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Bâloise Holding AG Annual Report 2016

Aug 1, 2017

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Annual Report

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Publication

Basler Sachversicherungs-Aktiengesellschaft

Bad Homburg v.d.Höhe

Jahresabschluss zum 31.12.2016

Aufsichtsrat

Peter Zutter

Vorsitzender

Regional Manager, Baloise Group

Bärbel Luttmann*

Angestellte, Basler Sachversicherungs-AG

Jan De Meulder

Senior Executive im Versicherungsbereich, Schweiz

Ivan Novak*

Angestellter, Basler Sachversicherungs-AG

Dr. Thomas Sieber

Stv. Vorsitzender

Leiter des Konzernbereichs Corporate Center, Baloise Group

Gert De Winter

Vorsitzender der Konzernleitung, Baloise Group

* von den Arbeitnehmern gewählt

Vorstand

Dr. Jürg Schiltknecht

Seit dem 01.01.2013 Mitglied des Vorstands, seit dem 01.05.2015 Vorsitzender des Vorstands,

verantwortlich für die Bereiche Interne Revision, Recht/Compliance, Risikosteuerung, Unternehmenskommunikation, Zentrales Marketing und Personal

Kay Bölke (bis zum 31.10.2016)

Seit dem 01.05.2015 Mitglied des Vorstands,

verantwortlich für die Bereiche Kapitalanlage, Rechnungswesen und Unternehmensentwicklung

Markus Jost

Seit dem 01.01.2013 Mitglied des Vorstands,

verantwortlich für den Bereich Exklusivvertrieb

Dr. Alexander Tourneau

Seit dem 01.07.2010 Mitglied des Vorstands,

verantwortlich für die Bereiche Maklervertrieb NL, Firmenkundengeschäft NL, Kundenmanagement Sach Spezial und Sach Standard, Kraftfahrt, Partnervertriebe NL, Schaden, SHU Privat, Stab NL, Key Account Management und Vertriebe Ausland

Ralf Stankat

Seit dem 01.04.2015 Mitglied des Vorstands,

verantwortlich für die Bereiche ADM Vertrieb & Querschnitt, ADM Bestand & In-/Output, IT-Betrieb &-Governance, Interne Dienste und Zentraler Einkauf

Julia Wiens (ab 01.02.2017)

Seit dem 01.02.2017 Mitglied des Vorstands,

verantwortlich für die Bereiche Kapitalanlage, Rechnungswesen und Unternehmensentwicklung

Lagebericht

Wirtschaftliche Entwicklungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Jahr 2016 war sowohl wirtschaftlich als auch politisch durch zahlreiche Überraschungen geprägt.

Exponierte Ereignisse waren dabei sicherlich der Brexit, der Ausgang der US-Wahlen sowie die Geldmarktpolitik der Europäischen Zentralbank. Bei der Zinsentwicklung war ein weiterer Rückgang der Rendite der Deutschen/Europäischen Staatsanleihen in diesem Maße nicht erwartet worden. Auch die Entscheidung der Briten bezüglich Europas und der damit verbundene Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union hat die Finanzmärkte erschüttert und die damit verbundenen Folgen sind auch Ende 2016 noch nicht gänzlich abschätzbar. Der dritte signifikante Einschnitt in 2016 waren die US-Wahlen mit dem neuen Präsidenten Donald Trump. Die wirtschaftlichen Folgen der Ausrichtung der USA durch ihren neuen Präsidenten sind noch schwer absehbar, aber es gibt erste Anzeichen einer Stärkung des US-Dollars. Die konkreteren Auswirkungen dieser Entwicklungen werden sich allerdings erst zukünftig in vollem Ausmaß zeigen.

Die deutsche Wirtschaft hat in diesem Umfeld etwas an Schwung verloren, behält aber eine robuste Grunddynamik bei. Die führenden Wirtschaftsinstitute erwarten ein Wachstum zwischen 1,7 und 1,9 Prozent für 2016. Die bisherigen Treiber für das Wachstum wie ein niedriger Eurowert, niedrige Zinsen und geringe Energiepreise verlieren allmählich ihre Kraft. Die oben genannten Unsicherheiten belasten die Planungssicherheit für Unternehmen und können damit zu einer geringeren Investitionsneigung führen. Als Treiber für ein weiteres Wachstum werden Wohnungsbauinvestitionen und weiterhin der private Konsum angesehen. Aus dem Außenhandel kamen in 2016 kaum Impulse für die deutsche Wirtschaft. Hier werden auch für die nähere Zukunft keine positiven Impulse erwartet, vor allem vor dem Hintergrund von zunehmenden protektionistischen Tendenzen.

Die privaten Haushalte profitieren von steigenden Lohneinkommen und Rentenerhöhungen, während die Sparneigung auf niedrigem Niveau verharrt. Die Inflation ist geprägt von einer stabilen Kerninflation (Verbraucherpreise ohne Nahrungsmittel und Energie), die bei 1,2 Prozent liegt.

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv mit einem anhaltenden, wenn auch verlangsamten Stellenaufbau. Im November 2016 gab es knapp 44 Millionen Erwerbstätige, das sind 0,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote ging weiter zurück und lag im November 2016 bei 5,7 Prozent (saisonbereinigt 6,0 Prozent). Für die kommenden Monate wird mit einer fortgesetzten, durch die steigende Anzahl von arbeitssuchenden Geflüchteten abgeschwächten positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt gerechnet.

Entwicklung der Kapitalmärkte

Entwicklung am Rentenmarkt

Der europäische Rentenmarkt hat sich wie bereits im Vorjahr auch in 2016 volatil entwickelt. Die Zinsen waren in den ersten drei Quartalen deutlich rückläufig. Erst im vierten Quartal konnte ausgehend von historischen Tiefständen ein deutlicher Renditeanstieg verzeichnet werden. Die Creditspreads haben sich im Jahresverlauf mehrheitlich seitwärts entwickelt. Unsicherheiten zum realwirtschaftlichen Wachstum am Jahresanfang sowie Sorgen über die Folgen des Brexit zur Jahresmitte hatten die Creditspreads jeweils nur kurzzeitig nach oben getrieben. Zum Jahresende 2016 wurde für 10-jährige Bundesanleihen mit einer Rendite von 0,2 Prozent der Tiefstand vom Juli von zeitweise -0,2 Prozent klar zurückgelassen. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe lag damit um 0,4 Prozentpunkte unter dem Jahresendstand 2015. Der Swapsatz für die gleiche Laufzeit sank von 1,0 Prozent auf 0,7 Prozent, der 30-jährige Swapsatz von 1,6 Prozent auf 1,2 Prozent. Die Notenbanken haben über das gesamte Jahr hinweg die hohe Liquiditätsversorgung der Finanzmärkte aufrechterhalten oder gar ausgebaut. Insbesondere die Europäische Zentralbank (EZB) hat mit ihrem seit März 2015 laufenden Quantitative Easing Programm die Liquidität in den Märkten weiterhin sehr hoch gehalten und mit ihrem Entscheid vom Dezember 2016 auch die zeitliche Verlängerung des Programms beschlossen. Die amerikanische Notenbank FED wiederum hat im Dezember 2016 die Leitzinsen seit der Finanzkrise zum zweiten Mal leicht erhöht.

Entwicklung am Aktienmarkt

Die europäischen Aktienmärkte waren im vergangenen Jahr geprägt von hoher Volatilität. Prägend war insbesondere der sehr schwache Start in das vergangene Jahr. Haupttreiber der Aktienmarktkorrektur war die Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Verfassung Chinas, der starke Rückgang des Ölpreises, der den Netto-Exporteuren zunehmend Probleme bereitete, sowie stagnierende Gewinne der US-Unternehmen. Hinzu kamen Zweifel an der mittelfristigen Wirksamkeit unorthodoxer geldpolitischer Instrumente (Negativzinsen, QE-Programme). Nach dem überraschenden Ausgang des Brexit-Referendums in Großbritannien fielen die europäischen Aktienmärkte um teilweise mehr als 10 Prozent, um sich danach mit Rückgängen im mittleren einstelligen Prozent-Bereich zu fangen. Im letzten Quartal hatte der Ausgang der Präsidentschaftswahlen in den USA den globalen Aktienmärkten schließlich deutlichen Schwung verliehen. Insgesamt war die Entwicklung der Aktienmärkte im abgelaufenen Jahr extrem volatil und endete für die wesentlichen europäischen Indizes knapp unverändert oder mit leichten Anstiegen gegenüber dem Jahresbeginn. Der DAX stieg dank der relativ robusten gesamtwirtschaftlichen Situation Deutschlands nach 9,6 Prozent im Vorjahr um 6,9 Prozent auf einen Schlussstand von 11.481 Punkten. Der Euro Stoxx 50 entwickelte sich schwächer und lag nach einer Steigerung um 4,5 Prozent in 2015 zum Jahresende 2016 mit 3.291 Punkten um 0,7 Prozent im Plus.

Entwicklung der deutschen Versicherungswirtschaft

Die Beitragseinnahmen in der deutschen Versicherungswirtschaft werden nach den Annahmen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) in 2016 vermutlich etwa auf dem Vorjahresniveau liegen. Im Vorjahr lag noch ein Wachstum von 0,7 Prozent vor. Ausschlaggebend für die Beitragsstagnation ist ein differenziertes Bild. In der Schaden- und Unfallversicherung wird mit +2,9 Prozent ein ähnliches Wachstum wie im Vorjahr erwartet (+2,7 Prozent). In der Lebensversicherung werden hingegen mit -2,8 Prozent rückläufige Beiträge prognostiziert, wobei der Rückgang vor allem auf verringerte Einmalbeiträge zurückzuführen ist.

Treiber für das Beitragswachstum in der Schaden- und Unfallversicherung in 2016 sind vor allem Zuwächse durch Beitragssatzanpassungen in der Wohngebäudeversicherung sowie allgemein steigende Versicherungssummen und Deckungserweiterungen in der gewerblichen und privaten Sachversicherung. Allein in der Sachversicherung steigen die Beiträge voraussichtlich um 3,7 Prozent (Vorjahr: +4,1 Prozent), daran hat die Wohngebäudeversicherung mit +7,0 Prozent den stärksten Anteil (Vorjahr: +6,0 Prozent). In der Haftpflichtversicherung tragen im Wesentlichen Beitragsanpassungen zu einem Anstieg um +2,5 Prozent bei. Beitragsanpassungsmöglichkeiten sind auch die Ursache für ein kräftiges Beitragswachstum in der Rechtsschutzversicherung von 5,5 Prozent. In der Kraftfahrtversicherung verlangsamt sich das Wachstum auf +2,5 Prozent (Vorjahr: +3,5 Prozent) und geht nahezu ausschließlich vom Bestandswachstum aus.

Das schwierige Kapitalanlageumfeld mit einem wie im Vorjahr sehr niedrigen Zinsniveau belastete außerdem die Ergebnisse der Versicherer. Insbesondere für Lebensversicherer bleibt es schwierig, im aktuellen Zinsumfeld eine attraktive Verzinsung oberhalb des Garantiezinses zu erwirtschaften. Vor dem Hintergrund der Solvenzanforderungen aus Solvency II stellt sich auch die Durationslücke zwischen den Kapitalanlagen und den ausgesprochenen Garantien der Lebensversicherungen als Herausforderung dar.

Die Lebensversicherungsunternehmen stehen außerdem vor weiteren Herausforderungen. In erster Linie sind die grundlegenden regulatorischen Reformen, der demographische Wandel, die fortschreitende Digitalisierung und die kritische mediale Berichterstattung zu nennen.

Entwicklung Basler Sachversicherungs-AG

Die Basler Sachversicherungs-AG bietet Privatkunden in den Sparten Sach-, Haftpflicht-, Unfall- und Kraftfahrzeugversicherung sowie mittelständischen und industriellen Firmenkunden in den Sparten Sach und Haftpflicht Versicherungsschutz. Die Bestandsverwaltung wird am Hauptsitz in Bad Homburg sowie an den Standorten Bremen, Hamburg und Nürnberg durchgeführt.

Die Produktpalette erstreckt sich vom standardisierten Retailprodukt mit verschiedenen Leistungsstufen für Privatkunden bis zum auf den individuellen Bedarf und die Risikosituation zugeschnittenen Versicherungsschutz für mittelständische und industrielle Firmenkunden. Der Vertrieb der Produkte erfolgt hauptsächlich über Makler, Exklusivvertrieb, OVB und ZEUS. Der Exklusivvertrieb sowie ZEUS haben zur Verfolgung ihres ganzheitlichen Betreuungsansatzes zudem die Möglichkeit, neben den eigenen Sachversicherungen auch Lebensversicherungen der Basler Lebensversicherungs-AG sowie Rechtsschutz-, Sach- und Krankenversicherungen anderer Gesellschaften anzubieten. Die OVB vermittelt im Segment der Lebensversicherungen auch Produkte anderer Gesellschaften.

Geschäftsverlauf

Das Jahr 2016 bei den Basler Versicherungen in Deutschland war bestimmt durch die Einführung des Basler Zukunftsbildes mit dem Ziel "Wir werden erste Wahl für unsere Vertriebspartner". Dabei fokussieren wir uns auf bestimmte Produktsegmente, optimieren in der IT und richten unseren Service konsequent auf unsere Vertriebspartner, Mitarbeiter und Kunden aus.

Unter Fokussierung auf Produktsegmente werden Lösungen für Zielsegmente des Vertriebs verstanden. Passgenaue Lösungen für Vertriebspartner sind Kombinationen aus marktfähigen Produkten, innovativen Verkaufsansätzen und effizienten Prozessen. Damit streben wir den Ausbau unseres Bestands im tariflichen Mittelstands- und Privatgeschäft an. Produktentwicklungen, wie die Bestands- und Innovationsgarantie für verschiedene Privatmarktprodukte, der neue Hausrattarif sowie der neue Sach-Gewerbe Tarif, sind ein Teil dieser Strategie.

Des Weiteren wird im Rahmen des Zukunftsbildes die Optimierung der Systeme und Prozesse vorangetrieben. Projekte, wie zum Beispiel die Anbindung an marktgängige Vergleichsrechner zur Angebotsberechnung oder die Innovation einer "Easy Trade"-Plattform zur elektronischen Antragsbearbeitung, führen zu durchgängig digitalen Arbeitsabläufen.

Die Ausrichtung auf Service bedeutet zum einen verbesserte innerbetriebliche Abläufe, zum anderen die Optimierung der Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern. Der Anspruch ist es, sich in die Lage unserer Vertriebspartner hinein zu versetzen und sie mit Lösungen zu begeistern. Dafür binden wir unsere Vertriebspartner systematisch mit ein.

Neben der Zukunftsbild-Strategie wurde die Verbesserung der Werthaltigkeit im Firmenkundengeschäft verstärkt verfolgt. Daraus resultierten Bestandsmaßnahmen mit dem Ziel der Ertragsverbesserung, die sich auf definierte Zielkundensegmente konzentrierten. In diesen Segmenten wurden neue Kundenverbindungen aufgebaut, von anderen Segmenten fand eine bewusste Trennung statt.

Seit Jahresbeginn wurden mit der Zukunftsbild-Strategie bereits wichtige Umsetzungsmaßnahmen, Initiativen und Mitarbeiterbeteiligungsformate etabliert. Erfolge dieser Maßnahmen zeigen sich bereits in positiven Umfragewerten zur Zufriedenheit unserer Vertriebspartner und Kunden.

Wir wollen unsere gute Ausgangslage jetzt nutzen, um insgesamt wieder zu wachsen, in unseren Zielsegmenten sogar stärker als der Markt.

Beiträge

Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen der Basler Sachversicherungs-AG stiegen im Geschäftsjahr 2016 auf 625,0 Mio. Euro (Vorjahr: 615,0 Mio. Euro) maßgeblich durch das Wachstum im direkten Geschäft. Für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft beliefen sich die Bruttobeitragseinnahmen auf 605,0 Mio. Euro (Vorjahr: 592,1 Mio. Euro). Das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft erreichte 19,9 Mio. Euro (Vorjahr: 23,0 Mio. Euro). Von den gebuchten Bruttobeiträgen des Gesamtgeschäfts verblieben 90,1 Prozent bzw. 563,4 Mio. Euro für eigene Rechnung (Vorjahr: 551,2 Mio. Euro).

Schadenverlauf

Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle im Geschäftsjahr 2016 deutlich von 389,4 Mio. Euro auf 423,7 Mio. Euro erhöht. Die Brutto-Gesamtschadenquote hat sich gegenüber dem Vorjahr von 63,8 Prozent auf 67,7 Prozent erhöht. Dies resultierte aus einer überproportionalen Häufung von Großschäden. Unter Berücksichtigung der Anteile der Rückversicherer betrugen die Schadenaufwendungen für eigene Rechnung 367,2 Mio. Euro (Vorjahr: 334,3 Mio. Euro) bzw. 65,1 Prozent (Vorjahr: 61,2 Prozent) der verdienten Beiträge.

Kostenentwicklung

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen im Geschäftsjahr von 214,3 Mio. Euro auf 218,8 Mio. Euro. Verbunden mit den höheren Beitragseinnahmen blieb die Brutto-Kostenquote gemessen an den verdienten Bruttobeitragseinnahmen mit 35 Prozent in Summe in etwa auf dem Vorjahresniveau (35,1 Prozent).

Versicherungstechnisches Ergebnis

Das versicherungstechnische Nettoergebnis vor Schwankungsrückstellung und ähnlichen Rückstellungen betrug im Geschäftsjahr 2016 -27,4 Mio. Euro (Vorjahr: -3,5 Mio. Euro). Nach Schwankungsrückstellung schloss das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung mit -22,1 Mio. Euro Verlust ab (Vorjahr: 7,6 Mio. Euro Gewinn). Auf Basis der Schadenentwicklung des Geschäftsjahres 2016 ergab sich zudem in der Feuer- und Haftpflichtversicherung eine Erhöhung und in der verbundenen Wohngebäudeversicherung, den Sonstigen Versicherungen und Sonstigen Sachversicherungen eine Auflösung der Drohverlustrückstellungen. Über alle Sparten wurde die Drohverlustrückstellung um 1,2 Mio. EUR erhöht.

Kapitalanlagen und Kapitalerträge

Zum Bilanzstichtag 31.12.2016 verwaltete die Basler Sachversicherungs-AG einen Kapitalanlagenbestand in Höhe von 1.161,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1.129,0 Mio. Euro).

Die europäischen Aktienmärkte waren im vergangenen Jahr geprägt von hoher Volatilität. Prägend waren insbesondere der durch Konjunktursorgen begründete sehr schwache Start in das vergangene Jahr, der überraschende Ausgang des Brexit-Referendums in Großbritannien sowie der Ausgang der Präsidentschaftswahlen in den USA. Insgesamt schlossen die wesentlichen europäischen Indizes knapp unverändert oder mit leichten Anstiegen gegenüber Jahresbeginn.

Die Zinsen sind über sämtliche Laufzeiten hinweg grundsätzlich weiter gefallen, wobei der Zinsrückgang am kurzen Ende der Zinsstrukturkurve geringer ausgefallen ist als bei mittleren und längeren Laufzeiten. Creditspreads haben sich in 2016 gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Auf festverzinsliche Anlagen und übrige Ausleihungen waren Abschreibungen in Höhe von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,3 Mio. Euro) erforderlich. Andererseits konnten auf diese Anlagearten Zuschreibungen in Höhe von 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) vorgenommen werden. Einschließlich der planmäßigen Abschreibungen auf Immobilien von 0,3 Mio. Euro wurden insgesamt 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) an Zuschreibungen und 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 3,2 Mio. Euro) an Abschreibungen und Wertberichtigungen ausgewiesen. Die Abschreibungen auf Beteiligungen beliefen sich auf 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro) und waren ungefähr zu gleichen Anteilen getrieben durch Abschreibungen auf der Beteiligungsholding sowie zweier Immobilien-Beteiligungen. Die Abschreibung auf Aktien von 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro) resultiert aus der negativen Kursentwicklung einer einzelnen Aktie.

Trotz des anhaltend niedrigen Zinsniveaus waren die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen inklusive Beteiligungen mit 25,0 Mio. Euro (Vorjahr: 25,0 Mio. Euro) stabil. Die laufenden Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich von 5,4 Mio. Euro auf 6,5 Mio. Euro.

Im Geschäftsjahr wurden im Gegensatz zum Vorjahr primär durch die geringere Umschichtung festverzinslicher Anlagen deutlich geringere Veräußerungsgewinne in Höhe von 1,1 Mio. Euro realisiert (Vorjahr: 29,5 Mio. Euro). Aufgrund der markant niedrigeren Gewinnrealisierungen lagen die Erträge aus Kapitalanlagen insgesamt bei 27,3 Mio. Euro (Vorjahr: 54,6 Mio. Euro). Gleichzeitig stiegen die Aufwendungen von insgesamt 8,6 Mio. Euro um 0,6 Mio. Euro auf 9,2 Mio. Euro. In Summe ergab sich dadurch ein Rückgang des Kapitalanlageergebnisses auf 18,1 Mio. Euro (Vorjahr: 45,9 Mio. Euro).

Die Nettoverzinsung im Geschäftsjahr betrug 1,6 Prozent (Vorjahr: 4,1 Prozent). Die durchschnittliche Nettoverzinsung der Jahre 2014 bis 2016 belief sich auf 3,4 Prozent. Die laufende Durchschnittsverzinsung nach Verbandsformel betrug 1,6 Prozent (Vorjahr: 1,7 Prozent).

2016 sind die gesamten Bewertungsreserven von 83,8 Mio. Euro bzw. 7,4 Prozent der Kapitalanlagen auf 105,3 Mio. Euro bzw. 9,1 Prozent der Kapitalanlagen gestiegen.

Sonstiges Ergebnis

Im sonstigen Ergebnis wurde ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringerer Verlust von -5,3 Mio. Euro ausgewiesen (Vorjahr: -25,0 Mio. Euro). Maßgeblich dafür sind die im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigeren Aufwendungen für Altersversorgung aufgrund eines in 2016 ausgebliebenen Effektes aus der Zinsänderung (2016: 0,4 Mio. EUR, 2015: 16,2 Mio. EUR) sowie die aufgrund eines Sondereffektes aus internen Verrechnungen höheren sonstigen Erträge (2016: 22,1 Mio. EUR; 2015: 17,3 Mio. EUR).

Gesamtergebnis

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der Basler Sachversicherungs-AG belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf -12,4 Mio. Euro (Vorjahr: 25,4 Mio. Euro). Nach einem außerordentlichen Ergebnis von -9,8 Mio. Euro (Vorjahr: -8,8 Mio. Euro) – das zum überwiegenden Teil aus den Maßnahmen zur Optimierung der Geschäftsprozesse der Basler Versicherungen resultierte – betrug das Jahresergebnis nach Steuern vor Gewinnabführung bzw. Verlustübernahme -22,4 Mio. Euro (Vorjahr: Jahresüberschuss 24,5 Mio. Euro), welches aufgrund eines Gewinnabführungs-/Verlustübernahmevertrages vollständig an die Muttergesellschaft Basler Sach Holding AG abgeführt bzw. durch diese ausgeglichen wird.

Berichterstattung nach Segmenten

Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft

Unfallversicherung

In der Unfallversicherung ist das Bruttobeitragsvolumen gegenüber dem Vorjahr von 94,7 Mio. Euro auf 95,6 Mio. Euro angestiegen. Die Brutto-Gesamtschadenquote erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 42,7 Prozent (Vorjahr: 32,4 Prozent) – unter anderem begründet in einer erhöhten Großschadenlast. Die Brutto-Kostenquote gemessen an den verdienten Bruttobeitragseinnahmen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr auf 46,3 Prozent (Vorjahr: 45,0 Prozent. Für eigene Rechnung ergaben sich eine Gesamtschadenquote von 40,3 Prozent (Vorjahr: 31,4 Prozent) sowie eine Kostenquote von 48,1 Prozent (Vorjahr: 46,9 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung schloss vor sowie nach Schwankung mit einem Gewinn von 12,8 Mio. Euro (Vorjahr: 20,8 Mio. Euro) ab.

Haftpflichtversicherung

Das Bruttobeitragsvolumen lag mit 88,1 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (85,4 Mio. Euro). Die Brutto-Gesamtschadenquote erhöhte sich auf 91,1 Prozent (Vorjahr: 71,4 Prozent). Für eigene Rechnung belief sich die Gesamtschadenquote in 2016 auf 88,0 Prozent (Vorjahr: 71,8 Prozent). Die Kostenquote gemessen an den verdienten Bruttobeitragseinnahmen erhöhte sich brutto von 36,9 Prozent auf 37,2 Prozent, wobei die Gesamtkostenquote für eigene Rechnung einen leichten Rückgang von 39,1 Prozent auf 39,0 Prozent aufwies. Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung vor Schwankung war mit -25,0 Mio. Euro negativ (Vorjahr: -11,0 Mio. Euro). Nach Schwankung ergab sich ein versicherungstechnischer Verlust von 15,6 Mio. Euro (Vorjahr: -0,4 Mio. Euro). Der Rückgang des versicherungstechnischen Ergebnisses um 15,2 Mio. Euro resultiert aus erhöhten Spätschäden.

Kraftfahrt

Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung

In der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung verminderte sich das Bruttobeitragsvolumen im Geschäftsjahr 2016 von 43,4 Mio. Euro auf 42,5 Mio. Euro. Die Brutto-Gesamtschadenquote reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um mehr als acht Prozentpunkte (2016: 82,2 Prozent; Vorjahr: 90,6 Prozent). Die Gesamtschadenquote für eigene Rechnung ist von 74,3 Prozent auf 82,6 Prozent angestiegen. Die Gesamtkostenquote für eigene Rechnung gemessen an den verdienten Bruttobeitragseinnahmen hat sich von 25,4 Prozent auf 24,6 Prozent reduziert. Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung ergab vor Schwankung (2016: -2,1 Mio. Euro; Vorjahr: 1,0 Mio. Euro) sowie nach Schwankung (2016: -2,8 Mio. Euro; Vorjahr: 3,2 Mio. Euro) einen leichten Verlust.

Sonstige Kraftfahrtversicherungen

Bei den sonstigen Kraftfahrtversicherungen fiel das Bruttobeitragsvolumen gegenüber dem Vorjahr von 41,4 Mio. Euro auf 40,1 Mio. Euro. Die Schadenquote für eigene Rechnung erhöhte sich von 73,7 Prozent auf 80,1 Prozent. Die Kostenquote für eigene Rechnung gemessen an den verdienten Bruttobeitragseinnahmen sank leicht gegenüber dem Vorjahr (2016: 24,3 Prozent; Vorjahr: 24,4 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung vor Schwankung war mit -1,7 Mio. EUR negativ (Vorjahr: +0,8 Mio. EUR). Nach Schwankung ergab sich ein versicherungstechnischer Verlust von -1,4 Mio. Euro (Vorjahr: +1,7 Mio. Euro).

Feuer- und Sachversicherung

Feuerversicherung

Die gebuchten Bruttobeiträge in der Feuerversicherung beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 21,5 Mio. Euro (Vorjahr: 20,4 Mio. Euro). Die Brutto-Gesamtschadenquote erhöhte sich in 2016 von 31,8 Prozent auf 116,6 Prozent. Für eigene Rechnung belief sich die Gesamtschadenquote auf 89,2 Prozent (Vorjahr: 41,2 Prozent). Die Kostenquote für eigene Rechnung gemessen an den verdienten Bruttobeitragseinnahmen sank auf 47,1 Prozent (Vorjahr: 50,1 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung vor Schwankung war mit -13,6 Mio. Euro negativ (Vorjahr: -0,2 Mio. Euro), nach Schwankung ergab sich ein versicherungstechnischer Verlust in Höhe von -9,0 Mio. Euro (Vorjahr: -2,2 Mio. Euro).

Verbundene Hausratversicherung

Die gebuchten Bruttobeiträge in der Verbundenen Hausratversicherung beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 37,2 Mio. Euro (Vorjahr: 36,7 Mio. Euro). Die Brutto-Gesamtschadenquote konnte auf 42,7 Prozent (Vorjahr: 44,3 Prozent) gesenkt werden. Die Gesamtschadenquote für eigene Rechnung belief sich auf 45,0 Prozent (Vorjahr: 47,9 Prozent). Die Kostenquote gemessen an den verdienten Bruttobeitragseinnahmen erhöhte sich brutto von 43,0 Prozent auf 44,4 Prozent und netto von 46,9 Prozent auf 49,0 Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung war sowohl vor (2016: 1,1 Mio. Euro; Vorjahr: 0,9 Mio. Euro) als auch nach Schwankung (2016: 1,1 Mio. Euro; Vorjahr: 0,9 Mio. Euro) positiv.

Verbundene Gebäudeversicherung

Die gebuchten Bruttobeiträge sind in 2016 auf 84,6 Mio. Euro (Vorjahr: 76,1 Mio. Euro) angestiegen. Die Brutto-Gesamtschadenquote verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr und lag bei 62,0 Prozent (Vorjahr: 63,4 Prozent). Die Brutto-Kostenquote gemessen an den verdienten Bruttobeitragseinnahmen lag mit 38,4 Prozent über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 37,8 Prozent). Für eigene Rechnung ergab sich eine Gesamtschadenquote von 66,3 Prozent (Vorjahr: 64,0 Prozent). Die Kostenquote für eigene Rechnung lag bei 43,8 Prozent (Vorjahr: 42,6 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung war vor Schwankung (2016: -6,0 Mio. Euro; Vorjahr: -0,5 Mio. Euro) sowie nach Schwankung (2016: -13,0 Mio. Euro; Vorjahr: -5,1 Mio. Euro) negativ.

Sonstige Sachversicherungen

Es wurden gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von 85,6 Mio. Euro erzielt (Vorjahr: 82,7 Mio. Euro). Der Anstieg der Beiträge ging im Wesentlichen auf die Feuer EC Versicherung und die Technischen Versicherungen zurück. Die Brutto-Gesamtschadenquote ging im Vergleich zum Vorjahr auf 60,8 Prozent (Vorjahr: 64,1 Prozent) zurück. Für eigene Rechnung belief sich die Gesamtschadenquote auf 62,2 Prozent (Vorjahr: 64,0 Prozent). Die Kostenquote gemessen an den verdienten Bruttobeitragseinnahmen betrug brutto 35,3 Prozent (Vorjahr: 35,4 Prozent). Für eigene Rechnung sank die Kostenquote gegenüber dem Vorjahr 38,2 Prozent (Vorjahr: 38,6 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung wies sowohl vor als auch nach Schwankung mit 0,3 Mio. Euro einen leichten Gewinn aus (Vorjahr: -3,7 Mio. Euro).

Davon Technische Versicherungen

Die gebuchten Bruttobeiträge der Technischen Versicherungen mit den Zweigen Bauleistung, Elektronik, Maschinen und Montage beliefen sich auf 47,0 Mio. Euro (Vorjahr: 46,1 Mio. Euro). Die Brutto-Gesamtschadenquote betrug im Berichtsjahr 70,9 Prozent (Vorjahr: 73,9 Prozent). Für eigene Rechnung betrug die Gesamtschadenquote 70,5 Prozent (Vorjahr: 73,9 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung schloss vor sowie nach Schwankung mit einem Verlust von -1,8 Mio. Euro (Vorjahr:-2,9 Mio. Euro) ab.

Transport- und Luftfahrtversicherung

Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen lagen in der Transport- und Luftfahrtversicherung bei 49,0 Mio. Euro (Vorjahr: 52,3 Mio. Euro). Die Brutto-Gesamtschadenquote sank auf 57,3 Prozent (Vorjahr: 72,8 Prozent). Die Gesamtschadenquote für eigene Rechnung belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 63,2 Prozent (Vorjahr: 76,1 Prozent). Die Kostenquote brutto gemessen an den verdienten Bruttobeitragseinnahmen erhöhte sich auf 32,8 Prozent (Vorjahr: 31,1 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung war sowohl vor Schwankung (2016: ‑1,5 Mio. Euro; Vorjahr: -7,0 Mio. Euro) als auch nach Schwankung negativ (2016: -3,3 Mio. Euro; Vorjahr: -3,4 Mio. Euro).

Sonstige Versicherungen

In den sonstigen Versicherungszweigen wurden gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von 58,0 Mio. Euro erzielt (Vorjahr: 55,6 Mio. Euro). Die Brutto-Gesamtschadenquote erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr auf 88,0 Prozent (Vorjahr: 82,0 Prozent), während die Brutto-Kostenquote gemessen an den verdienten Bruttobeitragseinnahmen leicht sank (2016: 31,5 Prozent; Vorjahr: 32,1 Prozent). Für eigene Rechnung belief sich die Gesamtschadenquote auf 63,3 Prozent (Vorjahr: 67,9 Prozent) sowie die Kostenquote auf 34,3 Prozent (Vorjahr: 35,0 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung wies vor Schwankung (2016: 2,9 Mio. Euro; Vorjahr -3,9 Mio. Euro) sowie nach Schwankung (2016: 3,3 Mio. Euro; Vorjahr -4,0 Mio. Euro) einen Gewinn aus.

Kredit- und Kautionsversicherung

In der Kredit- und Kautionsversicherung wurden gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von 3,0 Mio. Euro erzielt (Vorjahr: 3,3 Mio. Euro). Die Brutto-Gesamtschadenquote reduzierte sich um acht Prozentpunkte auf 46,1 Prozent (Vorjahr: 54,3 Prozent). Die Brutto-Kostenquote gemessen an den verdienten Bruttobeitragseinnahmen sank auf 50,1 Prozent (Vorjahr: 54,2 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung wies vor Schwankung einen Gewinn von 0,1 Mio. Euro auf (Vorjahr: -0,4 Mio. Euro). Nach Schwankung verringert sich der Gewinn auf 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: -0,3 Mio. Euro). Da in dieser Sparte aufgrund des geringen Volumens keine Rückversicherung besteht, gleicht das Bruttoergebnis dem Nettoergebnis.

Gesamtes in Rückdeckung übernommenes Geschäft

Das in Rückdeckung übernommene Geschäft umfasst die Rechtsschutzversicherung, Haftpflichtversicherung, Feuer- und Sachversicherung, Transportversicherung, Technische Versicherung, Sonstige Versicherungen und die Lebensversicherung. Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen des gesamten in Rückdeckung übernommenen Geschäfts betrugen insgesamt 19,9 Mio. Euro (Vorjahr: 23,0 Mio. Euro). Für eigene Rechnung belief sich die Gesamtschadenquote auf 37,5 Prozent (Vorjahr: 64,3 Prozent) sowie die Kostenquote auf 1,2 Prozent (Vorjahr: 38,1 Prozent). Das gesamte in Rückdeckung übernommene Geschäft schloss nach Schwankung mit einem versicherungstechnischen Nettogewinn von 5,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) ab.

Liquidität

Mit unserem konservativ ausgerichteten Liquiditätsmanagement haben wir die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit gewährleistet.

Auslandsniederlassungen

Die Basler Sachversicherungs-AG vertreibt Geschäft über Niederlassungen in Tschechien (Prag) mit einem Beitragsvolumen in Höhe von 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro) und in der Slowakei (Bratislava) mit einem Beitragsvolumen in Höhe von 4,7 Mio. Euro (Vorjahr: 4,5 Mio. Euro).

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Basler Sachversicherungs-AG, Bad Homburg, wird zu 100 Prozent mittelbar über die Basler Sach Holding AG, Hamburg, von der BASLER Versicherung Beteiligungen B.V. & Co. KG, Hamburg, gehalten (Mehrheitsbeteiligung i.S.d. § 17 AktG i.V.m. § 16 Abs. 1 AktG). Die BASLER Versicherung Beteiligungen B.V. & Co. KG, Hamburg, wird ihrerseits zu 100 Prozent von der Bâloise Delta Holding S.a.r.l., Luxemburg, gehalten, deren Anteile sich wiederum im Besitz der Bâloise Holding AG, Basel, befinden.

Mit der Basler Sach Holding AG besteht seit dem 1.1.2015 ein Ergebnisabführungsvertrag.

Die Mitglieder des Vorstands der Basler Sachversicherungs-AG bilden gleichzeitig den Vorstand der Basler Lebensversicherungs-AG und der Basler Sach Holding AG.

Mitarbeiter

Zum 31.12.2016 waren bei der Basler Sachversicherungs-AG im Rahmen von Mehrfacharbeitsverträgen (inkl. Auszubildende) 1.682 Mitarbeiter beschäftigt (1.532 FTE).

Die Basler Sachversicherungs-AG setzt auf Wachstum in definierten Zielsegmenten und baut die Vertriebs- und Serviceorientierung weiter aus. Die Beteiligung der Mitarbeiter bei diesen Prozessen und die frühzeitige und gezielte Entwicklung der entsprechenden Mitarbeiterkompetenzen sowie die Implementierung einer entsprechend förderlichen Unternehmenskultur waren Schwerpunkte in 2016.

Um die Wachstumsziele nachhaltig zu stützen, werden sowohl die laufenden Erstausbildungsaktivitäten als auch entsprechende zukünftige Ausbildungsstrukturen an allen Standorten sukzessive darauf ausgerichtet. Unsere Auszubildenden für Versicherung werden gezielt in den Wachstumssegmenten qualifiziert und das Thema Vertriebs- und Serviceorientierung wird intensiv gelebt. Dies gilt auch für unsere Auszubildenden im Bereich Fachinformatik, die wir neben der fachlichen Weiterbildung auch hinsichtlich Serviceverhalten und Vertriebsdenken besonders entwickeln. Die Studenten in ausbildungsintegrierten / dualen Studiengängen zum "Bachelor of Science in Insurance and Finance" haben hohes fachliches Know-how in den Querschnittsfunktionen und sollen dadurch einen wichtigen Beitrag leisten, übergreifendes Denken und Handeln im Unternehmen noch intensiver zu leben. Die Ausbildungsergebnisse liegen seit Jahren über dem Durchschnitt.

Dem Unternehmen ist es wichtig, immer wieder auch durch gezielte externe Entwicklungsimpulse die Weiterentwicklung der Belegschaft voran zu treiben und neues Wissen zu integrieren. Dies wird durch vielfältige Förderungsmaßnahmen unterstützt. Ein besonderes Entwicklungsaugenmerk legen wir auf die sogenannten weichen Faktoren, indem im Bereich Kommunikation und persönlicher Entwicklung vielfältige Maßnahmen angeboten werden. Die Themen Wertschätzung, Leistungskultur, Mitarbeiterorientierung und Führung haben dabei einen besonders hohen Stellenwert und werden gezielt gefördert.

Die Teilnahme an außerbetrieblichen weiterführenden Studien- und Ausbildungsgängen an Universitäten und Instituten, um bei den Mitarbeitern den Anbau von Spezialwissen zu unterstützen, fördern wir intensiv, denn es hilft uns, das Unternehmen fachlich und persönlich weiterzuentwickeln.

Einzelne Maßnahmen der Führungskräftequalifizierung wurden gezielt weiterentwickelt und um neue Aktivitäten ergänzt. Die Entwicklung einer auf die zukünftigen Anforderungen ausgerichteten Unternehmenskultur ist im immer agileren Versicherungsmarkt eine überlebenswichtige Fähigkeit, die besonders von den Führungskräften zu gestalten ist. Hierzu beraten wir Führungskräfte bei der Neuaufstellung ihrer Bereiche und der Entwicklung service- und vertriebsorientierter Prozesse und Kulturen. Ein Mix aus individuellen Beratungen, Workshop- und Coachingangeboten unterstützt Führungskräfte und Mitarbeiter entsprechende Veränderungen erfolgreich zu gestalten.

Mit unseren Personalentwicklungsmaßnahmen und Weiterbildungsangeboten reagieren wir frühzeitig auf zukünftige Herausforderungen und die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Hierbei hat die gezielte Förderung notwendiger Qualifikationen im Zusammenspiel mit den Führungskräften einen besonderen Stellenwert. Wir legen dabei Wert auf eine ausgewogene Abstimmung von externen Impulsen und internen Qualifizierungsmaßnahmen.

Unsere internen und externen Seminarmaßnahmen zeichnen sich durch eine große Angebotsbreite, zeitliche Flexibilität und Bedarfszuschnitt aus. So stehen neben Fachseminaren für die Mitarbeiter bspw. Kurse in den Bereichen Kommunikation, persönliche Entwicklung, Informatikanwendungen und zur Gestaltung der persönlichen Work-Life-Balance bereit.

Im gesamten Unternehmen wurden neue Mitwirkungs- und Beteiligungsformate etabliert und eingeleitet. Sie ermöglichen z.B. die Information über die aktuelle Unternehmensstrategie, die Mitgestaltung einer mitarbeiterorientierten und leistungsfördernden Kultur oder die Beteiligung an der konzernweiten Unternehmenskulturbefragung.

Wir sind davon überzeugt, mit unseren hoch qualifizierten Mitarbeitern die zukünftigen Anforderungen erfolgreich zu meistern und unsere ambitionierten Ziele zu erreichen.

Der Vorstand dankt allen Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz und ihre guten Leistungen.

Kundenzufriedenheit

Die Bedürfnisse unserer Kunden haben für die Basler Versicherungen eine zentrale Bedeutung.

Deshalb hat die Basler in 2016 eine Servicestrategie entwickelt. Im Vorhinein wurden die zentralen Kundenbedürfnisse ermittelt, um sie in die Strategie einfließen lassen zu können.

Neben der Bereitstellung von maßgeschneiderten Produkten stehen die Servicierung unserer Kunden und die Unterstützung unserer Vertriebspartner im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns. In den kundennahen Serviceteams bestehen Service-Level-Vereinbarungen und Serviceziele, die mit den Vertriebspartnern regelmäßig besprochen und überprüft werden

Über Befragungen und Auswertungen von unabhängigen Marktquellen und aus eigenen Quellen erfolgt ein kontinuierliches Monitoring zur Kundenorientierung und der von unseren Kunden wahrgenommenen Servicequalität. So nehmen wir regelmäßig am Wettbewerb Top Service Deutschland teil, um die Verbesserung, die sich aus den im Rahmen der Servicestrategie initiierten Maßnahmen ergibt, messen zu können.

Ziel ist es, unseren Kunden besten Service zu bieten.

Unternehmensreputation

Die Basler Versicherungen kommen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung in den Bereichen Umwelt-schutz, Kunst, Soziales Engagement und Prävention nach. Sie unterstützen eine Vielzahl von Projekten und Initiativen vorrangig an den Verwaltungs- und Vertriebsstandorten.

Im Jahr 2016 gehörte dazu die wiederholte Teilnahme vieler Mitarbeiter an der Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) und der AOK. Dabei lassen Mitarbeiter möglichst oft das Auto stehen und nutzen stattdessen das Fahrrad für den Weg zur Arbeit. Weiterhin wird am Standort Bremen die "Stiftung NordWest Natur" bereits seit über 20 Jahren unterstützt. Sie setzt sich für die Pflege der "Borgfelder Wümmewiesen" ein, die seit 1987 Bremens größtes Naturschutzgebiet sind.

Die Basler Versicherungen gehen auch selbst schonend mit natürlichen Ressourcen um. So ist zum Beispiel das Direktionsgebäude in Bad Homburg seit 2010 "Ausgezeichneter ÖKOPROFIT Betrieb". Grundlage dafür ist die kontinuierliche Reduzierung des Ressourcenverbrauchs im Unternehmen, insbesondere an Wasser und Energie.

Den Kern des Kunst-Engagements bildet "Kunst privat!", eine Aktion der Hessischen Landesregierung. Im Rahmen der Aktion machen ausgewählte Unternehmen ihre Kunstsammlungen an einem Wochenende im Jahr Besuchern zugänglich. Die Basler Versicherungen beteiligten sich daran 2016 zum neunten Mal.

Seit mehr als 30 Jahren veranstalten die Basler Versicherungen am Standort Hamburg für alle aktuellen und ehemaligen Mitarbeiter und deren Familien ein Weihnachtskonzert. Mit den Erlösen der Weihnachtskonzerte werden wohltätige Initiativen in Hamburg unterstützt, so zum Beispiel im Jahr 2016 die Initiativen Familienhafen e.V. (ein Kinderhospizdienst) und Heim mit Herz (Wohnprojekt für kinderreiche Familien).

Kunden und in Teilen auch die allgemeine Öffentlichkeit profitieren von breit angelegten Präventionsmaßnahmen der Basler Versicherungen. Im Rahmen von "Sicherheitsbausteinen" werden klassische Versicherungsleistungen mit intelligenter Prävention verbunden, indem Maßnahmen zur Verhinderung von Schäden fest in der Beratung sowie in den Produkten und Dienstleistungen verankert sind.

Risikobericht

Risikoorganisation und -prinzipien

Das Managen von Unternehmensrisiken hat eine herausragende Bedeutung in der Unternehmensführung. Gerade die volatilen Finanzmärkte zeigen, wie wichtig ein professionelles Risikomanagement ist. Die Basler Sachversicherungs-AG setzt sich permanent mit dem Thema Risiko auseinander. Im Rahmen des Risikomanagements haben wir daher Prozesse, Modelle sowie Strukturen entwickelt und implementiert mit dem Ziel, diese Fähigkeiten ständig weiterzuentwickeln und an die herrschende Situation anzupassen. Organisatorisch ist das Risikomanagement im Ressort des Vorstandsvorsitzenden angesiedelt.

Als wesentliches Element unseres Risikomanagements sichert das Governance-System eine ganzheitliche risikoorientierte Steuerung. Es gewährleistet zudem, dass unser Gesamtrisikoprofil im Einklang mit unserer Geschäfts- und Risikostrategie aber auch unserer Risikotragfähigkeit steht. Die risikoorientierte Aufbau- und Ablauforganisation, ein abgestimmtes System von schriftlichen Leitlinien sowie die Arbeit von Gremien u.a. zu den Themenbereichen Asset Liability Management und Gesamtrisikobeurteilung sichern den disziplinierten Umgang mit wesentlichen Risiken und die Einhaltung aufsichtsrechtlicher Vorgaben.

Gemäß den Anforderungen nach Solvency II hat der Vorstand für die Gesellschaft verantwortliche Inhaber von Schlüsselfunktionen benannt, die über ihren Verantwortungsbereich objektiv und frei von Einflüssen direkt an den Vorstand berichten: die Interne Revision, die Risikomanagement-Funktion, die Compliance-Funktion und die Versicherungsmathematische Funktion.

Für Störfälle, Notfälle und Krisen existieren Notfallpläne, die die Fortführung der wesentlichen Aktivitäten des Geschäftsbetriebs gewährleisten bzw. möglichst schnell und geordnet den normalen Geschäftsbetrieb wiederherstellen.

Risikomanagementprozess

Der Risikomanagementprozess basiert auf Identifikation, Klassifizierung, Bewertung, Kontrolle und Berichterstattung wesentlicher Risiken sowie auf der Festlegung und Steuerung aller notwendigen risikomindernden Maßnahmen.

Risikoanalysen werden auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Unternehmensbereichen durchgeführt. So berechnen wir regelmäßig die Solvenz-Bedeckung nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben, auch unter Berücksichtigung von eigenen Einzel- und kombinierten Stresstests bezogen auf unterschiedliche Kapitalmarktentwicklungen. Wir ziehen dazu sowohl das Standardmodell als auch den Swiss Solvency Test (SST) heran. Auf Basis der Businessplanung werden zusätzlich zukunftsgerichtete Solvenz-Berechnungen durchgeführt. Daneben haben wir in Zusammenarbeit mit dem Risikomanagement in der Schweiz ein System zur Einzelrisikoberichterstattung entwickelt. Zweimal jährlich identifizieren festgelegte Risk Owner bestehende und/oder drohende Risiken in allen Unternehmensbereichen. Jedes wesentliche Einzelrisiko wird dabei mit seiner möglichen Verlusthöhe und seiner Eintrittswahrscheinlichkeit nach dem Einsatz von risikomindernden Maßnahmen bewertet. Neben den Risk Ownern wurden funktionsunabhängige Risk Controller benannt, die die Durchführung des systematischen Risiko-Controllings und Risiko-Reportings verantworten. Einen weiteren Baustein unseres Risikomanagementprozesses bildet das sogenannte Limitsystem, das eine Vielzahl von risikorelevanten Kennzahlen mit einem Ampel-System bewertet und einen Beitrag zur Risikofrüherkennung leistet.

In halbjährlich stattfindenden Risikokonferenzen werden das Risikoinventar und alle weiteren Risikoanalysen diskutiert und die Ergebnisse zu einer Gesamtrisikobeurteilung zusammengefasst. Die Dokumentation des Risikomanagementprozesses erfolgt in einem ausführlichen ORSA-Bericht (ORSA = Own Risk and Solvency Assessment). Dieser stellt die Ergebnisse aller Risikoanalysen einer Periode dar. Er wird unter anderem dem Vorstand, dem Aufsichtsrat, den Wirtschaftsprüfern und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Verfügung gestellt.

Zur Sicherstellung der finanziellen Berichterstattung sowie der Überwachung operationeller und Compliance-Risiken ist ein Internes Kontrollsystem (IKS) eingerichtet worden. Im Rahmen dessen werden alle wesentlichen Kern-, Unterstützungs- und Führungsprozesse des Unternehmens inklusive aller Risiken und Kontrollmechanismen zentral erfasst und dokumentiert. So können Ineffizienzen und Kontrolllücken in unseren Prozessen frühzeitig erkannt und beseitigt werden.

Mit dem Start von Solvency II haben wir in 2016 ein sogenanntes Day 1 Reporting und regelmäßige Quartalsberichte im Rahmen der quantitativen Berichterstattung erstellt. Zur Vorbereitung auf die Berichterstattung ab 2017 haben wir außerdem Testläufe für die komplette quantitative (QRTs = Quantitative Reporting Template) und qualitative Berichterstattung (RSR = Regular Supervisory Report; SFCR = Solvency and Financial Condition Report) durchgeführt. Daneben wird sich unser Risikomanagement durch Verfeinerungen in den Annahmen und Methoden zu Solvency II und zum Swiss Solvency Test (SST) auch weiterhin qualitativ und quantitativ weiterentwickeln.

Risikolage

Versicherungstechnische Risiken

Die versicherungstechnischen Risiken bestehen aus dem Prämien-/Schadenrisiko sowie dem Reserverisiko und bezeichnen die Gefahr, dass durch Zufall, Irrtum oder Änderung der tatsächliche Aufwand für Schäden und Leistungen vom erwarteten Aufwand abweicht.

Prämien-/Schadenrisiko

Unter dem Prämien-/Schadenrisiko versteht man, dass die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses vereinbarten Prämien nicht zur Zahlung von künftig erwarteten Schäden und Leistungen ausreichen.

Um diese Risiken zu begrenzen, geben wir in allen betriebenen Versicherungszweigen Zeichnungs-Richtlinien und Zeichnungs-Limits vor. Die gezeichneten Risiken werden ferner mit einem umfangreichen Rückversicherungsprogramm mit bonitätsstarken Rückversicherungspartnern begrenzt. Seit dem Jahr 2016 nutzen wir zudem eine erweiterte Frequenzdeckung mit niedrigerer Priorität für Großschäden.

Bei der Auswahl unserer angebotenen Produkte und bei unseren Prämienkalkulationen beziehen wir zusätzlich zu unseren eigenen Erfahrungsdaten Marktbeobachtungen und Marktstatistiken mit ein. Den Ertragsverlauf des Portfolios beobachten wir mithilfe eines regelmäßigen Sparten-Controllings, welches u.a. über eine Ampellogik auf Handlungsfelder hinweist und notwendige Maßnahmen einleitet. Sofern sich aus dem Verlauf ein Sanierungsbedarf ergibt, setzen wir diesen ergebnisorientiert um und nehmen bei Bedarf auch Anpassungen in der Zeichnungspolitik und/oder Änderungen der Tarifansätze vor.

Zur Abschätzung von Risiken aus Naturkatastrophen wie Stürmen, Überschwemmungen und Erdbeben nutzen wir spezielle Modellierungsmethoden, mit deren Hilfe wir insbesondere Kumuleffekte quantifizieren können. Zur Risikominderung von Kumulrisiken im Naturgefahrenbereich setzen wir Rückversicherung ein.

Reserverisiko

Unter dem Reserverisiko versteht man, dass die vorhandenen Schadenreserven nicht für zukünftige Schadenzahlungen ausreichen. Für am Bilanzstichtag ausstehende und künftige, das Bilanzjahr betreffende Schadenverpflichtungen bilden wir bedarfsgerechte Einzel- und Pauschalreserven. Dabei werden die zu erwartenden Schadenaufwände auch mit aktuariellen Berechnungen ermittelt.

Den speziellen Risiken in der gewerblichen Haftpflichtversicherung, insbesondere in der Krankenhaus-Haftpflichtversicherung, tragen wir aufgrund sehr langfristiger Schadenverläufe mit einer konservativen Reservepolitik sowie umfassenden Risikoanalysen im Rahmen der Risikozeichnung Rechnung.

In den letzten zehn Jahren haben sich die Schadenquoten und Abwicklungsergebnisse für eigene Rechnung wie folgt entwickelt:

Jahr Schaden-Quote in %*) Abwicklungs-Quote in %**)
2016 65,70% 5,00%
2015 61,20% 6,60%
2014 56,20% 10,10%
2013 63,30% 11,20%
2012 57,40% 14,90%
2011 72,60% 13,00%
2010 68,60% 19,10%
2009 65,60% 11,20%
2008 60,60% 24,00%
2007 63,40% 24,10%

*) Nettoschadenaufwendung in % der verdienten Nettobeitrage

**) Nettoabwicklungsergebnis in % der Nettoschadenrückstellung des Vorjahres

Risiken aus Forderungsausfall

Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft bestehen gegenüber

· Kunden (durch Beitragsforderungen),

· Versicherungsvermittlern (z. B. bei Inkassoberechtigung oder Provisionsrückforderungen) sowie

· Mit- und Rückversicherern.

Die Risiken aus dem Ausfall von Kundenforderungen und Beitragsforderungen aus dem Mitversicherungsgeschäft werden zum einen durch maschinelle Mahnverfahren im Zentralinkasso und zum anderen durch direkte Zahlungsaufforderungen und ständige Kontrollen im Vermittlerinkasso begrenzt. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Für zweifelhafte Forderungen bilden wir Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen in angemessener Höhe auf Basis von Erfahrungswerten. Am Bilanzstichtag beliefen sich ausstehende Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als 90 Tagen auf ca. 10,3 Mio. Euro (Vorjahr: 10,9 Mio. Euro).

Bei der Wahl der Rückversicherungspartner achten wir insbesondere auf Bonitätsstärke. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit des Ausfalls von Rückversicherungsforderungen weitgehend reduziert. Von den zum 31.12.2016 ausgewiesenen Abrechnungsforderungen gegenüber Rückversicherern sowie Anteilen der Rückversicherer an unseren versicherungstechnischen Rückstellungen von insgesamt 219,0 Mio. Euro entfallen 95,2 Prozent (Vorjahr: 93,0 Prozent von 190,6 Mio. Euro) auf Gesellschaften mit einem Rating von AA bis A.

Gemäß den konzernweit geltenden Risikomanagementstandards arbeiten wir überwiegend mit Rückversicherern, die über ein Standard & Poor's-Mindestrating von A verfügen.

Nach Korrektur um Einzel- und Pauschalwertberichtigungen verbleibt für die Gesellschaft insgesamt nur noch ein geringes Forderungsausfallrisiko.

Risiken aus Kapitalanlagen

Die Kapitalanlagestrategie wird unter strikter Beachtung aller gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Bestimmungen festgelegt. Stärker als jeder andere Bereich sind die Kapitalanlagen von Marktentwicklungen und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Im Rahmen der Risikoberichterstattung und Risikofrüherkennung spielt deshalb der Umgang mit Kapitalanlagerisiken eine herausragende Rolle. Zur Erfüllung der Leistungsversprechen gegenüber unseren Kunden messen wir den Kriterien Sicherheit, Liquidität und Rentabilität besonders hohe Bedeutung bei. Wir vermeiden Risiken, die nicht zuverlässig eingeschätzt, kalkuliert und abgesichert werden können. Anlageentscheidungen basieren auf der jeweils aktuellen Risikotragfähigkeit der Gesellschaft, die wir laufend bestimmen.

Die Basler Sachversicherungs-AG betreibt eine größtenteils konservative Anlagepolitik. Sie investiert in Immobilien, festverzinsliche Wertpapiere, Aktien, Geldanlagen, Beteiligungen und in geringem Umfang in Private Equity (1,6 Prozent am Marktwert des Gesamtbestandes der Kapitalanlage). Die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft sowie die aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Mischung und Streuung bestimmen dabei die Zusammensetzung dieser Kapitalanlagen (Asset Allocation). Der Anlagefokus liegt schwerpunktmäßig auf europäischen Märkten und erfolgt – zur Vermeidung von Währungsrisiken – überwiegend in Euro. Unsere Anlagepolitik spiegelt sich auch in der Höhe unserer Aktienquote wider. Mit einer Quote von ca. 4,9 Prozent (Vorjahr: 4,9 Prozent) und einer Absicherung der Aktienbestände mit derivativen Finanzinstrumenten können größere Aktienkursrückschläge verkraftet werden. Zur jederzeitigen Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen führen wir eine Liquiditätsplanung durch und halten ausreichend hohe Bestände an kurzfristig liquidierbaren Titeln und Festgeldern. Unsere Bestände in festverzinslichen Wertpapieren zeichnen sich weiterhin durch hohe Liquidität und Bonität aus. Zur Beschränkung von Konzentrationsrisiken haben wir interne Limits gesetzt.

Am Bilanzstichtag betrug die Modified Duration des Rentenportfolios (Inhaber- und Namensschuldverschreibungen sowie Schuldscheinforderungen und Darlehen) der Gesellschaft 5,3 Prozent (Vorjahr: 5,4 Prozent).

Die bestehenden Risiken im Kapitalanlagebereich lassen sich grundsätzlich in die folgenden Bereiche einordnen:

· Marktpreisrisiken,

· Bonitätsrisiken (bzw. Kreditrisiken),

· Liquiditätsrisiken und

· Währungsrisiken.

Unser Risikomanagement beobachtet, analysiert und bewertet permanent die vorstehend identifizierten Risikoarten. Gleichzeitig werden adäquate, risikomindernde Maßnahmen angestoßen, sofern diese erforderlich sind.

Marktpreisrisiken

Als Marktpreisrisiko bezeichnet man das Risiko finanzieller Verluste auf Grund der Änderung von Marktpreisen, zum Beispiel von Aktienkursen, Zinsen oder Wechselkursen.

Wir begrenzen die möglichen Auswirkungen von Marktpreisrisiken, indem wir breit über verschiedene Anlageklassen streuen und die jeweiligen Anteile variieren. Innerhalb einer Anlageklasse werden qualitative und quantitative Limits vorgegeben, um Marktpreisrisiken zu begrenzen.

Bonitätsrisiken

Als Bonitätsrisiko bezeichnet man das Risiko, dass ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen vorübergehend oder endgültig nicht mehr nachkommen kann.

Unsere Anlagen in festverzinsliche Wertpapiere haben eine hohe Schuldnerqualität. Wir investieren fast ausschließlich in Inhaber-, Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen mit Investment Grade (Ratingkategorie AAA bis BBB von Standard & Poor’s). Eine möglichst breite Streuung des Gesamtbestandes wirkt darüber hinaus einer möglichen Risikokonzentration entgegen.

Am Bilanzstichtag weist der Bestand folgende Ratingstruktur aus:

Ratingklasse Von Standard & Poor's Anteil
Investment Grade AAA 46,5%
AA 28,5%
A 14,0%
BBB 10,1%
Non Investment Grade BB-D 0,2%
Ohne Rating 0,7%

Liquiditätsrisiken

Mit Liquiditätsrisiko werden zwei unterschiedliche Arten von Finanzrisiken bezeichnet:

· Das Risiko, benötigte Zahlungsmittel nicht oder nur zu erhöhten Kosten beschaffen zu können (Refinanzierungsrisiko).

· Das Risiko, Finanzmarktgeschäfte auf Grund mangelnder Marktliquidität nur zu einem schlechteren Preis als erwartet abschließen zu können (Fungibilitätsrisiko).

Das Refinanzierungsrisiko steuern wir über ein permanentes Liquiditätsplanungs-, -steuerungs- und -kontrollsystem, das alle Zahlungsströme des Unternehmens berücksichtigt. Durch konsequentes Beobachten und Analysieren möglicher Risiken aus ungleichgewichtigen und/oder nicht zeitgerechten Liquiditätszu- und -abflüssen gewährleisten wir dabei die jederzeitige Erfüllung unserer Leistungsversprechen.

Zur Verringerung der Marktliquiditätsrisiken halten wir weiterhin hohe Bestände an liquiden Staatsanleihen. Bei allen Neuanlagen achten wir auf ein ausgewogenes Rendite-Risiko-Verhältnis, wobei wir dem Risiko eine größere Bedeutung zumessen als der Rendite. Wir investieren folglich schwerpunktmäßig in Titel mit vergleichsweise höherer Fungibilität.

Währungsrisiken

Als Währungsrisiko bezeichnet man den potenziellen finanziellen Verlust, der sich durch Veränderungen der Wechselkurse ergibt. Die Basler Sachversicherungs-AG investiert nur in geringem Umfang in Fremdwährungen und sichert diese nahezu vollständig über Devisentermingeschäfte ab.

Operationelle Risiken

Unter operationellen Risiken werden Verluste als Folge des Versagens von Menschen, Systemen oder internen Prozessen sowie Verluste aufgrund externer Ereignisse verstanden. Sie umfassen ebenso Rechts- und Compliance-Risiken. Bewertet und kontrolliert werden die operationellen Risiken in einem konzernweiten System zur Erfassung von Einzelrisiken.

Der Vielzahl an operationellen Risiken treten wir mit einer Reihe von Risikosteuerungsmaßnahmen entgegen:

· Über ein softwaregestütztes System werden die internen Prozessabläufe kontrolliert.

· Umfangreiche Vollmachten-Systeme regeln die Zahlungs- und Anweisungsvollmachten sowie Zugriffsberechtigungen.

· Ein Rechts-/Compliance-Konzept sichert die Einhaltung und Kontrolle von Weisungen zu Compliance-Themen.

· Das Business Continuity Management regelt die Notfallvorsorge (Prävention) und die Notfallbewältigung (Reaktion) zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes.

· Ein übergreifendes IT-Sicherheitskonzept dient zum Schutz der Systeme und Daten.

Im Rahmen der Umsetzung unserer aktuellen IT-Strategie werden zur Senkung operationeller Risiken bestehende Kopfmonopole durch kurz- und mittelfristige Maßnahmen abgebaut sowie durch Zertifizierungen und Schulungen die Fähigkeiten der IT-Mitarbeiter weiter gezielt ausgebaut. Wir haben dafür auch zusätzliche Stellen geschaffen, um die zur Verfügung stehenden IT-Kapazitäten zu erweitern. Zudem wurden die Prozesse Anforderungs-, Test-, Projektportfolio- und Release-/Deployment-/Change-Management gemeinsam mit den Fachbereichen professionalisiert und in der neuen IT-Organisation sowie im Fachbereich etabliert.

Die Identifikation und Bewertung von Rechtsrisiken aus vertraglichen Vereinbarungen oder aus rechtlichen Rahmenbedingungen erfolgt über das etablierte Risikomanagementsystem für Einzelrisiken. Zur Vermeidung oder Verminderung der Rechtsrisiken nutzen wir internes und externes juristisches Fachpersonal zur fachlichen und gutachterlichen Beratung der Fachabteilungen und der Geschäftsleitung.

Regulatorische Kapitalausstattung gemäß Solvency II

Die verfügbaren Eigenmittel wie auch die Kapitalanforderungen werden seit dem 01.01.2016 auf Basis des Marktwertbilanzansatzes ermittelt. Dieser stellt ein wesentliches ökonomisches Prinzip der Solvency II-Regelungen dar. Ziel der Basler Sachversicherungs-AG ist es, ausreichend Kapital zur Verfügung zu haben, und zwar über die Mindestanforderungen hinaus konsistent zum Risikoprofil, zur Risikoneigung und zur Kapitalmanagement-Strategie der Gesellschaft.

Für die Basler Sachversicherungs-AG wurde eine komfortable Bedeckungsquote nach Solvency II ermittelt. Eine detaillierte Darstellung der Ergebnisse zum 31.12.2016 werden wir im Rahmen des SFCR (Solvency and Financial Condition Report) im Mai 2017 veröffentlichen.

Gesamtbeurteilung

Mithilfe der angewandten Kontrollmechanismen, Instrumente und Analyseverfahren stellen wir ein wirksames Risikomanagement sicher. Aus derzeitiger Sicht bestehen keine weiteren Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich negativ beeinflussen könnten.

Zusammenfassend gewährleistet die aktuelle Risikolage der Basler Sachversicherungs-AG die Erfüllung der Leistungsverpflichtungen aus ihren Versicherungsverträgen.

Prognosebericht

Die Planung mit entsprechender Einschätzung der Chancen für die zukünftige Entwicklung wird für einen Zweijahreszeitraum dargestellt. Dabei konzentrieren wir uns im Bericht auf die nachhaltige Wertschaffung der Basler Sachversicherungs-AG.

Strategische Ausrichtung

Positionierung und Chancen der Basler Versicherung

Die Prognosejahre 2017 und 2018 werden neben der bewährten Fokussierungs- und Optimierungsstrategie der Basler Versicherungen Deutschland durch Maßnahmen zur Steigerung der Werthaltigkeit im Firmenkundengeschäft geprägt sein. Neben der fortgesetzten Verbesserung der Geschäftsprozesse wird der Fokus auf der Verbesserung der Schadenquote im Bestand sowie auf der Etablierung ertragreichen Wachstums in unseren Zielsegmenten liegen. Ziel ist es, die Schaden-Kostenquote deutlich zu senken, um die strategische Position des Unternehmens im Marktumfeld zu verbessern. Die enge Verzahnung der Geschäftsaktivitäten der Basler Versicherungen soll dazu einen wesentlichen Beitrag liefern. In diesem Zusammenhang prüfen wir die Harmonisierung der Rechtsträgerstruktur. So können die Effizienz der Gesellschaften erhöht und vermehrt Synergien erzielt werden. Den Schwerpunkt der geplanten Maßnahmen stellt neben den Wachstumsinitiativen in Zielsegmenten nach wie vor die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung der Prozesse dar.

Die europäischen Solvency II-Richtlinien und die damit verbundenen neuen Aufsichtsregeln im deutschen Aufsichtsrecht gelten seit dem 01.01.2016. Aufgrund intensiver Projektarbeit im Rahmen der Vorbereitungsphase zu Solvency II können die Basler Versicherungen nach aktuellem Stand alle Meldeprozesse an die Aufsichtsbehörden inhaltlich und zeitlich vorschriftsgemäß sicherstellen.

Am Standort Hamburg ist das Kompetenzzentrum für die Lebens- sowie Unfallversicherung angesiedelt, in Bad Homburg befindet sich neben der Unternehmenszentrale das Kompetenzzentrum für die Schadenversicherung. Durch verschiedene Einzelmaßnahmen sollen der Ertrag gesteigert, der Vertrieb gestärkt und gezielt ausgebaut sowie unsere Prozesse effizienter und kostengünstiger organisiert werden. Dafür investieren wir künftig verstärkt – neben der Konsolidierung der IT-Landschaft – in die Modernisierung unserer IT- Systeme sowie in die weitere Professionalisierung unserer IT-Organisation.

Unsere strategische Zielsetzung ist es, die Marktposition unserer Gesellschaften zu stärken, ein ertragreiches Wachstum zu erreichen und die Schadenquoten nachhaltig zu senken. Zur Erreichung eines ertragreichen Wachstums erfolgt eine gezielte Fokussierung insbesondere auf das mittelständische Firmenkundengeschäft, das mithilfe gezielter Maßnahmen weiter ausgebaut werden soll. Zur Erreichung der Ziele wurde in 2016 bereits die Basler EasyTrade Produktlinie im Gewerbegeschäft eingeführt sowie das Tarifwerk für die Private Haftpflichtversicherung und den Hausrat überarbeitet und vereinfacht. Zudem wurden die Kapazitäten im Underwriting für das Individualgeschäft weiterhin gestärkt. Maßnahmen zur Portfolio-Optimierung wurden getroffen, um die Schadenquote nachhaltig zu senken. Im Fokus stehen hier Bestandsverträge, damit auf sich ändernde Risikosituationen durch Beitragsanpassungen zur optimalen Bepreisung der versicherungstechnischen Risiken reagiert werden kann. Diesen Maßnahmen wird ein hoher Stellenwert eingeräumt, um insbesondere in schwierig verlaufenden Sparten den Ertrag deutlich zu verbessern. Das Management legt weiterhin großen Wert darauf, die Prozesseffizienz zu steigern sowie die Servicequalität im Antrags-, Vertrags- und Schadenmanagement nochmals zu verbessern.

Indem sich die Basler Versicherungen konsequent auf die Bedürfnisse der Vertriebspartner ausrichten, soll der Rahmen für ertragreiches Wachstum geschaffen werden. Strategisches Ziel des Unternehmens ist es dabei, "erste Wahl für unsere Vertriebspartner" zu werden. Für diese Zielerreichung wird in die Bereiche Service, Informatik und Innovation investiert. Alle Vorhaben werden dazu beitragen, die Weiterempfehlungsbereitschaft bei den Vertriebspartnern zu erhöhen und bestehende Geschäftsverbindungen nachhaltig zu festigen. Die Zufriedenheit und Bereitschaft zur Weiterempfehlung wird regelmäßig durch eigene Untersuchungen und Marktforschungsstudien gemessen, um den Erfolg sicherzustellen.

Positionierung im Bereich Kapitalanlagen

Die strategische Grundausrichtung unseres Unternehmens bestimmt auch unsere Kapitalanlagestrategie. Oberste Priorität bei der Strukturierung unseres Anlageportfolios genießt der Grundsatz der Sicherheit. Wir erfüllen die in der EU-Richtlinie 2009/138/EG zur Solvabilität II postulierten Anforderungen. Darüber hinaus sind in der Leitlinie Kapitalanlagen für unser Unternehmen unsere internen Anlagegrundsätze verbindlich festgelegt. Wir vermeiden Risiken, die nicht zuverlässig eingeschätzt, kalkuliert und abgesichert werden können. Wir nutzen derivative Finanzinstrumente zur Reduktion von Risikopositionen, insbesondere zur Absicherung gegen Einbrüche am Aktienmarkt. Diese solide Positionierung gewährleistet auch künftig die dauerhafte Erfüllung unserer Verpflichtungen.

Voraussichtliche Entwicklung der Basler Sachversicherungs-AG

Versicherungstechnik

Die Fokussierung der Basler Sachversicherungs-AG auf ertragreiche Segmente wird in 2017 fortgeführt. Vor diesem Hintergrund planen wir im Prognosejahr 2017 in Summe ein Wachstum der verdienten Prämien auf Marktniveau. Durch die Sanierung von Teilportfolien und die Verbesserung der Qualität des Geschäftes erwarten wir im Prognosejahr 2017 eine Senkung der Schadenbelastung und damit eine deutliche Senkung der Schadenquote. Ziel ist, beim versicherungstechnischen Ergebnis im Jahr 2017 eine deutliche Steigerung zu erlangen. Auch im Prognosejahr 2018 erwarten wir eine weitere Reduzierung der Schadenquote. Zudem werden die im Rahmen des strategischen Zukunftsbild-Programms aufgesetzten Projekte einen positiven Einfluss auf die Kostenquoten haben. Daher gehen wir im Prognosejahr 2018 von einer weiteren Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses aus.

Produkte und Dienstleistungen

Neue Produkte werden im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit entwickelt. Durch die weitere Verfeinerung unserer Produktpalette, insbesondere im Bereich individueller und modularer Produkte, werden wir unseren Kunden auch künftig optimale Lösungen für ihre Absicherung anbieten. Im zweiten Quartal 2017 planen wir, im Rahmen der Basler "EasyTrade"-Produktlinie eine neue Haftpflichtversicherung im Gewerbegeschäft am Markt zu platzieren. Des Weiteren möchten wir mit der Optimierung und Modernisierung unserer Prozesse fortfahren, damit unsere Kunden von unserer hohen Servicequalität profitieren können. Kernprozesse finden dabei auch zukünftig intern statt und werden nicht ausgelagert.

Rückversicherung

Erste Anzeichen weisen auf ein Ende des weichen Rückversicherungsmarktes hin. Darüber hinaus befinden sich die Rückversicherer in einer Konsolidierungs- und Marktbereinigungsphase. Durch diese Faktoren und unsere Großschadenbelastung gehen wir von deutlich steigenden Rückversicherungsprämien aus.

Kapitalanlagen

Die Risikofrüherkennung spielt gerade im Sektor Kapitalanlagen eine herausragende Rolle. Wir beobachten die Risikolage täglich unter Beibehaltung unserer konservativen strategischen Ausrichtung in der Anlagepolitik. In dieser soliden Positionierung sehen wir auch künftig die Gewährleistung der dauerhaften Erfüllung unserer Verpflichtungen.

Hauptthema des Prognosejahres 2017 bleibt die weiterhin lockere Geldpolitik der Notenbanken und das dadurch hervorgerufene niedrige Zinsumfeld. Dies wird insbesondere im Euroraum durch die großzügige Liquiditätsversorgung der Kapitalmärkte durch die EZB weiterhin anhalten.

Auch künftig ist damit zu rechnen, dass die Notenbanken mit ihrer expansiven Geld- und Liquiditätspolitik versuchen werden, eine konjunkturelle Stimulation in der Realwirtschaft herbeizuführen. Somit ist auch für 2017 von einem extrem niedrigen Zinsniveau auszugehen.

Für das Prognosejahr 2017 erwarten wir ein solides Kapitalanlageergebnis, das aufgrund fehlender Zuschreibungen bzw. leichten Abschreibungen wegen des stagnierenden bzw. leicht ansteigenden Zinsniveaus aber unter dem des abgelaufenen Geschäftsjahrs liegen wird. Negative, ergebnisbelastende Verwerfungen an den Finanzmärkten sind weiterhin nicht auszuschließen. In den weiteren Jahren des Planungshorizonts rechnen wir aufgrund des niedrigen Zinsniveaus mit einer weiterhin rückläufigen Entwicklung des Kapitalanlageergebnisses, da die Verzinsung fällig werdender Papiere im gegenwärtigen Umfeld nicht wieder zu erzielen ist. Mit wesentlichen Finanzabflüssen, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens beeinflussen, rechnen wir nicht.

Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Die weltweite Konjunktur zeigte im Geschäftsjahr 2016 mit +2,9 Prozent ein geringeres Wachstum als im Vorjahr (+3,1 Prozent) und blieb damit erneut hinter den Erwartungen zurück. Für 2017 wird ein Wachstum von 3,3 Prozent, für 2018 von 3,6 Prozent prognostiziert. Die Lage in den Schwellenländern stabilisierte sich, in den Industrieländern setzte sich ein moderates Wachstum fort. Perspektivisch ist die Weltwirtschaft von einer hohen politischen Unsicherheit geprägt, die sich u.a. auf die Investitionsbereitschaft auswirken wird. Als Einflussfaktoren seien die bevorstehenden Verhandlungen mit Großbritannien nach dem Brexit-Votum sowie die im US-Wahlkampf angekündigten wirtschaftspolitischen Maßnahmen für die US-Wirtschaft besonders hervorgehoben. Sollten sich die sowohl für Großbritannien als auch für die USA geäußerten Tendenzen durchsetzen, die jeweils die lokale Wirtschaft stärken und Im- und Exporte erschweren würden, wird dies das globale Wachstum erheblich belasten.

Neben den politischen Unwägbarkeiten trägt auch die komplexe Risikolage zu einer erhöhten Unsicherheit bei. Hier seien vor allem die Stichworte Extremismus, Cyberrisiken und Klimawandel genannt.

In Deutschland tragen die niedrigen Energiepreise, der aufgrund der soliden Arbeitsmarktlage steigende private Konsum und die Staatsausgaben für die Bewältigung des Flüchtlingsstroms dazu bei, dass in den Jahren 2017 und 2018 ein moderates Wachstum jeweils um 1,6 Prozent erwartet wird. Weitere Einflussfaktoren sind der geringe Euro-Außenwert und das niedrige Zinsniveau. Letzteres begünstigt, insbesondere in Verbindung mit der hohen Wohnraumnachfrage, die guten Bedingungen im Bausektor. Unter der Voraussetzung, dass die für den Aufschwung nötigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter fortbestehen und eine erfolgreiche Integration der Zuwanderer gelingt, rechnen Experten mit einer Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung. Entsprechend erwarten wir für den Prognosezeitraum eine stabile Entwicklung der deutschen Konjunktur. Allerdings können negative Tendenzen, insbesondere vor dem Hintergrund der Entwicklungen innerhalb der EU, weiterhin nicht ausgeschlossen werden.

Die anhaltende solide Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt kann vor allem im internationalen Vergleich als erfreulich angesehen werden. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag im Jahr 2016 mit 6,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau von 6,4 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen erreichte mit durchschnittlich 2,7 Mio. den niedrigsten Stand seit 25 Jahren. Für 2017 und 2018 wird ein fortgesetzter Stellenaufbau erwartet. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit wird vermutlich abflachen, da bei der Anzahl der Arbeitssuchenden ein Anstieg durch die hohe Fluchtmigration der letzten Jahre erwartet wird. Impulse für den Stellenaufbau kommen vor allem aus dem Bau- und Dienstleistungsgewerbe, verhaltener aus Industrie und Handel.

Die Rahmenbedingungen für die privaten Haushalte bleiben in den Prognosejahren 2017 und 2018 günstig. Hierzu tragen die solide Arbeitsmarktlage mit leicht wachsenden Realeinkommen sowie spürbare Rentenerhöhungen bei niedriger Inflation bei. Die hieraus erwartete Konsumsteigerung liefert zahlreiche Wachstumsimpulse für die Binnennachfrage.

Im Schaden- und Unfallversicherungsbereich erwartet der GDV im Jahr 2017 eine schwache Steigerung der Prämieneinnahmen um 2,1 Prozent. Impulse geben hierbei Beitragsanpassungsmöglichkeiten in der Wohngebäudeversicherung. Die weiterhin hohe Wettbewerbsintensität stellt eine weitere Herausforderung für die Versicherer dar.

Erwartungen der Unternehmensleitung zur weiteren Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage

Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016 erwarten wir in den Prognosejahren bis 2018 positivere Ergebnisse, wobei geringere Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen voraussichtlich durch höhere versicherungstechnische Ergebnisse abgemildert werden. Voraussetzung für diese Entwicklung ist das Ausbleiben von über das langjährige Mittel hinausgehenden Belastungen aus Großschäden.

Im Prognosezeitraum wird ein moderater Anstieg des Zinsniveaus im Vergleich zum historisch niedrigen Niveau im Jahr 2016 erwartet. Negativ wirkt sich aus, dass der auf Basis eines gleitenden Durchschnittszinses der letzten Jahre ermittelte Diskontierungszins, der zur Ermittlung der Höhe der Pensionsrückstellung herangezogen wird, weiter sinken wird. Es wird daher erwartet, dass in den kommenden Jahren weitere signifikante Aufwendungen für die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen notwendig werden.

Betriebene Versicherungszweige und -arten

Allgemeine Unfallversicherung

Einzelunfallversicherung ohne Beitragsrückgewähr

Gruppen-Unfallversicherung ohne Beitragsrückgewähr

Probandenversicherung

Luftfahrtunfallversicherung

Kraftfahrtunfallversicherung

übrige und nicht aufgegliederte Unfallversicherung

Haftpflichtversicherung

Privathaftpflichtversicherung (einschließlich Sportboot- und Hundehalter-Haftpflichtversicherung)

Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung

Öltankgewässerschaden-Haftpflichtversicherung

Umwelt-Haftpflichtversicherung

Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung

Strahlen- und Atomanlagen-Haftpflichtversicherung

Pharma-Haftpflichtversicherung

Feuerhaftungsversicherung

See-, Binnensee- und Flussschifffahrtshaftpflichtversicherung (ohne Kollisionshaftpflichtrisiko)

Luftfahrt-Haftpflichtversicherung (einschließlich der Luftfrachtführer-Haftpflichtversicherung)

übrige und nicht aufgegliederte Haftpflichtversicherung

Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung

Sonstige Kraftfahrtversicherung

Fahrzeugvollversicherung

Fahrzeugteilversicherung

Feuer- und Sachversicherung

Feuer-Industrie-Versicherung

Landwirtschaftliche Feuerversicherung

sonstige Feuerversicherung

Verbundene Hausratversicherung

Verbundene Wohngebäudeversicherung

Einbruchdiebstahl- und Raub(ED)-Versicherung

Leitungswasser(Lw)-Versicherung

Glasversicherung

Sturmversicherung

Technische Versicherungen

Maschinenversicherung

Elektronikversicherung

Montageversicherung

Bauleistungsversicherung

Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage [EC]-Versicherung)

Sonstige Schadenversicherung

Ausstellungsversicherung

Kühlgüterversicherung

Valorenversicherung (privat)

Reisegepäckversicherung

Arbeitslosigkeitsversicherung

Transport- und Luftfahrtversicherung

Transportversicherung

Transportgüterversicherung

Kaskoversicherung

Verkehrshaftungsversicherung

Valorenversicherung

Filmversicherung

übrige und nicht aufgegliederte Transportversicherung

Luftfahrtversicherung

Luftfahrzeug-Kaskoversicherung

Kredit- und Kautionsversicherung

Mietkautionsversicherung

Betriebsunterbrechungs-Versicherung

Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung

Technische Betriebsunterbrechungs-Versicherung

sonstige Betriebsunterbrechungs-Versicherung

Sonstige Vermögensschadenversicherung

Maschinengarantieversicherung

Mietverlustversicherung

Sonstige gemischte Versicherung

Tank- und Fassleckageversicherung

Allgefahrenversicherung

Schausteller-Landkaskoversicherung

In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft

Allgemeine Unfallversicherung

Haftpflichtversicherung

Feuerversicherung

Technische Versicherungen

Rechtsschutzversicherung

Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage [EC]-Versicherung)

Betriebsunterbrechungs-Versicherung

Transport- und Luftfahrtversicherung

Sonstige Vermögensschadenversicherung

Maschinengarantieversicherung

Sonstige gemischte Versicherung

Allgefahrenversicherung

Lebensversicherungen

Lebensversicherung mit Kapitalzahlung

Rentenversicherung

Unfall-Zusatzversicherung

Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung

Heirats-Zusatzversicherung

Bilanz zum 31. Dezember 2016

in € 2016 2016 2016 2016 2015
Aktiva
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
II. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 454.875,51 586.588,90
III. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
IV. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
454.875,51 586.588,90
B. Kapitalanlagen
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.373.282,84 5.689.396,25
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 22.030.769,49 22.553.846,09
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen 25.656.229,92 26.038.306,88
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
47.686.999,41 48.592.152,97
III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 327.386.793,33 321.192.727,34
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 227.660.672,00 212.507.322,00
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 260.000.000,00 278.000.000,00
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 261.544.494,59 256.790.115,55
c) übrige Ausleihungen 6.124.672,94 6.026.064,97
527.669.167,53 540.816.180,52
5. Einlagen bei Kreditinstituten 25.000.000,00 0,00
6. Andere Kapitalanlagen 0,00 0,00
1.107.716.632,86 1.074.516.229,86
IV. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft 184.062,80 151.957,71
1.160.960.977,91 1.128.949.736,79
C. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an:
1. Versicherungsnehmer 43.859.179,27 39.141.936,11
davon an verbundene Unternehmen: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
2. Versicherungsvermittler 5.898.938,19 5.688.218,43
davon an verbundene Unternehmen: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €) 49.758.117,46 44.830.154,54
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 22.474.632,66 3.109.288,73
davon an verbundene Unternehmen: 19.040.975,73 € (Vorjahr: 1.488.292,11 €)
III. Sonstige Forderungen 39.975.837,76 12.996.275,28
davon an verbundene Unternehmen: 31.922.015,42 € (Vorjahr: 5.218.206,15 €)
112.208.587,88 60.935.718,55
D. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen und Vorräte 3.723.164,05 4.427.268,91
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 7.211.763,24 41.481.782,54
III. Andere Vermögensgegenstände 6.852.203,15 6.895.747,06
17.787.130,44 52.804.798,51
E. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 9.735.432,13 11.947.476,87
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 12.388.711,77 13.855.149,15
22.124.143,90 25.802.626,02
F. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 2.908.274,67 2.940.702,00
Summe der Aktiva 1.316.443.990,31 1.272.020.170,77
Passiva
in € 2016 2016 2016 2015
A. Eigenkapital
I. Eingefordertes Kapital 15.080.000,00 15.080.000,00
Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage 162.505.387,01 162.505.387,01
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 74.137,32 74.137,32
2. andere Gewinnrücklagen 4.785.812,37 4.785.812,37
4.859.949,69 4.859.949,69
IV. Gewinnvortrag 0,00 0,00
V. Jahresüberschuss 0,00 0,00
182.445.336,70 182.445.336,70
B. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge
1. Bruttobetrag 70.539.231,94 71.484.118,97
2. davon ab: 174.206,36 595.528,65
Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
70.365.025,58 70.888.590,32
II. Deckungsrückstellung
1. Bruttobetrag 39.702,00 42.803,00
2. davon ab: 0,00 0,00
Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
39.702,00 42.803,00
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag 937.745.140,10 874.308.374,49
2. davon ab: 202.144.343,23 197.935.642,36
Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
735.600.796,87 676.372.732,13
IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattung
1. Bruttobetrag 2.533.004,84 1.857.623,25
2. davon ab: 0,00 0,00
Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
2.533.004,84 1.857.623,25
V. Schwankungsrückstellung und ähnliche 93.327.342,00 98.619.069,00
Rückstellungen
VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
1. Bruttobetrag 20.679.534,40 18.148.691,54
2. davon ab: 0,00 0,00
Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
20.679.534,40 18.148.691,54
922.545.405,69 865.929.509,24
C. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 102.337.691,90 101.731.026,00
II. Steuerrückstellungen 102.410,02 16.108,30
III. Sonstige Rückstellungen 44.655.488,64 45.476.211,14
147.095.590,56 147.223.345,44
D. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 3.099.636,71 2.600.905,94
E. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber:
1. Versicherungsnehmern 18.619.885,51 11.718.607,55
2. Versicherungsvermittlern 22.270.016,06 20.607.259,87
40.889.901,57 32.325.867,42
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 59.738,85 € (Vorjahr: 484.428,19 €)
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 5.172.223,41 8.570.181,18
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 0,00 € (Vorjahr: 5.630.849,21 €)
III. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
IV. Sonstige Verbindlichkeiten 15.193.790,66 32.922.924,72
davon aus Steuern: 8.969.548,60 € (Vorjahr: 8.842.345,64 €)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 211,28 € (Vorjahr: 211,28 €)
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 2.608.245,39 € (Vorjahr: 20.617.277,29 €)
61.255.915,64 73.818.973,32
F. Rechnungsabgrenzungsposten 2.105,01 2.100,13
Summe der Passiva 1.316.443.990,31 1.272.020.170,77

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter Posten B.III der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341f und § 341g HGB sowie der aufgrund des § 88 Absatz 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist.

Bad Homburg v. d. Höhe, den 21. Februar 2017

Martin Wrede, Verantwortlicher Aktuar

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

in € 2016 2016 2016 2016 2015
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge 624.962.692,12 615.028.119,10
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 61.609.096,01 63.833.185,11
563.353.596,11 551.194.933,99
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge -944.887,03 4.277.728,14
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen 421.322,29 346.882,18
-523.564,74 4.624.610,32
563.877.160,85 546.570.323,67
2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung 3.171.475,81 3.047.656,17
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 197.320,84 257.007,28
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 360.272.423,46 294.755.579,93
bb) Anteil der Rückversicherer 52.304.518,54 -13.177.432,42
307.967.904,92 307.933.012,35
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 63.436.765,61 94.648.349,64
bb) Anteil der Rückversicherer 4.208.700,87 68.288.968,65
59.228.064,74 26.359.380,99
367.195.969,66 334.292.393,34
5. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen
a) Deckungsrückstellung -3.101,00 -81,00
b) Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen 1.599.465,57 91.109,72
1.596.364,57 91.028,72
6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung 2.604.080,89 2.021.242,43
7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 218.819.804,52 214.263.798,08
b) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 1.000.593,27 1.952.613,77
217.819.211,25 212.311.184,31
8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung 5.450.817,41 4.638.658,33
9. Zwischensumme -27.420.486,28 -3.479.520,01
10. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen -5.291.727,00 -11.052.730,00
11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung -22.128.759,28 7.573.209,99
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus Beteiligungen 2.749.523,15 1.776.756,95
davon: aus verbundenen Unternehmen 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen
davon: aus verbundenen Unternehmen 208.109,26 € (Vorjahr: 213.185,82 €)
aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.842.923,51 1.782.037,63
bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 20.409.673,01 21.437.774,29
22.252.596,52 23.219.811,92
c) Erträge aus Zuschreibungen 1.283.801,86 71.885,49
d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 1.059.924,82 29.497.362,57
e) Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0,00
27.345.846,35 54.565.816,93
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 6.452.467,69 5.394.996,24
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 2.755.370,78 3.201.493,98
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 1.350,00 25.620,00
d) Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0,00
9.209.188,47 8.622.110,22
18.136.657,88 45.943.706,71
3. Technischer Zinsertrag -3.171.690,61 -3.050.846,40
14.964.967,27 42.892.860,31
4. Sonstige Erträge 22.070.586,61 17.255.058,31
5. Sonstige Aufwendungen 27.327.513,08 42.280.877,22
-5.256.926,47 -25.025.818,91
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -12.420.718,48 25.440.251,39
7. Außerordentliche Erträge 77.397,64 77.397,63
8. Außerordentliche Aufwendungen 9.869.155,15 8.850.757,57
9. Außerordentliches Ergebnis -9.791.757,51 -8.773.359,94
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 234.175,70 -7.793.188,41
davon ab: Erträge aus der Erstattung von in Vorjahren vereinnahmten Umlagen durch Organträger 0,00 € (Vorjahr: 2.427.385,00 €)
11. Sonstige Steuern 0,00 0,00
234.175,70 -7.793.188,41
12. Erträge aus Verlustübernahme 22.446.651,69 0,00
13. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 0,00 24.460.079,86
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang

Allgemeines

Die Basler Sachversicherungs-AG hat ihren Sitz in Bad Homburg und ist im Handelsregister Abteilung B des Amtsgerichtes Bad Homburg unter der Nummer HRB 9357 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögens- und Schuldposten wurden unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften sowie der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Diese beträgt in der Regel drei Jahre.

Von der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens nach § 248 Abs.2 Satz 1 HGB wird abgesehen.

Kapitalanlagen

Die Grundstücke wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um zulässige Abschreibungen bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach linearer Methode vorgenommen.

Verbundene Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt, gegebenenfalls vermindert um aufgrund der Zeitwertermittlung erforderliche Abschreibungen wegen dauerhafter Wertminderung. Bei den Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und anderer nicht festverzinslicher Wertpapiere sowie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinslicher Wertpapiere wurde das strenge Niederstwertprinzip angewendet. Sie werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsenkurs bilanziert. Das Wertaufholungsgebot wurde beachtet.

Namensschuldverschreibungen sind mit dem Nennwert bilanziert. Agiobeträge wurden aktivisch abgegrenzt und laufzeitanteilig aufgelöst. Disagiobeträge wurden durch passive Rechnungsabgrenzung auf die Laufzeit verteilt. Schuldscheinforderungen und Darlehen werden gemäß den Vorschriften des §341c HGB zu amortisierten Anschaffungskosten bewertet. Bei den Übrigen Ausleihungen handelt es sich um Genussrechte und Stille Beteiligungen, die nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet wurden. Soweit erforderlich, sind Wertaufholungen vorgenommen worden.

Bei "Anteilen an verbundenen Unternehmen" wurde eine Abschreibung in Höhe von 0,5 Mio. Euro bei der Basler Beteiligungsholding GmbH und bei den Beteiligungen auf die Immobilienbeteiligung Herald The Henderson European Retail Property Fund eine Abschreibung in Höhe von 0,5 Mio. Euro wegen voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Auf die Aktie der Mologen AG wurde eine Abschreibung in Höhe von 1,3 Mio. Euro vorgenommen.

Namensschuldverschreibungen mit einem Buchwert von 10,0 Mio. Euro werden über dem beizulegenden Zeitwert von 9,88 Mio. Euro ausgewiesen. Schuldscheindarlehen mit einem Buchwert von 10,0 Mio. Euro werden über dem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 9,97 Mio. Euro ausgewiesen. Auf eine außerplanmäßige Abschreibung gem. § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB wurde verzichtet, da nicht von einer dauerhaften Wertminderung ausgegangen wird.

Einlagen bei Kreditinstituten und Depotforderungen wurden in Höhe der Nominalforderung eingestellt.

Die Zeitwerte wurden wie folgt ermittelt:

- Die Zeitwerte der Grundstücke wurden im Geschäftsjahr nach dem Ertragswertverfahren neu berechnet.

- Kapitalanlagen in Aktien und festverzinsliche Wertpapiere wurden zum Börsenwert angesetzt; Investmentanteile zu Rücknahmepreisen.

- Die Zeitwerte von Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen sowie Namensschuldverschreibungen, die Genussrechte oder stille Beteiligungen verbriefen, wurden wie in den Vorjahren im Rahmen einer Einzelbewertungsmethode ermittelt. Dabei wurde jedem Papier in Abhängigkeit vom Schuldner und der Laufzeit ein individueller marktgängiger Zinsaufschlag auf die Euro-Swapkurve zugeordnet.

Die Anteile an der Basler Beteiligungsholding GmbH wurden zum Zeitwert bewertet. Dabei wurde eine an der Börse notierte Beteiligung der Basler Beteiligungsholding GmbH mit dem niedrigeren Wert aus Jahresschlusskurs und gewichtetem durchschnittlichem Börsenkurs der letzten dreißig Börsentage bewertet. Die von der Basler Beteiligungsholding GmbH gehaltenen Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zum Ertragswert bewertet, der nach einem vom IDW anerkannten Verfahren ermittelt wurde. Die übrigen Aktiva und Passiva der Basler Beteiligungsholding GmbH wurden mit ihren Buchwerten angesetzt, die den aktuellen Zeitwerten entsprechen.

Die übrigen Beteiligungen wurden bewertet,

- soweit indirekt börsennotierte Beteiligungen zugrunde liegen, mit den anteiligen – um einen die mangelnde Fungibilität der Anteile berücksichtigenden Abschlag reduzierten – Börsenwerten dieser Gesellschaften,

- soweit es sich um Beteiligungen an Immobiliengesellschaften handelt, mit dem anteiligen Kapitalanteil unter Berücksichtigung des Marktwerts der Immobilien. Diese wurden grundsätzlich nach den in der Wertermittlungsverordnung aufgeführten anerkannten Bewertungsmethoden nach den Vorgaben der Wertermittlungsrichtlinien durchgeführt. Angewandt wurden das Ertragswert- und das Sachwertverfahren, wobei die örtlichen Verhältnisse sowie die Lage am Grundstücksmarkt berücksichtigt wurden,

- soweit es sich um Private-Equity-Beteiligungen handelt, mit dem anteiligen, dem Unternehmen zustehenden Beteiligungswert nach EVCA-Richtlinien, soweit dieser nicht ermittelt wurde, mit dem anteiligen ausgewiesenen Eigenkapital der Gesellschaften,

- in den übrigen Fällen mit dem anteiligen ausgewiesenen Eigenkapital der Gesellschaften, also „at equity“.

Die Zeitwerte der übrigen Darlehen, der Einlagen bei Kreditinstituten und der Depotforderungen wurden mit den Nominalforderungen angesetzt.

Forderungen

Die Forderungen sind zu Nennwerten bilanziert.

Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden um Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gekürzt. Die Berechnung der Pauschalwertberichtigung im Zentral- und Vertreterinkasso erfolgte unter Berücksichtigung der Altersgliederung aufgrund von Erfahrungswerten.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung ist mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich angemessener planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über die geschätzte Nutzungsdauer von drei bis 13 Jahren. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die anderen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel wurden mit ihren Nennwerten angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert bilanziert.

Aktive und passive latente Steuern

Bei der Berechnung der latenten Steuern ergibt sich ein Aktivüberhang. Es wurde auf die Bilanzierungsmöglichkeit dieser Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Vermögensgegenstände, die dazu dienen, Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder ähnlichen langfristigen Verpflichtungen zu decken und die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, wurden mit den Rückstellungen für diese Verpflichtungen saldiert. Wenn der beizulegende Zeitwert dieser Vermögensgegenstände den Wertansatz der Rückstellungen übersteigt erfolgt der Ausweis des die Verpflichtungen übersteigenden Betrages auf der Aktivseite.

Eigenkapital

Das Eigenkapital wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Versicherungstechnische Rückstellungen

Die Errechnung der Bruttobeitragsüberträge aus dem selbst abgeschlossenen und aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft erfolgte zeitanteilig nach dem 1/360-System. Von diesen reinen Bruttobeitragsüberträgen wurden für alle Sparten als äußere Kosten nach anerkannten Verfahren anteilig abgesetzt.

Die Anteile der Rückversicherer wurden entsprechend den Rückversicherungsbeiträgen spartenweise ermittelt. Die Berechnung erfolgte nach dem Verfahren, welches für die Bruttobeitragsüberträge angewendet wird.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle – außer Renten – bildeten wir für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft nach dem voraussichtlichen Aufwand des einzelnen Schadenfalles und im Beteiligungsgeschäft nach den Aufgaben der führenden Versicherer.

Für das selbst abgeschlossene Transportversicherungsgeschäft ist die versicherungstechnische Rückstellung aus dem Überschuss der gebuchten Beiträge über die Zahlungen der Versicherungsfälle und die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für im aktuellen Zeichnungsjahr beginnende Verträge gebildet worden. Für die folgenden drei Zeichnungsjahre wurden beitragsbezogene Schadenbedarfssätze angewandt. Zur Erfüllung derzeitiger und künftiger Verpflichtungen wurden die so ermittelten Beträge erforderlichenfalls aufgestockt. Für ältere Zeichnungsjahre erfolgte eine Einzelreservierung.

Die Bruttorückstellungen für das übernommene Versicherungsgeschäft wurden entsprechend den Aufgaben der Vorversicherer gebildet bzw. dort, wo Aufgaben der Vorversicherer fehlen, entsprechend dem bisherigen Durchschnittsschadenverlauf zuzüglich eines angemessenen Sicherheitszuschlages ermittelt.

Die Anteile der Rückversicherer an den Brutto-Schadenrückstellungen im selbst abgeschlossenen und im in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft sind den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend berücksichtigt worden.

Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen wurden abgesetzt.

Die Renten-Deckungsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Sterbetafeln DAV 2006 HUR der Deutschen Aktuarvereinigung mit einem Zinssatz von 2,50 Prozent, 2,25 Prozent bzw. 1,75 Prozent bzw. 1,25 Prozent berechnet.

Für am Bilanzstichtag noch nicht bekannte Schadenfälle stellten wir eine nach den Erfahrungen der Vorjahre ermittelte Spätschadenrückstellung für Geschäftsjahres- und Vorjahresschäden ein.

Die Ermittlung der Rückstellung für Schadenregulierungskosten erfolgte nach dem Erlass des Bundesministers der Finanzen vom 02.02.1973.

Bei der Rückstellung für Beitragsrückerstattung handelt es sich ausschließlich um eine erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft. Sie wurde in Abhängigkeit vom Verlauf der einzelnen Policen ermittelt.

Die Schwankungsrückstellung wurde gemäß § 341 h Absatz 1 HGB in Verbindung mit § 29 RechVersV und der Anlage zu § 29 RechVersV gebildet.

Die Berechnung der Großrisiken-Rückstellungen für die Produkthaftpflicht-Versicherung von Pharma-Risiken erfolgte gemäß § 341 h Absatz 2 HGB in Verbindung mit § 30 RechVersV.

Die Stornorückstellung wurde aufgrund von Erfahrungswerten der Vergangenheit ermittelt.

Die Rückstellung für Verkehrsopferhilfe wurde entsprechend der Aufgabe des Vereins Verkehrsopferhilfe e.V. angesetzt.

Die Ermittlung der unverbrauchten Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen erfolgte aus den Tarifbeiträgen nach dem 1/360stel-System.

Aufgrund Schadenreservierungen für die Naturgefahrenschäden sowie Großschäden wurde eine Rückstellung für Wiederauffüllungsbeiträge für das ausgehende Rückversicherungsgeschäft gebildet.

Die Rückstellungen für Prämienrückgewähr nach § 9 FBUB und § 8 AMBUB wurden mit dem voraussichtlichen Bedarf bilanziert.

Depotverbindlichkeiten

Die Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft wurden mit den Nominalbeträgen angesetzt.

Andere Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren – der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC) – in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Neben den gegenwärtigen wurden auch künftige Entwicklungen, Trends und Fluktuationen berücksichtigt. Der verwendete Rechnungszinssatz wurde den von der Deutschen Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) zum Stichtag 30.11.2016 ermittelten und veröffentlichten Zinsinformationen für eine Restlaufzeit von 15 Jahren entnommen (§ 253 Abs. 2 HGB) und auf Basis der Marktverhältnisse zu diesem Zeitpunkt auf den Bilanzstichtag prognostiziert.

Mit Inkrafttreten des "Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" wurde § 253 Abs. 2 HGB geändert. Demnach sind Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen nunmehr mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abzuzinsen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des vor Inkrafttreten der Gesetzesänderung vorgegebene Durchschnitts von sieben Geschäftsjahren und des entsprechenden Durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB zu ermitteln. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von 13.809.538,00 Euro unterliegt der Ausschüttungssperre.

Es wurden nachstehende versicherungsmathematische Parameter für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen verwendet:

Gehaltsdynamik 1,5%
Rentendynamik 1,75%
Zinssatz 4,01 % '(10- Jahresdurchschnitt)
Zinssatz 3,24 % ( 7- Jahresdurchschnitt)

Die Rückstellungen für Vorruhestandsleistungen, Altersteilzeit und Mitarbeiterjubiläen wurden unter Anwendung der Bilanzierungsgrundsätze für die Handelsbilanz und auf Basis der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der verwendete Rechnungszinssatz für die Rückstellung für Mitarbeiterjubiläen wurde den von der Deutschen Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) zum Stichtag 30.11.2016 ermittelten und veröffentlichten Zinsinformationen entnommen (§ 253 Abs. 2 HGB) und auf Basis der Marktverhältnisse zu diesem Zeitpunkt auf den Bilanzstichtag prognostiziert. Der Zinssatz beträgt 3,24 Prozent. Der Rechnungszins für die Bewertung der Rückstellungen für Vorruhestandsleistungen und Altersteilzeit beträgt 1,59 Prozent.

Für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Risiken wurden ausreichende Rückstellungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank im November 2016 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre unter der Berücksichtigung der Nettomethode abgezinst.

Für die Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden Aufwendungen aus der Aufzinsung von 4,8 Mio. Euro und Erträge aus der Abzinsung von 2,0 Mio. Euro gesondert ausgewiesen. (Vorjahr: Aufzinsung 15,7 Mio. Euro, Abzinsung 0,0 Mio. Euro).

Der Wertansatz der übrigen sonstigen Rückstellungen orientiert sich am voraussichtlichen Bedarf.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Die Umrechnung der auf fremde Währung lautenden Posten erfolgte zum Devisenkassamittelkurs.

Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung

Der technische Zinsertrag für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft wurde brutto durch Multiplikation des arithmetischen Mittels des Anfangs- und Endbestandes der Renten-Deckungsrückstellung mit dem jeweils gültigen Rechnungszins (2,5 %, 2,25 %, 1,75 % bzw. 1,25 %) ermittelt. Der Anteil der Rückversicherer wurde gemäß den vertraglichen Vereinbarungen errechnet.

Die an die Rückversicherer gezahlten Depotzinsen, soweit sie die einbehaltenen Sicherheiten für Anteile der Rückversicherer betreffen, wurden mit 3,5 Prozent auf den Stand vom 31.12. des Vorjahres berechnet.

Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer

JuniorSchutz PLUS (Rente bei Invalidität von Kindern und jungen Erwachsenen)

Entstehung der Überschussbeteiligung

Die Rentenleistungen werden unter Verwendung eines vorsichtig kalkulierten Rechnungszinses reserviert. Über dem Rechnungszins liegende Kapitalerträge werden dem Versicherungsnehmer teilweise zur Erhöhung der Rente gutgeschrieben.

Überschussbeteiligung für das Geschäftsjahr 2016

Gemäß den allgemeinen Versicherungsbedingungen für den "JuniorSchutz PLUS" hat der Vorstand folgende Überschussbeteiligungen in Abhängigkeit vom jeweils geltenden Rechnungszins beschlossen:

Rechnungszins Überschussbeteiligung
2,50 Prozent Im Geschäftsjahr wurde die Rentenrate um 0,9 Prozent erhöht
2,25 Prozent Im Geschäftsjahr wurde die Rentenrate um 1,1 Prozent erhöht
1,75 Prozent Im Geschäftsjahr wurde die Rentenrate um 1,4 Prozent erhöht
1,25 Prozent Im Geschäftsjahr wurde die Rentenrate um 1,6 Prozent erhöht

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Entwicklung der Aktivposten A., B. I. bis B. III. im Geschäftsjahr 2016

Bilanzwerte
in T€ 31.12.2015 Zugänge Umbuchungen/Verrechnungen Abgänge Zuschreibungen
--- --- --- --- --- ---
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0 0 0 0
II. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 586 290 0 0 0
III. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 0
IV. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
V. Summe A. 586 290 0 0 0
B. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.689 0 0 0 0
B. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 22.554 0 0 0 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
3. Beteiligungen 26.038 1.068 0 908 0
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0 0
5. Summe B. II. 48.592 1.068 0 908 0
B. III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 321.193 7.498 0 0 0
2. Inhaberschuldverschreibungen und 212.508 89.356 0 75.290 1.090
andere festverzinsliche Wertpapiere
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 0 0 0 0 0
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 278.000 27.000 0 45.000 0
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 256.790 22.926 0 18.172 0
c) übrige Ausleihungen 6.026 0 0 0 102
5. Einlagen bei Kreditinstituten 0 25.000 0 0 0
6. Andere Kapitalanlagen 0 0 0 0 0
7. Summe B. III. 1.074.517 171.780 0 138.462 1.192
B. I. – B. III. Summe Kapitalanlagen 1.128.798 172.848 0 139.370 1.192
gesamt 1.129.385 173.138 0 139.370 1.192
Abschreibungen Bilanzwerte Zeitwerte
in T€ 31.12.2016 31.12.2016
--- --- --- ---
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0 -
II. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 421 455 -
III. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 -
IV. Geleistete Anzahlungen 0 0 -
V. Summe A. 421 455 -
B. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 316 5.373 17.240
B. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 523 22.031 22.031
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0
3. Beteiligungen 542 25.656 31.806
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0
5. Summe B. II. 1.065 47.687 53.837
B. III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.304 327.387 357.746
2. Inhaberschuldverschreibungen und 3 227.661 238.423
andere festverzinsliche Wertpapiere
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 0 0 0
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 0 260.000 285.863
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 0 261.544 281.752
c) übrige Ausleihungen 3 6.125 6.286
5. Einlagen bei Kreditinstituten 0 25.000 25.000
6. Andere Kapitalanlagen 0 0 0
7. Summe B. III. 1.310 1.107.716 1.195.070
B. I. – B. III. Summe Kapitalanlagen 2.691 1.160.777 1.266.147
gesamt 3.112 1.161.232

In den Kapitalanlagen (B III. 2.) sind Verrechnungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB enthalten, die der Erfüllung von Verpflichtungen dienen, die die Gesellschaft gegenüber ihren Arbeitnehmern aus Vereinbarungen zur Altersteilzeit übernommen hat. Bei dem bei einer Depotbank verwahrten Treuhandvermögen handelt es sich um einen Buchwert von 3.024.450,00 Euro und einen Marktwert von 3.537.000,00 Euro. Die sich daraus ergebende Bewertungsreserve in Höhe von 512.550,00 Euro unterliegt unter Berücksichtigung der anfallenden latenten Steuern einer Ausschüttungssperre in Höhe von 355.197,00 Euro. Der Bilanzwert der im Rahmen der Tätigkeit des Unternehmens überwiegend eigengenutzten Grundstücke beträgt 3.039 Tsd. Euro. Die Gesamtsumme der Abschreibungen auf Kapitalanlagen beträgt 2.691 Tsd. Euro.

B. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

in € Anteil am Kapital

in Prozent
Jahr Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres
Unmittelbarer Anteilsbesitz
Basler Service GmbH, Bayreuth 30,00 2015 20.192,69 3.137,50

B. III. 1. Anteile an in- und ausländischen Investmentvermögen von mehr als dem zehnten Teil

in € Anlageziel Marktwert 31.12.2016 Zeitwertreserve 31.12.2016 Ausschüttung 2016
Spezialfonds auf die Bedürfnisse des einzigen Investors Basler Sachversicherungs-AG ausgerichtet
BSV-AG-FONDS (SOCGEN)1 Gemischter Spezialfonds mit Anlageschwerpunkten europäische Aktien und europäische Renten 334.848.487,14 28.830.547,18 6.232.527,27

1 Die börsentägliche Rückgabe ist möglich.

B. III. 4. c) Übrige Ausleihungen

in € 2016 2015
Genussscheine nicht börsennotiert 4.000.000,00 4.000.000,00
Stille Beteiligungen 2.124.672,94 2.026.064,97

D. III. Andere Vermögensgegenstände

in € 2016 2015
davon: Steuervorauszahlungen 6.422.466,42 6.533.204,42
Vorausgezahlte Leistungen 0,00 0,00
Übrige 429.736,73 362.542,64

E. II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten

in € 2016 2015
davon:
Agio auf Namensschuldverschreibungen 11.575.953,69 12.459.261,52

Aktive und passive latente Steuern

Zum 31.12.2016 errechnete sich eine künftige Steuerbelastung aus niedrigeren Wertansätzen in der Steuerbilanz, insbesondere bei den Beteiligungen und Investmentanteilen. Dieser Belastung stehen deutlich höhere künftige Steuerentlastungen, vor allem bei den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und den Pensions- und Altersteilzeitrückstellungen gegenüber.

Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 30,7 Prozent zugrunde. Aufgrund des ausgeübten Wahlrechtes, von dem Ansatz aktiver latenter Steuern keinen Gebrauch zu machen, erfolgt daher kein Ansatz eines Aktivpostens.

Passiva

A. I. Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 5.890.625 Aktien. Die Aktien der Gesellschaft sind Stückaktien ohne Nennbetrag und lauten auf den Namen.

B. Versicherungstechnische Rückstellungen insgesamt

Versicherungstechnische Bruttorückstellungen insgesamt davon: Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle davon: Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
in € 2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 177.751.857,64 168.942.552,99 168.951.119,57 160.407.106,46 0,00 0,00
Haftpflichtversicherung 321.910.094,00 285.183.410,00 304.739.898,00 261.198.279,00 409.000,00 9.847.497,00
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 171.798.054,17 171.911.706,14 149.801.208,00 150.587.753,00 20.858.287,00 20.158.220,00
Sonstige Kraftfahrtversicherung 20.970.760,66 21.456.807,25 8.102.461,00 8.262.801,00 12.055.163,00 12.398.659,00
Feuer- und Sachversicherung 219.495.868,30 198.431.415,18 121.911.994,00 105.295.786,00 42.001.633,00 39.655.939,00
davon:
Feuerversicherung 34.509.618,00 23.394.150,27 23.593.824,00 14.124.018,00 1.891.932,00 6.510.450,00
Verbundene Hausratversicherung 14.002.549,06 14.288.582,56 6.038.359,00 6.343.412,00 0,00 0,00
Verbundene Gebäudeversicherung 94.582.272,33 87.797.425,97 34.456.792,00 31.454.843,00 40.109.701,00 33.145.489,00
Sonstige Sachversicherung 76.401.428,91 72.951.256,38 57.823.019,00 53.373.513,00 0,00 0,00
Transport- und Luftfahrt-Versicherung 55.913.018,54 57.734.442,04 37.017.816,71 40.873.198,18 16.631.694,00 14.861.420,00
Kredit- und Kautionsversicherung 502.984,00 459.950,00 334.800,00 359.950,00 59.184,00 0,00
Sonstige Versicherungen 86.096.009,28 73.592.378,19 77.489.988,00 63.798.504,00 385.381,00 745.334,00
Gesamt 1.054.438.646,59 977.712.661,79 868.349.285,28 790.783.377,64 92.400.342,00 97.667.069,00
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 70.425.308,69 86.748.018,46 69.395.854,82 83.524.996,85 927.000,00 952.000,00
Versicherungsgeschäft gesamt 1.124.863.955,28 1.064.460.680,25 937.745.140,10 874.308.374,49 93.327.342,00 98.619.069,00

B. III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Für Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen sind bei den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 23.748.340 Euro (Vorjahr: 21.414.694 Euro) abgesetzt worden.

B. VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen

in € 2016 2015
Drohverlustrückstellung 13.200.000,00 12.000.000,00
Storno 3.606.739,47 3.410.147,00
Wiederauffüllungsbeiträge Rückversicherung 2.698.821,97 1.767.444,68
Ruhende Kraftfahrt-Verträge 681.118,18 600.845,92
Prämienrückgewähr § 9 FBUB / § 8 AMBUB 328.807,78 202.732,94
Verkehrsopferhilfe 164.047,00 167.521,00
Gesamt 20.679.534,40 18.148.691,54

C. I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Mit dem Übergang auf BilMoG zum 01.01.2010 ergab sich aufgrund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ein Unterschiedsbetrag von 5.399.833,00 Euro.

Die Gesellschaft wird diesen Betrag bis zum 31.12.2024 entsprechend Art. 67 Abs. 1 EGHGB mit einem Fünfzehntel pro Jahr ansammeln, behält sich aber vor, jährlich höhere als diese Beträge der Rückstellung zuzuführen.

Der Mindestzuführungsbetrag beträgt pro Jahr 359.989,00 Euro; im Berichtsjahr führte die Gesellschaft diesen Betrag zu. Der am 31.12.2016 verbleibende Unterschiedsbetrag zur Auffüllung der Pensionsrückstellung beziffert sich damit auf 2.879.910,00 Euro.

Die Verpflichtung aus Pensionszusagen durch Gehaltsverzicht wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Rückdeckungsversicherung in Höhe von 1.481.668,04 Euro verrechnet. Für diese Verrechnung wurden Aufwendungen in Höhe von 70.145,49 Euro gebucht.

Eine Rückstellung für eine bestehende Pensionszusage wurde mit der verpfändeten Rückdeckungsversicherung verrechnet. Der Ausweis des Unterschiedsbetrages in Höhe von 579.819,67 Euro erfolgt in der Bilanzposition "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung".

C. III. Sonstige Rückstellungen

in € 2016 2015
Ungewisse Verpflichtungen 13.715.612,00 11.270.209,00
Sonstige Personalaufwendungen 8.168.347,81 10.743.745,18
Erfolgsabhängige Bezüge Agenten 4.450.200,00 3.426.450,00
Tantiemen/Gratifikationen und Abschlussvergütungen 4.399.993,00 4.014.952,00
Jubiläumsleistungen 2.683.017,00 4.327.205,00
Ausstehende Rechnungen 2.613.075,72 2.905.441,07
Urlaubsverpflichtungen 1.663.153,20 1.495.463,84
Provisionen 1.412.200,00 1.373.189,00
Vorruhestandsverpflichtungen/Provisionsrente 1.389.902,00 1.992.488,00
Gleitzeitguthaben 652.600,00 711.600,00
Abfindungen 400.000,00 0,00
Ausgleichansprüche 400.000,00 607.000,00
Wettbewerbe 369.004,00 472.000,00
Aufbewahrungskosten 268.526,51 293.986,45
Verwaltungsberufsgenossenschaftsbeiträge 265.000,00 265.000,00
Jahresabschlusskosten 238.600,00 236.300,00
Prüfungs- und Beratungskosten 206.129,40 206.141,60
Unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung 147.400,00 232.220,00
Prozesskosten 22.338,00 111.150,00
Altersteilzeitverpflichtungen* 0,00 0,00
Übrige 1.190.390,00 791.670,00
gesamt 44.655.488,64 45.476.211,14

*Die Rückstellungen für Altersteilzeit (Geschäftsjahr: 1.208.545,00 Euro, Vorjahr: 1.132.926,00 Euro ) waren gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Kapitalanlagen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen dienen, die die Gesellschaft gegenüber ihren Arbeitnehmern aus Vereinbarungen zur Altersteilzeit übernommen hat, zu verrechnen.

Verbindlichkeitenspiegel

31.12.2016 Restlaufzeit
in € bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- ---
E. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 3.099.636,71 0,00 0,00
F. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 39.699.901,57 1.190.000,00 0,00
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 5.172.223,41 0,00 0,00
III. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00
IV. Sonstige Verbindlichkeiten 15.193.790,66 0,00 0,00
Gesamt 63.165.552,35 1.190.000,00 0,00
31.12.2015 Restlaufzeit
in € bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- ---
E. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 2.600.905,94 0,00 0,00
F. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 32.325.867,42 0,00 0,00
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 8.570.181,18 0,00 0,00
III. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00
IV. Sonstige Verbindlichkeiten 32.922.924,72 0,00 0,00
Gesamt 76.419.879,26 0,00 0,00

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

F. Rechnungsabgrenzungsposten

in € 2016 2015
davon:
Disagio Namensschuldverschreibungen 0,00 3,73

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Versicherungstechnische Rechnung

Gebuchte Bruttobeiträge aus größtenteils inländischen Versicherungsgeschäften Verdiente Bruttobeiträge Verdiente Nettobeiträge
in € 2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 95.558.609,86 94.737.129,97 95.703.050,17 89.547.206,43 92.055.908,66 85.980.110,51
Haftpflichtversicherung 88.081.899,74 85.429.018,78 88.032.547,74 86.199.653,42 83.681.862,09 80.780.040,95
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 42.457.369,36 43.366.553,72 42.492.469,36 43.420.831,72 40.096.668,31 40.535.330,02
Sonstige Kraftfahrtversicherung 40.070.875,29 41.391.894,46 40.104.897,29 41.460.494,46 38.283.793,63 39.438.827,81
Feuer- und Sachversicherung 228.799.169,52 215.983.487,44 227.950.824,52 216.473.106,56 201.607.408,83 190.440.402,42
davon:
Feuerversicherung 21.461.849,46 20.418.656,60 21.409.869,46 20.303.721,60 16.068.540,86 14.411.571,26
Verbundene Hausratversicherung 37.165.117,63 36.732.167,21 37.175.700,63 37.333.369,37 33.618.268,92 34.210.892,54
Verbundene Gebäudeversicherung 84.605.886,36 76.097.073,31 83.947.531,36 76.541.631,49 73.595.782,35 67.823.795,11
Sonstige Sachversicherung 85.566.316,07 82.735.590,32 85.417.723,07 82.294.384,10 78.324.816,70 73.994.143,51
Transport- und Luftfahrt-Versicherung 49.047.903,00 52.258.274,27 49.047.903,00 52.258.274,27 43.619.605,42 43.971.381,80
Kredit- und Kautionsversicherung 3.021.762,83 3.288.151,22 3.021.762,83 3.288.151,22 3.021.762,83 3.288.151,22
Sonstige Versicherungen 57.984.664,23 55.607.577,22 57.445.118,21 55.144.403,90 52.703.719,63 49.943.948,13
Gesamt 605.022.253,83 592.062.087,08 603.798.573,12 587.792.121,98 555.070.729,40 534.378.192,86
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 19.940.438,29 22.966.032,02 22.109.006,03 22.958.268,98 8.806.431,45 12.192.130,81
Versicherungsgeschäft gesamt 624.962.692,12 615.028.119,10 625.907.579,15 610.750.390,96 563.877.160,85 546.570.323,67
Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
in € 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 40.855.424,06 29.011.997,20 44.333.275,21 40.323.584,70
Haftpflichtversicherung 80.175.821,85 61.523.763,46 32.733.452,36 31.831.663,54
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 34.928.793,93 39.342.223,30 9.858.162,94 10.305.573,30
Sonstige Kraftfahrtversicherung 30.602.185,24 29.333.553,99 9.319.267,92 9.622.645,82
Feuer- und Sachversicherung 144.809.777,39 124.226.744,78 86.616.629,50 81.715.642,20
davon:
Feuerversicherung 24.968.293,07 6.449.738,84 7.747.822,53 7.574.629,70
Verbundene Hausratversicherung 15.857.069,28 16.525.790,72 16.493.860,87 16.049.753,99
Verbundene Gebäudeversicherung 52.029.207,12 48.538.599,44 32.243.165,19 28.918.481,72
Sonstige Sachversicherung 51.955.207,92 52.712.615,78 30.131.780,91 29.172.776,79
Transport- und Luftfahrt-Versicherung 28.093.023,14 38.062.913,47 16.094.136,37 16.266.930,49
Kredit- und Kautionsversicherung 1.392.046,12 1.785.468,55 1.513.056,70 1.781.289,49
Sonstige Versicherungen 50.579.482,80 45.207.756,27 18.122.553,15 17.676.016,47
Gesamt 411.436.554,53 368.494.421,02 218.590.534,15 209.523.346,01
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 12.272.634,54 20.909.508,55 229.270,37 4.740.452,07
Versicherungsgeschäft gesamt 423.709.189,07 389.403.929,57 218.819.804,52 214.263.798,08
davon

in €
2016 2015
Abschlussaufwendungen 38.952.665,91 35.034.039,69
Verwaltungsaufwendungen 179.867.138,61 179.229.758,39
Gesamt 218.819.804,52 214.263.798,08
Rückversicherungssaldo (+ = Aufwand / - = Ertrag) Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung (- = Aufwand / + = Ertrag)
in € 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung -164.535,00 1.512.114,35 12.753.850,37 20.808.768,42
Haftpflichtversicherung -2.247.716,85 1.664.066,66 -15.574.164,74 -442.509,67
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 587.255,73 -6.338.985,27 -2.801.431,59 3.172.839,92
Sonstige Kraftfahrtversicherung 1.895.152,23 1.748.505,77 -1.356.890,38 1.727.318,77
Feuer- und Sachversicherung 8.134.956,04 13.909.321,47 -20.590.414,18 -10.116.036,06
davon:
Feuerversicherung -5.463.959,66 5.020.520,69 -8.994.325,70 -2.246.162,33
Verbundene Hausratversicherung 2.803.409,46 2.975.972,51 1.068.678,65 886.196,29
Verbundene Gebäudeversicherung 7.111.068,72 3.530.399,45 -12.967.404,30 -5.055.155,26
Sonstige Sachversicherung 3.684.437,52 2.382.428,82 302.637,17 -3.700.914,76
Transport- und Luftfahrt-Versicherung 4.629.688,10 3.297.564,25 -3.316.835,15 -3.449.807,46
Kredit- und Kautionsversicherung -12.521.158,18 0,00 48.476,01 -266.236,82
Sonstige Versicherungen 0,00 -6.278.135,05 3.283.624,96 -3.972.677,76
Gesamt 313.642,07 9.514.452,18 -27.553.784,70 7.461.659,34
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 4.202.963,55 -2.398.534,89 5.425.025,42 111.550,65
Versicherungsgeschäft gesamt 4.516.605,62 7.115.917,29 -22.128.759,28 7.573.209,99

I. 4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung

Abwicklungsergebnis der aus dem Vorjahr übernommenen Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle für eigene Rechnung

Das positive Abwicklungsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Die Abwicklungsgewinne sind haupt-sächlich in den Sparten Transportversicherung, Feuerund Sachversicherung, Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung, Sonstige Versicherungen, Unfallversicherung, Sonstige Kraftfahrtversicherung und Kredit- und Kautionsversicherung entstanden.

II. Nichtversicherungstechnische Rechnung

II. 4. Sonstige Erträge

Die aus fremder Währung resultierenden Gewinne gem. §256a HGB betragen 139.148,65 Euro (Vorjahr: 63.567,88 Euro).

Aus der Verrechnung von Aufwendungen aus der Abzinsung für die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen (23.649,00 Euro, Vorjahr: 35.616,00 Euro) mit den Erträgen der dazugehörigen Kapitalanlagen (90.063,33 Euro, Vorjahr: 89.936,67 Euro) gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB resultiert ein Ertragsüberhang in Höhe von 66.414,33 Euro (Vorjahr: 54.320,67 Euro). Aus dem Effekt der Zinsänderung der Pensionsverpflichtung ergibt sich ein Ertrag in Höhe von 1.983.604,00 Euro und von anderen Vertragspartnern weiterverrechnete Erträge in Höhe von 1.183.985,80 (Vorjahr: 2.177.018,08 Euro). Diese resultiert daraus, dass infolge der Gesetzesänderung Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nunmehr mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und nicht, wie bisher, aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren abzuzinsen sind.

II. 5. Sonstige Aufwendungen

Die aus fremder Währung resultierenden Verluste gem. §256a HGB betragen 4.779,76 Euro (Vorjahr: 88.991,96 Euro).

Aufgrund der neuen handelsrechtlichen Vorschriften des § 253 HGB Rechnungszinssätze, ergibt sich kein Aufwand aus dem Effekt der Zinsänderung (Vorjahr: 10.013.078,00 Euro). Von anderen Vertragspartnern weiterbelastete Aufwendungen in Höhe von 437.042,62 Euro (Vorjahr: 6.204.103,20 Euro) wurden im sonstigen Ergebnis erfasst.

II. 9. Außerordentliches Ergebnis

Die mit dem Übergang auf BilMoG zum 01.01.2010 entstandenen Umstellungsaufwendungen aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen und entsprechende von anderen Vertragspartnern weiterbelastete Aufwendungen in Höhe von 1.400.491,86 Euro (Vorjahr: 1.400.491,86 Euro) wurden als außerordentliche Aufwendungen ausgewiesen.

Gleichzeitig wird der unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise an andere Vertragspartner weiterbelastete Anteil in Höhe von 77.397,64 Euro (Vorjahr: 77.397,63 Euro) unter außerordentliche Erträge gezeigt.

Im Rahmen der Umstrukturierung der Basler Versicherungen sind Kosten in Höhe von 8.468.663,29 Euro (Vorjahr: 7.450.265,71 Euro) angefallen, die nicht das operative Geschäft betreffen.

Sonstige Angaben

Anzahl der einjährigen Versicherungsverträge des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts

in Stück 2016 2015
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 389.504 385.922
Haftpflichtversicherung 336.116 333.603
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 169.092 173.001
Sonstige Kraftfahrtversicherung 142.510 145.430
Feuer- und Sachversicherung 711.943 692.680
davon:
Feuerversicherung 39.994 41.147
Verbundene Hausratversicherung 252.556 252.089
Verbundene Gebäudeversicherung 181.369 166.684
Sonstige Sachversicherung 238.024 232.760
Transport- und Luftfahrt-Versicherung 3.933 3.637
Kredit- und Kautionsversicherung 42.922 48.387
Sonstige Versicherungen 41.242 42.785
Gesamt 1.837.262 1.825.445

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen

in T€ 2016 2015
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 126.160 121.482
2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB 10.826 9.422
3. Löhne und Gehälter 63.040 61.537
4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 11.400 11.259
5. Aufwendungen für Altersversorgung 2.382 8
Gesamt 213.808 203.708

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden bei den Basler Versicherungen im Rahmen von Mehrfacharbeitsverträgen durchschnittlich 1.534 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Innendienst und 141 im angestellten Außendienst beschäftigt.

Bezüge

Die Bezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016 betrugen 16.514,52 Euro.

Die Vorstandsmitglieder sind für die Basler Sach Holding AG, die Basler Sachversicherungs-Aktiengesellschaft, die Basler Versicherung AG Direktion für Deutschland, die Basler Leben AG Direktion für Deutschland sowie für die Basler Lebensversicherungs-AG tätig. Für ihre Tätigkeit bei der Basler Sachversicherungs-Aktiengesellschaft erhielten sie 820.602,29 Euro.

Die Leistungen an pensionierte Vorstandsmitglieder und die Hinterbliebenenbezüge früherer Vorstandsmitglieder betrugen insgesamt 848.064,00 Euro. Zum Bilanzstichtag wurden für diesen Personenkreis Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften in Höhe von 19.599.335,00 Euro gebildet.

Organe

Die Mitglieder des Vorstands sowie des Aufsichtsrats werden auf den Seiten 4 bzw. 5 genannt.

Konzernzugehörigkeit

Die Basler Sach Holding AG, Hamburg, hat uns nach § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr 100 Prozent der Anteile gehören.

Mutterunternehmen im Sinne von § 285 Nr. 14 HGB ist die Bâloise Holding AG, Basel, Schweiz, die einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen aufstellt. Beide Unternehmen werden nach § 292 HGB in den Konzernabschluss der Bâloise Holding AG, Basel, Schweiz, mit einbezogen. Der befreiende Konzernabschluss wird geprüft und ist einem nach § 291 HGB aufgestellten Konzernabschluss gleichwertig. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und ist erhältlich bei der Bâloise Holding AG, Aeschengraben 21, CH-4002 Basel.

Honorar des Abschlussprüfers

Das im Aufwand des Geschäftsjahres enthaltene Honorar des Abschlussprüfers wird im Konzernabschluss unseres Mutterunternehmens, der Bâloise Holding AG, Basel, Schweiz, offengelegt.

Sonstige Angaben

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen im Sinne des § 285 Nr. 21 bzw. 314 (1) Nr. 13 HGB wurden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Rechtsgeschäfte mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse der Basler Sach Holding AG oder der mit ihnen verbundenen Unternehmen sind im Geschäftsjahr nicht getätigt worden.

Zeitversetzte Buchungen

Das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wurde in Höhe von 219 Tsd. Euro um ein Jahr zeitversetzt erfasst. Das über Inlandsagenturen gezeichnete selbst abgeschlossene Transportversicherungsgeschäft in Höhe von 6,0 Mio. Euro wurde um ein Quartal zeitversetzt gebucht. Die zeitversetzten Buchungen erfolgten aufgrund der nicht rechtzeitig vorliegenden Abrechnungen.

Eingegangene Investitionsverpflichtungen

Die Basler Sachversicherungs-AG ist Investitionsverpflichtungen eingegangen. Hieraus bestanden zum Jahresende 2016 noch offene, noch nicht fällige Einzahlungsverpflichtungen gegenüber

- Private-Equity-Gesellschaften in Höhe von 0,6 Mio. Euro
- Immobiliengesellschaften in Höhe von 6,2 Mio. Euro
- Immobilien-Spezialfonds in Höhe von 53,2 Mio. Euro

Darüber hinaus bestehen keine weiteren unwiderruflichen Abnahmeverpflichtungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Als Mitglied des Vereins "Verkehrsopferhilfe e.V." sind wir verpflichtet, dem Verein die für die Durchführung des Vereinszwecks erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen. Unser Anteil wird in dem Verhältnis unserer Beitragseinnahmen des vorletzten Kalenderjahres aus dem selbst abgeschlossenen Geschäft der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung zu den entsprechenden Beitragseinnahmen sämtlicher Mitgliedsunternehmen bemessen.

Aus zwei- und mehrjährigen Leasing- und Mietverträgen sowie Wartungs- und Dienstleistungsverträgen bestehen Verpflichtungen von insgesamt 38,8 Mio. Euro, davon gegenüber verbundenen Unternehmen von 36,4 Mio. Euro. Von diesen Verpflichtungen entfallen auf 2017 6,2 Mio. Euro, auf 2018 bis 2021 18,6 Mio. Euro und auf Jahre ab 2022 14,0 Mio. Euro. Vorteile aus diesen Verträgen ergeben sich nicht. Risiken daraus sind nicht ersichtlich.

Aufgrund der EU-Vermittlerrichtlinie verpflichtet sich unsere Gesellschaft, für Versicherungsvermittler, die ihre Vermittlungstätigkeit im Auftrage unserer Gesellschaft ausüben, die unbeschränkte Haftung aus der Vermittlertätigkeit gegenüber Kunden zu übernehmen.

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Bürgschaften und Sicherheiten sowie aus Garantien gegenüber Dritten in Höhe 0,9 Mio. Euro, davon gegenüber verbundenen Unternehmen von 0,7 Mio. Euro. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen gemäß § 251 HGB ist derzeit nicht zu rechnen.

Ergebnisabführungsvertrag

Zwischen der Basler Sach Holding AG, Hamburg, und der Basler Sachversicherungs-Aktiengesellschaft, Bad Homburg, besteht seit dem 01.01.2015 ein Ergebnisabführungsvertrag. Dieser Vertrag ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Bad Homburg unter der Nummer HRB 9357 eingetragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

Bad Homburg v. d. Höhe, den 02. März 2017

Der Vorstand

Dr. Jürg Schiltknecht

Markus Jost

Dr. Alexander Tourneau

Ralf Stankat

Julia Wiens

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Basler Sachversicherungs-Aktiengesellschaft, Bad Homburg v. d. Höhe, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Eschborn/ Frankfurt am Main, den 8. März 2017

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Gehringer, Wirtschaftsprüfer

Spengler, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Damen und Herren,

während des Geschäftsjahres 2016 hat der Aufsichtsrat der Basler Sachversicherungs-AG die Geschäftsführung des Vorstands laufend überwacht und beratend begleitet. Wir haben uns hierzu umfassend über die Geschäftsentwicklung und die Lage der Gesellschaft informiert und wurden in alle grundlegenden die Gesellschaft betreffenden Entscheidungen eingebunden.

In vier Aufsichtsratssitzungen haben wir neben den Berichten zum Gang der Geschäfte in 2016 auch die Planungen für 2017 erörtert. Hierbei lagen die Schwerpunkte in der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung, in der Geschäftsstrategie sowie der Entwicklung der Kapitalausstattung. Zentrale Themen der Sitzungen waren auch die Neuausrichtung der Rückversicherung, die Mittelstandsinitiative und insbesondere die Schadenentwicklung. Zudem wurden die Fortschritte des Projektes One-IT (IT-Stabilisierung und IT-Professionalisierung) besprochen.

Die Ernst & Young GmbH, Eschborn, die vom Aufsichtsrat als Abschlussprüfer bestellt wurde, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht für die Gesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Nach unserer eigenen Überprüfung haben wir diese Unterlagen sowie die Berichte des Abschlussprüfers in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates, an der auch der Abschlussprüfer teilgenommen hat, abschließend erörtert. Wir hatten keine Einwendungen zu erheben. Insbesondere sind uns keine Risiken bekannt geworden, denen im Jahresabschluss nicht ausreichend Rechnung getragen worden ist.

Wir billigen den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016, der damit festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die geleistete Arbeit und den tatkräftigen Einsatz.

Bad Homburg v. d. Höhe, den 25. April 2017

Für den Aufsichtsrat der Basler Sachversicherungs-Aktiengesellschaft

Peter Zutter, Vorsitzender des Aufsichtsrates

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Mai 2017