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Bâloise Holding AG — Annual Report 2011
Aug 24, 2012
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Annual Report
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Publication
Basler Securitas Versicherungs-Aktiengesellschaft
Bad Homburg v. d. Höhe
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011
Geschäftsbericht
Inhalt
Aufsichtsrat
Vorstand
Lagebericht
Risikobericht
Prognosebericht
Versicherungszweige und - arten
Jahresabschluss
Bilanz
Gewinn - und Verlustrechnung
Anhang
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Bericht des Aufsichtsrates
Aufsichtsrat
Jan De Meulder
Vorsitzender
Leiter Konzernbereich International, Baloise Group
Martin Kampik
Stv. Vorsitzender
Regional Manager Deutschland, Österreich und Osteuropa, Baloise Group
Bärbel Luttmann*
Angestellte, Basler Securitas Versicherungs-AG
Ivan Novak*
Angestellter, Basler Securitas Versicherungs-AG
Dr. Jürgen J. Sieger
Rechtsanwalt, Köln
Christoph Thoma (bis 11.05.2011)
Leiter Corporate Human Resources, Baloise Group
Dr. Martina Wittibschlager (ab 24.05.2011)
Leiterin Recht, Baloise Group
* von den Arbeitnehmern gewählt
Vorstand
Dr. Frank Grund
Seit dem 1.11.2003 Vorsitzender des Vorstands,
verantwortlich für das Ressort Vorstandsvorsitz, das die Bereiche Interne Revision, Konzernangelegenheiten/Strategie, Personal, Recht/Compliance, Risikomanagement und Unternehmenskommunikation umfasst, und für das Ressort Lebensversicherung.
Clemens Fuchs
Seit dem 15.05.2003 Mitglied des Vorstands,
verantwortlich für das Ressort Schadenversicherung, das die Geschäftsbereiche Firmengeschäft, Gewerbe und Industrie, Privatkunden, Rückversicherung, Schaden und Versicherungstechnik umfasst.
Axel Obermayr
Seit dem 1.03.2009 Mitglied des Vorstands,
verantwortlich für das Ressort Vertrieb und Marketing, das die Bereiche Marketing und Vertrieb umfasst.
Dr. Alexander Tourneau
Seit dem 1.07.2010 Mitglied des Vorstands,
verantwortlich für das Ressort Finanzen und Kapitalanlagen, das die Bereiche Controlling, Kapitalanlagen und Rechnungswesen umfasst.
Dr. Christoph Wetzel
Seit dem 1.04.2005 Mitglied des Vorstands,
verantwortlich für das Ressort Operations, das die Bereiche Betriebsorganisation, Informatik, Kundenmanagement und Services umfasst.
Lagebericht
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Nachdem sich die deutsche Volkswirtschaft im Jahr 2010 schnell und kräftig von der weltweiten Banken- und Wirtschaftskrise erholt hatte, setzte sich der konjunkturelle Aufschwung auch in den ersten drei Quartalen des Jahres 2011 fort. Allerdings hat dieser Aufwärtstrend gegen Ende des Jahres 2011 vor dem Hintergrund der Staatsschuldenkrise in einer Reihe von Ländern des Eurogebiets deutlich an Dynamik verloren. Im Jahr 2011 verzeichnete Deutschland eine Zunahme der Wirtschaftsleistung um rund 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, getragen sowohl von der erhöhten Binnennachfrage als auch von den kräftig gestiegenen Exporten in Drittländer und in den Euro-Raum. Durch die positive Konjunkturentwicklung hielt der Aufwärtstrend am deutschen Arbeitsmarkt an. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit zuletzt auf 6,9 Prozent (Dezember 2011) und erreichte somit den niedrigsten Stand im vereinigten Deutschland. Das entspricht einem Stand von unter 3 Millionen Arbeitslosen und über 41 Millionen Erwerbstätigen. Durch die anhaltend günstige Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt und Entlastungen bei den Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen ist das reale Einkommen der privaten Haushalte im Jahr 2011 - auch vor dem Hintergrund der Inflationsentwicklung - leicht gestiegen. Entsprechend stieg auch der private Konsum, was sich in der positiven Entwicklung von Pkw-Neuzulassungen, stabilen Einzelhandelsumsätzen und einem robusten Konsumklimaindex niederschlug.
Entwicklung der Kapitalmärkte
Entwicklung am Rentenmarkt
Das Jahr 2011 stand im Zeichen einer weiteren Eskalation der europäischen Schuldenkrise. Nach den Staatsanleihen von Griechenland, Portugal und Irland gerieten Mitte des Jahres auch die Titel von Italien und Spanien massiv unter Druck. Bundesanleihen dienten hingegen wieder als „sicherer Hafen“ und waren stark nachgefragt. Nachdem die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe bis Anfang April zunächst auf 3,49 Prozent gestiegen war, ging sie wieder auf 1,83 Prozent zurück. Generell war im Jahr 2011 eine sehr divergierende Entwicklung bei den Renditen der verschiedenen Schuldner zu verzeichnen. Als Basiszinskurve kann die Swapkurve betrachtet werden. Der 10-jährige Swapsatz ging von 3,32 Prozent auf 2,38 Prozent zurück und schloss somit auf historischem Tiefstand.
Entwicklung am Aktienmarkt
Die europäischen Aktienmärkte haben ein turbulentes Jahr hinter sich. Auch hier haben die Eskalation der Staatsschuldenkrise und die anschließende Furcht vor einer Rezession die Märkte stark belastet und zu zweistelligen Verlusten im DAX und EURO STOXX 50 geführt. Nach einem im Mai erreichten Jahreshoch von 7.600 fiel der DAX im September deutlich bis auf 4.966 Punkte zurück und beendete das Jahr bei 5.898 Punkten. Das bedeutet einen Verlust von 14,7 Prozent, nachdem der DAX im Jahr zuvor noch um rund 16 Prozent zugelegt hatte. Der EURO STOXX 50 lag aufgrund der hohen Gewichtung der Banken im Index am Jahresende mit 2.317 Punkten sogar mit 17,1 Prozent im Minus.
Entwicklung der deutschen Versicherungswirtschaft
Die deutsche Versicherungswirtschaft hat sich auch im Zuge der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise und der aktuellen Staatsschuldenkrise als sehr stabil erwiesen. Die Nachfrage nach Versicherungsschutz blieb im Wesentlichen unverändert. Belastet wurden die Ergebnisse der Versicherer zum einen durch das anhaltend niedrige Zinsniveau und die entsprechend niedrige Verzinsung ihrer Kapitalanlagen. Zum anderen haben eine zunehmende Zahl regionaler Elementarereignisse (Sturm und Hagel), die lange Frostperiode Anfang des Jahres sowie eine gestiegene Großschadenbelastung in der industriellen Sachversicherung zu erhöhten Schadenaufwendungen im Segment der Schaden- und Unfallversicherung geführt und somit zur Belastung der Ergebnisse beigetragen.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) geht für das Jahr 2011 von einem moderaten Prämienrückgang in Höhe von 1,1 Prozent aus, im Vorjahr war noch ein Wachstum von 4,4 Prozent erzielt worden. Ausschlaggebend für diesen leichten Rückgang ist die Normalisierung des Einmalbeitragsgeschäfts in der Lebensversicherung, das nach den Rekordabsatzjahren 2009 und 2010 im Jahr 2011 Rückgänge in der Größenordnung von 20,0 Prozent verzeichnete.
In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen die Prämien im Vorjahresvergleich um 2,7 Prozent an (Vorjahr: 0,9 Prozent). Entscheidend hierfür war das Wachstum in der Kraftfahrtversicherung in Höhe von 3,5 Prozent, nachdem diese in den Jahren 2005 bis 2009 ein kontinuierliches Beitragsminus aufwies und auch in 2010 nur moderat um 0,5 Prozent zulegen konnte.
Der Schadenaufwand in der Schaden- und Unfallversicherung ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent gestiegen (Vorjahr: 3,3 Prozent). Wesentlicher Grund war ein deutlicher Zuwachs an Versicherungsleistungen in der Kraftfahrt- sowie der gewerblichen und industriellen Sachversicherung. Die Kosten-Schadenquote verharrt dennoch nahezu unverändert auf dem Vorjahresniveau von 98,0 Prozent, da die Aufwendungen für Versicherungsfälle, die Betriebskosten und die Beitragseinnahmen in 2011 in gleicher Größenordnung gestiegen sind.
Geschäftsverlauf der Basler Securitas Versicherungs-AG
Ungeachtet der Nachwirkung der globalen Finanzmarktkrise und der Verunsicherung durch die Staatsschuldenkrise in einer Reihe von Ländern im Euroraum bewegten sich im Jahr 2011 die Prämien im Gewerbe- und Industriekundensegment auf erfreulich hohem Niveau. Unter Beibehaltung der ertragsorientierten Zeichnungspolitik konnte die Basler Securitas Versicherungs-AG in diesem Umfeld im zurückliegenden Geschäftsjahr ihr Prämienvolumen erfolgreich ausbauen. In defizitär verlaufenden Sparten erfolgten Beitragsanpassungen unter Berücksichtigung der Risikosituation. Durch striktes Kostenmanagement und Umsetzung von Effizienzprojekten konnte der Betriebs-und Verwaltungsaufwand trotz steigender Integrationsaufwendungen gesenkt werden. Das Geschäftsjahr war zudem geprägt durch deutlich gestiegene Schadenaufwände. Unsere Schadenquote wurde durch eine außergewöhnlich hohe Grundschadenlast, ausgelöst durch Naturereignisse wie das Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami in Japan, Juni-Gewitter, die Sturmtiefs „Gunnar“ im Juni, „Achim“ und „Bert“ im August und „Frank“ im November, belastet. Zusätzlich haben die gesunkenen Erträge aus den Kapitalanlagen dazu geführt, dass sich das Geschäftsergebnis 2011 mit einem Verlust von 29,01 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (2010: 9,12 Mio. Euro) deutlich verschlechtert hat.
In unseren Projekten haben wir uns auch im Jahr 2011 weiteren Optimierungen bei der Bearbeitung von Schadenmeldungen gewidmet. Mit einer automatisierten Aussteuerung von Belegen erreichen wir eine schnellere und kostengünstigere Regulierung der Schäden und tragen so zur Sicherung unserer Serviceziele bei.
Andere Projekte und Maßnahmen legten den Fokus auf die Verbesserung der Ertragskraft unseres Geschäfts. Mit dem sogenannten Riskmanagement für Kfz-Flotten werden einerseits Risikoanalysen im Rahmen von Neugeschäft vorgenommen, zum anderen werden auch hier gemeinsam mit Kunden Präventionsmaßnahmen ergriffen, die das Risiko nachhaltig mindern.
Nachdem im Jahr 2011 die engere Verzahnung der Geschäftsaktivitäten der Basler Securitas Versicherungs-AG, der Basler Versicherung AG Direktion für Deutschland und der Deutscher Ring Sachversicherungs-AG vorangetrieben wurde, werden wir in 2012 mit neuen Strukturen die Effizienz der Gesellschaften weiter erhöhen und Synergien erzielen. Im Vordergrund stehen dabei der gemeinsame Exklusivvertrieb und eine einheitliche Produktpalette für unsere Vertriebe.
Das Thema „Sicherheit“ stand auch im Jahr 2011 im Fokus unserer Kundenbeziehungen. Mit professionellen Tipps, abgeleitet aus den Erfahrungen unserer Schadenbearbeitung, unterstützen wir unsere Kunden, damit Schäden bereits im Vorfeld mit präventiven Maßnahmen vermieden bzw. minimiert werden können. Auch die Mitarbeiter unserer Serviceabteilungen und unseres Vertriebes sind in das Netz der Basler Sicherheitswelt eingebunden und unterstützen unsere Kunden.
Beiträge
Die gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen der Basler Securitas Versicherungs-AG stiegen im Geschäftsjahr 2011 von 468,77 Mio. Euro (2010) auf 483,79 Mio. Euro. Für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft beliefen sich die Brutto-Beitragseinnahmen auf 481,33 Mio. Euro (Vorjahr: 467,52 Mio. Euro). Das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft erreichte 2,46 Mio. Euro (Vorjahr: 1,25 Mio. Euro). Von den gebuchten Bruttobeiträgen des Gesamtgeschäfts verblieben 91,5 Prozent bzw. 442,46 Mio. Euro für eigene Rechnung (Vorjahr: 432,03 Mio. Euro).
Schadenverlauf
Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle deutlich erhöht, und zwar von 317,72 Mio. Euro (2010) auf 346,5 Mio. Euro. Die Brutto-Gesamtschadenquote stieg gegenüber dem Vorjahr von 67,9 Prozent (2010) auf 71,8 Prozent. Unter Berücksichtigung der Anteile der Rückversicherer betrugen die Schadenaufwendungen für eigene Rechnung 320,39 Mio. Euro (Vorjahr: 295,86 Mio. Euro) bzw. 72,6 Prozent (Vorjahr: 68,6 Prozent) der verdienten Beiträge.
Kostenentwicklung
Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb gingen gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte zurück. Die Kostenquote beträgt gemessen an den gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen 30,7 Prozent (Vorjahr: 31,4 Prozent).
Versicherungstechnisches Ergebnis
Das versicherungstechnische Nettoergebnis vor Schwankungsrückstellung betrug im Geschäftsjahr 2011 -32,37 Mio. Euro (Vorjahr: -15,85 Mio. Euro). Nach Entnahme aus der Schwankungsrückstellung schloss das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung mit -24,30 Mio. Euro Verlust ab (Vorjahr:
-0,37 Mio. Euro).
Kapitalanlagen
Zum Bilanzstichtag 31.12.2011 verwaltete die Basler Securitas Versicherungs-AG einen Kapitalanlagenbestand (Buchwerte) in Höhe von 748,51 Mio. Euro (Vorjahr: 734,55 Mio. Euro). Die Erträge aus den Kapitalanlagen reduzierten sich deutlich von 38,69 Mio. Euro (2010) auf 30,96 Mio. Euro in 2011. Die Aufwendungen für Kapitalanlagen betrugen insgesamt 23,71 Mio. Euro (Vorjahr: 13,43 Mio. Euro). Zurückzuführen ist der starke Anstieg der Aufwendungen hauptsächlich auf Abschreibungen auf den Spezialfonds, die durch Wertverluste der Aktien und Kosten für Wertsicherungsmaßnahmen bedingt waren. Außerdem waren aufgrund der europäischen Staatsschuldenkrise beträchtliche Abschreibungen auf den Kurswert einer griechischen Staatsanleihe (21,25 Prozent) vorzunehmen. In Summe ergab sich dadurch ein deutlicher Rückgang des Kapitalanlageergebnisses von 25,26 Mio. Euro (2010) auf 7,25 Mio. Euro in 2011. Die Durchschnittsverzinsung betrug gemäß Verbandsformel 3,5 Prozent (Vorjahr: 3,2 Prozent). Die Nettoverzinsung betrug 1,0 Prozent (Vorjahr: 3,4 Prozent).
Die Zeitwertreserven stiegen auf 56,03 Mio. Euro (Vorjahr: 37,29 Mio. Euro).
Gesamtergebnis
Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der Basler Securitas Versicherungs-AG belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf -25,87 Mio. Euro (Vorjahr: 20,21 Mio. Euro). Nach einem außerordentlichen Ergebnis von -2,61 Mio. Euro (Vorjahr: - 0,96 Mio. Euro) und einem Steueraufwand in Höhe von 0,53 Mio. Euro (Vorjahr: 10,13 Mio. Euro) betrug der erwirtschaftete Verlust 29,01 Mio. Euro (Vorjahr: 9,12 Mio. Euro vor Gewinnabführung).
Berichterstattung nach Segmenten
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung
In der Unfallversicherung ging das Bruttobeitragsvolumen gegenüber dem Vorjahr von 24,96 Mio. Euro (2010) auf 24,05 Mio. Euro moderat zurück. Die Brutto-Gesamtschadenquote erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 34,4 Prozent (Vorjahr: 30,6 Prozent) während die Brutto-Kostenquote moderat auf 36,5 Prozent (Vorjahr: 37,2 Prozent) gesunken ist. Für eigene Rechnung ergab sich eine Gesamtschadenquote von 33,6 Prozent (Vorjahr: 28,8 Prozent) sowie eine Kostenquote von 36,9 Prozent (Vorjahr 37,6 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis war trotz dieser Verschlechterung vor sowie nach Schwankung mit 7,02 Mio. Euro (Vorjahr: 8,17 Mio. Euro) positiv.
Haftpflichtversicherung
Der Anstieg der Beitragseinnahmen in der Haftpflichtversicherung am Versicherungsmarkt spiegelte sich auch bei der Basler Securitas Versicherungs-AG wider. Das Bruttobeitragsvolumen lag mit 66,70 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (2010: 63,45 Mio. Euro). Die Brutto-Gesamtschadenquote erhöhte sich auf 73,8 Prozent (2010: 38,6 Prozent). Ursächlich für diese Verschlechterung war neben der moderat gestiegenen Belastung aus Großschäden und geringeren Abwicklungsgewinnen im Geschäftsverlauf insbesondere eine deutliche Zuführung zur Spätschadenreserve für das gewerbliche Haftpflichtgeschäft in Höhe von 7,44 Mio. Euro (Vorjahr: 1,22 Mio. Euro) sowie um 2,58 Mio. Euro (Vorjahr: -1,31 Mio. Euro) erhöhte Rückstellungen für Schadenregulierungkosten in 2011. Für eigene Rechnung belief sich die Gesamtschadenquote in 2011 auf 74,5 Prozent (Vorjahr: 40,4 Prozent). Die Kostenquoten sind brutto (36,8 Prozent; Vorjahr 37,6 Prozent) wie netto (39,9 Prozent; Vorjahr 40,3 Prozent) nahezu konstant. Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankung war aufgrund der gestiegenen Schadenaufwände mit -8,72 Mio. Euro (Vorjahr: 11,15 Mio Euro) deutlich negativ. Nach Schwankung ergibt sich noch ein leichter versicherungstechnischer Verlust von -0,82 Mio. Euro (Vorjahr: Gewinn 5,54 Mio. Euro).
Kraftfahrt
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
In der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung stieg das Bruttobeitragsvolumen erstmals nach von Einnahmenverlusten geprägten Jahren in diesem Jahr von 56,87 Mio. Euro (2010) auf 58,01 Mio. Euro an. Neben der Beitragsanpassung im Bestand und verstärktem Engagement in der Zeichnung von Flottenverträgen trug die positive Marktentwicklung zu einem Beitragsplus gegenüber dem Vorjahr bei. Branchenweit hat das Ende des Beitragssenkungszyklus, die Zunahme des Pkw-Bestands sowie deutliche Beitragsanhebungen im Bestand und Neugeschäft zu steigenden Durchschnittsbeiträgen in der Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung geführt. Die Gesamtschadenquote für eigene Rechnung reduzierte sich bei rückläufigen Schadenstückzahlen von 102,6 Prozent auf 97,0 Prozent. Eine stärkere kurzfristige Verbesserung konnte hier noch nicht erzielt werden, sodass das versicherungstechnische Ergebnis für eigne Rechnung bei einer leicht auf 21,5 Prozent (Vorjahr 22,2 Prozent) gesunkenen Gesamtkostenquote vor sowie nach Schwankung mit -10,33 Mio. Euro (Vorjahr: -8,94 Mio. Euro) noch deutlich negativ war
Sonstige Kraftfahrtversicherungen
Bei den sonstigen Kraftfahrtversicherungen stieg das Bruttobeitragsvolumen gegenüber dem Vorjahr von 51,21 Mio. Euro (2010) auf 51,68 Mio. Euro in 2011 an. Hier hat sich unser Engagement als akzeptierter Partner im Flottengeschäft insbesondere in der Vollkaskoversicherung ausgezahlt. Die Schadenquote sowie die Kostenquote für eigene Rechnung reduzierten sich im Berichtsjahr von 89,2 Prozent (2010) auf 88,0 Prozent bzw. von 21,4 Prozent auf 20,8 Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankung hat sich in 2011 von -5,27 Mio. Euro (2010) auf -4,77 Mio. Euro leicht verbessert. Nach Schwankung ergab sich ein versicherungstechnischer Verlust von 2,41 Mio. Euro (Vorjahr: -1,86 Mio. Euro).
Feuer- und Sachversicherung
Feuerversicherung
Die gebuchten Bruttobeiträge bei der Feuerversicherung beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf 17,16 Mio. Euro (Vorjahr: 17,21 Mio. Euro). Die Brutto-Gesamtschadenquote reduzierte sich in 2011 deutlich von 92,5 Prozent (2010) auf 56,8 Prozent. Für eigene Rechnung belief sich die Gesamtschadenquote auf 70,3 Prozent (Vorjahr: 52,2 Prozent). Die Kostenquote stieg auf 41,9 Prozent (Vorjahr 40,3 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankung war mit -3,24 Mio. Euro negativ (Vorjahr: -0,51 Mio. Euro), nach Schwankung ergab sich ein versicherungstechnischer Verlust in Höhe von 0,68 Mio. Euro (Vorjahr: 1,41 Mio. Euro).
Verbundene Hausratversicherung
Die gebuchten Bruttobeiträge in der Verbundenen Hausratversicherung beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf 29,37 Mio. Euro (Vorjahr: 29,61 Mio. Euro). Die Brutto-Gesamtschadenquote hat sich moderat verbessert und liegt bei 42,8 Prozent (Vorjahr: 47,6 Prozent). Die Gesamtschadenquote für eigene Rechnung belief sich auf 46,5 Prozent (Vorjahr: 50,7 Prozent). Die Kostenquote sank brutto von 40,4 Prozent auf 39,8 Prozent und netto von 43,4 Prozent auf 43,2 Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis vor sowie nach Schwankung war positiv.
Verbundene Gebäudeversicherung
Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen gegenüber dem Vorjahr auf 63,77 Mio. Euro (Vorjahr: 61,30 Mio. Euro). Dieser Anstieg resultierte maßgeblich aus Erhöhungen der Bestandsprämien im Rahmen von Sanierungen, Faktoranpassungen, Vertriebsaktionen und Upselling-Aktivitäten. Die Brutto-Gesamtschadenquote hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert und liegt bei 75,0 Prozent (Vorjahr: 91,1 Prozent). Ursächlich hierfür waren zum einen die substantiellen Verbesserungen aufgrund von Sanierungsmassnahmen, zum anderen die rückläufigen Schadenaufwendungen aus Unwetterereignissen. Die Brutto-Kostenquote konnte ebenfalls leicht von 34,8 Prozent auf 34,1 Prozent gesenkt werden. Für eigene Rechnung ergab sich eine Gesamtschadenquote von 79,0 Prozent (Vorjahr: 91,6 Prozent) Die Kostenquote liegt bei 37,8 Prozent (Vorjahr: 38,1 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis war trotz der erzielten Verbesserungen vor (-11,36 Mio. Euro; Vorjahr: -18,15 Mio. Euro) sowie nach (-14,48 Mio. Euro; Vorjahr: -13,32 Mio. Euro) Schwankung deutlich negativ.
Sonstige Sachversicherungen
In diesen Versicherungszweigen wurden gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von 63,90 Mio. Euro erzielt (Vorjahr: 63,87 Mio. Euro). Die Brutto-Gesamtschadenquote stieg im Vergleich zum Vorjahr auf 57,5 Prozent (Vorjahr: 54,1 Prozent). Für eigene Rechnung belief sich die Gesamtschadenquote auf 59,1 Prozent (Vorjahr: 56,2 Prozent). Die Kostenquote ist brutto von 34,8 Prozent auf 34,5 Prozent gesunken. Für eigene Rechnung erhöhte sich die Kostenquote leicht von 37,1 Prozent auf 37,2 Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankung war mit 2,15 Mio. Euro positiv (Vorjahr: 3,79 Mio. Euro), nach Schwankung ergab sich ein positives Ergebnis in Höhe von 2,15 Mio. Euro (Vorjahr: 7,91 Mio. Euro).
Davon Technische Versicherungen
Die gebuchten Bruttobeiträge der Technischen Versicherungen mit den Zweigen Bauleistung, Elektronik, Maschinen und Montage beliefen sich auf 31,42 Mio. Euro (Vorjahr: 30,94 Mio. Euro). Die Brutto-Gesamtschadenquote stieg im Berichtsjahr von 51,8 Prozent (2010) auf 61,6 Prozent aufgrund von einer höheren Anzahl und entsprechendem Aufwand für mittelgroße Schäden über 0,5 Mio. Euro deutlich an. Für eigene Rechnung betrug sie 62,9 Prozent (Vorjahr: 53,4 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis vor sowie nach Schwankung war trotz dieser erheblichen Steigerung im Schadenaufwand noch mit 2,19 Mio. Euro positiv.
Transport- und Luftfahrtversicherung
In der Transportversicherung lassen die bisher vorliegenden Zahlen für den Versicherungsmarkt auf einen deutlichen Anstieg der Beitragseinnahmen im Jahr 2011 schließen. Diese Sparte konnte in 2011 von der guten Entwicklung im Unternehmenssektor und den damit verbundenen hohen Transportvolumina profitieren. Auch bei unserer Gesellschaft lagen die gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen mit 57,11 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 50,93 Mio. Euro). Die Brutto-Gesamtschadenquote reduzierte sich auf 62,1 Prozent (2010: 64,5 Prozent). Die Gesamtschadenquote für eigene Rechnung belief sich in 2011 auf 66,7 Prozent (Vorjahr: 69,3 Prozent). Die Kostenquote ist brutto um 0,8 Prozentpunkte auf 28,0 Prozent und netto um 0,4 Prozentpunkte auf 33,0 Prozent gesunken. Trotz dieser Verbesserung war das versicherungstechnische Ergebnis vor (-1,49 Mio. Euro; Vorjahr: -2,80 Mio. Euro) bzw. nach (-2,09 Mio. Euro; Vorjahr: -1,61 Mio. Euro) Schwankung noch negativ.
Sonstige Versicherungen
In den sonstigen Versicherungszweigen wurden gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von 49,59 Mio. Euro erzielt (Vorjahr: 48,11 Mio. Euro). Dieser Beitragsanstieg resultierte überwiegend aus der erhöhten Produktion in dem Bereich der Multiline- und All-Risk-Produkte. In diesem Segment hat sich die Basler Securitas Versicherungs-AG als kompetenter und flexibler Ansprechpartner im Standardgeschäft ausgewiesen. Die Brutto-Gesamtschadenquote erhöhte sich um 23,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 95,1 Prozent (2010: 71,7 Prozent), während die Brutto-Kostenquote auf 30,3 Prozent (Vorjahr: 30,8 Prozent) gesunken ist. Ursächlich hierfür war ebenfalls die Sparte All-Risk. In dieser Sparte erhöhte sich zum einen die Belastung aus mittelgroßen Schäden und Großschäden sowie zum anderen die Schadenaufwendungen aufgrund von Unwetterereignissen im Vergleich zum Vorjahr deutlich anstiegen. Für eigene Rechnung belief sich die Gesamtschadenquote auf 78,2 Prozent (2010: 67,8 Prozent) sowie die Kostenquote auf 31,8 Prozent (Vorjahr: 32,3 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis vor (- 4,99 Mio. Euro) sowie nach (- 4,97 Mio. Euro) Schwankung war getrieben durch den Anstieg der Schadenaufwendungen deutlich negativ.
Gesamtes in Rückdeckung übernommenes Geschäft
Das in Rückdeckung übernommene Geschäft umfasst die Kraftfahrtversicherung, Unfallversicherung, Haftpflichtversicherung, Feuer- und Sachversicherung, Transportversicherung, Sonstige Versicherungen und die Lebensversicherung. Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen des gesamten, in Rückdeckung übernommenen Geschäfts betrugen insgesamt 2,46 Mio. Euro (2010: 1,25 Mio. Euro). Das gesamte, in Rückdeckung übernommene Geschäft schloss mit einem versicherungstechnischen Nettogewinn von 0,70 Mio. Euro (Vorjahr: 0,38 Mio. Euro) ab.
Solvabilität
Zum 31.12.2011 ergab sich eine Überdeckung der Solvabilitätsspanne in Höhe von 7,08 Mio. Euro (Vorjahr: 12,72 Mio. Euro). In Relation zum Sollbetrag beträgt die Überdeckung 109,05 Prozent (Vorjahr: 116,60 Prozent).
Liquidität
Mit unserem konservativ ausgerichteten Liquiditätsmanagement haben wir die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft gewährleistet.
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Die Basler Securitas Versicherungs-Aktiengesellschaft, Bad Homburg v. d. Höhe, wird seit 2011 zu 100 Prozent unmittelbar von der BASLER Versicherung Beteiligungen B.V. & Co. KG, Hamburg, gehalten (Mehrheitsbeteiligung i.S.d. § 17 AktG i.V.m. § 16 Abs. 1 AktG). Dies ist Folge der in 2011 erfolgten Übertragung ihrer ursprünglichen Muttergesellschaft, der Baloise Beteiligungs-Holding GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe, auf die BASLER Versicherung Beteiligungen B.V. & Co. KG und der anschließenden Verschmelzung der Baloise Beteiligungs-Holding GmbH auf die Basler Securitas Versicherungs-Aktiengesellschaft.
Die BASLER Versicherung Beteiligungen B.V. & Co. KG, Hamburg, ihrerseits wird zu 100 Prozent von der Bâloise Delta Holding S.a.r.l., Luxemburg gehalten, deren Anteile sich wiederum im Besitz der Bâloise Holding AG, Basel, befinden.
Mit der BASLER Versicherung Beteiligungen B.V. & Co. KG hat die Basler Securitas Versicherungs-Aktiengesellschaft mit Wirkung zum 01.01.2012 einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.
Mitarbeiter
Zum 31.12.2011 waren bei der Basler Securitas Versicherungs-AG im Rahmen von Mehrfacharbeitsverträgen 1.253 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.291).
Im Berichtsjahr haben wir gezielt in die Weiterentwicklung des Fachwissens und der Fähigkeiten unserer Mitarbeiter investiert. Insgesamt haben wir unseren Mitarbeitern über 200 in- und externe Seminare zur Aus- und Weiterbildung angeboten.
Unser Unternehmen bildet an zwei Standorten in zwei unterschiedlichen Berufsbildern aus. Darüber hinaus bieten wir die Möglichkeit der Teilnahme am ausbildungsintegrierten Studium „Bachelor of Science in Insurance and Finance“ an der Hochschule RheinMain, Wiesbaden. Für den akademischen Nachwuchs von Berufsakademien, Fachhochschulen und Universitäten gibt es in unserem Unternehmen vielfältige Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Zur Entwicklung unserer Führungskräfte stehen uns übergreifende Qualifizierungsprogramme mit einer einheitlichen Lernarchitektur zur Verfügung.
Auf Basis der „Basler Sicherheitswelt“ startete im Jahr 2011 ein umfangreicher Prozess zur Implementierung von Verhaltenswerten. Als Teil der Unternehmenskultur sollen sie gleichermaßen die Zusammenarbeit der Mitarbeiter untereinander sowie die Kundenbeziehungen nachhaltig positiv beeinflussen.
Der Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz und ihre guten Leistungen.
Risikobericht
Organisation des Risikomanagements
Das Management von Unternehmensrisiken hat eine herausragende Bedeutung in der Unternehmensführung. Gerade die Staatschuldenkrise in einer Reihe von Ländern des Eurogebiets und die Nachwirkungen der Finanzmarktkrise zeigen, wie wichtig ein professionelles Risikomanagement ist. Die Basler Securitas Versicherungs-AG setzt sich permanent mit dem Thema Risiko auseinander. Aufgrund seiner Bedeutung ist das Risikomanagement im Ressort des Vorstandsvorsitzenden angesiedelt.
Die Identifikation, Bewertung und Kontrolle der Risiken im Unternehmen sind in den gruppenweiten Risikomanagement-Standards der Baloise Group geregelt. Neben der Erfüllung der Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) fördern die Risikomanagement-Standards die Etablierung einer effizienten und flexiblen Risikomanagement-Organisation im Unternehmen. Hierdurch werden die wesentlichen Ziele der aufsichtsrechtlich geforderten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) erfüllt. So formulieren und dokumentieren wir regelmäßig unsere Geschäftsstrategie und den Umgang mit unseren wesentlichen Unternehmensrisiken in der daraus abgeleiteten Risikostrategie. Für Störfälle, Notfälle und Krisen existieren Notfallpläne, die die Fortführung der wesentlichen Aktivitäten des Geschäftsbetriebs gewährleisten bzw. möglichst schnell und geordnet den normalen Geschäftsbetrieb wiederherstellen. Zur weiteren Konkretisierung der Risikostrategievorgaben haben wir im Jahr 2011 auf Basis der Risikotragfähigkeit ein Limitsystem eingeführt, das eine Vielzahl von risikokritischen Kennzahlen mit einem Ampelsystem bewertet.
Die Klassifizierung und weitere Darstellung der Risiken erfolgt nach den Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS 5-20). Darüber hinaus klassifizieren wir alle Risiken auch nach einer konzerneinheitlichen Risikolandkarte.
Risikomanagementprozess
Zweimal jährlich identifizieren festgelegte Risk Owner mithilfe formalisierter Risikoberichte bestehende und/oder drohende Risiken in allen Unternehmensbereichen. Jedes wesentliche Einzelrisiko wird dabei mit seiner Verlusthöhe und seiner Eintrittswahrscheinlichkeit vor und nach dem Einsatz von Risiko mindernden Maßnahmen bewertet. Weiterhin sind geeignete Frühwarnindikatoren zur Risikofrüherkennung festgelegt.
Neben den Risk Ownern wurden funktionsunabhängige Risk Controller benannt, die die Durchführung des systematischen Risiko-Controllings und Risiko-Reportings verantworten.
In halbjährlich stattfindenden Risikokonferenzen werden die Zu- und Abgänge im Risikoinventar erfasst, Einzelrisiken in Warnstufen plausibilisiert und die Gesamtrisikolage des Unternehmens beurteilt. Die Ergebnisse der Risikokonferenzen werden regelmäßig dem Aufsichtsrat vorgestellt.
Ebenfalls halbjährlich werden alle Ergebnisse der Risikokonferenzen in einem konzernweit standardisierten Risikobericht dokumentiert. Dieser Risikobericht umfasst die Ergebnisse aller Risikomanagementaktivitäten einer Periode, z. B. auch die Ergebnisse aus den Swiss Solvency Tests und den QIS-Studien zu Solvency II. Er wird u. a. den Wirtschaftsprüfern und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Verfügung gestellt.
Seit 2008 ist ein internes Kontrollsystem zur Sicherstellung der finanziellen Berichterstattung eingerichtet. Im Rahmen dieses internen Kontrollsystems werden alle wesentlichen Kern-, Unterstützungs- und Führungsprozesse des Unternehmens inklusive aller Risiken und Kontrollmechanismen zentral erfasst, dokumentiert und im Haus veröffentlicht. So können Ineffizienzen und Kontrolllücken in unseren Prozessen frühzeitig erkannt und beseitigt werden.
Risikolage
Versicherungstechnische Risiken
Versicherungstechnische Risiken können resultieren aus
| • | unzutreffenden Kalkulationsannahmen, |
| • | unerwarteten Schadenentwicklungen, z.B. Kumulereignisse infolge von Naturkatastrophen, |
| • | zu geringen Rückstellungen sowie |
| • | unangemessener Rückversicherungspolitik. |
Sie entstehen vornehmlich dann, wenn wesentliche Zahlungsströme von ihrem Erwartungswert abweichen.
Wir geben Zeichnungs-Richtlinien und Zeichnungs-Limits in allen betriebenen Versicherungszweigen vor und begrenzen die gezeichneten Risiken mit einem umfangreichen Rückversicherungsprogramm mit bonitätsstarken Rückversicherungspartnern. Bei der Auswahl unserer angebotenen Produkte und bei unseren Prämienkalkulationen beziehen wir zusätzlich zu unseren eigenen Erfahrungsdaten Marktbeobachtungen und Marktstatistiken mit ein. Den Deckungsverlauf der aktuell erhobenen Prämien beobachten wir mithilfe eines regelmäßigen Sparten-Controllings. Sofern sich aus dem Verlauf ein höherer Bedarf ergibt, nehmen wir ggf. Prämienanpassungen oder auch Anpassungen in der Zeichnungspolitikund/oder Änderungen der Tarifansätze vor. Für am Bilanzstichtag ausstehende und künftige, das Bilanzjahr betreffende Schadenverpflichtungen bilden wir bedarfsgerechte Rückstellungen. Zum Ausgleich der Schwankungen im Schadenverlauf bilden wir zusätzlich Schwankungsrückstellungen.
Risiken aus Forderungsausfall
Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft bestehen gegenüber
| • | Kunden (durch Beitragsforderungen), |
| • | Versicherungsvermittlern (z. B. bei Inkassoberechtigung oder Provisionsrückforderungen), |
| • | Mit- und Rückversicherern. |
Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen werden zum einen durch maschinelle außergerichtliche Mahnverfahren im Zentralinkasso und zum anderen durch direkte Zahlungsaufforderungen und ständige Kontrollen im Vermittlerinkasso begrenzt. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Für zweifelhafte Forderungen bilden wir Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen in angemessener Höhe auf Basis von Erfahrungswerten aus Vorjahren. Am Bilanzstichtag beliefen sich ausstehende Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als 90 Tagen auf ca. 7,2 Mio. Euro (Vorjahr: 5,7 Mio. Euro).
Bei der Wahl der Rückversicherungspartner achten wir insbesondere auf Bonitätsstärke. Gemäß den konzernweit geltenden Risikomanagement-Standards arbeiten wir überwiegend mit Rückversicherer, die über ein Standard & Poor’s -Mindestrating von „A“ verfügen. Nach Korrektur um Einzel- und Pauschalwertberichtigungen verbleibt nur noch ein geringes Forderungsausfallrisiko.
Risiken aus Kapitalanlagen
Die Kapitalanlagestrategie wird unter strikter Beachtung aller gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Bestimmungen festgelegt. Stärker als jeder andere Bereich ist die Kapitalanlage von Marktentwicklungen und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Im Rahmen der Risikoberichterstattung und Risikofrüherkennung spielt deshalb der Umgang mit Kapitalanlagerisiken eine herausragende Rolle. Zur Erfüllung der Leistungsversprechen gegenüber unseren Kunden messen wir den Kriterien Sicherheit, Liquidität und Rentabilität besonders hohe Bedeutung bei. Wir vermeiden Risiken, die nicht zuverlässig eingeschätzt, kalkuliert und abgesichert werden können. Anlageentscheidungen basieren auf der jeweils aktuellen Risikotragfähigkeit der Gesellschaft, die wir laufend bestimmen.
Die Basler Securitas Versicherungs-AG betreibt eine konservative Anlagepolitik. Sie investiert in Immobilien, festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und Geldanlagen. Die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft bestimmt dabei die Zusammensetzung dieser Kapitalanlagen (Asset Allocation). Der Anlagefokus liegt schwerpunktmäßig auf europäischen Märkten und erfolgt - zur Vermeidung von Währungsrisiken - ausschließlich in Euro. Unsere konservative Anlagepolitik spiegelt sich auch in der Höhe unserer Aktienquote wider. Mit einer Quote von ca. 9,2 Prozent können einerseits größere Aktienkursrückschläge verkraftet werden, andererseits besteht die Chance, an positiven Aktienkursentwicklungen zu partizipieren, durch Diversifikation das Gesamtrisiko zu senken und damit eine insgesamt höhere Kapitalanlagerendite zu erwirtschaften. Zur jederzeitigen Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen werden ausreichend hohe Bestände an Geldmarkttiteln und kurzfristig liquidierbaren Staatsanleihen gehalten. Im Bestand befinden sich Staatsanleihen hoch verschuldeter EU-Staaten (PIIGS-Staaten) deren Marktwert insgesamt 24,1 Mio. Euro beträgt. Dies entspricht 3,0 Prozent des Gesamtbestandes der Kapitalanlagen. Hierin enthalten ist eine griechische Staatsanleihe (Nominalwert 8 Mio. Euro) mit einer Fälligkeit zum 20.07.2015, deren Marktwert 1,7 Mio. Euro per 31.12.2011 beträgt. Dies entspricht 0,2 Prozent des Gesamtbestandes der Kapitalanlagen. Die Kreditrisiken werden gesondert beobachtet. Trotz Staatsschuldenkrise zeichnen sich unsere Bestände in festverzinslichen Wertpapieren weiterhin durch hohe Liquidität und Bonität aus.
Die bestehenden Risiken im Kapitalanlagebereich lassen sich grundsätzlich in die folgenden Bereiche einordnen:
| • | Marktpreisrisiken, |
| • | Bonitätsrisiken (bzw. Kreditrisiken) und |
| • | Liquiditätsrisiken. |
Unser Risikomanagement beobachtet, analysiert und bewertet permanent die vorstehend identifizierten Risikoarten. Gleichzeitig werden adäquate, Risiko mindernde Maßnahmen angestoßen, sofern dies erforderlich ist.
Marktpreisrisiken
Als Marktpreisrisiko bezeichnet man das Risiko finanzieller Verluste auf Grund der Änderung von Marktpreisen, z. B. von Aktienkursen, Zinsen oder Wechselkursen.
Wir begrenzen die möglichen Auswirkungen von Marktpreisrisiken, indem wir breit über verschiedene Anlageklassen streuen und die jeweiligen Anteile variieren. Innerhalb einer Anlageklasse werden qualitative und quantitative Limite vorgegeben, um Marktpreisrisiken zu begrenzen.
Im Bereich Immobilienanlagen beschränken wir uns auf deutsche Wohn- und Gewerbeobjekte in guten Lagen. Alle Objekte werden von uns direkt gehalten und betreut.
Bei der Anlage in festverzinsliche Wertpapiere orientieren wir uns an breit gestreuten deutschen und europäischen Indizes. Die Qualität der Einzeltitel sichern wir durch vorgegebene Mindest-Ratings. Die Grundlage für eine verantwortungsvolle Steuerung unserer Zinsänderungsrisiken bilden permanente Portfolio- und Durationsanalysen.
Das Aktienengagement der Gesellschaft steht unter laufender Beobachtung. Wir investieren europaweit gestreut in Titel des EURO STOXX 50 und MSCI EMU Large Cap. Verbleibende Risiken aus dem aktuellen Aktienportfolio können und wollen wir bewusst tragen, um Chancen auf steigende Kurse zu nutzen. In Abhängigkeit der Kapitalmarktentwicklung nutzen wir zeitweise derivative Finanzinstrumente zur Absicherung unserer Bestände vor Kursverlusten.
Die Gesellschaft hat alle BaFin-Stresstests in 2011 bestanden.
Bonitätsrisiken
Als Bonitätsrisiko bezeichnet man das Risiko, dass ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen vorübergehend oder endgültig nicht mehr nachkommen kann.
Unsere Anlagen in festverzinsliche Wertpapiere haben eine hohe Schuldnerqualität. Wir investieren fast ausschließlich in Inhaber-, Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen mit Investment-Grade (Ratingkategorie „AAA“ bis „BBB“ von Standard & Poor’s). Eine möglichst breite Streuung des Gesamtbestandes wirkt darüber hinaus einer möglichen Risikokonzentration entgegen. Unsere Strategie, besonders stark auf die Sicherheit unserer Kapitalanlagen zu achten, hat uns bisher vor Totalausfällen von Einzelinvestments geschützt.
Liquiditätsrisiken
Mit Liquiditätsrisiko werden zwei unterschiedliche Arten von Finanzrisiken bezeichnet:
| • | Das Risiko, benötigte Zahlungsmittel nicht oder nur zu erhöhten Kosten beschaffen zu können (Refinanzierungsrisiko). |
| • | Das Risiko, Finanzmarktgeschäfte auf Grund mangelnder Marktliquidität nur zu einem schlechteren Preis als erwartet abschließen zu können (Marktliquiditätsrisiko). |
Das Refinanzierungsrisiko steuern wir über ein permanentes Liquiditätsplanungs-, -steuerungs- und
-kontrollsystem, das alle Zahlungsströme des Unternehmens berücksichtigt. Durch konsequentes Beobachten und Analysieren möglicher Risiken aus ungleichgewichtigen und/oder nicht zeitgerechten Liquiditätszu- und -abflüssen gewährleisten wir dabei die jederzeitige Erfüllung unserer Leistungsversprechen.
Zur Verringerung der Marktliquiditätsrisiken halten wir weiterhin hohe Bestände an liquiden Staatsanleihen außerhalb hoch verschuldeter EU-Staaten, sogenannter PIIGS-Staaten. Gleichzeitig haben wir die Höhe einzelner Festgeldanlagen begrenzt und eine sorgfältige Auswahl der Kreditinstitute getroffen, bei denen wir diese Festgeldanlagen tätigen.
Bei allen Neuanlagen achten wir auf ein ausgewogenes Rendite-Risiko-Verhältnis, wobei wir dem Risiko als Folge der Finanzmarktkrise weiterhin noch die größere Bedeutung zumessen als der Rendite. Wir investieren folglich hauptsächlich in qualitativ hochwertige Titel mit vergleichsweise geringen Ausfallrisiken.
Operationale Risiken
Unter operationalen Risiken werden Verluste als Folge des Versagens von Menschen, Systemen oder internen Prozessen sowie aufgrund externer Ereignisse verstanden.
Im Bereich der Informatik liegen die bedeutsamsten Risiken in einem Teil- oder Gesamtausfall der Systeme und im Verlust von Daten. Hierfür haben wir ein IT-Sicherheitskonzept erarbeitet, welches geeignete Risikominderungsmaßnahmen beinhaltet.
Für den Bereich Compliance hat die Baloise Group Zielvorgaben und Messpunkte für die Organisation, Regelung, Unterrichtung und Kontrolle festgelegt.
Ein Teilbereich der operationalen Risiken sind Rechtsrisiken, die aus vertraglichen Vereinbarungen oder aus rechtlichen Rahmenbedingungen resultieren. Diese Risiken werden in besonderen Risikoberichten identifiziert und bewertet. Zur Vermeidung oder Verminderung der Rechtsrisiken nutzen wir internes und externes juristisches Fachpersonal zur fachlichen und gutachterlichen Beratung der Fachabteilungen und der Geschäftsleitung.
Zur Steuerung und Kontrolle aller weiteren operationalen Risiken haben wir umfangreiche Vollmachtenregelungen, Zeichnungsrichtlinien und Kontrollmaßnahmen eingerichtet.
Sonstige Risiken
Sonstige Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinflussen können, sind uns nicht bekannt.
Ausblick
Die dynamischen Veränderungsprozesse an den internationalen Kapital- und Versicherungsmärkten prägen maßgeblich die Weiterentwicklung unseres Risikomanagements. Vor diesem Hintergrund ist es unser vorrangiges Ziel, das bestehende Risikomanagementsystem kontinuierlich an sich ändernde Gegebenheiten anzupassen. Durch die laufende Weiterentwicklung der bereits im Rahmen der Einführung der MaRisk VA umgesetzten Maßnahmen werden wir die Überwachung und Steuerung bedeutender Risiken in den wesentlichen Geschäftsprozessen zukünftig weiter verbessern. Insgesamt sehen wir unser Risikomanagement durch die Umsetzung der MaRisk VA und die Teilnahme am Swiss Solvency Test als gut vorbereitet auf die kommende Aufsicht gemäß Solvency II.
Quantitativ wird sich das Risikomanagement durch Verfeinerungen in den Annahmen und Methoden zu Solvency II in der EU und zum Swiss Solvency Test (SST) weiterentwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Sicherstellung der Erfüllbarkeit der umfangreichen Berichtspflichten zu Solvency II Säule 3 sein.
Neben einer weiteren Schärfung der Risikokultur im Unternehmen wird die wert- und risikoorientierte Steuerung künftig ein Hauptthema bleiben. In deren Weiterentwicklung sehen wir die Chance, unsere Eigenkapitalausstattung und Eigenkapitalrendite zu optimieren, d. h. ein optimales Verhältnis der gegenläufigen Ziele „minimales Eigenkapital zur Steigerung der Eigenkapitalrendite“ und „maximales Eigenkapital zur Erfüllung von Rating- und Solvabilitätsanforderungen“ zu erreichen.
Prognosebericht
Die Planung mit entsprechender Einschätzung der Chancen für die zukünftige Entwicklung wird für einen Zweijahreszeitraum dargestellt. Dabei konzentrieren wir uns im Bericht auf die nachhaltige Wertschaffung der Basler Securitas Versicherungs-AG.
Strategische Ausrichtung
Positionierung und Chancen der Basler Gruppe Deutschland
Die strategische Zielsetzung ist nachhaltiges und ertragreiches Wachstum. Auf dem Weg zu diesem strategischen Ziel konzentrieren wir uns auf die Optimierung der bestehenden Organisation, organisches Wachstum und die Erschließung neuer Wachstumsfelder. Für die Festigung und den Ausbau unserer Marktposition stellen wir im Prognosezeitraum alle verfügbaren Ressourcen bereit. Durch verschiedene Einzelmaßnahmen sollen im Prognosezeitraum der Ertrag gesteigert, der Vertrieb gestärkt und gezielt ausgebaut sowie unsere Prozesse effizienter und kostengünstiger organisiert werden.
In den Prognosejahren konzentrieren wir unsere Aktivitäten auf den Ausbau der Beziehung zu ertragstarken Kunden. Die Positionierung im Rahmen der Basler Sicherheitswelt, die Versicherungsleistung mit intelligenter Schadenprävention verbindet, wird unseren vertrieblichen Aktivitäten neue Impulse verleihen. Ziel ist, dass sich Kunden und Mitarbeiter sicherer fühlen. Das heißt: Prävention und Versicherung stehen im Fokus. Alles, was das Unternehmen tut, ist auf Sicherheit ausgerichtet, indem es hilft, dass der Schaden gar nicht erst entsteht. Im Schadenfall agieren die Basler Versicherungen schnell und kompetent.
Unter dem Aspekt ertragreichen Wachstums wollen wir im Prognosezeitraum auch unser Industrie- und Gewerbegeschäft mithilfe gezielter Maßnahmen weiter ausbauen. Innerhalb des Unternehmens arbeiten wir weiterhin an der Steigerung der Prozesseffizienz sowie der Servicequalität im Vertrags- und Schadenmanagement. Im Weiteren steht die Beobachtung der bestehenden Verträge im Fokus, um bei einer geänderten Risikosituation durch Beitragsanpassungen zur optimalen Bepreisung der versicherungstechnischen Risiken zu gelangen. Wir werden diesen Maßnahmen einen hohen Stellenwert einräumen, um insbesondere in defizitär verlaufenden Sparten, die Ertragsaspekte deutlich zu verbessern.
Durch die engere Verzahnung der Geschäftsaktivitäten der Basler Securitas Versicherungs-AG, der Basler Versicherung AG Direktion für Deutschland und der Deutscher Ring Sachversicherungs-AG soll die Effizienz der Gesellschaften weiter erhöht und Synergien erzielt werden. Der Standort Bad Homburg wird dabei als Kompetenzzentrum für das Nicht-Lebengeschäft einen wichtigen Stellenwert einnehmen. Dabei konzentrieren wir uns auf die wirkungsvolle Steuerung des Versicherungsgeschäfts, auf die operative sowie die Kapitaleffizienz und auf das Nutzen von Synergien. Diese Optimierung der bestehenden Organisation eröffnet uns die Möglichkeit, in einem Versicherungsmarkt, der von hoher Dynamik und Wettbewerbsintensität geprägt ist, die Marktposition der Unternehmen zu stärken und weiter auszubauen. Ein zentraler Meilenstein in Richtung Ertrag und Wachstum wird ferner der gemeinsame Exklusivvertrieb sein.
Positionierung im Bereich Kapitalanlagen
Die strategische Grundausrichtung unseres Unternehmens bestimmt auch unsere Kapitalanlagestrategie. Oberste Priorität bei der Strukturierung unseres Anlageportfolios genießt der Grundsatz der Sicherheit. Wir erfüllen die von der Finanzaufsicht im Rundschreiben 4/2011 (VA) postulierten Anforderungen. Darüber hinaus sind in der Kapitalanlagerichtlinie für unser Unternehmen die Grundsätze der Kapitalanlagepolitik verbindlich festgelegt. Wir vermeiden Risiken, die nicht zuverlässig eingeschätzt, kalkuliert und abgesichert werden können. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist grundsätzlich möglich, insbesondere zur Reduktion von Risikopositionen. Diese solide Positionierung gewährleistet auch künftig die dauerhafte Erfüllung unserer Verpflichtungen.
Voraussichtliche Entwicklung der Basler Securitas Versicherungs-AG
Versicherungstechnik
Im Prognosejahr 2012 rechnen wir vor dem Hintergrund zu erwartender konjunktureller Rückschläge, ausgelöst durch die aktuelle Staatsschuldenkrise in einer Reihe von Ländern im Euroraum sowie infolge des weiterhin intensiven Wettbewerbs und des hohen Sättigungsgrades im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft, mit Beitragseinnahmen leicht über dem Niveau des Jahres 2011. Trotz der unsicheren konjunkturellen Aussichten für 2013 rechnen wir für dieses Prognosejahr mit einem moderaten Beitragswachstum durch einen gezielten Ausbau unserer Geschäftsaktivitäten im gewerblichen Bereich. Während des gesamten Prognosezeitraums wird die Entwicklung der Kraftfahrzeugsparte von wesentlicher Bedeutung sein. Wir gehen im Prognosezeitraum von einem deutlich rückläufigen Schadenaufwand für unser Unternehmen aus. Voraussetzung ist das Ausbleiben flächendeckender Elementarschäden.
In Folge des prognostizierten Beitragswachstums wird der für die Berechnung der Solvabilitätsspanne maßgebliche Beitragsindex steigen und zu einer Verringerung der Solvabilitätsspanne führen. In Ab-hägigkeit der zukünftigen Entwicklung werden wir entsprechende Maßnahmen treffen um eine Einhaltung der Solvabilitätsanforderungen zu gewährleisten.
In den Prognosejahren 2012 und 2013 sehen wir im Rahmen der Basler Sicherheitswelt weiterhin vertriebliche Chancen. Wir gehen davon aus, dass sich durch den ganzheitlichen Sicherheitsansatz Möglichkeiten für weitere Cross Selling-Aktivitäten ergeben. Zudem werden wir unsere Marktposition im Maklermarkt in ausgewählten Segmenten gezielt ausbauen. Hierdurch erwarten wir ein moderates organisches Wachstum.
In der vertrieblichen Ausrichtung fokussieren wir uns im Prognosezeitraum auf den Inlandsmarkt. Nur in Ausnahmefällen wird die Basler Securitas Versicherungs-AG auch im benachbarten europäischen Ausland Geschäft zeichnen.
Produkte und Dienstleistungen
Neue Produkte werden im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit entwickelt. Durch die weitere Verfeinerung unserer Produktpalette, insbesondere im Bereich individueller und modularer Produkte, werden wir unseren Kunden auch künftig optimale Absicherungslösungen anbieten. Darüber hinaus werden unsere Kunden auch weiterhin von unserer hohen Servicequalität profitieren können. Dienstleistungen wesentlichen Ausmaßes werden auch zukünftig ausschließlich intern im Rahmen von besonderen Umlageverträgen erbracht.
Rückversicherung
Aufgrund der aktuellen Ergebnissituation in Verbindung mit der prognostizierten Entwicklung werden wir uns im Prognosezeitraum mit möglichen Maßnahmen zu deren Verbesserung auseinandersetzen.
Kapitalanlagen
Die Risikofrüherkennung spielt gerade im Sektor Kapitalanlagen eine herausragende Rolle. Wir beobachten die Risikolage täglich unter Beibehaltung unserer konservativen strategischen Ausrichtung in der Anlagepolitik. In dieser soliden Positionierung sehen wir auch künftig die Gewährleistung der dauerhaften Erfüllung unserer Verpflichtungen.
Hauptthema des Prognosejahres 2012 bleibt die Entwicklung der europäischen Staatsschuldenkrise und des Euro-Systems. Hier sind weitere Verwerfungen nicht auszuschließen. Diese Problematik hat auch Auswirkungen auf die Risiken im Bankensystem, das ohnehin weltweit diverse Problembereiche zu bewältigen hat.
Ein möglicher konjunktureller Abschwung und die Rekapitalisierung der Banken stellen bedeutende Risiken für die Kreditversorgung der Euro-Zone dar. Wie in den USA und Großbritannien bleibt jedoch die quantitative Lockerung der Geldpolitik ein plausibles Szenario für die Europäische Zentralbank (EZB). Die EZB hat im Zuge der neuesten Entwicklungen bereits im Dezember 2011 sehr pro-aktives Handeln gezeigt. Dies spiegelt sich nicht nur in der Zinssenkung wider, sondern auch in einer längerfristigen Liquiditätsbereitstellung für die Banken. Das Agieren der EZB sollte einer wirtschaftlichen Schockstarre, wie nach der Lehman-Pleite 2008, gegensteuern. Auch in den Jahren 2012 und voraussichtlich 2013 ist von einem im Vergleich zur letzten Dekade unterdurchschnittlichen Zinsniveau auszugehen.
Für das Prognosejahr 2012 erwarten wir bei tendenziell hoher Volatilität der Märkte ein solides Kapitalanlageergebnis über Vorjahresniveau. Negative Verwerfungen an den Finanzmärkten sind jedoch weiterhin nicht auszuschließen. Im zweiten Jahr des Planungshorizonts rechnen wir mit einer soliden Entwicklung des Kapitalanlageergebnisses unter der Prämisse einer weitgehenden Erholung des Kapitalmarktes.
Mit wesentlichen Finanzabflüssen, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens beeinflussen, rechnen wir nicht.
Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
Die weltweite Konjunktur hat sich im Verlauf des Jahres 2011 robust entwickelt. Der Ausblick für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung steht allerdings unter dem Vorbehalt erheblicher Risiken. So stellen die noch immer spürbaren Nachwirkungen der Finanzmarktkrise, die Krise der Staatsfinanzen im Euroraum und die damit einhergehende Eintrübung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds einen außergewöhnlich großen Unsicherheitsfaktor dar.
Die sich derzeit abzeichnende Eintrübung der Wachstumsdynamik im weltwirtschaftlichen Umfeld, die Staatsschuldenkrise in einer Reihe von Ländern des Eurogebiets und die hiervon ausgehende
Verunsicherung tragen dazu bei, dass im Jahr 2012 vorerst nicht mit einer Fortsetzung des Konjunkturaufschwungs in Deutschland zu rechnen ist. Neben der Gefahr einer Verschärfung der Staatsschuldenkrise sowie weiteren Verwerfungen auf den Finanzmärkten sind auch erneute weltwirtschaftliche Rückschläge nicht auszuschließen. Unter der Voraussetzung, dass es zu einer zeitnahen Lösung der Krise der Staatsfinanzen im Eurogebiet kommt und sich die Finanzmärkte beruhigen, rechnen Experten damit, dass ab dem Frühjahr 2012 eine wirtschaftliche Erholung und erneute Belebung einsetzen wird, die sich nach und nach verstärken könnte. Entsprechend erwarten wir für den Fall, dass eine Zuspitzung der Staatsschuldenkrise und weitere krisenhafte Verschärfungen auf den Finanzmärkten ausbleiben, für den Prognosezeitraum eine moderate Erholung bis hin zu einer erneuten Belebung der deutschen Konjunktur. Allerdings können hier negative Entwicklungen weiterhin nicht ausgeschlossen werden.
Die anhaltende günstige Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt kann insbesondere im internationalen Vergleich als überaus erfreulich angesehen werden. Die Arbeitslosenquote lag zuletzt mit 6,9 Prozent auf dem niedrigsten Stand im vereinigten Deutschland. Jüngsten Prognosen zufolge können die Auswirkungen der konjunkturellen Seitwärtsbewegung auf den Arbeitsmarkt weitgehend mit den bestehenden Instrumenten der Arbeitszeitgestaltung aufgefangen werden, so dass im Jahr 2012 ein nennenswerter Rückgang der Erwerbstätigkeit nicht zu erwarten ist. Vielmehr wird sich der lang anhaltende positive Beschäftigungstrend fortsetzen. Auch für das Jahr 2013 wird mit einer moderat steigenden Beschäftigung gerechnet.
Der private Verbrauch dürfte in den Prognosejahren 2012 und 2013 weiterhin von der günstigen Arbeitsmarktlage sowie deutlich zunehmenden Einkommen profitieren. Entsprechend robust zeigt sich auch das Konsumklima in Deutschland. Wir erwarten die Fortsetzung dieses Trends im Prognosezeitraum. Diese Einschätzung ist allerdings - wie der gesamte konjunkturelle Ausblick - mit Unsicherheit verbunden.
Das Geschäftsklima in der deutschen Versicherungswirtschaft hat sich zuletzt leicht abgekühlt, bleibt aber im Wesentlichen nachhaltig stabil und insgesamt freundlich. Im Trend entspricht die Entwicklung in der Versicherungswirtschaft in weiten Teilen der übrigen Wirtschaft. Im Markt liegt weiterhin eine hohe Wettbewerbsintensität vor, zudem wird mit einer Zunahme der Schadenaufwendungen gerechnet.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erwartet für die Schaden- und Unfallversicherung im Jahr 2012 eine Steigerung der Prämieneinnahmen um 2,0 Prozentpunkte. Dies wird sowohl auf die verbesserte wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte als auch auf die wirtschaftliche Erholung im Unternehmenssektor zurückzuführen sein.
Erwartungen der Unternehmensleitung zur weiteren Entwicklung der Ertrags - und Finanzlage
In den beiden Jahren des Planungshorizontes erwarten wir eine Verbesserung der Vermögens- und Finanzlage unseres Unternehmens im Vergleich zum aktuellen Jahr. Für die Jahre 2012 und 2013 erwarten wir Kapitalanlageergebnisse über dem Niveau des aktuellen Jahres.
Aufgrund herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, die sich auf die versicherungstechnischen Ergebnisse niederschlagen werden, und negativen Sondereffekten aus der Schwankungsrückstellung wird es in 2012 sehr anspruchsvoll sein, ein positives Ergebnis auszuweisen. In 2013 erwarten wir durch eine Erhöhung des Beitragsaufkommens und eine Milderung der Schadenaufwendungen eine Konsolidierung des Ergebnisses in etwa auf dem Niveau des Jahres 2010.
Schlusserklärung des Vorstands
"Nach der Überzeugung des Vorstands hat die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Die Gesellschaft ist auch dadurch, dass die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."
Betriebene Versicherungszweige und -arten
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Allgemeine Unfallversicherung
Einzelunfallversicherung ohne Beitragsrückgewähr
Gruppen-Unfallversicherung ohne Beitragsrückgewähr
Probandenversicherung
Luftfahrtunfallversicherung
Kraftfahrtunfallversicherung
übrige und nicht aufgegliederte Unfallversicherung
Haftpflichtversicherung
Privathaftpflichtversicherung (einschließlich Sportboot- und Hundehalter-Haftpflichtversicherung)
Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung
Umwelt-Haftpflichtversicherung
Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung
Strahlen- und Atomanlagen-Haftpflichtversicherung
Pharma-Haftpflichtversicherung
Feuerhaftungsversicherung
See-, Binnensee- und Flussschifffahrtshaftpflichtversicherung (ohne Kollisionshaftpflichtrisiko)
Luftfahrt-Haftpflichtversicherung (einschließlich der Luftfrachtführer-Haftpflichtversicherung)
übrige und nicht aufgegliederte Haftpflichtversicherung
Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung
Sonstige Kraftfahrtversicherung
Fahrzeugvollversicherung
Fahrzeugteilversicherung
Feuer - und Sachversicherung
Feuer-Industrie-Versicherung
Landwirtschaftliche Feuerversicherung
sonstige Feuerversicherung
Verbundene Hausratversicherung
Verbundene Wohngebäudeversicherung
Einbruchdiebstahl- und Raub(ED)-Versicherung
Leitungswasser(Lw)-Versicherung
Glasversicherung
Sturmversicherung
Technische Versicherungen
Maschinenversicherung
Elektronikversicherung
Montageversicherung
Bauleistungsversicherung
Einheitsversicherung
Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer - bzw. Feuer - Betriebsunterbrechungs - Versicherung (Extended Coverage [EC] - Versicherung)
Sonstige Schadenversicherung
Ausstellungsversicherung
Kühlgüterversicherung
Valorenversicherung (privat)
Campingversicherung
Transportversicherung - und Luftfahrtversicherung
Transportversicherung
Transportgüterversicherung
Kaskoversicherung
Verkehrshaftungsversicherung
Valorenversicherung
Filmversicherung
übrige und nicht aufgegliederte Transportversicherung
Luftfahrtversicherung
Luftfahrzeug-Kaskoversicherung
Kredit - und Kautionsversicherung
Mietkautionsversicherung
Betriebsunterbrechungs - Versicherung
Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung
Technische Betriebsunterbrechungs-Versicherung
sonstige Betriebsunterbrechungs-Versicherung
sonstige Vermögensschadenversicherung
Maschinengarantieversicherung
Mietverlustversicherung
sonstige gemischte Versicherung
Tank- und Fassleckageversicherung
Allgefahrenversicherung
Schausteller-Landkaskoversicherung
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft
Allgemeine Unfallversicherung
Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung
Haftpflichtversicherung
Feuerversicherung
Technische Versicherungen
Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer - bzw. Feuer - Betriebsunterbrechungs - Versicherung (Extended Coverage [EC] - Versicherung)
Betriebsunterbrechungs - Versicherung
Transport - und Luftfahrtversicherung
Sonstige Schadenversicherung
Atomanlagen-Sachversicherung
sonstige
sonstige gemischte Versicherung
Allgefahrenversicherung
Lebensversicherungen
Lebensversicherung mit Kapitalzahlung
Rentenversicherung
Unfall-Zusatzversicherung
Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung
Heirats-Zusatzversicherung
Bilanz zum 31. Dezember 2011
Aktiva
| in € | 2011 | 2011 | 2011 | 2011 | 2010 |
|---|---|---|---|---|---|
| A. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| I. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0 | 0 | |||
| II. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.193.514,23 | 2.335.069,86 | |||
| III. Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 | |||
| IV. Geleistete Anzahlungen | 191.390,85 | 491.043,36 | |||
| 2.384.905,08 | 2.826.113,22 | ||||
| B. Kapitalanlagen | |||||
| I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 7.882.998,89 | 8.553.823,89 | |||
| II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 10.577.051,74 | 10.577.051,74 | |||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 0 | |||
| 3. Beteiligungen | 36.329,83 | 183.329,83 | |||
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 0 | |||
| 10.613.381,57 | 10.760.381,57 | ||||
| III. Sonstige Kapitalanlagen | |||||
| 1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 124.854.083,44 | 128.088.552,96 | |||
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 222.776.499,00 | 225.234.974,00 | |||
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 291.630,59 | 427.371,92 | |||
| 4. Sonstige Ausleihungen | |||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 188.804.880,79 | 177.804.880,79 | |||
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 185.888.665,71 | 176.440.357,00 | |||
| c) übrige Ausleihungen | 0 | 0 | |||
| 374.693.546,50 | 354.245.237,79 | ||||
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 7.200.000,00 | 7.000.000,00 | |||
| 6. Andere Kapitalanlagen | 0 | 0 | |||
| 729.815.759,53 | 714.996.136,67 | ||||
| IV. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft | 197.477,49 | 239.002,66 | |||
| 748.509.617,48 | 734.549.344,79 | ||||
| C. Forderungen | |||||
| I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an: | |||||
| 1. Versicherungsnehmer | 30.273.949,89 | 31.009.876,81 | |||
| davon an verbundene Unternehmen: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €) | |||||
| 2. Versicherungsvermittler | 8.460.636,51 | 7.354.419,55 | |||
| davon an verbundene Unternehmen: 0,00 € (Vorjahr: 2.256,65 €) | 38.734.586,40 | 38.364.296,36 | |||
| II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft | 5.015.078,79 | 5.703.329,79 | |||
| davon an verbundene Unternehmen: 2.674.985,02 € (Vorjahr: 3.701.079,27 €) | |||||
| III. Sonstige Forderungen | 19.207.643,42 | 14.481.367,72 | |||
| davon an verbundene Unternehmen: 3.298.337,18 € (Vorjahr: 2.664.882,57 €) | |||||
| 62.957.308,61 | 58.548.993,87 | ||||
| D. Sonstige Vermögensgegenstände | |||||
| I. Sachanlagen und Vorräte | 5.392.439,60 | 6.261.640,85 | |||
| II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 6.280.271,07 | 3.843.768,21 | |||
| III. Andere Vermögensgegenstände | 14.911,82 | 50.035,24 | |||
| 11.687.622,49 | 10.155.444,30 | ||||
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | |||||
| I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten | 14.060.902,10 | 12.645.610,23 | |||
| II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten | 896.067,92 | 1.000.184,18 | |||
| 14.956.970,02 | 13.645.794,41 | ||||
| F. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 833.827,85 | 11.009,00 | |||
| Summe der Aktiva | 841.330.251,53 | 819.736.699,59 | |||
| Passiva | |||||
| in € | 2011 | 2011 | 2011 | 2010 | |
| A. Eigenkapital | |||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 15.080.000,00 | 15.080.000,00 | |||
| II. Kapitalrücklage | 100.183.016,87 | 76.500.000,00 | |||
| III. Gewinnrücklagen | |||||
| 1. gesetzliche Rücklage | 74.137,32 | 74.137,32 | |||
| 2. andere Gewinnrücklagen | 500.674,14 | 500.674,14 | |||
| 574.811,46 | 574.811,46 | ||||
| IV. Gewinnvortrag | 0 | 0 | |||
| V. Jahresfehlbetrag | -29.010.920,20 | 0 | |||
| 86.826.908,13 | 92.154.811,46 | ||||
| B. Versicherungstechnische Rückstellungen | |||||
| I. Beitragsüberträge | |||||
| 1. Bruttobetrag | 52.409.044,00 | 51.394.171,70 | |||
| 2. davon ab: | 172.884,60 | 148.557,61 | |||
| Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | |||||
| 52.236.159,40 | 51.245.614,09 | ||||
| II. Deckungsrückstellung | |||||
| 1. Bruttobetrag | 0 | 0 | |||
| 2. davon ab: | 0 | 0 | |||
| Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | |||||
| 0 | 0 | ||||
| III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | |||||
| 1. Bruttobetrag | 560.142.812,11 | 515.130.294,33 | |||
| 2. davon ab: | 96.593.370,23 | 81.512.422,75 | |||
| Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | |||||
| 463.549.441,88 | 433.617.871,58 | ||||
| IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung | |||||
| 1. Bruttobetrag | 2.327.670,00 | 2.033.430,00 | |||
| 2. davon ab: | 0 | 0 | |||
| Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | |||||
| 2.327.670,00 | 2.033.430,00 | ||||
| V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen | 72.435.935,00 | 80.503.634,00 | |||
| VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen | |||||
| 1. Bruttobetrag | 4.152.523,09 | 5.085.259,71 | |||
| 2. davon ab: | 0 | 0 | |||
| Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | |||||
| 4.152.523,09 | 5.085.259,71 | ||||
| 594.701.729,37 | 572.485.809,38 | ||||
| C. Andere Rückstellungen | |||||
| I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 70.897.857,00 | 68.332.791,00 | |||
| II. Steuerrückstellungen | 0 | 0 | |||
| III. Sonstige Rückstellungen | 33.500.000,40 | 35.147.358,55 | |||
| 104.397.857,40 | 103.480.149,55 | ||||
| D. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | 740.618,48 | 696.507,74 | |||
| E. Andere Verbindlichkeiten | |||||
| I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber: | |||||
| 1. Versicherungsnehmern | 16.256.206,05 | 16.358.767,39 | |||
| 2. Versicherungsvermittlern | 16.530.621,51 | 15.192.364,76 | |||
| 32.786.827,56 | 31.551.132,15 | ||||
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 258.915,40 € (Vorjahr: 119.966,71 €) | |||||
| II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft | 4.736.945,82 | 3.555.635,39 | |||
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €) | |||||
| III. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | |||
| IV. Sonstige Verbindlichkeiten | 17.137.048,41 | 15.808.872,41 | |||
| davon aus Steuern: 11.399.698,11 € (Vorjahr: 12.208.637,37 €) | |||||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 143.201,82 € (Vorjahr: 222.902,01 €) | |||||
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 1.006.211,51 € (Vorjahr: 1.600.646,00 €) | |||||
| 54.660.821,79 | 50.915.639,95 | ||||
| F. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.316,36 | 3.781,51 | |||
| Summe der Passiva | 841.330.251,53 | 819.736.699,59 |
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten B.III. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341 f und 341 g HGB sowie der aufgrund des § 65 Abs. 1 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist.
Bad Homburg v. d. Höhe, den 03. Februar 2012
Wolfgang Michel, Verantwortlicher Aktuar
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
| in € | 2011 | 2011 | 2011 | 2011 | 2010 |
|---|---|---|---|---|---|
| I. Versicherungstechnische Rechnung | |||||
| 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung | |||||
| a) Gebuchte Bruttobeiträge | 483.792.661,08 | 468.772.033,04 | |||
| b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge | 41.336.764,41 | 36.737.788,04 | |||
| 442.455.896,67 | 432.034.245,00 | ||||
| c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge | -1.014.872,30 | -889.308,94 | |||
| d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen | -24.326,99 | 44.640,89 | |||
| -990.545,31 | -933.949,83 | ||||
| 441.465.351,36 | 431.100.295,17 | ||||
| 2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung | 153.589,52 | 148.843,51 | |||
| 3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung | 128.702,51 | 105.842,16 | |||
| 4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung | |||||
| a) Zahlungen für Versicherungsfälle | |||||
| aa) Bruttobetrag | 301.488.356,99 | 306.643.142,23 | |||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 11.032.177,97 | 17.454.244,20 | |||
| 290.456.179,02 | 289.188.898,03 | ||||
| b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | |||||
| aa) Bruttobetrag | 45.012.517,78 | 11.074.367,75 | |||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 15.080.947,48 | 4.406.264,07 | |||
| 29.931.570,30 | 6.668.103,68 | ||||
| 320.387.749,32 | 295.857.001,71 | ||||
| 5. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen | |||||
| a) Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen | -25.163,34 | -103.104,55 | |||
| -25.163,34 | -103.104,55 | ||||
| 6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung | 2.579.169,43 | 1.967.083,91 | |||
| 7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung | |||||
| a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb | 148.673.133,71 | 147.149.670,37 | |||
| b) davon ab: | 1.477.072,48 | 1.579.790,11 | |||
| erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | |||||
| 147.196.061,23 | 145.569.880,26 | ||||
| 8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung | 3.928.118,46 | 3.709.359,61 | |||
| 9. Zwischensumme | -32.368.618,39 | -15.851.449,20 | |||
| 10. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen | 8.067.699,00 | 15.480.688,00 | |||
| 11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | -24.300.919,39 | -370.761,20 | |||
| II. Nichtversicherungstechnische Rechnung | |||||
| 1. Erträge aus Kapitalanlagen | |||||
| a) Erträge aus Beteiligungen | 2.207,14 | 3.571,17 | |||
| davon: aus verbundenen Unternehmen | |||||
| 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €) | |||||
| b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | |||||
| davon: aus verbundenen Unternehmen | |||||
| 76.963,75 € (Vorjahr: 77.018,51 €) | |||||
| aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.682.054,71 | 1.730.923,17 | |||
| bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | 27.820.009,60 | 24.986.477,86 | |||
| 29.502.064,31 | 26.717.401,03 | ||||
| c) Erträge aus Zuschreibungen | 593.324,00 | 602.740,00 | |||
| d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 604.100,00 | 11.282.390,38 | |||
| e) Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen | 255.406,55 | 84.405,97 | |||
| 30.957.102,00 | 38.690.508,55 | ||||
| 2. Aufwendungen für Kapitalanlagen | |||||
| a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen | 3.114.559,74 | 2.583.640,53 | |||
| b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen | 20.428.889,31 | 10.597.957,07 | |||
| c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 164.140,00 | 247.836,25 | |||
| d) Aufwendungen aus Verlustübernahme | 0 | 0 | |||
| 23.707.589,05 | 13.429.433,85 | ||||
| 7.249.512,95 | 25.261.074,70 | ||||
| 3. Technischer Zinsertrag | -158.753,57 | -152.256,36 | |||
| 7.090.759,38 | 25.108.818,34 | ||||
| 4. Sonstige Erträge | 23.771.742,94 | 31.260.211,95 | |||
| 5. Sonstige Aufwendungen | 32.435.349,73 | 35.783.973,99 | |||
| -8.663.606,79 | -4.523.762,04 | ||||
| 6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | -25.873.766,80 | 20.214.295,10 | |||
| 7. Außerordentliche Erträge | 77.397,63 | 253.419,86 | |||
| 8. Außerordentliche Aufwendungen | 2.683.079,03 | 1.216.545,78 | |||
| 9. Außerordentliches Ergebnis | -2.605.681,40 | -963.125,92 | |||
| 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | |||||
| a) eigener Steueraufwand | 531.472,00 | 10.060.721,67 | |||
| b) Steueraufwand aus Ertrag der Organgesellschaften | -13.855,00 | 47.000,00 | |||
| c) davon ab: | -13.855,00 | 47.000,00 | |||
| an Organgesellschaften weitergegebene Umlagen aus Steuerverpflichtungen des Organkreises | |||||
| 531.472,00 | 10.060.721,67 | ||||
| 11. Sonstige Steuern | |||||
| a) eigener Steueraufwand | 0 | 66.385,31 | |||
| 531.472,00 | 10.127.106,98 | ||||
| 12. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne | 0 | 9.124.062,20 | |||
| 13. Jahresfehlbetrag/- überschuss | -29.010.920,20 | 0 |
Anhang
Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2011 wurde die Baloise Beteiligungs-Holding GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe, mit einer Bilanzsumme von 133 Mio. Euro, auf die Basler Securitas Versicherungs-Aktiengesellschaft, Bad Homburg v. d. Höhe, verschmolzen. Entsprechend ist eine Vergleichbarkeit des Jahresabschlusses mit dem Vorjahr nicht gegeben, da die Zahlen für das Vorjahr nur die Basler Securitas Versicherungs-Aktiengesellschaft, Bad Homburg v. d. Höhe, betreffen.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Vermögens- und Schuldposten wurden unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften sowie der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bilanziert.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert.
Von der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens nach § 248 Abs.2 Satz 1 HGB wird abgesehen.
Kapitalanlagen
Die Grundstücke wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen (aus Vorjahren), bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach linearer bzw. degressiver Methode vorgenommen.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Erforderliche außerplanmäßige Abschreibungen wurden vorgenommen.
Bei der Bewertung der Aktien, Investmentanteile und anderer nicht festverzinslicher Wertpapiere sowie der Inhaberschuldverschreibungen und anderer festverzinslicher Wertpapiere wurde das strenge Niederstwertprinzip angewendet. Sie wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsenkurs bilanziert. Das Wertaufholungsgebot wurde beachtet.
Die Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen sowie Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden gemäß der Neuregelung des § 341 c Abs. 3 HGB seit dem 01.01.2011 mit den Anschaffungskosten zu- oder abzüglich der kumulierten Amortisation der Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Bereits geleistete Tilgungsbeträge wurden entsprechend abgezogen. Die zum 31.12.2010 bestehenden Disagiobeträge wurden erfolgsneutral aufgelöst.
Namensschuldverschreibungen wurden mit dem Nennwert bilanziert. Agiobeträge wurden aktivisch abgegrenzt und laufzeitanteilig aufgelöst. Disagiobeträge wurden durch passive Rechnungsabgrenzung auf die Laufzeit verteilt.
Einlagen bei Kreditinstituten und Depotforderungen wurden in Höhe der Nominalforderung eingestellt.
Die Zeitwerte wurden wie folgt ermittelt:
Die Zeitwerte der Grundstücke wurden im Geschäftsjahr nach dem Ertragswertverfahren neu festgelegt.
Für die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen wurden die Anschaffungskosten bzw. das Eigenkapital angesetzt. Die Zeitwerte für die Aktien, Investmentanteile, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden mit dem Börsen- oder Marktpreis zum Bilanzstichtag angesetzt.
Die Zeitwerte der Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen wurden anhand der Barwert-Methode unter Heranziehung der Pfandbriefrendite zuzüglich eines marktgerechten laufzeitabhängigen Zinsaufschlags ermittelt.
Zur Ermittlung der Zeitwerte von Namensschuldverschreibungen und Schuldscheinforderungen wurde im Rahmen einer Einzelbewertungsmethode jedem Papier in Abhängigkeit vom Schuldner und der Laufzeit ein individueller marktgängiger Zinsaufschlag auf die Euro-Swapkurve zugeordnet.
Die Zeitwerte der übrigen Darlehen, der Einlagen bei Kreditinstituten und der Depotforderungen wurden mit den Nominalforderungen angesetzt.
Forderungen
Die Forderungen wurden zu Nennwerten bilanziert.
Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden um Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gekürzt. Die Berechnung der Pauschalwertberichtigung im Zentral- und Vertreterinkasso erfolgte unter Berücksichtigung der Altersgliederung aufgrund von Erfahrungswerten.
Sonstige Vermögensgegenstände
Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden im Geschäftsjahr 2008 und 2009 in einenm Sammelposten eingestellt und linear über 5 Jahre abgeschrieben. Ab 2010 werden die geringwertigen Wirtschaftsgüter im Jahr der Anschaffung wieder in voller Höhe abgeschrieben. Die anderen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel wurden mit ihren Nennwerten angesetzt.
Aktive und passive latente Steuern
Die Gesellschaft könnte aktive latente Steuern ausweisen. Sie macht von dem Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch.
Versicherungstechnische Rückstellungen
Die Errechnung der Bruttobeitragsüberträge aus dem selbst abgeschlossenen und aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft erfolgte zeitanteilig nach dem 1/360-System. Von diesen reinen Bruttobeitragsüberträgen wurden für alle Sparten im direkten Geschäft 85 Prozent bzw. im indirekten Geschäft 92,5 Prozent der voraus gezahlten Provisionen als äußere Kosten anteilig abgesetzt.
Die Anteile der Rückversicherer wurden entsprechend den Rückversicherungsbeiträgen spartenweise ermittelt. Die Berechnung erfolgte nach dem Verfahren, welches für die Bruttobeitragsüberträge angewendet wird.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle - außer Renten - bildeten wir für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft nach dem voraussichtlichen Aufwand des einzelnen Schadenfalles und im Beteiligungsgeschäft nach den Aufgaben der führenden Versicherer.
Für das selbst abgeschlossene Transportversicherungsgeschäft ist die versicherungstechnische Rückstellung aus dem Überschuss der gebuchten Beiträge über die Zahlungen der Versicherungsfälle und die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für im aktuellen Zeichnungsjahr beginnende Verträge gebildet worden. Für die folgenden drei Zeichnungsjahre wurden beitragsbezogene Schadenbedarfssätze angewandt. Zur Erfüllung derzeitiger und künftiger Verpflichtungen wurden die so ermittelten Beträge erforderlichenfalls aufgestockt. Für ältere Zeichnungsjahre erfolgte eine Einzelreservierung.
Die Bruttorückstellungen für das übernommene Versicherungsgeschäft wurden entsprechend den Aufgaben der Vorversicherer gebildet bzw. dort, wo Aufgaben der Vorversicherer fehlen, entsprechend dem bisherigen Durchschnittsschadenverlauf zuzüglich eines angemessenen Sicherheitszuschlages ermittelt.
Die Anteile der Rückversicherer an den Brutto-Schadenrückstellungen im selbst abgeschlossenen und im in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft sind den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend berücksichtigt worden.
Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen wurden abgesetzt.
Die Renten-Deckungsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Sterbetafeln DAV 2006 HUR der Deutschen Aktuarvereinigung mit einem Zinssatz von 3,25 Prozent, 2,75 Prozent bzw. 2,25 Prozent (je nach Rentenbeginn) berechnet.
Für am Bilanzstichtag noch nicht bekannte Schadenfälle stellten wir eine nach den Erfahrungen der Vorjahre ermittelte Spätschadenrückstellung für Geschäftsjahres- und Vorjahresschäden ein.
Die Ermittlung der Rückstellung für Schadenregulierungskosten erfolgte nach dem Erlass des Bundesministers der Finanzen vom 2. Februar 1973.
Bei der Rückstellung für Beitragsrückerstattung handelt es sich ausschließlich um eine erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft. Sie wurde in Abhängigkeit vom Verlauf der einzelnen Policen ermittelt.
Die Schwankungsrückstellung wurde gemäß § 341 h Absatz 1 HGB in Verbindung mit § 29 RechVersV und der Anlage zu § 29 RechVersV gebildet.
Die Berechnung der Großrisiken-Rückstellungen für die Produkthaftpflicht-Versicherung von Pharma-Risiken erfolgte gemäß § 341 h Absatz 2 HGB in Verbindung mit § 30 RechVersV.
Die Stornorückstellung wurde aufgrund von Erfahrungswerten der Vergangenheit ermittelt.
Die Rückstellung für Verkehrsopferhilfe wurde entsprechend der Aufgabe des Verein Verkehrsopferhilfe e.V. angesetzt.
Die Ermittlung der unverbrauchten Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen erfolgte aus den Tarifbeiträgen nach dem 1/360stel-System.
Aufgrund angefallener Schadenzahlungen für Sturm- und Überschwemmungsschäden wurde eine Rückstellung für Wiederauffüllungsbeiträge für das ausgehende Rückversicherungsgeschäft gebildet.
Die Rückstellungen für Prämienrückgewähr nach § 9 FBUB und § 8 AMBUB wurden mit dem voraussichtlichen Bedarf bilanziert.
Andere Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren - der Projekted-Unit-Credit-Methode (PUC) - in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB auf der Grundlage der Richtafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Neben den gegenwärtigen wurden auch künftige Entwicklungen, Trends und Fluktuationen berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgte mit dem von der Bundesbank vorgemäß der Rückstellungsverordnung (RückAbZinsVO) veröffentlichten Zinssatz der letzten sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs.2 Satz 2 HGB. Für die Bewertung wurde der von der Bundesbank vorgegebene Marktzinssatz verwendet.
Es wurden nachstehende versicherungsmathematische Parameter für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen verwendet:
| Pensionsalter | Feste Altersgrenze |
|---|---|
| Gehaltsdynamik | 1,5 % |
| Rentendynamik | 2,0 % |
| Zinssatz | 5,14 % |
Die Rückstellungen für Vorruhestandsleistungen, Altersteilzeit und Mitarbeiterjubiläen wurden unter Anwendung der Bilanzierungsgrundsätze für die Handelsbilanz und auf Basis der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Abzinsung erfolgte mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat November 2011 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der sich bei der angenommenen Restlaufzeit der jeweiligen Rückstellung ergibt. Der Rechnungszins beträgt für die Rückstellung für Vorruhestandsleistungen und Altersteilzeit 3,94% und für die Rückstellung für Mitarbeiterjubiläen 5,14%.
Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der deutschen Bundesbank im November 2011 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer Restlaufzeit von zwei Jahren ergibt, unter der Berücksichtigung der Nettomethode, abgezinst. Unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 3,94 Prozent ergab sich ein Effekt aus der Aufzinsung von 5,05 Mio. Euro.
Der Wertansatz der Steuerrückstellungen und der übrigen sonstigen Rückstellungen orientiert sich am voraussichtlichen Bedarf.
Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Fremdwährungsumrechnung
Die Umrechnung der auf fremde Währung lautenden Posten erfolgte zum Devisenkassamittelkurs.
Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung
Die Rentendeckungsrückstellungen wurden zum Barwert bilanziert. Die Brutto-Rentendeckungsrückstellungen wurden in den selbst abgeschlossenen HUK Versicherungen mit 2,25 Prozent auf den Durchschnittsbetrag verzinst.
Die an die Rückversicherer gezahlten Depotzinsen, soweit sie die einbehaltenen Sicherheiten für Anteile der Rückversicherer betreffen, wurden mit 0,625 Prozent bzw. 3,5 Prozent auf den Stand vom 31.12. des Vorjahres berechnet.
Erläuterungen zur Bilanz Aktiva
Entwicklung der Aktivposten A., B. I. bis B. III im Geschäftsjahr 2011
| in T€ | Bilanzwerte 31.12.2010 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| A. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| I. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| II. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.335 | 246 | 697 | 0 | ||
| III. Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| IV. Geleistete Anzahlungen | 491 | 397 | -697 | 0 | ||
| V. Summe A. | 2.826 | 643 | 0 | 0 | ||
| B. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 8.554 | 15 | 0 | 0 | ||
| B. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 10.577 | 8.491 | * | 0 | 8.491 | * |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| 3. Beteiligungen | 183 | 0 | 0 | 0 | ||
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| 5. Summe B. II. | 10.760 | 8.491 | 0 | 8.491 | ||
| B. III. Sonstige Kapitalanlagen | ||||||
| 1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 128.089 | 11.606 | 0 | 0 | ||
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 225.235 | 84.049 | ** | 0 | 82.346 | |
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 427 | 0 | 0 | 135 | ||
| 4. Sonstige Ausleihungen | ||||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 177.805 | 11.000 | 0 | 0 | ||
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 176.440 | 9.600 | -1 | 150 | ||
| c) übrige Ausleihungen | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 7.000 | 200 | 0 | 0 | ||
| 6. Andere Kapitalanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| 7. Summe B. III. | 714.996 | 116.455 | -1 | 82.631 | ||
| B. I. - B. III. Summe Kapitalanlagen | 734.310 | 124.961 | -1 | 91.122 | ||
| gesamt | 737.136 | 125.604 | -1 | 91.122 |
| in T€ | Zuschreibungen | Abschreibungen | Bilanzwerte 31.12.2011 | Zeitwerte 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|
| A. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| I. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0 | 0 | 0 | - |
| II. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 0 | 1.084 | 2.194 | - |
| III. Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 | 0 | - |
| IV. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 191 | - |
| V. Summe A. | 0 | 1.084 | 2.385 | - |
| B. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0 | 686 | 7.883 | 22.901 |
| B. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 10.577 | 10.577 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Beteiligungen | 0 | 147 | 36 | 36 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 5. Summe B. II. | 0 | 147 | 10.613 | 10.613 |
| B. III. Sonstige Kapitalanlagen | ||||
| 1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 0 | 14.841 | 124.854 | 124.854 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 593 | 4.755 | 222.776 | 229.774 |
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 0 | 0 | 292 | 323 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | ||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 0 | 0 | 188.805 | 203.043 |
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 0 | 0 | 185.889 | 205.629 |
| c) übrige Ausleihungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 0 | 0 | 7.200 | 7.200 |
| 6. Andere Kapitalanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 7. Summe B. III. | 593 | 19.596 | 729.816 | 770.823 |
| B. I. - B. III. Summe Kapitalanlagen | 593 | 20.429 | 748.312 | 804.337 |
| gesamt | 593 | 21.513 | 750.697 |
* Der Zugang an verbundenen Unternehmen betrifft die Beteiligungen aus der Verschmelzung mit der Baloise Beteiligungs-Holding GmbH. Der Abgang erfolgte zu Buchwerten.
** In den Zugängen ist ein im Rahmen der Verschmelzung mit der Baloise Beteiligungs-Holding GmbH zugegangenes Wertpapier in Höhe von 11.646 Tsd. Euro enthalten.
Der Bilanzwert der im Rahmen der Tätigkeit genutzten eigenen Grundstücke beträgt 5.040 Tsd. Euro.
Die Gesamtsumme der Abschreibungen auf Kapitalanlagen beträgt 20.429 Tsd. Euro, davon betreffen 147 Tsd. Euro außerplanmäßige Abschreibungen.
Die Umbuchung der Sonstigen Kapitalanlagen ergeben sich aus der Bewertungsänderung des § 341 c Abs.3 HGB.
B. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
| in € | Anteil am Kapital in Prozent |
Jahr | Eigenkapital | Ergebnis des Geschäftsjahres |
|---|---|---|---|---|
| Unmittelbarer Anteilsbesitz | ||||
| Avetas Versicherungs-AG, Bad Homburg v. d. Höhe | 100,00 | 2011 | 10.577.051,74 | 255.406,55 |
B. III. 1. A nteile an in- und ausländischen Investmentvermögen von mehr als dem zehnten Teil
| in € | Anlageziel | Marktwert 31.12.2011 | Zeitwertreserve 31.12.2011 | Ausschüttung 2011 |
|---|---|---|---|---|
| Spezialfonds | auf die Bedürfnisse des einzigen Investors Basler Securitas Versicherungs-AG ausgerichtet | |||
| BV-BNP-Universal-Fonds1 | Gemischter Spezialfonds mit Anlageschwerpunkten europäische Aktien und europäische Renten | 124.854.083,44 | 0,00 | 3.606.207,02 |
1 Die börsentägliche Rückgabe ist möglich
E. II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten
| in € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| davon: | ||
| Agio auf Namensschuldverschreibungen | 718,99 | 885,50 |
Passiva
A. I. Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 5.890.625 Aktien. Die Aktien der Gesellschaft sind Stückaktien ohne Nennbetrag und lauten auf den Namen.
A. II. Kapitalrücklage
Der Anfangsbestand der Kapitalrücklage betrug 76.500 Tsd. Euro (Vorjahr: 76.500 Tsd. Euro). Im Geschäftsjahr wurde der Verschmelzungsgewinn von 23.683 Tsd. Euro (Vorjahr 0 Tsd. Euro) zugeführt. Der Endbestand zum 31.12.2011 beträgt 100.183 Tsd. Euro (Vorjahr: 76.500 Tsd Euro).
B. Versicherungstechnische Rückstellungen insgesamt
| Versicherungstechnische Bruttorückstellungen insgesamt | davon: Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | |||
|---|---|---|---|---|
| in € | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||||
| Unfallversicherung | 37.063.596,50 | 37.416.010,06 | 34.485.394,00 | 35.034.277,00 |
| Haftpflichtversicherung | 207.206.620,00 | 192.818.345,00 | 170.628.094,00 | 148.728.295,00 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 155.156.273,12 | 151.518.254,14 | 153.284.491,00 | 149.825.805,00 |
| Sonstige Kraftfahrtversicherung | 25.068.841,47 | 26.181.547,39 | 13.352.100,00 | 12.130.101,00 |
| Feuer- und Sachversicherung | 139.270.802,00 | 141.461.401,09 | 88.055.369,00 | 91.048.272,00 |
| davon: | ||||
| Feuerversicherung | 25.208.044,00 | 30.419.934,00 | 15.531.284,00 | 17.909.224,00 |
| Verbundene Hausratversicherung | 14.269.435,00 | 14.992.514,34 | 5.444.280,00 | 6.455.890,00 |
| Verbundene Gebäudeversicherung | 49.595.374,00 | 45.647.168,86 | 31.249.845,00 | 30.884.157,00 |
| Sonstige Sachversicherung | 50.197.949,00 | 50.401.783,89 | 35.829.960,00 | 35.799.001,00 |
| Transport und Luftfahrt-Versicherung | 54.471.033,00 | 51.260.269,00 | 35.168.681,00 | 32.259.010,00 |
| Sonstige Versicherungen | 67.258.402,00 | 48.741.822,03 | 59.782.347,00 | 41.368.501,00 |
| gesamt | 685.495.568,09 | 649.397.648,71 | 554.756.476,00 | 510.394.261,00 |
| in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft | 5.972.416,11 | 4.749.141,03 | 5.386.336,11 | 4.736.033,33 |
| Versicherungsgeschäft gesamt | 691.467.984,20 | 654.146.789,74 | 560.142.812,11 | 515.130.294,33 |
| davon: Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen | ||
|---|---|---|
| in € | 2011 | 2010 |
| --- | --- | --- |
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | 0 | 0 |
| Haftpflichtversicherung | 27.458.087,00 | 35.355.676,00 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 0 | 0 |
| Sonstige Kraftfahrtversicherung | 10.147.186,00 | 12.505.335,00 |
| Feuer- und Sachversicherung | 15.059.710,00 | 14.034.105,00 |
| davon: | ||
| Feuerversicherung | 7.079.938,00 | 9.634.629,00 |
| Verbundene Hausratversicherung | 2.754.648,00 | 2.294.472,00 |
| Verbundene Gebäudeversicherung | 5.225.124,00 | 2.105.004,00 |
| Sonstige Sachversicherung | 0 | 0 |
| Transport und Luftfahrt-Versicherung | 17.550.689,00 | 16.950.259,00 |
| Sonstige Versicherungen | 1.634.183,00 | 1.658.259,00 |
| gesamt | 71.849.855,00 | 80.503.634,00 |
| in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft | 586.080,00 | 0 |
| Versicherungsgeschäft gesamt | 72.435.935,00 | 80.503.634,00 |
B. VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
| in € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Storno | 2.077.000,00 | 2.235.000,00 |
| Ruhende Kraftfahrt-Verträge | 1.403.361,04 | 1.254.332,70 |
| Wiederauffüllungsbeiträge Rückversicherung | 323.391,05 | 327.125,01 |
| Verkehrsopferhilfe | 217.801,00 | 177.806,00 |
| Prämienrückgewähr § 9 FBUB / § 8 AMBUB | 130.970,00 | 136.830,00 |
| Provisionen | 0,00 | 954.166,00 |
| gesamt | 4.152.523,09 | 5.085.259,71 |
C. I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Mit dem Übergang auf BilMoG zum 1. Januar 2010 ergab sich auf Grund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ein Unterschiedsbetrag von 5.399.833,00 Euro.
Die Gesellschaft wird diesen Betrag bis zum 31. Dezember 2024 entsprechend Art. 67 Abs. 1 EGHGB mit einem Fünfzehntel pro Jahr ansammeln, behält sich aber vor, jährlich höhere als diese Beträge der Rückstellung zuzuführen.
Der Mindestzuführungsbetrag beträgt pro Jahr 359.989,00 Euro; im Berichtsjahr führte die Gesellschaft diesen Betrag zu. Der am 31.12.2011 verbleibende Unterschiedsbetrag zur Auffüllung der Pensionsrückstellung beziffert sich damit auf 4.679.855,00 Euro.
Die Verpflichtung aus Pensionszusagen durch Gehaltsverzicht (PZG) wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Rückdeckungsversicherung in Höhe von 1.471.927,00 Euro verrechnet. Für diese Verrechnung wurden Erträge in Höhe von 56.205,00 Euro und Aufwendungen in Höhe von 60.363,00 Euro saldiert.
Eine Rückstellung für eine bestehende Pensionszusage wurde mit der verpfändeten Rückdeckungsversicherung verrechnet. Der Ausweis des Unterschiedsbetrages in Höhe von 833.827,85 Euro erfolgt in der Bilanzposition „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.
C. III . Sonstige Rückstellungen
| in € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Ungewisse Verpflichtungen | 8.862.000,00 | 10.000.000,00 |
| Tantiemen/Gratifikationen und Abschlussvergütungen | 4.224.000,00 | 5.030.700,00 |
| Jubiläumsleistungen | 3.820.864,00 | 3.738.352,00 |
| Erfolgsabhängige Bezüge Agenten | 3.199.700,00 | 2.972.950,00 |
| Vorruhestandsverpflichtungen | 2.834.610,00 | 3.163.811,00 |
| Altersteilzeitverpflichtungen | 2.413.208,00 | 2.976.672,00 |
| Sonstige Personalaufwendungen | 1.983.450,00 | 2.026.496,00 |
| Urlaubsverpflichtungen | 1.220.900,00 | 1.047.100,00 |
| Ausstehende Rechnungen | 1.144.064,00 | 1.297.740,00 |
| Provisionen | 941.700,00 | 0,00 |
| Aufbewahrungskosten | 416.000,00 | 416.000,00 |
| Wettbewerbe | 295.300,00 | 303.000,00 |
| Verwaltungsberufsgenossenschaftsbeiträge | 295.000,00 | 295.000,00 |
| Prüfungs- und Beratungskosten | 260.400,00 | 249.300,00 |
| Ausgleichsansprüche | 256.667,00 | 473.000,00 |
| Beiträge Industrie- und Handelskammer | 188.350,40 | 157.000,00 |
| Jahresabschlusskosten | 164.000,00 | 156.000,00 |
| übrige | 979.787,00 | 844.237,55 |
| gesamt | 33.500.000,40 | 35.147.358,55 |
Verbindlichkeitenspiegel
| 31.12.2011 Restlaufzeit | 31.12.2010 Restlaufzeit | |||
|---|---|---|---|---|
| in € | bis 1 Jahr | über 5 Jahre | bis 1 Jahr | über 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| D. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | 740.618,48 | 0,00 | 696.507,74 | 0,00 |
| E. Andere Verbindlichkeiten | ||||
| I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft | 32.786.827,56 | 0,00 | 31.551.132,15 | 0,00 |
| II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft | 4.736.945,82 | 0,00 | 3.555.635,39 | 0,00 |
| IV. Sonstige Verbindlichkeiten | 16.993.846,59 | 0,00 | 15.665.670,57 | 0,00 |
| gesamt | 55.258.238,45 | 0,00 | 51.468.945,85 | 0,00 |
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.
F. Rechnungsabgrenzungsposten
| in € | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| davon: | ||
| Disagio Namensschuldverschreibungen | 459,36 | 1.515,09 |
| Disagio Schuldscheinforderungen und Darlehen | 0,00 | 490,42 |
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
I. Versicherungstechnische Rechnung
| Gebuchte Bruttobeiträge aus größtenteils inländischen Versicherungsgeschäften | Verdiente Bruttobeiträge | |||
|---|---|---|---|---|
| in € | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||||
| Unfallversicherung | 24.051.490,11 | 24.963.691,84 | 23.851.872,11 | 24.611.945,84 |
| Haftpflichtversicherung | 66.697.382,11 | 63.454.109,17 | 66.255.740,11 | 63.498.425,17 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 58.006.424,13 | 56.872.981,48 | 57.916.260,13 | 56.863.979,48 |
| Sonstige Kraftfahrtversicherung | 51.681.670,59 | 51.207.356,66 | 51.608.869,59 | 51.198.024,66 |
| Feuer- und Sachversicherung | 174.196.215,40 | 171.985.785,42 | 174.097.750,40 | 171.587.573,42 |
| davon: | ||||
| Feuerversicherung | 17.162.247,88 | 17.210.813,32 | 17.276.173,88 | 17.109.257,32 |
| Verbundene Hausratversicherung | 29.370.221,55 | 29.614.810,81 | 29.529.113,55 | 29.385.798,81 |
| Verbundene Gebäudeversicherung | 63.767.332,47 | 61.295.010,45 | 63.262.740,47 | 61.308.541,45 |
| Sonstige Sachversicherung | 63.896.413,50 | 63.865.150,84 | 64.029.722,50 | 63.783.975,84 |
| Transport und Luftfahrt-Versicherung | 57.110.923,83 | 50.931.743,63 | 57.110.927,83 | 50.931.777,63 |
| Sonstige Versicherungen | 49.586.060,44 | 48.105.080,39 | 49.460.766,44 | 47.941.150,39 |
| gesamt | 481.330.166,61 | 467.520.748,59 | 480.302.186,61 | 466.632.876,59 |
| in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft | 2.462.494,47 | 1.251.284,45 | 2.475.602,17 | 1.249.847,51 |
| Versicherungsgeschäft gesamt | 483.792.661,08 | 468.772.033,04 | 482.777.788,78 | 467.882.724,10 |
| Verdiente Nettobeiträge | ||
|---|---|---|
| in € | 2011 | 2010 |
| --- | --- | --- |
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | 23.617.289,71 | 24.330.042,02 |
| Haftpflichtversicherung | 59.406.227,92 | 57.865.029,53 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 54.277.518,77 | 52.842.880,67 |
| Sonstige Kraftfahrtversicherung | 50.264.669,59 | 49.694.024,66 |
| Feuer- und Sachversicherung | 157.567.352,15 | 157.595.317,72 |
| davon: | ||
| Feuerversicherung | 14.737.965,72 | 15.075.914,69 |
| Verbundene Hausratversicherung | 27.060.404,84 | 27.449.147,32 |
| Verbundene Gebäudeversicherung | 56.945.850,83 | 56.051.685,80 |
| Sonstige Sachversicherung | 58.823.130,76 | 59.018.569,91 |
| Transport und Luftfahrt-Versicherung | 47.630.599,62 | 43.299.893,16 |
| Sonstige Versicherungen | 46.935.116,06 | 44.740.680,99 |
| gesamt | 439.698.773,82 | 430.367.868,75 |
| in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft | 1.766.577,54 | 732.426,42 |
| Versicherungsgeschäft gesamt | 441.465.351,36 | 431.100.295,17 |
| Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle | Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb | |||
|---|---|---|---|---|
| in € | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||||
| Unfallversicherung | 8.206.645,31 | 7.531.709,22 | 8.782.488,37 | 9.278.569,07 |
| Haftpflichtversicherung | 48.912.405,33 | 24.538.862,19 | 24.575.112,56 | 23.874.509,05 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 54.902.445,56 | 54.008.018,73 | 11.714.338,07 | 11.742.260,51 |
| Sonstige Kraftfahrtversicherung | 45.192.584,52 | 44.441.997,79 | 10.448.989,77 | 10.631.200,08 |
| Feuer- und Sachversicherung | 106.714.211,55 | 120.156.962,36 | 61.711.053,97 | 61.978.173,68 |
| davon: | ||||
| Feuerversicherung | 9.804.318,76 | 15.823.602,33 | 6.210.788,33 | 6.463.708,68 |
| Verbundene Hausratversicherung | 12.637.819,80 | 13.997.632,21 | 11.687.781,05 | 11.958.501,07 |
| Verbundene Gebäudeversicherung | 47.434.162,90 | 55.835.175,76 | 21.775.680,73 | 21.361.194,06 |
| Sonstige Sachversicherung | 36.837.910,09 | 34.500.552,06 | 22.036.803,86 | 22.194.769,87 |
| Transport und Luftfahrt-Versicherung | 35.471.551,08 | 32.837.379,21 | 15.981.864,24 | 14.654.124,95 |
| Sonstige Versicherungen | 47.056.007,77 | 34.394.765,35 | 15.012.564,93 | 14.800.919,99 |
| gesamt | 346.455.851,12 | 317.909.694,85 | 148.226.411,91 | 146.959.757,33 |
| in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft | 45.023,65 | -192.184,87 | 446.721,80 | 189.913,04 |
| Versicherungsgeschäft gesamt | 346.500.874,77 | 317.717.509,98 | 148.673.133,71 | 147.149.670,37 |
| davon in € |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Abschlussaufwendungen | 18.558.281,38 | 19.767.167,45 |
| Verwaltungsaufwendungen | 130.114.852,33 | 127.382.502,92 |
| gesamt | 148.673.133,71 | 147.149.670,37 |
| Rückversicherungssaldo (+ = Aufwand / - = Ertrag) | Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung (- = Aufwand / + = Ertrag) | |||
|---|---|---|---|---|
| in € | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||||
| Unfallversicherung | -29.929,25 | -241.989,88 | 7.022.659,84 | 8.168.567,51 |
| Haftpflichtversicherung | 1.492.403,79 | 3.892.239,88 | -818.292,24 | 5.540.068,99 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 1.408.028,16 | 4.239.566,86 | -10.333.378,16 | -8.938.746,97 |
| Sonstige Kraftfahrtversicherung | 394.754,31 | 1.392.969,38 | -2.413.300,49 | -1.855.999,52 |
| Feuer- und Sachversicherung | 12.127.582,82 | -310.102,92 | -11.398.804,04 | -3.080.905,70 |
| davon: | ||||
| Feuerversicherung | 3.014.350,47 | -6.079.572,62 | -681.568,10 | 1.408.617,65 |
| Verbundene Hausratversicherung | 2.399.525,51 | 1.850.657,43 | 1.638.698,19 | 919.953,54 |
| Verbundene Gebäudeversicherung | 3.813.546,75 | 746.465,02 | -14.481.121,83 | -13.319.897,50 |
| Sonstige Sachversicherung | 2.900.160,09 | 3.172.347,25 | 2.125.187,70 | 7.910.420,61 |
| Transport und Luftfahrt-Versicherung | 5.536.675,99 | 4.609.815,54 | -2.094.239,21 | -1.609.370,99 |
| Sonstige Versicherungen | -7.900.780,55 | -1.123.824,17 | -4.966.459,72 | 1.030.012,88 |
| gesamt | 13.028.735,27 | 12.458.674,69 | -25.001.814,02 | -746.373,80 |
| in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft | 693.504,22 | 883.455,86 | 700.894,63 | 375.612,60 |
| Versicherungsgeschäft gesamt | 13.722.239,49 | 13.342.130,55 | -24.300.919,39 | -370.761,20 |
Abwicklungsergebnis der aus dem Vorjahr übernommenen Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungs- fälle für eigene Rechnung
Das positive Abwicklungsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Die Abwicklungsgewinne sind hauptsächlich in den Sparten Feuer- und Sachversicherung, Transportversicherung, Unfallversicherung und Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung entstanden.
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
II. 4. Sonstige Erträge
Es wurden im Geschäftsjahr 15.537,56 Euro Erträge aus der Währungsumrechnung ausgewiesen.
II. 5. Sonstige Aufwendungen
Es wurden im Geschäftsjahr 9.926,28 Euro Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ausgewiesen.
II. 9. Außerordentliches Ergebnis
Die mit dem Übergang auf BilMoG zum 1. Januar 2010 entstandenen Umstellungsaufwendungen aus der Neubewertungen der Pensionsrückstellungen und entsprechende von anderen Vertragspartnern weiterbelastete Aufwendungen in Höhe von 397.837,00 Euro wurden als außerordentliche Aufwendungen ausgewiesen.
Gleichzeitig wird der unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise an andere Vertragspartner weiterbelastete Anteil in Höhe von 77.397,00 Euro unter außerordentliche Erträge gezeigt.
Im Rahmen der Umstrukturierung der Basler Gruppe Deutschland sind Kosten in Höhe von 2.285.241,00 Euro angefallen, die nicht das operative Geschäft betreffen.
II. 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Der Steueraufwand entfällt allein auf Nachzahlungen für Vorjahre.
Sonstige Angaben
Anzahl der einjährigen Versicherungsverträge des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts
| in Stück | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | 131.672 | 136.398 |
| Haftpflichtversicherung | 258.983 | 264.263 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 237.229 | 240.006 |
| Sonstige Kraftfahrtversicherung | 202.466 | 203.943 |
| Feuer- und Sachversicherung | 624.984 | 637.395 |
| davon: | ||
| Feuerversicherung | 46.622 | 47.836 |
| Verbundene Hausratversicherung | 204.552 | 211.687 |
| Verbundene Gebäudeversicherung | 159.969 | 162.373 |
| Sonstige Sachversicherung | 213.841 | 215.499 |
| Transport und Luftfahrt-Versicherung | 3.349 | 3.282 |
| Sonstige Versicherungen | 32.257 | 29.694 |
| gesamt | 1.490.940 | 1.514.981 |
Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
| in T€ | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| 1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft | 88.921 | 85.509 |
| 2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB | 8.556 | 9.221 |
| 3. Löhne und Gehälter | 51.708 | 50.555 |
| 4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | 9.573 | 9.730 |
| 5. Aufwendungen für Altersversorgung | 3.230 | 2.921 |
| gesamt | 161.988 | 157.936 |
Mitarbeiter
Im Geschäftsjahr wurden bei den Basler Versicherungen im Rahmen von Mehrfacharbeitsverträgen durchschnittlich 1.143 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Innendienst und 116 im angestellten Außendienst beschäftigt.
Bezüge
Die Bezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2011 betrugen 10.000,00 Euro.
Die Vorstandsmitglieder sind für die Basler Securitas Versicherungs-Aktiengesellschaft, die Basler Versicherung AG Direktion für Deutschland, die Basler Leben AG Direktion für Deutschland sowie für die Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG und die Deutscher Ring Sachversicherungs-AG tätig. Für ihre Tätigkeit bei der Basler Securitas Versicherungs-Aktiengesellschaft erhielten sie 720.266,84 Euro.
Die Leistungen an pensionierte Vorstandsmitglieder und die Hinterbliebenenbezüge früherer Vorstandsmitglieder betrugen insgesamt 641.637,00 Euro. Zum Bilanzstichtag wurden für diesen Personenkreis Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften in Höhe von 8.517.294,00 Euro gebildet.
Organe
Die Mitglieder von Aufsichtsrat und Vorstand werden auf den Seiten 4 bzw. 5 genannt.
Konzernzugehörigkeit
Die BASLER Versicherung Beteiligungen B.V. & Co. KG, Hamburg, hat uns nach § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr 100 Prozent der Anteile gehören.
Mutterunternehmen im Sinne von § 285 Nr. 14 HGB ist die Bâloise Holding AG, Basel, Schweiz, die einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen aufstellt. Beide Unternehmen werden nach § 292 HGB in den Konzernabschluss der Bâloise Holding AG, Basel, Schweiz, mit einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und ist erhältlich bei der Bâloise Holding AG, Aeschengraben 21, CH - 4002 Basel.
Honorar des Abschlussprüfers
Das im Aufwand des Geschäftsjahres enthaltene Honorar des Abschlussprüfers wird im Konzernabschluss unseres Mutterunternehmens, der Bâloise Holding AG, Basel, Schweiz, offengelegt.
Zeitversetzte Buchungen
Das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wurde in Höhe von 0,23 Mio. Euro um ein Jahr zeitversetzt erfasst. Das über Inlandsagenturen gezeichnete selbst abgeschlossene Transportversicherungsgeschäft in Höhe von 5,90 Mio. Euro wurde um ein Quartal zeitversetzt gebucht. Die zeitversetzten Buchungen erfolgten aufgrund der nicht rechtzeitig vorliegenden Abrechnungen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Als Mitglied des Vereins „Verkehrsopferhilfe e.V.“ sind wir verpflichtet, dem Verein die für die Durchführung des Vereinszwecks erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen. Unser Anteil wird in dem Verhältnis unserer Beitragseinnahmen des vorletzten Kalenderjahres aus dem selbst abgeschlossenen Geschäft der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung zu den entsprechenden Beitragseinnahmen sämtlicher Mitgliedsunternehmen bemessen.
Aus zwei- und mehrjährigen Leasing- und Mietverträgen sowie Wartungs- und Dienstleistungsverträgen bestehen Verpflichtungen von insgesamt 25,08 Mio. Euro, davon gegenüber verbundenen Unternehmen von 20,56 Mio. Euro. Von diesen Verpflichtungen entfallen auf 2012 6,31 Mio. Euro, auf 2013 -2016 15,80 Mio. Euro und auf Jahre ab 2017 2,97 Mio. Euro. Vorteile aus diesen Verträgen ergeben sich nicht. Risiken daraus sind nicht ersichtlich.
Aufgrund der EU-Vermittlerrichtlinie verpflichtet sich unsere Gesellschaft, für Versicherungsvermittler, die ihre Vermittlungstätigkeit im Auftrage unserer Gesellschaft ausüben, die unbeschränkte Haftung aus der Vermittlertätigkeit gegenüber Kunden zu übernehmen.
Ergebnisverwendung
Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag von 29.010.920,20 €.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Jahresfehlbetrag von 29.010.920,20 € mit der Kapitalrücklage zu verrechnen.
Bad Homburg v. d. Höhe, den 03. Februar 2012
Der Vorstand
Dr. Frank Grund
Clemens Fuchs
Axel Obermayr
Dr. Alexander Tourneau
Dr. Christoph Wetzel
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Basler Securitas Versicherungs-Aktiengesellschaft, Bad Homburg v. d. Höhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 16. Februar 2012
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Werner Hölzl, Wirtschaftsprüfer
André Bödeker, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrates
Sehr geehrte Damen und Herren,
während des Geschäftsjahres 2011 hat der Aufsichtsrat der Basler Securitas Versicherungs-AG die Geschäftsführung des Vorstands laufend überwacht und beratend begleitet. Wir haben uns hierzu umfassend über die Geschäftsentwicklung und die Lage der Gesellschaft informiert. Dabei haben wir uns regelmäßig durch mündliche und schriftliche Berichte des Vorstands unterrichten lassen.
In vier Aufsichtsratssitzungen haben wir neben den Berichten zum Geschäftsverlauf 2011 sowie den Planungen für 2012 unter anderem die strategische Ausrichtung der Gesellschaft erörtert. Im Mittelpunkt der Beratungen des Aufsichtsrates standen ferner strukturelle Maßnahmen, mit denen Effizienzsteigerungen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft vorangetrieben werden.
Die nach der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat bestehenden Ausschüsse haben - soweit erforderlich - die ihnen zugewiesenen Aufgaben im Geschäftsjahr 2011 wahrgenommen.
Die PriceWaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, die vom Aufsichtsrat als Abschlussprüfer bestellt wurde, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht für die Gesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Nach unserer eigenen Überprüfung haben wir diese Unterlagen sowie die Berichte des Abschlussprüfers in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates, an der auch der Abschlussprüfer teilgenommen hat, abschließend erörtert. Wir hatten keine Einwendungen zu erheben. Insbesondere sind uns keine Risiken bekannt geworden, denen im Jahresabschluss nicht ausreichend Rechnung getragen worden ist.
Wir billigen den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011, der damit festgestellt ist.
Im Aufsichtsrat hat es Änderungen gegeben. Auf Seiten der Anteilseigner ist Herr Christoph Thoma zum 11. Mai 2011 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Dafür ist in der außerordentlichen Hauptversammlung am 24. Mai 2011 Frau Dr. Martina Wittibschlager in den Aufsichtsrat gewählt worden.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die geleistete Arbeit und den tatkräftigen Einsatz.
Hamburg, den 13. März 2012
Für den Aufsichtsrat der Basler Securitas Versicherungs-Aktiengesellschaft
Jan De Meulder , Vorsitzender
Impressum
Herausgeber
Basler Versicherungen
Basler Straße 4
61345 Bad Homburg v. d. Höhe
Tel. 06172 - 125 220
www.basler.de
Koordination und Redaktion
Unternehmenskommunikation
Bad Homburg v. d. Höhe
Satz
Inhouse produziert mit FIRE.sys
März 2012