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AXA — Annual Report 2023
Aug 30, 2024
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Annual Report
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Publication
AXA Versicherung Aktiengesellschaft
Köln
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Kennzahlen
| AXA Versicherung AG | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Beitragseinnahmen brutto | ||
| - in Mio. Euro | 4.525 | 4.221 |
| - Veränderung in % | 7,2 | 3,4 |
| - Selbstbehalt in % | 64,7 | 64,9 |
| Aufwendungen für Versicherungsfälle f. e. R. | ||
| - in Mio. Euro | 2.434 | 1.913 |
| - in Prozent der verdienten Beiträge f. e. R. | 84,6 | 70,8 |
| Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f. e. R. | ||
| - in Mio. Euro | 636 | 588 |
| - in Prozent der verdienten Beiträge f. e. R. | 22,1 | 21,7 |
| Schadenrückstellungen in % der Schadenzahlungen f. e. R. | 476 | 486 |
| Versicherungstechnische Rückstellungen in % der verdienten Beiträge f. e. R. | 348 | 353 |
| Kapitalanlagen in Mio. Euro (inkl. der Depotforderungen) | 10.113 | 9.948 |
| Nettoverzinsung in % (inkl. der Depotforderungen) | 2,1 | 3,1 |
| Ergebnis vor Gewinnabführung in Mio. Euro | 213 | 389 |
| Gezeichnetes Kapital in Mio. Euro | 165 | 165 |
| Eigenkapital | ||
| - in Mio. Euro | 243 | 243 |
| - in Prozent der verdienten Beiträge f. e. R. | 8,3 | 8,9 |
f. e. R. = für eigene Rechnung
Als Folge von Rundungen können sich bei der Berechnung von Summen und Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
Inhaltsverzeichnis
Aufsichtsrat
Antimo Perretta
Vorsitzender
Ehemaliger CEO European Markets & Latin America, AXA GIE La Neuveville/BE, Schweiz
Mirjam Bamberger
Chief Strategic Development Officer
AXA Europe & Latin America, AXA GIE
Zürich, Schweiz
Thomas Gerber Neidhart
Mitglied der Geschäftsleitung der AXA Versicherungen AG
und der AXA Leben AG
Zürich, Schweiz
Andrea Wolf
Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der
AXA Konzern AG Sankt Augustin
Vorstand
Dr. Thilo Schumacher
Vorsitzender
Vorstandsvorsitz Customer Management Finanzen (vertretungshalber ab 01.03.2024)
Dr. Achim Dahlbokum (ab 28.12.2023)
Informationstechnologie / Digitalisierung
Beate Heinisch
Operations
People Experience Informationstechnologie / Digitalisierung (vertretungshalber 01.09.-27.12.2023)
Kai Kuklinski
Vertrieb
Dr. Stefan Lemke (bis 31.08.2023)
Informationstechnologie / Digitalisierung
Dr. Nils Reich (bis 31.10.2023)
Sachversicherung
Dr. Marc Daniel Zimmermann
Finanzen (bis 29.02.2024)
Sachversicherung (ab 01.11.2023)
Lagebericht
Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Die Entwicklung unserer Gesellschaft fand im Geschäftsjahr 2023 in nachfolgend beschriebenem Umfeld statt:
Deutsche Wirtschaft im Tief
Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr geschrumpft. Laut Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung sank das Bruttoinlandsprodukt verglichen mit dem Vorjahr um 0,3 %. Im Jahr zuvor war immerhin ein Wachstum von rund 1,8 % zu verzeichnen. Gründe sind die hohe Inflation, steigende Zinsen und die schwache Weltkonjunktur. Hinzu kommen politische Unsicherheiten - vom Ukraine-Krieg und dem Nahost-Konflikt bis hin zu den Haushaltsproblemen der Bundesregierung. Milliardenhilfen in der Energiekrise drückten den deutschen Staatshaushalt im vergangenen Jahr ins Minus. Die hohe Inflation schmälerte die Kaufkraft der privaten Haushalte, die sich deshalb mit dem Konsum zurückhielten und 0,8 % weniger ausgaben. Die Europäische Zentralbank bekämpft die starke Teuerung mit dem höchsten Zinsniveau ihrer Geschichte (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung).
Deutsche Versicherungswirtschaft trotz schwieriger Rahmenbedingungen zufrieden
Die deutsche Versicherungswirtschaft hat sich im vergangenen Geschäftsjahr trotz schwieriger Rahmenbedingungen und globaler Unsicherheiten gut behauptet und blickt verhalten optimistisch auf das laufende Jahr 2024. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) verbuchten die Versicherer im Jahr 2023 über alle Sparten hinweg ein leichtes Beitragsplus von 0,6 % auf 224,7 Milliarden Euro.
In der Schaden- und Unfallversicherung war das zurückliegende Jahr geprägt von nachgelagerten Anpassungen an Schadensaufwendungen wie zum Beispiel Baukosten oder gestiegene Preise für Autoreparaturen. Zwar verbuchte die Sparte ein Beitragswachstum von 6,7 % auf 84,5 Milliarden Euro, jedoch legte der Schadenaufwand mit 12,7 % deutlich stärker zu als die Beitragsentwicklung. Insgesamt ging der versicherungstechnische Gewinn der Sparte Schaden- und Unfallversicherung um mehr als die Hälfte auf rund 1,5 Milliarden Euro zurück.
Allein in der Kfz-Versicherung ergibt sich durch die gestiegenen Preise ein versicherungstechnischer Verlust von rund 2,9 Milliarden Euro. Höhere Ausgaben als Einnahmen hatten die Kraftfahrtversicherer auch in den Segmenten Kfz-Haftpflicht und Teilkasko. Die höchste und kräftig gestiegene kombinierte Schaden-Kosten-Quote erwartet der Verband in Vollkasko, wodurch die Kraftfahrtversicherung insgesamt tief in die roten Zahlen rutschte.
Nahtlose Kund:innen-Erfahrung durch Digitalisierung
Digitalisierung prägte auch 2023 die Schnittstellen zwischen Kund:innen und Versicherung. Das betrifft nicht nur Informationen, Beratungs- und Abschlussprozesse, sondern auch Services und Kontaktmöglichkeiten - Kund:innen erwarten neben der persönlichen Ansprache und Beratung auch digitale Lösungen. Beratung vor Ort oder per Videocall, Chatbot, Telefon, digitale Self-Services - es gibt vielfältige, sich überschneidende Kontaktkanäle, die für unsere Kund:innen verfügbar sind, ganz so, wie sie es möchten und brauchen.
Daher arbeitete AXA Deutschland auch 2023 kontinuierlich daran, die Digitalisierung im Unternehmen voranzutreiben mit dem Ziel, eine nahtlose Kund:innen-Erfahrung zu bieten. Ende 2023 konnte das Unternehmen mehr als eine Million Gesamtregistrierungen (mit mind. einem aktiven Vertrag mit AXA/DBV) auf seinem Kundenportal My AXA verzeichnen bei über 8,7 Millionen Logins. Dies ist ein wichtiger Meilenstein und unterstreicht das massive My AXA Wachstum sowie die Relevanz von digitalen Lösungen der letzten Jahre. Ein Highlight stellt die Einführung der neuen App "My AXA Mobile" dar, die neben einem modernen Design und optimierten Selfservices auch innovative Funktionen wie Push-Benachrichtigungen, Account-Manager, SMS-Echtzeitregistrierung und einen smarten Migrationsassistenten beinhaltet.
Auch unternehmensintern hat AXA Deutschland konsequent die Digitalisierung von Prozessen vorangetrieben. Beispielsweise wurde für den Bereich SUH die Migration in ein neues, cloudbasiertes Bestandsführungssystem fortgesetzt.
Agile Transformation für mehr Kund:innen-Zentrierung
Unser Alltag ist vernetzter und mit Technologie durchdrungen. Dadurch verändern sich unter anderem die Anforderungen von Kund:innen, die Produkte und Services einfach, sofort und individuell zugänglich haben möchten. AXA Deutschland stellt sich bereits seit einigen Jahren auf veränderte Bedürfnisse von Kund:innen und Vertriebspartner:innen ein. Eine agile Unternehmenskultur und Denkweise sowie auch Organisationsstruktur sind dafür entscheidende Erfolgsfaktoren.
Eine Veränderung hin zu einem kundenzentrierten Mindset hat AXA Deutschland schon vor längerem begonnen. In 2023 arbeiteten mehr als 1.500 Mitarbeitende in agilen Organisationsstrukturen und crossfunktionalen Teams. Mit der Neuorganisation will das Unternehmen seine Produktivität und Lieferfähigkeit erhöhen, sich stärker auf Ergebnisse fokussieren, die Passgenauigkeit von Lösungen und Angeboten schärfen und die Ergebnisqualität steigern. Einfachheit, Kund:innen-Zentrierung und End-to-end-Prozessoptimierung stehen dabei im Fokus. Für seine Projekte und gesamthafte Entwicklung wurde AXA Deutschland 2023 bei den Mindshift Awards des Handelsblatts unter anderem mit dem Sonderpreis „Mindshift Champion“ ausgezeichnet.
AXA einer der nachhaltigsten Versicherer Deutschlands
Nachhaltigkeit ist im Kern der Tätigkeit eines Versicherungsunternehmens verankert, denn das Geschäft ist per se langfristig orientiert und folgt dem gesellschaftlichen Auftrag, sowohl im Alter als auch in Notlagen, Existenz und Lebensqualität von Kund:innen zu sichern. Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie konzentriert sich AXA Deutschland auf Geschäftsprozesse und Geldanlagen, den eigenen ökologischen Fußabdruck sowie seine soziale Verantwortung. So hat AXA beispielsweise unter anderem Zeichnungsbeschränkungen für die Kohle- und Ölsandindustrie sowie für die Öl- und Gasindustrie eingeführt. AXA hat sich beispielsweise auch verpflichtet, die Kund:innen-Beiträge ab dem Jahr 2050 in Unternehmen und Projekte zu investieren, die in Summe kein Kohlenstoffdioxid mehr ausstoßen. Zudem engagieren sich die Mitarbeitenden von AXA Deutschland seit Jahrzehnten auch über das Versicherungsgeschäft hinaus: In dem Verein AXA von Herz zu Herz setzen sich seit dem Jahr 2000 jährlich mehr als 2.700 Mitarbeitende an 10 Standorten in Deutschland ehrenamtlich für soziale Aktionen ein. Der Verein ist Teil einer weltweiten Initiative der AXA Gruppe.
AXA bietet die Möglichkeit, im Rahmen des Abschlusses einer fondsgebundenen Versicherung, nachhaltige Fonds und Portfolios zu wählen sowie bei der AXA Lebensversicherung AG das Altersvorsorge-Produkt Green Invest, mit dem Kund:innen ausschließlich in nachhaltige Fonds und Portfolios investieren. AXA Deutschland hat 2023 zum wiederholten Mal beim Nachhaltigkeits-Ranking von Zielke Research den ersten Platz von insgesamt 50 Versicherungsunternehmen belegt. Das unabhängige Analysehaus Morgen & Morgen hat AXA Deutschland ebenfalls für seine transparente Nachhaltigkeit ausgezeichnet - AXA erhielt die Top-Bewertung fünf von fünf Sternen. Auch im Nachhaltigkeits-Kompetenz-Rating des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) wurde die AXA Lebensversicherung AG mit der höchst vergebenen Bewertung ausgezeichnet.
Einschätzung zukünftiger Risiken mit dem Future Risks Report
Als Versicherungsunternehmen ist es die Kernaufgabe von AXA, potenzielle Risiken zu identifizieren und Kund:innen dagegen abzusichern. Der jährliche AXA Future Risks Report untersucht in einer repräsentativen Befragung, wie die breite Öffentlichkeit und Expert:innen künftige Risiken wahrnehmen. Der Klimawandel, gesellschaftliche Spannungen sowie Energieversorgungsrisiken waren 2023 für die deutsche Bevölkerung die drei größten Risiken der kommenden fünf bis zehn Jahre. 77 % der Befragten waren davon überzeugt, dass die öffentlichen Behörden nicht ausreichend vorbereitet sind, um das Risiko des Klimawandels zu managen. Wie bereits bei der Befragung in 2022 zeigte sich, dass das Vertrauen in öffentliche Institutionen nur gering ist. Ergänzend zum AXA Future Risks Report hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag von AXA Deutschland ergeben, dass nur rund jeder Fünfte in Deutschland es für wahrscheinlich hält, dass das 1,5 Grad-Ziel aus dem Pariser Klimaabkommen eingehalten wird.
Partnerschaften
Gemeinsam brachten AXA und der Autobauer BMW im Jahr 2020 eine innovative Kfz-Versicherung für PKW auf den Markt. Durch den Gratismonat kann der Autoverkäufer im Autohaus direkt die elektronische Versicherungsbestätigung (EVB) generieren und das Auto anmelden. Das sogenannte ,,Ready2Drive“-Konzept im angebotenen kostenlosen Freimonat ohne vertragliche Verbindungen führte zu einem hohen Kundeninteresse. Auch im Jahr 2023 hat die Kooperation unsere Erwartungen übertroffen und mehr als 50 % der Interessenten entschieden sich nach der kostenlosen Testphase weiterhin an einem Kfz-Folgevertrag bei AXA festzuhalten. Das in der Offline-Welt gestartete „ready2drive“ Konzept konnte im September 2021 mit unserem Partner AutoScout24 aus Sicht des Vorstandes erfolgreich in die Online-Welt überführt und mit dem digitalen smyle-Angebot von AutoScout24 verknüpft werden. Somit können Kunden, die sich über AutoScout24 smyle einen Gebrauchtwagen nach Hause liefern lassen, direkt mit AXA-Vollkasko-Versicherungsschutz losfahren.
Cyberkriminalität
Mit der weiter um sich greifenden Vernetzung und Digitalisierung von Geschäftsprozessen sowie Produktionen steigt auch das Risiko für Unternehmen, Opfer von Cyberkriminalität zu werden, exponentiell an. Betroffen sind hierbei auch immer häufiger mittelständige und kleinere Unternehmen, die aufgrund nicht ausreichender IT-Sicherheitsvorkehrungen ins Fadenkreuz von Hackergruppen geraten. Zu den Angriffsvektoren gehören weiterhin in erster Linie Phishing-Mails aber auch von außen sichtbare Netzwerk-Schwachstellen, die über das Internet für Hacker erreichbar sind. Zugleich nahmen sogenannte Lieferketten-Angriffe deutlich zu, da sie das Potential haben, mit einem einzigen Angriff, zahlreiche Unternehmen zu schädigen bzw. zu bedrohen.
In der Regel wurden betroffene Unternehmen mit sehr hohen Kosten konfrontiert. Neben der notwendigen Wiederherstellung des ursprünglichen Netzwerkzustandes, der Vermeidung von Reputationsschäden, insbesondere durch Abzug von Daten und der Drohung diese zu veröffentlichen, bleibt die Betriebsunterbrechung mit den daraus resultieren Einbußen der Haupt-Kostentreiber, der einen Cyberangriff schnell zu existenzbedrohenden Situation heranwachsen lässt.
Seit 2019 haben sich die weltweiten registrierten Angriffe mittels Ransomware versechsfacht., Innerhalb der EU kam es seit Mitte 2023 monatlich zu über 550 gemeldeten Incidents; in beiden Fällen dürfte die Dunkelziffer noch immer deutlich darüber liegen. Durch die immer häufigere Nutzung smarter Anwendungen im persönlichen Lebensbereich, werden neben Unternehmen auch zusehends häufiger Privatpersonen von Attacken getroffen, meistens in Form von Finanzkriminalität.
Die Versicherungswirtschaft agiert in diesem volatilen Markt als Stabilisator, sachgerechte Versicherungslösungen werden so weiterentwickelt, damit die aus Cyberkriminalität resultierenden Schäden nicht zu einer Existenzbedrohung von Unternehmen und Privatpersonen führen.
Unser Unternehmen
Die AXA Versicherung AG ist ein klassischer Kompositversicherer und hat ihre Wurzeln im Jahr 1919 in der damaligen Wikinger Lloyd Versicherungs-AG. Durch Fusionen mit namhaften Gesellschaften wie 1999 mit der Nordstern Allgemeine Versicherungs-AG, 2000 mit der Albingia Versicherungs-AG, 2009 mit der DBV-Winterthur Versicherung AG, der DBV-WinSelect Versicherung AG und der Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG sowie 2016 mit der DBV Deutsche Beamtenversicherung AG ist sie in den zurückliegenden Jahren stark gewachsen. Geschäftsschwerpunkte sind die Kraftfahrtversicherung und die Haftpflichtversicherung. Wichtige Geschäftszweige sind darüber hinaus im Privatkundengeschäft die Unfall-, Gebäude- und Hausratversicherung sowie im Industrie- und Firmenkundengeschäft die Feuer- und Transportversicherung.
Starke Ratings im AA-Bereich
Die AXA Gruppe mit Hauptsitz in Frankreich gehört zu den stabilsten globalen Finanzdienstleistern. Die internationalen Ratingagenturen bescheinigen ihr seit Langem eine hohe Finanzkraft. Deren Einstufungen können indirekt auch für die Kerngesellschaften der deutschen AXA Konzern AG herangezogen werden. Der letzte Bericht des Standard & Poor’s Rating Services vom 6. September 2023 testiert der AXA Gruppe weiterhin unverändert ein Financial Strength Rating von AA- sowie einen stabilen Ausblick. Auch die auf den Versicherungssektor spezialisierte Ratingagentur AM Best bewertet AXA Gruppe in ihrer letzten Beurteilung vom 7. September 2023 mit einem Financial Strength Rating von A+ mit stabilem Ausblick.
Entwicklung des Geschäftsverlaufes im Vergleich zu den Erwartungen
Die Beitragseinnahmen sind noch stärker gestiegen als angenommen, sowohl im direkten als auch im indirekten Geschäft, bedingt sowohl durch das Neugeschäft als auch durch Tarifanpassungen.
Die Schadenquote fiel deutlich höher aus als prognostiziert, vor allem aufgrund einer höheren Anzahl von Großschäden und Naturereignissen.
Wie erwartet, ermöglichte unsere Kosteneffizienzmaßnahmen einen leichten Rückgang der Verwaltungskostenquote. Die Abschlusskostenquote ist aufgrund des höheren Beitragswachstums entgegen unserer Erwartung leicht gesunken. Insgesamt fiel die Bruttokostenquote etwas besser aus als angenommen.
Das Kapitalanlageergebnis entwickelte sich gemäß unseren Erwartungen deutlich rückläufig, geprägt von vorgesehenen geringeren Abgangsgewinnen. Insgesamt wurde eine deutlich geringere Gewinnabführung erzielt als geplant.
Der Geschäftsverlauf im Einzelnen
Beitragseinnahmen wuchsen um 7,2 %
Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen im Geschäftsjahr um 7,2 % auf 4,5 Mrd. Euro. Dabei wuchsen die Einnahmen sowohl im direkten (+6,6 %) als auch im übernommenen Geschäft (+13,9 %). Wichtige Treiber waren neben den erneuten Zuwächsen in der verbundenen Wohngebäude- und in der sonstigen Sachversicherung die positiven Entwicklungen in der Haftpflicht- sowie in der Kraftfahrtversicherung. Lediglich die Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr verbuchte erneut Beitragsrückgänge.
Beitragsentwicklung nach Versicherungssparten
| in Mio. Euro | 2023 | 2022 | Veränderung | Anteil |
|---|---|---|---|---|
| Unfallversicherung | 205 | 211 | -2,6% | 5% |
| Haftpflichtversicherung | 689 | 654 | 5,3% | 17% |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | 741 | 729 | 1,6% | 18% |
| sonstige Kraftfahrtversicherung | 519 | 494 | 5,0% | 13% |
| Feuer- und Sachversicherung | 1.381 | 1.250 | 10,5% | 33% |
| davon Feuerversicherung | 179 | 162 | 10,2% | 0% |
| davon Verbundene Hausratversicherung | 169 | 164 | 3,1% | 4% |
| davon Verbundene Gebäudeversicherung | 671 | 586 | 14,3% | 16% |
| davon sonstige Sachversicherung | 362 | 337 | 7,5% | 9% |
| Transport- und Luftfahrtversicherung | 150 | 144 | 3,8% | 4% |
| Kredit- und Kautionsversicherung | 38 | 37 | 2,5% | 1% |
| sonstige Versicherungen | 416 | 362 | 14,7% | 10% |
| Direktes Versicherungsgeschäft insgesamt | 4.137 | 3.881 | 6,6% | 100% |
| In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft | 387 | 340 | 13,9% | |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 4.525 | 4.221 | 7,2% |
Bruttoschadenquote auf 74,6 % gestiegen
Im Bereich der Normalschäden fiel der Schadenaufwand leicht höher als im Vorjahr aus, vor allem aufgrund gestiegener Schadenfrequenzen sowie höherer durchschnittlicher Belastungen bei den Kraftfahrt- und Sachversicherungen. Die zahlreichen Naturereignisse im Geschäftsjahr - unter anderem das Gewittertief „Lambert“ im Juni, die Tiefs „Quentin“ und „Ronson“ im Juli, die Tiefs „Denis“, „Arend“, „Bernd“, „Christoph“ und „Erwin“ im August und das Sturmtief „Zoltan“ im Dezember - führten zu einer deutlich höheren Belastung aus Elementarschäden, insbesondere bei den Kraftfahrt- sowie Feuer- und Sachversicherungen. Die Aufwendungen für Großschäden nahmen in Anbetracht der geringen vorjährigen Belastung ebenfalls zu, vor allem in den Feuer- und Cyberversicherungen.
Die Schadenquote des Geschäftsjahres brutto stieg somit von 72,3 % im Vorjahr auf 81,8 %. Unter Einbeziehung rückläufiger Abwicklungsergebnisse erhöhte sich die Gesamtschadenquote brutto um 10,1 Prozentpunkte auf 74,6 %. Die Beteiligungsquote unserer Rückversicherer an den Schadenexzedenten fiel etwas geringer als im Vorjahr aus und somit verschlechterte sich die Gesamtschadenquote netto um 13,8 Prozentpunkte auf 84,6 %.
Bruttokostenquote leicht verbessert
Bei einem Wachstum der verdienten Beitragseinnahmen um 6,9 % sind die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb im Berichtsjahr provisionsbedingt um 4,9 % angestiegen. Dies führte zu einer Senkung der Bruttokostenquote um 0,5 Prozentpunkte auf 25,8 %, dabei fiel die Abschlusskostenquote um 0,4 Prozentpunkte und die Verwaltungskostenquote um 0,1 Prozentpunkte geringer aus als im Vorjahr.
Kapitalanlageergebnis auf 213 Mio. Euro gesunken
Das gesamte Kapitalanlageergebnis - alle Erträge abzüglich aller Aufwendungen - betrug im Berichtsjahr 213,3 Mio. Euro (Vorjahr: 305,7 Mio. Euro). Dies entspricht einem Rückgang von 92,4 Mio. Euro. Dabei stieg das laufende Ergebnis für Kapitalanlagen im Wesentlichen aufgrund von höheren Ausschüttungen von Renten- und Aktienfonds um 104,4 Mio. Euro auf 298,9 Mio. Euro. Die laufende Verzinsung erhöht sich daher von 2,0 % auf 3,0 %.
Aus dem Abgang von Kapitalanlagen wurden Gewinne in Höhe von 11,3 Mio. Euro (Vorjahr: 142,8 Mio. Euro) realisiert. Diese Gewinne wurden hauptsächlich aus der Rückgabe von Anteilsscheinen sowie dem Verkauf von Aktienfonds, Rentenfondsanteilen und festverzinslichen Wertpapieren erzielt. Den Abgangsgewinnen standen Abgangsverluste in Höhe von 75,1 Mio. Euro (Vorjahr: 23,8 Mio. Euro) gegenüber.
Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Kapitalanlagen in Höhe von insgesamt 25,3 Mio. Euro (Vorjahr: 16,0 Mio. Euro) vorgenommen, davon sind 2,1 Mio. Euro (Vorjahr: 4,1 Mio. Euro) durch Wechselkursänderungen bedingt. Die Zuschreibungen auf Kapitalanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 8,2 Mio. Euro).
Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen - berechnet nach der Formel des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft - beträgt für das Jahr 2023 2,1 % (Vorjahr: 3,1 %).
Eigenkapital
Das Eigenkapital der Gesellschaft liegt mit 243,1 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Das Verhältnis des Eigenkapitals zu den gebuchten Nettobeiträgen belief sich im Berichtsjahr auf 8,3 % (Vorjahr: 8,9 %).
Zwischen der AXA Konzern AG als Kreditgeber und AXA Versicherung AG als Kreditnehmer besteht ein Kreditvertrag über die Aufnahme eines abrufbaren Nachrangdarlehens mit einer Kreditlinie von insgesamt 120,0 Mio. Euro. Der Vertrag kann in zwei Tranchen in Höhe von jeweils 60,0 Mio. Euro in Anspruch genommen werden. Zum 31.12.2023 wurde davon kein Gebrauch gemacht.
Ertragsteuern und Ergebnisabführung
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag verringern sich gegenüber dem Vorjahreswert um 128,3 Mio. Euro auf -27,3 Mio. Euro bei einer gleichzeitigen Verringerung der Ertragsteuerquote von 20,6 % auf -14,73 %. Maßgeblich für diese Verringerungen ist die Auflösung von Steuerrückstellungen im Rahmen einer Neubewertung, höhere steuerfreie Erträge aus Kapitalanlagen sowie ein deutlich geringeres Ergebnis vor Steuern.
Aufgrund des im Mai 2005 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages zwischen der AXA Versicherung AG und der AXA Konzern AG wurde ein Gewinn in Höhe von 213,3 Mio. Euro (Vorjahr: 388,6 Mio. Euro) an die AXA Konzern AG abgeführt.
Geschäftsgebiet und betriebene Versicherungszweige
Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit lag im Berichtsjahr unverändert auf dem deutschen Markt und unser Versicherungsangebot umfasst nach wie vor alle wesentlichen Zweige der Schaden- und Unfallversicherung. Wir sind in den meisten Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums zum freien Dienstleistungsverkehr zugelassen und darüber hinaus in Dänemark auch im Niederlassungsverkehr tätig. In der Anlage zum Lagebericht werden unser Geschäftsgebiet und die von uns betriebenen Versicherungszweige im Einzelnen aufgeführt.
Geschäftsverlauf in den wichtigsten Versicherungszweigen des selbst abgeschlossenen Geschäfts
Unfallversicherung: weitere Zurückhaltung im Neugeschäft der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr
Das Unfallversicherungsgeschäft verzeichnete erneut einen Rückgang der gebuchten Bruttobeiträge um 2,6 % bzw. 5,5 Mio. Euro auf 205,4 Mio. Euro. Dies war im Wesentlichen bedingt durch die geschäftspolitische Zurückhaltung im Neugeschäft bei der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle, Rückkäufe und Rückgewähr verringerten sich um 13,6 % bzw. 24,9 Mio. Euro auf 159,0 Mio. Euro, bedingt durch niedrigere Schadenfrequenzen und gestiegene Abwicklungsgewinne. Bei leicht rückläufigen Kosten und nach einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 23,7 Mio. Euro (Vorjahr: 5,1 Mio. Euro) verblieb unter Berücksichtigung eines technischen Zinsertrages von 14,4 Mio. Euro (Vorjahr: 16,0 Mio. Euro) ein versicherungstechnischer Nettogewinn von 9,2 Mio. Euro (Vorjahr: 8,3 Mio. Euro).
Die Anteilssätze für die Überschussbeteiligung in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr werden auf den Seiten 62 bis 63 dieses Berichts genannt und erläutert.
Haftpflichtversicherung: erneut erfreuliches Beitragswachstum
Die Beitragseinnahmen erhöhten sich neugeschäftsbedingt um 5,3 % bzw. 34,4 Mio. Euro auf 688,7 Mio. Euro. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle des Geschäftsjahres erhöhten sich um 16,7 % bzw. 64,3 Mio. Euro, bedingt durch höhere durchschnittliche Schadenbelastungen im Privat- und Firmenkundengeschäft. Hingegen fiel der Schadenaufwand im Industriekundengeschäft geringer als im Vorjahr aus. Unter Einbeziehung deutlich rückläufiger Abwicklungsgewinne verschlechterte sich die Gesamt-Schadenquote um 11,1 Prozentpunkte auf 51,2 %. Bei einer um 1,0 Prozentpunkte verbesserten Kostenquote stieg die Schaden-Kosten-Quote auf 82,0 % (Vorjahr: 70,9 %). Nach einem negativen Rückversicherungsergebnis und einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 163,5 Mio. Euro (Vorjahr: 7,8 Mio. Euro) betrug der versicherungstechnische Nettogewinn 254,7 Mio. Euro (Vorjahr: 169,5 Mio. Euro).
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung: anhaltende Schadeninflation belastet das Ergebnis
Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes stieg im Jahr 2023 die Anzahl der Neuzulassungen von Personenkraftwagen um etwa 7 % bundesweit an. Damit erholte sich zwar der Markt von den Krisen der vergangenen Jahre weiter, lag aber weiterhin unter dem Niveau von 2019. Dies führt zu einem weiterhin hohen Anteil von Gebrauchtfahrzeugen im Bestand mit durchschnittlichen Beiträgen und schwächte einen sehr guten Jahreswechselgeschäft etwas ab. Die Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung, der volumenmäßig größte Versicherungszweig des Privatkundengeschäftes, verzeichnete folglich ein Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge um 1,6 % auf 740,6 Mio. Euro.
Die Aufwendungen für Versicherungsfälle des Geschäftsjahres fielen um 6,3 % höher als im Vorjahr aus, bedingt durch zunehmende Schadenfrequenzen sowie eine höhere durchschnittliche Schadenbelastung aufgrund der kontinuierlichen Schadeninflation (Ersatzteile, Reparaturkosten, Mietwagen usw.) Bei niedrigeren Abwicklungsgewinnen erhöhte sich die Gesamt-Schadenquote von 73,3 % auf 81,7 %. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb blieben mit 152,6 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres und es ergab sich eine Schaden-Kosten-Quote von 102,6 % (Vorjahr: 94,3 %). Unter Einbeziehung eines rückläufigen Rückversicherungsergebnisses und nach einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 31,4 Mio. Euro (Vorjahr: 8,9 Mio. Euro) wurde ein versicherungstechnischer Nettoverlust in Höhe von 16,1 Mio. Euro (Vorjahr: Nettogewinn in Höhe von 23,5 Mio. Euro) erzielt.
Sonstige Kraftfahrtversicherungen: weiterhin hoher Wettbewerbsdruck am Markt
Innerhalb der sonstigen Kraftfahrtversicherungen spielen insbesondere die Voll- und Teilkaskoversicherungen eine wesentliche Rolle.
Die gebuchten Bruttobeiträge lagen mit 518,6 Mio. Euro um 5,0 % über dem Niveau des Vorjahres. Die Geschäftsjahres-Schadenquote stieg um 24,6 Prozentpunkte auf 108,4 %. Bedingt durch höhere Abwicklungsgewinne erhöhte sich die Gesamt-Schadenquote um 20,4 Prozentpunkte auf 100,0 %. Die Kostenquote fiel leicht geringer aus als im Vorjahr und die Schaden-Kosten-Quote betrug 117,0 % (Vorjahr: 96,9 %). Bei einer geringeren Beteiligung unserer Rückversicherer an den Schadenexzedenten und nach einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 14,6 Mio. Euro (Vorjahr: 4,3 Mio. Euro) ergab sich ein versicherungstechnischer Verlust in Höhe von 63,9 Mio. Euro (Vorjahr: Nettogewinn in Höhe von 18,2 Mio. Euro).
Feuerversicherung: Großschadenereignisse belasten das Ergebnis
Die Beiträge sind aufgrund von Beitransanpassungen um 10,2 % auf 178,9 Mio. Euro gestiegen. Geprägt von zahlreichen Großschadenereignissen im Industriekundengeschäft nahm der Schadenaufwand deutlich zu. Insgesamt stiegen die Aufwendungen für Versicherungsfälle um 50,6 % auf 145,3 Mio. Euro. Bei provisionsbedingt leicht höheren Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb verschlechterte sich die Schaden-Kosten-Quote von 80,9 % auf 103,0 %. Nach einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: Entnahme in Höhe von 11,4 Mio. Euro) und bei einem deutlich schlechteren Rückversicherungsergebnis ergab sich ein versicherungstechnischer Verlust in Höhe von 32,3 Mio. Euro (Vorjahr: 4,7 Mio. Euro).
Verbundene Hausratversicherung: durchschnittliche Schadenbelastung nimmt zu
Die Beitragseinnahmen lagen mit 169,2 Mio. Euro bedingt durch Tarifanpassungen leicht über dem Niveau des Vorjahres von 164,0 Mio. Euro.
Sowohl ein gestiegener durchschnittlicher Schadenaufwand als auch höhere Schadenfrequenzen führten zu einer Zunahme der Schadenbelastung um 19,8 % bzw. 13,7 Mio. Euro und somit zu einem Anstieg der Geschäftsjahres-Schadenquote um 7,2 Prozentpunkte auf 49,2 %. Bei gestiegenen Abwicklungsergebnissen und einer leicht geringeren Kostenquote erhöhte sich die Schaden-Kosten-Quote um 2,0 Prozentpunkte auf 79,4 %. Unter Berücksichtigung einer niedrigeren Beteiligung unserer Rückversicherer an den Schadenexzedenten betrug der versicherungstechnische Gewinn 27,3 Mio. Euro (Vorjahr: 28,2 Mio. Euro). Eine Schwankungsrückstellung war wie in den vergangenen Jahren nicht zu bilden.
Verbundene Wohngebäudeversicherung: hohes Beitragswachstum hält an, Großschäden belasten das Ergebnis
Die verbundene Wohngebäudeversicherung zählt weiterhin zu den Wachstumssparten und verzeichnete eine Beitragssteigerung von 14,3 % auf 670,5 Mio. Euro, im Wesentlichen bedingt durch Beitragsanpassungen.
Die bereits erwähnten zahlreichen Wetterereignisse sowie eine hohe Anzahl von Großschäden führten zu einem um 16,3 % bzw. 72,3 Mio. Euro erhöhten Schadenaufwand und somit zu einem Anstieg der Schadenquote des Geschäftsjahres von 76,8 % auf 79,4 %. Unter Einbeziehung geringerer Abwicklungsverluste betrug die Gesamt-Schadenquote 82,3 % (Vorjahr: 82,5 %). Bei einer leicht gesunkenen Kostenquote ergab sich eine Schaden-Kosten-Quote von 111,3 % (Vorjahr: 111,7 %). Nach der Entlastung durch unsere Rückversicherer im Rahmen von Schadenexzedentenbeteiligungen sowie einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 61,4 Mio. Euro (Vorjahr: Zuführung in Höhe von 10,4 Mio. Euro) ergab sich ein versicherungstechnischer Nettoverlust in Höhe von 73,5 Mio. Euro (Vorjahr: 69,8 Mio. Euro).
Sonstige Sachversicherung: Schaden-Kosten-Quote erneut gesunken
Die sonstige Sachversicherung beinhaltet hauptsächlich die Zweige Veranstaltungsausfall, Einbruchdiebstahl, erweiterte Deckungen (Extended Coverage), Leitungswasser, Sturm- und Glasversicherung sowie technische Versicherungen. Nahezu alle Zweige wiesen ein Beitragswachstum aus, insbesondere erfreulich war die Entwicklung bei den Maschinenversicherungen (+6,3 % bzw. +7,7 Mio. Euro) und bei den erweiterten Deckungen (+15,5 % bzw. +11,4 Mio. Euro). Insgesamt stiegen die Beitragseinnahmen in der sonstigen Sachversicherung um 7,5 % bzw. 25,4 Mio. Euro auf 362,3 Mio. Euro.
Die Gesamt-Schadenquote verbesserte sich von 53,9 % auf 44,7 %, geprägt von höheren Abwicklungsgewinne, die den Anstieg der Aufwendungen für Versicherungsfälle des Geschäftsjahres überkompensierte. Bei einer leicht niedrigeren Kostenquote verbesserte sich die Schaden-Kosten-Quote von 81,2 % auf 70,6 %. Aus der Schwankungsrückstellung wurden 2,8 Mio. Euro entnommen (Vorjahr: Zuführung in Höhe von 2,6 Mio. Euro). Die beschriebenen Entwicklungen führten zu einem versicherungstechnischen Nettogewinn in Höhe von 41,6 Mio. Euro (Vorjahr: 21,4 Mio. Euro).
Transport- und Luftfahrtversicherung: höhere durchschnittliche Schadenbelastung
Innerhalb der Transport- und Luftfahrtversicherungen erhöhten sich die Beitragseinnahmen, bedingt durch Beitragsanpassungen im Bestandsgeschäft um 3,8 % auf 149,9 Mio. Euro. Das Geschäftsjahr war zwar geprägt von leicht niedrigeren Schadenfrequenzen, dennoch von deutlich höheren durchschnittlichen Belastungen. Die Schadenquote für das Geschäftsjahr erhöhte sich somit um 10,8 Prozentpunkte auf 69,0 %. Bei rückläufigen Abwicklungsergebnissen und trotz einer leicht niedrigeren Kostenquote stieg die Schaden-Kosten-Quote um 17,1 Prozentpunkte auf 104,7 %. Unter Berücksichtigung eines belastenden Rückversicherungsergebnisses und einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: Entnahme in Höhe von 4,9 Mio. Euro) ergab sich ein versicherungstechnischer Nettoverlust in Höhe von 20,4 Mio. Euro (Vorjahr: Nettogewinn in Höhe von 11,0 Mio. Euro).
Kredit- und Kautionsversicherung: weiterhin profitables Geschäft
Die Kredit- und Kautionsversicherung beinhaltet bei unserer Gesellschaft nur die Kautionsversicherung (Bürgschaftsversicherung), die im Firmenkundengeschäft betrieben wird und im Geschäftsjahr ein Beitragswachstum von 2,5 % auf 37,6 Mio. Euro aufwies.
Die Aufwendungen für Versicherungsfälle des Geschäftsjahres verringerten sich um 9,4 % auf 27,9 Mio. Euro, maßgeblich bedingt durch eine niedrigere Belastung aus Großschäden. Unter Berücksichtigung leicht gestiegener Abwicklungsgewinne verbesserte sich die Gesamt-Schadenquote von 52,2 % auf 39,8 %. Bei einer leicht höheren Kostenquote betrug die Schaden-Kosten-Quote 69,5 % (Vorjahr: 81,5 %). Zur Schwankungsrückstellung wurden 1,5 Mio. Euro zugeführt (Vorjahr: Entnahme in Höhe von 0,7 Mio. Euro). Insgesamt erzielte die Sparte ein profitables Nettoergebnis von 7,0 Mio. Euro (Vorjahr: 4,0 Mio. Euro).
Sonstige Versicherungen: Beitragswachstum hält an, Großschäden nehmen zu
Unter sonstigen Versicherungen werden vor allem die verbundene Sach-Gewerbe-Versicherung, unser Baukastenprinzip für gewerbliche Kunden, sowie die Betriebsunterbrechungs-, die Cyber- und die Vertrauensschaden-Versicherung geführt.
Die Bruttobeitragseinnahmen stiegen um 14,7 % auf 415,7 Mio. Euro, bedingt sowohl durch Beitragsanpassungen im Bestandsgeschäft als auch durch Neugeschäft. Die Geschäftsjahres-Schadenquote stieg von 80,0 % auf 109,4 %, geprägt von deutlich höheren Großschadenaufwendungen, unter anderem in den Cyberversicherungen. Unter Einbeziehung moderat höherer Abwicklungsgewinne verschlechterte sich die Gesamt-Schadenquote auf 100,4 % (Vorjahr: 70,6 %). Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb fielen neugeschäftsbedingt höher als im Vorjahr aus und somit betrug die Schaden-Kosten-Quote 128,8 % (Vorjahr: 99,0 %). Nach einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 15,1 Mio. Euro (Vorjahr: Entnahme in Höhe von 7,6 Mio. Euro) und einem deutlich verbesserten Rückversicherungsergebnis ergab sich ein versicherungstechnischer Nettoverlust in Höhe von 107,3 Mio. Euro (Vorjahr: 21,7 Mio. Euro).
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft
Das gesamte in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wird zeitgleich erfasst.
Die gebuchten Bruttobeiträge des in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäfts entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
| in Mio. Euro | 2023 | 2022 | Veränderung | Anteil |
|---|---|---|---|---|
| Unfallversicherung | 24,9 | 20,8 | 19,6% | 6% |
| Haftpflichtversicherung | 15,8 | 13,9 | 13,7% | 4% |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | 48,4 | 45,1 | 7,3% | 12% |
| sonstige Kraftfahrtversicherung | 21,0 | 19,2 | 9,1% | 5% |
| Feuer- und Sachversicherung | 102,5 | 75,1 | 36,4% | 26% |
| davon Feuerversicherung | 94,4 | 67,6 | 39,6% | 24% |
| davon Verbundene Hausratversicherung | 0,2 | 0,2 | -14,8% | 0% |
| davon sonstige Sachversicherung | 8,0 | 7,3 | 9,0% | 2% |
| Transport- und Luftfahrtversicherung | 3,5 | 2,1 | 64,9% | 1% |
| Rechtsschutzversicherung | 145,8 | 140,6 | 3,7% | 38% |
| sonstige Versicherungen | 25,4 | 23,2 | 9,5% | 7% |
| Gesamtes in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft | 387,3 | 340,1 | 13,9% | 100% |
Die gebuchten Beiträge unserer Retrozessionen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
| in Mio. Euro | 2023 | 2022 | Veränderung | Anteil |
|---|---|---|---|---|
| Unfallversicherung | 24,9 | 20,8 | 19,6% | 26% |
| Haftpflichtversicherung | 0,4 | 0,3 | 28,9% | 0% |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | 26,2 | 24,7 | 6,0% | 27% |
| sonstige Kraftfahrtversicherung | 11,4 | 10,3 | 10,1% | 12% |
| Feuer- und Sachversicherung | 20,8 | 17,0 | 22,3% | 22% |
| davon Feuerversicherung | 20,0 | 14,8 | 35,3% | 21% |
| davon sonstige Sachversicherung | 0,8 | 2,2 | -64,7% | 1% |
| Transport- und Luftfahrtversicherung | 0,2 | 0,2 | -24,3% | 0% |
| sonstige Versicherungen | 12,8 | 11,6 | 10,1% | 13% |
| Retrozessionen insgesamt | 96,6 | 85,0 | 13,7% | 100% |
Auslandsaktivitäten
Die Zweigniederlassung Dänemark der AXA Versicherung verzeichnete im Geschäftsjahr Beitragseinnahmen von 12,0 Mio. Euro (Vorjahr: 10,6 Mio. Euro) und erzielte ein positives Geschäftsergebnis.
Entwicklung des Kapitalanlagebestands
Kapitalanlagebestand stieg um 165 Mio. Euro auf 10,1 Mrd. Euro
Auch das Geschäftsjahr 2023 wurde von hoher Dynamik an den Kapitalmärkten geprägt. Dabei entwickelte sich insbesondere der Aktienmarkt deutlich positiver als zu Beginn des Jahres im Konsens erwartet wurde. Wesentliche Treiber der Entwicklung der Kapitalmärkte waren neben den makroökonomischen Variablen Inflation und Wachstum, die Geldpolitik.
Nachdem im Jahr 2022 sich bei den Konsumentenpreisen in der Eurozone unterjährig zweistellige Steigerungsraten ergaben und die Inflation bei 8,4 % lag, nahm die Inflationsdynamik im Verlauf des Jahres 2023 ab, so dass die Inflation im Jahre 2023 auf 5,5 % sank. Für 2024 wird mit einem weiteren Rückgang der Inflation gerechnet.
Das globale Wachstum wird für 2023 bei 3,0 % erwartet und entwickelte sich somit besser als im Konsens zu Beginn des Jahres angenommen. Zwar wird für Deutschland ein leicht negatives Wachstum erwartet, insgesamt wird für die Eurozone allerdings für 2023 ein moderates Wachstum von 0,5 % projiziert. Ein starker Rückgang des Wirtschaftswachstums ist somit ausgeblieben, auch wenn die Wachstumsraten global und in der Eurozone im Vorjahresvergleich rückläufig waren. In den USA wird für 2023 sogar mit einem leichten Anstieg des Wachstums im Vorjahresvergleich gerechnet, wobei für 2024 geringeres Wachstum projiziert wird.
Zur Eindämmung der Inflation erhöhte die Europäische Zentralbank die Leitzinsen im Jahresverlauf bis September sukzessive um 2,0 %. Die US-amerikanische Zentralbank FED vollzog die letzte Erhöhung des Leitzinses im Juli. Insgesamt erhöhte die FED im Jahre 2023 den Leitzins um 1,0 %. In dem zuvor skizzierten Umfeld rückläufiger Inflation und nachlassenden Wachstums wird für 2024 mit einem Absenken der Leitzinsen gerechnet.
Inflation und Geldpolitik waren auch wesentliche Treiber der Renditen an den Anleihemärkten. Nachdem die Rendite 10-jähriger deutscher Staatsanleihen im Oktober nahezu 3,0 % erreichte, fiel die Rendite zum Jahresende auf 2,02 % und war somit im Vergleich zum Jahresende 2022 insgesamt 0,54 Prozentpunkte rückläufig. Insgesamt liegt das Zinsniveau unverändert auf einem deutlich höheren Niveau als in der bis zum ersten Quartal 2022 erlebten Niedrigzinsphase. In der Kapitalanlage profitiert die AXA Versicherung AG somit unverändert von im Vergleich zur Niedrigzinsphase attraktiven Neuanlagerenditen. Auch führten die im Jahresverlauf rückläufigen Zinsen (z.B. 10-jährige deutsche Staatsanleihen) zu einem Anstieg der Marktwerte der festverzinslichen Kapitalanlagen im Vorjahresvergleich.
Die im Vergleich zu den Erwartungen am Jahresanfang gute Entwicklung der globalen Konjunktur sowie die sich durchsetzende Erwartung bezüglich Zinssenkungen im Jahr 2023 trugen wesentlich zu einer positiven Entwicklung der Aktienmärkte im Jahr 2023 bei. Dabei wurde insbesondere der US-amerikanische Markt von der Stärke einzelner Tech-Unternehmen getrieben, deren starke Kursentwicklung von der Euphorie um das Thema Künstliche Intelligenz profitierte. Unterjährige Rückschläge ergaben sich im Zuge der Krise der Regionalbanken in den USA im ersten Quartal sowie im dritten Quartal vor dem Hintergrund der ansteigenden Renditen am Anleihenmarkt. Insgesamt überwogen aber die positiven Faktoren, sodass der Euro Stoxx 50 im Jahresverlauf 19,2 % und der US-Index S&P 500 24,2 % in US-Dollar zulegte.
Der Euro konnte gegenüber dem US-Dollar im Jahresverlauf um 3,1 % zulegen. Wesentlicher Treiber hierfür war die zum Jahresende sich durchsetzende Markterwartung, dass die US-Zentralbank FED im kommenden Jahr die Zinsen aufgrund einer geringeren Inflation und eines nachlassenden Wirtschaftswachstums stärker und schneller senken würde als die Europäische Zentralbank.
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| Zinsen | EZB Einlagezins | 2,00% | 4,00% | +2,00%-Pkt. |
| 10 Jahre Swap | 3,20% | 2,49% | -0,71%-Pkt. | |
| 10 Jahre Bundesanleihe | 2,56% | 2,02% | -0,54%-Pkt. | |
| Aktien | EuroStoxx 50 | 3.794 | 4.521 | +19,2% |
| S&P 500 (USA) | 3.840 | 4.770 | +24,2% | |
| Währung | EUR/USD | 1,07 | 1,10 | +3,1% |
| EUR/GBP | 0,89 | 0,87 | -2,1% |
In dem skizzierten Kapitalmarktumfeld hat die AXA Versicherung AG auf Grundlage eines ausgewogenen Kapitalanlagenportfolios die an ihre Kunden gegebenen Leistungsversprechen erfüllt. Zudem profitierte die AXA Versicherung AG von den Vorteilen als Unternehmen eines internationalen Versicherungskonzerns, um die zur Verfügung stehenden Mittel in Kapitalanlagen zu attraktiven Konditionen eines Großinvestors zu investieren.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen sowie in Unternehmensanleihen vorgenommen. Zudem wurden Investitionen in Hypothekendarlehen, Infrastrukturfinanzierungen und -beteiligungen, Schwellenländeranleihen, Kreditverbriefungen (sog. CLOs mit bester Bonität), Immobilien, nicht börsennotierte Eigenkapitalbeteiligungen/Private Equity sowie in alternative Kreditfinanzierungen getätigt. Der Aktienbestand wurden hingen reduziert. Die Nachhaltigkeit des Kapitalanlagebestandes wurde weiter optimiert, auch mit Investments in sogenannte Green-Bonds oder sogenannten Impact-Investments. Kapitalanlagen im Öl- und Gassektor wurden weiter reduziert.
Der Bestand an Kapitalanlagen stieg bei unserer Gesellschaft im Laufe des Jahres 2023 auf einen Buchwert von 10,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 9,9 Mrd. Euro). Der Marktwert stieg auf 10,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 9,8 Mrd. Euro).
Das gesamte Neuanlagevolumen unserer Gesellschaft betrug 2,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,1 Mrd. Euro). Mit 2,0 Mrd. Euro oder 73,7 % bildeten insbesondere nicht börsennotierte Eigenkapitalbeteiligungen und Private Equity den Schwerpunkt unserer Neuanlagen. Der Bestand der festverzinslichen Wertpapiere inklusive der in festverzinslichen Wertpapieren investierten Investmentanteile bildet den Schwerpunkt des Gesamtportfolios und betrug 6,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 7,7 Mrd. Euro) oder 61,2 % (Vorjahr: 78,8 %) der gesamten Kapitalanlagen.
Der überwiegende Teil der Aktien wurde in Spezialfonds gehalten, die auf Aktieninvestments ausgerichtet sind, jedoch auch einen begrenzten Anteil an Renteninvestments beinhalten. Insgesamt sank die Aktienquote auf Buchwertbasis, die nur den reinen Aktien- und keinen Rentenfondsanteil berücksichtigt, auf 0,2 % (Vorjahr: 2,3 %). Gemessen an den Marktwerten sank die Quote auf 0,2 % (Vorjahr: 2,6 %).
Bewertungsreserven auf Kapitalanlagen in Höhe von 96,6 Mio. Euro
Die Bewertungsreserven als Differenz zwischen dem aktuellen Marktwert und dem Buchwert beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf 96,6 Mio. Euro (Vorjahr: -151,0 Mio. Euro). Der Wert unserer Reserven ist im Geschäftsjahr 2023 um 247,6 Mio. Euro gestiegen. Dies ist insbesondere auf die Kapitalanlage in Rentenpapiere zurückzuführen. Das allgemein gesunkene Zinsniveau bei festverzinslichen Wertpapieren gegenüber dem entsprechenden Berichtszeitraum des Vorjahres führten zu einem Anstieg der Bewertungsreserven um 366,0 Mio. Euro auf -442,1 Mio. Euro. (Vorjahr: -808,2 Mio. Euro).
Die Bewertungsreserven auf Aktieninvestmentanteile, Beteiligungen und direkte sowie indirekte Immobilienbeteiligungen betrugen am Ende des Berichtsjahres 538,7 Mio. Euro (Vorjahr: 657,1 Mio. Euro).
Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
Net Promoter System zur Messung der Kundenzufriedenheit
Mit der Zielsetzung, unsere hohe Kundenzufriedenheit zukünftig noch weiter zu erhöhen, wurde im Jahr 2017 konzernweit das Net Promoter System eingeführt. Mit diesem System können Kund:innen aktiv Feedback zu ihrem Kontakt mit AXA geben. Dies erfolgt anhand der Weiterempfehlungsbereitschaft und einer Sterne-Bewertung von 1 bis 5 inklusive der individuellen offenen Aussagen der jeweiligen Kund:in, die auf der Unternehmens-Homepage transparent veröffentlicht werden und somit für jede Kund:in und Interessent:in offen einsehbar sind. Die Erhebung der NPS-Werte findet dabei an einer Vielzahl an Kontaktpunkten unserer Kund:innen mit AXA statt und reicht von einem übergreifenden NPS-Wert über eine Beurteilung der Vertriebspartner:innen, der operativen Betreuung bis hin zum Feedback zu unseren Produkten und Serviceleistungen.
Im Jahr 2023 konnten wir unseren NPS für die Sachgesellschaften sowie für die Leben- und Krankenversicherungen positiv entwickeln und somit durch eine Vielzahl von Maßnahmen die Zufriedenheit unserer Kund:innen weiter steigern. Die fortlaufende Analyse und Reaktion auf die Feedbacks unserer Kund:innen wird auch im nächsten Jahr konsequent weiter fortgesetzt und ermöglicht es uns auch zukünftig, Optimierungsmaßnahmen im Sinne unserer Kund:innen zu entwickeln und umzusetzen.
Risiken der zukünftigen Entwicklung
Die Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen mit einem Planungshorizont von grundsätzlich 3 Jahren ausgehend vom Stichtag 31. Dezember 2023. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken und die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft allein unsere Annahmen und Ansichten zum Ausdruck.
Das Risikomanagement unserer Gesellschaft basiert auf der Grundlage der §§ 23 und 26 des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) sowie der Leitlinien der EIOPA (European Insurance and Occupational Pensions Authority) zum Governancesystem und der Durchführungsverordnung 2015/35 der Europäischen Kommission.
Als Risiko wird, gemäß den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen, die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungsstandards zur Risikoberichterstattung (DRS 20) ein, innerhalb dessen Risiken als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- beziehungsweise Zielabweichung führen können, definiert sind.
Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:
| • | versicherungstechnische Risiken, |
| • | Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, |
| • | Risiken aus Kapitalanlagen, |
| • | operationelle und sonstige Risiken. |
Im Folgenden werden unsere Organisationseinheiten des Risikomanagements und der Risikomanagementprozess aufgezeigt. Darüber hinaus wird unsere Risikosituation im Wesentlichen anlehnend an den Deutschen Rechnungslegungsstandard zur Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen (DRS 20 und Anlage 2 für Versicherungsunternehmen) dargestellt.
Organisationseinheiten des Risikomanagements
Das Risikomanagement unserer Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der AXA Deutschland (AXA Konzern AG und ihre Mehrheitsbeteiligungen) eingebunden.
Aufgrund der Komplexität des Versicherungsgeschäftes ist die Risikomanagementfunktion unserer Gesellschaft auf verschiedene zentrale Funktionen, Organisationseinheiten und Kommissionen verteilt. Kontrollgremium ist der Aufsichtsrat als das den Vorstand überwachende Organ. Der Vorstand ist zuständig für die risikopolitische Ausrichtung unserer Gesellschaft sowie für die Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung. Das Audit & Risk Committee (ARC) unterstützt den Vorstand bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. Zu diesem Zweck hat der Vorstand Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse auf das ARC delegiert. Darüber hinaus werden im ARC unter anderem Compliance-Themen sowie Rechts- und Revisionsthemen mit Risikobezug behandelt. Des Weiteren existiert das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium zu Compliance-Themen, operationellen Risiken, Reputationsrisiken und sonstigen Rechtsrisiken. Zusätzlich werden risikorelevante Themen in diversen Spezialgremien, wie zum Beispiel dem Internal Model Committee, dem Local Risk Reinsurance Committee, dem Asset Liability Management Committee, dem Investment Committee und weiteren Gremien, besprochen.
Zur Risikomanagementfunktion gehörende Organisationseinheiten sind
| • | der Bereich Value & Risk Management (zentrales Risikomanagement), |
| • | die Risikoverantwortlichen für die Steuerung und Kontrolle der Risiken in ihrem jeweiligen Unternehmensbereich (dezentrales Risikomanagement), |
| • | die dezentralen Risikomanager für die Koordination aller risikorelevanter Themen innerhalb des Ressorts (ebenfalls dezentrales Risikomanagement) und |
| • | der Verantwortliche Aktuar unserer Gesellschaft. |
Der Bereich Value & Risk Management - zuständige Einheit für alle Gesellschaften der AXA Deutschland - ist in das Ressort des Vorstandsvorsitzenden der AXA Konzern AG integriert.
Der Chief Risk Officer der AXA Deutschland stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch regelmäßige Berichterstattung an das ARC im Rahmen von dessen Sitzungen beziehungsweise ad hoc sicher.
AXA Deutschland hat mit Blick auf die Solvency II-Anforderungen an das System of Governance folgende Schlüsselfunktionen etabliert:
| • | Risikomanagement-Funktion, |
| • | Compliance-Funktion, |
| • | Interne Revision, |
| • | Versicherungsmathematische Funktion. |
Inhaber der Funktionen und damit Schlüsselperson ist der jeweilige Leiter oder eine Leitende Funktion innerhalb des Bereichs oder der Abteilung. Die versicherungsmathematische Funktion ist im Ressort Finanzen angesiedelt. Für die Inhaber der Schlüsselfunktionen und -aufgaben gelten besondere Anforderungen, sogenannte „Fit & Proper“-Eigenschaften (das heißt fachlich qualifiziert und persönlich zuverlässig).
Das Risikomanagementsystem wird regelmäßig durch die Interne Revision geprüft.
Risikomanagementprozess
Das Risikomanagement unserer Gesellschaft erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess setzt sich aus Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikosteuerung und -überwachung sowie Risikokommunikation und -berichterstattung zusammen.
Risikoidentifikation
Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der ARC-Sitzungen, im Rahmen der strategischen Planung, der Aktualisierung der Risikostrategie sowie der Dokumentation und Beschreibung operationeller Risiken.
Darüber hinaus ist die Risikoidentifikation auch durch das Interne Kontrollsystem sowie im Rahmen von Prüfungen der Internen Revision möglich. Risiken neuer Kapitalmarkt- und Versicherungsprodukte werden im Rahmen der beiden standardisierten Prozesse Investment Approval Process (IAP) und Product Approval Process (PAP) vom Bereich Value & Risk Management unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationeller Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und der höheren Führungsebene sowie einer Bewertung durch die jeweiligen operativen Ansprechpartner. Darüber hinaus erfolgt die Risikoidentifikation infolge einer Meldung eingetretener Risiken zur Aufnahme in die Verlustdatensammlung für operationelle Risiken, im Rahmen des Information Risk Management Prozesses (IRM) oder durch das Risk Identification and Assessment (RIA) im Rahmen des Business Continuity Managements.
Risikoanalyse und -bewertung
Aufbauend auf den Ergebnissen der Risikoidentifikation erfolgt eine Analyse und Bewertung der Risiken. Ergebnis der Risikoanalyse und -bewertung ist das Risikoprofil unseres Unternehmens. Identifizierte Risiken werden nach ihrer Wesentlichkeit eingeordnet. Dadurch wird sichergestellt, dass Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage unseres Unternehmens identifiziert und angemessene Steuerungsmaßnahmen/-strategien definiert werden können.
Bei der Risikobewertung wird, wo sinnvoll und möglich, eine quantitative Einschätzung für die einzelnen Risiken sowie für das gesamte Risikoportfolio unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Steuerungsmaßnahmen abgegeben. Die übergreifende quantitative Risikobewertung erfolgt anhand des ökonomischen Risikokapitalmodells und der dort definierten und eingesetzten Bewertungsmethoden. Für Risikoarten, für die eine quantitative Risikomessung nicht sinnvoll oder möglich ist, wie zum Beispiel Reputations- oder strategische Risiken, wird eine qualitative Beurteilung vorgenommen. Neben qualitativen und quantitativen Methoden werden bei der Risikobewertung für ausgewählte Risiken situationsbedingt auch Sensitivitätsanalysen, Szenarioanalysen und Stresstests mit unterschiedlichen Zeithorizonten herangezogen.
Risikosteuerung und -überwachung
Die Risikosteuerung umfasst das Ergreifen von Maßnahmen zur Risikobewältigung in unserer Gesellschaft. Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung entwickelter Konzepte und Prozesse im Einklang mit der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Risikostrategie verstanden. Dadurch werden Risiken entweder bewusst akzeptiert, vermieden, vermindert oder transferiert. Durch regelmäßige Überwachung der Risiken anhand eines Soll-Ist-Abgleichs, zum Beispiel im Rahmen des implementierten Limitsystems, werden Gefahren frühzeitig erkannt. Somit wird ein Gegensteuern ermöglicht. Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risiko-/Ertragsprofils sowie durch Überwachung der Limite der Verlust- und Risikoindikatoren. Die Risikosteuerung erfolgt immer durch die Geschäftsleitung gemäß ihrer Bereitschaft, bestimmte Risiken zu übernehmen. Dabei müssen das Risikoprofil und die Risikotragfähigkeit strikt beachtet werden. Schließlich wird in Verbindung mit einer angemessenen Berichterstattung beziehungsweise Eskalation die Einhaltung der Risikostrategie sichergestellt und die frühzeitige Identifizierung von Risiken ermöglicht.
Risikokommunikation und -berichterstattung
Das sich aus Risikoanalyse und Bewertung ergebende Risikoprofil wird gegenüber dem Vorstand kommuniziert, sodass dieser bei der Festlegung des Risikoappetits das aktuelle Risikoprofil beachten kann. Ziel der Risikoberichterstattung ist die Bereitstellung aller erforderlichen Risikoinformationen zur Einschätzung des unternehmensindividuellen Risikos unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher und interner Steuerungsanforderungen. Neben der Ergebnisberichterstattung zum ökonomischen Risikokapital werden auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht und ein auf Solvency II-Anforderungen ausgerichteter ORSA (Own Risk and Solvency Assessment)-Bericht verfasst. Entsprechend der internen Vorgaben kann zudem unterjährig ein Ad-hoc-ORSA abgefasst werden. Darüber hinaus werden im Rahmen des Solvency II-Berichtswesens die Berichte „Bericht über die Solvabilität und Finanzlage“ (SFCR) und „Regelmäßiger aufsichtlicher Bericht“ (RSR) erstellt, in welchen wir unter anderem ebenso Risikomanagement und Risikoprofil unserer Gesellschaft darstellen. Diese Berichte werden den Vorständen der Versicherungsgesellschaften zur Freigabe vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das ARC und die Aufsichtsbehörde übermittelt, der SFCR wird auf der Internetseite der AXA Konzern AG veröffentlicht. Zusätzlich sind Ad-hoc-Berichterstattungspflichten, beispielsweise bei Erreichen definierter Schwellenwerte, implementiert. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des regelmäßig zusammenkommenden ARC besprochen, nachdem sie zuvor im Rahmen der weiteren Gremien diskutiert wurden.
Versicherungstechnische Risiken
Unsere Gesellschaft betreibt im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft insbesondere die Sparten Kraftfahrt-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach-, Transport- und Luftfahrtversicherung. Diese werden im direkten wie auch im indirekten Geschäft gezeichnet.
Die Gesellschaft, die allgemeine Wirtschaft und damit auch die Versicherungswirtschaft im Speziellen begegnen aktuell komplexen und herausfordernden Entwicklungen, die teilweise voneinander abhängen und zu erheblichen Unsicherheiten führen. So stellt die derzeitige hohe Inflation in Kombination mit Lieferengpässen und stark gestiegenen Energie- und Lebenserhaltungskosten ein wesentliches Risiko für die Versicherungswirtschaft dar. Die Auswirkungen auf die Versicherungstechnik wurden umfassend analysiert und werden dies auch weiterhin engmaschig. Risiken für die Versicherungstechnik bestehen zum einen in einem inflationsbedingt höheren Schadenbedarf sowie damit steigenden Rückversicherungskosten. Beide Effekte müssen im Prämienniveau antizipiert werden. Dies wiederum, kann ein erhöhtes Storno von Verträgen zur Folge haben. Die identifizierten Risiken in der Versicherungstechnik können im Wesentlichen aktuell erfasst werden. Die zu erwartenden erhöhten Schadenaufwände können durch vertraglich festgelegte Index- und Beitragsanpassungen in großen Teilen des Bestandes vorweggenommen werden. Die genannten unterschiedlichen Risiken als Auswirkungen der Inflation eint alle die Unsicherheit über die zukünftigen Entwicklungen und stehen daher weiterhin im Fokus von detaillierten Analysen und einer gezielten Überwachung.
Die anhaltend hohe Inflation gilt als eines der Hauptrisiken und wirkt sich auf verschiedene Sparten aus, insbesondere auf die Kraftfahrt- und die Sachversicherung. Unsere unternehmensweiten Prozesse zur Überwachung und die lokal vorgenommenen Inflationsanpassungen wurden als zufriedenstellend vom Vorstand bewertet, insgesamt bleibt jedoch eine gewisse Unsicherheit bestehen. Das Risikomanagement bleibt diesem Risiko gegenüber besonders wachsam. Alle Bewertungen und Maßnahmen werden regelmäßig überprüft und aktualisiert.
Die weltweit wachsende Aufmerksamkeit für Nachhaltigkeitsrisiken und das Risiko eines häufigeren Auftretens schwerer Naturkatastrophen stellen weitere Herausforderungen für unser Portfolio dar. Insbesondere übt dies zusätzlichen Druck auf die Erneuerung von Rückversicherungen und das damit verbundene Geschäft aus. Darüber hinaus besteht eine potenzielle Exponierung gegenüber transitorischen Risiken aufgrund unvorhersehbarer regulatorischer Maßnahmen. Diesen Risiken widmen wir daher in unseren Produktgenehmigungs- und Underwritingprozessen besondere Aufmerksamkeit. Der Arbeitskreis Nachhaltigkeit in der Schaden- und Unfallversicherung verfolgt diese Entwicklungen aufmerksam.
Die primären Risiken aus der Schaden- und Unfallversicherung sind das Prämienrisiko sowie das Reserverisiko. Ferner besteht in der Unfallversicherung bei den Produkten mit Beitragsrückgewähr noch das Zinsgarantierisiko.
Prämienrisiko
Unter dem Prämienrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen. Daher ist unsere Gesellschaft in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation kurzfristig anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird durch Beitragsanpassung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption und durch vertraglich festgelegte Beitragsanpassungsklauseln risikoadäquat gehalten. Auch bei zu erwartenden Veränderungen der Marktsituation kann unsere Gesellschaft proaktiv handeln. Für Produkte mit nachteiliger Ergebnisentwicklung und beschränkten Möglichkeiten zur Kündigung oder Beitragsanpassung ist ausreichend Risikovorsorge durch Rückstellungsbildung getroffen.
Durch die Analyse und Bewertung der unternehmerischen Entscheidungsoptionen werden Risiken aus dem Kundenverhalten wie zum Beispiel vermehrtes Storno bereits im Entscheidungsprozess berücksichtigt.
Die Risikosteuerung unserer Gesellschaft erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt.
Die Rückversicherung orientiert sich an den unterschiedlichen Bruttokapazitäten der Sparten. Großrisiken und Kumulexposure werden auf vertraglicher Basis rückversichert. Ausnahmeakzepte innerhalb der Zeichnungskapazitäten der Sparten, die außerhalb der obligatorischen Rückversicherungskapazitäten liegen, werden durch Einzelrückversicherung rückgedeckt. Ein großer Teil des Kraftfahrtversicherungsgeschäfts sowie der Sparten Feuer/Feuer BU, Technische Versicherungen und Transport werden in jeweils eigenständigen Quoten-Rückversicherungsverträgen rückgedeckt. Zur Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie zur Ermittlung ihrer Treiber werden stochastische Szenarien verwendet.
Die Nichtverfügbarkeit von Rückversicherung birgt für AXA Versicherung verschiedene Risiken:
| • | Die Exponierung gegenüber Großschäden kann die finanzielle Stabilität gefährden. |
| • | Begrenzte Kapazität schränkt die Zeichnungspolitik und damit das Wachstumspotenzial ein. |
| • | Kapitalanforderungen können die Profitabilität beeinträchtigen. |
| • | Mangelnde Risikodiversifikation führt zu Anfälligkeit gegenüber regionalen oder branchenspezifischen Schocks. |
| • | Preisvolatilitäten bei Markt- und Preisschwankungen werden nicht abgefedert. |
Aufgrund der Struktur der AXA Gruppe, bei der die AXA S.A. als primärer Rückversicherer für die Ländergesellschaften zur Verfügung steht, wird das Risiko jedoch deutlich reduziert, insbesondere durch die Möglichkeit, an einer Gruppen-Pool-Rückversicherungsstruktur teilzunehmen, die das Risiko auf verschiedene Mitglieder der Gruppe verteilt.
Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien- und Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch um Ereignisse wie zum Beispiel Naturkatastrophen, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen. Neben Naturkatastrophen können auch durch Menschen verursachte Schadenereignisse, wie zum Beispiel Terroranschläge und Cyber-Attacken, hohe Großschäden hervorrufen. Zusätzlich könnte der Trend zu höheren Schadenersatzansprüchen in der Haftpflichtversicherung, zum Beispiel bei neu aufkommenden Risiken, Veränderungen der Rechtslage beziehungsweise im Verhalten der Marktteilnehmer oder durch Umweltschäden, den durchschnittlichen Schadenaufwand erhöhen.
Zur Bewertung dieser Risiken führen wir eine Kumulkontrolle durch, in der durch regelmäßige Erhebungen aus den Datenbankbeständen die genauen Kumulwerte (pro Sparte wie auch spartenübergreifend) ermittelt werden. Diese Werte werden unter Berücksichtigung echter Schadenszenarien der Vergangenheit zu möglichen künftigen Szenarien modelliert (beispielsweise Sturm, Flut, Erdbeben). Andere kumulierende Risiken wie zum Beispiel in der Haftpflichtversicherung werden ebenfalls durch eine Bestandserhebung ermittelt und analysiert. Die Erkenntnisse auf Basis der gewonnenen Werte und unter Zuhilfenahme möglicher Schadenszenarien werden zum einen für den Einkauf von Rückversicherungskapazitäten für Kumulereignisse und zum anderen zur Risikokapitalbestimmung und Risikosteuerung verwendet. Möglichen entstehenden Kumulen der Transportversicherung wird ebenfalls durch den Einschluss einer Ereignisdeckung in den Rückversicherungsvertrag Rechnung getragen.
Durch geografische Diversifikation, Nutzung der Software KISS (Kommunikations- und Informationssystem Sach-Schadenverhütung) des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und Zeichnungsverbote für bestimmte Risiken beziehungsweise Regionen wird das Großschadenrisiko grundsätzlich minimiert. Zur Steuerung des Großschadenrisikos wird der entsprechende Rückversicherungsbedarf ermittelt und eingekauft. Durch die Einbindung in den weltweiten Rückversicherungspool für Risiken aus Naturgefahren der AXA S.A. (ehemals AXA Global Re) genießt unsere Gesellschaft über die vertragliche Rückversicherung hinaus Rückversicherungsschutz aus dem gruppenweiten Rückversicherungsprogramm. Unsere Gesellschaft übernimmt für ihren Anteil durch die Beteiligung an den Ergebnissen des Pools auch weltweit Risiken, die zentral durch die AXA S.A. gesteuert, bewertet und an die einzelnen Einheiten innerhalb der AXA Gruppe berichtet werden. Durch die hohe weltweite Diversifizierung und die zentral überwachte Aufnahme von Risiken in den Pool ist das Risiko für unsere Gesellschaft überschaubar und die Vorteile aus dieser erweiterten Rückdeckung überwiegen.
Die Geschäftsjahres-Schadenquote der Gesellschaft nach Rückversicherung hat sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:
| Geschäftsjahresschadenquote in % der verdienten Nettobeiträge | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 80 | 80,5 | 79,2 | 82 | 84,2 | |
| Bis 2015: AXA Versicherung inklusive der auf diese verschmolzenen DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV-WinSelect Versicherung AG sowie Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG | |||||
| Ab 2016: AXA Versicherung inklusive der auf diese verschmolzenen DBV Deutsche Beamtenversicherung AG |
| Geschäftsjahresschadenquote in % der verdienten Nettobeiträge | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 83,5 | 82,3 | 85 | 84 | 94,9 | |
| Bis 2015: AXA Versicherung inklusive der auf diese verschmolzenen DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV-WinSelect Versicherung AG sowie Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG | |||||
| Ab 2016: AXA Versicherung inklusive der auf diese verschmolzenen DBV Deutsche Beamtenversicherung AG |
Bei einem Schadenaufwand von 229,6 Mio. Euro (Vorjahr: 199,2 Mio. Euro) für Naturkatastrophen und sonstige Kumulrisiken beträgt die Geschäftsjahres-Schadenquote ohne Berücksichtigung dieser Ereignisse 86,9 % (Vorjahr: 76,7 %).
Reserverisiko
Zur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von unserer Gesellschaft Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, sodass die Nichtauskömmlichkeit der Reserve ein wesentliches Risiko darstellt. Das sogenannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeter Schäden (Spätschäden). Die Bewertung der künftigen Schadenzahlungen erfolgt im Rahmen der Einzelschadenreservierungen sowie anhand aktuarieller Schätztechniken, bei welchen der in der Vergangenheit beobachtete Schadenverlauf herangezogen wird. Großschäden werden separat geschätzt. Mithilfe von stochastischen Szenarien erfolgt eine Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treibern.
Die Abwicklungsergebnisse nach Rückversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:
| Abwicklungsergebnis in % der Rückstellungen am 1. Januar | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 4,8 | 6 | 4 | 4,8 | 5,4 | |
| Bis 2015: AXA Versicherung inklusive der auf diese verschmolzenen DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV-WinSelect Versicherung AG sowie Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG | |||||
| Ab 2016: AXA Versicherung inklusive der auf diese verschmolzenen DBV Deutsche Beamtenversicherung AG |
| Abwicklungsergebnis in % der Rückstellungen am 1. Januar | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 6,5 | 6,4 | 6,1 | 5,1 | 4 | |
| Bis 2015: AXA Versicherung inklusive der auf diese verschmolzenen DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV-WinSelect Versicherung AG sowie Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG | |||||
| Ab 2016: AXA Versicherung inklusive der auf diese verschmolzenen DBV Deutsche Beamtenversicherung AG |
Klimarisiken
Der Klimawandel wird weltweit als eine der größten zukünftigen Bedrohungen für Gesellschaft und Wirtschaft angesehen, dessen Auswirkungen bereits heute spürbar sind. Die Naturkatastrophen des Jahres 2023 haben die Bedeutung einer zuverlässigen Modellierung von Naturkatastrophen, die nach heutigem Forschungsstand durch den Klimawandel verstärkt auftreten werden, erneut unterstrichen. In der Sachversicherung werden Katastrophenschadenrisiken jährlich auf Basis des aktuellen Versicherungsbestandes mit verschiedenen Katastrophenmodellen bewertet. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der verwendeten Katastrophenmodelle wird laufend verfolgt, um neue klimatische Entwicklungen adäquat zu berücksichtigen. In der Versicherungstechnik stehen verschiedene Ansätze zur Risikominderung zur Verfügung. So ermöglichen kurze Vertragslaufzeiten im Sachversicherungsgeschäft eine schnelle Reaktion auf klimatische Veränderungen, da Pricing, Underwriting und Reservierung kurzfristig an die Entwicklungen angepasst werden können.
Zinsgarantierisiko
In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wird in Abhängigkeit des Tarifs für 87-100 % des Sparanteils der Beiträge eine garantierte Zinsleistung zwischen 0,9 % und 3,50 % vereinbart, wobei die Kundenerwartung nicht in einer besonderen Verzinsung liegt, sondern allein in der Rückgewähr der gezahlten Beiträge. Dies führt zwar zu einem Zinsgarantierisiko, getrieben durch die unbekannte Entwicklung der Marktzinsen, ist jedoch aufgrund des vergleichsweise geringen Beitragsvolumens und der sukzessiv gebildeten Zinszusatzreserve von eher untergeordneter Bedeutung.
Biometrische Risiken
Biometrische Risiken können sich aus Renten-Deckungsrückstellungen der Unfall- sowie der Haftpflicht- und Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung ergeben. Das wesentliche Risiko der Langlebigkeit ist durch eine vorsichtige Berechnung der Renten-Deckungsrückstellungen bilanziell abgesichert. Die Bewertung im internen Risikokapitalmodell zeigt nur eine untergeordnete Rolle der biometrischen Risiken.
Kostenrisiko
Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten nicht dauerhaft durch die in die Beiträge einkalkulierten Kosten finanziert werden können. Die Kosten für Provisionen und den laufenden Betrieb werden durch Beitragszuschläge auf Basis eines umfassenden Kostencontrollings in der Produktkalkulation berücksichtigt. Damit sind wir überzeugt, dieses Risiko in angemessener Weise zu handhaben.
Risiken aus Rechtsprechung
Die AXA Versicherung AG hat in den Jahren 2006 bis 2010 das Sachversicherungsprodukt Unfall-Kombirente angeboten. In den Versicherungsbedingungen wurde ein beiderseitige Kündigungsrecht geregelt. In den Jahren 2018/2019 wurde Versicherungsnehmern der Unfall-Kombirente der Wechsel in das Nachfolgeprodukt Existenzschutzversicherung angeboten. Die Mehrheit der Versicherungsnehmer hat das Angebot angenommen. Die nicht umgestellten Versicherungsverträge wurden schließlich (gemäß der vorherigen Ankündigung) beginnend ab dem Jahr 2019 ordentlich gekündigt. Verträge der Unfall-Kombirentenversicherung mit Beitragsrückgewähr, Versicherungsnehmer oberhalb einer bestimmten Altersgrenze und solche Verträge, die sich im Leistungsbezug befanden, wurden von der Aktion ausgenommen.
Im Mai 2019 erfolgte eine Abmahnung durch die Verbraucherzentrale Hamburg, gerichtet auf Abgabe einer Unterlassungserklärung. Die Verbraucherzentrale Hamburg vertritt die Rechtsauffassung, die Unfall-Kombirente sei wegen einer - von dort angenommenen - Vergleichbarkeit mit der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht kündbar. Die Unterlassungserklärung wurde durch die AXA Versicherung AG nicht abgegeben. Im März 2020 klagte die Verbraucherzentrale gegen die AXA Versicherung AG, gerichtet auf Unterlassung und Folgenbeseitigung. Die Klage wurde in erster Instanz im Januar 2021 vom Landgericht Köln abgewiesen. In zweiter Instanz gab das Oberlandesgericht Köln im Dezember 2021 der Berufung der Verbraucherzentrale Hamburg gegen das erstinstanzliche Urteil statt. Da die AXA Versicherung AG gegen das Urteil des OLG Köln vom Dezember 2021 Revision zum Bundesgerichtshof eingelegt hat, ist das Urteil des OLG Köln nicht rechtskräftig. Eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs wird im Laufe des Jahres 2024 erwartet.
Im Unterliegensfall und bei vollumfänglicher Bestätigung des Urteils des OLG Köln müsste AXA Versicherung AG die im Rahmen der Umstellungskampagne angesprochenen Kunden über das Urteil informieren, zugleich wären die ausgesprochenen Kündigungen der UKR Verträ-ge unwirksam und die gekündigten Verträge wieder in Kraft.
In der weitüberwiegenden Anzahl der wenigen erhobenen Einzelklagen hat die AXA Versicherung AG rechtskräftig obsiegt, die verschiedenen Gerichte haben die Rechtsauffassung der AXA Versicherung AG bestätigt. Rechtskräftige Entscheidungen zu Lasten der AXA Versicherung AG sind bisher nicht ergangen.
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft
Fällige Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern
| in Mio. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Fällige Forderungen (brutto) | 181,3 | 133,9 |
| Einzelwertberichtigungen | 0,3 | 0,6 |
| Pauschalwertberichtigungen | 8,9 | 8,4 |
| Verbleibender Buchwert nach Wertberichtigungen | 172,1 | 124,9 |
| Forderungen älter als 90 Tage an Versicherungsnehmer | 16,5 | 14,2 |
Durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre
| in % | 2021 | 2022 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre (ermittelt als Verhältnis der Wertberichtigungen zu den gebuchten Bruttobeiträgen für das selbst abgeschlossene Geschäft) | 0,21 | 0,20 | 0,23 |
Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern werden durch ein IT-unterstütztes Inkasso- und Mahnsystem gesteuert und überwacht. Darüber hinaus werden im Rahmen von Linienkontrollen zur Prävention von Forderungsausfällen gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern risikoorientierte Prüfungen durchgeführt sowie mit den relevanten Schnittstellen der Sparten und Vertriebe zeitnahe Abstimmungen vorgenommen.
Ratingklassen der Forderungen beziehungsweise Ansprüche aus dem Rückversicherungsgeschäft
| In Euro | S&P Rating NR | S&P Rating AA+ bis A- | S&P Rating BB bis BBB+ | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Abrechnungsforderungen* | 3.424 | 73.380 | - | 76.804 |
| Rückstellungen | 9.119 | 544.416 | - | 553.535 |
* vor EWB und PWB
Der Rückversicherer für unsere wichtigsten obligatorischen Rückversicherungsverträge ist die französische Gruppengesellschaft AXA S.A. (ehemals AXA Global Re), die diese Verträge teilweise in den internationalen Rückversicherungsmarkt und teilweise innerhalb der AXA Gruppe platziert. Sowohl bei der über unsere französische Gruppengesellschaft AXA S.A. retrozedierten Vertragsrückversicherung als auch bei der direkt von uns abgegebenen fakultativen und vertraglichen Rückversicherung wird nur mit erstklassigen Rückversicherern zusammengearbeitet. Grundlage hierfür sind Richtlinien für die Auswahl der Rückversicherer sowie die von der AXA S.A. laufend aktualisierte Bonitätsliste, basierend auf den Ratings renommierter Ratingagenturen. Bei der Rückversicherung von langfristigen Verbindlichkeiten gelten dabei besonders hohe Anforderungen an die finanzielle Ausstattung der Rückversicherungspartner. Zusätzlich wird das Ausfallrisiko durch regelmäßige Überwachung der Kreditqualität der Rückversicherer und ein zeitnahes Inkasso reduziert.
Risiken aus Kapitalanlagen
Die Entwicklung der Kapitalmärkte im Jahr 2023 war insgesamt wechselhaft. Während zu Jahresbeginn Rezessionsängste, die nicht allein durch die Auswirkungen des Ukrainekrieges geprägt, spürbar waren, stabilisierte sich die Lage in der zweiten Jahreshälfte positiv beeinflusst durch globale Wachstumsaussichten und die abnehmende Inflation. Der Nahostkonflikt und damit resultierende geopolitische Spannungen im Herbst hatten trotz ihrer emotionalen Wirkung nur moderaten Einfluss auf die Entwicklung der Kapitalmärkte. Die Inflation, gemessen an der Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vormonat, sank in Deutschland dieses Jahr stark (+8,7% im Januar 2023 vs. 3,7% im Dezember 2023). Dies stärkte die Zuversicht der Marktteilnehmer, dass die Zentralbanken die Zinsen im Jahr 2024 früher als erwartet senken könnten und resultierte in einer Kapitalmarktrally, die insbesondere die Entwicklung der Zinsen und der Aktienmärkte beeinflusste. Während die Zinsen insbesondere im letzten Quartal deutlich fielen (10-Jahresswap,
-71 Basispunkte vs. 2022), gewann der weltweite Aktienmarkt einen überdurchschnittlichen Zuwachs, wobei besonders die IT-Branche wesentlicher Treiber gewesen war. Für 2024 bleiben insbesondere die deutsche als auch globale Wirtschaftsentwicklung und die resultierende Auswirkung auf die Aktien-, Kredit- und Zinsmärkte, aber auch die Entwicklung der Inflation und der Energiepreise im Fokus unserer Beobachtungen. Diese werden in unseren strukturierten Anlageprozesses Eingang finden, um mögliche negative Auswirkungen auf unser diversifiziertes Portfolio durch Absicherungsmaßnahmen zu beschränken.
Unsere Gesellschaft verwaltet 9,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 9,7 Mrd. Euro) Kapitalanlagen. Diese werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden. Dies wird unter anderem durch eine ausgewogene Diversifikation und strikte Begrenzung von Konzentrationsrisiken gewährleistet.
Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die bewusst eingegangen, jedoch durch die im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und weitere risikomindernde Maßnahmen gesteuert werden. Zum Erhalt beziehungsweise Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und fortlaufend an das Kapitalmarktumfeld angepasst.
Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt.
Marktrisiken
Die Marktpreisrisiken unserer Gesellschaft beruhen im Wesentlichen auf Wertverlusten bei Aktien und festverzinslichen Anlagen. Ferner sind die nicht börsennotierten Beteiligungen sowie der Immobilienbestand den Marktpreis- beziehungsweise Wertänderungsrisiken ausgesetzt. Auch können im Bereich Private Equity aufgrund einer zukünftigen Verschlechterung des Marktumfeldes Wertrückgänge beziehungsweise Abschreibungen nicht ausgeschlossen werden.
Die Auswirkungen diverser Faktoren auf die Marktwerte der Kapitalanlagen werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Aktien, Zinsprodukten und Währungen unter Berücksichtigung der bestehenden Währungssicherungen und anderer derivativer Absicherungsmechanismen simuliert.
Die folgende Übersicht zeigt auf, wie sich eine Änderung der Aktien- und Währungskurse beziehungsweise der Marktzinsen kurzfristig auswirken würde.
| Aktienmarktänderung | Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen |
|---|---|
| Rückgang um 10 % | - 1 Mio. Euro |
| Rückgang um 20 % | - 2 Mio. Euro |
| Rückgang um 30 % | - 3 Mio. Euro |
| Renditeänderung des Rentenmarktes | Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen |
|---|---|
| Anstieg um 200 Basispunkte | - 851 Mio. Euro |
| Anstieg um 100 Basispunkte | - 450 Mio. Euro |
| Rückgang um 100 Basispunkte | + 506 Mio. Euro |
| Rückgang um 200 Basispunkte | + 1.081 Mio. Euro |
| Währungskursänderung | Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen |
|---|---|
| Euroaufwertung um 5 % | - 4 Mio. Euro |
| Euroaufwertung um 10 % | - 7 Mio. Euro |
Unser Portfolio besteht zum größten Teil aus festverzinslichen Papieren, daher reagiert dessen Marktwert stark auf Veränderungen des Zinsniveaus.
Bis zum Jahreswechsel 2023 haben die Aktienmärkte deutliche Kursverluste in Folge des Ukraine-Krieges hinnehmen müssen. Diese Entwicklung wurde durch ein gezieltes Hedging-Programm in unserer Gesellschaft abgemildert. Seitdem wurde das gesamte Aktien Portfolio der AXA Versicherung verkauft und die korrespondierenden Absicherungen aufgelöst. Unsere Gesellschaft hat ihr Portfolio weiter diversifiziert und stark in alternative Assetklassen investiert. Diese Strategie wird auch in den kommenden Jahren fortgesetzt. Jüngste Kapitalmarktunsicherheiten z.B. im Rahmen des Ukrainekriegs führten zur Volatilität in diesem Portfolio, es wurde jedoch auch deutlich, dass die breite Diversifikation unserer Portfolien solide gegen diese Art von kurzfristigen Schocks schützt. Sollte sich ein solches Szenario jedoch über viele Jahre hinweg ziehen und das ökonomische Umfeld fundamental stark verschlechtern, wären mittelfristig auch Abschreibungen auf die Vermögenswerte in unserem Portfolio zu erwarten.
Unsere Gesellschaft ist größtenteils im europäischen Raum investiert. Zusätzlich werden Investitionen im nicht-europäischen Ausland getätigt wobei diese Fremdwährungsinvestitionen kontrolliert und größtenteils gegen Wechselkursschwankungen abgesichert sind. Dies erfolgt durch den Einsatz von Fremdwährungsderivaten innerhalb der Spezialfonds, zum Beispiel Devisentermingeschäften.
Der Immobilienbestand unserer Gesellschaft besteht hauptsächlich aus europäischen Büro- und Gewerbeimmobilien. Die Wertentwicklung ist deshalb im Wesentlichen abhängig von der Konjunkturlage in Europa.
Wir verfolgen die Entwicklung der Kapitalmärkte sehr genau. Sollten sich die zuvor gezeigten negativen Szenarien im laufenden Geschäftsjahr ganz oder teilweise einstellen oder am Bilanzstichtag vorliegen, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen. Diese beinhalten unter anderem notwendige Abschreibungen auf die nachhaltigen Werte einzelner Kapitalanlagen, den selektiven Verkauf einzelner Titel und den optionalen Einsatz von Wertsicherungsmaßnahmen, um die Portfolios kurzfristig gegen weitere Wertverluste abzusichern.
Kreditrisiken
Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners beziehungsweise Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren und Darlehen.
Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt nach einheitlichen internen Maßstäben in der AXA Gruppe.
Zusätzlich nehmen wir zur Überwachung der Ratings in Zusammenarbeit mit den von uns mandatierten Vermögensverwaltern Detailanalysen zu potenziell ausfallgefährdeten Wertpapieren vor, auf deren Basis dann über risikomindernde Maßnahmen entschieden wird. Für diese Analysen werden entscheidungsrelevante Marktinformationen herangezogen.
Für die Vergabe von Hypothekendarlehen gelten Vergaberichtlinien und strenge Vorschriften bezüglich der Bonität. Als Sicherheit von Hypothekendarlehen bestehen Pfandrechte an Grundstücken. Die Vergaberichtlinien knüpfen eine Finanzierung im Regelfall an private Nutzung und erstrangige Absicherung.
Die einzelnen Engagements im Bereich Hypotheken einschließlich Forward-Darlehen unterliegen der regelmäßigen Überwachung. Mithilfe unserer Kontrollverfahren für den Zins- und Tilgungsdienst sowie unseres Mahnverfahrens erhalten wir einen detaillierten Überblick über ausstehende Zahlungen.
Einlagen bei Kreditinstituten erfolgten im Geschäftsjahr 2023 ausnahmslos bei Banken, die über ein Investment Grade Rating verfügen.
Die Kontrahenten der Derivatepositionen verfügen ausnahmslos über ein Investment Grade Rating, sofern die Geschäfte nicht über Terminbörsen, wie z. B. Eurex, abgewickelt wurden. Das Gegenparteirisiko der Derivategeschäfte wird fortlaufend durch die Stellung von Sicherheiten (Collateral) abgesichert. Für einige OTC-Derivate gilt die Clearingpflicht über zentrale Gegenparteien sowie die Meldepflicht an das Transaktionsregister. AXA stellt die Einhaltung der Anforderungen aus EMIR (European Market Infrastructure Regulation) gruppenweit sicher.
Die AXA Versicherung AG ist zu einem Anteil von 14 % der Kapitalanlagen (auf Marktwertbasis inklusive Spezialfonds) in Staatsanleihen investiert. Auch wenn wir zurzeit Ausfälle innerhalb dieser Bestände aufgrund verschiedener Stützungsmaßnahmen nicht für ein wahrscheinliches Szenario halten, können wir künftige Abschreibungen auch vor dem Hintergrund politischer Unwägbarkeiten nicht ausschließen.
Ebenso halten wir Fremdkapitalinstrumente, die von nationalen und internationalen Banken sowie Unternehmen außerhalb des Finanzsektors emittiert wurden (43 % der Kapitalanlagen auf Marktwertbasis). Dieses Exposure wird entweder direkt oder über Fonds, Derivate und strukturierte Produkte gehalten und enthält zu einem geringen Teil nachrangige Instrumente. Zur weiteren Diversifikation dieses Portfolios tätigte unsere Gesellschaft Investitionen in alternative, weniger liquide Assetklassen, unter anderem Infrastruktur-, Mittelstands-, gewerbliche Immobilienfinanzierungen sowie alternative Kreditstrategien. Diese Anlagen werden zum weit überwiegenden Teil als Investment Grade eingestuft. Der Anteil dieser Fremdkapitalfinanzierungen betrug 10 % der Kapitalanlagen auf Marktwertbasis.
93 % der festverzinslichen Wertpapieren in unserem Bestand verfügen über ein Investment Grade Rating. Ein großer Teil unserer Rentenbestände ist besichert beziehungsweise von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem geringen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Bonität einzelner Emittenten sich in der Zukunft verschlechtert und damit Abschreibungsbedarf entstehen könnte.
Konzentrationsrisiken
Konzentrationsrisiken entstehen, wenn Unternehmen hohe einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingehen und daraus hohe Ausfallverluste resultieren können. Bei der Kapitalanlage entstehen Konzentrationsrisiken, wenn Investitionen in einzelne Kapitalanlageprodukte oder Emittenten oberhalb definierter Grenzen durchgeführt werden. Aus diesem Grund stehen Konzentrationsrisiken im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken und werden durch die Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht.
Liquiditätsrisiken
Aufgrund der vorab vereinnahmten sowie verzinslich und liquide angelegten Beiträge ist das Liquiditätsrisiko für Versicherungsunternehmen grundsätzlich gut steuerbar. Wir tragen dem Risiko unzureichender Liquidität durch eine mehrjährige Planung der Zahlungsströme Rechnung. Zusätzlich erfolgt für einen Zwölfmonatszeitraum eine Prognose auf Monatsbasis. Für die Überwachung des Liquiditätsrisikos wird darüber hinaus ein Liquiditätsstresstest durchgeführt. Dieser zeigt, dass unsere Gesellschaft auch in einem Umfeld steigender Zinsen und einem zusätzlichen Stressszenario keinen Liquiditätsengpass zu erwarten hätte.
Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit wir den Verpflichtungen gegenüber unseren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Bei einem eventuell auftretenden unvorhergesehenen Liquiditätsbedarf wird auf der Grundlage des konzerninternen Liquiditätshilfeabkommens Liquidität zur Verfügung gestellt.
Risikosteuerung der Kapitalanlagen
Innerhalb des AXA Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen im Einklang mit den aufsichtsrechtlichen Anforderungen implementiert.
Der Vorstand definiert den Risikoappetit unserer Gesellschaft in Form von Limiten und Frühwarnwerten auf konkret messbare Risikokennzahlen, um die durch die Umsetzung der Geschäftsstrategie entstehenden Risiken wirksam zu begrenzen. Ein wesentlicher Teil dieser Limite und Frühwarnwerte bezieht sich auf Finanzmarktrisiken einschließlich Konzentrationsrisiken und muss im Rahmen der Kapitalanlagensteuerung eingehalten werden. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Kapitalanlagenrichtlinie mit dem Grundsatz unternehmerischer Vorsicht gemäß § 124 Abs. 1 Versicherungsaufsichtsgesetz.
Es ist ein strukturierter Anlageprozess definiert, dessen Ziel es ist, die Risiken in den Portfolios durch systematische und kontrollierte Abläufe zu steuern. Auf Basis des Vorschlags des Asset Liability Management Committee entscheidet der Vorstand über die Kapitalanlagestrategie, die im Einklang mit dem Risikoappetit der Gesellschaft sowie der internen Kapitalanlagerichtlinie sein muss. Dabei berücksichtigt die Asset Liability Management-Analyse insbesondere die versicherungstechnischen Verpflichtungen, die Bewertungsreserven sowie die Eigenkapitalausstattung. Das Investment Committee implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation). Hierbei werden die Risikoappetitlimite für die einzelnen Anlageklassen, die Duration des festverzinslichen Portfolios, die Bonität der Emittenten sowie die Konzentrationen gegenüber Einzelemittenten beachtet. Bei der Risikoeinschätzung wird dabei von einem dem jeweiligen Risiko adäquaten Prognosezeitraum ausgegangen. Zur Bewertung der Anlagerisiken steht eine Vielzahl von Risikomanagement-Instrumenten zur Verfügung.
Zum Zweck der effizienten Portfolioverwaltung und -steuerung können auch derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden. Mit diesen Instrumenten werden verschiedene Motive der Portfoliosteuerung umgesetzt: Absicherung, Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung. Das Hauptmotiv beim Einsatz von derivativen Instrumenten der Kapitalanlagen ist die Absicherung (Hedging), wodurch das im Portfolio liegende wirtschaftliche Risiko reduziert wird.
Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Asset Liability Management Committee und des Investment Committee wird das Kreditrisiko des Gesamtportfolios, einzelner Anlageklassen sowie kritischer Emittenten unter der systematischen Teilnahme des Chief Investment Officers und des Finanzvorstandes besprochen. In diesen Gremien wird über die Einhaltung der Risikoappetitlimite berichtet.
Das Audit and Risk Committee (ARC) wird regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen, die Risikosituation und die Einhaltung der Risikoappetitlimite des Konzerns und der Einzelgesellschaften informiert.
Operationelle und sonstige Risiken
Operationelle Risiken beinhalten Risiken aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen, Risiken aus Mitarbeiterverhalten sowie aus systembedingten oder externen Vorfällen. Informationsrisiken werden als Teil der operativen Risiken behandelt und beinhalten das Risiko, dass Informationen oder Informationssysteme nicht den erwarteten Wert für das Unternehmen liefern, strategische Ziele beeinflussen oder operative Verlust verursachen. Ferner sind Rechtsrisiken mit inbegriffen, welche die Möglichkeit eines Verlustes aufgrund von Veränderungen der aktuellen Rechtslage umfassen.
Unsere Gesellschaft beziehungsweise AXA Deutschland unterscheidet hierbei die Risikokategorien Interner Betrug, Externer Betrug, Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitssicherheit, Kunden-, Produkt- und Geschäftspraxis, Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsunterbrechung und Versagen von Systemen, Durchführungs-/Produkt-/Leistungs-/Prozessmanagement, konkrete Rechtsänderungen. Die aus Projekten resultierenden Risiken sind in den einzelnen Risikokategorien berücksichtigt. Als risikobewusste Versicherungsgruppe hat AXA Deutschland Prozesse und Systeme zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung der operationellen Risiken entwickelt. Um der wachsenden Bedeutung der Informationsrisiken zu begegnen, wurde im zentralen Risikomanagement eine Position zur expliziten Informationsrisikoüberwachung geschaffen.
Die Methoden und Prozesse werden kontinuierlich weiterentwickelt. Die operationellen Risiken sind in das Interne Kontrollsystem integriert. Eine Bewertung erfolgt sowohl qualitativ als auch quantitativ. Die Ergebnisse der Risikobewertung fließen in die Unternehmenssteuerung ein. Risiken, bei denen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit einem Eintreten zu rechnen ist, werden in Höhe ihres vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrags als Rückstellung erfasst.
AXA Deutschland führt eine Sammlung von Daten aus operationellen Verlusten durch. Zudem ist AXA Deutschland (über die AXA Gruppe) Mitglied der Operational Riskdata Exchange Association (ORX), einer internationalen Plattform zum Austausch operationeller Verluste.
Zusätzlich werden auch Emerging Risks betrachtet, d.h. Risiken, die ggf. erst in mehreren Jahren relevant werden, da AXA Deutschland eine langfristige Perspektive einnimmt.
Das Risikoprofil der AXA Deutschland ist wie im Vorjahr durch Gerichtsentscheidungen und Gesetzesvorhaben geprägt. Änderungen von rechtlichen Regelungen, welche signifikante Auswirkungen auf die Risikosituation unserer Gesellschaft haben können, werden laufend auf ihre Auswirkungen auf die AXA analysiert. Um auf diese risikoadäquat reagieren zu können, existiert eine enge Zusammenarbeit des operationellen Risikomanagements mit den Organisationseinheiten Compliance und Corporate Oversight. In letzterer Einheit sind die Funktionen Datenschutz, Informationssicherheit, Informationsrisikomanagement, physische Sicherheit, Berechtigungsmanagement und operative Resilienz gebündelt, um den gestiegenen Anforderungen zu begegnen. Durch die angestrebte zunehmende Digitalisierung von AXA ebenso wie durch die generelle Zunahme von Cyber-Angriffen aber auch die wachsende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für Unternehmen der Finanzdienstleitungsbranche haben IT- bzw. Informationsrisiken eine große Relevanz im Risikoprofil, insbesondere mit den Themen Datenschutz und Informationssicherheit (Ausfall von Systemen, Datenverluste durch interne und externe Bedrohungen oder Verbreitung von die Datenintegrität bedrohender Schadsoftware). Zur Identifizierung und Beseitigung von IT-Schwachstellen und dem Management der Informationssicherheitsrisiken sind verschiedene Projekte bzw. Initiativen aufgesetzt. Auf diese Weise sollen eine kontinuierliche Berücksichtigung der aktuellen und zukünftigen Entwicklungen im Bereich der Informationssicherheit sowie die Stabilisierung der Produktion gewährleistet werden. Interne Kontrollprozesse reduzieren Risiken im Zusammenhang mit der Erstellung des Jahresabschlusses.
Grundsätzlich besteht das Risiko, dass erhöhte Krankenstände Auswirkung zum Beispiel auf die Leistungsbearbeitung haben. Dem Risiko wird durch ein engmaschiges Monitoring und bei Bedarf durch den Einsatz ausgleichender Maßnahmen (z.B. flexibles internes steuern, externe Unterstützung) begegnet. Unsere Gesellschaft sieht derzeit keine erhöhte Risikolage aufgrund von Krankheitsraten.
Ähnliche Auswirkungen auf das Unternehmen hat der branchenübergreifende Fachkräftemangel. AXA Deutschland steht zunehmend dem Risiko unbesetzter Stellen gegenüber, was ebenfalls zu Arbeitsrückständen führen kann. Den neuen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt wird mit vielen neuen Initiativen auf verschiedenen Plattformen begegnet, um hier wettbewerbsfähig and attraktiv für Arbeitnehmer zu bleiben.
Darüber hinaus stehen Risiken aus der Einführung von Großprojekten unter besonderer Beobachtung. Bereits während der Projektphase werden erforderliche Maßnahmen identifiziert, sodass entstehende Risiken frühzeitig analysiert und gesteuert werden. Zusätzlich wird das operationelle Risikomanagement über jeden Projektchange informiert, um die Risikolage angemessen beurteilen zu können.
Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, aus Systemausfällen, Mitarbeiterausfall und anderen Katastrophenereignissen werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert. Notfallprozesse werden organisiert und alle notwendigen Präventivmaßnahmen zum Zweck der Unternehmenssicherheit ergriffen. Durch die Setzung verbindlicher Standards mit Fokus auf die operationellen Risiken sollen mögliche Negativfolgen reduziert und der wirtschaftliche Fortbestand der AXA jederzeit garantiert werden. Diese Standards sehen vor, dass interne und externe Bedrohungen, die eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse zur Folge haben könnten, regelmäßig beurteilt werden.
Ein Vertreter des Bereichs Value & Risk Management ist Mitglied im zentralen Krisenmanagement-Team, um die Sicht des Risikomanagements in der Krisenorganisation sicherzustellen.
Auch strategische, Reputations- und weitere Rechtsrisiken wie auch Risiken aus regulatorischen Anforderungen werden permanent eng überwacht, das Instrumentarium insbesondere an präventiven Maßnahmen ständig überprüft und erweitert. Diese Maßnahmen inklusive der umfassenden Analyse und Bewertung sind geeignet, unsere in ihrer Bedeutung als gemäßigt eingeschätzten operationellen Risiken auf ein angemessenes Niveau zu reduzieren.
Ferner können Risiken aus der Anwendung steuerlicher Vorschriften entstehen. Diesen begegnen wir durch ein systematisches Management aller steuerlich relevanten Prozesse unterstützt durch ein Tax Compliance Management System. Feststellungen aus steuerlichen Betriebsprüfungen früherer Jahre werden analysiert und bewertet und fließen in die Steuerung ein.
Als Teil ihrer unternehmerischen Verantwortung will die AXA Versicherung den gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts bewusst und aktiv begegnen. Unsere Gesellschaft ist gewissen Nachhaltigkeitsrisiken ausgesetzt. Hierzu zählen in erster Linie die physischen Auswirkungen des Klimawandels sowie transitorische Risiken, die sich im Zusammenhang mit dem Übergang zu einer nachhaltigeren, Kohlenstoffdioxid-ärmeren Welt materialisieren könnten. Zu den Nachhaltigkeitsrisiken gehören auch regulatorische Risiken, z.B. aus Änderungen in der Regulierung sowie Reputationsrisiken, die z. B. im Zusammenhang mit Greenwashing entstehen könnten. Wir beobachten und begleiten diese Aspekte fortlaufend.
Die AXA Gruppe hat entschieden, Klimaverpflichtungen in den Mittelpunkt des gruppenweiten Strategieplans zu stellen. Der hieraus abgeleitete „AXA for Progress Index“ dient der Überwachung und Weiterentwicklung des übergeordneten Zieles „Climate Leadership“. Er beinhaltet gruppenweite Verpflichtungen und ist aufgeteilt in die drei aktiven Rollen von AXA als Investor, Versicherer und vorbildliches Unternehmen. Diese Vorgaben bilden derzeit die Basis für unsere lokalen Ziele und Initiativen.
Die im Folgenden genannten Initiativen im Bereich nachhaltiger Kapitalanlage und Zeichnungspolitik werden somit von den Versicherungsgesellschaften der weltweiten AXA Gruppe gemeinschaftlich getätigt, auch um die größte Wirkung zu entfalten. Damit wirken wir auf die Ursache ein und mitigieren das daraus resultierende Risiko für unsere Gesellschaft.
Nachhaltiges Investment ist ein strategisch wichtiges Thema für die AXA. Die Kernaspekte dieser Strategie sind der Einbezug von ESG-Kriterien in jegliche Investitionsentscheidungen, der Ausschluss von Investitionen in gewisse Wirtschaftssektoren (bspw. Kohle, Tabak, Palmöl, Teersand) beziehungsweise einzelne kritische Unternehmen, ambitionierte Ziele für grüne Kapitalanlagen, direkte Investitionen in soziale Projekte, die verantwortliche Wahrnehmung von Aktionärsrechten sowie die strategische Portfolio-Anpassung für mehr Klimaschutz.
Im Rahmen der Zeichnungspolitik hat AXA die Bereitstellung von Versicherungsschutz für klimaschädliche Geschäfte stark eingeschränkt, so werden beispielsweise weltweit keine Kohleminen und -kraftwerke versichert. Zudem hat AXA 2021 Ausschlüsse für Unternehmen der Gas- und Ölbranche beschlossen, sowohl für den Investitions- als auch für den Versicherungsbereich. In 2022 wurde eine spezielle Initiative gestartet um Diskussionen mit Unernehmen aus dem Öl- und Gas Sektor zu führen. Dabei wurden die Transitionspläne anhand festgelegter Indikatoren bewertet.
Auch im eigenen Betrieb trägt AXA Deutschland zur Bekämpfung des Klimawandels bei. Seit 2008 erheben wir unsere Verbrauchsdaten, um unseren ökologischen Fußabdruck zu messen und Maßnahmen zur Reduzierung unserer Emissionen sowie von Wasser, Papier und Abfall abzuleiten.
Risiken aus Pensionsrückstellungen
AXA Deutschland hat früheren und teils noch aktiven Mitarbeitern Pensionen zugesagt. Im Zusammenhang mit den Pensionsplänen können Pensionsrisiken sowohl bei den Vermögenswerten der Aktivseite als auch auf der Passivseite relevant werden. Dies ist zum einen über Marktwertrückgänge des Planvermögens auf der Aktivseite, aber auch über eine Zunahme der Verpflichtungen auf der Passivseite, zum Beispiel durch Änderungen des Rechnungszinses, möglich. Auf der Verpflichtungsseite können zudem versicherungstechnische Risiken wie das Langlebigkeitsrisiko auftreten. In diesem Zusammenhang wird das Pensionsrisiko als dasjenige Risiko angesehen, dass das Trägerunternehmen zur Bedienung der zugesagten Rentenverpflichtungen Nachschüsse leisten muss.
Die Risiken für die Pensionsverpflichtungen werden in unserem internen Risikomodell berücksichtigt, berechnet und überwacht. Trotz des aktuell gestiegenen Zinsniveaus betrachten wir den Zins nach wie vor als Hauptrisikofaktor sowohl für die Höhe der ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen, aus denen zusätzliche Aufwendungen zur Erhöhung der Rückstellungen resultieren könnten, als auch für die Höhe der mit vertretbarem Risiko erzielbaren Erträge aus der Kapitalanlage. Inflation ist als weiteres Risiko zu berücksichtigen, da die Rentenverpflichtungen aufgrund von Gehalts- und Rententrends zunehmen könnten. Die in den nächsten Jahren zu leistenden Zuführungen zu den Rückstellungen sind in den Planungen bereits berücksichtigt.
Kapitalmanagement und Solvabilität
Die Steuerung der Kapitalbasis erfolgt nach den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Ziel ist es, die jederzeitige Erfüllung der versicherungsvertraglichen Verpflichtungen sicherstellen zu können - auch wenn im Extremfall die hierfür gebildeten versicherungstechnischen Rückstellungen unzureichend wären. Für die Bereitstellung des entsprechenden Eigenkapitals wird eine angemessene Verzinsung angestrebt.
Die AXA Gruppe hat ein Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung entwickelt, das Ende November 2015 von der französischen Versicherungsaufsicht ACPR (Autorité de Controle Prudentiel et de Résolution) genehmigt wurde und ab dem 1. Januar 2016 als Internes Modell unter Solvency II dient. Zur Sicherstellung der Angemessenheit des entwickelten Internen Modells der AXA Deutschland fand auch im Geschäftsjahr 2023 ein umfassender Austausch mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) statt.
Für die Solvabilität unserer Gesellschaft wurden die gültigen aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Basierend auf den Berechnungen des genehmigten Internen Modells übertrifft die Solvenzposition unserer Gesellschaft die gesetzliche Anforderung und weist zusätzlich einen angemessenen Kapitalpuffer oberhalb dieses gesetzlichen Limits auf. Unsere Gesellschaft hat keine Verwendung der möglichen Übergangsmaßnahmen bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beantragt. Weitergehende Informationen können dem am 08. April 2024 zu veröffentlichenden Bericht über die Solvabilität und Finanzlage 20231 entnommen werden.
Im Juli 2013 wurde die weltweite AXA Gruppe durch das Financial Stability Board (FSB) als systemrelevant (Global Systemically Important Insurer [G-SII]) eingestuft. Aufgrund dessen unterliegt die AXA Gruppe den „G-SII Policy Measures“ der International Association of Insurance Supervisors (IAIS) und erfüllt die zusätzlichen Anforderungen wie die Erstellung von geforderten Sanierungs- und Abwicklungsplänen. Hierfür liefert die AXA Deutschland regelmäßig lokale Analysen. Die Erfüllung der ab 2019 erhöhten Kapitalanforderungen, wie der Basis-Kapitalanforderungen (Basic Capital Requirements, BCR), wird durch die Gruppe sichergestellt.
Zusammenfassende Darstellung der Risikolage
Die Gesamtrisikosituation unserer Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 trotz stark gestiegener Inflation sowie Belastungen durch Naturkatastrophen nicht wesentlich verändert. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen eines schwachen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes sind jedoch schwer abzuschätzen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden. Unserer Einschätzung nach werden wesentliche Risiken frühzeitig erkannt, bewertet und gesteuert. Wie in den Vorjahren zeigt die Solvabilität auch im Jahr 2023 eine Überdeckung.
Sonstige Angaben
Besitzverhältnisse
Die AXA Konzern AG, Köln, hält 100 % am Grundkapital unserer Gesellschaft, mit ihr besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Zwischen unserer Gesellschaft und der AXA Konzern AG besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Außerdem hat unsere Gesellschaft einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Merkur Gesellschaft für Beteiligungswerte mbH abgeschlossen.
Dienstleistungsverträge innerhalb des AXA Konzerns
Die Geschäftsfunktionen unserer Gesellschaft werden im Rahmen eines Master-Dienstleistungsvertrages im Wesentlichen durch die AXA Konzern AG ausgeübt. Deshalb beschäftigt die AXA Versicherung AG auch keine eigenen Mitarbeitenden.
Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen
Über unsere selbstständige Vertriebsorganisation, über die wir gemeinsam mit der AXA Lebensversicherung AG verfügen, vermitteln wir direkt und indirekt Versicherungsverträge sowie Kapitalanlageprodukte im Wesentlichen für folgende Gesellschaften:
| • | AXA easy Versicherung AG, Köln |
| • | AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Frankfurt |
| • | AXA Krankenversicherung AG, Köln |
| • | AXA Lebensversicherung AG, Köln |
| • | AXA Life Europe dac, Dublin |
| • | Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln |
| • | BHW Bausparkasse AG, Hameln |
| • | IDEAL Lebensversicherung a.G., Berlin |
| • | ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG, Köln |
| • | Creditplus Bank AG, Stuttgart |
Ergebnisabführung
Der im Geschäftsjahr erwirtschaftete Überschuss in Höhe von 213,3 Mio. Euro (Vorjahr: 388,6 Mio. Euro) wurde aufgrund des Gewinnabführungsvertrages zwischen unserer Gesellschaft und der AXA Konzern AG an diese abgeführt.
Ausblick und Chancen
Deutschlands wirtschaftliche Aussichten für 2024 eher bescheiden
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck rechnet für die deutsche Wirtschaft in den kommenden Jahren nur noch mit niedrigen Wachstumsraten. Das geht aus dem Jahreswirtschaftsbericht 2024 hervor. Vor dem Hintergrund des beschleunigten demografischen Wandels, vernachlässigter Standortfaktoren sowie einer durch geopolitische Gefahren geprägten Weltwirtschaft bestehe das Risiko einer anhaltenden wirtschaftlichen Schwächephase. Für das Jahr 2024 wird ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,2 % erwartet. Grund für den Wachstumsrückgang seien auch die Einsparungen, die nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts vom November 2023 notwendig geworden seien. Um die Wirtschaft wieder langfristig auf Wachstumskurs zu bringen, sei in den kommenden Jahren ein sehr viel dynamischeres Investitionsgeschehen nötig. Mit Ausblick auf das laufende Jahr sei ausgehend von den Entwicklungen des vergangenen Jahres von einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage auszugehen. Die Inflation ist im Jahresverlauf deutlich zurückgegangen und lag im Januar 2024 bei 2,9 %. Für das laufende Jahr wird mit einem Rückgang auf 2,8 % gerechnet.
Deutsche Versicherungsbranche blickt verhalten optimistisch nach vorn
Für das laufende Geschäftsjahr 2024 erwarten die deutschen Versicherer vor dem Hintergrund steigender Nominallöhne und nachlassender Inflation ein Beitragswachstum von 3,8 %.
In der Schaden- und Unfallversicherung geht der Verband von Beitragszuwächsen in Höhe von 7,7 % aus, da insbesondere die Entwicklung in der Kfz-Versicherung von Nachholeffekten geprägt sein wird. Hier wird sogar mit einem Beitragszuwachs von 10 % gerechnet. Allerdings sei davon auszugehen, dass die Reparaturkosten weiter steigen werden.
AXA Versicherung strebt konstante und nachhaltige Prämienentwicklung im Jahr 2024 an Firmenkundengeschäft
Das Firmenkundengeschäft war im Jahr 2023, insbesondere aufgrund von inflationsbedingten Indexanpassungen und Produktinnovationen in der Sachversicherung (Gebäude und Inhalt), von einem starken Wachstum geprägt. Auch im Jahr 2024 erwarten wir weiterhin ein Wachstum, ebenfalls getrieben aus dem Sachversicherungsbereich, auch wenn dies - aufgrund eines Energiepreis bedingt rückläufigen Warenkorb-Index - moderater ausfallen dürfte. Aufgrund weiterer anzunehmender Wertzuwächse unserer Kund:innen bleibt die Ermittlung der passenden Versicherungssumme und die Durchdringung einer Indexierung auch im Jahr 2024 im Fokus unserer Bestrebungen. Darüber hinaus bleibt, unter anderem aufgrund erwarteter Kostensteigerungen auf der Schadenseite, ein auskömmliches Prämienniveau über alle Sparten wichtig.
Industriegeschäft
Das Marktverhalten in Industrie-Haftpflicht zeigt sich heterogen. Die marktweit guten Ergebnisse der vergangenen Jahre locken wieder mehr Versicherer als Anbieter für industrielles Haftpflichtgeschäft an. In Bezug auf kleinere und mittlere Risiken wird sich Wettbewerb und Preisdruck weiter verstärken. Hingegen ist bei komplexen Risiken in Industrie-Haftpflicht weiterhin von knappen Kapazitäten, erhöhten Selbstbeteiligungen und einer moderaten Preisentwicklung auszugehen. Basierend auf unseren Risikoappetit gehen wir von einem stabilen Wachstum unter Beibehaltung unserer soliden Profitabilität aus. In der industriellen Sachversicherung steht weiterhin aktives Renewal des Portfolios im Vordergrund. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Validierung des Portfolios hinsichtlich Risiko- und Prämienqualität gelegt. Das Ziel ist es, die Qualität des Portfolios für ein nachhaltiges Wachstum weiter zu festigen.
In der Transportversicherung könnte aufgrund rückläufiger Konjunktur eine Abschwächung des Beitragswachstums eintreten. Der Fokus des Geschäftes wird weiterhin auf der Warenversicherung liegen, sowie der Go-Live von Prozessverbesserungen für das Verkehrshaftungsgeschäft mit Frachtführern. In der Technischen Versicherung erwarten wir weiterhin profitables Wachstum, insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau.
Durch den beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien erwarten wir zudem weitere Wachstumsimpulse, insbesondere im Bereich der Windenergie sowie der Photovoltaik.
Im weiterhin sehr dynamischen Markt für Cyber-Versicherungen beobachten wir die Marktentwicklung intensiv und profitieren von der internationalen Expertise von AXA.
Spartenübergreifend sind wir mit der breiten Produktpalette von AXA International Services und dem internationalen Netzwerk weiterhin gut aufgestellt, sodass wir bedarfsgerechte internationale Versicherungslösungen und einen umfassenden Kundenservice anbieten können.
Privatkundengeschäft
Für das Privatkundengeschäft erwarten wir ein deutliches Prämienwachstum insbesondere aufgrund der inflationsbedingten Indexanpassungen in den Sachsparten. In den Haftpflicht-Sparten erwarten wir aufgrund der anhaltenden Wettbewerbsintensität eine stabile Prämienentwicklung. Für das Kraftfahrtgeschäft erwarten wir im Jahr 2024 eine stark steigende Beitragsentwicklung aufgrund eines Anstiegs der Durchschnittsbeiträge durch Bestandsmaßnahmen in Verbindung mit einer hohen Zeichnungsdisziplin. Das ist notwendig, um das Kraftfahrtgeschäft in einem herausfordernden Wettbewerbsumfeld und in Hochinflationszeiten nachhaltig profitabel zu betreiben. In Unfall wird im Jahr 2024 neben der Fortführung von Portfoliobereinigungen der Fokus auf der Stärkung der Ausschließlichkeit liegen mit dem Ziel, Wachstum und Neugeschäft zu generieren, insbesondere in der Privaten Unfallversicherung.
Auch im kommenden Jahr erwarten wir vergleichsweise hohe Preissteigerungen bei Schadenbehebungskosten, die auch den Schadenaufwand beeinflussen werden. Diese steigenden Kosten adressieren wir mit umfangreichen Schaden- und Bestandsmaßnahmen.
Insgesamt rechnen wir im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr mit einem leichten Anstieg der Beitragseinnahmen, sowohl im direkten als auch im indirekten Geschäft. Hinsichtlich der Schadenbelastung gehen wir zwar von einem Anstieg der Bruttoaufwendungen aus, erwarten jedoch eine höhere Beteiligung unserer Rückversicherer and den Schadenexzedenten und einen leichten Rückgang des Nettoaufwands. Während unsere Verwaltungsaufwendungen unter Berücksichtigung von Kosteneffizienzmaßnahmen voraussichtlich leicht sinken werden, erwarten wir einen neugeschäftsbedingt leicht höheren Provisionsaufwand. Unter Einbezug einer vorgesehenen Zuführung zur Schwankungsrückstellung planen wir mit einem versicherungstechnischen Nettoergebnis, das deutlich über dem diesjährigen Wert liegen wird. Im Bereich der Kapitalanlagen erwarten wir deutlich rückläufige Abgangsverluste und somit ein deutlich höheres Ergebnis. Wir gehen für das kommende Jahr von einem Gewinn vor Ergebnisabführung aus, das deutlich über dem Niveau des abgelaufenen Jahres liegen wird.
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Anlagen zum Lagebericht
Geschäftsgebiet
Bundesrepublik Deutschland sowie Zulassungen für den freien Dienstleistungsverkehr in den folgenden Staaten des europäischen Wirtschaftsraumes: Österreich, Belgien, Zypern, Tschechische Republik, Spanien, Estland, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Italien, Irland, Liechtenstein, Luxemburg, Dänemark, Litauen, Lettland, Malta, Niederlande, Portugal, Polen, Schweden, Slowenien, Slowakei, Bulgarien, Rumänien, Finnland und Kroatien
Ausländische Zweigniederlassung: Dänemark
Betriebene Versicherungszweige
| • | Lebensversicherung (nur in Rückdeckung übernommen) |
| • | Unfallversicherung: Einzel-Voll-, Einzel-Teil-, Gruppenunfall-, Volksunfall-, Reise-, Sport-, Luftfahrt-, lebenslängliche Verkehrsmittel-Unfall-, Probanden-Versicherung, Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückgewähr, Kraftfahrtunfall-Versicherung |
| • | Haftpflichtversicherung: Privat-, Betriebs- und Berufs-, Gewässerschaden-, Vermögensschaden-, Luftfahrt-, Umwelt-, Strahlen- und Atomanlagen-, Haus- und Grundbesitzer-Haftpflicht, Kraftfahrt-Parkplatz-, Feuerhaftungs-Versicherung |
| • | Kraftfahrtversicherung: Kraftfahrzeug-Haftpflicht-, Fahrzeugvoll-, Fahrzeugteil-Versicherung |
| • | Rechtsschutzversicherung (nur in Rückdeckung übernommen) |
| • | Feuerversicherung: Feuer-Industrie-, landwirtschaftliche Feuerversicherung, sonstige Feuerversicherung (einschließlich der Waldbrandversicherung) |
| • | Einbruchdiebstahlversicherung |
| • | Leitungswasserversicherung |
| • | Glasversicherung |
| • | Sturmversicherung |
| • | Verbundene Hausratversicherung |
| • | Verbundene Gebäudeversicherung |
| • | Hagelversicherung (nur in Rückdeckung übernommen) |
| • | Technische Versicherungen: Maschinen- einschl. Baugeräte-, Elektronik-, Montage-, Bauleistungsversicherung, Elektro- und Gasgeräte des Hausrats, Gebrauchsgütergarantieversicherung |
| • | Einheitsversicherungen: Allgemeine, Rauchwaren-, Textilveredelungs-, Wäscheschutz-Einheitsversicherung |
| • | Transportversicherung: See-, Fluss-, Luftfahrt- und Landkasko-, Waren-, Film-, Verkehrshaftungs-, Valorenversicherung (gewerblich) |
| • | Kredit- und Kautionsversicherung: Übrige und nicht aufgegliederte Kredit- und Kautionsversicherung (einschließlich Baugarantieversicherung) Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- beziehungsweise Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung (Extended Coverage) |
| • | Betriebsunterbrechungsversicherung: Feuer-, Technische, sonstige Betriebsunterbrechungsversicherung, Filmausfall-, Betriebsschließungsversicherung |
| • | Beistandsleistungsversicherung |
| • | Sonstige Sachschadenversicherungen: Ausstellungs-, Fahrrad-, Garderobe-, Jagd- und Sportwaffen, Kühlgüter-, Warenversicherung in Tiefkühlanlagen, Atomanlagen-, Automaten-, Reisegepäck-, Valoren- (privat), Campingversicherung, verbundene Sach-Gewerbe-Versicherung |
| • | Sonstige Vermögensschadenversicherungen: Reiserücktrittskosten-, Lizenzverlust-, Maschinengarantieversicherung, Garantieversicherung von Kraftfahrzeugen |
| • | Vertrauensschadenversicherung |
Allen Mitarbeitenden, die für die AXA tätig waren, danken wir für den auch im Jahr 2023 gezeigten Einsatz. Unser Dank gilt ebenso allen Vertriebspartner:innen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Köln, den 14. März 2024
Der Vorstand
Dr. Schumacher
Dr. Dahlbokum
Heinisch
Kuklinski
Dr. Zimmermann
Bilanz zum 31. Dezember 2023
Aktiva
| (in Tsd. Euro) | 2023 | 2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| A. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 77.235 | 84.364 | |||
| 77.235 | 84.364 | ||||
| B. Kapitalanlagen | |||||
| I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 46.025 | 48.526 | |||
| II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.761.167 | 801.905 | |||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 368.208 | 347.002 | |||
| 3. Beteiligungen | 3.439 | 3.439 | |||
| 3.132.815 | 1.152.346 | ||||
| III. Sonstige Kapitalanlagen | |||||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 3.745.296 | 5.526.888 | |||
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.426.162 | 1.450.539 | |||
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 367.425 | 341.200 | |||
| 4. Sonstige Ausleihungen | |||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 425.230 | 551.402 | |||
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 241.062 | 264.769 | |||
| c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine | 668 | 571 | |||
| d) übrige Ausleihungen | 377.333 | 383.658 | |||
| 1.044.292 | 1.200.399 | ||||
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 40.000 | 11.970 | |||
| 6. Andere Kapitalanlagen | 7.717 | 4.215 | |||
| 6.630.892 | 8.535.211 | ||||
| IV. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft | 303.052 | 211.727 | |||
| 10.112.784 | 9.947.812 | ||||
| C. Forderungen | |||||
| I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an: | |||||
| 1. Versicherungsnehmer | 58.280 | 44.711 | |||
| 2. Versicherungsvermittler | 113.785 | 80.262 | |||
| 172.066 | 124.973 | ||||
| II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft | 76.215 | 95.861 | |||
| davon an verbundene Unternehmen: 72.041 Tsd. Euro (2022: 94.347 Tsd. Euro) | |||||
| III. Sonstige Forderungen | 619.354 | 262.338 | |||
| davon an verbundene Unternehmen: 548.217 Tsd. Euro (2022: 211.912 Tsd. Euro) | |||||
| 867.635 | 483.172 | ||||
| D. Sonstige Vermögensgegenstände | |||||
| I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 79.299 | 61.568 | |||
| II. Andere Vermögensgegenstände | 131.651 | 133.601 | |||
| 210.950 | 195.169 | ||||
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | |||||
| I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten | 32.154 | 33.902 | |||
| 32.154 | 33.902 | ||||
| 11.300.758 | 10.744.418 | ||||
| Passiva | |||||
| (in Tsd. Euro) | 2023 | 2022 | |||
| A. Eigenkapital | |||||
| I. Eingefordertes Kapital | |||||
| Gezeichnetes Kapital | 164.661 | 164.661 | |||
| II. Kapitalrücklage | 77.281 | 77.281 | |||
| III. Gewinnrücklagen | |||||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 44 | 44 | |||
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 1.117 | 1.117 | |||
| 1.161 | |||||
| 243.103 | 243.103 | ||||
| B. Versicherungstechnische Rückstellungen | |||||
| I. Beitragsüberträge | |||||
| 1. Bruttobetrag | 608.434 | 558.174 | |||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 1.832 | 1.616 | |||
| 606.602 | 556.558 | ||||
| II. Deckungsrückstellung | |||||
| 1. Bruttobetrag | 489.264 | 524.621 | |||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | - | - | |||
| 489.264 | 524.621 | ||||
| III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | |||||
| 1. Bruttobetrag | 8.665.950 | 8.029.932 | |||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 551.907 | 644.944 | |||
| 8.114.043 | 7.384.989 | ||||
| IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung | |||||
| 1. Bruttobetrag | 27.385 | 24.893 | |||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | - | - | |||
| 27.385 | 24.893 | ||||
| V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen | 750.282 | 1.011.676 | |||
| VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen | |||||
| 1. Bruttobetrag | 23.285 | 32.469 | |||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | - | - | |||
| 23.285 | 32.469 | ||||
| 10.010.863 | 9.535.206 | ||||
| C. Andere Rückstellungen | |||||
| I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 704.304 | 654.449 | |||
| II. Steuerrückstellungen | 13.817 | 14.430 | |||
| III. Sonstige Rückstellungen | 47.853 | 48.096 | |||
| 765.973 | 716.975 | ||||
| D. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | 13.645 | 14.686 | |||
| E. Andere Verbindlichkeiten | |||||
| I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber: | |||||
| 1. Versicherungsnehmern | 89.958 | 91.753 | |||
| 2. Versicherungsvermittlern | 42.743 | 30.627 | |||
| 132.701 | 122.380 | ||||
| II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft | 18.742 | 17.460 | |||
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 2.295 Tsd. Euro (2022: 5.877 Tsd. Euro) | |||||
| III. Sonstige Verbindlichkeiten | 115.083 | 92.529 | |||
| davon aus Steuern: 58.715 Tsd. Euro (2022: 43.895 Tsd. Euro) | |||||
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 19.970 Tsd. Euro (2022: 22.131 Tsd. Euro) | |||||
| 266.527 | 232.369 | ||||
| F. Rechnungsabgrenzungsposten | 647 | 2.078 | |||
| 11.300.758 | 10.744.418 |
Unfallversicherung, Kraftfahrzeug-Haftpflicht- und Haftpflichtversicherung
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter den Posten B.II. und B.III. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung der §§ 341 f und 341 g HGB sowie der aufgrund des § 88 Abs. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnungen berechnet worden ist. Für den Altbestand im Sinne des § 336 VAG ist die Deckungsrückstellung nach den zuletzt am 21. März 2002 beziehungsweise 3. April 1996 sowie 1. März 2017 genehmigten Geschäftsplänen berechnet worden.
Köln, den 12. März 2024
Der Verantwortliche Aktuar
Marc André Winkler
Gemäß § 128 Abs. 5 VAG wird hiermit bestätigt, dass das Sicherungsvermögen der Unfallversicherung mit Beitragsrückerstattung vorschriftsmäßig angelegt und aufbewahrt worden ist.
Köln, den 12. März 2024
Der Treuhänder
Klaus Schön
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
| Versicherungstechnische Rechnung in Tsd. Euro |
2023 | 2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| I. Versicherungstechnische Rechnung | |||||
| 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung | |||||
| a) Gebuchte Bruttobeiträge | 4.524.671 | 4.221.058 | |||
| b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge | 1.597.986 | 2.926.685 | 1.480.252 | ||
| c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge | -50.288 | -35.368 | |||
| d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen | -224 | -50.064 | 3.986 | ||
| 2.876.621 | 2.701.452 | ||||
| 2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung | 15.651 | 17.212 | |||
| 3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung | 3.016 | 3.901 | |||
| 4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung | |||||
| a) Zahlungen für Versicherungsfälle | |||||
| aa) Bruttobetrag | 2.701.427 | 2.651.930 | |||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 997.132 | 1.704.295 | 1.133.458 | ||
| b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | |||||
| aa) Bruttobetrag | 636.915 | 48.032 | |||
| bb) Anteil der Rückversicherer | -92.731 | 729.646 | -346.115 | ||
| 2.433.941 | 1.912.619 | ||||
| 5. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen | |||||
| a) Nettodeckungsrückstellung | 35.357 | 36.097 | |||
| b) Sonstige versicherungstechnische Nettorückstellungen | -54 | 440 | |||
| 35.303 | 36.537 | ||||
| 6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung | 8.745 | 11.471 | |||
| 7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung | |||||
| a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb | 1.155.927 | 1.101.974 | |||
| b) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | 519.728 | 514.459 | |||
| 636.199 | 587.515 | ||||
| 8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung | 38.321 | 34.190 | |||
| 9. Zwischensumme | -186.615 | 213.307 | |||
| 10. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen | 261.393 | 35.095 | |||
| 11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | 74.778 | 248.402 | |||
| II. Nichtversicherungstechnische Rechnung | |||||
| 1. Erträge aus Kapitalanlagen | |||||
| a) Erträge aus Beteiligungen | 71.450 | 22.053 | |||
| davon aus verbundenen Unternehmen: 71.213 Tsd. Euro (2022: 21.817 Tsd. Euro) | |||||
| b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | |||||
| davon aus verbundenen Unternehmen: 13.849 Tsd. Euro (2022: 6.790 Tsd. Euro) | |||||
| aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.506 | 1.368 | |||
| bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | 236.973 | 181.512 | |||
| 239.479 | 182.880 | ||||
| c) Erträge aus Zuschreibungen | 3.512 | 8.244 | |||
| d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 11.338 | 142.800 | |||
| e) Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen | 1.406 | 1.348 | |||
| 327.185 | 357.325 | ||||
| 2. Aufwendungen für Kapitalanlagen | |||||
| a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen | 12.287 | 11.251 | |||
| b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen | 26.533 | 16.617 | |||
| c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 75.081 | 23.780 | |||
| 113.901 | 51.648 | ||||
| 213.284 | 305.677 | ||||
| 3. Technischer Zinsertrag | -15.980 | -17.576 | |||
| 197.304 | 288.101 | ||||
| 4. Sonstige Erträge | 233.278 | 241.834 | |||
| 5. Sonstige Aufwendungen | 318.572 | 288.782 | |||
| -85.294 | -46.948 | ||||
| 6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 186.788 | 489.555 | |||
| 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -27.376 | 100.940 | |||
| 8. Sonstige Steuern | 881 | 21 | |||
| -26.495 | 100.961 | ||||
| 9. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne | 213.283 | 388.594 | |||
| 10. Jahresüberschuss | - | - |
Anhang
Angaben zur Identifikation gem. § 264 Abs. 1a HGB
Die AXA Versicherung AG mit Sitz in Köln ist ein Tochterunternehmen der AXA Konzern AG. Sie ist in dem vom Amtsgericht Köln geführten Handelsregister mit der Handelsregisternummer HR B 21298 eingetragen.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss ist nach den für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) aufgestellt.
Aktiva
Bei den immateriellen Vermögensgegenstände handelt es sich um einen befristeten, entgeltlich erworbenen Softwarelizenzvertrag für die Einführung eines neuen Bestands- und Schadensystems im Privat- und Firmenkundengeschäft. Jeweils zu Anschaffungskosten bilanziert wurden die Lizenzaufwendungen und Anschaffungsnebenkosten in Form von Customizing-Aufwendungen zur Anpassung der Software an das betriebliche Umfeld. Zu Januar 2019 wurde ein erster Teil des Vermögensgegenstandes in einen betriebsbereiten Zustand versetzt. Anschließend wurde er unter den entgeltlich erworbenen Lizenzen ausgewiesen und planmäßig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. Die im Jahr 2023 angefallenen Customizing-Aufwendungen beziehen sich auf das betriebsbereite System und haben zum Ziel die wesentliche Verbesserung und Erweiterung des Bestandssystems herbeizuführen. Diese Maßnahmen, welche im Laufe des Geschäftsjahres abgeschlossen werden und somit betriebsbereit sind, werden im Durchschnitt zu lediglich 50 % in die Abschreibung aufgenommen, da sie nicht direkt zum 01.01.2023 fertiggestellt waren. Die Customizing-Aufwendungen der Folgejahre werden planmäßig entsprechend der Restnutzungsdauer sowie bei Bedarf außerplanmäßig abgeschrieben.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken werden mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bewertet und über die gewöhnliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von 33 bis 50 Jahren linear abgeschrieben. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wird auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existieren.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.
Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet werden, werden entsprechend dem gemilderten Niederstwertprinzip mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dem dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
Zur Beurteilung, ob bei Aktien beziehungsweise Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen, die überwiegend Aktien halten, eine dauernde Wertminderung vorliegt sowie eine Abschreibung auf den langfristig beizulegenden Wert zu erfolgen hat, kommen folgende Aufgreifkriterien zur Anwendung:
| • | Der Zeitwert des Wertpapiers liegt in den dem Bilanzstichtag vorangehenden sechs Monaten permanent um mehr als 20% unter dem Buchwert. |
| • | Der Zeitwert des Wertpapiers liegt in den dem Bilanzstichtag vorangehenden zwölf Monaten permanent um mehr als 10% unter dem Buchwert. |
Bei Erfüllung von mindestens einem dieser Aufgreifkriterien erfolgt eine Abschreibung auf den langfristig beizulegenden Wert.
Anteile oder Aktien an Investmentvermögen, die überwiegend Aktien halten, werden als eigenständiges Wertpapier angesehen und entsprechend bewertet.
Für Anteile oder Aktien an Investmentvermögen, die überwiegend alternative Investments oder Immobilien halten, gelten grundsätzlich die Regeln für Investmentvermögen, die überwiegend Aktien halten. Sofern Informationen zu den einzelnen Vermögensgegenständen vorliegen, werden diese in die Ermittlung mit einbezogen.
Bei Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen, die überwiegend Rentenpapiere halten und stille Lasten ausweisen, erfolgt die Überprüfung auf eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung entsprechend der einzelnen Wertpapiere innerhalb des Fonds. Basis der Überprüfung einer dauerhaften Wertminderung stellen die erwarteten Rückzahlungsflüsse unter Berücksichtigung von Agien und Disagien der Wertpapiere sowie der relevanten Markwerte der derivativen Instrumente innerhalb des Fonds dar.
Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wird auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existieren.
Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die nach den für das Umlaufvermögen geltenden Vorschriften bewertet werden, werden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwerten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wird auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwert zugeschrieben, sofern der beizulegende Zeitwert wieder gestiegen ist.
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet werden, werden entsprechend dem gemilderten Niederstwertprinzip mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dem dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Agio- und Disagiobeträge werden ratierlich über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst.
Die dauerhafte Wertminderung eines Wertpapieres wird angenommen, wenn der Zeitwert des Wertpapieres einen Werteverfall aufgrund einer wesentlichen Verschlechterung des Ratings / der Bonität eines Emittenten aufzeigt und aus diesem Grund von einem (Teil-)Ausfall des Schuldtitels ausgegangen wird.
Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wird auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existieren.
Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen werden mit den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen und Einzelwertberichtigungen. Agio- und Disagiobeträge werden ratierlich über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst.
Namensschuldverschreibungen werden mit den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge werden ratierlich über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst.
Schuldscheinforderungen und Darlehen werden mit den Anschaffungskosten bilanziert, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge werden ratierlich über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst.
Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine werden mit den Anschaffungskosten bilanziert.
Übrige Ausleihungen werden mit den Anschaffungskosten bilanziert, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge werden ratierlich über die Laufzeit erfasst.
Einlagen bei Kreditinstituten werden mit den Nennbeträgen angesetzt.
Andere Kapitalanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen.
Depotforderungen werden mit dem Nennbetrag angesetzt.
Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft werden mit dem Nennwert abzüglich angemessener Einzel- beziehungsweise Pauschalwertberichtigungen angesetzt.
Pauschalwertberichtigungen werden in Höhe der nach dem Bilanzstichtag voraussichtlich eintretenden Ausfälle aus Erfahrungssätzen der Vorjahre gebildet. Die Pauschalwertberichtigungen werden aktivisch angesetzt.
Die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft werden mit dem Nennwert abzüglich angemessener Einzel- beziehungsweise Pauschalwertberichtigungen angesetzt.
Die übrigen, nicht einzeln erwähnten Aktivposten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.
Da eine ertragsteuerliche Organschaft mit der AXA Konzern AG besteht, werden die aktiven latenten Steuern der Gesellschaft bei dem Organträger AXA Konzern AG ausgewiesen.
Passiva
Die Beitragsüberträge wurden für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft pro rata temporis unter Berücksichtigung unterjähriger Fälligkeiten nach Abzug äußerer Kosten ermittelt.
Die Anteile der Rückversicherer ergaben sich aus der Fälligkeitsstruktur in den Rückversicherungsbeständen. Der koordinierte Ländererlass vom 30. April 1974 wurde berücksichtigt.
Bei dem in Rückdeckung übernommenen Geschäft wurden die Brutto-Beitragsüberträge anhand der Aufgaben der Zedenten unter Berücksichtigung eines Abzuges für nicht übertragsfähige Beitragsteile gestellt. Wegen der zeitgleichen Erfassung wurden für diejenigen Zeiträume, für die wir noch keine vollständigen Zedentenabrechnungen vorliegen haben, mit Ausnahme des fakultativ übernommenen Geschäfts Schätzungen unserer Zedenten gebucht. Ist zum Zeitpunkt der Ermittlung der Beitragsüberträge die Kündigung eines Vertrages ausgesprochen oder zu erwarten, wird der Beitragsübertrag nach dem vertraglich vereinbarten Portefeuille-Stornosatz gestellt, soweit sich aus dieser Berechnung ein höherer Übertrag ergibt. Die Beitragsüberträge des fakultativ übernommenen Geschäfts werden nach der Methode „pro rata temporis“ nach Kostenabzug entsprechend den Rechnungslegungsvorschriften ermittelt. Die Anteile der Rückversicherer an den Beitragsüberträgen des übernommenen Geschäftes ermittelten sich aufgrund der abgeschlossenen Rückversicherungsverträge nach dem jeweiligen Verfahren, welches für die Berechnung der Brutto-Beitragsüberträge angewendet wurde.
In der Beitragsdeckungsrückstellung wird die Beitragsdeckungsrückstellung der Existenzschutzversicherung berücksichtigt. Diese Beitragsdeckungsrückstellungen decken das Risiko des mit dem fortschreitenden Alter der Versicherten steigenden erwarteten Schadenbedarfes bei über die feste Vertragslaufzeit konstanter Prämie ab.
Die Deckungsrückstellung des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts für die Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr sowie der Kinder-Unfallversicherung mit beitragsfreier Weiterführung der AXA Versicherung AG und ehemaligen DBV-Winterthur Versicherung wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften einzelvertraglich nach der prospektiven Methode und mit implizierter Berücksichtigung der künftigen Kosten ermittelt. Als Berechnungsgrundlagen dienten die Sterbetafeln gemäß Geschäftsplänen und ein Rechnungszins von 0,90 % bis 5,00 %. Nach der Änderung der Deckungsrückstellungsverordnung (DeckRV) zum 1. März 2011 wird für Versicherungen des Neubestands, deren Rechnungszins über dem für den Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bestimmten Referenzzins in Höhe von 1,57 % liegt, die Bilanzdeckungsrückstellung durch eine einzelvertraglich ermittelte zusätzliche Deckungsrückstellung (Zinszusatzreserve) erhöht. Die Zinszusatzreserve für die Verträge des Altbestandes wurde geschäftsplanmäßig mit einem Referenzzins von 1,57 % berechnet. Der Referenzzins wird berechnet nach § 5 DeckRV.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthält die Rückstellung für Entschädigungen, die Renten-Deckungsrückstellung, die Rückstellung für Rückkäufe und Rückgewährbeträge aus der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr und die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen. Die Rückstellung für Entschädigungen für das selbst abgeschlossene Geschäft wurde inventurmäßig je Einzelschaden festgesetzt und fortgeschrieben. Bei der Ermittlung der einzelnen Schadenrückstellungen wurden Ansprüche aus Regressen und Provenues abgesetzt, soweit ihre Realisierbarkeit feststand oder zweifelsfrei bestimmbar war.
Die Spätschadenrückstellung für eingetretene, bis zur Schließung des Schadenregisters nicht gemeldete Versicherungsfälle wurde nach den Erfahrungswerten der Vorjahre ermittelt. Die Ermittlung der Renten-Deckungsrückstellung erfolgte aus dem selbst abgeschlossenen Geschäft versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung der Tafel DAV 2006 HUR mit Berücksichtigung fachmedizinischer Voten zur Lebenserwartung und in der Unfallversicherung
| • | für Renteneintritte bis zum 31. Dezember 2014 mit einem Rechnungszins von 1,57 % |
| • | für Renteneintritte bis zum 31. Dezember 2016 mit einem Rechnungszins von 1,25 % |
| • | für Renteneintritte bis zum 31. Dezember 2021 mit einem Rechnungszins von 0,90 % |
| • | für spätere Renteneintritte mit einem Rechnungszins von 0,25% |
sowie in der Haftpflicht- und Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung
| • | für Renteneintritte bis zum 31. Dezember 2014 mit einem Rechnungszins von 1,57 %, |
| • | für Renteneintritte bis zum 31. Dezember 2016 mit einem Rechnungszins von 1,25 % |
| • | für Renteneintritte bis zum 31. Dezember 2021 mit einem Rechnungszins von 0,90 % |
| • | für spätere Renteneintritte mit einem Rechnungszins von 0,25% |
Damit beinhalten die biometrischen Rechnungsgrundlagen angemessene Sicherheiten. Ein signifikantes Risiko aus der Langlebigkeit ist nach derzeitigen Erkenntnissen nicht ersichtlich.
In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wurde der technische Zinsertrag auf die Deckungsrückstellung und die Rückstellung für Beitragsrückerstattung für die Altbestände Colonia, Nordstern und DWS sowie für den AXA und DWS Neubestand auf Basis der Nettoverzinsung der Kapitalanlagen der jeweiligen Sicherungsvermögen ermittelt.
Die Anteile der Rückversicherer an den Zinserträgen auf die Renten-Deckungsrückstellung entsprechen den gezahlten Depotzinsen.
Bei dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft wurden die Depotzinsen gemäß den Aufgaben der Vorversicherer gebucht.
Die Retrozessions-Anteile wurden anhand der vertraglichen Vereinbarungen errechnet.
Bei der Berechnung der Rückstellung für Schadenregulierungskosten werden, ausgehend von den Kosten im Geschäftsjahr des Funktionsbereiches Schadenregulierung, die Stückkosten pro bearbeitetem Schaden in den Versicherungszweigen ermittelt. Diese werden mit der Anzahl der zum Bilanzstichtag offenen Schäden und einem Durchschnitt der gemeldeten Spätschäden der letzten fünf Jahre multipliziert. Des Weiteren erfolgt eine Multiplikation mit der erwarteten, durchschnittlichen Schadenbearbeitungszeit in Jahren.
Die Anteile der Rückversicherer an den Rückstellungen wurden den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend ermittelt. Im in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft folgten wir den Aufgaben der Zedenten. Wegen der zeitgleichen Erfassung des gesamten in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäftes wurden für diejenigen Zeiträume, für die wir noch keine vollständigen Zedentenabrechnungen vorliegen haben, mit Ausnahme des fakultativ übernommenen Geschäftes Schätzungen unserer Zedenten gebucht. Darüber hinaus wurden standardmäßig mit versicherungsmathematischen Methoden Rückstellungen für noch nicht beziehungsweise nicht ausreichend gemeldete Schäden (Spätschadenrückstellungen) ermittelt und bilanziert.
Bei der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung (UBR) handelt es sich um erzielte Überschüsse, die vertraglich für die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer bestimmt, aber den einzelnen Versicherungsverträgen noch nicht zugeteilt worden sind. Innerhalb dieser Rückstellung wird der Fonds für Schlussüberschussanteile gemäß § 28 Absatz 7 in Verbindung mit Absatz 9 RechVersV gemäß den Vorgaben der jeweils gültigen Geschäftspläne für die Überschussbeteiligung bzw. der Grundsätze für die Überschussbeteiligung für die einzelnen Bestände einzelvertraglich berechnet.
Die Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung wird für das selbst abgeschlossene Geschäft mit einem Durchschnitt der gezahlten Beitragsrückerstattung der letzten drei Jahre ermittelt und für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft nach den Vorgaben der Vorversicherern gebildet.
Die Schwankungsrückstellung wurde gemäß § 341h HGB in Verbindung mit § 29 und der Anlage zu § 29 RechVersV ermittelt.
Die der Schwankungsrückstellung ähnlichen Rückstellungen ergeben sich aus den Vorschriften nach § 341h Absatz 2 HGB in Verbindung mit § 30 RechVersV.
Die Berechnung der Rückstellung für drohende Verluste im Versicherungsgeschäft auf der Basis der durchschnittlichen technischen Verluste in einem Dreijahreszeitraum unter Berücksichtigung von Zinserträgen, Restlaufzeiten und der Schwankungsrückstellung ergab keinen Rückstellungsbedarf.
Die Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen wurde in Höhe der Beitragsguthaben für den Zeitraum vom Beginn der Unterbrechung des Versicherungsschutzes bis zum Bilanzstichtag gebildet. Die Beitragsguthaben wurden für jeden Vertrag einzeln ermittelt.
Die Rückstellung für späteres Storno wurde nach den Erfahrungswerten der Vergangenheit festgestellt.
Die Rückstellung aufgrund der Verpflichtung aus der Mitgliedschaft in der Verkehrsopferhilfe e. V. wurde entsprechend der Aufgabe des Vereins für das vorhergehende Geschäftsjahr gebildet.
Schadenexzedentenrückversicherungsverträge beinhalten Regelungen hinsichtlich der Wiederauffüllung der Haftung des Rückversicherers nach einem Schadenfall. Häufig erfolgt die Wiederauffüllung „pro rata capita“. Dies bedeutet, dass die verbrauchte Haftung gegen Zusatzprämie wiederaufgefüllt - also neu eingekauft werden muss. Die Zahlung eines solchen Wiederauffüllungsbeitrages ist allerdings erst dann fällig, wenn Schadenzahlungen unter dem betreffenden Schadenexzedentenrückversicherungsvertrag erfolgten. Solange ein solcher Rückversicherungsvertrag aber nur von reservierten Schäden betroffen ist, wird hier eine den Wiederauffüllungskonditionen entsprechende Rückstellung für Wiederauffüllungsbeiträge gestellt.
Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Rententrendannahmen.
Die Pensionsrückstellungen werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, vorgegeben durch die deutsche Bundesbank, abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Dabei wird pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Rückstellungen nach den beiden Bewertungskonzepten ist im Anhang unter der Position C.I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen angegeben (§ 253 Absatz 6 Satz 3 i. V. m. Satz 1 HGB).
Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invalidisierungsannahmen dienen die Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln GmbH.
Die handelsbilanziellen Pensionsrückstellungen für die über den Trust rückgedeckten Pensionszusagen wurden nach dem IDW RH FAB 1.021 vom 30.4.2021 und dem Ergebnisbericht des Fachausschusses Altersversorgung der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. vom 26.04.2022 ermittelt. Die Bewertung erfolgte nach dem Deckungskapitalverfahren mit Passivprimat.
Die Pensionsrückstellungen werden mit sogenanntem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Absatz 2 HGB verrechnet, welches zum Zeitwert bewertet wird.
Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht. Dabei wird das Wahlrecht gemäß Tz. 87 IDW RS HFA 30 angewendet, das heißt der Effekt aus der Zinsänderung wird als sonstiger Aufwand bzw. Ertrag dargestellt.
Die im Trust/CTA befindlichen Vermögenswerte (Aktivwerte) wurden handelsrechtlich nach dem IDW RH FAB 1.021 vom 30.4.2021 und dem Ergebnisbericht des Fachausschusses Altersversorgung der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. vom 26.04.2022 ermittelt.
Bei dem Trust handelt es sich um ein sog. Contractual Trust Arrangement (CTA), bei dem der DBV-Winterthur Vorsorge e.V. als Treuhänder Vermögenswerte zu den entsprechenden unmittelbaren Versorgungszusagen für den Treugeber (AXA-Konzernunternehmen) hält. Es handelt sich hierbei um saldierbares Deckungsvermögen iSv. § 246 Abs. 2 HGB.
Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Die anderen Verbindlichkeiten wurden nach § 253 Abs. 1 HGB mit den Erfüllungsbeträgen, Depotverbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten mit den Nominalwerten angesetzt.
Die übrigen, nicht einzeln erwähnten Passivposten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.
Gewinn- und Verlustrechnung
Erträge und Aufwendungen werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.
Grundlagen für die Währungsumrechnung
Fremdwährungspositionen werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.
Für Fremdwährungspositionen gilt folgendes:
•
Der beizulegende Wert in Euro ergibt sich durch die Umrechnung des beizulegenden Werts in fremder Währung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag.
•
Die (fortgeführten) Anschaffungskosten in Euro basieren auf einem historischen Devisenkurs.
•
Übersteigt der beizulegende Wert in Euro die (fortgeführten) Anschaffungskosten in Euro, so werden die Fremdwährungspositionen weiterhin zu (fortgeführten) Anschaffungskosten angesetzt.
•
Ergibt sich dagegen im Vergleich zwischen den (fortgeführten) Anschaffungskosten in Euro und dem beizulegenden Wert in Euro ein negativer Unterschiedsbetrag, so wird
| • | bei monetären Vermögensgegenständen (Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Ausleihungen an Beteiligungen, Inhaberschuldverschreibungen und sonstige festverzinsliche Wertpapiere, Sonstige Ausleihungen, Einlagen bei Kreditinstituten) die währungskursbedingte Wertminderung erfasst, jedoch können Änderungen des beizulegenden Werts in Fremdwährung kompensatorisch wirken. |
| • | bei nicht-monetären Vermögensgegenständen (Anteile an verbundenen Unternehmen, Anteile an Beteiligungen, Aktien, Anteile an Investmentvermögen und nicht-festverzinsliche Wertpapiere) des Anlagevermögens die währungskursbedingte Wertminderung (unter Beachtung einer möglichen kompensatorischen Wirkung des beizulegenden Werts in Fremdwährung) grundsätzlich erfasst, es sei denn, konkrete Anhaltspunkte sprechen gegen eine dauerhafte Wertminderung. |
•
Ergibt sich für monetäre Vermögensgegenstände, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung aufgrund von Währungskursänderungen bilanziert wurde, im Vergleich zwischen den (fortgeführten) Anschaffungskosten in Euro und dem beizulegenden Wert in Euro eine stille Reserve, wird eine Werterhöhung erfasst soweit der beizulegende Wert die Anschaffungskosten nicht übersteigt. Für nicht-monetäre Vermögensgegenstände wird eine Wertaufholung erfasst, sofern die Gründe für den Ansatz des niedrigeren beizulegenden Wertes nicht mehr existierten; in diesem Fall stellen die fortgeführten Anschaffungskosten die Obergrenze dar.
Zeitwerte der Kapitalanlagen
Die Offenlegung von Zeitwerten der Kapitalanlagen erfolgte entsprechend den Vorschriften §§ 54 ff. der RechVersV. Die Angaben werden zum Bilanzstichtag erstellt.
Die beizulegenden Zeitwerte für Grundstücke, ihre Bestandteile und ihr Zubehör sowie für grundstücksgleiche Rechte, Rechte an diesen und Rechte an Grundstücken werden über das Ertragswertverfahren in Anlehnung an die Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) vom 14. Juli 2021 (BGBl. I S. 2805) ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte werden regelmäßig anhand von externen Gutachten neu ermittelt. Im Geschäftsjahr wurden die Zeitwerte von 100 % (Vorjahr: 50 %) aller Grundstücke und Bauten neu bewertet.
Die beizulegenden Zeitwerte der Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden nach dem Ertragswertverfahren, mit Börsenwerten zum Bilanzstichtag oder mit dem anteiligen Eigenkapital angesetzt.
Die beizulegenden Zeitwerte der als Ausleihungen an verbundene Unternehmen klassifizierten Schuldverschreibungen und Darlehen wurden anhand der Swap-Kurve (ICAP 1 - 50 Jahre) und der Euribor-Zinssätze im Geldmarktbereich (1 Tag - 11 Monate) sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2023 ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der auf den Namen lautenden Papiere wurden anhand der anteiligen Nettoinventarwerte zum Bilanzstichtag ermittelt.
Als beizulegende Zeitwerte für Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere werden Börsenkurse, Rücknahmepreise oder Nettoinventarwerte per 31. Dezember 2023 verwendet. Für Anteile an offenen Immobilienfonds, die zur Rücknahme ausgesetzt sind, werden als beizulegende Zeitwerte Rücknahmepreise abzüglich eines angemessenen Risikoabschlages angesetzt.
Als beizulegende Zeitwerte für Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden im Wesentlichen die Börsenkurse per 31. Dezember 2023 angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ohne Börsennotierung wurden auf Grundlage von Discounted-Cash-Flow -Methoden ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte der Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen werden anhand der Swap-Kurve (ICAP 1 - 50 Jahre) und der Euribor-Zinssätze im Geldmarktbereich (1 Tag - 11 Monate) sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2023 ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte für Schuldscheindarlehen und Namenspapiere, sonstige Ausleihungen und andere Kapitalanlagen werden anhand der Swap-Kurve (ICAP 1 - 50 Jahre) und der Euribor-Zinssätze im Geldmarktbereich (1 Tag - 11 Monate) sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2023 ermittelt.
Als beizulegende Zeitwerte der Policendarlehen werden die Buchwerte angesetzt.
Die beizulegenden Zeitwerte der Einlagen bei Kreditinstituten entsprechen aufgrund des kurzfristigen Charakters den Buchwerten.
Einbeziehung in den Konzernabschluss
Durch die Einbeziehung unserer Gesellschaft in den Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, verlegten wir einzelne Buchungsschlusstermine und grenzten die Zahlungsvorgänge über die sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten ab. Es ergaben sich dadurch keine wesentlichen Einflüsse auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Angaben zur Bilanz
Aktiva
| Entwicklung der Aktivposten A.I. bis B.III. im Geschäftsjahr 2023 in Tsd. Euro |
Bilanzwerte Vorjahr | Währungskursänderungen* |
|---|---|---|
| A.I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 84.364 | - |
| B.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 48.526 | - |
| B.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 801.905 | - |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 347.002 | - |
| 3. Beteiligungen | 3.439 | - |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | - | - |
| Summe B.II. | 1.152.346 | - |
| B.III. Sonstige Kapitalanlagen | ||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 5.526.888 | - |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.450.539 | -1.656 |
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 341.200 | - |
| 4. Sonstige Ausleihungen | ||
| a) Namensschuldverschreibungen | 551.402 | - |
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 264.769 | -137 |
| c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine | 571 | - |
| d) übrige Ausleihungen | 383.658 | 115 |
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 11.970 | - |
| 6. Andere Kapitalanlagen | 4.215 | - |
| Summe B.III. | 8.535.211 | -1.679 |
| Gesamt | 9.820.448 | -1.679 |
* In der Gewinn- und Verlustrechnung wird diese Position unter Zuschreibungen bzw. Abschreibungen ausgewiesen.
| Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Zuschreibungen | Abschreibungen | Bilanzwerte Geschäftsjahr | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 7.562 | - | - | - | 14.691 | 77.235 | |
| 4.161 | - | - | - | 6.662 | 46.025 | |
| 1.977.777 | - | 18.669 | 1.971 | 1.816 | 2.761.167 | |
| 84.066 | - | 62.860 | - | - | 368.208 | |
| - | - | 0 | - | - | 3.439 | |
| - | - | - | - | - | - | |
| 2.061.844 | - | 81.530 | 1.971 | 1.816 | 3.132.815 | |
| 427.561 | - | 2.201.427 | 1.159 | 8.885 | 3.745.296 | |
| 61.420 | - | 84.141 | - | - | 1.426.162 | |
| 59.941 | - | 33.716 | - | - | 367.425 | |
| 7.068 | - | 133.240 | - | - | 425.230 | |
| 8 | - | 22.217 | - | 1.360 | 241.062 | |
| 181 | - | 84 | - | - | 668 | |
| 26.049 | - | 26.763 | - | 5.726 | 377.333 | |
| 28.030 | - | - | - | - | 40.000 | |
| 3.615 | - | 90 | - | 23 | 7.717 | |
| 613.874 | - | 2.501.679 | 1.159 | 15.994 | 6.630.892 | |
| 2.687.440 | - | 2.583.209 | 3.130 | 39.163 | 9.886.967 |
| Zeitwerte der Kapitalanlagen gemäß § 54 RechVersV in Tsd. Euro |
2023 Bilanzwerte | 2023 Zeitwerte zu Anschaffungskosten bilanziert | 2023 Zeitwerte zum Nennwert bilanziert | 2023 Zeitwerte Summe |
|---|---|---|---|---|
| B.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 46.025 | 72.480 | - | 72.480 |
| B.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.761.167 | 3.181.984 | - | 3.181.984 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 368.208 | 362.927 | - | 362.927 |
| 3. Beteiligungen | 3.439 | 6.655 | - | 6.655 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | - | - | - | - |
| Summe B.II. | 3.132.815 | 3.551.566 | - | 3.551.566 |
| B.III. Sonstige Kapitalanlagen | ||||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 3.745.296 | 3.652.057 | - | 3.652.057 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.426.162 | 1.253.670 | - | 1.253.670 |
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 367.425 | 348.669 | - | 348.669 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 1.044.292 | 978.426 | - | 978.426 |
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 40.000 | - | 40.000 | 40.000 |
| 6. Andere Kapitalanlagen | 7.717 | 9.458 | - | 9.458 |
| Summe B.III. | 6.630.892 | 6.242.280 | 40.000 | 6.282.280 |
| Summe B. Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen) | 9.809.733 | 9.866.326 | 40.000 | 9.906.326 |
| Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert | 96.594 |
Die Gesamtsumme der Anschaffungskosten der in die Überschussbeteiligung einzubeziehenden Kapitalanlagen beträgt 485,5 Mio. Euro (Vorjahr: 502,3 Mio. Euro), die Gesamtsumme des beizulegenden Zeitwerts selbiger Kapitalanlagen beläuft sich auf 439,8 Mio. Euro (Vorjahr: 438,5 Mio. Euro). Hieraus ergibt sich ein Saldo von 45,7 Mio. Euro (Vorjahr: 63,8 Mio. Euro).
| Zeitwerte der Kapitalanlagen gemäß § 54 RechVersV in Tsd. Euro |
2022 Bilanzwerte | 2022 Zeitwerte zu Anschaffungskosten bilanziert | 2022 Zeitwerte zum Nennwert bilanziert | 2022 Zeitwerte Summe |
|---|---|---|---|---|
| B.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 48.526 | 77.090 | - | 77.090 |
| B.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 801.905 | 1.273.905 | - | 1.273.905 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 347.002 | 332.502 | - | 332.502 |
| 3. Beteiligungen | 3.439 | 5.950 | - | 5.950 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | - | - | - | - |
| Summe B.II. | 1.152.346 | 1.612.357 | - | 1.612.357 |
| B.III. Sonstige Kapitalanlagen | ||||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 5.526.888 | 5.244.800 | - | 5.244.800 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.450.539 | 1.221.861 | - | 1.221.861 |
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 341.200 | 307.487 | - | 307.487 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 1.200.399 | 1.103.473 | - | 1.103.473 |
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 11.970 | - | 11.970 | 11.970 |
| 6. Andere Kapitalanlagen | 4.215 | 6.009 | - | 6.009 |
| Summe B.III. | 8.535.211 | 7.883.630 | 11.970 | 7.895.601 |
| Summe B. Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen) | 9.736.084 | 9.573.077 | 11.970 | 9.585.047 |
| Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert | -151.037 |
B.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
Bei der AXA Versicherung AG befanden sich zum 31.12.2023 fremdgenutzte Bauten in Höhe von 46,0 Mio. Euro im Bestand (Vorjahr: 48,5 Mio. Euro). Eigengenutzte Grundstücke und Bauten waren im Geschäftsjahr 2023 nicht im Bestand des Unternehmens.
B.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
An folgenden Unternehmen sind wir wesentlich beteiligt (Pflichtangaben nach § 285 Nr. 11 und Nr. 11 a HGB):
| in Tsd. Euro | 2023 |
|---|---|
| AXA Alternative Participations SICAV I, Luxemburg* | |
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% |
| Eigenkapital | 479.743 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 39.898 |
| AXA Forsikring Formidler A/S, Taastrup* | |
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% |
| Eigenkapital in Tsd. DKK | 1.775 |
| Eigenkapital in Tsd. EUR | 238 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres in Tsd. DKK | 131 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres in Tsd. EUR | 18 |
| AXA GER Alternative Investments B.V., Amsterdam* | |
| Anteil am Gesellschaftskapital | 20,00% |
| Eigenkapital | 212.535 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 526 |
| AXA Germany Infrastructure Equity SAS, Puteaux** | |
| Anteil am Gesellschaftskapital | 19,00% |
| Eigenkapital | 279.698 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 9.179 |
| AXA Germany Infrastructure Equity AFS SAS, Puteaux** | |
| Anteil am Gesellschaftskapital | 19,00% |
| Eigenkapital | 242.237 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 1.628 |
| AXA Infrastructure Investissement SAS, Paris* | |
| Anteil am Gesellschaftskapital | 10,00% |
| Eigenkapital | 378.060 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 71.572 |
| GANYMED GmbH & Co. Zweite Grundstücksgesellschaft KG, Köln* | |
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% |
| Eigenkapital | 19.780 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 885 |
| GANYMED GmbH & Co. Dritte Grundstücksgesellschaft KG, Köln* | |
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% |
| Eigenkapital | 111.571 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -209 |
* Eigenkapital und Ergebnis des Geschäftsjahres gemäß Jahresabschluss 2022.
** Eigenkapital und Ergebnis des Geschäftsjahres gemäß Jahresabschluss 2021.
| in Tsd. Euro | 2023 |
|---|---|
| Kepheus Beteiligungs- und Vermögenswerte GmbH, Köln* | |
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% |
| Eigenkapital | 82.476 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 764 |
| Lefac GmbH, Köln** | |
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% |
| Eigenkapital | -21.010 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -10 |
| Merkur Gesellschaft für Beteiligungs- und Vermögenswerte mbH, Köln* | |
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% |
| Eigenkapital | 76.937 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 1.348 |
* Eigenkapital und Ergebnis des Geschäftsjahres gemäß Jahresabschluss 2022.
** Eigenkapital und Ergebnis des Geschäftsjahres gemäß Jahresabschluss 2021.
Weiterführende Angaben zu Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen, die wie Anlagevermögen bewertet werden
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 waren dem Anlagevermögen Anteile an verbundenen Unternehmen mit einem Gesamtbuchwert in Höhe von 97,4 Mio. Euro zugeordnet, die stille Lasten von insgesamt 6,5 Mio. Euro (Vorjahr: 4,3 Mio. Euro) aufweisen. Wir gehen nach Prüfung der relevanten Bewertungskriterien sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus.
Es ergab sich im Geschäftsjahr die Notwendigkeit außerplanmäßiger Abschreibungen (inkl. Währungskursabschreibungen) in Höhe von 1,8 Mio. Euro (Vorjahr: 10,4 Tsd. Euro).
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 waren dem Anlagevermögen Kapitalanlagen in Ausleihungen an verbundene Unternehmen mit einem Gesamtbuchwert in Höhe von 192,4 Mio. Euro zugeordnet, die stille Lasten von insgesamt 8,6 Mio. Euro (Vorjahr: 16,5 Mio. Euro) aufweisen. Wir gehen nach Prüfung der relevanten Bewertungskriterien sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus.
Im Geschäftsjahr ergab sich keine Notwendigkeit außerplanmäßiger Abschreibungen (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro).
B.III. Sonstige Kapitalanlagen
Bewertung von Kapitalanlagen nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften gemäß § 341b Absatz 2 HGB
Auf der Grundlage nachfolgender Darstellungen nimmt die AXA Versicherung AG die Möglichkeit gemäß § 341b HGB in Anspruch, in dem Kapitalanlagen dem Anlagevermögen zugeordnet werden, weil sie dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen.
Die Entscheidung über die Zweckbestimmung der Kapitalanlagen ist mit Beschluss des Vorstandes der AXA Versicherung AG wie folgt getroffen worden:
1. Zum 31. Dezember 2023 waren Kapitalanlagen mit einem Buchwert von 5,2 Mrd. Euro gemäß § 341b HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet (Vorjahr: 7,0 Mrd. Euro). Dies entspricht einem Anteil von 51,1 % an den gesamten Kapitalanlagen (Vorjahr: 70,1 %).
2. Grundlage für die Bestimmung, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, wird aus folgenden Indikatoren abgeleitet:
2.1. Die AXA Versicherung AG ist in der Lage, die wie Anlagevermögen bewerteten Kapitalanlagen so zu verwenden, dass sie dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen können.
2.2. Aufgrund der laufenden Liquiditätsplanung besitzt die AXA Versicherung AG die Fähigkeit zur Daueranlage der betreffenden Kapitalanlagen.
2.3. Die wie Anlagevermögen bewerteten Kapitalanlagen werden in der Buchhaltung jeweils auf gesonderten Konten von den anderen Wertpapieren getrennt erfasst. Eine depotmäßige Trennung von Anlage- und Umlaufvermögen ist gewährleistet.
3. Voraussichtlich dauernde Wertminderung:
Bei den wie Anlagevermögen bewerteten Kapitalanlagen werden Abschreibungen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung gemäß § 341b HGB vorgenommen.
Die Methoden für die Beurteilung der voraussichtlich dauernden Wertminderung bei Aktien, Investmentanteilen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.
Bei Investmentanteilen an Immobilienfonds ergab sich im Geschäftsjahr die Notwendigkeit einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von 2,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1,3 Mio. Euro).
Bei Investmentanteilen, die überwiegend Rentenpapiere beinhalten, ergab sich im Geschäftsjahr die Notwendigkeit einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von 2,7 Mio. Euro (Vorjahr: 6,0 Mio. Euro).
Bei Investmentanteilen, die überwiegend Alternative Investments beinhalten, ergab sich im Geschäftsjahr die Notwendigkeit einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro).
Bei Investmentanteilen, die überwiegend Aktien beinhalten, ergab sich im Geschäftsjahr die Notwendigkeit einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von 3,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro).
Die Methoden für die Beurteilung der voraussichtlich dauernden Wertminderung bei Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. Hieraus ergab sich im Geschäftsjahr die Notwendigkeit außerplanmäßiger Abschreibungen (inkl. Währungskursabschreibungen) in Höhe von 1,7 Mio. Euro (Vorjahr: 2,7 Mio. Euro).
Zum 31. Dezember 2023 waren dem Anlagevermögen Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 1.204,8 Mio. Euro zugeordnet, die stille Lasten in Höhe von 176,9 Mio. Euro ausweisen (Vorjahr: 230,8 Mio. Euro).
Zum 31. Dezember 2023 waren dem Anlagevermögen Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 2.956,8 Mio. Euro zugeordnet, die stille Lasten in Höhe von 193,1 Mio. Euro ausweisen (Vorjahr: 444,9 Mio. Euro).
Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung, aufgrund unserer langfristigen Halteabsicht sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus. Die Kriterien der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.
Weiterführende Angaben zu Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen an inländischen beziehungsweise vergleichbaren EU- oder ausländischen Investmentvermögen im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches aufgegliedert nach Anlagezielen sind unter der entsprechenden Anhangsangabe erläutert.
Nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertete Kapitalanlagen
| in Tsd. Euro | 2023 | |
|---|---|---|
| Bilanzwerte | Zeitwerte | |
| --- | --- | --- |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | - | - |
| Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 3.745.296 | 3.652.057 |
| Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.426.162 | 1.253.670 |
| Summe Wertpapiere | 5.171.458 | 4.905.727 |
| Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert | -265.731 |
Weiterführende Angaben zu Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen, die dem Anlagevermögen zugeordnet werden
Zum 31. Dezember 2023 waren dem Anlagevermögen Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen mit einem Buchwert von 225,0 Mio. Euro zugeordnet, die stille Lasten in Höhe von 23,2 Mio. Euro ausweisen (Vorjahr: 34,1 Mio. Euro). Die Methoden der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. Hieraus ergab sich im Geschäftsjahr keine Notwendigkeit für eine außerplanmäßige Abschreibung (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro)
Weiterführende Angaben zu sonstigen Ausleihungen, die wie Anlagevermögen bewertet werden
Zum 31. Dezember 2023 waren dem Anlagevermögen sonstige Ausleihungen mit einem Buchwert von 735,3 Mio. Euro zugeordnet, die stille Lasten in Höhe von 77,9 Mio. Euro ausweisen (Vorjahr: 105,1 Mio. Euro). Wir gehen nach Prüfung der relevanten Bewertungskriterien sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus. Die Methoden der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. Hieraus ergab sich im Geschäftsjahr die Notwendigkeit außerplanmäßiger Abschreibungen in Höhe von 7,5 Mio. Euro (Vorjahr: 4,8 Mio. Euro).
Zum 31. Dezember 2023 waren dem Anlagevermögen keine anderen Kapitalanlagen zugeordnet, die stille Lasten ausweisen (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro). Die Methoden der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. Hieraus ergab sich im Geschäftsjahr die Notwendigkeit außerplanmäßiger Abschreibungen in Höhe von 22,7 Tsd. Euro (Vorjahr: 10,6 Tsd. Euro).
C.III. Sonstige Forderungen
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Dienstleistungsverträgen und sonstigen Verrechnungen | 592.075 | 248.565 |
| Nicht zugeordnete Finanzzahlungsvorgänge aufgrund vorgezogener Buchungsschlusstermine | 12.285 | 5.546 |
| Forderungen aus Kapitalanlagen | 4.161 | 2.463 |
| Fällige Zins- und Mietforderungen | 1.644 | 1.753 |
| Mitarbeiterdarlehen | 99 | 95 |
| Übrige | 9.091 | 3.917 |
| Gesamt | 619.354 | 262.338 |
Der Anstieg der Forderungen aus Dienstleistungsverträgen und sonstigen Verrechnungen resultiert im Wesentlichen aus Steuerverrechnungen von Vorjahren und aus der rückläufigen Gewinnabführung.
D.III. Andere Vermögensgegenstände
Die Position andere Vermögensgegenstände enthält bezahlte, jedoch noch nicht verrechnete Schäden und Rückkäufe in Höhe von 131.651 Tsd. Euro (Vorjahr: 133.601 Tsd. Euro).
Passiva
A. Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital der AXA Versicherung AG betrug per 31. Dezember 2023 unverändert 164.660.820 Euro und war in 164.660.820 auf den Namen lautende vinkulierte Stückaktien eingeteilt, mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 1,00 Euro.
Die Kapitalrücklage der AXA Versicherung AG betrug zum 31. Dezember 2023 unverändert 77.280.851,19 Euro.
B. Versicherungstechnische Bruttorückstellungen insgesamt
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | 1.232.873 | 1.231.330 |
| Haftpflichtversicherung | 3.041.890 | 3.133.965 |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | 1.852.580 | 1.821.555 |
| sonstige Kraftfahrtversicherung | 375.662 | 319.929 |
| Feuer- und Sachversicherung | 1.861.829 | 1.776.277 |
| davon Feuerversicherung | 275.344 | 230.760 |
| davon Verbundene Hausratversicherung | 120.842 | 109.820 |
| davon Verbundene Gebäudeversicherung | 923.326 | 874.430 |
| davon sonstige Sachversicherung | 542.316 | 561.268 |
| Transport- und Luftfahrtversicherung | 168.943 | 147.794 |
| Kredit- und Kautionsversicherung | 192.207 | 178.312 |
| sonstige Versicherungen | 785.196 | 610.329 |
| Gesamt | 9.511.179 | 9.219.491 |
| in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Gesamt | 1.053.226 | 962.274 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 10.564.405 | 10.181.765 |
B.III.1. Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | 668.514 | 657.060 |
| Haftpflichtversicherung | 2.733.734 | 2.664.498 |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | 1.788.646 | 1.733.171 |
| sonstige Kraftfahrtversicherung | 264.682 | 201.246 |
| Feuer- und Sachversicherung | 1.418.426 | 1.289.825 |
| davon Feuerversicherung | 255.569 | 212.536 |
| davon Verbundene Hausratversicherung | 78.507 | 68.891 |
| davon Verbundene Gebäudeversicherung | 605.243 | 512.765 |
| davon sonstige Sachversicherung | 479.107 | 495.632 |
| Transport- und Luftfahrtversicherung | 162.407 | 141.994 |
| Kredit- und Kautionsversicherung | 135.187 | 123.016 |
| sonstige Versicherungen | 691.626 | 537.061 |
| Gesamt | 7.863.223 | 7.347.871 |
| in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Gesamt | 802.728 | 682.061 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 8.665.950 | 8.029.932 |
B.IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
Erfolgsabhängig
Altbestand Colonia
Abrechnungsverband UBR
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Vertragliche Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr | ||
| Stand am Schluss des Vorjahres | 2.837 | 2.756 |
| Entnahme | 32 | 177 |
| Zuweisung | 226 | 258 |
| Stand am Schluss des Geschäftsjahres | 3.030 | 2.837 |
Altbestand Nordstern
Abrechnungsverband UBR
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Vertragliche Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr | ||
| Stand am Schluss des Vorjahres | 1.806 | 1.749 |
| Entnahme | 200 | 81 |
| Zuweisung | 128 | 138 |
| Stand am Schluss des Geschäftsjahres | 1.734 | 1.806 |
Neubestand AXA
Abrechnungsverband UBR-Neu
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Vertragliche Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr | ||
| Stand am Schluss des Vorjahres | 13.831 | 9.182 |
| Entnahme | 323 | 108 |
| Zuweisung | 2.953 | 4.757 |
| Stand am Schluss des Geschäftsjahres | 16.461 | 13.831 |
Altbestand DBV-Winterthur Versicherung
Abrechnungsverband UBR-Alt
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Vertragliche Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr | ||
| Stand am Schluss des Vorjahres | 231 | 1.218 |
| Entnahme | 61 | 993 |
| Zuweisung | - | 6 |
| Stand am Schluss des Geschäftsjahres | 171 | 231 |
Neubestand DBV-Winterthur Versicherung
Abrechnungsverband UBR-Neu
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Vertragliche Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr | ||
| Stand am Schluss des Vorjahres | 460 | 470 |
| Entnahme | 2 | 10 |
| Zuweisung | - | - |
| Stand am Schluss des Geschäftsjahres | 458 | 460 |
Aufteilung der Rückstellungen für Beitragsrückerstattungen der Teilbestände gemäß §28 RechVersV.
| In Euro | Altbestand Colonia | Altbestand Nordstern | Neubestand AXA | Altbestand DWS | Neubestand DWS | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| RfB 31.12.2023 | 3.030.099 | 1.733.879 | 16.460.805 | 170.701 | 458.239 | 21.853.723 |
| gebunden RfB | ||||||
| lfd. Überschüsse 2023 Bonus | 193.906 | 219.441 | 47.667 | - | - | 461.015 |
| Anwartschaft auf Schlussanteile | 249.107 | 190.647 | 381.756 | 24.646 | - | 846.157 |
| Anwartschaft auf MIB | 198.385 | 152.517 | 305.358 | - | - | 656.260 |
| Überschießender Anteil an BWR | 302.842 | 99.206 | 100.000 | 4.594 | 500 | 507.143 |
| Schlussanteile 2024 fällig | - | - | - | 26.162 | - | 26.162 |
| Überschuss verz. Ans. 2024 | - | - | 2.321.476 | 3.792 | - | 2.325.268 |
| Bindung in 2023: | 944.240 | 661.812 | 3.156.258 | 59.194 | 500 | 4.822.004 |
| freie RfB 31.12.2023 | 2.085.859 | 1.072.067 | 13.304.547 | 111.507 | 457.739 | 17.031.719 |
Erfolgsunabhängig
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Stand am Schluss des Vorjahres | 5.728 | 6.786 |
| Entnahme | 5.728 | 6.786 |
| Zuweisung | 5.531 | 5.728 |
| Stand am Schluss des Geschäftsjahres | 5.531 | 5.728 |
Überschussbeteiligung zu Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr
In Übertragung des § 153 Absatz 3 des Versicherungsvertragsgesetzes auf die Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr werden ab dem 1. Januar 2008 alle berechtigten Verträge bei Vertragsbeendigung an den dann vorhandenen Bewertungsreserven der Kapitalanlagen nach einem verursachungsorientierten Verfahren beteiligt. Bewertungsreserven entstehen, wenn der Marktwert der Kapitalanlagen über dem Wert liegt, mit dem die Kapitalanlagen in der Bilanz ausgewiesen sind. Aufgrund des anhaltend hohen Volumens an Bewertungsreserven werden für das Jahr 2024 die voraussichtlichen Aufwände für die Beteiligung auf Basis der am Jahresende vorbefindlichen Bewertungsreserven gebunden. Das Verfahren der Beteiligung an den vorhandenen Bewertungsreserven für den Altbestand erfolgt gemäß einem bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht im Sinne des § 11 c und d VAG zur Genehmigung vorgelegten Geschäftsplans. Für die Bestände des Neubestandes wurde das Verfahren zur Beteiligung an den Bewertungsreserven ab dem 01.10.2016 angepasst, so dass ein Sicherungsbedarf wie in §139 VAG definiert die verteilungsfähigen Bewertungsreserven mindert. Für das Jahr 2024 wird für die Bestände „Altbestand Colonia“, „Altbestand Nordstern“ und „Neubestand AXA“ eine Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven deklariert.
Altbestand Colonia
Für alle im Abrechnungsverband UBR zusammengefassten Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr werden entsprechend dem Geschäftsplan und den Besonderen Bedingungen für Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr folgende Überschusssätze für laufende Überschussanteile für das im Jahr 2024 beginnende Versicherungsjahr sowie für den im Jahr 2024 auszuzahlenden Schlussüberschussanteil festgesetzt:
| • | ein Zinsüberschussanteil in Höhe von 1,50 % auf das überschussberechtigte Deckungskapital, |
| • | ein dauerunabhängige Schlussüberschussanteil in Höhe von 10,00 % auf die Deckungsrückstellung der Rückgewährzusatzsumme, |
| • | eine Mindestbeiteiligung an den Bewertungsreserven in Höhe von 8,00 %. |
Altbestand Nordstern
In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr erhalten im Jahr 2024 die überschussberechtigten Versicherungen einen Zinsüberschussanteil in Höhe von 5,00 % des überschussberechtigten Deckungskapitals. Die zugeteilten Überschussanteile werden als Einmalbeitrag für die Bildung zusätzlicher Rückgewährsummen verwendet. Für die Beteiligung an den Bewertungsreserven wird eine Mindestbeteiligung von 8,00 % auf die Deckungsrückstellung der Rückgewährzusatzsumme deklariert. Die 2024 ablaufenden Versicherungen erhalten einen Schlussüberschuss in Höhe von 10,00 % der zusätzlichen Rückgewährsumme.
Neubestand AXA
Beitragspflichtige Versicherungen
| Zinsüberschussanteil: auf das überschussberechtigte Deckungskapital des Rückzahlungsanspruches, gebildet auf Basis des für die Beitragsfindung angewandten Rechnungszinses | |
|---|---|
| für Verträge mit Abschlussdatum bis 30. September 2006 | 0,00 % |
| für Verträge mit Abschlussdatum ab 1. Oktober 2006 | 0,40 % |
| für Verträge der Tarifgeneration ab 30.11.2012 (Tarif Unisex) | |
| für Verträge im Endaltertarif für Erwachsene | 0,65 % |
| für alle anderen Verträge | 0,40 % |
| für Verträge der Tarifgeneration 01.01.2015 | |
| für Verträge im Kindertarif | 0,90 % |
| für alle anderen Verträge | 1,15 % |
| für Verträge der Tarifgeneration 01.05.2017 | |
| für Verträge im Kindertarif | 1,50 % |
| für Verträge im Seniorentarif | 2,00 % |
| für alle anderen Verträge | 1,80 % |
| Grundüberschussanteil | 3,50 % |
| dauerunabhängiger Schlussüberschussanteil: auf die erreichte Ansammlung | 0,00 % |
| dauerunabhängiger Schlussüberschussanteil: auf den erreichten Rückzahlungsanspruch, maximal | 10,00 % |
| Der Ansammlungszins beträgt | 0,90 % |
Für die Beteiligung an den Bewertungsreserven wird eine Mindestbeteiligung von 8,00 % auf die erreichte Ansammlung deklariert.
Beitragsfreie Versicherungen
Beitragsfreie Versicherungen erhalten nur den Zinsüberschussanteil. Versicherungen, die tariflich beitragsfrei geworden sind, erhalten zusätzlich den Schlussüberschussanteil.
Altbestand DBV-Winterthur Versicherung
Für alle im Abrechnungsverband UBR zusammengefassten Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr werden entsprechend dem Geschäftsplan und den besonderen Bedingungen für Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr folgende Überschusssätze für laufende Überschussanteile für das im Jahr 2024 beginnende Versicherungsjahr sowie für den im Jahr 2024 auszuzahlenden Schlussüberschussanteil festgesetzt.
| Zinsüberschussanteil: auf das überschussberechtigte Deckungskapital des Rückzahlungsanspruches, gebildet auf Basis des für die Beitragsfindung angewandten Rechnungszinses | |
|---|---|
| für Verträge mit Abschlussdatum bis 31. Dezember 1994 | 1,50 % |
| dauerunabhängiger Schlussüberschussanteil: | 7,50 % |
| auf die erreichte Ansammlung | |
| dauerunabhängiger Schlussüberschussanteil: | 10,00 % |
| auf den erreichten Rückzahlungsanspruch | |
| Der Ansammlungszins beträgt | 0,90 % |
Neubestand DBV-Winterthur Versicherung
Für alle im Abrechnungsverband UBR zusammengefassten Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr kann für das im Jahr 2024 beginnende Versicherungsjahr über die prognostizierte Beteiligung an den Bewertungsreserven kein weiterer Überschuss in Form von Zinsüberschuss mehr gewährt werden.
| Zinsüberschussanteil: auf das überschussberechtigte Deckungskapital des Rückzahlungsanspruches, gebildet auf Basis des für die Beitragsfindung angewandten Rechnungszinses | |
|---|---|
| für Verträge mit Abschlussdatum bis 31. Dezember 2006 | 0,00 % |
| für Verträge mit Abschlussdatum ab 1. Januar 2007 | 0,00 % |
| Der Ansammlungszins beträgt | 0,90 % |
B.V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | 31.732 | 8.064 |
| Haftpflichtversicherung | 194.922 | 356.876 |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | - | 31.372 |
| sonstige Kraftfahrtversicherung | 67.383 | 81.953 |
| Feuer- und Sachversicherung | 179.694 | 242.410 |
| davon Feuerversicherung | 3.864 | 2.389 |
| davon Verbundene Hausratversicherung | - | - |
| davon Verbundene Gebäudeversicherung | 170.590 | 231.951 |
| davon sonstige Sachversicherung | 5.240 | 8.070 |
| Transport- und Luftfahrtversicherung | 6.252 | 5.653 |
| Kredit- und Kautionsversicherung | 40.579 | 39.103 |
| sonstige Versicherungen | 26.336 | 11.259 |
| Gesamt | 546.897 | 776.690 |
| in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Gesamt | 203.385 | 234.985 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 750.282 | 1.011.675 |
C.I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die leistungsorientierten Pensionszusagen, welche im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren, werden teilweise durch Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Absatz 2 HGB gesichert. Die durch die Unternehmen unwiderruflich auf den Trust, den DBV-Winterthur Vorsorge e. V., übertragenen Finanzmittel werden ausschließlich zur Bedeckung der von den Mitgliedsunternehmen an deren Mitarbeiter erteilten Pensionszusagen verwendet und sind durch Verpfändung der Ansprüche aus den Vermögenswerten an die Versorgungsberechtigten dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Nach § 246 Absatz 2 HGB werden zudem die Zinsaufwendungen für die Altersversorgung, vermindert um die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen, ausgewiesen.
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Barwert der Pensionsverpflichtung | 739.532 | 691.022 |
| Zeitwert des Deckungsvermögens | 35.228 | 36.573 |
| Bilanzierte Nettoverpflichtung | 704.304 | 654.449 |
Zusätzlich bestehen Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung. Diesen Pensionsverpflichtungen stehen Erstattungsansprüche aus kongruenten, konzerninternen Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe gegenüber (1.445 Tsd. Euro), welche an den Versorgungsberechtigten verpfändet sind. Dabei entspricht der Zeitwert den historischen Anschaffungskosten. Bei den Rückdeckungsversicherungen handelt es sich um Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Absatz 2 HGB, sodass aufgrund der Saldierung auf einen Ausweis verzichtet werden kann. Der Aufwand für diese Pensionszusagen ist gleich dem Beitragsaufwand zu den Rückdeckungsversicherungen und wird von den Arbeitnehmern getragen.
Für die Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung entsprach der Zeitwert des Deckungsvermögens dem Deckungskapital der zugrundeliegenden Rückdeckungsversicherungen und flüssigen Mitteln und damit den Anschaffungskosten.
Darüber hinaus ergab sich insgesamt ein Zinsaufwand von 4.221 Tsd. Euro (Vorjahr: 21.881 Tsd. Euro), der sich aus 7.757 Tsd. Euro (Vorjahr: 18.893 Tsd. Euro) Zinsaufwendungen in Bezug auf die Pensionsrückstellung und 3.536 Tsd. Euro Zinserträge (Vorjahr: Aufwand in Höhe von 2.988 Tsd. Euro) auf das Deckungsvermögen zusammensetzte.
Durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurden die Vorschriften zur Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen geändert. Diese Rückstellungen sind nicht mehr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben, sondern mit dem der vergangenen zehn Geschäftsjahre abzuzinsen (§ 253 Absatz 2 Satz 1 HGB). Der sich ergebende Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Rückstellungen nach den beiden Bewertungskonzepten beträgt nach Maßgabe des § 253 Absatz 6 Satz 1 HGB 7.584 Tsd. Euro (Vorjahr: 35.363 Tsd. Euro).
Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden folgende Berechnungsfaktoren angewandt:
| 2023 | 2022 | |
|---|---|---|
| Rechnungszins | 1,83 % | 1,79 % |
| Rentenanpassung | 2,00 % | 1,90 % |
| Gehaltsdynamik | 2,50 % | 2,50 % |
C.III. Sonstige Rückstellungen
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| noch zu zahlende Provisionen und sonstige Bezüge | 40.089 | 38.391 |
| ausgeschriebene Wettbewerbe | 3.378 | 3.328 |
| Ausgleichsansprüche der Vertreter | 2.827 | 3.267 |
| Sonderrisiken aus anhängigen bzw. bevorstehenden Rechtsstreitigkeiten | 435 | 542 |
| Prüfungs- und Abschlusskosten | 76 | 76 |
| Beiträge an den Pensionssicherungsverein | - | 724 |
| Übrige | 1.047 | 1.768 |
| Gesamt | 47.853 | 48.096 |
E.III. Sonstige Verbindlichkeiten
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| noch abzuführende Steuern | 58.715 | 43.895 |
| Verbindlichkeiten aus Dienstleistungsverträgen und sonstigen Verrechnungen | 28.206 | 27.482 |
| nicht zugeordnete Finanzzahlungsvorgänge aufgrund vorgezogener Buchungsschlusstermine | 16.231 | 8.470 |
| Sicherheitseinbehalte/Garantien | 4.785 | 4.830 |
| nicht eingelösten Schecks für Schadenleistungen | 3.417 | 4.143 |
| Verbindlichkeiten aus Grundbesitz | 586 | 1.090 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Kapitalanlagen | 49 | 49 |
| Übrige | 3.095 | 2.571 |
| Gesamt | 115.083 | 92.529 |
Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich überwiegend um kurzfristige Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden nicht. Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, sind nicht vorhanden.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
I.1. a) Gebuchte Bruttobeiträge
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | 205.402 | 210.859 |
| Haftpflichtversicherung | 688.657 | 654.257 |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | 740.614 | 728.814 |
| sonstige Kraftfahrtversicherung | 518.641 | 493.778 |
| Feuer- und Sachversicherung | 1.380.859 | 1.249.743 |
| davon Feuerversicherung | 178.880 | 162.345 |
| davon Verbundene Hausratversicherung | 169.158 | 164.025 |
| davon Verbundene Gebäudeversicherung | 670.535 | 586.448 |
| davon sonstige Sachversicherung | 362.287 | 336.924 |
| Transport- und Luftfahrtversicherung | 149.853 | 144.416 |
| Kredit- und Kautionsversicherung | 37.580 | 36.652 |
| sonstige Versicherungen | 415.717 | 362.418 |
| Gesamt | 4.137.324 | 3.880.938 |
| davon aus dem Inland | 4.125.319 | 3.870.357 |
| in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft | ||
| Gesamt | 387.347 | 340.120 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft | 4.524.671 | 4.221.058 |
I.1. Verdiente Bruttobeiträge
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | 206.087 | 210.993 |
| Haftpflichtversicherung | 688.326 | 653.270 |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | 733.042 | 721.932 |
| sonstige Kraftfahrtversicherung | 511.682 | 487.480 |
| Feuer- und Sachversicherung | 1.354.636 | 1.238.846 |
| davon Feuerversicherung | 178.331 | 161.973 |
| davon Verbundene Hausratversicherung | 167.710 | 163.738 |
| davon Verbundene Gebäudeversicherung | 650.819 | 578.927 |
| davon sonstige Sachversicherung | 357.775 | 334.208 |
| Transport- und Luftfahrtversicherung | 149.853 | 144.416 |
| Kredit- und Kautionsversicherung | 37.213 | 36.262 |
| sonstige Versicherungen | 407.991 | 358.928 |
| Gesamt | 4.088.830 | 3.852.127 |
| in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft | ||
| Gesamt | 385.552 | 333.563 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft | 4.474.383 | 4.185.690 |
I.1. Verdiente Nettobeiträge
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | 204.946 | 209.293 |
| Haftpflichtversicherung | 658.364 | 627.304 |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | 285.147 | 279.152 |
| sonstige Kraftfahrtversicherung | 198.273 | 188.474 |
| Feuer- und Sachversicherung | 1.004.354 | 921.919 |
| davon Feuerversicherung | 66.304 | 64.311 |
| davon Verbundene Hausratversicherung | 164.159 | 160.255 |
| davon Verbundene Gebäudeversicherung | 609.066 | 541.129 |
| davon sonstige Sachversicherung | 164.825 | 156.225 |
| Transport- und Luftfahrtversicherung | 60.029 | 57.584 |
| Kredit- und Kautionsversicherung | 34.647 | 33.884 |
| sonstige Versicherungen | 142.002 | 135.418 |
| Gesamt | 2.587.762 | 2.453.029 |
| in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft | ||
| Gesamt | 288.859 | 248.423 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft | 2.876.621 | 2.701.452 |
I.2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung
Der technische Zinsertrag wurde gemäß § 38 RechVersV ermittelt, dabei wurde der Zins für die Rentendeckungsrückstellungen aus dem arithmetischen Mittel des Anfangs- und Endbestandes der Rückstellung berechnet. Die Anteile der Rückversicherer am technischen Zinsertrag wurden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen ermittelt.
Die Zinserträge für die Bestände der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr werden geschäftsplanmäßig nach einer vereinfachten Mittelwertformel berechnet. Zinsträger sind die Bilanzdeckungsrückstellung, die Beitragsüberträge für Rückgewährteil, die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Rückgewährleistungen (Sterbefälle, Abläufe und Rückkäufe) sowie die Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Mit der vom Rechnungswesen für das Geschäftsjahr festgestellten Netto-Verzinsung des Sicherungsvermögens Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wird der Zinsertrag für die Bilanzdeckungsrückstellung, die Beitragsüberträge für Rückgewährteil, die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Rückgewährleistungen jeweils aus dem arithmetischen Mittel der Werte zu Beginn und zum Ende des Geschäftsjahres berechnet, für die Rückstellung für Beitragsrückerstattung mit dem Wert zu Beginn des Geschäftsjahres.
I.4. Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | 159.043 | 183.985 |
| Haftpflichtversicherung | 352.695 | 255.680 |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | 599.148 | 529.368 |
| sonstige Kraftfahrtversicherung | 511.483 | 387.960 |
| Feuer- und Sachversicherung | 916.021 | 823.299 |
| davon Feuerversicherung | 145.258 | 96.478 |
| davon Verbundene Hausratversicherung | 75.467 | 68.878 |
| davon Verbundene Gebäudeversicherung | 535.534 | 477.763 |
| davon sonstige Sachversicherung | 159.762 | 180.179 |
| Transport- und Luftfahrtversicherung | 113.374 | 84.291 |
| Kredit- und Kautionsversicherung | 14.792 | 18.928 |
| sonstige Versicherungen | 409.552 | 253.517 |
| Gesamt | 3.076.108 | 2.537.028 |
| in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft | ||
| Gesamt | 262.234 | 162.934 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft | 3.338.342 | 2.699.962 |
Aus der Abwicklung der aus dem vorhergehenden Geschäftsjahr übernommenen Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle entstand ein Gewinn in Höhe von 295.808 Tsd. Euro (Vorjahr: 357.883 Tsd. Euro). Das Abwicklungsergebnis des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts betrug 280.859 Tsd. Euro (Vorjahr: 315.439 Tsd. Euro) und stammte zum wesentlichen Teil aus der Haftpflicht- (94.717 Tsd. Euro) und der sonstigen Sachversicherung (49.424 Tsd. Euro).
I.7. a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | 58.085 | 59.807 |
| Haftpflichtversicherung | 212.053 | 207.763 |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | 152.605 | 151.200 |
| sonstige Kraftfahrtversicherung | 87.057 | 84.201 |
| Feuer- und Sachversicherung | 378.240 | 352.362 |
| davon Feuerversicherung | 38.483 | 34.610 |
| davon Verbundene Hausratversicherung | 57.717 | 57.838 |
| davon Verbundene Gebäudeversicherung | 189.133 | 168.810 |
| davon sonstige Sachversicherung | 92.907 | 91.104 |
| Transport- und Luftfahrtversicherung | 43.587 | 42.291 |
| Kredit- und Kautionsversicherung | 11.070 | 10.617 |
| sonstige Versicherungen | 115.807 | 101.962 |
| Gesamt | 1.058.505 | 1.010.202 |
| in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft | ||
| Gesamt | 97.422 | 91.772 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft | 1.155.927 | 1.101.974 |
Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb des Geschäftsjahres entfallen 542.564 Tsd. Euro (Vorjahr: 523.948 Tsd. Euro) auf Abschlusskosten und 613.363 Tsd. Euro (Vorjahr: 578.026 Tsd. Euro) auf Verwaltungskosten.
Rückversicherungssaldo
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | -2.144 | -398 |
| Haftpflichtversicherung | -31.192 | -27.278 |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | -30.325 | -27.815 |
| sonstige Kraftfahrtversicherung | 8.115 | -1.532 |
| Feuer- und Sachversicherung | -125.314 | -55.612 |
| davon Feuerversicherung | -14.304 | -37.479 |
| davon Verbundene Hausratversicherung | -2.413 | -4.174 |
| davon Verbundene Gebäudeversicherung | -43.866 | 23.325 |
| davon sonstige Sachversicherung | -64.731 | -37.284 |
| Transport- und Luftfahrtversicherung | -9.377 | -8.539 |
| Kredit- und Kautionsversicherung | -2.934 | -3.391 |
| sonstige Versicherungen | 28.397 | -29.498 |
| Gesamt | -164.774 | -154.063 |
| in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft | ||
| Gesamt | -8.858 | -28.373 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft | -173.632 | -182.435 |
Der Rückversicherungssaldo setzt sich zusammen aus den verdienten Beiträgen des Rückversicherers, den Anteilen des Rückversicherers an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle und den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb.
I.11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | 9.209 | 8.293 |
| Haftpflichtversicherung | 254.748 | 169.483 |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | -16.144 | 23.489 |
| sonstige Kraftfahrtversicherung | -63.862 | 18.186 |
| Feuer- und Sachversicherung | -36.918 | -24.921 |
| davon Feuerversicherung | -32.348 | -4.721 |
| davon Verbundene Hausratversicherung | 27.309 | 28.221 |
| davon Verbundene Gebäudeversicherung | -73.518 | -69.788 |
| davon sonstige Sachversicherung | 41.639 | 21.367 |
| Transport- und Luftfahrtversicherung | -20.353 | 11.042 |
| Kredit- und Kautionsversicherung | 6.972 | 4.017 |
| sonstige Versicherungen | -107.275 | -21.737 |
| Gesamt | 26.377 | 187.851 |
| in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft | ||
| Gesamt | 48.401 | 60.551 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft | 74.778 | 248.402 |
II.1.c) Erträge aus Zuschreibungen
Bei den Erträgen aus Zuschreibungen in Höhe von 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 8,2 Mio. Euro) handelte es sich um Wertaufholungen gemäß § 253 Absatz 5 HGB.
II.2.b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen
Bei den Kapitalanlagen haben wir 23,3 Mio. Euro (Vorjahr: 11,9 Mio. Euro) außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Absatz 3 Satz 5 HGB, 2,1 Mio. Euro (Vorjahr: 4,1 Mio. Euro) außerplanmäßige Abschreibungen gemäß §256a HGB sowie 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) gemäß § 253 Absatz 4 HGB vorgenommen.
II.4 Sonstige Erträge
Die sonstigen Erträge stammen überwiegend aus erbrachten Dienstleistungen für andere Unternehmen in Höhe von 219,5 Mio. Euro (Vorjahr: 222,1 Mio. Euro). In der Position sind zudem Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro) enthalten.
II.5 Sonstige Aufwendungen
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Sonstige Aufwendungen aus Versicherungsvermittlung, Erfolgsprovisionen | 199.270 | 199.603 |
| und Regulierungshilfen | ||
| Aufwendungen, die den in § 43 Abs. 1 Nr. 1 bis 4 RechVersV gen. Funktionsbereichen nicht zugeordnet werden können | 72.693 | 28.745 |
| Sonstige Aufwendungen für Vergütungssysteme | 14.341 | 10.616 |
| Zinszuführung zu Pensionsrückstellungen | 4.221 | 21.881 |
| Zinsaufwendungen nach § 233a AO | 1.751 | - |
| Aus Zuführung zu Pauschal- und Einzelwertberichtigungen | 884 | 1.342 |
| Sonstige Aufwendungen aus der Währungsumrechnung | 475 | 2.445 |
| Sonstige Investitions- und Projektaufwendungen | 475 | 1.850 |
| Übrige | 24.462 | 22.298 |
| Aufwendungen insgesamt | 318.572 | 288.782 |
Bei den Aufwendungen, die den in § 43 Abs. 1 Nr. 1 bis 4 RechVersV genannten Funktionsbereichen nicht zugeordnet werden können, handelt es sich im Wesentlichen um Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit sowie von der AXA Konzern AG weiterbelastete Projektkosten.
II.7 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag verringern sich gegenüber dem Vorjahreswert um 128,3 Mio. Euro auf -27,3 Mio. Euro bei einer gleichzeitigen Verringerung der Ertragsteuerquote von 20,6 % auf -14,73 %. Maßgeblich für diese Verringerungen ist die Auflösung von Steuerrückstellungen im Rahmen einer Neubewertung, höhere steuerfreie Erträge aus Kapitalanlagen sowie ein deutlich geringeres Ergebnis vor Steuern.
Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
| in Tsd. Euro | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft | 665.329 | 614.777 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 73.437 | 44.104 |
| Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB | 19.540 | 17.639 |
| Löhne und Gehälter | 3.194 | 3.544 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | 6 | 12 |
| Aufwendungen insgesamt | 761.506 | 680.075 |
Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge
| 2023 | 2022 | |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | 679.951 | 705.309 |
| Haftpflichtversicherung | 3.393.300 | 3.229.334 |
| Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung | 2.409.158 | 2.466.878 |
| sonstige Kraftfahrtversicherung | 1.894.181 | 1.857.210 |
| Feuer- und Sachversicherung | 3.029.313 | 2.998.881 |
| davon Feuerversicherung | 44.795 | 49.563 |
| davon Verbundene Hausratversicherung | 1.197.969 | 1.202.590 |
| davon Verbundene Gebäudeversicherung | 895.650 | 893.394 |
| davon sonstige Sachversicherung | 890.899 | 853.334 |
| Transport- und Luftfahrtversicherung | 30.291 | 30.649 |
| Kredit- und Kautionsversicherung | 74.611 | 77.976 |
| sonstige Versicherungen | 262.104 | 260.877 |
| Gesamt | 11.772.909 | 11.627.114 |
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Sonstige Angaben
Angaben nach § 51 Abs. 3 S. 3 RechVersV
Im Bereich der Pensionsrückstellungen wurden Vermögensgegenstände zur Sicherung auf den DBV Winterthur Vorsorge e. V. übertragen. Zudem erfolgt eine Verpfändung der Erstattungsansprüche aus der Entgeltumwandlung an den Versorgungsberechtigten. Insgesamt beläuft sich die Summe auf 33.783 Tsd. Euro (Vorjahr: 35.119 Tsd. Euro).
Angaben nach § 251 HGB
Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft haben wir für den Fall, dass eines der übrigen Poolmitglieder ausfällt, dessen Leistungsverpflichtungen im Rahmen unserer anteilmäßigen Beteiligung zu übernehmen. Bei den beendeten Mitgliedschaften bei der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft und dem Deutschen Luftpool trifft dies nur noch auf die Abwicklung früherer Jahre zu. Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Haftungsverhältnisse wurden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird (Angabe nach § 285 Nr. 27 HGB), da die Bonität der aktuellen namentlich bekannten Poolmitglieder von uns nicht angezweifelt wird und regelmäßig nach den üblichen Rating-Verfahren überprüft wird.
Es bestanden Bankbürgschaften in Höhe von 4.554 Tsd. Euro (Vorjahr: 7.207 Tsd. Euro). Die Bürgschaften dienen überwiegend als Sicherheitshinterlegung für Prozesskosten und Bauleistungen. Ausgehend von Vergangenheitsdaten gehen wir zurzeit nicht von einer Inanspruchnahme aus.
Das ausgestellte Bürgschaftsobligo in der Kautionsversicherung betrug zum Jahresende 4.681,4 Mio. Euro (Vorjahr: 4.385,1 Mio. Euro). Bei einer erwarteten Inanspruchnahmequote von einem Drittel des Nominalwertes des Bürgschaftsobligos, die auf einer Kalkulation auf Basis der derzeitigen Bestandszusammensetzung und geleisteten Sicherheiten beruht, gehen wir, auf der Grundlage von Erfahrungswerten, von einem Ausfallrisiko i. H. v. 1,5 % aus.
AXA Versicherung AG und Inter Partner Assistance S.A. Direktion für Deutschland haben am 9. Dezember 2020 einen Bestandsübertragungsvertrag zur Übertragung des sogenannten Lifestyle-Portfolios rückwirkend zum 1. Januar 2020 abgeschlossen. Die Vereinbarung enthält diverse Zusicherungen der AXA Versicherung AG. Es gibt für bestimmte Sachverhalte einen Liability Cap in Höhe von 2 Mio. Euro sowie den Kaufpreis als insgesamte Haftungshöchstgrenze für Verletzungen der Verpflichtungen aus dem Vertrag. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich vierundzwanzig Monate nach Closing.
AXA Versicherung AG und Merkur Gesellschaft für Beteiligungs- und Vermögenswerte mbH haben am 1. Januar 2020 einen Beherrschungsvertrag abgeschlossen. Sollten bei der Merkur Gesellschaft für Beteiligungs- und Vermögenswerte mbH einen Jahresfehlbetrag entstehen, wäre dieser im Rahmen des Beherrschungsvertrags bzw. der Verlustübernahmevereinbarung von der AXA Versicherung AG auszugleichen.
Angaben nach § 285 Nr. 1 und 2 HGB
Die Angaben zu den sonstigen Verbindlichkeiten sind in den Erläuterungen zu den entsprechenden Bilanzpositionen aufgeführt.
Angaben nach § 285 Nr. 3 und 3a HGB
Einzahlungsverpflichtungen aus indirekten Anlagen bestehen in Höhe von 952,1 Mio. Euro (davon an verbundene Unternehmen 241,6 Mio. Euro). Diese Verpflichtungen verteilen sich in erster Linie auf die Anlagestrategien Private Equity (503,5 Mio. Euro), Immobilien (149,6 Mio. Euro) und Infrastruktur (95,1 Mio. Euro). Das den Managern zugesagte Kapital wird über einen Zeitraum von mehreren Jahren investiert. Die ausgewiesenen Verpflichtungen stellen das maximale Volumen der noch offenen, nicht investierten Zusagen dar. Die Chancen und Risiken der Verpflichtungen ergeben sich aus dem zukünftigen Ergebnis der jeweiligen Anlagestrategie.
Auszahlungsverpflichtungen aus Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen bestehen in Höhe von 22,8 Mio. Euro. Die Verpflichtungen resultieren aus noch nicht fälligen Hypothekendarlehen sowie unwiderrufliche Darlehenszusagen.
In 2022 wurde zwischen der AXA Konzern AG als Kreditgeber und AXA Versicherung AG als Kreditnehmer ein Kreditvertrag über die Aufnahme eines abrufbaren Nachrangdarlehens mit einer Kreditlinie von insgesamt 120,0 Mio. Euro abgeschlossen. Der Vertrag dient der bedarfsgerechten Stärkung der Eigenmittel der AXA Versicherung AG und kann in zwei Tranchen in Höhe von jeweils 60,0 Mio. Euro in Anspruch genommen werden. Die Kreditlinie sowie das Darlehen sind marktgerecht verzinst. Das Abrufdarlehen kann bis zum 30.06.2027 in Anspruch genommen werden und jede abgerufene Tranche hat eine Laufzeit von 10 Jahren
Angaben nach § 285 Nr. 7 HGB
Seit dem 1. September 2001 sind im Inland alle Mitarbeiterverträge unserer Gesellschaft auf zum Konzern gehörige Dienstleistungsunternehmen übergegangen. Eine Angabe von Mitarbeiterzahlen entfällt daher.
Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB
Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen 2.837 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.734 Tsd. Euro), die des Aufsichtsrates 50 Tsd. Euro (Vorjahr: 50 Tsd. Euro).
Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 2.963 Tsd. Euro. Für diese Personengruppe sind zum Bilanzstichtag Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von 39.315 Tsd. Euro passiviert.
Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB
Aufsichtsrat
Antimo Perretta
Vorsitzender
Ehemaliger CEO European Markets & Latin America, AXA GIE La Neuveville/BE, Schweiz
Mirjam Bamberger
Chief Strategic Development Officer
AXA Europe & Latin America, AXA GIE
Zürich, Schweiz
Thomas Gerber Neidhart
Mitglied der Geschäftsleitung der AXA Versicherungen AG
und der AXA Leben AG
Zürich, Schweiz
Andrea Wolf
Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der
AXA Konzern AG Sankt Augustin
Vorstand
Dr. Thilo Schumacher
Vorsitzender
Vorstandsvorsitz Customer Management Finanzen (vertretungshalber ab 01.03.2024)
Dr. Achim Dahlbokum (ab 28.12.2023)
Informationstechnologie / Digitalisierung
Beate Heinisch
Operations
People Experience Informationstechnologie / Digitalisierung (vertretungshalber 01.09.-27.12.2023)
Kai Kuklinski
Vertrieb
Dr. Stefan Lemke (bis 31.08.2023)
Informationstechnologie / Digitalisierung
Dr. Nils Reich (bis 31.10.2023)
Sachversicherung
Dr. Marc Daniel Zimmermann
Finanzen (bis 29.02.2024)
Sachversicherung (ab 01.11.2023)
Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB
Die Abschlussprüferhonorare teilen sich nach Leistungsarten wie folgt auf:
| In Tsd. Euro | 2023 |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 816 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 66 |
| Sonstige Leistungen | 19 |
| Gesamt | 901 |
Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten die gesetzliche Jahresabschlussprüfung sowie die Prüfung der Solvabilitätsübersicht. Bei den Honoraren für andere Bestätigungsleistungen handelt es sich um gesetzlich vorgeschriebene Bestätigungsleistungen.
Angaben nach § 285 Nr. 19 HGB
Zum Bilanzstichtag befinden sich bei der AXA Versicherung AG keine derivativen Finanzinstrumente im Bestand.
Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB
Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen oder Unternehmen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden nicht getätigt.
Angaben nach § 285 Nr. 23 HGB
Zum Bilanzstichtag befinden sich bei der AXA Versicherung AG keine derivativen Finanzinstrumente im Bestand, die zu Sicherungszwecken abgeschlossen wurden.
Angaben nach § 285 Nr. 24 und 25 HGB
Die Angaben zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie zu der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden sind in den Erläuterungen zu den entsprechenden Bilanzpositionen aufgeführt.
Angaben nach § 285 Nr. 26 HGB
Weiterführende Angaben zu Anteilen bzw. Anlageaktien an inländischen beziehungsweise vergleichbaren EU- oder ausländischen Investmentvermögen im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches aufgegliedert nach Anlagezielen:
| in Mio. Euro | Zeitwerte | Buchwerte | Reserven | Ausschüttungen im Geschäftsjahr |
|---|---|---|---|---|
| Aktienfonds | 23 | 21 | 2 | 1 |
| Rentenfonds | 2.828 | 3.008 | -180 | 128 |
| Immobilienfonds | 195 | 183 | 12 | 5 |
| Mischfonds | - | - | - | - |
| Alternative Investments | 607 | 533 | 73 | 15 |
| Gesamt | 3.653 | 3.745 | -93 | 149 |
Zum 31. Dezember 2023 weisen Anteile oder Aktien an Investmentvermögen mit einem Buchwert in Höhe von 2.774,4 Mio. Euro (Vorjahr: 4.316,4 Mio. Euro), die unter der Fondskategorie Rentenfonds ausgewiesen werden sowie dem Anlagevermögen zugeordnet sind, stille Lasten in Höhe von 186,1 Mio. Euro (Vorjahr: 441,3 Mio. Euro) aus.
Zum 31. Dezember 2023 weisen Anteile oder Aktien an Investmentvermögen mit einem Buchwert in Höhe von 103,3 Mio. Euro (Vorjahr: 96,5 Mio. Euro), die unter der Fondskategorie Alternative Investments ausgewiesen werden sowie dem Anlagevermögen zugeordnet sind, stille Lasten in Höhe von 2,9 Mio. Euro (Vorjahr: 2,7 Mio. Euro) aus.
Zum 31. Dezember 2023 weisen Anteile oder Aktien an Investmentvermögen mit einem Buchwert in Höhe von 79,1 Mio. Euro (Vorjahr: 10,0 Mio. Euro), die unter der Fondskategorie Immobilienfonds ausgewiesen werden sowie dem Anlagevermögen zugeordnet sind, stille Lasten in Höhe von 4,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro) aus.
Zum 31. Dezember 2023 weisen Anteile oder Aktien an Investmentvermögen mit einem Buchwert in Höhe von 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 8,6 Mio. Euro), die unter der Fondskategorie Aktienfonds ausgewiesen werden sowie dem Anlagevermögen zugeordnet sind, stille Lasten in Höhe von 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro) aus.
Wir gehen aufgrund unserer Erwartungen über die zukünftigen Markt- und Unternehmensentwicklungen von vorübergehenden Wertminderungen der Anteile beziehungsweise Anlageaktien aus. Bei einzelnen Fonds bestehen Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe, da sie nur wöchentlich beziehungsweise mit einer Frist von 40 Tagen zum Quartalsletzten zurückgegeben werden können.
Angaben gemäß § 285 Nr. 30a HGB (Mindeststeuergesetz)
Die Gesellschaft ist Teil einer Unternehmensgruppe, deren oberste Muttergesellschaft mit Sitz in Frankreich den französischen Umsetzungsregelungen zur globalen Mindestbesteuerung (OECD Pillar 2) ab dem Wirtschaftsjahr 2024 unterliegt. Darüber hinaus unterliegt die Gesellschaft in Deutschland ab dem Wirtschaftsjahr 2024 dem Mindeststeuergesetz und hat insb. die Regelungen zur nationalen Ergänzungssteuer zu beachten.
Die Gesellschaft macht für die Wirtschaftsjahre bis 2026 aufgrund einer hinreichenden Steuerbelastung vom CbCR-Safe-Harbour Gebrauch und erwartet auch darüber hinaus keine steuerlichen Auswirkungen aus der Anwendung des Mindeststeuergesetzes.
Angaben gem. § 285 Nr. 33 HGB (Nachtragsbericht)
Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres sind bei unserer Gesellschaft keine Vorgänge eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben.
Angaben nach § 285 Nr. 14 HGB und § 160 Absatz 1 Nr. 8 AktG
Nach den vorliegenden Mitteilungen gemäß § 20 Absatz 1 und Absatz 4 AktG hält die AXA Konzern AG, Köln, 100 % am Grundkapital unserer Gesellschaft.
Im Verhältnis zur AXA Konzern AG, Köln, sind wir ein Konzernunternehmen im Sinne der §§ 15 ff. AktG in Verbindung mit § 18 Absatz 1 AktG.
Die AXA Versicherung AG, Köln und ihre Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der AXA S.A. Paris, als kleinsten und größten Kreis von Unternehmen, zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Der Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorité des Marchés Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt. Der Konzernabschluss der AXA S.A. wird in englischer Sprache im Unternehmensregister unter AXA Konzern AG befreiender Konzernabschluss gem. § 291 HGB veröffentlicht. Dieser Konzernabschluss mit dem Konzernlagebericht hat für uns gemäß § 291 Absatz 2 HGB befreiende Wirkung.
Köln, den 14. März 2024
Der Vorstand
Dr. Schumacher
Dr. Dahlbokum
Heinisch
Kuklinski
Dr. Zimmermann
Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des gesamten Jahres 2023 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte und in zwei Sitzungen sowie einer schriftlichen Abstimmung wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes (AktG) über die allgemeine Geschäftsentwicklung, über grundlegende Angelegenheiten sowie die strategischen Ziele der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand weiterhin umfassend über die Risikosituation informiert. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstandes, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.
In der bilanzfeststellenden Sitzung am 29. März 2023 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf 2022 und dem vorgelegten Jahresabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für das Geschäftsjahr 2023 vor, die eingehend erörtert wurde. Dabei informierte der Vorstand den Aufsichtsrat insbesondere über die strategischen Schwerpunkte für das Geschäftsjahr 2023, die Risikosituation und die Risikostrategie der Gesellschaft. Zudem wurde der Aufsichtsrat über die im Dezember 2022 erfolgte, örtliche, anlassunabhängige Prüfung der BaFin informiert.
In seiner Sitzung am 16. Oktober 2023 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat ausführlich über den bisherigen Geschäftsverlauf und die strategischen Prioritäten im laufenden Jahr und gab einen Kurzbericht über die vorläufige Planung 2023. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat über die Aktualisierung der Risiko- sowie der IT-Strategie 2023 informiert. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit Vorstandspersonalien.
Auf Grundlage einer schriftlichen Beschlussfassung im Dezember 2023 hat der Aufsichtsrat - vorbehaltlich der Zustimmung der BaFin - die Bestellung eines neuen Vorstandsmitglieds beschlossen.
Weiterhin hat am 29. März 2023 und am 16. Oktober 2023 jeweils eine Sitzung des vom Aufsichtsrat gebildeten Prüfungsausschusses stattgefunden. In den beiden Sitzungen hat sich der Prüfungsausschuss jeweils mit der aktuellen Risikosituation der Gesellschaft, Compliance-Themen sowie den Ergebnissen und dem aktuellen Stand von Prüfungen der internen Revision befasst. An der Sitzung im März haben Vertreter des Abschlussprüfers Mazars GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, und an der Sitzung im Oktober Vertreter der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft teilgenommen und über für die Abschlussprüfung relevante Themen berichtet. In der Sitzung vom 29. März 2023 wurde Herr Thomas Gerber Neidhart zum neuen Vorsitzenden des Prüfungsausschusses gewählt. Außerdem hat sich der Prüfungsausschuss in dieser Sitzung darüber hinaus mit der Qualität der Abschlussprüfung und den für das Geschäftsjahr 2023 geplanten Nichtprüfungsleistungen der Abschlussprüfer befasst.
Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat zudem im Geschäftsjahr 2023 die gemäß dem Merkblatt der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zur fachlichen Eignung und Zuverlässigkeit von Mitgliedern von Verwaltungs- und Aufsichtsorganen gemäß VAG geforderte Selbsteinschätzung durchgeführt und sich mit dem Thema Entwicklungsplan befasst.
Der Verantwortliche Aktuar hat an der bilanzfeststellenden Sitzung des Aufsichtsrates teilgenommen und diesem die wesentlichen Ergebnisse seines Erläuterungsberichts zur versicherungsmathematischen Bestätigung mündlich dargestellt und die Fragen des Aufsichtsrates beantwortet.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Lagebericht und die Solvabilitätsübersicht für das Geschäftsjahr 2023 sind von der durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer bestellten PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat und dem Prüfungsausschuss in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen beantwortet. Der Aufsichtsrat nahm den Bericht und die Erläuterungen zustimmend zur Kenntnis. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht ebenfalls geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandung ergeben. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist.
Im vergangenen Jahr sind im Vorstand Personalveränderungen eingetreten. Herr Dr. Stefan Lemke hat sein Vorstandsmandat in der Gesellschaft mit Wirkung zum 31. August 2023 niedergelegt. Als Nachfolger für den ausgeschiedenen Herrn Dr. Lemke wurde Herr Dr. Achim Dahlbokum bestellt, dessen Bestellung mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 wirksam geworden ist. Aufgrund seines Wechsels zur AXA Gruppe ist zudem Herr Dr. Nils Reich mit Wirkung zum Ablauf des 31. Oktober 2023 aus dem Vorstand ausgeschieden. Seine Ressortzuständigkeit für das Sachgeschäft wird seit dem 1. November 2023 von Herrn Dr. Zimmermann wahrgenommen.
Dem Vorstand und allen Mitarbeiter:innen der Dienstleistungsgesellschaften, die für unsere Gesellschaft tätig geworden sind, gilt für ihre Leistungen im Jahr 2023 unser ganz besonderer Dank.
Köln, den 26. März 2024
Für den Aufsichtsrat
Antimo Perretta, Vorsitzender
Mirjam Bamberger
Thomas Gerber Neidhart
Andrea Wolf
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die AXA Versicherung Aktiengesellschaft, Köln
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der AXA Versicherung AG, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AXA Versicherung AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und |
| • | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
[1] Bewertung der Kapitalanlagen
[2] Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
(1) Sachverhalt und Problemstellung
(2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
(3) Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
[1] Bewertung der Kapitalanlagen
(1) Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden Kapitalanlagen in der Bilanz in Höhe von T€ 10.112.784 (89,5 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung der einzelnen Kapitalanlagen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert bzw. deren Zeitwert. Nach § 341b Abs. 2 Satz 1 HGB können gewisse Kapitalanlagen von Versicherungsunternehmen, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet werden. In diesem Fall werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen (gemildertes Niederstwertprinzip) und nur vorübergehende Wertminderungen als stille Lasten in Folgejahre vorgetragen. Eine Bestimmung als dauernd dem Geschäftsbetrieb dienend setzt eine Dauerhalteabsicht und -fähigkeit für diese Kapitalanlagen voraus. Zur Ermittlung des beizulegenden Werts bzw. Zeitwerts wird - soweit vorhanden - der Marktpreis der jeweiligen Kapitalanlage herangezogen. Bei Kapitalanlagen, deren Bewertung nicht auf Basis von Börsenpreisen oder sonstigen Marktpreisen erfolgt (wie z.B. bei nicht börsennotierten Anteilen an verbundenen Unternehmen, bei Immobilien), besteht aufgrund der Notwendigkeit der Verwendung von Modellberechnungen ein erhöhtes Bewertungsrisiko. In diesem Zusammenhang sind von den gesetzlichen Vertretern Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, auch im Hinblick auf mögliche Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich der Zinsentwicklung auf die Bewertung der Kapitalanlagen zu treffen. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Kapitalanlagen haben.
Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung der Kapitalanlagen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft, des Umfangs der in Folge des gemilderten Niederstwertprinzips vorgetragenen stillen Lasten sowie der Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und den damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der Kapitalanlagen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Kapitalanlagen für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Spezialisten für Kapitalanlagen die von der Gesellschaft verwendeten Modelle und die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unsere Bewertungsexpertise für Kapitalanlagen, unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Bewertung der Kapitalanlagen und Erfassung des Ergebnisses aus Kapitalanlagen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Kapitalanlagen vorgenommen. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich der Zinsentwicklung auf die Bewertung der Kapitalanlagen gewürdigt. Wir haben unter anderem auch die zugrundeliegenden Wertansätze und deren Werthaltigkeit anhand der zur Verfügung gestellten Unterlagen nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzung überprüft. Hinsichtlich der Beurteilung vorhandener stiller Lasten haben wir gewürdigt, inwiefern die Voraussetzungen zur Dauerhalteabsicht und -fähigkeit vorlagen und vorhandene Wertminderungen nicht von Dauer sind. Darüber hinaus haben wir die von der Gesellschaft erstellten bzw. eingeholten Bewertungsgutachten (einschließlich der angewendeten Bewertungsparameter und getroffenen Annahmen) für die wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen und Immobilien der Gesellschaft gewürdigt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Kapitalanlagen begründet und hinreichend dokumentiert sind.
(3) Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Kapitalanlagen sind in den Abschnitten „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ und „Angaben zur Bilanz“ des Anhangs enthalten.
[2] Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
(1) Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten „Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle“ versicherungstechnische Rückstellungen (sog. „Schadenrückstellungen“) in Höhe von brutto T€ 8.665.950 bzw. netto T€ 8.114.043 (71,8 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Versicherungsunternehmen haben versicherungstechnische Rückstellungen insoweit zu bilden, wie dies nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen sicherzustellen. Die Festlegung von Annahmen zur Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen erfordert von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft neben der Berücksichtigung der handels- und aufsichtsrechtlichen Anforderungen eine Einschätzung zukünftiger Ereignisse und die Anwendung geeigneter Bewertungsmethoden. Dies beinhaltet auch die erwarteten Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich gestiegener Inflationsraten auf die Bildung der Schadenrückstellungen in den betroffenen Sparten. Den bei der Ermittlung der Höhe der Schadenrückstellungen angewendeten Methoden sowie Berechnungsparametern liegen Ermessensentscheidungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter zugrunde. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Schadenrückstellungen haben. Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung dieser Rückstellungen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft sowie der Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und den damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der Schadenrückstellungen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Schadenrückstellungen für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Bewertungsspezialisten die von der Gesellschaft verwendeten Methoden und von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt sowie anerkannte Methoden berücksichtigt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Ermittlung und Erfassung von Schadenrückstellungen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Schadenrückstellungen vorgenommen. Wir haben unter anderem auch die der Berechnung des Erfüllungsbetrags zugrunde liegenden Daten mit den Basisdokumenten abgestimmt. Damit einhergehend haben wir die berechneten Ergebnisse der Gesellschaft zur Höhe der Rückstellungen anhand der anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzungen überprüft. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich gestiegener Inflationsraten auf die betroffenen Sparten gewürdigt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Schadenrückstellungen begründet und hinreichend dokumentiert sind.
(3) Die Angaben der Gesellschaft zu der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sind im Anhang in den Abschnitten „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ und „Angaben zur Bilanz“ enthalten.
Sonstige Informationen
Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| • | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 29. März 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 31. Oktober 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2023 als Abschlussprüfer der AXA Versicherung Aktiengesellschaft, Köln, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Frank Trauschke.
Düsseldorf, den 14. März 2024
**PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Frank Trauschke, Wirtschaftsprüfer
ppa. Marina Haag, Wirtschaftsprüferin
1 Der Bericht über die Solvabilität und Finanzlage ist nicht Bestandteil des Lageberichts und damit nicht prüfungspflichtig.