Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Baader Bank AG Annual Report 2011

May 8, 2012

4539_10-k_2012-05-08_d296ac1b-6e82-48db-b41c-189c6f39226d.pdf

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Konzernbericht der Baader Bank Aktiengesellschaft über das Geschäftsjahr 2011

Kennzahlenübersicht

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2011 2010 Veränderung in %
Zinsergebnis Mio. € 5,88 4,87 20,7
Provisionsergebnis Mio. € 31,22 34,57 – 9,7
Handelsergebnis Mio. € 46,27 63,61 – 27,3
Verwaltungsaufwand Mio. € 89,76 88,68 1,2
Jahresergebnis Mio. € 0,66 – 35,77 > – 100
EPS 0,01 – 0,79 > – 100
Konzern-Bilanz
Eigenkapital Mio. € 105,03 110,32 – 4,8
Bilanzsumme Mio. € 535,82 623,7 – 14,1
Kennzahlen des Geschäfts
Mitarbeiter (zum 31.12.) 414 389 6,4
Orderbücher (zum 31.12.) Stück 589.179 380.705 54,8
Baader Bank Aktienkurs
Eröffnungskurs (03.01.) 3,07 3,27 – 6,1
Höchster Kurs 3,45 3,83 – 9,9
Niedrigster Kurs 1,65 3,01 – 45,2
Schlusskurs (30.12.) 1,73 3,08 – 43,8
Marktkapitalisierung (30.12.) Mio. € 79,42 141,4 – 43,8
Aktienumsatz (Tagesdurchschnitt) Stück 4.038 9.009 – 55,2
4
1. Geschäft und Rahmenbedingungen 4
2. Ertragslage 6
3. Vermögenslage 6
4. Finanzlage 8
5. Nachtragsbericht 8
6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 8
7. Risikobericht 8
8. Prognosebericht 12
Bericht des Aufsichtsrats 14
Konzern-Jahresabschluss 16
Konzern-Bilanz 18
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 20
Konzern-Eigenkapitalspiegel 22
Konzern-Kapitalflussrechnung 24
Anhang 26
Bestätigungsvermerk
des Abschlussprüfers 39
Impressum 40
Konzern-Lagebericht

Konzern-Lagebericht

1 Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1 Geschäftstätigkeit

Der Baader Konzern sieht sich im Handel mit Finanzinstrumenten als einer der führenden Dienstleister in Deutschland. Seinen Kunden bietet der Baader Konzern langjährige Expertise und höchste Qualität in der Preisstellung, dem Handel und der Abwicklung von Finanzinstrumenten auf den Finanzmärkten der Welt. Mittelständische Unternehmen berät und begleitet die Baader Bank AG bei Kapitalmaßnahmen, Börsengängen und der Emission von Unternehmensanleihen. In seiner Rolle als Corporate Broker erstellt das Institut Equity Research und agiert als Designated Sponsor und Market Maker. Ergänzt wird das Produkt- und Dienstleistungsportfolio der Baader Bank AG um die Vermittlung von variabel- und festverzinslichen Wertpapieren, Namenstiteln sowie Schuldscheindarlehen sowie um die Verwaltung von Kundengeldern in Optionsstrategien. Damit kann der Baader Konzern ein umfassendes Produkt- und Dienstleistungsportfolio am Finanzund Kapitalmarkt anbieten.

1.2 Der Markt – 2011 im Zeichen der Staatsschuldenkrise

Die Wertentwicklung der Anlageklassen im Jahr 2011 zeigte sich von der Staatsschuldenkrise in der westlichen Welt inklusive Japans, hauptsächlich aber durch die politische Krise in Euroland, geprägt. In der Konsequenz avancierten die defensiven Anlageklassen zu den klaren Gewinnern. In Euro betrachtet sind hier insbesondere Gold und Öl zu nennen, die gemeinsam mit deutschen Staatsanleihen von ihrer Funktion als sicherer Hafen profitierten. Dies nutzte als einzigem Aktienmarkt den USA. Im Gegensatz dazu wurden die übrigen Aktienmärkte als risikobehaftete Anlageklasse abgestraft.

Die Schwellenländer konnten ebenfalls nicht überzeugen. Inflationsüberhitzungen verbunden mit Zinserhöhungen ließen ihre Indizes deutlich nachgeben.

Neben der Schuldenmisere Griechenlands stand die wirtschaftliche Lage weiterer Euro-Staaten im Zentrum der Diskussion. Davon blieben auch deutsche Aktien nicht verschont, die sich aufgrund ihrer starken Konjunktursensitivität und Exportstärke mit erhöhten Wirtschaftsrisiken konfrontiert sahen. Der DAX, der im Mai ein Hoch von 7.600 erreichte und sich im internationalen Vergleich überdurchschnittlich entwickelte, konnte sich der Krise letztlich doch nicht entziehen. Er fiel in den Sommermonaten deutlich zurück und beendete das Jahr unter 5.900 Punkten. Das bedeutete einen Verlust von rund 14%, nachdem er in 2010 noch um rund 16% zugelegt hatte.

Auch der Euro wurde von der Krise belastet. Kurz vor Jahresultimo sank sein Kurs auf rund 1,2850 USD und erreichte damit den niedrigsten Stand seit September 2010. Die US-Währung, die gegen den Euro im Jahr 2011 um 3,4% stieg, profitierte von ihrem Safe-Haven-Status, obwohl auch der US-Staatshaushalt alles andere als solide gilt. In noch stärkerem Maße trifft dies aber für den japanischen Yen zu, einem der Hauptprofiteure der großen Währungen. Gegenüber dem Euro stieg dieser um 8,4%.

Deutsche Bundesanleihen bescherten den Anlegern beeindruckende Kursgewinne. Der Bund-Future schloss bei 138,96 Punkten und war damit nicht mehr weit von seinem Allzeithoch bei 139,58 entfernt. Die Staatsschuldenkrise trieb die Investoren in sichere Papiere des deutschen Staates. Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit markierten im September mit einer Rendite von knapp unter 1,70% ein Rekordtief. In der Euro-Peripherie konnte eine umgekehrte Entwicklung beobachtet werden. Die Schuldenkrise setzte die Kurse der Staatspapiere der schwachen Länder des Euroraums kräftig unter Druck. Die Länder Italien, Spanien, Portugal, Irland und natürlich Griechenland mussten Rekordzinsen für ihre Anleihen zahlen.

Die Rohstoffmärkte konnten mit einer nur durchschnittlichen Entwicklung nicht an das gute Jahr 2010 anknüpfen. Deutliche Gewinne erzielten jedoch Öl und Edelmetalle, die mittlerweile auch als sichere Anlagehäfen gelten. So ließ sich mit Gold auf Jahressicht eine Rendite von 14% erzielen. Zwischenzeitlich markierte Gold sogar einen Höchststand bei 1.375 EUR, was einer Performance von 29% gegenüber Jahresbeginn entsprach. Die Mehrzahl der landwirtschaftlichen Rohstoffe und Industriemetalle gab dagegen kräftig nach.

1.3 Die Marktposition der Baader Bank AG

Stellung im Investmentbanking weiter ausgebaut

Auch 2011 befand sich das Investmentbanking in Deutschland im Umbruch. Zahlreiche Teilnehmer verließen den Markt oder kündigten ihren Rückzug an. Am Bankenstandort München war diese Strukturveränderung in besonderem Maße zu beobachten. Auch hier verabschiedeten sich immer mehr Kreditinstitute im Zuge von Übernahmen und Fusionen aus diesem wichtigen Bereich. Einige haben die entsprechenden Abteilungen verkleinert, andere haben sie ganz geschlossen. Nach Einschätzung läuft dieserTrend den Markterfordernissen zuwider. Die Unternehmensfinanzierung über den Kapitalmarkt gewinnt als Alternative zum klassischen Kredit zunehmend an Bedeutung. Für die Baader Bank ergibt sich daraus eine strategische Option, die sie durch den weiteren Ausbau des Investmentbankings genutzt hat.

Als spezialisierte Vollbank mit über 400 Mitarbeitern und beinahe 30 Jahren Erfahrung im Handel mit Finanzinstrumenten besitzt die Baader Bank die dafür notwendige Expertise. Damit kann sie ihren Kunden ein umfassendes Leistungsangebot in der Kapitalmarktfinanzierung und dem Kommissionshandel anbieten. 2011 stand hierbei gänzlich im Zeichen eines weiteren Ausbaus dieses strategischen Geschäftsfeldes. Die gesamte Wertschöpfungskette wurde mit insgesamt 45 Mitarbeitern verstärkt. Dabei handelt es sich zum überwiegenden Teil um Spezialisten, die in vergleichbarer Position im Investmentbanking bei europäischen Großbanken beschäftigt waren und durchschnittlich weit über zehn Jahre Erfahrung in den jeweiligen Geschäftsfeldern vorweisen können.

Um die Ertragsquellen aus dem Investmentbanking zu diversifizieren, wurde das bisherige Angebot der Eigenkapitallösungen um Fremdkapitallösungen und eine unabhängige Finanzierungsberatung ergänzt. Hinzu kamen eine komplette institutionelle Distributionsplattform mit den Bereichen Equity und Derivative Sales sowie SalesTrading. Damit hat die Baader Bank eine weitere Einnahmequelle über den Sekundärmarkt erschlossen.

Diese Schritte ermöglichen es, die gesamte Wertschöpfungskette zwischen Kapitalgeber (Investor) und Kapitalnehmer (Unternehmen) anbieten zu können. Der überwiegende Teil der Erträge wird dabei in der sogenannten Agency Funktion generiert. Damit begrenzt die Bank ihr Markt- und Ausfallrisiko, da sie beiTransaktionen sowohl im Primär- als auch im Sekundärmarkt keine eigenen Risikopositionen eingeht. Die Tatsache, dass das Geschäftsfeld Investmentbanking bereits im ersten Jahr operativ profitabel war, bestätigt die Bank in ihrem Schritt und zeigt, dass der Bedarf im Markt für einen Investment-Spezialisten besteht.

Vervollständigt wurde dieser Geschäftsbereich in 2011 von einem Team renommierter und erfahrener Analysten. Ihr Fokus liegt auf deutschen und österreichischen Werten. Die regionale Nähe zu weiten Teilen Österreichs ist ebenso von Vorteil wie die Schnittmenge an Kultur und Wertvorstellungen von Bayern und Österreich.

Neben Aussagen zur Marktstrategie werden vom Research der Baader Bank gegenwärtig insbesondere die Sektoren Bau und Bauzulieferer, Nahrungsmittel und Handel, Immobilien, Industriegüter und Service, Maschinenbau sowie Versorger abgedeckt. Die hohe Kompetenz der Analysten belegen nicht zuletzt zahlreiche Team- und Einzelauszeichnungen in den letzten Jahren.

Allein im vergangenen Jahr hat das Institut mit 15 durchgeführten Kapitalmaßnahmen nach Anzahl der Transaktionen den Rang 2 im Markt für deutsche Eigenkapitaltransaktionen erreicht. Das zugerechnete Transaktionsvolumen belief sich auf mehr als 100 Mio. EUR. Inzwischen kann die Baader Bank so auf mehr als 160 erfolgreiche Transaktionen zurückblicken.

Wandel der Börsen mitgestaltet

In der Funktion als Market Maker (Skontroführer oder Spezialist) an den Börsenplätzen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München und Stuttgart hat die Baader Bank ihre führende Position in 2011 festigen können. Gemeinsam mit den jeweiligen Börsenbetreibern wurde kontinuierlich an der Weiterentwicklung und Attraktivität der bestehenden Marktmodelle und der technischen Infrastruktur gearbeitet.

Die wichtigste Änderung dieses Jahres im Bereich der Skontroführung war der Wechsel des bisherigen Präsenzhandels an der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) in ein von Spezialisten gestütztes, vollelektronisches Handelsmodell. Im Zuge dessen wurde auch die technische Infrastruktur den neuen Gegebenheiten angepasst und am Börsenplatz Frankfurt das Börsenhandelssystem Xontro durch Xetra abgelöst. Die bisherige Courtage wurde durch ein von der Deutschen Börse zu entrichtenden Spezialisten-Entgelt ersetzt.

Die FWB hat im abgelaufenen Jahr leicht Marktanteile eingebüßt. Als stärkster Wettbewerber entwickelte sich im Handel mit Aktien die in Berlin ansässige Börse Tradegate Exchange. Die an diesem Börsenplatz praktizierte Null-Gebühren-Politik sorgte für eine vorrangige Berücksichtigung in den Best-Execution-Policies vieler Banken.

Der Wegfall der Courtage, verbunden mit den weiter rückläufigen Handelsvolumina hat zu einer weiteren Konsolidierung unter den Spezialisten geführt. So sind von vormals 21 Skontroführern zum Jahreswechsel nur noch 14 als Spezialist tätig. Eine weitere Konzentration auf wenige große Häuser scheint unvermeidlich.

Auch im vergangenen Jahr war die Baader Bank in der Konsolidierung der Skontroführer aktiv. Mit dem Erwerb der Skontren der Firmen Bid & Ask, Mercurius sowie Hordorff wurde das bestehende Skontrenportfolio um weitere ertragsstarke Werte ergänzt.

Für den Rentenhandel kann man das Jahr 2011 sowohl im Vermittlungsgeschäft wie in der Skontroführung als schwierig bezeichnen. Mit einer neuen Struktur ist es dem Bereich gelungen, den erschwerten Bedingungen am Rentenmarkt entgegenzutreten. So ist das Renten-Vermittlungsgeschäft jetzt aufgeteilt in drei Produktbereiche (Eurobonds, Government Bonds, Jumbos) und einen Kundenbereich (Fixed Income Sales). Der Handelstisch Government Bonds wurde neu aufgebaut.

Als wichtige Einflussgröße auf die Entwicklung des Rentenhandels sieht die Baader Bank die Ausgestaltung der MiFID II, die im Entwurf drastische Regelungen für den Rentenhandel beinhaltet (z.B. Nachhandelstransparenz bei außerbörslichen Rentengeschäften). Eine Umsetzung würde eine Umwälzung des traditionell geprägten Vermittlungsgeschäfts in Rentenpapieren mit sich bringen.

Die im letzten Jahr vollzogene organisatorische Umgestaltung der Renten-Skontroführung zeigt sowohl kostenseitig als auch in der kontinuierlichen Zugewinnung von Marktanteilen positive Auswirkungen.

Im Handel mit verbrieften Derivaten an der Börse Scoach hat die Baader Bank ihren Marktanteil in 2011 verteidigen können. Der Verlust eines bestehenden Mandats konnte im Marktanteil durch die Gewinnung von Neukunden und aufgrund der Konzentration der Marktteilnehmer auf die führenden Emittenten mehr als kompensiert werden. Mit der Schuldenkrise zur Jahresmitte und der damit einhergehenden Volatilität kann insgesamt über hohe Umsätze berichtet werden. Insbesondere die Anzahl der Geschäfte nahm in der zweiten Jahreshälfte nochmals deutlich zu. Allerdings nahmen die Ordergrößen pro Geschäft zum Ende des Jahres immer mehr ab. Bei überwiegend fixen Kosten ging dadurch der Ertrag pro Geschäft zurück.

Außerbörslicher Handel als Geschäftsfeld erschlossen

Im außerbörslichen Handel erfolgte im Berichtszeitraum eine Umstrukturierung des zuständigen Handelsteams. Durch die Bündelung der Liquidität verschiedener Handelsplätze konnte die Preisqualität zum Ende des Jahres deutlich erhöht werden. Neben einer Ausweitung der handelbaren Aktien, Renten und Fonds wurden ETFs und ETCs in den außerbörslichen Handel integriert. Die Kundenbasis für diese Dienstleistung konnte erweitert werden. Die zum Jahresende ansteigende Anzahl von Transaktionen in einem eher rückläufigen Marktumfeld trägt diesen Veränderungen Rechnung.

Im institutionellen außerbörslichen Handel mit ETFs konnte die Baader Bank 2011, auch dank der strategischen Partnerschaft mit einem führenden ETF-Advisor, gleich im ersten vollen Geschäftsjahr einen überraschend hohen Umsatz generieren. Die wachsende Anzahl der Kunden bestätigt das Konzept der Partnerschaft. Auch die internen Abnehmer in der Baader Bank konnten von der Qualitätssteigerung profitieren. Dabei stand die gesamte Industrie unter dem Einfluss einer Diskussion zwischen Produktanbietern und Aufsichtsbehörden. Die Stellungnahmen über eventuelle Risiken in den Replikationstechniken hinderten den Markt für ETFs an einem weiteren Wachstum.

Grundlage für weiteres Wachstum im Bankgeschäft durch neue Bankensoftware Den Wandel von einem reinen Wertpapierhandelshaus hin zu einer Vollbank hat die Baader Bank in 2011 durch die Einführung einer neuen Bankensoftware auch systemseitig abgeschlossen. Bei der neuen Kernbankensoftware zur Konto- und Depotführung hat sich die Bank für das System OBS entschieden. Die Ablösung des alten Systems und die Implementierung der neuen Software wurden innerhalb eines Jahres planmäßig abgeschlossen.

Mit der Einführung des neuen Kernbankensystems schafft das Institut die Basis für den Ausbau der Automation sowie für eine noch höhere Verarbeitungsstabilität und -qualität in der Konto- und Depotführung. Darüber hinaus vereinfacht das neue System die Einführung weiterer innovativer Bankprodukte. Die Baader Bank bietet im Rahmen ihrer Servicepalette für institutionelle Kunden die Konto- und Depotführung für Vermögensverwalter, Asset Manager, Fondsmanager und Kapitalanlagegesellschaften an. Mit der neuen Kernbankensoftware ist die Baader Bank für die künftigen Herausforderungen an Konto- und Depotführung einer modernen Bank gewappnet.

Börsenstraße 1 – Bekenntnis zum Standort Frankfurt

Im Frühjahr des abgelaufenen Jahres wurde der Umzug der Frankfurter Niederlassung der Baader Bank in neue Räumlichkeiten in der Börsenstrasse 1 abgeschlossen. Dies ist nicht nur der Beleg für nachhaltigen Erfolg, sondern auch Ausdruck für die Wertschätzung und Wichtigkeit des Standorts Frankfurt.

Tochtergesellschaften – Diversifikation trägt Früchte

In den volatilen Märkten hielten sich die institutionellen Kunden bei Zinsprodukten mit hohem Risiko zurück und parkten die Liquidität in starkem Maße am Geldmarkt und bei der Europäischen Zentralbank.Trotzdem konnte auch 2011 wieder ein gutes positives Jahresergebnis in derTochtergesellschaft Baader & Heins erzielt werden. Das Provisionsergebnis wurde hauptsächlich durch die Vermittlung von Schuldscheindarlehen und Wertpapieren an Banken und Nichtbanken sowie durch Umsätze im Geldhandel generiert.

In 2011 erwarb Baader & Heins die restlichen Anteile an der KADEGE Kapital.Devisen. Geld Vermittlungsgesellschaft mbH. Die Firma KADEGE ist eine im Markt sehr gut eingeführte Vermittlungsgesellschaft im Geldhandel. Am 6. Juli 2011 wurde die Gesellschaft rückwirkend zum 1. Januar 2011 auf die Baader & Heins Capital Management AG verschmolzen. Es wurden alle Mitarbeiter übernommen. Der Name KADEGE bleibt in der Branche als bekannte Marke für Dienstleitungen rund um den Geld- und Devisenhandel erhalten.

Die von der Conservative Concept Portfolio Management AG betreuten Kundeneinlagen wuchsen angesichts der guten Anlageergebnisse und im Zuge der sich positiv entwickelnden Branchenkonjunktur im deutschen Alternativen Investmentbereich entsprechend an. Insgesamt konnten die verwalteten Kundengelder gegenüber dem Vorjahr von 698 Millionen Euro auf 786 Millionen Euro gesteigert werden.

In 2011 hat die N.M. Fleischhacker AG ihre Spezialistenmandate an die Muttergesellschaft Baader Bank zur Nutzung übertragen. Somit besitzt die N.M. Fleischhacker AG keinen eigenen Skontroführungsbetrieb. Aus der Übertragung der Mandate für die Skontren konnte die Gesellschaft konstant positive Erträge erwirtschaften.

Am 6. Juli 2011 wurde die direcct AG auf die Baader Bank AG verschmolzen. Damit hat der Baader Konzern gesellschaftsrechtlich die bereits seit längerem geplante Eingliederung des Produktvertriebs in das Ressort Kunden und Produkte bei der Muttergesellschaft vollzogen.

Tabelle 1 Ertragslage

2011 2010 Veränderung
T€ T€ T€ %
Zinsergebnis 5.875 4.868 1.007 20,69
Laufende Erträge 979 346 633 > 100,00
Provisionsergebnis 31.222 34.572 – 3.350 – 9,69
Nettoergebnis des Handelsbestands 46.273 63.610 – 17.337 – 27,26
Verwaltungsaufwand – 89.758 – 88.683 – 1.075 – 1,21
Teilbetriebsergebnis –5.409 14.713 –20.122 > –100,00
Sonstige Aufwendungen (–) und Erträge (+) (inklusive Risikovorsorge) 504 – 19.167 19.671 > 100,00
Entnahme (+) aus dem bzw. Zuführung (–) in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 5.900 – 36.000 41.900 > 100,00
Betriebsergebnis 995 –40.454 41.449 > 100,00
Außerordentliches Ergebnis 0 6.569 – 6.569 > – 100,00
Steuerergebnis – 115 – 1.467 1.352 92,16
Ergebnisanteil Dritter – 216 – 418 – 202 – 48,43
Jahresüberschuss 664 –35.770 36.434 > 100,00

2. Ertragslage

Die Ertragslage (einschließlich deren Ergebniskomponenten / finanzieller Leistungsindikatoren) des Baader Konzerns stellt sich im Geschäftjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: Tabelle 1

Das Zinsergebnis ist im Wesentlichen geprägt durch Zinserträge aus der Anlage liquider Mittel in festverzinsliche Wertpapiere und Geldmarktprodukte (T€ 14.290) und korrespondierende Zinsaufwendungen aus der Ausgabe eigener Schuldscheindarlehen und der Aufnahme kurzfristiger Liquidität (T€ 8.604). Aufgrund einer gestiegenen Zinsmarge konnte das Zinsergebnis im Geschäftsjahr 2011 trotz gesunkener Zinspositionen um 20,69% gesteigert werden.

Die laufenden Erträge erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 633. Hauptsächlich ergibt sich diese Steigerung durch höhere Dividendenerträge aus Handelsbeständen.

Das Provisionsergebnis ist im Berichtsjahr um T€ 3.350 bzw. 9,69% zurückgegangen. Von dem Rückgang entfallen T€ 2.513 auf die Tochtergesellschaften. Hier zeigt sich das vorsichtige und zurückhaltende Anlageverhalten der institutionellen Kunden. In der Baader Bank AG ist der Rückgang von T€ 837 auf die rückläufigen Handelsvolumina sowie die Veränderung der Marktmodelle an den Börsen zurückzuführen. So konnte das gesunkene Courtage- und Transaktionsergebnis in Höhe von T€ 4.828 nicht von der Steigerung der Kundenkommissionen und der Erträge aus Kapitalmarktdienstleistungen in Höhe von T€ 4.323 kompensiert werden.

Im Vergleich zum Vorjahr ist im Nettoergebnis des Handelsbestands ein Rückgang um T€ 17.337 zu verzeichnen. Der Rückgang ist größtenteils auf das höchst volatile Börsenumfeld des laufenden Geschäftsjahrs zurückzuführen und betrifft hauptsächlich den Geschäftsbereich Skontroführung Aktien. Die Ergebnisauswirkungen haben sich vor allem im zweiten Halbjahr verstärkt. Im Konzern werden hier seit Mai 2011 nur noch Ergebnisbeiträge in der Baader Bank AG erwirtschaftet. Die N.M. Fleischhacker AG hat ihre Spezialistenmandate auf die Muttergesellschaft übertragen.

Der Verwaltungsaufwand setzt sich aus den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sowie den Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen zusammen. Der Personalaufwand konnte konstant gehalten werden. Dies ist trotz gestiegener Anzahl von Mitarbeitern auf das variable Entlohnungssystem zurückzuführen, da eine kurzfristige Einflussnahme auf die Kostenentwicklung bei rückgängigem Geschäftserfolg jederzeit möglich ist. Die anderen Verwaltungsaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um T€ 1.707 bzw. 5,71% erhöht. Die größten Aufwandssteigerungen sind bei den EDV-Kosten (T€ 1.040) und bei den Kosten für Information und Kommunikation (T€ 938) zu verzeichnen.

Die Abschreibungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.349 erhöht und betreffen neben den Abschreibungen des Verwaltungsgebäudes im Wesentlichen Abschreibungen auf Skontren, auf die Geschäfts- und Firmenwerte der verschmolzenen DBM GmbH und der Baader Service Bank GmbH sowie Abschreibungen auf Software.

Der Saldo aus sonstigen Aufwendungen und Erträgen wird im Geschäftsjahr 2011 im Wesentlichen durch Sachbezüge aus Firmenwagen (T€ 436), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 373), periodenfremde Erträge und Aufwendungen (T€ 343), sonstige betriebliche Aufwendungen (T€ – 418) sowie durch das Bewertungsergebnis von Forderungen, Finanzanlagen und der Liquiditätsreserve (T€ – 674) und realisierten Gewinnen (T€ 498) geprägt. Die Verbesserung des Saldos aus sonstigen Erträgen und Aufwendungen (inkl. Risikovorsorge) gegenüber dem Vorjahr (T€ + 19.671) resultiert insbesondere aus niedrigeren Abschreibungen und realisierten Gewinnen im Anlagebuch.

Maßgeblich für den Ausweis eines positiven Betriebsergebnisses von T€ 995 war die Entnahme aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken. Die vergleichsweise hohe Zuführung des Vorjahres ergab sich aus der vollständigen Dotierung des Fonds gemäß § 340e Abs. 4 i. V.m. 340g HGB im Zuge der erstmaligen Anwendung des BilMoG.

Das außerordentliche Ergebnis betrifft im Geschäftsjahr 2010 Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Umstellung des Jahresabschlusses auf die Neuregelungen durch das BilMoG.

Das Steuerergebnis für das Jahr 2011 in Höhe von T€ – 115 setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Ertragsteueraufwand (T€ – 531), dem Aufzinsungsertrag der Körperschaftsteuerguthaben (T€ 507) sowie sonstigen Steuern (T€ – 116).

Zum 31. Dezember 2011 wird insgesamt ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 664 ausgewiesen.

Insgesamt zeigt sich zwar aus den vorgenannten Gründen dasTeilbetriebsergebnis um T€ 20.122 rückläufig, es muss aber an dieser Stelle abermals deutlich auf die Zyklizität des Handelsgeschäfts der Baader Bank hingewiesen werden. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass die zur Abmilderung der zyklischen Effekte notwendigen Aufwendungen Investitionen in neu aufgenommene Geschäftsfelder darstellen. Diese führen im Allgemeinen erst verzögert zu Erlösen. Hier ist bei der Baader Bank bereits ein positiverTrend erkennbar, der sich nach den Erwartungen und Einschätzungen der Gesellschaft im nächsten Geschäftsjahr verstärkt fortsetzen wird. Vor diesem Hintergrund schätzt das Management die Entwicklung der Ertragslage als nachhaltig und gesichert ein.

3. Vermögenslage

Die Vermögens- und Kapitalstruktur der Baader Bank AG ergibt sich zum 31. Dezember 2011 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt: Tabelle 2

Die liquiden Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 61.257 aufT€ 90.059 gesunken. Verursacht wurde diese Entwicklung hauptsächlich durch den Abfluss von täglich fälligen Kundeneinlagen. Der Posten Forderungen an Kunden hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 10.055 verringert.

Die Schuldverschreibungen und andere festverzinslichen Wertpapiere sind vollumfänglich der Liquiditätsreserve zugeordnet und im Vergleich zum Vorjahr um T€ 47.867 aufT€ 213.095 gesunken. Der Rückgang in der Position Schuldverschreibungen ist mitT€ 6.467 auf Abschreibungen zurückzuführen. Darüber hinaus wurden Bestände verkauft, endfällig bzw. teilweise in Handelsbuchpositionen umgeschichtet.

Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere betreffen ausschließlich die von der Baader Bank AG gehaltenen Anteile an der Stillking Film Holdings Ltd., St. Helier (Jersey), die der Liquiditätsreserve zugeordnet sind.

Der Wertpapierbestand (Handelsbestand und Liquiditätsreserve) enthält Staatsanleihen in Höhe von € 36,4 Mio. Hiervon entfallen € 25,2 Mio. auf die sogenannten GIIPS Staaten (Griechenland, Italien, Irland, Portugal, Spanien), wobei der geringste Teil von € 2,2 Mio. auf Griechenland entfällt. Der Bestand an Staatsanleihen gegenüber Griechenland wurde zu Marktpreisen bewertet und stellt auch trotz anhaltender Unsicherheiten der Restrukturierung Griechenlands der Höhe nach kein wesentliches Risiko der Vermögens- und Ertragslage der Bank dar. In den übrigen GIIPS Staaten sieht die Bank keine akuten Ausfallrisiken.

Die Beteiligungen und Anteile an assoziierten Unternehmen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 376 aufT€ 6.039 verringert.

Die Anteile an der Gulf Baader Capital Markets S.A.O.C., Muscat (Oman) werden im Rahmen der At-Equity-Methode als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Der Ausweis erfolgt somit zum anteiligen buchmäßigen Eigenkapital. Auf den Konzern entfällt zum 31. Dezember 2011 ein anteiliges Ergebnis von T€ – 386.

Die Anteile an der Berlin Asset Management GmbH (BAM) werden ebenfalls als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Da die Baader Bank AG mit Wirkung zum 9. Februar 2012 ihre Anteile an der Gesellschaft vollständig verkauft hat, erfolgt der Ausweis zum 31. Dezember 2011 zum Verkaufspreis. Dies führte im Konzernabschluss zu einer Zuschreibung des Engagements von T€ 57.

Die Veränderung der immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen um T€ 11.943 aufT€ 71.043 basiert hauptsächlich auf den im Geschäftsjahr geleisteten Investitionen in Höhe von T€ 20.807 sowie auf Abschreibungen in Höhe von T€ 8.844. Die Investitionen in Sachanlagen betreffen hauptsächlich mitT€ 10.273 geleistete Anzahlungen für den Erweiterungsbau des Firmensitzes. Investitionen in Immaterielle Anlagewerte entfallen in Höhe von T€ 5.000 auf den Erwerb von Skontren sowie T€ 2.843 für die im Geschäftsjahr 2011 implementierte neue Bankensoftware OBS. Die Abschreibungen entfallen mitT€ 1.407 auf Sachanlagen und mitT€ 7.437 auf immaterielle Anlagewerte (Skontren T€ 3.086; Geschäfts- und Firmenwerte T€ 2.256; Software T€ 1.831; SonstigesT€ 264).

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um T€ 247 aufT€ 11.933 gesunken. Durch das Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG) wurde das bisherige System der Körperschaftsteuerminderung durch eine ratierliche Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens über 10 Jahre ersetzt. Dies führte in 2006 erstmals zu einer Aktivierung des Barwertes des Körperschaftsteuerguthabens im Konzern. Nach Eingang der vierten Rate in Höhe von T€ 1.469 valutieren die Guthaben zum Bilanzstichtag mit einem Barwert in Höhe von T€ 8.612. Darüber hinaus stellen sich die sonstigen Vermögensgegenstände zum 31. Dezember 2011 wie folgt dar: Tabelle 3

Signifikante Änderungen auf der Passivseite ergeben sich im Wesentlichen aus dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um T€ 63.009 aufT€ 316.602, die insbesondere auf die um T€ 67.787 verringerten Kundeneinlagen zurückzuführen sind. Die ausgegebenen eigenen Schuldscheindarlehen stiegen um T€ 10.000 auf T€ 203.170.

Darüber hinaus sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um T€ 6.825 aufT€ 69.686 gesunken, was insbesondere auf den Rückgang der laufenden Konten für Sicherheitsleistungen zurückzuführen ist.

Im Geschäftsjahr 2011 wurde in Übereinstimmung mit § 340e Absatz 4 Nr. 2 HGB eine Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von T€ 5.900 vorgenommen.

Die Veränderung des Eigenkapitals um T€ 5.291 ist im Wesentlichen bedingt durch Dividendenausschüttungen (T€ 5.885), den Erwerb eigener Aktien (T€ 111) sowie durch den Jahresüberschuss des Berichtsjahres 2011 (T€ 664). Die Eigenkapitalquote des Baader Konzerns beträgt zum 31. Dezember 2011 19,60%. Die Gesamtkennziffer nach SolvV beträgt im Konzern 18,00%. Insofern ist der Baader Konzern für die zukünftigen Eigenkapitalanforderungen nach Basel III gut aufgestellt.

Die oben genannten Veränderungen begründen im Wesentlichen die Verringerung der Bilanzsumme um 14,09% aufT€ 535.820.

Insgesamt ist die Vermögenslage des Baader Konzerns weiterhin geordnet.

Tabelle 3 sonstige Vermögensgegenstände in T€
31.12.2011
Körperschaftsteuerguthaben (abgezinst) 8.612
Umsatzsteuerforderungen 714
Sonstige Steuerforderungen 1.972
Forderungen aus Courtagen und Kursdifferenzen 273
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 17
Sonstige Forderungen 345
Sonstige Vermögensgegenstände 11.933
Tabelle 2 Vermögenslage
2011 2010 Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Liquide Mittel 90.059 151.316 – 61.257 – 40,48
Forderungen an Kunden 21.104 31.159 – 10.055 – 32,27
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 213.095 260.962 – 47.867 – 18,34
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 500 693 – 193 – 27,85
Handelsbestand 117.652 98.316 19.336 19,67
Beteiligungen und Anteile an Assoziierten Unternehmen 6.039 6.415 – 376 – 5,9
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 71.043 59.101 11.942 20,21
Sonstige Vermögensgegenstände 11.933 12.180 – 247 – 2,03
Rechnungsabgrenzungsposten 1.504 553 951 > 100,00
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 2.891 3.000 – 109 – 3,63
Bilanzsumme 535.820 623.695 –87.875 –14,09
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 69.685 76.511 – 6.826 – 8,92
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 316.602 379.611 – 63.009 – 16,60
Handelsbestand 1.909 2.938 – 1.029 – 35,02
Sonstige Verbindlichkeiten 3.642 5.510 – 1.868 – 33,90
Rückstellungen 8.851 12.803 – 3.952 – 30,87
Fonds für allgemeine Bankrisiken 30.100 36.000 – 5.900 – 16,39
Eigenkapital 105.031 110.322 – 5.291 – 4,80
Bilanzsumme 535.820 623.695 –87.875 –14,09

4. Finanzlage

Zum Bilanzstichtag stehen Barreserven und kurzfristige Forderungen gegenüber Kreditinstituten und Kunden in Höhe von T€ 111.162 und veräußerbare börsenfähige Wertpapiere in Höhe von T€ 314.685 kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Kunden in Höhe von T€ 141.946 gegenüber. Saldiert ergibt sich ein bilanzieller Liquiditätsüberschuss von T€ 283.901 (Vorjahr:T€ 295.119).

Die Liquiditätskennziffer der Baader Bank AG zum 31. Dezember 2011 beträgt 4,12. Die Liquiditätskennziffer gemäß der Liquiditätsverordnung stellt das Verhältnis der Zahlungsmittel zu den Zahlungsverpflichtungen dar, die einer Fälligkeit bis zu einem Monat unterliegen. Dabei dürfen die Zahlungsverpflichtungen der Baader Bank AG die Zahlungsmittel der Höhe nach nicht überschreiten. Dies impliziert, dass die Liquiditätskennziffer nicht unter eins sinken darf.

Zum Bilanzstichtag bestehen nicht genutzte Kreditrahmenvereinbarung bei einer deutschen Bank in Höhe von € 80 Mio. Besondere Kreditauflagen bestehen nicht.

Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtszeitraum jederzeit gewährleistet und ist auch zukünftig durch die Risikoüberwachung sichergestellt.

5. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind uns nicht bekannt.

6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

6.1 Mitarbeiter

Im Berichtsjahr ist die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr von 389 auf 414 Beschäftigte gestiegen. Die Konzern-Belegschaft setzt sich aus 116 Arbeitnehmerinnen und 298 Arbeitnehmern zusammen, die aus 19 Nationen stammen.

Der Baader Konzern legt besonderen Wert auf die hohe Qualifikation und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Dabei bildete auch im Jahr 2011 die Förderung von Fachund Nachwuchsführungskräften einen Schwerpunkt der Personalarbeit.

Das Angebot an zusätzlichen sozialen Leistungen für die Belegschaft steigert die Attraktivität der Baader Bank als Arbeitgeber. So gewährt der Baader Konzern allen Mitarbeitern bei der Geburt eines eigenen Kindes eine freiwillige finanzielle Unterstützung in Höhe von T€ 10. Im Jahr 2011 wurden insgesamtT€ 140 ausgezahlt.

Mit einer eigenen Unterstützungskasse, der Baader Unterstützungskasse e. V., besteht eine eigenständige soziale Einrichtung, um Versorgungsleistungen im Rahmen der betrieblichen Alterversorgung allen Konzern-Mitarbeitern gewähren zu können.

Die Geschäftsleitung dankt allen Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz und die bewiesene Loyalität im abgelaufenen Geschäftsjahr.

6.2 Umweltbericht

Die Dienstleistungen der Baader Bank und ihrerTochterunternehmen haben keinerlei nennenswerte umweltbelastende Eigenschaften. Unternehmensintern wird größter Wert auf einen ressourcenschonenden Umgang mit Produktions- (Kopierer, Drucker und andere Geräte der Büroausstattung) und Verbrauchsmitteln gelegt. Die Konzernzentrale in Unterschleißheim wurde nach neuesten ökologischen Erkenntnissen insbesondere in den Bereichen Wasser, Wärme und Klimatisierung errichtet und wird entsprechend bewirtschaftet.

7 Risikobericht

7.1 Risikomanagementziele und -methoden inkl. Risikotragfähigkeit

Die Konzernleitung verschafft sich regelmäßig einen Überblick über die Ausprägungen aller Risiken auf Konzernebene. Auf dieser Grundlage wird sichergestellt, dass alle wesentlichen Risiken durch das verfügbare Risikodeckungspotenzial laufend abgedeckt sind und damit die geforderte Risikotragfähigkeit des Konzerns gegeben ist. Die Risikotragfähigkeit findet damit insbesondere auch im Rahmen der Festlegung der Geschäfts- und Risikostrategie des Konzerns Berücksichtigung.

Mindestens quartalsweise wird vom Risikocontrolling der Baader Bank AG, das für die Überwachung auf Konzernebene zuständig ist, die Risikotragfähigkeit des Baader Konzerns überprüft. Dabei wird das verfügbare Risikodeckungspotenzial dem Risikokapitalbedarf gegenüber gestellt. Die Konzernleitung entscheidet dann in

Abhängigkeit von der Geschäfts- und Risikostrategie des Baader Konzerns darüber, wie viel Risikokapital aus dem gesamten Risikodeckungspotenzial zur Deckung von unerwarteten Verlusten bereitstellt werden soll. Da der Baader Konzern als Risikotragfähigkeitskonzept einen Going Concern-Ansatz verwendet, dürfen nur die nach SolvV ungebundenen Kapitalbestandteile als Risikodeckungspotenzial herangezogen werden. Ziel ist somit die Fortführung der Geschäftstätigkeit, auch wenn die betrachteten Risiken schlagend werden, unter der Nebenbedingung, dass die Erfüllung der Mindestkapitalanforderungen der Säule 1 dauerhaft gewährleistet ist.

Das bereitgestellte Risikokapital wird dann auf die einzelnen Risikoarten verteilt und dient als Verlust verzehrendes Limit für die jeweilige Risikoart. Unter den identifizierten Risikoarten werden im Baader Konzern die Folgenden als wesentlich betrachtet und mit Risikokapital unterlegt: Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, operationelle Risiken und Liquiditätsrisiken.

Die Limite werden grundsätzlich einmal jährlich im Rahmen einer Strategiesitzung durch die Konzernleitung festgelegt. Diese können unterjährig, i. d. R. quartalsweise angepasst werden, wenn die Geschäftstätigkeit und / oder die Risiko- oder Ertragslage dies erforderlich macht. Weiterhin sind die Limite selbstverzehrend, d. h. sie werden um etwaige Verluste reduziert. Limitüberschreitungen werden im Rahmen des täglichen Berichtswesens an die Konzernleitung gemeldet. Die Überwachung und Kommunikation der Limitauslastungen obliegt dem Risikocontrolling des übergeordneten Instituts, also der Baader Bank AG.

Der zur Verfügung gestellte Betrag und die Allokation des Risikokapitals auf die Risikoarten der Einzelinstitute wird gemäß der Risikopolitik des Baader Konzerns von den Einzelinstituten zum Jahresende beschlossen und dem Risikocontrolling des übergeordneten Instituts zur Verfügung gestellt. Das Risikocontrolling stimmt dann die Summe des zur Verfügung gestellten Risikokapitals mit dem von der Konzernleitung bereitgestellten Risikokapital für den Konzern ab. Hierdurch wird gewährleistet, dass das von den Einzelinstituten zur Verfügung gestellte Risikokapital und die Allokation auf die Risikoarten konsistent zu dem Beschluss der Konzernleitung sind. Sollten hier Inkonsistenzen auftreten, so sind die Einzelinstitute angehalten, entsprechende Anpassungen vorzunehmen.

Zusammenfassend kann für das Geschäftsjahr 2011 festgestellt werden, dass die Risikotragfähigkeit des Baader Konzerns selbst im Stressfall zu keiner Zeit gefährdet war, was eine komfortable Ausgangssituation für 2012 darstellt.

7.2 Geschäfts- und Risikostrategie

Im Rahmen der jährlich stattfindenden Strategiesitzung der Konzernleitung werden die Geschäftsstrategie sowie die Ziele für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten für den Baader Konzern definiert. Dabei werden externe Einflussfaktoren, die ihnen zugrunde liegenden Annahmen und interne Einflussfaktoren wie die Risikotragfähigkeit des Konzerns, die Ertragslage, die Liquidität etc. in die strategischen Überlegungen miteinbezogen.

Abgeleitet aus der Geschäftsstrategie und unter Berücksichtigung interner Einflussfaktoren beschließt die Konzernleitung eine zur Geschäftsstrategie konsistente Risikostrategie für das kommende Geschäftsjahr. Diese Risikostrategie wird aufgeteilt in Teilstrategien nach den wesentlichen Risikoarten. Grundbestandteil der risikopolitischen Strategie des Baader Konzerns ist, dass die Risikotragfähigkeit des Konzerns jederzeit – also auch in Stressfällen – gegeben ist. Demzufolge wird für alle wesentlichen Risikoarten von der Konzernleitung ein bestimmter Betrag an Risikokapital bereitgestellt, der als Maximallimit für Verluste aus der jeweiligen Risikoart dient.

Die für die Einzelinstitute relevanten Bestandteile werden diesen zur Verfügung gestellt. Die Geschäftsleitungen der Einzelinstitute beschließen ihrerseits unter Berücksichtigung der Strategie der Institutsgruppe die für das Einzelinstitut gültige Geschäfts- und Risikostrategie und stellen diese dem Vorstandsreferat und dem Risikocontrolling der Baader Bank AG zur Verfügung. Diese werden vom Risikocontrolling des übergeordneten Instituts mit der Geschäftsstrategie des Baader Konzerns auf Konsistenz geprüft. Im Rahmen der turnusmäßigen Aufsichtsratssitzung wird die von den Einzelinstituten verabschiedete Geschäftsund Risikostrategie für das kommende Geschäftsjahr dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gebracht und mit diesem diskutiert.

7.3 Internes Kontrollsystem

Das gemäß MaRisk vorgeschriebene Interne Kontrollsystem gliedert sich in die Aufbau- und Ablauforganisation, die Risikosteuerungs- und -controllingprozesse sowie Stresstests. Ein wesentlicher Bestandteil der Aufbau- und Ablauforganisation ist die Funktionstrennung. Hierbei wird sichergestellt, dass miteinander unvereinbare Tätigkeiten durch unterschiedliche Mitarbeiter durchgeführt werden.

Im Baader Konzern ist die Funktionstrennung bis einschließlich Konzernleitung für den Handel /Markt von Risikocontrolling und Abwicklung und Kontrolle gewährleistet.

Ferner hat der Baader Konzern angemessene Risikosteuerungs- und -controllingprozesse eingerichtet, die eine Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken gemäß den Anforderungen der MaRisk gewährleisten. Diese Prozesse gestalten sich wie folgt:

  • Der Identifizierung von neuen Risiken wird im Rahmen des Prozesses "Aktivitäten in neuen Produkten und neuen Märkten" Rechnung getragen. Hierbei wird von den betroffenen Unternehmensbereichen eine Prüfung der geplanten Aktivitäten durchgeführt und der entsprechende Risikogehalt identifiziert. Bestehende Aktivitäten werden einer laufenden Überprüfung unterzogen.
  • Die Beurteilung der Risiken erfolgt dann anhand von detaillierten Analysen im Risikocontrolling des übergeordneten Instituts, das dann gemeinsam mit dem Handel /Marktbereich ein Konzept zur Steuerung und Überwachung dieser Risiken entwickelt und der Konzernleitung präsentiert. Die identifizierten Risiken werden grundsätzlich anhand eines Value-at-Risk-Konzepts quantifiziert und deren unerwartete Verluste dem Risikodeckungspotenzial gegenübergestellt. Hierbei wird regelmäßig die Risikotragfähigkeit des Baader Konzerns überprüft.
  • Durch die permanente Anrechnung der Risiken auf das Limitsystem wird den Handelsbereichen eine Steuerung und dem Risikocontrolling eine Überwachung ermöglicht.
  • Die Konzernleitung ist für die ordnungsgemäße Geschäftsorganisation und deren Weiterentwicklung verantwortlich. Diese Verantwortung umfasst u. a. alle wesentlichen Elemente des Risikomanagements inkl. der Festlegung der Risikopolitik. Damit die Konzernleitung dieser Verantwortung gerecht werden kann, existiert ein vielschichtiges Berichtswesen des Risikocontrollings des übergeordneten Instituts, das die gemäß MaRisk geforderte Kommunikation in Form täglicher Berichte und zeitnaher Limitüberschreitungsmeldungen an die Konzernleitung gewährleistet.

Diese Prozesse stellen sicher, dass die wesentlichen Risiken frühzeitig erkannt, vollständig erfasst und in angemessener Weise gesteuert und überwacht werden. Weiterhin werden diese Prozesse regelmäßig überprüft und zeitnah an sich

ändernde Bedingungen angepasst. Die technische Ausstattung in Form von Risikoüberwachungs- und -steuerungssystemen des Baader Konzerns ist im Hinblick auf das Risikomanagementsystem mehr als angemessen. Darüber hinaus wird für die Sicherung einer angemessenen Qualifikation des Personals permanent Sorge getragen. Die systematische Überwachung des Risikomanagementprozesses erfolgt mindestens jährlich durch die Interne Revision.

Im Folgenden werden die als wesentlich identifizierten Risikoarten kurz dargestellt: Grafik 1

Im Zuge der Erarbeitung der Geschäfts- und Risikostrategie 2011 wurde erstmals eine Quantifizierung des strukturellen Liquiditätsrisikos durchgeführt. Im Falle von sich ergebenden unerwarteten Verlusten werden diese entsprechend mit Risikokapital unterlegt.

7.3.1 Adressenausfallrisiken

Bei den Adressenausfallrisiken wird zwischen den Kredit-, den Kontrahenten-, den Emittenten- und den Beteiligungsrisiken unterschieden. Hierbei wird für die Risikoarten Kredit-, Kontrahenten- und Emittentenrisiko ein Gesamtlimit pro Kreditnehmereinheit auf Basis einer Bonitätsprüfung ermittelt, die tägliche Auslastung dieser Limite überwacht und vom Risikocontrolling des übergeordneten Instituts an die Konzernleitung berichtet. Für das Beteiligungsrisiko erfolgt eine gesonderte Überwachung der Limite. Die Bonitätsprüfung wird anhand eines internen Ratingverfahrens durchgeführt.

Im Rahmen des Kreditgeschäftes im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 2 KWG werden Privatund Firmenkunden (unechte) Lombardkredite gegen Sicherheiten gewährt. Bei diesen Sicherheiten handelt es sich i. d. R. um börsennotierte Wertpapiere, deren Beleihungswert sehr konservativ angesetzt wird, oder um Bankgarantien.

Die folgende Tabelle enthält das Kundenkreditgeschäft zum 31. Dezember 2011: Tabelle 4

Des Weiteren werden im Rahmen des Kreditgeschäftes nur noch Geldmarktanlagen bei Kreditinstituten getätigt.

Gesamte
Kreditengagements Kredit Inanspruchnahme Offene Bewertete
insgesamt inanspruchnahme Überziehungen inkl. Überziehung Kreditzusagen Sicherheiten Risikovorsorge
Privatkunden 9,86 7,96 3,10 10,99 1,90 7,82 3,54
Firmenkunden 3,25 0,74 1,91 2,64 2,51 11,35 0
Banken 2,00 0 0 0 2,00 0 0
Summe 15,11 8,70 5,01 13,63 6,41 19,17 3,54

Grafik 1 Übersicht zu den Risikoarten (MaRisk AT 2.2 Tz. 1)

Bei der Abwicklung von Handelsgeschäften kann ein Kontrahentenrisiko dadurch entstehen, dass ein Handelspartner seine entstandenen Verpflichtungen nicht vollständig erfüllt. Hierbei zu unterscheiden ist einerseits das Wiedereindeckungsrisiko beim Ausfall der Gegenpartei und demzufolge die Nichterfüllung der abgeschlossenen Geschäfte und andererseits das Vorleistungsrisiko, wenn die Geschäfte nicht als Zahlungs-/Lieferungsgeschäfte "Zug um Zug" abgewickelt werden.

Der Baader Konzern, speziell die Baader Bank AG handelt Derivate ausschließlich über Derivatebörsen. Da die Bank aber kein Clearing Member an diesen Börsen ist, müssen die Geschäfte zwischen der Baader Bank und dem entsprechenden Clearing Member abgerechnet werden. Aus dem Erfüllungsanspruch gegenüber dem Clearing Member entsteht dann ein Adressenausfallrisiko in Form eines Wiedereindeckungsrisikos gegenüber dem Clearer.

Bei der Abwicklung bzw. der Vermittlung von Schuldscheindarlehen, bei denen die Baader Bank im Rahmen des Kaufvertrages als Kontrahent eintritt, besteht hingegen ein Vorleistungsrisiko, da bei diesen Geschäften Zahlung und dingliche Übereignung der (Beweis-)Urkunde zeitlich auseinander fallen. Dieses Risiko hat der Konzern nur gegenüber dem Verkäufer des Schuldscheindarlehens und erstreckt sich über den Zeitraum zwischen Geldzahlung und dinglicher Übereignung der Urkunde.

Für unerwartete Verluste aus den beschriebenen Adressenausfallrisiken wird entsprechend Risikokapital bereitgestellt, das als Limit für diese Risikoart vom Risikocontrolling der Baader Bank AG täglich überwacht und an die Konzernleitung berichtet wird. Das Value-at-Risk-Konzept für die Quantifizierung des Adressenausfallrisikos basiert auf bonitätsgewichteten Risikoexposures. Ein Backtesting des Internen Rating Verfahrens findet in einem regelmäßigen Turnus statt. Grafik 2 und 3

Unter dem Emittentenrisiko wird das Risiko der Bonitätsverschlechterung bzw. des Ausfalls eines Emittenten verstanden. Ein Verlust aus dem Emittentenrisiko realisiert sich in einer Wertminderung der Wertpapiere dieses Emittenten. Somit stellt die Bonität der jeweiligen Emittenten ein entsprechendes Adressenausfallrisiko dar. Für das Emittentenrisiko kann allerdings, im Gegensatz zu den anderen Adressenausfallrisiken, auf eine gesonderte Unterlegung mit Risikokapital verzichtet werden, soweit den besonderen Kursrisiken des Emittenten im Rahmen der Limitierung der Marktpreisrisiken auf der Basis geeigneter Verfahren angemessen Rechnung getragen wird. Diese besonderen (spezifischen) Kursrisiken des Emittenten finden im Baader Konzern Berücksichtigung, da sich ein Verlust aus dem Emittentenrisiko in einer Wertminderung der Wertpapiere dieses Emittenten im Rahmen der tägliche GuV realisiert und dieser Verlust im Rahmen des Marktpreisrisikos die entsprechenden Marktpreislimite reduziert und somit auf das für das Marktpreisrisiko zur Verfügung stehende Risikokapital angerechnet wird.

Darüber hinaus werden für die Kredit-, Kontrahenten- und Emittentenrisiken Limite auch im Hinblick auf die Einhaltung der Groß- und Millionenkreditgrenzen für die einzelnen Kreditnehmereinheiten vergeben, deren Auslastungen ebenfalls täglich vom Risikocontrolling der Baader Bank AG auf Konzernebene überwacht und an die Konzernleitung berichtet werden.

Das Risiko strategischer Beteiligungen hingegen wird anhand des Marktkurses bzw. spezieller Analysen (Discounted Cash Flow, Peer Group) quantifiziert und gesondert mit Risikokapital unterlegt. Auch hier wird die Auslastung des zur Verfügung gestellten Risikokapitals täglich überwacht und berichtet.

Zusätzlich erfolgt im Adressenausfallrisiko eine Überwachung von Konzentrationsrisiken bzgl. Bonitäts-, Branchen- und Länderrisiken, um mögliche Risikokonzentrationen (Klumpenrisiken) im Baader Konzern identifizieren und überwachen zu können. Diese werden jedoch nicht gesondert mit Risikokapital unterlegt, um eine Mehrfachanrechnung zu vermeiden.

Im Falle von Limitüberschreitungen erfolgt unverzüglich eine Meldung des Risikocontrollings des übergeordneten Instituts an die verantwortlichen Konzernleiter und im Rahmen des täglichen Berichts an die gesamte Konzernleitung. Die einzuleitenden Maßnahmen werden dem Risikocontrolling mitgeteilt und deren Umsetzung entsprechend überwacht.

Für das Adressenausfallrisiko werden quartalsweise Stresstests durchgeführt. Hierbei werden historische und hypothetische Szenarien betrachtet. Die Ergebnisse der Stresstests werden im MaRisk Bericht an die Konzernleitung berichtet und finden im Rahmen der Überprüfung der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung.

7.3.2 Marktpreisrisiken

Unter dem Marktpreisrisiko wird die Wertschwankung der betrachteten Position aufgrund sich ändernder Marktpreise, wie z.B. Aktienkursänderungen, Devisenkursänderungen, Zins- und Volatilitätsänderungen verstanden. Zum Jahresende bestanden im Handels- und Anlagebuch (Liquiditätsreserve) folgende Risikopositionen in Mio. € Marktwert: Tabelle 5

Die Marktpreisrisiken für die Handelsbuchpositionen werden durch ein Value-at-Risk-Modell basierend auf Monte-Carlo-Simulationen im zentralen Handelssystem der Baader Bank gemessen (Normalverteilung, i. d. R. 1 – 10 Tage Haltedauer, 99% Konfidenzniveau). Als eingehender Risikoparameter kommt eine Varianz-Kovarianz Matrix basierend auf eigenen Zeitreihen zur Anwendung, die exponentiell gewichtet Eingang findet. Abweichend hierzu werden das Zins- und das Devisenkursrisiko des Bankbuchs auf Basis der Historischen Simulation in einem gesonderten System ermittelt.

In den vergangenen Jahren wurden die folgenden VaR-Werte für das Umlaufvermögen (Handelsbestand. Liquiditätsreserve) in Mio. € berechnet: Tabelle 6

Gem. MaRisk wird im Rahmen des Backtestings (clean Backtesting) anhand des Verhältnisseszwischen den VaR-Werten und Marktwertveränderungen der Position auf Grundlage tatsächlicher Kursänderungen die Güte des VaR-Modells permanent überprüft. In dem Fall, dass die Anzahl der sogenannten Ausreißer aus dem Backtesting über der als kritisch definierten Grenze liegt, werden entsprechende Anpassungen im VaR-Modell durch das Risikocontrolling vorgenommen. Darüber hinaus erfolgt eine Überprüfung des Modells auf Basis des so genannten Dirty Backtestings. Dabei werden die tatsächlich aufgetretenen täglichen Erträge den Value-at-Risk-Werten der Handelsbereiche gegenübergestellt.

Im Falle von Limitüberschreitungen erfolgt unverzüglich eine Meldung des Risikocontrollings der Baader Bank AG an die verantwortlichen Konzernleiter und im Rahmen des täglichen Berichts an die gesamte Konzernleitung. Die einzuleitenden

Maßnahmen werden dem Risikocontrolling des übergeordneten Instituts mitgeteilt und deren Umsetzung entsprechend überwacht.

Für das Marktpreisrisiko werden quartalsweise Stresstests durchgeführt. Hierbei werden historische und hypothetische Szenarien betrachtet. Die Ergebnisse der Stresstests werden im MaRisk Bericht an die Konzernleitung berichtet und finden im Rahmen der Überprüfung der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung.

7.3.3 Operationelle Risiken

Operationelles Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten. Hierzu gehören auch Rechtsrisiken. Ausgenommen sind strategische und Reputationsrisiken.

Die Einschätzung des Risikopotenzials, d.h. die Identifizierung und Bewertung von operationellen Risiken wird anhand der von den Op-Risk-Managern auszufüllenden Fragebögen bzw. durch spezielle Self Assessments durch das Risikocontrolling der Baader Bank AG vorgenommen. Die aus den Erhebungen resultierenden Ergebnisse werden zunächst dem Sicherheitskomitee des Baader Konzerns vorgelegt, welches der Konzernleitung Maßnahmen vorschlägt. Die Konzernleitung gibt gegebenenfalls den Auftrag an das Sicherheitskomitee zu deren Umsetzung. Die Ergebnisse sind Gegenstand des quartalsweisen MaRisk-Berichts an die Konzernleitung.

Neben dem Ausfüllen der Fragebögen ist es die Aufgabe der Op-Risk-Manager, eingetretene Schäden aus operationellen Risiken zu melden. Bedeutende Schadensfälle werden unverzüglich hinsichtlich ihrer Ursachen analysiert. Maßnahmen daraus werden ebenfalls quartalsweise im MaRisk-Bericht gemeldet. Im Geschäftsjahr 2011 wurden Schäden mit einer Gesamtsumme von T€ 582 gemeldet. Der größte Einzelschaden betrug hierbeiT€ 90 und ist der Basel II-Kategorie Geschäftsunterbrechungen und Systemausfälle zuzuordnen.

Die Quantifizierung unerwarteter Verluste aus dem Operationellen Risiko erfolgt quartalsweise auf Basis historisch beobachteter Schäden im Baader Konzern. Das Vorgehen orientiert sich am Loss Distribution Approach, wonach die Parameter einer Höhenverteilung sowie einer Häufigkeitsverteilung nach dem Maximum-Likelihood-Verfahren geschätzt werden, um einen Gesamtverlust pro Jahr zu ermitteln. Hierbei gehen die Annahmen ein, dass die Schadenshöhe lognormalverteilt ist, die Schadenanzahl einem Poissonprozess folgt und die Schäden unabhängig und identisch verteilt sind. Die Gesamtschadenverteilung wird mit Hilfe einer Statistiksoftware auf Basis der Monte Carlo Simulation geschätzt. Zur Ermittlung des Betrages, der mit Risikokapital zu unterlegen ist, wird für den unerwarteten Verlust das 99% Quantil herangezogen.

Tabelle 5 Risikopositionen in Mio. € Marktwert

Kassamarkt Terminmarkt
Aktien 46,81 Optionen 0,08
Renten 267,27 Futures – 8,37
Fonds, Index- und fonds- 7,08 Swaps 0,00
ähnliche Zertifikate
Verbriefte Derivate 0,17

Tabelle 6 VaR-Werte in Mio. €

Value-at-Risk der
Handelsbereiche
2011 2010 2009 2008 2007
VaR per Jahresultimo 8,47 2,62 1,48 2,34 1,18
Minimaler VaR 2,37 1,30 1,15 0,88 0,94
Maximaler VaR 11,04 3,96 3,60 2,54 2,58
Durchschnittlicher VaR 5,91 2,25 1,91 1,35 1,23

Die Überprüfung, ob das von der Konzernleitung zur Verfügung gestellte Risikokapital ausreicht, um unerwartete Verluste aus operationellen Risiken zu decken, erfolgt täglich im Risikocontrolling des übergeordneten Instituts und ist Bestandteil des täglichen Berichts an die Konzernleitung.

Für das Operationelle Risiko werden darüber hinaus quartalsweise Stresstests durchgeführt. Die Quantifizierung der Verluste aus Stresstests erfolgt analog zu dem Verfahren bei der Ermittlung unerwarteter Verluste. Im Stressfall wird hingegen das 99,9%-Quantil herangezogen. Das Ergebnis des Stresstests wird im MaRisk Bericht an die Konzernleitung berichtet und findet im Rahmen der Überprüfung der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung.

7.3.4 Liquiditätsrisiken

Im Rahmen des Liquiditätsrisikos ist sicherzustellen, dass Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllt werden können. Hierbei wird grundsätzlich zwischen dem Marktliquiditätsrisiko, dem dispositiven Liquiditätsrisiko und dem strukturellen Liquiditätsrisiko unterschieden.

Es existieren Wertpapiere mit unterschiedlicher Marktliquidität, wobei sich das Liquiditätsrisiko bei wenig liquiden Werten konkretisiert. Eine geringe Marktliquidität in einzelnen Handelsprodukten führt dazu, dassTransaktionen in diesen Produkten sowohl zum Eingehen als auch zum Auflösen von Positionen aufgrund der geringen oder nicht vorhandenen Marktliquidität beeinträchtigt oder nicht möglich sind. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden vom Risikocontrolling des übergeordneten Instituts in regelmäßigen Abständen Auswertungen erstellt und an den jeweiligen Konzernleiter kommuniziert, welche als Entscheidungsgrundlage für erforderliche Maßnahmen dienen. Auf Basis einer Expertenschätzung wird quartalsweise das Risikopotenzial für das Marktliquiditätsrisiko ermittelt und entsprechend mit Risikokapital unterlegt.

Das dispositive (kurzfristige) Liquiditätsrisiko beschreibt dagegen die Gefahr, dass Kreditzusagen unerwartet in Anspruch genommen werden bzw. Einlagen unerwartet abgezogen werden (Abrufrisiko). Neben unerwarteten Abflüssen können zudem Verzögerungen bei Zahlungseingängen auftreten, was bedeutet, dass sich die Kapitalbindungsdauer von Aktivgeschäften unplanmäßig verlängert (Terminrisiko). Dies kann Auswirkungen auf das Nachkommen eigener Zahlungsverpflichtungen haben. Für die Sicherstellung der termingerechten Zahlungen ist der Bereich Treasury verantwortlich. Es erfolgt eine enge Abstimmung des Wertpapierhandels mit dem Bereich Treasury. Diese ermöglicht dem Treasury die adäquate Koordination der täglichen Zahlungsströme. Des Weiteren wird täglich ein Liquiditätsstatus mit der aktuellen Liquiditätssituation durch Treasury erstellt und entsprechend überwacht. Darüber hinaus ist der kurzfristige Liquiditätsbedarf durch diverse Kreditlinien und die Begebung von Schuldscheindarlehen gewährleistet. Die somit gewonnene Liquidität wird fristenkongruent in EZB-fähige Anleihen investiert, welche wiederum im Rahmen der Nutzung der Offenmarktpolitik bei der Bundesbank als Refinanzierungsfazilitäten hinterlegt werden. Aufgrund der Eigenart dieses Risikos ist allerdings eine Quantifizierung und somit Hinterlegung mit Risikokapital nicht sinnvoll. Es wird hier verstärkt auf die Qualität des Risikomanagements geachtet.

Das Strukturelle Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass sich die (barwertigen) Refinanzierungskosten durch eine mögliche Verteuerung des institutsindividuellen Spreads erhöhen. Nach einer Bonitätsverschlechterung können Passivgeschäfte nur zu schlechteren Konditionen abgeschlossen werden. Zudem können marktbedingte Veränderungen einen großen Einfluss haben. Steigt der Marktzins, wird tendenziell die Refinanzierung teurer. Durch die Erstellung von Liquiditätsablaufbilanzen und die Ermittlung potenzieller Liquiditätsunterdeckungen wird ein möglicher Refinanzierungsschaden quantifiziert. Es wird quartalsweise eine Refinanzierung zu aktuell gültigen Konditionen der Refinanzierung im unerwarteten Fall gegenübergestellt. Dabei fließen zum einen eine deutlich teuere Refinanzierung und zum anderen unerwartete Mittelabflüsse ein. Die Differenz stellt dann den entsprechenden Refinanzierungsschaden im unerwarteten Fall dar; diese wird im Zuge der Ermittlung der Risikotragfähigkeit für den Baader Konzern berücksichtigt und ggf. mit Risikokapital unterlegt.

Die Überprüfung, ob das zur Verfügung gestellte Risikokapital ausreicht um unerwartete Verluste aus Liquiditätsrisiken zu decken, erfolgt quartalsweise im Risikocontrolling der Baader Bank AG und ist Bestandteil des täglichen Berichts an die Konzernleitung.

Für das Liquiditätsrisiko werden darüber hinaus quartalsweise Stresstests durchgeführt. Die Quantifizierung der Verluste aus Stresstests erfolgt analog zu dem Verfahren bei der Ermittlung unerwarteter Verluste. Das Ergebnis des Stresstests wird im MaRisk Bericht an die Konzernleitung berichtet und findet im Rahmen der Überprüfung der Risikotragfähigkeit Berücksichtigung.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Betrachtet man die derzeitige Risikolage des Baader Konzerns so ist festzustellen, dass für alle wesentlichen Risikoarten das verfügbare Risikodeckungspotenzial abzgl. der Mindesteigenkapitalanforderungen gemäß SolvV bei weitem ausreicht, um Verluste aus unerwarteten Risiken und sogar Verluste aus Stresstests zu decken. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass bei der Gegenüberstellung von Risikodeckungspotenzial und Risikopotenzial unterstellt wird, dass alle Risiken gleichzeitig schlagend werden. Zudem werden keine Risiko reduzierenden Korrelationseffekte zwischen den Risikoarten angenommen, d. h. die Risikobeträge aus den einzelnen Risikoarten werden sowohl im unerwarteten als auch im Stressfall addiert. Demzufolge ist die Risikosituation des Baader Konzerns derzeit als unkritisch einzustufen.

8. Prognosebericht

Ausblick auf den Markt im Jahr 2012

Blickt man auf die Kapital- und Finanzmärkte 2012, so gibt es ein hohes Maß an Prognoseunsicherheiten. Aufgrund der Marktverunsicherung könnte im I. Quartal die typische Jahresanfangs-Rallye schwächer ausfallen als erwartet oder sogar in einen Rückschlag münden. Viele Marktteilnehmer – mit der Argumentation, dass das Jahr noch jung ist – werden vielmehr den weiteren Verlauf der politischen Entwicklung und den Erfolg der umfangreichen Emissionen von Staatsanleihen der Länder mit prekärer Wirtschafts- und Finanzlage abwarten. Außerdem dürften die europäischen Kreditinstitute mit ihren Kapitalnöten für negative Stimmung sorgen. Und schließlich könnten die Rezessionssorgen in der Eurozone im Frühjahr ihren Zenit erreichen.

Hauptsächlich werden zwei Einflussfaktoren für die Entwicklung und Stimmung an den Märkten und somit für die Geschäftsfelder des Baader Konzerns maßgeblich sein: Erstens ob die Euro-Politik marktnahe und realistische Lösungen für die momentane Lage findet, zweitens ob die europäische Zentralbank ihrer Rolle gerecht wird und durch politikunabhängiges Agieren die Stabilität des Finanzmarktsystems unterstützt. Ist dies der Fall, kann sich das Bild an den Finanzmärkten im weiteren Jahresverlauf schnell aufhellen. Dies gilt umso mehr, wenn damit auch der Blick für die positiven Fundamentaldaten frei wird.

Starke Schwankungen im Anlegerverhalten – ähnlich wie im Sommer 2011 – müssen allerdings ganzjährig einkalkuliert werden, denn die Wirtschaftsaussichten sind wenig fassbar und verändern sich stärker als im historischen Rückblick. Hinzu kommen politische Ereignisse mit großerTragweite wie die Präsidentschaftswahlen in den USA und Frankreich. Dies hat auch Auswirkungen auf das Risikoverhalten der Anleger.

Die Entwicklung der Geschäftsfelder des Baader Konzerns

Nachdem mit Basel III die Kapitalanforderungen an Banken weiter verschärft werden, dürfte Unternehmen die Aufnahme von Krediten auf traditionellem Wege künftig schwerer fallen. Hinzu kommt, dass viele langfristig orientierte Unternehmen aus den Erfahrungen der Finanzkrise gelernt und ihre Finanzierungsstruktur grundlegend überdacht haben. Nicht wenige kamen dabei zu dem Schluss, dass eine vom Kreditgeber unabhängige Finanzierungsstruktur gerade in schwierigen Zeiten die unternehmerische Unabhängigkeit entscheidend beeinflussen kann.

Die Folgen für den Markt sind absehbar: Ein erhöhter Bedarf an Finanzierungslösungen außerhalb des klassischen Kredits wird auf eine sinkende Zahl von qualifizierten Anbietern treffen. Die Baader Bank ist bestens aufgestellt, diese Lücke mit einem passenden Angebot zu füllen und ihre Position in dem sich verändernden Wettbewerbsumfeld damit weiter auszubauen.

In diesem Jahr wird sich die Bank auf den weiteren Ausbau der Aktivitäten im deutschen und österreichischen Markt konzentrieren. Dazu wird insbesondere das Research weiter ausgebaut, um mittelfristig rund 150 Aktien in Deutschland und Österreich regelmäßig zu analysieren und zu begleiten. Ein wichtiger Meilenstein wird in diesem Jahr die Baader Investment Conference vom 25. – 27. September in der BMW Welt in München sein. Die Einladung ist auf großen Zuspruch gestoßen, bereits jetzt haben eine Vielzahl von Unternehmen aus den Marktsegmenten DAX, MDAX,TECDAX, SDAX sowie ATX und internationale Investoren ihre Teilnahme zugesagt. Das Ziel ist es, Marktanteile sowohl im Primär- als auch im Sekundärmarkt hinzuzugewinnen und mit der Baader Bank wieder eine schlagkräftige Investmentbank als Spezialist und Local Player am Finanzplatz München zu etablieren.

Auch im Jahr 2012 werden die Schwerpunkte des Neuemissionsgeschäftes in den Bereichen Staatsanleihen, Covered Bonds und Corporate Bonds liegen. Dabei wer den vor allem die politischen Rahmenbedingungen über die Aufnahmefähigkeit der Marktakteure entscheiden. Darüber hinaus werden sich auch zunehmend kleinere und mittlere Unternehmen über den Kapitalmarkt refinanzieren und somit ein entsprechendes Wachstum dieser Marktsegmente ermöglichen. Im Jahr 2012 wird sich zeigen, ob es gelingen wird die Schuldenkrisen in Euroland, Japan und den USA in den Griff zu bekommen. Auf Grund des steigenden Refinanzierungsbedarfs der Staaten, Kommunen und Unternehmen wird auch in diesem Jahr generell das Neu emissionsgeschäft im Mittelpunkt stehen. Somit hat der Handel mit Renten auch 2012 ein besonderes Gewicht. Durch die langjährigen Geschäftsbeziehungen sieht sich die Baader Bank in diesem Bereich bestens aufgestellt. Darüber hinaus wird die neu strukturierte Betreuung der Rentenskontren an den Börsen Berlin, Düssel dorf, Frankfurt und München ein entsprechendes Wachstum dieses Marktsegments ermöglichen.

Angesichts der noch immer schwelenden Schuldenkrise und politischer Unsicher heiten allerorten drohen die Umsätze an den Börsen auf weiterhin vergleichsweise niedrigem Niveau zu verbleiben. Die Auswirkungen weiterer Regulierungsmaß nahmen oder gar die mögliche Einführung einer Finanztransaktionssteuer erschwe ren diese Aufgabe zusätzlich. Ziel ist der Erhalt der Marktführerschaft durch Über tragung der strategischen Kompetenz auf neue Marktmodelle der Börsenbetreiber. Die Baader Bank wird dabei weiterhin eine starke, bestimmende Rolle bei der Neu ordnung der deutschen Börsenlandschaft spielen können.

Für das Kalenderjahr 2012 zeichnet sich eine Konsolidierung unter den Emittenten von verbrieften Derivaten ab. Der in den letzten Monaten des Jahres 2011 quasi zum Erliegen gekommene Primärmarkt wird in 2012 auch den Sekundärmarkt treffen. Die Baader Bank will in der Entwicklung im Derivatehandel mindestens die bestehenden Mandate erhalten, sieht aber auch gute Chancen zur Gewinnung von Neukunden. Die Ausweitung der Aktivitäten des Börsenbetreibers Scoach in die asiatischen Märkte, insbesondere Hongkong, bietet weitere Möglichkeiten der Geschäftserweiterung.

Im außerbörslichen Handel soll die Wettbewerbsfähigkeit der Baader Bank durch den Einsatz von Limit-Kontroll-Systemen nochmals gesteigert werden. Neben den bestehenden Kunden steht die Bank vor dem Systemanschluss mit weiteren Han delspartnern. Insbesondere das breite Produktangebot der Baader Bank stößt bei den potenziellen Handelspartnern auf großes Interesse.

Zur Vereinfachung der Produktdefinition wird die EU-Finanzaufsicht ESMA in 2012 neue Richtlinien für ETFs erlassen. Diese werden die Beliebtheit und damit den Absatz der Produkte weiter steigern. Die Produktanbieter erwarten eine durch schnittliche Zunahme des Anlagevermögens von 15 bis 20%. Die Baader Bank wird davon in ihrer Dienstleistung als außerbörslicher Market Maker partizipieren.

Tochtergesellschaften

Wenn das Vertrauen am Kapitalmarkt zurückgekehrt ist, ändert sich auch das Anla geverhalten der Kundschaft der Baader & Heins. Die kurzfristig geparkten Anlage gelder würden dann wieder in länger laufende Zinsprodukte angelegt.

Die N.M. Fleischhacker geht davon aus, dass auch in 2012 durch die Überlassung der Spezialistenmandate an die Baader Bank konstante Einnahmen und somit ein positives Ergebnis realisiert werden können.

Für die Conservative Concept Portfolio Management ergibt sich aufgrund der seit 2009 anhaltend starken Erholung an den Finanzmärkten bei niedrigen Umsätzen sowie des äußerst niedrigen Zinsniveaus eine Situation, die auch im langfristigen Vergleich wenig Parallelen findet und daher eine Prognose schwierig macht.

Unterschleißheim, den 14. März 2012 Baader Bank AG

Der Vorstand

Uto Baader Nico Baader

Dieter Brichmann Dieter Silmen

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich vom Vorstand regelmäßig über die Lage der Baader Bank AG und des Konzerns unterrichten lassen und die Arbeit des Vorstands überwacht und begleitet. Der Vorstand hat dabei den Aufsichtsrat sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung, die Risikolage und das Risikomanagement sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. Abweichungen des Geschäftsverlaufs und der Ergebnisentwicklung von den Plänen und Zielen wurden im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat geprüft. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden.

Die strategische Ausrichtung mit dem Ziel zusätzliche Erträge zu generieren, die Neustrukturierung von bestehenden Geschäftsfeldern und die Aufnahme neuer Aktivitäten wurden vom Aufsichtsrat intensiv begleitet. Zudem unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat in seinen monatlichen Berichten fortlaufend über die wichtigsten Kennzahlen zur finanziellen Entwicklung und der Risikosituation der Baader Bank AG und des Konzerns. Gegenstand regelmäßiger Beratungen waren die Unternehmenszahlen, die Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns einschließlich derTochterunternehmen, sowie die Entwicklung sämtlicher Geschäftsbereiche. Soweit auf Grund gesetzlicher odersatzungsgemäßer Vorschriften oder nach der Geschäftsordnung erforderlich, erteilte der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung seine Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Einzelvorgängen. Der Aufsichtsrat hat sich auch über die Entwicklung und Auswirkung der Schuldenkrise informieren lassen.

Im Berichtsjahr haben fünf Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden. Schwerpunkte der Beratungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten vor allem die Entwicklung des neuen Geschäftsbereiches Corporates & Markets sowie die Risiken im Treasury-Bestand. Weitere Themen waren die Reorganisation der Skontroführung von Aktien an der Bayerischen Börse sowie die Einführung der neuen Bankensoftware. Darüber hinaus waren die Positionierung der Baader Bank AG, ihre finanzielle Entwicklung und die ihrerTochterunternehmen, wichtige Geschäftsereignisse sowie die aktuellen Veränderungen im Börsenumfeld insbesondere an der Frankfurter Wertpapierbörse Gegenstand der Beratungen. Der Compliance-Beauftragte hat im Rahmen eines Berichts in der Sitzung am 20.12.2011 den Aufsichtsrat über seine Tätigkeit im Rahmen der neuen MaComp informiert. Darüber hinaus legte der Compliance-Beauftragte halbjährlich seinen ausführlichen Bericht in den Aufsichtsratssitzungen vor und erläuterte diesen.

In der Sitzung am 20.12.2011 wurde ebenfalls eingehend über die Geschäfts- und Risikostrategie der Baader Bank beraten.

Der Aufsichtsrat wurde auch zwischen den Sitzungen über Vorhaben informiert, die von besonderer Bedeutung waren. Sofern erforderlich, wurden Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich darüber hinaus in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über wichtige Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle berichten lassen. Ihm wurden die Protokolle der Vorstandssitzungen zeitnah zur Verfügung gestellt. In regelmäßigen Gesprächen mit dem Compliance-Beauftragten hat er sich über Einzelthemen informiert.

Die von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer Clostermann & Jasper Partnerschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bremen, haben den Jahresabschluss und den Lagebericht der Baader Bank AG zum 31.12.2011 sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31.12.2011 nach HGB-Grundsätzen geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss und der Konzern-lagebericht wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, zuletzt geändert durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ("BilMoG"), sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute ("RechKredV") aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden rechtzeitig die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns übersandt. Der Aufsichtsrat hat in seiner heutigen Bilanzsitzung des Aufsichtsrats den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht der Baader Bank AG sowie den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht und den Abhängigkeitsbericht unter Einbeziehung des Prüfungsberichts intensiv geprüft. Die Prüfungsberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der heutigen Bilanzsitzung des Aufsichtsrats in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. In dieser Sitzung hat der Vorstand die Abschlüsse der Baader Bank AG und des Konzerns sowie das Risikomanagementsystem erläutert. Der Abschlussprüfer stellte Umfang und Schwerpunkte der Abschlussprüfung dar und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung sowie darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems vorlägen. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben.

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Die Abschlussprüfer Clostermann & Jasper Partnerschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bremen haben den Abhängigkeitsbericht des Vorstands entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

  • 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und
  • 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
  • 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss 2011 in seiner heutigen Sitzung gebilligt. Der Jahresabschluss 2011 ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands an, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 0,03 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat hat im Dezember 2011 die Verlängerung des Vorstandsvertrages mit Herrn Nico Baader für weitere fünf Jahre beschlossen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die verantwortungsbewusste und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Unterschleißheim, den 29. März 2012

Der Aufsichtsrat

Dr. Horst Schiessl Vorsitzender

Konzern- Jahresabschluss

Inhaltsübersicht Konzern-Jahresabschluss

Konzern-Bilanz 18
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 20
Konzern-Eigenkapitalspiegel 22
Konzern-Kapitalflussrechnung 24
Anhang 26
I. Grundlagen 27
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 27
Barreserve 27
Forderungen 27
Wertpapiere (ohne Handelsbestand) 27
Handelsbestand 27
Umwidmung 27
Derivative Finanzinstrumente 28
Beteiligungen 28
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 28
Sonstige Vermögensgegenstände 28
Verbindlichkeiten und Rückstellungen 28
Fonds für allgemeine Bankrisiken 28
Währungsumrechnung 28
III. Änderungen von Bewertungs-,
Bilanzierungs- und Ausweismethoden
28
IV. Konsolidierungskreis 29
V. Konsolidierungsmethoden 29
Tochtergesellschaften 29
Assoziierte Unternehmen 30
VI. Erläuterungen zur Bilanz 30
Fremdwährungsvolumina 30
Forderungen an Kreditinstitute 30
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wertpapiere
31
Restlaufzeitengliederung 31
Anlagevermögen 32
Anteilsbesitz 32
Sonstige Vermögensgegenstände 32
Aktive Rechnungsabgrenzung 32
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 32
Sonstige Verbindlichkeiten 32
Pensionsrückstellungen 32
Deckungsvermögen 33
Andere Rückstellungen 33
Fonds für allgemeine Bankrisiken 33
Handelsbestand 33
Bewertungseinheiten 33
Derivative Finanzinstrumente 33
Anteile an Investmentfonds 34
Latente Steuern 34
Eigenkapital des Baader Konzerns 34
Eventualverbindlichkeiten 36
Andere Verpflichtungen 36
VII. Nicht in der Bilanz
enthaltene Geschäfte
36
Angaben nach § 285 Nr. 3 HGB 36
Angaben nach § 285 Nr. 3a HGB 36
VIII. Erläuterungen zur
Gewinn- und Verlustrechnung
36
Sonstige betriebliche Erträge 36
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
36
Sonstige betriebliche Aufwendungen 36
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 36
IX. Ergänzende Angaben 37
Mehrheitsbeteiligung 37
Mitarbeiter 37
Gesamtbezüge des Vorstands und
des Aufsichtsrats
37
Honorare des Abschlussprüfers 37
Organe der Baader Bank AG 37
Mandate nach § 340a Absatz 4 Nr. 1 HGB 37
Verzicht auf Offenlegung nach § 264 Absatz 3 HGB
i.V.m. § 340a Absatz 2 Satz 4 HGB
38
X. Aufstellung des Anteilsbesitzes
des Baader Konzerns 38

Konzern-Bilanz

zum 31.12.2011

Aktiva in € 31.12.2011 31.12.2010
1. Barreserve
a) Kassenbestand 1.043,07 2.758,48
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 5.029.689,76 5.030.732,83 2.890.601,85 2.893.360,33
darunter:
bei der Deutschen Bundesbank € 5.029.689,76
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 65.172.445,18 136.428.557,17
b) andere Forderungen 19.855.755,79 85.028.200,97 11.994.792,68 148.423.349,85
3. Forderungen an Kunden 21.103.849,23 31.159.427,49
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert € 747.883,33
Kommunalkredite € 0,00
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Anleihen und Schuldverschreibungen
aa) von öffentlichen Emittenten 35.461.045,89 58.052.809,81
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 10.232.784,25
ab) von anderen Emittenten 177.633.971,66 213.095.017,55 202.908.925,33 260.961.735,14
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 31.322.898,44
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 500.000,00 693.167,60
5a.Handelsbestand 117.651.799,84 98.315.904,08
6. Beteiligungen 1.560.083,27 1.562.969,51
darunter:
an Kreditinstuten € 0,00
an Finanzdienstleistungsinstituten € 120.000,00
7. Anteile an assoziierten Unternehmen 4.479.148,69 4.851.545,56
darunter:
an Kreditinstuten € 0,00
an Finanzdienstleistungsinstituten € 0,00
8. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.630.335,67 19.252.136,67
b) Geschäfts- oder Firmenwert 13.951.033,00 16.207.048,00
c) geleistete Anzahlungen 486.531,50 42.067.900,17 4.522.652,67 39.981.837,34
9. Sachanlagen 28.975.665,18 19.119.846,57
10. Sonstige Vermögensgegenstände 11.932.729,18 12.179.602,59
11. Rechnungsabgrenzungsposten 1.504.191,83 553.186,46
12. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 2.891.178,26 2.999.507,09
Summe Aktiva 535.820.497,00 623.695.439,61
Passiva in € 31.12.2011 31.12.2010
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 34.310.739,73 43.695.683,60
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 35.374.845,87 69.685.585,60 32.814.822,51 76.510.506,11
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 109.094.857,12 177.184.253,02
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 207.507.334,98 316.602.192,10 202.426.887,77 379.611.140,79
3. Handelsbestand 1.909.056,37 2.937.899,74
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.641.879,14 5.509.147,83
5. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 821.229,54 733.410,47
b) Steuerrückstellungen 235.624,13 580.080,59
c) andere Rückstellungen 7.794.277,06 8.851.130,73 11.489.664,08 12.803.155,14
6. Fonds für allgemeine Bankrisiken 30.100.000,00 36.000.000,00
7. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 45.326.917,00 45.389.518,00
b) Kapitalrücklage 31.431.265,61 31.431.265,61
c) Gewinnrücklagen
ca) andere Gewinnrücklagen 23.829.815,57 25.502.355,69
cb) Rücklage aus Währungsumrechnung 189.780,66 24.019.596,23 150.561,06
d) Anteile Minderheitsgesellschafter 1.865.061,28 2.278.074,97
e) Bilanzgewinn 2.387.812,94 105.030.653,06 5.571.814,67 110.323.590,00
Summe Passiva 535.820.497,00 623.695.439,61
Eventualverbindlichkeiten
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Gewährleistungsverträgen 7.583,00 0,00
Andere Verpflichtungen
a) Unwiderrufliche Kreditzusagen 1.010.065,41 1.914.118,22

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

für den Zeitraum vom 01.01.2011 bis 31.12.2011

in € 31.12.2011 31.12.2010
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 2.371.074,37 1.039.120,30
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 14.039.556,61 16.410.630,98 11.579.535,01
2. Zinsaufwendungen – 10.535.354,49 5.875.276,49 – 7.750.900,08 4.867.755,23
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 964.304,55 331.607,14
b) Beteiligungen 14.632,50 978.937,05 14.632,50 346.239,64
4. Provisionserträge 49.148.800,53 49.937.974,00
5. Provisionsaufwendungen – 17.926.867,96 31.221.932,57 – 15.366.323,04 34.571.650,96
6. Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestands 46.272.850,88 63.609.478,03
7. Sonstige betriebliche Erträge 1.848.155,79 2.566.032,97
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter – 44.809.270,38 – 46.808.977,00
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung – 4.515.306,47 – 49.324.576,85 – 4.443.487,20
darunter:
für Altersversorgung € – 108.210,22
b) andere Verwaltungsaufwendungen – 31.589.670,26 –80.914.247,11 – 29.936.120,74 – 81.188.584,94
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen –8.843.981,37 – 7.493.860,50
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen –851.194,27 – 931.236,96
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie
Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft –174.715,71 – 19.372.658,15
12. Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken – 36.000.000,00
13. Entnahmen aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken 5.900.000,00 0,00
Übertrag: 1.313.014,32 –39.025.183,72
in € 31.12.2011 31.12.2010
Übertrag: 1.313.014,32 –39.025.183,72
14. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen
und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere
0,00 – 865.623,58
15. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen,
Anteilen an verbundenen Unternehmen und
wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren
11.084,89 130.094,74
16. Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen –328.896,86 – 693.477,72
17. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 995.202,35 – 40.454.190,28
18. Außerordentliche Erträge 0,00 6.600.264,38
19. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0,00 – 31.214,00 6.569.050,38
20. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 452,39 – 1.142.121,97
21. Sonstige Steuern, soweit nicht
unter Posten 10. ausgewiesen
–115.732,52 – 325.138,51
22. Jahresüberschuss 879.922,22 – 35.352.400,38
23. Minderheitsgesellschaftern
zustehender Jahresüberschuss
–215.553,32 – 417.954,22
24. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 125.072,51 4.308.417,79
25. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) aus anderen Gewinnrücklagen 1.891.253,02 1.891.253,02 38.765.776,85 38.765.776,85
26. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in andere Gewinnrücklagen – 292.881,50 –292.881,50 – 1.732.025,37 – 1.732.025,37
27. Bilanzgewinn 2.387.812,93 5.571.814,67

Konzern-Eigenkapitalspiegel

zum 31.12.2010 und 31.12.2011

Geschäftsjahr 2010 Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Erwirtschaftetes Konzernergebnis
in T€ Stammaktien Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzgewinn
Stand 31. Dezember 2009 (IFRS) 45.909 61.427 50.189 18.485
IFRS - HGB - Umstellung 0 – 29.995 845 3.724
Stand 1. Januar 2010 (HGB alt) 45.909 31.431 51.034 22.209
Ausgabe von Anteilen 0 0 19 0
Erwerb / Einziehung eigener Anteile 0 0 0 0
Gezahlte Dividenden 0 0 0 – 5.900
Übrige Veränderungen 0 0 0 0
Konzernjahresergebnis 0 0 0 – 35.770
Übriges Konzernergebnis 0 0 0 0
Konzerngesamtergebnis 0 0 0 – 35.770
BilMoG - Erstanwendungseffekt 0 0 – 1.046 530
Neutrale Ergebnisveränderungen 0 0 – 24.504 24.504
Stand 31. Dezember 2010 (HGB) 45.909 31.431 25.502 5.572
Geschäftsjahr 2011 Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Erwirtschaftetes Konzernergebnis
in T€ Stammaktien Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzgewinn
Stand 1. Januar 2011 (HGB) 45.909 31.431 25.502 5.572
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Erwerb / Einziehung eigener Anteile 0 0 – 48 0
Gezahlte Dividenden 0 0 0 – 5.447
Übrige Veränderungen 0 0 – 26 0
Konzernjahresergebnis 0 0 0 665
Übriges Konzernergebnis 0 0 0 0
Konzerngesamtergebnis 0 0 0 665
Neutrale Ergebnisveränderungen 0 0 – 1.598 1.598
Stand 31. Dezember 2011 (HGB) 45.909 31.431 23.830 2.388
Minderheitsgesellschafter Eigenkapitaldifferenz
Konzerneigenkapital Minderheitskapital aus Währungsumrechnung Eigenkapital Eigene Anteile
177.561 2.016 66 175.479 –530
– 25.481 – 93 39 – 25.427 0
152.081 1.923 105 150.053 –530
0 0 30 11
0 0 0 0
– 5.963 – 63 0 – 5.900 0
0 0 0 0
– 35.352 418 0 – 35.770 0
0 46 0 0
– 35.307 418 46 – 35.700 0
– 516 0 0 – 516 0
0 0 0 0
110.324 2.278 151 107.895 –519
Minderheitsgesellschafter Eigenkapitaldifferenz
Konzerneigenkapital Minderheitskapital aus Währungsumrechnung Eigenkapital Eigene Anteile
110.324 2.278 151 107.895 –519
0 0 0 0 0
– 111 0 0 – 111 – 63
– 5.886 – 439 0 – 5.447 0
– 216 – 190 0 – 26 0
881 216 0 665 0
39 0 39 0 0
920 216 39 665 0
0 0 0 0
0
105.031
1.865 190 102.976 –582

Konzern-Kapitalflussrechnung

in T€ 2011 2010
1. Periodenergebnis (inkl. Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) 880 –35.352
Im Periodenergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und
Überleitung auf den Cashflow der normalen Geschäftstätigkeit:
2. Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen auf
Forderungen und Gegenständen des Anlagevermögens 9.670 9.533
3. Veränderung der Rückstellungen – 3.952 – 1.126
4. andere zahlungsunwirksame Aufwendungen – 6.521 28.054
5. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Anlagevermögen 10 – 70
6. sonstige Anpassungen (Saldo) – 5.160 – 1.895
7. Zwischensumme –5.073 –856
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit:
8. Forderungen
8a. an Kreditinstitute 70.023 – 63.610
8b. an Kunden 10.576 1.491
9. Wertpapiere (soweit nicht Anlagevermögen) 28.415 – 137.038
10. andere Aktiva aus laufender Geschäftstätigkeit – 596 1.895
11. Verbindlichkeiten
11a. gegenüber Kreditinstituten – 6.300 45.578
11b. gegenüber Kunden – 73.180 83.571
12. Handelspassiva – 1.029 2.273
13. andere Passiva aus laufender Geschäftstätigkeit – 1.867 – 398
14. erhaltene Zinsen und Dividenden 16.651 9.859
15. gezahlte Zinsen – 9.525 – 4.977
16. Ertragssteuerzahlungen – 1.493 – 2.942
17. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 26.172 –65.154
18. Einzahlungen aus Abgängen des
18a. Finanzanlagevermögens 14 24
18b. Sachanlagevermögens und immateriellen Anlagevermögens 0 32
19. Auszahlungen für Investitionen in das
19a. Sachanlagevermögen – 11.282 – 1.275
19b. immaterielle Anlagevermögen – 9.525 – 5.627
20. Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten – 216 – 2.224
21. Cashflow aus der Investitionstätigkeit –21.009 –9.070
22. Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter
22a. Dividendenzahlungen – 5.447 – 5.900
22b. sonstige Zahlungen – 111 29
23. Mittelveränderungen aus sonstigem Kapital (Saldo) 9.098 91.449
24. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 3.540 85.578
25. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe 17, 21 und 24) 8.703 11.354
26. wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 39 624
27. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 12.889 911
28. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 21.631 12.889

Konzern-Anhang

Anhang

I. Grundlagen

Gemäß § 315a Absatz 1 HGB in Verbindung mit der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 sind die International Financial Reporting Standards (IFRS) bzw. International Accounting Standards (IAS) seit dem 1. Januar 2005 für alle kapitalmarktorientierten Unternehmen in der Europäischen Union verbindlich anzuwenden.

Mit dem Segmentwechsel der Börsennotiz der Aktien der Baader Bank AG vom geregelten Markt in den Freiverkehr im März 2010 liegt keine Kapitalmarktorientierung im Sinne des § 264d HGB mehr vor. Die Baader Bank AG macht seit dem 1. Januar 2011 von dem Wahlrecht gemäß § 315a Absatz 3 Satz 1 HGB keinen Gebrauch mehr.

Der Konzernabschluss der Baader Bank AG für das Geschäftsjahr 2011 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, zuletzt geändert durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ("BilMoG"), sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute ("RechKredV") aufgestellt worden. Die Vorschriften des Aktiengesetzes wurden beachtet.

Der Konzernabschluss orientiert sich auch an den vom Deutschen Standardisierungsrat (DSR) verabschiedeten und vom Bundesministerium der Justiz (BMJ) gemäß § 342 Absatz 2 HGB bekannt gemachten Standards.

Neben der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und -verlustrechnung enthält der Konzernabschluss als weitere Komponenten einen Eigenkapitalspiegel, eine Kapitalflussrechnung sowie einen Konzernanhang. Das Wahlrecht gemäß § 297 Absatz 1 Satz 2 HGB wurde nicht in Anspruch genommen und auf eine Segmentberichterstattung verzichtet.

Zum Zweck der Übersichtlichkeit sind die Werte in Tausend € ausgewiesen.

Der Bilanzstichtag ist der 31. Dezember 2011. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Bei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden werden die allgemeinen Bewertungsgrundsätze (§§ 252 ff. HGB), die besonderen Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie die für Kreditinstitute geltenden besonderen Bewertungsvorschriften (§§ 340a ff. HGB) beachtet.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Soweit einzelne Posten in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst werden, erfolgt eine Aufgliederung im Anhang.

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Barreserve

Die Bestände der Barreserve sind zum Nennbetrag bewertet.

Forderungen

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sind grundsätzlich mit dem Nominalbetrag oder den Anschaffungskosten ausgewiesen und werden um erforderliche Wertberichtigungen in ausreichendem Maße gekürzt.

Wertpapiere (ohne Handelsbestand)

Wertpapiere sind, sofern sie zu Handelszwecken gehalten werden, wie im separaten Abschnitt "Handelsbestand" beschrieben, bewertet.

Wertpapiere die dazu bestimmt sind dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen sind als Finanzanlagen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip entsprechend § 253 Absatz 1 und 3 HGB zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung wird berücksichtigt.

Sofern erforderlich werden Zuschreibungen nach dem Wertaufholungsgebot (§ 253 Absatz 5 HGB) vorgenommen. Von der gemäß § 340c Absatz 2 HGB zulässigen Aufrechnung wird Gebrauch gemacht.

Das Bewertungswahlrecht gemäß § 340e Absatz 1 Satz 3 HGB in Verbindung mit § 253 Absatz 3 Satz 4 HGB wird nicht in Anspruch genommen. Der Baader Konzern hat zum Bilanzstichtag keine Wertpapiere, die dazu bestimmt sind dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen, im Bestand.

Wertpapiere die weder dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen, noch dem Handelsbestand zugeordnet sind, werden als Umlaufvermögen nach dem strengen Niederstwertprinzip gemäß § 253 Absatz 1 und 4 HGB mit ihren Anschaffungskosten beziehungsweise mit den niedrigeren Börsenwerten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Der beizulegende Zeitwert gemäß § 255 Absatz 4 entspricht grundsätzlich dem Marktpreis. Ist zum Bilanzstichtag kein Marktpreis feststellbar, leitet sich der beizulegende Zeitwert für Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere aus dem theoretischen Preis ab. Der theoretische Preis für Zinsprodukte wird nach der AIBD-ISMA-Methode ermittelt. Für Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden die Discounted-Cash-Flow-Methode und die Peer-Group-Analyse angewendet. Sofern für derivative Finanzinstrumente kein aktiver Markt vorliegt, erfolgt die Ermittlung des Zeitwerts mittels des Black-Scholes-Modells aus dem Marktpreis der einzelnen Bestandteile des Derivats. Sofern kein beizulegender Zeitwert ermittelbar ist, werden die Anschaffungskosten im Sinne des § 255 Absatz 4 Satz 4 HGB fortgeführt.

Handelsbestand

Die Bewertung der Finanzinstrumente des Handelsbestandes erfolgt bei Zugang mit den Anschaffungskosten. Die Folgebewertung geschieht entsprechend § 340e Absatz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bei finanziellen Vermögensgegenständen bzw. zuzüglich eines Risikozuschlags bei finanziellen Verpflichtungen. Hinsichtlich der Ableitung von Zeitwerten wird auf den separaten Abschnitt "Wertpapiere (ohne Handelsbestand)" verwiesen.

Ausgangspunkt für die Ermittlung des Risikoabschlags bzw. -zuschlags ist der Value-at-Risk ("VAR"). Der Value-at-Risk bezeichnet dabei ein Risikomaß, das angibt, welchen Wert der Verlust des betrachteten Portfolios mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit und in einem gegebenen Zeithorizont nicht überschreitet. Zur Ermittlung der Markpreisrisiko- ("VAR") -Werte verwendet der Baader Konzern den Monte-Carlo-Simulations-Ansatz. Bei der Berechnung wird eine Haltedauer von 10 Tagen bei einem Konfidenzniveau von 99% unterstellt. Es werden bis zu 100 Beobachtungstage berücksichtigt.

Der Value-at-Risk wird zu jedem Monatsultimo für den gesamten Handelsbestand ermittelt und ins Verhältnis zum gesamten beizulegenden Zeitwert des Handelsbuchs gesetzt (prozentualer Risikoabschlag). Der prozentuale Risikoabschlag wird bei finanziellen Vermögensgegenständen auf die positive Differenz zwischen beizulegenden Zeitwert und den historischen Anschaffungskosten bzw. bei finanziellen Verpflichtungen auf die negative Differenzzwischen beizulegenden Zeitwert und historischen Anschaffungskosten angewendet. Um den so ermittelten Risikoabschlag bzw. Risikozuschlag erfolgt eine Reduzierung der Handelsaktiva bzw. eine Erhöhung der Handelspassiva.

Umwidmung

Für die Zuordnung von Forderungen und Wertpapieren zum Handelsbestand, zur Liquiditätsreserve oder zu den wie Anlagevermögen bewerteten Vermögensgegenständen ist jeweils die Zweckbestimmung zum Erwerbszeitpunkt maßgebend (§ 247 Absatz 1 und 2 HGB).

Eine Umgliederung in den Handelsbestand ist ausgeschlossen und eine Umgliederung aus dem Handelsbestand erfolgt nur dann, wenn außergewöhnliche Umstände, insbesondere schwerwiegende Beeinträchtigungen der Handelbarkeit der Finanzinstrumente, zu einer Aufgabe der Handelsabsicht führen.

Eine Umwidmung zwischen den Kategorien Liquiditätsreserve und wie Anlagevermögen behandelte Vermögensgegenstände wird vorgenommen, wenn sich die festgelegte Zweckbestimmung seit deren erstmaligem Ansatz geändert hat und dies dokumentiert ist. Die Umwidmung der Forderungen beziehungsweise Wertpapiere erfolgt zum Zeitpunkt der Änderung der Zweckbestimmung.

Im Geschäftsjahr 2011 erfolgte keine Umwidmung von Finanzinstrumenten.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzgeschäfte wurden wie folgt bilanziert und bewertet:

  • Gezahlte Optionsprämien aus dem Kauf von Kauf- bzw. Verkaufsoptionen werden als aktivischer Handelsbestand bilanziert und mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet.
  • Vereinnahmte Optionsprämien aus dem Verkauf von Kauf- bzw. Verkaufsoptionen werden als passivischer Handelsbestand bilanziert und mit dem beizulegenden Zeitwert zuzüglich eines Risikozuschlags bewertet.
  • Marginforderungen aus Futuregeschäften werden als Sonstige Vermögensgegenstände bilanziert und zum Nennbetrag bewertet.
  • Marginverpflichtungen aus Futuregeschäften werden als Sonstige Verbindlichkeiten bilanziert und zum Nennbetrag bewertet.

Beteiligungen

Beteiligungen sind gemäß den für das Anlagevermögen geltenden Regelungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe, die zu einer Abschreibung geführt haben, nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten. Darüber hinaus wird auf den separaten Abschnitt "Wertpapiere (ohne Handelsbestand)" verwiesen.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Gemäß dem Schreiben der BaFin vom 16. August 2005 hat die Bilanzierung von Software beim Anwender auch für Banken unter der Position Immaterielle Anlagewerte zu erfolgen. Die BaFin nimmt in ihrem Schreiben Bezug auf die entsprechende Stellungnahme des Hauptfachausschusses des Institutes der Wirtschaftsprüfer. In Übereinstimmung mit diesem Schreiben weist der Baader Konzern seit dem 31. Dezember 2005 seine EDV-Standard-Software unter den Immateriellen Anlagewerten aus.

Entgeltlich erworbene Immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 150,00 (netto) werden sofort erfolgswirksam im Aufwand erfasst. Darüber hinaus werden geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 1.000,00 in einem jährlichen Sammelposten erfasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen auf Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sind mit dem Nominalbetrag ausgewiesen und werden gegebenenfalls um erforderliche Wertberichtigungen in ausreichendem Maße gekürzt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag, vermindert um erforderliche Abschreibungen und Wertberichtigungen, angesetzt.

Verbindlichkeiten und Rückstellungen

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte mittels des ratierlich degressiven Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinses, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser beträgt gemäß der Festsetzung der Deutschen Bundesbank 5,14%.

Altersvorsorgeverpflichtungen, deren Höhe sich nach dem beizulegenden Zeitwert von Wertpapieren des Anlagevermögens bzw. dem Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, werden zum beizulegenden Zeitwert dieser Wertpapiere bzw. dem Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs angesetzt, sofern dieser einen garantierten Mindestbetrag übersteigt.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe ihres notwendigen Erfüllungsbetrags bemessen, der sich in Übereinstimmung mit § 253 Absatz 1 HGB gemäß den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ergibt. Sofern die voraussichtliche Restlaufzeit der jeweiligen Rückstellung länger als ein Jahr ist, erfolgt eine Abzinsung der Rückstellung mit dem jeweiligen von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken beinhaltet Beiträge die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Deckung besonderer Risiken notwendig sind. Unabhängig davon erfolgt gemäß § 340e Absatz 4 HGB eine Dotierung aus den Nettoerträgen des Handelsbestands. Zum Bilanzstichtag ist der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340e Absatz 4 Nr. 2 HGB in Höhe von 50% des Durchschnitts der letzen fünf jährlichen Nettoerträge des Handelsbestands dotiert.

Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung folgt den in §§ 256a und 340h HGB vorgegebenen Grundsätzen.

Auf fremde Währungen lautende und wie Anlagevermögen behandelte Vermögensgegenstände, die nicht in derselben Währung besonders gedeckt sind, werden grundsätzlich zu historischen Anschaffungskosten angesetzt. Andere auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände und Schulden sowie noch nicht abgewickelte Kassageschäfte sind zum Kassamittelkurs des Bilanzstichtags umgerechnet, Devisentermingeschäfte zum Terminkurs am Bilanzstichtag.

Zum Bilanzstichtag besteht auf fremde Währung lautendes Anlagevermögen in Höhe von T€ 8 das zum Kassamittelkurs des Bilanzstichtags umgerechnet wurde. Diese Vermögensgegenstände betreffen ausschließlich das Anlagevermögen der Conservative Concept AG, Zug (Schweiz). Darüber hinaus bestehen zum 31. Dezember 2011 keine weiteren auf fremde Währung lautende und wie Anlagevermögen behandelte Vermögensgegenstände.

Die Behandlung der Ergebnisse aus der Fremdwährungsumrechnung richtet sich danach, ob es sich um Fremdwährungsgeschäfte des Handelsbestands, um besonders gedeckte oder nicht besonders gedeckte Geschäfte handelt. Im Falle des Handelsbestands sowie bei Bestehen besonderer Deckung werden sowohl die Aufwendungen als auch die Erträge aus der Währungsumrechnung erfolgswirksam erfasst. Gleiches gilt für Fremdwährungsposten ohne besondere Deckung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Demgegenüber werden bei Fremdwährungsposten, die nicht besonders gedeckt sind und eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, nur die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung dem Imparitätsprinzip entsprechend erfolgswirksam berücksichtigt.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Fremdwährungsposten ohne besondere Deckung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

III. Änderungen von Bewertungs-, Bilanzierungsund Ausweismethoden

Der Konzernabschluss der Baader Bank AG für das Geschäftsjahr 2011 ist im Gegensatzzum Vorjahr nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. In diesem Zusammenhang wurden die Vorjahresbeträge angepasst.

Nach § 340c Absatz 2 Satz 1 HGB dürfen die Abschreibungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapiere des Anlagevermögens mit den Erträgen aus Zuschreibungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapiere des Anlagevermögens verrechnet und in einem Aufwands- oder Ertragsposten ausgewiesen werden.

Die Aufwendungen und Erträge aus der Anwendung des § 340f Absatz 1 HGB, aus Geschäften mit Wertpapieren der Liquiditätsreserve, Aufwendungen aus Abschreibungen sowie Erträge aus Zuschreibungen zu diesen Wertpapieren dürfen nach § 340f Absatz 3 HGB mit den Aufwendungen aus Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen, Zuführungen zu Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und für Kreditrisiken sowie mit den Erträgen aus Zuschreibungen zu Forderungen oder aus deren Eingang nach teilweiser oder vollständiger Abschreibung und aus Auflösungen von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und für Kreditrisiken verrechnet werden und in der Gewinnund Verlustrechnung als Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft oder als Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft ausgewiesen werden.

Eine teilweise Saldierung der oben beschriebenen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 33 RechKredV bzw. § 32 RechKredV nicht zulässig.

Der Baader Konzern hat zum 31. Dezember 2011 erstmalig von den beschriebenen Ausweiswahlrechten in der Gewinn- und Verlustrechnung Gebrauch gemacht. In diesem Zusammenhang wurden die Vorjahresbeträge angepasst.

Tabelle 7 Vollkonsolidierte Unternehmen in T€
-----------------------------------------------
Gesellschaft Anteile am Kapital in% Grundkapital Eigenkapital Bilanzsumme Jahresergebnis Erstkonsolidierung
Baader Management AG,
Unterschleißheim 100,00 50 45 46 – 1 31. Dezember 2003
N.M. Fleischhacker AG,
Frankfurt am Main 100,00 5.000 6.377 9.084 0 ¹ 1. Januar 2009
Baader & Heins Capital
Management AG,
Unterschleißheim 75,00 50 3.775 5.622 1.286 1. Januar 2005
Conservative Concept
Portfolio Management AG,
Bad Homburg 60,89 140 2.105 2.652 221 1. Oktober 2006
Conservative Concept AG,
Zug (Schweiz)² 100,00 ³ 62 1.070 1.198 – 326 1. Oktober 2006

1 Das Ergebnis des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2011 wird aufgrund eines mit der Baader Bank AG geschlossenen Ergebnisabführungsvertrags mit € 0,00 ausgewiesen.

2 Die Anteile an der Conservative Concept AG, Zug (Schweiz) werden mittelbar über die Beteiligung an der Conservative Concept Portfolio Management AG, Bad Homburg gehalten.

3 Die Zahlen des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2011 wurden umgerechnet (€/CHF 1,2156).

IV. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 sind neben der Baader Bank AG als Mutterunternehmen insgesamt fünfTochterunternehmen (Vorjahr: achtTochterunternehmen) einbezogen (Baader Konzern). An diesen Tochterunternehmen hält die Baader Bank AG direkt oder indirekt mehr als 50% der Anteile oder übt einen beherrschenden Einfluss aus. Von diesen Unternehmen haben vier ihren Sitz im Inland und ein Unternehmen hat seinen Sitz im Ausland.Tochterunternehmen oder assoziierte Unternehmen die von untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Baader Konzerns sind bestehen nicht.

In den Konzernabschluss werden zum 31. Dezember 2011 folgende vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen: Tabelle 7

Die Baader Bank AG unterhält mit der Baader Unterstützungskasse e. V., Unterschleißheim eine Zweckgesellschaft im Sinne des § 290 Absatz 2 Nr. 4 HGB für die grundsätzlich eine Pflicht zur Einbeziehung in den Konzernabschluss besteht. Aus Gründen der Wesentlichkeit wurde zum 31. Dezember 2011 gemäß § 296 Absatz 2 Satz 1 HGB auf eine Konsolidierung verzichtet.

Mit Kaufvertrag vom 31. Januar 2011 hat die Baader Bank AG weitere 25% der Anteile an der direcct AG, Unterschleißheim erworben und somit den Kapitalanteil an der Gesellschaft auf 100% erhöht.

Gemäß Verschmelzungsvertrag vom 22. Juni 2011 wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2011 die direcct AG auf die Baader Bank AG verschmolzen.

Die Baader Bank AG hat mit Kaufvertrag vom 8. Mai 2011 die Anteile an der KA.DE. GE Kapital.Devisen.Geld Vermittlungsgesellschaft m. b.H., Unterschleißheim an die Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim verkauft.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 28. Juni 2011 wurde die KA.DE.GE Kapital.Devisen. Geld Vermittlungsgesellschaft m.b.H. mit Wirkung zum 1. Januar 2011 auf die Baader & Heins Capital Management AG verschmolzen.

Die KDG Abwicklungsgesellschaft mbH i. L., Unterschleißheim ist mit Wirkung zum 12. Dezember 2011 erloschen.

In den Konzernabschluss werden zum 31. Dezember 2011 folgende assoziierte Unternehmen einbezogen: Tabelle 8

Die Baader Bank AG hält zum 31. Dezember 2011 weiterhin 21,93% der Anteile an der Parsoli Corporation Ltd., Mumbai (Indien). Durch das Ausscheiden der Vertreter der Baader Bank AG im Geschäftsjahr 2009 aus dem Verwaltungsrat der Parsoli Corporation Ltd. kann von einem maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft weiterhin nicht ausgegangen werden. Der Ausweis der Anteile erfolgt daher unter dem Posten Beteiligungen.

V. Konsolidierungsmethoden

Der Konzerabschluss beinhaltet Finanzinformationen der Muttergesellschaft, Baader Bank AG sowie derTochtergesellschaften und stellt die einzelnen Konzerngesellschaften als eine wirtschaftliche Einheit dar (Baader Konzern).

Tochtergesellschaften

Tochtergesellschaften des Baader Konzerns sind die von ihm beherrschten Einheiten. Der Baader Konzern verfügt über einen beherrschenden Einfluss auf Tochtergesellschaften, wenn er deren Finanz- und Geschäftspolitik bestimmen kann. Dies wird in der Regel bei einer direkten oder indirekten Kapitalbeteiligung von mehr als der Hälfte der Stimmrechte an den Unternehmen angenommen. Das Bestehen potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder wandelbar sind, wird bei der Prüfung, ob der Konzern ein anderes Unternehmen beherrscht, berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag bestehen keine potenziellen Stimmrechte.

Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt vollkonsolidiert, an dem der Baader Konzern einen beherrschenden Einfluss erlangt. Die Konsolidierung endet mit dem Zeitpunkt, zu dem keine beherrschende Einflussnahme mehr vorliegt.

Der Baader Konzern überprüft mindestens zu jedem Jahresabschluss die Angemessenheit zuvor getroffener Konsolidierungsentscheidungen. Entsprechend werden etwaige organisatorische Veränderungen unmittelbar berücksichtigt. Dazu gehören neben Änderungen der Eigentumsverhältnisse jegliche Änderungen von bestehenden oder mit einer Einheit neu abgeschlossenen vertraglichen Verpflichtungen des Konzerns.

Tabelle 8 Assoziierte Unternehmen in T€
Gesellschaft Kapitalanteil
in %
Buchwert
der Anteile
Eigenkapital Bilanzsumme Jahresergebnis Marktwert
der Anteile
BAM Berlin Asset
Management GmbH, Berlin 30,00 105 306 ³ 413 ³ 151 ³ – ²
Gulf Baader Capital Markets,
S.A.O.C., Muscat (Oman) 30,00 4.374 13.591 ¹ 15.800 ¹ – 1.290 ¹ – ²

2 Zum 31. Dezember 2011 ist kein öffentlicher Marktpreis vorhanden.

3 Die Werte basieren auf dem letzten uns vorliegenden bestätigten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010.

Die Abschlüsse der in den Baader Konzern einbezogenen Gesellschaften sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die Vollkonsolidierung von Tochterunternehmen folgt grundsätzlich den in §§ 300 ff. HGB vorgegebenen Grundsätzen.

Für die Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen (Erwerb vor dem 31. Dezember 2009) nach der Erwerbsmethode besteht gemäß Artikel 66 Absatz 3 Satz 4 EGHGB das Wahlrecht die Buchwertmethode fortzuführen. Darüber hinaus ist für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 gemäß § 301 Absatz 1 HGB zwingend die Neubewertungsmethode anzuwenden.

Der Baader Konzern nimmt von dem Wahlrecht Gebrauch und führt für alle bis zum 31. Dezember 2008 erworbenen Tochterunternehmen die Buchwertmethode fort. FürTochterunternehmen die ab dem 1. Januar 2009 erworben wurden erfolgt die Anwendung der Neubewertungsmethode. Darüber hinaus haben seit dem 1. Januar 2010 keine weiteren Erwerbsvorgänge stattgefunden.

Buchwertmethode

Die Konsolidierung erfolgt auf Basis der in den jeweiligen Einzelabschlüssen ausgewiesenen Buchwerte. Das auf das zu konsolidierende Tochterunternehmen entfallende, anteilige Eigenkapital wird mit dem Beteiligungsbuchwert der Konzernunternehmen an dem Tochterunternehmen verrechnet. Hinsichtlich der Ermittlung des Beteiligungsbuchwerts wird auf den separaten Abschnitt "Beteiligungen" verwiesen.

Die Differenz zwischen anteiligem Eigenkapital und Beteiligungsbuchwert wird entsprechend der Beteiligungsquote auf die stillen Reserven und Lasten der Vermögensgegenstände und Schulden desTochterunternehmens verteilt. Der verbleibende Unterschiedsbetrag stellt einen Geschäfts- oder Firmenwert bzw. negativen Unterschiedsbetrag dar. Die so entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden nach § 309 Absatz 1 Satz 3 HGB (alt) mit den Gewinnrücklagen verrechnet

Neubewertungsmethode

Zum Erwerbszeitpunkt wird das Nettovermögen desTochterunternehmens zu Zeitwerten neu bewertet. Neben der Ermittlung der Zeitwerte für bereits bilanzierte Vermögenswerte und Schulden werden dabei auch bislang nicht bilanzierte Vermögensgegenstände bzw. Schulden angesetzt. Die Neubewertung der Vermögensgegenstände und Schulden führt zu einer Neubewertung des Eigenkapitals. Der auf die Konzernunternehmen entfallende Teil des Eigenkapitals wird mit den Anschaffungskosten verrechnet und die Differenz stellt den Geschäfts- oder Firmenwert ("Goodwill") bzw. den negativen Unterschiedsbetrag dar.

Die Abschreibung eines "Goodwill" erfolgt grundsätzlich über eine planmäßige Nutzungsdauer von 10 Jahren, da die historische Betrachtung gezeigt hat, dass eine Nutzungsdauer von 5 Jahren deutlich zu niedrig ist. Ein negativer Unterschiedsbetrag wir sofort erfolgswirksam aufgelöst.

Erwirbt der Konzern einen beherrschenden Einfluss durch sukzessiven Anteilserwerb, erfolgt zu jedem Erwerbszeitpunkt eine Ermittlung des "Goodwills" bzw. des negativen Unterschiedsbetrags.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Konsolidierung von Tochterunternehmen.

Erfolgt die Erstkonsolidierung einesTochterunternehmens zum Bilanzstichtag werden die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung desTochterunternehmens vollständig in die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns übernommen. Im Fall einer unterjährigen Erstkonsolidierung erfolgt eine anteilige Übernahme.

Wegen beschränkter Ausübungsmöglichkeit von Rechten bzw. Geringfügigkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogener Anteile an Tochterunternehmen (§ 296 Absatz 1 und 2 HGB) werden diese grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Darüber hinaus wird auf den separaten Abschnitt "Beteiligungen" verwiesen.

Zum Bilanzstichtag sind alle Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Aus Gründen der Wesentlichkeit wurde zum 31. Dezember 2011 auf die Konsolidierung einer Zweckgesellschaft verzichtet. Darüber hinaus wird auf den separaten Abschnitt "Konsolidierungskreis" verwiesen.

Assoziierte Unternehmen

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt, aber keinen beherrschenden Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen besitzt. In der Regel wird ein maßgeblicher Einfluss vermutet, wenn der Konzern zwischen 20% und 50% der Stimmrechte hält. Bei der Beurteilung, ob der Konzern die Möglichkeit besitzt, einen maßgeblichen Einfluss auf ein anderes Unternehmen auszuüben, werden die Existenz sowie der Effekt potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder wandelbar sind, berücksichtigt.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine potenziellen Stimmrechte.

Weitere Faktoren, die zur Beurteilung eines maßgeblichen Einflusses herangezogen werden, sind beispielsweise die Vertretung in Leitungs- und Aufsichtsgremien des Beteiligungsunternehmens sowie wesentliche Geschäftsvorfälle mit dem Beteiligungsunternehmen. Liegen solche Faktoren vor, könnte auch dann ein assoziiertes Unternehmen vorliegen, wenn die Beteiligung des Konzerns weniger als 20% der Stimmrechte umfasst.

Zum Bilanzstichtag werden ausschließlich Unternehmen als assoziiert berücksichtigt bei denen der Konzern einen Stimmrechtsanteil von mehr als 20% besitzt.

Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der sogenannten "Equity-Methode" gemäß § 315a HGB bei erstmaliger Anwendung mit den Anschaffungskosten bilanziert. In den Folgejahren anfallende Gewinne und Verlust sowie sonstige Reinvermögensänderungen des betreffenden assoziierten Unternehmens erhöhen oder vermindern die Anschaffungskosten ("Equity-Wert").

Der Konzern überprüft mindestens zu jedem Jahresabschluss den "Equity-Wert" auf seine Werthaltigkeit. Sofern der "Equity-Wert" den beizulegenden Zeitwert übersteigt wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Eine Wertaufholung erfolgt sofern der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen ist.

Zum Bilanzstichtag waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen erforderlich.

Zwischenergebnisse ausTransaktionen zwischen Konzerngesellschaften und assoziierten Unternehmen werden gegebenenfalls entsprechend der bestehenden Beteiligungsquote eliminiert.

Veräußert der Konzern Anteile an einem assoziierten Unternehmen vollständig oder teilweise erfolgt die Ermittlung des Veräußerungserfolgs durch Gegenüberstellung des erzielten Veräußerungserlöses und des auf den abgehenden Anteil entfallenden "Equity-Werts". Sofern der Konzern den maßgeblichen Einfluss auf ein assoziiertes Unternehmen ohne Veränderung der Beteiligungsquote verliert, erfolgt eine Fortführung des"Equity-Werts" nach der Anschaffungskostenmethode.

Die Beteilungsverhältnisse des Konzerns an assoziierten Unternehmen haben sich im Geschäftsjahr 2011 nicht verändert. Darüber hinaus hat der Konzern zum 31. Dezember 2011 weiterhin maßgeblichen Einfluss auf seine assoziierten Unternehmen.

VI. Erläuterungen zur Bilanz

Fremdwährungsvolumina

Am Bilanzstichtag bestehen Vermögensgegenstände in Fremdwährung in Höhe von umgerechnetT€ 42.924 (VorjahrT€ 76.983). Dabei handelt es sich um die folgenden Bilanzpositionen: Tabelle 9

Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährung lauten, bestehen zum 31. Dezember 2011 in Höhe von T€ 46.882 (VorjahrT€ 86.548). Hierbei handelt es sich um die folgenden Bilanzpositionen: Tabelle 10

Aus der Währungsumrechnung resultieren Erträge in Höhe von T€ 64 sowie Aufwendungen in Höhe von T€ 97 die im sonstigen Ergebnis ausgewiesen sind. Darüber hinaussind Aufwendungen in Höhe von T€ 46 unter dem Nettoertrag des Handelsbestands ausgewiesen.

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute bestehen aus Bankguthaben in Höhe von T€ 35.571 und aus sonstigen Forderungen in Höhe von T€ 49.457. Sie beinhalten keine Forderungen gegenüber Unternehmen zu denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Die Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere belaufen sich auf insgesamtT€ 213.095 und beinhalten keine Forderungen an verbundene Unternehmen. Tabelle 11

31.12.2011
Anleihen und Schuldverschreibungen 206.969 ¹
Stückzinsen 6.126
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere 213.095
1 In Höhe von T€ 10.000 sind Anleihen und Schuldverschreibungen nicht zum Marktpreis
sondern mit den Anschaffungskosten im Sinne des § 255 Absatz 4 Satz 4 HGB fortgeführt.
Eine Bewertung mittels theoretischer Preise im Sinne des § 255 Absatz 4 Satz 2 erfolgt in
Höhe von T€ 9.924. Darüber hinaus wird auf den separaten Abschnitt "Wertpapiere (ohne
Handelsbestand)" verwiesen.

Im Folgejahr werden Anleihen und Schuldverschreibungen in Höhe von T€ 20.021 fällig.

Restlaufzeitengliederung

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten gelten die folgenden Restlaufzeiten: Tabelle 12

mehr als mehr als
bis 3 Monate 3 Monate bis 1 Jahr 1 Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Andere Forderungen an Kreditinstitute 10.537 1.318 0 8.000
Forderungen an Kunden 14.636 2.567 3.901 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 25.393 0 0 9.982
Verbindlichkeiten ggü. Kunden mit vereinbarter
Laufzeit oder Kündigungsfrist 2.034 12.304 98.170 95.000

Aufgliederung der börsenfähigen Wertpapiere nach börsennotierten und nicht börsennotierten Wertpapieren: Tabelle 13

Tabelle 13 Aufgliederung der börsenfähigen Wertpapiere in T€

nicht börsenfähig börsenfähig nicht mit dem
Niederstwert bewertete
börsenfähige Wertpapiere
börsennotiert nicht börsennotiert
Anleihen und Schuldverschreibungen 0 196.969 10.000 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 693 9.607 0 0
Beteiligungen 4.802 1.206 120 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 13.688 0

Tabelle 9 Vermögensgegenstände in Fremdwährung in T€

Bilanzposition BRL CAD CHF GBP HKD INR JPY NOK SAR USD
Forderungen an Kreditinstituten 565 0 205 1.035 480 20 274 8 0 25.841
Forderungen an Kunden 0 0 78 30 176 0 4 0 32 14.144
Handelsbestand 0 0 0 0 0 0 0 0 12 0
Sonstige Aktiva 0 0 20 0 0 0 0 0 0 0
Vermögensgegenstände
in Fremdwährung 565 0 303 1.065 656 20 278 8 44 39.985

Tabelle 10 Verbindlichkeiten in Fremdwährung in T€

Bilanzposition BRL CAD CHF GBP HKD INR JPY NOK SAR USD
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstitute 0 36 0 0 129 0 0 0 0 14.952
Verbindlichkeiten ggü. Kunden 552 0 234 1.181 525 0 260 8 0 28.685
Sonstige Passiva 0 26 104 95 0 0 0 0 0 95
Verbindlichkeiten
in Fremdwährung 552 62 338 1.276 654 0 260 8 0 43.732

Tabelle 14 Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens in T€

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand Stand
01.01.2011 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2011
A. Immaterielle Anlagewerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte 44.231 9.039 26 4.523 57.766
2. Geschäfts- und Firmenwerte 22.560 0 0 0 22.560
3. Geleistete Anzahlungen auf Immaterielle Anlagewerte 4.523 487 0 4.523 487
71.314 9.525 26 0 80.812
B. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 23.873 0 0 0 23.873
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.071 1.024 267 138 5.966
3. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen
und Anlagen im Bau 785 10.531 273 138 10.904
29.728 11.555 541 0 40.743
C. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 5.625 0 3 0 5.622
2. Assoziierte Unternehmen 4.852 0 0 0 4.852
10.476 0 3 0 10.473

Anlagevermögen

Die aktivierten Geschäftswerte aus den verschmolzenen Gesellschaften DBM Deutsche Börsenmakler GmbH und Baader Service Bank GmbH werden über 10 Jahre linear abgeschrieben.

Aufgrund der tatsächlichen Nutzungsdauern von in der Vergangenheit erworbenen Geschäftswerten, hat sich gezeigt, dass die Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 5 Jahren deutlich zu niedrig ist und deshalb die Annahme einer Nutzungsdauer von über 5 Jahren angemessen ist.

Sämtliche im Anlagengitter ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude werden vom Baader Konzern im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzt.

Es wurden keine selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert.

Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens zeigt im Folgenden das Anlagengitter: Tabelle 14

Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz wird unter Ziffer 0 dargestellt.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind enthalten: Tabelle 15

31.12.2011
Körperschaftsteuerguthaben (abgezinst) 8.613
Umsatzsteuerforderungen 714
Sonstige Steuerforderungen 1.980
Forderungen aus Courtagen und Kursdifferenzen 273
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 17
Sonstige Forderungen 336
Sonstige Vermögensgegenstände 11.933

Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Forderungen gegenüber Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie gegenüber verbundenen Unternehmen.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Die aktive Rechnungsabgrenzung betrifft in Höhe von T€ 40 die gemäß § 250 Absatz 3 HGB auf der Aktivseite aufgenommenen Unterschiedsbeträge aus der Ausgabe von zwei Schuldscheindarlehen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen überwiegend zur Finanzierung des Geschäftsgebäudes der Baader Bank AG in Unterschleißheim und zur Refinanzierung des Wertpapierhandelsgeschäftes. Es besteht eine Grundschuld in Höhe von T€ 15.000 für das Darlehen zur Finanzierung des Geschäftsgebäudes.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Zum Bilanzstichtag bestanden täglich fällige Kundeneinlagen in Höhe von T€ 109.102 und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus aufgenommenen Schuldscheindarlehen in Höhe von T€ 207.507.

Sonstige Verbindlichkeiten

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten: Tabelle 16

Tabelle 16 Sonstige Verbindlichkeiten in T€

31.12.2011
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.389
Steuerverbindlichkeiten 1.044
Übrige Verbindlichkeiten 1.209
Sonstige Verbindlichkeiten 3.642

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2011 betragen T€ 10.283 und werden nach dem im Abschnitt "Verbindlichkeiten und Rückstellungen" beschriebenen Verfahren ermittelt. Zur Rückdeckung der Verpflichtungen stehen Bankkonten, Wertpapierdepots sowie Rückdeckungsversicherungen zur Verfügung. Für das Geschäftsjahr 2011 wurde ein Zinsaufwand von T€ 417 gebucht. Den versicherungsmathematischen Berechnungen liegen folgende Parameter zugrunde: Tabelle 17

Tabelle 17 Parameter der versicherungsmathematischen Berechnungen

31.12.2011 31.12.2010
Rechnungszins 5,14% 5,15%
Gehaltsentwicklung 0,0% bzw. 3,0% 0,0% bzw. 3,0%
Rentenanpassung 2,0% 2,0%

Als Rechnungsgrundlagen wurden darüber hinaus sowohl für die Handels- als auch für die Steuerbilanz zum 31. Dezember 2011 die Klaus Heubeck "Richttafeln" 2005 G verwendet.

Buchwerte Aufgelaufene Abschreibungen
Stand 31.12.2010 Stand 31.12.2011 Stand 31.12.2011 Zuschreibungen Abgänge Zugänge Stand 01.01.2011
19.252 27.630 30.135 0 24 5.181 24.979
16.207 13.951 8.609 0 0 2.256 6.353
4.523 487 0 0 0 0 0
39.982 42.068 38.745 0 24 7.437 31.332
16.865 16.010 7.863 0 0 854 7.008
1.471 2.061 3.905 0 248 553 3.600
10.904 0 0 0 0 0
19.120 28.976 11.767 0 248 1.407 10.609
1.563 1.560 4.062 0 0 0 4.062
4.479 372 57 0 430 0
6.039 4.434 57 0 430 4.062

Deckungsvermögen

Tabelle 18

Tabelle 18 Deckungsvermögen in T€
31.12.2011 31.12.2010
Anschaffungskosten 12.520 12.040
Beizulegender Zeitwert 12.353 12.236
Verrechnete Schulden 9.462 9.236

Die als Deckungsvermögen qualifizierenden Bankguthaben, die Rückdeckungsversicherungen sowie die Wertpapierdepots werden mit der Pensionsverpflichtung saldiert. Des Weiteren wird auf der Aktivseite ein Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von T€ 2.891 ausgewiesen. Dies führt im Saldo zu einem Bilanzausweis der Pensionsrückstellungen von T€ 821.

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: Tabelle 19

Tabelle 19 Andere Rückstellungen in T€

31.12.2011
Personalrückstellungen 4.971
Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten 967
Beiträge 261
Verwaltungsaufwendungen 845
Sonstige Rückstellungen 750
Andere Rückstellungen 7.794

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Gemäß § 340e Absatz 4 HGB haben Kreditinstitute einen Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" gemäß § 340g HGB zu bilden. Dem Sonderposten sind jährlich 10% des aus dem Handelsbestand erzielten Nettoertrags zuzuführen, um den aus der Bewertung zu beizulegenden Zeitwerten resultierenden besonderen Risiken Rechnung zu tragen. Der Sonderposten ist jährlich solange mit mindestens 10% des aus dem Handelsbestand erzielten Nettoertrags zu dotieren bis mindestens 50% des Durchschnitts der letzten fünf vor dem Berechnungsstichtag erzielten jährlichen Nettoerträgen aus dem Handelsbestand erreicht sind (Mindestbestand).

In Übereinstimmung mit § 340e Absatz 4 Nr. 2 HGB wurde der Sonderposten zum 31. Dezember 2011 in Höhe von T€ 5.900 aufgelöst. Der Ausweis erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Entnahmen aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken".

Handelsbestand

Zum 31. Dezember 2011 gliedern sich Handelsaktiva sowie -passiva wie folgt: Tabelle 20

Handelsaktiva 31.12.2011
Derivative Finanzinstrumente 8
Forderungen 0
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere 59.823
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 57.851
Sonstige Vermögensgegenstände 0
Risikoabschlag – 30
Bilanzielle Handelsaktiva 117.652
Handelspassiva 31.12.2011
Derivative Finanzinstrumente 162
Verbindlichkeiten 1.745
Risikozuschlag 2
Bilanzielle Handelspassiva 1.909

Die Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand wurden im Geschäftsjahr 2011 nicht geändert.

Bewertungseinheiten

Es wurden im Geschäftsjahr 2011 keine Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet.

Derivative Finanzinstrumente

Futures

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 hält die Baader Bank AG folgende Kategorien derivativer Finanzinstrumente im Handelsbestand:

  • Indexbezogene Geschäfte
  • Zinsbezogene Geschäfte

Bei diesen Geschäften handelt es sich um Futures.

Die Bilanzierung und Bewertung des aktiven bzw. passiven Handelsbestands erfolgt nach dem im separaten Abschnitt "Handelsbestand" beschriebenen Verfahren. Zum Bilanzstichtag wurden alle derivativen Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert der dem Marktwert entspricht bilanziert.

Termingeschäfte

Am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelte Termingeschäfte bestehen ausschließlich im Rahmen von Devisentermingeschäfte im Sinne des § 36 Nr. 1 RechKredV. Tabelle 21

Tabelle 21 Termingeschäfte in TBRL
Laufzeit Betrag
8. November 2011 bis 10. Februar 2012 – 11.550
23. Dezember 2011 bis 30. Januar 2012 – 13.750
8. November 2011 bis 10. Februar 2012 11.550
23. Dezember 2011 bis 30. Januar 2012 13.750

Bei den dargestellten Geschäften handelt es sich ausschließlich um kundeninduzierte Termingeschäfte.

Für mit dem beizulegenden Zeitwert (Marktwert) bewertete derivative Finanzinstrumente stellen sich Umfang und Art jeder Kategorie einschließlich der wesentlichen Bedingungen, welche die Höhe, den Zeitpunkt und die Sicherheit künftiger Zahlungsströme beeinflussen können wir folgt dar: Tabelle 22 / 23

Anteile an Investmentfonds

Angaben zu Anteilen oder Anlageaktien an inländischen Investmentvermögen im Sinn des § 1 des Investmentgesetzes oder vergleichbaren ausländischen Investmentanteilen im Sinn des § 2 Absatz 9 des Investmentgesetzes von mehr als 10%: Tabelle 24

Portfolio
Eurex FH HVB
Bezeichnung
EuroStoxx 50
Option
Kategorie
Aktienindex
Option der
Eurex
Fälligkeit
20. Januar 2012
Marktpreis
1,50
Tabelle 23 Handelspassiva in €
Portfolio Bezeichnung Kategorie Fälligkeit Marktpreis
Eurex FB Future
EuroStoxx
Aktienindex
Future der
Eurex
16. März 2012 2.308,00
Eurex FB Future Dax Aktienindex
Future der
Eurex
16. März 2012 5.900,00
Eurex SV Bobl Future Fixed Income
Future
16. März 2012 125,11
Tabelle 24 Anteile an Investmentfonds in €
WKN Instrument Kategorie Anlageziel Ausschüttung
A0Q8HC SHERPA ABSOLUTE RETURN Richtlinienkonformes Sondervermögen Auf europäische Indizes und Aktien basierende keine
AMI INHABER-ANTEILE P(A) gem. §§ 46 InvG ff; Publikumsfonds Long Short Equity Strategie;
A0HGZ3 CONQUEST BEHAV. FIN. Richtlinienkonformes Sondervermögen Auf europäische Indizes und Aktien basierende keine
AKT. AMI INHABER-ANTEILE P gem. §§ 46 InvG ff; Publikumsfonds Long Short Equity Strategie;

Latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Wertunterschiede zwischen Handels- und Steuerrecht beim Ansatz von Verlustvorträgen,steuerlichen Geschäftswerten, Deckungsvermögen, aktivierten Skontren, der Pensionsrückstellungen, Drohverlustrückstellungen sowie bei der Abzinsung von anderen Rückstellungen. Der angewandte Steuersatz beträgt 29,24%. Der entstandene Aktivüberhang wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Absatz 1 HGB nicht in der Bilanz ausgewiesen.

Eigenkapital des Baader Konzerns

Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) bestand am 31. Dezember 2011 in Höhe von T€ 45.909 aus 45.908.682 Stück Inhaber-Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien).

Die Beschlüsse vom 10. Juli 2002 über das genehmigte Kapital I und das genehmigte Kapital II wurden von der Hauptversammlung am 26. Juni 2007 aufgehoben. Es wurde ein neues genehmigtes Kapital 2007 geschaffen. Danach wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Juni 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Inhaberaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu T€ 22.954 zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann jedoch der Vorstand

a) Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht ausnehmen;

  • b) das Bezugsrecht der Aktionäre ausschließen, um die neuen Aktien gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Absatz 3 Satz 4 AktG), wobei der Bezugsrechtsausschluss nur Aktien erfassen darf, deren rechnerischer Wert 10% des Grundkapitals nicht übersteigt;
  • c) das Bezugsrecht der Aktionäre ausschließen, um die Aktien gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Vermögensgegenständen – auch durch Aktientausch sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen auszugeben (Genehmigtes Kapital 2007).

In der Hauptversammlung vom 19. Juli 2006 war eine bedingte Kapitalerhöhung um bis zu nominalT€ 1.200 beschlossen worden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur durch Ausgabe von bis zu 1.200.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe und nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Optionsrechten, die im Rahmen des Aktienoptionsplanes 1999 der Baader Bank AG aufgrund der am 18. Juni 1999 erteilten Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Optionsrechten Gebrauch machen (Bedingtes Kapital 1999).

In der Hauptversammlung vom 19. Juli 2006 war eine weitere bedingte Kapitalerhöhung um bis zu T€ 600 beschlossen worden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur durch Ausgabe von bis zu 600.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe und nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Optionen, die im Rahmen des Aktienoptionsplans 2004 der Baader Bank AG aufgrund der am 14. Juli 2004 erteilten Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Optionen Gebrauch machen (Bedingtes Kapital 2004).

Das Grundkapital ist weiterhin durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 um bis zu nominalT€ 1.600 bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur durch Ausgabe von bis zu 1.600.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe und nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Optionen, die im Rahmen des Aktienoptionsplans 2006 der Baader Bank AG aufgrund der am 19. Juli 2006 erteilten Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Optionen Gebrauch machen (Bedingtes Kapital 2007).

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 wurde das Kapital der Gesellschaft auf bis zu T€ 10.000 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 10.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien (bedingtes Kapital 2005). Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Rechten an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen und/oder aus Optionsscheinen aus Teilschuldverschreibungen, die gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Juni 2005 und vom 26. Juni 2007 bis zum 25. Juni 2012 von der Baader Bank AG

Kontrakte Marktwert Buchwert Risikofaktoren Zahlungsströme
500 Stück 7.500,00 10.195,00 Zahlungsstromschwankungen ergeben - täglich: Die Festlegung des täglichen Abrechnungspreises erfolgt durch
sich hauptsächlich aus der Wert die Eurex. Zur Ermittlung des täglichen Abrechnungspreises für Aktien-
änderung des Index Euro Stoxx 50 indexoptionen (inklusive Weekly Options) wird das Black/Scholes-76-
(10 Euro pro Indexpunkt); Modell eingesetzt. Sofern erforderlich, werden dabei Dividendenerwar-
tungen, aktuelle Zinssätze und sonstige Ausschüttungen berücksichtigt.
- am ersten Börsentag nach dem Schlussabrechnungstag Erfüllung durch
Barausgleich (Cash Settlement)
Kontrakte Marktwert Buchwert Risikofaktoren Zahlungsströme
– 50 Stück – 1.154.000,00 – 1.103.882,50 Zahlungsstromschwankungen ergeben - täglich: Differenzenausgleich
sich hauptsächlich aus der Wert - am ersten Börsentag nach dem Schlussabrechnungstag Erfüllung
änderung des Index Euro Stoxx 50 durch Barausgleich (Cash Settlement)
(10 Euro pro Indexpunkt);
– 15 Stück – 2.212.500,00 – 2.163.479,25 Zahlungsstromschwankungen ergeben - täglich: Differenzenausgleich
sich hauptsächlich aus der Wert - am ersten Börsentag nach dem Schlussabrechnungstag Erfüllung
änderung des Index DAX durch Barausgleich (Cash Settlement)
(25 Euro pro Indexpunkt);
– 40 Stück – 5.004.400,00 – 4.941.890,00 Zahlungsstromschwankungen ergeben - täglich: Abrechnungspreis (volumen-gewichteter Durchschnitt aller
sich hauptsächlich aus der Wert Geschäfte um 17:14 Uhr, falls mehr als fünf Geschäfte getätigt wurden)
änderung mittelfristiger Schuldver - Erfüllung durch Lieferung
schreibungen der BRD
(Multiplikator von 1000);
Buchwert Marktwert Marktpreis Buchkurs Volumen
4.002.776,20 3.768.400,00 94,21 100,07 40.000
Stück
99.600,00 100.100,00 10,01 9,96 10.000
Stück

oder durch eine Gesellschaft begeben werden, an der die Baader Bank AG unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem jeweils festzulegenden Wandel- bzw. Optionspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von diesen Rechten Gebrauch gemacht wird. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung von Wandel- bzw. Optionsrechten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wir ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des bedingten Kapitals anzupassen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung am 29. Juni 2010 wurden die Beschlüsse gem. § 71 Absatz 1 Nr. 7 und Nr. 8 AktG vom 03. Juli 2009 aufgehoben und die Ermächtigungen gem. § 71 Absatz 1 Nr. 7 und Nr. 8 AktG bis zum 28. Juni 2015 wie folgt erteilt:

  • a) Zum Zwecke des Wertpapierhandels eigene Aktien zu Preisen, die den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse an den jeweils drei vorangehenden Börsentagen nicht um mehr als 10% übersteigen oder unterschreiten, zu kaufen und verkaufen. Dabei darf der Bestand der zu diesem Zweck erworbenen Aktien fünf vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen
  • b) Die Gesellschaft wird gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG dazu ermächtigt, Aktien der Gesellschaft zu erwerben, insbesondere um sie Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Unternehmensbeteiligungen oder Vermögensgegenständen – auch durch Aktientausch – sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen anbieten zu können
  • c) Aktien den Berechtigten aus den Aktienoptionsplänen 1999, 2004 und 2006 der Baader Bank AG gemäß den Ermächtigungen der Hauptversammlungen vom 18. Juni 1999, 14. Juli 2004 und 19. Juli 2006 zum Bezug anzubieten oder sie einzuziehen

Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital von insgesamt bis zu zehn vom Hundert beschränkt. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer der genannten Zwecke ausgeübt werden. Die Ermächtigung gilt bis zum 28. Juni 2015. Der Erwerb erfolgt über die Börse. Der von der Baader Bank AG gezahlte Gegenwert je Aktie darf den Mittelwert der Schlusskurse für die Stückaktien der Baader Bank AG im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb der Aktien (ohne Erwerbsnebenkosten) um nicht mehr als 5% überschreiten. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Baader Bank AG, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, Dritten beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Unternehmensbeteiligungen oder Vermögensgegenständen – auch durch Aktientausch – sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen anzubieten. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben wurden, im Rahmen der von der Hauptversammlung beschlossenen Aktienoptionspläne 1999, 2004 und 2006 Inhabern von Optionen zum Erwerb anzubieten. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehend genannten Ermächtigungen verwandt werden. Der Vorstand wird weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Baader Bank AG einzuziehen, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

Zum Bilanzstichtag wurden 581.765 Stück eigene Aktien gehalten.

Gewinnrücklagen

Die Veränderungen der Gewinnrücklagen sind im Eigenkapitalspiegel des Baader Konzerns dargestellt der separater Bestandteil des Konzernabschlusses ist.

Bilanzgewinn Tabelle 25

Tabelle 25 Bilanzgewinn in T€
31.12.2011
Jahresüberschuss vor Minderheitsgesellschafter 880
Minderheitsgesellschaftern
zustehender Jahresüberschuss – 215
Konzerngesamtergebnis 664
Gewinnvortrag Vorjahr 125
Entnahme aus Gewinnrücklagen 1.891
Einstellung in Gewinnrücklagen – 293
Bilanzgewinn 2011 2.388

Eigene Aktien

Im Berichtsjahr wurden keine eigenen Aktien von Berechtigten der Aktienoptionspläne des Baader Konzerns bezogen. Es wurden im Berichtszeitraum 62.601 Stück eigene Aktien erworben. Der Bestand an eigenen Aktien entspricht 1,24% des Grundkapitals. Der auf sie entfallende Betrag des Grundkapitals beträgtT€ 582.

Im Geschäftsjahr wurden durch einen Aktionär für Rechnung des Baader Konzerns keine Aktien erworben. Tabelle 26

Tabelle 26 Eigene Aktien
Bestand
31.12.2010
Zugänge
(Anzahl)
-Kurs
in €
Abgänge
(Anzahl)
-Kurs
in €
Bestand
31.12.2011
519.164 62.601 1,77 0 0,00 581.765

Der durchschnittliche Kurs der zum Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Aktien beträgt € 2,68.

Der Erwerb von eigenen Aktien erfolgte zu dem Zweck, diese Aktien den Berechtigten aus den Aktienoptionsplänen 1999, 2004 und 2006 der Baader Bank AG gemäß der Ermächtigungen der Hauptversammlungen vom 18. Juni 1999, 14. Juli 2004 und 19. Juli 2006 zum Bezug anzubieten oder sie einzuziehen.

Eventualverbindlichkeiten

Der Baader Konzern übernimmt regelmäßig Kredithaftungen. Im Rahmen dieser Verträge ist es für den Baader Konzern erforderlich, Zahlungen an den Begünstigten zu leisten, wenn ein anderer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt oder Leistungen gemäß Vertrag nicht erfüllt. Für diese Haftungsverhältnisse ist der Bank im Einzelnen nicht bekannt, ob, wann und in welcher Höhe eine Inanspruchnahme erfolgen wird.

Zum Bilanzstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von T€ 8.

Andere Verpflichtungen

Des Weiteren bestehen offene unwiderrufliche Kreditzusagen an Kunden in Höhe von T€ 1.010. Die Position enthält offene Kreditzusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands. Die offenen Kreditzusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstandes belaufen sich aufT€ 300, die in Höhe von T€ 3 in Form einer Kredithaftung in Anspruch genommen wurden.

VII. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Angaben nach § 285 Nr. 3 HGB

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroräume und Pkw-Stellplätze in Höhe von insgesamtT€ 7.921 mit Restlaufzeiten zwischen einem und 109 Monaten.

Daneben bestehen Verpflichtungen aus Kraftfahrzeugleasingverträgen sowie Leasingverträgen über Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 3.440 mit Restlaufzeiten zwischen zwei und 53 Monaten.

Wesentlicher Zweck und angestrebter Vorteil dieser Geschäfte war die liquiditätsschonende Refinanzierung von Anschaffungen. Wesentliche Risiken aus den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, welche sich auf die Liquidität bzw. auf die Fähigkeit des Baader Konzerns, in einem absehbaren Zeitraum die vorhandenen Verpflichtungen erfüllen zu können, negativ auswirken, sind nicht erkennbar.

Operating-Leasing Verträge schonen grundsätzlich die Kapitaldecke und erhöhen die finanzielle Flexibilität.

Zum 31. Dezember 2011 besteht ein Bestellobligo in Höhe von Mio. 16,1 € brutto das ausschließlich das Geschäftsjahr 2012 betrifft.

Risiken bestehen bei derzeitiger Art und dem Umfang der Geschäfte nicht.

Angaben nach § 285 Nr. 3a HGB

Sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind und nicht nach §§ 251 oder 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, bestehen nicht.

VIII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Sachbezügen (Firmenwagen) (T€ 437), Mieterträge (T€ 13), periodenfremde Erträge (T€ 752) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 373).

Die periodenfremden Erträge betreffen vor allem Beitragserstattungen der BaFin in Höhe von T€ 687.

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

In den Abschreibungen sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten. Für die Aufteilung wird auf das Anlagengitter verwiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vor allem periodenfremde Aufwendungen (T€ 409), Sonderzahlungen zur Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (T€ 28) sowie Aufwendungen aus dem Abgang von Vermögensgegenständen (T€ 22).

Die periodenfremden Aufwendungen betreffen vor allem Aufwendungen, die dem Provisionsergebnis zuzurechnen sind.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die im Geschäftsjahr 2011 ausgewiesenen Steuern beinhalten die Ertragsteuern für das abgelaufene Geschäftsjahr in Höhe von T€ 531, Steuererstattungen und Steuernachzahlungen von saldiertT€ 25 sowie Erträge aus der Aufzinsung des Körperschaftsteuerguthabens von T€ 507. Die sich daraus ergebende Steuer vom Einkommen und vom Ertrag beläuft sich aufT€ 0.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

IX. Ergänzende Angaben

Mehrheitsbeteiligung

Die Baader Beteiligungs GmbH, Unterschleißheim, hält an der Baader Bank AG eine Mehrheitsbeteiligung gemäß § 16 Absatz 1 AktG. Eine Mitteilung gemäß § 20 Absatz 4 AktG liegt vor.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2011 wurden durchschnittlich 407,25 (Vorjahr 365) Angestellte beschäftigt. Davon waren 29 Mitarbeiter leitende Angestellte.

Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Den Mitgliedern des Vorstands wurden für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von T€ 1.680 gewährt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von T€ 189.

Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare der Abschlussprüfer schlüsseln sich für das Geschäftsjahr 2011 wie folgt auf: Tabelle 27

Tabelle 27 Honorare der Abschlussprüfer in T€
Leistungen 2011
Abschlussprüfungsleistungen 559 ¹
Andere Bestätigungsleistungen 54
Steuerberatungsleistungen 99 ²
Sonstige Leistungen 7
Gesamthonorare 719
1 Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von T€ 11 betreffen das Geschäftsjahr 2010.
Darüber hinaus betreffen Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von T€ 11 nicht den
Konzernabschlussprüfer.
2 Steuerberatungsleistungen in Höhe von T€ 24 betreffen das Geschäftsjahr 2010.

Organe der Baader Bank AG

Vorstand

Herr Uto Baader, München (Vorsitzender) Beruf: Dipl. Volkswirt

Herr Dieter Brichmann, Penzberg Beruf: Dipl. Kaufmann

Herr Dieter Silmen, Baldham

Beruf: Bankkaufmann

Herr Nico Baader, Gräfelfing

Beruf: Bankkaufmann

Aufsichtsrat

Herr Dr. Horst Schiessl, München (Vorsitzender) Beruf: Rechtsanwalt

Herr Dr. Christoph Niemann, Meerbusch (Stellvertretender Vorsitzender) Beruf: Bankier

Herr Karl-Ludwig Kamprath, München

Beruf: Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse München-Starnberg i.R.

Herr Helmut Schreyer, München

Beruf: Bankier

Frau Theresia Weber, Emmering (Arbeitnehmervertreter) Beruf: Bankangestellte

Herr Jan Vrbsky, Frankfurt (Arbeitnehmervertreter) Beruf: Bankangestellter

Mandate nach § 340a Absatz 4 Nr. 1 HGB

Zum 31. Dezember 2011 bestehen folgende Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien großer in- und ausländischer Kapitalgesellschaften: Tabelle 28

Mandatsinhaber Mandatsfirma / -institution Mandat Herr Uto Baader Bayerische Börse AG, München Mitglied des Aufsichtsrats Corona Equity Partner AG, München Mitglied des Aufsichtsrats Gulf Baader Capital Markets S.A.O.C., Muscat (Oman) Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats Parsoli Infrastructure PVT Ltd., Ahmedabad (Indien) Mitglied des Verwaltungsrats STEICO SE, Feldkirchen Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats Herr Dieter Brichmann Baader Management AG, Unterschleißheim Vorsitzender des Aufsichtsrats Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim Vorsitzender des Aufsichtsrats Conservative Concept Portfolio Management AG, Bad Homburg Vorsitzender des Aufsichtsrats N.M. Fleischhacker AG, Frankfurt am Main Vorsitzender des Aufsichtsrats Herr Dieter Silmen N.M. Fleischhacker AG, Frankfurt am Main Mitglied des Aufsichtsrats Baader Management AG, Unterschleißheim Mitglied des Aufsichtsrats Herr Nico Baader Baader & Heins Capital Management AG Unterschleißheim Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Conservative Concept Portfolio Management AG, Bad Homburg Mitglied des Aufsichtsrats Gulf Baader Capital Markets S.A.O.C., Muscat (Oman) Mitglied des Verwaltungsrats Frau Christine Schiedermaier Baader & Heins Capital Management AG, Unterschleißheim Mitglied des Aufsichtsrats N.M. Fleischhacker AG, Frankfurt am Main Mitglied des Aufsichtsrats Tabelle 28 Mandate nach § 340a Absatz 4 Nr. 1 HGB

Name / Sitz Kapitalanteil in % Letzter Zwischen-/Jahresabschluss Eigenkapital (gesamt) Jahresergebnis
Parsoli Corporation Ltd.,
Mumbai (Indien) 21,93 Zum 31. Dezember 2011 stehen keine aktuellen Daten zur Verfügung.
U.C.A. AG,
München 13,81 31. Dezember 2010 12.921 – 415
Conquest Investment Advisory AG,
Feldkirchen 13,30 31. Dezember 2010 143 19
Fonds Direkt AG,
Bad Homburg 9,64 31. Dezember 2010 1.578 257
Stillking Film Holdings Ltd.,
St. Helier (Jersey)¹ 6,50 31. Dezember 2010 8.407 1.404

Verzicht auf Offenlegung nach § 264 Absatz 3 HGB i.V.m.

§ 340a Absatz 2 Satz 4 HGB

Die N.M. Fleischhacker AG, Frankfurt am Main ist ein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des § 1 Absatz 1a KWG und wird alsTochterunternehmen in den Konzernabschluss der Baader Bank AG einbezogen.

Die Gesellschaft erfüllt kumulativ sämtliche Bedingungen des § 264 Absatz 3 HGB und ist deshalb in Verbindung mit § 340a Absatz 2 Satz 4 HGB von der Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen befreit. Der durch die Hauptversammlung gemäß § 264 Absatz 3 Nr. 1 HGB gefasste Beschluss wurde im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

X. Aufstellung des Anteilsbesitzes des Baader Konzerns

Der Baader Konzern ist unmittelbar an folgenden Unternehmen mit mehr als 5% beteiligt, die zum 31. Dezember 2011 nichtTochterunternehmen oder assoziierte Unternehmen sind: Tabelle 29

Unterschleißheim, den 14. März 2012

Baader Bank AG Der Vorstand

Uto Baader Nico Baader
Dieter Brichmann Dieter Silmen

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Baader Bank Aktiengesellschaft, Unterschleißheim, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften, liegt in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wirsind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Bremen, den 14. März 2012

Clostermann & Jasper Partnerschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

(Jasper) (Clostermann)

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Baader Bank Aktiengesellschaft

Weihenstephaner Straße 4 85716 Unterschleißheim Deutschland

Tel. +49 89 5150 0 Fax +49 89 5150 1111

www.baaderbank.de [email protected]