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Baader Bank AG Annual Report 2001

May 29, 2002

4539_10-k_2002-05-29_59312663-cad4-4d21-8fea-c71fc4b338c0.pdf

Annual Report

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Konzern-Jahresabschluss der Baader Wertpapierhandelsbank AG

zum 31.12.2001

nach IAS (mit Überleitungen von HGB)

Inhaltsübersicht

Lagebericht
Risikobericht
Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnis je Aktie
Eigenkapitalveränderung
Kapitalflussrechnung
Angaben zum Unternehmen
Grundlagen der Konzernrechnungslegung
1
13
19
20
20
21
22
24
24
Anhang (Notes)
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
(1) Grundsätze
(2) Konzerneinheitliche Konsoldierung
(3) Konsolidierungsgrundsätze
(4) Konsolidierungskreis
(5) Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten
(6) Währungsumrechnung
(7) Barreserve
(8) Forderungen
(9) Risikovorsorge für das Kreditgeschäft
(10) Handelsaktiva
(11) Available-for-Sale Bestände
(12) Finanzanlagen
(13) Sachanlagen
(14) Immaterielle Anlagewerte
(15) Geschäfts- und Firmenwerte
(16) Verbindlichkeiten
(17) Rückstellungen
(18) Latente Steuern
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25
25
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28
28
29
29
29
29
30
30
30
31
31
31
31
(19) Eigene Aktien
(20) Aktienoptionsplan
32
32
Wesentliche Unterschiede bei der Rechnungslegung
nach International Accounting Standards und
deutschem Handelsrecht
(21) Risikovorsorge für das Kreditgeschäft
(22) Wertpapiere
(23) Sachanlagen und Immaterielle Anlagewerte
(24) Eigene Aktien und Anteile
(25) Treuhandgeschäfte
(26) Pensionsrückstellungen
(27) Andere Rückstellungen
(28) Latente Steuern
(29) Ansätze aufgrund steuerrechtlicher Vorschriften
(30) Fonds für allgemeine Bankrisiken
(31) Anteile anderer Gesellschafter
33
33
33
33
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34
34
34
34
34
35
Angaben zur Bilanz (32) Barreserve
(33) Forderungen an Kreditinstitute
(34) Forderungen an Kunden
(35) Risikovorsorge für das Kreditgeschäft
(36) Handelsaktiva
(37) Available-for-Sale Bestände
(38) Finanzanlagen
(39) Sachanlagen
(40) Immaterielle Anlagewerte
(41) Geschäfts- und Firmenwerte
(42) Ertragssteueransprüche
(43) Sonstige Aktiva
(44) Aktive latente Steuern
(45) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(46) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
(47) Rückstellungen
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35
36
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37
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40
40
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41
41
41
42
42
42
  • (48) Ertragssteuerverpflichtungen 43
  • (49) Sonstige Passiva 43
  • (50) Passive latente Steuern 44
    -
    • (51) Eigenkapital 44
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung (52) Zinsüberschuss
(53) Risikovorsorge für das Kreditgeschäft 48
(54) Provisionsüberschuss 48
(55) Handelsergebnis 49
(56) Ergebnis aus Available-for-Sale Beständen 49
(57) Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen 49
(58) Ergebnis aus Finanzanlagen 49
(59) Verwaltungsaufwand 50
(60) Sonstige betriebliche Erträge und Sonstige betriebliche Aufwendungen 50
(61) Ertragssteuern 50
(62) Ergebnis je Aktie 51
(63) Segmentberichterstattung 52
Sonstige Angaben (64) Fremdwährungsvolumina 55
(65) Eventualverbindlichkeiten und Andere Verpflichtungen 55
(66) Sonstige finanzielle Verpflichtungen 55
(67) Treuhandgeschäfte 56
(68) Fremdkapitalkosten 56
(69) Angaben zum Fair Value der einzelnen Bilanzpositionen 56
(70) Restlaufzeitengliederung 57
(71) Mitarbeiter 58
(72) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 59
(73) Anteilsbesitz von Geschäftsführungs- und Aufsichtsgremien 59
(74) Angaben zu Tochterunternehmen 60
Organe der Baader Wertpapierhandelsbank AG 61
Anteilsbesitz 65
Bestätigungsvermerk 66

Konzernlagebericht

Der Markt

Im vergangenen Jahr waren die Finanzmärkte erneut extremen Stimmungsschwankungen ausgesetzt und verzeichneten überwiegend, wie im Jahr 2000, weiter sinkende Kurse und Umsätze.

Bei den weltweit führenden Indices verlor der Dow Jones Industrial Average im Jahresverlauf 7 %, der NASDAQ 100 ging um über 30 % zurück, der DJ Euro Stoxx 50 fiel um 20 % und der japanische Nikkei-225 Stock Average rutschte weitere 23 %, nach - 27 % im Vorjahr, ab.

In Deutschland musste im Jahr 2001 der Leitindex DAX 20 % abgeben, der MDAX "glänzte" mit einem vergleichsweise moderaten Rückgang um 7 %, während der NEMAX All Share den größten Verlust in seiner erst kurzen Geschichte von über 60 % zu verzeichnen hatte. Ursächlich dafür waren vorwiegend einige Insolvenzen (Brokat, Infomatec, etc.) sowie das Verfehlen der Gewinnprognosen der meisten der am Neuen Markt notierten Unternehmen.

Auffällig ist, dass die Kursrückgänge trotz der Vorkommnisse im September 2001 mit dem weltweiten Börsentief am 21.9.2001, in Europa deutlich größer ausfielen als in den direkt betroffenen USA. So war der Verlust bei den deutschen Technologietiteln im NEMAX fast doppelt so groß wie die Verluste an der NASDAQ. Die deutschen Standardtitel traf es noch härter. Hier waren die Kursrückschläge dreimal so hoch wie in den USA.

In den Schwellenländern ergibt sich ein weitaus differenzierteres Bild für das abgelaufene Börsenjahr. Zu den Gewinnern zählte neben der mexikanischen Börse mit + 13 % auch der thailändische SET 50-Index mit + 6 %. Herausragend die Entwicklung des russischen RTS-Index mit einer Steigerung um über 80 %. Kursverluste mussten u. a. auch die EU-Beitrittsländer Polen mit - 33 %, Tschechien mit - 18 % und Ungarn mit - 9 % hinnehmen.

Die Kursrückgänge 2001 gingen erneut mit deutlich niedrigeren Umsätzen an den Weltbörsen einher.

Das Wachstum der Aktionärsbasis hielt weiter an. Zur Jahresmitte 2001 stieg in Deutschland der Anteil der Aktionäre und Aktienfondsbesitzer an der Bevölkerung auf erstmalig über 20 % (Quelle DAI).

Die Zahl der Neuemissionen ging weiter um fast 80 % auf nur noch 32 Neuemissionen zurück. Das gesamte Neuemissionsvolumen sank noch drastischer um über 90 % auf ca. € 3,2 Mrd.

Die Marktposition der Baader Wertpapierhandelsbank AG

Die Konsolidierung innerhalb der Branche hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter fortgesetzt. Das äußerst schwierige Börsenumfeld, welches durch einbrechende Umsatzvolumina und extreme Kursrückgänge gekennzeichnet war, hat dazu geführt, dass sich die Liquiditätssituation und Eigenkapitalbasis vieler Wertpapierhandelshäuser dramatisch verschlechtert hat. Wenngleich auch das Eigenkapital im Konzern im Jahr 2001 um 27,0 % abgenommen hat, so verfügt das Unternehmen nicht nur im Vergleich zu den Wettbewerbern weiterhin über eine solide und wettbewerbsfähige Eigenkapitalgrundlage und ausgezeichnete Liquiditätsausstattung.

Die Baader Wertpapierhandelsbank AG hat dieses mit Abstand schwierigste Jahr in der Firmengeschichte genutzt, alle Geschäftsfelder einer kritischen Analyse zu unterziehen. Zukünftig wird sich die Baaderbank wieder mehr auf ihre Kernkompetenzen, den Wertpapierhandel und das Vermittlungsgeschäft, konzentrieren. Diese strategische Entscheidung wird an mehreren Maßnahmen, die im Geschäftsjahr 2001 zum Ausbau und zur Stärkung der Kerngeschäftsbereiche vorgenommen wurden, deutlich.

Das Vermittlungsgeschäft des Konzerns wurde im Januar in der Tochtergesellschaft Eckes Effektenhandel AG gebündelt. Damit wurde eine klare organisatorische Trennung zwischen Vermittlungsgeschäft und Eigenhandel vorgenommen. Der Baader-Konzern bietet in diesem Geschäftsbereich die professionelle und diskrete Ausführung von Orders für in- und ausländische Investoren an. Die Eckes Effektenhandel AG ist, wie die Baader Wertpapierhandelsbank AG selbst, eine der aktivsten Börsenteilnehmerinnen und belegt daher in den Rankings der Deutsche Börse AG bezüglich des Umsatzanteils in ihren relevanten Segmenten sehr gute Plätze.

Das Geschäftsfeld Wertpapierhandel konnte mit der Verschmelzung der Meyenkoth & Co. Wertpapierhandelsgesellschaft mbH, Berlin, auf die Baader Wertpapierhandelsbank AG um festverzinsliche Wertpapiere ergänzt werden. Ein zusätzlicher Schritt zum Ausbau des Wertpapierhandels war die Übernahme der Mehrheit an der KST Wertpapierhandels AG. Das öffentliche Übernahmeangebot wurde von 23,5 % der ausstehenden Aktionäre wahrgenommen. Damit hält die Baader Wertpapierhandelsbank AG nunmehr 87 % des Grundkapitals der KST.

Als eine weitere Maßnahme im Geschäftsbereich Wertpapierhandel gilt die Aufnahme der Funktion als Market Expert für die Xetra US-Stars und die Xetra Dutch-Stars. Beide Segmente hatten einen guten Start. Damit ist es der Baader Wertpapierhandelsbank AG gelungen, eine führende Rolle im Xetra-Handel dieser Werte zu übernehmen und an der Umverteilung der Marktanteile von Parkett auf Xetra zu partizipieren. In den Rankings der Deutsche Börse AG unter allen Börsenteilnehmern nimmt die Baaderbank auch in vielen anderen Segmenten einen der vordersten Plätze ein. Dies ist nicht zuletzt auch auf die breite und qualitativ hochwertige Basis von 4.291 verschiedener Aktienskontren zum 31.12.2001 zurückzuführen.

Die strategische Neuausrichtung des Baader-Konzerns hatte weitreichende Konsequenzen für die übrigen Geschäftsbereiche. Der Geschäftsbereich Beteiligungen wurde aufgegeben. Es werden keine Neuengagements mehr eingegangen. Das bestehende Portfolio wird jedoch weiterhin wertsteigernd betreut und über geeignete Exit-Strategien mittelfristig realisiert. Inzwischen sind 6 von 25 Beteiligungen veräußert wurden. Damit hält die Baader Wertpapierhandelsbank AG noch 19 Beteiligungen (ohne strategische Beteiligungen und Anteile an verbundene Unternehmen), die per 31.12.2001 zu 69,0 % wertberichtigt sind.

Im Geschäftsjahr 2001 konnten für 8 Unternehmen Kapitalmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von rund € 20,6 Mio. durchgeführt werden. Geplante Neuemissionen wurden jedoch aufgrund der geringen Aufnahmefähigkeit des Marktes zurückgestellt. Die schlechte Verfassung des Börsenumfeldes bezüglich Neuemissionen führte im Unternehmen zu der Entscheidung, den Geschäftsbereich Emissionen kapazitätsmäßig anzupassen und Platzierungsrisiken im gegebenen Marktumfeld weitgehend zu minimieren.

Im Zuge der Restrukturierung der Geschäftsbereiche und Umsetzung der strategischen Neuausrichtung haben sich weitere Optimierungsmöglichkeiten ergeben. So konnte die Verlagerung von Verwaltungstätigkeiten in die Zentrale nach Unterschleißheim eingeleitet und teilweise bereits vollzogen werden. Weiterhin wurde die Liquidierung der Webstock AG beschlossen; das Unternehmen befindet sich in Abwicklung.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Baader Wertpapierhandelsbank AG durch die Fokussierung auf Kernkompetenzen und eine konsequente Bilanzpolitik gestärkt in ein neues Geschäftsjahr geht.

Geschäftsverlauf und Ergebnisentwicklung

Das Unternehmen erstellt für das Berichtsjahr erstmals einen befreienden Konzernabschluss nach den International Accounting Standards (IAS). Nachdem die unterjährige Berichterstattung in den Quartalsberichten noch nach HGB-Vorschriften erfolgte, werden zur Erhöhung der Transparenz und wirtschaftlichen Aussagekraft sowie einer besseren Vergleichbarkeit der Zahlen mit dem Vorjahr die wesentlichen Komponenten der Ergebnisentwicklung des Konzerns sowohl nach IAS als auch nach HGB im Vergleich zum Vorjahr dargestellt.

2001 2000 Veränderung
T€ T€ T€ %
Zinsergebnis 102 -609 +711 +116,7
Laufende Erträge 707 2.953 -2.246 -76,1
Provisionsergebnis -3.744 10.169 -13.913 -136,8
Ergebnis aus Finanzgeschäften 41.424 149.030 -107.606 -72,2
Verwaltungsaufwand -45.510 -76.022 -30.512 -40,1
Teilbetriebsergebnis -7.021 85.521 -92.542 -108,2
Saldo Sonstige Aufwendungen und Erträge -2.729 19.330 -22.059 -114,1
Risikovorsorge 39.702 32.951 +6.751 +20,5
Betriebsergebnis -49.452 71.900 -121.352 -168,8
Steuern -561 40.542 -41.103 -101,4
Ausgleichsposten wg. Kapitalkonsolidierung 698 0 +698 >100,0
Jahresfehlbetrag -48.193 31.358 -79.551 -253,7
DVFA-Ergebnis -64.541 34.404 -98.945 -287,6

Ergebnisentwicklung nach HGB

Ergebnisentwicklung nach IAS

2001 2000 Veränderung
T€ T€ T€ %
Zinsüberschuss -381 -1.179 +798 +67,7
Risikovorsorge für das Kreditgeschäft 0 38 -38 -100,0
Provisionsüberschuss - 3.744 10.169 - 13.913 -136,8
Handelsergebnis 40.143 138.477 -98.334 -71,0
Ergebnis aus Available-for-Sale Beständen -34.572 -29.500 -5.072 -17,2
Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen 0 1.257 -1.257 -100,0
Verwaltungsaufwand 45.950 75.414 -29.464 -39,1
Betriebsergebnis -44.065 44.318 -88.383 -199,4
Firmenwertabschreibungen 66.932 1.463 +65.469 +4.474,9
Saldo Sonstige Aufwendungen und Erträge -5.197 1.893 -7.090 -374,5
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -116.194 44.748 -160.942 -359,6
Steuern -47.305 23.130 -70.434 -304,5
Jahresfehlbetrag -68.889 21.618 -90.507 -418,7

Die wesentlichen Unterschiede zwischen den Vorschriften für den Abschluss nach IAS und den Vorschriften nach HGB bestehen in der unterschiedlichen bilanziellen Behandlung von Firmenwertabschreibungen sowie zukünftigen Steuerminderungen aus Verlustvorträgen. In den Geschäftsjahren 1999 und 2000 wurden die Firmenwerte auf die verbundenen Unternehmen im Rahmen des Konzernabschlusses nach HGB bereits ergebnisneutral mit den Rücklagen verrechnet und somit beim Konzerneigenkapital abgezogen. Nach den Vorschriften für den Abschluss nach IAS ist eine Verrechnung von Firmenwerten mit den Rücklagen nicht möglich, sondern die Firmenwerte können ausschließlich über planmäßige oder außerplanmäßige Abschreibungen beim Konzerneigenkapital berücksichtigt werden. Durch die Abschreibung der Firmenwerte erfolgt zum einen eine Anpassung des bilanziellen Konzerneigenkapitals nach IAS an das bilanzielle Konzerneigenkapital nach HGB. Zum anderen werden im Abschluss nach IAS die aus den Verlustvorträgen resultierenden zukünftigen Steuerminderungen aktiviert, so dass im Konzernabschluss nach IAS ein höheres Eigenkapital ausgewiesen wird als im Konzernabschluss nach HGB.

Erläuterungen zur Ertragslage nach IAS

Aufgrund des ausgeprägt schwachen Marktumfeldes während des gesamten Geschäftsjahres konnten die Erwartungen an die Erlössituation in keinem Geschäftsbereich auch nur annähernd erfüllt werden. Allerdings wurde wegen der starken Wettbewerbsposition des Konzerns in den Geschäftsfeldern Skontroführung und Eigenhandel sowie im Vermittlungsgeschäft noch ein Handelsergebnis von T€ 40.143 erwirtschaftet. Durch die sehr variablen Vergütungssysteme und ein effektives Kostenmanagement konnten die Verwaltungskosten um knapp 40% reduziert werden.

Unter Berücksichtigung aller möglichen Vorsorgemaßnahmen in Form von Firmenwertabschreibungen auf verbundene Unternehmen, Abschreibungen und Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen auf Anlagebuchbestände und Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 107.302 beträgt das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit T€ - 116.194.

Das Zinsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 798 oder 67,7 % auf T€ -381 verbessert. Dies ist im Wesentlichen auf die Volumenreduzierung des Wertpapierbestandes zurückzuführen, der durch die Aufnahme von kurzfristigen Fremdmitteln bei Kreditinstituten refinanziert wird.

Das Provisionsergebnis von T€ -3.744 ist gegenüber dem Vorjahr erheblich gesunken. Dies ist bedingt durch geringere Courtageerträge, denen nur unterproportional gesunkene Abwicklungskosten gegenüberstehen.

Die Verringerung des Handelsergebnisses um T€ 98.334 oder 71,0 % auf T€ 40.143 ist vor allem auf die geringeren Wertpapierumsätze zurückzuführen.

Das Ergebnis aus Available-for-Sale Beständen ist im Wesentlichen geprägt durch die Risikovorsorge in Höhe von T€ 33.022 auf Anlagebuchbestände und den sonstigen Anteilsbesitz. Unter Berücksichtigung der bereits in den letzten beiden Jahren gebildeten Risikovorsorge sind inzwischen 65,3 % der ursprünglichen Anschaffungskosten dieser Bestände wertberichtigt. Zum 31.12.2001 betragen die restlichen Buchwerte nur noch T€ 37.877.

Von der Verminderung des Verwaltungsaufwandes um T€ 29.464 oder 39,1 % auf T€ 45.950 entfallen T€ 29.477 auf den Personalaufwand und T€ 431 auf die anderen Verwaltungsaufwendungen. Die Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen haben sich um T€ 444 erhöht.

Im Saldo der Sonstigen Aufwendungen und Erträge werden vor allem Zuführungen zu Drohverlustrückstellungen in Höhe von T€ 6.080 und ein Korrekturposten für konsolidierungspflichtige erworbene Ergebnisse in Höhe von T€ 698 ausgewiesen.

Durch die Firmenwertabschreibungen von T€ 66.932 wird der negativen Ergebnisentwicklung der verbundenen Unternehmen Rechnung getragen. Zur Festsetzung der Firmenwertabschreibungen liegen für die wesentlichen verbundenen Unternehmen entsprechende Bewertungsgutachten einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vor.

Die vorzutragenden Verluste werden sich positiv auf die Besteuerung zukünftiger Gewinne auswirken.

Vermögenslage

Wie bei der Darstellung der Ertragslage werden zur Erhöhung der Transparenz und wirtschaftlichen Aussagekraft sowie einer besseren Vergleichbarkeit der Zahlen mit dem Vorjahr die wesentlichen Komponenten der Konzernbilanz sowohl nach IAS als auch nach HGB im Vergleich zum Vorjahr dargestellt.

2001 2000 Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Barreserve 0 1 -1 -100,0
Forderungen an Kreditinstitute 82.887 48.627 +34.260 +70,5
Forderungen an Kunden 810 549 +261 +47,5
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
29.896 8.521 +21.375 +250,9
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 56.813 254.677 -197.864 -77,7
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unterneh
men
8.510 5.328 +3.182 +59,7
Treuhandvermögen 6.235 1.924 +4.311 +224,1
Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte 14.073 4.991 +9.082 +182,0
Eigene Aktien 178 3.121 -2.943 -94,3
Sonstige Aktiva 9.117 33.323 -24.206 -72,6
Summe Aktiva 208.519 361.062 -152.543 -42,2
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 49.500 109.322 -59.822 -54,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 24 102 -78 -76,5
Treuhandverbindlichkeiten 6.235 1.924 +4.311 +224,1
Sonstige Verbindlichkeiten 7.580 34.595 -27.015 -78,1
Rückstellungen 18.251 18.332 -81 -0,4
Fonds für allgemeine Bankrisiken 0 10.000 -10.000 -100,0
Geleistete Einlagen für Sachkapitalerhöhung 5.945 0 +5.945 >100,0
Eigenkapital 120.984 186.787 -65.803 -35,2
Summe Passiva 208.519 361.062 -152.543 -42,2

Konzernbilanz nach HGB

Konzernbilanz nach IAS

2001 2000 Veränderung
T€ T€ T€ %
Aktiva
Barreserve 0 1 -1 -100,0
Forderungen an Kreditinstitute 82.887 45.541 +37.346 +82,0
Forderungen an Kunden 981 719 +262 +36,4
Risikovorsorge für das Kreditgeschäft -171 -171 0 0,0
Handelsaktiva 30.403 180.692 -150.289 -83,2
Available-for-Sale Bestände 37.877 70.991 -33.114 -46,6
Finanzanlagen 29.557 11.607 +17.950 +154,6
Sachanlagen 13.446 4.034 +9.412 +233,3
Immaterielle Anlagewerte 626 957 -331 -34,6
Geschäfts- und Firmenwerte 4.387 66.107 -61.720 -93,4
Ertragssteueransprüche 5.833 22.895 -17.062 -74,5
Sonstige Aktiva 2.225 4.217 -1.992 -47,2
Aktive latente Steuern 50.661 4.936 +45.725 +926,4
Summe Aktiva 258.712 412.526 -153.814 -37,3
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 49.500 109.322 -59.822 -54,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 24 102 -78 -76,5
Rückstellungen 11.078 4.316 +6.762 +156,7
Ertragssteuerverpflichtungen 4.231 4.982 -751 -15,1
Sonstige Passiva 10.312 33.428 -23.116 -69,2
Passive latente Steuern 1.232 3.873 -2.641 -68,2
Anteile im Fremdbesitz 1.522 8.804 -7.282 -82,7
Eigenkapital 180.813 247.699 -66.886 -27,0
Summe Passiva 258.712 412.526 -153.814 -37,3

Erläuterungen zur Konzernbilanz nach IAS

Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr um T€ 153.814 oder 37,3 % auf T€ 258.712 zurückgegangen. Dieser Rückgang resultiert hauptsächlich aus den Abschreibungen der Firmenwerte auf Anteile an verbundenen Unternehmen sowie aus dem gezielten Abbau des Wertpapierhandelsbestands.

In den Forderungen an Kreditinstitute sind vor allem für die Abwicklung von Börsengeschäften als Sicherheiten hinterlegte Guthaben ausgewiesen.

Die Handelsaktiva umfassen börsennotierte Aktien und Anleihen, die in der Bilanz in Höhe von T€ 30.403 ausgewiesen sind.

Die Available-for-Sale Bestände setzen sich hauptsächlich aus Aktien in Höhe von T€ 26.197, Beteiligungen in Höhe von T€ 10.339, nicht konsolidierten Tochterunternehmen und sonstigem Anteilsbesitz in Höhe von T€ 1.340 zusammen.

Die Finanzanlagen bestehen aus Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von T€ 29.557.

Die Firmenwerte ergeben sich als Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von T€ 4.387. Sie werden über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

In den Sachanlagen wird das im Geschäftsjahr im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage in die Gesellschaft eingebrachte Grundstück sowie das im Bau befindliche Gebäude in der Weihenstephaner Straße in Unterschleißheim in Höhe von T€ 5.945 ausgewiesen. Die bis zum Bilanzstichtag zusätzlich angefallenen Herstellungskosten in Höhe von T€ 2.578 sind ebenfalls in diesem Posten enthalten.

Das Gebäude wird im Herbst diesen Jahres fertiggestellt sein und der Bank als zentrales Verwaltungsgebäude für alle inländischen Standorte dienen. Die Gesamtkosten für die Fertigstellung des Gebäudes bis zur Bezugsfertigkeit werden ca. T€ 24.000 betragen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten überwiegend Fremdmittelaufnahmen zur Refinanzierung des Wertpapierhandels.

Die Rückstellungen werden vor allem durch Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und für Pensionsrückstellungen bestimmt.

Bei den Sonstigen Passiva handelt es sich hauptsächlich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus interner Verrechnung mit verbundenen Unternehmen und Arbeitnehmerprämien.

Die hohe Risikovorsorge und die Firmenwertabschreibungen haben die Eigenkapitalbasis der Gesellschaft deutlich reduziert. Gleichwohl verfügt sie mit einer Eigenkapitalquote von 69,9 % nach wie vor über eine wettbewerbsfähige Kapitalausstattung, die das weitere Wachstum sicherstellen wird.

Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtszeitraum jederzeit gewährleistet. Zum Bilanzstichtag stehen kurzfristigen Bankforderungen in Höhe von T€ 82.887 und jederzeit veräußerbaren börsenfähigen Wertpapieren sowie Finanzanlagen in Höhe von T€ 59.960 kurzfristige Bankverbindlichkeiten in Höhe von T€ 49.500 gegenüber. Saldiert ergibt sich ein bilanzieller Liquiditätsüberschuss von T€ 93.347, so dass auch die zukünftige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft langfristig gesichert ist.

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr blieb die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern zum Bilanzstichtag mit 212 Mitarbeitern nahezu konstant (Vorjahr 215). Von den 212 Mitarbeitern waren 145 in den operativen Bereichen und 67 Mitarbeiter in der Verwaltung tätig. Dabei stellt die AG den Großteil der Verwaltungsmitarbeiter und übernimmt weitestgehend alle verwaltungstechnischen Aufgaben für die Tochtergesellschaften. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte der Baader-Konzern 221 Mitarbeiter (im Vorjahr 188).

Die Baader Wertpapierhandelsbank AG legt besonderen Wert auf die hohe Qualifikation der Mitarbeiter und eine Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg. Durch den neuen Verwaltungsstandort in Unterschleißheim sowie die Einführung zusätzlicher sozialer Leistungen hat das Unternehmen für die Mitarbeiter an Attraktivität gewonnen.

Durch das bewegte Jahr 2001, mit einem ausgedehnten Börsencrash, der rückläufigen Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland verbundenen mit steigender Arbeitslosigkeit sowie den dramatischen Ereignissen in den USA waren die Mitarbeiter vor enorme Herausforderungen gestellt. An dieser Stelle möchte der Vorstand allen Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz und bewiesene Loyalität danken.

Umweltbericht

Die Dienstleistungen der Baader Wertpapierhandelsbank AG haben keinerlei nennenswerte umweltbelastenden Eigenschaften.

Unternehmensintern wird größter Wert auf einen ressourcenschonenden Umgang mit Produktions- (Kopierer, Drucker und andere Geräte der Büroausstattung) und Verbrauchsmitteln gelegt. Insbesondere führte das Intranet für die interne Kommunikation zu einer Reduzierung des Papierverbrauchs.

Ausblick

Auch das Jahr 2001 hat wieder gezeigt, wie wenig prognostizierbar Umsatz- und Kursverläufe an den Weltbörsen sind. So ist es auch für das Jahr 2002 nicht möglich, eine Aussage über die Entwicklung an den nationalen und internationalen Märkten zu treffen.

Die Konjunkturvorhersagen sind verhalten positiv. So wird von einer Belebung der Weltkonjunktur erst Mitte 2002 ausgegangen. Das Ausmaß dieser Belebung wird aber sehr unterschiedlich beurteilt. Die Gewinnerwartungen vieler Unternehmen sind weiterhin gedämpft. Auch die politische Entwicklung im Wahljahr 2002 trägt zur Unsicherheit am deutschen Kapitalmark bei. Nichtsdestotrotz nimmt die Börse immer zukünftige Entwicklungen vorweg und die langjährigen Erfahrungen im Wertpapierhandel sprechen dafür, dass spätestens nach zwei rückläufigen Jahren die Märkte wieder drehen sollten. Aufgrund dieser Einschätzungen kann man für das Jahr 2002 zwar von keiner deutlichen Belebung der internationalen Märkte ausgehen, jedoch aber von einer Börsenentwicklung, die von gedämpftem Optimismus geprägt ist.

Die Kapitalmärkte sind in Deutschland in geradezu revolutionärem Umbruch. Einen wesentlichen Beitrag hieran haben das 4. Finanzmarktförderungsgesetz, die beabsichtigte Einführung des "Zentralen Kontrahenten" für die Abwicklung der Wertpapiergeschäfte und auch Bestrebungen, Orderströme der Marktteilnehmer zu internalisieren. Mit einer komfortablen Eigenkapitalbasis, einer Vielzahl gut ausgebildeter Händler und hohem Technologisierungs- und Organisationsgrad kann sich die Baader Wertpapierhandelsbank AG den Börsen und Marktteilnehmern als starker und stabiler Partner präsentieren und neue Ertragspotenziale erschließen. Strukturveränderungen an den Börsen werden stärker als bisher Investitionsanforderungen an die teilnehmenden Institute stellen. Die Baader Wertpapierhandelsbank AG ist diesen Anforderungen personell, organisatorisch und finanziell gewachsen und treibt aktiv diese Veränderungen voran.

Die strategische Rückbesinnung und Konzentration auf das Kerngeschäft Wertpapierhandel wird konsequent fortgeführt. Die Tendenz der Verlagerung von liquiden Aktien auf elektronische Handelsplattformen, wie etwa Xetra, wird sich weiter fortsetzen. Ein zentrales Orderbuch hat sich in den letzten Jahren als das effizienteste Marktmodell bewährt. Market Making Systeme sind mit wesentlich höheren Risiken verbunden und benötigen mehr Liquidität. Der Vorstand erwartet, dass beide Marktmodelle parallel existieren können. Die Baader Wertpapierhandelsbank AG stellt sich zur Zeit auf beide Systeme ein und beabsichtigt ihre Marktpräsenz weiter auszubauen.

Die Konsolidierung der Branche wird, wie bisher, von der Baader Wertpapierhandelsbank AG weiter aktiv mitgestaltet.

Die Umsetzung der Beschlüsse zur Einstellung des Geschäftsfeldes Beteiligungen wird in 2002 fortgesetzt. Mit der Veräußerung von einzelnen Unternehmen können frei werdende Ressourcen auf das verbleibende Portfolio konzentriert und eine wertsteigernde Betreuung gewährleistet werden.

Bei anhaltender Unsicherheit der Märkte wird keine wesentliche Belebung des IPO-Geschäftes erwartet. Die Börsenverfassung 2002 wird ähnlich wie im Vorjahr nur sehr geringe Bereitschaft zur Aufnahme von Neuemissionen zeigen.

Die Baader Wertpapierhandelsbank AG wird 2002 die Zentralisierung der Verwaltungstätigkeiten mit dem Umzug in das eigene Verwaltungsgebäude in Unterschleißheim abschließen können.

Im Vergleich zum Berichtsjahr waren die ersten Monate des neuen Geschäftsjahres von weiterhin geringen Handelsvolumina geprägt.

Trotz der Unwägbarkeiten in den Märkten und der Dynamisierung der gesamten Branche geht der Vorstand in 2002 von einer Verbesserung des Geschäftsergebnisses aus.

Risikobericht

Inhalte der Risikopolitik

Die Baader Wertpapierhandelsbank AG ist als Wertpapierhandelsbank maßgeblich vom Erfolg ihrer Handelsgeschäfte und damit von den Kursentwicklungen an den Kapitalmärkten abhängig. Der Beobachtung des Geschäftsumfeldes kommt damit eine erhebliche Bedeutung zu. Sie dient dem Vorstand, im Rahmen seiner geschäftspolitischen Strategie und seines verantwortlichen Handelns einem Geschäftsrisiko zu begegnen.

Die Bank trägt den finanziellen Risiken durch ein Risikocontrolling- und -managementsystem entsprechend den einschlägigen "Mindestanforderungen" des Bundesaufsichtsamts für das Kreditwesen Rechnung. Die mit dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) verbundenen Anforderungen an ein unabhängiges Risikocontrolling sind bei der Baader Wertpapierhandelsbank bereits umgesetzt.

Die Risikopolitik umfasst demnach sowohl den Bereich Risikocontrolling als auch das Risikomanagement. Deren funktionale und organisatorische Trennung ist bis in die Vorstandsebene gewährleistet. Während das Risikocontrolling für die unabhängige Überwachung der eingegangenen Risiken und deren Anrechnung auf die Limite zuständig ist, verantwortet die Risikosteuerung die Ergebniswirksamkeit durch die eingegangene Marktpositionierung.

Zur Begrenzung der mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken hat das Unternehmen ein System zur Messung und Überwachung der Risikopositionen und zur Analyse des mit ihnen verbundenen Verlustpotenzials sowie deren Steuerung installiert. Als relevante Risikoarten wurden identifiziert: Adressrisiken, Beteiligungsrisiken, Marktrisiken, Liquiditätsrisiken, Rechtsrisiken und operative Risiken.

Die Risikosteuerung der Konzerntöchter im Baader-Konzern erfolgt über die entsprechende Einflussnahme der Aufsichtsratsmandate bei den jeweiligen Tochterunternehmen dadurch, dass mindestens ein Vorstandsmitglied der Baader Wertpapierhandelsbank AG Mitglied der Geschäftsführung oder des Aufsichtsrates der Tochtergesellschaft ist. Insbesondere sind die Herren Baader, Brichmann und Hock Geschäftsführer der IPO GmbH, die Herren Baader und Brichmann im Aufsichtsrat und Herr Thaler Aufsichtsratsvorsitzender der Eckes Effektenhandel AG. Weiterhin ist Herr Baader im Aufsichtsrat der KST Wertpapierhandels AG und Aufsichtsratsvorsitzender der Baader Securities a.s., Prag. Die Herren Hirsch und Hock sind des Weiteren im Aufsichtsrat der Webstock AG mit Herrn Brichmann als Aufsichtsratsvorsitzender.

Adressrisiken

Bei den Adressrisiken wird zwischen den Kontrahenten- und Emittentenrisiken des Handelsgeschäftes, den Länderrisiken und den Kreditrisiken des Beteiligungsgeschäftes unterschieden. Das Kontrahentenrisiko wiederum lässt sich in Erfüllungs- und Wiedereindeckungsrisiko separieren.

Bei der Abwicklung von Handelsgeschäften kann ein Kontrahentenrisiko dadurch entstehen, dass ein Handelspartner seine entstandenen Verpflichtungen nicht vollständig erfüllt. Sowohl die von der Bank getätigten Geschäfte an inländischen Börsen als auch die außerbörslichen

Geschäfte werden als Zahlungs- / Lieferungsgeschäfte "Zug um Zug" abgewickelt und ggf. über internationale Clearer reguliert. Ein Kontrahentenrisiko im Sinne eines Vorleistungsrisikos bzw. Erfüllungsrisikos ist somit nicht gegeben. Es besteht jedoch ein Wiedereindeckungsrisiko beim Ausfall der Gegenpartei und demzufolge die Nichterfüllung der abgeschlossenen Geschäfte sofern nicht auf Valutabasis reguliert wird. Die Überwachung der Kontrahentenlimite für das Wertpapiergeschäft erfolgt anhand eines Limitsystems basierend auf Kreditbeschlüssen. Des Weiteren existieren in Bezug auf den Geldhandel für die Kontrahenten Geldhandelslinien, ebenfalls basierend auf Bonitätsprüfungen mit entsprechenden Kreditbeschlüssen.

Beim Emittentenrisiko als Risiko der Bonitätsverschlechterung bzw. des Ausfalls eines Emittenten ist zwischen dem Emittentenrisiko aus Handelsaktiva und Finanzanlagen zu unterscheiden. Bei den Handelsaktiva wird dem Risiko durch die Eingruppierung des Engagements in eine von vier Bonitätsklassen und eine entsprechende Anrechnung auf das hierfür vorgesehene Limit entgegengetreten. Dieses auch untertägig einzuhaltende Limitsystem ist so konzipiert, dass aufsichtsrechtliche Großkreditgrenzen nicht erreicht werden können. Die Finanzanlagen waren zum Stichtag keinem Ausfallrisiko ausgesetzt, da in den Finanzanlagen ausschließlich Anleihen von Bund und Bahn (der Emissionsstichtag liegt vor dem 01.01.1994) enthalten sind.

Das Länderrisiko drückt die Gefahr aus, dass Forderungen aus grenzüberschreitenden Geschäften und / oder in Fremdwährung wegen hoheitlicher Maßnahmen ausfallen können. Bei der Baader Wertpapierhandelsbank ist das in diesem Zusammenhang relevante Risiko, nämlich die Belieferung ausländischer Wertpapiere im in- und ausländischen Clearing-System, durch ein Limitsystem begrenzt.

Die Inanspruchnahme der Kreditlinien durch die entsprechenden Eventualverbindlichkeiten wird täglich überwacht.

Beteiligungsrisiken

Der Geschäftsbereich Beteiligungen wurde im Berichtsjahr aufgegeben. Es werden keine Neuengagements mehr eingegangen. Beteiligungsrisiken aus dem Bestand können sich aus einer dauerhaften Wertminderung der Beteiligungen ergeben.

Durch eine aktive Betreuung der im Portfolio bestehenden Gesellschaften sollen diese Risiken rechtzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Marktpreisrisiken

Unter dem Marktpreisrisiko wird die Wertschwankung der betrachteten Position aufgrund sich ändernder Marktpreise verstanden, wie z. B. Aktienkursänderungen, Devisenkursänderungen und Zinsänderungen.

Bei der Baader Wertpapierhandelsbank AG ist aufgrund der geschäftspolitischen Ausrichtung im Wesentlichen das Aktienkursänderungsrisiko von Bedeutung. Ein Fremdwährungsrisiko entsteht nur insofern, als dass die zugrunde liegenden Fremdwährungspositionen Liquiditätsüberschüsse in Fremdwährung aus der Refinanzierung des Aktiengeschäftes darstellen. Ein Zinsänderungsrisiko tritt ebenfalls lediglich im Rahmen der Refinanzierung des Aktiengeschäftes und der Sicherheitenhinterlegung auf. Die Steuerung des Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisikos erfolgt durch den Bereich Geld- und Devisenhandel.

Diese Marktpreisrisiken werden mittels eines Value-at-Risk Modells gemessen, welches konzernweit Anwendung findet. Verbal formuliert, wird unter dem Value-at-Risk bei der Baader Wertpapierhandelsbank der maximale prognostizierte Verlust der betrachteten Position bei einem Tag Haltedauer verstanden, unter der Voraussetzung, dass die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses, das zu einem größeren Verlust führen würde, kleiner als 1 % ist. Als eingehender Risikoparameter kommt eine Varianz-Kovarianz Matrix basierend auf eigenen Zeitreihen zur Anwendung.

Bspw. wurden die folgenden Value-at-Risk Werte für die Baader Wertpapierhandelsbank AG berechnet:

VALUE-AT-RISK DER HANDELBEREICHE NACH RISIKOKLASSEN:
Value-at-Risk* Zinsrisiko Aktienkurs
risiko
Fremdwäh
rungs
risiko
in Mio. € 2001 2000 2001 2001 2001
VaR per Ultimo 0,34 4,82 0,01 0,29 0,04
Minimaler VaR 0,31 2,80 0,00 0,26 0,02
Maximaler VaR 4,90 6,45 0,03 3,47 1,43
Durchschnittl. VaR 1,26 4,25 0,02 1,03 0,21
* Alle Angaben für einen Tag Haltedauer; 99% Konfidenzniveau.

Die Berücksichtigung des Marktpreisänderungsrisikos von Konzerntöchtern erfolgt täglich auf Grundlage der einzelnen Risikopositionen. Die Risikoberechnung erfolgt mit den gleichen Modellen und den gleichen Parametrisierungen wie bei der Baader Wertpapierhandelsbank AG.

Im Einzelnen wird dabei wie folgt vorgegangen:

Für die Baader Securities a.s., Prag werden seit Mitte 2000 die VaR-Werte sowohl an den Vorstand der Baader Wertpapierhandelsbank AG als auch an den Vorstand der Baader Securities a.s. berichtet und die Risikoposition täglich überwacht.

Die Risikopositionen der IPO GmbH werden bereits seit 1999 erfasst und die VaR-Werte errechnet. Auch diese werden im Tagesreporting an den Vorstand entsprechend ausgewiesen. Das Vermittlungsgeschäft ist in die Tochtergesellschaft Eckes Effektenhandel AG ausgegliedert, die ausschließlich für institutionelle Kunden tätig ist. Sowohl das Maklertagebuch als auch die weiteren Positionen des Handels- und Anlagebuches mit den entsprechenden Risikopositionen der Eckes Effektenhandel AG werden täglich überwacht und seit Oktober 2000 an den Vorstand berichtet. Die Risikopositionen sind per Vorstandsbeschluss limitiert.

Die Einbindung der KST Wertpapierhandels AG, die im Wesentlichen als Skontroführer in Neuer Markt Titeln tätig ist, erfolgt dergestalt, dass die Handelsbuch- und Anlagebuchbestände täglich überwacht werden. Die Risikopositionen werden seit Februar 2001 an den Vorstand berichtet und sind ebenfalls per Vorstandsbeschluss limitiert.

Da in der Webstock AG derzeit keine operative Geschäftstätigkeit durchgeführt wird, ist diese Konzerntochter aus Marktpreisänderungsrisikogesichtspunkten nachrangig.

VALUE-AT-RISK DES KONZERNS:
Value-at-Risk*
in Mio. € 2001 2000
Value-at-Risk per ultimo 1,71 5,27
Minimaler Value-at-Risk 0,69 3,25
Maximaler Value-at-Risk 5,30 6,45
Durchschnittlicher Value-at-Risk 1,71 4,52
* Alle Angaben für einen Tag Haltedauer; 99% Konfidenzniveau.

Konzernweit wurden die folgenden VaR-Werte berechnet:

Im Rahmen des Backtestings wird anhand des Verhältnisses zwischen den VaR-Werten und Marktwertveränderungen der Position auf Grundlage tatsächlicher Kursänderungen die Güte des VaR-Modells überprüft. Hierbei muss die Konstanz des Portfolios während der Haltedauer gewährleistet sein. Sowohl bei der Baader Wertpapierhandelsbank als auch im Konzern beruht das Backtesting auf den hypothetischen Änderungen des Portfoliowertes bei unveränderten Tagesendpositionen (clean Backtesting).

Die Limite für die Marktpreisrisiken werden einmal jährlich zu Geschäftsjahresbeginn mehrheitlich durch den Gesamtvorstand per Vorstandsbeschluss festgelegt. Gegebenenfalls können diese Limite unterjährig angepasst werden, wenn die Geschäftstätigkeit und / oder die Ertragslage der Bank bzw. des Konzerns dies erforderlich macht. Bei der Limitfestlegung wird sowohl die wirtschaftliche Eigenkapitalausstattung als auch die Ertragslage der Bank bzw. des Konzerns berücksichtigt.

Weiterhin werden hinsichtlich der Risikolage Worst-Case-Szenarien für die einzelnen Bereiche der Baader Wertpapierhandelsbank AG und die Konzerntöchter durchgeführt, da gemäß den "Mindestanforderungen an das Betreiben von Handelsgeschäften" die Handelsgeschäfte und die zugehörigen Risikopositionen regelmäßig auf die mit ihnen verbundenen Verlustrisiken zu untersuchen sind. Hierbei sind nicht nur mehr oder minder wahrscheinliche Ereignisse, sondern auch auf den "schlimmsten Fall" bezogene Szenarien in Betracht zu ziehen. Insbesondere sind außergewöhnliche Marktpreisänderungen, Störungen in der Liquidität der Märkte und Ausfälle großer Marktteilnehmer zu berücksichtigen.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken können aufgrund mangelnder Liquidität von Handelsprodukten oder aufgrund mangelnder eigener Liquidität auftreten.

Bspw. existieren Wertpapiere mit unterschiedlicher Marktliquidität. Eine geringe Marktliquidität in einzelnen Handelsprodukten führt dazu, dass Transaktionen in diesen Produkten sowohl zum Etablieren als auch zum Auflösen von Positionen aufgrund der geringen oder nicht vorhandener Marktliquidität beeinträchtigt oder nicht möglich sind. Diese unterschiedliche Liquidität der Handelsprodukte wird im Rahmen der Worst-Case-Szenarien berücksichtigt.

Die Liquiditätsdisposition der Bank erfolgt in der Geld- und Devisendisposition. Die enge Abstimmung des Wertpapierhandels mit der Gelddisposition sichert eine Koordination der täglichen Zahlungsströme aus diesen Bereichen. Besondere Liquiditätsbelastungen aus anderen Bereichen werden der Gelddisposition unverzüglich angezeigt. Des Weiteren wird täglich ein aktueller Liquiditätsstatus sowie eine Prognose der zukünftigen Liquiditätslage erstellt, um frühzeitig etwaige Steuerungsmaßnahmen einleiten zu können.

Rechtsrisiko

Rechtliche Risiken entstehen daraus, dass abgeschlossene Verträge rechtlich nicht durchgesetzt werden können. Ursache hierfür können i.d.R. nicht eindeutig bzw. nicht ausreichend dokumentierte Vereinbarungen sein.

Um dieses Rechtsrisiko zu steuern, ist der Handel grundsätzlich nur an Märkten mit standardisierten Handels- und Abwicklungsmodalitäten zulässig. Einzelvertragliche OTC-Geschäfte werden nicht abgeschlossen. Weiterhin gibt es klare Vorgaben des Handels für Märkte und Produkte bzw. Finanzinstrumente.

Vor der Aufnahme von Geschäften in neuartigen Produkten oder neuen Märkten wird die Rechtslage, die Usancen und die Dokumentation der Geschäfte in einem Einführungskonzept ausführlich beschrieben.

Betriebsrisiken

Betriebsrisiken (Operationale Risiken) können aus Fehlfunktionen der EDV-Systeme entstehen. Die Kontrollen der DV-Systeme, -verfahren und Zugriffsmöglichkeiten sind schriftlich dokumentiert. Die Vergabe der Zugriffsberechtigungen zu den Handels- und Abwicklungssystemen ist vom Fachbereich zu beantragen, das Verfahren selbst ist IT-gestützt und dokumentiert.

Die Verfügbarkeit der Systeme ist durch die angewandte Sicherungstechnik (z.B. Notfallplan, Daten-Backup, Backup-Rechenzentrum) gewährleistet. Bei Ausfall eines Systems ist nach dem schriftlich festgelegten Notfallplan vorzugehen. Der Notfallplan wird zyklisch an die Prozessveränderungen angepasst. Die Information der Führungskräfte wird nach einem fest definierten Eskalationsprinzip eingeleitet. Der für die jeweilige Eskalationsstufe verantwortliche Prozessbeauftragte leitet die gemäß Notfallhandbuch beschriebenen Maßnahmen ein.

Des Weiteren wird die Sicherstellung der Programmverfügbarkeit durch das Vorhalten der Programme auf einem zweiten, im Backup-Rechenzentrum befindlichen, System gewährleistet. Dieses ist nach dem Notfallkonzept bei Ausfall des Primärsystems automatisch zu aktivieren, sofern technisch möglich.

Baader Wertpapierhandelsbank Aktiengesellschaft Unterschleißheim Konzern-Bilanz IAS zum 31.12.2001

Aktiva 31.12.2001 31.12.2000
Notes T€
1. Barreserve (7, 32) 192,33 1
2. Forderungen an Kreditinstitute (8, 33) 82.886.624,32 45.541
3. Forderungen an Kunden (8, 34) 980.663,62 719
4. Risikovorsorge für das Kreditgeschäft (9, 21, 35) -170.853,53 -171
5. Handelsaktiva (5, 10, 22, 36) 30.402.446,01 180.692
6. Available-for-Sale Bestände (5, 11, 22, 37) 37.876.663,19 70.991
7. Finanzanlagen (5, 12, 22, 38) 29.557.337,03 11.607
8. Sachanlagen (13, 23, 39) 13.446.357,41 4.034
9. Immaterielle Anlagewerte (14, 40, 23) 626.484,79 957
10. Geschäftswerte (15, 41) 4.387.252,52 66.107
11. Ertragsteueransprüche (42) 5.833.422,56 22.895
12. Sonstige Aktiva (43) 2.224.594,44 4.217
13. Aktive latente Steuern (18, 28, 44) 50.660.503,03 4.936
Summe Aktiva 258.711.687,72 412.526
Passiva Notes 31.12.2001
31.12.2000
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (16, 45) 49.500.004,35 109.322
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (16, 46) 23.988,00 102
3. Rückstellungen (17, 26, 27, 47) 11.077.876,65 4.316
4. Ertragsteuerverpflichtungen (48) 4.231.086,82 4.982
5. Sonstige Passiva (49) 10.312.330,15 33.428
6. Passive latente Steuern (18, 28, 50) 1.231.962,84 3.873
7. Anteile im Fremdbesitz (31) 1.521.657,46 8.804
8. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital
b) Kapitalrücklage
c) Gewinnrücklagen
d) Neubewertungsrücklage
e) Konzernergebnis
(19, 24, 51) 22.915.241,00
150.525.385,97
6.182.469,34
1.189.685,14
0,00
20.876
139.439
78.118
3.303
5.963
Summe Passiva 258.711.687,72 412.526

Baader Wertpapierhandelsbank Aktiengesellschaft Unterschleißheim Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung IAS für den Zeitraum vom 01.01.2001 bis 31.12.2001

GuV Notes 31.12.2001
31.12.2000
T€
1. Zinserträge (52) 3.162.142,14 1.917
2. Zinsaufwendungen (52) -3.543.163,79 -3.096
3. Zinsüberschuss (52) -381.021,65 -1.179
4. Risikovorsorge für das Kreditgeschäft (9, 53) 0,00 -38
5. Zinsüberschuss nach Risikovorsorge -381.021,65 -1.217
6. Provisionserträge (54) 13.298.587,67 38.304
7. Provisionsaufwendungen (54) -17.042.045,52 -28.135
8. Provisionsüberschuss (54) -3.743.457,85 10.169
9. Handelsergebnis (55) 40.143.177,54 138.477
10. Ergebnis aus Available-for-Sale Beständen (56) -34.572.686,53 -29.500
11. Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen (57) 0,00 1.257
12. Ergebnis aus Finanzanlagen (58) 439.308,07 546
13. Zwischensumme 1.885.319,58 119.732
14. Verwaltungsaufwand (59) -45.950.541,35 -75.414
15. Betriebsergebnis -44.065.221,77 44.318
16. Sonstige betriebliche Erträge (60) 3.170.315,45 2.317
17. Sonstige betriebliche Aufwendungen (60) -75.298.907,96 -1.887
18. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -116.193.814,28 44.748
19. Ertragsteuern auf das Ergebnis aus
gewöhnlicher Geschäftstätigkeit
(61) 47.304.459,72 -23.130
20. Jahresergebnis vor konzernfremden Gesellschaftern -68.889.354,56 21.618
21. Konzernfremden Gesellschaftern zustehender Verlust 994.040,45 998
22. Jahresergebnis -67.895.314,11 22.616
23. Gewinnvortrag/Verlustvortag aus dem Vorjahr -973.408,09 -53
24. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
b) aus anderen Gewinnrücklagen
68.868.722,20 0
25. Einstellungen in Gewinnrücklagen
d) in andere Gewinnrücklagen
0,00 -16.600
26. Konzernergebnis 0,00 5.963

Das Konzernergebnis entspricht dem Bilanzgewinn der Baader Wertpapierhandelsbank AG.

2001
2000
Ergebnis je Aktie (62) -3,20 1,13

Eigenkapitalveränderung

Die Überleitung des Eigenkapitals vom Abschluss nach HGB per 31.12.2000 zum Abschluss nach IAS wird in der folgenden Übersicht dargestellt.

Gez.
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklage
Neu
bewertungs
Rücklagen
Anteile
Anderer
Gesell
schafter
Bilanz
gewinn
Eigenkapital
Eigenkapital 31.12.2000
nach HGB
21.057.000,00 137.898.596,08 3.325.056,75 8.803.901,12 15.702.882,71 186.787.436,66
Anpassungen aus
Bewertungsänderungen
Änderungen aus
erstmaliger Anwendung
IAS *
+11.149.435,75 +11.149.435,75
Handelsaktiva * -4.838.778,55 -4.838.778,55
Available-for-Sale * +3.303.247,89 -3.227.381,77 +75.866,12
sonstige Anpassungen * +343.126,65 +343.126,65
Anpassungen aus
Konsolidierung
Aktivierung Geschäftswerte +5.243.044,30 +62.775.299,07 +68.018.343,37
Abschreibung Geschäftswerte -1.463.178,05 -1.463.178,05
unterschiedliche
Konsolidierungszeitpunkte
-85.303,10 -799.424,68 -884.727,78
stille Reserven/Lasten aus
Konsolidierung *
Separater Ausweis der
+190.177,34 +246.009,24 +436.186,58
Anteile anderer
Gesellschafter
-8.803.901,12 -8.803.901,12
Sonstige Anpassungen
Eigene Aktien oder Anteile -181.100,00 -3.702.506,79 +763.066,79 -3.120.540,00
Eigenkapital 31.12.2000
nach IAS
20.875.900,00 139.439.133,59 78.117.732,60 3.303.247,89 5.963.255,55 247.699.269,63

*) Die Positionen enthalten jeweils auch die Steuerabgrenzung, die sich aus der Bewertungsänderung ergibt.

Die folgende Übersicht zeigt die Überleitung des Eigenkapitals vom Konzernabschluss IAS vom 31.12.2000 zum Eigenkapital des Konzernabschlusses IAS vom 31.12.2001.

Gez.
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklage
Neu
bewertungs
Rücklagen
Konzern
ergebnis
Eigenkapital
Eigenkapital 31.12.2000 20.875.900,00 139.439.133,59 78.117.732,60 3.303.247,89 5.963.255,55 247.699.269,63
Anpassungen aus
Gewinnverwendung 2000
-270.527,42 -1.322.564,43 -5.963.255,55 -7.556.347,40
Kapitalerhöhungen aus Sacheinlagen +1.897.341,00 +8.637.134,73 +10.534.475,73
Verkauf eigener Aktien +142.000,00 +2.352.940,00 +2.494.940,00
Veränderung Neubewertungsrücklage -3.747.451,70 -3.747.451,70
Veränderung Steuerabgrenzung +1.633.888,95 +1.633.888,95
Währungsumrechnung +366.705,07 +366.705,07
Abschreibungen Geschäftswerte
Vorjahre
-1.463.178,05 -1.463.178,05
sonstige Anpassungen -280.798,58 -280.798,58
Konzernjahresergebnis -68.868.722,20 -68.868.722,20
Entnahmen Rücklagen -68.868.722,20 +68.868.722,20 0,00
Eigenkapital 31.12.2001
nach IAS
22.915.241,00 150.525.385,97 6.182.469,34 1.189.685,14 0,00 180.812.781,45

Kapitalflussrechnung

T€
1. Periodenergebnis
vor außerordentlichen Posten (inkl. konzernfremden Gesellschaftern zustehender Ergebnis
anteil)
-67.895
2. Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen auf Forderungen, Sachanlagen und
Wertpapiere des Anlagevermögens 3.966
3. Veränderung der Rückstellungen 6.761
4. andere zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 67.999
5. Gewinne / Verluste aus der Veräußerung von Sachanlagen und Wertpapieren des Anlagevermögens -139
6. Sonstige Anpassungen (Saldo) -309
7.
=
Zwischensumme 10.383
8. Forderungen
Forderungen an Kreditinstitute -3.824
Forderungen an Kunden -261
9. Wertpapiere (soweit nicht Anlagevermögen) 182.997
10. andere Aktiva aus laufender Geschäftstätigkeit -26.670
11. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden -78
12. andere Passiva aus laufender Geschäftstätigkeit -26.507
13. erhaltene Zinsen und Dividenden 4.851
14. gezahlte Zinsen -3.543
15. Ertragsteuerzahlungen -1.993
16.
=
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 135.355
17. Einzahlungen aus Abgängen
Abgänge von Wertpapieren aus dem Anlagevermögen 7.987
Abgänge aus dem Sachanlagevermögen 316
18. Auszahlungen für Investitionen
Auszahlungen für Wertpapiere des Anlagevermögens -29.739
Auszahlungen in das Sachanlagevermögen -11.248
19. Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten -11.552
20.
=
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -44.236
21. Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 13.029
22. Dividendenzahlungen -10.798
23.
=
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.231
24. zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe 16, 20, 23) 93.350
25. Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -7
26. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -66.770
27.
=
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 26.573
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds zum 31.12.2001
liquide Mittel 76.073
jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten -49.500

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zusammensetzung und die Entwicklung des Zahlungsmittelbestandes im Geschäftsjahr. Sie ist aufgeteilt in die Abschnitte Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, Cashflow aus der Investitionstätigkeit und Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit. Durch diese Aufteilung soll gezeigt werden wie im Konzern liquide Mittel generiert und im Geschäftsjahr verwendet wurden.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erfasst alle Transaktionen, die nicht unmittelbar der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. Die hier abgebildeten Vorgänge ergeben sich insbesondere aus dem operativen Geschäft des Konzerns. Die dargestellten Veränderungen der Forderungen gegenüber Kreditinstituten betreffen keine täglich fälligen Forderungen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit zeigt die Mittelverwendung im Konzern. Er soll Informationen liefern, wie die liquiden Mittel für die Erzielung künftiger Erfolge und künftiger Einnahmeüberschüsse verwendet wurden. Die hier abgebildeten Geschäftsvorfälle betreffen Investitionen und Desinvestitionen in Wertpapiere des Anlagevermögens und in Sachanlagen. Von den Kaufpreiszahlungen zum Erwerb von zu konsolidierenden Tochterunternehmen in Höhe von T€ 11.552 wurde ein Betrag in Höhe von T€ 6.962 mit Zahlungsmitteln beglichen.

Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit werden alle Zahlungsvorgänge im Zusammenhang mit dem Eigenkapital und mit den Anteilseignern dargestellt.

Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus der Barreserve, in der lediglich Kassenbestände erfaßt sind, den täglich fälligen Forderungen gegenüber Kreditinstituten sowie den täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die anderen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge umfassen die Abschreibungen auf die Geschäftswerte, Zinsabgrenzungen für Finanzanlagen und das Bewertungsergebnis der Handelsaktiva. Die Position sonstige Anpassungen dient als Korrekturposten für die separat auszuweisenden Größen Zinsen, Dividenden, Ertragsteuerzahlungen und den konzernfremden Gesellschaftern zustehenden Verlust.

Angaben zum Unternehmen

Baader Wertpapierhandelsbank AG Edison-Park Haus C Ohmstraße 4 85716 Unterschleißheim Deutschland

Tel. +49 (0)89/5150-0 Fax +49 (0)89/5150-1111 www.baaderbank.de [email protected]

Die Gesellschaft ist im Registergericht München mit der Geschäftsnummer HRB 121537 eingetragen.

Unternehmensgegenstand der berichtenden Gesellschaft

Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Wertpapierdienstleistungen, insbesondere

  • die Übernahme von Finanzinstrumenten für eigenes Risiko zur Platzierung oder die Übernahme gleichwertiger Garantien (Emissionsgeschäft)
  • die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen und für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) und
  • die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im Wege des Eigenhandels für andere (Eigenhandel).

Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern. Hierzu gehört auch die Errichtung von Zweigniederlassungen und anderen Unternehmen sowie die Beteiligung an solchen im In- und Ausland.

Grundlagen der Konzernrechnungslegung

Der Konzernabschluss der Baader Wertpapierhandelsbank AG wurde erstmals, in Einklang mit den Richtlinien 83/349/EWG (Konzernbilanzrichtlinie) und 86/635/EWG (Bankbilanzrichtlinie), auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Accounting Standards (IAS) und deren Auslegungen durch das Standing Interpretations Committee (SIC) aufgestellt. Für die erstmalige Anwendung der IAS ist es notwendig gewesen, neben der Bewertung zum 1. Januar 2001, ebenfalls die Wertansätze zum 1. Januar 2000 festzustellen. Gemäß IAS 8 erfolgte die Erstanwendung der IAS retrospektiv. Um die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen zu erzielen, wurde die Eröffnungsbilanz nach IAS auf den 1. Januar 2000 aufgestellt. Die sich ergebenen Unterschiedsbeträge aus der Neufestsetzung der Wertansätze auf den 1. Januar 2000 wurden erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Bedingt durch diese Umstellung haben sich die Gewinnrücklagen im Vergleich zum HGB-Konzernabschluss der Baader Wertpapierhandelsbank AG auf den 31. Dezember 1999 um € 11.149.435,75 Mio. erhöht. Die wirtschaftliche Entwicklung sowie die Risikoanalyse des Konzerns werden gesondert im Konzernlagebericht und im Konzernrisikobericht dargestellt. Entsprechend § 292(a) HGB hat dieser Konzernabschluss befreiende Wirkung, sodass ein Konzernabschluss nach HGB-Grundsätzen nicht erstellt werden muss.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

(1) Grundsätze

Der Konzernabschluss der Baader Wertpapierhandelsbank AG ist nach den Vorschriften der International Accounting Standards (IAS) aufgestellt. Der auf den 31. Dezember 2001 aufgestellte Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going Concern).

Die IAS beruhen auf einer anderen Zielsetzung der Rechnungslegung als das vorsichtsgeprägte, dem Gläubigerschutzgedanken verbundene System des HGB. Nach IAS steht die Vermittlung entscheidungsrelevanter Informationen für einen breitgefächerten Interessentenkreis, insbesondere für Investoren im Vordergrund. Nach der Konzeption der IAS ist für die Bilanzierung die Nützlichkeit der Informationen für ökonomische Entscheidungen ausschlaggebend.

Aus der unterschiedlichen Zielsetzung der Rechnungslegung nach IAS im Vergleich zu der nach HGB ergeben sich weitreichende Unterschiede in den Ansatz- und Bewertungsvorschriften.

Im vorliegenden Abschluss sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, alle Beträge in Euro dargestellt. Der Bilanzstichtag ist der 31. Dezember 2001. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

(2) Konzerneinheitliche Bilanzierung

Alle Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden auf den 31. Dezember 2001 aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze aufgestellt.

(3) Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der in den IAS vorgeschlagenen Benchmark-Methode. Diese sieht vor, dass die identifizierbaren Vermögenswerte und Verpflichtungen des einzubeziehenden Unternehmens in Höhe des erworbenen Anteiles mit Marktwerten angesetzt werden. Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem sich aus der Marktpreisbewertung der Vermögensgegenstände und Verpflichtungen ermittelten anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Danach verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert und linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Passivische Unterschiedsbeträge werden, je nach ihrer Art, sofort als Ertrag erfasst oder über die gewichtete durchschnittliche Nutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände erfolgswirksam aufgelöst. Der Minderheitenanteil wird in Höhe der nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ermittelten Buchwerte bilanziert. Die Anteile anderer Gesellschafter enthalten die Anteile Dritter am gezeichneten Kapital, an den Rücklagen und am Ergebnis.

Die Tochtergesellschaften werden ab dem Tag in den Konsolidierungskreis aufgenommen, an dem der Konzern die faktische Kontrolle erlangt. Die Unternehmen scheiden bei Verkauf oder im Fall, dass die Baader Wertpapierhandelsbank AG nicht länger einen beherrschenden Einfluss ausübt, aus dem Konsolidierungskreis aus.

Ein konsolidierungspflichtiges erworbenes Ergebnis wird durch einen Ausgleichsposten in der Gewinn- und Verlustrechnung eliminiert. Je nach Art des erworbenen Ergebnisses ist der Ausgleichsposten Bestandteil der Sonstigen betrieblichen Erträge oder Sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Wird im Berichtsjahr bei einem voll zu konsolidierenden Unternehmen die Erstkonsolidierung auf den Bilanzstichtag durchgeführt, werden die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung für das gesamte Geschäftsjahr übernommen, wird die Erstkonsolidierung nicht auf den Bilanzstichtag durchgeführt, werden die GuV-Daten nur anteilig ab dem Stichtag der Erstkonsolidierung im Konzernabschluss berücksichtigt.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden mit dem anteiligen Eigenkapital in den Konzernabschluss einbezogen (Equity-Methode). Als assoziierte Unternehmen gelten Unternehmen, auf die die Baader Wertpapierhandelsbank AG zwar einen maßgeblichen aber keinen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Die erworbenen Anteile sind zum Zeitpunkt der Entstehung des maßgeblichen Einflusses mit ihren Anschaffungskosten anzusetzen. Zum Zeitpunkt der Entstehung des maßgeblichen Einflusses wird das anteilige erworbene Vermögen ermittelt und mit Marktpreisen bewertet. Die Bestimmung eines möglichen Unterschiedsbetrages erfolgt durch die Verrechnung der Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile mit dem sich aus der Bewertung der Vermögensgegenstände und Verpflichtungen ergebenen anteiligem Eigenkapital. Positive Unterschiedsbeträge (Geschäfts- oder Firmenwert) werden aktiviert und linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Anteile an Tochterunternehmen, die wegen geringfügiger Bedeutung nicht konsolidiert werden, sind unter den Available-for-Sale Beständen ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden konsolidiert. Umsatzerlöse und sonstige konzerninterne Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Abschreibungen auf Anteile an einbezogenen Tochterunternehmen werden zugunsten des konsolidierten Jahresergebnisses zurückgenommen.

(4) Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2001 wurden neben der Baader Wertpapierhandelsbank AG drei inländische sowie ein ausländisches Tochterunternehmen, an denen die Baader Wertpapierhandelsbank AG direkt mehr als 50 % der Anteile hält, einbezogen. Drei der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen sind Finanzdienstleistungsinstitute. Zwei Tochterunternehmen werden nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Die Beteiligungen werden zu ihren Anschaffungskosten unter der Bilanzposition Available-for-Sale Bestände ausgewiesen. Der Anteil der nicht konsolidierten Tochterunternehmen an der addierten Konzernbilanzsumme beträgt lediglich 0,001 %.

In dem Konzernabschluss werden als vollkonsolidierte Unternehmen abgebildet die:

  • Eckes Effektenhandel AG, Frankfurt a. M.
  • KST Wertpapierhandels AG, Stuttgart
  • IPO GmbH, Unterschleißheim
  • Baader Securities a.s., Prag

Die Eckes Effektenhandel AG ist seit dem 01.10.2000 100%iges Tochterunternehmen der Baader Wertpapierhandelsbank AG. Mit der Gesellschaft wurde am 06.12.2001 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Dieser wird steuerlich erstmalig für das Geschäftsjahr 2001 durchgeführt. Unternehmensgegenstand ist die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagenvermittlung), die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) und die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im Wege des Eigenhandels für andere (Eigenhandel).

Bei der KST Wertpapierhandels AG wurde im Laufe des Geschäftsjahres 2000 die faktische Mehrheit erworben. Im Geschäftsjahr 2001 wurde die Beteiligung wiederum aufgestockt. Im März 2001 wurde ein Anteil von 7,14 % erworben und im Juli 2001 im Rahmen eines Übernahmeangebotes weitere 23,46 %. Somit beträgt der Anteil der Baader Wertpapierhandelsbank AG zum 31.12.2001 87,01 % am Eigenkapital der KST Wertpapierhandels AG. Gegenstand des Unternehmens ist die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten für andere, die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im Wege des Eigenhandels für andere und die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten. Zudem ist die KST Wertpapierhandels AG im Zusammenhang mit Börsen- und Vermögensfragen und Börsenbegleitungen von Unternehmen beratend tätig.

Die IPO GmbH ist 100%ige Tochtergesellschaft der Baader Wertpapierhandelsbank AG. Mit der Gesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Gegenstand des Unternehmens sind Vermögensverwaltungen aller Art, insbesondere der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an Unternehmen zur Vorbereitung von Börsengängen sowie die Verwaltung eigenen Vermögens.

Die Baader Securities a.s., mit Sitz in Prag, ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Baader Wertpapierhandelsbank AG. Das Unternehmen ist tätig im Handel von Wertpapieren auf eigene und fremde Rechnung sowie der Durchführung von Beratungsleistungen und anderer Dienstleistungen bei der Emission von Wertpapieren (Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne von § 1 Abs. 1a KWG).

Die Baader Management AG, München wird nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Unternehmensgegenstand der Baader Management AG ist die Ausführung von Managementdienstleistungen in und für andere Gesellschaften, die Verwaltung eigenen und fremden Vermögens sowie die Beteiligung an anderen Gesellschaften zum Zwecke der Übernahme der Geschäftsführung und der Vertretung dieser Gesellschaften mit Ausnahme genehmigungspflichtiger Tätigkeiten nach dem Kreditwesengesetz.

Im Geschäftsjahr 2001 wurde der 100%ige Anteil an der Meyenkoth & Co. Wertpapierhandelsgesellschaft mbH, Berlin erworben. Die Gesellschaft wurde im September 2001 mit der Baader Wertpapierhandelsbank AG fusioniert. Bei der Zusammenführung beider Unternehmen entstand ein Verschmelzungsverlust in Höhe von T€ 360. Geschäftszweck der Gesellschaft war die Vermittlung von Wertpapiergeschäften an der Berliner Wertpapierbörse. Die Meyenkoth & Co. Wertpapierhandelsgesellschaft mbH war dabei im Besonderen im Rentenhandel tätig.

Die Webstock AG, Unterschleißheim wird nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Der Geschäftsbetrieb der Webstock AG wurde eingestellt. Unternehmensgegenstand der Gesellschaft war die technische Beratung für Finanzdienstleistungen, insbesondere technische Dienste für Aktienemittenten und Anbieter über das Internet.

Für Käufe von Anteilen an Tochtergesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2001 T€ 11.552 aufgebracht.

(5) Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten (IAS 39)

Ab dem Geschäftsjahr 2001 sind Investitionen in Finanzinstrumenten nach dem vom International Accounting Standards Board (IASB) gesetzten internationalen Rechnungslegungsstandard IAS 39 anzusetzen und zu bewerten. IAS 39 definiert ein Finanzinstrument als einen Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Die meisten Finanzanlagen (Aktien, Bonds etc.) fallen damit in den Anwendungsbereich des IAS 39. IAS 39 differenziert zwischen den folgenden Wertpapierkategorien:

  • bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (Notes (12) und (38))
  • zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (Notes (10) und (36))
  • zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Notes (11) und (37))
  • vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen sind finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmten Zahlungen sowie einer festen Laufzeit, die das Unternehmen bis zur Endfälligkeit halten kann und auch will.

Ein zu Handelszwecken gehaltener finanzieller Vermögenswert ist ein Finanzinstrument, das hauptsächlich mit der Absicht erworben oder eingegangen wurde, einen Gewinn aus kurzfristigen Schwankungen des Preises oder der Händlermarge zu erzielen.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind alle weiteren finanziellen Vermögenswerte, ausgenommen vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen. Die Zugangsbewertung von Finanzinvestitionen erfolgt stets zu Anschaffungskosten. Im Rahmen der Folgebewertung, z. B. bei der Bewertung zu den Bilanzstichtagen nach dem erstmaligen Erwerb des Finanzinstruments, sind Finanzinvestitionen nach IAS 39 grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bewerten. Ausnahmen von der zwingenden Bewertung zum Fair Value bestehen u. a. für die Finanzanlagen.

(6) Währungsumrechnung

Die Umrechnung des Jahresabschlusses des Tochterunternehmens in Tschechien erfolgt, unter Abwägung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses, mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag. Daraus resultierende Kursdifferenzen werden erfolgsneutral in den Kapitalrücklagen verrechnet.

(7) Barreserve

Die Bestände der Barreserve - diese umfassen den Kassenbestand - sind zum Nennwert bilanziert.

(8) Forderungen

Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden werden grundsätzlich mit ihrem Nennbetrag angesetzt. In den Forderungen gegenüber Kreditinstituten werden nur bankgeschäftliche Forderungen abgebildet. Nichtbankgeschäftliche Forderungen gegenüber Kreditinstituten werden unter den Sonstigen Aktiva erfasst.

(9) Risikovorsorge für das Kreditgeschäft

Die aktivisch abgegrenzte Vorsorge für Risiken im Kreditgeschäft umfasst sämtliche Wertberichtigungen und andere Vorsorgemaßnahmen für Forderungen, die erkennbaren Kredit- und Länderrisiken unterliegen. Vorsorgen für diese Risiken werden entsprechend dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht in ausreichendem Maße getroffen. Die Beurteilung in welcher Höhe die vereinbarten Leistungen tatsächlich erbracht werden, stellt bei der Bewertung das ausschlaggebende Kriterium dar.

(10) Handelsaktiva

Die Handelsaktiva umfassen börsennotierte Aktien und Anleihen, die in der Bilanz zu Marktwerten (Fair Value) ausgewiesen werden. Bei Wertpapier-Kassageschäften erfolgt eine Buchung erst dann, wenn die Handelsgeschäfte durch Geldeingang bzw. Geldabfluss realisiert worden sind. Die Bewertung des Wertpapierhandelsbestandes zum Bilanzstichtag unter Einbezug von notwendigen Abschreibungen und Rückstellungen erfolgt auf der Basis der Börsenkurse des letzten Börsentages. Dabei werden Kursrisiken aus zum Bilanzstichtag bestehenden Long- oder Short-Positionen aufwandswirksam verarbeitet. Zum Bilanzstichtag bestehende Kursreserven aus Long- oder Short-Positionen werden in die Bewertung der Handelsaktiva einbezogen. Sämtliche realisierten und unrealisierten Gewinne und Verluste, die im Zusammenhang mit den Handelsaktiva entstanden sind, werden im Handelsergebnis ausgewiesen.

(11) Available-for-Sale Bestände

Die Bilanzposition Available-for-Sale Bestände setzt sich zusammen aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, Beteiligungen, nicht konsolidierten Tochterunternehmen und sonstigem Anteilsbesitz.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere und der sonstige Anteilsbesitz werden zu Marktwerten bewertet. Sofern für die Wertpapiere ein Börsenkurs festzustellen ist, wird dieser der Bewertung zugrundegelegt. Ausschlaggebend für die Bewertung sind die Börsenkurse des letzten Börsentages. Nicht börsennotierte Wertpapiere werden entsprechend der erwarteten Cashflows zum Bilanzstichtag bewertet.

Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Fallen die Gründe, die zu Wertminderungen geführt haben, weg, kommt es zu entsprechenden Zuschreibungen.

Die Beträge aus der Bewertung von Wertpapieren zu Marktpreisen, die die Anschaffungskosten übersteigen, werden nicht als Ertrag in der GuV erfasst, sondern erfolgsneutral in den Neubewertungsrücklagen in das Eigenkapital eingestellt. Eine erfolgswirksame Erfassung dieser Beträge erfolgt erst zum Zeitpunkt des Verkaufes der entsprechenden Wertpapiere.

Sämtliche anderen Aufwendungen und Erträge, die im Zusammenhang mit den Wertpapieren entstehen, die unter dieser Bilanzposition bilanziert sind, werden dem Ergebnis aus Availablefor-Sale Beständen zugerechnet.

(12) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen des Konzerns bestehen aus Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren. Diese werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Bei börsennotierten Wertpapieren ist der Börsenkurs am Bilanzstichtag Grundlage der Bewertung. Sofern kein Börsenkurs zu ermitteln ist, wird bei der Bewertung auf die zukünftig erwarteten Zahlungsrückflüsse aus dem Engagement abgestellt. Fallen die Gründe für Wertminderungen weg, werden Zuschreibungen vorgenommen. Zinserträge und Wertberichtigungen werden im Finanzanlagenergebnis erfasst.

(13) Sachanlagen

Sachanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear über die Nutzungsdauer der jeweiligen Vermögenswerte.

Betriebsgewöhnliche
Nutzungsdauer in Jahren
EDV/Telekommunikation 3-8
Fahrzeuge 6
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 5-13

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden unter dem Verwaltungsaufwand ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus dem Verkauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Die Anschaffung von geringwertigen Wirtschaftsgütern des Sachanlagevermögens wird aus Wesentlichkeitsgründen im Berichtsjahr ertragswirksam im Verwaltungsaufwand erfasst. Als Finanzinvestitionen gehaltene Grundstücke werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Sie unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung.

(14) Immaterielle Anlagewerte

Unter den Immateriellen Vermögensgegenständen sind die sonstigen entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte zusammengefasst. Diese setzen sich hauptsächlich aus erworbenen Softwarelizenzen zusammen. Sie werden mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Gewinne oder Verluste aus dem Verkauf von Immateriellen Anlagewerten werden unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Die Abschreibungen werden im Verwaltungsaufwand ausgewiesen.

betriebsgewöhnliche
Nutzungsdauer in Jahren
Software 5-10
Markenrechte 10

(15) Geschäftswerte

Die Geschäfts- oder Firmenwerte ergeben sich als Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung. Sie werden über die angenommene wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. In der Regel wird von einer Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren ausgegangen. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Abschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte werden unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

(16) Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungs- beziehungsweise Nominalbetrag bewertet.

(17) Rückstellungen

In den Rückstellungen sind enthalten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und Andere Rückstellungen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach der projected-unitcredit-Methode unter der Berücksichtigung von versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet worden. Die Rückstellung wird an jedem Bilanzstichtag neu berechnet, wobei Änderungen der Vereinbarungen, sowie Änderungen bei den versicherungsmathematischen Annahmen berücksichtigt werden.

Andere Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet, bei denen der Zeitpunkt oder die Höhe des Vermögensabflusses unsicher ist, bei denen zum Bilanzstichtag aber eine Verpflichtung vorliegt, die sich aus einem vergangenen Ereignis ergibt und deren Erfüllung mit einem Vermögensabfluss verbunden ist.

(18) Latente Steuern

Latente Steuern werden nach dem bilanzbezogenen Temporary-Konzept gebildet. Nach diesem Konzept werden die Wertansätze der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in der Bilanz mit den Wertansätzen verglichen, die der Besteuerung des jeweiligen Konzernunternehmens zugrunde liegen. Abweichungen in diesen Wertansätzen führen zu temporären Wertunterschieden, für die latente Steueransprüche bzw. latente Steuerverbindlichkeiten zu bilden sind. Der Zeitpunkt der Umkehrung des Wertunterschiedes ist nicht zu berücksichtigen. Für die Berechnung der latenten Steuern werden die Steuersätze verwendet, die im Zeitpunkt der Umkehrung des Wertunterschiedes wahrscheinlich gelten werden. Latente Steueransprüche werden angesetzt, soweit es wahrscheinlich ist, dass der zukünftige steuerliche Vorteil auch genutzt werden kann.

(19) Eigene Aktien

Die im Konzern gehaltenen eigenen Aktien werden mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet und vom Eigenkapital abgesetzt. Gewinne und Verluste aus dem Handel mit eigenen Aktien werden erfolgsneutral der Kapitalrücklage zugerechnet.

(20) Aktienoptionsplan

Im Rahmen des Aktienoptionsplanes der Baader Wertpapierhandelsbank AG werden an Vorstände und Mitarbeiter des Konzerns seit Ablauf des Geschäftsjahres 1999 Aktienoptionen ausgegeben. Diese werden dabei anhand eines festgelegten Schlüssels verteilt. Die Laufzeit des Aktienoptionsplans beträgt 5 Jahre.

Die jährlichen Tranchen und das Volumen der auszugebenden Aktienoptionen werden je nach Bezugsberechtigtem vom Aufsichtsrat bzw. vom Vorstand der Baader Wertpapierhandelsbank AG festgelegt. Die Ausgabe der Aktienoptionen darf jeweils nur während eines Zeitraumes von 6 Wochen nach Bekanntgabe des Ergebnisses des abgelaufenen Geschäftsjahres erfolgen. Die Optionsrechte sind nicht übertragbar.

Für die Ausübung der Optionen besteht eine Wartefrist. Diese beträgt zwei Jahre ab dem Zeitpunkt, an dem der Bezugsberechtigte die Aktienoptionen erhalten hat. Mit Ablauf der Wartefrist können die Optionen in den folgenden fünf Jahren ausgeübt werden und zwar jeweils innerhalb einer Frist von vier Wochen nach Veröffentlichung eines Quartalsberichtes. Der Ausübungspreis entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie der Baader Wertpapierhandelsbank AG im Präsenzhandel der Bayerischen Börse während der fünf Handelstage, die dem Ausgabetag der Aktienoptionen vorausgehen, mindestens aber dem auf eine Aktie der Baader Wertpapierhandelsbank AG entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals. Die Optionsrechte können nur ausgeübt werden, wenn die Kursentwicklung der Aktie der Baader Wertpapierhandelsbank AG seit dem Ausgabetag des Optionsrechtes an fünf aufeinander folgenden Handelstagen die entsprechende Entwicklung des DAX 100 Banken um mindestens 15 % übertrifft. Dieser Prozentsatz gilt für das erste Jahr des Ausübungszeitraumes und steigt im zweiten und den folgenden Jahren des Ausübungszeitraumes jeweils um einen halben Prozentpunkt. Als Kurs der Aktie der Baader Wertpapierhandelsbank AG gilt der Schlusskurs im Präsenzhandel der Bayerischen Börse.

Für das Geschäftsjahr 2001 ergeben sich durch den Aktienoptionsplan keine Auswirkungen in der Bilanz und der GuV.

WESENTLICHE UNTERSCHIEDE BEI DER RECHNUNGSLEGUNG NACH INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS UND DEUTSCHEM HANDELSRECHT

Der Konzernabschluss der Baader Wertpapierhandelsbank AG wurde nach den International Accounting Standards erstellt. Die IAS weisen in mancher Hinsicht Unterschiede zum deutschen Handelsrecht auf. Gemäß § 292(a) HGB werden im Folgenden die wesentlichen Unterschiede erläutert.

(21) Risikovorsorge für das Kreditgeschäft

Die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft wird offen auf der Aktivseite der Bilanz als eigenständige Position nach den Forderungen ausgewiesen. Dadurch wird der Einblick in die Risikopolitik des Konzerns verbessert. Für den Konzernabschluss nach IAS besteht nicht die Möglichkeit der Bildung einer versteuerten Vorsorge nach § 340f HGB.

(22) Wertpapiere

Die Wertpapiere werden nach IAS in drei Kategorien unterteilt: in die Handelsaktiva, Wertpapiere der Kategorie Available-for-Sale und die Finanzanlagen.

Die Handelsaktiva werden zu Marktwerten bilanziert. Das führt unter anderem zur Berücksichtigung von nach deutschem Recht als unrealisierte Gewinne qualifizierten Ergebnisbestandteilen. Sämtliche aus der Bewertung resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam vereinnahmt.

In den Finanzanlagen werden Wertpapiere erfasst, die nicht der kurzfristigen Gewinnerzielung dienen, die eine feste Laufzeit besitzen, sowie feste bestimmbare Zahlungen generieren. Sie werden wie nach HGB mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Alle anderen Wertpapiere fallen unter die Kategorie Available-for-Sale. Somit sind hier zu erfassen die Wertpapiere der Liquiditätsreserve, des Emissionsbestandes, Beteiligungen, assoziierte Unternehmen und nicht konsolidierte verbundene Unternehmen. Mit Ausnahme der nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden alle anderen in dieser Kategorie enthaltenen Wertpapiere mit Marktwerten bewertet. Gewinne aus der Bewertung zu Marktpreisen werden, sofern die Anschaffungskosten überstiegen werden, erfolgsneutral im Eigenkapital unter der Neubewertungsrücklage ausgewiesen und erst bei dem Verkauf der entsprechenden Wertpapiere realisiert.

(23) Sachanlagen und Immaterielle Anlagewerte

Im IAS-Abschluss finden steuerliche Wertansätze keine Berücksichtigung, sodass Sachanlagen gegenüber dem HGB-Abschluss in der Regel mit einem höheren Wert bilanziert werden. Die Abschreibungen sind im Abschluss nach IAS nach der tatsächlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer zu bemessen.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die beim Erwerb von Tochtergesellschaften entstehen, werden nicht wie nach HGB sofort erfolgsneutral mit den Rücklagen verrechnet, sondern in der Bilanz aktiviert. Sie werden unter den Immateriellen Anlagewerten ausgewiesen oder, wenn wesentlich, in einer eigenen Bilanzposition dargestellt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden über ihre Nutzungsdauer aufwandswirksam abgeschrieben.

(24) Eigene Aktien und Anteile

Das HGB schreibt die Aktivierung der eigenen Aktien bei gleichzeitiger Bildung einer Rücklage für eigene Aktien oder Anteile vor. Nach IAS werden die im Konzern gehaltenen eigenen Anteile offen vom Eigenkapital abgesetzt. Aus dem Handel mit eigenen Anteilen resultierende Gewinne und Verluste werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst; eine Bewertung wird nicht durchgeführt. Im HGB-Abschluss werden die Gewinne und Verluste aus dem Handel mit eigenen Aktien ergebniswirksam im Handelsergebnis gezeigt.

(25) Treuhandgeschäfte

Entsprechend ihrem wirtschaftlichen Gehalt werden Treuhandgeschäfte, die die Bank im eigenen Namen auf fremde Rechnung durchführt, im Gegensatz zum HGB-Abschluss, nicht in der Bilanz ausgewiesen.

(26) Pensionsrückstellungen

Bei der versicherungsmathematischen Berechnung der Pensionsrückstellungen werden die prognostizierte Gehalts- und Rentenentwicklung berücksichtigt. Anpassungen der laufenden Pensionszahlungen werden periodisiert und nicht sofort in voller Höhe abgesetzt. Bei der Abzinsungsberechnung werden darüber hinaus die Marktzinssätze zugrunde gelegt. Die Bilanzierung von Pensionsrückstellungen im HGB-Abschluss orientiert sich an den steuerlichen Vorgaben.

(27) Andere Rückstellungen

Die nach HGB zugelassenen Aufwandsrückstellungen dürfen gemäß IAS, mit Ausnahme der Restrukturierungsrückstellungen, nicht gebildet werden.

(28) Latente Steuern

Latente Steuern werden im IAS-Abschluss nach dem bilanzbezogenen Temporary-Konzept gebildet. Nach diesem Konzept werden die Wertansätze der einzelnen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit den der Besteuerung zugrunde liegenden Werten verglichen. Abweichungen zwischen diesen Werten führen zu temporären Wertunterschieden, die, unabhängig vom Zeitpunkt der Auflösung dieser Wertunterschiede, latente Steueransprüche bzw. latente Steuerverbindlichkeiten begründen. Zudem besteht für aktive und passive latente Steuern eine Ansatzpflicht, mit der Einschränkung, dass aktive latente Steuern nur anzusetzen sind, wenn es wahrscheinlich ist, dass der zukünftige steuerliche Vorteil auch genutzt werden kann. Diese Pflicht zur Bildung eines latenten Steueranspruches gilt auch für die bestehenden Verlustvorträge, unter der Prämisse des Going-Concern-Prinzips.

(29) Ansätze aufgrund steuerrechtlicher Vorschriften

Im Gegensatz zum HGB-Abschluss sehen die IAS keine Wertansätze oder Abschreibungen aufgrund steuerrechtlicher Vorschriften vor.

(30) Fonds für allgemeine Bankrisiken

Zur Vorsorge für allgemeine Bankrisiken wurde im Abschluss 2000 nach HGB der Sonderposten nach § 340g HGB "Fonds für allgemeine Bankrisiken" gebildet. Der Sonderposten ist in dieser Form nach IAS nicht zulässig und wurde daher aufgelöst. Die in dem Sonderposten dargestellten Risiken wurden im IAS-Abschluss durch zusätzliche Wertberichtigungen berücksichtigt.

(31) Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter werden auf der Passivseite außerhalb des Eigenkapitals in der Position Anteile im Fremdbesitz ausgewiesen. Im HGB-Abschluss werden die Anteile Dritter der Bilanzposition Eigenkapital zugeordnet.

ANGABEN ZUR BILANZ DES KONZERNS

(32) Barreserve

Die Barreserve setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2001 31.12.2000
Kassenbestand 192,33 1.099,28
Insgesamt 192,33 1.099,28

(33) Forderungen an Kreditinstitute

31.12.2001
Inland
31.12.2001
Ausland
31.12.2000
Inland
31.12.2000
Ausland
Täglich fällig 75.635.093,34 437.410,48 41.427.617,29 1.123.283,41
Sonstige Forderungen 6.814.120,50 0,00 2.990.380,97 0,00
82.449.213,84 437.410,48 44.417.998,26 1.123.283,41
Risikovorsorge für das Kreditge
schäft
0,00 0,00 0,00 0,00
Insgesamt 82.449.213,84 437.410,48 44.417.998,26 1.123.283,41

Die Sonstigen Forderungen enthalten Zinsabgrenzungen in Höhe von € 14.329,64. Die Restlaufzeiten der Forderungen an Kreditinstitute werden in der Restlaufzeitgliederung (Notes (70)) dargestellt.

(34) Forderungen an Kunden

31.12.2001 31.12.2000
Inländische Kunden
-
Unternehmen
802.034,12 544.934,88
-
Privatpersonen
176.050,59 150.382,04
-
Sonstige
296,55 3.716,81
Ausländische Kunden
-
Unternehmen
2.113,50 20.471,49
-
Privatpersonen
168,86 0,00
-
Sonstige
0,00 0,00
Risikovorsorge für das Kreditgeschäft -170.853,53 -170.853,53
Insgesamt 809.810,09 548.651,69

Die Restlaufzeiten der Forderungen an Kunden werden in der Restlaufzeitgliederung (Notes (70)) gezeigt.

Gegenüber Unternehmen mit denen die Baader Wertpapierhandelsbank AG in einem Beteiligungsverhältnis steht, bestehen folgende Forderungen:

Verbundene Unternehmen Unternehmen mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
31.12.2001 31.12.2000 31.12.2001 31.12.2000
Forderungen an Kunden 0,00 0,00 766.938,82 531.763,37
Insgesamt 0,00 0,00 766.938,82 531.763,37

Die Forderungen gegenüber Kunden enthalten Forderungen in Höhe von T€ 767 für die keine Zinsen gezahlt werden.

(35) Risikovorsorge für das Kreditgeschäft

Der Bestand an Risikovorsorge hat sich wie folgt entwickelt:

Bonitätsrisiken Länderrisiken Latente Risiken
(Pauschalwert
berichtigungen)
Insgesamt
2001 2000 2001 2000 2001 2000 2001 2000
Stand 01.01.01 170.853,53 133.213,75 0,00 0,00 0,00 0,00 170.853,53 133.213,75
Zugänge 0,00 37.639,78 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 37.639,78
Abgänge
- Inanspruch
nahme 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
- Auflösung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.01 170.853,53 170.853,53 0,00 0,00 0,00 0,00 170.853,53 170.853,53

(36) Handelsaktiva

Die Handelsaktiva setzten sich wie folgt zusammen:

31.12.2001 31.12.2000
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere 338.908,36 0,00
darunter :
börsenfähige Wertpapiere 338.908,36 0,00
börsennotierte Wertpapiere 338.908,36 0,00
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere 30.063.537,65 180.691.710,96
darunter :
börsenfähige Wertpapiere 30.063.537,65 180.691.710,96
börsennotierte Wertpapiere 30.063.537,65 180.691.710,96
Insgesamt 30.402.446,01 180.691.710,96

(37) Available-for-Sale Bestände

In der Position Available-for-Sale sind nicht konsolidierte verbundene Unternehmen, Beteiligungen und sonstige Aktien, die nicht den Handelsaktiva zugeordnet werden, zusammengefasst ausgewiesen.

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Zusammensetzung und die Entwicklung der Position Available-for-Sale:

Anteile an nicht
konsolidierten
Beteiligungen Aktien und
andere nicht
Sonstiger Anteils
besitz
verbundenen festverzinsliche
Unternehmen Wertpapiere
Anschaffungskosten
- Stand 01.01.2001 825.000,00 4.503.486,15 90.087.745,02 12.486.903,44
-
Zugänge
350.000,00 4.538.504,20 18.750.201,13 783.498,25
-
Umbuchungen
4.212.367,23 -170.000,00 -4.042.367,23
-
Abgänge
1.160.805,79 22.587.898,82 7.378.882,24
-
Stand 31.12.2001
1.175.000,00 12.093.551,79 86.080.047,33 1.849.152,22
Neubewertungsrücklage
-
Stand 01.01.2001
0,00 2.598.193,30 4.357.559,92 0,00
- Stand 31.12.2001 0,00 2.109.370,81 613.962,76 0,00
Zuschreibungen im
Berichtsjahr 0,00 0,00 186.860,50 11.105,50
Abschreibungen
-
Stand 01.01.2001
0,00 1.113.490,35 32.928.697,68 9.826.000,00
-
Laufende
Abschreibungen 895.000,00 1.250.517,62 31.063.151,82 0,00
-
Umbuchungen
1.750.000,00 0,00 -1.750.000,00
-
Abgänge
250.000,00 3.308.469,75 7.276.000,00
-
Stand 31.12.2001
895.000,00 3.864.007,97 60.496.519,25 800.000,00
Buchwerte
-
Stand 31.12.2000
825.000,00 5.988.189,10 61.516.607,26 2.660.903,44
-
Stand 31.12.2001
280.000,00 10.338.914,63 26.197.490,84 1.060.257,72
davon
börsenfähige Wertpapiere 280.000,00 8.156.545,26 26.197.490,84 0,00
börsennotierte Wertpapiere 0,00 4.759.648,96 21.622.607,35 0,00

Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen sind diejenigen Tochterunternehmen, die grundsätzlich in den Konzernabschluss einzubeziehen sind, aufgrund untergeordneter Bedeutung jedoch nicht einbezogen werden.

(38) Finanzanlagen

Die Position Finanzanlagen umfasst ausschließlich Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere.

Die Aufgliederung und Entwicklung des Postens stellt sich folgendermaßen dar:

Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
Anschaffungskosten
- Stand 01.01.2001 11.619.444,83
-
Zugänge
24.920.411,94
-
Umbuchungen
-
Abgänge
6.972.019,74
-
Stand 31.12.2001
29.567.837,03
Zuschreibungen im Berichtsjahr 0,00
Abschreibungen
-
Stand 01.01.2001
12.823,20
-
Laufende Abschreibungen
10.500,00
-
Umbuchungen
-
Abgänge
12.823,20
-
Stand 31.12.2001
10.500,00
Buchwerte
-
Stand 31.12.2000
11.606.621,63
-
Stand 31.12.2001
29.557.337,03
davon
börsenfähige Wertpapiere 29.557.337,03
börsennotierte Wertpapiere 29.557.337,03

In der Position Finanzanlagen werden Zinsabgrenzungen in Höhe von € 767.513,19 ausgewiesen.

Die Finanzanlagen setzen sich aus verschiedenen Finanzinstrumenten wie folgt zusammen:

31.12.2001 31.12.2000
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
Anleihen und Schuldverschreibungen
- von öffentlichen Emittenten
- von anderen Emittenten
24.909.911,94
4.647.425,09
3.394.361,13
8.212.260,50
Insgesamt 29.557.337,03 11.606.621,63

Die Restlaufzeiten der Finanzanlagen werden in der Restlaufzeitengliederung (Notes (70)) dargestellt.

(39) Sachanlagen

Betriebs- und Grundstücke Sachanlagen
Geschäftsausstattung im Bau
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
- Stand 01.01.2001 5.551.273,25 0,00 247.380.10
-
Zugänge aus Fusion
79.531,32 0,00 0,00
-
Zugänge
1.100.618,56 2.870.304,30 7.195.340,18
-
Abgänge
919.460,45 0,00 0,00
-
Umbuchungen
467.360,13 0,00 -467.360,13
-
Stand 31.12.2001
6.279.322,81 2.870.304,30 6.975.360,15
Zuschreibungen im Berichtsjahr 0,00 0,00 0,00
Abschreibungen
-
Stand 01.01.2001
1.764.814,94 0,00 0,00
-
Laufende Abschreibungen
1.476.208,70 0,00 0,00
-
Abgänge
562.393,79 0,00 0,00
-
Stand 31.12.2001
2.678.629,85 0,00 0,00
Buchwerte
- Stand 31.12.2000 3.786.458,31 0,00 247.380,10
- Stand 31.12.2001 3.600.692,96 2.870.304,30 6.975.360,15

Die Sachanlagen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen sind nicht aufgetreten. Im Berichtsjahr wurden keine Zuschreibungen aufgrund früherer Wertminderungen vorgenommen.

(40) Immaterielle Anlagewerte

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Immateriellen Anlagewerte:

Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
- Stand 01.01.2001 2.463.441,14
-
Zugänge
11.989,72
-
Abgänge
412.484,56
-
Stand 31.12.2001
2.062.946,30
Zuschreibungen im Berichtsjahr 0,00
Abschreibungen
-
Stand 01.01.2001
1.506.372,92
-
Laufende Abschreibungen
334.085,22
-
Abgänge
403.996,63
-
Stand 31.12.2001
1.436.461,51
Buchwerte
- Stand 31.12.2000 957.068,22
- Stand 31.12.2001 626.484,79

(41) Geschäftswerte

Geschäfts- oder Firmenwerte
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
- Stand 01.01.2001 67.569.797,07
-
Zugänge
5.212.314,31
-
Abgänge
0,00
-
Stand 31.12.2001
72.782.111,38
Zuschreibungen im Berichtsjahr 0,00
Abschreibungen
-
Stand 01.01.2001
1.463.178,05
-
Laufende Abschreibungen
66.931.680,81
-
Abgänge
0,00
-
Stand 31.12.2001
68.394.858,86
Buchwerte
- Stand 31.12.2000 66.106.619,02
- Stand 31.12.2001 4.387.252,52

Die Zugänge bei den Geschäftswerten entfallen auf Zukäufe von Anteilen an der KST Wertpapierhandels AG. Im IAS-Abschluss für das Geschäftsjahr 2001 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäftswerte in Höhe von € 62.157.669,75 vorgenommen. Die Abschreibungen ergeben sich aus Gutachten über die Werthaltigkeit der entsprechenden Engagements.

(42) Ertragsteueransprüche

In den Ertragsteueransprüchen werden Forderungen des Konzerns gegenüber den Finanzbehörden aus tatsächlichen Steuerüberzahlungen in Höhe von € 5.833.422,56 abgebildet.

(43) Sonstige Aktiva

Die Sonstigen Aktiva setzen sich aus folgenden Größen zusammen:

31.12.2001 31.12.2000
Sonstige Vermögensgegenstände 1.885.403,71 3.700.894,38
Rechnungsabgrenzungsposten 339.190,73 516.514,45
Insgesamt 2.224.594,44 4.217.408,83

(44) Aktive latente Steuern

Latente Steuern sind für temporäre Wertunterschiede zu bilden, die sich aus der Differenz zwischen dem der Besteuerung zugrundeliegenden Wertansatz und dem Ansatz der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in der Bilanz ergeben. Die aktiven latenten Steuern sind zukünftige Steuererstattungsansprüche.

Die Auflösung aktiver latenter Steuern, die in Vorjahren durch die Neubewertung von Wertpapieren der Kategorie Available-for-Sale zu Marktpreisen gebildet wurden, führte im Geschäftsjahr zu einem zusätzlichen Steueraufwand in Höhe von € 4.935.883,61.

Aktive latente Ertragsteueransprüche können unter bestimmten Voraussetzungen auch für Verlustvorträge gebildet werden. Da die Baader Wertpapierhandelsbank AG die Voraussetzungen des IAS 12 erfüllt, werden für Verlustvorträge im Geschäftsjahr 2001 Ertragsteueransprüche in Höhe von € 50.660.503,03 aktiviert.

(45) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 49.500.004,35 sind in vollem Umfang täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber inländischen Kreditinstituten.

(46) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von € 23.988,00 betreffen täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber inländischen Geschäftskunden.

(47) Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich folgendermaßen zusammen:

31.12.2001 31.12.2000
Pensionsrückstellungen 2.939.982,07 1.736.914,76
Andere Rückstellungen 8.137.894,58 2.579.343,96
Insgesamt 11.077.876,65 4.316.258,72

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wurden anhand von versicherungsmathematischen Gutachten ermittelt. Den Gutachten liegen folgende Annahmen zu Grunde:

  • Zinsfuß für die Abzinsung: 6,5 %
  • Erwarteter Ertrag aus dem Planvermögen: 0
  • Erwartete Gehaltssteigerungen: 0 % 3 %
  • Erwartete Rentensteigerungen: 2 % 2,5 %

Die Pensionsrückstellungen sind in vollem Umfang Verpflichtungen, die nicht über einen Fonds finanziert sind.

Die in der Bilanz ausgewiesene Pensionsverpflichtung setzt sich wie folgt zusammen:

2001 2000
Pensionsverpflichtungen zum 1. Januar 2.703.446,95 1.913.502,71
Versicherungsmathematischer Gewinn / Verlust 331.105,00 291.867,90
abzüglich nicht erfasster nachzuverrechnender
Dienstzeitaufwand -1.281.803,64 -1.442.029,22
Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 1.752.748,31 763.341,39
Dienstzeitaufwand 835.124,75 701.534,39
Zinsaufwand 165.597,01 124.377,89
Tilgung des aktuellen versicherungsmathematischen
Gewinnes / Verlustes
26.286,00 -12.564,49
Tilgung des nicht erfassten nachzuverrechnenden
Dienstzeitaufwands
160.226,00 160.225,58
Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2.939.982,07 1.736.914,76

Die Anderen Rückstellungen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

Stand 01.01.01
T€
Verbrauch
T€
Auflösung
T€
Zuführung
T€
Stand 31.12.01
T€
Personal 1.500 1.039 400 158 219
Rechtsstreite 139 24 0 36 151
Kostenumlagen 120 106 0 926 940
Drohverlust-Rückstellungen 0 0 0 6.081 6.081
Übrige 820 612 161 700 747
Insgesamt 2.579 1.781 561 7.901 8.138

(48) Ertragsteuerverpflichtungen

Die Ertragsteuerverpflichtungen enthalten Rückstellungen für noch ausstehende tatsächliche Steuerzahlungen auf das Einkommen bzw. auf den Ertrag aus Vorjahren in Höhe von € 4.231.086,82.

(49) Sonstige Passiva

In den Sonstigen Passiva sind sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von € 10.312.330,15 erfasst.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 4.149) und Accruals (T€ 2.861).

Die Accruals setzen sich hauptsächlich zusammen aus Verpflichtungen aus kurzfristigen Leistungen an Arbeitnehmer, Vorstand und Aufsichtsrat, Beiträgen und noch nicht beglichenen Rechnungen aus dem Vorjahr.

(50) Passive latente Steuern

Latente Steuern sind für temporäre Wertunterschiede zu bilden, die sich aus der Differenz zwischen dem der Besteuerung zugrundeliegenden Wertansatz und dem Ansatz der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in der Bilanz ergeben.

Die passiven latenten Steuern sind zukünftige Steuerbelastungen, die sich aus Wertunterschieden in den folgenden Posten ergeben:

31.12.2001 31.12.2000
Handelsaktiva 162.248,65 962.100,28
Wertpapiere der Kategorie Available-for-Sale 919.685,67 2.646.097,59
Rückstellungen 150.028,52 265.253,93
Insgesamt 1.231.962,84 3.873.451,80

Von den passiven latenten Steuern wird ein Betrag in Höhe von € 919.685,67 erfolgsneutral in den Neubewertungsrücklagen im Eigenkapital erfasst. Durch die Auflösung von passiven latenten Steuern, war ein Steuerertrag von € 1.007.600,01 zu verbuchen.

(51) Eigenkapital

Entwicklung des Gezeichneten, Bedingten und Genehmigten Kapitals

Gezeichnetes
Kapital
Genehmigtes
Kapital
Bedingtes
Kapital
Stand 01.01.2001 21.057.000,00 8.043.700,00 5.600.000,00
Aufhebung
Genehmigtes Kapital 1999/II -5.938.000,00
Schaffung neues
Genehmigtes Kapital II 8.422.800,00
Kapitalerhöhungen aus
Genehmigtem Kapital II 1.897.341,00 -1.897.341,00
Stand 31.12.2001 22.954.341,00 8.631.159,00 5.600.000,00

Das Gezeichnete Kapital (Grundkapital) bestand am 01.01.2001 in Höhe von € 21.057.000,00 aus 21.057.000 Stück Inhaber-Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien).

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 01.06.2001 ermächtigt worden mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 31.05.2006 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Inhaberaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu € 2.105.700,00 zu erhöhen. Mit Zustimmung des Aufsichtsrates ist ein Ausschluss des Bezugsrechtes bei einer Barkapitalerhöhung ganz oder teilweise zulässig, wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet (Genehmigtes Kapital /I).

Der Vorstand war durch die Hauptversammlung vom 19.06.2000 ermächtigt worden, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 17.06.2004 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen um bis zu € 5.938.000,00 zu erhöhen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu entscheiden und die weiteren Einzelheiten der jeweiligen Kapitalerhöhung sowie die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Ein Ausschluss des Bezugsrechtes ist nur im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen sowie zur Vermeidung von Spitzenbeträgen zulässig (Genehmigtes Kapital 1999/II). Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 01.06.2001 wurde der Beschluss über das Genehmigte Kapital 1999/II aufgehoben und ein neues Genehmigtes Kapital II geschaffen. Der Vorstand wurde ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 31.05.2006 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Inhaberaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen um bis zu € 8.422.800,00 zu erhöhen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu entscheiden und die weiteren Einzelheiten der jeweiligen Kapitalerhöhung sowie die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Ein Ausschluss des Bezugsrechtes ist nur im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Erwerb von Beteiligungen, Unternehmen oder Vermögensgegenständen – auch durch Aktientausch – sowie bei Unternehmenszusammenschlüssen und zur Vermeidung von Spitzenbeträgen zulässig (Genehmigtes Kapital II). Im Geschäftsjahr 2001 hat der Vorstand der Berichtsgesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen aus dem Genehmigten Kapital II in Höhe von € 650.947,00 durch Ausgabe von 650.947 neuer Stückaktien zum Erwerb von Unternehmensanteilen der KST AG im Rahmen eines Pflichtangebots aufgrund des Übernahmekodex der Börsensachverständigenkommission beim Bundesminister der Finanzen durchgeführt. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre war hierbei ausgeschlossen.

Darüber hinaus hat im Geschäftsjahr 2001 der Vorstand der Berichtsgesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen aus dem Genehmigten Kapital II in Höhe von € 1.246.394,00 durch Ausgabe von 1.246.394 neuer Stückaktien gegen Einbringung eines Grundstücks samt Rohbau eines Verwaltungsgebäudes zum Handelsregister beim Amtsgericht München angemeldet.

Zum 31.12.2001 besteht damit das Gezeichnete Kapital von € 22.954.341,00 aus 22.954.341 Stückaktien. Das Genehmigte Kapital II beträgt zum 31.12.2001 noch € 6.525.459,00. Das Genehmigte Kapital 2000/I beträgt unverändert € 2.105.700,00.

In der Hauptversammlung vom 18.06.1999 war eine bedingte Kapitalerhöhung um bis zu € 600.000,00 beschlossen worden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur durch Ausgabe von bis zu 600.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe und nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Optionsrechten, die im Rahmen des Baader Wertpapierhandelsbank AG Aktienoptionsplanes 1999 aufgrund der am 18. Juni 1999 erteilten Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Optionsrechten Gebrauch machen. (Bedingtes Kapital 1999)

Das Grundkapital wird um bis zu € 5.000.000,00 bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Rechten an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen oder aus Optionsscheinen aus Teilschuldverschreibungen, die gemäß vorstehender Ermächtigung bis zum 01.06.2005 von der Baader Wertpapierhandelsbank AG oder durch eine Gesellschaft begeben werden, an der die Baader Wertpapierhandelsbank AG unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist.

Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem jeweils festzulegenden Wandel- bzw. Optionspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von diesen Rechten Gebrauch gemacht wird. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandel- bzw. Optionsrechten entstehen, am Gewinn teil. Der

Vorstand wird ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

In der Hauptversammlung vom 19.06.2000 sowie in der Hauptversammlung vom 01.06.2001 wurde dieser Beschluss unverändert bestätigt.

Durch die Hauptversammlung vom 19.06.2000 wurde die Baader Wertpapierhandelsbank AG gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 7 AktG ermächtigt, bis zum 01.12.2001 zum Zwecke des Wertpapierhandels eigene Aktien zu Preisen, die den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse an den jeweils drei vorangegangenen Börsentagen nicht um mehr als 10 % übersteigen bzw. unterschreiten, zu kaufen und zu verkaufen. Dabei darf der Bestand der zu diesem Zwecke erworbenen Aktien 5 % des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.

Weiterhin wurde die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG mit Beschluss der Hauptversammlung vom 19.06.2000 ermächtigt, die Aktien der Gesellschaft zu erwerben, um sie Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen anbieten zu können, den Berechtigten aus dem Aktienoptionsplan der Baader Wertpapierhandelsbank AG 1999 gemäß Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18.06.1999 zum Bezug anzubieten oder einzuziehen.

Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital von insgesamt bis zu zehn vom Hundert beschränkt und gilt bis zum 01.12.2001. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals in Verfolgung eines oder mehrerer der genannten Ziele ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt über die Börse. Der von der Baader Wertpapierhandelsbank AG gezahlte Gegenwert je Aktie darf den Mittelwert für die Stückaktien der Baader Wertpapierhandelsbank AG im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten 5 Handelstage vor dem Erwerb der Aktien (ohne Erwerbskosten) um nicht mehr als 5 % überschreiten.

Durch Beschluss der Hauptversammlung am 01.06.2001 wurden die Beschlüsse gem. § 71 Abs. 1 Nr. 7 und

Nr. 8 AktG vom 19.06.2000 aufgehoben und die Ermächtigungen gleichen Inhalts gem. § 71 Abs. 1 Nr.7 und Nr. 8 AktG bis zum 1.12.2002 erteilt.

Die von der Baader Wertpapierhandelsbank AG gehaltenen eigenen Anteile kürzen das Eigenkapital wie folgt:

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage
Stand 31.12.2000 181.100 3.702.506,79
Zugang eigener Aktien 0,00 0,00
Abgang eigener Aktien 142.000 2.352.940,00
Stand 31.12.2001 39.100 1.349.566,79

a) Kapitalrücklage

In der Kapitalrücklage ist der Mehrerlös (Agio) enthalten, der bei der Ausgabe eigener Aktien erzielt wird. Bei einem Kauf von eigenen Aktien wird der Differenzbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Nennbetrag mit den Kapitalrücklagen verrechnet.

b) Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklagen nehmen die thesaurierten Gewinne des Konzerns, sowie sämtliche erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen auf.

c) Neubewertungsrücklagen

Die Neubewertungsrücklagen enthalten die Gewinne aus der Marktbewertung von Wertpapieren, die nicht sofort erfolgswirksam in der GuV erfasst werden. Des Weiteren stellen die Neubewertungsrücklagen den Gegenposten für die latenten Steuern dar, die für die hier erfassten Beträge zu bilden sind.

ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DES KONZERNS

(52) Zinsüberschuss

Der Zinsüberschuss setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2001 31.12.2000
Zinserträge aus 3.162.142,14 1.917.080,94
-
Kredit- und Geldmarktgeschäfte
2.391.551,58 1.917.080,94
-
festverzinslichen Wertpapieren
770.590,56 0,00
Zinsaufwendungen -3.543.163,79 -3.096.265,78
Insgesamt -381.021,65 -1.179.184,84

Die Zinsaufwendungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Zinsaufwendungen für kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von € 3.001.616,12 und Verzugszinsen in Höhe von € 167.287,87.

(53) Risikovorsorge für das Kreditgeschäft

Die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft entwickelte sich im Geschäftsjahr folgendermaßen:

31.12.2001 31.12.2000
Zuführungen zur Risikovorsorge 0,00 37.639,78
Auflösungen 0,00 0,00
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen 0,00 0,00
Stand 31.12.2001 0,00 37.639,78

(54) Provisionsüberschuss

31.12.2001 31.12.2000
Provisionserträge 13.298.587,67 38.304.215,70
-
Wertpapier- und Emissionsgeschäft
664.550,60 3.253.685,86
-
Courtagen
12.634.037,07 35.050.529,84
Provisionsaufwendungen -17.042.045,52 -28.134.945,25
-
Courtagen
-996.338,08 -2.196.161,76
-
Abwicklungsgebühren
-15.254.150,28 -24.969.308,64
-
Wertpapier- und Emissionsgeschäft
-25.000,00 -862.237,09
-
sonstige Provisionsaufwendungen
-766.557,16 -107.237,76
Insgesamt -3.743.457,85 10.169.270,45

(55) Handelsergebnis

31.12.2001 31.12.2000
Effektenhandel 40.169.048,48 135.724.055,48
-
Zinsen und Dividenden
553.393,54 837.165,52
-
Wertpapiere
20.217.453,55 -40.281.755,23
-
Optionen
-2.000,00 77.278,00
-
Kursdifferenzen
19.400.201,39 175.091.367,19
Devisen -25.870,94 2.752.859,75
Insgesamt 40.143.177,54 138.476.915,23

Die Umrechnung des Einstandskurses bei Wertpapiergeschäften in Fremdwährung erfolgt anhand des täglich ermittelten Devisenkurses, basierend auf allen Zahlungsein- und Zahlungsausgängen in der entsprechenden Fremdwährung.

(56) Ergebnis aus Available-for-Sale Beständen

31.12.2001 31.12.2000
Zins- und Dividendenerträge 185.186,33 59.066,09
-
festverzinsliche Wertpapiere
0,00 11.831,80
-
Aktien / andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
170.156,33 0,00
-
Beteiligungen
15.030,00 47.234,29
Gewinn / Verlust aus dem Verkauf von
Available-for-Sale Beständen -1.415.691,74 7.454.283,99
-
Aktien / andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
-1.372.889,23 7.322.957,13
-
Beteiligungen
-42.802,51 131.326,86
Wertberichtigungen -33.342.181,12 -37.013.286,14
Insgesamt -34.572.686,53 -29.499.936,06

(57) Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen

31.12.2001 31.12.2000
Vereinnahmtes Ergebnis 0,00 2.068.520,74
laufende Abschreibungen Geschäftswert 0,00 -811.420,20
Insgesamt 0,00 1.257.100,54

(58) Ergebnis aus Finanzanlagen

31.12.2001 31.12.2000
Zinserträge aus 451.832,78 558.474,78
-
Kredit- und Geldmarktgeschäften
145.718,19 160.694,78
-
festverzinslichen Wertpapieren
306.114,59 397.780,00
Wertberichtigungen -12.524,71 -12.823,20
Insgesamt 439.308,07 545.651,58

(59) Verwaltungsaufwand

31.12.2001 31.12.2000
Personalaufwand -23.076.346,58 -52.553.113,37
-
Löhne und Gehälter
-19.716.077,83 -50.985.295,61
-
Soziale Abgaben
-1.973.492,90 -1.566.885,68
-
Aufwendungen für Altersversorgung und
Unterstützung -1.386.775,85 -932,08
Andere Verwaltungsaufwendungen -21.063.901,85 -21.494.761,49
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -1.810.292,92 -1.366.440,15
Insgesamt -45.950.541,35 -75.414.315,01

(60) Sonstige betriebliche Erträge und Sonstige betriebliche Aufwendungen

31.12.2001 31.12.2000
Sonstige betriebliche Erträge 3.170.315,45 2.317.069,56
Sonstige betriebliche Aufwendungen -75.298.907,96 -1.887.229,73
Insgesamt -72.128.592,51 429.839,83

Die Sonstigen betrieblichen Erträge umfassen Posten, die anderen Positionen der Gewinnund Verlustrechnung nicht zugeordnet werden können. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 857), periodenfremde Erträge (T€ 683) und einen Ausgleichsposten für erworbene konsolidierungspflichtige Ergebnisse (T€ 698).

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen nehmen ebenfalls Posten auf, die anderen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung nicht zugeordnet werden können. Hierunter sind periodenfremde Aufwendungen (T€ -1.207), sonstige Steuern, die nicht den Steuern aus Einkommen oder Ertrag zuzuordnen sind (T€ -12), Zuführungen zu Drohverlustrückstellungen (T€ -6.080) und die Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (T€ -66.932) erfasst. In den Abschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ -62.158 enthalten.

(61) Ertragsteuern auf das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit

Die Ertragsteuern teilten sich für das abgelaufene Geschäftsjahr wie folgt auf:

31.12.2001 31.12.2000
tatsächliche Steuern 572.240,29 -40.557.120,69
latente Steuern 46.732.219,43 17.427.387,59
Insgesamt 47.304.459,72 -23.129.733,10

Der tatsächliche Steueraufwand errechnet sich aus den steuerlichen Ergebnissen des Geschäftsjahres der einzelnen Konzernunternehmen.

Die latenten Steuern wurden aufgrund von temporären Wertunterschieden gebildet, die durch eine unterschiedliche Bewertung bei der Überleitung vom Abschluss nach HGB auf den Abschluss nach IAS entstanden sind. Die unter der GuV-Position Ertragsteuern erfassten latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:

31.12.2001 31.12.2000
Aktive latente Steuern 45.724.619,42 4.700.758,54
Passive latente Steuern 1.007.600,01 12.726.629,05
Insgesamt 46.732.219,43 17.427.387,59

Der Steuerertrag aus den in der GuV erfassten passiven latenten Steuern in Höhe von € 1.007.600,01 ergibt sich aus der Auflösung von passiven latenten Steuern, die in Vorjahren für Bewertungsunterschiede zwischen dem der Besteuerung zugrundeliegenden Wertansatz und dem Ansatz der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in der Bilanz gebildet wurden.

Die aktiven latenten Steuern enthalten latente Steueransprüche in Höhe von € 50.660.503,03 für den Verlustvortrag des Geschäftsjahres. Die Voraussetzungen des IAS 12 zur Aktivierung des Steuererstattungsanspruches sind erfüllt. Die Auflösung aktiver latenter Steuern, die in Vorjahren durch die Neubewertung von Wertpapieren der Kategorie Available-for-Sale zu Marktpreisen gebildet wurden, führte im Geschäftsjahr zu einem zusätzlichen Steueraufwand in Höhe von € 4.935.883,61.

Die latenten Steuern werden im Geschäftsjahr 2001 auf Basis einer Steuerquote von 43,6 % errechnet. Der Steuersatz ergibt sich aus einem durchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 23,3 %, einem Körperschaftsteuersatz von 25 % und unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlages.

(62) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich, indem das Jahresergebnis nach Steuern, einschließlich des auf konzernfremde Gesellschafter entfallenden Ergebnisanteiles, durch die gewichtete Anzahl der sich während des Berichtsjahres durchschnittlich im Umlauf befindlichen Zahl der Stammaktien dividiert wird.

2001 2000
Jahresergebnis -67.895.314,11 22.615.808,54
Gewichtete durchschnittliche Anzahl umlaufender
Aktien
21.211.216 20.080.725
Ergebnis je Aktie -3,20 1,13

Das bereinigte Ergebnis je Aktie entspricht dem Ergebnis je Aktie, da keine verwässernden Effekte durch die Ausübung von Rechten zum Bezug von Aktien der Baader Wertpapierhandelsbank AG auftreten können.

Ein verwässernder Effekt durch Mitarbeiteroptionsrechte ist erstmals im Geschäftsjahr 2002 möglich, da in diesem Jahr die Aktienoptionen erstmalig ausgeübt werden können.

(63) Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2001 der Baader Wertpapierhandelsbank AG wird primär nach Geschäftsbereichen (business segments) und sekundär nach geographischen Regionen (geographical segments) dargestellt. Als primäre Geschäftsbereiche des Konzerns lassen sich drei unterschiedliche Teilaktivitäten voneinander abgrenzen: Skontroführung und Eigenhandel, Vermittlungsgeschäft und das Emissions- und Beteiligungsgeschäft. In der Spalte "Sonstiges / Konsolidierung" wurden Bewegungen erfasst, die keinen direkten Bezug zu den drei primären Segmenten haben, bzw. nicht auf deren operative Geschäftstätigkeit entfallen.

Der Geschäftsbereich Skontroführung und Eigenhandel stellt sich folgendermaßen dar: Der Konzern ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2001 Skontroführer für 4.291 vorwiegend ausländische Aktien, 112 Genussscheine, 363 Rentenwerte und für ca. 2.500 Optionsscheine. Aufgabe des Skontroführers ist es, für das betreute Wertpapier Börsenpreise festzustellen und gegebenenfalls durch Selbsteintritt (Eigenhandel) für zusätzliche Liquidität zu sorgen.

Im Vermittlungsgeschäft tritt der Konzern als Makler zwischen in- und ausländischen Kreditinstituten und Finanzdienstleistungsinstituten für alle an einer deutschen Börse notierten Wertpapiere auf. Für ihre Vermittlungstätigkeit erhält die Gesellschaft Provisionen. Die Geschäftsabwicklung erfolgt ausschließlich über ein Kreditinstitut.

Im Rahmen des Emissionsgeschäftes platziert der Konzern im eigenen Namen und für eigene Rechnung Wertpapiere an Kreditinstitute, teilweise unter Einschaltung eines Übernahmekonsortiums. Zusätzlich bietet Baader Unternehmen Dienstleistungen und Beratung in allen Bereichen des Kapitalmarkts sowie bei der Durchführung von Kapitalmaßnahmen an.

Im Beteiligungsgeschäft geht Baader Engagements in börslichen und außerbörslichen Kapitalgesellschaften aus dem In- und Ausland ein.

Geschäftsjahr 2001 Skontroführung
und
Eigenhandel
Vermittlungs
geschäft
Emissionen
und
Beteiligungen
Sonstiges/
Konsolidierung
Konzern
Zinsüberschuss -891.151,87 454.281,87 55.848,35 0 -381.021,65
Risikovorsorge für das
Kreditgeschäft
0 0 0 0 0
Zinsüberschuss nach
Risikovorsorge
-891.151,87 454.281,87 55.848,35 0 -381.021,65
Provisionsüberschuss -6.794.658,95 2.560.435,79 490.765,31 0 -3.743.457,85
Handelsergebnis 38.241.970,72 1.901.026,16 180,66 0 40.143.177,54
Ergebnis aus Available-for
Sale Beständen
11.690,06 1.058.401,97 -34.403.375,49 -1.239.403,07 -34.572.686,53
Ergebnis aus Finanzanlagen 436.644,20 0 2.663,87 0 439.308,07
Verwaltungsaufwand 35.312.190,61 5.427.493,97 5.210.856,77 0 45.950.541,35
Sonstiges betriebliches
Ergebnis
107.702,58 24.933,87 -5.963.584,25 -66.297.644,71 -72.128.592,51
Gewinn vor Steuern -4.199.993,87 571.585,69 -45.028.358,32 -67.537.047,78 -116.193.814,28
Segmentvermögen in T€ 128.231 14.049 39.371 20.567 202.218
Segmentverbindlichkeit in T€ 54.122 92 50 18.172 72.436
Risikoaktiva in T€ 3.141 5.192 140.652 0 148.985
Allokiertes Kapital in T€ 30.015 9.235 122.525 0 161.775
Rentabilität des allokierten
Kapitals bezogen auf Gewinn
vor Steuern
-14,0 % 6,2 % -36,8 % -71,8 %
Mitarbeiter im Jahresdurch
schnitt*
136 27 12

*) Hinzu kommen 46 Mitarbeiter in der Verwaltung die keinem Segment zuzuordnen sind.

Geschäftsjahr 2000 Skontroführung
und
Eigenhandel
Vermittlungs
geschäft
Emissionen
und
Beteiligungen
Sonstiges/
Konsolidierung
Konzern
Zinsüberschuss -1.507.800,33 135.381,81 193.233,68 -1.179.184,84
Risikovorsorge für das
Kreditgeschäft
37.639,78 0 0 37.639,78
Zinsüberschuss nach
Risikovorsorge
-1.545.440,11 135.381,81 193.233,68 -1.216.824,62
Provisionsüberschuss 4.717.448,73 3.073.726,24 2.378.095,48 10.169.270,45
Handelsergebnis 141.689.485,54 -721.461,46 -2.608.724,87 117.616,02 138.476.915,23
Ergebnis aus Available
for-Sale Beständen
-3.816.820,88 47.120 -25.730.235,18 -29.499.396,06
Ergebnis aus at Equity
Bewerteten Unternehmen
1.257.100,54 0,00 0,00 1.257.100,54
Ergebnis aus Finanzanla
gen
545.651,58 0,00 0,00 545.651,58
Verwaltungsaufwand 68.596.385,18 2.245.046,56 4.572.883,27 75.414.315,01
Sonstiges betriebliches
Ergebnis
1.637.476,97 32.109,62 223.431,29 -1.463.178,05 429.839,83
Gewinn vor Steuern 75.888.517,19 321.829,65 -30.117.082,87 -1.345.562,03 44.747.701,94
Segmentvermögen in T€ 215.188 23.165 73.546 72.796 384.695
Segmentverbindlichkeit in
T€
117.799 3.437 20.435 5.497 147.168
Risikoaktiva in T€ 28.381 4.412 130.995 163.788
Allokiertes Kapital in T€ 104.851 3.487 51.796 160.134
Rentabilität des allokierten
Kapitals bezogen auf
Gewinn vor Steuern
72 % 9 % -58 % 27,9 %
Mitarbeiter im Jahres
durchschnitt*
99 19 14

Für die Aufteilung nach Unternehmensbereichen stellt sich das Vorjahr folgendermaßen dar:

*) Hinzu kommen 56 Mitarbeiter in der Verwaltung die keinem Segment zuzuordnen sind.

Das im Segmentbericht ausgewiesene allokierte Kapital entspricht dem allokierten regulatorischen haftenden Eigenkapital gemäß § 10 Abs. 2 Satz 2 KWG. In diesem Zusammenhang wurde das Eigenkapital der Baader Wertpapierhandelsbank AG und der Töchter zum Konzerneigenkapital aggregiert.

Aufgeteilt nach den geographischen Märkten ergibt die sekundäre Segmentberichterstattung des Konzerns folgendes Bild; als Zuordnungskriterium dient der Sitz des Konzernunternehmens:

Deutschland Tschechien Konsolidierung Konzern
2001 2000 2001 2000 2001 2000 2001 2000
Zinsüberschuss nach
Risikovorsorge
-418.695,05 -1.238.152,39 37.673,40 21.327,77 0,00 0,00 -381.021,65 -1.216.824,62
Provisionsüberschuss -4.083.670,77 10.160.365,37 340.212,92 8.905,08 0,00 0,00 -3.743.457,85 10.169.270,45
Handelsergebnis 40.235.685,70 137.731.301,73 -92.508,16 627.997,48 0,00 117.616,02 40.143.177,54 138.476.915,23
Ergebnis aus Available-for
Sale Beständen
-33.333.283,46 -29.511.767,86 0,00 11.831,80 -1.239.403,07 0,00 -34.572.686,53 -29.499.396,06
Ergebnis aus at Equity
bewerteten Unternehmen
0,00 1.257.100,54 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.257.100,54
Ergebnis aus Finanzanlagen 439.308,07 545.651,58 0,00 0,00 0,00 0,00 439.308,07 545.651,58
Verwaltungsaufwand 45.106.783,45 74.486.553,26 843.757,90 927.761,75 0,00 0,00 45.950.541,35 75.414.315,01
Sonstiges betriebliches
Ergebnis
-5.871.597,09 1.885.791,18 40.649,29 7.226,70 -66.297.644,71 -1.463.178,05 -72.128.592,51 429.839,83
Gewinn vor Steuern -48.139.036,05 46.343.736,89 -517.730,45 -250.472,92 -67,537.047,78 -1.345.562,03 -116.193.814,28 44.747.701,94
Risikoaktiva in T€ 148.167 163.783 818 5 148.985 163.788

SONSTIGE ANGABEN

(64) Fremdwährungsvolumina

Am Bilanzstichtag beliefen sich die Vermögensgegenstände in Fremdwährung auf umgerechnet T€ 28.556. Diese setzen sich zusammen aus Forderungen an Kreditinstitute und Aktien in Fremdwährung.

(65) Eventualverbindlichkeiten und Andere Verpflichtungen

Die Eventualverbindlichkeiten und Anderen Verpflichtungen enthalten potenzielle zukünftige Verbindlichkeiten des Konzerns, die Kunden eingeräumt aber noch nicht in Anspruch genommen wurden. Die Inanspruchnahme dieser Verbindlichkeiten ist, wie durch die bilanzielle Behandlung bereits verdeutlicht, ungewiss.

31.12.2001 31.12.2000
Eventualverbindlichkeiten
-
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Gewährleistungsverträgen 6.345.594,89 2.828.000,00
-
Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für
fremde Verbindlichkeiten 2.045.167,53 0,00
Andere Verpflichtungen
-
Unwiderrufliche Kreditzusagen
0,00 18.481.368,00

(66) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroräume von insgesamt T€ 2.484 mit Restlaufzeiten zwischen 10 und 48 Monaten.

Daneben bestehen Verpflichtungen aus Kraftfahrzeugleasingverträgen und Leasingverträgen über Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 2.071 mit Restlaufzeiten zwischen 7 und 36 Monaten sowie Verpflichtungen aus Dienstleistungs- und sonstigen Serviceverträgen in Höhe von T€ 1.022. Es besteht des Weiteren ein Bestellobligo für das in Erstellung befindliche Verwaltungsgebäude in Höhe der ausstehenden Bauleistungen von insgesamt T€ 14.697.

(67) Treuhandgeschäfte

Vermögensgegenstände und Schulden, die der Konzern im eigenen Namen, aber für fremde Rechnung hält, werden nicht in der Bilanz ausgewiesen.

Die nachstehende Tabelle zeigt das Volumen der Treuhandgeschäfte:

31.12.2001 31.12.2000
Forderungen an Kreditinstitute 213.466,28 1.916.703,23
Wertpapiere 6.021.338,86 7.372,04
Treuhandvermögen 6.234.805,14 1.924.075,27
Forderungen an Kreditinstitute 213.466,28 1.916.703,23
Firmenanteile 6.021.338,86 7.372,04
Treuhandverbindlichkeiten 6.234.805,14 1.924.075,27

Zum Bilanzstichtag waren im Konzern die folgenden Vermögensgegenstände als Sicherheiten hinterlegt oder verpfändet:

31.12.2001 31.12.2000
Forderungen an Kreditinstitute 52.782.950,59 54.036.884,67
Wertpapiere 26.409.911,94 0,00
Insgesamt 79.192.862,53 54.036.884,67

(68) Fremdkapitalkosten

Kosten für Fremdkapital werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

(69) Angaben zum Fair Value der einzelnen Bilanzpositionen

Die einzelnen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind mit ihrem Fair Value bewertet. Zum Stichtag sind in der Bilanz keine erkennbaren stillen Reserven oder stillen Lasten enthalten. Für die Fair Value Bewertung wird der Marktpreis zugrunde gelegt. War kein Marktpreis zu ermitteln, wurde eine Bewertung auf Basis der erwarteten zukünftigen Rückflüsse durchgeführt.

(70) Restlaufzeitengliederung

Die nach Restlaufzeiten untergliederte Bilanz des Konzerns zum Bilanzstichtag 2001 ergibt folgendes Bild:

bis 3 Monate mehr als
3 Monate
mehr als
1 Jahr
mehr als
5 Jahre
ohne Ablauf Summe
bis 1 Jahr bis 5 Jahre
T€ T€ T€ T€ T€ T€
Aktiva
Barreserve 0 0 0 0 0 0
Forderungen an Kreditinstitute 82.887 0 0 0 0 82.887
Forderungen an Kunden 958 9 14 0 0 981
Risikovorsorge für das Kreditgeschäft -171 0 0 0 0 -171
Handelsaktiva 30.402 0 0 0 0 30.402
Available-for-Sale Bestände 27.258 0 0 0 10.619 37.877
Finanzanlagen 2.097 23.818 3.642 0 0 29.557
Sachanlagen 0 0 0 0 13.446 13.446
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0 0 0 627 627
Geschäftswerte 0 313 1.253 2.821 0 4.387
Ertragsteueransprüche 5.833 0 0 0 0 5.833
Sonstige Aktiva 2.225 0 0 0 0 2.225
Aktive latente Steuern 0 5.866 44.795 0 0 50.661
Summe Aktiva 151.489 30.006 49.704 2.821 24.692 258.712
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
49.500 0 0 0 0 49.500
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 24 0 0 0 0 24
Rückstellungen 8.138 0 0 2.940 0 11.078
Ertragsteuerverpflichtungen 4.231 0 0 0 0 4.231
Sonstige Passiva 10.312 0 0 0 0 10.312
Passiva latente Steuern 162 0 0 0 1.070 1.232
Anteile im Fremdbesitz 0 0 0 0 1.522 1.522
Eigenkapital 0 0 0 0 180.813 180.813
Summe Passiva 72.367 0 0 2.940 183.405 258.712
Im folgenden wird die Bilanz zum 31.12.2000 nach Restlaufzeiten untergliedert dargestellt:
bis 3 Monate mehr als
3 Monate
mehr als
1 Jahr
mehr als
5 Jahre
ohne Ablauf Summe
bis 1 Jahr bis 5 Jahre
Aktiva T€ T€ T€ T€ T€ T€
Barreserve 1 0 0 0 0 1
Forderungen an Kreditinstitute 43.940 1.601 0 0 0 45.541
Forderungen an Kunden 718 1 0 0 0 719
Risikovorsorge für das Kreditgeschäft -171 0 0 0 0 -171
Handelsaktiva 180.692 0 0 0 0 180.692
Available-for-Sale Bestände 64.178 0 0 0 6.813 70.991
Finanzanlagen 308 6.651 4.648 0 0 11.607
Sachanlagen 0 0 0 0 4.034 4.034
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0 0 0 957 957
Geschäftswerte 0 4.722 18.888 42.497 0 66.107
Ertragsteueransprüche 22.895 0 0 0 0 22.895
Sonstige Aktiva 3.665 0 0 552 0 4.217
Aktive latente Steuern 4.936 0 0 0 0 4.936
Summe Aktiva 321.162 12.975 23.536 43.049 11.804 412.526
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
109.322 0 0 0 0 109.322
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 102 0 0 0 0 102
Rückstellungen 0 2.579 0 1.737 0 4.316
Ertragsteuerverpflichtungen 0 4.982 0 0 0 4.982
Sonstige Passiva 33.400 28 0 0 0 33.428
Passiva latente Steuern 3.608 0 0 265 0 3.873
Anteile im Fremdbesitz 0 0 0 0 8.804 8.804
Eigenkapital 0 0 0 0 247.699 247.699
Summe Passiva 146.432 7.589 0 2.002 256.503 412.526

(71) Mitarbeiter

Im Berichtsjahr waren im Konzern der Baader Wertpapierhandelsbank AG durchschnittlich 221 Mitarbeiter beschäftigt (im Vorjahr 188 Mitarbeiter). Zum Bilanzstichtag waren 212 Mitarbeiter angestellt.

(72) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

a) Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat

2001 2000
T€
Vorstand 3.229.812,80 4.438
Aufsichtsrat (ohne Ersatz von Auslagen) 139.467,39 356

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber Vorstandsmitgliedern besteht eine Rückstellung in Höhe von € 2.939.982,07 (Vorjahr T€ 1.737).

b) Sonstige Angaben

Die Baader Wertpapierhandelsbank AG steht im Mehrheitsbesitz der Baader Beteiligungs GmbH mit Sitz in München. Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam es zu keinen Transaktionen zwischen den beiden Gesellschaften.

Im Berichtsjahr hat die Baader Immobilienverwaltungs GmbH & Co. KG ein Grundstück in der Weihenstephaner Straße 4 in Unterschleißheim mit der Flurstücknummer 1946/28 sowie Bauleistungen auf diesem Grundstück im Wert von € 5.945.299,38 als Sacheinlage in die Baader Wertpapierhandelsbank AG eingebracht. Die Bewertung des Grundstückes und der erbrachten Bauleistungen erfolgte auf Grundlage eines Bewertungsgutachtens.

Die Baader Immobilienverwaltungs GmbH & Co. KG ist ein mit der Baader Wertpapierhandelsbank AG in einem Stufenverhältnis über die Baader Beteiligungs GmbH mittelbar verbundenes Unternehmen.

(73) Anteilsbesitz von Geschäftsführungs- und Aufsichtsgremien

zum 31.12.2001 Anzahl der Aktien Anzahl der Optionsrechte
Vorstand 15.298.994 38.012
Aufsichtsrat 0 19.256

(74) Angaben zu Tochterunternehmen

Name, Sitz: Baader Securities a.s., Prag / Tschechien
Kapital-/Stimmrechtsanteil : 100,00 %
Name, Sitz: Baader Management AG, Unterschleißheim
Kapital-/Stimmrechtsanteil : 100,00 %
Name, Sitz: Eckes Effektenhandel AG, Frankfurt am Main
Kapital-/Stimmrechtsanteil : 100,00 %
Name, Sitz: IPO GmbH, Unterschleißheim
Kapital-/Stimmrechtsanteil : 100,00 %
Name, Sitz: KST Wertpapierhandels AG, Stuttgart
Kapital-/Stimmrechtsanteil : 87,01 %
Name, Sitz: WebStock AG, Unterschleißheim
Kapital-/Stimmrechtsanteil : 100,00 %

Organe der Baader Wertpapierhandelsbank AG

Vorstand

Herr Uto Baader, München

Vorsitzender des Vorstands der Baader Wertpapierhandelsbank AG, Unterschleißheim Geschäftsführer der IPO GmbH, Unterschleißheim Geschäftsführer der Baader Beteiligungs GmbH, München Vorsitzender des Aufsichtsrates der Baader Securities a.s., Prag Vorsitzender des Aufsichtsrates der Baader Management AG, Unterschleißheim Mitglied des Aufsichtsrates der Smart.IPO AG, München Mitglied des Aufsichtsrates der Medi-Globe Corp., Tempe, Arizona Mitglied des Aufsichtsrates der CINSA S.A., Telde Mitglied des Aufsichtsrates der KST Wertpapierhandels AG, Stuttgart Mitglied des Aufsichtsrates der Börse Stuttgart AG, Stuttgart Mitglied des Aufsichtsrates der 2venture AG, Bonn Mitglied des Aufsichtsrates der Bayerischen Börse AG, München Mitglied des Aufsichtsrates der Eckes Effektenhandel AG, Frankfurt a.M.

Herr Dieter Brichmann, Penzberg

Mitglied des Vorstands der Baader Wertpapierhandelsbank AG Geschäftsführer der IPO GmbH, Unterschleißheim Vorsitzender des Aufsichtsrates der WebStock AG, Unterschleißheim Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Eckes Effektenhandel AG, Frankfurt a.M. Mitglied des Aufsichtsrates der Baader Management AG, Unterschleißheim

Herr Stefan Hock, München

Mitglied des Vorstands der Baader Wertpapierhandelsbank AG Geschäftsführer der IPO GmbH, Unterschleißheim Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der WebStock AG, Unterschleißheim

Herr Ulrich Thaler, Bad Homburg

Mitglied des Vorstands der Baader Wertpapierhandelsbank AG (bis 31.12.2001) Mitglied des Vorstands der Baader Management AG, Unterschleißheim (bis 31.03.2001) Vorsitzender des Aufsichtsrates der Eckes Effektenhandel AG, Frankfurt a.M. (seit 01.01.2001)

Herr Peter Schemuth, Florstadt

Mitglied des Vorstands der Baader Wertpapierhandelsbank AG, Unterschleißheim (bis 31.05.2001)

Herr Axel A. Hold, Altheim

Mitglied des Vorstands der Baader Wertpapierhandelsbank AG (bis 28.02.2001)

Aufsichtsrat

Herr Prof. Dr. Gerhard Tremer, Gräfelfing Alter: 77 Jahre Vorsitzender des Aufsichtsrates der Baader Wertpapierhandelsbank AG, Unterschleißheim (seit 29.4.1996) Ehem. Mitglied des Vorstands der Bayerischen Landesbank, München Mitglied des Aufsichtsrates der Mannesmann Sachs AG, Schweinfurt (bis 30.04.2001)

Herr Dr. Horst Schiessl, München Alter: 59 Jahre Beruf: Rechtsanwalt Im AR seit: 26.02.1999

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Baader Wertpapierhandelsbank

AG, Unterschleißheim (seit 01.06.2001)

Vorsitzender des Aufsichtsrates der Chiemsee AG, Grabenstätt

Vorsitzender des Aufsichtsrates der Softing AG, Haar b. München

Vorsitzender des Aufsichtsrates der Brain International AG, Breisach (seit 05.01.2001)

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der SPAG St. Petersburg Immobilien

und Beteiligungs AG, Mörfelden-Walldorf (seit 29.08.2001)

Mitglied des Aufsichtsrates der Dussmann AG & Co.KGaA, Berlin

Herr Josef Faltenbacher, München Alter: 62 Jahre Beruf: Wirtschaftsprüfer Im AR seit: 26.06.1998

Vorsitzender des Aufsichtsrates der Maier & Partner AG, Reutlingen (bis 23.01.2001) Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Softing AG, Haar b. München

Herr Andreas Mayer, Gräfelfing Alter: 33 Jahre Beruf: Aktienhändler Im AR seit: 01.09.2001

Mitglied des Aufsichtsrats der Baader Wertpapierhandelsbank AG als

Arbeitnehmervertreter

Herr Peter Schemuth, Florstadt Alter: 63 Jahre Im AR seit 01.06.2001

Mitglied des Vorstands der Baader Wertpapierhandelsbank AG, Unterschleißheim (bis 31.05.2001) Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Baader Management AG, Unterschleißheim Mitglied des Aufsichtsrates der KST Wertpapierhandels AG, Stuttgart (seit 07.06.2001) Mitglied des Aufsichtsrates der SPAG St. Petersburg Immobilien und Beteiligungs AG, Mörfelden-Walldorf (seit 29.08.2001)

Herr Thomas Wiegelmann, Sulzbach / Taunus Alter: 33 Jahre Beruf: Projektmanager Im AR seit: 26.06.1998

Mitglied des Aufsichtsrats der Baader Wertpapierhandelsbank AG als

Arbeitnehmervertreter

Herr Dr. Kurt Körfgen, Rodgau Alter: 72 Jahre Beruf: Geschäftsführer a.D.

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Baader Wertpapierhandelsbank

AG, Unterschleißheim (bis 01.06.2001)

Herr Jörg Plank, Mainz Alter: 33 Jahre Beruf: Aktienhändler

Mitglied des Aufsichtsrates als Arbeitnehmervertreter der Baader

Wertpapierhandelsbank AG, Unterschleißheim (bis 30.06.2001)

Anteilsbesitzes des Konzerns

Name / Sitz Anteil in %
am Kapital
Letzter
Jahres
abschluss
Eigenkapital
(gesamt) in €
Ergebnis des
letzten Geschäfts
jahres in €
IPO GmbH, Unterschleißheim *) 100,00 31.12.2001 22.713.993,23 0,00 **)
Baader Securities a.s. , Prag /Tschechien *) 100,00 31.12.2001 1.356.159,06 -514.254,66
Baader Management AG, Unterschleißheim 100,00 31.12.2001 50.000,00 -2.292,65
Eckes Effektenhandel AG, Frankfurt a.M. *) 100,00 31.12.2001 9.545.934,71 299.109,83
WebStock AG, Unterschleißheim 100,00 31.12.2000 80.813,21 -387.805,11
KST Wertpapierhandels AG, Stuttgart *) 87,01 31.12.2001 11.714.068,21 -7.517.916,81
Smart.IPO AG, München 32,57 31.12.2000 237.697,94 -268.037,50
2venture AG, Bonn 25,00 31.12.2000 355.217,68 -44.782,32
SPAG St. Petersburg Immobilien und
Beteiligungs AG, Mörfelden-Walldorf
36,78 31.12.2000 29.646.388,49 31.406,90
SM Wirtschaftsberatungs AG, Sindelfingen 7,45 31.12.2000 8.562.735,45 -1.216.414,55
Brain International AG, Breisach 42,17 31.12.2000 18.479.000 -34.419.000
  • *) in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften
  • **) Ergebnisabführungsvertrag

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der Baader Wertpapierhandelsbank AG aufgestellten Konzernabschluß, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflußrechnung und Anhang, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2001 geprüft. Aufstellung und Inhalt des Konzernabschlusses liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung zu beurteilen, ob der Konzernabschluß den International Accounting Standards (IAS) entspricht.

Wir haben unsere Konzernabschlußprüfung nach den deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlußprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, daß mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob der Konzernabschluß frei von wesentlichen Fehlaussagen ist. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für die Wertansätze und Angaben im Konzernabschluß auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung beinhaltet die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, daß unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Nach unserer Überzeugung vermittelt der Konzernabschluß in Übereinstimmung mit den IAS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Zahlungsströme des Geschäftsjahres.

Unsere Prüfung, die sich auch auf den von dem Vorstand für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2001 aufgestellten Konzernlagebericht erstreckt hat, hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Überzeugung gibt der Konzernlagebericht zusammen mit den übrigen Angaben des Konzernabschlusses insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der

Lage des Konzerns und stellt die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar. Außerdem bestätigen wir, daß der Konzernabschluß und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2001 die Voraussetzungen für eine Befreiung der Gesellschaft von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes nach deutschem Recht erfüllen. Die Prüfung des für die Befreiung von der handelsrechtlichen Konzernrechnungslegungspflicht erforderlichen Einklangs der Konzernrechnungslegung mit der 7. EU-Richtlinie haben wir auf der Grundlage der Auslegung der Richtlinie durch den Kontaktausschuß für Richtlinien der Rechnungslegung der Europäischen Kommission vorgenommen.

Bremen, den 15. März 2002

Dipl.-Kfm. Joachim M. Clostermann Dipl. Oec. Torsten Jasper (Wirtschaftsprüfer) (Wirtschaftsprüfer)