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AXA Management Reports 2012

Jul 4, 2013

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Management Reports

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Publication

AXA Konzern Aktiengesellschaft

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Lagebericht

Für AXA Deutschland nimmt die AXA Konzern AG die Leitungs- und Steuerungsfunktion wahr. Sie hält direkte und indirekte Mehrheitsbeteiligungen insbesondere an folgenden Gesellschaften:

AXA Versicherung AG

AXA Lebensversicherung AG

AXA Krankenversicherung AG

Deutsche Ärzteversicherung AG

Pro bAV Pensionskasse AG

AXA Art Versicherung AG

AXA easy Versicherung AG

AXA Bank AG

DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG

DBV Deutsche Beamtenversicherung AG

Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG

winsecura Pensionskasse AG

Es handelt sich bei diesen Beteiligungen überwiegend um Beteiligungen an Versicherungsunternehmen, die in den Sparten Leben, Kranken und Schaden und Unfall aktiv sind. Aus diesem Grunde sind die für die AXA Konzern AG relevanten Märkte im Wesentlichen die Versicherungsmärkte.

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Entwicklung unserer Gesellschaft fand im Geschäftsjahr 2012 in nachfolgend beschriebenem gesamtwirtschaftlichen und Branchenumfeld statt:

Deutsche Wirtschaft trotzt europäischer Krise

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2012 als sehr widerstandsfähig erwiesen. Während die Konjunktur in einigen europäischen Ländern und insbesondere in Südeuropa auf Talfahrt ging, ist die deutsche Wirtschaft weiter gewachsen. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,7 % zu. In den beiden Vorjahren war es mit 3,0 % (2011) und 4,2 % (2010) allerdings sehr viel kräftiger gestiegen. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2012 hat sich die deutsche Konjunktur deutlich abgekühlt.

Einmal mehr erwies sich der Export als wichtigster Wachstumsmotor der Wirtschaft. Deutschland exportierte im vergangenen Jahr preisbereinigt 4,1 % mehr Waren und Dienstleistungen; gleichzeitig stiegen die Importe lediglich um 2,3 %. Im Inland nahmen der private Verbrauch um 0,8 % und die staatlichen Konsumausgaben um 1,0 % zu. Dagegen konnten die Investitionen keinen positiven Beitrag zum Wirtschaftswachstum liefern und gingen zum Teil sogar deutlich zurück.

Der Arbeitsmarkt blieb ebenfalls robust. Nach den ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen um 422.000 - und damit das sechste Jahr in Folge - auf einen neuen Höchststand von 41,6 Millionen gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2012 waren in Deutschland nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 2.897.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 79.000 weniger als vor einem Jahr. Das entspricht einer um 0,3 Prozentpunkte auf 6,8 % gesunkenen Arbeitslosenquote.

Darüber hinaus hatten die meisten Arbeitnehmer mehr Geld im Portemonnaie. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes auf der Grundlage vorläufiger Ergebnisse betrug der Anstieg der nominalen Tariflöhne und -gehälter 2012 im Durchschnitt 2,6 % (2011: 2,0 %). Da sich die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 2,0 % erhöhten, ergab sich im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt preisbereinigt ein reales Plus bei den Tariflöhnen und -gehältern von 0,7 %.

Deutsche Versicherungswirtschaft wieder mit Wachstum

Die deutsche Versicherungswirtschaft erzielte im Jahr 2012 wieder ein Wachstum, nachdem sie im Vorjahr zum ersten Mal seit mehr als sechs Jahrzehnten einen Beitragsrückgang in Höhe von 0,4 % hatte hinnehmen müssen. Nach vorläufigen Berechnungen steigerten die im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) organisierten Versicherer im vergangenen Jahr spartenübergreifend ihre Beitragseinnahmen um 1,5 % auf 180,7 Mrd. Euro (2011: 178,1 Mrd. Euro). Damit blieb die Geschäftsentwicklung unserer Branche auch im fünften Jahr der Finanzmarkt-, Schulden- und Eurokrise stabil.

Allerdings war die Entwicklung in den Versicherungszweigen unterschiedlich. Die Schaden- und Unfallversicherer erzielten ein Beitragsplus von voraussichtlich 3,7 % und die privaten Krankenversicherer + 3,4 %. Demgegenüber verringerten sich die Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung einschließlich Pensionskassen und -fonds insgesamt um voraussichtlich 0,7 %.

Einführungstermin von Solvency II weiter unklar

Im Laufe des Jahres 2012 zeichnete sich ab, dass sich die Einführung der künftigen Aufsichtsregeln der Europäischen Union (EU) für die Versicherungswirtschaft, Solvency II, weiter verzögern wird. So sprach sich die EU-Kommission im September 2012 für eine weitere Studie aus, um die Auswirkungen der im Solvency II-Modell festgelegten Eigenkapitalvorschriften auf langfristige Versicherungsgarantien europaweit zu testen. Dies bedeutet eine Einführung der neuen Eigenkapitalvorschriften für die europäischen Versicherer nicht vor 2015. Die Präsidentin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hielt Mitte Januar 2013 sogar einen Start des neuen Regelwerks erst 2016 oder gar 2017 für möglich.

Einheitliche Tarife für Männer und Frauen

Seit dem 21. Dezember 2012 bieten die deutschen Versicherer im Neugeschäft nur noch sogenannte Unisextarife an. Hintergrund ist eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs aus März 2011, dass Versicherer ab diesem Stichtag keine Tarife mehr anbieten dürfen, die nach dem Geschlecht unterscheiden. Davon sind insbesondere private Renten-, Risikolebens-, Berufsunfähigkeitsversicherungen und private Krankenversicherungen betroffen, aber auch weitere Versicherungen wie die Kfz- oder Unfallversicherung, die zuvor auch das Geschlecht als Risikomerkmal herangezogen haben. Durch Verzögerungen im Gesetzgebungsverfahren konnte das europäische Unisex-Urteil zwar nicht fristgerecht in deutsches Recht umgesetzt werden, ist aber dennoch aufgrund des sogenannten Anwendungsvorrangs des Europarechts nunmehr in Deutschland gültig.

Programm zur Effizienzsteigerung macht Fortschritte

Der AXA Konzern hat im Geschäftsjahr 2012 bei der Umsetzung seines Programms zur Steigerung der Effizienz und zur Stärkung seiner Wettbewerbsfähigkeit Fortschritte erzielt. Dieses Programm unter dem Namen "Focus to Perform" hatte der Konzern im Vorjahr eingeleitet, um angesichts des sich grundlegend wandelnden Umfelds für Versicherungen seine strategischen Ziele effektiver und fokussierter zu erreichen. Durch umfangreiche Investitionen in Prozessverbesserungen, Automatisierung und optimierte Strukturen will die AXA Deutschland den Kundenservice weiter verbessern, Produktivitätssteigerungen erzielen und die Kosten im Konzern bis 2015 um 328 Mio. Euro senken. Dazu sollen unter anderem auch die Vereinheitlichung von Produkten und der Informationstechnologie, schlankere Führungsstrukturen und die Bündelung von Funktionen an einzelnen Standorten beitragen, wobei der Konzern seine dezentrale Struktur beibehalten wird.

Ein großer Meilenstein bei "Focus to Perform" wurde im vergangenen September mit dem Abschluss des Interessenausgleichs und des Sozialplans erreicht. Gleichzeitig schlossen Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertreter das AXA Bündnis IV ab, das bei Erreichen definierter wirtschaftlicher Kennzahlen den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2015 - mit Verlängerungsoptionen bis maximal 2017 bei Erreichen der "Focus to Perform"-Ziele - beinhaltet.

Geschäftsentwicklung, Geschäftsergebnis und Ertragslage

Der Jahresüberschuss unserer Gesellschaft verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 268,5 Mio. Euro auf 473,5 Mio. Euro. Wesentlich für diese Ergebnissteigerung sind Erträge aus der Veräußerung einer Minderheitsbeteiligung in Höhe von 138,5 Mio. Euro sowie die um 93,8 Mio. Euro auf 388,2 Mio. Euro erheblich gestiegenen übrigen Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungen. Gegenläufig sind insbesondere um 28,0 Mio. Euro geringere Erträge aus Steuererstattungen.

Der Jahresüberschuss der größten Konzerngesellschaft AXA Versicherung AG in Höhe von 191,4 Mio. Euro (Vorjahr: 71,6 Mio. Euro) wurde im Wege des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an unsere Gesellschaft ausgeschüttet. Der Anstieg des Ergebnisses um 119,8 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einem positiven versicherungstechnischen Ergebnis aufgrund von reduzierten Schadenquoten (-5,3%-Pkte) und Kostenquoten (-1,9%-Pkte). Weiterhin trug ein höheres Kapitalanlageergebnis (+118,8 Mio. Euro) als im Vorjahr maßgeblich zu dieser Ergebnisverbesserung bei. Gegenläufig war die Entwicklung im außerordentlichen Ergebnis und im Steueraufwand.

Bei den anderen Konzerngesellschaften reduzierte sich der Ergebnisbeitrag insgesamt um 26,0 Mio. Euro auf 196,8 Mio. Euro. Den größten Beitrag haben dabei die AXA Lebensversicherung AG mit 60,0 Mio. Euro (Vorjahr 50,00 Mio. Euro), die Kölnische Verwaltungs-AG für Versicherungswerte mit 34,0 Mio. Euro (Vorjahr 0 Euro), die AXA Art Versicherung AG mit 3,5 Mio. Euro (Vorjahr 15,8 Mio. Euro), die AXA Investment Managers S.A., Paris, mit 8,1 Mio. Euro (Vorjahr 13,5 Mio. Euro) und die Deutsche Ärzteversicherung Leben AG mit 12,0 Mio. Euro (Vorjahr: 13,2 Mio. Euro) beigesteuert. Nach der Verschmelzung mit der AXA Beteiligungsgesellschaft mbH, die im Vorjahr noch 121,8 Mio. Euro zum Ergebnis beisteuerte, werden nunmehr auch die Gewinnabführungen der AXA Krankenversicherung AG mit 31,7 Mio. Euro und der DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG mit 32,7 Mio. Euro unserer Gesellschaft direkt zugerechnet. Das Ergebnis der Deutsche Ärzte Finanz- und Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln, verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mio. Euro auf 4,2 Mio. Euro und das der AXA Bank AG betrug wie im Vorjahr 3,4 Mio. Euro.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 9,8 Mio. Euro lagen deutlich unter dem Vorjahresniveau von 44,0 Mio. Euro. Diese betrafen wiederum hauptsächlich einen Immobilienfonds mit 4,2 Mio. Euro (Vorjahr 24,2 Mio. Euro) und ein Firmendarlehen in Höhe von 3,2 Mio. Euro.

Weitere maßgebliche Ergebniskomponenten waren insbesondere Erträge aus Ausleihungen in Höhe von 8,6 Mio. Euro (Vorjahr: 8,7 Mio. Euro) und 23,8 Mio. Euro aus Zinsen und ähnlichen Erträgen (Vorjahr: 15,5 Mio. Euro), davon 19,9 Mio. Euro aus Zinsen gemäß § 233a AO.

Der Zinsaufwand der AXA Konzern AG erhöhte sich um 12,2 Mio. Euro auf 82,1 Mio. Euro insbesondere aufgrund von höheren Zinsaufwendungen in Höhe von 14,5 Mio. Euro gemäß § 233a AO. Die übrigen Zinsaufwendungen beziehen sich maßgeblich auf Zinszuführungen zu abgezinsten Rückstellungen, davon 59,6 Mio. Euro auf Zinszuführungen zur Pensionsrückstellung. Diese Zinsen sind von unserer Gesellschaft ebenfalls über Kapitalanlagen zu erwirtschaften und werden nicht in die Kalkulation eines Dienstleistungsentgeltes im Rahmen unserer Servicefunktion einbezogen.

Abschließend trug ein Steuerertrag von 11,7 Mio. EUR (Vorjahr 39,7 Mio. Euro) zum Jahresüberschuss bei. Belastend für das Geschäftsjahresergebnis wirkte sich die Erhöhung der sonstigen Steuern um 5,9 Mio. Euro aus.

Die im Rahmen unserer Funktion als Dienstleister erzielten Umsatzerlöse aus Dienstleistungen gegenüber den operativen Konzerngesellschaften lagen mit 1.261,6 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau (1.261,3 Mio. Euro). Dies entspricht der Kostenentwicklung unserer Gesellschaft. Der Personalaufwand liegt mit 733,5 Mio. Euro nur um 0,4 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau. Darin ist bereits eine um 6,7 Mio. Euro höhere Sonderbelastung für einen Sozialplan mit einem Geschäftsjahresaufwand von 32,8 Mio. Euro enthalten. Die Anzahl der Mitarbeiter ging dabei gegenüber dem Vorjahr im Jahresmittel um 243 auf 9.677 Mitarbeiter zurück. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (bereinigt um eine den Kapitalanlagebereich betreffende Sonderbelastung im Vorjahres von 50,0 Mio. Euro, die im Eigenbehalt unserer Gesellschaft verblieben ist) gingen um 4,6 Mio. Euro auf 544,7 Mio. Euro zurück. Dies sind weitere Ergebnisse des von uns in den Vorjahren eingeleiteten Programms zur Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit durch Verbesserung der Effizienz von Prozessen bei gleichzeitiger Erhöhung der Qualität des Kundenservices.

Im Rahmen der Kostenumlage haben wir sämtliche Kosteneinsparungen an die Konzerngesellschaften weitergegeben.

Finanz- und Vermögenslage

Mit Mio. 3.601,5 Euro (Vorjahr: 3.558,0 Mio. Euro) betrug das Eigenkapital 65,6 % (Vorjahr: 68,9 %) der Bilanzsumme. Der Rückgang der Eigenkapitalquote ist maßgeblich auf die höhere Dotierung von Rückstellungen zurückzuführen. Hierbei bleiben stille Reserven insbesondere bezogen auf Anteile an verbundenen Unternehmen noch unberücksichtigt.

Die Aktivseite der Bilanz wird durch das Anlagevermögen in Höhe von 3.872,6 Mio. Euro (Vorjahr: 3.833,4 Mio. Euro) dominiert, wovon 3.706,3 Mio. Euro (Vorjahr: 3.683,1 Mio. Euro) auf Anteile bzw. Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Beteiligungen entfallen. Darüber hinaus werden im Anlagevermögen Kapitalanlagen wie z.B. Schuldscheindarlehen und ein Immobilienfonds dauerhaft gehalten.

Das Umlaufvermögen beinhaltet vor allem Forderungen an verbundene Unternehmen, insbesondere Forderungen aus der phasengleichen Vereinnahmung von Beteiligungserträgen, und sonstige Vermögensgegenstände, hauptsächlich Steuerforderungen. Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 215,1 Mio. Euro (Vorjahr: 319,0 Mio. Euro). Diese resultieren überwiegend aus der Begleichung von offenen Forderungen aus erbrachten Dienstleistleistungen und Konzernumlagen zum Jahresende.

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 733,7 Mio. Euro (Vorjahr: 563,6 Mio. Euro) betreffen mit 640,6 Mio. Euro aktive latente Steuern der Organgesellschaften. Diese resultieren im Wesentlichen aus Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Pensionsrückstellungen, der Kapitalanlagen und der versicherungstechnischen Rückstellungen.

Die AXA Gruppe mit Sitz in Frankreich verfügt weiterhin - auch im Wettbewerbsvergleich - über sehr gute Ratings im Bereich AA-, A+ bzw. Aa3.

Damit gehört die AXA Gruppe auch weiterhin zu den stabilsten globalen Finanzdienstleistern.

Diese Einstufung gilt ebenso für die deutschen Versicherungsgesellschaften der AXA Konzern AG (AXA Versicherung AG, AXA Lebensversicherung AG, AXA Krankenversicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG).

Die Ratingagentur Fitch Ratings hat am 24. September 2012 das AA- (sehr stark) für das Insurers Financial Strength Rating, das die Finanzkraft eines Versicherungsunternehmen ausdrückt, bestätigt. Der Ausblick wurde hier aufgrund der insgesamt skeptischen Einschätzung gegenüber dem gesamten Finanzsektor vor allem vor dem Hintergrund der Euro-Schuldenkrise auf negativ gesetzt.

Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die AXA Gruppe am 18. Dezember 2012 mit A+ (stark) und stabilem Ausblick eingestuft. Die Veränderung um eine Stufe von vorher AA- auf A+ begründet S&P insbesondere mit "unsicheren Anlagemärkten, niedrigen Zinsen und der Rezession in der Eurozone".

Moody's Investors Service vom 30. April 2013 hat die bisherige Einstufung Aa3 (sehr stark), Ausblick negativ, bestätigt.

Mitarbeiter: Fokus auf Mitarbeiterentwicklung und Investitionen in die Zukunft

Per 31. Dezember 2012 waren insgesamt 9.575 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2011: 9.858) für die AXA Konzern AG als größten Dienstleister in der Deutschen AXA Gruppe tätig. Die natürliche Fluktuationsrate lag mit 3,2% leicht über dem Vorjahresniveau (2011: 2,9%). Zum Jahresende beschäftigte der AXA Konzern darüber hinaus 537 Auszubildende (2011: 545). Allein im abgelaufenen Jahr 2012 wurden 212 Azubis eingestellt; im Jahresdurchschnitt waren 451 Auszubildende für das Unternehmen tätig. Die Übernahmequote nach Abschluss der Ausbildung betrug 69%. Zudem bot der AXA Konzern 111 Praktikanten und 75 Stipendiaten die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen in der Praxis zu sammeln.

Der AXA Konzern betrachtet seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als wertvollste Ressource und legt daher großen Wert auf deren kontinuierliche Weiterbildung und Entwicklung. Im Bereich der Personalentwicklung sind beispielsweise die sogenannten Förderkreise hervorzuheben, deren Ziel nicht nur die Weiterentwicklung einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist, sondern auch der Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie die Bearbeitung strategisch wichtiger Fragestellungen.

Die 11 am Konzernförderkreis (KFK) 2012-2014 ausgewählten teilnehmenden Führungskräfte bearbeiten aktuell im Auftrag des Vorstandes das Projektthema "Direktvertrieb im deutschen Vorsorgemarkt: Ausgestaltung strategischer und operativer Ansätze für die Positionierung von Protection-Produkten im Kontext des Multi-Kanal-Ansatzes". Der Projektabschluss ist für das erste Quartal 2014 geplant.

Die Zielgruppe des Nachwuchsförderkreises (NFK) sind leistungsstarke Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich persönlich wie beruflich weiterentwickeln möchten und über nachgewiesenes Führungspotenzial verfügen. Die Teilnehmer dieses Kreises haben im Gegensatz zu den Teilnehmern des Konzernförderkreises bislang entweder keine Führungserfahrung oder bekleiden maximal eine Gruppenleiter-Funktion. Im NFK 2012-2014 entwickeln 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis Anfang 2014 ein Konzept zur Leadgenerierung für Vertriebspartner aus der Inbound Telefonie unter dem Titel "Service-to-Sales".

Neben der Projektarbeit werden für die Teilnehmer des NFK und des KFK individuell konzipierte Seminare und Trainings durchgeführt sowie Treffen mit Vorstandsmitgliedern und Fachexperten zu aktuellen Konzernthemen organisiert. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer regelmäßig individuelles Feedback. Bei der generellen Auswertung aller bisher abgeschlossenen Nachwuchs- und Konzernförderkreise lässt sich erfreulicherweise feststellen, dass etwa die Hälfte aller KFK-Teilnehmer und rund 80 Prozent der NFK-Teilnehmer eine neue oder in der Regel sogar weiterführende Aufgabe übernommen haben.

Komplettiert wird das Förderkreis-Angebot durch die Potenzialkreise der Hauptverwaltung (PTK HVw) und der Regionen (PTK Nord, West, Mitte, Süd). Teilnehmer der Potenzialkreise sind Potenzialträger, die noch am Anfang ihrer Karriere bei AXA stehen. Ziel dieses ressortübergreifenden, einjährigen Programms ist es, die Teilnehmer durch Trainings, Projektarbeit und individuelles Feedback früh beim Ausbau ihrer persönlichen, methodischen, unternehmerischen und sozialen Kompetenzen zu unterstützen.

Zusammenfassend betrachtet, bewähren sich die Förder- und Potenzialkreise als effektives Instrument zur Förderung der Entwicklung der Mitarbeiter und leisten mit ihrer Projektarbeit einen wichtigen Beitrag zur Unternehmensentwicklung.

Neben den Förder- und Potenzialkreisen bietet der AXA Konzern mit dem Vorstandsassistenten-Programm jungen ambitionierten und gut international ausgebildeten Talenten die Möglichkeit, während der zweijährigen Assistenzzeit den jeweiligen Vorstand bei seinen Aufgaben zu unterstützen. Ergänzt wird diese Tätigkeit durch eine individuell abgestimmte Entwicklungsbegleitung und -gespräche, zahlreiche Informationsveranstaltungen, Seminare sowie einer Vertriebshospitation. So soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit gegeben werden, über das eigene Ressort hinaus unterschiedliche Konzernbereiche und Ressorts näher kennenzulernen.

AXA sieht die Vielfalt seiner Mitarbeiter als Bereicherung und als Treiber für den wirtschaftlichen Erfolg. Bei AXA wollen wir eine Kultur, bei der sich Mitarbeiter gewertschätzt fühlen und ihr Potenzial voll einbringen können. Im Rahmen von Diversity & Inclusion setzt AXA zwei Schwerpunkte: Neben der Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen soll auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert werden. Bereits zum zweiten Mal wird ein ,Gender Mentoring Programm' angeboten, um die persönliche und insbesondere berufliche Entwicklung von Mitarbeiterinnen zu unterstützen. Insgesamt bestehen 20 Teams aus Vorständen oder Bereichsleitern und interessierten Abteilungsleiterinnen. Mentor und Mentee treffen sich hierbei in regelmäßigen Abständen und tauschen sich im Rahmen eines hierarchie-, generationen- und geschlechterübergreifenden Dialogs aus. Seit 2012 wird das Gender Mentoring Programm auch an den Standorten angeboten. Ein zusätzliches von den Teilnehmerinnen gesteuertes Netzwerk wurde in 2012 aufgebaut und wird zukünftig den internen Erfahrungsaustausch zusätzlich fördern. Neben dem Gender Mentoring Programm wurde in 2012 erstmals ein Tandem Projekt als Pilot gestartet. Insgesamt 6 Tandems wurden gebildet. Im Gegensatz zum Mentoring liegt der Schwerpunkt bei den Tandems auf der Vermittlung von konkretem Know-how.

Als familienfreundliches Unternehmen arbeitet AXA an Rahmenbedingungen, die es unseren Mitarbeitern ermöglichen, Familie und Beruf besser miteinander zu vereinbaren. Dazu gehört das Angebot von flexiblen Arbeitszeiten, die Möglichkeit Telearbeit zu nutzen oder auch in Teilzeit zu arbeiten.

Für den Fall, dass die Betreuung für den Nachwuchs ausfällt, können Mitarbeiter ein speziell eingerichtetes Büro nutzen, das einen Arbeitsplatz und Spielmöglichkeiten für (Klein-)Kinder kombiniert. Falls nicht die Betreuung ausfällt, sondern das Kind erkrankt, gibt es in Köln, Berlin, Hamburg, Bremen und Hannover einen Laptop-Pool, der es Eltern ermöglicht, ihrer Arbeit in Telearbeit nachzugehen und gleichzeitig ihr Kind zu versorgen.

AXA bietet außerdem für Mitarbeiter-Kinder in Kooperation mit externen Anbietern Plätze für ein Ferienprogramm während der Schulferien an. Das Ferienprogramm für Mitarbeiter-Kinder (Kids@AXA) erfreut sich großer Beliebtheit. In den letzten vier Jahren haben 214 Kinder an verschiedenen Standorten insgesamt über 1.070 hochwertig organisierte Ferientage erlebt.

AXA bietet in Kooperation mit dem ElternService AWO darüber hinaus konzernweit nicht nur schnelle und professionelle Unterstützung und Beratung bei der Organisation qualifizierter Kinderbetreuung an (z. B. Tagesmütter, Au-Pairs, Kindernotfallbetreuung), sondern hilft auch bei der Organisation von Familien- und Pflegeleistungen für ältere und pflegebedürftige Angehörige. Hierbei können Beratungs- und Vermittlungsleistungen von den Mitarbeitern kostenlos in Anspruch genommen werden. Bei der Kindernotfallbetreuung übernimmt AXA sogar die Betreuungskosten für maximal fünf Tage pro Jahr und Kind.

Im Rahmen der Konzernstrategie ,AXA erste Wahl' ist es das erklärte Ziel der AXA Deutschland, als sog. Lösungsversicherer erste Wahl für Kunden, Aktionäre, Vermittler und Mitarbeiter zu werden. Um mit diesem Konzept im Markt erfolgreich zu sein, ist eine veränderte Verhaltenskultur erforderlich, die dazu ermutigt, in allen Bereichen neue Wege zu gehen. Eine Voraussetzung hierfür ist das konsequente Leben der sogenannten Kerneigenschaften "Erreichbarkeit", "Aufmerksamkeit" und "Zuverlässigkeit", was interne und externe Kundenorientierung gleichermaßen erlebbar werden lässt. Von den Führungskräften wird darüber hinaus erwartet, mögliche Ängste der Mitarbeiter (z. B. davor, einen Fehler zu machen) abzubauen und Entscheidungsfreiheiten zu schaffen, um so alle vorhandenen Potenziale freizusetzen: Dies wird in den drei sog. Führungserwartungen "Vertrauen", "Nachhaltigkeit" und "Empowerment" ausgedrückt. Mit diversen Maßnahmen zum Thema Kundenorientierung und den drei Kerneigenschaften wurden sämtliche Mitarbeiter des Innendienstes durch das Projekt "Change für AXA erste Wahl" von 2009 bis 2012 dabei unterstützt. Im vergangenen Jahr konnten die Teams beispielsweise zwischen E-Learnings, Workshops und Vorträgen wählen. Fast alle Teams machten von einer dieser Maßnahmen Gebrauch und steigerten somit ihr Verständnis von Kundenorientierung, denn die Umsetzung dieser Strategie lebt von der Begeisterung und dem Engagement der Mitarbeiter. Nach Durchführung der Maßnahmen wurde das Projekt Ende 2012 planmäßig abgeschlossen. Damit geht selbstverständlich nicht das Ende aller Change-Aktivitäten einher, vielmehr werden die Inhalte in die Verantwortung der Linie bzw. der Führungskräfte übergeben.

Um den Fortschritt der Strategieumsetzung zu messen, wurde wie in den vergangenen Jahren auch in 2012 die "Maßstab"-Befragung fortgeführt. Die Ergebnisse liefern wertvolle Hinweise, wie weit AXA in den Augen ihrer Mitarbeiter bereits auf dem Weg zum Unternehmen erster Wahl in Bezug auf die Umsetzung der definierten Kerneigenschaften "Erreichbarkeit", "Aufmerksamkeit" und "Zuverlässigkeit" ist. Die Befragungsergebnisse der letzten Jahre zeigen, dass eine Sensibilisierung für das Thema Kundenorientierung bei unseren Mitarbeitern stattgefunden hat. Die letzte Befragung im September 2012 bestätigt, dass wir das Erreichte sichern und unsere Werte stabilisieren konnten. Mit Abschluss des Change-Projektes wird auch die Maßstab-Befragung nicht weiter fortgeführt.

Neben der Maßstabbefragung bittet AXA bereits seit 1998 alle Mitarbeiter in der Befragung "Scope" um eine detaillierte und ehrliche Meinung zu Themen wie Arbeitszufriedenheit, Unternehmenskultur und Anerkennung. Eine große Mehrheit der Mitarbeiter nimmt diese Chance Jahr für Jahr wahr, und in 2012 konnte wieder eine gute Beteiligungsquote von über 70 Prozent erzielt werden. Auch angesichts der aktuellen Entwicklungen im Konzern, die für viele Mitarbeiter große Veränderungen mit sich bringen, gibt es erfreuliche Ergebnisse: So liegt die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit der eigenen Arbeit, der direkten Führungskraft und der Entlohnung auf einem hohen Niveau, das den Durchschnitt anderer befragter Unternehmen in Deutschland bzw. in der Finanzdienstleistungsbranche teilweise deutlich übertrifft. Neben der Abfrage der quantitativen Messergebnisse verfolgt Scope vor allem das Ziel, Möglichkeiten zur Verbesserung im Unternehmen zu identifizieren. Wie in den vergangenen Jahren werden die Ergebnisse von Scope 2012 auf allen Ebenen des Konzerns intensiv diskutiert, um Maßnahmen zur Steigerung der Mitarbeiterbindung und Arbeitszufriedenheit abzuleiten.

Auf dem Weg zum Unternehmen erster Wahl und als Teil der gruppenweiten Strategie Ambition AXA ist der Aufbau einer Unternehmenskultur, die von Vertrauen und Leistungsbereitschaft geprägt ist, ein zentrales Element. Basis dieser Kultur ist die so genannte blaue Führungskultur, die durch das weltweit anerkannte Befragungsinstrument Organizational Culture Inventory (OCI) gemessen wird. Die Befragung zur aktuellen Unternehmenskultur wurde erstmalig im Oktober 2011 durchgeführt. Die OCI Ergebnisse sind Ausgangspunkt für die Diskussion über die Unternehmenskultur und sind richtungweisend für die notwendigen kulturellen Veränderungen. In 2012 haben unter anderem in allen Ressorts Workshops stattgefunden, um konkrete Verhaltensänderungen anzustoßen und den blauen Führungsstil im Unternehmen weiter zu verankern.

Im Rahmen des AXA Shareplans können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits seit 1998 jedes Jahr zu besonders attraktiven Konditionen AXA Aktien erwerben. Im Jahr 2012 haben 2.454 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Chance genutzt. Im Vergleich zum Vorjahr (2011: 2.997) ist die Teilnahme gesunken. Der Rückgang betrug rund 18% und entspricht damit dem Trend in der AXA Gruppe. Die Teilnehmer investierten insgesamt 3.834.153 Euro (2011: 4.691.770) in den AXA Shareplan und drückten somit ihr Vertrauen in den künftigen Unternehmenserfolg aus. Dies ist angesichts der noch immer anhaltenden Finanzmarktkrise und der volatilen Kapitalmärkte ein gutes Ergebnis und ein unverändertes Zeichen, dass die Belegschaft auch in schwierigen Zeiten an den Erfolg der AXA glaubt.

Auch in 2012 hat die AXA Konzern AG wichtige Projekte abschließen können und ein stabiles Ergebnis erwirtschaftet, das ohne das große Engagement und die hohe Leistungsfähigkeit der Belegschaft nicht möglich gewesen wäre. Daher gilt unser besonderer Dank all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich durch Flexibilität, Kollegialität und hohen Arbeitseinsatz auszeichnen.

Der Dank gilt ferner den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für ihre unverändert engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sich auch in diesem Jahr erneut als sehr konstruktiv erwiesen hat. Wir sind daher fest überzeugt, dass wir die zukünftigen Herausforderungen gemeinsam erfolgreich meistern werden.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken und die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft allein unsere Annahmen und Ansichten zum Ausdruck.

Wie durch § 64a des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) gefordert, verfügen wir über ein der Größe unserer Gesellschaft angemessenes Risikomanagementsystem.

Als Risiko wird gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen (MaRisk VA) die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungsstandards zur Risikoberichterstattung (DRS 5) ein, innerhalb dessen Risiken als die Möglichkeit einer negativen künftigen Entwicklung der wirtschaftlichen Lage im Vergleich zur Situation am Bilanzstichtag definiert sind.

Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:

versicherungstechnische Risiken,
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft,
Risiken aus Kapitalanlagen,
operationale und sonstige Risiken.

Im Folgenden werden unsere Organisationseinheiten des Risikomanagements und der Risikomanagementprozesse aufgezeigt. Darüber hinaus wird unsere Risikosituation im Wesentlichen anlehnend an den Deutschen Rechnungslegungsstandard zur Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen (DRS 5-20) dargestellt.

Organisationseinheiten des Risikomanagements

Das Risikomanagement unserer Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der AXA Deutschland eingebunden.

Aufgrund der Komplexität des Versicherungsgeschäfts ist die Risikomanagementfunktion unserer Gesellschaft auf verschiedene zentrale Funktionen, Organisationseinheiten und Kommissionen verteilt. Kontrollgremium ist der Aufsichtsrat als den Vorstand überwachendes Organ. Der Vorstand wie auch das Audit & Risk Committee (ARC) sind zuständig für die risikopolitische Ausrichtung unserer Gesellschaft sowie die Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung. Darüber hinaus werden im ARC unter anderem Compliance-Themen behandelt sowie Rechts- und Revisionsthemen mit Risikobezug. Das ARC ist das Nachfolgegremium des Risikokomitees und tagte zum ersten Mal im vierten Quartal 2012. Die Risikorunde ist das zentrale Kommunikationsgremium für Risikothemen auf Geschäftsbereichsebene. Bei der Risikorunde liegt besondere Aufmerksamkeit auf der Förderung der Risikokultur über die zentrale Risikomanagementorganisation. Darüber hinaus existiert das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium zu Compliance-Themen, operationalen Risiken, Reputationsrisiken und sonstigen Rechtsrisiken. Zusätzlich werden risikorelevante Themen in diversen Spezialgremien, wie zum Beispiel dem Internal Model Committee, dem Local Risk Reinsurance Committee, dem Asset Liability Committee, dem Kapitalanlageausschuss, und weiteren Gremien besprochen.

Zur Risikomanagementfunktion gehörende Organisationseinheiten sind

der Bereich Value & Risk Management (zentrales Risikomanagement),
die Risikoverantwortlichen für die Steuerung und Kontrolle der Risiken in ihrem jeweiligen Unternehmensbereich (dezentrales Risikomanagement),
der dezentrale Risikomanager pro Ressort für die Koordination aller risikorelevanter Themen innerhalb des Ressorts und
der Verantwortliche Aktuar.

Der Chief Risk Officer der AXA Deutschland stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch regelmäßige Berichterstattung an das ARC innerhalb der Gremiensitzungen beziehungsweise ad hoc sicher.

Risikomanagementprozess

Das Risikomanagement unserer Gesellschaft erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess setzt sich aus Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikosteuerung und -überwachung sowie Risikokommunikation und -berichterstattung zusammen.

Risikoidentifikation:

Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der ARC-Sitzungen, im Rahmen der strategischen Planung, der Aktualisierung der Risikostrategie und des Materialitätsprozesses, unter anderem durch die Aktualisierung der Risikopolicen und der Dokumentation und Beschreibung operationaler Risiken. Durch die Risikopolicen werden die identifizierten wesentlichen Risiken inklusive deren aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen dokumentiert.

Darüber hinaus ist die Risikoidentifikation im Rahmen von Prüfungen der Internen Revision möglich. Risiken neuer Kapitalmarkt- und Versicherungsprodukte werden im Rahmen des standardisierten New Product Process (NPP) bzw. Product Approval Process (PAP) vom Bereich Value & Risk Management unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationaler Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und des Topmanagements sowie einer Bewertung durch die jeweiligen operativen Ansprechpartner. Darüber hinaus erfolgt die Risikoidentifikation infolge einer Meldung eingetretener Risiken zur Aufnahme in die Verlustdatensammlung für operationale Risiken, im Rahmen des Information Risk Management Prozesses (IRM) oder durch das Risk Identification and Assessment (RIA) im Rahmen des Business Continuity Managements.

Die vollständige Erfassung aller Risiken erfolgt in der Risikodatenbank. Hierbei werden sowohl die Bewertungen der Operationalen und Sonstigen Risiken als auch die Risikopolicen erfasst.

Risikoanalyse und -bewertung:

Aufbauend auf den Ergebnissen der Risikoidentifikation erfolgt eine Analyse und Bewertung der Risiken. Ergebnis der Risikoanalyse und -bewertung ist das Risikoprofil des Unternehmens. Somit können identifizierte Risiken ihrer Wesentlichkeit nach eingeordnet werden. Dadurch wird sichergestellt, dass Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Wirtschafts-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens identifiziert und angemessene Steuerungsmaßnahmen/-strategien definiert werden können.

Bei der Risikobewertung wird eine quantitative Einschätzung für die einzelnen Risiken sowie für das gesamte Risikoportfolio unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Steuerungsmaßnahmen abgegeben. Die übergreifende quantitative Risikobewertung erfolgt anhand des ökonomischen Risikokapitalmodells und der dort definierten und eingesetzten Bewertungsmethoden. Für Risikoarten, für die eine quantitative Risikomessung nicht sinnvoll oder möglich ist, wird eine qualitative Beurteilung vorgenommen.

Neben qualitativen und quantitativen Methoden werden bei der Risikobewertung für ausgewählte Risiken situationsbedingt auch Sensitivitätsanalysen, Szenarioanalysen und Stresstests mit unterschiedlichen Zeithorizonten herangezogen.

Risikosteuerung und -überwachung:

Die Risikosteuerung umfasst das Ergreifen von Maßnahmen zur Risikobewältigung in unserer Gesellschaft. Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung entwickelter Konzepte und Prozesse im Einklang mit der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Risikostrategie verstanden. Dadurch werden Risiken entweder bewusst akzeptiert, vermieden, vermindert oder transferiert. Durch regelmäßige Überwachung der Risiken anhand eines Soll-Ist-Abgleichs, zum Beispiel im Rahmen des implementierten Limitsystems, werden Gefahren frühzeitig erkannt. Somit wird ein Gegensteuern ermöglicht. Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risiko-/Ertragsprofils sowie durch Überwachung der Limite der Verlust- und Risikoindikatoren. Die Risikosteuerung erfolgt immer durch die Geschäftsleitung gemäß ihrer Bereitschaft, bestimmte Risiken zu übernehmen. Dabei müssen jedoch das Risikoprofil und die Risikotragfähigkeit strikt beachtet werden. Schließlich wird in Verbindung mit einer angemessenen Berichterstattung beziehungsweise Eskalation die Einhaltung der Risikostrategie sichergestellt.

Risikokommunikation und -berichterstattung:

Das sich aus Risikoanalyse und Bewertung ergebende Risikoprofil wird gegenüber dem Vorstand kommuniziert, sodass dieser bei der Festlegung des Risikoappetits das aktuelle Risikoprofil beachten kann. Ziel der Risikoberichterstattung ist die Bereitstellung aller erforderlichen Risikoinformationen zur Einschätzung des unternehmensindividuellen Risikos unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher und interner Steuerungsanforderungen. Neben der Ergebnisberichterstattung zum ökonomischen Risikokapital werden auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht und ein ORSA (Own Risk and Solvency Assessment)-Bericht verfasst. Diese werden den Vorständen der Versicherungsgesellschaften vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das ARC und die Aufsichtsbehörde übermittelt. Zusätzlich sind Ad-hoc-Berichterstattungspflichten, beispielsweise bei Erreichen definierter Schwellenwerte, implementiert. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des regelmäßig zusammenkommenden ARC besprochen, nachdem sie zuvor im Rahmen der weiteren Gremien diskutiert wurden.

Versicherungstechnische Risiken und Chancen

Schaden- und Unfallversicherung

Der AXA Konzern betreibt im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft insbesondere die Sparten Kraftfahrt-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach-, Transport- und Luftfahrtversicherung. Diese werden im direkten wie auch teilweise im indirekten Geschäft gezeichnet. Die primären Risiken aus der Schaden- und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr sind das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko. Ferner besteht in der Unfallversicherung noch das Zinsgarantierisiko.

Prämien- und Schadenrisiko

Unter dem Prämien-/Schadenrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen. Daher sind unsere Sachversicherungsgesellschaften in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation kurzfristig anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird durch Beitragsanpassung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption und durch vertraglich festgelegte Beitragsanpassungsklauseln risikoadäquat gehalten. Auch bei zu erwartenden Veränderungen der Marktsituation kann unser Konzern proaktiv handeln.

Die Risikosteuerung erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt. Zur Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treiber werden stochastische Szenarien verwendet.

Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien-/Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch um Ereignisse wie zum Beispiel Naturkatastrophen, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen.

Zu unserer Risikosteuerungsstrategie gehört die ausgewogene Verteilung von Versicherungsrisiken in unseren Geschäftsfeldern. In keiner der von uns betriebenen Sparten besteht eine auffällige Risikokonzentration.

Reserverisiko

Zur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von unseren Gesellschaften Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet. Das so genannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeter Schäden (Spätschäden). Die Bewertung der künftigen Schadenzahlungen erfolgt anhand aktuarieller Schätztechniken, bei welchen der in der Vergangenheit beobachtete Schadenverlauf herangezogen wird. Großschäden werden separat geschätzt. Mithilfe von stochastischen Szenarien erfolgt eine Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treibern.

Zinsgarantierisiko

In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wird für den Sparanteil der Beiträge eine garantierte Zinsleistung zwischen 2,25 % und 3,50 % vereinbart, wobei in der Kundenerwartung nicht eine besondere Verzinsung liegt, sondern allein die Rückgewähr der gezahlten Beiträge. Dies führt zwar zu einem Zinsgarantierisiko, getrieben durch die unbekannte Entwicklung der Marktzinsen, ist jedoch aufgrund des vergleichsweise geringen Beitragsvolumens und der geringen Erwartung an die Verzinsung dieser Versicherungsart. von eher untergeordneter Bedeutung.

Lebensversicherung

Im Lebensversicherungsgeschäft betreibt der AXA Konzern hauptsächlich konventionelle und fondsgebundene Kapital-, Risikolebens- und Rentenversicherungen sowie Sterbegeld-, Berufsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen. Die spezifischen Risiken aus dem Lebensversicherungsgeschäft aus Unternehmenssicht sind biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten sowie Kosten- und Zinsgarantierisiken. Ferner bestehen noch spartenspezifische Risiken aus Rechtssprechung und Gesetzgebung.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken entstehen aus Veränderungen biometrischer Annahmen wie Sterblichkeit und Berufsunfähigkeit.

Die Lebensversicherungsgesellschaften steuern biometrische Risiken durch ihre Produktgestaltung, Zeichnungspolitik und Rückversicherungsverträge. Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen wird das biometrische Risiko durch die Leistungsprüfung auf die vertraglichen Zusagen beschränkt.

Für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen werden im Wesentlichen die bei Vertragsabschluss aktuellen, von der Aufsichtsbehörde beziehungsweise der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) empfohlenen Sterbetafeln verwendet. Für die ab dem 21. Dezember 2012 verkauften geschlechtsunabhängigen Tarife werden Tafeln genutzt, die aus den aktuell empfohlenen Tafeln unter Berücksichtigung eines erwarteten Geschlechtermixes abgeleitet wurden. Alle in den Versicherungsverträgen zugesagten Leistungen werden dem Grundsatz der Vorsicht entsprechend berücksichtigt. Die Deckungsrückstellung der Versicherungen mit geschlechtsunabhängiger Tarifierung wird jährlich, erstmals für das Jahr 2013, mit dem Ergebnis einer Kontrollrechnung auf geschlechtsabhängigen Kalkulationsgrundlagen verglichen und der höhere Wert in die Bilanz eingestellt. Durch regelmäßige aktuarielle Analysen wird ein möglicher Anpassungsbedarf bei der Deckungsrückstellung frühzeitig erkannt. Die Entwicklung der Sterblichkeit und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten wird laufend analysiert.

Risiken aus Kundenverhalten

Risiken aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern resultieren vor allem aus dem Stornorisiko und dem Risiko aufgrund des Kapitalwahlrechts bei Rentenversicherungen.

Die Stornoquoten in unseren Gesellschaften und in der Branche werden permanent beobachtet. Insbesondere wird derzeit verstärkt eine Überwachung des Stornoverhaltens als Folge der Finanzmarktkrise durchgeführt. Die Veränderung der Stornoquoten war in der Vergangenheit jedoch gering, sodass das resultierende Risiko aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase am Kapitalmarkt derzeit als niedrig einzuschätzen ist. Jedoch kann ein höheres oder niedrigeres Storno in realistischem Ausmaß bei den fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen einen Einfluss auf die Jahresergebnisse haben.

Bei anwartschaftlichen Rentenversicherungen hat der Kunde zum Zeitpunkt der Verrentung ein Kapitalwahlrecht. Dieses Risiko wird durch die Produktgestaltung beschränkt. Derzeit wird das Risiko aufgrund des Kapitalwahlrechtes als gering betrachtet. Es könnte aber steigen, falls sich herausstellt, dass sich das Kundenverhalten systematisch ändert. Aus diesem Grund erfolgt eine regelmäßige Überwachung des Kundenverhaltens.

Kostenrisiko

Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten durch die einkalkulierten Kosten dauerhaft nicht finanziert werden können. Die Überwachung des Kostenrisikos erfolgt durch ein umfassendes Kostencontrolling.

Zinsgarantierisiko

Das professionelle Management der Zinsgarantien stellt eine Kernherausforderung im Rahmen des Asset Liability Managements dar. Zwar liegen die derzeitige und auch die im Rahmen der Unternehmensplanung erwartete Nettoverzinsung der Kapitalanlagen über dem durchschnittlichen garantierten Rechnungszins des Bestandes. Jedoch würde das längere Anhalten des aktuellen Niedrigzinsniveaus dazu führen, dass der Referenzzins gemäß § 5 Absatz 3 der Deckungsrückstellungsverordnung (DeckRV) in den nächsten Jahren weiter zurückgeht und die Deckungsrückstellung durch eine Erhöhung der Zinszusatzreserve, die unsere Gesellschaften zum Jahresende 2012 bildeten, weiter zu verstärken wäre.

Für die Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG gilt dieser Beschluss nicht, da die Sterbekassen nicht in den Anwendungsbereich der Deckungsrückstellungsverordnung fallen. Er wäre aber bei einer Tariferneuerung zu berücksichtigen. Die bei der Berechnung der Deckungsrückstellung der Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG verwendeten Rechnungszinssätze entsprechen dem von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht genehmigten Geschäftsplan. Der durchschnittliche Rechungszins im Bestand beträgt zurzeit 3,10 % und liegt damit deutlich unter der Nettoverzinsung der Kapitalanlagen.

Bei fondsgebundenen Versicherungen ohne Garantieteile bemisst sich die Versicherungsleistung an der Entwicklung des zugrundeliegenden Fonds. Hieraus ergibt sich für die Lebensversicherer kein Kapitalanlagerisiko, da die Höhe der Verpflichtung gegenüber den Versicherungsnehmern stets mit dem Wert des Fondsvermögens übereinstimmt. Soweit unsererseits Garantien bei fondsgebundenen Produkten ausgesprochen wurden, gelten die Aussagen zu Zinsgarantien konventioneller Produkte.

Risiken aus Gesetzesänderungen

Am 25. Juli 2012 erging ein Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs (BGH) gegen einen anderen Versicherer, wonach zum einen ein Stornoabzug ohne Vorliegen einer ordnungsgemäßen Stornoabzugsklausel nicht vorgenommen werden darf und zum anderen die Zillmerung als inhaltlich unangemessen angesehen wurde. Mit Beschluss vom 27. November 2012 stellte der BGH ferner klar, dass ein Stornoabzug auch dann nicht erhoben werden darf, wenn der Rückkaufswert über dem Mindestrückkaufswert liegt. Diese Urteile des BGH sind zu beachten. Es werden daher für die Tarifgenerationen 1994 bis Ende 2012 keine Stornokosten mehr erhoben und für die Tarifgenerationen 2001 bis Ende 2007 ist ein Mindestrückkaufswert in Höhe von 50 % des ungezillmerten Deckungskapitals zu zahlen. Hierfür wurden gesonderte Rückstellungen gebildet.

Mögliche gegen uns lautende gerichtliche Einschätzungen unserer Umsetzung der VVG Reform könnten rückwirkende Auswirkungen auf unsere Leistungsverpflichtungen haben.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 6. Februar 2013 ferner ein Grundsatzurteil zum Themenkomplex Ratenzahlungszuschläge gesprochen: Demnach sind Ratenzahlungszuschläge nicht als Kredit im Sinne des Verbraucherkreditrechtes zu qualifizieren. Damit können Versicherungsnehmer weder bereits gezahlte Ratenzahlungszuschläge zurückverlangen, noch können Verträge auf dieser Grundlage widerrufen werden.

Ein weiteres rechtliches Risiko besteht im Hinblick auf die noch nicht abschließend gerichtlich geklärte Frage der Europarechtmäßigkeit von § 5a Abs. 2 Satz 4 VVG a.F (a.F. = alte Fassung). Es handelt sich um die Frage, ob die nationale gesetzliche Regelung, dass ein Vertrag trotz mangelnder Belehrung spätestens ein Jahr nach Vertragsschluss nicht mehr widerruflich ist, Bestand hat, oder ob alle Verträge, die unter Geltung dieser Regelung mit mangelhafter Belehrung bzw. fehlender Information geschlossen worden sind, "ewig" widerruflich sind. Hierzu hat am 24. Januar 2013 bereits eine mündliche Verhandlung vor dem EuGH stattgefunden. Ein Ergebnis hat dieser Termin aber nicht gebracht. Eine Prognose, wann das Verfahren abgeschlossen sein wird, ist nicht möglich; jedenfalls ist nicht vor Ablauf von sechs Monaten mit einem Spruch des EuGH zu rechnen. Kommt der EuGH zu dem Ergebnis, dass die Norm rechtswidrig sei, kann der BGH dennoch (im Einzelfall) entscheiden, dass Versicherungsverträge aufgrund ihres Vertragsverlaufs nicht widerruflich sind. Entscheidet sich der BGH infolge einer Europarechtswidrigkeit aber für eine generelle Widerruflichkeit der Verträge, könnte das folgende Rechtsfolgen haben:

1.) Rückabwicklung

Die Beiträge widerrufener Verträge (abgeschlossen bis zum 31. Dezember 2007 nach VVG a.F.) könnten (zumindest für die letzten drei Jahre) verzinst zurückgefordert werden.

2.) § 9, 152 VVG n.F. (n.F = neue Fassung)

Die Übergangsvorschriften zum neuen VVG bestimmen, dass auch auf Altverträge seit dem 1. Januar 2009 das neue VVG Anwendung findet. Demnach könnten sich die Rechtsfolgen für nach diesem Datum abgegebene Widerrufserklärungen nach § 9, 152 VVG n.F. richten, das heißt Erstattung der Beiträge für die Zeit nach Widerruf (pro rata temporis-Abrechnung) und - je nach dem, was für den Versicherungsnehmer günstiger ist - Auskehrung des Rückkaufswerts oder Erstattung des Beitrags für das erste Jahr.

3.) Einzelfallentscheidung

Unseres Erachtens gibt es je nach Vertragsverlauf viele Argumente, die dafür sprechen, eine Widerruflichkeit im Einzelfall abzulehnen: Das Widerrufsrecht kann wegen vom Kunden veranlasster Geschäftsvorfälle oder schon wegen mehrjähriger unbeanstandeter Beitragszahlung verwirkt sein.

Krankenversicherung

Die AXA Krankenversicherung AG betreibt insbesondere die Krankenvollversicherung sowie die Pflegeversicherung und verschiedene Arten der Zusatzversicherung. Die primären versicherungstechnischen Risiken aus dem Krankenversicherungsgeschäft sind Krankheitskosten-/Leistungsrisiken, biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten und Reserverisiken. Ferner bestehen noch Zinsgarantierisiken sowie Risiken aus gesetzgeberischen Maßnahmen.

Versicherungstechnische Risiken können dazu führen, dass die zu zahlenden Leistungen und Kosten nicht mehr aus den Beitragseinnahmen, den Anlageerträgen und der planmäßigen Auflösung der Alterungsrückstellung finanziert werden können. Ein mindestens jährlich durchzuführender, gesetzlich vorgeschriebener Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Leistungen ermöglicht jedoch ein zeitnahes Erkennen von Abweichungen in den erwarteten Leistungen. Bei Bedarf erfolgt eine Beitragsanpassung.

Krankheitskosten-/Leistungsrisiken

Unter dem Krankheitskosten-/Leistungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen Krankheits- und Pflegekosten die erwarteten, im Beitrag berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Im Falle eines kurzfristigen Anstiegs der Krankheits- und Pflegekosten über den kalkulierten Rahmen oder einer Pandemie kann auf die unerwartete Leistungserhöhung gegebenenfalls erst mit einer zeitlichen Verzögerung durch eine Beitragsanpassung reagiert werden.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken entstehen in der Krankenversicherung aus einer sinkenden Sterblichkeit, wodurch mit einer verlängerten Inanspruchnahme und somit einer Erhöhung der Versicherungsleistungen zu rechnen ist. Die Sterbetafeln werden jährlich von der Deutschen Aktuarvereinigung auf ausreichende Sicherheit überprüft. Soweit sich ein Aktualisierungsbedarf ergibt, verwendet die AXA Krankenversicherung AG die neuen Werte unverzüglich bei der Kalkulation neuer Tarife beziehungsweise von Beitragsanpassungen. Dieser Aktualisierungsbedarf kann auch durch den seit 2008 jährlich durchzuführenden Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Sterbewahrscheinlichkeiten ausgelöst werden.

Risiken aus Kundenverhalten

Ein Risiko aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern stellt insbesondere das Stornorisiko dar. Die in der Tarifierung angesetzten Stornowahrscheinlichkeiten basieren sowohl auf eigenen als auch auf Verbandserfahrungen und sind aktuariell ausreichend vorsichtig bemessen. Die Stornoquoten bei der AXA Krankenversicherung AG und in der Branche werden permanent beobachtet, sodass frühzeitig eine Veränderung erkannt und gegebenenfalls in Beitragsanpassungen und Neukalkulationen berücksichtigt wird. Darüber hinaus treten Risiken im Kundenverhalten in Zusammenhang mit der letzten Gesundheitsreform sowie der anstehenden Einführung von Unisex-Tarifen auf (siehe unten).

Reserverisiken

Zur Abdeckung zukünftiger Krankheitskosten-/Leistungszahlungen sind Alterungsrückstellungen zu bilden. Die Höhe der Zahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, insbesondere aufgrund steigender Krankheitskosten-/Leistungszahlungen und einer sinkenden Sterblichkeit, deren Veränderung aufgrund der regelmäßigen Überprüfung jedoch in den letzten Jahren nicht mehr so gravierend war wie in früheren Jahren, in denen die Aktualisierung in längeren Zeiträumen erfolgte. Definitiv schon feststehende medizinische Entwicklungen sind jedoch in der Alterungsrückstellung in dem Augenblick eingepreist, in dem sie in den Beiträgen berücksichtigt sind (Kalkulationsverordnung). Insgesamt ist das Reserverisiko als gering einzuschätzen, da durch regelmäßige Beitragsanpassungen der Leistungsbedarf aktualisiert wird.

Zinsgarantierisiko

Der Alterungsrückstellung werden jährlich Zinserträge zugeführt, wobei der Zinssatz gesetzlich auf 3,5 % begrenzt ist. Mit diesem Zinssatz erfolgt die Verzinsung der gesamten Alterungsrückstellung der AXA Krankenversicherung in den Tarifen mit geschlechtsabhängiger Kalkulation. Die Unisex-Tarife sind mit deutlich niedrigerem Zinssatz kalkuliert worden, der bis auf 2,75 % abgesenkt wurde. Die aktuelle Nettoverzinsung der AXA Krankenversicherung AG von 3,9 % liegt noch deutlich über dem Rechnungszins. Diese Überzinsen werden fast vollständig zur Beitragsermäßigung im Alter verwandt. Über die zukünftige Zinserwartung, die mithilfe des aktuariellen Unternehmenszinses (AUZ) nach einem brancheneinheitlichen Verfahren unternehmensindividuell ermittelt wird, kann aktuell aufgrund der niedrigen Zinsen noch keine gesicherte Aussage getroffen werden, da sie Berechnungen erst zum Stichtag Ende März 2013 durchgeführt und der Aufsichtsbehörde vorgelegt werden. Bei dem AUZ handelt es sich um ein mit der Deutschen Aktuarvereinigung und der Aufsichtsbehörde abgestimmtes Verfahren zur Zinsprojektion, das auf Basis der Vorjahresergebnisse und offiziellen, durch die Bundesbank veröffentlichten Zinskurven für Neuanlagen die Zinserwartungen für das übernächste Jahr schätzt. Dieses Verfahren liefert bei einem Ergebnis über 3,5 % die Berechtigung, diesen Wert auch zukünftig für die Verzinsung der Alterungsrückstellung zu verwenden. Aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen und der Turbulenzen auf den Kapitalmärkten ist es im Rahmen der aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Regelungen für die Kapitalanlagen zunehmend schwieriger eine ausreichende Verzinsung zu erzielen. So streben wir bei der Vermeidung von Neuanlagen in Ländern und bei Emittenten, für die eine erhöhte Abschreibungswahrscheinlichkeit besteht, weiterhin ausreichende Kapitalerträge an, um dauerhaft die AUZ-Kriterien zu erfüllen.

Gesundheitsreform

Die aus der als Wettbewerbsstärkungsgesetz bezeichneten Gesundheitsreform resultierenden Risiken für die Private Krankenversicherung haben weiterhin Bestand. Als Hauptrisiken sind hier der Basistarif sowie die fehlende Kündigungsmöglichkeit und die damit einhergehende (eingeschränkte) Leistungspflicht für Nichtzahler zu nennen.

Der Basistarif beinhaltet versicherungsfremde Elemente wie Kontrahierungszwang, Verbot von Risikozuschlägen und Höchstbeiträge, die eine Subventionierung durch die PKV-Kunden der anderen Vollversicherungstarife erfordern und somit zu einer erhöhten Belastung dieser Personen führen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich überwiegend Personen mit vorhandenen oder akuten Erkrankungen und überdurchschnittlich schlechter Zahlungsmoral im Basistarif versichert haben.

Mit der Einführung der Versicherungspflicht wurde zudem gesetzlich eine Notfallversorgung auch für die Versicherten festgelegt, die ihre Beiträge nicht mehr zahlen. Diese Leistungen werden nicht durch Beiträge gedeckt und schmälern den Rohüberschuss der Gesellschaften und damit auch die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Weiterhin müssen auch für Nichtzahler den Alterungsrückstellungen der versicherten Tarife die vorgesehen Mittel zugeführt werden. Da die dazu benötigten Beiträge nicht gezahlt werden, erfolgt die Zuführung zulasten der Versichertengemeinschaft. Letztlich fehlen somit Mittel, um notwendige Beitragsanpassungen stärker abzumildern.

EuGH-Verfahren zur Gender Directive/Unisex-Tarife (spartenübergreifende Thematik)

Das belgische Verfassungsgericht hat dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) im Juni 2009 die Frage zur Entscheidung vorgelegt, ob Artikel 5 (2) der Gender-Richtlinie (2004/113/EG) mit Europäischem Primärrecht (EG-Vertrag, Europäische Menschenrechtskonvention) vereinbar ist. In diesem Artikel ist ein Wahlrecht für die Mitgliedstaaten verankert. Danach dürfen die Versicherer bei der Tarifierung zwischen Frauen und Männern differenzieren, wenn der Mitgliedstaat es zulässt. Die unterschiedliche Behandlung muss sachlich begründet sein, die Begründung statistisch belegt werden. Deutschland hat dieses Wahlrecht durch die Regelung in § 20 (2) AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) genutzt.

Mit Urteil vom 1. März 2011 hat der EuGH festgestellt, dass die Berücksichtigung des Geschlechts als Risikofaktor in Versicherungsverträgen eine Diskriminierung darstellt. Da die Ausnahmevorschrift des Art. 5 (2) der Richtlinie zudem unbefristet gilt, hat der EuGH diese ab dem 21. Dezember 2012 für ungültig erklärt. In Deutschland wird das EuGH-Urteil zu den Unisex-Tarifen voraussichtlich bis Sommer durch Aufhebung des bisherigen § 20 Abs. 2 Satz 1 AGG umgesetzt. Auch wenn die Umsetzung des Unisex-Urteils nicht fristgerecht bis zum 21. Dezember 2012 durch den deutschen Gesetzgeber erfolgte, bleibt es - auch nach Einschätzung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) - dabei, dass ab dem 21 .Dezember 2012 für Neuverträge Unisex-Tarife angeboten werden müssen.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft resultieren für unsere Konzerngesellschaften aus Beitrags- oder Regressforderungen sowie aus Forderungen gegenüber Rückversicherern.

Sowohl bei der über unsere französische Gruppengesellschaft AXA Global P&C retrozedierten Vertragsrückversicherung als auch bei der direkt von uns abgegebenen fakultativen und vertraglichen Rückversicherung wird nur mit erstklassigen Rückversicherern zusammengearbeitet.

Risiken aus Kapitalanlagen

Die Kapitalanlagen unserer Gesellschaft bestehen insbesondere aus Anteilen an verbundenen Unternehmen. Deshalb werden im Folgenden die Kapitalanlagerisiken des AXA Konzerns dargestellt. Die Kapitalanlagen werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden. Dieses wird unter anderem durch eine ausgewogene Diversifikation und strikte Begrenzung von Konzentrationsrisiken gewährleistet.

Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die durch die im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und andere risikomindernde Maßnahmen bewusst eingegangen werden. Zum Erhalt beziehungsweise Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und fortlaufend an das jeweilige Kapitalmarktumfeld angepasst.

Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt:

Marktrisiken

Die Marktpreisrisiken unserer Gesellschaft beruhen im Wesentlichen auf Wertverlusten bei Aktien und festverzinslichen Anlagen. Ferner stellen Änderungen im Wert des Immobilienbestandes oder bei nicht börsennotierten Beteiligungen Marktpreis- beziehungsweise Wertänderungsrisiken dar.

Die Auswirkungen auf die Marktwerte der Kapitalanlagen sowie des Embedded Values beziehungsweise des marktwertbasierten Eigenkapitals werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Aktien (ohne Beteiligungen und verbundene Unternehmen), Zinsprodukten und Währungen unter Berücksichtigung der bestehenden Währungssicherungen und anderer derivativer Absicherungsmechanismen simuliert. Somit werden die tatsächlichen Sensitivitäten unserer Kapitalanlagen verdeutlicht.

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners beziehungsweise Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen, Genussrechten, stillen Beteiligungen und Derivaten.

Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt entweder mit Hilfe von Ratingagenturen oder nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft.

Durch die Krise an den Finanzmärkten und die Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage hat sich das Kreditrisiko in den vergangenen Jahren signifikant erhöht. Auch unsere Konzerngesellschaften halten Kapitalanlagen, deren Bonität vor dem Hintergrund der Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise in der Öffentlichkeit diskutiert wurde und die teilweise von signifikanten Spread-Ausweitungen betroffen sind.

Darunter fallen Investitionen in Staatsanleihen von Spanien, Italien, Portugal, Irland und Griechenland, deren Risiken im Rahmen der europäischen Schuldenkrise diskutiert werden und deren Spreads sich in den vergangenen Jahren teilweise deutlich ausgeweitet haben. Auch wenn wir zurzeit Ausfälle aufgrund verschiedener Stützungsmaßnahmen nicht für ein wahrscheinliches Szenario halten, können wir künftige Abschreibungen auch vor dem Hintergrund politischer Unwägbarkeiten nicht ausschließen.

Über Spezialfonds wird ein Portfolio von US-Subprime-Hypotheken (Residential Mortgage Backed Securities, RMBS) gehalten, die mit Krediten aus dem sogenannten "Subprime-Segment" besichert sind. Neben dem US-RMBS Exposure enthalten die Spezialfonds ein synthetisches CDO (Collateralized Debt Obligation), das durch die Entwicklungen an den Kreditmärkten bezüglich der für die Bewertung relevanten Annahmen und durch konkrete Ausfälle im Referenzportfolio deutliche Marktwertverluste erlitten hat. Ein Verlust des Nominalbetrags kann aber nur im Fall von mehreren weiteren Ausfällen in signifikanter Höhe innerhalb des CDO-Portfolios eintreten. Ferner enthalten die Spezialfonds ein Portfolio von CLOs (Collateralized Loan Obligations).

Ebenso werden Fremdkapitalinstrumente gehalten, die von nationalen und internationalen Banken sowie sonstigen Unternehmen außerhalb des Finanzsektors emittiert wurden. Dieses Exposure wird entweder direkt oder über Fonds, Derivate und strukturierte Produkte gehalten und enthält auch Instrumente von niedriger Seniorität wie nachrangige Darlehen, Genussscheine und stillen Beteiligungen. Das Portfolio der nachrangigen Darlehen, Genussscheine und stille Beteiligungen enthält zu einem großen Teil Papiere von Sparkassen und Landesbanken. Aufgrund der schwierigen Situation insbesondere einiger Landesbanken besteht bei deren Genussscheinen und stillen Beteiligungen das Risiko, dass als Folge von Bilanzverlusten ergebnisabhängige Kupons nicht ausgezahlt werden und das Kapital herabgesetzt werden kann.

Der größte Teil der Rentenbestände ist besichert beziehungsweise von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem minimalen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich in der Zukunft die Bonität einzelner Emittenten verschlechtert und damit Abschreibungsbedarf entstehen könnte.

Konzentrationsrisiken

Konzentrationsrisiken entstehen, wenn Unternehmen hohe einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingehen und daraus hohe Ausfallverluste resultieren können. Bei der Kapitalanlage entstehen Konzentrationsrisiken, wenn Investitionen in einzelne Kapitalanlageprodukte oder Emittenten oberhalb definierter Grenzen durchgeführt werden. Aus diesem Grunde stehen Konzentrationsrisiken im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken und werden durch die Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht.

Liquiditätsrisiken

Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit die Gesellschaften ihren Verpflichtungen gegenüber ihren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Bei einem eventuell auftretenden unvorhergesehenen Liquiditätsbedarf wird auf Grundlage des konzerninternen Liquiditätshilfeabkommens Liquidität zur Verfügung gestellt.

Risikosteuerung der Kapitalanlagen

Innerhalb des AXA Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen implementiert. Das Asset Liability Management-Komitee schlägt die Kapitalanlagestrategie vor, der Vorstand entscheidet hierüber. Der Kapitalanlageausschuss implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation) und die Einhaltung vorgegebener Limitsysteme. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Richtlinie (Investment Guidelines) für alle Kapitalanlagen. Die aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Mischung und Streuung werden eingehalten. Zusätzlich werden Konzentrationsrisiken durch das gruppenweite Risikomanagement monatlich ausgewertet und überwacht.

AXA Bank

Die AXA Bank AG verfügt über ein eigenständiges Risikomanagement. Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Banken (MaRisk BA) geben den aufsichtsrechtlichen Rahmen der Prozesse vor. Die Anforderungen dieses Rundschreibens beziehen sich auf das Management der für das Institut wesentlichen Risiken. Grundsätzlich sind zumindest die Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken und operationale Risiken als wesentliche Risiken einzustufen.

Die internen Umsetzungen hierzu werden in der Risikostrategie der Bank geregelt. Zielsetzung der Risikostrategie ist es, ein betriebswirtschaftlich sinnvolles und effektives Risikomanagement zu verankern. Unter dem Begriff "Risiko" ist eine Verlust- oder Schadengefahr definiert, die entsteht, wenn eine zukünftige Entwicklung im Verlauf negativ von der Planung abweicht und mit einer Vermögensminderung verbunden ist.

Die AXA Bank bezeichnet ihre Risikoneigung als konservativ. Das bedeutet für die praktische Umsetzung, dass im Grundsatz die Investitionsalternativen risiko- und renditeorientiert ausgewählt werden.

Die konservative Ausrichtung schlägt sich auch bei der Ermittlung der Risikotragfähigkeit nieder, da bei der Aggregation der Risiken auf eine Risikoreduzierung durch Korrelationen verzichtet wird.

Das Adressenausfallrisiko umfasst sowohl das Bonitätsrisiko von Kreditnehmern und institutionellen Kontrahenten als auch den möglichen Verlust aufgrund eines Ausfalls vertraglicher Leistungen eines Geschäftspartners. Das Kreditrisiko und das Counterparty Risiko von institutionellen Kontrahenten und Emittenten stellen den überwiegenden Teil des Adressenausfallrisikos dar.

Das Marktpreisrisiko beinhaltet im Wesentlichen das Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch, das Spread- und das Marktliquiditätsrisiko. Zur Messung dieser Risiken setzt die AXA Bank Value-at-Risk-Verfahren ein.

Darüber hinaus wird die Risikoanalyse durch die Überwachung von Risikoindikatoren, ökonomischen Kapitalanforderungen und Szenarioanalysen ergänzt. Das Risikocontrolling ermittelt monatlich die Höhe der Marktpreisrisiken. Ergänzend führen wir regelmäßig Stresstests durch, die das Risikopotenzial der Marktrisikopositionen bei extremen Marktbewegungen zeigen.

Unter dem dispositiven Liquiditätsrisiko wird das Risiko bewertet, dass die gegenwärtigen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht zeitnah oder vollständig erfüllt werden können. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit führt die Bank regelmäßig Liquiditätsanalysen durch. Die dispositive Liquidität wird über ein internes Modell unter Berücksichtigung der instituts- und marktspezifischen Liquiditätsrisiken gesteuert.

Das strukturelle Liquiditätsrisiko wird über den Liquidity Value-at-Risk gesteuert. Der Liquidity Value- at-Risk misst das Risikopotenzial aus Liquiditätsfristentransformation, das aufgrund von steigenden Refinanzierungsspreads durch Schließung von Liquiditätslücken innerhalb einer vorgegebenen Haltedauer mit einer definierten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird.

Operationelle Risiken sind die Gefahr von Schäden, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder in Folge externer Einflüsse eintreten. Rechtsrisiken sind dabei eingeschlossen. Zur Messung der operationellen Risiken wird jährlich ein Risikoassessment durchgeführt. Das regelmäßig durchzuführende Risikoassessment wird über den einheitlichen Assessment Prozess im AXA Konzern sichergestellt.

Schadensfälle werden in der zentralen Schadensfalldatenbank erfasst. Die Analyse der Schadensfälle durch das Risikomanagement ermöglicht ein Backtesting für das Risikoassessment und dient als Grundlage für Maßnahmenplanungen im Risikomanagementprozess. Die Kapitalanforderungen für operationale Risiken werden über den für Banken aufsichtsrechtlich wählbaren Basisindikatoransatz ermittelt.

Sonstige Risiken umfassen Reputationsrisiken, strategische Risiken, allgemeine Geschäftsrisiken und Sicherheiten- und Restwertrisiken. Diese Risiken werden nicht quantifiziert. Zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit ist für sonstige Risiken jedoch ein pauschaler Abzugsbetrag festgelegt worden.

Die wesentlichen Risiken werden im Rahmen von durchgängigen Risikomanagementprozessen laufend überwacht und durch interne Limite gesteuert und begrenzt. Die Limite werden auf Basis des Risikoappetits von der Geschäftsleitung der Bank festgelegt.

Im Rahmen der Steuerung simulieren Szenarioanalysen mögliche zukünftige Ereignisse. Dabei werden Marktentwicklungen, volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Kennzahlen zur Simulation herangezogen.

Die Ergebnisse fließen wiederum in den Managementprozess ein. Die Gesamtbanksteuerung dient hierbei als Grundlage für Managemententscheidungen und soll mögliche negative Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragskraft der Bank vermeiden beziehungsweise minimieren.

Aufgrund der risikoaversen Ausrichtung gehen wir von einer stabilen Risikosituation der Bank aus.

Zusammenfassung

Die AXA Bank hat mit ihren Risikogrundsätzen ein solides Fundament für das Risikomanagement und das Risikocontrolling gelegt. Mit dem installierten Risikomanagementprozess werden sämtliche wesentliche Risiken erfasst, gemessen, überwacht und gesteuert sowie die operationellen Risiken im Bankgeschäft minimiert.

Die derzeit bei der Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation aller Risikoarten eingesetzten Verfahren werden kontinuierlich weiterentwickelt und an sich ändernde Marktgegebenheiten angepasst. Dadurch wird eine erfolgreiche Risikosteuerung auch künftig sichergestellt.

Operationale und sonstige Risiken

Operationale Risiken beinhalten Verluste aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen sowie aus mitarbeiter-, systembedingten oder externen Vorfällen.

Unsere Gesellschaft bzw. AXA Deutschland unterscheidet hierbei die Risikokategorien Interner Betrug, Externer Betrug, Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitssicherheit, Kunden-, Produkt- und Geschäftspraxis, Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsunterbrechung und Versagen von Systemen, Durchführungs-/Produkt-/Leistungs-/Prozessmanagement. Als risikobewusstes Versicherungsunternehmen hat AXA Deutschland Prozesse und Systeme zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung der operationalen Risiken entwickelt und strebt deren Zertifizierung im Rahmen von Solvency II zum frühestmöglichen Zeitpunkt an.

Seit 2010 führt AXA Deutschland eine Sammlung von Daten aus operationalen Verlusten durch. Die Methoden und Prozesse werden ständig weiterentwickelt. 2012 wurden wesentliche Meilensteine in der Modellierung zur Erlangung der Solvency II-Zertifizierung erreicht. Bereits jetzt sind die operationalen Risiken in das Interne Kontrollsystem integriert. Für die Identifizierung, Analyse und Steuerung von Risiken im Zusammenhang mit Outsourcing-Verhältnissen ist ein Standard definiert, welcher vorsieht, dass im Vorfeld einer Auslagerung auf Basis einer Risikoanalyse bewertet wird, ob Aktivitäten und Prozesse ausgelagert werden können und sollen.

Das Risikoprofil der AXA Deutschland ist bezüglich operationaler Risiken insgesamt stabil geblieben, ein leichter Anstieg resultiert aus Modellveränderungen. Dominante Themen sind wie im Vorjahr ausstehende Gerichtsentscheidungen und Änderungen von Gesetzesvorhaben.

Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, aus Systemausfällen und anderen Katastrophenereignissen werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert. Notfallprozesse werden organisiert und alle notwendigen Präventivmaßnahmen zum Zweck der Unternehmenssicherheit ergriffen. Durch die Setzung verbindlicher Standards mit Fokus auf die operationalen Risiken sollen mögliche Negativfolgen reduziert und der wirtschaftliche Fortbestand der AXA jederzeit garantiert werden.

Diese Standards hat AXA Deutschland im Geschäftsjahr 2012 aktualisiert. Der Roll-out neuer Organisationsstrukturen und Prozesse wurde gestartet. Diese sehen vor, dass interne und externe Bedrohungen, die eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse zur Folge haben könnten, regelmäßig beurteilt werden. Diese Risikoeinschätzung erfüllt im Wesentlichen vier Aufgaben:

Sammlung aller Informationen zur Priorisierung der Produkte, Dienstleistungen und somit Geschäftseinheiten im Rahmen der Prozesse Business Impact Analyse und Risk Identification and Assessment (RIA)
Untersuchung und Bewertung verschiedener Strategieoptionen mit dem Ziel, wichtige Produkte und Dienstleistungen auch im Notfall bereitstellen zu können
Entwicklung und Implementierung einer Business Continuity-Reaktion, vor allem in Form von Notfallplänen
Übung und Pflege der Business Continuity Management-Vorkehrungen

Auch strategische, Reputations- und weitere Rechtsrisiken werden permanent eng überwacht, das Instrumentarium insbesondere an präventiven Maßnahmen ständig überprüft und erweitert.

Kapitalmanagement und Solvabilität

Die Steuerung der Kapitalbasis erfolgt nach den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Ziel ist es, die jederzeitige Erfüllung der versicherungsvertraglichen Verpflichtungen sicherstellen zu können - selbst wenn im Extremfall die hierfür gebildeten versicherungstechnischen Rückstellungen unzureichend wären. Für die Bereitstellung des entsprechenden Eigenkapitals wird eine angemessene Verzinsung angestrebt.

Ziel der Solvency II-Richtlinie der EU-Kommission ist es, das Versicherungsaufsichtsrecht auf europäischer Ebene neu und einheitlich zu regeln. Hierzu gehört zum einen die Neuregelung der Solvenzanforderungen auf Basis risikoorientierter Kapitalmodelle (Säule I). Zum anderen wird ein prinzipienbasierter Anforderungskatalog an das Risikomanagement der Versicherungsunternehmen definiert, sodass die neuen Regelungen zur risikobasierten Eigenmittelvorschrift durch qualitative Anforderungen ergänzt werden (Säule II). Darüber hinaus werden Veröffentlichungspflichten und Berichterstattung gegenüber der Aufsichtsbehörde definiert (Säule III). Die Solvency II-Regelungen wurden im EU-Parlament im Jahr 2009 verabschiedet. Der Solvency II-Richtlinie vorgreifend, wurde die nationale Umsetzung von Teilen der Solvency II-Rahmenrichtlinie (Säule II) bereits durch die zum Jahresbeginn 2008 in Kraft getretene VAG-Novelle (§ 64a VAG und § 55c VAG, VAG = Versicherungsaufsichtsgesetz) sowie das Rundschreiben 3/2009 (VA) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) - Aufsichtsrechtliche Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk VA) begonnen. Dem folgten mit § 64b VAG und der Versicherungs-Vergütungsverordnung (VersVergV) weitere Ergänzungen im Jahr 2010.

Die für 2012 erwarteten Änderungen der Solvency II-Rahmenrichtlinie durch die Omnibus II-Richtlinie stehen weiterhin aus. Stattdessen wurde das Datum des Inkrafttretens von Solvency durch die Quick-fix-Richtlinie aus dem Juli 2012 auf den 30. Juni 2013 verschoben ("Scharfschaltung" 1. Januar 2014). Politische Diskussionen auf europäischer Ebene schließen weitere Verschiebungen im Zeitplan nicht aus. Dies wirkt sich auch auf die nationale Ebene aus:

Nachdem in der zweiten Jahreshälfte 2011 und ersten Jahreshälfte 2012 die nationale Umsetzung der Solvency II-Rahmenrichtlinie weiter vorangetrieben wurde, hat der Finanzausschuss des Bundestags am 9. Mai 2012 die Beratungen über das zehnte Gesetz zur Änderung des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) jedoch vorerst eingestellt. Grund sind die vorausgehend dargestellten Verspätungen beim Gesetzgebungsprozess für die neuen Aufsichtsregeln Solvency II in Brüssel (= Omnibus II-Richtlinie). Zudem wurden in der zweiten Jahreshälfte 2012 bestimmte (zeitkritische) Themen aus der geplanten Novelle herausgelöst und im Rahmen eines anderen Gesetzgebungsverfahrens zeitnah auf den Weg gebracht (z.B. Umsetzung des EuGH-Urteils zu Unisex-Tarifen).

Innerhalb von § 64a VAG werden die Komponenten eines angemessenen Risikomanagements definiert. Das Rundschreiben "Mindestanforderungen an das Risikomanagement VA (MaRisk VA)" der BaFin konkretisiert die Vorgaben des § 64a VAG. Mit dem Inkraftsetzen des § 55c VAG haben Versicherungsunternehmen den an den Vorstand gerichteten Risikobericht in gleicher Form und mit gleichem Inhalt der Aufsichtsbehörde vorzulegen. § 64b VAG sowie die VersVergV definieren Anforderungen an die Vergütungssysteme von Versicherungsunternehmen.

Derzeit entwickelt die AXA Gruppe ein Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung, das voraussichtlich unter Solvency II als Internes Modell dienen wird. Neben den Anforderungen aus Säule I bereitet sich die AXA Deutschland derzeit ebenfalls intensiv auf die Anforderungen aus Säule II und Säule III vor.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden.

Ausblick und Chancen

Die voraussichtliche Entwicklung unseres Unternehmens wird insbesondere durch die Perspektiven der einzelnen direkt gehaltenen Beteiligungsunternehmen bestimmt. Für diese Unternehmen gelten eine starke Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung, der Entwicklung der Finanzmärkte und wesentliche Entwicklungen des deutschen Versicherungsmarktes im Besonderen.

Nach Einschätzung der Bundesregierung wird sich die deutsche Wirtschaft auch 2013 positiv entwickeln. In ihrem Mitte Januar vorgelegten Jahreswirtschaftsbericht geht die Regierung für das laufende Jahr von einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 0,4 % aus. Sie erwartet, dass die inländische Wirtschaft ihre leichte Schwächephase aus dem letzten Quartal 2012 schnell überwinden und im Laufe des Jahres wieder Tritt fassen wird. Allerdings ist nicht konkret abzuschätzen, wie sich die Krise der Staatsfinanzen in einigen Ländern des Euro-Raums und die schwächelnde Konjunktur in zahlreichen Ländern auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland auswirken werden. Für 2014 ist die Bundesregierung optimistisch: Nach ihrer Erwartung wird die inländische Konjunktur im nächsten Jahr mit erwarteten 1,6 % Wachstum wieder stärker anziehen. Damit wird sich die deutsche Wirtschaft wie schon in den vergangenen Jahren spürbar günstiger entwickeln als der Durchschnitt der Eurozone.

Auch der Arbeitsmarkt zeigt sich robust. So wird nach Einschätzung der Bundesregierung die Zahl der Erwerbstätigen, die bereits 2012 mit 41,6 Millionen Menschen einen neuen Höchststand erreicht hatte, im Jahresdurchschnitt 2013 nochmals leicht steigen. Die Zahl der Arbeitslosen wird aller Voraussicht nach auf einem niedrigen Niveau bleiben.

Für die deutsche Versicherungswirtschaft kann nach dem moderaten Anstieg der Beitragseinnahmen um 1,5 % im vergangenen Jahr aller Voraussicht nach für 2013 mit einem Wachstum in ähnlicher Größenordnung gerechnet werden. Dabei ist unterstellt, dass sich die Lebensversicherung einschließlich der Pensionskassen und -fonds nach zwei Jahren mit rückläufigen Beitragseinnahmen auf dem Niveau des Jahres 2012 stabilisieren wird. In der Privaten Krankenversicherung und ebenso in der Schaden- und Unfallversicherung sind erneut Beitragssteigerungen zu erwarten, die aber voraussichtlich nicht die Wachstumsraten des Jahres 2012 erreichen werden.

Die Rahmenbedingungen für die private Krankenversicherung (PKV) in Deutschland insgesamt werden natürlich auch vom politischen Umfeld geprägt, wo allerdings 2013 wegen der Bundestagswahl mit keinen direkten wesentlichen Veränderungen gerechnet wird. Allerdings wird sicherlich die Gesundheitspolitik eines der Wahlkampfthemen sein mit Auswirkung auf die Bereitschaft der Kunden, eine private Krankenversicherung abzuschließen. Insgesamt wird das Beitragswachstum der PKV 2013 voraussichtlich etwa 3 % betragen.

Im wichtigsten Segment der PKV, den Vollversicherungen, erwartet die AXA Krankenversicherung AG auf Basis ihrer erfolgreichen Produkte, dem Leistungsmanagement gesundheitsservice3600 und weiterhin moderater Beitragsanpassungen die Fortsetzung der Erfolgsstory, jedes Jahr mehr Menschen versichert zu haben. Gerade das vergangene Jahr hat deutlich gezeigt, dass die AXA Krankenversicherung AG in der Lage ist, in einem schwierigen Umfeld Marktanteilsgewinne zu erzielen. Maßnahmen, dem Kunden als Patienten Unterstützung zu bieten, werden fortgesetzt, um innerhalb des aktuellen rechtlichen Rahmens Möglichkeiten zur Verbesserung der Beitragsstabilität auszuschöpfen. Durch die enge Abstimmung mit Kunden und Vertriebspartnern sowie der Ärzteschaft besteht Zuversicht, dabei auch die Kundenzufriedenheit weiter zu steigern.

Ferner hofft die Gesellschaft weiterhin auf die Bundesregierung und ihre Bereitschaft, den gesundheitspolitischen Kurs der Fairness gegenüber der PKV fortzusetzen. Je mehr Einfluss die PKV auf Qualität, Menge und Preise medizinischer Dienstleistungen bekommt, umso innovativer und damit zukunftsfähiger wird das deutsche Gesundheitssystem werden.

Im Segment der Zusatzversicherungen erwartet die AXA Krankenversicherung AG die Fortsetzung der großen Erfolge innovativem neuer Pflege- und Zahn-Ergänzungsprodukte. Außerdem ist die Gesellschaft bestens aufgestellt, die zunehmende Nachfrage nach betrieblicher Krankenversicherung maßgeschneidert zu erfüllen. Ein wesentlicher Teil hiervon ist die Absicherung von ins Ausland entsendeten Mitarbeitern. In jüngerer Vergangenheit geschlossene Verträge mit namhaften Unternehmen sichern beträchtliches Wachstum in diesem Segment, welches insbesondere auch davon profitiert, Teil eines Weltkonzerns zu sein.

Mit flexiblen und umfassenden Angeboten wird die AXA Krankenversicherung AG ihrer gesellschaftlichen Verantwortung, Menschen die Möglichkeit zur individuellen Absicherung ihrer finanziellen Lebensrisiken zu geben, weiterhin gerecht.

Zusammenfassend erwartet die AXA Krankenversicherung AG auch 2013 ein Wachstum in den Beiträgen einhergehend mit einem Anstieg im Unternehmensergebnis.

Für 2014/15 wird von einer leichten Steigerung des Wirtschaftswachstums bei weiterhin unverändert starkem Wettbewerb ausgegangen. Die Strategie eines ertragsorientierten Wachstums bei zugleich kontinuierlicher Verbesserung der Prozesse und Services wird konsequent fort gesetzt. Deshalb werden auch für 2014/15 ein positives Wachstum und eine Steigerung des Unternehmensergebnisses erwartet.

Die globale Unsicherheit über die real- und finanzwirtschaftliche Entwicklung sowie das anhaltend niedrige Zinsniveau stellen den deutschen Vorsorgemarkt vor weiterhin große Herausforderungen. Der Garantiezins für Lebensversicherungen lag 2012 unverändert bei 1,75 %. Mit der Einführung von Unisex-Tarifen zum Jahresende 2012 gibt es für Neuverträge nur noch einen Unisex-Tarif mit identischen Beiträgen und Leistungen für Männer und Frauen. Durch den Wegfall der bisherigen Differenzierung von Männer und Frauen und damit dem primären Differenzierungsmerkmal der Sterblichkeit müssen alternative Kriterien der Differenzierung gesucht werden, die eine risikoadäquate Kalkulation gewährleisten. Parallel gilt es, die Attraktivität von Vorsorgeprodukten zu stärken und auf die veränderten Kundenbedürfnisse und -erwartungen einzugehen. Insgesamt ist die Entwicklung der Versicherungsbranche mit Blick auf Vorsorgeprodukte schwer vorherzusagen. Die derzeitige Verunsicherung bei den Verbrauchern und eine damit verbundene Zurückhaltung zum Abschluss langfristiger Altersvorsorgeverträge werden im Jahr 2013 andauern.

Vor dem Hintergrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus passt die AXA Lebensversicherung AG für 2013 die laufende Verzinsung (Garantieverzinsung plus Zinsüberschussanteil) für klassische Renten- und Lebensversicherungen moderat auf 3,65 % an. Bisher lag sie bei 3,8 %. Zudem wird unter diesen Rahmenbedingungen ein weiterer deutlicher Anstieg der Zinszusatzreserve für 2013 erwartet. Als Versicherer ist es primäre Aufgabe, das von Kunden in Form von gezahlten Beiträgen anvertraute Kapital langfristig und sicher zu verwalten sowie erhöhte Transparenz zu bieten. Mit der Gesamtverzinsung von bis zu 4,4 % in Kombination mit hohen Sicherheiten macht die Gesellschaft auch unter Verzinsungsgesichtspunkten ein attraktives Vorsorgeangebot. Wie in den Vorjahren hat die AXA Gruppe eine deutlich über dem Marktdurchschnitt liegende Kapitalkraft und Stabilität und sieht das aktuelle Marktumfeld als Chance, den Kunden ein aufmerksamer und zuverlässiger Partner zu sein und die Kundenbedürfnisse zu bedienen.

Auch für 2013 ist die AXA Lebensversicherung AG im Markt mit einer breiten Produktpalette hervorragend als Vollsortimentanbieter aufgestellt und bietet konventionelle Produkte mit hohen Sicherheiten, aber auch fondsgebundene Produkte mit oder ohne Garantien an. Hinzu kommt eine hervorragende Marktpositionierung für Berufsunfähigkeitsversicherung und Risikolebensversicherung. Die einzigartige Kombination aus Ansprache, Vertriebszugang und Service sowie erstklassiger Underwriting- und Leistungsqualität wird durch zielgruppenspezifische Produktlösungen begleitet, die große Wachstumschancen eröffnen.

Aufgrund der wachsenden Zielgruppe 50+ wird weiterhin dem Einmalbeitragsgeschäft eine Bedeutung zukommen. Die Wiederanlage fälliger Lebensversicherungen und die Schließung der Rentenlücke der Kunden durch Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag sind und bleiben wichtige Säulen. Hinzu kommt ein langfristig wachsender Bedarf an Pflegeprodukten - insbesondere in Kombination mit Rente und Berufsunfähigkeit.

Zusammenfassend erwartet die AXA Lebensversicherung AG für 2013 einen leichten Anstieg des Neugeschäfts sowie eine moderate Steigerung des Unternehmensergebnisses. 2014/15 wird die Strategie eines profitablen Neugeschäftswachstums bei zugleich kontinuierlicher Verbesserung des Services und der Prozesse konsequent fort gesetzt. Stabilität der Kapitalmärkte vorausgesetzt, werden für 2014/15 ein moderates Beitragswachstum sowie eine nachhaltige Steigerung des Unternehmensergebnisses angestrebt.

Die DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG passt für 2013 die laufende Verzinsung (Garantieverzinsung plus Zinsüberschussanteil) für klassische Renten- und Lebensversicherungen ebenfalls moderat auf 3,65 % an. Bisher lag diese bei 3,8 %. Die Gesellschaft setzt ihren Erfolgskurs der klaren Ausrichtung auf bedarfsgerechte Versicherungs- und Altersvorsorgelösungen der rund 12 Millionen Personen umfassenden Gruppe der Beamten und Arbeitnehmer des Öffentlichen Dienstes in Deutschland sowie ihrer Familien fort. Der kontinuierliche Dialog und die enge Verbundenheit mit den Kunden sind die Treiber für ein maßgeschneidertes Angebot als Spezialversicherer. Konventionelle Produkte mit hohen Sicherheiten, aber auch fondsgebundene Produkte mit oder ohne Garantien sowie Berufsunfähigkeitsversicherung und Risikolebensversicherung bedeuten eine hervorragende Positionierung im Markt.

Die Altersstruktur im Öffentlichen Dienst führt mittelfristig zu einem hohen Einstellungsbedarf. Die Zielgruppe der Dienst- und Berufsanfänger wird nach wie vor eines der Fokussegmente bilden. Neben der einzigartigen Kombination aus Ansprache, Vertriebszugang und Service werden zielgruppenspezifische Produktlösungen wie zum Beispiel Dienstanfängerpolice abgeboten, die in diesen Kundensegmenten große Wachstumschancen eröffnen. Insgesamt wird weiterhin eine stabile Entwicklung innerhalb des Markts sowohl hinsichtlich des Neugeschäfts als auch der Beitragseinnahmen erwartet und somit als Spezialversicherer für den Öffentlichen Dienst große Chancen gesehen, den Marktanteil in dieser Zielgruppe weiter zu steigern.

Zusammenfassend erwartet die Gesellschaft für 2013 eine weitere moderate Steigerung des Unternehmensergebnisses, obwohl von einem weiteren Beitragsrückgang ausgegangen wird. Stabilität der Kapitalmärkte vorausgesetzt, wird für 2014/15 bei moderat rückläufigen Beiträgen eine Ergebnisverbesserung angestrebt.

In einem insgesamt angespannten Umfeld kann die Deutsche Ärzteversicherung AG in zweierlei Hinsicht von Ihrer klaren Fokussierung auf das Kundensegment der akademischen Heilberufe profitieren, welches auch langfristig Wachstumspotenziale bietet. Allein die demografische Entwicklung und die damit einhergehende Alterung der Gesellschaft führen dazu, dass der Bedarf nach medizinischen Dienstleistungen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten deutlich ansteigen wird. Zum anderen ermöglicht die klare Fokussierung auf die akademischen Heilberufe, genau auf diese Zielgruppe zugeschnittene Produkte und Beratungsleistungen zu entwickeln und anzubieten.

Ausgehend von dieser klaren Konzentration der Kompetenz, unterstützt von einer auf langfristige Solidität ausgelegten Kapitalanlagestrategie will sich die Deutsche Ärzteversicherung AG in Zukunft noch stärker als Qualitätsanbieter positionieren und vom Wettbewerb abgrenzen. Haupttreiber für eine insgesamt positive Entwicklung wird dabei wie bisher ein starkes Geschäft mit dem ärztlichen Nachwuchs bleiben. Zusätzlich sollen bislang ungenutzte Potenziale im Bereich der etablierten Heilberufe-Angehörigen erschlossen werden.

Die Arbeiten am Produktportfolio für das Jahr 2013 konzentrierten sich wesentlich auf die zum 21. Dezember 2012 erfolgreich umgesetzte Umstellung aller Tarife auf eine geschlechtsneutrale Kalkulationsbasis. Die Anpassung erfolgte auf Basis eines Urteils des EuGH vom 1. März 2011, das die Berücksichtigung des Geschlechts als Risikofaktor in Versicherungsverträgen für unzulässig erklärt, und gilt für alle ab dem 21. Dezember 2012 abgeschlossenen Neuverträge. Trotz der großen Herausforderung ist es gelungen, den Vertriebspartnern das gesamte aus dem Jahr 2012 bekannte Produktportfolio zum Stichtag 21. Dezember 2012 zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus konnte ein innovativer, konventioneller Tarif mit der Möglichkeit zur Absenkung des Anfangsbeitrags neu in das Produktangebot aufgenommen werden. Damit bietet sich insbesondere im Segment der Jungmediziner die Chance, sicherheitsorientierte Kunden frühzeitig zu gewinnen.

Im Zuge der Umstellung der Rechnungsgrundlagen wurde darüber hinaus die Ertragskraft aller Tarife untersucht sowie punktuell verbessert, sodass über die gesamte Tarifgeneration eine Verbesserung der Profitabilität und damit auch eine weitere Stärkung der Solidität der Gesellschaft erreicht werden konnte. Nichtsdestotrotz konnten die guten Marktpositionierungen der Produkte, insbesondere des vielfach ausgezeichneten Berufsunfähigkeitsschutzes verteidigt werden. In Verbindung mit der fortgesetzten Empfehlung der neuen Tarifgeneration durch berufsständische Partner und einer über dem Markt liegenden Überschussbeteiligung für das Jahr 2013 ist die Gesellschaft überzeugt, ein sehr attraktives Produktportfolio anbieten zu können.

Um den eingeschlagenen Wachstumspfad durch entsprechende vertriebliche Leistungen zu unterstützen, soll der Ausbau der Exklusivorganisation der Deutschen Ärzte Finanz fort gesetzt werden. Die enge Partnerschaft mit der apoBank bildet daneben auch weiterhin die zweite Säule der Vertriebsstrategie. Im Jahr 2012 hat diese Kooperation marktbedingt vertriebliche Rückgänge im Praxisfinanzierungsgeschäft hinnehmen müssen. Vor dem Hintergrund der nun abgeschlossenen, vertrieblichen Neuaufstellung der apoBank sowie gemeinsam erarbeiteter Beratungsansätze soll, 2013 eine positive Entwicklung erreicht werden - wenngleich das Marktumfeld weiterhin schwierig bleibt.

Insgesamt verfolgt die Deutsche Ärzteversicherung AG konsequent ihre Strategie, über zielgruppenspezifische Zugangswege die Beratungsqualität auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau zu halten. Diese hohe Beratungskompetenz ist Grundvoraussetzung, um qualitativ sehr hochwertige Produkte bedarfsgerecht zu vermitteln und führender Qualitätsanbieter von Lebensversicherungs-Lösungen für die Angehörigen der akademischen Heilberufe zu sein. Insgesamt soll für 2013 im Neugeschäft ein Wachstum auf dem Niveau des Vorjahres generiert werden, trotz eines erheblichen Vorzieheffektes aufgrund der Unisex-Umstellung im vergangenen Winter. Daneben liegt das Augenmerk darauf, die Versicherungsbestände stabil zu halten und dieses durch ein entsprechendes Qualitätsmanagement auch zu begleiten.

Das bilanzielle Ergebnis der Deutschen Ärzteversicherung AG wird neben dem operativen Geschäft maßgeblich von der Entwicklung der Kapitalmärkte beeinflusst. Das Zinsniveau für Anlagen höchster Bonität hat sich 2012 gegenüber dem bereits niedrigen Niveau des Vorjahres nochmals leicht reduziert. Eine zuverlässige Prognose der zukünftigen Zinsentwicklung ist vor dem Hintergrund der anhaltenden Unsicherheit hinsichtlich der in Refinanzierungsnot geratenen Staaten der Euro-Zone kaum möglich. Gleiches gilt für die Aktienmärkte, die sich 2012 zwar spürbar erholen konnten, eine valide Prognose jedoch nicht zulassen. Unter der Annahme einer stabilen Entwicklung der Kapitalmärkte werden Chancen gesehen, 2013 das Ergebnisniveau des abgelaufenen Jahres 2012 zu übertreffen.

2014/15 wird die Strategie eines ertragsorientierten Wachstums bei zugleich kontinuierlicher Verbesserung des Services und der Prozesse konsequent fort gesetzt. Stabilität der Kapitalmärkte vorausgesetzt, werden für 2014/15 ein moderates Beitragswachstum sowie ein Unternehmensergebnis auf dem Niveau des Jahres 2013 angestrebt.

Pensionskassen

Seit der Fusion der AXA mit der DBV-Winterthur hat der AXA Konzern mit der Pro bAV Pensionskasse und der winsecura Pensionskasse zwei Pensionskassen am Markt. Allerdings bestehen konkrete Pläne, die beiden Pensionskassen noch in 2013 zu verschmelzen.

Unabhängig von der demographischen Entwicklung sorgt die anhaltende Diskussion um das gesetzliche Rentenversicherungssystem für eine steigende Nachfrage der Verbraucher nach alternativen Altersversorgungsmöglichkeiten. Das Bewusstsein bei den Verbrauchern wächst, wenn auch langsam, stetig an. Aus diesem sich ändernden Verbraucherverhalten wird sicherlich auch die betriebliche Altersversorgung positive Ergebnisse erzielen können. Darüber hinaus könnten mit der Neuwahl der Bundesregierung in 2013 weitere Impulse für eine stärkere Förderung der betrieblichen Altersversorgung verbunden sein.

Die Pro bAV Pensionskasse ist im Markt der betrieblichen Altersversorgung außerordentlich gut positioniert. Das Produktspektrum ist von konventioneller bis fondsgebundener Rentenversicherung breit aufgestellt und durch die Wahl von zusätzlichem Versicherungsschutz wie Berufsunfähigkeits- und/ oder Hinterbliebenenabsicherung variabel. Durch Zuzahlungsmöglichkeiten lässt sich die Beitragszahlung flexibel auf die Bedürfnisse unserer Kunden anpassen. Die Fondsauswahl bietet bei Abschluss eines neuen Vertrages bei der Pro bAV Pensionskasse mit einer Auswahl aus 26 Fonds eine breite und attraktive Kapitalanlagemöglichkeit.

Die bestehenden Annahmerichtlinien für das Kollektivgeschäft treffen bei Vertriebspartnern und Kunden auf gute Akzeptanz. Laufend weiteroptimierte Geschäftsprozesse bieten den Kunden, Vermittlern und Partnern eine zügige und serviceorientierte Vertragsbearbeitung.

In der preislichen Positionierung ist die Pro bAV Pensionskasse im Markt der Wettbewerbspensionskassen weiterhin in einer attraktiven Position. Die Tarifgeneration "Unisex" wird aktuell mit einer Deklaration der laufenden Überschussbeteiligung von 4,0 Prozent angeboten. Sofern sich die gegenwärtige Niedrigzinssituation an den Kapitalmärkten aber nicht ändert, wird auch die Pro bAV Pensionskasse in ihrer Deklaration den sinkenden Kapitalmarktzinsen folgen müssen.

Zudem konsolidiert AXA das Produktangebot für das Neugeschäft auf die AXA Lebensversicherung und die Pro bAV Pensionskasse. Das konzernweite Pensionskassenneugeschäft wird somit durch die Pro bAV Pensionskasse abgewickelt. Gleichzeitig bedeutet dies auch, dass sich der Zuwachs aus dem Konsortialprodukt mit der DBV Beamtenversicherung Lebensversicherung in Form der "bAV-RentePlus" abschwächen wird, da dieses Produkt künftig ausschließlich dem Bestandsneugeschäft zur Verfügung steht.

Der strategische Ansatz, als namensneutrale Pensionskasse aufzutreten, wird beibehalten, so dass die Pro bAV Pensionskasse dual als Dienstleister und Produktgeber ein zuverlässiger Partner für andere Versicherungsgesellschaften bleibt.

Die Pro bAV Pensionskasse betrachtet insoweit das Geschäftsjahr 2013 mit Zuversicht und erwartet für die nächsten Jahre Steigerungen bei Bestand und Beiträgen.

Auch im Jahr 2013 wird weiterhin daran gearbeitet, die sehr gute Positionierung der Pro bAV Pensionskasse beizubehalten. Entsprechend der Planung erwartet die Pro bAV Pensionskasse für das Jahr 2013 ein ausgeglichenes Ergebnis.

Seit dem Geschäftsjahr 2012 konzentriert sich die winsecura Pensionskasse auf das Bestandsgeschäft und Bestandsneugeschäft. Das Beitragswachstum beschränkt sich somit auf Dynamiken und Neuabschlüsse aus bestehenden (Kollektiv-)Verträgen und Bestandsneugeschäft bei verbundenen Unternehmen von Bestandskunden. Durch das fehlende Neugeschäft geht die winsecura Pensionskasse mittel- bis langfristig von einem sinkenden Prämienvolumen aus. Kurzfristig kann diese Entwicklung durch die Dynamik des Bestandsgeschäftes neutralisiert werden. Der Kundenservice wird in gewohnt guter Qualität erfolgen und die unproblematische Abwicklung aller Bestandsvorgänge wird gewährleistet.

Im Rahmen des gegebenen Niedrigzinsumfeldes bietet die winsecura Pensionskasse für ihre Kunden - trotz Absenkung der Überschussbeteiligung - mit 3,7% eine attraktive Verzinsung. Sofern sich die gegenwärtige Niedrigzinssituation an den Kapitalmärkten aber nicht ändert, wird auch die winsecura Pensionskasse in ihrer Deklaration den sinkenden Kapitalmarktzinsen folgen müssen.

Entsprechend der Planung erwartet die winsecura Pensionskasse für das Jahr 2013 ein ausgeglichenes Ergebnis.

In der Schaden- und Unfallversicherung sind erneut Beitragssteigerungen zu erwarten, die aber voraussichtlich nicht die Wachstumsraten des Jahres 2012 erreichen werden. Hingegen wird in der Kraftfahrtversicherung vom GDV, nicht zuletzt aufgrund der Beitragsanpassungen im Neugeschäft und Bestand, ein deutliches Beitragswachstum und zugleich eine spürbare Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses erwartet.

Für die DBV Deutsche Beamtenversicherung AG wird im Privatkundengeschäft ein Beitragszuwachs erwartet mit Fokus auf ertragreiche Segmente. Maßgeblich gestützt wird das erwartete Wachstum durch Beitragsanpassungen im Kraftfahrtversicherungsgeschäft sowie in den Sach- und Haftpflichtversicherungssparten. Darüber hinaus stützen sich die Wachstumsprognosen in der Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherung auf den sehr erfolgreichen Absatz einer flexibel an den individuellen Kundenbedürfnissen ausgerichteten Produktpalette.

Deutlich positive Effekte werden darüber hinaus aus der weiteren gezielten Förderung der Marke DBV als Spezialist für den Öffentlichen Dienst erwartet. Mit speziellen Ansprachekonzepten, kombiniert mit besonders auf den Öffentlichen Dienst zugeschnittenen Produktangeboten, ist die Gesellschaft gut aufgestellt.

Im schwierigen Wettbewerbsumfeld wird die auf ertragreiches Wachstum ausgerichtete Politik fortgesetzt und gleichzeitig wird mit dem konzernweiten Programm zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit die Effizienz der Prozesse und Qualität des Kundenservices nachhaltig verbessert.

Eine risiko- und ertragsoptimierte Kapitalanlagestrategie lässt für 2013 trotz eines weiterhin niedrigen Zinsniveaus ein Kapitalanlageergebnis auf Vorjahresniveau und ein weiterhin positives Unternehmensergebnis erwarten.

Für 2014/15 geht die Gesellschaft von einer leichten Steigerung des Wirtschaftswachstums bei weiterhin unverändert starkem Wettbewerb aus. Die Strategie eines ertragsorientierten Wachstums bei zugleich kontinuierlicher Verbesserung von Prozessen und Services wird konsequent fortgesetzt. Auch für 2014/15 werden ein über dem Marktdurchschnitt liegendes Beitragswachstum sowie ein verbessertes versicherungstechnisches Bruttoergebnis erwartet.

Für das marktweite Industrie- und Firmenkundengeschäft rechnet die AXA Versicherung AG im Jahr 2013 aufgrund der stabilen wirtschaftlichen Entwicklung und damit einhergehenden Investitionen mit einer ebenfalls steigenden Nachfrage nach Versicherungsschutz. Angesichts eines weiterhin intensiven Preiswettbewerbs auf der Anbieterseite und hoher Preissensibilität der Kunden wird der Anstieg der konjunkturbedingten Nachfrage nach Versicherungsschutz voraussichtlich aber nur zu einem moderaten Beitragswachstum von etwa 1 bis 2 % führen. Von der konjunkturellen Erholung dürften insbesondere die Haftpflicht- und die Transportversicherung profitieren, da sich dort der Beitrag vielfach am Umsatz orientiert.

Das Industrie- und Firmenkundengeschäft sieht die AXA Versicherung AG auf einem profitablen Wachstumskurs. Gründe für die insgesamt positive Prognose sind ein gut diversifiziertes Portfolio sowie die innovativen und lösungsorientierten Konzepte in Verbindung mit der vorhandenen Lösungs- und Beratungskompetenz. Neben internationalen Deckungskonzepten werden Versicherungslösungen für neue wachstumsstarke Branchen, wie zum Beispiel den Markt für regenerative Energien, angeboten. Auf der Grundlage einer konsequenten Ausrichtung der Produktkonzepte und Services an den Bedürfnissen von Kunden und Vermittlern wird auch für 2013 mit einer weiteren Stärkung der Position als einer der führenden Industrie- und Firmenversicherer in Deutschland gerechnet.

Aus der verbesserten wirtschaftlichen Lage der privaten Haushalte wird auch für 2013 ein weiterer Anstieg der Konsumausgaben erwartet. Ebenso wie der GDV rechnet die AXA Versicherung AG daher für das Privatkundengeschäft in den Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen mit einem moderaten Marktwachstum von etwa 2,5%, wobei der Fokus auf ertragreichen Segmenten liegt. Maßgeblich gestützt wird das erwartete Wachstum durch Beitragsanpassungen im Kraftfahrtversicherungsgeschäft sowie in den Sach- und Haftpflichtversicherungssparten. Darüber hinaus stützen sich die Wachstumsprognosen in den Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen auf den sehr erfolgreichen Absatz einer flexibel auf die individuellen Kundenbedürfnisse ausgerichteten Produktpalette.

Die ertragsorientierte Zeichnungspolitik wird in dem weiterhin schwierigen Wettbewerbsumfeld unverändert fortgesetzt und zugleich die Qualität und Effizienz unserer Prozesse nachhaltig verbessert. Aufgrund einer risiko- und ertragsoptimierten Kapitalanlagestrategie wird für 2013 trotz des weiterhin niedrigen Zinsniveaus ein Kapitalanlageergebnisses auf Vorjahresniveau und ein Unternehmensergebnis, das über dem Niveau des Jahres 2012 liegen wird, erwartet.

Für 2014/15 wird von einer leichten Steigerung des Wirtschaftswachstums bei weiterhin unverändert starkem Wettbewerb ausgegangen. Die Strategie eines ertragsorientierten Wachstums bei zugleich kontinuierlicher Verbesserung der Prozesse und Services wird ebenso konsequent fortgesetzt, deshalb wird auch für 2014/15 ein moderates Wachstum sowie eine weitere Steigerung des Unternehmensergebnisse erwartet.

Für den Abschluss von Kraftfahrtversicherungen über das Internet ist die AXA easy Versicherung zuständig. Der Schwerpunkt der Aktivitäten im Jahr 2013 wird die weitere Etablierung als durchsetzungsfähiger Online-Anbieter im Kraftfahrtversicherungsmarkt bleiben. Konsequente Risikoselektierung und schlanke Bearbeitungsprozesse bilden die Grundlage für eine nachhaltig günstige Preispositionierung. Aufgrund der weiter notwendigen Anfangsinvestitionen wird für 2013 immer noch ein geringer versicherungstechnischer Verlust erwartet. Zusätzlich soll die strategische Ausrichtung der AXA easy Versicherung im Rahmen der Gesamtstrategie der Gruppe überprüft werden.

Die AXA ART Versicherung AG ist dank ihrer langjährigen Event- und Marketingstrategie und infolge der bestehenden Partnerschaften mit führenden regionalen und internationalen Kunstmessen weiter gut positioniert, wobei sich der Kunstmarkt im Jahr 2012 auf dem Vorkrisenniveau stabilisiert hat. Die Globalisierung des Kunstmarktes wird auch im Logistikbereich weiter vorangetrieben und AXA ART ist über das Beratungsprogramm "Global Risk Assessment Plattform" (GRASP) teilweise in diese Projekte involviert.

In den etablierten Kunstmärkten in Kontinentaleuropa, UK und USA wird für 2013 ein anhaltend hohes Wettbewerbsniveau mit starkem Preiskampf erwartet. Insbesondere das Ausstellungsgeschäft wird weiterhin unter großem Konkurrenzdruck stehen. AXA ART verfolgt dabei eine selektive Akquisitions- und Zeichnungspolitik und stellt sich mit einer flexiblen Preis- und Konditionsgestaltung auf die Wettbewerbsituation ein und indem sie sich zusätzlich durch eine hohe Servicequalität sowie einer robusten Kapitalausstattung vom Wettbewerb positiv hervorheben möchte. Auch im Jahr 2013 ist zu erwarten, dass die öffentlichen Museen verstärkt beabsichtigen, die ,Staatshaftung' in Anspruch zu nehmen. AXA ART vertritt unverändert die Meinung, dass diese Praxis mit EU-Regelungen nicht vereinbar ist und hierdurch nur ein begrenzter materieller Schutz gewährleistet werden kann. Mit neuen Dienstleistungsangeboten, flexiblen Konditionen und einem hohen Servicestandard spricht AXA ART gezielt Museen an, um im Umfeld einer hohen Wettbewerbsintensität das institutionelle Geschäft zu halten und selektiv weiter auszubauen.

Im Privatsegment tragen die Maßnahmen der letzten Jahre zur Steigerung der Profitabilität, Vereinfachung des Portfolios und Aktualisierung von Produkten bereits Früchte. Durch Eliminierung der Produktkomplexität wurden die Prozesse so vereinfacht, dass Verarbeitungs- und Personalressourcen für eine Verbesserung der Kundenbetreuung und Akquiseaktivitäten frei werden. Dieser Spielraum wird auch in 2013 gezielt genutzt. Zusätzlich wird im Privatsegment die Strategie der "Passion Assets" erweitert, indem die Versicherung von Schmucksammlungen zukünftig auch in den europäischen Märkten angeboten wird. In Zusammenarbeit mit den AXA Schwestergesellschaften wird daneben ein umfassendes Angebot für Besitzer von Oldtimern geschaffen.

Im Segment der kleineren und mittleren Museen steht das Roll-out eines neuen Produkts "MuseumsPlus" an, das gemeinsam mit AXA Schwestergesellschaften als umfassende "Business Owner Policy" angeboten wird.

Ausbaupläne bestehen für Nord-, Mittel- und Südamerika sowie in Asien. Dort wird in 2013 das Team in Hongkong, Singapur und Shanghai/Peking aufgestockt. Die Infrastruktur dieser Märkte wird auf zukünftige Anforderungen ausgerichtet und eine systematische Marktdurchdringung vorbereitet. Durch diese strukturellen Ausbaumaßnahmen ist die AXA ART gut darauf vorbereitet die Dynamik des Kunstmarktes in neuen Märkten aktiv zu begleiten und entsprechende Wachstumspotentiale auszuschöpfen.

AXA Bank

Aufgrund der aufgehellten Konjunkturaussichten für das laufende Jahr sowie der Erfolge der Krisenmaßnahmen der EZB rechnet die AXA Bank AG mit einer moderaten Fortsetzung der Reduktion des Renditeabstands von Staatsanleihen der übrigen EWU-Länder gegenüber laufzeitgleichen Bundesanleihen sowie mit einer weiteren Zunahme des Risikoappetits der Marktteilnehmer an den internationalen Finanzmärkten. Diese Verbesserungen setzen allerdings voraus, dass die in vielen Ländern weiterhin erforderlichen strukturellen Anpassungen auch vorgenommen werden. Im Zinsumfeld werden leicht steigende Zinsen bei einer normalen Zinsstrukturkurve erwartet.

Die AXA Bank AG will im Jahr 2013 das Wachstum im wiederaufgenommenen Kreditneugeschäft sowie in Einlagen, insbesondere mit mittelfristigen Laufzeiten, in den Mittelpunkt stellen. Für die Jahre 2013 und 2014 wird mit einer leichten Zunahme des Bilanzvolumens, einem deutlich höheren Anteil von Krediten sowie einem moderaten Anstieg der Verwaltungsaufwendungen gerechnet. Daraus resultierend wird für 2013 unter der Voraussetzung der gleichen Rahmenbedingungen ein deutlich verbessertes Ergebnis erwartet. Für 2014 wird eine weitere Verbesserung angestrebt. Die Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt könnten auf das Gesamtergebnis der Bank jedoch wesentlichen Einfluss nehmen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die AXA Bank wurde im Januar 2013 durch eine Vereinbarung mit der AXA Konzern AG von potenziellen Rechtsrisiken im Kontext mit der Insolvenz der Lehman Brothers Bankhaus AG, Frankfurt am Main freigestellt.

Mit dem Unternehmenskaufvertrag vom 9. November 2012 sind sämtliche Aktien der Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG von der AXA Konzern AG an die IDEAL Lebensversicherung a.G., Berlin verkauft worden. Dieser Unternehmenskaufvertrag ist im April 2013 wirksam geworden.

Ebenfalls im April 2013 sind die beiden Pensionskassen des AXA Konzerns - die winsecura Pensionskasse AG sowie die Pro bAV Pensionskasse AG - von der DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG bzw. der AXA Konzern AG an die AXA Lebensversicherung AG veräußert worden. Es ist beabsichtigt, noch im Geschäftsjahr 2013 die winsecura Pensionskasse AG auf die Pro bAV Pensionskasse AG zu verschmelzen.

Ferner ist geplant, im Geschäftsjahr 2013 die DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG auf die AXA Lebensversicherung AG zu verschmelzen.

Darüber hinaus wurde im April 2013 durch den Konzernvorstand der Abschluss von neuen Beherrschungsverträgen zwischen der AXA Konzern AG, Köln und der Inreka Finanz AG, Köln sowie der Venus Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln beschlossen.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte mit dem herrschenden Unternehmen oder einem mit ihm verbundenen Unternehmen oder auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen vorgenommen wurden und alle anderen Maßnahmen, die auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen getroffen oder unterlassen wurden, hat die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist auch durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen nicht benachteiligt worden.

Köln, den 08. Mai 2013

Der Vorstand

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beträgt 473.530.897,83 Euro. Nach der Einstellung von 95.400.000,00 Euro in die anderen Gewinnrücklagen ergibt sich einschließlich eines Gewinnvortrags von 213.700,79 Euro ein Bilanzgewinn von Euro 378.344.598,62 Euro. Der Hauptversammlung schlagen wir vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

in Euro
Zahlung einer Dividende von 12,16 Euro je Vorzugsaktie, insgesamt 60.800.000,00
Zahlung einer Dividende von 12,10 Euro je Stammaktie, insgesamt 317.392.196,00
Gewinnvortrag 152.402,62
Bilanzgewinn 378.344.598,62

Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns

Die Hauptversammlung der AXA Konzern AG beschloss am 6. Juni 2013 auf Vorschlag des Vorstandes und des Aufsichtsrates, den Bilanzgewinn in Höhe von 378.344.598,62 Euro wie folgt zu verwenden:

Zahlung einer Dividende von 12,16 Euro je Vorzugsaktie, insgesamt 60.800.000,00 Euro
Zahlung einer Dividende von 12,10 Euro je Stammaktie, insgesamt 317.392.196,00 Euro
Gewinnvortrag 152.402,62 Euro
Bilanzgewinn 378.344.598,62 Euro

Bilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

in Tsd. Euro 2012 2011**
A. Anlagevermögen:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.554 20.262 20.262
2. geleistete Anzahlungen 4.823 7.621 7.621
27.377 27.883 27.883
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 662 1.068 1.068
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 42.738 49.803 49.803
3. geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau 35 64 64
43.435 50.935 50.935
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.504.837 3.426.984 3.519.564
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 163.500 163.500 163.500
3. Beteiligungen 37.953 668 12
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.650 2.350 2.350
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 59.910 65.995 65.995
6. Sonstige Ausleihungen 32.960 35.440 3.200
3.801.810 3.694.937 3.754.621
3.872.622 3.773.755 3.833.439
B. Umlaufvermögen:
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 114 181 181
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferung und Leistungen 12 6 6
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 281.420 186.960 259.406
3. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 147 54 54
4. Sonstige Vermögensgegenstände 275.865 300.594 181.230
557.444 487.614 440.696
III. Wertpapiere
1. sonstige Wertpapiere 97.930 339 339
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 215.146 384.967 318.968
870.634 873.101 760.184
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1 281 281
D. Aktive latente Steuer 733.724 705.001 563.574
E. Aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 10.711 9.110 9.110
5.487.692 5.361.248 5.166.588

* AXA Konzern AG

** pro-Forma-Abschluss für 2011 aufgrund der Verschmelzung der AmbH auf die AKAG in 2012

Passiva

in Tsd. Euro 2012 2011**
A. Eigenkapital:
I. Gezeichnetes Kapital 79.840 79.840 79.840
II. Kapitalrücklage 1.278.197 1.278.197 1.278.197
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 25 25 25
2. Andere Gewinnrücklagen 1.865.127 1.769.727 1.769.727
1.865.152 1.769.752 1.769.752
IV. Bilanzgewinn 378.345 430.249 430.249
3.601.534 3.558.038 3.558.038
B. Rückstellungen:
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.053.225 1.005.067 1.003.359
2. Steuerrückstellungen 318.938 239.674 154.983
3. Sonstige Rückstellungen 358.708 327.555 323.988
1.730.871 1.572.296 1.482.330
C. Verbindlichkeiten:
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 972 1.335 1.335
davon von mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 972 Tsd. Euro (2011: 1.335 Tsd. Euro)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 63.457 72.867 40.208
3. Sonstige Verbindlichkeiten 53.474 126.124 57.155
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 52.474 Tsd. Euro (2011: 55.924 Tsd. Euro) 117.903 200.326 98.698
davon aus Steuern: 10.995 Tsd. Euro (2011: 8.037 Tsd. Euro)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 5.781 Tsd. Euro (2011: 4.766 Tsd. Euro)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 290 349 349
E. Passive latente Steuern 37.094 30.239 27.173
5.487.692 5.361.248 5.166.588

* AXA Konzern AG

** pro-Forma-Abschluss für 2011 aufgrund der Verschmelzung der AmbH auf die AKAG in 2012

Köln, den 08. Mai 2013

AXA Konzern AG

Der Vorstand

Gewinn- und Verlustrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2012

Posten

In Tsd. Euro
2012 2011**
1. Umsatzerlöse 1.261.612 1.261.310
2. andere aktivierte Eigenleistungen 1.309 2.456 1.261.310
3. sonstige betriebliche Erträge 31.637 43.987 2.456
4. Personalaufwand 45.267
a. Löhne und Gehälter 602.967 606.514 606.512
b. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung u. Unterstützung 123.448
zuzüglich Konzernumlage 7.042 126.546
davon für Altersversorgung 43.719 Tsd. Euro (2011: 39.575 Tsd. Euro) 130,490 127.371 733.058
733.457 733.885 14.061
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 20.451 14.061 599.315
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 544.702 599.443 140.555
7. Erträge aus Beteiligungen, 189.617 20.471
davon aus verbundenen Unternehmen 189.617 Tsd. Euro (2011: 20.471 Euro) 153.991
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 337.074 247.386 8.747
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, 15.307 10.354
davon aus verbundenen Unternehmen 6.870 Tsd. Euro (2011: 8.544 Tsd. Euro) 15.482
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, 23.769 16.272
Davon aus verbundenen Unternehmen 66 Tsd. Euro (2011: 809 Tsd. Euro) 44.033
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 9.778 44.033 69.906
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen, 82.055 72.736
davon an verbundene Unternehmen 1.640 Tsd. Euro (2011: 1.549 Tsd. Euro) 175
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme, 363 175
davon aus verbundenen Unternehmen 6 Tsd. Euro (2011: 22 Tsd. Euro) 167.260
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 469.519 137.903 11.533 0
15. Außerordentliche Erträge 11.507 11.533 -12.376
16. Außerordentlicher Aufwand -12.216 -12.376 -843
17. Außerordentliches Ergebnis -709 -843 -39.694
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zuzüglich Konzernumlage -11.742 -45.129 1.106
19. Sonstige Steuern 7.021 1.118 205.005
20. Jahresüberschuss 473.531 181.071 244
21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 214 24.178 225.000
22. Entnahme andere Gewinnrücklagen 0 225.000 0
23. Einstellung andere Gewinnrücklagen 95.400 0 430.249
24. Bilanzgewinn 378.345 430.249

* AXA Konzern AG

** Pro-Forma-Abschluss für 2011 aufgrund der Verschmelzung der AmbH auf die AKAG in 2012

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeines

Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach Maßgabe der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Die Gliederung der Gewinn - und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB vorgenommen worden.

Aktiva

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um entgeltlich erworbene Software, welche mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungskosten entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bilanziert sind. Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen betreffen Anschaffungskosten zu entgeltlich erworbener Software, die sich noch nicht in einem betriebsbereiten Zustand befindet.

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und mit den steuerlich zulässigen Sätzen abgeschrieben. Die steuerliche Nutzungsdauer entspricht dabei der handelsrechtlichen maßgeblichen wirtschaftlichen Abnutzung. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wird eine außerplanmäßige AfA vorgenommen.

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde mit ihren Anschaffungskosten bewertet, vermindert um die Abschreibungen für die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Soweit die Nutzung der Geschäftsausstattung die ursprünglich geplante Nutzungsdauer unterschreitet oder der Restbuchwert die Abgangserlöse übersteigt, fallen außerplanmäßige Abschreibungen an. Geleistete Anzahlungen wurden ebenfalls mit ihren Anschaffungskosten bewertet.

Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Ein niedriger Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigen beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden zu Anschaffungskosten bilanziert, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen. Das Wertaufholungsgebot wurde beachtet.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den dauerhaft niedrigeren zum Abschlussstichtag beizulegenden Wert, angesetzt. Das Wertaufholungsgebot wurde beachtet.

Die sonstigen Ausleihungen sind mit den Anschaffungskosten, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen, angesetzt.

Die Vorräte wurden mit dem Anschaffungswert aktiviert.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert aktiviert.

Laufende Guthaben bei Kreditinstituten wurde mit dem Nennbetrag in Ansatz gebracht

Wertpapiere, die dem Umlaufvermögen zugeordnet sind, wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigen Marktwerten bilanziert. Ein niedriger Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit dem Nennwert aktiviert.

Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, aktive latente Steuern in der Handelsbilanz zu aktivieren, Gebrauch gemacht.

Die aktiven latenten Steuern werden nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB unsaldiert mit den passiven latenten Steuern ausgewiesen.

Aufgrund der bestehenden ertragssteuerlichen Organschaftsverhältnisse werden die latenten Steuern der Organgesellschaften auf Ebene der AXA Konzern AG als Organträger ausgewiesen. Im Geschäftsjahr bestanden ertragsteuerliche Organschaften mit folgenden Tochtergesellschaften:

AXA Versicherung AG
AXA Lebensversicherung AG
DÄV Lebensversicherung AG
AXA Bank AG
AXA Finanz-Beratungs-GmbH
Pluto Beteiligungswerte AG
AXA ART Versicherung AG
AXA Logistic Services GmbH
AXA Customer Care GmbH
AXA easy Versicherung AG
AXA Schaden Experten GmbH
AXA Krankenversicherung AG
Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG
DBV Deutsche Beamten Lebensversicherung AG

Die Position Aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung entspricht der Bilanzgliederung nach § 266 HGB und stellt einen Verrechnungsposten aus der Saldierung von Deckungsvermögen mit den dazugehörigen Verpflichtungen nach § 246 Abs. 2 HGB dar.

Passiva

Die Berechnung der Pensionsrückstellung für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invaliditätswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Rententrendannahmen, sowie eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre vorgegeben durch die Deutsche Bundesbank. Dabei wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invaliditätsannahmen dienen die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln GmbH. Die Pensionsrückstellungen werden mit sogenanntem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB verrechnet, welches zum Zeitwert bewertet wird.

Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden folgende Berechnungsfaktoren angewandt:

Rechnungszins 5,06%
Rentenanpassung 2,0%
Gehaltsdynamik 2,5%

Der sich aufgrund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ergebende Zuführungsbetrag zu den Rückstellungen wird jährlich gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB mit einem Fünfzehntel angesammelt.

Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen wurden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht.

Der Ansatz der Jubiläumsrückstellungen erfolgte ebenfalls nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invaliditätswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen sowie eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre vorgegeben durch die Deutsche Bundesbank. Dabei wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Rechnungsgrundlagen dienen die Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck. Bei der Ermittlung des Wertes wurden nur die Verpflichtungen gegenüber solchen Mitarbeitern einbezogen, die am Bilanzstichtag mindestens 10 Jahre in den Diensten des Unternehmens standen.

Die Altersteilzeitrückstellungen berücksichtigen die Erfüllungsrückstände aus der Beschäftigungsphase des Blockzeitmodells sowie die vereinbarten Aufstockungszahlungen mit ihrem Barwert.

Die Werte für Jubiläums- und Altersteilzeitrückstellungen wurden im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften mit einem Rechnungszins in Höhe von 5,06% und Gehaltstrend 2,5 % ermittelt.

Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen erfolgte nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, der zukünftig erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit größer als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1, Satz 4 HGB mit den hierfür von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen abgezinst.

In Bezug auf die Steuerrückstellungen wurde das Beibehaltungswahlrecht für Posten aus der Zeit vor der Umstellung in Rahmen von BilMoG zum 01.01.2010 gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB ausgeübt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die Sonstigen Verbindlichkeiten sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Unter den Verbindlichkeiten wird eine Verpflichtung gegenüber dem Pensionssicherungsverein über eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von 1,0 Mio. Euro ausgewiesen. Der Einmalbetrag ist gemäß § 30 i Abs. 2 BetrAVG in 15 gleichen Jahresraten fällig.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden in Höhe des eingegangenen Zahlungsbetrages passiviert.

Für alle Fremdwährungsaktiva und -passiva gilt der Grundsatz der Einzelbewertung. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs bewertet.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2012

in Tsd. Euro Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2012 Zugang

aus Fusion
Zugänge Abgänge Abgänge

aus Fusion
Umbuchungen 31.12.2012
--- --- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Software 67.188 0 3.836 0 0 5.550 76.574
geleistete Anzahlungen 7.621 0 2.753 0 0 -5.550 4.824
74.809 0 6.589 0 0 0 81.398
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und Bauten 11.568 0 0 0 0 0 11.568
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 100.613 0 6.273 1.370 0 0 105.516
geleistete Anzahlungen 64 0 0 29 0 0 35
112.245 0 6.273 1.399 0 0 117.119
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.597.030 1.262.701 124.879 48.825 1.355.282 0 3.582.303
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0 0 0
164.000 0 0 0 0 0 164.000
3. Beteiligungen 2.198 656 48.787 11.453 0 0 40.188
4. Ausleihungen Beteiligungen 2.350 0 300 0 0 0 2.650
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 93.595 0 15 2.524 0 0 91.086
6. sonstige Ausleihungen 5.700 32.240 800 80 0 0 38.660
3.864.873 1.295.597 174.581 60.882 1.355.282 0 3.918.887
Anlagevermögen 4.051.927 1.295.597 187.443 62.281 1.355.282 0 4.117.404
in Tsd. Euro Abschreibungen
01.01.2012 Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31.12.2012
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Software 46.927 7.093 0 0 54.020
geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
46.927 7.093 0 0 54.020
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und Bauten 10.501 406 0 0 10.906
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 50.810 12.952 985 0 62.777
geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
61.311 13.358 985 0 73.684
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 77.466 0 0 0 77.486
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
500 0 0 0 500
3. Beteiligungen 2.186 58 0 8 2.236
4. Ausleihungen Beteiligungen 0 0 0 0 0
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 27.600 4.150 575 0 31.176
6. sonstige Ausleihungen 2.500 3.200 0 0 5.700
110.252 7.408 575 8 117.078
Anlagevermögen 218.490 27.859 1.560 8 244.782
in Tsd. Euro Buchwert
31.12.2012 31.12.2011
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Software 22.554 20.262
geleistete Anzahlungen 4.823 7.621
27.377 27.882
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und Bauten 662 1.068
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 42.738 49.803
geleistete Anzahlungen 35 64
43.435 50.934
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.504.837 3.519.564
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0
163.500 163.500
3. Beteiligungen 37.953 12
4. Ausleihungen Beteiligungen 2.650 2.350
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 59.910 65.995
6. sonstige Ausleihungen 32.960 3.200
3.801.810 3.754.621
Anlagevermögen 3.872.622 3.833.437

Erläuterungen zur Bilanz

Allgemeines

Aufgrund der Verschmelzung der AmbH auf die AKAG zum 01. Januar 2012 wird für das Jahr 2011 ein Pro-Forma-Abschluss erstellt. Der Pro-Forma-Abschluss setzt sich aus der Summe der einzelnen Jahresabschlüsse der AmbH und der AKAG für 2011 zusammen, die um Sachverhalte bereinigt worden sind, die in einer verschmolzenen Gesellschaft nicht entstanden wären.

Die Position Gewinnvortrag aus dem Vorjahr inkl. Verschmelzung setzt sich aus dem Gewinnvortrag 2010 der AKAG in Höhe von 0,2 Mio. Euro, dem Gewinnvortrag 2010 der AmbH in Höhe von 176,1 Mio. Euro abzüglich des Gewinnvortrags 2011 der AMBH in Höhe von 152,2 Mio. Euro zusammen. Diese Korrektur wird vorgenommen, da dieser in 2012 vorgetragene Betrag im Rahmen des Reinvermögens der AMBH berücksichtigt worden ist.

Aktiva

Unter der Position entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurde entgeltlich erworbene Software ausgewiesen. Die Abschreibungen auf die Softwareprodukte wurden gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften zeitanteilig vorgenommen.

Bei den geleisteten Anzahlungen in Höhe von 4,8 Mio. Euro handelt es sich um Anschaffungskosten für fremdbezogene Software sowie Anschaffungsnebenkosten einschließlich aktivierter Eigenleistungen.

Der Buchwert der Grundstücke und Bauten reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von 1,1 Mio. Euro auf 0,7 Mio. Euro. Es fielen lineare Abschreibungen in Höhe von insgesamt 0,4 Mio. Euro (2011: 0,4 Mio. Euro) an.

Die Abschreibungen auf andere Anlagen sowie auf die Betriebs- und Geschäftsaustattung erfolgte zeitanteilig. Bei den Zugängen zur Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 6,3 Mio. Euro handelt es sich im Wesentlichen um Einbauten in fremde Grundstücke in Höhe von 2,8 Mio. Euro, Büroausstattungen 1,2 Mio. Euro, Werbeanlagen in Höhe von 1,2 Mio. Euro sowie andere geringfügige Wirtschaftsgüter in Höhe von 0,5 Mio. Euro. Sonderabschreibungen aus dem Abgang von Wirtschaftsgütern oder dauerhafter Wertminderung sind in Höhe von 3,0 Mio. Euro angefallen.

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen gab es im Berichtsjahr Zugänge in Höhe von insgesamt 124,7 Mio. Euro. Diese betrafen mit 21,9 Mio. Euro die AXA Versicherung AG, Köln, davon in Höhe von 21,8 Mio. Euro resultierend aus Volleinzahlung des Grundkapitals und in Höhe von 0,1 Mio. Euro aus einer nachträglichen Kaufpreisnachbesserung, mit 57,0 Mio. Euro die AXA Lebensversicherung AG, Köln (Einzahlung in Kapitalrücklage), mit 19,4 Mio. Euro die AXA Krankenversicherung AG (5,0 Mio. Euro resultierend aus Einzahlung in Kapitalrücklage und 14,4 Mio. Euro aus Volleinzahlung des Grundkapitals), mit 25,3 Mio. Euro die Venus Beteiligungsgesellschaft mbH (Einzahlung in Kapitalrücklage) und mit 1,1 Mio. Euro die INREKA Finanz AG( (Kauf Lucramount AG + Verschmelzung der Inreka GmbH auf die Lucramount AG + Umfirmierung der Lucramount AG in INREKA Finanz AG inkl. Sitzverlegung).

Die Abgänge im Geschäftsjahr in Höhe von 1.402,1 Mio. Euro sind in Höhe von 1.355,3 Mio. Euro auf die Verschmelzung der AXA Beteiligungsgesellschaft mbH auf die AXA Konzern AG zurückzuführen. Diesem Buchwertabgang standen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.262,6 Mio. Euro (nach Abstockung von 120 Mio. Euro) gegenüber.

Weitere Abgänge im Geschäftsjahr resultieren in Höhe von 32,6 Mio. Euro aus dem Verkauf einer Minderheitsbeteiligung, in Höhe von 13,3 Mio. Euro aus der Kapitalrückzahlung einer Beteiligungsgesellschaft und in Höhe von 0,8 Mio. Euro aus der Verschmelzung einer weiteren Beteiligung.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betragen Euro 163,5 Mio. (2011: 163,5 Mio. Euro)

Im Geschäftsjahr wies die Gesellschaft Beteiligungen in Höhe von 38,0 Mio. Euro (2011: 12 Tsd. Euro aus. Der Zugang in Höhe von 37,8 Mio. Euro betraf Roland-Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln.

Eine vollständige Aufstellung über den Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB erfolgt im Abschnitt "sonstige Erläuterungen und Angaben".

Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen im Berichtsjahr 2,7 Mio. Euro (2011: 2,4 Mio. Euro) und betreffen ein Darlehen an die AXA GmbH & Co. Immobilienbeteiligungs-Kommanditgesellschaft "Merkens XXIII".

Der Bestand der Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 59,9 Mio. Euro (2011: 66,0 Mio. Euro) umfasst ausschließlich den Bestand an einem Immobilienfonds. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Abschreibung auf diesen Bestand in Höhe von 4,2 Mio. Euro.

Die sonstigen Ausleihungen in Höhe von 32,9 Mio. Euro (2011: 3,2 Mio. Euro) betreffen Namensschuldverschreibungen in Höhe von 10,0 Mio. Euro, Schuldscheindarlehen in Höhe von 2,2 Mio. Euro sowie Namensgenüsse in Höhe von 20,0 Mio. Euro.

Unter der Position Vorräte wurden ausschließlich die Bestände an Verbrauchsgütern für die betriebliche Leistungserstellung ausgewiesen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich auf 281,4 Mio. Euro (2011: 259,4 Mio. Euro). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen setzten sich sowohl aus dem laufenden Verrechnungsverkehr zu Verwaltungstätigkeiten, aus steuerlichen Organschaftsumlagen als auch aus Ergebnisabführungen zusammen. Sämtliche Forderungen wiesen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr aus.

Die Position sonstige Vermögensgegenstände erhöhten sich um 94,8 Mio. Euro auf 276,0 Mio. Euro (2011: 181,2 Mio. Euro). Die hierin enthaltenen Steuerforderungen betragen insgesamt 267,3 Mio. Euro (2011: 177,4 Mio. Euro). Davon wurden 158,4 Mio. Euro aufgrund der steuerlichen Organschaft auf unsere Gesellschaft übertragen.

Sämtliche sonstige Vermögensgegenstände wiesen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aus.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 97,9 Mio. Euro betreffen mit 97,6 Mio. Euro im Wesentlichen einen Rentenfonds.

Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen Rechnungen auf Jahresbasis zu Wartungs- und Leasingverträgen, die anteilig erfolgsmäßig auch das folgende Geschäftsjahr betreffen.

Von den aktiven latenten Steuern in Höhe von 733,7 Mio. Euro entfallen 640,6 Mio. Euro auf aktive latente Steuern der Organgesellschaften. Diese resultieren im Wesentlichen auf Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Pensionsrückstellungen, der Kapitalanlagen und der versicherungstechnischen Rückstellungen. Die Bewertung der aktiven latenten Steuern erfolgte mit einem kombinierten Steuersatz von 32 %.

Die Position Aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 10,7 Mio. Euro ergibt sich aus der Saldierung von Deckungsvermögen mit den dazugehörigen Verpflichtungen nach § 246 Abs. 2 HGB dar (siehe auch Seite 48).

Passiva

Das gezeichnete Kapital betrug zum Jahresende 2012 unverändert 79,8 Mio. Euro, eingeteilt in 26.230.760 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien und 5.000.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Die AXA, Paris, ist direkt mit 34,64 % und über die Vinci B.V., Breda, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt mit insgesamt 65,36 % am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt. Die Vinci B.V. ist direkt mit 39,73 %, die Kölnische Verwaltungs- Aktiengesellschaft für Versicherungswerte direkt mit 25,63 % am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt.

Die Kapitalrücklage blieb im Berichtsjahr unverändert.

Nach Einstellung von 95.4 Mio. Euro werden unter den anderen Gewinnrücklagen Euro 1.865,2 Mio. Euro ausgewiesen.

Die leistungsorientierten Pensionszusagen, welche im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren, werden teilweise durch Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB gesichert. Die durch die Unternehmen unwiderruflich auf den Trust, den DBV-Winterthur Vorsorge e.V. übertragenen Finanzmittel werden ausschließlich zur Bedeckung der von den Mitgliedsunternehmen an deren Mitarbeiter erteilten Pensionszusagen verwendet und sind durch die Verpfändung der Ansprüche aus den Vermögenswerten an die Versorgungsberechtigten dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Nach § 246 Abs. 2 HGB werden zudem die Zinsaufwendungen für die Altersversorgung vermindert um die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen ausgewiesen.

Zusätzlich bestehen Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung. Diesen Pensionsverpflichtungen stehen Erstattungsansprüche aus kongruenten, konzerninternen Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe (bestehend bei der AXA Lebensversicherung AG in Höhe von 24,2 Mio. Euro (Vorjahr: 22,6 Mio. Euro) und der DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung in Höhe von 23,9 Mio. (Vorjahr: 21,8 Mio. Euro) gegenüber, welche an die Versorgungsberechtigten verpfändet sind.

Dabei entspricht der Zeitwert den historischen Anschaffungskosten. Bei den Rückdeckungsversicherungen handelt es sich um Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 HGB, so dass aufgrund der Saldierung auf einen Ausweis verzichtet werden kann. Der Aufwand für diese Pensionszusagen ist gleich dem Beitragsaufwand zu den Rückdeckungsversicherungen und wird von den Arbeitnehmern getragen.

2012 2011
Barwert der Pensionsverpflichtung 1.152,9 Mio. Euro 1.084,4 Mio. Euro
Zeitwert des Deckungsvermögens 99,6 Mio. Euro 81,0 Mio. Euro
Bilanzierte Nettoverpflichtung 1.053,3 Mio. Euro 1003,4 Mio. Euro

Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Deckungskapital der zugrundeliegenden Rückdeckungsversicherungen und flüssigen Mitteln und damit den Anschaffungskosten.

In der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich insgesamt ein Netto-Zinsaufwand von 59,6 Mio. Euro (Vorjahr: 57,2 Mio. Euro), der sich auf 61,1 Mio. Euro (Vorjahr: 58,8 Mio. Euro) Zinsaufwendungen in Bezug auf die Pensionsrückstellung und 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1,6 Mio. Euro) Zinserträge auf das Deckungsvermögen zusammensetzt.

Gemäß Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG Vorschriften in Bezug auf Pensionsrückstellungen gilt, besteht ein noch nicht ausgewiesener Zuführungsbetrag in Höhe von 145,9 Mio. Euro (Vorjahr: 158,1 Mio. Euro).

Sowohl die Rückstellung für Vorruhestandverpflichtung unter Berücksichtigung der dazugehörigen Rückstellung für Sozialversicherungsbeiträge aus Vorruhestandsverpflichtungen als auch die Rückstellung für Erfüllungsrückstände wird teilweise mit dem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB gesichert. Im Rahmen des AXA Vorsorgeplans und der Altersteilzeitverpflichtungen wurden Mittel beim AXA Mitarbeiter Treuhand e.V. zur Insolvenzsicherung hinterlegt.

Dabei beträgt der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Vorruhestandsverpflichtungen unter Berücksichtigung der dazugehörigen Rückstellung für Sozialversicherungsbeiträge aus Vorruhestandsverpflichtungen 16,8 Mio. Euro (2011: 15,0 Mio. Euro). Von diesem Betrag wird das Deckungsvermögen in Höhe von 15,6 Mio. Euro (2011: 13,9 Mio. Euro) abgezogen. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens belaufen sich auf 13,7 Mio. Euro.

Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Erfüllungsrückstände beträgt 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 2,0 Mio. Euro. Dem steht ein Deckungsvermögen mit einem Zeitwert in Höhe von 11,2 Mio. Euro gegenüber. Aus der Saldierung ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag von 10,7 Mio. Euro (2011: 9,1 Mio. Euro).Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 9,2 Mio. Euro. Zusätzlich erfolgt hier eine Saldierung von Zinsaufwendungen in Höhe von 100 Tsd. Euro (Vorjahr 266 Tsd. Euro) mit Zinserträgen von 120 Tsd. Euro (2011: 56 Tsd. Euro).

Die Steuerrückstellungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2012 um 164,0 Mio. Euro auf 318,9 Mio. Euro. Von den Konzerngesellschaften wurden aufgrund der steuerlichen Organschaft Steuerrückstellungen in Höhe von 166,4 Mio. Euro auf die Gesellschaft übertragen.

Hinsichtlich der Abzinsung der Steuerrückstellungen hat die Gesellschaft im Jahr 2010 vom Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB Gebrauch gemacht und keine Abzinsung vorgenommen. Die daraus resultierende Überdeckung in dieser Position beträgt gem. Art 67 Abs.1 S. 4 EGHGB zum Stichtag 4,4 Mio. Euro (2011: 7,1 Mio. Euro).

Die Position sonstige Rückstellungen beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen für erhaltene, aber noch nicht abgerechnete Leistungen (110,1 Mio. Euro), Rückstellungen im Zusammenhang mit Spruchverfahren (39,2 Mio. Euro), Rückstellungen für die Verzinsung von Steuernachforderungen (59,2 Mio. Euro), Rückstellungen für Tantieme/Ertragsbeteiligungen (47,4 Mio. Euro). Rückstellungen für Sozialplanverpflichtungen (42,9 Mio. Euro), Rückstellungen für Jubiläumsgeldverpflichtungen (21,1 Mio. Euro) sowie Rückstellungen für Wettbewerbe (9,0 Mio. Euro).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,1 Mio. Euro (2011: 1,3 Mio. Euro) weisen eine Laufzeit von unter einem Jahr aus.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 63,5 Mio. Euro (2011: 40,2 Mio. Euro) betreffen im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten aus dem Schuldbeitritt zu den Pensionsrückstellungen (34,8 Mio. Euro). Weiterhin sind noch auszugleichende Beträge aus dem laufenden Verrechnungsverkehr zu berücksichtigen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 53,5 Mio. Euro (2011: 57,2 Mio. Euro) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Aufhebung von Arbeitsverträgen (24,9 Mio. Euro), Verbindlichkeiten gegenüber der Finanzbehörde (11,0 Mio. Euro) sowie Verbindlichkeiten für die Insolvenzversicherung nach dem Betriebsrentengesetz (3,8 Mio. Euro). Davon haben 1,0 Mio. Euro eine Laufzeit von über 5 Jahren. Alle übrigen sonstigen Verbindlichkeiten weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aus.

Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, waren nicht vorhanden.

Unter passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen aus früheren Geschäftsjahren ausgewiesen, soweit diese Erträge nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Gesellschaft weist passive latente Steuern in Höhe von 37,1 Mio. Euro aus. Die passiven latenten Steuern betreffen mit 35,6 Mio. Euro passive latente Steuern der Organgesellschaften. Diese beruhen im Wesentlichen auf Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz in Bezug auf die Rücklage nach § 6b Einkommensteuergesetz und in Bezug auf Kapitalanlagen. Die Bewertung der passiven latenten Steuern erfolgte mit einem kombinierten Steuersatz von 32 %.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen in Höhe von 1.261,6 Mio. Euro (2011: 1.261,3 Mio. Euro) wurden 1.247,6 Mio. Euro aus Dienstleistungserträgen im Wesentlichen mit folgenden verbundenen Unternehmen erzielt: mit der AXA Versicherung AG 595,0 Mio. Euro (2011: 576,9 Mio. Euro), mit der AXA Krankenversicherung AG 225,3 Mio. Euro (2011: 205,8 Mio. Euro), mit der AXA Lebensversicherung AG 154,9 Mio. Euro (2011; 158,6 Mio. Euro), mit der DBV Deutsche Beamten Lebensversicherung AG 109,5 Mio. Euro (2011: 102,4 Mio. Euro), mit der DBV Deutsche Beamten Versicherung AG 47,2 Mio. Euro (2011: 46,8 Mio. Euro) sowie mit der AXA Life Europe Ltd. Euro 6,3 Mio. Euro (2011: 1,7 Mio. Euro). Darüber hinaus haben wir aufgrund des Vertriebsabkommens mit der AXA Life Europe Ltd. Provisionen in Höhe von 14,0 Mio. Euro (2011: 59,9 Mio. Euro) erhalten.

Bei der Position andere aktivierte Eigenleistungen handelt es sich um die Aktivierung von Eigenleistungen im Zusammenhang mit der Implementierung erworbener Software in Höhe von 1,3 Mio. Euro (2011: 2,5 Mio. Euro).

Die Position sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 31,6 Mio. Euro (2011: 45,1 Mio. Euro) enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstelllungen in Höhe von 14,6 Mio. Euro (2011: 31,2 Mio. Euro sonstige Erträge in Höhe von 14,0 Mio. Euro (2011: 10,1 Mio. Euro), Die Mieterträge im Geschäftsjahr betrugen 3,0 Mio. Euro (2011: 0,7 Mio. Euro).

Die Erträge aus Beteiligungen betrugen im Geschäftsjahr 189,6 Mio. Euro (2011: 140,6 Mio. Euro). Vereinnahmt wurden sie im Wesentlichen von folgenden verbundenen Unternehmen: Kölnische Verwaltungs-AG in Höhe von 34,0 Mio. Euro (2011: 0 Euro ) AXA Investment Managers Paris S.A., Frankreich in Höhe von 8,1 Mio. Euro (2011: 13,5 Mio. Euro), Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln, in Höhe von 4,2 Euro (2011: 3,8 Mio. Euro), VVS Holding Vertriebs- Verwaltungs- und Service GmbH Bayreuth, mit 4,1 Mio. Euro (2011: 0 Euro). Darüber hinaus wird hier der Erlös aus der Veräußerung einer Minderheitsbeteiligung in Höhe von 138,1 Mio. Euro ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr erhielt die Gesellschaft Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 337,1 Mio. Euro. Diese entfielen mit 191,4 Mio. Euro (2011: 71,6 Mio. Euro) auf die AXA Versicherung AG, Köln, mit 60,0 Mio. Euro (2011: 50,0 Mio. Euro) auf die AXA Lebensversicherung AG, Köln, mit 32.7 Mio. Euro (2011: 26,7 Mio. Euro) auf die DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG, Wiesbaden, mit 31,7 Mio. Euro (2011: 46,0 Mio. Euro in der AMBH) auf die AXA Krankenversicherung AG, mit 12,0 Mio. Euro (2011: 13,2 Mio. Euro in der AMBH), auf die Deutsche Ärzte Lebensversicherung AG, Köln, mit 3,5 Mio. Euro (2011: 15,8 Mio. Euro) auf die AXA ART AG, Köln, und mit 3,4 Mio. Euro (2011: 3,4 Mio. Euro) auf die AXA Bank.

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betrugen im Geschäftsjahr 15,3 Mio. Euro. Die Zinserträge wurden im Wesentlichen mit folgenden verbundenen Unternehmen erzielt: 6,1 Mio. Euro mit der AXA S.A, Paris, 0,4 Mio. Euro mit der AXA Krankenversicherung AG, Köln, Köln, 0,2 Mio. Euro mit der Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln und 0,1 Mio. Euro mit der Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG. Ferner werden Erträge aus einem Immobilienfonds 3,5 Mio. Euro sowie aus einem Rentenfonds in Höhe von 3,2 Mio. Euro ausgewiesen.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge resultieren aus Zinserträgen nach § 233a AO in Höhe von 19,9 Mio. Euro Ferner wurden Erträge aus laufenden Bankguthaben, Tagesgeldern, Erträgen aus Liquiditätshilfen an verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Bei leicht gesunkenem Personalbestand (2,8 %) betrug der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2012 733,5 Mio. (2011: 733,9 Mio. Euro)

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen steigen um 6,4 Mio. Euro auf 20,5 Mio. Euro. Die größten Abschreibungsbeträge entfallen mit 2,6 Mio. Euro auf Software und mit 2,1 Mio. Euro auf Einbauten in fremde Grundstücke.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 544,7 Mio. Euro (2011: 599,3 Mio. Euro)

2012

in Mio. Euro
2011

in Mio. Euro
Bezogene Dienstleistungen von anderen Konzerngesellschaften 221,1 216,5
Raumaufwand 73,6 78,3
Beratungs- und andere Fremdleistungen 48,4 47,1
Externe EDV-Aufwendungen 55,3 50,5
Provisionsaufwand für den Vertrieb von ALE-Produkten 8,4 32,3
Werbeaufwand 34,4 30,5
Reisekosten 29,0 29,5
Kostenumlage Zentralfunktionen des Konzerns 14,1 13,1
Tagungs- und Repräsentationsaufwand 11,2 10,9
Schulungsaufwand u. mitarbeiterbezogene Sachaufwendungen 7,7 9,7
Büroaufwand 7,8 8,5
Allgemeiner Vertriebsaufwand, Wettbewerbe 7,5 8,6
Aufwendungen für Kapitalanlagen 0,3 50,4
Immobilienaufwand 3,1 0,1
Aufwand Unternehmen als Ganzes 7,8 5,3
Gerichtskosten, Auskunftsgebühren 4,0 1,9
Sonstiger Aufwand 11,0 6,1
544,7 599,3

Von den Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 9,8 Mio. Euro betrafen im Wesentlichen 4,2 Mio. Euro eine Abschreibung auf den Immobilienfonds AXA Immoselect , 3,2 Mio. Euro auf ein Darlehen mit einem Vertriebspartner sowie 2,4 Mio. Euro auf einen Renten-Investmentfonds des Umlaufvermögens..

Die Zinsaufwendungen in Höhe von 82,1 Mio. Euro (2011: 69,9 Mio. Euro) betrafen im Wesentlichen die Zinszuführung zu Pensionsrückstellung (59,6 Mio. Euro), die Zinszuführung zur Jubiläumsrückstellung (1,0 Mio. Euro), die Zinszuführung zur Rückstellung für Altersteilzeit (0,1 Mio. Euro) sowie eine Zinszuführung zur Rückstellung möglicher Steuernachforderungen (21,0 Mio. Euro). In Höhe von 1,3 Mio. Euro sind Aufwendungen aus der der Aufzinsung von Rückstellungen, die gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB diskontiert wurden, enthalten. Die übrigen Zinsen betreffen Schuldscheindarlehen und sonstige Schuldzinsen.

Der Aufwand aus Verlustübernahme in Höhe von Euro 0,4 Mio. (2011: 0,2 Mio. Euro) resultierte Im Wesentlichen aus Verlustübernahmen gegenüber der AXA Finanz-Service GmbH. Ein kleinerer Betrag entfällt auf die AXA Schaden Experten GmbH.

Gemäß Artikel 67 Abs. 1 EGHGB entstanden 2011 außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 12,2 Mio. Euro in Höhe von einem Fünfzehntel der in 2010 geänderten Bewertung zur Pensionsrückstellung im Rahmen der Umstellung nach BilMoG.

Als außerordentlichen Ertrag in Höhe von 11,5 Mio. Euro haben wir wie im Vorjahr die Weiterverrechnung von Aufwendungen aus der BilMoG-Umstellung an verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Im Bereich der Steuern vom Einkommen und Ertrag ergab sich im Berichtsjahr ein Steuerertrag in Höhe von 11,7 Mio. Euro (2011: Steuerertrag von 39,7 Mio. Euro). Dieser Betrag enthält einen Aufwand aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von 1,6 Mio. Euro (2011: Steuerertrag von 11,8 Mio. Euro), einen Gewerbesteueraufwand in Höhe von 4,2 Mio. Euro (2011: Steuerertrag von 8,7 Mio. Euro) sowie einen Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von 12,5 Mio. Euro (2011: Steuerertrag von 11,6 Mio. Euro). Der Ertrag aus Vorjahressteuern belief sich auf 5,0 Mio. Euro (2011: 7,6 Mio. Euro).

Die sonstigen Steuern beliefen sich auf 7,0 Mio. Euro und stammen insbesondere aus dem Bereich Lohnsteuer.

Pflichtangaben nach § 285 Nr. 10 HGB

AUFSICHTSRAT

Claas Kleyboldt

Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates

Vorsitzender des Vorstandes i.R. der AXA Konzern AG

Köln

Jacques de Vaucleroy

Vorsitzender

Chief Executive Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA

Brüssel, Belgien

Herbert Mayer*)

stellv. Vorsitzender

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der AXA Konzern AG

Pfinztal

Uwe Beckmann*) (bis 31. Mai 2012)

Angestellter

Sarstedt

Harry Clemens*)

Leitender Angestellter

Köln

Kurt Döhmel

Vorsitzender der Geschäftsführung i.R. der Deutsche Shell Holding GmbH

Hamburg

Leonhard Fischer (bis 31. Mai 2012)

Geschäftsführer der RHJI Swiss Management LLC

Zürich, Schweiz

Dr. Michael Frenzel

Vorsitzender des Vorstandes TUI AG

Burgdorf

Peter Freyaldenhoven*) (bis 31. Mai 2012)

Mitglied des Betriebsrates der Hauptverwaltung der AXA Konzern AG

Bergisch Gladbach

Michael Garrecht*)

Angestellter

Maikammer

Peter Heesen

ehem. Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion

Berlin

Christiane Kölsch-Bisanzio (seit 31. Mai 2012)

Head of Human Resources for Northern, Central and Eastern Europe der AXA

Küsnacht, Schweiz

Patrick Lemoine

Chief Financial Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA

Brüssel, Belgien

Hans-Peter Lenssen*)

Gewerkschaftssekretär ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Glienicke/Nordbahn

Friedrich Merz

Rechtsanwalt Mayer Brown LLP

Arnsberg

Frank D. Meyer*)

Angestellter

Saulheim

Hans Nasshoven*) seit 31. Mai 2012)

Angestellter

Köln

Dr. Petra Roth (seit 31. Mai 2012)

Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main a.D.

Frankfurt am Main

Dr. Ekkehard D. Schulz (bis 31. Mai 2012)

ehem. Vorsitzender des Vorstands ThyssenKrupp AG

Krefeld

Klaus Weber*)

Gewerkschaftssekretär ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Berlin

Andrea Wolf*) (seit 31. Mai 2012)

Angestellte

Sankt Augustin

*) Vertreter der Arbeitnehmer

VORSTAND

Dr. Thomas Buberl (seit 1. Mai 2012)

Vorsitzender

Konzernkommunikation, Konzernrevision, Strategie und Organisation

Recht & Compliance (seit 1. Oktober 2012)

Kapitalanlagen, Asset Liability Management (seit 1. Januar 2013)

Dr. Andrea van Aubel (seit 26. November 2012)

Informationstechnologie und Prozesse

Etienne Bouas-Laurent (seit 5. Oktober 2012)

Rechnungswesen, Planung, Controlling, Steuern, Risikomanagement

Dr. Patrick Dahmen

Vorsorge, Produktmanagement, Aktuariat (seit 1. Oktober 2012)

Rechnungswesen, Planung, Controlling, Steuern, Risikomanagement (bis 30. September 2012)

Manfred Engelking (seit 15. Oktober 2012)

Personal / Zentrale Dienste

Wolfgang Hanssmann

Vertrieb, Marketing

Thomas Michels (seit 26. November 2012)

Industrie- und Firmenkundengeschäft, Schaden, Rückversicherung

Dr. Heinz-Jürgen Schwering

Krankenversicherung (seit 1. Oktober 2012)

Kapitalanlagen, Asset Liability Management (bis 31. Dezember 2012)

Dr. Frank Keuper (bis 31. Januar 2012)

Vorsitzender

Konzernkommunikation, Konzernrevision, Konzernstrategie und Portfoliosteuerung

Thomas Gerber (bis 30.September 2012)

Vorsorge, Produktmanagement, Aktuariat

Dr. Markus Hofmann (bis 30. September 2012)

Industrie- und Firmenkundengeschäft, Schaden, Rückversicherung

Ulrich C. Nießen (bis 30. September 2012)

Personal, Recht & Compliance, Zentrale Dienste

Jens Wieland (bis 30. Juni 2012)

Informationstechnologie, Organisation und Prozesse

Sonstige Erläuterungen und Angaben

Über die gesamte mehrjährige Vertragslaufzeit bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen aus Mieten und Leasingverträgen gemäß § 285 Nr. 3 und 3a HGB:

Mietverpflichtungen 393,8 Mio. Euro (2011: 413,5 Mio. Euro)
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen 5,2 Mio. Euro)
KFZ-Leasing 19,3 Mio. Euro (2011: 16,9 Mio. Euro)
PC-Leasing 10,2 Mio. Euro (2011: 10,0 Mio. Euro)
Büromöbel-Leasing 0,5 Mio. Euro (2011: 0,8 Mio. Euro)
Mietverpflichtung für Software 9,0 Mio. Euro (2011: 5,6 Mio. Euro)
Verpflichtungen aus IT-Service Verträgen 27,1 Mio. Euro (2011: 16,1 Mio. Euro)
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen 27,1 Mio. Euro)

Die Verpflichtungen aus Mieten, Leasing- und Service- Verträgen resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Verträgen, insbesondere über die Anmietung der Hauptverwaltungsgebäude (Colonia-Allee 10-20 sowie Colonia-Allee 22-30). Diese Mietverträge, die bei Vertragsabschluß zu marktüblichen Konditionen getätigt wurden, haben eine Restlaufzeit von 17 Jahren, also bis Ende 2029. Hieraus ergeben sich bei unterstellter positiver Geschäftsentwicklung keine nennenswerten Risiken.

Vor dem Hintergrund, dass die zurzeit in Deutschland genutzte SAP-Plattform (R3G) auf Grund ihres Releasestandes bald nicht mehr regulär seitens SAP gewartet wird, hat sich die AXA Deutschland an einem gemeinsamen europäischen Programm der AXA mit dem Namen Flyer beteiligt. Zielsetzung ist die Standardisierung von Bilanzierungs-, Konsolidierungs- und Reporting- aber auch Procurementfunktionen auf Basis einer gemeinsamen Plattform für die allgemeinen Hauptbuchfunktion (Projekt COPERNIC) und die Nebenbuchfunktionen für Kapitalanlagen (Projekt SHIP).

Am 20.12.2011/ 03.01.2012 hat die AXA Konzern AG neben einigen weiteren europäischen AXA-Gesellschaften mit der AXA Group Solutions SAS, Paris, (AGS) mit Wirkung ab dem 01.01.2010 ein Master Service Agreement in Bezug auf COPERNIC und am 24.07.2012 mit Bezug auf SHIP abgeschlossen. Hiernach stellt AGS der AXA Konzern AG und den weiteren AXA-Gesellschaften die oben genannte technische Plattform zur Verfügung, leistet technische Unterstützung hierzu und übernimmt gleichzeitig auch die laufende Wartung und Programmierung dieser Plattform.

Ein Service Agreement mit AGS regelt die Beteiligung von AXA Deutschland an kapitalisierungsfähigen Investitionskosten, die über 10 Jahre ratierlich gezahlt (10x1,87 Mio. € = 18,7 Mio. Euro) für COPERNIC und 10x0,91 Mio. € = 9,1 Mio. € für SHIP) werden. Die Verpflichtung zur Zahlung entstand mit Vertragsunterschrift. Im Falle einer Vorfälligkeitskündigung (z.B. durch Verkauf der AXA Deutschland) entsteht die Verpflichtung, die ausstehenden Raten der Investition auf einmal zu zahlen. Hinzu kommen Investitionen für den Aufbau eines neuen Buchhaltungssystems oder Kosten für die Integration in das System des Käufers innerhalb eines kurzfristigen Zeitraums. Die Gestaltung dieses Vertrages entspricht marktüblichen Regelungen.

Mit Vertrag von vom 21.12.2012 hat AXA Bank ein Darlehen in Höhe von 16 Mio. EUR der AK für die Betreuung von Maklern und Mehrfachagenten mbH gewährt. Im Zuge dieser Darlehensvergabe wurde ein Bürgschaftsvertrag zwischen AKAG und AXA Bank abgeschlossen. AKAG übernimmt infolgedessen die unwiderrufliche, unbefristete, selbstschuldnerische Bürgschaft bis zu einem Höchstbetrag von 16 Mio. EUR für sämtliche gegenwärtigen wie zukünftigen, auch bedingten und befristeten Ansprüche, die der AXA Bank aufgrund oder im Zusammenhang mit dem Darlehen gegenüber AK zustehen oder zustehen werden. Das Darlehen wurde im Januar 2013 zurückgezahlt.

Mit Vertrag vom 9.11.2012 hat AKAG die von ihr gehaltenen Anteile an der RWSt an die IDEAL Lebensversicherung a.G. verkauft. Im Rahmen dieses Vertrages hat die AKAG eine auf 5,5 Mio. EUR beschränkte Garantieerklärung abgegeben.

Unsere Gesellschaft hat am 10.12.2007 den DBV-Winterthur Gesellschaften eine Kostenreduzierung in Höhe von 60% in Form von Synergien aus den Funktionsausgliederungsverträgen für den Zeitraum ab dem Jahr 2010 bis einschließlich 2014 vertraglich garantiert. Bei vollständig ausbleibender Kostenreduktion beträgt die derzeitige restliche Verpflichtung 64,6 Mio. Euro. Die prognostizierten Synergieeffekte wurden in der Vergangenheit sicher erreicht. Wir gehen davon aus, dass auch zukünftig keine Kompensationsleistungen zu erfüllen sind.

Entsprechend dem Berichtserfordernis nach § 285 Nr. 7 HGB beschäftigte die Gesellschaft 2012 durchschnittlich 9.677 Mitarbeiter (2011: 9.920). Davon waren 8..750 Angestellte (2011: 8.930) im Innendienst, 927 Angestellte im Außendienst (2011: 990). Insgesamt wurden durchschnittlich 4.962 (2011: 5.062) Mitarbeiterinnen und 4.715 (2011: 4.858) Mitarbeiter beschäftigt.

Darüber hinaus waren in 2012 durchschnittlich 451 Auszubildende (2011: 497) in unserem Unternehmen tätig.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes sind bei den Pflichtangaben nach § 285 Nr. 10 HGB aufgeführt.

Bezüglich der Angaben nach § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB über das Abschlussprüferhonorar verweisen wir auf unseren Konzernabschluss zum 31.Dezember 2012, den wir als Muttergesellschaft aufgestellt haben

Nach § 285 Nr. 19 HGB wurde zur Absicherung des Inflationsrisikos aus den Pensionsrückstellungen ein derivates Finanzinstrument in der Form eines Inflation Swaps abgeschlossen. Dieses außerbörslich gehandelte Derivat wurde mit einer an Finanzmärkten etablierten Bewertungsmethode bewertet. Der Inflation Swap besaß einen beizulegenden Zeitwert von 0,3 Mio. Euro bei einem Nominalwert von 360,2 Mio. Euro. Der Inflation Swap wurde nicht in einer Bewertungseinheit erfasst.

Nach § 285 Nr. 25 HGB wurden die Angaben zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie zu der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden in den Erläuterungen zu der entsprechenden Bilanzposition aufgeführt.

Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstandsvergütung 2012

Für das Geschäftsjahr 2012 belief sich der Vergütungsaufwand für die Mitglieder des Vorstands der AXA Konzern AG für ihre Tätigkeiten im Mutterunternehmen insgesamt auf 1.978 Tsd. Euro (2011: 1.262 Tsd. Euro), davon entfielen 1.216 Tsd. Euro (2011: 693 Tsd. Euro) auf feste und 762 Tsd. Euro (2011: 569 Tsd. Euro) auf variable Vergütungsbestandteile für das Vorjahr. In den festen Vergütungsbestandteilen sind 336 Tsd. Euro (2011: 0 Tsd. Euro) an Abfindungszahlungen enthalten.

Long Term Incentive Vergütung

Im Rahmen des gruppenweiten Aktienoptionsprogramms -"Long Term Incentive Plan" der AXA S.A. wurden in 2012 131.514 (2011: 139.500) Optionen auf AXA S.A. Aktien gewährt. Die Optionen sehen einen Bezugspreis von EUR 12,22 (Aktienkurs zum Bilanzstichtag 31.12.2012: Euro 12,90) pro Anteil vor. Jeweils ein Drittel der an die Begünstigten vergebenen Optionen sind ab dem 16. März 2014, 16. März 2015, 16. März.2016 ausübbar und bis dahin mit einer Haltefrist versehen. Die Optionen gewähren das Recht, AXA Aktien zu einem festgelegten Kurs (Ausübungspreis / Bezugspreis) zu erwerben bzw. sich die Differenz zwischen Bezugspreis und aktuellen Aktienkurs in bar auszahlen zu lassen. Begünstigte mit einer Zuteilung von mindestens 5.000 Stock Options (Aktienoptionen) können frühestens ab 2016 ihr letztes Drittel an Stock Options ausüben, wenn die Performance der AXA Aktie seit dem Gewährungstag oder die vergangenen drei Jahre die Performance des Euro Stoxx Insurance Index erreicht oder übersteigt; bleibt die Sperrfrist bestehen, erfolgt jährlich eine erneute Überprüfung der Performance und ggf. eine Freigabe des letzten Drittels. Die Optionen verfallen, sofern sie nicht bis zum 15. März 2022 ausgeübt werden.

Die Zuteilung der im Geschäftsjahr 2012 gewährten 102.167 Performance Units (2011: 76.200) erfolgt anhand des Ergebnisses der AXA S.A. (zu einem Drittel) sowie der Ergebnisse von AXA Deutschland und der Region (Region NORCEE zu zwei Drittel) im Performance Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2013. Falls die AXA S.A. für 2012 und/oder 2013 keine Dividende ausschüttet, wird die tatsächliche Zuteilung um die Hälfte gekürzt. Die Auszahlung erfolgt am 16. März 2015, wobei an die Begünstigten ein Betrag ausgezahlt wird, der sich aus der Anzahl der zugeteilten Performance Units multipliziert mit dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie der AXA S.A., Paris, während der letzten 20 Handelstage vor dem 16. März 2015 an der Pariser Börse ergibt (Bankkomponente). Für die Programme bis 2010 erfolgt eine Anzahlung teilweise in Aktien (Aktienkomponente).

Die weiteren Einzelheiten der in diesem Jahr und in den Vorjahren gewährten aktienbasierten Vergütungsprogramme sind von der AXA S.A. Paris, offen gelegt worden.

Die Aktienoptionen sowie ggf. im Rahmen früherer Performance Unit Programme erworbene Aktien werden durch die AXA S.A. ausgegeben, wobei die Kosten der finalen Zuteilung für die im Rahmen des Performance Unit Programms erworbenen Aktien an die AXA Konzern AG aufwandswirksam verrechnet werden. Ab dem Performance Unit Programm 2011 ist lediglich eine Auszahlung der tatsächlich gewährten Performance Units in Geld vorgesehen. Für die ausgegebenen Stock Options entstehen der AXA Konzern AG keine Kosten. Der beizulegende Zeitwert dieser beiden Rechte (Stock Options und Aktienkomponente der Performance Units), wird am Tag der Gewährung nach anerkannten Optionspreismodellen ermittelt und zeitanteilig über den Erdienungszeitraum im Anhang ausgewiesen (keine aufwandswirksame Erfassung).

Der Aufwand für die Barkomponente der Performance Units wird von der AXA Konzern AG getragen. Dieser Aufwand wird auf Basis des Börsenkurses der AXA S.A. zum Bilanzstichtag ermittelt und zeitanteilig über den Erdienungszeitraum aufwandswirksam erfasst.

Alle von der AXA Konzern AG aufwandswirksam erfassten Rechte werden im Rahmen der Kostenverteilung an die betroffenen Versicherungsunternehmen weiterverrechnet.

Der auf das Geschäftsjahr 2012 entfallende beizulegende Zeitwert aller im Berichtszeitraum und in früheren Jahren gewährten Stock Options und Performance Units beträgt 1.008 Tsd. Euro (2011: 1.120 Tsd. Euro). Im Berichtszeitraum erhielten die Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft 500 Tsd. Euro (2011: 708 Tsd. Euro) in Bar aus der Abrechnung von Performance Unit Plänen. Eine Zuteilung von Aktien im Rahmen der Abrechnung von Performance Unit Plänen erfolgte im Berichtjahr nicht (2011: 20.704 Stück Aktien der AXA S.A.), Diese in 2011 final zugeteilten Vergütungsbestandteile sind in den obengenannten Gesamtvergütungsangaben als variable Vergütungsbestandteile mit enthalten soweit sie auf die AXA Konzern AG entfallen.

Erlöse aus der Ausübung von Stock Options sind in Höhe von 28 Tsd. Euro angefallen.

Versorgungszusage

Den Mitgliedern des Vorstandes der AXA Konzern AG wird eine Versorgungszusage gewährt. Diese umfasst nach entsprechender Dienstzeit Ansprüche auf Altersrente (ab Vollendung des 65. Lebensjahres), Invaliditätsrente, Witwen-/Witwerrente, Waisenrente und unter bestimmten Bedingungen Übergangsgeldzahlungen.

Die Höhe der Leistungen ist an das Festgehalt vor Ausscheiden gekoppelt und beträgt je nach Vorstandsdienstzeit 40 bis 60 % des Festgehaltes quotiert in analoger oder direkter Anwendung des § 2 BetrAVG. Mit Beginn der zweiten Bestellungsperiode werden entsprechende Ansprüche unverfallbar, sofern das Dienstverhältnis auf Veranlassung der Gesellschaft beendet wird.

Ab dem Beginn der dritten Bestellungsperiode erwerben die Vorstandsmitglieder zusätzlich einen Anspruch auf Übergangsgeld in Höhe von 40 % der Festbezüge für den Fall, dass die Gesellschaft den Dienstvertrag nicht verlängert, ohne dass ein wichtiger Grund vorliegt. Die Zahlung von Übergangsgeld endet mit dem Eintritt eines Versorgungsfalles (Erreichen der Altersgrenze oder Tod). Anderweitige aus selbstständiger oder nicht selbstständiger Tätigkeit für ein anderes Unternehmen erzielte Einkünfte werden in voller Höhe auf das Übergangsgeld angerechnet.

Mit Beginn der dritten Bestellungsperiode beläuft sich der unverfallbare Anspruch auf Altersrente auf mindestens 40% der Festbezüge. Für neue Verträge ist eine zeitliche Beschränkung des Übergangsgeldes (6 Monate) sowie die Abschaffung des Mindestanspruchs nach Beginn der dritten Bestellungsperiode vorgesehen.

Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene

Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 1.873 Tsd. Euro (2011: 1.826 Tsd. Euro). Für diese Personengruppe sind zum 31. Dezember 2012 Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von 40.369 Tsd. Euro (2011: 29.409 Tsd. Euro) passiviert.

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der AXA Konzern AG betrug im Geschäftsjahr 2012 insgesamt 1.544 Tsd. Euro (2011: 1.546 Tsd. Euro), davon 607 Tsd. Euro (2011: 610 Tsd. Euro) erfolgsunabhängig und 937 Tsd. Euro (2011: 936 Tsd. Euro) erfolgsabhängig.

Pflichtangaben nach § 285 Nr. 11 und Nr. 11 a) HGB:

An folgenden Unternehmen waren wir mit mindestens 20% beteiligt:

in Tsd. Euro 2012 2011
AllianceBernstein Strategic Op
Anteil am Gesellschaftskapital 41,67% 41,67%
Eigenkapital 54.844 USD 59.627 USD
41.611 46.083
Ergebnis des Geschäftsjahres 12.069 USD -6.727 USD
9.157 -5.199
Apo Asset Management GmbH, Düsseldorf
Anteil am Gesellschaftskapital 30,00% 30,00%
Eigenkapital 3.912
Ergebnis des Geschäftsjahres 2.043
ARA GmbH Auto und Reise Assistance, Bad Windsheim
Anteil am Gesellschaftskapital 66,68% 66,68%
Eigenkapital 948
Ergebnis des Geschäftsjahres 85
Aragon AG, Wiesbaden****)
Anteil am Gesellschaftskapital 27,17% 27,17%
Eigenkapital 47.954
Ergebnis des Geschäftsjahres -5.162
Arnulfpark Gewerbebau MK 4 GmbH & Co. KG
Anteil am Gesellschaftskapital 99,69% 99,69%
Eigenkapital 40.106 40.198
Ergebnis des Geschäftsjahres -3.678 -2.825
Arnulfpark Gewerbebau MK 4 Verwaltungs-GmbH
Anteil am Gesellschaftskapital 94,00% 94,00%
Eigenkapital 25 13
Ergebnis des Geschäftsjahres -78 -6
Arnulfpark Wohnbau GmbH & Co. KG
Anteil am Gesellschaftskapital 99,69% 99,69%
Eigenkapital 33.809 35.930
Ergebnis des Geschäftsjahres -2.120 -1.709
Arnulfpark Wohnbau Verwaltungs-GmbH
Anteil am Gesellschaftskapital 94,00% 94,00%
Eigenkapital 23 14
Ergebnis des Geschäftsjahres -46 -8
AV AG & Co. Grundstücksgesellschaft S 1 KG, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90% 94,90%
Eigenkapital 80.108 94.108
Ergebnis des Geschäftsjahres 3.977 3.070
AVS Allgemeine Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 1.159 1.641
Ergebnis des Geschäftsjahres -472 -980
AXA Alternative Financing FCP - Subfonds Private Equity, Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 29.242
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.525
AXA Alternative Participations SICAV I, Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 262.380 266.049
Ergebnis des Geschäftsjahres 18.061 30.945
AXA Alternative Participations SICAV II, Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 648.750 595.972
Ergebnis des Geschäftsjahres 52.811 55.592
AXA Alternative Participations SICAV III, Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 66.312 60.259
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.053 5.828
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment A), Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 26.552 26.261
Ergebnis des Geschäftsjahres 291 3.480
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment B), Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00%
Eigenkapital 5.066
Ergebnis des Geschäftsjahres -184
AXA Art Holdings Inc., New York
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 33.511 USD 33.655 USD
25.426 26.011
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 USD 0 USD
0 0
AXA Art Insurance Corporation, New York
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 30.366 USD 31.611 USD
23.039 24.431
Ergebnis des Geschäftsjahres -119 USD 1.112 USD
-90 859
AXA Art Insurance Ltd. London
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 15.065 GBP 14.556 GBP
18.421 17.426
Ergebnis des Geschäftsjahres 4.290 GBP 3.751 GBP
5.246 4.491
AXA Art Services Ltd. London
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 255 GBP 198 GBP
312 237
Ergebnis des Geschäftsjahres 57 GBP 48 GBP
70 57
AXA Art Versicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 78.895 78.895
Ergebnis des Geschäftsjahres 3.474 14.524
AXA ART Versicherung AG, Zürich
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 15.809 CHF 14.786 CHF
13.084 12.163
Ergebnis des Geschäftsjahres 2.623 CHF 1.494 CHF
2.171 1.229
AXA Bank AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 64.600 64.600
Ergebnis des Geschäftsjahres 3.409 3.384
AXA Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Beteiligungsgesellschaft KG, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90% 94,90%
Eigenkapital 15.300 15.188
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.244 1.195
AXA Customer Care GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 733 733
Ergebnis des Geschäftsjahres 15 13
AXA Easy AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 3.500 3.500
Ergebnis des Geschäftsjahres 81 -22
AXA Finanz Service GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 145 145
Ergebnis des Geschäftsjahres -357 -153
AXA GmbH & Co. Immobilienbeteiligungs-KG "Merkens XXV", Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 33,33% 33,33%
Eigenkapital 12.208
Ergebnis des Geschäftsjahres -536
AXA Immoselect HVWG Objekt Düsseldorf GmbH & Co KG
Anteil am Gesellschaftskapital 42,71% 42,71%
Eigenkapital 210.565 216.283
Ergebnis des Geschäftsjahres 7.184 7.078
AXA Infrastructure Investissement SAS
Anteil am Gesellschaftskapital 20,00% 20,00%
Eigenkapital 275.325
Ergebnis des Geschäftsjahres 13.426
AXA Krankenversicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 178.086 158.719
Ergebnis des Geschäftsjahres*) 31.655 46.000
AXA Krankenversicherung Ges. für die Betreuung von Maklern u. Mehrfachagenten mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 796 1.122
Ergebnis des Geschäftsjahres -18.786 295
AXA Lebensversicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 330.696 273.696
Ergebnis des Geschäftsjahres*) 60.000 50.000
AXA Logistic Services GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 156 156
Ergebnis des Geschäftsjahres 16 15
AXA Nordstern France S.A. Paris
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 7.506 7.166
Ergebnis des Geschäftsjahres 776 -760
AXA Republique S.A., Courbevoie
Anteil am Gesellschaftskapital 25,00% 25,00%
Eigenkapital 208.195 202.069
Ergebnis des Geschäftsjahres 17.173 7.941
AXA Risk & Claims Services GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 208 179
Ergebnis des Geschäftsjahres 28 18
AXA Schaden Experten GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 626 629
Ergebnis des Geschäftsjahres -6 27
AXA Unterstützungskasse für die leitenden Angestellten der AXA Gesellschaften mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 35 41
Ergebnis des Geschäftsjahres 4 10
AXA Vermittlungs-Service GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 1.004 1.225
Ergebnis des Geschäftsjahres 79 113
AXA Versicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 669.827 648.009
Ergebnis des Geschäftsjahres 191.376 71.609
BBD Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Finanzdienstvermittlungs-KG, Norderfriedrichskoog
Anteil am Gesellschaftskapital 25,00% 25,00%
Eigenkapital -919
Ergebnis des Geschäftsjahres -706
Bruckner GmbH & Co. Projektentwicklungs-KG
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90% 94,90%
Eigenkapital 45.249 45.429
Ergebnis des Geschäftsjahres 161 1.390
BSC Bruderhilfe-Service-Card GmbH, Kassel
Anteil am Gesellschaftskapital 50,00% 50,00%
Eigenkapital 251 239
Ergebnis des Geschäftsjahres 12 26
BSW Verbraucher-Service Beamten-Selbsthilfewerk GmbH, Bayreuth
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 800 800
Ergebnis des Geschäftsjahres 2.175 2.647
CKA Unternehmensverwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 115.678 108.310
Ergebnis des Geschäftsjahres 10.228 6.793
CREL Issuance SARL*****)
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00%
Eigenkapital
Ergebnis des Geschäftsjahres
ConCept-Dialog GmbH, Bayreuth
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 248 2.849
Ergebnis des Geschäftsjahres -2.602 5.922
Core Italian Property Fund, Mailand
Anteil am Gesellschaftskapital 21,43% 21,43%
Eigenkapital 69.056 73.141
Ergebnis des Geschäftsjahres 947 -151
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 39.460 39.460
Ergebnis des Geschäftsjahres 857 20.473
DBV Winterthur Advisory Company S.A., Luxembourg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 835 806
Ergebnis des Geschäftsjahres 680 619
DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 217.465 217.465
Ergebnis des Geschäftsjahres 34.000 28.000
Dein Plus GmbH, Frankfurt a.M.
Anteil am Gesellschaftskapital 40,00% 40,00%
Eigenkapital 76
Ergebnis des Geschäftsjahres -13
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 51.889 51.889
Ergebnis des Geschäftsjahres*) 12.000 13.200
Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 75,00% 75,00%
Eigenkapital 9.937 10.278
Ergebnis des Geschäftsjahres 6.171 6.511
Development German Feeder III S.C.A. Luxembourg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 2.538
Ergebnis des Geschäftsjahres 0
DW Versicherungs Service GmbH, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 496
Ergebnis des Geschäftsjahres 44
DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K2 KG, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90% 94,90%
Eigenkapital 62.101 69.101
Ergebnis des Geschäftsjahres 2.808 2.243
FamilienClub-FC Betriebsgesellschaft mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 706 415
Ergebnis des Geschäftsjahres 290 323
FINANCELIFE Gesellschaft für den Bankenvertrieb mbH, Frankfurt am Main
Anteil am Gesellschaftskapital 40,00% 40,00%
Eigenkapital 51
Ergebnis des Geschäftsjahres 20
Financière Cajas S.à.r.l.**)
Anteil am Gesellschaftskapital 30,00% 30,00%
Eigenkapital 57 148
Ergebnis des Geschäftsjahres -91 -352
Finanz-Service GmbH der APO Bank, Düsseldorf
Anteil am Gesellschaftskapital 50,00% 50,00%
Eigenkapital 1.514 1.937
Ergebnis des Geschäftsjahres -24 269
Fine Art Services International Inc., New York
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 326 USD 264 USD
247 204
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 USD 8 USD
0 6
GANYMED Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 318 309
Ergebnis des Geschäftsjahres 9 9
GANYMED Erste Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 81.114 87.114
Ergebnis des Geschäftsjahres 3.928 3.489
GANYMED Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 10.025 10.025
Ergebnis des Geschäftsjahres 14 324
INREKA Finanz AG, Cloppenburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 1.917
Ergebnis des Geschäftsjahres 80
JALANDA Grundstücksgesellschaft mbH & Co.KG, Grünwald
Anteil am Gesellschaftskapital 49,99% 49,99%
Eigenkapital 29.400 31.226
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.085 928
JALANDA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald
Anteil am Gesellschaftskapital 47,20% 47,20%
Eigenkapital 43 43
Ergebnis des Geschäftsjahres 2 10
Jara Grundstücksgesellschaft mbH& Co.KG, Grünwald
Anteil am Gesellschaftskapital 20,00% 20,00%
Eigenkapital 198.518 196.943
Ergebnis des Geschäftsjahres 12.076 11.971
Kölner Spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 2.195 2.236
Ergebnis des Geschäftsjahres 346 529
Kölnische Verwaltungs-AG für Versicherungswerte, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 23,01% 23,01%
Eigenkapital 160.873 213.227
Ergebnis des Geschäftsjahres 95.196 148.159
K.Rerup & Co. A/S, Kopenhagen
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 378 DKK
51
Ergebnis des Geschäftsjahres -218 DKK
-29
Lefac Leasing-Finanz-GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 2.557
Ergebnis des Geschäftsjahres -38
Merkur Gesellschaft für Beteiligungswerte mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 22.111 21.774
Ergebnis des Geschäftsjahres 838 4.213
Neue Düsseldorfer Stadtquartier Grundstücks-GmbH & Co. KG, Düsseldorf
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90% 94,90%
Eigenkapital 21.101 21.116
Ergebnis des Geschäftsjahres -295 -139
PGV Maklerservice GmbH, Hamburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 49,00%
Eigenkapital -911
Ergebnis des Geschäftsjahres -711
Pluto Beteiligungswerte AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 90,00% 90,00%
Eigenkapital 70.617 74.117
Ergebnis des Geschäftsjahres 2.229 2.427
Pro bAV Pensionskasse AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 59.645 60.335
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 650
Pro Versorgung AG, Köln*****)
Anteil am Gesellschaftskapital 25,10%
Eigenkapital
Ergebnis des Geschäftsjahres
Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG, Essen
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 3.190
Ergebnis des Geschäftsjahres*) 180
ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 39,88% 39,88%
Eigenkapital 82.786 79.424
Ergebnis des Geschäftsjahres 8.487 6.546
Schroder EuroLogistik Fonds GmbH & Co. KG, Frankfurt
Anteil am Gesellschaftskapital 22,88% 22,88%
Eigenkapital 151.912
Ergebnis des Geschäftsjahres -2.033
Technisches Kontor für die BU-Versicherung GmbH, Düsseldorf
Anteil am Gesellschaftskapital 48,00% 48,00%
Eigenkapital 52
Ergebnis des Geschäftsjahres 27
TERTIA Handelsbeteiligungsgesellschaft mbH, Köln )**
Anteil am Gesellschaftskapital 20,00% 20,00%
Eigenkapital 12.877 17.852
Ergebnis des Geschäftsjahres 5.420 10.395
Venus Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 37.459 30.902
Ergebnis des Geschäftsjahres -5.444 -18.865
ver.di Service GmbH, Berlin
Anteil am Gesellschaftskapital 50,00% 50,00%
Eigenkapital 16
Ergebnis des Geschäftsjahres 8
VVS Holding Vertriebs-, Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth
Anteil am Gesellschaftskapital 61,30%*** 61,30%***
Eigenkapital 13.426 17.077
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.349 6.626
wHC direkt GmbH
Anteil am Gesellschaftskapital 51,00% 51,00%
Eigenkapital 0
Ergebnis des Geschäftsjahres -25
WIN EXPERTISA Gesellschaft zur Förderung beruflicher Vorsorge mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 1.634 1.205
Ergebnis des Geschäftsjahres 429 344
win Health Consulting GmbH, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 1.313
Ergebnis des Geschäftsjahres 84
winsecura Pensionskasse AG, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00% 100,00%
Eigenkapital 20.900 20.899
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 0
WVV GmbH Wirtschaftsberatungs- und Versicherungsvermittlung, Neunkirchen
Anteil am Gesellschaftskapital 40,00% 40,00%
Eigenkapital 0
Ergebnis des Geschäftsjahres -3
Schiffsbeteiligungen
Partenreederei MT "Badenia", Hamburg
Anteil am Gesellschaftskapital 30,00% 30,00%
Eigenkapital 109
Ergebnis des Geschäftsjahres 3
Partenreederei MT "Multitanker Bolognia", Hamburg
Anteil am Gesellschaftskapital 30,00% 30,00%
Eigenkapital 0
Ergebnis des Geschäftsjahres -1
Partenreederei MS "Elbegas", Hamburg
Anteil am Gesellschaftskapital 25,00% 25,00%
Eigenkapital 68
Ergebnis des Geschäftsjahres -1

*) vor Gewinnabführung

**) Werte zum 30.09. des Jahres

***) Die wirtschaftliche Beteiligungsquote beträgt 82,28% aufgrund von der VVS im Geschäftsjahr 2010 erworbener eigener Anteile.

****) nach Minderheitsanteilen

*****) Erst in 2012 erworben; Daten liegen noch nicht vor

Nahestehende Personen

Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Personen oder Unternehmen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden nicht getätigt.

Weitere Erläuterungen und Angaben

In der Hauptversammlung 2008 der DBV Winterthur Holding AG ("DWH") wurde ein Squeeze-out der Minderheitsaktionäre der DWH auf die AXA Konzern AG beschlossen. Der Squeeze-out ist durch Eintragung im Handelsregister im April 2009 wirksam geworden. Die Barabfindung wurde mit 70,71 € je Aktie der DWH festgesetzt. Im Spruchverfahren betreffend den Squeeze-out hat das Landgericht Frankfurt a.M. die Anträge zur Prüfung der Angemessenheit der Barabfindung durch Beschluss vom 20.09.2011 zurückgewiesen. Die dagegen eingelegten sofortigen Beschwerden hat das Oberlandesgericht Frankfurt a.M. durch Beschluss vom 17. Dezember 2012 ebenfalls zurückgewiesen. Die Entscheidung ist rechtskräftig.

Zum 31.12.2012 waren die in nachstehender Übersicht aufgeführten Spruchverfahren gem. § 306 AktG a.F. bzw. dem Spruchverfahrensgesetz anhängig, die von ehemaligen außenstehenden Aktionären der betreffenden Gesellschaften eingeleitet wurden.

Spruchverfahren Zweck zuständiges Gericht Einleitung Spruchverfahren Antragsgegner
Verschmelzung AXA Versicherung AG (übernehmender Rechtsträger) mit Nordstern Allgemeine Versicherungs-AG in 1999 Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses OLG Düsseldorf 1999 AXA Versicherung AG
Verschmelzung AXA Lebensversicherung AG (übernehmender Rechtsträger) mit Nordstern Lebensversicherungs-AG in 1999 Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses OLG Düsseldorf 1999 AXA Lebensversicherung AG
Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und Albingia VersicherungsAG Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich LG Hamburg 1999 AXA Konzern AG /AXA Versicherung AG
Verschmelzung AXA Versicherung AG (übernehmender Rechtsträger) mit Albingia Versicherungs-AG in 2000 Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses LG Hamburg 2000 AXA Versicherung AG
Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und AXA Versicherung AG in 2000 Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich LG Köln 2000 AXA Konzern AG
Ergebnisabführungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und AXA Versicherung AG in 2005 Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich OLG Düsseldorf 2005 AXA Konzern AG
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der AXA Versicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2005 Überprüfung der angemessenen Barabfindung OLG Düsseldorf 2005 AXA Konzern AG
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der AXA Lebensversicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2007 Überprüfung der angemessenen Barabfindung LG Köln 2007 AXA Konzern AG
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Deutsche Ärzteversicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2007 Überprüfung der angemessenen Barabfindung LG Köln 2007 AXA Konzern AG

Für die AXA Bank AG, Köln, wurde gemäß § 5 Abs. 10 des Status des Einlagensicherungsfonds seitens der AXA Konzern AG sowie der AXA S.A., Paris, eine sogenannte Freistellungserklärung gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin, abgegeben. Die Freistellungserklärung dient zur vorsorglichen Absicherung für den eventuellen Fall einer zugunsten der Bank erfolgten Hilfestellung, falls diese wegen entstandener Verluste erforderlich sein sollte. Per 31.12.2012 betrug der Wert der zu sichernden Kundengelder 564,5 Mio. Euro. Für dieses Haftungsverhältnis wurde keine Rückstellung gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird (Angabe nach § 285 Nr. 27 HGB).

Zusammenarbeit im Konzern

Unsere Gesellschaft erbringt im Rahmen bestehender Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsverträge entsprechende Verwaltungstätigkeiten zu nahezu allen Konzerngesellschaften. Darüber hinaus besteht ein Vermittlungsabkommen mit der AXA Life Europe, Dublin.

Im Rahmen bestehender Dienstleistungsverträge werden dagegen folgende Leistungen von anderen Konzerngesellschaften bezogen:

die Betreuung von SAP-basierten Anwendungsprogrammen von der AXA Group Solutions SA, Zweigniederlassung Köln;
den Betrieb des Rechenzentrums und die Inanspruchnahme von Kommunikationsdienstleistungen von der AXA Technology Services Germany GmbH, Köln;
die Postbearbeitung, Logistik und Archivierung von der AXA Logistic Services GmbH, Köln;
Teile der Bereiche Kundenservice und Unterstützung von Vertriebsaktivitäten von der AXA Customer Care GmbH, Köln
Vermögensanlage und -verwaltung für Kapitalanlagen von der AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Köln sowie von der AXA Investment Managers SA, Paris
Serviceleistungen zur betrieblichen Altersversorgung von der Kölner Spezial Beratungs-GmbH, Köln.

Mit den folgenden Gesellschaften unterhält die AXA Konzern AG als gewinnempfangende Gesellschaft Gewinnabführungs- und Verlustübernahmeverträge (Ergebnisabführungsverträge):

AXA Versicherung AG, Köln
AXA Lebensversicherung AG, Köln
AXA Krankenversicherung AG
DBV Deutsche Beamten Lebensversicherung AG
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
AXA Bank AG, Köln
AXA Finanz Service GmbH, Köln
AXA Customer Care GmbH, Köln
AXA Logistic Services GmbH, Köln
AXA ART AG, Köln
AXA easy Versicherung AG
Pluto Beteiligungswerte AG
AXA Schaden Experten GmbH
Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG (bis 31.12.2012)

Die AXA Konzern AG hat mit folgenden Gesellschaften Beherrschungsverträge abgeschlossen:

AXA Versicherung AG, Köln
AXA Lebensversicherung AG, Köln
AXA Krankenversicherung AG, Köln
AXA Art Versicherung AG, Köln
AXA Bank AG, Köln
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG
DBV Deutsche Beamten Lebensversicherung AG
Pro bAV Pensionskasse AG, Köln
AXA easy Versicherung AG

Die AXA Konzern AG ist als ein im Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen verpflichtet, für das Geschäftsjahr 2012 nach § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erstellen. In diesem vom Vorstand erstellten Bericht hat dieser abschließend erklärt, dass nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte mit den verbundenen Unternehmen vorgenommen und Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen getroffen oder unterlassen wurden, hat die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist auch durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen nicht benachteiligt worden. Rechtsgeschäfte mit Dritten, die auf Veranlassung oder im Interesse von verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, führten zwar zu einem Nachteil für die Gesellschaft, der jedoch durch einen mindestens gleichwertigen Vorteil kompensiert worden ist.

Die AXA SA, Paris, ist direkt und über die Vinci B.V., Breda, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt alleinig am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt. Die AXA Konzern AG ist deshalb ein im Sinne von § 16 Abs. 1 AktG im Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen der AXA. Die AXA Konzern AG und ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der AXA SA, Paris, einbezogen, der für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellt wird. Die AXA Konzern AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der AXA SA, Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des Marchés Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt. Der Konzernabschluss der AXA Konzern AG wird im elektronischen Bundesanzeiger und im Unternehmensregister des Bundesministeriums für Justiz veröffentlicht.

Köln, den 08. Mai 2013

AXA Konzern AG

Der Vorstand

Dr. van Aubel

Bouas-Laurent

Dr. Buberl

Dr. Dahmen

Engelking

Hanssmann

Michels

Dr. Schwering

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AXA Konzern Aktiengesellschaft, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 13. Mai 2013

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Alexander Hofmann, Wirtschaftsprüfer

Mathias Röcker, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des gesamten Jahres 2012 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte und in fünf Sitzungen sowie zwei schriftlichen Abstimmungen wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes über die allgemeine Geschäftsentwicklung, über grundlegende Angelegenheiten sowie die strategischen Ziele der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstandes, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.

In einer außerordentlichen Sitzung am 11. Januar 2012 bestellte der Aufsichtsrat Herrn Dr. Thomas Buberl als Nachfolger für Herrn Dr. Frank Keuper zum Mitglied des Vorstandes und zum Vorsitzenden. Der Aufsichtsrat hat in einer weiteren außerordentlichen Sitzung am 8. März 2012 die Tantiemezahlungen für 2011, die Equity Grant Zuteilung 2011 sowie anstehende Anpassungen der Vorstandsvergütung beschlossen. Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit den Anforderungen der Versicherungsvergütungsverordnung und dabei insbesondere auch mit den bestehenden Vergütungssystemen für den Vorstand sowie für leitende Mitarbeiter und Mitarbeiter mit variabler Vergütung befasst. In seiner Sitzung am 31. Mai 2012 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstandes über den Geschäftsverlauf 2011 und dem vorgelegten Jahresabschluss sowie dem Konzernabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für 2012 vor, die vertiefend erörtert wurde. Im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung am 12. September 2012 befasste sich der Aufsichtsrat vor allem mit der neuen Governance für den deutschen AXA Konzern. In seiner Sitzung am 15. November 2012 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über den bisherigen Geschäftsverlauf im laufenden Jahr und gab einen Kurzbericht über die vorläufige Planung 2013. In einem schriftlichen Umlaufverfahren im Dezember 2012 stimmte der Aufsichtsrat der Veräußerung der Beteiligung an der AXA Investment Managers S.A. zum Fair Market Value an die AXA S.A. zu.

In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat ausführlich über besondere Projekte und Entwicklungen der Gesellschaft informiert. Der Aufsichtsrat wurde ebenfalls ausführlich über die Sitzungen des Audit Committee informiert.

Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Uber hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet.

Der Aufsichtsrat hat neben dem gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss zwei weitere Ausschüsse eingerichtet. Das aus drei Mitgliedern bestehende Präsidium befasst sich vornehmlich mit den dienstvertraglichen Angelegenheiten der Mitglieder des Vorstandes und ist ein vorbereitender Ausschuss. Das aus fünf Mitgliedern bestehende Audit Committee widmet sich im Wesentlichen der Überwachung des Risikomanagements des Vorstandes und der Kontrollmechanismen der Gesellschaft, der Behandlung des Jahresabschlusses, Fragen zur Abschlussprüfung, dem Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und legt die Prüfungsschwerpunkte des Geschäftsjahres fest. Das Präsidium tagte in 2012 fünfmal. Das Audit Committee hat in 2012 viermal getagt. Hierüber hat es den Aufsichtsrat umfassend unterrichtet. Der Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012 sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 sind von der in der Hauptversammlung gewählten PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte und die weiteren Erläuterungen des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht, den Konzernlagebericht sowie den Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist, und schloss sich dem Vorschlag für die Gewinnverwendung an. Der Aufsichtsrat billigte weiterhin den Konzernabschluss.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen, der allen Mitgliedern rechtzeitig vorgelegen hat, ebenfalls geprüft und hat keinerlei Beanstandungen erhoben.

Der Abschlussprüfer hat nach Prüfung des Berichts des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2012 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaften nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Aufsichtsrat schließt sich dem Urteil des Abschlussprüfers an und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärungen des Vorstandes am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.

Im vergangenen Jahr sind in Vorstand und Aufsichtsrat Personalveränderungen eingetreten. Herr Dr. Frank Keuper hat sein Amt als Mitglied und Vorsitzender des Vorstandes der Gesellschaft mit Wirkung zum 31. Januar 2012 niedergelegt. In der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates am 11. Januar 2012 wurde Herr Dr. Thomas Buberl zum Mitglied und Vorsitzenden des Vorstandes bestellt. Herr Dr. Buberl hat zum 1. Mai 2012 seine Tätigkeit für die Gesellschaft aufgenommen. Herr Jens Wieland hat mit Wirkung zum 30. Juni 2012 sein Amt als Vorstand niedergelegt. Weiterhin haben die Herren Thomas Gerber, Dr. Markus Hofmann und Ulrich C. Nießen mit Wirkung zum 30. September 2012 ihre Ämter als Vorstand niedergelegt.

In der Sitzung des Aufsichtsrates am 31. Mai 2012 wurden Frau Dr. Andrea van Aubel und Herr Etienne Bouas-Laurent unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zu Mitgliedern des Vorstandes bestellt. Die Zustimmungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sind am 26. November 2012 bzw. 5. Oktober 2012 bei der Gesellschaft eingegangen. Weiterhin wurden in der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates am 12. September 2012 die Herren Manfred Engelking und Thomas Michels unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zu Mitgliedern des Vorstandes bestellt. Die Zustimmungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sind am 15. Oktober 2012 und am 26. November 2012 bei der Gesellschaft eingegangen.

Herr Dr. Patrick Dahmen hat mit Wirkung zum 1. Oktober 2012 das Ressort gewechselt und die Verantwortung für das Ressort Vorsorge übernommen. Herr Dr. Heinz-Jürgen Schwering hat ab 1. Oktober 2012 die Verantwortung für das neu geschaffene Ressort Kranken übernommen. Herr Dr. Thomas Buberl hat mit Wirkung zum 1. Januar 2013 zusätzlich die Verantwortung für das Ressort Kapitalanlagen/Asset Liability Management übernommen.

Der Aufsichtsrat wurde in der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 31. Mai 2012 neu gewählt. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden als Vertreter der Anteilseigner Frau Christiane Kölsch-Bisanzio und Frau Dr. Petra Roth. Die Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat wurden nach den Vorschriften der 3. Wahlordnung zum Mitbestimmungsgesetz gewählt. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden dabei Frau Andrea Wolf und Herr Hans Nasshoven.

Aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind die Herren Uwe Beckmann, Peter Freyaldenhoven, Leonhard Fischer und Dr. Ekkehard D. Schulz.

Der Aufsichtsrat spricht Herrn Dr. Frank Keuper nochmals seinen Dank für die geleistete Tätigkeit und insbesondere die erfolgreich durchgeführte Integration der DBV-Winterthur aus. Der Aufsichtsrat bedankt sich zudem bei den aus dem Vorstand und dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Mitgliedern für ihre jahrelange erfolgreiche Tätigkeit für die Gesellschaft.

Für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihre tatkräftige Unterstützung mit zum Erfolg der Gesellschaft beigetragen haben, seinen Dank aus.

Unser Dank gilt auch den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für die sehr engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Köln, den 6. Juni 2013

Für den Aufsichtsrat

Jacques de Vaucleroy, Vorsitzender