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Basler AG Annual Report 2014

May 29, 2015

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Annual Report

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Publication

Basler AG

Ahrensburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014

Bilanz

Aktiva

31.12.2014

EUR
Vorjahr

TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 965.547,00 1.075
2. Geleistete Anzahlungen 315.563,76 60
1.281.110,76 1.135
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.232.085,00 1.790
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.098.979,00 1.891
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 426.174,65 343
4.757.238,65 4.024
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 112.248,44 112
2. Beteiligungen 5.000,00 5
117.248,44 117
6.155.597,85 5.276
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.701.378,15 6.594
2. Unfertige Erzeugnisse 1.632.920,59 1.263
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.269.382,12 1.521
4. Geleistete Anzahlungen 2.045,91 590
11.605.726,77 9.968
5. abzüglich erhaltene Anzahlungen -371.613,06 -1.742
11.234.113,71 8.226
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.132.167,29 3.037
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.173.112,46 4.835
3. Sonstige Vermögensgegenstände 882.525,20 660
-davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 401.059,92 (Vorjahr: TEUR 188) -
9.187.804,95 8.532
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.678.745,71 6.580
29.100.664,37 23.338
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 398.918,50 269
35.655.180,72 28.883
Passiva
31.12.2014 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Ausgegebenes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 3.500.000,00 3.500
2. Nennbetrag eigener Anteile -318.864,00 3.181.136,00 -262
II. Kapitalrücklage 3.451.655,83 3.452
III. Bilanzgewinn 12.242.259,86 10.084
18.875.051,69 16.774
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 190.220,32 140
2. Sonstige Rückstellungen 5.757.699,59 4.263
5.947.919,91 4.403
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.300.000,00 6.084
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 887.500,00 (Vorjahr: TEUR 485) -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.932.842,51 1.095
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.932.842,51 (Vorjahr: TEUR 1.095) -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 599.366,61 527
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 599.366,61 (Vorjahr: TEUR 527) -
-davon aus Steuern: EUR 404.019,05 (Vorjahr: TEUR 318) -
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 86.324,46 (Vorjahr: TEUR 69) -
10.832.209,12 7.706
35.655.180,72 28.883

BERICHT DES AUFSICHTSRATS ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2014

Sehr geehrte Damen und Herren,

im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Deutschem Corporate Governance Kodex, Satzung und Geschäftsordnung des Aufsichtsrats obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung des Vorstands überwacht und beratend begleitet. Dabei hat der Vorstand den Aufsichtsrat monatlich schriftlich und mündlich über die wirtschaftliche Lage der Basler AG, ihrer ausländischen Tochtergesellschaften und der Unternehmensbereiche informiert und mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden die geschäftliche und wirtschaftliche Situation ausführlich erörtert.

Im Geschäftsjahr 2014 fanden vier turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt, an denen alle Mitglieder des Gremiums teilgenommen haben: Am 18.03.2014, am 04.06.2014, am 19.09.2014 und am 16.12.2014. Weiterhin wurde eine zusätzliche Sitzung am 12.11.2014 durchgeführt, in der der Vorstand dem Aufsichtsrat die Strategie und die darauf aufbauende Mehrjahresplanung vorgestellt hat. Ausschüsse im Sinne des § 171 Abs. 2 Satz 2 AktG wurden wegen der geringen Größe des Aufsichtsrats (drei Personen) nicht gebildet.

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Grundlage hierfür ist eine offene und vertrauensvolle Diskussion. Der Vorstand hat die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat abgestimmt und ihm in regelmäßigen Abständen über den Stand der Umsetzung berichtet. In für das Unternehmen wesentliche Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung und der Risikolage informiert. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hält mit dem Vorsitzenden des Vorstands regelmäßigen Kontakt und wurde von diesem über aktuelle Entwicklungen und außergewöhnliche Ereignisse informiert und hat dies entsprechend an die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats weitergetragen. Der Aufsichtsrat hat den Geschäften zugestimmt, die nach Gesetz und Satzung seiner Zustimmung unterliegen. Hierzu gehören Entscheidungen und Maßnahmen, die für die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens von grundlegender Bedeutung sind.

Wichtige Themen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr im Aufsichtsrat behandelt wurden, waren u. a.:

Beratung und Feststellung des Jahresabschlusses 2013 und der Vorschläge für die Hauptversammlung
Dividende für das Geschäftsjahr 2013 inklusive des Vorschlags für die Hauptversammlung
Konjunkturelle und marktspezifische Entwicklungen
Situation der relevanten Märkte und Position der Basler AG in diesen Märkten
Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie
New Business Development
Situation sowie quantitiver und funktionaler Ausbau der Tochtergesellschaften
Investitionen
Unternehmensfinanzierung und Bankbeziehungen
Währungssicherungen
Liquidität und Working Capital
Investor Relations
Erweiterung Aktienrückkaufprogramm
Unternehmensplanung und Budget im Konzern für das Geschäftsjahr 2015
Vierjahresplanung
Produktionskonzept
Betriebsimmobilie
Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems (IKS)
Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit des Risiko-Management-Systems (RMS)
Verpflichtung und Änderungen zum Corporate Governance Kodex
IT-Sicherheit und IT-Kosten
Vorstandsvergütung
Personelle Weiterentwicklung des Aufsichtsrates

Die von der Hauptversammlung am 04.06. 2014 zum Abschlussprüfer gewählte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurde vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats mit Schreiben vom 28.10.2014 mit der Durchführung der Prüfung beauftragt. An der Sitzung des Aufsichtsrats am 17.03.2015, in der über den vorgelegten Jahresabschluss und die berichteten wesentlichen Ergebnisse beraten wurde, hat der Abschlussprüfer teilgenommen.

Die Buchführung, der Jahresabschluss zum 31. 12.2014 und der Lagebericht der Basler AG sowie der Konzernabschluss zum 31. 12.2014 und der Konzernlagebericht sind vom Abschlussprüfer, der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft, für mit Gesetz und Satzung übereinstimmend befunden und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat nahm das Ergebnis der Prüfungen zustimmend zur Kenntnis.

Der Aufsichtsrat prüfte seinerseits den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen. Einwände wurden nicht erhoben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Basler AG gebilligt und damit festgestellt.

Gemäß Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat regelmäßig die Effizienz seiner Arbeit überprüft und gesteigert -im Zuge von sinnvollen Änderungen in der Vorbereitung und Gestaltung der Sitzungsunterlagen. Weiterhin hat der Aufsichtsrat die für seine Aufgaben erforderlichen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahrgenommen.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats üben keine Berater- oder Organtätigkeiten bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern aus. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind somit keine Interessenskonflikte mit dem Mandat aufgetreten.

Der nach § 312 AktG aufgestellte Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde vom Abschlussprüfer geprüft und mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und
bei den im Berichtsjahr aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Auch von diesem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Er erklärt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung, dass gegen die Ausführungen des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen zu erheben sind.

Veränderungsfreude im Inneren - Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit nach außen

Die anspruchsvollen Ziele der mittelfristigen Unternehmensplanung wurden abermals übertroffen: Die Basler AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen über den Erwartungen liegenden Umsatz erzielt und dies mit der höchsten Profitabilität in der Unternehmensgeschichte verbunden.

Das Unternehmen wächst deutlich stärker als der Markt und baut seine Marktführerschaft damit kontinuierlich aus. Die immer wieder unter Beweis gestellte hohe Innovationskraft bezüglich neuer Produkte und neuer Technologien stellt die Nachhaltigkeit von Wachstum und Profitabilität sicher.

Beides zu tun, also eine hohe operative Leistungsfähigkeit in der Gegenwart sicherzustellen und gleichzeitig die Voraussetzungen für zukünftige Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Ertragsstärke zu schaffen, setzt ein sehr hohes Maß an Veränderungswillen und Leidenschaft voraus. Ohne eine dem Unternehmen inne wohnende Lust auf Zukunft, ohne Freude am Gestalten und ohne den Mut, die Sicherheit des Bewährten gegen die Chancen des Unbekannten einzutauschen, wird es keinen andauernden Erfolg geben können. Dieser Überzeugung folgend sind gerade auch im vergangenen Jahr erhebliche Anstrengungen unternommen worden, um die Strukturen und die Kultur des Unternehmens noch stärker als bisher genau darauf einzustellen. Die hierfür notwendigen Mittel und die von allen Mitarbeitern aufgewendete Zeit stellen eine gute Investition in die Zukunft dar.

Parallel dazu wurde auch erhebliche Energie in die Strategieentwicklung investiert. Die antizipierten Veränderungen in unseren Märkten und die aus dem technologischen Fortschritt resultierenden Möglichkeiten stellen große Chancen für die Basler AG dar und verlangen eine andauernde Fortschreibung des strategischen Pfades.

Ein Aspekt der Unternehmensstrategie ist die zunehmende Internationalisierung, in deren Verlauf immer mehr Funktionen auch in den Niederlassungen installiert werden sollen. In diesem Rahmen verdient der im abgelaufenen Geschäftsjahr abgeschlossene und sehr gelungene Aufbau einer Produktionsstätte in Singapur besondere Erwähnung. Dieses Organisationsprojekt steht beispielhaft für die permanente Anpassung aller Strukturen an sich verändernde Anforderungen.

Aus Sicht des Aufsichtsrats hat die Basler AG im vergangenen Jahr nicht nur operativ eine hervorragende Leistung erbracht, sondern auch strategisch, strukturell und kulturell erhebliche Fortschritte erzielt. Damit war das Geschäftsjahr 2014 ein großer Erfolg.

Der Aufsichtsrat dankt ausdrücklich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Führungskräften sowie den Mitgliedern des Vorstands der Basler AG für ihre im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete ausgezeichnete und erfolgreiche Arbeit.

Ahrensburg, März 2015

Für den Aufsichtsrat

Norbert Basler, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Prof. Dr. Eckart Kottkamp, Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Konrad Ellegast, Aufsichtsrat

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG 2014 ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX GEMÄß § 161 AKTG

Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass die Basler AG den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (nachfolgend "Kodex") in der Fassung vom 13.05.2013 sowie vom 24.06.2014 im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 mit folgenden Ausnahmen entsprochen hat und in Zukunft entsprechen wird:

Ziffer 3.8 Abs. 3 - Selbstbehalt bei D&O Versicherung für den Aufsichtsrat

Nach Ziffer 3.8 Abs. 3 des Kodex soll ein angemessener Selbstbehalt vereinbart werden, wenn die Gesellschaft für den Aufsichtsrat eine D&O-Versicherung abschließt. Der D&O-Versicherungsschutz für den Vorstand beinhaltet einen Selbstbehalt entsprechend der gesetzlichen Regelung. Die Versicherungspolice sieht für die Mitglieder des Aufsichtsrats jedoch keinen Selbstbehalt vor. Vorstand und Aufsichtsrat sind weiterhin der Ansicht, dass verantwortungsvolles Handeln für alle Organmitglieder selbstverständliche Pflicht ist; eines Selbstbehaltes für die Aufsichtsratsmitglieder bedarf es deshalb nicht.

Ziffer 4.2.5 Abs. 3 - Zusammensetzung und Vergütung (Wert der gewährten Zuwendungen für das Berichtsjahr)

s. Punkt 28.3 im Anhang des Geschäftsberichts 2014

Ziffer 5.3 - Bildung von Ausschüssen im Aufsichtsrat

Ausschüsse werden im Aufsichtsrat nicht gebildet. Der Aufsichtsrat der Basler AG besteht aus drei Personen. Bei dieser Besetzung ist ein effizientes Arbeiten zu allen Belangen der Aufsichtsratsarbeit gewährleistet, zumal die allgemein übliche Mindestbesetzung für Ausschüsse bei drei Personen liegt.

Ziffer 5.4.1. - Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat wird sich bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung auch künftig an den gesetzlichen Vorgaben orientieren und hierbei unabhängig vom Geschlecht die fachliche und persönliche Qualifikation der Kandidaten in den Vordergrund stellen. Dabei werden auch die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenskonflikte sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigt werden. Die Basler AG benennt hierzu keine konkreten Ziele.

Ziffer 6.3 - Aktienbesitz des Vorstands und des Aufsichtsrats

Hinsichtlich des Aktienbesitzes erklären Vorstand und Aufsichtsrat gemäß Ziffer 6.3: Der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder übersteigt 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien und stellt sich wie folgt dar:

Die Mitglieder des Vorstands hielten zum Stichtag die folgenden Aktienbestände:

31.12.2014 31.12.2013
Zahl der Aktien in Stück Zahl der Aktien in Stück
--- --- ---
Dr. Dietmar Ley 144.794 144.358
John P. Jennings 5.500 5.500
Arndt Bake 700 700
Hardy Mehl 450 n.a.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten zum Stichtag die folgenden Aktienbestände.

31.12.2014 31.12.2013
Zahl der Aktien in Stück Zahl der Aktien in Stück
--- --- ---
Norbert Basler 1.816.891 1.816.891
Prof. Dr. Eckart Kottkamp - -
Konrad Ellegast 1.280 1.280-

Ahrensburg, 17.03.2015

CEO, Dr. Dietmar Ley

CCO, John P. Jennings

CMO, Arndt Bake

CFO/COO, Hardy Mehl

Aufsichtsratsvorsitzender, Norbert Basler

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, Prof. Dr. Eckart Kottkamp

Aufsichtsrat, Konrad Ellegast

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß der anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze für die Berichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Ahrensburg, 5. März 2015

Der Vorstand

Dietmar Ley, CEO

John P. Jennings, CCO

Arndt Bake, CMO

Hardy Mehl, CFO/COO

Gewinn- und Verlustrechnung

2014 Vorjahr
EUR EUR TEUR
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 68.303.390,39 58.557
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.149.240,42 -327
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 201.099,31 146
4. Sonstige betriebliche Erträge 2.274.706,90 2.412
-davon aus Währungsumrechnung: EUR 654.786,80 (Vorjahr: TEUR 338) -
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 24.205.409,74 18.899
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.749.048,27 25.954.458,01 1.542
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 24.031.926,31 20.113
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 3.869.555,49 27.901.481,80 3.385
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.332.485,10 1.327
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.648.014,89 11.152
-davon aus Währungsumrechnung: EUR 250.920,12 (Vorjahr: TEUR 382) -
9. Erträge aus Beteiligungen 3.482.588,00 1.625
-davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 3.482.588,00 (Vorjahr: TEUR 1.625) -
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 97.141,13 136
-davon aus der Abzinsung: EUR 19.264,52 (Vorjahr: TEUR 77) -
-davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 29.427,40 (Vorjahr: TEUR 37) -
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 561.712,41 534
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.110.013,94 5.597
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 333.038,51 332
14. Sonstige Steuern 405,82 0
15. Jahresüberschuss 5.776.569,61 5.265
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.565.052,39 6.516
17. Verrechnung Kauf eigener Aktien -2.099.362,14 -1.697
18. Bilanzgewinn 12.242.259,86 10.084

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

1 ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff und 264 ff HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der Jahresabschluss wurde in Euro (€) aufgestellt.

2 ANGABEN ZUR BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt drei bis zehn Jahre.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Fertigungs- und Materialgemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern betragen drei bis fünfzehn Jahre.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu gleitenden Durchschnittspreisen bewertet.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Fertigungs- und Materialgemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellkosten einbezogen.

Zur Vermeidung von Bewertungsrisiken im Zusammenhang mit Überbeständen und Schwergängigkeit wurden ausreichende Wertberichtigungen vorgenommen. Dabei wurden die Berichtigungen in Höhe von Mio. 0,6 € (VJ: Mio. 0,85 €) auf der Basis von durchgeführten detaillierten Reichweitenanalysen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bewertet. Fremdwährungsbeträge wurden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, würden sich daraus -nach Saldierung -insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert. Sich ergebende Steuerentlastungen werden nicht aktiviert. Bei der Ermittlung der latenten Steuerentlastungen wurden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt.

2.2 Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag, soweit dieser höher (Verbindlichkeiten) bzw. niedriger (Forderungen) als der historische Umrechnungskurs war, angesetzt.

3 ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist separat in diesem Anhang dargestellt.

3.2 Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 6.173 (VJ: T€ 4.834) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.690 (VJ: T€ 3.209) und Forderungen aus der phasenkongruenten Gewinnvereinnahmung in Höhe von T€ 3.483 (VJ: T€ 1.625).

3.3 Sonstige Rückstellungen (in T€)

31.12.2014 31.12.2013
Personalbereich 3.808 2.780
Drohverluste Finanzinstrumente 1.251 1.027
Drohverluste Devisentermingeschäfte 147 0
Gewährleistung 223 198
Abschluss und Prüfung 90 92
Provisionen 7 12
Sonstiges 232 154
5.758 4.263

3.4 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 188 (VJ: T€ 338) durch Sicherungsübereignung der technischen Anlagen, Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung besichert.

3.5 Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden T€ 5.363 (VJ: T€ 3.824) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren ausgewiesen. Weitere Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.

3.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen / nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

3.6.1 Leasing und sonstige Angaben

Im Jahre 1999 bezog die Basler AG ihre Geschäfts- und Fertigungsräume An der Strusbek 60-62 in 22926 Ahrensburg. Der Mietvertrag über dieses Gebäude hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2018.

Aus diesem Mietvertrag entstehen der Basler AG folgende finanzielle Verpflichtungen:

Geschäftsjahr T€
2015 2.215
2016 2.218
2017 2.221
2018 2.224
Summe 8.878

Insgesamt bestanden folgende Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Serviceverträgen:

Geschäftsjahr T€
2015 2.502
2016 2.330
2017 2.274
2018 2.251
2019 10
2020 7
Summe 9.374

Das Bestellobligo betrug zum Stichtag T€ 9.097 (VJ: T€ 5.703).

3.6.2 Derivative Finanzinstrumente

Als international tätiges Unternehmen ist Basler diversen Marktrisiken ausgesetzt. Zur Verringerung der Währungsrisiken in USD und JPY setzt Basler Devisentermingeschäfte ein. Da diese Geschäfte zur Absicherung operativer Grundgeschäfte dienen, sind sämtliche Laufzeiten unter einem Jahr. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende offene Devisentermingeschäfte: Für negative Zeitwerte werden Drohverlustrückstellungen gebildet.

USD 31.12.2014 31.12.2013
Nominalwert in T€ 3.971 -
Fremdwährungsbetrag in TUSD 5.000 -
Zeitwert in T€
Positiv - -
Negativ 147 -
JPY 31.12.2014 31.12.2013
Nominalwert in T€ 3.200 -
Fremdwährungsbetrag in TJPY 450.000 -
Zeitwert in T€
Positiv 102 -
Negativ - -

Zur Sicherung eines Kreditgeschäfts gegen Zinserhöhungen hat die Basler AG im Jahr 2011 einen Zinsswap abgeschlossen. Für negative Zeitwerte werden Drohverlustrückstellungen gebildet.

31.12.2014 31.12.2013
Nominalwert in T€ 9.394 10.000
Zeitwert in T€
Positiv - -
Negativ 1.251 1.027

3.7 Umsatzerlöse

Aufteilung nach Regionen 2014

T€
2013

T€
Deutschland 8.991 7.822
EMEA 24.526 18.999
Amerika 13.122 10.663
Asien 21.664 21.073
68.303 58.557
Aufteilung nach Geschäftsbereichen 2014

T€
2013

T€
Standardgeschäft 63.265 53.346
Systemgeschäft 5.038 5.211
68.303 58.557

3.8 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von insgesamt T€ 78 (VJ:T€ 788) sowie Auflösungen von Wertberichtigungen von T€ 21 (VJ: T€ 0) enthalten.

3.9 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Basler AG macht von ihrem Ansatzwahlrecht für aktive latente Steuern keinen Gebrauch. Für die Position Vorräte, sonstige Rückstellungen sowie für steuerliche Verlustvorträge würden aktive latente Steuern anfallen.

3.10 Ergebnisverwendung

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung am 04. Juni 2014 wurde aus dem sich nach Verrechnung des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2013 mit dem zum 31. Dezember 2012 bestehenden Gewinnvortrag ergebenden Bilanzgewinn von € 10.084.068,89 eine Dividendenausschüttung von € 1.519.016,50 vorgenommen. Der verbleibende Betrag von € 8.565.052,39 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

4 SONSTIGE PFLICHTANGABEN

4.1 Mitglieder des Vorstands

Dr. Dietmar Ley verantwortet die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie Personal und Organisationsentwicklung, John P. Jennings die Bereiche Vertrieb, Marktkommunikation und Tochtergesellschaften, Arndt Bake zeichnet für Marketing und New Business und Hardy Mehl ist für Produktion, Einkauf und Logistik, Finanzen, Recht und Investor Relations verantwortlich.

4.2 Mitglieder des Aufsichtsrats

Dem Aufsichtsrat gehörten im Jahr 2014 folgende Personen an:

Norbert Basler Aufsichtsratsvorsitzender, Unternehmer
Prof. Dr. Eckart Kottkamp Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, Berater
Konrad Ellegast Ordentliches Aufsichtsratsmitglied, Berater

Weitere Mandate der Aufsichtsräte im Jahr 2014 entsprechend § 285 Nr. 10 HGB:

Norbert Basler

Mitglied im Aufsichtsrat der Plato AG, Lübeck

Prof. Dr. Eckart Kottkamp

Vorsitzender des Beirats der Mackprang Holding GmbH & Co. KG, Hamburg

Vorsitzender des Beirats der ACTec Holding GmbH, Freiberg

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG, Hamburg

Mitglied im Aufsichtsrat der Elbphilharmonie Hamburg Bau GmbH & Co KG, Hamburg

Mitglied im Aufsichtsrat der KROMI Logistik AG, Hamburg

Mitglied im Beirat der C.Mackprang jr. GmbH & Co.KG, Hamburg

Konrad Ellegast

Vorsitzender des Beirats Dichtungstechnik G. Bruss GmbH & Co. KG, Hoisdorf

4.3 Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

4.3.1 Vergütung der Mitglieder des Vorstands

Zum 1.1.2011 wurde das Vergütungsmodell des Vorstandes durch die Einführung einer Nachhaltigkeitsklausel verändert (siehe Vergütungsbericht des Lageberichts). Hiernach werden die in einem Geschäftsjahr erworbenen variablen Ansprüche über drei Jahre verteilt ausgezahlt und unterliegen während dieses Zeitraums dem zwischenzeitlichen Risiko einer substantiellen Schmälerung durch eine nachträgliche Verschlechterung der Lage.

Zugeflossen sind im Geschäftsjahr insgesamt € 1.256.360,49, welche sich wie folgt aufteilen:

2014 Zufluss Dr. Dietmar Ley Vorstandsvorsitzender (CEO) John P. Jennings Vorstand Vertrieb (CCO) Arndt Bake Vorstand Marketing (CMO) Hardy Mehl Vorstand Finanzen (CFO) und Operations (COO)
im Vorstand seit 1996 seit 2005 seit 2011 seit 01.01.2014
Festvergütung 262.650,00 217.209,26 181.687,56 172.500,00
Nebenleistungen 16.394,15 46.766,53 20.455,58 12.388,45
Summe 279.044,15 263.975,79 202.143,14 184.888,45
Einjährige variable Vergütung 0,00 0,00 0,00 24.609,00
Mehrjährige variable Vergütung 118.029,01 92.259,70 83.555,68 0,00
Auszahlung aus Bonusbank 118.029,01 92.259,70 83.555,68 0,00
Sonstiges 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 397.073,16 356.235,49 285.698,82 209.497,45
Versorgungsaufwand 498,12 6.361,21 498,12 498,12
Gesamtzufluss 397.571,28 362.596,70 286.196,94 209.995,57

Der Anspruch auf variable Gehaltsbestandteile des Jahres 2014 wurde i.H.v. € 735.536,79 der Bonusbank zugeführt und wird in den Folgejahren gem. dem im Lagebericht beschriebenen Verfahren ausgezahlt. Die Summe der gewährten Zuwendungen des Vorstands belief sich im Jahre 2014 auf € 1.673.443,89 die sich wie folgt aufteilen:

2014 Gewährte Zuwendungen Dr. Dietmar Ley Vorstandsvorsitzender (CEO) John P. Jennings Vorstand Vertrieb (CCO) Arndt Bake Vorstand Marketing (CMO) Hardy Mehl Vorstand Finanzen (CFO) und Operations (COO)
im Vorstand seit 1996 seit 2005 seit 2011 seit 01.01.2014
Festvergütung 262.650,00 217.209,26 181.687,56 172.500,00
Nebenleistungen 16.394,15 46.766,53 20.455,58 12.388,45
Summe 279.044,15 263.975,79 202.143,14 184.888,45
Einjährige variable Vergütung 0,00 0,00 0,00 0,00
Mehrjährige variable Vergütung 226.080,37 204.583,63 156.390,54 148.482,25
davon Zuführung zur Bonusbank 226.080,37 204.583,63 156.390,54 148.482,25
Summe 505.124,52 468.559,42 358.533,68 333.370,70
Versorgungsaufwand 498,12 6.361,21 498,12 498,12
Gesamtbezüge 505.622,64 474.920,63 359.031,80 333.868,82
möglicher Minimalbetrag - Reduzierung Bonusbank -87.550,00 -79.225,35 -60.562,50 -57.500,00
möglicher Maximalbetrag - Zuführung Bonusbank 350.200,00 316.901,41 242.250,00 230.000,00

Zugeflossen sind im Geschäftsjahr 2013 insgesamt € 971.941,59 welche sich wie folgt aufteilen:

2013 Zufluss Dr. Dietmar Ley Vorstandsvorsitzender (CEO) John P. Jennings Vorstand Vertrieb (CCO) Arndt Bake Vorstand Marketing (CMO)
im Vorstand seit 1996 seit 2005 seit 2011
Festvergütung 255.000,00 203.164,67 181.111,00
Nebenleistungen 16.563,63 41.329,79 18.677,06
Summe 271.563,63 244.494,46 199.788,06
Einjährige variable Vergütung 0,00 0,00 0,00
Mehrjährige variable Vergütung 96.918,26 83.187,25 68.432,93
Auszahlung aus Bonusbank 96.918,26 83.187,25 68.432,93
Summe 368.481,89 327.681,71 268.220,99
Versorgungsaufwand 484,32 6.588,36 484,32
Gesamtzufluss 368.966,21 334.270,07 268.705,31

Der Anspruch auf variable Gehaltsbestandteile des Jahres 2013 wurde i.H.v. € 397.699,77 der Bonusbank zugeführt und wird in den Folgejahren gem. dem im Lagebericht beschriebenen Verfahren ausgezahlt. Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Jahre 2013 auf € 1.121.102,92 welche sich wie folgt aufteilen:

2013 Gewährte Zuwendungen Dr. Dietmar Ley Vorstandsvorsitzender (CEO) John P. Jennings Vorstand Vertrieb (CCO) Arndt Bake Vorstand Marketing (CMO)
im Vorstand seit 1996 seit 2005 seit 2011
Festvergütung 255.000,00 203.164,67 181.111,00
Nebenleistungen 16.563,63 41.329,79 18.677,06
Summe 271.563,63 244.494,46 199.788,06
Einjährige variable Vergütung 0,00 0,00 0,00
Mehrjährige variable Vergütung 160.103,49 123.887,15 113.709,13
davon Zuführung zur Bonusbank 160.103,49 123.887,15 113.709,13
Summe 431.667,12 368.381,61 313.497,19
Versorgungsaufwand 484,32 6.588,36 484,32
Gesamtbezüge 432.151,44 374.969,97 313.981,51
möglicher Minimalbetrag - Reduzierung Bonusbank -85.000,00 -67.721,37 -60.370,34
möglicher Maximalbetrag - Zuführung Bonusbank 340.000,00 270.885,48 241.481,34

Im Falle einer regulären Beendigung der Vorstandstätigkeit wird ein positiver Saldo der noch verbleibenden erfolgsbezogenen Bezüge in den nächsten drei Jahren gleichverteilt ausgezahlt.

Sollte es zu einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit kommen, so sind eventuelle Zahlungen auf den Wert von zwei Jahresvergütungen bzw. auf nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages begrenzt.

Die Verträge wurden zum November 2012 für Arndt Bake und John P. Jennings bzw. zum Januar 2013 für Dr. Dietmar Ley so geändert, dass bei einer Beendigung aufgrund eines von dem Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grundes keine Zahlungen mehr an das Vorstandsmitglied erfolgen.

4.3.2 Vergütung des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Jahr 2014 T€ 54:

Erfolgsneutrale Bezüge 2014 Erfolgsbezogene Bezüge für 2014 Summe 2014
Norbert Basler 24.000,00 0,00 24.000,00
Prof. Dr. Eckart Kottkamp 18.000,00 0,00 18.000,00
Konrad Ellegast 12.000,00 0,00 12.000,00

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Jahr 2013 T€ 54:

Erfolgsneutrale Bezüge 2013 Erfolgsbezogene Bezüge für 2013 Summe 2013
Norbert Basler 24.000,00 0,00 24.000,00
Prof. Dr. Eckart Kottkamp 18.000,00 0,00 18.000,00
Konrad Ellegast 12.000,00 0,00 12.000,00

4.4 Aktien- und Aktienoptionsbesitz des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Vorstands hielten zum Stichtag die folgenden Aktienbestände:

31.12.2014 31.12.2013
Zahl der Aktien in Stück Zahl der Aktien in Stück
--- --- ---
Dr. Dietmar Ley 144.794 144.358
John P. Jennings 5.500 5.500
Arndt Bake 700 700
Hardy Mehl 450 -

Die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten zum Stichtag die folgenden Aktienbestände.

31.12.2014 31.12.2013
Zahl der Aktien in Stück Zahl der Aktien in Stück
--- --- ---
Norbert Basler 1.816.891 1.816.891
Prof. Dr. Eckart Kottkamp - -
Konrad Ellegast 1.280 1.280

4.5 Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen mit einem Betrag von mindestens 20% der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname Anteilshöhe in % Jahresergebnis 2014

[T€]
Eigenkapital per 31.12.2014

[T€]
Basler Inc., Exton/USA 100 1.525 2.971
Basler Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100 2.613 1.296
Basler Vision Technologies Taiwan Inc., Jhubei City/Taiwan 100 260 360

4.6 Eigenkapital

4.6.1 Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt € 3.500.000 und ist aufgeteilt in 3.500.000 nennwertlose Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

4.6.2 Eigene Anteile

Im Berichtsjahr wurden eigene Anteile erworben. Die Entwicklung der eigenen Aktien ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:

Entwicklung des Bestandes im Geschäftsjahr 2014 Stückzahl Aktien Anteil am Grundkapital

in %
Zeitpunkt des Erwerbs Anschaffungs-

kosten
Erwerbspreis
Anfangsbestand 261.816 7,48 3.780.992,63
Zugang 100 0,00 03.02.2014 2.800,00 28,00
Zugang 1.317 0,04 10.03.2014 39.583,23 30,06
Zugang 3.338 0,10 25.04.2014 119.693,34 35,86
Zugang 1.479 0,04 29.04.2014 52.847,04 35,73
Zugang 4.707 0,13 04.07.2014 179.083,93 38,05
Zugang 4.387 0,13 11.07.2014 169.487,36 38,63
Zugang 1.353 0,04 18.07.2014 51.771,33 38,26
Zugang 2.200 0,06 25.07.2014 83.689,10 38,04
Zugang 1.440 0,04 31.07.2014 53.719,92 37,31
Zugang 3.625 0,10 08.08.2014 133.055,26 36,71
Zugang 3.076 0,09 15.08.2014 110.159,87 35,81
Zugang 2.308 0,07 25.08.2014 91.009,29 39,43
Zugang 800 0,02 08.09.2014 31.575,84 39,47
Zugang 200 0,01 03.10.2014 7.950 39,75
Zugang 1.645 0,05 10.10.2014 60.178,87 36,58
Zugang 5.042 0,14 17.10.2014 184.367,28 35,57
Zugang 2.407 0,07 24.10.2014 93.269,32 38,75
Zugang 362 0,01 03.11.2014 14.422,91 39,84
Zugang 2.621 0,07 14.11.2014 103.531,86 39,50
Zugang 2.200 0,06 21.11.2014 83.225,12 37,83
Zugang 2.699 0,08 28.11.2014 106.781,08 39,56
Zugang 2.916 0,08 05.12.2014 112.999,67 38,75
Zugang 2.959 0,08 12.12.2014 117.315,47 39,65
Zugang 2.929 0,08 19.12.2014 116.845,43 39,89
Zugang 938 0,03 23.12.2014 37.047,62 39,50
Stand 31.12.2014 318.864 9,11 5.937.402,77

Eigene Aktien können zu allen in der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18. Mai 2010 genannten Zwecken verwendet werden. Dazu gehört u.a. die Verwendung der Aktien als Gegenleistung im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen. Die am Bilanzstichtag im Bestand befindlichen 318.864 Aktien entsprechen € 318.864 bzw. 9,11 % des Grundkapitals. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert der erworbenen Aktien und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile von € 5.618.538,77 wurde mangels freier Rücklagen mit dem Bilanzgewinn verrechnet.

4.7 Angaben über das genehmigte Kapital

Auf der Hauptversammlung 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. Mai 2017 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt € 1.750.000 zu erhöhen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre folgendermaßen auszuschließen, um die neuen Aktien der Gesellschaft Dritten gegen Sacheinlage zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder von Forderungen gegen die Gesellschaft oder mit ihr verbundene Unternehmen anbieten zu können. Der Ausschluss des Bezugsrechts durch den Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch dann zulässig, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 v.H. des Grundkapitals in Höhe von € 3.500.000,00 nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenkurs der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet.

Sofern der Vorstand von den vorgenannten Ermächtigungen zum Bezugsrechtsausschluss keinen Gebrauch macht, kann das Bezugsrecht der Aktionäre nur für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden.

Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats.

4.8 Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der MitarbeiterInnen nach Funktionsbereichen können der folgenden Tabelle entnommen werden:

2014 2013
Administration 79 76
Entwicklung 100 88
Produktion & Logistik 93 79
Service 9 16
Vertrieb & Marketing 65 48
346 307

Basler setzt sich stark für eine familienfreundliche, flexible Arbeitsumgebung ein. Ein Zeichen hierfür ist der hohe Anteil an Arbeitnehmern, die in den verschiedensten Modellen in Teilzeit arbeiten. In Vollstellenäquivalenten ergibt sich folgende Verteilung:

2014 2013
Administration 68 64
Entwicklung 94 83
Produktion & Logistik 87 75
Service 9 15
Vertrieb & Marketing 58 44
316 281

4.9 Konzernverhältnisse

Die Basler AG, Ahrensburg, ist Mutterunternehmen für die im Anhang unter Nr. 4.5 aufgeführten Tochterunternehmen im Sinne von § 290 HGB, die damit auch verbundene Unternehmen im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB sind.

Der Konzernabschluss ist bei der Gesellschaft in Ahrensburg erhältlich und wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

4.10 Abschlussprüferhonorar

Das Honorar der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft teilt sich in die folgende Kategorien ein:

2014 2013
Abschlussprüfungsleistungen 67 68
Steuerberatungsleistungen 48 50
Sonstige Leistungen 37 0
152 118

4.11 Bewertungseinheiten

Auf die Bildung von Bewertungseinheiten haben wir verzichtet und die sich ergebenden Drohverluste erfolgswirksam als Aufwand gebucht.

4.12 Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 und Abs. 1a WpHG

4.12.1 Mitteilung Andreas Müller-Hermann

Die Müller-Hermann Holding GmbH, München, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.11.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Basler Aktiengesellschaft, Ahrensburg, Deutschland, am 19. November 2014 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,89 % (101.222 Stimmrechte) betragen hat.

Herr Müller-Hermann teilte mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der Basler AG am 19.11.2014 die Schwelle von 3 % unterschritten und zu diesem Tag 2,89 % (=101.222 Stimmrechte) beträgt. Diese Stimmrechte sind ihm in voller Höhe gem. § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG von der Müller-Hermann-Holding GmbH zuzurechnen.

4.12.2 Mitteilung Andreas Müller-Hermann

Herr Andreas Müller-Hermann, Deutschland, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG in Verbindung mit § 22 WpHG am 11.06.2008 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Basler AG, Ahrensburg, am 05.06.2008 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,01 % (dies entspricht 105.500 Stimmrechte) beträgt.

Alle diese Stimmrechte sind ihm nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG von der Müller-Hermann Holding GmbH zuzurechnen.

4.12.3 Mitteilung Abrias Sicav

Die Abrias Sicav, Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 09. Juni 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil (über seine Teilfonds Abrias Dynamic Asset Allocation und Abrias-Europe Small & Mid) an der Basler AG, Ahrensburg, am 22.10.2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,85 % (dies entspricht 117.000 Stimmrechte) beträgt.

4.12.4 Mitteilung FAS S.A.

Die FAS S.A. Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 22.Februar 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Basler AG, Ahrensburg, am 22.02.2013 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,10 % (dies entspricht 108.349 Stimmrechte) beträgt.

Die FAS S.A. Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 14. Mai 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Basler AG, Ahrensburg, am 10.05.2013 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,9375 % (dies entspricht 102.812 Stimmrechte) beträgt.

4.12.5 Mitteilung Wallberg Invest S.A.

Die Wallberg Invest S.A. Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 13. März 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Basler AG, Ahrensburg, am 22.02.2013 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,10 % (dies entspricht 108.349 Stimmrechte) beträgt.

Die Wallberg Invest S.A. Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 14. Mai 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Basler AG, Ahrensburg, am 10.05.2013 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,9375 % (dies entspricht 102.812 Stimmrechte) beträgt.

4.12.6 Mitteilung Marcel Ernzer

Herr Marcel Ernzer, Großherzogtum Luxemburg, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 13.März 2013 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Basler AG, Ahrensburg, am 22.02.2013 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,10 % (dies entspricht 108.349 Stimmrechte) beträgt.

Die Wallberg Invest S.A. Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 14. Mai 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Basler AG, Ahrensburg, am 10.05.2013 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,9375 % (dies entspricht 102.812 Stimmrechte) beträgt.

Alle diese Stimmrechte sind ihm nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG von der Wallberg Invest S.A. und der FAS S.A. zuzurechnen.

4.13 Bestehen einer Beteiligung an der Basler AG über 50 %

Herr Norbert Basler hat gem. § 21 WpHG mitgeteilt, dass er mehr als 50 % der Anteile an der Basler AG hält.

4.14 Weitere Angaben

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben worden und wurde den Aktionären auf der Internet-Seite des Unternehmens www.baslerweb.com zugänglich gemacht.

4.15 Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 12.242.259,86 wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von Euro 0,70 je Aktie 2.226.795,20
Vortrag auf neue Rechnung 10.015.464,66
Bilanzgewinn 12.242.259,86

Ahrensburg, 5. März 2015

Der Vorstand

Dr. Dietmar Ley

John P. Jennings

Arndt Bake

Hardy Mehl

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2014

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Stand 31.12.2014

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.833.861,54 305.899,67 -104.983,47 30.358,40 5.065.136,14
2. Geleistete Anzahlungen 60.358,40 285.563,76 0,00 -30.358,40 315.563,76
4.894.219,94 591.463,43 -104.983,47 0,00 5.380.699,90
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.324.605,61 597.403,78 -100.332,88 467.304,10 6.288.980,61
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.399.945,50 608.477,87 -80.394,47 21.727,78 4.949.756,68
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 343.031,88 572.174,65 0,00 -489.031,88 426.174,65
10.067.582,99 1.778.056,30 -180.727,35 0,00 11.664.911,94
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 112.248,44 0,00 0,00 0,00 112.248,44
2. Beteiligungen 5.000,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
117.248,44 0,00 0,00 0,00 117.248,44
15.079.051,37 2.369.519,73 -285.710,82 0,00 17.162.860,28
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand 1.1.2014

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Stand 31.12.2014

EUR
Stand 31.12.2014

EUR
Stand Vorjahr

EUR
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.758.865,54 427.512,07 -86.788,47 4.099.589,14 965.547,00 1.074.996,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 315.563,76 60.358,40
3.758.865,54 427.512,07 -86.788,47 4.099.589,14 1.281.110,76 1.135.354,40
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.534.332,61 560.869,38 -38.306,38 4.056.895,61 2.232.085,00 1.790.273,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.509.156,50 344.103,65 -2.482,47 2.850.777,68 2.098.979,00 1.890.789,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 426.174,65 343.031,88
6.043.489,11 904.973,03 -40.788,85 6.907.673,29 4.757.238,65 4.024.093,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 112.248,44 112.248,44
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00 5.000,00
0,00 0,00 0,00 0,00 117.248,44 117.248,44
9.802.354,65 1.332.485,10 -127.577,32 11.007.262,43 6.155.597,85 5.276.696,72

Lagebericht 2014

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die Basler AG mit Sitz in Ahrensburg bei Hamburg (Deutschland) ist Entwickler und Hersteller von digitalen Kameras für professionelle Anwender, die überwiegend in der industriellen Massenproduktion, in medizinischen Anwendungen, zur Verkehrskontrolle sowie zur Videoüberwachung eingesetzt werden. Basler Kameras zeichnen sich durch Innovation, hohe Qualität, einfache Integration, kompakte Abmessungen und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Diese Faktoren haben dazu geführt, dass Basler heute weltweit einer der größten Anbieter für Industriekameras ist.

Neben Forschung und Entwicklung sowie der Produktion der Kameras verfügt Basler über eine weltweit tätige Vertriebsorganisation. Zielkunden sind nationale und internationale Hersteller von Investitionsgütern (OEM-Kunden), die Basler-Kameras in ihre eigenen Produkte integrieren. Die OEM-Kunden werden entweder über den eigenen Direktvertrieb oder über regionale Vertriebspartner (Distributoren) betreut.

Die Basler AG unterhält 100 %-ige Tochtergesellschaften in den USA, Singapur und Taiwan. Weitere Niederlassungen bestehen in China, Polen, dem Vereinigten Königreich und in Finnland. In den ausländischen Töchtern bzw. Niederlassungen werden überwiegend Vertriebs- und Serviceleistungen erbracht. In der Tochtergesellschaft in Singapur wurde im Juli 2014 eine Produktion eröffnet, die Kameras für den asiatischen Markt herstellt.

Externe Einflussfaktoren auf das Geschäftsmodell sind die allgemeine makro-ökonomische Lage und die Nachfragesituation in den zentralen regionalen Absatzmärkten Asien, Europa und Nordamerika. Aufgrund der Ausrichtung Baslers auf Investitionsgüterhersteller ist weiterhin die Konjunktur im Maschinen- und Anlagenbau für die Geschäftsentwicklung von besonderer Bedeutung.

1.2 Steuerungssystem

Grundlage der Unternehmenssteuerung ist ein jährlich ablaufender Strategieprozess, in dem die Ausrichtung hinsichtlich Produktsortiment, Zielmärkten, Vertriebsstrategie, Technologien und Finanzkennzahlen festgelegt wird. Der Strategieprozess mündet in einen Vierjahresplan sowie in das Budget für das kommende Geschäftsjahr.

Aus beiden Planungswerken werden für die Steuerung Leistungsindikatoren abgeleitet und zu einem Balanced-Score-Card-System (BSC) zusammengefasst. Die wesentlichen BSC-Kennzahlen sind Umsatz, Ertrag (EBT), Cash-Flow, Rentabilität, Mitarbeiterzufriedenheit und Markenbekanntheitsgrad. Als weitere Kennzahl der BSC wurde 2014 der ROCE (Kapitalverzinsung) eingeführt. Die wesentlichsten Steuerungskennzahlen stellen Umsatz und EBT dar. Weitere Kennzahlen der Unternehmenssteuerung sind im Wirtschaftsbericht genannt. Die Kennzahlen der BSC werden überwiegend monatlich aktualisiert und im Kreis des Managements besprochen. Mögliche Abweichungen vom Ziel sollen so frühzeitig erkannt und durch geeignete Gegenmaßnahmen korrigiert werden.

Um eine hohe Qualität der hergestellten Produkte und der im Unternehmen angewendeten Verfahrensweisen zu gewährleisten, hat Basler ein Qualitätsmanagementsystem (QM-System) implementiert. Unterjährig wird im Rahmen interner Audits geprüft, ob die Abläufe in der betrieblichen Praxis mit den Prozessbeschreibungen des QM-Systems im Einklang stehen. Einmal pro Jahr findet ein externes Audit statt, um zu überprüfen, ob das QM-System gemäß den Bestimmungen der DIN ISO 9000/2008 und DIN ISO 9000/2000 angewendet wird.

1.3 Forschung und Entwicklung

Als Technologieunternehmen ist Basler darauf angewiesen, neue technologische Trends frühzeitig zu erkennen und schnell in neue Produkte einfließen zu lassen. Da sich die digitale Kameratechnologie rasch weiterentwickelt und die Basler AG eine nachhaltige Wachstumsstrategie verfolgt, plant Basler pro Jahr durchschnittlich zwischen 13 und 15 % vom Umsatz als Investition in Forschung und Entwicklung (F&E). Die F&E-Aktivitäten gliedern sich wie folgt:

Vorentwicklung neuer Technologien
Entwicklung neuer Plattform-Architekturen für künftige Produktlinien
Entwicklung neuer Produkte auf bestehenden Produktplattformen
Kundenspezifische Anpassungen von Produkten
Pflege bestehender Produkte

Innerhalb dieser Kategorien lassen sich folgende Entwicklungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2014 hervorheben.

Ziel der Vorentwicklung ist die Untersuchung von Technologien, die für den Einsatz in künftigen Produkten sinnvoll erscheint. So wollen wir sicherstellen, dass wir neue Technologien bereits im Vorfeld von Plattform- oder Produktentwicklungen gut beherrschen und mögliche Risiken hinreichend analysiert haben. Auf diese Weise können Produktentwicklungen auf Basis dieser Technologien mit höherer Planungstreue ablaufen. Erste Zwischenergebnisse demonstrieren wir gegenüber technologieorientierten Kunden unterjährig auf Messen, um so erste Rückmeldungen vom Markt zu erhalten.

Im Bereich der Plattformentwicklung haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr die Grundlagen für eine niedrigpreisige und sehr kompakte Kamerafamilie -die dart -gelegt. Dieses Produkt wurde auf der Vision Messe im November erstmals vorgestellt und wird im ersten Quartal 2015 in die Serienproduktion überführt. Mit der dart Produktplattform und darauf basierenden Produkten investieren wir konsequent in die Ausweitung unseres Produktportfolios.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir zudem unsere innovative USB 3.0-Schnittstellentechnologie weiter verbessert und unser Produktportfolio basierend auf dieser Schnittstellentechnologie signifikant ausgebaut. Wir sehen hier erhebliches Potenzial und werden deshalb auch künftig einen großen Teil unseres Produktportfolios mit USB 3.0 Schnittstelle ausstatten. Parallel wurde das Kameraportfolio mit der im Markt etablierten GigE-Schnittstelle kontinuierlich erweitert, um unsere bereits heute marktführende Position zu untermauern. In diesem Zuge wurden neue CMOS Sensoren in die bestehende ace Produktplattform integriert und damit unser Mainstream Produktportfolio gestärkt.

Im Bereich der High-End-Kameras haben wir Ende 2014 die neue Basler-beat-Kameraserie in den Markt eingeführt. Die Basler-beat-Kamera zeichnet sich durch eine Kombination aus hohen Bildwiederholungsraten und einer hohen Auflösung von 12 Megapixeln aus. Neben der originären Kameraentwicklung flossen in 2014 zudem gezielt Entwicklungsinvestitionen in komplementäre Zubehörprodukte. Mit dem Angebot von Zubehörprodukten wollen wir unseren guten Marktzugang noch besser nutzen und uns darüber hinaus noch besser vom Wettbewerb differenzieren. Vor diesem Hintergrund haben wir im vergangenen Jahr erstmals eine Serie von preisoptimierten Objektiven in den Mainstream-Markt eingeführt. Das einzigartige Preis-Leistungs-Verhältnis durch die Kombination aus Basler ace Kameras und Basler Lenses trifft im Markt auf sehr positive Resonanz.

Zusätzlich zur Neuproduktentwicklung investieren wir etwa ein Fünftel unseres F&E-Budgets in die laufende Pflege unserer Produkte, um die Produzierbarkeit über einen Zeitraum von drei bis zehn Jahren zu gewährleisten und die Herstellkosten kontinuierlich zu optimieren.

Der Aufwand an Forschung und Entwicklung betrug 16,3 % (VJ: 15,5 %) des Gesamtumsatzes. Insgesamt stiegen die Kosten (Personalaufwand, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen sowie direkt zurechenbare Gemeinkosten) gegenüber dem Vorjahr von 9,1 Mio. € auf 11,0 Mio. € im Jahre 2014.

In den Aufwendungen sind Leistungen Dritter in Höhe von 815 T € (VJ: 613 T €) enthalten. Im Jahr 2014 wurden im Bereich F&E Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 572 T€ (VJ: 479 T€) getätigt, was eine Erhöhung gegenüber 2013 um 19 % bedeutet. Zum 31.12.2014 waren im Bereich F&E 100 (VJ: 88) MitarbeiterInnen beschäftigt.

Die Basler AG ist per Geschäftsjahresende 2014 Inhaberin von 25 Patenten und Patentanmeldungen, davon sind 14 in Kraft und 11 befinden sich in Anmeldung. Weiterhin ist Basler Inhaberin von einem Gebrauchsmuster, drei Geschmacksmustern und 28 Marken. Weitere 46 Marken befinden sich im Anmeldeverfahren.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

Im Jahr 2014 entwickelte sich die globale Konjunktur unterhalb der ursprünglichen Erwartungen. Trotz gesunkener Rohstoffpreise und eines niedrigen Zinsniveaus war der Aufschwung nur mäßig. Das weltweite Wirtschaftswachstum betrug 2,4 % und blieb hinter der Prognose von 2,8 % zurück. Während die USA mit 2,3 % und China als großer Treiber mit 7,4 % Wirtschaftswachstum einen ununterbrochenen Aufschwung verzeichnen gab es in Europa trotz des Endes der Eurokrise lediglich ein Wirtschaftswachstum von 1,2 %. Während in Deutschland im ersten Halbjahr die Wirtschaft wuchs, kam sie im zweiten Halbjahr ins Stocken und Investitionen wurden von den Unternehmen zurückgestellt. Im Ergebnis nahm die Wirtschaftsleistung in Deutschland im abgelaufenen Jahr lediglich um 1,5 % zu. (Quelle: Berenberg, Global Outlook).

Diese Entwicklung hatte auch auf das für uns relevante Segment des Maschinen- und Anlagenbaus Auswirkungen. So wurden die Wachstumsprognosen des Verbandes für Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) im Juli von anfänglich plus 3 % Wachstum auf 1 % zurückgenommen. Die Exportzuwächse nach Südostasien stiegen im Jahr 2014 um 10 %, die nach europäischen Partnerländern um 6 %, nach Nordamerika, insbesondere USA, um 6 %. Negativ entwickelte sich der Export nach Australien und Lateinamerika. Geopolitische Spannungen in Osteuropa führten zu Exporteinbrüchen in die Ukraine und nach Russland. Trotz der negativen Einflüsse stieg in Deutschland die Anzahl der Beschäftigten im Maschinenbau 2014 erstmals wieder auf über 1 Million an (Quelle: VDMA Maschinenbau Konjunktur aktuell Dez. 2014).

Die deutsche Industrie für Bildverarbeitung entwickelte sich besser als die gesamte Branche des Maschinen- und Anlagenbaus.

Die Umsatzentwicklung von Komponenten der deutschen Industrie für Bildverarbeitung verlief positiv und konnte gegenüber dem Vorjahr Zuwächse von 8 % verzeichnen. (Quelle: VDMA IBV Quartalsstatistik Q4). Im Vergleich dazu hat sich Basler mit einem Umsatzwachstum im Kamerageschäft von rund 18,6 % deutlich besser als der Markt entwickelt.

2.2 Geschäftsverlauf

Der überdurchschnittliche Erfolg des abgelaufenen Geschäftsjahres zeigte, dass wir gute Fortschritte bei der Umsetzung der Strategie erzielen. In absoluten Werten entwickelte sich der Umsatz von 58,6 Mio. € in 2013 auf den wiederum neuen Bestwert von 68,3 Mio. € (+ 16,6 %) in 2014 und schlug sich in einem Rekordergebnis vor Steuern von 6,1 Mio. € (+ 10,9 %) nieder.

Mit der konsequenten Ausrichtung des Kamerageschäftes auf volumenstarke Bereiche (Mainstream- und Entry-Level) konnten wir die Produktion von 130.000 Einheiten im Vorjahr auf 169.000 Einheiten steigern.

Haupttreiber des Wachstums war wie im Vorjahr unsere Kamerafamilie ace, die um über 45 % im Umsatz zulegen konnte. Insbesondere konnten die ace Modelle mit Gigabit Ethernet-Schnittstelle wesentlich zum Umsatzwachstum beitragen. Doch auch die 2013 neu in den Markt eingeführten Modelle mit USB 3.0-Schnittstelle konnten erfolgreich vertrieben werden. Bei diesen Kameramodellen erwarten wir für die Zukunft eine kontinuierlich steigende Nachfrage, da sich die neue USB 3.0-Technologie im Markt etabliert hat. Ebenso erfolgreich konnten wir den Umsatz aus den preislich höher positionierten Hochgeschwindigkeits-Modellen der ace mit Camera-LinkSchnittstelle steigern. Die ace Produktfamilie, mit ihren mittlerweile mehr als 300 verschiedenen Modellen, ist wie im Vorjahr auch im Jahr 2014 wieder die erfolgreichste Kamerafamilie.

Mit unserem Produktlaunch der dart-Kameraserie haben wir im Vorjahr die Voraussetzung für die geplante Expansion in den Entry-Level-Bereich geschaffen. Auch wenn hier noch keine merklichen Umsätze zu verzeichnen sind bekommen wir sehr positive Marktresonanz. Ebenso konnten wir Erfolge mit der Entwicklung und dem Vertrieb von Zusatzkomponenten, wie Objektiven und Kabeln (Zubehör), erzielen. Von der Erweiterung der Wertschöpfungskette versprechen wir uns positive Impulse und Synergien im Vertrieb. Die Umsatzerlöse aus Zubehör überstiegen die Erwartungen. Ebenso übertraf der Umsatz aus der Kamerafamilie pilot (GigE-Kameras mit CCD-Sensoren) die budgetierten Werte.

Bezugnehmend auf die regionale Geschäftsverteilung erzielten wir im abgeschlossenen Jahr in den EMEA Ländern mit 29 % das größte Umsatzwachstum. Die Umsatzerlöse in Amerika stiegen um 23 % und in Deutschland verzeichneten wir einen Zuwachs von 15 %. Die Umsatzerlöse in Asien stiegen nur moderat um 3 %, der Anteil Asien an den Gesamtumsatzerlösen beträgt aber 32 %. Bei diesem Regionensplit ist jedoch zu berücksichtigen, dass ein nicht unerheblicher Anteil der Lieferungen in die EMEA Region durch Kundenprojekte in Asien induziert wurde. Somit ist die Region Asien zu einem großen Anteil auch für das starke Wachstum der EMEA Region verantwortlich. Dieses verdanken wir unserem Fortschritt in der Marktdurchdringung, der stetigen Investition in neue Vertriebsmitarbeiter, dem Ausbau des Distributoren-Netzwerks und der Hinzunahme zusätzlicher Vertriebspartner. Weiterhin bauen wir unsere Niederlassungen kontinuierlich aus und erweitern unsere Repräsentanzen im europäischen Ausland.

Entsprechend der getätigten Investitionen insbesondere in Personal stiegen auch die operativen Aufwendungen von 36,0 Mio. € im Vorjahr auf 42,9 Mio. € in 2014. Der überwiegende Teil des Kostenaufbaus entfällt auf die Umsetzung unserer Mittelfristplanung, welche auf Konzernebene Umsatzerlöse von 120 Mio. € bei einer Mindestvorsteuerrendite von 10 % vorsieht. Alle Funktionsbereiche arbeiten aktiv an der Umsetzung der Strategie, setzen die Anforderungen an die Aufbau- und Ablauf-Organisation um und eignen sich das notwendige Fachwissen an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden folglich mehrere Organisationsprojekte durchgeführt, die im Aufwand des Geschäftsjahres 2014 verarbeitet sind. Das wesentlichste Projekt hierbei war die Aufnahme der Produktion in unserer Niederlassung in Singapur. Durch die Möglichkeit für den asiatischen Raum ein ausgewähltes Portfolio an Kameras vor Ort herstellen zu können, versprechen wir uns weitere Wettbewerbsvorteile in der Zukunft. Darüber hinaus bereiten wir uns frühzeitig auf eine reifere Marktphase mit stärkerer asiatischer Konkurrenz vor.

Der Jahresüberschuss erhöhte sich um 11,5 % gegenüber dem Vorjahr und betrug 5,8 Mio. €. Die Vorsteuerergebnismarge betrug 8,9 % (VJ: 9,4 %). Ursache für das bessere Ergebnis in der abgelaufenen Berichtsperiode waren über Plan liegende Umsatzerlöse, höhere Rohertragsmargen und ein gegenüber Plan langsamerer Anstieg der operativen Kosten. Die Umsatzerlöse und Roherträge wurden durch ungeplante Großprojekte in der asiatischen Elektronikindustrie positiv beeinflusst.

Die Eigenkapitalrendite verringerte sich auf 34,7 % (VJ: 36,6 %).

2.3 Ertragslage

in Mio. € 2014 2013 Veränderung
Umsatzerlöse 68,3 58,6 16,6%
Sonst. Betr. Erträge und Bestandsveränderung 3,7 2,1 76,2%
Materialaufwand -26,0 -20,4 27,5%
Bruttoergebnis 46,0 40,3 14,1%
Personalaufwand -27,9 -23,5 18,7%
Sachaufwand -15,0 -12,5 20,0%
Erträge aus Beteiligungen 3,5 1,6 118,8%
EBIT 6,6 5,9 11,9%
Zinsergebnis -0,5 -0,4 25,0%
EBT 6,1 5,5 10,9%
Steuern -0,3 -0,3 0,0%
EAT 5,8 5,2 11,5%

Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um 9,7 Mio. € gesteigert werden und beträgt zum Geschäftsjahresende 68,3 Mio. €. Einhergehend mit dem Umsatzwachstum von 16,6 % nahmen auch die Materialkosten um 5,6 Mio. € zu. Die sonstigen operativen Kosten (Personal- und Sachaufwendungen) stiegen um 19,2 % auf 42,9 Mio. €. Haupttreiber hierfür waren höhere Personalkosten infolge der von 307 im Vorjahr auf 346 im Jahre 2014 gestiegenen Mitarbeiterzahl sowie aufgrund jährlicher Gehaltserhöhungen, erfolgsbezogener variabler Vergütungen und Personaleinstellungskosten. Ebenfalls erhöhten sich die sonstigen operativen Kosten, insbesondere die Kosten für Beratung, Marketing und Reisekosten.

Ausschüttungen der Tochtergesellschaften in den USA und Asien wurden ebenso wie im Vorjahr in Höhe von 3,5 Mio. € (VJ: 1,6 Mio. €) phasengleich vereinnahmt.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Mio. €. Ursächlich hierfür waren leicht gestiegene Zinsaufwendungen aufgrund der Aufnahme von zusätzlichem Fremdkapital.

Aufgrund bestehender Verlustvorträge bei der Basler AG ergab sich eine Steuerlast für das Geschäftsjahr von 0,3 Mio. €, welche einer Steuerquote von ca. 5,2 % entspricht.

Der Jahresüberschuss erhöhte sich um 11,5 % gegenüber dem Vorjahr und betrug 5,8 Mio. € (VJ: 5,2 Mio. €).

Der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag erhöhte sich gegenüber Vorjahr von 1,9 Mio. € auf 8,5 Mio. € zum 31.12.2014.

2.4 Finanzlage

Das Liquiditätsmanagement ist darauf ausgerichtet, den Kapitalbedarf so zu befriedigen, dass Fälligkeitsrisiken, Bewertung der Kreditgeber und Eigen- sowie Fremdkapitalkosten in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen. Die langfristigen Vermögenswerte sind voll durch das Eigenkapital gedeckt.

Im Geschäftsjahr wurde aus der laufenden Geschäftstätigkeit ein positiver Cash-Flow von 5,6 Mio. € (VJ: 5,0 Mio. €) generiert. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeiten betrug in der Berichtsperiode 2014 - 2,1 Mio. € (VJ: - 1,9 Mio. €). Der freie Cash-Flow als Saldo des operativen Cash-Flows und des Cash-Flows aus Investitionstätigkeiten summierte sich über das Geschäftsjahr 2014 auf 3.5 Mio. € (VJ: 3,1 Mio. €).

Auf der Finanzierungsseite wurden Bankverbindlichkeiten in Höhe von 0,4 Mio. € getilgt und neue Mittel aus dem ERP-Innovationsprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) in Höhe von 2,7 Mio. € aufgenommen. Zum Bilanzstichtag bestanden nicht in Anspruch genommene Kreditlinien bei Banken in Höhe von 2,4 Mio. €.

Unter Berücksichtigung der Dividendenauszahlungen und des Rückkaufs von eigenen Anteilen ergibt sich ein Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 1,4 Mio. € (VJ: - 1,5 Mio. €).

Die liquiden Mittel betrugen zum Geschäftsjahresende 8,7 Mio. €. Dies bedeutet einen Anstieg der frei verfügbaren Liquidität um 2,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Die Liquidität der Gesellschaft war zu jeder Zeit gesichert.

2.5 Vermögenslage

in Mio. € 31.12.2014 31.12.2013 Veränderung
Immaterielle Vermögensgegenstände 1,3 1,1 18,2%
Sachanlagen 4,7 4,0 17,5%
Finanzanlagen 0,1 0,1 0,0%
Anlagevermögen 6,1 5,2 17,3%
Vorräte 11,2 8,2 36,6%
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9,2 8,5 8,2%
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8,7 6,6 31,8%
Umlaufvermögen 29,1 23,3 24,9%
Rechnungsabgrenzungsposten 0,4 0,3 33,3%
Summe Aktiva 35,6 28,8 23,6%
Eigenkapital 18,9 16,7 13,2%
Rückstellungen 5,9 4,4 34,1%
Verbindlichkeiten 10,8 7,7 40,3%
Summe Passiva 35,6 28,8 23,6%

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände von 0,6 Mio. € (VJ: 0,5 Mio. €) getätigt. Die Investitionen setzen sich hauptsächlich aus Software und eingekauften Leistungen für Forschung und Entwicklung zusammen. Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich auf 1,8 Mio. € (VJ: 1,5 Mio. €), überwiegend aus dem Ankauf von Fertigungstools und Maschinen. Die Finanzanlagen blieben unverändert und enthalten im Wesentlichen die Beteiligungsbuchwerte an unseren Tochtergesellschaften. Die Vorräte nahmen gegenüber dem Vorjahr um 3 Mio. € auf 11,2 Mio. € zu. Der Anstieg begründet sich durch die Bevorratung für erhöhte Auftragseingänge zum Jahresende sowie weiterer "Last -Time-Buy's" von Sensoren aus abgekündigten Produkten. Einhergehend mit gestiegenen Umsatzerlösen erhöhten sich die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände um 8,2 %.

Das Gesamtvermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Mio. € auf insgesamt 35,6 Mio. €.

Das Eigenkapital steigerte sich um 13,2 % auf 18,9 Mio. €. Der Erhöhung durch den Jahresüberschuss von 5,8 Mio. € stehen die Auszahlung einer Dividende über 1,5 Mio. € und die Verrechnung für den Kauf eigener Anteile in Höhe von 2,1 Mio. € gegenüber.

Das gezeichnete Kapital bestehend aus 3,5 Mio. nennwertlosen Inhaberaktien hat sich nicht verändert. Als Abzugsposten davon wird der Nennbetrag eigener Anteile von 0,32 Mio. € (VJ: 0,26 Mio. €) ausgewiesen. Die Kapitalrücklage beträgt ebenfalls unverändert 3,5 Mio. €. Der Bilanzgewinn erhöhte sich gegenüber Vorjahr um 20,8 % auf 12,2 Mio. €.

Außerbilanzielle Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen in Form von Leasingverträgen. Aus dem Gebäudemietvertrag bestehen Verbindlichkeiten bis Ende 2018 in Höhe von 8,9 Mio. € (VJ: 11,1 Mio. €). Weiterhin bestehen bis 2020 sonstige Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 0,5 Mio. € (VJ: 0,7 Mio. €). Das Bestell-Obligo beträgt zum Stichtag 9 Mio. € (VJ: 5,7 Mio. €). Vorzeitige Zahlungsverpflichtungen haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht ergeben.

2.6 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Neben den bereits erwähnten Kennzahlen werden weitere Leistungsindikatoren gemessen und zum Zwecke der Unternehmenssteuerung verwendet.

Die Profitabilität messen wir unter anderem anhand der Rentabilität pro Mitarbeiter (in Relation zum Nachsteuerergebnis). Diese blieb im Geschäftsjahr nahezu gleich zum Vorjahr 16,8 T€. Die Bruttoergebnismarge verringerte sich von 68,8 % im Vorjahr auf 67,3 % aufgrund des geringeren Anteils des Systemgeschäftes am Gesamtumsatz.

Das Working Capital betrug zum Geschäftsjahresende 20,3 Mio. € (VJ: 17,2 Mio. €). Die Erhöhung wurde insbesondere durch den Anstieg an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen verursacht, welcher wiederum durch einen hohen Auftragseingang mit folgender Materialbeschaffung zum Jahresende ausgelöst wurde.

Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter liegt uns am Herzen und ist unabdingbar für den Erfolg unseres Unternehmens. Daher ermöglichen wir ein flexibles und familienfreundliches Umfeld, in dem die Anforderungen von Beruf und Familie miteinander in Einklang gebracht werden können. Neben diversen Teilzeitmodellen und flexiblen Arbeitszeiten bieten wir eine Notfall-, Sonderzeiten -und Ferienbetreuung für die Kinder unserer Mitarbeiter an. Seit 2013 haben wir in Ahrensburg auch einen eigenen Kinderbetreuungsraum eingerichtet. 2011 wurde die Basler AG von der Hertie-Stiftung im Rahmen der Initiative "Beruf und Familie" geprüft und als "Familienfreundliches Unternehmen" zertifiziert. Wir freuen uns darüber, dass sich infolge unserer diversen Aktivitäten die ohnehin hohe Mitarbeiterzufriedenheit 2014 nochmals leicht erhöht hat.

2014 waren durchschnittlich 346 (VJ: 307) Mitarbeiter bei der Basler AG beschäftigt. Auf Vollstellenäquivalente umgerechnet belief sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auf 317 (VJ: 281). Weitere Details zur Mitarbeiterstruktur sind dem Anhang zu entnehmen.

Um geeignete Nachwuchskräfte zu finden, aber auch um unser Engagement für die Region Ahrensburg zu bestätigen, legen wir großen Wert auf die eigene Ausbildung junger Menschen. Die Ausbildungsquote betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 6,3 % (VJ: 7,6 %).

Ein weiterer Bestandteil unserer Personalpolitik ist die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter durch interne und externe Schulungen, Lehrgänge, "On-the-Job-Training" oder durch Selbststudium. Einmal jährlich werden Entwicklungsgespräche mit den Mitarbeitern geführt, in denen Entwicklungsziele zwischen Mitarbeiter und Führungskraft vereinbart werden. Der Fortschritt wird jährlich gemessen und der Umsetzungsgrad der vereinbarten Maßnahmen ist Bestandteil der Balanced Score Card. Der Aufwand für Aus- und Weiterbildung erhöhte sich von 339 T € im Jahr 2013 auf 524 T € im Geschäftsjahr 2014.

Kundenzufriedenheitsumfragen werden in einem zweijährigen Turnus durchgeführt. Messkriterium für die Zufriedenheit des Kunden ist seit etlichen Jahren seine Bereitschaft, Basler weiterzuempfehlen. Die Ergebnisse der letzten Messungen waren sehr zufriedenstellend.

2.7 Gesamtaussage

Wie bereits in den Vorjahren sind wir mit dem Geschäftsverlauf in der Berichtsperiode sehr zufrieden und blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 zurück, in dem wir unsere Geschäftsplanung deutlich übertroffen haben. Die Umsatzerlöse lagen mit 68,3 Mio. € oberhalb des Budgets. Die Vorsteuerrendite von 8,9 % übertraf ebenfalls die Erwartungen für das Geschäftsjahr. Insbesondere ist es uns gelungen, deutlich über Marktniveau zu wachsen. Dieses war möglich aufgrund der Schwerpunktsetzung auf die volumenstarken Bereiche des Industriekameramarkts. Mit dem in seiner Breite gewachsenen Produktportfolio und neuen innovativen Produkten erreichen wir heute deutlich mehr Kunden und Anwendungen als noch vor wenigen Jahren. Sukzessive erweitern wir unsere starke Marktposition im Bereich der Fabrikanwendungen um neue Marktfelder, wie beispielsweise die Medizintechnik, die Verkehrstechnik, die Logistik oder im Bereich von Retail-Anwendungen. Infolge der kontinuierlichen Erweiterung der Vertriebsorganisation und Expansion in weitere Regionen verfügen wir über einen besseren Marktzugang als in der Vergangenheit. Aufgrund der Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres fühlen wir uns in unserer strategischen Ausrichtung bestätigt und blicken mit Zuversicht in die Zukunft.

Es ist unser Ziel, die Aktionäre der Basler AG am Erfolg zu beteiligen und gleichzeitig genügend Liquidität vorzuhalten, um den Wachstumskurs fortsetzen zu können. 2011 wurde eine Dividendenpolitik verabschiedet, welche die Ausschüttung von bis zu 30 % des Nettoergebnisses in Form einer zuverlässigen Basisdividende in Kombination mit einer von der Konzern-Performance abhängigen, optionalen Zusatzdividende anstrebt. Für das Geschäftsjahr 2013 wurde eine Dividende von 47 Cent pro Aktie ausgeschüttet, was einer Ausschüttungsquote von 27 % entspricht. Da wir im Geschäftsjahr 2014 das bisher beste Ergebnis in der Firmengeschichte in Höhe von 5,8 Mio. € (VJ: 5,2 Mio. €) mit einer Nachsteuerrendite von 8,5 % (VJ: 8,9 %) erzielt haben, werden wir der Hauptversammlung im Mai 2015 die Auszahlung einer Dividende in Höhe von 0,70 Cent pro Aktie (entspricht 2,2 Mio. €) vorschlagen. Sollte die Hauptversammlung diesem Vorschlag zustimmen, würden rund 27 % des Konzernjahresüberschusses an die Anteilseigner ausgeschüttet. Da die Ausschüttung aus dem steuerlichen Einlagenkonto erfolgt, ist sie befreit von der Quellensteuer und dem Solidaritätszuschlag in Höhe von zusammen 26,375 %.

3 Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse, welche eine Auswirkung auf den Jahresabschluss haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

4 Prognosebericht

Für den weltweiten Maschinen- und Anlagenbau rechnet der VDMA für 2015 mit Zuwachsraten von ca. 2 % (Quelle: VDMA Konjunkturbericht Dez. 2014). Da einerseits gesunkene Rohstoffpreise und Wechselkurse das Auslandsgeschäft begünstigen, andererseits aber ungelöste Konflikte in Russland und der Ukraine sowie konjunkturelle Unsicherheiten in China die Aussichten trüben wird für den deutschen Maschinenbau ebenfalls ein Wachstum von rund 2 % prognostiziert. Der Verband der Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Halbleiterindustrie (SEMI) geht von einer Steigerung der Verkaufszahlen für 2015 von 15,2 % gegenüber 2014 aus. (Quelle: Marktstudie SEMI).

Aufgrund unseres in seiner Breite weiter gewachsenen Produktportfolios, unserer größer gewordenen Vertriebsorganisation sowie der Erschließung von neuen Absatzregionen und Vertikalmärkten erwarten wir im Kamerageschäft für 2015 erneut ein zweistelliges prozentuales Umsatzwachstum. Wir planen daher für 2015 mit Umsatzerlösen innerhalb eines Korridors von ca. 67 bis 72 Mio. €. Haupttreiber des Wachstums werden erneut weiter steigende Erlöse mit Gigabit Ethernet-Kameras bilden. Weiterhin rechnen wir im kommenden Jahr mit einer anhaltenden Nachfrage nach USB 3.0-Kameras. Aufgrund der positiven Erstresonanz, gehen wir von einer erfolgreichen Markteinführung der neuen dart-Kameraserie und unserer Zubehörprodukte aus. Im Jahr 2015 werden wir aufgrund des einzigartigen Preis-Leistungs-Verhältnisses und der kompakten Bauform dieser Kameraserie neue Kunden im Entry-Level-Markt für uns gewinnen und damit unsere Volumenstrategie weiter konsequent umsetzen. Mit Blick auf unser Mittelfristziel, im Jahr 2018 auf Konzernebene die Umsatzschwelle von 120 Mio. € zu überschreiten, räumen wir profitablem Umsatzwachstum bis auf Weiteres Priorität gegenüber einer Steigerung der Vorsteuerrendite ein und planen analog der Vorjahre mit einer Vorsteuerrendite im Konzern innerhalb eines Korridors von 9 bis 10 %. Darüber hinausgehende Erträge werden wir reinvestieren -vorrangig für zusätzliches Personal in den Funktionsbereichen Vertrieb, Marketing und Forschung sowie Entwicklung -um so eine nachhaltige und stabile Wachstumsstrategie über die nächsten Jahre fortsetzen zu können.

5 Chancen- und Risikobericht

Die von Basler verfolgte Wachstumsstrategie mit dem Ziel in den kommenden Jahren die Marktführerschaft bei Industriekameras zu erringen und den Umsatz des Konzerns auf über 120 Mio. € ansteigen zu lassen, ist dann umsetzbar, wenn Chancen entschlossen genutzt und gleichzeitig Maßnahmen ergriffen werden, um drohende Risiken geeignet zu minimieren.

Das Chancen- und Risikomanagementsystem bei Basler hat zum Ziel,

innerhalb des Führungskräfte-Teams Transparenz über Chancen und Risiken zu erzeugen und
sich innerhalb des Führungskräfte-Teams darüber zu verständigen, in welcher Weise das Unternehmen relevante Risiken in ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit begrenzen kann.
Handlungsspielräume zu schaffen, die ein bewusstes Eingehen von Chancen und Risiken ermöglichen, um nicht akzeptable Risiken zu vermeiden und vermeidbare Risiken auf ein akzeptables Maß zu reduzieren.

Wesentliche Bestandteile des Chancen- und Risikomanagementsystems sind die Risikostrategie, der Risikoatlas, die Risikomatrix und die Maßnahmen zur Risikobewältigung. Im Geschäftsjahr 2013 wurde die Risikostrategie verabschiedet und eine Software zur standardisierten Erhebung und Messung der Risiken eingeführt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Risikoinventur durchgeführt. Hierbei wurden die Risiken benannt, nach Eintrittswahrscheinlichkeit und monetärer Höhe quantifiziert und Maßnahmen zur Risikominimierung definiert. Die Summe der identifizierten

Risiken wird der definierten Risikodeckungsmasse (verfügbares Kapital zur Risikoabdeckung) gegenübergestellt. Die Risikotragfähigkeit wurde nicht überschritten. Flankiert wird das Risikomanagementsystem durch das interne Kontrollsystem (IKS), das interne Qualitätsmanagementsystem und schließlich die jährliche externe Prüfung im Rahmen der DIN ISO 9000/2000 und DIN ISO 9000/2008.

5.1 Interne Organisation

In dieser Kategorie befassen wir uns mit dem Geschäftsmodell, der Auf- und Ablauforganisation, der IT und Kommunikation, der Informationsbeschaffung und dem Personal.

Eine dauerhafte Abschwächung des Wachstums im Kamera-Markt ist nicht absehbar. Die von Verbänden und Marktforschungsinstituten abgegebenen Prognosen gehen von nachhaltigem Wachstum im einstelligen Prozentbereich bei Anwendungen in der industriellen Massenproduktion und von zweistelligem prozentualem Wachstum in neueren Absatzmärkten wie z. B. der Verkehrstechnik, der Logistik oder der Medizintechnik, aus. Da wir kontinuierlich das Produktportfolio erweitern und die Diversifizierung der Anwendungsmöglichkeiten vorantreiben, sehen wir das Geschäftsmodell als skalierbar und zukunftssicher an.

Das Unternehmen ist funktional organisiert und die Auslandsgesellschaften sind mit direkter Berichtslinie an den Vorstand angebunden. Durch flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege wollen wir die Flexibilität und den Austausch der Mitarbeiter untereinander selbst bei zunehmendem Wachstum erhalten. Als Technologieunternehmen ist Basler in hohem Maße abhängig vom Know-how und dem Engagement der Mitarbeiter. Daher haben wir, wie bereits unter Punkt 2.6 berichtet, Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und Weiterentwicklung ergriffen und kümmern uns aktiv um den Erhalt und die Gestaltung einer innovationsfördernden Unternehmenskultur.

Eine Herausforderung der nächsten Jahre wird sein, das Mitarbeiterwachstum effektiv und effizient zu gestalten. Aus diesem Grund arbeiten wir kontinuierlich an der Attraktivitätssteigerung der Arbeitgebermarke Basler und entwickeln Konzepte für die Integration von neuen Mitarbeitern (siehe auch Punkt 2.6).

Bezüglich IT und Informationsbeschaffung verweisen wir auf Punkt 6 des Lageberichtes.

5.2 Finanzen

Dem Forderungsausfallrisiko wird durch ein Kreditmanagementsystem und ein professionelles Forderungsmanagement begegnet, im Rahmen dessen unsere größeren Kunden einer laufenden Bonitätsprüfung unterzogen und dem Rating entsprechend Kreditlimits im System hinterlegt werden. Bei Überschreitung der Kreditlimits erfolgt eine Prüfung und Warenauslieferungen werden ggf. gestoppt. Ausstehende Forderungen unterliegen einem dreistufigen Mahnverfahren. Hat der Kunde ausstehende Rechnungen in der Mahnstufe zwei noch nicht beglichen, wird von einer weiteren Auslieferung in der Regel abgesehen. Ausfallrisiken wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Insgesamt ist der Anteil von wertberichtigten Forderungen bezogen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 1,5 % /(VJ: 1,9 %) gering. Im Geschäftsjahr wurde ein Ertrag aus der Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigung in Höhe von 21 T€ vereinnahmt.

Die Steuerung der Liquidität erfolgt in Zusammenarbeit von Rechnungswesen, Controlling, Vertrieb und Strategischem Einkauf. Basierend auf der Vierjahresplanung und dem Budget für das laufende Geschäftsjahr erfolgt eine Liquiditätsplanung, welche regelmäßig aktualisiert wird und Bestandteil des monatlichen Reportings ist. Auf dieser Grundlage kann der Liquiditätsbedarf rechtzeitig erkannt und ggf. frühzeitig finanziert werden.

Die Gesellschaft hatte in den vergangenen Jahren einen positiven Cash-Flow aus operativer Tätigkeit, aus dem zusätzlich zu den Finanzierungsverbindlichkeiten auch die Investitionen finanziert werden konnten und sich darüber hinaus eine Nettoliquidität von 0,4 Mio. € zum Stichtag der Berichtsperiode ergab. Die Summe aus Kassenbestand, positivem freien Cash-Flow und bestehenden freien verfügbaren Linien bei Kreditinstituten decken den zukünftigen Finanzbedarf der Basler AG auf absehbare Zeit. Zusätzlich haben wir als Technologieunternehmen mit einem erheblichen Anteil an Investitionen in Forschung und Entwicklung und einem positiven Rating die Möglichkeit, uns über zinsgünstige KFW-Mittel zu finanzieren.

Aufgrund der guten Ertragslage und der Eigenkapitalstärke der Gesellschaft sehen wir aktuell kein Liquiditätsrisiko.

Zins- und Währungsrisiken gehen wir nur in einem sehr überschaubaren Rahmen ein. Umsatzerlöse in Fremdwährung -insbesondere USD und JPY -werden soweit möglich verwendet um Material in eben diesen Währungen einzukaufen. Verbleibende Überschüsse werden teilweise über Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäfte abgesichert. Währungsderivate verwenden wir ausschließlich als Hedging-Instrumente.

5.3 Beschaffungsmarkt

Grundsätzlich besteht das Risiko einer gewissen Abhängigkeit von Zulieferern technologischer Komponenten. Auf der Seite der Zulieferer reduzieren wir das Risiko über den Aufbau stabiler langfristiger Geschäftsbeziehungen, regelmäßige Lieferantenaudits, und die laufende Beobachtung der Beschaffungsmärkte. Soweit technisch möglich und ökonomisch sinnvoll, sind wir bestrebt, eine Second Source aufzubauen. Weiterhin haben wir Prozesse und Systeme implementiert, um die kurzfristige Verfügbarkeit und Liefertermintreue von Zukaufkomponenten sicherzustellen.

5.4 Absatzmarkt

Unser Kamerageschäft hat durch seinen breiten Branchen- und Kundenportfoliomix eine geringe Volatilität. Infolge unserer Fokussierung auf die volumenstarken Mainstream- und Entry-Level-Märkte nimmt der Umsatzanteil mit Kunden außerhalb der industriellen Massenproduktion zu und verbessert so die Risikostruktur des Umsatzes und erhöht die Stabilität unseres Geschäftsmodells. Obwohl in Wirtschaftskrisen auch breit gestreute Aktivitäten nicht von Umsatzrückgängen verschont bleiben, fallen diese gewöhnlich weniger stark aus als in Geschäften, die von zyklischen Einzelindustrien abhängen.

In einzelnen Zielmärkten kommt es regelmäßig zu Nachfrageschwankungen. Dies gilt besonders für Investitionsgütermärkte in der Halbleiter-, Elektronik- und LCD-Industrie. Globale Konjunkturabschwünge betreffen den Kamera-Markt insofern, als sie mit zurückgehenden Ausrüstungsinvestitionen einhergehen. Für 2015 gehen wir im Vergleich zum Jahr 2014 von unveränderten Marktrisiken aus. Hervorzuheben sind Risiken im Zusammenhang mit einem möglichen Wiederaufflammen der Eurokrise, einer weiteren geopolitischen Eskalation zwischen der Ukraine und Russland oder starken Verwerfungen auf den Devisenmärkten. Trotz des Risikos einer makro-ökonomischen Abschwächung Chinas gehen wir insgesamt von einer positiven Entwicklung unseres Chinageschäfts aus.

Die Wettbewerbsintensität auf dem Markt für Industriekameras war im abgelaufenen Jahr unverändert hoch. Unserer Wahrnehmung nach haben wir gegenüber unseren Konkurrenten einen Vorsprung im Bereich Produktportfolio und Marktpositionierung zu verzeichnen. Wir verfolgen mit unserer Volumenstrategie das Ziel, in erschlossenen Märkten Marktanteile zu gewinnen und schneller als der Wettbewerb stückzahlträchtige neue Anwendungen zu erschließen. Um dieses Ziel zu erreichen, erhöhen wir die Aufwendungen für Vertrieb, Forschung und Entwicklung, Produktion und insbesondere Marketing kontinuierlich. Darüber hinaus verfolgen wir die Strategie, unsere Wertschöpfung in den Regionen Asien und USA sukzessive zu erhöhen und uns so von einer deutschen Unternehmung mit internationalem Vertrieb zu einer globalen Unternehmung zu entwickeln und damit noch näher an unsere Kunden heran zu rücken. Bei erfolgreicher Umsetzung dieser Strategie wird Basler seine Marktposition relativ zum Wettbewerb weiter stärken.

Dem Risiko der Marktpreis- und Margenerosion begegnen wir, indem wir anstreben, mit innovativen Produkten Vorreiter im Markt zu sein und gleichzeitig die Herstellkosten dauerhaft zu optimieren. Daher sind ein schlankes Produktdesign, die Nutzung von Plattformarchitekturen ebenso wie Lean-Manufacturing wesentliche Erfolgsfaktoren für unser Unternehmen.

Eine feindliche Übernahme der Basler AG kann bei der heutigen Aktionärsstruktur mit dem Firmengründer als mehrheitlichem Anteilseigner nahezu ausgeschlossen werden. Die Aktionärsstruktur wird gleichwohl laufend auf Verschiebungen überprüft. Weiterhin hat die Basler AG im abgelaufenen Geschäftsjahr die Stückzahl der eigenen Anteile von 261.816 Aktien per 31.12.2013 auf 318.864 Aktien per 31.12.2014 erhöht.

5.5 Politische-/ rechtliche Risiken

Das Risiko, dass sich politische Ereignisse katastrophal auf unser Geschäft auswirken, sehen wir aufgrund der regionalen Diversifizierung unseres Kamerageschäftes in fast 60 Länder, wovon über 20 Länder zur OECD gehören, als überschaubar an.

Der Gefahr rechtlicher Risiken begegnen wir, indem wir das Know-how unserer Rechtsabteilung laufend verbessern und sie in unsere Vertragsverhandlungen und in Change-Prozesse einbinden. Zusätzlich ziehen wir in speziellen Fällen externe Spezialisten auf dem Gebiet der Rechts- und Steuerberatung hinzu. Im abgelaufenen Jahr haben wir ein neues Vertragsmanagementsystem eingeführt, um bestehende Verträge professionell verwalten zu können. Im Rahmen des Risikomanagementsystems und im Zuge schützenswerter Informationen beschäftigen wir uns auch mit dem Thema "Geschäftsschädigung durch Mitarbeiter des Hauses". Anzeichen für kriminelle Handlungen oder grobe Fahrlässigkeit können wir bisher nicht erkennen.

Hinsichtlich Datenschutz und Datensicherheit verweisen wir auf Absatz 6 des Berichtes.

5.6 Operationelle Risiken

Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor ist eine zeitgerechte und hochwertige Produktentwicklung. Die implementierten Prozesse und Planungsinstrumente werden laufend überprüft und den Bedürfnissen entsprechend angepasst, sodass Entwicklungsprozesse im Rahmen normaler Abweichungen termin- und budgetgetreu abgeschlossen werden können.

Unsere Produktion entspricht modernen Standards und ist organisatorisch darauf ausgerichtet, Schwankungen im Auftragseingang zu bewältigen und eine angemessene Kapazitätsauslastung von MitarbeiterInnen und Maschinen umsetzen zu können.

Die Qualität unserer Produkte wird im Rahmen eines integrierten Qualitätsmanagementsystems überwacht. Teil dieses Systems ist die Zertifizierung nach DIN ISO 9000/2000 und DIN ISO 9000/2008. Es erfolgt eine jährliche Überprüfung des Systems durch externe Auditoren sowie eine regelmäßige Bewertung durch interne Audits.

Der Aufbau und die Pflege der Marke Basler sind unabdingbare Bestandteile der Produktpolitik. Der Name und das Logo von Basler sind eingetragene und geschützte Marken.

5.7 Gesamtaussage

Als Hersteller von industriellen Kameras schätzen wir das unternehmensstrategische Risiko von Basler als gering ein. Diese Einschätzung beruht auf dem Umstand, dass es gegenwärtig keine Ersatztechnologie für Kameras gibt und digitalisiertes "Sehen" sowohl in der Industrie als auch in allen anderen Bereichen des Lebens zunehmend wichtiger wird. Weiterhin erwarten die Fachverbände für den weltweiten Markt von Industriekameras in den kommenden Jahren kontinuierliches Wachstum. Schließlich wird von Banken und Wirtschaftsforschungsinstituten die globale konjunkturelle Entwicklung auf mittlere Sicht überwiegend als stabil bis leicht positiv eingeschätzt.

Da Basler seine Aktivitäten sowohl auf neue Produkte als auch auf das Erschließen neuer Absatzmärkte und Anwendungsfelder ausrichtet und damit seine Umsatzchancen kontinuierlich verbreitert, sehen wir das Risiko einer unterdurchschnittlichen Entwicklung des Unternehmens im Vergleich zum Markt insgesamt als überschaubar an. Durch die Ausweitung unserer Zielmärkte reduzieren sich die ohnehin gering ausgeprägten Abhängigkeiten von einzelnen Vertikalmärkten oder Kunden kontinuierlich.

Wir überprüfen unser Geschäftsmodell und die Mehrjahresplanung in einem jährlichen Rhythmus. Die Erreichung der quantitativen und qualitativen Ziele für das jeweilige Geschäftsjahr wird monatlich sowohl in Form eines Balanced-Score-Card-Systems als auch in einer Gegenüberstellung der Plan- und Ist-Zahlen überwacht und im Kreis der Führungskräfte besprochen.

Insofern gehen wir bei Ausbleiben makro-ökonomischer Krisen davon aus, die mittelfristig auf Konzernebene geplante Umsatzschwelle von 120 Mio. € bei einer EBT-Marge von mindestens 10 % realisieren zu können.

Vorgänge von besonderer Bedeutung außerhalb des gewöhnlichen Geschäftsbetriebes, welche nicht im Lagebericht beschrieben sind, waren nicht zu verzeichnen.

6 Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess

Der Vorstand der Basler AG ist verantwortlich für die Erstellung und die Richtigkeit des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts. Diese werden durch die Einbindung der Rechnungslegungsprozesse der Basler-Gruppe in das konzernweite Qualitätsmanagement-System sichergestellt. Die Prozesse sind grundsätzlich nach dem Vier-Augen-Prinzip sowie einer strikten Funktionstrennung aufgesetzt. Unterstützt werden sie durch das konzernweite SAP-System mit einem dezidierten Berechtigungskonzept, in dem alle Einzelabschlüsse der Basler Gruppe nach konzerneinheitlichen Regeln erstellt werden. Soweit einbezogene Gesellschaften nach anderen Rechnungslegungsstandards Einzelabschlüsse erstellen, gelten die konzerneinheitlichen Regelungen für die Handelsbilanz II (IFRS Standards), welche zentral im Konzernrechnungswesen bearbeitet werden.

In diesem System sind die Bilanzierungsgrundsätze sowie Kontrollen zur Überwachung der Prozess- und Datenqualität für eine automatisierte Abschlusserstellung hinterlegt.

Die Abschlussprozesse sind weitestgehend automatisiert und werden durch geeignete EDV-gestützte Workflows gesteuert. Sowohl unterstützt durch Stichprobenprüfungen, plausibilisierende und manuelle Kontrollen als auch durch die eingesetzte Software, wird die Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten der Rechnungslegung regelmäßig überprüft.

Der Aufsichtsrat der Basler AG befasst sich im Rahmen seiner Tätigkeit regelmäßig mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements sowie der Prüfungsaufträge und Prüfungsschwerpunkte.

7 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Aufgrund des hohen Exportanteils von Basler erfolgt ein großer Teil der Zahlungsströme in Fremdwährung. Aus Umsatzerlösen abzüglich Materialeinkäufen und sonstiger Kosten in jeweiliger Fremdwährung entstehen insbesondere Zahlungsüberschüsse in USD und JPY. Grundsätzlich werden Fremdwährungsguthaben in EUR getauscht sowie mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Zukunft entstehende Fremdwährungsüberschüsse über Devisentermingeschäfte abgesichert, deren Laufzeit in der Regel zwölf Monate nicht übersteigt. Dadurch sollen Währungsrisiken aus Wechselkursschwankungen minimiert werden.

Um langfristige Umsatzerlöse gegen Wechselkursschwankungen abzusichern, werden gelegentlich auch Devisenoptionsgeschäfte abgeschlossen. Devisenkassa-, Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte werden nicht zu spekulativen Zwecken eingesetzt, sondern dienen lediglich der Minimierung der Fremdwährungsrisiken. Zum Bilanzstichtag bestanden Devisentermingeschäfte in USD in Höhe von 5 Mio. (VJ: keine) und Devisentermingeschäfte in JPY in Höhe von 450 Mio. (VJ: keine). Devisenoptionsgeschäfte bestanden keine. Auf die Bildung von Bewertungseinheiten wurde verzichtet und die Devisentermingeschäfte wurden zum Marktwert bilanziert.

2011 hat die Basler AG einen Payer-Swap abgeschlossen, welcher als Hedge für einen geplanten Unternehmenskauf dienen sollte. Da das Grundgeschäft nicht zustande kam, wurde die Bewertungseinheit im Geschäftsjahr 2012 aufgelöst und der Swap wird seitdem zum Marktwert bilanziert. Per 31.12.2014 beträgt der Marktwert -1,3 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2014 wurde aufgrund der Marktbewertung, bedingt durch das weiter rückläufige Zinsniveau, ein Aufwand von 224 T€ gebucht.

Basler schließt derivative Geschäfte ausschließlich mit seinen Hausbanken ab. Das Risiko eines Ausfalls der Kontrahenten sehen wir als sehr gering an.

8 Übernahmerelevante Angaben (§ 289 und § 314 HGB)

Der Vorstand der Basler AG bestand vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2013 aus drei Mitgliedern. Mit Wirkung zum 01.01.2014 wurde als viertes Mitglied im Vorstand Hardy Mehl bestellt und die Aufgabengebiete neu festgelegt. Dr. Dietmar Ley verantwortet die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie Personal und Organisationsentwicklung, John P. Jennings die Bereiche Vertrieb, Marktkommunikation und Tochtergesellschaften, Arndt Bake zeichnet für Marketing und New Business und Hardy Mehl ist für Produktion, Einkauf und Logistik, Finanzen, Recht und Investor Relations verantwortlich.

Die Satzung der Basler AG sieht für die Ernennung und Abberufung von Vorständen folgende Regelung vor:

"Die Bestellung der Mitglieder des Vorstands, der Widerruf ihrer Bestellung sowie der Abschluss, die Änderung und die Beendigung von Dienstverträgen mit den Mitgliedern des Vorstands erfolgen durch den Aufsichtsrat. Dasselbe gilt für die Bestellung eines Vorstandsmitglieds zum Vorsitzenden und weiterer Mitglieder des Vorstands zu stellvertretenden Vorsitzenden."

Die Satzung der Basler AG kann nur durch die Hauptversammlung und dort nur mit drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals geändert werden.

Das Grundkapital der Basler AG in Höhe von 3,5 Mio. € ist eingeteilt in 3,5 Mio. nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten.

Herr Norbert Basler, Großhansdorf, hat den Vorstand der Basler AG darüber in Kenntnis gesetzt, dass er über 1.816.891 Aktien verfügt und somit 51,9 % der Stimmrechte hält.

Die Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe oder des Rückkaufs eigener Aktien sind in der Satzung wie folgt geregelt:

"Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 30.05.2017 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 1.750.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu Euro 1.750.000 zu erhöhen. Hierbei steht den Aktionären Bezugsrecht zu. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Ferner kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ausschließen, um die neuen Aktien der Gesellschaft Dritten gegen Sacheinlage zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder von Forderungen gegen die Gesellschaft oder ihr verbundene Unternehmen anbieten zu können. Der Ausschluss des Bezugsrechts durch den Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch dann zulässig, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 v.H. des Grundkapitals in Höhe von Euro 3.500.000,00 nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenkurs der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet (§ 203 Abs. 1 Satz 1 i. V. m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG). Börsenkurs ist der arithmetische Durchschnitt der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (XETRA-Handel) oder eines Nachfolgesystems der letzten zehn Börsentage vor Ausübung der Ermächtigung.

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, die Einzelheiten der Kapitalerhöhung sowie die Bedingungen der Aktienausgabe, insbesondere den Ausgabebetrag festzulegen."

Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 30.06.2019 eigene Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, für einen oder mehrere Zwecke ausgeübt werden; sie kann aber auch von abhängigen oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen oder für ihre oder deren Rechnung von Dritten durchgeführt werden. Der Erwerb darf nach Wahl der Gesellschaft (i) über die Börse oder (ii) mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Erwerbsangebots bzw. einer an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder (iii) durch ein an alle Aktionäre gerichtetes öffentliches Tauschangebot gegen Aktien eines im Sinne von § 3 Abs. 2 AktG börsennotierten Unternehmens bzw. durch eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots erfolgen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die so erworbenen Aktien und die bereits früher erworbenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden.

Ferner wird der Vorstand ermächtigt, die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen und die früher erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Gewährung von Aktien an sonstige Mitarbeiter der Gesellschaft sowie an Mitglieder der Geschäftsführung und Mitarbeiter von mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff AktG verbundenen Unternehmen zu verwenden, soweit diese Personen im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen zu deren Bezug berechtigt sind.

Der Vorstand wird zudem ermächtigt, die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen und die früher erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Wandel- und Optionsrechten bzw. Wandlungspflichten aus durch die Gesellschaft oder von abhängigen oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen ausgegebenen Wandel-, Teilschuld -oder Optionsschuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten bzw. Wandlungspflichten zu verwenden.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien ist insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden.

Der Vorstand wird die Hauptversammlung bezüglich des Erwerbs eigener Aktien und deren Verwendung jeweils unterrichten. Weitere Sachverhalte nach § 289 Abs. 4 HGB liegen nicht vor.

9 Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)

Die Entsprechungserklärung zum Corporate Governance Kodex, Erläuterungen zu unseren Unternehmensführungspraktiken sowie eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat finden Sie auf unserer Internetseite (www.baslerweb.com) unter dem Punkt Investoren ^ Corporate Governance.

10 Grundzüge des Vergütungssystems

Bei den nachfolgenden Angaben zur Vergütung der Organe der Basler AG handelt es sich um gesetzlich vorgesehene Anhangsangaben nach dem Handelsgesetzbuch sowie um Angaben aufgrund der Vorgaben des Corporate Governance Kodex.

10.1 Vergütung des Vorstands

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Die Mitglieder des Vorstands haben auf Basis der mit ihnen geschlossenen Dienstverträge einen Anspruch auf eine fixe und eine jährliche variable Vergütung sowie auf Nebenleistungen. Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand sowie die Angemessenheit der Vergütung werden regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft und festgelegt.

In marktüblicher Weise gewährt die Gesellschaft allen Mitgliedern des Vorstands aus ihren Vorstandsverträgen weitere Leistungen, die z. T. als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend versteuert werden, so vor allem die Überlassung eines Geschäftsfahrzeugs sowie die Gewährung von Unfallversicherungsschutz. Nebentätigkeiten sind grundsätzlich genehmigungspflichtig.

Die Laufzeiten der Verträge der Mitglieder des Vorstands sind an die Laufzeit der Bestellung zum Mitglied des Vorstands gekoppelt. Die Verträge der Vorstandsmitglieder sehen ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vor. Den Mitgliedern des Vorstands ist es vertraglich untersagt, während der Dauer von eineinhalb Jahren nach Ausscheiden Leistungen an oder für einen Wettbewerber zu erbringen.

10.1.1 Eigene Anforderungen an das Vergütungssystem

Das Vergütungssystem für den Vorstand soll folgende Aspekte adressieren:

Langfristige Perspektive
Ertragsstärke
Wachstum
Eigenkapitalstärke
Leistungsorientierung
Effizienz in der Umsetzung
Transparenz für alle Beteiligten

Daraus resultieren folgende Anforderungen an das Vergütungssystem:

Individuelle und angemessene Vergütung
Ausrichtung auf nachhaltige Unternehmensentwicklung
Aufteilung in fixe und variable Bestandteile
Mehrjährige Bemessungsgrundlage
Berücksichtigung positiver und negativer Entwicklungen
Vermeidung von Fehlanreizen i. S. unangemessener Risiken
Relevante und anspruchsvolle Ziele und Kennzahlen
Ausschluss nachträglicher Änderung der Erfolgsziele
Begrenzung der variablen Vergütung
AR soll auf außerordentliche Entwicklungen reagieren können

10.1.2 Struktur des Vergütungssystems (nur monetäre Gehaltsbestandteile)

Mit jedem einzelnen Vorstand wird bei Vertragsabschluss bzw. Vertragserneuerung ein individuelles Zielgehalt vereinbart. Dessen Höhe ist dabei u. a. abhängig von:

Aufgaben und Verantwortung
Leistung
Marktgegebenheiten
Wirtschaftlicher Lage der Gesellschaft
Erfolg und Zukunftsaussichten des Unternehmens
Externem Vergleichsumfeld
Interner Vergütungsstruktur

Für alle Vorstände wird ein gleicher prozentualer Anteil vom Zielgehalt definiert, der als Basis für die Berechnung der variablen Vergütung dient. Die Höhe des variablen Anteils berücksichtigt die bisherigen und sonstigen Regelungen im Unternehmen, die Üblichkeiten im Markt und die Empfehlungen des Corporate Governance Kodex.

Für die Vorstände der Basler AG wird der variable Anteil auf 25 % vom Zielgehalt festgelegt.

10.1.3 Kennzahlen zur Erfolgsmessung

Die strategische Zielsetzung eines hochprofitablen Wachstumsunternehmens und unsere grundsätzliche Entscheidung für eine eigenkapitalstarke Unternehmensfinanzierung führen zur Bemessung des Unternehmenserfolgs nach Profitabilität und Wachstum.

Als geeignete Kennzahl für Profitabilität wird hier das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) im Verhältnis zum Umsatz angesehen.

Als geeignete Kennzahl für Wachstum wird die prozentuale Steigerung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr angesehen.

10.1.4 Zielvorgaben

Zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres werden für beide Kennzahlen Erwartungswerte als Zielvorgaben vereinbart. Die Zielvorgabe für die Profitabilität orientiert sich dabei an der langfristigen Rentabilitätserwartung und soll über die Jahre eine große Konstanz aufweisen. Die Umsatzerwartung berücksichtigt auch mittel- und kurzfristigere Einflüsse und wird daher von Jahr zu Jahr stärker schwanken.

Zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres werden für beide Kennzahlen Toleranzbreiten vereinbart, die den Bereich des normalen Geschäftsverlaufes beschreiben. Die Toleranz soll so bemessen sein, dass ihr unterer Eckwert den Übergang von einem grundsätzlich befriedigenden zu einem unbefriedigenden Ergebnis markiert. Umgekehrt beschreibt der obere Eckwert die Grenze zwischen einer guten und einer sehr guten Leistung.

Als Maß für die Zielerreichung dienen lineare Funktionen bezüglich Profitabilität und Wachstum: Diese Funktionen zeigen jeweils eine 100 %-ige Zielerreichung, wenn die nach Jahresabschluss festgestellten Werte für Profitabilität und Wachstum gerade den Erwartungswerten entsprechen. Sie zeigen eine 0 %-ige Zielerreichung, wenn die Erwartungswerte um die Toleranzbreite unterschritten werden. Sie werden negativ, wenn die Abweichungen nach unten noch größer ausfallen.

Profitabilität und Wachstum sind gleichermaßen wichtige Zielsetzungen. Im Zweifelsfall ist aber die Forderung nach Profitabilität dringender, als die nach stetigem Wachstum. Ausbleibende Profitabilität soll daher nicht unbegrenzt durch Wachstum kompensiert werden können, sodass der Erfüllungsgrad für das Wachstumsziel bei 400 % begrenzt wird. Zudem werden die Erfüllungsgrade zurzeit mit 60 % zu 40 % zugunsten der Profitabilität gewichtet. Die Addition beider entsprechend gewichteten Erfüllungsgrade für Profitabilität und Wachstum ergibt das Maß für die Gesamt-Zielerreichung im Geschäftsjahr.

Die eingeforderte Begrenzung des variablen Vergütungsteils wird bei -100 % und bei +400 % vorgenommen.

10.1.5 Bonus

Die Gesamt-Zielerreichung (-100 % bis 400 %) wird mit dem oben definierten variablen Anteil des Zielgehalts (25 % des vereinbarten Zielgehalts) multipliziert und ergibt damit den in € bemessenen Bonusanspruch des jeweiligen Vorstandsmitglieds für das abgelaufene Geschäftsjahr. Demgemäß kann der Bonusanspruch zwischen -25 % des Zielgehaltes (Malus) und 75 % des Zielgehaltes betragen.

Der so errechnete Bonusanspruch kommt nicht direkt zur Auszahlung. Um die geforderte Nachhaltigkeit und mehrjährige Bemessungsgrundlage darzustellen, werden die Ansprüche mittels einer Bonus-Bank verzögert ausgezahlt und unterliegen dabei dem zwischenzeitlichen Risiko einer substanziellen Schmälerung durch eine nachträgliche Verschlechterung der Lage. Für jeden Vorstand wird ein gesondertes Konto für dessen Bonusansprüche geführt.

Der für das vergangene Geschäftsjahr errechnete Bonus oder Malus wird auf das individuelle Konto gebucht. Unter Berücksichtigung eines alten Saldos ergibt sich ein aktueller Kontostand. Sofern dieser Kontostand positiv ist, kommt ein Drittel des Saldos zur Auszahlung. Zwei Drittel werden auf neue Rechnung vorgetragen und im nächsten Jahr berücksichtigt. Negative Salden müssen durch positive Salden oder Bonuseinzahlungen kompensiert werden, bevor Auszahlungen aus der BonusBank erfolgen können.

10.1.6 Gesamtvergütung

Die Gesamtvergütung setzt sich aus dem Fixgehalt (75 % des Zielgehaltes) und der Auszahlung aus der Bonus-Bank zusammen.

Werden die vereinbarten Ziele bezüglich Profitabilität und Wachstum über mehrere Jahre im Mittel erfüllt, so ergibt sich eine tatsächliche Gesamtvergütung in Höhe des Zielgehaltes. Werden die Ziele nachhaltig deutlich verfehlt, so kommt auf Dauer lediglich das Fixgehalt zur Auszahlung (75 % des Zielgehaltes).

Im Falle einer mehrjährigen und signifikanten Übererfüllung der Profitabilität- und Wachstumsziele ergibt sich allmählich eine Gesamtvergütung von maximal 175 % des Zielgehaltes.

Hinsichtlich der Angaben zu den Empfehlungen nach Ziff. 4.2.5 Abs. 3 Satz 2 DCGK (Deutscher Corporate Governance Kodex) verweisen wir auf den Anhang.

10.1.7 Grenzen des Modells und Eingriff des Aufsichtsrats

Ein Vergütungsmodell wird nie alle Eventualitäten realer Einflüsse abbilden können. Es soll so einfach wie möglich sein und wird daher bei außergewöhnlichen und unvorhersehbaren Randbedingungen versagen müssen.

Im Falle gravierender Krisen (z. B. Weltwirtschaftskrise 2008/2009) oder auch bei nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung abbildbaren Erfolgen des Vorstands (z. B. strategische Erfolge oder Abwenden bedrohlicher Situationen) bietet ein solches Vergütungsmodell keine befriedigenden Ergebnisse.

Um diese systembedingten Nachteile eines geforderten Vergütungssystems zu mildern, behält sich der Aufsichtsrat der Basler AG zwei Möglichkeiten vor, in das System einzugreifen:

Verzögerte Auszahlung aus der Bonus-Bank
Sonderzuweisungen in die Bonus-Bank

Im Fall außergewöhnlich schwieriger Umstände, insbesondere auch wenn die Auszahlung von Boni im Hinblick auf die Beanspruchung von Belegschaft oder Gesellschaftern unangemessen erscheint, kann der Aufsichtsrat beschließen, anstehende Auszahlungen aus der Bonus-Bank auszusetzen oder zu verschieben. Der grundsätzliche Anspruch der Vorstände auf Auszahlung bleibt dabei bestehen.

Im Fall ausgesprochen guter, deutlich über allen Erwartungen liegender Leistungen des Vorstands, insbesondere auch dann, wenn sich diese nicht unbedingt in der GuV abbilden, kann der Aufsichtsrat beschließen, Sonderzuweisungen in die Bonus-Bank vorzunehmen. Diese Sonderzuweisungen stehen dann ebenso wie die regulären Boni im mehrjährigen Risiko, bevor sie über Jahre verteilt zur Auszahlung kommen. Die Sonderzuweisungen können individuell für jeden Vorstand beschlossen werden.

Endet die Vorstandsbestellung mit einem negativen Saldo in der Bonus-Bank des jeweiligen Vorstands, so wird dieser vom Unternehmen ausgeglichen. Im Gegenzug sehen die Anstellungsverträge im Falle eines positiven Saldos vor, dass dieser zunächst in der Bonus-Bank verbleibt und damit dem Minderungsrisiko in den Folgejahren, analog zu den Anspruchsberechnungen der verbleibenden Unternehmensvorstände in diesen Jahren, unterliegt. Der Bonus-Bank werden nach Ausscheiden des Vorstands aber keine neuen positiven Ansprüche zugeführt. Die Auszahlungen aus der Bonus-Bank erfolgen zu den für die verbleibenden Vorstände gültigen Regelterminen. Dabei kommt an den beiden auf das Ausscheiden des Vorstandsmitglieds folgenden Regelterminen jeweils ein Drittel des bei Auszahlung bestehenden Saldos zur Auszahlung und am dritten Regeltermin wird der dann bestehende Restsaldo ausgezahlt.

Unabhängig vom Vergütungssystem ist vereinbart, dass Zahlungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund auf den Wert von zwei Jahresvergütungen begrenzt sind und grundsätzlich nicht mehr als die Summe der Ansprüche während der Restlaufzeit des Anstellungsvertrages betragen können.

Das von der Hauptversammlung 2011 beschlossene neue Vergütungsmodell für den Vorstand erfüllt damit die Forderungen des Corporate Governance Kodex nach:

Individueller und angemessener Vergütung
Ausrichtung auf nachhaltige Unternehmensentwicklung
Aufteilung in fixe und variable Bestandteile
Mehrjähriger Bemessungsgrundlage
Berücksichtigung positiver und negativer Entwicklungen
Vermeidung von Fehlanreizen i. S. unangemessener Risiken
Relevanten und anspruchsvollen Zielen und Kennzahlen
Ausschluss nachträglicher Änderung der Erfolgsziele
Begrenzung der variablen Vergütung
Eingriffsmöglichkeiten für den Aufsichtsrat bei außerordentlichen Entwicklungen

10.2 Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in der Satzung festgelegt. Dabei werden der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat mit Zuschlägen von 100 % bzw. 50 % berücksichtigt. Eine erfolgsorientierte Vergütung ist für die Mitglieder des Aufsichtsrats aufgrund des derzeitigen Niveaus der festen Vergütung nicht vorgesehen.

11 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Gemäß § 312 Abs. 3 Satz 3 Aktiengesetz (AktG) haben wir einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Dieser Bericht schließt mit folgender Erklärung des Vorstands:

"Wir erklären, dass die Basler AG, Ahrensburg, bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und Personen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, angemessene Gegenleistungen erhalten hat und wir nicht benachteiligt wurden. Andere Maßnahmen i.S. des § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden."

Ahrensburg, 5. März 2015

Dr. Dietmar Ley

John P. Jennings

Arndt Bake

Hardy Mehl

WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der Basler Aktiengesellschaft, Ahrensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 in den diesem Bericht als Anlagen I (Jahresabschluss) und II (Lagebericht) beigefügten Fassungen den am 6. März 2015 in Lübeck unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Basler Aktiengesellschaft, Ahrensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 der Basler Aktiengesellschaft, Ahrensburg, haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen erstattet.

Lübeck, 6. März 2015

**BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Herbers, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Janitschke, Wirtschaftsprüfer

Basler Aktiengesellschaft, Ahrensburg

ISIN: DE0005102008\\WKN: 510 200

Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns 2014

Der Vorstand beabsichtigt, der Hauptversammlung folgende Verwendung des Bilanzgewinns für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 in Höhe von EUR 12.242.259,86 vorzuschlagen:

Ausschüttung einer Dividende von Euro 0,70 je Aktie \= 2.226.795,20 Euro
Gewinnvortrag auf neue Rechnung \= 10.015.464,66 Euro
Bilanzgewinn \= 12.242.259,86 Euro

Ahrensburg, März 2015

Basler Aktiengesellschaft

Der Vorstand