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AXA Audit Report / Information 2018

Dec 4, 2019

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Audit Report / Information

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Publication

AXA Konzern Aktiengesellschaft

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht

Innerhalb der AXA Deutschland nimmt die AXA Konzern AG die Leitungs- und Steuerungsfunktion für die verbundenen Unternehmen und Tochterunternehmen wahr.

Sie hält direkte und indirekte Mehrheitsbeteiligungen insbesondere an folgenden Gesellschaften:

- AXA Versicherung AG

- AXA Lebensversicherung AG

- AXA Krankenversicherung AG

- Deutsche Ärzteversicherung AG

- AXA Art Versicherung

- AXA easy Versicherung AG

- AXA Bank AG

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der AXA Konzern AG fand im Geschäftsjahr im nachfolgend beschriebenen Umfeld statt:

Deutsche Wirtschaft im längsten Aufschwung seit einem halben Jahrhundert

Die deutsche Wirtschaft zeigte sich wie auch in den Vorjahren im Jahr 2018 sehr robust. Dabei hat der seit neun Jahren anhaltende Aufschwung allerdings zuletzt an Dynamik eingebüßt, getrieben durch produktionsseitige Probleme der Automobilindustrie insb. im dritten Quartal, ungünstigere außenwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Kapazitätsengpässe. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2018 um 1,5 % höher als im Vorjahr. In den beiden vorangegangenen Jahren war das preisbereinigte BIP jeweils um 2,2 % gestiegen.

Damit zeigt die längerfristige Betrachtung, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2018 weiterhin über dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre von 1,2 % lag. Im europäischen Vergleich lag das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2018 unter dem Durchschnitt. Die Herbstprognose der Europäischen Kommission geht für die 19 Länder der Eurozone von einem BIP Wachstum in Höhe von 2,1 % aus.

Für Deutschland kamen die Wachstumsimpulse in 2018 erneut vorrangig aus dem Inland. Die privaten Haushalte steigerten ihre Konsumausgaben gegenüber dem Vorjahr um 1,0 %. Die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit 1,1 % unterdurchschnittlich. Die preisbereinigten Bruttoinvestitionen stiegen 2018 überdurchschnittlich um 4,8 %. In Ausrüstungen - das sind vor allem Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde preisbereinigt 4,5 % mehr investiert als im Vorjahr.

Die Bruttowertschöpfung ist in 2018 nahezu in allen Wirtschaftsbereichen gestiegen. Dabei lag die konjunkturelle Dynamik im Dienstleistungsbereich erstmals seit fünf Jahren über der im produzierenden Gewerbe.

Erbracht wurde die Wirtschaftsleistung von im Jahresdurchschnitt 44,8 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland. Das waren nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 562.000 oder 1,3 % mehr als im Jahr zuvor. Das ist der höchste Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Dieser Anstieg resultiert aus einer Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Der größte Beitrag resultiert aus zugewanderten Arbeitskräften, die altersbedingte demografische Effekte ausgleichen konnten. Erkennbar nehmen die Zuwanderungszahlen jedoch allmählich ab.

Im Jahresdurchschnitt 2018 waren in Deutschland nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 2,34 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Damit reduzierte sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 193.000. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte auf 5,2 %.

Zur Hochkonjunkturphase passt auch die im Jahr 2018 weiter anziehende Lohn- und Verbraucherpreisentwicklung. Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2018 ähnlich wie im Vorjahr um 1,9 %. Von 2014 bis 2016 hatten die Jahresteuerungsraten noch jeweils unterhalb von einem Prozent gelegen.

Zum Ende des dritten Quartals 2018 belief sich das Geldvermögen der privaten Haushalte nach Angaben der Deutschen Bundesbank auf 6.053 Mrd. Euro. Ende 2017 hatte das Geldvermögen 5.880 Mrd. Euro betragen. Anhaltend hoch war dabei die Präferenz für liquide oder als risikoarm empfundene Anlageformen. Die Mittel flossen erneut vor allem in Bargeld und Einlagen, gefolgt von Ansprüchen gegenüber Versicherungen. Auch das Engagement in Aktien und Investmentfondsanteilen war weiterhin ausgeprägt, schwächte sich allerdings gegenüber dem Vorjahr ab.

Gutes Jahr für die deutsche Versicherungswirtschaft

Die Versicherungswirtschaft hat 2018 die eigenen Prognosen aus dem Vorjahr übertroffen. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft stiegen die Beitragseinnahmen der rund 450 Branchenunternehmen 2018 um 2,1 % auf 202,2 Mrd. Euro. Damit wurde erstmals die Marke von 200 Milliarden Euro überschritten. Die Zukunftsprognose des GDV war für das Jahr 2018 dagegen von einem stabilen Beitragswachstum von 1,3 % ausgegangen.

Der Blick auf die unterschiedlichen Sparten zeigt ein differenziertes Bild. Die Wettbewerbssituation der Lebensversicherer bleibt aufgrund der marktdurchschnittlich geringen Gesamtverzinsung der Kapitalanlagen schwierig. Dabei konnte allerdings gegenüber dem im Vorjahr mit -0,1 % leicht rückläufigem Geschäft im Geschäftsjahr 2018 wieder ein solides Beitragswachstum von 1,4 % erzielt werden. Dies entspricht einem Beitragsvolumen von 91,9 Mrd. Euro. Die Einnahmen durch neu abgeschlossene Verträge mit laufenden Beiträgen erhöhten sich um 1,9 %, während das Einmalbeitragsgeschäft um 3,7 % gesteigert werden konnte. Einen weiter wachsenden Anteil in der Lebensversicherung machen Produkte mit alternativen Garantiekonzepten aus. Im Neugeschäft entfallen darauf inzwischen knapp 58 %. Damit ist der Anteil gegenüber dem Vorjahr um weitere acht Prozentpunkte gestiegen.

Die gesamten Beitragseinnahmen der privaten Krankenversicherung legten um 1,7 % auf 39,7 Mrd. Euro zu. Dabei entfielen auf die Krankenversicherung 37,1 Mrd. Euro, ein Plus von 1,8 %. In der Pflegeversicherung kletterten die Einnahmen um 0,2 % auf 2,6 Mrd. Euro. Die ausgezahlten Versicherungsleistungen haben sich in 2018 um 5,5 % auf 28,7 Mrd. Euro erhöht. Mit einer Gesamtzahl von 34,6 Millionen Voll- und Zusatzversicherungen konnte sich der Bestand um 300.000 Versicherungen erhöhen. Die Zahl der Zusatzversicherungen stieg um 1,2 % auf 25,8 Millionen, die Zahl der Vollversicherungen blieb stabil bei knapp 8,8 Millionen Versicherungen.

Die weiterhin günstige wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte wirkt sich stützend auf die Geschäftsentwicklung der Schaden- und Unfallversicherer aus. Hier konnte laut Hochrechnung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft eine Beitragssteigerung von 3,3 % erzielt werden. Die Bruttobeträge beliefen sich damit auf 70,6 Mrd. Euro. Ein besonders großes Beitragswachstum konnte bei der privaten Sachversicherung (+ 5,0 %) und dabei insbesondere bei der Wohngebäudeversicherung (+ 6,5 %) erzielt werden. In der Kraftfahrtversicherung verliert die Entwicklung der Beitragseinnahmen mit einem Wachstum von + 3,2 % (Vorjahr + 4,0 %) allerdings etwas an Dynamik. Erheblich höher als das Beitragswachstum war in 2018 allerdings der Anstieg der Leistungen auf inzwischen über 53,5 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 6,8 %. Die größten Leistungsanstiege gab es dabei im Bereich Industrie/Gewerbe/Landwirtschaft (+ 30 %) und der Wohngebäudeversicherung (+20 %). Ursächlich ist eines der schwersten Sturmjahre der vergangenen 20 Jahre und mehrere Feuergroßschäden. Mit einem versicherungstechnischen Gewinn von hochgerechnet 2,6 Milliarden Euro haben die Branchenunternehmen 2018 insgesamt erneut schwarze Zahlen geschrieben.

Niedrigzinsen, Digitalisierung

Weiterhin niedrige Zinsen und die an Fahrt aufnehmende Digitalisierung sind die drängendsten Themen der Versicherungsbranche.

Die Niedrigzinspolitik stellt die Versicherungsbranche weiter vor große Herausforderungen. Zwar wird an der einen oder anderen Stelle bereits über einen möglichen Ausstieg aus der ultraexpansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank diskutiert und entsprechend ist auch das Anleihekaufprogramm Anfang 2018 zunächst reduziert worden und wurde Ende des Jahres dann komplett gestoppt. Die Wende hin zu höheren Leitzinsen wollen die Währungshüter allerdings frühestens im Herbst 2019 einläuten. Da bei unveränderter Berechnungsmethodik der Zinszusatzreserve auch bei steigenden Kapitalmarktzinsen bis zu 103 Mrd. Euro in den nächsten fünf Jahren branchenweit zuzuführen gewesen wären, hat der Gesetzgeber die Berechnung im Interesse von Versicherten und Versicherer angepasst. Die ursprünglich geplante Sicherungsfunktion bleibt auch nach der Anpassung voll erhalten. Die Reserve wächst künftig allerdings in einem angemessenen Tempo, so dass für das Jahr 2018 noch mit einer branchenweiten Zuführung von 5 Mrd. Euro gegenüber der ursprünglich erwarteten Zuführung in Höhe von 20 Mrd. Euro gerechnet wird.

Die Digitalisierung in der Versicherungsbranche schreitet mit großen Schritten voran. Sie verändert die Branche mit hoher Geschwindigkeit und grundlegend. Geschäftsmodelle, Strukturen und Vertriebskanäle stehen dabei gleichermaßen auf dem Prüfstand. Sogenannte Insurtechs drängen auf den Markt. Wichtige Zukunftsthemen für den Sektor sind Big Data, Blockchain, künstliche Intelligenz und Cybercrime.

AXA setzt den Weg der Fokussierung in der betrieblichen Altersversorgung fort

Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie "Ambition 2020" konzentrieren wir uns in Zukunft auf die Wachstumsfelder Direkt- und Rückdeckungsversicherungen in der betrieblichen Altersversicherung. Der Fokus wird auf der Entwicklung neuer Produkte und Verkaufsansätze liegen, die konsequent auf heutige Kunden- und Marktanforderungen zugeschnitten sind. Die als Teil der Umsetzung dieser Unternehmensstrategie erfolgte Veräußerung der Pro bAV Pensionskasse AG an die Frankfurter Leben-Gruppe wurde nach erfolgreichem Abschluss des Inhaberkontrollverfahrens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Ende Oktober vollzogen. Bis zum Abschluss der technischen Migration des Versicherungsbestandes der Pro bAV Pensionskasse AG auf das Verwaltungssystem der Frankfurter Leben-Gruppe führt die AXA Konzern AG die operative Verwaltung des Versicherungsbestandes der Pro bAV auf der Basis eines Dienstleistungsvertrages fort.

Übergabe eines Sonderbestandes

Die bereits im Geschäftsbericht für 2017 angekündigte Übertragung eines Versicherungsbestandes (im Wesentlichen die von der ehemaligen DBV-Winterthur Lebensversicherung AG abgeschlossenen fondsgebundenen Versicherungsprodukte) auf einen externen Partner konnte Ende 2018 erfolgreich abgeschlossen werden, nachdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die hierfür erforderliche Genehmigung im Dezember 2018 erwartungsgemäß erteilt hat.

AXA ART Versicherung AG organisiert sich neu

Die AXA ART Versicherung AG hat im Geschäftsjahr 2018 ihre Restrukturierung im Wesentlichen abschließen können. So wird das für die Gesellschaft bedeutende, britische Geschäft nun durch eine in 2018 gegründete Niederlassung gezeichnet und verwaltet. Die britische Tochtergesellschaft, die vor Beginn der Restrukturierung als AXA ART Insurance Ltd. firmierte, ist nach Rechtsformwechsel und Sitzverlegung nach Deutschland im Wege der Verschmelzung in 2018 auf die AXA ART Versicherung AG verschmolzen worden. Das Geschäft in der Schweiz ist zum wesentlichen Teil im Wege eines Bestandsübertragungsvertrages auf die parallel gegründete, schweizerische Niederlassung der AXA ART Versicherung AG ebenfalls in 2018 übertragen worden. Der verbleibende Risikoträger in der Schweiz befindet sich im Run-Off. Sämtliche Transaktion erfolgten in Abstimmung und mit Genehmigung der zuständigen Aufsichtsbehörden. Die AXA ART Versicherung AG kann damit ihr europäisches Geschäft über Niederlassungen bzw. durch einen MGA in London zeichnen.

Ausbau der Beteiligung an der Roland-Gruppe

Im Dezember 2017 bzw. März 2018 haben die AXA Konzern AG sowie die Gothaer Finanzholding AG Kaufverträge mit den weiteren 4 Aktionären zur kompletten Übernahme der ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG unterzeichnet. Die ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG ist mit einem Marktanteil von mehr als zehn Prozent die Nr. 3 im Markt der deutschen Rechtschutzversicherer und ein Premium-Anbieter für Rechtsschutz mit 60 Jahren Erfahrung. Die Gesellschaft zählt mit Bruttobeitragseinnahmen in Höhe von 443 Millionen Euro im Jahr 2017 zu den wachstumsstärksten Anbietern der Branche. Nach dem Eintritt der sogenannten Closing-Bedingungen, insbesondere der Freigabe der zuständigen Aufsichts- und Kartellbehörden, wurde dieser Kauf am 1. Oktober 2018 vollzogen. Die AXA Konzern AG hält jetzt 60 Prozent, die Gothaer 40 Prozent der Anteile an der ROLAND Rechtschutz-Versicherungs-AG. AXA kann damit die Beitragseinnahmen der ROLAND Rechtschutz-Versicherungs-AG in seiner Konzernbilanz konsolidieren. Durch diese Aufstockung der Anteile hat der AXA Konzern seine Position im präferierten Bereich der Schaden- und Unfallversicherungen weiter ausgebaut.

Verkauf der AXA Life Europe

Die AXA-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2018 einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet, wonach sie ihre irische Tochtergesellschaft AXA Life Europe Ltd. an den Finanzinvestor Cinven veräußert. In Deutschland sind von dieser Transaktion ca. 230.000 Verträge betroffen. Derzeit ist ein Dienstleistungsvertrag zwischen der AXA Life Europe Ltd. und der AXA Konzern AG in Verhandlung, wonach der deutsche Bestand für die Vertragsdauer der betroffenen Versicherungsverträge, zumindest aber für weitere 30 Jahre ab Closing der Transaktion wie bisher von der AXA Konzern AG verwaltet werden soll. Das Closing dieser Transaktion soll im zweiten Quartal 2019 erfolgen.

Geschäftsentwicklung, Geschäftsergebnis und Ertragslage

Der Jahresüberschuss unserer Gesellschaft lag mit 492,4 Mio. Euro um 1,7 Mio. Euro unter dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Zu den wesentlichen Einflussgrößen dieser Entwicklung im Einzelnen:

Unsere Umsatzerlöse in Höhe von 1.153,7 Mio. Euro haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 49,5 Mio. Euro verringert und stammen insbesondere aus der Erbringung von Dienstleistungen an unsere Versicherungstochtergesellschaften.

Der Personalaufwand betrug 691,3 Mio. Euro und lag damit um 53,6 Mio. Euro über dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Dies ist im Wesentlichen auf eine im Rahmen der Unternehmensstrategie "Ambition 2020" verstärkte Investition in die Transformation der Belegschaft sowie auf einen Anstieg der Aufwendungen für Altersversorgung zurückzuführen.

Die Erträge aus Beteiligungen verminderten sich um 24,5 Mio. Euro auf 50,0 Mio. Euro. Dabei sank das Ergebnis der Kölnische Verwaltungs-AG aufgrund des niedrigeren Ergebnisses der AXA Konzern AG im Vorjahr um 40,5 Mio. Euro auf 25,8 Mio. Euro (Vorjahr: 18,3 Mio. Euro). Enthalten sind die Dividenden aus 2017 der Kepheus Beteiligungs- und Vermögenswerte GmbH in Höhe von 11,1 Mio. Euro, der deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG in Höhe von 4,3 Mio. Euro und der AXA Bank AG in Höhe von 3,5 Mio. Euro.

Die Erträge aus Gewinnabführungen nahmen um 57,2 Mio. Euro zu und beliefen sich im Berichtsjahr insgesamt auf 533,0 Mio. Euro:

Die größte Konzerngesellschaft AXA Versicherung AG erzielte ein Jahresergebnis in Höhe von 351,7 Mio. Euro (Vorjahr: 290,1 Mio. Euro). Dies ist vor allem auf ein verbessertes Kapitalanlageergebnis sowie eine positive Veränderung der Schwankungsrückstellung zurückzuführen.
Trotz eines rückläufigen Kapitalanlageergebnisses und einer höheren Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) stieg das Ergebnis der AXA Lebensversicherung AG um 12,3 Mio. Euro auf 74,5 Mio. Euro. Dies ist vor allem auf eine deutlich niedrige Zuführung zur Zinszusatzreserve, resultierend aus der Einführung der Korridormethode zur Berechnung des Referenzzinse, zurückzuführens. Das Jahresergebnis der Deutsche Ärzteversicherung AG betrug 14,8 Mio. Euro und lag damit um 0,8 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres.
Die AXA Krankenversicherung AG erzielte ein Ergebnis von 79,9 Mio. Euro (Vorjahr: 80,5 Mio. Euro), resultierend aus einem Rückgang des versicherungstechnischen Ergebnisses. Das Kapitalanlageergebnis blieb stabil.
Aufgrund eines rückläufigen Kapitalanlageergebnisses, maßgeblich bedingt durch niedrigere Erträge aus dem ausländischen Tochterunternehmen in Folge einer Verschmelzung einer ausländische Tochtergesellschaft, verringerte sich das Ergebnis der AXA ART Versicherung AG um 20,7 Mio. Euro auf 8,1 Mio. Euro.

Die Zinsen und ähnliche Erträge sanken um 56,3 Mio. Euro auf 25,1 Mio. Euro, im Wesentlichen bedingt durch niedrigere Erträge aus der Verzinsung von Steuererstattungen (gemäß § 233a AO).

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere betrugen 34,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) und entfielen hauptsächlich auf ein Darlehen (10,9 Mio. Euro) und zwei Fonds (12,5 Mio Euro).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sanken um 38,4 Mio. Euro auf 178,7 Mio. Euro. Diese Position wurde maßgeblich von den Zinsaufwendungen in Bezug auf die Pensionsrückstellung in Gesamthöhe von 160,4 Mio. Euro (davon 56,0 Mio. Euro saldierter Zinsaufwand und -ertrag aus der Aufzinsung und 104,4 Mio. Euro Zinsaufwand aus der Zinsänderung) sowie von der Verzinsung von Steuernachforderungen (gem. § 233a AO) in Höhe von 12,4 Mio. Euro bestimmt.

Der Aufwand aus Verlustübernahme betrug im Berichtsjahr 10,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro) und betraf mit 7,1 Mio. Euro die Kepheus Beteiligungs- und Vermögenswerte GmbH und mit 1,6 Mio. Euro die AXA Services & Direct Solutions GmbH.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag führten im Berichtsjahr zu einem Steuerertrag in Höhe von 66,1 Mio. Euro (Vorjahr: 43,6 Mio. Euro), der im Wesentlichen durch das gesunkene Ergebnis vor Steuern begründet ist.

Finanz- und Vermögenslage

Mit 3.241,7 Mio. Euro (Vorjahr: 3.204,6 Mio. Euro) betrug das Eigenkapital 52,4 % (Vorjahr: 52,1 %) der Bilanzsumme. Der Rückgang der Eigenkapitalquote ist auf den deutlich geringeren Bilanzgewinn zurückzuführen. Im Geschäftsjahr wurden 39,0 Mio. Euro in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Die Aktivseite der Bilanz wird durch das Anlagevermögen in Höhe von 4.422,2 Mio. Euro (Vorjahr: 4.236,0 Mio. Euro) beherrscht. Hiervon entfallen 3.792,7 Mio. Euro (Vorjahr: 3. 613,6 Mio. Euro) auf Anteile bzw. Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Beteiligungen. Darüber hinaus werden im Anlagevermögen Kapitalanlagen wie z.B. Schuldscheindarlehen und Rentenfonds dauerhaft gehalten.

Das Umlaufvermögen beinhaltet vor allem Forderungen gegen verbundene Unternehmen, insbesondere Forderungen aus der Ergebnisvereinnahmung aufgrund von Gewinnabführungsverträgen und sonstige Vermögensgegenstände. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich um 55,7 Mio. Euro auf 433,7 Mio. Euro. Die darin erhaltenen Forderungen aus erbrachten Dienstleistungen und Konzernumlagen zum Jahresende 2017 wurden zu Beginn des Geschäftsjahres 2018 weitgehend ausgeglichen. Die liquiden Mittel verringerten sich um 269,1 Mio. Euro auf 132,5 Mio. Euro (Vorjahr: 401,6 Mio. Euro).

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 1.148,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1.003,6 Mio. Euro) betrafen mit 794,7 Mio. Euro aktive latente Steuern der Organgesellschaften. Diese resultieren im Wesentlichen aus Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Pensionsrückstellungen, der Kapitalanlagen und der versicherungstechnischen Rückstellungen der Organgesellschaften.

Die drei großen Ratingagenturen bescheinigen der AXA Gruppe seit langem eine hohe Finanzkraft. Deren Einstufungen gelten ebenso für die großen deutschen Versicherungsgesellschaften der AXA Konzern AG. Standard & Poor's Ratings Services hatte zuletzt am 11. September 2018 seine Financial Strength Rating-Entscheidung für AXA unverändert auf AA- belassen und diese wie im Vorjahr mit einem stabilen Ausblick versehen. Wenige Tage danach, am 13. September 2018, hatte Moody's Investors Services seine Aa3 Insurance Financial Strength Rating fürdie AXA Gruppe wieder bekräftigt, möchte allerdings zunächst die Finanzierung des Erwerbs der XL Group Ltd durch die AXA in Paris abwarten und hat den Ausblick daher auf negativ gesetzt. Fitch Ratings bewertete AXA in ihrer Insurer Financial Strength Rating-Entscheidung vom 24. Mai 2018 weiterhin mit AA- und mit stabilem Ausblick.

Mitarbeiter: Voneinander lernen, miteinander wachsen

Per 31. Dezember 2018 waren insgesamt 9.756 (Vorjahr: 9.751) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den AXA Konzern tätig. Davon waren 539 in einem Auszubildendenverhältnis (Vorjahr: 505), 65 als Praktikant beschäftigt (Vorjahr: 75) und 101 als Stipendiat angestellt (Vorjahr: 71). Im abgelaufenen Jahr wurden 221 Azubis eingestellt; im Jahresdurchschnitt waren 449 Auszubildende für das Unternehmen tätig. Zudem bot der AXA Konzern im Jahresverlauf 225 Praktikanten und 151 Stipendiaten die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen in der Praxis zu sammeln. Die natürliche Fluktuationsrate lag weiterhin mit 2,5 % auf einem niedrigem Niveau (Vorjahr: 2,9 %).

Im letzten Jahr waren über 1600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von AXA in die Entwicklung einer neuen Arbeitgebermarke eingebunden. Ziel ist es, die Arbeitgeberattraktivität nachhaltig zu steigern: Ein verständliches und differenzierendes Identifikationsangebot zu schaffen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Fürsprecher zu gewinnen und den kulturellen Wandel zu transportieren sind dabei relevante Teile dieses Anspruchs. Beteiligte AXA Mitarbeiter einigten sich dazu auf folgenden Kern: Begeisterung für Neues - heute und in der Zukunft. Weiter flossen über 350 Mitarbeiterideen in die Kampagnenentwicklung ein. Mehr als 50 Kolleginnen und Kollegen ließen sich als "Models" für die neue Kampagne ablichten. Imageanzeigen, Video-Clips etc. finden sich intern an allen Standorten von AXA Deutschland wieder. Um neue Talente zu gewinnen, bedarf es zielgerichteter Employer Branding Aktivitäten mit interner, aber insbesondere auch externer Wirkung. Somit prägen auch externe Kommunikationskanäle von AXA die Kampagnenmotive und -botschaften. Dazu gehören etwa unsere Karriereseite sowie Social Media- und Messeaktivitäten. Der Erfolg dieser Bemühungen zeigt sich u.a. daran, dass 50 % der Besucher der Karriereseite von den Kampagnenaktivitäten stammen. Die Social Media Reichweite steigt deutlich und Bewerber greifen die neuen Botschaften in ihren Bewerbungen auf. Zudem wurde AXA mit seiner Arbeitgebermarkenstrategie für den HR Excellence Award nominiert und schaffte es unter die letzten vier in der Kategorie Employer Branding. Auch im internen Alltag wird die Kampagne aktiv aufgegriffen. Sehr gute Bewertungen auf der Bewertungsplattform Kununu oberhalb des Branchendurschnitts bestärken die Wirksamkeit des breit angelegten Maßnahmenpakets weiter. Somit ist die Arbeitgebermarke nicht nur attraktiv für die Menschen gestaltet, die die Kompetenzen für die Versicherung von Morgen mitbringen. Sie ist Teil der Unternehmensstrategie und unterstützt die kulturelle Transformation von AXA.

Seit Beginn des Jahres 2018 stehen den AXA Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern alle digitalen und nicht-digitalen Lernangebote im zentralen Learning-Management-System "Yes Learning" zur Verfügung. Diese umfassen sowohl das ressortübergreifende Lernangebot ("Skill Up") als auch die fachspezifischen Lernangebote der Ressort Schools sowie die digitalen Angebote der AXA Gruppe. Der Fokus der Lernangebote liegt wie im Vorjahr auf den zukünftig benötigten Kompetenzen von Führungskräften sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich in 2018 die Teilnahmen an den freiwilligen digitalen und nicht-digitalen Angeboten mehr als verdoppelt (mehr als 50.000 Teilnahmen zzgl. des Besuchs von Trainings externer Anbieter). Dies zeigt das hohe Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre persönliche Entwicklung sowie die Bedeutung, die AXA dieser bemisst. Dem erfolgreichen Führungskräfte-Trainingsprogramm, das Anfang 2018 nach zwei Jahren Laufzeit zum Abschluss kam, folgte ein breites Angebot neuer und innovativer Formate mit dem Fokus auf der Förderung von Austausch, Schaffung von Transparenz und Stärkung der Zusammenarbeit, mit dem Ziel gemeinsam und vereint an der Realisierung der Transformation zu arbeiten.

Der AXA Konzern hat mit den Programmen AXA Explorer und AXA Pioneer seine Entwicklungsprogramme weitergeführt. Damit werden Teilnehmende dabei unterstützt, ihre persönlichen Arbeits- und Verhaltensweisen zielgerichtet weiterzuentwickeln. Im Fokus stehen der Ausbau des persönlichen Netzwerks, die individuelle Vorbereitung auf nächste Karriereschritte und die Auseinandersetzung mit den strategischen Herausforderungen der AXA. Das Executive Assistant Program unterstützt Vorstandsassistenten dabei, neben ihrer Tätigkeit für den Vorstand einen umfassenden Einblick in den Konzern zu erhalten, um sich auf die Karriereschritte nach ihrer Assistententätigkeit vorzubereiten. Insgesamt waren 2018 ca. 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Teil dieser Entwicklungsprogramme.

AXA misst auch der Thematik "Diversity & Inclusion" (D&I) eine sehr hohe Bedeutung bei, da die Vielfalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als wichtige und bereichernde Ressource betrachtet wird. Im Rahmen von D&I setzt sich AXA u. a. für die Frauenförderung ein. Des Weiteren werden gezielte Maßnahmen zur Unterstützung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT) sowie hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ergriffen. Um langfristig den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu steigern, setzt AXA weiterhin auf bewährte Programme zur Entwicklungsförderung. Die Basis aller Programme ist hierbei die "Sponsoring Offensive", ein speziell für Frauen konzipiertes Programm. Hierbei haben Frauen, die Potenziale für Führungssaufgaben mit sich bringen, die Möglichkeit innerhalb eines Jahres mit Hilfe einer Führungskraft an ihrer Seite herauszufinden, ob Sie das Thema Führung interessiert und sie dafür geeignet sind. Der Fokus hierbei liegt darauf, weibliche Talente zu erkennen und zu fördern. Seit 2015 wird dieses Programm jährlich angeboten und 2018 konnten insgesamt 39 Teilnehmerinnen vermerkt werden. Die zweite Ebene beschreibt das "Gender Mentoring Programm", das ebenfalls jährlich angeboten wird. Seit 2010 wird hierbei die Förderung von potenzialstarken weiblichen und männlichen Führungskräften ausgebaut, indem sie jeweils einen Mentor aus der ersten Führungsebene oder Geschäftsleitungsebene zur Seite gestellt bekommen. Im Jahr 2018 haben insgesamt 23 Frauen und Männer an dem Gender Mentoring Programm teilgenommen. An der Spitze unserer Förderprogramme steht das sogenannte "Tandem-Programm", welches das Ziel verfolgt weibliche Führungskräfte, die nur noch wenig Entwicklungsbedarf für den nächsten Entwicklungsschritt zur ersten Führungsebene benötigen so zu fördern, dass dieser nächste Karriereschritt gelingt. Begleitet und unterstützt wird die Teilnehmerin über den Zeitraum von einem Jahr von einem Vorstandsmitglied als Sponsor. AXA möchte mit Hilfe dieser Programme einen nachhaltigen Pool an talentierten Nachwuchskräften aufbauen.

Ein weiterer Fokus von D&I liegt auf der Unterstützung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender. Im letzten Jahr hat AXA sich erneut gezielt auf der zielgruppenspezifischen Messe "Sticks & Stones" präsentiert und Events wie z. B. dem Christopher Street Day in Köln mit 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Freunden des LGBT Netzwerkes unterstützt. Außerdem haben wir eine Spendensumme von über 1.000 Euro am Welt-Aids-Tag 2018 verbuchen können.

Im Jahr 2018 ist die AXA Konzern AG eine weitere Kooperation mit einem internationalen Netzwerk von Gestalterinnen der Digitalbranche eingegangen. AXA möchte als erster Versicherungskonzern in diesem Netzwerk das Ziel verfolgen, digital affine Frauen aus verschiedenen Fachbereichen zu stärken und ihnen den fachlichen Austausch zu ermöglichen.

Unsere Arbeitsbedingungen stellen sicher, dass eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglich ist. Wir unterstützen mit den angebotenen Personalinstrumenten eine Flexibilität von Arbeitszeit und -ort und fördern die Wahrnehmung verschiedener Rollen im Privat- und Arbeitsleben unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv. Besonders wirksam sind Maßnahmen, die zur Reduzierung der Erwerbsunterbrechung beitragen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen, oder die Wiederaufnahme der Tätigkeit erleichtern. Hierzu zählen unter anderem unsere Unterstützung bei der Kinderbetreuung durch unsere Kindertagesstätte, Kinderferienbetreuung oder das Eltern-Kind-Büro oder auch eine verlängerte bezahlte Freistellung im Rahmen unserer Parent Policy.

Die angebotenen Instrumente und Systeme können im Arbeitsalltag angewendet werden, ohne dass den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern daraus ein Nachteil entsteht. Dies wird durch eine Diversity-sensible Führungskultur in unserem Unternehmen unterstützt. Die Quoten für die internen Förderkreise (Potenzialkreise, Nachwuchs- und Konzernförderkreis) tragen mittelfristig zur Verbesserung bei. Besonderer Fokus liegt in den Diversity Förderprogrammen auf weiblichen Potenzialen. Die Teilnehmerzahl an diesen Programmen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Wir ermöglichen unseren Kolleginnen während der Arbeitszeit die Arbeit im Frauennetzwerk "women@axa" und stellen so Zeit für Austausch sowie gegenseitiges Coaching zur Verfügung. In motivierender Art und Weise erreichen wir dadurch viele weibliche Kolleginnen und gewinnen an Akzeptanz für unser Ziel gleicher Arbeitsbedingungen und Chancen.

In der Ambition 2020 hat AXA eine "Kultur der Agilität" als ein strategisches Kernziel definiert. Seit nun mehr als 2 Jahren sind im Konzern 12 Verhaltensprinzipien unter dem Label "Zusammenarbeit@AXA" kommuniziert, die unsere Ziel-Unternehmenskultur beschreiben. Diese leiten sich aus den 4 Unternehmenswerten (Customer First, Courage, Integrity und One AXA) ab. Die nachhaltige Einführung wird regelmäßig durch Change-Maßnahmen begleitet und eine Toolbox im Intranet bietet laufend Inspiration für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte, wie sie im Arbeitsalltag die Verhaltensprinzipien ins Leben rufen können. Ein Monitoring über den Fortschritt unserer Transformation erfolgt über regelmäßige Mitarbeiterbefragungen.

Da eine nachhaltige Veränderung der Unternehmenskultur nur dann erfolgreich sein kann, wenn sich auch Aufbau- und Ablauforganisationen, Tools, HR Prozesse und auch Führung verändern, wird das Programm durch zahlreiche große Initiativen begleitet, die diese Themenfelder adressieren und im Sinne unserer Zielkultur verändern. So werden beispielsweise alle 16 Standorte in Deutschland seit 2017 auf ein neues Raumkonzept umgebaut, um ein sichtbares Zeichen für die angestrebte Unternehmenskultur zu setzen und die räumlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen. AXAs neue Arbeitswelt ist geprägt von vielen offenen Flächen, die vor allem einen offenen Austausch und Transparenz im Unternehmen fördern. Durch das Angebot verschiedener Module (z.B. Projektflächen, Bibliotheken) kann die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter frei entscheiden, wo sie oder er seine jeweilige Aufgabe am besten bearbeiten kann. Das kann z.B. an zwei Tagen pro Woche auch das Homeoffice sein. Im Verlaufe des Jahres 2018 wurden weitere Standorte in die neue Arbeitswelt begleitet. So arbeiten nun auch Düsseldorf, Dortmund, Karlsruhe, Stuttgart und Nürnberg im NWoW. Jeder Standort hat unterschiedliche Facetten und Bedürfnisse aufgenommen und umgesetzt, um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern optimale Flächen zu bieten, ihre jeweiligen Aufgaben zu optimieren, neuzudenken und Dinge auszuprobieren.

Zusätzlich wird die kulturelle Transformation durch eine zielgerichtete Umstellung auf agile Methoden (z.B. SCRUM) unterstützt, die primär im IT Ressort und bei produktgebenden Einheiten forciert wird. Damit einhergehende organisatorische Veränderungen (z.B. Aufbau neuer Karrieremodelle für agile Rollen, Veränderung der Konzernportfoliosteuerung) werden als Teil der umfassenden Transformation mitgetragen. Rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten mittlerweile nach SCRUM und wurden durch intensive Coaching-Unterstützung und Trainingsmaßnahmen begleitet.

Eine neue Konzernbetriebsvereinbarung zur Arbeitsmengensteuerung für die operativen Einheiten erlaubt es AXA, den Kunden noch mehr in den Mittelpunkt zu stellen und kurzfristig auf die Kundenbedarfe zu reagieren. Um die Zusammenarbeit in den Teams noch weiter zu verbessern und mehr in den Austausch über die Arbeitssituation zu kommen, wurden in den operativen Einheiten in 2017 und 2018 Teamdialoge (Weeklies, Dailies und Retrospektiven) eingeführt; davon wird auch der Kunde profitieren. Die Einführung wurde intensiv seitens des Konzerns begleitet. Erste Analysen zeigen, dass sich die Zusammenarbeit in den Teams, die diese Teamformate regelmäßig anwenden, deutlich verbessert hat.

Eine Veränderung der Unternehmenskultur braucht neben Führungskräften als Multiplikatoren auch eine ausreichend große Menge an Begeisterten, die die neue Kultur in das Unternehmen tragen, das Ohr an der Belegschaft haben und durch ihr Engagement andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anstecken. Um dies zu fördern, wurden in den letzten zwei Jahren viele Multiplikatoren mobilisiert, die die strategischen Change Maßnahmen entscheidend mitgestalten und begleiten.

Diese zunehmende Flexibilisierung sowie Trends wie Digitalisierung, Globalisierung und demographischer Wandel stellen die Arbeitswelt vor große Veränderungen und erfordern auch eine neue Sichtweise auf das Thema Gesundheit. Bei der Gestaltung der neuen Arbeitswelt wird viel Wert auf eine gesundheitsförderliche Arbeitsumgebung gelegt. Eine hervorragende ergonomische Arbeitsplatzausstattung, sowie aktive und passive Erholungsflächen prägen die neuen Arbeitswelten. Neben einer flächendeckenden betriebsärztlichen Betreuung und fest implementierten Gesundheitsangeboten wie z.B. der externen Mitarbeiterberatung oder der digitalen Gesundheitsplattform "AXA Health Cockpit" kann Prävention ganzheitlich dargestellt werden.

Dieses Engagement von AXA wurde zuletzt 2017 mit dem Corporate Health Award in der Versicherungsbranche ausgezeichnet. Mit dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement stellt AXA den Erhalt und die Förderung der Gesundheit und damit der Arbeitsfähigkeit aller Beschäftigten in den Vordergrund. In der weltweit geltenden Health and Safety Policy der AXA Gruppe und der Konzernbetriebsrahmenvereinbarung werden Handlungsrahmen und Verantwortlichkeiten klar definiert und festgelegt. Gesundheit ist ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur und wird zum einen sichtbar durch ein gesundheitsförderliches Arbeitsumfeld und zum anderen spürbar durch ein vertrauensvolles Miteinander. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement ist für AXA ein unerlässliches Fundament für gesunde, zufriedene Beschäftigte sowie für ein erfolgreiches Unternehmen.

Darüber hinaus ist es uns wichtig, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine attraktive Altersversorgung anzubieten. Unsere betriebliche Altersversorgung wird aus einer Mischung von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen finanziert. Zusätzlich zur Rentenleistung beinhaltet diese eine Hinterbliebenenabsicherung und auf Wunsch auch noch eine Absicherung bei Berufsunfähigkeit. Darüber hinaus können unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Teile ihres Gehalts über Entgeltumwandlung für weitere spannende Produkte nutzen. Das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) haben wir zum Anlass genommen, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch mehr zu unterstützen und beteiligen uns mit 15 % des Umwandlungsbetrages an jeder neuen Entgeltumwandlung ab 1.1.2019 (unter Beachtung der im Gesetz genannten Durchführungswege und der für die Sozialversicherungsfreiheit festgesetzten Grenzen).

Auch 2018 hat die AXA Konzern AG wichtige Projekte abschließen können und ein stabiles Ergebnis erwirtschaftet, das ohne das große Engagement und die hohe Leistungsfähigkeit der Belegschaft nicht möglich gewesen wäre. Daher gilt unser besonderer Dank all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich durch Flexibilität, Kollegialität und hohen Arbeitseinsatz auszeichnen.

Der Dank gilt ferner den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für ihre unverändert engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sich auch in diesem Jahr erneut als sehr konstruktiv erwiesen hat. Wir sind daher fest davon überzeugt, dass wir die zukünftigen Herausforderungen gemeinsam erfolgreich meistern werden.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB:

Der Vorstand der AXA Konzern AG hat sich gemäß § 76 Abs. 4 AktG das Ziel gesetzt, die Frauenquote bis 2020 in der 1. Führungsebene unterhalb des Vorstands mit 25 % weiblichen Führungskräften zu besetzen. Der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands soll im selben Zeitraum auf 35 % gesteigert werden. Der Frauenanteil der 1. Führungsebene ist im Berichtsjahr von 18 % auf 23 % gestiegen, während in der zweiten Führungsebene ein gleichbleibender Anteil von 30 % verzeichnet werden konnte.

Der Aufsichtsrat der AXA Konzern AG hat gemäß § 111 Abs. 5 AktG beschlossen, dass bis zum 30. Juni 2020 mindestens 20 % der Mitglieder des Vorstands und 30 % der Mitglieder des Aufsichtsrats Frauen sind. Diese Werte werden für den Aufsichtsrat derzeit bereits erreicht. Die Gesellschaft ist bemüht, das Ziel auch für den Vorstand schnellstmöglich wieder zu erreichen.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Net Promoter System zur Messung der Kundenzufriedenheit

Mit der Zielsetzung, die hohe Kundenzufriedenheit zukünftig noch weiter zu erhöhen wurde im Jahr 2017 konzernweit das Net Promoter System eingeführt. Mit diesem System können Kunden aktiv Feedback zu ihrem Kontakt mit AXA geben. Dies erfolgt anhand der Weiterempfehlungsbereitschaft und einer Veröffentlichung in Form einer Sterne-Bewertung von 1 bis 5 inklusive der individuellen, bewerteten Aussage des jeweiligen Kunden auf der Unternehmens-Homepage. Die fortlaufende Analyse und Reaktion auf die Rückmeldungen wird auch zukünftig weitere Optimierungsmaßnahmen ermöglichen.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen mit einem Planungshorizont von grundsätzlich 3 Jahren ausgehend vom Stichtag 31. Dezember 2018. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken und die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft allein unsere Annahmen und Ansichten zum Ausdruck.

Das Risikomanagement unserer Gesellschaft basiert auf der Grundlage der §§ 23 und 26 des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) sowie der Leitlinien der EIOPA (European Insurance and Occupational Pensions Authority) zum Governancesystem und der Durchführungsverordnung 2015/35 der Europäischen Kommission.

Als Risiko wird gemäß den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungsstandards zur Risikoberichterstattung (DRS 20) ein, innerhalb dessen Risiken als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können, definiert sind. Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:

versicherungstechnische Risiken,
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft,
Risiken aus Kapitalanlagen,
operationelle und sonstige Risiken.

Im Folgenden werden unsere Organisationseinheiten des Risikomanagements und der Risikomanagementprozess aufgezeigt. Darüber hinaus wird unsere Risikosituation im Wesentlichen anlehnend an den Deutschen Rechnungslegungsstandard zur Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen (DRS 20 und Anlage 2 für Versicherungsunternehmen) dargestellt.

Organisationseinheiten des Risikomanagements

Das Risikomanagement der AXA Deutschland (AXA Konzern AG und ihre Mehrheitsbeteiligungen) wird konzernweit einheitlich angewendet.

Aufgrund der Komplexität des Versicherungsgeschäfts ist die Risikomanagementfunktion der AXA Konzern AG auf verschiedene zentrale Funktionen, Organisationseinheiten und Kommissionen verteilt. Kontrollgremium ist der Aufsichtsrat als das den Vorstand überwachende Organ. Der Vorstand ist zuständig für die risikopolitische Ausrichtung unserer Gesellschaft sowie die Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung. Das Audit & Risk Committee (ARC) unterstützt den Vorstand bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. Zu diesem Zweck hat der Vorstand Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse auf das ARC delegiert. Darüber hinaus werden im ARC unter anderem Compliance-Themen behandelt sowie Rechts- und Revisionsthemen mit Risikobezug. Des Weiteren existiert das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium zu Compliance-Themen, operationellen Risiken, Reputationsrisiken und sonstigen Rechtsrisiken. Zusätzlich werden risikorelevante Themen in diversen Spezialgremien, wie zum Beispiel dem Internal Model Committee, dem Local Risk Reinsurance Committee, dem Asset Liability Management Committee, dem Investment Committee und weiteren Gremien besprochen.

Zur Risikomanagementfunktion gehörende Organisationseinheiten sind

der Bereich Value & Risk Management (zentrales Risikomanagement),
die Risikoverantwortlichen für die Steuerung und Kontrolle der Risiken in ihrem jeweiligen Unternehmensbereich (dezentrales Risikomanagement),
der dezentrale Risikomanager pro Ressort für die Koordination aller risikorelevanten Themen innerhalb des Ressorts (ebenfalls dezentrales Risikomanagement).
der Verantwortliche Aktuar (für die Versicherungsgesellschaften exklusive AXA easy AG und AXA Art AG).

Der Bereich Value & Risk Management - zuständige Einheit für alle Gesellschaften der AXA Deutschland - ist in das Ressort des Vorstandsvorsitzenden der AXA Konzern AG integriert.

Der Chief Risk Officer (CRO) der AXA Deutschland stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch regelmäßige Berichterstattung an das ARC im Rahmen von dessen Sitzungen beziehungsweise ad hoc sicher.

AXA hat mit Blick auf die Solvency II-Anforderungen an das System of Governance folgende Schlüsselfunktionen etabliert:

Risikomanagement-Funktion,
Compliance-Funktion,
Interne Revision,
Versicherungsmathematische Funktion.

Inhaber der Funktionen und damit Schlüsselperson ist der jeweilige Leiter des Bereichs oder der Abteilung. Dabei ist die versicherungsmathematische Funktion innerhalb der CRO-Organisation angesiedelt. AXA hat darüber hinaus den Leiter Recht sowie den Chief Investment Officer (CIO) jeweils zu weiteren Schlüsselpersonen erklärt. Für alle Schlüsselpersonen gelten besondere Anforderungen, sogenannte "Fit & Proper"-Eigenschaften (das heißt fachlich qualifiziert und persönlich zuverlässig).

Risikomanagementprozess

Das Risikomanagement unserer Gesellschaft erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess setzt sich aus Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikosteuerung und -überwachung sowie Risikokommunikation und -berichterstattung zusammen.

Risikoidentifikation: Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der ARC-Sitzungen, im Rahmen der strategischen Planung, der Aktualisierung der Risikostrategie und des Materialitätsprozesses, unter anderem durch die Aktualisierung der sogenannten "Risikopolicen" und der Dokumentation und Beschreibung operationeller Risiken. Durch die Risikopolicen werden die identifizierten wesentlichen Risiken inklusive deren aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen dokumentiert.

Darüber hinaus ist die Risikoidentifikation auch durch das Interne Kontrollsystem sowie im Rahmen von Prüfungen der Internen Revision möglich. Risiken neuer Kapitalmarkt- und Versicherungsprodukte werden im Rahmen der beiden standardisierten Prozesse Investment Approval Process (IAP) und Product Approval Process (PAP) vom Bereich Value & Risk Management unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationeller Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und der höheren Führungsebene sowie einer Bewertung durch die jeweiligen operativen Ansprechpartner. Darüber hinaus erfolgt die Risikoidentifikation infolge einer Meldung eingetretener Risiken zur Aufnahme in die Verlustdatensammlung für operationelle Risiken, im Rahmen des Information Risk Management Prozesses (IRM) oder durch das Risk Identification and Assessment (RIA) im Rahmen des Business Continuity Managements.

Risikoanalyse und -bewertung: Aufbauend auf den Ergebnissen der Risikoidentifikation erfolgt eine Analyse und Bewertung der Risiken. Ergebnis der Risikoanalyse und -bewertung ist das Risikoprofil des Unternehmens. Identifizierte Risiken werden nach ihrer Wesentlichkeit eingeordnet. Dadurch wird sichergestellt, dass Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens identifiziert und angemessene Steuerungsmaßnahmen/-strategien definiert werden können.

Bei der Risikobewertung wird, wo sinnvoll und möglich, eine quantitative Einschätzung für die einzelnen Risiken sowie für das gesamte Risikoportfolio unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Steuerungsmaßnahmen abgegeben. Die übergreifende quantitative Risikobewertung erfolgt anhand des ökonomischen Risikokapitalmodells und der dort definierten und eingesetzten Bewertungsmethoden. Für Risikoarten, für die eine quantitative Risikomessung nicht sinnvoll oder möglich ist, wie zum Beispiel Reputations- oder strategische Risiken, wird eine qualitative Beurteilung vorgenommen. Neben qualitativen und quantitativen Methoden werden bei der Risikobewertung für ausgewählte Risiken situationsbedingt auch Sensitivitätsanalysen, Szenarioanalysen und Stresstests mit unterschiedlichen Zeithorizonten herangezogen.

Risikosteuerung und -überwachung: Die Risikosteuerung umfasst das Ergreifen von Maßnahmen zur Risikobewältigung in unserer Gesellschaft. Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung entwickelter Konzepte und Prozesse im Einklang mit der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Risikostrategie verstanden. Dadurch werden Risiken entweder bewusst akzeptiert, vermieden, vermindert oder transferiert. Durch regelmäßige Überwachung der Risiken anhand eines Soll-Ist-Abgleichs, zum Beispiel im Rahmen des implementierten Limitsystems, werden Gefahren frühzeitig erkannt. Somit wird ein Gegensteuern ermöglicht. Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risiko-/ Ertragsprofils sowie durch Überwachung der Limite der Verlust- und Risikoindikatoren. Die Risikosteuerung erfolgt immer durch die Geschäftsleitung gemäß ihrer Bereitschaft, bestimmte Risiken zu übernehmen. Dabei müssen das Risikoprofil und die Risikotragfähigkeit strikt beachtet werden. Schließlich wird in Verbindung mit einer angemessenen Berichterstattung beziehungsweise Eskalation die Einhaltung der Risikostrategie sichergestellt und die frühzeitige Identifizierung von Risiken ermöglicht.

Risikokommunikation und -berichterstattung: Das sich aus Risikoanalyse und Bewertung ergebende Risikoprofil wird gegenüber dem Vorstand kommuniziert, sodass dieser bei der Festlegung des Risikoappetits das aktuelle Risikoprofil beachten kann. Ziel der Risikoberichterstattung ist die Bereitstellung aller erforderlichen Risikoinformationen zur Einschätzung des unternehmensindividuellen Risikos unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher und interner Steuerungsanforderungen. Neben der Ergebnisberichterstattung zum ökonomischen Risikokapital werden auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht und ein auf Solvency II-Anforderungen ausgerichteter ORSA -Bericht (Own Risk and Solvency Assessment) verfasst. Darüber hinaus werden im Rahmen des Solvency II-Berichtwesens die Berichte "Bericht über die Solvabilität und Finanzlage" (SFCR) und "Regelmäßiger aufsichtlicher Bericht" (RSR) erstellt, in welchen wir unter anderem ebenso Risikomanagement und Risikoprofil unserer Gesellschaft darstellen. Diese Berichte werden den Vorständen der Versicherungsgesellschaften zur Freigabe vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das ARC und die Aufsichtsbehörde übermittelt, die SFCR-Berichte werden auf unserer Internetseite veröffentlicht. Zusätzlich sind Ad-hoc-Berichterstattungspflichten, beispielsweise bei Erreichen definierter Schwellenwerte, implementiert. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des regelmäßig zusammenkommenden ARC besprochen, nachdem sie zuvor im Rahmen der weiteren Gremien diskutiert wurden.

Versicherungstechnische Risiken

Schaden- und Unfallversicherung

Unsere Sachversicherungsgesellschaften betreiben im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft insbesondere die Sparten Kraftfahrt-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach-, Transport- und Luftfahrtversicherung und - mit Übernahme weiterer Anteile an der ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG in 2018 - die Sparte Rechtsschutzversicherung. Diese werden im direkten wie auch im indirekten Geschäft gezeichnet. Die primären Risiken aus der Schaden- und Unfallversicherung sind das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko. Ferner besteht in der Unfallversicherung bei den Produkten mit Beitragsrückgewähr noch das Zinsgarantierisiko.

Prämien- und Schadenrisiko

Unter dem Prämien-/Schadenrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen. Daher sind unsere Sachversicherungsgesellschaften in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation kurzfristig anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird durch Beitragsanpassung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption und durch vertraglich festgelegte Beitragsanpassungsklauseln risikoadäquat gehalten. Auch bei zu erwartenden Veränderungen der Marktsituation kann unser Konzern proaktiv handeln. Für Produkte mit nachteiliger Ergebnisentwicklung und beschränkten Möglichkeiten zur Kündigung oder Beitragsanpassung ist ausreichend Risikovorsorge durch Rückstellungsbildung getroffen.

Durch die Analyse und Bewertung der unternehmerischen Entscheidungsoptionen werden Risiken aus dem Kundenverhalten wie zum Beispiel vermehrtes Storno bereits im Entscheidungsprozess berücksichtigt.

Die Risikosteuerung erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt.

Die Rückversicherung orientiert sich an den unterschiedlichen Bruttokapazitäten der Sparten. Großrisiken und Kumulexposure werden auf vertraglicher Basis rückversichert. Ausnahmeakzepte innerhalb der Zeichnungskapazitäten der Sparten, die außerhalb der obligatorischen Rückversicherungskapazitäten liegen, werden durch Einzelrückversicherung rückgedeckt. Ein großer Teil des Kraftfahrtversicherungsgeschäfts sowie der Sparten Feuer/Feuer BU, Technische Versicherungen und Transport werden in jeweils eigenständigen Quoten-Rückversicherungsverträgen rückgedeckt.

Zur Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie zur Ermittlung deren Treiber werden stochastische Szenarien verwendet.

Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien-/Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch um Ereignisse wie zum Beispiel Naturkatastrophen, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen. Neben Naturkatastrophen können auch durch Menschen verursachte Schadenereignisse, wie zum Beispiel Terroranschläge und Cyber Attacken, hohe Großschäden hervorrufen.

Zu unserer Risikosteuerungsstrategie gehört die ausgewogene Verteilung von Versicherungsrisiken in unseren Geschäftsfeldern. In keiner der von uns betriebenen Sparten besteht eine auffällige Risikokonzentration.

Reserverisiko

Zur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von unseren Gesellschaften Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, so dass die Nichtauskömmlichkeit der Reserve ein wesentliches Risiko darstellt. Das sogenannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeter Schäden (Spätschäden). Die Bewertung der künftigen Schadenzahlungen erfolgt im Rahmen der Einzelschadenreservierungen sowie anhand aktuarieller Schätztechniken, bei welchen der in der Vergangenheit beobachtete Schadenverlauf herangezogen wird. Großschäden werden separat geschätzt. Mithilfe von stochastischen Szenarien erfolgt eine Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treibern.

Zinsgarantierisiko

In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wird in Abhängigkeit des Tarifs für 87 -100 % des Sparanteils der Beiträge eine garantierte Zinsleistung zwischen 0,9 % und 3,50 % vereinbart, wobei in der Kundenerwartung nicht eine besondere Verzinsung liegt, sondern allein die Rückgewähr der gezahlten Beiträge. Dies führt zwar zu einem Zinsgarantierisiko getrieben durch die unbekannte Entwicklung der Marktzinsen, ist jedoch aufgrund des vergleichsweise geringen Beitragsvolumens und der sukzessiv gebildeten Zinszusatzreserve von eher untergeordneter Bedeutung.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken können sich aus Rentendeckungsrückstellungen der Unfall- sowie der Haftpflicht- und Kraftfahrthaftpflichtversicherung ergeben. Das wesentliche Risiko der Langlebigkeit ist durch eine vorsichtige Berechnung der Rentendeckungsrückstellungen bilanziell abgesichert. Die Bewertung im internen Risikokapitalmodell zeigt nur eine untergeordnete Rolle der biometrischen Risiken.

Kostenrisiko

Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten nicht dauerhaft durch die in die Beiträge einkalkulierten Kosten finanziert werden können. Die Kosten für Provisionen und den laufenden Betrieb werden durch Beitragszuschläge auf Basis eines umfassenden Kostencontrollings in der Produktkalkulation berücksichtigt. Damit sind wir überzeugt, dieses Risiko in angemessener Weise zu handhaben.

Lebensversicherung

Unsere Lebensversicherungsgesellschaften betreiben hauptsächlich konventionelle und fondsgebundene Kapitallebens- und Rentenversicherungen sowie Risiko-Lebensversicherungen und Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherungen. Die spezifischen Risiken aus dem Lebensversicherungsgeschäft aus Unternehmenssicht sind biometrische Risiken, Zinsgarantierisiken, Risiken aus Kundenverhalten sowie Kostenrisiken. Ferner bestehen noch spartenspezifische Risiken aus Rechtssprechung und Gesetzgebung.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken entstehen aus Veränderungen biometrischer Annahmen wie Sterblichkeit und Berufsunfähigkeit.

Die Lebensversicherungsgesellschaften steuern biometrische Risiken durch ihre Produktgestaltung, Zeichnungspolitik und Rückversicherungsverträge. Bei Berufsunfähigkeitsabsicherungen wird das biometrische Risiko durch die Leistungsprüfung auf die vertraglichen Zusagen beschränkt.

Für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen werden im Wesentlichen die bei Vertragsabschluss aktuellen, von der Aufsichtsbehörde oder der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) empfohlenen Sterbetafeln sowie Invalidisierungs- und Reaktivierungstafeln verwendet. Für die ab dem 21. Dezember 2012 verkauften geschlechtsunabhängigen Tarife werden Tafeln genutzt, die aus den aktuell empfohlenen Tafeln unter Berücksichtigung eines erwarteten Geschlechtermixes abgeleitet wurden. Alle in den Versicherungsverträgen zugesagten Leistungen werden dem Grundsatz der Vorsicht entsprechend berücksichtigt. Die Deckungsrückstellung der Versicherungen mit geschlechtsunabhängiger Tarifierung wird mit dem Ergebnis einer Kontrollrechnung auf geschlechtsabhängigen Kalkulationsgrundlagen verglichen und der höhere Wert in die Bilanz eingestellt. Durch regelmäßige aktuarielle Analysen wird ein möglicher Anpassungsbedarf bei der Deckungsrückstellung frühzeitig erkannt. Die Entwicklung der Sterblichkeit und Invalidisierungswahrscheinlichkeit wird weiterhin laufend analysiert.

Zinsgarantierisiko

Das professionelle Management der Zinsgarantien stellt eine Kernherausforderung im Rahmen des Asset Liability Managements dar. Zwar liegen die derzeitige und auch die im Rahmen der Unternehmensplanung erwartete Nettoverzinsung der Kapitalanlagen überwiegend über dem durchschnittlichen garantierten Rechnungszins des Bestandes. Unsere Gesellschaften haben zum Jahresende 2018 Zinszusatzreserven beziehungsweise Zinsverstärkungen gebildet. Bei der Berechnung von Zinszusatzreserve bzw. Zinsverstärkung werden seit 2016 Storno und Kapitalwahl berücksichtigt.

Gemäß unseren Erwartungen an die Kapitalmarktentwicklung gehen wir in 2019 von einer spürbar geringeren Zuführung zur Zinszusatzreserve im deregulierten Bestand beziehungsweise von einem leichten Abbaus der Zinsverstärkung im regulierten Bestand aus. In den darauf folgenden Jahren erwarten wir dann einen kontinuierlichen jährlichen Abbau der Zinszusatzreserve/Zinsverstärkung."

Zur Absicherung gegen signifikant ansteigende Zinsen haben wir in den vergangenen Jahren langfristige Absicherungsinstrumente abgeschlossen. Dadurch soll die Finanzierung des Aufbaus der Zinszusatzreserve beziehungsweise der Zinsverstärkung auch dann sichergestellt werden, wenn die Bewertungsreserven bei steigenden Zinsen abnehmen.

Bei fondsgebundenen Versicherungen ohne Garantieteile bemisst sich die Versicherungsleistung an der Entwicklung des zugrunde liegenden Fonds. Hieraus ergibt sich für die Lebensversicherer kein Kapitalanlagerisiko, da die Höhe der Verpflichtung gegenüber den Versicherungsnehmern stets mit dem Wert des Fondsvermögens übereinstimmt. Soweit unsererseits Garantien bei fondsgebundenen Produkten ausgesprochen wurden, gelten die Aussagen zu Zinsgarantien konventioneller Produkte.

Risiken aus Kundenverhalten

Risiken aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern resultieren vor allem aus dem Stornorisiko und dem Risiko aufgrund des Kapitalwahlrechts bei Rentenversicherungen.

Die Stornoquoten in unseren Gesellschaften und in der Branche werden getrennt nach Produktlinien permanent beobachtet. Die Veränderung der Stornoquoten war in der Vergangenheit jedoch gering, sodass das resultierende Risiko aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase am Kapitalmarkt derzeit als niedrig einzuschätzen ist. Für den Fall eines veränderten Kundenverhaltens bei stark steigenden Zinsen ist, wie oben erwähnt, ein Programm mit Absicherungsinstrumenten aufgelegt worden.

Bei Rentenversicherungen mit älteren Rechnungsgrundlagen, bei denen eine Verstärkung der Deckungsrückstellung erfolgt, wird dabei die Inanspruchnahme des Kapitalwahlrechts berücksichtigt. Diese kann sich im Laufe der Zeit verändern und wird deshalb regelmäßig überwacht. Gleiches gilt für Zinszusatzreserve bzw. Zinsverstärkung, in deren Berechnung seit 2016 Storno und Kapitalwahl berücksichtigt wird.

Kostenrisiko

Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten durch die einkalkulierten Kosten dauerhaft nicht finanziert werden können. Die Überwachung des Kostenrisikos erfolgt durch ein umfassendes Kostencontrolling. Damit sind wir überzeugt, dieses Risiko in angemessener Weise zu handhaben und schätzen seine Bedeutung bei der Bewertung unserer Risikotragfähigkeit als gering ein.

Risiken aus Gesetzesänderungen und Rechtsprechung

Die Deckungsrückstellung eines Versicherungsvertrages muss mindestens der Höhe des Rückkaufswertes entsprechen. Änderungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung, die eine Erhöhung des Rückkaufswertes bewirken, führen daher auch zu einer Erhöhung der Deckungsrückstellung und der Schadenrückstellung für den betroffenen (Teil-)Bestand, soweit diese Beträge den Kunden nicht in anderer Form, wie durch Auszahlung oder Umwandlung in Überschussguthaben der verzinslichen Ansammlung, gut gebracht worden sind. Es ist nicht auszuschließen, dass sich aus Gesetzgebung und Rechtsprechung eine extensive Interpretation der vom Bundesgerichtshof zu den Rückkaufswerten in den Jahren 2005 bis 2013 ergangenen Urteile entwickeln könnte, woraus zusätzliche, bisher nicht berücksichtigte Leistungen resultieren würden. Es wird regelmäßig überprüft, ob eine gesonderte Rückstellung zu bilden ist.

Ein weiteres rechtliches Risiko besteht im Hinblick auf § 5 a Abs. 2 Satz 4 VVG alte Fassung, da der EuGH mit Urteil vom 19. Dezember 2013 entschieden hat, dass die dort genannte Jahresfrist nicht mit Europarecht vereinbar ist. Die nationale gesetzliche Regelung, dass ein Vertrag trotz mangelnder Belehrung spätestens ein Jahr nach Vertragsschluss nicht mehr widerrufen werden kann, ist folglich unwirksam. Das heißt, dass alle Verträge, die unter Geltung dieser Regelung mit mangelhafter Belehrung beziehungsweise fehlender Information geschlossen worden sind, "ewig" widerruflich sind.

Der BGH hat am 7. Mai 2014 im Nachgang zu dieser Entscheidung geurteilt, dass dem Versicherungsnehmer grundsätzlich ein Anspruch auf Rückabwicklung des Vertrages zusteht, wenn die Widerspruchsbelehrung nicht oder nicht ordnungsgemäß erfolgt ist. Der Versicherungsnehmer müsse sich allerdings insbesondere den gewährten Versicherungsschutz anrechnen lassen. Unsere Lebengesellschaften sind auch betroffen. Zur Frage der Europarechtsmäßigkeit des Policenmodells an sich hat sich der EuGH bis dato nicht geäußert. Der BGH hält das Policenmodell laut seinem weiteren Urteil vom 16. Juli 2014 für europarechtskonform. Die gegen dieses Urteil eingelegte Verfassungsbeschwerde wurde vom Bundesverfassungsgericht nicht angenommen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der BGH die Europarechtsmäßigkeit des Policenmodells dem EuGH zur Entscheidung vorlegen wird. Die Rechtsprechung hierzu beobachten wir eng weiter.

Im BGH-Urteil vom 11. November 2015 zur bereicherungsrechtlichen Rückabwicklung einer fondsgebundenen Lebensversicherung wurde vom BGH herausgearbeitet, dass der Versicherungsnehmer im Falle der Rückabwicklung vom Versicherer nur tatsächlich gezogene Nutzungen herausverlangen dürfe und er seinen Tatsachenvortrag nicht ohne Bezug zur Ertragslage des jeweiligen Versicherers auf eine tatsächliche Vermutung einer Gewinnerzielung in bestimmter Höhe stützen könne. Gleichwohl sind einige Berechnungsparameter offen geblieben.

Unsere Gesellschaften AXA Lebensversicherung AG und Deutsche Ärzteversicherung AG haben daher Rückstellungen für die Thematik § 5 a VVG alte Fassung gebildet. Die weitere Entwicklung wird beobachtet.

Krankenversicherung

Die AXA Krankenversicherung betreibt insbesondere die Krankenvollversicherung sowie die Pflegeversicherung und verschiedene Arten der Zusatzversicherung. Die primären versicherungstechnischen Risiken aus dem Krankenversicherungsgeschäft sind Krankheitskosten-/ Leistungsrisiken, biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten und Reserverisiken. Ferner bestehen noch temporäre Zinsgarantierisiken sowie Risiken aus gesetzgeberischen Maßnahmen.

Versicherungstechnische Risiken können dazu führen, dass die zu zahlenden Leistungen und Kosten nicht mehr aus den Beitragseinnahmen, den Anlageerträgen und der planmäßigen Auflösung der Alterungsrückstellung finanziert werden können. Ein mindestens jährlich durchzuführender, gesetzlich vorgeschriebener Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Leistungen ermöglicht jedoch ein zeitnahes Erkennen von Abweichungen in den erwarteten Leistungen. Bei Bedarf erfolgt eine Beitragsanpassung.

Krankheitskosten-/Leistungsrisiken

Unter dem Krankheitskosten-/Leistungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen Krankheits- und Pflegekosten die erwarteten, in dem Beitrag berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Im Falle eines kurzfristigen und nicht nur vorübergehenden Anstiegs der Krankheits- und Pflegekosten über den kalkulierten Rahmen oder einer Pandemie kann auf die unerwartete Leistungserhöhung gegebenenfalls erst mit einer zeitlichen Verzögerung durch eine Beitragsanpassung reagiert werden.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken entstehen in der Krankenversicherung aus einer steigenden Lebenserwartung, wodurch mit einer verlängerten Inanspruchnahme und somit einer Erhöhung der Versicherungsleistungen zu rechnen ist. Die Sterbetafeln werden jährlich von der Deutschen Aktuarvereinigung auf ausreichende Sicherheit überprüft und notwendige Anpassungen in der neuen PKV-Sterbetafel dokumentiert. Soweit sich ein Aktualisierungsbedarf ergibt, verwenden wir die neuen Werte unverzüglich bei der Kalkulation neuer Tarife beziehungsweise bei Beitragsanpassungen. Dieser Aktualisierungsbedarf kann auch durch den seit 2008 jährlich durchzuführenden Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Sterbewahrscheinlichkeiten ausgelöst werden.

Risiken aus Kundenverhalten

Ein Risiko aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern stellt insbesondere das Stornorisiko dar. Die in der Tarifierung angesetzten Stornowahrscheinlichkeiten basieren sowohl auf eigenen als auch auf Verbandserfahrungen und sind aktuariell ausreichend vorsichtig bemessen. Die Stornoquoten bei der AXA Krankenversicherung und in der Branche werden permanent beobachtet, so dass frühzeitig eine Veränderung erkannt und gegebenenfalls in Beitragsanpassungen und Neukalkulationen berücksichtigt wird.

Darüber hinaus beobachten wir aufmerksam die Auswirkungen unserer Beitragsanpassungen auf das Kundenverhalten. Damit sind insbesondere Storni, Tarifwechsel und die Nichtzahlung von Beiträgen gemeint. Durch die Einführung des Notlagentarifes, in den Kunden, die ihre Beiträge nicht zahlen, nach einer gewissen Zeit umgestellt werden, wurde das Risiko, durch Nichtzahlung von Beiträgen Verluste zu erleiden, für die privaten Krankenversicherungsunternehmen abgemildert. Während der Versicherung in diesem Tarif ist nur der für Notfallleistungen erforderliche Beitrag zu zahlen, und es erfolgt kein weiterer Aufbau von Alterungsrückstellung. Zusätzlich wird der Beitrag für den Notlagentarif dadurch gemindert, dass Teile einer vorhandenen Alterungsrückstellung darauf angerechnet werden. Zahlt der Kunde überhaupt keine Beiträge, so wird dennoch der aus der Alterungsrückstellung resultierende Teil dem Beitragskonto zugeführt. Damit stehen insgesamt wieder mehr Mittel als Zuführung zur Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung zur Verfügung.

Reserverisiken

Zur Finanzierung des mit dem Alter steigenden Krankheitsrisikos werden Alterungsrückstellungen gebildet. Aus diesen Rückstellungen werden zukünftige Leistungen an die versicherten Personen finanziert, die planmäßig nicht mehr durch die gezahlten Beiträge zu decken sind. Die Höhe der Zahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, insbesondere aufgrund steigender Krankheitskosten-/Leistungszahlungen (siehe vorstehend) und einer sinkenden Sterblichkeit, deren Veränderung aufgrund der regelmäßigen Überprüfung jedoch in den vergangenen Jahren nicht mehr so gravierend war wie in früheren Jahren, in denen die Aktualisierung in längeren Zeiträumen erfolgte. Definitiv schon feststehende medizinische Entwicklungen sind jedoch in der Alterungsrückstellung in dem Augenblick eingepreist, in dem sie in den Beiträgen berücksichtigt sind (Krankenversicherungsaufsichtsverordnung). Insgesamt ist das Reserverisiko als gering einzuschätzen, da durch regelmäßige Beitragsanpassungen der Leistungsbedarf aktualisiert wird.

Zinsgarantierisiko

Der Alterungsrückstellung werden jährlich Zinserträge zugeführt, wobei der Rechnungszins gesetzlich auf 3,5 % nach oben begrenzt ist. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase wurde in den letzten Beitragsanpassungen seit dem 1. Januar 2014, in den von den Beitragsanpassungen betroffenen Einheiten der Rechnungszins abgesenkt. Maßgeblich für die Höhe des Rechnungszinses ist die zukünftige Zinserwartung, die mithilfe des aktuariellen Unternehmenszinses (AUZ) nach einem brancheneinheitlichen Verfahren unternehmensindividuell ermittelt wird. Bei dem AUZ handelt es sich um ein mit der Deutschen Aktuarvereinigung und der Aufsichtsbehörde abgestimmtes Verfahren zur Zinsprojektion, das auf Basis der Vorjahresergebnisse und offiziellen, durch die Bundesbank veröffentlichten Zinskurven für Neuanlagen die Zinserwartungen für das übernächste Jahr schätzt. Aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen sinkt der AUZ branchenweit und im Hinblick darauf sind Absenkungen des Rechnungszinses im Rahmen von Beitragsanpassungen unvermeidlich. Alle Tarifneueinführungen seit Einführung der Unisex-Tarife wurden von vornherein mit einem deutlich niedrigeren Zinssatz kalkuliert. Die über den Rechnungszins hinausgehenden Zinsen werden fast vollständig zur Beitragsermäßigung im Alter verwandt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Nettoverzinsung mit 3,2 % unter dem gesetzlichen Höchstrechnungszins aber über dem durchschnittlichen Rechnungszins im Bestand, sodass für die meisten unserer Kunden Mittel zur Beitragsentlastung im Alter zurückgestellt werden konnten. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eventuell nur verzögert möglicher Rechnungszinsabsenkungen kann sich die Zinsmarge reduzieren. Wir streben durch Vermeidung von Neuanlagen in Ländern und bei Emittenten, für die eine erhöhte Abschreibungswahrscheinlichkeit besteht, weiterhin ausreichende Kapitalerträge an, um dauerhaft unsere Zinszusagen zu erfüllen.

Risiken aus Gesetzesänderungen und Rechtsprechung

Mögliche gegen uns lautende gerichtliche Einschätzungen unserer Umsetzung der VVG-Reform könnten rückwirkende Auswirkungen auf unsere Leistungsverpflichtungen haben. Es gibt zurzeit keine gerichtlichen Verfahren, die signifikante Änderungen begründen könnten.

In 2018 gab es - wie auch schon im Vorjahr - nicht rechtskräftige Urteile in Bezug auf die Unabhängigkeit des Treuhänders und zur Unwirksamkeit der Beitragsanpassungs-Mitteilung. Die Rechtsfragen rund um die Unabhängigkeit des Treuhänders sind am 19. Dezember 2018 abschließend durch den Bundesgerichtshof (BGH) entschieden worden. Demnach ist die Unabhängigkeit des Treuhänders durch Zivilgerichte nicht gesondert zu prüfen. Insoweit ergeben sich keine finanziellen Auswirkungen zu Lasten des Unternehmens. Dennoch rechnen wir damit, dass die aktuell rechtshängigen Prozesse (Anzahl deutlich unter 1 % der Vollversicherten) weiterverfolgt werden und möglicherweise nunmehr mit einer angeblich unzureichenden Beitragsanpassungs-Mitteilung begründet werden. Bezüglich der Anforderungen an die Beitragsanpassungs-Mitteilung hat bereits das Oberlandesgericht Celle in einem Verfahren zu Gunsten von AXA entschieden.

Das Thema wird weiterhin von unserem Risikomanagement, aktuariell und rechtlich begleitet. Mit signifikanten Auswirkungen für unsere Gesellschaft ist nur für den Fall zu rechnen, dass das Revisionsverfahren zur Mitteilungspflicht unerwartet nicht zu Gunsten von AXA entschieden wird.

Veränderungen im Gesundheitssystem

Im Allgemeinen werden Veränderungen im Gesundheitssystem beobachtet. Die Auswirkungen werden abgeschätzt und, wenn erforderlich, in der Unternehmensplanung berücksichtigt.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft resultieren für unsere Konzerngesellschaften aus Beitragsforderungen, Forderungen gegenüber Versicherungsvermittlern, Leistungsrückforderungen sowie Forderungen beziehungsweise Ansprüchen gegenüber Rückversicherern.

Sowohl bei der über unsere französische Gruppengesellschaft AXA Global Re (ehemals AXA Global P&C und AXA Global Life) retrozedierten Vertragsrückversicherung als auch bei der direkt abgegebenen fakultativen und vertraglichen Rückversicherung wird nur mit erstklassigen Rückversicherern zusammengearbeitet.

Risiken aus Kapitalanlagen

Die Kapitalanlagen unserer Gesellschaft bestehen hauptsächlich aus Anteilen an verbundenen Unternehmen. Deshalb werden im Folgenden die Kapitalanlagerisiken des AXA Konzerns dargestellt. Diese werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden. Dieses wird unter anderem durch eine ausgewogene Diversifikation und strikte Begrenzung von Konzentrationsrisiken gewährleistet.

Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die durch die im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und andere risikomindernde Maßnahmen bewusst eingegangen werden. Zum Erhalt beziehungsweise Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und fortlaufend an das jeweilige Kapitalmarktumfeld angepasst.

Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt:

Marktrisiken

Die Marktpreisrisiken unserer Gesellschaften beruhen im Wesentlichen auf Wertverlusten bei Aktien und festverzinslichen Anlagen. Ferner sind die nicht börsennotierten Beteiligungen sowie der Immobilienbestand den Marktpreis- beziehungsweise Wertänderungsrisiken ausgesetzt. Auch können im Bereich Private Equity aufgrund einer zukünftigen Verschlechterung des Marktumfeldes Wertrückgänge bzw. Abschreibungen der Beteiligungen nicht ausgeschlossen werden.

Die Auswirkungen diverser Faktoren auf die Marktwerte der Kapitalanlagen werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Bei der Simulation der Marktwertschwankungen werden die bestehenden Währungssicherungen und andere derivative Absicherungsmechanismen berücksichtigt.

Das Zinsänderungsrisiko gehört zu den wichtigsten Finanzmarktrisiken, da unser Portfolio und die Kapitalanlagen der Versicherungsgesellschaften zum Großteil aus festverzinslichen Wertpapieren bestehen. Allerdings ergibt sich das Zinsrisiko aus dem Durationsmismatch zwischen Aktiv- und Passivseite der Bilanzen unserer Gesellschaft bzw. unserer Versicherungsunternehmen. Die Festlegung von Durationszielen erfolgt durch regelmäßige Asset Liability Management-Analysen im Einklang mit der Risikotragfähigkeit der jeweiligen Gesellschaft.

Währungsrisiken bestehen nur in wirtschaftlich unbedeutendem Umfang, da wir hauptsächlich im europäischen Raum investieren. Fremdwährungsinvestitionen werden begrenzt, kontrolliert und größtenteils gegen Wechselkursschwankungen abgesichert. Dies erfolgt durch den Einsatz von Fremdwährungsderivaten, zum Beispiel Devisentermingeschäften.

Die Immobilienanlagen bestehen zum großen Teil aus deutschen Büro- und Gewerbeimmobilien. Die Wertentwicklung ist deshalb im Wesentlichen abhängig von der Konjunkturlage in Deutschland.

Wir verfolgen die Entwicklung der Kapitalmärkte sehr genau und ergreifen Maßnahmen bei signifikanten Wertverlusten. Die Maßnahmen beinhalten unter anderem notwendige Abschreibungen auf die nachhaltigen Werte einzelner Kapitalanlagen, den selektiven Verkauf einzelner Titel und den optionalen Einsatz von Wertsicherungsmaßnahmen, um die Portfolios kurzfristig gegen weitere Wertverluste abzusichern.

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners beziehungsweise Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen und Genussrechten.

Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt entweder mit Hilfe von Ratingagenturen oder nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft.

Zusätzlich zur Überwachung der Ratings nehmen wir in Zusammenarbeit mit den von uns mandatierten Vermögensverwaltern Detailanalysen zu potenziell ausfallgefährdeten Wertpapieren vor, auf deren Basis dann über risikomindernde Maßnahmen entschieden wird. Für diese Analysen werden alle im Markt vorhandenen Informationen herangezogen.

Für die Vergabe von Hypotheken- und Refinanzierungsdarlehen durch unsere Gesellschaften gelten Vergaberichtlinien und strenge Vorschriften bezüglich der Bonität. Als Sicherheit von Hypothekendarlehen bestehen Pfandrechte an Grundstücken. Die Vergaberichtlinien knüpfen eine Finanzierung im Regelfall an private Nutzung und erstrangige Absicherung.

Die einzelnen Engagements im Bereich Hypotheken einschließlich Forward-Darlehen bei unseren Gesellschaften unterliegen der regelmäßigen Überwachung. Mithilfe unserer Kontrollverfahren für den Zins- und Tilgungsdienst sowie unseres Mahnverfahrens erhalten wir einen detaillierten Überblick über ausstehende Zahlungen.

Einlagen bei Kreditinstituten erfolgten im Geschäftsjahr 2018 ausnahmslos bei Banken, die über ein Investment Grade Rating verfügen.

Die Kontrahenten der Derivatepositionen verfügen ausnahmslos über ein Investment Grade Rating, sofern die Geschäfte nicht über die Terminbörse Eurex abgewickelt wurden. Das Gegenparteirisiko der Derivategeschäfte wird fortlaufend durch die Stellung von Sicherheiten (Collateral) abgesichert. Für einige OTC-Derivate gilt die Clearingpflicht über zentrale Gegenparteien sowie die Meldepflicht an das Transaktionsregister. AXA stellt die Einhaltung der Anforderungen aus EMIR (European Market Infrastructure Regulation) gruppenweit sicher.

Der AXA Konzern stellte sich, wie die gesamte AXA Gruppe, im Laufe des Geschäftsjahres auf den EU-Ausstieg Großbritanniens (Brexit) ein. Einige Kapitalanlagen unserer Gesellschaften befinden sich in Großbritannien, insbesondere Immobilien und Infrastruktur-Investments. Das Fremdwährungsrisiko aus diesen Anlagen wurde mittels Fremdwährungsderivaten abgesichert. Es bleibt jedoch das Risiko der Verluste aufgrund verringerter Nachfrage nach diesen Assets, welches wir im Portfoliokontext als unwesentlich einschätzen. Zur Reduktion operationeller Risiken aus den Transaktionen mit britischen Banken wurden insbesondere im Bereich der Derivate bereits viele Verträge auf die in Kontinentaleuropa ansässigen Banken umgestellt.

Die AXA Konzern AG sowie die Konzerngesellschaften sind in Staatsanleihen investiert. Italienische Staatsanleihen, deren Risikoaufschläge vor dem Hintergrund der italienischen Regierungskrise im Geschäftsjahr deutlich gestiegen sind, machen einen Anteil von 2 % der Kapitalanlagen aus. Auch wenn wir zurzeit Ausfälle innerhalb dieser Bestände aufgrund verschiedener Stützungsmaßnahmen nicht für ein wahrscheinliches Szenario halten, können wir künftige Abschreibungen auch vor dem Hintergrund politischer Unwägbarkeiten nicht ausschließen.

Ebenso halten wir Fremdkapitalinstrumente, die von nationalen und internationalen Banken sowie Unternehmen außerhalb des Finanzsektors emittiert wurden. Dieses Exposure wird entweder direkt oder über Fonds, Derivate und strukturierte Produkte gehalten und enthält zu einem geringen Teil auch nachrangige Instrumente. Zur weiteren Diversifikation dieses Portfolios tätigten wir Investitionen in alternative, weniger liquide Assetklassen, unter anderem Infrastruktur-, Mittelstands-, gewerbliche Immobilienfinanzierungen sowie alternative Kreditstrategien. Diese Anlagen werden zum weit überwiegenden Teil als Investment Grade eingestuft. Die meisten festverzinslichen Wertpapiere in unserem Bestand und dem Bestand unserer Versicherungsgesellschaften verfügen über ein Investment Grade Rating. Ein großer Teil der Rentenbestände ist besichert beziehungsweise von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem geringen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Bonität einzelner Emittenten sich in der Zukunft verschlechtert und damit Abschreibungsbedarf entstehen könnte.

Konzentrationsrisiken

Konzentrationsrisiken entstehen, wenn Unternehmen hohe einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingehen und daraus hohe Ausfallverluste resultieren können. Bei der Kapitalanlage entstehen Konzentrationsrisiken, wenn Investitionen in einzelne Kapitalanlageprodukte oder Emittenten oberhalb definierter Grenzen durchgeführt werden. Aus diesem Grunde stehen Konzentrationsrisiken im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken und werden durch die Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht.

Liquiditätsrisiken

Aufgrund der vorab vereinnahmten sowie verzinslich und liquide angelegten Beiträge ist das Liquiditätsrisiko für Versicherungsunternehmen grundsätzlich gut steuerbar. Wir tragen dem Risiko unzureichender Liquidität durch eine mehrjährige Planung der Zahlungsströme Rechnung. Zusätzlich erfolgt für einen rollierenden Zwölfmonatszeitraum eine Prognose auf Monatsbasis. Für die Überwachung des Liquiditätsrisikos wird darüber hinaus ein Liquiditätsstresstest durchgeführt.

Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit unsere Gesellschaften den Verpflichtungen gegenüber ihren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Bei einem eventuell auftretenden unvorhergesehenen Liquiditätsbedarf wird auf Grundlage des konzerninternen Liquiditätshilfeabkommens Liquidität zur Verfügung gestellt.

Risikosteuerung der Kapitalanlagen

Innerhalb des AXA Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen im Einklang mit den aufsichtsrechtlichen Anforderungen implementiert.

Der Vorstand definiert den Risikoappetit unserer Gesellschaft in Form von Limiten und Frühwarnwerten auf konkret messbare Risikokennzahlen, um die durch die Umsetzung der Geschäftsstrategie entstehenden Risiken wirksam zu begrenzen. Ein wesentlicher Teil dieser Limite und Frühwarnwerte bezieht sich auf Finanzmarktrisiken einschließlich Konzentrationsrisiken und muss im Rahmen der Kapitalanlagensteuerung eingehalten werden. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Kapitalanlagenrichtlinie mit dem Grundsatz unternehmerischer Vorsicht gemäß § 124 Abs. 1 Versicherungsaufsichtsgesetz.

Ziel des strukturierten Anlageprozesses ist es, die Risiken in den Portfolios durch systematische und kontrollierte Abläufe zu steuern. Auf Basis des Vorschlags des Asset Liability Management Committee entscheidet der Vorstand über die Kapitalanlagestrategie, die im Einklang mit dem Risikoappetit der Gesellschaft sowie der internen Kapitalanlagerichtlinie sein muss. Dabei berücksichtigt die Asset Liability Management-Analyse insbesondere die versicherungstechnischen Verpflichtungen, die Bewertungsreserven sowie die Eigenkapitalausstattung. Das Investment Committee implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation). Hierbei werden die Risikoappetitlimite für die einzelnen Anlageklassen, die Duration des festverzinslichen Portfolios, die Bonität der Emittenten sowie die Konzentrationen gegenüber Einzelemittenten beachtet. Bei der Risikoeinschätzung wird dabei von einem dem jeweiligen Risiko adäquaten Prognosezeitraum ausgegangen. Zur Bewertung der Anlagerisiken steht eine Vielzahl von Risikomanagement-Instrumenten zur Verfügung.

Zum Zweck der effizienten Portfolioverwaltung und -steuerung können auch derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden. Mit diesen Instrumenten werden verschiedene Motive der Portfoliosteuerung umgesetzt: Absicherung, Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung. Das Hauptmotiv beim Einsatz von derivativen Instrumenten der Kapitalanlagen ist die Absicherung (Hedging), wodurch das im Portfolio liegende wirtschaftliche Risiko reduziert wird.

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Asset Liability Management Committee und des Investment Committee wird das Kreditrisiko des Gesamtportfolios, einzelner Anlageklassen sowie kritischer Emittenten unter der systematischen Teilnahme des Chief Investment Officers und des Finanzvorstandes besprochen. In diesen Gremien wird über die Einhaltung der Risikoappetitlimite berichtet.

Das Audit and Risk Committee (ARC) wird regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen, die Risikosituation und die Einhaltung der Risikoappetitlimite des Konzerns und der Einzelgesellschaften informiert.

AXA Bank

Die AXA Bank AG verfügt über ein eigenständiges Risikomanagement. Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Banken (MaRisk BA) geben den aufsichtsrechtlichen Rahmen der Prozesse vor. Die Anforderungen dieses Rundschreibens beziehen sich auf das Management der für das Institut wesentlichen Risiken. Grundsätzlich sind zumindest die Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken und operationellen Risiken als wesentliche Risiken einzustufen.

Die internen Umsetzungen hierzu werden in der Risikostrategie der Bank geregelt. Zielsetzung der Risikostrategie ist es, ein betriebswirtschaftlich sinnvolles und effektives Risikomanagement zu verankern. Unter dem Begriff "Risiko" ist eine Verlust- oder Schadengefahr definiert, die entsteht, wenn eine zukünftige Entwicklung im Verlauf negativ von der Planung abweicht und mit einer Vermögensminderung verbunden ist.

Die AXA Bank bezeichnet ihre Risikoneigung als konservativ. Das bedeutet für die praktische Umsetzung, dass im Grundsatz die Investitionsalternativen risiko- und renditeorientiert ausgewählt werden. Die konservative Ausrichtung schlägt sich auch bei der Ermittlung der Risikotragfähigkeit nieder, da bei der Aggregation der Risiken auf eine Risikoreduzierung durch Korrelationen verzichtet wird.

Bei den wesentlichen Risiken stellen das Kreditrisiko und das Counterparty Risiko das überwiegende Adressenausfallrisiko dar.

Die Steuerung der Adressrisiken erfolgt über ein Gordy Modell. Die hierfür notwendigen Ausfallwahrscheinlichkeiten und Ausfallquoten werden intern ermittelt oder aus dem externen Rating der Geschäftspartner abgeleitet. Die Marktpreisrisiken werden mit Value-at-Risk Ansätzen barwertig ermittelt. Die Ermittlung der Risiken erfolgt auf Basis historischer Schwankungen der Geld- und Kapitalmarktzinssätze und kann somit unabhängig von einer Zinsprognose durchgeführt werden.

Im Rahmen der jährlichen Kapitalallokation werden Risikolimite für die einzelnen Risiken aus der Planung abgeleitet. Über ein Ampelsystem von Frühwarnwerten, kritischen Werten und Limiten werden diese Limite gesteuert. Bei Überschreiten der definierten Grenzen können sowohl Maßnahmen zur Risikoreduzierung vorgeschlagen werden als auch bei Planabweichungen eine Reallokation der einzelnen Risikolimite als Maßnahme erfolgen.

Durch ein aktives Asset-Liability-Management unterliegen die Marktpreisrisiken höheren Schwankungen als die Adressrisiken. Aus diesem Grund sind unterjährige Reallokationen bei den Risikolimiten für Marktpreisrisiken häufiger anzutreffen. Die Bank verzichtet aber weiterhin auf spekulativen Geldhandel und führt kein Handelsbuch. Dem Management der Liquiditätsrisiken schenkt die AXA Bank besondere Beachtung und steuert sowohl die dispositiven als auch die strukturellen Liquiditätsrisiken.

Für die Steuerung der dispositiven Liquiditätsrisiken hat die AXA Bank ein eigenes Modell entwickelt, das die institutsspezifischen Besonderheiten berücksichtigt. Durch Annahmen für Normal-, Belastung- und Stress-Szenarien verfügt die interne Liquiditätssteuerung über ein Frühwarnsystem und einen definierten Risikoappetit. Ergänzend stellen regelmäßige Liquiditätsanalysen die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicher. Eine angemessene Liquiditätsreserve wird aus den täglichen Mittelabflüssen abgeleitet. Der Liquiditätspuffer setzt sich insbesondere aus hoch liquiden Wertpapieren zusammen, die auch im Stressfall ohne große Wertabschläge verkauft bzw. beliehen werden können.

Die Kapitalanforderungen für operationelle Risiken werden über den für Banken aufsichtsrechtlich wählbaren Basisindikatoransatz ermittelt. Das regelmäßig durchzuführende Risikoassessment für diese Risikoart wird über den einheitlichen Assessment Prozess im AXA Konzern sichergestellt. Die wesentlichen Risiken werden im Rahmen von durchgängigen Risikomanagementprozessen laufend überwacht und durch interne Limite gesteuert und begrenzt. Die Limite werden auf Basis des Risikoappetits von der Geschäftsleitung der Bank festgelegt.

Des Weiteren wird die Bank über ein Ampelsystem von Frühwarnindikatoren gesteuert, diese unterteilen sich in Frühwarnwerte, kritische Werte und Limite. Überschreitungen von Frühwarnindikatoren lösen geeignete Risikosteuerungsmaßnahmen aus. Die Ergebnisse fließen wiederum in den Managementprozess ein. Die Gesamtbanksteuerung dient hierbei als Grundlage für Managemententscheidungen und soll mögliche negative Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragskraft der Bank vermeiden beziehungsweise minimieren. Im Rahmen der Steuerung simulieren Szenarioanalysen mögliche zukünftige Ereignisse. Dabei werden Marktentwicklungen, volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Kennzahlen zur Simulation herangezogen.

Aufgrund der risikoaversen Ausrichtung wird von einer stabilen Risikosituation der Bank ausgegangen.

Operationelle und sonstige Risiken

Operationelle Risiken beinhalten Risiken aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen, Risiken aus Mitarbeiterverhalten sowie aus systembedingten oder externen Vorfällen. Ferner sind Rechtsrisiken mit inbegriffen, welche die Möglichkeit eines Verlustes aufgrund von Veränderungen der aktuellen Rechtslage umfassen.

Unsere Gesellschaften bzw. AXA Deutschland unterscheidet hierbei die Risikokategorien Interner Betrug, Externer Betrug, Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitssicherheit, Kunden-, Produkt- und Geschäftspraxis, Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsunterbrechung und Versagen von Systemen, Durchführungs-/Produkt-/Leistungs-/Prozessmanagement, konkrete Rechtsänderungen. Als risikobewusste Versicherungsgruppe hat AXA Deutschland Prozesse und Systeme zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung der operationellen Risiken entwickelt. Die Methoden und Prozesse werden kontinuierlich weiterentwickelt. Die operationellen Risiken sind in das Interne Kontrollsystem integriert. Eine Bewertung erfolgt sowohl qualitativ als auch quantitativ. Die Ergebnisse der Risikobewertung fließen in die Unternehmenssteuerung ein.

AXA Deutschland führt eine Sammlung von Daten aus operationellen Verlusten durch. Zudem ist AXA Deutschland (über die AXA Gruppe Mitglied der Operational Riskdata Exchange Association (ORX), einer internationalen Plattform zum Austausch operationeller Verluste.

Das Risikoprofil der AXA Deutschland ist wie im Vorjahr durch Gerichtsentscheidungen und Gesetzesvorhaben geprägt. Änderungen von rechtlichen Regelungen werden laufend auf ihre Auswirkungen auf die AXA analysiert. Um auf diese risikoadäquat reagieren zu können, existiert eine enge Zusammenarbeit des operationellen Risikomanagements mit der Rechts-sowie Complianceabteilung. Steigend sind weiterhin IT-Risiken insbesondere zum Thema Datenschutz und IT-Sicherheit. Zur Identifizierung und Beseitigung von IT Schwachstellen gibt es verschiedene Projekte bzw. Initiativen. Auf diese Weise wird eine kontinuierliche Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen im Bereich der IT-Sicherheit gewährleistet. Interne Kontrollprozesse reduzieren Risiken im Zusammenhang mit der Erstellung des Jahresabschlusses.

Darüber hinaus stehen Risiken aus der Einführung von Großprojekten unter besonderer Beobachtung. Bereits während der Projektphase werden erforderliche Maßnahmen identifiziert, so dass entstehende Risiken frühzeitig analysiert und gesteuert werden. Zusätzlich wird das operationelle Risikomanagement über jeden Projektchange informiert, um die Risikolage angemessen beurteilen zu können. Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, aus Systemausfällen und anderen Katastrophenereignissen werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert. Notfallprozesse werden organisiert und alle notwendigen Präventivmaßnahmen zum Zweck der Unternehmenssicherheit ergriffen. Durch die Setzung verbindlicher Standards mit Fokus auf die operationellen Risiken sollen mögliche Negativfolgen reduziert und der wirtschaftliche Fortbestand der AXA jederzeit garantiert werden. Diese sehen vor, dass interne und externe Bedrohungen, die eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse zur Folge haben könnten, regelmäßig beurteilt werden.

Ein Vertreter der Funktionen Risk und Compliance ist Mitglied im zentralen Krisenmanagement-Team, um die Sicht des Risikomanagements in der Krisenorganisation sicherzustellen.

Auch strategische, Reputations- und weitere Rechtsrisiken werden permanent eng überwacht, das Instrumentarium insbesondere an präventiven Maßnahmen ständig überprüft und erweitert. Diese Maßnahmen inklusive der umfassenden Analyse und Bewertung sind geeignet, unsere in ihrer Bedeutung als gemäßigt eingeschätzten operationellen Risiken auf ein angemessenes Niveau zu reduzieren.

Ferner können Risiken aus der Anwendung steuerlicher Vorschriften entstehen. Diesen begegnen wir durch ein systematisches Management aller steuerlich relevanten Prozesse. Feststellungen aus steuerlichen Betriebsprüfungen früherer Jahre werden analysiert und fließen in die Bewertung der Steuerrückstellungen ein.

In Erwartung eines No-Deal-Brexits werden unsere Versicherungsunternehmen AXA Versicherung AG und AXA Krankenversicherung AG ein Temporay Permission Regime beantragen zwecks temporärer Fortführung der Versicherungsverträge mit versicherten Personen in UK bis eine endgültige Umgehensweise mit diesen Versicherungsfällen geklärt ist.

Risiken aus Pensionsrückstellungen

Unsere Gesellschaft hat früheren und teils noch aktiven Mitarbeitern Pensionen zugesagt. Im Zusammenhang mit den Pensionsplänen können Pensionsrisiken sowohl bei den Vermögenswerten der Aktivseite als auch auf der Passivseite relevant werden. Dies ist zum einen über Marktwertrückgänge des Planvermögens auf der Aktivseite, aber auch über eine Zunahme der Verpflichtungen auf der Passivseite, zum Beispiel durch Änderungen des Rechnungszinses, möglich. Auf der Verpflichtungsseite können zudem versicherungstechnische Risiken wie das Langlebigkeitsrisiko auftreten. In diesem Zusammenhang wird das Pensionsrisiko als dasjenige Risiko angesehen, dass das Trägerunternehmen zur Bedienung der zugesagten Rentenverpflichtungen Nachschüsse leisten muss.

Die Risiken für die Pensionsverpflichtungen werden in unserem internen Risiko-Modell berücksichtigt, berechnet und überwacht. Das niedrige Zinsniveau wird nach wie vor als Hauptbelastungsfaktor sowohl für die Höhe der ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen, aus denen zusätzliche Aufwendungen zur Erhöhung der Rückstellungen resultieren, als auch für die Höhe der mit vertretbarem Risiko erzielbaren Erträge aus der Kapitalanlage betrachtet. Aus einem weiterhin anhaltenden Niedrigzinsumfeld resultiert eine weitere Absenkung des Rechnungszinssatzes, wodurch die Rückstellungen zu den Pensionsverpflichtungen weiter ansteigen. Die in den nächsten Jahren zu leistenden Zuführungen zu den Rückstellungen sind in den Planungen bereits berücksichtigt und auch im Fall von anhaltend niedrigen Zinsen sind geeignete Maßnahmen zur Finanzierung identifiziert.

Kapitalmanagement und Solvabilität

Die Steuerung der Kapitalbasis erfolgt nach den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Ziel ist es, die jederzeitige Erfüllung der versicherungsvertraglichen Verpflichtungen sicherstellen zu können - selbst wenn im Extremfall die hierfür gebildeten versicherungstechnischen Rückstellungen unzureichend wären. Für die Bereitstellung des entsprechenden Eigenkapitals wird eine angemessene Verzinsung angestrebt.

Die AXA Gruppe hat ein Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung entwickelt, das Ende November 2015 von der französischen Versicherungsaufsicht ACPR (Autorité de Controle Prudentiel et de Résolution) genehmigt wurde und ab dem 1. Januar 2016 als Internes Modell unter Solvency II dient. Zur Sicherstellung der Angemessenheit des entwickelten internen Modells der AXA Deutschland fand im Geschäftsjahr 2018 auch ein umfassender Austausch mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) statt.

Für die Solvabilität unserer Gesellschaften wurden die gültigen aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Basierend auf den Berechnungen des genehmigten Internen Modells übertreffen die Solvenzpositionen unserer Gesellschaften die gesetzliche Anforderung und weisen zusätzlich einen angemessenen Kapitalpuffer oberhalb dieses gesetzlichen Limits auf. Unsere Gesellschaften haben keine Verwendung der möglichen Übergangsmaßnahmen bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beantragt. Weitergehende Informationen können den am 23. April 2019 zu veröffentlichenden Berichten über die Solvabilität und Finanzlage 2018 entnommen werden.

Seit dem 1. Januar 2017 unterliegen wir zusätzlich der Solvency II-Gruppenaufsicht durch die BaFin und legen eine Solvabilitätsquote für unsere Teilgruppe vor. Nach dem derzeitigen Stand der Berechnungen übertrifft die Eigenmittelausstattung unserer Teilgruppe ebenfalls die gesetzliche Kapitalanforderung und weist zusätzlich einen angemessenen Kapitalpuffer oberhalb dieses gesetzlichen Limits auf. Die AXA Konzern AG hat auf Ebene der Teilgruppe des deutschen AXA Konzerns ein konzerninternes Risikolimit in Form einer Mindestsolvabilitätsquote (gemäß Solvency II) festgelegt. Die Gesellschaft berücksichtigt dieses Risikolimit unter Beachtung der unternehmenseigenen Prognose für das kommende Geschäftsjahr bei der Verwendung ihres Bilanzgewinns.

Im Juli 2013 wurde die weltweite AXA Gruppe durch das Financial Stability Board (FSB) als systemrelevant (Global Systemically Important Insurer [G-SII]) eingestuft. Aufgrund dessen unterliegt die AXA Gruppe den "G-SII Policy Measures" der International Association of Insurance Supervisors (IAIS) und erfüllt die zusätzlichen Anforderungen wie die Erstellung von geforderten Sanierungs- und Abwicklungsplänen. Hierfür liefert die AXA Deutschland regelmäßig lokale Analysen. Die Erfüllung der ab 2019 erhöhten Kapitalanforderungen, wie der Basis-Kapitalanforderungen (Basic Capital Requirements, BCR), wird durch die Gruppe sichergestellt.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Für unsere Sachversicherungsgesellschaften stellen das Prämien-/Schadenrisiko und das Reserverisiko die größten versicherungstechnischen Risiken dar. Zudem bestehen Biometrie- und Zinsgarantierisiken aus der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr (UBR). In der Lebens- und Krankenversicherung stellen das Zinsgarantierisiko und die biometrischen sowie die Schaden-/Leistungsrisiken die größten versicherungstechnischen Risiken dar. Neben den versicherungstechnischen Risiken beinhalten die Markt- und Bonitätsrisiken der Kapitalanlagen das größte Risikopotenzial.

Die identifizierten spartenspezifischen und operationellen Risiken werden durch die Risikomanagementstrukturen unseres Konzerns sowohl auf zentraler Ebene als auch in den Ressorts kontinuierlich verfolgt. Ebenso werden im Audit & Risk Committee (ARC) regelmäßig Maßnahmen zu den Top-Risiken wie aktuell in der Lebensversicherung die Risiken aus dem Niedrigzinsumfeld oder die aufgrund der steigenden Digitalisierung wachsenden operationellen Risiken besprochen und nachverfolgt.

Die Gesamtrisikosituation hat sich im Geschäftsjahr 2018 nicht wesentlich verändert. Allerdings wirken sich wie bei allen deutschen Lebensversicherungsgesellschaften die weiterhin historisch niedrigen Kapitalmarktzinsen belastend auf das Zinsgarantierisiko unserer Lebensversicherungsgesellschaften aus.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des deutschen AXA Konzerns gefährden. Alle Risiken werden frühzeitig erkannt, bewertet und gesteuert und wie in den Vorjahren zeigt die Solvabilität der Versicherungsgesellschaften und des AXA Konzerns auch in 2018 eine Überdeckung.

Ausblick und Chancen

Die Aussichten bleiben positiv

Für das Jahr 2019 erwartet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung laut seinem Jahresgutachten eine Fortsetzung des Aufschwungs. Dabei wird ein Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 1,5 % prognostiziert. Auch die OECD erwartet laut ihrer Konjunkturprognose aus November 2018 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts mit 1,6 % auf einem ähnlichen Level. Dabei wird einheitlich eine Verlangsamung des Wachstums gesehen, welches aufgrund des kräftigen Beschäftigungszuwachses und fiskalischer Impulse allerdings weiter solide bleiben wird. Insbesondere die Binnennachfrage dürfte aufgrund dieser anhaltenden Beschäftigungszuwächse, der zu erwartenden Lohnsteigerungen, der bestehenden Investitionsanreize und der regen Baukonjunktur robust expandieren.

Die deutsche Wirtschaft sieht sich zum Jahreswechsel größtenteils in sehr guter Verfassung. Dies ist auch daran zu erkennen, dass der bisherige Aufschwung insgesamt auf einem vergleichsweise breiten Fundament beruhte. Dennoch ist festzustellen, dass die Bedeutung der Exporte nach wie vor sehr hoch ist und es generell auch deutliche Risiken für die zukünftige Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft gibt. Zu nennen sind hier insbesondere der ungelöste Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten, die Turbulenzen in einzelnen Schwellenländern, der bevorstehende Brexit und zum Teil erhebliche politische Unsicherheiten im Euro-Raum. Das zeigt auch die Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), für die 48 Branchenverbände zu ihrer aktuellen Lage und zu ihren Erwartungen für 2019 befragt wurden. Demnach schaut die deutsche Wirtschaft nur verhalten optimistisch auf das Jahr 2019. Es rechnen noch 28 der befragten Verbände mit einer höheren Geschäftstätigkeit im neuen Jahr, allerdings sprechen nur noch sieben Verbände von einer besseren Wirtschaftslage im Vergleich zum Vorjahr und noch 28 Verbände (im Vorjahr 33) gehen von einer höheren Produktion aus. Gleichzeitig hat sich die Zahl derer deutlich erhöht, die die Situation schlechter bewerten: Die Zahl erhöhte sich von zwei auf zehn Verbände.

Versicherungsbranche ist für 2019 verhalten optimistisch

Auf 2019 blickt die Versicherungsbranche verhalten optimistisch. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erwartet eine stabile Geschäftsentwicklung. Die Konjunktur soll das Geschäft stützen. Gleichzeitig werden allerdings auch Unsicherheiten hinsichtlich des makroökonomischen Umfelds angesprochen, die direkt auch eine Auswirkung auf die Geschäftsentwicklung in der Versicherungswirtschaft haben würden. Als Belastung werden weiterhin die Niedrigzinsen angesehen, wobei die im Jahr 2018 umgesetzte Reform zur Anpassung der Zinszusatzreserve in der Lebensversicherung zumindest den Finanzierungsdruck für die zukünftigen Reservezuführungen abmildern sollte. Die rekordhohe Beschäftigtenzahl in Deutschland eröffnet den Lebensversicherern laut GDV Wachstumschancen in der privaten Altersvorsorge. Unter Einbezug von Pensionskassen und Pensionsfonds wird für die Lebensversicherung im Jahr 2019 insgesamt ein Beitragswachstum von 0,8 % erwartet. In der Schaden- und Unfallversicherung geht der Verband von einem Wachstum von etwa 2,7 % aus. Als ausschlaggebend dürfte sich hier neben Beitragsanhebungen und steigenden Versicherungssummen insbesondere die gute wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte und das stabile Wachstum der verfügbaren Einkommen und des privaten Konsums erweisen. In der privaten Krankenversicherung erwartet der GDV ein Beitragswachstum von rund 3,0 %, welches insbesondere auf Beitragsanpassungen und den positiven Trend in den Zusatzversicherungen zurückzuführen ist.

Summiert rechnet der GDV für die Branche mit einem stabilen Beitragswachstum von 1,9 %. Ohne Einmalbeitrag wird ein Wachstum in Höhe von 1,8 % erwartet.

AXA

In der Sachversicherung sind wir mit der AXA Versicherung AG, der AXA easy Versicherung AG sowie der AXA ART Versicherung AG vertreten.

Unsere Erwartungen für das Privatkundengeschäft unserer größten Sachversicherungsgesellschaft AXA Versicherung AG sind für 2018 weiterhin verhalten optimistisch und wir möchten unsere Marktposition in den Sach-, Haftpflicht- sowie Unfallversicherungen weiter festigen. Zur Förderung dieses Wachstums sollen daher in allen Vertriebswegen bedürfnisgerechte Wachstumsmaßnahmen die Neukundengewinnung deutlich vereinfachen. Zusätzlich soll durch die Einführung der neuen Online-Produkte in der Privat-Haftpflicht- und der Hausratversicherung die Präsenz im Direktkanal gestärkt werden. In Unfall wird der Fokus des Neugeschäfts auf der Risiko- und der gewerblichen Unfallversicherung liegen. Im Kraftfahrtgeschäft investieren vor allem in die Pricing-Fähigkeiten sowie in Maßnahmen zur Absicherung der Kundenbestände und erwarten eine weitgehend konstante Beitragsentwicklung bei hoher Zeichnungsdisziplin. Für unseren Direktversicherer die AXA easy Versicherung AG erwarten wir in 2019 einen leichten Beitragsrückgang und ein verbessertes aber erneut negatives Ergebnis.

Im Industriekundensegment werden in den strategischen Wachstumssegmenten weiterhin anhaltende Zuwächse erwartet. In der industriellen Sachversicherung wird die Strategie der Durchsetzung risikogerechter Preiserhöhungen im Neu- und Bestandsgeschäft fortgeführt und die Qualität des Portfolios durch geeignete Re-Underwriting Maßnahmen gesteigert. Zur Erschließung der Wachstumspotenziale in der industriellen Haftpflichtversicherung wird sich weiterhin auf die neu entwickelten Zielgruppenkonzepte fokussiert, die den besonderen Bedürfnissen der jeweiligen Branche gerecht werden. Durch den deutlichen Ausbau der relevanten personellen Kapazitäten sowohl für das Underwriting als auch für das Produktmanagement und Risk-Assessment wird auch in 2019 weiterhin eine Wachstumssteigerung in der industriellen Cyberversicherung erwartet. Hierdurch wird die proaktive Einbindung der Agentur- und Makler-Vertriebswege vorangetrieben sowie die Aufbau- und Ablauforganisation auf Schadenseite gestärkt.

Im Wesentlichen aufgrund hoher Gewinne in der aktuellen Berichtsperiode aus dem Abgang von Kapitalanlagen sowie allgemeiner Kapitalmarktentwicklungen wird ein deutlich geringeres Kapitalanlageergebnis für 2019 erwartet. Insgesamt rechnen wir bei einer steigenden Steuerquote, bedingt durch steuerfreie Veräußerungserlöse in 2018, mit einem deutlich geringeren Unternehmensergebnis für das kommende Jahr.

Bezogen auf die Kunstversicherung rechnen wir damit, dass die Nachfrage nach Versicherungsschutz für Kunst- und Sammlungsgegenstände in 2019 weiter wachsen wird. Auch der Wachstumstrend für die sogenannte High-Net-Worth-Population, eine wichtige Zielgruppe für das Privatkundengeschäft , und deren Vermögen soll anhalten. Dieses Marktpotential kann Dank der Zusammenarbeit mit der AXA XL mittelfristig noch besser erschlossen werden. Die AXA Gruppe hat nämlich die Akquisition der XL Group Ltd. (nunmehr "AXA XL") im September 2018 abgeschlossen und beabsichtigt, die Aktivitäten der AXA ART Versicherung AG in die AXA XL zu integrieren. Die AXA ART Versichrung AG wird damit die stärkere Kapitalbasis und geografische Reichweite, das breitere Produktangebot und größere Teams aktiv für seiner Markterfolg zu nutzen. Aufgrund der selektiven Ausweitung der Geschäftsaktivitäten rechnen wir bei moderatem Prämienwachstum mit kongruent leicht steigenden Provisions- und Schadenaufwendungen und gehen von einem stabilen Unternehmensergebnis aus.

In der Lebensversicherung sind wir mit der AXA Lebensversicherung AG und der Deutsche Ärzteversicherung AG vertreten.

Im Hinblick auf das Produktportfolio wird die AXA Lebensversicherung AG weiterhin als Vollsortimenter mit einer breiten Produktpalette auftreten. Im Bereich Altersvorsorge setzt AXA weiter auf die erfolgreich eingeführte Relax Rente mit ihren verschiedenen Varianten für jeden Kundenbedarf. Die innovative Verrentungsmöglichkeit Performance Flex wird weiter eine wichtige Säule des Angebotes sein. Das mittel- und langfristige Einmalbeitragsgeschäft wird auch in 2019 ein wichtiges Segment sein. Für die Wiederanlage auslaufender Lebensversicherungen, aber auch die Neuanlage von Kundengeldern bietet unsere Produktpalette individuelle Anlagemöglichkeiten für jeden Kundentyp. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf den Biometrieprodukten liegen: die Berufsunfähigkeitsversichung wurde umfassend überarbeitet und die hochbewertete Qualität der angebotenen Leistungen nochmals verbessert. Auf der Entwicklungsseite steht die weitere Modularisierung der Biometrieprodukte im Mittelpunkt, beispielwese werden Mehrwertservices neu angeboten, um die Kunden im Leistungsfalle noch umfassender zu unterstützen. Die Kooperation mit der ING wird zunächst im Biometriebereich die weitere Digitalisierung des Neugeschäftsangebotes vorantreiben. Die betriebliche Altersvorsorge wird 2019 weiter im Zeichen der Umsetzung des Betriebsrentenstärkungsgesetzes stehen. Produktseitig werden die Kunden von der Verkürzung der Mindestlaufzeiten in der bAV-Relax Rente auf fünf Jahre, der Einführung des Produktes Relax Rente Comfort Plus und diversen Verbesserungen im Biometrieangebot profitieren können.

Trotz eines rückläufigen Bestands klassischer Kapitallebensversicherungen erwarten wir für die AXA Lebensversicherung AG im Wesentlichen stabile Beitragseinnahmen in 2019, insbesondere durch höhere laufende Beiträge und Einmalbeiträge bei fondsgebundenen Renten inklusive der RelaxRente sowie bei Berufsunfähigkeitsversicherungen. Das Kapitalanlageergebnis wird insgesamt moderat zurückgehen, zum einen wegen niedriegeren Gewinnrealisierungen, zum anderen aufgrund der niedrigen Wiederanlagezinsen. Darüber hinaus können die nach den erfolgten Gewinnrealisierungen freigewordenen Mittel nur mit einer geringeren Effektivverzinsung wieder angelegt werden. Die Zuführung zur Zinszusatzreserve wird spürbar geringer. Wir erwarten leicht höhere Kosten, vor allem aus höheren Abschlussprovisionen wegen des geplanten Neugeschäftsanstiegs. Aufgrund dieser Entwicklungen rechnen wir für das Jahr 2019 mit einem spürbaren Anstieg des Unternehmensergebnisses.

Unser Spezialversicherer, die Deutsche Ärzteversicherung AG, plant für 2019 mit weiterem Geschäftswachstum. Der vertriebliche Fokus liegt für 2019 dabei weiterhin auf der Absicherung biometrischer Risiken sowie auf renditeorientierten Altersvorsorgekonzepten. In diesem Zuge intensivieren wir weiterhin die vertriebliche und prozessorientierte Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern Deutsche Apotheker und Ärztebank und streben einen weiteren Ausbau der Exklusivorganisation unserer Vertriebsgesellschaft Deutsche Ärzte Finanz (DÄF) an. Für 2019 erwarten wir einen weiteren Anstieg der Beitragseinnahmen und leicht unter Vorjahr liegende Kosten, vor allem aus niedrigeren Abschlussprovisionen wegen des geplanten Neugeschäftsrückgangs. Das Kapitalanlageergebnis hingegen wird 2019 moderat zurückgehen und wir rechnen daher für 2019 mit einem leicht geringeren Jahresergebnis.

Die AXA Krankenversicherung AG erweiterte ihr bereits auch extern bestens bewertetes Leistungs- und Gesundheitsmanagement, den ´Gesundheitsservice360°` und das ePortal "Meine Gesundheit von AXA", um die Patientenversorgung weiter zu verbessern. Papierlose Abrechnung und die digitale Vernetzung von Ärzten, Versicherten und der AXA gehören zu den Serviceangeboten. Ferner gehen wir davon aus, dass die Bundesregierung weiter ihren gesundheitspolitischen Kurs der Fairness gegenüber der PKV fortsetzt. Das Segment der Zusatzversicherungen ist weiterhin ein strategisches Wachstumsfeld. Hier erwarten wir insbesondere die Fortsetzung der großen Erfolge unserer innovativen Ergänzungsprodukte in den Bereichen ambulante Versorgung, Pflege und Zahn. Außerdem sind wir bestens aufgestellt, die zunehmende Nachfrage nach betrieblicher Krankenversicherung maßgeschneidert zu erfüllen. Die anhaltende Niedrigzinsphase wird das Kapitalanlageergebnis im laufenden Jahr belasten. Wir erwarten für 2019 erneut einen moderaten Beitragsanstieg und rechnen bei einer im Marktvergleich günstigen Kostenstruktur mit einem Unternehmensergebnis, das moderat unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2018 liegt.

Die AXA Bank AG plant eine weitere Fortsetzung des Wachstums im bilanziellen Geschäft sowie der verwalteten Depotbestände. Mit Berücksichtigung der mitigierenden Effekte aus dem Niedrigzinsumfeld gehen wir unter der Voraussetzung konstanter Rahmenbedingungen für 2019 von einem konstanten Unternehmensergebnis aus.

Für das Geschäftsjahr 2019 erwarten wir im Gesamtergebnis für die AXA Konzern AG somit insgesamt eine positive Geschäftsentwicklung und sind trotz des schwierigen Marktumfeldes, dem unsere operativen Tochtergesellschaften ausgesetzt sind, zuversichtlich, unsere Marktanteile in allen Segmenten auszubauen und die Profitabilität über Kosteneinsparungen und weitere Optimierung der Schadenentwicklung in der Sachversicherung aber auch in der Krankenversicherung weiter zu verbessern. Wir werden durch Investitionen in Prozessverbesserungen, Digitalisierung und optimierte Strukturen den Kundenservice nachhaltig verbessern. Wir rechnen mit leicht rückläufigen Kosten und leicht niedrigeren Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen sowie Beteiligungen und gehen deshalb von einem leicht geringeren Jahresergebnis aus. Ausgehend von einer vorsichtig eingeschätzten Entwicklung der Kapitalmärkte mit anhaltend niedrigen Renditen, erwarten wir wiederum eine angemessene Ausschüttung an unsere Muttergesellschaft und gleichzeitig die Solvabilitätsanforderungen innerhalb der zulässigen Grenzen zu erfüllen.

Sollten bei Tochtergesellschaften der AXA Konzern AG - zum Beispiel aufgrund unerwarteter Kapitalmarktentwicklungen - Jahresfehlbeträge entstehen, wären diese im Rahmen der Beherrschungsverträge auszugleichen.

Köln, den 27. März 2019

Der Vorstand

Jahresabschluss

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

(in Tsd. Euro) 2018 2017
A. Anlagevermögen:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.888 19.785
2. Geleistete Anzahlungen 13.174 4.066
28.063 23.851
II. Sachanlagen:
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.125 43.937
2. geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau 91 54
39.216 43.991
Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.257.981 3.331.391
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 533.476 240.000
3. Beteiligungen 1.264 37.828
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - 4.330
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 484.083 444.425
6. Sonstige Ausleihungen 78.097 110.137
4.354.901 4.168.111
4.422.180 4.235.953
B. Umlaufvermögen:
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferung und Leistungen 525 170
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 433.675 489.377
3. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - 63
4. Sonstige Vermögensgegenstände 45.135 25.360
479.335 514.969
II. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 73 66
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 132.450 401.551
611.858 916.586
C. Rechnungsabgrenzungsposten 199 -
D. Aktive latente Steuer 1.148.260 1.003.573
Summe Aktiva 6.182.497 6.156.112
Passiva
(in Tsd. Euro) 2018 2017
A. Eigenkapital:
I. Gezeichnetes Kapital 79.840 79.840
II. Kapitalrücklage 1.278.197 1.278.197
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 25 25
2. Andere Gewinnrücklagen 1.429.690 1.390.690
1.429.715 1.390.715
IV. Bilanzgewinn 453.936 455.857
3.241.689 3.204.609
B. Rückstellungen:
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.659.979 1.504.983
2. Steuerrückstellungen 485.402 366.251
3. Sonstige Rückstellungen 577.695 648.038
2.723.076 2.519.272
C. Verbindlichkeiten:
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12 -
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 12 Tsd. Euro (Vorjahr: 0 Tsd. Euro)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 152.999 373.469
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 149.999 Tsd. Euro (Vorjahr: 370.469 Tsd. Euro)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 62.965 58.685
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 62.271 Tsd. Euro (Vorjahr: 57.699 Tsd. Euro)
davon aus Steuern: 9.803 Tsd. Euro (Vorjahr: 8.920 Tsd. Euro)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 5.842 Tsd. Euro (Vorjahr: 3.115 Tsd. Euro)
215.976 432.154
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.756 77
E. Passive latente Steuern - -
Summe Passiva 6.182.497 6.156.112

Köln, den 27. März 2019

Der Vorstand

Gewinn und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.1.2018 bis 31.12.2018

in Tsd. Euro 2018 2017
1. Umsatzerlöse 1.153.744 1.203.207
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 966 2.758
3. Sonstige betriebliche Erträge 101.716 68.294
4. Personalaufwand 691.267 637.630
a. Löhne und Gehälter 563.450 540.153
b. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung u. Unterstützung zuzüglich Konzernumlage 127.817 97.477
davon für Altersversorgung 57.299 Tsd. Euro (Vorjahr: 57.415 Tsd. Euro)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 24.432 26.140
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 524.393 595.727
7. Erträge aus Beteiligungen 49.963 74.496
davon aus verbundenen Unternehmen 49.963 Tsd. Euro (Vorjahr: 74.496 Tsd . Euro)
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 533.043 475.799
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 25.818 21.856
davon aus verbundene Unternehmen 9.228 Tsd. Euro (Vorjahr: 8.836 Tsd. Euro)
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.094 81.386
davon aus verbundene Unternehmen 626 Tsd. Euro (Vorjahr: 0 Tsd. Euro)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere 34.822 86
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 178.725 217.113
davon an verbundene Unternehmen 41 Tsd. Euro (Vorjahr: 16.013 Tsd. Euro)
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme 10.436 572
davon aus verbundenen Unternehmen 10.436 Tsd. Euro (Vorjahr: 572 Tsd. Euro)
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 426.269 450.528
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, zuzüglich Konzernumlage -66.143 -43.573
16. Ergebnis nach Steuer 492.412 494.102
17. Sonstige Steuern - -1
18. Jahresüberschuss 492.412 494.103
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 525 754
20. Entnahme andere Gewinnrücklagen - -
21. Einstellung andere Gewinnrücklagen 39.000 39.000
21. Bilanzgewinn 453.936 455.857

Anhang

Angaben zur Identifikation gem. § 264 Abs. 1a HGB

Die AXA Konzern AG, Köln, ist im Handelsregister unter der Nummer HR B Nr. 672 beim Amtsgericht Köln eingetragen.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beträgt 492.411.709,92 Euro. Nach Einstellung von 39.000.000,00 Euro in die anderen Gewinnrücklagen ergibt sich einschließlich eines Gewinnvortrags von 524.550,25 Euro ein Bilanzgewinn von 453.936.260,17 Euro. Der Hauptversammlung schlagen wir vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

Zahlung einer Dividende von 14,56 Euro je Vorzugsaktie, insgesamt 5.000.000 72.800.000,00 Euro
Zahlung einer Dividende von 14,50 Euro je Stammaktie, insgesamt 26.230.760 380.346.020,00 Euro
Gewinnvortrag 790.240,17 Euro
Bilanzgewinn 453.936.260,17 Euro

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeines

Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach Maßgabe der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Die Gliederung der Gewinn - und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB vorgenommen worden.

Aktiva

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um entgeltlich erworbene Software, welche mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungskosten entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bilanziert sind.

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde mit ihren Anschaffungskosten bewertet, vermindert um die Abschreibungen für die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Soweit die Nutzung der Geschäftsausstattung die ursprünglich geplante Nutzungsdauer unterschreitet oder der Restbuchwert die Abgangserlöse übersteigt, fallen außerplanmäßige Abschreibungen an. Geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau wurden ebenfalls mit ihren Anschaffungskosten bewertet.

Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden mit den Anschaffungskosten bzw. den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Die sonstigen Ausleihungen wurden mit den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bilanziert.

Wertpapiere, die dem Umlaufvermögen zugeordnet waren, wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigen Marktwerten bilanziert. Ein niedriger Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand wurde mit dem Nennbetrag in Ansatz gebracht.

Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.

Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, aktive latente Steuern in der Handelsbilanz zu aktivieren, Gebrauch gemacht. Die aktiven latenten Steuern werden nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB unsaldiert mit den passiven latenten Steuern ausgewiesen.

Aufgrund des bestehenden ertragsteuerlichen Organschaftsverhältnisses wurden die latenten Steuern der Organgesellschaften auf Ebene der AXA Konzern AG als Organträger ausgewiesen. Im Geschäftsjahr bestanden ertragsteuerliche Organschaften mit folgenden Tochtergesellschaften:

Alteos GmbH, Berlin
AXA ART Versicherung AG
AXA Bank AG
AXA Customer Care GmbH
AXA Direktberatung GmbH
AXA easy Versicherung AG
AXA Finanz Service GmbH
AXA Krankenversicherung AG
AXA Lebensversicherung AG
AXA Logistik & Services GmbH
AXA Versicherung AG
Deutsche Ärzte Versicherung AG
Merkur GmbH (mittelbare Organschaft über AXA Versicherung AG)
Pluto Beteiligungswerte AG (mittelbare Organschaft über AXA Versicherung AG)

Die übrigen, nicht einzeln erwähnten Aktivposten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.

Passiva

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Rententrendannahmen.

Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invalidisierungsannahmen dienen die Richttafeln 2018 G (im Vorjahr: Richttafeln 2005 G) der Heubeck-Richttafeln GmbH.

Die Pensionsrückstellungen werden mit sogenanntem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB verrechnet, welches zum Zeitwert bewertet wird.

Der sich aufgrund der von BilMoG in 2010 geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ergebende Zuführungsbetrag zu den Rückstellungen wird jährlich mit mindestens einem Fünfzehntel angesammelt.

Für die Gesellschaftswechsler und die abgefundenen Rentner wurde der noch offene Verteilungsbetrag zusätzlich als sonstiger Aufwand angesetzt.

Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht. Dabei wird das Wahlrecht gem. Tz. 87 IDW HFA 30 angewendet, d.h. der Effekt aus der Zinsänderung wird im Zinsergebnis dargestellt.

Der Ansatz der Jubiläumsrückstellungen erfolgte nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen sowie eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre vorgegeben durch die Deutsche Bundesbank. Dabei wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Rechnungsgrundlagen dienten die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck. Bei der Ermittlung des Wertes wurden nur die Verpflichtungen gegenüber solchen Mitarbeitern einbezogen, die am Bilanzstichtag mindestens zehn Jahre in den Diensten des Unternehmens standen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden nach § 253 Abs. 1 HGB mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Unter den Verbindlichkeiten wird eine Verpflichtung gegenüber dem Pensionssicherungsverein über eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von 0,3 Mio. Euro ausgewiesen. Der Einmalbetrag ist gemäß § 30 i Abs. 2 BetrAVG in 15 gleichen Jahresraten fällig.

Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.

Fremdwährungspositionen wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.

Die übrigen, nicht einzeln erwähnten Passivposten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.

Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 gem. § 284 Abs. 3 HGB:

Anschaffungs- und Herstellungskosten
in Mio. Euro 01.01. 2018 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12. 2018 01.01. 2018
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 132.812 5.141 0 4.066 142.019 113.027
2. Geleistete Anzahlungen 4.066 13.174 0 -4.066 13.174 0
136.878 18.315 0 0 155.193 113.027
II. Sachanlagen:
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 156.278 5.517 0 0 161.795 112.341
2. Geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau 54 37 0 0 91 0
156.332 5.554 0 0 161.886 112.341
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.373.629 18.638 118.897 37.802 3.311.172 42.239
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 250.653 300.420 0 4.330 555.403 10.653
3. Beteiligungen 40.201 0 0 -37.802 2.399 2.372
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.330 0 0 -4.330 0 0
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 487.089 196.803 144.621 0 539.271 42.664
6. Sonstige Ausleihungen 110.137 15.050 47.091 0 78.097 0
4.266.039 530.911 310.609 0 4.486.341 97.928
Anlagevermögen 4.559.249 554.780 310.609 0 4.803.420 323.296
Buchwert
in Mio. Euro Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31.12.2018 31.12.2018 31.12.2017
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.104 0 0 127.131 14.888 19.785
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 13.174 4.066
14.104 0 0 127.131 28.062 23.851
II. Sachanlagen:
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.328 0 0 122.669 39.125 43.937
2. Geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau 0 0 0 0 91 54
10.328 0 0 122.669 39.216 43.991
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.952 0 0 53.191 3.257.981 3.331.391
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 11.274 0 0 21.927 533.476 240.000
3. Beteiligungen 0 0 1.237 1.135 1.264 37.828
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0 0 4.330
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 12.523 0 0 55.187 484.083 444.425
6. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 78.097 110.137
34.749 0 1.237 131.439 4.354.902 4.168.111
Anlagevermögen 59.181 0 1.237 381.239 4.422.180 4.235.953

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Unter dem Posten Immaterielle Vermögensgegenstände wurde im Wesentlichen entgeltlich erworbene Software ausgewiesen. Die Abschreibungen auf die Softwareprodukte wurden gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften zeitanteilig vorgenommen.

Die Abschreibungen auf andere Anlagen sowie auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgten zeitanteilig. Bei den Zugängen zur Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 5,5 Mio. Euro handelt es sich im Wesentlichen um Büroausstattung in Höhe von 0,9 Mio. Euro, Werbeanlagen in Höhe von 1,1 Mio. Euro sowie geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von 2,9 Mio. Euro.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen umfassten im Berichtsjahr einen Zugang in Höhe von 12,0 Mio. Euro, der auf die Roland Rechtsschutz Beteiligung GmbH entfiel, sowie einen weiteren Zugang i.H.v. 6,1 Mio. Euro, welcher die Roland-Rechtsschutz-Versicherungs-AG betraf. Des Weiteren gingen über die Alteos GmbH weitere 600 Tsd. Euro zu (2017: 697,3 Tsd. Euro). Darüber hinaus ergab sich ein Abgang i.H.v. 118,9 Mio. Euro (2017: keine Abgänge), der auf die Kepheus Beteiligungs- und Vermögenswerte GmbH entfiel.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

in Mio. Euro 2018 2017
Darlehen an AXA S.A., Paris 430,0 130,0
Contingent Convertible Bond von AXA Bank Europe N.V., Brussel 79,1 90,0
Darlehen an AXA Krankenversicherung AG, Köln 20,0 20,0
Darlehen an Roland Rechtschutzversicherung AG, Köln 4,3 10,0
Summe Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 533,5 250,0

Im Geschäftsjahr wies die Gesellschaft Beteiligungen in Höhe von 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: 37,8 Mio. Euro) aus. Im Vorjahr enthielt diese Position die Anteile an der Roland Rechtsschutz Beteiligung GmbH und an der Roland-Rechtsschutz-Versicherungs-AG, die im Geschäftsjahr 2018 als Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen werden.

Es gab im Berichtsjahr keine Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (Vorjahr: 4,3 Mio. Euro). Im Vorjahr enthielt diese Position ausschließlich ein Darlehen an der Roland-Rechtsschutz-Versicherungs-AG, das im Geschäftsjahr 2018 als Ausleihung an verbundenen Unternehmen ausgewiesen wird.

Der Bestand der Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 484,1 Mio. Euro (Vorjahr: 444,4 Mio. Euro) enthält hauptsächlich Fonds in Höhe von 434,1 Mio. Euro und Anleihen in Höhe von 50 Mio. Euro.

Die sonstigen Ausleihungen betrugen 78,1 Mio. Euro und setzten sich wie folgt zusammen:

in Mio. Euro 2018 2017
Namensschuldverschreibungen 54,9 64,9
Schuldscheindarlehen 8,2 25,2
Namensgenüsse 15,0 20,0
Summe sonstige Ausleihungen 78,1 110,1

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, diesich sowohl aus Ergebnisabführungen, in geringem Umfang aus steuerlichen Organschaftsumlagen als auch aus dem laufenden Verrechnungsverkehr zu Verwaltungstätigkeiten zusammensetzen, beliefen sich wie folgt:

in Mio. Euro 2018 2017
AXA Versicherung AG, Köln 96,9 197,2
AXA Lebensversicherung AG, Köln 206,1 93,5
AXA Krankenversicherung AG, Köln 96,1 131,3
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln 0,0 18,0
AXA ART Versicherung AG, Köln 3,8 23,9
Übrige 30,8 25,5
Summe Forderungen gegen verbundenen Unternehmen 433,7 489,4
davon mit Restlaufzeit von unter einem Jahr 433,7 489,4

Die Position sonstige Vermögensgegenstände ehöhte sich um 19,8 Mio. Euro auf 45,2 Mio. Euro. Die hierin enthaltenen Steuerforderungen betragen insgesamt 17,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3,7 Mio. Euro). Sämtliche sonstige Vermögensgegenstände wiesen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aus.

Die Gesellschaft weist Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) aus.

Der Saldo des Kassenbestands, des Bundesbankguthabens, der Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks verringerte sich um 269,1 Mio. Euro auf 132,5 Mio. Euro (Vorjahr: 401,6 Mio. Euro) und bestand weiterhin ausschließlich aus laufenden Bankguthaben.

Von den aktiven latenten Steuern in Höhe von 1.148,3 Mio. Euro entfallen 794,7 Mio. Euro auf aktive latente Steuern der Organgesellschaften. Diese resultieren im Wesentlichen aus Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Pensionsrückstellungen, der Kapitalanlagen und der versicherungstechnischen Rückstellungen. Die Bewertung der aktiven latenten Steuern erfolgte mit einem kombinierten Steuersatz von 32 %.

Passiva

Das gezeichnete Kapital betrug zum Jahresende 2018 unverändert 79,8 Mio. Euro, eingeteilt in 26.230.760 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien und 5.000.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Die AXA, Paris, ist direkt mit 34,64 % und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt mit insgesamt 65,36 % am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt. Die Vinci B.V. ist direkt mit 39,73 %, die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte direkt mit 25,63 % am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt.

Die Kapitalrücklage blieb im Berichtsjahr unverändert.

Nach Einstellung von 39,0 Mio. Euro werden unter den anderen Gewinnrücklagen 1.429,7 Mio. Euro ausgewiesen (Vorjahr: 1.390,7 Mio. Euro).

Die leistungsorientierten Pensionszusagen, welche im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren, werden teilweise durch Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB gesichert. Die durch die Unternehmen unwiderruflich auf den Trust, den DBV-Winterthur Vorsorge e.V. übertragenen Finanzmittel werden ausschließlich zur Bedeckung der von den Mitgliedsunternehmen an deren Mitarbeiter erteilten Pensionszusagen verwendet und sind durch die Verpfändung der Ansprüche aus den Vermögenswerten an die Versorgungsberechtigten dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Nach § 246 Abs. 2 HGB werden zudem die Zinsaufwendungen für die Altersversorgung vermindert um die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen ausgewiesen.

Zusätzlich bestehen Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung. Diesen Pensionsverpflichtungen stehen Erstattungsansprüche aus kongruenten, konzerninternen Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe - bestehend bei der AXA Lebensversicherung AG in Höhe von 64,9 Mio. Euro (Vorjahr: 63,8 Mio. Euro) - gegenüber, welche an die Versorgungsberechtigten verpfändet sind.

Dabei entspricht der Zeitwert den historischen Anschaffungskosten. Bei den Rückdeckungsversicherungen handelt es sich um Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 HGB, so dass aufgrund der Saldierung auf einen Ausweis verzichtet werden kann. Der Aufwand für diese Pensionszusagen ist gleich dem Beitragsaufwand zu den Rückdeckungsversicherungen und wird von den Arbeitnehmern getragen.

in Mio. Euro 2018 2017
Barwert der Pensionsverpflichtung 1.775,5 1.647,0
Unterschiedsbetrag -7,6 -32,4
Zeitwert des Deckungsvermögens -107,9 -109,6
Bilanzierte Nettoverpflichtung 1.660,0 1.505,0

Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Deckungskapital der zugrundeliegenden Rückdeckungsversicherungen und flüssigen Mitteln und damit den Anschaffungskosten.

In der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich insgesamt ein Netto-Zinsaufwand von 160,4 Mio. Euro (Vorjahr: 125,3 Mio. Euro), der sich auf 161,4 Mio. Euro (Vorjahr: 128,5 Mio. Euro) Zinsaufwendungen in Bezug auf die Pensionsrückstellung und 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3,2 Mio. Euro) Zinserträge auf das Deckungsvermögen zusammensetzt.

Zur Ermittlung der Ausschüttungssperre (7-Jahresdurchschnitt) wurde ein Zins von 2,32 % (Vorjahr: 2,79 %) angesetzt. Die Ausschüttungssperre aus der Änderung des Zinssatzes für die Bewertung der Pensionsrückstellungen nach § 253 Abs. 6 HGB betrug 223,2 Mio. Euro (Vorjahr: 203,8 Mio. Euro).

Gemäß Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG Vorschriften in Bezug auf Pensionsrückstellungen gilt, besteht im Geschäftsjahr ein noch nicht ausgewiesener Zuführungsbetrag in Höhe von 7,6 Mio. Euro (Vorjahr: 32,4 Mio. Euro).

Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden folgende Berechnungsfaktoren angewandt:

in % 2018 2017
Rechnungszins 3,20 3,67
Rentenanpassung 1,75 1,75
Gehaltsdynamik 2,50 2,50

Die Rückstellung für Vorruhestandverpflichtung unter Berücksichtigung der dazugehörigen Rückstellung für Sozialversicherungsbeiträge aus Vorruhestandsverpflichtungen wird mit dem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB gesichert. Im Rahmen des AXA Vorsorgeplans wurden Mittel beim AXA Mitarbeiter Treuhand e.V. zur Insolvenzsicherung hinterlegt.

Dabei beträgt der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Vorruhestandsverpflichtungen unter Berücksichtigung der dazugehörigen Rückstellung für Sozialversicherungsbeiträge aus Vorruhestandsverpflichtungen 20,7 Mio. Euro (Vorjahr: 20,5 Mio. Euro). Von diesem Betrag wird das Deckungsvermögen in Höhe von 19,9 Mio. Euro (Vorjahr: 19,7 Mio. Euro) abgezogen. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens belaufen sich auf 18,2 Mio. Euro (Vorjahr: 17,7 Mio. Euro).

Die Steuerrückstellungen erhöhten sich um 119,2 Mio. Euro auf 485,4 Mio. Euro. Darin enthalten sind Steuerrückstellungen in Höhe von 363,0 Mio. Euro die von den Konzerngesellschaften aufgrund der steuerlichen Organschaft auf die Gesellschaft übertragen wurden. Hinsichtlich der Abzinsung der Steuerrückstellungen hat die Gesellschaft vom Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB keinen Gebrauch gemacht. Im Vorjahr wurde das Wahlrecht noch ausgeübt. Die daraus resultierende Überdeckung gem. Art 67 Abs.1 S. 4 EGHGB betrug im Vorjahr: 0,2 Mio. Euro).

Die sonstigen Rückstellungen betrugen 577,7 Mio. Euro und setzten sich wie folgt zusammen:

in Mio. Euro 2018 2017
Rückstellungen für Sozialplanverpflichtungen 106,8 144,6
Rückstellungen für die Verzinsung von Steuernachforderungen 106,3 114,7
Rückstellungen aus anderen vertraglichen Verpflichtungen 98,7 108,2
Rückstellungen für erhaltene, aber noch nicht abgerechnete Leistungen 61,9 71,9
Drohverlustrückstellung zur Absicherung des Inflationsrisikos zu den Pension-Rst. (Inflationswaps) 58,7 49,4
Rückstellungen für Tantieme/Ertragsbeteiligungen 42,1 49,3
Rückstellungen im Zusammenhang mit Spruchverfahren 32,7 35,4
Rückstellungen für Jubiläumsgeldverpflichtungen 22,4 22,1
Übrige 48,1 52,4
Summe sonstige Rückstellungen 577,7 648,0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen 152,9 Mio. Euro und setzten sich wie folgt zusammen:

in Mio. Euro 2018 2017
Konzerninterner Zahlungsausgleich 142,2 325,4
Darlehensverbindlichkeiten aus dem Schuldbeitritt zu den Pensionsrückstellungen 0,0 31,3
Auszugleichende Beträge aus dem laufenden Verrechnungsverkehr 10,7 16,8
Summe Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 153,0 373,5
davon mit Restlaufzeit von unter einem Jahr 150,0 370,5
davon mit Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 3,0 3,0

Die sonstigen Verbindlichkeiten betrugen 62,9 Mio. Euro und setzten sich wie folgt zusammen:

in Mio. Euro 2018 2017
Verbindlichkeiten aus der Aufhebung von Arbeitsverträgen 32,4 37,4
Verbindlichkeiten gegenüber der Finanzbehörde 9,8 8,9
Verbindlichkeiten aus abzuführenden Beiträgen zum AXA Pensions-Aufbauplan 5,5 3,1
Verbindlichkeiten für die Insolvenzversicherung nach dem Betriebsrentengesetz 1,0 1,3
Übrige 14,3 8,0
Summe sonstige Verbindlichkeiten 63,0 58,7
davon mit Restlaufzeit von unter einem Jahr 62,3 57,7
davon mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,7 1,0

Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, waren nicht vorhanden.

Unter passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen aus früheren Geschäftsjahren ausgewiesen, soweit diese Erträge nach dem Abschlußstichtag darstellen.

Die Gesellschaft weist weiterhin keine passiven latenten Steuern aus.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen in Höhe von 1.153,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1.203,2 Mio. Euro) wurden 1.132,2 Mio. Euro aus Dienstleistungserträgen mit folgenden verbundenen Unternehmen erzielt:

in Mio. Euro 2018 2017
AXA Versicherung AG, Köln 533,2 553,6
AXA Lebensversicherung AG, Köln 229,6 238,2
AXA Krankenversicherung AG, Köln 269,4 280,9
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln 19,8 22,4
ProbAV Pensionskasse AG 11,2 13,9
Übrige 69,0 69,0
Summe Dienstleistungserträge 1.132,2 1.178,0

Darüber hinaus haben wir aufgrund des Vertriebsabkommens mit der AXA Life Europe Ltd. Provisionen in Höhe von 8,0 Mio. Euro (Vorjahr: 8,6 Mio. Euro) erhalten.

Bei der Position andere aktivierte Eigenleistungen handelt es sich um die Aktivierung von Eigenleistungen im Zusammenhang mit der Implementierung erworbener Software in Höhe von 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2,8 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 101,7 Mio. Euro und setzten sich wie folgt zusammen:

in Mio. Euro 2018 2017
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 57,9 35,3
außerordentlichen Erträge aus der Weiterverrechnung von Aufwendungen aus der BilMoG-Umstellung an verbundene Unternehmen 24,0 29,6
Erträge aus Kapitalanlagen 15,2 0,5
Übrige 4,6 2,9
Summe sonstigen betrieblichen Erträge 101,7 68,3

Der Personalaufwand betrug 691,3 Mio. Euro und lag damit um 53,6 Mio. Euro über dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Dies ist im Wesentlichen auf eine im Rahmen der Unternehmensstrategie "Ambition 2020" verstärkte Investition in die Transformation der Belegschaft sowie auf einen Anstieg der Aufwendungen für Altersversorgung zurückzuführen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beliefen sich auf 24,4 Mio. Euro (Vorjahr: 26,1 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 524,4 Mio. Euro und setzten sich wie folgt zusammen:

in Mio. Euro 2018 2017
Bezogene Dienstleistungen von anderen Konzerngesellschaften 128,6 214,7
Raumaufwand 78,6 100,5
Externe EDV-Aufwendungen 73,3 74,7
Beratungs- und andere Fremdleistungen 48,2 25,7
Werbeaufwand 35,1 34,9
Kostenumlage Zentralfunktionen des Konzerns 28,3 28,7
Reisekosten 27,7 26,6
Sonstiger a.o. Aufwand (BilMOG) 24,8 30,5
Aufwendungen für Kapitalanlagen 11,8 3,3
Zeitarbeitskräfte / Temporäre Arbeitnehmerüberlassung (non-IT) 10,5 6,9
Aufwendungen für die Vermittlung von ALE-Produkten 8,0 8,6
Büroaufwand 7,1 4,5
Tagungen und Schulungen 7,0 8,5
Aufwendungen für externe Referenter und Trainer 4,4 3,5
Hardwarezuschüsse für Vermittler 3,7 3,9
Bewirtungsaufwendungen 3,7 3,7
Allgemeiner Vertriebsaufwand, Wettbewerbe 1,5 3,6
Gerichtskosten, Auskunftsgebühren 0,8 1,1
Fremdwährungsumrechnung 0,1 0,1
Übrige 20,8 11,7
Summe sonstigen betrieblichen Aufwendungen 524,4 595,7

Die Erträge aus Beteiligungen betrugen 50,0 Mio. Euro und setzten sich wie folgt zusammen:

in Mio. Euro 2018 2017
Kölnische Verwaltungs-AG , Köln 25,8 66,2
Kepheus Beteiligungs- und Vermögenswerte GmbH, Köln 11,1 -
Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln 4,3 4,1
AXA Bank AG, Köln 3,5 1,1
AXA Services 3,0 -
Übrige 2,3 3,1
Summe Erträge aus Beteiligungen 50,0 74,5

Die Gesellschaft erhielt Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 533,0 Mio. Euro, die sich wie folgt zusammensetzten:

in Mio. Euro 2018 2017
AXA Versicherung AG, Köln 351,7 290,1
AXA Krankenversicherung AG, Köln 79,9 80,5
AXA Lebensversicherung AG, Köln 74,5 62,3
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln 14,8 14,0
AXA ART Versicherung AG, Köln 8,1 28,8
Übrige 4,0 0,2
Summe Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 533,0 475,8

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betrugen 25,8 Mio. Euro und setzten sich wie folgt zusammen:

in Mio. Euro 2018 2017
Zinserträge aus Fonds 10,5 6,0
Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren 2,3 3,6
Erträge aus verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 9,2 8,8
davon AXA S.A, Paris 4,7 4,5
davon AXA Bank Europe SA 4,1 4,1
Übrige 3,8 3,5
Summe Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 25,8 21,9

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 34,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) entfielen hauptsächlich auf ein Darlehen (10,9 Mio. Euro) und zwei Fonds (12,5 Mio Euro). Weitere Abschreibungen betrafen hauptsächlich drei Anteile an verbundene Unternehmen, in Höhe von insgesamt 10,8 Mio. Euro. Im Vorjahr entfielen die Abschreibungen im Wesentlichen auf zwei Immobilienfonds und eine Finanzanlage.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sanken um 38,4 Mio. Euro auf 178,7 Mio. Euro. Diese Position wurde maßgeblich von den Zinsaufwendungen in Bezug auf die Pensionsrückstellung in Gesamthöhe von 160,4 Mio. Euro (davon 56,0 Mio. Euro saldierter Zinsaufwand und -ertrag aus der Aufzinsung und 104,4 Mio. Euro Zinsaufwand aus der Zinsänderung) sowie von der Verzinsung von Steuernachforderungen (gem. § 233a AO) in Höhe von 12,4 Mio. Euro bestimmt.

Der Aufwand aus Verlustübernahme betrug im Berichtsjahr 10,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro) und betraf mit 7,1 Mio. Euro die Kepheus Beteiligungs- und Vermögenswerte GmbH und mit 1,6 Mio. Euro die AXA Services & Direct Solutions GmbH.

Im Bereich der Steuern vom Einkommen und Ertrag ergab sich im Berichtsjahr ein Steuerertrag in Höhe von 66,1 Mio. Euro (Vorjahr: 43,6 Mio. Euro). Dieser Betrag enthält einen Ertrag aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag im Geschäftsjahr in Höhe von 11,7 Mio. Euro (Vorjahr: 4,7 Mio. Euro), einen Gewerbesteuerertrag im Geschäftsjahr in Höhe von 10,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro) sowie einen Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von 60,9 Mio. Euro (Vorjahr: 29,9 Mio. Euro). Der Ertrag aus Vorjahressteuern belief sich auf 16,7 Mio. Euro (Vorjahr: 7,4 Mio. Euro).

Mitglieder des Aufsichtsrates

Claas Kleyboldt

Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates

Vorsitzender des Vorstandes i.R. der AXA Konzern AG

Köln, Deutschland

Dr. Thomas Buberl (bis 27. April 2018)

Vorsitzender

CEO AXA,

La Celle-Saint-Cloud, Frankreich

Antimo Perretta

Vorsitzender (ab 27. April 2018)

CEO European Markets, AXA GIE

Herrliberg, Schweiz

Andrea Wolf *

stellv. Vorsitzende

Angestellte

Sankt, Augustin, Deutschland

Harry Clemens *

Leitender Angestellter

Köln, Deutschland

Bettina Cramm *

Angestellte

Wiesbaden, Deutschland

Wiebke Dahl *

Angestellte

Norderstedt, Deutschland

Klaus Dauderstädt (bis 27. April 2018)

ehem. Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion

Meckenheim, Deutschland

Kurt Döhmel

Vorsitzender der Geschäftsführung i.R. der Deutsche Shell Holding GmbH

Hamburg, Deutschland

Philippe Egger (ab 1. Mai 2018)

ehem. CEO AXA Schweiz

Visp, Schweiz

Michael Garrecht *

Angestellter

Maikammer, Deutschland

Claudio Gienal (ab 27. April 2018)

CEO AXA UK & Ireland

Walton-On-Thames, Großbritannien

Anke Giesen

Vorstand Fraport AG

Essen, Deutschland

Susanne Hille *

Gewerkschaftssekretärin, ver.di Landesbezirk NRW

Erkrath, Deutschland

Oliver Koll *

Angestellter

Bedburg, Deutschland

Patrick Lemoine

Head of Group P&C Operations, AXA GIE

Neuilly sur Seine, Frankreich

Dr. Eva Lohse

Oberbürgermeisterin a.D. der Stadt Ludwigshafen

Ludwigshafen, Deutschland

Ulrich Silberbach (ab 27. April 2018)

Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion,

Bornheim, Deutschland

Christoph Schmitz *

Bundesvorstandsekretär, ver.di Bundesverwaltung, Berlin

Angela Titzrath (bis 30. April 2018)

Vorstandsvorsitzende der HHLA Hamburger Hafen und

Logistik AG

Stuttgart, Deutschland

* Vertreter der Arbeitnehmer

Mitglieder des Vorstandes

Dr. Alexander Vollert

Vorsitzender

Vorstandsvorsitz

SUHK Privatkundengeschäft (vom 1. März 2018 bis 31. Dezember 2018)

People Experience (kommissarisch ab dem 1. November 2018)

Dr. Patrick Dahmen (bis 31. Dezember 2018)

Vorsorge

Thierry Daucourt (bis 31. Dezember 2018)

P & C Industrie- und Firmenkunden

Dr. Klaus Endres (ab 1. Oktober 2018)

Operations (vormals Schaden/Leistung und Kunden-, Partner- und Prozess-Service)

Beate Heinisch (ab 1. November 2018)

Kundenmanagement

Frank Hüppelshäuser (bis 30. September 2018)

Schaden / Leistung

Dr. Nils Kaschner

Finanzen

Kai Kuklinski (ab 1. Januar 2019)

Vertrieb

Wiebke Köhler (ab 24. Januar 2018 bis 31. Oktober 2018)

People Experience

Dr. Stefan Lemke

Informationstechnologie / Digitalsierung

Dr. Nils Reich (ab 1. Januar 2019)

Sachversicherung (vormals SUHK Privatkundengeschäft und P&C Industrie- und Firmenkunden)

Dr. Thilo Schumacher

Kranken

Vorsorge (ab 1. Januar 2019)

Vertrieb (ab 29. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018)

Jens Warkentin (bis 30. September 2018)

Kunden-, Partner- und Prozess-Service

Sonstige Erläuterungen und Angaben

Angaben nach § 285 Nr. 3 und Nr. 3a HGB

Über die gesamte mehrjährige Vertragslaufzeit bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen aus Mieten und Leasingverträgen:

in Mio. Euro 2018 2017
Mietverpflichtungen 308,9 333,6
davon gegenüber verbundenen Unternehmen -0,3 -0,3
KFZ-Leasing 15,5 17,3
PC-Leasing 7,8 9,4
Mietverpflichtung für Software 16,9 17,8
Verpflichtungen aus IT-Service Verträgen 8,4 10,1
davon gegenüber verbundenen Unternehmen -8,4 -10,1

Die Verpflichtungen aus Mieten sowie aus Leasing- und Service-Verträgen resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Verträgen, insbesondere über die Anmietung der Hauptverwaltungsgebäude (Colonia-Allee 10-20 sowie Colonia-Allee 22-30). Diese Mietverträge haben eine Restlaufzeit von 16 Jahren (Colonia-Allee 22-30 / Colonia-Allee 10-20), also bis Ende 2034. Hieraus ergeben sich bei unterstellter positiver Geschäftsentwicklung keine nennenswerten Risiken.

AXA Deutschland hat sich beginnend in 2010 an einem gemeinsamen europäischen Programm der AXA mit dem Namen Flyer beteiligt. Die AXA Group Solutions SAS, Paris, (AGS) stellt der AXA Konzern AG und den weiteren AXA-Gesellschaften die oben genannte technische Plattform zur Verfügung, leistet technische Unterstützung hierzu und übernimmt gleichzeitig auch die laufende Wartung und Programmierung dieser Plattform. Im Falle einer Vorfälligkeitskündigung (z.B. durch Verkauf der AXA Deutschland) entsteht die Verpflichtung, die ausstehenden Raten der Investition auf einmal zu zahlen. Die Verpflichtung beläuft sich auf 8,4 Mio. Euro. Hinzu kommen Investitionen für den Aufbau eines neuen Buchhaltungssystems oder Kosten für die Integration in das System des Käufers innerhalb eines kurzfristigen Zeitraums. Die Gestaltung dieser Verträge entspricht marktüblichen Regelungen.

Angaben nach § 285 Nr. 7 HGB

Im Geschäftsjahr 2018 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 7.786 Mitarbeiter (Vorjahr: 7.904). Davon waren 7.201 Angestellte (Vorjahr: 7.274) im Innendienst und 586 Angestellte im Außendienst (Vorjahr: 630). Insgesamt wurden durchschnittlich 4.053 (Vorjahr: 4.140) Mitarbeiterinnen und 3.733 (Vorjahr: 3.763) Mitarbeiter beschäftigt. Darüber hinaus waren in 2018 durchschnittlich 435 Auszubildende (Vorjahr: 416) in unserem Unternehmen tätig.

Angaben nach § 285 Nr. 9a und 9b HGB

Für das Geschäftsjahr 2018 belief sich der Vergütungsaufwand für die Mitglieder des Vorstands der AXA Konzern AG für ihre Tätigkeiten im Mutterunternehmen insgesamt auf 502 Tsd. Euro (Vorjahr: 554 Tsd. Euro).

Im Rahmen des gruppenweiten "Long Term Incentive Plans" der AXA S.A. wurden in 2018 52.669 "International Performance Shares" (Vorjahr: 56.254) auf AXA S.A. Aktien gewährt. Der beizulegende Zeitwert aller im Geschäftsjahr 2018 gewährten International Performance Shares beträgt 735 Tsd. Euro (Vorjahr: 891 Tsd. Euro). Die weiteren Einzelheiten der in diesem Jahr und in den Vorjahren gewährten aktienbasierten Vergütungsprogramme sind von der AXA S.A., Paris, offen gelegt worden.

Den Mitgliedern des Vorstandes der AXA Konzern AG wird eine Versorgungszusage gewährt. Diese umfasst nach entsprechender Dienstzeit Ansprüche auf Altersrente (ab Vollendung des 65. Lebensjahres), Invaliditätsrente sowie Witwen-/Witwerrente und Waisenrente. Die Höhe der Leistungen ist an das Festgehalt vor Ausscheiden gekoppelt und beträgt je nach Vorstandsdienstzeit 40 bis 60 % des Festgehaltes quotiert in analoger oder direkter Anwendung des § 2 BetrAVG. Mit Beginn der zweiten Bestellungsperiode werden entsprechende Ansprüche unverfallbar, sofern das Dienstverhältnis auf Veranlassung der Gesellschaft beendet wird. Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen der am 31. Dezember 2018 aktiven Vorstandsmitglieder beliefen sich in 2018 auf 902 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.798 Tsd. Euro).

Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 5.349 Tsd. Euro (Vorjahr: 4.179 Tsd. Euro). Für diesen Personenkreis sind zum 31. Dezember 2018 Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 73.036 Tsd. Euro (Vorjahr: 69.886 Tsd. Euro), passiviert worden.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der AXA Konzern AG betrug im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 1.526 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.535 Tsd. Euro), davon 610 Tsd. Euro (Vorjahr: 595 Tsd. Euro) erfolgsunabhängig und 916 Tsd. Euro (Vorjahr: 937 Tsd. Euro) erfolgsabhängig.

Angaben nach § 285 Nr. 11 und Nr. 11a HGB

An folgenden Unternehmen waren wir nach § 285 Nr. 11 und Nr. 11 a) HGB beteiligt:

in Tsd. Euro /

in %
2018 2017
Alteos GmbH, Berlin
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 1.718 1.118
Ergebnis des Geschäftsjahres -953 -359
Apo Asset Management GmbH, Düsseldorf *
Anteil am Gesellschaftskapital 30,00 % 30,00 %
Eigenkapital 9.676
Ergebnis des Geschäftsjahres 3.732
ARA GmbH Auto und Reise ASSISTANCE, Bad Windsheim *
Anteil am Gesellschaftskapital 50,08 % 50,08 %
Eigenkapital 1.720
Ergebnis des Geschäftsjahres 196
Arnulfpark Gewerbebau MK 4 GmbH & Co. KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90 % 94,90 %
Eigenkapital 45.520 45.563
Ergebnis des Geschäftsjahres -844 -476
Arnulfpark Gewerbebau MK 4 Verwaltungs-GmbH, Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 94,00 % 94,00 %
Eigenkapital 24
Ergebnis des Geschäftsjahres -23
Arnulfpark Wohnbau GmbH & Co. KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90 % 94,90 %
Eigenkapital 37.533 37.597
Ergebnis des Geschäftsjahres -1.268 -1.040
Arnulfpark Wohnbau Verwaltungs-GmbH, Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 94,00 % 94,00 %
Eigenkapital 25
Ergebnis des Geschäftsjahres -9
AXA Alternative Financing FCP - Private Equity, Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 63.120 47.739
Ergebnis des Geschäftsjahres 3.224 2.914
AXA Alternative Financing FCP - Private Debt, Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 7.268 10.035
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.109 1.549
AXA Alternative Participations SICAV I, Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 236.624 259.325
Ergebnis des Geschäftsjahres 41.298 22.799
AXA Alternative Participations SICAV II, Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 549.972 591.253
Ergebnis des Geschäftsjahres 84.719 62.306
AXA Alternative Participations SICAV III, Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 241.555 265.873
Ergebnis des Geschäftsjahres 49.682 24.976
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment A), Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 58.393 54.300
Ergebnis des Geschäftsjahres 10.593 3.878
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment B), Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 54.507 43.939
Ergebnis des Geschäftsjahres 7.568 2.313
in Tsd. Euro /

in %
2018 2017
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment C), Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 42.166 27.061
Ergebnis des Geschäftsjahres 5.305 2.091
AXA Art Americas Ltd., New York *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 23.062 USD
19.229
Ergebnis des Geschäftsjahres 3.732 USD
3.112
AXA Art Holdings Inc., New York
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 43.271 USD 34.606 USD
37.793 28.513
Ergebnis des Geschäftsjahres 16.369 USD 0 USD
14.297 0
AXA Art Europe Ltd., London
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 1.224 GBP 1.184 GBP
1.368 1.334
Ergebnis des Geschäftsjahres 254 GBP 214 GBP
284 242
AXA Art Versicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 69.594 69.594
Ergebnis des Geschäftsjahres 8.114 28.830
AXA ART Versicherung AG, Zürich
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 13.102 CHF 15.548 CHF
11.627 13.287
Ergebnis des Geschäftsjahres 166 CHF 2.453 CHF
147 2.096
AXA Bank AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 56.097 59.606
Ergebnis des Geschäftsjahres 3.910 3.505
AXA Customer Care GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 733 733
Ergebnis des Geschäftsjahres 60 31
AXA Direktberatung GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 100 100
Ergebnis des Geschäftsjahres 6 3
AXA easy Versicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 4.309 4.309
Ergebnis des Geschäftsjahres -256 -212
AXA Finanz Service GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 145 145
Ergebnis des Geschäftsjahres -521 41
AXA Germany Infrastructure Equity SAS, Puteaux *,***
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital
Ergebnis des Geschäftsjahres
AXA GmbH & Co. Immobilienbeteiligungs-KG "Merkens XXV", Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 37,56 % 37,56 %
Eigenkapital 3.848
Ergebnis des Geschäftsjahres -173
in Tsd. Euro /

in %
2018 2017
AXA Immoselect HVWG Objekt Düsseldorf GmbH & Co. KG
Anteil am Gesellschaftskapital 42,71 % 42,71 %
Eigenkapital 134 170
Ergebnis des Geschäftsjahres -36 -34
AXA Infrastructure Investissement SAS, Paris
Anteil am Gesellschaftskapital 20,00 % 20,00 %
Eigenkapital 461.765 374.087
Ergebnis des Geschäftsjahres 23.779 16.071
AXA Krankenversicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 183.086 183.086
Ergebnis des Geschäftsjahres 79.880 80.500
AXA Lebensversicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 592.739 592.739
Ergebnis des Geschäftsjahres 74.500 62.250
AXA Logistik & Service GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 156 156
Ergebnis des Geschäftsjahres 70 86
AXA Republique S.A., Courbevoie
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 1.360 10.456
Ergebnis des Geschäftsjahres -79 260.067
AXA Services & Direct Solutions GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 35.072 38.022
Ergebnis des Geschäftsjahres -1.604 851
AXA Unterstützungskasse für die leitenden Angestellten der AXA Gesellschaften mbH, Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 29
Ergebnis des Geschäftsjahres -1
AXA Versicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 243.103 243.103
Ergebnis des Geschäftsjahres 351.702 290.057
BBD Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Finanzdienstvermittlungs-KG, Norderfriedrichskoog *
Anteil am Gesellschaftskapital 25,00 % 25,00 %
Eigenkapital 353
Ergebnis des Geschäftsjahres -15
Bishopsgate B.V., Amsterdam *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 42.811
Ergebnis des Geschäftsjahres 762
Bruckner Projektgesellschaft S.a.r.l. & Co. KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 94,90 %
Eigenkapital 8.522 38.437
Ergebnis des Geschäftsjahres 41.685 2.021
CREL Issuance S.à.r.l., Luxemburg *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 13
Ergebnis des Geschäftsjahres 0
DATA 4 German Feeder II S.a.r.l, Luxemburg **
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 %
Eigenkapital
Ergebnis des Geschäftsjahres
DBV Advisory Company S.A., Luxembourg *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 1.028
Ergebnis des Geschäftsjahres -24
in Tsd. Euro /

in %
2018 2017
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 51.889 51.889
Ergebnis des Geschäftsjahres 14.800 14.000
Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 75,00 % 75,00 %
Eigenkapital 15.375
Ergebnis des Geschäftsjahres 7.722
Development German Feeder III S.C.A. Luxemburg *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 934
Ergebnis des Geschäftsjahres -91
Development Venture IV German Feeder S.C.A. Luxembourg *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 1.919
Ergebnis des Geschäftsjahres 11
FINANCELIFE Gesellschaft für den Bankenvertrieb mbH, Frankfurt am Main *
Anteil am Gesellschaftskapital 40,00 % 40,00 %
Eigenkapital 327
Ergebnis des Geschäftsjahres 55
Finanz-Service GmbH der APO Bank, Düsseldorf *
Anteil am Gesellschaftskapital 50,00 % 50,00 %
Eigenkapital 622
Ergebnis des Geschäftsjahres 49
Fine Art Services International Inc., New York *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 722 USD
602
Ergebnis des Geschäftsjahres 46 USD
39
GANYMED Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 95
Ergebnis des Geschäftsjahres 29
Ganymed General Partner S.a.r.l *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 32
Ergebnis des Geschäftsjahres 7
GANYMED S.a.r.l. & Co. Zweite Grundstücksgesellschaft KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 19.419 19.780
Ergebnis des Geschäftsjahres -361 9.226
GANYMED S.a.r.l. & Co. Dritte Grundstücksgesellschaft KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90 % 94,90 %
Eigenkapital 127.355 123.234
Ergebnis des Geschäftsjahres 4.122 37.418
GANYMED GmbH & Co. Vierte Grundstücksgesellschaft KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90 % 94,90 %
Eigenkapital 32.364 66.673
Ergebnis des Geschäftsjahres -309 -320
INREKA Finanz AG, Cloppenburg *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 51.645
Ergebnis des Geschäftsjahres 427
JALANDA Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald
Anteil am Gesellschaftskapital 50,00 % 50,00 %
Eigenkapital 16.724 17.220
Ergebnis des Geschäftsjahres 5.050 3.132
in Tsd. Euro /

in %
2018 2017
JALANDA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald *
Anteil am Gesellschaftskapital 47,20 % 47,20 %
Eigenkapital 22
Ergebnis des Geschäftsjahres -1
Kepheus Beteiligungs- und Vermögenswerte GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 81.712 211.712
Ergebnis des Geschäftsjahres -7.103 2.787
Kölner Spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung, Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 2.261
Ergebnis des Geschäftsjahres 771
Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 23,01 % 23,01 %
Eigenkapital 178.947
Ergebnis des Geschäftsjahres 111.944
K.Rerup & Co. A/S, Kopenhagen *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 725,996 DKK
98
Ergebnis des Geschäftsjahres 44,694 DKK
6
Lefac Leasing-Finanz-GmbH, Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital -20.692
Ergebnis des Geschäftsjahres -10.625
MGS Meine-Gesundheit-Services GmbH, Koblenz *
Anteil am Gesellschaftskapital 37,38 % 37,38 %
Eigenkapital 13.272
Ergebnis des Geschäftsjahres -2.724
Merkur Gesellschaft für Beteiligungs- und Vermögenswerte mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 1.179 132.342
Ergebnis des Geschäftsjahres 23.206 29.308
Neue Düsseldorfer Stadtquartiere zweite Grundstücks-S.a.r.l. & Co. KG, Düsseldorf
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90 % 94,90 %
Eigenkapital 19.860 19.857
Ergebnis des Geschäftsjahres 57 103
Pan European Value Added Venture German Feeder S.C.A., Luxembourg *
Anteil am Gesellschaftskapital 50,00 % 50,00 %
Eigenkapital 19.441
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.661
Pluto Beteiligungswerte AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 90,00 % 90,00 %
Eigenkapital 69.817 69.817
Ergebnis des Geschäftsjahres -2.497 8.332
Pro Versorgung AG, Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 25,10 % 25,10 %
Eigenkapital 9
Ergebnis des Geschäftsjahres -288
ROLAND Rechtsschutz Beteiligung GmbH, Köln ***
Anteil am Gesellschaftskapital 55,10 % 5,00 %
Eigenkapital 20.281 20.269
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.002 -15
ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln ***
Anteil am Gesellschaftskapital 46,22 % 39,88 %
Eigenkapital 98.987
Ergebnis des Geschäftsjahres 8.203
Schroder EuroLogistik Fonds GmbH & Co. KG, Frankfurt *
Anteil am Gesellschaftskapital 22,88 % 22,88 %
Eigenkapital 14.190
Ergebnis des Geschäftsjahres -94
in Tsd. Euro /

in %
2018 2017
Technisches Kontor für Versicherungen GmbH, Düsseldorf *
Anteil am Gesellschaftskapital 48,00 % 48,00 %
Eigenkapital 81
Ergebnis des Geschäftsjahres 30
TERTIA Handelsbeteiligungsgesellschaft mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 20,00 % 20,00 %
Eigenkapital -21.560 8.545
Ergebnis des Geschäftsjahres -29.017 1.088
ver.di Service GmbH, Berlin *
Anteil am Gesellschaftskapital 33,33 % 33,33 %
Eigenkapital 97
Ergebnis des Geschäftsjahres 42
WIN EXPERTISA Gesellschaft zur Förderung beruflicher Vorsorge mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 882 897
Ergebnis des Geschäftsjahres 185 99
win Health Consulting GmbH, Wiesbaden ****
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital
Ergebnis des Geschäftsjahres
Zincvale Ltd., Dublin *****
Anteil am Gesellschaftskapital 50,00 %
Eigenkapital
Ergebnis des Geschäftsjahres
Schiffsbeteiligungen
Partenreederei MT "Multitank Elbegas", Hamburg
Anteil am Gesellschaftskapital 25,00 % 25,00 %
Eigenkapital 69
Ergebnis des Geschäftsjahres 0

* Zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichtes lag noch kein vorläufiges Geschäftsergebnis 2018 vor.

** Die Gesellschaft wurde im vierten Quartal 2018 gegründet *** Die Roland Rechtsschutz Beteiligung GmbH ist auf die Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG mit der Eintragung ins Handelsregister am 05.03.2019 verschmolzen. Im Zuge des Direkterwerbs erhält die AXA Konzern AG 2.757 Aktien und hält somit insgesamt 12.000 Aktien an der Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG.

**** Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation. Die Liquidation wird voraussichtlich in 2019 abgeschlossen. Zum Zeitpunkt des Abschlusses lagen keine Geschäftsergebnisse für 2018 und 2017 vor.

** *** Die Gesellschaft wurde im dritten Quartal 2018 gegründet.

Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB

Die Abschlussprüferhonorare teilen sich nach Leistungsarten wie folgt auf:

in Tsd. Euro 2018 2017
Abschlussprüferleistungen 411 375
Andere Bestätigungsleistungen 321 250
Steuerberatungsleistungen 279 389
Sonstige Leistungen 0 0
Gesamt 1.011 1.014

Angaben nach § 285 Nr. 19 und 23 HGB

Zum Bilanzstichtag befanden sich derivative Finanzinstrumente in Form von sechs Inflationswaps im Bestand, die zur Absicherung des Inflationsrisikos aus der Pensionsrückstellungen abgeschlossen wurden. Diese außerbörslich gehandelten Derivate wurden mit den an Finanzmärkten etablierten Optionspreismodellen bewertet. Die Inflationswaps besaßen einen beizulegenden Zeitwert von -58,6 Mio. Euro bei einem Nominalwert von 281,9 Mio. Euro. Die Inflationswaps wurden nicht in einer Bewertungseinheit erfasst.

Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB

Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Personen oder Unternehmen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden nicht getätigt.

Angaben nach § 285 Nr. 24 und 25 HGB

Die Angaben zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie zu der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden sind in den Erläuterungen zu der entsprechenden Bilanzposition aufgeführt

Angaben gemäß § 285 Nr. 26 HGB

Weiterführende Angaben zu Anteilen bzw. Anlageaktien an inländischen beziehungsweise vergleichbaren EU- oder ausländischen Investmentvermögen im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches aufgegliedert nach Anlagezielen:

in Tsd. Euro Marktwert Buchwert Reserven/Lasten Auschüttungen im Geschäftsjahr
Rentenfonds 18.226 20.000 -1.774 0
Alternative Investments 192.213 199.003 -6.790 2.823
Gesamt 210.439 219.003 -8.564 2.823

Zum 31. Dezember 2018 weisen Anteile oder Anlageaktien mit einem Buchwert in Höhe von 20,0 Mio. Euro, die unter der Fondskategorie Alternativinvestmentfonds ausgewiesen werden sowie dem Anlagevermögen zugeordnet waren, stille Lasten in Höhe von 1,8 Mio. Euro aus.

Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich der erwarteten Rückzahlungen von vorübergehenden Wertminderungen der Anteile beziehungsweise Anlageaktien aus. Die Kriterien der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.

Bei einzelnen Fonds bestehen Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe, da sie nur wöchentlich bzw. mit einer Frist von 40 Tagen zum Quartalsletzten zurückgegeben werden können

Angaben nach § 285 Nr. 27 HGB

Zum Bilanzstichtag bestanden folgenden Einzahlungsverpflichtungen:

Unternehmen Verpflichtung Höhe der Verpflichtung
AXA Bank AG, Köln Freistellungserklärung gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin, zur vorsorglichen Absicherung für den eventuellen Fall einer zugunsten der Bank erfolgten Hilfestellung, falls diese wegen entstandener Verluste erforderlich sein sollte. Für dieses Haftungsverhältnis wurde keine Rückstellung gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird. 850,7 Mio. Euro (Wert der zu sichernden Kundengelder)
AXA Life Europe Ltd., Service Agreements, Haftung im Fall der Verletzung vertraglicher Verpflichtungen. Bis zu einer Summe von 20,0 Mio. Euro p.a.
Dublin
Investmentfonds Investition in einen Investmentfonds, der CDS Protection auf ein diversifiziertes Kreditportfolio von Banken verkauft. Die Bank erhält dadurch eine Kapitalerleichterung unter Basel III und der Fonds strebt eine Zielrendite von 8 bis 10 % p.a. an. Verkauf von Equity / Mezzanine Protection birgt Teil- bis Totalverlust. 11,2 Mio. Euro
Investmentfonds Investition in einen Investmentfonds, der ein Leasing-Portfolio enthält. Rendite besteht aus laufenden europäischen Leasezahlungen und evtl. Gewinn durch Verkauf nach Ende des Fundterms. Risiken bestehen in der Vertragserneuerung der Leasingkontrakte nach Ablauf sowie in einem Wertverlust der Leasingobjekte 7,9 Mio. Euro
Investmentfonds Investition in einen Investmentfonds, der ein Loan-Portfolio enthält. Es wird eine Rendite von Libor +600bps nach Kosten angestrebt. Der Fonds ist primär in den amerikanischen Private Lending Märkten aktiv. Das Risiko besteht im Ausfallrisiko des Mieters. 7,0 Mio. Euro

Angaben nach § 285 Nr. 28 HGB

Der die Ausschüttungssperre begründende Betrag vor Bedeckung durch Eigenkapitalbestandteile nach § 268 Absatz 8 HGB in Höhe von 1.148,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1.003,6 Mio. Euro) resultierte aus den aktiven latente Steuern. Die Ausschüttungssperre aus der Änderung des Zinssatzes für die Bewertung der Pensionsrückstellungen nach § 253 Abs. 6 HGB betrug 223,2 Mio. Euro (Vorjahr: 203,8 Mio. Euro). Der unter die Ausschüttungssperre fallende Betrag war vollständig durch Gewinnrücklagen gedeckt, sodass sich bezüglich der Gewinnabführung keine Beschränkungen durch die Ausschüttungs- und Abführungssperre nach § 301 AktG i. V. m. § 268 Absatz 8 HGB ergeben.

Angaben nach § 285 Nr. 33 HGB

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2018 sind bei unseren Gesellschaften keine Vorgänge eingegangen, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unserer Gesellschaft haben.

Angaben nach § 306 AktG a.F. bzw. dem Spruchverfahrensgesetz

Zum 31.12.2018 waren folgenden Spruchverfahren anhängig, die von ehemaligen außenstehenden Aktionären der betreffenden Gesellschaften eingeleitet wurden.

Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und Albingia Versicherungs-AG (Einleitung: 1999)
Verschmelzung AXA Versicherung AG (übernehmender Rechtsträger) mit Albingia Versicherungs-AG (Einleitung: 2000)
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der AXA Lebensversicherung AG auf die AXA Konzern AG (Einleitung: 2007)

Zusammenarbeit im Konzern

Unsere Gesellschaft erbringt im Rahmen bestehender Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsverträge entsprechende Verwaltungstätigkeiten zu nahezu allen Konzerngesellschaften. Darüber hinaus besteht ein Vermittlungsabkommen mit der AXA Life Europe, Dublin.

Im Rahmen bestehender Dienstleistungsverträge werden dagegen folgende Leistungen von anderen Konzerngesellschaften bezogen:

die Betreuung von SAP-basierten Anwendungsprogrammen von der AXA Services Germany GmbH, Zweigniederlassung Köln;
den Betrieb des Rechenzentrums und die Inanspruchnahme von Kommunikationsdienstleistungen von der AXA Services Germany GmbH, Köln;
die Postbearbeitung, Logistik und Archivierung sowie Teile der Bereiche Leistungsbearbeitung und Bestandsverwaltung in der Sparte Kranken von der AXA Logistik & Service GmbH, Köln;
Teile der Bereiche Kundenservice und Unterstützung von Vertriebsaktivitäten von der AXA Customer Care GmbH, Köln
Vermögensanlage und -verwaltung für Kapitalanlagen von der AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Köln sowie von der AXA Investment Managers S.A., Paris
Serviceleistungen zur betrieblichen Altersversorgung von der Kölner Spezial Beratungs-GmbH, Köln.

Mit den folgenden Gesellschaften unterhält die AXA Konzern AG als gewinnempfangende Gesellschaft Gewinnabführungs- und Verlustübernahmeverträge (Ergebnisabführungsverträge):

Alteos GmbH, Berlin
AXA ART Versicherung AG, Köln
AXA Bank AG, Köln
AXA Customer Care GmbH, Köln
AXA Direktberatung GmbH, Köln
AXA easy Versicherung AG, Köln
AXA Finanz Service GmbH, Köln
AXA Krankenversicherung AG
AXA Lebensversicherung AG, Köln
AXA Logistik & Services GmbH, Köln
AXA Versicherung AG, Köln
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln

Die AXA Konzern AG hat mit folgenden Gesellschaften Beherrschungsverträge abgeschlossen:

AXA ART Versicherung AG, Köln
AXA Bank AG, Köln
AXA Customer Care GmbH, Köln
AXA Direktberatung GmbH, Köln
AXA easy Versicherung AG
AXA Finanz Service GmbH, Köln
AXA Krankenversicherung AG, Köln
AXA Lebensversicherung AG, Köln
AXA Logistik & Services GmbH, Köln
AXA Versicherung AG, Köln
AXA Services & Direct Solutions GmbH, Köln
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
Kepheus Beteiligungs- u. Vermögenswerte GmbH, Köln
Inreka Finanz AG, Cloppenburg

Die AXA Konzern AG, Köln hat mit der Vinci B.V., Utrecht als herrschendem Unternehmen einen Beherrschungsvertrag abgeschlossen.

Die AXA S.A., Paris, ist direkt und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt zu hundert Prozent am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt. Die AXA Konzern AG ist deshalb ein im Sinne von § 16 Abs. 1 AktG im Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen der AXA S.A., Paris. Die AXA Konzern AG und ihre wesentlichen Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der AXA SA, Paris, einbezogen. Die AXA Konzern AG macht vom Befreiungstatbestand des § 291 HGB Gebrauch und stellt keinen Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss der AXA SA, Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des Marchés Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt. Der Konzernabschluss der AXA S.A. wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Köln, den 27. März 2019

AXA Konzern AG

Der Vorstand

Dr. Endres

Heinisch

Dr. Kaschner

Kuklinski

Dr. Lemke

Dr. Reich

Dr. Schumacher

Dr. Vollert

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AXA Konzern Aktiengesellschaft, Köln - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AXA Konzern Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Die sonstigen Informationen umfassen ferner den Bericht des Aufsichtsrates, welcher uns im Entwurf vorgelegen hat.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens,- Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Düsseldorf, den 28. März 2019

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Ludger Koslowski, Wirtschaftsprüfer

ppa. Caroline Gass, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des gesamten Jahres 2018 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte und in drei Sitzungen, zwei weiteren Sitzungen in Form einer Telefonkonferenz sowie vier schriftlichen Abstimmungen wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes über die allgemeine Geschäftsentwicklung, über grundlegende Angelegenheiten sowie die strategischen Ziele der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand weiterhin umfassend über die Risikosituation informiert. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstands, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.

In einer außerordentlichen Sitzung im Januar 2018 wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand ausführlich über den geplanten Verkauf der Konzerngesellschaft Pro bAV Pensionskasse AG informiert. Der Aufsichtsrat hat dabei der vorgeschlagenen Beendigung des mit der Pro bAV Pensionskasse bestehenden Beherrschungsvertrags zum 31. Dezember 2018 vorbehaltlich ggf. zu erfüllender aufsichtsrechtlicher Anforderungen zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat nach Maßgabe der Vorgaben durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht im Rahmen einer schriflichen Beschlussfassung im Oktober 2018 der Beendigung des Beherrschungsvertrages nochmals zugestimmt.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 23. März 2018 die Tantiemezahlungen für 2017, die weitere variable Vergütung sowie anstehende Anpassungen der Vorstandsvergütungen beschlossen. Ferner befasste sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit dem Thema Nichtprüfungsleistungen durch den Abschlussprüfer. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat über den aktuellen Stand des Projektes zur Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an der Roland Rechtsschutz-Versicherung-AG informiert.

In seiner Sitzung am 27. April 2018 befasste sich der Aufsichtsrat ausführlich mit dem Bericht des Vorstandes über den Geschäftsverlauf 2017 und dem vorgelegten Jahresabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die strategischen Prioriäten und die endgültige Planung für 2018 vor, die vertiefend erörtert wurden. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand umfassend über die Risikosituation und hier insbesondere auch über die Risiken aus den Gerichtsurteilen zur Beitragsanpassung in der Krankenversicherung sowie das Thema IT-Sicherheit im deutschen AXA Konzern informiert. Zudem hat der Chief Compliance Officer den Compliance-Bericht für das Geschäftsjahr 2017 sowie den Compliance Plan für 2018 vorgestellt. Der Aufsichtstrat stimmte zudem dem Abschluss eines Ergebnisabführungsvertrags mit einer Tochtergesellschaft zu. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat zudem über den aktuellen Stand der Umsetzung der Vorgaben aus der EU-Datenschutz-Grundverordnung.

In der Sitzung vom 22. November 2018 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über den bisherigen Geschäftsverlauf im laufenden Jahr und gab einen Kurzbericht über die vorläufige Planung 2019. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat weiterhin ausführlich über den aktuellen Stand des Strategieprojekts "Ambition 2020". Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat umfassend über die aktuelle Risikosituation unterrichtet. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in diesem Zusammenhang umfassend über den aktuellen Stand in Bezug auf die Risiken für die Krankenversicherung aus den Gerichtsurteilen zur Beitragsanpassung. Darüber hinaus berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat über geplante Strukturmaßnahmen im Zusammenhang mit der Integration der XL Insurance. Weiterhin befasste sich der Aufsichtrat mit der Umstellung der Altersversorgung für Vorstandsmitglieder und fasste die in diesem Zusammenhang erforderlichen Beschlüsse.

Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat zudem im Geschäftsjahr 2018 die gemäß dem Merkblatt der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungaufsicht zur fachlichen Eignung und Zuverlässigkeit von Mitgliedern von Verwaltungs- und Aufsichtsorganen gemäß VAG geforderte Selbsteinschätzung durchgeführt und sich mit dem Thema Entwicklungsplan befasst.

Der Aufsichtsrat hat neben dem gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss zwei weitere Ausschüsse eingerichtet. Das aus fünf Mitgliedern bestehende Audit Committee widmet sich im Wesentlichen der Überwachung des Risikomanagements des Vorstandes und der Kontrollmechanismen der Gesellschaft, der Behandlung des Jahresabschlusses, Fragen zur Abschlussprüfung und legt die Prüfungsschwerpunkte des Geschäftsjahres fest. Das Audit Committee hat in 2018 viermal getagt. Hierüber hat es den Aufsichtsrat umfassend unterrichtet. Das aus drei Mitgliedern bestehende Präsidium ist ein vorbereitender Ausschuss, der in 2018 nicht getagt hat. Der Vermittlungsausschuss musste ebenfalls nicht einberufen werden.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht sowie die Solvenzübersicht für die Subgruppe AXA Konzern AG für das Geschäftsjahr 2018 sind von der in der Hauptversammlung gewählten PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte und die weiteren Erläuterungen des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist, und schloss sich dem Vorschlag für die Gewinnverwendung an. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat darüber informiert, dass für das Geschäftsjahr 2018 wie im Vorjahr von der Befreiungsmöglichkeit des § 291 HGB Gebrauch gemacht wird und dementsprechend kein Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstellt wird.

Im vergangenen Jahr sind im Vorstand und im Aufsichtsrat Personalveränderungen eingetreten. So sind die Herren Jens Warkentin und Frank Hüppelshäuser mit Wirkung zum Ablauf des 30. September und die Herren Dr. Patrick Dahmen und Thierry Daucourt mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2018 aus dem Vorstand ausgeschieden. Mit Wirkung zum Ablauf des 31. Oktober 2018 ist zudem Frau Wiebke Köhler aus dem Vorstand ausgeschieden. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2018 wurde Herr Dr. Klaus Endres neu in den Vorstand bestellt. Herrn Dr. Endres wurde dabei die Verantwortung für das neu gebildete Ressort Operations (vormals Schaden/Leistung und Kunden-, Partner- und Prozess-Service) übertragen. Weiterhin ist Frau Beate Heinisch mit Wirkung zum 1. November 2018 neu in den Vorstand bestellt worden und übernimmt die Verantwortung für das neu geschaffene Ressort Kundenmanagement. Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 wurden die Herren Dr. Nils Reich und Kai Kuklinski zu Mitgliedern des Vorstands bestellt. Herr Dr. Reich übernimmt als Nachfolger von Herrn Daucourt das neu zugeschnittene Ressort Sachversicherung während Herr Kuklinski das Ressort Vertrieb übernimmt. Das Ressort Vorsorge wird von Herrn Dr. Schumacher übernommen und mit dem Ressort Kranken zu einem Ressort Personenversicherung zusammengefasst.

Herr Dr. Thomas Buberl ist mit Wirkung zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 27. April 2018 aus seiner Funktion als Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats ausgeschieden. Zu seinem Nachfolger als Vorsitzender des Aufsichtsrats wurde Herr Antimo Perretta, CEO European Markets gewählt. Weiterhin sind Herr Klaus Dauderstädt mit Wirkung zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 27. April 2018 sowie Frau Angela Titzrath mit Wirkung zum Ablauf des 30. April 2018 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Im Wege der Ersatzwahl wurden die Herren Claudio Gienal, CEO AXA UK & Ireland, Ulrich Silberbach, Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion sowie Herr Philippe Egger, ehemaliger CEO AXA Schweiz jeweils für den Rest der Amtszeit des ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieds zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den ausgeschiedenen Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtrat für die erfolgreiche Tätigkeit. Für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihre tatkräftige Unterstützung mit zum Erfolg der Gesellschaft beigetragen haben, seinen Dank aus.

Unser Dank gilt auch den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmenssprecherausschuss der Leitenden Angestellten für die sehr engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Köln, den 10. April 2019

Für den Aufsichtsrat

Antimo Perretta, Vorsitzender