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AXA Management Reports 2017

Dec 14, 2018

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Management Reports

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Publication

AXA Konzern Aktiengesellschaft

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen in Höhe von einer Einheit (€, % usw.) auftreten.

Lagebericht

Innerhalb der AXA Deutschland nimmt die AXA Konzern AG die Leitungs- und Steuerungsfunktion für die verbundenen Unternehmen und Tochterunternehmen wahr.

Sie hält direkte und indirekte Mehrheitsbeteiligungen insbesondere an folgenden Gesellschaften:

AXA Versicherung AG
AXA Lebensversicherung AG
AXA Krankenversicherung AG
Deutsche Ärzteversicherung AG
Pro bAV Pensionskasse AG*
AXA Art Versicherung
AXA easy Versicherung AG
AXA Bank AG

* Im Rahmen der Neuausrichtung des Geschäftsbereiches Betriebliche Altersversorgung (bAV) haben wir eine Vereinbarung g e schlossen, mit de r die Pro bAV Pensionskasse AG an die Frankfurter Leben-Gruppe veräußert wird. Die Veräußerung der Pro bAV Pensionskasse AG steht noch unter dem Vorbehalt der Prüfung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der AXA Konzern AG fand im Geschäftsjahr im nachfolgend beschriebenen Umfeld statt:

Die deutsche Wirtschaft wächst 2017 kräftig

Die deutsche Wirtschaft zeigte sich im Jahr 2017 sehr robust. Die Zeichen standen auf Wachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2017 um 2,2 % höher als im Vorjahr und wuchs damit das achte Jahr in Folge. Kalenderbereinigt errechnet sich laut Statistischem Bundesamt sogar eine höhere BIP-Wachstumsrate von 2,5 %, da im Jahr 2017 rechnerisch drei Arbeitstage weniger zur Verfügung standen als im Vorjahr.

Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre von 1,3 % lag.

Die Wachstumsimpulse kamen 2017 vorrangig aus dem Inland. Die privaten Konsumausgaben lagen preisbereinigt um 2,0 % höher als im Vorjahr, wobei die staatlichen Konsumausgaben mit 1,4 % unterdurchschnittlich stiegen. Die Bruttoanlageinvestitionen erhöhten sich 2017 überdurchschnittlich um 3,0 %. In Ausrüstungen - das sind vor allem Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde preisbereinigt 3,5 % mehr investiert als im Vorjahr.

Erbracht wurde die Wirtschaftsleistung von im Jahresdurchschnitt 44,3 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland. Das waren nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 638.000 oder 1,5 % mehr als im Jahr zuvor. Das ist der höchste Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Dieser Anstieg resultiert aus einer Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Eine höhere Erwerbsbeteiligung sowie die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland glichen altersbedingte demografische Effekte aus.

Aufgrund der Zuwanderung ist auch die Bevölkerungszahl weiter gestiegen. Laut Schätzung des Statistischen Bundesamtes zeigt eine Vorausberechnung, dass bis zum Jahresende 2017 die Bevölkerung Deutschlands weiter auf mindestens 82,8 (2016: 82,5) Millionen Menschen angestiegen sein wird.

Im Jahresdurchschnitt 2017 waren in Deutschland nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 2,5 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Damit reduzierte sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 158.000 und die Arbeitslosenquote sank um 0,4 Prozentpunkte auf 5,7 %.

Die Nominallöhne stiegen 2017 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes von Anfang des Jahres um 2,5 %. Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2017 um 1,8 % gegenüber 2016 und damit stärker als in den letzten vier Jahren. Von 2014 bis 2016 hatten die Jahresteuerungsraten sogar jeweils unterhalb von 1 % gelegen. Die Reallöhne verzeichneten damit im Berichtsjahr ein Wachstum von knapp 0,8 %.

Zum Ende des dritten Quartals 2017 belief sich das Geldvermögen der privaten Haushalte nach Angaben der Deutschen Bundesbank auf 5.779 Mrd. Euro. Ende des dritten Quartals 2016 hatte das Geldvermögen 5.468 Mrd. Euro betragen. Die Mittel flossen mit 18 Mrd. Euro erneut vor allem in Bargeld und Einlagen, gefolgt von Ansprüchen gegenüber Versicherungen, die in Höhe von 15 Mrd. Euro erworben wurden. Obgleich auch das Engagement in Aktien und Investmentfondsanteilen erneut deutlich erhöht wurde, hielt die Präferenz der privaten Haushalte in Deutschland für liquide und risikoarme Anlagen weiter an.

Deutsche Versicherungswirtschaft ist 2017 auf Wachstumskurs

Die Versicherungswirtschaft hat 2017 die eigenen Prognosen übertroffen. Nach vorläufigen Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft stiegen die Beitragseinnahmen der rund 450 Branchenunternehmen 2017 um 1,7 % auf 197,7 Mrd. Euro.

Die Lebensversicherung musste dabei den GDV-Angaben zufolge einen Beitragsrückgang von 0,1 % auf 90,7 Mrd. Euro hinnehmen. Die Einnahmen durch neu abgeschlossene Verträge mit laufenden Beiträgen verringerten sich um 4,6 % auf 5,2 Mrd. Euro. Einen weiter wachsenden Anteil in der Lebensversicherung machten Produkte mit alternativen Garantiekonzepten aus. Im Neugeschäft entfielen darauf inzwischen knapp 50 %. Der Anteil der klassischen Policen mit durchgehender Garantieverzinsung ist auf etwa 40 % gesunken.

Die gesamten Beitragseinnahmen der privaten Krankenversicherung legten um 4,3 % auf 38,8 Mrd. Euro zu. Dabei entfielen auf die Krankenversicherung 36,5 Mrd. Euro, ein Plus von 4,1 %. In der Pflegeversicherung stiegen die Einnahmen um 6,1 % auf 2,3 Mrd. Euro. Die ausgezahlten Versicherungsleistungen nahmen 2017 um 1,6 % auf 27 Mrd. Euro zu.

Ein Einnahme-Zuwachs von 2,9 % wurde in der Schaden- und Unfallversicherung erzielt. Die Bruttobeträge beliefen sich damit auf 68,2 Mrd. Euro. Besonders stark war das Plus dabei erneut bei der Kraftfahrtversicherung (+ 4,1 %) und der Sachversicherung (+ 3,0 %). Auch die Leistungen stiegen mit 51 Mrd. Euro erneut. Das Plus bei den ausgezahlten Leistungen in der Schaden- und Unfallversicherung lag 2017 im Vergleich zu 2016 laut Hochrechnung des GDV damit bei 3,2 %. Insgesamt haben die Branchenunternehmen damit 2017 erneut schwarze Zahlen geschrieben.

Niedrigzinsen, Regulierung, Digitalisierung

Dauerhaft niedrige Zinsen, zunehmende Regulierung und die an Fahrt aufnehmende Digitalisierung sind die drängendsten Themen der Versicherungsbranche.

Die Niedrigzinspolitik stellt die Versicherungsbranche weiter vor große Herausforderungen. Zwar wird an der einen oder anderen Stelle bereits über einen möglichen Ausstieg aus der ultraexpansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank diskutiert, eine Zinswende ist aber aktuell nicht absehbar. Daher werden für die kommenden Jahre weitere Zuführungen zur Zinszusatzreserve erwartet. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) schätzte Mitte Januar 2018, dass die Zinszusatzreserve 2017 auf rund 60 Mrd. Euro gewachsen sein dürfte. Die 2011 eingeführte Zinszusatzreserve dient dazu, Zinsgarantien aus älteren Verträgen auch zukünftig sicherzustellen.

Seit Anfang 2016 ist das risikobasierte Aufsichtsregime Solvency II in Kraft. 2017 mussten die Versicherungsunternehmen erstmals einen Bericht zur Solvenz- und Finanzlage veröffentlichen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte sich zufrieden gezeigt und das Ergebnis als "positiv" eingestuft.

Die Digitalisierung in der Versicherungsbranche schreitet mit großen Schritten voran. Sie verändert die Branche grundlegend und mit hoher Geschwindigkeit. Geschäftsmodelle, Strukturen und Vertriebskanäle stehen dabei gleichermaßen auf dem Prüfstand. Sogenannte Insurtechs drängen auf den Markt. Wichtige Zukunftsthemen für den Sektor sind Big Data, Blockchain, künstliche Intelligenz und Cybercrime.

AXA fokussiert sich in der betrieblichen Altersversorgung

Für ein nachhaltiges Wachstum in der privaten wie betrieblichen Vorsorge richtet AXA ihr Geschäftsfeld der betrieblichen Altersversorgung neu aus. In diesem Zuge haben wir eine Vereinbarung geschlossen, mit der ein Teil des betrieblichen Vorsorge-Bestandes - konkret die Pro bAV Pensionskasse AG - an die Frankfurter Leben-Gruppe veräußert wird.

Die Übertragung umfasst in Summe etwa 6 % des gesamten Bestands im Vorsorgebereich beziehungsweise rund 260.000 Einzelverträge und Kapitalanlagen in Höhe von knapp 3 Mrd. Euro. Veränderungen im Markt und im regulatorischen Umfeld führten zu stark schrumpfendem Neugeschäft und abnehmenden Beständen bei der Pro bAV Pensionskasse. Als vergleichsweise "junge" Gesellschaft musste die Pro bAV ihre Überschussbeteiligung im anhaltenden Niedrigzinsumfeld schon deutlich reduzieren. Gegenüber anderen Produkten hat das Pensionskassengeschäft insbesondere im Neugeschäft so deutlich an Attraktivität verloren. Durch ihre Spezialisierung auf die Verwaltung von Versicherungsbeständen kann die Frankfurter Leben Gruppe niedrigere Kosten und damit eine höhere Rendite für ihre Kunden erzielen. Damit ist die Frankfurter Leben Gruppe in diesem Sonderfall für unsere Kunden der Pro bAV PK künftig der geeignetere Partner.

In allen anderen Durchführungswegen bleibt die betriebliche Altersversorgung ein wesentlicher strategischer Schwerpunkt für AXA. Im Rahmen der Unternehmensstrategie "Ambition 2020" erfolgt eine Konzentration auf Direkt- und Rückdeckungsversicherungen, die für unsere Kunden unter den veränderten Gegebenheiten den besten Mehrwert bieten und gleichzeitig dazu beitragen, das Unternehmen effizienter aufzustellen. Der Fokus wird auf der Entwicklung neuer Produkte und Verkaufsansätze liegen, die konsequent auf heutige Kunden- und Marktanforderungen zugeschnitten sind und insbesondere die Chancen des Betriebsrentenstärkungsgesetzes nutzen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aktuell mit Aufgaben rund um die Pro bAV Pensionskasse AG betraut sind, werden auch künftig im AXA Konzern weiterbeschäftigt. Sie werden die Pro bAV-Bestände vorerst fortführen und nach erfolgter Migration andere Aufgaben übernehmen.

Die Veräußerung der Pro bAV Pensionskasse AG steht noch unter dem Vorbehalt der Prüfung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Für einen weiteren kleinen Bestand - die Größenordnung bewegt sich im Promillebereich gemessen am Vorsorge-Gesamtbestand - hat der externe Partner, der diesen Bestand bislang verwaltet, den Dienstleistungsvertrag mit Wirkung zum 31. Dezember 2018 gekündigt. Bei dem Bestand handelt es sich im Wesentlichen um ehemals von der DBV-Winterthur Lebensversicherung AG abgeschlossene, fondsgebundene Versicherungsprodukte. Eine in diesem Fall hochkomplexe IT-Migration wäre im eigenen Haus aus Kapazitätsgründen bis zum Ablauf der Kündigungsfrist nicht abzuschließen. AXA strebt daher für diesen Sonderbestand eine Vereinbarung zur Übernahme durch einen externen Partner an. Eine finale Vereinbarung liegt noch nicht vor.

Geschäftsentwicklung, Geschäftsergebnis und Ertragslage

Der Jahresüberschuss unserer Gesellschaft lag mit 494,1 Mio. Euro um 171,1 Mio. Euro unter dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Im Jahr 2016 wurde die Verschmelzung der Deutsche Beamtenversicherung AG auf die AXA Versicherung AG durchgeführt. Dies führte zu einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung und damit zu einer Steigerung des Jahresüberschusses der AXA Versicherung AG von rund 300 Mio. Euro, die im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages zwischen der AXA Konzern AG und der AXA Versicherung AG auf unsere Gesellschaft übertragen wurde.

Zu den wesentlichen Einflussgrößen im Einzelnen:

Unsere Umsatzerlöse in Höhe von 1.203,2 Mio. Euro haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 244,0 Mio. Euro verringert und stammen insbesondere aus der Erbringung von Dienstleistungen an unsere Versicherungstochtergesellschaften.
Der Personalaufwand betrug 637,6 Mio. Euro und lag damit um 231,9 Mio. Euro unter dem entsprechenden Vorjahresergebnis, das von der vollständigen Bilanzierung der personalwirtschaftlichen Aufwendungen für das Transformationsprogramm Ambition 2020 beeinflusst war.
Die Erträge aus Beteiligungen erhöhten sich um 48,6 Mio. Euro auf 74,5 Mio. Euro. Dabei stieg das Ergebnis der Kölnische Verwaltungs-AG aufgrund des höheren Ergebnisses der AXA Konzern AG im Vorjahr um 47,9 Mio. Euro auf 66,2 Mio. Euro (Vorjahr: 18,3 Mio. Euro).
Die Erträge aus Gewinnabführungen verringerten sich um 165,7 Mio. Euro und beliefen sich im Berichtsjahr insgesamt auf 475,8 Mio. Euro:
Die größte Konzerngesellschaft AXA Versicherung AG erzielte ein Jahresergebnis in Höhe von 290,1 Mio. Euro (Vorjahr: 475,3 Mio. Euro). Während die Gesellschaft ein verbessertes versicherungstechnisches Brutto-Ergebnis verzeichnete, ging das Kapitalanlageergebnis deutlich zurück. Im Vorjahr ermöglichte zudem die Verschmelzung der Deutsche Beamtenversicherung AG auf die AXA Versicherung AG eine Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 356,2 Mio. Euro, die das Ergebnis nach Steuer im Jahr 2016 um rund 300 Mio. Euro positiv beeinflusste.
Trotz eines gestiegenen Kapitalanlageergebnisses sank das Ergebnis der AXA Lebensversicherung AG um 23,3 Mio. Euro auf 62,3 Mio. Euro. Dies ist auf eine höhere Zuführung zur Zinszusatzreserve im Geschäftsjahr sowie einen positiven steuerlichen Sondereffekt im Vorjahr zurückzuführen. Das Jahresergebnis der Deutsche Ärzteversicherung AG betrug 14,0 Mio. Euro und lag damit über dem Vorjahreswert von 13,0 Mio. Euro.
Die AXA Krankenversicherung AG erzielte erneut ein höheres Ergebnis von 80,5 Mio. Euro (Vorjahr: 50,0 Mio. Euro), resultierend aus der positiven Entwicklung des technischen Ergebnisse und des Kapitalanlageergebnisses sowie den gesunkenen Verwaltungs- und Abschlussaufwendungen
Aufgrund eines verbesserten Kapitalanlageergebnisses, bedingt durch eine Sonderdividende der britischen Tochtergesellschaft (5,4 Mio. Pfund Sterling) sowie niedrigere sonstige Aufwendungen, stieg das Ergebnis der AXA ART Versicherung AG um 11,1 Mio. Euro auf 28,8 Mio. Euro (Vorjahr: 17,7 Mio. Euro).
Die Zinsen und ähnlichen Erträge stiegen um25,4 Mio. Euro auf 81,4 Mio. Euro, im Wesentlichen bedingt durch höhere Erträge aus der Verzinsung von Steuererstattungen (gemäß § 233a AO).
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere betrugen 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 2,7 Mio. Euro).
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen erhöhten sich deutlich um 151,3 Mio. Euro auf 217,1 Mio. Euro (Vorjahr: 65,8 Mio. Euro). Diese Position wurde in 2017 maßgeblich von den Zinsaufwendungen in Bezug auf die Pensionsrückstellung in Gesamthöhe von 128,5 Mio. Euro (davon 61,2 Mio. Euro Zinsaufwand aus der Aufzinsung und 67,3 Mio. Euro Zinsaufwand aus der Zinsänderung) sowie von der Verzinsung von Steuernachforderungen (gemäß § 233a AO) in Höhe von 78,2 Mio. Euro bestimmt. Darin enthalten sind 40,7 Mio. Euro Zinsaufwand gemäß § 233a AO aus Abrechnungen mit Tochterunternehmen.
Der Aufwand aus Verlustübernahme betrug im Berichtsjahr 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro) und betraf mit 0,4 Mio. Euro die Clerita GmbH und mit 0,2 Mio. Euro die AXA easy Versicherung AG.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag führten im Berichtsjahr zu einem Steuerertrag in Höhe von 43,6 Mio. Euro (Vorjahr: Steueraufwand in Höhe von 24,0 Mio. Euro), der im Wesentlichen durch das deutlich gesunkene Ergebnis vor Steuern begründet ist. Darüber hinaus führte die Auflösung von Steuerrückstellungen in Höhe von 13,0 Mio. Euro zu einem positiven Sondereffekt, dem im Vorjahr ein einmaliger Steueraufwand von 17,4 Mio. Euro gegenüber stand.

Finanz- und Vermögenslage

Mit 3.204,6 Mio. Euro (Vorjahr: 3.837,3 Mio. Euro) betrug das Eigenkapital 52,1% (Vorjahr: 56,8%) der Bilanzsumme. Der Rückgang der Eigenkapitalquote ist auf den deutlich geringeren Bilanzgewinn zurückzuführen. Im Geschäftsjahr wurden 39,0 Mio. Euro in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Die Aktivseite der Bilanz wird durch das Anlagevermögen in Höhe von 4.236,0 Mio. Euro (Vorjahr: 4.082,2 Mio. Euro) beherrscht, hiervon entfallen 3.609,2 Mio. Euro (Vorjahr: 3.608,5 Mio. Euro) auf Anteile bzw. Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Beteiligungen. Darüber hinaus werden im Anlagevermögen Kapitalanlagen wie zum Beispiel Schuldscheindarlehen und Rentenfonds dauerhaft gehalten.

Das Umlaufvermögen beinhaltet vor allem Forderungen gegen verbundene Unternehmen, insbesondere Forderungen aus der Ergebnisvereinnahmung aufgrund von Gewinnabführungsverträgen und sonstige Vermögensgegenstände. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich deutlich von 1.301,9 Mio. Euro auf 489,4 Mio. Euro. Die darin erhaltenen Forderungen aus erbrachten Dienstleistungen und Konzernumlagen zum Jahresende 2016 wurden zu Beginn des Geschäftsjahres 2017 weitgehend ausgeglichen. Die liquiden Mittel stiegen um 140,6 Mio. Euro auf 401,6 Mio. Euro (Vorjahr: 260,9 Mio. Euro).

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 1.003,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1.069,4 Mio. Euro) betrafen mit 710,9 Mio. Euro aktive latente Steuern der Organgesellschaften. Diese resultieren im Wesentlichen aus Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Pensionsrückstellungen, der Kapitalanlagen und der versicherungstechnischen Rückstellungen der Organgesellschaften.

Die drei großen Ratingagenturen bescheinigen der AXA Gruppe seit Langem eine hohe Finanzkraft. Deren Einstufungen gelten ebenso für die großen deutschen Versicherungsgesellschaften der AXA Konzern AG. Standard & Poor's Ratings Services hat am 5. Oktober 2017 seine Financial Strength Rating-Entscheidung für AXA unverändert auf AA- belassen und diese wie im Vorjahr mit einem stabilen Ausblick versehen. Wenige Wochen danach, am 19. Januar 2018, hatte Moody's Investors Services sein Aa3 Insurance Financial Strength Rating mit stabilem Ausblick für die AXA Gruppe wieder bekräftigt. Fitch Ratings bewertet AXA in ihrer Insurer Financial Strength Rating-Entscheidung vom 31. Mai 2017 weiterhin mit AA-, ebenfalls mit stabilem Ausblick.

Mitarbeiter: Voneinander lernen, miteinander wachsen

Per 31. Dezember 2017 waren insgesamt 9.751 (Vorjahr: 9.888) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den AXA Konzern tätig. Davon waren 505 in einem Auszubildendenverhältnis (Vorjahr: 534), 75 als Praktikant beschäftigt (Vorjahr: 51) und 71 als Stipendiat angestellt (Vorjahr: 73). Im abgelaufenen Jahr wurden 205 Azubis eingestellt; im Jahresdurchschnitt waren 432 Auszubildende für das Unternehmen tätig. Zudem bot der AXA Konzern im Jahresverlauf 213 Praktikanten und 125 Stipendiaten die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen in der Praxis zu sammeln. Die natürliche Fluktuationsrate lag weiterhin mit 2,9 % auf niedrigem Niveau (Vorjahr: 2,4 %).

Im letzten Jahr wurde AXA von FOCUS MONEY und Deutschland TEST zum zweiten Mal in Folge mit dem Siegel "Top Karrierechancen" und damit als Arbeitgeber Nummer 1 der Versicherungsbranche ausgezeichnet. Untersucht wurden Themenfelder wie Entlohnung, Arbeitszeitmodelle, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Mitarbeiterförderung. Diese Auszeichnung spiegelt die breit angelegten Maßnahmen und Angebote des Konzerns wider, die der Konzern nachhaltig zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität verfolgt.

Beim Thema Entwicklung standen 2017 bei AXA vor allem die zukünftig benötigten Kompetenzen der Führungskräfte und Mitarbeiter im Fokus. Mit der Einführung des neuen Lernportals "yes Learning" haben alle AXA-Mitarbeiter seit Beginn des Jahres Zugriff auf über 600 Lernangebote. Hinzukommen Lernangebote der Ressort Schools, in denen unter dem Leitsatz "Voneinander lernen, miteinander wachsen" Mitarbeiter und Führungskräfte ihr Wissen und ihre Expertise an Kollegen weitergeben können, sowie das übergreifende Entwicklungsangebot "skill up". Im Jahr 2017 haben sich im Vergleich zu den Vorjahren die Teilnahmen vervierfacht (insgesamt 6.473 Teilnahmen zzgl. der Teilnahmen am digitalen Angebot "yes Learning" und dem Besuch von Trainings externer Anbieter). Dies ist ein Ausdruck für das hohe Engagement der Mitarbeiter und des Konzerns, der sich für die Weiterbildung der Mitarbeiter einsetzt. Gleichzeitig wurde das 2016 gestartete Führungskräfte-Trainingsprogramm, an dem alle Führungskräfte des Konzerns teilnehmen, zu den Schwerpunktthemen "Promoting Innovation" und "Networking Leadership" erfolgreich fortgesetzt. Der Schwerpunkt des Programms ist die gemeinsame Gestaltung der Transformation.

Der AXA Konzern hat zudem die sogenannten Förderkreise weitergeführt, deren Ziele besonders der Erfahrungsaustausch und die Vernetzung der Teilnehmer/innen untereinander sowie die Bearbeitung strategisch wichtiger Fragestellungen sind. Während der Konzernförderkreis auf die zweite Führungsebene des Konzerns ausgerichtet ist, richten sich die Potenzialkreise an talentierte Nachwuchskräfte. Das Vorstandsassistenten-Programm richtet sich an junge und ambitionierte Talente, die neben der Unterstützung des Vorstandes auch einen umfassenden Einblick in den Konzern erhalten. Insgesamt waren 2017 ca. 60 Mitarbeiter Teil dieser Förderkreise.

Um neue Talente zu gewinnen, bedarf es zielgerichteter crossmedial angelegter Employer Branding-Aktivitäten mit interner und externer Wirkung. Für das Onboarding Konzept "Neu an Bord" zur Unterstützung der Integration neuer Mitarbeiter wurde der Konzern in Kombination mit Workdate, einem digitalen Vernetzungstool, mit dem Employer Branding Award "Beste Arbeitgebermarke" in der Kategorie Internal Branding (Silber) ausgezeichnet. Zudem beschäftigte sich AXA 2017 in Deutschland und auf internationaler Ebene mit der Erarbeitung einer zukünftigen Arbeitgeberpositionierung. Ziel des Projektes ist es, ein internationales Arbeitgebermarkenversprechen und seine lokale Ausprägung abzuleiten, um kulturell zukunftsbezogen passende Kandidaten für das Unternehmen anzusprechen. Die lokale Ableitung erfolgte unter anderem auf Basis interner Mitarbeiter-Workshops, Einzelinterviews, einer Online-Befragung und Feedback-Sessions auf Karriere-Events. Sie bildet die zukünftige Grundlage jeglicher Maßnahmen in der Arbeitgeberkommunikation. Um parallel authentische und aktuelle Einblicke in die Entwicklung der Arbeitswelt bei AXA zu gewährleisten, wurden Fotokampagnen zu den Themen "Moderne Arbeitswelten - Data Innovation Lab & Transactional Business" und "NWoW - neue Arbeitswelten in Hamburg" cross medial ausgespielt. Darüber hinaus ermöglichte AXA beispielsweise. durch ein Online-Event (One Day With) zur Ansprache von IT- und Data-Profilen authentische Einblicke auf der Ebene der Online-Interaktion (Landing Page, Video-Präsentationen und Live-Chat). Die gestiegene Anzahl an Seitenaufrufen auf den verschiedenen Online Kanälen (inkl. Social Media) sowie sehr gute Bewertungen auf der Bewertungsplattform Kununu bestärken die Nachhaltigkeit und die positive Wirkung des breit angelegten Maßnahmenpakets. Zudem konnte die Reichweite des Unternehmens durch die zielgruppenorientierte Aufnahme weiterer Kanäle wie zum Beispiel Instagram und Linkedin gesteigert werden.

AXA misst auch der Thematik "Diversity & Inclusion" (D&I) eine sehr hohe Bedeutung bei, da die Vielfalt der Mitarbeiter als wichtige und bereichernde Ressource betrachtet wird. Im Rahmen von D&I setzt sich AXA unter anderem für die Frauenförderung ein. Des Weiteren werden gezielte Maßnahmen zur Unterstützung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT) sowie hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ergriffen.

Um langfristig den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu steigern, setzt AXA weiterhin auf bewährte Programme zur Entwicklungsförderung. Die Basis aller Programme ist hierbei die "Sponsoring Offensive", ein speziell für Frauen konzipiertes Programm. Hierbei haben Frauen, die Potenziale für Führungsaufgaben mit sich bringen, die Möglichkeit innerhalb eines Jahres mithilfe einer Führungskraft an ihrer Seite herauszufinden, ob sie das Thema Führung interessiert und sie dafür geeignet sind. Der Fokus hierbei liegt darauf, weibliche Talente zu erkennen und zu fördern. Seit 2015 wird dieses Programm jährlich angeboten und 2017 konnten insgesamt 51 Teilnehmerinnen vermerkt werden. Die zweite Ebene beschreibt das "Gender Mentoring Programm", das ebenfalls jährlich angeboten wird. Seit 2010 wird hierbei die Förderung von potenzialstarken weiblichen und männlichen Führungskräften ausgebaut, indem sie jeweils einen Mentor aus der ersten Führungsebene oder Geschäftsleitungsebene zur Seite gestellt bekommen. Im Jahr 2017 haben insgesamt 20 Frauen und 11 Männer an dem Gender Mentoring Programm teilgenommen. An der Spitze unserer Förderprogramme steht das sogenannte "Tandem-Programm", welches das Ziel verfolgt weibliche Führungskräfte, die nur noch wenig Entwicklungsbedarf für den nächsten Entwicklungsschritt zur ersten Führungsebene benötigen so zu fördern, dass dieser nächste Karriereschritt gelingt. Begleitet und unterstützt wird die Teilnehmerin über den Zeitraum von einem Jahr von einem Vorstandsmitglied als Sponsor. AXA möchte mithilfe dieser Programme einen nachhaltigen Pool an talentierten Nachwuchskräften aufbauen.

Ein weiterer Fokus von D&I liegt auf der Unterstützung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender. Im letzten Jahr hat AXA sich erneut gezielt auf der zielgruppenspezifischen Messe "Sticks & Stones" präsentiert und Events wie zum Beispiel den Christopher Street Day in Köln mit 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Freunden des LGBT Netzwerkes unterstützt. Außerdem haben wir unter dem Motto "AXA - schön bunt" 2017 unseren zweiten bundesweiten Diversity Tag bei AXA gefeiert.

Unsere Arbeitsbedingungen stellen sicher, dass eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglich ist. Wir unterstützen mit den angebotenen Personalinstrumenten eine Flexibilität von Arbeitszeit und -ort und fördern die Wahrnehmung verschiedener Rollen im Privat- und Arbeitsleben unserer Mitarbeiter aktiv. Die bedeutendste Wirkung zeigen die Maßnahmen, die zur Reduzierung der Erwerbsunterbrechung und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen oder die Wiederaufnahme der Tätigkeit erleichtern. Auf der betrieblichen Ebene haben wir mit folgenden Lösungen im Jahr 2017 weiter an der Reduzierung von Erwerbsunterbrechungen gearbeitet:

Flexible Arbeitszeiten
Kinderferienbetreuung
Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner zur Beratung und Vermittlung von Kinderbetreuung und Pflege
Eltern-Kind-Büro
Laptop-Pool
Kindertagesstätte auf dem Campus der Hauptverwaltung Köln
Parent Policy (Eltern erhalten seit 2017 zusätzlich zu den gesetzlich geregelten Ansprüchen von Mutterschutz und Elternzeit die Möglichkeit, zwei bis vier weitere Wochen bei voller Bezahlung freigestellt zu werden. Bei einer Adoption hat der Elternteil, der sich primär um das Kind kümmert, zusätzlich zur Elternzeit ebenfalls Anspruch auf Freistellung.)

Wir stellen sicher, dass die angebotenen Instrumente und Systeme im Arbeitsalltag angewendet werden können, ohne dass den betroffenen Mitarbeitern daraus ein Nachteil entsteht. Hierbei legen wir einen besonderen Fokus auf eine Diversitysensible Führungskultur in unserem Unternehmen. Die sogenannte vertikale Segregation, das heißt, die unterdurchschnittliche Besetzung der Führungspositionen mit Frauen ist für einen Großteil des unbereinigten Gender Pay Gap verantwortlich. Die Quoten für die internen Förderkreise (Potenzialkreise, Nachwuchs- und Konzernförderkreis) tragen mittelfristig zur Verbesserung bei. Besonderer Fokus liegt in den Diversity Förderprogrammen auf weiblichen Potenzialen (ohne Führungsaufgabe im Programm der Sponsoring Offensive), die auf ihrem Weg zur Führungskraft bei AXA durch das Team von Diversity und ein einjähriges Programm begleitet und unterstützt werden. Hierbei hat sich in den letzten Jahren die Teilnehmerzahl stetig vermehrt , sodass weiterhin daran gearbeitet wird dem bisherigen Anteil der Mitarbeiterinnen im Hinblick auf die noch vorliegende, ungleiche Verteilung der Führungspositionen entgegenzuwirken. Die Entwicklung durch dieses Programm ist durchaus positiv zu bewerten. Gleichermaßen wichtig ist das Gender Mentoring Programm, welches sich an Kolleginnen richtet, die bereits eine erste Führungsfunktion innehaben und auf eine mögliche nächsthöhere Führungsfunktion vorbereitet werden sollen (insgesamt 53 Teilnehmerinnen im Jahr 2017).

Wir ermöglichen unseren Kolleginnen während der Arbeitszeit die Arbeit in einem Frauennetzwerk "women@axa" und stellen so die Zeit des Austausches und des gegenseitigen Coachings zur Verfügung. In motivierender Art und Weise erreichen wir dadurch viele Kolleginnen und gewinnen an Akzeptanz, die Stellen nachhaltig mit entsprechendem geschlechtlichen Gleichstand besetzen zu wollen.

In der Ambition 2020 hat AXA eine "Kultur der Agilität" als ein strategisches Kernziel definiert. Mit dem Thema "Zusammenarbeit@AXA" und 12 hinterlegten Prinzipien wurde 2017 AXAs Definition dieser agilen Kultur im Unternehmen kommuniziert. Durch zahlreiche Maßnahmen, wie beispielsweise die Zusammenarbeit@AXA-Themenwoche im September, ist es gelungen, diese Definition im Unternehmen zu etablieren und die Auseinandersetzung mit diesen Prinzipien anzuregen. Eine begleitende Toolbox, die für alle Mitarbeiter im Intranet zugänglich ist wird seit März 2017 intensiv genutzt und unterstützt eine agile Zusammenarbeit im Alltag. Insbesondere die Werte "Integrity - Wir verdienen uns Vertrauen" sowie "ONE AXA - Gemeinsam erreichen wir mehr" werden von den Mitarbeitern bereits als positiv wahrgenommen.

Um eine andere Form der Zusammenarbeit zusätzlich zu fördern, AXAs Unternehmenskultur damit "agiler" werden zu lassen und am Ende eine konsequente Fokussierung auf den Kunden zu erreichen, wurden im Jahr 2017 weiterhin einige weitreichende Veränderungsinitiativen umgesetzt:

Im August 2017 wurde das erste NWoW-Gebäude für unsere 700 Hamburger Kollegen eröffnet. Damit setzt AXA ein sichtbares Zeichen für die angestrebte Unternehmenskultur. AXAs neue Arbeitswelt ist geprägt von vielen offenen Flächen, die vor allem einen offenen Austausch und Transparenz im Unternehmen fördern. Durch das Angebot verschiedener Module (zum Beispiel Projektflächen, Bibliotheken) kann der Mitarbeiter frei entscheiden, wo er seine jeweilige Aufgabe am besten lösen kann. Das kann an zwei Tagen pro Woche auch das Homeoffice sein.
Mit agil@AXA setzt AXA auf die konsequente Implementierung der agilen Methode Scrum und der Ausgestaltung einer Organisation, die Produkte mit einem klaren Kundenfokus entwickeln will. Mittlerweile arbeiten über 200 Personen in ca. 20 Teams agil nach der Methode Scrum. Zahlreiche weitere Teams werden zeitnah folgen. Die zentralen Rollen Scrum Master und Product Owner wurden weiter konkretisiert und mit einem gesonderten Auswahlprozess weiter gestärkt.

Auch 2017 hat die AXA Konzern AG wichtige Projekte abschließen können und ein stabiles Ergebnis erwirtschaftet, das ohne das große Engagement und die hohe Leistungsfähigkeit der Belegschaft nicht möglich gewesen wäre. Daher gilt unser besonderer Dank all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich durch Flexibilität, Kollegialität und hohen Arbeitseinsatz auszeichnen.

Der Dank gilt ferner den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für ihre unverändert engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sich auch in diesem Jahr erneut als sehr konstruktiv erwiesen hat. Wir sind daher fest davon überzeugt, dass wir die zukünftigen Herausforderungen gemeinsam erfolgreich meistern werden.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB:

Der Vorstand der AXA Konzern AG hat sich gemäß § 76 Abs. 4 AktG das Ziel gesetzt, bis 2020 die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands mit 25 % weiblichen Führungskräften zu besetzen. Der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstandes soll im selben Zeitraum auf 35 % gesteigert werden. Der Frauenanteil der ersten Führungsebene ist im Berichtsjahr von 14 % auf 18 % gestiegen, während in der zweiten Führungsebene ein gleichbleibender Anteil von 29 % verzeichnet werden konnte.

Der Aufsichtsrat der AXA Konzern AG hat gemäß § 111 Abs. 5 AktG beschlossen, dass bis zum 30. Juni 2020 mindestens 20 % der Mitglieder des Vorstandes und 30 % der Mitglieder des Aufsichtsrates Frauen sind. Diese Werte werden für den Aufsichtsrat derzeit bereits erreicht.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Digitale Innovationen für mehr Kundenzufriedenheit

Im Jahr 2017 hat die AXA Deutschland ein Data Innovation Lab gegründet mit dem Ziel, Kundenbedürfnisse frühzeitiger zu erkennen, Beziehungen zu Kunden zu vertiefen und effizienter zu arbeiten. Es soll dabei helfen, Innovationen aus den Bereichen Big Data, künstliche Intelligenz, User Experience oder Machine Learning in die Welt von AXA zu übertragen. Das Data Innovation Lab ist eine technologische Herzkammer des Unternehmens.

Mit innovativen Lösungen, die über das klassische Versicherungsgeschäft deutlich hinausgehen, entwickelt AXA Deutschland ihr Geschäftsmodell weiter. Die Innovationseinheit "Transactional Business" hat innerhalb kurzer Zeit konkrete Lösungen wie die Begleit-App" WayGuard" auf den Weg gebracht, die zeigen, wie zukunftsfähige Versicherungsservices aussehen können, die am Kundenbedürfnis ausgerichtet sind. "WayGuard" , ein virtueller Begleiter mit Notruffunktion, entwickelte sich im Jahr 2017 mit über 100.000 Nutzern zur führenden Begleit-App in Deutschland und brachte AXA zum Finalisten beim Deutschen Innovationspreis 2017.

Das Kundenportal "My AXA" wurde 2017 von Grund auf neu überarbeitet. Dabei stand immer im Fokus: der Bedarf der Versicherten und der Wunsch, schnell einen Überblick zum eigenen Versicherungsschutz zu erhalten. Über eine halbe Million Kunden haben sich bereits für "My AXA" registriert, darunter über 350.000, die das Portal aktiv nutzen.

Damit Menschen sich besser vor Diebstahl und Wasserschäden schützen können, veröffentlicht AXA auf der Plattform "givedatab-ack.axa" anonymisierte Schadendaten, um einen Überblick über die Risikofaktoren zu geben.

Als einer der ersten Versicherer im deutschen Markt ermöglicht AXA den komfortablen mobilen Abschluss sowie die Bezahlung der privaten Haftpflichtversicherung per Smartphone oder Tablet nach der Devise: "Mobile First".

Mit "latebird" hat AXA 2017 eine Plattform geschaffen, die Dienstleister, deren Geschäft besonders stark von kurzfristigen Terminen geprägt ist, mit Kunden vernetzt. Der kostenfreie Service läuft zunächst im Testbetrieb in Köln und konzentriert sich in dieser Phase auf die Vermittlung von Terminen in den Bereichen Frisur, Kosmetik und Wellness. So können beispielsweise Friseure, die kurzfristig Terminkapazitäten zur Verfügung stellen können, frei gewordene Termine über "latebird" an Kunden vermitteln.

Net Promoter System zur Messung der Kundenzufriedenheit eingeführt

Die Einführung des Net Promoter Systems zur Messung der Kundenzufriedenheit wurde 2017 konzernweit vorangetrieben. Mit der Einführung des Systems können Kunden erstmals aktives Feedback nach jedem Kontakt mit AXA geben. Das Feedback erfolgt anhand der Weiterempfehlungsbereitschaft und einer Veröffentlichung in Form einer Sterne-Bewertung von 1 bis 5 inklusive der individuellen bewertenden Aussagen des jeweiligen Kunden auf der Unternehmens-Homepage. AXA hat sich mit der Einführung des Systems zum Ziel gesetzt, aus kritischen Kunden, begeisterte Kunden zu machen. Alle Bewertungen werden deshalb gesammelt und umfangreich analysiert, um etwaige Optimierungsmaßnahmen im Kundenkontakt einzuleiten.

AXA Crash tests: Forschung zur Unfallvermeidung

Seit vielen Jahren veranstaltet AXA Deutschland in Zusammenarbeit mit der AXA Schweiz jährliche Crashtests zu Forschungszwecken, um für neue Risiken zu sensibilisieren und so Unfälle zu vermeiden. Die Crashtests 2017 standen unter dem Zeichen neuer Techniken insbesondere autonomes Fahren. Die Unfallforscher von AXA sind davon überzeugt, dass autonomes Fahren die Verkehrssicherheit erhöhen wird. Dennoch wird es auch in Zukunft Unfälle geben. Anhand von drei Crashversuchen hat AXA aufgezeigt, welche neuen Risiken entstehen und welche Unfälle sich auch mit der besten Technik nicht vermeiden lassen. Bestehende Risiken, die auch die Technik in Zukunft nicht verhindern wird, sind beispielsweise Naturereignisse oder Glasschäden. Zusätzlich hat AXA im April 2017 eine quantitative Umfrage mit repräsentativer Stichprobe durchgeführt, um neue Erkenntnisse über die Einstellung der Bevölkerung zum automatisierten Fahren und zur Datennutzung bei Fahrzeugen zu erheben. Befragt wurden je 500 Personen in der Schweiz und in Deutschland. Die Befragung zeigt, dass sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz noch einige Vorbehalte gegenüber dem autonomen Auto vorherrschen.

AXA Innovation Campus

Der AXA Innovation Campus unterstützt Start-ups in allen Entwicklungsphasen mit Kapital, Kooperationsmöglichkeiten oder Versicherungsschutz. Die Ideen der Gründer kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen wie Mobilität, Gesundheit, Finanzen, Verwaltung oder Smart Home.

2017 startete AXA eine Kooperation mit den Start-ups nello und optionspace. nello ermöglicht es Lieferdiensten, Pakete direkt vor der Wohnungstür abzustellen, auch wenn die Empfänger nicht zu Hause sind. AXA bietet dafür einen maßgeschneiderten Versicherungsschutz, sollte das Paket bis zur Rückkehr der Empfänger abhandenkommen. Über die Online-Plattform "option-space" können Unternehmen kurzfristig und flexibel freistehende Büroräume in mehreren Großstädten Deutschlands anmieten. AXA bietet sowohl Mietern als auch Vermietern den nötigen Versicherungsschutz.

Zudem stieg AXA Deutschland 2017 als Kooperations- und Investitionspartner beim Berliner Start-up vermietet.de ein. Die Plattform bietet Immobilienbesitzern die Möglichkeit zur effizienteren und kostengünstigeren Verwaltung ihrer Objekte.

AXA beteiligte sich darüber hinaus an Homebell. Das 2015 gegründete Start-up übernimmt den kompletten Ablauf von professionellen Handwerksleistungen und macht Renovierungs- und Sanierungsarbeiten online buchbar.

Ökologischer Fußabdruck

Als Versicherungsunternehmen, dessen Ziel der langfristige Schutz der Menschen vor Risiken ist, trägt AXA Verantwortung für den Aufbau einer nachhaltigeren Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund hat sich AXA unter anderem weltweit der Verringerung des eigenen ökologischen Fußabdrucks verpflichtet und erhebt seit 2002 einmal im Jahr eigene Umweltzahlen. Dabei steht die Reduzierung des Wasser-, Energie- und Papierverbrauchs sowie der daraus resultierenden CO2-Emissionen im Mittelpunkt. Bei AXA Deutschland konnten von 2016 auf 2017 durch verschiedene Digitalisierungsmaßnahmen vor allem der Papierverbrauch (-31 %) sowie die Reisekilometer per Bahn und Flugzeug (-17 %) verringert werden.

Ausgezeichnetes betriebliches Gesundheitsmanagement

AXA wurde 2017 beim Corporate Health Award mit dem ersten Platz in der Kategorie Versicherung prämiert. Der Corporate Health Award bescheinigt ein überdurchschnittliches Engagement des Konzerns für die Gesundheit seiner Mitarbeiter sowie eine vorausschauende und nachhaltige Personalstrategie.

AXA Mitarbeiter brechen in die Versicherung der Zukunft auf

Mit dem Großprojekt New Way of Working (NWoW) plant AXA Deutschland, bis 2020 alle Standorte nach einem offenen Raumkonzept mit individuellen Arbeits- und Kreativflächen umzubauen, um transparenter, offener, schneller und flexibler in der Zusammenarbeit zu werden. NWoW soll dabei helfen, Arbeitsroutinen zu durchbrechen und so den Austausch untereinander zu vereinfachen.

Parent Policy für mehr Familienfreundlichkeit

Im Rahmen der Parent Policy erhalten Eltern seit 2017 zusätzlich zu den gesetzlich geregelten Ansprüchen von Mutterschutz und Elternzeit die Möglichkeit, zwei bis vier weitere Wochen bei voller Bezahlung freigestellt zu werden. Bei einer Adoption hat der Elternteil, der sich primär um das Kind kümmert, zusätzlich zur Elternzeit ebenfalls Anspruch auf Freistellung.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken und die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft allein unsere Annahmen und Ansichten zum Ausdruck.

Das Risikomanagement unserer Gesellschaft basiert auf der Grundlage der §§ 23 und 26 des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) sowie der Leitlinien der EIOPA (European Insurance and Occupational Pensions Authority) zum Governancesystem und der Durchführungsverordnung 2015/35 der Europäischen Kommission.

Als Risiko wird gemäß den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungsstandards zur Risikoberichterstattung (DRS 20) ein, innerhalb dessen Risiken als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können, definiert sind. Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:

versicherungstechnische Risiken,
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft,
Risiken aus Kapitalanlagen,
operationelle und sonstige Risiken.

Im Folgenden werden unsere Organisationseinheiten des Risikomanagements und der Risikomanagementprozess aufgezeigt. Darüber hinaus wird unsere Risikosituation im Wesentlichen anlehnend an den Deutschen Rechnungslegungsstandard zur Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen (DRS 20 und Anlage 2 für Versicherungsunternehmen) dargestellt.

Organisationseinheiten des Risikomanagements

Das Risikomanagement der AXA Deutschland (AXA Konzern AG und ihre Mehrheitsbeteiligungen) wird konzernweit einheitlich angewendet.

Aufgrund der Komplexität des Versicherungsgeschäfts ist die Risikomanagementfunktion der AXA Konzern AG auf verschiedene zentrale Funktionen, Organisationseinheiten und Kommissionen verteilt. Kontrollgremium ist der Aufsichtsrat als das den Vorstand überwachende Organ. Der Vorstand ist zuständig für die risikopolitische Ausrichtung unserer Gesellschaft sowie die Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung. Das Audit & Risk Committee (ARC) unterstützt den Vorstand bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. Zu diesem Zweck hat der Vorstand Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse auf das ARC delegiert. Darüber hinaus werden im ARC unter anderem Compliance-Themen behandelt sowie Rechts- und Revisionsthemen mit Risikobezug. Darüber hinaus existiert das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium zu Compliance-Themen, operationellen Risiken, Reputationsrisiken und sonstigen Rechtsrisiken. Zusätzlich werden risikorelevante Themen in diversen Spezialgremien, wie zum Beispiel dem Internal Model Committee, dem Local Risk Reinsurance Committee, dem Asset Liability Management Committee, dem Investment Committee und weiteren Gremien besprochen.

Zur Risikomanagementfunktion gehörende Organisationseinheiten sind

der Bereich Value & Risk Management (zentrales Risikomanagement),
die Risikoverantwortlichen für die Steuerung und Kontrolle der Risiken in ihrem jeweiligen Unternehmensbereich (dezentrales Risikomanagement),
der dezentrale Risikomanager pro Ressort für die Koordination aller risikorelevanten Themen innerhalb des Ressorts (ebenfalls dezentrales Risikomanagement).
der Verantwortliche Aktuar (für die Versicherungsgesellschaften exklusive AXA easy AG und AXA Art AG).

Der Bereich Value & Risk Management - zuständige Einheit für alle Gesellschaften der AXA Deutschland - ist in das Ressort des Vorstandsvorsitzenden der AXA Konzern AG integriert.

Der Chief Risk Officer (CRO) der AXA Deutschland stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch regelmäßige Berichterstattung an das ARC im Rahmen von dessen Sitzungen beziehungsweise ad hoc sicher.

AXA hat mit Blick auf die Solvency II-Anforderungen an das System of Governance folgende Schlüsselfunktionen etabliert:

Risikomanagement-Funktion,
Compliance-Funktion,
Interne Revision,
Versicherungsmathematische Funktion.

Inhaber der Funktionen und damit Schlüsselperson ist der jeweilige Leiter des Bereichs oder der Abteilung. Dabei ist die versicherungsmathematische Funktion innerhalb der CRO-Organisation angesiedelt. AXA hat darüber hinaus den Leiter Recht sowie den Chief Investment Officer (CIO) jeweils zu weiteren Schlüsselpersonen erklärt. Für alle Schlüsselpersonen gelten besondere Anforderungen, sogenannte "Fit & Proper"-Eigenschaften (das heißt fachlich qualifiziert und persönlich zuverlässig).

Risikomanagementprozess

Das Risikomanagement unserer Gesellschaft erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess setzt sich aus Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikosteuerung und -überwachung sowie Risikokommunikation und -berichterstattung zusammen.

Risikoidentifikation: Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der ARC-Sitzungen, im Rahmen der strategischen Planung, der Aktualisierung der Risikostrategie und des Materialitätsprozesses, unter anderem durch die Aktualisierung der sogenannten "Risikopolicen" und der Dokumentation und Beschreibung operationeller Risiken. Durch die Risikopolicen werden die identifizierten wesentlichen Risiken inklusive deren aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen dokumentiert.

Darüber hinaus ist die Risikoidentifikation im Rahmen von Prüfungen der Internen Revision möglich. Risiken neuer Kapitalmarkt- und Versicherungsprodukte werden im Rahmen der beiden standardisierten Prozesse Investment Approval Process (IAP) und Product Approval Process (PAP) vom Bereich Value & Risk Management unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationeller Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und der höheren Führungsebene sowie einer Bewertung durch die jeweiligen operativen Ansprechpartner. Darüber hinaus erfolgt die Risikoidentifikation infolge einer Meldung eingetretener Risiken zur Aufnahme in die Verlustdatensammlung für operationelle Risiken, im Rahmen des Information Risk Management Prozesses (IRM) oder durch das Risk Identification and Assessment (RIA) im Rahmen des Business Continuity Managements.

Risikoanalyse und -bewertung: Aufbauend auf den Ergebnissen der Risikoidentifikation erfolgt eine Analyse und Bewertung der Risiken. Ergebnis der Risikoanalyse und -bewertung ist das Risikoprofil des Unternehmens. Identifizierte Risiken werden nach ihrer Wesentlichkeit eingeordnet. Dadurch wird sichergestellt, dass Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens identifiziert und angemessene Steuerungsmaßnahmen/-strategien definiert werden können.

Bei der Risikobewertung wird, wo sinnvoll und möglich, eine quantitative Einschätzung für die einzelnen Risiken sowie für das gesamte Risikoportfolio unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Steuerungsmaßnahmen abgegeben. Die übergreifende quantitative Risikobewertung erfolgt anhand des ökonomischen Risikokapitalmodells und der dort definierten und eingesetzten Bewertungsmethoden. Für Risikoarten, für die eine quantitative Risikomessung nicht sinnvoll oder möglich ist, wie zum Beispiel Reputations- oder strategische Risiken, wird eine qualitative Beurteilung vorgenommen. Neben qualitativen und quantitativen Metho¬den werden bei der Risikobewertung für ausgewählte Risiken situationsbedingt auch Sensitivitätsanalysen, Szenarioanalysen und Stresstests mit unterschiedlichen Zeithorizonten herangezogen.

Die Bewertung der operationellen und sonstigen Risiken erfolgt in der Risikodatenbank. Die Risikopolicen werden im Document Inventory, unserem Verzeichnis für alle Solvency II-relevanten Dokumente, geführt.

Risikosteuerung und -überwachung: Die Risikosteuerung umfasst das Ergreifen von Maßnahmen zur Risikobewältigung in unserer Gesellschaft. Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung entwickelter Konzepte und Prozesse im Einklang mit der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Risikostrategie verstanden. Dadurch werden Risiken entweder bewusst akzeptiert, ver¬mieden, vermindert oder transferiert. Durch regelmäßige Überwachung der Risiken anhand eines Soll-Ist-Abgleichs, zum Beispiel im Rahmen des implementierten Limitsystems, werden Gefahren frühzeitig erkannt. Somit wird ein Gegensteuern ermöglicht. Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risiko-/ Ertragsprofils sowie durch Überwachung der Limite der Verlust- und Risikoindikatoren. Die Risikosteuerung erfolgt immer durch die Geschäftsleitung gemäß ihrer Bereitschaft, bestimmte Risiken zu übernehmen. Dabei müssen das Risikoprofil und die Risikotragfähigkeit strikt beachtet werden. Schließlich wird in Verbindung mit einer angemessenen Berichterstattung beziehungsweise Eskalation die Einhaltung der Risikostrategie sichergestellt und die frühzeitige Identifizierung von Risiken ermöglicht.

Risikokommunikation und -berichterstattung: Das sich aus Risikoanalyse und Bewertung ergebende Risikoprofil wird gegenüber dem Vorstand kommuniziert, sodass dieser bei der Festlegung des Risikoappetits das aktuelle Risikoprofil beachten kann. Ziel der Risikoberichterstattung ist die Bereitstellung aller erforderlichen Risikoinformationen zur Einschätzung des unternehmensindividuellen Risikos unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher und interner Steuerungsanforderungen. Neben der Ergebnisberichterstattung zum ökonomischen Risikokapital werden auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht und ein auf Solvency II-Anforderungen ausgerichteter ORSA (Own Risk and Solvency Assessment)-Bericht verfasst. Darüber hinaus werden im Rahmen des Solvency II-Berichtwesens die Berichte "Bericht über die Solvabilität und Finanzlage" (SFCR) und "Regelmäßiger aufsichtlicher Bericht" (RSR) erstellt, in welchen wir unter anderem ebenso Risikomanagement und Risikoprofil unserer Gesellschaft darstellen. Diese Berichte werden den Vorständen der Versicherungsgesellschaften zur Freigabe vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das ARC und die Aufsichtsbehörde übermittelt, die SFCR wird auf unserer Internetseite veröffentlicht. Zusätzlich sind Ad-hoc-Berichterstattungspflichten, beispielsweise bei Erreichen definierter Schwellenwerte, implementiert. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des regelmäßig zusammenkommenden ARC besprochen, nachdem sie zuvor im Rahmen der weiteren Gremien diskutiert wurden.

Versicherungstechnische Risiken

Die primären Risiken aus der Schadenversicherung sind das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko.

Schaden- und Unfallversicherung

Unsere Sachversicherungsgesellschaften betreiben im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft insbesondere die Sparten Kraftfahrt-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach-, Transport- und Luftfahrtversicherung. Diese werden im direkten wie auch im indirekten Geschäft gezeichnet. Die primären Risiken aus der Schaden- und Unfallversicherung sind das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko. Ferner besteht in der Unfallversicherung bei den Produkten mit Beitragsrückgewähr noch das Zinsgarantierisiko.

Prämien- und Schadenrisiko

Unter dem Prämien-/Schadenrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen. Daher sind unsere Sachversicherungsgesellschaften in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation kurzfristig anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird durch Beitragsanpassung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption und durch vertraglich festgelegte Beitragsanpassungsklauseln risikoadäquat gehalten. Auch bei zu erwartenden Veränderungen der Marktsituation kann unser Konzern proaktiv handeln. Für Produkte mit nachteiliger Ergebnisentwicklung und beschränkten Möglichkeiten zur Kündigung oder Beitragsanpassung ist ausreichend Risikovorsorge durch Rückstellungsbildung getroffen.

Durch die Analyse und Bewertung der unternehmerischen Entscheidungsoptionen werden Risiken aus dem Kundenverhalten wie zum Beispiel vermehrtes Storno bereits im Entscheidungsprozess berücksichtigt.

Die Risikosteuerung erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt.

Die Rückversicherung orientiert sich an den unterschiedlichen Bruttokapazitäten der Sparten. Großrisiken und Kumulexposure werden auf vertraglicher Basis rückversichert. Ausnahmeakzepte innerhalb der Zeichnungskapazitäten der Sparten, die außerhalb der obligatorischen Rückversicherungskapazitäten liegen, werden durch Einzelrückversicherung rückgedeckt. Das gesamte Kraftfahrtversicherungsgeschäft sowie die Sparten Feuer/Feuer BU, Technische Versicherungen und Transport werden in jeweils eigenständigen Quoten-Rückversicherungsverträgen rückgedeckt. Zur Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie zur Ermittlung deren Treiber werden stochastische Szenarien verwendet.

Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien-/Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch um Ereignisse wie zum Beispiel Naturkatastrophen, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen. Neben Naturkatastrophen können auch durch Menschen verursachte Schadenereignisse, wie zum Beispiel Terroranschläge und Cyber Attacken, hohe Großschäden hervorrufen.

Zu unserer Risikosteuerungsstrategie gehört die ausgewogene Verteilung von Versicherungsrisiken in unseren Geschäftsfeldern. In keiner der von uns betriebenen Sparten besteht eine auffällige Risikokonzentration.

Reserverisiko

Zur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von unseren Gesellschaften Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, so dass die Nichtauskömmlichkeit der Reserve ein wesentliches Risiko darstellt. Das sogenannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeter Schäden (Spätschäden). Die Bewertung der künftigen Schadenzahlungen erfolgt im Rahmen der Einzelschadenreservierungen sowie anhand aktuarieller Schätztechniken, bei welchen der in der Vergangenheit beobachtete Schadenverlauf herangezogen wird. Großschäden werden separat geschätzt. Mithilfe von stochastischen Szenarien erfolgt eine Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treibern.

Zinsgarantierisiko

In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wird in Abhängigkeit des Tarifs für 87 -100 % des Sparanteils der Beiträge eine garantierte Zinsleistung zwischen 0,9% und 3,50% vereinbart, wobei in der Kundenerwartung nicht eine besondere Verzinsung liegt, sondern allein die Rückgewähr der gezahlten Beiträge. Dies führt zwar zu einem Zinsgarantierisiko getrieben durch die unbekannte Entwicklung der Marktzinsen, ist jedoch aufgrund des vergleichsweise geringen Beitragsvolumens und der sukzessiv gebildeten Zinszusatzreserve von eher untergeordneter Bedeutung.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken können sich aus Rentendeckungsrückstellungen der Unfall- sowie der Haftpflicht- und Kraftfahrthaftpflichtversicherung ergeben. Das wesentliche Risiko der Langlebigkeit ist durch eine vorsichtige Berechnung der Rentendeckungsrückstellungen bilanziell abgesichert. Die Bewertung im internen Risikokapitalmodell zeigt nur eine untergeordnete Rolle der biometrischen Risiken.

Kostenrisiko

Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten nicht dauerhaft durch die in die Beiträge einkalkulierten Kosten finanziert werden können. Die Kosten für Provisionen und den laufenden Betrieb werden durch Beitragszuschläge auf Basis eines umfassenden Kostencontrollings in der Produktkalkulation berücksichtigt. Damit sind wir überzeugt, dieses Risiko in angemessener Weise zu handhaben.

Lebensversicherung

Unsere Lebensversicherungsgesellschaften betreiben hauptsächlich konventionelle und fondsgebundene Kapitallebens- und Rentenversicherungen sowie Risiko-Lebensversicherungen und Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherungen. Die spezifischen Risiken aus dem Lebensversicherungsgeschäft aus Unternehmenssicht sind biometrische Risiken, Zinsgarantierisiken, Risiken aus Kundenverhalten sowie Kostenrisiken. Ferner bestehen noch spartenspezifische Risiken aus Rechtssprechung und Gesetzgebung.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken entstehen aus Veränderungen biometrischer Annahmen wie Sterblichkeit und Berufsunfähigkeit.

Die Lebensversicherungsgesellschaften steuern biometrische Risiken durch ihre Produktgestaltung, Zeichnungspolitik und Rückversicherungsverträge. Bei Berufsunfähigkeitsabsicherungen wird das biometrische Risiko durch die Leistungsprüfung auf die vertraglichen Zusagen beschränkt.

Für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen werden im Wesentlichen die bei Vertragsabschluss aktuellen, von der Aufsichtsbehörde oder der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) empfohlenen Sterbetafeln sowie Invalidisierungs- und Reaktivierungstafeln verwendet. Für die ab dem 21. Dezember 2012 verkauften geschlechtsunabhängigen Tarife werden Tafeln genutzt, die aus den aktuell empfohlenen Tafeln unter Berücksichtigung eines erwarteten Geschlechtermixes abgeleitet wurden. Alle in den Versicherungsverträgen zugesagten Leistungen werden dem Grundsatz der Vorsicht entsprechend berücksichtigt. Die Deckungsrückstellung der Versicherungen mit geschlechtsunabhängiger Tarifierung wird mit dem Ergebnis einer Kontrollrechnung auf geschlechtsabhängigen Kalkulationsgrundlagen verglichen und der höhere Wert in die Bilanz eingestellt. Durch regelmäßige aktuarielle Analysen wird ein möglicher Anpassungsbedarf bei der Deckungsrückstellung frühzeitig erkannt. Die Entwicklung der Sterblichkeit und Invalidisierungswahrscheinlichkeit wird weiterhin laufend analysiert.

Zinsgarantierisiko

Das professionelle Management der Zinsgarantien stellt eine Kernherausforderung im Rahmen des Asset Liability Managements dar. Zwar liegen die derzeitige und auch die im Rahmen der Unternehmensplanung erwartete Nettoverzinsung der Kapitalanlagen überwiegend über dem durchschnittlichen garantierten Rechnungszins des Bestandes. Nur bei der Pro bAV Pensionkasse AG liegt sie 2017 und für einen Teilbestand auch in den Jahren 2018 bis 2021 unter dem garantierten (bilanziellen) Bestandszins (inkl. Zinszusatzreserve). Unsere Gesellschaften haben zum Jahresende 2017 Zinszusatzreserven beziehungsweise Zinsverstärkungen gebildet. Bei der Berechnung von Zinszusatzreserve bzw. Zinsverstärkung werden seit 2016 Storno und Kapitalwahl berücksichtigt.

Gemäß unseren Erwartungen an die Kapitalmarktentwicklung gehen wir auch in den nächsten Jahren von weiterhin starken Zuführungen zur Zinszusatzreserve im deregulierten Bestand beziehungsweise von starken Zinsverstärkungen im regulierten Bestand aus.

Zur Absicherung gegen signifikant ansteigende Zinsen haben wir in den vergangenen Jahren langfristige Absicherungsinstrumente abgeschlossen. Dadurch soll die Finanzierung des Aufbaus der Zinszusatzreserve beziehungsweise der Zinsverstärkung auch dann sichergestellt werden, wenn die Bewertungsreserven bei steigenden Zinsen abnehmen.

Bei fondsgebundenen Versicherungen ohne Garantieteile bemisst sich die Versicherungsleistung an der Entwicklung des zugrunde liegenden Fonds. Hieraus ergibt sich für die Lebensversicherer kein Kapitalanlagerisiko, da die Höhe der Verpflichtung gegenüber den Versicherungsnehmern stets mit dem Wert des Fondsvermögens übereinstimmt. Soweit unsererseits Garantien bei fondsgebundenen Produkten ausgesprochen wurden, gelten die Aussagen zu Zinsgarantien konventioneller Produkte.

Risiken aus Kundenverhalten

Risiken aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern resultieren vor allem aus dem Stornorisiko und dem Risiko aufgrund des Kapitalwahlrechts bei Rentenversicherungen.

Die Stornoquoten in unseren Gesellschaften und in der Branche werden getrennt nach Produktlinien permanent beobachtet. Die Veränderung der Stornoquoten war in der Vergangenheit jedoch gering, sodass das resultierende Risiko aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase am Kapitalmarkt derzeit als niedrig einzuschätzen ist. Für den Fall eines veränderten Kundenverhaltens bei stark steigenden Zinsen ist, wie oben erwähnt, ein Programm mit Absicherungsinstrumenten aufgelegt worden. Ein höheres oder niedrigeres Storno in realistischem Ausmaß kann bei den fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen einen Einfluss auf die Jahresergebnisse haben.

Bei Rentenversicherungen mit älteren Rechnungsgrundlagen, bei denen eine Verstärkung der Deckungsrückstellung erfolgt, wird dabei die Inanspruchnahme des Kapitalwahlrechts berücksichtigt. Diese kann sich im Laufe der Zeit verändern und wird deshalb regelmäßig überwacht.

Risiken aus Gesetzesänderungen und Rechtsprechung

Die Deckungsrückstellung eines Versicherungsvertrages muss mindestens der Höhe des Rückkaufswertes entsprechen. Änderungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung, die eine Erhöhung des Rückkaufswertes bewirken, führen daher auch zu einer Erhöhung der Deckungsrückstellung und der Schadenrückstellung für den betroffenen (Teil-)Bestand, soweit diese Beträge den Kunden nicht in anderer Form, wie durch Auszahlung oder Umwandlung in Überschussguthaben der verzinslichen Ansammlung, gut gebracht worden sind. Die Höhe der Schadenrückstellung wird durch das erwartete Kundenverhalten beeinflusst. Es ist nicht auszuschließen, dass sich aus Gesetzgebung und Rechtsprechung eine extensive Interpretation der vom Bundesgerichtshof zu den Rückkaufswerten in den Jahren 2005 bis 2013 ergangenen Urteile entwickeln könnte, woraus zusätzliche, bisher nicht berücksichtigte Leistungen resultieren würden. Es wird regelmäßig überprüft, ob eine gesonderte Rückstellung zu bilden ist.

Ein weiteres rechtliches Risiko besteht im Hinblick auf § 5 a Abs. 2 Satz 4 VVG alte Fassung. Die nationale gesetzliche Regelung, dass ein Vertrag trotz mangelnder Belehrung spätestens ein Jahr nach Vertragsschluss nicht mehr widerrufen werden kann, ist unwirksam, das heißt alle Verträge, die unter Geltung dieser Regelung mit mangelhafter Belehrung beziehungsweise fehlender Information geschlossen worden sind, sind "ewig" widerruflich. Mit Urteil vom 19. Dezember 2013 hatte der EuGH entschieden, dass die Jahresfrist des § 5 a Abs. 2 Satz 4 VVG alte Fassung nicht mit Europarecht vereinbar ist.

Der BGH hat am 7. Mai 2014 im Nachgang zu dieser Entscheidung geurteilt, dass dem Versicherungsnehmer grundsätzlich ein Anspruch auf Rückabwicklung des Vertrages zusteht, wenn die Widerspruchsbelehrung nicht oder nicht ordnungsgemäß erfolgt ist. Der Versicherungsnehmer müsse sich allerdings insbesondere den gewährten Versicherungsschutz anrechnen lassen. Gegen dieses Urteil des BGH hat der beklagte Versicherer Verfassungsbeschwerde erhoben. Unsere Lebengesellschaften sind auch betroffen. Zur Frage der Europarechtsmäßigkeit des Policenmodells an sich hat sich der EuGH bis dato nicht geäußert. Der BGH hält das Policenmodell laut seinem weiteren Urteil vom 16. Juli 2014 für europarechtskonform, die gegen dieses Urteil eingelegte Verfassungsbeschwerde wurde vom Bundesverfassungsgericht nicht angenommen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der BGH die Europarechtsmäßigkeit des Policenmodells dem EuGH zur Entscheidung vorlegen wird. Die Rechtsprechung hierzu beobachten wir eng weiter.

Im BGH-Urteil vom 11. November 2015 zur bereicherungsrechtlichen Rückabwicklung einer fondsgebundenen Lebensversicherung wurde vom BGH herausgearbeitet, dass der Versicherungsnehmer im Falle der Rückabwicklung vom Versicherer nur tatsächlich gezogene Nutzungen herausverlangen dürfe und er seinen Tatsachenvortrag nicht ohne Bezug zur Ertragslage des jeweiligen Versicherers auf eine tatsächliche Vermutung einer Gewinnerzielung in bestimmter Höhe stützen könne. Gleichwohl sind einige Berechnungsparameter offen geblieben.

Unsere Gesellschaften AXA Lebensversicherung AG und Deutsche Ärzteversicherung AG haben daher Rückstellungen für die Thematik § 5 a VVG alte Fassung gebildet. Die weitere Entwicklung wird beobachtet.

Kostenrisiko

Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten durch die einkalkulierten Kosten dauerhaft nicht finanziert werden können. Die Überwachung des Kostenrisikos erfolgt durch ein umfassendes Kostencontrolling. Damit sind wir überzeugt, dieses Risiko in angemessener Weise zu handhaben und schätzen seine Bedeutung bei der Bewertung unserer Risikotragfähigkeit als gering ein.

Krankenversicherung

Die AXA Krankenversicherung betreibt insbesondere die Krankenvollversicherung sowie die Pflegeversicherung und verschiedene Arten der Zusatzversicherung. Die primären versicherungstechnischen Risiken aus dem Krankenversicherungsgeschäft sind Krankheitskosten-/ Leistungsrisiken, biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten und Reserverisiken. Ferner bestehen noch temporäre Zinsgarantierisiken sowie Risiken aus gesetzgeberischen Maßnahmen.

Versicherungstechnische Risiken können dazu führen, dass die zu zahlenden Leistungen und Kosten nicht mehr aus den Beitragseinnahmen, den Anlageerträgen und der planmäßigen Auflösung der Alterungsrückstellung finanziert werden können. Ein mindestens jährlich durchzuführender, gesetzlich vorgeschriebener Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Leistungen ermöglicht jedoch ein zeitnahes Erkennen von Abweichungen in den erwarteten Leistungen. Bei Bedarf erfolgt eine Beitragsanpassung.

Krankheitskosten-/Leistungsrisiken

Unter dem Krankheitskosten-/Leistungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen Krankheits- und Pflegekosten die erwarteten, in dem Beitrag berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Im Falle eines kurzfristigen und nicht nur vorübergehenden Anstiegs der Krankheits- und Pflegekosten über den kalkulierten Rahmen oder einer Pandemie kann auf die unerwartete Leistungserhöhung gegebenenfalls erst mit einer zeitlichen Verzögerung durch eine Beitragsanpassung reagiert werden.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken entstehen in der Krankenversicherung aus einer steigenden Lebenserwartung, wodurch mit einer verlängerten Inanspruchnahme und somit einer Erhöhung der Versicherungsleistungen zu rechnen ist. Die Sterbetafeln werden jährlich von der Deutschen Aktuarvereinigung auf ausreichende Sicherheit überprüft und notwendige Anpassungen in der neuen PKV-Sterbetafel dokumentiert. Soweit sich ein Aktualisierungsbedarf ergibt, verwenden wir die neuen Werte unverzüglich bei der Kalkulation neuer Tarife beziehungsweise bei Beitragsanpassungen. Dieser Aktualisierungsbedarf kann auch durch den seit 2008 jährlich durchzuführenden Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Sterbewahrscheinlichkeiten ausgelöst werden.

Risiken aus Kundenverhalten

Ein Risiko aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern stellt insbesondere das Stornorisiko dar. Die in der Tarifierung angesetzten Stornowahrscheinlichkeiten basieren sowohl auf eigenen als auch auf Verbandserfahrungen und sind aktuariell ausreichend vorsichtig bemessen. Die Stornoquoten bei der AXA Krankenversicherung und in der Branche werden permanent beobachtet, so dass frühzeitig eine Veränderung erkannt und gegebenenfalls in Beitragsanpassungen und Neukalkulationen berücksichtigt wird.

Darüber hinaus beobachten wir aufmerksam die Auswirkungen unserer Beitragsanpassungen auf das Kundenverhalten. Damit sind insbesondere Storni, Tarifwechsel und die Nichtzahlung von Beiträgen gemeint. Durch die Einführung des Notlagentarifes, in den Kunden, die ihre Beiträge nicht zahlen, nach einer gewissen Zeit umgestellt werden, wurde das Risiko, durch Nichtzahlung von Beiträgen Verluste zu erleiden, für die privaten Krankenversicherungsunternehmen abgemildert. Während der Versicherung in diesem Tarif ist nur der für Notfallleistungen erforderliche Beitrag zu zahlen, und es erfolgt kein weiterer Aufbau von Alterungsrückstellung. Zusätzlich wird der Beitrag für den Notlagentarif dadurch gemindert, dass Teile einer vorhandenen Alterungsrückstellung darauf angerechnet werden. Zahlt der Kunde überhaupt keine Beiträge, so wird dennoch der aus der Alterungsrückstellung resultierende Teil dem Beitragskonto zugeführt. Damit stehen insgesamt wieder mehr Mittel als Zuführung zur Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung zur Verfügung.

Reserverisiken

Zur Finanzierung des mit dem Alter steigenden Krankheitsrisikos werden Alterungsrückstellungen gebildet. Aus diesen Rückstellungen werden zukünftige Leistungen an die versicherten Personen finanziert, die planmäßig nicht mehr durch die gezahlten Beiträgen zu decken sind. Die Höhe der Zahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, insbesondere aufgrund steigender Krankheitskosten-/Leistungszahlungen (siehe vorstehend) und einer sinkenden Sterblichkeit, deren Veränderung aufgrund der regelmäßigen Überprüfung jedoch in den vergangenen Jahren nicht mehr so gravierend war wie in früheren Jahren, in denen die Aktualisierung in längeren Zeiträumen erfolgte. Definitiv schon feststehende medizinische Entwicklungen sind jedoch in der Alterungsrückstellung in dem Augenblick eingepreist, in dem sie in den Beiträgen berücksichtigt sind (Krankenversicherungsaufsichtsverordnung). Insgesamt ist das Reserverisiko als gering einzuschätzen, da durch regelmäßige Beitragsanpassungen der Leistungsbedarf aktualisiert wird.

Zinsgarantierisiko

Der Alterungsrückstellung werden jährlich Zinserträge zugeführt, wobei der Rechnungszins gesetzlich auf 3,5 % nach oben begrenzt ist. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase wurde in den letzten Beitragsanpassungen seit dem 1. Januar 2014, in den von den Beitragsanpassungen betroffenen Einheiten der Rechnungszins abgesenkt. Maßgeblich für die Höhe des Rechnungszinses ist die zukünftige Zinserwartung, die mithilfe des aktuariellen Unternehmenszinses (AUZ) nach einem brancheneinheitlichen Verfahren unternehmensindividuell ermittelt wird. Bei dem AUZ handelt es sich um ein mit der Deutschen Aktuarvereinigung und der Aufsichtsbehörde abgestimmtes Verfahren zur Zinsprojektion, das auf Basis der Vorjahresergebnisse und offiziellen, durch die Bundesbank veröffentlichten Zinskurven für Neuanlagen die Zinserwartungen für das übernächste Jahr schätzt. Aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen sinkt der AUZ branchenweit und im Hinblick darauf sind Absenkungen des Rechnungszinses im Rahmen von Beitragsanpassungen unvermeidlich. Alle Tarifneueinführungen seit Einführung der Unisex-Tarife wurden von vornherein mit einem deutlich niedrigeren Zinssatz kalkuliert. Die über den Rechnungszins hinausgehenden Zinsen werden fast vollständig zur Beitragsermäßigung im Alter verwandt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Nettoverzinsung mit 3,4 % knapp unter dem gesetzlichen Höchstrechnungszins aber über dem durchschnittlichen Rechnungszins im Bestand, sodass für die meisten unserer Kunden Mittel zur Beitragsentlastung im Alter zurückgestellt werden konnten. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eventuell nur verzögert möglicher Rechnungszinsabsenkungen kann sich die Zinsmarge reduzieren. Wir streben durch Vermeidung von Neuanlagen in Ländern und bei Emittenten, für die eine erhöhte Abschreibungswahrscheinlichkeit besteht, weiterhin ausreichende Kapitalerträge an, um dauerhaft unsere Zinszusagen zu erfüllen.

Risiken aus Gesetzesänderungen und Rechtsprechung

Mögliche gegen uns lautende gerichtliche Einschätzungen unserer Umsetzung der VVG-Reform könnten rückwirkende Auswirkungen auf unsere Leistungsverpflichtungen haben. Es gibt zurzeit keine gerichtlichen Verfahren, die signifikante Änderungen begründen könnten.

In 2017 gab es mehrere nicht rechtskräftige Urteile bezüglich der Wirksamkeit von Beitragsanpassungen in drei Tarifen und jeweils ein beziehungsweise zwei Jahrgängen in der Krankenversicherung aus Gründen, die sich auf Formalitäten im Prozess der Beitragsanpassungen beziehen. Unsere Gesellschaft hat gegen diese Urteile Berufung (BGH)/Revision eingelegt, da wir die in Rede stehenden Urteile für sachlich falsch halten. Begründet sehen wir unsere Rechtsauffassung sowohl in der Literatur als auch in vergleichbaren Verfahren zu Beitragsanpassungen. Diese Rechtsauffassung wird auch von den uns im BGH-Verfahren vertretenden Rechtsanwälten geteilt. Daher sehen wir einen Ausgang der Verfahren mit materieller finanzieller Auswirkung auf unsere Gesellschaft als sehr unwahrscheinlich an.

Aktuell liegen uns mehr als 100 Klagen zu den streitgegenständlichen Themenkomplexen vor. Im Vergleich zum Volumen nur einer einzigen Beitragsanpassung ergibt sich danach eine Quote deutlich unterhalb von 1%. Für die Bewertung des wirtschaftlichen Risikos wären noch risikomindernden Maßnahmen oder Einflussfaktoren zu berücksichtigen. Das Thema wird insgesamt von unserem Risikomanagement, aktuariell und rechtlich begleitet. Gerade im Rahmen des Revisionsverfahrens vor dem BGH wird im kommenden Jahr zu sehen sein, welche rechtlichen Eckpfeiler gesetzt werden und welche Auswirkungen diese überhaupt auf eine materiell richtige Beitragsanpassung haben können. Ein materielles Risiko für unsere Gesellschaft erwarten wir lediglich, wenn der BGH entgegen der Literaturmeinung, der vorliegenden Gutachten und der in den letzten Jahren in diesem Bereich beobachteten Rechtsprechung urteilen sollte.

Veränderungen im Gesundheitssystem

Im Allgemeinen werden Veränderungen im Gesundheitssystem beobachtet, insbesondere auch aktuelle Diskussionen zu möglichen gesetzlichen Änderungen, die sich nach der Bundestagswahl 2017 ergeben und wesentliche Auswirkungen auf unsere Risikolage haben könnten. Die Auswirkungen werden abgeschätzt und, wenn erforderlich, in der Unternehmensplanung berücksichtigt.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft resultieren für unsere Konzerngesellschaften aus Beitragsforderungen, Forderungen gegenüber Versicherungsvermittlern, Leistungsrückforderungen sowie Forderungen beziehungsweise Ansprüchen gegenüber Rückversicherern.

Sowohl bei der über unsere französische Gruppengesellschaft AXA Global Re (ehemals AXA Global P&C und AXA Global Life) retrozedierten Vertragsrückversicherung als auch bei der direkt abgegebenen fakultativen und vertraglichen Rückversicherung wird nur mit erstklassigen Rückversicherern zusammengearbeitet.

Risiken aus Kapitalanlagen

Die Kapitalanlagen unserer Gesellschaft bestehen hauptsächlich aus Anteilen an verbundenen Unternehmen. Deshalb werden im Folgenden die Kapitalanlagerisiken des AXA Konzerns dargestellt. Diese werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden. Dieses wird unter anderem durch eine ausgewogene Diversifikation und strikte Begrenzung von Konzentrationsrisiken gewährleistet.

Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die durch die im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und andere risikomindernde Maßnahmen bewusst eingegangen werden. Zum Erhalt beziehungsweise Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und fortlaufend an das jeweilige Kapitalmarktumfeld angepasst.

Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt:

Marktrisiken

Die Marktpreisrisiken unserer Gesellschaften beruhen im Wesentlichen auf Wertverlusten bei Aktien und festverzinslichen Anlagen. Ferner sind die nicht börsennotierten Beteiligungen sowie der Immobilienbestand den Marktpreis- beziehungsweise Wertänderungsrisiken ausgesetzt. Auch können im Bereich Private Equity aufgrund einer zukünftigen Verschlechterung des Marktumfeldes Wertrückgänge bzw. Abschreibungen der Beteiligungen nicht ausgeschlossen werden.

Die Auswirkungen diverser Faktoren auf die Marktwerte der Kapitalanlagen werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Bei der Simulation der Marktwertschwankungen werden die bestehenden Währungssicherungen und andere derivative Absicherungsmechanismen berücksichtigt.

Zinsänderungsrisiko gehört zu den wichtigsten Finanzmarktrisiken, da die Kapitalanlagen der Versicherungsgesellschaften zum Großteil aus festverzinslichen Wertpapieren bestehen. Allerdings ergibt sich das Zinsrisiko aus dem Durationsmismatch zwischen Aktiv- und Passivseite der Bilanzen unserer Gesellschaft bzw. unserer Versicherungsunternehmen. Die Festlegung von Durationszielen erfolgt durch regelmäßige Asset Liability Management-Analysen im Einklang mit der Risikotragfähigkeit der jeweiligen Gesellschaft.

Währungsrisiken bestehen nur in wirtschaftlich unbedeutendem Umfang, da wir hauptsächlich im europäischen Raum investieren. Fremdwährungsinvestitionen werden begrenzt, kontrolliert und größtenteils gegen Wechselkursschwankungen abgesichert. Dies erfolgt durch den Einsatz von Fremdwährungsderivaten, zum Beispiel Devisentermingeschäften.

Die Immobilienanlagen bestehen zum großen Teil aus deutschen Büro- und Gewerbeimmobilien. Die Wertentwicklung ist deshalb im Wesentlichen abhängig von der Konjunkturlage in Deutschland.

Wir verfolgen die Entwicklung der Kapitalmärkte sehr genau und ergreifen Maßnahmen bei signifikanten Wertverlusten. Die Maßnahmen beinhalten unter anderem notwendige Abschreibungen auf die nachhaltigen Werte einzelner Kapitalanlagen, den selektiven Verkauf einzelner Titel und den optionalen Einsatz von Wertsicherungsmaßnahmen, um die Portfolios kurzfristig gegen weitere Wertverluste abzusichern.

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners beziehungsweise Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen und Genussrechten.

Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt entweder mit Hilfe von Ratingagenturen oder nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft.

Zusätzlich zur Überwachung der Ratings nehmen wir in Zusammenarbeit mit den von uns mandatierten Vermögensverwaltern Detailanalysen zu potenziell ausfallgefährdeten Wertpapieren vor, auf deren Basis dann über risikomindernde Maßnahmen entschieden wird. Für diese Analysen werden alle im Markt vorhandenen Informationen herangezogen.

Für die Vergabe von Hypotheken- und Refinanzierungsdarlehen durch unsere Gesellschaften gelten Vergaberichtlinien und strenge Vorschriften bezüglich der Bonität. Als Sicherheit von Hypothekendarlehen bestehen Pfandrechte an Grundstücken. Die Vergaberichtlinien knüpfen eine Finanzierung im Regelfall an private Nutzung und erstrangige Absicherung.

Die einzelnen Engagements im Bereich Hypotheken einschließlich Forward-Darlehen bei unseren Gesellschaften unterliegen der regelmäßigen Überwachung. Mithilfe unserer Kontrollverfahren für den Zins- und Tilgungsdienst sowie unseres Mahnverfahrens erhalten wir einen detaillierten Überblick über ausstehende Zahlungen.

Einlagen bei Kreditinstituten erfolgten im Geschäftsjahr 2017 ausnahmslos bei Banken, die über ein Investment Grade Rating verfügen.

Die Kontrahenten der Derivatepositionen verfügen ausnahmslos über ein Investment Grade Rating, sofern die Geschäfte nicht über die Terminbörse Eurex abgewickelt wurden. Das Gegenparteirisiko der Derivategeschäfte wird fortlaufend durch die Stellung von Sicherheiten (Collateral) abgesichert.

Für einige OTC-Derivate gilt die Clearingpflicht über zentrale Gegenparteien sowie die Meldepflicht an das Transaktionsregister. AXA stellt die Einhaltung der Anforderungen aus EMIR (European Market Infrastructure Regulation) gruppenweit sicher.

Die Konzerngesellschaften sind in Staatsanleihen investiert. Auch wenn wir zurzeit Ausfälle innerhalb dieser Bestände aufgrund verschiedener Stützungsmaßnahmen nicht für ein wahrscheinliches Szenario halten, können wir künftige Abschreibungen auch vor dem Hintergrund politischer Unwägbarkeiten nicht ausschließen.

Ebenso halten wir Fremdkapitalinstrumente, die von nationalen und internationalen Banken sowie Unternehmen außerhalb des Finanzsektors emittiert wurden. Dieses Exposure wird entweder direkt oder über Fonds, Derivate und strukturierte Produkte gehalten und enthält zu einem geringen Teil auch nachrangige Instrumente. Zur weiteren Diversifikation dieses Portfolios tätigten unsere Konzerngesellschaften Investitionen in alternative, weniger liquide Assetklassen, unter anderem Infrastruktur-, Mittelstands-, gewerbliche Immobilienfinanzierungen sowie alternative Kreditstrategien. Diese Anlagen werden zum weit überwiegenden Teil als Investment Grade eingestuft. Die meisten festverzinslichen Wertpapiere in unserem Bestand und dem Bestand unserer Versicherungsgesellschaften verfügen über ein Investment Grade Rating. Der größte Teil der Rentenbestände ist besichert beziehungsweise von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem geringen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Bonität einzelner Emittenten sich in der Zukunft verschlechtert und damit Abschreibungsbedarf entstehen könnte.

Konzentrationsrisiken

Konzentrationsrisiken entstehen, wenn Unternehmen hohe einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingehen und daraus hohe Ausfallverluste resultieren können. Bei der Kapitalanlage entstehen Konzentrationsrisiken, wenn Investitionen in einzelne Kapitalanlageprodukte oder Emittenten oberhalb definierter Grenzen durchgeführt werden. Aus diesem Grunde stehen Konzentrationsrisiken im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken und werden durch die Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht.

Liquiditätsrisiken

Aufgrund der vorab vereinnahmten sowie verzinslich und liquide angelegten Beiträge ist das Liquiditätsrisiko für Versicherungsunternehmen grundsätzlich gut steuerbar. Wir tragen dem Risiko unzureichender Liquidität durch eine mehrjährige Planung der Zahlungsströme Rechnung. Zusätzlich erfolgt für einen rollierenden Zwölfmonatszeitraum eine Prognose auf Monatsbasis. Für die Überwachung des Liquiditätsrisikos wird darüber hinaus ein Liquiditätsstresstest durchgeführt.

Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit unsere Gesellschaften den Verpflichtungen gegenüber ihren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Bei einem eventuell auftretenden unvorhergesehenen Liquiditätsbedarf wird auf Grundlage des konzerninternen Liquiditätshilfeabkommens Liquidität zur Verfügung gestellt.

Risikosteuerung der Kapitalanlagen

Innerhalb des AXA Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen im Einklang mit den aufsichtsrechtlichen Anforderungen implementiert. Der Vorstand entscheidet über die Kapitalanlagestrategie auf Basis des Vorschlags des Asset Liability Management Committees. Dieser muss vorher hinsichtlich vorgegebener Risikotoleranzen vom lokalen Risikomanagement übergeprüft werden. Das Investment Committee implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation) und die Einhaltung vorgegebener Limitsysteme. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Kapitalanlagenrichtlinie mit dem Grundsatz unternehmerischer Vorsicht gemäß § 124 Abs. 1 Versicherungsaufsichtsgesetz. Zusätzlich werden Konzentrationsrisiken durch das Risikomanagement regelmäßig ausgewertet und überwacht.

Ziel des strukturierten Anlageprozesses ist es, die Risiken in den Portfolios durch systematische und kontrollierte Abläufe zu steuern. Unter Berücksichtigung des Risikoappetits werden Anlageentscheidungen auf Basis von Asset Liability Management-Analysen vor dem Hintergrund der versicherungstechnischen Verpflichtungen, der Bewertungsreserven und der Eigenkapitalausstattung getätigt. Im Rahmen der strategischen und taktischen Asset Allocation bestehen prozentuale Begrenzungen für die einzelnen Anlageklassen. Zusätzlich werden Limite für Bonität, Einzelemittenten und die Duration des festverzinslichen Portfolios definiert und überwacht. Bei der Risikoeinschätzung wird dabei von einem dem jeweiligen Risiko adäquaten Prognosezeitraum ausgegangen. Zur Bewertung der Anlagerisiken steht eine Vielzahl von Risikomanagement-Instrumenten zur Verfügung.

Zum Zwecke der effizienten Portfolioverwaltung und -steuerung wird der Einsatz derivativer Finanzinstrumente regelmäßig geprüft. Mit diesen Instrumenten werden verschiedene Motive der Portfoliosteuerung umgesetzt: Absicherung, Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung. Das Hauptmotiv beim Einsatz von derivativen Instrumenten der Kapitalanlagen ist die Absicherung (Hedging), wodurch das im Portfolio liegende wirtschaftliche Risiko reduziert wird.

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Asset Liability Management Committee und des Investment Committee wird das Kreditrisiko des Gesamtportfolios, einzelner Analageklassen sowie kritischer Emittenten unter der systematischen Teilnahme des Chief Investment Officers und des Finanzvorstandes besprochen.

Das Audit and Risk Committee (ARC) wird regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen und die Risikosituation des Konzerns und der Einzelgesellschaften informiert.

AXA Bank

Die AXA Bank AG verfügt über ein eigenständiges Risikomanagement. Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Banken (MaRisk BA) geben den aufsichtsrechtlichen Rahmen der Prozesse vor. Die Anforderungen dieses Rundschreibens beziehen sich auf das Management der für das Institut wesentlichen Risiken. Grundsätzlich sind zumindest die Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken und operationellen Risiken als wesentliche Risiken einzustufen.

Die internen Umsetzungen hierzu werden in der Risikostrategie der Bank geregelt. Zielsetzung der Risikostrategie ist es, ein betriebswirtschaftlich sinnvolles und effektives Risikomanagement zu verankern. Unter dem Begriff "Risiko" ist eine Verlust- oder Schadengefahr definiert, die entsteht, wenn eine zukünftige Entwicklung im Verlauf negativ von der Planung abweicht und mit einer Vermögensminderung verbunden ist.

Die AXA Bank verfolgt eine konservative Risikopolitik. Das bedeutet für die praktische Umsetzung, dass im Grundsatz die Investitionsalternativen risiko- und renditeorientiert ausgewählt werden. Die konservative Ausrichtung schlägt sich auch bei der Ermittlung der Risikotragfähigkeit nieder, da bei der Aggregation der Risiken auf eine Risikoreduzierung durch Korrelationen verzichtet wird.

Bei den wesentlichen Risiken stellen das Kreditrisiko und das Counterparty Risiko das überwiegende Adressenausfallrisiko dar.

Die Steuerung der Adressrisiken erfolgt über ein Gordy Modell. Die hierfür notwendigen Ausfallwahrscheinlichkeiten und Ausfallquoten werden intern ermittelt oder aus dem externen Rating der Geschäftspartner abgeleitet. Die Marktpreisrisiken werden mit Value-at-Risk Ansätzen barwertig ermittelt. Die Ermittlung der Risiken erfolgt auf Basis historischer Schwankungen der Geld- und Kapitalmarktzinssätze und kann somit unabhängig von einer Zinsprognose durchgeführt werden.

Im Rahmen der jährlichen Kapitalallokation werden Risikolimite für die einzelnen Risiken aus der Planung abgeleitet. Über ein Ampelsystem von Frühwarnwerten, kritischen Werten und Limiten werden diese Limite gesteuert. Bei Überschreiten der definierten Grenzen können sowohl Maßnahmen zur Risikoreduzierung vorgeschlagen werden als auch bei Planabweichungen eine Reallokation der einzelnen Risikolimite als Maßnahme erfolgen.

Durch ein aktives Asset-Liability-Management unterliegen die Marktpreisrisiken höheren Schwankungen als die Adressrisiken. Aus diesem Grund sind unterjährige Reallokationen bei den Risikolimiten für Marktpreisrisiken häufiger anzutreffen. Die Bank verzichtet aber weiterhin auf spekulativen Geldhandel und führt kein Handelsbuch. Dem Management der Liquiditätsrisiken schenkt die AXA Bank besondere Beachtung und steuert sowohl die dispositiven als auch die strukturellen Liquiditätsrisiken.

Für die Steuerung der dispositiven Liquiditätsrisiken hat die AXA Bank ein eigenes Modell entwickelt, das die institutsspezifischen Besonderheiten berücksichtigt. Durch Annahmen für Normal-, Belastung- und Stress-Szenarien verfügt die interne Liquiditätssteuerung über ein Frühwarnsystem und einen definierten Risikoappetit. Ergänzend stellen regelmäßige Liquiditätsanalysen die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicher.

Die Kapitalanforderungen für operationelle Risiken werden über den für Banken aufsichtsrechtlich wählbaren Basisindikatoransatz ermittelt. Das regelmäßig durchzuführende Risikoassessment für diese Risikoart wird über den einheitlichen Assessment Prozess im AXA Konzern sichergestellt. Die wesentlichen Risiken werden im Rahmen von durchgängigen Risikomanagementprozessen laufend überwacht und durch interne Limite gesteuert und begrenzt. Die Limite werden auf Basis des Risikoappetits von der Geschäftsleitung der Bank festgelegt.

Des Weiteren wird die Bank über ein Ampelsystem von Frühwarnindikatoren gesteuert, diese unterteilen sich in Frühwarnwerte, kritische Werte und Limite. Überschreitungen von Frühwarnindikatoren lösen geeignete Risikosteuerungsmaßnahmen aus. Die Ergebnisse fließen wiederum in den Managementprozess ein. Die Gesamtbanksteuerung dient hierbei als Grundlage für Managemententscheidungen und soll mögliche negative Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragskraft der Bank vermeiden beziehungsweise minimieren. Im Rahmen der Steuerung simulieren Szenarioanalysen mögliche zukünftige Ereignisse. Dabei werden Marktentwicklungen, volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Kennzahlen zur Simulation herangezogen.

Aufgrund der risikoaversen Ausrichtung wird von einer stabilen Risikosituation der Bank ausgegangen.

Operationelle und sonstige Risiken

Operationelle Risiken beinhalten Risiken aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen, Risiken aus Mitarbeiterverhalten sowie aus systembedingten oder externen Vorfällen. Ferner sind Rechtsrisiken mit inbegriffen, welche die Möglichkeit eines Verlustes aufgrund von Veränderungen der aktuellen Rechtslage umfassen.

Unsere Gesellschaften bzw. AXA Deutschland unterscheidet hierbei die Risikokategorien Interner Betrug, Externer Betrug, Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitssicherheit, Kunden-, Produkt- und Geschäftspraxis, Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsunterbrechung und Versagen von Systemen, Durchführungs-/Produkt-/Leistungs-/Prozessmanagement, konkrete Rechtsänderungen. Als risikobewusste Versicherungsgruppe hat AXA Deutschland Prozesse und Systeme zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung der operationellen Risiken entwickelt. Die Methoden und Prozesse werden kontinuierlich weiterentwickelt. Die operationellen Risiken sind in das Interne Kontrollsystem integriert. Eine Bewertung erfolgt sowohl qualitativ als auch quantitativ. Die Ergebnisse der Risikobewertung fließen in die Unternehmenssteuerung ein.

AXA Deutschland führt eine Sammlung von Daten aus operationellen Verlusten durch. Zudem ist AXA Deutschland (über die AXA GruppeMitglied der Operational Riskdata Exchange Association (ORX), einer internationalen Plattform zum Austausch operationeller Verluste.

Das Risikoprofil der AXA Deutschland ist wie im Vorjahr durch Gerichtsentscheidungen und Gesetzesvorhaben geprägt. Änderungen von rechtlichen Regelungen werden laufend auf ihre Auswirkungen auf die AXA analysiert. Um auf diese risikoadäquat reagieren zu können, existiert eine enge Zusammenarbeit des operationellen Risikomanagements mit der Rechts- sowie Complianceabteilung. Steigend sind weiterhin IT-Risiken inklusive Risiken um Datenschutz und IT-Sicherheit. Daher wurde bereits in 2013 ein Projekt zur Identifizierung und Beseitigung von IT-Schwachstellen initiiert, Anfang 2014 gestartet und in den Folgejahren weiter ausgestaltet. Auf diese Weise wird eine kontinuierliche Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen im Bereich der IT-Sicherheit gewährleistet. Interne Kontrollprozesse reduzieren Risiken im Zusammenhang mit der Erstellung des Jahresabschlusses.

Darüber hinaus stehen Risiken aus der Einführung von Großprojekten unter besonderer Beobachtung. Bereits während der Projektphase werden erforderliche Maßnahmen identifiziert, so dass entstehende Risiken frühzeitig analysiert und gesteuert werden. Zusätzlich wird das operationelle Risikomanagement über jeden Projektchange informiert, um die Risikolage angemessen beurteilen zu können. Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, aus Systemausfällen und anderen Katastrophenereignissen werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert. Notfallprozesse werden organisiert und alle notwendigen Präventivmaßnahmen zum Zweck der Unternehmenssicherheit ergriffen. Durch die Setzung verbindlicher Standards mit Fokus auf die operationellen Risiken sollen mögliche Negativfolgen reduziert und der wirtschaftliche Fortbestand der AXA jederzeit garantiert werden. Diese sehen vor, dass interne und externe Bedrohungen, die eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse zur Folge haben könnten, regelmäßig beurteilt werden.

Der Leiter Operationelle Risiken ist Mitglied im zentralen Krisenmanagement-Team, um die Sicht des Risikomanagements in der Krisenorganisation sicherzustellen.

Auch strategische, Reputations- und weitere Rechtsrisiken werden permanent eng überwacht, das Instrumentarium insbesondere an präventiven Maßnahmen ständig überprüft und erweitert. Diese Maßnahmen inklusive der umfassenden Analyse und Bewertung sind geeignet, unsere in ihrer Bedeutung als gemäßigt eingeschätzten operationellen Risiken auf ein angemessenes Niveau zu reduzieren.

Ferner können Risiken aus der Anwendung steuerlicher Vorschriften entstehen. Diesen begegnen wir durch ein systematisches Management aller steuerlich relevanten Prozesse. Feststellungen aus steuerlichen Betriebsprüfungen früherer Jahre werden analysiert und bewertet und fließen in die Steuerung ein.

Risiken aus Pensionsrückstellungen

Unsere Gesellschaft hat früheren und teils noch aktiven Mitarbeitern Pensionen zugesagt. Im Zusammenhang mit den Pensionsplänen können Pensionsrisiken sowohl bei den Vermögenswerten der Aktivseite als auch auf der Passivseite relevant werden. Dies ist zum einen über Marktwertrückgänge des Planvermögens auf der Aktivseite, aber auch über eine Zunahme der Verpflichtungen auf der Passivseite, zum Beispiel durch Änderungen des Rechnungszinses, möglich. Auf der Verpflichtungsseite können zudem versicherungstechnische Risiken wie das Langlebigkeitsrisiko auftreten. In diesem Zusammenhang wird das Pensionsrisiko als dasjenige Risiko angesehen, dass das Trägerunternehmen zur Bedienung der zugesagten Rentenverpflichtungen Nachschüsse leisten muss.

Die Risiken für die Pensionsverpflichtungen werden in unserem internen Risiko-Modell berücksichtigt, berechnet und überwacht. Das niedrige Zinsniveau wird nach wie vor als Hauptbelastungsfaktor sowohl für die Höhe der ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen, aus denen zusätzliche Aufwendungen zur Erhöhung der Rückstellungen resultieren, als auch für die Höhe der mit vertretbarem Risiko erzielbaren Erträge aus der Kapitalanlage betrachtet. Aus einem weiterhin anhaltenden Niedrigzinsumfeld resultiert eine weitere Absenkung des Rechnungszinssatzes, wodurch die Rückstellungen zu den Pensionsverpflichtungen weiter ansteigen. Die in den nächsten Jahren zu leistenden Zuführungen zu den Rückstellungen sind in den Planungen bereits berücksichtigt und auch im Fall von anhaltend niedrigen Zinsen sind geeignete Maßnahmen zur Finanzierung identifiziert.

Kapitalmanagement und Solvabilität

Die Steuerung der Kapitalbasis erfolgt nach den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Ziel ist es, die jederzeitige Erfüllung der versicherungsvertraglichen Verpflichtungen sicherstellen zu können - selbst wenn im Extremfall die hierfür gebildeten versicherungstechnischen Rückstellungen unzureichend wären. Für die Bereitstellung des entsprechenden Eigenkapitals wird eine angemessene Verzinsung angestrebt.

Zum 1. Januar 2016 ist Solvency II - mit seiner deutlichen Risiko- und Marktausrichtung - in Kraft getreten. Auf nationaler Ebene sind die Vorschriften im Versicherungsaufsichtsgesetz neue Fassung geregelt. Die hieraus resultierenden Anforderungen sind von uns in Form von verabschiedeten Leitlinien zeitgerecht erfüllt worden, diese werden in der Unternehmensorganisation unserer Versicherungsgesellschaften angewendet.

Die AXA Gruppe hat ein Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung entwickelt, das Ende November 2015 von der französischen Versicherungsaufsicht ACPR (Autorité de Controle Prudentiel et de Résolution) genehmigt wurde und ab dem 1. Januar 2016 als Internes Modell unter Solvency II dient. Zur Sicherstellung der Angemessenheit des entwickelten internen Modells der AXA Deutschland fand auch im Geschäftsjahr 2017 ein umfassender Austausch mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) statt.

Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV) wie die Pensionskassen sind von den Aufsichtsanforderungen nach Solvency II nicht betroffen. Für diese ist ab dem 13. Januar 2017 die Richtlinie (EU) 2016/2341 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Dezember 2016 über die Tätigkeiten und die Beaufsichtigung von Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV) gültig. Mit dieser EbAV-Richtlinie werden Hindernisse für grenzüberschreitende Tätigkeiten von EbAVs beseitigt und parallel die Risikotragfähigkeit der Einrichtungen in Anlehnung an die Regelungen zu Solvency II erhöht. Hinzu kommen Aufsichtsrechte der Behörden, Berichtspflichten gegenüber der Aufsicht und der Öffentlichkeit sowie Informationspflichten gegenüber Versorgungsanwärtern und -empfängern. Die Umsetzung der EbAV-II-Richtlinie in nationales Recht hat innerhalb von zwei Jahren zu erfolgen.

Für die Solvabilität unserer Gesellschaften wurden die gültigen aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Basierend auf den Berechnungen des genehmigten Internen Modells übertreffen die Solvenzpositionen unserer Gesellschaften die gesetzliche Anforderung und weisen zusätzlich einen angemessenen Kapitalpuffer oberhalb dieses gesetzlichen Limits auf. Unsere Gesellschaften haben keine Verwendung der möglichen Übergangsmaßnahmen bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beantragt. Weitergehende Informationen können den am 6. Mai 2018 zu veröffentlichenden Berichten über die Solvabilität und Finanzlage 2017 entnommen werden.*

Ab dem 1. Januar 2017 unterliegen wir zusätzlich der Solvency II-Gruppenaufsicht durch die BaFin. Ab 2017 legen wir eine Solvabilitätsquote für unsere Teilgruppe vor. Nach dem derzeitigen Stand der Berechnungen übertrifft die Eigenmittelausstattung unserer Teilgruppe ebenfalls die gesetzliche Kapitalanforderung und weist zusätzlich einen angemessenen Kapitalpuffer oberhalb dieses gesetzlichen Limits auf. Die AXA Konzern AG hat auf Ebene der Teilgruppe des deutschen AXA Konzerns ein konzerninternes Risikolimit in Form einer Mindestsolvabilitätsquote (gemäß Solvency II) festgelegt. Die Gesellschaft berücksichtigt dieses Risikolimit unter Beachtung der unternehmenseigenen Prognose für das kommende Geschäftsjahr bei der Verwendung ihres Bilanzgewinns.

Im Juli 2013 wurde die weltweite AXA Gruppe durch das Financial Stability Board (FSB) als systemrelevant (Global Systemically Important Insurer [G-SII]) eingestuft. Aufgrund dessen wird die AXA Gruppe nunmehr künftig den "G-SII Policy Measures" des International Association of Insurance Supervisors (IAIS) unterliegen und somit sukzessive bis voraussichtlich 2019 zusätzliche Anforderungen zu erfüllen haben.

* nicht Bestandteil des Lageberichtes

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Für unsere Sachversicherungsgesellschaften stellen das Prämien-/Schadenrisiko und das Reserverisiko die größten versicherungstechnischen Risiken dar. Zudem bestehen Biometrie- und Zinsgarantierisiken aus der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr (UBR). In der Lebens- und Krankenversicherung stellen das Zinsgarantierisiko und die biometrischen sowie die Schaden-/Leistungsrisiken die größten versicherungstechnischen Risiken dar. Neben den versicherungstechnischen Risiken beinhalten die Markt- und Bonitätsrisiken der Kapitalanlagen das größte Risikopotenzial.

Die identifizierten spartenspezifischen und operationellen Risiken werden durch die Risikomanagementstrukturen unseres Konzerns sowohl auf zentraler Ebene als auch in den Ressorts kontinuierlich verfolgt. Ebenso werden im Audit & Risk Committee (ARC) regelmäßig Maßnahmen zu den Top-Risiken wie aktuell in der Lebensversicherung die Risiken aus dem Niedrigzinsumfeld oder die aufgrund der steigenden Digitalisierung wachsenden operationellen Risiken besprochen und nachverfolgt.

Die Gesamtrisikosituation hat sich im Geschäftsjahr 2017 nicht wesentlich verändert. Allerdings wirken sich wie bei allen deutschen Lebensversicherungsgesellschaften die weiterhin historisch niedrigen Kapitalmarktzinsen belastend auf das Zinsgarantierisiko unserer Lebensversicherungsgesellschaften aus. Insbesondere die Risikosituation der Pro bAV Pensionskasse AG erforderte auch im Geschäftsjahr 2017 besondere Beachtung mit Blick auf den weiteren Aufbau der Zinszusatzreserve. Die noch jungen deregulierten Pensionskassen in der Rechtsform der Aktiengesellschaft, wie unsere Gesellschaft, sind dabei wesentlich stärker von der Niedrigzinssituation betroffen als die Lebensversicherungsunternehmen. Aufgrund des geplanten Verkaufs der Pro bAV an die Frankfurter Leben-Gruppe gehen - nach entsprechender Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden - die mit diesen Geschäftsfeld verbundenen Chancen und Risiken auf den Erwerber über. Der Beherrschungsvertrag und die hiermit verbundenen Verlustausgleichsverpflichtungen enden in Folge zum 31. Dezember 2018.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des deutschen AXA Konzerns gefährden. Alle Risiken werden frühzeitig erkannt, bewertet und gesteuert und wie in den Vorjahren zeigt die Solvabilität der Versicherungsgesellschaften und des AXA Konzerns auch in 2017 eine Überdeckung.

Ausblick und Chancen

Die Aussichten bleiben positiv

Für das Jahr 2018 erwartet die Bundesregierung laut des Jahreswirtschaftsberichtes 2018 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 2,4 %. Damit setzt sich der Aufschwung kräftig fort. Der Beschäftigungsaufbau dürfte durch das knapper werdende Arbeitskräfteangebot etwas weniger schwungvoll verlaufen. Für Arbeitgeber wird es in vielen Branchen und Regionen schwieriger, die offenen Stellen in ihren Unternehmen erfolgreich zu besetzen. Dies erschwert die Ausweitung der Produktion. Die Bundesregierung geht für dieses Jahr auch mit 2,4 % in kalenderbereinigter Rechnung von einer etwas geringeren Zunahme des Bruttoinlandsproduktes aus als im abgelaufenen Jahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bleibt jedoch robust.

Die deutsche Wirtschaft sieht sich zum Jahreswechsel größtenteils in bester Verfassung. Das zeigt die Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), für die das IW 48 Branchenverbände zu ihrer aktuellen Lage und zu ihren Erwartungen für 2018 befragt hat. Über zwei Drittel der Verbände erwarten, dass ihre Unternehmen 2018 mehr produzieren werden als 2017. Mittlerweile schätzen 26 der 48 Verbände die aktuelle Wirtschaftslage positiver ein als vor einem Jahr. Gleichzeitig hat sich die Zahl von neun auf zwei Verbände deutlich reduziert, die die Situation schlechter bewerten.

Trotz der Einflüsse auf die Weltwirtschaft durch die protektionistische Politik von US-Präsident Donald Trump und den nahenden Brexit kamen die Investitionen in Deutschland bereits 2017 in Schwung und werden sich voraussichtlich im kommenden Jahr noch verstärken: 24 der 47 Verbände, die eine Einschätzung zur Investitionsentwicklung abgegeben haben, erwarten höhere Ausgaben ihrer Firmen. Im Industriebereich beabsichtigen vor allem die großen Branchen - Maschinen- und Anlagenbau, die Elektroindustrie, die Automobilindustrie und die Chemieindustrie - steigende Investitionen.

Versicherungsbranche ist für 2018 verhalten optimistisch

Auf 2018 blickt die Versicherungsbranche verhalten optimistisch. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erwartet eine stabile Geschäftsentwicklung. Die Konjunktur soll das Geschäft stützen. Als Belastung werden weiterhin die Niedrigzinsen angesehen.

Die rekordhohe Beschäftigtenzahl in Deutschland eröffnet den Lebensversicherern laut GDV Wachstumschancen in der privaten Altersversorgung. Insgesamt wird von einer nahezu stabilen Beitragsentwicklung im Leben-Segment ausgegangen.

In der Schaden- und Unfallversicherung geht der Verband von einem Wachstum von etwa 3,0 % aus. Als ausschlaggebend dürfte sich hier neben Beitragsanpassungen und steigenden Versicherungssummen die gute konjunkturelle Lage erweisen, die sich in einer erhöhten Versicherungsnachfrage niederschlagen sollte.

In der privaten Krankenversicherung erwartet der GDV ein Beitragswachstum von rund 2,0 %.

Summiert rechnet der GDV für die Branche mit einem stabilen Beitragswachstum von 1,3 %. Dabei sollte das Geschäft gegen laufenden Beitrag um etwa 1,6 % zulegen.

AXA

In der Sachversicherung sind wir mit der AXA Versicherung AG, der AXA easy Versicherung AG sowie der AXA ART Versicherung AG vertreten.

Unsere Erwartungen für das Privatkundengeschäft unserer größten Sachversicherungsgesellschaft AXA Versicherung AG sind für 2018 weiterhin verhalten optimistisch und wir möchten unsere Marktposition in den Sach-, Haftpflicht- sowie Unfallversicherungen weiter festigen. Verschiedenste Wachstumsinitiativen insbesondere im Sach- und Haftpflichtgeschäft werden umgesetzt, um deutliche Neukunden-Gewinne zu realisieren. So wird die bereits in den Vorjahren erfolgreiche "Auto und DU" Kampagne nun deutlich ausgeweitet und nahezu alle Privatkunden-Sparten berücksichtigen. Darüber hinaus wird die private Haftpflichtversicherung im Fokus der Vermarktungsaktivitäten stehen. Für unseren Direktversicherer die AXA easy Versicherung AG erwarten wir im Jahr 2018 erneut einen deutlich über der Marktentwicklung liegenden Beitragsanstieg.

Im Industrie- und Firmenkundengeschäft werden wir den Ausbau von Neugeschäfts- und Bestandstools weiter vorantreiben. Produktseitig werden weiterhin Produktaktualisierungen vorgenommen und die Vermarktung der Cyber-Produktreihe kontinuierlich vorangetrieben. Im Industriekundensegment werden in den strategischen Wachstumssegmenten weiterhin anhaltende Zuwächse erwartet. Dies bezieht sowohl Bereiche der erneuerbare Energien, wie auch die Veranstaltungsversicherung und die Stärkung des internationalen Geschäftes durch AXA International Services (AIS) mit ein. Im Firmenkundengeschäft wird das Serviceangebot für Klein- und Mittelstand-Unternehmen ausgeweitet und Bestandsmaßnahmen werden in Kraftfahrt-Flotte und Sach-Firmen zur weiteren Steigerung der Profitabilität umgesetzt.

Aufgrund unserer risiko- und ertragsoptimierten Kapitalanlagestrategie erwarten wir für 2018 trotz des weiterhin niedrigen Zinsniveaus ein Kapitalanlageergebnis, das deutlich über dem Niveau des Jahres 2017 liegen wird. Bedingt durch steigende sonstige Aufwendungen sowie positive Steuereffekte im Jahr 2017 rechnen wir mit einem Unternehmensergebnis, das auf dem diesjährigen Niveau liegen wird.

Bezogen auf die Kunstversicherung rechnen wir damit, dass die Nachfrage nach Versicherungsschutz für Kunst- und Sammlungsgegenstände 2018 weiter wachsen wird. Die erwartete, moderat positive Entwicklung der Weltwirtschaft sollte dazu beitragen, dass in den Hauptabsatzmärkten die Anzahl vermögender Kunden und deren verfügbares Vermögen weiter wächst und zu breiteren Absicherungsbedürfnissen führt. Aufgrund der geplanten selektiven Ausweitung der Geschäftsaktivitäten rechnen wir bei moderatem Prämienwachstum mit kongruent leicht steigenden Provisions- und Schadenaufwendungen und gehen von einem stabilen Unternehmensergebnis aus.

In der Lebensversicherung sind wir mit der AXA Lebensversicherung AG, der Deutsche Ärzteversicherung AG sowie der Pro bAV Pensionskasse AG vertreten.

Die moderat steigenden, aber nach wie vor niedrigen Kapitalmarktzinsen stellen für alle Lebensversicherungsgesellschaften, aber auch für die staatlichen und betrieblichen Altersversorgungssysteme, eine große Herausforderung dar. Zur Sicherstellung künftiger Garantiezinsverpflichtungen sind bei Lebensversicherungsunternehmen auch in den nächsten Jahren Zinszusatzreserven beziehungsweise im regulierten Bestand Zinsverstärkungen zu stellen, deren Finanzierung durch Ausschüttungen aus dem ordentlichen Ergebnis und der Realisierung von Bewertungsreserven auf Kapitalanlagen erfolgen wird. Aktuelle Planrechnungen zeigen, dass die AXA Lebensversicherung AG auch in einem anhaltenden Flachzinsszenario mittel- wie langfristig über eine ausreichende Risikotragfähigkeit verfügt, um die Finanzierung der Zinszusatzreserve beziehungsweise Zinsverstärkung sicherzustellen und allen Verpflichtungen uneingeschränkt nachzukommen. Die AXA Lebensversicherung AG hält die laufende Verzinsung mit 2,9 % 2018 auf Vorjahresniveau. Auch die Gesamtverzinsung bleibt stabil und liegt einschließlich des Schlussgewinnanteils und der Sockelbeteiligung an den Bewertungsreserven auf dem Vorjahreswert von durchschnittlich 3,4 %. AXA und DBV liegen damit weiterhin deutlich über dem Marktdurchschnitt und bieten somit trotz der weiterhin anspruchsvollen Kapitalmarktsituation eine attraktive Verzinsung im Marktvergleich.

Im Hinblick auf das Produktportfolio wird die AXA Lebensversicherung auch im Jahr 2018 als Vollsortimenter mit einer breiten Produktpalette auftreten. Im Bereich Altersvorsorge führt AXA das neue Produkt Relax Comfort + mit einfacherer Kapitalanlagestory und eigenem Sondervermögen ein, das die Vorsorge sowohl für Firmen- als auch für Privatkunden noch unkomplizierter gestalten soll bei gleichzeitig größtmöglicher Sicherheit und Rendite. Durch die Einführung sehr günstiger Fonds und ETFs bei Relax Rente und Fonds Rente ermöglicht AXA zudem eine weitere Optimierung der Kostenstruktur. Die Bruttobeitragsgarantie in der Relax Rente wird wie auch im Vorjahr beibehalten. Ein weiterer Schwerpunkt wird erneut auf Biometrieprodukten liegen.

Für ein nachhaltiges Wachstum in der privaten wie betrieblichen Vorsorge richtet AXA sein Geschäftsfeld der betrieblichen Altersversorgung in 2018 neu aus. In diesem Zuge hat AXA eine Vereinbarung geschlossen, mit der die Pro bAV Pensionskasse an die Frankfurter Leben-Gruppe veräußert wird. Für AXA ist dies ein Meilenstein im Kontext der bAV-Wachstumsstrategie, die in der Ambition 2020 definiert wurde und nun konsequent umgesetzt wird. Im Rahmen dieser Wachstumsstrategie liegt ein zentraler Fokus im Jahr 2018 weiterhin auf der Umsetzung des Betriebsrentenstärkungsgesetzes. Darüber hinaus können sich Unternehmen über die Verkürzung der Mindestlaufzeiten in der bAV-Relax Rente auf 5 Jahre und die Einführung des Produktes Relax Rente Comfort+ freuen.

Trotz eines rückläufigen Bestandes klassischer Kapitallebensversicherungen erwarten wir für die AXA Lebensversicherung AG im Wesentlichen stabile Beitragseinnahmen im Jahr 2018, insbesondere durch höhere laufende Beiträge und Einmalbeiträge der RelaxRente. Das Kapitalanlageergebnis wird insgesamt merklich zurückgehen, zum einen wegen der niedrigen Wiederanlagezinsen und weil die nach den erfolgten Gewinnrealisierungen freigewordenen Mittel nur mit einer geringeren Effektivverzinsung wieder angelegt werden können. Zum anderen müssen weniger Mittel für die Zuführung zur Zinszusatzreserve infolge des erstmaligen Ansatzes der Margen aus Biometrie und Kosten bereitgestellt werden. Wir erwarten moderat höhere Kosten, vor allem aus höheren Abschlussprovisionen wegen des geplanten Neugeschäftsanstiegs. Der Steueraufwand wird aufgrund des leicht gestiegenen Vorsteuerergebnisses entsprechend höher ausfallen. Aufgrund dieser Entwicklungen rechnen wir mit einem moderaten Anstieg des Unternehmensergebnisses.

Unser Spezialversicherer, die Deutsche Ärzteversicherung AG, plant für 2018 ein weiteres Geschäftswachstum. Der vertriebliche Fokus liegt dabei weiterhin auf der Absicherung biometrischer Risiken sowie auf renditeorientierten Altersvorsorgekonzepten. Dazu werden wir auch weiterhin die vertriebliche und prozessorientierte Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspartner Deutsche Apotheker- und Ärztebank festigen und gleichzeitig auf den weiteren Ausbau der Exklusivorganisation unserer Vertriebsgesellschaft Deutsche Ärzte Finanz (DÄF) setzen. Für 2018 erwarten wir einen Anstieg der Beitragseinnahmen, planen gleichzeitig jedoch mit leicht steigenden Kosten, die vor allem aus einem Anstieg der Abschlussprovisionen resultieren. Das Kapitalanlageergebnis wird für 2018 auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Trotz der voraussichtlich höheren Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung und weiterer Finanzierung der Zinszusatzreserve erwarten wir ein Ergebnis auf Vorjahresniveau.

Am 30 Januar 2018 hat die AXA Konzern AG bekannt gegeben, dass die Pro bAV Pensionskasse AG im Rahmen einer Neuausrichtung des Geschäftsbereichs Betriebliche Altersversorgung (bAV) an die Frankfurter Leben-Gruppe veräußert wird. Der formale Abschluss des Verkaufs mit Übernahme aller Anteilsrechte durch die Frankfurter Leben-Gruppe erfolgt voraussichtlich Ende April 2018 nach Abschluss der Prüfung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). In den ersten sechs Monaten nach Abschluss des Verkaufs werden die Kunden der Pro bAV über die Sitzverlegung der Gesellschaft schriftlich informiert. Bis zum Abschluss der technischen Migration der Versicherungsbestände bleibt die AXA Konzern AG im Rahmen eines Dienstleistungsabkommens mit der Frankfurter Leben-Gruppe für die Verwaltung der Versicherungsbestände zuständig. Die Frankfurter Leben-Gruppe wird die Verwaltung spätestens Mitte 2020 für den Pro bAV-Bestand beziehungsweise spätestens Mitte 2022 für den Winsecura-Bestand übernehmen.

Die AXA Krankenversicherung AG erweiterte ihr bereits auch extern bestens bewertetes Leistungs- und Gesundheitsmanagement, den "Gesundheitsservice360°" und das ePortal "Meine Gesundheit von AXA", um die Patientenversorgung weiter zu verbessern. Papierlose Abrechnung und die digitale Vernetzung von Ärzten, Versicherten und der AXA gehören zu den Serviceangeboten. Das Segment der Zusatzversicherungen ist weiterhin ein strategisches Wachstumsfeld. Hier erwarten wir insbesondere die Fortsetzung der großen Erfolge unserer innovativen Ergänzungsprodukte in den Bereichen ambulante Versorgung, Pflege und Zahn. Außerdem sind wir bestens aufgestellt, die zunehmende Nachfrage nach betrieblicher Krankenversicherung maßgeschneidert zu erfüllen. Als Folge erwarten wir für 2018 und die Folgejahre einen moderaten Beitragsanstieg und rechnen bei einer im Marktvergleich günstigen Kostenstruktur mit einem Unternehmensergebnis, das auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2017 liegt.

Die AXA Bank AG plant eine Fortführung des Wachstums im Kredit- und Depotgeschäft mit einem weiter wachsenden Anteil mit fondsgebundenem Lebensversicherungsgeschäft im Konzernverbund. Nach einem überaus erfolgreichen Jahr 2017 gehen wir unter der Voraussetzung konstanter Rahmenbedingungen für 2018 von einem konstanten Unternehmensergebnis aus.

Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir im Gesamtergebnis für die AXA Konzern AG somit insgesamt eine positive Geschäftsentwicklung und sind trotz des schwierigen Marktumfeldes, dem unsere operativen Tochtergesellschaften ausgesetzt sind, zuversichtlich, unsere Marktanteile in allen Segmenten auszubauen und die Profitabilität über Kosteneinsparungen und weitere Optimierung der Schadenentwicklung in der Sachversicherung aber auch in der Krankenversicherung weiter zu verbessern. Wir werden durch Investitionen in Prozessverbesserungen, Digitalisierung und optimierte Strukturen den Kundenservice nachhaltig verbessern. Bei stabilen Kosten rechnen wir mit leicht niedrigeren Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen sowie Beteiligungen und gehen deshalb von einem leicht geringeren Jahresergebnis aus. Ausgehend von einer vorsichtig eingeschätzten Entwicklung der Kapitalmärkte mit anhaltend niedrigen Renditen, erwarten wir wiederum eine angemessene Ausschüttung an unsere Muttergesellschaft und gleichzeitig die Erfüllung der Solvabilitätsanforderungen innerhalb der zulässigen Grenzen.

Sollten bei Tochtergesellschaften der AXA Konzern AG - zum Beispiel aufgrund unerwarteter Kapitalmarktentwicklungen - Jahresfehlbeträge entstehen, wären diese im Rahmen der Beherrschungsverträge auszugleichen. Aufgrund des geplanten Verkaufs der Pro bAV Pensionskasse AG an die Frankfurter Leben-Gruppe gehen - nach entsprechender Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden - die mit diesem Geschäftsfeld verbundenen Chancen und Risiken auf den Erwerber über. Der Beherrschungsvertrag und die hiermit verbundenen Verlustausgleichsverpflichtungen enden in der Folge zum 31 Dezember 2018.

Köln, den 10. April 2018

Der Vorstand

Jahresabschluss

Bilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

(in Tsd. Euro) 2017 2016
A. Anlagevermögen:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.785 25.720
2. Geleistete Anzahlungen 4.066 2.690
23.851 28.410
II. Sachanlagen:
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 43.937 41.168
2. geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau 54 89
43.991 41.257
Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.331.391 3.330.693
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 240.000 240.000
3. Beteiligungen 37.828 37.844
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.330 4.330
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 444.425 310.687
6. Sonstige Ausleihungen 110.137 88.961
4.168.111 4.012.515
4.235.953 4.082.182
B. Umlaufvermögen:
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferung und Leistungen 170 18
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 489.377 1.301.927
3. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 63 12
4. Sonstige Vermögensgegenstände 25.360 44.875
514.969 1.346.833
II. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 66 134
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 401.551 260.927
916.586 1.607.895
C. Rechnungsabgrenzungsposten - -
D. Aktive latente Steuer 1.003.573 1.069.376
Summe Aktiva 6.156.112 6.759.453
Passiva
(in Tsd. Euro) 2017 2016
A. Eigenkapital:
I. Gezeichnetes Kapital 79.840 79.840
II. Kapitalrücklage 1.278.197 1.278.197
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 25 25
2. Andere Gewinnrücklagen 1.390.690 1.351.690
1.390.715 1.351.715
IV. Bilanzgewinn 455.857 1.127.547
3.204.609 3.837.300
B. Rückstellungen:
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.504.983 1.409.818
2. Steuerrückstellungen 366.251 469.191
3. Sonstige Rückstellungen 648.038 674.883
2.519.272 2.553.893
C. Verbindlichkeiten:
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 373.469 213.664
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 370.469 Tsd. Euro (2016: 163.713 Tsd. Euro)
2. Sonstige Verbindlichkeiten 58.685 61.066
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 57.699 Tsd. Euro (2016: 59.793 Tsd. Euro)
davon aus Steuern: 8.920 Tsd. Euro (2016: 9.071 Tsd. Euro)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 3.115 Tsd. Euro (2016: 8.612 Tsd. Euro)
432.154 274.730
D. Rechnungsabgrenzungsposten 77 174
E. Passive latente Steuern - 93.356
Summe Passiva 6.156.112 6.759.453

Köln, den 10. April 2018

Der Vorstand

Gewinn und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.1.2017 bis 31.12.2017

in Tsd. Euro 2017 2016
1. Umsatzerlöse 1.203.207 1.447.181
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.758 3.755
3. Sonstige betriebliche Erträge 68.294 46.958
4. Personalaufwand 637.630 869.501
a. Löhne und Gehälter 540.153 723.890
b. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung u. Unterstützung zuzüglich Konzernumlage 97.477 145.611
davon für Altersversorgung 57.415 Tsd. Euro (Vorjahr: 60.780 Tsd. Euro)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 26.140 25.906
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 595.727 592.847
7. Erträge aus Beteiligungen 74.496 25.937
davon aus ver b . Unternehmen 74.496 Tsd. Euro (Vorjahr: 25.937 Tsd . Euro)
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 475.799 641.526
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 21.856 26.779
davon aus verbundene Unternehmen 8.83 4 Tsd. Euro (Vorjahr: 8.891 Tsd. Euro)
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 81.386 55.985
davon aus verbundene Unternehmen 0 Tsd. Euro (Vorjahr: 0 Tsd. Euro)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere 86 2.690
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 217.113 65.759
davon an verbundene Unternehmen 4.169 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.328 Tsd. Euro)
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme 572 1.240
davon aus verbundenen Unternehmen 572 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.240 Tsd. Euro)
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 450.528 690.178
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, zuzüglich Konzernumlage -43.573 23.959
16. Ergebnis nach Steuer 494.102 666.219
17. Sonstige Steuern -1 1.000
18. Jahresüberschuss 494.10 3 665.219
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 754 328
20. Entnahme andere Gewinnrücklagen - 462.000
21. Einstellung andere Gewinnrücklagen 39.000 -
22 . Bilanzgewinn 455.85 7 1.127.547

Anhang

Angaben zur Identifikation gem. § 264 Abs. 1a HGB

Die AXA Konzern AG, Köln, ist im Handelsregister unter der Nummer HR B Nr. 672 beim Amtsgericht Köln eingetragen.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beträgt 494.102.979,81 Euro. Nach Einstellung von 39.000.000,00 Euro in die anderen Gewinnrücklagen ergibt sich einschließlich eines Gewinnvortrags von 753.743,64 Euro ein Bilanzgewinn von 455.856.723,45 Euro. Der Hauptversammlung schlagen wir vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

Zahlung einer Dividende von 14,63 Euro je Vorzugsaktie, insgesamt 5.000.000 73.150.000,00 Euro
Zahlung einer Dividende von 14,57 Euro je Stammaktie, insgesamt 26.230.760 382.182.173,20 Euro
Gewinnvortrag 524.550,25 Euro
Bilanzgewinn 455.856.723,45 Euro

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeines

Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach Maßgabe der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Die Gliederung der Gewinn - und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB vorgenommen worden.

Aktiva

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um entgeltlich erworbene Software, welche mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungskosten entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bilanziert sind. Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen Anschaffungskosten zu entgeltlich erworbener Software, die sich noch nicht in einem betriebsbereiten Zustand befindet.

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde mit ihren Anschaffungskosten bewertet, vermindert um die Abschreibungen für die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Soweit die Nutzung der Geschäftsausstattung die ursprünglich geplante Nutzungsdauer unterschreitet oder der Restbuchwert die Abgangserlöse übersteigt, fallen außerplanmäßige Abschreibungen an. Geleistete Anzahlungenund Anlagen im Bau wurden ebenfalls mit ihren Anschaffungskosten bewertet.

Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden mit den Anschaffungskosten bzw. den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Die sonstigen Ausleihungen wurden mit den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bilanziert.

Wertpapiere, die dem Umlaufvermögen zugeordnet waren, wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigen Marktwerten bilanziert. Ein niedriger Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand wurde mit dem Nennbetrag in Ansatz gebracht.

Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.

Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, aktive latente Steuern in der Handelsbilanz zu aktivieren, Gebrauch gemacht. Die aktiven latenten Steuern werden nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB unsaldiert mit den passiven latenten Steuern ausgewiesen.

Aufgrund der bestehenden ertragssteuerlichen Organschaftsverhältnisse wurden die latenten Steuern der Organgesellschaften auf Ebene der AXA Konzern AG als Organträger ausgewiesen. Im Geschäftsjahr bestanden ertragsteuerliche Organschaften mit folgenden Tochtergesellschaften:

AXA Versicherung AG
AXA Lebensversicherung AG
Deutsche Ärzte Versicherung AG
AXA Bank AG
AXA Finanz Service GmbH
Pluto Beteiligungswerte AG
AXA ART Versicherung AG
AXA Logistik & Services GmbH
AXA Customer Care GmbH
AXA easy Versicherung AG
AXA Krankenversicherung AG
Clerita GmbH

Die übrigen, nicht einzeln erwähnten Aktivposten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.

Passiva

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Rententrendannahmen.

Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invalidisierungsannahmen dienen die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln GmbH.

Die Pensionsrückstellungen werden mit sogenanntem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB verrechnet, welches zum Zeitwert bewertet wird.

Der sich aufgrund der von BilMoG in 2010 geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ergebende Zuführungsbetrag zu den Rückstellungen wird jährlich mit mindestens einem Fünfzehntel angesammelt.

Für die Gesellschaftswechsler und die abgefundenen Rentner wurde der noch offene Verteilungsbetrag zusätzlich als sonstiger Aufwand angesetzt.

Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht. Dabei wird das Wahlrecht gem. Tz. 87 IDW HFA 30 angewendet, d.h. der Effekt aus der Zinsänderung wird im Zinsergebnis dargestellt.

Der Ansatz der Jubiläumsrückstellungen erfolgte nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen sowie eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre vorgegeben durch die Deutsche Bundesbank. Dabei wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Rechnungsgrundlagen dienten die Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck. Bei der Ermittlung des Wertes wurden nur die Verpflichtungen gegenüber solchen Mitarbeitern einbezogen, die am Bilanzstichtag mindestens zehn Jahre in den Diensten des Unternehmens standen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden nach § 253 Abs. 1 HGB mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Unter den Verbindlichkeiten wird eine Verpflichtung gegenüber dem Pensionssicherungsverein über eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von 0,3 Mio. Euro ausgewiesen. Der Einmalbetrag ist gemäß § 30 i Abs. 2 BetrAVG in 15 gleichen Jahresraten fällig.

Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.

Fremdwährungspositionen wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.

Die übrigen, nicht einzeln erwähnten Passivposten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.

Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 gem. § 284 Abs. 3 HGB:

Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
in Mio. Euro 01.01. 2017 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12. 2017 01.01. 2017
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände :
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 122.850 7.272 0 2.690 132.812 97.130
2. Geleistete Anzahlungen 2.690 4.066 0 -2.690 4.066 0
125.540 11.338 0 0 136.878 97.130
II. Sachanlagen:
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 143.267 12.976 0 35 156.278 102.099
2. Geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau 89 0 0 -35 54 0
143.356 12.976 0 0 156.332 102.099
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.372.932 697 0 0 3.373.629 42.239
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 251.153 0 0 0 251.153 11.153
3. Beteiligungen 40.201 50 3 0 40.248 2.357
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.330 0 0 0 4.330 0
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 353.414 206.701 72.963 0 487.152 42.726
6. Sonstige Ausleihungen 89.123 29.824 8.647 0 110.300 162
4.111.153 237.272 81.613 0 4.266.812 98.637
Anlagevermögen 4.380.049 261.586 81.613 0 4.560.022 297.866
Abschreibungen Buchwert
in Mio. Euro Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31.12. 2017 31.12. 2017 31.12. 2016
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände :
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.897 0 0 113.027 19.785 25.720
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 4.066 2.690
15.897 0 0 113.027 23.851 28.411
II. Sachanlagen:
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.242 0 0 112.341 43.937 41.168
2. Geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau 0 0 0 0 54 89
10.242 0 0 112.341 43.991 41.257
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 42.239 3.331.391 3.330.693
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 11.153 240.000 240.000
3. Beteiligungen 63 0 0 2.420 37.828 37.844
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0 4.330 4.330
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 42.726 444.425 310.688
6. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 162 110.137 88.961
63 0 0 98.700 4.168.111 4.012.515
Anlagevermögen 26.202 0 0 324.068 4.235.953 4.082.185

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Unter der Position entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurde entgeltlich erworbene Software ausgewiesen. Die Abschreibungen auf die Softwareprodukte wurden gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften zeitanteilig vorgenommen.

Bei den geleisteten Anzahlungen in Höhe von 4,1 Mio. Euro handelt es sich um Anschaffungskosten für fremdbezogene Software sowie Anschaffungsnebenkosten einschließlich aktivierter Eigenleistungen.

Die Abschreibungen auf andere Anlagen sowie auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgten zeitanteilig. Bei den Zugängen zur Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 13,0 Mio. Euro handelt es sich im Wesentlichen um Einbauten in fremde Grundstücke in Höhe von 5,3 Mio. Euro, geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von 3,9 Mio. Euro, Kücheneinrichtungen in Höhe von 1,6 Mio. Euro, Werbeanlagen in Höhe von 1,3 Mio. Euro sowie Büroausstattungen in Höhe von 0,8 Mio. Euro.

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen gab es im Berichtsjahr Zugänge in Höhe von insgesamt 697,3 Tsd. Euro (Vorjahr: 362,1 Mio. Euro), die im Wesentlichen mit 334,3 Tsd. Euro auf die MGS Meine-Gesundheit-Services GmbH und mit 263,0 Tsd. Euro auf die DBV Advisory Company Luxembourg S.A. entfielen. Es gab keine Abgänge (2016: 493,3 Mio. Euro).

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betrugen 240,0 Mio. Euro und setzten sich wie folgt zusammen:

in Mio. Euro 2017 2016
Darlehen an AXA S.A., Paris 130,0 130,0
Darlehen an AXA Krankenversicherung AG, Köln 10,0 10,0
Darlehen an AXA Krankenversicherung AG, Köln 10,0 10,0
Contingent Convertible Bond von AXA Bank Europe N.V., Brussel 90,0 90,0
Summe Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 240,0 240,0

Im Geschäftsjahr wies die Gesellschaft Beteiligungen in Höhe von 37,8 Mio. Euro (Vorjahr: 37,8 Mio. Euro) aus.

Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betrugen unverändert 4,3 Mio. Euro und entfielen auf ein Darlehen.

Der Bestand der Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 444,4 Mio. Euro (Vorjahr: 310,7 Mio. Euro) enthält hauptsächlich Fonds in Höhe von 331,6 Mio. Euro und festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 112,8 Mio. Euro.

Die sonstigen Ausleihungen betrugen 110,1 Mio. Euro und setzten sich wie folgt zusammen:

in Mio. Euro 2017 2016
Namensschuldverschreibungen 64,9 64,9
Schuldscheindarlehen 25,2 4,1
Namensgenüsse 20,0 20,0
Summe sonstige Ausleihungen 110,1 89,0

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, diesich sowohl aus Ergebnisabführungen, in geringem Umfang aus steuerlichen Organschaftsumlagen als auch aus dem laufenden Verrechnungsverkehr zu Verwaltungstätigkeiten zusammensetzen, beliefen sich wie folgt:

in Mio. Euro 2017 2016
AXA Versicherung AG, Köln 197,2 921,8
AXA Lebensversicherung AG, Köln 93,5 172,4
AXA Krankenversicherung AG, Köln 131,3 108,4
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln 18,0 26,6
AXA ART Versicherung AG, Köln 23,9 12,8
Übrige 25,5 59,9
Summe Forderungen gegen verbundenen Unternehmen 489,4 1.301,9
davon mit Restlaufzeit von unter einem Jahr 489,4 1.301,9

Der deutliche Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die gesunkene Forderung gegenüber der AXA Versicherung AG zurückzuführen. Im Vorjahr ist neben der aufgrund der Verschmelzung der deutsche Beamteversicherung AG hohen Ergebnisabführung auch eine Rückzahlung aus der Kapitalrücklage erfolgt.

Die Position sonstige Vermögensgegenstände verringerte sich um 19,5 Mio. Euro auf 25,4 Mio. Euro. Die hierin enthaltenen Steuerforderungen betragen insgesamt 3,7 Mio. Euro (Vorjahr: 33,0 Mio. Euro). Eine Übertragung aufgrund der steuerlichen Organschaft auf unsere Gesellschaft ist nicht enthalten. Sämtliche sonstigen Vermögensgegenstände wiesen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aus.

Die Gesellschaft weist Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) aus.

Der Saldo des Kassenbestands, der Bundesbankguthaben, der Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks erhöhte sich um 140,6 Mio. Euro auf 401,6 Mio. Euro (Vorjahr: 260,9 Mio. Euro) und bestand weiterhin ausschließlich aus laufenden Bankguthaben

Von den aktiven latenten Steuern in Höhe von 1.003,6 Mio. Euro entfallen 710,9 Mio. Euro auf aktive latente Steuern der Organgesellschaften. Diese resultieren im Wesentlichen aus Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Pensionsrückstellungen, der Kapitalanlagen und der versicherungstechnischen Rückstellungen. Die Bewertung der aktiven latenten Steuern erfolgte mit einem kombinierten Steuersatz von 32%.

Passiva

Das gezeichnete Kapitalbetrug zum Jahresende 2017 unverändert 79,8 Mio. Euro, eingeteilt in 26.230.760 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien und 5.000.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Die AXA, Paris, ist direkt mit 34,64% und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt mit insgesamt 65,36% am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt. Die Vinci B.V. ist direkt mit 39,73%, die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte direkt mit 25,63% am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt.

Die Kapitalrücklage blieb im Berichtsjahr unverändert.

Nach Einstellung von 39,0 Mio. Euro werden unter den anderen Gewinnrücklagen 1.390,7 Mio. Euro ausgewiesen (Vorjahr: 1.351,7 Mio. Euro).

Die leistungsorientierten Pensionszusagen, welche im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren, werden teilweise durch Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB gesichert. Die durch die Unternehmen unwiderruflich auf den Trust, den DBV-Winterthur Vorsorge e.V. übertragenen Finanzmittel werden ausschließlich zur Bedeckung der von den Mitgliedsunternehmen an deren Mitarbeiter erteilten Pensionszusagen verwendet und sind durch die Verpfändung der Ansprüche aus den Vermögenswerten an die Versorgungsberechtigten dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Nach § 246 Abs. 2 HGB werden zudem die Zinsaufwendungen für die Altersversorgung vermindert um die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen ausgewiesen.

Zusätzlich bestehen Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung. Diesen Pensionsverpflichtungen stehen Erstattungsansprüche aus kongruenten, konzerninternen Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe - bestehend bei der AXA Lebensversicherung AG in Höhe von 63,8 Mio. Euro (Vorjahr: 61,1 Mio. Euro) - gegenüber, welche an die Versorgungsberechtigten verpfändet sind.

Dabei entspricht der Zeitwert den historischen Anschaffungskosten. Bei den Rückdeckungsversicherungen handelt es sich um Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 HGB, so dass aufgrund der Saldierung auf einen Ausweis verzichtet werden kann. Der Aufwand für diese Pensionszusagen ist gleich dem Beitragsaufwand zu den Rückdeckungsversicherungen und wird von den Arbeitnehmern getragen.

in Mio. Euro 2017 2016
Barwert der Pensionsverpflichtung 1.614,6 1.517,0
Zeitwert des Deckungsvermögens 109,6 107,2
Bilanzierte Nettoverpflichtung 1.505,0 1.409,8

Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Deckungskapital der zugrundeliegenden Rückdeckungsversicherungen und flüssigen Mitteln und damit den Anschaffungskosten.

In der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich insgesamt ein Netto-Zinsaufwand von 125,3 Mio. Euro (Vorjahr: 33,3 Mio. Euro), der sich auf 128,5 Mio. Euro (Vorjahr: 35,2 Mio. Euro) Zinsaufwendungen in Bezug auf die Pensionsrückstellung und 3,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,9 Mio. Euro) Zinserträge auf das Deckungsvermögen zusammensetzt.

Zur Ermittlung der Ausschüttungssperre (7-Jahresdurchschnitt) wurde ein Zins von 2,79% angesetzt. Bei dem Zins handelt es sich um einen auf das Jahresende prognostizierten Zins, der 1 Basispunkt von dem tatsächlichen durch die Bundesbank ermittelten Stichtagszins abweicht.

Gemäß Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG Vorschriften in Bezug auf Pensionsrückstellungen gilt, besteht im Geschäftsjahr ein noch nicht ausgewiesener Zuführungsbetrag in Höhe von 32,4 Mio. Euro (Vorjahr: 62,9 Mio. Euro).

Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden folgende Berechnungsfaktoren angewandt:

in % 2017 2016
Rechnungszins 3,67% 4,00%
Rentenanpassung 1,75% 1,75%
Gehaltsdynamik 2,50% 2,50%

Die Rückstellung für Vorruhestandverpflichtung unter Berücksichtigung der dazugehörigen Rückstellung für Sozialversicherungsbeiträge aus Vorruhestandsverpflichtungen wird mit dem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB gesichert. Im Rahmen des AXA Vorsorgeplans wurden Mittel beim AXA Mitarbeiter Treuhand e.V. zur Insolvenzsicherung hinterlegt.

Dabei beträgt der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Vorruhestandsverpflichtungen unter Berücksichtigung der dazugehörigen Rückstellung für Sozialversicherungsbeiträge aus Vorruhestandsverpflichtungen 20,5 Mio. Euro (Vorjahr: 20,1 Mio. Euro). Von diesem Betrag wird das Deckungsvermögen in Höhe von 19,7 Mio. Euro (Vorjahr: 19,3 Mio. Euro) abgezogen. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens belaufen sich auf 17,7 Mio. Euro (Vorjahr: 17,3 Mio. Euro).

Die Steuerrückstellungen verringerten sich um 102,9 Mio. Euro auf 366,3 Mio. Euro. Darin enthalten sind Steuerrückstellungen in Höhe von 237,0 Mio. Euro die von den Konzerngesellschaften aufgrund der steuerlichen Organschaft auf die Gesellschaft übertragen wurden. Hinsichtlich der Abzinsung der Steuerrückstellungen hat die Gesellschaft vom Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB Gebrauch gemacht und keine Abzinsung vorgenommen. Die daraus resultierende Überdeckung in dieser Position beträgt gem. Art 67 Abs.1 S. 4 EGHGB zum Stichtag 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro).

Die sonstigen Rückstellungen betrugen 648,0 Mio. Euro und setzten sich wie folgt zusammen:

in Mio. Euro 2017 2016
Rückstellungen für Sozialplanverpflichtungen 144,6 189,4
Rückstellungen für die Verzinsung von Steuernachforderungen 114,7 116,6
Rückstellungen aus anderen vertraglichen Verpflichtungen 108,2 101,2
Rückstellungen für erhaltene, aber noch nicht abgerechnete Leistungen 71,9 59,7
Drohverlustrückstellung zur Absicherung des Inflationsrisikos zu den Pension-Rst. (Inflationswaps) 49,4 51,8
Rückstellungen für Tantieme/Ertragsbeteiligungen 49,3 47,8
Rückstellungen im Zusammenhang mit Spruchverfahren 35,4 37,1
Rückstellungen für Jubiläumsgeldverpflichtungen 22,1 21,4
Übrige 52,4 49,9
Summe sonstige Rückstellungen 648,0 674,9

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen 373,5 Mio. Euro und setzten sich wie folgt zusammen:

in Mio. Euro 2017 2016
Konzerninterner Zahlungsausgleich 325,9 150,0
Darlehensverbindlichkeiten aus dem Schuldbeitritt zu den Pensionsrückstellungen 31,3 47,0
Auszugleichende Beträge aus dem laufenden Verrechnungsverkehr 16,8 16,7
Summe Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 373,5 213,7
davon mit Restlaufzeit von unter einem Jahr 370,5 163,7
davon mit Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 3,0 50,0

Die sonstigen Verbindlichkeiten betrugen 58,7 Mio. Euro und setzten sich wie folgt zusammen:

in Mio. Euro 2017 2016
Verbindlichkeiten aus der Aufhebung von Arbeitsverträgen 37,4 31,2
Verbindlichkeiten gegenüber der Finanzbehörde 8,9 9,1
Verbindlichkeiten aus abzuführenden Beiträgen zum AXA Pensions-Aufbauplan 3,1 8,6
Verbindlichkeiten für die Insolvenzversicherung nach dem Betriebsrentengesetz 1,3 1,6
Übrige 8,0 10,6
Summe sonstige Verbindlichkeiten 58,7 61,1
davon mit Restlaufzeit von unter einem Jahr 57,7 59,8
davon mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,1 1,3

Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, waren nicht vorhanden.

Unter passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen aus früheren Geschäftsjahren ausgewiesen, soweit diese Erträge nach dem Abschlußstichtag darstellen.

Die Gesellschaft weist keine passiven latenten Steuern aus (Vorjahr: 93,4 Mio. Euro).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen in Höhe von 1.203,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1. 447,2 Mio. Euro) wurden 1.178,0 Mio. Euro aus Dienstleistungserträgen mit folgenden verbundenen Unternehmen erzielt:

in Mio. Euro 2017 2016
AXA Versicherung AG, Köln 553,6 672,6
AXA Lebensversicherung AG, Köln 238,2 300,4
AXA Krankenversicherung AG, Köln 280,9 337,1
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln 22,4 28,4
ProbAV Pensionskasse AG 13,9 16,4
Übrige 69,0 70,5
Summe Dienstleistungserträge 1.178,0 1.425,4

Darüber hinaus haben wir aufgrund des Vertriebsabkommens mit der AXA Life Europe Ltd. Provisionen in Höhe von 8,6 Mio. Euro (Vorjahr: 9,2 Mio. Euro) erhalten.

Bei der Position andere aktivierte Eigenleistungen handelt es sich um die Aktivierung von Eigenleistungen im Zusammenhang mit der Implementierung erworbener Software in Höhe von 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 3,8 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 68,3 Mio. Euro und setzten sich wie folgt zusammen:

in Mio. Euro 2017 2016
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 35,3 26,1
außerordentlichen Erträge aus der Weiterverrechnung von Aufwendungen aus der BilMoG-Umstellung an verbundene Unternehmen 29,6 12,8
Erträge aus Kapitalanlagen 0,5 1,8
Übrige 2,9 6,3
Summe sonstigen betrieblichen Erträge 68,3 47,0

Der Personalaufwand betrug 637,6 Mio. Euro und lag damit um rund 230 Mio. Euro unter dem entsprechenden Vorjahresergebnis, das von der vollständigen Bilanzierung der personalwirtschaftlichen Aufwendungen für das Transformationsprogramm Ambition 2020 stark beeinflusst war.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beliefen sich auf 26,1 Mio. Euro (Vorjahr: 25,9 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 595,7 Mio. Euro und setzten sich wie folgt zusammen:

in Mio. Euro 2017 2016
Bezogene Dienstleistungen von anderen Konzerngesellschaften 214,7 210,6
Raumaufwand 100,5 88,3
Beratungs- und andere Fremdleistungen 25,7 14,8
Externe EDV-Aufwendungen 74,7 102,2
Provisionsaufwand für den Vertrieb von ALE-Produkten 8,6 9,2
Werbeaufwand 34,9 37,8
Reisekosten 26,6 26,2
Kostenumlage Zentralfunktionen des Konzerns 28,7 32,8
Tagungs- und Repräsentationsaufwand 8,5 7,5
Schulungsaufwand u. mitarbeiterbezogene Sachaufwendungen 7,6 7,4
Büroaufwand 4,5 4,9
Allgemeiner Vertriebsaufwand, Wettbewerbe 3,6 1,4
Aufwendungen für Kapitalanlagen 3,3 15,3
Fremdwährungsumrechnung 0,1 0,1
Aufwand Unternehmen als Ganzes 3,7 3,8
Gerichtskosten, Auskunftsgebühren 1,1 1,2
Zeitarbeitskräfte / Temporäre Arbeitnehmerüberlassung (non-IT) 6,9 5,5
Sonstiger a.o. Aufwand (BilMOG) 30,5 13,1
Übrige 11,4 10,7
Summe sonstigen betrieblichen Aufwendungen 595,7 592,8

Die Erträge aus Beteiligungen betrugen 74,5 Mio. Euro und setzten sich wie folgt zusammen:

in Mio. Euro 2017 2016
Kölnische Verwaltungs-AG , Köln 66,2 18,3
Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln 4,1 3,9
AXA Bank AG, Köln 1,1 2,9
BBD Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Finanzdienstvermittlungs-KG, Berlin 1,9 0,0
Übrige 1,2 0,8
Summe Erträge aus Beteiligungen 74,5 25,9

Die Gesellschaft erhielt Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 475,8 Mio. Euro, die sich wie folgt zusammensetzten:

in Mio. Euro 2017 2016
AXA Versicherung AG, Köln 290,1 475,3
AXA Lebensversicherung AG, Köln 62,3 85,5
AXA Krankenversicherung AG, Köln 80,5 50,0
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln 14,0 13,0
AXA ART Versicherung AG, Köln 28,8 17,7
Übrige 0,2 0,1
Summe Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 475,8 641,5

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betrugen 21,9 Mio. Euro und setzten sich wie folgt zusammen:

in Mio. Euro 2017 2016
Zinserträge aus Rentenfonds 6,0 6,0
Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren 3,6 7,1
Erträge aus verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 8,8 8,9
davon AXA S.A, Paris 4,5 4,5
davon AXA Bank Europe SA 4,1 4,1
Übrige 3,5 4,8
Summe Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 21,9 26,8

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere betrugen 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 2,7 Mio. Euro) und entfielen auf zwei Immobilienfonds und eine Finanzanlage. Im Vorjahr entfielen die Abschreibungen im Wesentlichen auf ein Darlehen.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen erhöhten sich deutlich um 151,4 Mio. Euro auf 217,1 Mio. Euro (Vorjahr: 65,8 Mio. Euro). Diese Position wurde in 2017 maßgeblich von den Zinsaufwendung in Bezug auf die Pensionsrückstellung in Gesamthöhe von 128,5 Mio. Euro (davon 61,2 Mio. Euro Zinsaufwand aus der Aufzinsung und 67,3 Mio. Euro Zinsaufwand aus der Zinsänderung) sowie von der Verzinsung von Steuernachforderungen (gem. § 233a AO) in Höhe von 78,2 Mio. Euro bestimmt. Darin enthalten sind 40,7 Mio. Euro Zinsaufwand § 233a AO aus Abrechnungen mit Tochterunternehmen.

Der Aufwand aus Verlustübernahme betrug im Berichtsjahr 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro) und betraf mit 0,4 Mio. Euro die Clerita GmbH und mit 0,2 Mio. Euro die AXA easy Versicherung AG.

Im Bereich der Steuern vom Einkommen und Ertrag ergab sich im Berichtsjahr ein Steuerertrag in Höhe von 43,6 Mio. Euro (Vorjahr: Steueraufwand i.H.v. 24,0 Mio. Euro). Dieser Betrag enthält einen Ertrag aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag Geschäftsjahr in Höhe von 4,7 Mio. Euro (Vorjahr: Steueraufwand von 14,4 Mio. Euro), einen Gewerbesteuerertrag Geschäftsjahr in Höhe von 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: Steueraufwand von 14,5 Mio. Euro) sowie einen Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von 29,9 Mio. Euro (Vorjahr: Steuerertrag von 23,2 Mio. Euro). Der Ertrag aus Vorjahressteuern belief sich auf 7,4 Mio. Euro (Aufwand Vorjahr: 18,3 Mio. Euro).

Mitglieder des Aufsichtsrates

Claas Kleyboldt

Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates

Vorsitzender des Vorstandes i.R. der AXA Konzern AG

Köln, Deutschland

Dr. Thomas Buberl

Vorsitzender

CEO AXA,

La Celle-Saint-Cloud, Frankreich

Andrea Wolf *

stellv. Vorsitzende

Angestellte

Sankt, Augustin, Deutschland

Dina Bösch (bis 16. Mai 2017)

Geschäftsführerin DAA Deutsche Angestellten-Akademie GmbH

Hamburg, Deutschland

Harry Clemens *

Leitender Angestellter

Köln, Deutschland

Bettina Cramm *(ab 16. Mai 2017)

Angestellte

Wiesbaden, Deutschland

Wiebke Dahl (ab 16. Mai 2017)

Angestellte

Norderstedt, Deutschland

Paul Evans (ab 16. Mai 2017 bis 30. November 2017)

CEO AXA Global Life & Savings and AXA Global Health,

Cheltenham, Gloucestershire, England

Dr. Michael Frenzel (bis 16. Mai 2017)

Präsident Bundesverband der deutschen Tourismuswirtschaft (BTW)

Burgdorf, Deutschland

Klaus Dauderstädt

ehem. Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion

Meckenheim, Deutschland

Kurt Döhmel

Vorsitzender der Geschäftsführung i.R. der Deutsche Shell Holding GmbH

Hamburg, Deutschland

Michael Garrecht *

Angestellter

Maikammer, Deutschland

Anke Giesen

Vorstand Fraport AG

Essen, Deutschland

Susanne Hille * (ab 16. Mai 2017)

Gewerkschaftssekretärin, ver.di Landesbezirk NRW

Erkrath, Deutschland

Oliver Koll *

Angestellter

Bedburg, Deutschland

Patrick Lemoine

Head of Finance, AXA Global RE

Neuilly sur Seine, Frankreich

Dr. Eva Lohse

Oberbürgermeisterin a.D. der Stadt Ludwigshafen

Ludwigshafen, Deutschland

Antimo Perretta (ab 1. Januar 2018)

CEO European Markets, AXA GIE

Herrliberg, Schweiz

Christoph Schmitz * (ab 16. Mai 2017)

Bundesvorstandsekretär, ver.di Bundesverwaltung, Berlin

Angela Titzrath

Vorstandsvorsitzende der HHLA Hamburger Hafen und

Logistik AG

Stuttgart, Deutschland

Reinhard Rose * (bis 16. Mai 2017)

Angestellter

Dortmund, Deutschland

Kirsten Murray-Heer * (bis 16. Mai 2017)

Angestellte

Langen, Deutschland

Klaus Weber * (bis 16. Mai 2017)

Vorstand ErholungsWerk Post Postbank Telekom e.V.

Berlin, Deutschland

* Vertreter der Arbeitnehmer

Mitglieder des Vorstandes

Dr. Alexander Vollert

Vorsitzender

Vorstandsvorsitz

SUHK Privat (ab 1. März 2018)

Informationstechnologie / Digitalisierung (kommissarisch vom 11. September 2017 bis 30. November 2017)

Dr. Patrick Dahmen

Vorsorge

Thierry Daucourt

P & C Industrie- und Firmenkunden

Frank Hüppelshäuser

Schaden / Leistung

Dr. Nils Kaschner

Finanzen

Wiebke Köhler (ab 24. Januar 2018)

People Experience

Dr. Stefan Lemke (ab 1. Dezember 2017)

Informationstechnologie / Digitalisierung

Dr. Thilo Schumacher

Kranken

Vertrieb (ab 29. Januar 2018)

Informationstechnologie / Digitalisierung (komissarisch vom 1. Juli 2017 bis 11. September 2017)

Jens Warkentin

Kunden-, Partner- und Prozess-Service

Dr. Andrea van Aubel (bis 30. Juni 2017)

Informationstechnologie / Digitalisierung

Jens Hasselbächer (bis 24. November 2017)

SUHK Privat und Vertrieb

Dr. Astrid Stange (bis 30. September 2017)

Strategie, Personal und Organisation

Sonstige Erläuterungen und Angaben

Angaben nach § 285 Nr. 3 und Nr. 3a HGB

Über die gesamte mehrjährige Vertragslaufzeit bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen aus Mieten und Leasingverträgen:

in Mio. Euro 2017 2016
Mietverpflichtungen 333,6 337,2
davon gegenüber verbundenen Unternehmen -0,3 -1,1
KFZ-Leasing 17,3 21,8
PC-Leasing 9,4 10,2
Mietverpflichtung für Software 17,8 18,1
Verpflichtungen aus IT-Service Verträgen 10,1 11,6
davon gegenüber verbundenen Unternehmen -10,1 -11,6

Die Verpflichtungen aus Mieten sowie aus Leasing- und Service- Verträgen resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Verträgen, insbesondere über die Anmietung der Hauptverwaltungsgebäude (Colonia-Allee 10-20 sowie Colonia-Allee 22-30). Diese Mietverträge haben eine Restlaufzeit von 17 Jahren (Colonia-Allee 22-30 / Colonia-Allee 10-20), also bis Ende 2034. Hieraus ergeben sich bei unterstellter positiver Geschäftsentwicklung keine nennenswerten Risiken.

AXA Deutschland hat sich beginnend in 2010 an einem gemeinsamen europäischen Programm der AXA mit dem Namen Flyer beteiligt. Die AXA Group Solutions SAS, Paris, (AGS) stellt der AXA Konzern AG und den weiteren AXA-Gesellschaften die technische Plattform SHIP und COPERNIC zur Verfügung, leistet technische Unterstützung hierzu und übernimmt gleichzeitig auch die laufende Wartung und Programmierung dieser Plattform. Die Gestaltung dieser Verträge entspricht marktüblichen Regelungen. Die Verpflichtung beläuft sich auf 10,1 Mio. Euro.

Angaben nach § 285 Nr. 7 HGB

Im Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft 2017 durchschnittlich 7.904 Mitarbeiter (Vorjahr: 8.070). Davon waren 7.274 Angestellte (Vorjahr: 7.385) im Innendienst und 630 Angestellte im Außendienst (Vorjahr: 684). Insgesamt wurden durchschnittlich 4.140 (Vorjahr: 4.216) Mitarbeiterinnen und 3.763 (Vorjahr: 3.853) Mitarbeiter beschäftigt. Darüber hinaus waren in 2017 durchschnittlich 416 Auszubildende (Vorjahr: 448) in unserem Unternehmen tätig.

Angaben nach § 285 Nr. 9a und 9b HGB

Für das Geschäftsjahr 2017 belief sich der Vergütungsaufwand für die Mitglieder des Vorstands der AXA Konzern AG für ihre Tätigkeiten im Mutterunternehmen insgesamt auf 554 Tsd. Euro (2016: 725 Tsd. Euro).

Im Rahmen des gruppenweiten "Long Term Incentive Plans" der AXA S.A. wurden in 2017 56.254 "International Performance Shares" (Vorjahr: 59.018) auf AXA S.A. Aktien gewährt. Der beizulegende Zeitwert aller im Geschäftsjahr 2017 gewährten International Performance Shares beträgt 891 Tsd. Euro (Vorjahr: 910 Tsd. Euro). Die weiteren Einzelheiten der in diesem Jahr und in den Vorjahren gewährten aktienbasierten Vergütungsprogramme sind von der AXA S.A., Paris, offen gelegt worden.

Den Mitgliedern des Vorstandes der AXA Konzern AG wird eine Versorgungszusage gewährt. Diese umfasst nach entsprechender Dienstzeit Ansprüche auf Altersrente (ab Vollendung des 65. Lebensjahres), Invaliditätsrente sowie Witwen-/Witwerrente und Waisenrente. Die Höhe der Leistungen ist an das Festgehalt vor Ausscheiden gekoppelt und beträgt je nach Vorstandsdienstzeit 40 bis 60% des Festgehaltes quotiert in analoger oder direkter Anwendung des § 2 BetrAVG. Mit Beginn der zweiten Bestellungsperiode werden entsprechende Ansprüche unverfallbar, sofern das Dienstverhältnis auf Veranlassung der Gesellschaft beendet wird. Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen der am 31. Dezember 2017 aktiven Vorstandsmitglieder beliefen sich auf 1.798 Tsd. Euro (2016: 1.046 Tsd. Euro).

Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 4.19 Tsd. Euro (2016: 3.066 Tsd. Euro). Für diesen Personenkreis sind zum 31. Dezember 2017 Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 69.886 Tsd. Euro (2016: 65.432 Tsd. Euro) passiviert worden.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der AXA Konzern AG betrug im Geschäftsjahr 2017 insgesamt 1.532 Tsd. Euro (2015: 1.535 Tsd. Euro), davon 595 Tsd. Euro (2016: 603 Tsd. Euro) erfolgsunabhängig und 937 Tsd. Euro (2016: 932 Tsd. Euro) erfolgsabhängig.

Angaben nach § 285 Nr. 11 und Nr. 11a HGB

An folgenden Unternehmen waren wir nach § 285 Nr. 11 und Nr. 11 a) HGB beteiligt:

in Tsd. Euro / in % 2017 2016
Apo Asset Management GmbH, Düsseldorf *
Anteil am Gesellschaftskapital 30,00% 30,00%
Eigenkapital 7.744
Ergebnis des Geschäftsjahres 2.511
ARA GmbH Auto und Reise ASSISTANCE, Bad Windsheim *
Anteil am Gesellschaftskapital 50,08% 50,08%
Eigenkapital 1.724
Ergebnis des Geschäftsjahres 422
Arnulfpark Gewerbebau MK 4 GmbH & Co. KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90% 94,90%
Eigenkapital 45.563 47.676
Ergebnis des Geschäftsjahres -476 -355
Arnulfpark Gewerbebau MK 4 Verwaltungs-GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 94,00% 94,00%
Eigenkapital 24 47
Ergebnis des Geschäftsjahres -23 -12
Arnulfpark Wohnbau GmbH & Co. KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90% 94,90%
Eigenkapital 37.597 38.229
Ergebnis des Geschäftsjahres -1.040 -1.468
Arnulfpark Wohnbau Verwaltungs-GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 94,00% 94,00%
Eigenkapital 24 34
Ergebnis des Geschäftsjahres -9 -11
AXA Alternative Financing FCP - Private Equity, Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 10.035 13.361
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.549 2.032
AXA Alternative Financing FCP - Private Debt , Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 47.739 46.916
Ergebnis des Geschäftsjahres 2.914 3.324
AXA Alternative Participations SICAV I, Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 259.325 271.526
Ergebnis des Geschäftsjahres 22.799 18.123
AXA Alternative Participations SICAV II, Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 591.253 611.946
Ergebnis des Geschäftsjahres 62.306 43.307
AXA Alternative Participations SICAV III, Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 265.873 244.397
Ergebnis des Geschäftsjahres 24.976 15.744
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment A), Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 54.300 60.423
Ergebnis des Geschäftsjahres 3.878 2.666
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment B), Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 43.939 41.126
Ergebnis des Geschäftsjahres 2.313 1.723
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment C), Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 27.061 11.970
Ergebnis des Geschäftsjahres 2.091 -322
in Tsd. Euro / in % 2017 2016
AXA Art Americas Ltd., New York
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 23.062 USD 19.330 USD
19.229 18.338
Ergebnis des Geschäftsjahres 3.732 USD 2.930 USD
3.112 2.780
AXA Art Holdings Inc., New York
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 34.196 USD 28.603 USD
28.513 27.136
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 USD 0 USD
0 0
AXA Art Insurance Corporation, New York
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 33.612 USD 28.137 USD
28.026 26.694
Ergebnis des Geschäftsjahres 4.628 USD 3.366 USD
3.859 3.194
AXA Art Insurance UK SE, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 13.341 33.744
Ergebnis des Geschäftsjahres 3.309 12.675
AXA Art Europe Ltd., London
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 1.227 GBP 969 GBP
1.383 1.132
Ergebnis des Geschäftsjahres 276 GBP 218 GBP
311 255
AXA Art Versicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 69.594 69.594
Ergebnis des Geschäftsjahres 28.830 17.683
AXA ART Versicherung AG, Zürich
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 15.480 CHF 16.651 CHF
13.229 15.506
Ergebnis des Geschäftsjahres 2.426 CHF 3.627 CHF
2.073 3.378
AXA Bank AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 59.606 57.175
Ergebnis des Geschäftsjahres 3.505 1.075
AXA Customer Care GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 733 733
Ergebnis des Geschäftsjahres 31 6
AXA Direktberatung GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 100
Ergebnis des Geschäftsjahres 3
AXA easy Versicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 4.309 4.309
Ergebnis des Geschäftsjahres -212 -647
AXA Finanz Service GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 145 145
Ergebnis des Geschäftsjahres 41 35
AXA Germany Infrastructure Equity SAS, Puteaux *,***
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00%
Eigenkapital
Ergebnis des Geschäftsjahres
in Tsd. Euro / in % 2017 2016
AXA GmbH & Co. Immobilienbeteiligungs-KG "Merkens XXV", Köln 37,56% 37,56%
Anteil am Gesellschaftskapital 4.953
Eigenkapital -107
Ergebnis des Geschäftsjahres
AXA Immoselect HVWG Objekt Düsseldorf GmbH & Co. KG 42,71% 42,71%
Anteil am Gesellschaftskapital 170 10.504
Eigenkapital -34 -73
Ergebnis des Geschäftsjahres
AXA Infrastructure Investissement SAS, Paris
Anteil am Gesellschaftskapital 20,00% 20,00%
Eigenkapital 374.087 316.478
Ergebnis des Geschäftsjahres 16.071 8.815
AXA Krankenversicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 183.086 183.086
Ergebnis des Geschäftsjahres 80.500 49.950
AXA Lebensversicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 592.739 592.739
Ergebnis des Geschäftsjahres 62.250 85.500
AXA Logistik & Service GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 156 156
Ergebnis des Geschäftsjahres 86 91
AXA Republique S.A., Courbevoie
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 25,00%
Eigenkapital 10.456 448.814
Ergebnis des Geschäftsjahres 260.067 -18.847
AXA Services & Direct Solutions GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 38.022 37.172
Ergebnis des Geschäftsjahres 851 2.147
AXA Unterstützungskasse für die leitenden Angestellten der AXA Gesellschaften mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 30
Ergebnis des Geschäftsjahres -1
AXA Versicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 243.103 243.103
Ergebnis des Geschäftsjahres 290.057 475.261
BBD Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Finanzdienstvermittlungs-KG, Norderfriedrichskoog *
Anteil am Gesellschaftskapital 25,00% 25,00%
Eigenkapital 1.268
Ergebnis des Geschäftsjahres 2.500
Bishopsgate B.V., Amsterdam *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 25.431
Ergebnis des Geschäftsjahres 896
Bruckner Projektgesellschaft S.a.r.l . & Co. KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90% 94,90%
Eigenkapital 38.437 38.437
Ergebnis des Geschäftsjahres 2.021 389
clerita GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 1.118 1.118
Ergebnis des Geschäftsjahres -359 -504
Core Italian Property Fund, Mailand *
Anteil am Gesellschaftskapital 21,43% 21,43%
Eigenkapital
Ergebnis des Geschäftsjahres
in Tsd. Euro / in % 2017 2016
CRE L Issuance S.à.r.l ., Luxemburg *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 13
Ergebnis des Geschäftsjahres 3
DBV Advisory Company S.A., Luxembourg *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 75,00%
Eigenkapital 1.052
Ergebnis des Geschäftsjahres 894
Dein Plus GmbH, Frankfurt a.M. *
Anteil am Gesellschaftskapital 40,00% 40,00%
Eigenkapital 57
Ergebnis des Geschäftsjahres 30
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 51.889 51.889
Ergebnis des Geschäftsjahres 14.000 13.000
Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 75,00% 75,00%
Eigenkapital 15.375 13.078
Ergebnis des Geschäftsjahres 7.722 6.929
Development German Feeder III S.C.A. Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 1.044 949
Ergebnis des Geschäftsjahres 18 6.880
Development Venture IV German Feeder S.C.A. Luxembourg *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 1.872
Ergebnis des Geschäftsjahres -3
FINANCELIFE Gesellschaft für den Bankenvertrieb mbH, Frankfurt am Main *
Anteil am Gesellschaftskapital 40,00% 40,00%
Eigenkapital 271
Ergebnis des Geschäftsjahres 139
Finanz-Service GmbH der APO Bank, Düsseldorf *
Anteil am Gesellschaftskapital 50,00% 50,00%
Eigenkapital 574
Ergebnis des Geschäftsjahres 143
Fine Art Services International Inc., New York
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 722 USD 582 USD
602 552
Ergebnis des Geschäftsjahres 46 USD 80 USD
39 76
GANYMED Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 386
Ergebnis des Geschäftsjahres 39
Ganymed General Partner S.a.r.l , Luxemburg *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 25
Ergebnis des Geschäftsjahres 12
GANYMED S.a.r.l . & Co. Zweite Grundstücksgesellschaft KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 19.780 10.555
Ergebnis des Geschäftsjahres 9.226 150
GANYMED S.a.r.l . & Co. Dritte Grundstücksgesellschaft KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90% 94,90%
Eigenkapital 123.234 85.816
Ergebnis des Geschäftsjahres 37.418 -1.553
in Tsd. Euro / in % 2017 2016
GANYMED GmbH & Co. Vierte Grundstücksgesellschaft KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90% 94,90%
Eigenkapital 66.673 66.993
Ergebnis des Geschäftsjahres -320 11.894
INREKA Finanz AG, Cloppenburg *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 52.340
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.056
JALANDA Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald
Anteil am Gesellschaftskapital 50,00% 50,00%
Eigenkapital 17.222 17.068
Ergebnis des Geschäftsjahres 3.134 1.569
JALANDA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald *
Anteil am Gesellschaftskapital 47,20% 47,20%
Eigenkapital 23
Ergebnis des Geschäftsjahres -24
Kepheus Beteiligungs- und Vermögenswerte GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 211.712 208.925
Ergebnis des Geschäftsjahres 2.787 8.303
Kiwi Consulting *
Anteil am Gesellschaftskapital 30,00% 30,00%
Eigenkapital 159
Ergebnis des Geschäftsjahres -731
Kölner Spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung, Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 2.177
Ergebnis des Geschäftsjahres 52
Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 23,01% 23,01%
Eigenkapital 146.671
Ergebnis des Geschäftsjahres 79.369
K.Rerup & Co. A/S, Kopenhagen *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 681 DNK
92
Ergebnis des Geschäftsjahres 36 DNK
5
Lefac Leasing-Finanz-GmbH, Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital -10.068
Ergebnis des Geschäftsjahres -2.978
MGS Meine-Gesundheit-Services GmbH, Koblenz *
Anteil am Gesellschaftskapital 49,90% 49,90%
Eigenkapital 8.347
Ergebnis des Geschäftsjahres -2.826
Merkur Gesellschaft für Beteiligungs- und Vermögenswerte mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 132.342 132.342
Ergebnis des Geschäftsjahres 29.308 27.630
Neue Düsseldorfer Stadtquartiere zweite Grundstücks- S.a.r.l . & Co. KG, Düsseldorf
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90% 94,90%
Eigenkapital 19.857 19.851
Ergebnis des Geschäftsjahres 103 -159
Pluto Beteiligungswerte AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 90,00% 90,00%
Eigenkapital 69.817 69.817
Ergebnis des Geschäftsjahres -550 8.332
in Tsd. Euro / in % 2017 2016
Pan European Value Added Venture German Feeder S.C.A., Luxembourg *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 17.730
Ergebnis des Geschäftsjahres -1.707
Pro bAV Pensionskasse AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 98.950 98.950
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 0
Pro Versorgung AG, Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 25,10% 25,10%
Eigenkapital 297
Ergebnis des Geschäftsjahres -216
ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 39,88%
Eigenkapital 90.784
Ergebnis des Geschäftsjahres 4.526
Schroder EuroLogistik Fonds GmbH & Co. KG, Frankfurt *
Anteil am Gesellschaftskapital 22,88%
Eigenkapital
Ergebnis des Geschäftsjahres
Technisches Kontor für Versicherungen GmbH, Düsseldorf *
Anteil am Gesellschaftskapital 48,00% 48,00%
Eigenkapital 51
Ergebnis des Geschäftsjahres 25
TERTIA Handelsbeteiligungsgesellschaft mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 20,00% 20,00%
Eigenkapital 8.545 10.662
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.088 3.205
ver.di Service GmbH , Berlin *
Anteil am Gesellschaftskapital 33,33% 50,00%
Eigenkapital 54
Ergebnis des Geschäftsjahres 12
WIN EXPERTISA Gesellschaft zur Förderung beruflicher Vorsorge mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 897 898
Ergebnis des Geschäftsjahres 99 93
win Health Consulting GmbH, Wiesbaden **
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital
Ergebnis des Geschäftsjahres
* Zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichtes lag noch kein Geschäftsergebnis 2017 .
** Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation.
*** An der Gesellschaft seit Dezember 2017 beteiligt.
Schiffsbeteiligungen
Partenreederei MT " Multitank Elbegas ", Hamburg *
Anteil am Gesellschaftskapital 25,00% 25,00%
Eigenkapital 71
Ergebnis des Geschäftsjahres -1
* Zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichtes lag noch kein Geschäftsergebnis 2017 vor.

Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB

Die Abschlussprüferhonorare teilen sich nach Leistungsarten wie folgt auf:

in Tsd. Euro 2017 2016
Abschlussprüferleistungen 323 370
Andere Bestätigungsleistungen 250 400
Steuerberatungsleistungen 389 0
Sonstige Leistungen 0 196
Gesamt 962 966

Angaben nach § 285 Nr. 19 und 23 HGB

Zum Bilanzstichtag befanden sich derivative Finanzinstrumente in Form von sechs Inflationswaps im Bestand, die zur Absicherung des Inflationsrisikos aus der Pensionsrückstellungen abgeschlossen wurden. Diese außerbörslich gehandelten Derivate wurden mit den an Finanzmärkten etablierten Bewertungsmethoden (z.B. Barwertmethode oder Optionspreismodelle) bewertet. Die Inflationswaps besaßen einen beizulegenden Zeitwert von -49,4 Mio. Euro bei einem Nominalwert von 281,9 Mio. Euro. Die Inflationswaps wurden nicht in einer Bewertungseinheit erfasst.

Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB

Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Personen oder Unternehmen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden nicht getätigt.

Angaben nach § 285 Nr. 24 und 25 HGB

Die Angaben zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie zu der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden sind in den Erläuterungen zu der entsprechenden Bilanzposition aufgeführt.

Angaben gemäß § 285 Nr. 26 HGB

Weiterführende Angaben zu Anteilen bzw. Anlageaktien an inländischen beziehungsweise vergleichbaren EU- oder ausländischen Investmentvermögen im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches aufgegliedert nach Anlagezielen:

in Tsd. Euro Marktwert Buchwert Reserven/Lasten Auschüttungen im Geschäftsjahr
Rentenfonds 130.626 126.180 4.447 671
Alternative Investments 34.399 32.926 1.474 214
Gesamt 165.026 159.105 5.920 886

Zum 31. Dezember 2017 weisen Anteile oder Anlageaktien mit einem Buchwert in Höhe von 20,0 Mio. Euro, die unter der Fondskategorie Alternativinvestmentfonds ausgewiesen werden sowie dem Anlagevermögen zugeordnet waren, stille Lasten in Höhe von 0,1 Mio. Euro aus.

Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich der erwarteten Rückzahlungen von vorübergehenden Wertminderungen der Anteile beziehungsweise Anlageaktien aus. Die Kriterien der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.

Bei einzelnen Fonds bestehen Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe, da sie nur wöchentlich bzw. mit einer Frist von 40 Tagen zum Quartalsletzten zurückgegeben werden können

Angaben nach § 285 Nr. 27 HGB

Zum Bilanzstichtag bestanden folgenden Einzahlungsverpflichtungen:

Unternehmen Verpflichtung Höhe der Verpflichtung
AXA Bank AG, Köln Freistellungserklärung gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin, zur vorsorglichen Absicherung für den eventuellen Fall einer zugunsten der Bank erfolgten Hilfestellung, falls diese wegen entstandener Verluste erforderlich sein sollte. Für dieses Haftungsverhältnis wurde keine Rückstellung gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird. 733,9 Mio. Euro (Wert der zu sichernden Kundengelder)
Investmentfond Investition in einen Investmentfonds, der CDS Protection auf ein diversifiziertes Kreditportfolio von Banken verkauft. Die Bank erhält dadurch eine Kapitalerleichterung unter Basel III und der Fonds strebt eine Zielrendite von 8 bis 10% p.a. an. Verkauf von Equity / Mezzanine Protection birgt Teil- bis Totalverlust. 37,2 Mio. Euro
AXA Life Europe Ltd., Dublin Service Agreements, Haftung im Fall der Verletzung vertraglicher Verpflichtungen. Mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft wird nicht gerechnet. Bis zu einer Summe von 20,0 Mio. Euro p.a.
Investmentfond Investition in einen Investmentfonds, der ein Leasing-Portfolio enthält. Rendite besteht aus laufenden europäischen Leasezahlungen und evtl. Gewinn durch Verkauf nach Ende des Fundterms. Risiken bestehen in der Vertragserneuerung der Leasingkontrakte nach Ablauf sowie in einem Wertverlust der Leasingobjekte 19,0 Mio. Euro
Diverse Weitere Einzahlugsverpflichtungen. 22,9 Mio. Euro

Angaben nach § 285 Nr. 28 HGB

Der die Ausschüttungssperre begründende Betrag vor Bedeckung durch Eigenkapitalbestandteile nach § 268 Absatz 8 HGB in Höhe von 1.003,6 Mio. Euro (Vorjahr: 976,2 Mio. Euro) resultierte aus den aktiven latente Steuern. Die Ausschüttungssperre aus der Änderung des Zinssatzes für die Bewertung der Pensionsrückstellungen nach § 253 Abs. 6 HGB betrug 203,8 Mio. Euro. Der unter die Ausschüttungssperre fallende Betrag war vollständig durch Gewinnrücklagen gedeckt, sodass sich bezüglich der Gewinnabführung keine Beschränkungen durch die Ausschüttungs- und Abführungssperre nach § 301 AktG i. V. m. § 268 Absatz 8 HGB ergeben.

Angaben nach § 285 Nr. 33 HGB

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2017 sind bei unseren Gesellschaften keine Vorgänge eingegangen, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unserer Gesellschaft haben.

Die in 2015 durch den Vorstand und Aufsichtsrat der AXA ART beschlossene Umwandlung der selbständigen Gesellschaften AXA ART Insurance UK SE (seit Juni 2017 mit Sitz in Köln, zuvor London) und AXA ART Versicherung AG (Zürich) in rechtlich unselbständige Niederlassungen der AXA ART Versicherung AG (Köln) ist 2017 in Kooperation mit den zuständigen Aufsichtsbehörden in die Umsetzungsphase eingetreten. Der Vorstand ist zuversichtlich, dass die Umwandlung für das Geschäftsjahr 2018 vollzogen werden kann.

Unsere Gesellschaft beabsichtigt, zusammen mit Gothaer, die ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG vollständig zu übernehmen. Dabei werden voraussichtlich 60 Prozent der Anteile auf AXA und 40 Prozent der Anteile auf Gothaer entfallen. In der Zusammenarbeit werden beide Unternehmen weitgehend gleichberechtigt agieren. Die ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG ist mit einem Marktanteil von mehr als zehn Prozent die Nr. 3 im Markt der deutschen Rechtschutzversicherer und ein Premium-Anbieter für Rechtsschutz mit 60 Jahren Erfahrung. Die Gesellschaft zählt mit Bruttobeitragseinnahmen in Höhe von 428,6 Millionen Euro im Jahr 2016 zu den wachstumsstärksten Anbietern der Branche. Durch die Mehrheit an der ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG bauen wir unsere Position im Bereich der Schaden- und Unfallversicherungen weiter aus und wachsen in einem für uns sehr attraktiven Geschäftsfeld. Die mit dem Erwerb zusammenhängenden Transaktionen stehen u.a. noch unter dem Vorbehalt der Prüfung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Kartellbehörden.

Angaben nach § 306 AktG a.F. bzw. dem Spruchverfahrensgesetz

Zum 31. Dezember 2017 waren folgenden Spruchverfahren anhängig, die von ehemaligen außenstehenden Aktionären der betreffenden Gesellschaften eingeleitet wurden.

Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und Albingia Versicherungs-AG (Einleitung: 1999)
Verschmelzung AXA Versicherung AG (übernehmender Rechtsträger) mit Albingia Versicherungs-AG (Einleitung: 2000)
Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und AXA Versicherung AG (Einleitung: 2000)
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der AXA Lebensversicherung AG auf die AXA Konzern AG (Einleitung: 2007)
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Deutsche Ärzteversicherung AG auf die AXA Konzern AG (Einleitung: 2007)

Zusammenarbeit im Konzern

Unsere Gesellschaft erbringt im Rahmen bestehender Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsverträge entsprechende Verwaltungstätigkeiten zu nahezu allen Konzerngesellschaften. Darüber hinaus besteht ein Vermittlungsabkommen mit der AXA Life Europe, Dublin.

Im Rahmen bestehender Dienstleistungsverträge werden dagegen folgende Leistungen von anderen Konzerngesellschaften bezogen:

die Betreuung von SAP-basierten Anwendungsprogrammen von der AXA Technology Services Germany GmbH, Zweigniederlassung Köln;
den Betrieb des Rechenzentrums und die Inanspruchnahme von Kommunikationsdienstleistungen von der AXA Technology Services Germany GmbH, Köln;
die Postbearbeitung, Logistik und Archivierung sowie Teile der Bereiche Leistungsbearbeitung und Bestandsverwaltung in der Sparte Kranken von der AXA Logistik & Service GmbH, Köln;
Teile der Bereiche Kundenservice und Unterstützung von Vertriebsaktivitäten von der AXA Customer Care GmbH, Köln
Vermögensanlage und -verwaltung für Kapitalanlagen von der AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Köln sowie von der AXA Investment Managers S.A., Paris
Serviceleistungen zur betrieblichen Altersversorgung von der Kölner Spezial Beratungs-GmbH, Köln.

Mit den folgenden Gesellschaften unterhält die AXA Konzern AG als gewinnempfangende Gesellschaft Gewinnabführungs- und Verlustübernahmeverträge (Ergebnisabführungsverträge):

AXA Versicherung AG, Köln
AXA Lebensversicherung AG, Köln
AXA Krankenversicherung AG
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
AXA Finanz Service GmbH, Köln
AXA Customer Care GmbH, Köln
AXA Logistik & Services GmbH, Köln
AXA ART Versicherung AG, Köln
AXA easy Versicherung AG, Köln
Clerita GmbH, Köln
AXA Direktberatung GmbH, Köln

Die AXA Konzern AG hat mit folgenden Gesellschaften Beherrschungsverträge abgeschlossen:

AXA Versicherung AG, Köln
AXA Lebensversicherung AG, Köln
AXA Krankenversicherung AG, Köln
AXA ART Versicherung AG, Köln
AXA Bank AG, Köln
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
Pro bAV Pensionskasse AG, Köln*
AXA easy Versicherung AG
AXA Finanz Service GmbH, Köln
AXA Logistik & Services GmbH, Köln
AXA Customer Care GmbH, Köln
AXA Services & Direct Solutions GmbH, Köln
Inreka Finanz AG, Cloppenburg
Kepheus Beteiligungs- u. Vermögenswerte GmbH, Köln
Clerita GmbH, Köln
AXA Direktberatung GmbH, Köln
* Endet erwartungsgemäß nach vollzogenen Verkauf zum 31.12.2018.

Die AXA Konzern AG, Köln hat mit der Vinci B.V., Utrecht als herrschendem Unternehmen einen Beherrschungsvertrag abgeschlossen.

Die AXA S.A., Paris, ist direkt und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt zu hundert Prozent am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt. Die AXA Konzern AG ist deshalb ein im Sinne von § 16 Abs. 1 AktG im Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen der AXA S.A., Paris. Die AXA Konzern AG und ihre wesentlichen Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der AXA SA, Paris, einbezogen. Die AXA Konzern AG macht vom Befreiungstatbestand des § 291 HGB Gebrauch und stellt keinen Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss der AXA SA, Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des Marchés Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt. Der Konzernabschluss der AXA S.A. wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Köln, den 10. April 2018

AXA Konzern AG

Der Vorstand

Dr. A. Vollert

Dr. N. Kaschner

Dr. S. Lemke

Dr. P. Dahmen

Dr. T. Schumacher

W. Köhler

T. Daucourt

F. Hüppelshäuser

J. Warkentin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AXA Konzern Aktiengesellschaft, Köln - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AXA Konzern Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Die sonstigen Informationen umfassen ferner den Bericht des Aufsichtsrates.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Düsseldorf, den 11. April 2018

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Ludger Koslowski, Wirtschaftsprüfer

ppa. Sven Capousek, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des gesamten Jahres 2017 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte und in vier Sitzungen, zwei weiteren Sitzungen in Form von Telefonkonferenzen sowie zwei schriftlichen Abstimmungen wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes über die allgemeine Geschäftsentwicklung, über grundlegende Angelegenheiten sowie die strategischen Ziele der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand weiterhin umfassend über die Risikosituation informiert. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstandes, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 9. März 2017 die Tantiemezahlungen für 2016, die weitere variable Vergütung sowie anstehende Anpassungen der Vorstandsvergütung beschlossen. Ferner befasste sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit dem Thema Nichtprüfungsleistungen durch den Abschlussprüfer.

In seiner Sitzung am 16. Mai 2017 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstandes über den Geschäftsverlauf 2016 und dem vorgelegten Jahresabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für 2017 vor, die vertiefend erörtert wurde. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand umfassend über die Risikosituation informiert. Zudem hat der Chief Compliance Officer in der Sitzung den Compliance-Bericht für das Geschäftsjahr 2016 vorgestellt. Weiterhin befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Thema Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Versicherungsunternehmen (MaGO). Der Aufsichtstrat stimmte zudem dem Abschluss eines Beherrschungs- und eines Ergebnisabführungsvertrags mit einer Tochtergesellschaft zu und beschloss über den bis zum 30. Juni 2020 zu erreichenden Mindestanteil an Frauen in Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft. Weiterhin beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit einer geplanten Änderung der Vergütungssystematik für die Vergütung der Vorstandsmitglieder.

Unmittelbar im Anschluss an die in der ordentlichen Hauptversammlung am 16. Mai 2017 erfolgte Neuwahl des Aufsichtsrates fand eine konstituierende Sitzung des Aufsichtsrates statt, in der Herr Dr. Thomas Buberl zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt wurde.

In der Sitzung vom 24. November 2017 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über den bisherigen Geschäftsverlauf im laufenden Jahr und gab einen Kurzbericht über die vorläufige Planung 2017. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat weiterhin über den aktuellen Stand des Strategieprojekts "Ambition 2020" und den Umsetzungstand in Bezug auf die Versicherungsvertriebsrichtlinie (Insurance Distribution Directive) . Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat umfassend über die aktuelle Risikosituation unterrichtet.

In den Sitzungen am 16. Mai und 24. November 2017 wurde der Aufsichtsrat jeweils ausführlich über besondere Projekte und Entwicklungen der Gesellschaft informiert. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat zudem im Geschäftsjahr 2017 die gemäß dem Merkblatt der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zur fachlichen Eignung und Zuverlässigkeit von Mitgliedern von Verwaltungs- und Aufsichtsorganen gemäß VAG geforderte Selbsteinschätzung durchgeführt und einen Entwicklungsplan beschlossen.

Der Aufsichtsrat hat neben dem gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss zwei weitere Ausschüsse eingerichtet. Das aus fünf Mitgliedern bestehende Audit Committee widmet sich im Wesentlichen der Überwachung des Risikomanagements des Vorstandes und der Kontrollmechanismen der Gesellschaft, der Behandlung des Jahresabschlusses, Fragen zur Abschlussprüfung und legt die Prüfungsschwerpunkte des Geschäftsjahres fest. Das Audit Committee hat in 2017 viermal getagt. Hierüber hat es den Aufsichtsrat umfassend unterrichtet. Das aus drei Mitgliedern bestehende Präsidium ist ein vorbereitender Ausschuss, der in 2017 nicht getagt hat. Der Vermittlungsausschuss musste ebenfalls nicht einberufen werden.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht sowie die Solvenzübersicht für die Subgruppe AXA Konzern AG für das Geschäftsjahr 2017 sind von der in der Hauptversammlung gewählten PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte und die weiteren Erläuterungen des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist, und schloss sich dem Vorschlag für die Gewinnverwendung an. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat darüber informiert, dass für das Geschäftsjahr 2017 wie im Vorjahr von der Befreiungsmöglichkeit des § 291 HGB Gebrauch gemacht wird und dementsprechend kein Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstellt wird.

In einer außerordentlichen Sitzung im Januar 2018 wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand ausführlich über den geplanten Verkauf der Konzerngesellschaft Pro bAV Pensionskasse AG informiert. Der Aufsichtsrat hat dabei der vorgeschlagenen Beendigung des mit der Pro bAV Pensionskasse bestehenden Beherrschungsvertrags zum 31. Dezember 2018 vorbehaltlich ggf. zu erfüllender aufsichtsrechtlicher Anforderungen zugestimmt.

Im vergangenen Jahr sind im Vorstand und im Aufsichtsrat Personalveränderungen eingetreten. Frau Dr. Andrea van Aubel und Herr Jens Hasselbächer sind mit Ablauf des 30. Juni 2017 bzw. mit Wirkung zum 24. November 2017 aus dem Vorstand ausgeschieden. Als Nachfolger für Frau Dr. van Aubel wurde Herr Dr. Stefan Lemke zum Mitglied des Vorstandes bestellt. Weiterhin ist Frau Dr. Astrid Stange mit Wirkung zum 30. September 2017 aus dem Vorstand ausgeschieden. Als Nachfolgerin hat der Aufsichtsrat Frau Wiebke Köhler zum Mitglied des Vorstandes bestellt.

In der ordentlichen Hauptversammlung am 16. Mai 2017 erfolgte eine Neuwahl des Aufsichtsrates. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde dabei Herr Paul Evans, CEO AXA Global Life & Savings and AXA Global Health, der allerdings mit Wirkung zum 30. November 2017 wieder aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist. Als Nachfolger wurde Herr Antimo Perretta, CEO European Markets, AXA GIE mit Wirkung zum 1. Januar 2018 zum Mitglied des Aufsichtsrates gewählt. Die Wahl der Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat erfolgte nach den Vorschriften der 3. Wahlordnung zum Mitbestimmungsgesetz. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden dabei Frau Bettina Cramm, Frau Wiebke Dahl, Frau Susanne Hille und Herr Christoph Schmitz. Ausgeschieden aus dem Aufsichtsrat sind die Arbeitnehmervertreter Frau Dina Bösch, Frau Kirsten Murray sowie die Herren Reinhard Rose und Klaus Weber. Aus dem Kreis der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat ist weiterhin Herr Dr. Michael Frenzel ausgeschieden.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den ausgeschiedenen Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat für die erfolgreiche Tätigkeit. Für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihre tatkräftige Unterstützung mit zum Erfolg der Gesellschaft beigetragen haben, seinen Dank aus.

Unser Dank gilt auch den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmenssprecherausschuss der Leitenden Angestellten für die sehr engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Köln, den 27. April 2018

Für den Aufsichtsrat

Dr. Thomas Buberl, Vorsitzender