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BASF SE Annual Report 2009

Apr 6, 2009

44_10-k_2009-04-06_2c390543-8f37-4b09-bca6-3245aea61389.pdf

Annual Report

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bericht 2008

Ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Leistung

basf-gruppe 2008

wirtschaftliche lage (Millionen €)

2008 2007 Veränderung %
umsatz 62.304 57.951 7,5
ergebnis der betriebstätigkeit vor Abschreibungen (ebItdA) 9.562 10.225 –6,5
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) vor sondereinflüssen 6.856 7.614 –10,0
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) 6.463 7.316 –11,7
ergebnis vor ertragsteuern 5.976 6.935 –13,8
ergebnis nach steuern und Anteilen anderer gesellschafter 2.912 4.065 –28,4
ergebnis je Aktie (€) 3,13 4,16 –24,8
dividende je Aktie (€) 1,95 1,95
Cashflow aus laufender geschäftstätigkeit 5.023 5.807 –13,5
Investitionen in sachanlagen und immaterielles Vermögen 1 3.634 4.425 –17,9
Abschreibungen auf sachanlagen und immaterielles Vermögen 3.099 2.909 6,5
gesamtkapitalrendite (%) 13,5 16,4
eigenkapitalrendite nach steuern (%) 17,0 22,4
Forschungsaufwand 1.355 1.380 –1,8

umwelt und sicherheit

2008 Veränderung %
Millionen € 706 640 10,3
Millionen € 165 103 60,2
­äquivalente) 2 Millionen tonnen/Jahr 27,1 27,5 –1,5
1.000 tonnen/Jahr 36,5 50,6 –27,9
– organischen stoffen 1.000 tonnen/Jahr 20,6 31,2 –34,0
– stickstoff 1.000 tonnen/Jahr 4,4 5,3 –17,0
– schwermetallen tonnen/Jahr 27,0 34,0 –20,6
je 10.000 transporte 0,36 0,28 28,6
86 107 –19,6
betriebskosten für umweltschutz
emissionen von treibhausgasen (Co2
emissionen in die Luft (luftfremde stoffe) 2
zahl der umweltschutz­ und sicherheitsaudits
2007

mitarbeiter und gesellschaft

2008 2007 Veränderung %
zahl der Mitarbeiter zum Jahresende 96.924 95.175 1,8
zahl der Auszubildenden zum Jahresende 2.171 2.160 0,5
Personalaufwand Millionen € 6.364 6.648 –4,3
spenden und sponsoring Millionen € 64,7 75,3 –14,1
Persönliche erfolgsbeteiligung % der gruppengesellschaften 74,7 73,7 1,4
Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen je eine Million geleistete Arbeitsstunden 1,8 2,2 –18,2
Angezeigte berufskrankheiten je eine Million geleistete Arbeitsstunden 0,31 0,22 40,9

1 einschließlich Akquisitionen

2 ohne emissionen aus der gas und erdölförderung

die segmente der basf

chemicals seIte 50

Im segment Chemicals bieten wir Produkte für kunden aus den branchen Chemie, elektronik, bau, textil, Automobil, Pharma und Agro und versorgen andere bAsFsegmente mit Chemikalien für die herstellung höherveredelter Produkte. das Portfolio reicht von basischemikalien, Leimen und elektronikchemikalien für die halbleiter und Flachbildschirmindustrie, über Lösemittel und Weichmacher bis zu Ausgangsstoffen für Waschmittel, kunststoffe, textilfasern, Farben und Lacke sowie Medikamente.

plastics seIte 57

das segment Plastics umfasst ein breites Angebot an Produkten, systemlösungen und dienstleistungen. Für den Automobilbau, die elektroindustrie sowie für Anwendungen in haushalt, sport und Freizeit bieten wir eine Vielzahl an technischen kunststoffen. unsere styrolbasierten schaumrohstoffe werden bei dämmstoffen für die bauindustrie und für Verpackungen eingesetzt. extrem vielseitig sind unsere Polyurethane: Als weiche schaumstoffe stecken sie zum beispiel in Autositzen oder Matratzen, als hocheffizient dämmender hartschaum in kühlschränken.

performance products seIte 63

unsere Performance Products helfen unseren kunden, ihre Produkte und Prozesse zu verbessern. sie stecken in unzähligen Alltagsprodukten: von Windeln und Papier, über Vitamine für nahrungsergänzungsmittel oder Lichtschutzmittel für sonnencremes bis hin zu Produkten für die Öl, Automobil, Lackund kunststoffindustrie sowie zur herstellung von textilien und Leder.

functional solutions seIte 69

Im segment Functional solutions bündeln wir branchen und kundenspezifische systemlösungen und innovative Produkte, insbesondere für die Automobil und bauindustrie. das Portfolio umfasst Fahrzeugund Industriekatalysatoren, Auto und Industrielacke, betonadditive sowie Ausbauprodukte wie Fliesenkleber und bautenanstrichmittel.

agricultural solutions seIte 75

unsere Pflanzenschutzmittel schützen nutzpflanzen vor Pilzkrankheiten, Insekten oder unkräutern, erhöhen die Qualität und sichern die ernteerträge. die Forschung in der Pflanzenbiotechnologie konzentriert sich auf Pflanzen für eine leistungsfähigere Landwirtschaft, eine gesündere ernährung sowie für die nutzung als nachwachsende Rohstoffe.

oil & gas seIte 80

Als größtes deutsches unternehmen der Ölund gasförderung konzentrieren wir uns bei der exploration und Produktion auf öl und gasreiche Regionen in europa, nordafrika, südamerika, Russland und den Raum am kaspischen Meer. gemeinsam mit unserem russischen Partner gazprom sind wir in europa im handel, transport und in der speicherung von erdgas aktiv.

kennzahlen der segmente

wir gestalten zukunft

Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlicher Verantwortung und dem Schutz der Umwelt.

die titelseite zeigt, von links nach rechts, unsere Mitarbeiter godwin Mabande (Catalysts Research), ulrich schwind (Fachzentrum Apparatebau), talke schroedter (Projekt "diversity + Inclusion") und thithutrinh nguyen (Forum "Perspectives").

bericht 2008

wert für die basf

Nachhaltigkeit ist ein fester Bestandteil unserer Strategie. Daher verbindet dieser Bericht die Finanz und Nachhaltigkeitsberichterstattung in einer Publikation. Wir dokumentieren unsere wirtschaftliche Leistung und zeigen an konkreten Beispielen, wie Nachhaltigkeit zum Unternehmenserfolg beiträgt.

wert für die gesellschaft

Dieser Bericht zeigt, wie wir Wert schaffen – für Mitarbeiter, Aktionäre, Geschäftspartner, Nachbarn und die Öffentlichkeit. Mit nachhaltigen Produkten, Technologien und Services tragen wir dazu bei, Antworten auf globale Herausforderungen wie Klimaschutz, Ressourcenschonung, Ernährung und den demografischen Wandel zu finden. Wir fördern Bildung als wichtigste Zukunftsressource und unterstützen weltweit Projekte mit langfristigem Nutzen. Das ist unser Beitrag zu einer lebenswerten Zukunft.

über diesen bericht

inhalt und struktur themen

dieser integrierte bericht verbindet die Finanz und nachhaltigkeitsberichterstattung und richtet sich an interessierte Leser aus allen bereichen. die berichterstattung der bAsFgruppe wurde stetig weiterentwickelt: zum zweiten Mal ersetzt der integrierte bericht die beiden einzelpublikationen Finanzbericht und nachhaltigkeitsbericht. unser dialog mit internen und externen stakeholdern sowie das positive Feedback aus unserer Leserbefragung im Jahr 2008 haben uns bestätigt. daher berichten wir auch in diesem Jahr ausführlich in einer Publikation, wie wir wirtschaftlichen erfolg mit gesellschaftlicher Verantwortung und dem schutz der umwelt verbinden. die Publikation bAsF kompakt 2008 ergänzt die globale berichterstattung der bAsFgruppe.

neben dem klassischen Inhaltsverzeichnis bietet dieser bericht den einstieg über einen themenindex in der klappe des umschlags. er gliedert den Inhalt nach zentralen themen, wie Informationen zu unserer strategie, zum geschäftsverlauf und zu nachhaltigkeit sowie zu unseren Wachstumstreibern und unseren Antworten auf globale Megatrends.

die Informationen zur Vermögens, Finanz und ertragslage der bAsFgruppe beruhen auf den Anforderungen der International Financial Reporting standards (IFRs) und, soweit anwendbar, des deutschen handelsrechts und der deutschen Rechnungslegungsstandards (dRs).

das kontrollsystem für die Finanzberichterstattung nach den Vorgaben des sarbanesoxley Act haben wir nach dem delisting von der nYse in angepasster Form beibehalten. die internen kontrollmechanismen sichern die Verlässlichkeit der Informationen, über die wir berichten. das Management der bAsF bestätigte die Wirksamkeit der kontrollen und die einhaltung der Regelwerke mit Relevanz für die Finanzberichterstattung.

In regelmäßigem Abstand analysieren und bewerten wir mit externen Partnern die für die bAsF relevanten nachhaltigkeitsthemen. Wir identifizieren themen von globalem Interesse und themen, die heute oder in zukunft Risiken oder Chancen für die bAsF darstellen. die ergebnisse dieses Prozesses fließen auch in diesen bericht ein, ebenso wie hinweise aus unseren jährlichen stakeholderbefragungen zur berichterstattung sowie unserem dialog mit Interessengruppen. die nachhaltigkeitsberichterstattung orientiert sich an den internationalen Leitlinien (g3) der global Reporting Initiative (gRI). sie dient zudem als Fortschrittsbericht für die umsetzung der zehn Prinzipien des un global Compact. das symbol im text des berichts weist jeweils auf Relevanz im sinne der Prinzipien des global Compact hin.

weiterführende informationen

  • der online-bericht 2008 mit ergänzenden informationen und interaktiven serviceelementen ist abrufbar unter basf.com/bericht
  • der kurzbericht basf kompakt 2008 bietet einen schnellen überblick über das geschäftsjahr und zeigt in kurzreportagen, welchen beitrag die basf zu wichtigen zukunftsthemen leistet. mehr dazu unter basf.com/kompakt
  • mehr zum thema nachhaltigkeit unter basf.com/nachhaltigkeit
  • mehr zu unserer matrix für nachhaltigkeitsthemen auf seite 28 und unter basf.com/materialitaet
  • mehr über unseren beitrag zu lösungen für globale herausforderungen unter basf.com/zukunft
  • ein kurzer gri- und global-compact-index befindet sich auf seite 240, die ausführlich kommentierte darstellung unter basf.com/gri_gc_d

tHe GlOBAl COMPACt unsere berichterstattung dient als Fortschrittsbericht für die umsetzung der zehn Prinzipien

des un global Compact.

Alle daten und berechnungsgrundlagen dieses berichts sind an internationalen standards der Finanz und nachhaltigkeitsberichterstattung ausgerichtet. sämtliche unternehmensinformationen entstammen dokumenten der bAsF sowie zentralen Abfragen der entsprechenden kompetenzzentren und Regionen. der berichtszeitraum umfasst das geschäftsjahr 2008.

unsere datenerhebung zu umweltschutz und sicherheit richtet sich an den empfehlungen des europäischen Verbandes der chemischen Industrie (CeFIC) aus. Im bereich emissionen und energie berichten wir über rund 98% aller emissionen unserer weltweiten Produktionsstandorte. die emissionen von gemeinschaftsunternehmen sind entsprechend unserem Anteil enthalten. Angaben zu Arbeitsunfällen werden weltweit an Produktionsstandorten und administrativen standorten erhoben. unfälle an standorten von gemeinschaftsunternehmen werden insgesamt erfasst und berichtet. Im geschäftsjahr 2008 haben wir die datenerhebung bei umweltschutz und sicherheit weiter verbessert. In diesen bereichen wurden sowohl die datenverarbeitungssysteme optimiert als auch die Frequenz der datenerhebung erhöht. Weitere daten zur gesellschaftlichen Verantwortung beziehen sich, soweit nicht anders angegeben, auf alle konsolidierten gruppengesellschaften. In den Informationen sind alle Mitarbeiter in der bAsFgruppe zum stichtag 31.12.2008 repräsentiert. um die Aktualität zu erhöhen, wurden relevante Informationen berücksichtigt, die bis zum Redaktionsschluss am 24. Februar 2009 vorlagen. der bericht erscheint jährlich Mitte März in deutscher und englischer sprache.

daten externe prüfung und bewertung

Wir lassen unsere berichterstattung von dritten prüfen. kPMg Ag Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den konzernabschluss einschließlich des konzernlageberichts geprüft und mit dem uneingeschränkten bestätigungsvermerk versehen. diese Prüfung umfasste finanzielle und nichtfinanzielle Informationen. sie erfolgte auch unter Anwendung von Prüfungsstandards der nachhaltigkeitsberichterstattung, dem International standard on Assurance engagements 3000.

die transparenz unserer berichterstattung wurde 2008 mehrfach gewürdigt: Als weltweit bestes Chemieunternehmen im dow Jones sustainability Index (dJsI World) wurde bAsF 2008 unter anderem auf grund ihrer umweltund sozialberichterstattung ausgezeichnet. unsere berichterstattung über unsere Fortschritte bei der umsetzung der zehn Prinzipien des un global Compact hat 2008 die Auszeichnung "notable Communication on Progress" erhalten. erneut erreicht die nachhaltigkeitsberichterstattung der bAsFgruppe das höchste Level A+ der globalReporting-Initiative.

  • mehr zu emissionen in den kapiteln "ziele", "klimaschutz", "energie", "wasser" und "umwelt- und sicherheitsmanagement"
  • mehr zu arbeitsunfällen auf seite 95

  • der bestätigungsvermerk des abschlussprüfers befindet sich auf seite 151

  • mehr zum global compact der vereinten nationen unter www.globalcompact.org
  • mehr zur global-reporting-initiative unter www.globalreporting.org

2008

an
unsere
aktionäre
01 brief des vorstandsvorsitzenden
der vorstand
unsere werte
unsere strategie
unsere ziele
basf am kapitalmarkt
8
10
12
14
16
18
konzern
lagebericht
02 die basf-gruppe
märkte, Strukturen und Organisation
Wertmanagement
nachhaltigkeitsmanagement
Wertschöpfung
Forschung und Entwicklung der BASF-Gruppe
24
24
27
28
33
34
das geschäftsjahr bei basf
Entwicklung der Weltwirtschaft
Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen
Entwicklung der chemischen Industrie
Geschäftsentwicklung der BASF-Gruppe
Bilanz
Investitionen und Finanzierung
Geschäftsentwicklung in den Segmenten
Die Segmente der BASF
Chemicals
Plastics
Performance Products
Functional Solutions
Agricultural Solutions
Oil & Gas
regionenbericht
mitarbeiter und gesellschaft
mitarbeiter
36
36
37
38
39
43
45
48
50
50
57
63
69
75
80
87
90
90
Arbeitssicherheit
Gesundheitsschutz
Gesellschaftliches Engagement
umwelt und sicherheit
Klimaschutz
Energie
Wasser
Umwelt- und Sicherheitsmanagement
Produktverantwortung
risikobericht
95
96
97
99
99
102
104
106
110
112
prognosebericht
Wirtschaftliche rahmenbedingungen
Ausblick und Chancen der BASF-Gruppe
nachtragsbericht
120
120
123
125
corporate
governance
03 Corporate Governance der BASF-Gruppe
Organe der Gesellschaft
Vergütungsbericht
Bericht des Aufsichtsrats
Entsprechenserklärung
128
133
137
144
148
konzern
abschluss
04 Erklärung des Vorstands
Bestätigungsvermerk
Gewinn-und Verlustrechnung
Bilanz
Ertrags- und Aufwandsposten
Kapitalflussrechnung
Entwicklung des Eigenkapitals
Konzernabschluss und Anhang
150
151
152
153
154
155
156
157
ergänzende
angaben zum
öl-und-gas
geschäft
05 Ergänzende Angaben zum
Öl-und-Gas-Geschäft
222
information,
service
06 Glossar
Stichwortverzeichnis
Zehnjahresübersicht
GrI- und Global-Compact-Index
231
235
237
240
www.basf.com Der Bericht 2008 im Internet
Diesen Bericht gibt es auch als HTML-Version und als PDF-Download

auf unserer Internetseite. Zusatzfunktionen ermöglichen das individuelle Zusammenstellen von Texten, Tabellen und Diagrammen und eine schnelle Auswahl von Themen. Die Verlinkung zum Vorjahresbericht erlaubt den direkten Vergleich von Aussagen. Beispiele aus diesem Bericht und weiterführende Informationen zeigen, wie wir Wert schaffen – für BASF und für die Gesellschaft.

so gestalten wir zukunft

Wir stellen uns den Herausforderungen unserer Zeit. rund 97.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen unseren Kunden mit kreativen ideen, leistung und engagement, noch erfolgreicher zu sein. Wir verbinden wirtschaftlichen erfolg und gesellschaftliche Verantwortung mit dem Schutz der Umwelt. das ist unser Beitrag zu einer lebenswerten Zukunft für uns und für kommende Generationen.

in diesem Bericht zeigen fünf Mitarbeiter, wie wir Wert schaffen – für die BASf und für die Gesellschaft.

01 häuser,
die
das
klima
schützen
claire
farrar
ist
projektleiterin
des
basf-niedrigenergiehauses
in
england.
seite 7
02 strom der
nächsten
generation
Jae
hyung hwang
arbeitet
an
günstigen
und
einfach
herzustellenden
solarzellen
der
zukunft.
seite 23
03 vertrauen verdienen
theresa
egler
ist eine von
über
80
compliance-beauftragten
der
basf
weltweit.
seite 127
04 ernten
bei extrembedingungen
® für
fredy mariscal
hat
die
erfolgreiche
dachmarke
agcelence
den
lateinamerikanischen
pflanzenschutzmarkt
mitentwickelt.
seite 149
05 energieversorgung sichern
theo
bergers
hat
ein
funküberwachungssystem
für
gasförderplattformen
mit
aufgebaut.
seite 221

claire farrar ist projektleiterin des basfniedrigenergiehauses in nottingham.

* basf-produkte sparen dreimal mehr treibhausgasemissionen ein, als bei der herstellung und entsorgung aller produkte emittiert werden – das zeigt unsere geprüfte co2 -bilanz.

wert für die basf erfolg mit produkten für den klimaschutz

Claire Farrar auf der Baustelle des Niedrigenergiehauses in Nottingham, das im Frühjahr 2008 eingeweiht wurde.

innovationen für energieeffizientes bauen

Das BASFNiedrigenergiehaus im englischen Nottingham zeigt, wie moderne Bauchemie und Kunststoffe einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. BASF verkauft allein 400.000 Tonnen Dämmmaterialien wie Styropor® und Neopor® pro Jahr. Unsere CO2 Bilanz belegt, dass BASFProdukte weltweit 252 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Dem stehen 87 Millionen Tonnen CO2 Emissionen aus der Rohstoffgewinnung, Produktion und Entsorgung aller Produkte gegenüber.

wert für die gesellschaft energieeffiziente häuser, die das klima schützen

Der Einsatz innovativer Produkte spart Energie und schont Baumaterial: das BASFNiedrigenergiehaus in Nottingham.

hausbesitzer sparen energie und schonen die umwelt

Produkte und Technologien der BASF helfen in vielen Lebensbereichen, CO2 einzusparen. Im BASFNiedrigenergiehaus sorgen moderne Materialien wie Neopor und Elastopor® für eine energieeffiziente Dämmung. Der Latentwärmespeicher Micronal® PCM wird als Alternative zu Klimaanlagen eingesetzt und spart entsprechende Strom und Wartungskosten. Schwarzpigmente in der Dachbeschichtung wie Paliogen®, Lumogen® oder Sicopal® absorbieren nur wenig Infrarotstrahlung der Sonne und verhindern, dass sich dunkle Oberflächen zu sehr aufheizen. So können Hausbesitzer Energie einsparen, ihr Baumaterial schonen und zugleich ihre Unterhaltskosten senken.

01 an unsere aktionäre

Brief des Vorstandsvorsitzenden 8
Der Vorstand 10
Unsere Werte 12
Unsere Strategie 14
Unsere Ziele 16
BASF am Kapitalmarkt 18

2008 war ein Jahr, das dramatische Veränderungen für die Weltwirtschaft und auch für die bAsF brachte: eine globale Finanzkrise, weltweit massive konjunktureinbrüche und enorme schwankungen bei den Rohstoffpreisen. Im laufenden Jahr werden uns die weltweite Rezession und ein schrumpfender Weltchemiemarkt vor bisher nicht dagewesene herausforderungen stellen. Alle Vorhersagen sind mit großen unsicherheiten behaftet.

In diesem zunehmend schwierigen umfeld ist die nachfrage unserer kunden nach einem sehr guten start im Jahr 2008 vor allem im vierten Quartal drastisch zurückgegangen. Insgesamt betrachtet, haben wir den umsatz des Jahres 2007 übertroffen und ein ergebnis der betriebstätigkeit erreicht, das unter dem sehr guten Wert des Vorjahres liegt. dem weltweiten Abwärtstrend an den börsen konnte sich auch die bAsFAktie nicht entziehen – mit dem kursverlauf sind wir nicht zufrieden. Wir stehen aber auch in wirtschaftlich schwierigen zeiten zu unserer anspruchsvollen dividendenpolitik. Wir schlagen Ihnen vor, 1,95€ je Aktie auszuschütten.

Auf die ungeheure dynamik des Abschwungs haben wir umgehend reagiert: Wir haben weltweit Produktionsanlagen heruntergefahren oder zeitweise ganz abgestellt, Arbeitszeiten wurden an die neue situation angepasst. Ich bin beeindruckt, wie flexibel und engagiert das bAsFteam unter diesen bedingungen handelt und danke allen von herzen dafür! Im laufenden Jahr wird es noch stärker als bisher darauf ankommen, dass wir im unternehmen, aber auch mit unseren kunden, Lieferanten und anderen geschäftspartnern vertrauensvoll zusammenarbeiten. Ich bin überzeugt: gerade jetzt in harten zeiten wird das bAsFteam zeigen, was in ihm steckt.

wertsteigerung bleibt unser ziel

das wirtschaftliche umfeld des laufenden Jahres birgt neben großen herausforderungen auch neue Möglichkeiten für unser geschäft. diese nutzen wir aktiv, um unsere Position als Weltmarktführer der Chemiebranche zu behaupten. Wir sind dafür gut gerüstet: Mit einer langfristigen strategie für wertsteigerndes Wachstum, mit einer soliden Finanzierung und einem Portfolio, das wir in den vergangenen Jahren robuster und wettbewerbsfähiger gestaltet haben.

Wir arbeiten ständig daran, die bAsF noch besser zu positionieren, zum beispiel mit den Akquisitionen des schweizer Chemieunternehmens Ciba und der norwegischen Öl und gasgesellschaft Revus energy. die Übernahme von Revus haben wir bereits ende 2008 abgeschlossen. die CibaAkquisition wollen wir im 1. Quartal 2009 vollenden, um dann zügig mit der Integration und Restrukturierung zu beginnen.

"zukunft muss entschlossen gestaltet werden. gerade jetzt in schwierigen zeiten."

dr. Jürgen Hambrecht Vorsitzender des Vorstands der BASF SE genauso weit oben auf unserer Agenda steht, im harten weltweiten Wettbewerb noch flexibler, schneller und entschiedener zu handeln. unsere Restrukturierungs und effizienzsteigerungsprogramme setzen wir daher konsequent und beschleunigt um. dazu gehört neXt, unser neues globales Programm für operative exzellenz und effizienz in allen bereichen, aus dem wir vom Jahr 2012 an einen positiven ergebnisbeitrag von mehr als 1 Milliarde € pro Jahr erwarten, den großteil bereits in den Jahren 2009 und 2010.

chemie bleibt starker innovationsmotor

trotz des starken konjunkturellen gegenwinds steht für mich außer Frage: die Chemie bleibt der Innovationsmotor schlechthin, wenn es darum geht, Lösungen für globale herausforderungen zu finden: wie klimaschutz, ernährung, Wasser, energie, Mobilität und insgesamt mehr Lebensqualität für eine wachsende Weltbevölkerung. Auf den Punkt gebracht: die bAsF will zukunft gestalten mit Chemie, gerade jetzt in schwierigen zeiten. dafür brauchen wir vor allem herausragende Innovationen.

zum beispiel in neuen zukunftsweisenden technologien, wie etwa der Pflanzenbiotechnologie oder der nanotechnologie, die neue Anwendungen erschließen werden. trotz des schwierigen wirtschaftlichen umfelds halten wir deshalb unsere Aufwendungen für Forschung und entwicklung im Jahr 2009 auf gleichbleibend hohem niveau.

zu herausragenden Innovationen gehört jedoch mehr: eine unternehmenskultur, die ungewohnte Perspektiven und kreativität fördert. denn Mitarbeiter, die aus verschiedenen blickwinkeln themen anpacken, bringen das unternehmen voran und spiegeln die Vielfalt unserer kunden und Märkte wider. Aus meiner sicht ist es deshalb besonders wichtig, dass wir die Internationalität und Vielfalt der bAsFMitarbeiter weiter messbar steigern. dafür haben wir 2008 das globale Projekt diversity + Inclusion gestartet, das jetzt mit Pilotprojekten weitergeführt wird.

nachhaltig wirtschaften

gerade in schwierigen zeiten zeigt sich, dass unternehmen, die nachhaltig wirtschaften und verantwortlich handeln, langfristig erfolgreicher sind. deshalb ist nachhaltigkeit ein fester bestandteil der bAsFstrategie: dauerhafter erfolg ist ohne den sorgsamen umgang mit umwelt und gesellschaft nicht möglich. die umsetzung der Prinzipien des global Compact ist uns deshalb Verpflichtung.

das nachhaltigkeitsmanagement der bAsF hat 2008 mehrfach externe Anerkennung erfahren: so führen wir beispielsweise den dow Jones sustainability Index als bestes Chemieunternehmen an. erfolge wie dieser spornen uns an: Wir haben uns für die zukunft ambitionierte ziele gesetzt, über die sie in diesem bericht mehr erfahren.

Für meine Vorstandskollegen und mich sowie für das ganze bAsFteam steht fest: zukunft muss entschlossen gestaltet werden, besonders in schwierigen zeiten. oberste Priorität hat für uns dabei, ein zuverlässiger Partner für unsere kunden zu sein, den guten Cashflow zu stabilisieren, kosten zu senken und weiter zu restrukturieren. klar ist: es kommen enorme herausforderungen auf uns zu. diese nehmen wir an – mit vollem einsatz und im Vertrauen auf Ihre unterstützung.

Mit freundlichen grüßen

dr. jürgen hambrecht Vorsitzender des Vorstands der bAsF se

der vorstand der basf se

gemeinsam mit schülerinnen und schülern der ruprecht-grundschule, ludwigshafen

50 Jahre, 18 Jahre bAsF

Catalysts

Vorstandsmitglied seit 4. März 2008

global Procurement & Logistics

oil & gas Region europe

  • Market & business
  • development north America
  • Regional Functions north America
  • Finance
  • Information services
  • Corporate Controlling
  • Corporate Audit

  • 62 Jahre, 33 Jahre bAsF

  • Legal, taxes & Insurance
  • strategic Planning & Controlling Communications & government
  • Relations global hR – executive
  • Management & development
  • Investor Relations
  • Chief Compliance officer

Arbeitsdirektor 48 Jahre, 21 Jahre bAsF

  • human Resources engineering & Maintenance
  • environment, health & safety
  • Verbund site Management europe

dr. martin brudermüller 47 Jahre, 21 Jahre bAsF

  • Performance Polymers
  • Polyurethanes
  • styrenics
  • Market & business
  • development Asia Pacific Regional Functions & Country Management Asia Pacific

dr. stefan marcinowski 56 Jahre, 30 Jahre bAsF

  • Crop Protection
  • Coatings
  • Region south America
  • specialty Chemicals Research
  • bAsF Plant science

dr. andreas kreimeyer sprecher der Forschung

53 Jahre, 23 Jahre bAsF

  • Inorganics Petrochemicals
  • Intermediates
  • Chemicals Research & engineering
  • bAsF Future business

dr. john feldmann 59 Jahre, 21 Jahre bAsF

  • Construction Chemicals
  • Acrylics & dispersions
  • Care Chemicals
  • Performance Chemicals
  • Polymer Research

unsere werte

klar definierte verhaltensgrundsätze sind eine voraussetzung für dauerhaften unternehmenserfolg. in unseren grundwerten und leitlinien haben wir unsere unternehmenswerte und die prinzipien für unser verhalten zusammengefasst. wir fördern diese werte und normen und stärken durch verantwortungsbewusstes handeln das vertrauen unserer stakeholder in unser nachhaltiges wirtschaften.

sechs grundwerte bilden die grundlage für unser handeln und die Art und Weise, wie wir unsere ziele erreichen wollen:

  • nachhaltiger erfolg
  • Innovation für den erfolg unserer kunden
  • umweltschutz, gesundheit und sicherheit
  • Persönliche und fachliche kompetenz
  • gegenseitiger Respekt und offener dialog
  • Integrität

Jeder grundwert wird durch Leitlinien ergänzt, die erklären, wie wir die grundwerte im unternehmensalltag umsetzen. zusammen bilden die grundwerte und Leitlinien unser Werte und normensystem, das für alle bAsFMitarbeiter verbindlich ist. das einhalten der grundwerte und Leitlinien ist fester bestandteil der jährlichen zielvereinbarungen aller oberen Führungskräfte der bAsFgruppe.

verhaltenskodex und compliance

der grundwert Integrität ist basis für unseren Verhaltenskodex, den wir im Jahr 2000 für die bAsF se und alle deutschen gruppengesellschaften eingeführt haben. er ist für alle Mitarbeiter der bAsFgruppe in deutschland verbindlich. bAsFgruppengesellschaften in anderen Ländern haben entsprechende Verhaltenskodizes erstellt, die lokale gesetze und gebräuche berücksichtigen. Verhaltenskodizes müssen erklärt und in den unternehmensalltag eingebracht

werden. In diesem zusammenhang hat sich der begriff Compliance durchgesetzt. er umfasst die Pflicht, die gesetze und unternehmensinternen Richtlinien einzuhalten. ebenso kennzeichnet er die Aktivitäten, die das unternehmen unternimmt, um die ordnungsgemäße erfüllung dieser Pflicht sicherzustellen. bei bAsF gehört hierzu die schulung aller Mitarbeiter weltweit. Außerdem bieten wir unseren Mitarbeitern Anlaufstellen, bei denen sie bei Fragen Rat und hilfe finden: bei Vorgesetzten, den Rechts und Personalabteilungen sowie über eine Compliancehotline, die anonym und vertraulich genutzt werden kann. die Verantwortung für das umsetzen, Überprüfen und Weiterentwickeln unseres ComplianceProgramms trägt der Chief Compliance officer, der direkt an den Vorstandsvorsitzenden berichtet.

mehr zu unserem compliance-programm auf seite 30

engagement für korruptionsbekämpfung

ein wichtiges ziel des bAsFComplianceProgramms ist es, korruptionsfällen vorzubeugen und sie nach Möglichkeit zu verhindern. dafür setzen wir uns auch gemeinsam mit externen Partnern in Initiativen ein.

Als Mitglied des un global Compact (gC) beteiligen wir uns aktiv an der umsetzung des gCPrinzips zur korruptionsbekämpfung. seit dem Jahr 2003 sind wir Mitglied bei transparency International deutschland e.V., deren Arbeit im bereich der korruptionsbekämpfung wir intensiv unterstützen. seit 2008 sind wir außerdem teilnehmer der "Partnering Against Corruption Initiative" (PACI) des World economic Forum davos.

bereits seit 2002 arbeiten wir gemeinsam mit der indischen Regierung, lokalen nichtregierungsorganisationen und wissenschaftlichen Institutionen im sogenannten "Million Minds Project" zusammen, durch das eine Million Menschen über Antikorruption informiert werden soll.

unsere verantwortung für nachhaltige entwicklung

Mit der globalisierung haben sich die Rahmenbedingungen für wirtschaftliches handeln verändert. unsere stakeholder erwarten von uns als global agierendem unternehmen, dass wir unsere entscheidungen und unser Verhalten am Leitbild der nachhaltigen entwicklung ausrichten. Als gründungsmitglied des global Compact der Vereinten nationen verpflichten wir uns freiwillig zur einhaltung und Förderung international anerkannter Prinzipien in den bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, umweltschutz und korruptionsbekämpfung.

mehr dazu unter basf.com/globalcompact_d sowie unter www.globalcompact.org

globale arbeits- und sozialstandards

das einhalten und Fördern hoher Arbeits und sozialstandards sind für uns zentrale Anliegen: Wir befolgen gesetze, beachten die international anerkannten normen und berücksichtigen die allgemein anerkannten gebräuche.

In unserem einflussbereich setzen wir uns für den schutz und die konsequente umsetzung der Prinzipien des un global Compact ein. Wir respektieren und unterstützen

  • die Allgemeine erklärung der Menschenrechte der Vereinten nationen,
  • die acht kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation
  • und die oeCdLeitsätze für multinationale unternehmen.

unsere Arbeitsbedingungen stehen im einklang mit den grundlegenden international anerkannten Arbeits und sozialstandards. Wir bekennen uns zu

  • durchgängig marktgerechten und leistungsbezogenen Vergütungssystemen auf basis globaler Prinzipien, durch die unsere Mitarbeiter mindestens nach geltenden Mindestlöhnen bezahlt und am wirtschaftlichen erfolg des unternehmens beteiligt werden,
  • einer angemessenen begrenzung der maximalen Arbeitszeiten,
  • regelmäßigem bezahlten urlaub für unsere Mitarbeiter,
  • dem Prinzip der nichtdiskriminierung bei Anstellung, beschäftigung und entlohnung auf grund von nationalität, geschlecht, Religion oder anderen persönlichen Merkmalen,
  • der Vermeidung von kinder, zwangs und Pflichtarbeit und der Verurteilung, nutzen daraus zu ziehen,

  • den Prinzipien der Versammlungsfreiheit und der partnerschaftlichen zusammenarbeit mit den betrieblichen Arbeitnehmervertretungen.

  • mehr dazu unter basf.com/menschenrechte

Wir verstehen es als grundlegende Verantwortung, dass unsere selbstverpflichtungen eingehalten werden. um dies sicherzustellen, haben wir ein globales Monitoringsystem für Arbeits und sozialstandards entwickelt und implementiert.

mehr zu monitoring-instrumenten im kapitel "nachhaltigkeitsmanagement" auf seite 29

unsere grundwerte sind die basis unseres handelns. sie werden durch Leitlinien ergänzt, die erklären, wie wir diese grundwerte im unternehmensalltag umsetzen.

grundwerte und leitlinien arbeits- und sozialstandards

  • unterstützung der zehn Prinzipien des global Compact der Vereinten nationen
  • Arbeitsbedingungen im einklang mit grundlegenden Arbeits und sozialstandards
  • Monitoringsystem hilft zu überprüfen, ob selbstverpflichtungen eingehalten werden

unsere strategie wege zu wertsteigerndem wachstum

als weltweit führendes chemieunternehmen gestalten wir die zukunft entscheidend mit. nachhaltigkeit bestimmt dabei unser handeln. unser ziel ist es, dauerhaft profitabel zu wachsen. dies erreichen wir mit operativer exzellenz, innovationen und investitionen in wachstumsmärkten. als zuverlässiger partner helfen wir unseren kunden, mit unseren produkten und intelligenten lösungen erfolgreicher zu sein.

Wir richten unser geschäft an den herausforderungen der zukunft aus. In wirtschaftlich schwierigen zeiten konzentrieren wir uns weiterhin auf innovationsstarke geschäftsfelder und profitieren von unserem breiten Portfolio, operativer exzellenz, solider Finanzierung und einem leistungsstarken team. Wir investieren frühzeitig in Wachstumsmärkte und sind auf allen wichtigen Märkten präsent. durch aktives Portfoliomanagement, Akquisitionen und devestitionen machen wir uns konjunkturunabhängiger und wettbewerbsfähiger. Alle bAsFMitarbeiter tragen dazu bei, unsere Position als nummer eins der Chemie zu behaupten: mit kreativität, eigenverantwortung und Leistung. um dies dauerhaft sicherzustellen, passen wir unsere Personalpolitik an langfristige entwicklungen an: mit einem Programm zum demografischen Wandel und einer stärkeren Ausrichtung auf Internationalität und Vielfalt.

starkes portfolio durch akquisitionen

durch Akquisitionen stärken wir unsere Position und reduzieren die zyklizität unseres geschäfts. Mit der Übernahme der schweizer Ciba holding Ag bauen wir unsere spitzenposition in der spezialitätenchemie weiter aus. um die CibaAktivitäten zügig einzugliedern, entwickeln wir eine marktgerechte Positionierung für die kombinierten geschäfte und optimieren unsere strukturen. Mit der Übernahme der Revus energy AsA in norwegen stärken wir unser Ölundgasgeschäft in europa.

wertsteigerung durch effizienz und effektivität

Mit den ende 2008 getroffenen Maßnahmen haben wir frühzeitig unsere Produktion an die einbrechende nachfrage angepasst. Prozesse der Restrukturierung und kostensenkung setzen wir verstärkt fort. Im oktober 2008 haben wir unser exzellenzprogramm neXt gestartet: es vereint weltweit über 500 einzelprojekte in allen bereichen und Funktionen der bAsF. zusammen mit laufenden effizienzsteigerungsprogrammen erwarten wir daraus ab 2012 einen ergebnisbeitrag von mehr als 1 Milliarde € pro Jahr. Mit neXt schaffen wir mehr Wert, zum beispiel durch vereinfachte Prozesse, Ressourcenbündelung, energieeffizienz und intelligente nutzung neuer Ittechnologien. unser ziel ist die nächste stufe operativer exzellenz.

innovationen schaffen marktchancen

Innovationen sind für uns der schlüssel zu profitablem Wachstum im globalen Wettbewerb. daher investieren wir auf gleichbleibend hohem niveau in Forschung und entwicklung und vernetzen uns weltweit mit universitäten, Instituten, kunden und industriellen Partnern. Wir arbeiten an Lösungen für globale herausforderungen und konzentrieren uns dabei auf zukunftsmärkte und technologien mit hohem Wachstumspotenzial. dies sind zum beispiel:

  • energiemanagement
  • Rohstoffwandel
  • nanotechnologie
  • Pflanzenbiotechnologie
  • Weiße biotechnologie

erfolg durch strategische partnerschaften

Mit starken Partnerschaften erschließen wir wichtige Wachstumsmärkte. zu unseren wichtigsten kooperationspartnern zählen das biotechnologieunternehmen Monsanto in den usA, unser chinesischer JointVenturePartner sinopec, die PetRonAs in Malaysia sowie die gazprom in Russland.

unser selbstverständnis

die bAsF ist das weltweit führende Chemieunternehmen. Wir bieten intelligente Lösungen mit innovativen Produkten und maßgeschneiderten dienstleistungen. Wir eröffnen erfolgschancen durch vertrauensvolle und verlässliche Partnerschaft.

wir schaffen wert

  • Restrukturierung und kostensenkung
  • exzellenzprogramm neXt
  • Akquisitionen und devestitionen
  • Innovationsstarke geschäftsfelder
  • Präsenz in Wachstumsmärkten
  • Investitionen in Forschung und entwicklung
  • Weltweite Forschungskooperationen

wir verdienen eine prämie auf unsere kapitalkosten

Voraussetzung für unseren langfristigen erfolg ist, dass wir eine Prämie auf unsere kapitalkosten verdienen. Wir konzentrieren unsere Mittel daher noch stärker auf attraktive Arbeitsgebiete. das ergebnis der betriebstätigkeit nach kapitalkosten ist dabei unsere zentrale ziel und steuerungsgröße. bei der umsetzung dieser Leitlinie setzen wir auf unsere Mitarbeiter: gemeinsam leisten sie wertvolle beiträge im Rahmen unseres Wertmanagements und machen das unternehmen wettbewerbsfähiger.

wir bilden das beste team der industrie

unsere strategie des wertsteigernden Wachstums setzt auf das beste team der Industrie. Jeder Mitarbeiter kann zum Wertmanagement beitragen. die Vielfalt unserer Mitarbeiter sehen wir als Vorteil: Mit unterschiedlichen kompetenzen und sichtweisen helfen sie uns, kunden besser zu verstehen und maßgeschneiderte Lösungen für sie zu entwickeln. unsere Führungskultur baut auf offenen dialog und vertrauensvolle zusammenarbeit. um die besten Fach und Führungskräfte zu gewinnen und zu halten, fördern wir die entwicklung der Mitarbeiter und beteiligen sie am unternehmenserfolg.

wir helfen unseren kunden, noch erfolgreicher zu sein

Wir sind da, wo unsere kunden sind: in allen wichtigen Märkten der Welt. Als verlässlicher Partner und berater wollen wir heute schon verstehen, was unsere kunden morgen brauchen. nach ihren Anforderungen entwickeln wir gemeinsam innovative Produkte und technologien – denn der erfolg unserer kunden ist unser erfolg.

wir wirtschaften nachhaltig für eine lebenswerte zukunft

nachhaltig wirtschaften heißt für uns, ökonomischen erfolg mit der Verantwortung für umwelt und gesellschaft zu verbinden. dieses Leitbild bestimmt unser handeln bei allen geschäftlichen Aktivitäten. ziel unserer nachhaltigkeitsstrategie ist es, Risiken zu minimieren und neue geschäftschancen zu erschließen: zum beispiel mit nachhaltigen Produkten und services, die uns und unseren kunden Wettbewerbsvorteile verschaffen. Weltweit tragen unsere Produkte zu Lösungen für globale herausforderungen bei.

vier strategische leitlinien

unsere vier Leitlinien bilden die grundlage für unser handeln und machen uns stark für die zukunft:

  • Wir verdienen eine Prämie auf unsere kapitalkosten
  • Wir helfen unseren kunden, noch erfolgreicher zu sein
  • Wir bilden das beste team der Industrie
  • Wir wirtschaften nachhaltig für eine lebenswerte zukunft

unsere ziele

ökonomische ziele

stand ende 2008 mehr dazu
prämie auf die kapitalkosten ziele 2008
ebIt von mindestens 10% auf das operative
Vermögen in den unternehmensbereichen
Mindestens
4.842 Millionen €
Wir haben ein ebIt von 6.463 Millionen € und damit eine
Prämie von 1.621 Millionen € auf unsere kapitalkosten
erzielt.
> seite 27
dividende
dividende je Aktie soll jährlich erhöht, zumindest aber auf
dem niveau des jeweiligen Vorjahres gehalten werden
Mindestens
1,95 €
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der hauptversamm
lung eine dividende von 1,95 € je Aktie vor.
> seite 45
ebitda-marge
ebItdA­Marge von 18% bis 2012 18% 15,3% > seite 39

umwelt, sicherheit und produktverantwortung

ziel stand ende 2008 mehr dazu
energie und klimaschutz ziele 2020
emission treibhausgase je tonne Verkaufsprodukt
(basisjahr 2002)
– 25% – 14,2% > seite 100
Verbesserung der spezifischen energieeffizienz bei
Produktionsprozessen (basisjahr 2002)
+ 25% + 22,0% > seite 102
begleitgas, das bei der Ölförderung der Wintershall
freigesetzt wird, wird nicht mehr abgefackelt (ziel 2012)
100% > 95% > seite 100
reduktion der emissionen im chemiegeschäft (basisjahr 2002)
emission luftfremder stoffe in die Luft 1 – 70% – 55,3% > seite 107
emission in das Wasser von > seite 104
organischen stoffen 1 – 80% – 77,5% > seite 104
stickstoff
1
– 80% – 80,3% > seite 104
schwermetallen 1 – 60% – 55,9% > seite 104
transportsicherheit (basisjahr 2003)
Reduzierung der transportunfälle – 70% – 35,7% > seite 108
produktverantwortung
Überprüfung aller stoffe, die wir weltweit in Mengen von
mehr als einer tonne pro Jahr verkaufen, auf basis einer
Risikobewertung (ziel 2015)
> 99% >15% > seite 110

1 bei vergleichbarem Produktportfolio

dividendenvorschlag je aktie

treibhausgas-reduktion

(emission treibhausgase je tonne verkaufsprodukt/basisjahr 2002)

mitarbeiter und gesellschaft

ziel
stand ende 2008
mehr dazu
arbeitssicherheit (basisjahr 2002) ziele 2020
Reduzierung der Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen
je eine Million geleistete Arbeitsstunden
– 80% – 45,5% > seite 95
gesundheitsschutz (basisjahr 2004)
Reduzierung der Fälle von berufskrankheiten – 80% – 23,3% > seite 96
führungskräfte langfristige ziele
Internationalität der oberen Führungskräfte erhöhung des Anteils nichtdeutscher oberer
Führungskräfte (basisjahr 2003: 30%)
30,2% > seite 91
Frauen in oberen Führungspositionen erhöhung des Frauenanteils in oberen Führungs
positionen (basisjahr 2003: 5,2%)
5,7% > seite 91
obere Führungskräfte mit internationaler erfahrung Anteil an oberen Führungskräften mit internationaler
erfahrung über 70%
73,7% > seite 91
führungsfeedback ziel 2008
Verbindliches Führungsfeedback für
obere Führungskräfte weltweit
80% der oberen Führungskräfte haben den standar
disierten Prozess des Führungsfeedbacks durchlaufen
76,9% > seite 91
mitarbeiterbefragung ziel 2009
globale Mitarbeiterbefragung durchführung einer globalen Mitarbeiterbefragung
für die bAsF­gruppe
datenerhebung
durchgeführt,
Folgeprozess
eingeleitet
> seite 92

transportunfälle (pro 10.000 transporte/ basisjahr 2003)

obere führungskräfte mit internationaler erfahrung

basf am kapitalmarkt

hohe dividendenrendite, gute kreditratings

die basf-aktie konnte sich den kursverlusten an den aktienmärkten auf grund der finanz- und konjunkturkrise nicht entziehen. auch in schwierigen zeiten stehen wir zu unserer anspruchsvollen dividendenpolitik und bieten unseren aktionären eine dividendenrendite von 7%. basf verfügt über eine solide finanzierung und gute kreditratings im vergleich zu wettbewerbern in der chemischen industrie.

aktienmärkte im sog der finanz- und konjunkturkrise

die bAsFAktie konnte sich 2008 dem Abwärtstrend an den börsen nicht entziehen und schloss ende des Jahres mit einem kurs von 27,73 € pro Aktie, 45,3% unter dem Vorjahr.

bei Wiederanlage der dividende betrug die Wertentwicklung der Aktie im Jahr 2008 –42,9%. Auch die weltweiten branchenindizes dJ Chemicals und MsCI World Chemicals verzeichneten Rückgänge um 41,9% beziehungsweise 44,2%. Im gleichen zeitraum verloren die deutschen und europäischen Leitindizes dAX 30 und dJ euRo stoXX 50 40,4% beziehungsweise 42,4% an Wert. das Vermögen eines Anlegers, der ende 1998 1.000 € in bAsFAktien angelegt hat und die zugeflossenen dividenden wieder in die Aktie investierte, stieg bis ende 2008 auf 2.395 €. Mit dieser Rendite von 9,1% pro Jahr liegt die bAsFAktie deutlich über dem vergleichbaren Wert des euRo stoXX 50 von –1,0%, des dAX 30 von –0,4 % und des MsCI World Chemicals von 3,2%.

langfristige wertentwicklung der basf-aktie im marktvergleich (durchschnittliche jährliche Wertsteigerung bei Wiederanlage der dividende)

(€ je Aktie) dividende

  • dividendenvorschlag auf Vorjahresniveau: 1,95 € je Aktie
  • Weiterhin jährlich steigende, zumindest aber gleichhohe dividende angestrebt

dividendenvorschlag von 1,95 € je aktie

Vorstand und Aufsichtsrat werden der hauptversammlung vorschlagen, wie im Vorjahr eine dividende von 1,95 € je Aktie auszuschütten. damit stehen wir auch in wirtschaftlich schwierigen zeiten zu unserer anspruchsvollen dividendenpolitik und zahlen 1,8 Milliarden € an unsere Aktionäre aus (bezogen auf die am 31. dezember 2008 dividendenberechtigten Aktien). Legt man den Jahresschlusskurs 2008 zu grunde, bietet die bAsFAktie eine hohe dividendenrendite von 7%. bAsF gehört dem Aktienindex divdAX an, der die 15 unternehmen mit den höchsten dividendenrenditen im dAX 30 enthält. Wir streben weiterhin an, die dividende jährlich zu steigern, sie zumindest aber auf dem niveau des jeweiligen Vorjahres zu halten.

aktienrückkäufe für 1,6 milliarden € im jahr 2008

das im Februar 2007 für die Jahre 2007 und 2008 angekündigte Aktienrückkaufprogramm über 3 Milliarden € hat bAsF im Juni 2008 vorzeitig abgeschlossen. Im Juli wurde ein neues Aktienrückkaufprogramm begonnen, das wegen der krise an den Finanz und gütermärkten im vierten Quartal eingestellt wurde.

Im Jahr 2008 haben wir 37,9 Millionen Aktien zu einem durchschnittlichen kurs von 42,70 € für insgesamt rund 1,6 Milliarden € zurückgekauft. die zurückgekauften Aktien wurden bereits zum überwiegenden teil eingezogen und das grundkapital der bAsF se entsprechend herabgesetzt.

die gesamtzahl der am 31. dezember 2008 ausstehenden Aktien betrug 918,5 Millionen stück (nach Abzug von 4,6 Millionen zum einzug vorgesehener Aktien). bei einem schlusskurs von 27,73 € entsprach dies am ende des Jahres einer Marktkapitalisierung von 25,5 Milliarden €.

breite internationale aktionärsstruktur

Mit rund 460.000 Aktionären gehört bAsF zu den großen Publikumsgesellschaften mit breit gestreutem Aktienbesitz. eine im september 2008 durchgeführte Analyse der Aktionärsstruktur zeigte, dass die usA und kanada mit 22% des grundkapitals die größte regionale gruppe institutioneller Anleger stellen. der Anteil institutioneller Investoren aus deutschland beträgt 13%. Aktionäre aus großbritannien und Irland halten 14% der bAsFAktien, weitere 14% des kapitals befinden sich im besitz institutioneller Investoren aus dem restlichen europa.

Rund 28% des grundkapitals werden von privaten Aktionären gehalten, die ihren Wohnsitz überwiegend in deutschland haben.

aktionärsstruktur (Regionale Verteilung)

mitarbeiter werden aktionäre

Wir bieten in zahlreichen Ländern beteiligungsprogramme an, die Mitarbeiter zu Aktionären der bAsF machen. so haben im Jahr 2008 mehr als 19.400 Mitarbeiter belegschaftsaktien im Wert von rund 44 Millionen € erworben.

aktienrückkäufe (Millionen €)

  • 2008: Aktien für 1,6 Milliarden € zurückgekauft
  • Für 2007 und 2008 angekündigtes Aktienrückkaufprogramm in höhe von 3 Milliarden € im Juni 2008 vorzeitig abgeschlossen
  • Im Juli 2008 begonnenes neues Aktienrückkaufprogramm wegen der krise an den Finanz und gütermärkten im vierten Quartal eingestellt

wieder gestiegene präsenz auf der hauptversammlung

die ordentliche hauptversammlung fand am 24. April 2008 in Mannheim statt. Mit über 51% des Aktienkapitals konnte die Präsenz um 3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

basf in den wichtigsten nachhaltigkeitsindizes

bAsF ist spitzenreiter der Chemieunternehmen im weltweit bedeutendsten nachhaltigkeitsindex, dem dow Jones sustainability Index (dJsI). Ausschlaggebend für die Auszeichnung der bAsF sind unter anderem ihre klimastrategie, ihre umwelt und sozialberichterstattung sowie die entwicklung innovativer und ökoeffizienter Produkte. Insgesamt ist bAsF zum achten Mal in Folge im dJsI World vertreten.

zudem ist bAsF weltweit die nummer 1 im Carbon disclosure Leadership Index (CdLI) in der kategorie der Co2 intensiven unternehmen. dieser Index dient Investoren als bewertungsinstrument für unternehmen, die sich durch besondere Leistungen im umgang mit dem klimawandel und bei der transparenz in der berichterstattung auszeichnen. das Carbon disclosure Project repräsentiert 385 institutionelle Investoren, die ein Fondsvermögen von mehr als 57 billionen us\$ verwalten.

mehr dazu unter basf.com/nachhaltigkeitsindizes

gute kreditratings und solide finanzierung

Auf grund eines exzellenten geschäftsprofils und einer guten finanziellen Ausstattung verfügt bAsF über gute Ratings im Vergleich zu Wettbewerbern in der chemischen Industrie. zum Jahresende bewertete die Ratingagentur standard & Poor's die kreditwürdigkeit der bAsF mit "AA/A1+/outlook negative", die Agentur Moody's mit "Aa3/P1/outlook under review for downgrade". Anfang 2009 senkte standard & Poor's das Rating von bAsF auf "A+/A1/outlook negative" und Moody's auf "A1/P1/outlook stable".

die Finanzschulden der bAsFgruppe betrugen zum Jahresende 2008 14,5 Milliarden € bei einer Liquidität von 2,8 Milliarden €. Rund 57% dieser Finanzschulden sind langfristig mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

die mittel und langfristige Fremdkapitalfinanzierung beruht auf unternehmensanleihen mit einem ausgewogenen Fälligkeitsprofil. bAsF hat im Verlauf des Jahres 2008 mehrere Anleihen über insgesamt 1,6 Milliarden € begeben sowie schuldscheindarlehen über 553 Millionen € aufgenommen.

trotz der angespannten Lage auf den kreditmärkten konnte sich bAsF problemlos über Commercial Papers finanzieren. Im oktober 2008 haben wir das maximal mögliche emissionsvolumen unter unserem Commercial-PaperProgramm von 7,5 Milliarden us\$ auf 12,5 Milliarden us\$ erhöht. zum 31. dezember 2008 hat bAsF rund 6,1 Milliarden us\$ aus diesem CommercialPaperProgramm in Anspruch genommen. Als backupLinien für das Programm stehen verbindlich zugesagte und nicht ausgenutzte kreditlinien über 6 Milliarden us\$ sowie eine für die Finanzierung der CibaAkquisition abgeschlossene Linie über 3,5 Milliarden ChF zur Verfügung.

mehr zu finanzschulden und deren fälligkeiten auf seite 206

nachhaltigkeitsindizes solide finanzierung

  • bAsF: spitzenreiter im weltweit bedeutendsten nachhaltigkeitsindex, dem dow Jones sustainability Index
  • bAsF: Weltweit nummer 1 im Carbon disclosure Leadership Index in der kategorie der Co2 intensiven unternehmen

  • 14,5 Milliarden € Finanzschulden der bAsFgruppe zum Jahresende 2008, davon rund 57% langfristig mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr

  • Problemlose Finanzierung über Commercial Papers im Jahr 2008, CommercialPaperProgramm auf 12,5 Milliarden us\$ erhöht
  • Liquidität zum Jahresende 2008: 2,8 Milliarden €

kenndaten der basf-aktie 1

2004 2005 2006 2007 2008
schlusskurs 26,50 32,36 36,93 50,71 27,73
höchstkurs 26,50 32,67 37,12 50,81 52,41
tiefstkurs 20,25 25,06 29,49 35,98 19,95
durchschnittskurs 22,59 28,57 32,41 44,5 38,88
börsentäglicher umsatz 2
– in Millionen € 121,7 154,0 198,6 298,3 282,1
– in Millionen stück 5,4 5,4 6,2 6,7 7,26
Anzahl der Aktien am 31.12. 3 Millionen stück 1.080,80 1.028,80 999,4 956,4 918,5
Marktkapitalisierung am 31.12. Milliarden € 28,6 33,3 36,9 48,5 25,5
ergebnis je Aktie 4 1,83 2,87 3,19 4,16 3,13
dividende je Aktie 0,85 1,00 1,50 1,95 1,95
dividendenrendite 5 % 3,21 3,09 4,06 3,85 7,03
Ausschüttungsquote 4 % 45 34 46 45 62 6
kurs­gewinn­Verhältnis (kgV) 4, 5 14,5 11,3 11,6 12,2 8,9

1 Alle Werte angepasst an Aktiensplit im Verhältnis 1:2, der im zweiten Quartal 2008 durchgeführt wurde.

2 durchschnitt, Xetrahandel

3 nach Abzug der zur einziehung vorgesehenen Aktien

4 seit dem Jahr 2005 erfolgt die Rechnungslegung und berichterstattung der bAsFgruppe nach den International Financial Reporting standards (IFRs). die zahlen des Vorjahres wurden entsprechend angepasst.

5 bezugsgröße ist der Jahresschlusskurs.

6 bezogen auf die am 31. dezember 2008 dividendenberechtigten Aktien

gewichtung der basf-aktie in wichtigen indizes am 31.12.2008

%
dAX 30 5,8
dJ stoXX 50 1,3
dJ euRo stoXX 50 2,0
dJ Chemicals 7,1
MsCI World Index 0,2
s&P global 100 0,6

stammdaten der basf-aktie

wertpapier-kennnummern
deutschland 515100
großbritannien 0083142
schweiz 323600
usA (CusIP­nummer) 055262505
IsIn International stock Identification number de0005151005
internationale kürzel
deutsche börse bAs
London stock exchange bFA
swiss exchange An

empfehlungen der analysten

etwa dreißig Finanzanalysten veröffentlichen regelmäßig studien über die bAsF. Am ende des Jahres 2008 sprachen 48% der Analysten eine kaufempfehlung für unsere Aktie aus. 28% der Analysten empfahlen ein halten unserer Aktie und 24% stuften sie zum Verkauf ein. der durchschnittliche zielkurs der bAsFAktie betrug nach einschätzung der Analysten am 31. dezember 2008 31,09 €.

laufend aktualisierte analystenschätzungen zur basf im internet unter basf.com/aktie

intensiver dialog mit dem kapitalmarkt

Für unsere auf nachhaltige Wertsteigerung ausgerichtete unternehmensstrategie ist die kontinuierliche und offene kommunikation mit allen kapitalmarktteilnehmern wichtig. Institutionelle Anleger und Ratingagenturen informieren wir in zahlreichen einzelgesprächen und Roadshows weltweit, Privatanlegern geben wir auf Informationsveranstaltungen einblick in die Welt der bAsF.

Im Jahr 2008 haben wir zudem eine Reihe von Veranstaltungen durchgeführt, die sich auf jeweils ein segment der bAsFgruppe fokussierten. Auf diesen segmenttagen informierten wir Analysten und Investoren über den geschäftsverlauf, die strategische Ausrichtung und das Wachstumspotenzial des jeweiligen segments. so konnten wir im Jahr 2008 die segmente Chemicals, Agricultural solutions und oil & gas sowie das Wachstumscluster Pflanzenbiotechnologie vorstellen.

darüber hinaus haben wir unsere beiträge zu nachhaltigkeitsthemen wie klimaschutz und energieeffizienz mit Finanzanalysten und Investoren diskutiert. Informationen zum strategischen nutzen von nachhaltigkeit und ihrer konkreten umsetzung in unserem unternehmen werden von Investoren vor allem im Rahmen von "socially Responsible Investment" (sRI) nachgefragt.

Analysten und Investoren bestätigen die Qualität unserer kommunikationsarbeit und wählten bAsF Investor Relations mehrfach auf den ersten Platz. Im Juni wurde bAsF mit dem Capital Investor Relations Preis 2008 ausgezeichnet. In diesem vom deutschen Wirtschaftsmagazin Capital und der deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (dVFA) durchgeführten Ranking siegte bAsF im euRo stoXX 50 wie im Vorjahr und ist erstmals auch gesamtsieger der rund 200 teilnehmer im test. sowohl beim thomson extel survey als auch bei einer umfrage der Fachzeitschrift Institutional Investor unter Finanzanalysten erreichte bAsF für die beste Investor-RelationsArbeit in der europäischen Chemieindustrie den ersten Platz. ebenfalls den ersten Platz belegte bAsF für die beste InvestorRelationsInternetseite aller unternehmen im dax, Mdax und tecdax beim netFed IRbenchmark 2007/2008.

Positiven Anklang am kapitalmarkt fand auch unser berichtskonzept. die IR society zeichnete bAsF in der kategorie "best Practice Communication through the Annual Report" aus.

investor relations newsletter investor relations

der newsletter des InvestorRelationsteams informiert aktuell über neue themen rund um bAsF und erinnert die empfänger an wichtige bAsFtermine. Registrierung unter: basf.com/aktie/newsletter

ist erreichbar per

wert für die basf anteile am energiemarkt der zukunft gewinnen

Im Joint Innovation Lab entwickeln Peter Erk und Jae Hyung Hwang mit ihren Kollegen Produkte für organische Solarzellen.

innovationen für globale herausforderungen

Unsere Forschung erschließt Wachstumsfelder der Zukunft. In den Arbeitsgebieten Energiemanagement und Nanotechnologie entwickeln wir beispielsweise neue Materialien für Solarzellen, in denen organische Verbindungen das in der Herstellung energieintensive Silizium ersetzen. Günstige Herstellprozesse machen organische Solarzellen somit langfristig wettbewerbsfähig. Im Rahmen der Initiative "Organische Photovoltaik" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat die BASF ein Kooperationsnetzwerk der führenden Forschungsgruppen ins Leben gerufen.

wert für die gesellschaft günstiger strom, saubere energie

Strom aus Licht: Solarzellen sollen in Zukunft auch mit organischer Photovoltaik Energie produzieren. Quelle: Schott

ein beitrag zu nachhaltiger energieerzeugung

Organische Photovoltaik bietet neue Anwendungsmöglichkeiten, Licht in elektrische Energie umzuwandeln. Aufgedruckt auf transparente Folie macht die extrem dünne photoaktive Schicht leichte und biegsame Solarzellen möglich. Damit könnten in Zukunft zum Beispiel Hausfassaden zu Stromproduzenten werden.

02 konzernlagebericht

die basf-gruppe 24
märkte, Strukturen und Organisation 24
Wertmanagement 27
nachhaltigkeitsmanagement 28
Wertschöpfung 33
Forschung und Entwicklung der BASF-Gruppe 34
das geschäftsjahr bei basf 36
Entwicklung der Weltwirtschaft 36
Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen 37
Entwicklung der chemischen Industrie 38
Geschäftsentwicklung der BASF-Gruppe 39
Bilanz 43
Investitionen und Finanzierung 45
Geschäftsentwicklung in den Segmenten 48
Die Segmente der BASF 50
Chemicals 50
Plastics 57
Performance Products 63
Functional Solutions 69
Agricultural Solutions 75
Oil & Gas 80
regionenbericht 87
mitarbeiter und gesellschaft 90
mitarbeiter 90
Arbeitssicherheit 95
Gesundheitsschutz 96
Gesellschaftliches Engagement 97
umwelt und sicherheit 99
Klimaschutz 99
Energie 102
Wasser 104
Umwelt- und Sicherheitsmanagement 106
Produktverantwortung 110
risikobericht 112
prognosebericht 120
Wirtschaftliche rahmenbedingungen 120
Ausblick und Chancen der BASF-Gruppe 123
nachtragsbericht 125

märkte, strukturen und organisation das führende chemieunternehmen der welt – the chemical company

mit sechs verbundstandorten und rund 330 weiteren produktionsstandorten unterstützen wir kunden und partner in fast allen ländern der welt. rund 97.000 mitarbeiter der basf-gruppe helfen kunden aus nahezu allen branchen, noch erfolgreicher zu sein. unser portfolio reicht von öl und gas, über chemikalien, kunststoffe und höherveredelte produkte, wie spezialitäten und maßgeschneiderte systemlösungen, bis hin zu pflanzenschutzmitteln.

standorte der basf

der verbund

  • Weltweit sechs Verbundstandorte und rund 330 weitere Produktionsstandorte
  • Intelligente Vernetzung von Anlagen zur ressourcen und energiesparenden Produktion
  • Ludwigshafen ist größter Verbundstandort und zugleich Ausgangspunkt des Verbundkonzepts, das kontinuierlich optimiert wird

märkte und standorte

die bAsF ist in über 80 Ländern mit gesellschaften vertreten und liefert ihre Produkte an eine Vielzahl von geschäftspartnern nahezu überall auf der Welt. Im Jahr 2008 erzielten wir 59% unseres umsatzes mit kunden in europa, davon 22 Prozentpunkte im segment oil & gas. Auf die Region nordamerika entfielen 19%, auf Asien, Pazifischer Raum 15% und auf südamerika, Afrika, naher osten 7%. Wir betreiben weltweit sechs Verbundstandorte und rund 330 weitere Produktionsstandorte. In Ludwigshafen, dem größten zusammenhängenden Chemiestandort der Welt, wurde das Verbundprinzip entwickelt, kontinuierlich optimiert und später an weiteren standorten realisiert.

organisation der basf-gruppe

zum 1. Januar 2008 haben wir unsere segmente anhand verwandter Produkte, kundenbranchen und Produktionsprozesse neu strukturiert. damit ermöglichen wir es Investoren, die bAsF noch besser einschätzen zu können, und tragen den Veränderungen unseres Portfolios infolge der Akquisitionen, devestitionen und Restrukturierungen der vergangenen Jahre Rechnung.

die unternehmensbereiche der bAsF haben wir 2008 in sechs geschäftssegmente zusammengefasst. die unternehmensbereiche tragen die operative Verantwortung und steuern unsere 61 globalen und regionalen geschäftseinheiten. diese wiederum entwickeln strategien für unsere 68 Produktbereiche und sind branchen oder produktorientiert ausgerichtet.

unsere Regionalbereiche tragen dazu bei, das geschäft lokal weiterzuentwickeln und Marktpotenziale auszuschöpfen. sie sind außerdem verantwortlich für das optimieren der regionalen Infrastruktur. Für die Finanzkommunikation werden die Regionalbereiche zu den vier Regionen europa; nordamerika; Asien, Pazifischer Raum sowie südamerika, Afrika, naher osten zusammengefasst.

verbund Effiziente Nutzung von Ressourcen

Mio. tonnen CO2 -einsparung jährlich im energieverbund ludwigshafen

wert für die basf

Im BASFVerbund werden Produktionsanlagen, Energiefluss, Logistik und Infrastruktur intelligent miteinander vernetzt, um die Produktausbeute zu steigern, Ressourcen und Energie zu sparen und die Logistikkosten zu senken. Ein wesentlicher Faktor der Verbundidee ist der Wissensverbund. Mitarbeiter der BASF tauschen sich weltweit untereinander aus. Das Expertenwissen bündelt die BASF in ihren Forschungsplattformen. Ideen und Impulsgeber für Effizienz, neue Entwicklungen und Innovation sind die Kunden. So wird im Wissensverbund Zukunft gestaltet.

wert für die umwelt

Als Teil des Verbundsystems verringert der Energieverbund den Ausstoß von CO2 , denn Erdöl und Erdgas werden als Rohstoffe, gleichzeitig aber auch als Energieträger genutzt. Die in einer Produktionsanlage entstehende Prozesswärme wird direkt am Ort der Entstehung in Dampf umgewandelt, ins BASFDampfnetz eingespeist und steht den Betrieben somit als Energie zur Verfügung.

organisation der basf-gruppe segmente der basf

  • unternehmensbereiche, die zu segmenten zusammengefasst sind, steuern globale und regionale geschäftseinheiten
  • Regionalbereiche optimieren die Infrastruktur und unterstützen das geschäft
  • zentralbereiche, abteilungen und kompetenzzentren erbringen gruppenweit Leistungen

  • Chemicals

  • Plastics
  • Performance Products
  • Functional solutions
  • Agricultural solutions
  • oil & gas

segmente:

  • Chemicals
  • Plastics
  • Performance Products
  • Functional solutions
  • Agricultural solutions
  • oil & gas

regionen:

  • europa
  • nordamerika
  • Asien, Pazifischer Raum
  • südamerika, Afrika, naher osten

zentraleinheiten:

  • Finance
  • Legal, taxes & Insurance
  • strategic Planning & Controlling
  • Communications bAsF group
  • Corporate & governmental Relations
  • Corporate Audit
  • Corporate Controlling
  • global hR executive Management & development
  • Investor Relations

kompetenzzentren:

  • engineering & Maintenance
  • environment, health & safety
  • global Procurement & Logistics
  • human Resources
  • Information services
  • Polymer Research
  • science Relations and Innovation Management

  • specialty Chemicals Research

  • Chemicals Research & engineering
  • bAsF Plant science
  • Verbund site Management europe

rechtliche unternehmensstruktur

In der bAsFgruppe nimmt die bAsF se mit sitz in Ludwigshafen die zentrale stellung als größte operative gesellschaft ein. sie hält direkt oder indirekt die Anteile an den zur bAsFgruppe gehörenden gesellschaften.

die meisten gesellschaften der bAsFgruppe decken ein breites spektrum unseres geschäfts ab. einige konzentrieren sich auf bestimmte geschäfte, wie zum beispiel den unternehmensbereich Coatings. Im Abschluss der bAsFgruppe werden einschließlich der bAsF se 274 gesellschaften vollkonsolidiert. 19 gemeinschaftsunternehmen, die wir mit einem oder mehreren Partnern führen, berücksichtigen wir anteilig. Außerdem erfassen wir im Finanzergebnis vier gemeinschaftsunternehmen und fünf wesentliche assoziierte unternehmen, an denen wir mit 20 bis 50% beteiligt sind, sowie acht weitere unternehmen nach der equityMethode. zusätzlich sind wir an einer Vielzahl kleiner gesellschaften beteiligt, die weder einzeln noch insgesamt wesentlich für die erstellung des konzernabschlusses sind.

mehr zum konsolidierungskreis im anhang zum konzernabschluss, anhangsangabe 1, ab seite 157

vergütungsbericht und angaben gemäß § 315 abs. 4 handelsgesetzbuch

der vergütungsbericht mit den angaben nach § 315 abs. 2 nr. 4 handelsgesetzbuch ist ab seite 138 und die angaben gemäß § 315 abs. 4 handelsgesetzbuch sind ab seite 131 zu finden. sie sind bestandteile des vom abschlussprüfer geprüften konzernlageberichts.

regionen

  • europa
  • nordamerika
  • Asien, Pazifischer Raum
  • südamerika, Afrika, naher osten

rechtliche unternehmensstruktur

  • bAsF se mit sitz in Ludwigshafen ist Muttergesellschaft der bAsFgruppe
  • 274 gesellschaften im Abschluss vollkonsolidiert, 19 gemeinschaftsunternehmen anteilig berücksichtigt
  • 17 weitere unternehmen nach der equityMethode erfasst

wertmanagement wir verdienen eine prämie auf unsere kapitalkosten

wir steigern den wert der basf, indem wir eine prämie auf unsere kapitalkosten verdienen. mit unserem wertmanagementkonzept verfolgen wir einen umfassenden ansatz: sämtliche funktionen des unternehmens werden eingebunden und alle mitarbeiter in ihrem unternehmerischen handeln gefördert und gefordert.

ergebnis der betriebstätigkeit nach kapitalkosten

die zentrale ziel und steuerungskennzahl für unsere unternehmensbereiche und geschäftseinheiten ist das ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) nach kapitalkosten. die bAsFgruppe muss mindestens ein ebIt in höhe der kapitalkosten erzielen, um den Verzinsungsansprüchen der Fremdkapitalgeber und den Renditeerwartungen der eigenkapitalgeber gerecht zu werden sowie den steueraufwand abzudecken.

ermittlung des kapitalkostensatzes

die höhe des kapitalkostensatzes hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab:

  • der kapitalstruktur der bAsFgruppe,
  • der höhe der Fremdkapitalverzinsung sowie
  • den Renditeerwartungen der Aktionäre.

die kosten des eigenkapitals ermitteln wir auf basis des Marktwerts der bAsFAktien; die kosten des Fremdkapitals werden auf basis der buchwerte ermittelt. die höhe des kapitalkostensatzes wird jährlich anhand der aktuellen daten überprüft. 2008 galt ein kapitalkostensatz von 10%. Für das Jahr 2009 gilt auf grund des höheren Fremdkapitalanteils ein kapitalkostensatz von 9%.

wertmanagement im gesamten unternehmen

Wertmanagement ist nur dann erfolgreich, wenn es fest im unternehmen verankert ist und konsequent umgesetzt wird. ein wichtiger bestandteil ist hierbei der zielvereinbarungsprozess, bei dem es entscheidend darauf ankommt, die ziele von bAsF mit den persönlichen zielen der Mitarbeiter zu verknüpfen. In operativen einheiten ist das ebIt nach kapitalkosten die oberste zielebene. die Leistungen der funktionalen einheiten, das heißt von Regionen, standorten, zentraleinheiten und kompetenzzentren, sind schwerer monetär zu bewerten. Als oberste zielebene ist daher für funktionale einheiten der Wertbeitrag definiert. daraus werden zwei allgemeine Werttreiber abgeleitet, an denen wir die Leistungen der einheiten messen: effizienz und effektivität.

Weltweit vermitteln wir unseren Mitarbeitern kenntnisse zum thema Wertmanagement in zahlreichen Fortbildungsangeboten. Auf diese Weise wollen wir das Verständnis für betriebswirtschaftliche zusammenhänge bei unseren Mitarbeitern weiter erhöhen und unternehmerisches denken auf allen ebenen von bAsF fördern.

In einheitsübergreifenden gruppen haben mehrere tausend Mitarbeiter mit Fach und Führungsaufgaben konzepte des Wertmanagements auf konkrete Fragestellungen aus der Praxis angewendet.

5JahresÜbersicht 1

1 seit dem 1. Januar 2008 werden die kosten der konzernzentrale nicht mehr den segmenten zugeordnet, sondern unter "sonstige" ausgewiesen. die Werte der Vorjahre wurden nicht angepasst.

ebit nach kapitalkosten (Millionen €) ermittlung des ebit nach kapitalkosten (Millionen €)

2008
ebIt bAsF­gruppe 6.463
– ebIt der den segmenten nicht zuordenbaren Aktivitäten 1 –930
– nicht anrechenbare ausländische ertragsteuern für die
Ölförderung
1.851
– kapitalkosten 2 3.921
ebIt nach kapitalkosten 1.621

1 der geplante nettoaufwand ist durch einen zuschlag im kapitalkostensatz abgedeckt. 2 10% auf das durchschnittliche operative Vermögen der segmente

nachhaltigkeitsmanagement

risiken minimieren, neue geschäftsmöglichkeiten erschließen

nachhaltigkeit ist strategisch und organisatorisch in unser unternehmen integriert: als grundwert für unser handeln, als teil unserer unternehmensstrategie und als werttreiber für unser geschäft. unser wissen in den bereichen umwelt, gesundheit, sicherheit und nachhaltigkeitsmanagement geben wir weiter und helfen damit kunden und partnern, erfolgreicher zu sein.

nachhaltiges Wirtschaften beeinflusst unser geschäft auf drei ebenen: es hilft uns Risiken zu minimieren, bestehendes geschäft zu fördern und neue geschäftsmöglichkeiten zu erschließen. durch unsere nachhaltigkeitsstrategie können wir Wettbewerbsvorteile sichern und einen zusätzlichen ergebnisbeitrag erwirtschaften. konkret tragen dazu Produkte bei, die ökonomische und ökologische Vorteile haben, ebenso unsere nachhaltigkeitsservices für kunden im Rahmen der Initiative "success – Mehrwert durch nachhaltigkeit". zum nachhaltigkeitsmanagement gehört das Implementieren und Überwachen von umwelt, sicherheits und sozialstandards genauso wie der ständige dialog mit relevanten Interessengruppen.

managementstrukturen für nachhaltigkeit

unser globaler nachhaltigkeitsrat steuert die Ausrichtung der bAsFgruppe am Leitbild der nachhaltigkeit. das gremium besteht aus neun Leitern operativer, funktionaler und regionaler bereiche, darunter der klimaschutzbeauftragte. Vorstandsmitglied dr. harald schwager ist Vorsitzender des Rats. 2008 hat der nachhaltigkeitsrat unter anderem global gültige gruppenrichtlinien zu Produktverantwortung und transportsicherheit verabschiedet. bereits seit 2004 unterstützen regionale netzwerke in Asien, nordund südamerika sowie europa den nachhaltigkeitsrat. sie identifizieren regionale schwerpunktthemen und verantworten die lokale umsetzung der globalen strategie. das sustainability Center koordiniert als interne schaltstelle zwischen nachhaltigkeitsrat, regionalen Lenkungskreisen und Facheinheiten die konkrete umsetzung im unternehmensalltag. daneben ist das Center schnittstelle zu externen stakeholdern. bei allen Fragen zu umwelt, gesundheit und sicherheit unterstützt das weltweite ResponsibleCare ®netzwerk den Rat.

zukunftsthemen identi zieren

Wichtige themen in zusammenhang mit einer nachhaltigen entwicklung wollen wir frühzeitig erkennen. gemeinsam mit externen Partnern haben wir nachhaltigkeitsthemen von gesellschaftlichem Interesse und mit bezug auf unser unternehmen analysiert und in einer Matrix gegenübergestellt. sie bewertet themen nach gesellschaftlicher Relevanz und ihrer bedeutung für die bAsF. so sehen wir, welche themen derzeit oder in naher zukunft zu einem Risiko oder zu einer Chance für unser geschäft werden können. die ergebnisse nutzen wir, um im unternehmen langfristige Veränderungsprozesse anzustoßen und schwerpunkte in der berichterstattung zu identifizieren. Wir haben beispielsweise das thema Wasser stärker in unserer berichterstattung berücksichtigt. Alle zwei bis drei Jahre passen wir die Matrix an aktuelle entwicklungen an.

mehr zu wasser ab seite 104, zur themenmatrix unter basf.com/materialitaet

monitoring-instrumente minimieren risiken

seit Mitte der 80er Jahre auditiert die bAsF weltweit Anlagen und Arbeitssicherheit sowie gesundheits und umweltschutz nach einheitlichen Vorgaben an allen ihren standorten. ebenso überprüfen wir die einhaltung internationaler Arbeits und sozialstandards. Mit verschiedenen Monitoringsystemen untersuchen wir, ob unsere standorte den umwelt und sozialanforderungen nachkommen.

mehr zu audits in den bereichen umwelt, gesundheitsschutz und sicherheit auf den seiten 96 und 106

strukturen für nachhaltigkeit strategie

  • globaler nachhaltigkeitsrat steuert Ausrichtung am Leitbild der nachhaltigkeit
  • gremium aus neun Leitern operativer, funktionaler und regionaler bereiche unter Vorsitz von Vorstandsmitglied dr. harald schwager
  • Regionale netzwerke identifizieren schwerpunktthemen und verantworten lokale umsetzung der globalen strategie

  • Risiken minimieren, bestehendes geschäft fördern, neue geschäftsmöglichkeiten erschließen

  • nachhaltige Produkte und services
  • Identifizieren von wichtigen themen in zusammenhang mit nachhaltiger entwicklung
  • Monitoringsysteme für Anlagen und Arbeitssicherheit, gesundheits und umweltschutz sowie Arbeitsund sozialstandards

monitoring von arbeits- und sozialstandards

es gehört zu unseren grundwerten, dass die Arbeitsbedingungen unserer Mitarbeiter mindestens in einklang mit den international anerkannten grundlegenden Arbeitsund sozialstandards stehen. um zu überprüfen, ob diese im unternehmen umgesetzt werden, haben wir ein zweiteiliges Monitoringsystem eingerichtet.

erstens führen wir eine jährliche umfrage bei unseren gruppengesellschaften zu den themen Compliance und international anerkannte Arbeits und sozialstandards durch, zu deren einhaltung wir uns bekennen. zudem erhalten wir ein aktuelles bild der regionalen Rahmenbedingungen unseres Wirtschaftens. Im berichtsjahr 2008 konnten wir mit den ergebnissen dieser umfrage bei unseren gruppengesellschaften Aussagen über 99% der dort beschäftigten Mitarbeiter treffen. In nahezu allen gruppengesellschaften wurde die einhaltung unserer selbstverpflichtungen dokumentiert.

zweitens gehören zu unserem Monitoringsystem hotlines, bei denen sich unsere Mitarbeiter über geltende Arbeitsbedingungen informieren und defizite melden können. dazu haben wir entweder bestehende hotlines zum thema Compliance inhaltlich erweitert oder eine zusätzliche hotline eingeführt. die anonyme und vertrauliche nutzung ist sichergestellt, da die Anrufe in der Regel bei geschulten Anwälten außerhalb der bAsF eingehen. die hotlines stehen unseren Mitarbeitern in sämtlichen Ländern, in denen dies rechtlich zulässig ist, zur Verfügung.

ergeben sich bei der Auswertung und dem Vergleich der beiden MonitoringInstrumente hinweise auf Missstände in unseren gesellschaften, gehen wir diesen nach und leiten entsprechende Maßnahmen zur Abhilfe ein.

mehr dazu unter basf.com/monitoring_d

monitoring von lieferketten

gemeinsame Werte sind die grundlage für langfristige und vertrauensvolle beziehungen zu unseren Lieferanten. deshalb wählen wir Lieferanten nicht nur nach wirtschaftlichen gesichtspunkten aus. umweltschutz, Arbeitssicherheits und sozialstandards sind ebenfalls teil der bewertung neuer und bestehender Lieferbeziehungen. unsere kunden und Investoren interessieren sich zunehmend für nachhaltigkeit – bei uns und in unserer Lieferkette. Risikomatrizes, die auf themenspezifischen datenbanken basieren, helfen uns, Risikolieferanten zu identifizieren. so haben wir Länder, Produkt und branchenrisiken erfasst. unser Lieferkettenmanagement besteht aus einem mehrstufigen Prozess:

  • Information über erwartete standards: 12.000 Lieferanten wurden bis 2008 schriftlich informiert. In Indien und China fanden 2008 zusätzlich sogenannte "supplier days" statt, bei denen Lieferanten über Anforderungen zu umwelt, sicherheit und sozialstandards geschult wurden.
  • selbstbewertung der Risikolieferanten
  • Vorortbesuche: Insgesamt haben wir 2008 im Rahmen von 549 Vorortbesuchen Lieferanten überprüft.
  • gegebenenfalls korrektivmaßnahmen

Wenn wir feststellen, dass Lieferanten unsere standards nicht oder nur teilweise erfüllen, bieten wir hilfestellung an. ein beispiel ist unser "1+3"Projekt in China, bei dem wir nachhaltigkeitsstandards an Partner aus der Wertschöpfungskette weitergeben. das Projekt soll neue, erfolgreiche Methoden für verantwortliches unternehmerisches handeln bei kleinen und mittelständischen unternehmen bekannt machen. die bAsF hat 2008 etwa 500.000 verschiedene Rohstoffe, technische güter sowie dienstleistungen für bau und Instandhaltung von Anlagen und für Logistik eingekauft.

arbeits- und sozialstandards lieferkettenmanagement

  • Jährliche umfrage zu den themen Compliance und einhaltung von international anerkannten Arbeitsund sozialstandards
  • externe hotlines, über die sich Mitarbeiter informieren und defizite anonym melden können

  • bewertung von Lieferanten nach wirtschaftlichen gesichtspunkten sowie umweltschutz, Arbeitssicherheits und sozialstandards

  • Identifizieren von Risikolieferanten mit Risikomatrizes, die auf themenspezifischen datenbanken basieren
  • evaluation von Lieferanten vor ort
  • mehr dazu unter basf.com/lieferkette

highlights 2008 Nachhaltigkeit

  • DOW JONES SUSTAINABILITY INDEX BASF ist Spitzenreiter der Chemieunternehmen im weltweit bedeutendsten Nachhaltigkeitsindex.
  • CARBON DISCLOSURE PROJECT BASF führt den Carbon Disclosure Leadership Index an.
  • DEUTSCHER NACHHALTIGKEITSPREIS BASF erhält Auszeichnung in der Kategorie "Nachhaltigstes Unternehmen".

compliance

Wichtiges ziel des bAsFComplianceProgramms ist es, Rechtsverstößen vorzubeugen und sie zu verhindern. Wir haben dafür ein system aus Complianceschulungen, dezentralen beratungsstellen und gruppenweitem Monitoring eingeführt und eine Complianceorganisation entwickelt, die der größe des unternehmens angemessen ist.

Alle Mitarbeiter erhalten im Jahr ihres eintritts in die bAsF eine grundschulung in ComplianceFragen, mit der sie an die grundwerte und Leitlinien der bAsF, den Verhaltenskodex, unsere Compliancehotline und das ComplianceProgramm herangeführt werden. seit 2007 führt bAsF schulungen zur Auffrischung durch, soweit möglich mit einem interaktiven Lernprogramm. daneben führen wir regelmäßig schulungen zu speziellen Rechtsthemen durch, die auf die Arbeitsgebiete der Mitarbeiter zugeschnitten sind.

Mit den schulungen machen wir deutlich, dass die grundwerte und Leitlinien, der Verhaltenskodex und das daraus abgeleitete ComplianceProgramm für jeden einzelnen bAsFMitarbeiter gelten und Verstöße nicht toleriert werden. Im Jahr 2008 haben über 26.000 Mitarbeiter an Complianceschulungen teilgenommen.

Über gruppenweite telefonhotlines können Mitarbeiter auch anonym Fragen zum persönlichen Verhalten an das unternehmen stellen und auf fragwürdige oder rechtlich bedenkliche Vorfälle im unternehmen hinweisen. Jedem, der die hotline zu dem genannten zweck nutzt, wird zugesichert, dass die nutzung für ihn keine negativen Folgen haben wird. die nutzung unserer Compliancehotline ist seit ihrer einrichtung kontinuierlich gestiegen. Insgesamt gingen 2008 rund 300 Anrufe ein.

Regelmäßige Prüfungen durch die konzernrevision unterstützen das ComplianceProgramm. 2008 wurden gruppenweit 60 (2007: 137) solcher Audits durchgeführt. dabei wird insbesondere untersucht, ob kartellrechtliche Vorschriften eingehalten werden und ob der umgang mit geschäftspartnern und Vertretern staatlicher stellen unseren grundsätzen entspricht. stoßen wir auf Auffälligkeiten im Verhalten von Lieferanten oder Abnehmern, gehen wir diesen nach.

Als eines der ersten unternehmen in deutschland hat bAsF im Jahr 2002 die Position eines Chief Compliance officer eingeführt. zirka 80 bei einzelnen gruppengesellschaften oder in Regionen tätige Compliancebeauftragte unterstützen ihn. der Chief Compliance officer berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden. er steuert das ComplianceProgramm und dessen Weiterentwicklung gruppenweit.

der Vorstand der bAsF se lässt sich über die umsetzung des ComplianceProgramms regelmäßig berichten, insbesondere über CompliancePrüfungen und hotline-Fälle, die über den einzelfall hinaus relevant sind. Über wichtige Fragen informiert der Vorstand den Aufsichtsrat.

mehr dazu unter basf.com/compliance_d

compliance-programm compliance-audits

  • Verpflichtende schulungen für Mitarbeiter
  • telefonhotline, die Mitarbeiter anonym nutzen können
  • Chief Compliance officer koordiniert Compliance-Management
  • zirka 80 Compliancebeauftragte weltweit

  • Prüfung, ob kartellrechtliche Vorschriften eingehalten werden und ob der umgang mit geschäftspartnern und Vertretern staatlicher stellen den grundsätzen der bAsF entspricht

  • Regelmäßige Prüfungen durch die konzernrevision
  • gruppenweit 60 Audits im Jahr 2008

success – mehrwert durch nachhaltigkeit

nachhaltigkeit wird für unsere kunden zu einem immer wichtigeren erfolgsfaktor. Wir sehen deshalb große Chancen, unsere nachhaltigkeitsexpertise in kundenbeziehungen einzubringen. daher haben wir bereits 2007 einen strategischen Ansatz entwickelt, mit dem unsere geschäftseinheiten identifizieren, wie sie sich durch nachhaltigkeit im Wettbewerb differenzieren können. umgesetzt wird dies durch die Initiative "success – Mehrwert durch nachhaltigkeit". hier haben wir unsere langjährige kompetenz in den bereichen umwelt, gesundheit, sicherheit und nachhaltigkeitsmanagement gebündelt. das spektrum von success umfasst einzelangebote und maßgeschneiderte gesamtpakete. eines davon ist unser servicepaket greenloop®, bei dem bAsF seit 2008 zuvor verkaufte elektronikchemikalien, wie Lösemittel, von kunden zurücknimmt und in anderen Anwendungen verwertet.

2008 haben wir mit kunden 196 nachhaltigkeitsprojekte im Rahmen von success durchgeführt mit dem ziel, kundenbeziehungen durch nachhaltigkeit auszubauen oder zu festigen.

mehr dazu unter basf.com/success_d

ökoef zienz-analyse und seebalance

Als strategisches Instrument zur Produkt und Prozessoptimierung bieten wir die ÖkoeffizienzAnalyse an. sie liefert Informationen darüber, in welchem Verhältnis der wirtschaftliche Wert eines Produkts zu den Auswirkungen auf die umwelt steht. unseren kunden und uns hilft sie zu entscheiden, welche Produkte und Verfahren sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch am besten geeignet sind. dafür wird der gesamte Lebensweg eines Produkts oder herstellverfahrens betrachtet, zum beispiel Ressourcenund energieverbrauch, emissionen in Luft, Wasser und boden sowie eventuelles gefahrenpotenzial. In 90% unserer Produktbereiche haben wir die ÖkoeffizienzAnalyse für

wesentliche Produkte eingesetzt. Insgesamt führen wir pro Jahr rund 40 Analysen durch. 2008 haben wir eine Vielzahl unserer Analysen gemeinsam mit und für kunden durchgeführt. Wir konnten so zeigen, dass der einsatz unseres neuen Produkts elastocoast® deutliche Ökoeffizienzvorteile bei der Verwendung im küstenschutz gegenüber Wettbewerbsprodukten aufweist, und so klare ökonomische und ökologische Vorteile dieses Produkts herausarbeiten.

Inzwischen haben wir die ÖkoeffizienzAnalyse um soziale Aspekte erweitert: unsere sozioÖkoeffizienzAnalyse seebALAnCe® umfasst unter anderem gesellschaftsrelevante kriterien wie Arbeitsunfälle, Ausbildungsniveau, Forschungsund entwicklungsaufwendungen, gleichbehandlung sowie Löhne und gehälter. damit ermitteln wir neben den kosten und der umweltbelastung auch soziale Auswirkungen von Produkten und herstellverfahren. Für ausgewählte Produktanwendungen haben wir 2008 sozioÖkoeffizienzAnalysen durchgeführt.

mehr dazu unter basf.com/oekoeffizienz

kundenzufriedenheit

Voraussetzung für langfristigen geschäftserfolg ist die zufriedenheit unserer kunden. In unserem Forum "Perspectives" diskutieren wir mit kunden über ihre Anforderungen. Auf dieser grundlage entwickeln wir neue geschäftsmodelle. Wenn kunden mit unserer Leistung nicht zufrieden sind, hilft unser non Conformance Management, die hintergründe zu verstehen, aus Fehlern zu lernen und unsere geschäftsprozesse zu optimieren. Mit dem globalen system erfassen wir beschwerden, gehen ihnen nach und messen die zufriedenheit unserer kunden. diese drückt sich auch in zahlreichen Auszeichnungen und Preisen aus. so hat beispielsweise Ford bAsF Coatings 2008 für besondere Leistungen im bereich Corporate social Responsibility den "Recognition of Achievement Award" verliehen. Volkswagen zeichnete die bAsF als umwelt-

  • einsatz für wichtige Produkte in 90% der bAsFProduktbereiche
  • Rund 40 Analysen pro Jahr
  • strategisches Instrument zur Produkt und Prozessoptimierung
  • zeigt, welche Produkte und Verfahren wirtschaftlich und ökologisch am besten geeignet sind

ökoeffizienz-analyse non conformance management

die Qualität von kundenbeziehungen misst sich auch daran, wie wir mit beschwerden umgehen und sie vermeiden. Wir registrieren alle Probleme von kunden mit unseren Produkten oder Prozessen, gehen ihnen nach und ermitteln Verbesserungspotenzial. unser 2008 weiterentwickeltes system erfasst nun noch besser die kosten des non Conformance Management in allen Regionen und geschäftseinheiten.

freundlichen zulieferer mit dem "group Award 2008" aus, den der konzern jährlich an die 15 besten Lieferanten weltweit vergibt.

dialog mit stakeholdern

einer unserer grundwerte ist es, respektvoll mit Interessengruppen umzugehen. Im Austausch mit ihnen erfahren wir, welche erwartungen an uns gestellt werden. das hilft uns, Chancen und Risiken für das unternehmen zu erkennen. Wir sind uns der besonderen Verantwortung bewusst, die wir als Chemieunternehmen gegenüber unseren unmittelbaren nachbarn haben. Für den regelmäßigen dialog haben wir vor allem an unseren Produktionsstandorten nachbarschaftsforen eingerichtet (Community Advisory Panels, CAPs). hier werden regelmäßig aktuelle themen diskutiert. derzeit gibt es 59 CAPs an bAsFstandorten.

Vertrauen brauchen wir auch für die einführung von Produkten auf basis neuer technologien. Auf grund unserer erfahrungen mit früheren debatten um neue technologien sind wir schon zu einem sehr frühen stadium der technologieentwicklung in die öffentliche und politische diskussion um nanotechnologien eingetreten und haben 2004 unser erstes dialogpapier zur nanotechnologie veröffentlicht. seitdem sind wir in zahlreichen nationalen und internationalen dialogforen vertreten, unter anderem in der nanokommission des bundesministeriums für umwelt, naturschutz und Reaktorsicherheit in deutschland.

unter dem namen "dialogforum nano" haben wir 2008 einen dialog zwischen bAsFexperten, Vertretern von umwelt und Verbraucherorganisationen sowie kirchen und anderen kritischen Meinungsbildnern ins Leben gerufen. unsere Mitarbeiter binden wir in den dialog um nanotechnologien mit ein. gemeinsam mit dem betriebsrat und der Ig bCe haben wir am standort Ludwigshafen unter anderem eine dialogreihe für Labormitarbeiter begonnen,

und verwertet. Mit dem weltweiten Service der Initiative "Success" konnten wir 2008 die Beziehungen zu mehreren Firmenkunden intensivieren und mehr als 5.000 Tonnen Elektronikchemikalien wiederverwerten.

die wir 2009 fortsetzen wollen. Auch zu weiteren themen stehen wir im dialog mit gesellschaft und Politik.

mehr zu unserem stakeholder-dialog unter basf.com/dialog, zu unserem nanotechnologie-dialog unter basf.com/dialog-nanotechnologie und zu unseren schwerpunkten im politischen dialog unter basf.com/politik-dialog

nachhaltigkeits-newsletter dialog mit stakeholdern

der newsletter des sustainability Center informiert über neue themen rund um nachhaltigkeit bei bAsF. Registrierung unter basf.com/nachhaltigkeit/newsletter

mehr zu nachhaltigkeit unter basf.com/nachhaltigkeit

  • Risiken und Chancen für das unternehmen erkennen
  • Community Advisory Panels für den dialog mit nachbarn
  • erhöhung der gesellschaftlichen Akzeptanz unseres unternehmerischen handelns

wertschöpfung

die wertschöpfungsrechnung macht transparent, wie unser wirtschaftliches handeln wert für die gesellschaft schafft: im gegensatz zur gewinn- und verlustrechnung, der die perspektive des eigentümers zu grunde liegt, erläutert die wertschöpfungsrechnung den beitrag der basf-gruppe zum privaten und öffentlichen einkommen.

die Wertschöpfung ergibt sich aus der unternehmensleistung nach Abzug der Vorleistungen wie Materialaufwand oder Abschreibungen. sie geht an die Mitarbeiter, Aktionäre oder den staat.

Im Jahr 2008 betrug die Wertschöpfung der bAsFgruppe 13.210 Millionen € und reduzierte sich damit um 8,5% im Vergleich zum Vorjahr. dieser Rückgang ist hauptsächlich auf den deutlichen Anstieg der Rohstoffkosten zurückzuführen. der größte Anteil an der Wertschöpfung

ging an unsere Mitarbeiter. darin enthalten sind Löhne, gehälter und sozialleistungen. ein weiterer bedeutender teil der Wertschöpfung ging in Form von steuern an den staat. er betrug 2.940 Millionen € im Vergleich zu 2.855 Millionen € im Vorjahr.

Für spenden und sponsoring sowie bAsFeigene Projekte haben wir im Jahr 2008 insgesamt 65 Millionen € aufgewendet, im Vergleich zu 75 Millionen € im Vorjahr. dieser betrag ist in den übrigen Aufwendungen enthalten.

die verbleibende Wertschöpfung in höhe von 2.912 Millionen € steht zur Ausschüttung über die dividende und zur thesaurierung zur Verfügung.

mehr zu löhnen und gehältern auf den seiten 94 und 187, zu steuern auf seite 183 und zu spenden und sponsoring auf seite 97

  • Finanzieller beitrag der bAsFgruppe zum privaten und öffentlichen einkommen
  • Rückgang um 8,5% auf 13,2 Milliarden € gegenüber 2007 hauptsächlich auf grund stark gestiegener Rohstoffkosten
  • größter Anteil entfällt auf Mitarbeiter

wertschöpfung verwendung der wertschöpfung

  • 6.364 Millionen € für Mitarbeiter
  • 2.940 Millionen € für steuern
  • 65 Millionen € für gesellschaftliches engagement
  • 2.912 Millionen € verbleibende Wertschöpfung für Ausschüttung und thesaurierung

forschung und entwicklung herausforderungen begegnen, lösungen entwickeln, zukunft gestalten

mit unserer international und interdisziplinär aufgestellten forschung und entwicklung bieten wir lösungen für viele herausforderungen der zukunft. unser wissen, unsere produkte und prozesse sind innovationstreiber in fast allen industriebranchen. sie fördern den langfristigen erfolg unserer kunden. dieser sichert wiederum unser pro tables wachstum und unseren nachhaltigen geschäftserfolg.

Megatrends wie das rasante bevölkerungswachstum und der steigende energiebedarf stellen globale herausforderungen dar, denen wir mit innovativen Lösungen und zukunftsprojekten begegnen. die vier globalen technologieplattformen Polymerforschung, Forschung Wirk und effektstoffe, Forschung und technologie Chemikalien sowie Forschung Pflanzenbiotechnologie bilden mit den entwicklungseinheiten der unternehmensbereiche unsere Wissens und kompetenzzentren. die weltweit enge Vernetzung mit unseren Partnern ist ein wichtiger erfolgsfaktor für effiziente und zukunftsorientierte Forschung. unser netzwerk umfasst über 1.900 kooperationen mit universitäten, Forschungsinstituten, startupunternehmen und Industriepartnern.

Auch im Jahr 2008 haben wir unsere Aktivitäten im bereich der Forschung und entwicklung weiter ausgebaut. neuartige bAsFsysteme aus epoxidharz und härtern der Marke baxxodur® zum beispiel verleihen Rotorblättern an Windkraftanlagen hohe mechanische Festigkeit und tragen dazu bei, den herstellungsprozess um bis zu 30% zu beschleunigen. der erste antimikrobielle bAsFkunststoff Luran® s bX 13042 wiederum hat eine keimtötende Wirkung, die für krankenhausbetten, behandlungsstühle oder Computertastaturen in büros nützlich ist. unser kunststoff ecoflex® ist biologisch abbaubar und wird in tragetaschen, biomüllbeuteln, Mulchfilm für die Landwirtschaft und in verschiedenen Lebensmittelverpackungen eingesetzt. trilon® M, ein komplexbildner, kann Metalle binden und

damit störende Reaktionen verhindern – Reinigungsmittel werden durch ihn hochwirksam und umweltschonend. mehr zu ecoflex auf seite 58 und zu trilon m auf seite 64

Weltweit waren 2008 rund 8.900 bAsFMitarbeiter in Forschung und entwicklung beschäftigt. Wir haben in diesem bereich 1.355 Millionen € aufgewendet im Vergleich zu 1.380 Millionen € im Jahr 2007. trotz des schwierigen wirtschaftlichen umfelds wollen wir die Aufwendungen auch 2009 auf dem hohem niveau der vergangenen drei Jahre halten. Über ein drittel davon fließt in Produkte und technologien zur steigerung der energieeffizienz sowie in klimaschutz, Ressourcenschonung und nachwachsende Rohstoffe. 2008 haben wir zudem damit begonnen, kriterien zu umweltschutz und gesellschaftlicher Verantwortung in unsere Innovationsprozesse einzuführen, um so nachhaltigkeitsaspekte noch systematischer zu berücksichtigen.

Rund 76% der Aufwendungen lagen in der Verantwortung der unternehmensbereiche, rund 24% entfielen auf die konzernforschung. Ab 2010 wollen wir allein aus Produktinnovationen jährliche umsätze von 4 Milliarden € erzielen, 20% davon sollen zusätzliche umsätze sein. 2008 hat bAsF weltweit 1.265 Patente angemeldet.

die in den letzten Jahren umgesetzten Maßnahmen zur steigerung von effizienz und effektivität unserer Innovationsprozesse zeigen Wirkung. so hat sich der Phasegate-Prozess als erfolgreiches Werkzeug für Projekt und Portfoliosteuerung etabliert. hierbei werden Innovationsprojekte in fünf verschiedene Phasen von der Ideenfindung bis zur Markteinführung aufgeteilt. dadurch werden entscheidungsprozesse transparenter. In der Prozess und Produktentwicklung erhöhen wir die effizienz durch den verstärkten einsatz von hochdurchsatzMethoden, zum beispiel bei der entwicklung von katalysatoren und Formulierungen.

forschung und entwicklung

  • Aufwendungen von 1.355 Millionen € im Jahr 2008
  • Über 1.900 kooperationen mit universitäten, Forschungsinstituten und Industriepartnern
  • Ab 2010 jährliche umsätze von 4 Milliarden € aus Produktinnovationen, 20% davon zusätzlicher umsatz

  • 1 chemicals: 9% 2 plastics: 11% 3 performance products: 17% 4 functional solutions: 14%
  • 5 agricultural solutions: 24%
  • 6 oil & gas: 1%
  • 7 konzernforschung, sonstige: 24%

konzernforschung

Mit der bereichsübergreifenden strategischen konzernforschung erschließen wir Wachstumsfelder der zukunft. Im Rahmen unserer im Jahr 2006 gestarteten Initiative "We innovate for growth" konzentrieren wir uns auf fünf Wachstumscluster, die zukunftstechnologien und zukunftsmärkte adressieren und wichtigste interdisziplinäre Lösungsansätze für kommende herausforderungen umfassen: energiemanagement, nanotechnologie, Weiße biotechnologie, Pflanzenbiotechnologie und Rohstoffwandel.

nach der 2008 abgeschlossenen ersten Phase dieser Initiative, für die wir mehr als 900 Millionen € aufgewendet haben, ziehen wir eine positive bilanz: das Projektportfolio ist mit rund 200 Projekten gut gefüllt, sein Wert übertrifft unsere erwartungen, wir haben über 700 Patente angemeldet oder erhalten. Von den Innovationen, die aus den Projekten dieser Wachstumscluster hervorgehen, erwartet bAsF ab 2015 jährliche umsätze von 2 bis 4 Milliarden €.

Im zukunftsmarkt energiemanagement sind mit neuen technologien und Materialien für energiespeicherung und umwandlung bereits wesentliche erfolge erzielt worden. die bAsF Fuel Cell gmbh ist einer der führenden hersteller von komponenten für brennstoffzellen. seit Januar 2009 wird bAsF Fuel Cell im unternehmensbereich Inorganics geführt. ein weiteres zukunftsprojekt ist die thermoelektrik, die zum beispiel beim Auto Abwärme in elektrischen strom umwandelt und damit den kraftstoffverbrauch deutlich senkt.

In der nanotechnologie sieht bAsF eine schlüsseltechnologie, mit der drängende Fragestellungen beispielsweise in der Medizintechnik beantwortet werden können: dazu führen wir seit ende 2007 mit der harvard university gemeinsame Forschungsprojekte durch. zusammen mit den unternehmen PolyIC, evonik Industries, elantas beck und siemens hat bAsF das vom bundesministerium für bildung und Forschung geförderte Verbundprojekt

"MadriX" gestartet. Mit diesem Projekt wird die entwicklung leistungsfähigerer gedruckter Funketiketten (polymere RFId) mit hilfe der nanotechnologie vorangetrieben.

eine weitere schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts, die biotechnologie, ermöglicht viele Produkt und Verfahrensinnovationen. unsere Forschung in der Weißen biotechnologie konzentriert sich auf vier technologiefelder: enzymkatalyse zur herstellung von spezialchemikalien, Fermentation auf basis nachwachsender Rohstoffe, biopolymere sowie industrielle Proteine und enzyme. ein beispiel für die gelungene nutzung der Weißen biotechnologie ist die Anwendung von enzymen in der herstellung optisch aktiver zwischenprodukte mit hohem Reinheitsgrad. so setzen wir zum beispiel eine neuartige enzymklasse, die enoatReduktasen, seit 2008 zur Produktion von Ausgangsstoffen für Pharmazeutika und Pflanzenschutzmittel ein.

In der Pflanzenbiotechnologie entwickeln wir Pflanzen für eine leistungsfähigere Landwirtschaft, eine gesündere ernährung und für die verbesserte nutzung als nachwachsende Rohstoffe. Mit Monsanto setzen wir unsere zusammenarbeit erfolgreich fort. die ersten ergebnisse von Feldversuchen mit trockenheitstolerantem Mais haben unsere erwartungen mehr als erfüllt.

Im Arbeitsgebiet Rohstoffwandel untersuchen wir für unsere Wertschöpfungsketten Alternativen zu erdöl als Ausgangsstoff, zum beispiel nachwachsende Rohstoffe und erdgas.

unsere bisherigen erfolge mit der Initiative "We innovate for growth" bestärken uns darin, die zweite Phase von 2009 bis 2011 in einem umfang von bis zu 1 Milliarde € weiterzuführen. Wir wollen für bAsF profitables Wachstum durch Innovation generieren und zu einer lebenswerteren zukunft beitragen.

initiative "we innovate for growth"

  • Interdisziplinäre Vernetzung der Chemie mit anderen naturwissenschaften
  • Positive bilanz nach Abschluss der ersten Phase der Initiative "We innovate for growth": 700 Patente aus rund 200 Projekten
  • Ab 2015 zusätzliche umsätze von 2 bis 4 Milliarden € aus Projekten der Wachstumscluster

ausgaben für forschung und entwicklung in den wachstumsclustern 2006– 2008 (Millionen €)

1 energiemanagement: 90 2 nanotechnologie: 185 3 weiße biotechnologie: 135

  • 4 pflanzenbiotechnologie: 410
  • 5 rohstoffwandel: 105

entwicklung der weltwirtschaft

die Vorjahreswerte wurden angepasst.

die weltkonjunktur ist im jahr 2008 durch die globale finanzkrise und ihre auswirkungen auf die realwirtschaft schwer belastet worden. wegen des massiven einbruchs der konsum- und investitionsgüternachfrage im vierten quartal gerieten die industrieländer in eine rezession. das globale wachstum des bruttoinlandsprodukts (+2,2%) lag im jahr 2008 unter unserer prognose (+2,8%) sowie unterhalb des trendwachstums. ab jahresmitte 2008 waren für die chemie keine wachstumsimpulse mehr zu verzeichnen.

die globale Finanzkrise hat die konjunktur 2008 stark beeinträchtigt. durch die Insolvenz der usInvestmentbank Lehman brothers Mitte september wurde die Vertrauenskrise im Finanzsektor verschärft. Außerdem haben sehr hohe energie und Rohstoffpreise die nachfrage belastet, insbesondere im zweiten und dritten Quartal 2008.

die Regierungen und notenbanken haben gemeinsam einen finanziellen schutzschirm bereitgestellt, um die Funktionsfähigkeit der Finanzmärkte wiederherzustellen. zudem wurden die zinsen drastisch gesenkt. diese Maßnahmen haben das Finanzsystem bisher nur partiell stabilisiert. die turbulenzen haben zu einer globalen wirtschaftlichen Vertrauenskrise geführt. nicht nur die Finanzierungskosten, sondern auch die Risikoprämien und die kreditstandards haben sich erhöht.

durch die realwirtschaftlichen Auswirkungen der Finanzkrise hat sich das weltweite Wachstum ab dem dritten Quartal stark abgeschwächt. Viele Industrieländer – vor allem die usA, großbritannien, spanien, deutschland, Italien und Japan – sind in eine Rezession geraten, die sich besonders im vierten Quartal durch die einbrechende Industrieproduktion verschärfte. das globale bruttoinlandsprodukt wuchs 2008 wesentlich schwächer (+2,2%) als in den drei vorangegangenen Jahren.

weltwirtschaftliche entwicklung 2008

  • Wachstum des weltweiten bruttoinlandsprodukts (+2,2%) deutlich unter unserer Prognose (+2,8%)
  • starke belastung der Weltwirtschaft im Jahr 2008 durch Finanzkrise und sehr hohe Rohstoffpreise
  • keine Wachstumsimpulse für die chemische Industrie seit Mitte 2008

entwicklung nach regionen

In europa befindet sich die konjunktur seit dem zweiten halbjahr 2008 in einem Abschwung, der sich ende des Jahres massiv verschärft hat. großbritannien, Irland und spanien sind infolge der Immobilien und Finanzkrise in eine Rezession geraten. Auch die restliche eu weist eine rezessive tendenz auf, die auf konsumzurückhaltung und markante exporteinbußen zurückzuführen ist. das Wachstum des bruttoinlandsprodukts ist deutlich zurückgegangen (2007: +2,8%; 2008: +1,0%).

die usa standen im zweiten halbjahr 2008 gänzlich unter dem Anpassungsdruck des rezessiven Immobilienmarktes und der krise am Finanzmarkt. der massive einbruch im bausektor und beim konsum, hier insbesondere bei der Automobilnachfrage, haben das Wachstum des bruttoinlandsprodukts deutlich reduziert (+1,2%). durch höhere zinslasten, negative Vermögenseffekte und sinkende beschäftigung ist der private konsum und als Folge die unternehmensinvestitionen stark zurückgegangen.

das Wachstum in asien (ohne japan) war bis zum zweiten Quartal robust, konnte sich aber danach nicht vom weltwirtschaftlichen Abschwung entkoppeln. besonders in der AseAnRegion, in korea und in taiwan setzte ab dem zweiten Quartal in der Industrieproduktion eine rezessive tendenz ein, die sich im dritten Quartal infolge der konjunkturellen Abkühlung in China verstärkte. gegenüber dem Vorjahr (+8,8%) schwächte sich das Wachstum in Asien (ohne Japan) deutlich ab (+6,7%).

japan ist wegen seiner erheblichen Verflechtung mit den Absatzmärkten usA und eu ebenso von der Rezession betroffen und ist 2008 nur schwach gewachsen (+0,1%).

In südamerika ist das bislang starke regionale Wachstum zurückgegangen (+5,0%). der einbruch der Rohstoffpreise im zweiten halbjahr 2008 hat insbesondere die auf export ausgerichteten Rohstoffindustrien betroffen.

bruttoinlandsprodukt 2008 reale veränderung gegenüber vorjahr

0% 4% 8%
Welt 2,2
eu 1,0
usA 1,2
Asien ohne Japan 6,7
Japan 0,1
südamerika 5,0

entwicklung wichtiger abnehmerbranchen

die Vorjahreswerte wurden angepasst.

gegenüber dem vorjahr (+4,3%) ist das wachstum der globalen industrieproduktion eingebrochen (+1,0%) und lag deutlich unter unserer prognose (+2,8%). dies lag an der drastischen verminderung der konsumnachfrage, von der vor allem die industrieländer betroffen waren. hier ging die industrieproduktion zurück (–1,3%).

die bauwirtschaft ist infolge der Rezession des Wohnungsbaus in den usA und teilen europas weltweit nur noch schwach gewachsen (+0,9%). In den usA ging die baubranche deutlich zurück (–6,2%), in Westeuropa leicht (–0,8%). die bautätigkeit in den schwellenländern, vor allem in Asien und im nahen osten, wuchs solide (+8,2%).

die automobilindustrie geriet in den Industrieländern gegen Jahresende durch den starken Rückgang des binnenabsatzes in eine äußerst kritische Lage. die Produktion nahm in den Industrieländern stückzahlmäßig stark ab (–9,4%) und ist in den usA eingebrochen (–19,7%). In Asien (ohne Japan) ging das Wachstum gegenüber dem Vorjahr (+14,0%) deutlich zurück (+4,5%). Weltweit ist die Produktion gesunken (–3,4%).

die elektroindustrie ist nur schwach gewachsen (+1,4%). In den Industrieländern ging das Wachstum auf grund geringerer Investitionstätigkeit gegenüber dem Vorjahr (+3,3%) zurück (–0,4%). Asien (ohne Japan) profitierte vom trend zum offshoring und ist am stärksten gewachsen (+4,6%).

die informations- und kommunikationsindustrie (ict) ist verglichen mit den Vorjahren schwächer gewachsen (+8,7%). Wegen der Abhängigkeit von exporten in die usA ging besonders in Asien das Wachstum zurück.

die textilindustrie schrumpfte in den Industrieländern (–7,9%) vor allem wegen abnehmender binnennachfrage und steigender Importe aus Asien. In den usA brach die Produktion sehr stark ein (–9,8%). das Wachstum (+0,9%) wurde wie in den Vorjahren in Asien erwirtschaftet (+9,4%).

entwicklung der industrieproduktion 2008

  • Weltweit Wachstum zurückgegangen (auf +1,0%)
  • bauwirtschaft: Weltweit leichtes Wachstum (+0,9%), in den usA (–6,2%) und in Westeuropa (–0,8%) Rückgang der Produktion
  • Automobilindustrie: kritische Lage durch hohen Ölpreis und Finanzkrise, stückzahlmäßiger Rückgang (–9,4%) in den Industrieländern, einbruch in den usA (–19,7%)

die papierindustrie schrumpfte in den Industrieländern (–2,5%). das weltweite Wachstum (+0,8%) ist durch die starke Produktionszunahme in den schwellenländern (+6,1%) bedingt.

das Wachstum der nahrungsmittelindustrie konnte sich behaupten (+2,8%), da sie weniger von zyklischen schwankungen betroffen ist. In den Industrieländern hat sich das Wachstum abgeschwächt (+0,3%).

die landwirtschaft profitierte vom Anstieg der Anbauflächen und der wachsenden nutzung von Mais und getreide für die Produktion von biokraftstoffen und bioethanol und ist weltweit etwas stärker gewachsen (+3,1%) als im Jahr 2007. dies lag besonders am starken Wachstum in den schwellenländern (+4,0%).

wachstum wichtiger abnehmerbranchen 2008

Reale Veränderung gegenüber Vorjahr 0% –1,3 1,0 –9,4 –3,4 –0,4 1,4 8,8 8,7 –3,1 0,9 –7,9 0,9 –2,5 0,8 0,3 2,8 oeCd Welt oeCd Welt oeCd Welt bauwirtschaft oeCd Welt textilindustrie oeCd Welt Papierindustrie oeCd Welt nahrungsmittel oeCd Welt 4% 8% industrie gesamt oeCd Welt 1,1 3,1 Landwirtschaft oeCd Welt elektroindustrie ICtIndustrie Automobilindustrie (prod. stückzahl)

basf-umsatz nach branchen direkte kunden

> 15% Chemie
10– 15% Automobil bau Versorger
5–10% Landwirtschaft kunststoffindustrie Ölindustrie
<5% elektro/elektronik Möbel Papier
10– 15% Anteil sonstiger branchen

entwicklung der chemischen industrie

die Vorjahreswerte wurden angepasst.

die nachfrage nach chemieprodukten ist im zuge der wirtschaftlichen turbulenzen drastisch eingebrochen und ist seit dem dritten quartal 2008 rückläu g – erstmals seit 2001. insgesamt stagnierte die weltweite chemieproduktion (ohne pharma) im jahr 2008 – nach einem starken wachstum im vorjahr (+4,5%).

nach der Wachstumsphase der Vorjahre brachte das Jahr 2008 für die weltweite Chemieproduktion eine stärkere Abschwächung als erwartet. Im dritten Quartal lag die weltweite Chemieproduktion erstmals unter dem Vorjahresniveau. das bis dahin solide Wachstum brach parallel zum Produktionsrückgang in den Abnehmerbranchen bau, Auto, elektro, Möbel und Papier ein.

besonders dramatisch ist der Rückgang der Produktion in den usA (–5,0%), gefolgt von Japan (–3,6%) und europa (–1,1%). In Asien (ohne Japan) (+5,2%) nahm die Chemiekonjunktur deutlich weniger zu als im Vorjahr (+12,3%). Auch südamerika verzeichnete ein schwächeres Wachstum (+2,7%).

chemieproduktion (ohne pharma) 2008 Reale Veränderung gegenüber Vorjahr

entwicklung der chemischen industrie 2008

  • stagnation der weltweiten Chemieproduktion
  • Rückläufige nachfrage nach Chemieprodukten wegen Rückgang der Produktion in Abnehmerbranchen
  • hohe Volatilität der Preise von Rohöl und naphtha

entwicklung an den rohstoffmärkten

die energiemärkte zeigten infolge spekulativer Verzerrungen eine beispiellose Volatilität. die Ölpreise stiegen seit Jahresbeginn 2008 von einem niveau um 90 us\$/ barrel im Juli auf Rekordwerte von bis zu 145 us\$/barrel und lösten damit bei energieverbrauchern große Verunsicherung aus. Im zuge der wirtschaftlichen Abschwächung sank der Ölpreis wieder unter 50 us\$/barrel – auf ein niveau wie zu beginn des Jahres 2007. die Preise für Chemierohstoffe wie zum beispiel naphtha zogen zur Jahresmitte parallel zum Ölpreis auf Rekordwerte über 1.100 us\$/ tonne an. Im september 2008 fiel die nachfrage auf den energiemärkten infolge der Finanzkrise stark ab, im dezember erreichten die energiepreise die niedrigsten stände seit ende 2005: der Ölpreis bis auf 40 us\$/barrel und der naphthapreis bis auf 245 us\$/tonne. Im Jahresdurchschnitt lagen der Ölpreis mit rund 97 us\$/barrel um 34% und der Preis für naphtha mit 789 us\$/tonne um 17% über den Vorjahreswerten.

In den usA ist der starke Anstieg der gaspreise zur Jahresmitte 2008 wieder abgeflacht. der Preis hat sich von einem niveau um 13 us\$/mbtu wieder auf unter 6 us\$/mbtu bewegt. der Jahresdurchschnittspreis von 8,9 us\$/mbtu war 2008 dennoch um 27% höher als im Vorjahr. In europa ist der gaspreis im Jahresdurchschnitt sogar um 50% gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

der seit 2007 andauernde Anstieg der Agrarrohstoffpreise ist im Juli 2008 abrupt abgebrochen. seitdem fallen die Preise und lagen ende 2008 um 32% unter dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2008 waren die Agrarrohstoffpreise um circa 4% niedriger als 2007.

die Märkte für nichteisenmetalle sind bereits im März des Jahres 2008 eingebrochen und notierten zum Jahresende um 47% unter dem Vorjahresniveau. Im Jahresdurchschnitt 2008 notieren die nichteisenmetalle um 11,4% niedriger als im Vorjahr.

preisentwicklung für rohöl und naphtha (us\$/bbl, us\$/t)

geschäftsentwicklung der basf-gruppe

umsatz und ergebnis (Millionen €)

2008 2007 Veränderung%
umsatz 62.304 57.951 7,5
ergebnis der betriebstätigkeit vor Abschreibungen (ebItdA) 9.562 10.225 –6,5
ebItdA­Marge (%) 15,3 17,6
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) vor sondereinflüssen 6.856 7.614 –10,0
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) 6.463 7.316 –11,7
Finanzergebnis –487 –381 –27,8
ergebnis vor ertragsteuern 5.976 6.935 –13,8
Jahresüberschuss 3.305 4.325 –23,6
Jahresüberschuss in Prozent vom umsatz 5,3 7,5
ergebnis nach ertragsteuern und nach Anteilen anderer gesellschafter 2.912 4.065 –28,4
ergebnis je Aktie (€) 1 3,13 4,16 –24,8

umsatz und ergebnis in den quartalen 2008 (Millionen €)

1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal gesamtjahr
umsatz 15.921 16.305 15.772 14.306 62.304
ergebnis der betriebstätigkeit vor Abschreibungen (ebItdA) 2.955 3.033 2.171 1.403 9.562
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) vor sondereinflüssen 2.354 2.408 1.568 526 6.856
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) 2.303 2.359 1.509 292 6.463
Finanzergebnis –122 –38 –39 –288 –487
ergebnis vor ertragsteuern 2.181 2.321 1.470 4 5.976
ergebnis nach ertragsteuern und Anteilen anderer gesellschafter 1.170 1.297 758 –313 2.912
ergebnis je Aktie (€) 1 1,24 1,39 0,82 –0,34 3,13

umsatz und ergebnis in den quartalen 2007 (Millionen €)

1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal gesamtjahr
umsatz 14.632 14.656 13.963 14.700 57.951
ergebnis der betriebstätigkeit vor Abschreibungen (ebItdA) 2.673 2.663 2.355 2.534 10.225
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) vor sondereinflüssen 2.116 2.030 1.705 1.763 7.614
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) 2.010 2.007 1.689 1.610 7.316
Finanzergebnis –94 –65 –105 –117 –381
ergebnis vor ertragsteuern 1.916 1.942 1.584 1.493 6.935
ergebnis nach ertragsteuern und Anteilen anderer gesellschafter 1.035 1.024 1.213 793 4.065
ergebnis je Aktie (€) 1 1,04 1,04 1,25 0,83 4,16

1 Angepasst an Aktiensplit im Verhältnis 1:2, der im zweiten Quartal 2008 durchgeführt wurde.

umsatz (Millionen €) ergebnis der betriebstätigkeit (Millionen €)

nach einem starken auftakt verschlechterte sich das geschäft der basf-gruppe im laufe des jahres 2008 zunehmend. im ersten halbjahr verzeichneten wir eine fortsetzung des kräftigen wachstums der vorangegangenen geschäftsjahre. gegen jahresende hat die weltweite wirtschaftskrise das geschäftsumfeld jedoch erheblich beeinträchtigt. in diesem schwierigen geschäftsumfeld konnten wir den umsatz des bisherigen rekordjahres 2007 übertreffen, mussten aber beim ergebnis der betriebstätigkeit einen rückgang gegenüber dem vorjahr hinnehmen.

umsatz

der umsatz stieg im Jahr 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 7,5% auf 62.304 Millionen €. die umsatzveränderung ist auf die folgenden einflüsse zurückzuführen:

umsatzeinflüsse

Millionen € 2008 komponenten
des umsatz
wachstums (%)
Mengen 178 0,3
Preise 6.781 11,7
Währungen –2.567 –4,4
Akquisitionen und änderungen des
konsolidierungskreises
235 0,4
devestitionen –274 –0,5
4.353 7,5

Während wir im ersten halbjahr den Absatz in fast allen teilen unseres Portfolios steigern konnten, ist gegen Jahresende in vielen Absatzmärkten die nachfrage drastisch eingebrochen. trotzdem konnten wir in allen bereichen im Jahresdurchschnitt die Preise gegenüber dem Vorjahr steigern. die sehr volatilen und im Jahresdurchschnitt über dem Vorjahr liegenden Rohstoffpreise konnten wir

allerdings nicht in vollem umfang an unsere Absatzmärkte weitergeben.

Akquisitionen haben mit 278 Millionen € zum höheren umsatz beigetragen, devestitionen verminderten den umsatz um 274 Millionen €. Letztere betrafen insbesondere die Veräußerung der geschäfte mit Lysin und Prämixen, der Arzneimittelherstellung in shreveport/Louisiana und des im tensidgeschäft tätigen tochterunternehmens WIbARCo.

Währungseinflüsse haben den umsatz um 4,4% beziehungsweise 2.567 Millionen € gemindert. Im durchschnitt des Jahres 2008 lag der usdollar bei 1,47 pro euro gegenüber 1,37 pro euro im Vorjahr.

das segment Chemicals hat den umsatz gesteigert. dies ist insbesondere auf die Weitergabe der Rohstoffpreise zurückzuführen, die im Jahresdurchschnitt 2008 deutlich über dem durchschnitt des Vorjahres lagen.

der umsatz beider unternehmensbereiche im segment Plastics ist vor allem auf grund negativer Währungseffekte gesunken. die bereiche Performance Polymers und Polyurethanes verzeichneten im zweiten halbjahr in allen Regionen stark rückläufige Mengen.

der umsatz des segments Performance Products übertraf den Wert des Vorjahres leicht. Wesentlich dazu beigetragen hat der bereich Acrylics & dispersions. höhere Preise konnten währungs und devestitionsbedingte Rückgänge ausgleichen.

der umsatz des segments Functional solutions ist wegen der Rückgänge in den bereichen Catalysts und Coatings gesunken. Construction Chemicals hingegen konnte dank des fortgesetzten Wachstums in osteuropa, im nahen osten und in weiten teilen Asiens den umsatz steigern.

dank der starken nachfrage nach unseren Pflanzenschutzmitteln im zuge hoher Preise für Agrarprodukte hat das segment Agricultural solutions den umsatz gesteigert.

umsatz

umsatzanstieg durch höhere Preise, trotz einbruch der nachfrage gegen Jahresende

+8%

ergebnis der betriebstätigkeit

ergebnis unter Vorjahr, in vielen bereichen einbruch im vierten Quartal

–12%

der im Jahresdurchschnitt über dem Vorjahreswert liegende Ölpreis sowie höhere Absatzmengen im erdgashandel führten zu einer deutlichen umsatzsteigerung im segment oil & gas.

der umsatz von sonstige ist gesunken, im Wesentlichen bedingt durch Rückgänge bei styrenics und im handel mit Rohstoffen. bei düngemitteln erzielten wir einen umsatzzuwachs.

ergebnis der betriebstätigkeit

das ergebnis der betriebstätigkeit betrug 6.463 Millionen € im geschäftsjahr 2008 und lag damit um 11,7% unter dem Rekordwert des Vorjahres von 7.316 Millionen €. Auch im Jahr 2008 haben wir eine Prämie auf unsere kapitalkosten verdient; sie betrug 1.621 Millionen € nach 2.895 Millionen € im Vorjahr.

mehr zum kapitalkostenkonzept in "wertmanagement" auf seite 27

nach einem starken ersten halbjahr 2008 trübte sich das wirtschaftliche umfeld im Verlauf der zweiten Jahreshälfte zunehmend ein. Lediglich südamerika blieb weitgehend unbeeinflusst. Vor allem im vierten Quartal 2008 gingen die Rohstoffpreise und die nachfrage deutlich zurück. daraufhin haben wir weltweit die Produktion deutlich reduziert oder Anlagen zeitweise ganz abgestellt.

das ergebnis im segment Chemicals war rückläufig. ursächlich hierfür waren insbesondere der ergebnisrückgang im unternehmensbereich Petrochemicals auf grund geringerer Margen bei Crackerprodukten sowie nachfragebedingter Anlagenabstellungen zum Jahresende.

Auch das segment Plastics verzeichnete einen ergebnisrückgang. dieser war insbesondere auf geringere Mengen und Margen im bereich Performance Polymers zurückzuführen.

das ergebnis im segment Performance Products konnte dank einer starken ertragsentwicklung bei Care Chemicals gesteigert werden. ergebnisrückgänge verzeichneten die bereiche Acrylics & dispersions und Performance Chemicals.

Im segment Functional solutions ist das ergebnis aller unternehmensbereiche gesunken. ursachen hierfür waren die schwächere nachfrage aus den branchen Automobil und bau sowie höhere Rohstoffkosten, die die Margen belasteten.

Im segment Agricultural solutions verzeichneten wir dank gestiegener Mengen und höherer Margen ein kräftiges ergebniswachstum.

das ergebnis des segments oil & gas lag auf grund des ölpreisbedingt höheren ergebnisses im Arbeitsgebiet exploration & Production über dem Vorjahreswert. das Arbeitsgebiet natural gas trading verzeichnete margenbedingt ein geringeres ergebnis als im Vorjahr.

das ergebnis von sonstige war rückläufig, im Wesentlichen auf grund von Aufwendungen aus sicherungsgeschäften gegen Rohstoffpreisrisiken und wegen des gesunkenen ergebnisses von styrenics. styrenics wurde zum Jahresende 2008 nicht mehr als Veräußerungsgruppe ausgewiesen. sonstige enthielt außerdem erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für das bAsFoptionsprogramm und ein höheres ergebnis bei düngemitteln.

ergebnis der betriebstätigkeit

  • ergebnis der betriebstätigkeit 2008 mit 6.463 Millionen € um 11,7% unter dem Vorjahreswert
  • sonderbelastungen durch strukturmaßnahmen und außerplanmäßige Abschreibungen
  • kräftiges ergebniswachstum in den segmenten Agricultural solutions und oil & gas

sondereinflüsse

Millionen € 2008 2007
strukturmaßnahmen –257 –185
devestitionen –5 –3
sonstige belastungen und erträge –131 –110
–393 –298

sondereinflüsse

das ergebnis der betriebstätigkeit war im Jahr 2008 mit sondereinflüssen in höhe von 393 Millionen € belastet, nach 298 Millionen € im Vorjahr.

Im zusammenhang mit strukturmaßnahmen fielen sonderbelastungen in höhe von 257 Millionen € an. der wesentliche teil davon entfiel auf Abschreibungen von Vermögenswerten bei styrenics auf grund der verschlechterten ertragslage dieser geschäfte.

Auch aus devestitionen zur Portfoliooptimierung ergaben sich 2008 insgesamt sonderbelastungen. diese resultierten insbesondere aus Aufwendungen aus dem Verkauf von Immobilien in nordamerika. sondererträge erzielten wir aus der Veräußerung der Arzneimittelherstellung in shreveport/ Louisiana.

sonstige belastungen betrafen die unternehmensbereiche Intermediates und Coatings sowie styrenics, das unter sonstige ausgewiesen wird. diese haben Anlagen in Asien und in den usA stillgelegt und mussten weitere wegen unbefriedigender ertragslage abwerten.

sonstige sondererträge resultierten 2008 aus der Auflösung eines teils der Rückstellungen, die 2006 im Rahmen der vorübergehenden stilllegung der thFAnlage in Caojing/ China gebildet worden waren.

jahresüberschuss

das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von –381 Millionen € auf –487 Millionen € verschlechtert. dies ist insbesondere zurückzuführen auf währungsbedingte Verluste bei der at equity einbezogenen Produktionsgesellschaft im erdgasfeld Juschno Russkoje. gegenläufig wirkten das niedrigere zinsniveau beim usdollar sowie erträge aus der Absicherung gegen Währungsrisiken.

das ergebnis vor ertragsteuern betrug 5.976 Millionen € im Jahr 2008 gegenüber 6.935 Millionen € im Vorjahr. die gesamtkapitalrendite lag 2008 mit 13,5% unter dem Vorjahreswert von 16,4%.

die steuerquote war mit 44,7% um rund 7 Prozentpunkte höher als im Jahr 2007. dies resultierte aus den höheren nicht anrechenbaren ertragsteuern für die Ölförderung, die mit 1.851 Millionen € über dem Vorjahreswert von 1.302 Millionen € lagen. Außerdem hatte sich im Vorjahr ein einmaliger nicht zahlungswirksamer ertrag von 229 Millionen € aus der deutschen unternehmensteuerreform ergeben.

das ergebnis nach steuern und Anteilen anderer gesellschafter ging um 1.153 Millionen € beziehungsweise um 28,4% auf 2.912 Millionen € zurück.

die Anteile anderer gesellschafter am gewinn resultierten vor allem aus den beteiligungen von gazprom an den im erdgashandel tätigen gesellschaften sowie an einer deutschen Wintershallgesellschaft, die Produktions und explorationsrechte an libyschen onshorekonzessionen hält.

das ergebnis je Aktie lag bei 3,13 €, gegenüber 4,16 € im Jahr 2007. Im zweiten Quartal haben wir einen Aktiensplit im Verhältnis 1:2 durchgeführt. das ergebnis je Aktie des Jahres 2007 haben wir der Vergleichbarkeit wegen rückwirkend angepasst.

Mit 5.023 Millionen € haben wir 2008 wiederum einen hohen Cashflow aus laufender geschäftstätigkeit erzielt, nach 5.807 Millionen € im Vorjahr. Auch der Free Cashflow lag 2008 mit 2.502 Millionen € auf einem hohen niveau (2007: 3.245 Millionen €).

jahresüberschuss

  • negative entwicklung des Finanzergebnisses infolge währungsbedingter Aufwendungen
  • steueraufwand wegen hoher ertragsteuern auf Ölförderung gestiegen

ergebnis je aktie/cashflow

  • ergebnis je Aktie von 3,13 € um 25% unter Vorjahreswert
  • Aktiensplit im Verhältnis 1:2 durchgeführt, Vorjahreswert der Vergleichbarkeit wegen angepasst
  • Cashflow aus laufender geschäftstätigkeit mit 5 Milliarden € erneut auf hohem niveau

bilanz

aktiva

2008 2008 2007
millionen € % Millionen €
Immaterielles Vermögen 9.889 19,4 9.559
sachanlagen 15.032 29,6 14.215
At­equity­bewertete beteiligungen 1.146 2,3 834
sonstige Finanzanlagen 1.947 3,8 1.952
Latente steuern 930 1,8 679
Übrige Forderungen und sonstiges Vermögen 642 1,3 655
langfristiges vermögen 29.586 58,2 27.894
Vorräte 6.763 13,3 6.578
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.752 15,2 8.561
Übrige Forderungen und sonstiges Vermögen 3.948 7,8 2.337
kurzfristige Wertpapiere 35 0,1 51
zahlungsmittel und zahlungsmitteläquivalente 2.776 5,4 767
Vermögen von Veräußerungsgruppen 614
kurzfristiges vermögen 21.274 41,8 18.908
gesamtvermögen 50.860 100,0 46.802
passiva
2008 2008 2007
millionen € % Millionen €
eingezahltes kapital 4.417 8,7 4.397
gewinnrücklagen und bilanzgewinn 13.250 26,0 14.556
sonstige eigenkapitalposten –96 –0,2 174
Anteile anderer gesellschafter 1.151 2,3 971
eigenkapital 18.722 36,8 20.098
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.712 3,4 1.292
sonstige Rückstellungen 2.757 5,4 3.015
Latente steuern 2.167 4,3 2.060
Finanzschulden 8.290 16,3 6.954
Übrige Verbindlichkeiten 917 1,8 901
langfristiges fremdkapital 15.843 31,2 14.222
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.734 5,4 3.763
Rückstellungen 3.043 6,0 2.697
steuerschulden 860 1,7 881
Finanzschulden 6.224 12,2 3.148
Übrige Verbindlichkeiten 3.434 6,7 1.976
schulden von Veräußerungsgruppen 17
kurzfristiges fremdkapital 16.295 32,0 12.482
gesamtkapital 50.860 100,0 46.802

das langfristige Vermögen stieg um 1.692 Millionen € auf 29.586 Millionen €.

zum 31. dezember 2007 waren teile des ehemaligen unternehmensbereichs styrolkunststoffe als Veräußerungsgruppe klassifiziert worden. Im Jahr 2008 konnten diese geschäfte, die wir unter dem namen styrenics führen, nicht veräußert werden. Auf grund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Veränderungen am kapitalmarkt ist eine Veräußerung in naher zukunft nicht mehr wahrscheinlich. daher wurden die Vermögenswerte und schulden von styrenics zum 31. dezember 2008 nicht mehr als Veräußerungsgruppe ausgewiesen.

das immaterielle Vermögen ist um 330 Millionen € gestiegen, in erster Linie auf grund der Akquisition der Revus energy AsA, norwegen.

die sonstigen Finanzanlagen sind leicht gesunken, vor allem auf grund der teilweisen Rückführung der Ausleihung zur Finanzierung der Produktionsgesellschaft im erdgasfeld Juschno Russkoje. gegenläufig wirkte der erwerb von 15,2% der Anteile an der Ciba holding Ag.

Weitere ursachen für den Anstieg des langfristigen Vermögens waren die Aufwertung des usdollar zum bilanzstichtag gegenüber dem euro sowie verschiedene Investitionsprojekte.

mehr zu unseren investitionen in "die segmente der basf" ab seite 50

die Vorräte sind um 185 Millionen € auf 6.763 Millionen € gestiegen. die Lagerreichweite der Vorräte lag wegen der gegen Jahresende gefallenen nachfrage über dem Wert des Vorjahres.

die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen um 809 Millionen € auf 7.752 Millionen € ab. ursächlich hierfür war vor allem der geringere umsatz im vierten Quartal. trotz der weltweiten kreditkrise konnten wir die Außenstandsdauer unserer Forderungen weiter reduzieren. der Posten Übrige Forderungen und sonstiges Vermögen ist gegenüber dem Vorjahr um 1.611 Millionen € auf 3.948 Millionen € gestiegen, insbesondere auf grund höherer Marktwerte der zur Absicherung gegen Währungsrisiken gehaltenen derivate.

das eigenkapital ist um 1.376 Millionen € gesunken, hauptsächlich auf grund des Rückkaufs von 37,9 Millionen eigener Aktien für insgesamt 1.618 Millionen €. Weitere Faktoren waren der im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Jahresüberschuss und dividenden in höhe von 2.157 Millionen €. die eigenkapitalquote sank von 42,9% auf 36,8%.

das langfristige Fremdkapital nahm um 1.621 Millionen € auf 15.843 Millionen € zu. die Rückstellungen für Pensionen stiegen auf grund niedrigerer Marktwerte der Pensionsvermögen. bAsF hat im Verlauf des Jahres 2008 zur Finanzierung ihrer Aktivitäten mehrere Anleihen über insgesamt 1,6 Milliarden € begeben sowie schuldscheindarlehen über 553 Millionen € aufgenommen.

nettoverschuldung (Millionen €)

2008 2007
zahlungsmittel und
zahlungsmitteläquivalente
2.776 767
Finanzschulden 14.514 10.102
nettoverschuldung 11.738 9.335

das kurzfristige Fremdkapital ist um 3.813 Millionen € auf 16.295 Millionen € gestiegen. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere die Ausweitung unseres Commercial-PaperProgramms.

mehr zur bilanz im anhang zum konzernabschluss ab seite 153

  • bilanzielle Veräußerungsgruppe styrenics aufgelöst, da Veräußerung in naher zukunft nicht wahrscheinlich
  • Immaterielles Vermögen gestiegen auf grund der Akquisition von Revus energy AsA, norwegen
  • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesunken, vor allem auf grund des niedrigeren umsatzes im vierten Quartal

vermögen eigen- und fremdkapital

  • eigenkapital gesunken, insbesondere wegen des Aktienrückkaufs, der dividende und des niedrigeren Jahresüberschusses
  • Langfristiges Fremdkapital gestiegen durch höhere Pensionsrückstellungen sowie begebung von Anleihen
  • kurzfristiges Fremdkapital gestiegen durch Ausweitung des CommercialPaperProgramms

investitionen und finanzierung

wertorientierte finanzierungspolitik, hoher cashflow

unser ziel ist, nanziell flexibel zu bleiben, um unser geschäftsportfolio kontinuierlich weiterentwickeln und strategische optionen wahrnehmen zu können.

finanzierungspolitik

ziele unserer Finanzierungspolitik sind die sicherung der Liquidität, die begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken sowie die optimierung unserer kapitalkosten durch eine adäquate kapitalstruktur. die Ausgestaltung unserer finanzwirtschaftlichen Aktivitäten orientiert sich dabei am operativen geschäft und an der strategischen Ausrichtung des unternehmens.

aktienrückkauf und dividende

Mit einer aktionärsorientierten Aktienrückkaufpolitik haben wir in den vergangenen Jahren die entwicklung der eigenkapitalquote gesteuert, unsere kapitalkosten gesenkt und das ergebnis je Aktie erhöht. Wir streben an, die dividende jährlich zu steigern, und wollen in einem geschäftsjahr mit schwierigen bedingungen die dividende je Aktie zumindest auf dem niveau des jeweiligen Vorjahres halten.

kapitalflussrechnung (Millionen €)

2008 2007
ergebnis nach ertragsteuern und Anteilen anderer gesellschafter 2.912 4.065
Abschreibungen auf immaterielles Vermögen, sachanlagen und Finanzanlagen 3.180 2.947
Veränderung nettoumlaufvermögen –1.339 –999
Übrige Posten 270 –206
cashflow aus laufender geschäftstätigkeit 5.023 5.807
Ausgaben für sachanlagen und immaterielles Vermögen –2.521 –2.562
Akquisitionen/devestitionen –564 –536
Finanzanlagen und übrige Posten –375 –514
cashflow aus investitionstätigkeit –3.460 –3.612
kapitalerhöhungen, ­rückzahlungen, Auszahlungen für den Rückkauf eigener Aktien –1.573 –1.749
Veränderung Finanzverbindlichkeiten 4.189 1.137
dividenden –2.157 –1.624
cashflow aus finanzierungstätigkeit 459 –2.236
Liquiditätswirksame Veränderung der zahlungsmittel 2.022 –41
Anfangsbestand zahlungsmittel und zahlungsmitteläquivalente und sonstige Veränderungen 754 808
zahlungsmittel und zahlungsmitteläquivalente am jahresende 2.776 767

cashflow (Milliarden €)

Cashflow
aus
laufender
geschäftstätigkeit
Ausgaben
für
sachanlagen
und
immaterielles
Vermögen
Free
Cashflow
1

1 Cashflow aus laufender geschäftstätigkeit abzüglich Ausgaben für sachanlagen und immaterielles Vermögen, im Jahr 2005 ohne berücksichtigung der externen Finanzierung von Pensionsverpflichtungen (CtA)

cashflow aus laufender geschäftstätigkeit

Im Jahr 2008 haben wir mit 5.023 Millionen € wiederum einen hohen Cashflow aus laufender geschäftstätigkeit erzielt, nach 5.807 Millionen € im Vorjahr. dies gelang trotz eines Anstiegs des nettoumlaufvermögens in den ersten drei Quartalen. Übrige Posten betrifft umgliederungen von equityergebnissen und Anteilen anderer gesellschafter am ergebnis. Im Jahr 2007 hatte übrige Posten außerdem die eliminierung eines nicht zahlungswirksamen ertrags aus der unternehmensteuerreform in deutschland enthalten.

cashflow aus investitionstätigkeit

die nettoausgaben für Investitionstätigkeit lagen mit 3.460 Millionen € leicht unter dem Vorjahreswert.

die Ausgaben für Akquisitionen betrugen im Jahr 2008 637 Millionen € gegenüber 635 Millionen € im Vorjahr und entfielen vor allem auf den erwerb der Revus energy AsA, stavanger/norwegen.

durch devestitionen erzielten wir einnahmen von 73 Millionen €, insbesondere aus der Veräußerung der Arzneimittelherstellung in shreveport/Louisiana.

Im Jahr 2008 betrugen unsere Ausgaben für sachanlagen und immaterielles Vermögen 2.521 Millionen €. damit lagen die Investitionen in sachanlagen und immaterielles Vermögen erneut unter den Abschreibungen.

der Free Cashflow lag 2008 bei 2.502 Millionen € nach 3.245 Millionen € im Vorjahr.

mehr zu investitionen in sachanlagen im kapitel "die segmente der basf" ab seite 50

die nettoausgaben für Finanzanlagen und übrige Posten betrugen 375 Millionen € im Jahr 2008. Ausgaben fielen vor allem für den erwerb von 15,2% der Anteile an der Ciba holding Ag sowie für kapitaleinzahlungen in die nord stream Ag und die oAo severneftegazprom an.

einnahmen erzielten wir aus der Rückzahlung von Ausleihungen, insbesondere durch die oAo severneftegazprom, sowie aus dem Verkauf von Vermögenswerten.

cashflow aus finanzierungstätigkeit

der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag 2008 bei 459 Millionen € nach –2.236 Millionen € im Vorjahr, vor allem durch den Anstieg der Finanzschulden gegenüber dem Vorjahr um 4.412 Millionen € auf 14.514 Millionen € am Jahresende 2008. die nettoverschuldung erhöhte sich um 2.403 Millionen € auf 11.738 Millionen €.

Für den Rückkauf von 37,9 Millionen eigener Aktien zum Preis von durchschnittlich 42,70 € je stück haben wir insgesamt 1.618 Millionen € ausgegeben.

mehr zum aktienrückkaufprogramm im anhang zum konzernabschluss, anhangsangabe 17, ab seite 198

Auf dividenden und gewinnabführungen entfielen im Jahr 2008 Auszahlungen von 2.157 Millionen €. davon schütteten wir 1.831 Millionen € oder 3,90 € je Aktie (vor Aktiensplit) an die Aktionäre der bAsF se für das geschäftsjahr 2007 aus. Mitgesellschafter anteilig oder vollkonsolidierter beteiligungen erhielten 326 Millionen €.

Im Jahr 2008 sind die wesentlichen kennzahlen auf einem soliden niveau geblieben und waren damit die basis für ein gutes Rating. die bAsF verfügte zum Jahresende 2008 mit "AA /A1+/outlook negative" bei standard & Poor's und "Aa3/P1/outlook under review for downgrade" bei Moody's über ein deutlich besseres Rating als ihre Wettbewerber in der chemischen Industrie. Anfang 2009 senkte standard & Poor's das Rating von bAsF auf "A+/A1/outlook negative" und Moody's auf "A1/P1/outlook stable".

investitionen nach regionen (Anteil %)

2008 2007
europa 77,6 79,4
nordamerika 14,9 14,3
Asien, Pazifischer Raum 4,7 4,2
südamerika, Afrika, naher osten 2,8 2,1
100,0 100,0

kapitalflussrechnung

  • Cashflow aus laufender geschäftstätigkeit mit 5 Milliarden € erneut auf hohem niveau
  • Free Cashflow 2008 bei 2.502 Millionen € nach 3.245 Millionen € im Vorjahr
  • Ausgaben von 2,5 Milliarden € für sachanlagen und immaterielles Vermögen
  • Akquisitionsausgaben in höhe von 637 Millionen €; einnahmen aus devestitionen von 73 Millionen €

horizontale und vertikale bilanzstrukturkennzahlen

2008 2007
Anlagendeckung I (%)
=
eigenkapital
Immaterielles Vermögen + sachanlagen + Finanzanlagen
66,8 75,7
Anlagendeckung II (%)
=
eigenkapital + langfristiges Fremdkapital
Immaterielles Vermögen + sachanlagen + Finanzanlagen
123,4 129,2
eigenkapitalquote (%)
=
eigenkapital
gesamtkapital
36,8 42,9

liquiditäts- und verschuldungskennzahlen

2008 2007
zahlungsbereitschaft (%)
=
kurzfristiges Vermögen
kurzfristiges Fremdkapital
130,6 151,5
dynamische Verschuldung (%)
=
Cashflow aus laufender geschäftstätigkeit
Finanzschulden
34,6 57,5
Verschuldungsgrad (%)
=
Finanzschulden
eigenkapital
77,5 50,3

zinsdeckung

2008 2007
ebItdA­zinsdeckung
=
ergebnis der betriebstätigkeit vor Abschreibungen
zinsaufwand – zinsertrag
22,4 21,7

solide finanzierung

trotz der angespannten Lage auf den kreditmärkten konnte sich bAsF problemlos über Commercial Papers finanzieren. Wir haben im oktober 2008 das maximal mögliche emissionsvolumen unter unserem CommercialPaperProgramm von 7,5 Milliarden us\$ auf 12,5 Milliarden us\$ erhöht. zum 31. dezember 2008 hat bAsF rund 6,1 Milliarden us\$ aus dem CommercialPaperProgramm in Anspruch

genommen. Als backupLinien für das Programm stehen verbindlich zugesagte und nicht ausgenutzte kreditlinien über 6 Milliarden us\$ sowie eine für die Finanzierung der CibaAkquisition abgeschlossene Linie über 3,5 Milliarden ChF zur Verfügung. des Weiteren hat bAsF im Laufe des Jahres 2008 Anleihen über insgesamt 1,6 Milliarden € begeben sowie schuldscheindarlehen über 553 Millionen € aufgenommen.

grundsätze und ziele unseres finanzmanagements

das Finanzmanagement der bAsFgruppe ist zentral organisiert und wird durch regionale kompetenzzentren unterstützt. unsere Finanzierungs und Anlagepolitik ist wertorientiert. das Risikomanagement hat Vorrang vor Rentabilitätsaspekten. Währungs, zinsänderungs und bonitätsrisiken werden im Rahmen des Finanzmanagements analysiert und durch den einsatz von modernen Prozessen und Finanzinstrumenten begrenzt. die kapitalstruktur der bAsF steuern wir im Rahmen unserer Finanzplanung unter berücksichtigung ausgewählter Finanzkennzahlen.

mehr zum einsatz von finanzinstrumenten in anmerkung 26 des anhangs zum konzernabschluss ab seite 212

geschäftsentwicklung in den segmenten

segmente im überblick (Millionen €)

umsatz ergebnis der betriebs
tätigkeit vor Abschreibungen
(ebItdA)
ergebnis der
betriebstätigkeit (ebIt)
vor sondereinflüssen
2008 2007 2008 2007 2008 2007
Chemicals 10.324 9.358 1.988 2.416 1.421 1.889
Plastics 9.675 9.976 962 1.655 544 1.261
Performance Products 8.967 8.862 1.286 1.143 785 712
Functional solutions 9.388 9.491 564 876 265 557
Agricultural solutions 3.409 3.137 905 718 706 526
oil & gas 14.445 10.517 4.409 3.592 3.844 3.031
sonstige 1 6.096 6.610 –552 –175 –709 –362
62.304 57.951 9.562 10.225 6.856 7.614

segmente im überblick (Millionen €)

ergebnis der
betriebstätigkeit
(ebIt)
Vermögen Investitionen 2
2008 2007 2008 2007 2008 2007
Chemicals 1.376 1.903 5.455 5.971 528 668
Plastics 530 1.172 5.060 5.605 478 510
Performance Products 787 681 6.352 6.397 432 434
Functional solutions 151 434 8.693 8.730 234 315
Agricultural solutions 705 516 4.352 4.157 196 83
oil & gas 3.844 3.031 8.356 7.057 1.651 2.280
sonstige 1 –930 –421 12.592 8.885 115 135
6.463 7.316 50.860 46.802 3.634 4.425

1 Angaben zur zusammensetzung von sonstige sind im Anhang zum konzernabschluss enthalten, Anhangsangabe 4, ab seite 175.

Investitionen in sachanlagen (davon aus Akquisitionen 363 Millionen € für das Jahr 2008 und 17 Millionen € für das Jahr 2007) und immaterielles Vermögen (davon aus Akquisitionen 745 Millionen € für das Jahr 2008 und 1.779 Millionen € für das Jahr 2007).

  • 1 chemicals: 17%
  • 2 plastics: 16%
  • 3 performance products: 14%
  • 4 functional solutions: 15%
  • 5 agricultural solutions: 5%
  • 6 oil & gas: 23%
  • 7 sonstige: 10%

anteil segmente am gesamtumsatz anteil segmente am ergebnis der betriebstätigkeit

0% 20%
40%
Chemicals 21%
Plastics 8%
Performance Products 12%
Functional solutions 2%
Agricultural solutions 11%
oil & gas 60%
sonstige –14%

umsatz (Millionen €)

1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal
2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007
Chemicals 2.561 2.290 2.863 2.434 2.788 2.348 2.112 2.286
Plastics 2.547 2.466 2.654 2.541 2.592 2.497 1.882 2.472
Performance Products 2.206 2.226 2.297 2.268 2.370 2.254 2.094 2.114
Functional solutions 2.394 2.278 2.490 2.440 2.479 2.448 2.025 2.325
Agricultural solutions 946 897 1.159 957 636 574 668 709
oil & gas 3.744 2.970 3.201 2.269 3.182 2.185 4.318 3.093
sonstige 1 1.523 1.505 1.641 1.747 1.725 1.657 1.207 1.701
15.921 14.632 16.305 14.656 15.772 13.963 14.306 14.700

ergebnis der betriebstätigkeit (ebit) vor sondereinflüssen (Millionen €)

1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal
2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007
Chemicals 524 566 378 573 396 446 123 304
Plastics 359 314 291 340 198 299 –304 308
Performance Products 223 204 226 185 233 174 103 149
Functional solutions 140 151 111 168 117 153 –103 85
Agricultural solutions 259 231 363 241 31 –5 53 59
oil & gas 984 848 1.026 712 870 662 964 809
sonstige 1 –135 –198 13 –189 –277 –24 –310 49
2.354 2.116 2.408 2.030 1.568 1.705 526 1.763

ergebnis der betriebstätigkeit (ebit) (Millionen €)

1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal
2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007
Chemicals 524 566 378 573 396 475 78 289
Plastics 358 313 291 339 194 297 –313 223
Performance Products 231 194 249 180 233 170 74 137
Functional solutions 137 137 108 155 112 151 –206 –9
Agricultural solutions 259 226 363 241 31 –5 52 54
oil & gas 984 848 1.026 712 870 662 964 809
sonstige 1 –190 –274 –56 –193 –327 –61 –357 107
2.303 2.010 2.359 2.007 1.509 1.689 292 1.610

1 Angaben zur zusammensetzung von sonstige sind im Anhang zum konzernabschluss enthalten, Anhangsangabe 4, ab seite 175.

chemicals exzellenz im verbund, technologie- und kostenführerschaft

das segment chemicals besteht aus den unternehmensbereichen inorganics, petrochemicals und intermediates. mit integrierten produktionsanlagen – unserem verbund – in europa, asien und nordamerika stellen wir eine breite palette an basischemikalien und höherveredelten produkten für interne und externe kunden her.

strategie des segments

Wir schaffen Wert, indem wir mit einem attraktiven Produktportfolio, Investitionen in Wachstumsmärkten sowie Verfahrens und Produktinnovationen wachsen und unsere Produktion wettbewerbsfähig und flexibel in die Verbundstrukturen der bAsF integrieren.

Wir versorgen die segmente der bAsF effizient mit basischemikalien für die herstellung höherveredelter Produkte und vermarkten unsere Chemikalien als zuverlässiger Lieferant an kunden aus weiterverarbeitenden Industrien, insbesondere aus den branchen Chemie, elektronik, bau, textil, Automobil, Pharma und Agro. durch Innovationen und Akquisitionen in stark wachsenden Märkten entwickeln wir unsere Wertschöpfungsketten kontinuierlich weiter.

technologie und kostenführerschaft zählen zu unseren wichtigsten erfolgsfaktoren. diese erreichen wir, indem wir Verfahren verbessern, marktgerechte geschäftsmodelle implementieren sowie die synergiepotenziale unseres Verbunds effizient ausschöpfen. Wir optimieren ständig unser Portfolio und unsere Produktionsstrukturen und richten sie an den regionalen Marktanforderungen in europa, nordamerika und Asien aus.

unsere produkte

der erfolg des unternehmensbereichs inorganics basiert auf einer Produktpalette aus grundstoffen für den einsatz in unserem Verbund und spezialitäten für unser geschäft mit dritten. unsere wichtigsten grundprodukte sind Ammoniak, Methanol, natronlauge, Chlor sowie schwefelund salpetersäure. bei unseren spezialitäten handelt es sich um Produkte mit klarem branchenfokus, zum beispiel für die elektronik oder Pharmaindustrie. hierbei profitieren wir von der kenntnis der technologischen bedürfnisse und Anforderungen unserer kunden. Im Markt für elektronikchemikalien sind wir führend in Asien und in europa.

der unternehmensbereich petrochemicals bildet mit einer breiten Palette an basischemikalien das Fundament der Wertschöpfungsketten der bAsF. Ausgehend von naphtha oder erdgas werden im steamcracker Produkte wie ethylen, Propylen, butadien und benzol hergestellt. In weiteren Verarbeitungsstufen produzieren wir daraus Alkohole und Lösemittel sowie Weichmacher für die Chemie und kunststoffindustrie. Alkylenoxide und glykole sind Ausgangsprodukte für die Waschmittel, Automobil, Verpackungs und textilindustrie.

der unternehmensbereich intermediates entwickelt, produziert und vermarktet mit 600 Produkten das umfassendste sortiment an zwischenprodukten aller hersteller weltweit. zu unseren Produktlinien zählen Amine, diole, Polyalkohole sowie säuren und spezialitäten. sie dienen unter anderem als Ausgangsstoffe für Lacke, kunststoffe, Pharmazeutika, textilfasern, Pflanzenschutz sowie Wasch und Reinigungsmittel. Weltweit zählt die bAsF bei allen wesentlichen zwischenprodukten zu den drei größten Anbietern.

  • Versorgung unserer Wertschöpfungsketten sowie Vermarktung an externe kunden
  • technologie und kostenführerschaft als wichtigste erfolgsfaktoren
  • optimierung von Produktportfolio und regionalen Produktionsstrukturen

strategie produkte

  • Inorganics: grundstoffe für unseren Verbund und spezialitäten mit klarem branchenfokus
  • Petrochemicals: breite Palette an basischemikalien für die Wertschöpfungsketten der bAsF sowie für externe kunden
  • Intermediates: Mit 600 Produkten das umfassendste sortiment an zwischenprodukten weltweit, vielfach Marktführer

forschung und entwicklung

Im Fokus steht die entwicklung innovativer Produktionsverfahren, mit denen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbauen. bestehende Produkte und Anwendungen verbessern wir kontinuierlich.

bei der entwicklung neuer Produkte orientieren wir uns an den bedürfnissen der internen und externen kunden und an den Chancen, welche die Wertschöpfungsketten des Verbunds und der Märkte eröffnen. dabei entwickeln wir auch vollkommen neuartige Lösungen und zukunftsweisende technologien, wie beispielsweise einen holzwerkstoff auf basis unserer kaurit® Light technologie. dieser besteht aus holzspänen, einem bAsFschaumstoff und einem kauritbindemittel. der Werkstoff eignet sich für unsere kunden aus der Möbelindustrie besser als herkömmliche spanplatten, da er bei gleichen mechanischen eigenschaften 30% weniger wiegt. er lässt sich auf bestehenden spanplattenanlagen herstellen.

unter dem handelsnamen baxxodur® vertreibt die bAsF ein neues, breites sortiment an härtern, beschleunigern und Additiven für die professionelle Verarbeitung von epoxidharzen. diese werden unter anderem bei der herstellung von Rotorblättern für Windkraftanlagen verwendet. kürzere zykluszeiten bei der Verarbeitung und eine verbesserte mechanische belastbarkeit der Rotorblätter stehen dabei als entwicklungsziele im Vordergrund. bAsF hat sich in diesem bereich mit einem neuen geschäftskonzept vom Produkt zum systemlieferanten weiterentwickelt.

bAsF ist auch das erste unternehmen, das ionische Flüssigkeiten spezifisch und im großen Maßstab eingesetzt hat, um chemische Prozesse zu verbessern. sie können beispielsweise bei der Celluloseverarbeitung eingesetzt werden, wo sie eine ressourcenschonende Alternative zu herkömmlichen Lösemitteln darstellen.

forschung und entwicklung

zur Ressourcenschonung.

kommen. Sie haben eine höhere Lösekraft und lassen sich nahezu vollständig zurückgewinnen – einer unserer Beiträge

  • Innovative Produktionsverfahren und strukturen
  • Verbesserung bestehender Produkte und Anwendungen
  • kauritLighttechnologie für holzwerkstoffe
  • baxxodurfür Rotorblätter von Windanlagen
  • Ionic Liquids zur Celluloseverarbeitung

marketing und kundenbeziehungen

  • zuverlässige und kosteneffiziente Vermarktung von standardprodukten vorwiegend ohne zwischenhändler, insbesondere über eCommerce
  • Vermarktung von organischen und anorganischen spezialitäten mit dazugehörigem technischen Anwendungswissen
  • bei spezialitäten besonders enge zusammenarbeit der entwicklungslabore mit den kunden

marketing und kundenbeziehungen

bei den standardprodukten konzentrieren wir uns insbesondere darauf, unsere kunden zuverlässig und kosteneffizient zu beliefern. Vermarktet werden sie vorwiegend ohne zwischenhändler, zum großen teil über eCommerce. organische und anorganische spezialitäten vermarkten wir mit dem dazugehörigen technischen Anwendungswissen. hier arbeiten unsere entwicklungslabore besonders eng mit kunden zusammen.

Wir helfen unseren kunden, erfolgreicher zu sein: zum beispiel mit dem Reduktionsmittel Adblue® – in Verbindung mit einem sCRkatalysator werden der stickoxidanteil im dieselabgasstrom um 80% und die Rußpartikelemissionen um 40% reduziert.

um neue Anwendungen zu erschließen, arbeiten wir mit Partnern aus Wissenschaft und technik sowie großen kunden eng zusammen. so hat bAsF beispielsweise zugang zum Innovationszirkel in der halbleiterindustrie, basierend auf erfolgreichen kooperationen mit IbM, einem technologieentwickler, und dem Interuniversity Microelectronics Centre (IMeC), einem der größten europäischen Forschungszentren für nano und Mikroelektronik in belgien. die teilnahme in diesem kreis ermöglicht es uns, zu einem sehr frühen zeitpunkt zusammen mit den wichtigsten Produzenten in die entwicklung der nächsten Chipgenerationen mit unseren Produkten eingebunden zu sein.

investitionen in sachanlagen

standort Projekt zusätzliche
Jahreskapazität
durch erweiterung
(tonnen)
Jahreskapazität
insgesamt
(tonnen)
Inbetriebnahme
Antwerpen/belgien neubau salpetersäure s5 500.000 2008
Ludwigshafen neubau Cyclododecanon 25.000 2009
Ausbau Wasserstoff 50.000 nm3
/h
k.A. 2009
neubau ethylen­/Propylenpipeline
nach karlsruhe
k.A. 2009
nanjing/China 1 Ausbau oxo­C4
­Alkohole
55.000 305.000 2008
Ausbau steamcracker 150.000 750.000 2009/2010
Ausbau ethylenoxid, 2­Propylheptanol k.A. k.A. k.A.
neubau butylglykolether, ethanolamine,
ethylenamine, butadien und Isobuten
k.A. k.A.

1 betrieben durch ein gemeinschaftsunternehmen, an dem die bAsF mit 50% beteiligt ist und das quotal in den gruppenabschluss einbezogen wird.

  • Ludwigshafen
  • Antwerpen/belgien
  • Freeport/texas
  • geismar/Louisiana
  • kuantan/Malaysia
  • nanjing/China

verbundstandorte inbetriebnahmen 2008

  • salpetersäureAnlage in Antwerpen/belgien
  • Ausbau der Anlage für oxoC4 Alkohole in nanjing/China

produktionskapazitäten wichtiger produkte

standorte
Produkt europa nordamerika Asien,
Pazifischer Raum
südamerika,
Afrika, naher
osten
Jahreskapazität
(tonnen)
Alkylamine X X X 221.000 1
Ameisensäure und
Propionsäure
X X 255.000 1
119.000 1
Ammoniak X 1.525.000
benzol X X X 820.000 1, 2
butadien X X 515.000 3
butandiol­äquivalente X X X 585.000 4, 5
Chlor X 385.000
ethanolamine und derivate X 285.000
ethylen X X X 3.235.000 1, 2
ethylenoxid X X X 1.175.000 1
Formaldehydkondensat X 750.000
neopentylglykol X X X 165.000 6
oxo­C4
­Alkohole
(gemessen als butyraldehyd)
X X X 1.415.000 1, 4
Polytetrahydrofuran X X X 185.000
Propylen X X X 2.480.000 1, 2, 7
Weichmacher X X X 660.000 4

1 enthält die vollständige kapazität eines gemeinschaftsunternehmens zur Produktion von 600.000 t ethylen, 300.000 t Propylen, 130.000 t benzol, 250.000 t ethylenoxide, 350.000 t ethylenglykol, 250.000 t oxoC4 Alkohole, 36.000 t Alkylamine, 50.000 t Ameisensäure, 39.000 t Propionsäure und 160.000 t Acrylmonomere in nanjing/China, an dem die bAsF einen Anteil von 50% hält und das quotal in den gruppenabschluss einbezogen wird.

2 enthält die vollständige kapazität eines gemeinschaftsunternehmens zur Produktion von 935.000 t ethylen, 830.000 t Propylen und 110.000 t benzol (einschließlich Metathese) in Port Arthur/texas, an dem die bAsF einen Anteil von 60% hält.

3 enthält die vollständige kapazität eines gemeinschaftsunternehmens zur Produktion von 410.000 t butadien in Port Arthur/texas, an dem die bAsF einen Anteil

von 23% hält und das quotal in den gruppenabschluss einbezogen wird.

4 enthält die vollständige kapazität eines gemeinschaftsunternehmens zur Produktion von 250.000 t oxoC4 Alkohole, 40.000 t Phthalsäuresanhydrid, 100.000 t Weichmacher, 100.000 t butandioläquivalente und 160.000 t Acrylmonomere in kuantan/Malaysia, an dem die bAsF einen Anteil von 60% hält.

5 enthält die vollständige kapazität eines gemeinschaftsunternehmens zur Produktion von 25.000 t butandioläquivalente in Chiba/Japan, an dem die bAsF einen Anteil von 67% hält.

6 enthält die vollständige kapazität eines gemeinschaftsunternehmens zur Produktion von 35.000 t neopentylglykol in Jilin/China, an dem die bAsF einen Anteil von 60% hält.

7 enthält die vollständige kapazität eines gemeinschaftsunternehmens zur Produktion von 350.000 t Propylen in tarragona/spanien, an dem die bAsF einen Anteil von 51% hält.

umsatz chemicals (Millionen €)

ergebnis der betriebstätigkeit chemicals (Millionen €)

segmentdaten chemicals (Millionen €)

2008 2007 Veränderung%
umsatz mit dritten 10.324 9.358 10,3
davon Inorganics 1.384 1.192 16,1
Petrochemicals 6.428 5.696 12,9
Intermediates 2.512 2.470 1,7
transfers zwischen den segmenten 5.503 4.829 14,0
umsatz inklusive transfers 15.827 14.187 11,6
ergebnis der betriebstätigkeit vor Abschreibungen (ebItdA) 1.988 2.416 –17,7
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) vor sondereinflüssen 1.421 1.889 –24,8
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) 1.376 1.903 –27,7
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) nach kapitalkosten 740 1.305 –43,3
ebItdA­Marge (%) 19,3 25,8
Vermögen 5.455 5.971 –8,6
Forschungskosten 125 123 1,6
Investitionen in sachanlagen und immaterielles Vermögen 528 668 –21,0

den umsatz mit dritten steigerten wir 2008 um 966 millionen € auf 10.324 millionen € (mengen 2%, preise 13%, währungen –5%). das ergebnis der betriebstätigkeit war mit 1.376 millionen € rückläu g. der drastische einbruch der nachfrage im vierten quartal hat das ergebnis besonders belastet. zum rückgang beigetragen haben aber auch die insgesamt hohen rohstoffkosten und sinkende margen bei crackerprodukten. im vierten quartal wurde die produktion an die erheblich verringerte nachfrage und zum abbau von vorräten angepasst.

2009 rechnen wir mit einem umsatzrückgang sowie einem ergebnis der betriebstätigkeit deutlich unter vorjahresniveau. gründe hierfür sind die schwächere nachfrage in vielen unserer abnehmerindustrien sowie der stärkere wettbewerb aus dem nahen osten und asien.

inorganics

den umsatz mit dritten haben wir im Jahr 2008 auf 1.384 Millionen € gesteigert (Mengen 1%, Preise 17%, Währungen –2%). umsatzzuwächse verzeichneten wir insbesondere bei Leimen und tränkharzen, anorganischen spezialitäten sowie anorganischen salzen.

das ergebnis der betriebstätigkeit übertraf das Vorjahresergebnis deutlich. dies war in erster Linie auf hohe Preise und Margen für grundprodukte, vor allem für Ammoniak und harnstoff, sowie das spezialitätengeschäft zurückzuführen. die rückläufige entwicklung in vielen geschäftsfeldern, die sich im vierten Quartal auf grund der negativen wirtschaftlichen gesamtsituation zeigte, wurde dadurch mehr als ausgeglichen.

0% 6% 12%
Menge 2%
Preise 13%
Währungen –5%
umsatz 10%

umsatzeinflüsse chemicals anteile am umsatz (Millionen €)

durch eine Reihe von Investitionsmaßnahmen, wie beispielsweise den neubau einer salpetersäureAnlage in Antwerpen/belgien, sind unsere Abschreibungen im Jahr 2008 leicht gestiegen.

Wir beabsichtigen die Veräußerung unseres Anteils von 50% am unternehmen PeCRhin, das Ammoniak, salpetersäure und düngemittel in ottmarsheim/Frankreich produziert. der standort ist nicht in den bAsFVerbund integriert.

die bAsF Fuel Cell gmbh, einer der führenden hersteller von komponenten für brennstoffzellen, wird seit Januar 2009 im unternehmensbereich Inorganics geführt. zuvor erfolgte der Ausweis unter sonstige im Rahmen der konzernforschung.

Für 2009 rechnen wir mit einem umsatzrückgang. signifikant niedrigere Margen bei methanbasierten Folgeprodukten werden das ergebnis der betriebstätigkeit im Jahr 2009 prägen, das deutlich unter dem sehr guten Wert von 2008 liegen wird.

inorganics -- umsatz nach regionen (nach sitz der kunden)

petrochemicals

der umsatz mit dritten lag im Jahr 2008 mit 6.428 Millionen € um 732 Millionen € über dem Wert des Vorjahres (Mengen 4%, Preise 15%, Währung –6%). dies war vor allem auf die deutlich höheren Preise im Verlauf der ersten drei Quartale zurückzuführen, in denen wir auf grund einer stabilen Mengennachfrage die kontinuierlich gestiegenen Rohstoffpreise bei Rohöl und naphtha weitergeben konnten. bei Weichmachern, Alkoholen und Lösemitteln sowie Alkylenoxiden und glykolen waren die Margen auf hohem niveau, allerdings unter den sehr guten Vorjahreswerten. das Margenniveau bei Crackerprodukten blieb jedoch deutlich unter den erwartungen. neue kapazitäten, vor allem im nahen osten, führten zu einem Überangebot an Crackerprodukten, so dass die Produktpreise nicht in ausreichendem Maße angepasst werden konnten.

gegen ende des dritten Quartals ist der Wettbewerb schärfer geworden, die nachfrage der Automobil und bauindustrie ist rapide zurückgegangen. zur geschäftsund Vorratssteuerung haben wir die kapazitäten der bis dahin weltweit gut ausgelasteten Produktionsanlagen deutlich reduziert; zahlreiche Anlagen wurden bei geringerer Auslastung betrieben oder abgestellt.

das ergebnis der betriebstätigkeit ging stark zurück. hauptursachen waren der einbruch der nachfrage im vierten Quartal, die insgesamt unbefriedigenden Margen bei Crackerprodukten sowie die Anlagenabstellungen wegen der Wirbelstürme gustav und Ike an der usgolfküste.

Wir erwarten, dass die konjunktur sich weiter abschwächt, und rechnen für 2009 bei im Jahresdurchschnitt deutlich niedrigeren Rohstoffpreisen mit einem umsatzrückgang auf grund sinkender Produktpreise. gleichzeitig werden zusätzliche Produktionskapazitäten im nahen osten und in Asien bei schwacher nachfrage die kapazitätsauslastung der Industrie weiter reduzieren. Angesichts dieser schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen rechnen wir mit einem deutlichen Rückgang des ergebnisses der betriebstätigkeit für 2009.

inorganics

  • umsatzzuwächse insbesondere bei Leimen und tränkharzen, anorganischen spezialitäten sowie anorganischen salzen
  • hohe Marktpreise und Margen für grundprodukte
  • ergebnis der betriebstätigkeit 2008 deutlich gestiegen
  • Im Jahr 2009 umsatzrückgang sowie deutlich niedrigeres ergebnis auf grund geringerer Margen bei methanbasierten Folgeprodukten

petrochemicals

  • umsatz gesteigert durch höhere Produktpreise in den ersten drei Quartalen bei gestiegenen Rohstoffpreisen
  • einbruch der nachfrage im vierten Quartal
  • ergebnis 2008 deutlich unter dem Vorjahreswert
  • Für 2009 umsatzrückgang sowie deutlich rückläufiges ergebnis der betriebstätigkeit auf grund schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen erwartet

petrochemicals -- umsatz nach regionen (nach sitz der kunden)

intermediates

der bereich steigerte 2008 den umsatz mit dritten gegenüber dem Vorjahr leicht um 42 Millionen € auf 2.512 Millionen € (Mengen –2%, Preise 7%, Währungen –3%). Insbesondere unsere geschäfte mit Produkten für die Agroindustrie sowie für die bereiche gaswäsche und energie haben wir deutlich ausgeweitet.

dank hoher nachfrage nach Aminen und Carbonsäuren konnten gestiegene Rohstoffkosten bei diesen Produkten an den Markt weitergegeben werden. butandiol und dessen Folgeprodukte gerieten unter Margendruck, da die stagnierende nachfrage nach PolythF® und neue kapazitäten asiatischer Wettbewerber Absatz und Preissteigerungen erschwerten. die Wirbelstürme an der usgolfküste führten zu Anlagenabstellungen und geschäftsausfällen.

seit ende des dritten Quartals beeinträchtigte die konjunkturelle krise, vor allem in der Automobil, kunststoffund textilindustrie, das geschäft. Im vierten Quartal haben wir deshalb unsere Produktionsmengen weltweit verringert.

das ergebnis der betriebstätigkeit erreichte im Jahr 2008 nicht den hohen Wert des Vorjahres. ursachen waren vor allem der starke einbruch der nachfrage im vierten Quartal und die dadurch bedingte geringe Anlagenauslastung am Jahresende. Auch der Margendruck bei butandiol und Folgeprodukten sowie entgangene geschäfte als Folge

der Wirbelstürme an der usgolfküste im september trugen zum ergebnisrückgang bei.

2008 belasteten den bereich zwei sondereinflüsse: die butandiolAnlage im 60:40gemeinschaftsunternehmen bAsF PetRonAs Chemicals sdn. bhd. in kuantan/Malaysia war wegen unbefriedigender ertragslage abzuwerten. Ferner beschlossen wir im Rahmen der Restrukturierung unserer butandiolWertschöpfungskette in Asien, die butandiol/thFAnlage in ulsan/korea wegen nachhaltiger weltweiter Überkapazitäten bei dauerhaft hohen kosten für den Rohstoff butadien zu schließen.

gegenläufig wirkte die Auflösung eines teils der Rückstellungen, die 2006 im Rahmen der vorübergehenden stilllegung der thFAnlage in Caojing/China als sondereinfluss das ergebnis belastet hatten. das technische konzept zur umrüstung der Anlage für eine kuppelproduktion von thF und Maleinsäureanhydrid ist ausgearbeitet. damit stehen uns für den künftigen betrieb verschiedene optionen offen, über die wir entsprechend der Marktentwicklung entscheiden werden.

Für 2009 erwarten wir eine Fortsetzung der uneinheitlichen entwicklung unserer Produktbereiche. Infolge mengenbedingt geringerer umsätze wird das ergebnis der betriebstätigkeit deutlich zurückgehen.

intermediates -- umsatz nach regionen (nach sitz der kunden)

intermediates

  • Leichte umsatzsteigerung dank dynamischer nachfrage nach Produkten für die Agroindustrie sowie für die bereiche gaswäsche und energie
  • ergebnis rückläufig durch stark sinkende nachfrage im vierten Quartal sowie Margendruck bei butandiol und Folgeprodukten
  • Für 2009 mengenbedingt geringere umsätze sowie deutlich niedrigeres ergebnis der betriebstätigkeit erwartet

plastics energieef ziente werkstoffe, innovative lösungen

basf ist einer der weltweit führenden hersteller von kunststoffen. die unternehmensbereiche performance polymers und polyurethanes bieten unseren kunden energieef ziente produkte und systemlösungen sowie dienstleistungen.

strategie

Wir konzentrieren uns auf Aktivitäten, die im Markt eine differenzierung zu unseren Wettbewerbern ermöglichen und profitable Wachstumschancen bieten. unsere kunden sind vor allem unternehmen aus den bereichen Fahrzeugbau, elektro/elektronik, textilien, Verpackung und bau. die vielfältigen eigenschaften unserer kunststoffe sprechen dabei aber zunehmend auch kunden anderer branchen an.

Wir verbreitern damit unser Portfolio an Abnehmerindustrien, wachsen schneller als der Markt und werden unabhängiger von konjunkturzyklen einzelner branchen. bei der entwicklung neuer Produkte oder systemlösungen steht die enge zusammenarbeit mit unseren kunden im Vordergrund.

Wir streben eine nachhaltige Verbesserung unserer herstellungsprozesse an, um noch ressourcenschonender und energieeffizienter produzieren und kostengünstigere Rohstoffe einsetzen zu können.

unsere produkte

der unternehmensbereich performance polymers ist einer der weltweit führenden Anbieter von technischen kunststoffen, Polyamid und Polyamidvorprodukten sowie schaumstoffen und spezialkunststoffen.

Mit ultramid®, Miramid® und Capron® bieten wir unseren kunden ein breites Portfolio technischer kunststoffe, die auf Polyamid 6 und Polyamid 6.6 basieren. dieses wird ergänzt durch unsere Produkte ultradur®, ultraform® und ultrason®. Wegen ihrer besonderen mechanischen eigenschaften bei zugleich geringem gewicht sowie ihrer hohen temperatur und Chemikalienbeständigkeit finden unsere technischen kunststoffe eine breite Anwendung im Automobilbau, in der elektronik und elektroindustrie, in haushalt, sport und Freizeit.

Für die Verpackungs, textil und Lebensmittelindustrie bieten wir ultramid an, ein wichtiges basisprodukt zur herstellung von Fasern und Folien. Mit ecoflex® und ecovio® umfasst unser Produktsortiment zudem bioabbaubare spezialkunststoffe für die Verpackungsindustrie.

styropor® und seine Weiterentwicklung neopor® – beides styrolbasierte schaumstoffvorprodukte – werden in dämmstoffen für bau und Verpackungen eingesetzt. unsere schaumstoffe leisten aber nicht nur einen beitrag als energieeffiziente Werkstoffe: der melaminbasierte schaumstoff basotect® zeichnet sich zusätzlich durch seine exzellente schallabsorption in gebäuden oder auch Flugzeugen aus und wird zudem als Reinigungsschwamm in der konsumgüterindustrie vermarktet.

  • erschließung neuer Marktsegmente durch vielseitiges und innovatives Portfolio
  • enge zusammenarbeit mit kunden bei der entwicklung neuer Produkte und systemlösungen
  • Prozessoptimierung für ressourcen und energieeffiziente Produktion

strategie produkte

  • Performance Polymers: technische kunststoffe, Polyamid und Polyamidvorprodukte sowie schaumstoffe und spezialkunststoffe für vielfältige Anwendungen
  • Polyurethanes: grundprodukte, kundenspezifische systeme und spezialitäten für Automobil, bau, Möbel und haushaltsgeräte

der unternehmensbereich polyurethanes ist führender Anbieter von grundprodukten, systemen und spezialitäten. Mit seinem weltweiten netzwerk von mehr als dreißig Polyurethansystemhäusern und seinem breiten Produkt und dienstleistungsportfolio ist das unternehmen bevorzugter Partner seiner kunden in vielen branchen.

Polyurethane machen das Leben komfortabler, sicherer und angenehmer – und sie helfen nachhaltig, energie zu sparen. sie tragen dazu bei, dass Architekten gebäude besser isolieren und Automobilproduzenten ihre Fahrzeuge attraktiver gestalten und gewichtssparender konstruieren können. hersteller von schuhsohlen, Matratzen sowie haushalts und sportgeräten nutzen die vielfältigen Möglichkeiten und Vorteile dieser kunststoffspezialität zusammen mit dem Wissen und der erfahrung der Polyurethanexperten von bAsF weltweit.

Für eine Vielzahl unterschiedlicher kundenanwendungen können wir maßgeschneiderte Polyurethanprodukte anbieten. Polyurethane werden unter Markennamen wie elastoflex® oder elastopor® beispielsweise als hart und Weichschäume im bau, für Möbel und für haushaltsgeräte verwendet. die Automobilbranche verarbeitet zunehmend unsere Polyurethane, wie zum beispiel unser Produkt elastoskin®, für die herstellung von Innenraumoberflächen, deren strukturen optisch und haptisch von echtem Leder kaum mehr zu unterscheiden sind. unter dem Markennamen Cellasto® entwickelt, produziert und vertreibt bAsF bauteile aus zelligen Polyurethanelastomeren, die als zusatzfedern im Automobilbereich zum einsatz kommen. neun von zehn Autoherstellern verwenden diese bAsF-Federn und machen uns zum Marktführer.

Weiterhin umfasst unser Polyurethansortiment Produkte mit thermoplastischen eigenschaften. diese bieten wir im Markt unter dem Markennamen elastollan® als granulate an, die Anwendung in nahezu allen industriellen bereichen finden, vor allem in der Automobilindustrie und

performance polymers produkte

Rohstoffen hochwertige Eigenschaften.

  • technische kunststoffe ultramid, Miramid und Capron sowie ultradur und ultraform für die Automobil und elektronikindustrie
  • bioabbaubare kunststoffe ecoflex und ecovio für die Verpackungsindustrie
  • schaumstoffvorprodukt neopor für energieeffiziente Materialien in der bauindustrie

polyurethanes produkte

  • hart und Weichschäume elastoflex und elastopor für bau und Möbelindustrie sowie elektrogeräte
  • elastoskinoberflächen für hochwertige Fahrzeug-Innenräume
  • zusatzfedern aus Cellasto für die Automobilindustrie
  • granulat elastollan mit thermoplastischen eigenschaften für Anwendungen von der herzLungenMaschine, über skistiefel bis hin zu kabelummantelungen

in Produkten der elektronik und schuhbranche sowie bei sport und Freizeitartikeln.

forschung und entwicklung

neben innovativen herstellungsverfahren konzentrieren wir uns vor allem auf die Produkt und systementwicklung. zusammen mit unseren kunden konnten wir zahlreiche neuerungen in die Märkte einführen. dazu zählen anspruchsvolle strukturen im Automobil, wie Motorlager oder karosserieteile, die leichter als die Alternativen aus Metall sind und so zur senkung des treibstoffverbrauchs beitragen. sie werden beim kunden mit bAsFeigener software entwickelt.

ein weiterer schwerpunkt ist der einsatz von kunststoffen als energieeffiziente Werkstoffe, beispielsweise in dämmstoffen in den bereichen bau und Automobil. so zeigt der innovative silbergraue Werkstoff neopor ein wesentlich besseres dämmvermögen als herkömmliche Isolationsmaterialien. bei einem etwa halb so hohen Materialeinsatz erzielt er die gleiche Wärmedämmleistung wie styropor. somit werden weniger fossile brennstoffe zur temperierung von gebäuden benötigt. bereits in der ersten heizperiode wird die Menge fossiler Rohstoffe wieder eingespart, die zur herstellung des dämmprodukts benötigt werden.

Polyurethane werden immer häufiger als Wärmedämmkern in sandwichbauelementen verwendet, die sich auf grund ihrer außergewöhnlich guten thermischen und mechanischen eigenschaften sowie ihrer einfachen und schnellen Montage als baumaterial für Industriebauten durchgesetzt haben. um den gestiegenen brandschutzanforderungen an die kernmaterialien gerecht zu werden, haben wir eine neue generation von Polyurethanhartschäumen unter dem namen elastopir® entwickelt. dieser verbindet die wärmedämmenden eigenschaften der Polyurethanschäume mit hoher brandbeständigkeit

und ermöglicht so eine energieeffiziente und sichere konstruktion moderner Industriegebäude.

Für verschiedene kunststoffanwendungen bieten wir Lösungen auf basis nachwachsender Rohstoffe an. In Matratzen aus Lupranol® balance steckt beispielsweise natürliches Verendaöl aus dem Wunderbaum (Ricinus Communis). dieses kann durch die Verwendung eines neuartigen katalysators erstmalig als Rohstoff für die herstellung emissionsarmer Weichschaumpolyole eingesetzt werden. der einsatz fossiler energieträger wird dadurch reduziert. so beinhaltet ein 10 kilogramm schwerer Matratzenkern aus Lupranol balance durchschnittlich 2,2 kilogramm Verendaöl. die bAsFInnovation wurde 2008 mit dem Innovations Award des amerikanischen PolyurethanVerbands CPI ausgezeichnet.

marketing und kundenbeziehungen

Im segment Plastics entwickeln, produzieren und vermarkten wir standardprodukte, spezialitäten sowie spezielle systeme und konfektionierte Polymere. bei standardprodukten, die wir in großen Mengen vermarkten, stehen Qualität und effizienz im Vordergrund. bei den spezialitäten und den kundenspezifischen Produkten setzen wir auf ein individuell zugeschnittenes technisches Marketing. hier arbeiten wir bereits in einem frühen entwicklungsstadium intensiv mit unseren kunden zusammen, um gemeinsam optimale Lösungen zu finden und Ihnen somit dauerhaft zum erfolg zu verhelfen.

Im äußerst serviceorientierten geschäft mit Polyurethansystemen und spezialitäten sind Vertrauen, erfahrung und kompetenz besonders gefragt. Mit einem netzwerk von weltweit über 30 systemhäusern bietet bAsF eine schnelle lokale betreuung bei der entwicklung individueller Lösungen bis hin zu technischem service, Vertrieb und Marketing.

forschung und entwicklung

  • Anspruchsvolle teile im Automobil, die leichter sind als alternative Materialien wie Metall
  • energieeffiziente Werk und dämmstoffe zur Reduktion des Verbrauchs fossiler brennstoffe für die temperierung von gebäuden
  • Lupranol balance: emissionsarmes Weichschaumpolyol auf basis von Verendaöl zum einsatz in Matratzen

marketing und kundenbeziehungen

  • Qualität und effizienz bei der Vermarktung von standardprodukten
  • Individuell zugeschnittenes technisches Marketing bei spezialitäten und kundenspezifischen Produkten
  • Intensive zusammenarbeit mit kunden bereits in frühen entwicklungsstadien für optimale Lösungen und dauerhaften erfolg

investitionen in sachanlagen

zusätzliche
Jahreskapazität
Jahreskapazität
insgesamt
standort Projekt durch erweiterung (tonnen) Inbetriebnahme
Antwerpen/belgien neubau Propylenoxid 300.000 1 2008
neubau Wasserstoffperoxid 230.000 2 2008
geismar/Louisiana Ausbau Polyole 155.000 350.000 2008
Ludwigshafen Ausbau ecoflex 60.000 74.000 2010
Ausbau ultraform 12.000 55.000 2008
Ausbau ultrason 6.000 12.000 2008
Ausbau neopor 70.000 150.000 2009
thane/Indien neubau konfektionierung
technische kunststoffe
9.000 2009

1 betrieben durch ein gemeinschaftsunternehmen, an dem bAsF mit 50% beteiligt ist und das quotal in den gruppenabschluss einbezogen wird.

2 betrieben durch ein gemeinschaftsunternehmen, an dem bAsF einen Anteil von 25% hält und das at equity bilanziert wird.

produktionskapazitäten wichtiger produkte

standorte
Produkt europa nordamerika Asien,
Pazifischer Raum
südamerika,
Afrika,
naher osten
Jahreskapazität
(tonnen)
Isocyanat X X X 1.840.000
Polyamid X X 720.000
Polyamidvorprodukte X X 1.370.000
Propylenoxid X X 925.000 1

1 davon 800.000 t für Polyurethananwendungen. enthält die vollständige kapazität von drei gemeinschaftsunternehmen zur Produktion von Propylenoxid in belgien, den niederlanden und in singapur, an denen bAsF jeweils 50% hält und die quotal in den gruppenabschluss einbezogen werden.

umsatz plastics (Millionen €) ergebnis der betriebstätigkeit plastics (Millionen €)

segmentdaten plastics (Millionen €)

2008 2007 Veränderung%
umsatz mit dritten 9.675 9.976 –3,0
davon Performance Polymers 4.535 4.810 –5,7
Polyurethanes 5.140 5.166 –0,5
transfers zwischen den segmenten 642 828 –22,5
umsatz inklusive transfers 10.317 10.804 –4,5
ergebnis der betriebstätigkeit vor Abschreibungen (ebItdA) 962 1.655 –41,9
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) vor sondereinflüssen 544 1.261 –56,9
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) 530 1.172 –54,8
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) nach kapitalkosten –42 626
ebItdA­Marge (%) 9,9 16,6
Vermögen 5.060 5.605 –9,7
Forschungskosten 147 142 3,5
Investitionen in sachanlagen und immaterielles Vermögen 478 510 –6,3

der umsatz mit dritten ging leicht um 301 millionen € auf 9.675 millionen € zurück (mengen –2%, preise 3%, währungen –4%). das ergebnis der betriebstätigkeit war wegen geringerer mengen und margen im zuge der wirtschaftskrise stark rückläu g. mit 530 millionen € lag es um 642 millionen € unter dem wert des vorjahres.

für 2009 rechnen wir mit einem niedrigeren umsatz. bei geringeren einmalbelastungen und optimierten kostenstrukturen streben wir eine ergebnisverbesserung an.

performance polymers

seit Januar 2008 umfasst der bereich neben den Arbeitsgebieten Polyamide und Vorprodukte sowie technische kunststoffe auch schäume und spezialkunststoffe.

der umsatz mit dritten lag mit 4.535 Millionen € unter dem vergleichbaren Wert des Vorjahres (Mengen –4%, Preise 2%, Währungen –4%). der Absatz ging zurück, denn unsere hauptabnehmerbranchen Automobil, bau

und – in Asien – textil reagierten auf den global einsetzenden konjunkturellen Abschwung mit drastischen Auftragskürzungen.

In den ersten drei Quartalen konnten wir die Verkaufspreise angesichts steigender Rohstoffpreise in allen wesentlichen Produktlinien erhöhen. Im vierten Quartal führte die konjunkturschwäche zu rückläufigen Rohstoffpreisen, die uns bei schwindender nachfrage vor allem bei Polyamiden und Vorprodukten zu Preisanpassungen zwangen.

durch die krisenhafte entwicklung und die extrem volatilen Rohstoffpreise wurde das bis August erwirtschaftete ergebnis der betriebstätigkeit in den letzten Monaten des Jahres aufgezehrt und war für das gesamtjahr negativ. ursachen dafür waren Mengenverluste, Margenerosion – vor allem bei Polyamiden und Vorprodukten –, die geringere Auslastung unserer Produktionsanlagen sowie die Abwertung von Vorräten.

umsatzeinflüsse plastics

Im zuge der optimierung unserer kostenstruktur bei Polyamiden und Vorprodukten haben wir im August den standort seal sands/großbritannien an Ineos nitriles verkauft. da das sachanlage und Vorratsvermögen bereits im Vorjahr abgeschrieben worden war, wirkte das entfallen der planmäßigen Abschreibungen positiv auf das ergebnis der betriebstätigkeit des Jahres 2008. ein Verlust ergab sich hingegen aus vertraglichen Verpflichtungen im zusammenhang mit der Veräußerung. die Anlage zur herstellung von hexamethylendiamin, einem wichtigen Vorprodukt für Polyamid 6.6, bleibt im besitz von bAsF, wird jedoch von Ineos nitriles betrieben.

Für 2009 erwarten wir wegen der nachfrageschwäche in unseren hauptabnehmerbranchen Automobil, bau und textil sowie niedrigerer Rohstoffpreise einen umsatzrückgang. Auf grund verbesserter kostenstrukturen und neuer Potenziale durch die Vermarktung innovativer Produkte erwarten wir jedoch eine steigerung des ergebnisses der betriebstätigkeit.

performance polymers -- umsatz nach regionen (nach sitz der kunden)

polyurethanes

der umsatz mit dritten lag mit 5.140 Millionen € um 26 Millionen € unter dem Wert des Vorjahres (Menge 0%, Preise 4%, Währungen –5%).

In europa wuchs unser geschäft bis in das dritte Quartal hinein. In der Region Asien, Pazifischer Raum setzte sich der Wachstumskurs der vergangenen Jahre im ersten halbjahr 2008 fort. Während der olympischen spiele in Peking/ China kam es jedoch zu behördlichen Produktionsbeschränkungen bei unseren kunden und zu transportbeschränkungen für einige unserer Produkte. diese führten zu beginn der zweiten Jahreshälfte zu einer schwächeren nachfrage in China. In nordamerika haben wir besonders auf grund der Abschwächung in unseren wichtigen Abnehmerindustrien bau und Automobil Rückgänge verzeichnet. Im september mussten wir wegen des Wirbelsturms gustav unsere Aktivitäten einschränken und Anlagen zeitweise außer betrieb nehmen. Preissteigerungen für Rohstoffe und energie konnten wir in den ersten drei Quartalen zu einem großen teil über unsere Verkaufspreise weitergeben.

Auf grund des dramatischen nachfragerückgangs im vierten Quartal haben wir 2008 ein geringeres ergebnis der betriebstätigkeit erzielt. Wegen stark zurückgegangener Verkaufspreise mussten wir im vierten Quartal Abschreibungen auf unser Vorratsvermögen vornehmen.

Für 2009 erwarten wir ein weiterhin schwieriges wirtschaftliches umfeld sowie Margenrückgänge auch wegen neuer kapazitäten bei wichtigen grundprodukten. Wir gehen sowohl beim umsatz als auch beim ergebnis der betriebstätigkeit von Werten unter dem Vorjahresniveau aus.

polyurethanes -- umsatz nach regionen (nach sitz der kunden)

europa: 41% nordamerika: 23% asien, pazifischer raum: 30% südamerika, afrika, naher osten: 6%

performance polymers

  • umsatzeinbußen durch stark rückläufigen Absatz im vierten Quartal
  • ergebnis der betriebstätigkeit negativ wegen Mengenverlusten, Margenerosion, geringerer Produktionsauslastung, Abwertung von Vorräten und sonderbelastungen
  • Für 2009 umsatzrückgang, aber steigerung des ergebnisses durch effizienzverbesserung erwartet

polyurethanes

  • umsatz annähernd auf Vorjahresniveau, trotz starker Rückgänge im vierten Quartal
  • ergebnisrückgang wegen des nachfrageeinbruchs und rückläufiger Margen im vierten Quartal
  • Für 2009 umsatz und ergebnisrückgang erwartet

performance products

innovative und wachstumsstarke spezialitäten

das segment performance products besteht aus den unternehmensbereichen acrylics & dispersions, care chemicals und performance chemicals. unsere kunden nutzen unsere produkte und leistungen, um ihre prozesse ef zienter zu gestalten und produkte im markt anbieten zu können, die sich vom wettbewerb deutlich abheben.

strategie des segments

bei einem großteil der Produkte unseres sortiments handelt es sich um spezialitäten. entscheidende erfolgsfaktoren sind Innovationen, enge beziehungen zu führenden unternehmen unserer Abnehmerbranchen und spezielle Anwendungs und entwicklungskompetenzen. unsere Produkte schaffen einen zusätzlichen nutzen für unsere kunden, der sie von Wettbewerbern differenziert. daher entwickeln wir neue Lösungen bevorzugt gemeinsam mit unseren kunden und streben langfristige Partnerschaften an, die für beide seiten profitable Wachstumschancen eröffnen.

ein anderes geschäftsmodell verfolgen wir bei standardprodukten, wie zum beispiel bei Acrylsäure oder Vitaminen. hier stehen effiziente Produktionsstrukturen innerhalb des bAsFVerbunds, kapazitätsmanagement sowie technologie und kostenführerschaft im Vordergrund.

ein zentrales element der Wertschöpfungsstrategie ist das aktive Management unseres geschäfts und Produktportfolios. durch Akquisitionen und devestitionen bauen wir den Anteil innovativer, konjunkturrobuster und wachstumsstarker geschäfte aus. so stärken wir mit dem geplanten erwerb der Ciba holding Ag unsere Position in mehreren spezialitätenmärkten, insbesondere bei kunststoffadditiven.

unsere produkte

acrylics & dispersions stellt Acrylsäure und deren Folgeprodukte superabsorber und Polymerdispersionen her. superabsorber finden vor allem in Windeln Verwendung, Polymerdispersionen werden bei der herstellung von klebstoffen, Lacken, Vliesstoffen und bauchemikalien eingesetzt. das Produktportfolio für die Papierindustrie umfasst binder, Prozesschemikalien und kaolinpigmente. die innovativen Luredur ® Polyvinylaminprodukte optimieren beispielsweise den Prozess der Papierherstellung durch höhere Produktivität und geringeren energiebedarf.

das Portfolio des bereichs care chemicals für die kosmetik sowie die Wasch und Reinigungsmittelindustrie besteht aus Polymeren, tensiden, uVFiltern, komplexbildnern und weiteren spezialitäten, die zunehmend in chemischtechnischen Industrien Anwendung finden. nachhaltigkeit ist dabei ein wichtiges ziel. ein innovatives Produkt aus dieser Reihe ist unser komplexbildner trilon® M für hochwirksame und umweltfreundliche Reinigungsmittel. zu den wichtigsten Produkten für die human und tierernährung zählen Vitamine, Carotinoide und enzyme. Für die Pharmaindustrie bietet der bereich Wirkstoffe, wie zum beispiel koffein oder Ibuprofen, sowie hilfsstoffe und kundenspezifische syntheseprodukte.

bei performance chemicals sind hochwertige spezialitäten für verschiedene industrielle Abnehmerbranchen gebündelt. dazu gehören Chemikalien zur herstellung und Veredlung von Leder und textilien ebenso wie Pigmente und harze für die Lack und kunststoffindustrie. ein beispiel hierfür sind innovative schwarzpigmente, die keine langwelligen sonnenstrahlen absorbieren, so dass dunkle oberflächen kühler bleiben und die Materialien der eingefärbten bauteile geschont werden. Für die Automobil, Raffinerie und Ölindustrie entwickelt der bereich modernste bremsflüssigkeiten und kühlerschutzmittel sowie kraftstoffadditive, Raffinerie und Ölfeldchemikalien.

strategie produkte

  • erfolgsfaktoren bei spezialitäten: Innovation, enge beziehungen zu führenden kundenunternehmen, Anwendungs und entwicklungskompetenzen
  • erfolgsfaktoren bei standardprodukten: effiziente Produktionsstrukturen im Verbund, kapazitätsmanagement, technologie und kostenführerschaft
  • Aktives Portfoliomanagement

  • Acrylics & dispersions: Acrylsäure sowie deren Folgeprodukte superabsorber und Polymerdispersionen

  • Care Chemicals: Produktportfolio für die kosmetik, Wasch und Reinigungsmittelindustrie sowie tierund humanernährung und die Pharmaindustrie
  • Performance Chemicals: hochwertige spezialitäten für vielfältige industrielle Anwendungen

forschung und entwicklung

zu entwickeln und erfolgreich in den Markt einzuführen, wie zum beispiel bei innovativen superabsorbern für ultradünne hygieneprodukte mit geringerem Rohstoffverbrauch. unsere Ressourcen konzentrieren wir auf innovative, schnell wachsende Märkte und auf Anwendungen, bei denen wir uns durch besondere kompetenzen vom Wettbewerb differenzieren können. gleichzeitig forcieren wir die Weiterentwicklung und Flexibilisierung unserer Produktionstechnologien und prozesse. dies gilt insbesondere für die AcrylsäureWertschöpfungskette und bei Vitaminen im bereich Care Chemicals.

Wir konzentrieren uns auf die entwicklung neuer und die Verbesserung bestehender Produkte. dabei orientieren wir uns an den bedürfnissen unserer kunden und an nachhaltigen Markttrends, wie beispielsweise neuartige klebrohstoffe für wiederverschließbare Lebensmittelverpackungen. eine enge zusammenarbeit mit den Innovationsführern unter unseren kunden ist entscheidend, um neue Lösungen

marketing und kundenbeziehungen

unser kundenportfolio besteht sowohl aus großen als auch mittelständischen globalen und regionalen kunden aus fast allen bereichen der konsum und Investitionsgüterindustrie. diese betreuen wir direkt und individuell und unterhalten zu vielen langjährige geschäftsbeziehungen und Partnerschaften. neben innovativen Produkten ist Anwendungsservice häufig teil des Leistungspakets. Für die betreuung kleinerer kunden und für bestimmte Produkte und Anwendungen arbeiten wir mit spezialisierten Vertriebspartnern zusammen. Wir beliefern auch interne Abnehmer, wie zum beispiel die bereiche Coatings und Construction Chemicals, die wichtige einsatzstoffe von den bereichen des segments Performance Products beziehen.

forschung und entwicklung

• entwicklung neuer Produkte, orientierung an kundenbedürfnissen und nachhaltigen Markttrends

Anwendung in der Spülmaschine 80 % weniger Abwasserbelastung im Vergleich zu Formulierungen auf Phosphatbasis.

  • zusammenarbeit mit Innovationsführern der jeweiligen branche
  • Fokus auf innovative und schnell wachsende Märkte
  • Weiterentwicklung und Flexibilisierung unserer Produktionstechnologien und prozesse

marketing und kundenbeziehungen

  • breites kundenportfolio umfasst große sowie mittelständische globale und regionale kunden aus fast allen bereichen der konsum und Investitionsgüterindustrie
  • Anwendungsservice häufig teil des Leistungspakets
  • spezialisierte Vertriebspartner für die betreuung kleinerer kunden sowie für bestimmte Produkte und Anwendungen

investitionen in sachanlagen

zusätzliche Jahreskapazität
Jahreskapazität insgesamt
standort Projekt durch erweiterung (tonnen) Inbetriebnahme
Antwerpen/belgien Ausbau Polyisobuten (niedermolekular) 25.000 100.000 2008
Antwerpen/belgien Ausbau Acrylsäure 160.000 320.000 2008
Ludwigshafen Ausbau butylacrylat k.A. k.A. 2008
nanjing/China neubau Polyisobuten, tenside und
superabsorber
k.A. k.A.
schanghai/China neubau Veredlungschemikalien für die
Ledergerbung
12.000 2008
schanghai/China neubau Polyacrylat­Polymere 30.000 2008
Wyandotte/Michigan neubau wasserbasierte harze k.A. 2009

produktionskapazitäten wichtiger produkte

standorte
Produkt europa nordamerika Asien,
Pazifischer Raum
südamerika,
Afrika, naher
osten
Jahreskapazität
(tonnen)
Acrylsäure X X X 1.175.000 1, 2
Citral X 40.000
hdI (hexamethylendiisocyanat) X 10.000
Methansulfonsäure X 10.000
nichtionische tenside X X 435.000
organische Pigmente X X X 21.000
Polyisobuten X 145.000
superabsorber X X X 400.000

1 enthält die vollständige kapazität eines gemeinschaftsunternehmens zur Produktion von 160.000 t Acrylsäure in kuantan/Malaysia, an dem die bAsF einen Anteil von 60% hält.

2 enthält die vollständige kapazität eines gemeinschaftsunternehmens zur Produktion von 160.000 t Acrylsäure in nanjing/China, an dem die bAsF einen Anteil von 50% hält und das quotal in den gruppenabschluss einbezogen wird.

umsatz performance products (Millionen €)

ergebnis der betriebstätigkeit performance products (Millionen €)

segmentdaten performance products (Millionen €)

2008 2007 Veränderung%
umsatz mit dritten 8.967 8.862 1,2
davon Acrylics & dispersions 3.632 3.522 3,1
Care Chemicals 3.065 3.029 1,2
Performance Chemicals 2.270 2.311 –1,8
transfers zwischen den segmenten 422 361 16,9
umsatz inklusive transfers 9.389 9.223 1,8
ergebnis der betriebstätigkeit vor Abschreibungen (ebItdA) 1.286 1.143 12,5
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) vor sondereinflüssen 785 712 10,3
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) 787 681 15,6
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) nach kapitalkosten 138 24 475,0
ebItdA­Marge (%) 14,3 12,9
Vermögen 6.352 6.397 –0,7
Forschungskosten 231 267 –13,5
Investitionen in sachanlagen und immaterielles Vermögen 432 434 –0,5

den umsatz mit dritten steigerten wir um 105 millionen € auf 8.967 millionen € (menge 0%, preise 8%, portfoliomaßnahmen –4%, währungen –3%). das ergebnis der betriebstätigkeit betrug 787 millionen € und ist dank der hohen ertragskraft bei care chemicals gestiegen.

für 2009 rechnen wir wegen der integration der ciba-geschäfte mit einer deutlichen umsatzsteigerung. das ergebnis der betriebstätigkeit erwarten wir auf grund schwieriger marktbedingungen und akquisitionsbedingter belastungen unter dem niveau von 2008.

acrylics & dispersions

2008 erzielten wir mit 3.632 Millionen € einen im Vergleich zum Vorjahr um 110 Millionen € höheren umsatz mit dritten (Mengen 1%, Preise 5%, Währungen –3%).

uneinheitlich. bei Acrylmonomeren lag der umsatz sowohl mengen als auch preisbedingt über dem Vorjahreswert. bei superabsorbern erhöhten gestiegene Mengen den umsatz. Im geschäft mit Papierchemikalien ging der umsatz mengenbedingt auf grund anhaltender konsolidierungsmaßnahmen bei unseren kunden in der Papierindustrie leicht zurück. der umsatz mit Polymeren für klebstoffe und für die bauchemie konnte in allen Regionen ausgeweitet werden. bei kaolinmineralien führte die anhaltende schwäche in der Papierindustrie zu einem Absatz und umsatzrückgang. die bis ins dritte Quartal gestiegenen Rohstoffpreise

das geschäft in den einzelnen Arbeitsgebieten verlief

konnten nicht vollständig an den Markt weitergegeben werden. dies führte zu einem Rückgang der Margen in nahezu allen Arbeitsgebieten. bei Acrylmonomeren hatten vor allem die weiterhin hohen Überkapazitäten in Asien

umsatzeinflüsse performance products anteile am umsatz (Millionen €)

0% 5% 10%
Mengen 0%
Preise 8%
Portfoliomaßnahmen –4%
Währungen –3%
umsatz 1%

einen Margenrückgang zur Folge. die anhaltenden konsolidierungsmaßnahmen bei unseren kunden in der Papierindustrie belasteten die Margen bei Papierchemikalien. Auch die Margen bei Polymeren für klebstoffe und für die bauchemie in europa gingen gegenüber dem Vorjahr rohstoffpreisbedingt zurück. das kaolingeschäft litt neben der Absatzschwäche unter den zur Jahresmitte gestiegenen gaspreisen sowie unter den deutlich höheren Containerfrachtraten. In nordamerika konnten wir das erfolgreiche Asphaltgeschäft weiter ausbauen. gegen Jahresende wurde die saisonübliche Abschwächung in den baunahen Arbeitsgebieten durch den konjunktureinbruch verstärkt. dieser spiegelt sich auch in einer deutlich gesunkenen nachfrage nach Acrylmonomeren sowie aus der Verpackungsindustrie wider. nachfragebedingte Anpassungen in der Produktion führten zu höheren Minderauslastungskosten. das ergebnis der betriebstätigkeit lag unter dem Wert des Vorjahres.

Im dritten Quartal 2008 haben wir die zusätzliche Jahreskapazität von 160.000 tonnen Acrylsäure in Antwerpen/ belgien in betrieb genommen und somit einen weiteren Meilenstein zur sicherung der internen Versorgung mit Acrylsäure erreicht.

Für 2009 erwarten wir ein schwieriges wirtschaftliches umfeld. unsere hauptabnehmerindustrien Automobil, bau und Verpackung werden kaum Wachstumsimpulse liefern. In der Papierindustrie sehen wir keine Verbesserung der derzeitigen situation. Wir erwarten ein solides geschäft im bereich der hygieneindustrie. Insgesamt rechnen wir in diesem schwierigen umfeld bei stabilen Mengen preisbedingt mit einem umsatzrückgang. Wir erwarten, dass das ergebnis dank unserer Initiativen zur Produktivitätssteigerung und zur kosteneinsparung nur leicht rückläufig sein wird.

acrylics & dispersions -- umsatz nach regionen (nach sitz der kunden)

care chemicals

der unternehmensbereich Care Chemicals erzielte mit 3.065 Millionen € einen um 36 Millionen € höheren umsatz mit dritten als im Vorjahr (Mengen 1%, Preise 12%, Portfoliomaßnahmen –9%, Währungen –3%). bereinigt um die struktureffekte infolge der Veräußerung der geschäfte mit Lysin und Prämixen, der Arzneimittelherstellung in shreveport/Louisiana und des im tensidgeschäft tätigen tochterunternehmens WIbARCo, beträgt der umsatzanstieg 311 Millionen €.

das ergebnis der betriebstätigkeit konnten wir in einem stabilen Marktumfeld deutlich steigern, vor allem auf grund der positiven entwicklung im Arbeitsgebiet ernährung. gründe dafür waren sowohl die durch Restrukturierung reduzierten Fixkosten als auch die gestiegenen Verkaufspreise für die citralbasierten Vitamine e und A.

Mit der zusammenlegung der Arbeitsgebiete Personal Care Ingredients und Wasch und Reinigungsmittel setzte der bereich im ersten Jahr seines bestehens bereits neue Impulse bei Marktbearbeitung und Innovation. durch neu auf den Markt gebrachte Produkte konnten wir die wachsende nachfrage nach umweltfreundlichen und nachhaltigen Lösungen erfüllen. darüber hinaus konnten die Margen trotz der Rohstoffpreiserhöhungen gehalten werden.

acrylics & dispersions

  • umsatz gestiegen auf grund höherer Mengen bei superabsorbern sowie höherer Mengen und Preise bei Acrylmonomeren
  • ergebnis rückläufig, Margenrückgang in nahezu allen Arbeitsgebieten
  • Für 2009 umsatzrückgang und ergebnis leicht unter Vorjahresniveau erwartet

care chemicals

  • umsatz trotz devestitionen gesteigert
  • neue Impulse durch optimierte Marktbearbeitung und Innovationen
  • deutliche ergebnissteigerung insbesondere durch starke entwicklung des Arbeitsgebiets ernährung
  • Für 2009 umsatz und ergebnis leicht unter dem niveau von 2008 erwartet

sondereinflüsse hatten saldiert keinen wesentlichen einfluss auf das ergebnis der betriebstätigkeit.

Auf grund unseres breit aufgestellten, konjunkturrobusten Portfolios erwarten wir für Care Chemicals im Jahr 2009 nur begrenzte negative Auswirkungen infolge der Wirtschaftskrise. Wir gehen davon aus, dass umsatz und ergebnis trotz eines schwierigen Marktumfelds nur leicht unter dem außerordentlich hohen niveau von 2008 liegen werden.

performance chemicals

2008 lag der umsatz mit dritten mit 2.270 Millionen € unter dem Vorjahr (Mengen –1%, Preise 5%, Portfoliomaßnahmen –3%, Währungen –3%). negative Währungseinflüsse wurden durch Preissteigerungen ausgeglichen. die Absatzmengen lagen bis zum dritten Quartal auf Vorjahresniveau, fielen aber im vierten Quartal auf grund des nachfrageeinbruchs in fast allen Abnehmerbranchen deutlich ab.

In europa konnten wir die Preise anheben, strukturbedingt ging der umsatz jedoch zurück. Auch in nordamerika entwickelte sich der umsatz rückläufig. hier konnten die gestiegenen Verkaufspreise die Mengenrückgänge und die negativen Währungseinflüsse nicht ausgleichen. In Asien wurden höhere Preise durch negative Währungseinflüsse kompensiert, der Absatz lag nahezu auf dem niveau des Vorjahres.

umsatzzuwächse erzielten wir 2008 mit unseren Automobil, Raffinerie und Ölfeldchemikalien. dagegen ist der umsatz mit Lack und kunststoffchemikalien auf grund der schwierigen wirtschaftlichen Lage wichtiger Abnehmerbranchen vor allem in nordamerika zurückgegangen. Auch bei Leder und textilchemikalien war der umsatz in einem weltweit schwierigen umfeld rückläufig.

das ergebnis der betriebstätigkeit hat trotz einer steigerung der ertragskraft bei Automobil und Raffineriechemikalien den Vorjahreswert nicht erreicht. ergebnisrückgänge waren insbesondere bei Lack und kunststoffchemikalien zu verzeichnen. notwendige Anpassungen der Produktion an den starken Absatzrückgang gegen Jahresende erhöhten die Minderauslastungskosten.

Wir haben weitere Maßnahmen zur effizienzsteigerung über die gesamte Wertschöpfungskette eingeleitet und werden diese 2009 fortführen. damit wollen wir unseren erfolg auch in konjunkturell schwierigen zeiten sicherstellen. Mit der Inbetriebnahme einer neuen Anlage zur herstellung von wasserbasierten harzen in Wyandotte/ Michigan im Jahr 2009 schaffen wir eine weitere Voraussetzung für langfristig profitables Wachstum.

Im Jahr 2009 rechnen wir mit einem weiterhin schwachen wirtschaftlichen umfeld und erwarten deshalb eine leicht rückläufige umsatz und ergebnisentwicklung.

performance chemicals -- umsatz nach regionen (nach sitz der kunden)

performance chemicals

  • umsatz rückläufig, insbesondere auf grund niedrigerer Mengen im vierten Quartal
  • Rückgang des ergebnisses wegen schwacher entwicklung bei Lack und kunststoffchemikalien
  • Für 2009 leicht rückläufige umsatz und ergebnisentwicklung erwartet

functional solutions kundenspezi sche produkte und systemlösungen

im segment functional solutions bündeln wir die unternehmensbereiche catalysts, construction chemicals und coatings. sie entwickeln innovative branchenund kundenspezi sche produkte und systemlösungen, insbesondere für die automobil- und bauindustrie.

strategie des segments

unser Portfolio besteht aus innovativen Produkten und technologien, die unseren kunden eine differenzierung gegenüber ihren Wettbewerbern erlauben. der erfolg des segments basiert vor allem auf spezialitäten und systemlösungen, die wir in zusammenarbeit mit unseren kunden entwickeln. einen schwerpunkt unserer strategie bildet die kontinuierliche optimierung unseres Produktportfolios entlang regional unterschiedlicher Marktanforderungen und globaler Megatrends in unseren Abnehmerbranchen. Wir streben an, unsere führende Marktposition in europa zu stärken, die stellung im nordamerikanischen Markt weiterzuverbessern sowie unsere Aktivitäten in den Wachstumsregionen Asien, südamerika, osteuropa und im nahen osten profitabel auszubauen.

unsere produkte

der unternehmensbereich catalysts entwickelt und produziert katalysatoren, die schadstoffe im Abgasstrom von Fahrzeugen zerstören. Mit dem CatalyzedsootFilter bieten wir unseren kunden weltweit einen Rußfilter mit integriertem katalysator für dieselPkws an. Außerdem stellen wir Prozesskatalysatoren her, die die Rohstoffund energieeffizienz in Chemieanlagen und Raffinerien erhöhen. unser katalysator naphthaMax IItM etwa steigert die benzinausbeute aus Rohöl. zusätzlich zur entwicklung und Produktion von katalysatoren stellt der bereich basisund edelmetalle sowie dienstleistungen auf diesem gebiet zur Verfügung.

construction chemicals ist weltweit führend auf dem gebiet von betonzusatzstoffen wie Verflüssiger, Verzögerer oder auch härter. Mit diesen lässt sich beton einfach und effizient verarbeiten, und sie erhöhen die stabilität und Lebensdauer der betonstrukturen. unser smart dynamic Construction system ist ein beispiel für energieeffizientes und wirtschaftliches bauen: das system für hochfließfähigen, selbstverdichtenden beton spart energie und Arbeitsaufwand – die maschinelle Verdichtung entfällt. Außerdem produzieren und vertreiben wir Ausbauprodukte, die dem schutz oder der Reparatur von baukonstruktionen dienen. das Portfolio umfasst Fliesenkleber, Mörtel, Abdichtund dämmsysteme sowie sport und Industrieböden, beispielsweise der Marke ucrete®. diese sind außergewöhnlich widerstandsfähig gegenüber mechanischer, chemischer und thermischer belastung und erfüllen somit höchste Anforderungen etwa der Pharma oder Lebensmittelproduktion.

der unternehmensbereich coatings ist einer der größten Anbieter von innovativen und umweltfreundlichen Lackierlösungen für Automobile und industrielle Anwendungen. Mit unseren Marken glasurit® und RM® für das Autoreparaturgeschäft sind wir weltweit im Premiumsegment erfolgreich. In südamerika sind wir einer der führenden hersteller von bautenanstrichmitteln mit einer herausragenden stellung unserer Marke suvinil®.

forschung und entwicklung

Im unternehmensbereich Catalysts verfügen wir über eine weltweit einzigartige Forschungsplattform und bauen unsere technologische Führungsposition durch kontinuierliche Prozess und Produktinnovationen aus. die erfüllung strengerer Abgasnormen sowie die erhöhung der effizienz stehen hierbei im Fokus. eine Innovation des bereichs sind zum beispiel neue Metallzeolithkatalysatoren für die Anwendung in dieselfahrzeugen.

strategie produkte

  • Innovative Produkte und technologien
  • Fokus auf der entwicklung von spezialitäten und systemlösungen in zusammenarbeit mit unseren kunden
  • kontinuierliche optimierung des Produktportfolios vor dem hintergrund regionaler Marktanforderungen und globaler Megatrends in den Abnehmerbranchen

  • Catalysts: Fahrzeug und Prozesskatalysatoren

  • Construction Chemicals: betonzusatzstoffe und Ausbauprodukte
  • Coatings: Innovative und umweltfreundliche Lackierlösungen für Automobile und industrielle Anwendungen sowie bautenanstrichmittel

Construction Chemicals richtet seine Aktivitäten in Forschung und entwicklung an den bedürfnissen der kunden und den Megatrends in der bauindustrie aus. so stehen nachhaltigkeit, kosten und Ressourceneffizienz im Fokus der bereichsforschung. schwerpunktthemen sind Polymere, reaktive harze, neue Formulierungen und maßgeschneiderte systemlösungen sowie Mineralogie und nanotechnologie.

bei Coatings entwickeln wir in enger Partnerschaft mit unseren kunden aus der Automobilindustrie neue Lösungen für integrierte Prozesse, ökoeffiziente Farblacke sowie hochkratzfeste klarlacke. Weitere Forschungsthemen sind verbesserte Produkte für stark wachsende Anwendungen wie Windkraftanlagen sowie die erfüllung höherer ökologischer Anforderungen, beispielsweise die entwicklung chromatfreier grundanstriche für bandbeschichtungen.

marketing und kundenbeziehungen

unser kundenportfolio ist stark diversifiziert und reicht von großkunden aus den branchen Automobil, bau und Chemie, über mittelständische regionale kunden bis hin zu handwerksbetrieben und Autowerkstätten. unsere geschäftsmodelle und Vertriebswege sind auf die jeweiligen kundengruppen und Marktsegmente abgestimmt. großkunden betreuen wir individuell und bieten ihnen kundenspezifische entwicklungsarbeiten und technische services. so hat der bereich Coatings im Jahr 2008 ein neues Color design studio in Münster eröffnet, um mit Partnern aus der Automobilbranche frühzeitig die zukunftstrends in der Lackindustrie zu bestimmen und zu präsentieren.

forschung und entwicklung

  • Weltweit einzigartige Plattform für die katalyseforschung im bereich Catalysts
  • Fokus auf nachhaltigkeit sowie kosten und energieeffizienz bei Construction Chemicals
  • neue Lösungen für integrierte Prozesse, ökoeffiziente Farblacke sowie hochkratzfeste klarlacke bei Coatings

marketing und kundenbeziehungen

  • breites kundenportfolio umfasst großkunden aus der Automobil, bau und Chemiebranche sowie mittelständische regionale kunden
  • Auf kundengruppen und Marktsegmente abgestimmte geschäftsmodelle und Vertriebswege
  • Individuelle betreuung sowie kundenspezifische entwicklungsarbeiten und technische services für großkunden

können.

investitionen in sachanlagen

standort Projekt Inbetriebnahme
Chennai/Indien Ausbau Fahrzeugkatalysatoren 2008
deMeern/niederlande Ausbau Chemiekatalysatoren 2008
guaratinguetá/brasilien neubau betonzusatzmittel 2008
huntsville/Alabama Ausbau Fahrzeugkatalysatoren 2008
kalkutta/Indien neubau betonzusatzmittel 2008
Moskau/Russland neubau Fahrzeugkatalysatoren 2009
Münster/deutschland Ausbau wasserbasierte Lacke 2009
Pasadena/texas und tarragona/spanien Ausbau Polyolefinkatalysatoren 2008
Pavlowski Posad/Russland neubau Automobillacke 2008
schanghai/China Ausbau Fahrzeugkatalysatoren 2009
shandong/China neubau betonzusatzmittel 2008
Wuhan/China neubau betonzusatzmittel 2008
Würzburg/deutschland Ausbau wasserbasierte Lacke 2009

umsatz functional solutions (Millionen €)

ergebnis der betriebstätigkeit functional solutions (Millionen €)

basf bericht 2008

segmentdaten functional solutions (Millionen €)

2008 2007 Veränderung%
umsatz mit dritten 9.388 9.491 –1,1
davon Catalysts 4.729 4.804 –1,6
Construction Chemicals 2.163 2.100 3,0
Coatings 2.496 2.587 –3,5
transfers zwischen den segmenten 147 141 4,3
umsatz inklusive transfers 9.535 9.632 –1,0
ergebnis der betriebstätigkeit vor Abschreibungen (ebItdA) 564 876 –35,6
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) vor sondereinflüssen 265 557 –52,4
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) 151 434 –65,2
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) nach kapitalkosten –750 –401 –87,0
ebItdA­Marge (%) 6,0 9,2
Vermögen 8.693 8.730 –0,4
Forschungskosten 186 181 2,8
Investitionen in sachanlagen und immaterielles Vermögen 234 315 –25,7

auf grund der stark rückläu gen nachfrage und negativer währungseinflüsse ging der umsatz mit dritten leicht um 1,1% auf 9.388 millionen € (mengen –3%, preise 6%, währungen –4%) zurück. das ergebnis der betriebstätigkeit verschlechterte sich um 283 millionen € auf 151 millionen €. ursachen waren vor allem der drastische nachfragerückgang aus unseren hauptabnehmerbranchen bau und automobil sowie höhere rohstoffkosten, die die margen belasteten.

für 2009 rechnen wir mit einem weiterhin schwierigen marktumfeld in der automobil- und bauindustrie, so dass wir von einem leichten umsatzrückgang ausgehen. das ergebnis der betriebstätigkeit wollen wir steigern.

catalysts

der umsatz mit dritten lag im Jahr 2008 trotz erheblicher negativer Währungseffekte mit 4.729 Millionen € annähernd auf dem niveau des Jahres 2007 (Mengen –4%, Preise 8%, Währungen –6%). ohne die Währungseffekte läge der umsatzanstieg bei 4%.

Wir steigerten den umsatz mit Chemie und Raffineriekatalysatoren. Wegen des drastischen Rückgangs der Automobilproduktion im Jahr 2008 war das Marktumfeld für Fahrzeugkatalysatoren vor allem in nordamerika und europa schwierig. In den schwellenländern, besonders in der Region Asien, Pazifischer Raum, haben wir hingegen Absatz und umsatz gesteigert. die einheit Precious and base Metal services hat den umsatz auf grund höherer durchschnittlicher edelmetallpreise um 3% auf 2.467 Millionen € erhöht.

umsatzeinflüsse functional solutions anteile am umsatz (Millionen €)

das ergebnis der betriebstätigkeit lag 2008 vor allem auf grund der negativen Währungseinflüsse und des im vierten Quartal besonders schwachen Marktumfeldes unter dem Wert des Vorjahres. gestiegene beiträge aus dem geschäft mit Chemiekatalysatoren konnten das stark rückläufige ergebnis bei Fahrzeugkatalysatoren nicht ausgleichen.

Wir erwarten für 2009 einen deutlichen umsatzrückgang infolge niedrigerer edelmetallpreise. diese werden sich jedoch kaum auf das ergebnis auswirken. des Weiteren gehen wir für 2009 von einer weiteren Verschlechterung im Marktumfeld für Fahrzeugkatalysatoren aus, mit einer gegenüber dem Jahr 2008 voraussichtlich in allen Regionen sinkenden Fahrzeugproduktion. Wir sind jedoch verhalten optimistisch, unser geschäft mit Prozesskatalysatoren profitabel ausbauen zu können. Insgesamt wird das ergebnis der betriebstätigkeit 2009 das niveau des Jahres 2008 nicht erreichen.

catalysts -- umsatz nach regionen (nach sitz der kunden)

construction chemicals

der umsatz mit dritten stieg 2008 preisbedingt leicht auf 2.163 € an (Mengen –2%, Preise 5%, Portfoliomaßnahmen 2%, Währungen –2%). In osteuropa und im nahen osten sowie in weiten teilen Asiens konnten wir weiterhin wachsen. In nordamerika, Japan sowie in spanien und anderen wichtigen Märkten Westeuropas beeinträchtigte dagegen die sehr schwache baukonjunktur unser geschäft.

das ergebnis der betriebstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahreswert deutlich zurückgegangen und war negativ. bei rückläufigem geschäft konnten steigende Rohstoffund transportkosten nicht in vollem umfang an die kunden weitergegeben werden. die Margen gingen zurück.

neue Anlagen zur Formulierung von betonzusatzmitteln haben wir in shandong und Wuhan/China sowie in kalkutta/Indien in betrieb genommen. In guaratinguetá/ brasilien wurde eine neue Produktionsanlage für Polymere errichtet.

Außerdem haben wir 2008 das betonadditivgeschäft des chinesischen unternehmens kejie Admixture science & technology Co. Ltd., eines führenden Produzenten von betonadditiven in südchina, übernommen.

Für 2009 erwarten wir eine weiterhin schwache nachfrage besonders in nordamerika und Westeuropa. In nordamerika wird die anhaltende krise im privaten Wohnungsbau begleitet von konjunkturell bedingten Rückgängen bei kommerziellen bauprojekten. In Westeuropa wird sich die globale Finanzkrise insbesondere beim Industrie und Wohnungsbau in negativem Wachstum niederschlagen. In Asien, in südamerika und im nahen osten gehen wir von einem besseren Marktumfeld aus, wobei wir auch in diesen Regionen mit einer nachlassenden Wachstumsdynamik für die bauindustrie rechnen. die im Rahmen von konjunkturprogrammen in vielen Ländern angekündigten Investitionen in die Infrastruktur werden sich frühestens vom Jahresende 2009 an auswirken.

Wir erwarten für 2009 einen höheren umsatz und eine deutliche ergebnissteigerung, basierend auf höheren Preisen und Margen sowie Maßnahmen zur Fixkostenoptimierung. In dem schwierigen Marktumfeld wird ein größeres Volumenwachstum primär in Asien und südamerika angestrebt.

catalysts

  • umsatz annähernd auf niveau des Jahres 2007, trotz erheblicher negativer Währungseffekte
  • schwieriges Marktumfeld für Fahrzeugkatalysatoren auf grund der stark rückläufigen Automobilproduktion
  • ergebnis der betriebstätigkeit 2008 rückläufig
  • Für 2009 umsatz und ergebnis unter dem niveau von 2008 erwartet

construction chemicals

  • umsatz leicht gestiegen dank Wachstum in osteuropa, im nahen osten und in weiten teilen Asiens
  • sehr schwieriges Marktumfeld in den usA, in Japan und vielen Ländern Westeuropas
  • ergebnis konjunktur und margenbedingt deutlich rückläufig; sondereinflüsse aus Restrukturierungen belasten ergebnis zusätzlich
  • 2009: Wachstum von umsatz und ergebnis erwartet

2 naher osten: 12%

coatings

2008 lag der umsatz mit dritten mit 2.496 Millionen € unter dem Vorjahresniveau (Mengen –3%, Preise 2%, Portfoliomaßnahmen –1%, Währungen –2%).

das starke Wachstum bei bautenanstrichmitteln in südamerika konnte Rückgänge in anderen Regionen und geschäftsfeldern nicht ausgleichen, in denen die nachfrage besonders im vierten Quartal eingebrochen ist. der umsatzrückgang in nordamerika ist auf ein drastisch verschlechtertes Marktumfeld in der Automobilindustrie und im bausektor sowie auf negative Währungseinflüsse zurückzuführen. Auch in europa und Asien führte die Absatzschwäche in der Automobilindustrie zu einem geringeren umsatz mit Fahrzeuglacken.

In der geschäftseinheit Autoreparaturlacke ist der umsatz leicht zurückgegangen. die gute nachfrage nach Lacken für traktoren und andere Landmaschinen in europa sowie die geschäftsausweitung bei unseren Marken glasurit® und salcomix™ konnten negative Währungseinflüsse speziell in nordamerika nicht vollständig kompensieren.

bei Industrielacken ist der umsatz auf grund einer schwächeren entwicklung in nordamerika und eines Rückgangs bei Coil Coatings in europa im vierten Quartal leicht gesunken. ein Wachstum bei beschichtungen für Windenergieanlagen konnte den Rückgang nicht auffangen. In südamerika konnten wir unser geschäft mit bautenanstrichmitteln über eine allgemein starke nachfrage hinaus steigern und unseren Marktanteil erhöhen.

Auf grund des insgesamt rückläufigen umsatzes im zuge der krise in der Automobilindustrie, die sich im vierten Quartal dramatisch verschärft hat, und des anhaltenden Margendrucks infolge der gestiegenen Rohstoffkosten lag das ergebnis der betriebstätigkeit unter dem Wert des Vorjahres.

sondereinflüsse lagen auf Vorjahresniveau und ergaben sich durch Restrukturierungen in nordamerika, Asien und europa sowie den Verkauf unseres geschäfts mit Coil Coatings in nordamerika. den vom erwerber nicht übernommenen Produktionsbetrieb in decatur/Alabama sowie die PlastisolAnlage in belvidere/new Jersey schließen wir im zweiten halbjahr 2009 beziehungsweise ende 2010. Mit diesen Maßnahmen und dem Produktionsstart unserer Fertigungsstätte in Pawlowskij Posad/Russland reagieren wir auf Veränderungen in den regionalen nachfragestrukturen.

Für 2009 rechnen wir mit einem Rückgang der Produktion in der Automobilindustrie und mit einer insgesamt schwächeren konsumnachfrage. daher erwarten wir einen rückläufigen umsatz. das ergebnis der betriebstätigkeit wird sich auf grund unserer geplanten Restrukturierungsmaßnahmen leicht verbessern. unsere Präsenz in den Wachstumsmärkten osteuropa und Asien – speziell in Russland, China und Indien – werden wir weiter ausbauen.

coatings

  • umsatz rückläufig, insbesondere auf grund einer stark verringerten nachfrage aus der Automobilindustrie und dem bausektor in nordamerika
  • ergebnis mengen und margenbedingt unter dem Vorjahreswert
  • Für 2009 umsatzrückgang und leichte ergebnisverbesserung erwartet

agricultural solutions

entwicklung innovativer wirkstoffe und lösungen

das segment agricultural solutions besteht aus dem unternehmensbereich crop protection, der innovative wirkstoffe und formulierungen zur verbesserung der gesundheit und des ertrags von kulturpflanzen entwickelt, herstellt und weltweit vermarktet.

crop protection

strategie

bei Crop Protection wachsen wir durch Innovation. Im Fokus steht die kontinuierliche entwicklung neuer Lösungen, um die bedürfnisse unserer kunden optimal zu befriedigen. Wir konzentrieren uns auf höherwertige Märkte und Anwendungen und optimieren konsequent unser Portfolio.

Innovation ist entscheidend für unseren erfolg. Für uns bedeutet dies, beständig neue, verbesserte Wirkstoffe zu entwickeln und bereitzustellen. das erzielen wir durch kontinuierliche Investitionen in unsere Produktpipeline. daneben widmen wir uns intensiv der erforschung und entwicklung neuer Formulierungen. zu einem erfolgreichen Wachstum

gehört für uns auch, das Potenzial neuer geschäftsmodelle zu erkennen und zu nutzen sowie neue Marktsegmente zu erschließen, gegebenenfalls auch durch Akquisitionen.

unsere produkte

Mit unseren Produkten und dienstleistungen sind wir ein verlässlicher Partner der Landwirtschaft. unsere Produkte tragen zur Verbesserung der gesundheit und des ertrags von kulturpflanzen sowie zur Wertschaffung in nichtlandwirtschaftlichen Anwendungen bei, wie zum beispiel beim schutz von gebäuden vor termitenbefall. Mit unserem innovativen Portfolio aus Fungiziden, Insektiziden, herbiziden und saatgutbeizen nehmen wir einen spitzenplatz in der branche ein. Wir erschließen neue Märkte – in enger Partnerschaft mit unseren kunden und auf basis unserer fundierten kenntnisse der Pflanzenphysiologie und unseres innovativen Portfolios. ertragssteigerung ist zum beispiel das ziel unseres neu entwickelten Marktsegments Plant health. das Produkt headline®, mit dem wir 2008 Marktführer im usamerikanischen Mais und sojaanbau waren,

pflanzenschutz-pipeline

Marktsegmente spitzenumsatzpotenzial
im markt eingeführte wirkstoffe
F 500® (F), boscalid (F) Feldfrüchte, sonderkulturen
titrosulfuron (h) Feldfrüchte
Chlorfenapyr (I) schädlingsbekämpfung
wirkstoffe/projekte in der markteinführung 1.400 Millionen €
dimoxystrobin (F), Metrafenone (F), orysastrobin (F) Feldfrüchte, sonderkulturen
topramezone (h), F 500 saatgutbeize (F) Feldfrüchte
Metaflumizone (I) sonderkulturen
wirkstoffe/projekte in der entwicklung
2 Fungizide Feldfrüchte, sonderkulturen, saatgutbeize 700 Millionen €
1 herbizid, 2 herbizidtoleranz­Projekte Feldfrüchte
1 Insektizid schädlingsbekämpfung
summe 2.100 millionen €

(F): Fungizide (h): herbizide (I): Insektizide

  • spitzenplatz durch innovatives Portfolio und kontinuierliche entwicklung neuartiger Wirkstoffe und Formulierungen
  • unsere Produkte sind Fungizide, Insektizide, herbizide, saatgutbeizen und Anwendungen in nichtlandwirtschaftlichen bereichen
  • Planthealthkonzept: Produkt headline Marktführer im usamerikanischen Mais und sojaanbau

strategie und produkte forschung und entwicklung

  • 2008: 325 Millionen € für Forschung und entwicklung
  • Pipeline mit spitzenumsatzpotenzial von 2.100 Millionen €
  • Vier neue Wirkstoffe und zwei herbizidtoleranzProjekte in entwicklungsphase
  • erfolgreiche entwicklung von boscalid, Marktpotenzial durch neue Mischungen mit anderen Wirkstoffen erheblich ausgeweitet

unser Geschäft weltweit weiter aus. In Brasilien haben wir unsere neue Dachmarke AgCelence erfolgreich eingeführt.

gehört zu diesem Marktsegment. es enthält den Wirkstoff F 500®, der nicht nur in Mais und soja, sondern auch in zahlreichen anderen kulturen eingesetzt wird.

F 500 bildet das kernstück unseres Planthealthkonzepts. dieses wollen wir weltweit weiter ausbauen.

1 umsatz, ergebnis und alle weiteren daten von bAsF Plant science werden nicht im segment Agricultural solutions, sondern unter "sonstige" ausgewiesen.

so haben wir in südamerika unsere neue dachmarke AgCelence® 2008 erfolgreich eingeführt.

forschung und entwicklung

Wir investieren gezielt, um neuartige Wirkstoffe frühzeitig zu identifizieren und um Forschungs und entwicklungsprojekte beschleunigt zur Marktreife zu bringen. Im Jahr 2008 betrug der Aufwand für Forschung und entwicklung 325 Millionen €. gemessen am umsatz sind dies 9,5%. unsere Pipeline weist derzeit ein spitzenumsatzpotenzial von 2.100 Millionen € auf. davon entfallen 700 Millionen € auf unsere zukünftigen Produktinnovationen sowie insgesamt 1.400 Millionen € auf die seit 2002 in den Markt eingeführten Wirkstoffe, mit denen wir 2008 etwa 70% ihres erwarteten spitzenumsatzpotenzials erreicht haben.

erneut hervorragend entwickelt hat sich im Jahr 2008 das Fungizid boscalid, dessen Marktpotenzial wir durch neue Mischungen mit anderen Wirkstoffen erheblich ausweiten konnten. Mit boscalid wollen wir jährlich deutlich über 250 Millionen € umsatz erzielen.

derzeit arbeiten wir an der entwicklung vier neuer Wirkstoffe und zweier herbizidtoleranzProjekte. besonders erfolgversprechend ist dabei das neuartige herbizid kixortM. dieser Wirkstoff weist eine ausgezeichnete Wirkung gegen Problemunkräuter in wichtigen kulturen auf und wird zugleich eine bedeutende Rolle spielen, um unkräuter zu bekämpfen, die gegen glyphosat resistent sind. Mit kixor wollen wir zukünftig über 100 Millionen € umsatz im Jahr erzielen. die Markteinführung in den usA ist für dieses Jahr geplant.

marketing und kundenbeziehungen

Wesentliche erfolgsfaktoren für die gute zusammenarbeit mit unseren kunden sind innovative, hochwertige Produkte und dienstleistungen sowie eine starke kompetenz vor ort. Landwirte in den bedeutenden Agrarmärkten europa,

1 umsatz, ergebnis und alle weiteren daten von bAsF Plant science werden nicht im segment Agricultural solutions, sondern unter "sonstige" ausgewiesen.

nordamerika, brasilien, Argentinien und Japan beliefern wir über ein globales netz von handelspartnern.

investitionen

Im Jahr 2008 haben wir 196 Millionen € investiert. größtes einzelprojekt ist die Investition in Produktionskapazitäten für unser neues herbizid kixor. um die hohe nachfrage nach unseren innovativen Pflanzenschutzmitteln in zukunft voll befriedigen zu können, haben wir 2008 kapazitätsausweitungen für wichtige Produkte in höhe von insgesamt 150 Millionen € auf den Weg gebracht. diese betreffen insbesondere F 500, Fipronil, boscalid sowie Metazachlor und werden bis spätestens 2010 zum tragen kommen. ein großteil dieser Investitionssumme wird 2009 anfallen.

basf plant science

pflanzenbiotechnologie bei basf

bAsF Plant science ist ein internationaler Forschungsund technologieverbund mit über 700 Mitarbeitern an acht standorten in europa und nordamerika. hinzu kommt eine Vielzahl von kooperationen mit Forschungsinstituten, universitäten und biotechnologieunternehmen. zwischen 1998 und 2008 hat bAsF insgesamt rund 1 Milliarde € in die Pflanzenbiotechnologie investiert. Wir zählen zu den weltweit führenden unternehmen in der pflanzenbiotechnologischen Forschung und entwicklung. Mit unserer leistungsfähigen technologieplattform und dem umfassenden Projektportfolio werden wir diesen attraktiven zukunftsmarkt maßgeblich mitgestalten.

strategie

Wir konzentrieren uns auf die zweite und dritte generation gentechnisch optimierter Pflanzen, insbesondere für eine effizientere Landwirtschaft, eine gesündere ernährung sowie für die nutzung als nachwachsende Rohstoffe.

die Pflanzenbiotechnologie wird in europa kontrovers diskutiert, und wir nehmen unsere gesellschaftliche Verantwortung ernst. strategie der bAsF Plant science ist es, mit hilfe der Pflanzenbiotechnologie Produkte mit klaren Vorteilen für Verbraucher und umwelt zu entwickeln. In engem dialog mit Landwirten, Politikern und Verbrauchern erklären wir bereits frühzeitig den nutzen der verwendeten Verfahren und unserer Produkte.

forschung und entwicklung

In unserer langfristigen kooperation mit Monsanto entwickeln wir gemeinsam nutzpflanzen, die höhere erträge liefern und widerstandsfähiger gegen ungünstige umwelteinflüsse wie zum beispiel trockenheit sind. die gemeinsame Pipeline umfasst Programme für die weltweit bedeutendsten nutzpflanzen Mais, soja, baumwolle und Raps. die Forschungs und entwicklungsergebnisse in diesem Jahr haben die erwartungen deutlich übertroffen.

bei dem am weitesten fortgeschrittenen Projekt, dem trockenheitstoleranten Mais, werden bereits daten für den zulassungsprozess generiert. erste Maispflanzen sollen ab 2012 am Markt eingeführt werden. unterstützt werden diese Forschungsansätze vor allem durch unsere tochtergesellschaften Cropdesign in belgien und metanomics in berlin. unser engagement im asiatischen Raum haben wir durch kooperationen in China, südkorea und taiwan ausgebaut. der Fokus liegt hier auf der steigerung von ertrag und stresstoleranz bei Reis und Mais.

ein weiteres Produkt aus der Pipeline ist die stärkekartoffel Amflora®. dieser nachwachsende Rohstoff bringt Vorteile für die gesamte Warenkette – vom Landwirt bis zur industriellen Verarbeitung. Amflora steht seit 1996 vor ihrer zulassung in der europäischen union. bAsF Plant science hat am 24. Juli 2008 beim europäischen gericht erster Instanz in Luxemburg eine untätigkeitsklage gegen die eukommission eingereicht.

investitionen

  • Investitionen von 196 Millionen € im Jahr 2008
  • größtes einzelprojekt: Produktionskapazitäten für unser neues herbizid kixor
  • erweiterungen bestehender Produktionskapazitäten auf den Weg gebracht, vor allem für F 500, Fipronil, boscalid und Metazachlor

basf plant science

  • Internationaler Forschungs und technologieverbund mit acht standorten in europa und nordamerika
  • kooperationen mit Forschungsinstituten, universitäten und biotechnologieunternehmen, insbesondere mit Monsanto
  • Investitionen von rund 1 Milliarde € zwischen 1998 und 2008

segmentdaten agricultural solutions 1 (Millionen €)

2008 2007 Veränderung%
3.409 3.137 8,7
28 19 47,4
3.437 3.156 8,9
905 718 26,0
706 526 34,2
705 516 36,6
264 84 214,3
26,5 22,9
4.352 4.157 4,7
325 328 –0,9
196 83 136,1

1 umsatz, ergebnis und alle weiteren daten von bAsF Plant science werden nicht im segment Agricultural solutions, sondern unter "sonstige" ausgewiesen.

den umsatz mit dritten steigerten wir 2008 gegenüber dem vorjahr um 272 millionen € auf 3.409 millionen €. das ergebnis der betriebstätigkeit konnten wir auf einen rekordwert von 705 millionen € anheben. im jahr 2009 wollen wir trotz eines schwierigeren marktumfelds umsatz und ergebnis weiterverbessern.

crop protection

2008 war für den unternehmensbereich Crop Protection ein Rekordjahr, in dem wir umsatz und ergebnis erneut gesteigert haben. der umsatz mit dritten betrug 3.409 Millionen €. negative Währungseinflüsse konnten auf grund höherer Absatzmengen und Preise mehr als ausgeglichen werden (Mengen 10%, Preise 4%, Währungen –5%). das Preisniveau für bedeutende landwirtschaftliche Produkte wie Mais, soja und getreide hat sich ab der zweiten hälfte des Jahres 2008 im zuge der Finanzkrise abgeschwächt. dennoch lagen die Preise während des gesamten Jahres deutlich über den historischen durchschnittswerten. dies

0% 6% 12%
Menge 10%
Preise 4%
Währungen –5%
umsatz 9%

führte weltweit zu einer hohen nachfrage nach unseren innovativen Pflanzenschutzmitteln.

der umsatz mit kunden in europa wuchs um 7,5% auf 1.544 Millionen €. Positive Anbaubedingungen und der vermehrte einsatz von Pflanzenschutzmitteln, insbesondere unserer innovativen getreidefungizide, haben dieses Wachstum gefördert. Auch unser geschäft im segment sonderkulturen hat sich gut entwickelt. In den Wachstumsmärkten Mittel und osteuropas konnten wir erneut einen starken umsatzanstieg verzeichnen.

In nordamerika lag der umsatz mit 781 Millionen € unter dem Vorjahresniveau. negative Wechselkurseffekte, vor allem der im Jahresdurchschnitt schwache usdollar, haben unseren umsatz in dieser Region stark belastet. des Weiteren war unser geschäft mit nichtlandwirtschaftlichen Anwendungen in den usA auf grund der Immobilienkrise rückläufig. das sehr starke Wachstum unserer Produktlinie headline in dem von uns geschaffenen Marktsegment Plant health konnte dies weitgehend ausgleichen. Insgesamt

umsatzeinflüsse agricultural solutions umsatzeinflüsse

  • europa: Positive Anbaubedingungen fördern umsatzwachstum
  • nordamerika: negative Wechselkurseffekte belasten umsatz stark, Ausgleich durch Produktlinie headline
  • Asien: steigerung des umsatzes durch höhere Absatzmengen
  • südamerika: neue Rekordwerte durch Ausweitung des Produktportfolios

lag der umsatz währungsbereinigt aber deutlich über dem Vorjahresniveau.

In Asien konnten wir den umsatz um 15,8% auf 315 Millionen € steigern, vor allem auf grund höherer Absatzmengen. besonders erfolgreich waren wir in Japan mit unserem Reisfungizid Arashi® und in Indien mit unserem sojaherbizid Pursuit®.

In südamerika lag der umsatz mit 769 Millionen € um 20,2% über dem Vorjahresniveau. die erfolgreiche einführung von Produkten unserer Planthealthdachmarke AgCelence sowie die Ausweitung unseres Portfolios auf weitere kulturpflanzen haben die positive entwicklung unterstützt. zusätzlich haben wir von dem weiter gestiegenen Anbau von zuckerrohr für die herstellung von bioethanol profitiert.

das ergebnis der betriebstätigkeit konnten wir auf einen neuen Rekordwert steigern. Mit einer ebItdAMarge von 26,5% haben wir unser ziel von 25% übertroffen. hier machte sich unsere strategie "Wert vor Menge" bezahlt. Aufwendungen für die Marktbearbeitung wurden erhöht.

zum Jahresende haben wir die Akquisition der sorexgruppe abgeschlossen. Mit dieser Übernahme stärken wir in nordamerika und europa unser geschäft in dem langfristig überdurchschnittlich wachsenden segment der nichtlandwirtschaftlichen schädlingsbekämpfung. sorex verfügt über ein umfassendes knowhow in der Formulierungstechnologie. kombiniert mit unserem innovativen Wirkstoffportfolio und unserer weltweiten Marktpräsenz können wir unseren kunden zukünftig noch bessere Lösungen für die professionelle schädlingsbekämpfung anbieten.

das gesamtvermögen ist auf 4.352 Millionen € gestiegen. dies ist vor allem auf die Akquisition der sorexgruppe sowie auf den Anstieg unseres Vorratsvermögens zurückzuführen. Auf grund des starken Mengenwachstums im abgelaufenen geschäftsjahr und in erwartung einer erneut

hohen nachfrage zu beginn der saison in nordamerika und europa wollen wir eine optimale Verfügbarkeit unserer Produkte gewährleisten. unseren Forderungsbestand konnten wir dank unseres strikten Forderungsmanagements verringern.

Für das Jahr 2009 erwarten wir auf grund der weltweit schwierigen konjunkturellen Lage ein ungünstigeres Marktumfeld als 2008. In erwartung guter saisonaler bedingungen und einer weiterhin positiven Preisentwicklung für landwirtschaftliche erzeugnisse sowie günstigerer Wechselkurse streben wir dennoch eine Verbesserung von umsatz und ergebnis an.

crop protection -- umsatz nach regionen (nach sitz der kunden)

crop protection -- umsatz nach indikationen

crop protection

  • 2008 Rekordwerte bei umsatz und ergebnis
  • negative Währungseinflüsse durch höhere Absatzmengen und Preise mehr als ausgeglichen
  • starkes umsatzwachstum in europa, südamerika und Asien; umsatz in nordamerika nahezu auf Vorjahresniveau
  • ergebnis der betriebstätigkeit 2008 übertrifft den Wert des Vorjahres deutlich
  • ebItdAMarge erreicht Rekordwert von 26,5%
  • Für 2009 weiteres Wachstum von umsatz und ergebnis angestrebt

oil & gas

suche und förderung von erdöl und erdgas; handel, transport und speicherung von erdgas

die öl-und-gas-aktivitäten der basf sind in der wintershall-gruppe zusammengefasst. wintershall und ihre tochtergesellschaften sind in den arbeitsgebieten exploration & production sowie natural gas trading tätig.

strategie des segments

bei der exploration und Produktion von erdöl und erdgas konzentrieren wir uns auf öl und gasreiche Regionen in europa, nordafrika und südamerika sowie auf Russland und den Raum am kaspischen Meer. neben Investitionen in das Aufsuchen, erschließen und Produzieren der kohlenwasserstoffe sichert der Ausbau des technologischen Fachwissens den zukünftigen unternehmenserfolg.

bedingt durch den wachsenden erdgasbedarf Westeuropas und die gleichzeitig rückläufige eigenproduktion muss erdgas zukünftig in immer größerem umfang nach europa importiert werden. hierdurch ergeben sich Chancen für unsere beiden Arbeitsgebiete, die wir mit dem konzept "gas für europa" nutzen. Wir suchen und fördern erdgas in und um europa und gestalten die verbindende Infrastruktur mit, um das gas zu den kunden nach europa zu transportieren. durch den betrieb eines Pipelinenetzes und den Ausbau strategisch positionierter transport und speicherkapazitäten tragen wir zur Versorgungssicherheit in deutschland und europa bei.

Wintershall verfolgt in ausgewählten technologiebereichen eigene Forschungs und entwicklungsaktivitäten. die inhaltlichen schwerpunkte liegen auf der steigenden Qualität der explorationsmethoden, der höheren Ausbeute aus existierenden Lagerstätten und der entwicklung von technologien für Lagerstätten mit schwierigen Förderbedingungen. dabei steht die nutzung von synergien mit der Forschungskompetenz der bAsFgruppe im Vordergrund der technologieentwicklung. hierdurch kann sich Wintershall im Wettbewerb um den zugang zu erdöl und erdgasressourcen verstärkt als Partner mit herausragender technologischer kompetenz positionieren.

exploration & production

europa: das erdölfeld Mittelplate im Wattenmeer ist die tragende säule unserer erdölförderung in deutschland. es handelt sich um das größte bekannte Ölvorkommen des Landes. Wintershall und RWedeA sind zu je 50% an dem Feld beteiligt. In der südlichen nordsee ist Wintershall mit einer Jahresproduktion von rund 1,9 Milliarden kubikmetern einer der größten erdgasproduzenten. Wir betreiben hier 26 Plattformen, von denen 18 über eines der modernsten Funküberwachungssysteme der Welt zentral gesteuert werden. diese Automatisierung leistet einen wesentlichen beitrag zur zukünftigen wirtschaftlichen Förderung kleinerer und mittelgroßer Vorkommen.

2008 haben wir Anteile an acht explorationslizenzen in norwegen erworben. In norwegischen und niederländischen hoheitsgewässern wurden auf einer Fläche von rund 2.500 Quadratkilometern seismische untersuchungen durchgeführt.

durch die Akquisition von Revus energy, stavanger/ norwegen, im dezember 2008 ist Wintershall an weiteren 47 Lizenzen in norwegen und 21 Lizenzen in großbritannien beteiligt. Mit ihrem hochwertigen explorationsportfolio ergänzt Revus in idealer Weise unsere Aktivitäten in der Region.

russland/raum am kaspischen meer: bAsF hat mit gazprom kooperationsvereinbarungen zu gemeinsamen Feldesentwicklungen in sibirien abgeschlossen. Über severneftegazprom ist Wintershall zu 35% am wirtschaftlichen erfolg des westsibirischen erdgasfeldes Juschno Russkoje beteiligt. hier schreitet die entwicklung schneller voran als geplant: ende 2008 waren bereits 106 der 142 vorgesehenen Produktionsbohrungen in betrieb. bereits im

segment oil & gas

  • zwei Arbeitsgebiete, exploration & Production sowie natural gas trading, gebündelt in der Wintershallgruppe
  • erfolg durch Investitionen in exploration und Produktion sowie durch Ausbau des technologischen Wissens
  • konzept "gas für europa" für langfristige Liefersicherheit im gashandelsgeschäft
  • eigene Forschungs und entwicklungsaktivitäten der Wintershall in ausgewählten technologiebereichen zur stärkung der Position im Wettbewerb um den zugang zu erdöl und erdgasressourcen

ersten halbjahr 2009 wird erwartet, die Plateauförderung (100%) von täglich 62 Millionen kubikmeter (Vn) erdgas zu erreichen.

Wintershall ist mit 50% an der entwicklung eines teilgebiets der AchimovFormation des urengoyFeldes in Westsibirien beteiligt. Mit Aufnahme der Produktion durch unser gemeinschaftsunternehmen Achimgaz im sommer 2008 werden erstmals erdgas und kondensat aus dieser geologisch anspruchvollen Formation gefördert. Vier Produktionsbohrungen und eine gasaufbereitungsanlage sind zurzeit in betrieb. Im kaspischen Raum werden explorationsprojekte in turkmenistan und Aserbaidschan verfolgt.

nordafrika/naher osten: In Libyen betreibt Wintershall onshore acht Ölfelder in den konzessionen 96 und 97 und verwertet das anfallende begleitgas in einer gasaufbereitungsanlage für den lokalen bedarf. gazprom ist an diesen Aktivitäten über eine deutsche Wintershallgesellschaft zu 49% beteiligt.

die libysche staatsölgesellschaft hat Wintershall Anfang 2008 aufgefordert, die bestehenden konzessionsverträge in exploration and Production sharing Agreements nach dem ePsAIVstandard umzuwandeln. der effekt auf den maßgeblichen Jahresüberschuss nach Anteilen anderer gesellschafter ist abhängig vom Ausgang der laufenden Verhandlungen.

In den explorationsblöcken im kufrabecken im süden Libyens, wo Wintershall mit einer beteiligung von 65% betriebsführer ist, wurden seismische Messungen in einem gesamtumfang von rund 3.500 kilometern durchgeführt.

darüber hinaus besteht in Libyen eine beteiligung von 12,5% an dem fremdoperierten offshoreÖlfeld Al Jurf. hier wurde im April 2008 beim Abteufen einer Produktionsbohrung eine andere Produktionsbohrung beschädigt, so dass die Förderung aus dem Feld zeitweise eingestellt

werden musste und erst nach Reparaturen im dezember wieder aufgenommen werden konnte.

In Mauretanien sind wir in zwei onshoreexplorationsblöcken tätig. In katar hat Wintershall neben den bereits bestehenden beteiligungen an den blöcken 3 und 11 im november 2008 die Lizenz für den explorationsblock 4n erhalten. dieser block befindet sich in unmittelbarer nähe zum größten erdgasfeld der Welt, dem north Field. Wintershall hat außerdem einen 20prozentigen Anteil am block 51 in oman erworben.

südamerika: In Argentinien ist Wintershall seit 30 Jahren in der suche und Förderung von erdöl und erdgas aktiv. 2008 wurden Anteile von je 50% an zwei explorationsgebieten im CañadonAsfaltobecken erworben. In Chile haben wir den zuschlag für den otwayblock im Magellanbecken nahe unserer bestehenden Produktion in Feuerland erhalten.

natural gas trading

unser erdgashandelsgeschäft betreiben wir zusammen mit unserem Partner gazprom über die WIngAsgruppe. Wir beliefern deutschland und verschiedene europäische Länder. das von WIngAs tRAnsPoRt betriebene Ferngasleitungsnetz verbindet die Märkte Westeuropas mit einer erdgasinfrastruktur, die durch osteuropa und die Russische Föderation bis zu den gasquellen sibiriens reicht. der mit über 4 Milliarden kubikmeter Arbeitsvolumen größte erdgasspeicher Westeuropas in Rehden/ niedersachsen sowie der erdgasspeicher haidach in Österreich bilden weitere wichtige bausteine der Aktivitäten von WIngAs.

Mit dem vorgesehenen bau der nordstreamPipeline von Russland durch die ostsee an die deutsche küste und die daran anschließenden onshorePipelines zur Weiterverteilung des erdgases wird ab dem vierten Quartal 2011

exploration & production

  • kooperation mit gazprom zur gemeinsamen entwicklung von erdgasfeldern in sibirien
  • Produktionsaufnahme von Achimgaz
  • schnell fortschreitende entwicklung im erdgasfeld Juschno Russkoje
  • stärkung der Position in der nordsee durch Akquisition von Revus energy

natural gas trading

  • Ausbau der erdgasinfrastruktur in deutschland und europa in kooperation mit gazprom
  • beteiligung am bau der nordstreamPipeline von Russland durch die ostsee an die deutsche küste
  • Weiterer Ausbau der speicherkapazitäten

die erdgasinfrastruktur entscheidend verstärkt und die Liefersicherheit erhöht. die Pipeline wird zusätzliche erdgasmengen nach europa transportieren und das transitrisiko reduzieren. die Versorgungssicherheit europas mit erdgas wird dadurch nachhaltig verbessert. Partner beim bau der Pipeline – also Anteilseigner an der nord stream Ag – sind neben gazprom mit einer beteiligung von 51% e.on Ruhrgas und Wintershall mit Anteilen von je 20% sowie die n.V. nederlandse gasunie mit einer beteiligung von 9%. die nord stream Ag, die at equity in den bAsFgruppenabschluss einbezogen wird, hat 2008 die erforderlichen genehmigungsverfahren und umwelttechnischen Prüfungen weiter vorangetrieben. Für das onshore-Anschlussprojekt ostseePipelineAnbindungsleitung (oPAL), an dem WIngAs zu 80% und e.on Ruhrgas zu 20% beteiligt sind, ist die Inbetriebnahme für 2011 geplant. die Anbindung norddeutsche erdgasleitung neL, an der WIngAs mit 75% und e.on Ruhrgas zu 25% beteiligt sind, soll im Jahr 2012 in betrieb genommen werden.

unsere Wachstumsstrategie wird zusätzlich durch den Ausbau weiterer speicherkapazitäten unterstützt. der erdgasspeicher saltfleetby in großbritannien befindet sich in Planung, für den speicher Jemgum in deutschland sind erste bauaktivitäten angelaufen, und die zweite Ausbaustufe des speichers haidach in Österreich wird bereits umgesetzt.

WIngAs tRAnsPoRt gmbh & Co. kg hat beschwerde gegen die entscheidung der bundesnetzagentur in deutschland eingereicht, künftig auch die bisher ausgenommenen Ferngasleitungen in die kostenbasierte entgeltregulierung einzubeziehen.

wichtige entwicklungen 2008

  • entwicklung eines teilgebiets des Achimovhorizonts in der erdgas und kondensatlagerstätte urengoy in sibirien/Russland
  • entwicklung des Cenomanhorizonts in der erdgaslagerstätte Juschno Russkoje
  • Ausbau des erdgasspeichers haidach in Österreich
  • erwerb der Revus energy AsA, stavanger/norwegen

investitionen in sachanlagen

standort Projekt zusätzliche Jahreskapazität
durch erweiterung
Inbetriebnahme
sibirien/
Russland
Achimgaz,
entwicklung des Achimov­horizonts in der erdgas­ und
kondensatlagerstätte urengoy 1
70.000.000 boe 2, 3 2008
entwicklung des Cenoman­horizonts in der erdgaslager
stätte Juschno Russkoje 4
143.000.000 boe 5 2007 6
Österreich Ausbau des erdgasspeichers haidach 7 2.400.000.000 m3 8 2007/2011
deutschland Ausbau der Verdichterstation haiming 39.000.000 W 9 2007/2011
bau der nord­stream­erdgasleitung durch die ostsee 10 55.000.000.000 m3 11 2011
bau der onshore­Anbindungen oPAL 12 und neL 13 an die
nord­stream­erdgasleitung
ca. 55.000.000.000 m3 14 2011
bau des erdgasspeichers Jemgum 1.200.000.000 m3 2013

1 gemeinschaftsunternehmen zur Förderung von erdgas, an dem die Wintershall 50% hält und das quotal in den gruppenabschluss einbezogen wird.

2 boe = barrel Öläquivalent

3 gesamtkapazität in der Plateauphase nach 2015

4 gemeinschaftsunternehmen, an dessen wirtschaftlichem erfolg Wintershall mit 35% beteiligt ist.

5 gesamtkapazität in der Plateauphase ab 2009

6 beteiligung und Förderbeginn 2007, wird fortlaufend weiterentwickelt.

7 erdgasspeicher, an dem WIngAs einen Anteil in höhe von 33% hält und der als bruchteilseigentum bilanziert wird.

8 gesamtkapazität des speichers nach Abschluss der zweiten Ausbaustufe im Jahr 2011

9 gesamtleistung der Verdichterstation nach dem endausbau im Jahr 2011

10 bau und betrieb durch die nord stream Ag, an der Wintershall einen Anteil von 20% hält und die at equity bilanziert wird.

11 gesamtkapazität nach Fertigstellung beider Leitungsstränge

12 WIngAs hält einen Anteil von 80% an oPAL.

13 WIngAs hält einen Anteil von 75% an neL.

14 gesamtkapazität von oPAL und neL

umsatz oil & gas (Millionen €)

ergebnis der betriebstätigkeit oil & gas (Millionen €)

basf bericht 2008

segmentdaten oil & gas (Millionen €)

2008 2007 Veränderung%
umsatz mit dritten 14.445 10.517 37,3
davon exploration & Production 5.308 4.365 21,6
natural gas trading 9.137 6.152 48,5
transfers zwischen den segmenten 1.235 1.189 3,9
umsatz inklusive transfers 15.680 11.706 33,9
ergebnis der betriebstätigkeit vor Abschreibungen (ebItdA) 4.409 3.592 22,7
davon exploration & Production 3.744 2.901 29,1
natural gas trading 665 691 –3,8
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) vor sondereinflüssen 3.844 3.031 26,8
davon exploration & Production 3.319 2.486 33,5
natural gas trading 525 545 –3,7
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) 3.844 3.031 26,8
davon exploration & Production 3.319 2.486 33,5
natural gas trading 525 545 –3,7
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) nach kapitalkosten 1 1.271 1.260 0,9
ebItdA­Marge (%) 30,5 34,2
Vermögen 8.356 7.057 18,4
davon exploration & Production 4.740 4.037 17,4
natural gas trading 3.616 3.020 19,7
explorationsaufwand 227 268 –15,3
Investitionen in sachanlagen und immaterielles Vermögen 1.651 2.280 –27,6
nicht anrechenbare ausländische ertragsteuern für die Ölförderung 1.851 1.302 42,2
Jahresüberschuss nach Anteilen anderer gesellschafter 2 951 789 20,5

1 Für das segment oil & gas werden die nicht anrechenbaren ausländischen ertragsteuern für die Ölförderung abgezogen.

Informationen zum Jahresüberschuss nach Anteilen anderer gesellschafter des segments oil & gas sind in der Überleitungsrechnung oil & gas im Anhang zum konzernabschluss auf seite 177 zu finden.

segment oil & gas

  • beginn der erdgas und kondensatförderung im gemeinschaftsunternehmen Achimgaz
  • erfolgreiche entwicklung des erdgasfeldes Juschno Russkoje
  • neue explorationslizenzen in deutschland, norwegen, Argentinien, katar, oman und Chile
  • beteiligung an nord stream: genehmigungsverfahren für Pipeline durch die ostsee vorangetrieben, Planung der ostseePipelineAnbindungsLeitung (oPAL) fortgesetzt
  • Libyen: Verhandlungen über eine umstellung der konzessionsverträge in Produktionsteilungsverträge
  • erwerb von Revus energy zur nachhaltigen stärkung unserer Position in der nordsee

der umsatz mit dritten wurde 2008 um 3.928 millionen € auf 14.445 millionen € gesteigert (menge 7%, preise/ währungen 28%, portfoliomaßnahmen 2%). das ergebnis der betriebstätigkeit verbesserte sich um 813 millionen € auf 3.844 millionen €. der jahresüberschuss nach anteilen anderer gesellschafter stieg um 162 millionen € auf 951 millionen €.

als folge der weltwirtschaftlichen entwicklung gehen wir für das jahr 2009 davon aus, dass sich sowohl der ölpreis als auch der kurs des euro gegenüber dem us-dollar deutlich abschwächen werden. unserer planung haben wir einen ölpreis von 50 us\$/barrel und einen wechselkurs von 1,30 us\$/€ zu grunde gelegt. dementsprechend rechnen wir insgesamt mit einer abschwächung von umsatz und ergebnis.

mehr zum jahresüberschuss nach anteilen anderer gesellschafter des segments oil & gas im anhang zum konzernabschluss auf seite 177

exploration & production

der umsatz mit dritten nahm um 943 Millionen € auf 5.308 Millionen € zu. die durchschnittsnotierung für die Referenzrohölsorte brent stieg um rund 25 us\$/barrel auf 97 us\$/barrel. Als Folge des im Jahresdurchschnitt schwächeren usdollar gegenüber dem euro wurde auf eurobasis lediglich eine erhöhung um 13 €/barrel auf 66 €/barrel verzeichnet. die erdöl und erdgasproduktion erhöhte sich um 16% auf 130 Millionen barrel Öläquivalent (boe). hierin sind Anteile dritter enthalten, die auf die beteiligung von gazprom an der deutschen Wintershallgesellschaft entfallen, die die libyschen konzessionen 96 und 97 hält. Auf grund vertraglicher und gesetzlicher Regelungen sind keine Mengen aus dem AchimgazProjekt enthalten.

das ergebnis der betriebstätigkeit ist in erster Linie preisbedingt um 833 Millionen € auf 3.319 Millionen € gestiegen. 2008 enthielt das ergebnis des Arbeitsgebiets exploration & Production 1.851 Millionen € (2007: 1.302 Millionen €) nicht anrechenbare ertragsteuern auf die Ölförderung in nordafrika. diese werden als ertragsteuern ausgewiesen. Mit der libyschen staatsölgesellschaft laufen zurzeit Verhandlungen über eine umstellung der bestehenden konzessionsverträge in exploration and Production sharing Agreements.

Für die suche nach neuen erdöl und erdgaslagerstätten wurden im Jahr 2008 insgesamt 16 Aufschluss und erweiterungsbohrungen beendet, von denen 5 bohrungen fündig wurden. In deutschland, norwegen, Argentinien, katar, oman und Chile haben wir beteiligungen an explorationslizenzen erworben. die im Jahr 2008 produzierten Mengen wurden zu 116% ersetzt. Im Rahmen der strategie "gas für europa" konzentrieren wir uns besonders auf den Ausbau der erdgasreserven.

die sicheren erdöl und erdgasreserven nahmen im Vergleich zum Jahresende 2007 um 2% auf 1.149 Millionen boe zu. die rechnerische Reichweite dieser Reserven, die sich auf den WintershallAnteil an der Förderung 2008 und auf die Reserven am Jahresende bezieht, beträgt 11 Jahre (2007: 10 Jahre). In diesen zahlen sind keine Mengen aus dem AchimgazProjekt enthalten.

Im erdgasfeld Juschno Russkoje, an dem Wintershall über die severneftegazprom mit 35% am wirtschaftlichen erfolg beteiligt ist, verläuft die entwicklung schneller als erwartet. Am Jahresende 2008 befanden sich bereits 106 der insgesamt vorgesehenen 142 Produktionsbohrungen in betrieb. die vorgesehene Plateauförderung aus diesem Vorkommen soll bereits im ersten halbjahr 2009 erreicht werden.

Für 2009 rechnen wir im Arbeitsgebiet exploration & Production auf grund des erwarteten niedrigeren Ölpreises mit einem Rückgang von umsatz und ergebnis.

umsatzeinflüsse oil & gas anteile am umsatz (Millionen €)

natural gas trading

der umsatz mit dritten konnte um 2.985 Millionen € auf 9.137 Millionen € ausgeweitet werden. der erdgasabsatz stieg um insgesamt 13% auf 417 Milliarden kilowattstunden. dabei konnte WIngAs im In und Ausland weitere zuwächse erreichen und den Absatz um 19% auf 298,4 Milliarden kilowattstunden erhöhen. Von dieser Menge entfielen rund 13% auf bAsFgruppengesellschaften.

das ergebnis der betriebstätigkeit ist um 20 Millionen € auf 525 Millionen € gesunken. der in der ersten Jahreshälfte stark gestiegene Ölpreis führte zu einem starken Rückgang der Margen. grund hierfür ist, dass die einkaufspreise für erdgas den Ölpreisen zeitnah folgen, während die Verkaufspreise vertragsbedingt erst mit mehrmonatiger Verzögerung angepasst werden. die daraus resultierenden belastungen konnten durch sich erholende Margen im vierten Quartal sowie durch eine erfreuliche Mengenentwicklung nur zum teil ausgeglichen werden.

ein wesentlicher bestandteil der Wachstumsstrategie im erdgashandel ist die beteiligung an der nord stream Ag. diese gesellschaft baut eine Pipeline, die von Russland durch die ostsee an die deutsche küste verläuft. Im Jahr 2008 hat nord stream die hierfür notwendigen genehmigungsverfahren in den betreffenden Ländern vorangetrieben.

Im zusammenhang mit dem nordstreamProjekt wurden auf dem Festland die Arbeiten am speicher Jemgum, die Planung der ostseePipelineAnbindungsLeitung (oPAL) sowie der norddeutschen erdgasleitung (neL) fortgesetzt. die oPAL soll von greifswald bis olbernhau an der deutschtschechischen grenze verlaufen.

2008 wurde mit gazprom eine Absichtserklärung unterzeichnet, um den bestehenden hauptliefervertrag für russisches erdgas vorzeitig bis 2043 zu verlängern. Insgesamt sichert natural gas trading für die nächsten 35 Jahre mehr als 800 Milliarden kubikmeter erdgas für europa.

bei natural gas trading werden wir auf grund des konjunkturellen Abschwungs den sehr guten Absatz des Vorjahres nicht erreichen. der deutlich gefallene Ölpreis wird 2009 zu einem umsatzrückgang führen. Auf grund der zeitversetzten Anpassung der Verkaufspreise an die einkaufspreise erwarten wir jedoch ein ergebnis auf dem niveau des Jahres 2008.

oil & gas -- umsatz nach regionen (nach sitz der kunden)

exploration & production natural gas trading

  • Preisbedingter umsatzanstieg: Ölpreis in us\$ im Jahresdurchschnitt weit über Vorjahr
  • Anstieg gemindert durch im Jahresdurchschnitt schwächeren usdollar
  • Produktion um 16% auf 130 Millionen boe gesteigert
  • ergebnis über Vorjahreswert
  • Für 2009 auf grund des niedrigeren Ölpreises Rückgang von umsatz und ergebnis erwartet

  • umsatz preis und mengenbedingt deutlich höher

  • Margen durch verzögerte Anpassung der Verkaufspreise an die entwicklung der Ölpreise beeinträchtigt
  • ergebnis der betriebstätigkeit leicht unter Vorjahr
  • Für 2009 umsatzrückgang und ergebnis auf dem niveau des Vorjahres erwartet

regionenbericht

regionen (Millionen €)

umsatz
sitz der gesellschaften
umsatz
sitz der kunden
ergebnis der betriebstätigkeit
(ebIt)
2008 2007 Verände
rung %
2008 2007 Verände
rung %
2008 2007 Verände
rung %
europa 38.652 34.316 12,6 36.693 32.347 13,4 5.822 5.415 7,5
davon deutschland 27.497 24.312 13,1 13.796 11.967 15,3 4.744 4.226 12,3
nordamerika 11.937 12.007 –0,6 11.932 11.928 73 762 –90,4
Asien, Pazifischer Raum 8.664 8.785 –1,4 9.320 9.579 –2,7 254 828 –69,3
südamerika, Afrika, naher osten 3.051 2.843 7,3 4.359 4.097 6,4 314 311 1,0
62.304 57.951 7,5 62.304 57.951 7,5 6.463 7.316 –11,7

europa

2008 steigerten die gesellschaften in der Region europa den umsatz um 12,6% auf 38.652 Millionen €. seit dem zweiten halbjahr 2008 ist die konjunktur in der Region zurückgegangen. diese entwicklung hat sich gegen ende des Jahres infolge einer konsumzurückhaltung und deutlicher exporteinbußen massiv verschärft.

Im segment Chemicals konnten alle drei bereiche die umsätze teilweise deutlich anheben, obwohl die geschäfte im vierten Quartal rückläufig waren.

In den segmenten Plastics und Performance Products lag der umsatz auf dem niveau des Vorjahres. die teilweise deutlichen umsatzsteigerungen der ersten drei Quartale wurden durch den starken Rückgang des geschäfts im vierten Quartal aufgezehrt.

Im segment Functional solutions war der umsatz rückläufig, vor allem auf grund des einbruchs der nachfrage aus der Automobil und bauindustrie im vierten Quartal. die Ausweitung des geschäfts in osteuropa konnte den nachfragerückgang in Westeuropa nicht ausgleichen.

durch höhere Mengen und Preise konnte der umsatz im segment Agricultural solutions gesteigert werden.

sowohl preis als auch mengenbedingt lag der umsatz des segments oil & gas erheblich über dem des Vorjahres.

das ergebnis der betriebstätigkeit lag mit 5.822 Millionen € deutlich über Vorjahresniveau. das segment oil & gas leistete hierzu den größten beitrag und übertraf den Vorjahreswert erheblich.

Mit unserem 2008 erfolgreich abgeschlossenen Projekt "Weiterentwicklung der europaorganisation" haben wir strukturen und Prozesse an sich ändernde Marktgegebenheiten angepasst. damit unsere servicestrukturen auch zukünftig wettbewerbsfähig bleiben, haben wir in den vergangenen Monaten weitere Projekte gestartet: sie erstrecken sich auf unsere Leistungen in den bereichen Verwaltung, beschaffung und Produktion und sind bestandteil des globalen Programms neXt für mehr exzellenz im tagesgeschäft.

den Aufbau unseres europäischen sharedservice-Centers (essC) in berlin haben wir weiter vorangetrieben. hier bündeln wir Funktionen im bereich Finanz und Rechnungswesen sowie Personaldienstleistungen.

umsatz nach regionen (nach sitz der gesellschaften) (Millionen €)

  • 1 deutschland: 44%
  • 2 europa (ohne deutschland): 18%
  • 3 nordamerika: 19%
  • 4 asien, pazifischer raum: 14%
  • 5 südamerika, afrika, naher osten: 5% 2

nordamerika

der umsatz der gesellschaften in nordamerika ist um 0,6% auf 11.937 Millionen € gesunken. In Landeswährung erhöhte sich der umsatz um 7,8%.

Im zweiten halbjahr 2008 haben sich die konjunktur und die binnennachfrage in der Region deutlich abgeschwächt. Außerdem ist der export von Industriegütern wegen des stärkeren usdollar gegen ende des Jahres 2008 zurückgegangen. durch die abgeschwächte nachfrage und den Abbau von Vorräten bei unseren kunden sind die erlöse zurückgegangen.

die umsätze in den segmenten Plastics, Performance Products und Functional solutions sind wegen der schwäche der Automobil und bauindustrie gefallen. bei Agricultural solutions lag der umsatz in euro wegen höherer Verkaufspreise und der starken nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten annähernd auf Vorjahresniveau.

das ergebnis der betriebstätigkeit lag mit 73 Millionen € um 90,4% unter dem Wert von 2007. hauptgrund des ergebnisrückgangs waren die starken Preis und Margenrückgänge und die erheblichen unterauslastungen unserer Produktionskapazitäten infolge des geschäftseinbruchs im vierten Quartal. die segmente Chemicals, Plastics und Functional solutions waren hiervon besonders betroffen. Anlagenabstellungen infolge zweier Wirbelstürme an der usgolfküste und ungeplante Anlagenausfälle belasteten das ergebnis bei Chemicals und Plastics zusätzlich. der ergebnisrückgang wurde teilweise durch die gute entwicklung bei Care Chemicals ausgeglichen.

sondereinflüsse haben das ergebnis insgesamt belastet: sondererträge ergaben sich aus der devestition des geschäfts mit Coil Coatings und der Veräußerung der Arzneimittelherstellung in shreveport/Louisiana. negative sondereinflüsse resultierten aus Wertminderungen von Vermögenswerten bei styrenics, kosten für umweltschutzmaßnahmen und kosten im zusammenhang mit der Veräußerung von Immobilien.

Im Rahmen des exzellenzprogramms neXt haben wir 2008 verschiedene Maßnahmen ergriffen; unter anderem wurde ein neues transportmanagementsystem implementiert. damit können wir den Lieferkettenprozess zuverlässiger und effizienter gestalten sowie die kostenstrukturen transparenter machen, um so zukünftige kosteneinsparungen zu ermöglichen.

Im vierten Quartal haben wir unsere Maßnahmen zur kostensenkung verschärft, um kurzfristig 10% der unmittelbar beeinflussbaren kosten zu reduzieren und die Personalressourcen an die für 2009 erwartete geringere nachfrage anzupassen.

asien, pazi scher raum

der umsatz der gesellschaften in der Region Asien, Pazifischer Raum lag mit 8.664 Millionen € leicht unter dem Vorjahresniveau. In Landeswährung haben wir den umsatz um 4% gesteigert.

Im zuge des weltwirtschaftlichen Abschwungs ging die konjunktur in der Region ab dem zweiten Quartal zurück. Ab dem dritten Quartal wurde diese entwicklung durch die konjunkturelle Abkühlung in China noch verstärkt.

teilweise starke umsatzanstiege verzeichneten wir in den segmenten Performance Products, Functional solutions und Agricultural solutions. dieser positiven entwicklung wirkten jedoch die rückläufigen umsätze in den segmenten Chemicals und Plastics entgegen.

das ergebnis der betriebstätigkeit ist deutlich um 574 Millionen € auf 254 Millionen € zurückgegangen. dies ist maßgeblich auf die schwächeren ergebnisse der segmente Chemicals, Plastics sowie Functional solutions zurückzuführen. Weiterhin haben sondereinflüsse in höhe von 128 Millionen € unser ergebnis belastet. diese umfassen

entwicklungen in den regionen

  • europa: Projekt "Weiterentwicklung der europaorganisation" erfolgreich abgeschlossen
  • nordamerika: devestition des geschäfts mit Coil Coatings sowie der Arzneimittelherstellung in shreveport/Louisiana
  • Asien, Pazifischer Raum: Weitere stärkung unserer F&eAktivitäten; Projekt zur effizienzsteigerung der Produktionsstandorte im Rahmen von neXt
  • südamerika, Afrika, naher osten: Initiative FARo zur Identifizierung von umsatzpotenzial in stark wachsenden branchen

die Restrukturierung unseres geschäfts mit Coatings, die schließung unserer butandiol/thFAnlage in korea sowie Wertminderungen unserer Anlagen für styrolmonomere in korea und für butandiol in Malaysia. ergebniszuwächse erzielten die segmente Performance Products und Agricultural solutions.

Im Rahmen des globalen exzellenzprogramms neXt haben wir ein Projekt zur effizienzsteigerung unserer Produktionsstandorte gestartet. bis ende 2010 erwarten wir daraus besserstellungen in höhe von 80 Millionen €.

Wir beabsichtigen weiterhin, bis 2015 in Asien 70% unseres umsatzes aus lokaler Produktion zu erzielen. dazu wollen wir zusammen mit unserem chinesischen Partner sinopec den Verbundstandort in nanjing/China erweitern. Außerdem planen wir den bau einer neuen MdIAnlage in der westchinesischen Provinz Chongqing mit einer kapazität von 400.000 tonnen RohMdI pro Jahr.

darüber hinaus intensivieren wir die Forschung und entwicklung in Asien. so haben wir in Yokkaichi/Japan ein neues entwicklungszentrum für brennstoffzellentechnologie eröffnet. Im bereich der Pflanzenbiotechnologie haben wir neue kooperations und Lizenzierungsvereinbarungen mit dem national Institute of biological sciences in China und der Academia sinica, einem führenden Forschungsinstitut in taiwan, unterzeichnet.

besonders in China und Indien haben wir unsere Forschungs und insbesondere entwicklungsaktivitäten verstärkt, um besser und schneller auf neue Marktimpulse reagieren zu können. Wir haben schanghai weiter zum zentrum für Innovationen in China ausgebaut; dort befinden sich entwicklungseinheiten für alle unsere segmente. unseren Forschungsstandort in thane/Indien haben wir durch den bau eines Labors zur organischen synthese erweitert.

südamerika, afrika, naher osten

der umsatz der gesellschaften in der Region lag mit 3.051 Millionen € um 7,3% über dem Vorjahresniveau. In Landeswährung konnte der umsatz um 11,7% gesteigert werden.

einen großen beitrag zur guten geschäftsentwicklung in südamerika leistete das segment Agricultural solutions und der bereich Care Chemicals.

In Afrika und im nahen osten stiegen besonders die umsätze in den segmenten Chemicals, Plastics und oil & gas. hierdurch konnten geringere umsätze im segment Functional solutions ausgeglichen werden.

das ergebnis ist um 1% auf 314 Millionen € gestiegen. dies lag insbesondere an der sehr guten entwicklung im segment Agricultural solutions in südamerika, das die Margen deutlich steigern konnte. Auch der bereich Care Chemicals trug zu der steigerung des ergebnisses der betriebstätigkeit bei.

zur sicherung unseres erfolgs im segment Agricultural solutions wurde die gemeinsam mit dem Agrarforschungsinstitut eMbRAPA entwickelte herbizidtolerante sojabohne in brasilien zur behördlichen genehmigung eingereicht. eine kaufkraftanalyse breiter bevölkerungsschichten südamerikas führte zu teils bereichsübergreifenden Projekten mit der bauindustrie in der Region.

die Initiative FARo lokalisiert kontinuierlich Absatzpotenzial für Produkte und Lösungen der bAsF in stark wachsenden branchen oder Wertschöpfungsketten in der Region. so wurde bereits zusätzliches umsatzpotenzial im bergbau und in den Wertschöpfungsketten nachwachsender Rohstoffe identifiziert.

vermögen nach regionen (Anteil in %)

sachanlagen Vorräte Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
2008 2007 2008 2007 2008 2007
europa 58,4 56,9 56,6 56,4 63,4 60,1
nordamerika 21,5 21,0 24,3 25,4 14,6 16,6
Asien, Pazifischer Raum 16,5 18,1 12,4 13,5 15,3 17,2
südamerika, Afrika, naher osten 3,6 4,0 6,7 4,7 6,7 6,1
100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0

mitarbeiter

qualifizierte und motivierte mitarbeiter machen die basf innovationsstark und konkurrenzfähig. um die besten talente zu gewinnen und zu halten, bieten wir leistungsorientierte bezahlung sowie umfassende weiterbildungs- und entwicklungsmöglichkeiten. mit einem umfangreichen demografieprogramm bereiten wir uns auf personalpolitische risiken und chancen der zukunft vor.

demografischen wandel als chance nutzen

die bAsF ist weltweit, vor allem in europa und in den usA, von den Auswirkungen des demografischen Wandels betroffen. In vielen Ländern schrumpfen die bevölkerungszahlen auf grund niedriger geburtenraten, während gleichzeitig die Lebenserwartung steigt. Für unternehmen bedeutet dies ein knapper werdendes Angebot an Fachkräften und einen wachsenden Anteil älterer Arbeitnehmer. In der europäischen union wird beispielsweise 2020 jeder dritte Arbeitnehmer älter als 50 Jahre alt sein.

Für das Management von personalpolitischen Risiken durch den demografischen Wandel haben wir 2006 das Programm "generations@Work" gestartet. ziel ist es, unsere Wettbewerbs und Innovationsfähigkeit zu erhalten und die erfolgreiche gestaltung des demografischen Wandels als Wettbewerbsvorteil zu nutzen. Als grundlage für die entwicklung von personalpolitischen Maßnahmen analysieren wir die Altersstruktur unserer Mitarbeiter und die demografischen entwicklungen im umfeld. Auf diese Weise ermitteln wir das jeweilige standortspezifische Risiko. generations@Work umfasst verschiedene Maßnahmen in allen bereichen der Personalarbeit und erstreckt sich über alle europäischen standorte. die Initiative reicht von der Rekrutierung qualifizierter nachwuchstalente bis zur Anpassung der Arbeitsplatzbedingungen an die bedürfnisse älterer Mitarbeiter. zu den bereits umgesetzten Maßnahmen zählt beispielsweise, dass wir unsere bestehenden

gesundheitsprogramme und sportmöglichkeiten vor dem hintergrund des demografischen Wandels evaluiert und neu ausgerichtet haben.

gemeinsam mit externen Partnern engagieren wir uns federführend im "Laboratory demographic Change" der von der eukommission initiierten Allianz zwischen Politik und Wirtschaft zu Corporate social Responsibility (CsRAllianz).

mehr zum demografischen wandel unter basf.com/demografischer_wandel

altersstruktur basf-gruppe 2008 (Anteil beschäftigte in Prozent)

erhöhte arbeitgeberattraktivität als ziel

Im stärkeren Wettbewerb um qualifizierte nachwuchskräfte wollen wir noch besser werden. daher haben wir 2008 eine globale Initiative gestartet, um unsere Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen. Insbesondere in europa und Asien verbessert die bAsF ihre Rekrutierungsmaßnahmen: Wir werden noch konsequenter länder und standortübergreifend rekrutieren und talente aktiver ansprechen.

dort, wo wir bereits als begehrter Arbeitgeber bekannt sind, ist es unser ziel, diese Positionierung zu erhalten. so wurde bAsF in brasilien 2008 im dritten Jahr in Folge im Ranking der Wirtschaftszeitung guia Você s. A. – exame als einer der besten Arbeitgeber des Landes ausgezeichnet.

Im dialog mit stakeholdern entwickeln wir strategien für den demografischen Wandel in europa. gemeinsam mit externen Partnern engagieren wir uns in der europäischen CsRAllianz, einer von der eukommission initiierten Allianz zwischen Politik und Wirtschaft zu Corporate social Responsibility.

mehr dazu unter www.demographicchange.info

europäische csr-allianz umgesetzte demografie-projekte

  • Weiterentwicklung des Ausbildungsangebots
  • stärkung der Arbeitgebermarke bAsF
  • Ausbau von Lernberatung und Personalentwicklungsangeboten
  • evaluierung und neuausrichtung von gesundheitsprogrammen und sportangeboten
  • Ausbau des systematischen Wissenstransfers

mitarbeiter weltweit

zum Jahresende 2008 beschäftigte die bAsF 96.924 Mitarbeiter. Weltweit lag der Anteil von Mitarbeitern, die in den ersten drei Jahren das unternehmen verlassen, bei durchschnittlich 1,3%. diese Fluktuationsrate ist regional unterschiedlich. 2008 waren 2.171 Auszubildende bei der bAsF beschäftigt. In unserem Auftrag führten 21.700 Mitarbeiter anderer Firmen an unseren standorten services und technische dienstleistungen durch.

mitarbeiterstruktur basf-gruppe 2008 (Vorjahreszahlen in klammern)

Frauen Männer
beschäftigte insgesamt 21,9% (21,2%) 78,1% (78,8%)
Management + Professionals 23,2% (21,8%) 76,8% (78,2%)
obere Führungskräfte 5,7% (5,6%) 94,3% (94,4%)

diversity als wettbewerbsvorteil

die Anforderungen, die neue Märkte und kunden stellen, werden immer komplexer, besonders in wirtschaftlich schwierigen zeiten. gleichzeitig intensiviert der demografische Wandel den Wettbewerb um die besten Mitarbeiter. um global die nummer eins der Chemiebranche zu bleiben, brauchen wir Mitarbeiter, die aus verschiedenen blickwinkeln themen anpacken und die Vielfalt unserer Märkte und kunden widerspiegeln. 2008 haben wir die weltweite Initiative "diversity + Inclusion" (Vielfalt und einbeziehung) gestartet. damit wollen wir den Wert jedes einzelnen Mitarbeiters für das unternehmen verdeutlichen und zeigen, wie teams mit unterschiedlichen kompetenzen und hintergründen uns erfolgreicher und innovativer machen können. dazu haben wir ein dreiPunkteProgramm entwickelt. Wir wollen

• die Fähigkeiten unserer Mitarbeiter im hinblick auf veränderte Marktanforderungen fördern,

  • die Vielfalt der weltweit verfügbaren Arbeitnehmer auf allen ebenen des unternehmens abbilden, speziell auch die wachsende zahl gut ausgebildeter weiblicher und internationaler Arbeitskräfte,
  • eine Weiterentwicklung unserer unternehmenskultur durch mehr Wertschätzung, Vertrauen und offenheit erreichen. dazu gehören auch transparentere karrieremöglichkeiten und WorkLifebalanceMaßnahmen.

In der bAsFgruppe lag der Anteil von Frauen in oberen Führungspositionen 2008 bei 5,7%. der Anteil nichtdeutscher oberer Führungskräfte lag 2008 bei 30,2%. unser ziel, dass mehr als 70% unserer oberen Führungskräfte über internationale erfahrungen verfügen sollen, ist übertroffen: 2008 lag der Anteil bei 73,7%. Als Arbeitgeber setzen wir uns für die Chancengleichheit aller Mitarbeiter und die gleichstellung von Frauen und Männern ein. bei gehältern unterscheiden wir nicht zwischen männlichen und weiblichen Mitarbeitern.

mehr dazu unter basf.com/diversity_d

feedback für führungskräfte

In der bAsFgruppe erhalten Führungskräfte regelmäßig Feedback von ihren Mitarbeitern. gestützt durch einen anonymen onlineFragebogen beurteilen sie das Führungsverhalten und bewerten die kompetenzen ihrer Führungskraft. so entwickeln Führungskräfte ein tieferes Verständnis von ihren stärken und ihrem entwicklungspotenzial. In moderierten Workshops erarbeiten sie mit ihren Mitarbeitern konkrete ziele und Vorgehensweisen zur Verbesserung der zusammenarbeit und kommunikation im team. die teilnahme am Führungsfeedback ist für obere Führungskräfte verpflichtend. bis ende 2008 haben 76,9% der oberen Führungskräfte das "global Leadership Feedback" durchlaufen. die noch offenen Feedbackprozesse werden Anfang 2009 abgeschlossen.

wettbewerbsvorteil diversity

  • Attraktiver Arbeitgeber durch offenheit und transparenz
  • Vielfalt der Mitarbeiter besser einsetzen, um neue kundensegmente zu erschließen
  • höheres Mitarbeiterengagement durch mehr Wertschätzung
  • gesetzeskonformität bei gleichstellungsfragen
  • Chancengleichheit aller Mitarbeiter

mitarbeiter nach regionen (stichtag: 31.12.)

2008 Anteil%
2008
Anteil%
2007
europa 61.889 63,9 64,1
davon deutschland 47.364 48,9 49,3
davon bAsF se 32.838 33,9 34,4
nordamerika 15.168 15,6 16,0
Asien, Pazifischer Raum 13.734 14,2 13,9
südamerika, Afrika, naher osten 6.133 6,3 6,0
96.924 100,0 100,0

globale mitarbeiterbefragung Eckdaten 2008

  • 66 % der Mitarbeiter weltweit nahmen an der Befragung teil.
  • 77 Länder wurden in die Befragung einbezogen.
  • 239 BASFGruppengesellschaften waren involviert.

erste globale mitarbeiterbefragung

die Meinung unserer Mitarbeiter ist uns wichtig: Ihre Rückmeldung aus regelmäßigen befragungen hilft uns, notwendige Verbesserungen im Arbeitsumfeld zu erreichen.

erstmals wurden die regionalen befragungen inhaltlich abgestimmt und gleichzeitig durchgeführt. zwischen Mai und Juni 2008 konnten Mitarbeiter aus 77 Ländern und 239 bAsFgruppengesellschaften anonym an der befragung teilnehmen. Weltweit antworteten 66% der Mitarbeiter zu themen wie Führung, Weiterbildung und Personalentwicklung, Innovationskultur oder bAsFstrategie. so würden zum beispiel 71% der Mitarbeiter bAsF als Arbeitgeber an Freunde und bekannte weiterempfehlen, und 79% unserer Mitarbeiter sind überzeugt, dass bAsF in der Öffentlichkeit ein hohes Ansehen genießt. Verbesserungsbedarf sehen Mitarbeiter bei der unterstützung zur beruflichen entwicklung: derzeit beurteilen 48% unserer Mitarbeiter die unterstützungsangebote als sehr gut oder gut.

Mit der befragung messen wir außerdem, wie unsere strategische Leitlinie "Wir bilden das beste team der Industrie" umgesetzt wird – etwa in den bereichen zusammenarbeit und Führung. Wir verfolgen weiter unser ziel, die globale Mitarbeiterbefragung dauerhaft für die gesamte bAsFgruppe zu etablieren – inklusive Folgeprozess. denn nach abgeschlossener datenerhebung diskutieren Mitarbeiter und Management im nächsten schritt alle befragungsergebnisse und ermitteln Verbesserungspotenziale.

beruf und familie vereinbaren

bAsF fördert die Vereinbarkeit von beruf und Familie. unsere Angebote unterstützen Mitarbeiter in verschiedenen Lebenssituationen, damit sie beruf und Privatleben besser vereinbaren können. die verschiedenen Modelle zum flexiblen Arbeiten setzen wir individuell ein. dazu gehören telearbeit, gleitzeit oder teilzeit. die teilzeitquote der bAsF se liegt bei 9,4%.

Für die betreuung von kindern ihrer Mitarbeiter bietet bAsF mehrere Programme an. kleinkindern stehen zum beispiel zwei betriebseigene krippen in Ludwigshafen offen. Anfang 2008 haben wir zusätzlich die betreuung "Lukids adhoc" eröffnet: dort können Mitarbeiter ihre kinder kurzfristig unterbringen, wenn die private betreuung ausfällt. Auch in den usA organisieren wir für unsere Mitarbeiter mit dem Programm "backup Care" ersatz, wenn die private betreuung für kinder oder pflegebedürftige Familienangehörige kurzfristig ausfällt.

Am internationalen Ferienprogramm "bAsF global Family" zum Austausch von Mitarbeiterkindern haben seit 2006 insgesamt 320 kinder und Jugendliche teilgenommen – im Jahr 2008 aus 15 bAsFstandorten weltweit.

die Familien unserer delegierten Mitarbeiter unterstützen wir seit drei Jahren mit einer speziellen Auslandsvorbereitung für kinder. Auch auf wandelnde Lebensmodelle unserer Mitarbeiter stellen wir uns ein: ende 2008 befanden sich 488 Mitarbeiter der bAsF se in elternzeit, davon 7,8% Väter. Anfang 2007 betrug der Anteil der männlichen Mitarbeiter in elternzeit 3,5%.

2008 hat bAsF erneut den "FamilientÜV" der gemeinnützigen hertiestiftung bestanden – ein Qualitätssiegel für familienfreundliche unternehmen.

mehr dazu unter basf.com/beruf_familie

globale mitarbeiterbefragung beruf und familie

  • erstmals regionale befragungen inhaltlich abgestimmt und gleichzeitig durchgeführt
  • hilft Verbesserungen im Arbeitsumfeld zu erreichen
  • Misst die Akzeptanz der strategischen Leitlinie "Wir bilden das beste team der Industrie"
  • Mitarbeiter können in Folgebefragung ab Anfang 2010 umsetzung eingeleiteter Maßnahmen bewerten

  • Modelle für flexibles Arbeiten

  • Angebote für die kinderbetreuung
  • Informationsveranstaltungen für eltern
  • Pflegeberatung
  • Qualitätssiegel der hertiestiftung als familienfreundliches unternehmen

engagement für ausbildung

es ist unser ziel, möglichst vielen jungen Menschen Chancen für den berufseinstieg zu bieten. so bildet die bAsF in 14 Ländern 2.171 Jugendliche in 50 berufen aus. dass die Chancen auf eine Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis nach Abschluss der Ausbildung sehr gut stehen, beweisen die hohen Übernahmequoten: Im Jahr 2008 erhielten 92% der Auszubildenden der bAsF se nach bestandener Abschlussprüfung ein Übernahmeangebot.

Im bAsF Ausbildungsverbund schaffen wir seit 2004 mit rund 750 Partnerbetrieben zusätzliche Ausbildungsplätze in deutschland und bilden heute gemeinsam 1.174 Jugendliche aus. Mit 75% lag die Quote der Übernahmeangebote im Ausbildungsverbund deutlich über dem bundesdurchschnitt. Im Jahr 2008 wurde der Ausbildungsverbund mit dem "Initiativpreis Aus und Weiterbildung" prämiert, der herausragende Initiativen der Wirtschaft zur steigerung der Qualität und Attraktivität der betrieblichen Ausbildung auszeichnet.

Im Rahmen des Ausbildungsverbunds startete 2008 das Programm "Anlauf zur Ausbildung". es fördert hauptund Realschüler mit stärken im praktischen bereich. eine intensive betreuung erleichtert den Jugendlichen den einstieg in die Ausbildung und macht sie in den erforderlichen kompetenzen fit.

In unsere Auszubildenden weltweit haben wir 2008 rund 69,2 Millionen € investiert sowie ca. 24,7 Millionen € für den bAsF Ausbildungsverbund. Mit 2,5 Millionen € förderten wir auch 2008 "JobChance 100". das Projekt hilft 100 arbeitslosen Jugendlichen, einen einstieg ins berufsleben zu finden.

weiterbildungsangebote

die Weiterbildung unserer Mitarbeiter ist eine Investition in die zukunft des unternehmens. deshalb erfassen wir in den jährlichen Mitarbeitergesprächen den Weiterbildungsbedarf eines jeden Mitarbeiters, um die entsprechende Qualifizierung zu ermöglichen. ebenso fördern wir eigenverantwortliches Lernen am Arbeitsplatz und in der Freizeit.

zu unserem Personalentwicklungskonzept gehören Methoden wie seminare, Coachings und selbstgesteuertes Lernen. unser webbasiertes europäisches Lernportal (eLP) bietet dafür eine große Auswahl an kursen: vom sprachtraining bis zum Managementwissen mit onlineLernprogrammen in sieben kurssprachen. seit 2008 ist eLP auch die Plattform der neuen european technical Academy mit einer Vielzahl an Qualifizierungsangeboten für die mehr als 10.000 Mitarbeiter in technikfunktionen. zudem bietet die bAsF weltweit eLearningPortale an, über die unsere Mitarbeiter vielfältige Angebote zum eigenverantwortlichen Lernen nutzen können.

Im Rahmen unserer globalen unternehmensinitiative "Perspectives" haben 2008 mehr als 3.700 Mitarbeiter aus allen Regionen an trainings und Workshops zu Marketingund salesthemen teilgenommen.

Regelmäßige befragungen zeigen, dass die teilnehmer die Qualität besuchter interner seminare als sehr hoch einschätzen. die nutzung der internen Weiterbildungsangebote möchten wir noch weiter verbessern: unser ziel ist es, dass möglichst viele Mitarbeiter die Angebote aus eigener Initiative nutzen. In Aus und Weiterbildung hat die bAsF 2008 129,6 Millionen € investiert (2007: 131,2 Millionen €). Über 80.000 Mitarbeiter haben an schulungsmaßnahmen teilgenommen. Im durchschnitt nahm jeder von ihnen 3,9 tage an einer Weiterbildung teil (2007: 3,6 tage).

ausbildung

  • bAsF bildet in 14 Ländern in 50 berufen aus
  • 92% der Auszubildenden der bAsF se erhielten 2008 ein Übernahmeangebot
  • bAsF Ausbildungsverbund bildet gemeinsam mit 750 Partnerbetrieben 1.174 Jugendliche in deutschland aus
  • Quote der Übernahmeangebote im bAsFAusbildungsverbund mit 75% über bundesdurchschnitt

weiterbildung

  • Webbasiertes europäisches Lernportal mit kursen in sieben Lernsprachen
  • 500 Weiterbildungsthemen und 5.000 Veranstaltungen im Jahr am standort Ludwigshafen
  • european technical Academy für mehr als 10.000 Mitarbeiter in technikfunktionen
  • Weltweite eLearningPortale

mitarbeiterbeteiligung am unternehmenserfolg

nachhaltig wirtschaften heißt für uns auch, unsere Mitarbeiter am erfolg des unternehmens zu beteiligen. so möchten wir Mitarbeiter langfristig an das unternehmen binden und für persönliche Leistungen belohnen. unternehmerisches denken und handeln fördern wir durch leistungs und erfolgsorientierte entgeltsysteme, die für alle Mitarbeiter auf den gleichen grundprinzipien beruhen. In der Regel bestehen sie aus einer fixen und einer variablen komponente. der variable Anteil wird von zwei Faktoren bestimmt: dem wirtschaftlichen erfolg der bAsFgruppe, der an der gesamtkapitalrendite gemessen wird, und der individuellen Leistung des Mitarbeiters. die Leistung wird jährlich im Mitarbeitergespräch beurteilt, das in der bAsF se und vielen anderen gesellschaften der bAsFgruppe verbindlich ist.

aktienprogramme für mitarbeiter

das Interesse unserer Mitarbeiter am erfolg des unternehmens und seiner Wertentwicklung unterstützt unser Aktienprogramm "Plus". es fördert die langfristige beteiligung durch IncentiveAktien. Mitarbeiter können einen variablen Anteil ihrer Vergütung in bAsFAktien investieren. 2008 erwarben 19.452 Mitarbeiter weltweit auf diese Art 974.460 Aktien. seit 1999 bietet die bAsF ihren Führungskräften die teilnahme am bAsFoptionsprogramm (boP) an. es verknüpft einen teil der bezüge mit der langfristigen Wertentwicklung der bAsFAktie. 2008 haben weltweit mehr als 90% der zirka 1.000 berechtigten Führungskräfte am boP teilgenommen. sie haben bis zu 30% ihrer variablen Vergütung in Aktien investiert.

mehr dazu im anhang auf seite 209

personalaufwand und sozialleistungen

eine attraktive Vergütung für Mitarbeiter besteht bei bAsF aus entgelt plus sozialleistungen. dazu gehören unter anderem eine betriebliche Altersversorgung, eine zusätzliche krankenversicherung und Aktienprogramme. Für gehälter, sozialabgaben, beiträge zur Altersversorgung und soziale unterstützung wandte die bAsFgruppe 2008 6.364 Millionen € auf. das sind 4,3% weniger als 2007, insbesondere auf grund geringerer Aufwendungen für das bAsFoptionsprogramm und für variable Vergütungen.

personalaufwand basf-gruppe 2008 (Millionen €)

2008 Verände
rung%
Löhne und gehälter 5.158 –4,1%
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und unterstützung
1.206 –5,0%
davon für Altersversorgung 310 –13,6%
Personalaufwand 6.364 –4,3%

offener dialog mit arbeitnehmervertretungen

Wir arbeiten partnerschaftlich mit den betrieblichen Arbeitnehmervertretungen zusammen: auf gesellschaftsebene, national und regionenweit. die europäische Arbeitnehmervertretung der bAsF se – der bAsF europa betriebsrat – löste im zuge der umwandlung der bAsF Aktiengesellschaft in die se den bisherigen "euro dialog" ab. der europa betriebsrat ist für grenzüberschreitende Angelegenheiten zuständig und hat fest definierte Mitwirkungsrechte. er besteht aus 23 Mitgliedern aus zwölf europäischen Ländern. Auch in Asien und südamerika haben sich Plattformen für die zusammenarbeit zwischen bAsF und Arbeitnehmervertretungen bewährt. In der Regionenbezogenheit liegt der Vorteil des Austauschs und der zusammenarbeit. so gelingt es, den unterschiedlichen tatsächlichen und rechtlichen gegebenheiten und herausforderungen in den verschiedenen Regionen der Welt gerecht zu werden.

mehr dazu unter basf.com/arbeitnehmervertretung

mitarbeiterbeteiligung: langfristige investition

  • Programm "Plus" für Mitarbeiteraktien seit 1999
  • 2008 erwarben 19.452 Mitarbeiter weltweit 974.460 Aktien (Anzahl nach Aktiensplit)
  • IncentiveAktien fördern langfristige bindung der Mitarbeiter an die bAsF

arbeitssicherheit

sicherheit und gesundheit unserer mitarbeiter haben für uns höchste priorität. mit unseren hohen sicherheitsstandards und umfassenden regeln haben wir viel erreicht. die arbeitsunfallrate hat sich weltweit auf niedrigem niveau stabilisiert. hier wollen wir zukünftig noch besser werden und somit zum langfristigen geschäftserfolg der basf beitragen.

Mit unserer im Jahr 2008 gestarteten weltweiten sicherheitsinitiative bauen wir auf der erfolgreichen sicherheitsarbeit der vergangenen Jahre auf und machen sicherheit als Wert und als erfolgsfaktor sichtbar. unser ziel ist es, unsere sicherheitskultur unternehmensweit über die klassischen technischen sicherheitsmaßnahmen und regeln hinaus durch eine richtige gemeinsame einstellung zu sicherem handeln weiter zu verbessern.

risiken minimieren

Arbeitssicherheit ist ein wesentlicher bestandteil des Arbeitsalltags, unter anderem durch regelmäßige sicherheitsgespräche in den betrieben und durch die Aktivitäten der sicherheitsexperten, die für jeden standort benannt sind. systematische gefährdungsbeurteilungen von Arbeitsabläufen und einzeltätigkeiten minimieren Risiken und sensibilisieren für mögliche gefahren.

das sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiter fördern wir seit langem durch sicherheitsregeln, seminare und schulungen. unfälle und beinaheunfälle analysieren wir, um potenzielle schwachstellen zu erkennen und zu beheben. Mit unserem weltweiten netzwerk von experten entwickeln wir das sicherheitsmanagement weiter.

Wir haben uns das anspruchsvolle ziel gesetzt, bis 2020 die Anzahl der Arbeitsunfälle gegenüber 2002 weltweit um 80% zu senken. Im Jahr 2008 ereigneten sich in der bAsFgruppe insgesamt 1,8 Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen je eine Million geleistete Arbeitsstunden (2007: 2,2).

arbeitsunfälle mit ausfalltagen je eine million geleistete arbeitsstunden (Reduktion zu basisjahr 2002: –45 %)

0
1
2
3
2008 1,8
2007 2,2
2006 1,7
2005 1,8
2004 2,0
2003 2,4
2002 3,3

bisher konnten wir die Anzahl der Arbeitsunfälle je eine Million geleistete Arbeitsstunden im Vergleich zu 2002 damit um 45% senken. bei den Firmen, die in unserem Auftrag an bAsFstandorten arbeiten, sank die zahl 2008 auf 3,4 Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen je eine Million Arbeitsstunden (2007: 3,6). Wir beziehen diese Firmen weiterhin in unsere sicherheitsarbeit mit ein.

ziel 2020 Reduzierung der Arbeitsunfälle (Basisjahr 2002)

– 80% Wir wollen bei unseren Mitarbeitern weltweit die Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen je eine Million geleistete Arbeitsstunden um 80% senken.

neue wege für spitzenposition in sicherheit

Mit unserer neuen sicherheitsinitiative gehen wir über die klassischen Methoden hinaus. zu den erfolgsfaktoren für Arbeitssicherheit und gesundheitsschutz zählen wir nicht nur die Akzeptanz von Regeln und Vorschriften und die eigenverantwortung jedes einzelnen. das Vorangehen unserer Führungskräfte als Vorbilder und aktives engagement jedes einzelnen Mitarbeiters gehören ebenso dazu wie der offene dialog, um von erfahrungen zu profitieren und aus Fehlern zu lernen. dazu haben wir 2008 die weltweite "sichermacherinitiative" gestartet. diese wird in Asien durch die "C.A.R.e.Initiative", in südamerika durch "Cultura de segurança" und in nordamerika im Rahmen der "Journey to ehs excellence" umgesetzt. Mehrere tausend Führungskräfte, experten, Mitarbeiter der bAsF und von Partnerfirmen entwickelten bei regionalen großveranstaltungen, diskussionsforen und befragungen Ideen für Verbesserungen.

erfolgsfaktoren für arbeitssicherheit

  • Vorbildfunktion unserer Führungskräfte
  • Persönliche Verantwortung, klare Regeln und Vorschriften
  • offener dialog, um gegenseitig von erfahrungen zu profitieren
  • Aktives engagement jedes einzelnen Mitarbeiters

gesundheitsschutz

unser wirtschaftlicher erfolg hängt wesentlich von der leistungsfähigkeit, arbeitszufriedenheit und innovationskraft unserer mitarbeiter ab. auf basis eines globalen programms schützen wir ihre gesundheit – davon profitieren die mitarbeiter und das unternehmen.

Für die umsetzung unserer Aktivitäten sorgt ein weltweites netzwerk von experten für Arbeitsmedizin und gesundheitsschutz. sie tragen auch dazu bei, dass unsere Produkte und deren herstellung kein gesundheitsrisiko für Mitarbeiter, nachbarn, kunden und Verbraucher bergen.

ziel 2020 Weniger Berufskrankheiten

– 80% Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Fälle von Berufskrankheiten in der BASFGruppe um 80% zu reduzieren. Basis dafür sind die Kriterien und die Rate des Jahres 2004: 0,4 Berufskrankheiten pro eine Million geleistete Arbeitsstunden.

bei auftretenden berufskrankheiten handelt es sich um gehörschäden, verursacht durch Lärm, sowie um hautund Atemwegserkrankungen, verursacht durch Chemikalien, und um erkrankungen des Muskelskelettsystems. 2008 gab es bei der bAsF 0,31 berufskrankheiten pro eine Million geleistete Arbeitsstunden. das entspricht einem Rückgang von 23% gegenüber dem basisjahr 2004. um unser gesundheitsziel zu erreichen, setzen wir auf medizinische Vorsorgeuntersuchungen und regelmäßige, gezielte gefährdungsbeurteilungen, wie zum beispiel arbeitsmedizinische betriebsbegehungen und Audits. daraus leiten wir unsere Maßnahmen für den gesundheitsschutz ab. Im Vordergrund steht für uns immer die Vorsorge.

weltweite investitionen in gesundheit

Anforderungen an medizinische Leistungen für unsere Mitarbeiter beschreibt unser globales Programm für Arbeitsmedizin und gesundheitsschutz. Wir stellen sicher, dass Vorsorge und gesundheitsförderung bei bAsF weltweit einheitlichen hohen standards entsprechen. unsere 15 expertengruppen decken alle arbeitsmedizinischen gebiete ab. Regelmäßige medizinische Audits helfen, unsere Leistungen zu verbessern. unser internes Auditsystem entspricht den standards der heute üblichen externen Auditierungsverfahren Iso 19011 und ohsAs 18001.

unser Wissen zu Arbeitsmedizin und zum gesundheitsschutz stellen wir Mitarbeitern, nachbarn und kunden zur Verfügung. Auch außerhalb der bAsF wird unser engagement anerkannt: Für "herausragendes, umfangreiches und ganzheitliches gesundheitsmanagement" zeichneten uns die europäische kommission und der bkk bundesverband 2008 mit dem deutschen unternehmenspreis gesundheit aus.

engagement für mitarbeiter

unsere untersuchungs und Präventionsmodule tragen dazu bei, gesundheitsrisiken abzubauen und langfristig die gesundheit unserer Mitarbeiter zu fördern. einen wichtigen beitrag leisten gesundheitsaktionen: Mit unserer zweiten weltweiten gesundheitsaktion "steps to health 2009" wollen wir das bewusstsein unserer Mitarbeiter für den positiven nutzen von körperlicher bewegung steigern und sie unterstützen, ihre tägliche Aktivität zu erhöhen. ein schrittzähler wird dabei zu ihrem ständigen begleiter. Jeder standort hat die Möglichkeit, die teilnehmer durch begleitende Angebote zu unterstützen. In einer globalen datenbank werden die schrittzahlen aller teilnehmer regelmäßig erfasst. Jeder Fortschritt – individuell und im gesamten team – wird somit schnell sichtbar.

mehr dazu unter basf.com/gesundheitsschutz

globale nichtraucherkampagne

zum ersten Mal haben wir eine gesundheitsaktion global angeboten: bei unserer nichtraucherkampagne 2008 verzichteten 1.578 teilnehmer von 126 bAsFstandorten freiwillig für vier Wochen auf das Rauchen – das entspricht rund 870.000 zigaretten. An vielen standorten war die Aktion mit dauerhaft angelegten Folgeprojekten, wie Raucherentwöhnungskursen, verbunden. Von den teilnehmern der nichtraucheraktion 2003, die mit dem gleichen konzept am standort Ludwigshafen stattfand, waren nach drei Jahren 40% dauerhaft nichtraucher.

gesellschaftliches engagement

gesellschaftliche verantwortung zu übernehmen, heißt für uns, in die zukunft zu investieren. wissen ist die wichtigste zukunftsressource – und die treibende kraft für wachstum und innovationen in der welt. deshalb setzen wir den schwerpunkt unseres engagements auf die bildung und unterstützen im umfeld unserer standorte weltweit vor allem projekte, die den zugang zu bildung ermöglichen.

unser wirtschaftlicher erfolg hängt vom Vertrauen und der gesellschaftlichen Akzeptanz ab, die unser umfeld uns entgegenbringt. daher engagieren wir uns vor allem in der umgebung unserer standorte für die Förderung von bildung, aber auch mit Initiativen und Projekten in anderen bereichen wie sport, kultur und soziales. ein wichtiges Auswahlkriterium für die Projekte ist ihr langfristiger nutzen. eine Rahmenrichtlinie für spenden und sponsoring regelt die Vergabe von geldern in der bAsFgruppe.

spenden, sponsoring und eigene projekte der basf-gruppe 2008 64,7 Millionen€ (Vorjahr: 75,3 Millionen€)

die bAsF unterstützt weltweit grundsätzlich keine politischen Parteien. In den usA haben unsere Mitarbeiter von ihrem Recht gebrauch gemacht, ein "Political Action Committee" zu gründen (PAC). das bAsF Corporation PAC ist eine unabhängige, staatlich registrierte Vereinigung von Mitarbeitern, die kandidaten für politische ämter auf nationaler,

bundesstaatlicher oder regionaler ebene unterstützt. Im Jahr 2008 hat die bAsFgruppe für die Förderung von Projekten insgesamt 64,7 Millionen € eingesetzt (2007: 75,3 Millionen €). 38,6 % der gesamtsumme haben wir gespendet.

wir fördern bildung

bildung ist der schlüssel zur zukunft unserer kinder und für die entwicklung der gesellschaft. Förderung muss früh beginnen: Mit der Initiative "offensive bildung" unterstützt bAsF mehr als 170 kindertagesstätten in Ludwigshafen und in der Region. In sieben verschiedenen Projekten stehen themen wie sprachförderung und spielerisches entdecken von naturphänomenen auf dem Programm. so erreichte die 2005 gestartete und 2008 ausgeweitete Initiative bisher 13.000 kinder. das Fördervolumen der Initiative beträgt jährlich bis zu 5 Millionen €. die deutsche unesCokommission e.V. übernahm im Juni 2008 die schirmherrschaft für die "offensive bildung". damit unterstützt sie die nachhaltigkeit des engagements und zeichnet die Leistung der Initiative aus. gegenüber einer Vielzahl unterschiedlicher Projekte im bereich der frühkindlichen Förderung in deutschland erhält die Initiative damit ein Alleinstellungsmerkmal.

Auch in anderen Ländern unterstützen wir bildungsprojekte. In südamerika fördern wir beispielsweise grundschulen in nachbargemeinden unserer standorte, die Weiterbildung von erziehern und vergeben stipendien an studenten.

interesse an naturwissenschaften wecken

den spaß an naturwissenschaften weckt man am besten durch experimentellen naturwissenschaftlichen unterricht. daher unterhalten wir an unseren standorten schülerlabore und fördern eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte.

In 15 Ländern können kinder in unseren Mitmachlaboren und bei weiteren Mitmachexperimenten die Welt der Chemie entdecken. Insgesamt 67.000 kinder und Jugend-

grundsätze und schwerpunkte

  • der schwerpunkt unserer Förderung ist bildung
  • Wir fördern vorwiegend im lokalen und regionalen umfeld unserer standorte
  • Mit spenden und sponsoring schaffen wir Wert für die gesellschaft
  • Wir fördern Projekte mit nachhaltigem nutzen

liche waren 2008 dabei. Mit einem rollenden Mitmachlabor haben wir uns am indischen "science express" beteiligt, einer mobilen Ausstellung der deutschen MaxPlanckgesellschaft, die einen ganzen eisenbahnzug füllt. Während seiner siebenmonatigen Fahrt bis Mai 2008 fuhr der "Wissenszug" 57 indische städte an und empfing 2,25 Millionen besucher. Über 15.300 kinder experimentierten im bAsFMitmachlabor im zug. naturwissenschafts und Wirtschaftstalente entdecken und fördern ist ein weiterer schwerpunkt unseres engagements. so richteten wir 2008 zum 43. Mal den Wettbewerb "Jugend forscht!" in RheinlandPfalz aus. begabten studenten aus der ganzen Welt bieten wir regelmäßige sommerkurse und Workshops an.

zusammenarbeit in der wissensfabrik

um die Ressource Wissen zu fördern, engagieren wir uns seit 2005 als gründungsmitglied in der "Wissensfabrik – unternehmen für deutschland". Mit rund 70 weiteren unternehmen fördert bAsF Lernkultur und erfindergeist an kindergärten, schulen und hochschulen. Inhaltlich geht es um die zukunftsthemen naturwissenschaften und technik, aber auch um einblicke in die Welt der Wirtschaft. bei dem neu entwickelten Planspiel "ProFi" beispielsweise gründen grundschüler ihre eigene Firma und lernen somit praxisnah, was unternehmerisches handeln bedeutet. zusätzlich setzt die Wissensfabrik Impulse in der nationalen bildungsdiskussion. beim bildungsgipfel in dresden im oktober 2008 präsentierten kinder aus bildungspartnerschaften der Wissensfabrik bundeskanzlerin Merkel ihre Ideen für die "ideale schule der zukunft". Als weiteren schwerpunkt fördert die Wissensfabrik junges unternehmertum. In ihrem Mentorenprogramm stehen Firmengründern Mitarbeiter der Mitgliedsunternehmen als Ansprechpartner zur seite.

mehr dazu unter www.wissensfabrik-deutschland.de

das basf-team engagiert sich weltweit

bildung stand auch im Mittelpunkt der MitarbeiterWeihnachtsspendenaktion 2008 von bAsF se und bAsF s.A. in brasilien: gemeinsam mit unhAbItAt, dem siedlungsprogramm der Vereinten nationen, fördert die bAsF sozialstiftung den bau eines bildungs und gemeindezentrums in einem Armenviertel in são Paulo. Als startkapital stellte bAsF se 100.000 € zur Verfügung. bAsFMitarbeiter an den standorten Ludwigshafen, schwarzheide und são Paulo spendeten gemeinsam über 70.000 €.

Auch für opfer von naturkatastrophen wurde das bAsFteam 2008 aktiv: Für opfer des erbebens in China oder der Überschwemmungen in birma spendeten Mitarbeiter an deutschen standorten sowie Mitarbeiter von bAsF greater China zusammen mit gemeinschaftsunternehmen der Region insgesamt 900.000 €. Mit bAsF Pakistan realisieren die bAsF sozialstiftung und un hAbItAt den Wiederaufbau einer schule, die durch das erdbeben 2005 stark beschädigt worden war.

unser engagement beim Wiederaufbau nach naturkatastrophen ermöglicht es, langfristige Perspektiven für die opfer zu schaffen. so auch nach dem zyklon nargis in bangladesch: un hAbItAt errichtet dort ein schulgebäude, das neuen stürmen standhält.

zum Inkrafttreten der unMenschenrechtskonvention über die Rechte von Menschen mit behinderungen im Mai 2008 begannen die bAsF sozialstiftung und unhAbItAt ein Projekt in nairobi, kenia: Im slum "kiberasoweto" erhalten behinderte kinder und Jugendliche durch den Aufbau eines gesundheits und bildungszentrums eine bessere medizinische betreuung und eine starthilfe in ein neues Leben.

partnerschaft mit den vereinten nationen

Als gründungsmitglied des global Compact engagiert sich bAsF für das erreichen der unMillenniumentwicklungsziele. sowohl in der katastrophenhilfe als auch in Projekten der allgemeinen entwicklungsförderung arbeitet die bAsF sozialstiftung eng mit unorganisationen zusammen. Fachleute aus den bAsFunternehmensbereichen ergänzen in einigen Projekten die expertise der unPartner: speziell für ein unICeFProjekt gegen Mangelernährung in der demokratischen Republik kongo haben experten des bereichs Care Chemicals ein testkit zur vereinfachten nahrungsmittelanalyse entwickelt. die Anschubfinanzierung durch die MitarbeiterWeihnachtsspendenaktion 2007 und die technische unterstützung von bAsF sichern den langfristigen erfolg der Initiative.

mehr zu millennium-entwicklungszielen unter basf.com/millennium_ziele, mehr zu unserem engagement gegen mangelernährung unter www.food-fortification.com

klimaschutz

der klimawandel ist eine der zentralen gesellschaftlichen herausforderungen. weltweit müssen wirtschaft, wissenschaft, politik und gesellschaft gemeinsam an lösungen für den klimaschutz arbeiten. anfang 2008 haben wir unser aktionsprogramm für den klimaschutz vorgestellt: wir haben uns ehrgeizige klimaschutzziele gesetzt, einen klimaschutzbeauftragten benannt und eine umfassende co2 -bilanz vorgelegt. mit produkten für den klimaschutz schaffen wir geschäftschancen für uns und unsere kunden.

klimaschutz ist fester bestandteil unserer nachhaltigkeitsstrategie. Wir unterstützen die ziele des kiotoProtokolls und sehen ihre umsetzung als globale Aufgabe, zu der wir unseren beitrag leisten. In unserer Produktion reduzieren wir den Ausstoß an treibhausgasen, indem wir die energieeffizienz unserer Prozesse weiter verbessern. Vor allem unsere Produkte tragen zum klimaschutz bei. sie ermöglichen kunden, ihre treibhausgasemissionen zu reduzieren und Ressourcen zu sparen. Innovative Lösungen für den klimaschutz entwickeln wir mit kunden oder mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft. Insgesamt investiert die bAsF über 400 Millionen € pro Jahr in Forschung und entwicklung von Produkten und technologien für energieeffizienz, klimaschutz, Ressourcenschonung und nachwachsende Rohstoffe.

aufnahme in den carbon disclosure leadership index

das engagement der bAsF beim klimaschutz und unsere transparente berichterstattung zu diesem thema wurden durch die Aufnahme in den renommierten Carbon disclosure Leadership Index (CdLI) anerkannt. bAsF ist 2008 weltweit die nummer eins in der kategorie der Co2 intensiven unternehmen. In den usA ist bAsF seit 2008 Mitglied des business environmental Leadership Council des Pew Center für globalen klimawandel. die Mitgliedschaft

erfolgt auf einladung des Centers und wird unternehmen angeboten, die sich aktiv für klimaschutz einsetzen.

äquivalente/Jahr)

treibhausgasemissionen (1.000 tonnen Co2

gWP
Faktor* 2002** 2005 2006 2007 2008
Co2
***
1 18.236 19.737 20.250 21.433 20.727
n2o 310 6.407 4.915 4.602 5.963 6.294
Ch4 21 10 16 12 21 15
hFC **** 140– 11.700 61 116 121 96 69
PFC **** 6.500– 9.200 0 0 0 0 0
sF6 23.900 0 1 2 1 2
24.714 24.785 24.987 27.514 27.107
spez. thg­Faktor * 0,897 0,800 0,786 0,749 0,770

* gWPFaktor: globales erwärmungsPotenzial (global Warming Potential) der einzelnen gase, bezogen auf Co2 emissionen

** basisjahr

*** die bilanzierung der Co2 emissionen umfasst prozessbedingte und energiebedingte emissionen. bei den energiebedingten Co2 emissionen werden sowohl die direkten emissionen der strom und dampferzeugung als auch die indirekten emissionen durch zu und Verkauf von strom und dampf bilanziert.

**** Fluorkohlenwasserstoffe (hFC) und Perfluorkohlenwasserstoffe (PFC); berechnet mit den gWPFaktoren ihrer individuellen komponenten (IPCC 1995)

***** spez. treibhausgasFaktor = tonnen treibhausgase je tonne Verkaufsprodukt

co2 -bilanz der basf

die Analyse des gesamten Lebensweges von Produkten ist grundlage für die entwicklung neuer Lösungen. Als erstes unternehmen der Industrie haben wir deshalb Anfang 2008 eine umfassende Co2 bilanz für unser Chemiegeschäft vorgelegt (basis der daten: 2006). darin werden nicht nur unsere eigenen treibhausgasemissionen, sondern auch die emissionen bei der Rohstoffgewinnung, herstellung von Vorprodukten und der entsorgung analysiert und Co2 einsparungen in der nutzungsphase von Produkten gegenübergestellt. das ergebnis: 252 Millionen tonnen einsparungen stehen 87 Millionen tonnen emissionen entgegen. bAsFProdukte sparen also dreimal mehr treibhausgas-

co2 -bilanz

aller bAsFProdukte

einsparungen Co2
emissionen Co2
­äquivalente pro Jahr
­äquivalente pro Jahr
einsparung von
Co2
­emissionen
durch bAsF­Produkte
–252
3
mio. t
emissionen für Rohstoffe,
herstellung und entsorgung
1 87
Mio. t

Als erstes unternehmen der Industrie haben wir eine umfassende Co2 bilanz vorgelegt. das ergebnis zeigt, dass bAsFProdukte dreimal mehr treibhausgasemissionen einsparen, als bei der herstellung und entsorgung aller Produkte emittiert werden. diesen Faktor drei wollen wir langfristig halten oder sogar verbessern. mehr dazu unter basf.com/klimabilanz

emissionen ein, als bei der herstellung und entsorgung aller bAsFProdukte emittiert werden. diesen Faktor drei wollen wir langfristig halten oder sogar verbessern. Für ihre Co2 bilanz hat der europäische Chemieverband bAsF 2008 den european Responsible Care Award verliehen.

globale klimaschutzziele

2008 emittierte die bAsF im Chemiegeschäft weltweit insgesamt 27,1 Millionen tonnen treibhausgase (2007: 27,5 Millionen tonnen). durch zahlreiche Projekte konnten wir in den vergangenen Jahren die emissionen relevanter klimagase im großen umfang reduzieren. Im zeitraum 1990 bis 2002 haben wir die treibhausgasemissionen absolut um 38%, spezifisch sogar um 61% gesenkt.

bis 2020 wollen wir noch einen großen schritt weiterkommen und haben uns daher 2008 das neue ehrgeizige ziel gesetzt, die spezifischen treibhausgasemissionen im Vergleich zum Jahr 2002 um weitere 25% zu senken.

ziel 2020 Weniger Treibhausgase

– 25% Auf Basis des Jahres 2002 wollen wir bis 2020 die spezifischen Emissionen von Treibhausgasen pro Tonne Verkaufsprodukt um 25% senken.

2008 konnten wir die treibhausgasemissionen pro tonne Verkaufsprodukt um 14,2% im Vergleich zu 2002 senken. die Reduktion ist kleiner als im Jahr 2007. dies ist vor allem auf eine geringere Auslastung der Produktionsanlagen und das Abstellen und Anfahren verschiedener Anlagen weltweit auf grund der Wirtschaftskrise und in den usA infolge der Wirbelstürme zurückzuführen.

reduzierung treibhausgase stand 2008, im Vergleich zum basisjahr 2002

emissionen aus gas- und erdölförderung

die emissionen von treibhausgasen aus der gas und erdölförderung beliefen sich 2008 auf 1,4 Millionen tonnen (2007: 1,3 Millionen tonnen). In unserem treibhausgasemissionsziel ist die gas und erdölförderung nicht enthalten, da emissionen durch die erschließung neuer gas und erdölfelder schwer vorhersagbar sind. Wir haben uns dennoch 2008 ein klimaziel speziell für unser Ölundgasgeschäft gesetzt.

ziel 2012 Begleitgas nicht mehr abfackeln

100% Wir wollen das Begleitgas, das bei der Erdölförderung der Wintershall freigesetzt wird, nicht mehr abfackeln.

bei der Förderung von erdöl wird begleitgas freigesetzt, das häufig auf grund fehlender Infrastruktur zur nutzung des gases abgefackelt wird. die bAsFtochter Wintershall setzt sich zum ziel, bis 2012 an allen eigenen Produktionsstätten, an denen erdöl gefördert wird, das kontinuierliche Abfackeln des erdölbegleitgases im Routinebetrieb einzustellen. In deutschland hat Wintershall 2008 dazu am standort emlichheim einen erdölgasverdichter in betrieb genommen. In Libyen bereitet Wintershall anfallendes begleitgas in einer speziellen Anlage auf und leitet es über Pipelines an kraftwerke, wo es zur stromerzeugung genutzt wird. zur erreichung des ziels fehlen damit nur noch zwei Produktionsbetriebe. diese sollen bis 2012 ebenfalls mit Anlagen zur begleitgasnutzung ausgestattet werden. Insgesamt mindern wir durch die nutzung des erdölbegleitgases in deutschland und Libyen den Ausstoß von treibhausgasen um zirka 2 Millionen tonnen pro Jahr.

reduktion von spezifischen treibhausgasemissionen Je tonne Verkaufsprodukt (basisjahr 2002)

–14%

innovationen für den klimaschutz

zahlreiche unserer Produkte leisten einen beitrag zum klimaschutz. unsere Produktpalette für klimaschonendes bauen umfasst Fassadendämmstoffe und Isoliermaterialien für Fenster, die die energieeffizienz von gebäuden steigern, aber auch zementadditive, die die treibhausgasemissionen in der bauphase verringern. unsere kraftstoffadditive und kunststoffe für den Automobilleichtbau leisten einen beitrag zur Reduktion der treibhausgasemissionen im Verkehr. Auf basis unserer baxxodur® epoxidharze werden beispielsweise größere Rotorblätter entwickelt, die Windrädern zu mehr Leistung verhelfen und dennoch leichter sind. kompetenzen zum transfer moderner klimaschutztechnologien in schwellen und entwicklungsländer haben wir in einem technologietransferteam gebündelt. Wir nutzen hier den Mechanismus für umweltverträgliche entwicklung des kiotoProtokolls (Clean development Mechanism).

In einem gemeinsamen Projekt mit unserem Partner und kunden PuMA, der Firma systain und textilbetrieben in bangladesch haben wir 2008 die Co2 bilanz während der Produktion von verschiedenen textilien untersucht: Mit hilfe von bAsFtextilchemikalien und technologien kann der Co2 Ausstoß pro kleidungsstück deutlich gesenkt werden. Auch an unseren eigenen standorten initiierten wir 2008 verschiedene Maßnahmen für den klimaschutz, ein beispiel ist das energieeffizienzprogramm.

gemeinsam mit RWe Power und der Linde group hat bAsF die entwicklung neuer Verfahren zur Co2 Abtrennung aus Verbrennungsabgasen von kohlekraftwerken vereinbart. Mit dieser neuen technologie, der sogenannten Co2 Wäsche, könnten mehr als 90% des Co2 aus Verbrennungsabgasen eines kraftwerks entfernt werden, um sie anschließend unter tage zu lagern. In einer im bau befindlichen Pilotanlage sollen neu entwickelte bAsFLösemittel im Langzeittest erprobt werden, um prozess und anlagentechnische erkenntnisse zur optimierung der Co2 Abtrenn-

technik zu erhalten. Langfristiges ziel ist es, die Wirtschaftlichkeit dieser technologie zu verbessern.

mehr zu klimaschutz unter basf.com/klimaschutz

produkte für den klimaschutz aktionsprogramm klimaschutz

  • bau: zum beispiel Fassadendämmstoffe, Isoliermaterialien für Fenster, zementadditive
  • energie: zum beispiel epoxidharze für Rotorblätter von Windrädern
  • Mobilität: zum beispiel kraftstoffadditive und kunststoffe für den Automobilleichtbau

  • Anspruchsvolle klimaschutzziele

  • Co2 bilanzierung
  • ernennung eines klimaschutzbeauftragten
  • globale expertengruppe für klimawandelMonitoring
  • energieeffizienzprogramm in der Produktion

energie

der schonende umgang mit ressourcen ist für uns ein wirtschaftliches grundprinzip. daher arbeiten wir kontinuierlich daran, energie effizient zu erzeugen und zu nutzen. wir setzen auf energieeffizienz als eine der wichtigsten energiequellen der zukunft: sie verbindet klimaschutz, ressourcenschonung und ökonomische wettbewerbsvorteile.

ziel 2020 Energieeffizienz steigern

+25% Wir wollen die spezifische Energieeffizienz unserer Produktionsprozesse auf Basis des Jahres 2002 um 25% verbessern.

energieeffizienz ist das wichtigste Mittel, um unseren energieverbrauch zu senken und Ressourcen zu sparen. 2008 haben wir uns erstmals ein quantitatives ziel zur steigerung der energieeffizienz gesetzt, das wir durch eine Vielzahl von Maßnahmen erreichen wollen. teil unseres energiemanagements ist ein weltweites Programm, mit dem wir den energieeinsatz in unseren Chemieanlagen sowie bei der energieerzeugung und verteilung an unseren standorten reduzieren. Am kostengünstigsten sind Maßnahmen, die sich mit ersatzinvestitionen verbinden lassen.

durch den einsatz von kraftWärmekopplungsanlagen, energetische optimierung der Prozessanlagen sowie strukturelle Veränderungen konnte die energieeffizienz von 2002 bis 2008 bereits um 22% gesteigert werden. zurzeit überprüfen wir im Rahmen unseres energieeffizienzprogramms die energieintensivsten Anlagen unseres standorts Ludwigshafen auf weiteres einsparpotenzial. dabei untersuchen wir in den nächsten drei Jahren die Anlagen, die rund 80% unseres energieverbrauchs ausmachen.

energieeffizienz bei der energieerzeugung

energie ist einer der größten kostenfaktoren bei der Produktion von Chemikalien. um unsere Produktionsstandorte mit energie zu versorgen, setzen wir auf gasund dampfturbinen (gud) in kraftWärmekopplungsanlagen. diese laufen in unseren kraftwerken mit einem gesamtwirkungsgrad von nahezu 90%. Weltweit wird die Produktion über 16 eigene und sieben fremdbetriebene gudAnlagen mit strom und dampf versorgt.

energieeffizienz durch den verbund

einen großen beitrag zur effizienten nutzung von energie leistet unser Verbundsystem, das Produktion und energiebedarf verknüpft. erdöl und erdgas werden als Rohstoffe genutzt und zugleich als energieträger für die strom und dampferzeugung eingesetzt. bei der Produktion entstehende Prozesswärme wird nicht an die umwelt abgegeben, sondern betrieben erneut als energie zur Verfügung gestellt. dieses Prinzip kommt an allen großen Produktionsstandorten der bAsF zum einsatz. ohne diesen energieverbund hätte der gesamtenergieverbrauch zur strom und dampferzeugung der kraftwerke in der bAsFgruppe 2008 rund 4,5 Millionen tonnen Rohöläquivalente anstatt 2,9 Millionen tonnen betragen – also zirka 54% mehr.

energieeffizienz durch energiemanagement

unser energiemanagement umfasst alle Aktivitäten, mit denen wir die energieeffizienz der bAsF analysieren und ständig steigern. unsere experten erfassen aktuelle energieverbräuche und energiekosten und analysieren mögliche energieeinsparpotenziale. grundlage sind die weltweiten energiedaten unserer ResponsibleCaredatenbank. Auf dieser basis legen wir energieziele und Maßnahmen fest, mit denen wir unsere ziele umsetzen. bei der entwicklung neuer Verfahren nutzen wir komplexe simulations und optimierungsmodelle. Mit ihrer hilfe

energieeffizienz bei basf energieverbund

  • kostenreduktion, klimaschutz, Ressourcenschonung
  • Quantitatives ziel zur steigerung der energieeffizienz
  • dreiteilige strategie zur erreichung des energieziels: effizienz bei der energieerzeugung, einsparungen durch den energieverbund, erfolgreiches energiemanagement

  • beitrag zur effizienten nutzung von energie

  • Verknüpfen von Produktion und energiebedarf
  • einsparung von 1,6 Millionen tonnen Rohöläquivalenten bei strom und dampferzeugung der kraftwerke in der bAsFgruppe

energieversorgung der basf-gruppe 2008

der gesamtstrombedarf der bAsF betrug im Jahr 2008 14,4 Millionen MWhel. Außerdem wurden 52,4 Millionen tonnen Prozessdampf über heizdampfnetze verteilt. Über unsere bAsFkraftwerke stellen wir strom und dampf zentral bereit. dafür haben wir 2008 weltweit 33,7 Millionen MWh fossile brennstoffe und Restbrennstoffe eingesetzt. die hierfür eingesetzte Primärenergie (30,0 Millionen MWh) entspricht 60% des gesamten Primärenergieeinsatzes in der bAsFgruppe. es wurden 9,9 Millionen MWhel strom und 22,9 Millionen tonnen dampf erzeugt. Für die Versorgung unserer standorte setzen wir dabei hauptsächlich auf kraftWärmekopplung. gegenüber einer konventionellen strom und dampferzeugung sparte dies etwa 10,9 Millionen MWh an fossilen brennstoffen.

können wir zum beispiel den energiebedarf von bestehenden oder geplanten Anlagen unter wirtschaftlichen Aspekten optimieren. derzeit nutzen 17 unserer betriebe am standort Ludwigshafen eine von bAsF entwickelte Lösung, mit deren hilfe daten zum energie und Rohstoffverbrauch in Produktionsanlagen in echtzeit dargestellt werden können. Auf grundlage dieser Informationen konnten die kosten in diesen betrieben seit 2006 um insgesamt mehr als 1,5 Millionen € pro Jahr reduziert werden.

einsatz von energieträgern

Wir setzen weiterhin auf einen ausgewogenen energieund Rohstoffmix aus allen konventionellen energieträgern. bei der bewertung wird auch der einsatz erneuerbarer

energien geprüft. sie werden allerdings erst dann einen dauerhaften Platz in unserem energiemix einnehmen, wenn sie wettbewerbsfähig sind. Mit unserem Wachstumscluster energiemanagement setzen wir einen schwerpunkt auf energien der zukunft. Verschiedene Produkte aus unserem Portfolio leisten einen beitrag zur entwicklung von erneuerbaren energien: zum beispiel bei der katalyse und elektrochemie in brennstoffzellen. das deutsche Luft und Raumfahrtzentrum stellte 2008 das erste bemannte Flugzeug weltweit vor, das nur mit einer brennstoffzelle starten und fliegen kann – ausgerüstet mit CeltecMembranelektrodeneinheiten (MeA) der bAsF.

mehr zu energieeffizienz unter basf.com/ressourcenschonung

nachwachsende rohstoffe

nachwachsende Rohstoffe werden für die herstellung von Produkten genutzt. Wie bei anderen Rohstoffquellen hat für uns hohe Priorität, die jeweils nachhaltigste Ressource für eine Anwendung auszuwählen. nachwachsende Rohstoffe setzen wir ein, wo sie Vorteile bei Wirtschaftlichkeit und umweltverträglichkeit bieten.

Auf vielen gebieten forschen wir an neuen Anwendungen. beispiele für den erfolgreichen einsatz sind biokunststoffe wie ecovio® und Lupranol® balance. Wir entwickeln außerdem Produkte, die den einsatz nachwachsender Rohstoffe ermöglichen, beispielsweise katalysatoren und Prozesschemikalien für den Aufschluss von biomasse. Mit Pflanzenschutzmitteln und Pflanzenbiotechnologie tragen wir dazu bei, den ertrag und die Qualität von nachwachsenden Rohstoffen zu steigern.

wasser

wasser ist eine weltweit immer knapper werdende ressource. der nachhaltige umgang mit wasser und der weltweite schutz natürlicher wasserressourcen ist uns deshalb ein anliegen. wasserschutz basiert bei basf auf drei säulen: wir reduzieren unseren wasserverbrauch, senken in der produktion unsere emissionen in das wasser und bieten produkte an, die in der verwendung weniger wasser verbrauchen und die wasserqualität verbessern.

Weltweiter zugang zu sauberem Wasser zählt zu den globalen herausforderungen der zukunft. durch verantwortlichen umgang mit Wasser und mit innovativen technologien, die unseren kunden helfen, Wasser nachhaltig zu nutzen, tragen wir zur umsetzung des un Millennium goals bei: den zugang zu sauberem trinkwasser zu erhalten und zu erhöhen.

bei bAsF wird Wasser zur herstellung von Produkten, als kühl und Reinigungsmittel und als transportweg genutzt. der schutz von Wasser ist vor allem eine lokale Aufgabe. An unseren standorten wollen wir systematisch prüfen, ob Wasser nachhaltig gewonnen wird und ob Risiken hinsichtlich der zukünftigen Wasserversorgung bestehen. Außerdem werden wir bis 2015 unsere Wasserschutzkonzepte an den großen Produktionsstandorten überprüfen. Wir engagieren uns in weltweiten Partnerschaften zum thema Wasser, um uns weiterzuverbessern und um unser Wissen weiterzugeben. Im Jahr 2008 sind wir der european Water Partnership als strategischer Partner beigetreten.

wasserverbrauch der basf

Wir verringern kontinuierlich unseren Wasserverbrauch und nutzen möglichst viel Wasser in unseren kreisläufen mehrfach. 2008 lag der Wasserbedarf der bAsF weltweit bei 2.058 Millionen kubikmetern (2007: 2.093 Millionen kubikmeter). 95% des Wassers wurde aus Flüssen und

seen entnommen. Aus grundwasser wurden 4% gefördert; der trinkwasseranteil betrug etwa 1%. den großteil des genutzten Wassers verwenden wir zur kühlung. das einsparen von Wasser durch kreislaufnutzung bei kühlwasser ist allerdings mit einem erhöhten energiebedarf für die Rückkühlung verbunden. die herausforderung ist es, den beiden zielen, senkung des energieverbrauchs zum einen und einsparung von kühlwasser zum anderen, gleichzeitig gerecht zu werden.

sauberes wasser aus der produktion

ein zehntel des von bAsF genutzten Wassers kommt mit unseren Produkten in kontakt. Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere emissionen in das Wasser bei der herstellung von Produkten zu senken und setzen uns dafür ehrgeizige ziele. Abwässer aus unserer Produktion und sanitärabwässer werden an unseren großen Produktionsstandorten in eigenen kläranlagen biologisch gereinigt und an kleineren standorten an kommunale oder industrielle systeme zur Reinigung abgegeben.

ziel 2020 Weniger Emissionen in das Wasser

Wir wollen die Emissionen von organischen Stoffen und Stickstoff in das Wasser um jeweils 80% senken, die von Schwermetallen um 60%. Basis ist hierbei das Jahr 2002.

Insgesamt fielen 2008 bei bAsF rund 183 Millionen kubikmeter Abwasser an. die emissionen organischer stoffe ins Wasser konnten wir gegenüber 2002 um 77,5% senken.

es wurden rund 20.600 tonnen organischer stoffe, die als chemischer sauerstoffbedarf (Csb) gemessen werden, emittiert (2007: 31.200 tonnen). die stickstoffemissionen (ngesamt) in das Wasser lagen bei 4.400 tonnen (2007:

emissionen in das wasser (Reduktion zu basisjahr 2002)

wasserbilanz basf-gruppe 2008 Millionen kubikmeter pro Jahr

1 summe aus Produktionsprozess, sanitärabwässer, spülungen und Reinigungen in der Produktion

5.300 tonnen) und konnten damit seit 2002 um 80,3% gesenkt werden. Phosphoremissionen lagen bei 376 tonnen (2007: 437 tonnen). unsere Abwässer enthielten 27 tonnen schwermetalle (2007: 34 tonnen). diese Reduktion konnten wir durch technische Verbesserungen der kläranlage unserer katalysatorproduktion in nanjing/China erreichen. Außerdem haben Veränderungen des Produktportfolios zur Verringerung beigetragen. gegenüber 2002 verringerten wir die schwermetallemissionen um 55,9%.

die Reduktionen bei den emissionen in das Wasser im Jahr 2008 sind auf Verbesserungsmaßnahmen in der Abwasserbehandlung sowie auf den vorübergehenden Rückgang der Produktionsmengen und strukturelle Veränderungen zurückzuführen.

marktchancen mit wasserschutz

Viele unserer Produkte leisten dort einen beitrag, wo Wasser knapp ist und Wasserverschmutzung verhindert

spezifische emissionen

Je tonne Verkaufsprodukt (Veränderungen gegenüber 2007)

emissionen in das wasser
stickstoff – 12,9 %
organische stoffe (Csb) – 31,2%
schwermetalle – 17,5 %

werden soll. der technische kunststoff ultrason® wird beispielsweise in Membranen für die Wasserreinigung und aufbereitung eingesetzt. Andere Produkte ermöglichen es, bei ihrer herstellung und Verwendung Wasser zu sparen und die Ressourcen zu schützen. so entstehen bei der Produktion unseres neuen Waschmitteltensids Lutensol® M weniger emissionen in das Wasser als bei anderen tensiden. der Prozess bAsF Color Fast Finish ermöglicht das Färben und Veredeln von textilien in einem schritt und spart so Wasser und energie.

Mit der ÖkoeffizienzAnalyse bewerten wir die Chancen und Risiken ausgewählter Produkte oder Verfahren in bezug auf den Wasserbedarf und die belastung von Wasser. Als teil unserer nachhaltigkeitsinitiative success unterstützen wir außerdem kunden mit unserer expertise zur behebung von boden und grundwasserverunreinigungen sowie zu Wasserversorgung, Abwasserbehandlung und zum gewässerschutz.

wasserschutz

  • eigenen Wasserverbrauch reduzieren
  • emissionen in das Wasser weiterhin senken
  • Produkte, die helfen, die Wasserqualität zu verbessern
  • Produkte, die unseren kunden helfen, Wasser einzusparen

umwelt- und sicherheitsmanagement

wir arbeiten ständig an der verbesserung von umweltschutz, gesundheit und sicherheit in unserem unternehmen und setzen uns anspruchsvolle ziele. unser globales responsible-care ®-management sorgt mit weltweit einheitlichen richtlinien dafür, dass unsere standards an allen standorten grundlage der täglichen arbeit sind. beispielsweise haben wir für sichere anlagen und den transport unserer produkte klare regeln festgesetzt. sie helfen beim schutz unserer mitarbeiter und nachbarn und sichern unsere produktivität.

responsible-care-management

bAsF unterstützt die weltweite Verpflichtung der chemischen Industrie zu verantwortlichem handeln und hat deshalb die Responsible Care global Charter des Weltchemieverbandes von 2006 mitinitiiert.

In unserem ResponsibleCarenetzwerk steuern Fachleute alle bAsFAktivitäten auf den gebieten umweltschutz, gesundheit und sicherheit. sie erarbeiten weltweit standards, wie zum beispiel Richtlinien für den bau von Anlagen. Mit den Aktivitäten dieses globalen netzwerks beteiligt sich bAsF an der freiwilligen globalen Initiative "Verantwortliches handeln" der chemischen Industrie – mit erfolg: so erhielt beispielsweise bAsF Indonesia 2008 ResponsibleCareAuszeichnungen für exzellentes sicherheitsmanagement.

Im sommer 2007 haben wir mit der Implementierung unseres überarbeiteten global gültigen ResponsibleCare-Managementsystems begonnen. es unterstützt Führungskräfte dabei, Responsible Care voranzutreiben, und bildet den Rahmen für die sichere herstellung von Chemikalien, ihren transport und den sicheren umgang damit. Für die gute umsetzung des ResponsibleCareManagements hat der American Chemistry Council 2008 die bAsF Corporation in den usA mit dem Responsible Care Leadership Award ausgezeichnet. Alle standorte der bAsF weltweit

berichten an unsere ResponsibleCaredatenbank, in der Informationen zu emissionen, energie, Arbeitssicherheit, gesundheitsschutz und transportsicherheit erfasst sind. um unfälle und beinaheunfälle besser zu analysieren, setzen wir seit 2008 eine neue ereignisdatenbank ein. In dem system laufen detaillierte daten zu unfall, umwelt, transport oder schadensereignissen zentral zusammen. so werden mögliche Fehlerquellen schneller erkannt und können systematisch behoben werden. 2008 gab es bei bAsF keine ereignisse mit relevanten umweltauswirkungen und bedeutung für den konzernabschluss.

mehr zu arbeitssicherheit auf seite 95, zu gesundheitsschutz auf seite 96 und zu produktverantwortung ab seite 110, mehr zu responsible care unter basf.com/responsible-care_de

audits

unsere interne umwelt, gesundheits, und sicherheitsleistung prüfen wir regelmäßig anhand eines global einheitlichen Verfahrens. dafür auditieren bAsFexperten für umwelt, sicherheit und Arbeitsmedizin standorte und betriebe. Mit hilfe eines Prüfkatalogs kontrollieren sie die umsetzung unserer globalen standards. Ihre Auditempfehlungen helfen, unsere Leistung im bereich umwelt und sicherheit noch weiter zu verbessern. darüber hinaus trifft sich das internationale Auditteam regelmäßig, um die Prüfsysteme weltweit auf gleichem standard zu halten und weiterzuentwickeln. unser internes Auditsystem entspricht den standards und kriterien externer Auditierungsverfahren. 149 Produktionsstandorte sind nach Iso 14001 oder eMAs zertifiziert.

gab es 86 umweltschutz und sicherheitsaudits an 71 standorten der bAsFgruppe. Außerdem fanden Audits bei Arbeitsmedizin und gesundheitsschutz an standorten statt.

mehr zu zertifizierten standorten unter basf.com/zertifiziert

responsible-care-management

  • steuert Aktivitäten auf den gebieten umweltschutz, gesundheit und sicherheit
  • unterstützt das Management, Responsible Care weiter voranzutreiben
  • umfasst bei bAsF neun handlungsfelder: umweltschutz, Anlagensicherheit, transportsicherheit, gefahrenabwehr, Produktverantwortung, gesundheitsschutz, Arbeitssicherheit, dialog und security

reduzierung luftfremder stoffe

teil unseres umweltmanagements ist es, die emissionen von Anlagen zu überprüfen. neben dem Ausstoß von treibhausgasen ermitteln wir emissionen luftfremder stoffe. dazu gehören anorganische gase wie kohlenmonoxid (Co), schwefeldioxid (so2 ), stickoxide, Ammoniak sowie andere anorganische Verbindungen, stäube, schwermetalle und leichtflüchtige organische Verbindungen (nMVoC). 2008 emittierte bAsF aus ihrem Chemiegeschäft weltweit 36.500 tonnen luftfremder stoffe (2007: 50.600 tonnen). die emissionen von ozonabbauenden substanzen nach dem MontrealAbkommen lag durch Verfahrensoptimierungen 2008 nur noch bei 63 tonnen (2007: 99 tonnen). die emissionen von schwermetallen mit 2008 insgesamt 8 tonnen (2007: 22 tonnen) konnten insbesondere durch den einbau eines neuen Abluftfilters in der katalysatorenproduktion an unserem standort in nanjing reduziert werden.

emissionen in die luft Luftfremde stoffe 1 (Reduktion zu basisjahr 2002) 2003 2004 2005 2006 2007 2008 –42,6 –40,5 –37,0 –40% –30% –20% –10% 0% –4,0

–40,9

–57,3 –70% 1 setzt sich zusammen aus: Co, nox (summe no2 + no, berechnet als no2 ), nMVoC (Flüchtige organische kohlenstoffverbindungen ohne ziel 2020

Methan), sox , stäube und nh3 /sonstige anorganische stoffe

–60% –50%

unser ziel ist, die emission luftfremder stoffe aus unseren Chemieanlagen noch stärker zu reduzieren — um 70% bis zum Jahr 2020. Auch bei Portfolioänderungen halten wir an dem ziel absoluter emissionsreduktionen fest. Im Jahr 2008 haben strukturelle Veränderungen und wirtschaftliche schwankungen zu niedrigeren emissionswerten geführt. den Ausstoß luftfremder stoffe haben wir auch durch technische Verbesserungen reduziert. Am standort Ludwigshafen trägt insbesondere der thermoreaktor in der PhthalsäureanhydridFabrik seit ende 2007 dazu bei.

ziel 2020 Reduzierung der Emission luftfremder Stoffe

– 70% Die Emission luftfremder Stoffe aus unseren Chemieanlagen wollen wir auf Basis des Jahres 2002 um 70% senken.

abfallbehandlung

die ordnungsgemäße entsorgung von Abfall ist bei bAsF selbstverständlich. dabei gelten die grundprinzipien "Vermeiden, Vermindern, Verwerten". erst wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, werden Reststoffe entsorgt. der klärschlamm der bAsFkläranlage am standort Ludwigshafen wird zum beispiel zur strom und Fernwärmeerzeugung genutzt. seit Anfang 2008 wird der klärschlamm zusätzlich durch ersatzbrennstoffe energetisch aufgewertet. Im Jahr 2008 fielen bei der Produktion weltweit 1,77 Millionen tonnen Abfall an (2007: 1,93 Millionen tonnen). 0,15 Millionen tonnen stammen aus der erdgas und erdölexploration. stofflich oder energetisch verwertet werden konnten zirka 43% der Abfälle. diesen Wert wollen wir weiter steigern. der Rest wurde entsorgt, davon 16% unter tage. 44% wurden verbrannt und 40% deponiert. nach den international gebräuchlichen kategorien wurden 484.800 tonnen der entsorgten Mengen als gefährliche sowie 529.600 tonnen als nichtgefährliche Abfälle klassifiziert.

  • 86 Audits zu umweltschutz und sicherheit
  • 34 Audits zu Arbeitsmedizin und gesundheitsschutz
  • erkenntnisse zur Verbesserung der umwelt, gesundheits und sicherheitsleistung

responsible-care-audits schnelle hilfe bei notfällen

  • gefahrenabwehrpläne mit Angaben zu Anlagen und Informationen über brand und explosionsschutz
  • Regelmäßige Überprüfung der notfallsysteme
  • Lokale teams für störungs und krisenmanagement

anlagensicherheit

sicherheit hat auch in unseren Anlagen oberste Priorität. so schützen wir die gesundheit unserer Mitarbeiter und nachbarn und vermeiden umweltschäden und Produktionsausfälle. um Produktaustritte, brände und explosionen zu verhindern, haben wir ein fünfstufiges system für die Planung von Anlagen eingeführt. es bezieht alle wichtigen Aspekte aus den bereichen umweltschutz, gesundheit und sicherheit mit ein – von der konzeption einer Anlage bis zur Produktion. um einheitliche sicherheitsstandards durchzusetzen, legen wir weltweit besonderen Wert auf die Aus und Weiterbildung unserer sicherheitsexperten. Regelmäßig führen wir seminare zu Anlagensicherheit und explosionsschutz durch. Im Vordergrund steht dabei der Austausch über Instrumente zur Verbesserung der Anlagensicherheit, wie die nutzung neuer sicherheitskonzepte oder der Risikomatrix. Mit hilfe der Matrix werden im Rahmen einer gefährdungsbeurteilung mögliche Risiken in bAsFAnlagen nach Auswirkung und voraussichtlicher eintrittshäufigkeit bewertet. daraus ergeben sich verschiedene Risikoklassen, aus denen wir entsprechende schutzmaßnahmen ableiten.

mehr dazu unter basf.com/anlagensicherheit

schnelle hilfe bei notfällen

Auf mögliche zwischenfälle bereiten wir uns sorgfältig vor. dafür bauen wir kontinuierlich unsere gefahrenabwehr aus. unsere gefahrenabwehrpläne enthalten Angaben zu der jeweiligen Anlage, eine darstellung des Alarmplans sowie Informationen über brand und explosionsschutz.

Weltweit beziehen wir gruppengesellschaften und gemeinschaftsunternehmen in diese Pläne mit ein, ebenso wie Lieferanten und kunden, benachbarte unternehmen sowie städte und gemeinden aus unserem umfeld. bei allen Aktivitäten im bereich umwelt, gesundheit und sicherheit setzen wir auf das Prinzip der Vorsorge. unsere

transportunfälle pro 10.000 transporte (Reduktion zu basisjahr 2003: –35,7%)

0 0,2 0,4 0,6
2008 0,36
2007 0,28
2006 0,45
2005 0,47
2004 0,50
2003 0,56

notfallsysteme überprüfen wir daher regelmäßig, zum beispiel in Übungen mit unseren Mitarbeitern und mit behörden. An unseren Produktionsstandorten haben wir lokale teams für störungs und krisenmanagement, die wir von Ludwigshafen aus unterstützen. unsere notfallhilfe ist rund um die uhr erreichbar.

eine rasche Reaktion ist auch bei transportunfällen mit Chemikalien notwendig. daher sind wir in netzwerken aktiv, die im notfall schnell Informationen liefern und hilfe leisten. dazu gehört das deutsche transport, unfall, Informations und hilfeleistungssystem (tuIs) und die "International Chemical environmental"Initiative (ICe). darüber hinaus verfügen wir über internationale netzwerke für hilfeleistung und gefahrenabwehr, vor allem in europa, nord und südamerika, seit 2008 auch an wichtigen Produktionsstandorten in Asien.

mehr dazu unter basf.com/gefahrenabwehr

ziel 2020 Weniger Transportunfälle

– 70% Auf Basis des Jahres 2003 wollen wir die Rate der weltweiten Transportunfälle pro 10.000 Transporte um 70% senken.

verbesserte transportsicherheit

zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung gehört, dass wir Produkte sicher transportieren und lagern. einheitliche standards für den transport und die Lagerung chemischer Produkte sind in Richtlinien festgeschrieben. Verantwortlichkeiten, Anforderungen und bewertungsmethoden werden so geregelt. unsere gefahrgutbeauftragten haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass bei allen transporten interne, nationale und internationale Vorschriften einge-

sicherheit beim transport

  • bewertung von spediteuren mit dem safety Quality Assessment system
  • sicherheits und Qualitätsbetrachtung von seetransporten durch unabhängige spezialisten
  • globale standards
  • Leistungsfähige organisation
  • Verlässliche Logistikpartner

halten werden. Wenn es zu einem unfall kommt, sammeln sie alle Informationen und werten diese aus. Ihre berichte helfen, strategien und Maßnahmen zu entwickeln, um ähnliche Vorfälle in zukunft zu vermeiden. Wir haben die zahl der transportunfälle von 0,56 im Jahr 2003 auf 0,36 pro 10.000 transporte 2008 (2007: 0,28) reduziert. trotz der zunahme 2008 gegenüber 2007 setzt sich der langfristige trend zu weniger transportunfällen fort. diese Werte basieren auf den von unseren Logistikpartnern gemeldeten unfällen. dabei werden Produktaustritte bei transporten separat erfasst und ausgewertet.

mehr zu transportsicherheit unter basf.com/transportsicherheit

sicherheit von logistikpartnern

In der Lieferkette ist auch die zusammenarbeit mit unseren externen Logistikdienstleistern auf sicherheit ausgerichtet. Wir nutzen anerkannte systeme wie das safety Quality Assessment system (sQAs), um die Leistungen unserer spediteure zu bewerten. das Überprüfungssystem wurde unter der Leitung des europäischen Chemieverbands CeFIC entwickelt. es gibt unter anderem Aufschluss über den Ausbildungsstand der speditionsmitarbeiter, die Reaktionsfähigkeit bei unfällen oder auch die Ausrüstung der Fahrzeuge.

die sicherheits und Qualitätsbetrachtung von seetransporten mit tankschiffen ist eine globale Aufgabe des "Chemical distribution Institute" (CdI). unabhängige spezialisten beurteilen den zustand, die technische Ausstattung und den betrieb der schiffe. Als CdIMitglied wertet bAsF diese sicherheitsberichte aus und bezieht ihre ergebnisse in die entscheidung ein, welche tankschiffe für den transport eingesetzt werden.

schutz vor kriminalität

Mit unserem unternehmensschutz setzen wir ebenfalls auf das Prinzip der Prävention. dabei schützen wir Mitarbeiter, Anlagen und das knowhow der bAsF vor gefahren durch kriminalität, terrorismus, sabotage und spionage. dies sichern wir weltweit mit einheitlichen standards, mit Maßnahmen zum schutz des Firmenwissens und mit einem netzwerk von unternehmens und Informationsschutzbeauftragten. bAsF ist eines der wenigen unternehmen, die den unternehmensschutz in ihr globales Responsible-CareManagementsystem integriert haben. Vor ort passen die standorte das schutzniveau den lokalen bedingungen an. Außerdem binden wir unsere Mitarbeiter ein, indem wir sie über potenzielle Risiken aufklären und sie gezielt schulen. bei dienstreisen können wir kurzfristig feststellen, wo sich ein Mitarbeiter aufhält und, falls nötig, schutzmaßnahmen ergreifen.

das einhalten von Menschenrechten in der sicherheitsarbeit ist für uns selbstverständlich. deshalb ist das thema Menschenrechte beispielsweise in die grundausbildung unseres bAsFWerkschutzpersonals in deutschland integriert.

sicherheit bei zulieferern und dienstleistern

unsere Richtlinien für sicherheit, gesundheit und umweltschutz gelten auch für Mitarbeiter anderer Firmen, die an unseren standorten arbeiten. bAsFgesellschaften und gemeinschaftsunternehmen, die mehrheitlich zur bAsF gehören, verpflichten sich außerdem, die Leistungen von Partnerfirmen (kontraktoren) zu bewerten. Wir erwarten, dass zulieferer und dienstleister unseren globalen Richtlinien folgen und ihre einhaltung kontrollieren. stellen wir Mängel fest, helfen wir ihnen dabei, sie zu beseitigen.

kosten für umweltschutz

  • betriebskosten insgesamt für umweltschutz in der bAsFgruppe: 706 Millionen € (2007: 640 Millionen €)
  • zusätzliche Investitionen in neue und verbesserte umweltschutzanlagen und einrichtungen: 165 Millionen € (2007: 103 Millionen €); diese Investitionen umfassen sowohl nachsorgende als auch produktionsintegrierte umweltschutzmaßnahmen

produktverantwortung

wir sorgen dafür, dass unsere produkte bei verantwortungsvoller und sachgerechter nutzung sicher sind und keine gefahr für mensch und umwelt darstellen. grundlage dafür sind risikobewertungen und unsere sicherheitsinformationen, die wir für sämtliche produkte bereithalten und ständig aktualisieren. über eine globale datenbank können wir jederzeit weltweit auskunft über unsere produkte geben.

weltweite verantwortung für produkte

bAsF bietet eine breite Produktpalette mit Anwendungen in allen Industriebereichen. Weltweit streben wir einen gleichen standard bei Produktsicherheit und Produktverantwortung an, der über die erfüllung rechtlicher Vorgaben hinausgeht. zu unseren Verkaufsprodukten halten wir aktuelle sicherheitsdatenblätter in insgesamt 34 sprachen bereit. Über unser weltweites netzwerk von notfalltelefonen geben wir rund um die uhr Auskunft zu bAsFProdukten. bei bedarf schulen wir unsere kunden auch in individuell zugeschnittenen trainingskursen und Workshops im sicheren umgang mit unseren Produkten.

partnerschaft für produktsicherheit

unsere Fachleute für Produktsicherheit arbeiten in wissenschaftlichen gremien mit behörden sowie Partnern aus Wissenschaft und Industrie an der Auswertung und bewertung von studien. ziel ist es, korrekte und einheitliche einstufungen und kennzeichnungen festzulegen. bAsF unterstützt das ziel eines global harmonisierten systems zur einstufung und kennzeichnung (ghs). Wir engagieren uns freiwillig in wichtigen internationalen Programmen, wie dem strategic Approach for International Chemicals Management der Vereinten nationen (sAICM) oder der global Product strategy des Internationalen Rates der chemischen Industrieverbände (gPs). durch gPs sollen erstmals globale standards und Verfahrensweisen etabliert werden, um die sicherheit im umgang mit chemischen Produkten weltweit zu verbessern und so die Responsible Care global Charter umzusetzen. ziel ist es, das Vertrauen in die chemische Industrie und ihre Produkte zu stärken und die bestehenden unterschiede in der Chemikaliensicherheit zwischen entwicklungs, schwellen und Industrieländern zu verringern. unsere expertengruppe Produktsicherheit und Produktverantwortung koordiniert unsere globalen Aktivitäten, unter anderem mit erfahrungsaustausch und trainings. sie wertet die ergebnisse von Audits aus und leitet daraus handlungsvorschläge für die zukunft ab.

ziel 2015 Risikobewertung von Stoffen

Wir wollen alle Stoffe, die wir weltweit in Mengen von mehr als einer Tonne pro Jahr herstellen oder verkaufen, bis zum Jahr 2015 auf Basis einer Risikobewertung überprüfen.

unser ziel 2008 ist erreicht: die datensätze für stoffe, die wir in Mengen von mehr als einer tonne pro Jahr handhaben, liegen wie geplant vor. da sich unser Produktportfolio, etwa durch Akquisitionen und Innovationen, ständig wandelt, ergänzen wir weiter alle Informationen über neue stoffe und Produkte in unserer globalen datenbank. Mit unseren neuen Produktverantwortungszielen gehen wir über bisherige ziele deutlich hinaus: Wir wollen alle von uns in einer bestimmten Menge verkauften stoffe weltweit auf basis von Risikobewertungen überprüfen, die sich an den Vorgaben von ReACh orientieren. darüber hinaus wollen wir Produkte, die wir in diesem umfang pro Jahr verkaufen, auf die gleiche Art überprüfen – unabhängig vom Volumen der darin eingesetzten stoffe. damit gehen wir über gesetzliche Anforderungen weit hinaus.

globale richtlinie für produktverantwortung

Produktverantwortung ist mehr als nur eine Frage der sicherheit: sie ist wichtiger teil unseres Risikomanagements. unsere neue globale Richtlinie enthält mit weltweiten zielen unsere selbstverpflichtung zur Produktverantwortung. die Richtlinie legt unter anderem fest, dass wir die sicherheit unserer Produkte über die ganze Wertschöpfungskette hinweg bewerten. sie richtet sich weltweit an alle unsere operativen entscheidungsträger, die für die umsetzung der Richtlinie verantwortlich sind. das expertennetzwerk Produktsicherheit unterstützt sie bei dieser Aufgabe.

mehr zu produktverantwortung unter basf.com/produktverantwortung

ziel 2020 Risikobewertung von Produkten

Wir wollen alle Produkte, die wir weltweit in Mengen von mehr als einer Tonne pro Jahr verkaufen, bis zum Jahr 2020 auf Basis einer Risikobewertung überprüfen.

stand der umsetzung von reach

die Chemikalienverordnung der eu regelt die Registrierung, bewertung und zulassung von Chemikalien. bereits 2004 haben wir mit den Vorbereitungen dafür begonnen: In einer zentralen datenbank, dem ReAChtrackingsystem, können wir den status aller zu registrierenden stoffe nachvollziehen. In der Phase der Vorregistrierung, die zum 1. dezember 2008 endete, hat bAsF über 40.000 Vorregistrierungen für mehrere tausend stoffe eingereicht. dadurch vermeiden wir unterbrechungen bei der herstellung, Lieferung und Vermarktung von stoffen. Jetzt beginnt die erste stufe der Registrierung, die bis november 2010 abgeschlossen werden muss. In dieser Phase werden großvolumige stoffe über 1.000 tonnen, umweltgefährdende stoffe sowie stoffe mit krebserzeugender, erbgutverändernder und fortpflanzungsgefährdender Wirkung (CMRstoffe) registriert. bis zum Abschluss der Implementierung von ReACh im Jahr 2018 rechnen wir mit kosten in höhe von durchschnittlich 50 Millionen € pro Jahr.

ökologische und toxikologische prüfungen

bevor wir unsere Produkte auf den Markt bringen, unterziehen wir sie umfangreichen ökologischen und toxikologischen Prüfungen und melden sie bei den entsprechenden nationalen und internationalen behörden an. Für viele solcher Prüfungen sind tierversuche gesetzlich vorgeschrieben. durch ReACh werden noch mehr Informationen über die eigenschaften chemischer Produkte verlangt. dies wird zu einem Anstieg gesetzlich vorgeschriebener tierversuche führen. Wir fühlen uns den ethischen grundsätzen des tierschutzes verpflichtet und haben uns zum ziel gesetzt, zusätzlich zu intelligenten teststrategien auch Alternativmethoden zum tierversuch zu entwickeln und einzusetzen. bislang sind allerdings nur wenige tierversuchsfreie ersatzmethoden von den behörden anerkannt. bAsF setzt sie alle ein. seit über 20 Jahren arbeiten wir bei allen relevanten Forschungsvorhaben zur entwicklung von ersatzund ergänzungsmethoden zum tierversuch mit und bringen dabei erhebliche Ressourcen ein. so konnten wir die zahl eingesetzter tiere durch die kombination alternativer Methoden mit aussagekräftigeren studien und intelligenten Prüfstrategien deutlich senken.

mehr wissen über nanotechnologie

unsere standards für Produktverantwortung gelten für nanomaterialien wie für andere Produkte unseres Portfolios. Weil mehr Wissen noch mehr sicherheit bedeutet, beteiligen wir uns seit Jahren an der sicherheitsforschung für nanomaterialien. Mit den Fortschritten in der nanotechnologie gehen auch Fortschritte in der toxikologie einher, die eine noch umfassendere bewertung von nanomaterialien möglich machen werden. dazu führen wir toxikologische experimente durch und beteiligen uns an nationalen und internationalen Forschungsprojekten. die ergebnisse stellen wir zeitnah den experten auf symposien oder in Wissenschaftsjournalen zur Verfügung, aber auch der interessierten Öffentlichkeit. dazu haben wir 2008 eine Internetseite erstellt, auf der sämtliche ergebnisse unserer sicherheitsforschung veröffentlicht sind. Wir leisten damit einen beitrag zur öffentlichen und politischen debatte im sinne unseres Verhaltenskodex nanotechnologie.

mehr zur sicherheitsforschung unter basf.com/dialog-nanotechnologie/ sicherheitsforschung, mehr zu unserem nanotechnologie-dialog auf seite 32

was ist eine risikobewertung? umsetzung von reach

das Risiko eines stoffes bewerten wir aus der kombination seiner gefährlichen eigenschaften und der möglichen einwirkung auf Mensch und umwelt. Wir analysieren das gefährdungspotenzial eines stoffes auf grund der physikalischchemischen eigenschaften sowie der toxikologischen und ökotoxikologischen Wirkungen. Aus den Anwendungen leiten wir dann die zu erwartende einwirkung auf Mensch und umwelt ab.

  • Vorbereitungen auf ReACh seit 2004
  • Vorregistrierung endete zum 1. dezember 2008; bAsF hat mehr als 40.000 Vorregistrierungen eingereicht
  • start der ersten stufe der Registrierung, in der großvolumige stoffe, CMRstoffe und umweltgefährdende stoffe registriert werden
  • Jährliche kosten von durchschnittlich 50 Millionen € bis 2018

risikobericht risiken identifizieren, bewerten und minimieren

das risikomanagement der basf hat das ziel, risiken frühestmöglich zu identifizieren und zu bewerten, durch geeignete maßnahmen geschäftliche einbußen zu begrenzen und so eine bestandsgefährdung des unternehmens zu verhindern. dabei verstehen wir unter risiko jedes ereignis, das das erreichen unserer kurzfristigen operativen oder unserer langfristigen strategischen ziele negativ beeinflusst. als chancen definieren wir mögliche erfolge, die über unsere definierten ziele hinausgehen.

um effektivität und geschäftsnähe zu gewährleisten, ist unser Risikomanagement in die Planungs und Controllingprozesse integriert. Im Rahmen der Planung – von der kurzfristigen geschäftsplanung bis hin zur langfristigen strategischen Planung und Investitionsplanung – werden Chancen und Risiken auch quantitativ erfasst.

organisation, zuständigkeiten und instrumente

Regelmäßige Risikobetrachtungen werden durchgeführt von den einheiten:

  • Compliance
  • Corporate Controlling
  • environment, health & safety
  • Finance
  • global Procurement & Logistics
  • human Resources
  • Legal, taxes & Insurance
  • strategic Planning & Controlling
  • Corporate Audit

das zentrale Risikocontrolling ist Aufgabe der zentralbereiche strategic Planning & Controlling sowie Finance. der zentralbereich strategic Planning & Controlling stellt die erforderlichen Instrumente und das knowhow bereit, entwickelt die Methoden weiter und ist verantwortlich für die weltweite kommunikation. spezifische einzelrisiken der unternehmensbereiche, zentraleinheiten und kompetenzzentren sowie bAsFweite Risiken werden fortlaufend zentral erfasst, bewertet und verfolgt.

risikomanagementprozess

der Risikomanagementprozess umfasst die folgenden schritte:

identifikation von chancen und risiken

die Identifikation von Chancen und Risiken erfolgt als bottomupProzess, in dem wir unterschiedliche Instrumente einsetzen, die von experteninterviews bis zu teamansätzen reichen. hinzu kommen Markt, Wettbewerbs und umfeldanalysen sowie statistische bewertungen. Als basis dienen neben den internen und externen Risikoinformationsquellen makroökonomische szenarien, die wichtige Faktoren wie Industriewachstumsraten bewerten, sowie unser unternehmensweiter Risikokatalog, der als Checkliste dient und mit dem wir den Identifikationsprozess steuern.

beurteilung und quantifizierung

Chancen und Risiken werden – soweit möglich – über eine ergebnisauswirkung und eine eintrittswahrscheinlichkeit quantifiziert. Als bezugsbasis dient der jeweilige geschäftsplan. zusätzlich quantifizieren wir die Abhängigkeit der einzelnen geschäftsbereiche von makroökonomischen Faktoren, wie der entwicklung wesentlicher Abnehmerindustrien, Wechselkurse und Rohstoffpreise.

aggregation

Chancen und Risiken sowie die Abhängigkeit von makroökonomischen Faktoren werden auf unternehmensbereichs und gruppenebene aggregiert, um die bandbreite der möglichen ergebnisauswirkungen und deren Wahrscheinlichkeitsverteilung zu ermitteln. korrelationen

risikomanagement

strategie und ziel

  • Frühestmögliche Identifikation von Risiken
  • ergreifen von Maßnahmen zur begrenzung geschäftlicher einbußen
  • Vermeidung einer bestandsgefährdung des unternehmens

prozesse

  • Identifikation von Chancen und Risiken
  • beurteilung und Quantifizierung
  • Aggregation
  • steuerung und Maßnahmen

zwischen den einzelnen ereignissen und Faktoren sowie effekte durch die Weitergabe von Produkten innerhalb des Verbunds werden dabei berücksichtigt.

steuerung und maßnahmen

die steuerung von Chancen und Risiken sowie das ergreifen von Maßnahmen erfolgt auf ebene der unternehmensbereiche. Für bestimmte bAsFweit korrelierte Risiken erfolgen Maßnahmen auf bAsFgruppenebene. einzelheiten regeln unser Risikomanagementhandbuch und darauf aufbauende bereichsspezifische Regelungen.

die Risikosituation der bAsFgruppe wird regelmäßig sowie unmittelbar bei erreichen bestimmter Risikoschwellen an den Vorstand berichtet. Verantwortlich für das operative Risikomanagement sind die unternehmensbereiche, die kompetenzzentren und Regionalbereiche. strategische Chancen und Risiken werden in den Produktbereichs und Regionalstrategien quantitativ bewertet und mindestens einmal jährlich im Rahmen des strategischen Controllings aktualisiert. bei signifikanten änderungen der Chancenund Risikoexposition erfolgt eine unmittelbare Anpassung der bewertung. unser Risikomanagementprozess wird fortwährend weiterentwickelt und von der einheit Corporate Audit sowie im Rahmen der Jahresabschlussprüfung überprüft.

das interne kontrollsystem im hinblick auf die finanzberichterstattung

wesentliche merkmale: Im bereich Finance stellt die zentrale einheit Financial Reporting Compliance Methoden für eine strukturierte und gruppenweit einheitliche evaluierung des internen kontrollsystems in der Finanzberichterstattung zur Verfügung.

die für die bAsFgruppe wesentlichen Risiken in bezug auf ein intaktes kontrollumfeld sowie eine ordnungsgemäße Finanzberichterstattung sind in einem Risikokatalog erfasst. dieser wird jährlich überprüft und aktualisiert.

In einem zentralen Auswahlprozess werden gesellschaften und einheiten bestimmt, die besonderen Risiken ausgesetzt sind beziehungsweise größere bedeutung für den konzernabschluss der bAsFgruppe haben oder serviceprozesse bereitstellen. Alle bedeutenden bAsFstandorte, Regionen und unternehmensbereiche sind abgedeckt. Über die zusammensetzung wird jährlich neu entschieden. In den gesellschaften und einheiten wird ein Verantwortlicher benannt, der die durchführung der folgenden schritte koordiniert und überwacht:

jährlicher evaluierungsprozess: dieser umfasst die folgenden schritte:

evaluierung des kontrollumfelds

die einhaltung von internen und externen Richtlinien, die Relevanz für den Rechnungslegungsprozess haben, wird durch die beantwortung eines einheitlichen Fragebogens überprüft. die beurteilung erfolgt durch die jeweils verantwortlichen Führungskräfte auf basis von stichproben.

identifikation der kontrollaktivitäten

um den in unserem zentralen Risikokatalog aufgeführten Risiken der Finanzberichterstattungsprozesse zu begegnen, werden entsprechende kontrollaktivitäten ausgeführt. sie werden von den größten gesellschaften sowie von gesellschaften mit besonderen Risiken in einem globalen Itsystem dokumentiert.

beurteilung der kontrollaktivitäten nach der dokumentation erfolgt eine Überprüfung, ob die beschriebenen kontrollen geeignet sind, den Risiken adäquat zu begegnen. In der anschließenden testphase wird mit stichproben überprüft, ob die kontrollen in der Praxis wirksam waren.

einheit "strategic planning & controlling"

  • umsetzung der standards des Risikomanagements
  • Weltweite kommunikation mit den operativen einheiten, zentralbereichen, kompetenzzentren und Regionalbereichen
  • koordination der konzernweiten erfassung und bewertung relevanter Risiken
  • bereitstellung von knowhow und erforderlichen Instrumenten

internes kontrollsystem in der finanzberichterstattung

  • zentrale einheit Financial Reporting Compliance
  • evaluierung des internen kontrollsystems in der Finanzberichterstattung auf basis des zentralen Risikokatalogs
  • Auswahl von gesellschaften/einheiten in hinsicht auf Risiken, bedeutung für den konzernabschluss oder bereitstellung von serviceprozessen
  • durchführung und Überwachung der einzelnen schritte durch die gesellschaften/einheiten

monitoring der kontrollschwächen

Identifizierte kontrollschwächen sowie deren Abstellung werden dem Management berichtet und von einem interdisziplinären komitee auf ihre bedeutung für die bAsFgruppe untersucht. bei der Feststellung von kontrollschwächen mit einem wesentlichen einfluss auf die Finanzberichterstattung wird der Vorstand informiert.

interne bestätigung des internen kontrollsystems die verantwortlichen geschäfts und Finanzleiter der konsolidierten gruppengesellschaften bestätigen gegenüber dem Vorstand der bAsFgruppe am ende des jährlichen zyklus die effektivität des internen kontrollsystems in bezug auf die Rechnungslegung und die ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattung.

risiken aus dem operativen geschäft

entwicklung der absatzmärkte: Für bAsF als wichtigen Partner vieler Industrien stellen nachfrageveränderungen naturgemäß Chancen und Risiken dar.

Für 2009 erwarten wir eine schwächere konjunktur infolge der weltweiten Finanzkrise. Von einem Rückgang der nachfrage wichtiger Abnehmerindustrien, wie der bauund der Automobilindustrie, und stärkerem Wettbewerb in den Absatzmärkten sind einige unternehmensbereiche direkt betroffen. Auf andere unternehmensbereiche wirkt sich dies indirekt über ein geringeres Wachstum der nachfrage nach chemischen grundprodukten aus.

die Margen von Commodities, wie beispielsweise in den geschäften mit kunststoffen, werden besonders durch den produktspezifischen zyklus von Angebot und nachfrage am Markt bestimmt.

Auf grund des Rohstoffkostenvorteils findet derzeit im nahen osten ein deutlicher kapazitätsaufbau für basischemikalien wie ethylen und Propylen statt. es besteht außerdem das Risiko, dass der bedarf der zielmärkte

langsamer wächst und es in der Folge global zu einem Verfall der Margen kommt.

diese Risiken verringern wir im bAsFVerbund durch unsere diversifizierung. Produktspezifisch steuern wir neubau und erweiterung von Anlagen gemäß dem erwarteten bedarf und terminieren wartungsbedingte Abstellungen entsprechend. Wir devestieren geschäfte, bei denen wir langfristig keine ausreichenden Möglichkeiten sehen, uns von unseren Wettbewerbern zu differenzieren.

zu einem marktseitigen nachfragerückgang können aus der Finanzkrise entstehende finanzielle schwierigkeiten und die Insolvenz von kunden beitragen.

mehr zur identifikation und bewertung solcher risiken im abschnitt "ausfallrisiken"

dem wirtschaftlichen Abschwung tragen wir in unserer Planung Rechnung. Chancen und Risiken aus einer Marktentwicklung über oder unter unseren erwartungen werden quantitativ bewertet. die mögliche bandbreite der positiven und negativen Planabweichungen wird über eine Wahrscheinlichkeitsverteilung auf bereichs und gruppenebene erfasst. die möglichen Abweichungen vom Plan können erheblich sein, werden aber auf ebene der bAsFgruppe durch den hohen grad an diversifizierung gemindert.

den Risiken begegnen wir soweit möglich durch operative Maßnahmen: zum beispiel durch eine enge zusammenarbeit mit kunden und durch die optimale steuerung unserer Produktion. die Auswirkungen von Risiken, die sich aus der gegenwärtigen gesamtwirtschaftlichen situation ergeben, mindern wir durch ein kurzfristig gesteuertes krisenmanagement. so reagieren wir auf die nachlassende nachfrage weltweit mit einer Anpassung der Anlagenauslastung sowie dem Vorziehen wartungsbedingter Abstellungen. ein weiterer Aspekt eines ausgeglichenen Chancenund Risikomanagements ist, dafür zu sorgen, dass wir

kontrollaktivitäten im rechnungslegungsprozess

  • evaluierung des kontrollumfelds
  • Identifikation der kontrollaktivitäten
  • beurteilung der kontrollaktivitäten
  • Monitoring der kontrollschwächen
  • Interne bestätigung der effektivität des internen kontrollsystems

risiken aus dem operativen geschäft

  • entwicklung der Absatzmärkte
  • Verfügbarkeit und Preisvolatilität von Rohstoffen
  • technische Risiken

auf einen möglichen Aufschwung vorbereitet sind, um die bedürfnisse unserer kunden optimal bedienen zu können.

hinzu kommen langfristige strategische Maßnahmen wie die internationale Ausrichtung, die kontinuierliche entwicklung innovativer Produkte und systeme und ein aktives Portfoliomanagement. Im Mittelpunkt steht hierbei eine kontinuierliche Forschung und entwicklung. zudem gestalten wir unser Portfolio durch interne optimierungsmaßnahmen und nicht zuletzt durch Akquisitionen, mit denen wir unsere Position in verschiedenen spezialitätensegmenten ausbauen.

verfügbarkeit und preisvolatilität von rohstoffen:

Verfügbarkeit und Preisvolatilität von einsatzstoffen, insbesondere von erdölbasierten Chemikalien und edelmetallen, stellen für bAsF Risiken und Chancen dar. Risiken hinsichtlich der Verfügbarkeit von Rohstoffen sehen wir derzeit nicht. das Risiko des Ausfalls einzelner Lieferanten ist jedoch im gegenwärtigen wirtschaftlichen umfeld gestiegen. diese Risiken mindern wir durch ein breites Portfolio, unsere weltweiten einkaufsaktivitäten sowie optimierte Verfahren zum kauf zusätzlicher Rohstoffe auf den spotmärkten. Wir vermeiden es – soweit möglich – bestimmte Rohstoffe von einem einzigen Lieferanten zu beziehen. Wo dies nicht möglich ist, versuchen wir, Wettbewerb zu schaffen, oder gehen diese beziehungen bewusst ein und bewerten die Auswirkung möglicher Ausfälle. Wir beobachten kontinuierlich die bonität wichtiger geschäftspartner – kunden wie Lieferanten. entsprechend gehen wir auch beim einkauf von dienstleistungen in den bereichen Logistik und technik vor.

mehr zur identifikation und bewertung solcher risiken im abschnitt "ausfallrisiken"

Wir gehen davon aus, dass die Volatilität von Rohstoffpreisen in zukunft über dem historischen niveau liegen wird.

die einflüsse der Rohstoffpreisvolatilitäten und sich ändernder Preiserwartungen werden aktuell unter berücksichtigung der Wertschöpfungsketten im bAsFVerbund abgebildet, um entsprechende steuerungsmaßnahmen einzuleiten. unsere Abhängigkeit vom Ölpreis verringern wir durch den beitrag unseres Ölundgasgeschäfts. darüber hinaus mindern wir kostenrisiken durch Warenderivate. diese Maßnahmen dienen der Margensicherung, wenn stark steigende Rohstoffkosten erwartet werden, die nicht oder nur begrenzt über die Preise unserer Produkte weitergegeben werden können. bei gegenläufiger Rohstoffpreisentwicklung können Aufwendungen entstehen.

technische risiken: die gewährleistung von Qualität und Verfügbarkeit unserer Produkte kann unvorhergesehene technische Maßnahmen erfordern. darüber hinaus besteht das Risiko, dass wir aus sicherheitsgründen oder wegen technischer Probleme Anlagen ungeplant abstellen müssen. diese Risiken minimieren wir durch die ständige Verbesserung von Anlagen und Verfahren sowie unseren weltweiten Produktionsverbund.

finanzwirtschaftliche risiken

das Management von Währungs und zinsrisiken erfolgt in der Abteilung treasury, das Management von Warenpreisrisiken im kompetenzzentrum global Procurement & Logistics der konzernzentrale oder in dazu ermächtigten gruppengesellschaften. Für den umgang mit finanzwirtschaftlichen Risiken bestehen detaillierte Richtlinien und Vorgaben, die unter anderem eine Funktionstrennung von handel und Abwicklung vorsehen.

volatilität von wechselkursen: Risiken bestehen für die globalen Märkte in einer Verschiebung der Wechselkursparitäten. Auf der Produktionsseite begegnen wir Wechselkursrisiken durch unsere lokalen Produktionsstandorte.

entwicklung der absatzmärkte

  • Risiken für das Jahr 2009 durch konjunkturrückgang im zuge der Finanzkrise
  • Potenzielle Planabweichungen durch hohen grad an diversifizierung gemindert
  • enge zusammenarbeit mit den kunden und optimale steuerung unserer Produktion als operative Maßnahmen

verfügbarkeit und preisvolatilität von rohstoffen

  • teilweise kompensation der ergebnisauswirkungen von schwankungen der Rohstoffpreise durch unsere Aktivitäten in exploration und Förderung von Öl und gas
  • einsatz von Warenderivaten zur Absicherung gegen steigende Rohstoffkosten
  • Risikominderung durch diversifizierung unseres Portfolios

Marktseitig besteht aber ein Risiko durch unsere Abnehmerbranchen.

Finanzwirtschaftliche Währungsrisiken resultieren aus der umrechnung zum stichtagskurs in die funktionale Währung der jeweiligen gruppengesellschaft bei Forderungen, Verbindlichkeiten und sonstigen monetären Posten im sinne von IAs 21. des Weiteren berücksichtigen wir in unserem finanzwirtschaftlichen Währungsrisikomanagement geplante einkaufs und umsatztransaktionen in fremder Währung. diese Risiken werden durch derivative Instrumente abgesichert.

zinsänderungsrisiken: zinsänderungsrisiken bestehen auf grund potenzieller änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer änderung des beizulegenden zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu zinszahlungsschwankungen führen. zur Absicherung werden zinsswaps und kombinierte zins/Währungsderivate abgeschlossen.

risiken aus metall- und rohstoffhandel: bAsF setzt im Rahmen des katalysatorengeschäfts Warenderivate auf basis und edelmetalle ein und handelt für dritte und im eigenen namen mit diesen Metallen. des Weiteren nutzen wir unsere kenntnisse der Märkte für erdöl und Ölprodukte, um im handel mit Rohstoffen innerhalb festgelegter Limits und exposuregrenzen erträge zu erwirtschaften. diese Aktivitäten unterliegen einer ständigen kontrolle.

liquiditätsrisiken: Risiken aus schwankungen der zahlungsströme erkennen wir frühzeitig im Rahmen unserer Liquiditätsplanung. die derzeit erhöhten unsicherheiten berücksichtigen wir durch zusätzliche Risikoszenarien sowie kurzfristige Aktualisierung unserer Liquiditätsplanung, um bei bedarf umgehend entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.

Wir begeben langfristige Anleihen, um die Risiken der Refinanzierung zu reduzieren. In Verbindung mit bankkrediten finanzieren wir damit das Wachstum der bAsFgruppe. Im Laufe der aktuellen Finanz und Wirtschaftskrise ist das emittieren von Anleihen deutlich schwieriger und mit höheren kosten verbunden als in den Jahren zuvor. Auf grund unserer guten Ratings, des laufenden CommercialPaper-Programms sowie von banken verbindlich zugesagter kreditlinien haben wir jedoch zugang zu umfangreichen liquiden Mitteln. das CommercialPaperProgramm stellt für bAsF auch in der Finanzkrise eine verlässliche Quelle für Liquidität dar.

ausfallrisiken: Länderrisiken begrenzen wir durch interne Länderratings, die fortlaufend an die sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst werden. Als hauptinstrumente zur Absicherung gegen spezifische Länderrisiken setzen wir Ausfuhrkreditversicherungen und Investitionsgarantien ein.

kreditrisiken für unsere geldanlagen mindern wir, indem wir nur transaktionen im Rahmen festgelegter Limits mit geschäftspartnern und banken guter bonität tätigen. Auch der zahlungsverkehr wird über solche banken abgewickelt. Vor dem hintergrund der aktuellen Wirtschaftskrise überprüfen wir die bonität unserer Partnerbanken fortlaufend. Ausfallrisiken für den Forderungsbestand reduzieren wir, indem die bonität und das zahlungsverhalten der kunden ständig überwacht und entsprechende kreditlimits festgelegt werden. zudem werden Risiken durch kreditversicherungen und bankgarantien begrenzt.

mehr zu finanzwirtschaftlichen risiken im anhang zum konzernabschluss, anhangsangabe 26, "finanzwirtschaftliche risiken und derivative finanzinstrumente", ab seite 212

  • Währungs und zinsänderungsrisiken
  • Risiken aus Metall und Rohstoffhandel
  • Liquiditätsrisiken
  • bonitäts und Ausfallrisiken
  • Pensionsverpflichtungen

finanzwirtschaftliche risiken volatilität von wechselkursen

  • Risiko eines zunehmenden ungleichgewichts der Wechselkurse
  • steuerung auf Produktionsseite durch lokale standorte
  • steuerung auf der Marktseite durch derivative Instrumente

pensionsverpflichtungen: betriebliche Pensionszusagen finanzieren wir überwiegend extern durch gesonderte Pensionsvermögen. dies betrifft neben den Pensionsplänen unserer gruppengesellschaften in nordamerika insbesondere die bAsF Pensionskasse VVag und die bAsF Pensionstreuhand e.V. in deutschland. Risiken einer unterdeckung der Altersversorgungssysteme durch marktbedingte Wertschwankungen der Vermögensanlagen begegnen wir durch speziell auf die jeweilige struktur der Pensionsverpflichtungen ausgerichtete ertrags und risikooptimierte Anlagestrategien. Im Rahmen der Portfolioanalysen werden hierbei auch stressszenarien simuliert. die laufende Überprüfung der Anlagestrategien wurde im zuge der Finanz und Wirtschaftskrise weiter intensiviert. Außerdem werden den Mitarbeitern zunehmend beitragsorientierte Pläne angeboten.

regulatorische und politische risiken

Am 1. Juni 2007 trat die neue europäische Chemikalienverordnung ReACh in kraft, mit der neue Regelungen für die Registrierung, bewertung und zulassung chemischer substanzen eingeführt wurden. bAsF ist durch ihre vernetzte Aufstellung und ihr umfangreiches Produktportfolio eines der weltweit am stärksten betroffenen unternehmen. bAsF ist sich der Anforderungen bewusst und hat bereits 2004 mit der Vorbereitung auf ReACh begonnen. unter ReACh wird bAsF mehrere tausend stoffe registrieren lassen. bis zum Abschluss der Vorregistrierphase am 1. dezember 2008 haben wir mehr als 40.000 Vorregistrierungen bei der eChA (european Chemicals Agency) in helsinki/Finnland eingereicht. bis zum Abschluss der Implementierung im Jahr 2018 rechnen wir mit Aufwendungen in höhe von durchschnittlich 50 Millionen € pro Jahr. trotz guter Vorbereitung und Planung besteht weiterhin das Risiko, dass unsere europäischen kunden und wir durch die kostenintensiven test und Registrierungsverfahren gegenüber außereuropäischen Wettbewerbern benachteiligt werden.

Im Rahmen des euemissionshandels wurden der bAsFgruppe in der zweiten handelsperiode von 2008 bis 2012 emissionszertifikate zugeteilt. bAsF erwartet gegenwärtig für die europäische gruppe insgesamt in dieser zweiten handelsperiode keine unterdeckung an zertifikaten.

die konkrete Ausgestaltung des europäischen emissionshandels ab 2013 ist noch unklar. nach den vorliegenden eubeschlüssen werden jedoch große teile der chemischen Industrie in das handelssystem einbezogen. Weitgehend offen ist noch, welche Anteile der benötigten zertifikate für die einzelnen Anlagen kostenpflichtig sein werden. besonders effiziente Chemieanlagen werden voraussichtlich weitgehend kostenlose zertifikate erhalten. Je nach endgültiger Ausgestaltung der Ausführungsbestimmungen wird der zukaufsbedarf für bAsF mehrere Millionen zertifikate jährlich betragen. die finale Ausgestaltung wird aber auch Auswirkungen auf den Co2 zertifikatspreis an der börse und damit auf unsere kostenposition und globale Wettbewerbssituation insgesamt haben.

Risiken gehen weiterhin von einer Verschärfung geopolitischer spannungen und einer destabilisierung derzeit politisch stabiler systeme aus.

weitere risikofelder

fach- und führungskräftenachwuchs: unser ziel ist es, das beste team der Industrie zu bilden. dabei sind wir uns der herausforderungen durch den demografischen Wandel und den internationalen Wettbewerb um hochqualifizierte Fach und Führungskräfte bewusst. durch attraktive Angebote und Leistungen stellen wir uns dem globalen Wettbewerb um spitzenkräfte. Wir haben regionale Projekte zur Analyse lokaler Arbeitsmärkte und für eine mittel bis langfristige Rekrutierungsplanung initiiert. eines der zentralen Programme ist "generations@Work". Wichtiges element ist eine nachhaltige Personalpolitik, die auf die einstellung qualifizierten nachwuchses und dessen kontinuierliche

regulatorische risiken: reach

    1. Juni 2007: neue europäische Chemikalienverordnung ReACh; Regelungen für die Registrierung, bewertung und zulassung chemischer substanzen
  • einreichung von mehr als 40.000 Vorregistrierungen bei der european Chemicals Agency in helsinki/Finnland bis 1. dezember 2008
  • durchschnittlich jährliche Aufwendungen in höhe von rund 50 Millionen € bis zum Abschluss der Implementierung im Jahr 2018

Aus und Weiterbildung setzt. Auch Angebote zur Vereinbarkeit von beruf und Familie leisten einen wesentlichen beitrag.

mehr zu "generations@work" im kapitel "mitarbeiter" auf seite 90

forschung und entwicklung; exploration: Wegen der hohen komplexität und unsicherheit chemischer und biologischer Forschung besteht das Risiko, dass Projekte nicht fortgeführt werden oder dass für entwickelte Produkte die zulassung zur Vermarktung nicht erteilt wird. dieses Risiko mindern wir durch unseren weltweiten Wissensverbund, die zusammenarbeit mit Partnern und kunden sowie durch unseren Innovationsprozess, bei dem effizienz, erfolgschancen und Rahmenbedingungen der Forschungsprojekte fortlaufend überprüft werden. einen wesentlichen beitrag zum langfristigen strategischen Risikomanagement leistet der Abgleich der strategischen ziele und des Forschungsportfolios als teil der strategischen Planung und des strategischen Controllings. Auch in der Öl und gasexploration bestehen Chancen und Risiken. die suche nach neuen erdöl und erdgasreserven ist abhängig von geologischen Voraussetzungen. durch ein ausgewogenes explorationsportfolio mindern wir das Risiko.

nachhaltigkeit: bAsF bekennt sich dazu, wirtschaftlichen erfolg mit dem schutz der umwelt sowie gesellschaftlich verantwortungsvollem handeln zu verbinden. Verstöße gegen unsere selbstverpflichtungen im Rahmen der nachhaltigkeit oder gegen gesetze stellen ein Reputationsrisiko dar und können zu operativen und strategischen Risiken führen. um Risiken und Chancen aus nachhaltigkeitsaspekten frühzeitig zu erkennen, haben wir ein diesbezügliches globales Managementsystem eingeführt. die ergebnisse werden dazu genutzt, Veränderungsprozesse im unternehmen anzustoßen, um auf etwaige Risiken vorbereitet zu sein und Chancen entsprechend nutzen zu können. um das

einhalten von gesetzen und unserer selbstverpflichtungen in den bereichen umwelt, sicherheit und gesundheit sowie Arbeits und sozialstandards zu überprüfen, haben wir globale Monitoringsysteme etabliert. diese beziehen unternehmensübergreifend auch unsere Lieferkette mit ein. Wir stehen im kontinuierlichen Austausch mit relevanten Interessensvertretern, um die gesellschaftliche Akzeptanz unserer geschäftsaktivitäten sicherzustellen.

mehr zu den monitoring-instrumenten im kapitel "nachhaltigkeitsmanagement" ab seite 28

akquisitions- und investitionsentscheidungen: Akquisitions und Investitionsentscheidungen beinhalten in ihrer umsetzung komplexe Risiken. die bewertung von Risiken und Chancen spielt bereits bei der Prüfung potenzieller Akquisitionsziele eine wesentliche Rolle. detailliert werden Chancen und Risiken im Rahmen der due diligence analysiert und quantifiziert. Risiken und Chancen stehen unmittelbar im zusammenhang mit der Akquisition und Integration, beispielsweise erhöhte Personalfluktuation, eine bessere oder schlechtere Realisierung von synergien oder die Übernahme im Vorfeld nicht exakt quantifizierbarer Verpflichtungen. umsetzung und nachkontrolle erfolgen deshalb nach festgelegten Prozessen. naturgemäß unterliegen die akquirierten geschäfte den allgemeinen Marktrisiken und geschäftsspezifischen Risiken. deshalb werden akquirierte geschäfte zeitnah in den bAsFRisikomanagementProzess integriert. dies geschieht unter berücksichtigung geschäftsspezifischer Risikofelder.

informationstechnologie: um mögliche Risiken zu reduzieren, verfügt bAsF über integrierte, gruppenweit standardisierte ItInfrastrukturen und Anwendungen, backupsysteme, spiegeldatenbanken, Viren und zugangsschutz sowie Verschlüsselungssysteme. Risikomanagement erfolgt dabei über einheitliche Regeln bei

weitere risikofelder

  • Fach und Führungskräftenachwuchs
  • Forschung und entwicklung; exploration
  • nachhaltigkeit
  • Akquisitions und Investitionsentscheidungen
  • Informationstechnologie
  • Patente und geistige eigentumsrechte
  • sicherheit
  • Rechts oder gesetzesverletzungen

organisation und Anwendung sowie ein darauf aufbauendes internes kontrollsystem.

patente und geistige eigentumsrechte: die Abteilung global Intellectual Property der bAsF se überwacht zusammen mit den entsprechenden einheiten der bAsF Corporation, usA, und der bAsF Coatings, Münster, die gesamten geistigen eigentumsrechte der bAsF. zugleich streben wir durch umfangreiche Abgrenzungsrecherchen an, Patent und Lizenzkonflikte weitestgehend zu vermeiden.

sicherheit: Vorkehrungen zum schutz der bAsF vor weltweiten sicherheitsrisiken trifft die Abteilung Corporate security, die über ihr gruppenweites netzwerk in engem kontakt mit den lokalen sicherheitsbehörden steht.

rechts- oder gesetzesverletzungen: Risiken aus möglichen Rechts oder gesetzesverletzungen begrenzen wir durch ComplianceProgramme, rechtliche schulungsmaßnahmen und ein zentrales Vertragsmanagement.

gesamtbewertung

unsere Planung trägt einem deutlich geringeren Wirtschaftswachstum Rechnung. Prognosen sind derzeit außerordentlich schwierig. dies ist im Wesentlichen auf die höhere Volatilität von Rohstoffpreisen wie auch auf die unsicherheit hinsichtlich der gesamtkonjunktur und der entwicklung wichtiger Abnehmerindustrien zurückzuführen. Im Jahr 2008 sind ereignisse eingetreten, denen wir geringe eintrittswahrscheinlichkeiten beigemessen hatten: Weltweit wären die kreditmärkte beinahe zusammengebrochen, und der Ölpreis ist stark gestiegen und anschließend dramatisch zurückgegangen. die möglichen Folgen weiterer negativer entwicklungen wären erheblich gravierender als in den vergangenen Jahren. trotzdem bestehen nach unserer einschätzung gegenwärtig keine wesentlichen einzelrisiken, die den Fortbestand der bAsFgruppe gefährden. dasselbe gilt für die summe der einzelnen Risiken.

wesentliche chancen- und risikofelder

bewertung
entwicklung der konjunktur und der Absatz hoher beitrag zur
märkte gesamtvolatilität
Verfügbarkeit und Preisvolatilität von hoher beitrag zur
Rohstoffen gesamtvolatilität
Volatilität von Wechselkursen Mittlerer beitrag zur
gesamtvolatilität
Übrige finanzwirtschaftliche Risiken geringer beitrag zur
gesamtvolatilität
Regulatorische und politische Risiken Langfristige Auswirkungen,
strategische bedeutung
spezifische Chancen und Risiken der Mittlerer beitrag; hohe
einzelnen bereiche diversifizierung
Weitere Risikofelder Langfristige Auswirkungen,
(Personal, F+e, It, Akquisitionen u.a.) strategische bedeutung

gesamtbewertung

  • Vorhersagen derzeit mit großen unsicherheiten behaftet
  • unsicherheit hinsichtlich des Wachstums der gesamtkonjunktur und wichtiger Abnehmerindustrien
  • 2009: niedrigeres Wachstum in der Planung berücksichtigt

wirtschaftliche rahmenbedingungen

die weltwirtschaft verzeichnet die stärkste krise der nachkriegszeit, deren auswirkungen auch das jahr 2009 prägen werden. wir erwarten eine rezession mit einem rückgang des globalen bruttoinlandsprodukts (–0,3%). in den industrieländern geht das wirtschaftswachstum besonders markant zurück (–1,6%). frühindikatoren signalisieren, dass die produktion mindestens bis in das zweite quartal hinein rückläufig sein wird. für das jahr 2010 rechnen wir mit einer moderaten erholung. erst ab dem jahr 2011 ist mit einer annäherung an das normalwachstum von über +3% zu rechnen. allerdings ist derzeit jede vorhersage mit größten unsicherheiten behaftet.

Infolge der krise auf dem Finanzmarkt und in weiten teilen der Industrie wird in europa mit einem schwierigen ersten halbjahr gerechnet. das Wirtschaftswachstum wird 2009 trotz einer leichten Aufhellung im zweiten halbjahr sinken (–1,5%). In großbritannien und spanien werden die bauinvestitionen vor allem im Wohnungsbausektor im zuge der Rezession schrumpfen. europaweit stark rückläufig ist auch die Automobilindustrie. In deutschland, benelux und anderen Ländern mit hoher exportabhängigkeit ist mit einem deutlichen Rückgang der exporte zu rechnen. die angekündigten konjunkturprogramme werden die

ausblick zum bruttoinlandsprodukt 2009
Reale Veränderung gegenüber Vorjahr
0% 3% 6%
Welt –0,3
eu –1,5
usA –2,0
Asien ohne Japan 4,5
Japan –1,5
südamerika 2,3

Auftriebskräfte etwas stützen. Mittelfristig erwarten wir ein leichtes Wirtschaftswachstum (+0,4%).

In den usa rechnen wir für 2009 mit einem Rückgang des bruttoinlandsprodukts (–2,0%). dies liegt an der weiter stark abnehmenden Inlandsnachfrage sowie an rückläufigen Investitionen im Wohnungsbau. Auch das Wachstum des privaten konsums wird wegen negativer Vermögenseffekte sowie abnehmender beschäftigung zurückgehen. die neue usRegierung hat massive konjunkturstützungen im Volumen von fast 900 Milliarden us\$ in den nächsten beiden Jahren geplant. Wegen anhaltend schwieriger Marktbedingungen erwarten wir mittelfristig ein geringes Wirtschaftswachstum (+0,9%).

In asien (ohne japan) wird das Wachstum vor allem durch die Rezession der wichtigsten exportmärkte usA, eu und Japan beeinträchtigt. der Rückgang betrifft besonders die AseAnLänder sowie China und taiwan. die private konsumnachfrage und die solide bauaktivität stützen jedoch das Wirtschaftswachstum 2009 (+4,5%). Mittelfristig wird ein robustes Wachstum erwartet (+5,7%).

In japan rechnen wir für 2009 mit einem Rückgang des bruttoinlandsprodukts (–1,5%). die aktuelle Finanzkrise trifft Japan vor allem indirekt über die starke Aufwertung des Yen gegenüber dem usdollar. sowohl die japanische Inlandsnachfrage als auch der export werden sich weiter

durchschnittliche reale jährliche Veränderung
0%
3% 6%
Welt 1,7
eu 0,4
usA 0,9
Asien ohne Japan 5,7
Japan 0,2
südamerika 3,0

für das jahr 2009 gehen wir von den folgenden rahmenbedingungen aus:

  • Rückgang des globalen bruttoinlandsprodukts (–0,3%)
  • Im ersten halbjahr anhaltend kritische Lage in den usA und vielen Ländern europas und Japan infolge der kreditkrise
  • Leicht verbessertes Wirtschaftsklima im spätherbst durch fiskalische Impulse, niedrige Inflation und energiepreise sowie gestärktes Vertrauen
  • Im Jahresverlauf 2009 krisenbedingte niedrigzinsen in den usA und in europa
  • usdollarWechselkurs von durchschnittlich 1,30 us\$ pro euro
  • Anhaltend niedriger Ölpreis von im Jahresdurchschnitt 50 us\$/barrel

abschwächen. Parallel zu dieser entwicklung lässt die Investitionsbereitschaft der unternehmen nach. Mittelfristig wird mit einem Wachstum nahe null gerechnet.

das Wachstum des bruttoinlandsprodukts in südamerika wird 2009 absinken (+2,3%). der Verfall der Rohstoffpreise wird vor allem Venezuela und brasilien treffen. trotz der zinsanhebungen in brasilien und Argentinien gehen wir von einer weiterhin soliden binnenkonjunktur aus. der trend zur Renationalisierung in einigen teilen südamerikas erschwert es, langfristige Investitionen zu tätigen. Mittelfristig wird das bruttoinlandsprodukt etwas stärker wachsen (+3,0%).

aussichten wichtiger abnehmerbranchen

die Industrie wird im zuge der Wirtschaftskrise weltweit stärker schrumpfen als das bruttoinlandsprodukt (–2,9%). besonders in den Industrieländern wird die Produktion deutlich zurückgehen, aber auch in den asiatischen Ländern wird ein geringeres Wachstum erwartet.

In der automobilindustrie wird die Produktion stückzahlmäßig massiv sinken. erwartet wird ein einbruch vergleichbar mit dem Rückgang nach der ersten Ölpreiskrise 1974. besonders die usA und europa werden hiervon betroffen sein.

die globale Produktion in der bauindustrie wird 2009 leicht sinken, wobei der Rückgang vom ehemals stark spekulativ getriebenen Wohnungsmarkt in den usA, in großbritannien und in spanien geprägt ist. das Wachstum der bauaktivität außerhalb der Industrieländer ist gedämpft.

In der elektroindustrie wird das globale Wachstum 2009 voraussichtlich negativ sein. sowohl die Investitionsgüternachfrage als auch die konsumgüternachfrage nach haushaltsgeräten lassen nach.

In der informations- und kommunikationsindustrie (ict) wird die bisher hohe Wachstumsdynamik sehr stark abnehmen. In den usA und in Japan wird die Produktion sinken, unter anderem wegen rückläufiger Ausrüstungsinvestitionen in der Finanzbranche und der produzierenden Industrie.

die Produktion in der papierindustrie wird weltweit zurückgehen und dabei in den Industrieländern besonders stark einbrechen.

die textilindustrie wird nur noch leicht wachsen. In den entwicklungsländern, die die Mehrheit der globalen Produktion stellen, wird das Wachstum deutlich abflachen, in den Industrieländern voraussichtlich weiter einbrechen.

Für die Produktion der landwirtschaft sowie der nahrungsmittelindustrie wird 2009 ein weitgehend stabiles Wachstum erwartet.

aussichten wichtiger abnehmerbranchen für 2009: weltweiter einbruch der industrieproduktion um –2,9%

  • Automobilindustrie: Massiver einbruch besonders in den usA und in europa
  • bauindustrie: Leichter Rückgang im zuge der Wohnungsmarktkrise in den usA, in großbritannien und spanien
  • elektroindustrie: negatives Wachstum auf grund nachlassender Investitionsgüter und konsumgüternachfrage
  • Informations und kommunikationsindustrie (ICt): stark rückläufige Wachstumsdynamik besonders in den usA und in Japan
  • Papierindustrie: starker Rückgang vor allem in den Industrieländern
  • textilindustrie: nur noch leichtes Wachstum, einbruch in den Industrieländern
  • Landwirtschaft und nahrungsmittelindustrie: stabiles Wachstum

aussichten der chemischen industrie

Infolge der starken Verflechtung mit den krisenbranchen Auto und bau wird die chemische Industrie weltweit durch die Rezession stark getroffen. Wir erwarten für 2009 einen Rückgang der Chemieproduktion (ohne Pharma) (–2,0%). Mittelfristig gehen wir von einem leichten Wachstum aus (+1,5%).

In europa rechnen wir wegen des schlechten geschäftsklimas und partieller stilllegungen von Produktionskapazitäten mit einem Produktionsrückgang (–4,7%). Faktoren sind einerseits die Rückgänge in der bau und Autoindustrie, andererseits der Lagerabbau in vielen Abnehmerbranchen. Auch der nettoexport nach Übersee geht zurück. eine moderate belebung wird erst ab 2010 prognostiziert (+1%).

In den usa wird die Chemieproduktion durch die einbrechende Inlandsnachfrage auch im Jahr 2009 sinken (–5,6%). die branchenspezifische konjunktur wird sich erst im zweiten halbjahr etwas erholen – vorausgesetzt, die bau und die Automobilbranche stabilisieren sich und die kundenindustrien bauen ihre Läger wieder auf. die Produktion wird auch im Jahr 2010 nur geringfügig ansteigen (+1,2%) und sich erst ab 2011 normalisieren.

Wir erwarten für asien (ohne japan) eine deutliche Abschwächung der Chemiekonjunktur (+2,4%). Parallel dazu verlangsamt sich die Industrieproduktion erheblich.

Chinas Chemiewachstum vermindert sich deutlich, bleibt aber im internationalen Vergleich stark (+6,1%). bedeutende chemieintensive Abnehmerindustrien wie Auto, elektro, haushaltswaren und spielzeuge werden die Produktion reduzieren. Auch vom export in die Industrieländer und vom handel innerhalb Asiens bleiben die früheren starken Impulse aus. Mittelfristig erwarten wir ein durchschnittlich stärkeres Wachstum (+5,2%).

In japan sinkt die Chemieproduktion im Jahr 2009 (–5,4%). die Abschwächung wird sowohl durch den abflauenden binnenmarkt als auch durch den exporteinbruch verursacht.

unsere Prognose für die Chemieproduktion in südamerika haben wir reduziert (+1,4%). die realwirtschaftlichen effekte der globalen Finanzkrise sind indirekt spürbar, da auch hier die exporte der großen Abnehmerbranchen negativ betroffen sind. die Industriekonjunktur wird infolge der steigenden zinsen schwächer. Mittelfristig rechnen wir mit einer leichten erholung (+2,7%).

aussichten der chemischen industrie für 2009: weltweiter einbruch der chemieproduktion um – 2,0%

  • europäische union: schlechteres geschäftsklima, stilllegung von kapazitäten, Rückgang der Produktion (–4,7%)
  • usA: einbruch der binnennachfrage, rückläufige Chemieproduktion (–5,6%)
  • Japan: Abschwächung der Inlandsnachfrage und des exports, sinkende Chemieproduktion (–5,4%)
  • Asien (ohne Japan): Abschwächung des Industrie und exportwachstums, geringeres Wachstum des handels innerhalb der Region, Anstieg der Chemieproduktion (+2,4%), kräftiger zuwachs in China (+6,1%)
  • südamerika: schwächere Industriekonjunktur, geringere exporte, Wachstum der Chemieproduktion (+1,4%)

ausblick und chancen der basf-gruppe zukunft gestalten – besonders in schwierigen zeiten

in einem drastisch verschlechterten konjunkturellen umfeld steht die basf 2009 vor großen herausforderungen. unser weltweites geschäft ist im vierten quartal 2008 eingebrochen. die nachfrage nach chemischen produkten hat sich auch seit beginn des jahres 2009 nicht belebt. eine trendwende ist derzeit nicht in sicht. trotzdem bietet die aktuelle wirtschaftliche situation möglichkeiten für unser geschäft.

chancen

Wir wollen auch in sehr schwierigen zeiten unsere führende Position in der Chemiebranche behaupten und einen beitrag zur Überwindung der Wirtschaftskrise leisten. Mit unseren innovativen Produkten und systemlösungen helfen wir unternehmen aus nahezu allen branchen, ihre Innovationskraft zu erhöhen und so die Voraussetzungen für künftiges Wachstum zu schaffen. deshalb werden wir auch in zukunft unsere Forschungs und entwicklungsanstrengungen für wachstumsstarke und zukunftsweisende Arbeitsgebiete unvermindert fortsetzen.

unsere konzernforschung ist dabei ein strategisches Instrument, um Wachstumsfelder zu erschließen und die technische und methodische kompetenz der bAsF langfristig zu sichern. hierbei konzentrieren wir uns auf fünf Wachstumscluster, welche die wichtigsten Lösungsansätze für die herausforderungen der zukunft umfassen: energiemanagement, nanotechnologie, Weiße biotechnologie, Pflanzenbiotechnologie und Rohstoffwandel. Von Innovationen, die aus den Projekten der Wachstumscluster hervorgehen, erwarten wir ab 2015 zusätzliche jährliche umsätze von 2 bis 4 Milliarden €.

den themen energieeffizienz und klimaschutz kommt insgesamt eine immer größere bedeutung zu. Als erstes unternehmen der Welt hat bAsF eine umfassende globale Co2 bilanz vorgelegt, die zeigt, dass unsere innovativen Produkte helfen, rund dreimal so viel klimarelevante gase

einzusparen, wie von der herstellung bis zur entsorgung aller bAsFProdukte freigesetzt werden. so können beispielsweise unsere modernen dämmstoffe den energieverbrauch von Wohnhäusern um mehr als 70% senken. Automobile werden klimafreundlicher durch bAsFProdukte wie kunststoffe, kraftstoffadditive und katalysatoren. die Antwort der deutschen und europäischen Politik auf die herausforderungen der Wirtschaftskrise sieht vor, Investitionen in den bereichen energieeffizienz und klimaschutz wesentlich zu fördern. Mit unseren innovativen Produkten sind wir gut aufgestellt, um hierbei einen wertvollen beitrag zu leisten.

um im aktuell schwierigen wirtschaftlichen umfeld unsere stellung als Weltmarktführer der Chemieindustrie zu festigen, gestalten wir unser Portfolio noch robuster und wettbewerbsfähiger. so bauen wir mit dem erwerb der Ciba holding Ag unsere Position in der spezialitätenchemie aus. durch die Integration werden wir unsere Wertschöpfungsketten erweitern und auf diese Weise das Wachstums und ertragspotenzial von Ciba in vollem umfang ausschöpfen. Im segment oil & gas stärkt die Akquisition von Revus energy AsA mit ihrem hochwertigen entwicklungs und explorationsportfolio die Aktivitäten der bAsF in der nordsee und schafft Wachstumspotenzial.

unsere Programme zur Restrukturierung und effizienzsteigerung setzen wir forciert um. zusätzlich zu den laufenden Aktivitäten zur kostensenkung haben wir im oktober 2008 das exzellenzprogramm neXt gestartet, das eine große Anzahl an Maßnahmen zur effizienzsteigerung umfasst. Ab dem Jahr 2012 wollen wir damit ergebnisverbesserungen von mehr als 1 Milliarde € jährlich erreichen, einen wesentlichen teil davon bereits in den Jahren 2009 und 2010.

ausblick

das Jahr 2009 stellt uns vor große herausforderungen. die anhaltende weltweite Rezession lässt den Chemiemarkt schrumpfen. Jede Vorhersage ist derzeit mit großen unsicherheiten behaftet. In diesem umfeld erwarten wir trotz der Akquisitionen von Ciba holding Ag und Revus energy AsA einen umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr und einen noch deutlicheren Rückgang des ergebnisses der betriebstätigkeit. dennoch streben wir an, zumindest unsere kapitalkosten zu verdienen und die dividende konstantzuhalten – insgesamt sehr anspruchsvolle ziele.

risiken

Auf basis der derzeit verfügbaren Informationen bestehen nach unserer einschätzung gegenwärtig und in absehbarer zukunft keine wesentlichen einzelrisiken, die den Fortbestand der bAsFgruppe gefährden. Auch die gesamtsumme der einzelnen Risiken gefährdet nicht den Fortbestand der bAsFgruppe.

mehr dazu im kapitel "risikobericht" auf den seiten 112–119

prognose

die Auswirkungen der globalen Finanzkrise auf unsere Absatz und beschaffungsmärkte haben sich im vierten Quartal drastisch verschärft. Wir befinden uns in einer weltweiten Rezession: die Wachstumsraten sind in allen Regionen stark rückläufig, der Abbau von Vorräten bei unseren kunden setzt sich fort, eine belebung ist derzeit nicht in sicht. das Jahr 2009 stellt uns vor große herausforderungen. die anhaltende weltweite Rezession lässt den Chemiemarkt schrumpfen. Jede Vorhersage ist derzeit mit großen unsicherheiten behaftet.

mehr dazu auf den seiten 120–122

unter einbeziehung der Akquisitionen von Ciba holding Ag und Revus energy AsA erwarten wir einen umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr und einen noch deutlicheren Rückgang des ergebnisses der betriebstätigkeit, das durch die Integrationskosten belastet wird. dabei streben wir an, zumindest unsere kapitalkosten zu verdienen und die dividende konstantzuhalten. diese ziele sind in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage außerordentlich anspruchsvoll. Wir werden eine strikte kosten und Ausgabendisziplin wahren und unsere weltweiten Restrukturierungs und effizienzsteigerungsprogramme schnell und konsequent umsetzen.

Im derzeitigen umfeld hat die Verbesserung des operativen Cashflows und die Verringerung unseres

investitionen in sachanlagevermögen nach segmenten 2009– 2013 (Millionen €)

1 ohne Investitionen in die Projekte nord stream und Juschno Russkoje 1 davon entfallen 23 Prozentpunkte auf oil & gas

umlaufvermögens Priorität. dazu haben wir die Auslastung von Produktionsanlagen reduziert. unsere konservative Finanzierungsstrategie werden wir beibehalten. das für die Jahre 2009 bis 2013 geplante Volumen der Investitionen in sachanlagen beträgt rund 10,3 Milliarden € und liegt voraussichtlich unter den Abschreibungen. Akquisitionen sind in dem geplanten Volumen nicht berücksichtigt.

dividende und aktienrückkauf

Wir streben an, die dividende jährlich zu steigern, sie zumindest aber auf dem niveau des jeweiligen Vorjahres zu halten.

Aktuell richten wir unser hauptaugenmerk auf die Finanzierung der bAsFgruppe, nicht zuletzt auf grund der Akquisition der Ciba holding Ag. Angesichts der Wirtschaftslage haben wir unseren Aktienrückkauf eingestellt.

investitionen in sachanlagevermögen nach regionen 2009– 2013 (Millionen €)

nachtragsbericht

die basf treibt die optimierung ihrer strukturen voran. ziel ist eine noch stärkere ausrichtung auf ihre abnehmerindustrien. zugleich werden dadurch die voraussetzungen für die schnelle und reibungslose integration der ciba-aktivitäten geschaffen. insbesondere das basfsegment performance products wird weiterentwickelt. die ersten organisatorischen veränderungen treten am 1. april 2009 in kraft.

optimierung organisatorischer strukturen

zurzeit besteht das segment Performance Products aus den unternehmensbereichen Acrylics & dispersions, Care Chemicals und Performance Chemicals. Ab dem 1. April 2009 wird dem segment der neue unternehmensbereich paper chemicals zugeordnet. er umfasst das geschäft mit Papierchemikalien und bindern sowie mit kaolinmineralien, das derzeit noch vom unternehmensbereich

Acrylics & dispersions betrieben wird. zu einem späteren zeitpunkt soll das Cibageschäft mit Produkten für die Papierherstellung in Paper Chemicals integriert werden.

der unternehmensbereich Acrylics & dispersions wird in dispersions & pigments umbenannt. dort wird das geschäft mit Rohstoffen für die Lack und Anstrichmittelindustrie gebündelt. dazu wird das dispersionsgeschäft durch das geschäft mit Pigmenten und harzen des unternehmensbereichs Performance Chemicals ergänzt. das geschäft mit Acrylmonomeren wird dem bereich Petrochemicals zugeordnet, der so die zentralen stufen der PropylenWertschöpfungskette zusammenfasst. das geschäft mit superabsorbern wird im bereich Care Chemicals weitergeführt. In den bereich dispersions & Pigments soll später der überwiegende teil der geschäfte aus dem Cibasegment Coatings effects integriert werden.

segmente und bereiche der basf (ab dem 1. April 2009)

basf treibt optimierung ihrer strukturen voran

  • bAsFsegment Performance Products richtet sich noch stärker an Abnehmerbranchen aus
  • künftig neuer unternehmensbereich Paper Chemicals
  • Vorbereitung auf Integration der CibaAktivitäten
  • Prüfung strategischer optionen für das geschäft mit Leder und textilchemikalien

Im unternehmensbereich care chemicals fasst die bAsF neben den Arbeitsgebieten human und tierernährung sowie Pharma jetzt alle geschäfte zusammen, die zu Reinigung, Pflege und hygiene beitragen. durch die zuordnung des superabsorbergeschäfts wird das Portfolio von Care Chemicals mit endverbrauchernahen Produkten im hygienebereich gestärkt.

der unternehmensbereich performance chemicals wird in zukunft insbesondere innovative und spezifische Lösungen für zahlreiche weiterverarbeitende Industrien bieten. dazu zählen zum beispiel die kunststoffverarbeitende Industrie, Automobilzulieferer, Raffinerien, Anwender von Ölfeld und bergbauchemikalien oder Leder und textilverarbeiter. diesem unternehmensbereich soll künftig unter anderem das Cibageschäft mit kunststoffadditiven zugeordnet werden.

das geschäft mit Leder und textilchemikalien steht seit Jahren bei geringem Marktwachstum unter hohem Wettbewerbsdruck. um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, hat bAsF daher in den zurückliegenden Jahren eine Reihe von Maßnahmen zur Restrukturierung und effizienzsteigerung umgesetzt. diese Maßnahmen haben aber nicht ausgereicht, um das geschäft nachhaltig profitabel zu machen. die geschäftseinheit hat deshalb ein zusätzliches Programm eingeleitet, mit dem die effizienz weiter verbessert und bis 2011 kosten in höhe von 25 Millionen € eingespart werden sollen. neben der konsequenten umsetzung des Maßnahmenpaketes zur weiteren kostenoptimierung prüft bAsF derzeit strategische optionen für die zukunft. dazu zählen insbesondere die gründung eines gemeinschaftsunternehmens oder der komplette Verkauf des geschäftes.

bereits zum 1. Januar 2009 wurde das geschäft mit styrolCopolymeren aus dem unternehmensbereich performance polymers zu styrenics umgegliedert. styrenics gehört zu keinem segment, sondern wird unter sonstige ausgewiesen.

anleihenemission

Im Januar 2009 hat die bAsF Finance europe nV eine Anleihe mit einem nominalvolumen von 1,5 Mrd. € begeben, die durch die bAsF se garantiert wird. der kupon der Anleihe beläuft sich auf 5,125 %, das Fälligkeitsdatum ist der 9. Juni 2015.

änderung der kreditratings

Anfang 2009 senkte standard & Poor's das Rating von bAsF auf "A+/A1/outlook negative" und Moody's auf "A1/P1/outlook stable".

anleihe emittiert, niedrigere kreditratings

  • Langfristige Anleihe mit einem nominalvolumen von 1,5 Milliarden € und einem kupon von 5,125% im Januar 2009 begeben
  • Anfang 2009 kreditratings gesenkt: standard & Poor's auf "A+/A1/outlook negative", Moody's auf "A1/P1/outlook stable"

theresa egler ist eine von über 80 compliancebeauftragten der basf weltweit.

* wir arbeiten dafür: gute corporate governance fördert das vertrauen von mitarbeitern, anlegern, finanzmärkten, geschäftspartnern und der Öffentlichkeit.

wert für die basf langfristige unterstützung

Unterstützen als ComplianceTrainer Mitarbeiter in Nordamerika: Theresa Egler, Jonathan Harper, David Stryker und Elizabeth Rodriguez (v.r.n.l.).

vertrauen verdienen

Vertrauen in unser Unternehmen kann sichtbar werden: durch motivierte Mitarbeiter, die auch als langfristige Anleger profitieren wollen; oder durch Investoren, die auf unsere nachhaltige Strategie bauen. Ziel unseres Compliance-Programms ist es, Rechtsverstößen durch Schulung und Aufklärung vorzubeugen und sie so zu verhindern. Gleichzeitig überprüfen wir, ob unsere Richtlinien und Selbstverpflichtungen umgesetzt werden. Dies ist nur ein Element des CorporateGovernanceSystems. Gute Corporate Governance sichert die langfristige Akzeptanz und die Unterstützung unseres unternehmerischen Handelns.

wert für die gesellschaft transparente unternehmen

Aktionäre der BASF bei der Hauptversammlung im Jahr 2008.

interessen von investoren schützen

Anleger investieren nur in Unternehmen, deren Geschäftsmodellen und Management sie vertrauen. Transparente Unternehmensleitung und kontrolle vereinfacht den internationalen Vergleich von Firmenstrukturen und beugt Fehlentwicklungen vor. So schützt verantwortungsvolle Corporate Governance die Interessen von Investoren und stärkt die Glaubwürdigkeit von Unternehmen.

mehr zu compliance im kapitel "nachhaltigkeitsmanagement" auf seite 30 und zu corporate governance ab seite 128

03 corporate governance

corporate governance der basf-gruppe 128
Organe der Gesellschaft 133
Vergütungsbericht 137
Bericht des Aufsichtsrats 144
Entsprechenserklärung 148

corporate governance der basf-gruppe

corporate governance umfasst das gesamte system der leitung und überwachung eines unternehmens, einschließlich seiner organisation, seiner geschäftspolitischen grundsätze und leitlinien sowie der internen und externen kontroll- und überwachungsmechanismen. gute und transparente corporate governance gewährleistet eine verantwortliche, auf wertschöpfung ausgerichtete leitung und kontrolle des unternehmens. sie fördert das vertrauen der nationalen und internationalen anleger, der finanzmärkte, der geschäftspartner und mitarbeiter sowie der öffentlichkeit in die basf.

von der basf aktiengesellschaft zur basf se

seit dem 14. Januar 2008 besteht die bAsF in der neuen europäischen Rechtsform der europäischen Aktiengesellschaft. eine ganz wesentliche zielsetzung der umwandlung in die bAsF se war die Fortentwicklung der Corporategovernancestruktur der bAsF. die Verkleinerung des Aufsichtsrats auf zwölf Mitglieder bei beibehaltung der paritätischen besetzung aus Vertretern der Aktionäre und der Arbeitnehmer sowie die europäisierung der Arbeitnehmerseite sind bedeutende Weichenstellungen für eine moderne und effiziente unternehmensverfassung. bewährte strukturen, wie das duale Verwaltungssystem mit Vorstand und Aufsichtsrat, werden in der se beibehalten.

leitung und überwachung in der basf se

gesetzliche grundlagen der unternehmensverfassung der bAsF se sind im Wesentlichen die seVerordnung der europäischen union (seVo), das deutsche seAusführungsgesetz und das deutsche Aktiengesetz. trotz dieser neuen gesetzlichen grundlagen bleiben die wesentlichen bestandteile der bisherigen unternehmensverfassung der bAsF Aktiengesellschaft in der bAsF se unverändert: das duale Leitungssystem mit Vorstand und Aufsichtsrat, die paritätische besetzung des Aufsichtsrats mit Vertretern der Aktionäre und der Arbeitnehmer, die Mitverwaltungs und kontrollrechte der Aktionäre in der hauptversammlung.

leitung und geschäftsführung durch den vorstand

Im dualen Verwaltungssystem der bAsF se leitet der Vorstand das unternehmen in eigener Verantwortung und vertritt die bAsF se bei geschäften mit dritten. der Vorstand ist personell strikt vom Aufsichtsrat getrennt: kein Mitglied des Vorstands kann zugleich Mitglied des Aufsichtsrats sein. der Vorstand legt die unternehmensziele und die strategische Ausrichtung der bAsFgruppe fest und steuert und überwacht die geschäftseinheiten der bAsFgruppe durch Planung und Festlegung des unternehmensbudgets, Allokation von Ressourcen und Managementkapazitäten, begleitung und entscheidung wesentlicher einzelmaßnahmen und die kontrolle der operativen geschäftsführung. sein handeln und seine entscheidungen richtet er dabei am unternehmensinteresse aus. er verpflichtet sich dem ziel einer nachhaltigen steigerung des unternehmenswerts. der Vorstand trifft seine entscheidungen durch beschluss grundsätzlich mit einfacher Mehrheit. bei stimmengleichheit entscheidet die stimme des Vorstandsvorsitzenden. ein Vetorecht gegen beschlüsse des Vorstands hat der Vorstandsvorsitzende dagegen nicht.

der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das unternehmen relevanten Fragen der Planung, der geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements und stimmt mit dem Aufsichtsrat die strategische Ausrichtung des unternehmens ab. Für bestimmte in der satzung der bAsF se festgelegte geschäfte der gesellschaft muss der Vorstand vor Abschluss die zustimmung des Aufsichtsrats einholen. dazu gehören der erwerb und die Veräußerung von unternehmen und unternehmensteilen und die emission von Anleihen und vergleichbaren Finanzinstrumenten, sofern der erwerbs oder Veräußerungspreis beziehungsweise der emissionsbetrag im einzelfall 3% des im jeweils letzten festgestellten konzernabschluss der bAsFgruppe ausgewiesenen eigenkapitals übersteigt.

die mitglieder des vorstands und die von ihnen wahrgenommenen mandate in aufsichtsorganen anderer gesellschaften sind auf den seiten 133 bis 136 aufgeführt. die vergütung des vorstands wird ausführlich im vergütungsbericht auf den seiten 137 bis 143 dargestellt.

überwachung der unternehmensleitung durch den aufsichtsrat

der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und überwacht und berät diesen bei der Leitung des unternehmens. Mitglieder des Aufsichtsrats können nicht zugleich dem Vorstand angehören, wodurch bereits strukturell ein hohes Maß an unabhängigkeit bei der Überwachung des Vorstands sichergestellt ist.

Mit dem Rechtsformwechsel in eine se sind wesentliche Veränderungen beim Aufsichtsrat eingetreten. das deutsche Mitbestimmungsgesetz, die für die Aktiengesellschaft maßgebliche Rechtsgrundlage für größe und zusammensetzung des Aufsichtsrats, gilt für die se nicht. Maßgebliche Rechtsgrundlagen sind vielmehr neben der seVerordnung die satzung der bAsF se und die Vereinbarung über die beteiligung der Arbeitnehmer in der bAsF se (beteiligungsvereinbarung), die am 15. november 2007 zwischen der unternehmensleitung und den Vertretern der europäischen Arbeitnehmer der bAsFgruppe abgeschlossen worden ist.

die satzung der basf se und die beteiligungsvereinbarung sind im internet veröffentlicht unter basf.com/de/investor/cg

der bis zum 14. Januar 2008 amtierende Aufsichtsrat der bAsF Aktiengesellschaft bestand aus insgesamt 20 Mitgliedern, von denen jeweils 10 von der hauptversammlung und 10 von den in deutschland beschäftigten Arbeitnehmern der deutschen gesellschaften der bAsFgruppe gewählt wurden. der Aufsichtsrat der bAsF se besteht dagegen aus zwölf Mitgliedern. sechs Mitglieder werden von den Aktionären in der hauptversammlung gewählt. die anderen sechs Mitglieder werden vom bAsF europa betriebsrat, der Vertretung der europäischen Arbeitnehmer der bAsFgruppe, entsprechend den Vorgaben der beteiligungsvereinbarung bestellt.

die mitglieder des bis zum 14. januar 2008 bestehenden aufsichtsrats der basf aktiengesellschaft sowie die mitglieder des ersten aufsichtsrats der basf se und die von ihnen wahrgenommenen mandate in aufsichtsorganen anderer gesellschaften sind auf den seiten 133 bis 136 aufgeführt. die vergütung des aufsichtsrats wird ausführlich im vergütungsbericht auf den seiten 137 bis 143 dargestellt.

der Aufsichtsrat trifft seine entscheidungen durch beschlüsse, die mit einfacher Mehrheit der bei der Abstimmung teilnehmenden Aufsichtsratsmitglieder gefasst werden. bei stimmengleichheit entscheidet die stimme des Vorsitzenden, der immer ein von den Aktionären gewähltes Aufsichtsratsmitglied sein muss. dieses beschlussverfahren gilt auch für die bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern durch den Aufsichtsrat.

der Aufsichtsrat der bAsF se hat insgesamt drei Aufsichtsratsausschüsse eingerichtet: den Ausschuss für personelle Angelegenheiten und kreditgewährungen (Personalausschuss), den Prüfungsausschuss und den nominierungsausschuss.

der personalausschuss bereitet unter anderem die bestellung der Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat vor, entwickelt die grundzüge der Vorstandsvergütung und legt auf der basis der beschlussfassung des Aufsichtsrats die einzelheiten der Vorstandsbezüge und die sonstigen bedingungen der Vorstandsverträge fest. dem Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. dr. Jürgen strube als Vorsitzender sowie die Aufsichtsratsmitglieder Robert oswald, dr. tessen von heydebreck und Michael Vassiliadis an.

der prüfungsausschuss bereitet die Verhandlungen und beschlüsse des Aufsichtsrats zur billigung des Jahresund konzernabschlusses vor, erörtert die Quartals und halbjahresberichte vor ihrer Veröffentlichung mit dem Vorstand und befasst sich mit der Risikoüberwachung und den internen kontrollen der Rechnungslegung. der Prüfungsausschuss ist zudem für die beziehungen zum Abschlussprüfer der gesellschaft zuständig: er bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers vor, überwacht dessen unabhängigkeit, legt gemeinsam mit dem Abschlussprüfer die schwerpunkte der Abschlussprüfung fest, vereinbart das Prüfungshonorar und legt die bedingungen für die erbringung von Leistungen außerhalb der Abschlussprüfung durch den Abschlussprüfer fest. Mitglieder dieses Ausschusses sind Max dietrich kley, Ralfgerd bastian, Franz Fehrenbach und Michael Vassiliadis. Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist Max dietrich kley.

Max dietrich kley verfügt über besondere kenntnisse und erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen kontrollverfahren und ist vom Aufsichtsrat als Audit Committee Financial expert benannt worden.

entsprechend der im Juli 2007 neu eingeführten empfehlung des deutschen Corporate governance kodex hat der Aufsichtsrat der bAsF se einen nominierungsausschuss, der die Vorschläge an die hauptversammlung zur Wahl der Aufsichtsratsmitglieder vorbereiten soll, eingesetzt. dem nominierungsausschuss gehören die von der hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats, also Prof. dr. Jürgen strube, Prof. dr. François diederich, Michael diekmann, Franz Fehrenbach, dr. tessen von heydebreck und Max dietrich kley, an.

rechte der aktionäre

die Aktionäre nehmen ihre Mitverwaltungs und kontrollrechte in der hauptversammlung wahr. Jede Aktie der bAsF se gewährt eine stimme. die Aktionäre haben die Möglichkeit, ihr stimmrecht in der hauptversammlung selbst auszuüben oder es durch einen bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch einen weisungsgebundenen stimmrechtsvertreter der gesellschaft ausüben zu lassen. eine höchstgrenze für stimmrechte eines Aktionärs oder sonderstimmrechte bestehen nicht. damit ist das Prinzip "one share, one vote" vollständig umgesetzt. Jeder Aktionär ist berechtigt, an der hauptversammlung teilzunehmen, dort das Wort zu den jeweiligen tagesordnungspunkten zu ergreifen und Auskunft über Angelegenheiten der gesellschaft zu verlangen, soweit dies zur sachgemäßen beurteilung eines gegenstands der tagesordnung erforderlich ist. die hauptversammlung wählt die hälfte der Mitglieder des Aufsichtsrats und beschließt insbesondere über die entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats, die Verwendung des bilanzgewinns, kapitalmaßnahmen, die ermächtigung zum Aktienrückkauf sowie über satzungsänderungen.

deutscher corporate governance kodex

die bAsF misst guter Corporate governance einen hohen stellenwert bei. Wir unterstützen deshalb den deutschen Corporate governance kodex, den wir als ein wichtiges Instrument zur kapitalmarktorientierten Weiterentwicklung von unternehmensführung und kontrolle ansehen, und bekennen uns zu einer verantwortungsbewussten unternehmensführung, die auf eine nachhaltige steigerung des unternehmenswertes ausgerichtet ist.

die bAsF se entspricht sämtlichen empfehlungen des im Juni 2008 geänderten deutschen Corporate governance kodex. dies gilt auch für die neuen empfehlungen des kodex zur befassung des Aufsichtsrats mit Fragen der Vorstandsvergütung und zur begrenzung von Abfindungsleistungen an vorzeitig ausscheidende Vorstandsmitglieder sowie die erörterung von zwischenberichten im Prüfungsausschuss.

die gemeinsame entsprechenserklärung 2008 von Vorstand und Aufsichtsrat der bAsF se ist am ende dieses kapitels auf seite 148 wiedergegeben. ebenso erfüllt die bAsF mit wenigen Ausnahmen auch die nichtobligatorischen Anregungen des deutschen Corporate governance kodex. einzige Ausnahmen sind die Anregungen zum Vorsitz im Prüfungsausschuss und zur berücksichtigung von auf den langfristigen unternehmenserfolg bezogenen komponenten bei der Vergütung des Aufsichtsrats.

die entsprechenserklärung 2008, ein überblick über die umsetzung der kodex-anregungen und der deutsche corporate governance kodex sind im internet veröffentlicht unter basf.com/governance_d

grundwerte und leitlinien der basf-gruppe/verhaltenskodex

zur gewährung eines hohen Corporategovernancestandards hat der Vorstand mit den "grundwerten und Leitlinien" der bAsFgruppe und dem "Verhaltenskodex/ ComplianceProgramm" die geschäftspolitischen grundsätze und Verhaltensleitlinien für die tätigkeit der bAsF festgelegt und im gesamten unternehmen bekanntgemacht. Im Verhaltenskodex werden die Anforderungen an das Verhalten der Mitarbeiter, basierend auf dem grundwert der Integrität, detailliert beschrieben. besonders wichtig ist für uns die einhaltung aller einschlägigen gesetze, und zwar insbesondere kartell und wettbewerbsrechtlicher Vorschriften, von embargo und exportkontrollbestimmungen einschließlich der Chemiewaffenkontrollgesetze sowie arbeitsrechtlicher und anlagensicherheitsrechtlicher bestimmungen. dazu gehört auch das Verbot, Insiderwissen für persönliche zwecke auszunutzen, das Verbot, geschäftspartnern und Vertretern staatlicher stellen Vorteile zu gewähren oder sich solche Vorteile gewähren zu lassen, und der verantwortungsvolle umgang mit dem Vermögen der bAsF. unsere interne Revision prüft regelmäßig in zusammenarbeit mit dem Chief Compliance officer der bAsF die einhaltung der Verhaltensregeln.

die "grundwerte und leitlinien" und der "verhaltenskodex" sind im internet veröffentlicht unter basf.com/grundwerte

angaben gemäß § 315 abs. 4 handelsgesetzbuch und erläuternder bericht des vorstands nach § 175 abs. 2 aktiengesetz

zum 31. dezember 2008 betrug das gezeichnete kapital der bAsF se 1.181.604.565,76 €, eingeteilt in 923.128.567 Inhaberaktien ohne nennbetrag (davon 4.649.873 zum einzug vorgesehene Aktien). Jede Aktie gewährt in der hauptversammlung eine stimme. stimmrechts und Übertragungsbeschränkungen bestehen nicht. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. ein Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung von Aktien (Ausstellung von Aktienurkunden) ist nach der satzung ausgeschlossen. Verschiedene Aktiengattungen oder Aktien mit sonderrechten bestehen nicht.

Für die bestellung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands gelten die gesetzlichen bestimmungen in Artikel 39 seVo, § 16 seAusführungsgesetz und §§ 84, 85 Aktiengesetz sowie § 7 der satzung der bAsF se. danach werden die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen. die Mitglieder des Vorstands werden für einen zeitraum von höchstens fünf Jahren bestellt, wobei Wiederbestellungen zulässig sind. der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied abberufen, wenn ein wichtiger grund für die Abberufung besteht. Wichtige gründe sind insbesondere eine grobe Verletzung der Vorstandspflichten und die entziehung des Vertrauens durch die hauptversammlung. Über die bestellung und Abberufung entscheidet der Aufsichtsrat nach eigenem pflichtgemäßen ermessen.

die änderung der satzung der bAsF se bedarf nach Art. 59 Absatz 1 seVo eines beschlusses der hauptversammlung, der mit einer Mehrheit von nicht weniger als zwei dritteln der abgegebenen stimmen gefasst worden ist, sofern nicht die für deutsche Aktiengesellschaften nach dem Aktiengesetz geltenden Vorschriften eine größere Mehrheit vorsehen oder zulassen. das Aktiengesetz sieht für satzungsänderungen in § 179 Abs. 2 eine Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der beschlussfassung vertretenen grundkapitals vor. änderungen der satzung, die lediglich die satzungsfassung betreffen, kann nach § 12 ziffer 6 der satzung der bAsF se der Aufsichtsrat beschließen. dies betrifft insbesondere die Anpassung des grundkapitals und der Aktienzahl nach der einziehung zurückgekaufter bAsFAktien und nach einer neuausgabe von Aktien aus dem genehmigten kapital.

der Vorstand der bAsF se ist durch beschluss der hauptversammlung vom 29. April 2004 ermächtigt, mit zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 1. Mai 2009 das gezeichnete kapital um bis zu insgesamt 500 Millionen € durch Ausgabe neuer Aktien zu erhöhen (genehmigtes kapital). der Vorstand ist dabei zudem ermächtigt, in bestimmten in § 5 ziffer 8 der satzung der bAsF se aufgeführten Fällen das gesetzliche bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. hierzu gehören der erwerb von unternehmen, unternehmensteilen und beteiligungen an anderen unternehmen gegen Überlassung von bAsFAktien und die kapitalerhöhung gegen bareinlagen unter der Voraussetzung, dass der Ausgabepreis der neuen Aktien den börsenpreis der bAsFAktie nicht wesentlich unterschreitet und gemessen am bisherigen Aktienbestand nicht mehr als 10% neue Aktien ausgegeben werden.

die hauptversammlung hat den Vorstand am 24. April 2008 ermächtigt, bis zum 23. oktober 2009 bis zu 10% der Aktien zu erwerben. der erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die börse im Wege eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen erwerbsangebots. der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen Aktien einzuziehen und das grundkapital um den auf die eingezogenen Aktien entfallenden Anteil am grundkapital herabzusetzen. die erworbenen Aktien dürfen nur nach einem weiteren beschluss der hauptversammlung, der einer dreiviertelmehrheit bedarf, wieder ausgegeben werden. der Vorstand ist davon abweichend jedoch ermächtigt, nach zustimmung des Aufsichtsrats zurückgekaufte Aktien auch ohne beschluss der hauptversammlung als gegenleistung bei dem erwerb von unternehmen, unternehmensteilen oder beteiligungen an unternehmen zu verwenden.

Im Fall eines kontrollwechsels erhalten die Vorstandsmitglieder unter bestimmten zusätzlichen Voraussetzungen eine entschädigung, die im einzelnen im Vergütungsbericht auf der seite 140 beschrieben ist. ein kontrollwechsel liegt dabei vor, wenn ein Aktionär der bAsF den besitz von mindestens 25% der bAsFAktien oder die Aufstockung einer solchen beteiligung mitteilt. darüber hinaus erhalten Arbeitnehmer der bAsF se und tochtergesellschaften, die als sogenannte obere Führungskräfte der bAsFgruppe eingestuft sind, eine Abfindung, wenn ihr Anstellungsverhältnis innerhalb eines zeitraums von 18 Monaten nach dem eintritt eines kontrollwechsels von seiten des unternehmens beendet wird, es sei denn, die beendigung ist durch ein schuldhaftes Verhalten des Arbeitnehmers veranlasst. der gekündigte Arbeitnehmer erhält in diesem Fall eine Abfindung in höhe von maximal 1,5 Jahresbezügen (Festgehalt), abhängig von der Anzahl der Monate, die seit dem kontrollwechsel verstrichen sind.

die übrigen nach § 315 Abs. 4 handelsgesetzbuch geforderten Angaben betreffen umstände, die bei der bAsF se nicht vorliegen.

vermögensschaden-haftpflichtversicherung

die gesellschaft hat eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen, in deren deckung die tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats einbezogen ist (d & oVersicherung). diese Versicherung sieht einen angemessenen selbstbehalt vor.

aktienbesitz von mitgliedern des vorstands und des aufsichtsrats

kein Mitglied des Vorstands oder des Aufsichtsrats hält Aktien der bAsF se und darauf bezogene optionen oder sonstige derivate, die 1% des grundkapitals oder mehr repräsentieren. darüber hinaus beträgt auch der gesamtbesitz an Aktien der bAsF se und sich darauf beziehender Finanzinstrumente aller Vorstands und Aufsichtsratsmitglieder weniger als 1% der von der gesellschaft ausgegebenen Aktien.

aktiengeschäfte von vorstand und aufsichtsrat (meldepflichtige wertpapiergeschäfte nach § 15a wertpapierhandelsgesetz)

die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sowie bestimmte Angehörige sind nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet, den erwerb und die Veräußerung von bAsFAktien und anderer darauf bezogener Rechte der bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und der gesellschaft mitzuteilen, sofern die Wertgrenze von 5.000 € innerhalb des kalenderjahres überschritten wird.

Im Jahr 2008 sind von Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat und deren meldepflichtigen Angehörigen insgesamt siebenunddreißig meldepflichtige erwerbsgeschäfte mit stückzahlen zwischen 50 und 20.000 bAsF-Aktien mitgeteilt worden. der Preis pro stück lag zwischen 21,00 € (kurs nach Aktiensplit) und 97,31 € (kurs vor Aktiensplit). das Volumen der einzelnen geschäfte lag zwischen 4.520,50 € und 514.970,73 €.

alle im jahr 2008 mitgeteilten geschäfte sind im internet veröffentlicht unter basf.com/governance/sharedealings_d

organe der gesellschaft

vorstand

dem vorstand der basf se gehörten zum 31. dezember 2008 acht mitglieder an.

Dr. JürGEn HAmBrECHt vorsitzender des vorstands

aufgabenbereich: Legal, taxes & Insurance; strategic Planning & Controlling; Communications bAsF group; global hR – executive Management & development; Investor Relations; Chief Compliance officer

erstbestellung: 1997 (Vorsitzender seit 2003)

ablauf des mandats: 2011

aufsichtsräte (ohne konzernmandate): bilfinger berger Ag (ARMitglied bis 21.05.2008) daimler Ag (ARMitglied seit 07.02.2008) Lufthansa Ag (ARMitglied seit 29.04.2008)

Dr. KUrt BOCK

aufgabenbereich: Catalysts; Market & business development north America; Regional Functions north America; Finance; Information services; Corporate Controlling; Corporate Audit

erstbestellung: 2003

ablauf des mandats: 2012

konzernmandate i. s. v. § 100 abs. 2 aktg: Wintershall holding Ag (ARMitglied) Wintershall Ag (ARMitglied bis 25.06.2008)

vergleichbare in- und ausländische kontrollgremien: the european equity Fund, Inc. (Mitglied des board of directors) the Central europe and Russia Fund, Inc. (Mitglied des board of directors)

Dr. mArtIn BrUDErmüLLEr

aufgabenbereich: Performance Polymers; Polyurethanes; styrenics; Market & business development Asia Pacific; Regional Functions & Country Management Asia Pacific

erstbestellung: 2006

ablauf des mandats: 2013

Dr. HAnS-ULrICH EnGEL (seit 4. märz 2008)

aufgabenbereich: oil & gas; Region europe; global Procurement & Logistics

erstbestellung: 2008

ablauf des mandats: 2011

konzernmandate i. s. v. § 100 abs. 2 aktg:

Wintershall holding Ag (ARVorsitzender seit 06.03.2008) Wintershall Ag (ARMitglied seit 25.06.2008, ARVorsitzender seit 08.07.2008)

Dr. JOHn FELDmAnn

aufgabenbereich: Construction Chemicals; Acrylics & dispersions; Care Chemicals; Performance Chemicals; Polymer Research

erstbestellung: 2000

ablauf des mandats: 2009

aufsichtsräte (ohne konzernmandate): bilfinger berger Ag (ARMitglied seit 21.05.2008)

konzernmandate i. s. v. § 100 abs. 2 aktg:

bAsF Coatings Ag (ARMitglied) Wintershall holding Ag (ARVorsitzender bis 06.03.2008, ARMitglied bis 25.06.2008) Wintershall Ag (ARVorsitzender bis 25.06.2008)

Dr. AnDrEAS KrEImEYEr

aufgabenbereich: Inorganics; Petrochemicals; Intermediates; Chemicals Research & engineering; bAsF Future business

erstbestellung: 2003

ablauf des mandats: 2012

konzernmandate i. s. v. § 100 abs. 2 aktg: Wintershall holding Ag (ARMitglied seit 25.06.2008)

Dr. StEFAn mArCInOWSKI

aufgabenbereich: Crop Protection; Coatings; Region south America; specialty Chemicals Research; bAsF Plant science

erstbestellung: 1997

ablauf des mandats: 2012

aufsichtsräte (ohne konzernmandate): dWs Investment gmbh (ARMitglied seit 03.04.2008)

konzernmandate i. s. v. § 100 abs. 2 aktg:

Wintershall holding Ag (ARMitglied) Wintershall Ag (ARMitglied bis 25.06.2008) bAsF Coatings Ag (ARVorsitzender)

Dr. HArALD SCHWAGEr

aufgabenbereich: human Resources; engineering & Maintenance; environment, health & safety; Verbund site Management europe; Corporate & governmental Relations

erstbestellung: 2008

ablauf des mandats: 2010

konzernmandate i. s. v. § 100 abs. 2 aktg: bAsF schwarzheide gmbh (ARVorsitzender)

vergleichbare in- und ausländische kontrollgremien: bAsF Antwerpen n.V. (Vorsitzender des Verwaltungsrats) aus dem vorstand der gesellschaft ausgeschieden sind im jahr 2008:

PEtEr OAKLEY (ausgeschieden am 14. januar 2008)

aufgabenbereich: Agricultural Products; Fine Chemicals; specialty Chemicals Research; bAsF Plant science

erstbestellung: 1998

Dr. H.C. EGGErt VOSCHErAU (ausgeschieden am 24. april 2008)

stellvertretender vorsitzender

aufgabenbereich: human Resources; engineering & Maintenance; environment, health & safety; Verbund site Management europe; Corporate & governmental Relations

erstbestellung: 1996

aufsichtsräte (ohne konzernmandate):

hdI haftpflichtverband der deutschen Industrie VVag (ARMitglied) talanx Ag (ARMitglied) Cropenergies Ag (ARVorsitzender)

deutsche bahn Ag (ARMitglied bis 31.12.08) zentrum für europäische Wirtschaftsforschung gmbh (zeW)

(stellvertretender ARVorsitzender)

vergleichbare in- und ausländische kontrollgremien: nord stream Ag (ARMitglied)

aufsichtsrat

der aufsichtsrat der basf se besteht nach der satzung aus zwölf mitgliedern. bis zur eintragung des formwechsels der basf aktiengesellschaft in eine europäische aktiengesellschaft (se) im handelsregister am 14. januar 2008 hatte der aufsichtsrat 20 mitglieder. die amtszeit sämtlicher mitglieder des aufsichtsrats der basf aktiengesellschaft endete mit der eintragung des formwechsels im handelsregister. die in der basf aktiengesellschaft bestehende paritätische besetzung des aufsichtsrats mit vertretern der anteilseigner und der arbeitnehmer wird gemäß § 35 abs. 1 se-beteiligungsgesetz (sebg) auch im aufsichtsrat der basf se fortgesetzt. die sechs anteilseignervertreter im aufsichtsrat der basf se sind im rahmen der beschlussfassung über den formwechsel in eine se von der hauptversammlung am 26. april 2007 gewählt worden. die sechs arbeitnehmervertreter werden abweichend von artikel 40 abs. 2 se-vo nicht von der hauptversammlung gewählt, sondern gemäß der im rahmen des umwandlungsprozesses nach §§ 21 ff. sebg abgeschlossenen vereinbarung über die beteiligung der arbeitnehmer in der basf se von der vertretung der arbeitnehmer, dem basf europa betriebsrat, bestellt. die arbeitnehmervertreter im ersten aufsichtsrat der basf se sind unmittelbar durch die beteiligungsvereinbarung bestellt worden und sind mit ausnahme von ralf sikorski seit dem 14. januar 2008 (tag der eintragung der basf se im handelsregister ludwigshafen) mitglied des aufsichtsrats. herr ralf sikorski ist am 31. mai 2008 als durch die beteiligungsvereinbarung bestelltes ersatzmitglied für herrn ulrich küppers, der am 30. mai 2008 ausgeschieden ist, in den aufsichtsrat eingetreten. die amtszeit sämtlicher mitglieder des ersten aufsichtsrats der basf se endet mit ablauf der hauptversammlung der basf se im jahr 2009.

mItGLIEDEr DES ErStEn AUFSICHtSrAtS DEr BASF SE

PrOF. Dr. JürGEn StrUBE, mannheim

vorsitzender des aufsichtsrats der basf se

ehemaliger vorsitzender des vorstands der basf aktiengesellschaft

aufsichtsräte (ohne konzernmandate):

Allianz deutschland Ag (ARMitglied)

bayerische Motoren Werke Ag (stellvertretender ARVorsitzender)

bertelsmann Ag (stellvertretender ARVorsitzender) Commerzbank Ag (ARMitglied bis 15.05.2008)

Fuchs Petrolub Ag (ARVorsitzender)

hapagLloyd Ag (ARMitglied)

Linde Ag (ARMitglied bis 03.06.2008)

mICHAEL DIEKmAnn, münchen

stellvertretender vorsitzender des aufsichtsrats der basf se

vorsitzender des vorstands der allianz se

aufsichtsräte (ohne konzernmandate): Linde Ag (stellvertretender ARVorsitzender) Lufthansa Ag (ARMitglied bis 29.04.2008) siemens Ag (ARMitglied seit 24.01.2008)

konzernmandate i. s. v. § 100 abs. 2 aktg:

Allianz deutschland Ag (ARVorsitzender) Allianz global Investors Ag (ARVorsitzender) dresdner bank Ag (ARVorsitzender bis 12.01.2009)

vergleichbare in- und ausländische kontrollgremien: Assurances générales de France (Mitglied des Verwaltungsrats)

Allianz s.p.A. (Mitglied des Verwaltungsrats)

rOBErt OSWALD, altrip

stellvertretender vorsitzender des aufsichtsrats der basf se

vorsitzender des betriebsrats des werks ludwigshafen der basf se und des konzernbetriebsrats der basf

rALF-GErD BAStIAn, neuhofen

mitglied des betriebsrats des werks ludwigshafen der basf se

WOLFGAnG DAnIEL, limburgerhof

stellvertretender vorsitzender des betriebsrats des werks ludwigshafen der basf se

PrOF. Dr. FrAnÇOIS DIEDErICH, zürich/schweiz

professor an der eidgenössischen technischen hochschule zürich

FrAnZ FEHrEnBACH, stuttgart

vorsitzender der geschäftsführung der robert bosch gmbh

vergleichbare in- und ausländische kontrollgremien: Robert bosch Corporation (Mitglied des board of directors)

Dr. tESSEn VOn HEYDEBrECK, berlin

ehemaliges mitglied des konzernvorstands der deutsche bank aktiengesellschaft

aufsichtsräte (ohne konzernmandate):

dWs Investment gmbh (stellvertretender ARVorsitzender) Vattenfall europa Ag (ARMitglied seit 16.06.2008) dussmann Verwaltungs Ag (ARMitglied seit 01.01.2009)

vergleichbare in- und ausländische kontrollgremien:

deutsche bank ooo (ARVorsitzender) deutsche bank Polska s.A. (ARVorsitzender) deutsche bank Rt. budapest (ARVorsitzender bis 28.05.2008)

mAX DIEtrICH KLEY, heidelberg

rechtsanwalt

ehemaliger stellvertretender vorsitzender des vorstands der basf aktiengesellschaft

aufsichtsräte (ohne konzernmandate):

heidelbergCement Ag (ARMitglied) Infineon technologies Ag (ARVorsitzender) schott Ag (ARMitglied) sgL Carbon Ag (ARVorsitzender)

vergleichbare in- und ausländische kontrollgremien: unicredito Italiano s.p.A. (Mitglied des board of directors)

DEnISE SCHELLEmAnS, kalmthout/belgien

freigestellte gewerkschaftsdelegierte

rALF SIKOrSKI, wiesbaden (seit 31. mai 2008)

landesbezirksleiter der industriegewerkschaft bergbau, chemie, energie – landesbezirk rheinland-pfalz/saarland

aufsichtsräte (ohne konzernmandate):

Villeroy & boch Ag (ARMitglied seit 08.04.2008) Villeroy & boch Fliesen gmbh (ARMitglied seit 08.04.2008) evonik Power saar gmbh (stellvertretender ARVorsitzender seit 14.05.2008)

evonik new energies gmbh (stellvertretender ARVorsitzender seit 14.05.2008)

mICHAEL VASSILIADIS, hemmingen

mitglied des geschäftsführenden hauptvorstands der industriegewerkschaft bergbau, chemie, energie

aufsichtsräte (ohne konzernmandate):

k+s Ag (stellvertretender ARVorsitzender) k+s kali gmbh (stellvertretender ARVorsitzender) henkel kgaA (ARMitglied) evonik steag gmbh (stellvertretender ARVorsitzender)

aus dem aufsichtsrat ausgeschieden ist am 30. mai 2008:

ULrICH KüPPErS, ludwigshafen

mitglied der geschäftsführung der treuhandstelle für bergmannswohnstätten im rheinisch-westfälischen steinkohlenbezirk gmbh

bis zur eintragung des formwechsels der basf aktiengesellschaft in eine se am 14. januar 2008 gehörten dem aufsichtsrat der gesellschaft insgesamt 20 mitglieder an, von denen die eine hälfte von der hauptversammlung und die andere hälfte von den arbeitnehmern gewählt worden waren:

PrOF. Dr. JürGEn StrUBE, mannheim

vorsitzender des aufsichtsrats

rOBErt OSWALD, altrip

stellvertretender vorsitzender des aufsichtsrats

rALF-GErD BAStIAn, neuhofen mitglied des betriebsrats des werks ludwigshafen der basf se

WOLFGAnG DAnIEL, limburgerhof

stellvertretender vorsitzender des betriebsrats des werks ludwigshafen der basf se

PrOF. Dr. FrAnÇOIS DIEDErICH, zürich/schweiz

professor an der eidgenössischen technischen hochschule zürich

mICHAEL DIEKmAnn, münchen

vorsitzender des vorstands der allianz se

Dr. tESSEn VOn HEYDEBrECK, berlin

ehemaliges mitglied des konzernvorstands der deutsche bank aktiengesellschaft

ArtHUr KELLY, chicago, illinois/usa

geschäftsführender gesellschafter der kel enterprises l. p.

rOLF KLEFFmAnn, wehrbleck

vorsitzender des betriebsrats der erdölwerke barnstorf der wintershall holding ag

mAX DIEtrICH KLEY, heidelberg

rechtsanwalt

PrOF. Dr. rEnAtE KÖCHEr, allensbach

geschäftsführerin des instituts für demoskopie allensbach, gesellschaft zum studium der öffentlichen meinung mbh

EVA KrAUt, ludwigshafen

vorsitzende des betriebsrats der basf it services gmbh, betrieb ludwigshafen

ULrICH KüPPErS, ludwigshafen

mitglied der geschäftsführung der treuhandstelle für bergmannswohnstätten im rheinisch-westfälischen steinkohlenbezirk gmbh

KOnrAD mAntEUFFEL, bensheim

mitglied des betriebsrats des werks ludwigshafen der basf se

HAnS DIEtEr PÖtSCH, wolfsburg

mitglied des vorstands der volkswagen ag

PrOF. Dr. HErmAnn SCHOLL, stuttgart

vorsitzender des aufsichtsrats der robert bosch gmbh und geschäftsführender gesellschafter der robert bosch industrietreuhand kg

rALF SIKOrSKI, wiesbaden

landesbezirksleiter der industriegewerkschaft bergbau, chemie, energie – landesbezirk rheinland-pfalz/saarland

rOBErt StUDEr, zürich/schweiz

ehemaliger vorsitzender des aufsichtsrats der union bank of switzerland

mICHAEL VASSILIADIS, hemmingen

mitglied des geschäftsführenden hauptvorstands der industriegewerkschaft bergbau, chemie, energie

Dr. FrIEDrICH WIrSInG, kaiserslautern

betriebsleiter im werk ludwigshafen der basf se

vergütungsbericht

der vergütungsbericht beschreibt die grundzüge des vergütungssystems für die vorstandsmitglieder und erläutert struktur und höhe der individuellen vorstandseinkommen. der bericht enthält ferner angaben zu leistungen, die den vorstandsmitgliedern für den fall der beendigung ihrer tätigkeit zugesagt worden sind. der vergütungsbericht enthält auch angaben zur vergütung des aufsichtsrats.

vergütung des vorstands

die darstellung der Vergütung des Vorstands enthält die nach deutschem handelsrecht, erweitert durch das Vorstandsvergütungsoffenlegungsgesetz (Vorstog), erforderlichen Angaben und richtet sich nach den empfehlungen des deutschen Corporate governance kodex.

die systematik der Vergütung des Vorstands wird auf Vorschlag des Personalausschusses (siehe seite 129) durch den Aufsichtsrat (siehe seite 134) festgelegt. Über die höhe der Vergütung im einzelfall entscheidet der Personalausschuss. die Festlegung von systematik und höhe der Vergütung orientiert sich an der größe und wirtschaftlichen Lage des unternehmens sowie an der Leistung des Vorstands. Weltweit tätige unternehmen aus europa dienen als Referenz. eine Überprüfung von systematik und höhe der Vorstandsvergütung erfolgt in regelmäßigen Abständen von drei Jahren. die letzte Überprüfung erfolgte zum 27. April 2006. dabei wurde die variable Vergütung des Vorstands (Jahrestantieme) mit Wirkung ab dem Jahr 2007 erhöht.

die bezüge des Vorstands setzen sich zusammen aus:

    1. einem festen Jahresgehalt,
    1. einer jährlichen variablen Vergütung,
    1. einer aktienkursbasierten Vergütung in Form von virtuellen Aktienoptionen (im Folgenden: optionen) als Langfristkomponente,
    1. sachbezügen und sonstigen zusatzvergütungen in unterschiedlichem umfang sowie
    1. einer betrieblichen Altersversorgung.

die höhe der jährlichen variablen Vergütung, die gewährten optionen und die höhe der Altersversorgung werden maßgeblich vom unternehmenserfolg bestimmt. Im Rahmen der gesamtvergütung kommt dem unternehmenserfolg deshalb ein besonderes gewicht zu.

die Vergütungskomponenten stellen sich im einzelnen wie folgt dar:

    1. die jährliche feste Vergütung wird in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt.
    1. die gesamtkapitalrendite bildet die bemessungsgrundlage für die variable Vergütung aller Mitarbeitergruppen und bestimmt auch die jährliche variable Vergütung des Vorstands (Jahrestantieme). die Jahrestantieme wird jeweils im Anschluss an die hauptversammlung für das abgelaufene geschäftsjahr ausgezahlt.

die Mitglieder des Vorstands können wie andere Mitarbeitergruppen auch zu gunsten von Versorgungsanwartschaften auf teile ihrer variablen Vergütung in höhe von bis zu 30.000 € jährlich verzichten (gehaltsumwandlung). Von dieser Möglichkeit haben die Vorstandsmitglieder in unterschiedlichem umfang gebrauch gemacht.

    1. der Vorstand hat die Möglichkeit, am bAsFoptionsprogramm (boP) für obere Führungskräfte teilzunehmen (siehe tabelle). zu den einzelheiten des bAsFoptionsprogramms siehe seite 210.
    1. zu den sachbezügen und sonstigen zusatzvergütungen zählen delegationszulagen, Prämien für unfallversicherung und ähnliches sowie geldwerte Vorteile durch die zurverfügungstellung von kommunikationsmitteln, Verkehrsmitteln und sicherheitsmaßnahmen. kredite und Vorschüsse wurden Mitgliedern des Vorstands nicht gewährt.
    1. die einzelheiten der betrieblichen Altersversorgung sind im Abschnitt Versorgungszusagen auf seite 139 dargestellt.

Auf basis dieser grundsätze ergab sich folgende Vergütung für die einzelnen Mitglieder des Vorstands:

tausend €

erfolgsunabhängige Vergütung erfolgs
bezogene
Vergütung
gewährte optionen 2
Jahr Fest
vergütung
sachbezüge
und sonstige
zusatz
vergütungen
Jahres
tantieme 1
bar
vergütung
gesamt
Anzahl Marktwert
zum zeit
punkt der
gewährung
gesamt
vergütung
(barvergütung
plus gewährte
optionsrechte)
dr. Jürgen hambrecht 2008 1.100 112 2.220 3.432 74.328 967 4.399
Vorsitzender 2007 1.100 140 2.800 4.040 60.168 1.172 5.212
dr. h.c. eggert Voscherau 2008 244 33 492 769 769
stellv. Vorsitzender (bis 24.4.2008) 2007 732 145 1.862 2.739 40.008 779 3.518
dr. harald schwager 2008 550 337 3 1.110 1.997 14.728 192 2.189
(seit 1.1.2008) 2007
dr. kurt bock 2008 555 4 855 5 1.110 2.520 37.160 483 3.003
2007 550 106 1.400 2.056 30.080 586 2.642
dr. John Feldmann 2008 550 71 1.110 1.731 37.160 483 2.214
2007 550 93 1.400 2.043 30.080 586 2.629
dr. hans­ulrich engel 2008 457 325 3 925 1.707 11.944 155 1.862
(seit 4.3.2008) 2007
dr. Andreas kreimeyer 2008 550 98 1.110 1.758 37.160 483 2.241
2007 550 96 1.400 2.046 30.080 586 2.632
dr. stefan Marcinowski 2008 550 83 1.110 1.743 37.160 483 2.226
2007 550 102 1.400 2.052 30.080 586 2.638
dr. Martin brudermüller 2008 550 941 5 1.110 2.601 37.160 483 3.084
2007 550 964 5 1.400 2.914 30.080 586 3.500
Peter oakley 2008 113 22 231 366 366
(bis 14.1.2008) 2007 550 123 1.400 2.073 30.080 586 2.659
klaus Peter Löbbe 2008
(bis 31.7.2007) 2007 309 4 621 5 1.072 2.002 30.080 586 2.588
summe 2008: 5.219 2.877 10.528 18.624 286.800 3.729 22.353
summe 2007: 5.441 2.390 14.134 21.965 310.736 6.053 28.018

1 basis für die Jahrestantieme ist die gesamtkapitalrendite, die auch für die variable Vergütung anderer Mitarbeitergruppen zu grunde gelegt wird. der Ausweis erfolgt einschließlich etwaiger gehaltsumwandlungsbeträge.

2 berücksichtigt auch bei den Angaben für 2007 den Aktiensplit im Verhältnis 1:2, der im zweiten Quartal 2008 durchgeführt wurde.

3 enthält Aufwand für sicherheitsmaßnahmen am Wohnhaus anlässlich der bestellung zum Vorstand

4 Auszahlung erfolgt im Ausland in lokaler Währung auf basis eines sich in deutschland theoretisch ergebenden (zeitanteiligen) nettogehalts.

hierdurch ergibt sich die Abweichung zur vertraglichen bruttoFestvergütung in euro (550 tausend € pro Jahr).

5 enthält delegationsbedingte zahlungen, wie zum beispiel die Übernahme ortsüblicher Mietkosten

Während im Jahr 2007 auf die zugeteilten optionsrechte Personalaufwand entfiel, führten sie im Jahr 2008 zu einem ertrag. dieser ertrag bezieht sich auf die summe aller optionsrechte aus den Programmen boP 2001 bis boP 2008. er ergibt sich aus einer stichtagsbezogenen bewertung dieser optionsrechte zum 31. dezember 2008 und der Veränderung dieses Wertes gegenüber dem 31. dezember 2007 unter berücksichtigung der im Jahr

2008 ausgeübten und neu gewährten optionsrechte. Maßgeblich für die bewertung der optionsrechte sind dabei die kursentwicklung der bAsFAktie und ihre outperformance gegenüber den in den Programmen boP 2001 bis boP 2008 festgelegten Vergleichsindizes. da der Wert der zum 31. dezember 2008 vorhandenen optionsrechte geringer war als der Wert der zum 31. dezember 2007 vorhandenen optionsrechte,

entfällt auf das Jahr 2008 kein Personalaufwand, sondern ein ertrag. hauptursache für den niedrigeren Wert der zum 31. dezember 2008 vorhandenen optionsrechte ist der gesunkene kurs der bAsFAktie.

der auf die zugeteilten optionsrechte im Jahr 2008 entfallende ertrag beträgt für dr. Jürgen hambrecht 1.055 tausend € (2007: Personalaufwand in höhe von 6.268 tausend €), für dr. h.c. eggert Voscherau 766 tausend € (2007: Personalaufwand in höhe von 3.226 tausend €), für dr. harald schwager 151 tausend € (2007: –), für dr. kurt bock 1.045 tausend € (2007: Personalaufwand in höhe von 2.978 tausend €), für dr. John Feldmann 621 tausend € (2007: Personalaufwand in höhe von 3.333 tausend €), für dr. hansulrich engel 1.458 tausend € (2007: –), für dr. Andreas kreimeyer 416 tausend € (2007: Personalaufwand in höhe von 1.327 tausend €), für dr. stefan Marcinowski 446 tausend € (2007: Personalaufwand in höhe von 3.574 tausend €), für dr. Martin brudermüller 790 tausend € (2007: Personalaufwand in höhe von 1.095 tausend €) und für Peter oakley 1.755 tausend € (2007: Personalaufwand in höhe von 3.788 tausend €).

der dargestellte ertrag beziehungsweise der Personalaufwand ist als rechnerische größe nicht mit dem tatsächlichen zufluss der realisierten gewinne bei Ausübung der optionsrechte gleichzusetzen. Über zeitpunkt und umfang der Ausübungen der optionsrechte aus den einzelnen Jahren entscheiden die Mitglieder des Vorstands unter beachtung der allgemeinen bedingungen und obergrenzen des bAsFoptionsprogramms (boP) für obere Führungskräfte.

die Mitglieder des Vorstands werden unter berücksichtigung eines selbstbehalts in die deckung einer von der gesellschaft abgeschlossenen Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (d & o Versicherung) einbezogen. mehr zum basf-optionsprogramm (bop) ab seite 210

versorgungszusagen

Im Rahmen der den Mitgliedern des Vorstands erteilten Versorgungszusagen werden jährliche Rentenbausteine angesammelt. dabei entspricht die systematik zur bestimmung der höhe der Versorgungsleistungen grundsätzlich derjenigen, die auch den Versorgungszusagen für andere Mitarbeitergruppen zu grunde liegt. ziel dieser systematik ist es, sowohl dem unternehmenserfolg als auch dem karriereverlauf des jeweiligen Vorstandsmitglieds einen maßgeblichen einfluss auf die höhe der erreichbaren Versorgungsleistung einzuräumen.

der im jeweiligen geschäftsjahr zu erwerbende Pensionsanspruch (Rentenbaustein) setzt sich aus einem fixen und einem variablen teil zusammen. der fixe teil ergibt sich durch Multiplikation der jährlichen Festvergütung oberhalb der beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung mit einem Prozentsatz (Versorgungsfaktor) von 35%. der hieraus resultierende betrag wird mittels versicherungsmathematischer Faktoren verrentet, also unter berücksichtigung eines Rechnungszinses (6%), einer sterbe, Invaliditäts und hinterbliebenenwahrscheinlichkeit (heubeckRichttafeln 1998) sowie einer angenommenen Rentenanpassung (1,5% pro Jahr) in eine lebenslange Rente umgerechnet. Ab eintritt des Versorgungsfalls wird diese Rente gezahlt. der variable teil des Rentenbausteins ist von der gesamtkapitalrendite des jeweiligen geschäftsjahres abhängig. Als basis wird eine gesamtkapitalrendite von 12% zu grunde gelegt, bei deren erreichen der variable teil des Rentenbausteins dem fixen teil entspricht. davon ausgehend entwickelt sich die höhe des variablen teils des Rentenbausteins zwischen 10 und 14% gesamtkapitalrendite linear. der fixe und der variable teil ergeben zusammen den für das entsprechende geschäftsjahr erworbenen Rentenbaustein. die einzelnen in den jeweiligen geschäftsjahren erworbenen Rentenbausteine werden aufsummiert und bestimmen im Versorgungsfall die dem jeweiligen Vorstandsmitglied zustehende Versorgungsleistung. der Versorgungsfall tritt ein bei beendigung des dienstverhältnisses nach Vollendung des 60. Lebensjahres oder auf grund von Invalidität oder tod. die laufenden Rentenleistungen werden entsprechend der Veränderung des "Verbraucherpreisindex für deutschland", mindestens aber um 1% pro Jahr, angepasst.

die Rentenbausteine umfassen auch eine Anwartschaft auf hinterbliebenenleistungen. Im Falle des todes eines aktiven oder ehemaligen Vorstandsmitglieds erhalten der hinterbliebene ehegatte 60%, jede halbwaise 10%, eine Vollwaise 33%, zwei Vollwaisen je 25% sowie drei und mehr Vollwaisen je 20% der Versorgungsleistung, auf die das (ehemalige) Vorstandsmitglied Anspruch oder Anwartschaft hatte. die höchstgrenze für die hinterbliebenenleistungen insgesamt beträgt 75% der Vorstandspension. Übersteigen die hinterbliebenenleistungen diese höchstgrenze, werden sie verhältnismäßig gekürzt.

Wie grundsätzlich alle Mitarbeiter der bAsF se, sind auch die Mitglieder des Vorstands Mitglied der bAsF Pensionskasse VVag. beitragszahlung und Versorgungsleistungen bestimmen sich dabei nach deren satzung und den Allgemeinen Versicherungsbedingungen.

die kosten für die im Jahr 2008 erworbenen Versorgungsansprüche (service Cost) betragen für dr. Jürgen hambrecht 333 tausend € (2007: 507 tausend €), für dr. h.c. eggert Voscherau 43 tausend € (2007: 108 tausend €), für dr. harald schwager 556 tausend € (2007: –), für dr. kurt bock 546 tausend € (2007: 633 tausend €), für dr. John Feldmann 571 tausend € (2007: 658 tausend €), für dr. hansulrich engel 448 tausend € (2007: –), für dr. Andreas kreimeyer 558 tausend € (2007: 652 tausend €), für dr. stefan Marcinowski 559 tausend € (2007: 621 tausend €), für dr. Martin brudermüller 555 tausend € (2007: 638 tausend €) und für Peter oakley 117 tausend € (2007: 577 tausend €). In diesen beträgen sind auch die kosten für die aus einer etwaigen gehaltsumwandlung resultierenden Versorgungsansprüche enthalten.

Wie bei den Versorgungszusagen der oberen Führungskräfte, wurden auch bei den Versorgungszusagen der Mitglieder des Vorstands im Jahr 2008 die grundlagen für die berechnung der zukünftigen jährlichen Rentenbausteine angepasst. Für Rentenbausteine, die ab dem 1. Januar 2009 erworben werden, gelten danach ein aktualisierter Rechnungszins von 5% (bisher 6%) und eine aktualisierte sterbe, Invaliditäts und hinterbliebenenwahrscheinlichkeit (heubeckRichttafeln 2005g; bisher heubeckRichttafeln 1998). Für neue Vorstandsmitglieder sowie bei Mandatsverlängerungen ab 1. Januar 2009 gilt außerdem ein Versorgungsfaktor von 32% (bisher 35%). Im Übrigen bleibt die oben beschriebene systematik zur berechnung der Rentenbausteine unverändert.

leistungen bei beendigung des vorstandsmandats a) vorstandsmitglieder, deren aktuelles mandat vor dem 1. januar 2008 begonnen hat

scheidet ein Vorstandsmitglied vor Vollendung des 60. Lebensjahres aus dem dienstverhältnis aus, weil seine bestellung entweder nicht verlängert oder widerrufen wurde, gilt dies als eintritt des Versorgungsfalls im sinne der Versorgungszusage. In diesem Fall ist das unternehmen berechtigt, bezüge aus einer anderweitigen beschäftigung auf die Pensionsbezüge anzurechnen.

beendigung des Vorstandsmandats nach eintritt eines kontrollwechsels ("Change of Control"): ein "Change of Control" im sinne dieser Regelung liegt vor, wenn ein Aktionär gegenüber bAsF den besitz einer beteiligung

von mindestens 25% oder die Aufstockung einer solchen beteiligung mitteilt.

bei Widerruf der Vorstandsbestellung innerhalb eines Jahres nach eintritt eines "Change of Control" werden die bezüge (feste Vergütung und Jahrestantieme) bis zum regulären Mandatsablauf weitergezahlt. Außerdem erhält das Vorstandsmitglied in Abhängigkeit von der Restlaufzeit des Vertrages eine einmalzahlung in höhe von maximal 2,5 Jahresbezügen (aktuelle feste Vergütung und letzte Jahrestantieme). die summe aus der Fortzahlung der bezüge und der einmalzahlung darf fünf Jahresbezüge nicht überschreiten. Weiterhin kann sich das Vorstandsmitglied innerhalb von drei Monaten seine im Rahmen des boP noch vorhandenen optionen zum Marktwert abfinden lassen. das durch den Widerruf der Vorstandsbestellung bedingte Ausscheiden gilt als eintritt des Versorgungsfalls im sinne der Versorgungszusage. dabei werden die bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres fehlenden dienstjahre bei der ermittlung der höhe der Versorgungsleistungen entsprechend berücksichtigt.

beträgt bei eintritt des "Change of Control" der zeitraum bis zum Ablauf des aktuellen Vorstandsmandats weniger als zwei Jahre und wird die bestellung anschließend nicht um mindestens zwei Jahre verlängert, gilt das Vorgenannte entsprechend.

Voraussetzung für die genannten zahlungen ist jeweils, dass das Vorstandsmitglied nicht durch schuldhaftes Verhalten zur beendigung beziehungsweise nichtverlängerung des Mandats Anlass gegeben hat.

b) verträge ab 1. januar 2008

die Verträge für neue Mitglieder des Vorstands seit 1. Januar 2008 enthalten folgende wesentliche änderungen:

das Ausscheiden vor Vollendung des 60. Lebensjahres gilt nur noch dann als eintritt des Versorgungsfalls im sinne der Versorgungszusage, wenn das Vorstandsmitglied mindestens zehn Jahre im Vorstand war oder der zeitraum bis zum erreichen des gesetzlichen Renteneintrittsalters weniger als zehn Jahre beträgt. das unternehmen ist berechtigt, bezüge aus einer anderweitigen beschäftigung bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter auf die Pensionsbezüge anzurechnen.

bei Widerruf der Vorstandsbestellung innerhalb eines Jahres nach eintritt eines "Change of Control" erhält das Vorstandsmitglied nur noch die bis zum regulären Mandatsablauf ausstehende Vergütung (feste Vergütung und Jahrestantieme auf basis einer gesamtkapitalrendite von 12%) als einmalzahlung.

Ab 1. Januar 2009 gelten diese änderungen auch bei Verlängerungen von aktuellen Vorstandsmandaten, die vor dem 1. Januar 2008 begonnen haben.

bei neuen Vorstandsmitgliedern und Mandatsverlängerungen ab 1. Januar 2009 wird außerdem eine generelle begrenzung einer etwaigen Abfindung in die Verträge aufgenommen. danach dürfen bei vorzeitiger beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen grund die zahlungen an das Vorstandsmitglied einschließlich nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (AbfindungsCap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Für die berechnung des AbfindungsCaps wird auf die gesamtvergütung des abgelaufenen geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche gesamtvergütung des laufenden geschäftsjahres abgestellt. bei vorzeitiger beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines "Change of Control" dürfen die Leistungen 150% des AbfindungsCaps nicht übersteigen.

ehemalige vorstände

die gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer hinterbliebenen im Jahr 2008 beliefen sich auf 6,0 Millionen € (2007: 7,1 Millionen €). hierin enthalten sind auch zahlungen, die durch die früheren Mitglieder des Vorstands durch eine etwaige gehaltsumwandlung selbst finanziert wurden. die Pensionsrückstellungen für diese Personengruppe betragen 83,4 Millionen € (2007: 76,9 Millionen €).

vergütung des aufsichtsrats

die darstellung der Vergütung des Aufsichtsrats enthält die nach deutschem handelsrecht erforderlichen Angaben und richtet sich nach den empfehlungen des deutschen Corporate governance kodex.

die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der von der hauptversammlung beschlossenen satzung festgelegt. Für den Aufsichtsrat der bAsF Aktiengesellschaft war die Vergütung in § 12 der satzung der bAsF Aktiengesellschaft geregelt. die Regelungen zur Aufsichtsratsvergütung wurden im Rahmen der umwandlung der bAsF Aktiengesellschaft in die bAsF se inhaltlich unverändert in den jetzigen § 14 der satzung der bAsF se übernommen.

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält jährlich eine feste Vergütung von 60.000 € und eine erfolgsorientierte variable Vergütung für jeden vollen 0,01 €, um den das im konzernabschluss für das geschäftsjahr, für das die Vergütung gezahlt wird, ausgewiesene ergebnis je Aktie der bAsFgruppe das Mindestergebnis je Aktie übersteigt. Für das geschäftsjahr 2008 beträgt das Mindestergebnis

je Aktie 1,35 €. die erfolgsorientierte variable Vergütung beträgt 800 € je vollen 0,01 € ergebnis je Aktie bis zu einem ergebnis je Aktie von 2,10 €, 600 € für jeden weiteren 0,01 € ergebnis je Aktie bis zu einem ergebnis je Aktie von 2,60 € und 400 € für jeden darüber hinausgehenden 0,01 €. die erfolgsorientierte variable Vergütung ist begrenzt auf den höchstbetrag von 120.000 €. das Mindestergebnis je Aktie und die weiteren schwellenwerte erhöhen sich für jedes folgende geschäftsjahr um jeweils 0,05 €. Auf der basis des im konzernabschluss 2008 ausgewiesenen ergebnisses je Aktie von 3,13 € beträgt die erfolgsorientierte Vergütung für das Jahr 2008 111.200 €. der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das zweieinhalbfache, ein stellvertretender Vorsitzender das eineinhalbfache der Vergütung eines ordentlichen Mitglieds.

Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss mit Ausnahme des nominierungsausschusses angehören, erhalten hierfür eine weitere feste Vergütung in höhe von 12.500 €. Für den Prüfungsausschuss beträgt die weitere feste Vergütung 25.000 €. der Vorsitzende eines Ausschusses erhält das doppelte, ein stellvertretender Vorsitzender das eineinhalbfache der weiteren festen Vergütung.

die gesellschaft leistet jedem Aufsichtsratsmitglied ersatz seiner Auslagen sowie der von ihm wegen seiner tätigkeit als Mitglied des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses zu entrichtenden umsatzsteuer. die gesellschaft gewährt ferner den Mitgliedern des Aufsichtsrats für ihre teilnahme an einer sitzung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse, denen sie angehören, ein sitzungsgeld von 500 € und bezieht die Aufgabenwahrnehmung der Mitglieder des Aufsichtsrats in die deckung einer von ihr abgeschlossenen Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (d & oVersicherung) mit ein.

vergütung des aufsichtsrats der basf aktiengesellschaft

Mit Wirksamwerden des Formwechsels der bAsF Aktiengesellschaft in die bAsF se am 14. Januar 2008 sind die Mandate der bisherigen Aufsichtsratsmitglieder der bAsF Aktiengesellschaft beendet worden. deshalb erhalten sie für ihre tätigkeit im Jahr 2008 gemäß § 12 ziffer 4 der satzung der bAsF Aktiengesellschaft zeitanteilig ein zwölftel der oben beschriebenen Vergütung.

Für die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats der bAsF Aktiengesellschaft (bis 14. Januar 2008) ergibt sich folgende Vergütung:

tausend €

Feste Vergütung erfolgsorientierte variable
Vergütung
Vergütung für
Ausschusstätigkeit
gesamtvergütung
2008 1 2007 2008 1 2007 2008 1 2007 2008 1 2007
Prof. dr. Jürgen strube, Vorsitzender 2 12,5 150 23,2 300 2,1 25 37,8 475
Robert oswald, stellv. Vorsitzender 3 7,5 90 13,9 180 1 12,5 22,4 282,5
Ralf­gerd bastian 5 60 9,3 120 14,3 180
Wolfgang daniel 5 60 9,3 120 14,3 180
Prof. dr. François diederich 5 60 9,3 120 14,3 180
Michael diekmann 5 60 9,3 120 14,3 180
dr. tessen von heydebreck 3 5 60 9,3 120 1 12,5 15,3 192,5
Arthur kelly 5 60 9,3 120 14,3 180
Rolf kleffmann 5 60 9,3 120 14,3 180
Max dietrich kley 4 5 60 9,3 120 4,2 50 18,5 230
Prof. dr. Renate köcher 5 60 9,3 120 14,3 180
eva kraut 5 60 9,3 120 14,3 180
ulrich küppers 5 60 9,3 120 14,3 180
konrad Manteuffel 5 60 9,3 120 14,3 180
hans dieter Pötsch 5 5 60 9,3 120 2,1 25 16,4 205
Prof. dr. hermann scholl 5 60 9,3 120 14,3 180
Ralf sikorski 5 60 9,3 120 14,3 180
Robert studer 5 60 9,3 120 14,3 180
Michael Vassiliadis 3, 5 5 60 9,3 120 3,1 37,5 17,4 217,5
dr. Friedrich Wirsing 5 5 40 9,3 80 2,1 12,5 16,4 132,5
dr. karlheinz Messmer 5
(bis 30.04.2007)
20 40 8,3 68,3
summe: 110 1.320 204,5 2.640 15,6 183,3 330,1 4.143,3

1 Für den Vergleich mit der Vergütung für 2007 ist die Vergütung für die tätigkeit als Aufsichtsrat der bAsF se (nächste tabelle) mitzuberücksichtigen

2 Vorsitzender des Personalausschusses

3 Mitglied des Personalausschusses

4 Vorsitzender des Prüfungsausschusses

5 Mitglied des Prüfungsausschusses

vergütung des aufsichtsrats der basf se

der neu konstituierte Aufsichtsrat der bAsF se ist mit Wirksamwerden des Formwechsels der bAsF Aktiengesellschaft in die bAsF se am 14. Januar 2008 entstanden. eine Vergütung für die Amtszeit der Mitglieder des ersten Aufsichtsrats bis zur ordentlichen hauptversammlung am 30. April 2009 kann gemäß § 113 Abs. 2 des Aktiengesetzes nur durch die hauptversammlung festgelegt werden. Vorstand und Aufsichtsrat werden der hauptversammlung vorschlagen, eine Vergütung entsprechend der Regelung in § 14 der satzung der bAsF se zu gewähren. um eine doppelzahlung zu vermeiden, wird für Januar 2008 eine Vergütung nur für die in diesem Monat erstmals übernommenen Aufsichtsratsfunktionen gewährt. danach würde sich folgende Vergütung ergeben:

tausend €

Feste Vergütung erfolgsorientierte
variable Vergütung
Vergütung für
Ausschusstätigkeit
gesamtvergütung
Prof. dr. Jürgen strube, Vorsitzender 1 137,5 254,8 22,9 415,2
Michael diekmann, stellv. Vorsitzender 85 157,5 242,5
Robert oswald, stellv. Vorsitzender 2 82,5 152,9 11,5 246,9
Ralf­gerd bastian 4 55 101,9 25 181,9
Wolfgang daniel 55 101,9 156,9
Prof. dr. François diederich 55 101,9 156,9
Franz Fehrenbach 4 60 111,2 25 196,2
dr. tessen von heydebreck 2 55 101,9 11,5 168,4
Max dietrich kley 3 55 101,9 45,8 202,7
ulrich küppers (bis 30.05.2008) 20 37,1 57,1
denise schellemans 60 111,2 171,2
Ralf sikorski (ab 31.05.2008) 40 74,1 114,1
Michael Vassiliadis 2, 4 55 101,9 34,4 191,3
summe 815 1.510,2 176,1 2.501,3

1 Vorsitzender des Personalausschusses

2 Mitglied des Personalausschusses

3 Vorsitzender des Prüfungsausschusses

4 Mitglied des Prüfungsausschusses

Vorbehaltlich eines entsprechenden beschlusses der hauptversammlung am 30. April 2009 beträgt die gesamtvergütung des Aufsichtsrats der gesellschaft einschließlich des sitzungsgeldes für die tätigkeit im Jahr 2008 2,9 Millionen € (2007: 4,2 Millionen €).

die Aufsichtsrats und die Ausschussvergütungen werden fällig nach Ablauf der hauptversammlung, die den für die bemessung der variablen Vergütung maßgeblichen konzernabschluss entgegennimmt. die Vergütungen für das Jahr 2008 werden dementsprechend nach der hauptversammlung am 30. April 2009 gezahlt.

Im Jahr 2008 hat die gesellschaft dem Aufsichtsratsmitglied Prof. dr. diederich auf grund eines mit zustimmung des Aufsichtsrats abgeschlossenen beratungsvertrags auf dem gebiet der chemischen Forschung Vergütungen in höhe von insgesamt rund 24.200 € (2007: rund 23.400 €) zuzüglich umsatzsteuer und Auslagenersatz gezahlt.

darüber hinaus haben Aufsichtsratsmitglieder im Jahr 2008 keine weiteren Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere beratungs und Vermittlungsleistungen, erhalten.

mehr zum aktienbesitz von vorstand und aufsichtsrat auf seite 132

bericht des aufsichtsrats

sehr geehrte aktionärinnen und aktionäre,

das Jahr 2008 begann für die bAsF mit dem start der neuen Rechtsform der europäischen Aktiengesellschaft, der se. Mit diesem Wandel waren und sind bedeutende änderungen im Corporategovernancesystem der bAsF verbunden. seit dem 14. Januar 2008 besteht der Aufsichtsrat der bAsF nicht mehr aus 20, sondern aus 12 Mitgliedern, die je zur hälfte von der hauptversammlung und der Vertretung der Arbeitnehmer bestellt werden. statt des deutschen Mitbestimmungsgesetzes haben wir mit der von der unternehmensleitung und der Arbeitnehmervertretung abgeschlossenen beteiligungsvereinbarung eine maßgeschneiderte Rechtsgrundlage für die beteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat und für den neu geschaffenen bAsF europa betriebsrat. damit ist die beteiligung der Arbeitnehmer an grundlegenden unternehmensentscheidungen nicht mehr ausschließlich auf die in deutschland beschäftigten Mitarbeiter beschränkt, sondern erstreckt sich auf die übrigen Mitarbeiter in europa. der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass sich durch diese strukturellen Veränderungen Qualität und effizienz der Aufsichtsratstätigkeit weiter verbessert haben und die überwachende begleitung und strategische beratung des Vorstands intensiviert werden konnte.

der sicherstellung einer guten Corporate governance misst der Aufsichtsrat höchste bedeutung zu: der Aufsichtsrat hat sich deshalb gemeinsam mit dem Vorstand entschlossen, zukünftig sämtlichen empfehlungen des deutschen Corporate governance kodex in der von der kodexkommission am 6. Juni 2008 beschlossenen Fassung zu entsprechen.

das Jahr 2008 ist in wirtschaftlicher hinsicht gekennzeichnet durch die bestehende Finanzmarktkrise und die sich im Laufe des Jahres immer deutlicher abzeichnende Wirtschaftskrise, von der auch die bAsF in den letzten beiden Monaten des geschäftsjahres massiv betroffen wurde. diese krise wird sich 2009 fortsetzen, und es ist derzeit nicht absehbar, wann eine Wende zum besseren eintreten wird. gerade das vierte Quartal des Jahres 2008 zeigt, wie schnell auf großen wirtschaftlichen erfolg mit Rekordergebnissen eine dramatische geschäftliche talfahrt folgen kann. die derzeitige Lage zeigt aber auch, wie richtig die von der bAsF verfolgte strategie mit einem breiten spektrum an geschäftsfeldern und ihrer zukunftsorientierung auf wachstumsstarke und innovative Märkte auf dem gebiet der Chemie und in chemienahen bereichen ist. diesen Weg wird die bAsF konsequent verfolgen und zukunftsweisende geschäftsfelder weiter ausbauen. hierzu gehört der erwerb der Ciba, durch den sich die bAsF

in sehr interessanten Produktbereichen stärken wird. die Reaktion des unternehmens auf die entwicklungen am ende des Jahres 2008 zeigt nach Überzeugung des Aufsichtsrats aber auch: die bAsF hat ein entschlossen handelndes Managementteam und hochmotivierte, qualifizierte Mitarbeiter, mit denen sie noch stärker aus der gegenwärtigen Wirtschaftskrise hervorgehen wird. der Vorstand hat mit seinen frühzeitigen, konsequenten und sehr flexiblen Maßnahmen sehr schnell und ausgewogen die Anzeichen der krise aufgenommen und negative Auswirkungen weitestmöglich begrenzt. er hatte dabei immer die volle unterstützung des gesamten Aufsichtsrats.

überwachung und beratung im kontinuierlichen dialog mit dem vorstand

der Aufsichtsrat der bAsF se hat im abgelaufenen geschäftsjahr 2008 die ihm nach gesetz und satzung obliegenden Aufgaben mit großer sorgfalt wahrgenommen. Wir haben die geschäftsführung des Vorstands regelmäßig überwacht und in diesem Rahmen die strategische Weiterentwicklung der gesellschaft und wesentliche einzelmaßnahmen beratend begleitet. hierzu hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand in seinen sechs sitzungen ausführlich durch schriftliche und mündliche berichte über die geschäftspolitik, die geschäftslage und entwicklung, die Rentabilität sowie die unternehmensplanung einschließlich der Finanz, Investitions und Personalplanung der gesellschaft und ihrer wesentlichen beteiligungsgesellschaften sowie über Abweichungen des geschäftsverlaufs von den Planungen unterrichten lassen. der Aufsichtsrat hat die berichte des Vorstands eingehend diskutiert und die entwicklungsperspektiven des unternehmens und der einzelnen Arbeitsgebiete mit dem Vorstand erörtert. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen ließ sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats regelmäßig vom Vorstandsvorsitzenden über die aktuelle entwicklung der geschäftslage und wesentliche geschäftsvorfälle informieren. In entscheidungen von wesentlicher bedeutung war der Aufsichtsrat stets frühzeitig eingebunden. sofern zu einzelmaßnahmen des Vorstands, die nach gesetz oder satzung der zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, entscheidungen des Aufsichtsrats erforderlich waren, haben wir darüber beschluss gefasst.

die von den Aktionären und die von den Arbeitnehmern gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats haben die sitzungen in getrennten Vorbesprechungen vorbereitet. Mit Ausnahme einer sitzung, bei der ein Mitglied aus wichtigem grund nicht teilnehmen konnte, haben an allen sitzungen des Aufsichtsrats sämtliche Mitglieder teilgenommen.

In allen sitzungen hat sich der Aufsichtsrat mit der Weiterentwicklung der geschäftsaktivitäten der bAsFgruppe durch Akquisitionen, devestitionen und Investitionsprojekte auseinandergesetzt und den Vorstand in diesen für die zukunft des unternehmens entscheidenden Fragen beraten. zu den Vorhaben, die der Aufsichtsrat wiederholt diskutiert hat, gehören die erfolgeichen Übernahmeangebote für die Ciba holding Ag und die Revus energy AsA. beide Akquisitionen betrachtet der Aufsichtsrat als sehr gute ergänzungen der bestehenden bAsFgeschäftsfelder. Wir haben uns auch mehrfach mit dem sehr zyklischen und rohölnahen Arbeitsgebiet styrenics beschäftigt, von dem sich die bAsF trennen will, sowie mit der Weiterentwicklung des Arbeitsgebiets textil und Lederchemikalien, das von nur geringem Marktwachstum und hohem Wettbewerbsdruck gekennzeichnet ist. In der sitzung am 4. Juli 2008 haben wir uns schwerpunktmäßig mit den vom Vorstand identifizierten Wachstumsclustern befasst, bei denen wir für die bAsF große zukunftschancen sehen und die einen schwerpunkt in der Forschung und entwicklung der bAsFgruppe bilden. es handelt sich um die gebiete Weiße biotechnologie, grüne oder Pflanzenbiotechnologie, wozu unter anderem die Forschungs und entwicklungszusammenarbeit mit Monsanto gehört, Rohstoffwandel, energiemanagement und nanotechnologie. In mehreren sitzungen haben wir uns zudem über die entwicklungen des für die geschäftstätigkeit der bAsF bedeutenden regulatorischen umfeldes, insbesondere den emissionshandel in der europäischen union und die Auswirkungen der euChemikalienverordnung ReACh, informieren lassen. In der sitzung am 3. dezember 2008 haben wir die operative Planung und die Finanzplanung des Vorstands für das Jahr 2009 diskutiert und genehmigt sowie den Vorstand unter bestimmten Voraussetzungen zur beschaffung von Finanzierungsmitteln ermächtigt.

ausschüsse

der Aufsichtsrat der bAsF se hat drei Ausschüsse gebildet, den Ausschuss für personelle Angelegenheiten des Vorstands und kreditgewährungen gemäß § 89 Abs. 4 Aktg (Personalausschuss), den Prüfungsausschuss und den nominierungsausschuss. dem Aufsichtsrat wurde regelmäßig über die tätigkeit der Ausschüsse berichtet. dem

Personalausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. dr. Jürgen strube als Vorsitzender, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Robert oswald als stellvertretender Vorsitzender, dr. tessen von heydebreck und Michael Vassiliadis an. der Personalausschuss tagte im berichtszeitraum fünf Mal. er hat sich in seinen sitzungen, teilweise gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Vorstands, insbesondere mit der langfristigen nachfolgeplanung für den Vorstand befasst und die Vergütung des Vorstands eingehend beraten. Ferner wurden die zu treffenden entscheidungen des Aufsichtsrats hinsichtlich der besetzung des Vorstands intensiv beraten und dem Aufsichtsratsplenum die entsprechenden beschlussfassungen vorgeschlagen. hierzu gehörte die bestellung von dr. hansulrich engel zum Mitglied des Vorstands (bis zum 3. März 2011) und die Verlängerung des Mandats des Vorstandsmitglieds dr. Martin brudermüller (bis zur hauptversammlung 2013). der Aufsichtsrat hat in seinen sitzungen am 4. März und 4. Juli 2008 die vom Personalausschuss vorgeschlagenen beschlüsse gefasst.

dem Prüfungsausschuss gehören die Aufsichtsratsmitglieder Max dietrich kley, Ralfgerd bastian, Franz Fehrenbach und Michael Vassiliadis an. Vorsitzender ist Max dietrich kley, der darüber hinaus als "Audit Committee Financial expert" benannt worden ist. der Prüfungsausschuss hat im berichtszeitraum viermal getagt. kernpunkte seiner tätigkeit waren die Prüfung des Jahres und des konzernabschlusses 2007 der bAsF se sowie die erörterung der Quartals und halbjahresfinanzberichte vor ihrer Veröffentlichung mit dem Vorstand. Weitere schwerpunkte waren die beratung des Vorstands in Rechnungslegungsfragen, die erörterung und Festlegung der besonderen schwerpunkte der Abschlussprüfung und die Regelung der beziehungen zum Abschlussprüfer mit der beschlussfassung über die ermächtigung zur erbringung von Leistungen außerhalb der Abschlussprüfung (nonAudit services) durch den Abschlussprüfer, der Vereinbarung des Prüfungshonorars und der Überwachung seiner unabhängigkeit. der Prüfungsausschuss hat sich zudem mit den Auswirkungen neuer empfehlungen und Vorschriften auf die Arbeit des Prüfungsausschusses, insbesondere des deutschen Corporate governance kodex in der Überarbeitung vom 6. Juni 2008 und des derzeit im gesetzgebungsverfahren befindlichen bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (bilMog) befasst.

dem nominierungsausschuss gehören mit Prof. dr. Jürgen strube, Prof. dr. François diederich, Michael diekmann, Franz Fehrenbach, dr. tessen von heydebreck und Max dietrich kley ausschließlich von der hauptversammlung gewählte Aufsichtsratsmitglieder an. Aufgabe des nominierungsausschusses ist die Vorbereitung von kandidatenvorschlägen für die Wahl der von der hauptversammlung zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder. die Mitglieder des nominierungsausschusses haben die Auswahl von kandidaten für die anstehende Aufsichtsratswahl in der hauptversammlung am 30. April 2009 beraten und am 2. März 2009 einen kandidatenvorschlag beschlossen, der dem Aufsichtsrat am 3. März 2009 zur beschlussfassung vorgelegt worden ist. er enthielt auch einen Vorschlag zur Wahl des zukünftigen Aufsichtsratsvorsitzenden. der Aufsichtsrat hat den Vorschlag des nominierungsausschusses als Wahlvorschlag an die hauptversammlung beschlossen.

corporate governance und entsprechenserklärung

der Aufsichtsrat hat sich auch im Jahr 2008 wieder intensiv mit den von bAsF praktizierten Corporategovernancestandards und den kapitalmarkt und gesellschaftsrechtlichen Rahmenbedingungen in deutschland befasst. hierzu gehört vor allem der überarbeitete deutsche Corporate governance kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008, der in der sitzung am 23. oktober 2008 behandelt wurde. Insbesondere haben wir uns mit der umsetzung der neuen kodexempfehlungen zur Vorstandsvergütung befasst und entschieden, dass diesen empfehlungen entsprochen werden soll.

In der sitzung am 3. dezember 2008 wurde ausführlich über das Vergütungssystem für den Vorstand berichtet und die wesentlichen elemente der Vorstandsverträge erläutert. darauf basierend und auf Vorschlag des Personalausschusses hat der Aufsichtsrat das Vergütungssystem für den Vorstand und die wesentlichen Vertragselemente beschlossen. der Aufsichtsrat wird diese regelmäßig einer Überprüfung unterziehen. ein bedarf zur änderung des bestehenden Vergütungssystems besteht nach pflichtgemäßer einschätzung des Aufsichtsrats nicht.

ebenfalls in der sitzung am 3. dezember 2008 hat der Aufsichtsrat die gemeinsame entsprechenserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand gemäß § 161 Aktg beschlossen sowie eine effizienzprüfung und eine unabhängigkeitseinschätzung vorgenommen. die bAsF entspricht den empfehlungen des deutschen Corporate governance kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008 ohne Ausnahmen. der vollständige Wortlaut der entsprechenserklärung ist

auf seite 148 wiedergegeben und wird den Aktionären auf der Website der gesellschaft zugänglich gemacht.

den Vergütungsbericht mit der ausführlichen erläuterung von struktur und höhe der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat einschließlich der den Mitgliedern des Vorstands gemachten Versorgungszusagen finden sie auf den seiten 137 bis 143.

jahres- und konzernabschluss

der Aufsichtsrat hat auf der basis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss, über die der Vorsitzende des Prüfungsausschusses dem Aufsichtsrat bericht erstattet hat, den Jahresabschluss und den Lagebericht der bAsF se für das geschäftsjahr 2008, den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des bilanzgewinns sowie den konzernabschluss und lagebericht 2008 geprüft. die von der hauptversammlung als Prüfer der Abschlüsse des geschäftsjahres 2008 gewählte kPMg Ag Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss der bAsF se und den Abschluss der bAsFgruppe einschließlich der Lageberichte unter einbeziehung der buchführung geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 Aktg obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat. er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des unternehmens entsprechendes Informations und Überwachungssystem eingerichtet, das nach seiner konzeption und der tatsächlichen handhabung geeignet erscheint, den Fortbestand der gesellschaft gefährdende entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

die zu prüfenden unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig übermittelt. der Abschlussprüfer nahm an der bilanzprüfungssitzung des Prüfungsausschusses am 25. Februar 2009 und der bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 3. März 2009 teil und berichtete über die wesentlichen ergebnisse seiner Prüfung. zudem gab der Abschlussprüfer am Vortag der bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführliche erläuterungen zu den Prüfungsberichten.

die berichte des Abschlussprüfers haben wir zustimmend zur kenntnis genommen. das ergebnis der Vorprüfung des Prüfungsausschusses und das ergebnis unserer eigenen Prüfung entsprechen vollständig dem ergebnis der Abschlussprüfung. der Aufsichtsrat sieht keinen Anlass, einwendungen gegen die geschäftsführung und die vorgelegten Abschlüsse zu erheben.

Wir haben den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der bAsF se und den konzernabschluss der bAsFgruppe in der bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 3. März 2009 gebilligt. der Jahresabschluss der bAsF se ist damit festgestellt. dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer dividende von 1,95 € pro Aktie stimmen wir zu.

besetzung von aufsichtsrat und vorstand

der Aufsichtsrat der bAsF se setzt sich seit dem 14. Januar 2008 aus den sechs von der hauptversammlung am 26. April 2007 bestellten Anteilseignervertretern Prof. dr. Jürgen strube, Prof. dr. François diederich, Michael diekmann, Franz Fehrenbach, dr. tessen von heydebreck und Max dietrich kley sowie den in der beteiligungsvereinbarung vom 15. november 2007 bestimmten Arbeitnehmervertretern Ralfgerd bastian, Wolfgang daniel, Robert oswald, denise schellemans und Michael Vassiliadis zusammen. das in der beteiligungsvereinbarung bestimmte Aufsichtsratsmitglied ulrich küppers hat sein Mandat zum 30. Mai 2008 niedergelegt. An seine stelle ist Ralf sikorski als in der beteiligungsvereinbarung benanntes ersatzmitglied getreten. In der sitzung am 24. April 2008 hat der Aufsichtsrat die Mitglieder Michael diekmann und Robert oswald zu stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. die Mandate sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder enden am tag der hauptversammlung 2009. der Aufsichtsrat hat mit Wirkung ab dem 4. März 2008 herrn dr. hansulrich engel zum Mitglied des Vorstands bestellt. Ausgeschieden aus dem Vorstand sind im Laufe des geschäftsjahres der langjährige stellvertretende Vorsitzende dr. h. c. eggert Voscherau und Peter oakley.

dank

der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der bAsFgruppe weltweit, der unternehmensleitung und den ausgeschiedenen Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats für die im geschäftsjahr 2008 erbrachten Leistungen.

Ludwigshafen, den 3. März 2009

der Aufsichtsrat

professor dr. jürgen strube Vorsitzender des Aufsichtsrats

entsprechenserklärung 2008

des vorstands und des aufsichtsrats der basf se

vorstand und aufsichtsrat der basf se erklären gemäß § 161 aktg

  1. den vom bundesministerium der Justiz am 8. August 2008 im amtlichen teil des elektronischen bundesanzeigers bekanntgemachten empfehlungen der Regierungskommission deutscher Corporate governance kodex wird entsprochen.

  2. den vom bundesministerium der Justiz am 20. Juli 2007 im amtlichen teil des elektronischen bundesanzeigers bekanntgemachten empfehlungen der Regierungskommission deutscher Corporate governance kodex wurde seit Abgabe der letzten entsprechenserklärung vom 5. dezember 2007 mit der folgenden Ausnahme entsprochen:

die struktur der Vorstandsvergütung wurde vom Personalausschuss beraten und regelmäßig überprüft (Abweichung von kodexziffer 4.2.2 Abs. 1).

Ludwigshafen, den 3. dezember 2008

der aufsichtsrat der bAsF se

der vorstand der bAsF se

fredy mariscal hat in südamerika die dachmarke agcelence ® für den lateinamerikanischen pflanzenschutzmarkt mitentwickelt. * insbesondere auf grund von wirkstoffen, die pflanzen

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mehr zu unseren produkten für pflanzenschutz im kapitel "agricultural solutions" ab seite 75

04

konzernabschluss und anhang

erklärung des vorstands 150
bestätigungsvermerk 151
gewinn- und verlustrechnung 152
bilanz 153
ertrags- und aufwandsposten 154
kapitalflussrechnung 155
entwicklung des eigenkapitals 156
konzernabschluss und anhang 157

konzernabschluss basf-gruppe

erklärung des vorstands und versicherung nach §§ 297 abs. 2, 315 abs. 1 hgb

Für die Aufstellung des Abschlusses und des konzernlageberichts der bAsFgruppe ist der Vorstand der bAsF se verantwortlich.

der konzernabschluss der bAsFgruppe wurde im Jahr 2008 nach den International Financial Reporting standards (IFRs) aufgestellt, die vom International Accounting standards board (IAsb), London, veröffentlicht und von der europäischen union anerkannt werden.

um die Übereinstimmung des konzernlageberichts und des konzernabschlusses der bAsFgruppe mit den anzuwendenden Rechnungslegungsregeln und die ordnungsmäßigkeit der unternehmensberichterstattung zu gewährleisten, haben wir wirksame interne kontroll und steuerungssysteme eingerichtet.

die einhaltung unserer konzernweit einheitlichen Richtlinien für die Rechnungslegung und berichterstattung sowie die zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit der kontrollsysteme werden kontinuierlich von der internen Revision konzernweit geprüft. das von uns eingerichtete Risikomanagementsystem ist in Übereinstimmung mit den Anforderungen des kontrag (§ 91 Abs. 2 Aktg) darauf ausgerichtet, dass der Vorstand wesentliche Risiken frühzeitig erkennen kann, um gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zu ihrer Abwehr einleiten zu können.

nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der konzernabschluss der bAsFgruppe ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes bild der Vermögens, Finanz und ertragslage der bAsFgruppe vermittelt und im konzernlagebericht der bAsFgruppe der geschäftsverlauf einschließlich des geschäftsergebnisses und die Lage der bAsFgruppe so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen entwicklung der bAsFgruppe beschrieben sind.

die kPMg Ag Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den konzernabschluss der bAsFgruppe und den konzernlagebericht geprüft und den uneingeschränkten bestätigungsvermerk erteilt. der konzernabschluss der bAsFgruppe, der Lagebericht und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats in Anwesenheit des Abschlussprüfers in seiner sitzung am 25. Februar 2009 ausführlich behandelt. bezüglich der Prüfung durch den Aufsichtsrat wird auf den bericht des Aufsichtsrats verwiesen.

Ludwigshafen, den 25. Februar 2009

dr. jürgen hambrecht Vorsitzender

dr. martin brudermüller

dr. kurt bock Finanzvorstand

dr. hans-ulrich engel

dr. andreas kreimeyer

dr. harald schwager

bestätigungsvermerk des abschlussprüfers

Wir haben den von der bAsF se (bis 13. Januar 2008: bAsF Aktiengesellschaft), Ludwigshafen am Rhein, aufgestellten konzernabschluss – bestehend aus gewinn und Verlustrechnung, bilanz, darstellung der ertrags und Aufwandsposten, kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den konzernlagebericht für das geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. dezember 2008 geprüft. die Aufstellung von konzernabschluss und konzernlagebericht nach den IFRs, wie sie in der eu anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 hgb anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der gesellschaft. unsere Aufgabe ist es, auf der grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine beurteilung über den konzernabschluss und den konzernlagebericht abzugeben. ergänzend wurden wir beauftragt zu beurteilen, ob der konzernabschluss auch den IFRs insgesamt entspricht.

Wir haben unsere konzernabschlussprüfung nach § 317 hgb unter beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IdW) festgestellten deutschen grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die darstellung des durch den konzernabschluss unter beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den konzernlagebericht vermittelten bildes der Vermögens, Finanz und ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender sicherheit erkannt werden. bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die kenntnisse über die geschäftstätigkeit und über das

wirtschaftliche und rechtliche umfeld des konzerns sowie die erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen kontrollsystems sowie nachweise für die Angaben im konzernabschluss und konzernlagebericht überwiegend auf der basis von stichproben beurteilt. die Prüfung umfasst die beurteilung der Jahresabschlüsse der in den konzernabschluss einbezogenen unternehmen, der Abgrenzung des konsolidierungskreises, der angewandten bilanzierungsund konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der gesamtdarstellung des konzernabschlusses und des konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere grundlage für unsere beurteilung bildet. unsere Prüfung hat zu keinen einwendungen geführt.

nach unserer beurteilung auf grund der bei der Prüfung gewonnenen erkenntnisse entspricht der konzernabschluss den IFRs, wie sie in der eu anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 hgb anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den IFRs insgesamt und vermittelt unter beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes bild der Vermögens, Finanz und ertragslage des konzerns. der konzernlagebericht steht in einklang mit dem konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes bild von der Lage des konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 25. Februar 2009

kPMg Ag Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

(vormals kPMg deutsche treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft)

dr. schindler Wirtschaftsprüfer

kuhn Wirtschaftsprüfer

gewinn- und verlustrechnung basf-gruppe

gewinn- und verlustrechnung (Millionen €)

erläuterungen im Anhang 2008 2007
umsatzerlöse (4) 62.304 57.951
herstellungskosten der zur erzielung der umsatzerlöse erbrachten Leistungen 46.455 41.899
bruttoergebnis vom umsatz 15.849 16.052
Vertriebskosten 5.777 5.586
Allgemeine Verwaltungskosten 1.058 1.067
Forschungskosten 1.355 1.380
sonstige betriebliche erträge (5) 1.304 1.053
sonstige betriebliche Aufwendungen (6) 2.500 1.756
ergebnis der betriebstätigkeit (4) 6.463 7.316
ergebnis aus unternehmen, die nach der equity­Methode einbezogen werden –66 57
Übrige erträge aus beteiligungen 74 58
Übrige Aufwendungen aus beteiligungen 82 31
zinsertrag 174 142
zinsaufwendungen 601 614
Übrige finanzielle erträge 772 726
Übrige finanzielle Aufwendungen 758 719
finanzergebnis (7) –487 –381
ergebnis vor ertragsteuern 5.976 6.935
steuern vom einkommen und vom ertrag (8) 2.671 2.610
jahresüberschuss 3.305 4.325
Anteile anderer gesellschafter (9) 393 260
jahresüberschuss nach anteilen anderer gesellschafter 2.912 4.065
ergebnis je aktie (€) 1 (3) 3,13 4,16
Verwässerungseffekte (3)
verwässertes ergebnis je aktie (€) 1 (3) 3,13 4,16

1 das ergebnis je Aktie des Jahres 2007 wurde rückwirkend angepasst an den Aktiensplit im Verhältnis 1:2, der im zweiten Quartal 2008 durchgeführt wurde.

bilanz basf-gruppe

aktiva (Millionen €)

erläuterungen im Anhang 31.12.2008 31.12.2007
Immaterielle Vermögenswerte (11) 9.889 9.559
sachanlagen (12) 15.032 14.215
At­equity­bewertete beteiligungen (13) 1.146 834
sonstige Finanzanlagen (13) 1.947 1.952
Latente steueransprüche (8) 930 679
Übrige Forderungen und sonstiges Vermögen (15) 642 655
langfristiges vermögen 29.586 27.894
Vorräte (14) 6.763 6.578
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (15) 7.752 8.561
Übrige Forderungen und sonstiges Vermögen (15) 3.948 2.337
kurzfristige Wertpapiere (16) 35 51
zahlungsmittel und zahlungsmitteläquivalente (16) 2.776 767
Vermögen von Veräußerungsgruppen (2) 614
kurzfristiges vermögen 21.274 18.908
gesamtvermögen 50.860 46.802

passiva (Millionen €)

erläuterungen im Anhang 31.12.2008 31.12.2007
gezeichnetes kapital (17) 1.176 1.224
kapitalrücklage (17) 3.241 3.173
gewinnrücklagen und bilanzgewinn (18) 13.250 14.556
sonstige eigenkapitalposten (18) –96 174
eigenkapital der aktionäre der basf se 17.571 19.127
Anteile anderer gesellschafter (19) 1.151 971
eigenkapital 18.722 20.098
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (20) 1.712 1.292
sonstige Rückstellungen (21) 2.757 3.015
Latente steuerschulden (8) 2.167 2.060
Finanzschulden (22) 8.290 6.954
Übrige Verbindlichkeiten (22) 917 901
langfristiges fremdkapital 15.843 14.222
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.734 3.763
Rückstellungen (21) 3.043 2.697
steuerschulden (8) 860 881
Finanzschulden (22) 6.224 3.148
Übrige Verbindlichkeiten (22) 3.434 1.976
schulden von Veräußerungsgruppen (2) 17
kurzfristiges fremdkapital 16.295 12.482
gesamtkapital 50.860 46.802

ertrags- und aufwandsposten basf-gruppe

darstellung der ertrags- und aufwandsposten (Millionen €)

2008 2007
jahresüberschuss 3.305 4.325
Versicherungsmathematische gewinne/Verluste sowie Vermögenswertbegrenzungen
bei leistungsorientierten Pensionsplänen
–782 55
translationsanpassung –142 –532
Marktwertänderungen der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere –12 343
Absicherung künftiger zahlungsströme (Cashflow hedge) –163 33
neubewertung auf grund von Mehrheitserwerb –2 12
Latente steuern 194 –155
Anteile anderer gesellschafter –12 –45
im eigenkapital zu erfassende erträge und aufwendungen –919 –289
summe der erfassten erträge und aufwendungen 2.386 4.037
davon Anteile der bAsF 2.005 3.822
davon Anteile anderer gesellschafter 381 215

entwicklung der ergebnisneutral im eigenkapital der aktionäre der basf se erfassten erträge und aufwendungen (Millionen €)

gewinnrück summe aller direkt im
eigenkapital erfassten
erträge und Aufwen
lagen
versicherungs
mathematische
gewinne und
Verluste sowie
Vermögens
wertbegren
zungen
translations
anpassung
bewertung
von Wert
papieren zu
Marktwerten
sonstige eigenkapitalposten
Absicherung
künftiger zah
lungsströme
(Cashflow
hedge)
neubewertung
auf grund von
Mehrheits
erwerb
summe aller
sonstigen
eigenkapital
posten
dungen
stand 01.01.2008 –874 –497 680 –21 12 174 –700
zuführungen –782 –142 –170 –312 –1.094
Auflösungen –12 7 –2 –7 –7
Latente steuern 145 2 47 49 194
stand 31.12.2008 –1.511 –637 668 –137 10 –96 –1.607
stand 01.01.2007 –782 27 341 –42 326 –456
zuführungen –532 349 –64 12 –235 –235
Auflösungen 55 –6 97 91 146
Latente steuern –147 8 –4 –12 –8 –155
stand 31.12.2007 –874 –497 680 –21 12 174 –700

kapitalflussrechnung basf-gruppe

kapitalflussrechnung 1 (Millionen €)

2008 2007
Jahresüberschuss nach Anteilen anderer gesellschafter 2.912 4.065
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, sachanlagen und Finanzanlagen 3.180 2.947
Veränderung von Pensionsrückstellungen, von Vermögenswerten aus überdeckten
Pensionsplänen und sonstige Posten
271 –164
gewinne(–)/Verluste(+) aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten
und Wertpapieren
–1 –42
Veränderung der Vorräte 136 –335
Veränderung der Forderungen –739 –864
Veränderung der geschäftsbedingten Verbindlichkeiten und sonstigen Rückstellungen –736 200
cashflow aus laufender geschäftstätigkeit 5.023 5.807
Ausgaben für immaterielle Vermögenswerte und sachanlagen –2.521 –2.562
Ausgaben für Finanzanlagen und Wertpapiere –976 –755
Auszahlungen für Akquisitionen –637 –635
erlöse aus devestitionen 73 99
erlöse aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten und Wertpapieren 601 241
cashflow aus investitionstätigkeit –3.460 –3.612
kapitalerhöhungen/­rückzahlungen und sonstige eigenkapitaltransaktionen 45 150
Auszahlungen für den Rückkauf eigener Aktien –1.618 –1.899
Aufnahme von Finanz­ und ähnlichen Verbindlichkeiten 6.271 3.162
tilgung von Finanz­ und ähnlichen Verbindlichkeiten –2.082 –2.025
gezahlte dividende
an Aktionäre der bAsF se –1.831 –1.484
an Minderheitsgesellschafter –326 –140
cashflow aus finanzierungstätigkeit 459 –2.236
liquiditätswirksame veränderung der zahlungsmittel 2.022 –41
Veränderung der zahlungsmittel
auf grund von umrechnungseinflüssen –31 –9
auf grund von änderungen des konsolidierungskreises 2 18 –17
zahlungsmittel und zahlungsmitteläquivalente am jahresanfang 767 834
zahlungsmittel und zahlungsmitteläquivalente am jahresende 2.776 767

1 die kapitalflussrechnung wird im konzernlagebericht unter Investitionen und Finanzierung auf den seiten 45 und 46 erläutert.

sonstige Angaben zum Cashflow sind in Anmerkung 10 ab seite 186 des Anhangs enthalten.

2 darin sind 3 Millionen € liquide Mittel aus der umgliederung der Veräußerungsgruppe enthalten (Vorjahr: –3 Millionen €).

entwicklung des eigenkapitals basf-gruppe

entwicklung des eigenkapitals (Millionen €)

Ausstehende
Aktien 1
(stück)
gezeich
netes
kapital
kapital
rücklage
gewinnrück
lagen/
bilanzgewinn
sonstige
eigenkapital
posten 2
eigenkapital
der aktio
näre der
basf se
Anteile
anderer
gesell
schafter
eigenkapital
stand 01.01.2008 956.370.000 1.224 3.173 14.556 174 19.127 971 20.098
Rückkauf und einziehung
einschließlich zur einziehung
vorgesehener eigener Aktien
–37.891.306 –48 74 –1.644 –1.618 –1.618
effekte aus sukzessivem
Anteilserwerb
–105 –105 27 –78
kapitalrückzahlung/­einzahlung 100 100
gezahlte dividende –1.831 –1.831 –326 3 –2.157
Jahresüberschuss 2.912 2.912 393 3.305
Veränderung der direkt im
eigenkapital zu erfassenden
Aufwendungen und erträge
–637 –270 –907 –12 –919
änderungen des konsolidie
rungskreises und sonstige
Veränderungen
–6 4 –1 –7 –2 –9
stand 31.12.2008 918.478.694 1.176 3.241 13.250 –96 17.571 1.151 18.722
stand 01.01.2007 999.360.000 1.279 3.141 13.302 326 18.048 530 18.578
Rückkauf und einziehung
einschließlich zur einziehung
vorgesehener eigener Aktien
–42.990.000 –55 27 –1.871 –1.899 –1.899
kapitalrückzahlung/­einzahlung 150 150
tausch von Vermögenswerten 5 634 634 216 850
gezahlte dividende –1.484 –1.484 –140 3 –1.624
Jahresüberschuss 4.065 4.065 260 4.325
Veränderung der direkt im
eigenkapital zu erfassenden
Aufwendungen und erträge
–92 –152 –244 –45 –289
änderungen des konsolidie
rungskreises und sonstige
Veränderungen
5
4
2 7 7
stand 31.12.2007 956.370.000 1.224 3.173 14.556 174 19.127 971 20.098

1 die zahl der ausstehenden Aktien wurde rückwirkend angepasst an den Aktiensplit im Verhältnis 1:2, der im zweiten Quartal 2008 durchgeführt wurde.

2 die zusammensetzung ist in der darstellung der "entwicklung der ergebnisneutral im eigenkapital erfassten erträge und Aufwendungen" auf seite 154 erläutert. Inklusive ergebnisabführung

4 gewährung von bAsFAktien im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms "Plus"

5 zum tausch von Vermögenswerten mit gazprom siehe Anmerkung 2 ab seite 170 des Anhangs.

1 -- zusammenfassung der rechnungslegungsgrundsätze

a -- grundlagen

der konzernabschluss der bAsF se wurde zum 31. dezember 2008 nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting standards (IFRs) und den gemäß § 315a Abs. 1 handelsgesetzbuch (hgb) ergänzend anzuwendenden Regelungen aufgestellt. Alle für das geschäftsjahr 2008 verbindlichen IFRs und Verlautbarungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden angewendet.

IFRs, die bisher nicht durch die europäische union anerkannt wurden, haben keine Auswirkungen auf den bAsFkonzernabschluss.

die angewandten bilanzierungs und bewertungsmethoden entsprechen denen des Jahres 2007. hiervon ausgenommen sind änderungen, die sich durch die verpflichtende Anwendung neuer beziehungsweise überarbeiteter Rechnungslegungsstandards ergeben haben. Im Jahr 2008 ergaben sich diesbezüglich keine wesentlichen änderungen.

dieser Abschluss wurde durch den Vorstand in seiner sitzung am 24. Februar 2009 aufgestellt, zur Veröffentlichung freigegeben und durch den Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat für die sitzung am 3. März 2009 zur billigung vorgelegt.

b -- konsolidierungskreis

In den konzernabschluss werden neben der bAsF se mit sitz in Ludwigshafen alle wesentlichen tochterunternehmen einbezogen. bAsF verfügt bei diesen unternehmen direkt oder indirekt über die Mehrheit der stimmrechte. die wesentlichen gemeinschaftlich geführten unternehmen werden anteilmäßig konsolidiert.

konsolidierungskreis

2008 2007
stand 01.01. 297 328
davon anteilmäßig konsolidiert 18 19
neueinbeziehungen 22 20
davon anteilmäßig konsolidiert 1 –1
entkonsolidierungen 26 51
davon anteilmäßig konsolidiert
stand 31.12. 293 297
davon anteilmäßig konsolidiert 19 18

Assoziierte unternehmen werden nach der equityMethode bilanziert. Als assoziiert gelten unternehmen, bei denen unser kapitalanteil mindestens 20% beträgt sowie ein

maßgeblicher einfluss auf die geschäfts und Finanzpolitik ausgeübt werden kann. Insgesamt betrifft dies:

at-equity-einbezogene unternehmen

2008 2007
Mehrheitsbeteiligungen 8 10
gemeinschaftsunternehmen 4 4
Übrige assoziierte unternehmen 5 6
17 20

neu in den konsolidierungskreis einbezogen wurden im Jahr 2008

  • zwei neu gegründete holdinggesellschaften mit sitz in Chile und kanada,
  • drei gesellschaften der im dezember akquirierten Revusgruppe im segment oil & gas,
  • vier gesellschaften der im dezember akquirierten sorexgruppe im segment Agricultural solutions und
  • weitere 13 bisher nicht konsolidierte gesellschaften mit sitz in deutschland, der Russischen Föderation, den niederlanden, norwegen, Rumänien, dem Iran, Vietnam, kasachstan und der dominikanischen Republik wegen gestiegener bedeutung.

Aus dem konsolidierungskreis sind seit Jahresbeginn 2008 durch Verschmelzung oder auf grund gesunkener bedeutung insgesamt 26 gesellschaften ausgeschieden.

neu in den konsolidierungskreis einbezogen wurden im Jahr 2007

  • durch neugründung drei gesellschaften mit sitz in südafrika, den niederlanden und den usA,
  • der im April erworbene chinesische Motorrad und kleinmotorkatalysatorenhersteller guilin Reecat Catalysts Co. Ltd., guilin/China,
  • die im dezember im Rahmen des tausches von Vermögenswerten mit gazprom zugegangene Projektgesellschaft und
  • weitere 15 bisher nicht konsolidierte gesellschaften mit sitz in deutschland, den niederlanden, Indien, tschechien, China und den usA infolge ihrer gestiegenen bedeutung.

Aus dem konsolidierungskreis schieden im Jahr 2007 insgesamt 51 gesellschaften durch Verschmelzung, Verkauf oder gesunkene bedeutung aus.

auswirkungen von änderungen des konsolidierungskreises

2008 2008 2007 2007
millionen € % Millionen € %
umsatz –43 –0,1 18
Langfristiges Vermögen 1
davon sachanlagen 24 0,2 1
kurzfristiges Vermögen 38 0,2
davon zahlungsmittel und ­äquivalente 15 0,5 –14 –1,6
vermögen 38 0,1 1
eigenkapital 2 18 0,1
Langfristiges Fremdkapital 5 –4
davon Finanzschulden 7 0,1 2
kurzfristiges Fremdkapital 31 0,2 –13 –0,1
davon Finanzschulden –10 –0,2 8 0,2
kapital 38 0,1 1
haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen 1

einbezogene werte anteilmäßig konsolidierter gesellschaften (Millionen €)

2008 2007
ergebnisrechnung
umsatzerlöse 5.392 4.178
bruttoergebnis vom umsatz 278 368
ergebnis der betriebstätigkeit 173 285
ergebnis vor ertragsteuern 169 301
Jahresüberschuss 167 306
bilanz
Langfristiges Vermögen 1.282 1.238
davon sachanlagen 1.178 1.159
kurzfristiges Vermögen 959 960
davon kurzfristige Wertpapiere, zahlungsmittel und ­äquivalente 49 31
vermögen 2.241 2.198
eigenkapital 783 862
Langfristiges Fremdkapital 627 538
davon Finanzschulden 296 218
kurzfristiges Fremdkapital 831 798
davon Finanzschulden 163 39
kapital 2.241 2.198
haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen 175 137
kapitalflussrechnung
Cashflow aus laufender geschäftstätigkeit 320 280
Cashflow aus Investitionstätigkeit –84 –129
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –223 –198
Liquiditätswirksame Veränderung der zahlungsmittel 13 –47

anteilmäßig konsolidierte und nach der equity-methode einbezogene gesellschaften

bei den wesentlichen anteilmäßig konsolidierten gemeinschaftsunternehmen handelt es sich um

  • Wintershall erdgas handelshaus gmbh & Co. kg, berlin, Wintershall erdgas handelshaus zug Ag, zug/schweiz, sowie zAo Achimgaz, novy urengoi/Russische Föderation, gemeinschaftsunternehmen mit gazprom, über die wir erdgashandelsaktivitäten beziehungsweise die Förderung von erdgas und kondensat in sibirien betreiben,
  • eLLbA C.V., Rotterdam/niederlande, und eLLbA eastern Private Ltd., singapur, die gemeinsam mit shell zur Produktion von Propylenoxid und styrolmonomer betrieben werden,
  • bAsF doW hPPo Production b.V.b.A., Antwerpen/ belgien, das gemeinsam mit dow zur Produktion von Propylenoxid (Po) betrieben wird,
  • unseren gemeinsam mit sinopec betriebenen Verbundstandort der bAsFYPC Company Ltd., nanjing/China.

eine vollständige Auflistung aller anteilmäßig konsolidierten gesellschaften enthält die Anteilsbesitzliste.

die folgenden wesentlichen assoziierten gesellschaften werden nach der equityMethode einbezogen: solvingruppe (bAsFAnteil 25%), heesung Catalysts Corporation, seoul/ südkorea (bAsFAnteil 49%), n.e. Chemcat Corporation1 , tokio/Japan (bAsFAnteil 42%), nord stream Ag, zug/ schweiz (bAsFAnteil 20%), oAo severneftegazprom, krasnoselskusky/Russische Föderation (bAsFAnteil 25%, wirtschaftliche beteiligung 35%), und shanghai Lianheng Isocyanate Co. Ltd., schanghai/China (bAsFAnteil 35%). diese weisen insgesamt folgende Werte auf:

1 die Marktkapitalisierung des 42%igen Anteils an n.e. Chemcat Corporation beträgt per 31. dezember 2008 insgesamt 106 Millionen €.

nach der equity-methode einbezogene assoziierte gesellschaften (Millionen €)

2008 2007
ergebnisrechnung
umsatzerlöse 3.132 2.736
bruttoergebnis vom umsatz 1.912 475
ergebnis der betriebstätigkeit 295 254
ergebnis vor ertragsteuern –234 251
Jahresüberschuss –198 167
bAsF­Anteil am Jahresüberschuss –68 54
bilanz
Langfristiges Vermögen 2.971 2.467
davon sachanlagen 2.205 2.261
kurzfristiges Vermögen 2.453 1.851
davon kurzfristige Wertpapiere, zahlungsmittel und ­äquivalente 1.155 369
vermögen 5.424 4.318
eigenkapital 2.590 1.430
Langfristiges Fremdkapital 425 1.885
davon Finanzschulden 233 1.379
kurzfristiges Fremdkapital 2.409 1.003
davon Finanzschulden 1.818 116
kapital 5.424 4.318
bAsF­Anteil am eigenkapital 800 484

c -- bilanzierungs- und bewertungsmethoden

bilanzstichtag: die Abschlüsse der einbezogenen gesellschaften sind zum bilanzstichtag des konzernabschlusses aufgestellt.

einheitliche bewertung: die in den konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und schulden der einbezogenen gesellschaften werden einheitlich nach den hier beschriebenen grundsätzen bilanziert und bewertet. bei den nach der equityMethode bilanzierten gesellschaften werden die wesentlichen bewertungsabweichungen angepasst.

eliminierungen: Innenbeziehungen sowie zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen unter den einbezogenen gesellschaften werden voll, bei gemeinschaftsunternehmen anteilig eliminiert. bei den nach der equityMethode bilanzierten gesellschaften werden wesentliche zwischenergebnisse eliminiert.

kapitalkonsolidierung: die kapitalkonsolidierung erfolgt zum erwerbszeitpunkt nach der erwerbsmethode (Purchase Method). dabei werden zunächst alle Vermögenswerte, schulden und zusätzlich zu aktivierende immaterielle Vermögenswerte mit ihren beizulegenden zeitwerten bewertet. Anschließend werden die Anschaffungskosten der beteiligungen mit dem anteilig erworbenen neu bewerteten eigenkapital aufgerechnet. hierbei entstehende unterschiedsbeträge werden als geschäfts oder Firmenwerte aktiviert und nur bei Vorliegen einer Wertminderung abgeschrieben.

erlösrealisierung: umsatzerlöse werden bei Auslieferung der erzeugnisse und Waren beziehungsweise bei erbringung der Leistungen realisiert, wenn eigentum und Risiken auf den erwerber übergegangen sind. sie werden zum beizulegenden zeitwert der gegenleistung bemessen. umsatzerlöse werden ohne Verbrauchsteuern ausgewiesen. dabei werden erwartete Rabatte oder sonstige Preisnachlässe abgegrenzt beziehungsweise in Abzug gebracht. Wahrscheinliche Risiken aus der Rücknahme von erzeugnissen und Waren und auf grund von gewährleistungen oder sonstigen Reklamationen werden nach dem grundsatz der einzelbewertung zurückgestellt.

erlöse aus dem Verkauf von edelmetallen an industrielle kunden sowie einzelne erlöse aus dem handel mit erdgas werden zum zeitpunkt der Lieferung als umsatz und die entsprechenden einstandspreise als herstellungskosten ausgewiesen.

Im handel mit edelmetallen und deren derivaten mit nichtindustriellen kunden, bei denen in der Regel keine physische Lieferung erfolgt, werden erlöse mit den zugehörigen kosten saldiert. ebenso wird mit erlösen aus erdgashandelstätigkeit einer von bAsF konsolidierten Projektgesellschaft verfahren.

bei bestimmten Lieferungen ist eine Annahmeerklärung durch den erwerber notwendig. bei diesen Lieferungen wird der umsatz nach erfolgter zustimmung des käufers realisiert.

Langfristige Fertigungsaufträge betreffen überwiegend den bau von Chemieanlagen für dritte. eine Realisierung der erlöse und kosten nach dem Leistungsfortschritt (Abschluss von teilprojekten) wird vorgenommen, wenn das ergebnis des Fertigungsauftrages verlässlich geschätzt werden kann. sofern das ergebnis des Fertigungsauftrages nicht zuverlässig ermittelt werden kann, wird die ertragsrealisierung auf die höhe der angefallenen Auftragskosten begrenzt. zu erwartende Verluste werden durch Abwertungen auf niedrigere beizulegende zeitwerte berücksichtigt.

erträge aus dem Verkauf oder der Auslizenzierung von technologien oder technologischem Wissen werden gemäß dem vertraglich vereinbarten Übergang der Rechte und Pflichten an den betreffenden technologien ergebniswirksam erfasst.

fremdkapitalkosten: erstreckt sich die herstellung von Vermögenswerten des immateriellen Vermögens oder des sachanlagevermögens über einen zeitraum von mehr als einem Jahr, werden die bis zur Fertigstellung anfallenden direkt zurechenbaren Fremdkapitalkosten als teil der herstellungskosten aktiviert. Fremdkapitalkosten werden bis zu dem zeitpunkt aktiviert, ab dem die Vermögenswerte für ihre vorgesehene nutzung bereit sind. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode ihres Anfallens erfolgswirksam erfasst.

investitionszuschüsse: zuwendungen der öffentlichen hand für den erwerb oder den bau von sachanlagen verringern die Anschaffungs oder herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte. sonstige gewährte zuschüsse oder beihilfen werden abgegrenzt und über den zu grunde liegenden zeitraum oder die voraussichtliche nutzungsdauer eines Vermögenswerts aufgelöst.

umrechnung von fremdwährungsposten: die Anschaffungskosten von Vermögenswerten aus bezügen in fremder Währung und die erlöse aus Verkäufen in fremder Währung werden zu kursen zum zeitpunkt der buchung der geschäftsvorfälle bestimmt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zu kursen am Abschlussstichtag bewertet. die umrechnungsbedingten änderungen von Vermögensposten und

Fremdkapital werden ergebniswirksam erfasst und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen oder erträgen ausgewiesen.

umrechnung von abschlüssen in fremder währung: die Währungsumrechnung richtet sich nach der funktionalen Währung der einbezogenen gesellschaften. die umrechnung in die berichtswährung erfolgt gemäß stichtagskursmethode: bilanzposten werden zu stichtagskursen am Abschlussstichtag, die Aufwendungen und erträge zu Monatsdurchschnittskursen in euro umgerechnet und im Jahreslauf kumuliert. die differenz zwischen dem zu historischen kursen bei einzahlung oder einbehalt und dem zu stichtagskursen am Abschlussstichtag umgerechneten eigenkapital der gesellschaften wird in den sonstigen eigenkapitalposten (translationsanpassung) gesondert im eigenkapital ausgewiesen und erst bei Abgang einer gesellschaft ergebniswirksam berücksichtigt.

bei einigen gesellschaften außerhalb des euro oder usdollarRaumes bildet der euro beziehungsweise der usdollar die funktionale Währung.

erworbene immaterielle vermögenswerte – ausgenommen geschäfts- oder firmenwerte sowie immaterielles vermögen mit unbestimmter nutzungsdauer – werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. die jeweilige nutzungsdauer bemisst sich anhand der Laufzeit des zu grunde liegenden Vertrags und des voraussichtlichen Verbrauchs des nutzenpotenzials des immateriellenVermögenswerts. Wertminderungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare betrag dauerhaft unter dem buchwert liegt. der erzielbare betrag ist der höhere Wert aus nettoveräußerungspreis und nutzungswert (value in use). sollten die gründe für eine Wertminderung entfallen, werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen.

Abhängig von der Art des immateriellen Vermögenswerts werden die Abschreibungen in den herstellungskosten, den Vertriebskosten, den Forschungskosten oder den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

immaterielle vermögenswerte mit unbestimmter nutzungsdauer betreffen Firmen beziehungsweise Markennamen, die im Rahmen der Akquisitionen im Jahr 2006 erworben wurden. diese werden einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft.

selbstgeschaffene immaterielle vermögenswerte umfassen im Wesentlichen selbsterstellte software. diese sowie das sonstige selbstgeschaffene immaterielle Vermögen werden zu herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche nutzungsdauer bewertet. Wertminderungen werden vorgenommen,

wenn der fortgeführte buchwert des Vermögenswerts über dem erzielbaren betrag liegt.

die herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren kosten auch angemessene teile von gemeinkosten. Finanzierungskosten werden aktiviert, soweit sie auf den zeitraum der herstellung entfallen und nicht von untergeordneter bedeutung sind.

die durchschnittliche lineare Abschreibungsdauer für immaterielle Vermögenswerte betrug im Jahr 2008 elf Jahre und im Jahr 2007 zehn Jahre unter berücksichtigung folgender erwarteter nutzungsdauern:

abschreibungsdauern in jahren

Vertriebsrechte und ähnliche Rechte 2–20
Produktrechte, Lizenzen und trademarks 2–30
know­how, Patente und Produktionstechnologien 3–25
selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte 3–5
sonstige Rechte und Werte 2–20

geschäfts- oder firmenwerte werden nur bei Vorliegen einer Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. die Werthaltigkeit der geschäfts oder Firmenwerte wird einmal jährlich und zusätzlich bei Vorliegen einer Indikation für eine Wertminderung überprüft. die Werthaltigkeitsprüfung (goodwillImpairmenttest) erfolgt auf basis zahlungsmittelgenerierender einheiten (Cash generating units) durch Vergleich des erzielbaren betrags mit dem buchwert. die zahlungsmittelgenerierenden einheiten sind bei bAsF überwiegend die geschäftseinheiten, in einzelfällen auch die unternehmensbereiche. der erzielbare betrag ist der höhere Wert aus nettoveräußerungspreis und nutzungswert. der nutzungswert wird in der Regel mit hilfe von discountedCashflowVerfahren bestimmt.

Ist der ermittelte Wertberichtigungsbedarf höher als der bestehende geschäfts oder Firmenwert, wird dieser zunächst vollständig abgeschrieben. die verbleibende Wertminderung wird auf die übrigen Vermögenswerte der Cash generating unit verteilt. Vorzunehmende Abschreibungen auf geschäfts oder Firmenwerte werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Vom geschäfts oder Firmenwert der bAsFgruppe entfallen wesentliche Anteile auf die unternehmensbereiche Catalysts und Construction Chemicals im segment Functional solutions und den unternehmensbereich Crop Protection im segment Agricultural solutions.

der geschäfts oder Firmenwert des unternehmensbereichs Crop Protection beläuft sich auf 1.383 Millionen € im Jahr 2008 sowie 1.304 Millionen € im Jahr 2007, des unternehmensbereichs Catalysts auf 1.246 Millionen € im Jahr 2008 sowie 1.269 Millionen € im Jahr 2007, des unternehmensbereichs Construction Chemicals auf 620 Millionen € im Jahr 2008 sowie 612 Millionen € im Jahr 2007 und des segments oil & gas auf 381 Millionen € im Jahr 2008 sowie 64 Millionen € im Jahr 2007. Veränderungen ergaben sich im Jahr 2008 insbesondere durch umrechnungseinflüsse, die Akquisition der sorex holding Ltd. durch den unternehmensbereich Crop Protection und die Akquisition der Revus energy AsA durch das segment oil & gas.

emissionsrechte: die von der deutschen emissionshandelsstelle (dehst) oder einer vergleichbaren behörde in anderen europäischen Ländern unentgeltlich ausgegebenen zertifikate werden zu den geltenden Marktpreisen zum zeitpunkt der gutschrift auf den staatlich geführten konten beziehungsweise bei entgeltlichem erwerb zu Anschaffungskosten angesetzt. die stichtagsbewertung erfolgt zu Marktpreisen. Im Falle eines niedrigeren beizulegenden zeitwerts am bilanzstichtag erfolgt eine Abwertung auf diesen Wert.

sachanlagen werden zu Anschaffungs oder herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche nutzungsdauer bewertet. geringwertige Anlagegegenstände werden im erwerbsjahr voll abgeschrieben und als Abgänge ausgewiesen. die neubewertungsmethode wird nicht angewendet.

die herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren kosten auch angemessene teile der Material und Fertigungsgemeinkosten sowie der allgemeinen Verwaltungskosten der mit der Anlagenerrichtung befassten bereiche. Finanzierungskosten werden aktiviert, soweit sie auf den zeitraum der herstellung entfallen. Für gesellschaften in deutschland wird ein Fremdkapitalkostensatz von 4,5% zu grunde gelegt, für ausländische gruppengesellschaften werden vergleichbare länderspezifische zinssätze angesetzt.

Aufwendungen für turnusmäßige Abstellungen wichtiger großanlagen werden in höhe der kosten der Maßnahme als teil des betreffenden Vermögenswerts selbständig angesetzt und linear über den zeitraum bis zur nächsten Abstellung abgeschrieben.

das bewegliche und das unbewegliche Anlagevermögen wird linear abgeschrieben. die durchschnittlichen gewichteten Abschreibungsdauern betrugen:

durchschnittliche abschreibungsdauern in jahren

2008 2007
gebäude und bauliche betriebs
vorrichtungen
24 23
technische Anlagen und Maschinen 11 11
betriebs­ und geschäftsausstattung
und andere Anlagen
7 8

Wertminderungen werden vorgenommen, wenn eine Wiedereinbringung des buchwerts im einzelfall nicht mehr zu erwarten ist. die beurteilung erfolgt auf basis des barwerts der zukünftig zu erwartenden Cashflows abzüglich zu erwartender kosten für die beseitigung einer Anlage. die Wertminderung erfolgt in höhe des unterschieds zwischen dem bisherigen buchwert und den diskontierten künftigen Cashflows.

die zur erzielung von Wertsteigerungen oder Mieteinnahmen gehaltenen Immobilien (Investment Properties) sind unwesentlich und werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen beziehungsweise zum niedrigeren beizulegenden zeitwert angesetzt.

öl- und gasgewinnung: explorations und Feldentwicklungsausgaben werden nach der "successful efforts Method" bilanziert. danach werden Ausgaben für fündige explorationsbohrungen sowie für fündige und nichtfündige entwicklungsbohrungen aktiviert.

eine explorationsbohrung ist eine bohrung, die außerhalb eines gebiets mit bereits nachgewiesenen Öl und gasreserven liegt. eine entwicklungsbohrung ist eine bohrung, die bis zur tiefe eines öl oder gasführenden horizonts innerhalb eines gebiets mit nachgewiesenen Reserven abgeteuft wird.

Produktionsaufwendungen beinhalten alle kosten, die entstehen, um die bohrungen und die zugehörigen Anlagen zu betreiben, zu reparieren und zu warten. die kosten für den betrieb, die Instandsetzung und Wartung sowie die Abschreibung der in der Produktion genutzten hilfsausrüstungen sind ebenfalls enthalten.

explorationsaufwendungen betreffen ausschließlich das segment oil & gas und umfassen alle kosten, die im zusammenhang mit nicht nachgewiesenen Öl oder gasvorkommen stehen. dazu zählen unter anderem kosten für die exploration von gebieten mit möglichen Öl und gasreserven. kosten für geologische und geophysikalische untersuchungen werden grundsätzlich in den explorations aufwendungen ausgewiesen. des Weiteren umfasst diese Position alle Abschreibungen von explorationsbohrungen, die keine sicheren Reserven nachweisen konnten. Planmäßige Abschreibungen von fündigen explorationsbohrungen sind bestandteil der herstellungskosten.

explorationsbohrungen werden grundsätzlich bis zum zeitpunkt der Feststellung der Fündigkeit als Anlagen im bau ausgewiesen. sofern kohlenwasserstoffe nachgewiesen werden, die eine wirtschaftliche Feldesentwicklung wahrscheinlich machen, bleiben die kosten der bohrungen als suspendierte explorationsbohrungen aktiviert. Alle suspendierten explorationsbohrungen werden mindestens einmal jährlich wirtschaftlich, technisch und strategisch daraufhin überprüft, ob eine entwicklung weiterhin beabsichtigt ist. Ist dies nicht der Fall, werden die betreffenden bohrungen abgeschrieben. Wenn sichere Reserven nachgewiesen werden und eine Feldesentwicklung beginnt, werden die explorationsbohrungen in die Position technische Anlagen und Maschinen umgebucht.

die Aufwendungen und erträge aus den Phasen exploration, entwicklung und Produktion bei erdöl und erdgaskonzessionen werden häufig über explorationsund Produktionsteilungsverträge zwischen dem staat und einem oder mehreren entwicklungs und Produktionsunternehmen nach definierten schlüsseln aufgeteilt. die aus diesen Verträgen bAsF zustehenden erlöse werden als umsatzerlöse ausgewiesen. bestehende libysche konzessionsverträge werden derzeit neu verhandelt. sie sollen auf den ePsAIVstandard umgestellt werden.

Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen betreffen insbesondere Verpflichtungen für das Verfüllen von bohrlöchern und die beseitigung von Fördereinrichtungen nach beendigung der Förderung. die bewertung erfolgt zum zeitpunkt der entstehung der Verpflichtung zum barwert der künftigen Rückbauausgaben. die Rückstellung wird bis zum zeitpunkt des vorgesehenen Rückbaus jährlich aufgezinst. In gleicher höhe wird ein Vermögenswert als teil des buchwertes der betreffenden Anlage aktiviert und mit diesem zusammen abgeschrieben.

die Abschreibung von Vermögenswerten aus der Öl und gasgewinnung erfolgt auf Feldes beziehungsweise Lagerstättenebene gemäß der unitofProduction-Method. die Abschreibung wird grundsätzlich auf basis der nachgewiesenen entwickelten Reserven berechnet.

Im erdgashandel werden erdgasfernleitungen linear abgeschrieben. die durchschnittliche gewichtete Abschreibungsdauer belief sich sowohl im Jahr 2008 als auch im Jahr 2007 auf 24 Jahre. der immaterielle Vermögenswert aus dem Vermarktungsvertrag für erdgas aus dem erdgasfeld Juschno Russkoje wird gemäß dem auf bAsF

entfallenden Anteil an der produzierten und vermarkteten Menge abgeschrieben.

leasing: gemäß IAs 17 sind Leasingverträge in Finanzierungsleasing und operatingLeasing zu unterteilen. Im Rahmen des operatingLeasing genutzte Vermögenswerte werden nicht aktiviert. die zu leistenden Leasingzahlungen werden in der Periode ergebniswirksam erfasst, in der sie anfallen.

ein Finanzierungsleasing ist ein Leasingverhältnis, bei dem im Wesentlichen alle mit dem eigentum verbundenen Risiken und ertragschancen eines Vermögenswerts übertragen werden. Vermögenswerte, die im Rahmen des Finanzierungsleasings genutzt werden, werden mit dem barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt. gleichzeitig wird eine Leasingverbindlichkeit in entsprechender höhe ausgewiesen. die periodischen Leasingzahlungen sind in die tilgungs und zinskomponente aufzuteilen. die tilgungskomponente reduziert die Verbindlichkeit, während die zinskomponente als zinsaufwand ausgewiesen wird. Abschreibungen erfolgen entsprechend der nutzungsdauer der geleasten Wirtschaftsgüter oder der kürzeren Leasingdauer.

Leasingverträge können in andere kontrakte eingebettet sein. besteht gemäß den IFRsRegelungen eine trennungspflicht für ein eingebettetes Leasing, so werden die Vertragsbestandteile separiert und nach den entsprechenden Regelungen bilanziert und bewertet.

at-equity-bewertete beteiligungen: die kapitalkonsolidierung der nach der equityMethode bewerteten beteiligungen erfolgt nach den gleichen grundsätzen wie bei einer Vollkonsolidierung. die buchwerte dieser gesellschaften werden jährlich um die anteiligen ergebnisse, ausgeschütteten dividenden oder sonstigen eigenkapitalveränderungen erhöht beziehungsweise vermindert. bei hinweisen auf eine dauerhaft niedrigere Werthaltigkeit einer beteiligung wird eine ergebniswirksame Wertminderung vorgenommen.

finanzinstrumente: Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle schulden werden in der konzernbilanz angesetzt, wenn bAsF bei einem Finanzinstrument Vertragspartei wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten auslaufen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Marktübliche käufe und Verkäufe von Finanzinstrumenten werden grundsätzlich zum erfüllungstag und im edelmetallhandel zum handelstag bilanziert.

der Marktwert eines Finanzinstruments ist der betrag, den zwei unabhängige vertragswillige Parteien für dieses Instrument vereinbaren würden. sofern Preisnotierungen auf einem aktiven Markt vorliegen (zum beispiel börsenkurse), werden diese bei der bewertung zu grunde gelegt. Andernfalls werden bei der bewertung interne bewertungsmodelle unter Verwendung aktueller Marktparameter oder externe bewertungen durch banken herangezogen. bei interner bewertung werden insbesondere die barwertmethode und optionspreismodelle angewandt.

sollten bei nicht erfolgswirksam zum beizulegenden zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung vorliegen, werden Wertminderungen vorgenommen.

bei Wegfall der gründe für Wertminderungen werden bei Ausleihungen und Forderungen sowie bei den bis zur endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen erfolgswirksame Wertaufholungen bis zur höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. bei allen Finanzinstrumenten werden Wertberichtigungen separat auf einem Wertberichtigungskonto erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in die folgenden bewertungskategorien eingeteilt:

  • • finanzielle vermögenswerte und verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden zeitwert bewertet werden, umfassen derivate und andere handelsinstrumente. bei bAsF gehören dieser bewertungskategorie ausschließlich derivate an. derivate sind im sonstigen Vermögen beziehungsweise in den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. die FairValueoption von IAs 39 wendet bAsF nicht an.
  • • kredite und forderungen umfassen die nicht an einem aktiven Markt notierten finanziellen Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren zahlungen, die keine derivate sind und nicht als zur Veräußerung verfügbar eingestuft werden. dieser bewertungskategorie werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in der Position sonstige Finanzanlagen enthaltenen Ausleihungen sowie die in den Übrigen Forderungen und sonstigem Vermögen ausgewiesenen anderen Forderungen und darlehen zugeordnet. die zugangsbewertung erfolgt zum beizulegenden zeitwert, der regelmäßig dem nennwert der Forderung beziehungsweise dem ausgereichten kreditbetrag entspricht. unverzinsliche und niedrigverzinsliche langfristige kredite und Forderungen werden zum barwert angesetzt. die erfolgswirksame Folgebewertung erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der effektivzinsmethode. Liegen objektive hinweise auf eine Wertminderung einer Forderung

oder einer Ausleihung vor, wird eine einzelwertberichtigung vorgenommen. des Weiteren entsteht Wertberichtigungsbedarf, wenn die einer Forderung oder einer Ausleihung zu grunde liegenden Vertragsbedingungen durch neuverhandlungen dergestalt verändert werden, dass der barwert der zukünftigen zahlungen sinkt. Forderungen und Ausleihungen werden ausgebucht, wenn ihre uneinbringlichkeit endgültig feststeht. Forderungen, für die kein objektiver hinweis auf Wertminderung besteht, werden gegebenenfalls auf der grundlage erwarteter Ausfallraten wertberichtigt. diese werden anhand historischer Ausfallraten bestimmt. des Weiteren werden Wertberichtigungen auf Forderungen für transferrisiken bestimmter Länder gebildet.

• die bis zur endfälligkeit zu haltenden finanziellen vermögenswerte umfassen nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit festen beziehungsweise bestimmbaren zahlungen und fester Laufzeit, bei denen die Absicht und die Fähigkeit zum halten bis zur endfälligkeit besteht und die keiner der anderen bewertungskategorien zugeordnet sind. der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden zeitwert, der in den überwiegenden Fällen den Anschaffungskosten entspricht. die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der effektivzinsmethode.

bei bAsF sind keine finanziellen Vermögenswerte von wesentlicher bedeutung dieser bewertungskategorie zugeordnet.

• die zur veräußerung verfügbaren finanziellen vermögenswerte umfassen finanzielle Vermögenswerte, die keine derivate sind und keiner der zuvor genannten bewertungskategorien zugeordnet sind. dieser bewertungskategorie sind die in der Position sonstige Finanzanlagen enthaltenen, nicht nach der equityMethode bewerteten beteiligungen und langfristige Wertpapiere zugeordnet. die in der Position kurzfristige Wertpapiere enthaltenen Wertpapiere sind ebenfalls dieser bewertungskategorie zugeordnet. die bewertung erfolgt zum beizulegenden zeitwert. änderungen des beizulegenden zeitwerts werden erfolgsneutral im eigenkapital (sonstige eigenkapitalposten) abgegrenzt und erst bei Veräußerung oder Wertminderung erfolgswirksam erfasst. beteiligungen, deren zeitwerte nicht zuverlässig bestimmt werden können, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und bei Wertminderung abgeschrieben. bei diesen beteiligungen stellt der buchwert den besten schätzwert dar.

bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden spätere Wertaufholungen grundsätzlich erfolgsneutral im eigenkapital (sonstige eigen

kapitalposten) erfasst. Lediglich bei schuldinstrumenten werden zuschreibungen bis zur höhe der ursprünglichen Wertminderung erfolgswirksam und darüber hinaus erfolgsneutral berücksichtigt.

• finanzielle verbindlichkeiten, die keine derivate sind, werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden zeitwert bewertet. dieser entspricht regelmäßig dem vereinnahmten betrag. die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der effektivzinsmethode.

umklassifizierungen zwischen den bewertungskategorien wurden weder im Jahr 2008 noch im Jahr 2007 vorgenommen. die Möglichkeit der umklassifizierung bestimmter Vermögenswerte, die sich aus der änderung des IAs 39 vom 15. oktober 2008 ergibt, wurde nicht in Anspruch genommen.

erträge aus verzinslichen Aktiva werden unter berücksichtigung der zum bilanzstichtag bestehenden Forderungen und der nach der effektivzinsmethode anzuwendenden zinssätze abgegrenzt. dividendenerträge aus nicht atequitybewerteten beteiligungen werden mit der entstehung des Rechtsanspruches auf zahlung erfasst.

derivative Finanzinstrumente können in andere kontrakte eingebettet sein. besteht gemäß den IFRsRegelungen eine trennungspflicht für ein eingebettetes derivat, so wird dieses vom basisvertrag separat bilanziert und zum beizulegenden zeitwert bewertet.

cashflow hedge accounting wurde bei ausgewählten geschäften zur sicherung von zukünftigen transaktionen angewendet. der effektive teil der Marktwertänderungen des derivats wird dabei erfolgsneutral im eigenkapital (sonstige eigenkapitalposten) unter berücksichtigung latenter steuerschulden/ansprüche erfasst. der ineffektive teil wird unmittelbar in der gewinn und Verlustrechnung berücksichtigt. bei zukünftigen transaktionen, die zur bilanzierung eines nichtfinanziellen Vermögenswerts oder einer nichtfinanziellen schuld führen, werden die im eigenkapital erfassten kumulierten Marktwertänderungen des derivats beim erstmaligen Ansatz entweder gegen die Anschaffungskosten ausgebucht oder in den berichtsperioden erfolgswirksam erfasst, in denen das gesicherte grundgeschäft in der gewinn und Verlustrechnung erfasst wird. Liegen dem sicherungsgeschäft finanzielle Vermögenswerte oder schulden zu grunde, werden die Marktwertänderungen des sicherungsinstruments in den berichtsperioden aus dem eigenkapital in die gewinnund Verlustrechnung umgebucht, in denen das gesicherte grundgeschäft in der gewinn und Verlustrechnung erfasst wird. die Laufzeit des sicherungsinstruments ist auf den

eintritt der künftigen transaktion abgestimmt. die von bAsF zu sicherungszwecken eingesetzten derivate stellen wirtschaftlich betrachtet wirksame Absicherungen dar. den Marktwertänderungen der derivate stehen nahezu kompensierende Wertänderungen aus den gesicherten grundgeschäften gegenüber.

latente steueransprüche: Für temporär abweichende Wertansätze zwischen IFRs und steuerbilanzen und steuerliche Verlustvorträge werden latente steueransprüche angesetzt, soweit sich im einzelfall oder für die jeweilige Fiskaleinheit ein Überhang an aktiven unterschiedsbeträgen ergibt. Für kapitalgesellschaften wird in deutschland ein steuersatz von 29%, für die übrigen gesellschaften werden länderspezifische steuersätze angesetzt. Wertberichtigungen auf niedrigere buchwerte werden vorgenommen, wenn die erwarteten künftigen ergebnisse einer gesellschaft die Realisierung der steuerminderung als nicht wahrscheinlich erscheinen lassen.

Maßgebend für die beurteilung der Werthaltigkeit latenter steueransprüche ist die einschätzung der Wahrscheinlichkeit einer umkehrung der bewertungsunterschiede und der nutzbarkeit der Verlustvorträge. dies hängt ab von der entstehung künftiger steuerpflichtiger gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Auf grund der erfahrungen aus der Vergangenheit und der erwarteten steuerlichen einkommensentwicklung wird davon ausgegangen, dass die Vorteile aus den latenten steueransprüchen realisiert werden können.

vorräte: sie werden zu Anschaffungs oder herstellungskosten bewertet. Wenn die börsen oder Marktpreise beziehungsweise die beizulegenden zeitwerte der Absatzprodukte auf der basis von nettoveräußerungswerten niedriger sind, werden diese angesetzt. der nettoveräußerungswert entspricht dem im normalen geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Aufwendungen für Fertigstellung und Vertrieb.

Als herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren kosten auch angemessene teile der Material und Fertigungsgemeinkosten bei normaler Auslastung der betreffenden Produktionsanlagen erfasst, soweit sie im zusammenhang mit dem herstellungsvorgang anfallen. kosten für die betriebliche Altersversorgung, für soziale einrichtungen des betriebs und freiwillige soziale Leistungen des unternehmens sowie kosten der allgemeinen Verwaltung werden ebenfalls berücksichtigt, soweit sie auf den herstellungsbereich entfallen. Finanzierungskosten werden nicht in die herstellungskosten einbezogen.

Abschläge auf Vorräte ergeben sich neben einem Preisrückgang der Absatzprodukte auch durch mangelnde gängigkeit oder hohe Lagerreichweiten der Produkte.

bei der bewertung von Vorratsbeständen des edelmetallhandels wird die Ausnahmeregelung des IAs 2 für händler angewendet. hiernach können solche Vorräte, die ausschließlich zu handelszwecken gehalten werden, grundsätzlich mit ihrem beizulegenden zeitwert angesetzt werden. Alle Wertänderungen werden unmittelbar erfolgswirksam in der gewinn und Verlustrechnung erfasst.

zur veräußerung gehaltene gruppen von vermögenswerten und schulden beziehungsweise veräußerungsgruppen: hierunter fallen separat in der bilanz ausgewiesene Vermögenswerte sowie direkt mit ihnen in Verbindung stehende schulden, deren Veräußerung im Rahmen einer transaktion höchstwahrscheinlich ist. die als Veräußerungsgruppe klassifizierten Vermögenswerte und schulden werden zum niedrigeren Wert aus der summe der buchwerte und dem beizulegenden zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten angesetzt. die planmäßige Abschreibung langfristiger Vermögenswerte wird ausgesetzt. Wird die Veräußerungsgruppe aufgelöst, so sind die planmäßigen Abschreibungen nachzuholen.

eine erläuterung der zur veräußerung gehaltenen gruppen von vermögenswerten und schulden ist in anmerkung 2 ab seite 170 enthalten

pensionsrückstellungen und ähnliche verpflichtungen: Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected unit Credit Method) ermittelt. Vergleichbare Verpflichtungen, insbesondere aus zusagen nordamerikanischer gruppengesellschaften zur Übernahme von krankheitskosten und Lebensversicherungen pensionierter Mitarbeiter und von deren Angehörigen, werden als Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Versicherungsmathematische gewinne oder Verluste werden mit den gewinnrücklagen verrechnet. Für die ermittlung der Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische gutachten vor.

sonstige rückstellungen: sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn auf grund eines ereignisses eine gegenwärtige Verpflichtung besteht, ein Abfluss wirtschaftlicher Ressourcen wahrscheinlich ist und seine höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Rückstellungen werden in höhe des wahrscheinlichen erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen für gewerbesteuer und körperschaftsteuer oder vergleichbare einkommensteuern werden auf der grundlage der erwarteten steuerpflichtigen einkommen der einbezogenen gesellschaften ermittelt und abzüglich geleisteter Vorauszahlungen angesetzt. sonstige zu veranlagende steuern werden entsprechend berücksichtigt.

Für bestimmte umweltschutzmaßnahmen und risiken werden Rückstellungen gebildet, wenn auf grund eines ereignisses eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung zur durchführung von Maßnahmen besteht und die Maßnahmen nicht zur Aktivierung von Vermögenswerten führen. Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen betreffen insbesondere Verpflichtungen für das Verfüllen von bohrlöchern und die beseitigung von Fördereinrichtungen nach beendigung der Förderung im segment oil & gas. der barwert der Verpflichtung erhöht gleichzeitig die Anschaffungskosten der betreffenden Anlage.

Rückstellungen für zu erwartende Abfindungszahlungen oder vergleichbare Personalaufwendungen sowie Abrissoder schließungskosten im zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, wenn ein entsprechender Plan von der jeweiligen geschäftsleitung beschlossen und kommuniziert wurde.

Rückstellungen für dienstaltersgeldprämien und Jubiläumsgaben werden überwiegend nach versicherungsmathematischen grundsätzen ermittelt. Für abgeschlossene Altersteilzeitverträge werden die zugesagten Aufstockungszahlungen in voller höhe zurückgestellt und die während der passiven Phase der Altersteilzeit zu leistenden Lohnund gehaltszahlungen ratierlich angesammelt. Für Altersteilzeitverträge, die während der Laufzeit des tarifvertraglich vereinbarten Modells voraussichtlich abgeschlossen werden, sind die erwarteten belastungen zurückgestellt.

erläuterungen zu rückstellungen für das basf-optionsprogramm unter anmerkung 25 ab seite 210

der wahrscheinliche erfüllungsbetrag von langfristigen Rückstellungen ist abzuzinsen, wenn der Abzinsungseffekt wesentlich ist. der Ansatz erfolgt in diesem Fall zum barwert. die Finanzierungskosten werden im übrigen Finanzergebnis erfasst.

latente steuerschulden: Für temporär abweichende Wertansätze zwischen IFRs und steuerbilanzen werden latente steuerschulden angesetzt, soweit sich für die jeweilige Fiskaleinheit ein Überhang an passiven unterschiedsbeträgen ergibt.

Latente steuerschulden ergaben sich insbesondere aus der neubewertung von Vermögenswerten zum Marktwert im Rahmen der kaufpreisallokationen der letzten Jahre.

ergebnis je aktie: das ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Jahresüberschuss nach Anteilen anderer gesellschafter und der gewichteten Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien. zurückgekaufte Aktien gehen in die bewertung zeitanteilig für den zeitraum ein, in dem sie sich im umlauf befunden haben.

schätzungen oder annahmen bei der erstellung des konzernabschlusses

die höhe der im konzernabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Rückstellungen, der haftungsverhältnisse oder sonstigen finanziellen Verpflichtungen ist von schätzungen oder Annahmen abhängig. diese richten sich nach den Verhältnissen und einschätzungen am bilanzstichtag und beeinflussen insoweit auch die höhe der ausgewiesenen erträge und Aufwendungen der dargestellten geschäftsjahre. derartige Annahmen betreffen die bestimmung der nutzungsdauer des abnutzbaren sachanlagevermögens oder immaterieller Vermögenswerte, die bemessung von Rückstellungen, den Wertansatz von beteiligungen und von anderen Vermögenswerten oder Verpflichtungen. bestehende unsicherheiten werden bei der Wertermittlung angemessen berücksichtigt, jedoch können tatsächliche ergebnisse von den schätzungen abweichen.

bei unternehmenserwerben werden die übernommenen Vermögenswerte und schulden zum beizulegenden zeitwert zum zeitpunkt der erstmaligen beherrschung bewertet. die bestimmung des beizulegenden zeitwerts der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und sachanlagen, der übernommenen Verbindlichkeiten zum zeitpunkt des erwerbs sowie der nutzungsdauern der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und sachanlagen ist mit Annahmen verbunden. die bewertung basiert in großem umfang auf prognostizierten Cashflows. die tatsächlichen Cashflows können von den bei der ermittlung der beizulegenden zeitwerte zu grunde gelegten Cashflows signifikant abweichen. bei der kaufpreisaufteilung wesentlicher Akquisitionen werden externe unabhängige gutachten erstellt. die bewertungen bei unternehmenserwerben basieren auf Informationen, die zum erwerbszeitpunkt verfügbar sind.

sogenannte impairment-tests werden für Vermögenswerte durchgeführt, wenn bestimmte ereignisse auf eine mögliche Wertminderung hinweisen. beim Impairmenttest werden die fortgeführten buchwerte der Vermögenswerte mit dem erzielbaren betrag der Vermögenswerte verglichen. der erzielbare betrag ist der höhere Wert aus nettoveräußerungspreis und nutzungswert des Vermögenswerts. zur ermittlung des nutzungswerts erfolgt die schätzung und diskontierung von Cashflows. die schätzung der Cashflows und die getroffenen Annahmen basieren auf den jeweils zum bilanzstichtag verfügbaren Informationen über die zukünftige entwicklung des operativen geschäfts und können von den tatsächlichen künftig eintretenden entwicklungen abweichen. sollte der erzielbare betrag unter dem buchwert liegen, so ist eine Wertminderung in höhe der differenz vorzunehmen.

geschäfts- oder firmenwerte sind den zahlungsmittelgenerierenden einheiten zuzuordnen und einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit zu überprüfen. Wenn eine verminderte Werthaltigkeit vorliegt, da das Reinvermögen einer zahlungsmittelgenerierenden einheit den barwert der zukünftigen einzahlungsüberschüsse übersteigt, wird eine Wertminderung auf den niedrigeren Wert vorgenommen. zur Überprüfung der Werthaltigkeit sind langfristige ertragsprognosen der zahlungsmittelgenerierenden einheit vor dem hintergrund der gesamtwirtschaftlichen entwicklung zu treffen. die geschätzten Cashflows basieren auf den aktuellen Planungen des unternehmens für die nächsten drei Jahre. sie stützen sich auf die expertise des Managements der jeweiligen geschäftseinheit und berücksichtigen die spezifischen Risiken angemessen. Für die über die detailplanungsperiode hinausgehenden CashflowPrognosen werden je nach geschäftseinheit und zahlungsmittelgenerierender einheit Wachstumsraten von 0 bis 3% zu grunde gelegt. Als zinssätze werden abhängig vom zu grunde liegenden geschäft und dem Land, in dem das geschäft betrieben wird, entsprechende nachsteuerzinssätze in einer bandbreite von 6,7 bis 14,5% verwendet.

immaterielle vermögenswerte und sachanlagen: die voraussichtlichen nutzungsdauern und Abschreibungsverläufe von Immateriellen Vermögenswerten und sachanlagen beruhen auf erfahrungswerten, Planungen und schätzungen. hierbei wird auch der zeitraum und die Verteilung der zukünftigen Mittelzuflüsse geschätzt.

zu einer dauerhaften Wertminderung führende entwicklungen, beispielsweise auf grund einer reduzierten Profitabilität der jeweiligen Produkte, infolge geplanter Restrukturierungsmaßnahmen oder einer rückläufigen konjunkturentwicklung, werden durch Wertminderungen berücksichtigt. bei entfallen der gründe für eine Wertminderung werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen, welche die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigen dürfen.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten nutzungsdauer unterliegen einem jährlichen Impairmenttest. zudem wird ein Impairmenttest durchgeführt, wenn bestimmte ereignisse (triggering events) auf eine Wertminderung hindeuten. hierzu können beispielsweise Veränderungen in den kundenbranchen, bei den verwendeten technologien und der sonstigen geschäftsspezifischen umstände gehören.

abgrenzungsposten für latente steueransprüche/ -schulden: die Realisierbarkeit latenter steueransprüche hängt von künftigen steuerpflichtigen ergebnissen der jeweiligen gruppengesellschaft ab. Wenn zweifel an der Realisierbarkeit der Verlustvorträge bestehen, werden im

einzelfall entsprechende Wertberichtigungen der latenten steueransprüche vorgenommen. die beurteilung der Werthaltigkeit latenter steueransprüche basiert auf unternehmensinternen Prognosen über die zukünftige ertragssituation der gruppengesellschaft.

mehr dazu unter anmerkung 8 ab seite 183

forderungen und ausleihungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der effektivzinsmethode bewertet. Liegt eine Wertminderung vor, werden Forderungen und Ausleihungen erfolgswirksam wertberichtigt. hinweise auf eine Wertminderung können beispielsweise das bekanntwerden finanzieller schwierigkeiten des schuldners und das eintreten von zahlungsverzug sein. bei der beurteilung des Wertberichtigungsbedarfs werden regionale und branchenspezifische gegebenheiten berücksichtigt. Weiterhin wird auf externe Ratings und die einschätzungen von Inkassounternehmen und kreditversicherern zurückgegriffen, soweit solche verfügbar sind. ein wesentlicher teil des Forderungsbestands ist durch kreditversicherungen gedeckt. bankgarantien und Akkreditive werden in unwesentlichem umfang genutzt. es werden nur solche Forderungen wertberichtigt, die nicht durch eine kreditversicherung oder durch andere sicherheiten gedeckt sind. Forderungen, deren Versicherung einen selbstbehalt vorsieht, werden maximal in höhe des selbstbehalts wertberichtigt. bei Wertminderungen werden erfahrungswerte zur zahlungsfähigkeit der kunden und zudem die Altersstruktur, die Überfälligkeit, vorhandene Versicherungen sowie kundenspezifische Risiken berücksichtigt. Verringert sich die höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der erfassung der Wertminderung aufgetretenen sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung erfolgswirksam rückgängig gemacht. die zuschreibungen dürfen die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigen.

pensionsrückstellungen und vermögenswerte aus überdeckten pensionsplänen werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Verfahren bewertet. dabei werden unter anderem Annahmen zu folgenden bewertungsparametern verwendet: künftige entwicklung der Arbeitsentgelte und Renten, erwartete Wertentwicklung des Planvermögens von Pensionsfonds, Fluktuation der beschäftigten, Lebenserwartung der Versorgungsberechtigten. die auf basis dieser Annahmen ermittelten Verpflichtungen werden mit der Rendite erstrangiger, festverzinslicher unternehmensanleihen mit AARating zum bilanzstichtag abgezinst. Versicherungsmathematische gewinne beziehungsweise Verluste werden ergebnisneutral mit den gewinnrücklagen verrechnet. sie entstehen

durch die Abweichungen der tatsächlichen entwicklung der Pensionsverpflichtungen und des Pensionsvermögens von den zu Jahresbeginn getroffenen Annahmen sowie durch die Aktualisierung der versicherungsmathematischen Annahmen.

mehr zu rückstellungen für pensionen und ähnliche verpflichtungen unter anmerkung 20 ab seite 200

sonstige rückstellungen decken auch Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und verfahren ab. zur beurteilung der Rückstellungshöhe werden neben der sachverhaltsbeurteilung und den geltend gemachten Ansprüchen im einzelfall auch die ergebnisse vergleichbarer Verfahren und unabhängige Rechtsgutachten herangezogen sowie Annahmen über eintrittswahrscheinlichkeiten und bandbreiten möglicher Inanspruchnahmen getroffen. die tatsächlichen belastungen können von diesen einschätzungen abweichen.

mehr dazu unter anmerkung 24 auf seite 209

daneben enthalten die sonstigen Rückstellungen auch erwartete belastungen für die sanierung kontaminierter standorte, zur Rekultivierung von deponien, zur beseitigung von umweltbeeinträchtigungen durch bestehende Produktions oder Lagereinrichtungen und ähnliche Maßnahmen. Wird bAsF als die einzige potenziell in Anspruch zu nehmende Partei identifiziert, deckt die Rückstellung die gesamte zu erwartende belastung ab. bei standorten, die gemeinsam mit einem oder mehreren Partnern betrieben werden, umfasst die gebildete Rückstellung lediglich den bAsF zurechenbaren Anteil an der erwarteten gesamtbelastung. die ermittlung der höhe der Rückstellung basiert auf den verfügbaren technischen daten des standorts, den genutzten technologien, den gesetzlichen Vorschriften sowie behördlichen Auflagen.

die schätzung zukünftiger kosten ist mit vielen unsicherheiten behaftet. sie betrifft besonders sanierungsmaßnahmen, bei denen mehrere Parteien beteiligt sind und die sich über einen längeren zeitraum erstrecken.

bei der Abzinsung langfristiger Rückstellungen sind Annahmen hinsichtlich des zu verwendenden zinssatzes zu treffen.

noch nicht zu berücksichtigende ifrs und ifric

die Auswirkungen der im geschäftsjahr 2008 noch nicht in kraft getretenen beziehungsweise von der europäischen union nicht anerkannten IFRs und IFRIC auf den Abschluss der bAsFgruppe wurden geprüft:

• ifrs 8 "operating segments", der dem Management Approach folgt, ersetzt IAs 14 und den darin verfolgten RiskandReward Approach. dies führt zu einer segmentierung entsprechend der internen berichtsstruktur

und Angabe der vom Management zur beurteilung der segmentperformance und Ressourcenallokation verwendeten steuerungsgrößen. IFRs 8 ist auf geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. eine frühere Anwendung ist erlaubt. da bAsF bereits bisher die bei der externen darstellung der segmente verwendeten größen auch für die interne steuerung der operativen einheiten verwendet, wird IFRs 8 zu keinen Auswirkungen auf den Abschluss der bAsFgruppe führen.

  • • ias 1 "presentation of financial statements" wurde vom IAsb zum 6. september 2007 überarbeitet herausgegeben. ziel ist die erleichterung der Analyse und des Vergleichs von Abschlüssen. hierzu sind zusätzliche Angaben zum eigenkapital zu veröffentlichen, wie zum beispiel zur ermittlung und steuerung der kapitalstruktur oder auch zu etwaigen aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die kapitalausstattung. die überarbeitete Fassung des IAs 1 ist für alle geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, anzuwenden und hat keine nennenswerten Auswirkungen auf bAsF.
  • • ias 23 "borrowing costs" veröffentlichte das IAsb am 29. März 2007 in geänderter Form. es besteht danach die Pflicht, direkt dem erwerb, bau oder der herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnete Fremdkapitalkosten zu aktivieren. gemäß dem standard sind alle Fremdkapitalkosten anzusetzen, deren Aktivierungszeitpunkt am oder nach dem 1. Januar 2009 liegt. da bAsF diese kosten bereits bisher im Rahmen eines Aktivierungswahlrechts ansetzt, ergeben sich keine Auswirkungen auf den Abschluss der bAsFgruppe.
  • • ifric 12 "service concession arrangements" konkretisiert die bilanzierung von dienstleistungsvereinbarungen bei unternehmen, die im Auftrag einer gebietskörperschaft öffentliche dienstleistungen zur Verfügung stellen. IFRIC 12 hat keine bedeutung für bAsF.
  • die überarbeiteten Fassungen von ifrs 3 "business combinations" und ias 27 "consolidated and separate financial statements" sehen bei der bilanziellen behandlung von Minderheitenanteilen ein Wahlrecht zur bewertung zum beizulegenden zeitwert oder dem anteiligen identifizierbaren nettovermögen vor. Weiterhin sind änderungen der beteiligungsquote ohne Verlust der beherrschung erfolgsneutral im eigenkapital und mit Verlust der beherrschung erfolgswirksam zu erfassen. Anschaffungsnebenkosten stellen künftig Aufwand dar. die änderungen sind auf unternehmenszusammenschlüsse anzuwenden, deren erwerbszeitpunkt in berichtsperioden fällt, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. bAsF wird die änderungen berücksichtigen, sobald sie in kraft treten beziehungsweise von der

europäischen union anerkannt werden.

  • • ifric 15 "agreements for the construction of real estate" regelt die erfassung von umsätzen und entsprechenden Aufwendungen für den bau von Immobilien. IFRIC 15 hat keine bedeutung für bAsF.
  • ifric 16 "hedges of a net investment in a foreign operation" stellt klar, welche Fremdwährungsdifferenzen als abgesichertes Risiko bestimmt werden können, die aus dem Abweichen der funktionalen Währung des konzerns von der funktionalen Währung des ausländischen geschäftsbetriebs entstehen. IFRIC 16 hat keine Auswirkungen auf bAsF.
  • ifric 17 "distributions of non-cash assets to owners" stellt klar, dass der bewertungsunterschied bei der Ausschüttung von sachdividenden zwischen dem buchwert des Vermögenswerts und dem beizulegenden zeitwert ergebniswirksam zu erfassen ist, wenn diese Ausschüttung nicht unter Common Control stattfindet. die Interpretation ist auf geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, anzuwenden. IFRIC 17 hat keine Auswirkung auf bAsF.
  • • ifric 18 "transfers of assets from customers" regelt Vereinbarungen, in denen ein unternehmen von einem kunden Vermögenswerte erhält, die das unternehmen nutzen muss, um den kunden an ein Versorgungsnetz anzuschließen oder um dem kunden dauerhaften zugang zur Versorgung mit gütern oder dienstleistungen zu gewähren. die Interpretation wurde am 29. Januar 2009 vom IAsb veröffentlicht und ist auf Vereinbarungen anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 getroffen werden. Auswirkungen auf bAsF werden derzeit untersucht.
  • die änderungen des ias 1 und ias 32 "puttable financial instruments and obligations arising on liquidation" regelt, dass unter bestimmten Voraussetzungen Finanzinstrumente mit Inhaberkündigungsrecht oder Finanzinstrumente mit Anspruch auf das anteilige nettovermögen im Liquidationsfall nicht als Fremdkapital, sondern als eigenkapital zu klassifizieren sind. diese änderungen haben keine Auswirkungen auf den Abschluss der bAsF.
  • sonstige änderungen der standards haben keine nennenswerten Auswirkungen auf bAsF.

2 -- akquisitionen/devestitionen

bAsF akquirierte im Jahr 2008 die Revus energy AsA, stavanger/norwegen (Revus), ein an der osloer börse notiertes Öl und gasunternehmen mit beteiligungen an 60 Lizenzen in norwegen und großbritannien. Am 17. dezember 2008 erlangte bAsF durch die Übertragung der im Rahmen des öffentlichen Übernahmeangebotes angedienten Anteile der Revus an die Wintershall norwegen explorations und Produktionsgmbh, eine 100prozentige tochter der Wintershall holding Ag, die kontrolle über Revus. die restlichen nicht angedienten Anteile sind am 18. dezember 2008 durch Ausschluss der Minderheitsaktionäre (squeezeout) erworben worden, so dass bAsF nunmehr eigentümer aller Anteile der Revus ist. den Minderheitsaktionären steht ein Ausgleichsanspruch zu, für den eine Verpflichtung in höhe von 12 Millionen € passiviert wurde. der gesamtkaufpreis beläuft sich auf 558 Millionen €. Revus energy AsA firmiert seit dem 22. dezember 2008 unter dem namen Wintershall norge AsA.

die folgende Übersicht gibt die vorläufigen buch und beizulegenden zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und schulden per 17. dezember 2008 wieder.

vorläufige kaufpreisallokation der akquisition der revus energy asa im jahr 2008 (Millionen €)

Anpassungen
historische
buchwerte
an beizulegende
zeitwerte
zeitwerte zum
erwerbszeitpunkt
langfristiges vermögen 296 420 716
sachanlagen 231 119 350
geschäfts­ oder Firmenwert
Übriges immaterielles Vermögen 2 301 303
Übriges langfristiges Vermögen 63 63
kurzfristiges vermögen 106 106
Vorräte 2 2
Übriges kurzfristiges Vermögen 104 104
vermögen 402 420 822
langfristiges fremdkapital 193 284 477
Pensionsverpflichtungen
Latente steuerschulden 102 285 387
Finanzschulden 30 –1 29
Übrige Verbindlichkeiten 61 61
kurzfristiges fremdkapital 104 104
fremdkapital 297 284 581
nettovermögen 105 136 241
geschäfts- oder firmenwert 317
gesamtkaufpreis 558
davon Anschaffungsnebenkosten

des Weiteren akquirierte bAsF im Jahr 2008 die folgenden geschäfte:

  • die Attapulgite Mining, Inc., Attapulgus/georgia, wurde am 26. september 2008 von bAsF akquiriert. Mit der Übernahme des geschäftes erlangt bAsF den zugang zu weiteren AttapulgitVorkommen. Attapulgit, ein MagnesiumAluminiumsilikat, findet unter anderem Verwendung als Verdickungsmittel in Anstrichen.
  • das betonadditivgeschäft des chinesischen unternehmens kejie Admixture science & technology Co. Ltd. (kejie) wurde am 15. dezember 2008 von bAsF übernommen. kejie, als einer der führenden Produzenten von betonadditiven in guangzhou, der hauptstadt der Provinz guangdong in südchina, verfügt über ein großes Portfolio an betonadditiven und zwischenprodukten.
  • Am 19. dezember 2008 hat bAsF die Übernahme der sorex holdings Ltd., Widnes/großbritannien, abgeschlossen. sorex ist ein führender hersteller von chemischen und nichtchemischen Markenprodukten zur professionellen schädlingsbekämpfung. der Übernahmevertrag schließt das usamerikanische unternehmen Whitmire Microgen sowie die britische sorex Ltd. mit ein. Mit der Akquisition baut die bAsF ihre Präsenz in den zwei wichtigsten schädlingsbekämpfungsmärkten der Welt – den usA und europa – aus.
  • bAsF hat am 30. dezember 2008 die Übernahme des weltweiten geschäftes mit Polyurethan(Pu)systemen für den scheibenumguss von Recticel vollzogen. die transaktion umfasst patentierte aliphatische Verbindungen, die unter dem namen Colofast® bekannt sind.

die kaufpreisallokationen für die einzelnen Akquisitionen sind vorläufig und können nach IFRs innerhalb eines Jahres nach dem Übernahmezeitpunkt auf grund endgültiger Informationen angepasst werden.

bei einem einbezug der Revus energy AsA in den konzernabschluss der bAsF seit dem 1. Januar 2008 hätten die Proformaumsatzerlöse 62.482 Millionen € und der Jahresüberschuss 3.348 Millionen € betragen. die ungeprüften ProformaAngaben sind nur für Vergleichszwecke angeführt und stellen nicht zwangsläufig die ergebnisse dar, die sich ergeben hätten, wenn die transaktion zum 1. Januar 2008 erfolgt wäre. die genannten ergebnisse sind nicht als garantien für zukünftige entwicklungen und ergebnisse zu verstehen.

die übrigen Akquisitionen des Jahres 2008 haben keinen wesentlichen einfluss auf die Proformaumsatzerlöse und den ProformaJahresüberschuss der bAsFgruppe.

die folgende Übersicht zeigt die kaufpreisallokationen der übrigen Akquisitionen 2008.

übrige akquisitionen (Millionen €)

2008
kaufpreis 102
Anschaffungsnebenkosten
gesamtkaufpreis 102
nettovermögen zu buchwerten –4
unterschiedsbetrag 106
anpassungen an beizulegende zeitwerte
langfristiges vermögen 51
sachanlagen –9
geschäfts­ oder Firmenwert
Übrige immaterielle Vermögenswerte 60
Übriges langfristiges Vermögen
kurzfristiges vermögen 1
Vorräte 1
Übriges kurzfristiges Vermögen
vermögen 52
langfristiges fremdkapital
kurzfristiges fremdkapital –1
fremdkapital –1
summe anpassungen an beizulegende zeitwerte 51
latente steuerschulden auf anpassungen –3
Verbleibender geschäfts­ oder Firmenwert
beziehungsweise negativer unterschiedsbetrag
58

Im Jahr 2007 hat sich bAsF, durch einen tausch von Vermögenswerten mit gazprom, zu 25% minus einer Aktie an oAo severneftegazprom (sng) beteiligt. sng ist Inhaberin der Produktionslizenz an dem westsibirischen erdgasfeld Juschno Russkoje. Über eine zusätzliche Vorzugsaktie ist bAsF mit insgesamt 35% am wirtschaftlichen erfolg des Feldes beteiligt. Im gegenzug wurde gazprom mit 49% an einer deutschen gesellschaft beteiligt, die onshoreProduktions und explorationsrechte in Libyen hält. Außerdem ist der Anteil von gazprom an der erdgashandelsgesellschaft WIngAs gmbh & Co. kg, kassel, von bisher 35% auf nunmehr 50% minus eines Anteils erhöht worden. sowohl die libyschen Aktivitäten als auch WIngAs gmbh & Co. kg werden weiterhin im bAsFkonzernabschluss vollkonsolidiert. zum Wertausgleich der mit gazprom getauschten Vermögenswerte leistete bAsF eine barzahlung in höhe von 598 Millionen €.

die zusätzlichen Anteile der gazprom führten zu einem Anstieg der Anteile anderer gesellschafter in der bilanz um 216 Millionen €. der sich aus der bewertung der getauschten Vermögenswerte mit beizulegenden zeitwerten von 850 Millionen € ergebende unterschiedsbetrag in höhe von 634 Millionen € wurde erfolgsneutral in die gewinnrücklagen eingestellt. die erhaltenen Vermögenswerte setzten sich aus einem Vertriebsrecht für die Vermarktung des erdgases mit einem beizulegenden zeitwert in höhe von 1.762 Millionen € sowie den Anteilen an der sng mit einem beizulegenden zeitwert in höhe von 110 Millionen € zusammen. die bewertung zum beizulegenden zeitwert führte zum Ansatz passiver latenter steuern in höhe von 424 Millionen €.

des Weiteren akquirierte bAsF im Jahr 2007 folgende gesellschaften für insgesamt 38 Millionen €:

  • guilin Reecat Catalyst Co. Ltd. wurde von bAsF am 20. April 2007 übernommen. das chinesische unternehmen mit einem Produktionsstandort für Motorrad und kleinmotorkatalysatoren in guilin/China verstärkt die katalysatorenaktivitäten der bAsF.
  • Weiterhin erwarb bAsF zum 16. Juli 2007 die verbleibenden 50% der Anteile des Partners an der Prodrive engelhard LLC, Wixom/Michigan. das unternehmen erbringt dienstleistungen bei der Prüfung von katalysatoren.
  • bAsF hat die Anteile der sAbIC Innovative Plastics am gemeinsamen Pbtgemeinschaftsunternehmen bAsF ge schwarzheide gmbh & Co. kg, schwarzheide, am 31. dezember 2007 übernommen.

die folgende Übersicht zeigt die vorläufigen kaufpreisallokationen der 2008 getätigten Akquisitionen sowie die Auswirkung der endgültigen kaufpreisallokationen des Jahres 2007 auf die konzernbilanz.

2008 2007
millionen € % Millionen € %
langfristiges vermögen 1.177 4,0 34 0,1
sachanlagen 363 2,4 17 0,1
geschäfts­ oder Firmenwert 380 8,0 11 0,3
Übrige immaterielle Vermögenswerte 365 7,1 6 0,1
Übriges Vermögen 69 4,3
kurzfristiges vermögen 138 0,6 7
davon zahlungsmittel und ­äquivalente 11 0,4 1 0,1
vermögen 1.315 2,6 42 0,1
eigenkapital 5
langfristiges fremdkapital 489 3,1 2
davon Finanzschulden 29 0,4
kurzfristiges fremdkapital 173 1,1 1
davon Finanzschulden 31 0,5
kapital 667 1,3 3
auszahlungen für akquisitionen 648 38
bedingter kaufpreis 12
kaufpreis 660 38
haftungsverhältnisse und sonstige
finanzielle Verpflichtungen
281 3,2 1

auswirkung der akquisitionen im erwerbsjahr

Folgende Aktivitäten wurden von der bAsF im Jahr 2008 devestiert:

  • Im Laufe des Jahres 2008 hat bAsF weitere teile des Prämixgeschäftes, darunter standorte in Japan, taiwan, Chile und kolumbien, veräußert. Prämixe sind eine Mischung von Vitaminen und anderen Futtermittelzusatzstoffen für die tierernährung. die Aktivitäten waren dem unternehmensbereich Care Chemicals zugeordnet.
  • die bAsF hat am 30. April 2008 den Verkauf des standorts shreveport/Louisiana inklusive der zugehörigen Arzneimittelherstellung an dr. Reddy's Laboratories abgeschlossen. die Aktivitäten waren dem unternehmensbereich Care Chemicals zugeordnet.
  • Am 17. August 2008 hat bAsF die devestition des nordenglischen standorts seal sands an Ineos nitriles vollzogen. Am standort seal sands werden die zwischenprodukte Acrylnitril (An), Adipodinitril (Adn) und hexamethylendiamin (hMd) sowie einige nebenprodukte hergestellt. der standort war dem unternehmensbereich Performance Polymers zugeordnet.

Folgende Aktivitäten wurden von der bAsF im Jahr 2007 devestiert:

  • bAsF hat am 26. Juni 2007 die devestition der Chemische Fabrik WIbARCo gmbh an hansa Chemie International Ag, zollikonzürich/schweiz, abgeschlossen. die gesellschaft mit sitz in Ibbenbüren/nordrheinWestfalen war dem unternehmensbereich Veredlungschemikalien zugeordnet.
  • Am 1. Juli 2007 hat bAsF den Anteil am ethanCracker in geismar/Louisiana an Williams olefins, LLC veräußert. die zugehörige Infrastruktur wurde an PetroLogistics, LLC veräußert.
  • Am 31. oktober 2007 hat bAsF den überwiegenden teil des Prämixgeschäfts an die niederländische Futtermittelgruppe nutreco veräußert. das devestierte geschäft umfasst standorte in acht Ländern.

die folgende Übersicht zeigt die Auswirkung der devestitionen der Jahre 2008 und 2007 auf die konzernbilanz. Als Auswirkung auf das eigenkapital wird der unterschiedsbetrag zwischen der kaufpreiszahlung und den abgegangenen Vermögenswerten dargestellt. Im zusammenhang mit devestitionen erfasste Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen sind nicht enthalten.

2008 2007
millionen € % Millionen € %
umsatz –274 –0,4 –146 –0,3
langfristiges vermögen –12 –55 –0,2
davon sachanlagen –11 –0,1 –43 –0,3
kurzfristiges vermögen –24 –0,1 –60 –0,3
davon zahlungsmittel und ­äquivalente –3 –0,4
vermögen –36 –0,1 –114 –0,2
eigenkapital 30 0,2 26 0,1
langfristiges fremdkapital –5
davon Finanzschulden
kurzfristiges fremdkapital 7 –33 –0,3
davon Finanzschulden –1
kapital 37 0,1 –13 –0,1
verkaufspreis 73 102
haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle
Verpflichtungen
–1

auswirkung der devestitionen im jahr der veräußerung

zur veräußerung gehaltene gruppen von vermögenswerten und schulden

zum 31. dezember 2007 wurden teile des unternehmensbereichs styrolkunststoffe als Veräußerungsgruppe klassifiziert. hierbei handelte es sich um die geschäfte mit styrol (sM), Polystyrol (Ps), styrolbutadienblockcopolymer (sbs) und Acrylnitrilbutadienstyrol (Abs) inklusive der Produktionsanlagen in Antwerpen/belgien, Altamira/Mexiko, sao Jose dos Campos/brasilien, ulsan/südkorea und dahej/Indien.

Im Jahr 2008 konnte die geplante Veräußerung nicht umgesetzt werden. Auf grund der verschlechterten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Veränderungen am kapitalmarkt ist eine kurzfristige Veräußerung nicht mehr höchstwahrscheinlich. daher wurden die Vermögenswerte und schulden der Veräußerungsgruppe zum 31. dezember 2008 im fortgeführten geschäft ausgewiesen.

durch die Auflösung der Veräußerungsgruppe wurden im vierten Quartal 2008 planmäßige Abschreibungen in höhe von 73 Millionen € nachgeholt, die zuvor auf grund der klassifizierung als Veräußerungsgruppe unterblieben sind. Im zusammenhang mit der Restrukturierung des geschäfts wurden zusätzlich Wertminderungen in höhe von 121 Millionen € erfasst, insbesondere für die standorte in Mexiko und südkorea.

sämtliche planmäßigen Abschreibungen des Vorjahres waren im ergebnis des Jahres 2007 enthalten. demzufolge waren wegen Auflösung der Veräußerungsgruppe keine planmäßigen Abschreibungen für das Vorjahr nachzuholen.

die Werte der Veräußerungsgruppe zum 31. dezember 2007 sind in der folgenden tabelle dargestellt.

veräußerungsgruppe styrenics (Millionen €)

31.12.2007
Immaterielle Vermögenswerte 59
sachanlagen 363
Vorräte 175
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10
Übrige Forderungen und sonstiges Vermögen 4
zahlungsmittel und zahlungsmitteläquivalente 3
vermögen der veräußerungsgruppe 614
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
15
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1
Übrige Verbindlichkeiten 1
schulden der veräußerungsgruppe 17

vorgesehene akquisitionen/devestitionen

Am 15. september 2008 hat bAsF bekanntgegeben, die Ciba holding Ag (Ciba) übernehmen zu wollen. Am 1. oktober 2008 wurde den Aktionären der Ciba ein öffentliches Übernahmeangebot in höhe von 50,00 ChF pro Aktie vorgelegt.

Am 13. november 2008 hat bAsF einen Anteil von rund 13% an Ciba außerhalb des öffentlichen Übernahmeangebots von der spanischen Investorengruppe bestinver group zu einem Preis von 49,50 ChF pro Aktie übernommen. bAsF hat sich gegenüber Ciba verpflichtet, die stimmrechte aus diesen Aktien bis zum Vollzug des kaufangebots nicht auszuüben. Im konzernabschluss 2008 sind die bereits vor bekanntgabe des öffentlichen Übernahmeangebots durch bAsF gehaltenen, die im weiteren Verlauf des Jahres an der börse erworbenen sowie die von der bestinver group übernommenen Anteile an Ciba mit einem Wert von 351 Millionen € als langfristige Wertpapiere ausgewiesen. dies entspricht einer beteiligung von 15,2% an Ciba.

die im Rahmen des öffentlichen Übernahmeangebots angedienten, die bereits durch bAsF gehaltenen, die von der bestinver group übernommenen sowie die von Ciba gehaltenen CibaAktien würden eine beteiligung der bAsF in höhe von 95,2% ergeben. der Vollzug der transaktion bedarf noch der genehmigung durch die zuständigen kartellbehörden, welche im ersten Quartal 2009 erwartet wird. der gesamtkaufpreis inklusive der nach kontrollübernahme abzufindenden Minderheitsaktionäre beträgt voraussichtlich 2,2 Milliarden € beziehungsweise 3,4 Milliarden ChF.

die nach zustimmung der zuständigen kartellbehörden zu erwartende kaufpreiszahlung im Rahmen des öffentlichen Übernahmeangebots wird als sonstige finanzielle Verpflichtung in höhe von 1.797 Millionen € im Anhang dargestellt.

mehr dazu unter anmerkung 23 ab seite 208

3 -- ergebnis je aktie

ergebnis je aktie
2008 2007
Jahresüberschuss nach Anteilen
anderer gesellschafter (Millionen €)
2.912 4.065
anzahl der aktien (1.000)
gewichteter durchschnitt
ausstehender Aktien
930.103 977.786
ergebnis je aktie (€) 3,13 4,16

das ergebnis je Aktie wird unter berücksichtigung der gewichteten Anzahl durchschnittlich ausstehender Aktien ermittelt. bei der berechnung des verwässerten ergebnisses je Aktie werden die möglicherweise ausgebbaren Aktien sowie die daraus resultierenden ergebniseffekte des bAsF-Mitarbeiterbeteiligungsprogramms "Plus" berücksichtigt.

Im Jahr 2008 und im Jahr 2007 sind keine Verwässerungseffekte aufgetreten. In allen zahlen zu den Aktien und ergebnissen je Aktie ist der Aktiensplit im Verhältnis 1:2 berücksichtigt, der im zweiten Quartal 2008 durchgeführt wurde.

4 -- berichterstattung nach segmenten und regionen

zum 1. Januar 2008 haben wir unsere segmente anhand vergleichbarer erzeugnisse, Produktionsverfahren und kundenbranchen neu strukturiert. damit tragen wir den Veränderungen unseres Portfolios infolge der Akquisitionen, devestitionen und Restrukturierungen der vergangenen Jahre Rechnung. die Vorjahreswerte der segmente sowie von sonstige wurden entsprechend angepasst.

das weltweite geschäft der bAsF wird von unternehmensbereichen geführt, die zu sechs berichtspflichtigen segmenten zusammengefasst sind. die segmente und unternehmensbereiche tragen englische bezeichnungen.

das segment Chemicals setzt sich aus den unternehmensbereichen Inorganics, Petrochemicals und Intermediates zusammen. der unternehmensbereich Catalysts ist in das neue segment Functional solutions umgegliedert worden.

das segment Plastics besteht aus den unternehmensbereichen Performance Polymers und Polyurethanes. die geschäftseinheiten specialty Plastics und Foams des bisherigen unternehmensbereichs styrolkunststoffe wurden in den unternehmensbereich Performance Polymers integriert.

das segment Performance Products enthält die unternehmensbereiche Acrylics & dispersions, Care Chemicals und Performance Chemicals. der unternehmensbereich Veredlungspolymere wurde in Acrylics & dispersions umbenannt. Im neu gegründeten unternehmensbereich Care Chemicals wurde der bisherige unternehmensbereich Feinchemie mit dem Wasch und Reinigungsmittelgeschäft des unternehmensbereichs Veredlungschemikalien zusammengeführt.

Im segment Functional solutions mit seinen unternehmensbereichen Catalysts, Construction Chemicals und Coatings bündeln wir einen großteil unserer systemlösungen und Produkte für die Automobil und die bauindustrie.

das segment Pflanzenschutz und ernährung ist in Agricultural solutions umbenannt worden und der darin enthaltene unternehmensbereich Pflanzenschutz in Crop Protection.

das segment oil & gas besteht aus dem gleichnamigen unternehmensbereich mit den Arbeitsgebieten exploration & Production und natural gas trading.

die keinem unternehmensbereich zugeordneten Aktivitäten werden als sonstige ausgewiesen. sie umfassen insbesondere die geschäfte mit styrol (sM), Polystyrol (Ps), styrolbutadienblockcopolymer (sbs) und Acrylnitrilbutadienstyrol (Abs), die unter dem namen styrenics geführt werden, sowie düngemittelaktivitäten. darüber hinaus sind unter sonstige Rohstoffverkäufe, Ingenieurund sonstige dienstleistungen sowie Vermietung und Verpachtung ausgewiesen. Auf styrenics entfielen im Jahr 2008 3.082 Millionen € der unter sonstige ausgewiesenen umsätze.

Mit der konzernforschung, die ebenfalls unter sonstige ausgewiesen wird, erschließen wir bereichsübergreifend Wachstumsfelder und sichern langfristig die technische und methodische kompetenz der bAsF.

seit dem 1. Januar 2008 werden die kosten der konzernzentrale nicht mehr den segmenten zugeordnet, sondern unter sonstige ausgewiesen. die kosten der konzernzentrale umfassen die Aufwendungen für die steuerung der bAsFgruppe.

In sonstige ausgewiesene Währungsergebnisse umfassen den segmenten nicht zugeordnete ergebnisse aus der Absicherung zukünftiger Fremdwährungsumsätze, aus der Absicherung segmentübergreifender nettopositionen aus monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie aus der umrechnung von Finanzschulden.

sicherungsgeschäfte und sonstige bewertungseffekte betreffen im Jahr 2008 nicht den segmenten zugeordnete negative ergebnisse aus sicherungsgeschäften gegen Rohstoffpreisrisiken und erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für das bAsFoptionsprogramm.

das ergebnis bei styrenics war wegen einer niedrigeren nachfrage und Wertminderungen für die standorte in Mexiko und korea negativ. düngemittel und sonstige geschäfte konnten hingegen das ergebnis steigern.

transfers zwischen den segmenten werden überwiegend auf der grundlage von Marktpreisen abgerechnet. die zuordnung von Vermögenswerten und deren Abschreibungen zu den segmenten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Verfügungsgewalt. Von mehreren segmenten gemeinsam genutzte Vermögenswerte werden nach der anteiligen nutzung zugeordnet.

ergebnis der betriebstätigkeit (ebit) von sonstige (Millionen €)

2008 2007
kosten der konzernforschung –325 –323
kosten der konzernzentrale –243 –237
styrenics, düngemittel, sonstige geschäfte –121 167
Währungsergebnisse, sicherungsgeschäfte und sonstige bewertungseffekte –209 90
Übrige Aufwendungen und erträge –32 –118
–930 –421

vermögen von sonstige (Millionen €)

2008 2007
Vermögen der unter sonstige erfassten geschäfte 3.081 3.045
Finanzanlagen 3.093 2.786
Latente steueransprüche 930 679
zahlungsmittel und zahlungsmitteläquivalente/kurzfristige Wertpapiere 2.811 818
Vermögenswerte aus überdeckten Pensionsplänen 165 417
Übrige Forderungen/Rechnungsabgrenzungsposten 2.512 1.140
12.592 8.885

die Überleitungsrechnung oil & gas leitet das ergebnis der betriebstätigkeit des segments oil & gas über auf den beitrag des segments am Jahresüberschuss nach Anteilen anderer gesellschafter der bAsFgruppe.

das Übrige ergebnis umfasst die nicht im ergebnis der betriebstätigkeit des segments erfassten Aufwendungen und erträge, das zinsergebnis sowie das Übrige Finanzergebnis. der Rückgang des beteiligungsergebnisses resultierte vor allem aus Verlusten aus darlehensverpflichtungen in usdollar und euro bei oAo severneftegazprom auf grund der Abwertung des russischen Rubel. der Anstieg des Übrigen ergebnisses beruhte vor allem auf nicht den

segmenten zugeordneten ergebnissen aus geschäften zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken, die unter sonstige erfasst werden.

die Anteile anderer gesellschafter stiegen 2008 gegenüber dem Vorjahr. dies resultierte insbesondere aus der erhöhung der beteiligungen von gazprom an einer deutschen Wintershallgesellschaft, die Produktionsund explorationsrechte an den libyschen onshorekonzessionen 96 und 97 hält, und an der erdgashandelsgesellschaft WIngAs gmbh & Co. kg, kassel, auf 50% minus eines Anteils.

überleitungsrechnung oil & gas (Millionen €)

2008 2007
ergebnis der betriebstätigkeit 3.844 3.031
beteiligungsergebnis –68 5
Übriges ergebnis 121 8
ergebnis vor ertragsteuern 3.897 3.044
ertragsteuern 2.573 2.121
davon nicht anrechenbare ausländische ertragsteuern für die Ölförderung 1.851 1.302
jahresüberschuss 1.324 923
Anteile anderer gesellschafter 373 134
jahresüberschuss nach anteilen anderer gesellschafter 951 789

segmente

2008 (Millionen €)

Chemicals Plastics Perfor
mance
Products
Functional
solutions
Agricultural
solutions
oil & gas davon ex
ploration &
Production
sonstige basf
gruppe
umsatz 10.324 9.675 8.967 9.388 3.409 14.445 5.308 6.096 62.304
Veränderung (%) 10,3 –3,0 1,2 –1,1 8,7 37,3 21,6 –7,8 7,5
transfers zwischen den segmenten 5.503 642 422 147 28 1.235 237 444 8.421
umsatz inklusive transfers 15.827 10.317 9.389 9.535 3.437 15.680 5.545 6.540 70.725
ergebnis der betriebstätigkeit 1.376 530 787 151 705 3.844 3.319 –930 6.463
Veränderung (%) –27,7 –54,8 15,6 –65,2 36,6 26,8 33,5 –11,7
Vermögen 5.455 5.060 6.352 8.693 4.352 8.356 4.740 12.592 50.860
davon geschäfts­/Firmenwerte 120 119 755 1.898 1.383 381 381 92 4.748
sachanlagen 3.313 2.570 2.396 1.562 502 3.638 1.830 1.051 15.032
schulden 1.497 1.044 1.354 2.100 929 3.107 1.487 22.107 32.138
Forschungskosten 125 147 231 186 325 10 10 331 1.355
Investitionen in sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte
528 478 432 234 196 1.651 1.364 115 3.634
Abschreibungen auf sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte
612 432 499 413 200 565 425 378 3.099
davon Wertminderung 62 38 50 141 291

2007 (Millionen €)

Perfor davon ex
mance Functional Agricultural ploration & basf
Chemicals Plastics Products solutions solutions oil & gas Production sonstige gruppe
umsatz 9.358 9.976 8.862 9.491 3.137 10.517 4.365 6.610 57.951
Veränderung (%) 2,2 5,4 4,3 60,7 1,9 –1,6 –4,2 13,5 10,2
transfers zwischen den segmenten 4.829 828 361 141 19 1.189 514 336 7.703
umsatz inklusive transfers 14.187 10.804 9.223 9.632 3.156 11.706 4.879 6.946 65.654
ergebnis der betriebstätigkeit 1.903 1.172 681 434 516 3.031 2.486 –421 7.316
Veränderung (%) 42,3 –0,7 58,0 28,4 9,3 –7,2 –6,5 –54,8 8,4
Vermögen 5.971 5.605 6.397 8.730 4.157 7.057 4.037 8.885 46.802
davon geschäfts­/Firmenwerte 115 114 722 1.914 1.304 64 64 72 4.305
sachanlagen 3.220 2.500 2.429 1.530 507 3.125 1.460 904 14.215
schulden 1.804 1.182 1.495 2.193 813 2.624 1.456 16.593 26.704
Forschungskosten 123 142 267 181 328 9 9 330 1.380
Investitionen in sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte
668 510 434 315 83 2.280 2.162 135 4.425
Abschreibungen auf sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte
513 483 462 442 202 561 415 246 2.909
davon Wertminderung 58 6 90 7 161

regionen

2008 (Millionen €)

europa davon
deutsch
land
nord
amerika
Asien,
Pazifischer
Raum
süd
amerika,
Afrika,
naher
osten
basf
gruppe
sitz der kunden
umsatz 36.693 13.796 11.932 9.320 4.359 62.304
Veränderung (%) 13,4 15,3 0,0 –2,7 6,4 7,5
Anteil (%) 58,8 22,1 19,2 15,0 7,0 100,0
sitz der gesellschaften
umsatz 38.652 27.497 11.937 8.664 3.051 62.304
umsatz inklusive transfers 42.874 30.626 13.050 8.911 3.197 68.032
ergebnis der betriebstätigkeit 5.822 4.744 73 254 314 6.463
Vermögen 32.704 19.950 9.991 5.771 2.394 50.860
davon sachanlagen 8.778 5.485 3.227 2.477 550 15.032
Investitionen in sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 2.818 1.249 542 172 102 3.634
Abschreibungen auf sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 1.801 1.011 690 510 98 3.099
Mitarbeiter (31. dezember) 61.889 47.364 15.168 13.734 6.133 96.924

2007 (Millionen €)

davon Asien, süd
amerika,
Afrika,
deutsch nord Pazifischer naher
europa land amerika Raum osten basf
gruppe
sitz der kunden
umsatz 32.347 11.967 11.928 9.579 4.097 57.951
Veränderung (%) 9,5 8,2 3,5 18,2 18,5 10,2
Anteil (%) 55,8 20,7 20,6 16,5 7,1 100,0
sitz der gesellschaften
umsatz 34.316 24.312 12.007 8.785 2.843 57.951
umsatz inklusive transfers 41.599 27.278 14.203 11.761 2.969 70.532
ergebnis der betriebstätigkeit 5.415 4.226 762 828 311 7.316
Vermögen 26.799 16.483 11.704 6.185 2.114 46.802
davon sachanlagen 8.082 5.198 2.984 2.569 580 14.215
Investitionen in sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 3.513 873 634 184 94 4.425
Abschreibungen auf sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 1.763 1.004 677 376 93 2.909
Mitarbeiter (31. dezember) 61.020 46.890 15.191 13.278 5.686 95.175

5 -- sonstige betriebliche erträge

Millionen € 2008 2007
Auflösung und Anpassung von Rückstellungen 209 152
erlöse aus nicht betriebstypischen sonstigen geschäften 178 150
erträge aus Fremdwährungs­ und sicherungsgeschäften 433 222
erträge aus der umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen 24 27
gewinne aus Anlagenabgängen und devestitionen 70 105
gewinne aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf betriebsbedingte Forderungen 30 39
sonstige 360 358
1.304 1.053

die auflösung und anpassung von rückstellungen betraf überwiegend stilllegungs und umstrukturierungsmaßnahmen, Personalverpflichtungen sowie eine Vielzahl weiterer einzelposten im Rahmen der üblichen geschäftstätigkeit. Rückstellungen wurden aufgelöst oder angepasst, wenn nach den Verhältnissen am bilanzstichtag nicht mehr

oder mit einer geringeren Inanspruchnahme zu rechnen war. erlöse aus nicht betriebstypischen sonstigen geschäften enthalten vor allem Miet und Pachterträge sowie Logistikdienstleistungen.

erträge aus fremdwährungs- und sicherungsgeschäften betrafen Fremdwährungsgeschäfte, die bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Währungsderivaten und sonstigen sicherungsgeschäften mit Marktwerten.

erträge aus der umrechnung von fremdwährungsabschlüssen enthalten erträge aus der Anwendung der zeitbezugsmethode.

gewinne aus anlagenabgängen und devestitionen ergaben sich im Jahr 2008 aus dem Verkauf des standorts shreveport/Louisiana sowie der Fortsetzung der im Vorjahr begonnenen devestition des Prämixgeschäftes.

gewinne aus der auflösung von wertberichtigungen auf betriebsbedingte forderungen resultierten überwiegend aus der tilgung wertberichtigter Forderungen im segment Agricultural solutions.

sonstige erträge enthalten erstattungen und Vergleichszahlungen, zuschreibungen auf sachanlagen, gewinne aus dem edelmetallhandel und sonstigen Verkäufen sowie eine Vielzahl anderer Posten.

6 -- sonstige betriebliche aufwendungen

Millionen € 2008 2007
Re­ und umstrukturierungsmaßnahmen 147 119
umweltschutz­ und sicherheitsmaßnahmen, Abbruch­, entsorgungs­ und
nicht aktivierungspflichtige Planungskosten für Investitionsprojekte
147 173
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und sachanlagen 384 212
gestehungskosten der nicht betriebstypischen sonstigen geschäfte 139 126
Aufwendungen aus Fremdwährungs­ und sicherungsgeschäften 751 149
Verluste aus der umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen 50 40
Verluste aus Anlagenabgängen und devestitionen 27 98
Aufwand für die exploration von Öl und gas 227 268
Aufwand aus der zuführung von Wertberichtigungen auf betriebsbedingte Forderungen 44 66
sonstige 584 505
2.500 1.756

re- und umstrukturierungsmaßnahmen betrafen im Jahr 2008 im Wesentlichen den Aufwand der stilllegung und umstrukturierung mehrerer standorte in europa, nordamerika und Asien, vor allem der unternehmensbereiche Intermediates und Coatings. Im Jahr 2007 betrafen die Aufwendungen vor allem Wertminderungen von sachanlagen und Integrationskosten.

abschreibungen auf immaterielle vermögenswerte und sachanlagen betrafen im Jahr 2008 unter anderem Wertminderungen in den bereichen Coatings, Care Chemicals sowie bei styrenics.

Weitere Aufwendungen ergaben sich aus abbruch- und entsorgungsmaßnahmen sowie aus der vorbereitung von investitionsprojekten, soweit die Voraussetzungen für eine Aktivierung nach IFRs nicht vorlagen.

die gestehungskosten der nicht betriebstypischen sonstigen geschäfte beziehen sich auf die unter den sonstigen betrieblichen erträgen ausgewiesenen Posten. mehr dazu unter anmerkung 5 auf seite 180

aufwendungen aus fremdwährungs- und sicherungsgeschäften betreffen Fremdwährungsgeschäfte, die bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Währungsderivaten und sonstigen sicherungsgeschäften mit Marktwerten.

sonstige aufwendungen entstanden auf grund der Ausbuchung von nicht mehr verwertbaren Vorräten im Jahr 2008 in höhe von 116 Millionen € und im Jahr 2007 in höhe von 91 Millionen €. Außerdem entstanden Verluste auf grund einer Vielzahl weiterer Posten.

7 -- finanzergebnis

Millionen € 2008 2007
ergebnis aus unternehmen, die nach der equity-methode einbezogen werden –66 57
erträge aus beteiligungen von verbundenen und assoziierten unternehmen 60 43
erträge aus dem Abgang von beteiligungen 5 11
erträge aus gewinnabführungsverträgen 7 3
erträge aus steuerumlagen an beteiligungen 2 1
übrige erträge aus beteiligungen 74 58
Aufwendungen aus Verlustübernahmen –2 –23
Abschreibungen auf/Verluste aus dem Verkauf von beteiligungen –80 –8
übrige aufwendungen aus beteiligungen –82 –31
zinserträge aus zahlungsmitteln und zahlungsmitteläquivalenten 124 118
zins­ und dividendenerträge aus Wertpapieren und Ausleihungen 50 24
zinserträge 174 142
zinsaufwendungen –601 –614
zuschreibungen/gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren und Ausleihungen 9
erwartete erträge aus Planvermögen zur deckung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 677 662
erwartete erträge aus Planvermögen zur deckung sonstiger langfristiger Personalverpflichtungen 27 11
erträge aus Aktivierung von bauzeitzinsen 43 44
sonstige finanzielle erträge 25
übrige finanzielle erträge 772 726
Abschreibungen/Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren und Ausleihungen –20 –13
Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen –655 –615
Aufwendungen aus sonstigen langfristigen Personalverpflichtungen –48 –32
Aufzinsung sonstiger langfristiger Personalrückstellungen –35 –36
sonstige finanzielle Aufwendungen –23
übrige finanzielle aufwendungen –758 –719
finanzergebnis –487 –381

das negative ergebnis aus unternehmen, die nach der equityMethode einbezogen werden, resultiert im Jahr 2008 insbesondere aus den Verlusten aus darlehensverpflichtungen in usdollar und euro bei oAo severneftegazprom auf grund der Abwertung des russischen Rubel.

die zinserträge und zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen und erträge im zusammenhang mit verzinslichen Verbindlichkeiten oder geldanlagen einschließlich dividendenerträgen aus Wertpapieren. zusätzlich werden unter diesen Positionen die laufenden zinsaufwendungen beziehungsweise zinserträge aus zins und Währungsswaps mit banken berücksichtigt. das zinsergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere auf grund der zinserträge aus den Ausleihungen, die zur Finanzierung der nach der equityMethode einbezogenen Produktionsgesellschaft für das erdgas aus dem gasfeld Juschno

Russkoje vergeben wurden. des Weiteren führte das niedrigere zinsniveau in den usA zu einem Rückgang der zinsaufwendungen.

sonstige finanzielle erträge und sonstige finanzielle Aufwendungen betreffen gewinne oder Verluste aus der umrechnung einzeln gesicherter finanzbedingter Forderungen und Verbindlichkeiten und des dazugehörigen sicherungsinstruments. zusätzlich werden unter diesen Positionen unter anderem der Aufwand beziehungsweise ertrag aus der nach IFRs vorgeschriebenen Auf und Abzinsung langfristiger Verbindlichkeiten und Forderungen ausgewiesen.

8 -- steueraufwand

Millionen € 2008 2007
körperschaftsteuer, solidaritätszuschlag und gewerbesteuer 377 341
Ausländische ertragsteuern 2.781 2.355
steuern für Vorjahre –208 –86
laufender aufwand für ertragsteuern 2.950 2.610
Latenter steueraufwand (+)/­ertrag (–) –279
steuern vom einkommen und vom ertrag 2.671 2.610
davon ertragsteuern für Ölförderung 2.206 1.768
sonstige steuern sowie umsatz­ und andere Verbrauchsteuern 269 245
steueraufwand 2.940 2.855

das ergebnis vor ertragsteuern teilt sich auf das In und Ausland wie folgt auf:

Millionen € 2008 2007
deutschland 1.870 1.759
Ausländische betriebsstätten deutscher gesellschaften zur Ölförderung 2.389 1.895
Ausland 1.717 3.281
5.976 6.935

In deutschland wird auf ausgeschüttete und auf einbehaltene gewinne einheitlich eine körperschaftsteuer von 15% (bis 2007: 25%) und darauf ein solidaritätszuschlag von 5,5% erhoben. neben der körperschaftsteuer ist für die in deutschland erzielten gewinne eine gewerbeertragsteuer zu zahlen. diese variiert in Abhängigkeit von der kommune, in der das unternehmen ansässig ist. Für das Jahr 2008 ergab sich ein gewichteter durchschnittssatz von 12,7%, nach 15,4% im Vorjahr. der von den ausländischen gruppengesellschaften erzielte gewinn wird mit den im jeweiligen sitzland geltenden sätzen versteuert.

Für die berechnung der latenten steuern im konzernabschluss sind latente steueransprüche und schulden anhand der steuersätze zu bewerten, welche für die Periode gelten, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine schuld erfüllt wird.

bei deutschen gruppengesellschaften wurden die latenten steuern einheitlich mit 29% berechnet. der Übergang zu diesem steuersatz als ergebnis der unternehmensteuerreform 2008 führte im Vorjahr zu einem einmaligen nicht zahlungswirksamen ertrag von 229 Millionen €.

bei ausländischen gruppengesellschaften wurden die latenten steuern mit den im jeweiligen sitzland maßgeblichen steuersätzen von durchschnittlich 27% im Jahr 2008 und 30% im Jahr 2007 ermittelt. Im Jahr 2008 ergab sich ein einmaliger nicht zahlungswirksamer ertrag aus steuersatzänderungen, hauptsächlich in der Russischen Föderation, von 61 Millionen €.

der ertrag aus latenten steuern von 279 Millionen € resultierte insbesondere aus steuerlichen Verlustvorträgen. ertragsteuern für die Ölförderung ausländischer betriebsstätten können bis zur höhe der auf diese ausländischen einkommensteile entfallenden deutschen körperschaftsteuer angerechnet werden. der nicht anrechenbare betrag wird in der folgenden tabelle gesondert ausgewiesen. die im Jahr 2008 ausgewiesenen nicht anrechenbaren ausländischen ertragsteuern für die Ölförderung von 1.851 Millionen € basieren auf dem körperschaftsteuersatz von 15%.

In den sonstigen steuern waren grundsteuer und andere vergleichbare steuern von 80 Millionen € im Jahr 2008 und 77 Millionen € im Jahr 2007 enthalten. sie sind den betrieblichen Funktionskosten zugeordnet.

Aus der Veränderung von Wertberichtigungen auf latente steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge resultierte ein Aufwand in höhe von 34 Millionen € im Jahr 2008 und 23 Millionen € im Jahr 2007.

2008 2007
millionen € % Millionen € %
erwartete körperschaftsteuer nach der tarifbelastung in deutschland
(15%, Vorjahr 25%)
896 15,0 1.734 25,0
solidaritätszuschlag 9 0,1 9 0,1
gewerbeertragsteuer 202 3,4 107 1,5
einfluss abweichender steuersätze für einkommen
ausländischer gruppengesellschaften
200 3,3 158 2,3
steuerfreie erträge –142 –2,4 –338 –4,9
steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 135 2,3 74 1,1
ergebnis von nach der equity­Methode bilanzierten beteiligungen
(nach­steuer­ergebnis)
10 0,2 –14 –0,2
steuern für Vorjahre –208 –3,5 –86 –1,2
nicht anrechenbare ausländische ertragsteuern für die Ölförderung 1.851 31,0 1.302 18,8
Latente steuerschulden für geplante Ausschüttungen von gruppengesellschaften –50 –0,8 31 0,4
Anpassung der latenten steuerschulden auf grund von steuersatzänderungen –611 –1,0 –229 2 –3,3
sonstiges –171 –2,9 –140 –2,0
effektive ertragsteuern/steuerquote 2.671 44,7 2.610 37,6

überleitungsrechnung auf den effektiven steueraufwand und die steuerquote

1 nicht zahlungswirksamer ertrag aus der Absenkung der körperschaftsteuer, hauptsächlich in der Russischen Föderation

2 nicht zahlungswirksamer ertrag aus der unternehmensteuerreform 2008

Latente steueransprüche Latente steuerschulden
2008 2007 2008 2007
Immaterielle Vermögenswerte 37 27 1.448 1.374
sachanlagen 191 146 1.534 1.358
Finanzanlagen 18 9 66 113
Vorräte und Forderungen 276 163 776 271
Pensionsrückstellungen 698 484 258 102
Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 541 661 110 54
steuerliche Verlustvorträge 928 637
sonstiges 499 62 81 216
saldierungen –2.106 –1.428 –2.106 –1.428
Wertberichtigungen auf latente steueransprüche –152 –82
davon auf steuerliche Verlustvorträge –112 –78
gesamt 930 679 2.167 2.060
davon kurzfristig 305 445 247 260

abgrenzungsposten für latente steuern (Millionen €)

Latente steuern ergeben sich insbesondere aus temporären Abweichungen zwischen steuerbilanziellen Wertansätzen und den gemäß IFRs bilanzierten Vermögenswerten und schulden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. durch die neubewertung aller Vermögenswerte und schulden im Rahmen von Akquisitionen gemäß IFRs 3 bestehen wesentliche Abweichungen zwischen den anzusetzenden zeitwerten und den Werten in der steuerbilanz, die hauptsächlich zur bilanzierung von latenten steuerschulden führen.

Latente steueransprüche wurden mit latenten steuerschulden derselben Fristigkeit saldiert, sofern diese sich gegen dieselbe steuerbehörde richten.

Für nicht ausgeschüttete gewinne von tochtergesellschaften in höhe von 6.305 Millionen € im Jahr 2008 sowie 4.986 Millionen € im Jahr 2007 wurden keine latenten steuerschulden angesetzt, da diese gewinne bei Ausschüttung keiner entsprechenden besteuerung unterliegen oder auf unbestimmte zeit reinvestiert werden sollen.

die steuerlichen Verlustvorträge teilen sich regional wie folgt auf:

steuerliche verlustvorträge (Millionen €)

2008 2007
deutschland 8 34
Ausland 2.507 1.583
2.515 1.617

steuerliche Verluste können in deutschland auf unbestimmte zeit vorgetragen werden. Im Ausland entstanden Verlustvorträge vor allem in der Region nordamerika. sie verfallen dort erst ab dem Jahr 2022. Im Jahr 2008 haben sich die Verlustvorträge erhöht. In den Jahren 2007 und 2006 konnten die Verlustvorträge in der Region nordamerika durch das hohe ergebnis abgebaut werden. Für steuerliche Verlustvorträge von 361 Millionen € im Jahr 2008 sowie 196 Millionen € im Jahr 2007 wurden Wertberichtigungen gebildet.

steuerschulden umfassen steuerverbindlichkeiten und kurzfristige steuerrückstellungen. steuerverbindlichkeiten betreffen überwiegend veranlagte ertragsteuern und sonstige steuern. steuerrückstellungen umfassen noch nicht veranlagte ertragsteuern des laufenden Jahres und für Vorjahre.

steuerschulden (Millionen €)

2008 2007
steuerrückstellungen 257 347
steuerverbindlichkeiten 603 534
860 881

9 -- anteile anderer gesellschafter

Millionen € 2008 2007
gewinnanteile 434 275
Verlustanteile 41 15
393 260

gewinnanteile entstanden vor allem bei den im erdgashandel tätigen gesellschaften sowie aus der beteiligung von gazprom an einer deutschen Wintershallgesellschaft, die Produktions und explorationsrechte in Libyen hält.

Verlustanteile betrafen hauptsächlich bAsF Plant science gmbh, Ludwigshafen.

mehr zu den minderheitsanteilen an konsolidierten gesellschaften unter anmerkung 19 auf seite 200

10 -- sonstige angaben

ergänzende angaben zum cashflow

Im Cashflow aus laufender geschäftstätigkeit sind folgende zahlungen enthalten:

Millionen € 2008 2007
ertragsteuerzahlungen 3.322 2.432
zinszahlungen 466 502
erhaltene dividenden 68 57

angaben zu tochtergesellschaften

deutsche tochtergesellschaften in der Rechtsform der kapitalgesellschaft oder Personengesellschaft machen von den befreiungsmöglichkeiten des § 264 Abs. 3 hgb beziehungsweise § 264b hgb gebrauch. die einzelnen gesellschaften sind in der Anteilsbesitzliste bezeichnet.

anteilsbesitzliste

die zusammenstellung der in den konzernabschluss einbezogenen gesellschaften und des gesamten Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 hgb wird in Anwendung von § 313 Abs. 4 hgb in einer gesonderten Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anteilsbesitzliste) gemacht. die Anteilsbesitzliste wird mit dem konzernabschluss gemäß § 325 hgb beim elektronischen bundesanzeiger eingereicht und kann bei der bAsF se bezogen werden. sie ist außerdem im Internet veröffentlicht unter:

basf.com/cg_berichte

erklärung nach § 161 aktg

die jährliche entsprechenserklärung zum deutschen Corporate governance kodex gemäß § 161 Aktg wurde von Vorstand und Aufsichtsrat der bAsF se am 3. dezember 2008 abgegeben und ist im Internet veröffentlicht unter:

basf.com/governance_d

personalaufwand und personalstand

zum 31. dezember 2008 betrug der Personalstand 96.924 Mitarbeiter und zum 31. dezember 2007 95.175 Mitarbeiter.

die Personalzahl der anteilmäßig konsolidierten unternehmen ist in der Aufstellung in voller höhe ausgewiesen. bei anteiliger berücksichtigung ergibt sich ein durchschnittlicher Personalstand der bAsFgruppe im Jahr 2008 von 95.885 Mitarbeitern und im Jahr 2007 von 94.893 Mitarbeitern.

der Personalaufwand ist um 4,3% von 6.648 Millionen € im Jahr 2007 auf 6.364 Millionen € im Jahr 2008 zurückgegangen. dies resultierte aus der Auflösung von Rückstellungen für das bAsFoptionsprogramm wegen gesunkener Verpflichtungen aus den optionsrechten. Außerdem fiel ein geringerer Aufwand für variable Vergütungen wegen der unter dem Vorjahresniveau liegenden gesamtkapitalrendite an.

personalaufwand (Millionen €)

2008 2007
Löhne und gehälter 5.158 5.379
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für unterstützung 1.206 1.269
davon für Altersversorgung 310 359
6.364 6.648

durchschnittlicher personalstand

Vollkonsolidierte Anteilmäßig konsolidierte
unternehmen unternehmen bAsF­gruppe
2008 2007 2008 2007 2008 2007
europa 61.042 60.754 440 428 61.482 61.182
davon deutschland 46.902 46.738 22 24 46.924 46.762
nordamerika 14.992 15.088 452 454 15.444 15.542
Asien, Pazifischer Raum 12.446 12.080 1.906 1.814 14.352 13.894
südamerika, Afrika, naher osten 6.006 5.623 6.006 5.623
basf-gruppe 94.486 93.545 2.798 2.696 97.284 96.241
davon mit Ausbildungsverträgen 1.907 1.936 2 3 1.909 1.939
davon zeitlich befristet beschäftigte 2.337 2.268 31 37 2.368 2.305

11 -- immaterielle vermögenswerte

entwicklung 2008 (Millionen €)

Vertriebs­ und
ähnliche Rechte
Produktrechte,
Lizenzen und
trademarks
know­how,
Patente und
Produktions
technologie
selbst
geschaffene
immaterielle
Vermögens
werte
sonstige Rechte
und Werte 1
geschäfts
oder Firmen
werte
gesamt
anschaffungskosten
stand am 1.1.2008 3.472 1.165 1.651 135 789 4.305 11.517
Veränderungen des
konsolidierungskreises
–1 1 5 5
zugänge 29 327 19 17 53 380 825
Abgänge –17 –9 –47 –22 –25 –16 –136
umbuchungen 2 23 –3 1 177 34 234
umrechnungsbedingte
Wertänderungen
–119 12 12 2 16 40 –37
stand am 31.12.2008 3.366 1.518 1.632 133 1.011 4.748 12.408
abschreibungen
stand am 1.1.2008 459 417 545 80 457 1.958
Veränderungen des
konsolidierungskreises
zugänge 214 82 139 22 145 16 618
Abgänge –17 –7 –48 –21 –24 –16 –133
umbuchungen 20 21 41
umrechnungsbedingte
Wertänderungen
12 7 5 1 10 35
stand am 31.12.2008 668 519 641 82 609 2.519
nettobuchwert am
31.12.2008
2.698 999 991 51 402 4.748 9.889

Inklusive Lizenzen an solchen Rechten und Werten

Im Rahmen der Akquisition der Revus energy AsA und der damit verbundenen vorläufigen kaufpreisallokation gingen im Jahr 2008 explorationslizenzen für die norwegische und britische nordsee in höhe von 303 Millionen € als immaterielle Vermögenswerte zu.

Im Jahr 2008 wurden Wertminderungen in höhe von 37 Millionen € vorgenommen. die Abgänge der geschäftsoder Firmenwerte betrafen im Jahr 2008 unter anderem Wertminderungen in höhe von 9 Millionen €, die im Rahmen der Restrukturierung bei styrenics vorgenommen wurden. Wertminderungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

konzessionen für die Öl und gasförderung mit einem nettobuchwert in höhe von 362 Millionen € im Jahr 2008 und 62 Millionen € im Jahr 2007 berechtigen zur Förderung von Öl und gas an bestimmten standorten. diese Rechte bedingen in geringem umfang auch Verpflichtungen zur Lieferung eines teils der Fördermenge an lokale unternehmen. nach ende der Laufzeit einer konzession werden die Rechte zurückgegeben.

die in den umbuchungen ausgewiesenen beträge resultieren überwiegend aus umgliederungen von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten in immaterielle Vermögenswerte.

mehr zur auflösung der veräußerungsgruppe unter anmerkung 2 ab seite 170

In den sonstigen Rechten und Werten sind unter umbuchungen die Marktwertanpassungen von emissionsrechten zum bilanzstichtag enthalten.

Wesentliche zuschreibungen wurden im Jahr 2008 nicht vorgenommen.

entwicklung 2007 (Millionen €)

Vertriebs­ und
ähnliche Rechte
Produktrechte,
Lizenzen und
trademarks
know­how,
Patente und
Produktions
technologie
selbst
geschaffene
immaterielle
Vermögens
werte
sonstige Rechte
und Werte 1
geschäfts
oder Firmen
werte
gesamt
anschaffungskosten
stand am 01.01.2007 1.835 1.212 1.684 215 964 4.713 10.623
Veränderungen des
konsolidierungskreises
6 2 2 6 16
zugänge 1.773 6 6 20 45 11 1.861
Abgänge –10 –2 –28 –95 –68 –91 –294
umbuchungen 1 –25 34 –108 31 –67
umrechnungsbedingte
Wertänderungen
–133 –26 –47 –5 –46 –365 –622
stand am 31.12.2007 3.472 1.165 1.651 135 789 4.305 11.517
abschreibungen
stand am 01.01.2007 297 377 427 150 451 1.702
Veränderungen des
konsolidierungskreises
1 1 2
zugänge 178 83 143 26 120 65 615
Abgänge –7 –2 –28 –94 –62 –65 –258
umbuchungen 7 –28 7 –31 –45
umrechnungsbedingte
Wertänderungen
–16 –13 –5 –2 –22 –58
stand am 31.12.2007 459 417 545 80 457 1.958
nettobuchwert am
31.12.2007
3.013 748 1.106 55 332 4.305 9.559

Inklusive Lizenzen an solchen Rechten und Werten

zugänge im Jahr 2007 resultierten insbesondere aus dem tausch von Vermögenswerten mit gazprom und dem damit verbundenen immateriellen Wert aus einem Vertrag über die Vermarktung von erdgas des gasfelds Juschno Russkoje.

Wertminderungen in höhe von 84 Millionen € betrafen im Jahr 2007 geschäfts oder Firmenwerte sowie diverse immaterielle Vermögenswerte. der Ausweis erfolgt unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Wesentliche zuschreibungen wurden nicht vorgenommen.

12 -- sachanlagen

entwicklung 2008 (Millionen €)

grundstücke,
grundstücks
gleiche Rechte
und bauten
technische
Anlagen und
Maschinen
Andere Anla
gen, betriebs
und geschäfts
ausstattung
geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
im bau
gesamt
anschaffungskosten
stand am 1.1.2008 7.212 34.277 2.694 1.574 45.757
Veränderungen des konsolidierungskreises 4 –8 4 21 21
zugänge 58 986 114 1.651 2.809
Abgänge –106 –858 –95 –60 –1.119
umbuchungen 208 2.228 73 –1.318 1.191
umrechnungsbedingte Wertänderungen 94 354 27 13 488
stand am 31.12.2008 7.470 36.979 2.817 1.881 49.147
abschreibungen
stand am 1.1.2008 4.213 25.136 2.177 16 31.542
Veränderungen des konsolidierungskreises 1 –8 2 –5
zugänge 255 2.064 161 1 2.481
Abgänge –78 –808 –88 –11 –985
umbuchungen 1 787 51 839
umrechnungsbedingte Wertänderungen 35 186 22 243
stand am 31.12.2008 4.427 27.357 2.325 6 34.115
nettobuchwert am 31.12.2008 3.043 9.622 492 1.875 15.032

die zugänge bei sachanlagen resultierten im Jahr 2008 aus einer Vielzahl von Investitionen. die wesentlichen darunter waren die erweiterung der synthesegasanlagen sowie der bau der neuanlage zur herstellung von Cyclododecanon am standort Ludwigshafen, der neubau der harzanlage in Wyandotte/Michigan, der Ausbau der Polyol-Anlage in geismar/Louisiana, der bau der hPPoAnlage und der Anlagen für Acrylsäure und superabsorber in Antwerpen/belgien sowie der bau der nordstreamerdgasleitung. darüber hinaus sind im Rahmen der Akquisition von Revus energy AsA und der damit verbundenen kaufpreisaufteilung sachanlagen im Wert von 350 Millionen € zugegangen. die in den umbuchungen ausgewiesenen beträge resultierten aus der umstufung der sachanlagen von styrenics aus den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten.

mehr zur auflösung der veräußerungsgruppe unter anmerkung 2 ab seite 170

Im Jahr 2008 wurden Wertminderungen in höhe von 254 Millionen € erfasst. Wertminderungen in höhe von 112 Millionen € resultierten aus der Restrukturierung des geschäfts mit styrolkunststoffen, insbesondere an unseren standorten in Mexiko und südkorea. Weitere wesentliche Wertminderungen betrafen die butandiolAnlage an unserem standort in kuantan/Malaysia und die weitere Restrukturierung unseres Lackgeschäfts in nordamerika, Asien und europa.

entwicklung 2007 (Millionen €)

grundstücke,
grundstücks
gleiche Rechte
und bauten
technische
Anlagen und
Maschinen
Andere Anla
gen, betriebs
und geschäfts
ausstattung
geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
im bau
gesamt
anschaffungskosten
stand am 1.1.2007 7.444 34.827 2.762 1.598 46.631
Veränderungen des konsolidierungskreises 6 8 2 2 18
zugänge 79 962 114 1.409 2.564
Abgänge –115 –703 –156 –32 –1.006
umbuchungen –11 144 31 –1.351 –1.187
umrechnungsbedingte Wertänderungen –191 –960 –60 –51 –1.263
stand am 31.12.2007 7.212 34.277 2.694 1.574 45.757
abschreibungen
stand am 1.1.2007 4.222 25.268 2.237 3 31.729
Veränderungen des konsolidierungskreises 3 2 2 6
zugänge 208 1.900 170 16 2.294
Abgänge –74 –673 –143 –890
umbuchungen –58 –761 –38 –3 –860
umrechnungsbedingte Wertänderungen –87 –600 –50 –737
stand am 31.12.2007 4.213 25.136 2.177 16 31.542
nettobuchwert am 31.12.2007 2.999 9.141 517 1.558 14.215

zugänge im Jahr 2007 betrafen vor allem erweiterungsinvestitionen an unserem Verbundstandort in Antwerpen/ belgien, den neubau einer Anlage zur Produktion von superabsorbern in Freeport/texas sowie Investitionen im Rahmen der Feldentwicklung des Achimovhorizonts in der erdgas und kondensatlagerstätte urengoy.

Wertminderungen in höhe von 78 Millionen € im Jahr 2007 fielen insbesondere im Rahmen der Restrukturierung zweier europäischer standorte sowie des Lackgeschäfts in nordamerika an und wurden als sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.

die in den umbuchungen ausgewiesenen beträge resultierten insbesondere aus der umstufung der sachanlagen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte.

mehr zur veräußerungsgruppe unter anmerkung 2 ab seite 170

Im Jahr 2007 wurden zuschreibungen für die Vitaminb2 Anlage am standort gunsan/korea und für das kissengas im erdgasspeicher Rehden vorgenommen.

13 -- at-equity-bewertete beteiligungen und sonstige finanzanlagen

entwicklung 2008 (Millionen €)

Anteile an Anteile an
At­equity übrigen übrigen Anteile an
bewertete
beteiligungen
verbundenen
unternehmen
assoziierten
unternehmen
übrigen
beteiligungen
Langfristige
Wertpapiere
fortgeführte anschaffungskosten
stand am 1.1.2008 890 327 68 904 29
Veränderungen des konsolidierungskreises –13 –10
zugänge 450 58 22 350 2
Abgänge –96 –51 –9 –6 –2
umbuchungen/Marktwertänderung –81 9 2 –9 –2
umrechnungsbedingte Wertänderungen 46 2 1 1 2
stand am 31.12.2008 1.196 335 84 1.240 29
abschreibungen
stand am 1.1.2008 56 92 7 31 1
Veränderungen des konsolidierungskreises –2
zugänge 50 14 2 2 1
Abgänge –56 –6
umbuchungen
umrechnungsbedingte Wertänderungen
stand am 31.12.2008 50 104 3 33 2
nettobuchwert am 31.12.2008 1.146 231 81 1.207 27

entwicklung 2008 (Millionen €)

Ausleihungen an
verbundene
unternehmen
Ausleihungen
an assoziierte
unternehmen und
an übrige beteili
gungen
sonstige
Ausleihungen
sonstige
Finanzanlagen
At­equity
bewertete
beteiligungen und
sonstige
Finanzanlagen
gesamt
fortgeführte anschaffungskosten
stand am 1.1.2008 135 694 54 2.211 3.101
Veränderungen des konsolidierungskreises –10 –23
zugänge 6 31 4 473 923
Abgänge –3 –374 –5 –450 –546
umbuchungen/Marktwertänderung –2 –2 –83
umrechnungsbedingte Wertänderungen 3 –4 5 51
stand am 31.12.2008 138 354 47 2.227 3.423
abschreibungen
stand am 1.1.2008 121 3 4 259 315
Veränderungen des konsolidierungskreises –2 –2
zugänge 5 5 2 31 81
Abgänge –6 –62
umbuchungen –2 –2 –2
umrechnungsbedingte Wertänderungen
stand am 31.12.2008 126 8 4 280 330
nettobuchwert am 31.12.2008 12 346 43 1.947 3.093

entwicklung 2007 (Millionen €)

At­equity
bewertete
beteiligungen
Anteile an
übrigen
verbundenen
unternehmen
Anteile an
übrigen
assoziierten
unternehmen
Anteile an
übrigen
beteiligungen
Langfristige
Wertpapiere
fortgeführte anschaffungskosten
stand am 1.1.2007 706 361 62 563 43
Veränderungen des konsolidierungskreises –5 6
zugänge 174 3 11 5
Abgänge –1 –38 –1 –2 –11
umbuchungen/Marktwertänderung 52 –2 340
umrechnungsbedingte Wertänderungen –36 –5 –2 –1 –3
stand am 31.12.2007 890 327 68 904 29
abschreibungen
stand am 1.1.2007 56 89 9 31 1
Veränderungen des konsolidierungskreises –1
zugänge 6 1 1
Abgänge –5 –1
umbuchungen 3 –3
umrechnungsbedingte Wertänderungen
stand am 31.12.2007 56 92 7 31 1
nettobuchwert am 31.12.2007 834 235 61 873 28

entwicklung 2007 (Millionen €)

Ausleihungen an
verbundene
unternehmen
Ausleihungen
an assoziierte
unternehmen und
an übrige beteili
gungen
sonstige
Ausleihungen
sonstige
Finanzanlagen
At­equity
bewertete
beteiligungen und
sonstige
Finanzanlagen
gesamt
fortgeführte anschaffungskosten
stand am 1.1.2007 132 202 59 1.421 2.127
Veränderungen des konsolidierungskreises 6 1
zugänge 11 518 15 562 737
Abgänge –9 –16 –9 –85 –86
umbuchungen/Marktwertänderung 1 –1 –8 330 381
umrechnungsbedingte Wertänderungen –9 –2 –23 –58
stand am 31.12.2007 135 694 54 2.211 3.101
abschreibungen
stand am 1.1.2007 92 4 3 231 286
Veränderungen des konsolidierungskreises –1 –1
zugänge 28 1 1 38 38
Abgänge –2 –8 –8
umbuchungen
umrechnungsbedingte Wertänderungen –1 –1
stand am 31.12.2007 121 3 4 259 315
nettobuchwert am 31.12.2007 14 691 50 1.952 2.786

Im Jahr 2008 resultierten die zugänge bei atequitybewerteten beteiligungen im Wesentlichen aus den kapitalzuführungen bei der nord stream Ag und oAo severneftegazprom. die zugänge bei atequitybewerteten beteiligungen im Jahr 2007 waren im Wesentlichen zurückzuführen auf den erwerb der beteiligung oAo severneftegazprom und auf die kapitalerhöhung bei der nord stream Ag.

die Anteile an übrigen beteiligungen und langfristigen Wertpapieren sind zum beizulegenden zeitwert bewertet. die zugänge im Jahr 2008 resultierten aus dem erwerb der 15,2%beteiligung an der Ciba holding Ag in höhe von 344 Millionen €. die in den umbuchungen ausgewiesenen beträge ergaben sich insbesondere aus der Marktbewertung unserer Anteile an der k+s Ag und Ciba holding Ag.

Auf grund von Wertminderungen wurden in den beteiligungen im Jahr 2008 Wertberichtigungen in höhe von 68 Millionen € vorgenommen, insbesondere auf unsere 42%ige beteiligung an n.e. Chemcat Corporation. Im Jahr 2007 wurden Wertberichtigungen auf beteiligungen und

langfristige Wertpapiere in höhe von 8 Millionen € ergebniswirksam vorgenommen. Aus dem Abgang von beteiligungen entstand im Jahr 2008 ein Verlust von 7 Millionen € und im Jahr 2007 ein gewinn von 11 Millionen €.

die Abgänge der Ausleihungen an assoziierte unternehmen und an übrige beteiligungen resultierten aus der teilrückzahlung des im Vorjahr gewährten darlehens an die atequityeinbezogene oAo severneftegazprom. Im Jahr 2007 enthielten die Ausleihungen an assoziierte unternehmen und an übrige beteiligungen insbesondere den bAsF-Anteil an der Finanzierung der oAo severneftegazprom.

Für die zur Veräußerung verfügbaren Anteile ergaben sich zum bilanzstichtag folgende Marktwerte:

marktwerte der zur veräußerung verfügbaren anteile (Millionen €)

2008 2007
in den In den
ursprüngliche sonstigen ursprüngliche sonstigen
anschaffungs buch-/ eigenkapital Anschaffungs buch­/ eigenkapital
kosten marktwerte posten erfasst kosten Marktwerte posten erfasst
Fondsanteile 29 25 –2 29 26 –2
Übrige beteiligungen und Wertpapiere 561 1.209 652 209 874 673
590 1.234 650 238 901 671

14 -- vorräte

Millionen € 2008 2007
Roh­, hilfs­ und betriebsstoffe 1.769 1.800
unfertige und fertige erzeugnisse,
Waren
4.924 4.708
geleistete Anzahlungen und
unfertige Leistungen
70 70
6.763 6.578

unfertige und fertige erzeugnisse sowie Waren sind auf grund der Produktionsgegebenheiten der chemischen Industrie zu einem Posten zusammengefasst. unfertige Leistungen beinhalten überwiegend zum stichtag noch nicht abgerechnete Leistungen.

der Preisverfall in der zweiten Jahreshälfte 2008 hat zu einem Anstieg der bewertungsabschläge bei Rohstoffen, zwischenprodukten und endprodukten geführt. Insgesamt wurde im Jahr 2008 ein Aufwand aus Wertberichtigungen auf Vorräte in höhe von 159 Millionen € und im Jahr 2007 in höhe von 16 Millionen € erfasst. Von den gesamten Vorräten sind im Jahr 2008 1.343 Millionen €, im Jahr 2007 1.444 Millionen € zum nettoveräußerungswert bewertet.

zuschreibungen zu Vorräten werden vorgenommen, wenn der grund für die Abschreibung entfallen ist. Im Jahr 2008 ergaben sich zuschreibungen von 5 Millionen €, im Vorjahr von 4 Millionen €.

die bewertung erfolgt nach der durchschnittsmethode.

15 -- forderungen und sonstiges vermögen

2008 2007
davon kurzfristig davon kurzfristig
Forderungen gegen verbundene unternehmen 326 324 284 284
Rechnungsabgrenzungen 217 195 197 167
Vermögenswerte aus überdeckten Pensionsplänen 165 417
Forderungen gegen unternehmen, mit denen
ein beteiligungsverhältnis besteht
215 190 196 191
steuererstattungsansprüche 648 536 488 419
darlehens­ und zinsforderungen 90 90 3 3
derivate mit positiven Marktwerten 1.192 1.172 233 229
Forderungen an Mitarbeiter 25 16 43 34
Mieten, kautionen 58 28 51 24
Versicherungserstattungen 24 22 25 25
Forderungen gegenüber Partnern von gemeinschaftsunternehmen 28 28 87 70
edelmetallhandelspositionen 540 540 601 601
Übrige 1.062 807 367 290
4.590 3.948 2.992 2.337

übrige forderungen und sonstiges vermögen (Millionen €)

Rechnungsabgrenzungen enthielten im Jahr 2008 Vorauszahlungen für den laufenden geschäftsbetrieb in höhe von 31 Millionen € gegenüber 14 Millionen € im Jahr 2007 sowie im Voraus zu leistende Versicherungsbeiträge von 28 Millionen € im Jahr 2008 und 25 Millionen € im Jahr 2007.

edelmetallhandelspositionen bestehen vor allem aus kaufpositionen, welche größtenteils durch Verkäufe und derivate gesichert sind. Weiterhin sind auch ungesicherte edelmetallpositionen enthalten. die edelmetallhandelspositionen enthielten am bilanzstichtag derivate mit einem positiven Marktwert von 188 Millionen € im Jahr 2008 und 16 Millionen € im Jahr 2007. den großteil davon machten terminkontrakte aus.

zum 31. dezember 2008 lagen höhere Marktwerte von zur Absicherung gegen Währungsschwankungen und steigende Rohstoffpreise abgeschlossenen derivaten vor. dem standen negative Marktwerte von derivaten unter den Übrigen Verbindlichkeiten entgegen. Als sicherheiten (Margin Calls) für börsengehandelte und nicht börsengehandelte (over the counter) Warenderivate hinterlegte beträge von 486 Millionen € sowie Vorauszahlungen für edelmetallhandelsgeschäfte sind unter Übrige enthalten.

die antizipativen Posten betrugen 5 Millionen € im Jahr 2008 nach 3 Millionen € im Jahr 2007.

wertberichtigungen auf forderungen (Millionen €)
-- --------------------------------------------------
erfolgs erfolgs nicht
erfolgs
nicht
erfolgs
stand am wirksame wirksame wirksame wirksame stand am
1.1.2008 zuführung Auflösung zuführung Auflösung 31.12.2008
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 364 71 74 15 70 306
sonstige Forderungen 31 1 3 4 25
395 72 77 15 74 331

wertberichtigungen auf forderungen (Millionen €)

nicht nicht
erfolgs erfolgs erfolgs erfolgs
stand am wirksame wirksame wirksame wirksame stand am
1.1.2007 zuführung Auflösung zuführung Auflösung 31.12.2007
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 353 58 69 57 35 364
sonstige Forderungen 43 8 14 2 8 31
396 66 83 59 43 395

die erfolgswirksame Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen resultierte überwiegend aus der tilgung wertberichtigter Forderungen im segment Agricultural solutions.

ein wesentlicher teil unseres bestandes an einzelforderungen ist durch kreditversicherungen gedeckt.

die nicht erfolgswirksamen Veränderungen ergaben sich aus Veränderungen des konsolidierungskreises, aus umrechnungsbedingten Wertänderungen und aus der Ausbuchung wertberichtigter Forderungen.

Auch im gegenwärtigen wirtschaftlichen umfeld beobachten wir keine wesentlichen Veränderungen der kreditqualität unseres Forderungsbestands. Im Jahr 2008 wurden einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in höhe von 58 Millionen € gebildet und 68 Millionen € aufgelöst. Auf sonstige Forderungen wurden einzelwertberichtigungen in höhe von

1 Million € gebildet und 3 Millionen € aufgelöst. Im Jahr 2007 wurden einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in höhe von 51 Millionen € gebildet und 37 Millionen € aufgelöst, auf sonstige Forderungen wurden 8 Millionen € einzelwertberichtigungen gebildet und 14 Millionen € aufgelöst. Weder 2008 noch 2007 wurden in wesentlichem Ausmaß die Vertragsbedingungen von Forderungen nachverhandelt.

die überfälligen, jedoch nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren am 31. dezember 2008 zu einem betrag von 378 Millionen € und am 31. dezember 2007 zu einem betrag von 659 Millionen € in kreditversicherungspolicen einbezogen.

eventualforderungen bestanden im Jahr 2008 in höhe von 216 Millionen €.

überfälligkeitsanalyse von forderungen aus lieferungen und leistungen (Millionen €)

2008 2007
noch nicht fällig 6.807 7.658
seit weniger als 30 tagen fällig 615 593
seit 30 bis 89 tagen fällig 215 176
seit mehr als 90 tagen fällig 115 134
7.752 8.561

überfälligkeitsanalyse sonstiger forderungen (Millionen €)

2008 2007
noch nicht fällig 1.538 790
seit weniger als 30 tagen fällig 188 209
seit 30 bis 89 tagen fällig 80 8
seit mehr als 90 tagen fällig 21 49
1.827 1.056

16 -- kurzfristige wertpapiere, zahlungsmittel und zahlungsmitteläquivalente

die zahlungsmittel und zahlungsmitteläquivalente in höhe von 2.776 Millionen € im Jahr 2008 und 767 Millionen € im Jahr 2007 setzen sich im Wesentlichen aus kassenbeständen und aus bankguthaben zusammen.

Weiterhin wurden zum bilanzstichtag im Jahr 2008 kurzfristige Wertpapiere in höhe von 35 Millionen € gehalten. Im Vorjahr belief sich der Wert auf 51 Millionen €.

kurzfristige wertpapiere (Millionen €)

2008 2007
ursprüngliche
anschaffungskosten
buch-/marktwerte ursprüngliche
Anschaffungskosten
buch­/Marktwerte
Festverzinsliche Wertpapiere 5 5 15 16
Aktien 27 29 36 33
Übrige Wertpapiere 1 1 2 2
33 35 53 51

die Veräußerung von kurzfristigen Wertpapieren im Jahr 2008 führte zu einem erlös von 13 Millionen € und einem gewinn von 0,1 Millionen €. Im Jahr 2007 wurde durch die Veräußerung von kurzfristigen Wertpapieren ein erlös von 28 Millionen € sowie ein gewinn von 6 Millionen € realisiert.

fälligkeiten von wertpapieren mit fester laufzeit (Millionen €)

2008 2007
ursprüngliche
anschaffungskosten
buch-/marktwerte ursprüngliche
Anschaffungskosten
buch­/Marktwerte
bis 1 Jahr 1 1 7 7
zwischen 1 und 5 Jahren 3 4
Mehr als 5 Jahre 5 5 5 5
6 6 15 16

17 -- kapital und kapitalrücklage

die hauptversammlung der bAsF hat am 24. April 2008 einen Aktiensplit im Verhältnis 1:2 beschlossen. Für jede bestehende Aktie der bAsF wurde ohne zuzahlung eine neue Aktie an die Aktionäre ausgegeben. die Wertpapierdepots der Aktionäre und die börsennotierung der bAsF-Aktie wurden am 27. Juni 2008 umgestellt. sämtliche Aktien sind für das geschäftsjahr 2008 voll dividendenberechtigt. die Aktien der bAsF sind stückaktien ohne nennbetrag. Alle Angaben wurden an den Aktiensplit angepasst.

Im Jahr 2008 wurden 37.891.306 Aktien zum zweck der einziehung zurückgekauft, von denen 4.649.873 Aktien am 31. dezember 2008 noch nicht eingezogen waren und daher offen vom kapital abgesetzt werden. Im Jahr 2008 wurden insgesamt 57.841.433 Aktien eingezogen. davon entfielen 24.600.000 Aktien auf bereits im Jahr 2007 zum zweck der einziehung erworbene Aktien. das grundkapital der bAsF wurde entsprechend um den auf 57.841.433 Aktien entfallenden anteiligen betrag von 74 Millionen € herabgesetzt.

gezeichnetes kapital (Millionen €)

gezeichnetes
Aktien (stück) kapital
Ausgegebene Aktien am 31.12.2007 490.485.000 1.256
bis zum 27.06.2008 eingezogene Aktien –17.470.000 –45
Ausgegebene Aktien vor Aktiensplit 473.015.000 1.211
Ausgabe neuer Aktien im Rahmen des Aktiensplits 473.015.000
ausgegebene aktien am 27.6.2008 946.030.000 1.211
bis zum 31.12.2008 eingezogene Aktien –22.901.433 –29
ausgegebene aktien am 31.12.2008 923.128.567 1.182
zur einziehung vorgesehene eigene Aktien –4.649.873 –6
bilanzausweis (ausstehende aktien) 918.478.694 1.176

aktienrückkauf/eigene aktien

die hauptversammlung ermächtigte am 24. April 2008 den Vorstand, bis zum 23. oktober 2009 bis zu 10% der ausgegebenen Aktien zu erwerben. der erwerb erfolgt über die börse oder im Wege eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen erwerbsangebots. der erwerbspreis je Aktie darf bei einem erwerb über die börse den höchsten am erwerbstag festgestellten kurs nicht überschreiten und darf höchstens 25% darunterliegen. bei einem öffentlichen erwerbsangebot darf der angebotene und gezahlte erwerbspreis je Aktie bis zu 10% über dem höchsten börsenkurs des dritten börsentags vor der Veröffentlichung des erwerbsangebots liegen. Mit dieser ermächtigung endet die von der hauptversammlung am 26. April 2007 erteilte ermächtigung zum erwerb eigener Aktien.

der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen Aktien ohne weiteren hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

eine Veräußerung eigener Aktien darf nur nach einem entsprechenden weiteren hauptversammlungsbeschluss erfolgen, es sei denn, die Aktien werden mit zustimmung des Aufsichtsrats für den erwerb von unternehmen, unternehmensteilen oder beteiligungen an unternehmen gegen Überlassung von Aktien verwendet.

Im geschäftsjahr 2008 hat bAsF insgesamt 37.891.306 Aktien oder 3,86% des grundkapitals auf grund der jeweiligen ermächtigungen zu einem kurs von durchschnittlich 42,70 € je Aktie erworben. Am bilanzstichtag standen insgesamt 4.649.873 eigene Aktien im eigentum der bAsF. diese wurden zum zweck der einziehung erworben und offen vom gezeichneten kapital abgesetzt.

Insgesamt hat bAsF im Jahr 2008 1.618 Millionen € für den Aktienrückkauf ausgegeben. davon minderten 48 Millionen € das gezeichnete kapital, und 1.570 Millionen € wurden den anderen gewinnrücklagen entnommen.

die gewinnrücklagen reduzierten sich darüber hinaus um 74 Millionen € auf grund der umgliederung des rechnerischen nennbetrags der im Jahr 2008 eingezogenen eigenen Aktien in die kapitalrücklage. Von diesem betrag entfallen 31 Millionen € auf im Vorjahr zum zweck der einziehung erworbene Aktien.

Im geschäftsjahr 2007 wurden insgesamt 42.990.000 Aktien oder 4,29% des grundkapitals zu einem kurs von durchschnittlich 44,18 € je Aktie erworben.

bedingtes kapital

ein spitzenbetrag von weniger als 10.000 € dient der erfüllung von Abfindungsansprüchen ehemaliger Wintershall-Aktionäre. die Abfindungsansprüche sind seit 2004 verjährt. bAsF se wird daher keine weiteren Aktien aus dem bedingten kapital ausgeben und Abfindungsansprüche nicht mehr erfüllen.

genehmigtes kapital

die hauptversammlung vom 29. April 2004 ermächtigte den Vorstand, mit zustimmung des Aufsichtsrats das gezeichnete kapital bis zum 1. Mai 2009 um bis zu 500 Millionen € durch die Ausgabe neuer Aktien gegen geld oder sacheinlage zu erhöhen. der Vorstand ist ermächtigt, das gesetzliche bezugsrecht in den im ermächtigungsbeschluss genannten Fällen auszuschließen.

kapitalrücklage

die kapitalrücklage enthält unter anderem Aufgelder aus kapitalerhöhungen, entgelte für optionsscheine und passive unterschiedsbeträge aus der kapitalkonsolidierung, die sich aus dem erwerb von beteiligungen gegen Ausgabe von Aktien der bAsF zu pari ergaben.

kapitalstrukturmanagement

ziel des kapitalstrukturmanagements ist es, finanzwirtschaftlich hinreichend flexibel zu bleiben, um das geschäftsportfolio kontinuierlich weiterentwickeln und

strategische optionen wahrnehmen zu können. ziele der Finanzierungspolitik sind die sicherung der Liquidität, die begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken sowie die optimierung der kapitalkosten durch eine adäquate kapitalstruktur. die Ausgestaltung der kapitalstruktur orientiert sich am operativen geschäft und an der strategischen Ausrichtung des unternehmens.

das kapitalstrukturmanagement der bAsF folgt der bilanziellen eigenkapitaldefinition. die kapitalstruktur wird im Rahmen der Finanzplanung unter berücksichtigung ausgewählter Finanzkennzahlen gesteuert. das bilanzielle eigenkapital der bAsF betrug zum 31. dezember 2008 18.722 Millionen € und zum 31. dezember 2007 20.098 Millionen €, die eigenkapitalquote belief sich am 31. dezember 2008 auf 36,8% nach 42,9% zum 31. dezember 2007.

18 -- gewinnrücklagen und sonstige eigenkapitalposten

Millionen € 2008 2007
gesetzliche Rücklage 420 354
Andere gewinnrücklagen und
bilanzgewinn
12.830 14.201
13.250 14.556

änderungen des konsolidierungskreises führten zu keiner Veränderung der gesetzlichen Rücklage im Jahr 2008 und zu einer erhöhung um 3 Millionen € im Jahr 2007. umgliederungen aus Andere gewinnrücklagen und bilanzgewinn erhöhten die gesetzliche Rücklage im Jahr 2008 um 66 Millionen € und 2007 um 40 Millionen €.

der erwerb von Anteilen an unternehmen, die bereits von der bAsF beherrscht wurden, wird als transaktion zwischen Anteilseignern behandelt. Im Jahr 2008 wurden Anteile anderer gesellschafter an bAsF India Ltd., Mumbai/Indien, bAsF Construction Chemicals Central Asia LLP, Almati/kasachstan, und ooo bAsF stroitelnye sistemy, Moskau/Russische Föderation, erworben. zudem wurde der 40%ige Anteil an der bisher atequityeinbezogenen gesellschaft svalöf Weibull Ab, svalöv/schweden, gegen den 15%igen Anteil an bAsF Plant science gmbh, Ludwigshafen, mit svenska Lantmännen getauscht. die sich aus diesen transaktionen ergebenden unterschiedsbeträge zwischen dem erwerbspreis/dem Wert der hingegebenen Anteile und dem zugehenden anteiligen Reinvermögen in höhe von 105 Millionen € wurden mit den gewinnrücklagen verrechnet.

Im Jahr 2007 wurde der sich beim tausch von Vermögenswerten mit gazprom aus der bewertung zum beizulegenden zeitwert ergebende unterschiedsbetrag von 634 Millionen € erfolgsneutral in die gewinnrücklagen eingestellt.

die Verrechnung versicherungsmathematischer gewinne und Verluste führte im Jahr 2008 zu einer Verminderung der gewinnrücklagen in höhe von 637 Millionen € und im Jahr 2007 von 92 Millionen €.

sonstige eigenkapitalposten

bestimmte Aufwendungen oder erträge werden gemäß den Regelungen der IFRs außerhalb der ergebnisrechnung erfasst. hierzu gehören translationsanpassungen, die bewertung von Wertpapieren zu Marktwerten, die Marktwertänderungen von derivaten, die zur Absicherung künftiger zahlungsströme eingesetzt werden, und effekte aus der neubewertung von Vermögenswerten und schulden auf grund von Mehrheitserwerb. Im Jahr 2007 ergab sich ein effekt aus der neubewertung durch den kauf des verbliebenen 50%Anteils an bAsF ge schwarzheide gmbh & Co. kg in höhe von 12 Millionen €.

translationsanpassung

die differenz zwischen dem zu historischen kursen bei einzahlung oder einbehalt und dem zu stichtagskursen am Abschlussstichtag umgerechneten eigenkapital der gesellschaften wird als translationsanpassung gesondert im eigenkapital ausgewiesen und erst beim Abgang einer gesellschaft erfolgswirksam berücksichtigt.

bewertung von wertpapieren zu marktwerten

Wertänderungen der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere, die über den Anschaffungskosten liegen, werden so lange erfolgsneutral im eigenkapital berücksichtigt, bis diese Wertpapiere veräußert werden. bei Veräußerung werden die im eigenkapital ausgewiesenen Wertänderungen erfolgswirksam in der gewinn und Verlustrechnung erfasst.

19 -- anteile anderer gesellschafter

2008 2007
gruppengesellschaft Mitgesellschafter kapitalanteil
(%)
millionen € kapitalanteil
(%)
Millionen €
WIngAs gmbh & Co. kg,
kassel/deutschland
gazprom­gruppe,
Moskau/Russland
49,98 362 49,98 269
Wintershall Ag,
kassel/deutschland
gazprom­gruppe,
Moskau/Russland
49,00 177 49,00 152
Yangzi­bAsF styrenics Co. Ltd.,
nanjing/China
Yangzi Petrochemical
Corp. Ltd., nanjing/China
40,00 41 40,00 44
bAsF India Ltd.,
Mumbai/Indien
börsennotiert 28,82 25 47,31 32
bAsF PetRonAs Chemicals sdn. bhd.,
subang Jaya/Malaysia
PetRonAs (Petroliam
nasional bhd.),
kuala Lumpur/Malaysia
40,00 145 40,00 152
bAsF sonatrach PropanChem s.A.,
tarragona/spanien
sonAtRACh, Algier/Algerien 49,00 60 49,00 57
bAsF Fina Petrochemicals L.P.,
Port Arthur/texas
total Petrochemicals Inc.,
houston/texas
40,00 161 40,00 147
shanghai bAsF Polyurethane Company,
schanghai/China
shanghai hua Yi (group) Company,
schanghai/China, und sinopec
shanghai gao Qiao Petrochemical
Corporation, schanghai/China
30,00 90 30,00 64
sonstige 90 54
1.151 971

20 -- rückstellungen für pensionen und ähnliche verpflichtungen

den meisten Mitarbeitern der einbezogenen gesellschaften stehen neben den Anwartschaften auf Leistungen aus gesetzlichen Altersversorgungseinrichtungen Ansprüche aus beitrags oder leistungsorientierten Versorgungsplänen zu. die Leistungen bemessen sich in der Regel nach beschäftigungsdauer, bezügen oder beiträgen der begünstigten Mitarbeiter unter berücksichtigung der arbeits, steuer und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern. um die Risiken veränderter kapitalmarktbedingungen und steigender Lebenserwartung zu begrenzen, werden neu eingetretenen Mitarbeitern seit einigen Jahren verstärkt beitragsorientierte Pläne angeboten.

Für bAsF se und andere deutsche gruppengesellschaften wird eine grundversorgung durch die rechtlich selbständige bAsF Pensionskasse VVag gewährt, die aus Mitglieds und Firmenbeiträgen und ihren Vermögenserträgen finanziert wird. die bAsF se sichert die erforderlichen beitragsleistungen zu, um die satzungsgemäßen

Leistungen der bAsF Pensionskasse VVag ausreichend zu finanzieren. zur Jahresmitte 2004 wurde der bisherige leistungsorientierte tarif geschlossen und durch einen beitragsorientierten tarif für neu eintretende Mitarbeiter abgelöst. darüber hinausgehende zusagen von betriebsrenten werden bei den deutschen gruppengesellschaften überwiegend durch Pensionsrückstellungen finanziert.

bei ausländischen gruppengesellschaften werden Versorgungszusagen teils durch Pensionsrückstellungen, überwiegend aber durch externe Versicherungen oder Pensionsfonds abgedeckt.

die bewertung der Pensionspläne erfolgt grundsätzlich anhand der aktuellen sterbetafeln zum 31. dezember des jeweiligen berichtsjahres.

der bewertung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAs 19 lagen folgende Annahmen zu grunde:

annahmen zur bewertung des anwartschaftsbarwerts zum 31.12. (gewichteter durchschnitt in Prozent)

deutschland Ausland
2008 2007 2008 2007
Rechnungszinsfuß 6,00 5,25 5,84 5,82
Lohn­ und gehaltstrend 2,75 2,75 4,37 4,50
Rententrend 2,00 2,00 0,57 0,68

annahmen zur ermittlung des aufwands aus pensionsplänen (gewichteter durchschnitt in Prozent)

deutschland Ausland
2008 2007 2008 2007
Rechnungszinsfuß 5,25 4,50 5,82 5,31
Lohn­ und gehaltstrend 2,75 2,50 4,50 4,46
Rententrend 2,00 1,75 0,68 0,56
erwartete Rendite des Pensionsvermögens 5,18 4,93 7,20 7,35

die zur bestimmung des Anwartschaftsbarwertes am 31. dezember festgelegten Annahmen werden im folgenden geschäftsjahr für die ermittlung des Aufwands aus Pensionsplänen verwendet.

die pensionsähnlichen Verpflichtungen der nordamerikanischen gruppengesellschaften aus der Übernahme von krankheitskosten und Lebensversicherungen pensionierter Mitarbeiter und von deren Angehörigen wurden nach versicherungsmathematischen grundsätzen unter berücksichtigung des künftigen kostentrends mit einem Rechnungszinsfuß von 6,0% im Jahr 2008 und 6,25% im Jahr 2007 bewertet.

die Annahmen zu der erwarteten langfristigen gesamtrendite des Pensionsvermögens basieren auf der angestrebten Portfoliostruktur und den zukünftigen Renditen für die einzelnen Anlageklassen. die Prognosen orientieren sich an langfristigen historischen durchschnittswerten und berücksichtigen das aktuelle zinsniveau sowie den Inflationstrend. die Rechnungszinssätze wurden im Jahr 2008 entsprechend der kapitalmarktentwicklung angepasst.

die zielPortfoliostruktur der Pensionspläne wird mit hilfe von AssetLiabilitystudien ermittelt und regelmäßig überprüft. danach werden die Vermögensanlagen unter berücksichtigung der Anlagerisiken und der gesetzlichen bestimmungen für die Anlage von Pensionsvermögen langfristig auf die Verpflichtungen abgestimmt. die bestehende Portfoliostruktur orientiert sich grundsätzlich an der zielallokation und berücksichtigt darüber hinaus aktuelle Markteinschätzungen. zur begrenzung von Anlagerisiken und zur Ausschöpfung möglichst vieler ertragspotenziale erfolgt eine breite weltweite streuung der einzelanlagen.

portfoliostruktur des pensionsvermögens (%)

ziel
allokation
Anteil am
Pensionsvermögen
2009 2007
2008
Aktien 29 22 30
Anleihen 60 66 60
grundstücke 4 4 3
sonstige 7 8 7
gesamt 100 100
100

entwicklung des anwartschaftsbarwerts der pensionsverpflichtungen (Millionen €)

2008 2007
Anwartschaftsbarwert am 1.1. 11.914 12.693
kosten für im geschäftsjahr erworbene Versorgungsansprüche 243 270
zinskosten auf den Anwartschaftsbarwert 630 588
Rentenzahlungen –637 –660
Mitarbeiterbeiträge 40 41
Versicherungsmathematische gewinne –874 –722
Plananpassungen und sonstige Veränderungen 42
umrechnungsbedingte Wertänderungen 12 –296
anwartschaftsbarwert am 31.12. 11.370 11.914

entwicklung des pensionsvermögens (Millionen €)

2008 2007
Pensionsvermögen am 1.1. 12.012 12.079
erwartete erträge aus dem Pensionsvermögen 675 660
Versicherungsmathematische Verluste –2.159 –119
Firmenbeiträge 119 131
Mitarbeiterbeiträge 40 41
Rentenzahlungen –443 –516
Übrige Veränderungen 58 6
umrechnungsbedingte Wertänderungen 11 –270
pensionsvermögen am 31.12. 10.313 12.012

In den Pensionsvermögen zum bilanzstichtag waren von bAsFgruppengesellschaften emittierte Wertpapiere mit einem Marktwert von 10 Millionen € im Jahr 2008 und 16 Millionen € im Jahr 2007 enthalten. der Marktwert der von den rechtlich selbständigen Versorgungseinrichtungen an bAsFgruppengesellschaften vermieteten

Immobilien betrug 51 Millionen €, sowohl am 31. dezember 2008 als auch am 31. dezember 2007.

zwischen den rechtlich selbständigen Versorgungseinrichtungen und den unternehmen der bAsFgruppe fanden im Jahr 2008 keine wesentlichen transaktionen statt.

überleitung vom finanzierungsstatus zum bilanzansatz (Millionen €)

2008 2007
10.313 12.012
11.370 11.914
–1.057 98
–34 –538
–456 –436
–1.547 –876
165 417
–1.256 –857
–456 –436

die Veränderung der Vermögenswertbegrenzung ist überwiegend auf die Reduzierung des Finanzierungsstatus bei der bAsF Pensionskasse VVag zurückzuführen. Versicherungsmathematische gewinne und Verluste werden in der Periode ihrer entstehung unmittelbar ergebnisneutral mit den gewinnrücklagen verrechnet. Aufwand aus Leistungszusagen für frühere dienstjahre wird über die durchschnittliche dienstzeit der Versorgungsberechtigten bis zur unverfallbarkeit der zugesagten Leistungen ergebniswirksam

verteilt. Im Jahr 2008 wurden versicherungsmathematische Verluste in höhe von 1.285 Millionen € und im Jahr 2007 versicherungsmathematische gewinne in höhe von 583 Millionen € unmittelbar mit den gewinnrücklagen verrechnet. seit der einführung dieser bewertungsmethode wurden somit ohne berücksichtigung latenter steuern versicherungsmathematische Verluste in höhe von 1.983 Millionen € mit den gewinnrücklagen verrechnet.

vermögensdeckung der pensionspläne (Millionen €)

2007
2008
anwartschafts
barwert
pensions
vermögen
Anwartschafts
barwert
Pensions
vermögen
ohne Pensionsvermögensdeckung 611 643
teilweise Pensionsvermögensdeckung 2.803 2.158 2.495 2.340
unvollständige pensionsvermögensdeckung 3.414 2.158 3.138 2.340
Vollständige Pensionsvermögensdeckung 7.956 8.155 8.776 9.672
11.370 10.313 11.914 12.012

abweichungen zwischen den versicherungsmathematischen annahmen und der tatsächlichen entwicklung (Millionen €)

2008 2007 2006 2005 2004
Anwartschaftsbarwert 11.370 11.914 12.693 11.908 9.814
enthaltene Auswirkungen der Abweichungen im laufenden geschäftsjahr 36 –138 –59 20 23
Pensionsvermögen 10.313 12.012 12.079 11.015 6.204
enthaltene Auswirkungen der Abweichungen im laufenden geschäftsjahr –2.159 –119 159 438 193
finanzierungsstatus –1.057 98 –615 –892 –3.610

erwartete zahlungen aus den zum 31. dezember 2008 bestehenden pensionszusagen (Millionen €)

2009 628
2010 678
2011 689
2012 696
2013 736
2014 bis 2018 4.241

zusammensetzung des aufwands aus pensionsplänen (Millionen €)

2008 2007
kosten für im geschäftsjahr erworbene Versorgungsansprüche
243
270
Aufwand aus Leistungszusagen für frühere dienstjahre 8
ertrag aus Übertragung und Wegfall von Verpflichtungen
–23
–3
Aufwand aus pensionsähnlichen Verpflichtungen
4
6
aufwand aus leistungsorientierten pensionsplänen im ergebnis der betriebstätigkeit
224
281
Finanzierungskosten
630
588
erwartete erträge aus Pensionsvermögen
–675
–660
Aufwand aus pensionsähnlichen Verpflichtungen
23
25
ertrag aus leistungsorientierten pensionszusagen im finanzergebnis
–22
–47
aufwand aus beitragsorientierten pensionsplänen im ergebnis der betriebstätigkeit
86
78
aufwand aus pensionsplänen
310
312

Im berichtsjahr wurden an staatliche Rentenversicherungsträger beiträge in höhe von 392 Millionen € und im Vorjahr von 364 Millionen € geleistet.

die voraussichtlichen beitragszahlungen an leistungsorientierte Pensionspläne für das Jahr 2009 betragen 126 Millionen €.

21 -- sonstige rückstellungen

Millionen €

2008 2007
gesamt davon
kurzfristig
gesamt davon
kurzfristig
Rückbauverpflichtungen 796 1 703 4
umweltschutzmaßnahmen und beseitigung von Altlasten 377 132 255 31
Personalverpflichtungen 1.369 947 1.756 1.091
Verpflichtungen auf grund von Verkaufsgeschäften
oder einkaufsverträgen
1.282 1.264 1.033 997
Re­ und umstrukturierungsmaßnahmen 105 83 79 62
Prozess­, schadenersatz­, gewährleistungs
und ähnliche Verpflichtungen
164 83 156 81
Übrige 1.707 533 1.730 431
5.800 3.043 5.712 2.697

rückbauverpflichtungen betreffen insbesondere die voraussichtlichen kosten für das Verfüllen von bohrlöchern und die beseitigung von Fördereinrichtungen nach beendigung der Förderung.

die Rückstellungen für umweltschutzmaßnahmen und beseitigung von altlasten decken erwartete belastungen aus der sanierung kontaminierter standorte, der Rekultivierung von deponien, der beseitigung von

umweltbeeinträchtigungen an bestehenden Produktionsoder Lagereinrichtungen und ähnlichen Maßnahmen ab.

die zunahme der kurzfristigen Rückstellungen für umweltschutzmaßnahmen resultierte vornehmlich aus der zuteilung von emissionszertifikaten durch die deutsche emissionshandelsstelle und vergleichbare behörden in der europäischen union.

die Rückstellungen für personalverpflichtungen enthalten Verpflichtungen zur gewährung von dienstaltersprämien und Jubiläumsgeldern, variable Vergütungen einschließlich hierauf entfallender sozialversicherungsbeiträge und andere Abgrenzungen sowie Rückstellungen auf grund von Frühpensionierungs und Altersteilzeitmodellen. die Altersteilzeitprogramme ermöglichen es den Mitarbeitern deutscher gruppengesellschaften, die mindestens 55 Jahre alt sind, in einem zeitraum von bis zu acht Jahren die Arbeitszeit auf die hälfte zu reduzieren.

die meisten Mitarbeiter arbeiten dabei in der ersten hälfte der Altersteilzeit in Vollzeit und scheiden mit beginn der zweiten Phase aus der gesellschaft aus. Während der gesamten Altersteilzeit erhalten die Mitarbeiter mindestens 85% ihres nettogehalts.

die Abnahme der Rückstellungen für Personalverpflichtungen resultierte insbesondere aus geringeren Rückstellungen für das bAsFoptionsprogramm sowie für variable Vergütungen.

die Rückstellungen für verpflichtungen auf grund von verkaufsgeschäften oder einkaufsverträgen umfassen Verpflichtungen aus gewährleistungen oder Produkthaftungen sowie noch zu gewährende Rabatte, skonti oder sonstige Preisnachlässe, zu zahlende Provisionen für die Vermittlung von Verkäufen sowie drohende Verluste aus vertraglichen Vereinbarungen.

die Rückstellungen für re- und umstrukturierungsmaßnahmen enthalten Abfindungszahlungen für ausscheidende Mitarbeiter, erwartete kosten für standortschließungen sowie Abbruchverpflichtungen und vergleichbare belastungen.

die zunahme resultiert aus eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen im Jahr 2008, insbesondere für die zahlung von Abfindungen.

die Rückstellungen für prozess-, schadenersatz-, gewährleistungs- und ähnliche verpflichtungen enthalten erwartete belastungen aus Prozessen, schadenersatzverpflichtungen, sonstigen gewährleistungen und aus kartellrechtlichen Verfahren.

übrige enthält langfristige steuerrückstellungen. die Auflösung im Jahr 2008 war durch die neubewertung der Rückstellungen für Vorjahre begründet.

sonstige veränderungen enthalten insbesondere Währungseffekte sowie die umbuchung von Verpflichtungen, die sich hinsichtlich höhe oder zeitpunkt ihres Anfalls konkretisiert haben, in die Verbindlichkeiten. zu einer zunahme der Rückstellungen führten außerdem konsolidierungskreisänderungen.

Inanspruch sonstige
1.1.2008 zuführung Aufzinsung nahme Auflösung Veränderungen 31.12.2008
Rückbauverpflichtungen 703 58 11 –19 –20 63 796
umweltschutzmaßnah
men und beseitigung von
Altlasten
255 191 2 –61 –13 3 377
Personalverpflichtungen 1.756 828 25 –979 –214 –47 1.369
Verpflichtungen auf
grund von Verkaufs
geschäften oder
einkaufsverträgen 1.033 1.541 1 –1.232 –117 56 1.282
Re­ und umstrukturie
rungsmaßnahmen
79 85 –25 –28 –6 105
Prozess­, schadener
satz­, gewährleistungs
und ähnliche Verpflich
tungen 156 33 5 –10 –14 –6 164
Übrige 1.730 518 3 –376 –179 11 1.707
5.712 3.254 47 –2.702 –585 74 5.800

entwicklung sonstige rückstellungen im jahr 2008 (Millionen €)

22 -- verbindlichkeiten

finanzschulden (Millionen €)

Wertansatz gemäß
effektivzinsmethode
nominal
volumen
effektivzins 2008 2007
3,5­%­euro­Anleihe 2003/2010 der bAsF se 1.000 3,63% 998 997
3,375­%­euro­Anleihe 2005/2012 der bAsF se 1.400 3,42% 1.398 1.397
4­%­euro­Anleihe 2006/2011 der bAsF se 1.000 4,05% 999 999
4,5­%­euro­Anleihe 2006/2016 der bAsF se 500 4,62% 496 496
3­Monats­euRIboR­Anleihe 2006/2009 der bAsF se 500 variabel 500 500
3,25­%­ChF­Anleihe 2008/2011 der bAsF Finance europe n.V. 300 3,39% 201
3,625­%­ChF­Anleihe 2008/2015 der bAsF Finance europe n.V. 200 3,77% 134
5­%­euro­Anleihe 2007/2014 der bAsF Finance europe n.V. 1.000 5,09% 996 996
5­%­euro­Anleihe 2007/2014 der bAsF Finance europe n.V. 250 4,83% 252 253
6­%­euro­Anleihe 2008/2013 der bAsF Finance europe n.V. 1.250 6,15% 1.242
usd extendible Floating Rate notes der bAsF Finance europe n.V. 4,51% 330 917
Andere Anleihen 621 548
usd Commercial Papers 6.140 4.406 1.878
anleihen und sonstige kapitalmarktverbindlichkeiten 12.573 8.981
Verbindlichkeiten gegenüber kreditinstituten 1.941 1.121
14.514 10.102

zusammensetzung der finanzschulden nach währungen (Millionen €)

2008 2007
euro 7.876 5.741
us­dollar 5.598 3.855
Chinesischer Renminbi 436 355
schweizer Franken 335
brasilianischer Real 67 76
norwegische krone 54
türkische Lira 39 12
Übrige Währungen 109 63
14.514 10.102

laufzeiten der finanzschulden (Millionen €)

2008 2007
Folgejahr 1 6.224 3.148
Folgejahr 2 1.027 609
Folgejahr 3 1.401 1.334
Folgejahr 4 1.418 1.019
Folgejahr 5 1.999 1.589
Folgejahr 6 und darüber hinaus
gehende Restlaufzeiten
2.445 2.403
14.514 10.102

anleihen und sonstige kapitalmarktverbindlichkeiten

Als Andere Anleihen sind überwiegend Anleihen der bAsF Catalyst LLC und Industrieentwicklungs und umweltschutzbonds der bAsFCorporationgruppe ausgewiesen, die zur Finanzierung von Investitionen in den usA aufgenommen wurden. der gewichtete durchschnittliche zinssatz belief sich im Jahr 2008 auf 3,1% und im Jahr 2007 auf 3,8%. der gewichtete effektivzinssatz betrug im Jahr 2008 3,1% und im Jahr 2007 3,9%. die durchschnittliche Restlaufzeit lag zum 31. dezember 2008 bei 189 Monaten und zum 31. dezember 2007 bei 205 Monaten.

verbindlichkeiten gegenüber kreditinstituten

Verbindlichkeiten bestehen bei zahlreichen Instituten in verschiedenen Ländern. Verbindlichkeiten in Renminbi und türkische Lira wurden zur Finanzierung von Investitionen in China und der türkei aufgenommen.

die nicht ausgenutzten verbindlich zugesagten kreditlinien betrugen für bAsF se am 31. dezember 2008 6.668 Millionen € und am 31. dezember 2007 4.076 Millionen € mit variabler Verzinsung.

Für weitere offene kreditlinien der bAsF se von 90 Millionen € am 31. dezember 2008 sowie von 227 Millionen € am 31. dezember 2007 fällt keine bereitstellungsprovision an. der durchschnittliche gewichtete zinssatz für kredite belief sich im Jahr 2008 auf 5,3% gegenüber 6,2% im Jahr 2007.

übrige verbindlichkeiten

der Anstieg der Übrigen Verbindlichkeiten im Jahr 2008 entfiel im Wesentlichen auf negative Marktwerte von derivaten, die zur Absicherung gegen Währungsschwankungen und steigende Rohstoffpreise abgeschlossen wurden. dem stehen teilweise positive Marktwerte aus derivaten unter den Übrigen Forderungen entgegen.

Verbindlichkeiten gegenüber unternehmen, mit denen ein beteiligungsverhältnis besteht, enthielten den nicht konsolidierten Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber quotal einbezogenen gemeinschaftsunternehmen von 242 Millionen € im Jahr 2008 nach 173 Millionen € im Jahr 2007. Weitere sonstige Verbindlichkeiten bestanden gegenüber beteiligungen, die nach der equityMethode oder zu Anschaffungskosten einbezogen wurden. sie betrugen 224 Millionen € im Jahr 2008 und 221 Millionen € im Jahr 2007. darüber hinaus enthielten die sonstigen Verbindlichkeiten zum bilanzstichtag 2008 edelmetallderivate mit einem negativen Marktwert von 39 Millionen €.

  • mehr zu finanzwirtschaftlichen risiken und derivativen finanzinstrumenten unter anmerkung 26 ab seite 212
  • mehr zu verbindlichkeiten aus leasingverhältnissen unter anmerkung 27 ab seite 218

übrige verbindlichkeiten (Millionen €)

2008 2007
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
116 111
11 27 11 5
151 16 148 17
334 344 269 457
1.414 1 88 3
15 65 23 73
1.255 301 1.191 184
138 163 135 162
3.434 917 1.976 901

gesicherte verbindlichkeiten (Millionen €)

2008 2007
Verbindlichkeiten gegenüber kreditinstituten 35 9
sonstige Verbindlichkeiten 504 15
539 24

zum 31. dezember 2008 mussten wesentliche beträge als sicherheiten (Margin Calls) für derivate mit negativen Marktwerten hinterlegt werden. derivate mit negativen Marktwerten werden in der bilanzposition sonstige Verbindlichkeiten berichtet. Als sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber kreditinstituten wurden insbesondere grundschulden bestellt. gesicherte eventualverbindlichkeiten bestehen nicht.

23 -- haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle verpflichtungen

der Ansatz der nachfolgend dargestellten haftungsverhältnisse erfolgt zu nominalwerten:

haftungsverhältnisse (Millionen €)

2008 2007
Verbindlichkeiten aus der begebung und Übertragung von Wechseln 4 13
davon gegenüber verbundenen unternehmen
Verbindlichkeiten aus bürgschaften 788 374
davon gegenüber verbundenen unternehmen 62 60
Verbindlichkeiten aus gewährleistungsverträgen 84 68
haftungsverhältnisse aus der bestellung von sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 18 20
894 475

der Anstieg bei Verbindlichkeiten aus bürgschaften ist auf die im Jahr 2008 übernommene Finanzgarantie für die Finanzierung der oAo severneftegazprom zurückzuführen.

sonstige finanzielle verpflichtungen (Millionen €)

2008 2007
begonnene Investitionsvorhaben 4.753 4.974
davon bestellobligo 803 983
davon für den erwerb immaterieller Vermögenswerte 99 24
Verpflichtung aus langfristigen Mietverträgen (ohne Finanzierungsleasing) 1.449 1.272
einzahlungs­ und darlehensverpflichtungen und sonstige finanzielle Verpflichtungen 1.803 7
8.005 6.253

einzahlungs und darlehensverpflichtungen und sonstige finanzielle Verpflichtungen im Jahr 2008 in höhe von 1.797 Millionen € betreffen den erwerb der im Rahmen des öffentlichen Übernahmeangebotes angedienten Aktien der Ciba holding Ag.

mehr dazu unter anmerkung 2 ab seite 170

im rahmen langfristiger mietverträge genutzte vermögenswerte

die im Rahmen langfristiger Mietverträge genutzten Vermögenswerte betreffen vor allem gebäude sowie die ItInfrastruktur.

mehr zu leasingverbindlichkeiten unter anmerkung 27 ab seite 218

verpflichtungen aus langfristigen mietverträgen (ohne finanzierungsleasing) (Millionen €)

2009 280
2010 199
2011 160
2012 136
2013 118
2014 und darüber hinausgehende Restlaufzeiten 556
1.449

abnahmeverpflichtungen aus langfristigen erdgasund rohstoffbezugsverträgen

bAsF bezieht erdgas im Arbeitsgebiet natural gas trading auf grund langfristiger einkaufsverträge, die laufenden Preisanpassungen unterliegen. diesen Abnahmeverpflichtungen stehen überwiegend Lieferverträge mit Laufzeiten zwischen einem und 20 Jahren mit den Abnehmern des erdgases gegenüber. der Anstieg der Abnahmeverpflichtungen gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus Vertragsverlängerungen und höheren erwarteten einstandskosten.

bAsF kauft Rohstoffe sowohl auf basis langfristiger Verträge als auch an spotmärkten ein. Aus Verträgen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden zum 31. dezember 2008 folgende feste Abnahmeverpflichtungen:

abnahmeverpflichtungen aus erdgasund rohstoffbezugsverträgen (Millionen €)

2009 11.999
2010 8.324
2011 7.780
2012 7.467
2013 6.777
2014 und darüber hinausgehende Restlaufzeiten 111.385
153.733

24 -- risiken aus rechtsstreitigkeiten und -verfahren

seit 2005 sind mehrere sammelklagen unter anderem gegen die bAsF se und die bAsF Corporation bei usgerichten eingereicht worden, in denen die Verletzung kartellrechtlicher Vorschriften durch angebliche unzulässige Preisabsprachen beim Vertrieb von tdI, MdI und Polyetherolen behauptet wird. bAsF verteidigt sich gegen diese klagen. das usJustizministerium hat ende 2007 ein untersuchungsverfahren wegen des Verdachts unzulässiger Preisabsprachen eingestellt.

bAsF Corporation, bayer Corporation und bayer Cropscience Corporation sind in den usA von mehreren klägern auf zahlung von schadenersatz wegen behaupteter Preisabsprachen beim Vertrieb der termitizide Premise® (bayer) und termidor® (bAsF) in den usA verklagt worden. die kläger machen geltend, bAsF und bayer hätten in ungesetzlicher Weise Wiederverkaufspreise ihrer Vertreiber festgesetzt, wodurch die kläger, die gewerbliche termitenbekämpfer sind, überhöhte Preise für diese Produkte gezahlt hätten. die kläger verlangen dreifachen schadenersatz in höhe von 600 Millionen us\$. bAsF ist der Auffassung, dass die Verpreisung rechtmäßig war, da der Vertrieb auf grundlage von Vertreterverträgen stattfand und nicht durch selbständige Vertreiber, und die klagen

daher unbegründet sind. das gericht hat die klage am 13. Juli 2007 abgewiesen. die kläger haben gegen das urteil Rechtsmittel eingelegt. eine entscheidung über das Rechtsmittel ist noch nicht ergangen.

darüber hinaus sind die bAsF se und ihre beteiligungsgesellschaften beklagte beziehungsweise beteiligte in weiteren gerichtlichen und schiedsgerichtlichen klageverfahren und behördlichen Verfahren. diese Verfahren haben auf basis des heutigen kenntnisstandes keinen erheblichen einfluss auf die wirtschaftliche Lage der bAsF.

25 -- aktienkursbasiertes vergütungsprogramm und basf-mitarbeiterbeteiligungsprogramm

aktienkursbasiertes vergütungsprogramm

Im Jahr 2008 wurde das seit 1999 aufgelegte bAsFoptionsprogramm (boP) für Führungskräfte der bAsFgruppe fortgeführt. derzeit sind zirka 1.000 Führungskräfte einschließlich des Vorstands zur teilnahme an dem bAsFoptionsprogramm berechtigt. bei Ausübung werden die optionsrechte durch barvergütung erfüllt.

Voraussetzung zur teilnahme am bAsFoptionsprogramm ist, dass der teilnehmer bAsFAktien in höhe von 10 bis 30% seiner variablen gehaltsbezüge hält. Für die Anzahl der zu haltenden Aktien ist neben dem festgelegten betrag aus der variablen Vergütung der mit dem Volumen gewichtete durchschnittskurs am ersten handelstag nach der hauptversammlung maßgeblich, der am 25. April 2008 45,21 € betrug (basiskurs nach Aktiensplit).

Für jede bAsFAktie des eigeninvestments erhält ein teilnehmer vier optionsrechte. Jedes optionsrecht besteht aus den teilrechten A und b, deren Werthaltigkeit sich an unterschiedlichen erfolgszielen (hürden) orientiert: teilrecht A ist werthaltig, wenn der kurs der bAsFAktie gegenüber dem basiskurs bei gewährung der optionsrechte um mehr als 30% gestiegen ist (absolute hürde). der Wert des teilrechts A ergibt sich aus der differenz zwischen dem börsenkurs am jeweiligen Ausübungstag und dem basiskurs; er ist auf 100% des basiskurses begrenzt. teilrecht b wird werthaltig, wenn die kumulierte Wertsteigerung der bAsFAktie den Anstieg des MsCI World Chemicals IndexsM (MsCI Chemicals) übersteigt (relative hürde). der Wert des teilrechts b ergibt sich aus der doppelten prozentualen outperformance der bAsFAktie bei Ausübung, bezogen auf den basiskurs; er ist begrenzt auf den um den rechnerischen nennbetrag der bAsFAktie verminderten börsenschlusskurs bei Ausübung. die Aktien des eigeninvestments müssen für mindestens zwei Jahre ab

dem zeitpunkt der gewährung der optionen gehalten werden. die optionen wurden zum 1. Juli 2008 gewährt und können nach Ablauf einer zweijährigen sperrfrist zwischen dem 1. Juli 2010 und dem 30. Juni 2016 ausgeübt werden. Auch während der Ausübungsphase dürfen innerhalb bestimmter sperrfristen (Closed Periods) die optionen nicht ausgeübt werden. Jedes optionsrecht kann nur insgesamt ausgeübt werden. hierzu muss eine der Ausübungshürden überschritten worden sein. Ist die andere Ausübungshürde nicht übertroffen, verfällt das damit verbundene teilrecht. der maximal mögliche Ausübungsgewinn für einen teilnehmer ist auf das zehnfache des eigeninvestments begrenzt. die gewährten optionen sind nicht übertragbar und verfallen, wenn der teilnehmer vor Ablauf der zweijährigen haltefrist Aktien aus seinem eigeninvestment verkauft oder aus der bAsFgruppe ausscheidet. sie bleiben bei eintritt in den Ruhestand erhalten.

die optionsprogramme boP 2001 bis 2007 entsprechen in ihrer grundstruktur dem optionsprogramm 2008.

Als Vergleichsindex für die ermittlung der Werthaltigkeit von teilrecht b wird für die optionsprogramme 2001 bis 2004 der dow Jones Chemicals total Return Index (dJ Chemicals) herangezogen. er wurde ab dem optionsprogramm 2005 durch den MsCI Chemicals ersetzt. der MsCI Chemicals ist ein weltweiter branchenindex für die Chemieindustrie. er misst die Performance der im Index enthaltenen unternehmen in ihrer jeweiligen Landeswährung, wodurch Währungseinflüsse deutlich reduziert werden.

die Modelle zur bewertung der optionspläne basieren auf der arbitragefreien bewertung nach black/scholes.

Auf grund der komplexität der optionsprogramme wurde eine numerische Lösungsmethode (MonteCarlosimulation) angewandt.

marktwert der optionen und bewertungsparameter 1
-- -- --------------------------------------------------
bAsF­optionsprogramm des Jahres
2008 2007
Marktwert
7,19 20,50
dividendenrendite
%
7,03 2,96
Risikoloser zinssatz
%
2,92 4,33
Volatilität bAsF­Aktie
%
24,61 21,67
Volatilität MsCI Chemicals
%
18,91 15,44
korrelation bAsF­kurs – MsCI Chemicals
%
84,80 83,27

1 es wurde ein vom gewinnpotenzial der optionen abhängiges Ausübungsverhalten unterstellt.

die genannten Marktwerte und bewertungsparameter betreffen die optionsprogramme der Jahre 2008 und 2007. Für optionsprogramme aus Vorjahren wurden entsprechende Marktwerte ermittelt und bewertungsparameter verwendet.

die Anzahl der gewährten optionen betrug 2.859.472 im Jahr 2008 und 3.080.808 1 im Jahr 2007.

die Volatilitäten wurden ermittelt auf basis der monatlichen schlusskurse über einen historischen zeitraum entsprechend der Restlaufzeit der optionen.

da durch beschluss des Vorstands im Jahr 2002 die optionsrechte bei Ausübung durch barvergütung zu erfüllen sind, werden alle noch bestehenden optionsrechte aus den Programmen boP 2001 bis 2008 zum 31. dezember 2008 mit ihrem Marktwert am bilanzstichtag bewertet. dieser betrag wird, verteilt über die jeweilige sperrfrist der optionen, ratierlich zurückgestellt. die hierfür gebildete Rückstellung reduzierte sich auf grund der gesunkenen Marktwerte von 239 Millionen € zum 31. dezember 2007 auf 80 Millionen € zum 31. dezember 2008. die Auflösung der Rückstellung führte zu einem ertrag in höhe von 112 Millionen €, der den Personalaufwand reduziert. der Verbrauch der Rückstellung betrug 47 Millionen €. Im Jahr 2007 betrug der Personalaufwand aus dem bAsFoptionsprogramm 235 Millionen €.

der gesamte innere Wert der ausübbaren optionen betrug 47 Millionen € zum 31. dezember 2008 und 141 Millionen € zum 31. dezember 2007.

1 die zahl der optionen wurde rückwirkend angepasst an den Aktiensplit im Verhältnis 1:2, der im zweiten Quartal 2008 durchgeführt wurde.

basf-mitarbeiterbeteiligungsprogramm

teilnahmeberechtigt am Mitarbeiterbeteiligungsprogramm "Plus" sind alle Mitarbeiter mit Ausnahme der zur teilnahme an dem bAsFoptionsprogramm berechtigten Führungskräfte. das Programm wurde 1999 eingeführt und wird derzeit außer in deutschland in weiteren europäischen Ländern sowie in Mexiko angeboten. Mitarbeiter, die an "Plus" teilnehmen, erwerben als eigeninvestment aus ihrer variablen Vergütung bAsFAktien. Je zehn bAsFAktien berechtigen nach ein, drei, fünf, sieben und zehn Jahren zum kostenlosen bezug einer bAsFAktie. das erste zehnerpaket berechtigt in jedem der folgenden zehn Jahre zum kostenlosen bezug einer bAsFAktie.

die Rechte verfallen, wenn der teilnehmer sein eigeninvestment in bAsFAktien verkauft oder seine tätigkeit für eine gruppengesellschaft beendet beziehungsweise ein Jahr nach dessen Pensionierung.

die Anzahl der zu gewährenden gratisaktien hat sich wie folgt entwickelt:

zu gewährende gratisaktien (stück)

2008 2007 2
stand zum 1.1 2.899.824 2.846.564
neu erworbene Ansprüche 681.770 607.300
Ausgegebene gratisaktien –429.284 –403.960
Verfallene Ansprüche –98.206 –150.080
stand zum 31.12. 3.054.104 2.899.824

2 die zahl der zu gewährenden Aktien wurde rückwirkend angepasst an den Aktiensplit im Verhältnis 1:2, der im zweiten Quartal 2008 durchgeführt wurde.

An dem tag, an dem die Mitarbeiter mit ihrem eigeninvestment das bezugsrecht erwerben, werden die auszugebenden unentgeltlichen Aktien zu ihrem Marktwert bewertet. der Marktwert wird ermittelt auf basis des kurses der bAsFAktie unter berücksichtigung des barwerts der während der Laufzeit des Programms nicht gezahlten dividenden. die gewichteten Marktwerte am gewährungstag betrugen 34,71 € für das Programm 2008 und 36,57 € für das Programm 2007.

der Marktwert der zu gewährenden gratisaktien wird, über die Laufzeit des Programms verteilt, aufwandswirksam erfasst und in die kapitalrücklage eingestellt.

die kosten für die Programme 1999 bis 2002 werden weiterhin ratierlich auf basis des schlusskurses der bAsF-Aktie zurückgestellt.

der Personalaufwand für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm betrug im Jahr 2008 9 Millionen € und im Jahr 2007 19 Millionen €.

26 -- finanzwirtschaftliche risiken und derivative finanzinstrumente

marktrisiken

währungsrisiken: änderungen von Wechselkursen können zu Wertverlusten bei Finanzinstrumenten sowie zu nachteiligen Veränderungen künftiger zahlungsströme aus geplanten transaktionen führen. Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten resultieren bei der bAsF aus der umrechnung zum stichtagskurs von finanziellen Forderungen, Ausleihungen, Wertpapieren, barmitteln und finanziellen Verbindlichkeiten in die funktionale Währung der jeweiligen gruppengesellschaft. zur sicherung des Wechselkursrisikos aus originären Finanzinstrumenten sowie aus geplanten transaktionen werden devisenkontrakte in einer Vielzahl von Währungen eingesetzt.

das Währungsrisikoexposure entspricht dem nettobetrag des nominalvolumens der originären und derivativen Finanzinstrumente, die Währungsrisiken ausgesetzt sind. Außerdem werden geplante einkaufs und umsatztransaktionen des jeweiligen Folgejahres einbezogen, soweit diese im Währungsrisikomanagement berücksichtigt werden. gegenläufige Positionen in derselben Währung werden miteinander aufgerechnet. Währungsrisiken durch ein euroexposure können gesellschaften ausgesetzt sein, deren funktionale Währung nicht der euro ist.

bei der ermittlung der sensitivität wird eine Abwertung von 10% aller Währungen gegenüber der jeweiligen funktionalen Währung simuliert und deren Auswirkung auf das ergebnis vor ertragsteuern der bAsF untersucht. zum 31. dezember 2008 betrug diese –244 Millionen € und zum 31. dezember 2007 belief sie sich auf –29 Millionen €.

Auf grund des einsatzes von optionen zur Absicherung gegenüber Währungsrisiken ist die sensitivität keine lineare Funktion der unterstellten Veränderung der Wechselkurse.

währungsrisiko-exposure (Millionen €)

2008 2007
us­dollar –40 –120
schweizer Franken 1.948
Pfund sterling 91 39
euro 158 –3
sonstige 85 251
2.242 167

zinsänderungsrisiken: zinsänderungsrisiken bestehen auf grund potenzieller änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer änderung des beizulegenden zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu zinszahlungsschwankungen führen. zur Absicherung werden zinsswaps und kombinierte zins/Währungsderivate abgeschlossen. zinsänderungsrisiken sind im finanzwirtschaftlichen, nicht aber im operativen bereich von wesentlicher bedeutung.

ein Anstieg aller relevanten zinssätze um einen Prozentpunkt hätte sowohl zum 31. dezember 2008 als auch zum 31. dezember 2007 ein um 43 Millionen € niedrigeres ergebnis vor ertragsteuern zur Folge gehabt. die sensitivität des eigenkapitals gegenüber zinsänderungen ist von unwesentlichem Ausmaß.

buchwerte der originären verzinslichen finanzinstrumente (Millionen €)

2008 2007
fest
verzinslich
variabel
verzinslich
Fest
verzinslich
Variabel
verzinslich
Ausleihungen 98 303 628 127
Wertpapiere 6 26 16 4
Finanzschulden 11.940 2.574 8.055 2.047
2008 2007
nominalwert marktwert nominalwert Marktwert
zinsswaps 150 –3 296 –11
davon Festzinszahler­swaps 150 –3 166 –10
davon Festzinsempfänger­swaps 130 –1
kombinierte zins-/währungsswaps 384 31 63 –5
davon feste Verzinsung 326 27 18
davon variable Verzinsung 58 4 45 –5

nominal- und marktwerte der zins- und kombinierten zins-/währungsswaps (Millionen €)

aktienkursrisiken: zum zweck der Anlage liquider Mittel sowie in begrenztem Maß mit strategischer beteiligungsabsicht hält bAsF Aktien börsennotierter unternehmen sowie Anteile an Aktienfonds. diese sind in den Posten beteiligungen, Langfristige Wertpapiere und kurzfristige Wertpapiere enthalten und werden in der bAsF als zur Veräußerung verfügbar eingestuft. ein Rückgang aller relevanten Aktienkurse um 10% hätte vor berücksichtigung von ertragsteuern am 31. dezember 2008 ein um 84 Millionen € und am 31. dezember 2007 ein um 78 Millionen € niedrigeres eigenkapital zur Folge gehabt.

warenpreisrisiken: einige unternehmensbereiche der bAsF sind mitunter starken schwankungen der Rohstoffpreise ausgesetzt. diese resultieren vor allem aus folgenden Rohstoffen: naphtha, Propylen, benzol, titandioxid, Cyclohexan, Methanol, erdgas, butadien, LPgkondensat, Ammoniak sowie edelmetalle. bAsF trifft die folgenden Maßnahmen, um Preisrisiken aus dem Rohstoffeinkauf zu reduzieren:

  • bAsF verwendet Warenderivate zur Absicherung gegen Risiken aus der Volatilität von Rohstoffpreisen. dabei handelt es sich insbesondere um optionen und swaps auf erdöl, erdölprodukte und erdgas.
  • das segment oil & gas verwendet im Arbeitsgebiet natural gas trading Warenderivate, insbesondere swaps auf Ölprodukte, um Margen zu sichern. Margenrisiken entstehen in den volatilen Märkten, wenn einkaufs und Verkaufsverträge unterschiedlich verpreist werden.
  • der unternehmensbereich Catalysts schließt sowohl kurzfristige als auch langfristige Abnahmeverträge mit herstellern von edelmetallen ab und kauft darüber hinaus an den kassamärkten edelmetalle von einer Vielzahl von geschäftspartnern zu. das Preisrisiko aus edelmetallen, die für den Weiterverkauf an dritte oder für die Verwendung in der Produktion von katalysatoren erworben werden, wird mit derivativen Instrumenten gesichert. dabei kommen vor allem terminkontrakte zum einsatz,

die durch Abschluss gegenläufiger kontrakte oder durch Lieferung des edelmetalls erfüllt werden. darüber hinaus hält Catalysts zu eigenhandelszwecken in begrenztem umfang ungesicherte edelmetallpositionen, die auch derivative Instrumente umfassen können. der Wert dieser Positionen ist der Volatilität der Marktpreise ausgesetzt und unterliegt einer ständigen kontrolle.

Auf grund des haltens von Warenderivaten und edelmetallhandelspositionen ist bAsF Preisrisiken ausgesetzt. diese Risiken bestehen darin, dass die bewertung von Warenderivaten und edelmetallhandelspositionen zum Marktwert bei einer nachteiligen Veränderung der Marktpreise zu belastungen von ergebnis und eigenkapital der bAsF führen kann.

bAsF führt ValueatRiskAnalysen für alle Warenderivate und edelmetallhandelspositionen durch. Mit Value at Risk wird fortlaufend das Marktrisiko quantifiziert und der maximal mögliche Verlust innerhalb des gegebenen konfidenzintervalls über einen bestimmten zeitraum prognostiziert. der ValueatRiskberechnung liegt ein konfidenzintervall von 95% und eine haltedauer von einem tag zu grunde. die Anwendung des konfidenzintervalls von 95% bedeutet, dass der maximale Verlust in einem zeitraum von einem tag mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% den Value at Risk nicht übersteigt. bAsF wendet den VarianzkovarianzAnsatz an.

bAsF nutzt Value at Risk im zusammenhang mit anderen kennzahlen im Rahmen des Risikomanagementsystems. neben Value at Risk werden volumenbasierte grenzen, exposure und stopLossLimits eingesetzt.

2008 2007
exposure value at
risk
exposure Value at
Risk
erdöl, erdölprodukte
und erdgas
230 49 72 5
edelmetalle 20 1 40 1
swaps auf Co2
­emissions
zertifikate
10 1 19 1
260 51 131 7

risikoposition gegenüber warenderivaten (Millionen €)

das exposure entspricht dem nettobetrag aller kauf und Verkaufspositionen der jeweiligen Warenkategorie.

weitere informationen zu finanzwirtschaftlichen risiken und zum risikomanagement der basf sind im lagebericht, kapitel "risikobericht", ab seite 112 zu finden.

Im Rahmen des Co2 emissionshandels werden swaps abgeschlossen, bei denen verschiedene Arten von Co2 zertifikaten getauscht werden. ziel dieser transaktionen ist es, im Markt vorhandene Preisdifferenzen zu nutzen. die erfüllung der geschäfte erfolgt durch physische Lieferung.

ausfall- oder bonitätsrisiken

Ausfall oder bonitätsrisiken bestehen, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. bAsF analysiert regelmäßig die kreditwürdigkeit jedes wesentlichen schuldners und räumt auf dieser grundlage kreditlimits ein. Auf grund der weltweiten tätigkeit und der diversifizierten kundenstruktur der bAsFgruppe liegt keine wesentliche konzentration von Ausfallrisiken vor. der buchwert aller Forderungen, Ausleihungen und verzinslichen Wertpapiere zuzüglich der nominalwerte der haftungsverhältnisse ohne potenzielle gewährleistungsverpflichtungen stellt das maximale Ausfallrisiko der bAsF dar.

mehr zu bonitätsrisiken unter anmerkung 15 ab seite 195

liquiditätsrisiken

Risiken aus zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen der Liquiditätsplanung erkannt. durch das laufende CommercialPaperProgramm sowie von banken verbindlich zugesagte kreditlinien kann bAsF jederzeit auf umfangreiche liquide Mittel zurückgreifen. trotz der aktuellen Finanzkrise ist der CommercialPaper-Markt auf grund unseres guten Ratings für bAsF weiterhin liquide.

fälligkeiten vertraglicher zahlungsströme aus finanziellen verbindlichkeiten 2008 (Millionen €)

Anleihen und
sonstige
kapitalmarkt
verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten
gegenüber
kreditinstituten
derivative
Verbindlichkeiten
sonstige
Verbindlichkeiten
2009 5.691 943 1.497 1.012
2010 1.318 186 19 75
2011 1.501 201 2 31
2012 1.631 104 33
2013 1.531 619 31
2014 und darüber hinaus 2.580 77 313
14.252 2.130 1.518 1.495

fälligkeiten vertraglicher zahlungsströme aus finanziellen verbindlichkeiten 2007 (Millionen €)

Anleihen und
sonstige
Verbindlichkeiten
kapitalmarkt
verbindlichkeiten
gegenüber
kreditinstituten
derivative
Verbindlichkeiten
sonstige
Verbindlichkeiten
2008 2.781 689 83 1.411
2009 845 96 7 161
2010 1.560 89 1 39
2011 1.195 88 18 45
2012 1.555 82 30
2013 und darüber hinaus 2.696 247 2 370
10.632 1.291 111 2.056

Relevant für die darstellung der Fälligkeiten vertraglicher zahlungsströme aus finanziellen Verbindlichkeiten sind zinszahlungen und zahlungen des Prinzipals sowie sonstige zahlungen für derivative Finanzinstrumente. In dieser darstellung werden künftige zahlungsströme nicht abgezinst.

derivate werden mit ihren nettozahlungsströmen einbezogen, soweit sie negative Marktwerte haben und daher Verbindlichkeiten darstellen. derivate mit positiven Marktwerten sind Vermögenswerte und werden daher nicht berücksichtigt.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen unverzinslich und innerhalb eines Jahres fällig. der buchwert von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht daher der summe der künftigen zahlungsströme.

abweichungen zwischen buch- und marktwerten von finanzinstrumenten

bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Übrigen Forderungen und sonstigem Vermögen, Ausleihungen, zahlungsmitteln und zahlungsmitteläquivalenten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten entspricht der buchwert annähernd dem Marktwert. In den sonstigen Finanzanlagen sind nicht an einem aktiven Markt notierte beteiligungen enthalten, deren beizulegender zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann und die daher zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

der buchwert der beteiligungen, die an einem aktiven Markt notiert sind und daher zum beizulegenden zeitwert bewertet werden, belief sich zum 31. dezember 2008 auf 1.049 Millionen € und zum 31. dezember 2007 auf 708 Millionen €. diese sind im Posten Anteile an übrigen beteiligungen enthalten.

mehr dazu unter anmerkung 13 ab seite 192

der buchwert der Finanzschulden betrug 14.514 Millionen € zum 31. dezember 2008 sowie 10.102 Millionen € zum 31. dezember 2007. der Marktwert der Finanzschulden belief sich zum Jahresende 2008 auf 14.822 Millionen € gegenüber 10.020 Millionen € am Jahresende 2007. der Marktwert von Finanzschulden wird auf der grundlage von Interbankzinssätzen ermittelt. die differenz zwischen buch und Marktwert resultiert vornehmlich aus zinsänderungen.

2008 2007
1.380 249
1.333 124
–121
9.956 10.372
2.776 767
1.581 1.248
19.600 16.044
14.514 10.102

buchwerte von finanzinstrumenten (Millionen €)

nettogewinne und nettoverluste aus finanzinstrumenten (Millionen €)

2008 2007
Forderungen und Ausleihungen 201 –814
davon zinsergebnis 138 131
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte –15 43
davon zinsergebnis 1 2
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten –911 58
davon zinsergebnis –523 –508
erfolgswirksam zum beizulegenden zeitwert bilanzierte finanzielle Finanzinstrumente 746 472

die nettogewinne und nettoverluste aus Finanzinstrumenten umfassen bewertungsergebnisse, das Fortschreiben von Agien und disagien, die erfassung und das stornieren von Aufwendungen aus Wertminderungen, ergebnisse aus der Währungsumrechnung sowie zinsen, dividenden und alle sonstigen ergebniswirkungen aus Finanzinstrumenten. Im Posten erfolgswirksam zum beizulegenden zeitwert bewertete Finanzinstrumente sind nur ergebnisse aus solchen Instrumenten enthalten, die nicht als sicherungsinstrumente im Rahmen einer sicherungsbeziehung nach IAs 39 designiert sind. nettogewinne und nettoverluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten enthalten ergebnisse aus Abschreibungen, zuschreibungen, zinsen, dividenden sowie umbuchungen von bewertungseffekten aus dem eigenkapital bei Veräußerung von Wertpapieren beziehungsweise beteiligungen.

die nettoverluste aus Forderungen und Ausleihungen sowie die nettogewinne aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen ergebnisse aus der Währungsumrechnung.

die ergebnisunwirksam im eigenkapital erfassten bewertungsgewinne und bewertungsverluste von wertpapieren und beteiligungen werden in der entwicklung der ergebnisneutral im eigenkapital erfassten erträge und aufwendungen auf seite 154 dargestellt.

einsatz derivativer finanzinstrumente

bAsF ist im Rahmen der gewöhnlichen geschäftstätigkeit Währungs, zinsänderungs und Warenpreisrisiken ausgesetzt. des Weiteren bestehen bei börsennotierten Finanzanlagen auch Aktienkursrisiken. diese Risiken werden nach einer zentral festgelegten strategie bei bedarf durch derivative Instrumente abgesichert. zusätzlich werden derivative Instrumente auch als ersatz für originäre Finanzinstrumente, zum beispiel Aktien oder festverzinsliche Wertpapiere, genutzt. eine Absicherung wird nur für bestehende grundgeschäfte aus dem Produktgeschäft, geldanlagen und Finanzierungen sowie für erwartete umsätze und Rohstoffbezüge vorgenommen. die aus den grundgeschäften resultierenden Risiken sowie die derivate werden laufend überwacht. bAsF unterliegt kreditrisiken, soweit derivate einen positiven Marktwert haben und die Vertragspartner ihre Leistungen nicht erfüllen können. zur beschränkung des Ausfallrisikos bei den positiven Marktwerten der derivate werden transaktionen nur im Rahmen festgelegter Limits mit banken und Partnern guter bonität getätigt.

um ein effizientes Risikomanagement zu ermöglichen, werden Risikopositionen bei der bAsF se und bestimmten gruppengesellschaften zentralisiert. der Abschluss und die Abwicklung der zu sicherungszwecken abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente erfolgen nach internen Richtlinien und unterliegen strengen kontrollen.

marktwerte derivativer instrumente (Millionen €)

2008 2007
devisentermingeschäfte 183 111
Währungsoptionen 133 63
fremdwährungsderivate 316 174
zinsswaps –3 –11
kombinierte zins­/Währungsswaps 31 –5
zinsderivate 28 –16
warenderivate –418 –33
davon als sicherungsinstrumente im sinne von IAs 39 designiert (hedge Accounting) –121

hedge accounting

In den Jahren 2008 und 2007 wurde ein teil der geplanten einkäufe von naphtha mit swaps und optionen auf Öl und Ölprodukte gesichert. diese sicherungsbeziehungen wurden im Abschluss der bAsF teilweise mittels Cashflow hedge Accounting abgebildet, so dass gewinne und Verluste aus den sicherungsinstrumenten zunächst erfolgsneutral im eigenkapital erfasst wurden. die gewinne oder Verluste aus den sicherungsinstrumenten werden zu dem zeitpunkt, in dem das grundgeschäft in der gewinn und Verlustrechnung erfasst wird, in den herstellungskosten berücksichtigt.

Im geschäftsjahr 2008 haben wir im Arbeitsgebiet natural gas trading Cashflow hedge Accounting eingesetzt für swaps auf erdöl, mit denen wir uns gegen Preisrisiken aus einkaufsverträgen für erdgas absichern. diese einkaufsverträge sind variabel verpreist, und die Preisformel ist an den Ölpreis gekoppelt.

sowohl der überwiegende teil der geplanten transaktionen als auch die daraus resultierende erfolgswirkung treten innerhalb des jeweils auf den bilanzstichtag folgenden geschäftsjahres ein. ein geringer teil entfällt auf die geschäftsjahre 2010 und 2011. Im geschäftsjahr 2008 sind –183 Millionen € und 2007 97 Millionen € an effektiven Wertveränderungen von sicherungsinstrumenten im eigenkapital der Aktionäre der bAsF se verbucht worden. Aus dem eigenkapital der Aktionäre der bAsF se ausgebucht und direkt als ertrag in den herstellungskosten erfasst wurden 2008 –12 Millionen € und 2007 –15 Millionen €. der ineffektive teil der Wertänderungen der sicherungsinstrumente betrug –33 Millionen € im Jahr 2008 und 7 Millionen € im Jahr 2007. dieser betrag wurde in der gewinnund Verlustrechnung in den herstellungskosten erfasst.

In den Jahren 2004 und 2005 wurden die Marktwertänderungen von Forwardzinsswaps, die zur Absicherung der zinsrisiken aus der Refinanzierung einer auslaufenden Anleihe abgeschlossen worden waren, mittels Cashflow hedge Accounting erfolgsneutral im eigenkapital erfasst. die sicherungsinstrumente wurden im Jahr 2005 glattgestellt, als zur Refinanzierung der auslaufenden Anleihe eine neue emission durchgeführt wurde. die neu begebene Anleihe wird im Jahr 2012 fällig. Über die Laufzeit der Anleihe hinweg werden die im eigenkapital erfassten Marktwertänderungen der zinsswaps ratierlich aus dem eigenkapital in die gewinn und Verlustrechnung umgebucht. In den Jahren 2008 und 2007 wurden je –8 Millionen € bei der Position sonstige eigenkapitalposten ausgebucht und als zinsertrag erfasst.

27 -- leasingverhältnisse

geleaste vermögenswerte

die sachanlagen beinhalten Vermögenswerte, welche im Rahmen von Finanzierungsleasing wirtschaftliches eigentum begründen. sie betreffen im Wesentlichen folgende Posten:

geleaste vermögenswerte (Millionen €)

2008 2007
anschaffungs
kosten
nettobuchwerte Anschaffungs
kosten
nettobuchwerte
grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und bauten 20
13
26 18
technische Anlagen und Maschinen 223 96 226 118
Andere Anlagen, betriebs­ und geschäftsausstattung 73 18 71 20
geleistete Anzahlungen und Anlagen im bau
316 127 323 156

verbindlichkeiten aus finanzierungsleasing (Millionen €)

2008 2007
mindest
leasingrate
zinsanteil leasing
verbindlichkeit
Mindest
leasingrate
zinsanteil Leasing
verbindlichkeit
Folgejahr 1 20 5 15 29 6 23
Folgejahr 2 20 5 14 19 5 13
Folgejahr 3 22 5 18 18 5 13
Folgejahr 4 11 2 9 21 5 16
Folgejahr 5 7 2 4 10 3 8
Über 5 Jahre 29 10 20 35 12 23
108 29 80 132 36 96

Im laufenden geschäftsjahr und im Vorjahr wurden keine zusätzlichen Leasingzahlungen über die Mindestleasingaufwendungen auf grund vertraglich festgelegter bedingungen ergebniswirksam erfasst.

den Leasingverbindlichkeiten stehen 2008 keine wesentlichen Mindestleasingzahlungen aus unterleasingverträgen gegenüber.

zusätzlich ist bAsF Leasingnehmer im Rahmen von operativen Leasingverträgen. die sich daraus ergebenden Verpflichtungen in höhe von insgesamt 1.449 Millionen € im Jahr 2008 und 1.272 Millionen € im Jahr 2007 sind in den folgenden Jahren zu leisten:

verpflichtungen aus operativen leasingverträgen (Millionen €)

nominalwert der künftigen
Mindestleasingzahlungen
31.12.2008 31.12.2007
bis 1 Jahr 280 292
1–5 Jahre 613 505
Über 5 Jahre 556 475
1.449
1.272

In operativen Leasingverpflichtungen bis zu einem Jahr sind im Jahr 2008 Leases von edelmetallen in höhe von 35 Millionen € und im Jahr 2007 von 93 Millionen € enthalten. diese wurden unmittelbar an dritte weiterverleast. den übrigen Leasingverpflichtungen stehen erwartete Mindestleasingzahlungen aus unterleasingverträgen in höhe von 11 Millionen € im Jahr 2008 und 12 Millionen € im Jahr 2007 gegenüber.

Im ergebnis der betriebstätigkeit sind im Jahr 2008 Mindestleasingzahlungen von 269 Millionen € und im Jahr 2007 von 242 Millionen € enthalten. Außerdem sind im Jahr 2008 keine bedingten Leasingzahlungen und im Jahr 2007 0,3 Millionen € enthalten. Weiterhin wurden im ergebnis der betriebstätigkeit Leasingzahlungen aus unterleasingverträgen im Jahr 2008 ebenso wie im Jahr 2007 von 4 Millionen € berücksichtigt.

verleaste vermögenswerte

Im Rahmen des Finanzierungsleasings ist bAsF sowohl Leasingnehmer als auch Leasinggeber. bAsF tritt nur in unwesentlichem umfang als Leasinggeber von Finanzierungsleasing auf. die Forderungen aus Finanzierungsleasing liegen daher im Jahr 2008 bei 17 Millionen € und im Jahr 2007 bei 1 Million €. Aus operativen Leasingverträgen resultieren im Jahr 2008 Mindestleasingzahlungen mit einem nominalwert von 42 Millionen € innerhalb eines Jahres, 19 Millionen € bis zu fünf Jahren und im Jahr 2007 von 101 Millionen € innerhalb eines Jahres und 23 Millionen € bis zu fünf Jahren.

Weiterhin werden edelmetallkonten in höhe von 505 Millionen € im Jahr 2008 und 598 Millionen € im Jahr 2007 für kunden geführt, bei denen die Metalle physisch bei bAsF lagern.

28 -- bezüge des vorstands und des aufsichtsrats

Millionen € 2008 2007
erfolgsunabhängige und erfolgsbezogene barvergütung des Vorstands 18,6 22,0
Marktwert der im geschäftsjahr dem Vorstand gewährten optionen zum zeitpunkt ihrer gewährung 3,7 6,0
gesamtvergütung des vorstands 22,3 28,0
Pensionsaufwendungen für Mitglieder des Vorstands 4,3 4,5
bezüge des Aufsichtsrats 2,9 4,2
gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer hinterbliebenen 6,0 7,1
Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre hinterbliebenen 83,4 76,9
darlehen an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
haftungsverhältnisse zu gunsten von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats

bemessungsgrundlage der erfolgsbezogenen Vergütung des Vorstands ist die gesamtkapitalrendite, die ausgehend vom ergebnis vor ertragsteuern zuzüglich der Fremdkapitalzinsen bezogen auf das durchschnittliche Vermögen erwirtschaftet wird.

Ferner wurden den Mitgliedern des Vorstands im Jahr 2008 im Rahmen des bAsFoptionsprogramms (boP) 286.800 optionsrechte gewährt.

die optionsrechte der aktiven und ehemaligen Mitglieder des Vorstands führten im Jahr 2008 zu einem ertrag aus der Auflösung der Rückstellung in höhe von insgesamt 9,5 Millionen €. Im Jahr 2007 entstand aus den optionsrechten ein Personalaufwand von insgesamt 29,7 Millionen €.

  • mehr zur vergütung der mitglieder des vorstands im vergütungsbericht ab seite 138
  • mehr zu den mitgliedern des aufsichtsrats und des vorstands, einschließlich der von ihnen mitgeteilten mandate, ab seite 133

29 -- beziehungen zu nahestehenden unternehmen und personen (related parties)

nach IAs 24 "Related Party disclosure" ergeben sich offenlegungsanforderungen zum einen hinsichtlich der beziehungen mit unternehmen, die nicht vollkonsolidiert werden, und zum anderen mit nahestehenden Personen.

Wesentliche Liefer und Leistungsbeziehungen betreffen Öl und gaslieferungen der anteilmäßig konsolidierten gesellschaften Wintershall erdgas handelshaus gmbh & Co. kg, berlin, und Wintershall erdgas handelshaus zug Ag, zug/schweiz, an andere gesellschaften der bAsFgruppe. der nicht konsolidierte Anteil dieser Lieferungen betrug im Jahr 2008 1.402 Millionen € und im Jahr 2007 726 Millionen €.

darüber hinaus bestehen wesentliche Liefer und Leistungsbeziehungen mit ellba C.V., niederlande, und ellba eastern Private Ltd., singapur. der nicht konsolidierte Anteil dieser Lieferungen betrug im Jahr 2008 493 Millionen € und im Jahr 2007 446 Millionen €.

Mit Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats und diesen nahestehenden unternehmen und Personen wurden keine berichtspflichtigen geschäfte abgeschlossen.

die bAsF hat keine kredite an Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats vergeben.

mehr zu forderungen und verbindlichkeiten gegenüber quotal oder nach der equity-methode beziehungsweise zu anschaffungskosten einbezogenen unternehmen siehe auch anmerkungen 15 ab seite 195 und 22 ab seite 206

30 -- dienstleistungen des abschlussprüfers

unternehmen der bAsFgruppe haben folgende dienstleistungen von kPMg in Anspruch genommen:

Millionen € 2008 2007
Abschlussprüfung 19,8 19,1
davon Inland 6,3 6,2
sonstige bestätigungsleistungen 0,4 0,4
davon Inland 0,2 0,1
steuerberatung 0,1
davon Inland
sonstige Leistungen 0,3 0,4
davon Inland 0,3 0,3
20,5 20,0

hiervon entfielen auf die kPMg Ag Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vormals kPMg deutsche treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) und verbundene unternehmen im Jahr 2008 7,8 Millionen € und im Jahr 2007 6,6 Millionen € honorare für Abschlussprüfungen. zum 1. oktober 2008 schlossen sich die kPMggesellschaften in deutschland, spanien und der schweiz zusammen. bereits zum 1. oktober 2007

schlossen sich die kPMggesellschaften in deutschland und großbritannien zusammen.

die Abschlussprüfung betraf Aufwendungen für die Prüfung des konzernabschlusses der bAsFgruppe sowie die gesetzlich vorgeschriebenen Jahresabschlüsse der bAsF se und der in den konzernabschluss einbezogenen tochter und gemeinschaftsunternehmen.

theo bergers hat als projektleiter ein funküberwachungssystem für gasförderplattformen mit aufgebaut.

* durch funkgestützte steuerung und kontrolle von nordsee-plattformen.

wert für die basf wirtschaftliche förderung von erdgas

In einem der modernsten Kontrollzentren der Welt steuert die BASFTochter Wintershall Gasförderplattformen in der niederländischen Nordsee.

erdgasförderung per satellit

Die Zentrale für Remote Controlled Operations (RCO) in Den Helder/Niederlande trägt dazu bei, kleinere und mittelgroße Lagerstätten wirtschaftlich zu nutzen. Der RCOBetrieb führt zu Einsparungen von jährlich 2,6 Millionen €, unter anderem beim Hubschraubereinsatz. Damit leistet das RCO-Team einen Beitrag zur wirtschaftlich effizienten Erschließung von OffshoreLagerstätten und steigert gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der BASF im Erdgasgeschäft. Das Projekt hat den Innovation Award 2008 der BASF gewonnen.

wert für die gesellschaft ressourcen schonen

Die F16 ist eine von 18 OffshorePlattformen, die Wintershall per Funküberwachung kontrolliert.

versorgungssicherheit durch rco

Das Funküberwachungssystem RCO unterstützt unsere GasfürEuropaStrategie, mit der wir dem steigenden Erdgasbedarf Europas begegnen. Unsere Strategie leistet einen Beitrag dazu, dass uns die Energie nicht ausgeht. Erdgas ist der fossile Energieträger mit dem niedrigsten spezifischen CO2 Ausstoß.

05

ergänzende angaben zum ölund-gas-geschäft

ergänzende angaben zum
öl-und-gas-geschäft
222

ergänzende angaben zum öl-und-gas-geschäft

ergänzende angaben zum öl-und-gas-geschäft (ungeprüft)

im folgenden werden zusätzliche erläuterungen zu dem geschäftsfeld exploration und produktion des segments öl und gas gegeben. da ifrs keine spezifischen vorschriften für derartige angaben enthält, wurden die vorschriften des us-gaap–standards sfas 69 (disclosure of oil and gas producing activities) herangezogen. gegenüber der darstellung von sfas 69 wurden modifikationen vorgenommen, um eine wirtschaftlich aussagefähige berichterstattung über die kooperation mit gazprom bei dem projekt juschno russkoje in russland zu ermöglichen. basf ist über die severneftegazprom (sng) als inhaberin der produktionslizenz mit insgesamt 35% am wirtschaftlichen erfolg dieses feldes beteiligt. sng wird nach der equitymethode einbezogen. die projektabwicklung erfolgt über eine eigenständige gesellschaft, die vollkonsolidiert wird.

In den nachfolgenden Übersichten wird der Anteil an dem Projekt Juschno Russkoje unter Russland/kaspischer Raum ausgewiesen. zusätzlich werden die auf die nach der equityMethode einbezogene sng entfallenden Werte separat ausgewiesen.

Alle vollkonsolidierten gesellschaften werden mit 100% ihrer Werte einbezogen. sofern andere gesellschafter an diesen gesellschaften beteiligt sind, wird der auf sie entfallende Anteil separat offengelegt. dies betrifft die im Rahmen des Vermögenstauschs mit gazprom abgegebenen Anteile an einer Wintershallgesellschaft mit Produktions und explorationsrechten an den libyschen onshorekonzessionen 96 und 97. Auf grund vertraglicher Regelungen sind in den nachfolgenden Angaben keine Mengen oder Werte aus dem AchimgazProjekt enthalten.

In den aufgeführten Regionen sind folgende Länder mit operativen Aktivitäten enthalten:

  • russland/kaspischer raum: Russland, turkmenistan
  • übriges europa: dänemark, großbritannien, niederlande, norwegen, Rumänien
  • nordafrika/naher osten: dubai (bis 2007), katar, Libyen, Mauretanien, oman (seit 2008)
  • südamerika: Argentinien, Chile (seit 2008)

statistische Informationen über konzessionsflächen oder Anzahl der bohrungen werden auf grund der geringen wirtschaftlichen Aussagekraft nicht berichtet.

erdöl- und erdgasreserven

bei den sicheren erdöl und erdgasreserven handelt es sich um die Mengen an erdöl, erdgas und kondensat, die unter berücksichtigung der am bilanzstichtag bestehenden geologischen, technischen und wirtschaftlichen bedingungen zukünftig gefördert werden können. dementsprechend können die auf dieser grundlage vorgenommenen Reservenschätzungen erheblich von den Mengen abweichen, die letztlich gefördert werden. zur Reduzierung der unsicherheiten arbeitet Wintershall seit einigen Jahren mit unabhängigen international anerkannten Reservengutachtern zusammen, die die Mengen ihrer wichtigsten erdöl und erdgasfelder wiederkehrend überprüfen.

die nachstehend aufgeführten tabellen zeigen sowohl die geschätzten sicheren beziehungsweise entwickelten sicheren Reserven zum 31. dezember 2007 und 2008 als auch Veränderungen, die auf Produktion oder andere Faktoren zurückzuführen sind.

2008

deutschland Übriges
europa
Russland/
kaspischer
Raum
nordafrika/
naher osten
südamerika gesamt
gruppe
entwickelte und noch nicht entwickelte
sichere ölreserven am 1.1. in millionen barrel (mmbbl)
63 1 11 270 45 390
Revisionen und sonstiges 2 60 –1 61
erweiterungen und neufunde
kauf/Verkauf von Reserven 12 12
Produktion 8 1 1 44 5 59
sichere reserven zum 31.12. 55 12 12 286 39 404
Anteile dritter 133 133
sichere reserven nach anteilen dritter 55 12 12 153 39 271
davon bei at equity einbezogenen
gesellschaften
12 12
sichere reserven nach anteilen dritter
und at-equity-beteiligungen
55 12 153 39 259
Anteile dritter an der Produktion 21 21
entwickelte sichere Reserven zum 31.12. 40 7 12 282 32 373

2008

deutschland Übriges
europa
Russland/
kaspischer
Raum
nordafrika/
naher osten
südamerika gesamt
gruppe
entwickelte und noch nicht entwickelte sichere gasreser
ven am 1.1. in billion standard cubic feet (bscf) 1
365 170 3.239 194 1.337 5.305
Revisionen und sonstiges –11 16 375 25 63 468
erweiterungen und neufunde 24 24
kauf/Verkauf von Reserven –4 –4
Produktion 41 62 182 27 119 431
sichere reserven zum 31.12. 313 144 3.432 192 1.281 5.362
Anteile dritter 94 94
sichere reserven nach anteilen dritter 313 144 3.432 98 1.281 5.268
davon bei at equity einbezogenen
gesellschaften
3.432 3.432
sichere reserven nach anteilen dritter
und at-equity-beteiligungen
313 144 98 1.281 1.836
Anteile dritter an der Produktion 13 13
entwickelte sichere Reserven zum 31.12. 308 126 2.512 190 1.007 4.143

1 die erdgasmengen können mit dem Faktor 6 bsCF pro MMboe (Million barrel oil equivalent) umgerechnet werden.

2007

deutschland Übriges
europa
Russland/
kaspischer
Raum
nordafrika/
naher osten
südamerika gesamt
gruppe
entwickelte und noch nicht entwickelte
sichere erdölreserven am 1.1. in millionen barrel (mmbbl)
68 2 12 306 54 442
Revisionen und sonstiges 4 1 8 –4 9
erweiterungen und neufunde 3 3
kauf/Verkauf von Reserven
Produktion 9 1 2 47 5 64
sichere reserven zum 31.12. 63 1 11 270 45 390
Anteile dritter 126 126
sichere reserven nach anteilen dritter 63 1 11 144 45 264
davon bei at equity einbezogenen
gesellschaften
11 11
sichere reserven nach anteilen dritter
und at-equity-beteiligungen
63 1 144 45 253
Anteile dritter an der Produktion 2 2
entwickelte sichere Reserven zum 31.12. 44 1 11 265 37 358

2007

deutschland Übriges
europa
Russland/
kaspischer
Raum
nordafrika/
naher osten
südamerika gesamt
gruppe
entwickelte und noch nicht entwickelte
sichere erdgasreserven am 1.1. in billion standard cubic
feet (bscf) 1
376 214 232 1.408 2.230
Revisionen und sonstiges 34 32 –14 55 107
erweiterungen und neufunde 2 4 6
kauf/Verkauf von Reserven –1 3.254 3.253
Produktion 45 77 15 28 126 291
sichere reserven zum 31.12. 365 170 3.239 194 1.337 5.305
Anteile dritter 95 95
sichere reserven nach anteilen dritter 365 170 3.239 99 1.337 5.210
davon bei at equity einbezogenen
gesellschaften
3.239 3.239
sichere reserven nach anteilen dritter
und at-equity-beteiligungen
365 170 99 1.337 1.971
Anteile dritter an der Produktion 1 1
entwickelte sichere Reserven zum 31.12. 332 170 1.275 190 956 2.923

1 die erdgasmengen können mit dem Faktor 6 bsCF pro MMboe (Million barrel oil equivalent) umgerechnet werden.

operatives ergebnis der öl- und gasproduktion

das operative ergebnis beinhaltet nur diejenigen erträge und Aufwendungen, die im direkten zusammenhang mit der Öl und gasproduktion stehen. darin sind weder Finanzierungskosten (u. a. zinsaufwendungen) noch übergeordnete Verwaltungskosten berücksichtigt, so dass keine

Übereinstimmung mit den beiträgen zum segment oil & gas gegeben ist. die umsatzabweichung gegenüber der segmentberichterstattung resultiert aus hier nicht aufzuführenden handelswaren und dienstleistungsgeschäften. die ertragsteuern wurden unter berücksichtigung des jeweils aktuell geltenden lokalen steuersatzes berechnet.

2008 (Millionen €)

deutschland Übriges
europa
Russland/
kaspischer
Raum
nordafrika/
naher
osten
südamerika gesamt
gruppe
erlöse erdöl (inkl. kondensat und LPg) 460 39 62 2.753 145 3.459
erlöse erdgas 300 452 456 8 147 1.363
Lokale Abgaben (Förderung, export etc.) 129 5 53 136 80 403
nettoerlöse abzgl. abgaben 631 486 465 2.625 212 4.419
Produktionskosten 97 82 25 158 63 425
explorationsaufwand 12 134 27 44 12 229
Abschreibungen und außerplanmäßige Wertberichtigungen 59 111 55 57 37 319
sonstiges –4 9 20 19 4 48
ergebnis vor steuern 467 150 338 2.347 96 3.398
einkommensteuer 136 51 92 2.203 23 2.505
operatives ergebnis nach steuern 331 99 246 144 73 893
Anteile dritter 87 87
operatives ergebnis nach steuern und anteilen dritter 331 99 246 57 73 806
At­equity­ergebnis 78 78
ergebnis nach steuern, anteilen dritter
und at-equity-ergebnissen
331 99 168 57 73 728

2007 (Millionen €)

deutschland Übriges
europa
Russland/
kaspischer
Raum
nordafrika/
naher osten
südamerika gesamt
gruppe
erlöse erdöl (inkl. kondensat und LPg) 400 28 60 2.365 142 2.995
erlöse erdgas 265 419 26 9 128 847
Lokale Abgaben (Förderung, export etc.) 102 6 27 152 54 341
nettoerlöse abzgl. abgaben 563 441 59 2.222 216 3.501
Produktionskosten 94 88 15 171 65 433
explorationsaufwand 13 150 42 62 9 276
Abschreibungen und außerplanmäßige Wertberichtigungen 67 126 5 56 39 293
sonstiges 23 –1 2 –6 –33 –15
ergebnis vor steuern 366 78 –5 1.939 136 2.514
einkommensteuer 131 15 –3 1.759 31 1.933
operatives ergebnis nach steuern 235 63 –2 180 105 581
Anteile dritter 6 6
operatives ergebnis nach steuern und anteilen dritter 235 63 –2 174 105 575
At­equity­ergebnis 12 12
ergebnis nach steuern, anteilen dritter
und at-equity-ergebnissen
235 63 –14 174 105 563

ausgaben der periode für akquisition, exploration und entwicklung von öl- und gasvorkommen

die Ausgaben der Periode umfassen alle beträge, die im zusammenhang mit der Akquisition, exploration oder entwicklung von Öl und gasvorkommen angefallen sind, unabhängig davon, ob eine Aktivierung oder eine Verrechnung im Aufwand erfolgte.

2008 (Millionen €)

deutschland Übriges
europa
Russland/
kaspischer
Raum
nordafrika/
naher osten
südamerika gesamt
gruppe
Akquisitionen 559 559
exploration 15 113 24 75 12 239
Investitionen 75 33 50 89 40 287
gesamtausgaben 90 705 74 164 52 1.085

2007 (Millionen €)

Russland/
Übriges kaspischer nordafrika/ gesamt
deutschland europa Raum naher osten südamerika gruppe
Akquisitionen 1.448 1.448
exploration 17 115 22 70 6 230
Investitionen 57 57 532 1 73 41 760
gesamtausgaben 74 172 2.002 143 47 2.438

1 beinhaltet den bAsFAnteil an der Finanzierung der Investitionen der sng

aktivierte kosten im zusammenhang mit der öl- und gasproduktion

die aktivierten kosten umfassen die gesamten Anschaffungskosten für nachgewiesene und nicht nachgewiesene Öl und gasvorkommen mit den zugehörigen kumulierten Abschreibungen.

2008 (Millionen €)

deutschland Übriges
europa
Russland/
kaspischer
Raum
nordafrika/
naher osten
südamerika gesamt
gruppe
nachgewiesene Öl­ und gasvorkommen 575 689 2.082 1.247 891 5.484
nicht nachgewiesene Öl­ und gasvorkommen 19 748 7 5 779
Ausrüstung und sonstiges 602 559 4 39 1.204
bruttovermögen 1.196 1.996 2.093 1.291 891 7.467
kumulierte Abschreibungen 865 1.087 64 795 573 3.384
nettovermögen 331 909 2.029 496 318 4.083

2007 (Millionen €)

deutschland Übriges
europa
Russland/
kaspischer
Raum
nordafrika/
naher osten
südamerika gesamt
gruppe
nachgewiesene Öl­ und gasvorkommen 534 430 1.993 1.120 849 4.926
nicht nachgewiesene Öl­ und gasvorkommen 10 288 5 3 306
Ausrüstung und sonstiges 582 547 11 49 1.189
bruttovermögen 1.126 1.265 2.009 1.172 849 6.421
kumulierte Abschreibungen 817 928 74 744 534 3.097
nettovermögen 309 337 1.935 428 315 3.324

aktivierte explorationsbohrungen: kosten für suspendierte bohrungen

die kosten für explorationsbohrungen werden zunächst bis zum Abschluss der bohrarbeiten aktiviert. Wird ein kohlenwasserstoffVorkommen entdeckt, das wahrscheinlich wirtschaftlich entwickelt werden kann, so bleiben die kosten vorbehaltlich weiterer erkundungsmaßnahmen, die Aufschlussbohrungen umfassen können, als Anlagen im bau aktiviert. diese aktivierten kosten werden mindestens einmal jährlich technischen und wirtschaftlichen bewertungen durch das Management unterzogen, um die weiterhin vorhandene Absicht einer entwicklung oder sonstigen nutzung des Fundes zu überprüfen. Ist diese nicht länger gegeben, werden die beträge wertberichtigt. Werden sichere erdöl oder erdgasreserven gefunden und deren entwicklung genehmigt, dann werden die entsprechenden Aufwendungen innerhalb des Anlagevermögens auf sachanlagen umgebucht. nichtfündige explorationsbohrungen werden im explorationsaufwand wertberichtigt.

die nachstehende tabelle stellt die Veränderungen bei den aktivierten explorationsbohrungen der gesellschaft dar.

aktivierte explorationsbohrungen (Millionen €) 1

2008 2007
stand 1.1. 75,3 86,3
zugänge explorationsbohrungen des Jahres 118,4 71,6
Wertberichtigung von aktivierten explorations
bohrungen
–60,1 –51,0
umbuchung fündig deklarierter explorations
bohrungen
–42,5 –31,6
stand 31.12. 91,1 75,3

1 nur vollkonsolidierte unternehmen

die nachstehende tabelle gibt einen Überblick über die Aktivierungsdauer (in Millionen €) und nennt in der letzten zeile die Anzahl suspendierter explorationsbohrungen.

aktivierte explorationsbohrungen (Millionen €) 1

2008 2007
bohrungen, die noch nicht fertiggestellt sind 25,8 13,8
bohrungen, die kürzer als 1 Jahr aktiviert sind 30,6 36,8
bohrungen, die länger als 1 Jahr aktiviert sind 34,7 24,8
summe 91,1 75,3
anzahl der bohrungen 13 15

1 nur vollkonsolidierte unternehmen

standardisierte berechnung des diskontierten zukünftigen netto-cashflows der sicheren öl- und gasreserven

die folgenden Informationen wurden entsprechend den Regelungen des usgAAPstandards sFAs 69 ermittelt. hiernach ist eine standardisierte berechnung der diskontierten zukünftigen nettoCashflows auf basis derjenigen erlöse, kosten und ertragsteuersätze vorzunehmen, die am Jahresende gültigkeit hatten. die so ermittelten Werte sind mit einem jährlichen diskontierungszinssatz von 10% abzuzinsen. da die verwendeten Preise und kosten immer auf dem 31. dezember basieren, kann diese standardisierte berechnung von Jahr zu Jahr deutliche unterschiede aufweisen.

die ermittelten Vorhersagewerte sollten nicht als realistische schätzung zukünftiger Cashflows ausgelegt werden. ebenso kann nicht davon ausgegangen werden, dass der gesamtwert dem aktuellen unternehmenswert entspricht.

die erwarteten sicheren Reserven könnten in der zukunft erheblich von den heutigen schätzungen abweichen. bei der entwicklung und Produktion der Reserven könnten zeitliche Veränderungen eintreten, und die tatsächlich realisierten Preise und kosten könnten erheblich abweichen.

sowohl die operativen entscheidungen als auch die durchführung von Investitionsprojekten der gesellschaft beruhen nicht auf den nachstehend aufgeführten Angaben, sondern auf einer größeren bandbreite an Reservenschätzungen sowie auf abweichenden Preis und kostenannahmen.

die "standardisierte nettoCashflowberechnung" kann neben den oben genannten Aspekten auch nicht direkt mit den übrigen Vermögensdarstellungen verglichen werden, die an anderer stelle im konzernabschluss aufgeführt sind, da jeder derartige Vergleich eine Überleitungsrechnung erfordern würde.

2008 (Millionen €)

deutschland Übriges
europa
Russland/
kaspischer
Raum
nordafrika/
naher osten
südamerika gesamt
gruppe
zukünftige umsätze 2.919 1.480 8.594 6.394 2.539 21.926
zukünftige Produktions­/entwicklungskosten 1.649 762 862 2.441 1.254 6.968
zukünftige ertragsteuern 273 379 1.489 3.161 166 5.468
zukünftige undiskontierte netto­Cashflows 997 339 6.243 792 1.119 9.490
10% diskontierungszinssatz 371 22 2.449 290 505 3.637
standardisierte berechnung des diskontierten
zukünftigen netto-cashflows
626 317 3.794 502 614 5.853
Anteile dritter 193 193
standardisierte berechnung des diskontierten
zukünftigen netto-cashflows nach anteilen dritter
626 317 3.794 309 614 5.660
At­equity­beteiligungen 652 652
gesamt nach anteilen dritter
und at-equity-beteiligungen
626 317 3.142 309 614 5.008

2007 (Millionen €)

deutschland Übriges
europa
Russland/
kaspischer
Raum
nordafrika/
naher osten
südamerika gesamt
gruppe
zukünftige umsätze 4.776 1.062 8.120 16.547 2.629 33.134
zukünftige Produktions­/entwicklungskosten 1.577 496 913 2.204 936 6.126
zukünftige ertragsteuern 850 263 1.644 12.445 222 15.424
zukünftige undiskontierte netto­Cashflows 2.349 303 5.563 1.898 1.471 11.584
10% diskontierungszinssatz 960 8 2.248 663 655 4.534
standardisierte berechnung des diskontierten
zukünftigen netto-cashflows
1.389 295 3.315 1.235 816 7.050
Anteile dritter 410 410
standardisierte berechnung des diskontierten
zukünftigen netto-cashflows nach anteilen dritter
1.389 295 3.315 825 816 6.640
At­equity­beteiligungen 531 531
gesamt nach anteilen dritter
und at-equity-beteiligungen
1.389 295 2.784 825 816 6.109
Russland/
deutschland Übriges
europa
kaspischer
Raum
nordafrika/
naher osten
südamerika gesamt
gruppe
stand am 1.1. 1.389 295 3.315 1.235 816 7.050
Verkauf von gefördertem Öl und gas abzgl. Produktionskosten
in der lfd. Periode
–534 –404 –440 –2.467 –149 –3.994
nettoveränderungen von stichtagsbezogenen Verkaufserlösen
und Produktionskosten
–746 268 162 –5.669 –306 –6.291
nettoveränderungen aus neufunden, erweiterungen und
verbesserten Fördertechniken abzgl. dazugehöriger kosten
105 105
Revision früherer Reservenschätzungen 50 91 98 625 131 995
Investitionen der lfd. Periode 75 23 170 80 32 380
Veränderungen der erwarteten Investitionen zukünftiger
Perioden
–96 –7 –3 –254 –63 –423
kauf/Verkauf von Reserven 6 6
nettoveränderungen ertragsteuern 320 –86 76 6.118 64 6.492
diskontierung 170 26 416 832 91 1.535
sonstiges –2 2 –2 –2
stand am 31.12. 626 317 3.794 502 614 5.853
Anteile dritter 193 193
standardisierte berechnung des diskontierten
zukünftigen netto-cashflows ohne anteile dritter
626 317 3.794 309 614 5.660
At­equity­beteiligungen 652 652
gesamt ohne anteile dritter
und at-equity-beteiligungen
626 317 3.142 309 614 5.008

veränderung der standardisierten berechnung des diskontierten zukünftigen netto-cashflows 2008 (Millionen €)

veränderung der standardisierten berechnung des diskontierten zukünftigen netto-cashflows 2007 (Millionen €)

deutschland Übriges
europa
Russland/
kaspischer
Raum
nordafrika/
naher osten
südamerika gesamt
gruppe
stand am 1.1. 1.011 400 59 866 697 3.033
Verkauf von gefördertem Öl und gas abzgl. Produktionskosten
in der lfd. Periode
–470 –354 –44 –2.050 –151 –3.069
nettoveränderungen von stichtagsbezogenen Verkaufserlösen
und Produktionskosten
547 –39 95 3.890 122 4.615
nettoveränderungen aus neufunden, erweiterungen und
verbesserten Fördertechniken abzgl. dazugehöriger kosten
10 94 104
Revision früherer Reservenschätzungen 113 145 18 172 –3 445
Investitionen der lfd. Periode 47 21 68 40 176
Veränderungen der erwarteten Investitionen zukünftiger
Perioden
–21 –3 –2 –39 22 –43
kauf/Verkauf von Reserven 3.196 3.196
nettoveränderungen ertragsteuern 27 54 –20 –2.375 7 –2.307
diskontierung 136 79 8 591 80 894
sonstiges –1 –18 5 18 2 6
stand am 31.12. 1.389 295 3.315 1.235 816 7.050
Anteile dritter 410 410
standardisierte berechnung des diskontierten
zukünftigen netto-cashflows ohne anteile dritter
1.389 295 3.315 825 816 6.640
At­equity­beteiligungen 531 531
gesamt ohne anteile dritter
und at-equity-beteiligungen
1.389 295 2.784 825 816 6.109

glossar

-- a

acrylmonomere

Acrylmonomere sind teil der Produktpalette des unternehmensbereichs Veredlungspolymere und unter anderem Ausgangsprodukt für die herstellung von Polymerdispersionen.

admixture systems

die betonzusatzmittel des Arbeitsgebietes Admixture systems sorgen für optimale betoneigenschaften auch unter extremen belastungen, etwa bei Wolkenkratzern, komplexen brückenkonstruktionen oder im tunnelbau.

audits für sicherheit, umwelt und arbeitsmedizin

Audits sind ein Instrument zur kontrolle und steuerung von sicherheitsund umweltstandards. bei der Auditierung eines standorts oder eines betriebs wird anhand von klar definierten kriterien ein Profil in den bereichen umwelt, sicherheit oder gesundheit erstellt.

ausbildungsverbund

der Ausbildungsverbund ist eine kooperation der bAsF mit kleinen und mittleren unternehmen. ziel ist es, mit den Partnerbetrieben zusätzliche Ausbildungsplätze in der Region Rheinneckar zu sichern.

ausschüttungsquote

die Ausschüttungsquote gibt an, welcher Anteil des Jahresüberschusses in Form der dividendenzahlung an die Aktionäre ausgeschüttet wurde. sie wird wie folgt berechnet: gezahlte dividende, geteilt durch Jahresüberschuss nach Anteilen anderer gesellschafter, in Prozent.

-- b

barrel öläquivalent (boe)

Internationaler standard zum Vergleich des brennwerts verschiedener energieträger.

basf plant science

1998 von der bAsF gegründet, zielt der Forschungs und technologieverbund mit über 700 Mitarbeitern auf eine effizientere Landwirtschaft, nachwachsende Rohstoffe und eine gesündere ernährung ab. einheiten dieses Verbunds sind unter anderem Crop design und metanomics.

betonadditive

Additive beschleunigen oder verzögern das Aushärten von beton, so dass dieser sowohl in heißem als auch in kaltem klima optimal verarbeitet werden kann. darüber hinaus erhöhen Additive die Festigkeit des betons und damit die Lebensdauer von bauwerken.

biotechnologie

biotechnologie umfasst alle Verfahren und Produkte, die lebende organismen, zum beispiel bakterien und Pilze, oder ihre zellulären bestandteile nutzen. Pflanzenbiotechnologie und Weiße biotechnologie gehören zu den fünf Wachstumsclustern der bAsF.

-- c

carbon disclosure project

das Carbon disclosure Project repräsentiert 385 institutionelle Investoren weltweit. die organisation sammelt Informationen über den umgang mit dem klimawandel und die strategien zum klimaschutz der 1.550 größten unternehmen weltweit.

cmr-stoffe

stoffe mit krebserzeugender (cancerogener), erbgutverändernder (mutagener) und fortpflanzungsgefährdender (reproduktionstoxischer) Wirkung.

co2 -äquivalente

berechnungsgröße für den einfluss von treibhausgasemissionen auf den treibhauseffekt. ein Faktor (global Warming Potential) gibt die treibhauswirkung der einzelnen gase verglichen mit Co2 (Referenzgröße) an.

compliance

Compliance ist ein wichtiges element der Corporate governance. darunter versteht man die einhaltung von gesetzen, Richtlinien sowie von freiwilligen kodizes im unternehmen.

corporate governance

Corporate governance umfasst das gesamte system der Leitung und Überwachung eines unternehmens und schließt die organisation des unternehmens, seine geschäftspolitischen grundsätze und Leitlinien sowie das system der kontroll und Überwachungsmechanismen ein.

co2 -wäsche

Co2 Wäsche ist ein anderer begriff für Co2 Abtrennung. das abgetrennte Co2 soll nach kompression und transport in unterirdischen Lagerstätten gespeichert werden.

-- d

dividendenrendite

diese kennzahl gibt an, welche Rendite der Aktionär für seine zum Jahresschlusskurs bewertete Aktienanlage durch die gewinnausschüttung erhält. sie wird wie folgt berechnet: dividende je Aktie, geteilt durch Jahresschlusskurs, multipliziert mit 100.

-- e

ebitda-marge

sie zeigt die Marge, die wir durch unsere operative tätigkeit vor Abschreibungen aus dem umsatz erwirtschaftet haben. die ebItdAMarge berechnet sich aus dem ergebnis der betriebstätigkeit vor Abschreibungen, bezogen auf den umsatz.

ebit nach kapitalkosten

das ebIt nach kapitalkosten wird ermittelt, indem die kapitalkosten vom ebIt, das die unternehmensbereiche erwirtschaften, abgezogen werden. Ist das ebIt nach kapitalkosten positiv, hat die bAsF eine Prämie auf die Renditeerwartungen der Fremdkapital und eigenkapitalgeber verdient. das ebIt nach kapitalkosten ist die zentrale ziel und steuerungsgröße der bAsF.

eigenkapitalrendite nach steuern

sie zeigt die Rendite, die wir auf das während des geschäftsjahres durchschnittlich eingesetzte eigenkapital erwirtschaftet haben. dabei wird der Jahresüberschuss ins Verhältnis zum durchschnittlichen eigenkapital gesetzt.

energiemanagement

die entwicklung neuer Materialien und technologien zur umwandlung und speicherung von energie. energiemanagement bedeutet weiterhin, mit fossilen Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen, beispielsweise durch die entwicklung von Produkten und Materialien zum energiesparen, wie Isoliermaterialien.

epoxidharz

epoxidharze sind duroplastische kunststoffe von hoher Festigkeit und chemischer beständigkeit. Je nach temperatur und Menge des beigefügten härters kann das Aushärten dieses kunststoffes einige Minuten bis hin zu mehreren stunden dauern. eine weitere eigenschaft ist die hohe Festigkeit dieses Werkstoffes bei zugleich geringem gewicht.

epsa

exploration and Production sharing Agreements bezeichnet Produktionsteilungsverträge, welche die verbreitete Vertragsform zwischen einer staatlichen Ölgesellschaft und einer internationalen Ölgesellschaft zur suche und Förderung von kohlenwasserstoffen sind.

ergebnis je aktie

diese kennzahl gibt an, wie viel euro des bAsFergebnisses auf eine einzelne Aktie entfallen. sie wird auf basis des gewichteten durchschnitts der Anzahl der Aktien errechnet.

european water partnership

die european Water Partnership wurde 2006 als unabhängige nonProfitorganisation gegründet, um nachhaltiges Wassermanagement zu unterstützen. sie dient als diskussionsforum, fördert Partnerschaften sowie den Informationsaustausch relevanter stakeholder, und initiiert und koordiniert Initiativen.

exploration

die erkundung und erschließung von Lagerstätten und Rohstoffvorkommen, wie zum beispiel erdöl und erdgas in der erdkruste. bei der exploration werden speichergesteine, die Ansammlungen von Öl und gas beinhalten können, durch geeignete geophysikalische Verfahren ausfindig gemacht und ein möglicher Fund anschließend über explorationsbohrungen nachgewiesen.

-- f

fahrzeuglacke

beschichtungssysteme für Automobilkarosserien, die dem Fahrzeug korrosionsschutz (kathodische tauchlackierung), steinschlagschutz (Füller), ein farbiges Aussehen (basislacke) und schutz vor umwelteinflüssen (klarlacke) geben.

fermentation

die Fermentation ist die umsetzung biologischer Materialien mit hilfe von bakterien, Pilz oder zellkulturen beziehungsweise von enzymen.

free cashflow

Cashflow aus laufender geschäftstätigkeit abzüglich Ausgaben für sachanlagen und immaterielles Vermögen.

fungizid

Wirkstoff, der Pilze abtötet oder deren Wachstum hemmt. er wirkt zum beispiel gegen Pilzerkrankungen bei Pflanzen.

-- g

gesamtkapitalrendite

Rendite auf das während des geschäftsjahres durchschnittlich eingesetzte Vermögen. sie errechnet sich aus dem ergebnis vor ertragsteuern zuzüglich der Fremdkapitalzinsen, bezogen auf das durchschnittlich eingesetzte Vermögen.

-- h

herbizid Wirkstoff gegen unkräuter

hppo

steht für ein Verfahren zur herstellung von Propylenoxid (Po) mittels Wasserstoffperoxid (hP). die hPPotechnologie ist umweltverträglicher und wirtschaftlicher als herkömmliche Poherstellungsverfahren, da außer Wasser keine weiteren nebenprodukte gebildet werden. Po ist ein zwischenprodukt, zum beispiel für die herstellung von Polyurethan.

-- i

ias International Accounting standards (siehe auch "IFRs")

ifric

das "International Financial Reporting Interpretations Committee" ist ein gremium, das Auslegungen und Interpretationen zu den Rechnungslegungsstandards IFRs beziehungsweise IAs veröffentlicht.

ifrs

die "International Financial Reporting standards" (bis 2001: International Accounting standards, IAs) sind internationale Rechnungslegungsvorschriften, die vom in London/großbritannien ansässigen "International Accounting standards board" (IAsb) entwickelt und veröffentlicht werden. seit 2005 sind die IFRs nach der sogenannten IAsVerordnung von börsennotierten unternehmen mit sitz in der europäischen union verpflichtend anzuwenden.

insektizid

Wirkstoff gegen schadinsekten

international standard on assurance engagements 3000 (isae 3000)

IsAe 3000 wird vom International Audit and Assurance standards board (IAAsb) herausgegeben. er stellt einen Leitfaden für umfangreiche Audits bereit, die sich mit nichtfinanziellen daten beschäftigen, z. b. für Audits von nachhaltigkeitsberichten.

iso 14001

Iso 14001 ist eine internationale norm, die allgemeine Anforderungen an ein umweltmanagementsystem für eine freiwillige zertifizierung festlegt.

iso 19011

Iso 19011 ist eine internationale norm, die Anforderungen für Audits von Qualitätsmanagement und umweltmanagementsystemen festlegt.

-- k kioto-protokoll

das kiotoProtokoll ist ein zusatzprotokoll zur Ausgestaltung der klima-Rahmenkonvention der Vereinten nationen (uno). hauptziel ist, die emission von schadstoffen zu reduzieren.

-- l

liquefied petroleum gas (lpg)

LPg enthält abgesehen von Methan verflüssigte bestandteile von erdgas, zum beispiel Propan, butan und PropanbutanMischungen, die als alternative einsatzstoffe für steamcracker und für sonstige chemische Prozesse verwendet werden.

-- m

materialitätsmatrix

die Matrix identifiziert und bewertet das gesellschaftliche Interesse an sowie die mögliche bedeutung von nachhaltigkeitsthemen für bAsF. ziel ist es, frühzeitig strategien zum umgang mit möglichen neuen Risiken und Chancen zu entwickeln. eine genaue untersuchung der stakeholdererwartungen bildete die grundlage für diese Analyse.

mwh

Megawattstunde: Maßeinheit für energie

mechanismus für umweltverträgliche entwicklung (clean development mechanism)

der Clean development Mechanism (CdM) ist einer der im kiotoProtokoll vorgesehenen flexiblen Mechanismen zur Reduktion der emission von treibhausgasen. beim CdM beteiligen sich unternehmen aus Industrieoder transformationsländern an emissionsmindernden, qualitätsgeprüften Projekten in entwicklungs oder schwellenländern und erwerben so handelbare emissionsgutschriften.

monitoring

Monitoringsysteme und instrumente dienen dazu, das einhalten von standards zu erfassen und sicherzustellen. gegenstand von Monitoring sind u. a. freiwillige selbstverpflichtungen wie das bekenntnis zur einhaltung der Menschenrechte oder international anerkannte Arbeitsstandards.

-- n

nachhaltigkeit

das Leitbild der nachhaltig zukunftsverträglichen entwicklung verfolgt das ziel, den ökonomischen, ökologischen und sozialen bedürfnissen der gesellschaft gerecht zu werden, ohne die entwicklungschancen künftiger generationen zu beeinträchtigen.

nanotechnologie

darunter werden Materialien und technologien zusammengefasst, deren verbindendes element die erzeugung oder nutzung von strukturen ist, die kleiner als hundert nanometer sind.

naphtha

naphtha ist flüssiges Rohbenzin und entsteht als nebenprodukt bei der herstellung von Mineralölen in einer Rohölraffinerie. schweres naphtha ist basisstoff der Fahrbenzinproduktion, leichtes naphtha der wichtigste einsatzstoff im steamcracker.

-- o

oecd

die "organisation for economic Cooperation and development" ist eine internationale organisation für wirtschaftliche zusammenarbeit und entwicklung mit sitz in Paris/Frankreich.

ohsas 18001

die occupational health and safety Assessment series (ohsAs) enthält unter anderem den standard ohsAs 18001, der ein Managementsystem für Arbeitsschutz beinhaltet. dieses kann in ein bestehendes Qualitätsoder umweltschutzmanagementsystem integriert und zertifiziert werden.

ökoeffizienz-analyse

bei entwicklung und optimierung von Produkten und Verfahren werden Ökonomie und Ökologie betrachtet. das ziel sind Produkte mit einem guten PreisLeistungsVerhältnis und hoher umweltverträglichkeit.

-- p

perspectives

ziel der bAsF ist es, geschäftsmodelle ideal auf die bedürfnisse der kunden und der Marktsituation auszurichten. die unternehmensinitiative "Perspectives" unterstützt die geschäftseinheiten der bAsF dabei, unter anderem durch gezieltes Coaching und den erfahrungsaustausch im Marketing und salesbereich.

pflanzenbiotechnologie

teilgebiet der biotechnologie, bei dem die klassische züchtung durch Methoden aus der Molekularbiologie und biochemie optimiert wird. so können Pflanzen für eine leistungsfähigere Landwirtschaft, eine gesündere ernährung sowie für die nutzung als nachwachsende Rohstoffe entwickelt werden.

photovoltaik

Photovoltaik ist die direkte umwandlung von sonnenlicht in elektrische energie mittels solarzellen. organische Photovoltaik bezeichnet die Art der Photovoltaik, deren basis solarzellen aus organischen Materialien sind.

plant health

das Planthealthkonzept umfasst Pflanzenschutzmittel, die sich über ihre Wirkung gegen schadpilze und schadinsekten hinaus positiv auf die Vitalität von nutzpflanzen auswirken und damit den ertrag und die Qualität verbessern.

produktinnovation

neue oder verbesserte Produkte und Anwendungen, die seit maximal fünf Jahren auf dem Markt sind.

-- r

reach

Verordnung der europäischen union, welche die Registrierung, evaluierung und Autorisierung von Chemikalien regelt.

responsible care ®

Weltweite Initiative der chemischen Industrie zur kontinuierlichen Verbesserung auf den gebieten umweltschutz, sicherheit und gesundheit.

rohstoffwandel

untersuchung und bewertung von Verfahren zur nutzung von erdgas, kohle und nachwachsenden Rohstoffen für chemische Wertschöpfungsketten.

-- s

saatgutbeizen

saatgutbeizen sind Pflanzenschutzmittel, die mit hilfe spezieller technischer Verfahren auf das saatkorn aufgetragen werden und dadurch nutzpflanzen in ihrer keim und frühen Wachstumsphase vor schadpilzen und schadinsekten schützen.

scr-katalysatoren

sCR (selective Catalytic Reduction) ist eine von mehreren Lösungen der bAsF, um die steigende nachfrage nach emissionstechnologien zu befriedigen, die sich aus weltweit zunehmend strengeren Regelungen für dieselnutzfahrzeuge heraus entwickelt. der sCRkatalysator besteht aus einem Wabenkörper aus keramik mit einer katalytisch aktiven komponente.

sondereinflüsse

einmalkosten oder einmalerträge, die das ergebnis eines segments oder der bAsFgruppe insgesamt wesentlich beeinflusst haben. darunter können beispielsweise Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen oder erträge aus devestitionen fallen.

spotmarkt (kassamarkt)

Markt, auf dem ein vereinbartes geschäft, bestehend aus Lieferung, Abnahme und bezahlung, unmittelbar abgewickelt wird. Im gegensatz dazu erfolgen bei geschäften am terminmarkt Lieferung, Abnahme und bezahlung zu einem späteren zeitpunkt als der Abschluss des geschäfts.

stakeholder

bezeichnung für Personen oder gruppen, deren Interessen mit denen eines unternehmens auf vielfältige Art verbunden sind. zu unseren stakeholdern gehören Aktionäre, geschäftspartner, Mitarbeiter, nachbarn und gesellschaft sowie die umwelt.

steamcracker

steamcracker sind Anlagen, in denen unter zuhilfenahme von dampf (englisch: steam) naphtha (Rohbenzin) oder erdgas aufgespaltet (englisch: to crack) wird. die entstehenden Petrochemikalien sind Ausgangsprodukte für die herstellung eines großteils der erzeugnisse der bAsF.

stoffe und produkte

die bAsF verkauft eine Vielzahl von Produkten sowohl aus eigener Produktion als auch handelsware. Produkte können aus einem stoff oder einem gemisch verschiedener stoffe bestehen.

styrol

die herstellung des Vorprodukts styrol dient überwiegend der eigenversorgung (Rückwärtsintegration). styrolkunststoffe finden in vielen bereichen Anwendung, beispielsweise in der bau, Verpackungs, Automobil, elektro und Freizeitindustrie.

swap

eine Vereinbarung zwischen zwei Parteien, in der zukunft Waren oder zahlungsströme auszutauschen. bei einem zinsswap werden für einen vereinbarten nominalbetrag fixe gegen variable zinszahlungen getauscht.

-- t

technologieplattformen

unsere vier globalen technologieplattformen Polymerforschung, Forschung Wirk und effektstoffe, Forschung und technologie Chemikalien sowie Forschung Pflanzenbiotechnologie bilden das herzstück unseres Wissensverbunds.

tetrahydrofuran (thf)

Ausgangsverbindung für Polytetrahydrofuran (PolythF®), einer komponente zur herstellung von elastischen Fasern.

thesaurierung

Für erwirtschaftete gewinne gibt es zwei Verwendungsmöglichkeiten: Ausschüttung an die gesellschafter oder einbehaltung im unternehmen. Letzteres wird als thesaurierung bezeichnet.

-- u

un-millennium-entwicklungsziele

die Mitgliedstaaten der Vereinten nationen haben sich im Jahr 2000 acht globale entwicklungsziele gesetzt. die ziele sind anhand von Indikatoren messbar und sollen bis 2015 erreicht werden. dazu gehört das bekämpfen von extremer Armut und hunger, das senken der kindersterblichkeit und ökologische nachhaltigkeit.

-- v

verbund

eine der wichtigsten stärken der bAsF: An großen standorten verknüpfen wir die Produktionsanlagen entlang der Wertschöpfungsketten. so sparen wir energie und Rohstoffe, minimieren emissionen, senken die Logistikkosten und nutzen die Infrastruktur gemeinsam.

-- w

wachstumscluster

die bAsF bündelt ihre Forschung an wichtigen technologiegetriebenen zukunftsthemen in fünf Wachstumsclustern: energiemanagement, Rohstoffwandel, nanotechnologie, Pflanzenbiotechnologie und Weiße biotechnologie.

weiße biotechnologie

teilgebiet der biotechnologie, das Mikroorganismen und/oder enzyme zur herstellung von chemischen Produkten nutzt, die in verschiedenen Wertschöpfungsstufen der chemischen Industrie zum einsatz kommen. dabei handelt es sich beispielsweise um die biokatalytische herstellung von chiralen zwischenprodukten.

wertschöpfungskette

Aufeinanderfolge von Veredlungsschritten im Produktionsprozess, angefangen von den Rohstoffen, über verschiedene zwischenstufen bis zum fertigen endprodukt.

wingas gmbh & co. kg

die WIngAs gmbh & Co. kg ist ein gemeinschaftsunternehmen mit dem russischen Partner gazprom. bAsF hat zum Jahresende 2008 über ihre 100%ige tochter Wintershall holding Ag eine beteiligung von 50 % sowie einem geschäftsanteil an WIngAs gehalten. Als europäisches energieunternehmen ist WIngAs im erdgashandel, der erdgasspeicherung und dem erdgasvertrieb tätig. zu den kunden gehören stadtwerke, regionale gasversorger, Industriebetriebe und kraftwerke.

stichwortverzeichnis

-- a
Acrylics & dispersions 63 ff., 87 ff., 125, 175
Agricultural solutions 40 f., 48 f., 75 ff., 87 ff., 157, 161, 175
Akquisitionen 14, 40, 44, 46 f., 80 f., 118, 123 f., 157
Aktie 16, 18 ff., 39, 42, 45, 48, 124, 131 f.
Aktionäre 19, 46, 130
Aktienrückkaufprogramm 19, 46
Arbeitnehmervertretung 94
Audits 28, 30, 96, 106 f., 110
Aufsichtsrat 30, 129 f., 134
Ausbildung 90 ff., 107 ff.
-- b
bAsF Plant science 26, 76 ff.
bautenanstrichmittel 69, 74, 89
bestätigungsvermerk 151
bilanz 43 ff.
bildung 97 f.
biotechnologie 34 f., 77 f., 103
-- c
Care Chemicals 41 f., 63 f., 67 f., 87 ff., 126, 175 ff.
Cashflow 45 ff., 123, 154 ff.
Catalysts 40, 69 ff., 161, 175, 213
Chemicals 40 f., 48 f., 50 ff., 87 f., 175
Coatings 40, 69 ff., 74 f., 89 f., 119, 175
Compliance­Programm 12, 29 f., 119
Construction Chemicals 40, 69 ff., 125, 161 f., 175
Corporate governance 128 ff., 186
Crop Protection 75, 78 f., 161 f., 175
-- d
derivative Finanzinstrumente 165, 212
demografischer Wandel 14, 90 f., 118
devestitionen 40 ff. 45 f., 145, 155, 170 ff., 175
dispersionen 63 f.
diversity 1, 91
dividende 18 ff., 44 ff., 123 f., 147, 155, 163
-- e
eigenkapital 43 f., 45 ff., 153 ff.
energieeffizienz 14, 16, 22, 34, 69 f., 99 ff., 102 ff., 122
erklärung des Vorstands 148
-- f
Fahrzeuglacke 74 f.
Forschung und entwicklung 14, 34 ff., 51, 59, 64, 69 f., 75 ff., 118
Functional solutions 40 f., 48 f., 69 ff., 87 ff., 161, 175
-- g
gesundheitsschutz 12,17, 28, 90, 95, 96, 106 ff, 118
gewinn­und Verlustrechnung 152
global Compact 2 f., 12 f., 98, 240
global Reporting Initiative 2 f., 240
grundwerte 12 f., 29 ff., 129
-- i
Industrielacke 74
Innovation 12, 14, 34 f., 51, 59, 63 f., 69, 75 ff., 110, 118, 123
Inorganics 35, 50, 54 f., 85, 125, 175
Intermediates 42, 50 ff., 56, 125, 175, 181
Investitionen 36, 45 ff., 48, 52, 60, 65, 71, 77, 83, 147
Investor Relations 22
-- k
klimaschutz 1, 3, 7, 16, 22, 28, 34, 99 ff., 102, 122
kooperationen 14, 23, 34 f., 52, 76 f., 80 f., 89
kunden 12, 14f., 24 f., 28 ff., 34, 38, 50 ff., 57 ff., 63 ff.,
69 ff., 75 ff., 80 ff., 87 f., 91, 96, 99 ff., 104 f., umschlag
-- l
Lieferanten 29 ff., 51, 108, 115
-- m
Mitarbeiter 1, 2 f., 6, 12 f., 14 f., 17, 19, 24, 27, 29 ff.,
33, 34, 76, 90 ff., 95, 96, 97 f., 106 ff., 117 f., umschlag
Mitarbeiterbeteiligungsprogramm "Plus" 210
Monitoring 13, 28 ff., 101, 114, 118
-- n
nachhaltigkeit 1, 2 f., 9, 15, 20 ff., 28 ff., 63, 70, 97, 99,
105, 118, umschlag
nachwachsende Rohstoffe 34 f., 58 f., 77, 99, 103, umschlag
nanotechnologie 9, 14, 23, 32, 35, 70, 111, 122 f., 145
naphtha 38, 50, 55, 213, 217
-- o
oil & gas 25, 41, 48, 80 ff., 157, 162, 175, 213, 225
Ökoeffizienz­Analyse 31, 105
optionsprogramm 41, 94, 199 ff.
-- p
Performance Chemicals 41, 63 ff., 68, 125 f., 175
Performance Polymers 40 f., 57 f., 61, 87 ff., 125, 173
Performance Products 40 f., 63 ff., 87 ff., 125, 175
Personalaufwand 94, 139 f., 187, 210 f., 219, 239, umschlag
Petrochemicals 41, 50, 55, 88, 125, 175
Plastics 40 f., 57 ff., 87 f., 125, 175, 178
Polyurethanes 40, 57 f., 62, 175
-- r
Rating 20, 46, 126, 168
ReACh 16, 110 f., 117, 145
Regionen 25, 36, 40, 66, 73 f., 80, 87 ff., 113, 124, 175 ff.
Responsible Care 28, 100, 102., 106 ff., 238, umschlag
Ressourcen 1, 14, 24 f., 31, 34, 51, 57, 64, 70, 97 f., 99,
102 f.,104 f., 111, 128, 166, 169, 221
-- s
segmentdaten 28 f., 54, 61, 66, 72, 78, 84, 109, 118f., 151, 207
sicherheit 3, 12, 16 f., 28 ff., 80 ff., 95, 106 ff., 110 f., 115 ff.,
131, 138 f., 149, 181, 206, 221
sondereinflüsse 41 f., 56, 68, 73, 88 f.
sozio­Ökoeffizienz­Analyse 31
spenden und sponsoring 33, 97 f, umschlag.
stakeholder 12, 32, 90, 242
steamcracker 50, 176, 66 f.
strategie 1, 2, 8 f., 14 f., 20, 28, 50, 57, 63, 69, 75 ff.,
80 ff., 90, 92, ,99, 102, 109 ff., 112, 127, 216, 222, 242
success 28 ff., 105

-- u

umsatz 40 f., 44, 54 ff., 61f., 66 ff., 72 ff., 76, 78 f., 85 ff., 88 f., 150, 168 ff umweltschutz .. 3, 12, 28 f., 34, 88, 106 ff., 167, 181, 204 f., 206, umschlag

-- v

Verbund ........... 24 ff., 50 ff., 62, 63, 77, 89, 93, 102, 112 ff., 134, 159, 191 Vorstand .......................................................... 2, 8 f., 10, 30, 113 f., 129 ff.

-- w
Wachstumscluster 14, 22 f., 35, 103, 123
Weiterbildung 27, 90 ff., 107
Wertmanagement 15, 27
Wertsteigerung 8, 14, 18, 22, 162, 209
Wintershall 42, 80 ff., 85, 100, 133, 186, 170, 198, 222
Wissensfabrik 98

eingetragene marken 1

adblue: Reg. Marke des Verband der Automobilindustrie
agcelence: Reg. Marke der bAsF­gruppe
amflora: Reg. Marke der bAsF­gruppe
arashi: Reg. Marke der bAsF­gruppe
basotect: Reg. Marke der bAsF­gruppe
baxxodur: Reg. Marke der bAsF­gruppe
capron: Reg. Marke der bAsF­gruppe
cellasto: Reg. Marke der bAsF­gruppe
ecoflex: Reg. Marke der bAsF­gruppe
ecovio: Reg. Marke der bAsF­gruppe
elastocoast: Reg. Marke der bAsF­gruppe
elastollan: Reg. Marke der bAsF­gruppe
elastopir: Reg. Marke der bAsF­gruppe
elastopor: Reg. Marke der bAsF­gruppe
elastoskin: Reg. Marke der bAsF­gruppe
enluxtra: trademark der bAsF­gruppe
f 500: Reg. Marke der bAsF­gruppe
glasurit: Reg. Marke der bAsF­gruppe
greenloop: Reg. Marke der bAsF­gruppe
headline: Reg. Marke der bAsF­gruppe
kaurit: Reg. Marke der bAsF­gruppe
kixor: Reg. Marke der bAsF­gruppe
lumogen: Reg. Marke der bAsF­gruppe
lupranol: Reg. Marke der bAsF­gruppe
luran: Reg. Marke der bAsF­gruppe
luredur: Reg. Marke der bAsF­gruppe
lutensol: Reg. Marke der bAsF­gruppe
micronal: Reg. Marke der bAsF­gruppe
miramid: Reg. Marke der bAsF­gruppe
naphthamax: trademark der bAsF­gruppe
neopor: Reg. Marke der bAsF­gruppe
oppanol: Reg. Marke der bAsF­gruppe
paliogen: Reg. Marke der bAsF­gruppe
plasticeram: Reg. Marke der bAsF­gruppe
poly thf: Reg. Marke der bAsF­gruppe
pursuit: Reg. Marke der bAsF­gruppe
premise: Reg. Marke der bayer Ag
responsible care: Reg. Marke des Conseil
européen de l'Industrie Chimique
rheocel: Reg. Marke der bAsF­gruppe
r-m: Reg. Marke der bAsF­gruppe
salcomix: trademark der bAsF­gruppe
seebalance: Reg. Marke der bAsF­gruppe
sicopal: Reg. Marke der bAsF­gruppe
smart dynamic
construction: nicht reg. Markenrechte der bAsF­gruppe
styropor: Reg. Marke der bAsF­gruppe
suvinil: Reg. Marke der bAsF­gruppe
termidor: Reg. Marke der bAsF­gruppe
trilon: Reg. Marke der bAsF­gruppe
ucrete: Reg. Marke der bAsF­gruppe
ultradur: Reg. Marke der bAsF­gruppe
ultraform: Reg. Marke der bAsF­gruppe
ultramid: Reg. Marke der bAsF­gruppe
ultrason: Reg. Marke der bAsF­gruppe

1 Marken sind unter umständen nicht international registriert.

zehnjahresübersicht

Millionen €

1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008
ergebnisrechnung 1
umsatz 29.473 35.946 32.500 32.216 33.361 37.537 42.745 52.610 57.951 62.304
ergebnis der betriebstätigkeit vor
Abschreibungen (ebItdA)
4.671 5.986 4.142 5.105 5.110 7.685 8.233 9.723 10.225 9.562
ergebnis der betriebstätigkeit (ebIt) 2.009 3.070 1.217 2.641 2.658 5.193 5.830 6.750 7.316 6.463
ergebnis der gewöhnlichen geschäftstätigkeit 2.606 2.827 609 2.641 2.168 4.347 5.926 6.527 6.935 5.976
Außerordentliches ergebnis 6.121
ergebnis vor ertragsteuern 2.606 2.827 6.730 2.641 2.168 4.347 5.926 6.527 6.935 5.976
Jahresüberschuss 1.245 1.282 5.826 1.599 976 2.133 3.168 3.466 4.325 3.305
ergebnis nach steuern und Anteilen
anderer gesellschafter
1.237 1.240 5.858 1.504 910 2.004 3.007 3.215 4.065 2.912
investitionen, abschreibungen 1
Investitionen in sachanlagen und
immaterielles Vermögen
3.253 6.931 3.313 3.055 3.415 2.163 2.523 10.039 4.425 3.634
davon in sachanlagen 2.764 3.631 3.037 2.677 2.293 2.022 2.188 4.068 2.564 2.809
Abschreibungen auf sachanlagen und
immaterielles Vermögen
2.662 2.916 2.925 2.464 2.452 2.492 2.403 2.973 2.909 3.099
davon auf sachanlagen 2.018 2.245 2.307 2.012 1.951 2.053 2.035 2.482 2.294 2.481
zahl der mitarbeiter
zum Jahresende 104.628 103.273 92.545 89.389 87.159 81.955 80.945 95.247 95.175 96.924
im Jahresdurchschnitt 107.163 105.784 94.744 90.899 88.167 85.022 80.992 88.160 94.893 95.885
personalaufwand 1 6.180 6.596 6.028 5.975 5.891 5.615 5.574 6.210 6.648 6.364
kennzahlen 1
ergebnis je Aktie (€) 8 1,00 1,01 4,86 2 1,30 0,81 1,83 2,87 3,19 4,16 3,13
Cashflow aus laufender geschäftstätigkeit 3.255 2.992 2.319 2.313 4.878 4.634 5.250 3 5.940 5.807 5.023
ebItdA­Marge (%) 15,8 16,7 12,7 15,8 15,3 20,5 19,3 18,5 17,6 15,3
gesamtkapitalrendite (%) 10,2 9,9 3,1 8,4 7,4 13,2 17,7 17,5 16,4 13,5
eigenkapitalrendite nach steuern (%) 9,1 9,0 36,6 2 9,3 6,0 12,9 18,6 19,2 22,4 17,0
gewinnverwendung
Jahresüberschuss der bAsF se 4 1.007 1.265 5.904 1.045 1.103 1.363 1.273 1.951 2.267 2.982
einstellung in gewinnrücklage 4 304 50 5.153 247 334 449
dividende 695 1.214 758 789 774 904 1.015 1.484 1.831 1.791 5
dividende je Aktie (€) 8 0,57 0,65 0,65 0,70 0,70 0,85 1,00 1,50 1,95 1,95
anzahl aktien zum 31.12. (Millionen) 7, 8 1.242,0 +0,35 6
1.214,8
1.166,8 1.140,6 1.113,3 1.080,9 1.028,8 999,4 956,4 918,5

1 seit dem Jahr 2005 erfolgt die Rechnungslegung und berichterstattung der bAsFgruppe nach den International Financial Reporting standards (IFRs). die Vorjahreszahlen wurden an IFRs angepasst. die zahlen bis einschließlich 2003 wurden nach handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.

2 einschließlich des außerordentlichen ergebnisses

3 Vor externer Finanzierung von Pensionsverpflichtungen

4 nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelt

5 bezogen auf die am 31. dezember 2008 dividendenberechtigten Aktien

6 sonderausschüttung des steuerlich mit 45% belasteten eigenkapitals

7 nach Abzug der zur einziehung vorgesehenen Aktien

8 Im zweiten Quartal 2008 haben wir einen Aktiensplit im Verhältnis 1:2 durchgeführt. das ergebnis je Aktie, die dividende je Aktie und die Anzahl der Aktien der Vorjahre haben wir der Vergleichbarkeit wegen rückwirkend angepasst.

1999 2000 2001 2002 2003
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.147 4.538 3.943 3.464 3.793
sachanlagen 12.416 13.641 14.190 13.745 13.070
Finanzanlagen 1.507 3.590 3.360 3.249 2.600
anlagevermögen 16.070 21.769 21.493 20.458 19.463
Vorräte 4.028 5.211 5.007 4.798 4.151
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.967 6.068 5.875 5.316 4.954
Übrige Forderungen 2.211 3.369 2.384 2.947 3.159
Abgrenzungsposten für latente steuern 1.225 1.270 1.373 1.204 1.247
kurzfristige Wertpapiere 518 364 383 132 147
zahlungsmittel­ und zahlungsmitteläquivalente 990 506 360 231 481
umlaufvermögen 13.939 16.788 15.382 14.628 14.139
aktiva 30.009 38.557 36.875 35.086 33.602
gezeichnetes kapital 1.590 1.555 1.494 1.460 1.425
kapitalrücklage 2.675 2.746 2.914 2.948 2.983
eingezahltes eigenkapital 4.265 4.301 4.408 4.408 4.408
gewinnrücklagen und bilanzgewinn 9.002 8.851 12.222 12.468 12.055
translationsanpassung 549 662 532 –330 –972
Anteile anderer gesellschafter 329 481 360 396 388
eigenkapital 14.145 14.295 17.522 16.942 15.879
Pensions­ und sonstige langfristige Rückstellungen 5.812 6.209 6.809 6.233 6.205
steuer­ und sonstige kurzfristige Rückstellungen 2.826 3.334 3.332 2.764 2.982
rückstellungen 8.638 9.543 10.141 8.997 9.187
Finanzschulden 1.294 7.892 2.835 3.610 3.507
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.316 2.848 2.467 2.344 2.056
Übrige Verbindlichkeiten 3.616 3.979 3.910 3.193 2.973
verbindlichkeiten 7.226 14.719 9.212 9.147 8.536
fremdkapital 15.864 24.262 19.353 18.144 17.723
davon langfristig 7.529 9.059 9.955 9.211 10.285
passiva 30.009 38.557 36.875 35.086 33.602

bilanz (hgb) (Millionen €)

bilanz (ifrs) (Millionen €)

2007 2008
3.607 3.720 8.922 9.559 9.889
13.063 13.987 14.902 14.215 15.032
1.100 244 651 834 1.146
938 813 1.190 1.952 1.947
1.337 1.255 622 679 930
473 524 612 655 642
20.518 20.543 26.899 27.894 29.586
4.645 5.430 6.672 6.578 6.763
5.861 7.020 8.223 8.561 7.752
2.133 1.586 2.607 2.337 3.948
205 183 56 51 35
2.086 908 834 767 2.776
614
14.930 15.127 18.392 18.908 21.274
50.860
1.176
3.241
13.250
–96
1.151
18.722
4.124 1.547 1.452 1.292 1.712
2.376 2.791 3.080 3.015 2.757
948 699 1.441 2.060 2.167
1.845 3.682 5.788 6.954 8.290
1.079 1.043 972 901 917
10.372 9.762 12.733 14.222 15.843
2.372 2.777 4.755 3.763 2.734
2.364 2.763 2.848 2.697 3.043
644 887 858 881 860
1.453 259 3.695 3.148 6.224
1.641 1.699 1.824 1.976 3.434
17
8.474 8.385 13.980 12.482 16.295
35.448 35.670 45.291 46.802 50.860
35.448
1.383
3.028
11.923
–60
328
16.602
35.670
1.317
3.100
11.928
696
482
17.523
45.291
1.279
3.141
13.302
325
531
18.578
46.802
1.224
3.173
14.556
174
971
20.098

gri- und global-compact-index

den vollständigen gRIIndex mit kern und zusatzindikatoren sowie die zehn Prinzipien des global Compact finden sie unter basf.com/gri_gc_d

global
compact
prinzipien gri-indikator thema seite
strategie und profil
vision und strategie
1.1 Vorwort des Vorstandsvorsitzenden 8–9
1.2 beschreibung Auswirkungen, Risiken und Chancen 14­15, 28–32, 112–119, 123–124
profil
2.1–2.10 organisationsprofil, strukturen, Märkte umschlag, 3, 14, 19–20, 22, 24–26, 30–32, 39–44, 50, 59, 86,
92­93, 96, 100, 106
berichtsparamater
3.1, 3.3 berichtszeitraum 2–3
3.4–3.13 berichtsprofil, bestätigung umschlag, 2–3, 16, 149, 240
governance, verpflichtungen
und engagement
10 4.1–4.7 struktur und governance 10–11,12, 20, 28, 126–130, 131–141
1 – 10 4.8–4.13 Leitbilder, Verhaltenskodizes und Prinzipien 3, 13, 12–13, 20, 28–32, 90, 98, 99–111, 128–129
1, 3, 7, 8, 10 4.14–4.17 einbindung von stakeholdern 2, 12–13, 22, 28–32, 77, 90, 92, 94, 95, 98
ökonomische leistungsindikatoren
eC1 erzeugter und ausgeschütteter Wert 33, 39–42, 48–49, 93–94, 97–98
7, 8, 9 eC2 Finanz. Auswirkungen des klimawandels auf das unternehmen 35, 99, 117, 123
eC3 umfang der betrieblichen sozialen zuwendungen 94
6 eC7 einstellungsverfahren für lokales Personal 13, 90–91, 93
eC8 entwickl. u. Auswirkungen von Investitionen im öffentl. bereich 97–98
eC9 Indirekte wirtschaftliche Auswirkungen 33, 98
7, 8, 9 ökologische leistungsindikatoren
en1–en2
eingesetzte Materialien 29, 32, 102–103, 104–105
7, 8, 9 en3–en7 energie 34–35, 51, 57, 63, 70, 99–101, 102–103
8, 9 en8–en10 Wasserverbrauch 104–105
emissionen, abwässer und abfälle
7, 8, 9 en16–en20 klimagase, ozonschädigende substanzen, Luft 16, 34–35, 51, 57, 63, 70, 99–101, 106–107
8 en21 Abwasser 104–105
8 en22 Abfall 107
produkte und dienstleistungen
7, 8, 9 en26 Produkte und dienstleistungen 31–32, 51, 57, 63–64, 69–70, 82, 99, 101, 103, 105, 106–109,
110­111
7, 8, 9 en29, en30 transport und Verkehr, umweltausgaben 108–109, 202
gesellschaftliche leistungsindikatoren
arbeitspraxis und arbeitsqualität
1, 2, 3, 4, 5, 6 LA1, LA2–LA5 beschäftigung 13, 28–29, 90–94
1 LA7, LA8 gesundheit und sicherheit 95, 96
1 LA10, LA11 training und Weiterbildung 90, 93
1, 6 LA13 zusammensetzung Führungsgremien 91
1, 6 LA14 gleichstellung 91
menschenrechte
1, 2, 3, 4, 5, 6 hR1 Wesentliche Investitionsvereinbarung 12–13, 28–29
1, 2, 3, 4, 5, 6 hR2 Prüfungen von zulieferern 12–13, 29, 109
1, 2, 6 hR4 gleichbehandlung 12–13, 28–30, 91
1, 2, 3 hR5 Vereinigungsfreiheit 12–13, 28–29, 94
1, 2, 4, 5 hR6, hR7 kinderarbeit, zwangsarbeit und Arbeitsverpflichtung 12–13, 28–29
1, 2 hR8 schulungen des sicherheitspersonals 109
gesellschaft
so1 Auswirkungen auf das gemeinwesen 32, 33
10 so2–so4 korruption 12, 30
1 – 10 so5, so6 Politische unterstützung 32, 97
1, 7 produktverantwortung
PR 1
gesundheit und sicherheit 16, 28, 31–32, 34, 106–109, 110–111
8 PR 3 Informationen zu Produkten 31–32, 34, 110–111
PR 5 kundenzufriedenheit 31

seit 2003 arbeitet die bAsF in den FeedbackRunden der global Reporting Initiative (gRI) zusammen mit experten aus Wirtschaft, nichtregierungsorganisationen, Analysten und Wirtschaftsprüfern an der Weiterentwicklung des Leitfadens. Im unternehmensbericht 2003 haben wir zum ersten Mal in Anlehnung an die Richtlinien der gRI berichtet. gRI will die internationale berichterstattung vergleichbarer machen. seit 2005 unterstützen wir die global Reporting Initiative als organizational stakeholder. der vorliegende bericht wurde an den Indikatoren der aktuellen gRIRichtlinie g3 ausgerichtet.

dieser kurz gefasste Index zeigt, wo im vorliegenden bericht 2008 Informationen zu kern und zusatzindikatoren der gRI und zu themen mit Relevanz im sinne der Prinzipien des global Compact zu finden sind. eine erweiterte Übersicht steht im Internet unter basf.com/gri_gc_d zur Verfügung. der onlineIndex beinhaltet alle gRIberichtselemente sowie alle kern und zusatzindikatoren der gRI und verweist auf unsere Print und onlineberichterstattung. Wenn zu einem Indikator keine Informationen vorliegen, haben wir dies dort kurz begründet.

weitere informationen zu gri unter: www.globalreporting.org

preise und auszeichnungen

dow jones sustainability index bestes chemieunternehmen

die bAsF ist 2008 weltweiter spitzenreiter der Chemieunternehmen im dow Jones sustainability Index (dJsI World). zum achten Mal in Folge ist die bAsFAktie damit im weltweit bedeutendsten nachhaltigkeitsindex vertreten.

carbon disclosure leadership index platz 1

die bAsF führt 2008 den Carbon disclosure Leadership Index in der kategorie der Co2 intensiven unternehmen an. der Index enthält unternehmen, die sich im umgang mit klimawandel auszeichnen.

deutscher nachhaltigkeitspreis 2008 nachhaltigstes unternehmen

die bAsF se wird mit dem zweiten Platz in der kategorie "nachhaltigstes unternehmen" ausgezeichnet – als Vorreiter bei der Verbindung von wirtschaftlichem erfolg und nachhaltigem handeln.

guter arbeitgeber brasilien 2008

Im dritten Jahr in Folge wird bAsF in brasilien im Ranking der Wirtschaftszeitung guia Você s.A. – exame als einer der besten Arbeitgeber des Landes ausgezeichnet.

dieser bericht ist auf FsCzertifiziertem kunstdruckpapier (Job Parilux) gedruckt.

weitere informationen zum produktionsprozess, über die auswahl des papiers und den druck unter basf.com/bericht_produktion

herausgeber: bAsF se, Communications & government Relations 67056 Ludwigshafen

design: strichpunkt, stuttgart

fotografie: steffen Jänicke; Andreas Pohlmann (Vorstandsfotografie), bAsF Archiv

zukunftsgerichtete aussagen und prognosen

dieser bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen erfahrungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als garantien der darin genannten zukünftigen entwicklungen und ergebnisse zu verstehen. die zukünftigen entwicklungen und ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren; sie beinhalten verschiedene Risiken und unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. zu diesen Risikofaktoren gehören insbesondere die im Risikobericht auf den seiten 112 bis 119 genannten Faktoren. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

themen auf einen blick

übersicht
über diesen Bericht 2–3
Stichwortverzeichnis 235
zukunft
gestalten
strategie
16–17, 27, 30, 45–47, 77, 90–91, 93, 95, 97, 111–112, 117
Ziele
14–15, 28, 31, 34, 118–119, 122
Chancen nutzen
12, 15, 28, 30, 47, 112–119
risiken minimieren
14, 25, 40, 42, 45–47, 62–63, 75, 88, 125–126
Portfolio
14, 27, 34
Effizienz
50, 57, 63, 69, 75, 77, 80
Segmentstrategien
lösungen für globale herausforderungen
34, 51–52, 63, 69–70, 99–101
Klimaschutz
34–35, 63–64, 69–70, 80–82, 102–107
ressourcen
35, 63–64, 67, 75–77, 95–96, 98, 110–111
Gesundheit und Ernährung
14, 90–93, 117–118
Demografischer Wandel
51, 57–59, 63, 69–70, 101
Bauen und Wohnen
vermögens-, finanz- und ertragslage
18–19, 21, 39
Aktie
43–44
Vermögenslage
45–47
Finanzlage
39–42
Ertragslage
Geschäftsverlauf nach
54–56, 61–62, 66–68, 72–74, 78–79, 84–86
Segmenten
ausblick
120–122
Wirtschaftliche rahmenbedingungen
123–124
Prognose BASF-Gruppe
innovationen
14, 35, 103
Wachstumscluster
14, 34–35, 51, 59, 64, 69, 75–77, 101, 105
Innovationen schaffen Wert
partnerschaften
14, 77, 80
Strategische Partnerschaften
12, 31, 34–35, 77, 81–82, 98, 101, 104, 108–111
Kooperationen
15, 28, 31–32
nachhaltigkeitsservices
dialog
31, 51–52, 57–59, 64, 70, 76, 96
Kunden
2, 12, 22, 32, 90, 93–94, 96–99, 110–111
Weitere Stakeholder

global-compact-relevanz gri- und globalcompact-index

seite 240

preise und auszeichnungen umschlag hinten

hauptversammlung 2009 / zwischenbericht 1. quartal 2009

30.04.2009

zwischenbericht 1.halbjahr 2009

30.07.2009

zwischenbericht 3. quartal 2009

29.10.2009

berichterstattung gesamtjahr 2009

25.02.2010

hauptversammlung 2010 / zwischenbericht 1. quartal 2010

29.04.2010

weitere informationen kontakt

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