich diese nicht unbedingt in der GuV abbilden, kann der Aufsichtsrat beschließen, Sonderzuweisungen in die Bonus-Bank vorzunehmen. Diese Sonderzuweisungen stehen dann ebenso wie die regulären Boni im mehrjährigen Risiko, bevor sie über Jahre verteilt zur Auszahlung kommen. Die Sonderzuweisungen können individuell für jeden Vorstand beschlossen werden.

Endet die Vorstandsbestellung mit einem negativen Saldo in der Bonus-Bank des jeweiligen Vorstands, so wird dieser vom Unternehmen ausgeglichen. Im Gegenzug sehen die Anstellungsverträge im Falle eines positiven Saldos vor, dass dieser zunächst in der Bonus-Bank verbleibt und damit dem Minderungsrisiko in den Folgejahren, analog zu den Anspruchsberechnungen der verbleibenden Unternehmensvorstände in diesen Jahren, unterliegt. Der Bonus-Bank werden nach Ausscheiden des Vorstands aber keine neuen positiven Ansprüche zugeführt. Die Auszahlungen aus der Bonus-Bank erfolgen zu den für die verbleibenden Vorstände gültigen Regelterminen. Dabei kommt an den beiden auf das Ausscheiden des Vorstandsmitglieds folgenden Regelterminen jeweils ein Drittel des bei Auszahlung bestehenden Saldos zur Auszahlung und am dritten Regeltermin wird der dann bestehende Restsaldo ausgezahlt.

Unabhängig vom Vergütungssystem ist vereinbart, dass Zahlungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund auf den Wert von zwei Jahresvergütungen begrenzt sind und grundsätzlich nicht mehr als die Summe der Ansprüche während der Restlaufzeit des Anstellungsvertrages betragen können.

Das von der Hauptversammlung 2011 beschlossene neue Vergütungsmodell für den Vorstand erfüllt damit die Forderungen des Corporate Governance Kodex nach:

Individueller und angemessener Vergütung
Ausrichtung auf nachhaltige Unternehmensentwicklung
Aufteilung in fixe und variable Bestandteile
Mehrjähriger Bemessungsgrundlage
Berücksichtigung positiver und negativer Entwicklungen
Vermeidung von Fehlanreizen i. S. unangemessener Risiken
Relevanten und anspruchsvollen Zielen und Kennzahlen
Ausschluss nachträglicher Änderung der Erfolgsziele
Begrenzung der variablen Vergütung
Eingriffsmöglichkeiten für den Aufsichtsrat bei außerordentlichen Entwicklungen

9.2 Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in der Satzung festgelegt. Dabei werden der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat mit Zuschlägen von 200 % bzw. 50 % berücksichtigt. Eine erfolgsorientierte Vergütung ist für die Mitglieder des Aufsichtsrats aufgrund des derzeitigen Niveaus der festen Vergütung nicht vorgesehen.

10 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Gemäß § 312 Abs. 3 Satz 3 Aktiengesetz (AktG) haben wir einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Dieser Bericht schließt mit folgender Erklärung des Vorstands:

"Wir erklären, dass die Basler AG, Ahrensburg, bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und Personen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, angemessene Gegenleistungen erhalten hat und wir nicht benachteiligt wurden. Andere Maßnahmen i.S. des § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden."

Ahrensburg, 10. März 2017

Dr. Dietmar Ley

John P. Jennings

Arndt Bake

Hardy Mehl

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 der Basler Aktiengesellschaft, Ahrensburg, in den diesem Bericht als Anlagen I (Konzernabschluss) und II (Konzernlagebericht) beigefügten Fassungen den am 10. März 2017 in Lübeck unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

Wir haben den von der Basler Aktiengesellschaft, Ahrensburg, aufgestellten Konzernabschluss

- bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Rechnungslegungsinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen Teilbereiche, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 der Basler Aktiengesellschaft, Ahrensburg, haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Konzernabschlussprüfungen erstattet.

Lübeck, 10. März 2017

**BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Herbers, Wirtschaftsprüfer

gez. Dr. Wißmann, Wirtschaftsprüfer

Konzern-Bilanz (in TEUR)

Aktiva

Anhang 31.12.2015 31.12.2016
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte 10 20.859 22.505
II. Sachanlagen 10 6.276 6.711
III. Gebäude und Grundstücke im Finanzierungsleasing 17 15.316 14.624
IV. Übrige Finanzanlagen 5 5
V. Latente Steueransprüche 11 64 28
42.520 43.873
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte 12 10.763 14.577
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Fertigungsaufträgen 13 7.793 10.370
III. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 14 233 505
IV. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 14 521 741
V. Steuererstattungsansprüche 15 791 847
VI. Bankguthaben und Kassenbestände 16 14.043 19.437
34.144 46.477
76.664 90.350
Passiva
Anhang 31.12.2015 31.12.2016
A. Eigenkapital 18
I. Gezeichnetes Kapital 3.241 3.215
II. Kapitalrücklagen 2.443 2.443
III. Gewinnrücklagen inkl. Konzernergebnis 38.944 43.648
IV. Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals 543 710
45.171 50.016
B. Langfristige Schulden
I. Langfristige Finanzmittel
1. Langfristige verzinsliche Bankverbindlichkeiten 19 6.825 9.825
2. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 17 10.117 8.610
II. Langfristige Rückstellungen 20 748 946
III. Latente Steuerschulden 11 4.046 5.379
21.736 24.760
C. Kurzfristige Schulden
I. Andere Finanzverbindlichkeiten 19 1.579 1.521
II. Kurzfristige Rückstellungen 20 1.970 3.507
III. Kurzfristige sonstige finanzielle Schulden
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.732 6.234
2. Übrige kurzfristige finanzielle Schulden 1.194 1.192
3. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 17 2.156 2.159
IV. Kurzfristige Steuerschulden 126 961
9.757 15.574
76.664 90.350

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (in TEUR)

Anhang 01.01. -31.12.2015 01.01. -31.12.2016
Umsatzerlöse 4 85.433 97.538
Kosten der umgesetzten Leistungen -44.691 -50.061
- davon Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungen 10 -2.985 -3.810
Bruttoergebnis vom Umsatz 40.742 47.477
Sonstige betriebliche Erträge 5 2.683 1.562
Vertriebs- und Marketingkosten -15.818 -16.928
Allgemeine Verwaltungskosten -10.960 -11.535
Forschung und Entwicklung -6.079 -7.936
Andere Aufwendungen 6 -591 -474
Operatives Ergebnis 9.977 12.166
Finanzerträge 7 325 276
Finanzaufwendungen 7 -1.226 -1.016
Finanzergebnis -901 -740
Ergebnis vor Ertragsteuern 9.076 11.426
Ertragsteuern 8 -2.863 -3.496
Konzernjahresüberschuss 6.213 7.930
Durchschnittliche Anzahl der Aktien 9.5 3.209.466 3.230.943
Ergebnis pro Aktie verwässert / unverwässert (Euro) 1,94 2,45

Konzern-Gesamtergebnisrechnung ( in TEUR)

Anhang 01.01. -31.12.2015 01.01. -31.12.2016
Konzernperiodenüberschuss 6.213 7.930
direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis aus Währungsumrechnungsdifferenzen (unter bestimmten Bedingungen zukünftig in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern) 18.3 348 167
Überschuss / Fehlbetrag aus Cashflow
Hedges 18.3 0 0
Erfolgsneutrales Gesamtergebnis 348 167
Gesamtergebnis 6.561 8.097
Davon entfallen auf
Gesellschafter des Mutterunternehmens 6.561 8.097
Nicht beherrschende Gesellschafter 0 0

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung (in TEUR)

Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen inkl. Konzernergebnis Währungs-

umrechnungs-

differenzen
Rücklagen Summe der sonstigen Bestandteile des Eigenkapitals
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital 01.01.2015 3.181 0 33.931 195 0 195
Gesamtergebnis 6.213 348 348
Aktienverkauf 66 2.443 1.264 0
Aktienrückkauf -6 -242 0
Dividendenausschüttung1) -2.222 0
Eigenkapital 31.12.2015 3.241 2.443 38.944 543 0 543
Gesamtergebnis 7.930 167 0 167
Aktienverkauf 0 0
Aktienrückkauf -26 -1.348 0
Dividendenausschüttung2) -1.878 0
Eigenkapital 31.12.2016 3.215 2.443 43.648 71 0 710
Gesamt
Eigenkapital 01.01.2015 37.307
Gesamtergebnis 6.561
Aktienverkauf 3.773
Aktienrückkauf -248
Dividendenausschüttung1) -2.222
Eigenkapital 31.12.2015 45.171
Gesamtergebnis 8.097
Aktienverkauf 0
Aktienrückkauf -1.374
Dividendenausschüttung2) -1.878
Eigenkapital 31.12.2016 50.016

1) 0,70 € je Stückaktie

2) 0,58 € je Stückaktie

Konzern-Kapitalflussrechnung (in TEUR)

01.01. - 31.12.2015 01.01. - 31.12.2016
Betriebliche Tätigkeit
Periodenüberschuss des Konzerns 6.213 7.930
Zunahme(+) / Abnahme(-) latenter Steuern 1.393 1.369
Zinsauszahlungen / Zinseinzahlungen 1.335 1.196
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.563 6.591
Zahlungsunwirksame Veränderung des Eigenkapitals 348 167
Zunahme(+) / Abnahme(-) der Rückstellungen -2.514 2.570
Gewinn(-) / Verlust(+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 96 -11
Zunahme(-) / Abnahme(+) der Vorräte 1.787 -3.814
Zunahme(+) / Abnahme(-) erhaltener Anzahlungen -164 126
Zunahme(-) / Abnahme(+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -830 -2.576
Zunahme(-) / Abnahme(+) der sonstigen Aktiva -354 -552
Zunahme(+) / Abnahme(-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 454 3.503
Zunahme(+) / Abnahme(-) der sonstigen Passiva -416 -397
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 12.911 16.102
Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -9.397 -7.992
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 50 26
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -9.347 -7.966
Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen aus der Rückführung von Darlehen bei Kreditinstituten -888 -588
Auszahlung für die Tilgung von Finanzierungsleasingsverbindlichkeiten -1.414 -1.506
Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen von Kreditinstituten 0 3.800
Zinsauszahlungen -1.335 -1.196
Einzahlung aus dem Verkauf eigener Aktien 3.773 0
Auszahlung für Eigene Anteile -247 -1.374
Auszahlung für Dividende -2.222 -1.878
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -2.333 -2.742
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands in der Periode 1.231 5.394
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 12.812 14.043
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 14.043 19.437
Zusammensetzung des Finanzmittelbestands am Ende der Periode
Bankguthaben und Kassenbestände 14.043 19.437
Auszahlungen für Steuern 2.248 1.292

Anhang ZUM KONZERNABSCHLUSS ZUM 31.12.2016

I. Allgemeine Angaben

1. Das Unternehmen

Die Basler Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Investitionsgüter der Vision Technology (der Technologie des maschinellen Sehens). Die Basler Aktiengesellschaft mit Hauptsitz in 22926 Ahrensburg (Deutschland), An der Strusbek 60-62, Amtsgericht Lübeck HRB 4090 AH, unterhält Tochtergesellschaften in Singapur, Taiwan und den USA sowie Vertriebs- und Service- Niederlassungen in Japan, Südkorea, China, Finnland, Polen, Niederlande, Kanada und dem Vereinigten Königreich. Entwicklung und Produktion erfolgen am Hauptsitz in Deutschland. In der Tochtergesellschaft in Singapur wurde im Juli 2014 eine zweite Produktionslinie eröffnet.

Seit dem 23. März 1999 ist die Basler AG an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die Basler AG hat sich den Vorschriften des Prime Standard unterworfen.

Die Basler Beteiligungs-GmbH & Co. KG hält über 50 % der stimmberechtigten Anteile der Basler AG.

2. Grundlagen der Bilanzierung

2.1 Übereinstimmung mit IFRS

Der Konzernabschluss der Basler AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Alle vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der Basler AG angewendeten IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Im Folgenden wird daher einheitlich der Begriff IFRS verwendet.

2.2 Standards, deren Anwendung keine Auswirkung auf den Konzernabschluss haben

Die seit dem 1. Januar 2015 im Zuge der jährlichen Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2011 -2013) anzuwendenden Änderungen hinsichtlich des IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40 haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Basler AG.

Die Leitlinien nach IFRIC 21 finden keine Anwendung.

2.3 Standards, die verabschiedet, aber noch nicht angewendet wurden

Folgende in EU-Recht übernommene IFRS wurden bis zum 31. Dezember 2016 herausgegeben, sind indes erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden, sofern von einem Wahlrecht zur vorzeitigen Anwendung kein Gebrauch gemacht wird:

Änderung/Standard Datum der Veröffentlichung Datum der Übernahme in EU-Recht Anwendungszeitpunkt (EU)
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden (inklusive Änderungen an IFRS 15 Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 15) 11. September 2015 22. September 2016 1. Januar 2018
IFRS 9 Finanzinstrumente 24. Juli 2014 22. November 2016 1. Januar 2018

Nachfolgende Standards sowie Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards, die ebenfalls vom IASB herausgegeben wurden, sind im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 noch nicht verpflichtend anzuwenden. Die Anwendung dieser Regelungen setzt voraus, dass sie im Rahmen des IFRS-Übernahmeverfahrens der EU ("Endorsement") angenommen werden:

Änderungen/Standard/Interpretation Datum der Veröffentlichung Datum der Übernahme in EU-Recht1 Anwendungszeitpunkt (EU)
IFRS 14 Regulatorisch Abgrenzungsposten 30. Januar 2014 Die Europäische Kommission hat beschlossen, das Übernahmeverfahren dieses Zwischenstandards auszulassen und stattdessen den finalen Standard abzuwarten.
IFRS 16 Leasingverhältnisse 13. Januar 2016 H2/2017 1. Januar 2019
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28:Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture 11. September 2014 Verschoben Auf unbestimmte Zeit verschoben
Änderungen an IAS 12: Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste 19. Januar 2016 Q2/2017 1. Januar 2017
Änderungen an IAS 7: Angabeninitiative 29. Januar 2016 Q2/2017 1. Januar 2017
Klarstellung zu IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 12. April 2016 Q2/2017 1. Januar 2018
Änderungen an IFRS 2: Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung 20. Juni 2016 H2/2017 1. Januar 2018
Änderungen an IFRS 4: Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge 12. September 2016 2017 1. Januar 2018
Jährliche Verbesserungen der IFRS (AIP) - Zyklus 2014-2016 8. Dezember 2016 H2/2017 1. Januar 2018/ 1. Januar 2017
IFRIC Interpretation 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlter Gegenleistungen 8. Dezember 2016 H2/2017 1. Januar 2018
Änderungen an IAS 40: Übertragung von als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 8. Dezember 2016 H2/2017 1. Januar 2018

Aus den Ergebnissen einer ersten Vorstudie, bei der alle Vertragsbeziehungen zu Kunden vom Fachbereich untersucht wurden, lässt sich berichten, dass aus Sicht des Basler Konzerns die Anwendung des neuen IFRS 15 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Höhe der Umsatzerlöse haben wird. Die Auswirkungen insbesondere des IFRS 9 werden vom Konzern in 2017 geprüft. Auch zum neuen IFRS 16 wird es in 2017 eine umfassende Analyse aller Leasingverhältnisse geben.

Alle Angaben, soweit nicht anders angegeben, sind in Tausend Euro (T €).

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Darstellung der Zahlungsströme sowie in der Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen werden Vergleichszahlen für das Vorjahr angegeben.

Der Konzernabschluss wird unter der Going-Concern-Prämisse aufgestellt.

2.4 Verwendung von geschätzten Werten

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS ist es erforderlich, dass das Management über den Ausweis und die Höhe von Vermögenswerten und Schulden und die Offenlegung der Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses sowie über die ausgewiesene Höhe der im Berichtszeitraum ausgewiesenen Umsätze und Aufwendungen Schätzungen und Annahmen abgibt. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Wesentliche Schätzunsicherheiten ergeben sich bei der Bewertung der Sachanlagen bezüglich der Nutzungsdauern sowie bei der Bewertung der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte bezüglich der Nutzungsdauern und der erwarteten Umsätze. Die Buchwerte der Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände ergeben sich aus der Entwicklung des Anlagevermögens. Der Vorstand ist der Auffassung, dass der Buchwert der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte trotz möglicherweise niedriger Umsätze in voller Höhe realisiert wird.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

3.1 Grundlagen der Konsolidierung

Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die von der Basler AG gemäß IFRS 10 direkt oder indirekt beherrscht werden, sind in den Konzernabschluss einbezogen. Eine Übersicht zu den Tochtergesellschaften und Beteiligungen befindet sich unter Textziffer III.29.

Vereinheitlichung

Die zu konsolidierenden Abschlüsse der Basler AG als Muttergesellschaft und der einbezogenen Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle, Salden und Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung der Tochterunternehmen ist die Währung des jeweiligen Landes, mit Ausnahme der Basler Asia Pte. Ltd., die in Euro bilanziert. Infolgedessen werden die entsprechenden Aktiva und Passiva zum Bilanzstichtag mit dem geltenden Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Umsätze und Aufwendungen werden zum durchschnittlichen Wechselkurs des Berichtszeitraums konvertiert. Kumulierte Wechselkursgewinne und -verluste werden als separater Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen. Dadurch hat sich im Geschäftsjahr das Eigenkapital um 167 T€ erhöht (VJ: 348 T€ erhöht).

Geschäftsvorfälle in ausländischer Währung in den Einzelabschlüssen werden zum Stichtagskurs des Geschäftsvorfalles umgerechnet. Dabei entstanden im Geschäftsjahr 2016 Erträge von 1.088 T€ (VJ: 1.799 T€) und Aufwendungen von 959 T€ (VJ: 1.602 T€). Die Erträge sind im sonstigen betrieblichen Ertrag, die Aufwendungen unter den allgemeinen Verwaltungskosten der jeweiligen Jahresabschlüsse ausgewiesen.

Für Vorgänge innerhalb der Europäischen Union werden die dort geltenden festen Umrechnungskurse in Euro verwendet. Weitere wichtige Umrechnungskurse stellen sich wie folgt dar:

Stichtagskurse per
31.12.2016 31.12.2015
--- --- ---
1 Euro 1,0541 US-Dollar 1,0887 US-Dollar
1 Euro 33,76450 Neuer Taiwan-Dollar 35,95921 Neuer Taiwan-Dollar
Durchschnittskurse
2016 2015
--- --- ---
1 Euro 1,10690 US-Dollar 1,10950 US-Dollar
1 Euro 35,69770 Neuer Taiwan-Dollar 35,22120 Neuer Taiwan-Dollar

Quelle: Kurse Europäische Zentralbank, außer Neuer Taiwan Dollar, der über den täglichen Interbank Kassakurs ermittelt wird.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode, bei der zum Zeitpunkt des Erwerbs die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteiligen Eigenkapital verrechnet werden. Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens werden mit den Zeitwerten bewertet, sofern die beizulegenden Zeitwerte von den Buchwerten abweichen.

Alle konzerninternen Salden, Erträge und Aufwendungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden in voller Höhe eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern gemäß IAS 12 abgegrenzt.

3.2 Ertragsrealisierung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder noch zu erhaltenden Gegenleistung bewertet. Skonti, Rabatte sowie Umsatzsteuer oder ähnliche Abzüge bleiben unberücksichtigt. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus.

Verkauf von Waren und Erzeugnissen

Die Ertragserfassung erfolgt für Waren und Erzeugnisse, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein.

Erträge aus kundenspezifischen Fertigungen, die periodenübergreifend stattfinden, werden nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades als Ertrag erfasst (Percentage-of-Completion-Method). Die Ermittlung des Fertigstellungsgrades erfolgt nach Maßgabe der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Kosten als Prozentsatz der für das jeweilige Projekt insgesamt geschätzten Gesamtkosten. Kann das Ergebnis eines Auftrags nicht verlässlich geschätzt werden, werden Erträge nur in Höhe der angefallenen, erstattungsfähigen Aufwendungen erfasst. Im Berichtsjahr wurde keine kundenspezifische Fertigung durchgeführt.

Mieterträge

Erträge aus der Untervermietung des Geschäftsgebäudes in Ahrensburg werden periodengerecht in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des zugrundeliegenden Vertrages erfasst.

Zinserträge

Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind (unter Verwendung der Effektivzinsmethode). Zinserträge werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als Teil der Finanzerträge ausgewiesen.

3.3 Besteuerung Tatsächliche Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für laufende und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Tatsächliche Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Eigenkapital erfasst.

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme von:

latenten Steuerschulden aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und
latenten Steuerschulden aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen stehen, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.
latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können, mit Ausnahme von:
latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und
latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen stehen, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden oder kein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können.

Der Buchwert der latenten Ertragsteueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern am Bilanzstichtag materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind.

Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Eigenkapital erfasst. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

3.4 Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Entwicklungsaufwendungen werden erfasst, wenn hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Zuwendungen für einen Vermögenswert reduzieren direkt dessen Buchwert und werden aufgrund der reduzierten Abschreibung als Ertrag erfasst. Der Ausweis in der GuV erfolgt als Bruttoausweis unter den sonstigen betrieblichen Erträgen.

Erhält der Konzern nichtmonetäre Zuwendungen, werden der Vermögenswert und die Zuwendung zum Nominalwert erfasst und, soweit möglich, in gleichen jährlichen Raten über die geschätzte Nutzungsdauer des entsprechenden Vermögenswerts ertragswirksam aufgelöst.

3.5 Eigenkapitalinstrumente

Erwirbt der Konzern eigene Anteile, so werden diese zu Anschaffungskosten erfasst und direkt vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, der Verkauf, die Ausgabe oder die Einziehung von eigenen Anteilen werden nicht erfolgswirksam erfasst. Etwaige Unterschiedsbeträge zwischen dem Buchwert und der Gegenleistung werden in der anderen Kapitalrücklage bzw. in der Gewinnrücklage erfasst.

3.6 Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Forderungen und sonstiges Finanzvermögen werden am Erfüllungstag zu Anschaffungskosten aktiviert. Sollte die Einbringbarkeit einer Forderung durch eine Illiquidität eines Kunden gefährdet sein, so werden Einzelwertberichtigungen in voller Höhe auf diese vorgenommen. Soweit der Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Schulden angesetzt oder angegeben wird, ermittelt sich dieser grundsätzlich aus dem Markt- oder Börsenwert. Sollte kein aktiver Markt bestehen, so wird der Zeitwert auf Grundlage von anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelt.

3.7 Derivative Finanzinstrumente

Der Konzern schließt eine Reihe von derivativen Finanzinstrumenten zur Steuerung seiner Zins- und Wechselkursrisiken ab. Darunter befinden sich Devisentermingeschäfte, Zinsswaps und Devisenoptionsgeschäfte. Derivate werden erstmalig zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und anschließend zu jedem Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, das Derivat ist als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting designiert und effektiv. Hier hängt der Zeitpunkt der erfolgswirksamen Erfassung der Bewertungsergebnisse von der Art der Sicherungsbeziehung ab. Der effektive Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwertes von Derivaten, die sich für Cashflow Hedges eignen und als solche designiert worden sind, wird im Gesamtergebnis unter dem Posten Rücklage für Sicherungsgeschäfte erfasst. Der auf den gegebenenfalls ineffektiven Teil entfallende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst und im Posten sonstige Erträge/sonstige Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

3.8 Vorräte

Unter den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Handelswaren sowie unfertige und fertige Erzeugnisse ausgewiesen, soweit diese nicht einem Kundenauftrag zugeordnet werden können.

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.

Kosten, die angefallen sind, um Vorräte an ihren derzeitigen Ort zu bringen und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen, werden wie folgt bilanziert:

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren: gleitende Durchschnitte
Fertige und unfertige Erzeugnisse: direkt zuordenbare Material- und Fertigungskosten bzw. Leistungen sowie angemessene Teile der Produktionsgemeinkosten basierend auf der normalen Kapazität der Produktions- anlagen ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalkosten

Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten Vertriebskosten.

3.9 Sachanlagen und Gebäude und Grundstücke im Finanzierungsleasing

Die Bewertung von Sachanlagen erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen. Die dabei zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen der voraussichtlichen Nutzungszeit der Vermögenswerte im Unternehmen. Restwerte sind bei der Berechnung der Abschreibung aufgrund von Unwesentlichkeit vernachlässigt worden. Neubewertungen des Sachanlagevermögens werden nicht vorgenommen.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen des Sachanlagevermögens liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Vermögenswert Nutzungsdauer in Jahren
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 8, 10 bis 11, 13 und 14
Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15
Parkhäuser 20
Geschäfts- und Bürogebäude 38 bis 40

Zu jedem Abschlussstichtag werden die Buchwerte der Sachanlagen überprüft, ob es Anhaltspunkte für eine eingetretene Wertminderung gibt. Für Einzelheiten wird auf 3.17 verwiesen.

3.10 Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen Software, werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über ihre planmäßige Nutzungsdauer amortisiert.

Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungskosten eines einzelnen Projekts werden nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn Folgendes nachgewiesen werden kann:

die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts, die eine interne Nutzung oder einen Verkauf des Vermögenswerts ermöglicht,
die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen,
dass der immaterielle Vermögenswert voraussichtlich einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird,
die Verfügbarkeit von Ressourcen für Zwecke der Fertigstellung des Vermögenswerts und
die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zuzurechnenden Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können.

Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz unter Anwendung des Anschaffungskostenmodells, d. h. zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Amortisationen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen, bilanziert. Die Amortisation beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase und ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Die Amortisation erfolgt linear über den Zeitraum, über den künftiger Nutzen zu erwarten ist.

Folgende Nutzungsdauern werden dabei angenommen:

Vermögenswert Nutzungsdauer in Jahren
Aktivierte Entwicklungskosten 3 bis 10
Software, entgeltlich erworbene Produktentwicklungen 3 bis 7

Die Amortisationsaufwendungen sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in den Kosten der umgesetzten Leistung, den Vertriebs- und Marketingkosten sowie den allgemeinen Verwaltungskosten enthalten.

Während der Entwicklungsphase wird mindestens jährlich und auf besondere Veranlassung hin ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Für Einzelheiten wird auf 3.17 verwiesen.

3.11 Liquide Mittel und ähnliche Mittel

Der Bilanzposten umfasst den Kassenbestand sowie kurzfristige Einlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten.

3.12 Leasingverhältnisse

Ein Leasingverhältnis wird als Operating-Leasingverhältnis klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, beim Leasinggeber verbleiben. Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasingverhältnis klassifiziert, wenn durch die Leasingvereinbarung im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden zum Vertragsabschlusszeitpunkt mit dem Barwert der Leasingraten, übrige Verbindlichkeiten zum Rückzahlungsbetrag bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

3.13 Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden auf qualifizierte Vermögenswerte gemäß IAS 23 aktiviert. Sie werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit stehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Erwirtschaftete Erträge aus der zwischenzeitlichen Anlage speziell aufgenommenen Fremdkapitals bis zu dessen Ausgabe für qualifizierende Vermögenswerte werden von den aktivierbaren Fremdkapitalkosten abgezogen. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

3.14 Finanzielle Schulden

Finanzschulden sind zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Darunter fallen die Bankverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie die übrigen Finanzverbindlichkeiten.

3.15 Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn Basler eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z. B. bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen. Ist der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der für die Schuld spezifische Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Finanzaufwendungen erfasst.

3.16 Beizulegender Zeitwert

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Markteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt worden ist.

Der beizulegende Zeitwert ist nicht immer als Marktpreis verfügbar. Häufig muss er auf Basis verschiedener Bewertungsparameter ermittelt werden. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit beobachtbarer Parameter und der Bedeutung dieser Parameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts im Ganzen, wird der beizulegende Zeitwert den Stufen 1, 2 oder 3 zugeordnet. Die Unterteilung erfolgt nach folgender Maßgabe:

Eingangsparameter der Stufe 1 sind notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden, auf die das Unternehmen am Bewertungsstichtag zugreifen kann.
Eingangsparameter der Stufe 2 sind andere Eingangsparameter als die auf Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt beobachtbar sind oder indirekt aus anderen Preisen abgeleitet werden können.
Eingangsparameter der Stufe 3 sind für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbare Parameter.

3.17 Wertminderungen von Vermögenswerten

Die Buchwerte der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte werden zu jedem Berichtsstichtag (31. Dezember) auf Anhaltspunkte für eine eingetretene Wertminderung überprüft (impairment-test). Sind derartige Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang eines eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Sofern der erzielbare Betrag auf Ebene des einzelnen Vermögenswertes nicht geschätzt werden kann, wird die Ermittlung auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) durchgeführt, zu der der jeweilige Vermögenswert zugeordnet ist. Die Verteilung erfolgt bei der Basler AG auf Ebene der Kamerafamilien als CGU.

Bei immateriellen Vermögenswerten, die noch nicht genutzt werden können, wird ein Wertminderungstest mindestens jährlich und bei Anhaltspunkten einer Wertminderung (triggering events) durchgeführt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzgl. Veräußerungskosten (fair value less costs to sell) und dem Nutzungswert (value in use). Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten zukünftigen Zahlungsströme mit einem Vorsteuerzinssatz abgezinst. Dieser berücksichtigt dabei sowohl die momentane Markteinschätzung über den Zeitwert (time value) des Geldes als auch die den Vermögenswert betreffenden Risiken, sofern diese nicht bereits in der Schätzung der Zahlungsströme Berücksichtigung gefunden haben. Den Berechnungen liegen Prognosen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen. Der beizulegende Zeitwert abzgl. Veräußerungskosten wird anhand eines angemessenen Bewertungsmodells ermittelt, dass sich nicht von der Berechnung des Nutzungswerts unterscheidet. Sofern der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes dessen Buchwert unterschreitet, wird der Buchwert auf den erzielbaren Betrag wertgemindert. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Für den Fall, dass sich der Wertminderungsaufwand wieder aufholen sollte, wird der Buchwert des Vermögenswertes auf den neu ermittelten erzielbaren Betrag erhöht. Dabei ist die Wertobergrenze der Zuschreibung in Höhe des ursprünglichen Buchwerts des Vermögenswerts bzw. der CGU zu beachten. Eine Wertaufholung wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Bei immateriellen Vermögenswerten, die noch nicht genutzt werden können, erfolgt die Überprüfung der Werthaltigkeit auf Ebene der Kamerafamilien als CGU. Der erzielbare Betrag wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt. Die Cashflow-Prognosen basieren auf vom Management für einen Detailzeitraum von vier Jahren genehmigten Finanzplänen. Der Planungshorizont bildet die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen ab. Dabei geht der Konzern von einem Umsatzwachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich für 2017 und Folgejahre aus. Bei der Bruttogewinnmarge wird von einem leichten Rückgang ausgegangen. Nach dem Detailplanungszeitraum anfallende Cashflows werden nicht berücksichtigt. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 7,58 % (Vorjahr: 8,3 %). Dieser basiert auf dem Konzept der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten. Bei der Berechnung sowohl des Nutzungswerts als auch des beizulegenden Zeitwerts abzgl. Veräußerungskosten (mittels DCF-Verfahren) bestehen Schätzungsunsicherheiten für die zugrundeliegenden Annahmen, besonders hinsichtlich bei:

Rohertragsmargen
Diskontierungsfaktor (Zinssatz)
Umsatzwachstumsrate

Ab einem Diskontierungszinssatz in Höhe von. 13,0 % bzw. einem zu erwartenden Rückgang der geplanten Umsatzerlöse um 7,4 % würde es zu einer Abwertung der Vermögenswerte kommen.

II. Erläuterungen der Abschlusspositionen

Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

4. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen nahezu ausschließlich auf das Standardgeschäft. Wir verweisen auf die Aufgliederung unter Punkt 24.

5. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2016 2015
Währungserträge 1.088 1.799
Mieterträge 156 477
Fördermittel für Forschung und Entwicklung 60 139
Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen 94 117
Sonstiges 164 151
1.562 2.683

6. Forschung und Entwicklung sowie andere Aufwendungen

Die Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2016 2015
Vollkosten Forschung und Entwicklung 13.218 12.230
Aktivierung von eigenen Entwicklungskosten -5.282 -6.150
Außerplanmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungen 327 0
Raumkosten 110 526
Sonstige andere Aufwendungen 37 64
8.410 6.670

7. Finanzergebnis

2016 2015
Zinsertrag aus Bankguthaben 1 3
Zinsertrag aus derivativen Finanzinstrumenten 0 2
Zinsertrag Abzinsung 4 0
Zinsaufwand aus Bankkrediten -196 -202
Sonstiger Zinsaufwand 0 -18
Zinsaufwand aus derivativen Finanzinstrumenten -285 -312
Zinsaufwand aus Abzinsung 0 -21
Aktivierung von Zinsen gem. IAS 23 180 202
Marktpreisbewertung derivativer Finanzinstrumente 271 259
Zinsaufwand für Finanzierungsleasing -715 -803
Sonstiger Finanzaufwand 0 -11
-740 -901

Der gemäß IAS 23 berücksichtigte durchschnittliche Finanzierungskostensatz lag in 2016 bei 1,87 % (Vorjahr 2,90 %).

8. Ertragsteuern

Als Ertragsteuern sind sowohl die gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.

Ein eventueller Ertrag wird mit einem negativen Vorzeichen ausgewiesen.

2016 2015
Laufende Steuern aus konsolidierten Unternehmen 2.098 1.477
Latente Steuern aus konsolidierten Unternehmen 1.370 1.383
Sonstige Steuern 28 3
Steueraufwand 3.496 2.863
2016 2015
Latenter Steueraufwand oder -ertrag aus Verlustvorträgen (laufend) 439 135
Latenter Steueraufwand oder -ertrag aus Verlustvorträgen (Anpassung) 0 119
Latenter Steueraufwand oder -ertrag aus temporären Differenzen 931 1.129
Latenter Steueraufwand 1.370 1.383

Die Ermittlung der effektiven Steuerlast, die unter Anwendung des deutschen Körperschaftsteuersatzes inklusive Solidaritätszuschlag von 15,83 % (VJ: 15,83 %) sowie des anzuwendenden Gewerbesteuersatzes von 13,30 % (VJ: 12,25 %) einen Gesamtsteuersatz von 29,13 % (VJ: 28,08 %) ergibt, gestaltet sich wie folgt:

Steuerliche Überleitungsrechnung 2016 2015
Jahresüberschuss/-verlust vor Ertragsteuern 11.426 9.076
Anzuwendender Steuersatz 29,13 % 28,08 %
Erwarteter Steueraufwand /-ertrag 3.328 2.548
Überleitung:
Effekt aus abweichenden Steuersätzen 210 30
Steuereffekt aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen und steuerfreien Erträgen 138 112
Steuereffekt aus Betriebsprüfungsanpassung 0 119
Sonstiges -180 54
Tatsächlicher Steueraufwand /-ertrag 3.496 2.863
Konzernsteuerquote 30,6 % 31,5 %

Per 31. Dezember bestanden folgende steuerliche Verlustvorträge (in T€):

2016 2015
Deutschland, Körperschaftsteuer 6.000 7.476
Deutschland, Gewerbesteuer 3.486 5.161
USA, bundesweit 0 83

Die steuerlichen Verlustvorträge in Deutschland gelten auf unbestimmte Zeit. Aufgrund der gesetzlichen Lage können von den Verlustvorträgen maximal 1.000 T€ zuzüglich 40 % des übersteigenden steuerlichen Gewinns pro Jahr genutzt werden.

Basler hat zum Bilanzstichtag aktive latente Steuern auf körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von 1.377 T€ (VJ: 1.816 T€) aktiviert, da auf Grundlage der steuerlichen Vierjahresplanung von ausreichenden zukünftigen steuerlichen Gewinnen ausgegangen wird. In dieser Planung gehen wir von niedrigen zweistelligen Umsatzwachstumsraten sowie stabilen Ergebnismargen aus. Davon sind in Deutschland bestehende körperschaft- bzw. gewerbesteuerliche Verlustvorträge von 6,0 Mio. € bzw. 3,5 Mio.€ unbegrenzt nutzbar.

9. Sonstige Angaben

9.1 Fertigungsaufträge

Per 31.12.2016 bestanden keine laufenden kundenspezifischen Fertigungsaufträge mehr.

9.2 Planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen

Im Geschäftsjahr 2016 wurden außerplanmäßige Wertberichtigungen auf aktivierte Produktentwicklungen von 327 T€ (VJ: 0 T€) vorgenommen. Bei den Abschreibungen handelte es sich um auslaufende Produkte bzw. solche, bei denen nicht mehr mit einem ausreichenden Nutzenzufluss gerechnet wurde. Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungen wurden unter den anderen Aufwendungen ausgewiesen. Die Abschreibungen und außerplanmäßigen Abschreibungen sind in folgenden Bereichen enthalten:

2016 2015
Kosten der umgesetzten Leistung 4.329 3.770
Vertriebs- und Marketingkosten 147 176
Allgemeine Verwaltungskosten 1.399 1.230
Andere Aufwendungen 716 374
6.591 5.550

9.3 Personalaufwand

2016 2015
Löhne und Gehälter 33.476 29.580
Soziale Abgaben 5.788 5.253
39.264 34.833

Die Aufwendungen für die beitragsorientierten Altersversorgungssysteme betrugen 2.608 T€ (VJ: 2.420 T€). Die Mitarbeiter im Konzern sind im Wesentlichen in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert und unterliegen damit einem staatlichen, beitragsorientierten Plan.

9.4 Materialaufwand

2016 2015
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 33.121 29.078
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.120 1.494
34.241 30.572

Im Jahr 2016 fielen für Garantieleistungen Kosten in Höhe von 936 T€ (VJ: 707 T€) an.

9.5 Überleitung Ergebnis je Aktie

2016 2015
Ergebnis verwässert / unverwässert in T€ 7.930 6.213
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien 3.230.943 3.209.466
Ergebnis pro Aktie (Euro) 2,45 1,94

Die Berechnung der durchschnittlichen Anzahl der ausstehenden Aktien erfolgte nach zeitanteiliger Gewichtung unter Berücksichtigung der erworbenen eigenen Anteile.

Erläuterungen der Bilanz

10. Entwicklung des Anlagevermögens

Basler nutzte zum 31.12.2016 vollständig abgeschriebenes Anlagevermögen mit einem Anschaffungswert von 21.974 T€ (VJ: 17.057 T€). Ansonsten verweisen wir zur Entwicklung des Anlagevermögens auf die gesonderte Darstellung. Im Geschäftsjahr waren technische Anlagen, Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 38 T€ (VJ: 313 T€) zur Sicherung übereignet.

Das Bestellobligo für Sachanlagen betrug zum 31.12.2016 465 T€ (VJ: 186 T€).

Für den Abschluss von wesentlicher Bedeutung gemäß IAS 38.122b sind die folgenden immateriellen Vermögensgegenstände am Abschlussstichtag:

Beschreibung des immateriellen Vermögensgegenstandes Buchwert 31.12.2016

(in T€)
Restnutzungsdauer (in Jahren)
Erweiterung der ace Kameralinie um Sensoren der Firma CMOSIS und der USB Schnittstelle 4.804 5
Entwicklung Kamera-Module für den Einsatz mit Embedded-Prozessoren 760 3
Kamera-Entwicklung 3D TOF-Technologie 527 3
Entry-Level Kameraplattform 2.752 5

Zum 31.12.2015 waren folgende immateriellen Vermögensgegenstände von Bedeutung:

Beschreibung des immateriellen Vermögensgegenstandes Buchwert 31.12.2015

(in T€)
Restnutzungsdauer (in Jahren)
Erweiterung Pylon SDK 991 3
Erweiterung der ace Kameralinie um Sensoren der Firma CMOSIS und der USB Schnittstelle 829 6
Entwicklung der ace Kameralinie 545 5
Erweiterung der ace Kameralinie um 1.3 & 2 MP Sensoren der Firma e2V 360 3
Entwicklung USB Interface für ace-Produktlinie 2.716 5

11. Latente Steuern

Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten entfallen die folgenden aktiven und passiven latenten Steuern:

31.12.2016 31.12.2015
Aktive latente Steuern
aus steuerlichen Verlustvorträgen 1.377 1.816
Vorräte 62 93
Finanzinstrumente 202 278
Sonstige 179 213
Verrechnung -1.792 -2.336
28 64
Passive latente Steuern 31.12.2016 31.12.2015
Aktivierte Entwicklungen 5.923 5.459
Finanzierungsleasing 1.082 855
Sachanlagen 63 0
Sonstige 103 68
Verrechnung -1.792 -2.336
5.379 4.046

12. Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2016 31.12.2015
Fertige Erzeugnisse 2.059 1.865
Halbfertige Erzeugnisse 1.555 1.219
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.989 7.196
Handelswaren 974 483
14.577 10.763

Bei den Vorräten wurden zum 31.12.2016 insgesamt Wertberichtigungen in Höhe von 807 T€ (VJ: 728 T€) vorgenommen. Davon entfiel eine Erhöhung von 79 T€ auf das Geschäftsjahr 2016 (VJ: 93 T€).

In den Fertigerzeugnissen und Handelswaren sind kurzfristig den Kunden zur Verfügung gestellte Test-, Leih- und Demogeräte im Wert von 167 T€ (VJ: 194 T€) enthalten. Dieser Ausweis erleichtert die Abwicklung des späteren Verkaufs an den Kunden. Langfristig genutzte Demogeräte für z. B. Messen sind im Anlagevermögen ausgewiesen und werden über ihre Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben.

13. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Fertigungsaufträgen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Fertigungsaufträgen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2016 31.12.2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.370 7.793
10.370 7.793

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 10.370 T€ (VJ: 7.793 T€) sind 10.370 T€ (VJ: 7.793 T€) innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 0 T€ (VJ: 6 T€) wertberichtigt. Wertberichtigungen auf Forderungen werden bei Basler auf separaten Konten nachgehalten. Wertberichtigungen werden vorgenommen, soweit die Einbringbarkeit einer Forderung, z. B. durch Insolvenz, gefährdet ist. Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

[T€] Stand 01.01. Währungsdifferenzen Zuführung Verbrauch Auflösung Stand 31.12.
2016 6 0 0 6 0 0
2015 12 0 2 6 2 6

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Einzelwertberichtigung stellt sich wie folgt dar:

[T€] Buchwert zum 31.12. Davon zum 31.12. weder wertgemindert noch überfällig Davon nicht wertgemindert und bis 60 Tage überfällig Davon nicht wertgemindert und über 61 Tage überfällig
2016 10.370 9.873 497 0
2015 7.793 6.8 42 951 0

Die Summe der erhaltenen Anzahlungen beträgt 142 T€ (VJ: 16 T€), hiervon sind 0 T€ (VJ: 0 T€) bei den Forderungen aus Langfristfertigung in Abzug gebracht. Es bestehen keine überfälligen Forderungen, für die ein Wertberichtigungsbedarf besteht.

Das maximale Ausfallrisiko entspricht den in der Bilanz angesetzten Buchwerten (gegebenenfalls abzüglich der zum Bilanzstichtag berücksichtigten Wertberichtigungen) jedes finanziellen Vermögenswertes. Die Zeitwerte weichen nicht wesentlich von den Buchwerten ab.

14. Sonstige kurzfristige finanzielle und sonstige kurzfristige Vermögenswerte

31.12.2016 31.12.2015
Derivative Finanzinstrumente 327 0
Sonstige 178 233
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 505 233
Abgegrenzte Aufwendungen 619 514
Geleistete Anzahlungen 122 7
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 741 521
Summe 1.246 754

Die Zeitwerte weichen nicht wesentlich von den Buchwerten ab. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den in der Bilanz angesetzten Buchwerten jedes finanziellen Vermögenswertes. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte sind nicht durch Wertberichtigungen vermindert. Es bestehen keine überfälligen Forderungen, für die ein Wertberichtigungsbedarf besteht.

15. Steuererstattungsansprüche

Die Steuererstattungsansprüche betreffen Vorsteuer mit 439 T€ (VJ: 453 T€) und die Rückforderung von vorausbezahlten Steuern auf Einkommen und Ertrag mit 408 T€ (VJ: 338 T€).

Die Zeitwerte weichen nicht wesentlich von den Buchwerten ab. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den in der Bilanz angesetzten Buchwerten jedes finanziellen Vermögenswertes.

16. Bankguthaben und Kassenbestände

Die Liquiden Mittel setzen sich aus Bankguthaben und Kassenbeständen in Höhe von 19.437 T€ (VJ: 14.043 T€) zusammen.

17. Leasing

17.1 Finanzierungsleasing

Das Betriebsgebäude mit dem Betriebsgelände in Ahrensburg wird im Rahmen eines Mietvertrages genutzt. Dieser Mietvertrag wird als Finanzierungsleasing klassifiziert. Die Buchwerte zum Geschäftsjahresende stellten sich wie folgt dar:

31.12.2016 31.12.2015
Grund und Boden 1.817 1.817
Gebäude 12.807 13.499
14.624 15.316

Die Entwicklung ist im Anlagespiegel separat ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing stellen sich wie folgt dar:

Mindestleasingzahlungen Barwert der Mindestleasingzahlungen
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
--- --- --- --- ---
Mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.221 2.218 2.159 2.156
Mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren 9.638 11.859 8.610 10.117
Mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0 0 0 0
11.859 14.077
Abzüglich:
Zukünftige Finanzierungskosten -1.090 -1.804
Barwert der Mindestleasingzahlungen 10.769 12.273 10.769 12.273
Im Konzernabschluss ausgewiesen als:
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 2.159 2.156
Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 8.610 10.117

Aus der Untervermietung des Geschäftsgebäudes in Ahrensburg werden Basler folgende Mindestmietzahlungen aus bereits abgeschlossenen unkündbaren Verträgen zugehen:

Geschäftsjahr T€
2017 104
Ab 2018 -

Die Erträge aus Untermietverhältnissen im Berichtsjahr betrugen 156 T€ (VJ: 477 T€). Basler hat am Ende des Mietverhältnisses die Möglichkeit, das Gebäude zu kaufen. Die den Verbindlichkeiten aus diesem Finanzierungsleasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssätze wurden am Tag des Vertragsabschlusses festgelegt. Sie betragen für die verschiedenen Gebäudeelemente 6,22 % und 6,84 %.

17.2 Operating-Leasing

Teile der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden im Rahmen des Operating-Leasings genutzt. Die zukünftigen Mindestmiet- und Leasingzahlungen aufgrund von unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen und Anmietungen betragen:

Geschäftsjahr T€
2017 654
2018-2020 932

Für nahezu alle Miet- und Leasingverträge bestehen zum Ende Kaufoptionen zu Marktbedingungen. Der Miet- bzw. Leasingaufwand betrug im Berichtsjahr 523 T€ (VJ: 597 T€).

18. Eigenkapital

18.1 Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der Gesellschaft beträgt 3.500.000 € und ist aufgeteilt in 3.500.000 ausgegebene nennwertlose Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Der Bestand der im Umlauf befindlichen Aktien zum 1. Januar 2016 betrug 3.241.363 und zum 31. Dezember 2016 3.215.247. Im Berichtsjahr wurden 26.116 eigene Anteile erworben.

Die im Umlauf befindlichen Anteile entwickelten sich wie folgt:

2016 2015
Eigene Anteile Im Umlauf befindliche Anteile Eigene Anteile Im Umlauf befindliche Anteile
--- --- --- --- ---
Januar 258.637 3.241.363 322.723 3.177.277
Februar 258.637 3.241.363 325.056 3.174.944
März 258.637 3.241.363 325.056 3.174.944
April 258.637 3.241.363 325.056 3.174.944
Mai 261.359 3.238.641 325.056 3.174.944
Juni 264.495 3.235.505 271.390 3.228.610
Juli 271.230 3.228.770 270.555 3.229.445
August 277.483 3.222.517 258.637 3.241.363
September 278.975 3.221.025 258.637 3.241.363
Oktober 281.779 3.218.221 258.637 3.241.363
November 284.484 3.215.516 258.637 3.241.363
Dezember 284.753 3.215.247 258.637 3.241.363

Die Aktien der Basler AG sind seit dem 23. März 1999 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

18.2 Genehmigtes Kapital

Gemäß § 4 Ziffer (3) der Satzung der Basler AG ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 30. Mai 2017 durch Ausgabe von bis zu 1.750.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmalig um insgesamt 1.750.000,00 € zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.

18.3 Bestandteile des übrigen Gesamteinkommens

Die Vor- und Nachsteuerergebnisse der Bestandteile des übrigen Gesamteinkommens stellen sich wie folgt dar:

31.12.2016 31.12.2015
vor Steuern Steuern Netto vor Steuern Steuern Netto
--- --- --- --- --- --- ---
Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaft 167 0 167 348 0 348
Ca shflow Hedges 0 0 0 0 0 0
Gesamt 167 0 167 348 0 348

18.4 Dividendenzahlung

Am 6. Juni 2016 wurde eine Dividende i. H. v. 58 Cent pro Aktie (gesamte Dividende 1.878 T€) ausbezahlt.

19. Finanzverbindlichkeiten

Basler weist zum 31.12.2016 folgende Finanzverbindlichkeiten aus (T€):

Bezeichnung Zinskondition Zinssatz Laufzeitende Rückzahlungsbetrag
ERP-Bankdarlehen 2012 Tranche I Fix 2,15 % 30.12.2022 2.925 T€
(VJ: 3.413 T€)
ERP-Bankdarlehen 2012 Tranche II Fix 2,45 % 30.12.2022 3.900 T€
(VJ: 3.900 T€)
ERP-Bankdarlehen 2015 Fix 1,50 % 30.06.2025 3.800 T€
(VJ: 0 T€)

Davon entfallen auf langfristige verzinsliche Bankverbindlichkeiten 9.825 T€ (VJ: 6.825 T€). Darüber hinaus werden unter den anderen Finanzverbindlichkeiten derivative Finanzverbindlichkeiten von 721 T€ (VJ: 992 T€) und der kurzfristige Tilgungsanteil der Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 800 T€ (VJ: 888 T€) ausgewiesen.

Die beizulegenden Zeitwerte der oben genannten Finanzverbindlichkeiten, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten weichen nicht wesentlich von den ausgewiesenen Buchwerten ab.

20. Rückstellungen

01.01.2016 Zuführung Inanspruchnahme Auflösung Zinsen Währungsdifferenzen
Langfristige Rückstellungen
Personalkosten 748 202 0 0 -4 0
Langfristige 748 202 0 0 -4 0
Kurzfristige Rückstellungen
Personalkosten 1.228 2.839 -1.276 -45 0 10
Provisionen 3 11 -3 0 0 0
Gewährleistung 336 368 -336 0 0 0
Rechts- und Beratungskosten 131 57 -67 -9 0 1
Sonstige 272 182 -157 -40 0 2
Kurzfristige 1.970 3.457 -1.839 -94 0 13
Gesamt 2.718 3.659 -1.839 -94 -4 13
31.12.2016
Langfristige Rückstellungen
Personalkosten 946
Langfristige 946
Kurzfristige Rückstellungen
Personalkosten 2.756
Provisionen 11
Gewährleistung 368
Rechts- und Beratungskosten 113
Sonstige 259
Kurzfristige 3.507
Gesamt 4.453

Die Rückstellungen für Personalkosten sind hauptsächlich für variable Gehälter und Boni für das Berichtsjahr gebildet worden.

Die kurzfristigen Rückstellungen werden voraussichtlich innerhalb eines Jahres in Anspruch genommen.

21. Derivative Finanzinstrumente und übrige Finanzinstrumente

Als international tätiges Unternehmen ist Basler diversen Marktrisiken ausgesetzt. Zur Verringerung der USD- und JPY-Währungsrisiken setzt Basler Devisentermingeschäfte ein. Da diese Geschäfte zur Absicherung operativer Grundgeschäfte dienen, liegen sämtliche Laufzeiten unter einem Jahr.

USD 31.12.2016 31.12.2015
Nominalwert in T€ - -
Fremdwährungsbetrag in TUSD - -
Zeitwert in T€
Positiv - -
Negativ - -
JPY 31.12.2016 31.12.2015
Nominalwert in T€ 5.203 -
Fremdwährungsbetrag in TJPY 600.000 -
Zeitwert in T€
Positiv 327 -
Negativ - -

Im Vorjahr wurden keine Bewertungseinheiten gebildet.

2011 wurde zur Sicherung eines Kreditgeschäftes gegen Zinserhöhungen ein Zinsswap abgeschlossen. Die Sicherungsbeziehung wurde 2012 aufgehoben. Die Bewertung des Zinsswaps erfolgt nach der Mark-to-Market-Methode. Positive Zeitwerte werden unter den kurzfristigen sonstigen Vermögensgegenständen, negative unter den kurzfristigen sonstigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Der im Finanzergebnis erfasste Ertrag aus der Bewertung zum Zeitwert im Geschäftsjahr 2016 betrug 271 T€ (VJ: Ertrag 259 T€).

31.12.2016 31.12.2015
Nominalwert in T€ 6.667 8.182
Zeitwert in T€
- Positiv - -
- Negativ 721 992

Die Finanzinstrumente werden nach IFRS 7 in folgende Bewertungsklassen unterteilt.

Kategorie Bedeutung Bewertung
AfS Available for sale zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte fair value (erfolgsneutral gegen Eigenkapital)
FAHfT Financial Assets Held for Trading finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten fair value (erfolgswirksam über Gewinn- und Verlustrechnung)
FLAC Financial Liabilties Measured at Amortised Cost finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
FVTPL At Fair Value Through Profit or Loss erfolgswirksam zum Marktwert fair value (erfolgswirksam über Gewinn- und Verlustrechnung)
HtM Held to Maturity bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen zu fortgeführten Anschaffungskosten
LaR Loans and Receivables Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten

Die Buchwerte der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2016 stellen sich wie folgt dar:

31.12.2016
Bewertungskategorie gem. IAS 39 Buchwert Fortgeführte Anschaffungskosten Marktwert, erfolgswirksam Zeitwert
--- --- --- --- --- ---
Aktiva
Übrige Finanzanlagen AfS 5 5
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 5 5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 10.370 10.370
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 10.370 10.370
Derivative Vermögenswerte (kurzfristig) FVTPL 327 327
Übrige sonstige kurzfristige Vermögenswerte LaR 178 178
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 505 505
Liquide Mittel LaR 19.437 19.437
Zahlungsmittel und Äquivalente 19.437 19.437
30.317
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 9.825 9.825
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing FLAC 8.610 8.610
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 18.435 18.435
Andere Finanzverbindlichkeiten FLAC 800 800
Kurzfristige derivative Verbindlichkeiten FVTPL 721 721
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 6.234 6.234
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing FLAC 2.159 2.159
Übrige kurzfristige finanzielle Schulden FLAC 1.051 1.051
Kurzfristige Verbindlichkeiten 10.965 10.965
29.400

Die Bewertungsstufen der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sind im Folgenden dargestellt:

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Marktwert, erfolgswirksam"
Kurzfristige derivative Vermögenswerte 0 327 0 327
Gesamt 0 327 0 327
Finanzielle Schulden der Kategorie "Marktwert, erfolgswirksam"
Kurzfristige derivative Verbindlichkeiten 0 721 0 721
Gesamt 0 721 0 721

Vergleichswerte zum 31.Dezember 2015:

31.12.2015
Bewertungskategorie gem. IAS 39 Buchwert Fortgeführte Anschaffungskosten Marktwert, erfolgswirksam Zeitwert
--- --- --- --- --- ---
Aktiva
Übrige Finanzanlagen AfS 5 5
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 5 5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 7.793 7.793
Forderungen aus Fertigungsaufträgen LaR
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 7.793 7.793
Übrige sonstige kurzfristige Vermögenswerte LaR 233 233
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 233 233
Liquide Mittel LaR 14.043 14.043
Zahlungsmittel und Äquivalente 14.043 14.043
22.074
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 6.825 6.825
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 0 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing FLAC 10.117 10.117
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 16.942 16.942
Andere Finanzverbindlichkeiten FLAC 588 588
Kurzfristige derivative Verbindlichkeiten FVTPL 992 992
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 2. 732 2.732
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing FLAC 2.156 2.156
Übrige kurzfristige finanzielle Schulden FLAC 1.178 1.178
Kurzfristige Verbindlichkeiten 7.646 7.646
24.587

Die Bewertungsstufen der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sind im Folgenden dargestellt:

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Marktwert, erfolgswirksam"
Kurzfristige derivative Vermögenswerte 0 0 0 0
Gesamt 0 0 0 0
Finanzielle Schulden der Kategorie "Marktwert, erfolgswirksam"
Kurzfristige derivative Verbindlichkeiten 0 992 0 992
Gesamt 0 992 0 992

Für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts derivativer Instrumente wird von Discounted-Cashflow-Analysen unter Verwendung der entsprechenden Zinsstrukturkurven für die Laufzeit der Instrumente bei Derivaten ohne optionale Komponenten sowie von Optionspreismodellen bei Derivaten mit optionalen Komponenten Gebrauch gemacht. Devisentermingeschäfte werden bewertet aufgrund notierter Terminkurse und Zinsstrukturkurven, die aus notierten Marktzinsen im Hinblick auf die Fälligkeiten der Verträge abgeleitet werden. Zinsswaps werden bewertet mit dem Barwert der geschätzten künftigen Zahlungsströme. Die Diskontierung erfolgte mit den einschlägigen Zinsstrukturkurven, welche aus notierten Zinssätzen abgeleitet wurden. Wesentliche nicht beobachtbare Eingangsparameter liegen nicht vor.

Außer für das dargestellte Instrument erachtet die Basler AG die Buchwerte für finanzielle Vermögenswerte und Schulden als gute Näherung an den beizulegenden Wert.

Zur Erfassung von Wertminderungen sowie Nettogewinnen/-verlusten der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten verweisen wir auf die Textziffern 7 und 13.

III. Sonstige Angaben

22. Art und Management finanzieller Risiken

22.1 Adressenausfallrisiko

Basler führt ständige Überprüfungen der Kreditwürdigkeit seiner Kunden mit Hilfe von internen und externen Bewertungen durch. Außerdem wird das Risiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dadurch abgeschwächt, dass das Unternehmen über einen diversifizierten Kundenstamm verfügt. Weiterhin gibt es einen genau definierten Verfolgungsprozess für ausstehende Forderungen. Es wird eine durch das ERP-System unterstützte Kreditliniensystematik mit dokumentierten Eskalationsstufen zur weiteren Begrenzung des Risikos genutzt. Bezüglich der Angabe des maximalen Ausfallrisikos verweisen wir auf unsere Angaben unter den Textziffern 13, 14 und 15.

22.2 Zinsrisiko

Sämtliche zum Bilanzstichtag ausgewiesenen längerfristigen finanziellen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und unterliegen aufgrund der bestehenden Festzinsvereinbarungen keinem Zinsänderungsrisiko im Sinne von IFRS 7. Die Sensitivitätsanalyse im Zusammenhang mit dem Zinsrisiko aus dem Zinsswap ergab, dass eine Erhöhung der Zinsstrukturkurve um 0,5 Prozentpunkte einen positiven Effekt von 94 T€ auf das Vorsteuerergebnis hätte; eine Absenkung der Zinsstrukturkurve um 0,5 Prozentpunkte hätte einen negativen Effekt von 94 T€ auf das Vorsteuerergebnis.

22.3 Währungsrisiko

Eine Analyse der Sensitivität aller Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten der Gesellschaften der Basler Gruppe zum Bilanzstichtag hinsichtlich eines um jeweils 10 Prozentpunkte fallenden bzw. steigenden Stichtagskurs ergäbe folgende Ergebnisauswirkung (in T€):

Stichtagskurs +10

%
Stichtagskurs -10

%
USD -219 157
JPY 0 0
SGD 11 -12
-208 145

Dabei wurden die wesentlichen Fremdwährungen berücksichtigt.

23. Kapitalmanagement / Liquiditätsrisiko

Basler steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren.

Weiterhin ist aber sicherzustellen, dass Basler genügend Reserven auch für ein kurzfristiges Wachstum hat. Dieses Ziel wird mit der Kennzahl Finanzierungsreserve gesteuert.

Diese Kennzahl errechnet sich aus dem Verhältnis Fremdkapital zuzüglich freier Bankenlinien zu kurzfristige Vermögenswerte abzüglich liquider Mittel.

Es wird ein Zielwert von 125 % angestrebt.

31.12.2016 31.12.2015
Fremdkapital ohne Finanzierungsleasing und latente Steuern 24.186 15.174
Freie Bankenlinien 3.600 7.400
Zwischensumme 27.786 22.574
Kurzfristige Forderungen 10.370 7.793
Vorräte 14.577 10.763
Übrige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.246 754
Liquide Mittel -19.437 -14.043
Zwischensumme 6.756 5.267
Finanzierungsreserve 411 % 429 %

Eine Änderung in dieser Strategie zum Vorjahr fand nicht statt.

Basler standen am Stichtag Kreditlinien in Höhe von 3.600 T€ (VJ: 7.400 T€) davon 1.200 T€ zweckgebundene Darlehenszusagen zur Verfügung. Diese wurden nicht genutzt bzw. noch nicht abgerufen. Die Verfügbarkeit der Kreditlinien bzw. die Gewährung von Bankdarlehen ist teilweise an die Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen geknüpft. Wie im Vorjahr hat die Basler AG die Vereinbarungen eingehalten.

Die folgende Fälligkeitsanalyse der finanziellen Schulden (vertraglich vereinbarte, undiskontierte Zahlungen) zeigen den Einfluss auf die Liquiditätssituation des Konzerns (in T€):

2017 2018 2019 bis 2021 ab 2022
Bankverbindlichkeiten 800 1.112 5.938 2.775
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.234 - - -
Übrige kurzfristige finanzielle Schulden und Steuerschulden 2.010 - - -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 2.159 8.610 0 0

Per 31. 12.2015 ergab sich folgende Fälligkeitsstruktur:

2016 2017 2018 bis 2020 ab 2021
Bankverbindlichkeiten 750 638 3.139 3.667
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.732 - - -
Übrige kurzfristige finanzielle Schulden und Steuerschulden 1.304 - - -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 2.218 2.221 9.638 0

Der unter anderen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesene Zinsswap wird insgesamt unter kurzfristigen Schulden ausgewiesen.

Entsprechend der längst möglichen Tilgungszeit ergäben sich folgende Fälligkeiten der derivativen Finanzinstrumente:

bis 1 Jahr 2-5 Jahre Über 5 Jahre Summe
2016 293 426 2 721
2015 354 598 40 992

24. Segmentbericht

Basler hat im Jahre 2009 die strategische Fokussierung auf das Kamerageschäft beschlossen. Es wurden verschiedene Produktlinien des Lösungssegments veräußert bzw. eingestellt. Weiterhin wurde die Umstrukturierung zu einer funktionalen Organisation im Jahre 2012 beendet. Infolge dieser Maßnahmen wurde innerhalb der internen Berichterstattung über das auslaufende Lösungssegment nicht mehr getrennt berichtet oder danach gesteuert.

Baslers Kunden sind weltweit tätig. In der folgenden Aufstellung der Umsätze nach Regionen bzw. Ländern wird als Zielland das Installationsland des Produktes verwendet. Sollte dies nicht bekannt sein, wird das letzte bekannte Lieferland verwendet.

2016 2015
Deutschland 11.891 9.634
EMEA 23.859 26.875
Amerika 17.259 17.160
Asien 44.529 31.764
Gesamt 97.538 85.433

Die Umsätze verteilten sich im Wesentlichen auf folgende Länder:

2016 2015
China 17.851 10.456
USA 16.395 15.381
Deutschland 11.891 9.634
Südkorea 10.570 6.247
Japan 6.800 6.233
Rest 34.031 37.482
Gesamt 97.538 85.433

Umsatzerlöse in Höhe von 17.851 T€ (mehr als 10 % der Gesamterlöse) wurden in 2016 mit einem Kunden erzielt. Es handelt sich hierbei um einen Handelspartner.

Die Umsatzerlöse der Basler Gruppe setzten sich wie folgt zusammen:

2016 2015
Umsätze Kamerageschäft 91.938 80.225
Umsätze Solutions 878 1.271
Umsätze Accessories 4.722 3.937
Gesamt 97.538 85.433

Die langfristigen Vermögenswerte der Basler Gruppe sind in folgenden Ländern gelegen:

31.12.2016 31.12.2015
Deutschland 43.227 41.747
USA 79 88
Singapur 517 593
Taiwan 23 28
43.846 42.456

25. Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter nach Funktionsbereichen können der folgenden Tabelle entnommen werden:

2016 2015
Produktion 113 113
Vertrieb 149 144
Entwicklung 127 115
Administration 105 101
494 473

Basler setzt sich stark für eine familienfreundliche, flexible Arbeitsumgebung ein. Ein Zeichen hierfür ist der hohe Anteil an Arbeitnehmern, die in den verschiedensten Modellen in Teilzeit arbeiten. In Vollstellenäquivalenten ergibt sich folgende Verteilung:

2016 2015
Produktion 107 106
Vertrieb 140 136
Entwicklung 119 108
Administration 91 88
457 438

26. Abschlussprüferhonorar

Das Honorar der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft teilt sich in die folgende Kategorien ein:

2016 2015
Abschlussprüfungsleistungen 62 74
Steuerberatungsleistungen 13 18
Sonstige Leistungen 0 3
75 95

27. Beziehungen zu nahestehenden Personen

Im Geschäftsjahr 2016 gab es mit Ausnahme der Vorstandsvergütungen und Aufsichtsratsbezüge keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen.

28. Vorstand und Aufsichtsrat

28.1 Vorstand

Im Jahr 2016 gehörten dem Vorstand folgende Personen an:

Dr. Dietmar Ley, Vorstandsvorsitzender (CEO), zuständig für Forschung und Entwicklung, Organisationsentwicklung und Personal
John P. Jennings, Vorstand Vertrieb (CCO), zuständig für Vertrieb, Marktkommunikation und Tochtergesellschaften
Arndt Bake, Vorstand Marketing (CMO), zuständig für das strategische Marketing, Produktmanagement und New Business
Hardy Mehl, Vorstand Finance (CFO) und Operations (COO), zuständig für Finanzen, Controlling, SAP und IT, Recht und Patente, Investor Relations, Facility Management, Produktion und Supply-Chain-Management

28.2 Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehörten im Jahr 2016 folgende Personen an:

Norbert Basler Aufsichtsratsvorsitzender, Unternehmer
Prof. Dr. Eckart Kottkamp Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, Berater
Horst W. Garbrecht Ordentliches Aufsichtsratsmitglied, Vorsitzender der Geschäftsführung der Metabowerke GmbH

Weitere Mandate der Aufsichtsräte im Jahr 2016 entsprechend § 285 Nr. 10 HGB:

Norbert Basler

Mitglied im Aufsichtsrat der Plato AG, Lübeck
Mitglied im Aufsichtsrat Technikzentrum Fördergesellschaft mbH, Lübeck
Mitglied im Aufsichtsrat Technikzentrum-Grundstücksgesellschaft mbH, Lübeck (seit 07.06.2016)
Stellv. Vorsitzender des Beirats der Zöllner Holding GmbH, Kiel

Prof. Dr. Eckart Kottkamp

Vorsitzender des Beirats der Mackprang Holding GmbH & Co. KG, Hamburg (bis 31.10.2016)
Vorsitzender des Beirats der ACTec Holding GmbH, Freiberg
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG, Hamburg (bis 20.03.2017)
Mitglied im Aufsichtsrat der Elbphilharmonie Hamburg Bau GmbH & Co. KG, Hamburg (bis 31.03.2017)
Mitglied im Aufsichtsrat der KROMI Logistik AG, Hamburg

Horst W. Garbrecht

Mitglied des Beirats der Fischerwerke GmbH & Co. KG, Waldachtal
Mitglied im Regionalbeirat Süd und Südwest der Commerzbank AG, Frankfurt am Main

28.3 Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Zum 1.1.2011 wurde das Vergütungsmodell des Vorstandes durch die Einführung einer Nachhaltigkeitsklausel verändert (siehe Vergütungsbericht des Lageberichts). Hiernach werden die in einem Geschäftsjahr erworbenen variablen Ansprüche über drei Jahre verteilt ausgezahlt und unterliegen während dieses Zeitraums dem zwischenzeitlichen Risiko einer substantiellen Schmälerung durch eine nachträgliche Verschlechterung der Lage.

Zugeflossen sind im Geschäftsjahr 2016 insgesamt € 1.511.218,85, welche sich wie folgt aufteilen:

2016 Zufluss Dietmar Ley Vorstandsvorsitzender (CEO) John P. Jennings Vorstand Vertrieb (CCO) Arndt Bake Vorstand Marketing (CMO) Hardy Mehl Vorstand Finanzen (CFO) und Operations (COO)
im Vorstand seit 1996 2006 2011 2014
Festvergütung 270.529,50 281.965,06 187.137,75 220.162,50
Nebenleistungen 16.166,49 54.526,52 21.623,41 18.975,98
Summe 286.695,99 336.491,58 208.761,16 239.138,48
Einjährige variable Vergütung 0,00 0,00 0,00 0,00
Mehrjährige variable Vergütung 136.042,67 136.414,92 94.958,41 60.133,25
Auszahlung aus Bonusbank 136.042,67 136.414,92 94.958,41 60.133,25
Sonstiges 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 422.738,66 472.906,50 303.719,57 299.271,73
Vorsorgeaufwand 1.742,48 9.339,91 0,00 1.500,00
Gesamtvergütung 424.481,14 482.246,41 303.719,57 300.771,73

Da Herr Jennings sein Gehalt in USD bezieht, die Angaben aber mit dem Stichtagskurs in Euro umgerechnet sind, resultiert der Anstieg aus Währungseffekten.

Der Anspruch auf variable Gehaltsbestandteile des Jahres 2016 wurde i.H.v. € 664.996,45 der Bonusbank zugeführt und wird in den Folgejahren gem. dem im Lagebericht beschriebenen Verfahren ausgezahlt.

Die Summe der gewährten Zuwendungen des Vorstands belief sich im Jahre 2016 auf € 1.748.666,05, die sich wie folgt aufteilen:

2016 Gewährte Zuwendungen Dietmar Ley Vorstandsvorsitzender (CEO) John P. Jennings Vorstand Vertrieb (CCO) Arndt Bake Vorstand Marketing (CMO) Hardy Mehl Vorstand Finanzen (CFO) und Operations (COO)
im Vorstand seit 1996 2006 2011 2014
Festvergütung 270.529,50 281.965,06 187.137,75 220.162,50
Nebenleistungen 16.166,49 54.526,52 21.623,41 18.975,98
Summe 286.695,99 336.491,58 208.761,16 239.138,48
Einjährige variable Vergütung 0,00 0,00 0,00 0,00
Mehrjährige variable Vergütung 187.436,93 195.360,64 129.658,94 152.539,94
davon Zuführung zur Bonusbank 187.436,93 195.360,64 129.658,94 152.539,94
Summe 187.436,93 195.360,64 129.658,94 152.539,94
Vorsorgeaufwand 1.742,48 9.339,91 0,00 1.500,00
Gesamtbezüge 475.875,40 541.192,13 338.420,10 393.178,42
möglicher Minimalbetrag -Reduzierung Bonusbank -90.176,50 -93.988,35 -62.379,25 -73.387,50
möglicher Maximalbetrag -Zuführung Bonusbank 360.706,00 375.953,42 249.517,00 293.550,00

Zugeflossen sind im Geschäftsjahr 2015 insgesamt € 1.528.214,78 welche sich wie folgt aufteilen:

2015 Zufluss Dietmar Ley Vorstandsvorsitzender (CEO) John P. Jennings Vorstand Vertrieb (CCO) Arndt Bake Vorstand Marketing (CMO) Hardy Mehl Vorstand Finanzen (CFO) und Operations (COO)
im Vorstand seit 1996 2006 2011 2014
Festvergütung 270.529,50 273.003,93 187.138,13 220.162,50
Nebenleistungen 15.425,51 54.210,44 21.102,98 15.843,80
Summe 285.955,01 327.214,37 208.241,11 236.006,30
Einjährige variable Vergütung 0,00 0,00 0,00 0
Mehrjährige variable Vergütung 154.049,05 148.056,60 107.839,32 49.496,00
Auszahlung aus Bonusbank 154.049,05 148.056,60 107.839,32 49.496,00
Sonstiges 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 440.004,06 475.270,97 316.080,43 285.502,30
Vorsorgeaufwand 1.742,48 8.114,55 0,00 1.500,00
Gesamtvergütung 441.746,54 483.385,52 316.080,43 287.002,30

Der Anspruch auf variable Gehaltsbestandteile des Jahres 2015 wurde i.H.v. € 357.564,75 der Bonusbank zugeführt und wird in den Folgejahren gem. dem im Lagebericht beschriebenen Verfahren ausgezahlt.

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Jahre 2015 auf € 1.426.338,57 welche sich wie folgt aufteilen:

2015 Gewährte Zuwendungen Dietmar Ley Vorstandsvorsitzender (CEO) John P. Jennings Vorstand Vertrieb (CCO) Arndt Bake Vorstand Marketing (CMO) Hardy Mehl Vorstand Finanzen (CFO) und Operations (COO)
im Vorstand seit 1996 2006 2011 2014
Festvergütung 270.529,50 273.003,93 187.138,13 220.162,50
Nebenleistungen 15.425,51 54.210,44 21.102,98 15.843,80
Summe 285.955,01 327.214,37 208.241,11 236.006,30
Einjährige variable Vergütung 0,00 0,00 0,00 0,00
Mehrjährige variable Vergütung 101.734,03 102.664,55 70.374,28 82.791,89
davon Zuführung zur Bonusbank 101.734,03 102.664,55 70.374,28 82.791,89
Summe 387.689,04 429.878,92 278.615,39 318.798,19
Vorsorgeaufwand 1.742,48 8.114,55 0,00 1.500,00
Gesamtbezüge 389.431,52 437.993,47 278.615,39 320.298,19
möglicher Minimalbetrag -Reduzierung Bonusbank -90.176,50 -91.001,31 -62.379,38 -73.387,50
möglicher Maximalbetrag -Zuführung Bonusbank 360.706,00 364.005,24 249.517,50 293.550,00

Im Falle einer regulären Beendigung der Vorstandstätigkeit wird ein positiver Saldo der noch verbleibenden erfolgsbezogenen Bezüge in den nächsten drei Jahren gleichverteilt ausgezahlt.

Sollte es zu einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit kommen, so sind eventuelle Zahlungen auf den Wert von zwei Jahresvergütungen bzw. auf nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages begrenzt.

Die Verträge wurden zum November 2012 für Arndt Bake und John P. Jennings bzw. zum Januar 2013 für Dr. Dietmar Ley so geändert, dass bei einer Beendigung aufgrund eines von dem Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grundes keine Zahlungen mehr an das Vorstandsmitglied erfolgen.

28.4 Vergütung des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Jahr 2016 T€ 67:

Erfolgsneutrale Bezüge 2016 Erfolgsbezogene Bezüge für 2016 Summe 2016
Norbert Basler 34.400,00 0,00 34.400,00
Prof. Dr. Eckart Kottkamp 19.733,33 0,00 19.733,33
Horst W. Garbrecht 13.155,58 0,00 13.155,58

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Jahr 2015 T€ 54:

Erfolgsneutrale Bezüge 2015 Erfolgsbezogene Bezüge für 2015 Summe 2015
Norbert Basler 24.000,00 0,00 24.000,00
Prof. Dr. Eckart Kottkamp 18.000,00 0,00 18.000,00
Konrad Ellegast 4.700,00 0,00 4.700,00
Horst W. Garbrecht 7.300,00 0,00 7.300,00

28.5 Aktienbesitz der Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Vorstands hielten zum Stichtag die folgenden Aktienbestände:

31.12.2016 Zahl der Aktien in Stück 31.12.2015 Zahl der Aktien in Stück
Dr. Dietmar Ley 145.794 144.794
John P. Jennings 5.500 5.500
Arndt Bake 700 700
Hardy Mehl 800 550

Die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten zum Stichtag die folgenden Aktienbestände:

31.12.2016 Zahl der Aktien in Stück 31.12.2015 Zahl der Aktien in Stück
Norbert Basler - -
Prof. Dr. Eckart Kottkamp - -
Horst W. Garbrecht - -

Herr Norbert Basler hat seine Aktien in 2015 auf die Basler Beteiligungs-GmbH & Co. KG übertragen, welche zum Stichtag 31.12.2016 1.843.384 Stück Basler-Aktien hielt.

29. Beteiligungsspiegel

Folgende Unternehmen werden zusätzlich zu der Basler AG in den Konzernabschluss durch Vollkonsolidierung aufgrund bestehender Stimmenmehrheit einbezogen:

Firmenname Anteilshöhe

in %
Basler Inc., Exton/USA 100
Basler Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100
Basler Vision Technologies Taiwan Inc., Jhubei City/Taiwan 100

Eine weitere Beteiligung besteht an der Beruf und Familie im HanseBelt gGmbH, Bad Oldesloe:

Firmenname Anteilshöhe in % (31.12.2016) Eigenkapital (31.12.2015) Ergebnis (2015)
Beruf und Familie im HanseBelt gGmbH, Bad Oldesloe 20 T€ 6 T€ -39

Weitere Beteiligungsverhältnisse bestehen nicht.

30. Corporate Governance

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben worden und wurde den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens www.baslerweb.com/Investoren zugänglich gemacht.

31. Genehmigung des Abschlusses

Der Abschluss wird voraussichtlich am 29. März 2017 vom Aufsichtsrat zur Veröffentlichung freigegeben.

32. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt die Ausschüttung einer Dividende von € 0,74 je Aktie entsprechend € 2.379.282,78 vor.

33. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse, welche eine Auswirkung auf den Konzernabschluss haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

Ahrensburg, 10. März 2017

Der Vorstand

Dr. Dietmar Ley

John P. Jennings

Arndt Bake

Hardy Mehl

* Entwicklung des Anlagevermögens 2016

Konzernabschluss nach IFRS für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2016 Zugänge Umbuchungen Abgänge Währungsdifferenzen 31.12.2016
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software, Markenrechte, Patente und Lizenzen 5.914 340 79 0 0 6.333
Abgeschlossene eigene Entwicklungen 25.483 0 8.027 0 0 33.510
Eigene Entwicklungen in Arbeit 10.214 5.462 -8.027 0 0 7.649
Anzahlungen auf Fremde Entwicklungen 110 174 -79 0 0 205
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 41.721 5.976 0 0 0 47.697
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 1.981 159 10 0 5 2.155
Technische Anlagen und Maschinen 8.143 733 24 -115 6 8.791
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.384 863 153 -177 6 5.229
Anlagen in Bau 109 261 -187 0 0 183
Summe Sachanlagen 14.617 2.016 0 -292 17 16.358
Gebäude und Grundstücke im Finanzierungsleasing
Grundstücke im Finanzierungsleasing 1.817 0 0 0 0 1.817
Gebäude im Finanzierungsleasing 24.391 0 0 0 0 24.391
Summe Gebäude und Grundstücke im Finanzierungsleasing 26.208 0 0 0 0 26.208
Übrige Finanzanlagen 18 0 0 0 0 18
Summe übrige Finanzanlagen 18 0 0 0 0 18
Summe Anlagevermögen 82.564 7.992 0 -292 17 90.281
Abschreibungen
Stand 01.01.2016 Zugänge Außerplanmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Währungsdifferenzen 31.12.2016
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software, Markenrechte, Patente und Lizenzen 4.607 519 0 0 0 5.126
Abgeschlossene eigene Entwicklungen 16.255 3.484 327 0 0 20.066
Eigene Entwicklungen in Arbeit 0 0 0 0 0 0
Anzahlungen auf Fremde Entwicklungen 0 0 0 0 0 0
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 20.862 4.003 327 0 0 25.192
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 836 141 0 0 5 982
Technische Anlagen und Maschinen 4.848 896 0 -110 4 5.638
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.657 502 30 -167 4 3.026
Anlagen in Bau 0 0 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 8.341 1.539 30 -277 13 9.646
Gebäude und Grundstücke im Finanzierungsleasing
Grundstücke im Finanzierungsleasing 0 0 0 0 0 0
Gebäude im Finanzierungsleasing 10.892 692 0 0 0 11.584
Summe Gebäude und Grundstücke im Finanzierungsleasing 10.892 692 0 0 0 11.584
Übrige Finanzanlagen 13 0 0 0 0 13
Summe übrige Finanzanlagen 13 0 0 0 0 13
Summe Anlagevermögen 40.108 6.234 357 -277 13 46.435
Nettobuchwerte
31.12.2016 Vorjahr
--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software, Markenrechte, Patente und Lizenzen 1.207 1.307
Abgeschlossene eigene Entwicklungen 13.444 9.228
Eigene Entwicklungen in Arbeit 7.649 10.214
Anzahlungen auf Fremde Entwicklungen 205 110
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 22.505 20.859
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 1.173 1.145
Technische Anlagen und Maschinen 3.152 3.295
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.203 1.727
Anlagen in Bau 183 109
Summe Sachanlagen 6.711 6.276
Gebäude und Grundstücke im Finanzierungsleasing
Grundstücke im Finanzierungsleasing 1.817 1.817
Gebäude im Finanzierungsleasing 12.807 13.499
Summe Gebäude und Grundstücke im Finanzierungsleasing 14.624 15.316
Übrige Finanzanlagen 5 5
Summe übrige Finanzanlagen 5 5
Summe Anlagevermögen 43.845 42.456

* Appendix zum Anhang

* Entwicklung des Anlagevermögens 2015

Konzernabschluss nach IFRS für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2015 Zugänge Umbuchungen Abgänge Währungsdifferenzen 31.12.2015
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software, Markenrechte, Patente und Lizenzen 5.101 446 451 -84 0 5.914
Abgeschlossene eigene Entwicklungen 19.489 0 5.994 0 0 25.483
Eigene Entwicklungen in Arbeit 9.855 6.353 -5.994 0 0 10.214
Anzahlungen auf Fremde Entwicklungen 316 110 -316 0 0 110
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 34.761 6.909 135 -84 0 41.721
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 1.669 199 108 0 5 1.981
Technische Anlagen und Maschinen 6.644 763 946 -220 10 8.143
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.867 521 118 -135 13 4.384
Anlagen in Bau 424 992 -1.307 0 0 109
Summe Sachanlagen 12.604 2.475 -135 -355 28 14.617
Gebäude und Grundstücke im Finanzierungsleasing
Grundstücke im Finanzierungsleasing 1.817 0 0 0 0 1.817
Gebäude im Finanzierungsleasing 24.391 0 0 0 0 24.391
Summe Gebäude und Grundstücke im Finanzierungsleasing 26.208 0 0 0 0 26.208
Übrige Finanzanlagen 5 13 0 0 0 18
Summe übrige Finanzanlagen 5 13 0 0 0 18
Summe Anlagevermögen 73.578 9.397 0 -439 28 82.564
Abschreibungen
Stand 01.01.2015 Zugänge Außerplanmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Währungsdifferenzen 31.12.2015
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software, Markenrechte, Patente und Lizenzen 4.112 498 0 -3 0 4.607
Abgeschlossene eigene Entwicklungen 13.270 2.985 0 0 0 16.255
Eigene Entwicklungen in Arbeit 0 0 0 0 0 0
Anzahlungen auf Fremde Entwicklungen 0 0 0 0 0 0
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 17.382 3.483 0 -3 0 20.862
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 707 124 0 0 5 836
Technische Anlagen und Maschinen 4.206 792 0 -158 8 4.848
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.325 459 0 -133 6 2.657
Anlagen in Bau 0 0 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 7.238 1.375 0 -291 19 8.341
Gebäude und Grundstücke im Finanzierungsleasing
Grundstücke im Finanzierungsleasing 0 0 0 0 0 0
Gebäude im Finanzierungsleasing 10.200 692 0 0 0 10.892
Summe Gebäude und Grundstücke im Finanzierungsleasing 10.200 692 0 0 0 10.892
Übrige Finanzanlagen 0 0 13 0 0 13
Summe übrige Finanzanlagen 0 0 13 0 0 13
Summe Anlagevermögen 34.820 5.550 13 -294 19 40.108
Nettobuchwerte
31.12.2015 Vorjahr
--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software, Markenrechte, Patente und Lizenzen 1.307 989
Abgeschlossene eigene Entwicklungen 9.228 6.219
Eigene Entwicklungen in Arbeit 10.214 9.855
Anzahlungen auf Fremde Entwicklungen 110 316
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 20.859 17.379
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 1.145 962
Technische Anlagen und Maschinen 3.295 2.438
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.727 1.542
Anlagen in Bau 109 424
Summe Sachanlagen 6.276 5.366
Gebäude und Grundstücke im Finanzierungsleasing
Grundstücke im Finanzierungsleasing 1.817 1.817
Gebäude im Finanzierungsleasing 13.499 14.191
Summe Gebäude und Grundstücke im Finanzierungsleasing 15.316 16.008
Übrige Finanzanlagen 5 5
Summe übrige Finanzanlagen 5 5
Summe Anlagevermögen 42.456 38.758

* Appendix zum Anhang

Konzernlagebericht 2016

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die Basler AG mit Sitz in Ahrensburg bei Hamburg (Deutschland) ist Entwickler und Hersteller von digitalen Kameras für professionelle Anwender, die überwiegend in der industriellen Massenproduktion, in medizinischen Anwendungen sowie zur Verkehrskontrolle eingesetzt werden. Basler Kameras zeichnen sich durch Innovation, hohe Zuverlässigkeit, einfache Integration, kompakte Abmessungen und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Diese Faktoren haben dazu geführt, dass Basler gemessen an der Zahl verkaufter Einheiten heute einer der weltweit größten Anbieter für digitale Industriekameras ist.

Neben Forschung und Entwicklung sowie Produktion der Kameras verfügt Basler über eine marktführende weltweit tätige Vertriebsorganisation sowie Markenbekanntheit. Zielkunden sind nationale und internationale Hersteller von Investitionsgütern (OEM-Kunden), die Basler Kameras in ihre eigenen Produkte integrieren. Die Kameraprodukte der Basler AG sind generisch und in vielen Branchen einsetzbar, sie werden erst durch die Integration des OEM-Kunden Teil einer applikationsspezifischen Lösung. Nach erfolgreicher Integration durch den Kunden im Rahmen seiner Entwicklung (sogenanntes Design-In) wird die Basler Kamera fester Bestandteil der Materialstückliste des jeweiligen Kunden-Systems. Vermarktet der Kunde erfolgreich sein System, dann folgt der Design-In Phase typischerweise ein mehrjähriges Geschäft. Die Wechselhürden für den Kunden sind relativ hoch, er ist somit nicht geneigt, den Kameralieferanten entlang des Lebenszyklus seines Systems zu wechseln.

Hieraus ergibt sich für Basler ein beratungsintensiver Verkaufsprozess gefolgt von nachhaltigem Absatz. Die Kunden werden entweder über den eigenen Direktvertrieb oder über regionale Vertriebspartner (Distributoren) betreut.

Die Basler AG unterhält 100 %-ige Tochtergesellschaften in den USA, Singapur und Taiwan. Die Tochtergesellschaften wurden im Konzernabschluss voll konsolidiert. Weitere Repräsentanzen bestehen in Japan, Südkorea, China, Polen, dem Vereinigten Königreich, Finnland und den Niederlanden. In den ausländischen Töchtern bzw. Repräsentanzen werden überwiegend Vertriebs- und Serviceleistungen erbracht. In der Tochtergesellschaft in Singapur besteht zudem eine Produktion für die Versorgung des lokalen asiatischen Marktes.

Externe Einflussfaktoren auf das Geschäftsmodell sind die allgemeine makro-ökonomische Lage und die Nachfragesituation in den regionalen Absatzmärkten Asien, Europa und Nordamerika. Aufgrund der Ausrichtung Baslers auf Investitionsgüterhersteller ist die Konjunktur im Maschinen- und Anlagenbau, insbesondere der Bereich Halbleiter und Elektronik, für die Geschäftsentwicklung des Konzerns von besonderer Bedeutung. Zunehmend weitet die Basler AG ihr Geschäft außerhalb von Fabrikanwendungen in die Marktfelder Medizin- und Verkehrstechnik sowie Logistik aus, erschließt sich damit langfristig weiteres Wachstumspotenzial und reduziert zugleich die Zyklizität ihres Geschäfts.

1.2 Steuerungssystem

Grundlage der Konzernsteuerung ist ein jährlich ablaufender Strategieprozess, in dem die Ausrichtung des Konzerns hinsichtlich Zielmärkten, Positionierung, Leistungsprogramm, Technologien, Absatzstrategie und Finanzkennzahlen festgelegt wird. Die zentralen Finanzkennzahlen zur Steuerung der Basler AG sind der Umsatz und die Vorsteuerrendite. Der Strategieprozess mündet in einen qualitativen und quantitativen Vierjahresplan sowie in das Budget für das kommende Geschäftsjahr.

Aus beiden Planungswerken werden für die Konzernsteuerung Leistungsindikatoren erstellt und zu einem Balanced-Score-Card-System (BSC) mit abgeleiteten Scorecards für wesentliche Wertschöpfungsprozesse zusammengefasst. Die zentralen BSC-Kennzahlen sind Umsatz, Bruttomarge, Vorsteuerrendite (EBT-Marge), Freier Cashflow, Rentabilität und Kapitalverzinsung (ROCE). Als Frühindikatoren werden die Mitarbeiterzufriedenheit, das Wachstum der Webseitenbesucher und der Umsatz mit neuen Produkten sowie in neuen Märkten herangezogen. Weitere Kennzahlen der Konzernsteuerung sind im Wirtschaftsbericht genannt. Die Kennzahlen der BSC und der unterliegenden Scorecards werden überwiegend monatlich aktualisiert und im Kreis des Managements besprochen. Zudem trifft sich das Executive Management alle 14 Tage, um sich über die aktuelle Unternehmenssituation und den Fortschritt strategischer Initiativen auszutauschen. Darüber hinaus gibt es auf operativer Ebene ein sogenanntes "Daily Management" bzw. "Shopfloor-Management", in denen der tägliche Arbeitsfortschritt von Teams besprochen wird. Mögliche Abweichungen vom Ziel werden somit auf unterschiedlichen Hierarchieebenen erkannt und durch geeignete Gegenmaßnahmen korrigiert.

Um eine hohe Qualität der hergestellten Produkte und der im Unternehmen angewendeten Verfahrensweisen zu gewährleisten, hat Basler ein Qualitätsmanagementsystem (QM-System) implementiert. Unterjährig wird im Rahmen interner Audits geprüft, ob die Abläufe in der betrieblichen Praxis mit den Prozessbeschreibungen des QM-Systems im Einklang stehen. Einmal pro Jahr findet ein externes Audit statt, um zu überprüfen, ob das QM-System gemäß den Bestimmungen der DIN ISO 9000/2008 und DIN ISO 9000/2000 angewendet wird. Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Basler AG erstmals nach der neuen Norm DIN ISO 9001:2015 erfolgreich auditiert.

1.3 Forschung und Entwicklung

Als T echnologieunternehmen ist Basler darauf angewiesen, neue technologische T rends frühzeitig zu erkennen und schnell in Produktentwicklungen einfließen zu lassen. Da sich die digitale Kameratechnologie rasch weiterentwickelt und die Basler AG eine nachhaltige Wachstumsstrategie verfolgt, investiert Basler pro Jahr im Durchschnitt etwa 14 % vom Umsatz in Forschung und Entwicklung (F&E). Die F&E-Aktivitäten gliedern sich wie folgt:

Vorentwicklung neuer Technologien
Entwicklung neuer Plattform-Architekturen für künftige Produktlinien sowie hierfür notwendiger Fertigungstechnologien
Entwicklung neuer Produktlinien bzw. Produkte auf bestehenden Produktplattformen
Kundenspezifische Anpassungen von Produkten
Pflege bestehender Produkte

Ziel der Vorentwicklung ist die Untersuchung von Technologien, die für den Einsatz in künftigen Produkten sinnvoll erscheinen. Die Basler AG ist bestrebt, neue Technologien und Anwendungsfelder bereits im Vorfeld von Plattform- oder Produktentwicklungen möglichst weitgehend zu durchdringen und potenzielle Risiken hinreichend analysiert zu haben, bevor die Realisierungsphase startet. Auf diese Weise können Produktentwicklungen mit höherer Planungstreue ablaufen. Bereits in dieser Phase werden ausgewählte Kunden über die Technologieentwicklungen informiert, um frühzeitig Kunden- bzw. Markt-Feedback zu erhalten.

Innerhalb der oben aufgeführten Kategorien lassen sich folgende Maßnahmen im Geschäftsjahr 2016 hervorheben:

Im Bereich der Vorentwicklung hat die Basler AG weitere Schritte in Richtung der Entwicklung einer 3D-Kameratechnik unternommen. Sie hat erste Serienprodukte basierend auf der sogenannten "Time-of-Flight-Technologie" realisiert und die Vermarktung intensiviert. Aufgrund der frühen Marktphase wird angestrebt, die Produktentwicklung mittels agiler Methoden schnell und flexibel zu gestalten. Im Bereich der Vorentwicklung wurde zudem u.a. an den Themen "Embedded Vision" sowie an Konzepten für eine neue Mainstream Plattform gearbeitet. Weitere Details in Bezug auf die Vorentwicklung werden aus Gründen der Vertraulichkeit im Rahmen dieses Berichtes nicht offengelegt.

Im Bereich der Plattformentwicklung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr die Plattform der ace Produktlinie technisch erweitert, um neu aufkommende CMOS-Sensoren robust integrieren zu können sowie zusätzliche Funktionalitäten zu gewährleisten. Des Weiteren wurde die Plattform der Entry-Level Produktfamilie dart um eine zusätzliche Datenschnittstelle (BCON) erweitert, um den Kunden eine direkte Anbindung an kleine leistungsfähige Embedded-Prozessoren zu ermöglichen. Darüber hinaus wurde das pylon Software Development Kit (SDK) kontinuierlich in seiner Funktion erweitert. Schließlich wurden wesentliche Bausteine einer Nachfolgeplattform der ace Produktplattform entwickelt.

Im Bereich der Produktentwicklung wurden die Produktlinien ace, dart und pulse um weitere Sensoren ergänzt sowie eine spezielle Produktlinie für Mikroskopie-Anwendungen entwickelt und in den Markt eingeführt. Im Geschäftsjahr 2016 hat sich gemäß den Erwartungen der Basler AG die Nachfrage nach Kameras mit der neuen USB 3.0-Schnittstelle sehr positiv entwickelt. Somit wird die Basler AG neben der etablierten GigE-Schnittstelle vorrangig weitere Produkte mit USB 3.0-Schnittstelle entwickeln und vermarkten. Neben der originären Kameraentwicklung flossen 2016 zudem Entwicklungsinvestitionen in das Portfolio komplementärer Zubehörprodukte. Mit dem Angebot von Zubehörprodukten wird angestrebt, den etablierten Marktzugang noch besser zu nutzen und weitere Differenzierungsmöglichkeiten gegenüber dem Wettbewerb aufzubauen.

Zusätzlich zur Neuproduktentwicklung wird etwa ein Fünftel des F&E-Budgets in die laufende Pflege von Produkten investiert, um die Verfügbarkeit der in Serienfertigung befindlichen Produkte zu gewährleisten und die Herstellkosten kontinuierlich zu optimieren.

Der Aufwand an Forschung und Entwicklung betrug 14 % (VJ: 14 %) des Gesamtumsatzes. Die Kosten (Personalaufwand, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen sowie direkt zurechenbare Gemeinkosten) erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von 12,2 Mio. € auf 13,2 Mio. € im Jahre 2016.

In den Aufwendungen sind Leistungen Dritter in Höhe von 194 T € (VJ: 690 T €) enthalten. Die aktivierten Investitionen in eigene Entwicklungen betrugen 5,3 Mio. € (VJ: 6,4 Mio. €), was eine Reduzierung gegenüber 2015 um 17 % bedeutet. Die Höhe der Abschreibungen auf eigene Entwicklungen betrug 3,8 Mio. € (VJ: 3,0 Mio. €). Zum 31.12.2016 betrug die Anzahl der Vollstellen-Äquivalente im Bereich F&E 121 (VJ: 108).

Die Basler AG ist per Geschäftsjahresende 2016 Inhaberin von 30 Patenten bzw. Patentanmeldungen. 10 Patente sind in Kraft, 20 Patente befinden sich im Anmeldeverfahren.

Weiterhin ist Basler Inhaberin von einem Gebrauchsmuster, 7 Designs und 88 eingetragenen Marken. Weitere Marken befinden sich im Anmeldeverfahren.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

Weltweit blieb das Wirtschaftswachstum mit 2,2 % leicht hinter den ursprünglichen Erwartungen von 2,5 % zurück. Während China mit 6,7 % und Japan mit 0,9 % Wirtschaftswachstum leicht über den Prognosen lagen, konnte die Wirtschaft in den USA lediglich mit 1,6 % wachsen. Die Eurozone entwickelte sich erwartungsgemäß und verzeichnete einen Zuwachs von 1,6 % (VJ: 1,5 %). Trotz politischer Veränderungen und Strömungen, welche sich gegen eine liberal geprägte Welthandelsordnung wenden, hielt der Aufschwung an. Deutschland erzielte 2016 ein Wirtschaftswachstum von 1,8 % (VJ: 1,5 %). (Quelle: Berenberg, Wirtschaft und Finanzmärkte, Ausblick 2017).

Der für Basler relevante Markt des Maschinen- und Anlagenbaus stagnierte von der Umsatzentwicklung in 2016. Während Deutschland und die EU Null Steigerungsraten erzielten verringerte sich der Umsatz in den USA um 2 %. In China wuchsen die Umsätze im Maschinenbau gegenüber Vorjahr um 3 %, damit bewegt sich das Wachstum auf dem niedrigsten Niveau der letzten Dekade. (Quelle: VDMA Maschinenbau Konjunktur international). Die deutsche Industrie für Bildverarbeitung entwickelte sich erneut besser als der Branchendurchschnitt und verzeichnete Umsatzzuwächse von 4 % sowie einen Anstieg der Auftragseingänge von 14 %. (Quelle: VDMA Statistik Nov. 2016).

2.2 Geschäftsverlauf

Nach einem eher moderaten Wachstum der Auftragseingänge und einer Serie von Quartalen mit negativem Book-To-Bill-Verhältnis im Jahr 2015 drehte sich der Trend im vierten Quartal 2015 und die Basler AG startete mit einem positivem Momentum in das Geschäftsjahr 2016. Im Laufe des Geschäftsjahres verstärkte sich der positive Trend zunehmend. Insbesondere getragen durch die Regionalmärkte China, Südkorea und Deutschland entwickelte sich das Geschäft der Basler AG zu neuen Rekordwerten in Auftragseingang und Umsatz. Gegenüber dem Markt verzeichnete die Basler AG in Auftragseingang und Umsatz ein um 10 Prozentpunkte höheres Wachstum und konnte damit erneut signifikant ihre Marktanteile und marktführende Position ausbauen. Im Vergleich zum Branchenwachstum der deutschen Industrie für Bildverarbeitungskomponenten von etwa 4 % konnte die Basler AG ihren Umsatz mit Industriekameras um 14 % steigern. In absoluten Werten stieg der Umsatz für den Basler Konzern von 85,4 Mio. € im Jahr 2015 auf den wiederum neuen Bestwert von 97,5 Mio. € im Geschäftsjahr 2016.

Aufgrund der Ausrichtung des Kamerageschäftes auf volumenstarke Bereiche (Mainstream- und Entry-Level) konnte die Zahl der verkauften Einheiten von ca. 203.000 im Vorjahr auf ca. 258.000 im Jahr 2016 gesteigert werden.

Dieses Stückzahlenwachstum befand sich im Spannungsverhältnis mit einer Knappheits-Situation bei Bildsensoren auf den Beschaffungsmärkten, hervorgerufen durch Überauslastung einer Halbleiterfabrik in Israel und Beschädigung einer Halbleiterfabrik in Japan infolge eines Erdbebens. Dies führte insbesondere in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres zu einer erheblichen Verlängerung von Lieferzeiten und zu hoher Arbeitsbelastung im Supply Chain Management. Trotz der schwierigen Situation konnten sowohl wesentliche Umsatzausfälle als auch Materialkostensteigerungen vermieden werden.

Haupttreiber des Wachstums auf der Produktseite war wie im Vorjahr die Kamerafamilie ace, die um über 31 % im Umsatz zulegen konnte. Insbesondere konnten die ace Modelle mit Gigabit Ethernet-Schnittstelle und mittlerweile auch die ace Modelle mit USB-Schnittstelle wesentlich zum Umsatzwachstum beitragen. Auch die höherpreisigen Kameraprodukte der Serien racer und Baslerbeat sowie die Entry-Level Produktlinie dart verzeichneten deutliches Umsatzwachstum. In Bezug auf Sensortechnologien entwickelte sich die Nachfrage wie erwartet sehr stark weiter in Richtung CMOS-Sensorik. Bei neuen Design-In-Entscheidungen entschied sich die deutliche Mehrzahl der Kunden für Kameras mit CMOS-Sensoren.

Der Umsatz mit Zubehörprodukten konnte im Geschäftsjahr 2016 erneut leicht überproportional gesteigert werden. Diese Umsatzentwicklung ist Resultat der strategischen Portfolioerweiterung mit Komplementärprodukten, insbesondere mit Objektiven und Kabeln.

Regional legte das Asiengeschäft mit einem Umsatzwachstum von 40 % am stärksten zu. Die Ländermärkte China und Südkorea trugen signifikant zu dem starken Umsatzanstieg Asiens bei. Während sich die Umsatzerlöse in Deutschland um 23 % erhöhten, sanken die Verkaufszahlen im restlichen EMEA um 11 %. Im Wesentlichen ist diese Entwicklung im restlichen EMEA durch einen einzelnen Großkunden bedingt, dessen Geschäft in 2016 zyklusbedingt erheblich unter dem Niveau der Vorjahre lag. In Amerika blieb das Umsatzvolumen auf Vorjahresniveau.

2.3 Ertragslage

in Mio. € 2016 2015 Veränderung in %
Umsatzerlöse 97,5 85,4 12,1 14
Kosten der umgesetzten Leistung -50,1 -44,7 -5,4 12
Bruttoergebnis 47,4 40,7 6,7 16
Sonstiger betrieblicher Ertrag 1,6 2,7 -1,1 -41
Aufwendungen -36,9 -33,4 -3,5 10
Operatives Ergebnis 12,1 10,0 2,1 21
Finanzergebnis -0,7 -0,9 0,2 -22
Ergebnis vor Ertragsteuern 11,4 9,1 2,3 25
Steuern -3,5 -2,9 -0,6 21
Konzernjahresüberschuss 7,9 6,2 1,7 27

Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 12,1 Mio. € (+ 14 %) auf 97,5 Mio. €. Einhergehend mit dem Umsatzwachstum nahmen auch die Kosten der umgesetzten Leistung zu. Deren Anstieg fiel jedoch aufgrund von positiven Skaleneffekten mit 12 % unterproportional aus und führte zu einer Steigerung der Bruttomarge gegenüber dem Vorjahr um 1 % auf 48,6 %. Die sonstigen operativen Kosten stiegen um 10 % auf 36,9 Mio. €. Die Personalkosten stiegen von 34,8 Mio. € im Jahr 2015 auf 39,3 Mio. € im Jahr 2016 und beinhalten sowohl eine generelle Gehaltsanhebung von 2,9 % als auch eine Erfolgsbeteiligung für Mitarbeiter, leitende Angestellte und Vorstand in Höhe von 1,5 Mio. €. Die operativen Aufwendungen stiegen von 13,3 Mio. € im Vorjahr auf 14,9 Mio. € im Jahr 2016.

Der überwiegende Teil des Kostenaufbaus im Bereich Personal und Sonstige Kosten entfällt auf Investitionen in die Umsetzung unserer Mittelfristplanung, welche Umsatzerlöse von 150 Mio. € bei einer Mindestvorsteuerrendite von 11 % vorsieht. Alle Funktionsbereiche arbeiteten aktiv an der Umsetzung der Strategie, setzten die Anforderungen an die Aufbau- und Ablauf-Organisation um und eigneten sich das notwendige Fachwissen an. Der gegenüber den Vorjahren moderate Personalaufbau, der Abschluss der Einarbeitung in den vergangenen beiden Jahren neu eingestellter Mitarbeiter sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Lean-Aktivitäten führten zu einer erheblichen Steigerung der Personalproduktivität.

Mit einem Vorsteuerergebnis von 11,4 Mio. € (VJ: 9,1 Mio. €) und einer Vorsteuermarge von 11,7 % (VJ: 10,7 %) konnte die Basler AG ihr Geschäftsjahr oberhalb der in der Unternehmensstrategie angestrebten Vorsteuerrendite von 10 % zum Abschluss bringen.

Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. € insbesondere aufgrund der positiven Marktpreisentwicklung eines in 2011 abgeschlossenen Zinsswaps.

Der Steueraufwand für das Geschäftsjahr 2016 betrug 3,5 Mio. €, was einer Steuerquote von ca. 30,7 % (VJ: 31,5 %) entspricht. Der Aufwand aus latenten Steuern betrug 1,4 Mio. € (VJ: 1,4 Mio. €).

Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich um 27 % auf 7,9 Mio. € (VJ: 6,2 Mio. €).

Der hohe Auftragsbestand von 20,3 Mio. € (VJ: 9,4 Mio. €) lässt die Basler AG auch mit positivem Momentum in das kommende Geschäftsjahr starten.

2.4 Finanzlage

Das Liquiditätsmanagement im Konzern ist darauf ausgerichtet, den Kapitalbedarf so zu befriedigen, dass das organische Wachstum selbst finanziert wird und dabei die Fälligkeitsrisiken, die Bewertungen der Kreditgeber sowie Eigen- und Fremdkapitalkosten in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen. Die langfristigen Vermögenswerte waren zum Ende des Geschäftsjahres 2016 zu 114 % (VJ: 106 %) durch Eigenkapital gedeckt.

Im Geschäftsjahr 2016 wurde aus der laufenden Geschäftstätigkeit ein positiver Cashflow von 16,1 Mio. € (VJ: 12,9 Mio. €) generiert. Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten betrug in der Berichtsperiode 2016 -8,0 Mio. € (VJ: -9,3 Mio. €). Der freie Cashflow als Saldo des operativen Cashflows und des Cashflows aus Investitionstätigkeiten summierte sich auf 8,1 Mio. € (VJ: 3,6 Mio. €). Die signifikante Steigerung des freien Cashflows ist neben der Ergebnisverbesserung ein weiterer Indikator für die starke Produktivitätssteigerung im Geschäftsjahr 2016.

Auf der Finanzierungsseite wurden Bankverbindlichkeiten in Höhe von 0,6 Mio. € getilgt. Für den 2015 langfristig aufgenommenen KFW-Kredit in Höhe von 5 Mio. € wurden 2016 Abrufe in Höhe von 3,8 Mio. € getätigt. Zum Bilanzstichtag bestanden nicht in Anspruch genommene Kreditlinien bei Banken in Höhe von 3,6 Mio. €.

Unter Berücksichtigung der Dividendenauszahlungen und des Kaufs eigener Anteile ergibt sich insgesamt ein Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von -2,7 Mio. € (VJ: -2,3 Mio. €).

Die liquiden Mittel betrugen zum Geschäftsjahresende 19 Mio. €. Dies bedeutet einen Anstieg der frei verfügbaren Liquidität um 5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Die Liquidität im Konzern war zu jeder Zeit gesichert.

2.5 Vermögenslage

in Mio. € 2016 2015 Veränderung in %
Immaterielle Vermögensgegenstände 22,5 20,8 1,7 8
Sachanlagen 6,7 6,3 0,4 6
Gebäude und Grundstücke im Finanzierungsleasing 14,6 15,3 -0,7 -5
Latente Steueransprüche 0,0 0,1 0,0 -56
Langfristige Vermögenswerte 43,9 42,5 1,4 3
Vorräte 14,6 10,8 3,8 35
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10,4 7,8 2,6 33
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2,1 1,6 0,5 31
Bankguthaben und Kassenbestände 19,4 14,0 5,4 39
Kurzfristige Vermögenswerte 46,5 34,2 12,3 36
Summe Aktiva 90,4 76,7 13,7 18
Eigenkapital 50,0 45,2 4,8 11
langfristige verzinsliche Bankverbindlichkeiten 9,8 6,8 3,0 44
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 8,6 10,1 -1,5 -15
sonstige langfristige Schulden 6,4 4,8 1,6 31
Langfristige Schulden 24,8 21,7 3,1 14
kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 1,5 1,6 -0,1 -5
kurzfristige Rückstellungen 3,5 1,9 1,6 84
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 2,2 2,2 0,0 0
sonstige kurzfristige Schulden 8,4 4,2 4,2 100
kurzfristige Schulden 15,6 9,8 5,8 59
Summe Passiva 90,4 76,7 13,7 18

Im abgelaufenen Geschäftsjahr reduzierten sich Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände auf 5,4 Mio. € (VJ: 6,9 Mio. €). Die Investitionen setzen sich hauptsächlich aus eigenen Entwicklungen und eingekauften Leistungen für Forschung und Entwicklung zusammen. Aufgrund einer Umstellung des Produktentstehungsprozesses sowie der Zusammensetzung der Projektlandschaft sank die Aktivierungsquote von 56,5 % im Vorjahr auf 40,9 % im Geschäftsjahr 2016. Der zum Jahresanfang neu eingeführte Produktentstehungsprozess führt zu einem späteren Beginn bei der Aktivierung von Entwicklungsleistungen als zuvor und verringert somit unmittelbar die Aktivierungsquote. Für die kommenden Geschäftsjahre geht die Basler AG daher künftig von einer Aktivierungsquote im Bereich zwischen 40-45 % aus. Aufgrund der eher produkt- und weniger forschungsbezogenen Entwicklungstätigkeit sowie der langen Produktlebenszyklen (zwischen 8-12 Jahren) ergeben sich zukünftig weitere stille Reserven in der Bilanzposition der immateriellen Vermögensgegenstände. Die immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich in Summe um 1,7 Mio. € auf 22,5 Mio. €.

Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich auf 2,0 Mio. € (VJ: 2,5 Mio. €), überwiegend aufgrund von Umbauten u.a. für den Bereich Logistik, Anschaffung von Maschinen für die Fertigung sowie einer neuen Telefonanlage. Die auf das Finanzierungsleasing von Gebäuden und Grundstücken entfallenden Aufwände reduzierten sich aufgrund planmäßiger Abschreibungen um 0,7 Mio. €. Insgesamt erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte gegenüber dem Vorjahr um 3 %.

Die Vorräte erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Mio. € auf 14,6 Mio. €. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 2,6 Mio. € auf 10,4 Mio. €. Sowohl die Vorratsbestände als auch der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen notierten zum Stichtag oberhalb der angestrebten Werte. Ursächlich hierfür waren die hohe Geschäftsaktivität zur Jahreswende und die schwierige Situation auf den Beschaffungsmärkten. Vor diesem Hintergrund wurde der Liefersicherheit Priorität ggü. einer Optimierung des Working Capital eingeräumt.

Die Bankguthaben und Kassenbestände wiesen einen um 5,4 Mio. € höheren Saldo aus als im Vorjahr. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich gegenüber 2015 um 36 %. Das Gesamtvermögen stieg um 18 % gegenüber dem Vorjahr auf 90,4 Mio. €.

Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Mio. € auf 50,1 Mio. €. Diese Eigenkapitalerhöhung resultiert aus dem Jahresüberschuss abzüglich der Ausschüttung einer Dividende von 1,9 Mio. € sowie dem Kauf eigener Anteile i.H.v. 1,4 Mio. €.

Das gezeichnete Kapital - bestehend aus 3,5 Mio. nennwertlosen Inhaberaktien - beträgt unverändert 3,5 Mio. €. Als Abzugsposten davon wird der Nennbetrag eigener Anteile in Höhe von 0,29 Mio. € (VJ: 0,26 Mio. €) ausgewiesen. Die Gewinnrücklagen inklusive Konzernergebnis erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 4,7 Mio. € auf 43,6 Mio. €. Aus dem Bestand an eigenen Anteilen ergab sich zum Stichtag eine stille Reserve in Höhe von 13,7 Mio. €.

Die langfristigen verzinslichen Bankverbindlichkeiten erhöhten sich um 3,0 Mio. € durch die Aufnahme zusätzlicher KFW-Innovationsdarlehen. Die Barwerte aus den Leasingverbindlichkeiten verringerten sich durch planmäßige Tilgung auf 10,8 Mio. € (VJ: 12,3 Mio. €). Davon waren 8,6 Mio. € (VJ: 10,1 Mio. €) langfristige Verbindlichkeiten.

Die kurzfristigen Schulden stiegen um 5,8 Mio. € auf 15,6 Mio. € an. Ursächlich dafür waren insbesondere kurzfristige Rückstellungen für variable Vergütungen und Erfolgsbeteiligungen für Mitarbeiter, da sich das Geschäft 2016 deutlich oberhalb des Budgets entwickelte.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen aufgrund von Maßnahmen zur Verbesserung des Working Capital. Darüber hinaus wirkte sich die starke Nachfragesituation über die Jahreswende positiv auf die Verbindlichkeiten aus. Die Summe der Bestell-Obligo betrug zum Stichtag 13,7 Mio. € (VJ: 6,5 Mio. €). Vorzeitige Zahlungsverpflichtungen haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht ergeben.

2.6 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Neben den bereits erwähnten Kennzahlen werden weitere Leistungsindikatoren gemessen und zum Zwecke der Konzernsteuerung verwendet.

Die Produktivität des Unternehmens wird unter anderem anhand des Ergebnisses pro Mitarbeiter (EBITDA) gemessen. Diese stieg im Geschäftsjahr 2016 um 13 % gegenüber dem Vorjahr auf 40,1 T€ (VJ: 35,4 T€). Hierfür waren insbesondere das starke Umsatzwachstum sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung des Lean Management-Systems verantwortlich. Nach einem Rückschritt im Geschäftsjahr 2015 aufgrund des signifikanten Personalaufbaus in den Jahren 2014/2015 ist die Basler AG im Geschäftsjahr 2016 bei der Mitarbeiterproduktivität wieder auf ihren strategischen Pfad zurückgekehrt.

Die Bruttoergebnismarge erhöhte sich von 47,7 % im Vorjahr auf 48,6 %. Hauptursachen hierfür waren Skaleneffekte indirekter Gemeinkosten in den Bereichen Material und Produktion. Das Management ist bestrebt, die Bruttomarge im Bereich von 50 % zu stabilisieren, um die Volumenstrategie nachhaltig mit hoher Innovationskraft voran zu treiben.

Der ROCE betrug zum Geschäftsjahresende 18,9 % (VJ: 16,9 %). Das Working Capital (ohne liquide Mittel) betrug zum Geschäftsjahresende 18,7 Mio. € (VJ: 15,8 Mio. €). Der Anstieg resultiert insbesondere aus dem Umsatzwachstum. Die kontinuierliche Optimierung des Working Capital durch ein interdisziplinäres Team führte zu weiteren strukturellen Verbesserungen und Erfolgen in 2016.

Die Eigenkapitalquote reduzierte sich von 58,9 % im Jahr 2015 auf 55,6 % zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres. Dieses ist durch die Aufnahme zusätzlicher Kredite i.H.v. 3,8 Mio. € und dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 3,5 Mio. € zum Geschäftsjahresende begründet.

Die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist unabdingbar für den Erfolg des Unternehmens und liegt dem Management der Basler AG daher sehr am Herzen. Aus diesem Grund ermöglicht die Basler AG ein flexibles und familienfreundliches Umfeld, in dem die Anforderungen von Beruf und Familie miteinander in Einklang gebracht werden können. Neben diversen Teilzeitmodellen und flexiblen Arbeitszeiten bietet die Basler AG eine Notfall-, Sonderzeiten- und Ferienbetreuung für die Kinder der Mitarbeiter an. Seit 2013 hat die Basler AG in Ahrensburg einen eigenen Kinderbetreuungsraum eingerichtet. 2011 wurde die Basler AG von der Hertie-Stiftung im Rahmen der Initiative "Beruf und Familie" geprüft und als "Familienfreundliches Unternehmen" zertifiziert. Die Mitarbeiterzufriedenheit spiegelt sich auch in der niedrigen Fluktuationsrate von 2,4 % (VJ: 0,8 %) wider.

2016 waren durchschnittlich 494 (VJ: 473) Mitarbeiter im Konzern beschäftigt, davon sind 37 % weiblich. Auf Vollstellen-Äquivalente umgerechnet belief sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auf 457 (VJ: 438). Weitere Details zur Mitarbeiterstruktur sind dem Anhang zu entnehmen.

Um geeignete Nachwuchskräfte zu finden, aber auch um das soziale Engagement für die Region Ahrensburg zu bestätigen, legt die Basler AG großen Wert auf die eigene Ausbildung junger Menschen. Die Ausbildungsquote betrug zum Ende des Geschäftsjahres 6,1 %.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Personalpolitik ist die kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter durch interne und externe Schulungen, Lehrgänge, "On-the-Job-Training" oder durch Selbststudium. Einmal jährlich werden Entwicklungsgespräche mit den Mitarbeitern geführt, in denen Entwicklungsziele zwischen Mitarbeiter und Führungskraft vereinbart werden. Der Fortschritt wird quartalsweise gemessen. Der Aufwand für Aus- und Weiterbildung betrug 515 T€ im Geschäftsjahr 2016.

2.7 Gesamtaussage

Die Basler AG startete positiv in das Geschäftsjahr 2016. Dieser Trend verstärkte sich im Laufe des Geschäftsjahres weiter, so dass die angestrebten Ziele für Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis zum Jahresende mit neuen Rekordwerten deutlich übererfüllt wurden. Die Umsatzerlöse lagen mit 97,5 Mio. € deutlich oberhalb des zu Jahresbeginn prognostizierten Korridors von 90 bis 92 Mio. €. Die Vorsteuerrendite von 11,7 % übertraf den strategischen Richtwert von 10 % und auch den prognostizierten Korridor von 9-10 %. Der Basler AG ist es erneut gelungen, sowohl im Auftragseingang als auch im Umsatz mit ca. 14 Prozentpunkten deutlich über Marktniveau zu wachsen. Somit konnte die Basler AG ihre Marktführerschaft ausbauen und sich weiter in Richtung der mittelfristig angestrebten Marke von 150 Mio. € Umsatz entwickeln. Über den führenden Marktzugang und mit dem in seiner Breite gewachsenen Produktportfolio werden heute deutlich mehr Kunden und Anwendungen als noch vor wenigen Jahren adressiert. Sukzessive erweitert die Basler AG ihre starke Marktposition im Bereich der Fabrikanwendungen um neue Marktfelder, wie beispielsweise in Medizintechnik, Verkehrstechnik und Logistik. Infolge des kontinuierlichen Ausbaus der Vertriebsorganisation und der Expansion in weitere Regionen verfügt die Basler AG über einen der qualitativ besten und am weitesten reichenden Marktzugänge in ihrer Branche. Die Marke Basler hat einen führenden Bekanntheitsgrad und steht bei Kunden für hohe Zuverlässigkeit und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Aufgrund der Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres fühlt sich das Basler-Management in seiner strategischen Ausrichtung bestätigt und blickt mit Zuversicht und Motivation in die Zukunft.

Es ist das Ziel der Basler AG, die Aktionäre am Erfolg zu beteiligen und gleichzeitig genügend Liquidität vorzuhalten, um den Wachstumskurs fortsetzen zu können. Auf Basis der guten Geschäftsergebnisse in 2016 und der bestehenden Dividendenpolitik (Basisdividende 20 Cent pro Aktie plus performanceabhängige Zusatzdividende in Summe maximal 30 % vom EAT) wird der Hauptversammlung im Mai 2017 die Auszahlung einer Dividende in Höhe von 0,74 (VJ: 0,58) Cent pro bezugsberechtigter Aktie (entspricht 2,4 Mio. €) vorgeschlagen. Sollte die Hauptversammlung diesem Vorschlag zustimmen, würden 30 % des Konzernjahresüberschusses an die Anteilseigner ausgeschüttet.

3 Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse, welche eine Auswirkung auf den Jahresabschluss haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

4 Prognosebericht

Trotz Verunsicherungen durch den Brexit und den Wahlausgang in den USA rechnet der VDMA für die vier wichtigsten Maschinenbaustandorte China, USA, Japan und Deutschland in 2017 mit moderaten Zuwachsraten von 1 bis 3 Prozent. Aus der "Made in China 2025" Strategie der chinesischen Regierung ergeben sich deutliche Wachstumsimpulse. Fraglich ist jedoch in welchem Maße ausländische Unternehmen an dem Wirtschaftswachstum Chinas partizipieren werden, da es eindeutige protektionistische Tendenzen der Regierung gibt. In den USA werden positive Impulse für den Maschinenbau aus den expandierenden Branchen Chemie, Life-Sciences und Luftfahrt erwartet. Allerdings werden für diese beiden größten Auslandsmärkte auch Unwägbarkeiten gesehen und der Export nach China könnte sich rückläufig entwickeln. Für Deutschland und die EU Partnerländer erwartet man eine Fortsetzung der Erholung. (Quelle: VDMA Maschinenbau Konjunktur International Nov.). Der Verband der Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Halbleiterindustrie (SEMI) geht von einer Steigerung der Verkaufszahlen für 2017 von 10,6 % gegenüber 2016 aus. (Quelle: Marktstudie SEMI).

Der Vorstand der Basler AG erwartet unter Berücksichtigung der oben ausgeführten Marktaussichten und aufgrund der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Basler AG durch ein breiteres Produktportfolio, einer größer gewordenen Vertriebsorganisation sowie der Erschließung neuer Absatzregionen und Anwendungsfelder ein deutlich zweistelliges prozentuales Umsatzwachstum. Auf Basis der guten Auftragsbestände zur Jahreswende sowie der sehr starken Auftragseingänge der ersten Wochen im Geschäftsjahr 2017 plant er für den Konzern mit Umsatzerlösen innerhalb eines Korridors von ca. 120 bis 130 Mio. €. Voraussichtlich werden Kameras mit CMOS-Bildsensoren und GigE Vision- oder USB3 Vision-Schnittstellenstandard Haupttreiber des Wachstums sein. Regional wird erneut in Asien das stärkste Wachstum erwartet. Sollte die Umsatzprognose eintreten, so wird die Vorsteuerrendite voraussichtlich innerhalb eines Korridors von 13 bis 15 % zum Liegen kommen. In diesem Fall würde das Geschäftsjahr 2017 sowohl im Umsatzwachstum als auch im Ergebnis vom strategisch geplanten Wachstumspfad deutlich nach oben abweichen.

5 Chancen- und Risikobericht

Die von Basler verfolgte Wachstumsstrategie mit dem Ziel, in den kommenden Jahren die Marktführerschaft für Industriekameras weiter auszubauen und den Umsatz des Konzerns auf über 150 Mio. € ansteigen zu lassen, ist dann umsetzbar, wenn Chancen entschlossen genutzt und gleichzeitig Maßnahmen ergriffen werden, um drohende Risiken geeignet zu minimieren.

Das Chancen- und Risikomanagementsystem bei Basler hat zum Ziel,

innerhalb des Führungskräfte-Teams Transparenz über Chancen und Risiken zu erzeugen und
sich innerhalb des Führungskräfte-Teams darüber zu verständigen, in welcher Weise das Unternehmen relevante Risiken in ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit begrenzen kann.
Handlungsspielräume zu schaffen, die ein bewusstes Eingehen von Chancen und Risiken ermöglichen, um nicht akzeptable Risiken zu vermeiden und vermeidbare Risiken auf ein akzeptables Maß zu reduzieren.

Wesentliche Bestandteile des Chancen- und Risikomanagementsystems sind die Risikostrategie, der Risikoatlas, die Risikomatrix und die Maßnahmen zur Risikobewältigung. Im Geschäftsjahr 2013 wurde die Risikostrategie verabschiedet und eine Software zur standardisierten Erhebung und Messung der Risiken eingeführt. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Risikoinventur durchgeführt. Hierbei wurden die Risiken benannt, nach Eintrittswahrscheinlichkeit und monetärer Höhe quantifiziert und Maßnahmen zur Risikominimierung definiert. Die Summe der identifizierten Risiken wird der definierten Risikodeckungsmasse (verfügbares Kapital zur Risikoabdeckung) gegenübergestellt. Die Risikotragfähigkeit des Konzerns wurde nicht überschritten. Flankiert wird das Risikomanagementsystem durch das interne Kontrollsystem (IKS), das interne Qualitätsmanagementsystem und schließlich die jährliche externe Prüfung im Rahmen der DIN EN ISO 9001:2015.

5.1 Interne Organisation

Gegenstand dieser Kategorie ist das Geschäftsmodell, die Aufbau- und Ablauforganisation, die IT und Kommunikation, die Informationsbeschaffung und das Personal.

Das Unternehmen ist funktional organisiert und die Auslandsgesellschaften sind mit direkter Berichtslinie an den Vorstand angebunden. Flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege sollen die Flexibilität und den Austausch der Mitarbeiter untereinander selbst bei zunehmendem Wachstum erhalten. Um die wachsende Organisation adäquat zu steuern, erfolgen neben aufbauorganisatorischen zudem ablauforganisatorische Maßnahmen. Bereits im Geschäftsjahr 2015 wurde im Rahmen einer Lean Management-Initiative begonnen, das Unternehmen auf seine wesentlichen Wertströme auszurichten und diese in ihrer Effizienz zu steigern. Des Weiteren wurde ein Strategy Deployment-Prozess aufgesetzt, der das Herunterbrechen der Unternehmensstrategie bis auf Arbeitsebene sicherstellt. Diese organisatorischen Methoden wurden im Geschäftsjahr 2016 angewendet, weiter professionalisiert und um ein sogenanntes Shopfloor-Management bzw. Daily-Management ergänzt. In den kommenden Jahren wird das Lean-Programm im Fokus der Organisationsentwicklung liegen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Basler AG kontinuierlich weiter zu steigern.

Als Technologieunternehmen ist die Basler AG in einem hohen Maße abhängig vom Know-how und dem Engagement der Mitarbeiter. Daher werden, wie bereits unter Punkt 2.6 berichtet, diverse Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und Weiterentwicklung ergriffen. Darüber hinaus wird aktiv daran gearbeitet, innovationsfördernde Strukturen, Abläufe, Verhaltensweisen und Kulturen trotz zunehmender Unternehmensgröße zu erhalten. Es wird eine Organisation angestrebt, die in der Lage ist, das Bestandsgeschäft hochoptimiert zu betreiben und sich gleichzeitig agil und innovativ in neue Technologie- und Marktfelder zu begeben.

Eine zentrale Herausforderung der nächsten Jahre wird sein, das Mitarbeiterwachstum an allen Standorten des Unternehmens effektiv und effizient zu gestalten. Aus diesem Grund wird kontinuierlich an der Attraktivitätssteigerung der Arbeitgebermarke Basler gearbeitet und der Prozess zur Einarbeitung kontinuierlich verbessert.

Bezüglich IT und Informationsbeschaffung verweisen wir auf Punkt 6 des Lageberichtes.

5.2 Finanzen

Dem Forderungsausfallrisiko wird durch ein Kredit- und Forderungsmanagement begegnet, in dessen Rahmen unsere größeren Kunden einer laufenden Bonitätsprüfung unterzogen und dem Rating entsprechend Kreditlimits im System hinterlegt werden. Bei Überschreitung der Kreditlimits erfolgt eine Prüfung und weitere Waren werden ggf. nicht ausgeliefert. Ausstehende Forderungen unterliegen einem dreistufigen Mahnverfahren. Hat der Kunde ausstehende Rechnungen in der Mahnstufe zwei noch nicht beglichen, wird von einer weiteren Auslieferung in der Regel abgesehen. Ausfallrisiken wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Insgesamt war die Ausfallquote im Jahr 2016 bezogen auf den Mittelwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 0,02 % erneut gering. Im Geschäftsjahr 2016 wurden Einzelwertberichtigungen und Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von 2 T € (VJ: 2 T €) gebucht. Auch wenn der asiatische Geschäftsanteil zukünftig weiter steigen wird, gibt es absehbar für den Konzern keine substanzielle Veränderung im Bereich des Forderungsausfallrisikos.

Die Steuerung der Liquidität erfolgt in Zusammenarbeit von Rechnungswesen, Controlling, Vertrieb und Strategischem Einkauf. Basierend auf der Vierjahresplanung und dem Budget für das laufende Geschäftsjahr erfolgt eine Liquiditätsplanung, welche regelmäßig aktualisiert wird und Bestandteil des monatlichen Reportings ist. Auf dieser Grundlage kann der Liquiditätsbedarf rechtzeitig erkannt und ggf. frühzeitig finanziert werden.

Die Gesellschaft hat in den vergangenen Jahren einen positiven Cashflow aus operativer Tätigkeit erzeugt, aus dem zusätzlich zu den Finanzierungsverbindlichkeiten auch die Investitionen finanziert werden konnten und sich darüber hinaus ein Bankbestand von 19,4 Mio. € zum Stichtag der Berichtsperiode ergab. Die Summe aus Kassenbestand, positivem freien Cashflow und bestehenden freien verfügbaren Linien bei Kreditinstituten deckt den zukünftigen Finanzbedarf von Basler auf absehbare Zeit ab. Zusätzlich hat die Basler AG als mittelständisches Technologieunternehmen mit einem erheblichen Anteil an Investitionen in Forschung und Entwicklung und einem positiven Rating die Möglichkeit, sich über zinsgünstige KFW-Mittel zu finanzieren.

Aufgrund der guten Ertragslage und der Eigenkapitalstärke der Gesellschaft besteht aus Sicht des Basler Managements aktuell kein Liquiditätsrisiko.

Währungsrisiken werden durch den sogenannten Natural Hedge minimiert. Umsatzerlöse in Fremdwährung - insbesondere USD und JPY - werden soweit möglich verwendet, um Material- und Personalkosten in ebendiesen Währungen zu decken. Verbleibende Überschüsse werden teilweise über Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäfte abgesichert. Währungsderivate werden ausschließlich als Hedging-Instrumente verwendet. Zinsrisiken bestehen aufgrund festverzinslicher Darlehen nur in geringem Maße.

5.3 Beschaffungsmarkt

Grundsätzlich besteht das Risiko einer gewissen Abhängigkeit von Zulieferern technologischer Komponenten. Auf der Seite der Zulieferer wird das Risiko durch den Aufbau stabiler langfristiger Geschäftsbeziehungen, regelmäßige Lieferantenaudits und die laufende Beobachtung der Beschaffungsmärkte reduziert. Soweit technisch möglich und ökonomisch sinnvoll, wird eine Second Source aufgebaut. Weiterhin sind Prozesse und Systeme implementiert, um die kurzfristige Verfügbarkeit und Liefertermintreue von Zukaufkomponenten sicherzustellen. Im Laufe des vergangenen Geschäftsjahres hat sich die Zulieferindustrie im Bereich Halbleiter und Elektronik weiter konsolidiert. Darüber hinaus gab es durch Unterkapazitäten und Naturkatastrophen Lieferengpässe bei Bildsensoren. Insgesamt wird die Situation auf dem Beschaffungsmarkt trotz weiterer Zusammenschlüsse und dem Risiko von Allokation und Naturkatastrophe als mittleres Risiko bewertet. Diesem Risiko wird mit professionellem Supply Chain Management, einem breiten Produktportfolio und dem weiteren Ausbau der Markführerschaft bzw. einer Verbesserung der Verhandlungsposition begegnet.

5.4 Absatzmarkt

Eine dauerhafte Abschwächung des Wachstums im Kameramarkt ist nicht absehbar. Die von Verbänden und Marktforschungsinstituten abgegebenen Prognosen gehen von nachhaltigem Wachstum im einstelligen Prozentbereich bei Anwendungen in der industriellen Massenproduktion und von zweistelligem prozentualem Wachstum in neueren Absatzmärkten, wie z. B. der Verkehrstechnik, der Logistik oder der Medizintechnik, aus. Da die Basler AG kontinuierlich das Produktportfolio erweitert und die Diversifizierung der Anwendungsmöglichkeiten vorantreibt, wird das Geschäftsmodell als skalierbar und zukunftssicher eingestuft.

Das Kamerageschäft in Investitionsgütermärkten hat durch seinen breiten Branchen- und Kundenportfoliomix sowie durch seinen Design-In-Charakter eine verhältnismäßig geringe Volatilität. Infolge der Fokussierung auf die volumenstarken Mainstream- und Entry Level-Märkte nimmt der Umsatzanteil mit Kunden außerhalb der industriellen Massenproduktion zu und verbessert so die Risikostruktur des Umsatzes. Obwohl in Wirtschaftskrisen auch breit gestreute Aktivitäten nicht von Umsatzrückgängen verschont bleiben, fallen diese gewöhnlich weniger stark aus als in Geschäften, die von zyklischen Einzelindustrien abhängen.

Durch immer neu entstehende Anwendungsfelder für Kameratechnik und das Fehlen ersetzender Technologien, wird der Markt für Kameratechnik in der Investitionsgüterindustrie auf absehbare Zeit aller Voraussicht nach weiter kontinuierlich wachsen. Temporär kommt es in einzelnen Zielmärkten jedoch regelmäßig zu Nachfrageschwankungen. Dies gilt besonders für Investitionsgütermärkte in der Halbleiter- und Elektronikindustrie.

Regional gesehen ist die Basler AG stark von der Entwicklung der Investitionsgütermärkte im asiatischen Raum abhängig. Diese Region machte im vergangenen Geschäftsjahr 45 % des Gesamtumsatzes aus und wird sich auf Sicht weiter überproportional entwickeln.

Die Wettbewerbsintensität auf dem Markt für Industriekameras war im abgelaufenen Jahr unverändert hoch. Die Wettbewerbslandschaft hat sich durch Übernahmen innerhalb der Branche, durch Übernahmen von außerhalb sowie durch den Eintritt neuer chinesischer Wettbewerber verändert und wird somit absehbar an Intensität zunehmen. Die Basler AG hat gegenüber der Mehrzahl ihrer Konkurrenten einen Vorsprung bei Produktportfolio, Marktzugang und Markenbekanntheitsgrad. Mit der Volumenstrategie wird das Ziel verfolgt, in erschlossenen Märkten Marktanteile zu gewinnen und schneller als der Wettbewerb stückzahlträchtige neue Anwendungen zu erschließen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird kontinuierlich in Marketing, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung investiert. Darüber hinaus wird die Strategie verfolgt, die Wertschöpfung in Asien sukzessive zu erhöhen und sich so von einer deutschen Unternehmung mit internationalem Vertrieb zu einer globalen Unternehmung zu entwickeln. Bei erfolgreicher Umsetzung dieser Strategie wird Basler seine Marktposition relativ zum Wettbewerb weiter stärken. Das Wettbewerbsumfeld ist hoch fragmentiert und geprägt von vielen kleinen Nischenanbietern. Die Top 5 Wettbewerber von Basler sind: Teledyne-Dalsa (Kanada), FLIR (USA), Allied Vision (Deutschland), Toshiba-Teli (Japan) und IDS (Deutschland).

Dem Risiko der Marktpreis- und Margenerosion wird mit robusten und innovativen Produkten begegnet. Ein schlankes Produktdesign, die Nutzung von Plattformarchitekturen ebenso wie Lean Manufacturing sind wesentliche Erfolgsfaktoren für die Wettbewerbsfähigkeit und die Differenzierungskraft des Unternehmens. Darüber hinaus werden durch die Volumenstrategie Wettbewerbsvorteile über Skaleneffekte erzielt.

Eine feindliche Übernahme der Basler AG kann bei der heutigen Aktionärsstruktur mit dem Unternehmensgründer als mittelbarem, mehrheitlichem Anteilseigner nahezu ausgeschlossen werden. Die Aktionärsstruktur wird gleichwohl laufend auf Verschiebungen überprüft. Weiterhin hält die Basler AG zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs eigene Anteile in Höhe von 284.753 Aktien.

5.5 Politische / rechtliche Risiken

Das Risiko, dass sich politische Ereignisse katastrophal auf das Geschäft auswirken, ist aufgrund der regionalen Diversifizierung des Kamerageschäftes in fast 60 Länder, wovon über 20 Länder zur OECD gehören, überschaubar.

Der Gefahr rechtlicher Risiken wird durch entsprechende Versicherungen vorgebeugt. Darüber hinaus wird laufend das Know-how der Rechtsabteilung verbessert. Die Rechtsabteilung wird in Vertragsverhandlungen sowie in Change-Prozesse eingebunden. Zusätzlich werden in schwierigen Fällen externe Spezialisten auf dem Gebiet der Rechts- und Steuerberatung hinzugezogen. Im Rahmen des Risikomanagementsystems und im Zuge schützenswerter Informationen wurde sich darüber hinaus mit dem Thema Geschäftsschädigung durch eigene Mitarbeiter beschäftigt. Derzeit gibt es keine Anzeichen für kriminelle Handlungen oder grobe Fahrlässigkeit.

Der Aufbau und die Pflege der Marke Basler sind unabdingbare Bestandteile der Wettbewerbsfähigkeit und werden entsprechend rechtlich geschützt. Der Name und das Logo von Basler sowie wesentliche Produktnamen sind eingetragene und geschützte Marken.

5.6 Operationale Risiken

Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor ist eine zeitgerechte und hochwertige Produktentstehung, um dem Risiko der strategischen Fehlentscheidungen in technologischer Sicht zu begegnen. Die implementierten Prozesse und Planungsinstrumente werden laufend überprüft und den Bedürfnissen entsprechend angepasst, sodass Entwicklungsprozesse im Rahmen normaler Abweichungen termin- und budgetgetreu abgeschlossen werden können. Im Geschäftsjahr 2016 wurde der Produktentstehungsprozess von der Idee bis zur Serienführung signifikant überarbeitet und verbessert, mit dem Ziel, die Durchlaufzeit von Projekten zu verkürzen und technologische Risiken möglichst früh zu identifizieren.

Die Produktion entspricht modernen Standards und ist organisatorisch darauf ausgerichtet, Schwankungen im Auftragseingang zu bewältigen sowie eine angemessene Kapazitätsauslastung von Mitarbeitern und Maschinen umsetzen zu können.

Die Qualität der Produkte wird im Rahmen eines integrierten Qualitätsmanagementsystems überwacht. Teil dieses Systems ist die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015. Es erfolgt eine jährliche Überprüfung des Systems durch externe Auditoren sowie eine regelmäßige Bewertung durch interne Audits. Die operative Steuerung von Produktion, Logistik und Supply Chain wurde durch die Einführung von Shopfloor- bzw. Daily Management im Laufe des Geschäftsjahrs 2016 nochmals deutlich professionalisiert.

5.7 Gesamtaussage

Als Hersteller von Kameras für die Investitionsgüterindustrie schätzt der Vorstand der Basler AG das unternehmensstrategische Risiko als gering ein. Diese Einschätzung beruht auf dem Umstand, dass es gegenwärtig keine flächendeckende Ersatztechnologie für Kameras gibt und digitalisiertes "Sehen" sowohl in der Industrie/Fabrikautomation als auch in allen anderen Bereichen wie beispielsweise der Verkehrstechnik, der Medizintechnik oder der Logistik zunehmend wichtiger wird. Da die Kameraprodukte von Basler typischerweise in Maschinen und Geräten integriert werden und über den Lebenszyklus der Gerätegeneration aufgrund hoher Wechselhürden des Kunden meist gesetzt sind, ergibt sich darüber hinaus ein recht stabiles sowie planbares Geschäft. Weiterhin erwarten die Fachverbände für den weltweiten Markt von Industriekameras in den kommenden Jahren kontinuierliches Wachstum. Schließlich wird von Banken und Wirtschaftsforschungsinstituten die globale konjunkturelle Entwicklung auf mittlere Sicht überwiegend als stabil bis leicht positiv eingeschätzt.

Da Basler seine Aktivitäten sowohl auf neue Produkte als auch auf das Erschließen neuer Absatzmärkte und Anwendungsfelder ausrichtet und damit seine Umsatzchancen kontinuierlich verbreitert, ist das Risiko einer unterdurchschnittlichen Entwicklung des Unternehmens im Vergleich zum Markt insgesamt überschaubar. Durch die Ausweitung der Zielmärkte reduzieren sich die ohnehin gering ausgeprägten Abhängigkeiten von einzelnen Vertikalmärkten weiter kontinuierlich.

Der asiatische Absatzmarkt - im Besonderen China - wird aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren die höchsten Wachstumsraten aufweisen. Aufgrund der guten Marktzugänge und der Ausrichtung des Produktportfolios ist die Basler AG sehr gut positioniert, diesen Trend für sich zu nutzen. Der Chance überproportionaler Wachstumsraten steht das Risiko einer zunehmenden Abhängigkeit von relativ wettbewerbsintensiven und zyklischen asiatischen Märkten gegenüber. Durch eine ausgewogene Investitionspolitik versucht das Management der Basler AG balanciert in diesem Spannungsverhältnis zu entscheiden und ein nachhaltiges profitables Wachstum für das Unternehmen sicherzustellen.

Das Management der Basler AG überprüft das Geschäftsmodell und die Mehrjahresplanung in einem jährlichen Rhythmus. Die Erreichung der quantitativen und qualitativen Ziele für das jeweilige Geschäftsjahr wird monatlich sowohl in Form eines Balanced Score Card-Systems als auch in einer Gegenüberstellung der Plan- und Ist-Zahlen überwacht und im Kreis der Führungskräfte besprochen. Zusätzlich wird dem Executive Management einmal pro Monat ein umfangreicher Report zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus treffen sich das Executive Management und der Vorstand alle zwei Wochen, um die aktuelle Unternehmenssituation und die Fortschritte strategischer Veränderungsinitiativen abzugleichen sowie bei Abweichung vom Plan etwaige Gegenmaßnahmen zu verabschieden.

Bei Ausbleiben makro-ökonomischer Krisen geht das Management davon aus, die mittelfristig (bis 2020) geplante Umsatzschwelle von 150 Mio. € bei einer EBT-Marge von mindestens 11 % realisieren zu können.

Vorgänge von besonderer Bedeutung außerhalb des gewöhnlichen Geschäftsbetriebes, welche nicht im Lagebericht beschrieben sind, waren nicht zu verzeichnen.

6 Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess

Der Vorstand der Basler AG ist verantwortlich für die Erstellung und die Richtigkeit des Konzernjahresabschlusses sowie des Konzernlageberichts. Diese werden durch die Einbindung der Rechnungslegungsprozesse der Basler Gruppe in das konzernweite Qualitätsmanagement-System sichergestellt. Die Prozesse sind grundsätzlich nach dem Vier-Augen-Prinzip sowie einer strikten Funktionstrennung aufgesetzt. Unterstützt werden sie durch das konzernweite SAP-System mit einem dezidierten Berechtigungskonzept, in dem alle Einzelabschlüsse der Basler Gruppe nach konzerneinheitlichen Regeln erstellt werden. Soweit einbezogene Gesellschaften nach anderen Rechnungslegungsstandards Einzelabschlüsse erstellen, gelten die konzerneinheitlichen Regelungen für die Handelsbilanz II (IFRS Standards), welche zentral im Konzernrechnungswesen bearbeitet werden.

In diesem System sind die Bilanzierungsgrundsätze sowie Kontrollen zur Überwachung der Prozess- und Datenqualität für eine automatisierte Abschlusserstellung hinterlegt.

Die Abschlussprozesse sind weitestgehend automatisiert und werden durch geeignete EDV-gestützte Workflows gesteuert. Sowohl unterstützt durch Stichprobenprüfungen, plausibilisierende und manuelle Kontrollen als auch durch die eingesetzte Software, wird die Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten der Rechnungslegung regelmäßig überprüft.

Der Aufsichtsrat der Basler AG befasst sich im Rahmen seiner Tätigkeit regelmäßig mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements sowie der Prüfungsaufträge und Prüfungsschwerpunkte.

7 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Aufgrund des hohen Exportanteils von Basler erfolgt ein großer Teil der Zahlungsströme in Fremdwährung. Aus Umsatzerlösen abzüglich Materialeinkäufen und sonstiger Kosten in jeweiliger Fremdwährung entstehen insbesondere Zahlungsüberschüsse in USD und JPY. Grundsätzlich werden Fremdwährungsguthaben in EUR getauscht sowie mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Zukunft entstehende Fremdwährungsüberschüsse über Devisentermingeschäfte abgesichert, deren Laufzeit in der Regel zwölf Monate nicht übersteigt. Dadurch sollen Währungsrisiken aus Wechselkursschwankungen minimiert werden.

Um langfristige Umsatzerlöse gegen Wechselkursschwankungen abzusichern, werden gelegentlich auch Devisenoptionsgeschäfte abgeschlossen. Devisenkassa-, Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte werden nicht zu spekulativen Zwecken eingesetzt, sondern dienen lediglich der Minimierung der Fremdwährungsrisiken. Zum Bilanzstichtag bestanden keine derivativen Geschäfte in Fremdwährungen.

2011 hat die Basler AG einen Payer-Swap abgeschlossen, welcher als Hedge für einen geplanten Unternehmenskauf dienen sollte. Da das Grundgeschäft nicht zustande kam, wurde die Bewertungseinheit im Geschäftsjahr 2012 aufgelöst und der Swap wird seitdem zum Marktwert bilanziert. Per 31.12.2016 beträgt der Marktwert -721 T€. Im Geschäftsjahr 2016 wurde aufgrund der Marktbewertung, bedingt durch die Reduzierung des Nominalbetrages, ein Ertrag von 270 T € gebucht.

Basler schließt derivative Geschäfte ausschließlich mit ihren Hausbanken ab. Das Risiko eines Ausfalls der Kontrahenten sehen wir als sehr gering an.

8 Übernahmerelevante Angaben (§ 289 und § 315 HGB)

Der Vorstand der Basler AG besteht aus vier Mitgliedern mit folgenden Ressortaufteilungen: Dr. Dietmar Ley verantwortet die Bereiche Forschung & Entwicklung sowie Personal und Organisationsentwicklung, John P. Jennings die Bereiche Vertrieb, Marktkommunikation und Tochtergesellschaften, Arndt Bake zeichnet für Marketing und New Business und Hardy Mehl ist für Produktion, Einkauf und Logistik, Finanzen, Recht und Investor Relations verantwortlich.

Die Satzung der Basler AG sieht für die Ernennung und Abberufung von Vorständen folgende Regelung vor:

"Die Bestellung der Mitglieder des Vorstands, der Widerruf ihrer Bestellung sowie der Abschluss, die Änderung und die Beendigung von Dienstverträgen mit den Mitgliedern des Vorstands erfolgen durch den Aufsichtsrat. Dasselbe gilt für die Bestellung eines Vorstandsmitglieds zum Vorsitzenden und weiterer Mitglieder des Vorstands zu stellvertretenden Vorsitzenden."

Die Satzung der Basler AG kann nur durch die Hauptversammlung und dort nur mit drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals geändert werden.

Das Grundkapital der Basler AG in Höhe von 3,5 Mio. € ist eingeteilt in 3,5 Mio. nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten.

Herr Norbert Basler, Großhansdorf, hat den Vorstand darüber informiert, dass er mit Vertrag vom 14.09.2015 seine bis dahin im Privatbesitz gehaltenen Aktien in die Basler Beteiligungs-GmbH & Co. KG eingebracht hat. Die Basler Beteiligungs-GmbH & Co. KG hält per 31.12.2016 1.843.384 Aktien und somit 52,67 % der Stimmrechte an der Basler AG.

Die Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe oder des Rückkaufs eigener Aktien sind in der Satzung wie folgt geregelt:

"Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 30.05.2017 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 1.750.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu Euro 1.750.000 zu erhöhen. Hierbei steht den Aktionären Bezugsrecht zu. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Ferner kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ausschließen, um die neuen Aktien der Gesellschaft Dritten gegen Sacheinlage zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder von Forderungen gegen die Gesellschaft oder ihr verbundene Unternehmen anbieten zu können. Der Ausschluss des Bezugsrechts durch den Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch dann zulässig, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 v.H. des Grundkapitals in Höhe von Euro 3.500.000,00 nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenkurs der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet (§ 203 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG). Börsenkurs ist der arithmetische Durchschnitt der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (XETRA-Handel) oder eines Nachfolgesystems der letzten zehn Börsentage vor Ausübung der Ermächtigung.

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, die Einzelheiten der Kapitalerhöhung sowie die Bedingungen der Aktienausgabe, insbesondere den Ausgabebetrag festzulegen."

Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 30.06.2019 eigene Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, für einen oder mehrere Zwecke ausgeübt werden; sie kann aber auch von abhängigen oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen oder für ihre oder deren Rechnung von Dritten durchgeführt werden. Der Erwerb darf nach Wahl der Gesellschaft (i) über die Börse oder (ii) mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Erwerbsangebots bzw. einer an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder (iii) durch ein an alle Aktionäre gerichtetes öffentliches Tauschangebot gegen Aktien eines im Sinne von § 3 Abs. 2 AktG börsennotierten Unternehmens bzw. durch eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots erfolgen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die so erworbenen Aktien und die bereits früher erworbenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden.

Ferner wird der Vorstand ermächtigt, die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen und die früher erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Gewährung von Aktien an sonstige Mitarbeiter der Gesellschaft sowie an Mitglieder der Geschäftsführung und Mitarbeiter von mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff AktG verbundenen Unternehmen zu verwenden, soweit diese Personen im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen zu deren Bezug berechtigt sind.

Der Vorstand wird zudem ermächtigt, die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen und die früher erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Wandel- und Optionsrechten bzw. Wandlungspflichten aus durch die Gesellschaft oder von abhängigen oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen ausgegebenen Wandel-, Teilschuld- oder Optionsschuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten bzw. Wandlungspflichten zu verwenden.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien ist insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden.

Der Vorstand wird die Hauptversammlung bezüglich des Erwerbs eigener Aktien und deren Verwendung jeweils unterrichten. Weitere Sachverhalte nach § 315 Abs. 4 HGB liegen nicht vor.

Im Rahmen der Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 06.03.2015 hat der Aufsichtsrat Ziele für die Erreichung von Geschlechterquoten in Aufsichtsrat und Vorstand festzulegen. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, dass bis zum 30.06.2017 in Aufsichtsrat und Vorstand keine Erhöhung der Frauenquote erreicht werden muss. Weitere Hintergründe zu dieser Thematik finden Sie auch unter Punkt 5.4.1 der Entsprechenserklärung.

Der Vorstand hat am 05.05.2015 beschlossen, dass eine Frauenquote von 30 % bei den Leitenden Angestellten sowie auch auf Abteilungsleiter-Ebene der Basler AG bis zum 30.09.2017 erreicht werden soll. Zum 31.12.2016 hat das Unternehmen 29 % weibliche leitende Angestellte sowie 29 % Abteilungsleiterinnen beschäftigt.

9 Erklärung zur Unternehmensführung (§ 315 Abs. 5 HGB) , Corporate Governance Bericht

Die Entsprechungserklärung zum Corporate Governance Kodex, Erläuterungen zu unseren Unternehmensführungspraktiken sowie eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat finden Sie auf unserer Internetseite (www.baslerweb.com) unter dem Punkt Investoren ^ Corporate Governance.

10 Grundzüge des Vergütungssystems

Bei den nachfolgenden Angaben zur Vergütung der Organe der Basler AG handelt es sich um gesetzlich vorgesehene Anhangangaben nach dem Handelsgesetzbuch sowie um Angaben aufgrund der Vorgaben des Corporate Governance Kodex.

10.1 Vergütung des Vorstands

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Die Mitglieder des Vorstands haben auf Basis der mit ihnen geschlossenen Dienstverträge einen Anspruch auf eine fixe und eine jährliche variable Vergütung sowie auf Nebenleistungen. Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand sowie die Angemessenheit der Vergütung werden regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft und festgelegt.

In marktüblicher Weise gewährt die Gesellschaft allen Mitgliedern des Vorstands aus ihren Vorstandsverträgen weitere Leistungen, die z.T. als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend versteuert werden, so vor allem die Überlassung eines Geschäftsfahrzeugs sowie die Gewährung von Unfallversicherungsschutz. Nebentätigkeiten sind grundsätzlich genehmigungspflichtig.

Die Laufzeiten der Verträge der Mitglieder des Vorstands sind an die Laufzeit der Bestellung zum Mitglied des Vorstands gekoppelt. Die Verträge der Vorstandsmitglieder sehen ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vor. Den Mitgliedern des Vorstands ist es vertraglich untersagt, während der Dauer von eineinhalb Jahren nach Ausscheiden Leistungen an oder für einen Wettbewerber zu erbringen.

10.1.1 Eigene Anforderungen an das Vergütungssystem

Das Vergütungssystem für den Vorstand soll folgende Aspekte adressieren:

Langfristige Perspektive
Ertragsstärke
Wachstum
Eigenkapitalstärke
Leistungsorientierung
Effizienz in der Umsetzung
Transparenz für alle Beteiligten

Daraus resultieren folgende Anforderungen an das Vergütungssystem:

Individuelle und angemessene Vergütung
Ausrichtung auf nachhaltige Unternehmensentwicklung
Aufteilung in fixe und variable Bestandteile
Mehrjährige Bemessungsgrundlage
Berücksichtigung positiver und negativer Entwicklungen
Vermeidung von Fehlanreizen i. S. unangemessener Risiken
Relevante und anspruchsvolle Ziele und Kennzahlen
Ausschluss nachträglicher Änderung der Erfolgsziele
Begrenzung der variablen Vergütung
Aufsichtsrat soll auf außerordentliche Entwicklungen reagieren können

10.1.2 Struktur des Vergütungssystems (nur monetäre Gehaltsbestandteile)

Mit jedem einzelnen Vorstand wird bei Vertragsabschluss bzw. Vertragserneuerung ein individuelles Zielgehalt vereinbart. Dessen Höhe ist dabei u. a. abhängig von:

Aufgaben und Verantwortung
Leistung
Marktgegebenheiten
Wirtschaftlicher Lage der Gesellschaft
Erfolg und Zukunftsaussichten des Unternehmens
Externem Vergleichsumfeld
Interner Vergütungsstruktur

Für alle Vorstände wird ein gleicher prozentualer Anteil vom Zielgehalt definiert, der als Basis für die Berechnung der variablen Vergütung dient. Die Höhe des variablen Anteils berücksichtigt die sonstigen Regelungen im Unternehmen, die Üblichkeiten im Markt und die Empfehlungen des Corporate Governance Kodex.

Für die Vorstände der Basler AG wird der variable Anteil auf 25 % vom Zielgehalt festgelegt.

10.1.3 Kennzahlen zur Erfolgsmessung

Die strategische Zielsetzung eines profitablen Wachstumsunternehmens und unsere grundsätzliche Entscheidung für eine eigenkapitalstarke Unternehmensfinanzierung führen zur Bemessung des Unternehmenserfolgs nach Profitabilität und Wachstum.

Als geeignete Kennzahl für Profitabilität wird hier das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) im Verhältnis zum Umsatz angesehen.

Profitabilität = EBT/Umsatz

Als geeignete Kennzahl für Wachstum wird die prozentuale Steigerung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr angesehen.

Umsatzwachstum = Aktueller Umsatz/Vorjahresumsatz

10.1.4 Zielvorgaben

Zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres werden für beide Kennzahlen Erwartungswerte als Zielvorgaben vereinbart. Die Zielvorgabe für die Profitabilität orientiert sich dabei an der langfristigen Rentabilitätserwartung und soll über die Jahre eine große Konstanz aufweisen. Die Umsatzerwartung berücksichtigt auch mittel- und kurzfristigere Einflüsse und wird daher von Jahr zu Jahr stärker schwanken.

Zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres werden für beide Kennzahlen Toleranzbreiten vereinbart, die den Bereich des normalen Geschäftsverlaufes beschreiben. Die Toleranz soll so bemessen sein, dass ihr unterer Eckwert den Übergang von einem grundsätzlich befriedigenden zu einem unbefriedigenden Ergebnis markiert. Umgekehrt beschreibt der obere Eckwert die Grenze zwischen einer guten und einer sehr guten Leistung.

Als Maß für die Zielerreichung dienen lineare Funktionen bezüglich Profitabilität und Wachstum: Diese Funktionen zeigen jeweils eine 100 %-ige Zielerreichung, wenn die nach dem Jahresabschluss festgestellten Werte für Profitabilität und Wachstum gerade den Erwartungswerten entsprechen. Sie zeigen eine 0 %-ige Zielerreichung, wenn die Erwartungswerte um die Toleranzbreite unterschritten werden. Sie werden negativ, wenn die Abweichungen nach unten noch größer ausfallen.

Profitabilität und Wachstum sind gleichermaßen wichtige Zielsetzungen. Im Zweifelsfall ist aber die Forderung nach Profitabilität dringender, als die nach stetigem Wachstum. Ausbleibende Profitabilität soll daher nicht unbegrenzt durch Wachstum kompensiert werden können, sodass der Erfüllungsgrad für das Wachstumsziel bei 400 % begrenzt wird. Die Erfüllungsgrade werden mit 50 % zu 50 % ausgeglichen gewichtet. Die Addition beider entsprechend gewichteten Erfüllungsgrade für Profitabilität und Wachstum ergibt das Maß für die Gesamt-Zielerreichung im Geschäftsjahr.

Die eingeforderte Begrenzung des variablen Vergütungsteils wird bei -100 % und bei +400 % vorgenommen.

10.1.5 Bonus

Die Gesamt-Zielerreichung (-100 % bis 400 %) wird mit dem oben definierten variablen Anteil des Zielgehalts (25 % des vereinbarten Zielgehalts) multipliziert und ergibt damit den in € bemessenen Bonusanspruch des jeweiligen Vorstandsmitglieds für das abgelaufene Geschäftsjahr. Demgemäß kann der Bonusanspruch zwischen -25 % des Zielgehaltes (Malus) und 75 % des Zielgehaltes betragen.

Der so errechnete Bonusanspruch kommt nicht direkt zur Auszahlung. Um die geforderte Nachhaltigkeit und mehrjährige Bemessungsgrundlage darzustellen, werden die Ansprüche mittels einer Bonus-Bank verzögert ausgezahlt und unterliegen dabei dem zwischenzeitlichen Risiko einer substanziellen Schmälerung durch eine nachträgliche Verschlechterung der Lage. Für jeden Vorstand wird ein gesondertes Konto für dessen Bonusansprüche geführt.

Der für das vergangene Geschäftsjahr errechnete Bonus oder Malus wird auf das individuelle Konto gebucht. Unter Berücksichtigung eines alten Saldos ergibt sich ein aktueller Kontostand. Sofern dieser Kontostand positiv ist, kommt ein Drittel des Saldos zur Auszahlung. Zwei Drittel werden auf neue Rechnung vorgetragen und im nächsten Jahr berücksichtigt. Negative Salden müssen durch positive Salden oder Bonuseinzahlungen kompensiert werden, bevor Auszahlungen aus der Bonus-Bank erfolgen können.

10.1.6 Gesamtvergütung

Die Gesamtvergütung setzt sich aus dem Fixgehalt (75 % des Zielgehaltes) und der Auszahlung aus der Bonus-Bank zusammen.

Werden die vereinbarten Ziele bezüglich Profitabilität und Wachstum über mehrere Jahre im Mittel erfüllt, so ergibt sich eine tatsächliche Gesamtvergütung in Höhe des Zielgehaltes. Werden die Ziele nachhaltig deutlich verfehlt, so kommt auf Dauer lediglich das Fixgehalt zur Auszahlung (75 % des Zielgehaltes).

Im Falle einer mehrjährigen und signifikanten Übererfüllung der Profitabilitäts- und Wachstumsziele ergibt sich allmählich eine Gesamtvergütung von maximal 175 % des Zielgehaltes.

Hinsichtlich der Angaben zu den Empfehlungen nach Ziff. 4.2.5 Abs. 3 Satz 2 DCGK (Deutsche Corporate Governance Kodex) verweisen wir auf den Anhang.

10.1.7 Grenzen des Modells und Eingriff des Aufsichtsrats

Ein Vergütungsmodell wird nie alle Eventualitäten realer Einflüsse abbilden können. Es soll so einfach wie möglich sein und wird daher bei außergewöhnlichen und unvorhersehbaren Randbedingungen versagen müssen.

Im Falle gravierender Krisen (z. B. Weltwirtschaftskrise 2008/2009) oder auch bei nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung abbildbaren Erfolgen des Vorstands (z. B. strategische Erfolge oder Abwenden bedrohlicher Situationen) bietet ein solches Vergütungsmodell keine befriedigenden Ergebnisse.

Um diese systembedingten Nachteile eines geforderten Vergütungssystems zu mildern, behält sich der Aufsichtsrat der Basler AG zwei Möglichkeiten vor, in das System einzugreifen:

Verzögerte Auszahlung aus der Bonus-Bank
Sonderzuweisungen in die Bonus-Bank

Im Fall außergewöhnlich schwieriger Umstände, insbesondere auch wenn die Auszahlung von Boni im Hinblick auf die Beanspruchung von Belegschaft oder Gesellschaftern unangemessen erscheint, kann der Aufsichtsrat beschließen, anstehende Auszahlungen aus der Bonus-Bank auszusetzen oder zu verschieben. Der grundsätzliche Anspruch der Vorstände auf Auszahlung bleibt dabei bestehen.

Im Fall ausgesprochen guter, deutlich über allen Erwartungen liegender Leistungen des Vorstands, insbesondere auch dann, wenn sich diese nicht unbedingt in der GuV abbilden, kann der Aufsichtsrat beschließen, Sonderzuweisungen in die Bonus-Bank vorzunehmen. Diese Sonderzuweisungen stehen dann ebenso wie die regulären Boni im mehrjährigen Risiko, bevor sie über Jahre verteilt zur Auszahlung kommen. Die Sonderzuweisungen können individuell für jeden Vorstand beschlossen werden.

Endet die Vorstandsbestellung mit einem negativen Saldo in der Bonus-Bank des jeweiligen Vorstands, so wird dieser vom Unternehmen ausgeglichen. Im Gegenzug sehen die Anstellungsverträge im Falle eines positiven Saldos vor, dass dieser zunächst in der Bonus-Bank verbleibt und damit dem Minderungsrisiko in den Folgejahren, analog zu den Anspruchsberechnungen der verbleibenden Unternehmensvorstände in diesen Jahren, unterliegt. Der Bonus-Bank werden nach Ausscheiden des Vorstands aber keine neuen positiven Ansprüche zugeführt. Die Auszahlungen aus der Bonus-Bank erfolgen zu den für die verbleibenden Vorstände gültigen Regelterminen. Dabei kommt an den beiden auf das Ausscheiden des Vorstandsmitglieds folgenden Regelterminen jeweils ein Drittel des bei Auszahlung bestehenden Saldos zur Auszahlung und am dritten Regeltermin wird der dann bestehende Restsaldo ausgezahlt.

Unabhängig vom Vergütungssystem ist vereinbart, dass Zahlungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund auf den Wert von zwei Jahresvergütungen begrenzt sind und grundsätzlich nicht mehr als die Summe der Ansprüche während der Restlaufzeit des Anstellungsvertrages betragen können.

Das von der Hauptversammlung 2011 beschlossene neue Vergütungsmodell für den Vorstand erfüllt damit die Forderungen des Corporate Governance Kodex nach:

Individueller und angemessener Vergütung
Ausrichtung auf nachhaltige Unternehmensentwicklung
Aufteilung in fixe und variable Bestandteile
Mehrjähriger Bemessungsgrundlage
Berücksichtigung positiver und negativer Entwicklungen
Vermeidung von Fehlanreizen i. S. unangemessener Risiken
Relevanten und anspruchsvollen Zielen und Kennzahlen
Ausschluss nachträglicher Änderung der Erfolgsziele
Begrenzung der variablen Vergütung
Eingriffsmöglichkeiten für den Aufsichtsrat bei außerordentlichen Entwicklungen

10.2 Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in der Satzung festgelegt. Dabei werden der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat mit Zuschlägen von 200 % bzw. 50 % berücksichtigt. Eine erfolgsorientierte Vergütung ist für die Mitglieder des Aufsichtsrats aufgrund des derzeitigen Niveaus der festen Vergütung nicht vorgesehen.

Ahrensburg, 10. März 2017

Dr. Dietmar Ley

John P. Jennings

Arndt Bake

Hardy Mehl

Basler Aktiengesellschaft, Ahrensburg

ISIN: DE0005102008WKN: 510 200

Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns 2016

Der Vorstand beabsichtigt, der Hauptversammlung folgende Verwendung des Bilanzgewinns für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 17.121.886,30 Euro vorzuschlagen:

Ausschüttung einer Dividende von Euro 0,74 je Aktie \= 2.379,282,78 Euro
Gewinnvortrag auf neue Rechnung \= 14.742.603,52 Euro
Bilanzgewinn \= 17.121.886,30 Euro

Ahrensburg, März 2017

Basler Aktiengesellschaft

Der Vorstand

BERICHT DES AUFSICHTSRATS ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR

Sehr geehrte Damen und Herren,

im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Deutschem Corporate Governance Kodex, Satzung und Geschäftsordnung des Aufsichtsrats obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung des Vorstands überwacht und beratend begleitet. Dabei hat der Vorstand den Aufsichtsrat monatlich schriftlich und mündlich über die wirtschaftliche Lage der Basler AG, ihrer ausländischen Tochtergesellschaften und der Unternehmensbereiche informiert und mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden die geschäftliche und wirtschaftliche Situation ausführlich erörtert.

Im Geschäftsjahr 2016 fanden fünf turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt, an denen immer alle Mitglieder des Gremiums teilgenommen haben: am 15.03.2016, am 03.06.2016, am 13.09.2016, am 16.11.2016 und am 14.12.2016. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Grundlage hierfür ist eine offene und vertrauensvolle Diskussion. Der Vorstand hat die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat abgestimmt und ihm in regelmäßigen Abständen über den Stand der Umsetzung berichtet. In für das Unternehmen wesentliche Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung und der Risikolage informiert. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hält mit dem Vorsitzenden des Vorstands regelmäßigen Kontakt und wurde von diesem über aktuelle Entwicklungen und außergewöhnliche Ereignisse informiert und hat dies entsprechend an die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats weitergetragen. Der Aufsichtsrat hat den Geschäften zugestimmt, die nach Gesetz und Satzung seiner Zustimmung unterliegen. Hierzu gehören Entscheidungen und Maßnahmen, die für die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens von grundlegender Bedeutung sind.

Wichtige Themen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr im Aufsichtsrat behandelt wurden, waren u. a.:

Beratung und Feststellung des Jahresabschlusses 2015 und der Vorschläge für die Hauptversammlung
Dividende für das Geschäftsjahr 2015 inklusive des Vorschlags für die Hauptversammlung
Konjunkturelle und marktspezifische Entwicklungen
Situation der relevanten Märkte und Position der Basler AG in diesen Märkten
Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie
New Business Development
Unternehmensorganisation
Erweiterung Betriebsimmobilie
Verrechnungspreise zwischen der Basler AG und deren Tochtergesellschaften
Investitionen
Unternehmensfinanzierung und Bankbeziehungen
Währungssicherungen
Liquidität und Working Capital
Investor Relations
Aktienrückkaufprogramm
Unternehmensplanung und Budget im Konzern für das Geschäftsjahr 2017
Vierjahresplanung 2017-2020
Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems (IKS)
Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit des Risiko-Management-Systems (RMS)
Fragen zur Compliance
Änderungen in den gesetzlichen Bestimmungen
Verpflichtung und Änderungen zum Corporate Governance Kodex
Auswahlverfahren für den Abschlussprüfer
IT-Sicherheit und IT-Kosten
Vorstandsvergütung
Personelle und organisatorische Weiterentwicklung des Aufsichtsrats
Effizienz der Aufsichtsratsarbeit

Die von der Hauptversammlung am 03.06.2016 zum Abschlussprüfer gewählte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurde vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats mit Schreiben vom 10.10.2016 mit der Durchführung der Prüfung beauftragt. An der Sitzung des Aufsichtsrats am 29.03.2017, in der über den vorgelegten Jahresabschluss und die berichteten wesentlichen Ergebnisse beraten wurde, hat der Abschlussprüfer teilgenommen.

Die Buchführung, der Jahresabschluss zum 31.12.2016, der Lagebericht der Basler AG sowie der Konzernabschluss zum 31.12.2016 und der Konzernlagebericht sind vom Abschlussprüfer, der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft, für mit Gesetz und Satzung übereinstimmend befunden und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Aufsichtsrat nahm das Ergebnis der Prüfungen zustimmend zur Kenntnis.

Der Aufsichtsrat prüfte seinerseits den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen. Einwände wurden nicht erhoben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Basler AG gebilligt und damit festgestellt.

Gemäß Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat regelmäßig die Effizienz seiner Arbeit überprüft und gesteigert. Weiterhin hat der Aufsichtsrat die für seine Aufgaben erforderlichen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahrgenommen.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats üben keine Berater- oder Organtätigkeiten bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern aus. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind somit keine Interessenskonflikte mit dem Mandat aufgetreten.

Der nach § 312 AktG aufgestellte Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde vom Abschlussprüfer geprüft und mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und
bei den im Berichtsjahr aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Auch von diesem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Er erklärt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung, dass gegen die Ausführungen des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen zu erheben sind.

Planungen übertroffen - Herausforderungen im Blick

Das Geschäftsjahr 2016 brachte für die Basler AG ein kräftiges Umsatzwachstum, einen noch stärkeren Anstieg der Auftragseingänge, Marktanteilsgewinne und einen Rekord im Geschäftsergebnis. Die hohe Nachfrage nach Basler-Produkten (insbesondere aus Asien) und die innere Leistungsfähigkeit des Unternehmens führten im abgelaufenen Geschäftsjahr zu außerordentlich befriedigenden Ergebnissen. Die Investitionen der letzten Jahre in Strategie, Marktentwicklung, Technologie, Organisation und Unternehmenskultur zahlen sich erkennbar aus.

Das siebente Jahr in Folge (nach Überwinden der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise der Jahre 2008/2009) erreichen oder übertreffen die Jahresergebnisse der Basler AG nun schon die ehrgeizigen Wachstums- und Profitabilitätsziele. Die Ertragskraft des Unternehmens erlaubte dabei nicht nur den stetigen Ausweis eines guten Geschäftsergebnisses, sondern auch die Ausschüttung einer Dividende an die Aktionäre und vor allem kontinuierlich starke Investitionen in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.

Diese Investitionen sollen in Verbindung mit laufenden organisatorischen Anpassungen sicherstellen, den Wandel auf den adressierten Märkten weiterhin aktiv gestalten zu können und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Beides wird vor dem Hintergrund eines zunehmenden Wettbewerbsdrucks aus Asien und den Unwägbarkeiten der weltweiten Wirtschaftspolitiken immer wichtiger.

Insgesamt war 2016 ein gutes und erfolgreiches Geschäftsjahr für die Kunden, für die Mitarbeiter und für die Aktionäre der Basler AG. Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2017 und darüber hinaus ist das Unternehmen aus Sicht des Aufsichtsrats gut aufgestellt, um entlang der beschlossenen Strategie die zu erwartenden Veränderungen im Vision Technology Markt in weiteres profitables Wachstum verwandeln zu können.

Wir danken ausdrücklich allen Mitarbeitern, den Führungskräften sowie den Mitgliedern des Vorstands der Basler AG für ihre ausgezeichnete und erfolgreiche Arbeit.

Ahrensburg, März 2017

Für den Aufsichtsrat

Norbert Basler Vorsitzender des Aufsichtsrats

Prof. Dr. Eckart Kottkamp Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Horst W. Garbrecht Aufsichtsrat

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG 2016 ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX GEMÄß § 161 AKTG

Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass die Basler AG den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (nachfolgend "Kodex") in der Fassung vom 05.05.2015 im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 mit folgenden Ausnahmen entsprochen hat und in Zukunft entsprechen wird:

Ziffer 5.4.1. - Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat wird sich bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung auch künftig an den gesetzlichen Vorgaben orientieren und hier Frauen bei gleicher Qualifikation Vorrang einräumen. Dabei werden auch die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenskonflikte sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigt werden. Die Entscheidung über die aus seiner Sicht insoweit am besten geeigneten Kandidaten muss der Aufsichtsrat aber regelmäßig dann treffen, wenn eine Neuwahl ansteht. Der Aufsichtsrat hält es - in Übereinstimmung mit dem Vorstand - nicht für sachdienlich, wenn er bei seiner Kandidatenauswahl an im Voraus formulierte abstrakte Zielvorgaben gebunden ist, statt sich in der konkreten Entscheidungssituation frei für diejenigen zur Verfügung stehenden Personen entscheiden zu können, die am besten für das Amt geeignet erscheinen. Aus diesem Grund benennt der Aufsichtsrat weder konkrete Ziele im Sinne von Ziffer 5.4.1 Absatz 2 DCGK, noch legt er eine von Ziffer 5.4.1 Absatz 2 Satz 1 DGCK in der Fassung vom 05.05.2015 empfohlene Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat fest. In der Folge werden solche Ziele weder bei den Wahlvorschlägen an die zuständigen Wahlgremien berücksichtigt noch wird über sie und den Stand ihrer Umsetzung berichtet.

Ziffer 7.1.2 - Rechnungslegung und Abschlussprüfung/Rechnungslegung

Der Aufsichtsrat erörtert regelmäßig mit dem Vorstand die Quartals- und Halbjahreszahlen. Unter dem Gesichtspunkt schlanker Prozesse werden Halbjahres-, Quartals bzw. Monatszahlen nach Fertigstellung der Berichte dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt, aber der Bericht mit dem Vorstand nicht nochmals gesondert erörtert.

Ahrensburg, 29.03.2017

Dr. Dietmar Ley, CEO

John P. Jennings, CCO

Arndt Bake, CMO

Hardy Mehl, CFO/COO

Norbert Basler, Aufsichtsratsvorsitzender

Prof. Dr. Eckart Kottkamp, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Horst W. Garbrecht, Aufsichtsrat