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Bâloise Holding AG Annual Report 2014

Jun 24, 2015

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Annual Report

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Publication

Basler Sachversicherungs-Aktiengesellschaft

Bad Homburg v.d.Höhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Aufsichtsrat

Dr. Martin Strobel

Vorsitzender

Vorsitzender der Konzernleitung, Baloise Group
Dr. Thomas Sieber

Stv. Vorsitzender

Leiter des Konzernbereichs Corporate Center, Baloise Group
Bärbel Luttmann*

Angestellte, Basler Sachversicherungs-AG
Ivan Novak*

Angestellter, Basler Sachversicherungs-AG
Dr. Jürgen J. Sieger

Rechtsanwalt, Köln
Peter Zutter

Regional Manager, Baloise Group

* von den Arbeitnehmern gewählt

Vorstand

Jan De Meulder

Seit dem 1.1.2013 Vorsitzender des Vorstands,

verantwortlich für die Bereiche Interne Revision, Recht/Steuern/Compliance, Risikosteuerung,

Unternehmenskommunikation, Vertriebsunterstützung und Zentrales Marketing (seit 1.7.2014).
Dr. Jürg Schiltknecht

Seit dem 1.1.2013 Mitglied des Vorstands, seit dem 1.9.2014

stellvertretender Vorsitzender des Vorstands,

verantwortlich für die Bereiche Kapitalanlagen, Beteiligungsmanagement, Rechnungswesen, Controlling

und Betriebsorganisation (seit 1.7.2014).
Markus Jost

Seit dem 1.1.2013 Mitglied des Vorstands,

verantwortlich für die Bereiche Produktmanagement Leben, Aktuariat Leben, Kundenmanagement

Leben, Produktmarketing Leben, Partnervertriebe, Niederlassungen Leben und Exklusivvertrieb inkl. Landes-/Vertriebsdirektionen.
Dr. Alexander Tourneau

Seit dem 1.7.2010 Mitglied des Vorstands,

verantwortlich für die Bereiche Firmenkundengeschäft (Sach-Gewerbe/Industrie, Haftpflicht-

Gewerbe/Industrie, Transport und Technische Versicherungen), SHU Privat, Kraftfahrt, Schaden, Kun-

denmanagement Sach (seit 1.7.2014), Industriekundenservice, Stab Nicht-Leben (inkl. Aktuariat Nicht-Leben und Marketing Nicht-

Leben seit 1.7.2014), Maklervertrieb Nicht-Leben und Vertrieb Ausland
Dr. Christoph Wetzel

Seit dem 1.4.2005 Mitglied des Vorstands,

verantwortlich für die Bereiche Personal, Interne Dienste, Informatik, Kundenmanagement Sach (bis

30.6.2014), Betriebsorganisation (bis 30.6.2014) und Vertriebsorganisation.

Lagebericht

Wirtschaftliche Entwicklungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Nach einem kräftigen Wachstum zu Beginn 2014 verlor die deutsche Wirtschaft zum Anfang der zweiten Jahreshälfte an Schwung. Dabei blieben vor allem die Unternehmensinvestitionen hinter den Erwartungen zurück. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: Unsicherheiten durch neue und alte internationale Krisenherde sowie kostenintensive Reformprojekte der Bundesregierung wie die Rente mit 63 und der Mindestlohn gehören dazu. Als Wachstumsmotor erweisen sich die gestiegenen Realeinkommen bei einer Inflation, die 2014 mit ca. ein Prozent unter der des Vorjahres liegt, sowie die gesunkenen Rohölpreise. Für 2014 wird laut der jüngsten Prognosen der Wirtschaftsinstitute ein Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes um 1,5 Prozent erwartet. Nicht zuletzt aufgrund der historisch niedrigen Zinsen sind die Verbraucher sehr konsumfreudig. Der Arbeitsmarkt erweist sich weiterhin als robust. Die Arbeitslosigkeit ging im November stärker als in den Vorjahren zurück. Schon im Oktober waren erstmals mehr als 43 Mio. Personen im Inland erwerbstätig. Für die kommenden Monate wird weiterhin mit einer leicht positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt gerechnet. 2015 werden die aktuell bremsenden außenwirtschaftlichen Effekte die Konjunktur vermutlich nicht zusätzlich belasten, so dass vom Außenhandel wieder mehr positive Impulse ausgehen sollten. In der Folge wird für 2015 ein positiver Wachstumsbeitrag des Außenhandels gesehen. Positive Impulse in diesem Jahr kommen vor allem aus dem privaten Konsum und dem Anstieg der Nettoexporte.

Entwicklung der Kapitalmärkte

Entwicklung am Rentenmarkt

2014 hat sich der europäische Rentenmarkt weiter normalisiert. Zinsen und Creditspreads waren während des gesamten Kalenderjahrs unter leichten Schwankungen weiter rückläufig. Zum Jahresende 2014 wurde für 10-jährige Bundesanleihen mit einer Rendite von 0,53 Prozent ein neuer Tiefstand erreicht. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe lag damit um 1,4 Prozentpunkte unter dem Jahresendstand 2013. Der Swapsatz für die gleiche Laufzeit sank von 2,16 Prozent auf unter 0,82 Prozent, der 30-jährige Swapsatz von 2,73 Prozent auf 1,46 Prozent. Die Notenbanken haben über das gesamte Jahr hinweg die hohe Liquiditätsversorgung der Finanzmärkte aufrechterhalten. Die Creditspreads der Euroländer mit eher kritischen Staatsfinanzen haben sich weiter reduziert. Lediglich Griechenland hat aufgrund des unsicheren Ausgangs der im Januar anstehenden Parlamentswahlen zum Jahresende einen deutlichen Anstieg der Risikozuschläge hinnehmen müssen.

Entwicklung am Aktienmarkt

Auch die europäischen Aktienmärkte profitierten weiterhin von der großzügigen Liquiditätsversorgung durch die Notenbanken. Die zunehmenden politischen Unsicherheiten aufgrund der Entwicklung in der Ukraine und im Nahen Osten haben die wirtschaftlichen Aussichten jedoch eingetrübt. Die Entwicklung der Aktienmärkte im abgelaufenen Jahr war daher extrem volatil und endete mit einem nur marginalen Anstieg der wesentlichen europäischen Indizes gegenüber Jahresbeginn. Der DAX stieg trotz der relativ robusten gesamtwirtschaftlichen Situation Deutschlands nach 25,0 Prozent im Vorjahr nur noch um 2,65 Prozent auf einen Schlussstand von 9.805 Punkten. Der Euro Stoxx 50 entwickelte sich ähnlich und lag nach einer Steigerung um 18,0 Prozent in 2013 zum Jahresende 2014 mit 3.146 Punkten um 1,2 Prozent im Plus. Vergleichbare Entwicklungen waren an allen wichtigen Aktienbörsen der Welt zu verzeichnen. Eine abweichende Entwicklung war lediglich in China und Indien mit Steigerungen von mehr als 50 Prozent bzw. über 30 Prozent und in Russland mit Kursrückgängen von mehr als 40 Prozent zu verzeichnen.

Entwicklung der deutschen Versicherungswirtschaft

Im Gegensatz zur Gesamtwirtschaft gewann die Dynamik in der Versicherungswirtschaft im Laufe des Jahres an Schwung. Während die Schaden- und Unfallversicherung kontinuierlich eine positive Entwicklung zeigte, erwiesen sich in der Lebensversicherung nach einer Stagnation im ersten Halbjahr wiederum die Einmalbeiträge als Wachstumsmotor.

Das schwierige Kapitalanlageumfeld mit einem zum Vorjahr nochmals deutlich gesunkenen Zinsniveau belastet die Ergebnisse der Versicherer. Insbesondere für Lebensversicherer wird es zunehmend schwieriger, im aktuellen Zinsumfeld eine attraktive Verzinsung oberhalb des Garantiezinses zu erwirtschaften. Nach dem stark elementarschadenbehafteten Jahr 2013 wird in der Sachversicherung in 2014 eine Entlastung bei den Schadenaufwendungen erwartet. Mittelfristig wird die wesentliche Herausforderung im Klimawandel gesehen, der als Ursache für die Häufung der Wetterextreme gilt. Die Zahl an Schadenfällen durch Überschwemmungen, Sturm, Hagel und andere Elementarereignisse steigt, ebenso die Schadenaufwendungen im Bereich der Großschäden in der industriellen und gewerblichen Sachversicherung.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) geht für das Jahr 2014 branchenweit von einem Prämienanstieg in Höhe von 1,5 Prozent aus. Im Vorjahr lag das Wachstum bei 3,2 Prozent. Ausschlaggebend für das Beitragsplus sind wiederum die Einmalbeiträge in der Lebensversicherung (erwartet bei + 4,0 Prozent), aber auch das weiterhin kräftige Wachstum in der Schaden- und Unfallversicherung. Bei den laufenden Beiträgen in der Lebensversicherung wird hingegen mit -1,0 Prozent ein Rückgang zum Vorjahr erwartet. Dieser ist vor allem auf Rückgänge in den Segmenten Risikolebens- sowie konventionelle Lebensversicherungen zurückzuführen. Das Wachstum in der Schaden- und Unfallversicherung wird mit voraussichtlich 3,2 Prozent ungefähr auf dem Vorjahresniveau (+3,3 Prozent) liegen. Entscheidend für das Beitragswachstum in diesem Jahr sind Beitragserhöhungen in verschiedenen Sparten. In der Wohngebäudeversicherung führen diese zu einem Anstieg um 7,4 Prozent. In der Kraftfahrtversicherung verlangsamt sich das Wachstum auf +4,5 Prozent (Vorjahr: +5,8 Prozent).

Entwicklung Basler Sachversicherungs-AG

Die Basler Sachversicherungs-AG bietet Privatkunden in den Sparten Sach-, Haftpflicht-, Unfall- und Kraftfahrzeugversicherung sowie mittelständischen und industriellen Firmenkunden in den Sparten Sach und Haftpflicht Versicherungsschutz. Die Bestandsverwaltung wird am Hauptsitz in Bad Homburg v.d.H. sowie an den Standorten Bremen, Hamburg und Nürnberg durchgeführt.

Die Produktpalette erstreckt sich vom standardisierten Retailprodukt mit verschiedenen Leistungsstufen für Privatkunden bis zum auf den individuellen Bedarf und die Risikosituation zugeschnittenen Versicherungsschutz für mittelständische und industrielle Firmenkunden. Der Vertrieb der Produkte erfolgt hauptsächlich über Makler, Exklusivvertrieb, OVB und ZEUS. Der Exklusivvertrieb sowie ZEUS haben zur Verfolgung ihres ganzheitlichen Betreuungsansatzes zudem die Möglichkeit, neben den eigenen Sachversicherungen auch Lebensversicherungen der Basler Lebensversicherungs-AG sowie Rechtsschutz- und Krankenversicherungen anderer Gesellschaften anzubieten.

Geschäftsverlauf

Vor dem Hintergrund steigender Risiken in der Schadenversicherung und den Anforderungen des Gesetzgebers hat sich der Vorstand der Basler Versicherungen in Deutschland im Geschäftsjahr 2013 die strategische Neuausrichtung zur Aufgabe gestellt. In diesem Zusammenhang wurden unter dem Projektnamen „GRIP“ (Growth Return Improvement Program) Strukturänderungen und Maßnahmen zur Verbesserung des Wachstums, zur Senkung der Kosten und zur Steigerung der unternehmerischen Ergebnisse beschlossen und zum Teil bereits auf den Weg gebracht.

Das Jahr 2014 bei den Basler Versicherungen in Deutschland war bestimmt durch die weitere Umset-zung des „GRIP“-Projektes. Die in diesem Rahmen mit den Arbeitnehmervertretern geführten Verhandlungen verliefen konstruktiv und die operative Umsetzung weist bereits erste messbare Erfolge auf. Die Veränderungsbereitschaft und das Engagement der Mitarbeiter, begleitet von Personalmaßnahmen, machen dies möglich. Auch der bis 2017 geplante Stellenabbau zur Senkung künftiger Kosten verlief sehr erfolgreich – vorrangig über ein mit den Arbeitnehmervertretern vereinbartes „Freiwilligenprogramm“.

Im Rahmen der Portfoliooptimierung konnten einige wichtige Maßnahmen abgeschlossen werden. Die Trennung von nachhaltig unprofitablen Segmenten und Bestandssanierungen haben zur deutlichen Verbesserung der Bestandssituation in den kritischen Sparten KFZ und Wohngebäude beigetragen. Mit der Schaffung einer effizienten zentralen Einheit für Schadenverlaufskontrollen wurde auch für die Zukunft der Bedeutung nachhaltiger Bestandsarbeit Rechnung getragen.

Strukturveränderungen wurden auch im Bereich der Maklerbetreuung vorgenommen. Auch hier soll durch eine zentrale Einheit eine effiziente, gleichmäßig qualitativ hochwertige Betreuung der Makler erreicht werden. Zusätzliche Underwriter unterstützen den Maklervertrieb im Rahmen der Mittelstandsinitiative. Von überarbeiteten und neu aufgelegten Produkten begleitet, zeigt die Mittelstandsinitiative bereits erste Erfolge durch Wachstum in unseren Zielsegmenten.

Einen wesentlichen Beitrag zur Konsolidierung der IT-Systeme wurde mit der Migration der ehemaligen Deutscher Ring-Bestände in das Verwaltungssystem der Basler Sachversicherung abgeschlossen. Hierauf aufsetzend kann die IT-Konsolidierung 2015 fortgesetzt werden. Dies ist die Basis, um mit einer Neuaufstellung im Servicebereich in 2015 die Basler Versicherungen verstärkt und messbar auf Servicequalität und Kundenzufriedenheit auszurichten.

Kontinuierlicher Bestandteil der Basler Versicherungen ist die Sicherheitswelt. Im Jahr 2014 wurde mit dem Opferschutzbaustein in der KFZ-Versicherung ein weiterer Sicherheitsbaustein hinzugefügt. Er ist eine Ergänzung zu dem bereits 2013 eingeführten Baustein Opferschutz in der Privat-Haftpflicht. Ziel ist es, den Sicherheitsgedanken in allen Sparten besonders zu berücksichtigen.

Auch die Agenturen des Exklusivvertriebs unterstützen diesen Sicherheitsgedanken. Im Sommer 2014 haben 18 weitere Agenturen die Prüfungsphase zur zertifizierten Sicherheitsagentur, begleitet durch das Beratungsunternehmen MSR, erfolgreich durchlaufen.

Beiträge

Die gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen der Basler Sachversicherungs-AG sanken im Geschäftsjahr 2014 auf 606,5 Mio. Euro (Vorjahr: 641,2 Mio. Euro) maßgeblich durch Bestandsmaßnahmen in der Sparte KFZ. Für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft beliefen sich die Brutto-Beitragseinnahmen auf 593,7 Mio. Euro (Vorjahr: 627,4 Mio. Euro). Das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft erreichte 12,8 Mio. Euro (Vorjahr: 13,8 Mio. Euro). Von den gebuchten Bruttobeiträgen des Gesamtgeschäfts verblieben 90,6 Prozent bzw. 549,4 Mio. Euro für eigene Rechnung (Vorjahr: 587,3 Mio. Euro).

Schadenverlauf

Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle von 443,0 Mio. Euro auf 358,7 Mio. Euro deutlich verringert. Die Brutto-Gesamtschadenquote hat sich gegenüber dem Vorjahr von 69,2 Prozent auf 58,8 Prozent reduziert. Die Verringerung der Schadenaufwendungen resultierte zum einen aus weniger Elementarereignissen in 2014 und zum anderen aus geringeren Schadenaufwendungen aufgrund von Sanierungserfolgen. Unter Berücksichtigung der Anteile der Rückversicherer betrugen die Schadenaufwendungen für eigene Rechnung 310,4 Mio. Euro (Vorjahr: 371,9 Mio. Euro) bzw. 56,2 Prozent (Vorjahr: 63,3 Prozent) der verdienten Beiträge.

Kostenentwicklung

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb steigen aufgrund höherer Betriebs- und Verwaltungskosten von 217,4 Mio. Euro auf 218,8 Mio. Euro. Die internen Schadenregulierungskosten konnten von 24,6 Mio. Euro auf 22,9 Mio. € reduziert werden. Verbunden mit den niedrigeren Beitragseinnahmen betrug die Kostenquote gemessen an den verdienten Brutto-Beitragseinnahmen 36,1 Prozent (Vorjahr: 33,9 Prozent). Der Anstieg der Kostenquote verteilte sich über alle Versicherungszweige.

Versicherungstechnisches Ergebnis

Das versicherungstechnische Nettoergebnis vor Schwankungsrückstellung betrug im Geschäftsjahr 2014 22,6 Mio. Euro (Vorjahr: -11,4 Mio. Euro). Nach Schwankungsrückstellung schloss das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung mit 23,3 Mio. Euro Gewinn ab (Vorjahr: -17,8 Mio. Euro).

Kapitalanlagen

Zum Bilanzstichtag 31.12.2014 verwaltete die Basler Sachversicherungs-AG einen Kapitalanlagenbestand in Höhe von 1.134,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1.108,7 Mio. Euro).

Wie schon im Vorjahr hielt die Europäische Zentralbank über das ganze Jahr 2014 die Liquiditätsversorgung der Finanzmärkte auf hohem Niveau, was zu einem leichten Kursanstieg der Aktien führte. Die Zinsen haben sich über alle Laufzeiten hinweg weiter reduziert und zum Jahresende neue historische Tiefststände erreicht. Auch die Credit-spreads haben sich 2014 weiter reduziert. Aufgrund dieser Entwicklung waren auf festverzinsliche Anlagen, Spezialfonds der Gesellschaft und andere Kapitalanlagen Zuschreibungen in Höhe von insgesamt 15,7 Mio. Euro (Vorjahr: 6,8 Mio. Euro) vorzunehmen. Einschließlich der planmäßigen Abschreibungen auf Immobilien in Höhe von 0,3 Mio. Euro fielen Abschreibungen in Höhe von 3,9 Mio. Euro an (Vorjahr: 3,3 Mio. Euro).

Aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus waren die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen mit 35,1 Mio. Euro (Vorjahr: 37,9 Mio. Euro) weiter rückläufig. Die laufenden Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich geringfügig von 4,8 Mio. Euro auf 4,9 Mio. Euro.

Im Geschäftsjahr wurden vor allem durch die Umschichtung festverzinslicher Anlagen Veräußerungsgewinne in Höhe von 6,0 Mio. Euro realisiert (Vorjahr: 36,8 Mio. Euro).

Aufgrund der geringeren Gewinnrealisierungen sanken die Erträge damit deutlich um 24,2 Mio. Euro auf 58,7 Mio. Euro (Vorjahr: 82,9 Mio. Euro). Gleichzeitig reduzierten sich die Aufwendungen von insgesamt 9,6 Mio. Euro um 0,6 Mio. Euro auf 9,0 Mio. Euro. In Summe ergab sich dadurch ein sehr deutlicher Rückgang des Kapitalanlageergebnisses auf 49,6 Mio. Euro (Vorjahr: 73,2 Mio. Euro).

Die Nettoverzinsung im Geschäftsjahr betrug 4,4 Prozent (Vorjahr: 6,8 Prozent). Die durchschnittliche Nettoverzinsung der Jahre 2012 bis 2014 belief sich auf 5,3 Prozent. Die laufende Durchschnittsverzinsung nach Verbandsformel betrug 2,8 Prozent (Vorjahr: 3,1 Prozent).

2014 sind die gesamten stillen Reserven trotz der Gewinnrealisierungen und Zuschreibungen vor allem aufgrund von Kurssteigerungen bei direkt gehaltenen festverzinslichen Anlagen von 74,8 Mio. Euro bzw. 6,8 Prozent der Kapitalanlagen auf 122,8 Mio. Euro bzw. 10,8 Prozent der Kapitalanlagen gestiegen.

Sonstiges Ergebnis

Das sonstige Ergebnis verschlechterte sich im Geschäftsjahr 2014 deutlich auf -18,5 Mio. Euro (Vorjahr: -7,1 Mio. Euro) maßgeblich durch die in den sonstigen Aufwendungen berücksichtigten Aufwendungen für Altersversorgung, da aufgrund des niedrigen Zinsniveaus eine höhere Zuführung zur Pensionsrückstellung in Höhe von 8,2 Mio. Euro erforderlich ist. Diese zinsinduzierten Aufwendungen werden abweichend zum Vorjahr nicht im versicherungstechnischen Betriebs- und Verwaltungsaufwand, sondern in den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. Durch das niedrige Zinsniveau könnten in Zukunft weitere zinsinduzierte Aufwendungen anfallen.

Gesamtergebnis

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der Basler Sachversicherungs-AG belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf 51,9 Mio. Euro (Vorjahr: 46,1 Mio. Euro). Nach einem außerordentlichen Ergebnis von -15,1 Mio. Euro (Vorjahr: -18,1 Mio. Euro), das zum überwiegenden Teil aus den Maßnahmen zur Optimierung der Geschäftsprozesse der Basler Versicherungen resultiert, betrug der erwirtschaftete Jahresüberschuss nach Steueraufwand 24,7 Mio. Euro (Vorjahr: 28,8 Mio. Euro).

Berichterstattung nach Segmenten

Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft

Unfallversicherung

Der intensive Wettbewerb des Unfallversicherungsgeschäfts am Versicherungsmarkt sowie der wachsende Prämiendruck spiegelten sich auch bei der Basler Sachversicherungs-AG wider. In der Unfallversicherung war das Bruttobeitragsvolumen gegenüber dem Vorjahr von 97,9 Mio. Euro auf 95,7 Mio. Euro zurückgegangen. Teilweise war dieser Rückgang auch noch ein Nachlauf des entflechtungsbedingten Verlustes von Vertriebskapazitäten aus dem Jahr 2010. Die Brutto-Gesamtschadenquote verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 22,7 Prozent (Vorjahr: 30,6 Prozent). Der niedrigere Schadenaufwand resultierte aus rückläufigen Großschadenaufwendungen und deutlich gestiegenen Abwicklungsgewinnen. Die Brutto-Kostenquote (42,5 Prozent) war gegenüber dem Vorjahr (40,4 Prozent) leicht höher. Für eigene Rechnung ergab sich eine Gesamtschadenquote von 22,4 Prozent (Vorjahr: 27,8 Prozent) sowie eine Kostenquote von 44,3 Prozent (Vorjahr: 42,2 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung schloss vor sowie nach Schwankung mit einem Gewinn von 34,5 Mio. Euro (Vorjahr: 32,1 Mio. Euro) ab.

Haftpflichtversicherung

Das Bruttobeitragsvolumen lag mit 84,1 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (85,1 Mio. Euro). Am Bestand im Segment "Krankenhaushaftpflicht" hat sich ein externer Versicherungspartner mit Wirkung ab 1.1.2014 mit einem Anteil von 20 Prozent beteiligt. Der daraus resultierende Minderbeitrag konnte nicht vollständig durch Bestandsanpassungen und Neugeschäft kompensiert werden. Die Brutto-Gesamt-schadenquote erhöhte sich auf 71,1 Prozent (Vorjahr: 56,1 Prozent). Der Anstieg der Schadenquote resultierte maßgeblich aus deutlichen Zuführungen zur pauschalen Spätschadenreserve und zur Reserve für Schadenregulierungskosten. Für eigene Rechnung belief sich die Gesamtschadenquote in 2014 auf 74,6 Prozent (Vorjahr: 52,5 Prozent). Die Kostenquote hat sich brutto von 38,2 Prozent auf 38,3 Prozent und netto von 40,4 Prozent auf 41,0 Prozent geringfügig erhöht. Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung vor Schwankung war mit -12,0 Mio. Euro negativ (Vorjahr: 5,3 Mio. Euro). Nach Schwankung ergab sich ein versicherungstechnischer Gewinn von 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 3,8 Mio. Euro).

Kraftfahrt

Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung

In der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung verminderte sich das Bruttobeitragsvolumen im Geschäftsjahr 2014 von 60,8 Mio. Euro auf 48,2 Mio. Euro. Der deutliche Beitragsrückgang resultierte aus der Teilkündigung der KFZ-Flottenbestände. Die Gesamtschadenquote für eigene Rechnung erhöhte sich von 83,8 Prozent auf 90,7 Prozent. Der Anstieg der Schadenquote resultierte aus Nachlaufschäden aus dem gekündigten KFZ-Flottengeschäft sowie aus geringeren Abwicklungsgewinnen. Die Gesamtkostenquote für eigene Rechnung hat sich leicht von 23,6 Prozent auf 26,2 Prozent erhöht. Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung war vor (2014: -7,3 Mio. Euro; Vorjahr: -4,1 Mio. Euro) sowie nach Schwankung (2014: -7,2 Mio. Euro; Vorjahr: -8,7 Mio. Euro) negativ.

Sonstige Kraftfahrtversicherungen

Bei den sonstigen Kraftfahrtversicherungen fiel das Bruttobeitragsvolumen durch die Rückzeichnungen der KFZ-Flottenbestände gegenüber dem Vorjahr von 55,6 Mio. Euro auf 45,0 Mio. Euro. Die Schadenquote für eigene Rechnung verringerte sich wegen des deutlich unterdurchschnittlichen Anfalls von Elementarschäden auf 70,7 Prozent (Vorjahr: 77,3 Prozent). Die Kostenquote für eigene Rechnung war gegenüber dem Vorjahr gestiegen (2014: 25,1 Prozent; Vorjahr: 22,3 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung vor Schwankung hat sich in 2014 auf 2,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) verbessert. Nach Schwankung ergab sich ein versicherungstechnischer Gewinn von 5,5 Mio. Euro (Vorjahr: -3,5 Mio. Euro).

Feuer- und Sachversicherung

Feuerversicherung

Die gebuchten Bruttobeiträge in der Feuerversicherung beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 19,4 Mio. Euro (Vorjahr: 19,0 Mio. Euro). Die Brutto-Gesamtschadenquote erhöhte sich in 2014 auf 102,3 Prozent (Vorjahr: 68,3 Prozent). Für eigene Rechnung belief sich die Gesamtschadenquote auf 53,6 Prozent (Vorjahr: 66,2 Prozent). Gegenüber dem Vorjahr waren mehr Großschäden aber weniger Elementarschäden angefallen. Da die Rückversicherungsbeteiligung bei Großschäden grundsätzlich höher ausfällt als bei Elementarschäden, war brutto eine Verschlechterung und netto eine Verbesserung der Schadenquote zu verzeichnen. Die Kostenquote für eigene Rechnung stieg auf 52,4 Prozent (Vorjahr: 46,7 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung vor Schwankung war mit -2,3 Mio. Euro negativ (Vorjahr: -3,2 Mio. Euro), nach Schwankung ergab sich ein versicherungstechnischer Verlust in Höhe von -2,5 Mio. Euro (Vorjahr: -2,0 Mio. Euro).

Verbundene Hausratversicherung

Die gebuchten Bruttobeiträge in der Verbundenen Hausratversicherung beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 37,8 Mio. Euro (Vorjahr: 39,1 Mio. Euro). Dieser Rückgang resultierte zu einem Großteil aus der Beendigung der Zusammenarbeit mit einem Maklerpool. Der marktweite Trend zu mehr Einbruch- und Diebstahldelikten ist in der Schadenquote bei der Basler Sachversicherungs-AG spürbar. Dennoch konnte die Schadenquote durch Rückgänge bei Elementarschäden und bei kleinen und mittelgroßen Schadenereignissen auf 48,6 Prozent (Vorjahr: 52,0 Prozent) gesenkt werden. Die Gesamtschadenquote für eigene Rechnung belief sich auf 50,5 Prozent (Vorjahr: 53,8 Prozent). Die Kostenquote erhöhte sich brutto von 41,3 Prozent auf 43,0 Prozent und netto von 44,8 Prozent auf 46,3 Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung war sowohl vor (2014: 0,4 Mio. Euro; Vorjahr: -0,4 Mio. Euro) als auch nach Schwankung (2014: 0,4 Mio. Euro; Vorjahr: 2,5 Mio. Euro) positiv.

Verbundene Gebäudeversicherung

Die gebuchten Bruttobeiträge reduzierten sich auf 76,3 Mio. Euro (Vorjahr: 81,2 Mio. Euro). Dieser Rückgang beruhte auf der bewussten Trennung von defizitären Bestandssegmenten. Die Brutto-Gesamt-schadenquote hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert und lag bei 69,5 Prozent (Vorjahr: 85,9 Prozent). Die Verringerung der Schadenquote geht auf die sanierungsbedingte Verbesserung der Prämienqualität, der Trennung von defizitären Kundenverbindungen und einem Rückgang im Elementarschadenaufwand zurück. Die Brutto-Kostenquote lag mit 38,9 Prozent über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 35,3 Prozent). Für eigene Rechnung ergab sich eine Gesamtschadenquote von 67,9 Prozent (Vorjahr: 80,2 Prozent). Die Kostenquote für eigene Rechnung lag bei 43,6 Prozent (Vorjahr: 39,8 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung war vor (2014: -10,0 Mio. Euro; Vorjahr: -22,5 Mio. Euro) sowie nach (2014: -23,1 Mio. Euro; Vorjahr: -27,4 Mio. Euro) Schwankung negativ.

Sonstige Sachversicherungen

In diesen Versicherungszweigen wurden gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von 79,2 Mio. Euro erzielt (Vorjahr: 75,9 Mio. Euro). Der Anstieg der Beiträge ging im Wesentlichen auf die Technischen Versicherungen und die Feuerversicherung zurück. Die Brutto-Gesamtschadenquote sank im Vergleich zum Vorjahr auf 54,2 Prozent (Vorjahr: 96,5 Prozent). Für eigene Rechnung belief sich die Gesamtschadenquote auf 52,4 Prozent (Vorjahr: 74,6 Prozent). Der Rückgang der Schadenaufwendungen war maßgeblich in den Sparten Technische Versicherungen, Sturm und Feuer zu verzeichnen. In diesen Sparten waren deutlich weniger Elementar- und Feuergroßschäden eingetreten. Die Kostenquote betrug brutto 36,6 Prozent (Vorjahr: 36,2 Prozent). Für eigene Rechnung blieb die Kostenquote gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 40,4 Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung war sowohl vor als auch nach Schwankung mit 4,8 Mio. Euro positiv (Vorjahr: -10,6 Mio. Euro).

Davon Technische Versicherungen

Die gebuchten Bruttobeiträge der Technischen Versicherungen mit den Zweigen Bauleistung, Elektronik, Maschinen und Montage beliefen sich auf 43,8 Mio. Euro (Vorjahr: 41,3 Mio. Euro). Der Bereich erneuerbare Energien hat an diesem Beitragswachstum einen wichtigen Anteil. Die Brutto-Gesamtschaden-quote reduzierte sich im Berichtsjahr aufgrund rückläufiger Elementar- und Großschäden auf 61,9 Prozent (Vorjahr: 78,2 Prozent). Für eigene Rechnung betrug die Gesamtschadenquote 54,6 Prozent (Vorjahr: 75,5 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung schloss vor sowie nach Schwankung mit einem Gewinn von 4,9 Mio. Euro (Vorjahr: -3,0 Mio. Euro) ab.

Transport- und Luftfahrtversicherung

Bei der Basler Sachversicherungs-AG ist in dieser Sparte aufgrund bewusster Rückzeichnungen durch Sanierungsmaßnahmen u.a. im Seekaskogeschäft ein Beitragsrückgang von -6,5 Prozent zu verzeichnen. Die gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen lagen bei 53,2 Mio. Euro (Vorjahr: 56,9 Mio. Euro). Die Brutto-Gesamtschadenquote reduzierte sich auf 60,1 Prozent (Vorjahr: 71,7 Prozent). Es konnte sowohl ein deutlicher Rückgang der Schadenfrequenz als auch ein deutlicher Rückgang der Großschäden erreicht werden. Die Gesamtschadenquote für eigene Rechnung belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf 53,2 Prozent (Vorjahr: 77,2 Prozent). Die Kostenquote brutto ist auf 32,3 Prozent gestiegen (Vorjahr: 29,8 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung war vor Schwankung positiv (2014: 2,4 Mio. Euro; Vorjahr: -8,0 Mio. Euro) und nach Schwankung (2014: -4,8 Mio. Euro; Vorjahr: -3,0 Mio. Euro) negativ.

Sonstige Versicherungen

In den sonstigen Versicherungszweigen wurden gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von 52,3 Mio. Euro erzielt (Vorjahr: 54,6 Mio. Euro). Dieser Beitragsrückgang resultierte aus sanierungsbedingten Rückzeichnungen von Verbindungen mit einer hohen Schadenbelastung im Segment All-Risk Deckungskonzepte. Die Brutto-Gesamtschadenquote reduzierte sich um 27,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 48,8 Prozent (Vorjahr: 76,4 Prozent), während die Brutto-Kostenquote leicht anstieg (2014: 33,3 Prozent; Vorjahr: 32,1 Prozent). Die Reduzierung des Schadenaufwands um 27,6 Prozentpunkte ging maßgeblich auf Sanierungserfolge einerseits und geringere Elementarschäden andererseits zurück. Für eigene Rechnung belief sich die Gesamtschadenquote auf 42,9 Prozent (Vorjahr: 65,4 Prozent) sowie die Kostenquote auf 35,6 Prozent (Vorjahr: 34,4 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung wies vor (9,9 Mio. Euro; Vorjahr -0,5 Mio. Euro) sowie nach Schwankung (9,7 Mio. Euro; Vorjahr -0,4 Mio. Euro) einen Gewinn aus.

Gesamtes in Rückdeckung übernommenes Geschäft

Das in Rückdeckung übernommene Geschäft umfasst die Rechtschutzversicherung, Kraftfahrtversicherung, Unfallversicherung, Haftpflichtversicherung, Feuer- und Sachversicherung, Transportversicherung, Sonstige Versicherungen und die Lebensversicherung. Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen des gesamten in Rückdeckung übernommenen Geschäfts betrugen insgesamt 12,8 Mio. Euro (Vorjahr: 13,8 Mio. Euro). Die Verringerung der Beiträge resultierte maßgeblich aus der Rechtschutzversicherung aufgrund rückläufigen Neugeschäfts und aus sanierungsbedingten Rückgang. Das gesamte in Rückdeckung übernommene Geschäft schloss mit einem versicherungstechnischen Nettogewinn von 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: -0,6 Mio. Euro) ab.

Liquidität

Mit unserem konservativ ausgerichteten Liquiditätsmanagement haben wir die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit gewährleistet.

Auslandsniederlassungen

Die Basler Sachversicherungs-AG vertreibt Geschäft über Niederlassungen in Tschechien, Prag, mit einem Beitragsvolumen in Höhe von 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro) und in der Slowakei, Bratislava, mit einem Beitragsvolumen in Höhe von 4,1 Mio. Euro (Vorjahr: 3,9 Mio. Euro).

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die bislang direkt von der BASLER Versicherung Beteiligungen B.V. & Co. KG gehaltenen Aktien unserer Gesellschaft wurden mit Vertrag vom 21.11.2014 in die Basler Sach Holding AG, eine 100 prozentige Tochtergesellschaft der BASLER Versicherung Beteiligungen B.V. & Co. KG, eingebracht. Die Basler Sachversicherungs-AG, Bad Homburg v. d. Höhe, wird seitdem zu 100 Prozent mittelbar über die Basler Sach Holding AG von der BASLER Versicherung Beteiligungen B.V. & Co. KG, Hamburg, gehalten (Mehrheitsbeteiligung i.S.d. § 17 AktG i.V.m. § 16 Abs. 1 AktG). Die BASLER Versicherung Beteiligungen B.V. & Co. KG, Hamburg, ihrerseits wird zu 100 Prozent von der Bâloise Delta Holding S.a.r.l., Luxemburg, gehalten, deren Anteile sich wiederum im Besitz der Bâloise Holding AG, Basel, befinden.

Der mit der BASLER Versicherung Beteiligungen B.V. & Co. KG seit 2012 bestehende Ergebnisabführungsvertrag wurde ebenfalls mit Wirkung zum 21.11.2014 aufgehoben. Mit der Basler Sach Holding AG wurde zum gleichen Termin ein neuer Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung ab dem 1.1.2015 geschlossen.

Die Mitglieder des Vorstands der Basler Sachversicherungs-AG bilden gleichzeitig den Vorstand der Basler Lebensversicherungs-AG und der Basler Sach Holding AG.

Mitarbeiter

Zum 31.12.2014 waren bei der Basler Sachversicherungs-AG im Rahmen von Mehrfacharbeitsverträgen 1.805 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inklusive Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 1.890).

Die Basler Versicherungen investieren gezielt in die berufliche Erstausbildung, in Weiterbildung der Belegschaft und in die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur.

Die berufliche Erstausbildung konzentriert sich an allen Standorten auf die Entwicklung von Nachwuchspotentialen in den Bereichen, die für die weitere Unternehmensentwicklung eine besondere Bedeutung haben: Fachinformatiker sollen die langfristige Entwicklung einer innovativen IT-Infrastruktur sichern helfen, Versicherungskaufleute den hohen fachlichen Servicestandard und Studenten in ausbildungsintegrierten/dualen Studiengängen zum „Bachelor of Science in Insurance and Finance“ hohes fachliches Know-how für Querschnittsfunktionen an das Unternehmen binden. Die Ausbildungsergebnisse liegen an den Standorten Bad Homburg und Hamburg seit Jahren über dem Durchschnitt. Zusätzlich unterstützt das Unternehmen die Teilnahme an außerbetrieblichen weiterführenden Studien- und Ausbildungsgängen an Universitäten und Instituten, um bei den Mitarbeitern Spezialwissen zu entwickeln.

Mit unseren Personalentwicklungsmaßnahmen und Weiterbildungsangeboten reagieren wir frühzeitig auf zukünftige Herausforderungen und die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Hierbei hat die gezielte Förderung benötigter Qualifikationen im Zusammenspiel mit den Führungskräften einen besonderen Stellenwert. Wir legen dabei Wert auf eine ausgewogene Abstimmung von externen Impulsen und internen Qualifizierungsmaßnahmen. 2014 wurden für Mitarbeiter und Führungskräfte über 120 Seminare durchgeführt. Den permanent gestiegenen Anforderungen an die Belegschaft und dem notwendigen gezielten Ressourceneinsatz wird mit passgenauen Qualifizierungsmaßnahmen Rechnung getragen. Unsere internen und externen Seminare zeichnen sich durch eine große Angebotsbreite, zeitliche Flexibilität und einen passenden Bedarfszuschnitt aus. So stehen für die Mitarbeiter neben Fachseminaren auch Kurse in den Bereichen Kommunikation, persönliche Entwicklung, Informatikanwendungen und zur Gestaltung der persönlichen Work-Life-Balance bereit.

Die standortübergreifenden Seminare, Workshops und Veranstaltungen (insbesondere bei Führungskräften und Projektleitern) helfen dabei, das gemeinsame Verständnis und die einheitliche Ausrichtung des Unternehmens zu unterstützen und den Integrationsprozess der Unternehmen der Basler zu fördern. Dabei wirken besonders gemeinsame Austauschformate der Führungskräfte oder Diskussions- und Planungsveranstaltungen zwischen allen Führungskräften und dem Vorstand sehr positiv auf die Unternehmenskultur.

Die nach einer Standortbestimmung für die oberen beiden Managementebenen Ende 2013 abgeleiteten individuellen Entwicklungsmaßnahmen wurden in 2014 angestoßen bzw. abgeschlossen.

Wir reagieren auf die starken Veränderungen auf dem Versicherungsmarkt, die schnelle Anpassungen und eine flexible Belegschaft erfordern. Die dafür notwenige Veränderungsbereitschaft muss besonders von den Führungskräften initiiert und vorgelebt werden. Die Führungskräfteentwicklung ist mit dem Angebotsmix aus individuellen Maßnahmen, wie Coachings und Teamworkshops und passgenauen Führungsseminaren darauf ausgerichtet, das Unternehmen bei diesen Wandelbemühungen nachhaltig zu unterstützen. An der Formulierung einer Unternehmensvision wurde in vielen Workshops mit Führungskräften gearbeitet.

Auch die Mitarbeiter haben vielfältige Gelegenheiten, sich direkt und indirekt an der Unternehmensentwicklung zu beteiligen: So wird z.B. eine konzernweite Unternehmenskulturbefragung umgesetzt sowie Teamfeedbacks und regelmäßige Diskussionen mit dem Vorstand angeboten.

Der Anteil der Mitarbeiter der Basler Versicherungen in Teilzeitbeschäftigung betrug 22,3 Prozent. Das durchschnittliche Alter unserer Mitarbeiter betrug 47 Jahre. Der Anteil der Frauen lag bei 50,9 Prozent.

Der Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz und ihre guten Leistungen. Auch den Arbeitnehmervertretern in den Betriebsratsgremien gilt der Dank für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.

Kundenzufriedenheit

Die Bedürfnisse unserer Kunden haben für die Basler Versicherungen eine zentrale Bedeutung. Neben der Bereitstellung von maßgeschneiderten Produkten, stehen die Servicierung unserer Kunden und die Unterstützung unserer Vertriebspartner im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns. In den kundennahen Serviceteams bestehen Service-Level-Vereinbarungen und Serviceziele, deren Einhaltung permanent gemessen wird und die Bestandteil der Unternehmensziele sind.

Über Befragungen und Auswertungen von unabhängigen Marktquellen erfolgt ein regelmäßiges Monitoring zur Kundenorientierung und der von unseren Kunden wahrgenommenen Servicequalität.

Hierauf aufbauend hat 2014 der Umbau unserer kundennahen Verwaltungseinheiten begonnen, der in 2015 beendet sein wird. Ziel ist es, unseren Kunden in allen Bereichen eine einheitlich hohe Servicequalität zu bieten, die zu einer messbar höheren Kundenzufriedenheit führt.

Unternehmensreputation

Die Basler Versicherungen kommen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung durch die Unterstützung von Projekten in den Bereichen Umweltschutz, Kunst und Prävention vorrangig an den Verwaltungs- und Vertriebsstandorten nach.

Dazu zählte 2014 die wiederholte Teilnahme vieler Mitarbeiter an der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit" des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) und der AOK. Dabei lassen Mitarbeiter möglichst oft das Auto stehen und nutzen stattdessen das Fahrrad für den Weg zur Arbeit. Am Standort Bremen wird die „Stiftung NordWest Natur“ bereits seit über 20 Jahren unterstützt. Die Stiftung setzt sich für die Pflege der „Borgfelder Wümmewiesen“ ein, die seit 1987 Bremens größtes Naturschutzgebiet sind. Auch selbst gehen die Basler Versicherungen schonend mit natürlichen Ressourcen um, z.B. kann sich das Direktionsgebäude in Bad Homburg seit 2010 durchgehend „Ausgezeichneter ÖKOPROFIT Betrieb" nennen. Dafür hat das Unternehmen seinen Ressourcenverbrauch, insbesondere an Wasser und Energie, kontinuierlich reduziert.

Den Kern des Kunst-Engagements bildet „Kunst privat!“, eine Aktion der Hessischen Landesregierung. Im Rahmen der Aktion machen ausgewählte Unternehmen ihre Kunstsammlungen an einem Wochenende im Jahr interessierten Besuchern zugänglich. Die Basler Versicherungen beteiligten sich daran im Jahr 2014 zum siebten Mal.

Kunden und in Teilen auch die allgemeine Öffentlichkeit profitieren von breit angelegten Präventionsmaßnahmen der Basler Versicherungen. Im Rahmen der „Sicherheitswelt“ werden klassische Versicherungsleistungen mit intelligenter Prävention verbunden, indem Maßnahmen zur Verhinderung von Schäden fest in der Beratung sowie in den Produkten und Dienstleistungen verankert sind. Durch die Veröffentlichung von Sicherheitstipps profitiert auch die breite Öffentlichkeit von den Erfahrung und dem Wissen des Unternehmens im Bereich der Prävention. Dahinter steckt das Versprechen „Wir machen Sie sicherer.“

Risikobericht

Organisation des Risikomanagements

Das Managen von Unternehmensrisiken hat eine herausragende Bedeutung in der Unternehmensführung. Gerade die anhaltende Staatsschuldenkrise in einer Reihe von Ländern des Eurogebiets und die volatilen Finanzmärkte zeigen, wie wichtig ein professionelles Risikomanagement ist. Die Basler Sachversicherungs-AG setzt sich permanent mit dem Thema Risiko auseinander. Organisatorisch ist das Risikomanagement im Ressort des Vorstandsvorsitzenden angesiedelt.

Die Identifikation, Klassifizierung, Bewertung und Kontrolle der Risiken für das Unternehmen sind in den gruppenweiten Risikomanagement-Standards der Baloise Group geregelt. Neben der Erfüllung der Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) fördern die Risikomanagement-Standards die Etablierung einer effizienten und flexiblen Risikomanagement-Organisation im Unternehmen. Hierdurch werden die wesentlichen Ziele der aufsichtsrechtlich geforderten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) erfüllt. So formulieren und dokumentieren wir regelmäßig unsere Geschäftsstrategie und den Umgang mit unseren wesentlichen Unternehmensrisiken in der daraus abgeleiteten Risikostrategie. Für Störfälle, Notfälle und Krisen existieren Notfallpläne, die die Fortführung der wesentlichen Aktivitäten des Geschäftsbetriebs gewährleisten bzw. möglichst schnell und geordnet den normalen Geschäftsbetrieb wiederherstellen. Zur weiteren Konkretisierung der Risikostrategievorgaben haben wir auf Basis der Risikotragfähigkeit ein Limitsystem eingeführt, das eine Vielzahl von risikokritischen Kennzahlen mit einem Ampelsystem bewertet.

Für alle betroffenen EU-Gesellschaften der Baloise Group werden in einem auf die Zukunft ausgerichteten Konzernprojekt die zu erwartenden Anforderungen aus allen drei Säulen von Solvency II identifiziert und somit eine rechtzeitige Umsetzung dieser Anforderungen gewährleistet. Im Rahmen der Vorbereitungsphase des neuen Aufsichtsregimes Solvency II haben wir uns intensiv mit den bereits veröffentlichten Leitlinien auseinandergesetzt. Ein wesentlicher Schwerpunkt wird 2015 die Sicherstellung der Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen sein. Insbesondere ist die Teilnahme an den freiwilligen Testläufen für die quantitative und narrative Berichterstattung geplant. Quantitativ wird sich das Risikomanagement durch Verfeinerungen in den Annahmen und Methoden zu Solvency II in der EU und zum Swiss Solvency Test (SST) weiterentwickeln.

Risikomanagementprozess

Zweimal jährlich identifizieren festgelegte Risk Owner mithilfe formalisierter Risikoberichte bestehende und/oder drohende Risiken in allen Unternehmensbereichen. Jedes wesentliche Einzelrisiko wird dabei mit seiner Verlusthöhe und seiner Eintrittswahrscheinlichkeit vor und nach dem Einsatz von risikomindernden Maßnahmen bewertet. Weiterhin sind geeignete Frühwarnindikatoren zur Risikofrüherkennung festgelegt.

Neben den Risk Ownern wurden funktionsunabhängige Risk Controller benannt, die die Durchführung des systematischen Risiko-Controllings und Risiko-Reportings verantworten.

In halbjährlich stattfindenden Risikokonferenzen werden die Zu- und Abgänge im Risikoinventar erfasst, Einzelrisiken in Warnstufen plausibilisiert und die Kapitalausstattung sowie Gesamtrisikolage des Unternehmens beurteilt.

Ebenfalls halbjährlich werden alle Ergebnisse der Risikokonferenzen in einem konzernweit standardisierten ORSA(Own Risk and Solvency Assessment)-Bericht dokumentiert. Dieser ORSA-Bericht umfasst die Ergebnisse aller Risikomanagementaktivitäten einer Periode, z.B. in Bezug auf Kapitalausstattung und Solvenz sowie die Ergebnisse aus den Swiss Solvency Tests und den QIS-Studien zu Solvency II. Er wird u.a. dem Vorstand, dem Aufsichtsrat, den Wirtschaftsprüfern und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Verfügung gestellt.

Zudem ist ein internes Kontrollsystem zur Sicherstellung der finanziellen Berichterstattung eingerichtet. Im Rahmen dieses internen Kontrollsystems werden alle wesentlichen Kern-, Unterstützungs- und Führungsprozesse des Unternehmens inklusive aller Risiken und Kontrollmechanismen zentral erfasst, dokumentiert und im Haus veröffentlicht. So können Ineffizienzen und Kontrolllücken in unseren Prozessen frühzeitig erkannt und beseitigt werden.

Risikolage

Versicherungstechnische Risiken

Versicherungstechnische Risiken können resultieren aus

unzutreffenden Kalkulationsannahmen,
unerwarteten Schadenentwicklungen, z.B. Kumulereignisse infolge von Naturkatastrophen,
zu geringen Rückstellungen sowie
unangemessener Rückversicherungspolitik.

Sie entstehen vornehmlich dann, wenn wesentliche Zahlungsströme von ihrem Erwartungswert abweichen.

Wir geben Zeichnungsrichtlinien und Zeichnungslimits in allen betriebenen Versicherungszweigen vor und begrenzen die gezeichneten Risiken mit einem umfangreichen Rückversicherungsprogramm mit bonitätsstarken Rückversicherungspartnern. Bei der Auswahl unserer angebotenen Produkte und bei unseren Prämienkalkulationen beziehen wir zusätzlich zu unseren eigenen Erfahrungsdaten Marktbeobachtungen und Marktstatistiken mit ein. Den Deckungsverlauf der aktuell erhobenen Prämien beobachten wir mithilfe eines regelmäßigen Sparten-Controllings. Sofern sich aus dem Verlauf ein höherer Bedarf ergibt, nehmen wir ggf. Prämienanpassungen oder auch Anpassungen in der Zeichnungspolitik und/oder Änderungen der Tarifansätze vor. Den speziellen Risiken in der gewerblichen Haftpflichtversicherung, insbesondere in der Krankenhaus-Haftpflichtversicherung tragen wir aufgrund sehr langfristiger Schadenverläufe mit einer konservativen Reservepolitik sowie umfassenden Risikoanalysen im Rahmen der Risikozeichnung Rechnung. Für am Bilanzstichtag ausstehende und künftige, das Bilanzjahr betreffende Schadenverpflichtungen, bilden wir bedarfsgerechte Rückstellungen. Zum Ausgleich der Schwankungen im Schadenverlauf bilden wir zusätzlich Schwankungsrückstellungen.

Risiken aus Forderungsausfall

Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft bestehen gegenüber

Kunden (durch Beitragsforderungen),
Versicherungsvermittlern (z. B. bei Inkassoberechtigung oder Provisionsrückforderungen) sowie
Mit- und Rückversicherern.

Die Risiken aus dem Ausfall von Beitragsforderungen werden zum einen durch maschinelle außergerichtliche Mahnverfahren im Zentralinkasso und zum anderen durch direkte Zahlungsaufforderungen und ständige Kontrollen im Vermittlerinkasso begrenzt. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Für zweifelhafte Forderungen bilden wir Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen in angemessener Höhe auf Basis von Erfahrungswerten. Am Bilanzstichtag beliefen sich ausstehende Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als 90 Tagen auf ca. 8,6 Mio. Euro (Vorjahr: 8,9 Mio. Euro).

Bei der Wahl der Rückversicherungspartner achten wir insbesondere auf Bonitätsstärke. Gemäß den konzernweit geltenden Risikomanagement-Standards arbeiten wir überwiegend mit Rückversicherern, die über ein Standard & Poor’s-Mindestrating von „A“ verfügen.

Nach Korrektur um Einzel- und Pauschalwertberichtigungen verbleibt für die Gesellschaft insgesamt nur noch ein geringes Forderungsausfallrisiko.

Risiken aus Kapitalanlagen

Die Kapitalanlagestrategie wird unter strikter Beachtung aller gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Bestimmungen festgelegt. Stärker als jeder andere Bereich sind die Kapitalanlagen von Marktentwicklungen und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Im Rahmen der Risikoberichterstattung und Risikofrüherkennung spielt deshalb der Umgang mit Kapitalanlagerisiken eine herausragende Rolle. Zur Erfüllung der Leistungsversprechen gegenüber unseren Kunden messen wir den Kriterien Sicherheit, Liquidität und Rentabilität besonders hohe Bedeutung bei. Wir vermeiden Risiken, die nicht zuverlässig eingeschätzt, kalkuliert und abgesichert werden können. Anlageentscheidungen basieren auf der jeweils aktuellen Risikotragfähigkeit der Gesellschaft, die wir laufend bestimmen.

Die Basler Sachversicherungs-AG betreibt eine konservative Anlagepolitik. Sie investiert in Immobilien, festverzinsliche Wertpapiere, Aktien, Geldanlagen, Beteiligungen und Private Equity. Die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft sowie die aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Mischung und Streuung bestimmen dabei die Zusammensetzung dieser Kapitalanlagen (Asset Allocation). Der Anlagefokus liegt schwerpunktmäßig auf europäischen Märkten und erfolgt – zur Vermeidung von Währungsrisiken – überwiegend in Euro. Unsere konservative Anlagepolitik spiegelt sich auch in der Höhe unserer Aktienquote wider. Mit einer Quote von ca. 4,8 Prozent (Vorjahr: 5,2 Prozent) und einer Absicherung der Aktienbestände mit derivativen Finanzinstrumenten können einerseits größere Aktienkursrückschläge verkraftet werden, andererseits besteht die Chance, an positiven Aktienkursentwicklungen zu partizipieren. Zur jederzeitigen Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen führen wir eine Liquiditätsplanung durch und halten ausreichend hohe Bestände an kurzfristig liquidierbaren Titeln und Festgeldern. Trotz Staatsschuldenkrise zeichnen sich unsere Bestände in festverzinslichen Wertpapieren weiterhin durch hohe Liquidität und Bonität aus. Zur Beschränkung von Konzentrationsrisiken haben wir interne Limits gesetzt.

Die bestehenden Risiken im Kapitalanlagebereich lassen sich grundsätzlich in die folgenden Bereiche einordnen:

Marktpreisrisiken,
Bonitätsrisiken (bzw. Kreditrisiken) und
Liquiditätsrisiken.

Unser Risikomanagement beobachtet, analysiert und bewertet permanent die vorstehend identifizierten Risikoarten. Gleichzeitig werden adäquate, risikomindernde Maßnahmen angestoßen, sofern dies erforderlich ist.

Marktpreisrisiken

Als Marktpreisrisiko bezeichnet man das Risiko finanzieller Verluste auf Grund der Änderung von Marktpreisen, z. B. von Aktienkursen, Zinsen oder Wechselkursen.

Wir begrenzen die möglichen Auswirkungen von Marktpreisrisiken, indem wir breit über verschiedene Anlageklassen streuen und die jeweiligen Anteile variieren. Innerhalb einer Anlageklasse werden qualitative und quantitative Limite vorgegeben, um Marktpreisrisiken zu begrenzen.

Das Unternehmen hat 2014 alle BaFin-Stresstests bestanden.

Bonitätsrisiken

Als Bonitätsrisiko bezeichnet man das Risiko, dass ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen vorübergehend oder endgültig nicht mehr nachkommen kann.

Unsere Anlagen in festverzinsliche Wertpapiere haben eine hohe Schuldnerqualität. Wir investieren fast ausschließlich in Inhaber-, Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen mit Investment-Grade (Ratingkategorie „AAA“ bis „BBB“ von Standard & Poor’s). Eine möglichst breite Streuung des Gesamtbestandes wirkt darüber hinaus einer möglichen Risikokonzentration entgegen.

Liquiditätsrisiken

Mit Liquiditätsrisiko werden zwei unterschiedliche Arten von Finanzrisiken bezeichnet:

Das Risiko, benötigte Zahlungsmittel nicht oder nur zu erhöhten Kosten beschaffen zu können (Refinanzierungsrisiko).
Das Risiko, Finanzmarktgeschäfte auf Grund mangelnder Marktliquidität nur zu einem schlechteren Preis als erwartet abschließen zu können (Marktliquiditätsrisiko).

Das Refinanzierungsrisiko steuern wir über ein permanentes Liquiditätsplanungs-, -steuerungs- und -kontrollsystem, das alle Zahlungsströme des Unternehmens berücksichtigt. Durch konsequentes Beobachten und Analysieren möglicher Risiken aus ungleichgewichtigen und/oder nicht zeitgerechten Liquiditätszu- und -abflüssen gewährleisten wir dabei die jederzeitige Erfüllung unserer Leistungsversprechen.

Zur Verringerung der Marktliquiditätsrisiken halten wir weiterhin hohe Bestände an liquiden Staatsanleihen. Bei allen Neuanlagen achten wir auf ein ausgewogenes Rendite-Risiko-Verhältnis, wobei wir dem Risiko als Folge der Finanzmarktkrise weiterhin noch die größere Bedeutung zumessen als der Rendite. Wir investieren folglich schwerpunktmäßig in qualitativ hochwertige Titel mit vergleichsweise geringen Ausfallrisiken.

Operationelle Risiken

Unter operationellen Risiken werden Verluste als Folge des Versagens von Menschen, Systemen oder internen Prozessen sowie aufgrund externer Ereignisse verstanden.

Im Bereich der Informatik liegen die bedeutsamsten Risiken in einem Teil- oder Gesamtausfall der Systeme, im Verlust von Daten sowie in Herausforderungen durch Umstellung auf neue Applikationen. Hierfür haben wir ein IT-Sicherheitskonzept erarbeitet, welches geeignete Risikominderungsmaßnahmen beinhaltet.

Für den Bereich Compliance hat die Baloise Group Zielvorgaben und Messpunkte für die Organisation, Regelung, Unterrichtung und Kontrolle festgelegt.

Ein Teilbereich der operationellen Risiken sind Rechtsrisiken, die aus vertraglichen Vereinbarungen oder aus rechtlichen Rahmenbedingungen resultieren. Diese Risiken werden in besonderen Risikoberichten identifiziert und bewertet. Zur Vermeidung oder Verminderung der Rechtsrisiken nutzen wir internes und externes juristisches Fachpersonal zur fachlichen und gutachterlichen Beratung der Fachabteilungen und der Geschäftsleitung.

Zur Steuerung und Kontrolle aller weiteren operationellen Risiken haben wir umfangreiche Vollmachtenregelungen, Zeichnungsrichtlinien und Kontrollmaßnahmen eingerichtet.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Die vorhandenen Eigenmittel von 180,5 Mio. Euro übersteigen die zur Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen notwendigen Eigenmittel um 80,3 Mio. Euro. Die Bedeckungsquote beträgt 180,1 % (Vorjahr: 179,7 %).

Mit Hilfe der angewandten Kontrollmechanismen, Instrumente und Analyseverfahren stellen wir ein wirksames Risikomanagement sicher. Aus derzeitiger Sicht bestehen keine weiteren Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich negativ beeinflussen könnten.

Zusammenfassend gewährleistet die aktuelle Risikolage der Basler Sachversicherungs-AG die Erfüllung der Leistungsverpflichtungen aus ihren Versicherungsverträgen.

Prognosebericht

Die Planung mit entsprechender Einschätzung der Chancen für die zukünftige Entwicklung wird für einen Zweijahreszeitraum dargestellt. Dabei konzentrieren wir uns im Bericht auf die nachhaltige Wertschaffung der Basler Sachversicherungs-AG.

Strategische Ausrichtung

Positionierung und Chancen der Basler Versicherungen

Die Prognosejahre 2015 und 2016 werden nach der in 2013 begonnene Umsetzung der Fokussierungs- und Optimierungsstrategie der Basler Versicherungen in Deutschland durch die weitere Optimierung der Geschäftsprozesse gekennzeichnet sein. Der Fokus liegt weiter auf einer deutlichen Kostensenkung zur Verbesserung der strategischen Positionierung. Die engere Verzahnung der Geschäftsaktivitäten der Basler Versicherungen liefert dazu einen wesentlichen Beitrag. So können die Effizienz der Gesellschaften weiter erhöht und Synergien erzielt werden. Den Schwerpunkt der geplanten Maßnahmen stellt die fortschreitende Industrialisierung und Automatisierung der Prozesse dar.

Die Überführung der europäischen Solvency II-Richtlinie in deutsches Recht soll in 2015 erfolgen. Danach sollen die neuen Aufsichtsregeln am 1.1.2016 in Kraft treten. Die Einführung von Solvency II bedeutet erhebliche Änderungen im deutschen Aufsichtsrecht. Aus diesem Grund liegt bei den Basler Versicherungen in Deutschland in 2015 ein Schwerpunkt auf der Sicherstellung der Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen.

Am Standort Hamburg ist das Kompetenzzentrum für die Lebens- sowie Unfallversicherung, in Bad Homburg ist neben der Unternehmenszentrale das Kompetenzzentrum für die Sachversicherung angesiedelt. Für die Festigung und den Ausbau unserer Marktposition stellen wir im Prognosezeitraum alle verfügbaren Ressourcen bereit. Durch verschiedene Einzelmaßnahmen soll der Ertrag gesteigert, der Vertrieb gestärkt und gezielt ausgebaut sowie unsere Prozesse effizienter und kostengünstiger organisiert werden. So wurden beispielsweise im Jahr 2014 erfolgreich die Nichtleben-Bestände der (im Jahr 2013 auf die Basler Sachversicherungs-AG verschmolzen) Deutscher Ring Sachversicherungs-AG in die Systeme der Basler Versicherungen migriert. Dadurch konnte im Rahmen der Konsolidierung der IT ein wichtiger Meilenstein erreicht werden. Die Konsolidierung der IT-Landschaft spielt auch künftig eine wichtige Rolle.

Unsere strategische Zielsetzung ist es, die Marktposition unserer Gesellschaften zu stärken, ein ertragreiches Wachstum zu erreichen und die Schadenquoten nachhaltig zu senken. Im Rahmen der Strategie für das ertragreiche Wachstum erfolgt eine gezielte Fokussierung, insbesondere auf unser mittelständisches Gewerbegeschäft, das mit Hilfe gezielter Maßnahmen weiter ausgebaut werden soll. Für die nachhaltige Senkung der Schadenquote wurden Maßnahmen zur Portfoliooptimierung ergriffen. In diesem Rahmen steht die Beobachtung der bestehenden Verträge im Fokus, um bei einer geänderten Risikosituation durch Beitragsanpassungen zur optimalen Bepreisung der versicherungstechnischen Risiken zu gelangen. Wir werden diesen Maßnahmen einen hohen Stellenwert einräumen, um insbesondere in defizitär verlaufenden Sparten den Ertrag deutlich zu verbessern. Im diesem Zuge trennen wir uns sukzessive von unserem Kraftfahrt-Flottengeschäft. Innerhalb des Unternehmens arbeiten wir weiterhin an der Steigerung der Prozesseffizienz sowie der Servicequalität im Vertrags- und Schadenmanagement.

Die Positionierung im Rahmen der Basler Sicherheitswelt, die Versicherungsleistung mit intelligenter Schadenprävention verbindet, wird unseren vertrieblichen Aktivitäten neue Impulse verleihen. Ziel ist, dass sich Kunden und Mitarbeiter sicherer fühlen. Das heißt: Prävention und Versicherung stehen im Fokus. Alles, was das Unternehmen tut, ist auf Sicherheit ausgerichtet, indem es hilft, dass ein Schaden gar nicht erst entsteht. Im Schadenfall agieren die Basler Versicherungen schnell und kompetent.

Positionierung im Bereich Kapitalanlagen

Die strategische Grundausrichtung unseres Unternehmens bestimmt auch unsere Kapitalanlagestrategie. Oberste Priorität bei der Strukturierung unseres Anlageportfolios genießt der Grundsatz der Sicherheit. Wir erfüllen die von der Finanzaufsicht im Rundschreiben R 4/2011 (VA) postulierten Anforderungen. Darüber hinaus sind in der Kapitalanlagerichtlinie für unser Unternehmen unsere internen Anlagegrundsätze verbindlich festgelegt. Wir vermeiden Risiken, die nicht zuverlässig eingeschätzt, kalkuliert und abgesichert werden können. Wir nutzen derivative Finanzinstrumente zur Reduktion von Risikopositionen, insbesondere zur Absicherung gegen Einbrüche am Aktienmarkt. Diese solide Positionierung gewährleistet auch künftig die dauerhafte Erfüllung unserer Verpflichtungen.

Voraussichtliche Entwicklung der Basler Sachversicherungs-AG

Versicherungstechnik

Die im Geschäftsjahr 2014 begonnene Umsetzung der Fokussierungsstrategie der Basler Sachversicherungs-AG und die damit verbundenen selektiven Rückzeichnungen aus nicht ertragsreichen Segmenten werden im Prognosejahr 2015 fortgeführt. Deshalb erfolgen weitere Teilausstiege vor allem im Bereich KFZ-Flotte. Vor diesem Hintergrund planen wir im Prognosejahr 2015 ein verhaltenes Wachstum der verdienten Prämien. Durch die Portfoliooptimierung erwarten wir im Prognosejahr 2015 eine weitere Senkung der Basisschadenlast. Dementsprechend gehen wir von einer deutlichen Senkung der Schadenquote aus. Deshalb streben wir beim versicherungstechnischen Ergebnis im Jahr 2015 eine deutliche Steigerung an. Im Geschäftsjahr 2015 werden die geplanten Rückzeichnungen abgeschlossen. Ohne weitere Belastungen aus Rückzeichnungen kann im Prognosejahr 2016 ein deutliches Prämienwachstum bei einer weiteren Reduzierung der Schadenquote erzielt werden. Die mit dem GRIP-Programm aufgesetzten Projekte werden schon im Prognosezeitraum einen positiven Einfluss auf die Kostenquoten haben. Durch das geplante Prämienwachstum und die weitere Reduzierung der Schadenquote gehen wir im Prognosejahr 2016 von einer überdurchschnittlichen Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses aus. Infolge der prognostizierten Beitragssteigerung wird der für die Berechnung der Solvabilitätsspanne maßgebliche Beitragsindex steigen und zu einer Erhöhung der Solvabilitäts-Anforderungen führen. Diese Entwicklung führt zu einem Rückgang des Solvabilitäts-Bedeckungsgrades.

In den Prognosejahren 2015 und 2016 sehen wir im Rahmen der Basler Sicherheitswelt weiterhin vertriebliche Chancen. Wir gehen davon aus, dass sich durch den ganzheitlichen Sicherheitsansatz Möglichkeiten für weitere Cross-Selling-Aktivitäten ergeben. Zudem werden wir unsere Marktposition im Maklermarkt in ausgewählten Segmenten gezielt ausbauen. Hierdurch erwarten wir in den Zielsegmenten ein moderates organisches Wachstum.

Produkte und Dienstleistungen

Neue Produkte werden im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit entwickelt. Durch die weitere Verfeinerung unserer Produktpalette, insbesondere im Bereich individueller und modularer Produkte, werden wir unseren Kunden auch künftig optimale Absicherungslösungen anbieten. Darüber hinaus werden unsere Kunden auch weiterhin von unserer hohen Servicequalität profitieren können. Dienstleistungen wesentlichen Ausmaßes werden auch zukünftig ausschließlich intern im Rahmen von besonderen Umlageverträgen erbracht.

Rückversicherung

Aufgrund des weichen RV-Marktes konnten in Sach die Haftungsstrecken in der obligatorischen Rückversicherung für 2015 erhöht werden. Eine Absicherung über fakultative Rückversicherung ist damit i.d.R. nicht mehr notwendig. Vor dem Hintergrund des unauffälligen Großschadenverlaufs des abgelaufenen Geschäftsjahres ist insgesamt mit einer Verbesserung der Rückversicherungskonditionen zu rechnen. Neben Prämieneinsparungen wird in beiden Fällen der Underwritingprozess vereinfacht undbeschleunigt.

Kapitalanlagen

Die Risikofrüherkennung spielt gerade im Sektor Kapitalanlagen eine herausragende Rolle. Wir beobachten die Risikolage täglich unter Beibehaltung unserer konservativen strategischen Ausrichtung in der Anlagepolitik. In dieser soliden Positionierung sehen wir auch künftig die Gewährleistung der dauerhaften Erfüllung unserer Verpflichtungen.

Hauptthema des Prognosejahres 2015 bleibt die weitere Entwicklung der weltweiten Staatsschuldenproblematik und des Eurosystems. Hier sind weitere Verwerfungen nicht auszuschließen. Diese Problematik hat auch Auswirkungen auf die Risiken im Bankensystem, das ohnehin weltweit diverse Problembereiche zu bewältigen hat.

Die relative Beruhigung, die sich im Verlauf des Jahres 2014 fortgesetzt hat, führt zu einem extrem niedrigen Zinsniveau. Auch zukünftig ist damit zu rechnen, dass die internationalen Notenbanken mit höchst expansiver Geld- und Liquiditätspolitik versuchen werden, den in der Realwirtschaft vorhandenen Konsolidierungsbedarf abzufedern. Somit ist auch für 2015 von einem extrem niedrigen Zinsniveau auszugehen.

Für das Prognosejahr 2015 erwarten wir ein solides Kapitalanlageergebnis, das aufgrund nur noch geringer Zuschreibungen, geringerer Gewinnrealisierungen und wegen des allgemein sehr niedrigen Zinsniveaus aber unter dem des abgelaufenen Geschäftsjahrs liegen wird. Negative, ergebnisbelastende Verwerfungen an den Finanzmärkten sind weiterhin nicht auszuschließen. In den weiteren Jahren des Planungshorizonts rechnen wir aufgrund des niedrigen Zinsniveaus mit einer weiterhin leicht rückläufigen Entwicklung des Kapitalanlageergebnisses, da die Verzinsung fällig werdender Papiere im gegenwärtigen Umfeld nicht wieder zu erzielen ist. Mit wesentlichen Finanzabflüssen, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens beeinflussen, rechnen wir nicht.

Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Die weltweite Konjunktur ist im Geschäftsjahr 2014 wie im Vorjahr um 3,3 Prozent gewachsen und damit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Für 2015 wird ein Wachstum von 3,8 Prozent prognostiziert. Der aktuell niedrige Ölpreis könnte für einen kräftigen Konjunkturschub sorgen und damit zu noch stärkerem Wachstum beitragen. Der Ausblick für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung steht allerdings unter dem Vorbehalt erheblicher Risiken. So stellen geopolitische Krisen wie in der Ukraine oder Nahost, die zu geringe Investitionsbereitschaft großer Volkswirtschaften und Risiken der wirtschaftlichen Stagnation in der Eurozone außergewöhnlich große Unsicherheitsfaktoren dar. Zudem gibt es in zahlreichen Staaten dringenden Bedarf an Strukturreformen.

In Deutschland tragen die sich aufhellende Stimmung der Unternehmer, die stabile Arbeitsmarktlage und der steigende Binnenkonsum dazu bei, dass im Jahr 2015 mit einem Konjunkturaufschwung zu rechnen ist. Für 2016 wird ebenfalls mit einem Wachstum gerechnet. Unter der Voraussetzung, dass die für den Aufschwung nötigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter fortbestehen und sich die Finanzmärkte weiter stabilisieren, rechnen Experten damit, dass sich die wirtschaftliche Erholung fortsetzt. Entsprechend erwarten wir für den Fall, dass krisenhafte Verschärfungen auf den Finanzmärkten ausbleiben, für den Prognosezeitraum eine stabile Entwicklung der deutschen Konjunktur. Allerdings können negative Entwicklungen weiterhin nicht ausgeschlossen werden.

Die anhaltend solide Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt kann insbesondere im internationalen Vergleich als erfreulich angesehen werden. Die Arbeitslosenquote lag im Jahr 2014 mit 6,7 Prozent auf dem Vorjahresniveau. Jüngsten Prognosen zufolge können die Auswirkungen der konjunkturellen Erholung im Jahr 2015 zu einer leicht sinkenden Arbeitslosigkeit führen. Für 2016 wird ebenfalls erwartet, dass aufgrund der konjunkturellen Erholung die Beschäftigungszahlen leicht ansteigen werden.

Der private Konsum sollte in den Prognosejahren 2015 und 2016 von der stabilen Arbeitsmarktlage und von leicht wachsenden Realeinkommen profitieren und damit zahlreiche Wachstumsimpulse für die Binnennachfrage liefern. Von den derzeit dämpfend wirkenden außenwirtschaftlichen Effekten werden im folgenden Jahr keine zusätzlichen Belastungen erwartet, so dass auch im Außenhandel wieder positive Impulse zu erwarten sind.

Nach einem kräftigen Wachstum zum Jahresbeginn ging das Bruttoinlandsprodukt, u. a. bedingt durch Sondereffekte, im 2. Quartal sogar leicht zurück. Im 3. Quartal setzte eine leichte Erholung ein, vor allem verursacht durch Wachstumsimpulse aus dem privaten Konsum. Die Geschäftserwartungen für die nächsten Monate sehen eine Fortsetzung des verhaltenen Konjunkturverlaufs voraus. Im Schaden- und Unfallversicherungsbereich dämpfen weiterhin die hohen Belastungen aus Elementarereignissen die Erwartungen. Die weiterhin hohe Wettbewerbsintensität stellt eine weitere Herausforderung für die Versicherer dar. Der GDV erwartet für die Schaden- und Unfallversicherung im Jahr 2015 eine schwache Steigerung der Prämieneinnahmen um 2,5 Prozent. Für die Lebensversicherungen erwartet der GDV einen leichten Betragsrückgang um 1,0 Prozent bei gleichbleibendem Niveau der Einmalbeiträge. Belastende Faktoren für die Nachfrage sind hier das anhaltende Niedrigzinsumfeld mit dem ab dem 1.1.2015 auf 1,25 Prozent gesenkten Rechnungszins und die damit verbundene negative Darstellung in den Medien sowie fehlende neue Impulse aus der Altersvorsorge. Die Erzielung von Renditen oberhalb des Garantiezinsniveaus bleibt im aktuellen Kapitalmarktumfeld schwierig.

Erwartungen der Unternehmensleitung zur weiteren Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage

Bis zum Prognosejahr 2016 erwarten wir grundsätzlich eine Verbesserung der Vermögens- und Finanzlage unseres Unternehmens. Voraussetzung für diese Entwicklung ist das Ausbleiben von über das langjährige Mittel hinausgehenden Belastungen aus Elementar- und Großschäden.

Während das Geschäftsjahr 2014 durch hohe Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen gezeichnet war, rechnen wir in beiden Prognosejahren mit einem deutlich niedrigeren Kapitalanlageergebnis und demzufolge mit einem niedrigeren nichtversicherungstechnischen Ergebnis. Im Prognosejahr 2016 streben wir ein erheblich besseres Ergebnis als im Jahr 2014 an. Grundlage dafür werden deutliche Verbesserungen der versicherungstechnischen Ergebnisse aufgrund der Portfoliooptimierung und Sanierungsmaßnahmen darstellen. Insbesondere werden die Belastungen aus Strukturprojekten deutlich abnehmen. Die Rückstellungen für den aus den Strukturprojekten resultierenden Personalabbau (Sozialplan-RST) werden als ausreichend angesehen.

Im Prognosezeitraum wird ein anhaltend niedriges Zinsniveau erwartet. Hierdurch wird der Diskontierungszins, der zur Ermittlung der Höhe der Pensionsrückstellung herangezogen wird, weiter sinken. Aufgrund dessen wird erwartet, dass in den kommenden Jahren weitere signifikante Aufwendungen für die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen notwendig werden.

Die Schweizerische Nationalbank hat den bisherigen Mindestkurs von 1,20 Franken per Euro Mitte Januar aufgehoben. Die Basler Sachversicherungs-AG unterhält nennenswerte Geschäftsbeziehungen zu in der Schweiz ansässigen Konzerngesellschaften in den Bereichen Asset Management, IT, Rückversicherung und Verwaltung. Soweit diese in Schweizer Franken abgerechnet werden, können sich durch die Aufwertung des Schweizer Franken in Abhängigkeit der jeweiligen vertraglichen Regelungen Auswirkungen auf die Ertragslage der Basler Sachversicherungs-AG ergeben. Im Jahr 2015 werden nur geringe Auswirkungen erwartet, da der Umrechnungskurs für den überwiegenden Teil der Transaktionen bereits zu Beginn des Geschäftsjahres festgelegt wurde. Ab 2016 könnten sich ohne eine Anpassung der vertraglichen Vereinbarungen deutliche Kostenerhöhungen ergeben.

Schlusserklärung des Vorstands

Für das Geschäftsjahr 2014 wurde ein Bericht nach § 312 des Aktiengesetzes über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Am Schluss dieses Berichtes wurde zu den in diesem Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen erklärt:

„Nach der Überzeugung des Vorstands hat die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Die Gesellschaft ist auch dadurch, dass die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.“

Betriebene Versicherungszweige und -arten

Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft

Allgemeine Unfallversicherung

Einzelunfallversicherung ohne Beitragsrückgewähr

Gruppen-Unfallversicherung ohne Beitragsrückgewähr

Probandenversicherung

Luftfahrtunfallversicherung

Kraftfahrtunfallversicherung

übrige und nicht aufgegliederte Unfallversicherung

Haftpflichtversicherung

Privathaftpflichtversicherung (einschließlich Sportboot- und Hundehalter-Haftpflichtversicherung)

Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung

Öltankgewässerschaden-Haftpflichtversicherung

Umwelt-Haftpflichtversicherung

Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung

Strahlen- und Atomanlagen-Haftpflichtversicherung

Pharma-Haftpflichtversicherung

Feuerhaftungsversicherung

See-, Binnensee- und Flussschifffahrtshaftpflichtversicherung (ohne Kollisionshaftpflichtrisiko)

Luftfahrt-Haftpflichtversicherung (einschließlich der Luftfrachtführer-Haftpflichtversicherung)

übrige und nicht aufgegliederte Haftpflichtversicherung

Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung

Sonstige Kraftfahrtversicherung

Fahrzeugvollversicherung

Fahrzeugteilversicherung

Feuer- und Sachversicherung

Feuer-Industrie-Versicherung

Landwirtschaftliche Feuerversicherung

sonstige Feuerversicherung

Verbundene Hausratversicherung

Verbundene Wohngebäudeversicherung

Einbruchdiebstahl- und Raub(ED)-Versicherung

Leitungswasser(Lw)-Versicherung

Glasversicherung

Sturmversicherung

Technische Versicherungen

Maschinenversicherung

Elektronikversicherung

Montageversicherung

Bauleistungsversicherung

Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage [EC]-Versicherung)

Sonstige Schadenversicherung

Ausstellungsversicherung

Kühlgüterversicherung

Valorenversicherung (privat)

Reisegepäckversicherung

Arbeitslosigkeitsversicherung

Transport- und Luftfahrtversicherung

Transportversicherung

Transportgüterversicherung

Kaskoversicherung

Verkehrshaftungsversicherung

Valorenversicherung

Filmversicherung

übrige und nicht aufgegliederte Transportversicherung

Luftfahrtversicherung

Luftfahrzeug-Kaskoversicherung

Kredit- und Kautionsversicherung

Mietkautionsversicherung

Betriebsunterbrechungs-Versicherung

Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung

Technische Betriebsunterbrechungs-Versicherung

sonstige Betriebsunterbrechungs-Versicherung

sonstige Vermögensschadenversicherung

Maschinengarantieversicherung

Mietverlustversicherung

sonstige gemischte Versicherung

Tank- und Fassleckageversicherung

Allgefahrenversicherung

Schausteller-Landkaskoversicherung

In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft

Allgemeine Unfallversicherung

Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung

Haftpflichtversicherung

Feuerversicherung

Technische Versicherungen

Rechtsschutzversicherung

Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage [EC]-Versicherung)

Betriebsunterbrechungs-Versicherung

Transport- und Luftfahrtversicherung

Sonstige Schadenversicherung

Atomanlagen-Sachversicherung

sonstige

sonstige gemischte Versicherung

Allgefahrenversicherung

Lebensversicherungen

Lebensversicherung mit Kapitalzahlung

Rentenversicherung

Unfall-Zusatzversicherung

Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung

Heirats-Zusatzversicherung

Bilanz

Aktiva

in € 2014 2014 2014 2014 2013
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
II. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 986.526,20 1.400.256,58
III. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
IV. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
986.526,20 1.400.256,58
B. Kapitalanlagen
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.019.150,66 6.348.905,07
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 23.553.846,65 26.617.460,11
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen 23.492.356,41 24.636.975,47
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
47.046.203,06 51.254.435,58
III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 282.612.734,89 246.007.874,65
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 190.784.187,00 235.593.899,00
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 268.000.000,00 222.000.000,00
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 295.065.245,41 298.326.637,75
c) übrige Ausleihungen 5.956.449,55 6.673.470,50
569.021.694,96 527.000.108,25
5. Einlagen bei Kreditinstituten 26.740.701,46 32.082.196,67
6. Andere Kapitalanlagen 11.870.437,37 10.253.902,57
1.081.029.755,68 1.050.937.981,14
IV. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung 132.548,48 146.442,81
übernommenen Versicherungsgeschäft
1.134.227.657,88 1.108.687.764,60
C. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an:
1. Versicherungsnehmer 34.556.214,49 36.701.193,21
davon an verbundene Unternehmen: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
2. Versicherungsvermittler 6.552.810,03 9.920.666,73
davon an verbundene Unternehmen: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €) 41.109.024,52 46.621.859,94
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 9.713.114,48 27.127.498,35
davon an verbundene Unternehmen:
8.193.876,47 € (Vorjahr: 25.334.469,62 €)
III. Sonstige Forderungen 18.356.949,45 11.852.359,50
davon an verbundene Unternehmen: 8.821.983,09 € (Vorjahr: 2.641.169,33 €)
69.179.088,45 85.601.717,79
D. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen und Vorräte 4.467.748,51 4.803.402,56
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 6.681.949,17 7.544.885,03
III. Andere Vermögensgegenstände 2.862.911,39 945.540,53
14.012.609,07 13.293.828,12
E. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 14.097.890,51 14.533.044,29
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 15.056.746,17 10.459.329,50
29.154.636,68 24.992.373,79
F. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 2.805.010,95 738.646,25
Summe der Aktiva 1.250.365.529,23 1.234.714.587,13
Passiva
in € 2014 2014 2014 2013
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 15.080.000,00 15.080.000,00
II. Kapitalrücklage 162.505.387,01 162.505.387,01
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 74.137,32 74.137,32
2. andere Gewinnrücklagen 4.785.812,37 4.785.812,37
4.859.949,69 4.859.949,69
IV. Gewinnvortrag 0,00 0,00
V. Jahresüberschuss 24.747.854,77 0,00
207.193.191,47 182.445.336,70
B. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge
1. Bruttobetrag 67.206.390,83 70.309.660,68
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 942.410,83 1.193.654,64
66.263.980,00 69.116.006,04
II. Deckungsrückstellung
1. Bruttobetrag 42.884,00 48.271,00
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 0,00 0,00
42.884,00 48.271,00
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag 779.660.024,85 770.294.949,28
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 129.646.673,71 122.695.718,67
650.013.351,14 647.599.230,61
IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
1. Bruttobetrag 1.893.252,70 2.671.158,44
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 0,00 0,00
1.893.252,70 2.671.158,44
V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen 109.671.799,00 110.354.238,00
VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
1. Bruttobetrag 19.720.746,36 20.357.313,03
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 0,00 0,00
19.720.746,36 20.357.313,03
847.606.013,20 850.146.217,12
C. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 91.535.445,00 82.289.879,00
II. Steuerrückstellungen 6.052.200,00 186.404,85
III. Sonstige Rückstellungen 48.155.950,35 43.533.877,82
145.743.595,35 126.010.161,67
D. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 1.609.664,39 1.155.174,02
E. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber:
1. Versicherungsnehmern 13.690.716,31 15.818.997,93
2. Versicherungsvermittlern 19.317.224,01 22.312.663,35
33.007.940,32 38.131.661,28
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 0,00 € (Vorjahr: 246.340,43 €)
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 1.356.449,53 4.787.570,93
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
III. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
IV. Sonstige Verbindlichkeiten 13.844.585,88 32.037.053,69
davon aus Steuern: 8.524.993,62 € (Vorjahr: 9.771.785,31€)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0,00 € (Vorjahr: 28,75 €)
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 1.811.943,24 € (Vorjahr: 17.622.871,01€)
48.208.975,73 74.956.285,90
F. Rechnungsabgrenzungsposten 4.089,09 1.411,72
Summe der Passiva 1.250.365.529,23 1.234.714.587,13

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter Posten B.III der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341f und § 341g HGB sowie der aufgrund des § 65 Abs. 1 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist.

Bad Homburg v. d. Höhe, den 13. Februar 2015

Julia Wiens, Verantwortliche Aktuarin

Gewinn- und Verlustrechnung

in € 2014 2014 2014 2014 2013
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge 606.544.370,80 641.158.815,83
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 57.192.608,03 53.903.116,35
549.351.762,77 587.255.699,48
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge -3.103.269,85 716.318,50
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen 251.243,81 -862.757,58
-2.852.026,04 -146.439,08
552.203.788,81 587.402.138,56
2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung 2.509.450,58 2.217.087,00
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 239.154,82 455.822,03
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene
Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 349.382.641,35 383.526.437,80
bb) Anteil der Rückversicherer 41.384.908,49 46.614.526,87
307.997.732,86 336.911.910,93
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 9.365.075,57 59.522.425,19
bb) Anteil der Rückversicherer 6.950.955,04 24.557.646,90
2.414.120,53 34.964.778,29
310.411.853,39 371.876.689,22
5. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen
a) Deckungsrückstellung -5.387,00 -3.669,00
b) Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen -153.678,02 6.505.998,23
-159.065,02 6.502.329,23
6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung 1.209.251,06 3.127.007,84
7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 218.810.531,28 217.365.884,66
b) davon ab: 2.461.697,55 1.965.529,94
erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft
216.348.833,73 215.400.354,72
8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung 4.544.010,07 4.598.405,42
9. Zwischensumme 22.597.510,98 -11.429.738,84
10. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen -682.439,00 6.373.693,00
11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 23.279.949,98 -17.803.431,84
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus Beteiligungen 1.839.690,31 1.347.298,34
davon: aus verbundenen Unternehmen 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen
davon: aus verbundenen Unternehmen 193.398,87 € (Vorjahr: 195.277,86 €)
aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.765.754,04 1.709.779,11
bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 33.334.474,68 36.222.305,02
35.100.228,72 37.932.084,13
c) Erträge aus Zuschreibungen 15.697.004,20 6.839.119,76
d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 6.038.421,20 36.771.282,35
e) Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0,00
58.675.344,43 82.889.784,58
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen 4.900.492,72 4.774.024,75
Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 3.932.199,13 3.343.675,94
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 205.735,00 1.529.998,54
d) Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0,00
9.038.426,85 9.647.699,23
49.636.917,58 73.242.085,35
3. Technischer Zinsertrag -2.513.525,14 -2.219.795,65
47.123.392,44 71.022.289,70
4. Sonstige Erträge 15.859.200,65 19.762.186,99
5. Sonstige Aufwendungen 34.334.353,70 26.852.976,83
-18.475.153,05 -7.090.789,84
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 51.928.189,37 46.128.068,02
7. Außerordentliche Erträge 77.397,63 77.397,63
8. Außerordentliche Aufwendungen 15.136.997,77 18.141.769,75
9. Außerordentliches Ergebnis -15.059.600,14 -18.064.372,12
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
a) eigener Steueraufwand 12.120.734,46 -707.135,67
b) Steueraufwand aus Ertrag der Organgesellschaften 0,00 0,00
c) davon ab: 0,00 0,00
an Organgesellschaften weitergegebene Umlagen aus Steuerverpflichtungen des Organkreises
12.120.734,46 -707.135,67
11. Sonstige Steuern
a) eigener Steueraufwand 0,00 0,00
12.120.734,46 -707.135,67
12. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 0,00 28.770.831,57
13. Jahresüberschuss 24.747.854,77 0,00

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögens- und Schuldposten wurden unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften sowie der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert.

Von der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens nach § 248 Abs.2 Satz 1 HGB wird abgesehen.

Kapitalanlagen

Die Grundstücke wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen (aus Vorjahren), bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach linearer bzw. degressiver Methode vorgenommen.

Verbundene Unternehmen, Beteiligungen und die Übrigen Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt, gegebenenfalls vermindert um aufgrund der Zeitwertermittlung erforderliche Abschreibungen wegen dauerhafter Wertminderung. Schuldscheinforderungen und Darlehen werden gemäß den Vorschriften des §341c HGB zu amortisierten Anschaffungskosten bewertet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens, die Genussrechte, Stillen Beteiligungen und Anderen Kapitalanlagen sind nach dem Niederstwertprinzip bewertet. Soweit erforderlich, sind Wertaufholungen vorgenommen worden.

Namensschuldverschreibungen sind, soweit nicht aus dem Vorjahr ein niedrigerer Buchwert zu übernehmen war oder Abschreibungen aufgrund einer Gefährdung der Rückzahlung notwendig waren, mit dem Nennwert bilanziert. Agiobeträge wurden aktivisch abgegrenzt und laufzeitanteilig aufgelöst. Disagiobeträge wurden durch passive Rechnungsabgrenzung auf die Laufzeit verteilt.

Einlagen bei Kreditinstituten und Depotforderungen wurden in Höhe der Nominalforderung eingestellt.

Unter der Bilanzposition „Andere Kapitalanlagen“ werden Anteile an der Depfa-Holding II GmbH ausgewiesen.

Auf die Beteiligung Basler Beteiligungsholding GmbH wurde eine Abschreibung in Höhe von 3.064 TEUR wegen voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Ursache waren Verluste und Wertrückgänge einzelner Beteiligungen der Basler Beteiligungsholding GmbH.

Die Zeitwerte wurden wie folgt ermittelt:

Die Zeitwerte der Grundstücke wurden im Geschäftsjahr nach dem Ertragswertverfahren neu berechnet.

Kapitalanlagen in Aktien sowie in börsennotierten Genussscheinen und festverzinslichen Wertpapieren wurden zum Börsenwert angesetzt; Investmentanteile zu Rücknahmepreisen.

Soweit die unter den anderen Kapitalanlagen ausgewiesenen Unternehmensanteile indirekten Besitz an börsennotierten Aktien vermitteln, wurde der anteilige Börsenwert ermittelt und, da die Entscheidung über den Verkauf der Aktien nicht in der alleinigen Entscheidung der Basler Sachversicherungs-AG liegt, um einen die beschränkte Handelbarkeit berücksichtigenden Abschlag reduziert.

Die Zeitwerte von Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen sowie Namensschuldverschreibungen, die Genussrechte oder stille Beteiligungen verbriefen, wurden wie in den Vorjahren im Rahmen einer Einzelbewertungsmethode ermittelt. Dabei wurde jedem Papier in Abhängigkeit vom Schuldner und der Laufzeit ein individueller marktgängiger Zinsaufschlag auf die Euro-Swapkurve zugeordnet.

Die Anteile an der Basler Beteiligungsholding GmbH wurden zum Zeitwert bewertet. Dabei wurde eine an der Börse notierte Beteiligung der Basler Beteiligungsholding GmbH mit dem niedrigeren Wert aus Jahresschlusskurs und gewichtetem durchschnittlichem Börsenkurs der letzten dreißig Börsentage bewertet. Die von der Basler Beteiligungsholding GmbH gehaltenen Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zum Ertragswert bewertet, der nach einem vom IDW anerkannten Verfahren ermittelt wurde. Die übrigen Aktiva und Passiva der Basler Beteiligungsholding GmbH wurden mit ihren Buchwerten angesetzt, die den aktuellen Zeitwerten entsprechen.

Die Anteile an der Deutscher Ring Bausparkasse AG wurden mit einem Verfahren bewertet, das neben dem Ertragswert auch das hohe Eigenkapital der Gesellschaft berücksichtigt.

Die übrigen Beteiligungen wurden bewertet,

soweit indirekt börsennotierte Beteiligungen zugrunde liegen, mit den anteiligen – um einen die mangelnde Fungibilität der Anteile berücksichtigenden Abschlag reduzierten – Börsenwerten dieser Gesellschaften,
soweit es sich um Beteiligungen an Immobiliengesellschaften handelt, mit dem anteiligen Kapitalanteil unter Berücksichtigung des Marktwerts der Immobilien. Diese wurden grundsätzlich nach den in der Wertermittlungsverordnung aufgeführten anerkannten Bewertungsmethoden nach den Vorgaben der Wertermittlungsrichtlinien durchgeführt. Angewandt wurden das Ertragswert- und das Sachwertverfahren, wobei die örtlichen Verhältnisse sowie die Lage am Grundstücksmarkt berücksichtigt wurden,
soweit es sich um Private-Equity-Beteiligungen handelt, mit dem anteiligen, dem Unternehmen zustehenden Beteiligungswert nach EVCA-Richtlinien, soweit dieser nicht ermittelt wurde, mit dem anteiligen ausgewiesenen Eigenkapital der Gesellschaften,
in den übrigen Fällen mit dem anteiligen ausgewiesenen Eigenkapital der Gesellschaften, also „at equity“.

Die Zeitwerte der übrigen Darlehen, der Einlagen bei Kreditinstituten und der Depotforderungen wurden mit den Nominalforderungen angesetzt.

Forderungen

Die Forderungen sind zu Nennwerten bilanziert.

Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden um Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gekürzt. Die Berechnung der Pauschalwertberichtigung im Zentral- und Vertreterinkasso erfolgte unter Berücksichtigung der Altersgliederung aufgrund von Erfahrungswerten.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung ist mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich angemessener planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die anderen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel wurden mit ihren Nennwerten angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert bilanziert.

Aktive und passive latente Steuern

Bei der Berechnung der latenten Steuern ergibt sich ein Aktivüberhang. Es wurde auf die Bilanzierungsmöglichkeit dieser Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet..

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Vermögensgegenstände, die dazu dienen, Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder ähnlichen langfristigen Verpflichtungen zu decken und die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, wurden mit den Rückstellungen für diese Verpflichtungen saldiert. Wenn der beizulegende Zeitwert dieser Vermögensgegenstände den Wertansatz der Rückstellungen übersteigt erfolgt der Ausweis des die Verpflichtungen übersteigenden Betrages auf der Aktivseite.

Eigenkapital

Das Eigenkapital wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Versicherungstechnische Rückstellungen

Die Errechnung der Bruttobeitragsüberträge aus dem selbst abgeschlossenen und aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft erfolgte zeitanteilig nach dem 1/360-System. Von diesen reinen Bruttobeitragsüberträgen wurden für alle Sparten im direkten Geschäft 85 Prozent bzw. im indirekten Geschäft 92,5 Prozent der vorausgezahlten Provisionen als äußere Kosten anteilig abgesetzt.

Die Anteile der Rückversicherer wurden entsprechend den Rückversicherungsbeiträgen spartenweise ermittelt. Die Berechnung erfolgte nach dem Verfahren, welches für die Bruttobeitragsüberträge angewendet wird.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle – außer Renten – bildeten wir für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft nach dem voraussichtlichen Aufwand des einzelnen Schadenfalles und im Beteiligungsgeschäft nach den Aufgaben der führenden Versicherer.

Für das selbst abgeschlossene Transportversicherungsgeschäft ist die versicherungstechnische Rückstellung aus dem Überschuss der gebuchten Beiträge über die Zahlungen der Versicherungsfälle und die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für im aktuellen Zeichnungsjahr beginnende Verträge gebildet worden. Für die folgenden drei Zeichnungsjahre wurden beitragsbezogene Schadenbedarfssätze angewandt. Zur Erfüllung derzeitiger und künftiger Verpflichtungen wurden die so ermittelten Beträge erforderlichenfalls aufgestockt. Für ältere Zeichnungsjahre erfolgte eine Einzelreservierung.

Die Bruttorückstellungen für das übernommene Versicherungsgeschäft wurden entsprechend den Aufgaben der Vorversicherer gebildet bzw. dort, wo Aufgaben der Vorversicherer fehlen, entsprechend dem bisherigen Durchschnittsschadenverlauf zuzüglich eines angemessenen Sicherheitszuschlages ermittelt.

Die Anteile der Rückversicherer an den Brutto-Schadenrückstellungen im selbst abgeschlossenen und im in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft sind den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend berücksichtigt worden.

Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen wurden abgesetzt.

Die Renten-Deckungsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Sterbetafeln DAV 2006 HUR der Deutschen Aktuarvereinigung mit einem Zinssatz von 2,75 Prozent, 2,25 Prozent bzw. 1,75 Prozent (je nach Rentenbeginn) berechnet.

Für am Bilanzstichtag noch nicht bekannte Schadenfälle stellten wir eine nach den Erfahrungen der Vorjahre ermittelte Spätschadenrückstellung für Geschäftsjahres- und Vorjahresschäden ein.

Die Ermittlung der Rückstellung für Schadenregulierungskosten erfolgte nach dem Erlass des Bundesministers der Finanzen vom 2. Februar 1973.

Bei der Rückstellung für Beitragsrückerstattung handelt es sich ausschließlich um eine erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft. Sie wurde in Abhängigkeit vom Verlauf der einzelnen Policen ermittelt.

Die Schwankungsrückstellung wurde gemäß § 341 h Absatz 1 HGB in Verbindung mit § 29 RechVersV und der Anlage zu § 29 RechVersV gebildet.

Die Berechnung der Großrisiken-Rückstellungen für die Produkthaftpflicht-Versicherung von Pharma-Risiken erfolgte gemäß § 341 h Absatz 2 HGB in Verbindung mit § 30 RechVersV.

Die Stornorückstellung wurde aufgrund von Erfahrungswerten der Vergangenheit ermittelt.

Die Rückstellung für Verkehrsopferhilfe wurde entsprechend der Aufgabe des Vereins Verkehrsopferhilfe e.V. angesetzt.

Die Ermittlung der unverbrauchten Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen erfolgte aus den Tarifbeiträgen nach dem 1/360stel-System.

Aufgrund Schadenreservierungen für die Naturgefahrenschäden wurde eine Rückstellung für Wiederauffüllungsbeiträge für das ausgehende Rückversicherungsgeschäft gebildet.

Die Rückstellungen für Prämienrückgewähr nach § 9 FBUB und § 8 AMBUB wurden mit dem voraussichtlichen Bedarf bilanziert.

Depotverbindlichkeiten

Die Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft wurden mit den Nominalbeträgen angesetzt.

Andere Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren – der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC) – in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Neben den gegenwärtigen wurden auch künftige Entwicklungen, Trends und Fluktuationen berücksichtigt. Der verwendete Rechnungszinssatz wurde den von der Deutschen Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) zum Stichtag 31. Oktober 2014 ermittelten und veröffentlichten Zinsinformationen entnommen (§ 253 Abs. 2 HGB) und auf Basis der Marktverhältnisse zu diesem Zeitpunkt auf den Bilanzstichtag prognostiziert. Er weicht um 0,01% - Punkte vom durch die Deutsche Bundesbank zum Stichtag veröffentlichten Zins von 4,53% ab.

Es wurden nachstehende versicherungsmathematische Parameter für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen verwendet:

Pensionsalter Feste Altersgrenze
Gehaltsdynamik 1,5 %
Rentendynamik 2,0 %
Zinssatz 4,54%

Die Rückstellungen für Vorruhestandsleistungen, Altersteilzeit und Mitarbeiterjubiläen wurden unter Anwendung der Bilanzierungsgrundsätze für die Handelsbilanz und auf Basis der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Abzinsung erfolgte mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2014 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der sich bei der angenommenen Restlaufzeit der jeweiligen Rückstellung ergibt. Der Rechnungszins beträgt für die Rückstellung für Vorruhestandsleistungen und Altersteilzeit 2,80 Prozent und für die Rückstellung für Mitarbeiterjubiläen 4,54 Prozent.

Für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Risiken wurden ausreichende Rückstellungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank im November 2014 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins von 3,13 bzw. 2,96 Prozent der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer Restlaufzeit von zwei bzw. drei Jahren ergibt, unter der Berücksichtigung der Nettomethode, abgezinst.

Für die Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden Aufwendungen aus der Aufzinsung von 4,8 Mio. Euro und Erträge aus der Abzinsung von 0,1 Mio. Euro gesondert ausgewiesen. (Vorjahr: Aufzinsung 5,0 Mio. Euro, Abzinsung 0,0 Mio. Euro).

Der Wertansatz der übrigen sonstigen Rückstellungen orientiert sich am voraussichtlichen Bedarf.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Die Umrechnung der auf fremde Währung lautenden Posten erfolgte zum Devisenkassamittelkurs.

Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung

Der technische Zinsertrag für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft wurde brutto durch Multiplikation des arithmetischen Mittels des Anfangs- und Endbestandes der Renten-Deckungsrückstellung mit dem jeweils gültigen Rechnungszins (2,75%, 2,25% bzw. 1,75%) ermittelt. Der Anteil der Rückversicherer wurde gemäß den vertraglichen Vereinbarungen errechnet.

Die an die Rückversicherer gezahlten Depotzinsen, soweit sie die einbehaltenen Sicherheiten für Anteile der Rückversicherer betreffen, wurden mit 0,25 Prozent bzw. 3,5 Prozent auf den Stand vom 31.12. des Vorjahres berechnet.

Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer

JuniorSchutz PLUS (Rente bei Invalidität von Kindern und jungen Erwachsenen)

Entstehung der Überschussbeteiligung

Die Rentenleistungen werden unter Verwendung eines vorsichtig kalkulierten Rechnungszinses reserviert. Über dem Rechnungszins liegende Kapitalerträge werden dem Versicherungsnehmer teilweise zur Erhöhung der Rente gutgeschrieben.

Überschussbeteiligung für das Geschäftsjahr 2014

Gemäß den allgemeinen Versicherungsbedingungen für den JuniorSchutz PLUS hat der Vorstand folgende Überschussbeteiligungen in Abhängigkeit vom jeweils geltenden Rechnungszins beschlossen:

Rechnungszins Überschussbeteiligung
2,75 Prozent Im Geschäftsjahr wurde die Rentenrate um 1,3 Prozent erhöht
2,25 Prozent Im Geschäftsjahr wurde die Rentenrate um 1,6 Prozent erhöht

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Entwicklung der Aktivposten A., B. I. bis B. III . im Geschäftsjahr 201 4

in T€ Bilanzwerte 31.12.2013 Zugänge Umbuchungen/Verrechnungen Abgänge
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0 0 0
II. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.400 276 0 0
III. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0
IV. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
V. Summe A. 1.400 276 0 0
B. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.349 0 0 0
B. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.617 0 0 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0
3. Beteiligungen 24.637 129 0 1.396
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
5. Summe B. II. 51.254 129 0 1.396
B. III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 246.008 26.935 0 1.782
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 235.594 32.365 -3.572 75.286
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 0 0 0 0
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 222.000 73.000 0 27.000
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 298.327 40.009 0 43.271
c) übrige Ausleihungen 6.673 0 0 1.000
5. Einlagen bei Kreditinstituten 32.082 0 0 5.341
6. Andere Kapitalanlagen 10.254 0 0 0
7. Summe B. III. 1.050.938 172.309 - 3.572 153.680
B. I. – B. III. Summe Kapitalanlagen 1.108.541 172.438 - 3.572 155.076
gesamt 1.109.941 172.714 - 3.572 155.076
in T€ Zuschreibungen Abschreibungen Bilanzwerte 31.12.2014 Zeitwerte 31.12.2014
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0 0 -
II. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 690 986 0
III. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 -
IV. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
V. Summe A. 0 690 986 -
B. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 330 6.019 17.280
B. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 3.063 23.554 23.554
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0
3. Beteiligungen 123 0 23.492 28.454
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
5. Summe B. II. 123 3.063 47.046 52.008
B. III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 11.991 539 282.613 300.963
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.684 0 190.785 212.321
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 0 0 0 0
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 0 0 268.000 302.775
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 0 0 295.065 326.935
c) übrige Ausleihungen 283 0 5.956 5.983
5. Einlagen bei Kreditinstituten 0 0 26.741 26.741
6. Andere Kapitalanlagen 1.616 0 11.870 11.870
7. Summe B. III. 15.574 539 1.081.030 1.187.588
B. I. – B. III. Summe Kapitalanlagen 15.696 3.932 1.134.095 1.256.876
gesamt 15.696 4.621 1.135.082

In den Kapitalanlagen (B III. 2.) sind Verrechnungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB enthalten, die der Erfüllung von Verpflichtungen dienen, die die Gesellschaft gegenüber ihren Arbeitnehmern aus Vereinbarungen zur Altersteilzeit übernommen hat. Bei dem bei einer Depotbank verwahrten Treuhandvermögen handelt es sich um einen Buchwert von 3.024.450,00 Euro und einen Marktwert von 3.572.400,00 Euro. Die sich daraus ergebende Bewertungsreserve in Höhe von 547.950,00 Euro unterliegt unter Berücksichtigung der anfallenden latenten Steuern einer Ausschüttungssperre in Höhe von 379.181,00 Euro.

Der Bilanzwert der im Rahmen der Tätigkeit des Unternehmens und deren verbundenen Unternehmen überwiegend eigengenutzten Grundstücke beträgt 4.246 Tsd. Euro.

Die Gesamtsumme der Abschreibungen auf Kapitalanlagen beträgt 3.932 Tsd. Euro.

B. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

in € Anteil am Kapital Jahr Eigenkapital Ergebnis des
in Prozent Geschäftsjahres
--- --- --- --- ---
Unmittelbarer Anteilsbesitz
Basler Service GmbH, Bayreuth 30,00 2013 19.048,69 488,52

B. III. 1. Anteile an in- und ausländischen Investmentvermögen von mehr als dem zehnten Teil

in € Anlageziel Marktwert 31.12.2014 Zeitwertreserve 31.12.2014 Ausschüttung 2014
Spezialfonds auf die Bedürfnisse des einzigen Investors Basler Sachversicherungs-AG ausgerichtet
BD-Sach-Universal-Fonds1 Gemischter Spezialfonds mit Anlageschwerpunkten europäische Aktien und europäische Renten 284.156.710,00 17.964.886,54 10.578.715,52

1 Die börsentägliche Rückgabe ist möglich.

D. III. Andere Vermögensgegenstände

in € 2014 2013
davon:
Steuervorauszahlungen 2.561.042,99 399.390,05
Vorausgezahlte Leistungen 0,00 325.548,78
Übrige 301.868,40 220.601,70

E. II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten

in € 2014 2013
davon:
Agio auf Namensschuldverschreibungen 13.893.497,29 9.754.108,96

Aktive und passive latente Steuern

Zum 31. Dezember 2014 errechnete sich eine künftige Steuerbelastung aus niedrigeren Wertansätzen in der Steuerbilanz, insbesondere bei den Aktien, Investmentanteilen und anderen festverzinslichen Wertpapieren. Dieser Belastung stehen deutlich höhere künftige Steuerentlastungen, vor allem für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und den Pensions- und Altersteilzeitrückstellungen, gegenüber.

Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 30,8 Prozent zugrunde. Aufgrund des ausgeübten Wahlrechtes, von dem Ansatz aktiver latenter Steuern keinen Gebrauch zu machen, erfolgt daher kein Ansatz eines Aktivpostens.

P assiva

A. I. Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 5.890.625 Aktien. Die Aktien der Gesellschaft sind Stückaktien ohne Nennbetrag und lauten auf den Namen.

B. Versicherungstechnische Rückstellungen insgesamt

Versicherungstechnische Bruttorückstellungen insgesamt davon: Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle davon: Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
in € 2014 2013 2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- --- --- ---
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 162.077.533,07 170.168.519,56 159.080.502,35 165.069.755,36 0,00 0,00
Haftpflichtversicherung 269.076.177,09 256.754.409,70 236.127.100,00 208.571.113,00 20.363.215,00 35.153.247,00
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 173.905.453,78 169.204.842,23 150.142.619,00 145.048.047,00 22.373.920,00 22.496.544,00
Sonstige Kraftfahrtversicherung 23.852.148,13 34.215.679,96 9.582.060,00 16.076.000,00 13.321.675,00 16.675.645,00
Feuer- und Sachversicherung 211.695.064,33 204.556.996,71 118.491.467,00 124.087.200,00 33.057.174,00 19.701.977,00
davon:
Feuerversicherung 26.327.261,25 22.030.656,00 19.233.139,00 15.251.464,00 4.452.375,00 4.195.567,00
Verbundene Hausratversicherung 15.980.990,51 16.653.222,49 7.431.256,00 7.637.368,00 0,00 0,00
Verbundene Gebäudeversicherung 97.169.842,79 90.594.045,62 38.417.021,00 44.717.075,00 28.604.799,00 15.506.410,00
Sonstige Sachversicherung 72.216.969,78 75.279.072,60 53.410.051,00 56.481.293,00 0,00 0,00
Transport- und Luftfahrt-Versicherung 54.633.716,82 48.063.279,78 34.402.995,86 34.751.684,00 18.383.696,00 11.101.006,00
Kredit- und Kautionsversicherung 328.070,00 307.793,00 215.700,00 28.700,00 112.370,00 279.093,00
Sonstige Versicherungen 59.595.309,31 64.609.897,18 52.204.378,00 57.377.792,00 704.585,00 493.125,00
gesamt 955.163.472,53 947.881.418,12 760.246.822,21 751.010.291,36 108.316.635,00 105.900.637,00
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 23.031.625,21 26.154.172,31 19.413.202,64 19.284.657,92 1.355.164,00 4.453.601,00
Versicherungsgeschäft gesamt 978.195.097,74 974.035.590,43 779.660.024,85 770.294.949,28 109.671.799,00 110.354.238,00

B. III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Für Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen sind bei den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 18.018.625 Euro (Vorjahr: 17.436.294 Euro) abgesetzt worden.

B. VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen

in € 2014 2013
Drohverlustrückstellung 12.000.000,00 12.000.000,00
Wiederauffüllungsbeiträge Rückversicherung 3.430.609,22 3.913.497,87
Storno 3.254.000,00 2.987.000,00
Ruhende Kraftfahrt-Verträge 663.902,69 899.595,16
Verkehrsopferhilfe 210.370,00 216.402,00
Prämienrückgewähr § 9 FBUB / § 8 AMBUB 161.864,45 159.800,00
übrige 0,00 181.018,00
gesamt 19.720.746,36 20.357.313,03

C. I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Mit dem Übergang auf BilMoG zum 1. Januar 2010 ergab sich aufgrund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ein Unterschiedsbetrag von 5.399.833,00 Euro.

Die Gesellschaft wird diesen Betrag bis zum 31. Dezember 2024 entsprechend Art. 67 Abs. 1 EGHGB mit einem Fünfzehntel pro Jahr ansammeln, behält sich aber vor, jährlich höhere als diese Beträge der Rückstellung zuzuführen.

Der Mindestzuführungsbetrag beträgt pro Jahr 359.989,00 Euro; im Berichtsjahr führte die Gesellschaft diesen Betrag zu. Der am 31.12.2014 verbleibende Unterschiedsbetrag zur Auffüllung der Pensionsrückstellung beziffert sich damit auf 3.599.888,00 Euro.

Die Verpflichtung aus Pensionszusagen durch Gehaltsverzicht (PZG) wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Rückdeckungsversicherung in Höhe von 1.481.558,00 Euro verrechnet. Für diese Verrechnung wurden Aufwendungen in Höhe von 77.178,00 Euro gebucht.

Eine Rückstellung für eine bestehende Pensionszusage wurde mit der verpfändeten Rückdeckungsversicherung verrechnet. Der Ausweis des Unterschiedsbetrages in Höhe von 643.692,95 Euro erfolgt in der Bilanzposition „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“.

C. III. Sonstige Rückstellungen

in € 2014 2013
Sonstige Personalaufwendungen 15.780.511,42 11.813.400,00
Ungewisse Verpflichtungen 9.307.463,00 7.637.532,00
Tantiemen/Gratifikationen und Abschlussvergütungen 4.375.060,00 4.547.600,00
Jubiläumsleistungen 4.139.637,00 4.151.440,00
Erfolgsabhängige Bezüge Agenten 3.684.100,00 3.511.000,00
Vorruhestandsverpflichtungen/Provisionsrente 2.431.623,00 2.379.916,00
Ausstehende Rechnungen 1.966.011,86 1.414.616,73
Urlaubsverpflichtungen 1.619.512,28 1.482.116,06
Provisionen 1.291.576,89 1.022.933,00
Wettbewerbe 629.137,00 494.000,00
Gleitzeitguthaben 546.300,00 670.000,00
Aufbewahrungskosten 477.000,00 434.000,00
Prozesskosten 394.951,00 400.000,00
Verwaltungsberufsgenossenschaftsbeiträge 280.000,00 285.000,00
Jahresabschlusskosten 232.550,00 237.200,00
Prüfungs- und Beratungskosten 230.787,90 370.837,84
Unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung 163.920,00 148.600,00
Altersteilzeitverpflichtungen* 0,00 1.854.835,00
Übrige 605.809,00 678.851,19
Gesamt 48.155.950,35 43.533.877,82

*Die Rückstellungen für Altersteilzeit waren gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Kapitalanlagen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen dienen, die die Gesellschaft gegenüber ihren Arbeitnehmern aus Vereinbarungen zur Altersteilzeit übernommen hat, zu verrechnen. Diese Verrechnung wurde im Geschäftsjahr erstmalig vorgenommen.

Verbindlichkeitenspiegel

31.12.2014 Restlaufzeit 31.12.2013 Restlaufzeit
in € bis 1 Jahr über 5 Jahre bis 1 Jahr über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
D. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 1.609.664,39 0,00 1.155.174,02 0,00
E. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 33.007.940,32 0,00 38.131.661,28 0,00
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 1.356.449,53 0,00 4.787.570,93 0,00
III. Sonstige Verbindlichkeiten 13.844.585,88 0,00 31.918.204,33 0,00
Gesamt 49.818.640,12 0,00 75.992.610,56 0,00

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

F. Rechnungsabgrenzungsposten

in € 2014 2013
davon:
Disagio Namensschuldverschreibungen 83,73 0,00

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Versicherungstechnische Rechnung

Gebuchte Bruttobeiträge aus größtenteils inländischen Versicherungsgeschäften Verdiente Bruttobeiträge Verdiente Nettobeiträge
in € 2014 2013 2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- --- --- ---
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 95.714.196,97 97.917.649,73 98.089.809,82 100.129.757,09 93.973.321,25 95.981.952,35
Haftpflichtversicherung 84.058.097,43 85.148.878,40 84.530.050,44 84.521.393,32 78.293.998,71 79.279.035,66
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 48.160.008,75 60.792.078,61 48.256.866,75 60.794.724,61 44.918.530,04 57.666.585,71
Sonstige Kraftfahrtversicherung 44.962.276,73 55.552.831,03 45.141.743,73 55.541.482,03 42.893.914,26 54.481.282,03
Feuer- und Sachversicherung 212.625.766,40 215.134.275,58 212.723.701,72 213.586.364,19 186.522.718,69 188.278.698,98
davon:
Feuerversicherung 19.379.934,41 18.968.130,76 19.328.612,41 18.966.613,76 13.645.183,45 14.312.796,74
Verbundene Hausratversicherung 37.764.327,72 39.051.559,38 38.201.924,67 39.187.853,34 35.471.014,88 36.114.325,71
Verbundene Gebäudeversicherung 76.304.728,91 81.173.930,31 76.216.845,37 80.931.498,91 67.905.123,24 71.719.468,43
Sonstige Sachversicherung 79.176.775,36 75.940.655,13 78.976.319,27 74.500.398,18 69.501.397,12 66.132.108,10
Transport- und Luftfahrt-Versicherung 53.228.277,73 56.947.923,88 53.228.277,73 56.947.892,88 43.254.449,27 48.204.942,99
Kredit- und Kautionsversicherung 2.609.738,73 1.267.988,31 2.609.738,73 1.267.988,31 2.609.738,73 1.267.988,31
Sonstige Versicherungen 52.336.010,49 54.639.905,52 52.113.070,34 54.461.479,67 47.699.963,85 49.789.835,16
gesamt 593.694.373,23 627.401.531,06 596.693.259,26 627.251.082,10 540.166.634,80 574.950.321,19
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 12.849.997,57 13.757.284,77 12.954.381,39 13.191.415,23 12.037.154,01 12.451.817,37
Versicherungsgeschäft gesamt 606.544.370,80 641.158.815,83 609.647.640,65 640.442.497,33 552.203.788,81 587.402.138,56
Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
in € 2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- ---
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 22.250.395,90 30.590.616,26 40.639.761,01 39.587.673,62
Haftpflichtversicherung 60.111.149,21 47.443.943,54 32.226.606,32 32.502.489,76
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 46.124.387,26 52.356.370,04 11.764.185,69 13.581.725,41
Sonstige Kraftfahrtversicherung 30.315.304,68 47.395.928,63 10.728.348,14 12.171.883,06
Feuer- und Sachversicherung 134.087.848,92 174.767.353,40 82.426.401,32 79.268.627,18
davon:
Feuerversicherung 19.773.613,78 12.951.168,94 7.531.697,14 6.948.147,88
Verbundene Hausratversicherung 18.551.653,04 20.374.948,85 16.220.044,67 16.144.395,90
Verbundene Gebäudeversicherung 52.968.622,52 69.550.953,18 29.688.088,21 28.680.135,99
Sonstige Sachversicherung 42.793.959,58 71.890.282,43 28.986.571,30 27.495.947,41
Transport- und Luftfahrt-Versicherung 31.979.996,78 40.852.189,88 17.189.384,42 16.943.112,88
Kredit- und Kautionsversicherung 1.442.794,23 356.903,61 1.621.520,97 759.184,85
Sonstige Versicherungen 25.445.230,66 41.600.670,82 17.443.170,78 17.549.481,78
gesamt 351.757.107,64 435.363.976,18 214.039.378,65 212.364.178,54
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 6.990.609,28 7.684.886,81 4.771.152,63 5.001.706,12
Versicherungsgeschäft gesamt 358.747.716,92 443.048.862,99 218.810.531,28 217.365.884,66
davon

in €
2014 2013
Abschlussaufwendungen 35.863.649,19 36.491.314,77
Verwaltungsaufwendungen 182.946.882,09 180.874.569,89
gesamt 218.810.531,28 217.365.884,66
Rückversicherungssaldo (+ = Aufwand / - = Ertrag) Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung (- = Aufwand / + = Ertrag)
in € 2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- ---
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 2.919.873,56 241.764,55 34.505.299,02 32.098.855,44
Haftpflichtversicherung 4.220.997,78 -860.170,57 2.811.571,39 3.816.721,71
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung -2.024.451,04 -921.705,43 -7.150.011,57 -8.683.677,08
Sonstige Kraftfahrtversicherung 2.234.240,95 -4.243.170,53 5.466.189,06 -3.508.362,11
Feuer- und Sachversicherung -1.230.339,59 -14.543.617,94 -20.403.553,46 -37.443.198,70
davon:
Feuerversicherung -7.087.564,96 905.587,29 -2.507.447,95 -1.975.514,66
Verbundene Hausratversicherung 2.088.200,25 2.126.389,83 407.302,81 2.525.623,59
Verbundene Gebäudeversicherung 1.444.314,65 -2.870.232,76 -23.068.027,05 -27.404.421,24
Sonstige Sachversicherung 2.324.710,47 -14.705.362,30 4.764.618,73 -10.588.886,39
Transport- und Luftfahrt-Versicherung 521.963,85 4.714.910,80 -4.835.691,04 -2.963.076,14
Kredit- und Kautionsversicherung 0,00 0,00 -287.853,47 -127.193,15
Sonstige Versicherungen -984.508,19 -4.720.447,01 9.687.699,87 -378.152,04
gesamt 5.657.777,32 -20.332.436,13 19.793.649,80 -17.188.082,07
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 988.513,44 235.091,19 3.486.300,18 -615.349,77
Versicherungsgeschäft gesamt 6.646.290,76 -20.097.344,94 23.279.949,98 -17.803.431,84

I. 4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung

Abwicklungsergebnis der aus dem Vorjahr übernommenen Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungs- fälle für eigene Rechnung

Das positive Abwicklungsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Abwicklungsgewinne sind haupt-sächlich in den Sparten Feuerund Sachversicherung, Unfallversicherung, Transportversicherung, Sonstige Versicherungen, Haftpflichtversicherung, Sonstige Kraftfahrtversicherung und Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung entstanden.

II. Nichtversicherungstechnische Rechnung

II. 4. Sonstige Erträge

Die aus fremder Währung resultierenden Gewinne gem. §256a HGB betragen 53.945,81 Euro (Vorjahr: 9.080,93 Euro).

Aus dem erstmaligen Ansatz der Verrechnung von Rückstellungen für Altersteilzeit mit den dazugehörigen Kapitalanlagen gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB resultiert ein Ertrag in Höhe von 180.900,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro).

Aus der Verrechnung von Aufwendungen aus der Abzinsung für die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen (56.500,00 Euro, Vorjahr: 0,00 Euro) mit den Erträgen der dazugehörigen Kapitalanlagen (90.000,00 Euro, Vorjahr: 0,00 Euro) gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB resultiert ein Ertragsüberhang in Höhe von 33.500,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro)

Der unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise an andere Vertragspartner weiterbelastete Anteil an den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen aufgrund des niedrigen Zinsniveaus in Höhe von 1.069.657,41 Euro wurden erstmalig im sonstigen Ergebnis erfasst.

II. 5. Sonstige Aufwendungen

Die aus fremder Währung resultierenden Verluste gem. §256a HGB betragen 93.252,05 Euro (Vorjahr: 7.969,60 Euro).

Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen aufgrund des niedrigen Zinsniveaus in Höhe von 4.991.610,00 Euro und entsprechende von anderen Vertragspartnern weiterbelastete Aufwendungen in Höhe von 3.174.772,78 Euro wurden erstmalig im sonstigen Ergebnis erfasst.

II. 9. Außerordentliches Ergebnis

Die mit dem Übergang auf BilMoG zum 1. Januar 2010 entstandenen Umstellungsaufwendungen aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen und entsprechende von anderen Vertragspartnern weiterbelastete Aufwendungen in Höhe von 1.400.491,86 Euro (Vorjahr: 1.400.491,86 Euro) wurden als außerordentliche Aufwendungen ausgewiesen.

Gleichzeitig wird der unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise an andere Vertragspartner weiterbelastete Anteil in Höhe von 77.397,00 Euro (Vorjahr: 77.397,00 Euro) unter außerordentliche Erträge gezeigt.

Im Rahmen der Umstrukturierung der Basler Versicherungen sind Kosten in Höhe von 13.736.505,91 Euro (Vorjahr konsolidiert: 15.225.705,65 Euro) angefallen, die nicht das operative Geschäft betreffen.

II. 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Sonstige Angaben

Anzahl der einjährigen Versicherungsverträge des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts

in Stück 2014 2013
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 399.387 434.480
Haftpflichtversicherung 344.165 372.905
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 193.140 235.050
Sonstige Kraftfahrtversicherung 163.653 201.609
Feuer- und Sachversicherung 720.876 829.591
davon:
Feuerversicherung 42.388 43.766
Verbundene Hausratversicherung 266.136 345.458
Verbundene Gebäudeversicherung 172.117 192.085
Sonstige Sachversicherung 240.235 248.282
Transport- und Luftfahrt-Versicherung 3.431 3.399
Kredit- und Kautionsversicherung 38.941 21.734
Sonstige Versicherungen 42.824 41.709
Gesamt 1.906.417 2.140.477

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen

in T€ 2014 2013
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 119.609 122.783
2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB 9.530 10.583
3. Löhne und Gehälter 64.660 64.832
4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 11.619 11.621
5. Aufwendungen für Altersversorgung 4.315 5.247
Gesamt 209.733 215.066

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden bei den Basler Versicherungen im Rahmen von Mehrfacharbeitsverträgen durchschnittlich1.674 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Innendienst und 168 im angestellten Außendienst beschäftigt.

Bezüge

Die Bezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014 betrugen 10.000,00 Euro.

Die Vorstandsmitglieder sind für die Basler Sach Holding AG, die Basler Sachversicherungs-Aktiengesellschaft, die Basler Versicherung AG Direktion für Deutschland, die Basler Leben AG Direktion für Deutschland sowie für die Basler Lebensversicherungs-AG tätig. Für ihre Tätigkeit bei der Basler Sachversicherungs-Aktiengesellschaft erhielten sie 1.023.274,00 Euro.

Die Leistungen an pensionierte Vorstandsmitglieder und die Hinterbliebenenbezüge früherer Vorstandsmitglieder betrugen insgesamt 837.027,00 Euro. Zum Bilanzstichtag wurden für diesen Personenkreis Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften in Höhe von 17.364.083,00 Euro gebildet.

Organe

Die Mitglieder des Vorstands sowie des Aufsichtsrats werden auf den Seiten 4 bzw. 5 genannt.

Konzernzugehörigkeit

Die Basler Sach Holding AG, Hamburg, hat uns nach § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr 100 Prozent der Anteile gehören.

Mutterunternehmen im Sinne von § 285 Nr. 14 HGB ist die Bâloise Holding AG, Basel, Schweiz, die einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen aufstellt. Beide Unternehmen werden nach § 292 HGB in den Konzernabschluss der Bâloise Holding AG, Basel, Schweiz, mit einbezogen. Der befreiende Konzernabschluss wird geprüft und ist einem nach § 291 HGB aufgestellten Konzernabschluss gleichwertig. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und ist erhältlich bei der Bâloise Holding AG, Aeschengraben 21, CH-4002 Basel.

Honorar des Abschlussprüfers

Das im Aufwand des Geschäftsjahres enthaltene Honorar des Abschlussprüfers wird im Konzernabschluss unseres Mutterunternehmens, der Bâloise Holding AG, Basel, Schweiz, offengelegt.

Sonstige Angaben

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen im Sinne des § 285 Nr. 21 bzw. 314 (1) Nr. 13 HGB wurden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Rechtsgeschäfte mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse der Basler Sach Holding AG oder der mit ihnen verbundenen Unternehmen sind im Geschäftsjahr nicht getätigt worden.

Zeitversetzte Buchungen

Das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wurde in Höhe von 12 Mio. Euro um ein Jahr zeitversetzt erfasst. Das über Inlandsagenturen gezeichnete selbst abgeschlossene Transportversicherungsgeschäft in Höhe von

7,0 Mio. Euro wurde um ein Quartal zeitversetzt gebucht. Die zeitversetzten Buchungen erfolgten aufgrund der nicht rechtzeitig vorliegenden Abrechnungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Als Mitglied des Vereins „Verkehrsopferhilfe e.V.“ sind wir verpflichtet, dem Verein die für die Durchführung des Vereinszwecks erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen. Unser Anteil wird in dem Verhältnis unserer Beitragseinnahmen des vorletzten Kalenderjahres aus dem selbst abgeschlossenen Geschäft der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung zu den entsprechenden Beitragseinnahmen sämtlicher Mitgliedsunternehmen bemessen.

Aus zwei- und mehrjährigen Leasing- und Mietverträgen sowie Wartungs- und Dienstleistungsverträgen bestehen Verpflichtungen von insgesamt 15,5 Mio. Euro, davon gegenüber verbundenen Unternehmen von 11,6 Mio. Euro. Von diesen Verpflichtungen entfallen auf 2015 6,0 Mio. Euro, auf 2016 – 2019 9,5 Mio. Euro. Vorteile aus diesen Verträgen ergeben sich nicht. Risiken daraus sind nicht ersichtlich.

Aufgrund der EU-Vermittlerrichtlinie verpflichtet sich unsere Gesellschaft, für Versicherungsvermittler, die ihre Vermittlungstätigkeit im Auftrage unserer Gesellschaft ausüben, die unbeschränkte Haftung aus der Vermittlertätigkeit gegenüber Kunden zu übernehmen.

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Bürgschaften und Sicherheiten sowie aus Garantien gegenüber Dritten in Höhe 0,7 Mio. Euro.

Gewinnverwendungsvorschlag

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von 24.747.854,77 Euro.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe

auszuschütten.

Bad Homburg v. d. Höhe, den 20. Februar 2015

Der Vorstand

Jan De Meulder

Dr. Jürg Schiltknecht

Markus Jost

Dr. Alexander Tourneau

Dr. Christoph Wetzel

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Basler Sachversicherungs-Aktiengesellschaft, Bad Homburg v.d. Höhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, den 27. Februar 2015

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

André Bödeker, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dennis Schnittger, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Damen und Herren,

während des Geschäftsjahres 2014 hat der Aufsichtsrat der Basler Sachversicherungs-AG die Geschäftsführung des Vorstands laufend überwacht und beratend begleitet. Wir haben uns hierzu umfassend über die Geschäftsentwicklung und die Lage der Gesellschaft informiert und wurden in alle grundlegenden die Gesellschaft betreffenden Entscheidungen eingebunden. Dabei haben wir uns regelmäßig durch mündliche und schriftliche Berichte des Vorstands unterrichten lassen.

In fünf Aufsichtsratssitzungen haben wir neben den Berichten zum Gang der Geschäfte in 2014 auch die Planungen für 2015 erörtert. Hierbei lagen die Schwerpunkte in der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung, in der Geschäftsstrategie sowie der Entwicklung der Kapitalausstattung. Im Mittelpunkt der Beratungen des Aufsichtsrates standen ferner strukturelle Maßnahmen, mit denen Effizienzsteigerungen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und die Kostensenkung der Gesellschaft vorangetrieben werden.

Die nach der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat bestehenden Ausschüsse haben- soweit erforderlich- die ihnen zugewiesenen Aufgaben im Geschäftsjahr 2014 wahrgenommen.

Die PriceWaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, die vom Aufsichtsrat als Abschlussprüfer bestellt wurde, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht für die Gesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Nach unserer eigenen Überprüfung haben wir diese Unterlagen sowie die Berichte des Abschlussprüfers in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates, an der auch der Abschlussprüfer teilgenommen hat, abschließend erörtert. Wir hatten keine Einwendungen zu erheben. Insbesondere sind uns keine Risiken bekannt geworden, denen im Jahresabschluss nicht ausreichend Rechnung getragen worden ist.

Wir billigen den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014, der damit festgestellt ist. Mit dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Jahresüberschusses sind wir einverstanden.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die geleistete Arbeit und den tatkräftigen Einsatz.

Bad Homburg v. d. Höhe, den 23. März 2015

Für den Aufsichtsrat der Basler Sachversicherungs-Aktiengesellschaft

Dr. Martin Strobel, Vorsitzender des Aufsichtsrates