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Baader Bank AG Annual Report 1999

May 11, 2000

4539_10-k_2000-05-11_a7cd32ce-f875-4f66-b647-d70cc742936e.pdf

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Baader GB 99/Internet 06.06.2000 14:32 Uhr Seite 1

Baader Wertpapierhandelsbank AG Geschäftsbericht 1999

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Von Uto Baader

Seit Computer in den Handelssälen der Börsen Einzug gehalten haben, geht bei vielen Anlegern die Sorge um, Makler würden durch Computer verdrängt. Und speziell seit der Einführung des vollelektronischen Aktienhandels im offenen Orderbuch von Xetra heißt es immer wieder: Der Makler wird bald überflüssig sein, seine Geschäftsgrundlage wird ihm von EDV-Programmen entzogen. Und seit der großen Fusion zunächst der Börsen von Paris, Brüssel und Amsterdam und jetzt der Börsen in London und Frankfurt stellt sich wieder die Frage: Bleibt da noch Raum für die Makler? Weniger Börsen, weniger Makler, so lautet die einfache Vermutung. Nun: Die Sorgen um die Geschäftsgrundlagen fußen auf einem Missverständnis über die Rolle von Wertpapierhändlern. Um diesem Missverständnis zu begegnen, möchten wir in unserem neuen Geschäftsbericht an vielen Stellen Einblick in unsere Arbeit geben. Und speziell in das, was wir unter "Liquidität als Dienstleistung" verstehen. Weder das Vordringen von Computern und Software in die Handelssäle noch die Abnahme der Zahl der Börsenplätze kann unser Geschäft beeinträchtigen. Denn wir sind kein Orderbuch; das kann man – siehe Xetra – programmieren. Ein Börsencomputer kann nicht selbstständig Investitionsentscheidungen treffen. Oder genauer gesagt: Anders als ein computergestützter Makler handelt ein vollelektronisches Handelssystem nicht auf eigene Rechnung; es wickelt lediglich Aufträge, die von außen herangetragen werden, gemäß den vorgegebenen Parametern Zeitlimit, Preislimit und Stückzahl ab. Ein vollelektronisches Handelssystem ist rein passiv bzw. reaktiv. Es hat kein Interesse an einem maximalen Umsatz. Makler aber generieren Liquidität. Sie kanalisieren sie nicht, sie schaffen sie. Wir bilden Märkte nicht ab, wir machen sie. Zum Beweis können wir ganz einfach unsere Firmengeschichte anführen: Vom selbstständigen Makler zur in Deutschland führenden Wertpapierhandelsbank, die mittlerweile unter den deutschen Aktiengesellschaften auf Platz 75, gemessen an Liquidität und Marktkapitalisierung, rangiert. Unsere Wachstumsgeschichte wäre nicht möglich gegen einen oder gar mehrere große technische oder wirtschaftliche Entwicklungslinien. Im vergangenen Jahr ist unser Ergebnis – wie im Lagebericht erläutert – um über 70 Prozent gewachsen. Im ersten Quartal 2000 haben wir wiederum bereits mehr als zwei Drittel des Gesamtjahresergebnisses von 1999 erwirtschaftet. Die Baaderbank als hoch spezialisierte Wertpapierhandelsbank hat Rückenwind. Sie hat ihn schon geraume Zeit. Und die Märkte wie auch die Bank verändern sich in einer Weise, dass wir uns auch zukünftig besser als der Markt entwickeln werden.

Die Emission blies frischen Wind in den deutschen Markt: Die Telekom-Emission brachte rund eine halbe Million zusätzlicher Privatanleger zum ersten Mal mit dem Thema Aktien in Berührung. Auf der ersten Hauptversammlung machte ein überdurchschnittlich hoher Anteil jüngerer Aktionäre deutlich, dass bei der Neuemission auch eine neue Generation angesprochen worden war. Nicht zuletzt der Gesetzgeber hat, insbesondere durch die ersten drei Finanzmarktförderungsgesetze dazu beigetragen, dass das Wertpapiersparen und insbesondere der Markt für Eigenkapital angebots- wie auch nachfrageseitig erhebliche positive Impulse erfahren hat. Sie brachten den deutschen Kapitalmarkt in wichtigen Details näher an international akzeptierte Standards heran und machten ihn so schrittweise für ausländische Investoren interessanter.

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Rückenwind haben die Aktienmärkte schließlich auch dadurch bekommen, dass die Transaktionskosten für Wertpapiergeschäfte seit geraumer Zeit eine rückläufige Tendenz aufweisen. Dies ist unter anderem

•der Effizienzsteigerung in der Wertpapierabwicklung und

•einem erheblichen Wettbewerb neuer Direktbanken um Marktanteile zu danken.

Immer mehr setzen sich recht niedrige Fixpreise für Wertpapierorders durch, die besonders bei großen Auftragsvolumina zu einer enormen Kostendegression geführt haben. Um in den Markt einzudringen, gibt es mittlerweile auch Anbieter von kostenfrei geführten Wertpapierdepots. Weitere veränderte Rahmenbedingungen, wie beispielsweise die Einführung des Neuen Marktes im März 1997, der generelle Aufschwung an den westlichen Börsen in der zweiten Hälfte der Neunzigerjahre und ein regelrechter Gründerboom vieler Unternehmen trugen wesentlich dazu bei, dass die Börse auch bei Privatanlegern beliebter wurde. Zum Neuen Markt darf man ohne Übertreibung sagen: Er hat die Verbindung zwischen Investitionsfinanzierung und Börse neu definiert. Das der amerikanischen Nasdaq nachempfundene deutsche Wachstumssegment Neuer Markt hat durch die Konzentration auf einen neuen Typus von Unternehmen letztlich auch den internationalen Erfolg der neuen Emissionsplattform durch die konsequente Ausrichtung an internationalen Investmentstandards erst möglich gemacht. Der Neue Markt wurde für eine Vielzahl von Unternehmen eine Lösung für das sich seit langem verschärfende Problem der "Kreditklemme" für technologieund wachstumsorientierte Unternehmen. Die verbesserten Möglichkeiten zur Eigenkapitalbeschaffung erlauben nun die Finanzierung von Investitionen auch jenseits der traditionellen Beleihungsgrenzen der Bilanzen. Eine weitere Funktion des Neuen Marktes besteht darin, Beteiligungs- und Risikokapitalgesellschaften (sogenannteVenture-Capital-Gesellschaften) – wie beispielsweise der hundertprozentigen Baader-Tochter IPO GmbH – eine attraktive Möglichkeit zu bieten, aus ihren zu der gewünschten Reife gelangten unternehmerischen Engagementswieder auszusteigen. Damit wurde mittelbar durch den Neuen Markt und seinen Erfolg eine weitere dynamische Finanzierungsquelle für Unternehmensinvestitionen erschlossen. Dieser Sektor speist seinerseits den deutschen Aktienmarkt laufend mit besonders interessanten Anlagemöglichkeiten.

U NTERNEHMENSFINANZIERUNG :

E IGENKAPITALFINANZIERUNG GEWINNT AN B EDEUTUNG Warum hat Baader Rückenwind?

  • • Erstens: weil die klassische Unternehmensfinanzierung über den Bankkredit zwar immer noch das Geschäft beherrscht, aber relativ zu Gunsten der Eigenkapitalfinanzierung an Bedeutung verliert. Baader handelt und investiert Eigenkapital.
  • • Zweitens: weil die Globalisierung der Weltwirtschaft den Anlagehorizont und die Diversifizierungswünsche der Anleger ausgeweitet hat. Baader verschafft Anlegern den Zugang zu internationalen Aktien.
  • • Drittens: weil in Europa und speziell in Deutschland ein enormer Nachholprozess beim Aktiensparen eingesetzt hat. Das hat die Umsätze an den deutschen Börsen in deutschen wie in ausländischen Aktien enorm beflügelt. Baader stiftet dafür Liquidität.

Der Nachholprozess bezüglich der Aktionärskultur hat eine enorme Dynamik. Noch 1996, im Jahr des Börsengangs der Deutschen Telekom, hatte der deutsche Sparer mit Aktien nicht viel im Sinn. Nicht einmal 6 Prozent der Bundesbürger besaßen Aktien. Sie galten als zu risikoreich, das Prozedere, sie zu erwerben, als zu umständlich und zu teuer. Hinzu kam das fehlende Wissen des Anlegers über den Umgang mit und die Renditereize von Aktien. Von Anlagemöglichkeiten jenseits des eigenen Währungsraums "Deutsche Mark" konnte keine Rede sein. Deutsche Anleger investierten ihr Geld lieber in Lebensversicherungen, Spareinlagen, Sparbücher und festverzinsliche Wertpapiere wie Bundesschatzbriefe und Pfandbriefe oder Kommunalobligationen. Auf der anderen Seite scheuten aber auch die Unternehmen den Gang an die Börse. Zwischen 1992 und 1996 fanden in Deutschland lediglich 51 Börsengänge statt. Die geringe Anzahl börsennotierter Unternehmen in Deutschland (1996: 690; im Vergleich dazu Großbritannien: 1.747; Vereinigte Staaten: etwa 7.600) und die geringe Zahl von Neuemissionen hatten mehrere Gründe, vor allem die traditionell fremdkapitalorientierte Unternehmensfinanzierung und die Bewilligung von Krediten auf Grund von bilanziellen Sicherheiten, d.h. eine rückwärts gewandte Art der Kreditvergabe.

Dem stand seit Mitte der Achtzigerjahre ein völlig anderer finanzkultureller Ansatz aus den Vereinigten Staaten gegenüber: der "Shareholder-Value"-Gedanke.

D E R " S HAREHOLDER - V ALUE "-G EDANKE KOMMT NACH E UROPA

In dem Maße, wie der Renditewettbewerb auf den Finanzmärkten durch Globalisierung und Digitalisierung auch für die deutschen Aktiengesellschaften unmittelbar wurde, begann der "Shareholder-Value"-Gedanke seinen Siegeszug auch auf dem Alten Kontinent. Seitdem verliert auch in Deutschland die Bezugsgröße Gewinn an Boden, den die Cashflow-Betrachtung dann einnimmt. Damit verbunden ist die Umstellung aller Investitionsentscheidungen in Unternehmen auf ihr Potenzial hin, am Ende "Mehrwert" für den Aktionär zu erzeugen. Mit dem Börsengang der Telekommunikationssparte der ehemaligen Deutschen Bundespost setzte ein Umdenken in der deutschen Bevölkerung ein: Die "T-Aktie" war überall im Gespräch und sehr begehrt. Wer die Aktie ausreichend lange hielt, konnte sein Vermögen in der Spitze allein durch die Kurssteigerungen mehr als versechsfachen und zusätzlich Gratisaktien im Verhältnis 10:1 sowie ordentliche Dividenden einstreichen.

Die Folgen: Die Zahl der IPOs (Initial Public Offerings = Börsengänge) schnellte von 1997 bis 1999 exponentiell in die Höhe. Lag die Zahl 1997 noch bei 36, gingen 1998 bereits 78 Unternehmen an deutsche Börsen. 1999 beschafften sich rund 170 junge Firmen durch ein IPO frisches Eigenkapital. Im laufenden Jahr werden über 200 Neuzugänge an den deutschen Börsen erwartet. Mindestens acht davon wird die Baaderbank auf ihrem Weg umfassend beraten und begleiten.

Parallel dazu stieg auch die Zahl der Aktionäre in Deutschland an. Während es 1988 gerade einmal 3,2 Millionen Aktionäre gab und acht Jahre später erst 3,7 Millionen gezählt wurden, wurde im 1. Halbjahr 1999 erstmals die Fünfmillionenmarke überschritten. Das bedeutet, dass mittlerweile fast jeder achte Bundesbürger über 14 Jahre Aktionär ist.

Addiert man die Börsianer hinzu, die ausschließlich Fonds halten (etwa 3 Millionen, die nicht zugleich auch Aktionäre sind) und die Aktionäre, die sowohl in Fonds als auch in Aktien engagiert sind (etwa 1,6 Millionen), so kommt man auf eine Quote von Aktienbesitzern in Deutschland in Höhe von über 12 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahre.

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Kurzum: Die Entwicklungen auf den Weltfinanzmärkten, speziell aber die eben erst einsetzende große Nachholbewegung auf den europäischen Aktienmärkten ist die treibende Kraft hinter dem Erfolg der Baaderbank. Dieses Marktwachstum zu bewältigen, hier faire Preise, Schnelligkeit und Liquidität bereitzustellen, sind Dienstleistungen, die täglich stärker nachgefragt werden. Computer können dabei helfen, neue Handelssysteme und -programme sind eine wünschenswerte Unterstützung im Bemühen um mehr Effizienz. Und die Konsolidierung der Börsenplätze bedeutet letztlich für immer mehr Anleger immer geringere Markteintritts- und Transaktionskosten – weitere gute Argumente für höhere Umsätze. In dem Maße, wie der Wertpapierhandel auch neue Wege geht, sich zu neuen und größeren Börsen zusammenschließt, aber auch neue Plattformen im Internet – Stichwort: ECNs – sucht und findet, wird sich das Handelsvolumen zersplittern. Diejenigen Handelsplätze werden Erfolg haben, die es schaffen, zuverlässig ein hohes Maß an Liquidität zu garantieren. Denn nur ordentliche Liquidität garantiert faire Preise und niedrige Handelsrisiken durch schnelle Orderausführung. Computer spenden keine Liquidität. Auch immer größere Börsen bedeuten nicht automatisch mehr Liquidität. Makler machen Märkte. Und das wird sich auch in zehn Jahren nicht geändert haben.

Wir schauen mit viel Selbstbewusstsein in die Zukunft. Unsere hohe Innovations- und Investitionsdynamik, unsere kräftig wachsende Mannschaft, unsere entschiedene Kundenorientierung und eine langfristige Strategie zur Steigerung des Unternehmenswertes, die wir Ihnen nun vorstellen, sind das Fundament dieses Selbstbewusstseins. In diesem Sinne grüßt Sie Ihr

Uto Baader,

Vorstandsvorsitzender der Baader Wertpapierhandelsbank AG

A UFBRUCH IN EINE NEUE D IMENSION

Wer oder was ist die Baaderbank? Sie ist eine Wertpapierhandels- und Investmentbank. Als Wertpapierhandelsbank wirkt das Haus als Skontroführer an verschiedenen deutschen Börsen, vor allem in Berlin, Frankfurt, München und Stuttgart. Als Investmentbank hat das junge Finanzinstitut in den vergangenen Jahren einen Schwerpunkt im Bereich Neuemissionen und Kapitalerhöhungen an der Börse aufgebaut. Das mittelständische Wachstumssegment "Prädikatsmarkt" an der Münchner Börse ist federführend von Baader mit aus der Taufe gehoben worden. Der überwiegende Teil der dort gehandelten Aktien – neun von bisher zwölf Emissionen – wurde von Baader an die Börse gebracht. Doch auch am Neuen Markt sowie am Qualitätssegment "SMAX" in Frankfurt haben wir im vergangenen Geschäftsjahr Emissionen platziert. Hinzu kommt ein wachsender Bereich Beteiligungsgeschäft sowie ein mittlerweile ansehnliches Beratungspaket rund um den gesamten Bereich Corporate Finance.

L IQUIDITÄT – DAS S CHLÜSSELWORT FÜR DIE Z UFRIEDENHEIT DER K UNDEN

Im vergangenen Jahr hat der deutsche Aktienmarkt das anhaltende überdurchschnittliche Wachstum und die nachhaltige, dynamische Ertragssteigerung der Baaderbank mit erheblichen Kurssteigerungen honoriert. Die Bank konnte so im Jahresverlauf zu den hundert am stärksten kapitalisierten deutschen börsennotierten Aktiengesellschaften aufschließen. Im März 2000 wurden die Baaderaktien in den MDAX, den zweitwichtigsten Aktienindex Deutschlands, aufgenommen.

B AADER : N R . 75 UNTER DEN BÖRSENNOTIERTEN G ESELLSCHAFTEN IN D EUTSCHLAND

Seit 20. März 2000 spielt Baader nun auch offiziell in der Ersten Liga der deutschen Aktien. Im SMAX gab es für die Bank nichts mehr zu gewinnen, nachdem sie die Position des Spitzenreiters erreicht hatte. Der Aufstieg in den MDAX spiegelt folgerichtig die stetig steigende Bedeutung der Aktie wider. Schon seit dem Frühjahr 1999 war Baader dafür formal qualifiziert: Weniger als 85 Prozent der Aktien befanden sich in Festbesitz. Auch den Übernahmekodex der Deutschen Börse AG erkannte Baader an.

Rasanter Aufstieg: Ranking der Baader-Aktie (Platzierung in einer Rangliste aller börsennotierten deutschen Aktiengesellschaften)

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Quelle: Deutsche Börse AG

Vor allem aber besteht die Baader-Aktie seit März 1999 den Härtetest der 110/110-Regel: Nach Umsatz und Marktkapitalisierung zählte Baader zu den 110 größten Werten. Dem Aufstieg stand damit nichts mehr im Wege. Auch in der Ersten Liga hat Baader sich rasch etabliert. In der Tabelle ging es sogar deutlich nach oben: Ende März 2000 gehörte die Baader-Aktie bereits zu den 75 wichtigsten deutschen Titeln, gemessen an Börsenumsatz und Marktkapitalisierung.

R ASANTER S TART INS NEUE G ESCHÄFTSJAHR : B AADER GEHT AUF ZWEI KRÄFTIGEN B EINEN

Im 1. Quartal 2000 konnte die Baader Wertpapierhandelsbank ihren Ertrag gegenüber dem Vorjahresquartal um 120 Prozent steigern. Mit einem vorläufigen Gewinn nach Steuern von über 36,8 Millionen Euro verbuchte das Unternehmen den bislang höchsten Quartalsgewinn der Firmengeschichte. Damit hat Baader bereits nach drei Monaten des neuen Geschäftsjahres 72 Prozent der Vorjahresgewinne erwirtschaftet. Zwei Geschäftsbereiche bestimmen die Aktivitäten von Baader: Das traditionelle Geschäftsfeld der Bank ist der Wertpapierhandel. Außerdem hat die Baaderbank schon vor einigen Jahren den heraufziehenden Umbruch im Bereich Unternehmensfinanzierung erkannt: Während der klassische Bankkredit an Bedeutung einbüßt, gewinnen Kapitalmarktprodukte für die Unternehmensfinanzierung im Gegenzug immer mehr an Bedeutung. Deshalb engagiert sich die Baaderbank verstärkt im Investmentbanking, wie nicht zuletzt der rasante Ausbau der Abteilung Corporate Finance und die Bestellung eines eigenen Vorstandes für dieses Geschäftsfeld belegen. Der Gewinnschub des ersten Quartals geht vor allem auf den Wertpapierhandel zurück. Baader steigerte die Zahl der Skontren bei Aktien auf über 3.000 zum Ende des ersten Quartals. Auch in Zukunft rechnet die Bank mit einem raschen Wachstum der betreuten Skontren.

D I E B ANK PROFITIERT ÜBERPROPORTIONAL VOM M ARKTWACHSTUM

Während Baader die Basis seiner Geschäftsentwicklung weiter zügig ausbaute, wuchsen die Wertpapiermärkte ebenfalls dynamisch. Die Umsätze an den deutschen Börsen stiegen um 56 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Dementsprechend stiegen auch die Umsätze bei der Wertpapierhandelsbank und ermöglichten die hohen Erträge. Das steigende Interesse an Aktien schlägt sich also direkt in der Bilanz nieder und lässt für die Zukunft weiter steigende Erträge erwarten.

In den kommenden drei Quartalen wird das Emissionsgeschäft für Baader noch wichtiger werden. Zwar wurde im ersten Quartal kein Unternehmen an die Börse gebracht. Für den Rest des Jahres sind aber mindestens acht Börsengänge geplant, davon einige am prestigeträchtigen Neuen Markt. Wichtig für die daraus zu erwartenden Erträge ist, dass das durchschnittliche Emissionsvolumen pro Transaktion deutlich über dem des Vorjahres liegen wird. An drei der voraussichtlich acht Emissionen ist Baader maßgeblich beteiligt.

A USBLICK : E IN DRITTES G ESCHÄFTSFELD WIRD ENTWICKELT

Bislang hat sich die Baaderbank mit den Geschäftsfeldern Wertpapierhandel und Investmentbanking ausschließlich auf institutionelle Anleger konzentriert. In diesem Jahr wird erstmals auch die private Vermögensverwaltung eine Rolle spielen. Mit hohem Investitionsaufwand hat Baader in den vergangenen Jahren die Entwicklung seiner tschechischen Tochtergesellschaft vorangetrieben. In Prag will die Baaderbank nun auch in größerem Stil ins Fondsgeschäft mit Privatkunden einsteigen: Die Altersvorsorge und Vermögensplanung der Tschechen soll vor allem um Fonds erweitert werden, die in Westeuropa investieren. Baader übernimmt die Beratung der Privatanleger und die Vermarktung der Fonds. Von Tschechien aus sollen – gemeinsam mit starken Partnern – weitere osteuropäische Fondsmärkte erschlossen werden (siehe auch Interview zu diesem Thema).

Die Spezialität der Baaderbank im Bereich Wertpapierhandel ist der Handel mit ausländischen Aktien in Deutschland. Dies gilt insbesondere für die Einführung osteuropäischer und asiatischer Wertpapiere in den deutschen Kapitalmarkt. Hier hat Baader auch im vergangenen Jahr seine Vorreiterrolle unter Beweis gestellt. Als Liquiditätsspender und Skontroführer werden von Baader mittlerweile über 3.000 Aktien aus über 50 Ländern betreut. Unter den Werten, deren Skontro Baader führt, finden sich zahlreiche Konzerne von Weltgeltung, aber auch aufstrebende Unternehmen aus den Bereichen Internet und Telekommunikation. Bis auf eine Aktie werden sämtliche Werte des Dow Jones EURO STOXX 50 von Baader gehandelt.

Anschaulicher gesprochen macht Baader Märkte! Die Wertpapierhandelsbank bringt Angebot und Nachfrage schneller zusammen. Die am meisten in Anspruch genommene Dienstleistung der Baaderbank heißt: Liquidität. Dabei stellt Baader Liquidität nicht nur auf Aktienmärkten, sondern auch für die Investitionsfinanzierung von wachstumsstarken Unternehmen zur Verfügung. Die Dienstleistungspalette reicht von der Unternehmensberatung über die Emissionsbegleitung bis hin zur Übernahme der Betreuerfunktion für die Aktie im Sekundärmarkt. Liquidität ist das Schlüsselwort für die Zufriedenheit unserer Kunden und Geschäftspartner.

E IN KURZER B LICK ZURÜCK

Gemäß dem im Lagebericht dieses Geschäftsberichts dokumentierten Jahresabschluss 1999 hat die Baader Wertpapierhandelsbank AG ihre Position als ertragsstärkste Wertpapierhandelsbank in Deutschland im abgelaufenen Jahr weiter kräftig ausgebaut. Der Gewinn nach Steuern betrug 52,7 Millionen Euro (Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Steuern: 108,8 Millionen Euro). Auf Grund der positiven Entwicklung konnte die Baader Wertpapierhandelsbank zusätzlich eine umfassende Risikovorsorge in Höhe von 20 Millionen Euro treffen. Darüber hinaus wurde erstmals eine versteuerte Pauschalwertberichtigung gemäß § 340 f HGB in Anspruch genommen. Damit hat das Institut alle Möglichkeiten zur Vorsorgebildung ausgeschöpft. Trotz dieser Maßnahmen übertraf das Ergebnis 1999 das Vorjahresergebnis nach Steuern (30,7 Millionen Euro) um rund 70 Prozent.

S KONTREN WERDEN AUSGEBAUT , E MISSIONEN GEWINNEN AN V OLUMEN

Die Bank hat 1999 zehn Unternehmen an die Börse geführt. Darunter auch die VCL Film + Medien AG, mit einem Emissionsgewinn von 673 Prozent Deutschlands erfolgreichster Börsengang im vergangenen Jahr. Die Anzahl der von Baader geführten Skontren konnte 1999 wiederum deutlich gesteigert werden: Durch einen Zuwachs um 1.070 auf 2.631 Skontren per Ende 1999 wurde die Marktstellung der Bank kräftig ausgeweitet. Ein zügiger weiterer Ausbau des Skontrenportfolios ist geplant.

Die Bank verfügt im Konzern über ein bilanzielles Eigenkapital in Höhe von ca.180 Millionen Euro. In den Beteiligungen ruhen darüber hinaus nennenswerte stille Reserven. Der Trend zu größervolumigen Emissionen, die an die Börse begleitet werden, wird auch im Jahr 2000 anhalten.

Erstmals gibt die Baaderbank in diesem Geschäftsbericht tieferen Einblick in ihre "Emissionspipeline" und in weitere Beteiligungen (siehe weiter hinten). Die Eigenkapitalquote gemäß Grundsatz I liegt deutlich über den gesetzlich geforderten 8 Prozent und lässt damit genügend Spielraum für weitere Aktivitäten.

Genaue Marktkenntnis und ein Gespür für Markttrends sind also unerlässlich, um die Risiken niedrig zu halten.

Der Makler kann sich dem Risiko auch nicht durch eine weite Spanne entziehen. Eine große Differenz zwischen dem angebotenen Kauf- und dem Verkaufspreis hat nämlich entscheidende Nachteile: Sie drückt den Umsatz. Daran kann aber kein Makler Interesse haben. Schlimmer noch: Es droht die Gefahr, dass die Anleger sich gänzlich vom Börsenplatz abwenden. Der Skontroführer steht nämlich in ständiger Konkurrenz zu anderen Börsenplätzen. Und das nicht nur zur Heimatbörse der Aktie, sondern vor allem auch zu den anderen deutschen Börsen.

Die meisten Aktien werden an mehreren Börsen in Deutschland gehandelt. Und häufig gehört der Skontroführer an einer anderen Börse zu einem anderen Finanzdienstleister.

Die Anleger wissen mittlerweile genau zu unterscheiden. Fühlen sie sich an einer Börse schlecht bedient, ordern sie das nächste Mal bei einer anderen. Krämer weist aber auch auf die Chancen hin: "Es hat sich gezeigt, dass wir mit engen Spannen sogar Umsatz von den Heimatbörsen nach Deutschland ziehen können."

Du darfst Dich nicht vertippen, niemals!

Die Arbeit eines Skontroführers ist also sehr viel anspruchsvoller und komplexer, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die persönlichen Qualitäten: Der Makler muss äußerst belastbar und in der Lage sein, unter hohem Zeitdruck eine Vielzahl von Aufträgen fehlerlos zu bearbeiten.

"Es darf einfach kein Fehler passieren. Ich darf mich nicht vertippen", macht Krämer deutlich. Zwar kann die Handelsüberwachungsstelle eine Korrektur genehmigen. Der anfallende Arbeitsaufwand ist aber enorm: "Ich wünsche es keinem."

Für die Zukunft rechnet Krämer mit einem steigenden Bedarf an Maklerdienstleistungen. Je mehr Privatanleger an die Börse drängen, umso mehr Bedeutung gewinnt die Skontroführung und das Spenden von Liquidität. Tatsächlich richten sich viele neue Marktsegmente ausdrücklich an Privatanleger, wie Krämer betont: "Den Neuen Markt entdeckten anfangs die Privatkunden. Und der Markt für ausländische Titel wurde zunächst speziell für Privatinvestoren geschaffen. Das Handelsvolumen vieler Papiere genügt aber heute in der Regel meist schon den Anforderungen, die institutionelle Anleger stellen."

S

KONTRO ?

Das Skontro ist das Orderbuch des Maklers. Darin sind alle Kauf- und Verkaufsorders eingetragen, auf deren Grundlage der Makler Abschlüsse vermittelt. Heute ist das Skontro natürlich nur noch ein virtuelles Buch. Computer haben längst die Funktion des Buches übernommen und erleichtern die Arbeit des Maklers. Hereinkommende Kauf- und Verkaufsorders erscheinen sauber getrennt und übersichtlich aufgelistet auf dem Bild-

Der Preis eines Wertpapiers ist die entscheidende Information für zukünftige Umsätze. Darum wird ein Makler als so genannter Skontroführer mit der Preisfeststellung für ein Papier beauftragt. Bei der überwiegenden Zahl an Aktien und Optionsscheinen übernehmen Makler die Aufgabe, für einen Börsenplatz exklusiv den Handel mit einem bestimmten Titel abzuwickeln und den Preis festzustellen.

Selten tritt ein Unternehmen mit dem Wunsch an die Bank heran, an einer bestimmten Börse gehandelt zu werden. Meistens kommt der Makler selbst auf Grund seiner Marktkenntnis zu dem Schluss, dass auch an seiner Börse an einer bestimmten – oft ausländischen – Aktie genügend Interesse besteht.

M AKLER MACHEN M ÄRKTE

Skontroführung – ein schwieriges Geschäft

"Das Schöne ist, dass wir die ganze Welt abdecken. Wir machen eigentlich alles." Gunter Krämer, Chefhändler der Baader Wertpapierhandelsbank AG in Frankfurt, übertreibt nicht:

Die Baaderbank hat die Skontroführung für mehr als 3.000 Aktien und 2.300 Optionsscheine aus 56 Ländern übernommen. Aber auch Aktien am Neuen Markt werden von der Baaderbank betreut.

Der Bildschirm, Dein bester Freund

Acht Uhr in der Früh. Die mit der Skontroführung betrauten Makler treffen sich in der Bank bei einem Kaffee zur Lagebesprechung für den angehenden Tag. Eine halbe Stunde später speisen sie die ersten Taxen in das elektronische Handelssystem, um dem Markt eine Preisvorgabe zu bieten. Als Orientierung dienen neben der Heimatbörse auch diejenigen Börsen, an denen die Aktie auf Grund der Zeitverschiebung schon gehandelt wird. Baader-Makler Michael Kott in München ergänzt: "Bei relativ liquiden Werten ermöglichen auch die schon eingelaufenen Orders eine Kurstaxierung." Die Makler können ihrer Arbeit nur direkt an der Börse nachgehen, weil Frankfurt, München und Stuttgart als Präsenzbörsen die physische Anwesenheit verlangen. Burkhard Ziegler, für Baader als Skontroführer an der Berliner Börse tätig, hat es da besser: "Wir betreuen in den Geschäftsräumen der Baaderbank die Skontren der Berliner Börse. Diese hat die physische Präsenzpflicht abgeschafft."

Von neun Uhr morgens bis halb sechs am Abend sitzen die Makler vor ihren Bildschirmen und wickeln Aufträge ab. Laufend tauchen am Monitor neue Orders auf und verlangen nach einer zügigen Bearbeitung. Weil der Handel keine Pause macht, ist es schwierig, Entspannung zu finden. Schnelligkeit und Aufmerksamkeit sind die höchsten Gebote.

Direkten Kontakt nach außen gibt es kaum. "Persönliches Verhandeln ist äußerst selten geworden", erzählt Roland Hirschmüller, der Baader-Skontren an der Stuttgarter Börse betreut: "An der Börse läuft kaum noch einer herum." Und auch die Banken geben nur noch bei außergewöhnlichen Anfragen eine Order telefonisch auf. Für Privatkunden führt ohnehin kein Weg an der Bank vorbei: "Auch wenn es für Internet-Kunden so aussieht, als hätten sie direkten Kontakt zur Börse, so wird doch jeder Auf- trag über eine Bank abgewickelt", erläutert Hirschmüllers Stuttgarter Kollege, Michael Götzl.

Klingt einfach, hat es aber in sich

Die Tätigkeit der Wertpapiermakler ist an sich einfach zu beschreiben: Abschlüsse tätigen und Kurse festsetzen. Nichts anderes haben sie zu tun, für nichts anderes haben sie Zeit. Denn: Was simpel klingt, verlangt den Maklern eine Menge ab. Die Arbeit geht weit über das bloße Zusammenführen von Angebot und Nachfrage hinaus: Sie machen Märkte.

Zunächst gilt es schlichtweg, Masse zu bewältigen: Ein Makler ist durchschnittlich mit der Skontroführung von 150 bis 200 Wertpapieren beauftragt. Für alle Papiere müssen laufend Kurse festgestellt werden. Und das nicht nur wenige Male: "Unser Rekord liegt bei über 3.700 Kursen für ein Papier an einem einzigen Tag", erinnert sich Andreas Mayer, der für Baader an der Münchner Börse handelt: "Das war erst kürzlich – am 1. Handelstag der T-Online-Aktie. Alle acht Sekunden haben wir einen Kurs festgestellt".

Mit der Kursfeststellung nach dem Meistausführungs- prinzip ist es aber nicht getan. In der Regel gibt es keine preislich übereinstimmenden Kaufgesuche und Verkaufs- angebote. Dann kommt eine der wichtigsten Aufgaben des Maklers ins Spiel: "Es geht ja nicht nur um die Kursfeststellung, sondern wir spenden auch Liquidität", unterstreicht Mayer.

Der Makler steht vor der schwierigen Aufgabe, den Kurs einer Aktie einzuschätzen. Er stellt einen Kauf- und einen Verkaufspreis in das Computersystem, zu dem er selbst bereit ist, Aktien zu erwerben oder abzugeben.

Die Börsen im harten Wettbewerb – rund um die Uhr

Ordert ein Anleger zum vorgeschlagenen Verkaufspreis, führt der Makler die Order in der Regel sofort aus. Er kann sogar Aktien verkaufen, die er noch gar nicht besitzt. Mit dieser so genannten Short-Position geht der Makler das Risiko ein, bei einer steigenden Entwicklung des Kurses Verluste hinnehmen zu müssen.

NO RISK , NO RETURN

Dieter Brichmann, Finanzvorstand Baaderbank, im Gespräch

Herr Brichmann, Sie sind einer von drei im ersten Halbjahr 2000 neu bestellten Vorständen der Baaderbank. Ihr Ressort umfasst die Themen Rechnungswesen, Finanzen, Risk-Management, Treasury und Controlling. Kann man der Einfachheit halber sagen, dass Sie zuständig sind für das Thema Shareholder-Value?

Wir sind natürlich alle zuständig für dieses Thema, alle Vorstandsmitglieder, wie auch alle anderen Kollegen. Aber Sie haben Recht: Der erfolgreiche Umgang mit dem Thema Shareholder-Value basiert zunächst auf einem sehr genauen Verständnis von Risiko- und Ertragsstrukturen. Ich bin dafür da, dass wir im Detail wissen, was wir tun, dass wir sehen können, welche Eigenkapitalrendite wir mit welchen Aktivitäten erzielen.

Die bewusste Übernahme von Risiken und die ständige Steuerung einer Vielzahl verschiedener Risiken gehört zum Wesen eines Maklers und Emissionshauses. Welche Faktoren machen das Risikoprofil des Geschäfts einer Wertpapierhandelsbank aus?

Für unsere Risikosituation sind stichwortartig folgende Faktoren maßgebend:

Adressenausfallrisiken: Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls von vertraglich zugesagten Leistungen durch einen Kontrahenten und das Abwicklungsrisiko mit der Depotbank und der Clearingstelle mit der Folge der Notwendigkeit einer Wiedereindeckung zu möglicherweise schlechteren Marktpreisen.

Allgemeine Marktrisiken: Darunter versteht man die Gefahr, dass auf Grund von Veränderungen der Marktpreise (z.B. Aktienkurse, Devisenkurse, Zinssätze) der Wertpapierpositionen Verluste entstehen können. Sie entstehen aus dem Halten von Eigenbeständen, die zum

einen zum Zweck der Erzielung von Handelsgewinnen gehalten werden, sich zum anderen aus unserer Tätigkeit als Skontroführer ergeben. Bei den so genannten Long-Positionen besteht dieses Risiko in fallenden Kursen, bei so genannten Short-Positionen entsprechend in steigenden Kursen.

Fremdwährungsrisiken: Beim Handel von ausländischen Aktien, insbesondere aus anderen Zeitzonen und Währungsräumen, einem Schwerpunkt unserer Maklertätigkeit, kommt zum normalen Kurs- noch das Fremdwährungs-

risiko hinzu.

Liquiditätsrisiken: Gemeint ist das Risiko mangelnder Liquidität von Aktien sowie das Risiko mangelnder eigener Liquidität in Bezug auf die vorhandenen Zahlungsmittel. Länderrisiken: Risiko bei der Belieferung ausländischer Wertpapiere insbesondere im Bereich Emerging Markets. Branchenrisiken: Technologiewerte, Internetwerte, Banken etc. weisen bei überdurchschnittlicher Volatilität oftmals eine hohe Korrelation in der Richtung ihrer

Kursentwicklung auf, wie es die Entwicklung des Neuen Marktes in der jüngsten Vergangenheit eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Ein hoher Eigenbestand kann entsprechend auch zu hohen Verlusten führen.

Individuelle Unternehmensrisiken: Gegen Bonitätsrisiken eines einzelnen Unternehmens, die zu überraschenden absturzartigen Entwicklungen der Kurse führen können, ist niemand gefeit, auch Makler nicht.

Händlerrisiken: Ein Mitarbeiter kann sich als charakterlich oder fachlich überfordert herausstellen.

Man denkt im ersten Augenblick nicht an diese Vielzahl von Risiken. Der Höhe der Risiken entsprechen dann aber auch die Ertragsmöglichkeiten?

Ganz genau. Wir haben – wie Sie an unserer Geschäftsentwicklung sehen können – eine extrem dynamische Ertragsentwicklung. Wir haben aber im Jahresverlauf auch enorme Ertragsschwankungen zu verkraften. Um unter diesen Risikovoraussetzungen Liquidität spenden zu können, müssen wir eine hohe Ertragskraft haben.

Ist der Ausbau des Investmentbanking auch als eine Maßnahme zur Diversifizierung Ihrer Risikostruktur zu interpretieren?

Auch im Investmentbanking gibt es erhebliche Risiken, die jedoch ein anderes Profil haben. Speziell im Emissionsgeschäft besteht das Risiko, dass die Projektionen und Businesspläne von den an die Börse zu begleitenden Unternehmen nicht eingehalten werden. Das kann unter Umständen zum vollständigen Verlust des Mitteleinsatzes im betreffenden Projekt führen. Auch besteht immer wieder die Gefahr eines Misserfolges der Emission auf Grund eines ungünstigen Börsenumfeldes zum Zeitpunkt des geplanten Börsenganges. Darüber hinaus ist auch noch das rechtliche Risiko aus der so genannten Prospekthaftung zu beachten.

Was macht den Erfolg aus?

Ins Risiko zu gehen setzt Kapitalkraft voraus. Aber nicht nur das. Entscheidend ist letztlich, in welchem Umfang wir in der Lage sind, die Risiken zu steuern und zu begrenzen. Nur dann, wenn für uns die Ertragschancen die Kapitalrisiken überwiegen, sind wir in der Lage, liquiditätsstiftend sowohl als Wertpapierhandelshaus wie auch als Emissionshaus am Markt zu agieren.

Verstehen das die Aktionäre schon?

Ich sehe es als unsere zentrale Herausforderung an, den Shareholder-Value für unsere Aktionäre durch den Einsatz modernster, risikoadäquater Controlling- und Steuerungssysteme zu steigern. Darüber hinaus müssen und wollen wir unseren Aktionären auch im internationalen Vergleich ein Höchstmaß an Transparenz

bieten.

D IETER B RICHMANN Mitglied des Vorstands

D A S V ERTRAUEN DER K UNDEN IST UNSER WICHTIGSTES G U T

Martin Haider, seit 1. Januar 1999 Leiter Institutionelle Anleger, München, im Gespräch

Welche Kunden betreuen Sie im Bereich Institutionelle Anleger?

Wie der Name schon sagt, sind wir für die institutionellen Anleger zuständig. Das sind vor allem Fondsgesellschaften von Banken, Versicherungen und Brokern. Neben unseren deutschen Kunden betreuen wir auch viele Handelshäuser aus dem Ausland, vor allem aus der Schweiz, Amerika, England und Frankreich.

Warum stellen die institutionellen Anleger ihre Orders nicht in das offene Orderbuch von Xetra oder leiten sie direkt an den Skontroführer?

Weil sie von uns eine Dienstleistung erhalten, die sie dringend benötigen: Information. Die ausländischen Kunden handeln ja in der Regel in mehreren Ländern. Unsere Aufgabe ist es, sie über die Entwicklung in Deutschland auf dem Laufenden zu halten. Das können Meldungen zu einer bestimmten Firma sein, neue Zahlen zu Wirtschaftszweigen, aber auch eine Zinserhöhung. Selbst die deutschen Kunden können nicht alles mitbekommen. Darum rufen wir morgens um halb acht erst einmal unsere Kunden an, um sie auf den neuesten Stand zu bringen.

Welche Rolle spielen die Informationen für Ihr Geschäft?

Informationen sind die Basis unseres Geschäfts. Der Kunde muss sich auf uns verlassen können. Und nur, wenn der Informationsfluss gut ist, machen wir überhaupt Geschäft. Der Kunde "bezahlt" gewissermaßen unsere Informationen mit Orders. Wir sind aber nicht nur in der Lage, die Informationen zu liefern. Wir können daraus auch unsere Schlüsse ziehen. Die Kunden schätzen unsere Expertise und die Erfahrung im Wertpapiergeschäft.

Ihr Service umfasst also auch die Anlageberatung?

In gewisser Weise schon. Wir erstellen für unsere Kunden eigenes Research. Da verfügen die großen Investmenthäuser und oft sogar unsere Kunden über viel größere Ressourcen. Aber wir sind näher am Markt.Mit der Erfahrung im Handel wächst die Fähigkeit,

Trends zu erkennen und auch die kurzfristige Entwicklung von Einzeltiteln einzuschätzen. Dieses Knowhow machen sich unsere Kunden gerne zunutze. Und wenn unsere Einschätzungen in der Vergangenheit richtig waren, dann orientiert sich der Kunde daran.

Und beauftragt Sie mit Käufen oder Verkäufen ...

Das ist natürlich das Ziel. Unser Geld verdienen wir ja schließlich mit dem Handel. Wir besorgen dem Kunden die von ihm gewünschten Stücke oder stoßen sie für ihn ab. Bei einem sehr großen Auftragsvolumen wickeln wir die Order häppchenweise über den Tag verteilt ab, weil der Markt sie nicht auf einmal ohne Verzerrungen aufnehmen könnte. Unsere große Stärke liegt in der Kenntnis des Marktes. Wir wissen, woher wir die Stücke bekommen oder wem wir sie verkaufen können. Manchmal laufen Aufträge gar nicht erst über die Börse, weil wir das Geschäft direkt zwischen unseren Kunden vermitteln. Anders als ein Computer können wir nämlich selbst auf mögliche Interessenten zugehen.

Ist Ihre Abteilung auch am Emissionsgeschäft der Baaderbank beteiligt?

In diesem Bereich haben wir sogar eine sehr wichtige Aufgabe. Wir sind dafür zuständig, Aktien aus einem IPO bei unseren Kunden zu platzieren. Dazu reichen natürlich Kaufempfehlungen nicht aus. Darum organisieren wir so genannte Road Shows: Wir fahren mit dem Management des Emittenten zu unseren Kunden und präsentieren die Firma, um ihre Attraktivität als Anlageobjekt deutlich zu machen.

Der Kontakt mit dem Kunden ist also ein wichtiger Bestandteil der Arbeit?

Enorm wichtig. Der persönliche Umgang prägt den Beruf. Ich schätze, dass etwa 75 Prozent der täglichen Arbeit aus Kundenkontakt besteht. Darum gehört Kontaktfähigkeit auch zu den wichtigsten Anforderungen an unsere Mitarbeiter.

Wie wichtig ist das Vertrauen Ihrer Kunden?

Vertrauen steht an aller erster Stelle. Die Kunden sind unser wichtigstes Gut. Und ein Kunde ohne Vertrauen ist bald keiner mehr. Dementsprechend habe ich mich zu verhalten. Der Kunde muss wissen, dass er sich nicht nur heute auf mich verlassen kann, sondern auch morgen. Dieses Vertrauen kann nur mit der Zeit erworben werden.

H IGHTECHCOCKPIT

Der neue Vorstand IT/Organisation, Axel A. Hold, setzt auf EDV als Effizienzhebel

"Unser Ziel ist die vollautomatisierte Wertpapierhandelsbank", fasst der neue EDV-Chef der Baaderbank, Axel A. Hold, die Pläne für die elektronische Zukunft von Baader zusammen. Dass ein solches Vorhaben ehrgeizig ist und nicht kurzfristig in die Tat umgesetzt werden kann, leuchtet ein: "Wir sprechen bei unserem Vorhaben über einen Zeitraum von 18 Monaten."

Das Ziel: direkter Zugriff auf alle wichtigen Börsenplätze der Welt

Welche Bedeutung die Baaderbank innovativer Computertechnologie beimisst, zeigt schon allein die Gewinnung des renommierten Fachmanns. Die Bank ging aber noch einen Schritt weiter, indem sie Axel A. Hold als Vorstand IT/Organisation berief. In kurzer Zeit hat der neue Chef eine schlagkräftige Mannschaft geformt. Hold ist sich der Bedeutung seines Geschäftsbereiches bewusst: "Wir integrieren das Unternehmen. Die Hauptverantwortung von IT und Organisation liegt darin, die Wertschöpfungskette von Baader zu optimieren. Viele Großbanken sind da sehr schwerfällig. Bei Baader sind die Entscheidungswege kurz. Dank der vollen Unterstützung durch den Vorstandsvorsitzenden kann ich hier meine Vision verwirklichen."

"Straight-through-Processing" heißt das zukunftsweisende Zauberwort. Gemeint ist damit die funktionsübergreifende, integrative Verarbeitung der Geschäftsprozesse. Da solche Veränderungen nicht einfach "von oben" oktroyiert werden können, sollen kleine, effiziente Projektteams in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit allen Fachbereichen für die Umsetzung sorgen.

Hold hat vor allem den Handel im Visier: Ein neues Handelssystem soll implementiert werden. Davon sind sowohl die Skontroführung als auch die Betreuung institutioneller Anleger betroffen. "Um künftig noch effizienter arbeiten zu können, brauchen die Herren vorne innovativste Technologien." Die Herren vorne, das sind die Makler von Baader in Berlin, Frankfurt, München und Stuttgart. Handelsunterstützungssysteme mit Zugriff auf alle wichtigen Börsenplätze der Welt ermöglichen es, den Wünschen der Kunden noch besser gerecht werden zu können.

Marktführende Technologie im Zusammenspiel mit Kunden und Partnern

Innovation ist nicht im Alleingang zu erreichen. Die unterschiedlichen technologischen Standards der Börsen, der Druck aus den USA und die abzusehenden Veränderungen durch das Internet verlangen nach Kooperation. Etwa 60 bis 70 Prozent der EDV-Systeme, mit denen der Makler arbeitet, stammen von Zulieferern. Darum entwickelt Baader in Zusammenarbeit mit Partnern und Geschäftskunden einen umfassenden Ansatz, der eine völlig neue Servicequalität liefert. Ziel ist ein integrierter Arbeitsplatz der Wertpapierhändler, in dem alle Vorgänge so weit wie möglich automatisiert sind. Informationen sollen ohne Mehrarbeit für den Mitarbeiter in alle relevanten Kanäle gespeist werden. Drei Bildschirme stellen dem Händler alles Notwendige zur Verfügung: die Orders in den Computer-Handelssystemen, Daten über die getätigten Geschäfte und das Informations- und Ausführungssystem für den eigenen Handel.

"Man muss sich das vorstellen wie in einem Flugzeug. Der Händler sitzt den Tag über im Cockpit und fliegt. Abends kommt er runter und bringt die Ergebnisse mit", beschreibt Hold seine Vision. Der Clou der integrierten Handelsunterstützungs- und Backoffice-Systeme liegt darin, dass das Risikocontrolling bereits eingebaut ist. Es begleitet fortlaufend das Geschäft und passt sich an jeden Transaktionszwischenstand in Echtzeit an.

Standardisierte Abwicklung der Börsengangformalitäten

Neben dem Handel sind auch für das Emissionsgeschäft erhebliche Investitionen in innovative Software geplant. Ziel ist es, die Effizienz der Bearbeitung zu erhöhen. Viele Formalitäten können durch EDV-Unterstützung standardisiert abgewickelt werden. Die Vorbereitungen für dieses Projekt liegen derzeit in den letzten Zügen. Einen weiteren Schwerpunkt des Hold-Teams bildet die Entwicklung professioneller Internet- und Intranet-Anwendungen.

Alle Projekte verfolgen ein gemeinsames Ziel, dem sich Hold und seine Mannschaft verpflichtet fühlen: die Optimierung der Geschäftsprozesse in der Baaderbank. Was in der Industrie schon lange Standard ist, soll nun auch in der Wertpapierhandelsbank umgesetzt werden. Mit Hilfe neuester Technologie will Hold dafür Sorge tragen, "jedes einzelne Glied der Wertschöpfungskette zu festigen und dadurch die Ertragskraft der Baaderbank weiter zu steigern."

A

XEL A. H OLD Mitglied des Vorstands

" B AADER G OES P RIVATE "

In Tschechien wird ein drittes Geschäftsfeld – die private Vermögensverwaltung – entwickelt Von Dr. Ivan Cernohorsky Vorstandsmitglied Baader Securities A.S., Prag

"Baader Goes Private" – so könnte das Motto der Neuausrichtung der Geschäftsaktivitäten der Baaderbank in Tschechien lauten. In der Vergangenheit haben wir uns bei unserem Engagement im östlichen Nachbarland Bayerns auf die institutionellen Kunden konzentriert. Im Bereich Corporate Finance engagieren wir uns für junge tschechische Unternehmen, die wir mit unserem umfangreichen Know-how bei ihren Börsenplanungen beraten und tatkräftig unterstützen. Außerdem haben wir den Wertpapierhandel mit institutionellen Anlegern, also Kauf und Verkauf von Aktien tschechischer Unternehmen für institutionelle Anleger aus dem Ausland, betrieben. Die Baaderbank gilt in Deutschland als Spezialistin für Aktien aus Osteuropa. Nun werden – nachdem wir uns in den beiden traditionellen Geschäftsfeldern der Baaderbank auch in Tschechien einen guten Namen gemacht haben – die privaten Anleger in den Mittelpunkt unseres Interesses rücken. Asset-Management ist das Geschäftsfeld, das wir mit unserer Mannschaft in Prag in diesem Jahr verstärkt erschließen wollen. Die Vermögensverwaltung für Privatkunden auf Fondsbasis ist am 12. April 2000 im Rahmen eines hochrangig besetzten Festaktes in Prag offiziell angelaufen.

Kooperationen mit internationalen Fondsgesellschaften

Die Privatkunden können aus über 4.000 Fonds von 116 Fondsgesellschaften auswählen. Die zentrale Dienstleistung des Asset-Managements der Baaderbank ist die so genannte Asset-Allocation: die optimale Verteilung des individuellen Kundenvermögens auf verschiedene Fonds, um für den Kunden die bestmögliche Rendite seines eingesetzten Kapitals zu erreichen. Dabei soll diese Dienstleistung nicht einem elitären Kreis von Investoren vorbehalten bleiben. Bereits ab einem Kapitaleinsatz von 5.000 Mark ist eine Anlage möglich. Eine größere Risikodiversifizierung ist allerdings erst bei deutlich größeren Anlagebeträgen gegeben.

Den Verkauf der für tschechische Verhältnisse neuen Anlageprodukte unterstützen wir mit einer massiven Marketing- und PR-Kampagne. Wir machen dabei auf die besonderen Renditemöglichkeiten dieser fortschrittlichen Geldanlage aufmerksam.

Privatvermögen der Tschechen wächst überdurchschnittlich

Trotz der wirtschaftlichen Probleme des Landes haben die Tschechen ein ansehnliches Privatvermögen aufgebaut. Die Reallöhne sind seit 1990 um über 300 Prozent gestiegen. Das Zinsniveau ist – im historischen Vergleich – als niedrig zu bewerten. Die große Privatisierung nach dem Zusammenbruch des Kommunismus hat den Privatleuten einen kostenlosen Anteil am ehemaligen Staatsvermögen zugewiesen.

Kurzum: Wir sehen ein riesiges Potenzial für das Geschäftsfeld Asset-Management, da über 90 Prozent des Privatvermögens auf Sparbüchern oder in Festgeld gehalten werden. Diese traditionellen Kapitalanlageformen weisen im langfristigen Vergleich mit Aktien und Aktienfonds Renditen auf, die oft unter der Teuerungsrate liegen und damit langfristig keinen positiven Beitrag zur Vermögensabsicherung, geschweige denn zum Vermögensaufbau leisten. Hinzu kommt noch, dass diese Anlageformen zum größten Teil von halbstaatlichen tschechischen Großbanken angeboten werden, bei denen der Begriff Service nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle spielt. Hier kann die Baaderbank durch eine individuelle Betreuung ansetzen und zudem weitaus bessere Kapitalerträge bieten.

Trotz dieser positiven Voraussetzungen bleibt es eine große Aufgabe, der tschechischen Privatkundschaft die Chancen moderner Anlageformen näher zu bringen und sie für westliche Aktienfonds zu gewinnen. Schließlich hat es auch in Deutschland einige Zeit gebraucht, die breite Bevölkerung von den Vorteilen von Investmentfonds und Aktien zu überzeugen.

E MISSIONSGESCHÄFT

Die Baaderbank hat 1999 insgesamt zehn Unternehmen bei ihrem Gang an die Börse begleitet. Sieben Neuemissionen wurden allein an der Bayerischen Börse in München platziert. Dabei war der im Juli 1998 eröffnete Prädikatsmarkt das von den Emittenten bevorzugte Segment. Der Prädikatsmarkt der Bayerischen Börse ist ein Qualitätssegment, das kleinen und mittelständischen Unternehmen den Zugang zum Kapitalmarkt ermöglicht.

Baader brachte 1999 erstmals Aktie an den Neuen Markt

Mit der Neuemission der Advanced Medien AG wurde erstmalig von der Baader Wertpapierhandelsbank ein Unternehmen an den Neuen Markt in Frankfurt geführt. Der erste Auftritt unseres Hauses am populären Wachstumssegment wurde ein überragender Erfolg. Auf Grund der vielfachen Überzeichnung der attraktiven Aktie wurde der Emissionspreis von 5,60 Euro am ersten Handelstag um 152 Prozent übertroffen und lag bei 14,10 Euro. In den folgenden Wochen gelang ein weiterer Kursanstieg auf einen zwischenzeitlichen Höchststand von 22,50 Euro – ein Kursgewinn von rund 300 Prozent.

Damit gehörte Advanced Medien 1999 zu den großen Gewinnern im ohnehin stark wachsenden Neuen Markt. Trotz der unsicheren Stimmung gerade an den Wachstumssegmenten der Börsen notierte das Unternehmen auch Ende April 2000 noch über 100 Prozent oberhalb des Emissionspreises. Mit nahezu einer Vervierfachung des Umsatzes und einer Versechsfachung des operativen Ergebnisses im vergangenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen trotz eines schwieriger werdenden Börsenumfeldes den Grundstein gelegt, auch in Zukunft für einen äußerst positiven Kursverlauf zu stehen.

Besonders erfolgreiche Emissionen

Entgegen dem allgemein rückläufigen Trend der ersten Monate im neuen Jahr entwickelte sich die ebenfalls von unserem Haus an die Börse begleitete Aktie des IT-Unternehmens Datapharm Netsystems. Nach einer mehrfachen Überzeichnung lag die Erstnotiz der ersten Internet-Gesundheitsaktie mit 18,50 Euro gut 55 Prozent über dem Emissionspreis. Mit Beginn des Jahres 2000 setzte die Aktie zu einem fulminanten Kursaufschwung an und erreichte zeitweilig Werte von deutlich über 80 Euro, 600 Prozent über dem Ausgabekurs. Auch die weiteren acht begleiteten Unternehmen konnten mit Hilfe unserer Beratungs- und Vorbereitungsleistungen einen gelungenen Börsenstart feiern, der die Grundlage für positive Kursentwicklungen bildete. Für das laufende Jahr plant Baader derzeit (Stand: Ende April 2000) acht Börsengänge von aussichtsreichen Unternehmen. Gegenüber dem Vorjahr wird sich das durchschnittliche Emissionsvolumen pro Transaktion jedoch deutlich erhöhen, so dass unser Emissionsgeschäft auch im Jahr 2000 wesentlich zu einer dynamischen Steigerung des Ergebnisses beitragen wird.

E

MISSIONSTAGEBUCH

LINODIAGNOSTIC AG

Börseneinführung Prädikatsmarkt MünchenNovember 1999

Lead Manager

Platzierung von 350.000 Inhaber-Stückaktien Emissionsvolumen von C 5,775 Mio. Platzierung von100.000 Inhaber-StückaktienEmissionsvolumen von C

Kapitalerhöhung Geregelter Markt StuttgartSeptember 1999

Lead Manager

ADVANCED MEDIEN AG

Börseneinführung Neuer Markt Frankfurt August 1999

Platzierung von 6.156.747 Inhaber-Stückaktien Emissionsvolumen von C34,5 Mio.

Joint Lead Manager / Bookrunner MAIER + PARTNER AG

Kapitalerhöhung

Private Placement

August 1999

Platzierung von 217.500 Inhaber StammaktienEmissionsvolumen von C

Lead Manager

JOST AG

Börseneinführung Prädikatsmarkt MünchenJuni 1999

1999GLOBAL NETWORKS AG

Platzierung von 400.000 Inhaber-Stückaktien Emissionsvolumen von C 8,4 Mio.

Lead Manager WERBAS AG

Börseneinführung

Juni 1999

Platzierung von

Lead Manager

VCL FILM + MEDIEN AG

Börseneinführung SMAX Frankfurt Mai 1999

Platzierung von 1.200.000 Inhaber-Stückaktien Emissionsvolumen von C 18,0 Mio.

Joint Lead Manager

Börseneinführung

Freiverkehr München

April 1999

DM 15,675 Mio.

Stammaktien

beim Börsengang

VALORA EFFEKTEN HANDEL AG

Kapitalerhöhung Freiverkehr Stuttgart März 1999

Platzierung von 100.000 Inhaber-Stückaktien

Emissionsvolumen von C

2,556 Mio.

Lead Manager U.C.A.

Kapitalerhöhung

März 1999

Platzierung von 216.000 Inhaber-StückaktienEmissionsvolumen von C

Lead Manager

LEBENSART

Börseneinführung Freiverkehr München Dezember 1999

Platzierung von 636.014 Inhaber-StückaktienEmissionsvolumen von C

Lead Manager

Lead Manager

Emissionsauftakt 2000: Neuer-Markt-Wert Softing AG

Die erste Emission des laufenden Geschäftsjahres 2000 ist die Softing AG aus Haar bei München. Neben der Baaderbank als Bookrunner wird das Bankhaus Reuschel & Co. die Emission platzieren. Dabei wird neben einer Kapitalerhöhung einer der Alteigentümer, die 100 prozentige Baader-Tochter IPO-GmbH, Anteile zum Verkauf stellen. Die IPO-GmbH ist seit Dezember 1998 mit 41,96 Prozent an der Softing AG beteiligt.

Der Erlös aus der Kapitalerhöhung wird für weitere energische Internationalisierungsschritte eingesetzt. Geplant ist der rasche Ausbau der Vertriebs- und Supportkette über neue Tochtergesellschaften in Europa und Übersee, vor allem in Italien, Japan und den USA. Der Börsengang ist für Mai geplant.

Die Softing AG gehört schon heute zu den international führenden Anbietern von Steuerungs- und Kommunikations-Software für Industrieanlagen. Referenzkunden sind beispielsweise DaimlerChrysler, BMW und Siemens. Softing-Spezialisten haben in vielen internationalen Gremien wesentliche Standards und Industrienormen mitgestaltet, insbesondere bei der Echtzeit-Datenübertragung im Fabrikumfeld (so genannte Feldbus-Technologie). In der industriellen Automatisierung hat Softing als Technologieführer mit dem internetbasierten neuen

PC-Steuerungssystem "4Control" eine PC-Software entwickelt, die die Programmierung, Überwachung und Wartung von Maschinen und Anlagen von praktisch jedem Ort der Erde aus erlaubt. Softing besitzt für die rasante Weiterentwicklung im Bereich der vernetzten Industrieanlagensteuerung alle erforderlichen Schlüsseltechnologien.

Softing wurde 1979 gegründet. Mit jahresdurchschnittlich 173 Mitarbeitern wurde 1999 ein Umsatz in Höhe von 34,3 Millionen Mark bei einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 2,8 Millionen Mark erzielt. Auf Basis der gegenwärtigen Planung (ohne Kapitalerhöhung und Börsengang) soll der Umsatz im laufenden Jahr um etwa 23 Prozent auf über 42 Millionen Mark steigen. Im kommenden Jahr ist eine Umsatzsteigerung auf etwa 53, im Jahr 2002 auf 67,7 Millionen Mark geplant. Das Ergebnis nach IAS soll sich dann auf 10,2 Millionen Mark belaufen.

Neben der Softing sind voraussichtlich mindestens zwei weitere Neuer-Markt-Emissionen geplant, darunter die High-Tech-Telekommunikationsfirma KKF.net in Minden (siehe anschließendes Unternehmensportrait). Die Emissionspipeline der Baaderbank weist eine Reihe viel versprechender Unternehmen auf. Unter den acht geplanten Börsengängen sind auch drei Firmen zu finden, an denen die Baaderbank eine Beteiligung hält.

Interessante Aktienbestände aus Lock-up-Positionen

Eine weitere Beteiligung hält die Baaderbank an der von uns 1999 an den Neuen Markt begleiteten Advanced Medien AG. Im Rahmen der Lock-up-Regelung (Haltepflicht für die Altaktionäre nach dem Börsengang) hat sich die Baaderbank verpflichtet, den verbliebenen Anteil von 11,80 Prozent nicht anzubieten oder zu veräußern. Zwar ist die entsprechende Frist verstrichen. Doch steht das Paket – nicht zuletzt im Blick auf die sich abzeichnenden Steuererleichterungen bei Veräußerungserlösen von Kapitalbeteiligungen – derzeit nicht zur Disposition. Für weitere Angaben zum Beteiligungsportfolio der Baaderbank sei an dieser Stelle auf die im Anhang des Konzernlageberichts aufgeführten Tochterunternehmen bzw. auf die assoziierten Unternehmen hingewiesen (Ziffer XII).

D I E B AADER - E MISSIONSPIPELINE

Börsenaspiranten aus dem Beteiligungsportfolio der Baaderbank

1

Unternehmensprofil

Entwicklung internetgestützter Informationsmanagement- und E-Commerce-Lösungen

Unt
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Anbieter von High-Speed-Breitband-Internetzugängen und EDV-Dienstleistungen im Bereich Netzwerke (Planung, Betreuung, Wartung)

Herstellung und Vertrieb von innovativen Soft- und Hardwarelösungen für die Automatisierung industrieller Anlagen und die Automobilelektronik

1 Im Jahr 2000 werden voraussichtlich alle in der Tabelle genannten Unternehmen an die Börse gebracht.

Für die Expansion frisches Geld von der Börse

In den nächsten vier Jahren werden weitere 24.920 Geschäftskunden hinzukommen: KKF.net rechnet für das Jahr 2004 mit 25.000 Firmenkunden. Werbung in Wirtschaftsmedien, klassische Mailings und Telefonsollen die neuen Kunden ins KKF-Netz locken. König rechnet mit Investitionen in Höhe von mehr als 40 Millionen Mark für den Ausbau bis Süddeutschland. Wie soll der ehrgeizige Expansionskurs finanziert werden?

Mit einem Börsengang: "Wir streben an den Neuen Markt in Frankfurt, schon sehr bald, noch in diesem Jahr." Ein genaues Emissionsdatum oder Umsatzplanzahlen will König jedoch noch nicht nennen. Im letzten Geschäftsjahr wurden 7 Millionen Mark umgesetzt. "In Zukunft wird der Internetbereich 75 Prozent unseres Umsatzes ausmachen." Und wie sieht es mit den Gewinnen aus? "Im nächsten Jahr werden wir schwarze Zahlen schreiben", kündigt König an.

Beratung und tatkräftige Unterstützung beim Börsengang erhält KKF.net durch die Baaderbank. Erst letztes Jahr war der Kontakt geknüpft worden, und die Banker ließen sich schnell überzeugen. Baader gab dem Unternehmen eine Kapitalspritze und ist nun mit 23 Prozent beteiligt. Die beiden Vorstände König und Keilwerth besitzen weiterhin die Mehrheit der Geschäftsanteile.

Keine Angst vor niemand: Mit 1.500 Mark fing alles an

Bald werden sie durch den Börsengang bekannt sein wie zwei bunte Hunde. Die eigene Lebensgeschichte – ein Kontrastprogramm: "Jeder von uns hatte nur 500 Mark, der Firmensitz war unsere Studentenbude in Paderborn", erinnert sich Vorstand Keilwerth, 29 Jahre alt, an die Ursprünge seines Unternehmens. Damals waren sie noch zu dritt, doch seit 1993 steht das "F" in KKF.net für "and Friends". In jenem Jahr haben Keilwerth und König auch ihr Studium "geknickt", um sich voll auf die Firma zu konzentrieren. Software-Entwicklung, Hardware-Anpassungen und Schulungen standen im Zentrum der Arbeit. Drei Jahre später wurde KKF.net um die Sparte Internet erweitert.

Doch erst seit einem Jahr wächst das Unternehmen rasant, besonders dank des Internet. In den letzten zwölf Monaten hat sich die Mitarbeiterzahl auf über 40 verdoppelt. Für die Speedconnect-Expansion werden dringend neue Mitarbeiter gesucht. In allen angebundenen Großstädten sollen eigene Vertriebs- und Technikteams aufgebaut werden.

"Speedconnect ist nur der erste Schritt"

Von seinen Ursprüngen als IT-Systemhaus will KKF.net auch in Zukunft zehren. Anders als die meisten Internet-Provider können die Westfalen mehr als nur Leitungen oder Internetzugang zur Verfügung stellen. "Bei uns gibt es One-Stop-Shopping. Der Kunde findet von der Internetleitung über Webdesign und Datenbankprogrammierung bis zur Schulung das volle Programm. Alles aus einer Hand", betont König. Der Markt verlange nach einem erfahrenen Full-Service-Provider. "Niemand will viele Ansprechpartner. Bei uns ist man immer beim Richtigen." Daher hat König auch keine Angst vor der Konkurrenz, die sich ja ebenso wie KKF.net Leitungen und Equipment zusammenkaufen könnte. Zudem hat KKF.net einen Zeitvorsprung. Bislang verfügt in Deutschland kein anderer Full-Service-Provider über ein eigenes SDSL-Netz.

Mit ihrem Speedconnect-Netz hat KKF.net noch Großes vor. "In naher Zukunft werden wir die Infrastruktur mit viel Leben füllen: Es wird private Netze, Videokonferenzen und Internettelefonate geben", blickt Keilwerth voraus. Außerdem soll KKF.net zum "Application Service Provider" (ASP) reifen, der kleinen Betrieben hilft, Unternehmensbereiche abzugeben. Dienstleistungen wie Datenbanken würden dann zur KKF.net ausgelagert werden. König ergänzt: "Speedconnect ist nur der erste Schritt, unsere Basis."

A LLE W EGE FÜHREN VON M INDEN "Speedconnect" von KKF.net erlaubt Datenübertragung in bis zu 35-facher ISDN-Geschwindigkeit

Was soll man von einer Firma zweier Studienabbrecher auch erwarten: Der Empfang ist verwaist, die Angestellten laufen in Karohemden herum. Knatternde Motoren dringen durch das geöffnete Fenster, übertönen jedes Gespräch – beim Nachbarn treffen sich mal wieder die halbstarken Trike-Fahrer der Umgebung. Doch sobald die beiden jungen Bosse der KKF.net AG aus Minden von ihren Plänen erzählen, horcht selbst der Skeptiker auf. Michael König und Marc Keilwerth wollen das Land mit einem eigenen Internet-Kabelnetz überziehen. Ihr "Speedconnect"-Netz erlaubt Datenübertragungen in bis zu 35-facher ISDN-Geschwindigkeit – und das zu einem konkurrenzlos niedrigen Preis. Die Zauberformel heißt SDSL, Symmetric Digital Subscriber Line.

Keine falsche Bescheidenheit

KKF.net-Vorstand Michael König, 30 Jahre jung, kennt keine falsche Bescheidenheit. Schon bald wird die ganze Republik KKF.net-Land sein, auch wenn bislang erst das ostwestfälische Minden und Hannover am Netz sind. "Im Sommer dieses Jahres kommen Köln, Düsseldorf, Berlin, Frankfurt und Hamburg dazu, bis Jahresende München, der Süden und auch der Rest." Daten schießen dann auf den Speedconnect-Leitungen vom "Router" zum "HVT", vom City-Knoten via "Backbone" zwischen den Ballungszentren hin und her. Router, HVT, Backbone? König kramt ein großes Schaubild hervor. Bunte Striche und Pfeile greifen vom Firmensitz in Minden aus wie Krakenarme ins Land. Die Graphik kennzeichnet die verschiedenen Ebenen des Speedconnect-Systems. Dicke Glasfaserkabel, die Backbones zwischen Großstädten, stellen das Rückgrat des KKF-Netzes dar. Sie wurden von verschiedenen Unternehmen wie der Bahn verlegt und werden nun von

KKF.net gemietet. Von der Telekom werden zudem die Hauptverteiler (HVT) und die so genannte "letzte Meile" zum Kunden angemietet. Seit April 1999 besitzt KKF.net die notwendige Lizenz der Regulierungsbehörde, seit August die Genehmigung für die Region Minden und Hannover. Die Lizenzen für die anderen Regionen sind in Arbeit.

Ein Knopfdruck, und der Turbobooster zündet

KKF.net verlegt keine eigenen Kabel, stellt keine Sendemasten auf. Lediglich die HVT rüsten die Mindener mit Equipment von Nokia auf. Beim Kunden wird eine kleine schwarze Steckkartenbox von Netopia installiert, der Router. DSL-Technik, wie sie auch Speedconnect verwendet, nutzt die schon vorhandenen Kupferdrähte der Telefonleitung. Da von den acht vorhandenen Drähten bei einem Telefonanschluss bislang mindestens zwei ungenutzt sind, muss die Telekom nur die Telefonbuchse beim Kunden entsprechend umbauen. So wird die "letzte Meile" leicht überbrückt. Datenübertragungen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2,3 Megabit in der Sekunde sind mit der SDSL-Technologie von Speedconnect möglich. Das ist rund 35-mal schneller als ISDN. Wer will, kann es aber auch langsamer haben – und damit günstiger. Für weniger als 500 Mark im Monat können Speedconnect-Kunden mit dreifacher ISDN-Geschwindigkeit unbegrenzt im Internet surfen. Unbegrenzt, das heißt weder Zeit- noch Datenmengenlimit. Wer noch mehr, wer es noch schneller braucht, kann derzeit Leitungen bis zu 1,5 Megabit pro Sekunde mieten. Ein Knopfdruck bei KKF.net genügt, um den Turbobooster zu zünden. Das kostet dann allerdings 1.660 Mark im Monat. Dazu kommt eine einmalige Anschlussgebühr von 1.500 Mark, die mit der Vertragsdauer sinkt. Für Privatkunden sind diese Preise unbezahlbar. Doch gerade kleine und mittlere Unternehmen könnten neugierig werden. "Normale Standleitungen kosten in der Regel ab 800 Mark aufwärts, 2-Mbit-Leitungen 8.000 bis 20.000 Mark", streicht König den eigenen Preisvorteil heraus. 80 Unternehmen zwischen Minden und Hannover haben sich schon überzeugen lassen, vom heimischen Möbelhersteller bis Siemens.

S TEFAN H OCK Mitglied des Vorstands

Ein zusätzlicher ertragsverzögernder Effekt rührt von der in Aussicht gestellten weitgehenden Steuerbefreiung von Veräußerungserlösen ab 2001 her. Deshalb werden wir unsere Beteiligungen nicht so stark abbauen, wie wir könnten. Die sich daraus ergebenden zusätzlichen stillen Reserven werden natürlich zunächst nicht sichtbar. Durch die aktuellen Börsenkurse der jeweiligen Beteiligungen kann man sie aber recht gut abschätzen. Von den für 2000 geplanten acht Börsengängen werden voraussichtlich drei aus dem eigenen Beteiligungsportfolio stammen.

Ist das für Aktionäre transparent?

Dadurch, dass wir dieses Geschäft sehr offensiv ausbauen wollen, haben wir auch ein größeres Bedürfnis, über das Geschäft zu sprechen. Wir haben im Geschäftsbericht 1999 das Beteiligungsportfolio zum Teil aufgedeckt. Man kann allein daran zwar nicht erkennen, wie werthaltig und potenzialträchtig unsere Beteiligungen sind. Aber klar wird: Wir wollen transparent sein. Wir wollen zeigen, dass die Baaderaktie auch eine Venture-Capital-Aktie ist.

Wo geht die Reise hin? Hat der Vorstand eine konkrete Vorstellung davon, wann das Investmentbanking welche Geschäftsanteile auf sich verbuchen soll?

Ich denke, es ist nicht sinnvoll, so etwas in Zahlen zu fassen. Ganz klar ist: Wir bauen den Bereich mit Macht aus. Klar ist auch: Gute Beteiligungsmöglichkeiten werden nicht an der mangelnden Bereitschaft scheitern, dafür Kapital aufzubringen. Im vergangenen Jahr haben wir schon mit einzelnen Werten – denken Sie an die Advanced Medien im Neuen Markt oder an die VCL Film + Medien AG im SMAX, die mittlerweile kraft ihrer rasanten Kursentwicklung in den MDAX aufgestiegen ist – ein größeres Rad gedreht. Wir werden in diesem Jahr voraussichtlich drei nennenswerte Beteiligungen an den Neuen Markt bringen. In nicht allzu ferner Zukunft werden wir erreichen, dass die Baaderbank nicht mehr nur auf einem Bein, sondern auf zwei kräftigen Beinen geht: Wertpapierhandel und Investmentbanking. Nicht zu vergessen ist dabei das Synergiepotenzial: Aktien, die wir an die Börse bringen, nehmen wir gewöhnlich auch ins Skontro. Und ich möchte mal sagen: das sind nicht gerade die uninteressantesten Skontren, die wir da ins Haus holen.

Das Emissionsgeschäft steigt in die erste Liga auf?

Wir haben mittlerweile die Kapital- und Platzierungskraft auch für größere Volumina. Aber wir werden deshalb nicht unsere Stärke im Bereich der mittelständischen Börsengänge aufgeben. Die Mittelständler von heute sind die Großen von morgen. Wir versuchen, für jede Beteiligung das passende Segment zu finden, in dem das Unternehmen sich profilieren kann. Für Firmen mit einem

nationalen Marktbezug kann das der Prädikatsmarkt München oder der Geregelte Markt in Berlin, Frankfurt und Stuttgart sein; für international orientierte Technologiefirmen wird das oftmals der Neue Markt sein. Um den Börsengang herum bieten wir außerdem eine ganze Reihe weiterer Finanzdienstleistungen an: Wir beraten intensiv vor dem Börsengang, wir integrieren die Beteiligungsunternehmen in ein gut entwickeltes Netzwerk von Firmen, die dazu passen. Wir versuchen, im Rahmen der Platzierung ein ausgewogenes Verhältnis von institutionellen und privaten Anlegern, von Stabilität und Liquidität herzustellen. Wir denken, dass der Bereich Corporate Bonds für den deutschen Mittelstand eine zunehmende Bedeutung erlangen wird, und bereiten uns deshalb darauf vor. Auch hier haben wir schon einiges bewegt.

Das bedeutet, dass das Verhältnis zu den Firmen, an denen Sie sich beteiligen, eher langfristig angelegt ist?

Mit dem Börsengang ist in der Regel nur ein teilweiser Abbau unserer Beteiligung und eine Kapitalerhöhung verbunden. Natürlich stehen wir im Anschluss auch für weitere Kapitalerhöhungen oder für die Begebung von Anleihen zur Verfügung. Zwar streben wir den schnellen Börsengang an. Doch wir verstehen uns als langfristiger Kapitalpartner, als Investmentbank eben – und nicht nur als Emissionsbank.

Sie sprachen von drei Neuer-Markt-Kandidaten allein in diesem Jahr. Bedeutet das eine Verlagerung des Schwerpunktes in Richtung Wachstums- und Technologiewerte?

Das kann man sicher sagen. Die Zukunft unseres Investmentbanking sehen wir sehr stark im Bereich New Economy, wobei diese Zukunft ja zu einem guten Teil auch schon Gegenwart ist. Mit dem Umzug des Corporate Finance nach Martinsried – ins Zentrum der deutschen Biotechnologie – haben wir diese Vision anschaulich gemacht. Schauen Sie sich die jüngsten Emissionen an: Die Technologieorientierung ist, denke ich, offensichtlich. Und ich verspreche Ihnen nicht zu viel, wenn ich sage, dass man diesbezüglich in diesem Jahr über Baader noch sprechen wird.

B AADERBANK : Z WEI A KTIEN IN EINER

Stefan Hock, Vorstand Emissionen und Beteiligungen

Herr Hock, die Baaderbank heißt zwar ausdrücklich "Wertpapierhandelsbank". Sie ist aber längst auch eine dynamisch wachsende Investmentbank. Welche Strategie verfolgen Sie in Ihrem Verantwortungsbereich Investmentbanking / Corporate Finance?

Tatsächlich: die Baaderaktie ist zwei Aktien in einer, wenn Sie so wollen. Eine Makleraktie auf der einen und eine Beteiligungsgesellschaft und Investmentbank auf der anderen Seite. Sie wissen, dass das Haus Baader schon seit 1993 im Emissionsgeschäft tätig ist. Wir haben bis einschließlich 1999 weit über 30 Unternehmen bei ihrem Börsengang begleitet. Wir sind dabei ganz überwiegend auf kleinere und mittelständische Aktiengesellschaften und auf Emissionen im Freiverkehr und im Geregelten Markt konzentriert. Eigentlich haben wir erst im vergangenen Jahr deutlich mehr Ressourcen eingesetzt, um in diesem Geschäftsfeld in neue Größenordnungen hineinzuwachsen und auch in andere Aktienmarktsegmente vorzudringen.

Können Sie das in Zahlen ausdrücken?

An der Aufstellung unseres Teams kann man vielleicht am besten sehen, was wir vorhaben: Bis August 1998 waren bei uns drei Leute mit dem Emissionsgeschäft befasst. Heute besteht allein das Corporate-Finance-Team im engeren Sinne – also ohne Investor-Relations-Unterstützung, ohne Research und Back-Office – aus zehn Kollegen. Dass dieses Haus dem Bereich soeben ein eigenes Vorstandsressort gewidmet hat, spricht für sich.

Wie viel Eigenkapital ist im Bereich Investmentbanking gebunden?

Im Konzern verfügen wir derzeit über ein haftendes Eigenkapital gemäß §10 KWG in Höhe von deutlich über 100 Millionen Euro. Davon waren 1999 etwa 9 Prozent im Bereich Investmentbanking – das heißt in Beteiligungen – gebunden. Zur Bewertung der Größenordnung sollte man an dieser Stelle jedoch ergänzen: In den Beteiligungen ruhen natürlich enorme stille Reserven. Den wahren Wert des Investmentbanking-Flügels kann man eigentlich erst ermessen, wenn die einzelnen Beteiligungen wieder veräußert worden sind. Was wir heute an Beratung, Service und Kapital in unser Beteiligungsportfolio investieren, wird erst zu einem späteren Zeitpunkt als Ertrag sichtbar werden. Vor diesem Hintergrund ist ein Ertragsanteil von 7 Prozent am Gesamtergebnis des Konzerns im vergangenen Jahr – nach Risikovorsorge – schon ein schöner Erfolg, aber nur die Spitze des Eisbergs.

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M IT EINEM ERWEITERTEN V ORSTAND AUF DEM S PRUNG IN EINE NEUE D IMENSION

Die Baaderbank hat 1999 ihre Position als ertragsstärkste deutsche Wertpapierhandelsbank ausbauen können. Der Gewinnsprung um über 70 Prozent kam zu Stande, obwohl alle Möglichkeiten zur Vorsorgebildung ausgeschöpft wurden. Auch das Jahr 1999 war wieder ein Rekordjahr. Und das erste Quartal 2000 verspricht mit einem drei-stelligen Gewinnwachstum auch für das Geschäftsjahr 2000 eine ausgezeichnete Geschäftsentwicklung: Es wird weiter dynamisch aufwärts gehen.

D ANK AN DIE M ITARBEITER – UND EIN A KTIENOPTIONSPROGRAMM

Der Vorstand der Bank möchte an dieser Stelle nicht versäumen, sich bei allen Mitarbeitern sehr herzlich zu bedanken für ihren Einsatz, ihre Loyalität, für ihren ganz persönlichen Beitrag zum Gelingen des Ganzen. Die Qualität der Arbeit aller Mitarbeiter, ihr Know-how und ihr Engagement sind der Schlüssel zum anhaltenden Erfolg. Die Baaderbank ist mittlerweile mit einem bilanziellen Eigenkapital von über 200 Millionen Euro ein kapitalstarkes Haus. Doch das größte Kapital der Bank sind die Mitarbeiter. Aus dem dynamischen Geschäftswachstum heraus ergab und ergibt sich die Notwendigkeit, personell nachzuwachsen. Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern stieg im Jahresverlauf 1999 um 55 Prozent auf 115 zum Jahreswechsel. In Anerkennung des Einsatzes und zur noch stärkeren Einbindung der Mitarbeiter in den rasanten Wertschöpfungsprozess der Baaderbank wurde im April 2000 das im letzten Jahr von der Hauptversammlung genehmigte Aktienoptionsprogramm für die Mitarbeiter umgesetzt – auch das ein weiterer Schritt in Richtung Kräftigung der Bank nach innen für den Aufbruch in eine neue Dimension. Die Baaderbank wird im ersten Halbjahr 2000 – wie schon im gesamten Vorjahr – viele erstklassige neue Leute an Bord nehmen. Allein die Vorbereitung auf die Ausdehnung der Handelszeiten ab dem 2. Juni 2000 macht die Aufstockung im Handelsbereich notwendig. Hinzu kommen das allgemeine Marktwachstum und natürlich das Wachstum der beiden Geschäftsbereiche durch weitere Skontren (Wertpapierhandel) und durch einen Ausbau des Investmentbanking (siehe weiter unten).

N ACH VORNE DENKEN

Baader wächst weiter – und hat noch viel vor. Um dem Wachstum eine klare Struktur zu geben und um mit mehr Managementkompetenz die einzelnen Geschäftsfelder besser zu akzentuieren, hat die Baaderbank per 1. Mai 2000 ihren Vorstand um drei auf fünf Mitglieder erweitert. Die drei vom Aufsichtsrat der Baaderbank neu bestellten Vorstände sind:

•Dieter Brichmann als Finanzvorstand

• Axel A. Hold mit der Verantwortung für die Ressorts EDV und Organisation • Stefan Hock für das Investmentbanking mit den Schwerpunkten Beteiligungen und Emissionen Baader verspricht sich von der Erweiterung des Vorstandes durch eine neue Generation von Mitarbeitern entscheidende Impulse für den anhaltend raschen Ausbau aller Geschäftsfelder und für die beherzte Entwicklungvon Produktinnovationen.

R AT UND A UFSICHT : DER A UFSICHTSRAT

P ROF . D R . G ERHARD T REMER (76)

Der Volljurist und Honorarprofessor der Universität Würzburg arbeitete im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen sowie der Bayerischen Staatsbank und war dann 30 Jahre im Vorstand der Bayerischen Landesbodenkreditanstalt bzw. der Bayerischen Landesbank für die Bereiche Börse und Emissionsgeschäft verantwortlich. Prof. Dr. Tremer war Mitglied im Zentralen Kapitalmarktausschuß und im Vorstand des Verbandes öffentlicher Banken. Er gehörte zahlreichen Aufsichtsgremien namhafter Unternehmen an und ist derzeit Aufsichtsrat der Heilit & Wörner AG und der Mannesmann-Sachs AG. Seit 30. April 1996 ist Prof. Dr. Tremer Aufsichtsratsvorsitzender der Baader Wertpapierhandelsbank AG bzw. von deren Vorgängerinstitution.

D R . K URT K ÖRFGEN (71)

Der studierte Volkswirt kann auf eine über 20-jährige Berufspraxis in Führungspositionen von Familienunternehmen unterschiedlicher Größenordnungen und Branchen zurückblicken. Von 1979 bis April 2000 war er Geschäftsführer und ab 1987 auch Gesellschafter des in Frankfurt ansässigen Instituts für Recht und Wirtschaft (IRW), dessen Schwerpunkt in der Beratung von Familienunternehmen durch gegenseitigen Erfahrungsaustausch und breit angelegte Informationsveranstaltungen liegt. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen in Wirtschaftspresse und Fachzeitschriften sowie Coautor des Buches "Familienunternehmen auf dem Weg zur Börse".

J OSEF F ALTENBACHER (61)

Der gelernte Bankkaufmann ist seit 1969 als Steuerberater und seit 1987 als Wirtschaftsprüfer tätig. Er ist Seniorpartner der RIFA TREUHAND MÜNCHEN GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft. Seit 1994 ist Herr Faltenbacher als ehrenamtlicher Richter am Oberlandesgericht München beim Senat für Steuerberatersachen tätig.

J ÖRG P LANK (32)

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Mainz kam Herr Plank am 1. Januar 1995 als Wertpapierhändler zur Baaderbank. Er gehört dem Aufsichtsrat der Baaderbank seit nunmehr fast zwei Jahren als Arbeitnehmervertreter an.

D R . H ORST S CHIESSL (58)

Dr. Schiessl studierte Betriebswirtschaft und Rechtswissenschaft an der Universität München und ist seit fast 30 Jahren als Rechtsanwalt tätig. Dr. Schiessl ist Seniorpartner der internationalen Anwalts- und Wirtschaftsprüferkanzlei Schiessl, Schrank & Partner, welche Büros in München, Berlin und Paris unterhält. Der Schwerpunkt seiner anwaltschaftlichen Tätigkeit liegt in der wirtschaftlichen Beratung von Unternehmen insbesondere auch in allen Fragen eines Börsenganges.

T HOMAS W IEGELMANN (31)

Seiner ersten Arbeitsstelle nach dem Studium der Elektrotechnik ist er seit Oktober 1993 treu geblieben: der Baaderbank. Zunächst arbeitete er als IT-Sachbearbeiter. 1994 wurde er Sicherheitsbeauftragter des Hauses. Schließlich wurde Herr Wiegelmann am 1. Januar 1996 mit der Leitung der IT-Abteilung betraut. Seit Juni 1998 ist er als Arbeitnehmervertreter Mitglied im Aufsichtsrat der Baaderbank.

A UFBAU , E NGAGEMENT , V ISION : DER V ORSTAND

DI E F ÜHRUNG BIS A PRIL 2000

U T O B AADER (56)

Zur Person

Der diplomierte Volkswirt wusste gleich nach seinem Studium in München, in welchem Gebiet er seine berufliche Erfüllung finden würde. In der Börsenabteilung der Bayerischen Landesbank lernte er das Geschäft mit Wertpapieren kennen und brachte es in einer dreizehnjährigen Tätigkeit für das Institut bis zum Leiter des Bereichs Aktienhandel Ausland. 1983 wurde Uto Baader als Börsenmakler an der Bayerischen Börse in München zugelassen. Vier Jahre später, nach einer erfolgreichen Tätigkeit in München, folgte die Zulassung für die Baden-Württembergische Wertpapierbörse zu Stuttgart. Schließlich stellte Baader seine Maklertätigkeit 1996 auf eine breitere institutionelle Basis, indem er die Baader Wertpapier GmbH mit einem Stammkapital von 1,5 Millionen Mark gründete. Gleichzeitig erwarb er an der börsennotierten Ballmaier & Schultz Wertpapier AG eine Mehrheitsbeteiligung und trat in den Vorstand der Gesellschaft ein. Zwei Jahre später führte er die beiden Unternehmen zur Baader Wertpapierhandelsbank AG zusammen und übernahm die Leitung des neu gegründeten Hauses. Position

Uto Baader ist Vorstandvorsitzender und Mehrheitseigner der Baader Wertpapierhandelsbank AG und im Vorstand für die Geschäftsfelder Wertpapierhandel, Investor Relations und Personal verantwortlich.

P ETER S CHEMUTH (61)

Zur Person

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre und Tätigkeiten in der Industrie (u.a. BMW) trat Herr Schemuth 1967 in die Bayerische Wirtschaftsbank ein und erhielt 1968 die Zulassung zum Handel an der Bayerischen Börse, München. Von 1970 bis 1985 arbeitete er, seit 1971 als Direktor des Bereichs Anlagegeschäft, im Bankhaus Schneider & Münzing, München. Von 1975 bis 1985 gehörte Herr Schemuth dem Aufsichtsrat der Münchner Kapitalanlage AG an. Ab 1985 war er in der Elsässischen Bank OHG im Wertpapiergeschäft tätig; nach deren Fusion mit der Société Générale S.A. wurde er 1987 als stv. Direktor in die Zentrale Frankfurt berufen. Dort wurde er 1991 mit der Gründung und der Geschäftsleitung der Veritas SG Investment Trust GmbH betraut. Herr Baader holte Herrn Schemuth 1997 in den Vorstand der Ballmaier & Schulz Wertpapier AG. Seit 1998 ist er Mitglied des Vorstands der Baader Wertpapierhandelsbank AG. Position

Herr Schemuth hat die Bereiche Rechnungswesen und EDV an die neue Vorstandsgeneration übergeben und zeichnet jetzt, neben der Leitung der Niederlassung Frankfurt, im Vorstand verantwortlich für die Zentrale Wertpapierabwicklung, Compliance und Revision.

P ETER S CHEMUTH Mitglied des Vorstands

E INE NEUE G ENERATION

D ER VON ZWEI AUF FÜNF M ITGLIEDER ERWEITERTE V ORSTAND VERKÖRPERT B AADERS A UFBRUCH IN EINE NEUE D IMENSION

D IETER B RICHMANN (43)

Zur Person

Der Diplom-Kaufmann verdiente sich seine ersten beruflichen Sporen als Prüfungsassistent in einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Von 1987 bis 1990 war er als Teamleiter im Bereich Jahresabschluss/internes Meldewesen/ Bilanzstatistik bei der Bank für Gemeinwirtschaft in der Frankfurter Zentrale beschäftigt. Als Direktor war Dieter Brichmann danach im Hause der Alte Leipziger Bausparkasse über vier Jahre Bereichsleiter Rechnungswesen/ Organisation. 1995 wechselte er zur Heimstatt Bauspar AG, wo er bis zum Ende des Jahres 1998 das Finanz- und Rechnungswesen leitete. Seit März 1999 arbeitet Herr Brichmann für die Baaderbank. Am 1. Mai 2000 wechselte er von der Bereichsleitung Finanz- und Rechnungswesen/Controlling in den Vorstand der Gesellschaft. Position

Dieter Brichmann ist der Finanzvorstand des Unternehmens. Sein Ressort umfasst die Bereiche Finanzen,Rechnungswesen, Controlling, Risikomanagement und Treasury.

A XEL A. H OLD (43)

Zur Person

Im Jahre 1983 beendete Hold sein Studium der Betriebswirtschaft und arbeitete in den Folgejahren für den IBM-Konzern in München. Vor acht Jahren wechselte er in den Konzern der HypoVereinsbank, wo er in leitenden Positionen national und international erfolgreich tätig war. Seine Entwicklungsarbeiten im Bereich Banken- und Abwicklungssoftware haben ihm in der Bankenszene eine beachtliche Reputation verschafft. Seit Februar 2000 arbeitet er für die Baaderbank, wo er ein schlagkräftiges Team für eine breit angelegte Modernisierung und Effizienzsteigerung der hausinternen EDV aufbaut. Zum 1. Mai 2000 wechselte er in den Vorstand des Hauses. Position

Axel A. Hold ist im Vorstand verantwortlich für die Ressorts EDV und Organisation.

S TEFAN H OCK (43)

Zur Person

Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre in München arbeitete Hock ab September 1985 bei der Société Générale in Frankfurt. Dort war er in den Bereichen Kreditgeschäft und strukturierte Finanzierungen sowie im Wertpapierkonsortialgeschäft tätig. Seit Oktober 1998 ist er bei der Baader Wertpapierhandelsbank als Leiter der stark gewachsenen Abteilung Corporate Finance angestellt. Mit Wirkung zum 1. Mai 2000 wurde er in den Vorstand der Baaderbank berufen.

Position

Im Vorstand ist Stefan Hock für die Bereiche Corporate Finance und Beteiligungen zuständig.

D E R M ARKT

Nach dem von Finanzmarktkrisen gekennzeichneten Jahr 1998 stellt sich das Jahr 1999 aus heutiger Sicht als eine Phase der kräftigen Erholung dar. Der Index der amerikanischen Blue Chips, der Dow Jones, legte im Jahresverlauf um 25,2 % zu, der entsprechende deutsche Index Dax um 32,5 %. Der Zuwachs des deutschen Leitindex lag dabei noch leicht unter dem Zuwachs des führenden europäischen Index Euro Stoxx 50, der durchschnittliche Kursgewinne in Höhe von 38,4 % verzeichnete. Rasant erholte sich auch der japanische Nikkei 225 mit einem Plus von 41,1 %.

Die ausgesprochen positive Grundtendenz versperrt freilich die Sicht auf einzelne markante Sektorentwicklungen. Grob und rund um den Erdball in ähnlicher Weise kann man davon sprechen, dass die Kurse der Aktien der sogenannten "alten" Wirtschaft (Konsum, Versorger, Automobil, Chemie u.a.) stagnierten oder sogar Kursverluste verzeichneten, während sich in der Regel die Aktienkurse von Firmen aus jüngeren, technologieintensiven Sektoren (Internet, Software, Biotechnologie u.a.) positiv entwickelten.

1999 und in den ersten beiden Monaten des neuen Jahres waren es unter den Dax-Werten vor allem die Aktien von Mannesmann, SAP, Deutsche Telekom und Siemens, die den Anlegern Freude bereiteten und den Index vor sich hertrieben. Bei vielen anderen Werten, die kaum in neuen Märkten agierten, blieben die Zuwächse moderat, einige mussten Kursrückschläge einstecken. Die positive Entwicklung der Gesamtindizes der Leitbörsen verdeckt diesen Umstand.

Deutlicher wird die Technologiehausse an der Entwicklung der Indizes Nasdaq Composite und Nemax-All-Share: Ersterer legte 1999 um 84,3 %, letzterer um 53,5 % zu. In beiden Fällen setzten sich die Kurssteigerungen im ersten Quartal 2000 fort, wobei die deutschen Technologiewerte die Führung übernahmen.

Getrieben war die Marktdynamik speziell in Deutschland vom anhaltenden Wandel der Finanzkultur: Immer mehr Anleger fanden 1999 den Weg zur Aktie als dem Anlagemedium ihrer Wahl. Damit war das vergangene Jahr eine Fortsetzung der seit dem Börsengang der Deutsche Telekom AG (1996) festzustellenden zunehmenden Beliebtheit der Aktie. Von Anfang 1996 bis Ende 1999 wuchs – begleitet von verbesserten gesetzlichen Rahmenbedingungen – die Zahl der Aktionäre und Besitzer von Aktienfonds in Deutschland um über 80 Prozent auf zuletzt etwa 8,1 Millionen. Dieses strukturelle Marktwachstum hat sich im ersten Quartal 2000 in beschleunigter Form fortgesetzt.

Ein weiterer wesentlicher Markstein in der Entwicklung der Finanzkultur in Deutschland war die Einrichtung des Wachstumssegments Neuer Markt. Er avancierte in den nunmehr drei Jahren seines Bestehens zum mit Abstand führenden Wachstumssegment in Europa und – hinter der Nasdaq – zum zweitgrößten Wachstumsmarkt in der Welt. Er ist mittlerweile auch längst von institutionellen Investoren akzeptiert und sorgt weiterhin für neue Impulse und Dynamik sowohl bei den Kapitalanlegern als auch bei den Unternehmen, die den Gang an die Börse anstreben.

L AGEBERICHT UND K ONZERNLAGEBERICHT

G ESCH Ä FTSVERLAUF UND E RGEBNISENTWICKLUNG

Die unten stehende Übersicht beinhaltet die wichtigsten Komponenten der Gewinn- und Verlust-Rechnung des Konzerns für die Jahre 1999 und 1998 sowie ihre Veränderungen.

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+61 +21 34.6
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+70 +21 30.8
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* Vj. nach Umgliederung von T 4.971 Gebühren aus der Position Verwaltungsaufwand in Position Provisionsüberschuss.

Auf Grund unserer verstärkten Wettbewerbsposition sowie der hohen Volatilität der Aktienmärkte konnte die Baader Wertpapierhandelsbank AG ihre Umsätze weiterhin kräftig steigern und den Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr um über 70 % nochmals deutlich verbessern. Diese erneute erhebliche Steigerung des Gewinns ist eine eindrucksvolle Bestätigung der von der Baader Wertpapierhandelsbank AG verfolgten Unternehmensstrategie.

Der Zinsüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr um T 773 oder 62,5 % auf T 464 zurückgegangen. Der Rückgang ist ausschließlich auf die Volumenausweitung des Wertpapierbestandes zurückzuführen, die durch die Aufnahme von kurzfristigen Fremdmitteln bei Kreditinstituten refinanziert wurde.

In der Gewinn- und Verlust-Rechnung 1998 sind T 4.971 Gebühren für die Abwicklung von Börsengeschäften und anderen provisionsähnlichen Aufwendungen in der Position Verwaltungsaufwand ausgewiesen. Im Berichtsjahr erfolgt der Ausweis dieser Aufwendungen im Provisionsergebnis. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden in der oben stehenden Übersicht die Vorjahreszahlen entsprechend umgegliedert. Der Rückgang des Provsionsüberschusses um T 6.084 oder 28,6 % auf T 15.174 ist vor allem auf die Zunahme der mit der Abwicklung der Transaktionen verbundenen Gebühren zurückzuführen.

Dem Rückgang des Provisionsüberschusses steht eine deutliche Zunahme des Überschusses aus Finanzgeschäften in Höhe von T 60.218 oder 67,3 % auf T 149.664 gegenüber. Diese äußerst positive Entwicklung ist vor allem auf die Steigerung der Erträge aus Kursdifferenzen im Handel mit ausländischen Aktien zurückzuführen.

Das gestiegene Anlegerinteresse und der wachsende Kapitalbedarf von Unternehmen haben sich in einer steigenden Anzahl von Börsengängen niedergeschlagen. 1998 gingen knapp 80 Unternehmen an die Börse, 1999 hat sich diese Zahl mehr als verdoppelt. Die Anzahl der Neuemissionen im ersten Quartal 2000 weist auf eine anhaltend starke Dynamik der Neuemissionstätigkeit hin, die von den Anlegern mit großer Begeisterung aufgenommen wird.

Steigende Zinsen führten im Jahresverlauf 1999 und verstärkt im ersten Quartal 2000 zu Zweifeln daran, dass sich die Hausse der Weltaktienmärkte noch lange fortsetzen wird. Die spürbare konjunkturelle Erholung Europas, erste Anzeichen einer erneuten weichen Landung der amerikanischen Konjunktur, die Erholung der Emerging Markets und eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung in Japan und Südostasien lassen jedoch bislang noch keine schlechte Stimmung aufkommen.

D I E M ARKTPOSITION DER B AADER W ERTPAPIERHANDELSBANK A G

Durch die Erhöhung der Gewinnrücklagen aus dem Jahresergebnis 1998 sowie die im Geschäftsjahr 1999 durchgeführte Kapitalerhöhung hat das Unternehmen seine Eigenkapitalbasis verbreitern und seine Wettbewerbsposition auch international deutlich stärken können.

Im Jahresverlauf wurden über 950 internationale Aktien an den Börsen in Berlin, Frankfurt, München und Stuttgart neu in den Freiverkehr eingeführt. Damit ist die Baader Wertpapierhandelsbank AG per 31.12.1999 Skontroführer von mehr als 2.650 in- und ausländischen Aktien. Außerdem ist das Unternehmen für die Preisfeststellung von rund 2.300 Optionsscheinen zuständig.

Im Berichtsjahr hat die Baader Wertpapierhandelsbank AG ihre Beteiligung an der KST Wertpapierhandels-AG, Stuttgart, auf 47,5 % erhöht. Die KST Wertpapierhandels-AG ist Skontroführer von rund 500 Aktien und Genussscheinen an der Börse Stuttgart und sehr stark in Titeln des Marktsegmentes "Neuer Markt" vertreten.

Der Konzern verfügt somit über eine hervorragende Ausgangslage für das weitere Wachstum.

Im Geschäftsjahr 1999 wurden 10 Unternehmen beim Gang an die Börse von der Baader Wertpapierhandelsbank AG begleitet. Mit der VCL Film + Medien AG konnte die erfolgreichste Neuemission 1999 in Deutschland im neu geschaffenen Marktsegment SMAX platziert werden. Erstmalig betreute die Gesellschaft auch ein Unternehmen bei seinem Gang an den Neuen Markt – die Advanced Medien AG. Zusätzlich wurden 6 Kapitalerhöhungen von der Baader Wertpapierhandelsbank federführend begleitet.

VERMÖGENSLAGE

Die unten stehende Übersicht zeigt die wesentlichen Positionen der Konzernbilanz für das Geschäftsjahr 1999im Vergleich zum Vorjahr.

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Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr um T 128.340 oder 77,6 % auf T 293.692 gestiegen. Diese deutliche Steigerung spiegelt auch das Wachstum der Baader Wertpapierhandelsbank wieder.

Das Bilanzsummenwachstum resultiert überwiegend aus der Ausweitung des Wertpapierbestandes, der im Berichtsjahr um T 121.493 oder 162,1 % gestiegen ist. Der Wertpapierbestand setzt sich zusammen aus T 150.539 Wertpapieren des Handelsbuches, T 45.613 Wertpapieren des Anlagebuches (Liquiditätsreserve) und T 309 Wertpapieren des Anlagevermögens. Im Wertpapierbestand sind Kursreserven in Höhe von T 25.151 enthalten.

In den Forderungen an Kreditinstitute sind vor allem als Sicherheiten für die Abwicklung von Börsengeschäften hinterlegte Guthaben ausgewiesen.

Bei den Beteiligungen handelt es sich mit T 6.619 um den um den aktivischen Unterschiedsbetrag reduzierten Buchwert des Anteils an der KST Wertpapierhandels-AG, Stuttgart, die als assoziiertes Unternehmen erstmals in den Konzernabschluß einbezogen wurde.

In den Sonstigen Aktiva sind im Wesentlichen Unternehmensanteile, Forderungen aus Courtagen und Kursdifferenzen, Steuererstattungsansprüche sowie Treuhandvermögen enthalten.

Von der Erhöhung des Verwaltungsaufwandes um T 24.418 oder 82,0 % auf T 54.207 entfallen T 16.378 auf den Personalaufwand, T 7.259 auf die anderen Verwaltungsaufwendungen und T 781 auf die Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen. Das Vergütungsmodell der Baader Wertpapierhandelsbank AG sieht eine starke Ergebnisbeteiligung insbesondere der für die operativen Erträge verantwortlichen Mitarbeiter vor. So entfällt von der Zunahme des Personalaufwandes ein großer Teil auf variable Gehaltsbestandteile von Mitarbeitern der AG. Die übrige Erhöhung des Personalaufwands liegt im Wesentlichen in der gestiegenen Anzahl der Mitarbeiter im Verwaltungsbereich begründet.

Die Erhöhung der anderen Verwaltungsaufwendungen sowie der Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen ist im Wesentlichen auf die Fortsetzung der bereits im Vorjahr begonnenen Erneuerung der EDV-Architektur zurückzuführen. Im Berichtsjahr wurden alleine für den EDV-Bereich T 5.037 aufgewendet. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von über 240 %.

Im Saldo der Sonstigen Aufwendungen und Erträge werden die Erträge aus dem Emissions- und Beteiligungsgeschäft ausgewiesen. In diesem für das Unternehmen immer wichtiger werdenden Marktsegment wurden im Berichtsjahr T 18.453 Erträge aus der Veräußerung von Unternehmensanteilen vereinnahmt.

Um den besonderen Risiken des Emissions- und Beteiligungsgeschäftes Rechnung zu tragen, wurde im Berichtsjahr die Risikovorsorge für diesen Bereich deutlich aufgestockt. Die Risikovorsorge enthält neben Kurswertabschreibungen und Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen erstmals auch Zuführungen zu Pauschalwertberichtigungen nach § 340 f HGB.

W ERTPAPIERGESCHÄFT

Die Kursentwicklung an den Kapitalmärkten kann unter bestimmten Voraussetzungen sowohl die Umsatz- als auch die Ertragssituation negativ beeinflussen. Bei einigen Geschäften kann es zu besonderen Verzögerungen bei der Geschäftsabwicklung mit besonderen Anforderungen für die Liquiditätssituation der Bank kommen. Zur Steuerung dieser Risiken hat die Gesellschaft ein adäquates Risikocontrolling- und -managementsystem entwickelt.

Die nachfolgende Übersicht gibt einen Gesamtüberblick über das von der Bank eingerichtete Risikoanalyse- und Frühwarnsystem in Bezug auf die Risiken aus dem Wertpapiergeschäft, das sowohl den Anforderungen aus dem KonTra-Gesetz (Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmen) als auch den "Mindestanforderungen" des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen Rechnung trägt:

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Die Rückstellungen werden vor allem durch Steuerrückstellungen sowie Rückstellungen für ergebnisabhängige Personalaufwendungen bestimmt.

Bei der Sonstigen Passiva handelt es sich hauptsächlich um Steuerverbindlichkeiten sowie um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Refinanzierung des Bilanzsummenwachstums erfolgte im Wesentlichen mit T 55.843 durch zusätzliche Fremdmittelaufnahmen bei Kreditinstituten sowie durch die Erhöhung der Eigenmittel um T 68.621.

Nach der Verrechnung des aktivischen Unterschiedsbetrages aus Konsolidierung mit den Gewinnrücklagen in Höhe von T 23.336 umfasst das Eigenkapital des Konzerns 61,3 % der Bilanzsumme. Die Baader Wertpapierhandelsbank AG verfügt damit über eine Eigenkapitalbasis, die das weitere Wachstum der Gesellschaft sicherstellen kann.

R ISIKOCONTROLLING - UND - MANAGEMENTSYSTEM

Die Gesellschaft ist als Wertpapierhandelsbank in starkem Maße vom Erfolg ihrer Handelsgeschäfte abhängig: Als Handelsgeschäfte im Sinne des Risk-Controlling-Konzepts der Baader Wertpapierhandelsbank AG gelten alle Geschäfte, die ein

• Wertpapiergeschäft

(einschließlich des Handels in Schuldscheinen und Namensschuldverschreibungen sowie der Wertpapierleihe)

  • • Emissions- und Beteiligungsgeschäft
  • • Geldmarktgeschäft
  • • Devisengeschäft

zur Grundlage haben und die im eigenen Namen und für eigene Rechnung abgeschlossen werden. Derivative Geschäfte tätigt die Bank lediglich in geringem Umfang (Optionsscheine). Geldmarkt- und Devisengeschäfte werden lediglich im Zusammenhang mit dem Wertpapiergeschäft abgeschlossen.

Für die Risikosituation der Baader Wertpapierhandelsbank sind folgende Faktoren maßgeblich:

M ITARBEITER

Das weitere Wachstum des Unternehmens erforderte sowohl im Handels- und Emissionsbereich als auch in der Verwaltung personelle Verstärkung. In der Verwaltung wurden insbesondere Mitarbeiter für die Unternehmensbereiche Risikocontrolling, Meldewesen, Rechnungswesen und Controlling neu eingestellt.

Im Berichtsjahr stieg die Anzahl der Mitarbeiter in der AG auf durchschnittlich 90 und im Konzern auf durchschnittlich 101 (im Vorjahr 61 Mitarbeiter in der AG und 74 im Konzern).

Zum Bilanzstichtag beschäftigt die Gesellschaft in der AG 102 und im Konzern 115 Mitarbeiter.

Die Baader Wertpapierhandelsbank AG hat für die Mitarbeiter an Attraktivität gewonnen. Sie legt besonderen Wert auf die hohe Qualifikation ihrer Mitarbeiter und eine Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg, was sich unter anderem in den überdurchschnittlich hohen Erträgen pro Mitarbeiter widerspiegelt.

E RKLÄRUNG GEMÄß § 312 A K T G

Gemäß § 312 AktG hat der Vorstand einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt.

"Der Vorstand erstattet einen Negativbericht: Berichtspflichtige Rechtsgeschäfte oder sonstige Maßnahmen, die die Gesellschaft auf Veranlassung oder im Interesse des Unternehmens getroffen oder unterlassen hat, waren im Geschäftsjahr 1999 nicht zu verzeichnen."

AUSBLICK

Die ersten drei Monate des neuen Geschäftsjahres 2000 sind in allen Geschäftsfeldern der Baader Wertpapierhandelsbank AG sehr erfolgreich verlaufen. Umsätze, Erträge und Zahl der Mitarbeiter verzeichneten jeweils hohe Zuwächse.

E MISSIONS - UND B ETEILIGUNGSGESCHÄFT

Beteiligungen werden regelmäßig mit der Absicht eingegangen, die Beteiligungen zu einem späteren Zeitpunkt an branchenzugehörige Unternehmen oder Finanzinvestoren zu veräußern oder die Gesellschaften an die Börse zu bringen. Im Rahmen einer Risikoanalyse sind folgende Faktoren zu berücksichtigen:

Verbindung von hohen Risiken und hohen Gewinnchancen

Mit Investitionen in junge oder stark expandierende Unternehmen gehen signifikante Gewinne mit hohen Verlustrisiken einher. Im Emissions- und Beteiligungsgeschäft können sich bei günstiger Entwicklung bedeutende Gewinne aus der Veräußerung der Anteile oder dem Börsengang der häufig noch jungen Unternehmen ergeben. Aus den oft auf wenigen Vergangenheitsdaten basierenden Planungen kann häufig die zukünftige Entwicklung nicht verlässlich abgeleitet werden. Können die geplanten Projektionen und Businesspläne nicht eingehalten werden, bleiben die Mittel für die Beteiligungen dann über einen längeren Zeitraum im Unternehmen gebunden; in Einzelfällen kann es zu nicht geplanten Nachfinanzierungen mit zusätzlichem Liquiditätsbedarf kommen oder gar zum Verlust der Beteiligung.

Abhängigkeit von erfolgreichen Börsengängen der Beteiligungsunternehmen:

Für den Erfolg in dieser Geschäftssparte sind ein geeignetes Börsenumfeld und ein aufnahmefähiger Aktienmarkt notwendig; es können sich Verluste aus der einzelnen Beteiligung oder dem einzelnen Börsengang selbst bei sorgfältiger Analyse der entsprechenden Gesellschaften und des jeweiligen Marktumfelds ergeben. Daher werden die vorgelegten Businesspläne kritisch auf ihre Realisierungsmöglichkeiten hin untersucht.

Folgende Maßnahmen sind zur Begrenzung der Risiken getroffen:

Die sorgfältige Auswahl der einzelnen betreffenden Unternehmen erfolgt grundsätzlich auf der Basis einer umfassenden Unternehmensanalyse, bei der regelmäßig jeweils eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hinzugezogen wird (Legal, Fiscal, Financial und ggf. Technical Due Diligence); hierbei werden die gesellschaftsrechtlichen und sonstigen juristischen Verhältnisse, die steuerlichen Grundlagen, die finanzielle Situation wie Ertrags-, Vermögens- und Liquiditätslage sowie, soweit erforderlich, die technischen Gegebenheiten auf eventuelle Risikofaktoren hin untersucht. Eine Risikostreuung erfolgt unter anderem dadurch, dass die Beteiligungsunternehmen sehr unterschiedlichen Branchen angehören (z.B. Softwareerstellung, Immobiliengeschäft, Versicherungsgeschäft, Technologie). Die aktive Betreuung der Gesellschaften wird bei vorbörslichen Beteiligungen grundsätzlich auf der Grundlage monatlicher Controlling-Reports, Umsatz- und Liquiditätspläne und entsprechender Abweichungsanalysen auf Basis von Soll-Ist-Vergleichen durchgeführt; die sich hieraus ergebenden Maßnahmen werden gemeinsam mit den Beteiligungsunternehmen umgesetzt. Dabei wird die Werthaltigkeit der eingegangenen Beteiligungen fortlaufend untersucht. Bei Börseneinführungen ohne vorbörsliche Beteiligung wird das Interesse insbesondere bei institutionellen Investoren eingehend recherchiert.

W ERTPAPIERHANDEL

Per 23. März 2000 wurde eine Zunahme der Zahl der von der Baaderbank geführten Skontren um 454 auf 3.063 Stück verzeichnet, was einem Zuwachs von 17,5 % gegenüber dem Jahresendstand 1999 entspricht. Gegenüber dem Endstand des ersten Quartals des Vorjahres entspricht der aktuelle Stand einem Zuwachs von über 90 %.

Parallel dazu hat sich der Umsatz an den deutschen wie auch an den internationalen Börsen weiter belebt. In den Monaten Januar und Februar 2000 wurden an allen deutschen Börsen Wertpapiere im Wert von 1.313 Milliarden Euro umgesetzt. Das entspricht einem Marktwachstum gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres in Höhe von 45 %.

E MISSIONSGESCHÄFT

Die Baader Wertpapierhandelsbank AG wird ihre Neuemissionstätigkeit im Jahr 2000 weiter ausbauen. Die Planung ist auf die Börseneinführung von acht bis zehn Unternehmen gerichtet (Vorjahr: zehn Neuemissionen). Gegenüber dem Vorjahr wird sich das durchschnittliche Transaktionsvolumen wahrscheinlich deutlich erhöhen. Unter den derzeit sichtbaren Emissionskandidaten – insbesondere aus dem eigenen Beteiligungsportfolio – werden voraussichtlich mindestens zwei am Neuen Markt notieren.

Der Aufsichtsrat hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr vom Vorstand regelmäßig über die beabsichtigte Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die Lage und Entwicklung der Baader Wertpapierhandelsbank AG und des Konzerns sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle schriftlich und mündlich unterrichten lassen und mit dem Vorstand hierüber beraten.

Im Berichtsjahr haben neun Sitzungen des Aufsichtsrates stattgefunden. Schwerpunkte der Beratungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten die Umsetzung des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG), die Entwicklung eines Risk- Management - Systems sowie die Umsetzung der im Vorjahr eingeleiteten Umstrukturierungsmaßnahmen insbesondere im EDV- Bereich.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates hat sich darüber hinaus in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über wichtige Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle berichten lassen.

Der Jahresabschluß der Baader Wertpapierhandelsbank AG und der Konzernabschluß zum 31.12.1999 sowie der mit dem Konzernlagebericht zusammengefaßte Lagebericht und der Abhängigkeitsbericht sind unter Einbeziehung der Buchführung durch die von der Hauptversammlung gewählten Wirtschaftsprüfer Herrn Dipl. Kfm. Joachim M. Clostermann, Bremen und Herrn Dipl. Oec. Torsten Jasper, Bremen, entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und mit dem uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen worden.

An der Schlußbesprechung des Vorstands mit den Abschlußprüfern hat der Aufsichtsrat teilgenommen. Die Abschlußprüfer haben über ihre Prüfung insgesamt und über einzelne Prüfungsschwerpunkte berichtet und beantworteten eingehend die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrates. Der Aufsichtsrat nahm das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis. Er hat die vom Vorstand vorgelegten Jahresabschlüsse, den Lagebericht und den Abhängigkeitsbericht unter Einbeziehung des Prüfungsberichtes geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluß 1999 in seiner heutigen Sitzung gebilligt und somit gemäß § 172 AktG festgestellt. Er erklärt sich mit dem Vorschlag zur Gewinnverwendung einverstanden.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die verantwortungsbewußte und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Puchheim, den 10. April 2000

Der Aufsichtsrat

Prof. Dr. Gerhard Tremer Vorsitzender

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Andere Verpflichtungen

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a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen

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B AADER W ERTPAPIERHANDELSBANK A KTIENGESELLSCHAFT M ÜNCHEN

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B AADER W ERTPAPIERHANDELSBANK A KTIENGESELLSCHAFT

M ÜNCHEN

G EWINN - UND V ERLUSTRECHNUNG

FÜR DIE Z EIT VOM 1. J ANUAR BIS 31. D EZEMBER 1999

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Andere Verpflichtungen a) unwiderrufliche Kreditzusagen

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K ONZERN - G EWINN - UND V ERLUSTRECHNUNG

FÜR DIE Z EIT VOM 1. J ANUAR BIS 31. D EZEMBER 1999

I.G RUNDLAGEN

Der Konzernanhang und der Anhang der Baader Wertpapierhandelsbank AG für das am 31. Dezember 1999 abgelaufene Geschäftsjahr sind zusammengefaßt. Soweit nichts anderes vermerkt ist, gelten die folgenden Erläuterungen für beide Abschlüsse.

Die Abschlüsse zum 31.12.1999 sind unverändert zum Vorjahr nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung des Bankbilanzrichtlinie-Gesetzes in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt worden. Die Regelungen des Aktiengesetzes wurden beachtet.

Abweichend vom Vorjahr werden die Gebühren für Börsengeschäfte und sonstige provisionsähnliche Aufwendungen in den Provisionsaufwendungen und nicht in den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepaßt.

Der Jahresabschluß und der Konzernabschluß zum 31.12.1999 wurden erstmals in Euro aufgestellt. Jahresabschluß und Konzernabschluß zum 31.12.1998, die in DM aufgestellt worden waren, sind zu Vergleichszwecken in Euro umgerechnet worden.

II.K ONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluß werden neben der Baader Wertpapierhandelsbank AG unverändert die in Ziffer XII. aufgeführten Tochterunternehmen einbezogen; erstmals wird ein inländisches Unternehmen als assoziiertes Unternehmen ausgewiesen.

III.W ÄHRUNGSUMRECHUNG

Die Umrechnung des Abschlusses des Tochterunternehmens in Tschechien erfolgt mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag. Daraus resultierende Kursdifferenzen werden erfolgsneutral in den Rücklagen verrechnet.

V. B ILANZIERUNGS -, B EWERTUNGS - UND U MRECHNUNGSMETHODEN

Im einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Barreserven werden zum Nennwert bilanziert. Posten des Jahresabschlusses, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden gemäß § 340 h HGB umgerechnet.

Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden werden grundsätzlich mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Risikovorsorgen durch Bildung von Einzelwertberichtigungen für notleidende Forderungen sowie Pauschalwertberichtigungen für latente Risiken werden entsprechend dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht in ausreichendem Maße getroffen.

Der Bestand an Wertpapieren wird nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Bei der AG werden die Anteile an verbundenen Unternehmen und im Konzern die Beteiligungen mit den Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen auf den beizulegenden Wert angesetzt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgt nach der steuerlichen Vereinfachungsregel. Auf geringwertige Anlagegüter wird die Sofortabschreibung vorgenommen und im Anlagespiegel von der Fiktion des sofortigen Abgangs Gebrauch gemacht.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag, vermindert um erforderliche Abschreibungen und Wertberichtigungen, angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen sind mit dem Teilwert gemäß § 6 a EStG bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

IV. K ONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Buchwertmethode. Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem Buchwert des anteiligen Eigenkapitals des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluß verrechnet. Unterschiedsbeträge werden den Bilanzwerten des Tochterunternehmens bis zur Höhe ihrer Zeitwerte zugeordnet. Danach verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben. Passivische Unterschiedsbeträge werden in die Gewinnrücklagen eingestellt. Wird die Kapitalkonsolidierung zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluß auf den Bilanzstichtag durchgeführt, wird das in der Kapitalkonsolidierung verrechnete Jahresergebnis durch einen Ausgleichsposten in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung eliminiert. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung dieser so konsolidierten Tochterunternehmen werden aus Vereinfachungsgründen für das gesamte Geschäftsjahr einbezogen.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden mit dem anteiligen Eigenkapital in den Konzernabschluß einbezogen (Equity - Methode). Der Wertansatz der Beteiligungen und die Unterschiedsbeträge werden nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluß ermittelt. Aktive Unterschiedsbeträge (Geschäfts- oder Firmenwert) werden in voller Höhe mit den Rücklagen verrechnet.

Die Anteile anderer Gesellschafter enthalten die Anteile Dritter am gezeichneten Kapital, an den Rücklagen und am Ergebnis.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden weggelassen. In Einzelabschlüssen vorgenommene Wertberichtigungen und Abschreibungen werden zugunsten des konsolidierten Jahresergebnisses zurückgenommen.

Umsatzerlöse und sonstige konzerninterne Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

Abschreibungen auf Anteile an einbezogenen Tochterunternehmen werden zugunsten des konsolidierten Jahresergebnisses zurückgenommen.

ANTEILE AN ASSOZIIERTEN U NTERNEHMEN

Aus der erstmaligen Einbeziehung der KST Wertpapierhandels - Aktiengesellschaft, Stuttgart,nach der Equity-Methode entstand ein aktiver Unterschiedsbetrag von 23.335.765,72, der involler Höhe offen mit den Gewinnrücklagen verrechnet wurde.

TREUHANDVERMÖGEN

Der Gesamtbetrag des Treuhandvermögens des Konzerns von T 3.926 betrifft Anteile an Gesellschaften, die von der IPO GmbH gehalten werden.

A NLAGEVERMÖGEN

Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens des Konzerns wird im Anlagengitter unter Ziffer XIV. dargestellt.

SONSTIGE V ERMÖGENSGEGENSTÄNDE

In den Sonstigen Vermögensgegenständen des Konzerns sind enthalten:

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19.349.047,54

A NDERE R ÜCKSTELLUNGEN

Die anderen Rückstellungen enthalten im wesentlichen Rückstellungen für Arbeitnehmerprämien und Tantiemen und Rechtsstreitigkeiten sowie Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Wertpapiergeschäften.

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VI. E RLÄUTERUNGEN ZUR B ILANZ UND ZUR G EWINN - UND V ERLUSTRECHNUNG DES K ONZERNS

R ESTLAUFZEITENGLIEDERUNG

Für die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten gelten die folgenden Restlaufzeiten:

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A UFGLIEDERUNG DER BÖRSENFÄHIGEN W ERTPAPIERE NACH BÖRSENNOTIERTEN UNDNICHTBÖRSENNOTIERTENWERTPAPIEREN:

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ANLAGEVERMÖGEN

Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens der AG wird im Anlagengitter unter Ziffer XIII. dargestellt.

ANTEILSBESITZ

Der Anteilsbesitz wird unter Ziffer XII. dargestellt.

S ONSTIGE V ERMÖGENSGEGENSTÄNDE

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind enthalten:

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10.883.427,14

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Posten gegenüber Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates.

VII. E RLÄUTERUNGEN ZUR B ILANZ UND G EWINN - UND V ERLUSTRECHNUNG DER A G

F REMDWÄHRUNGSVOLUMINA

Am Bilanzstichtag bestehen Forderungen an Kreditinstitute und Aktien in Fremdwährung in Höhe von umgerechnet T 139.508.

R ESTLAUFZEITENGLIEDERUNG

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen gelten die folgenden Restlaufzeiten:

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A UFGLIEDERUNG DER BÖRSENFÄHIGEN W ERTPAPIERE NACH BÖRSENNOTIERTEN UND NICHT BÖRSENNOTIERTEN W ERTPAPIEREN :

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Ferner hat die Hauptversammlung vom 18.06.1999 beschlossen, die Anzahl der Aktien von 6.000.0000 auf18.000.000 Aktien zu erhöhen.

Der Vorstand ist durch Beschluß der Hauptversammlung vom 18.06.1999 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, das Grundkapital bis zum 17.06.2004 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 1.800.000,00 zu erhöhen. Mit Zustimmung des Aufsichtsrates ist ein Ausschluß des Bezugsrechtes ganz oder teilweise zulässig, wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits notierten Aktien gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet. Ansonsten kann der Vorstand das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrates nur ausschließen, um etwaige Spitzenbeträge auszugleichen ( Genehmigtes Kapital I).

Darüber hinaus wurde der Vorstand durch die Hauptversammlung vom 18.06.1999 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 17.06.2004 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 7.200.000,00 zu erhöhen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluß des Bezugsrechtes der Aktionäre zu entscheiden und die weiteren Einzelheiten der jeweiligen Kapitalerhöhung sowie die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Ein Ausschluß des Bezugsrechtes ist nur im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen sowie zur Vermeidung von Spitzenbeträgen zulässig (Genehmigtes Kapital II).

Im Geschäftsjahr 1999 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen aus dem Genehmigten Kapital I in Höhe von 1.795.000,00 durch Ausgabe von 1.795.000 neuer Stückaktien durchgeführt. Der Mehrerlös (Agio) aus der Kapitalerhöhung in Höhe von 48.465.000,00 wurde den Kapitalrücklagen zugeführt.

Zum 31.12.1999 besteht das gezeichnetes Kapital von 19.795.000,00 aus 19.795.0000 Stückaktien.

In der Hauptversammlung vom 18.06.1999 wurde ebenfalls eine bedingte Kapitalerhöhung um bis zu 600.000,00 beschlossen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur durch die Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab dem Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe und nur insoweit durchgeführt, wie im Rahmen des Aktienoptionsplanes der Baader Wertpapierhandelsbank AG aus dem bedingten Kapital Optionsrechte ausgegeben werden und die Inhaber dieser Optionsrechte von ihren Optionsrechten Gebrauch machen.

Im Berichtsjahr wurden aus dem Jahresüberschuß 26.400.000,00 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

V ERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER K REDITINSTITUTEN

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen im wesentlichen zur Refinanzierung des Wertpapierhandelsgeschäftes.

S ONSTIGE V ERBINDLICHKEITEN

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:

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In den Verbindlichkeiten sind keine Posten gegenüber Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates enthalten.

A NDERE R ÜCKSTELLUNGEN

Die anderen Rückstellungen enthalten im wesentlichen Rückstellungen für Arbeitnehmerprämien und Tantiemen und Rechtsstreitigkeiten sowie Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Wertpapiergeschäften.

E IGENKAPITAL

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) bestand am 01.01.1999 in Höhe von DM 30.000.000,00 ( 15.338.756,44) aus 6.000.000 Stück Inhaber-Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien).

In der Hauptversammlung vom 18.06.1999 wurde beschlossen, den DM-Betrag des Grundkapitals durch den Euro-Betrag zu ersetzen und das Grundkapital durch Umwandlung von anderen Gewinnrücklagen um 2.661.243,56 zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung erfolgte gem. § 207 Abs. 2 AktG ohne Ausgabe neuer Aktien.

VIII. K ONZERN - K APITALFLUSSRECHNUNG

In der Kapitalflußrechnung wird der Finanzmittelbestand zu Beginn des Geschäftsjahres verändert um die Zahlungsströme aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit, so daß die Kapitalflußrechnung mit dem Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres endet. Der Finanzmittelbestand umfaßt die Barreserve sowie den Saldo aus Forderungen an und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

1.

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  1. Finanzierungstätigkeit Einzahlungen aus der KapitalerhöhungDividendenzahlungen

    1. Überleitung zum Finanzmittelbestand am 31.12.1999 Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes (1. – 3.)Stand 01.01.1999 Stand 31.12.1999
    1. Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes am 31.12.1999Barreserve und Forderungen an KreditinstituteVerbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenSaldo

A UßERBILANZIELLE G ESCHÄFTE

Bei den außerbilanziellen Geschäften handelt es sich um eine Bürgschaft für die Baader Securities Prag und um Verpflichtungen zur Übernahme von Unternehmensanteilen.

P ROVISIONSAUFWENDUNGEN

Abweichend zum Vorjahr werden die Gebühren für Börsengeschäfte und sonstige provisionsähnliche Aufwendungen in Höhe von T 14.662 (Vj. T 4.971) in den Provisionsaufwendungen und nicht in den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepaßt.

S ONSTIGE BETRIEBLICHE E RTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im wesentlichen Kostenerstattungen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Buchgewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen.

A BSCHREIBUNGEN UND W ERTBERICHTIGUNGEN AUF IMMATERIELLE A NLAGEWERTE UND S ACHANLAGEN

In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T 483 enthalten.

S ONSTIGE BETRIEBLICHE A UFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im wesentlichen Aufwendungen für die Kapitalerhöhung.

S TEUERN VOM E INKOMMEN UND VOM E RTRAG

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit.

X. S ONSTIGE FINANZIELLE V ERPFLICHTUNGEN

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Büroräumemietverträgen der AG in Höhe von insgesamt noch 2.211.403,03 mit Restlaufzeiten zwischen 3 und 69 Monaten. Daneben bestehen Verpflichtungen aus Kraftfahrzeugleasingverträgen sowie Leasingverträgen über Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 159.007,23 mit Restlaufzeiten zwischen 3 und 15 Monaten.

XI. E RGÄNZENDE A NGABEN

MEHRHEITSBETEILIGUNG

Die Baader Beteiligungs GmbH, München, hält an der Baader Wertpapierhandelsbank Aktiengesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung gemäß § 16 Abs.1 AktG. Eine Mitteilung gemäß § 20 Abs. 4 AktG liegt vor.

MITARBEITER

Im Geschäftsjahr 1999 wurden im Konzern durchschnittlich 101 (Vorjahr 74) Angestellte, bei der AG 90 (Vorjahr 61) Angestellte beschäftigt.

VORSTANDSBEZÜGE

Der Vorstand erhielt für die Tätigkeit im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 1.951.587,46 (Vorjahr T 1.644).

A UFSICHTSRATSVERGÜTUNGEN

Die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder betrugen neben dem Ersatz der baren Auslagen im Berichtsjahr 466.702,19 (Vorjahr T 350).

IX. S EGMENTBERICHTERSTATTUNG

Zielsetzung der Segmentberichterstattung ist die Abbildung des operativen Geschäftserfolges der in der Organisationsstruktur des Konzerns verankerten Geschäftssparten. Ein Segmentergebnis wird für die Geschäftssparten Skontroführung und Eigenhandel sowie Emissionen und Beteiligungen ermittelt.

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VORSTAND

Herr Uto BaaderMünchen

Sprecher des Vorstands der Baader Wertpapierhandelsbank AG Geschäftsführer der IPO GmbH, Puchheim Vorsitzender des Aufsichtsrates der Baader Securities a.s., Prag Mitglied des Aufsichtsrates der Smart.IPO AG, München Mitglied des Aufsichtsrates der Medi - Globe Corp., Tempe , ArizonaMitglied des Aufsichtsrates der Quarz Capital Partners Ltd., London Mitglied des Aufsichtsrates der CINSA S.A., Telde

Herr Peter SchemuthFlorstadt

Mitglied des Vorstands der Baader Wertpapierhandelsbank AG Geschäftsführer der IPO GmbH, Puchheim

AUFSICHTSRAT

Prof. Dr. Gerhard TremerGräfelfing

Vorsitzender

Ehem. Mitglied des Vorstandes der Bayerischen Landesbank, München Mitglied des Aufsichtsrates der Baader Securities a.s., Prag Vorsitzender des Aufsichtsrates der Heilit & Wörner AG, München (bis 23.4.1999) Mitglied des Aufsichtsrates der Heilit & Wörner AG, München (seit 24.4.1999) Mitglied des Aufsichtsrates der Mannesmann Sachs AG, Schweinfurt

Dr. Kurt KörfgenRodgau

stellvertretender Vorsitzender Geschäftsführender Gesellschafter des IRW Instituts für Recht und Wirtschaft GmbH, Frankfurt am Main

Hochschullehrer

Prof. Dr. Jürgen BottStockstadt (bis 28.02.1999)

Josef FaltenbacherMünchen

Wirtschaftsprüfer Mitglied des Aufsichtsrates der Advanced Medien AG, Oberhaching

Jörg PlankMainz

Börsenhändler (Arbeitnehmervertreter)

Dr. Horst SchiesslMünchen(seit 01.04.1999)

Rechtsanwalt Vorsitzender des Aufsichtsrates der Chiemsee AG, München Vorsitzender des Aufsichtsrates der Softing AG, Haar/b. München

Thomas WiegelmannMörfelden-Walldorf

EDV-Fachmann (Arbeitnehmervertreter)

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In den Zugängen beim Posten Beteiligungen sind Umgliederungen aus dem Umlaufvermögen von H 450.380,27 enthalten.

In den Abgängen beim Posten Wertpapiere des Anlagevermögens sind Umgliederungen in das Umlaufvermögen von H 11.011.039,81 enthalten.

* Die Zugänge zu den aufgelaufenen Abschreibungen stellen gleichzeitig die Abschreibungen des Geschäftsjahres dar.

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In den Zugängen beim Posten Beteiligungen sind Umgliederungen aus dem Umlaufvermögen von H 450.380,27 enthalten.

In den Abgängen beim Posten Wertpapiere des Anlagevermögens sind Umgliederungen in das Umlaufvermögen von H 11.011.039,81 enthalten.

* Die Zugänge zu den aufgelaufenen Abschreibungen stellen gleichzeitig die Abschreibungen des Geschäftsjahres dar.

XIV. K ONZERNANLAGENGITTER

B ESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir haben den Jahresabschluß unter Einbeziehung der Buchführung der Baader Wertpapierhandelsbank Aktiengesellschaft sowie den von ihr aufgestellten Konzernabschluß und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das zum 31. Dezember 1999 endende Geschäftsjahr geprüft. Die Aufstellung dieser Unterlagen nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen in der Satzung liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Urteil über den Jahresabschluß der Gesellschaft sowie den von ihr aufgestellten Konzernabschluß und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Jahres- und Konzernabschlußprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlußprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, daß mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Buchführung und der Jahresabschluß der Gesellschaft sowie der von ihr aufgestellte Konzernabschluß und ihr Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns frei von wesentlichen Mängeln sind. Im Rahmen der Prüfung werden Nachweise für die Angaben in der Buchführung und im Jahresabschluß der Gesellschaft sowie in dem von ihr aufgestellten Konzernabschluß und ihrem Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfaßt die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluß einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und wesentlicher Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, daß unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Überzeugung vermitteln der Jahres- und Konzernabschluß unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns gibt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

Bremen, den 04. April 2000

Dipl.-Kfm. Joachim M. Clostermann(Wirtschaftsprüfer)

Dipl.-Oec. Torsten Jasper (Wirtschaftsprüfer)

München, den 29. März 2000 Baader Wertpapierhandelsbank AG

Der Vorstand

Uto Baader Peter Schemuth

I MPRESSUM

Baader GB 99/Internet 06.06.2000 14:32 Uhr Seite 89

H ERAUSGEBER

Baader Wertpapierhandelsbank AG Boschstraße 8 D-82178 Puchheim Tel. 089 800994-0 Fax 089 800994-44 Email: [email protected] Internet: www.baaderbank.de

G ESTALTUNG UND R EALISATION

Agenturgruppe Bleichstraße 56 D-75173 Pforzheim Tel. 07231 28405-0 Fax 07231 28405-99 www.agenturgruppe.de [email protected]

D RUCK

Peter Naber Offsetdruckerei Hügelsheim

Baader GB 99/Internet 06.06.2000 14:32 Uhr Seite 90

Baader Wertpapierhandelsbank AG Boschstraße 8 D-82178 Puchheim Tel. 089 800994-0 Fax 089 800994-44 Email: [email protected] Internet: www.baaderbank.de

Baader Wertpapierhandelsbank AG Bleidenstr. 6 D-60311 Frankfurt Tel. 069 13881-0 Fax 069 13881-881 Email: [email protected] Internet: www.baaderbank.de

Baader Wertpapierhandelsbank AG Lena-Christ-Str. 48 D-82152 Martinsried Tel. 089 864940-0 Fax 089 864940-19 Email: [email protected] Internet: www.baaderbank.de