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AXA — Audit Report / Information 2023
Dec 6, 2024
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Audit Report / Information
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Publication
AXA easy Versicherung AG
Köln
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Kennzahlen
| AXA easy Versicherung AG | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Bruttobeitragseinnahmen | ||
| - in Tsd. Euro | 69.690 | 64.557 |
| Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle | ||
| - in Tsd. Euro | 62.289 | 45.067 |
| - in Prozent der verdienten Bruttobeiträge | 91,2% | 76,7% |
| Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb | ||
| - in Tsd. Euro | 9.381 | 10.510 |
| - in Prozent der verdienten Bruttobeiträge | 13,7% | 17,9% |
| Bruttoschadenrückstellungen | ||
| - in Prozent der Bruttoschadenzahlungen | 169,5% | 201,0% |
| Versicherungstechnische Bruttorückstellungen | ||
| - in Prozent der Bruttobeitragseinnahmen | 151,3% | 146,8% |
| Kapitalanlagen | ||
| - in Tsd. Euro | 11.762 | 7.174 |
| Nettoverzinsung | ||
| - in Prozent | 0,34% | 0,04% |
| Ergebnis vor Verlustübernahme | ||
| - in Tsd. Euro | -471 | -410 |
| Gezeichnetes Kapital | ||
| - in Tsd. Euro | 3.500 | 3.500 |
| Eigenkapital | ||
| - in Tsd. Euro | 6.364 | 6.364 |
Hinweis:
Als Folge von Rundungen können sich bei der Berechnung von Summen und Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
Aufsichtsrat
Dr. Nils Reich (bis 31.10.2023)
Vorsitzender
Mitglied des Vorstandes der
AXA Konzern AG
Köln
Alexandra Postert (bis 31.10.2023)
stellv. Vorsitzende
Expertin Abschlussprüfung
Leiterin Financial Accounting & Reporting
AXA Konzern AG
Köln
Dr. Marc Daniel Zimmermann (ab 23.11.2023)
Vorsitzender
Mitglied des Vorstandes der
AXA Konzern AG
Köln
Eric Schöndube
stellv. Vorsitzender (ab 23.11.2023)
Experte Rechnungslegung
Leiter Financial Accounting & Reporting
AXA Konzern AG
Köln
Janina Hemmersbach (ab 23.11.2023)
Leiterin Controlling Sach-Sparte
AXA Konzern AG
Köln
Vorstand
Stefan Rupp
Mathematik, Risikomanagement,
Versicherungsmathematische Funktion,
Personal, Revision, Rechnungswesen,
Compliance, Controlling, Steuern,
Betriebsorganisation, Datenschutz, Geldwäsche
Fabian Maximilian Schneider (bis 29.02.2024)
Vorstandsvorsitzender Kapitalanlagen, Verarbeitung/Schaden,
Produktmanagement, Rückversicherung, Recht
Christian Pape
Konzernkommunikation, Unternehmensentwicklung,
Marketing, IT/Digitalisierung, Projektmanagement, Vertrieb
Lagebericht
Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Die Entwicklung unserer Gesellschaft fand im Geschäftsjahr 2023 in nachfolgend beschriebenem Umfeld statt:
Deutsche Wirtschaft im Tief
Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr geschrumpft. Laut Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung sank das Bruttoinlandsprodukt verglichen mit dem Vorjahr um 0,3 %. Im Jahr zuvor war immerhin ein Wachstum von rund 1,8 % zu verzeichnen. Gründe sind die hohe Inflation, steigende Zinsen und die schwache Weltkonjunktur. Hinzu kommen politische Unsicherheiten - vom Ukraine-Krieg und dem Nahost-Konflikt bis hin zu den Haushaltsproblemen der Bundesregierung. Milliardenhilfen in der Energiekrise drückten den deutschen Staatshaushalt im vergangenen Jahr ins Minus. Die hohe Inflation schmälerte die Kaufkraft der privaten Haushalte, die sich deshalb mit dem Konsum zurückhielten und 0,8 % weniger ausgaben. Die Europäische Zentralbank bekämpft die starke Teuerung mit dem höchsten Zinsniveau ihrer Geschichte (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung).
Deutsche Versicherungswirtschaft trotz schwieriger Rahmenbedingungen zufrieden
Die deutsche Versicherungswirtschaft hat sich im vergangenen Geschäftsjahr trotz schwieriger Rahmenbedingungen und globaler Unsicherheiten gut behauptet und blickt verhalten optimistisch auf das laufende Jahr 2024. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) verbuchten die Versicherer im Jahr 2023 über alle Sparten hinweg ein leichtes Beitragsplus von 0,6 % auf 224,7 Milliarden Euro.
In der Schaden- und Unfallversicherung war das zurückliegende Jahr geprägt von nachgelagerten Anpassungen an Schadensaufwendungen wie zum Beispiel Baukosten oder gestiegene Preise für Autoreparaturen. Zwar verbuchte die Sparte ein Beitragswachstum von 6,7 % auf 84,5 Milliarden Euro, jedoch legte der Schadenaufwand mit 12,7 % deutlich stärker zu als die Beitragsentwicklung. Insgesamt ging der versicherungstechnische Gewinn der Sparte Schaden- und Unfallversicherung um mehr als die Hälfte auf rund 1,5 Milliarden Euro zurück.
Allein in der Kfz-Versicherung ergibt sich durch die gestiegenen Preise ein versicherungstechnischer Verlust von rund 2,9 Milliarden Euro. Höhere Ausgaben als Einnahmen hatten die Kraftfahrtversicherer auch in den Segmenten Kfz-Haftpflicht und Teilkasko. Die höchste und kräftig gestiegene kombinierte Schaden-Kosten-Quote erwartet der Verband in Vollkasko, wodurch die Kraftfahrtversicherung insgesamt tief in die roten Zahlen rutschte.
Nahtlose Kund:innen-Erfahrung durch Digitalisierung
Digitalisierung prägte auch 2023 die Schnittstellen zwischen Kund:innen und Versicherung. Das betrifft nicht nur Informationen, Beratungs- und Abschlussprozesse, sondern auch Services und Kontaktmöglichkeiten - Kund:innen erwarten neben der persönlichen Ansprache und Beratung auch digitale Lösungen. Beratung vor Ort oder per Videocall, Chatbot, Telefon, digitale Self-Services - es gibt vielfältige, sich überschneidende Kontaktkanäle, die für unsere Kund:innen verfügbar sind, ganz so, wie sie es möchten und brauchen.
Daher arbeitete AXA Deutschland auch 2023 kontinuierlich daran, die Digitalisierung im Unternehmen voranzutreiben mit dem Ziel, eine nahtlose Kund:innen-Erfahrung zu bieten. Ende 2023 konnte das Unternehmen mehr als eine Million Gesamtregistrierungen (mit mind. einem aktiven Vertrag mit AXA/DBV) auf seinem Kundenportal My AXA verzeichnen bei über 8,7 Millionen Logins. Dies ist ein wichtiger Meilenstein und unterstreicht das massive My AXA Wachstum sowie die Relevanz von digitalen Lösungen der letzten Jahre. Ein Highlight stellt die Einführung der neuen App "My AXA Mobile" dar, die neben einem modernen Design und optimierten Selfservices auch innovative Funktionen wie Push-Benachrichtigungen, Account-Manager, SMS-Echtzeitregistrierung und einen smarten Migrationsassistenten beinhaltet.
Auch unternehmensintern hat AXA Deutschland konsequent die Digitalisierung von Prozessen vorangetrieben. Beispielsweise wurde für den Bereich SUH die Migration in ein neues, cloudbasiertes Bestandsführungssystem fortgesetzt.
Agile Transformation für mehr Kund:innen-Zentrierung
Unser Alltag ist vernetzter und mit Technologie durchdrungen. Dadurch verändern sich unter anderem die Anforderungen von Kund:innen, die Produkte und Services einfach, sofort und individuell zugänglich haben möchten. AXA Deutschland stellt sich bereits seit einigen Jahren auf veränderte Bedürfnisse von Kund:innen und Vertriebspartner:innen ein. Eine agile Unternehmenskultur und Denkweise sowie auch Organisationsstruktur sind dafür entscheidende Erfolgsfaktoren.
Eine Veränderung hin zu einem kundenzentrierten Mindset hat AXA Deutschland schon vor längerem begonnen. In 2023 arbeiteten mehr als 1.500 Mitarbeitende in agilen Organisationsstrukturen und crossfunktionalen Teams. Mit der Neuorganisation will das Unternehmen seine Produktivität und Lieferfähigkeit erhöhen, sich stärker auf Ergebnisse fokussieren, die Passgenauigkeit von Lösungen und Angeboten schärfen und die Ergebnisqualität steigern. Einfachheit, Kund:innen-Zentrierung und End-to-end-Prozessoptimierung stehen dabei im Fokus. Für seine Projekte und gesamthafte Entwicklung wurde AXA Deutschland 2023 bei den Mindshift Awards des Handelsblatts unter anderem mit dem Sonderpreis „Mindshift Champion“ ausgezeichnet.
AXA einer der nachhaltigsten Versicherer Deutschlands
Nachhaltigkeit ist im Kern der Tätigkeit eines Versicherungsunternehmens verankert, denn das Geschäft ist per se langfristig orientiert und folgt dem gesellschaftlichen Auftrag, sowohl im Alter als auch in Notlagen, Existenz und Lebensqualität von Kund:innen zu sichern. Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie konzentriert sich AXA Deutschland auf Geschäftsprozesse und Geldanlagen, den eigenen ökologischen Fußabdruck sowie seine soziale Verantwortung. So hat AXA beispielsweise unter anderem Zeichnungsbeschränkungen für die Kohle- und Ölsandindustrie sowie für die Öl- und Gasindustrie eingeführt. AXA hat sich beispielsweise auch verpflichtet, die Kund:innen-Beiträge ab dem Jahr 2050 in Unternehmen und Projekte zu investieren, die in Summe kein Kohlenstoffdioxid mehr ausstoßen. Zudem engagieren sich die Mitarbeitenden von AXA Deutschland seit Jahrzehnten auch über das Versicherungsgeschäft hinaus: In dem Verein AXA von Herz zu Herz setzen sich seit dem Jahr 2000 jährlich mehr als 2.700 Mitarbeitende an 10 Standorten in Deutschland ehrenamtlich für soziale Aktionen ein. Der Verein ist Teil einer weltweiten Initiative der AXA Gruppe.
AXA bietet die Möglichkeit, im Rahmen des Abschlusses einer fondsgebundenen Versicherung, nachhaltige Fonds und Portfolios zu wählen sowie bei der AXA Lebensversicherung AG das Altersvorsorge-Produkt Green Invest, mit dem Kund:innen ausschließlich in nachhaltige Fonds und Portfolios investieren. AXA Deutschland hat 2023 zum wiederholten Mal beim Nachhaltigkeits-Ranking von Zielke Research den ersten Platz von insgesamt 50 Versicherungsunternehmen belegt. Das unabhängige Analysehaus Morgen & Morgen hat AXA Deutschland ebenfalls für seine transparente Nachhaltigkeit ausgezeichnet - AXA erhielt die Top-Bewertung fünf von fünf Sternen. Auch im Nachhaltigkeits-Kompetenz-Rating des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) wurde die AXA Lebensversicherung AG mit der höchst vergebenen Bewertung ausgezeichnet.
Einschätzung zukünftiger Risiken mit dem Future Risks Report
Als Versicherungsunternehmen ist es die Kernaufgabe von AXA, potenzielle Risiken zu identifizieren und Kund:innen dagegen abzusichern. Der jährliche AXA Future Risks Report untersucht in einer repräsentativen Befragung, wie die breite Öffentlichkeit und Expert:innen künftige Risiken wahrnehmen. Der Klimawandel, gesellschaftliche Spannungen sowie Energieversorgungsrisiken waren 2023 für die deutsche Bevölkerung die drei größten Risiken der kommenden fünf bis zehn Jahre. 77 % der Befragten waren davon überzeugt, dass die öffentlichen Behörden nicht ausreichend vorbereitet sind, um das Risiko des Klimawandels zu managen. Wie bereits bei der Befragung in 2022 zeigte sich, dass das Vertrauen in öffentliche Institutionen nur gering ist. Ergänzend zum AXA Future Risks Report hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag von AXA Deutschland ergeben, dass nur rund jeder Fünfte in Deutschland es für wahrscheinlich hält, dass das 1,5 Grad-Ziel aus dem Pariser Klimaabkommen eingehalten wird.
Starke Ratings im AA-Bereich
Die AXA Gruppe mit Hauptsitz in Frankreich gehört zu den stabilsten globalen Finanzdienstleistern. Die internationalen Ratingagenturen bescheinigen ihr seit Langem eine hohe Finanzkraft. Deren Einstufungen können indirekt auch für die Kerngesellschaften der deutschen AXA Konzern AG herangezogen werden. Der letzte Bericht des Standard & Poor’s Rating Services vom 6. September 2023 testiert der AXA Gruppe weiterhin unverändert ein Financial Strength Rating von AA- sowie einen stabilen Ausblick. Auch die auf den Versicherungssektor spezialisierte Ratingagentur AM Best bewertet AXA Gruppe in ihrer letzten Beurteilung vom 7. September 2023 mit einem Financial Strength Rating von A+ mit stabilem Ausblick.
Partnerschaften
AXA Deutschland und der Autobauer BMW brachten gemeinsam im Jahr 2020 eine innovative Kfz-Versicherung für PKW auf den Markt. Das sogenannte ,,ready2drive“-Konzept ermöglicht durch kostenlosen Freimonat ohne vertragliche Bindung und sofortiger Generierung der elektronische Versicherungsbestätigung (EVB) die direkte Fahrzeugzulassung. Das Kundenbedürfnis des sofortigen Losfahrens steht im Mittelpunkt, weswegen sich das Konzept bei BMW größter Beliebtheit erfreut. Das in der Offline-Welt gestartete „ready2drive“ Konzept konnte im September 2021 mit unserem Partner AutoScout24, aus Sicht des Vorstandes, erfolgreich in die Online-Welt überführt und mit dem digitalen smyle-Angebot von AutoScout24 verknüpft werden. Somit können Kunden, die sich über AutoScout24 smyle einen Gebrauchtwagen nach Hause liefern lassen, direkt mit AXA-Vollkasko-Versicherungsschutz losfahren. Ein Großteil der Gebrauchtwagenkunden entscheiden sich nach der kostenlosen Testphase für einen Kfz-Folgevertrag in der Produktlinie mobil online der AXA easy Versicherung. Die Beratung und der Abschluss erfolgen über die telefonische Direktberatungsagentur der AXA.
Unser Unternehmen
Die AXA easy Versicherung AG bietet Information, Angebotserstellung und Vertragsabschluss zu Kraftfahrtversicherungen über das Internet und ist somit essenzieller Bestandteil des Omnikanalkonzepts des AXA Konzerns in Deutschland. In ihrem zwölften kompletten Geschäftsjahr erzielte die AXA easy Versicherung AG im direkten inländischen Privatkundengeschäft gebuchte Beiträge in Höhe von 69.690 Tsd. Euro (2022: 64.557 Tsd. Euro). Die anhaltend niedrigen Zulassungszahlen in 2023 haben das erneute Wachstum in 2023 besonders herausfordernd gestaltet. Neben unserem innovativen Pricing-Möglichkeiten, hat unser Multi-Kanal-Vertriebsansatz in der Online-Welt mit axa.de, Aggregatoren, Online-Partnerschaften und unserer telefonischen Direktberatungsagentur dieses Wachstum ermöglicht.
Entwicklung des Geschäftsverlaufs im Vergleich zu den Erwartungen
Die AXA easy Versicherung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr, entgegen unserer Erwartung, ein negatives versicherungstechnisches Bruttoergebnis erzielt. Durch Vertragsgewinne im Jahreswechselgeschäft sowie durch Tarifanpassungen lagen die Beitragseinnahmen deutlich über Plan. Die Schadenquote fiel vor allem aufgrund anhaltend hoher Schadeninflation und höherer Schadenfrequenz deutlich höher aus als erwartet. Wegen niedrigerer Abschlusskosten fiel die Kostenquote etwas besser aus als angenommen. Insgesamt lag die kombinierte Schaden-Kostenquote deutlich über Plan. Aufgrund geringerer Zinsen als angenommen, lag das ordentliche Kapitalanlageergebnis zwar unter den Erwartungen jedoch fiel das außerordentliche Kapitalanlageergebnis aufgrund einer Zuschreibung bei einem Geldmarktfonds deutlich besser aus als geplant. Da die sonstigen Aufwendungen, wie erwartet, höher waren, fiel auch das Geschäftsergebnis, wie geplant, etwas schlechter aus.
Der Geschäftsverlauf im Einzelnen
Beitragsanstieg um 8,0 %
Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die AXA easy Versicherung gebuchte Bruttobeiträge im Kraftfahrtversicherungsgeschäft inklusive sonstige Versicherungen in Höhe von 69.690 Tsd. Euro (2022: 64.557 Tsd. Euro), was einem Beitragsanstieg von 8,0 % entspricht. Ursache dafür sind vor allem Vertragsgewinne im Jahreswechselgeschäft 2022/2023 sowie Beitragsanpassungen.
Schadenquote bei 91,2 %
Im Berichtsjahr leistete unsere Gesellschaft Zahlungen für Versicherungsfälle in Höhe von 52.924 Tsd. Euro (2022: 39.987 Tsd. Euro). Gleichzeitig wurden 9.365 Tsd. Euro (2022: 5.079 Tsd. Euro) Rückstellungen für Versicherungsfälle gebildet. Der Anstieg ist insbesondere auf die Schadenkostensteigerungen durch die Inflationsentwicklung sowie einer höheren Frequenz zurückzuführen. Mehrere Tiefs wie das Gewittertief Lambert im Juni sowie das Sturmtief Zoltan im Dezember führten zu einer deutlich höheren Belastung aus Elementarschäden. Die Geschäftsjahres-Schadenquote stieg um 5,6 Prozentpunkte auf 102,2 %. Bei deutlich geringeren Abwicklungsgewinnen als im Vorjahr stieg die Bruttoschadenquote um 14,5 Prozentpunkte auf 91,2 % (2022: 76,7 %). Wegen des 100-prozentigen Rückversicherungsvertrages gibt unsere Gesellschaft das gesamte selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft in Rückdeckung ab, was zu einem Nettoschadenaufwand von 0 Euro führt.
Kostenquote verbessert sich um 4,2 Prozentpunkte
Bei verdienten Beiträgen in Höhe von 68.302 Tsd. Euro (2022: 58.740 Tsd. Euro) und Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Höhe von 9.381 Tsd. Euro (2022: 10.510 Tsd. Euro) verbesserte sich die Kostenquote gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Prozentpunkte auf 13,7 % (2022: 17,9 %). Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb des Geschäftsjahres entfielen 6.677 Tsd. Euro (2022: 7.955 Tsd. Euro) auf Abschlusskosten. Die Abschlusskostenquote sank um 3,7 Prozentpunkte auf 9,8 % (2022: 13,5 %). Die Verwaltungskosten stiegen leicht um 150 Tsd. Euro auf 2.705 Tsd. Euro (2022: 2.555 Tsd. Euro) jedoch sank die Verwaltungskostenquote um 0,3 Prozentpunkte auf 4,0 % gegenüber Vorjahr (2022: 4,3 %).
Rückversicherung
Die gebuchten Rückversicherungsbeiträge betrugen im Geschäftsjahr 69.690 Tsd. Euro (2022: 64.557 Tsd. Euro). Seit 2011 verfügt unsere Gesellschaft über eine 100-prozentige Quotenrückversicherung mit der AXA Versicherung. Inhalt dieses Vertrages ist das gesamte selbstabgeschlossene Kraftfahrtversicherungsgeschäft gegen die Erstattung der Originalkosten sowie die Abwicklung der Vorjahre. Die Beitragseinnahmen des Beistandsleistungsgeschäfts werden teilweise an eine Konzerngesellschaft abgeführt.
Kapitalanlageergebnis steigt um 28 Tsd. Euro
Das gesamte Kapitalanlageergebnis betrug im Berichtsjahr 32 Tsd. Euro (2022: 4 Tsd. Euro). Aufgrund einer Zuschreibung auf einen Geldmarktfonds ergab sich im Berichtsjahr ein außerordentliches Kapitalanlageergebnis in Höhe von 30 Tsd. Euro. Im Vorjahr war ein außerordentliches Ergebnis in Höhe von -11 Tsd. Euro zu verzeichnen. Die laufenden Erträge lagen mit 11 Tsd. Euro unter dem Vorjahresniveau (2022: 21 Tsd. Euro). Die laufenden Aufwendungen stiegen leicht auf 8 Tsd. Euro (2022: 6 Tsd. Euro). Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen - berechnet nach der Formel des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft - für das Jahr 2023 belief sich auf 0,34 % (2022: 0,04 %).
Eigenkapital unverändert
Das Eigenkapital unserer Gesellschaft lag am Ende des Berichtsjahres unverändert bei 6.364 Tsd. Euro. Das Verhältnis des Eigenkapitals zu den verdienten Beiträgen belief sich im Berichtsjahr auf 9,3 % (2022: 10,8 %).
Jahresfehlbetrag in 2023
Im Berichtsjahr verzeichnete unsere Gesellschaft insgesamt ein negatives Geschäftsergebnis in Höhe von 471 Tsd. Euro (2022: negatives Geschäftsergebnis von 410 Tsd. Euro). Dieser Jahresfehlbetrag wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages von der AXA Konzern AG übernommen.
Der Geschäftsverlauf 2023 zeigte im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 folgendes Bild:
| in Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Versicherungstechnisches Bruttoergebnis | -3.244.257 | 3.332.158 |
| Versicherungstechnisches Rückversicherungsergebnis | 3.244.257 | -3.332.158 |
| Kapitalanlageergebnis inklusive Technischem Zinsertrag | 31.616 | 4.146 |
| Saldo der sonstigen Erträge und Aufwendungen | -725.794 | -606.807 |
| Jahresüberschuss vor Steuern und Ergebnisabführung | -694.178 | -602.661 |
| Steuern | 223.339 | 192.800 |
| Geschäftsergebnis | -470.839 | -409.861 |
| Ertrag aus Verlustübernahme aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages mit der AXA Konzern AG | 470.839 | 409.861 |
Geschäftsverlauf in den wichtigsten Versicherungszweigen des selbst abgeschlossenen Geschäfts
Geschäftsgebiet und betriebene Versicherungszweige
Das Geschäftsgebiet unserer Gesellschaft ist die Bundesrepublik Deutschland. Unser Versicherungsangebot umfasst die Sparten Kraftfahrtunfallversicherung, die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung, die Fahrzeugvoll- und -teilkaskoversicherung und die Beistandsleistung.
Die nachstehende Zusammenstellung gibt einen Überblick über die Beitragsentwicklung der einzelnen Versicherungszweige:
| in Euro | 2023 | Veränderung VJ | Anteil in % |
|---|---|---|---|
| Unfallversicherung (Kraftfahrt) | 1.758 | -4,9% | 0,0% |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 48.394.908 | 7,3% | 69,4% |
| Sonstige Kraftfahrtversicherungen | 20.993.790 | 9,1% | 30,1% |
| Sonstige Versicherungen (Beistandsleistung) | 300.000 | 50,0% | 0,4% |
| Direktes Versicherungsgeschäft insgesamt | 69.690.456 | 8,0% | 100,0% |
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
Im Geschäftsjahr 2023 erzielten wir in diesem Versicherungszweig Bruttobeiträge in Höhe von 48.395 Tsd. Euro (2022: 45.107 Tsd. Euro), was einem Beitragsanstieg von 7,3 % entspricht. Ursache dafür sind vor allem Vertragsgewinne im Jahreswechselgeschäft sowie Beitragsanpassungen. Insgesamt stiegen die Aufwendungen für Versicherungsfälle des Geschäftsjahres um 6.710 Tsd. Euro auf 45.304 Tsd. Euro. Der Anstieg ist insbesondere auf die Schadenkostensteigerungen durch die Inflationsentwicklung sowie einer höheren Frequenz zurückzuführen. Die Geschäftsjahres-Schadenquote stieg um 1,5 Prozentpunkte auf 95,4 %. Bei deutlich geringeren Abwicklungsgewinnen als im Vorjahr stieg die Schadenquote um 12,5 Prozentpunkte auf 83,9 %. Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb sanken um 1.248 Tsd. Euro auf 7.755 Tsd. Euro (2022: 9.003 Tsd. Euro). Die Kostenquote verbesserte sich aufgrund niedrigerer Abschlusskosten um 5,6 Prozentpunkte auf 16,3 %. Das versicherungstechnische Bruttoergebnis des Geschäftsjahres 2023 sank um 2.907 Tsd. Euro auf -10 Tsd. Euro (2022: 2.897 Tsd. Euro). Durch den 100-prozentigen Rückversicherungsvertrag ergab sich für eigene Rechnung ein Ergebnis von 0 Euro.
Sonstige Kraftfahrtversicherungen
Im Berichtsjahr 2023 stiegen die Bruttobeitragseinnahmen in der Voll- und Teilkaskoversicherung mit 20.994 Tsd. (2022: 19.249 Tsd. Euro) um 9,1 %. Ursache dafür sind vor allem Vertragsgewinne im Jahreswechselgeschäft sowie Beitragsanpassungen. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle des Geschäftsjahres erhöhten sich um 6.087 Tsd. auf 23.911 Tsd. Euro (2022: 17.824 Tsd. Euro) insbesondere bedingt durch zunehmende Schadenfrequenzen sowie eine höhere durchschnittliche Schadenbelastung aufgrund der kontinuierlichen Schadeninflation (Ersatzteile, Reparaturkosten, Mietwagenkosten). Die Geschäftsjahres-Schadenquote stieg um 14,5 Prozentpunkte auf 116,5 %. Bei leicht niedrigeren Abwicklungsgewinnen auf Vorjahresschäden im Vergleich zum Vorjahr, erhöhte sich die Bruttoschadenquote um 18,0 Prozentpunkte auf 106,3 %. Bei Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Höhe von 1.625 Tsd. Euro (2022: 1.506 Tsd. Euro) sank die Kostenquote leicht um 0,7 Prozentpunkte. Die AXA easy Versicherung erzielte in der sonstigen Kraftfahrtversicherung ein versicherungstechnisches Bruttoergebnis in Höhe von -2.895 Tsd. Euro (2022: 568 Tsd. Euro). Durch den 100-prozentigen Rückversicherungsvertrag ergab sich für eigene Rechnung ein Ergebnis von 0 Euro.
Entwicklung des Kapitalanlagebestands
Kapitalanlagebestand um 64,0 % gestiegen
Auch das Geschäftsjahr 2023 wurde von hoher Dynamik an den Kapitalmärkten geprägt. Dabei entwickelte sich insbesondere der Aktienmarkt deutlich positiver als zu Beginn des Jahres im Konsens erwartet wurde. Wesentliche Treiber der Entwicklung der Kapitalmärkte waren, neben den makroökonomischen Variablen Inflation und Wachstum, die Geldpolitik.
Nachdem im Jahr 2022 sich bei den Konsumentenpreisen in der Eurozone unterjährig zweistellige Steigerungsraten ergaben und die Inflation bei 8,4 % lag, nahm die Inflationsdynamik im Verlauf des Jahres 2023 ab, so dass die Inflation im Jahre 2023 auf 5,5 % sank. Für 2024 wird mit einem weiteren Rückgang der Inflation gerechnet.
Das globale Wachstum wird für 2023 bei 3,0 % erwartet und entwickelte sich somit besser als im Konsens zu Beginn des Jahres angenommen. Zwar wird für Deutschland ein leicht negatives Wachstum erwartet, insgesamt wird für die Eurozone allerdings für 2023 ein moderates Wachstum von 0,5 % projiziert. Ein starker Rückgang des Wirtschaftswachstums ist somit ausgeblieben, auch wenn die Wachstumsraten global und in der Eurozone im Vorjahresvergleich rückläufig waren. In den USA wird für 2023 sogar mit einem leichten Anstieg des Wachstums im Vorjahresvergleich gerechnet, wobei für 2024 geringeres Wachstum projiziert wird.
Zur Eindämmung der Inflation erhöhte die Europäische Zentralbank die Leitzinsen im Jahresverlauf bis September sukzessive um 2,0 %. Die US-amerikanische Zentralbank FED vollzog die letzte Erhöhung des Leitzinses im Juli. Insgesamt erhöhte die FED im Jahre 2023 den Leitzins um 1,0 %. In dem zuvor skizzierten Umfeld rückläufiger Inflation und nachlassenden Wachstums wird für 2024 mit einem Absenken der Leitzinsen gerechnet.
Inflation und Geldpolitik waren auch wesentliche Treiber der Renditen an den Anleihemärkten. Nachdem die Rendite 10-jähriger deutscher Staatsanleihen im Oktober nahezu 3,0 % erreichte, fiel die Rendite zum Jahresende auf 2,02 % und war somit im Vergleich zum Jahresende 2022 insgesamt 0,54 Prozentpunkte rückläufig. Insgesamt liegt das Zinsniveau unverändert auf einem deutlich höheren Niveau als in der bis zum ersten Quartal 2022 erlebten Niedrigzinsphase. In der Kapitalanlage profitiert die AXA easy Versicherung AG somit unverändert von im Vergleich zur Niedrigzinsphase attraktiven Neuanlagerenditen. Auch führten die im Jahresverlauf rückläufigen Zinsen (z.B. 10-jährige deutsche Staatsanleihen) zu einem Anstieg der Marktwerte der festverzinslichen Kapitalanlagen im Vorjahresvergleich.
Die im Vergleich zu den Erwartungen am Jahresanfang gute Entwicklung der globalen Konjunktur sowie die sich durchsetzende Erwartung bezüglich Zinssenkungen im Jahr 2023 trugen wesentlich zu einer positiven Entwicklung der Aktienmärkte im Jahr 2023 bei. Dabei wurde insbesondere der US-amerikanische Markt von der Stärke einzelner Tech-Unternehmen getrieben, deren starke Kursentwicklung von der Euphorie um das Thema Künstliche Intelligenz profitierte. Unterjährige Rückschläge ergaben sich im Zuge der Krise der Regionalbanken in den USA im ersten Quartal sowie im dritten Quartal vor dem Hintergrund der ansteigenden Renditen am Anleihenmarkt. Insgesamt überwogen aber die positiven Faktoren, sodass der Euro Stoxx 50 im Jahresverlauf 19,2 % und der US-Index S&P 500 24,2 % in US-Dollar zulegte.
Der Euro konnte gegenüber dem US-Dollar im Jahresverlauf um 3,1 % zulegen. Wesentlicher Treiber hierfür war die zum Jahresende sich durchsetzende Markterwartung, dass die US-Zentralbank FED im kommenden Jahr die Zinsen aufgrund einer geringeren Inflation und eines nachlassenden Wirtschaftswachstums stärker und schneller senken würde als die Europäische Zentralbank.
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| Zinsen | 10 Jahre Swap | 3,20% | 2,49% | -0,71%-Pkte. |
| 10 Jahre Bundesanleihe | 2,56% | 2,02% | -0,54%-Pkte. | |
| Aktien | EuroStoxx 50 | 3.794 | 4.521 | +19,2% |
| S&P 500 (USA) | 3.840 | 4.770 | +24,2% |
Der Bestand an Kapitalanlagen stieg bei unserer Gesellschaft im Laufe des Jahres 2023 um 4.588 Tsd. Euro oder 64,0 % auf 11.762 Tsd. Euro. Dieser Anstieg entfiel in Höhe von 6.030 Tsd. Euro auf Anteile an Investmentvermögen, teilweise kompensiert vom Rückgang der Rentenpapiere in Höhe von 1.441 Tsd. Euro. Unsere Gesellschaft hielt zum 31. Dezember 2023 festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 841 Tsd. Euro (2022: 1.832 Tsd. Euro), festverzinsliche Namensschuldverschreibungen mit einem Buchwert von 0 Tsd. Euro (2022: 450 Tsd. Euro) sowie Anteile an Investmentvermögen in Höhe von 10.921 Tsd. Euro (2022: 4.892 Tsd. Euro). Die Zeitwerte der Kapitalanlagen belaufen sich auf 12.058 Tsd. Euro (2022: 7.102 Tsd. Euro).
Bewertungsreserven
Die Bewertungsreserven als Differenz zwischen dem aktuellen Marktwert und dem Buchwert beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf 296 Tsd. Euro (2022: -72 Tsd. Euro). Dies entspricht 2,5 % (2022: -1,0 %) der Buchwerte.
Das Liquiditätsmanagement wird im Risikobericht unter Liquiditätsrisiken erläutert.
Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
Net Promoter System zur Messung der Kundenzufriedenheit
Mit der Zielsetzung, unsere hohe Kundenzufriedenheit zukünftig noch weiter zu erhöhen, wurde im Jahr 2017 konzernweit das Net Promoter System eingeführt. Mit diesem System können Kund:innen aktiv Feedback zu ihrem Kontakt mit AXA geben. Dies erfolgt anhand der Weiterempfehlungsbereitschaft und einer Sterne-Bewertung von 1 bis 5 inklusive der individuellen offenen Aussagen der jeweiligen Kund:in, die auf der Unternehmens-Homepage transparent veröffentlicht werden und somit für jede Kund:in und Interessent:in offen einsehbar sind. Die Erhebung der NPS-Werte findet dabei an einer Vielzahl an Kontaktpunkten unserer Kund:innen mit AXA statt und reicht von einem übergreifenden NPS-Wert über eine Beurteilung der Vertriebspartner:innen, der operativen Betreuung bis hin zum Feedback zu unseren Produkten und Serviceleistungen.
Im Jahr 2023 konnten wir unseren NPS für die Sachgesellschaften sowie für die Leben- und Krankenversicherungen positiv entwickeln und somit durch eine Vielzahl von Maßnahmen die Zufriedenheit unserer Kund:innen weiter steigern. Die fortlaufende Analyse und Reaktion auf die Feedbacks unserer Kund:innen wird auch im nächsten Jahr konsequent weiter fortgesetzt und ermöglicht es uns auch zukünftig, Optimierungsmaßnahmen im Sinne unserer Kund:innen zu entwickeln und umzusetzen.
Risiken der zukünftigen Entwicklung
Die Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen mit einem Planungshorizont von grundsätzlich 3 Jahren ausgehend vom Stichtag 31. Dezember 2023. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken und die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft allein unsere Annahmen und Ansichten zum Ausdruck.
Das Risikomanagement unserer Gesellschaft basiert auf der Grundlage der §§ 23 und 26 des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) sowie der Leitlinien der EIOPA (European Insurance and Occupational Pensions Authority) zum Governancesystem und der Durchführungsverordnung 2015/35 der Europäischen Kommission.
Als Risiko wird, gemäß den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen, die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungsstandards zur Risikoberichterstattung (DRS 20) ein, innerhalb dessen Risiken als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- beziehungsweise Zielabweichung führen können, definiert sind.
Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:
| • | versicherungstechnische Risiken, |
| • | Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, |
| • | Risiken aus Kapitalanlagen, |
| • | operationelle und sonstige Risiken. |
Im Folgenden werden unsere Organisationseinheiten des Risikomanagements und der Risikomanagementprozess aufgezeigt. Darüber hinaus wird unsere Risikosituation im Wesentlichen anlehnend an den Deutschen Rechnungslegungsstandard zur Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen (DRS 20 und Anlage 2 für Versicherungsunternehmen) dargestellt.
Organisationseinheiten des Risikomanagements
Das Risikomanagement unserer Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der AXA Deutschland (AXA Konzern AG und ihre Mehrheitsbeteiligungen) eingebunden.
Aufgrund der Komplexität des Versicherungsgeschäfts ist die Risikomanagementfunktion unserer Gesellschaft auf verschiedene zentrale Funktionen, Organisationseinheiten und Kommissionen innerhalb des deutschen AXA Konzerns verteilt. Kontrollgremium ist der Aufsichtsrat unserer Gesellschaft als das den Vorstand überwachende Organ. Der Vorstand ist zuständig für die risikopolitische Ausrichtung unserer Gesellschaft sowie die Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung. Das Audit & Risk Committee (ARC) unterstützt den Vorstand bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. Zu diesem Zweck hat der Vorstand Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse auf das ARC delegiert. Darüber hinaus werden im ARC unter anderem Compliance-Themen sowie Rechts- und Revisionsthemen mit Risikobezug behandelt. Des Weiteren existiert das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium zu Compliance-Themen, operationellen Risiken, Reputationsrisiken und sonstigen Rechtsrisiken. Zusätzlich werden risikorelevante Themen in diversen Spezialgremien, wie zum Beispiel dem Internal Model Committee, dem Local Risk Reinsurance Committee, dem Asset Liability Management Committee, dem Investment Committee und weiteren Gremien besprochen.
Zur Risikomanagementfunktion gehörende Organisationseinheiten sind
| • | der Bereich Value & Risk Management (zentrales Risikomanagement), |
| • | die Risikoverantwortlichen für die Steuerung und Kontrolle der Risiken in ihrem jeweiligen Unternehmensbereich (dezentrales Risikomanagement), |
| • | die dezentralen Risikomanager für die Koordination aller risikorelevanter Themen innerhalb des Ressorts (ebenfalls dezentrales Risikomanagement) |
Der Bereich Value & Risk Management - zuständige Einheit für alle Gesellschaften der AXA Deutschland - ist in das Ressort des Vorstandsvorsitzenden der AXA Konzern AG integriert.
Der Chief Risk Officer der AXA Deutschland stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch regelmäßige Berichterstattung an das ARC im Rahmen von dessen Sitzungen beziehungsweise ad hoc sicher.
AXA hat mit Blick auf die Solvency II-Anforderungen an das System of Governance folgende Schlüsselfunktionen etabliert:
| • | Risikomanagement-Funktion, |
| • | Compliance-Funktion, |
| • | Interne Revision, |
| • | Versicherungsmathematische Funktion. |
Inhaber der Funktionen und damit Schlüsselperson ist der jeweilige Leiter oder eine Leitende Funktion innerhalb des Bereichs oder der Abteilung. Die versicherungsmathematische Funktion ist im Ressort Finanzen angesiedelt. Für die Inhaber der Schlüsselfunktionen und -aufgaben gelten besondere Anforderungen, sogenannte „Fit & Proper“-Eigenschaften (das heißt fachlich qualifiziert und persönlich zuverlässig).
Risikomanagementprozess
Das Risikomanagement unserer Gesellschaft erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess setzt sich aus Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikosteuerung und -überwachung sowie Risikokommunikation und -berichterstattung zusammen.
Risikoidentifikation: Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der ARC-Sitzungen, im Rahmen der strategischen Planung, der Aktualisierung der Risikostrategie sowie der Dokumentation und Beschreibung operationeller Risiken.
Darüber hinaus ist die Risikoidentifikation auch durch das Interne Kontrollsystem sowie im Rahmen von Prüfungen der Internen Revision möglich. Risiken neuer Kapitalmarkt- und Versicherungsprodukte werden im Rahmen der beiden standardisierten Prozesse Investment Approval Process (IAP) und Product Approval Process (PAP) vom Bereich Value & Risk Management unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationeller Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und der höheren Führungsebene sowie einer Bewertung durch die jeweiligen operativen Ansprechpartner. Darüber hinaus erfolgt die Risikoidentifikation infolge einer Meldung eingetretener Risiken zur Aufnahme in die Verlustdatensammlung für operationelle Risiken, im Rahmen des Information Risk Management Prozesses (IRM) oder durch das Risk Identifikation and Assessment (RIA) im Rahmen des Business Continuity Managements.
Risikoanalyse und -bewertung: Aufbauend auf den Ergebnissen der Risikoidentifikation erfolgt eine Analyse und Bewertung der Risiken. Ergebnis der Risikoanalyse und -bewertung ist das Risikoprofil unseres Unternehmens. Identifizierte Risiken werden nach ihrer Wesentlichkeit eingeordnet. Dadurch wird sichergestellt, dass Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage unseres Unternehmens identifiziert und angemessene Steuerungsmaßnahmen/-strategien definiert werden können.
Bei der Risikobewertung wird, wo sinnvoll und möglich, eine quantitative Einschätzung für die einzelnen Risiken sowie für das gesamte Risikoportfolio unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Steuerungsmaßnahmen abgegeben. Die übergreifende quantitative Risikobewertung erfolgt anhand des ökonomischen Risikokapitalmodells und der dort definierten und eingesetzten Bewertungsmethoden. Für Risikoarten, für die eine quantitative Risikomessung nicht sinnvoll oder möglich ist, wie zum Beispiel Reputations- oder strategische Risiken, wird eine qualitative Beurteilung vorgenommen. Neben qualitativen und quantitativen Methoden werden bei der Risikobewertung für ausgewählte Risiken situationsbedingt auch Sensitivitätsanalysen, Szenarioanalysen und Stresstests mit unterschiedlichen Zeithorizonten herangezogen.
Risikosteuerung und -überwachung: Die Risikosteuerung umfasst das Ergreifen von Maßnahmen zur Risikobewältigung in unserer Gesellschaft. Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung entwickelter Konzepte und Prozesse im Einklang mit der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Risikostrategie verstanden. Dadurch werden Risiken entweder bewusst akzeptiert, vermieden, vermindert oder transferiert. Durch regelmäßige Überwachung der Risiken anhand eines Soll-Ist-Abgleichs, zum Beispiel im Rahmen des implementierten Limitsystems, werden Gefahren frühzeitig erkannt. Somit wird ein Gegensteuern ermöglicht. Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risiko-/Ertragsprofils sowie durch Überwachung der Limite der Verlust- und Risikoindikatoren. Die Risikosteuerung erfolgt immer durch die Geschäftsleitung gemäß ihrer Bereitschaft, bestimmte Risiken zu übernehmen. Dabei müssen das Risikoprofil und die Risikotragfähigkeit strikt beachtet werden. Schließlich wird in Verbindung mit einer angemessenen Berichterstattung beziehungsweise Eskalation die Einhaltung der Risikostrategie sichergestellt und die frühzeitige Identifizierung von Risiken ermöglicht.
Risikokommunikation und -berichterstattung: Das sich aus Risikoanalyse und Bewertung ergebende Risikoprofil wird gegenüber dem Vorstand kommuniziert, so dass dieser bei der Festlegung des Risikoappetits das aktuelle Risikoprofil beachten kann. Ziel der Risikoberichterstattung ist die Bereitstellung aller erforderlichen Risikoinformationen zur Einschätzung des unternehmensindividuellen Risikos unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher und interner Steuerungsanforderungen. Neben der Ergebnisberichterstattung zum ökonomischen Risikokapital werden auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht und ein auf Solvency II-Anforderungen ausgerichteter ORSA (Own Risk and Solvency Assessment)-Bericht verfasst. Entsprechend der internen Vorgaben kann zudem unterjährig ein Ad-hoc-ORSA abgefasst werden. Darüber hinaus werden im Rahmen des Solvency II-Berichtswesens die Berichte „Bericht über die Solvabilität und Finanzlage“ (SFCR) und „Regelmäßiger aufsichtlicher Bericht“ (RSR) erstellt, in welchen wir unter anderem ebenso Risikomanagement und Risikoprofil unserer Gesellschaft darstellen. Diese Berichte werden den Vorständen der Versicherungsgesellschaften zur Freigabe vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das ARC und die Aufsichtsbehörde übermittelt, der SFCR wird auf der Internetseite der AXA Konzern AG veröffentlicht. Zusätzlich sind Ad-hoc-Berichterstattungspflichten, beispielsweise bei Erreichen definierter Schwellenwerte, implementiert. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des regelmäßig zusammenkommenden ARC besprochen, nachdem sie zuvor im Rahmen der weiteren Gremien diskutiert wurden.
Das Risikomanagementsystem wird regelmäßig durch die Interne Revision geprüft.
Versicherungstechnische Risiken
Unsere Gesellschaft bietet Kraftfahrtversicherungsprodukte ausschließlich über das Internet an.
Die Gesellschaft, die allgemeine Wirtschaft und damit auch die Versicherungswirtschaft im Speziellen begegnen aktuell komplexen und herausfordernden Entwicklungen, die teilweise voneinander abhängen und zu erheblichen Unsicherheiten führen. So stellt die derzeitige hohe Inflation in Kombination mit Lieferengpässen und stark gestiegenen Energie- und Lebenshaltungskosten ein wesentliches Risiko für die Versicherungswirtschaft dar. Die Auswirkungen auf die Versicherungstechnik wurden umfassend analysiert und werden dies auch weiterhin engmaschig. Größtes Risiko ist ein inflationsbedingt höherer Schadenbedarf, der im Prämienniveau antizipiert werden muss. Dies wiederum, kann ein erhöhtes Storno von Verträgen zur Folge haben. Die identifizierten Risiken in der Versicherungstechnik konnten im Wesentlichen durch vertraglich vereinbarte Beitragsanpassungen antizipiert werden.
Die primären Risiken aus der Schaden- und Unfallversicherung sind das Prämienrisiko sowie das Reserverisiko.
Da der deutsche AXA Konzern eine einheitliche Geschäftssteuerung der Sachversicherungssparte betreibt, die sich an den Kundengruppen und Produkten orientiert, wurde diesem Umstand durch eine vollständige Rückversicherung unseres Kraftfahrtgeschäfts auf den zentralen Risikoträger AXA Versicherung AG Rechnung getragen. Die mit der Rückversicherung einhergehende detaillierte Analyse der Kennzahlen vor und nach Rückversicherung führt aus unserer Sicht zu hoher Transparenz und somit einer aus unserer Sicht zielgenaueren Konzernsteuerung wie Effizienzen im Risikomanagement unserer Gesellschaft.
Prämienrisiko
Unter dem Prämienrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen. Daher ist unsere Gesellschaft in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation kurzfristig anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird durch Beitragsanpassung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption und durch vertraglich festgelegte Beitragsanpassungsklauseln risikoadäquat gehalten. Auch bei zu erwartenden Veränderungen der Marktsituation kann unsere Gesellschaft proaktiv handeln. Für Produkte mit nachteiliger Ergebnisentwicklung und beschränkten Möglichkeiten zur Kündigung oder Beitragsanpassung ist ausreichend Risikovorsorge durch Rückstellungsbildung getroffen.
Durch die Analyse und Bewertung der unternehmerischen Entscheidungsoptionen werden Risiken aus dem Kundenverhalten wie zum Beispiel vermehrtes Storno bereits im Entscheidungsprozess berücksichtigt.
Die Risikosteuerung unserer Gesellschaft erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt.
Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien- und Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch um Ereignisse wie zum Beispiel Naturkatastrophen, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen. Neben Naturkatastrophen können auch durch Menschen verursachte Schadenereignisse hohe Großschäden hervorrufen. Zusätzlich könnte der Trend zu höheren Schadenersatzansprüchen, zum Beispiel bei neu aufkommenden Risiken, Veränderungen der Rechtslage beziehungsweise im Verhalten der Marktteilnehmer oder durch Umweltschäden, den durchschnittlichen Schadenaufwand erhöhen.
Die Risiken werden seit Gründung der Gesellschaft vollständig zediert. Im Versicherungszweig Beistandsleistung wird der Bestand teilweise an eine AXA-Konzerngesellschaft zediert. Der verbleibende Teil wird an die AXA Versicherung AG zediert und verbleibt dort im Eigenbehalt. Von daher ergeben sich in Summe über alle Versicherungszweige für Schadenaufwand und verdiente Beiträge für eigene Rechnung (netto) Null-Beträge.
Die Bruttogeschäftsjahresschadenquoten haben sich wie folgt entwickelt:
| Bruttogeschäftsjahresschadenquote in % der verdienten Beiträge | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 94,2 | 99,3 | 94,1 | 94,6 | 97,9 |
| Bruttogeschäftsjahresschadenquote in % der verdienten Beiträge | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 93,7 | 96,8 | 91,0 | 96,6 | 102,2 |
Reserverisiko
Zur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von unserer Gesellschaft Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, so dass die Nichtauskömmlichkeit der Reserve ein wesentliches Risiko darstellt. Das sogenannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeter Schäden (Spätschäden). Die Bewertung der künftigen Schadenzahlungen erfolgt im Rahmen der Einzelschadenreservierungen sowie anhand aktuarieller Schätztechniken, bei welchen der in der Vergangenheit beobachtete Schadenverlauf herangezogen wird. Großschäden werden separat geschätzt. Mithilfe von stochastischen Szenarien erfolgt eine Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treibern.
Die Risiken werden seit Gründung der Gesellschaft vollständig zediert. Im Versicherungszweig Beistandsleistung wird der Bestand teilweise an eine AXA-Konzerngesellschaft zediert. Der verbleibende Teil wird an die AXA Versicherung zediert und verbleibt dort im Eigenbehalt. Von daher ergeben sich für das Abwicklungsergebnis für eigene Rechnung (netto) Null-Beträge. Die Abwicklungsergebnisse vor Rückversicherung (brutto) haben sich in den vergangenen zehn Geschäftsjahren wie folgt entwickelt:
| Abwicklungsergebnis (brutto) in % der Rückstellung am 1. Januar | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 12,16 | 17,56 | 23,08 | 1,39 | 1,78 |
| Abwicklungsergebnis (brutto) in % der Rückstellung am 1. Januar | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 4,10 | 13,14 | 11,18 | 15,53 | 9,36 |
Im Berichtsjahr ist das Abwicklungsergebnis im Vergleich zu den Vorjahren gesunken.
Klimarisiken
Der Klimawandel wird weltweit als eine der größten zukünftigen Bedrohungen für Gesellschaft und Wirtschaft angesehen, dessen Auswirkungen bereits heute spürbar sind. Die Naturkatastrophen des Jahres 2023 haben die Bedeutung einer zuverlässigen Modellierung von Naturkatastrophen, die nach heutigem Forschungsstand durch den Klimawandel verstärkt auftreten werden, erneut unterstrichen. In der Sachversicherung werden Katastrophenschadenrisiken jährlich auf Basis des aktuellen Versicherungsbestandes mit verschiedenen Katastrophenmodellen bewertet. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der verwendeten Katastrophenmodelle wird laufend verfolgt, um neue klimatische Entwicklungen adäquat zu berücksichtigen. In der Versicherungstechnik stehen verschiedene Ansätze zur Risikominderung zur Verfügung. So ermöglichen kurze Vertragslaufzeiten im Sachversicherungsgeschäft eine schnelle Reaktion auf klimatische Veränderungen, da Pricing, Underwriting und Reservierung kurzfristig an die Entwicklungen angepasst werden können.
Kostenrisiko
Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten nicht dauerhaft durch die in die Beiträge einkalkulierten Kosten finanziert werden können. Die Kosten für Provisionen und den laufenden Betrieb werden durch Beitragszuschläge auf Basis eines umfassenden Kostencontrollings in der Produktkalkulation berücksichtigt. Damit sind wir überzeugt, dieses Risiko in angemessener Weise zu handhaben.
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft
Fällige Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Fällige Forderungen (brutto) | 1.653 | 1.398 |
| Forderungen älter als 90 Tage an Versicherungsnehmer | 425 | 389 |
Durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre vor Rückversicherung
| in % | 2021 | 2022 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre vor Rückversicherung (ermittelt als Verhältnis der Wertberichtigungen zu den gebuchten Bruttobeiträgen) | 0,45 | 0,35 | 0,57 |
Zum Bilanzstichtag 2023 bestehen keine Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft, die über die normal laufende Geschäftstätigkeit hinausgehen.
Ratingklassen der Ansprüche aus dem Rückversicherungsgeschäft
| in Tsd. Euro | S&P Rating NR | S&P Rating AA- | S&P Rating BB bis BBB+ | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Rückstellungen* | - | 89.847 | - | 89.847 |
* inkl. „Rückstellungen für Verkehrsopferhilfe“ in Höhe von 122 Tsd. Euro, die in der Bilanz in der Position B.III. „Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen“ enthalten sind.
Das Versicherungsgeschäft - ohne Beistandsleistung - unserer Gesellschaft wird vollständig in das Rückversicherungsprogramm der AXA Versicherung AG mit der AXA S.A. eingebracht. Dieses Programm unterliegt seinerseits individuellen Selbstbehalten, die durch die AXA Versicherung AG getragen werden. Die AXA S.A. platziert diese Verträge teilweise am internationalen Rückversicherungsmarkt und teilweise innerhalb der AXA Gruppe.
Risiken aus Kapitalanlagen
Die Entwicklung der Kapitalmärkte im Jahr 2023 war insgesamt wechselhaft. Während zu Jahresbeginn Rezessionsängste, die nicht allein durch die Auswirkungen des Ukrainekrieges geprägt, spürbar waren, stabilisierte sich die Lage in der zweiten Jahreshälfte positiv beeinflusst durch globale Wachstumsaussichten und die abnehmende Inflation. Der Nahostkonflikt und damit resultierende geopolitische Spannungen im Herbst hatten trotz ihrer emotionalen Wirkung nur moderaten Einfluss auf die Entwicklung der Kapitalmärkte. Die Inflation, gemessen an der Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vormonat, sank in Deutschland dieses Jahr stark (+8,7% im Januar 2023 vs. 3,7% im Dezember 2023). Dies stärkte die Zuversicht der Marktteilnehmer, dass die Zentralbanken die Zinsen im Jahr 2024 früher als erwartet senken könnten und resultierte in einer Kapitalmarktrally, die insbesondere die Entwicklung der Zinsen und der Aktienmärkte beeinflusste. Während die Zinsen insbesondere im letzten Quartal deutlich fielen (10-Jahresswap, -71 Basispunkte vs. 2022), gewann der weltweite Aktienmarkt einen überdurchschnittlichen Zuwachs, wobei besonders die IT-Branche wesentlicher Treiber gewesen war. Für 2024 bleiben insbesondere die deutsche als auch globale Wirtschaftsentwicklung und die resultierende Auswirkung auf die Aktien-, Kredit- und Zinsmärkte, aber auch die Entwicklung der Inflation und der Energiepreise im Fokus unserer Beobachtungen. Diese werden in unseren strukturierten Anlageprozesses Eingang finden, um mögliche negative Auswirkungen auf unser diversifiziertes Portfolio durch Absicherungsmaßnahmen zu beschränken.
Aufgrund des 100-prozentigen Rückversicherungsvertrags mit der AXA Versicherung AG und der daraus folgenden in 2015 vollzogenen Übertragung der Kapitalanlagen an diesen konzerninternen Rückversicherer hält unsere Gesellschaft lediglich ein geringes Kapitalanlageportfolio mit einem Buchwert von 11,8 Mio. Euro (2022: 7,2 Mio. Euro). Diese Kapitalanlagen werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden. Dieses wird unter anderem durch eine ausgewogene Diversifikation und strikte Begrenzung von Konzentrationsrisiken gewährleistet.
Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die bewusst eingegangen, jedoch durch die im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und weitere risikomindernde Maßnahmen gesteuert werden. Zum Erhalt beziehungsweise Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und fortlaufend an das Kapitalmarktumfeld angepasst.
Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt.
Marktrisiken
Die Marktpreisrisiken unserer Gesellschaft beruhen im Wesentlichen auf Wertverlusten bei festverzinslichen Anlagen.
Die Auswirkungen diverser Faktoren auf die Marktwerte der Kapitalanlagen werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Zinsprodukten simuliert.
Die folgende Übersicht zeigt auf, wie sich eine Änderung der Marktzinsen kurzfristig auswirken würde.
| Renditeänderung des Rentenmarktes | Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen |
|---|---|
| Anstieg um 200 Basispunkte | - 62 Tsd. Euro |
| Anstieg um 100 Basispunkte | - 32 Tsd. Euro |
| Rückgang um 100 Basispunkte | + 33 Tsd. Euro |
| Rückgang um 200 Basispunkte | + 67 Tsd. Euro |
Unser Portfolio besteht zum größten Teil aus festverzinslichen Papieren, daher reagiert dessen Marktwert auf Veränderungen des Zinsniveaus, wobei das Risiko durch relativ kurze Durationen in den Fonds begrenzt ist.
Wir verfolgen die Entwicklung der Kapitalmärkte sehr genau. Sollten sich die zuvor gezeigten negativen Szenarien im laufenden Geschäftsjahr ganz oder teilweise einstellen oder am Bilanzstichtag vorliegen, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen. Diese beinhalten unter anderem notwendige Abschreibungen auf die nachhaltigen Werte einzelner Kapitalanlagen, den selektiven Verkauf einzelner Titel und den optionalen Einsatz von Wertsicherungsmaßnahmen, um die Portfolios kurzfristig gegen weitere Wertverluste abzusichern.
Kreditrisiken
Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners beziehungsweise Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren und Darlehen.
Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt nach einheitlichen internen Maßstäben in der AXA Gruppe.
Zusätzlich nehmen wir zur Überwachung der Ratings in Zusammenarbeit mit den von uns mandatierten Vermögensverwaltern Detailanalysen zu potenziell ausfallgefährdeten Wertpapieren vor, auf deren Basis dann über risikomindernde Maßnahmen entschieden wird. Für diese Analysen werden entscheidungsrelevante Marktinformationen herangezogen.
Die AXA easy Versicherung ist zu einem Anteil von 22 % der Kapitalanlagen (auf Marktwertbasis) in Staatsanleihen investiert. Auch wenn wir zurzeit Ausfälle innerhalb dieser Bestände aufgrund verschiedener Stützungsmaßnahmen nicht für ein wahrscheinliches Szenario halten, können wir künftige Abschreibungen auch vor dem Hintergrund politischer Unwägbarkeiten nicht ausschließen.
100 % der festverzinslichen Wertpapiere in unserem Bestand verfügen über ein Investment Grade Rating. Darüber hinaus sind sämtliche Investments unserer Rentenbestände besichert beziehungsweise von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem geringen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Bonität einzelner Emittenten sich in der Zukunft verschlechtert und damit Abschreibungsbedarf entstehen könnte.
Konzentrationsrisiken
Konzentrationsrisiken entstehen, wenn Unternehmen hohe einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingehen und daraus hohe Ausfallverluste resultieren können. Bei der Kapitalanlage entstehen Konzentrationsrisiken, wenn Investitionen in einzelne Kapitalanlageprodukte oder Emittenten oberhalb definierter Grenzen durchgeführt werden. Aus diesem Grunde stehen Konzentrationsrisiken im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken und werden durch die Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht. Aktuell werden jedoch keine derivativen Instrumente eingesetzt.
Liquiditätsrisiken
Aufgrund der vorab vereinnahmten sowie verzinslich und liquide angelegten Beiträge ist das Liquiditätsrisiko für Versicherungsunternehmen grundsätzlich gut steuerbar. Wir tragen dem Risiko unzureichender Liquidität durch eine mehrjährige Planung der Zahlungsströme Rechnung. Zusätzlich erfolgt für einen Zwölfmonatszeitraum eine Prognose auf Monatsbasis.
Es besteht kein wesentliches Liquiditätsrisiko wegen des 100-prozentigen Rückversicherungsvertrags unserer Gesellschaft mit der AXA Versicherung AG. Der Rückversicherungs-Saldenausgleich erfolgt einmal pro Jahr. Bei einem eventuell auftretenden unvorhergesehenen Liquiditätsbedarf werden auf der Grundlage des konzerninternen Liquiditätshilfeabkommens finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt.
Risikosteuerung der Kapitalanlagen
Innerhalb des AXA Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen im Einklang mit den Anforderungen von Solvency II implementiert. Der Vorstand definiert den Risikoappetit unserer Gesellschaft in Form von Limiten und Frühwarnwerten auf konkret messbare Risikokennzahlen, um die durch die Umsetzung der Geschäftsstrategie entstehenden Risiken wirksam zu begrenzen. Ein wesentlicher Teil dieser Limite und Frühwarnwerte bezieht sich auf Finanzmarktrisiken einschließlich Konzentrationsrisiken und muss im Rahmen der Kapitalanlagensteuerung eingehalten werden. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Kapitalanlagenrichtlinie mit dem Grundsatz unternehmerischer Vorsicht gemäß § 124 Abs. 1 Versicherungsaufsichtsgesetz.
Es ist ein strukturierter Anlageprozess definiert, dessen Ziel es ist, die Risiken in den Portfolios durch systematische und kontrollierte Abläufe zu steuern. Auf Basis des Vorschlags des Asset Liability Management Committee entscheidet der Vorstand über die Kapitalanlagestrategie, die im Einklang mit dem Risikoappetit der Gesellschaft sowie der internen Kapitalanlagerichtlinie sein muss. Dabei berücksichtigt die Asset Liability Management-Analyse insbesondere die versicherungstechnischen Verpflichtungen, die Bewertungsreserven sowie die Eigenkapitalausstattung. Das Investment Committee implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation). Hierbei werden die Risikoappetitlimite für die einzelnen Anlageklassen, die Duration des festverzinslichen Portfolios, die Bonität der Emittenten sowie die Konzentrationen gegenüber Einzelemittenten beachtet. Bei der Risikoeinschätzung wird dabei von einem dem jeweiligen Risiko adäquaten Prognosezeitraum ausgegangen. Zur Bewertung der Anlagerisiken steht eine Vielzahl von Risikomanagement-Instrumenten zur Verfügung.
Zum Zweck der effizienten Portfolioverwaltung und -steuerung können auch derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden. Mit diesen Instrumenten werden verschiedene Motive der Portfoliosteuerung umgesetzt: Absicherung, Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung. Das Hauptmotiv beim Einsatz von derivativen Instrumenten der Kapitalanlagen ist die Absicherung (Hedging), wodurch das im Portfolio liegende wirtschaftliche Risiko reduziert wird.
Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Asset Liability Management Committee und des Investment Committee wird das Kreditrisiko des Gesamtportfolios, einzelner Anlageklassen sowie kritischer Emittenten unter der systematischen Teilnahme des Chief Investment Officers und des Finanzvorstandes der AXA Konzern AG besprochen. In diesen Gremien wird über die Einhaltung der Risikoappetitlimite berichtet.
Das Audit and Risk Committee (ARC) wird regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen, die Risikosituation und die Einhaltung der Risikoappetitlimite des Konzerns und der Einzelgesellschaften informiert.
Operationelle und sonstige Risiken
Operationelle Risiken beinhalten Risiken aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen, Risiken aus Mitarbeiterverhalten sowie aus systembedingten oder externen Vorfällen. Informationsrisiken werden als Teil der operativen Risiken behandelt und beinhalten das Risiko, dass Informationen oder Informationssysteme nicht den erwarteten Wert für das Unternehmen liefern, strategische Ziele beeinflussen oder operative Verlust verursachen. Ferner sind Rechtsrisiken mit inbegriffen, welche die Möglichkeit eines Verlustes aufgrund von Veränderungen der aktuellen Rechtslage umfassen.
Unsere Gesellschaft beziehungsweise AXA Deutschland unterscheidet hierbei die Risikokategorien Interner Betrug, Externer Betrug, Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitssicherheit, Kunden-, Produkt- und Geschäftspraxis, Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsunterbrechung und Versagen von Systemen, Durchführungs-/Produkt-/Leistungs-/Prozessmanagement, konkrete Rechtsänderungen. Die aus Projekten resultierenden Risiken sind in den einzelnen Risikokategorien berücksichtigt. Als risikobewusste Versicherungsgruppe hat AXA Deutschland Prozesse und Systeme zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung der operationellen Risiken entwickelt. Um der wachsenden Bedeutung der Informationsrisiken zu begegnen, wurde im zentralen Risikomanagement eine Position zur expliziten Informationsrisikoüberwachung geschaffen.
Die Methoden und Prozesse werden kontinuierlich weiterentwickelt. Die operationellen Risiken sind in das Interne Kontrollsystem integriert. Eine Bewertung erfolgt sowohl qualitativ als auch quantitativ. Die Ergebnisse der Risikobewertung fließen in die Unternehmenssteuerung ein. Risiken, bei denen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit einem Eintreten zu rechnen ist, werden in Höhe ihres vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag als Rückstellung erfasst.
AXA Deutschland führt eine Sammlung von Daten aus operationellen Verlusten durch. Zudem ist AXA Deutschland (über die AXA Gruppe) Mitglied der Operational Riskdata Exchange Association (ORX), einer internationalen Plattform zum Austausch operationeller Verluste.
Zusätzlich werden auch Emerging Risks betrachtet, d.h. Risiken, die ggf. erst in mehreren Jahren relevant werden, da AXA Deutschland eine langfristige Perspektive einnimmt.
Das Risikoprofil der AXA Deutschland ist wie im Vorjahr durch Gerichtsentscheidungen und Gesetzesvorhaben geprägt. Änderungen von rechtlichen Regelungen, welche signifikante Auswirkungen auf die Risikosituation unserer Gesellschaft haben können, werden laufend auf ihre Auswirkungen auf die AXA analysiert. Um auf diese risikoadäquat reagieren zu können, existiert eine enge Zusammenarbeit des operationellen Risikomanagements mit den Organisationseinheiten Compliance und Corporate Oversight. In letzterer Einheit sind die Funktionen Datenschutz, Informationssicherheit, Informationsrisikomanagement, physische Sicherheit, Berechtigungsmanagement und operative Resilienz gebündelt, um den gestiegenen Anforderungen zu begegnen. Durch die angestrebte zunehmende Digitalisierung von AXA ebenso wie durch die generelle Zunahme von Cyber-Angriffen aber auch die wachsende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für Unternehmen der Finanzdienstleitungsbranche haben IT- bzw. Informationsrisiken eine große Relevanz im Risikoprofil, insbesondere mit den Themen Datenschutz und Informationssicherheit (Ausfall von Systemen, Datenverluste durch interne und externe Bedrohungen oder Verbreitung von die Datenintegrität bedrohender Schadsoftware). Zur Identifizierung und Beseitigung von IT-Schwachstellen und dem Management der Informationssicherheitsrisiken sind verschiedene Projekte bzw. Initiativen aufgesetzt. Auf diese Weise soll eine kontinuierliche Berücksichtigung der aktuellen und zukünftigen Entwicklungen im Bereich der Informationssicherheit sowie die Stabilisierung der Produktion gewährleistet werden. Interne Kontrollprozesse reduzieren Risiken im Zusammenhang mit der Erstellung des Jahresabschlusses.
Grundsätzlich besteht immer das Risiko, dass erhöhte Krankenstände Auswirkung zum Beispiel auf die Leistungsbearbeitung haben. Dem Risiko wird durch ein engmaschiges Monitoring und bei Bedarf durch den Einsatz ausgleichender Maßnahmen (z.B. flexibles internes steuern, externe Unterstützung) begegnet. Unsere Gesellschaft sieht derzeit keine erhöhte Risikolage aufgrund von Krankheitsraten.
Ähnliche Auswirkungen auf das Unternehmen hat der branchenübergreifende Fachkräftemangel. AXA Deutschland steht zunehmend dem Risiko unbesetzter Stellen gegenüber, was ebenfalls zu Arbeitsrückständen führen kann. Den neuen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt wird mit vielen neuen Initiativen auf verschiedenen Plattformen begegnet, um hier wettbewerbsfähig and attraktiv für Arbeitnehmer zu bleiben.
Darüber hinaus stehen Risiken aus der Einführung von Großprojekten unter besonderer Beobachtung. Bereits während der Projektphase werden erforderliche Maßnahmen identifiziert, sodass entstehende Risiken frühzeitig analysiert und gesteuert werden. Zusätzlich wird das operationelle Risikomanagement über jeden Projektchange informiert, um die Risikolage angemessen beurteilen zu können.
Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, aus Systemausfällen, Mitarbeiterausfall und anderen Katastrophenereignissen werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert. Notfallprozesse werden organisiert und alle notwendigen Präventivmaßnahmen zum Zweck der Unternehmenssicherheit ergriffen. Durch die Setzung verbindlicher Standards mit Fokus auf die operationellen Risiken sollen mögliche Negativfolgen reduziert und der wirtschaftliche Fortbestand der AXA jederzeit garantiert werden. Diese sehen vor, dass interne und externe Bedrohungen, die eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse zur Folge haben könnten, regelmäßig beurteilt werden.
Ein Vertreter des Bereichs Value- & Risk Management ist Mitglied im zentralen Krisenmanagement-Team, um die Sicht des Risikomanagements in der Krisenorganisation sicherzustellen.
Auch strategische, Reputations- und weitere Rechtsrisiken wie auch Risiken aus regulatorischen Anforderungen werden permanent eng überwacht und das Instrumentarium, insbesondere an präventiven Maßnahmen, ständig überprüft und erweitert. Diese Maßnahmen inklusive der umfassenden Analyse und Bewertung sind geeignet, unsere in ihrer Bedeutung als gemäßigt eingeschätzten operationellen Risiken auf ein angemessenes Niveau zu reduzieren.
Ferner können Risiken aus der Anwendung steuerlicher Vorschriften entstehen. Diesen begegnen wir durch ein systematisches Management aller steuerlich relevanten Prozesse unterstützt durch ein Tax Compliance Management System. Feststellungen aus steuerlichen Betriebsprüfungen früherer Jahre werden analysiert und bewertet und fließen in die Steuerung ein.
Als Teil ihrer unternehmerischen Verantwortung will die AXA easy Versicherung den gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts bewusst und aktiv begegnen. Unsere Gesellschaft ist gewissen Nachhaltigkeitsrisiken ausgesetzt. Hierzu zählen in erster Linie die physischen Auswirkungen des Klimawandels sowie transitorische Risiken, die sich im Zusammenhang mit dem Übergang zu einer nachhaltigeren, Kohlenstoffdioxid-ärmeren Welt materialisieren könnten. Zu den Nachhaltigkeitsrisiken gehören auch regulatorische Risiken, z.B. aus Änderungen in der Regulierung sowie Compliance- und Reputationsrisiken, die z. B. im Zusammenhang mit Greenwashing entstehen könnten. Wir beobachten und begleiten diese Aspekte fortlaufend.
Die AXA Gruppe hat entschieden, Klimaverpflichtungen in den Mittelpunkt des gruppenweiten Strategieplans zu stellen. Der hieraus abgeleitete „AXA fort Progress Index“ dient der Überwachung und Weiterentwicklung des übergeordneten Zieles „Climate Leadership“. Er beinhaltet gruppenweite Verpflichtungen und ist aufgeteilt in die drei aktiven Rollen von AXA als Investor, Versicherer und vorbildliches Unternehmen. Diese Vorgaben bilden derzeit die Basis für unsere lokalen Ziele und Initiativen.
Die im Folgenden genannten Initiativen im Bereich nachhaltiger Kapitalanlage und Zeichnungspolitik werden somit von den Versicherungsgesellschaften der weltweiten AXA Gruppe gemeinschaftlich getätigt, auch um die größte Wirkung zu entfalten. Damit wirken wir auf die Ursache ein und mitigieren das daraus resultierende Risiko für unsere Gesellschaft.
Nachhaltiges Investment ist ein strategisch wichtiges Thema für die AXA. Die Kernaspekte dieser Strategie sind der Einbezug von ESG-Kriterien in jegliche Investitionsentscheidungen, der Ausschluss von Investitionen in gewisse Wirtschaftssektoren (bspw. Kohle, Tabak, Palmöl, Teer Sand) beziehungsweise einzelne kritische Unternehmen, ambitionierte Ziele für grüne Kapitalanlagen, direkte Investitionen in soziale Projekte, die verantwortliche Wahrnehmung von Aktionärsrechten sowie die strategische Portfolio-Anpassung für mehr Klimaschutz.
Im Rahmen der Zeichnungspolitik hat AXA die Bereitstellung von Versicherungsschutz für klimaschädliche Geschäfte stark eingeschränkt, so werden beispielsweise weltweit keine Kohleminen und -kraftwerke versichert. Zudem hat AXA 2021 Ausschlüsse für Unternehmen der Gas- und Ölbranche beschlossen, sowohl für den Investitions- als auch für den Versicherungsbereich. In 2022 wurde eine spezielle Initiative gestartet, um Diskussionen mit Unternehmen aus dem Öl- und Gas Sektor zu führen. Dabei wurden die Transitionsphase anhand festgelegter Indikatoren bewertet.
Auch im eigenen Betrieb trägt AXA Deutschland zur Bekämpfung des Klimawandels bei. Seit 2008 erheben wir unsere Verbrauchsdaten, um unseren ökologischen Fußabdruck zu messen und Maßnahmen zur Reduzierung unserer Emissionen sowie von Wasser, Papier und Abfall abzuleiten.
Kapitalmanagement und Solvabilität
Die Steuerung der Kapitalbasis erfolgt nach den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Ziel ist es, die jederzeitige Erfüllung der versicherungsvertraglichen Verpflichtungen sicherstellen zu können - auch wenn im Extremfall die hierfür gebildeten versicherungstechnischen Rückstellungen unzureichend wären. Für die Bereitstellung des entsprechenden Eigenkapitals wird eine angemessene Verzinsung angestrebt.
Die AXA Gruppe hat ein Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung entwickelt, das Ende November 2015 von der französischen Versicherungsaufsicht ACPR (Autorate de Contrôle Prudentiel et de Resolution) genehmigt wurde und ab dem 1. Januar 2016 als Internes Modell unter Solvency II dient. Zur Sicherstellung der Angemessenheit des entwickelten internen Modells der AXA Deutschland fand auch im Geschäftsjahr 2023 ein umfassender Austausch mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) statt.
Für die Solvabilität unserer Gesellschaft wurden die gültigen aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Basierend auf den Berechnungen des genehmigten Internen Modells übertrifft die Solvenz Position unserer Gesellschaft die gesetzliche Anforderung und weist zusätzlich einen angemessenen Kapitalpuffer oberhalb dieses gesetzlichen Limits auf. Unsere Gesellschaft hat keine Verwendung der möglichen Übergangsmaßnahmen bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beantragt. Weitergehende Informationen können dem am 08. April 2024 zu veröffentlichenden Bericht über die Solvabilität und Finanzlage 20231 entnommen werden.
Im Juli 2013 wurde die weltweite AXA Gruppe durch das Financial Usability Board (FSB) als systemrelevant (Global Systemically Important Insurer [G-SII]) eingestuft. Aufgrund dessen unterliegt die AXA Gruppe den „G-SII Policy Measures“ der International Association of Insurance Supervisors (IAIS) und erfüllt die zusätzlichen Anforderungen wie die Erstellung von geforderten Sanierungs- und Abwicklungsplänen. Hierfür liefert die AXA Deutschland regelmäßig lokale Analysen. Die Erfüllung der ab 2019 erhöhten Kapitalanforderungen, wie der Basis-Kapitalanforderungen (Basic Capital Requirements, BCR), wird durch die Gruppe sichergestellt.
Zusammenfassende Darstellung der Risikolage
Die Gesamtrisikosituation unserer Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 trotz stark gestiegener Inflation sowie Belastungen durch Naturkatastrophen nicht wesentlich verändert. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen eines schwachen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes sind jedoch schwer abzuschätzen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden. Unserer Einschätzung nach werden wesentliche Risiken frühzeitig erkannt, bewertet und gesteuert. Wie in den Vorjahren zeigt die Solvabilität auch im Jahr 2023 eine Überdeckung.
Sonstige Angaben
Besitzverhältnisse
Die AXA Konzern AG, Köln, hält 100 % am Grundkapital unserer Gesellschaft, mit ihr besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.
Dienstleistungsverträge innerhalb des AXA Konzerns
Die Geschäftsfunktionen unserer Gesellschaft werden im Rahmen eines Master-Dienstleistungsvertrages im Wesentlichen durch die AXA Konzern AG ausgeübt. Deshalb beschäftigt die AXA easy Versicherung AG auch keine eigenen Mitarbeiter:innen.
Die Geschäftsfunktionen unserer Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2023 auf Basis des Master-Dienstleistungsvertrags vom 15. Dezember 2017 in der Fassung des Nachtrags Nr. 2 vom 1. April 2020 im Wesentlichen durch die AXA Konzern AG erbracht.
Ausblick und Chancen
Deutschlands wirtschaftliche Aussichten für 2024 eher bescheiden
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck rechnet für die deutsche Wirtschaft in den kommenden Jahren nur noch mit niedrigen Wachstumsraten. Das geht aus dem Jahreswirtschaftsbericht 2024 hervor. Vor dem Hintergrund des beschleunigten demografischen Wandels, vernachlässigter Standortfaktoren sowie einer durch geopolitische Gefahren geprägten Weltwirtschaft bestehe das Risiko einer anhaltenden wirtschaftlichen Schwächephase. Für das Jahr 2024 wird ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,2 % erwartet. Grund für den Wachstumsrückgang seien auch die Einsparungen, die nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts vom November 2023 notwendig geworden seien. Um die Wirtschaft wieder langfristig auf Wachstumskurs zu bringen, sei in den kommenden Jahren ein sehr viel dynamischeres Investitionsgeschehen nötig. Mit Ausblick auf das laufende Jahr sei ausgehend von den Entwicklungen des vergangenen Jahres von einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage auszugehen. Die Inflation ist im Jahresverlauf deutlich zurückgegangen und lag im Januar 2024 bei 2,9 %. Für das laufende Jahr wird mit einem Rückgang auf 2,8 % gerechnet.
Deutsche Versicherungsbranche blickt verhalten optimistisch nach vorn
Für das laufende Geschäftsjahr 2024 erwarten die deutschen Versicherer vor dem Hintergrund steigender Nominallöhne und nachlassender Inflation ein Beitragswachstum von 3,8 %.
In der Schaden- und Unfallversicherung geht der Verband von Beitragszuwächsen in Höhe von 7,7 % aus, da insbesondere die Entwicklung in der Kfz-Versicherung von Nachholeffekten geprägt sein wird. Hier wird sogar mit einem Beitragszuwachs von 10 % gerechnet. Allerdings sei davon auszugehen, dass die Reparaturkosten weiter steigen werden.
Für unsere Gesellschaft erwarten wir für 2024 einen leichten Anstieg der Bruttobeiträge insbesondere aufgrund der Weiterentwicklung von Kooperationen und Tarifen. Auch im kommenden Jahr erwarten wir vergleichsweise hohe Preissteigerungen bei den Schadenkosten. Im Fokus steht eine hohe Zeichnungsdisziplin, um das Kraftfahrtgeschäft in einem herausfordernden Wettbewerbsumfeld nachhaltig profitabel zu betreiben. Wir gehen davon aus, dass sich die Schadenquote bei der AXA easy Versicherung vor allem durch Tarifanpassungen verbunden mit einer Reduktion des Neugeschäftsvolumens deutlich verbessern wird. Da die Kostenquote wegen geringerer Abschlusskosten leicht sinken wird, erwarten wir eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbesserte kombinierte Schaden-Kostenquote. Für 2024 gehen wir trotz des weiterhin anspruchsvollen Marktumfelds insgesamt von einem deutlich verbesserten, positiven versicherungstechnischen Bruttoergebnis aus.
Das ordentliche Kapitalanlageergebnis wird voraussichtlich aufgrund geringerer Zinseinnahmen stark sinken. Für das außerordentliche Kapitalanlageergebnis gehen wir hingegen von einem deutlichen Anstieg durch erwartete Verkaufsgewinne beim Geldmarktfonds aus. Das Geschäftsergebnis wird sich in 2024 im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des deutlich höheren Kapitalanlageergebnisses und etwas geringerer sonstiger Kosten deutlich verbessern jedoch wieder negativ ausfallen.
Allen Mitarbeitenden, die für die AXA tätig waren, danken wir für den im Jahr 2023 gezeigten Einsatz. Unser Dank gilt ebenso allen Vertriebspartner:innen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Köln, den 14. März 2024
Der Vorstand
Rupp
Pape
Anlagen zum Lagebericht
Geschäftsgebiet
Bundesrepublik Deutschland
Betriebene Versicherungszweige
| • | Unfallversicherung Kraftfahrtunfallversicherung |
| • | Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung |
| • | Sonstige Kraftfahrtversicherung Fahrzeugvollversicherung, Fahrzeugteilversicherung |
| • | Beistandsleistungsversicherung |
Bilanz zum 31. Dezember 2023
Aktiva
| in Euro | 2023 | 2022 | ||
|---|---|---|---|---|
| A. Kapitalanlagen | ||||
| I. Sonstige Kapitalanlagen | ||||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 10.921.023 | 4.891.502 | ||
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 841.395 | 1.832.324 | ||
| 3. Sonstige Ausleihungen | ||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 0 | 450.295 | ||
| 11.762.418 | 11.762.418 | 7.174.121 | ||
| B. Forderungen | ||||
| I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an: | ||||
| 1. Versicherungsnehmer | 1.653.464 | 1.653.464 | 1.397.957 | |
| II. Sonstige Forderungen | 1.533.136 | 5.874.284 | ||
| davon an verbundene Unternehmen: 5.839.377 Euro (2021: 653.509 Euro) | ||||
| 3.186.600 | 7.272.242 | |||
| C. Sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 136.107 | 5.897.910 | ||
| II. Andere Vermögensgegenstände | 2.369.860 | 2.097.352 | ||
| 2.505.967 | 7.995.263 | |||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | ||||
| I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten | 20.096 | 41.392 | ||
| 20.096 | 41.392 | |||
| 17.475.081 | 22.483.017 | |||
| Passiva | ||||
| in Euro | 2023 | 2022 | ||
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 3.500.000 | 3.500.000 | ||
| II. Kapitalrücklage | 2.514.496 | 2.514.496 | ||
| III. Gewinnrücklagen | ||||
| 1. gesetzliche Rücklage | 350.000 | 350.000 | 350.000 | |
| 6.364.496 | 6.364.496 | |||
| B. Versicherungstechnische Rückstellungen | ||||
| I. Beitragsüberträge | ||||
| 1. Bruttobetrag | 15.585.319 | 14.196.652 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 15.585.319 | 14.196.652 | ||
| 0 | 0 | |||
| II. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | ||||
| 1. Bruttobetrag | 89.725.030 | 80.360.069 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 89.725.030 | 80.360.069 | ||
| 0 | 0 | |||
| III. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen | ||||
| 1. Bruttobetrag | 161.573 | 192.960 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 161.573 | 192.960 | ||
| 0 | 0 | |||
| 0 | 0 | |||
| C. Andere Rückstellungen | ||||
| I. Sonstige Rückstellungen | 314.172 | 538.172 | ||
| 314.172 | 538.172 | |||
| D. Andere Verbindlichkeiten | ||||
| I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber: | ||||
| 1. Versicherungsnehmern | 273.379 | 273.379 | 312.041 | |
| II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft | 7.914.721 | 14.361.044 | ||
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 14.361.044 Euro (2021: 13.713.436 Euro) | ||||
| III. Sonstige Verbindlichkeiten | 2.608.313 | 907.264 | ||
| davon aus Steuern: 684.146 Euro (2021: 494.789 Euro) | ||||
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 0 Euro (2021: 49.197 Euro) | ||||
| 10.796.413 | 15.580.349 | |||
| 17.475.081 | 22.483.017 |
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter den Posten B.II. der Passiva eingestellte Renten-Deckungsrückstellung unter Beachtung der §§ 341 f und 341 g HGB sowie der aufgrund des § 88 Abs. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnungen berechnet worden ist.
Köln, den 12. März 2024
Der Verantwortliche Aktuar: Jochen Kneiphof
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
| in Euro | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|
| I. Versicherungstechnische Rechnung | |||
| 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung | |||
| a) Gebuchte Bruttobeiträge | 69.690.456 | 64.557.481 | |
| b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge | 69.690.456 | 64.557.481 | |
| 0 | 0 | ||
| c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge1) | -1.388.667 | -5.817.183 | |
| d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen1) | -1.388.667 | -5.817.183 | |
| 0 | 0 | ||
| 2. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung | 0 | 0 | |
| 3. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung | |||
| a) Zahlungen für Versicherungsfälle | |||
| aa) Bruttobetrag | 52.924.490 | 39.987.455 | |
| ab) Anteil der Rückversicherer | 52.924.490 | 39.987.455 | |
| 0 | 0 | ||
| b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | |||
| ba) Bruttobetrag | 9.364.961 | 5.079.359 | |
| bb) Anteil der Rückversicherer | 9.364.961 | 5.079.359 | |
| 0 | 0 | ||
| 4. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen1 | 0 | 0 | |
| 5. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung | |||
| a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb | 9.381.411 | 10.510.118 | |
| aa) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | 9.381.411 | 10.510.118 | |
| 0 | 0 | ||
| 6. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung | 0 | 0 | |
| 7. Zwischensumme | 0 | 0 | |
| 8. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | 0 | 0 | |
| Aufgrund des 100-prozentigen Rückversicherungsvertrages ergeben sich bei den Positionen, die für eigene Rechnung anzugeben sind, Nullbeträge. | |||
| II. Nichtversicherungstechnische Rechnung | |||
| 1. Erträge aus Kapitalanlagen | |||
| a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | 10.749 | 21.064 | |
| b) Erträge aus Zuschreibungen | 29.521 | 0 | |
| 40.270 | 21.064 | ||
| 2. Aufwendungen für Kapitalanlagen | |||
| a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen | 8.473 | 5.989 | |
| b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen | 0 | 3.309 | |
| c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 0 | 7.436 | |
| 8.473 | 16.734 | ||
| 31.797 | 4.331 | ||
| 3. Technischer Zinsertrag | -181 | -185 | |
| 31.616 | 4.146 | ||
| 4. Sonstige Erträge | 214.758 | 148.119 | |
| 5. Sonstige Aufwendungen | 940.552 | 754.927 | |
| -725.794 | -606.807 | ||
| 6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | -694.178 | -602.661 | |
| 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -224.035 | -192.869 | |
| davon aus Organschaftsumlage: -192.869 Euro (2021: -144.426 Euro) | |||
| 8. Sonstige Steuern | 695 | 69 | |
| -223.340 | -192.800 | ||
| 9. Ertrag aus Verlustübernahme aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages mit der AXA Konzern AG | 470.839 | 409.861 | |
| 10. Jahresüberschuss | 0 | 0 |
Anhang
Angaben zur Identifikation gem. § 264 Abs. 1a HGB
Die AXA easy Versicherung AG mit Sitz in Köln ist ein Tochterunternehmen der AXA Konzern AG. Sie ist in dem vom Amtsgericht Köln geführten Handelsregister mit der Handelsregisternummer HR B 73344 eingetragen.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Sowohl der Jahresabschluss als auch der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurden nach den für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) erstellt.
Aktiva
Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die nach den für das Umlaufvermögen geltenden Vorschriften bewertet werden, werden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwerten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wird auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwert zugeschrieben, sofern der beizulegende Zeitwert wieder gestiegen ist.
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet werden, werden entsprechend dem gemilderten Niederstwertprinzip mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dem dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Agio- und Disagiobeträge werden ratierlich über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst.
Die dauerhafte Wertminderung eines Wertpapiers wird angenommen, wenn der Zeitwert des Wertpapiers einen Werteverfall aufgrund einer wesentlichen Verschlechterung des Ratings/der Bonität eines Emittenten aufzeigt und aus diesem Grund von einem (Teil-) Ausfall des Schuldtitels ausgegangen wird.
Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wird auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existieren.
Namensschuldverschreibungen werden mit den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht, falls erforderlich, vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge werden ratierlich über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst.
Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft werden mit dem Nennwert abzüglich angemessener Einzel- beziehungsweise Pauschalwertberichtigungen angesetzt.
Die übrigen, nicht einzeln erwähnten Aktivposten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.
Da eine ertragsteuerliche Organschaft mit der AXA Konzern AG besteht, werden etwaige bestehende aktive latente Steuern der Gesellschaft bei dem Organträger AXA Konzern AG ausgewiesen.
Passiva
Die Beitragsüberträge wurden für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft pro rata temporis unter Berücksichtigung unterjähriger Fälligkeiten nach Abzug äußerer Kosten ermittelt.
Die Anteile der Rückversicherer ergaben sich aus der Fälligkeitsstruktur in den Rückversicherungsbeständen. Der koordinierte Ländererlass vom 20. Mai 1974 wurde berücksichtigt.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthält die Rückstellung für Entschädigungen, die Renten-Deckungsrückstellung und die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen. Die Rückstellung für Entschädigungen für das selbst abgeschlossene Geschäft wurde inventurmäßig je Einzelschaden festgesetzt und fortgeschrieben. Bei der Ermittlung der einzelnen Schadenrückstellungen wurden Ansprüche aus Regressen und Provenues abgesetzt, soweit ihre Realisierbarkeit feststand oder zweifelsfrei bestimmbar war. Die Anteile der Rückversicherer an den Rückstellungen wurden den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend ermittelt.
Die Spätschadenrückstellung für eingetretene, bis zur Schließung des Schadenregisters nicht gemeldete Versicherungsfälle wurde nach den Erfahrungswerten der Vorjahre ermittelt.
Die Ermittlung der Renten-Deckungsrückstellung erfolgte aus dem selbst abgeschlossenen Geschäft versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung der Tafel DAV 2006 HUR in der Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung für Renteneintritte ab 01. Januar 2017 mit einem Rechnungszins von 0,90 % und für Renteneintritte ab 01. Januar 2022 von 0,25 %.
Damit beinhalten die biometrischen Rechnungsgrundlagen angemessene Sicherheiten. Ein signifikantes Risiko aus der Langlebigkeit ist nach derzeitigen Erkenntnissen nicht ersichtlich.
Die Rückstellung für Schadenregulierungskosten wurde unter Beachtung des koordinierten Ländererlasses vom 22. Februar 1973 errechnet. Die Anteile der Rückversicherer an den Rückstellungen wurden den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend ermittelt.
Die Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen wurde in Höhe der Beitragsguthaben für den Zeitraum vom Beginn der Unterbrechung des Versicherungsschutzes bis zum Bilanzstichtag gebildet. Die Beitragsguthaben wurden für jeden Vertrag einzeln ermittelt.
Die Rückstellung für späteres Storno wurde nach den Erfahrungswerten der Vergangenheit festgestellt.
Die Rückstellung aufgrund der Verpflichtung aus der Mitgliedschaft in der Verkehrsopferhilfe e. V. wurde entsprechend der Aufgabe des Vereins für das vorhergehende Geschäftsjahr gebildet.
Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Die anderen Verbindlichkeiten wurden nach § 253 Abs. 1 HGB mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Die übrigen nicht einzeln erwähnten Passivposten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.
Gewinn- und Verlustrechnung
Erträge und Aufwendungen werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.
Grundlagen für die Währungsumrechnung
Fremdwährungspositionen werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.
Zeitwerte der Kapitalanlagen
Die Offenlegung von Zeitwerten der Kapitalanlagen erfolgt entsprechend den Vorschriften §§ 54 ff. der RechVersV. Die Angaben werden zum Bilanzstichtag erstellt.
Als beizulegende Zeitwerte für Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere werden Börsenkurse, Rücknahmepreise oder Nettoinventarwerte per 31. Dezember 2023 verwendet.
Als beizulegende Zeitwerte für Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden im Wesentlichen die Börsenkurse per 31. Dezember 2023 angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ohne Börsennotierung werden auf Grundlage von Discounted-Cash-Flow -Methoden ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte für Namensschuldverschreibungen werden anhand der Swap-Kurve (ICAP 1 - 50 Jahre) und der Euribor- Zinssätze im Geldmarktbereich (1 Tag - 11 Monate) sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2023 ermittelt.
Einbeziehung in den Konzernabschluss
Durch die Einbeziehung der Gesellschaft in den Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, lagen einzelne Buchungsschlusstermine vor dem 31. Dezember des Geschäftsjahres. Die Zahlungsvorgänge grenzten wir über die sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten ab. Dadurch ergaben sich keine wesentlichen Einflüsse auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Angaben zur Bilanz
Aktiva
| Entwicklung der Aktivposten A.I. im Geschäftsjahr 2023 in Euro |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzwerte Vorjahr | Zugänge | Abgänge | Zuschreibungen | Bilanzwerte Geschäftsjahr | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| A.I. Sonstige Kapitalanlagen | |||||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investment- | 4.891.502 | 6.000.000 | 0 | 29.521 | 10.921.023 |
| vermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | |||||
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.832.324 | 0 | 990.930 | 0 | 841.395 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | |||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 450.295 | 0 | 450.295 | 0 | 0 |
| Summe A.I. | 7.174.121 | 6.000.000 | 1.441.224 | 29.521 | 11.762.418 |
| Gesamt | 7.174.121 | 6.000.000 | 1.441.224 | 29.521 | 11.762.418 |
| Zeitwert der Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2023 gemäß § 54 RechVersV (in Euro) | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2023 Bilanzwerte | 2023 Zeitwerte zu Anschaffungskosten bilanziert | 2023 Zeitwerte zum Nennwert bilanziert | 2023 Zeitwerte Summe | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A.I. Sonstige Kapitalanlagen | ||||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 10.921.023 | 11.254.392 | 0 | 11.254.392 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 841.395 | 803.786 | 0 | 803.786 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | ||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe A.I. | 11.762.418 | 12.058.179 | 0 | 12.058.179 |
| Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert | 295.761 |
| Zeitwert der Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2022 gemäß § 54 RechVersV (in Euro) | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2022 Bilanzwerte | 2022 Zeitwerte zu Anschaffungskosten bilanziert | 2022 Zeitwerte zum Nennwert bilanziert | 2022 Zeitwerte Summe | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A.I. Sonstige Kapitalanlagen | ||||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 4.891.502 | 4.891.502 | 0 | 4.891.502 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.832.324 | 1.760.500 | 0 | 1.760.500 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | ||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 450.295 | 450.135 | 0 | 450.135 |
| Summe A.I. | 7.174.121 | 7.102.137 | 0 | 7.102.137 |
| Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert | -71.984 |
A.I. Sonstige Kapitalanlagen
Bewertung von Kapitalanlagen wie Anlagevermögen gemäß § 341b Abs. 2 HGB
Auf der Grundlage nachfolgender Darstellungen nimmt die AXA easy Versicherung AG die Möglichkeit gemäß § 341b Abs. 2 HGB in Anspruch, Kapitalanlagen nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften zu bewerten, weil sie dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen.
Die Entscheidung über die Zweckbestimmung der Kapitalanlagen ist mit Beschluss des Vorstandes der AXA easy Versicherung AG wie folgt getroffen worden:
Im Geschäftsjahr 2023 waren Kapitalanlagen mit einem Buchwert in Höhe von 841 Tsd. Euro bewertet wie Anlagevermögen (2022: 1.832 Tsd. Euro). Dies entspricht einem Anteil von 7 % an den gesamten Kapitalanlagen (2022: 26 %).
Grundlage für die Bestimmung:
Die Bestimmung, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, wird aus folgenden Indikatoren abgeleitet:
1. Die AXA easy Versicherung AG ist in der Lage, die nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewerteten Kapitalanlagen so zu verwenden, dass sie dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen können.
2. Aufgrund der laufenden Liquiditätsplanung besitzt die AXA easy Versicherung AG die Fähigkeit zur Daueranlage der betreffenden Kapitalanlagen.
3. Die nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewerteten Kapitalanlagen werden in der Buchhaltung jeweils auf gesonderten Konten von den anderen Wertpapieren getrennt erfasst. Eine depotmäßige Trennung von Anlage- und Umlaufvermögen ist gewährleistet.
Voraussichtlich dauernde Wertminderung:
Bei den nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewerteten Kapitalanlagen werden Abschreibungen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung (gemäß § 341b Abs. 2) HGB vorgenommen.
Die Methoden für die Beurteilung der voraussichtlich dauernden Wertminderung bei Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. Hieraus ergab sich keine Notwendigkeit für außerplanmäßige Abschreibungen.
Der Bestand an Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren, die wie Anlagevermögen bewertet werden, weist zum 31.12.2023 stille Lasten in Höhe von -38 Tsd. Euro aus.
Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung, aufgrund unserer langfristigen Halteabsicht sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus.
Nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertete Kapitalanlagen
| in Tsd. Euro | 2023 | |
|---|---|---|
| Bilanzwerte | Zeitwerte | |
| --- | --- | --- |
| Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 841 | 804 |
| Summe Wertpapiere | 841 | 804 |
| Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert | -38 |
B.II Sonstige Forderungen
Die hier ausgewiesenen Beträge entfallen nahezu vollständig auf Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 1.438 Tsd. Euro (2022: 5.839 Tsd. Euro).
C.II. Andere Vermögensgegenstände
Die Position andere Vermögensgegenstände enthält bezahlte, jedoch noch nicht verrechnete Schäden in Höhe von 2.370 Tsd. Euro (2022: 2.097 Tsd. Euro).
D. Rechnungsabgrenzungsposten
Die Rechnungsabgrenzungsposten sind für die Zinsforderungen aus Kapitalanlagen gebildet worden.
Passiva
A. Eigenkapital
| in Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 3.500.000 | 3.500.000 |
| Kapitalrücklage | 2.514.496 | 2.514.496 |
| Gesetzliche Rücklage gem. § 300 Nr.1 AktG | 350.000 | 350.000 |
| Gesamtes Eigenkapital | 6.364.496 | 6.364.496 |
Das gezeichnete Kapital der AXA easy Versicherung AG betrug per 31. Dezember 2023 unverändert 3.500.000 Euro und war in 3.500.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je 1,00 Euro aufgeteilt.
B. Versicherungstechnische Bruttorückstellungen insgesamt
| in Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | 300 | 270 |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | 86.797.937 | 79.120.638 |
| Sonstige Kraftfahrtversicherungen | 18.673.586 | 15.628.714 |
| Sonstige Versicherungen | 99 | 60 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 105.471.922 | 94.749.682 |
B.II.1. Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
| in Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | 0 | 0 |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | 75.949.972 | 69.151.245 |
| Sonstige Kraftfahrtversicherungen | 13.775.057 | 11.208.823 |
| Sonstige Versicherungen | 1 | 1 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 89.725.030 | 80.360.069 |
C.I. Sonstige Rückstellungen
| in Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| darin enthalten: | ||
| Rückstellungen für Jahresabschlusskosten | 15.172 | 15.172 |
| Übrige Rückstellungen | 299.000 | 523.000 |
| Gesamt | 314.172 | 538.172 |
Bei den Rückstellungen für Jahresabschlusskosten handelt es sich im Berichtsjahr ausschließlich um interne Jahresabschlusskosten. Bei den übrigen Rückstellungen handelt es sich zum größten Teil um eine Provisionsrückstellung, die erstmalig in 2017 gebildet wurde. Von 2016 bis 2022 war in den übrigen Rückstellungen auch eine Rückstellung für Tantiemen und Ertragsbeteiligung für einen Vorstand enthalten. Da ab dem Geschäftsjahr 2023 nur ein geringer Anteil der Gesamtvergütung der Vorstände gemäß Kostenschlüssel an die AXA easy weiterbelastet wurde, wird entsprechend die Rückstellung als prozentualer Anteil ermittelt.
D. II. Abrechnungsverbindlichkeiten
Die im Berichtsjahr ausgewiesenen Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft in Höhe von 7.915 Tsd. Euro (2022: 14.361 Tsd. Euro) bestehen in voller Höhe gegenüber verbundenen Unternehmen.
D. III. Sonstige Verbindlichkeiten
Hierin sind unter anderem Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 762 Tsd. Euro (2022: 684 Tsd. Euro) enthalten. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich überwiegend um kurzfristige Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden nicht. Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, sind nicht vorhanden.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
I.1.a) Gebuchte Bruttobeiträge
| in Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | 1.758 | 1.848 |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | 48.394.908 | 45.106.563 |
| Sonstige Kraftfahrtversicherungen | 20.993.790 | 19.249.070 |
| Sonstige Versicherungen | 300.000 | 200.000 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 69.690.456 | 64.557.481 |
I.1. Verdiente Bruttobeiträge
| in Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | 1.728 | 1.812 |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | 47.480.302 | 41.074.010 |
| Sonstige Kraftfahrtversicherungen | 20.519.759 | 17.464.476 |
| Sonstige Versicherungen | 300.000 | 200.000 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 68.301.789 | 58.740.298 |
Die verdienten Bruttobeiträge sind im Geschäftsjahr um 9.561 Tsd. Euro bzw. 16,3 % auf 68.302 Tsd. Euro gestiegen.
I.1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
Die verdienten Beiträge für eigene Rechnung belaufen sich auf 0 Euro, da zwischen der AXA easy Versicherung AG und der AXA Versicherung AG ein 100-prozentiger Quotenrückversicherungsvertrag besteht.
I.3. Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
| in Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | 0 | 0 |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | 39.832.923 | 29.304.584 |
| Sonstige Kraftfahrtversicherungen | 21.816.160 | 15.428.532 |
| Sonstige Versicherungen | 640.368 | 333.699 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 62.289.451 | 45.066.815 |
Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen um 17.222 Tsd. Euro auf 62.289 Tsd. Euro und die Schadenquote erhöhte sich um 14,5 Prozentpunkte auf 91,2 %.
I.5.a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
| in Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | 5 | 8 |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | 7.755.417 | 9.003.453 |
| Sonstige Kraftfahrtversicherungen | 1.625.148 | 1.505.923 |
| Sonstige Versicherungen | 840 | 735 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 9.381.410 | 10.510.119 |
Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb des Geschäftsjahres entfielen 6.677 Tsd. Euro (2022: 7.955 Tsd. Euro) auf Abschlusskosten und 2.705 Tsd. Euro (2022: 2.555 Tsd. Euro) auf Verwaltungskosten. Die Abschlusskostenquote sank um 3,7 Prozentpunkte auf 9,8 % (2022: 13,5 %). Die Verwaltungskostenquote sank leicht um 0,3 Prozentpunkte auf 4,0 %.
Rückversicherungssaldo
| in Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | -1.723 | -1.804 |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | 108.039 | -2.765.973 |
| Sonstige Kraftfahrtversicherungen | 2.921.549 | -530.021 |
| Sonstige Versicherungen | 341.208 | 134.433 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 3.369.073 | -3.163.365 |
| - = zugunsten der Rückversicherer |
Der Rückversicherungssaldo setzt sich zusammen aus den verdienten Beiträgen des Rückversicherers und den Anteilen des Rückversicherers an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle und den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb.
I.8. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
Aufgrund des bestehenden 100-prozentigen Quotenrückversicherungsvertrages zwischen der AXA Versicherung AG und der AXA easy Versicherung erfolgt eine Abgabe sämtlicher versicherungstechnischer Salden an die AXA Versicherung AG. Das versicherungstechnische Ergebnis der AXA easy Versicherung beträgt demnach Null Euro. Das versicherungstechnische Bruttoergebnis hat einen Saldo in Höhe von -3.244 Tsd. Euro (2022: 3.332 Tsd. Euro).
II.1.b) Erträge aus Zuschreibungen auf Kapitalanlagen
Bei den Erträgen aus Zuschreibungen gemäß § 253 Abs. 5 HGB in Höhe von 30 Tsd. Euro (Vorjahr: 0 Tsd. Euro) handelte es sich um eine Zuschreibung bei einem Geldmarktfonds bedingt durch eine Wertaufholung im Umlaufvermögen.
II.2.b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen
Bei den Kapitalanlagen wurden im Berichtsjahr keine Abschreibungen (2022: 3 Tsd. Euro außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Absatz 4 HGB) vorgenommen.
II.3. Technischer Zinsertrag
Der technische Zinsertrag wurde gemäß § 38 RechVersV ermittelt, dabei wurde der Zins für die Rentendeckungsrückstellungen aus dem arithmetischen Mittel des Anfangs- und Endbestandes der Rückstellung berechnet.
II.4. Sonstige Erträge
Die Sonstigen Erträge stammen aus der Rückerstattung von Bankgebühren in Höhe von 84 Tsd. Euro, aus sonstigen Zinserträgen in Höhe von 58 Tsd. Euro, aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 37 Tsd. Euro sowie aus der Ausbuchung kleinerer Verbindlichkeiten in Höhe von 36 Tsd. Euro.
II.5. Sonstige Aufwendungen
Die Sonstigen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen für Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in Höhe von 294 Tsd. Euro, Kosten für Serviceleistungen der AXA Gruppe in Höhe von 229 Tsd. Euro, Prüfungskosten und Verbandsbeiträge in Höhe von 191 Tsd. Euro, Euro, die Bildung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 114 Tsd. Euro sowie Bankgebühren in Höhe von 113 Tsd. Euro.
II.7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Aufgrund des negativen Vorsteuerergebnisses ergibt sich ein Steuerertrag des Geschäftsjahres in Höhe von 223 Tsd. Euro (2022: Steuerertrag in Höhe von 193 Tsd. Euro). Seit dem Geschäftsjahr 2011 besteht eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft mit der AXA Konzern AG als Organträgerin.
II.9. Erträge aus Verlustübernahme
Nach Berücksichtigung des Steuerertrages weist unsere Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 471 Tsd. Euro (2022: Jahresfehlbetrag in Höhe von 410 Tsd. Euro) aus, der im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages von der AXA Konzern AG übernommen wird.
Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter
| in Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| 1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des | 3.770.432 | 5.126.575 |
| § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft | ||
| Aufwendungen insgesamt | 3.770.432 | 5.126.575 |
Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Unfallversicherung | 95 | 104 |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | 138.722 | 132.334 |
| Sonstige Kraftfahrtversicherungen | 117.796 | 112.080 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 256.613 | 244.518 |
Sonstige Angaben
Angaben nach § 285 Nr. 1, Nr. 2 HGB
Die Angaben zu den sonstigen Verbindlichkeiten sind in den Erläuterungen zu der entsprechenden Bilanzposition aufgeführt.
Angaben nach § 285 Nr. 3 und 3a HGB
Die AXA easy Versicherung AG besitzt keine Nachzahlungsverpflichtungen bei verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Investmentanteilen.
Angaben nach § 285 Nr. 7 HGB
Es sind keine Mitarbeiter bei der AXA easy Versicherung AG beschäftigt.
Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB
Die Vorstandsmitglieder und der Aufsichtsrat haben keine Vergütung erhalten. Die Tätigkeiten wurden im Rahmen der bestehenden Arbeitsverhältnisse von der AXA Konzern AG entlohnt und nur im Wege des Dienstleistungsvertrages zwischen den Gesellschaften verrechnet. Am Jahresende bestanden weder gegenüber Vorstandsmitgliedern noch gegenüber Aufsichtsratsmitgliedern Darlehen. Es wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen.
Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB
Die Abschlussprüferhonorare teilen sich nach Leistungsarten wie folgt auf:
| In Tsd. Euro | 2023 |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 66 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 16 |
| Sonstige Leistungen | 6 |
| Gesamt | 88 |
Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten die gesetzliche Jahresabschlussprüfung sowie die Prüfung der Solvabilitätsübersicht. Bei den Honoraren für andere Bestätigungsleistungen handelt es sich um gesetzlich vorgeschriebene Bestätigungsleistungen.
Angaben nach § 285 Nr. 19 HGB
Zum Bilanzstichtag befanden sich bei der AXA easy Versicherung AG keine derivativen Finanzinstrumente im Bestand.
Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB
Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Personen oder Unternehmen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden nicht getätigt.
Angaben nach § 285 Nr. 23 HGB
Zum Bilanzstichtag befanden sich bei der AXA easy Versicherung AG keine derivativen Finanzinstrumente im Bestand, die zu Sicherungszwecken abgeschlossen wurden.
Angaben nach § 285 Nr. 26 HGB
Weiterführende Angaben zu Anteilen beziehungsweise Aktien an inländischen beziehungsweise vergleichbaren EU- oder ausländischen Investmentvermögen im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches, aufgegliedert nach Anlagezielen:
| in Tsd. Euro | Marktwert | Buchwert | Reserven/Lasten | Ausschüttungen im Geschäftsjahr |
|---|---|---|---|---|
| Rentenfonds | 11.254 | 10.921 | 333 | 0 |
| Gesamt | 11.254 | 10.921 | 333 | 0 |
Angaben gemäß § 285 Nr. 30a HGB
Die Gesellschaft ist Teil einer Unternehmensgruppe, deren oberste Muttergesellschaft mit Sitz in Frankreich den französischen Umsetzungsregelungen zur globalen Mindestbesteuerung (OECD Pillar 2) ab dem Wirtschaftsjahr 2024 unterliegt. Darüber hinaus unterliegt die Gesellschaft in Deutschland ab dem Wirtschaftsjahr 2024 dem Mindeststeuergesetz und hat insbesondere die Regelungen zur nationalen Ergänzungssteuer zu beachten. Die Gesellschaft macht für die Wirtschaftsjahre bis 2026 aufgrund einer hinreichenden Steuerbelastung vom CbCR-Safe-Harbour Gebrauch und erwartet auch darüber hinaus keine steuerlichen Auswirkungen aus der Anwendung des Mindeststeuergesetzes.
Angaben gem. § 285 Nr. 33 HGB (Nachtragsbericht)
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind bei unserer Gesellschaft keine Vorgänge eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben.
Aufsichtsrat
Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB
Dr. Nils Reich (bis 31.10.2023)
Vorsitzender
Mitglied des Vorstandes der
AXA Konzern AG
Köln
Alexandra Postert (bis 31.10.2023)
stellv. Vorsitzende
Expertin Abschlussprüfung
Leiterin Financial Accounting & Reporting
AXA Konzern AG
Köln
Dr. Marc Daniel Zimmermann (ab 23.11.2023)
Vorsitzender
Mitglied des Vorstandes der
AXA Konzern AG
Köln
Eric Schöndube
stellv. Vorsitzender (ab 23.11.2023)
Experte Rechnungslegung
Leiter Financial Accounting & Reporting
AXA Konzern AG
Köln
Janina Hemmersbach (ab 23.11.2023)
Leiterin Controlling Sach-Sparte
AXA Konzern AG
Köln
Vorstand
Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB
Stefan Rupp
Mathematik, Risikomanagement,
Versicherungsmathematische Funktion,
Personal, Revision, Rechnungswesen,
Compliance, Controlling, Steuern,
Betriebsorganisation, Datenschutz, Geldwäsche
Fabian Maximilian Schneider (bis 29.02.2024)
Vorstandsvorsitzender
Kapitalanlagen, Verarbeitung/Schaden,
Produktmanagement, Rückversicherung, Recht
Christian Pape
Konzernkommunikation, Unternehmensentwicklung,
Marketing, IT/Digitalisierung, Projektmanagement,
Vertrieb
Angaben nach § 285 Nr. 14 HGB und § 160 Absatz 1 Nr. 8 AktG
Nach den vorliegenden Mitteilungen gemäß § 20 Absatz 1 und Absatz 4 AktG hält die AXA Konzern AG, Köln, 100 % am Grundkapital unserer Gesellschaft.
Im Verhältnis zur AXA Konzern AG, Köln, sind wir ein Konzernunternehmen im Sinne der §§ 15 ff. AktG in Verbindung mit § 18 Absatz 1 AktG.
Die AXA easy Versicherung, Köln wird in den Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, als kleinsten und größten Kreis von Unternehmen, zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Der Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorité des Marchés Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt. Der Konzernabschluss der AXA S.A. wird in englischer Sprache im Unternehmensregister unter AXA Konzern AG befreiender Konzernabschluss gem. § 291 HGB veröffentlicht.
Köln, den 14. März 2024
Der Vorstand
Rupp
Pape
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die AXA easy Versicherung AG, Köln
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der AXA easy Versicherung AG, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AXA easy Versicherung AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und |
| • | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
[1] Bewertung der Kapitalanlagen
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
(1) Sachverhalt und Problemstellung
(2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
(3) Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
[1] Bewertung der Kapitalanlagen
(1) Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden Kapitalanlagen in der Bilanz in Höhe von € 11.762.418 (67,3 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung der einzelnen Kapitalanlagen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert bzw. deren Zeitwert. Zur Ermittlung des beizulegenden Werts bzw. Zeitwerts wird der Marktpreis der jeweiligen Kapitalanlage herangezogen.
Nach § 341b Abs. 2 Satz 1 HGB können gewisse Kapitalanlagen von Versicherungsunternehmen, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet werden. Die Gesellschaft hat von der Regelung des § 341b Abs. 2 Satz 1 HGB Gebrauch gemacht und Kapitalanlagen in Höhe von € 841.395 wie Anlagevermögen bewertet. In diesem Fall werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen (gemildertes Niederstwertprinzip) und nur vorübergehende Wertminderungen als stille Lasten in Folgejahre vorgetragen. Eine Bestimmung als dauernd dem Geschäftsbetrieb dienend setzt eine Dauerhalteabsicht und -fähigkeit für diese Kapitalanlagen voraus.
Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung der Kapitalanlagen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft, des Umfangs der in Folge des gemilderten Niederstwertprinzips vorgetragenen stillen Lasten sowie den Ermessensspielräumen der gesetzlichen Vertreter bei der vorgenommenen Einschätzung hinsichtlich der Dauerhalteabsicht und -fähigkeit war die Bewertung der Kapitalanlagen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Kapitalanlagen für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unsere Bewertungsexpertise für Kapitalanlagen, unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Bewertung der Kapitalanlagen und Erfassung des Ergebnisses aus Kapitalanlagen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Kapitalanlagen vorgenommen. Wir haben unter anderem auch die zugrundeliegenden Wertansätze und deren Werthaltigkeit anhand der zur Verfügung gestellten Unterlagen nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzung überprüft. Hinsichtlich der Beurteilung vorhandener stiller Lasten haben wir gewürdigt, inwiefern die Voraussetzungen zur Dauerhalteabsicht und -fähigkeit vorlagen und vorhandene Wertminderungen nicht von Dauer sind. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Kapitalanlagen begründet und hinreichend dokumentiert sind.
(3) Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Kapitalanlagen sind in den Abschnitten „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ und „Angaben zur Bilanz“ des Anhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| • | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 24. März 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 31. Oktober 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2023 als Abschlussprüfer der AXA easy Versicherung AG, Köln, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Frank Trauschke.
Düsseldorf, den 14. März 2024
**PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Frank Trauschke, Wirtschaftsprüfer
ppa. Marina Haag, Wirtschaftsprüferin
Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des Geschäftsjahres 2023 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährige Berichte und in zwei Sitzungen wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes (AktG) über die allgemeine Geschäftsentwicklung, über grundlegende Angelegenheiten sowie die strategischen Ziele der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand weiterhin umfassend über die Risikosituation informiert. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in mehreren Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet.
In der bilanzfeststellenden Sitzung am 24. März 2023 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstandes über den Geschäftsverlauf 2022 und dem vorgelegten Jahresabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für 2023 vor, die eingehend erörtert wurde. Dabei informierte der Vorstand den Aufsichtsrat insbesondere über die strategischen Schwerpunkte für das Geschäftsjahr 2023.
In der Sitzung am 23. November 2023 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat ausführlich über den bisherigen Geschäftsverlauf und die vorläufige Planung 2024. Ein weiterer Schwerpunkt der Berichterstattung durch den Vorstand bildete der Überblick über strategischen Prioritäten 2023/2024. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat über die Risikosituation der Gesellschaft zusammen mit der Risikostrategie 2023 informiert sowie die Aktualisierung der IT-Strategie 2023 mit ihm erörtert.
Weiterhin hat am 24. März 2023 und am 23. November 2023 jeweils eine Sitzung des vom Aufsichtsrat gebildeten Prüfungsausschusses stattgefunden. Dieser ist mit dem Aufsichtsrat personenidentisch. In den beiden Sitzungen hat sich der Prüfungsausschuss jeweils mit der aktuellen Risikosituation der Gesellschaft, Compliance-Themen, den Ergebnissen und dem aktuellen Stand von Prüfungen der internen Revision und mit Nichtprüfungsleistungen befasst. An der Sitzung am 24. März 2023 haben Vertreter des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2022, Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, teilgenommen und über Prüfung des Abschlusses 2022 berichtet. In der Sitzung am 23. November 2023 hat eine Vertreterin des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023, PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, teilgenommen und zum Prüfungsauftrag, -ansatz, -zeitplan und erste Prüfungsinhalte ausgeführt.
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die gemäß dem Merkblatt der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zur fachlichen Eignung und Zuverlässigkeit von Mitgliedern von Verwaltungs- und Aufsichtsorganen gemäß VAG geforderte Selbsteinschätzung durchgeführt und sich mit dem Thema Entwicklungsplan befasst.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Lagebericht und die Solvabilitätsübersicht für das Geschäftsjahr 2023 sind von der durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer bestellten PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen beantwortet. Der Aufsichtsrat nahm den Bericht und die Erläuterungen zur Kenntnis. Die Prüfung von Jahresabschluss und Lagebericht durch den Aufsichtsrat ergab keine Beanstandung. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist.
Im vergangenen Jahr sind im Aufsichtsrat Personalveränderungen eingetreten. Frau Postert und Herr Dr. Reich haben ihre Aufsichtsratsmandate mit Wirkung zum 31. Oktober 2023 niedergelegt. Als Nachfolger hat die Hauptversammlung am 23. November 2023 Frau Hemmersbach und Herrn Dr. Zimmermann gewählt.
Der Aufsichtsrat spricht Frau Postert und Herrn Dr. Reich seinen Dank für die erfolgreiche Tätigkeit für die Gesellschaft aus. Unser besonderer Dank gilt weiterhin dem gesamten Vorstand und allen Mitarbeiter:innen der Dienstleistungsgesellschaften, die für die Gesellschaft im Jahr 2023 tätig geworden sind.
Köln, den 21. März 2024
Für den Aufsichtsrat
Dr. Marc Daniel Zimmermann, Vorsitzender
Eric Schöndube
Janina Hemmersbach
Impressum
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Colonia-Allee 10-20
51067 Köln
Tel.: 0221-148-41149
Fax: 0800 3557035
E-Mail: [email protected]
Internet: www.axa.de
Redaktion:
AXA Konzern AG, Köln
Corporate Communications
1 Der Bericht über die Solvabilität und Finanzlage ist nicht Bestandteil des Lageberichts und damit nicht prüfungspflichtig.