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AXA Audit Report / Information 2010

Jul 27, 2011

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Audit Report / Information

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Publication

AXA Konzern Aktiengesellschaft

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Inhalt

Lagebericht Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Geschäftsentwicklung, Geschäftsergebnis und

Ertragslage
Finanz- und Vermögenslage
Mitarbeiter: Stabile Beschäftigungszahlen und vielfältige

Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Risiken der zukünftigen Entwicklung
Ausblick und Chancen
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Gewinnverwendungsvorschlag
Jahresabschluss Bilanz zum 31. Dezember 2010
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang
Aufsichtsrat
Vorstand
Sonstige Erläuterungen und Angaben
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Bericht des Aufsichtsrates

Lagebericht

Für AXA Deutschland nimmt die AXA Konzern AG die Leitungs- und Steuerungsfunktion wahr.

Sie hält direkte und indirekte Mehrheitsbeteiligungen insbesondere an folgenden Gesellschaften:

AXA Versicherung AG
AXA Lebensversicherung AG
AXA Krankenversicherung AG
Deutsche Ärzteversicherung AG
Pro bAV Pensionskasse AG
AXA Art Versicherung AG
AXA Bank AG
DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG
Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG
Winsecura Pensionskasse AG

Es handelt sich bei diesen Beteiligungen überwiegend um Beteiligungen an Versicherungsunternehmen, die in den Sparten Leben, Kranken und Schaden und Unfall aktiv sind. Aus diesem Grunde sind die für die AXA Konzern AG relevanten Märkte im Wesentlichen die Versicherungsmärkte.

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Rasanter Aufschwung nach der Krise

Das Geschäftsjahr 2010 stand im Zeichen einer weltweiten Konjunkturbelebung. Besonders die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr wieder kräftig gewachsen. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt um 3,6 % zu. Da 2010 allerdings mehr Arbeitstage hatte als das Vorjahr, ergibt sich nach der Bereinigung um Kalendereffekte eine etwas niedrigere Steigerungsrate von 3,5 %. Mit ihrem deutlichen Wachstum hat sich die deutsche Wirtschaft somit überraschend schnell von der stärksten Rezession der Nachkriegszeit erholt. Diese hatte im Jahr 2009 zu einem preisbereinigten Rückgang des BIP um 4,7 % geführt.

Als wichtige Stütze des konjunkturellen Aufschwungs erwies sich der Außenhandel. So nahmen die Exporte preisbereinigt um 14,2 % und die Importe um 13,0 % zu. Deutliche Wachstumsimpulse kamen aber auch aus dem Inland. Insbesondere in Ausrüstungen wurde mit 9,4 % deutlich mehr investiert als im Vorjahr. Allerdings waren hier 2009 auch die stärksten Rückgänge zu verzeichnen gewesen. Die privaten Konsumausgaben stiegen im Berichtsjahr preisbereinigt um 0,5 %, die staatlichen sogar um 2,2 %.

Die Entwicklung an den Finanzmärkten war erneut von Turbulenzen geprägt. Vor allem die 2010 bekannt gewordenen hohen Staatsdefizite Griechenlands und einiger anderer südeuropäischer Länder sowie Irlands erschütterten das Vertrauen vieler Anleger in die Staatspapiere dieser Länder und lösten teilweise sogar eine Spekulationswelle gegen sie aus. Demgegenüber waren deutsche Staatsanleihen als „sicherer Hafen“ verstärkt nachgefragt. Die Kehrseite der weltweit hohen Nachfrage nach deutschen Zinspapieren waren historisch niedrige Zinssätze, die der Versicherungswirtschaft die Kapitalanlage zu attraktiven Renditen erschwerten.

Der deutsche Arbeitsmarkt profitierte von der starken wirtschaftlichen Erholung. Im Durchschnitt des Jahres 2010 erbrachten rund 40,5 Millionen Erwerbstätige die deutsche Wirtschaftsleistung. Das waren 212.000 Personen oder 0,5 % mehr als ein Jahr zuvor. Damit erreichte die Zahl der Erwerbstätigen hierzulande einen neuen Höchststand. Die nach dem Schema der internationalen Arbeitsorganisation ILO (International Labour Organization) der Vereinten Nationen ermittelte Zahl der Erwerbslosen ging nach vorläufigen Schätzungen um 9,2 % auf 2,9 Millionen zurück.

Das gesamte Volkseinkommen erhöhte sich 2010 um 6,0 % auf 1,9 Billion Euro und verzeichnete damit den größten Zuwachs seit 1992. 1,3 Billion Euro entfielen auf die Arbeitnehmerentgelte (+ 2,6 %) und 641 Mrd. Euro auf die Unternehmens- und Vermögenseinkommen (+ 13,2 %). Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich 2010 um 2,6 %. Auch die Sparquote der privaten Haushalte war im Berichtsjahr mit 11,4 % etwas höher als 2009 (11,1 %).

Der Verbraucherpreisindex für Deutschland ist im Jahresdurchschnitt 2010 um 1,1 % gestiegen. Damit lag die Jahresteuerungsrate zwar deutlich höher als im Vorjahr (+ 0,4 %). Im längerfristigen Vergleich seit 1999 war sie 2010 jedoch noch weit unter den jährlichen Teuerungsraten der meisten Jahre. Der für die Geldpolitik wichtige Schwellenwert von 2 % wurde sowohl im Jahresdurchschnitt als auch in den einzelnen Monaten für 2010 unterschritten.

Versicherungswirtschaft erneut mit deutlichem Beitragswachstum

Die deutsche Versicherungsbranche verzeichnete im Geschäftsjahr 2010 wiederum einen deutlichen Beitragsanstieg. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) geht von einem Zuwachs von 4,7 % auf 180 Mrd. Euro aus. Der Hauptgrund hierfür sind wie im Vorjahr die hohen Einmalbeiträge in der Lebens- und Rentenversicherung.

Durch das erneut starke Einmalbeitragsgeschäft legte die Lebensversicherung einschließlich der Pensionskassen und Pensionsfonds um 6,8 % auf 91 Mrd. Euro zu. Rund 27 Mrd. Euro oder mehr als ein Viertel dieser Beitragseinnahmen stammten aus Einmalbeiträgen. Mehr als die Hälfte der Einmalbeiträge wiederum entfielen auf sofort beginnende und aufgeschobene Rentenversicherungen. Während die gebuchten Bruttobeiträge, insbesondere durch eine wesentliche Zunahme des Neugeschäfts bei den Einmalbeiträgen, stark wuchsen, gingen der Bestand und der Neuzugang nach Anzahl und laufendem Beitrag weiter zurück. Die Anzahl an Hauptversicherungen in der Lebensversicherung nahm hochgerechnet um 1,0 % ab. Gemessen am laufenden Beitrag gab der Bestand um 0,5 % nach. Das eingelöste Neugeschäft an laufenden Beiträgen nahm um 2,7 % auf 5,7 Mrd. Euro ab. Dagegen konnte im Neugeschäft gegen Einmalbeitrag ein Wachstum von 33,9 % auf 26,4 Mrd. Euro verzeichnet werden, wobei der Schwerpunkt weiterhin bei den Rentenversicherungen, der betrieblichen Altersversorgung und den Kapitalisierungsprodukten lag. Die auf der Basis der Anzahl der Verträge ermittelte marktweite Stornoquote sank von 3,9 % im Vorjahr auf 3,6 %.

Die Unternehmen der Privaten Krankenversicherung rechnen für 2010 mit Beitragseinnahmen von insgesamt 33,4 Mrd. Euro. Das sind 6,0 % mehr als 2009. Davon entfielen 31,2 Mrd. Euro (+ 6,3 %) auf die Krankenversicherung und 2,1 Mrd. Euro (+ 2,2 %) auf die Pflegeversicherung.

Die politischen Rahmenbedingungen für die Private Krankenversicherung sind im Berichtsjahr durch den Regierungswechsel auf Bundesebene Ende 2009 fairer geworden. Die Vorgängerregierung hatte die Regelung eingeführt, nach der in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Versicherte drei Jahre hintereinander die Einkommensgrenze überschreiten müssen, um sich komplett privat zu versichern. Dies wurde mit Wirkung ab 2011 rückgängig gemacht. Die im internationalen Vergleich in Deutschland hohen Arzneimittelpreise werden nicht nur für die gesetzlichen Kassen, sondern auch für die Private Krankenversicherung begrenzt. Trotz einer gegenteiligen Ankündigung im Koalitionsvertrag wurde allerdings keine saubere ordnungspolitische Zuordnung privater Krankenzusatzversicherungen zur PKV vorgenommen.

Überwiegend wenig freundlich war die Berichterstattung über die Private Krankenversicherung in den Medien. Die zum Teil unerfreuliche Beitragsentwicklung für einzelne Kundengruppen wurde breit herausgestellt, ohne angemessen auf das garantierte Leistungsversprechen, die steigende Lebenserwartung und die laufend verbesserten medizinischen Möglichkeiten einzugehen. Der Umfang des garantierten Leistungsversprechens ist weitgehend frei wählbar. Insbesondere die freie Arzt- und Krankenhauswahl sowie der individuell anpassbare Komfortumfang werden millionenfach gerne in Anspruch genommen.

Im 1. Halbjahr 2010 stieg die Anzahl der PKV-Vollversicherten um 44.500 auf 8,9 Millionen. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum war noch ein Zuwachs von 98.800 erzielt worden, allerdings getrieben durch den Einmaleffekt der zum 1. Januar 2009 in Kraft getretenen Versicherungspflicht, wonach jeder Bundesbürger bei einer gesetzlichen oder privaten Krankenkasse versichert sein muss. Aussagekräftiger ist daher der Vergleich mit dem 1. Halbjahr 2008, wo der Zuwachs nur 23.400 betrug. Im Segment der Vollversicherung, das immerhin 70 % des gesamten Beitragsvolumens umfasst, konnte also ein solides Substanzwachstum erzielt werden.

Auch im Segment der Zusatzversicherungen geht trotz eines hohen Bestandsniveaus das Wachstum weiter. Der Zuwachs im 1. Halbjahr 2010 verminderte sich allerdings von 153.000 im 1. Halbjahr 2009 auf 77.000, womit der Bestand zur Jahresmitte 2010 auf 21,5 Millionen Verträge stieg.

In den geschätzten Beitragseinnahmen 2010 der PKV von 33,3 Mrd. Euro (+ 5,8 %) sind auch die aufgelaufenen Beitragsverpflichtungen durch Nichtzahler enthalten. Der PKV-Verband geht davon aus, dass 2010 etwa 200 Mio. Euro fehlende Einnahmen durch nicht zahlende Versicherte abzuschreiben sind. Bei Berücksichtigung solcher Abschreibungen liegt das voraussichtliche Einnahmenplus bei 5,4 %. Der Anstieg des Aufwands für ausgezahlte Versicherungsleistungen konnte auf 4,2 % begrenzt werden.

In der Schaden- und Unfallversicherung trat insgesamt nur eine leichte Belebung ein. Sie weist ein Beitragsvolumen von 55,1 Mrd. Euro und damit ein Plus von 0,7 % auf. Entscheidend hierfür war die Entwicklung in der Kraftfahrtversicherung, die erstmals seit sechs Jahren wieder einen geringen Beitragszuwachs erzielte. Die Kraftfahrtversicherung, als volumenmäßig größter Versicherungszweig im Privat- und Gewerbekundengeschäft, war auch im Jahr 2010 durch einen starken Preiswettbewerb gekennzeichnet.

2010 war auch ein Jahr mit viel Bewegung auf dem deutschen Versicherungsmarkt für das Industrie- und Firmenkundengeschäft. Vor allem in den Haftpflicht- und Sachversicherungssparten herrschte ein starker Wettbewerb, der den Druck erhöhte, durch Preissenkungen ertragreiche Kundenverbindungen zu halten. Nach einigen Jahren mit rückläufiger Schadenentwicklung mussten sich die Marktteilnehmer 2010 erstmals wieder auf steigende Schadenaufwendungen einstellen. Dies galt vor allem in der Sachversicherung, deren Schadenaufwendungen sich sogar fast im zweistelligen Prozentbereich erhöht haben.

Im Berichtsjahr hat die deutsche Versicherungswirtschaft intensiv an weiteren Verbesserungen des Verbraucherschutzes gearbeitet. So hat sie unter anderem einen Verhaltenskodex entwickelt, um eine hohe Qualität beim Vertrieb von Versicherungsprodukten zu sichern. Diesem Verhaltenskodex sind auch die Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen des AXA Konzerns beigetreten.

Weitere wichtige Themen für die Branche waren das Niedrigzinsniveau und die grundlegende Reform des europäischen Versicherungsaufsichtsrechts Solvency II. Angesichts der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Notenbanken und der daraus resultierenden niedrigen Erträge aus Kapitalanlagen fordert die Versicherungswirtschaft im Interesse der Kunden eine Rückkehr zu einem „normalen“ Zinsumfeld. Deutlichen Nachbesserungsbedarf sehen die Versicherer bei der Umsetzung von Solvency II und sprechen sich unter anderem für eine Vereinfachung bei der Berichterstattung sowie den Risikomodellen und dem Risikomanagement aus.

Geschäftsentwicklung, Geschäftsergebnis und Ertragslage

Die AXA Service AG ist am 27. April 2010 mit Wirkung zum 1.1.2010 auf die AXA Konzern AG verschmolzen worden. Daher werden nachfolgend die entsprechenden Vergleichswerte 2009 für die fusionierten Gesellschaften angeführt.

Der Jahresüberschuss unserer Gesellschaft reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 123,8 Mio. Euro auf 158,3 Mio. Euro. Wesentlich für diesen Rückgang sind die Ergebnisbeiträge der Beteiligungsgesellschaften. Der Jahresüberschuss der größten Konzerngesellschaft AXA Versicherung in Höhe von 97,9 Mio. Euro (2009: 293,6 Mio. Euro) wurde im Wege des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an unsere Gesellschaft ausgeschüttet. Die rückläufige Ergebnisveränderung der AXA Versicherung um 195,7 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf die gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Schadenbelastungen (+147,1 Mio. Euro) zurückzuführen.

Die geringere Gewinnabführung der AXA Versicherung wird teilweise kompensiert durch eine höhere Gewinnabführung der AXA Lebensversicherung (50,0 Mio. Euro, Vorjahr 5,0 Mio. Euro).

Bei den anderen Konzerngesellschaften konnte eine weitere Ergebnisverbesserung um 8,4 Mio. Euro auf 44,7 Mio. Euro verzeichnet werden. Den größten Beitrag haben dabei die Kölnische Verwaltungs-AG mit 21,0 Mio. Euro (Vorjahr 0 Euro), die AXA Art Versicherung mit 9,3 Mio. Euro (Vorjahr 13,8 Mio. Euro), die AXA Investment Managers S.A., Paris, mit 7,1 Mio. Euro (Vorjahr 7,6 Mio. Euro) und die Deutsche Ärzteversicherung Leben mit 3,5 Mio. Euro (2009: 3,4 Mio. Euro) beigesteuert. Die Ergebnisse bei der Deutsche Ärzte Finanz- und Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln, reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Mio. Euro auf 3,5 Mio. Euro.

Die im Wege der Verschmelzung mit der AXA Service AG in 2010 zusätzlich übernommenen Dienstleistungsbereiche generieren Dienstleistungserträge auf Basis eines Kostenumlageverfahrens. Den Dienstleistungserträgen stehen mithin entsprechende Aufwendungen gegenüber, so daß im Dienstleistungsbereich keine wirtschaftlichen Ergebnisbeiträge erzielt werden. Für die Gruppe wurden mit der Verschmelzung zusätzliche Synergien von rund 0,5 Mio. Euro realisiert, die aus der Einsparung von rechträgerspezifischen Sach- und Verwaltungskosten resultieren.

Auf vergleichbarer Basis ist ein Rückgang der Dienstleistungserträge um 23,8 Mio. Euro auf 1.319,4 Mio. Euro zu verzeichnen. Hauptgrund sind die um 52,4 Mio. Euro rückläufigen Umsätze im Projektbereich auf 101,1 Mio. Euro nach Abschluß der Projekte im Zusammenhang mit der Integration der DBV-Winterthur Gesellschaften sowie die um 14,8 Mio. Euro geringeren Provisionserträge mit der AXA Life Europe Ltd. infolge der rückläufigen Neugeschäftsentwicklung. Gegenläufige Veränderungen beruhen auf höheren Verrechnungen von Personalaufwendungen sowie Änderungen von Abrechnungsbeziehungen im Konzern. So beruht die Steigerung der Umsätze mit der AXA Krankenversicherung AG um 13,8 Mio. Euro. insbesondere auch auf höheren Kundenbetreuungs- und Kommunikationsdienstleistungen, die im Vorjahr unmittelbar von der AXA Customer Care GmbH erbracht wurden. Ferner werden ab dem 01.07.2010 die Verwaltungsdienstleistungen im Kapitalanlagebereich einheitlich von der AKAG wahrgenommenen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden teilweise diese Dienstleistungen von einigen Versicherungsunternehmen direkt von der AXA IM und AXA Property bezogen.

Die Aktivierung von Eigenleistungen im Rahmen der Implementierung erworbener Software erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Mio. Euro auf 1,7 Mio. Euro.

Die sonstigen betrieblichen Erträge unserer Gesellschaft stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 8,3 Mio. Euro auf 54,8 Mio. Euro. Dies resultierte im Wesentlichen aus der Zuschreibung auf die Venus Beteiligungsgesellschaft in Höhe von 12, 2 Mio. Euro und aus um 8,9 Mio. Euro höheren Auflösungen von Rückstellungen. Dem standen 5, 8 Mio. Euro geringere Erträge aus Immobilien gegenüber. Ferner werden nach der Satzungsänderung unserer Gesellschaft in 2010 nunmehr 5,6 Mio. Euro Erträge aus PC-Nutzungsüberlassungen unter den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Die Personalaufwendungen sind insbesondere wegen der Änderung des BilMoG um 24,4 Mio. Euro auf 725,4 Mio. Euro gesunken. Insbesondere sind aufgrund der Vorschriften dieses Gesetzes nunmehr Zinsaufwendungen von 58,1 Mio. Euro bei den Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumskostenrückstellungen als Zinsaufwand zu zeigen. Gegenläufig waren höhere Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarungen zu Arbeitsverträgen in Höhe von 21,5 Mio. Euro.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 73,5 Mio. Euro auf 617,3 Mio. Euro gesunken. Der Rückgang beruhte in erster Linie auf um 20,3 Mio. Euro gesunkenen Werbeaufwendungen, auf um 27,0 Mio. Euro reduzierten Berateraufwendungen und sonstigen bezogenen Fremdleistungen sowie auf um 17,2 Mio. Euro geringeren Aufwendungen für die Vermittlung von Produkten für die AXA Life Europe Ltd.

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen reduzierten sich um 6,3 Mio. Euro auf 9,9 Mio. Euro aufgrund von geringeren Ausleihungen an verbundene Unternehmen.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge waren aufgrund eines Sondereffektes im Vorjahr aus Zinserträgen zu Steuerforderungen um 4,3 Mio. Euro auf 0,9 Mio. Euro rückläufig.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 3,9 Mio. Euro betrafen in Höhe von 3,4 Mio. Euro eine Abschreibung auf den Immobilienfonds AXA Immoselect „IMMO SELECT sowie 0,5 Mio. Euro auf die CIMAG Colonia Immobilien-Beteiligungsgesellschaft; KG.

Der Zinsaufwand der AXA Konzern AG erhöhte sich um 52,8 Mio. Euro auf 64,9 Mio. Euro. Dieser Anstieg ist insbesondere auf einen geänderten Ausweis infolge der Anwendung von BilMoG zurückzuführen. So sind im Geschäftsjahr erstmals Zinsaufwendungen zu den Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumskostenrückstellungen von 58,1 Mio. Euro enthalten. Im Geschäftsjahr 2009 wurden diese Aufwendungen im Personalaufwand ausgewiesen.

Der Aufwand aus Verlustübernahmen von 1,9 Mio. Euro (2009: 4,6 Mio. Euro) ist in Höhe von 1,8 Mio. Euro (Vorjahr 4,6 Mio. Euro) auf die AXA Bank zurückzuführen.

Die außerordentlichen Erträge von 11,4 Mio. Euro beziehen sich auf Konzernumlagen bezüglich Sonderbelastungen zur Altersversorgung infolge der Umstellung auf BilMoG in Höhe von 12,4 Mio. Euro, die Bestandteil des außerordentlichen Aufwandes sind. Weitere Sonderbelastungen aus den neuen Bewertungsvorschriften betreffen die Rückstellungen zu Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 15,9 Mio. Euro, zu Spruchstellenverfahren in Höhe von 6,3 und zu weiteren Rückstellungen in Höhe von 2,2 Mio. Euro.

Der Steuerertrag von 31,5 Mio. Euro (2009: Steuerertrag 10,5 Mio. Euro) ist maßgeblich auf Steuererstattungen zu Vorjahren zurückzuführen.

Finanz- und Vermögenslage

Mit 3.503,2 Mio. Euro (2009: 3.350,9 Mio. Euro) betrug das Eigenkapital 69,7 % (2009: 68,0 %) der Bilanzsumme. Die vorgeschlagene Gewinnverwendung des Vorjahres auf Basis des rückläufigen Jahresüberschusses führt dabei zur angegebenen Steigerung der Eigenkapitalquote. Hierbei bleiben stille Reserven insbesondere bezogen auf Anteile an verbundenen Unternehmen noch unberücksichtigt. Die Aktivseite der Bilanz wird durch das Anlagevermögen in Höhe von 4.048,6 Mio. Euro (2009: 4.046,4 Mio. Euro) dominiert, wovon 3.880,2 Mio. Euro (2009: 3.874,8 Mio. Euro) auf Anteile bzw. Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Beteiligungen entfallen. Darüber hinaus werden im Anlagevermögen Kapitalanlagen wie z.B. Schuldscheindarlehen und ein Immobilienfonds dauerhaft gehalten. Im Rahmen der Verschmelzung mit der AXA Service AG wurden immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 14,3 Mio. Euro und Sachanlagenvermögen in Höhe von 45,4 Mio. Euro übernommen.

Das Umlaufvermögen beinhaltet vor allem Forderungen an verbundene Unternehmen, insbesondere Forderungen aus der phasengleichen Vereinnahmung von Beteiligungserträgen, und sonstige Vermögensgegenstände, hauptsächlich Steuerforderungen. Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 3,3 Mio. Euro (2009: 75,7 Mio. Euro).

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 481,9 Mio. Euro entfallen im Wesentlichen auf Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Pensionsrückstellungen, der Kapitalanlagen und der versicherungstechnischen Rückstellungen. Die aktiven latenten Steuern betreffen mit 458,9 Mio. Euro aktive latente Steuern der Organgesellschaften.

Mitarbeiter: Stabile Beschäftigungszahlen und vielfältige Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Per 31. Dezember 2010 waren insgesamt 10.068 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2009: 10.282 Mitarbeiter: 9.978 Beschäftigte in der AXA Service AG und 304 in der AXA Konzern AG) für die AXA Konzern AG tätig. Ende April 2010 wurde die AXA Service AG auf die AXA Konzern AG verschmolzen. Die 9.978 Mitarbeiter der AXA Service AG sind seit Wirksamwerdung der Verschmelzung auf die AXA Konzern AG übergegangen. Die AXA Service AG als Gesellschaft existiert nicht mehr. Allen an diesem erfolgreich verlaufenden Projekt Beteiligten gilt ein großer Dank.

Zum Jahresende beschäftigte der AXA Konzern darüber hinaus 616 Auszubildende (2009: 581). Allein im abgelaufenen Jahr 2010 wurden 201 Azubis eingestellt; im Jahresdurchschnitt waren 522 Auszubildende für das Unternehmen tätig. Die Übernahmequote nach Abschluss der Ausbildung betrug 76%. Zudem bot der AXA Konzern 233 Praktikanten und 83 Stipendiaten die Möglichkeit, wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln.

Die natürliche Fluktuationsrate lag mit 2,9 % (Vorjahr 3 %) erneut wieder leicht unter dem Wert der Vorjahre.

Der AXA Konzern betrachtet seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als wertvollste Ressource und legt daher großen Wert auf deren kontinuierliche Weiterbildung und Entwicklung. Im Bereich der Personalentwicklung sind beispielsweise die sogenannten Förderkreise hervorzuheben, deren Ziel nicht nur die Förderung einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist, sondern auch der Austausch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie die Bearbeitung strategisch wichtiger Fragestellungen.

Die 13 am Konzernförderkreis (KFK) 2010-2012 teilnehmenden Führungskräfte bearbeiten aktuell im Auftrag des Vorstandes das Projektthema „Spartenübergreifende Bündelprodukte und ihre Konsequenzen". Mit dieser Untersuchung tragen die Teilnehmer zur Weiterentwicklung der Produkt- und IT-Strategie bei und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Unternehmensentwicklung des AXA Konzerns. Der Projektabschluss ist für das erste Quartal 2012 geplant.

Die Zielgruppe des Nachwuchsförderkreises (NFK) sind leistungsstarke Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die noch nicht über Führungserfahrung verfügen und sich persönlich wie beruflich weiterentwickeln möchten. Im NFK 2010-2012 arbeiten aktuell 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Entwicklung einer Social Media Strategie für AXA Deutschland. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag dazu, die Potenziale, die soziale Netzwerke im Internet heute für Unternehmen bieten, für den AXA Konzern wertschöpfend und im Sinne eines positiven Imageaufbaus zu nutzen. Das Projekt soll im ersten Quartal 2012 abgeschlossen werden.

Neben der Projektarbeit werden für die Teilnehmer des NFK und des KFK individuell konzipierte Seminare und Trainings durchgeführt sowie Treffen mit Vorstandsmitgliedern und externen Referenten zu aktuellen Konzernthemen organisiert. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer regelmäßig individuelles Feedback. Bei der generellen Auswertung aller bisher durchgeführten Nachwuchs- und Konzernförderkreise lässt sich erfreulicherweise feststellen, dass etwa die Hälfte aller KFK-Teilnehmer und rund zwei Drittel der NFK-Teilnehmer eine weiterführende Aufgabe übernommen haben.

Nach der erfolgreichen Premiere 2009/2010 ergänzte der Potenzialkreis Hauptverwaltung (PTK HVw) weiterhin das bestehende Förderkreisangebot: Im November 2010 startete der zweite Durchgang dieses Kreises, der sich – ähnlich wie die Regionen-Potenzialkreise – an Potenzialträger richtet, die noch am Anfang ihrer Karriere bei AXA stehen. Ziel dieses ressortübergreifenden, einjährigen Programms ist es, die Teilnehmer durch Trainings, Projektarbeit und individuelle Feedbacks früh beim Ausbau ihrer persönlichen, methodischen, unternehmerischen und sozialen Kompetenzen zu unterstützen und Projektmanagementskills zu entwickeln. Die 14 Teilnehmer des PTK HVw 2010-2011 bearbeiten derzeit das Thema "Online-Offensive ÖD im Zugangsweg ver.di Mitgliederservice" und unterstützen so wichtige strategische Konzerninitiativen.

Zusammenfassend betrachtet bewähren sich die Förderkreise nicht nur als effektive Entwicklungsmaßnahme, sondern auch als kreativer Produktentwicklungspool.

Neben den Förderkreisen bietet der AXA Konzern mit dem Vorstandsassistenten-Programm zwölf jungen Nachwuchsführungskräften die Möglichkeit, während der zweijährigen Assistenzzeit den jeweiligen Vorstand bei seinen Aufgaben zu unterstützen. Ergänzt wird diese Tätigkeit durch zahlreiche Informationsveranstaltungen und Seminare sowie einer Vertriebshospitation. So soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit gegeben werden, über das eigene Ressort hinaus unterschiedliche Konzernbereiche und Ressorts näher kennenzulernen.

Die Förderkreise sowie das Vorstandsassistenten-Programm ermöglichen also die gezielte Förderung von Management-Potenzial und sichern somit den langfristigen Erfolg der AXA.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind, wie bereits erwähnt, die wertvollste Ressource der AXA. Daher ist es uns unverändert wichtig, solche Rahmenbedingungen zu bieten, die es unseren Mitarbeitern ermöglichen, Familie und Beruf zu vereinbaren. Nachdem AXA im Jahr 2009 eine Reihe von Maßnahmen und Programmen gestartet hatte, um in diesem Zusammenhang Erleichterungen anzubieten, wurde das Angebot im vergangenen Jahr weiter ausgebaut: So gibt es in der Hauptverwaltung seit 2008 ein Büro, das einen Arbeitsplatz und Spielmöglichkeiten für (Klein-)Kinder kombiniert. Sollte also die Betreuung für den Nachwuchs kurzfristig ausfallen, ist es durch dieses besondere Büro möglich, die Aufsicht über das Kind mit der eigenen Arbeit zu kombinieren.

Für den Fall, dass nicht die Betreuung ausfällt, sondern das Kind erkrankt, wurde bereits in 2008 in der Kölner Hauptverwaltung ein Laptop-Pool eingerichtet, so dass Eltern ihre Aufgaben in Telearbeit zu Hause erledigen können. Dieses Angebot wurde im vergangenen Jahr auf die Region Nord an den Standorten Berlin, Hamburg, Bremen und Hannover ausgeweitet.

AXA bietet außerdem für Mitarbeiter-Kinder in Kooperation mit externen Anbietern Plätze für ein Ferienprogramm während der Schulferien an. Das Ferienprogramm für Mitarbeiter-Kinder (Kids@AXA) konnte 2010 deutlich ausgeweitet werden: 70 Kinder haben an verschiedenen Standorten insgesamt 300 hochwertig organisierte Ferientage erlebt.

AXA bietet in Kooperation mit dem ElternService AWO darüber hinaus konzernweit nicht nur schnelle und professionelle Unterstützung und Beratung bei der Organisation qualifizierter Kinderbetreuung an (z. B. Tagesmütter, Au-Pairs, Kindernotfallbetreuung), sondern hilft auch bei der Organisation von Familien- und Pflegeleistungen für ältere und pflegebedürftige Angehörige. Hierbei können Beratungs- und Vermittlungsleistungen von den Mitarbeitern kostenlos in Anspruch genommen werden. Bei der Kindernotfallbetreuung übernimmt AXA sogar die Betreuungskosten für maximal fünf Tage pro Jahr und Kind.

AXA trägt nicht nur dafür Sorge, dass die Belegschaft Familie und Beruf miteinander vereinbaren kann. Auch in puncto ‚Diversity' setzt sich AXA ambitionierte Ziele. Um z. B. die Anzahl der Frauen in Führungspositionen langfristig zu erhöhen, wurde im vergangenen Jahr ein sog. ‚Gender Mentoring Programm' ins Leben gerufen. Um die persönliche und insbes. berufliche Entwicklung sowie das Netzwerken von ambitionierten Frauen zu unterstützen, wurden insgesamt 19 Tandems von männlichen Vorständen und aufstiegsorientierten Abteilungsleiterinnen gebildet. Mentor und Mentee treffen sich hierbei in regelmäßigen Abständen und tauschen sich im Rahmen eines hierarchie-, generationen- und geschlechterübergreifenden Dialogs aus.

Im Abstand von zwei bis drei Jahren findet eine Standortrundreise statt, in deren Rahmen Vorstandsmitglieder alle AXA Standorte besuchen. In einer Plenumsveranstaltung mit allen Mitarbeitern werden dabei die Unternehmensentwicklung, die strategische Ausrichtung sowie aktuelle Themen vorgestellt. Im Jahr 2010 haben die Herren Dr. Keuper, Ulrich C. Nießen und Jens Hasselbächer innerhalb von zwei Monaten insgesamt 17 Standorte besucht, an denen sie den Mitarbeitern Rede und Antwort standen. In anschließenden Gesprächsrunden mit Führungskräften wurden einzelne Themen und Punkte nochmals vertieft. Anschließend standen die Vorstände im Rahmen eines Fests auch zum informellen Austausch zur Verfügung.

Im Rahmen der Konzernstrategie ‚AXA erste Wahl' ist es das erklärte Ziel der AXA Deutschland, als sog. Lösungsversicherer erste Wahl für Kunden, Aktionäre, Vermittler und Mitarbeiter zu werden. Um mit diesem Konzept im Markt erfolgreich zu sein, ist eine veränderte Verhaltenskultur erforderlich, die dazu ermutigt, in allen Bereichen neue Wege zu gehen. Eine Voraussetzung hierfür ist das konsequente Leben der sog. Kerneigenschaften erreichbar, aufmerksam und zuverlässig, was interne und externe Kundenorientierung gleichermaßen erlebbar werden lässt. Von den Führungskräften wird darüber hinaus erwartet, mögliche Ängste der Mitarbeiter (z. B. davor, einen Fehler zu machen) abbauen und Entscheidungsfreiheiten zu schaffen, um so alle vorhandenen Potenziale freizusetzen: Dies wird in den drei sog. Führungserwartungen Vertrauen, Nachhaltigkeit und Empowerment ausgedrückt. Nach einer Workshop-Reihe im Jahr 2009 gab es auch im vergangenen Jahr wieder eine Reihe von Maßnahmen und Initiativen, um die Begeisterung und das Engagement der Mitarbeiter für diese Veränderung wach zu halten.

Die Umsetzung dieser Strategie lebt von der Begeisterung und dem Engagement der Mitarbeiter.

Um dies wirkungsvoll zu unterstützen und im Unternehmen ein gemeinsames Führungsverständnis zu entwickeln, hat der Präsident der weltweiten AXA Gruppe, Henri de Castries, das internationale Programm „2012 & Beyond“ ins Leben gerufen. Es soll alle Führungskräfte dabei unterstützen, eine leistungsstarke, kundenorientierte Kultur zu entwickeln; Mitarbeiter zu motivieren und einen konstruktiven Führungsstil zu entwickeln, der auf Verantwortung, Offenheit und Respekt beruht (sog. konstruktiver Führungsstil).

In Deutschland startete der durch die Abteilung Management Development begleitete Roll-Out von „2012 & Beyond“ im Herbst 2009 und endete Anfang Juni 2010. Den rund 550 leitenden Angestellten des angestellten Innen- und Außendienstes vermittelte das Programm in mehreren Stufen hilfreiche und zielführende Instrumente und Methoden. Neben zwei Seminaren hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, in drei individuellen Telefon-Coachings ihren Führungsstil und Situationen aus dem Führungsalltag mit einem Coach zu reflektieren. Mit dem Programm „2012 & Beyond“ ist ein weiterer Schritt hin zu AXA erste Wahl vollzogen und der Weg für eine nachhaltige Veränderung der Unter-nehmenskultur bereitet.

In diesem Zusammenhang wird die sog. „Maßstab“-Befragung durchgeführt. Während im Verlauf des Integrationsprozesses der DBV-Winterthur der sogenannte „Puls Check“ die Stimmungslage der Mitarbeiter wiedergab, misst nun die halbjährlich anonym durchgeführte „Maßstab“-Befragung die Zufriedenheit mit dem Umsetzungsstand der Strategie „AXA erste Wahl“. Die Ergebnisse liefern wertvolle Hinweise, wie weit AXA in den Augen ihrer Mitarbeiter bereits auf dem Weg zum Lösungsversicherer und zum Unternehmen erster Wahl in Bezug auf die Umsetzung der definierten Kerneigenschaften „Erreichbarkeit“, „Aufmerksamkeit“ und „Zuverlässigkeit“ ist.

Dass Mitarbeiterbefragungen bei AXA prinzipiell einen hohen Stellenwert haben, kommt auch in der jährlich – weltweit durchgeführten – Mitarbeiterbefragung „Scope“ zum Ausdruck. Im Rahmen dieser Befragung bittet AXA einmal im Jahr alle Mitarbeiter um ein offenes Feedback zu Themen wie Arbeitszufriedenheit, Mitarbeiterengagement und Unternehmenskultur. Neben der Abfrage des Status Quo zielt Scope auch darauf ab, Verbesserungspotenziale zu identifizieren und Impulse für die weitere Entwicklung zu geben. Die Ergebnisse für das erneut anspruchsvolle und sehr arbeitsintensive Jahr 2010 sind wieder überwiegend positiv: Der wichtige Indikator ‚Mitarbeiter-Engagement' liegt mit 76% ähnlich wie im Vorjahr wiederum über dem Durchschnitt anderer in Deutschland befragter Unternehmen. Dies gilt insbesondere für die Bereitschaft der Mitarbeiter, sich überdurchschnittlich für den Erfolg des Unternehmens einzusetzen und AXA als guten Arbeitgeber zu empfehlen. Deutliche Steigerungen im Vergleich zum Vorjahr gab es u. a. bei der Zufriedenheit mit der Entlohnung und den Sozialleistungen sowie bei der Beurteilung der unternehmerischen Verantwortung: 81% der Mitarbeiter sind der Meinung, dass sich AXA in der Gesellschaft sozial verantwortlich verhält. Ein mit Blick auf die Unternehmensstrategie erfreuliches Ergebnis ist die Rückmeldung von 73% der Mitarbeiter, dass ihre Abteilung wichtige Schritte für mehr Kundenorientierung unternommen hat.

Im Rahmen des AXA Shareplans können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits seit 1998 jedes Jahr zu günstigen Konditionen AXA Aktien erwerben und profitieren auf diese Weise direkt vom Unternehmenserfolg. In 2010 war die Beteiligung zwar konzernweit mit 2.729 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern etwas geringer als im Vorjahr (2.964), jedoch steigerte sich die durchschnittliche Investition der Mitarbeiter nochmals von 1.510 auf 1.575 Euro. Die Teilnehmer investierten damit insgesamt 4.299.043 Euro in den AXA Shareplan und drückten somit ihr Vertrauen in den künftigen Unternehmenserfolg aus. Dies ist angesichts der noch immer anhaltenden Finanzmarktkrise und der volatilen Kapitalmärkte ein hervorragendes Ergebnis und ein unverändertes Zeichen, dass die Belegschaft auch in schwierigen Zeiten an den Erfolg der AXA glaubt.

Der AXA Konzern hat in 2010 seine Beitragseinnahmen erhöhen und das Konzernergebnis deutlich steigern können. Wichtige Projekte wurden sehr erfolgreich abgeschlossen; daneben erhielt AXA zahlreiche Auszeichnungen für Produkte und Service.

Dieses vor allem in Anbetracht des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds hervorragende Ergebnis wäre ohne das große Engagement und die hohe Leistungsfähigkeit der Belegschaft nicht möglich gewesen. Daher gilt unser besonderer Dank all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich durch Flexibilität, Kollegialität und hohen Arbeitseinsatz auszeichnen, und die nicht nur, wie Scope zeigt, stolz sind, für AXA zu arbeiten, sondern auf die auch AXA sehr stolz ist.

Der Dank gilt ferner den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für ihre unverändert engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sich auch in diesem Jahr erneut als sehr konstruktiv erwiesen hat. Wir sind daher fest überzeugt, dass wir die zukünftigen Herausforderungen gemeinsam erfolgreich meistern werden.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken, Chancen und die künftige Entwicklung allein unsere Annahmen und subjektiven Ansichten zum Ausdruck.

Wie durch § 64a des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) gefordert, verfügen wir über ein der Größe unserer Gesellschaft angemessenes Risikomanagementsystem.

Als Risiko wird gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen (MaRisk VA) die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt im Wesentlichen die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungs-Standards zur Risikoberichterstattung (DRS 5-20) ein, innerhalb dessen Risiken als negative künftige Entwicklung der wirtschaftlichen Lage im Vergleich zur Situation am Bilanzstichtag definiert sind.

Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:

versicherungstechnische Risiken,
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft,
Risiken aus Kapitalanlagen,
operationale und sonstige Risiken

Die Risiken unserer Gesellschaft resultieren im wesentlichen aus den Risiken unserer Konzerngesellschaften, welche insbesondere zu einer Verringerung der Erträge aus Beteiligungen bzw. Gewinnabführungsverträgen, zu Aufwendungen aus Verlustübernahmen sowie auch zu Abschreibungen auf die Buchwerte führen können. Deshalb werden im Folgenden die Risiken der Konzerngesellschaften dargestellt. Zuvor geben wir einen Überblick über die Organisationseinheiten des Risikomanagements sowie über den Risikomanagementprozess der AXA Deutschland:

Organisationseinheiten des Risikomanagements

Das Risikomanagement der Konzerngesellschaften ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der AXA Deutschland eingebunden.

Aufgrund der Komplexität des Versicherungsgeschäftes ist die Risikomanagementfunktion der Konzerngesellschaften auf verschiedene Organisationseinheiten und Gremien verteilt. Kontrollgremium ist der Aufsichtsrat als den Vorstand überwachendes Organ. Der Vorstand wie auch das Risikokomitee als Gremium des Gruppenvorstandes sind zuständig für die risikopolitische Ausrichtung der Konzerngesellschaften sowie die Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung. Darüber hinaus existiert die Risikorunde als zentrales Kommunikationsgremium für Risikothemen auf Geschäftsbereichsebene und das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium für Themen zu Compliance- und operationalen Risiken. Zusätzlich werden risikorelevante Themen in diversen Spezialgremien, wie zum Beispiel dem Business Continuity Management Committee und Asset Liability Committee, besprochen.

Zur Risikomanagementfunktion gehörende Organisationseinheiten sind

der Bereich Value & Risk Management (zentrales Risikomanagement),
die Risikoverantwortlichen für die Steuerung und Kontrolle der Risiken in ihrem jeweiligen Unternehmensbereich (dezentrales Risikomanagement),
die dezentralen Risikomanager pro Ressort für die Koordination aller risikorelevanten Themen innerhalb des Ressorts und
der Verantwortlichen Aktuare sowie
die interne Revision als unabhängige Prüfinstanz.

Der Chief Risk Officer der AXA Deutschland stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch regelmäßige Berichterstattung an das Risikokomitee innerhalb der Gremiensitzungen beziehungsweise ad hoc sicher.

Risikomanagementprozess

Das Risikomanagement der Konzerngesellschaften erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess der Konzerngesellschaften setzt sich aus Risikoidentifikation, Analyse und Bewertung, Risikosteuerung sowie Risikoüberwachung und Kommunikation/Berichterstattung zusammen.

Risikoidentifikation: Die vollständige Erfassung aller Risiken erfolgt in Form von Risikopolicen. Hierbei werden die identifizierten wesentlichen Risiken inklusive deren aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen dokumentiert. Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der mindestens quartalsweise stattfindenden Risikogremiensitzungen, durch die Aktualisierung der Risikopolicen und im Rahmen der strategischen Planung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Ad-hoc-Berichterstattung direkt an das zentrale Risikomanagement. Risiken neuer Kapitalmarkt- und Versicherungsprodukte werden im Rahmen des standardisierten Product Approval Process (PAP) von dem Bereich Value & Risk Management unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationaler Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und des Top-Managements und einer Bewertung von den jeweiligen operativen Ansprechpartnern.

Risikoanalyse und Bewertung: Alle wesentlichen quantifizierbaren Risiken im Sinne des Solvency II Ansatzes werden mit Hilfe der Methodik des ökonomischen Risikokapitalmodells bewertet. Für alle anderen wesentlichen Risiken erfolgt eine qualitative Einschätzung und zum Teil eine quantitative Bewertung außerhalb des Risikokapitalmodells.

Risikosteuerung: Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung von konkreten Maßnahmen zur Bewältigung der Risikosituation der Konzerngesellschaften zusammengefasst. Dazu zählen Risikovermeidung, -minderung, -absicherung/-weitergabe und Tragen/bewusste Inkaufnahme. Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risiko-/Ertragsprofils sowie durch Beachtung der Risikotragfähigkeit beziehungsweise. der Bereitschaft des Vorstandes, bestimmte Risiken zu übernehmen.

Risikoüberwachung und Kommunikation/Berichterstattung: Die Risikoüberwachung erfolgt im Rahmen des Risikomanagements, zum Beispiel durch Nachverfolgung von Frühwarnindikatoren. Neben der Ergebnisberichterstattung zum ökonomischen Risikokapital wird auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht verfasst, der den Vorständen der Versicherungsgesellschaften vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das Audit Committee und die Aufsichtsbehörde übermittelt wird. Zusätzlich sind sofortige Berichterstattungspflichten, beispielsweise bei Erreichen definierter Schwellenwerte, implementiert. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des quartalsweise zusammenkommenden Risikokomitees besprochen, die zuvor innerhalb der ebenfalls quartalsweise stattfindenden Risikogremiensitzungen „Risikorunde" und „Compliance and Operational Risk Committee" diskutiert worden.

Versicherungstechnische Risiken und Chancen

Schaden- und Unfallversicherung

Der AXA Konzern betreibt im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft insbesondere die Sparten Kraftfahrt-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach-, Transport- und Luftfahrtversicherung. Diese werden im direkten wie auch teilweise im indirekten Geschäft gezeichnet.

Die primären Risiken aus der Schaden- und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr sind das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko. Ferner besteht in der Unfallversicherung noch das Zinsgarantierisiko.

Prämien- und Schadenrisiko

Unter dem Prämien-/Schadenrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen. Daher ist die AXA in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation kurzfristig anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird durch Beitragsanpassung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption und durch vertraglich festgelegte Beitragsanpassungsklauseln risikoadäquat gehalten.

Die Risikosteuerung erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt. Zur Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treiber werden stochastische Szenarien verwendet.

Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien-/Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch durch Ereignisse wie zum Beispiel Naturkatastrophen, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen.

Zu unserer Risikosteuerungsstrategie gehört die ausgewogene Verteilung von Versicherungsrisiken in unseren Geschäftsfeldern. In keiner der von uns betriebenen Sparten besteht eine auffällige Risikokonzentration

Reserverisiko

Zur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von der AXA Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet. Das so genannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeter Schäden (Spätschäden). Die Bewertung der künftigen Schadenzahlungen erfolgt anhand einer aktuariellen Schätztechnik, bei der der in der Vergangenheit beobachtete Schadenverlauf herangezogen wird. Großschäden werden separat geschätzt. Mithilfe von stochastischen Szenarien erfolgt eine Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treibern.

Zinsgarantierisiko

In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wird für den Sparanteil der Beiträge eine garantierte Zinsleistung zwischen 2,25 % und 3,50 % vereinbart. Dies führt zu einem Zinsgarantierisiko getrieben durch die unbekannte Entwicklung der Marktzinsen. Auf Grund des vergleichweise geringen Beitragsvolumens und der geringen Erwartung an die Verzinsung dieser Versicherungsart ist das Zinsgarantierisiko von eher untergeordneter Bedeutung.

Lebensversicherung

Im Lebensversicherungsgeschäft betreibt der AXA Konzern hauptsächlich konventionelle und fondsgebundene Kapital-, Risikolebens- und Rentenversicherungen sowie Sterbegeld-, Berufsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen.

Die spezifischen Risiken aus dem Lebensversicherungsgeschäft aus Unternehmenssicht sind biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten sowie Kosten- und Zinsgarantierisiken. Ferner bestehen noch spartenspezifische Risiken aus Rechtssprechung und Gesetzgebung.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken entstehen aus Veränderungen biometrischer Annahmen wie Sterblichkeit und Berufsunfähigkeit.

Die Lebensversicherungsgesellschaften steuern biometrische Risiken durch ihre Produktgestaltung, Zeichnungspolitik und Rückversicherungsverträge. Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen wird das biometrische Risiko durch die Leistungsprüfung auf die vertraglichen Zusagen beschränkt.

Für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen werden im Wesentlichen die bei Vertragsabschluss aktuellen von der Aufsichtsbehörde bzw. der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) empfohlenen Sterbetafeln verwendet. Alle in den Versicherungsverträgen zugesagten Leistungen werden dem Grundsatz der Vorsicht entsprechend berücksichtigt. Durch regelmäßige Überprüfung der Deckungsrückstellungen wird ein möglicher Anpassungsbedarf frühzeitig erkannt. Die Entwicklung der Sterblichkeit und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten wird auch weiterhin laufend analysiert.

Risiken aus Kundenverhalten

Risiken aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern resultieren vor allem aus dem Stornorisiko und dem Risiko auf Grund des Kapitalwahlrechts bei Rentenversicherungen.

Die Stornoquoten in der AXA Gruppe und in der Branche werden permanent beobachtet. Insbesondere wird derzeit eine Überwachung des Stornoverhaltens als Folge der Finanzmarktkrise verstärkt durchgeführt. Die Veränderung der Stornoquoten war in der Vergangenheit jedoch begrenzt, so dass das resultierende Risiko eines höheren oder niedrigeren Stornos in realistischem Ausmaß, abgesehen von der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung, als niedrig einzuschätzen ist.

Bei anwartschaftlichen Rentenversicherungen hat der Kunde zum Zeitpunkt der Verrentung ein Kapitalwahlrecht. Dieses Risiko wird durch die Produktgestaltung beschränkt. Derzeit wird das Risiko auf Grund des Kapitalwahlrechtes als gering betrachtet. Es könnte aber steigen, falls sich herausstellt, dass sich das Kundenverhalten systematisch ändert. Aus diesem Grund erfolgt eine regelmäßige Überwachung des Kundenverhaltens.

Kostenrisiko

Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten durch die einkalkulierten Kosten dauerhaft nicht finanziert werden können. Die Überwachung des Kostenrisikos erfolgt durch ein umfassendes Kostencontrolling.

Zinsgarantierisiko

Das professionelle Management der Zinsgarantien stellt eine Kernherausforderung im Rahmen des Asset Liability Managements dar. Zwar liegt die derzeitige ebenso wie die im Rahmen der Unternehmensplanung erwartete Nettoverzinsung der Kapitalanlagen für alle Lebensgesellschaften über dem durchschnittlichen Rechnungszins des Bestandes, jedoch würde das längere Anhalten eines Niedrigzinsszenarios wie in den Sommermonaten des Jahres 2010 dazu führen, dass in den nächsten Jahren der Referenzzins gemäß § 5 Absatz 3 der Deckungsrückstellungsverordnung (DeckRV) unter dem durchschnittlichen Rechnungszins des Bestandes liegen würde. Dann wäre die Deckungsrückstellung sofort unter Berücksichtigung dieses Referenzzinses aufzufüllen. Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat im Februar eine Anpassung der DeckRV beschlossen, die in Abhängigkeit von der Zinsentwicklung im Prinzip diese Verstärkung der Deckungsrückstellung über mehrere Jahre, frühestens beginnend Ende 2011, zur Folge hätte. Für die Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG gilt dieser Beschluss nicht, da die Sterbekassen nicht in den Anwendungsbereich der Deckungsrückstellungsverordnung fallen. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Aufsichtsbehörde entsprechende Anforderungen bei einer zukünftigen Tariferneuerung stellen wird. Die bei der Berechnung der Deckungsrückstellung der Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG verwendeten Rechnungszinssätze entsprechen dem von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht genehmigten Geschäftsplan. Im Hinblick auf die langfristige Entwicklung auf den Kapitalmärkten wurde der Rechnungszins für die Berechnung der Deckungsrückstellung des Bestands nach Tarif 20 von 3,45 % auf 3,35 % mit Genehmigung der Aufsichtsbehörde gesenkt.

Bei fondsgebundenen Versicherungen ohne Garantieteile bemisst sich die Versicherungsleistung an der Entwicklung des zugrundeliegenden Fonds. Hieraus ergibt sich für die Lebensversicherer kein Kapitalanlagerisiko, da die Höhe der Verpflichtung gegenüber den Versicherungsnehmern stets mit dem Wert des Fondsvermögens übereinstimmt. Soweit unsererseits Garantien bei fondsgebundenen Produkten ausgesprochen wurden, gelten die Aussagen zu Zinsgarantien konventioneller Produkte.

Risiken aus Gesetzesänderungen

Risiken aus Gesetzesänderungen resultieren zum Einen aus einer extensiven Interpretation der vom Bundesgerichtshof zu den Rückkaufswerten am 12. Oktober 2005 und 26. September 2007 ergangenen Urteile, woraus zusätzliche, bisher nicht berücksichtigte Leistungen resultieren würden. Ob wegen dieser Entwicklungen die Rückstellungen anzupassen sind, wird regelmäßig übergeprüft. Für möglicherweise sich hieraus ergebende Aufwendungen wurden bei der DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung unter Abschätzung der Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme angemessene Rückstellungen gebildet.

Durch eine Entscheidung des Landesarbeitsgerichtes München vom 15. März 2007 wurde eine Diskussion über die in der Kalkulation betrieblicher Altersvorsorgeprodukte angewandten marktüblichen Verrechnungsverfahren von Abschlusskosten ausgelöst. Vor diesem Hintergrund sowie unter Berücksichtigung unserer ohnehin vorhandenen Produkthaftung hatten wir in den Jahren 2007 und 2008 eine Garantieerklärung für die jeweils aktuelle Produktpalette abgegeben. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat mit Urteil vom 15. September 2009 abschliessend festgestellt, dass die Verteilung von Abschlusskosten über fünf Jahre zulässig ist. Eine Haftung könnte sich daher für uns nur aus den in 2007 abgegebenen Freistellungserklärungen bis längstens 2011 ergeben. Auch bei Verwendung voll gezillmerter Tarife liegt kein Verstoß gegen die Wertgleichheit vor. Es kann jedoch eine unangemessene Benachteiligung i.S.d. § 307 BGB vorliegen. Hieraus käme ein Anspruch des Arbeitnehmers gegen den Arbeitgeber auf eine höhere Versorgung in Betracht.

Mögliche anderslautende gerichtliche Einschätzungen unserer Umsetzung der VVG Reform könnten rückwirkende Auswirkungen auf unsere Leistungsverpflichtungen haben.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte am 29. Juli 2009 in einem Verbandsprozess gegen ein Lebensversicherungsunternehmen ein Anerkenntnisurteil erlassen. Es handelte sich dabei um ein wettbewerbsrechtliches Verfahren zu der Frage, ob der Versicherer sich im Falle unechter unterjähriger Beitragszahlung auf eine bestimmte Klausel zu Ratenzahlungszuschlägen berufen darf, ohne dass hierbei der effektive Jahreszins gemäß der Preisangabenverordnung ausgewiesen wird. Das Urteil ließ die relevanten Fragen offen, da es sich lediglich um ein Anerkenntnisurteil und damit nicht um eine Grundsatzentscheidung handelte. Darüber hinaus liegen keine Urteilsgründe vor. In der Folge gab es im Jahr 2010 zu diesem Sachverhalt mehrere erst- sowie zweitinstanzliche Verfahren mit unterschiedlich ausgefallenen Urteilen. Wie die aufgeworfenen Fragen letztendlich zu beurteilen sind, kann nur ein weiteres höchstrichterliches Urteil zeigen. Welche Entscheidung zu erwarten ist, kann nicht vorhergesagt werden.

Krankenversicherung

Die AXA Krankenversicherung AG betreibt insbesondere die Krankenvollversicherung sowie die Pflegeversicherung und verschiedene Arten der Zusatzversicherung für Angestellte und Beihilfeempfänger.

Die primären versicherungstechnischen Risiken aus dem Krankenversicherungsgeschäft sind Krankheitskosten-/Leistungsrisiken, biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten und Reserverisiken. Ferner bestehen noch Zinsgarantierisiken sowie Risiken aus der Gesundheitsreform.

Versicherungstechnische Risiken können dazu führen, dass die zu zahlenden Leistungen und Kosten nicht mehr aus den Beitragseinnahmen, den Anlageerträgen und der planmäßigen Auflösung der Alterungsrückstellung finanziert werden können. Ein mindestens jährlich durchzuführender, gesetzlich vorgeschriebener Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Leistungen ermöglicht jedoch ein zeitnahes Erkennen von Abweichungen in den erwarteten Leistungen. Bei Bedarf erfolgt eine Beitragsanpassung.

Krankheitskosten-/Leistungsrisiken

Unter dem Krankheitskosten-/Leistungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen Krankheits- und Pflegekosten die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Im Falle eines kurzfristigen Anstiegs der Krankheits- und Pflegekosten über den kalkulierten Rahmen oder einer Pandemie kann auf die unerwartete Leistungserhöhung gegebenenfalls erst mit einer zeitlichen Verzögerung durch eine Beitragsanpassung reagiert werden.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken entstehen in der Krankenversicherung aus einer sinkenden Sterblichkeit, wodurch mit einer verlängerten Inanspruchnahme und somit einer Erhöhung der Versicherungsleistungen zu rechnen ist. Die Sterbetafeln werden jährlich von der Deutschen Aktuarvereinigung auf ausreichende Sicherheit überprüft. Soweit sich ein Aktualisierungsbedarf ergibt, verwendet die AXA Krankenversicherung AG die neuen Werte unverzüglich bei der Kalkulation neuer Tarife bzw. von Beitragsanpassungen.

Risiken aus Kundenverhalten

Risiken aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern stellen insbesondere das Stornorisiko dar. Die in der Tarifierung angesetzten Stornowahrscheinlichkeiten basieren sowohl auf eigenen als auch auf Verbandserfahrungen und sind aktuariell ausreichend vorsichtig bemessen. Die Stornoquoten bei der AXA Krankenversicherung AG und in der Branche werden permanent beobachtet, so dass frühzeitig eine Veränderung erkannt und gegebenenfalls in Beitragsanpassungen und Neukalkulationen berücksichtigt wird. Darüber hinaus treten Risiken im Kundenverhalten derzeit in Zusammenhang mit der Gesundheitsreform auf (siehe Kapitel „Gesundheitsreform").

Reserverisiken

Zur Abdeckung zukünftiger Krankheitskosten-/Leistungszahlungen sind Alterungsrückstellungen zu bilden. Die Höhe der Zahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, insbesondere aufgrund steigender Krankheitskosten-/Leistungszahlungen und einer sinkenden Sterblichkeit, deren Veränderung aufgrund der regelmäßigen Überprüfung jedoch in den letzten Jahren nicht mehr so gravierend war wie in früheren Jahren. Definitiv schon feststehende medizinische Entwicklungen sind jedoch in der Alterungsrückstellung schon in dem Augenblick eingepreist, in dem sie in den Beiträgen berücksichtigt sind (Kalkulationsverordnung). Insgesamt ist das Reserverisiko als gering einzuschätzen, da durch regelmäßige Beitragsanpassungen der Leistungsbedarf aktualisiert wird.

Zinsgarantierisiko

Der Alterungsrückstellung werden jährlich Zinserträge zugeführt, wobei der Zinssatz gesetzlich auf 3,5 % begrenzt ist. Mit diesem Zinssatz erfolgt die Verzinsung der gesamten Alterungsrückstellung der AXA Krankenversicherung AG. Die aktuelle Nettoverzinsung der AXA Krankenversicherung AG von 4,1 % liegt deutlich über dem Rechnungszins. Diese Überzinsen werden fast vollständig zur Beitragsermäßigung im Alter verwandt. Die zukünftige Zinserwartung, die mithilfe des aktuariellen Unternehmenszinses (AUZ) nach einem brancheneinheitlichen Verfahren unternehmensindividuell ermittelt wird, zeigt, dass die AXA Krankenversicherung AG den Höchstrechnungszinssatz von 3,5 % in den kommenden Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit erwirtschaften kann. Bei dem AUZ handelt es sich um ein mit der Deutschen Aktuarvereinigung und der Aufsichtsbehörde abgestimmtes Verfahren zur Zinsprojektion, das auf Basis der Vorjahresergebnisse und offiziellen, durch die Bundesbank veröffentlichten Zinskurven für Neuanlagen die Zinserwartungen für das übernächste Jahr schätzt. Dieses Verfahren wurde aktuell überarbeitet und liefert bei einem Ergebnis über 3,5 % die Berechtigung, diesen Wert auch zukünftig für die Verzinsung der Alterungsrückstellung zu verwenden. Zwar sind aktuell die Zinsen auf den Kapitalmärkten niedrig, doch zielen die nachhaltige Kapitalanlagepolitik sowie Absicherungsmaßnahmen darauf ab, auch zukünftig die Einhaltung des AUZ-Kriteriums sicherzustellen.

Gesundheitsreform

Die als Wettbewerbsstärkungsgesetz bezeichnete Gesundheitsreform birgt für die private Krankenversicherung weiterhin Risiken. Der Basistarif beinhaltet versicherungsfremde Elemente wie Kontrahierungszwang, Verbot von Risikozuschlägen und Höchstbeiträge, die eine Subventionierung durch die PKV-Kunden der anderen Vollversicherungstarife erfordern und somit zu einer erhöhten Belastung dieser Personen führen.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich überwiegend Personen mit vorhandenen oder akuten Erkrankungen und überdurchschnittlich schlechter Zahlungsmoral im Basistarif versichert haben.

Mit der Einführung der Versicherungspflicht wurde zudem gesetzlich eine Notfallversorgung auch für die Versicherten festgelegt, die ihre Beiträge nicht mehr zahlen. Diese Leistungen können nicht durch Beiträge gedeckt werden und schmälern den Rohüberschuss der Gesellschaften und damit auch die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung.

EuGH-Verfahren zur Gender Directive / Unisex-Tarife (spartenübergreifende Thematik)

Das belgische Verfassungsgericht hat dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) im Juni 2009 die Frage zur Entscheidung vorgelegt, ob Artikel 5 (2) der Gender-Richtlinie (2004/113/EG) mit Europäischem Primärrecht (EG-Vertrag, Europäische Menschenrechtskonvention) vereinbar ist. In diesem Artikel ist ein Wahlrecht für die Mitgliedstaaten verankert. Danach dürfen die Versicherer bei der Tarifierung zwischen Frauen und Männern differenzieren, wenn der Mitgliedstaat es zulässt. Die unterschiedliche Behandlung muss sachlich begründet sein, die Begründung statistisch belegt werden. Deutschland hat dieses Wahlrecht durch die Regelung in § 20 (2) AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) genutzt. Mit Urteil vom 1. März 2011 hat der EuGH festgestellt, dass die Berücksichtigung des Geschlechts als Risikofaktor in Versicherungsverträgen eine Diskriminierung darstellt. Da die Ausnahmevorschrift des Art. 5 (2) der Richtlinie zudem unbefristet gilt, hat der EuGH diese ab dem 21. Dezember 2012 für ungültig erklärt. Da das Urteil und die sich daraus ergebenden Konsequenzen vom deutschen und europäischen Gesetzgeber zunächst umgesetzt werden müssen, wird eine Aussage über die wirtschaftlichen Auswirkungen für den AXA Konzern erst nach dieser Umsetzung möglich sein.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft resultieren für unsere Konzerngesellschaften aus Beitrags- oder Regressforderungen sowie aus Forderungen gegenüber Rückversicherern.

Sowohl bei der über unsere französische Gruppengesellschaft AXA Global P&C retrozedierten Vertragsrückversicherung als auch bei der direkt von uns abgegebenen fakultativen und vertraglichen Rückversicherung wird nur mit erstklassigen Rückversicherern zusammengearbeitet.

Risiken aus Kapitalanlagen

Die Kapitalanlagen unserer Gesellschaft bestehen insbesondere aus Anteilen an verbundenen Unternehmen. Deshalb werden im Folgenden die Kapitalanlagerisiken des AXA Konzerns dargestellt. Die Kapitalanlagen werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden, um die Verpflichtungen aus dem Versicherungsbestand erfüllen zu können. Dieses wird unter anderem durch die angemessene Mischung und Streuung des Portfolios gewährleistet.

Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die trotz der im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und anderer risikomindernder Maßnahmen bewusst eingegangen werden. Zum Erhalt bzw. Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und an das jeweilige Kapitalmarktumfeld angepasst.

Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt:

Marktrisiken

Die Marktpreisrisiken unserer Gesellschaft beruhen fast ausschließlich auf potenziellen Aktienkurs- und Zins- und Spreadänderungen sowie Änderungen im Wert des Immobilienbestandes.

Die Auswirkungen auf die Marktwerte der Kapitalanlagen sowie des Embedded Values bzw. des marktwertbasierten Eigenkapitals werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Aktien (ohne Beteiligungen und verbundene Unternehmen), Zinsprodukten und Währungen unter Berücksichtigung der bestehenden Währungssicherungen simuliert. Somit werden die tatsächlichen Sensitivitäten unserer Kapitalanlagen verdeutlicht.

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners bzw. Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen und Derivaten.

Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen bzw. Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt entweder mit Hilfe von Ratingagenturen oder nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft.

Durch die Krise an den Finanzmärkten und die Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage hat sich das Kreditrisiko in den vergangenen Jahren signifikant erhöht. Auch unsere Konzerngesellschaften halten Kapitalanlagen, deren Bonität vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise in der Öffentlichkeit diskutiert wurde und die teilweise von signifikanten Spreadausweitungen betroffen waren.

Darunter fallen Investitionen in Staatsanleihen von Spanien, Italien, Portugal, Irland und Griechenland, deren Risiko zurzeit diskutiert wird und deren Spreads sich im vergangenen Jahr teilweise deutlich ausgeweitet haben. Auch wenn wir zurzeit einen Ausfall aufgrund verschiedener Stützungsmaßnahmen nicht für ein wahrscheinliches Szenario halten, können wir zukünftige Abschreibungen auch vor dem Hintergrund politischer Unwägbarkeiten nicht ausschließen.

Über Spezialfonds wird ein Portfolio von US-RMBS (Residential Mortgage Backed Securities) gehalten, die mit Krediten aus dem sogenannten „Subprime-Segment“ besichert sind. Neben dem US-RMBS Exposure enthalten die Spezialfonds ein synthetisches CDO (Collateralized Debt Obligation), das durch die Entwicklungen an den Kreditmärkten bezüglich der für die Bewertung relevanten Annahmen und durch konkrete Ausfälle im Referenzportfolio deutliche Marktwertverluste erlitten hat. Ein Verlust des Nominalbetrags kann aber nur im Fall von mehreren weiteren Ausfällen in signifikanter Höhe innerhalb des CDO-Portfolios eintreten. Ferner enthalten die Spezialfonds ein Portfolio von CLOs (Collateralized Loan Obligations).

Ebenso werden Fremdkapitalinstrumente gehalten, die von nationalen und internationalen Banken sowie sonstigen privatwirtschaftlichen Unternehmen emittiert wurden. Dieses Exposure wird entweder direkt oder über Fonds, Derivate und strukturierte Produkte gehalten und enthält auch Instrumente von niedriger Seniorität wie nachrangige Darlehen, Genussscheine und stillen Beteiligungen. Das Portfolio der nachrangigen Darlehen, Genussscheine und stillen Beteiligungen enthält zu einem großen Teil Papiere von Sparkassen und Landesbanken. Aufgrund der schwierigen Situation einiger Landesbanken besteht bei deren Genussscheinen und stillen Beteiligungen das Risiko, dass als Folge von Bilanzverlusten ergebnisabhängige Kupons nicht ausgezahlt werden und das Kapital herabgesetzt werden kann.

Der größte Teil der Rentenbestände ist besichert bzw. von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem minimalen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich in der Zukunft die Bonität einzelner Emittenten verschlechtert und damit Abschreibungsbedarf entstehen könnte.

Konzentrationsrisiken

Durch Konzentrationsrisiken wird die Diversifizierung des Portfolios vermindert, wodurch das Risiko hoher Verluste auf Grund von Einzelpositionen steigt. Sie stehen daher im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken. Konzentrationsrisiken werden durch Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht.

Liquiditätsrisiken

Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit die Gesellschaften trotz der Kapitalmarktskrise den Verpflichtungen gegenüber unseren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Bei einem eventuell auftretenden unvorhergesehenen Liquiditätsbedarf wird konzernintern Liquidität zur Verfügung gestellt.

Risikosteuerung der Kapitalanlagen

Innerhalb des AXA Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen implementiert. Das Asset Liability Management Komitee schlägt die Kapitalanlagestrategie vor, der Vorstand entscheidet hierüber. Der Kapitalanlageausschuss implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation) und die Einhaltung vorgegebener Limits und Limitsysteme. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Richtlinie (Investment Guidelines) für alle Kapitalanlagen. Die aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Mischung und Streuung werden eingehalten. Darüber hinaus werden Konzentrationsrisiken durch das gruppenweite Risikomanagement monatlich ausgewertet und überwacht.

AXA Bank

Für die AXA Bank gehen wir für die kommenden Geschäftsjahre wegen der risikoaversen Strategie von einer stabilen Risikosituation aus. Da die Bank auf spekulativen Geldhandel verzichtet und kein Handelsbuch führt, stellen das Kreditrisiko und das Counterparty Risiko das überwiegende Adressenausfallrisiko dar.

Das Marktpreisrisiko beinhaltete bisher im Wesentlichen das Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch, das Spreadrisiko und das Marktliquiditätsrisiko aus der Bewertung von Wertpapieren.

Im Rahmen der Finanzmarktkrise haben wir dem Liquiditätsrisiko besondere Beachtung geschenkt. Hier steuern wir die dispositiven und strukturellen Liquiditätsrisiken. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit führt die Bank regelmäßig Liquiditätsanalysen durch.

Die neuen Anforderungen aus den MaRisk (BA) werden im Rahmen der Übergangsfrist bis zum Jahresende 2011 umgesetzt.

Operationale und sonstige Risiken

Operationale Risiken beinhalten Verluste aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen sowie aus mitarbeiter-, systembedingten oder externen Vorfällen.

Die Steuerung von Betrugsrisiken erfolgt durch den gezielten Einsatz von Vollmachtenregelungen inkl. entsprechender Kontrollmechanismen. Identifizierte Betrugsdelikte werden systematisch nachverfolgt und etwaige Schwächen in den Prozessen und Systemen beseitigt.

Risiken aus Beschäftigungsverhältnissen und der Arbeitssicherheit werden zum einen durch Richtlinien zur Umsetzung rechtlicher Anforderungen und zum anderen durch systematische Personalmanagement-Konzepte und Mitarbeiterbefragungen gesteuert.

Die Steuerung von Risiken aus der Kunden- und Geschäftspraxis erfolgt durch regelmäßige Überprüfungen möglicher Wettbewerbsverstöße und rechtlich relevanter Fachbereichsaktivitäten. Risiken beim direkten Kundenkontakt werden durch regelmäßige Überprüfung der Fehlerraten bei der Abwicklung und bei Beratungstätigkeiten sowie durch produktbezogene und gesetzesbezogene Spezialtrainings im Beratungsumfeld gesteuert.

Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert, insbesondere durch die Erstellung von Notfallplänen und Durchführung von Katastrophenübungen.

Das Risiko einer Betriebsunterbrechung oder eines Versagens von Systemen wird durch regelmäßige Datensicherung mit brandsicherer Lagerung der Sicherungsbänder sowie durch systematische Überwachung der System-Funktionalitäten und der Produktionsstabilität gesteuert. Darüber hinaus werden durch das Information Risk Management (IRM) Schwachstellen von Anwendungssystemen erkannt und Business Kritikalitäten herausgearbeitet. Im Falle von unternehmensgefährdenden Risiken werden auch hier entsprechende Notfallpläne im Rahmen des Business Continuity Managements erstellt.

Darüber hinaus ist ein gezieltes IT Risk Management wie auch ein IT Security Management implementiert.

Prozessrisiken werden auf Basis einer umfänglichen Prozessdokumentation durch regelmäßige Identifikation und Bewertung sowie Implementierung von Schlüsselkontrollen gesteuert. Zur Erfüllung der Anforderungen aus dem Sarbanes-Oxley-Act (SOX) ist ein entsprechendes Kontroll- und Dokumentationssystem etabliert, das nunmehr – aufgrund des Delistings in New York – in ein Internal Financial Controls (IFC) –System überführt wird. Hierbei wird eine Ausdehnung auf Solvency II – relevante Kontrollen im Vergleich zu rein abschlussrelevanten SOX-Kontrollen diskutiert.

Risiken aus Projekten oberhalb einer definierten Budgethöhe werden im Rahmen eines strukturierten Projektinitiierungsprozesses identifiziert und im Vorfeld durch strukturierte Risk Assessments bewertet.

Die Identifikation, Analyse und Steuerung von Risiken im Zusammenhang mit Outsourcingverhältnissen ist in einer Richtlinie definiert, welche vorsieht, dass im Vorfeld jeder Auslagerung auf Basis einer Risikoanalyse bewertet wird, ob Aktivitäten und Prozesse ausgelagert werden können und sollen.

Die strategischen Risiken werden durch einen regelmäßigen systematischen Strategieentwicklungs- und Umsetzungsprozess gesteuert, in dem bereits zum Zeitpunkt der Definition von strategischen Initiativen Chancen und Risiken identifiziert und abgewogen werden.

Zur Steuerung des Reputationsrisikos existieren Vorgaben hinsichtlich der Informationspolitik gegenüber Dritten. Des Weiteren wird die Medienberichterstattung kontinuierlich verfolgt, um auf die Gefahr eines Reputationsverlustes aufgrund negativer Berichterstattung zeitnah reagieren zu können. Gleichzeitig werden wesentliche Geschäftsentscheidungen auch auf mögliche Reputationsrisiken hin geprüft.

Die Steuerung von Rechtsrisiken erfolgt durch eine kontinuierliche Beobachtung der aktuellen Rechtssetzungsverfahren und der aufsichtsrechtlichen Entwicklungen auf nationaler wie europäischer Ebene sowie der relevanten Gerichtsentscheide. Die Beobachtung wird sowohl durch die einzelnen Fachbereiche als auch fachbereichsübergreifend durch den Bereich Recht und Compliance durchgeführt. Im Bedarfsfall werden von den betroffenen Fachbereichen frühzeitig Analysen durchgeführt, um zu gewährleisten, dass das Unternehmen auf die möglichen rechtlichen Veränderungen vorbereitet ist.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden. Ein in der Zukunft möglicherweise bei unseren Konzerngesellschaften auszuweisender Fehlbetrag würde im Rahmen der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge ausgeglichen.

Ausblick und Chancen

Die voraussichtliche Entwicklung unseres Unternehmens wird durch die Perspektiven der einzelnen direkt und indirekt gehaltenen Beteiligungsunternehmen bestimmt. Teile der Ergebnisse werden im Rahmen der Ergebnisabführungsverträge vollständig an die jeweiligen Muttergesellschaften in der DBV Gruppe abgeführt. In den Zwischenholdinggesellschaften werden die Ergebnisbeiträge genutzt, um die interne Verschuldung sukzessive zurückzuführen.

Auch für die AXA Konzern AG und deren direkte und indirekte Beteiligungsunternehmen gilt eine starke Abhängigkeit von der Entwicklung der Finanzmärkte und der konjunkturellen Entwicklung, die durch die schwerwiegende Katastrophe in Japan und die Umwälzungen in der arabischen Welt beeinflusst werden. Insofern ist die Verlässlichkeit von Gewinnprognosen erschwert, wenngleich sich auf dem Deutschen Markt für unserer Gesellschaften grundsätzliche verbesserte Chancen bieten, die wir mit einem attraktiven segmentgesteuerten Produkt- und Serviceangebot sowie einer hohen Qualität in der Geschäftsabwicklung nutzen wollen. Dies gilt auch für 2012, wo wir bei weiterhin unverändert starkem Wettbewerb ebenfalls eine moderate Fortsetzung des Wirtschaftswachstums erwarten.

Die regulatorischen und Compliance-Anforderungen an das Versicherungsgeschäft nehmen in allen Ländern deutlich zu. In Deutschland wird in enger Abstimmung mit dem Mutter-Konzern das Risikomanagement im Rahmen von MaRisk weiter ausgebaut. Darüber hinaus steht die Vorbereitung zu Solvency II im Fokus.

Die Rahmenbedingungen für die private Krankenversicherung in Deutschland (PKV) werden wie schon in den Vorjahren zusätzlich stark vom politischen Umfeld geprägt, das angesichts einer Reihe von Landtagswahlen schwer vorhersehbar ist.

Im wichtigsten Segment der PKV, den Vollversicherungen, erwartet die AXA Krankenversicherung AG auf Basis erfolgreicher Produkte und moderater Beitragsanpassungen die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte, jedes Jahr mehr Menschen zu versichern. Maßnahmen, den Kunden als Patienten Unterstützung zu bieten, werden verstärkt, um innerhalb des aktuellen rechtlichen Rahmens Möglichkeiten zur Verbesserung der Beitragsstabilität auszuschöpfen. Durch die enge Abstimmung mit Kunden und Vertriebspartnern sowie der Ärzteschaft soll die Kundenzufriedenheit weiter gesteigert werden.

Die erleichterte Absetzbarkeit der Versicherungsbeiträge von der Steuer und die Abschaffung der 3-Jahres-Regel für Angestellte dürften auch dieses Jahr für ein marktweit starkes Ansteigen der Beitragseinnahmen von etwa 6 % sorgen. Hierin sind allerdings die Beitragsforderungen an Kunden enthalten, die im Rahmen der Versicherungspflicht in die PKV zurückkehrten und keine Beiträge zahlen.

Im Segment der Zusatzversicherungen erwarten wir die Fortsetzung des großen Erfolgs unserer innovativen neuen Pflege-Ergänzungsprodukte.

Der Pflichtteil der Pflegeversicherung ist ein deutliches Beispiel für die Überlegenheit der Kapitaldeckung gegenüber dem Umlageverfahren. Folgerichtig haben die Regierungsparteien die Einführung einer Pflege-Kapitaldeckung im Koalitionsvertrag vereinbart. Im Rahmen der diesjährigen Pflegereform hat die Bundesregierung die Chance zur Umsetzung dieses Versprechens.

Zusammenfassend erwartet die AXA Krankenversicherung AG auch 2011 ein ertragreiches Wachstum. Der zu erwartende Jahresüberschuss wird vollständig an die WinCom Versicherungs-Holding AG abgeführt.

Das anhaltend niedrige Zinsniveau am Kapitalmarkt stellt insbesondere den Lebensversicherungsmarkt weiter vor große Herausforderungen. Darüber hinaus hat das Bundesfinanzministerium im Februar 2011 entschieden, die garantierte Mindestverzinsung ab 2012 von 2,25 % auf 1,75 % zu senken, welches zusätzlich die Chancen der Lebensversicherung in Deutschland negativ beinträchtigen kann. Insoweit ist die Entwicklung der Lebensversicherungs-Branche insgesamt nur schwer vorherzusagen. Die Verunsicherung bei den Verbrauchern und eine einhergehende Zurückhaltung zum Abschluss langfristiger Altersvorsorgeverträge bestehen weiterhin. Bislang erweist sich jedoch das Modell der Lebensversicherung nach der Finanzmarktkrise als ein wesentlicher Stabilitätsfaktor im Finanzdienstleistungsmarkt. Die gesellschaftliche Alterung schreitet voran und allein nach dem Umlageprinzip wird sich eine nachhaltig wirksame Altersvorsorge nicht aufbauen lassen. Die langfristig wirkenden Grundlagen und Aussichten des Lebensversicherungsgeschäfts bleiben also intakt. Entscheidend ist, das Vertrauen der Kunden in eine zuverlässige und langfristige Partnerschaft zu gewinnen und zu erhalten hierzu trägt die AXA Gruppe mit einer weit über dem Marktdurchschnitt liegenden Kapitalkraft und Stabilität bei.

Mit einer stabilen Überschussbeteiligung für bestehende klassische Renten- und Lebensversicherungen für 2011 beweisen die AXA Lebensversicherung AG und die DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG Solidität und Kontinuität.

Beide Versicherer sind im Markt mit einer breiten Produktpalette hervorragend als Komplettanbieter aufgestellt, so dass die Wünsche der Kunden aus unterschiedlichen Kundensegmenten optimal bedient werden können. Konventionelle Produkte mit hohen Sicherheiten, fondsgebundene Produkte mit oder ohne Garantien wurden zu Jahresbeginn um neue, deutlich verbesserte Risikolebensversicherungen ergänzt. Die Berufs- und Dienstunfähigkeitsversicherungen wurden ebenfalls überarbeitet.

Der Ausbau des zertifizierten und vom Markt sehr positiv aufgenommenen Beratungsansatzes „plan360°“ steht auch im Jahr 2011 im Fokus. Neben der Ausweitung dieses Beratungsansatzes für das wachsende und profitable Kundensegment der Kunden ab 50 Jahre werden sukzessive weitere Kundengruppenspezifische Segmente erschlossen.

Für die AXA Lebensversicherung AG wird weiterhin auch in Zukunft dem Einmalbeitragsgeschäft besondere Bedeutung zukommen. Der Fokus auf die Wiederanlage fälliger Lebensversicherungen und die Schließung der Rentenlücke unserer Kunden durch Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag wird ausgebaut.

Die Altersstruktur im Öffentlichen Dienst führt in den nächsten Jahren zu einem hohen Einstellungsbedarf. Deshalb wird die Zielgruppe der Dienst- und Berufsanfänger für die DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG mehr denn je zum Fokussegment mit großen Wachstumschancen. Die einzigartige Kombination aus Ansprache, Vertriebszugang und Service wird im Beratungsansatz durch zielgruppenspezifische Produktlösungen, wie zum Beispiel der weiter entwickelten Dienstanfängerpolice, begleitet.

Eine stabile Entwicklung innerhalb des Markts sowohl hinsichtlich Neugeschäft als auch bei den Beitragseinnahmen vorausgesetzt, sehen wir für die DBV als Spezialversicherer für den Öffentlichen Dienst große Chancen, den Marktanteil in dieser Zielgruppe weiter zu steigern. Auch AXA Lebensversicherung AG geht von einer stabilen Entwicklung innerhalb ihres Marktes aus.

Die Deutsche Ärzte Versicherung AG erwartet für ihre Zielgruppe - die Angehörigen der akademischen Heilberufe – stabile Einkommensverläufe und ein positives Umfeld für die Nachfrage nach Existenzsicherung im Berufsunfähigkeitsgeschäft, Praxisfinanzierung über Tilgungsaussetzungsmodelle und steueroptimierte Altersvorsorge in der Rentenversicherung.

Das Produktportfolio wurde in enger Abstimmung mit den führenden Berufsverbänden und der Deutschen Apotheker- und Ärztebank weiter optimiert. So wurde für die Versorgungslücke infolge eines Anstiegs des Rentenbeginnalters auf 67 mit der Ergänzungs-Berufsunfähigkeitsabsicherung eine besondere Lösung geschaffen. Die mehrfach ausgezeichnete Leistungsqualität der Deutsche Ärzte Versicherung AG in der Berufsunfähigkeitsversicherung wird zu weiteren Chancen in der Versorgung von Berufseinsteigern führen. Schließlich werden Produktinnovationen vor dem Hintergrund einer Anpassung des Rechnungszinses für Neugeschäft ab dem Jahr 2012 im laufenden Jahr für Wachstumsimpulse sorgen. Die weiterhin stabile Überschußdeklaration wird dabei die Kaufentscheidungen stützen.

Der Fokus liegt auf dem kontinuierlichen Aufbau in der Exklusivorganisation der Deutschen Ärzte Finanz, die langjährige intensive Zusammenarbeit mit den Beratern der Deutschen Apotheker- und Ärztebank und der apoFinanz sowie die Konzentration auf Vertriebspartner mit besonderem Bezug zur Zielgruppe. Hochwertige Vorsorgeprodukte empfohlen von den führenden Berufsverbänden der akademischen Heilberufe wie auch von Ärzte- und Zahnärztekammern wird bei kontinuierlich verbesserter Beratungsqualität das Neugeschäft weiterhin stetig wachsen lassen. Der Bestand wird auch im laufenden Jahr stabil bleiben, sodass trotz der finanzmarktbedingten Unsicherheiten für 2011 gute Chancen bestehen, das Bilanzergebnis des Berichtsjahres zu übertreffen.

Die insgesamt positive Beurteilung der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung der deutschen Wirtschaft geben der betrieblichen Altersversorgung entsprechende Impulse. Wir gehen davon aus, dass die Bedeutung einer mischfinanzierte betrieblichen Altersversorgung, die partnerschaftlich von Arbeitgeber und Arbeitnehmer finanziert werden, weiter steigt. Möglicherweise gilt dies auch für die rein arbeitgeberfinanzierte Form als modernes Instrument der Mitarbeiterbindung und Marktdifferenzierung.

Mit attraktiven Produkten und neuen Annahmerichtlinien für das Kollektivgeschäft ,die sich bewährt haben sind sowohl die ProbAV Pensionskasse als auch die winsecura Pensionskasse auf dem Markt der betrieblichen Altersversorgung nach wie vor außerordentlich gut positioniert. Auch 2011 und 2012 gehen wir davon aus, dass diese Annahmerichtlinien wettbewerbsfähig sind. Auch in der Gesamtverzinsung belegen die beiden Pensionskassen im Markt der Wettbewerbspensionskassen Spitzenpositionen, was immer wieder durch Marktstudien zur Überschussbeteiligung durch Ratingagenturen wie zum Beispiel der Assekura – Assekuranz Rating-Agentur GmbH bestätigt wird - insgesamt also Voraussetzungen für erfolgreiches Bestands- und Beitragswachstum in 2011. Wegen der vom Gesetzgeber zum 1. Januar 2012 beschlossenen Absenkung des Höchstrechnungszinses von 2,25 % auf 1,75 % ist jedoch in 2011 eine Überarbeitung des gesamten Produktspektrums notwendig.

Laufend optimierte Geschäftsprozesse bieten den Kunden, Vermittlern und Partnern eine zügige und serviceorientierte Vertragsbearbeitung. Dies wird auch von unabhängigen Instituten, wie dem Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP), in der aktuellen Studie zu dem kompetentesten bAV-Anbieter bestätigt. Hier belegt der AXA Konzern mit seinen Gesellschaften von 22 untersuchten bAV-Anbietern einen Spitzenplatz. Untersucht wurden 80 bAV-relevante Kompetenzen in den Bereichen Beratung, Verwaltung, Service und Haftung.

Beide Pensionskassen erwarten für 2011 und 2012 ausgeglichene oder leicht positive Ergebnisse.

Mit der hervorragenden Marktpositionierung des Sterbegeldtarifs der Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG sind die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Bestands- und Beitragswachstum in 2011 und eine günstige Entwicklung auch in den Folgejahren gegeben. Marktvergleiche zeigen, dass sich der RWSt-Tarif mit der Beibehaltung des Gewinnzuschlags weiter positiv von den Tarifen der Mitbewerber abhebt. Durch die Einbindung der Gesellschaft in die AXA Gruppe sind langfristig die Voraussetzungen für eine positive Entwicklung insbesondere auch in vertrieblicher Hinsicht z.B. durch Direktmailingaktionen gesichert. Insgesamt werden weiterhin positive und leicht steigende Ergebnisse erwartet.

In der Schaden- und Unfallversicherung rechnet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft für 2011 mit einem Beitragswachstum von 1 %. Als Grund für dieses zumindest moderate Wachstum wurde neben der verbesserten wirtschaftlichen Lage der privaten Haushalte, auf die etwa zwei Drittel der Nachfrage der Schaden- und Unfallversicherung entfallen, vor allem auch die wirtschaftliche Erholung im Unternehmenssektor genannt. Gleichzeitig wird für 2011 ein Anstieg der Konsumausgaben der privaten Haushalte um 1,5 % erwartet.

In der Kraftfahrtversicherung wird für 2011 ein Ende des Preissenkungszyklus im Neugeschäft erwartet. Jedoch rechnen wir auch im laufenden Jahr wieder mit Wanderungen in höhere Schadenfreiheitsklassen und günstigere Tarifsegmente. Bei einem weiteren Anstieg der Anzahl von Kraftfahrzeugen um 1 % wird für 2011 für die Kraftfahrtversicherung ein Beitragswachstum von 0,5 % erwartet.

Die DBV Deutsche Beamtenversicherung AG geht wegen der sehr erfolgreichen Einführung neuer Tarife im vergangenen Jahr von einem Beitrags- und Marktanteilszugewinn in der Kraftfahrtversicherung aus. Aber auch in der Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherung rechnet die Gesellschaft mit dem weiter erfolgreichen Vertrieb des innovativen Bündelproduktes BOXplus sowie auf die Mitte 2010 eingeführte Existenzschutzversicherung mit positiven Beitrags- und Marktanteils-Effekten im Privatkundengeschäft. Die gezielte Förderung der Marke DBV als Spezialist für den Öffentlichen Dienst, verbunden mit speziellen Ansprachekonzepten und speziell zugeschnittenen Produktangeboten, unterstützt diese Erwartung. Die ertragsorientierte Zeichnungspolitik wird unverändert fortgesetzt. Qualität und Effizienz unserer Prozesse bleibt ebenso im Fokus, sodass die Gesellschaft bei Eintreten verbesserter ordentlicher Kapitalanlageergebnisses ein gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessertes Unternehmensergebnis erwartet. Die DBV Deutsche Beamtenversicherung AG führt ihr erwartetes Jahresergebnis vollständig an die WinCom Versicherungs-Holding AG ab.

Die AXA Versicherung AG erwartet im Privatkundengeschäft einen Beitrags- und Marktanteilszugewinn mit Fokus auf ertragreiche Segmente. Durch die sehr erfolgreiche Einführung neuer Kraftfahrttarife im Jahr 2010, auf deren Basis wurde zum Jahreswechsel 2010/2011 ein Bestandszuwachs von rund 100.000 Kraftfahrtversicherungsverträgen erzielt. In der Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherung werden die Wachstumsprognosen auf den erfolgreichen Absatz des innovativen Bündelproduktes BOXplus sowie auf die Mitte 2010 eingeführte Existenzschutzversicherung aufgebaut.

Im Industrie- und Firmenkundengeschäft wird für 2011 als auch für 2012 aufgrund der wirtschaftlichen Erholung im Inland und damit einhergehenden Investitionen mit einer steigenden Nachfrage nach Versicherungsschutz mit einem moderaten Beitragswachstum von etwa 1 % gerechnet. Dies ist das Ergebnis eines weiterhin intensiven Preiswettbewerbs auf der Anbieterseite und hoher Preissensibilität der Kunden. Von der konjunkturellen Erholung dürfte insbesondere die Haftpflicht- und Transportversicherung profitieren, da sich dort der Beitrag vielfach am Umsatz orientiert. Es wird jedoch weiter ein profitabler Wachstumskurs verfolgt, verbunden mit einem gut diversifizierten Portfolio sowie innovativen und lösungsorientierten Konzepten. Auf Basis einer auch internationalen Beratungskompetenz werden Versicherungslösungen für neue wachstumsstarke Branchen, wie zum Beispiel den Markt für regenerative Energien, angeboten. Das Produktkonzept und die konsequente Serviceorientierung an Kunden und Vermittler stärkt die Position als einer der führenden Industrie- und Firmenversicherer in Deutschland im Verbund der AXA Gruppe.

Die ertragsorientierte Zeichnungspolitik wird unverändert fortgesetzt und zugleich die Qualität und Effizienz der Prozesse nachhaltig verbessert. Eine risiko- und ertragsoptimierte Kapitalanlagestrategie ist die Basis für eine Steigerung der ordentlichen Kapitalanlageergebnisse. Eine kalkulierbare Volatilität der Kapitalmärkte vorausgesetzt, wird für 2011 und 2012 ein Unternehmensergebnis über dem Niveau des Jahres 2010 erwartet.

Im Rahmen von gruppenweiten Überlegungen zur Optimierung der Kapitalallokation wird zurzeit auch die Kapitalausstattung der AXA Versicherung AG überprüft.

Die AXA Art Versicherung AG profitiert insbesondere von einer positiven Entwicklung im Privatsegment, wenn auch das Preisbewusstsein von Kunden und Maklern weiterhin hoch ist. Käufer aus den sogenannten „Emerging Markets“ sorgen ebenfalls für ein gesundes Wachstum, wobei in diesen Ländern die Versicherungskultur häufig noch unterentwickelt ist und AXA Art in diesen Märkten sehr selektiv und zurückhaltend akquiriert.

Das in den letzten Jahren deutlich reduzierte Geschäftsvolumen an Ausstellungen wird infolge der Wirtschaftskrise aber auch der zunehmenden Nutzung der sogenannten „Staatshaftung“ durch öffentliche Museen weiter auf niedrigerem Niveau bleiben.

Um die auf dem freien Markt angebotenen Ausstellungen kämpft eine Reihe von Kapazitätsanbietern mit teilweise hohen Preisabschlägen. Die AXA ART Gruppe wird dieses Geschäftsfeld opportunistisch verfolgen und sich nicht an einem Konditionen- und Preiswettbewerb beteiligen, der risikotechnisch nicht mehr zu rechtfertigen ist. Durch Effizienzsteigerung und Zentralisierung der Bearbeitung von Ausstellungsanfragen bleibt die AXA Art mit konsistenten Preisen und flexiblen Angeboten im internationalen Ausstellungsgeschäft wettbewerbsfähig. AXA Art kann umfängliche Erfahrungen mit einem etablierten Risikomanagement-Ansatz nachweisen, der zu einer Verbesserung der Sicherheit von Kunstlagern, Ausstellungshallen und Museen beizutragen.

Der in Teilbereichen des Privatsegments höheren Schadenanfälligkeit stehen Anpassungen bei der Risikobewertung und im Underwriting sowie in Einzelfällen auch Sanierungsmaßnahmen gegenüber; dies gilt insbesondere für umfassende Home-Owner-Policen mit Allgefahrendeckung wie unser ArtPlus-Produkt, das sich hervorragend im Markt etabliert hat. Maßnahmen zur technischen Kontrolle der Bestände und zur Begrenzung von Akkumulationssituationen werden unvermindert fortgesetzt.

In Summe rechnet die AXA Art auch in 2011 mit einem moderaten Wachstum, wobei die Profitabilität des Portfolios stets im Vordergrund steht. Zum Wachstum werden auch neue Märkte beitragen die sukzessive und mit Unterstützung der jeweiligen lokalen AXA-Gesellschaften erschlossen werden. Eine betont konservative und auf Kapitalerhalt ausgerichtete Anlagepolitik wird weiterhin fortgesetzt.

Die AXA Bank AG plant für das Jahr 2011, das ganzheitliche Beratungskonzept plan360° des AXA Konzerns bei einer Reihe von Maklerstrukturen zu implementieren bzw. auszubauen. Unter Berücksichtigung der teilweise fragilen Lage der öffentlichen Finanzen in einer Reihe von Industrieländern, werden leicht steigende Zinsen bei einer normalen Zinsstrukturkurve erwartet. Analog zu den Erwartungen der Lebensversicherer wird für die Jahre 2011 und 2012 mit einem leichten Rückgang des Geschäftsvolumens sowie des Volumens der vermittelten Lebensversicherungsverträge gerechnet. Demgegenüber stehen weitere Reduktionen sowohl bei Provisions- als auch bei Verwaltungsaufwendungen, sodass für die nächsten Jahre ein insgesamt positives Ergebnis erwartet werden kann.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Erklärung vom 17.03.2011 hat die AXA Nordstern France S.A.das Abfindungsangebot aus dem Gewinnabführungsvertrag zwischen der AXA Konzern AG und der AXA Art Versicherung AG vom 27.9.2010 angenommen und der Übertragung der von ihr gehaltenen Anteile an der AXA Art Versicherung AG in Höhe von 11,2% an die AXA Konzern AG gegen Barabfindung zugestimmt. Außer dem genannten Ereignis sind nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2010 bei unserer Gesellschaft keine Vorgänge eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens haben.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte mit den verbundenen Unternehmen vorgenommen und Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen getroffen oder unterlassen wurden, hat die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist auch durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen nicht benachteiligt worden. Rechtsgeschäfte mit Dritten, die auf Veranlassung oder im Interesse von verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, führten zwar zu einem Nachteil für die Gesellschaft, der jedoch durch einen mindestens gleichwertigen Vorteil kompensiert worden ist.

Köln, den 19. April 2011

Der Vorstand

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beträgt 158.275.238,27 Euro. Nach Einstellung von 8.000.000 Euro in die anderen Gewinnrücklagen verbleibt einschließlich eines Gewinnvortrags von 176.263,83 Euro ein Bilanzgewinn von Euro 150.451.502,10 Euro. Der Hauptversammlung schlagen wir vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

in Euro
Zahlung einer Dividende von 4,86 Euro je Vorzugsaktie, insgesamt 24.300.000,00
Zahlung einer Dividende von 4,80 Euro je Stammaktie, insgesamt 125.907.648,00
Gewinnvortrag 243.854,10
Bilanzgewinn 150.451.502,10

Jahresabschluß

Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktiva 2010 2009 (1) (3)
in Tsd. Euro
--- --- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen,

gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen an

solchen Rechten und Werten
5.860 7.224
2. geleistete Anzahlungen 15.589 7.111
21.449 14.335
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte

und Bauten einschl. der Bauten auf

fremden Grundstücken
1.473 1.879
2. andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung
49.156 43.154
3. geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau 2 2.277
50.631 47.310
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.681.260 3.640.423
2. Ausleihungen an verbundene

Unternehmen
198.918 234.418
3. Beteiligungen 717 767
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen

ein Beteiligungsverhältnis besteht
2.350 1.200
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 90.118 19.687
6. Sonstige Ausleihungen 3.200 3.200
3.976.563 3.899.695
IV. Ansprüche aus Rückdeckungsverträgen

und Treuhandverhältnissen
0 85.048
4.048.643 4.046.388
B. Umlaufvermögen:
I. Vorräte
1.Roh-,Hilfs und Betriebsstoffe 215 272
II. Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferung und

Leistungen
6 178
2. Forderungen gegen verbundene

Unternehmen
390.329 504.007
3. Forderungen gegen Unternehmen mit

denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
20
4. Sonstige Vermögensgegenstände 96.100 115.707
486.455 619.892
III. Wertpapiere
1. sonstige Wertpapiere 269 0
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben,

Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
3.319 75.659
490.258 695.823
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.910 2.512
D. Aktive latente Steuer 481.939 182.735
E. Aktivischer Unterschiedsbetrag aus der

Vermögensverrechnung
(2)
5.918 0
5.028.668 4.927.458
Aktiva 2009 (1) (4)
in Tsd. Euro
--- --- ---
A. Anlagevermögen:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen,

gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen an

solchen Rechten und Werten
14
2. geleistete Anzahlungen 0
14
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte

und Bauten einschl. der Bauten auf

fremden Grundstücken
1.879
2. andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung
16
3. geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau 0
1.895
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.641.281
2. Ausleihungen an verbundene

Unternehmen
234.418
3. Beteiligungen 767
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen

ein Beteiligungsverhältnis besteht
1.200
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 19.687
6. Sonstige Ausleihungen 3.200
3.900.553
IV. Ansprüche aus Rückdeckungsverträgen

und Treuhandverhältnissen
2.167
3.904.629
B. Umlaufvermögen:
I. Vorräte
1.Roh-,Hilfs und Betriebsstoffe 0
II. Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferung und

Leistungen
0
2. Forderungen gegen verbundene

Unternehmen
339.044
3. Forderungen gegen Unternehmen mit

denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
4. Sonstige Vermögensgegenstände 102.814
441.858
III. Wertpapiere
1. sonstige Wertpapiere 0
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben,

Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
69.422
511.280
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0
D. Aktive latente Steuer 182.735
E. Aktivischer Unterschiedsbetrag aus der

Vermögensverrechnung
(2)
0
4.598.644

(1) Aufgrund des Bilanzmodernisierungsgesetzes (BilMoG) ergibt sich ein neues Bilanzgliederungsschema, das für 2009 nicht angewendet wurde.

(2) Die Position ergibt sich aus der Änderung des Bilanzgliederungsschemas und stellt einen Verrechnungsposten aus der Saldierung von Vermogensgegenstanden mit den zugehorigen Versorgungsverpflichtungen dar.

(3) Pro-Forma-Abschluss für 2009 aufgrund der Verschmelzung der AXA Service AG auf die AXA Konzern AG in 2010

(4) AXA Konzern AG

Passiva 2010 2009 (1) (2)
in Tsd. Euro
--- --- --- --- --- ---
A. Eigenkapital:
I. Gezeichnetes Kapital 79.840 79.840
II. Kapitalrücklage 1.278.197 1.278.197
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 25 25
2. Andere Gewinnrücklagen 1.994.727 1.787.498
1.994.752 1.787.524
IV. Bilanzgewinn 150.452 205.350
3.503.241 3.350.911
B. Rückstellungen:
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche

Verpflichtungen
956.861 977.622
2. Steuerrückstellungen 134.138 141.501
3. Sonstige Rückstellungen 297.998 304.765
1.388.997 1.423.888
C. Verbindlichkeiten:
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen
1.057 2.422
davon von mit einer Restlaufzeit bis zu

einem Jahr 1.057 Tsd. Euro

(2009: 2.422
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen
62.583 124.879
3. Sonstige Verbindlichkeiten 47.319 24.966
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem

Jahr
110.959 152.267
davon aus Steuern:

10.746 Tsd. Euro (2009: 8.814 Tsd. Euro)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:

3.342 Tsd. Euro (2009: 762 Tsd. Euro)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 334 392
E. Passive latente Steuern 25.137 0
5.028.668 4.927.458
Passiva 2009 (1) (3)
in Tsd. Euro
--- --- ---
A. Eigenkapital:
I. Gezeichnetes Kapital 79.840
II. Kapitalrücklage 1.278.197
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 25
2. Andere Gewinnrücklagen 1.787.498
1.787.524
IV. Bilanzgewinn 205.350
3.350.911
B. Rückstellungen:
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche

Verpflichtungen
117.396
2. Steuerrückstellungen 138.083
3. Sonstige Rückstellungen 88.279
343.758
C. Verbindlichkeiten:
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen
0
davon von mit einer Restlaufzeit bis zu

einem Jahr 1.057 Tsd. Euro

(2009: 2.422
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen
900.817
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.838
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem

Jahr
903.655
davon aus Steuern:

10.746 Tsd. Euro (2009: 8.814 Tsd. Euro)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:

3.342 Tsd. Euro (2009: 762 Tsd. Euro)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 320
E. Passive latente Steuern 0
4.598.644

(1) Aufgrund des Bilanzmodernisierungsgesetzes (BilMoG) ergibt sich ein neues Bilanzgliederungsschema, das für 2009 nicht angewendet wurde.

(2) Pro-Forma-Abschluss für 2009 aufgrund der Verschmelzung der AXA Service AG auf die AXA Konzern AG in 2010

(3) AXA Konzern AG

Köln, den 19.04.2011

AXA Konzern AG

Der Vorstand

Gewinn- und Verlustrechnung

1. Januar bis 31. Dezember 2010

Posten 2010 2009 (1)
In Tsd. Euro
--- --- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 1.319.385 1.343.151
2. andere aktivierte Eigenleistungen 1.730 433
3 sonstige betriebliche Erträge 54.756 46.510
4. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter 594.539 569.279
b. soziale Abgaben u. Aufwendungen f.

Altersversorgung u..f. Unterstützung
123.438
zuzüglich Konzernumlage 7.374
davon für 130.811 180.487
Altersversorgung: 41.084 Tsd.Euro

(2009: 87.661 Tsd. Euro)
725.350 749.766
5. Abschreibungen auf immaterielle

Vermögensgegenstände des

Anlagevermögens und Sachanlagen
11.435 11.541
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 617.339 690.892
7. Erträge aus Beteiligungen,

davon aus verbundenen Unternehmen

31.877 Tsd. Euro (2009: 32.856 Euro)
31.877 32.856
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 160.678 301.992
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und

Ausleihungen des Finanzanlagevermögens,

davon aus verbundenen Unternehmen

9.857 Tsd. Euro (2009: 15.881 Tsd. Euro)
9.920 16.173
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge,

Davon aus verbundenen Unternehmen

319 Tsd. Euro (2009: 160 Tsd. Euro)
893 5.223
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und

Wertapiere des Umlaufvermögens
3.886 5.615
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen,

davon an verbundene Unternehmen

1.460Tsd. Euro (2009: 11.067 Tsd. Euro)
64.941 11.067
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme,

davon aus verbundenen Unternehmen

1.845 Tsd. Euro (2009:4.633 Tsd. Euro)
1.896 4.633
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 154.392 272.824
15. Außerordentliche Erträge 11.420 0
16. Außerordentlicher Aufwand 36.838 0
17. Außerordentliches Ergebnis -25.418 0
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10.094 68.164
zuzüglich Konzernumlage -41.631 -78.619
-31.537 -10.455
19. Sonstige Steuern 2.235 1.191
20. Jahresüberschuss 158.276 282.088
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 176 262
21. Einstellung in Gewinnrücklagen 8.000 77.000
22. Bilanzgewinn 150.452 205.350
Posten 2009 (2)
In Tsd. Euro
--- --- ---
1. Umsatzerlöse 0
2. andere aktivierte Eigenleistungen 0
3 sonstige betriebliche Erträge 87.933
4. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter 19.992
b. soziale Abgaben u. Aufwendungen f.

Altersversorgung u..f. Unterstützung
zuzüglich Konzernumlage
davon für 10.246
Altersversorgung: 41.084 Tsd.Euro

(2009: 87.661 Tsd. Euro)
30.238
5. Abschreibungen auf immaterielle

Vermögensgegenstände des

Anlagevermögens und Sachanlagen
417
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 83.515
7. Erträge aus Beteiligungen,

davon aus verbundenen Unternehmen

31.877 Tsd. Euro (2009: 32.856 Euro)
32.856
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 302.142
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und

Ausleihungen des Finanzanlagevermögens,

davon aus verbundenen Unternehmen

9.857 Tsd. Euro (2009: 15.881 Tsd. Euro)
16.173
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge,

Davon aus verbundenen Unternehmen

319 Tsd. Euro (2009: 160 Tsd. Euro)
5.016
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und

Wertapiere des Umlaufvermögens
5.615
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen,

davon an verbundene Unternehmen

1.460Tsd. Euro (2009: 11.067 Tsd. Euro)
50.427
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme,

davon aus verbundenen Unternehmen

1.845 Tsd. Euro (2009:4.633 Tsd. Euro)
4.633
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 269.275
15. Außerordentliche Erträge 0
16. Außerordentlicher Aufwand -
17. Außerordentliches Ergebnis 0
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 65.200
zuzüglich Konzernumlage -78.619
-13.398
19. Sonstige Steuern 585
20. Jahresüberschuss 282.088
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 262
21. Einstellung in Gewinnrücklagen 77.000
22. Bilanzgewinn 205.350

(1) Pro-Forma-Abschluß für 2009 aufgrund der Verschmelzung der AXA Service AG auf die AXA Konzern in 2010

(2) AXA Konzern AG

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeines

Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach Maßgabe der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Die Gliederung der Gewinn – und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB vorgenommen worden. Nach der Verschmelzung mit der AXA Service AG und der damit verbundenen Ausdehnung unseres Geschäftsbereiches haben wir die spezifische Gliederung des Jahresabschlusses für eine Holdinggesellschaft nicht mehr angewendet.

Das am 29. Mai 2009 in Kraft getretene Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wendete die AXA Konzern AG erstmals im Geschäftsjahr 2010 an. Einige bereits im Jahr 2009 verpflichtende Angaben wurden gemäß Artikel 66 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) im Vorjahr bereits umgesetzt. Nach Artikel 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB wurden die gemäß § 265 Abs. 2 Satz 1 HGB anzugebenden Vorjahreszahlen bei erstmaliger Anwendung des HGB nach BilMoG nicht an die geänderten Bewertungsmethoden angepasst.

Die ab dem 1. Januar 2010 saldierungsfähigen Vermögensgegenstände, die die Anforderungen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, wurden mit den zugehörigen Versorgungsverpflichtungen erstmals saldiert. Auf eine Anpassung der Darstellung der Vorjahresbeträge wurde wegen der Umstellung auf das BilMoG aufgrund des Wahlrechts des Artikels 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB verzichtet.

Die AXA Service AG (AS) ist am 27. April 2010 mit Wirkung zum 1.1.2010 auf die AXA Konzern AG (AKAG) verschmolzen worden. Der Verschmelzungsvertrag wurde am 12. März 2010 notariell beurkundet. Nach § 1 Nr. 1 des Verschmelzungsvertrags überträgt die AXA Service AG ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten uns Pflichten unter Auflösung ohne Abwicklung im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme nach den §§ 12 Nr. 1, 68 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 UmwG auf die AXA Konzern AG. Dabei werden nach § 1 Nr. 4 der Verschmelzungsvertrags die Buchwerte der AS bei der AKAG fortgeführt nach § 24 UmwG (Buchwertfortführung). Im Zuge der Verschmelzung mit der AXA Service AG wurden die Vermögenswerte und die Verbindlichkeiten zu Buchwerten übernommen. Um eine Vergleichbarkeit mit dem vorherigen Geschäftsjahr zu ermöglichen, sind im Anhang die Angaben aus den Einzelabschlüssen der AXA Konzern AG und der AXA Service AG – soweit möglich und sinnvoll – konsolidiert dargestellt. Die Vorjahreswerte im Anhang stellen pro forma verschmolzene Werte dar.

Aktiva

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um entgeltlich erworbene Software, welche mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungskosten entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bilanziert sind. Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen betreffen Anschaffungskosten zu entgeltlich erworbener Software, die sich noch nicht in einem betriebsbereiten Zustand befindet.

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und mit den steuerlich zulässigen Sätzen abgeschrieben. Die steuerliche Nutzungsdauer entspricht dabei der handelsrechtlichen maßgeblichen wirtschaftlichen Abnutzung. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wird eine außerplanmäßige AfA vorgenommen.

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde mit ihren Anschaffungskosten bewertet, vermindert um die Abschreibungen für die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden entsprechend § 6 Absatz 2 a EStG im Jahr der Anschaffung den steuerlichen Vorschriften entsprechend aktiviert. Die Abschreibungsdauer beträgt 5 Jahre.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Ein niedriger Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigen beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibungen nicht mehr existierten.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden zum Nennbetrag bilanziert, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen. Das Wertaufholungsgebot wurde beachtet.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den dauerhaft niedrigeren zum Abschlussstichtag beizulegenden Wert, angesetzt.

Das Wertaufholungsgebot wurde beachtet.

Die sonstigen Ausleihungen sind mit dem Nennbetrag, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen, angesetzt.

Die Vorräte wurden mit dem Anschaffungswert aktiviert.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert aktiviert.

Laufende Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennbetrag in Ansatz gebracht

Wertpapiere, die dem Umlaufvermögen zugeordnet sind, wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigen Marktwerten bilanziert. Ein niedriger Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit dem Nennwert aktiviert.

Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, aktive latente Steuern in der Handelsbilanz zu aktivieren, Gebrauch gemacht.

Die aktiven latenten Steuern werden nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB unsaldiert mit den passiven latenten Steuern ausgewiesen.

Aufgrund der bestehenden ertragssteuerlichen Organschaftsverhältnisse werden die latenten Steuern der Organgesellschaften auf Ebene der AXA Konzern AG als Organträger ausgewiesen. Im Geschäftsjahr bestanden ertragsteuerliche Organschaften mit folgenden Tochtergesellschaften:

AXA Versicherung AG
AXA Lebensversicherung AG
DÄV Lebensversicherung AG
AXA Bank AG
AXA Finanz-Beratungs-GmbH
Pluto Beteiligungswerte AG
AXA ART Versicherung AG
AXA Logistik Services GmbH
AXA Customer Care GmbH

Die Position Aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung entspricht der neuen Bilanzgliederung nach § 266 HGB und stellt einen Verrechnungsposten aus der Saldierung von Deckungsvermögen mit den dazugehörigen Verpflichtungen nach § 246 Abs. 2 HGB dar.

Passiva

Die Berechnung der Pensionsrückstellung für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits-, Fluktuations- und Invaliditätswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Rententrendannahmen, sowie eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre vorgegeben durch die Deutsche Bundesbank. Dabei wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits – und Invaliditätsannahmen dienen die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln GmbH. Die Pensionsrückstellungen werden mit sogenanntem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB verrechnet, welche zum Zeitwert bewertet wird.

Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden folgende Berechnungsfaktoren angewandt:

Rechnungszins 5,16%
Rentenanpassung 2,0%
Gehaltsdynamik 2,5%

Der sich aufgrund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ergebende Zuführungsbetrag zu den Rückstellungen wird jährlich gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB mit einem Fünfzehntel angesammelt.

Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen wurden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht.

Der Ansatz der Jubiläumsrückstellungen erfolgte nach der Projekt-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invalidiitätswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen sowie eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre vorgegeben durch die Deutsche Bundesbank. Dabei wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Rechnungsgrundlagen dienen die Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck. Bei der Ermittlung des Wertes wurden nur die Verpflichtungen gegenüber solchen Mitarbeitern einbezogen, die am Bilanzstichtag mindestens 10 Jahre in den Diensten des Unternehmens standen.

Die Altersteilzeitrückstellungen berücksichtigen die Erfüllungsrückstände aus der Beschäftigungsphase des Blockzeitmodells sowie die vereinbarten Aufstockungszahlungen mit ihrem Barwert.

Die Werte für Jubiläums- und Altersteilzeitrückstellungen wurden im Rahmen von BilMoG mit einem Rechnungszins in Höhe von 5,16% und Gehaltstrend 2,5 % ermittelt.

Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen erfolgte nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, der zukünftig erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.

Von dem Beibehaltungsrecht der Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG Vorschriften in Bezug auf sonstige Rückstellungen gilt, wurde kein Gebrauch gemacht. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit größer als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1, Satz 4 HGB mit den hierfür von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen abgezinst.

In Bezug auf die Steuerrückstellungen wurde das Beibehaltungswahlrecht postenbezogen gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB ausgeübt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die Sonstigen Verbindlichkeiten sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Unter den Verbindlichkeiten wird eine Verpflichtung gegenüber dem Pensionssicherungsverein über eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von 1,4 Mio. Euro ausgewiesen. Der Einmalbetrag ist gemäß § 30 i Abs. 2 BetrAVG in 15 gleichen Jahresraten fällig.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden in Höhe des eingegangenen Zahlungsbetrages passiviert.

Für alle Fremdwährungsaktiva und -passiva gilt der Grundsatz der Einzelbewertung.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs bewertet.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010

Anschaffungs- und Herstellungskosten
in Tsd. Euro 01.01.2010 Zugang

aus Fusion
Zugänge Abgänge
--- --- --- --- ---
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen,

gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen an

solchen Rechten und Werten
3.568 43.061 1.845 0
2. geleistete Anzahlungen 0 7.111 8.477 0
3.568 50.173 10.322 0
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und Bauten 11.568 0 0 0
2. andere Anlagen, Betriebs-und

Geschäftsausstattung
1.938 100.793 12.256 1.643
3. geleistete Anzahlungen und

Anlagen im Bau
0 2.277 2 0
13.506 103.070 12.258 1.643
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen

Unternehmen
3.737.063 0 30.882 13.356
2. Ausleihungen an verbundene

Unternehmen
234.418 789.626 2.000 37.000
3. Beteiligungen 2.265 0 0 34
4. Ausleihungen Beteiligungen 1.200 0 1.150 0
5. Wertpapiere des Anlage-

vermögens (1)
19.686 1 74.017 223
6. sonstige Ausleihungen 5.700 0 0 0
4.000.333 789.626 108.049 50.612
IV. Ansprüche aus Rückdeckungs-

verträgen und Treuhandverhältnissen
2.167 82.881 5.699 1.395
Anlagevermögen 4.019.574 1.025.750 136.298 53.650
in Tsd. Euro Abgang

aus Fusion
Um-

buchungen
31.12.Z010
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen,

gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen an

solchen Rechten und Werten
0 0 48.474
2. geleistete Anzahlungen 0 0 15.589
0 0 64.062
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und Bauten 0 0 11.568
2. andere Anlagen, Betriebs-und

Geschäftsausstattung
0 2.277 115.621
3. geleistete Anzahlungen und

Anlagen im Bau
0 -2.277 2
0 0 127.192
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen

Unternehmen
14.677 0 3.739.912
2. Ausleihungen an verbundene

Unternehmen
789.626 0 199.418
3. Beteiligungen 0 0 2.232
4. Ausleihungen Beteiligungen 0 0 2.350
5. Wertpapiere des Anlage-

vermögens (1)
0 0 93.481
6. sonstige Ausleihungen 0 0 5.700
804.303 0 4.043.093
IV. Ansprüche aus Rückdeckungs-

verträgen und Treuhandverhältnissen
0 -89.322 0
Anlagevermögen 804.303 -89.322 4.234.347

(1) Zugänge incl. 4.186 Umgliederung aus Umlaufvermögen

Abschreibungen
01.01.2010 Zugang

aus Fusion
Zugänge Abgänge Abgang

aus Fusion
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögens-

gegenstände:
1. entgeltlich erworbene Konzessionen

gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen an

solchen Rechten und Werten
3.554 35.851 3.209 0 0
2. geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
3.554 35.851 3.209 0 0
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und Bauten 9.690 0 406 0 0
2. andere Anlagen, Betriebs-und

Geschäftsausstattung
1.922 57.655 7.822 933 0
3. geleistete Anzahlungen und

Anlagen im Bau
0 0 0 0 0
11.611 57.655 8.227 933 0
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen

Unternehmen
95.782 0 0 11.093 13.819
2. Ausleihungen an verbundene

Unternehmen
0 0 500 0 0
3. Beteiligungen 1.498 0 17 0 0
4. Ausleihungen Beteiligungen 0 0 0 0 0
5. Wertpapiere des Anlage-

vermögens (1)
0 0 3.363 0 0
6. sonstige Ausleihungen 2.500 0 0 0 0
99.780 0 3.880 11.093 13.819
IV. Ansprüche aus Rückdeckungs-

verträgen und Treuhandverhältnissen
0 0 0 0 0
Anlagevermögen 114.945 93.507 15.316 12.026 13.819
Buchwert
Zuschrei-

bungen
31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögens-

gegenstände:
1. entgeltlich erworbene Konzessionen

gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen an

solchen Rechten und Werten
0 42.614 5.860 14
2. geleistete Anzahlungen 0 0 15.589 0
0 42.614 21.448 14
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und Bauten 0 10.095 1.473 1.879
2. andere Anlagen, Betriebs-und

Geschäftsausstattung
0 66.465 49.156 16
3. geleistete Anzahlungen und

Anlagen im Bau
0 0 2 0
0 76.560 50.632 1.895
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen

Unternehmen
12.219 58.651 3.681.260 3.641.281
2. Ausleihungen an verbundene

Unternehmen
0 500 198.918 234.418
3. Beteiligungen 0 1.515 717 767
4. Ausleihungen Beteiligungen 0 0 2.350 1.200
5. Wertpapiere des Anlage-

vermögens (1)
0 3.363 90.118 19.686
6. sonstige Ausleihungen 0 2.500 3.200 3.200
12.219 66.530 3.976.563 3.900.553
IV. Ansprüche aus Rückdeckungs-

verträgen und Treuhandverhältnissen
0 0 0 2.167
Anlagevermögen 12.219 185.704 4.048.643 3.904.629

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Unter der Position entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurde entgeltlich erworbene Software ausgewiesen. Die Abschreibungen auf die Softwareprodukte wurden gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften zeitanteilig vorgenommen.

Bei den geleisteten Anzahlungen in Höhe von 15,6 Mio. Euro handelt es sich um Anschaffungskosten für fremdbezogene Software sowie Anschaffungsnebenkosten einschließlich aktivierter Eigenleistungen.

Der Buchwert der Grundstücke und Bauten reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von 1,9 Mio. Euro auf 1,5 Mio. Euro. Es fielen lineare Abschreibungen in Höhe von insgesamt 406 Tsd. Euro (2009: 406 Tsd. Euro) an.

Die Abschreibungen auf andere Anlagen sowie auf die Betriebs- und Geschäftsaustattung erfolgte zeitanteilig. Bei den Zugängen zur Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 12,3 Mio. Euro handelt es sich im Wesentlichen um Einbauten in fremde Grundstücke in Höhe von 8,9 Mio. Euro sowie geringfügige Wirtschaftsgüter in Höhe von 1,2 Mio. Euro.

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen gab es im Berichtsjahr Zugänge und Zuschreibungen in Höhe von insgesamt 43,1 Mio. Euro. Diese betrafen mit 29,0 Mio. Euro die AXA Versicherung AG, Köln, resultierend aus einer nachträglichen Kaufpreisnachbesserung, 1,1 Mio. Euro betreffen die CKA Unternehmensverwaltung und Beteiligungs-GmbH, Köln und mit 0,8 Mio. Euro die AXA Customer-Care GmbH, Köln. Die Abgänge im Geschäftsjahr in Höhe von 2,3 Mio. Euro betragen mit 1,1 Mio. Euro die PSV Management GmbH, Köln und mit 1,1 Mio. Euro die CKA Unternehmensverwaltung und Beteiligungs-GmbH, Köln. Mit Verschmelzungsvertrag vom 30.06.2010 wurde das Vermögen der PSV Management AG zum 01. Januar 2010 auf die CKA Unternehmensverwaltung und Beteiligungs-GmbH übertragen. Des Weiteren gab es eine Zuschreibung in Höhe von 12,2 Mio. Euro bei der Venus Beteiligungsgesellschaft.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 35,4 Mio. Euro. auf 198,9 Mio. (2009: 234,4 Mio. Euro). Es erfolgte eine Rückzahlung durch die AXA Beteiligungs-Gesellschaft mbH, Köln. In Höhe von 34,0 Mio. Euro.

Im Geschäftsjahr wies die Gesellschaft Beteiligungen in Höhe von 0,7 Mio. Euro 209: 0,8 Mio. Euro) aus.

Der Abgang in Höhe von 0,03 Mio. Euro betraf die CIMAG-Colonia Immobeteiligungs KG „Merkens XVII“, Köln.

Eine vollständige Aufstellung über den Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB erfolgt im Abschnitt „sonstige Erläuterungen und Angaben“.

Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht betragen im Berichtsjahr 2,4 Mio. Euro. Im Berichtsjahr wurde ein Darlehen in Höhe von 1,2 Mio. Euro an die AXA GmbH & Co. Immobilienbeteiligungs-Kommanditgesellschaft „Merkens XXIII“ vergeben.

Der Bestand der Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 90,1 Mio. Euro (2009: 19,7 Mio. Euro) umfasst ausschliesslich den Bestand an AXA Immobilienfonds.

Die sonstigen Ausleihungen in Höhe von 3,2 Mio. Euro (2009: 3,2 Mio. Euro) beziehen sich auf ein Darlehen mit einem Vertriebspartner.

Zu der Position Ansprüche aus Rückdeckungsverträgen und Treuhandverhältnissen wurden ab 2010 gemäß § 246 Abs. 2 HGB die Forderungen mit den Rückstellungen saldiert (siehe Erläuterungen Aktiva/Passiva). Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag wurde unter Position Aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung der Bilanz ausgewiesen.

Unter der Position Vorräte wurden ausschließlich die Bestände an Verbrauchsgütern für die betriebliche Leistungserstellung ausgewiesen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus Dienstleistungsabrechnungen mit nicht verbundenen Unternehmen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich auf 390,3 Mio. Euro (2009: 504,0 Mio. Euro). Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages wurde eine Forderung gegen die AXA Versicherung AG, Köln, in Höhe von 97,9 Mio. Euro eingestellt. Die Forderung aus dem laufenden Verrechnungsverkehr mit der AXA Versicherung AG, Köln, beträgt 18,1 Mio. Euro .

Gegen die AXA Lebensversicherung AG wurde eine Forderung in Höhe von 50,0 Mio. Euro und gegen die Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln, in Höhe von 3,5 Mio. Euro auf Grund der Gewinnabführungsverträge eingestellt. Die Forderungen aus dem laufenden Verrechnungsverkehr mit der AXA Lebensversicherung betragen 21,5 Mio. Euro, mit der Deutsche Ärzteversicherung AG Euro 20,9 Mio. Euro, mit der DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG 43,1 Mio. Euro sowie mit der AXA Krankenversicherung AG 45,3 Mio. Euro.

In der Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind noch auszugleichende Beträge aus dem laufenden Verrechnungsverkehr zu berücksichtigen. Die Forderungen wiesen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr aus.

Die Position sonstige Vermögensgegenstände verminderte sich um 19,7 Mio. Euro auf 96,1 Mio. Euro (2009: 115,7 Mio. Euro). Die Steuerforderungen betragen insgesamt 94,0 Mio. Euro (2009: 97,1 Mio. Euro). Darin enthalten sind 86,5 Mio. Euro, die aufgrund der steuerlichen Organschaft mit den Konzerngesellschaften auf die Gesellschaft übertragen wurden.

Sämtliche sonstige Vermögensgegenstände wiesen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aus.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 0,3 Mio. Euro betreffen einen AXA Immobilienfonds.

Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 1,9 Mio. Euro betrifft erfolgsmäßig das folgende Geschäftsjahr.

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 481,9 Mio. Euro entfallen im Wesentlichen auf Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Pensionsrückstellungen, der Kapitalanlagen und der versicherungstechnischen Rückstellungen. Die Bewertung der aktiven latenten Steuern erfolgte mit einem kombinierten Steuersatz von 32 %. Die aktiven latenten Steuern betreffen mit 458,9 Mio. Euro aktive latente Steuern der Organgesellschaften.

Die Position Aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 5,9 Mio. Euro ergibt sich aus der neuen Bilanzgliederung nach § 266 HGB und stellt einen Verrechnungsposten aus der Saldierung von Deckungsvermögen mit den dazugehörigen Verpflichtungen nach § 246 Abs. 2 HGB dar.

Passiva

Das gezeichnete Kapital betrug zum Jahresende 2010 unverändert 79,8 Mio. Euro, eingeteilt in 26.230.760 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien und 5.000.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Die AXA, Paris, ist direkt mit 34,64 % und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt mit insgesamt 65,36 % am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt. Die Vinci B.V. ist direkt mit 39,73 %, die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte direkt mit 25,63 % am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt.

Die Kapitalrücklage blieb im Berichtsjahr unverändert.

Die anderen Gewinnrücklagen stiegen gegen über dem Vorjahr um 207,2 Mio. Euro.

Gemäß der Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 6 Satz 1, Satz 2 EGHGB, die für die Anwendung der BilMoG Vorschriften in Bezug auf latente Steuern gilt, wurden erstmals 194,6 Mio. Euro zugeführt. Weiter wurden gemäß Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 1 Satz 3 EGHGB, die für die Anwendung der BilMoG Vorschriften in Bezug auf sonstige Rückstellungen gilt, 4,7 Mio. Euro zugeführt. 8,0 Mio. Euro wurden aus dem Jahresüberschuss in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Die leistungsorientierten Pensionszusagen, welche im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren, werden teilweise durch Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB gesichert. Die durch die Unternehmen unwiderruflich auf den Trust, den DBV-Winterthur Vorsorge e.V. übertragenen Finanzmittel werden ausschließlich zur Bedeckung der von den Mitgliedsunternehmen an deren Mitarbeiter erteilten Pensionszusagen verwendet und sind durch die Verpfändung der Ansprüche aus den Vermögenswerten an die Versorgungsberechtigten dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Nach § 246 Abs. 2 HGB werden zudem die Zinsaufwendungen für die Altersversorgung vermindert um die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen ausgewiesen.

Zusätzlich bestehen Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung. Diesen Pensionsverpflichtungen stehen Erstattungsansprüche aus kongruenten, konzerninternen Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe (bestehend bei der AXA Lebensversicherung AG in Höhe von 20,5 Mio. Euro und der DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung in Höhe von 19,5 Mio. Euro) gegenüber, welche an die Versorgungsberechtigten verpfändet sind.

Dabei entspricht der Zeitwert den historischen Anschaffungskosten. Bei den Rückdeckungsversicherungen handelt es sich um Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 HGB, so dass aufgrund der Saldierung auf einen Ausweis verzichtet werden kann. Der Aufwand für diese Pensionszusagen ist gleich dem Beitragsaufwand zu den Rückdeckungsversicherungen und wird von den Arbeitnehmern getragen.

Barwert der Pensionsverpflichtung 1.032 Mio. Euro
Zeitwert des Deckungsvermögens - 0,076 Mio. Euro
Bilanzierte Nettoverpflichtung 957 Mio. Euro

Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Deckungskapital der zugrundeliegenden Rückdeckungsversicherungen und flüssigen Mitteln und damit den Anschaffungskosten.

In der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich insgesamt ein Netto-Zinsaufwand von 56,6 Mio. Euro, der sich auf 57,7 Mio. Euro Zinsaufwendungen in Bezug auf die Pensionsrückstellung und 1,1 Mio. Euro Zinserträge auf das Deckungsvermögen zusammensetzt.

Gemäß Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG Vorschriften in Bezug auf Pensionsrückstellungen gilt, besteht ein noch nicht ausgewiesener Zuführungsbetrag in Höhe von 170,5 Mio. Euro.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden für 2009 nicht nach BilMoG angepasst. Der Vorjahresbetrag belief sich auf 978 Mio. Euro.

Sowohl die Rückstellung für Vorruhestandverpflichtung unter Berücksichtigung der dazugehörigen Rückstellung für Sozialversicherungsbeiträge aus Vorruhestandsverpflichtungen als auch die Rückstellung für Erfüllungsrückstände wird teilweise mit dem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB gesichert. Im Rahmen des AXA Vorsorgeplans und der Altersteilzeitverpflichtungen wurden Mittel beim AXA Mitarbeiter Treuhand e.V. zur Insolvenzsicherung hinterlegt.

Dabei beträgt der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Vorruhestandsverpflichtungen unter Berücksichtigung der dazugehörigen Rückstellung für Sozialversicherungsbeiträge aus Vorruhestandsverpflichtungen 14,4 Mio. Euro. Von diesem Betrag wird das Deckungsvermögen in Höhe von 13,3 Mio. Euro abgezogen. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens belaufen sich auf 12,6 Mio. Euro.

Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Erfüllungsrückstände beträgt 5,2 Mio. Euro. Dem steht ein Deckungsvermögen in Höhe von 11,1 Mio. Euro gegenüber. Aus der Saldierung ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag von 5,9 Mio. Euro. Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht den Anschaffungskosten. Zusätzlich erfolgt hier eine Saldierung von Zinsaufwendungen in Höhe von 426 Tsd. Euro mit Zinserträgen von 35 Tsd. Euro.

Die Steuerrückstellungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2010 um 17,8 Mio. Euro auf 134,1 Mio. Euro. Von den Konzerngesellschaften wurden aufgrund der steuerlichen Organschaft Steuerrückstellungen in Höhe von 115,0 Mio. Euro auf die Gesellschaft übertragen.

Hinsichtlich der Abzinsung der Steuerrückstellungen hat die Gesellschaft zum 01.01.2010 von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB Gebrauch gemacht und keine Abzinsung vorgenommen. Die daraus resultierende Überdeckung in dieser Position beträgt gem. Art 67 Abs.1 S. 4 EGHGB 9,9 Mio. Euro.

Die Position sonstige Rückstellungen beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen für erhaltene, aber noch nicht abgerechnete Leistungen (59,6 Mio. Euro), Rückstellungen für Zinsen aus Spruchstellenverfahren (48,3 Mio Euro), Rückstellungen für Spruchstellenverfahren (6,4 Mio. Euro), Rückstellungen für die Verzinsung möglicher Steuernachforderungen aus Betriebsprüfungen (40,0 Mio. Euro), Rückstellungen für Tantieme/Ertragsbeteiligungen (43,3 Mio. Euro), Rückstellungen für Sozialplanverpflichtungen (21,6 Mio. Euro), Rückstellungen für Jubiläumsgeldverpflichtungen (20,2 Mio. Euro) sowie Rückstellungen für Wettbewerbe (11,9 Mio. Euro).

Die Verminderung der Rückstellungen für Sozialplanverpflichtungen um 2.775 Tsd. Euro und für Prozessangelegenheiten um 1.883 Tsd. Euro resultieren aus der erstmaligen Anwendung von BilMoG. Die Rückstellungen weisen eine Laufzeit von über einem Jahr auf und wurden demnach aufgrund von BilMoG gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB mit dem hierfür von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen abgezinst.

Aufgrund von BilMoG ergab sich weiter eine Zuführung zu der Rückstellung für die Verzinsung möglicher Steuernachforderungen aus Betriebsprüfungen in Höhe von 15.919 Tsd. Euro und eine Zuführung zur Rückstellung für Zinsen für Prozessangelegenheiten in Höhe von 6.349 Tsd. Euro. Die Zuführungen ergaben sich aus der Erhöhung des Erfüllungsbetrags gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,0 Mio. Euro (2009: 2,4 Mio. Euro) weisen eine Laufzeit von unter einem Jahr aus.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 62,6 Mio. Euro (2009: 124,9 Mio. Euro) betreffen im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten aus dem Schuldbeitritt zu den Pensionsrückstellungen (31,0 Mio. Euro), Verbindlichkeiten aus Liquiditätshilfe (19,7 Mio. Euro).

Weiterhin sind noch auszugleichende Beträge aus dem laufenden Verrechnungsverkehr zu berücksichtigen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 47,3 Mio. Euro (2009: 24,9 Mio. Euro) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Aufhebung von Arbeitsverträgen (12,4 Mio. Euro), Verbindlichkeiten gegenüber der Finanzbehörde (2,0 Mio. Euro) sowie Verbindlichkeiten für die Insolvenzversicherung nach dem Betriebsrentengesetz (8,1 Mio. Euro). Davon haben 1,4 Mio. Euro eine Laufzeit von über 5 Jahren. Alle übrigen sonstigen Verbindlichkeiten weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aus.

Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, waren nicht vorhanden. Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen aus früheren Geschäftsjahren ausgewiesen, soweit diese Ertrag nach dem Abschlußstichtag darstellen.

Die Gesellschaft weist passive latente Steuern in Höhe von 25.137 Tsd. Euro aus. Diese wurden im Hinblick auf das neue Bilanzgliederungsschema im Vorjahr unter den Steuerrückstellungen ausgewiesen. Diese beruhen im Wesentlichen auf Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz in Bezug auf die Rücklage nach 6 b Einkommensteuergesetz. Die Bewertung der passiven latenten Steuern erfolgte mit einem kombinierten Steuersatz von 32 %. Die passiven latenten Steuern betreffen mit 23.647 Tsd. Euro passive latente Steuern der Organgesellschaften.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen in Höhe von 1.319,3 Mio. Euro (2009: 1.343.1 Mio. Euro) wurden 1.246.6 Mio. Euro auf Dienstleistungserträge mit folgenden verbundenen Unternehmen erzielt: 607,6 Mio. Euro mit der AXA Versicherung AG, 198,5 Mio. Euro mit der AXA Krankenversicherung AG, 166,1 Mio. Euro mit der AXA Krankenversicherung AG, 42,7 Mio. Euro der DBV Deutsche Beamten Versicherung AG. Darüber hinaus haben wir aufgrund des Vertriebsabkommens mit der AXA Life Europe Ltd. Provisionen In Höhe von 72,8 Mio. Euro (2009: 87,7 Mio. Euro) erhalten.

Bei der Position andere aktivierte Eigenleistungen handelt es sich um die Aktivierung von Eigenleistungen im Zusammenhang mit der Implementierung erworbener Software in Höhe von 1,7 Mio. Euro (2009: 0,4 Mio. Euro).

Die Erträge aus Beteiligungen verminderten sich im Geschäftsjahr um 1,0 Mio. auf 31,9 Mio. Euro. Erzielt wurden sie im Wesentlichen aus folgenden verbundenen Unternehmen: Kölnische Verwaltungs-AG für Versicherungwerte, Köln in Höhe von 21,0 Mio. Euro , AXA Investment Managers Paris S.A., Frankreich, in Höhe von 7,1 Mio. Euro, Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln, mit 3,4 Mio. Euro.

Im Geschäftsjahr erhielt die Gesellschaft Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 160,7 Mio. Euro. Diese entfielen mit 97,9 Mio. Euro auf die AXA Versicherung AG, Köln, mit 50,0 Mio. Euro auf die AXA Lebensversicherung AG, Köln, mit 9,3 Mio. Euro auf die AXA ART AG, Köln und mit 3,5 Mio. Euro auf die Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln.

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens verminderten sich im Geschäftsjahr um 6,3 Mio. Euro auf 9,9 Mio. Euro. Die Zinserträge wurden im Wesentlichen mit folgenden verbundenen Unternehmen erzielt: 7,8 Mio. Euro mit der AXA S.A, Paris, 0,9 Mio. Euro mit der AXA Krankenversicherung AG, Köln, 0,7 Mio. Euro mit der AXA Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln, 0,2 Mio. Euro mit der Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln und 0,1 Mio. Euro mit der Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge resultieren aus laufenden Bankguthaben, Tagesgeldern und Erträgen aus Liquiditätshilfen an verbundene Unternehmen.

Die Position sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 54,7 Mio. Euro (2009: 46.5 Mio. Euro) enthalten im Wesentlichen Auflösungen aus Rückstellungen von 27,7 Mio. Euro (2009: 18,8 Mio. Euro) sonstige Erträge in Höhe von 9,3 Mio. Euro (2009: 17.4 Mio. Euro), Zuschreibung von Anteilen an einer Beteiligungsgesellschaft 12,2 Mio. Euro sowie Erträge aus der Ausschüttung eines Immobilienfonds 3,0 Mio. Euro. Die Mieterträge im Geschäftsjahr betrugen 2,5 Mio. Euro (2009: 8,3 Mio. Euro).

Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2010 725,3 Mio. Euro (2009: 749,7 Mio. Euro).

Die Aufwendungen für Altersversorgung betrafen laufende Pensionszahlungen sowie die Zuführung zur Pensionsrückstellung.

Die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen In Höhe von 617,3 Mio. Euro (2009: 690,9 Mio. Euro) ausgewiesenen Vergütungen an verbundene Unternehmen für erhaltenen Dienstleistungen betrugen im Berichtsjahr 226,8 Mio. Euro (2009: 220,0 Mio. Euro). Der EDV-Aufwand betrug 50,5 Mio. Euro (2009: 45,1 Mio.), der Raumaufwand Euro 79,7 Mio. Euro (2009: 84,7 Mio. Euro), der Werbeaufwand 37,5 Mio. Euro (2009: 57,8 Mio. Euro). Es fielen Aufwendungen für Bürobedarf in Höhe von 10,8 Mio. Euro (2009: 11,1 Mio. Euro) sowie Reiseaufwand in Höhe von 29,5 Mio. Euro (2009: 29,9 Mio. Euro) an.

Der sonstige Aufwand betrug 119,4 Mio. Euro (2009: 162,3 Mio. Euro). Der Aufwand für Kapitalanlagen in Höhe von 7,5 Mio. Euro (2009: 1,8 Mio. Euro) beinhaltet den Aufwand für eine Drohverlustrückstellung. Die Drohverlustrückstellung in Höhe von 5,3 Mio. Euro betreffen den negativen Marktwert eines Finanzderivats. Der Immobilienaufwand betrug 7,1 Mio. Euro (2009: 6,2 Mio. Euro). Für Agenturprovisionen wurden im Geschäftsjahr 48,6 Mio. Euro (2009: 65,7 Mio. Euro) aufgewendet.

Von den Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 3,9 Mio. Euro betrafen 3,4 Mio. Euro eine Abschreibung auf den Immobilienfonds AXA Immoselect sowie 0,5 Mio. Euro auf die CIMAG Colonia Immobilienbeteiligungs KG.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von 64,9 Mio. Euro (2009 11,0 Mio. Euro) betrafen im Wesentlichen die Zinszuführung zu Pensionsrückstellung (57,7 Mio. Euro), die Zinszuführung zur Jubiläumsrückstellung (1,0 Mio. Euro).

In Höhe von 4,6 Mio. Euro sind Aufwendungen aus der der Aufzinsung von Rückstellungen, die nach BilMoG erstmals gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB diskontiert wurden, enthalten.

Der Aufwand aus Verlustübernahme in Höhe von 1,9 Mio. Euro resultierte Im Wesentlichen aus Verpflichtungen gegenüber der AXA Bank AG, Köln in Höhe von 1,8 Mio. Euro.

Gemäß Artikel 67 EGHGB entstanden aus der Umstellung auf das BilMoG außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 36.838 Tsd. Euro.

Der Betrag setzte sich zusammen aus 6.349 Tsd. Euro für die Erhöhung des Erfüllungsbetrages bei der Rückstellung für Zinsen im Zusammenhang mit Spruchverfahren, 15.919 Tsd. Euro bei der Rückstellung für die Verzinsung möglicher Steuernachforderungen aus Betriebsprüfungen sowie aus 14.570 Tsd. Euro für die Zuführung zu Pensionsrückstellungen, Jubiläumsrückstellungen bzw. Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen.

Als außerordentlichen Ertrag in Höhe von 11,4 Mio. Euro haben wir die Weiterverrechnung von außerordentlichen Aufwendungen aus der BilMoG-Umstellung an verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Der Erstattungsanspruch aus Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhte sich im Geschäftsjahr um 21,0 Mio. Euro auf 31,5 Mio. Euro. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus höheren Steuererstattung für Vorjahre.

Die sonstigen Steuern erhöhten sich um 1,0 Mio. Euro auf 2,2 Mio. Euro. Der zusätzliche Aufwand resultierte im Wesentlichen aus der Bildung einer Steuerrückstellung für Umsatzsteuer zu Vorjahren aufgrund von zu erwartenden Nachzahlungen und konnte nur teilweise durch Erträge aus der Erstattung von Grunderwerbsteuer kompensiert werden.

Pflichtangaben nach § 285 Nr. 10 HGB

AUFSICHTSRAT

Claas Kleyboldt

Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates

Vorsitzender des Vorstandes i.R. der AXA Konzern AG

Köln

Alfred Bouckaert (bis 20. Mai 2010)

Vorsitzender

Mitglied des Management Board der AXA und Chief Executive Officer for Northern, Central and Eastern

Europe der AXA (bis 14. März 2010)

Brüssel, Belgien

Jacques de Vaucleroy (seit 20. Mai 2010)

Vorsitzender (seit 20. Mai 2010)

Chief Executive Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA

Brüssel, Belgien

Herbert Mayer *)

stellv. Vorsitzender

Angestellter

Pfinztal

Uwe Beckmann *)

Angestellter

Sarstedt

Harry Clemens *)

Leitender Angestellter

Köln

Kurt Döhmel

Vorsitzender der Geschäftsführung i.R. Deutsche Shell Holding GmbH

Hamburg

Leonhard Fischer

Geschäftführer RHJI Swiss Management LLC

Zürich, Schweiz

Dr. Michael Frenzel

Vorsitzender des Vorstandes TUI AG

Hannover

Peter Freyaldenhoven *) (seit 1. Juli 2010)

Mitglied des Betriebsrates der Hauptverwaltung

Bergisch Gladbach

Michael Garrecht *)

Angestellter

Maikammer

Peter Heesen

Bundesvorsitzender dbb beamtenbund und tarifunion

Berlin

Patrick Lemoine (seit 8. Januar 2010)

Chief Financial Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA

Hans-Peter Lenssen *)

Gewerkschaftssekretär ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Berlin

Friedrich Merz

Rechtsanwalt Mayer Brown LLP

Arnsberg

Frank D. Meyer *)

Angestellter

Saulheim

Dr. Eckkehard D. Schulz

ehem. Vorsitzender des Vorstands ThyssenKrupp AG

Düsseldorf

Klaus Weber *)

Gewerkschaftssekretär ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Berlin

Manfred Weyrich *) (bis 30. Juni 2010)

Angestellter

Overath

*) Vertreter der Arbeitnehmer

VORSTAND

Dr. Frank Keuper

Vorsitzender

Konzernkommunikation, Konzernrevision, Konzernstrategie und Portfoliosteuerung

Dr. Patrick Dahmen

Rechnungswesen, Planung, Controlling, Steuern, Risikomanagement

Thomas Gerber

Vorsorge, Produktmanagement, Aktuariat

Wolfgang Hanssmann

Vertrieb, Marketing

Dr. Markus Hofmann

Industrie- und Firmenkundengeschäft, Schaden, Rückversicherung

Ulrich C. Nießen

Personal, Recht & Compliance, Zentrale Dienste

Dr. Heinz-Jürgen Schwering

Kapitalanlagen, Asset Liability Management

Jens Wieland

Informationstechnologie, Organisation und Prozesse

Sonstige Erläuterungen und Angaben

Über die gesamte Dauer der mehrjährigen Vertragslaufzeit bestehen folgenden finanzielle Verpflichtungen aus Mieten und Leasingverträgen gemäß § 285 Nr. 3 und 3a HGB:

Mietverpflichtungen

(davon gegenüber verbundenen Unternehmen 114 Tsd. Euro)
430,9 Mio. Euro (2009: 420,2 Mio. Euro)
KFZ-Leasing 20,6 Mio. Euro (2009: 13,9 Mio. Euro)
PC-Leasing 13,4 Mio. Euro (2009: 15,9 Mio. Euro)
Büromöbel-Leasing 1,2 Mio. Euro (2009: 1,6 Mio. Euro)
Mietverpflichtung für Software 2,3 Mio. Euro (2009: 2,6 Mio. Euro)

Die Mietverpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Verträgen, insbesondere über die Anmietung der Hauptverwaltungsgebäude (Colonia-Allee 10-20 sowie Colonia-Allee 22-30). Diese Mietverträge die bei Vertragsabschluß zu marktüblichen Konditionen getätigt wurden, haben eine Restlaufzeit von 19 Jahren, also bis Ende 2029. Hieraus ergeben sich bei unterstellter positiver Geschäftsentwicklung keine nennenswerten Risiken.

Die Gesellschaft beschäftigte 2010 durchschnittlich 10.101 Mitarbeiter (2009: 10.323). Davon waren 9.049 Angestellte (2009: 9193) im Innendienst, 1.052 Angestellte im Außendienst (2009: 1.015). Insgesamt wurden durchschnittlich 5.119 (2009: 5.190) Mitarbeiterinnen und 4.982 (2009: 5133) Mitarbeiter beschäftigt.

Darüber hinaus waren in 2010 durchschnittlich 520 Auszubildende (2009: 454) in unserem Unternehmen tätig.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes sind bei den Pflichtangaben nach § 285 Nr. 10 HGB aufgeführt.

Bezüglich der Angaben nach § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB über das Abschlussprüferhonorar verweisen wir auf den Konzernabschluss der AXA Konzern AG, in dem die Gesellschaft zum 31.12.2010 einbezogen wird.

Nach § 285 Nr. 19 HGB wurde zur Absicherung des Inflationsrisikos aus den Pensionsrückstellungen ein derivates Finanzinstrument in der Form eines Inflation Swaps abgeschlossen. Dieses außerbörslich gehandelte Derivat wurde mit einer an Finanzmärkten etablierten Bewertungsmethode bewertet. Der Inflation Swap besaß einen negativen beizulegenden Zeitwert von 5,3 Mio. Euro bei einem Nominalwert von 360,2 Mio. Euro. Der Inflation Swap wurde nicht in einer Bewertungseinheit erfasst. Es wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 5,3 Mio. Euro gebildet.

Nach § 285 Nr. 25 HGB wurden die Angaben zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie zu der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden in den Erläuterungen zu der entsprechenden Bilanzposition aufgeführt.

Vergütung von Vorstand, Aufsichtsrat und Beirat

Vorstandsvergütung 2010

Für das Geschäftsjahr 2010 belief sich der Vergütungsaufwand für die Mitglieder des Vorstands der AXA Konzern AG für ihre Tätigkeiten im Mutterunternehmen insgesamt auf 1.221Tsd. Euro (2009: 1.301 Tsd. Euro), davon entfielen 698 Tsd. Euro (2009: 647 Tsd. Euro) auf feste und 523 Tsd. Euro (2009: 654 Tsd. Euro) auf variable Vergütungsbestandteile für das Vorjahr. Es erfolgten, wie im Vorjahr, keine Abfindungszahlungen.

Long Term Incentive Vergütung

Die im Rahmen des gruppenweiten Aktienoptionsprogramm –„Long Term Incentive Plan“ der AXA S.A. in 2010 ausgegebenen 166.500 (2009: 146.491) Optionen sehen einen Bezugspreis von EUR 15,43 (Aktienkurs zum Bilanzstichtag 31.12.2010: Euro 12,51) pro Anteil vor. Die Optionen sind mit einer Haltefrist versehen, jeweils ein Drittel der an den Begünstigten vergebenen Optionen sind ab dem 19.03.2012/ 19.03.2013/ 19.03.2014 ausübbar. Begünstige mit einer Zuteilung von mindestens 5.000 Stock Options können frühestens ab 2014 ihr letztes Drittel an Stock Options ausüben, wenn die Performance der AXA Aktie seit dem Gewährungstag oder die vergangenen drei Jahre die Performance des Euro Stoxx Insurance Index erreicht oder übersteigt; bleibt die Sperrfrist bestehen, erfolgt jährlich eine erneute Überprüfung der Performance und ggf. eine Freigabe des letzten Drittels. Die Optionen verfallen, sofern sie nicht bis zum 19.03.2020 ausgeübt werden.

Die Zuteilung der 89.400 Performance Units (2009: 71.402) erfolgt anhand des Ergebnisses der AXA S.A. (zu einem Drittel) sowie der jeweiligen Landesgesellschaft (AXA Konzern AG zu zwei Drittel) bis zum 19. März 2012. Die Performance Units werden am 19.03.2012 abgerechnet und tatsächlich zugeteilt. Die Auszahlung der ersten Hälfte erfolgt im März 2012, wobei an die Begünstigten ein Betrag ausgezahlt wird, der sich aus der Anzahl der Hälfte der zugeteilten Performance Units multipliziert mit dem durchschnittlichen Eröffnungskurs der Aktie der AXA S.A., Paris, während der letzten 20 Handelstage vor dem 19.03.2012 an der Pariser Börse ergibt. Die zweite Hälfte der tatsächlich gewährten Performance Units wird im März 2013 ausgezahlt, wobei an den Begünstigten ein Betrag gezahlt wird, der sich aus der Anzahl der zweiten Hälfte der tatsächlich zugeteilten Performance Units multipliziert mit dem durchschnittlichen Eröffnungskurs der Aktie der AXA S.A., Paris, während der letzten 20 Handelstage vor dem 19.03.2013 an der Pariser Börse ergibt. Bei der zweiten Hälfte können die Begünstigten ihre Performance Units alternativ ganz oder teilweise in AXA Aktien umwandeln.

Die weiteren Einzelheiten dieses Programms sind von der AXA S.A., Paris, offen gelegt worden. Die Stock Options sowie die ggf. im Rahmen des Performance Unit Programms erworbenen Aktien werden durch die AXA S.A. ausgegeben, wobei die Kosten der finalen Zuteilung für die im Rahmen des Performance Unit Programms erworbenen Aktien an die AXA Konzern AG aufwandswirksam verrechnet werden. Für die ausgegebenen Stock Options entstehen der AXA Konzern AG keine Kosten. Der beizulegende Zeitwert dieser Rechte wird am Tag der Gewährung nach anerkannten Optionspreismodellen ermittelt und zeitanteilig über den Erdienungszeitraum erfasst.

Der Aufwand für die Barkomponente der Performance Units wird von der AXA Konzern AG getragen. Dieser Aufwand wird auf Basis des Börsenkurses der AXA S.A. zum Bilanzstichtag ermittelt und zeitanteilig über den Erdienungszeitraum erfaßt.

Der auf das Geschäftsjahr 2010 entfallende beizulegende Zeitwert der im Geschäftsjahr und in früheren Jahren ausgegebenen Stock Options und Performance Units beträgt 1.013 Tsd. Euro (2009: 1.328 Tsd. Euro). Hierbei ist für das Geschäftsjahr 2009 eine Wertanpassung infolge einer Kapitalerhöhung der AXA S.A. berücksichtigt. Im Berichtszeitraum erhielten die Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft 509 Tsd. Euro (2009: 174 Tsd. Euro) aus der Abrechnung von Performance Unit Plänen sowie 13.617 Stück Aktien (2009: 6.335) der AXA S.A. Diese Vergütungsbestandteile sind in den aufgezeigten Gesamtvergütungs- angaben als variable Vergütungsbestandteile mit enthalten. Erlöse aus der Ausübung von Stock Options waren nicht zu verzeichnen (2009: 1,6 Tsd. Euro).

Versorgungszusage

Den Mitgliedern des Vorstandes der AXA Konzern AG wird eine Versorgungszusage gewährt. Diese umfasst nach entsprechender Dienstzeit Ansprüche auf Altersrente (ab Vollendung des 65. Lebensjahres), Invaliditätsrente, Witwen-/Witwerrente, Waisenrente und unter bestimmten Bedingungen Übergangsgeldzahlungen.

Die Höhe der Leistungen ist an das Festgehalt vor Ausscheiden gekoppelt und beträgt je nach Vorstandsdienstzeit 40 bis 60 % des Festgehaltes quotiert in analoger oder direkter Anwendung des § 2 BetrAVG. Mit Beginn der zweiten Bestellungsperiode werden entsprechende Ansprüche unverfallbar, sofern das Dienstverhältnis auf Veranlassung der Gesellschaft beendet wird.

Ab dem Beginn der dritten Bestellungsperiode erwerben die Vorstandsmitglieder zusätzlich einen Anspruch auf Übergangsgeld in Höhe von 40 % der Festbezüge für den Fall, dass die Gesellschaft den Dienstvertrag nicht verlängert, ohne dass ein wichtiger Grund vorliegt. Die Zahlung von Übergangsgeld endet mit dem Eintritt eines Versorgungsfalles (Erreichen der Altersgrenze oder Tod). Anderweitige aus selbstständiger oder nicht selbstständiger Tätigkeit für ein anderes Unternehmen erzielte Einkünfte werden in voller Höhe auf das Übergangsgeld angerechnet.

Mit Beginn der dritten Bestellungsperiode beläuft sich der unverfallbare Anspruch auf Altersrente auf mindestens 40% der Festbezüge.

Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene

Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 1.842 Tsd. Euro (2009: 1.898 Tsd. Euro). Für diese Personengruppe sind zum 31. Dezember 2010 Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von 23.644 Tsd. Euro (2009: 24.217 Tsd. Euro) passiviert.

Gemäß de Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 1 und Abs. 2 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG Vorschriften in Bezug auf Pensionsrückstellungen gilt, besteht ein noch nicht ausgewiesener Zuführungsbetrag in Höhe von 3,1 Mio. Euro, welcher bis spätestens zum 31.12.2024 zu mindestens einem Fünfzehntel pro Jahr zugeführt wird.

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der AXA Konzern AG betrug im Geschäftsjahr 2010 insgesamt 1.545 Tsd. Euro (2009: 1.790 Tsd. Euro), davon 608 Tsd. Euro (2009: 880 Tsd. Euro) erfolgsunabhängig und 937 Tsd. Euro (2009: 910 Tsd. Euro) erfolgsabhängig.

Beiratsvergütung

Für das Geschäftsjahr 2010 belief sich die Gesamtvergütung für die Mitglieder der Beiräte für Ihre Tätigkeit im Mutterunternehmen auf 53,6 Tsd. Euro (2009: 53,6 Tsd. Euro).

Pflichtangaben nach § 285 Nr. 11 und Nr. 11 a) HGB:

An folgenden Unternehmen waren wir mit mindestens 20% beteiligt:

in Tsd. Euro 2010 2009
Apo Asset Management GmbH, Düsseldorf *
Anteil am Gesellschaftskapital 30% 30%
Eigenkapital 3.735
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.787
ARA GmbH Auto und Reise Assistance, Bad Windsheim
Anteil am Gesellschaftskapital 66,68% 66,68%
Eigenkapital 863 747
Ergebnis des Geschäftsjahres 116 -73
Aragon AG, Wiesbaden *
Anteil am Gesellschaftskapital 27,17% 25%
Eigenkapital 52.913
Ergebnis des Geschäftsjahres -8.352
Askuma AG, Zweibrücken *
Anteil am Gesellschaftskapital 25% 25%
Eigenkapital 91
Ergebnis des Geschäftsjahres 318
Assistance Partner Services s.r.l., Mailand, Italien
Anteil am Gesellschaftskapital 25,70% 39,88%
Eigenkapital 15 30
Ergebnis des Geschäftsjahres -15 1
AVS Allgemeine Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 3.027 4.350
Ergebnis des Geschäftsjahres -903 -256
AXA Alternative Financing FCP - Subfonds Private Equity, Luxemburg *
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 9.392
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.031
AXA Alternative Participations SICAV I, Luxemburg *
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 166.374
Ergebnis des Geschäftsjahres -16.988
AXA Alternative Participations SICAV II, Luxemburg *
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 413.328
Ergebnis des Geschäftsjahres -36.191
AXA Art Holdings Inc., New York **
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 32.520 USD 33.212 USD
24.488 23.173
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 USD 0 USD
0 0
AXA Art Insurance Corporation, New York **
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 31.027 USD 31.583 USD
23.364 22.036
Ergebnis des Geschäftsjahres 800 USD 2.159 USD
603 1.506
AXA Art Insurance Ltd. London **
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 15.229 GBP 12.358 GBP
17.704 13.733
Ergebnis des Geschäftsjahres 2.996 GBP -139 GBP
3.483 -154
AXA Art Services Ltd. London **
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 147 GBP 133 GBP
171 148
Ergebnis des Geschäftsjahres 14 GBP 44 GBP
16 49
AXA Art Versicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 78.895 94.381
Ergebnis des Geschäftsjahres 19.304 19.304
AXA ART Versicherung AG, Zürich **
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 16.391 CHF 15.207 CHF
13.139 10.223
Ergebnis des Geschäftsjahres 3.384 CHF 2.127 CHF
2.713 1.430
AXA Bank AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 64.600 64.600
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 0
AXA Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 1.500.789 1.447.749
Ergebnis des Geschäftsjahres 21.216 42.070
AXA Customer Care GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 733 733
Ergebnis des Geschäftsjahres -67 27
AXA Finanz Service GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 145 145
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 17
AXA GmbH & Co. Immobilienbeteiligungs-KG "Merkens XXV", Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 33,33% 33,33%
Eigenkapital 15.263
Ergebnis des Geschäftsjahres -402
AXA Immoselect HVWG Objekt Düsseldorf GmbH & Co KG
Anteil am Gesellschaftskapital 42,71% 42,71%
Eigenkapital 221.743 236.809
Ergebnis des Geschäftsjahres 6.801 6.170
AXA Infrastructure Investissement SAS *
Anteil am Gesellschaftskapital 20% 20%
Eigenkapital 223.550
Ergebnis des Geschäftsjahres -10.434
AXA Krankenversicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 158.719 172.605
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 0
AXA Krankenversicherung Ges. für die Betreuung von Maklern u.

Mehrfachagenten mbH, Köln
*
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 693
Ergebnis des Geschäftsjahres -66
AXA Lebensversicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 273.696 272.556
Ergebnis des Geschäftsjahres*** 50.000 5.000
AXA Logistic Services GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 156 156
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 17
AXA Nordstern France S.A., Paris
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 31.757 13.547
Ergebnis des Geschäftsjahres 29.121 11.160
AXA Republique S.A., Courbevoie *
Anteil am Gesellschaftskapital 25% 25%
Eigenkapital 199.881
Ergebnis des Geschäftsjahres 13.326
AXA Risk & Claims Services GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 161 153
Ergebnis des Geschäftsjahres 8 3
AXA Schaden Experten GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 1.219 229
Ergebnis des Geschäftsjahres 990 -396
AXA Unterstützungskasse für die leitenden Angestelltender AXA

Gesellschaften mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 36 38
Ergebnis des Geschäftsjahres 6 7
AXA Vermittlungs - Service GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 1.113 1.210
Ergebnis des Geschäftsjahres 163 224
AXA Versicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 873.009 893.709
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 0
BBD Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Finanzdienstvermittlungs-

KG, Norderfriedrichskoog
*
Anteil am Gesellschaftskapital 25% 25%
Eigenkapital -250
Ergebnis des Geschäftsjahres -153
Bruckner GmbH & Co.Projektentwicklungs - KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90% 94,90%
Eigenkapital 45.429 45.223
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.787 1.865
BSC Bruderhilfe-Service-Card GmbH, Kassel
Anteil am Gesellschaftskapital 50% 50%
Eigenkapital 205 158
Ergebnis des Geschäftsjahres 27 35
BSW Verbraucher-Service Beamten-Selbsthilfewerk GmbH, Bayreuth
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 800 800
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 0
CKA Unternehmensverwaltungs und Beteiligungs-GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 1.513 404
Ergebnis des Geschäftsjahres -4 -1
ConCept-Dialog GmbH, Bayreuth
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 1.919 955
Ergebnis des Geschäftsjahres 514 -19
Core Italian Property Fund, Mailand *
Anteil am Gesellschaftskapital 21,43% 21,43%
Eigenkapital 47.721
Ergebnis des Geschäftsjahres 2.325
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 39.460 39.276
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 0
DBV Advisory Company S.A., Luxembourg
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 896 764
Ergebnis des Geschäftsjahres 592 587
DBV-Winterthur Holding AG & Co. Beteiligungsgesellschaft KG,

Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90% 94,90%
Eigenkapital 14.369 15.167
Ergebnis des Geschäftsjahres 19 1.254
DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG,

Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 217.465 223.834
Ergebnis des Geschäftsjahres 28.000 22.000
Dein Plus GmbH *
Anteil am Gesellschaftskapital 40% 40%
Eigenkapital 106
Ergebnis des Geschäftsjahres 14
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 51.889 51.637
Ergebnis des Geschäftsjahres*** 3.500 3.400
Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 75% 75%
Eigenkapital 8.801 7.465
Ergebnis des Geschäftsjahres 5.034 4.598
Deutsche Bestattungsfürsorge Verwaltungs GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 25,70% 39,88%
Eigenkapital 57 52
Ergebnis des Geschäftsjahres 5 -13
DURENDAL AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 39,88% 39,88%
Eigenkapital 101 102
Ergebnis des Geschäftsjahres -1 0
DW Versicherungs Service GmbH, Wiesbaden *
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 410
Ergebnis des Geschäftsjahres 3
DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K1 KG, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90% 94,90%
Eigenkapital 5.486 5.479
Ergebnis des Geschäftsjahres 133 126
DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K2 KG, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90% 94,90%
Eigenkapital 36.776 40.205
Ergebnis des Geschäftsjahres 951 1.459
DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K3 KG, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90% 94,90%
Eigenkapital 24.818 33.063
Ergebnis des Geschäftsjahres 555 850
DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S1 KG, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90% 94,90%
Eigenkapital 41.385 54.822
Ergebnis des Geschäftsjahres 669 2.202
DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S2 KG, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90% 94,90%
Eigenkapital 22.943 24.850
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.153 1.057
DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S3 KG, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90% 94,90%
Eigenkapital 29.661 26.210
Ergebnis des Geschäftsjahres 3.458 -359
DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S4 KG, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90% 94,90%
Eigenkapital 1.337 1.265
Ergebnis des Geschäftsjahres 457 381
FamilienClub-FC Betriebsgesellschaft mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 12 -683
Ergebnis des Geschäftsjahres 448 0
Felicitas Direktswerbungs GmbH, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 960 949
Ergebnis des Geschäftsjahres 14 155
FINANCELIFE Gesellschaft für den Bankenvertrieb mbH, Frankfurt

a.M.
*
Anteil am Gesellschaftskapital 40% 40%
Eigenkapital 20
Ergebnis des Geschäftsjahres 14
Finanz-Service GmbH der APO Bank, Düsseldorf
Anteil am Gesellschaftskapital 50% 50%
Eigenkapital 1.969 1.239
Ergebnis des Geschäftsjahres 447 -24
Fine Art Services International Inc., New York **
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 231 USD 231 USD
161 161
Ergebnis des Geschäftsjahres 5 USD 5 USD
3 4
GANYMED Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 300 303
Ergebnis des Geschäftsjahres -3 31
GANYMED Erste Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 87.114 95.114
Ergebnis des Geschäftsjahres 3.984 2.307
GANYMED Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 60.025 62.465
Ergebnis des Geschäftsjahres 13.469 589
INREKA GmbH Investment-Renten-Kapitalanlagen, Cloppenburg *
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 428
Ergebnis des Geschäftsjahres 155
JALANDA Grundstücksgesellschaft mbH & Co.KG, Grünwald *
Anteil am Gesellschaftskapital 49,99% 49,99%
Eigenkapital 38.271
Ergebnis des Geschäftsjahres 611
JALANDA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald *
Anteil am Gesellschaftskapital 47,20% 47,20%
Eigenkapital 33
Ergebnis des Geschäftsjahres 3
Jara Grundstücksgesellschaft mbH& Co.KG, Grünwald *
Anteil am Gesellschaftskapital 20% 20%
Eigenkapital 195.471
Ergebnis des Geschäftsjahres 11.300
Jurpartner Rechtsschutz-Versicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 39,88% 39,88%
Eigenkapital 4.806 4.806
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 0
Jurpartner Services Gesellschaft für Rechtsschutz-Schadenregulierung

mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 39,88% 39,88%
Eigenkapital 2.040 2.040
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 0
Kölner Spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung,

Köln
*
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 2.083
Ergebnis des Geschäftsjahres 355
Kölnische Verwaltungs-AG für Versicherungswerte, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 23,01% 23,01%
Eigenkapital 65.067 104.446
Ergebnis des Geschäftsjahres -624 39.007
K.Rerup & Co. A/S, Kopenhagen * , **
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 500 DKK
67
Ergebnis des Geschäftsjahres 2.803 DKK
377
Lefac Leasing-Finanz-GmbH, Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 2.576
Ergebnis des Geschäftsjahres 4
Lies- und Spiel Verlag und Vertrieb Verwaltungs GmbH, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 31 30
Ergebnis des Geschäftsjahres 1 0
Lucramount AG für Finanzdienstleistungen, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 1.838 4.422
Ergebnis des Geschäftsjahres 134 -91
Merkur Gesellschaft für Beteiligungswerte mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 21.761 21.760
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.001 1.002
MilesTec AG, Zweibrücken *
Anteil am Gesellschaftskapital 25% 25%
Eigenkapital 1.896
Ergebnis des Geschäftsjahres 27
Neue Düsseldorfer Stadtquartiere, Düsseldorf
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90% 94,90%
Eigenkapital 21.123 20.938
Ergebnis des Geschäftsjahres -424 -138
PGV Maklerservice GmbH, Hamburg ****
Anteil am Gesellschaftskapital 49%
Eigenkapital
Ergebnis des Geschäftsjahres
Pluto Beteiligungswerte AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 90% 90%
Eigenkapital 80.117 83.108
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 2.991
Pro bAV Pensionskasse AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 59.685 58.203
Ergebnis des Geschäftsjahres 40 153
Pugnator GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 39,88% 39,88%
Eigenkapital 84 84
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 -147
Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG, Essen
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 3.190 6.690
Ergebnis des Geschäftsjahres*** 100 0
ROLAND Assistance GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 25,70% 20,34%
Eigenkapital 4.920 4.560
Ergebnis des Geschäftsjahres 507 1.553
ROLAND Assistance Partner GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 25,70% 20,34%
Eigenkapital 402 381
Ergebnis des Geschäftsjahres 21 21
ROLAND Beteiligungsverwaltung GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 39,88% 39,88%
Eigenkapital 21.321 21.212
Ergebnis des Geschäftsjahres 86 -231
ROLAND Risk Consulting srl, Mailand
Anteil am Gesellschaftskapital 39,88% 39,88%
Eigenkapital 168 175
Ergebnis des Geschäftsjahres -7 -12
ROLAND ProzessFinanz AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 39,88% 39,88%
Eigenkapital 2.860 2.860
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 0
ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 39,88% 39,88%
Eigenkapital 76.978 74.546
Ergebnis des Geschäftsjahres 6.076 6.945
ROLAND Schutzbrief-Versicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 39,88% 39,88%
Eigenkapital 5.084 5.075
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 0
Schroder EuroLogistik Fonds GmbH & Co. KG, Wiesbaden *
Anteil am Gesellschaftskapital 22,88% 22,88%
Eigenkapital 162.138
Ergebnis des Geschäftsjahres -31.537
Technisches Kontor für die BU-Versicherung GmbH, Düsseldorf *
Anteil am Gesellschaftskapital 48% 48%
Eigenkapital 48
Ergebnis des Geschäftsjahres 22
TERTIA Handelsbeteiligungsgesellschaft mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 20% 20%
Eigenkapital 19.770 20.395
Ergebnis des Geschäftsjahres 12.313 12.938
urbia.com AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 1.768 1.667
Ergebnis des Geschäftsjahres 573 457
Venus Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 49.768 44.946
Ergebnis des Geschäftsjahres 4.822 7.132
ver.di Service GmbH, Berlin *
Anteil am Gesellschaftskapital 50% 33,33%
Eigenkapital 21
Ergebnis des Geschäftsjahres -13
VVS Holding Vertriebs-, Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth
Anteil am Gesellschaftskapital 61,30% 61,30%
Eigenkapital 10.438 13.047
Ergebnis des Geschäftsjahres -2.075 174
WIN EXPERTISA Gesellschaft zur Förderung beruflicher Vorsorge

mbH, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 861 5.147
Ergebnis des Geschäftsjahres 146 215
WinCom Versicherungs-Holding AG, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 996.040 996.040
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 0
win Health Consulting GmbH, Wiesbaden *
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 1.229
Ergebnis des Geschäftsjahres 304
winsecura Pensionskasse AG, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 100% 100%
Eigenkapital 20.900 20.803
Ergebnis des Geschäftsjahres 80 0
WVV GmbH Wirtschaftsberatungs- und Versicherungsvermittlung,

Neunkirchen
Anteil am Gesellschaftskapital 40% 40%
Eigenkapital 4 22
Ergebnis des Geschäftsjahres -18 -44
Schiffsbeteiligungen
Partenreederei MT "Badenia", Hamburg *
Anteil am Gesellschaftskapital 30% 30%
Eigenkapital -883
Ergebnis des Geschäftsjahres -152
Partenreederei MT "Bolognia" *
Anteil am Gesellschaftskapital 30% 30%
Eigenkapital 2.384
Ergebnis des Geschäftsjahres -38.192
Partenreederei MS "Elbegas", Hamburg *
Anteil am Gesellschaftskapital 25% 25%
Eigenkapital 299
Ergebnis des Geschäftsjahres 38

* Zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichtes lag noch kein vorläufiges Geschäftsergebnis 2010 vor.

** zum Stichtagswechselkurs umgerechnet

*** vor Gewinnabführung

**** Neugründung 1. Juni 2010, Abschluss noch nicht erstellt

Nahe stehende Personen

Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Personen oder Unternehmen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden nicht getätigt.

Weitere Erläuterungen und Angaben

Zum 31.12.2010 waren die in nachstehender Übersicht aufgeführten Spruchverfahren gem. § 306 AktG a.F. bzw. dem Spruchverfahrensgesetz anhängig, die von ehemaligen aussenstehenden Aktionären der betreffenden Gesellschaften eingeleitet wurden.

Spruchverfahren Zweck zuständiges

Gericht
Einleitung

Spruch-

verfahren
Antrags-

gegner
Beherrschungsvertrag

zwischen AXA Konzern AG

und Nordstern Allgemeine

Versicherungs-AG v. 1994
Überprüfung der

Angemessenheit von

Barabfindungsangebot

und Ausgleich
OLG

Düsseldorf
1994 AXA Konzern

AG
Verschmelzung AXA

Versicherung AG

(übernehmender

Rechtsträger) mit Nordstern

Allgemeine Versicherungs-AG

in 1999
Überprüfung der

Angemessenheit des

Umtauschverhältnisses
LG Köln 1999 AXA

Versicherung

AG
Verschmelzung AXA

Lebensversicherung AG

(übernehmender

Rechtsträger) mit Nordstern

Lebensversicherungs-AG in

1999
Überprüfung der

Angemessenheit des

Umtauschverhältnisses
LG Köln 1999 AXA Lebens-

versicherung

AG
Beherrschungsvertrag

zwischen AXA Konzern AG

und Albingia Versicherungs-

AG
Überprüfung der

Angemessenheit von

Barabfindungsangebot

und Ausgleich
LG Hamburg 1999 AXA Konzern

AG /AXA

Versicherung

AG
Verschmelzung AXA

Versicherung AG

(übernehmender

Rechtsträger) mit Albingia

Versicherungs-AG in 2000
Überprüfung der

Angemessenheit des

Umtauschverhältnisses
LG Hamburg 2000 AXA

Versicherung

AG
Beherrschungsvertrag

zwischen AXA Konzern AG

und AXA Versicherung AG in

2000
Überprüfung der

Angemessenheit von

Barabfindungsangebot

und Ausgleich
LG Köln 2000 AXA Konzern

AG
Ergebnisabführungsvertrag

zwischen AXA Konzern AG

und AXA Versicherung AG in

2005
Überprüfung der

Angemessenheit von

Barabfindungsangebot

und Ausgleich
LG Köln 2005 AXA Konzern

AG
Übertragung der Aktien der

Minderheitsaktionäre der AXA

Versicherung AG auf die AXA

Konzern AG ("Squeeze-out")

in 2005
Überprüfung der

angemessenen

Barabfindung
LG Köln 2005 AXA Konzern

AG
Übertragung der Aktien der

Minderheitsaktionäre der AXA

Lebensversicherung AG auf

die AXA Konzern AG

("Squeeze-out") in 2007
Überprüfung der

angemessenen

Barabfindung
LG Köln 2007 AXA Konzern

AG
Übertragung der Aktien der

Minderheitsaktionäre der

Deutsche Ärzteversicherung

AG auf die AXA Konzern AG

("Squeeze-out") in 2007
Überprüfung der

angemessenen

Barabfindung
LG Köln 2007 AXA Konzern

AG
Beherrschungsvertrag

zwischen WinCom

Versicherungs-Holding AG

und DBV (Winterthur) Holding

AG in 2008
Überprüfung der

Angemessenheit von

Barabfindungsangebot

und Ausgleich
OLG Frankfurt 2008 WinCom

Versicherungs-

Holding AG
Übertragung der Aktien der

Minderheitsaktionäre der DBV

(Winterthur) Holding AG auf

die AXA Konzern AG

("Squeeze-out") in 2009
Überprüfung der

angemessenen

Barabfindung
LG Frankfurt 2009 AXA Konzern

AG

Für die AXA Bank AG, Köln, wurde gemäß § 5 Abs. 10 des Status des Einlagensicherungsfonds seitens der AXA Konzern AG sowie der AXA, Paris, eine sogenannte Freistellungserklärung gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin, abgegeben. Die Freistellungserklärung dient zur vorsorglichen Absicherung für den eventuellen Fall einer zugunsten der Bank erfolgten Hilfestellung, falls diese wegen entstandener Verluste erforderlich sein sollte. Per 31.12.2010 betrug der Wert der zu sichernden Kundengelder 1.238,2 Mio. Euro. Darüber hinaus besteht eine Patronatserklärung über 2,5 Mio. Euro Zusammenhang mit der Gewährung von Schuldscheindarlehen.

Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Haftungsverhältnisse wurden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird (Angabe nach § 285 Nr. 27 HGB).

Zusammenarbeit im Konzern

Die Geschäftsfunktionen unserer Gesellschaft werden nach der Verschmelzung der AXA Service AG auf unsere Gesellschaft mit Beginn des Geschäftjahres 2010 nunmehr überwiegend selbst ausgeübt. Weitere Geschäftsfunktionen haben wir auf der Basis von Dienstleistungsverträgen über folgende Gesellschaften wahrgenommen:

bis zum 30.06.2010 die Funktionen aus dem Bereich Vermögensanlage und -verwaltung für Kapitalanlagen über die AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Köln, sowie die Immobilienverwaltung über die AXA Real Estate Managers Deutschland GmbH, Köln; seit dem 01.07.2010 werden alle Funktionen aus dem Bereich Vermögensanlage und -verwaltung für Kapitalanlagen einheitlich auf die AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Köln übertragen.
den Bereich betriebliche Altersversorgung über die Kölner Spezial Beratungs-GmbH, Köln.

Nach Eintragung der Verschmelzung der AXA Service AG auf unsere Gesellschaft am 27. April 2010 werden folgende Dienstleistungen, die zuvor mittelbar bezogen wurden, nunmehr unmittelbar von folgenden Gesellschaften bezogen

die Betreuung von SAP-basierten Anwendungsprogrammen von der AXA Group Solutions SA, Zweigniederlassung Köln;
den Betrieb des Rechenzentrums und die Inanspruchnahme von Kommunikationsdienstleistungen von der AXA Technology Services Germany GmbH, Köln;
die Postbearbeitung, Logistik und Archivierung von der AXA Logistic Services GmbH, Köln;
Teile der Bereiche Kundenservice und Unterstützung von Vertriebsaktivitäten von der AXA Customer Care GmbH, Köln

Mit den folgenden Gesellschaften unterhält die AXA Konzern AG als gewinnempfangende Gesellschaft Gewinnabführungs- und Verlustübernahmeverträge (Ergebnisabführungsverträge):

AXA Versicherung AG, Köln
AXA Lebensversicherung AG, Köln
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
AXA Bank AG, Köln
AXA Finanz Service GmbH, Köln
AXA Customer Care GmbH, Köln
AXA Logistic Services GmbH, Köln
AXA ART AG, Köln

Die AXA Konzern AG hat mit folgenden Gesellschaften Beherrschungsverträge abgeschlossen:

AXA Versicherung AG, Köln
AXA Lebensversicherung AG, Köln
AXA Krankenversicherung AG, Köln
AXA Art Versicherung AG, Köln
AXA Bank AG, Köln
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
Pro bAV Pensionskasse AG, Köln
AXA Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln

Die AXA Konzern AG ist als ein im Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen verpflichtet, für das Geschäftsjahr 2010 nach § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erstellen. In diesem vom Vorstand erstellten Bericht hat dieser abschließend erklärt, dass nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte mit den verbundenen Unternehmen vorgenommen und Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen getroffen oder unterlassen wurden, hat die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist auch durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen nicht benachteiligt worden. Rechtsgeschäfte mit Dritten, die auf Veranlassung oder im Interesse von verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, führten zwar zu einem Nachteil für die Gesellschaft, der jedoch durch einen mindestens gleichwertigen Vorteil kompensiert worden ist.

Die AXA, Paris, ist direkt und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt alleinig am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt. Die AXA Konzern AG ist deshalb ein im Sinne von § 16 Abs. 1 AktG im Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen der AXA. Die AXA Konzern AG und ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der AXA, Paris, einbezogen, der für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellt wird. Die AXA Konzern AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der AXA, Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des Marchés Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt. Der Konzernabschluss der AXA Konzern AG wird im elektronischen Bundesanzeiger und im Unternehmensregister des Bundesministeriums für Justiz veröffentlicht.

Köln, den 19. April 2011

AXA Konzern AG

Der Vorstand

Dr. Keuper Dr. Dahmen Gerber Hanssmann
Dr. Hofmann Nießen Dr. Schwering Wieland

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AXA Konzern Aktiengesellschaft, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 09. Mai 2011

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Alexander Hofmann

Wirtschaftsprüfer
ppa. Elisabeth zu Waldeck und Pyrmont

Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des gesamten Jahres 2010 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte und in drei Sitzungen sowie zwei schriftlichen Abstimmungen wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes über die allgemeine Geschäftsentwicklung, über grundlegende Angelegenheiten sowie die strategischen Ziele der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstandes, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.

Der Aufsichtsrat hat in seiner außerordentlichen Sitzung am 11. März 2010 der Tagesordnung einer außerordentlichen Hauptversammlung zugestimmt, um den Unternehmensgegenstand der Gesellschaft – nach der Verschmelzung der AXA Service AG – um die Funktion als Dienstleistungsgesellschaft zu erweitern. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit dem BAFin-Rundschreiben 23/2009 betreffend Vergütungssysteme im Versicherungsbereich. In dieser Sitzung beschloss der Aufsichtsrat ferner die Tantiemezahlungen für 2009, die Equity Grant Zuteilung 2009 sowie anstehende Anpassungen der Vorstandsvergütung.

In seiner Sitzung am 20. Mai 2010 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstandes über den Geschäftsverlauf 2009 und dem vorgelegten Jahresabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für 2010 vor, die vertiefend erörtert wurde. Im Rahmen einer schriftlichen Beschlussfassung im Juni 2010 stimmte der Aufsichtsrat dem Verkauf der Anteile an der RW Holding AG von der AXA Lebensversicherung AG an die AXA Versicherung AG zu. In seiner Sitzung am 18. November 2010 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über den bisherigen Geschäftsverlauf im laufenden Jahr und gab einen Kurzbericht über die vorläufige Planung 2011.

Ferner billigte der Aufsichtsrat in dieser Sitzung den Konzernabschluss für das Geschäftjahr 2009.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat zeitnah und ausführlich über die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Gesellschaft und über die damit verbundenen Maßnahmen. In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat ausführlich über besondere Projekte und Entwicklungen der Gesellschaft informiert. Der Aufsichtsrat wurde ebenfalls ausführlich über die Sitzungen des Audit Committee informiert.

Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet.

Der Aufsichtsrat hat neben dem gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss zwei weitere Ausschüsse eingerichtet. Das aus drei Mitgliedern bestehende Präsidium befasst sich vornehmlich mit den dienstvertraglichen Angelegenheiten der Mitglieder des Vorstandes und ist aufgrund der Änderungen des Vorstandsvergütungsangemessenheitsgesetzes nun ein vorbereitender Ausschuss. Das aus fünf Mitgliedern bestehende Audit Committee widmet sich im Wesentlichen der Überwachung des Risikomanagements des Vorstandes und der Kontrollmechanismen der Gesellschaft, der Behandlung des Jahresabschlusses, Fragen zur Abschlussprüfung, dem Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und legt die Prüfungsschwerpunkte des Geschäftsjahres fest. Das Präsidium tagte in 2010 zweimal. Das Audit Committee hat in 2010 viermal getagt. Hierüber hat es den Aufsichtsrat umfassend unterrichtet. Der Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht, der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010 sind durch die von der Hauptversammlung gewählten PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die Abschlüsse und Lageberichte lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurden die Berichte des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis zum Jahresabschluss und Lagebericht dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte und die weiteren Erläuterungen des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist, und schließt sich dem Vorschlag für die Gewinnverwendung an. Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht ebenfalls geprüft. Es sind keine Beanstandungen erfolgt. Der Aufsichtsrat billigt den Konzernabschluss.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen, der allen Mitgliedern rechtzeitig vorgelegen hat, ebenfalls geprüft und hat keinerlei Beanstandungen erhoben.

Der Abschlussprüfer hat nach Prüfung des Berichts des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2010 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaften nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.“

Der Aufsichtsrat schließt sich dem Urteil des Abschlussprüfers an und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärungen des Vorstandes am Schluss des Berichtes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.

Im Aufsichtsrat der Gesellschaft gab es im vergangenen Jahr personelle Veränderungen.

Herr Alfred Bouckaert hat sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 20. Mai 2010 niedergelegt, um in den Ruhestand zu gehen. In der ordentlichen Hauptversammlung vom 20. Mai 2010 wurde Herr Jacques de Vaucleroy zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Der Aufsichtsrat wählte Herrn de Vaucleroy in seiner Sitzung vom 20. Mai 2010 zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Gesellschaft.

Ferner trat Herr Peter Freyaldenhoven, in Nachfolge für Herrn Manfred Weyrich, zum 1. Juli 2010 in den Aufsichtsrat der Gesellschaft ein.

Der Aufsichtsrat spricht Herrn Bouckaert und Herrn Weyrich seinen Dank für ihre jahrelange Tätigkeit im Aufsichtsrat der Gesellschaft aus.

Für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihre tatkräftige Unterstützung mit zum Erfolg der Gesellschaft beigetragen haben, seinen Dank aus.

Unser Dank gilt auch den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für die sehr engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Köln, den 24. Mai 2011

*Für den Aufsichtsrat

Jacques de Vaucleroy

Vorsitzender*