Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

AXA Annual Report 2018

Jun 25, 2019

1135_rns_2019-06-25_69b2bc8a-4a8b-4d08-9d9a-329e1e09e850.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Publication

AXA Versicherung Aktiengesellschaft

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Kennzahlen

AXA Konzern 1 2018 2017
Konzerneinnahmen (IFRS)
- in Mio. Euro 10.715 10.665

1 Exkl. AXA Art

AXA Versicherung AG 2018 2017
Beitragseinnahmen brutto
- in Mio. Euro 4.025 3.977
- Veränderung in % 1,2 4,2
- Selbstbehalt in % 63,6 63,3
Aufwendungen für Versicherungsfälle f. e. R.
- in Mio. Euro 1.820 1.784
- in Prozent der verdienten Beiträge f. e. R. 71,2 70,8
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f. e. R.
- in Mio. Euro 558 565
- in Prozent der Beitragseinnahmen f. e. R. 21,8 22,4
Schadenrückstellungen in % der Schadenzahlungen f. e. R. 382,3 405,9
Versicherungstechnische Rückstellungen in % der Beitragseinnahmen f. e. R. 329,6 330,5
Kapitalanlagen in Mio. Euro (inkl. der Depotforderungen) 9.033 9.041
Nettoverzinsung in % (inkl. der Depotforderungen) 3,6 3,0
Ergebnis vor Gewinnabführung in Mio. Euro 351,7 290,1
Gezeichnetes Kapital in Mio. Euro 164,7 164,7
Eigenkapital
- in Mio. Euro 243,1 243,1
- in % der Beitragseinnahmen f. e. R. 9,5 9,7

f. e. R. = für eigene Rechnung

Als Folge der Rundungen können sich bei der Berechnung von Summen und Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Aufsichtsrat

Antimo Peretta (seit 1. Januar 2018)

Vorsitzender

CEO European Markets AXA GIE

Herrliberg, Schweiz

Claudio Gienal (seit 1. Januar 2018)

CEO AXA UK & Ireland

Walton-on-Thames, Vereinigtes Königreich

Andrea Wolf

Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der

AXA Konzern AG

Sankt Augustin

Vorstand

Dr. Alexander Vollert Vorsitzender

Vorstandsvorsitz

People Experience (bis. 31. Dezember 2018)

Kundenmanagement (ab 1. Januar 2019)

SUHK Privat (26. April bis 31. Dezember 2018)

Thierry Daucourt (bis 31. Dezember 2018)

P & C Industrie- und Firmenkunden

SUHK Privat und Vertrieb (bis 26. April 2018)

Dr. Klaus Endres (ab 1. Oktober 2018)

Operations (vormals: Schaden / Leistung und Kunden-, Partner- und Prozess-Service)

Frank Hüppelshäuser (bis 30. September 2018)

Schaden / Leistung

Dr. Nils Kaschner Finanzen

People Experience (ab 1. Januar 2019)

Kai Kuklinski (ab 1. Januar 2019)

Vertrieb

Dr. Stefan LemkeInformationstechnologie / Digitalisierung

Dr. Nils Reich (ab 1. Januar 2019)

Sachversicherung (vormals: SUHK Privat und P & C Industrie- und Firmenkunden)

Dr. Thilo Schumacher (26. April 2018 bis 31. Dezember 2018)

Vertrieb

Jens Warkentin (bis 30. September 2018)

Kunden-, Partner- und Prozess-Service

Lagebericht

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Deutsche Wirtschaft im längsten Aufschwung seit einem halben Jahrhundert

Die deutsche Wirtschaft zeigte sich wie auch in den Vorjahren im Jahr 2018 sehr robust. Dabei hat der seit neun Jahren anhaltende Aufschwung allerdings zuletzt an Dynamik eingebüßt, getrieben durch produktionsseitige Probleme der Automobilindustrie insbesondere im dritten Quartal, ungünstigere außenwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Kapazitätsengpässe. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2018 um 1,5 % höher als im Vorjahr. In den beiden vorangegangenen Jahren war das preisbereinigte BIP jeweils um 2,2% gestiegen.

Damit zeigt die längerfristige Betrachtung, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2018 weiterhin über dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre von 1,2 % lag. Im europäischen Vergleich lag das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2018 unter dem Durchschnitt. Die Herbstprognose der Europäischen Kommission geht für die 19 Länder der Eurozone von einem BIP Wachstum in Höhe von 2,1% aus.

Für Deutschland kamen die Wachstumsimpulse in 2018 erneut vorrangig aus dem Inland. Die privaten Haushalte steigerten ihre Konsumausgaben gegenüber dem Vorjahr um 1,0 %. Die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit 1,1 % unterdurchschnittlich. Die preisbereinigten Bruttoinvestitionen stiegen 2018 überdurchschnittlich um 4,8 %. In Ausrüstungen - das sind vor allem Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde preisbereinigt 4,5 % mehr investiert als im Vorjahr.

Die Bruttowertschöpfung ist in 2018 nahezu in allen Wirtschaftsbereichen gestiegen. Dabei lag die konjunkturelle Dynamik im Dienstleistungsbereich erstmals seit fünf Jahren über der im produzierenden Gewerbe.

Erbracht wurde die Wirtschaftsleistung von im Jahresdurchschnitt 44,8 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland. Das waren nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 562.000 oder 1,3 % mehr als im Jahr zuvor. Das ist der höchste Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Dieser Anstieg resultiert aus einer Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Der größte Beitrag resultiert aus zugewanderten Arbeitskräften, die altersbedingte demografische Effekte ausgleichen konnten. Erkennbar nehmen die Zuwanderungszahlen jedoch allmählich ab.

Im Jahresdurchschnitt 2018 waren in Deutschland nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 2,34 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Damit reduzierte sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 193.000. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte auf 5,2 %.

Zur Hochkonjunkturphase passt auch die im Jahr 2018 weiter anziehende Lohn- und Verbraucherpreisentwicklung. Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2018 ähnlich wie im Vorjahr um 1,9 %. Von 2014 bis 2016 hatten die Jahresteuerungsraten noch jeweils unterhalb von einem Prozent gelegen.

Zum Ende des dritten Quartals 2018 belief sich das Geldvermögen der privaten Haushalte nach Angaben der Deutschen Bundesbank auf 6.053 Mrd. Euro. Ende 2017 hatte das Geldvermögen 5.880 Mrd. Euro betragen. Anhaltend hoch war dabei die Präferenz für liquide oder als risikoarm empfundene Anlageformen. Die Mittel flossen erneut vor allem in Bargeld und Einlagen, gefolgt von Ansprüchen gegenüber Versicherungen. Auch das Engagement in Aktien und Investmentfondsanteilen war weiterhin ausgeprägt, schwächte sich allerdings gegenüber dem Vorjahr ab.

Kapitalmarktentwicklung

Das Jahr 2018 war ein schwieriges Jahr am Kapitalmarkt. Zwar führte insbesondere der positive Impuls der US Steuerreform zu starken Wachstumszahlen in den USA, im Jahresverlauf gerieten jedoch steigende Unsicherheiten hinsichtlich der Entwicklung der globalen Konjunktur in den Fokus. Belastende Faktoren waren der Handelskonflikt zwischen der USA und China sowie in Europa die Zunahme von politischen Unsicherheiten. Zudem setzten die Notenbanken den Kurs zur Straffung der Geldpolitik fort.

Der Zinsmarkt war von dem anhaltenden extremen Niedrigzinsumfeld geprägt. Ein Treiber ist unverändert die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Zwar lief im Euroraum zum Jahresende das Anleihenkaufprogramm aus, allerdings werden erste Zinserhöhungen der EZB grundsätzlich nicht vor Spätsommer 2019 erwartet. Die US-Notenbank setzte die Straffung der Geldpolitik mit insgesamt vier Zinserhöhungen fort. Die gestiegene Zinsdifferenz zwischen kurzfristigen Zinsen in Europa und in den USA führte zu einem weiteren Anstieg der Absicherungskosten für das Wechselkursrisikos von Kapitalanlagen in USD. Zum Jahresende führte die Flucht in sichere Häfen zu einem erneuten Renditerückgang bei Bundesanleihen und US-Staatsanleihen.

In Europa haben insbesondere mit der überraschenden Regierungsbildung in Italien und dem gestiegenen Risiko eines ungeordneten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union die politischen Unsicherheiten wieder zugenommen. Im Jahresverlauf wertete der Euro gegenüber dem US Dollar ab. Zum Jahresende nahmen aber auch in den USA die politischen Unsicherheiten zu. Der Haushaltsstreit führte schließlich zur Stilllegung von Regierungsbehörden.

Ein sich eintrübender Wachstumsausblick, steigende politische Unsicherheiten sowie die Straffung der Geldpolitik waren auch die wesentlichen Treiber der negativen Entwicklung der wichtigsten Aktienindizes.

01.01.2018 31.12.2018 Veränderung
Zinsen 10 Jahre Swap 0,89% 0,81% -0,08%-Pkte.
10 Jahre Bundesanleihe 0,42% 0,24% -0,18%-Pkte.
Aktien EuroStoxx 50 3.504 3.001 -14,4%
S&P 500 (USA) 2.766 2.506 -9,4%
Währung EUR/USD 1,20 1,15 -4,2%
EUR/GBP 0,89 0,90 +1,1%

Gutes Jahr für die deutsche Versicherungswirtschaft

Die Versicherungswirtschaft hat 2018 die eigenen Prognosen aus dem Vorjahr übertroffen. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft stiegen die Beitragseinnahmen der rund 450 Branchenunternehmen 2018 um 2,1 % auf 202,2 Mrd. Euro. Damit wurde erstmals die Marke von 200 Milliarden Euro überschritten. Die Zukunftsprognose des GDV war für das Jahr 2018 dagegen von einem stabilen Beitragswachstum von 1,3% ausgegangen.

Der Blick auf die unterschiedlichen Sparten zeigt ein differenziertes Bild. Die Wettbewerbssituation der Lebensversicherer bleibt aufgrund der marktdurchschnittlich geringen Gesamtverzinsung der Kapitalanlagen schwierig. Dabei konnte allerdings gegenüber dem im Vorjahr mit -0,1% leicht rückläufigem Geschäft im Geschäftsjahr 2018 wieder ein solides Beitragswachstum von 1,4 % erzielt werden. Dies entspricht einem Beitragsvolumen von 91,9 Mrd. Euro. Die Einnahmen durch neu abgeschlossene Verträge mit laufenden Beiträgen erhöhten sich um 1,9 %, während das Einmalbeitragsgeschäft um 3,7 % gesteigert werden konnte. Einen weiter wachsenden Anteil in der Lebensversicherung machen Produkte mit alternativen Garantiekonzepten aus. Im Neugeschäft entfallen darauf inzwischen knapp 58 %. Damit ist der Anteil gegenüber dem Vorjahr um weitere acht Prozentpunkte gestiegen.

Die gesamten Beitragseinnahmen der privaten Krankenversicherung legten um 1,7 % auf 39,7 Mrd. Euro zu. Dabei entfielen auf die Krankenversicherung 37,1 Mrd. Euro, ein Plus von 1,8 %. In der Pflegeversicherung kletterten die Einnahmen um 0,2 % auf 2,6 Mrd. Euro. Die ausgezahlten Versicherungsleistungen haben sich in 2018 um 5,5% auf 28,7 Mrd. Euro erhöht. Mit einer Gesamtzahl von 34,6 Mio. Voll- und Zusatzversicherungen konnte sich der Bestand um 300.000 Versicherungen erhöhen. Die Zahl der Zusatzversicherungen stieg um 1,2 % auf 25,8 Millionen, die Zahl der Vollversicherungen blieb stabil bei knapp 8,8 Millionen Versicherungen.

Die weiterhin günstige wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte wirkt sich stützend auf die Geschäftsentwicklung der Schaden- und Unfallversicherer aus. Hier konnte laut Hochrechnung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft eine Beitragssteigerung von 3,3 % erzielt werden. Die Bruttobeträge beliefen sich damit auf 70,6 Mrd. Euro. Ein besonders großes Beitragswachstum konnte bei der privaten Sachversicherung (+ 5,0 %) und dabei insbesondere bei der Wohngebäudeversicherung (+ 6,5 %) erzielt werden. In der Kraftfahrtversicherung verliert die Entwicklung der Beitragseinnahmen mit einem Wachstum von + 3,2 % (Vorjahr + 4,0 %) allerdings etwas an Dynamik. Erheblich höher als das Beitragswachstum war in 2018 allerdings der Anstieg der Leistungen auf inzwischen über 53,5 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 6,8 %. Die größten Leistungsanstiege gab es dabei im Bereich Industrie/Gewerbe/Landwirtschaft (+ 30 %) und der Wohngebäudeversicherung (+20%). Ursächlich ist eines der schwersten Sturmjahre der vergangenen 20 Jahre und mehrere Feuergroßschäden. Mit einem versicherungstechnischen Gewinn von hochgerechnet 2,6 Milliarden Euro haben die Branchenunternehmen 2018 insgesamt erneut schwarze Zahlen geschrieben.

Niedrigzinsen, Digitalisierung

Weiterhin niedrige Zinsen, zunehmende Regulierung und die an Fahrt aufnehmende Digitalisierung sind die drängendsten Themen der Versicherungsbranche.

Die Niedrigzinspolitik stellt die Versicherungsbranche weiter vor große Herausforderungen. Zwar wird an der einen oder anderen Stelle bereits über einen möglichen Ausstieg aus der ultraexpansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank diskutiert und entsprechend ist auch das Anleihekaufprogramm Anfang 2018 zunächst reduziert worden und wurde Ende des Jahres dann komplett gestoppt. Die Wende hin zu höheren Leitzinsen wollen die Währungshüter allerdings frühestens im Herbst 2019 einläuten. Da bei unveränderter Berechnungsmethodik der Zinszusatzreserve auch bei steigenden Kapitalmarktzinsen bis zu 103 Mrd. Euro in den nächsten fünf Jahren branchenweit zuzuführen gewesen wären, hat der Gesetzgeber die Berechnung im Interesse von Versicherten und Versicherern angepasst. Die ursprünglich geplante Sicherungsfunktion bleibt auch nach der Anpassung voll erhalten. Die Reserve wächst künftig allerdings in einem angemessenen Tempo, so dass für das Jahr 2018 noch mit einer branchenweiten Zuführung von 5 Mrd. Euro gegenüber der ursprünglich erwarteten Zuführung in Höhe von 20 Mrd. Euro gerechnet wird.

Die Digitalisierung in der Versicherungsbranche schreitet mit großen Schritten voran. Sie verändert die Branche mit hoher Geschwindigkeit und grundlegend. Geschäftsmodelle, Strukturen und Vertriebskanäle stehen dabei gleichermaßen auf dem Prüfstand. Sogenannte Insurtechs drängen auf den Markt. Wichtige Zukunftsthemen für den Sektor sind Big Data, Blockchain, künstliche Intelligenz und Cybercrime.

Unser Unternehmen

Die AXA Versicherung AG ist ein klassischer Kompositversicherer und nimmt einen führenden Platz unter den Schaden- und Unfallversicherungsgesellschaften in Deutschland ein. Sie hat ihre Wurzeln im Jahr 1919 in der damaligen Wikinger Lloyd Versicherungs-AG. Durch Fusionen mit namhaften Gesellschaften wie 1999 mit der Nordstern Allgemeine Versicherungs-AG, 2000 mit der Albingia Versicherungs-AG, 2009 mit der DBV-Winterthur Versicherung AG, der DBV-WinSelect Versicherung AG und der Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG sowie 2016 mit der DBV Deutsche Beamtenversicherung AG ist sie in den zurückliegenden Jahren stark gewachsen. Geschäftsschwerpunkte sind die Kraftfahrtversicherung und die Haftpflichtversicherung. Wichtige Geschäftszweige sind darüber hinaus im Privatkundengeschäft die Unfall-, Gebäude- und Hausratversicherung sowie im Industrie- und Firmenkundengeschäft die Feuer- und Transportversicherung.

Starke Ratings im AA-Bereich

Die AXA Gruppe mit Hauptsitz in Frankreich gehört zu den stabilsten globalen Finanzdienstleistern. Die drei großen Ratingagenturen bescheinigen ihr seit Langem eine hohe Finanzkraft. Deren Einstufungen können indirekt auch für die Kerngesellschaften der deutschen AXA Konzern AG herangezogen werden. Standard & Poor's Ratings Services hat zuletzt am 11. September 2018 seine Financial Strength Rating-Entscheidung für AXA unverändert auf AA- belassen und diese wie im Vorjahr mit einem stabilen Ausblick versehen. Am 24. Mai 2018 hatte Fitch sein AA-Insurer Financial Strength Rating ebenfalls mit stabilem Ausblick für die AXA Gruppe wieder bekräftigt. Moody's bewertet AXA in seinem Insurance Financial Strength Rating vom 13. September 2018 weiterhin mit Aa3, möchte allerdings zunächst die Finanzierung des Erwerbs der XL Group Ltd durch die AXA in Paris abwarten und hat den Ausblick daher auf negativ gesetzt.

Entwicklung des Geschäftsverlaufes im Vergleich zu den Erwartungen

Insgesamt betrachtet konnten die Planziele übertroffen werden.

Im Berichtsjahr konnten hinsichtlich der Beitragseinnahmen wie geplant leichte Zuwächse erzielt werden.

Die Schadenaufwendungen, bezogen auf das Beitragsvolumen, sind vor dem Hintergrund der hohen Belastung im Vorjahr planmäßig deutlich um 1,7 Prozentpunkte zurückgegangen. Die Kosten konnten stärker reduziert werden als prognostiziert. Insgesamt wurde das versicherungstechnische Ergebnis netto übertroffen, im Wesentlichen bedingt durch eine positive Entwicklung der Schwankungsrückstellung, teilweise kompensiert durch ein niedrigeres Rückversicherungsergebnis.

Das Kapitalanlageergebnis entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr positiv, lag aber aufgrund der negativen Kapitalmarktentwicklung am Ende des Geschäftsjahres leicht unterhalb der Planung.

Durch diese positive Entwicklung konnte eine höhere Gewinnabführung erzielt werden als angenommen.

Entwicklung in den Geschäftsfeldern

Unsere Versicherungsaktivitäten im Erstversicherungsgeschäft haben wir auch 2018 in zwei Geschäftsfelder gegliedert: das Privat- und Gewerbekundengeschäft sowie das Industrie- und Firmenkundengeschäft. Diese entwickelten sich wie folgt:

Privat- und Gewerbekundengeschäft

Das direkte Privatkundengeschäft entwickelte sich im Berichtsjahr 2018 mit moderatem Beitragswachstum auf 2,3 Mrd. Euro (2017: 2,2 Mrd. Euro) insgesamt stabil. Das Kraftfahrtflottengeschäft wurde wie schon in den Vorjahren dem Industrie- und Firmenkundengeschäft zugeordnet.

Industrie- und Firmenkundengeschäft

Das Industrie- und Firmenkundengeschäft erzielte im Geschäftsjahr erneut Beitragszuwächse. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um insgesamt 1,6 % auf 1,4 Mrd. Euro (2017: 1,4 Mrd. Euro).

Der Geschäftsverlauf im Einzelnen

Beitragseinnahmen wuchsen brutto um 1,2 %

Das Geschäftsjahr 2018 schloss mit einem soliden Beitragswachstum von 1,2 % auf 4,0 Mrd. Euro ab. Diese positive Entwicklung resultierte zum einen aus dem direkten Geschäft mit einem Beitragsplus von 1,5 % auf 3,7 Mrd. Euro, zu dem maßgeblich die verbundene Wohngebäudeversicherung sowie die Sachversicherungszweige des Firmenkundengeschäfts und die industriellen Versicherungen beitrugen. Die hierzu gegenläufigen Beitragsrückgänge in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr waren Resultat unserer Zurückhaltung im Neugeschäft. Darüber hinaus wirkte das übernommene Geschäft mit einem Beitragsrückgang von 2,5 % auf 0,3 Mrd. Euro kompensierend.

Beitragsentwicklung

Die nachstehende Zusammenstellung gibt einen Überblick über die Beitragsentwicklung der einzelnen Versicherungszweige:

Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft

in Mio. Euro 2018 Veränderung

%
Anteil

%
Unfallversicherung 232 -2,5 6,3
Haftpflichtversicherung 604 0,8 16,3
Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung 842 0,4 22,8
sonstige Kraftfahrtversicherung 531 1,7 14,4
Feuer- und Sachversicherung 1.076 3,0 29,1
davon Feuerversicherung 127 0,8 -
davon Verbundene Hausratversicherung 171 - 4,6
davon Verbundene Gebäudeversicherung 452 7,4 12,2
davon sonstige Sachversicherung 326 -0,3 8,8
Transport- und Luftfahrtversicherung 123 -3,1 3,3
Kredit- und Kautionsversicherung 33 3,1 0,9
sonstige Versicherungen 254 7,2 6,9
Direktes Versicherungsgeschäft insgesamt 3.695 1,5 100,0
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 330 -2,4
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 4.025 1,2

Schadenquote beeinflusst durch Elementarereignisse

Die Gesamtschadenquote konnte um 1,7 Prozentpunkte auf 65,6 % (2017: 67,3 %) reduziert werden. In Anbetracht der hohen vorjährigen Belastungen, insbesondere durch Großschäden, waren im aktuellen Berichtsjahr rückläufige Aufwendungen für Normal- und Großschäden zu verzeichnen. Demgegenüber stehen deutlich höhere Schadenfrequenzen im Bereich der Elementarschäden, die im Wesentlichen auf bekannte Sturmereignisse wie Burglind und Friederike (Januar 2018) sowie Wilma (Mai 2018) zurückzuführen waren. Unter Berücksichtigung geringerer Schadenexzedentenbeteiligungen seitens unserer Rückversicherer stieg die Geschäftsjahres-Schadenquote netto moderat um 0,5 Prozentpunkte auf 74,8 %. Vorsichtsgeleitete Nachreservierungen im Vorjahr führten zu höheren Abwicklungsergebnissen, die deutlich kompensierend wirkten.

Bruttokostenquote erneut verbessert

Die Bruttokostenquote verringerte sich im Berichtsjahr erneut um 0,3 Prozentpunkte auf 25,9 %. Diese Verbesserung resultierte aus den um 1,1 % gestiegenen verdienten Beitragseinnahmen bei stabilen Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb. Die enthaltenen Provisionsaufwendungen blieben auf nahezu unverändertem Niveau. Die Brutto-Verwaltungskostenquote verbesserte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 13,6 %.

Kapitalanlageergebnis verbessert sich deutlich um 18,8 %

Das gesamte Kapitalanlageergebnis - alle Erträge einschließlich Depotzinsen abzüglich aller Aufwendungen, jedoch vor Abzug des technischen Zinsertrags - beträgt im Berichtsjahr 325,6 Mio. Euro (2017: 274,1 Mio. Euro) und ist somit um 18,8 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Nach Abzug des technischen Zinsertrags lag das Kapitalanlageergebnis mit 305,0 Mio. Euro (2017: 252,0 Mio. Euro) um 53,0 Mio. Euro oder 21,0 % über dem Vorjahreswert.

Die laufenden Kapitalerträge sind im Vergleich zum Vorjahr um 23,8 % auf 234,9 Mio. Euro (2017: 189,7 Euro) gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf höhere laufende Erträge aus Rentenfonds zurückzuführen. Die laufenden Aufwendungen lagen mit 11,8 Mio. Euro 0,8 % über dem Vorjahr (2017: 11,7 Mio. Euro).

Aus dem Abgang von Kapitalanlagen wurden Gewinne in Höhe von 146,9 Mio. Euro erzielt (2017: 88,0 Mio. Euro) und damit 58,9 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Die Gewinne im Berichtsjahr resultierten mit 93,7 Mio. Euro hauptsächlich aus Aktien sowie verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (davon 49,7 Mio. Euro aus der Anteilscheinrückgabe an einem Aktien-Spezialfonds). Des Weiteren wurden Gewinne aus festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von 52,2 Mio. Euro, vornehmlich aus Anteilscheinrückgaben von Rentenfonds, sowie Gewinne aus indirekten Immobilieninvestments in Höhe von 1,0 Mio. Euro erzielt.

Den Gewinnen standen Abgangsverluste in Höhe von 5,1 Mio. Euro (2017: 4,4 Mio. Euro) gegenüber. Diese entfielen in Höhe von 2,5 Mio. Euro auf den Bereich der festverzinslichen Wertpapiere sowie in Höhe von 1,6 Mio. Euro auf Aktieninvestments sowie in Höhe von 1,0 Mio. Euro auf Real Estate Investments. Die Verluste resultierten im Wesentlichen aus Anteilscheinrückgaben von Rentenfonds sowie Aktienfonds.

Die Abschreibungen auf Kapitalanlagen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen und beliefen sich im Berichtsjahr auf insgesamt 40,7 Mio. Euro (2017: 4,1 Mio. Euro), davon entfielen im Wesentlichen 19,4 Mio. Euro auf Rentenfonds, 9,4 Mio. Euro auf einen ETF sowie 8,2 Mio. Euro auf Alternative Investmentfonds. Die Zuschreibungen auf Kapitalanlagen betrugen im Berichtsjahr 0,0 Mio. Euro (Vorjahr 2017: 16,6 Mio. Euro).

Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen - berechnet nach der Formel des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft -ist im Geschäftsjahr 2018 ebenso deutlich auf 3,6 % (2017: 3,0 %) gestiegen.

Kapitalanlagebestand schrumpfte um 5,0 Mio. Euro

Auch in einem schwierigen Kapitalmarktumfeld hat die AXA Versicherung AG auf Grundlage eines ausgewogenen Kapitalanlagenportfolios die an ihre Kunden gegebenen Leistungsversprechen erfüllt. Zudem profitierte die AXA Versicherung AG von den Vorteilen als Unternehmen eines internationalen Versicherungskonzerns, um die zur Verfügung stehenden Mittel in Kapitalanlagen mit attraktiven Konditionen zu investieren.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden Investitionen in Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen, Pfandbriefe sowie in Unternehmensanleihen vorgenommen. Zudem wurden auch Investitionen in Hypothekendarlehen, Infrastrukturfinanzierungen, gewerbliche Immobilienfinanzierungen, Schwellenländeranleihen, Kreditverbriefungen (sog. CLOs, gehobene Qualität), Immobilien, nicht börsennotierte Eigenkapitalbeteiligungen, alternative Kreditstrategien sowie Hedge Fonds getätigt. Die Anlagequote in hochverzinsten Unternehmensanleihen wurde vor dem Hintergrund nicht attraktiver Renditen verringert.

Der Anteil der Investmentanteile, die überwiegend in Aktien investieren, sowie Beteiligungen und Alternativen Investments verringerten sich gemessen an den Marktwerten bis Ende 2018 auf 7,9 % (2017: 12,3 %) der Kapitalanlagen. Die AXA Versicherung AG wies Ende 2018 stille Reserven auf diese Investments in Höhe von 152,6 Mio. Euro aus (2017: 276,3 Mio. Euro).

Der Bestand an Kapitalanlagen inklusive der Depotforderungen verringerte sich im Laufe des Jahres 2018 um 8,7 Mio. Euro oder 0,1 % auf 9,03 Mrd. Euro, ausschließlich der Depotforderungen nahm er um 5,0 Mio. Euro oder 0,1 % auf 8,69 Mrd. Euro ab.

Bewertungsreserven auf Kapitalanlagen in Höhe von 0,91 Mrd. Euro.

Die Bewertungsreserven als Differenz zwischen den aktuellen Marktwerten und den Buchwerten beliefen sich zum 31. Dezember 2018 auf 0,91 Mrd. Euro (2017: 1,18 Mrd. Euro). Dies entspricht 10,0 % (2017: 13,1%) der Buchwerte. Unter Berücksichtigung von gezahlten Agien und Disagien bei zu Nennwerten bilanzierten Kapitalanlagen ergab sich eine Bewertungsreserve von ebenfalls 0,91 Mrd. Euro (2017: 1,18 Mrd. Euro).

Der Wert unserer Reserven hat sich damit im Geschäftsjahr 2018 um 272,4 Mio. Euro verringert. Dies ist insbesondere auf das im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Zinsniveau im Rentenbereich sowie die negative Entwicklung an den Aktienmärkten zurückzuführen. Von den gesamten Bewertungsreserven entfielen 351,2 Mio. Euro (2017: 445,9 Mio. Euro) auf die Substanzwerte Aktien, Beteiligungen und Grundbesitz.

Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich mit unverändert 243,1 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Das Verhältnis des Eigenkapitals zu den gebuchten Nettobeiträgen belief sich im Berichtsjahr auf 9,5 % (2017: 9,7 %).

Geschäftsgebiet und betriebene Versicherungszweige

Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit lag im Berichtsjahr unverändert auf dem deutschen Markt und unser Versicherungsangebot umfasst nach wie vor alle wesentlichen Zweige der Schaden- und Unfallversicherung. Wir sind in den meisten Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums im freien Dienstleistungsverkehr und darüber hinaus in Dänemark auch im Niederlassungsverkehr tätig. In der Anlage zum Lagebericht werden unser Geschäftsgebiet und die von uns betriebenen Versicherungszweige im Einzelnen aufgeführt.

Geschäftsverlauf in den wichtigsten Versicherungszweigen des selbst abgeschlossenen Geschäfts

Unfallversicherung: Zurückhaltung im Neugeschäft der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr

Das Unfallversicherungsgeschäft verzeichnete erneut einen Rückgang der gebuchten Bruttobeiträge um 2,4 % bzw. 5,8 Mio. Euro auf 232,0 Mio. Euro. Dies war im Wesentlichen bedingt durch die geschäftspolitische Zurückhaltung im Neugeschäft bei der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle stiegen um insgesamt 0,8 % auf 181,7 Mio. Euro netto, bedingt durch eine Großschadeninflation, die z. T. durch Übernahmen der Rückversicherer kompensiert wurde. Bei gesunkenen Kosten und einer unveränderten Schwankungsrückstellung (2017: Entnahme i. H. v. 0,2 Mio. Euro) verblieb unter Berücksichtigung eines technischen Zinsertrages von 18,5 Mio. Euro (2017: 19,6 Mio. Euro) ein versicherungstechnischer Nettogewinn von 4,6 Mio. Euro (2017: 14,9 Mio. Euro).

Die Anteilsätze für die Überschussbeteiligung in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr werden auf den Seiten 64 bis 66 dieses Berichts genannt und erläutert.

Haftpflichtversicherung: deutliche Großschadeninflation

Insbesondere im Industriekundensegment konnten nennenswerte Beitragsmehreinnahmen durch Neugeschäft (+3,0 %) erzielt werden, während das Privat- und Firmenkundenhaftpflichtgeschäft leicht rückläufig verlief. Insgesamt stiegen die Beitragseinnahmen um 0,9 % auf 604,2 Mio. Euro (2017: 598,8 Mio. Euro).

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle zeigten im Geschäftsjahr einen deutlichen Anstieg aufgrund einer erheblichen Großschadeninflationierung. Auch unter Berücksichtigung von Nachreservierungen infolge der geänderten Risikostruktur innerhalb der Haftpflichtsparten stieg die Geschäftsjahres-Schadenquote um 10,8 Prozentpunkte auf 77,5 %. Dieser Anstieg konnte von positiven Abwicklungsergebnissen z. T. kompensiert werden. Das Rückversicherungsergebnis und die Kostenbelastungen verblieben auf Vorjahresniveau. Insgesamt ergab sich ein versicherungstechnischer Nettogewinn i. H. v. 56,8 Mio. Euro (2017: 93,9 Mio. Euro).

Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung: weiterhin hoher Wettbewerbsdruck im Markt

Die Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung, der volumenmäßig größte Versicherungszweig des Privatkundengeschäftes, erreichte ein leicht gestiegenes Beitragsvolumen i. H. v. 842,0 Mio. Euro (2017: 839,0 Mio. Euro) im direkten Geschäft insbesondere aufgrund des soliden Jahreswechslergeschäfts 2017/2018. Das mäßige Wachstum ist insbesondere auch darauf zurückzuführen, dass Kunden sich vermehrt für den Risikoträger AXA easy Versicherung AG entscheiden. Unter Berücksichtigung der von der AXA easy erhaltenen Prämien im indirekten Geschäft ergibt sich ein Wachstum i. H. v. 1,3 %. Der lediglich geringe Anstieg ist u. a. zurückzuführen auf unterjährige Preisanpassungen, die dem Preisdruck des Wettbewerbes aus Risiko- und Profitabilitätsgesichtpunkten nicht folgten.

Die Schadenquote für das Geschäftsjahr belief sich mit 83,5 % auf dem hohen Vorjahresniveau, maßgeblich bedingt durch eine kontinuierliche Schadeninflation infolge steigender Ersatzteilkosten im Kfz-Bereich. Aufgrund von positiven Abwicklungsergebnissen sank die Gesamt-Schadenquote um 1,4 Prozentpunkte auf 80,5 %. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb sowie das Rückversicherungsergebnis verbesserten sich im Vergleich zum Vorjahr und wirkten sich positiv auf das Ergebnis aus. Der versicherungstechnische Nettoverlust aus dem Vorjahr konnte insgesamt deutlich reduziert werden auf 8,8 Mio. Euro (2017: 34,5 Mio. Euro).

Sonstige Kraftfahrtversicherungen: moderates Beitragswachstum und verbesserte Schaden-Kosten-Quote

Innerhalb der sonstigen Kraftfahrtversicherungen spielen insbesondere die Voll- und Teilkaskoversicherungen eine wesentliche Rolle. So war im abgelaufenen Geschäftsjahr ein höherer Anteil an Vollkaskoversicherungen zu beobachten, der sich positiv auf unser Beitragswachstum auswirkte. Die gebuchten Bruttobeiträge sind dementsprechend um 1,7 % auf 530,8 Mio. Euro (2017: 521,8 Mio. Euro) angestiegen. Unter Einbezug der AXA easy ergab sich ein Beitragswachstum i. H. v. 2,9 %.

Die Schadenaufwendungen sind insgesamt deutlich gesunken. Bedingt durch eine geringere Anzahl an Elementarschäden, die die Schadeninflation im Bereich der Großschäden überkompensierten, sank die Geschäftsjahres-Schadenquote um 1,9 Prozentpunkte auf 75,5 %. Unter Berücksichtigung von Kosten auf Vorjahresniveau ergab sich eine kombinierte Schaden-Kosten-Quote i. H. v. 90,0 % (2017: 91,9 %) brutto. Trotz geringerer Schadenübernahmen durch die Rückversicherer konnte das versicherungstechnische Ergebnis netto um 6,5 % netto auf 30,1 Mio. Euro (2017: 28,2 Mio. Euro) gesteigert werden. Hierzu trugen auch geringere Zuführungen zur Schwankungsrückstellung i. H. v. 3,8 Mio. Euro (2017: 7,3 Mio. Euro) bei.

Feuerversicherung: rückläufige Großschadenbelastung

Die Beiträge sind neugeschäftsbedingt (Feuer-Industrieversicherung) leicht um 0,6 % auf 126,8 Mio. Euro (2017: 126,0 Mio. Euro) gewachsen.

Das vorangegangene Geschäftsjahr war geprägt von Großschäden im Industrie- und Firmenkundengeschäft mit einem sehr hohen durchschnittlichen Schadenaufwandsvolumen. Der Schadenaufwand ist im Berichtsjahr erwartungsgemäß erheblich zurückgegangen. Aufgrund der Risikovorsorge in der Vorperiode durch die Nachreservierung in Bezug auf Großschäden entstanden verhältnismäßig hohe Abwicklungsgewinne, die zu einem starken Rückgang der Gesamt-Schadenquote i. H. v. 23,4 Prozentpunkten auf 59,5 % führte. Unser Rückversicherungsprogramm, insbesondere in Form von Schadenexzedentenverträgen, hat in 2017 aufgrund der beschriebenen Sachverhalte eine hohe Partizipation der Rückversicherer ergeben, die in der aktuellen Periode stark rückläufig war und zu einer deutlich höheren Belastung führte. Der versicherungstechnische Gewinn war im Vorjahr maßgeblich auf schadenbedingte Entnahmen aus der Schwankungsrückstellung i. H. v. 21,9 Mio. Euro (2018: 8,7 Mio. Euro) zurückzuführen, während in diesem Jahr ein geringfügiger Nettoverlust i. H. v. 0,2 Mio. Euro (2017: Gewinn i. H. v. 5,8 Mio. Euro) ausgewiesen wurde.

Verbundene Hausratversicherung: gestiegenes versicherungstechnisches Ergebnis

Bei der verbundenen Hausratversicherung im Privatkundengeschäft blicken wir erneut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die Beitragseinnahmen beliefen sich mit 171,2 Mio. Euro auf dem Niveau der Vorjahresbeiträge von 170,7 Mio. Euro.

Die Gesamt-Schadenaufwendungen zeigten im Vergleich zum Vorjahr eine unauffällige Entwicklung und stiegen schadeninflationsbedingt nur leicht um 0,2 Prozentpunkte auf 37,7 % der verdienten Beiträge. In Verbindung mit signifikanten Kostensenkungen (-1,3 Prozentpunkte brutto) konnte das versicherungstechnische Ergebnis um 4,4 % auf 39,6 Mio. Euro (2017: 38,0 Mio. Euro) gesteigert werden. Eine Schwankungsrückstellung war in den vergangenen und in der aktuellen Periode nicht zu bilden.

Verbundene Wohngebäudeversicherung: deutliche Mehrbelastungen durch Natur- und Großschäden

Die verbundene Wohngebäudeversicherung zählt weiterhin zu den Wachstumssparten und verzeichnete ein Beitragswachstum von 7,4 % auf 452,2 Mio. Euro (2017: 421,2 Mio. Euro). Dies war sowohl auf gezeichnetes Neugeschäft als auch auf Beitragsanpassungen im Bestandsgeschäft zurückzuführen.

Ein z. T. deutlicher Anstieg von Elementar- und Großschäden (insbesondere Stürme Friederike, Burglind und Wilma) führte zu einem erhöhten Schadenaufwandsvolumen. Auch unter Berücksichtigung hoher Abwicklungsergebnisse im Vorjahr sowie gestiegener Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb ergab sich ein Anstieg der kombinierten Schaden-Kosten-Quote brutto um 11,4 Prozentpunkte auf 98,4 % (2017: 87,0 %). Der Rückversicherungssaldo entlastete das Ergebnis im Rahmen von Schadenexzedentenbeteiligungen deutlich stärker. Der Schwankungsrückstellung konnte aufgrund der Schaden- und Kostenentwicklungen ein Betrag i. H. v. 53,5 Mio. Euro zur Ergebnisglättung entnommen werden (2017: Zuführung i. H. v. 86,5 Mio. Euro). Insgesamt lag das technische Nettoergebnis bei 40,2 Mio. Euro (2017: Verlust i. H. v. 59,6 Mio. Euro).

Sonstige Sachversicherungen: Rückgang von Großschäden mit deutlichem Ergebniseffekt

Die sonstigen Sachversicherungen beinhalten hauptsächlich die Zweige Einbruchdiebstahl, Leitungswasser, Sturm- und Glasversicherung, die Technischen Versicherungen sowie Lifestyle-Versicherungsprodukte. Während die Bruttobeiträge bei den Lifestyle-Produkten einen deutlichen, planmäßigen Rückgang aufwiesen, zeichneten sich die übrigen Zweige durch ein konstantes, moderates Beitragswachstum aus. Eine Ausnahme bildeten die technischen Versicherungen, in der Rückgänge aufgrund geringeren Projektgeschäftes zu verzeichnen waren. Insgesamt sanken die Beitragseinnahmen demzufolge leicht um 0,4 % auf 326,3 Mio. Euro (2017: 327,5 Mio. Euro).

Der vorjährige Anstieg der Aufwendungen aus Großschaden- und zum Teil aus Naturereignissen in den Lifestyle- und Technischen Versicherungen zeigte in der aktuellen Periode eine deutlich rückläufige Tendenz. Hierzu im Vorjahr vorsichtsgemäß gebildete Nachreservierungen führten zu erhöhten Abwicklungsergebnissen, sodass die Schadenaufwandsquote insgesamt um 9,1 Prozentpunkte auf 55,9 % sank. Insbesondere die Provisionsquote konnte erneut gesenkt werden. Die Bruttokosten beliefen sich auf 30,3 % (2017: 30,7 %) der verdienten Beiträge. Die beschriebenen Entwicklungen ließen sich zu einem deutlich verbesserten Ergebnis vor Veränderung der Schwankungsrückstellung i. H. v. 27,1 Mio. Euro (2017: 3,6 Mio. Euro) aggregieren. Damit einher ging eine geringere Entnahme aus der Schwankungsrückstellung im Vergleich zum Vorjahr, sodass das versicherungstechnische Nettoergebnis um 53,6 % auf 35,6 Mio. Euro (2017: 23,8 Mio. Euro) wuchs.

Transport- und Luftfahrtversicherung: Normalisierung von Schadenquoten

Innerhalb der Transport- und Luftfahrtversicherungen gingen die Beitragseinnahmen aufgrund prämienintensiver Storni, die das Neugeschäft überlagerten, um 2,6 % auf 123,4 Mio. Euro (2017: 126,8 Mio. Euro) zurück.

Höhere Schadenfrequenzen im Vorjahr bei Großschaden- und Elementarereignissen waren insbesondere in den Marine-Versicherungen im aktuellen Jahr stark rückläufig. Dies spiegelt sich in einer gesunkenen Gesamt-Schadenquote i. H. v. 61,9 % (2017: 71,0 %) wider. Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb beliefen sich auf Vorjahresniveau. Im Ergebnis konnte im Gegensatz zum Vorjahr wieder eine normalisierte kombinierte Schaden-Kosten-Quote von 91,7 % (2017: 100,8 %) im profitablen Bereich ausgewiesen werden. Unter Einbezug rückversicherungsbedingter Mehrbelastungen, bedingt durch eine höhere Beteiligung an Großschäden im Vorjahr, ergab sich ein technischer Gewinn vor Schwankungsrückstellung i. H. v. 1,6 Mio. Euro (2017: Verlust i. H. v. 4,5 Mio. Euro). Der Schwankungsrückstellung wurden 1,6 Mio. Euro (2017: 15,8 Mio. Euro) entnommen. Damit lag der technische Gewinn netto bei 3,3 Mio. Euro (2017: 11,3 Mio. Euro).

Kredit- und Kautionsversicherung: weiterhin stabile Profitabilität

Die Kredit- und Kautionsversicherung beinhaltet bei unserer Gesellschaft nur die Kautionsversicherung (Bürgschaftsversicherung), die im Firmenkundengeschäft betrieben wird und im Geschäftsjahr 2018 ein nahezu konstantes Beitragsvolumen von 32,6 Mio. Euro (2017: 32,4 Mio. Euro) aufwies.

Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote brutto konnte mit 48,5 % auf dem Vorjahresniveau von 48,4 % gehalten werden, u. a. bedingt durch geringere Großschadenbelastungen sowie unsere vorsichtige Reservepolitik und daraus resultierende Abwicklungsgewinne. Trotz leicht steigender Verwaltungskosten erzielte die Sparte ein profitables Nettoergebnis von 13,2 Mio. Euro (2017: 8,9 Mio. Euro). Die Schwankungsrückstellung wurde mit 1,3 Mio. Euro (2017: 4,5 Mio. Euro) erneut gestärkt.

Sonstige Versicherungen: hohes Beitragswachstum hält an

In diesem Segment werden vor allem die Betriebsunterbrechungs-, Verbundene Sach-Gewerbe- und die Vertrauensschadenversicherung geführt. Die Verbundene Sach-Gewerbe-Versicherung, unser Baukastenprinzip für gewerbliche Kunden, zeigte abermals ein sehr gutes Beitragswachstum von 11,0 % und trug so maßgeblich zum Anstieg der Bruttobeiträge des Segmentes um 7,0 % auf 253,8 Mio. Euro (2017: 237,1 Mio. Euro) bei.

Die Bruttoschadenaufwendungen gingen nach starken Großschadenbelastungen im Vorjahr wieder deutlich zurück, während die Kosten moderat anstiegen. Unter Berücksichtigung gesunkener Abwicklungsgewinne sank die kombinierte Schaden-Kosten-Bruttoquote um 2,8 Prozentpunkte auf 98,5 %. Der Rückversicherungssaldo stieg zu unseren Lasten, bedingt durch geringere Großschäden, an denen sich die Rückversicherer im Vorjahr beteiligten. Durch eine Entnahme aus der Schwankungsrückstellung i. H. v. 5,8 Mio. Euro (5,1 Mio. Euro) konnte ein nahezu ausgeglichenes Ertrags- und Kostenverhältnis erzielt werden mit einem Nettoergebnis von -0,1 Mio. Euro (2017: -3,1 Mio. Euro).

In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft

Das gesamte in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wird zeitgleich erfasst.

Die gebuchten Bruttobeiträge verringerten sich im Geschäftsjahr auf 329,7 Mio. Euro (2017: 338,2 Mio. Euro). Rückläufige Beiträge verzeichneten wir insbesondere in der Krankenversicherung (-14,9 Mio. Euro), der Feuerversicherung inkl. Feuer-BU (-9,4 Mio. Euro) und in der Unfallversicherung (-4,2 Mio. Euro). Zuwachs erzielten wir im Wesentlichen aus Übernahmen von verbundenen Unternehmen, insbesondere in den Kraftfahrtversicherungszweigen (+15,4 Mio. Euro) und in der Rechtschutzversicherung (+5,6 Mio. Euro).

Die gebuchten Beiträge unserer Retrozessionen beliefen sich auf 101,3 Mio. Euro (2017: 114,3 Mio. Euro). Rückgänge verzeichneten wir in der Krankenversicherung (-14,9 Mio. Euro), in der Feuerversicherung inkl. Feuer-BU (-2,5 Mio. Euro) und in der Unfallversicherung (-4,2 Mio. Euro). Hingegen sind die gebuchten Beiträge in der Kraftfahrtversicherung gestiegen (+9,0 Mio. Euro).

Auslandsaktivitäten

Die Zweigniederlassung Dänemark der AXA Versicherung verzeichnete im Geschäftsjahr 2018 Beitragseinnahmen von 5,9 Mio. Euro (2017: 6,8 Mio. Euro) und erzielte ein positives Ergebnis.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Net Promoter System zur Messung der Kundenzufriedenheit eingeführt

Mit der Zielsetzung, die hohe Kundenzufriedenheit zukünftig noch weiter zu erhöhen wurde im Jahr 2017 konzernweit das Net Promoter System eingeführt. Mit diesem System können Kunden aktiv Feedback zu ihrem Kontakt mit AXA geben. Dies erfolgt anhand der Weiterempfehlungsbereitschaft und einer Veröffentlichung in Form einer Sterne-Bewertung von 1 bis 5 inklusive der individuellen, bewerteten Aussage des jeweiligen Kunden auf der Unternehmens-Homepage. Die fortlaufende Analyse und Reaktion auf die Rückmeldungen wird auch zukünftig weitere Optimierungsmaßnahmen ermöglichen.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen mit einem Planungshorizont von grundsätzlich 3 Jahren ausgehend vom Stichtag 31. Dezember 2018. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken und die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft allein unsere Annahmen und Ansichten zum Ausdruck.

Das Risikomanagement unserer Gesellschaft basiert auf der Grundlage der §§ 23 und 26 des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) sowie der Leitlinien der EIOPA (European Insurance and Occupational Pensions Authority) zum Governancesystem und der Durchführungsverordnung 2015/35 der Europäischen Kommission.

Als Risiko wird gemäß den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungsstandards zur Risikoberichterstattung (DRS 20) ein, innerhalb dessen Risiken als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- beziehungsweise Zielabweichung führen können, definiert sind.

Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:

versicherungstechnische Risiken,
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft,
Risiken aus Kapitalanlagen,
operationelle und sonstige Risiken.

Im Folgenden werden unsere Organisationseinheiten des Risikomanagements und der Risikomanagementprozess aufgezeigt. Darüber hinaus wird unsere Risikosituation im Wesentlichen anlehnend an den Deutschen Rechnungslegungsstandard zur Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen (DRS 20 und Anlage 2 für Versicherungsunternehmen) dargestellt.

Organisationseinheiten des Risikomanagements

Das Risikomanagement unserer Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der AXA Deutschland (AXA Konzern AG und ihre Mehrheitsbeteiligungen) eingebunden.

Aufgrund der Komplexität des Versicherungsgeschäftes ist die Risikomanagementfunktion unserer Gesellschaft auf verschiedene zentrale Funktionen, Organisationseinheiten und Kommissionen verteilt. Kontrollgremium ist der Aufsichtsrat als das den Vorstand überwachende Organ. Der Vorstand ist zuständig für die risikopolitische Ausrichtung unserer Gesellschaft sowie für die Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung. Das Audit & Risk Committee (ARC) unterstützt den Vorstand bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. Zu diesem Zweck hat der Vorstand Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse auf das ARC delegiert. Darüber hinaus werden im ARC unter anderem Compliance-Themen behandelt sowie Rechts- und Revisionsthemen mit Risikobezug. Des Weiteren existiert das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium zu Compliance-Themen, operationellen Risiken, Reputationsrisiken und sonstigen Rechtsrisiken. Zusätzlich werden risikorelevante Themen in diversen Spezialgremien, wie zum Beispiel dem Internal Model Committee, dem Local Risk Reinsurance Committee, dem Asset Liability Management Committee, dem Investment Committee und weiteren Gremien, besprochen.

Zur Risikomanagementfunktion gehörende Organisationseinheiten sind

der Bereich Value & Risk Management (zentrales Risikomanagement),
die Risikoverantwortlichen für die Steuerung und Kontrolle der Risiken in ihrem jeweiligen Unternehmensbereich (dezentrales Risikomanagement),
der dezentrale Risikomanager pro Ressort für die Koordination aller risikorelevanter Themen innerhalb des Ressorts (ebenfalls dezentrales Risikomanagement) und
der Verantwortliche Aktuar unserer Gesellschaft.

Der Bereich Value & Risk Management - zuständige Einheit für alle Gesellschaften der AXA Deutschland - ist in das Ressort des Vorstandsvorsitzenden der AXA Konzern AG integriert.

Der Chief Risk Officer (CRO) der AXA Deutschland stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch regelmäßige Berichterstattung an das ARC im Rahmen von dessen Sitzungen beziehungsweise ad hoc sicher.

AXA Deutschland hat mit Blick auf die Solvency II-Anforderungen an das System of Governance folgende Schlüsselfunktionen etabliert:

Risikomanagement-Funktion,
Compliance-Funktion,
Interne Revision,
Versicherungsmathematische Funktion.

Inhaber der Funktionen und damit Schlüsselperson ist der jeweilige Leiter des Bereichs oder der Abteilung. Dabei ist die Versicherungsmathematische Funktion innerhalb der CRO-Organisation angesiedelt. AXA Deutschland hat darüber hinaus den Leiter Recht sowie den Chief Investment Officer (CIO) jeweils zu weiteren Schlüsselpersonen erklärt. Für alle Schlüsselpersonen gelten besondere Anforderungen, sogenannte "Fit & Proper"-Eigenschaften (das heißt fachlich qualifiziert und persönlich zuverlässig).

Risikomanagementprozess

Das Risikomanagement unserer Gesellschaft erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess setzt sich aus Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikosteuerung und -überwachung sowie Risikokommunikation und -berichterstattung zusammen.

Risikoidentifikation: Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der ARC-Sitzungen, im Rahmen der strategischen Planung, der Aktualisierung der Risikostrategie und des Materialitätsprozesses, unter anderem durch die Aktualisierung der sogenannten Risikopolicen und der Dokumentation und Beschreibung operationeller Risiken. Durch die Risikopolicen werden die identifizierten wesentlichen Risiken inklusive deren aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen dokumentiert.

Darüber hinaus ist die Risikoidentifikation auch durch das Interne Kontrollsystem sowie im Rahmen von Prüfungen der Internen Revision möglich. Risiken neuer Kapitalmarkt- und Versicherungsprodukte werden im Rahmen der beiden standardisierten Prozesse Investment Approval Process (IAP) und Product Approval Process (PAP) vom Bereich Value & Risk Management unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationeller Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und der höheren Führungsebene sowie einer Bewertung durch die jeweiligen operativen Ansprechpartner. Darüber hinaus erfolgt die Risikoidentifikation infolge einer Meldung eingetretener Risiken zur Aufnahme in die Verlustdatensammlung für operationelle Risiken, im Rahmen des Information Risk Management Prozesses (IRM) oder durch das Risk Identification and Assessment (RIA) im Rahmen des Business Continuity Managements.

Risikoanalyse und -bewertung: Aufbauend auf den Ergebnissen der Risikoidentifikation erfolgt eine Analyse und Bewertung der Risiken. Ergebnis der Risikoanalyse und -bewertung ist das Risikoprofil des Unternehmens. Identifizierte Risiken werden nach ihrer Wesentlichkeit eingeordnet. Dadurch wird sichergestellt, dass Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens identifiziert und angemessene Steuerungsmaßnahmen/-strategien definiert werden können.

Bei der Risikobewertung wird, wo sinnvoll und möglich, eine quantitative Einschätzung für die einzelnen Risiken sowie für das gesamte Risikoportfolio unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Steuerungsmaßnahmen abgegeben. Die übergreifende quantitative Risikobewertung erfolgt anhand des ökonomischen Risikokapitalmodells und der dort definierten und eingesetzten Bewertungsmethoden. Für Risikoarten, für die eine quantitative Risikomessung nicht sinnvoll oder möglich ist, wie zum Beispiel Reputations- oder strategische Risiken, wird eine qualitative Beurteilung vorgenommen. Neben qualitativen und quantitativen Methoden werden bei der Risikobewertung für ausgewählte Risiken situationsbedingt auch Sensitivitätsanalysen, Szenarioanalysen und Stresstests mit unterschiedlichen Zeithorizonten herangezogen.

Risikosteuerung und -überwachung: Die Risikosteuerung umfasst das Ergreifen von Maßnahmen zur Risikobewältigung in unserer Gesellschaft. Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung entwickelter Konzepte und Prozesse im Einklang mit der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Risikostrategie verstanden. Dadurch werden Risiken entweder bewusst akzeptiert, vermieden, vermindert oder transferiert. Durch regelmäßige Überwachung der Risiken anhand eines Soll-Ist-Abgleichs, zum Beispiel im Rahmen des implementierten Limitsystems, werden Gefahren frühzeitig erkannt. Somit wird ein Gegensteuern ermöglicht. Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risiko-/Ertragsprofils sowie durch Überwachung der Limite der Verlust- und Risikoindikatoren. Die Risikosteuerung erfolgt immer durch die Geschäftsleitung gemäß ihrer Bereitschaft, bestimmte Risiken zu übernehmen. Dabei müssen das Risikoprofil und die Risikotragfähigkeit strikt beachtet werden. Schließlich wird in Verbindung mit einer angemessenen Berichterstattung beziehungsweise Eskalation die Einhaltung der Risikostrategie sichergestellt und die frühzeitige Identifizierung von Risiken ermöglicht.

Risikokommunikation und -berichterstattung : Das sich aus Risikoanalyse und Bewertung ergebende Risikoprofil wird gegenüber dem Vorstand kommuniziert, sodass dieser bei der Festlegung des Risikoappetits das aktuelle Risikoprofil beachten kann. Ziel der Risikoberichterstattung ist die Bereitstellung aller erforderlichen Risikoinformationen zur Einschätzung des unternehmensindividuellen Risikos unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher und interner Steuerungsanforderungen. Neben der Ergebnisberichterstattung zum ökonomischen Risikokapital werden auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht und ein auf Solvency II-Anforderungen ausgerichteter ORSA-(Own Risk and Solvency Assessment-)Bericht verfasst. Darüber hinaus werden im Rahmen des Solvency II-Berichtwesens - erstmalig zum Stichtag 31. Dezember 2016 - die Berichte "Bericht über die Solvabilität und Finanzlage" (SFCR) und "Regelmäßiger aufsichtlicher Bericht" (RSR) erstellt, in welchen wir unter anderem ebenso Risikomanagement und Risikoprofil unserer Gesellschaft darstellen. Diese Berichte werden den Vorständen der Versicherungsgesellschaften zur Freigabe vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das ARC und die Aufsichtsbehörde übermittelt, der SFCR wird auf der Internetseite der AXA Konzern AG veröffentlicht. Zusätzlich sind Ad-hoc-Berichterstattungspflichten, beispielsweise bei Erreichen definierter Schwellenwerte, implementiert. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des regelmäßig zusammenkommenden ARC besprochen, nachdem sie zuvor im Rahmen der weiteren Gremien diskutiert wurden.

Das Risikomanagementsystem wird regelmäßig durch die Interne Revision geprüft.

Versicherungstechnische Risiken

Unsere Gesellschaft betreibt im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft insbesondere die Sparten Kraftfahrt-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach-, Transport- und Luftfahrtversicherung. Diese werden im direkten wie auch im indirekten Geschäft gezeichnet.

Die Versicherungen speziell für Beamte und Angestellte des Öffentlichen Dienstes sowie deren Angehörige werden nach der Verschmelzung der DBV Deutsche Beamtenversicherung AG auf unsere Gesellschaft nunmehr direkt gezeichnet. Zuvor wurden diese Risiken vollständig mittels einer 100-prozentigen Rückversicherung durch unsere Gesellschaft in Rückdeckung genommen.

Die primären Risiken aus der Schaden- und Unfallversicherung sind das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko. Ferner besteht in der Unfallversicherung bei den Produkten mit Beitragsrückgewähr noch das Zinsgarantierisiko.

Prämien- und Schadenrisiko

Unter dem Prämien-/Schadenrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen. Daher ist unsere Gesellschaft in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation kurzfristig anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird durch Beitragsanpassung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption und durch vertraglich festgelegte Beitragsanpassungsklauseln risikoadäquat gehalten. Auch bei zu erwartenden Veränderungen der Marktsituation kann unsere Gesellschaft proaktiv handeln. Für Produkte mit nachteiliger Ergebnisentwicklung und beschränkten Möglichkeiten zur Kündigung oder Beitragsanpassung ist ausreichend Risikovorsorge durch Rückstellungsbildung getroffen.

Durch die Analyse und Bewertung der unternehmerischen Entscheidungsoptionen werden Risiken aus dem Kundenverhalten wie zum Beispiel vermehrtes Storno bereits im Entscheidungsprozess berücksichtigt.

Die Risikosteuerung unserer Gesellschaft erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt.

Die Rückversicherung orientiert sich an den unterschiedlichen Bruttokapazitäten der Sparten. Großrisiken und Kumulexposure werden auf vertraglicher Basis rückversichert. Ausnahmeakzepte innerhalb der Zeichnungskapazitäten der Sparten, die außerhalb der obligatorischen Rückversicherungskapazitäten liegen, werden durch Einzelrückversicherung rückgedeckt. Ein großer Teil des Kraftfahrtversicherungsgeschäfts sowie der Sparten Feuer/Feuer BU, Technische Versicherungen und Transport werden in jeweils eigenständigen Quoten-Rückversicherungsverträgen rückgedeckt. Zur Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie zur Ermittlung ihrer Treiber werden stochastische Szenarien verwendet.

Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien- und Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch um Ereignisse wie zum Beispiel Naturkatastrophen, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen. Neben Naturkatastrophen können auch durch Menschen verursachte Schadenereignisse, wie zum Beispiel Terroranschläge und Cyber-Attacken, hohe Großschäden hervorrufen. Zusätzlich könnte der Trend zu höheren Schadenersatzansprüchen in der Haftpflichtversicherung, zum Beispiel bei neu aufkommenden Risiken, Veränderungen der Rechtslage beziehungsweise im Verhalten der Marktteilnehmer oder durch Umweltschäden, den durchschnittlichen Schadenaufwand erhöhen.

Zur Bewertung dieser Risiken führen wir eine Kumulkontrolle durch, in der durch regelmäßige Erhebungen aus den Datenbankbeständen die genauen Kumulwerte (pro Sparte wie auch spartenübergreifend) ermittelt werden. Diese Werte werden unter Berücksichtigung echter Schadenszenarien der Vergangenheit zu möglichen künftigen Szenarien modelliert (beispielsweise Sturm, Flut, Erdbeben). Andere kumulierende Risiken wie zum Beispiel in der Haftpflichtversicherung werden ebenfalls durch eine Bestandserhebung ermittelt und analysiert. Die Erkenntnisse auf Basis der gewonnenen Werte und unter Zuhilfenahme möglicher Schadenszenarien werden zum einen für den Einkauf von Rückversicherungskapazitäten für Kumulereignisse und zum anderen zur Risikokapitalbestimmung und Risikosteuerung verwendet. Möglichen entstehenden Kumulen der Transportversicherung wird ebenfalls durch den Einschluss einer Ereignisdeckung in den Rückversicherungsvertrag ausreichend Rechnung getragen.

Durch gute geografische Diversifikation, Nutzung der Software KISS (Kommunikations- und Informationssystem Sach-Schadenverhütung) des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und Zeichnungsverbote für bestimmte Risiken beziehungsweise Regionen wird das Großschadenrisiko grundsätzlich minimiert. Zur Steuerung des Großschadenrisikos wird der entsprechende Rückversicherungsbedarf ermittelt und eingekauft. Durch die Einbindung in den weltweiten Rückversicherungspool für Risiken aus Naturgefahren der AXA Global Re (ehemals AXA Global P&C) genießt unsere Gesellschaft über die vertragliche Rückversicherung hinaus Rückversicherungsschutz aus dem gruppenweiten Rückversicherungsprogramm. Unsere Gesellschaft übernimmt für ihren Anteil durch die Beteiligung an den Ergebnissen des Pools auch weltweit Risiken, die zentral durch die AXA Global Re gesteuert, bewertet und an die einzelnen Einheiten innerhalb der AXA Gruppe berichtet werden. Durch die hohe weltweite Diversifizierung und die zentral überwachte Aufnahme von Risiken in den Pool ist das Risiko für unsere Gesellschaft überschaubar und die Vorteile aus dieser erweiterten Rückdeckung überwiegen.

Beispielsweise wird die Entwicklung im Schadenfall um verunreinigte Brustimplantate intensiv von unseren Experten verfolgt, um Folgen neuer Rechtsprechungen einzuschätzen und bei Bedarf in unseren Schadenreserven zu berücksichtigen. Auf Basis der aktuellen Einschätzung hat unsere Gesellschaft die gewährte Deckungssumme vollständig ausreserviert.

Die Geschäftsjahres-Schadenquote der Gesellschaft nach Rückversicherung hat sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:

Geschäftsjahresschadenquote in % der verdienten Nettobeiträge 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
79,6 78,8 81,0 77,1 80,9 80,0 80,5
Geschäftsjahresschadenquote in % der verdienten Nettobeiträge 2009 2016 2017 2018
79,6 79,2 82,0 84,2

1 Ab 2009:AXA Versicherung inklusive der auf diese verschmolzenen DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV-WinSelect Versicherung AG sowie Deutsche Ärzteversicherung

Allgemeine Versicherungs-AG

2 Ab 2016: AXA Versicherung inklusive der auf diese verschmolzenen DBV Deutsche Beamtenversicherung AG

Bei einem Schadenaufwand von 164,7 Mio. Euro (2017: 154,4 Mio. Euro) für Naturkatastrophen und sonstige Kumulrisiken beträgt die Geschäftsjahres-Schadenquote ohne Berücksichtigung dieser Ereignisse 77,7 % (2017: 75,9 %).

Reserverisiko

Zur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von unserer Gesellschaft Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, sodass die Nichtauskömmlichkeit der Reserve ein wesentliches Risiko darstellt. Das sogenannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeter Schäden (Spätschäden). Die Bewertung der künftigen Schadenzahlungen erfolgt im Rahmen der Einzelschadenreservierungen sowie anhand aktuarieller Schätztechniken, bei welchen der in der Vergangenheit beobachtete Schadenverlauf herangezogen wird. Großschäden werden separat geschätzt. Mithilfe von stochastischen Szenarien erfolgt eine Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treibern.

Die Abwicklungsergebnisse nach Rückversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:

Abwicklungsergebnis in % der Rückstellung am 1. Januar 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
6,9 4,2 4,9 5,5 5,2 4,8 6,0
Abwicklungsergebnis in % der Rückstellung am 1. Januar 2009 2016 2017 2018
6,9 4,0 4,8 5,4

1 Ab 2009:AXA Versicherung inklusive der auf diese verschmolzenen DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV-WinSelect Versicherung AG sowie Deutsche Ärzteversicherung

Allgemeine Versicherungs-AG

2 Ab 2016: AXA Versicherung inklusive der auf diese verschmolzenen DBV Deutsche Beamtenversicherung AG

Zinsgarantierisiko

In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wird in Abhängigkeit des Tarifs für 87-100 % des Sparanteils der Beiträge eine garantierte Zinsleistung zwischen 0,9 % und 3,50 % vereinbart, wobei in der Kundenerwartung nicht eine besondere Verzinsung liegt, sondern allein die Rückgewähr der gezahlten Beiträge. Dies führt zwar zu einem Zinsgarantierisiko, getrieben durch die unbekannte Entwicklung der Marktzinsen, ist jedoch aufgrund des vergleichsweise geringen Beitragsvolumens und der sukzessiv gebildeten Zinszusatzreserve von eher untergeordneter Bedeutung.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken können sich aus Renten-Deckungsrückstellungen der Unfall- sowie der Haftpflicht- und Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung ergeben. Das wesentliche Risiko der Langlebigkeit ist durch eine vorsichtige Berechnung der Renten-Deckungsrückstellungen bilanziell abgesichert. Die Bewertung im internen Risikokapitalmodell zeigt nur eine untergeordnete Rolle der biometrischen Risiken.

Kostenrisiko

Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten nicht dauerhaft durch die in die Beiträge einkalkulierten Kosten finanziert werden können. Die Kosten für Provisionen und den laufenden Betrieb werden durch Beitragszuschläge auf Basis eines umfassenden Kostencontrollings in der Produktkalkulation berücksichtigt. Damit sind wir überzeugt, dieses Risiko in angemessener Weise zu handhaben.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

Fällige Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern

in Mio. Euro 2018 2017
Fällige Forderungen (brutto) 151,0 149,9
Pauschalwertberichtigungen 8,5 8,4
Verbleibender Buchwert nach Wertberichtigungen 142,5 141,5
Forderungen älter als 90 Tage an Versicherungsnehmer 12,4 12,9

Durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre

in % 2016 * 2017 2018
Durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre (ermittelt als Verhältnis der Wertberichtigungen zu den gebuchten Bruttobeiträgen für das selbst abgeschlossene Geschäft) 0,33 0,29 0,25
* Pro-forma-Werte

Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern werden durch ein IT-unterstütztes Inkasso-und Mahnsystem gesteuert und überwacht. Darüber hinaus werden im Rahmen von Linienkontrollen zur Prävention von Forderungsausfällen gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern risikoorientierte Prüfungen durchgeführt sowie mit den relevanten Schnittstellen der Sparten und Vertriebe zeitnahe Abstimmungen vorgenommen.

Ratingklassen der Forderungen beziehungsweise Ansprüche aus dem Rückversicherungsgeschäft

In

Tsd. Euro
S&P Rating NR S&P Rating AA+ bis A- S&P Rating BB bis BBB+ Summe
Abrechnungsforderungen 19.922 20.613 17 40.552
Rückstellungen 21.924 329.503 85 351.512

Der Rückversicherer für unsere wichtigsten obligatorischen Rückversicherungsverträge ist die französische Gruppengesellschaft AXA Global Re, die diese Verträge teilweise in den internationalen Rückversicherungsmarkt und teilweise innerhalb der AXA Gruppe platziert. Sowohl bei der über unsere französische Gruppengesellschaft AXA Global Re retrozedierten Vertragsrückversicherung als auch bei der direkt von uns abgegebenen fakultativen und vertraglichen Rückversicherung wird nur mit erstklassigen Rückversicherern zusammengearbeitet. Grundlage hierfür sind Richtlinien für die Auswahl der Rückversicherer sowie eine von der AXA Global Re permanent aktualisierte Bonitätsliste, basierend auf den Ratings renommierter Ratingagenturen. Bei der Rückversicherung von langfristigen Verbindlichkeiten gelten dabei besonders hohe Anforderungen an die finanzielle Ausstattung der Rückversicherungspartner. Zusätzlich wird das Ausfallrisiko durch regelmäßige Überwachung der Kreditqualität der Rückversicherer und ein zeitnahes Inkasso reduziert.

Risiken aus Kapitalanlagen

Unsere Gesellschaft verwaltet 9,0 Mrd. Euro (2017: 9,0 Mrd. Euro) Kapitalanlagen. Diese werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden. Dies wird unter anderem durch eine ausgewogene Diversifikation und strikte Begrenzung von Konzentrationsrisiken gewährleistet.

Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die durch die im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und andere risikomindernde Maßnahmen bewusst eingegangen werden. Zum Erhalt beziehungsweise Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und fortlaufend an das jeweilige Kapitalmarktumfeld angepasst.

Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt.

Marktrisiken

Die Marktpreisrisiken unserer Gesellschaft beruhen im Wesentlichen auf Wertverlusten bei Aktien und festverzinslichen Anlagen. Ferner sind die nicht börsennotierten Beteiligungen sowie der Immobilienbestand den Marktpreis- beziehungsweise Wertänderungsrisiken ausgesetzt. Auch können im Bereich Private Equity aufgrund einer zukünftigen Verschlechterung des Marktumfeldes Wertrückgänge beziehungsweise Abschreibungen der Beteiligungen nicht ausgeschlossen werden.

Die Auswirkungen diverser Faktoren auf die Marktwerte der Kapitalanlagen werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Aktien, Zinsprodukten und Währungen unter Berücksichtigung der bestehenden Währungssicherungen und anderer derivativer Absicherungsmechanismen simuliert.

Die folgende Übersicht zeigt auf, wie sich eine Änderung der Aktien- und Währungskurse beziehungsweise der Marktzinsen kurzfristig auswirken würde.

Aktienmarktänderung Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen
Rückgang um 10 % - 25 Mio.Euro
Rückgang um 20 % - 45 Mio.Euro
Rückgang um 30 % - 62 Mio.Euro
Renditeänderung des Rentenmarktes Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen
Anstieg um 200 Basispunkte - 999 Mio.Euro
Anstieg um 100 Basispunkte - 532 Mio.Euro
Rückgang um 100 Basispunkte + 626 Mio. Euro
Rückgang um 200 Basispunkte + 1.353 Mio. Euro
Währungskursänderung Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen
Euroaufwertung um 5 % - 8 Mio.Euro
Euroaufwertung um 10 % - 15 Mio.Euro

Unser Portfolio besteht zum größten Teil aus festverzinslichen Papieren, daher reagiert dessen Marktwert stark auf Veränderungen des Zinsniveaus. Bereits ein Anstieg der Marktzinsen um 100 Basispunkte würde in einem deutlichen Rückgang unserer Bewertungsreserven resultieren.

Das im historischen Vergleich niedrige Zinsniveau führt bei der Wiederanlage frei gewordener Mittel zur Belastung der zukünftigen Ertragslage. Allerdings ist nicht mit einer signifikanten Wirkung auf die Risikotragfähigkeit zu rechnen.

Währungsrisiken bestehen nur in wirtschaftlich unbedeutendem Umfang, da unsere Gesellschaft hauptsächlich im europäischen Raum investiert. Fremdwährungsinvestitionen werden begrenzt, kontrolliert und größtenteils gegen Wechselkursschwankungen abgesichert. Dies erfolgt durch den Einsatz von Fremdwährungsderivaten, zum Beispiel Devisentermingeschäften.

Der Immobilienbestand unserer Gesellschaft besteht zum großen Teil aus deutschen Büro- und Gewerbeimmobilien. Die Wertentwicklung ist deshalb im Wesentlichen abhängig von der Konjunkturlage in Deutschland.

Wir verfolgen die Entwicklung der Kapitalmärkte sehr genau. Sollten sich die zuvor gezeigten negativen Szenarien im laufenden Geschäftsjahr ganz oder teilweise einstellen oder am Bilanzstichtag vorliegen, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen. Diese beinhalten unter anderem notwendige Abschreibungen auf die nachhaltigen Werte einzelner Kapitalanlagen, den selektiven Verkauf einzelner Titel und den optionalen Einsatz von Wertsicherungsmaßnahmen, um die Portfolios kurzfristig gegen weitere Wertverluste abzusichern.

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners beziehungsweise Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen und Genussrechten.

Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft.

Zusätzlich zur Überwachung der Ratings nehmen wir in Zusammenarbeit mit den von uns mandatierten Vermögensverwaltern Detailanalysen zu potenziell ausfallgefährdeten Wertpapieren vor, auf deren Basis dann über risikomindernde Maßnahmen entschieden wird. Für diese Analysen werden entscheidungsrelevante Marktinformationen herangezogen.

Für die Vergabe von Hypothekendarlehen gelten Vergaberichtlinien und strenge Vorschriften bezüglich der Bonität. Als Sicherheit von Hypothekendarlehen bestehen Pfandrechte an Grundstücken. Die Vergaberichtlinien knüpfen eine Finanzierung im Regelfall an private Nutzung und erstrangige Absicherung.

Die einzelnen Engagements im Bereich Hypotheken einschließlich Forward-Darlehen unterliegen der regelmäßigen Überwachung. Mithilfe unserer Kontrollverfahren für den Zins- und Tilgungsdienst sowie unseres Mahnverfahrens erhalten wir einen detaillierten Überblick über ausstehende Zahlungen.

Einlagen bei Kreditinstituten erfolgten im Geschäftsjahr 2018 ausnahmslos bei Banken, die über ein Investment Grade Rating verfügen.

Die Kontrahenten der Derivatepositionen verfügen ausnahmslos über ein Investment Grade Rating, sofern die Geschäfte nicht über die Terminbörse Eurex abgewickelt wurden. Das Gegenparteirisiko der Derivategeschäfte wird fortlaufend durch die Stellung von Sicherheiten (Collateral) abgesichert. Für einige OTC-Derivate gilt die Clearingpflicht über zentrale Gegenparteien sowie die Meldepflicht an das Transaktionsregister. AXA Deutschland stellt die Einhaltung der Anforderungen aus EMIR gruppenweit sicher.

Die AXA Versicherung, wie die gesamte AXA Gruppe, stellte sich im Laufe des Geschäftsjahres auf den EU-Ausstieg Großbritanniens (Brexit) ein. Einige Kapitalanlagen der Gesellschaft befinden sich in Großbritannien, insbesondere Infrastruktur-Investments. Das Fremdwährungsrisiko aus diesen Anlagen wurde mittels Fremdwährungsderivaten abgesichert. Es bleibt jedoch das Risiko der Verluste aufgrund verringerter Nachfrage nach diesen Assets, welches wir im Portfoliokontext als unwesentlich einschätzen. Zur Reduktion operationeller Risiken aus den Transaktionen mit britischen Banken wurden insbesondere im Bereich der Derivate bereits viele Verträge auf die in Kontinentaleuropa ansässigen Banken umgestellt.

Die AXA Versicherung ist zu einem Anteil von 16 % der Kapitalanlagen (auf Marktwertbasis) in Staatsanleihen investiert. Italienische Staatsanleihen, deren Risikoaufschläge vor dem Hintergrund der italienischen Regierungskrise im Geschäftsjahr deutlich gestiegen sind, machen einen Anteil von 2% der Kapitalanlagen aus. Auch wenn wir zurzeit Ausfälle innerhalb dieser Bestände aufgrund verschiedener Stützungsmaßnahmen nicht für ein wahrscheinliches Szenario halten, können wir künftige Abschreibungen auch vor dem Hintergrund politischer Unwägbarkeiten nicht ausschließen.

Ebenso halten wir Fremdkapitalinstrumente, die von nationalen und internationalen Banken sowie Unternehmen außerhalb des Finanzsektors emittiert wurden (47 % der Kapitalanlagen auf Marktwertbasis). Dieses Exposure wird entweder direkt oder über Fonds, Derivate und strukturierte Produkte gehalten und enthält zu einem geringen Teil nachrangige Instrumente. Die Anlagen in Genussscheine weisen einen Nominalwert von 21 Mio. Euro auf. Zur weiteren Diversifikation dieses Portfolios tätigte unsere Gesellschaft Investitionen in alternative, weniger liquide Assetklassen, unter anderem Infrastruktur-, Mittelstands-, gewerbliche Immobilienfinanzierungen sowie alternative Kreditstrategien. Diese Anlagen werden zum weit überwiegenden Teil als Investment Grade eingestuft. Der Anteil dieser Fremdkapitalfinanzierungen betrug 5 % der Kapitalanlagen auf Marktwertbasis.

Über 95 % der festverzinslichen Wertpapieren in unserem Bestand verfügen über ein Investment Grade Rating. Ein großer Teil unserer Rentenbestände ist besichert beziehungsweise von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem geringen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Bonität einzelner Emittenten sich in der Zukunft verschlechtert und damit Abschreibungsbedarf entstehen könnte.

Konzentrationsrisiken

Konzentrationsrisiken entstehen, wenn Unternehmen hohe einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingehen und daraus hohe Ausfallverluste resultieren können. Bei der Kapitalanlage entstehen Konzentrationsrisiken, wenn Investitionen in einzelne Kapitalanlageprodukte oder Emittenten oberhalb definierter Grenzen durchgeführt werden. Aus diesem Grund stehen Konzentrationsrisiken im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken und werden durch die Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht.

Liquiditätsrisiken

Aufgrund der vorab vereinnahmten sowie verzinslich und liquide angelegten Beiträge ist das Liquiditätsrisiko für Versicherungsunternehmen grundsätzlich gut steuerbar. Wir tragen dem Risiko unzureichender Liquidität durch eine mehrjährige Planung der Zahlungsströme Rechnung. Zusätzlich erfolgt für einen rollierenden Zwölfmonatszeitraum eine Prognose auf Monatsbasis. Für die Überwachung des Liquiditätsrisikos wird darüber hinaus ein Liquiditätsstresstest durchgeführt. Dieser zeigt, dass unsere Gesellschaft auch bei extremen Stressannahmen keinen Liquiditätsengpass zu erwarten hätte.

Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit wir den Verpflichtungen gegenüber unseren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Bei einem eventuell auftretenden unvorhergesehenen Liquiditätsbedarf wird auf der Grundlage des konzerninternen Liquiditätshilfeabkommens Liquidität zur Verfügung gestellt.

Risikosteuerung der Kapitalanlagen

Innerhalb des AXA Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen im Einklang mit den aufsichtsrechtlichen Anforderungen implementiert.

Der Vorstand definiert den Risikoappetit unserer Gesellschaft in Form von Limiten und Frühwarnwerten auf konkret messbare Risikokennzahlen, um die durch die Umsetzung der Geschäftsstrategie entstehenden Risiken wirksam zu begrenzen. Ein wesentlicher Teil dieser Limite und Frühwarnwerte bezieht sich auf Finanzmarktrisiken einschließlich Konzentrationsrisiken und muss im Rahmen der Kapitalanlagensteuerung eingehalten werden. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Kapitalanlagenrichtlinie mit dem Grundsatz unternehmerischer Vorsicht gemäß § 124 Abs. 1 Versicherungsaufsichtsgesetz.

Ziel des strukturierten Anlageprozesses ist es, die Risiken in den Portfolios durch systematische und kontrollierte Abläufe zu steuern. Auf Basis des Vorschlags des Asset Liability Management Committee entscheidet der Vorstand über die Kapitalanlagestrategie, die im Einklang mit dem Risikoappetit der Gesellschaft sowie der internen Kapitalanlagerichtlinie sein muss. Dabei berücksichtigt die Asset Liability Management-Analyse insbesondere die versicherungstechnischen Verpflichtungen, die Bewertungsreserven sowie die Eigenkapitalausstattung. Das Investment Committee implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation). Hierbei werden die Risikoappetitlimite für die einzelnen Anlageklassen, die Duration des festverzinslichen Portfolios, die Bonität der Emittenten sowie die Konzentrationen gegenüber Einzelemittenten beachtet. Bei der Risikoeinschätzung wird dabei von einem dem jeweiligen Risiko adäquaten Prognosezeitraum ausgegangen. Zur Bewertung der Anlagerisiken steht eine Vielzahl von Risikomanagement-Instrumenten zur Verfügung.

Zum Zweck der effizienten Portfolioverwaltung und -steuerung können auch derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden. Mit diesen Instrumenten werden verschiedene Motive der Portfoliosteuerung umgesetzt: Absicherung, Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung. Das Hauptmotiv beim Einsatz von derivativen Instrumenten der Kapitalanlagen ist die Absicherung (Hedging), wodurch das im Portfolio liegende wirtschaftliche Risiko reduziert wird.

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Asset Liability Management Committee und des Investment Committee wird das Kreditrisiko des Gesamtportfolios, einzelner Anlageklassen sowie kritischer Emittenten unter der systematischen Teilnahme des Chief Investment Officers und des Finanzvorstandes besprochen. In diesen Gremien wird über die Einhaltung der Risikoappetitlimite berichtet.

Das Audit and Risk Committee (ARC) wird regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen, die Risikosituation und die Einhaltung der Risikoappetitlimite des Konzerns und der Einzelgesellschaften informiert.

Operationelle und sonstige Risiken

Operationelle Risiken beinhalten Risiken aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen, Risiken aus Mitarbeiterverhalten sowie aus systembedingten oder externen Vorfällen. Ferner sind Rechtsrisiken mit inbegriffen, welche die Möglichkeit eines Verlustes aufgrund von Veränderungen der aktuellen Rechtslage umfassen.

Unsere Gesellschaft beziehungsweise AXA Deutschland unterscheidet hierbei die Risikokategorien Interner Betrug, Externer Betrug, Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitssicherheit, Kunden-, Produkt- und Geschäftspraxis, Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsunterbrechung und Versagen von Systemen, Durchführungs-/Produkt-/Leistungs-/Prozessmanagement, konkrete Rechtsänderungen. Die aus Projekten resultierenden Risiken sind in den einzelnen Risikokategorien berücksichtigt. Als risikobewusste Versicherungsgruppe hat AXA Deutschland Prozesse und Systeme zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung der operationellen Risiken entwickelt.

Die Methoden und Prozesse werden kontinuierlich weiterentwickelt. Die operationellen Risiken sind in das Interne Kontrollsystem integriert. Eine Bewertung erfolgt sowohl qualitativ als auch quantitativ.. Die Ergebnisse der Risikobewertung fließen in die Unternehmenssteuerung ein.

AXA Deutschland führt eine Sammlung von Daten aus operationellen Verlusten durch. Zudem ist AXA Deutschland (über die AXA Gruppe) Mitglied der Operational Riskdata Exchange Association (ORX), einer internationalen Plattform zum Austausch operationeller Verluste.

Das Risikoprofil der AXA Deutschland ist wie im Vorjahr durch Gerichtsentscheidungen und Gesetzesvorhaben geprägt. Änderungen von rechtlichen Regelungen werden laufend auf ihre Auswirkungen auf die AXA analysiert. Um auf diese risikoadäquat reagieren zu können, existiert eine enge Zusammenarbeit des operationellen Risikomanagements mit der Rechts- sowie Complianceabteilung. Steigend sind weiterhin IT-Risiken insbesondere zum Thema Datenschutz und IT-Sicherheit. Zur Identifizierung und Beseitigung von IT Schwachstellen gibt es verschiedene Projekte bzw. Initiativen. Auf diese Weise wird eine kontinuierliche Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen im Bereich der IT-Sicherheit gewährleistet. Interne Kontrollprozesse reduzieren Risiken im Zusammenhang mit der Erstellung des Jahresabschlusses.

Darüber hinaus stehen Risiken aus der Einführung von Großprojekten unter besonderer Beobachtung. Bereits während der Projektphase werden erforderliche Maßnahmen identifiziert, sodass entstehende Risiken frühzeitig analysiert und gesteuert werden. Zusätzlich wird das operationelle Risikomanagement über jeden Projektchange informiert, um die Risikolage angemessen beurteilen zu können. Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, aus Systemausfällen und anderen Katastrophenereignissen werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert. Notfallprozesse werden organisiert und alle notwendigen Präventivmaßnahmen zum Zweck der Unternehmenssicherheit ergriffen. Durch die Setzung verbindlicher Standards mit Fokus auf die operationellen Risiken sollen mögliche Negativfolgen reduziert und der wirtschaftliche Fortbestand der AXA jederzeit garantiert werden. Diese Standards sehen vor, dass interne und externe Bedrohungen, die eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse zur Folge haben könnten, regelmäßig beurteilt werden.

Ein Vertreter der Funktionen Risk und Compliance ist Mitglied im zentralen Krisenmanagement-Team, um die Sicht des Risikomanagements in der Krisenorganisation sicherzustellen.

Auch strategische, Reputations- und weitere Rechtsrisiken werden permanent eng überwacht, das Instrumentarium insbesondere an präventiven Maßnahmen ständig überprüft und erweitert. Diese Maßnahmen inklusive der umfassenden Analyse und Bewertung sind geeignet, unsere in ihrer Bedeutung als gemäßigt eingeschätzten operationellen Risiken auf ein angemessenes Niveau zu reduzieren.

Ferner können Risiken aus der Anwendung steuerlicher Vorschriften entstehen. Diesen begegnen wir durch ein systematisches Management aller steuerlich relevanten Prozesse. Feststellungen aus steuerlichen Betriebsprüfungen früherer Jahre werden analysiert und bewertet und fließen in die Steuerung ein.

In Erwartung eines No-Deal-Brexits wird unsere Gesellschaft ein Temporay Permission Regime beantragen zwecks temporärer Fortführung der Versicherungsverträge mit versicherten Personen in UK bis eine endgültige Umgehensweise mit diesen Versicherungsfällen geklärt ist.

Risiken aus Pensionsrückstellungen

AXA Deutschland hat früheren und teils noch aktiven Mitarbeitern Pensionen zugesagt. Im Zusammenhang mit den Pensionsplänen können Pensionsrisiken sowohl bei den Vermögenswerten der Aktivseite als auch auf der Passivseite relevant werden. Dies ist zum einen über Marktwertrückgänge des Planvermögens auf der Aktivseite, aber auch über eine Zunahme der Verpflichtungen auf der Passivseite, zum Beispiel durch Änderungen des Rechnungszinses, möglich. Auf der Verpflichtungsseite können zudem versicherungstechnische Risiken wie das Langlebigkeitsrisiko auftreten. In diesem Zusammenhang wird das Pensionsrisiko als dasjenige Risiko angesehen, dass das Trägerunternehmen zur Bedienung der zugesagten Rentenverpflichtungen Nachschüsse leisten muss.

Die Risiken für die Pensionsverpflichtungen werden in unserem internen Risiko-Modell berücksichtigt, berechnet und überwacht. Das niedrige Zinsniveau wird nach wie vor als Hauptbelastungsfaktor sowohl für die Höhe der ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen, aus denen zusätzliche Aufwendungen zur Erhöhung der Rückstellungen resultieren, als auch für die Höhe der mit vertretbarem Risiko erzielbaren Erträge aus der Kapitalanlage betrachtet. Aus einem weiterhin anhaltenden Niedrigzinsumfeld resultiert eine weitere Absenkung des Rechnungszinssatzes, wodurch die Rückstellungen zu den Pensionsverpflichtungen weiter ansteigen. Die in den nächsten Jahren zu leistenden Zuführungen zu den Rückstellungen sind in den Planungen bereits berücksichtigt und auch im Fall von anhaltend niedrigen Zinsen sind geeignete Maßnahmen zur Finanzierung identifiziert.

Kapitalmanagement und Solvabilität

Die Steuerung der Kapitalbasis erfolgt nach den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Ziel ist es, die jederzeitige Erfüllung der versicherungsvertraglichen Verpflichtungen sicherstellen zu können - selbst wenn im Extremfall die hierfür gebildeten versicherungstechnischen Rückstellungen unzureichend wären. Für die Bereitstellung des entsprechenden Eigenkapitals wird eine angemessene Verzinsung angestrebt.

Die AXA Gruppe hat ein Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung entwickelt, das Ende November 2015 von der französischen Versicherungsaufsicht ACPR (Autorité de Controle Prudentiel et de Résolution) genehmigt wurde und ab dem 1. Januar 2016 als Internes Modell unter Solvency II dient. Zur Sicherstellung der Angemessenheit des entwickelten Internen Modells der AXA Deutschland fand auch im Geschäftsjahr 2018 ein umfassender Austausch mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) statt.

Für die Solvabilität unserer Gesellschaft wurden die gültigen aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Basierend auf den Berechnungen des genehmigten Internen Modells übertrifft die Solvenzposition unserer Gesellschaft die gesetzliche Anforderung und weist zusätzlich einen angemessenen Kapitalpuffer oberhalb dieses gesetzlichen Limits auf. Unsere Gesellschaft hat keine Verwendung der möglichen Übergangsmaßnahmen bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beantragt. Weitergehende Informationen können dem am 23. April 2019 zu veröffentlichenden Bericht über die Solvabilität und Finanzlage 2018 entnommen werden.

Im Juli 2013 wurde die weltweite AXA Gruppe durch das Financial Stability Board (FSB) als systemrelevant (Global Systemically Important Insurer [G-SII]) eingestuft. Aufgrund dessen unterliegt die AXA Gruppe den "G-SII Policy Measures" der International Association of Insurance Supervisors (IAIS) und erfüllt die zusätzlichen Anforderungen wie die Erstellung von geforderten Sanierungs- und Abwicklungsplänen. Hierfür liefert die AXA Deutschland regelmäßig lokale Analysen. Die Erfüllung der ab 2019 erhöhten Kapitalanforderungen, wie der Basis-Kapitalanforderungen (Basic Capital Requirements, BCR), wird durch die Gruppe sichergestellt.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Die Gesamtrisikosituation unserer Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2018 nicht wesentlich verändert. Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden. Alle Risiken werden frühzeitig erkannt, bewertet und gesteuert und wie in den Vorjahren zeigt die Solvabilität auch im Jahr 2018 eine Überdeckung.

Sonstige Angaben

Besitzverhältnisse

Die AXA Konzern AG, Köln, hält 100 % am Grundkapital unserer Gesellschaft, mit ihr besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Unsere Gesellschaft hat am 19. Mai 2005 mit der AXA Konzern AG einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Außerdem besteht zwischen unserer Gesellschaft und der AXA Konzern AG seit dem 4. Oktober 2000 ein Beherrschungsvertrag. Des Weiteren hat unsere Gesellschaft am 27. September 2010 einen Gewinnabführungsvertrag mit der Pluto Beteiligungswerte AG als ergebnisabführende Gesellschaft abgeschlossen. Am 24. Juni 2014 hat unsere Gesellschaft einen Beherrschungsvertrag und am 19. Oktober 2016 einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Merkur Gesellschaft für Beteilungswerte mbH abgeschlossen.

Dienstleistungsverträge innerhalb des AXA Konzerns

Die Geschäftsfunktionen unserer Gesellschaft werden im Rahmen eines Master-Dienstleistungsvertrages im Wesentlichen durch die AXA Konzern AG ausgeübt. Deshalb beschäftigt die AXA Versicherung AG auch keine eigenen Mitarbeiter.

Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen

Über unsere selbstständige Vertriebsorganisation, über die wir gemeinsam mit der AXA Lebensversicherung AG verfügen, vermitteln wir direkt und indirekt Versicherungsverträge sowie Kapitalanlageprodukte im Wesentlichen für folgende Gesellschaften:

AXA Art Versicherung AG, Köln
AXA Bank AG, Köln
AXA easy Versicherung AG, Köln
AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Köln
AXA Krankenversicherung AG, Köln
AXA Lebensversicherung AG, Köln
AXA Life Europe Ltd., Dublin
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
BHW Bausparkasse AG, Hameln
Jurpartner Rechtsschutz-Versicherung AG, Köln
IDEAL Lebensversicherung a.G., Berlin
Pro bAV Pensionskasse AG, Köln
Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG, Köln

Ergebnisabführung

Der im Geschäftsjahr erwirtschaftete Überschuss in Höhe von 351,7 Mio. Euro (2017: 290,1 Mio. Euro) wurde aufgrund des im Mai 2005 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages zwischen unserer Gesellschaft und der AXA Konzern AG an die AXA Konzern AG abgeführt.

Ausblick und Chancen

Die Aussichten bleiben positiv

Für das Jahr 2019 erwartet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung laut seinem Jahresgutachten eine Fortsetzung des Aufschwungs. Dabei wird ein Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 1,5 % prognostiziert. Auch die OECD erwartet laut ihrer Konjunkturprognose aus November 2018 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts mit 1,6 % auf einem ähnlichen Level. Dabei wird einheitlich eine Verlangsamung des Wachstums gesehen, welches aufgrund des kräftigen Beschäftigungszuwachses und fiskalischer Impulse allerdings weiter solide bleiben wird. Insbesondere die Binnennachfrage dürfte aufgrund dieser anhaltenden Beschäftigungszuwächse, der zu erwartenden Lohnsteigerungen, der bestehenden Investitionsanreize und der regen Baukonjunktur robust expandieren.

Die deutsche Wirtschaft sieht sich zum Jahreswechsel größtenteils in sehr guter Verfassung. Dies ist auch daran zu erkennen, dass der bisherige Aufschwung insgesamt auf einem vergleichsweise breiten Fundament beruhte. Dennoch ist festzustellen, dass die Bedeutung der Exporte nach wie vor sehr hoch ist und es generell auch deutliche Risiken für die zukünftige Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft gibt. Zu nennen sind hier insbesondere der ungelöste Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten, die Turbulenzen in einzelnen Schwellenländern, der bevorstehende Brexit und zum Teil erhebliche politische Unsicherheiten im Euro-Raum. Das zeigt auch die Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), für die 48 Branchenverbände zu ihrer aktuellen Lage und zu ihren Erwartungen für 2019 befragt wurden. Demnach schaut die deutsche Wirtschaft nur verhalten optimistisch auf das Jahr 2019. Es rechnen noch 28 der befragten Verbände mit einer höheren Geschäftstätigkeit im neuen Jahr, allerdings sprechen nur noch sieben Verbände von einer besseren Wirtschaftslage im Vergleich zum Vorjahr und noch 28 Verbände (im Vorjahr 33) gehen von einer höheren Produktion aus. Gleichzeitig hat sich die Zahl derer deutlich erhöht, die die Situation schlechter bewerten: Die Zahl erhöhte sich von zwei auf zehn Verbände..

Versicherungsbranche ist für 2019 verhalten optimistisch

Auf 2019 blickt die Versicherungsbranche verhalten optimistisch. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erwartet eine stabile Geschäftsentwicklung. Die Konjunktur soll das Geschäft stützen. Gleichzeitig werden allerdings auch Unsicherheiten hinsichtlich des makroökonomischen Umfelds angesprochen, die direkt auch eine Auswirkung auf die Geschäftsentwicklung in der Versicherungswirtschaft haben würden. Als Belastung werden weiterhin die Niedrigzinsen angesehen, wobei die im Jahr 2018 umgesetzte Reform zur Anpassung der Zinszusatzreserve in der Lebensversicherung zumindest den Finanzierungsdruck für die zukünftigen Reservezuführungen abmildern sollte. Die rekordhohe Beschäftigtenzahl in Deutschland eröffnet den Lebensversicherern laut GDV Wachstumschancen in der privaten Altersvorsorge. Unter Einbezug von Pensionskassen und Pensionsfonds wird für die Lebensversicherung im Jahr 2019 insgesamt ein Beitragswachstum von 0,8 % erwartet. In der Schaden- und Unfallversicherung geht der Verband von einem Wachstum von etwa 2,7 % aus. Als ausschlaggebend dürfte sich hier neben Beitragsanhebungen und steigenden Versicherungssummen insbesondere die gute wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte sowie das stabile Wachstum der verfügbaren Einkommen und des privaten Konsums erweisen. In der privaten Krankenversicherung erwartet der GDV ein Beitragswachstum von rund 3,0 %, welches insbesondere auf Beitragsanpassungen und den positiven Trend in den Zusatzversicherungen zurückzuführen ist.

Summiert rechnet der GDV für die Branche mit einem stabilen Beitragswachstum von 1,9 %. Ohne Einmalbeitrag wird ein Wachstum in Höhe von 1,8 % erwartet.

AXA Versicherung strebt für 2019 weiterhin Wachstumsinitiativen an

2019 wird die AXA Versicherung im Firmen- und Industriekundengeschäft den Ausbau von Neugeschäfts- und Bestandssystemen sowohl im eigenen Haus, wie auch in der Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern weiter vorantreiben.

Produktseitig werden weiterhin Produkt- und Tarifaktualisierungen vorgenommen und die Vermarktung der Cyber-Produktreihe kontinuierlich vorangetrieben. Besonders im Fokus werden in 2019 aussichtsreiche Fokus-Branchen sein. Darüber hinaus wird das Serviceangebot für kleine und mittelständische Unternehmen im Firmenkundengeschäft ausgeweitet.

Im Industriekundensegment werden in den strategischen Wachstumssegmenten weiterhin anhaltende Zuwächse erwartet. In der industriellen Sachversicherung wird die Strategie der Durchsetzung risikogerechter Preiserhöhungen im Neu- und Bestandsgeschäft fortgeführt und die Qualität des Portfolios durch geeignete Re-Underwriting Maßnahmen gesteigert. Zur Erschließung der Wachstumspotenziale in der industriellen Haftpflichtversicherung wird sich weiterhin auf die neu entwickelten Zielgruppenkonzepte fokussiert, die den besonderen Bedürfnissen der jeweiligen Branche gerecht werden. Durch den deutlichen Ausbau der relevanten personellen Kapazitäten sowohl für das Underwriting als auch für das Produktmanagement und Risk-Assessment wird auch in 2019 weiterhin eine Wachstumssteigerung in der industriellen Cyberversicherung erwartet. Hierdurch wird die proaktive Einbindung der Agentur- und Makler-Vertriebswege vorangetrieben sowie die Aufbau- und Ablauforganisation auf Schadenseite gestärkt.

Für das Privatkundengeschäft erwarten wir ein leichtes Wachstum in 2019. Das Beitragsplus resultiert im Wesentlichen aus den Sach/Haftpflicht-Sparten. Im Kraftfahrtgeschäft erwarten wir eine leicht rückläufige Beitragsentwicklung bei hoher Zeichnungsdisziplin.

Die Fokussparten in Sachen Wachstum 2019 sind im Wesentlichen die Sach- und Haftpflicht-Sparten. Zur Förderung des Wachstums sollen daher in allen Vertriebswegen bedürfnisgerechte Wachstumsmaßnahmen die Neukundengewinnung deutlich vereinfachen. Zusätzlich soll durch die Einführung der neuen Online-Produkte in der Privat-Haftpflicht- und der Hausratversicherung die Präsenz im Direktkanal gestärkt werden. In Unfall wird der Fokus des 2019er Neugeschäfts auf der Risiko- und der gewerblichen Unfallversicherung liegen. In Kraftfahrt investieren wir vor allem in die Pricing-Fähigkeiten sowie in Maßnahmen zur Absicherung der Kundenbestände.

Trotz der Wachstumsinitiativen innerhalb der einzelnen Sparten erwarten wir insgesamt aufgrund des rückläufigen indirekten Geschäftes Beitragseinnahmen auf dem diesjährigen Niveau.

Hinsichtlich der Schadenaufwendungen gehen wir von einem konstanten Volumen aus. Unsere Verwaltungs- und Provisionsaufwandsquote werden wir hingegen unter Berücksichtigung von Kosteneffizienzmaßnahmen voraussichtlich deutlich senken können. In Anbetracht geringerer Erträge aus der Auflösung der Schwankungsrückstellung planen wir mit einem versicherungstechnischen Nettoergebnis, das moderat unter dem diesjährigen Wert liegen wird.

Im Wesentlichen aufgrund hoher Gewinne in der aktuellen Berichtsperiode aus dem Abgang von Kapitalanlagen sowie allgemeiner Kapitalmarktentwicklungen wird ein deutlich geringeres Kapitalanlageergebnis für 2019 erwartet.

Insgesamt rechnen wir bei einer steigenden Steuerquote, bedingt durch steuerfreie Veräußerungserlöse in 2018, mit einem deutlich geringeren Gewinn vor Ergebnisabführung für das kommende Jahr.

Köln, den 22. März 2019

Der Vorstand

Anlagen zum Lagebericht

Geschäftsgebiet

Bundesrepublik Deutschland sowie im freien Dienstleistungsverkehr in den folgenden Staaten des europäischen Wirtschaftsraumes: Österreich, Belgien, Zypern, Tschechische Republik, Spanien, Estland, Frankreich, Großbritannien, Griechenland, Ungarn, Italien, Irland, Liechtenstein, Luxemburg, Dänemark, Litauen, Lettland, Malta, Niederlande, Portugal, Polen, Schweden, Slowenien, Slowakei, Bulgarien, Rumänien, Finnland und Kroatien

Ausländische Zweigniederlassung: Dänemark

Betriebene Versicherungszweige

1. Lebensversicherung

(nur in Rückdeckung übernommen)
2. Unfallversicherung:

Einzel-Voll-, Einzel-Teil-, Gruppenunfall-, Volksunfall-, Reise-, Sport-, Luftfahrt-, lebenslängliche Verkehrsmittel-Unfall-, Probanden-Versicherung, Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückgewähr, Kraftfahrtunfall-Versicherung
3. Haftpflichtversicherung:

Privat-, Betriebs- und Berufs-, Gewässerschaden-, Vermögensschaden-, Luftfahrt-, Umwelt-, Strahlen- und Atomanlagen-, Haus- und Grundbesitzer-Haftpflicht, Kraftfahrt-Parkplatz-, Feuerhaftungs-Versicherung
4. Kraftfahrtversicherung:

Kraftfahrzeug-Haftpflicht-, Fahrzeugvoll-, Fahrzeugteil-Versicherung
5. Rechtsschutzversicherung

(nur in Rückdeckung übernommen)
6. Feuerversicherung:

Feuer-Industrie-, landwirtschaftliche Feuerversicherung, sonstige Feuerversicherung (einschließlich der Waldbrandversicherung)
7. Einbruchdiebstahlversicherung
8. Leitungswasserversicherung
9. Glasversicherung
10. Sturmversicherung
11. Verbundene Hausratversicherung
12. Verbundene Gebäudeversicherung
13. Hagelversicherung

(nur in Rückdeckung übernommen)
14. Technische Versicherungen:

Maschinen- einschl. Baugeräte-, Elektronik-, Montage-, Bauleistungsversicherung, Elektro- und Gasgeräte des Hausrats, Gebrauchsgütergarantieversicherung
15. Einheitsversicherungen:

Allgemeine, Rauchwaren-, Textilveredelungs-, Wäscheschutz-Einheitsversicherung
16. Transportversicherung:

See-, Fluss-, Luftfahrt- und Landkasko-, Waren-, Film-, Valorenversicherung (gewerblich), Verkehrshaftungsversicherung
17. Kredit- und Kautionsversicherung:

Übrige und nicht aufgegliederte Kredit- und Kautionsversicherung (einschließlich Baugarantieversicherung)

Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- beziehungsweise Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung (Extended Coverage)
18. Betriebsunterbrechungsversicherung:

Feuer-, Technische, sonstige Betriebsunterbrechungsversicherung, Filmausfall-, Betriebsschließungsversicherung
19. Beistandsleistungsversicherung
20. Sonstige Sachschadenversicherungen:

Ausstellungs-, Fahrrad-, Garderobe-, Jagd- und Sportwaffen, Kühlgüter-, Warenversicherung in Tiefkühlanlagen, Atomanlagen-, Automaten-, Reisegepäck-, Valoren- (privat), Campingversicherung, verbundene Sach-Gewerbe-Versicherung
21. Sonstige Vermögensschadenversicherungen:

Reiserücktrittskosten-, Lizenzverlust-, Maschinengarantieversicherung, Garantieversicherung von Kraftfahrzeugen
22. Vertrauensschadenversicherung

Jahresabschluss

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

in Tsd. Euro 2018 2017
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Geleistete Anzahlungen 38.042 7.175
38.042 7.175
B. Kapitalanlagen
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.518 17.891
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 408.648 504.593
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 222.594 416.222
3. Beteiligungen 7.562 41.551
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 -
638.804 962.366
III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.469.903 4.423.040
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.340.371 2.000.237
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 326.692 323.338
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 503.445 614.826
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 485.799 474.602
c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 665 743
d) übrige Ausleihungen 152.720 118.564
1.142.629 1.208.735
5. Einlagen bei Kreditinstituten 25.373 28.706
6. Andere Kapitalanlagen 445 3.471
8.305.413 7.987.527
IV. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft 69.862 73.505
9.032.597 9.041.289
C. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an:
1. Versicherungsnehmer 44.706 44.937
2. Versicherungsvermittler 97.950 96.528
142.656 141.465
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 38.063 29.327
davon an verbundene Unternehmen: 28.186 Tsd. Euro (2017: 15.411 Tsd. Euro)
davon an Beteiligungsunternehmen: 0 Tsd. Euro (2017: 4.959 Tsd. Euro)
III. Sonstige Forderungen 92.367 112.612
davon an verbundene Unternehmen: 21.410 Tsd. Euro (2017: 51.376 Tsd. Euro)
davon an Beteiligungsunternehmen: 0 Tsd. Euro (2017: 455 Tsd. Euro)
273.086 283.404
D. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen und Vorräte 0 0
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 113.571 33.724
III. Andere Vermögensgegenstände 103.401 134.858
216.972 168.582
E. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 63.631 63.964
63.631 63.964
9.624.328 9.564.414
Passiva
in TSD. EURO 2018 2017
A. Eigenkapital
I. Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 164.661 164.661
II. Kapitalrücklage 77.281 77.281
III. Gewinnrücklagen
1 gesetzliche Rücklage 44 44
2 andere Gewinnrücklagen 1.117 1.117
1.161
243.103 243.103
B. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge
1 Bruttobetrag 442.861 439.640
2 davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 7.410 7.206
435.451 432.434
II. Deckungsrückstellung
1 Bruttobetrag 564.158 559.518
2 davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 0 0
564.158 559.518
III. Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1 Bruttobetrag 6.684.696 6.531.988
2 davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 347.493 382.143
6.337.203 6.149.845
IV. Rückstellungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
1 Bruttobetrag 19.326 19.694
2 davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 0 0
19.326 19.694
V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen 1.055.622 1.149.005
VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
1 Bruttobetrag 19.646 14.844
2 davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 0 0
19.646 14.844
8.431.406 8.325.340
C. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 510.984 474.630
II. Steuerrückstellungen 6.379 6.379
III. Sonstige Rückstellungen 48.891 49.528
566.254 530.537
D. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 19.487 19.311
Passiva
in Tsd. Euro 2018 2017
E. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber:
1 Versicherungsnehmern 91.783 85.246
2 Versicherungsvermittlern 29.659 26.803
121.442 112.049
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 36.116 35.545
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 28.310 Tsd. Euro (2017: 19.436 Tsd. Euro)
III. Sonstige Verbindlichkeiten 206.088 297.965
davon aus Steuern: 36.664 Tsd. Euro (2017: 34.501 Tsd. Euro)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 661 Tsd. Euro (2017: 856 Tsd. Euro)
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 123.142 Tsd. Euro (2017: 218.651 Tsd. Euro)
davon gegenüber Beteiligungsunternehmen: 0 Tsd. Euro (2017: 1.184 Tsd. Euro)
363.646 445.559
F. Rechnungsabgrenzungsposten 432 564
9.624.328 9.564.414

Unfallversicherung, Kraftfahrzeug-Haftpflicht- und Haftpflichtversicherung

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter den Posten B.II. und B.III. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung der §§ 341 f und 341 g HGB sowie der aufgrund des § 88 Abs. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnungen berechnet worden ist. Für den Altbestand im Sinne des § 336 VAG ist die Deckungsrückstellung nach den zuletzt am 21. März 2002 beziehungsweise 3. April 1996 sowie 1. März 2017 genehmigten Geschäftsplänen berechnet worden.

Köln, den 14. März 2019

Der Verantwortliche Aktuar:

Marc André Winkler

Gemäß § 73 VAG wird hiermit bestätigt, dass das Sicherungsvermögen der Unfallversicherung mit Beitragsrückerstattung vorschriftsmäßig angelegt und aufbewahrt worden ist.

Köln, den 14. März 2019

Der Treuhänder:

Hans Riedel

Köln, den 22. März 2019

Der Vorstand

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

Versicherungstechnische Rechnung

in Tsd. Euro
2018 2017
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge 4.025.119 3.977.281
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 1.467.093 2.558.026 1.458.133
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge 1 -3.215 744
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen 1 -203 -3.012 -573
2.555.014 2.520.465
2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung 20.199 21.523
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 3.397 2.174
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 2.498.937 2.396.556
bb) Anteil der Rückversicherer 854.139 1.644.798 868.673
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 138.809 280.407
bb) Anteil der Rückversicherer -36.434 175.243 24.205
1.820.041 1.784.085
5. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen 1
a) Nettodeckungsrückstellung -4.640 -3.813
b) Sonstige versicherungstechnische Nettorückstellungen -1.037 1.001
-5.677 -2.812
6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung 5.736 5.050
7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 1.042.760 1.042.294
b) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 484.678 477.023
558.082 565.271
8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung 27.850 28.892
9. Zwischensumme 161.224 158.052
10. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen 1 93.383 382
11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 254.606 158.434

1 ) - = Erhöhung

Nichtversicherungstechnische Rechnung

in Tsd. Euro
2018 2017
Übertrag: 254.606 158.434
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus Beteiligungen 33.696 35.719
davon aus verbundenen Unternehmen: 32.890 Tsd. Euro (2017: 35.556 Tsd. Euro)
b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen
davon aus verbundenen Unternehmen: 5.730 Tsd. Euro (2017: 7.595 Tsd. Euro)
aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.300 1.690
bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 199.894 152.327
201.194 154.017
c) Erträge aus Zuschreibungen 944 16.568
d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 146.883 87.987
382.717 294.291
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 9.333 11.158
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 40.690 4.116
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 5.124 4.417
d) Aufwendungen aus Verlustübernahme 1.946 550
57.093 20.241
325.624 274.050
3. Technischer Zinsertrag -20.656 -22.032
304.968 252.018
4. Sonstige Erträge 225.414 281.194
5. Sonstige Aufwendungen 300.952 310.962
-75.538 -29.768
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 484.036 380.684
7. Außerordentliche Erträge 0 0
8. Außerordentliche Aufwendungen 3.278 996
9. Außerordentliches Ergebnis -3.278 -996
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 129.014 89.512
11. Sonstige Steuern 42 119
129.056 89.631
12. Erträge aus Verlustübernahme 0 0
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 351.702 290.057
14. Jahresüberschuss 0 0

1 ) - = Erhöhung

Anhang

Angaben zur Identifikation gem. § 264 Abs. 1a HGB

Die AXA Versicherung AG, Köln, ist beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HR B 21298 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 wurden nach den für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) erstellt.

Aktiva

Bei den geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände handelt es sich um einen befristeten, entgeltlich erworbenen Softwarelizenzvertrag für die Einführung eines neuen Bestands- und Schadensystems im Privat- und Firmenkundengeschäft. Jeweils zu Anschaffungskosten bilanziert wurden die Lizenzaufwendungen und Anschaffungsnebenkosten in Form von Customizing-Aufwendungen zur Anpassung der Software an das betriebliche Umfeld. Der Ausweis innerhalb der geleisteten Anzahlungen erfolgt so lange, bis der Vermögensgegenstand in einen betriebsbereiten Zustand versetzt wurde. Anschließend wird er unter den entgeltlich erworbenen Lizenzen ausgewiesen und planmäßig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer sowie bei Bedarf außerplanmäßig abgeschrieben.

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bewertet und über die gewöhnliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wurde eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Mit Verkaufsabsicht gehaltene Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, werden analog zum Umlaufvermögen bewertet, d. h. es wird zu fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Marktwert am Bilanzstichtag bewertet.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Unter dieser Position ausgewiesene Inhaberschuldverschreibungen wurden wie die nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewerteten Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere bewertet.

Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet werden, wurden entsprechend dem gemilderten Niederstwertprinzip mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dem dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Zur Beurteilung, ob bei Aktien und Investmentanteilen, die überwiegend Aktien beinhalten, eine dauernde Wertminderung vorliegt sowie eine Abschreibung auf den langfristig beizulegenden Wert erfolgt, kommen folgende Aufgreifkriterien zur Anwendung:

Der Zeitwert des Wertpapiers liegt in den dem Bilanzstichtag vorangehenden sechs Monaten permanent um mehr als 20% unter dem Buchwert.
Der Zeitwert des Wertpapiers liegt in den dem Bilanzstichtag vorangehenden zwölf Monaten permanent um mehr als 10% unter dem Buchwert.

Bei Erfüllung von mindestens einem dieser Aufgreifkriterien erfolgt eine Abschreibung auf den langfristig beizulegenden Wert. Zusätzlich erfolgt eine Beurteilung unter besonderer Berücksichtigung der erwarteten beziehungsweise eingetretenen Zahlungsausfälle aus entsprechenden Wertpapieren.

Investmentanteile, die überwiegend Aktien beinhalten, wurden als eigenständiges Wertpapier angesehen und entsprechend bewertet.

Investmentanteile, die überwiegend Rentenpapiere beinhalten und stille Lasten ausweisen, wurden anhand der erwarteten Rückzahlungen aus den entsprechenden Wertpapieren innerhalb des Fonds auf eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung hin überprüft.

Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Bei voraussichtlich vorübergehenden Wertminderungen wurde teilweise von dem in diesem Fall bestehenden Abschreibungswahlrecht Gebrauch gemacht.

Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet werden, wurden entsprechend dem gemilderten Niederstwertprinzip mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dem dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Agio- und Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst.

Die dauerhafte Wertminderung eines Wertpapieres wird angenommen, wenn der Zeitwert des Wertpapieres einen Werteverfall aufgrund einer wesentlichen Verschlechterung des Ratings / der Bonität eines Emittenten aufzeigt und aus diesem Grund von einem (Teil-) Ausfall des Schuldtitels ausgegangen wird.

Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die nach den für das Umlaufvermögen geltenden Vorschriften bewertet werden, wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwerten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwert zugeschrieben, sofern der beizulegende Zeitwert wieder gestiegen ist.

Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die nach den für das Umlaufvermögen geltenden Vorschriften bewertet werden, wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwerten bilanziert. Agio- und Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen wurden mit den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen und Einzelwertberichtigungen. Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst.

Namensschuldverschreibungen wurden mit den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst.

Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst.

Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Übrige Ausleihungen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit aufgelöst.

Einlagen bei Kreditinstituten wurden mit den Nennbeträgen angesetzt.

Andere Kapitalanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen.

Depotforderungen wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Es befinden sich strukturierte Produkte, d.h. Anlagen mit eingebetteten Derivaten (z.B. Kündigungsrechte, Optionen oder Swaps), im Bestand. Diese Darlehen bzw. Schuldverschreibungen und die darin enthaltenen Optionen oder Verpflichtungen werden einheitlich bilanziert. Die Bewertung erfolgt entsprechend der Bewertung der anderen Schuldverschreibungen und Darlehen.

Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden mit den Nennbeträgen abzüglich angemessener Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen angesetzt.

Die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft wurden mit dem Nennwert abzüglich angemessener Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen angesetzt.

Sachanlagen wurden mit ihren Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung durchgeführt.

Die übrigen, nicht einzeln erwähnten Aktivposten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.

Da eine ertragsteuerliche Organschaft mit der AXA Konzern AG besteht, wurden die latenten Steuern der Gesellschaft bei dem Organträger AXA Konzern AG ausgewiesen.

Passiva

Die Beitragsüberträge wurden für das selbst abgeschlossene deutsche Versicherungsgeschäft pro rata temporis unter Berücksichtigung unterjähriger Fälligkeiten nach Abzug äußerer Kosten ermittelt.

Die Anteile der Rückversicherer ergaben sich aus der Fälligkeitsstruktur in den Rückversicherungsbeständen. Der koordinierte Ländererlass vom 30. April 1974 wurde berücksichtigt.

Bei dem in Rückdeckung übernommenen Geschäft wurden die Brutto-Beitragsüberträge anhand der Aufgaben der Zedenten unter Berücksichtigung eines Abzuges für nicht übertragsfähige Beitragsteile gestellt. Wegen der zeitgleichen Erfassung wurden für diejenigen Zeiträume, für die wir noch keine vollständigen Zedentenabrechnungen vorliegen haben, mit Ausnahme des fakultativ übernommenen Geschäfts Schätzungen unserer Zedenten gebucht. Ist zum Zeitpunkt der Ermittlung der Beitragsüberträge die Kündigung eines Vertrages ausgesprochen oder zu erwarten, wird der Beitragsübertrag nach dem vertraglich vereinbarten Portefeuille-Stornosatz gestellt, soweit sich aus dieser Berechnung ein höherer Übertrag ergibt. Die Beitragsüberträge des fakultativ übernommenen Geschäfts werden nach der Methode "pro rata temporis" nach Kostenabzug entsprechend den Rechnungslegungsvorschriften ermittelt. Die Anteile der Rückversicherer an den Beitragsüberträgen des übernommenen Geschäftes ermittelten sich aufgrund der abgeschlossenen Rückversicherungsverträge nach dem jeweiligen Verfahren, welches für die Berechnung der Brutto-Beitragsüberträge angewendet wurde.

In der Beitragsdeckungsrückstellung anderer Produkte wird, erstmals im Jahresabschluss 2016, die Beitragsdeckungsrückstellung der Existenzschutzversicherung berücksichtigt. Diese Beitragsdeckungsrückstellungen decken das Risiko des mit dem fortschreitenden Alter der Versicherten steigenden erwarteten Schadenbedarfes bei über die feste Vertragslaufzeit konstanter Prämie ab.

Die Deckungsrückstellung des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts für die Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr sowie der Kinder-Unfallversicherung mit beitragsfreier Weiterführung der AXA Versicherung AG und ehemaligen DBV-Winterthur Versicherung wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften einzelvertraglich nach der prospektiven Methode und mit implizierter Berücksichtigung der künftigen Kosten ermittelt. Als Berechnungsgrundlagen dienten die Sterbetafeln gemäß Geschäftsplänen und ein Rechnungszins von 0,90 % bis 3,50 %. Nach der Änderung der Deckungsrückstellungsverordnung (DeckRV) zum 1. März 2011 wird für Versicherungen des Neubestands, deren Rechnungszins über dem für den Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 bestimmten Referenzzins in Höhe von 2,09 % liegt, die Bilanzdeckungsrückstellung durch eine einzelvertraglich ermittelte zusätzliche Deckungsrückstellung (Zinszusatzreserve) erhöht. Die Zinszusatzreserve für die Verträge des Altbestandes wurde geschäftsplanmäßig mit einem Referenzzins von 2,09 % berechnet. Der Referenzzins wird berechnet nach § 5 DeckRV.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthält die Rückstellung für Entschädigungen, die Renten-Deckungsrückstellung, die Rückstellung für Rückkäufe und Rückgewährbeträge aus der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr und die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen. Die Rückstellung für Entschädigungen für das selbst abgeschlossene Geschäft wurde inventurmäßig je Einzelschaden festgesetzt und fortgeschrieben. In der Transportversicherung wurde die Schadenrückstellung nach Pauschalsätzen zuzüglich einzelreservierter Großschäden ermittelt, ab dem vierten Zeichnungsjahr gilt auch in diesem Zweig die inventurmäßige Reserveermittlung je Einzelschaden. Bei der Ermittlung der einzelnen Schadenrückstellungen wurden Ansprüche aus Regressen und Provenues abgesetzt, soweit ihre Realisierbarkeit feststand oder zweifelsfrei bestimmbar war.

Die Spätschadenrückstellung für eingetretene, bis zur Schließung des Schadenregisters nicht gemeldete Versicherungsfälle wurde nach den Erfahrungswerten der Vorjahre ermittelt. Die Ermittlung der Renten-Deckungsrückstellung erfolgte aus dem selbst abgeschlossenen Geschäft versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung der Tafel DAV 2006 HUR mit Berücksichtigung fachmedizinischer Voten zur Lebenserwartung und in der Unfallversicherung

für Renteneintritte bis zum 31. Dezember 2014 mit einem Rechnungszins von 1,75 %,
für Renteneintritte bis zum 31. Dezember 2016 mit einem Rechnungszins von 1,25 % und
für spätere Renteneintritte mit einem Rechnungszins von 0,90%

sowie in der Haftpflicht- und Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung

für Renteneintritt bis zum 31. Dezember 2006 mit einem Rechnungszins von 2,21 %,
für Renteneintritte bis zum 31. Dezember 2011 mit einem Rechnungszins von 2,21 %,
für Renteneintritte bis zum 31. Dezember 2014 mit einem Rechnungszins von 1,75%,
für Renteneintritte bis zum 31. Dezember 2016 mit einem Rechnungszins von 1,25% und
für spätere Renteneintritte mit einem Rechnungszins von 0,90 %.

Damit beinhalten die biometrischen Rechnungsgrundlagen angemessene Sicherheiten. Ein signifikantes Risiko aus der Langlebigkeit ist nach derzeitigen Erkenntnissen nicht ersichtlich.

In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wurde der technische Zinsertrag auf die Deckungsrückstellung und die Rückstellung für Beitragsrückerstattung für die Altbestände Colonia, Nordstern und DWS sowie für den AXA und DWS Neubestand auf Basis der Nettoverzinsung der Kapitalanlagen der jeweiligen Sicherungsvermögen ermittelt.

Die Anteile der Rückversicherer an den Zinserträgen auf die Renten-Deckungsrückstellung entsprechen den gezahlten Depotzinsen.

Bei dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft wurden die Depotzinsen gemäß den Aufgaben der Vorversicherer gebucht.

Die Retrozessions-Anteile wurden anhand der vertraglichen Vereinbarungen errechnet.

Die Rückstellung für Schadenregulierungskosten wurde unter Beachtung des koordinierten Ländererlasses vom 22. Februar 1973 errechnet, erhöht um einen Sicherheitszuschlag, der die zu erwartenden Spätschäden und die durchschnittliche Bearbeitungsdauer einbezieht.

Die Anteile der Rückversicherer an den Rückstellungen wurden den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend ermittelt. Im in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft folgten wir den Aufgaben der Zedenten. Wegen der zeitgleichen Erfassung des gesamten in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäftes wurden für diejenigen Zeiträume, für die wir noch keine vollständigen Zedentenabrechnungen vorliegen haben, mit Ausnahme des fakultativ übernommenen Geschäftes Schätzungen unserer Zedenten gebucht. Darüber hinaus wurden standardmäßig mit versicherungsmathematischen Methoden Rückstellungen für noch nicht beziehungsweise nicht ausreichend gemeldete Schäden (Spätschadenrückstellungen) ermittelt und bilanziert.

Bei der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung (UBR) handelt es sich um erzielte Überschüsse, die vertraglich für die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer bestimmt, aber den einzelnen Versicherungsverträgen noch nicht zugeteilt worden sind. Innerhalb dieser Rückstellung wird der Fonds für Schlussüberschussanteile gemäß § 28 Absatz 7 in Verbindung mit Absatz 9 RechVersV gemäß den Vorgaben der jeweils gültigen Geschäftspläne für die Überschussbeteiligung bzw. der Grundsätze für die Überschussbeteiligung für die einzelnen Bestände einzelvertraglich berechnet.

Die Schwankungsrückstellung wurde gemäß § 341h HGB in Verbindung mit § 29 und der Anlage zu § 29 RechVersV ermittelt.

Die der Schwankungsrückstellung ähnlichen Rückstellungen ergeben sich aus den Vorschriften nach § 341h Absatz 2 HGB in Verbindung mit § 30 RechVersV.

Die Berechnung der Rückstellung für drohende Verluste im Versicherungsgeschäft auf der Basis der durchschnittlichen technischen Verluste in einem Dreijahreszeitraum unter Berücksichtigung von Zinserträgen, Restlaufzeiten und der Schwankungsrückstellung ergab keinen Rückstellungsbedarf.

Die Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen wurde in Höhe der Beitragsguthaben für den Zeitraum vom Beginn der Unterbrechung des Versicherungsschutzes bis zum Bilanzstichtag gebildet. Die Beitragsguthaben wurden für jeden Vertrag einzeln ermittelt.

Die Rückstellung für späteres Storno wurde nach den Erfahrungswerten der Vergangenheit festgestellt.

Die Rückstellung aufgrund der Verpflichtung aus der Mitgliedschaft in der Verkehrsopferhilfe e. V. wurde entsprechend der Aufgabe des Vereins für das vorhergehende Geschäftsjahr gebildet.

Schadenexzedentenrückversicherungsverträge beinhalten Regelungen hinsichtlich der Wiederauffüllung der Haftung des Rückversicherers nach einem Schadenfall. Häufig erfolgt die Wiederauffüllung "pro rata capita". Dies bedeutet, dass die verbrauchte Haftung gegen Zusatzprämie wiederaufgefüllt - also neu eingekauft werden muss. Die Zahlung eines solchen Wiederauffüllungsbeitrages ist allerdings erst dann fällig, wenn Schadenzahlungen unter dem betreffenden Schadenexzedentenrückversicherungsvertrag erfolgten. Solange ein solcher Rückversicherungsvertrag aber nur von reservierten Schäden betroffen ist, wird hier eine den Wiederauffüllungskonditionen entsprechende Rückstellung für Wiederauffüllungsbeiträge gestellt.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Rententrendannahmen.

Die Pensionsrückstellungen werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, vorgegeben durch die deutsche Bundesbank, abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Dabei wird pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invalidisierungsannahmen dienen die Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln GmbH. Die Pensionsrückstellungen werden mit sogenanntem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Absatz 2 HGB verrechnet, welches zum Zeitwert bewertet wird.

Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht. Dabei wird das Wahlrecht gemäß Tz. 87 IDW RS HFA 30 angewendet, das heißt der Effekt aus der Zinsänderung wird im Zinsergebnis dargestellt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die anderen Verbindlichkeiten wurden nach § 253 Abs. 1 HGB mit den Erfüllungsbeträgen, Depotverbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten mit den Nominalwerten angesetzt.

Die übrigen, nicht einzeln erwähnten Passivposten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.

Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge und Aufwendungen wurden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

In Rückdeckung übernommenes Geschäft

Bei dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft wurde die Schadenrückstellung nach den Aufgaben der Zedenten bilanziert. Wegen der zeitgleichen Erfassung des gesamten in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäftes wurden für diejenigen Zeiträume, für die wir noch keine vollständigen Zedentenabrechnungen vorliegen haben, Schätzungen gebucht. Darüber hinaus wurden standardmäßig mit versicherungsmathematischen Methoden Rückstellungen für noch nicht beziehungsweise nicht ausreichend gemeldete Schäden (Spätschadenrückstellungen) ermittelt und bilanziert.

Grundlagen für die Währungsumrechnung

Fremdwährungspositionen wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.

Zeitwerte der Kapitalanlagen

Die Offenlegung von Zeitwerten der Kapitalanlagen erfolgte entsprechend den Vorschriften §§ 54 ff. der RechVersV. Die Angaben werden zum Bilanzstichtag erstellt.

Die beizulegenden Zeitwerte für Grundstücke, ihre Bestandteile und ihr Zubehör sowie für grundstücksgleiche Rechte, Rechte an diesen und Rechte an Grundstücken wurden nach der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) vom 19. Mai 2010 (BGBl. I S. 639) ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte werden regelmäßig anhand von externen Gutachten neu ermittelt. Die folgende Übersicht enthält die Grundstücke und Bauten, die zum entsprechenden Bilanzstichtag im Bestand waren, sowie den Anteil an neubewerteten Grundstücken und Bauten in der jeweiligen Berichtsperiode.

2014 2015 2016 2017 2018
Anzahl an Grundstücken und Bauten (zum Bilanzstichtag) 8 7 3 2 2
Davon neu bewertete Grundstücke und Bauten (im Berichtsjahr) 5 2 - - 1
Prozentualer Anteil 63 % 29 % - - 50 %

Die beizulegenden Zeitwerte der Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden nach Ertragswertverfahren, mit Börsenwerten zum Bilanzstichtag oder mit dem anteiligen Eigenkapital angesetzt.

Die beizulegenden Zeitwerte der als Ausleihungen an verbundene Unternehmen klassifizierten Schuldverschreibungen und Darlehen wurden anhand der Swap-Kurve (ICAP 1 - 50 Jahre) und der Eonia/Euribor Zinssätze im Geldmarktbereich (1 Tag - 11 Monate) sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2018 ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der auf den Namen lautenden Papiere wurden anhand der anteiligen Nettoinventarwerte zum Bilanzstichtag ermittelt.

Als beizulegende Zeitwerte für Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden Börsenkurse, Rücknahmepreise oder Nettoinventarwerte per 31. Dezember 2018 verwendet. Für Anteile an offenen Immobilienfonds, die zur Rücknahme ausgesetzt sind, wurden als beizulegende Zeitwerte Rücknahmepreise abzüglich eines angemessenen Risikoabschlages angesetzt.

Als beizulegende Zeitwerte für Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden im Wesentlichen die Börsenkurse per 31. Dezember 2018 angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ohne Börsennotierung wurden auf der Grundlage von Discounted-Cashflow-Methoden ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen wurden anhand der Swap-Kurve (ICAP 1 - 50 Jahre) und der Eonia-/Euribor-Zinssätze im Geldmarktbereich (1 Tag - 11 Monate) sowie anhand von bonitätsspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2018 ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte für Schuldscheindarlehen und Namenspapiere, sonstige Ausleihungen und andere Kapitalanlagen wurden anhand der Swap-Kurve (ICAP 1 - 50 Jahre) und der Eonia-/Euribor-Zinssätze im Geldmarktbereich (1 Tag - 11 Monate) sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2018 ermittelt.

Als beizulegende Zeitwerte der Policendarlehen wurden die Buchwerte angesetzt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Einlagen bei Kreditinstituten entsprachen aufgrund des kurzfristigen Charakters den Buchwerten.

Die beizulegenden Zeitwerte für strukturierte Produkte und derivative Finanzinstrumente werden anhand von Börsenkursen oder, falls kein Börsenkurs vorhanden ist, mit marktüblichen Bewertungsmodellen ermittelt.

Einbeziehung in den Konzernabschluss

Durch die Einbeziehung unserer Gesellschaft in den Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, verlegten wir einzelne Buchungsschlusstermine und grenzten die Zahlungsvorgänge über die sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten ab. Es ergaben sich dadurch keine wesentlichen Einflüsse auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Angaben zur Bilanz

Aktiva

Entwicklung der Aktivposten A.I. bis B.III. im Geschäftsjahr 2018

in Tsd. Euro
Bilanzwerte Vorjahr Währungskursänderungen * Zugänge Umbuchungen
A.I. Geleistete Anzahlungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände 7.175 - 30.866 -
B.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.891 - 1.148 -
B.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 504.593 - 72.816 13
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 416.222 - 2.827 -
3. Beteiligungen 41.551 - - -
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - -
Summe B.II. 962.366 - 75.643 13
B.III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.423.040 - 1.261.251 -13
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.000.237 - 384.790 11.007
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 323.338 - 23.771 -
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 614.826 - 67.776 4.539
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 474.602 - 28.134 7.466
c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 743 - 106 -
d) übrige Ausleihungen 118.564 - 56.970 -19.987
5. Einlagen bei Kreditinstituten 28.706 944 - -
6. Andere Kapitalanlagen 3.471 - - -3.025
Summe B.III. 7.987.527 944 1.822.798 -13
Gesamt 8.974.959 944 1.930.455 -

* In der Gewinn- und Verlustrechnung wird diese Position unter den Aufwendungen aus Abschreibungen ausgewiesen.

Entwicklung der Aktivposten A.I. bis B.III. im Geschäftsjahr 2018

in Tsd. Euro
Abgänge Zuschreibungen Abschreibungen Bilanzwerte Geschäftsjahr
A.I. Geleistete Anzahlungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände - - - 38.042
B.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - - 521 18.518
B.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 168.774 - - 408.648
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 196.454 - - 222.594
3. Beteiligungen 30.755 - 3.234 7.562
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - -
Summe B.II. 395.983 - 3.234 638.804
B.III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.177.442 - 36.933 4.469.903
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 55.664 - - 2.340.371
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 20.416 - - 326.692
4. Sonstige Ausleihungen -
a) Namensschuldverschreibungen 183.696 - - 503.445
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 24.403 - - 485.799
c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 183 - - 665
d) übrige Ausleihungen 2.826 - 2 152.720
5. Einlagen bei Kreditinstituten 4.277 - - 25.373
6. Andere Kapitalanlagen - - - 445
Summe B.III. 1.468.907 - 36.935 8.305.413
Gesamt 1.864.890 - 40.690 9.000.777
Zeitwerte der Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2018 2018
gemäß § 54 RechVersV

in Tsd. Euro
Bilanzwerte Zeitwerte
--- --- --- --- ---
zu Anschaffungskosten bilanziert zum Nennwert bilanziert Summe
--- --- --- --- ---
B.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.518 29.816 - 29.816
B.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 408.648 717.723 - 717.723
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 222.594 227.743 - 227.743
3. Beteiligungen 7.562 8.639 - 8.639
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - -
638.804 954.105 - 954.105
Summe B.II.
B.III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.469.903 4.627.557 - 4.627.557
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.340.371 2.583.533 - 2.583.533
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 326.692 361.637 - 361.637
4. Sonstige Ausleihungen 1.142.629 1.285.314 - 1.285.314
5. Einlagen bei Kreditinstituten 25.373 - 25.373 25.373
6. Andere Kapitalanlagen 445 454 - 454
8.305.413 8.858.495 25.373 8.883.868
Summe B.III.
Summe B. Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen) 8.962.735 9.842.416 25.373 9.867.789
Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert 905.054
Zeitwerte der Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2018 2017
gemäß § 54 RechVersV

in Tsd. Euro
Bilanzwerte Zeitwerte
--- --- --- --- ---
zu Anschaffungskosten bilanziert zum Nennwert bilanziert Summe
--- --- --- --- ---
B.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.891 22.157 - 22.157
B.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 504.593 830.179 - 830.179
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 416.222 424.303 - 424.303
3. Beteiligungen 41.551 46.108 - 46.108
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - -
962.366 1.300.590 - 1.300.590
Summe B.II.
B.III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.423.040 4.753.096 - 4.753.096
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.000.237 2.285.713 - 2.285.713
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 323.338 356.243 - 356.243
4. Sonstige Ausleihungen 1.208.735 1.395.305 - 1.395.305
5. Einlagen bei Kreditinstituten 28.706 - 28.706 28.706
6. Andere Kapitalanlagen 3.471 3.470 - 3.470
7.987.527 8.793.827 28.706 8.822.533
Summe B.III.
Summe B. Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen) 8.967.784 10.116.574 28.706 10.145.280
Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert 1.177.496

Die Gesamtsumme der Anschaffungskosten der in die Überschussbeteiligung einzubeziehenden Kapitalanlagen beträgt 537,8 Mio. Euro (2017: 542,0 Mio. Euro), die Gesamtsumme des beizulegenden Zeitwerts selbiger Kapitalanlagen beläuft sich auf 590,4 Mio. Euro (2017: 604,4 Mio. Euro). Hieraus ergibt sich ein Saldo von 52,6 Mio. Euro (2017: 62,4 Mio. Euro).

B.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

Der Bilanzwert der fremdgenutzten Grundstücke und Bauten beträgt 18,5 Mio. Euro (2017: 17,9 Mio. Euro).

B.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Pflichtangaben nach § 285 Nr. 11 und Nr. 11 a HGB:

An folgenden Unternehmen waren wir mit mindestens 20 % beteiligt:

in Tsd. Euro 2018 2017
AXA Alternative Financing FCP - Private Equity, Luxembourg
Anteil am Gesellschaftskapital 22,44 % 22,44 %
Eigenkapital 7.268 10.035
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.109 1.549
AXA Alternative Financing FCP - Private Debt, Luxembourg
Anteil am Gesellschaftskapital 31,50 % 31,50 %
Eigenkapital 63.120 47.739
Ergebnis des Geschäftsjahres 3.224 2.914
AXA Alternative Participations SICAV I, Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 236.624 259.325
Ergebnis des Geschäftsjahres 41.298 22.799
AXA Germany Infrastructure Equity SAS *
Anteil am Gesellschaftskapital 21,00 % 21,00 %
Eigenkapital
Ergebnis des Geschäftsjahres
AXA Unterstützungskasse für die leitenden Angestellten der AXA Gesellschaften mbH, Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 60,00 % 60,00 %
Eigenkapital 29
Ergebnis des Geschäftsjahres -1
CREL Issuance S.à.r.l., Luxemburg *
Anteil am Gesellschaftskapital 50,00 % 50,00 %
Eigenkapital 13
Ergebnis des Geschäftsjahres -
DATA 4 German Feeder II S.a.r.l, Luxemburg **
Anteil am Gesellschaftskapital 27,00 % -
Eigenkapital -
Ergebnis des Geschäftsjahres -
Development German Feeder III S.C.A. Luxembourg *
Anteil am Gesellschaftskapital 37,50 % 37,50 %
Eigenkapital 934
Ergebnis des Geschäftsjahres -91

* Zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichtes lag noch kein vorläufiges Geschäftsergebnis 2017 vor.

in Tsd. Euro 2018 2017
Ganymed General Partner S.a.r.l *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 32
Ergebnis des Geschäftsjahres 7
GANYMED S.a.r.l. & Co. Zweite Grundstücksgesellschaft KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 19.419 19.780
Ergebnis des Geschäftsjahres -361 9.226
GANYMED S.a.r.l. & Co. Dritte Grundstücksgesellschaft KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90 % 94,90 %
Eigenkapital 127.355 123.234
Ergebnis des Geschäftsjahres 4.122 37.418
K.Rerup & Co. A/S, Kopenhagen *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 726 DKK
98
Ergebnis des Geschäftsjahres 45 DKK
6
Lefac Leasing-Finanz-GmbH, Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital -20.692
Ergebnis des Geschäftsjahres -10.625
Merkur Gesellschaft für Beteiligungs- und Vermögenswerte mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 1.179 132.342
Ergebnis des Geschäftsjahres 23.206 29.308
Neue Düsseldorfer Stadtquartiere zweite Grundstücks-GmbH & Co. KG, Düsseldorf
Anteil am Gesellschaftskapital 78,09 % 78,09 %
Eigenkapital 19.860 19.857
Ergebnis des Geschäftsjahres 57 103
Pan European Value Added Venture German Feeder S.C.A., Luxembourg *
Anteil am Gesellschaftskapital 50,00 % 50,00 %
Eigenkapital 19.441
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.661
in Tsd. Euro 2018 2017
Pluto Beteiligungswerte AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 90,00 % 90,00 %
Eigenkapital 69.817 69.817
Ergebnis des Geschäftsjahres -2.497 -550
Technisches Kontor für Versicherungen GmbH, Düsseldorf *
Anteil am Gesellschaftskapital 48,00 % 48,00 %
Eigenkapital 81
Ergebnis des Geschäftsjahres 30
TERTIA Handelsbeteiligungsgesellschaft mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 20,00 % 20,00 %
Eigenkapital -21.560 8.545
Ergebnis des Geschäftsjahres -29.017 1.088
Zincvale Ltd., Dublin ***
Anteil am Gesellschaftskapital 50,00 % -
Eigenkapital - -
Ergebnis des Geschäftsjahres - -
Schiffsbeteiligungen
Partenreederei MS "Elbegas", Hamburg *
Anteil am Gesellschaftskapital 65,00 % 25,00 %
Eigenkapital 69
Ergebnis des Geschäftsjahres -

* Zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichtes lag noch kein vorläufiges Geschäftsergebnis 2018 vor.

** Die Gesellschaft wurde im vierten Quartal 2018 gegründet.

*** Die Gesellschaft wurde im dritten Quartal 2018 gegründet.

Weiterführende Angaben zu Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen, die wie Anlagevermögen bewertet werden

Zum 31.Dezember 2018 sind dem Anlagevermögen Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen mit einem Buchwert von 80,8 Mio. Euro zugeordnet, die stille Lasten ausweisen. Die Zeitwerte dieser Kapitalanlagen liegen um 0,5 Mio. Euro unter den entsprechenden Buchwerten. Wir gehen nach Prüfung der relevanten Bewertungskriterien sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus.

B.III. Sonstige Kapitalanlagen

Bei den sonstigen Kapitalanlagen bestehen am Ende des Geschäftsjahres Nachzahlungs- bzw. Auszahlungsverpflichtungen in Höhe von 370,0 Mio. Euro. Bei den nachfolgenden Positionen handelt es sich durchgehend um Einzahlungsverpflichtungen:

in TEUR Art der Einzahlungsverpflichtung Chancen und Risiken Offenes Commitment
Verbundene Unternehmen und Beteiligungen 423.349,37
1. Private Equity Fonds Einzahlungsverpflichtung Es bestehen Einzahlungsverpflichtungen in Höhe von 263,1 Mio. Euro auf einen Private Equity Fonds, der vornehmlich in unterbewertete Unternehmen investiert, mit dem Ziel, durch Restrukturierung Wertsteigerungen zu erzielen. Hierbei werden besonders sogenannte "Leveraged Buy Out"-Strategien verfolgt. Zu kontrollierende Faktoren bei diesem Investment beziehen sich auf mögliche Unsicherheiten im Cash Flow sowie auftretende Risiken bezüglich der Bewertung, der Insolvenz und des Zinses. 263.102,78
2. Infrastrukturinvestment Einzahlungsverpflichtung Es bestehen Einzahlungsverpflichtungen in Höhe von 70,6 Mio. Euro auf ein Infrastrukturinvestment. Solche Investments bieten durch ihre langen Laufzeiten in Verbindung mit stabilen Cash-Flows eine gute Möglichkeit Underlying-Earnings zu generieren. Risiken bestehen vornehmlich in regulatorischen Eingriffen, Liquiditäts-, Finanzierungs- und Bewertungsrisiken. 70.597,59
3. Real Estate Fonds Einzahlungsverpflichtung Die Einzahlungsverpflichtung besteht gegenüber einem Fonds, der in Europa in Objekte investiert, die durch Refurbishment und Neuvermarktung zu einem Wertzuwachs des Fondsvermögens beitragen. Die Strategie basiert auf Value-Add und beinhaltet eine intensive Investition des Fondsmanagements in die Objekte. 18.899,01
4. Private Debt Investment Einzahlungsverpflichtung Auf einen Pool von Unitranche- und Mezzanine-Darlehen soll eine Rendite von LIBOR/EURIBOR + angemessenen Renditeaufschlag (Spread) erzielt werden. Es eröffnet ferner die Möglichkeit durch Warrants am Unternehmenserfolg zu partizipieren. In seiner Klassifizierung handelt es sich bei diesem Investment um ein nachrangiges Darlehen, bei dem bei einer Insolvenz des Unternehmens mit einem Teil- oder Totalausfall gerechnet werden muss. Dieses Risiko wird wiederum durch einen höheren Spread (im Vergleich zu vorrangig zu bedienenden Fremdkapital) abgegolten. 15.133,17
5. Immobilienfonds Einzahlungsverpflichtung Es handelt sich hierbei um eine Einzahlungsverpflichtung in Höhe von 15 Mio. Euro in einen Immobilienfonds. Der Fonds investiert vornehmlich in Residentials. Risiken bestehen vornehmlich in regulatorischen Eingriffen, Liquiditäts-, Finanzierungs- und Bewertungsrisiken. 15.000,00
6. Immobilienfonds Einzahlungsverpflichtung Es handelt sich hierbei um einen Nachfolgefonds eines Immobilienfonds und wendet die gleiche Strategie (Value-Add in einem pan-europäischen diversifizierten Immobilienmarkt mit Fokus auf mehrere Nutzungsarten) an. Risiken bestehen aufgrund des Leverages des Fonds sowie durch Nachfrageverminderungen nach Nutzungsarten in den geographischen Teilmärkten des Fonds 13.204,98
andere Einzahlungsverpflichtung andere Einzahlungsverpflichtungen 27.411,84
in TEUR Chancen und Risiken Offenes Commitment
Sonstige Kapitalanlagen 370.036,97
1. Staatsbesicherte Hypotheken Einzahlungsverpflichtung Es handelt sich hierbei um eine Einzahlungsverpflichtung in Höhe von 126,0 Mio. Euro in ein Portfolio aus besicherten Immobilienkrediten (von staatsbesicherten Hypotheken mit der Intention durch Mieteinnahmen Gewinne zu erzielen). Hauptrisiko in diesem Kontext ist das Vorauszahlungsrisiko sowie Ausfallrisiko durch den Kreditnehmer. 125.990,00
2. Infrastrukturinvestment Einzahlverpflichtung Infrastrukturinvestments sind gekennzeichnet durch ihre lange Laufzeit und ermöglichen stabile und planbare Cash-Flows sowie eine Diversifizierung des Portfolios. Des Weiteren profitiert die Asset-Klasse von umfangreichen staatlichen Investitionsprogrammen. Risiken bestehen vornehmlich in regulatorischen Eingriffen, Liquiditäts-, Finanzierungs- und Bewertungsrisiken, aber auch in Kreditrisiken (Investment Grade). 73.344,19
3. Immobilienkredite Einzahlungsverpflichtung Es bestehen Einzahlungsverpflichtungen in Höhe von 119,3 Mio. Euro auf Investitionen in ein Portfolio gewerblicher Immobilienkredite. Es wird eine Rendite von 3-M-US Libor + 400bps nach Kosten angestrebt. Alle Kredite sind durch eine erstrangige Hypothek besichert. Das Risiko besteht im Ausfallrisiko des Mieters sowie in der ggf. nötigen Verwertung der Immobilie. 53.337,71
4. Private Debt Investment Einzahlungsverpflichtung Es handelt sich hierbei um ein Investments in Fremdkapitalfinazierungen im privaten Segment. Das Hauptrisiko ist der Ausfall der Sicherungsgeber. 50.163,15
5. Gewerbliche Darlehen Einzahlungsverpflichtung Investition in ein Portfolio gewerblichen Darlehen. Es wird eine Rendite von Libor + 600bps nach Kosten angestrebt. Der Fonds ist primär in den amerikanischen Private Lending Märkten aktiv. Das Risiko besteht im Ausfallrisiko des Mieters. 28.463,26
6. Kreditzusagen an Kunden Kreditzusagen an Kunden Im Zuge der Immobilienfinanzierung bestehen aus zugesagten Baudarlehen Auszahlungsverpflichtungen in Höhe von 20,6 Mio. Euro. Das Geschäft ermöglicht eine Erhöhung des Bestandsvolumens und eine gleichzeitige Erhöhung des Zinsvolumens unter Berücksichtigung eines Ausfallrisikos der Hypothekenbesicherung. 20.169,51
andere Einzahlungsverpflichtung andere Einzahlungsverpflichtungen 18.569,15
GESAMT 793.386,34

Bewertung von Kapitalanlagen nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften gemäß § 341b Absatz 2 HGB

Auf der Grundlage nachfolgender Darstellungen nimmt die AXA Versicherung AG die Möglichkeit (gemäß § 341b HGB) in Anspruch, Kapitalanlagen wie Anlagevermögen zu bewerten, weil sie dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen.

Die Entscheidung über die Zweckbestimmung der Kapitalanlagen ist mit Beschluss des Vorstandes der AXA Versicherung AG wie folgt getroffen worden:

1. Im Geschäftsjahr 2018 sind Kapitalanlagen mit einem Buchwert von 6.975 Mio. Euro dem Anlagevermögen zugeordnet (2017: 6.794 Mio. Euro). Dies entspricht einem Anteil von 77,2 % an den gesamten Kapitalanlagen (2017: 75,1%).
2. Grundlage für die Bestimmung, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, wird aus folgenden Indikatoren abgeleitet:
Die AXA Versicherung AG ist in der Lage, die wie Anlagevermögen bewerteten Kapitalanlagen so zu verwenden, dass sie dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen können.
Aufgrund der laufenden Liquiditätsplanung besitzt die AXA Versicherung AG die Fähigkeit zur Daueranlage der betreffenden Kapitalanlagen.
Die wie Anlagevermögen bewerteten Kapitalanlagen werden in der Buchhaltung jeweils auf gesonderten Konten von den anderen Wertpapieren getrennt erfasst. Eine depotmäßige Trennung von Anlage- und Umlaufvermögen ist gewährleistet.
3. Voraussichtlich dauernde Wertminderung:

Bei den wie Anlagevermögen bewerteten Kapitalanlagen werden Abschreibungen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung gemäß § 341b HGB vorgenommen. Die Methoden für die Beurteilung der voraussichtlich dauernden Wertminderung bei Aktien, Investmentanteilen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. Unter Anwendung dieser Methoden ergibt sich keine Notwendigkeit für außerplanmäßige Abschreibungen auf Aktieninvestmentanteile, die jeweils als ein eigenständiges Wertpapier angesehen und entsprechend bewertet werden. Bei Investmentanteilen, die überwiegend Rentenpapiere beinhalten und stille Lasten ausweisen, ergibt sich eine Notwendigkeit für eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 19,4 Mio. Euro. Zum 31. Dezember 2018 sind Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 201,1 Mio. Euro dem Anlagevermögen zugeordnet und weisen eine stille Last von 5,86 Mio. Euro aus. Zum 31. Dezember 2018 besteht bei Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen mit einem Buchwert von 12,1 Mio. Euro eine stille Last von 0,1 Mio. Euro. Die Methoden für die Beurteilung der voraussichtlich dauernden Wertminderung bei Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. Hieraus ergab sich keine Notwendigkeit für eine außerplanmäßige Abschreibung. Zum 31.12.2018 sind dem Anlagevermögen Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 733,4 Mio. Euro zugeordnet, die stille Lasten ausweisen. Die Zeitwerte dieser Kapitalanlagen liegen um 21,8 Mio. Euro unter den entsprechenden Buchwerten. Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung, aufgrund unserer langfristigen Halteabsicht sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus. Die Kriterien der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. Weiterführende Angaben zu Anteilen bzw. Anlageaktien an inländischen beziehungsweise vergleichbaren EU- oder ausländischen Investmentvermögen im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches aufgegliedert nach Anlagezielen sind unter der entsprechenden Anhangangabe erläutert.

Nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertete Kapitalanlagen

in Tsd. Euro Bilanzwerte 2018 Zeitwerte
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 172.594 178.268
Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.411.772 4.563.686
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.340.371 2.583.533
Summe Wertpapiere 6.924.737 7.325.487
Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert 400.750

Weiterführende Angaben zu Kapitalanlagen als sonstige Ausleihungen, die wie Anlagevermögen bewertet werden

Zum 31. Dezember 2018 sind dem Anlagevermögen Kapitalanlagen als sonstige Ausleihungen mit einem Buchwert von 90,4 Mio. Euro zugeordnet, die stille Lasten ausweisen. Die Zeitwerte dieser Kapitalanlagen liegen um 1,1 Mio. Euro unter den entsprechenden Buchwerten. Wir gehen nach Prüfung der relevanten Bewertungskriterien sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus.

C.III. Sonstige Forderungen

in Tsd. Euro 2018 2017
darin enthalten:
Forderungen aus Dienstleistungsverträgen und sonstigen Verrechnungen 26.071 55.820
Forderungen an andere Versicherungsunternehmen aus Schadenregulierungshilfen und Mitvertretung 42.701 32.668
fällige Zins- und Mietforderungen 822 1.440
Forderungen aus überzahlten Steuern 1.705 1.869
Forderungen aus dem Führungsfremdgeschäft 12.566 8.744
Forderungen aus Kapitalanlagen 3.156 3.436
nicht zugeordnete Finanzzahlungsvorgänge aufgrund vorgezogener Buchungsschlusstermine 2.000 2.505

D.III. Andere Vermögensgegenstände

Die Position andere Vermögensgegenstände enthält bezahlte, jedoch noch nicht verrechnete Schäden und Rückkäufe in Höhe von 103.401 Tsd. Euro (2017: 134.845 Tsd. Euro).

Passiva

A. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der AXA Versicherung AG betrug per 31. Dezember 2018 unverändert 164.660.820 Euro und war in 164.660.820 auf den Namen lautende vinkulierte Stückaktien eingeteilt.

Die Kapitalrücklage der AXA Versicherung AG betrug zum 31. Dezember 2018 unverändert 77.280.851,19 Euro.

B. Versicherungstechnische Bruttorückstellungen insgesamt

in Tsd. Euro 2018 2017
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 1.106.111 1.067.761
Haftpflichtversicherung 3.202.618 3.169.419
Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung 1.647.104 1.597.544
sonstige Kraftfahrtversicherung 217.470 205.419
Feuer- und Sachversicherung 1.165.054 1.209.184
davon Feuerversicherung 176.516 183.194
davon Verbundene Hausratversicherung 86.746 86.890
davon Verbundene Gebäudeversicherung 513.332 545.547
davon sonstige Sachversicherung 388.460 393.553
Transport- und Luftfahrtversicherung 160.252 169.665
Kredit- und Kautionsversicherung 131.475 126.467
sonstige Versicherungen 292.404 277.079
Gesamt 7.922.488 7.822.538
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 863.629 892.152
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 8.786.117 8.714.690

B.III.1. Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

in Tsd. Euro 2018 2017
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 497.984 458.231
Haftpflichtversicherung 2.751.107 2.716.269
Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung 1.633.889 1.587.680
sonstige Kraftfahrtversicherung 128.475 121.898
Feuer- und Sachversicherung 707.294 686.593
davon Feuerversicherung 148.892 146.450
davon Verbundene Hausratversicherung 43.955 44.147
davon Verbundene Gebäudeversicherung 228.814 215.386
davon sonstige Sachversicherung 285.633 280.610
Transport- und Luftfahrtversicherung 131.453 139.252
Kredit- und Kautionsversicherung 78.009 74.325
sonstige Versicherungen 246.629 228.713
Gesamt 6.174.840 6.012.961
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 509.857 519.028
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 6.684.697 6.531.989

B.IV. Rückstellung für Beitragsrückerstattung - erfolgsabhängig

Altbestand Colonia

Abrechnungsverband UBR

in Tsd. Euro 2018 2017
Vertragliche Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr
Stand am Schluss des Vorjahres 4.035 4.760
Entnahme 456 769
Zuweisung 293 44
Stand am Schluss des Geschäftsjahres 3.872 4.035

Altbestand Nordstern

Abrechnungsverband UBR

in Tsd. Euro 2018 2017
Vertragliche Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr
Stand am Schluss des Vorjahres 2.374 2.766
Entnahme 301 496
Zuweisung 157 104
Stand am Schluss des Geschäftsjahres 2.230 2.374

Neubestand AXA

Abrechnungsverband UBR-Neu

in Tsd. Euro 2018 2017
Vertragliche Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr
Stand am Schluss des Vorjahres 7.057 6.826
Entnahme 351 568
Zuweisung - 799
Stand am Schluss des Geschäftsjahres 6.706 7.057

Altbestand DBV-Winterthur Versicherung

Abrechnungsverband UBR-Alt

in Tsd. Euro 2018 2017
Vertragliche Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr
Stand am Schluss des Vorjahres 1.246 1.322
Entnahme 142 110
Zuweisung 227 34
Stand am Schluss des Geschäftsjahres 1.331 1.246

Neubestand DBV-Winterthur Versicherung

Abrechnungsverband UBR-Neu

in Tsd. Euro 2018 2017
Vertragliche Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr
Stand am Schluss des Vorjahres 440 1.101
Entnahme 24 661
Zuweisung - -
Stand am Schluss des Geschäftsjahres 416 440

Aufteilung der Rückstellungen für Beitragsrückerstattungen der Teilbestände gemäß §28 RechVersV.

In Euro Altbestand Colonia Altbestand Nordstern Neubestand AXA Altbestand DWS Neubestand DWS Gesamt
RfB 31.12.2018 3.872.098 2.229.805 6.705.575 1.330.522 415.726 14.553.726
gebunden RfB -
lfd. Überschüsse 2019 Bonus - - - - - -
Anwartschaft auf Schlussanteile - - - 19.891 - 19.891
Anwartschaft auf MIB 406.373 336.476 610.942 - - 1.353.791
Überschießender Anteil an BWR 383.062 198.354 300.000 16.847 15.000 913.263
Schlussanteile 2018 fällig - - - 76.413 - 76.413
Überschuss verz. Ans. 2018 - - 138.473 25.840 - 164.313
Bindung in 2018: 789.435 534.830 1.049.415 138.991 15.000 2.527.671
freie RfB 31.12.2018 3.082.663 1.694.975 5.656.160 1.191.531 400.726 12.026.055

Überschussbeteiligung zu Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr

In Übertragung des § 153 Absatz 3 des Versicherungsvertragsgesetzes auf die Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr werden ab dem 1. Januar 2008 alle berechtigten Verträge bei Vertragsbeendigung an den dann vorhandenen Bewertungsreserven der Kapitalanlagen nach einem verursachungsorientierten Verfahren beteiligt. Bewertungsreserven entstehen, wenn der Marktwert der Kapitalanlagen über dem Wert liegt, mit dem die Kapitalanlagen in der Bilanz ausgewiesen sind. Aufgrund des anhaltend hohen Volumens an Bewertungsreserven werden für das Jahr 2019 die voraussichtlichen Aufwände für die Beteiligung auf Basis der am Jahresende vorbefindlichen Bewertungsreserven gebunden. Das Verfahren der Beteiligung an den vorhandenen Bewertungsreserven für den Altbestand erfolgt gemäß einem bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht im Sinne des § 11 c und d VAG zur Genehmigung vorgelegten Geschäftsplans. Für die Bestände des Neubestandes wurde das Verfahren zur Beteiligung an den Bewertungsreserven ab dem 01.10.2016 angepasst, so dass ein Sicherungsbedarf wie in §139 VAG definiert die verteilungsfähigen Bewertungsreserven mindert. Für das Jahr 2019 wird für die Bestände "Altbestand Colonia", "Altbestand Nordstern" und "Neubestand AXA" eine Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven deklariert.

Altbestand Colonia

Für die im Abrechnungsverband UBR zusammengefassten Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr kann für das im Jahr 2019 beginnende Versicherungsjahr über die prognostizierte Beteiligung an den Bewertungsreserven kein weiterer Überschuss in Form von Zinsüberschuss, Grundüberschuss auf den Jahresrückgewährbeitrag, Schlussüberschuss auf die Deckungsrückstellung der Rückgewährzusatzsumme und dauerabhängiger Schlussüberschussanteil auf die ab 1980 eingezahlten Rückgewährbeiträge gewährt werden. Es wird hierzu eine Mindestbeteiligung von 5 % auf die Deckungsrückstellung der Rückgewährzusatzsumme deklariert.

Altbestand Nordstern

Für die im Abrechnungsverband UBR zusammengefassten Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr kann über die prognostizierte Beteiligung an den Bewertungsreserven kein weiterer Überschuss in Form von Zinsüberschuss, Grundüberschuss auf den Jahresrückgewährbeitrag, Schlussüberschuss auf die Deckungsrückstellung der Rückgewährzusatzsumme und dauerabhängiger Schlussüberschussanteil auf die eingezahlten Rückgewährbeiträge gewährt werden. Es wird hierzu eine Mindestbeteiligung von 5 % auf die Deckungsrückstellung der Rückgewährzusatzsumme deklariert.

Neubestand AXA

Für die im Abrechnungsverband UBR-Neu zusammengefassten Unfallversicherungen mit Beitragsrückzahlung kann für das im Jahr 2019 beginnende Versicherungsjahr über die Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven hinaus kein weiterer Überschuss in Form von Zinsüberschuss, Grundüberschuss auf den Jahresrückgewährbeitrag, Schlussüberschuss auf die Deckungsrückstellung der Rückgewährzusatzsumme und dauerabhängiger Schlussüberschussanteil auf die eingezahlten Rückgewährbeiträge gewährt werden. Für die Beteiligung an den Bewertungsreserven wird eine Mindestbeteiligung von 8 % auf die Deckungsrückstellung der Rückgewährzusatzsumme deklariert.

Beitragspflichtige Versicherungen mit verzinslicher Ansammlung

Zinsüberschussanteil:
auf das überschussberechtigte Deckungskapital des Rückzahlungsanspruches, gebildet auf Basis des für die Beitragsfindung angewandten Rechnungszinses
für Verträge mit Abschlussdatum bis 30. September 2006 0,00%
für Verträge mit Abschlussdatum ab 1. Oktober 2006 0,00%
für Verträge der Tarifgeneration ab 30.11.2012 (Tarif Unisex)
für Verträge im Endaltertarif für Erwachsene 0,25%
für alle anderen Verträge 0,00%
für Verträge der Tarifgeneration 01.01.2015
für Verträge im Kindertarif 0,50%
für alle anderen Verträge 0,75%
für Verträge der Tarifgeneration 01.05.2017
für Verträge im Kindertarif 1,10%
für Verträge im Seniorentarif 1,60%
für alle anderen Verträge 1,40%
Grundüberschussanteil 0,00%
dauerunabhängiger Schlussüberschussanteil: auf die erreichte Ansammlung 0,00%
dauerunabhängiger Schlussüberschussanteil: auf den erreichten Rückzahlungsanspruch, maximal 0,00%
Der Ansammlungszins beträgt 0,9%.

Für die Beteiligung an den Bewertungsreserven wird eine Mindestbeteiligung von 8 % auf die erreichte Ansammlung deklariert.

Beitragsfreie Versicherungen

Beitragsfreie Versicherungen erhalten nur den Zinsüberschussanteil. Versicherungen, die tariflich beitragsfrei geworden sind, erhalten zusätzlich den Schlussüberschussanteil.

Altbestand DBV-Winterthur Versicherung

Für alle im Abrechnungsverband UBR zusammengefassten Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr werden entsprechend dem Geschäftsplan und den besonderen Bedingungen für Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr folgende Überschusssätze für laufende Überschussanteile für das im Jahr 2019 beginnende Versicherungsjahr sowie für den im Jahr 2018 auszuzahlenden Schlussüberschussanteil festgesetzt.

Zinsüberschussanteil:
auf das überschussberechtigte Deckungskapital des Rückzahlungsanspruches, gebildet auf Basis des für die Beitragsfindung angewandten Rechnungszinses
für Verträge mit Abschlussdatum bis 31. Dezember 1994 3,50 %
dauerunabhängiger Schlussüberschussanteil: auf die erreichte Ansammlung 10,00 %
dauerunabhängiger Schlussüberschussanteil: auf den erreichten Rückzahlungsanspruch 10,00 %
Der Ansammlungszins beträgt 0,9%.

Neubestand DBV-Winterthur Versicherung

Für alle im Abrechnungsverband UBR zusammengefassten Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr kann für das im Jahr 2019 beginnende Versicherungsjahr über die prognostizierte Beteiligung an den Bewertungsreserven kein weiterer Überschuss in Form von Zinsüberschuss mehr gewährt werden.

Zinsüberschussanteil:
auf das überschussberechtigte Deckungskapital des Rückzahlungsanspruches, gebildet auf Basis des für die Beitragsfindung angewandten Rechnungszinses
für Verträge mit Abschlussdatum bis 31. Dezember 2006 0,00%
für Verträge mit Abschlussdatum ab 1. Januar 2007 0,00%
Der Ansammlungszins beträgt 0,9%.

B.V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen

in Tsd. Euro 2018 2017
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung - -
Haftpflichtversicherung 341.137 341.973
Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung - -
sonstige Kraftfahrtversicherung 85.576 81.802
Feuer- und Sachversicherung 236.893 308.566
davon Feuerversicherung 13.342 22.079
davon Verbundene Hausratversicherung - -
davon Verbundene Gebäudeversicherung 180.547 234.048
davon sonstige Sachversicherung 43.004 52.439
Transport- und Luftfahrtversicherung 28.762 30.391
Kredit- und Kautionsversicherung 38.281 36.980
sonstige Versicherungen 2.150 7.965
Gesamt 732.799 807.677
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 322.823 341.328
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 1.055.622 1.149.005

C.I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die leistungsorientierten Pensionszusagen, welche im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren, werden teilweise durch Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Absatz 2 HGB gesichert. Die durch die Unternehmen unwiderruflich auf den Trust, den DBV-Winterthur Vorsorge e. V., übertragenen Finanzmittel werden ausschließlich zur Bedeckung der von den Mitgliedsunternehmen an deren Mitarbeiter erteilten Pensionszusagen verwendet und sind durch Verpfändung der Ansprüche aus den Vermögenswerten an die Versorgungsberechtigten dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Nach § 246 Absatz 2 HGB werden zudem die Zinsaufwendungen für die Altersversorgung, vermindert um die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen, ausgewiesen.

in Tsd. Euro 2018 2017
Barwert der Pensionsverpflichtung 562.312 529.254
Zeitwert des Deckungsvermögens 51.328 54.625
Bilanzierte Nettoverpflichtung 510.984 474.630

Zusätzlich bestehen Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung. Diesen Pensionsverpflichtungen stehen Erstattungsansprüche aus kongruenten, konzerninternen Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe gegenüber (1.781 Tsd. Euro), welche an den Versorgungsberechtigten verpfändet sind. Dabei entspricht der Zeitwert den historischen Anschaffungskosten. Bei den Rückdeckungsversicherungen handelt es sich um Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Absatz 2 HGB, sodass aufgrund der Saldierung auf einen Ausweis verzichtet werden kann. Der Aufwand für diese Pensionszusagen ist gleich dem Beitragsaufwand zu den Rückdeckungsversicherungen und wird von den Arbeitnehmern getragen.

Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Deckungskapital der zugrunde liegenden Rückdeckungsversicherungen und flüssigen Mitteln und damit den Anschaffungskosten.

Darüber hinaus ergab sich insgesamt ein Netto-Zinsaufwand von 48.252 Tsd. Euro, der sich aus 50.462 Tsd. Euro Zinsaufwendungen in Bezug auf die Pensionsrückstellung und 2.210 Tsd. Euro Zinserträge auf das Deckungsvermögen zusammensetzte.

Durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurden die Vorschriften zur Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen geändert. Diese Rückstellungen sind nicht mehr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben, sondern mit dem der vergangenen zehn Geschäftsjahre abzuzinsen (§ 253 Absatz 2 Satz 1 HGB). Der sich ergebende Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Rückstellungen nach den beiden Bewertungskonzepten beträgt nach Maßgabe des § 253 Absatz 6 Satz 1 HGB 69.051 Tsd. Euro (2017: 61.856 Tsd. Euro).

Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden folgende Berechnungsfaktoren angewandt:

2018 2017
Rechnungszins 3,20 % 3,67 %
Rentenanpassung 1,75 % 1,75 %
Gehaltsdynamik 2,50 % 2,50 %

C.III. Sonstige Rückstellungen

in Tsd. Euro 2018 2017
darin enthalten:
Prüfungs- und Abschlusskosten 539 409
ausgeschriebene Wettbewerbe 2.826 2.680
Ausgleichsansprüche der Vertreter 2.654 3.250
noch zu zahlende Provisionen und sonstige Bezüge 38.959 38.909
Sonderrisiken aus anhängigen bzw. bevorstehenden Rechtsstreitigkeiten 1.904 1.829
Aufbauzuschuss 250 250
Beiträge an den Pensionssicherungsverein 724 -

Die Angabe "Sonderrisiken aus anhängigen bzw. bevorstehenden Rechtsstreitigkeiten" beinhaltet unter anderem Rückstellungen für die aktienrechtlichen Spruchverfahren im Zusammenhang mit der Verschmelzung der Albingia Versicherungs-AG sowie der Nordstern Allgemeine Versicherungs-AG und der AXA Colonia Versicherung AG. Des Weiteren sind die mit den anhängigen Verfahren verbundenen Prozesskosten sowie Garantieerklärungen für verbundene beziehungsweise in Abwicklung befindliche Gesellschaften enthalten.

E.III. Sonstige Verbindlichkeiten

in Tsd. Euro 2018 2017
darin enthalten:
sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 123.142 218.651
sonstige Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmen 2.615 3.223
noch abzuführende Steuern 36.664 34.501
nicht zugeordnete Finanzzahlungsvorgänge aufgrund vorgezogener Buchungsschlusstermine 15.970 15.928
Verbindlichkeiten aus Grundbesitz 458 1.226
Sicherheitseinbehalte/Garantien 5.914 4.613
Verbindlichkeiten aus sonstigen Kapitalanlagen 96 61
Verbindlichkeiten aus nicht eingelösten Schecks für Schadenleistungen 7.873 7.550

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beläuft sich auf 661 Tsd. Euro und bezieht sich auf Verbindlichkeiten gegenüber dem Pensionssicherungsverein. Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, sind nicht vorhanden.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

I.1.a) Gebuchte Bruttobeiträge

in Tsd. Euro 2018 2017
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 232.000 237.817
Haftpflichtversicherung 604.226 598.773
Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung 841.953 838.972
sonstige Kraftfahrtversicherung 530.839 521.814
Feuer- und Sachversicherung 1.076.502 1.045.368
davon Feuerversicherung 126.793 126.039
davon Verbundene Hausratversicherung 171.179 170.671
davon Verbundene Gebäudeversicherung 452.221 421.177
davon sonstige Sachversicherung 326.309 327.481
Transport- und Luftfahrtversicherung 123.425 126.766
Kredit- und Kautionsversicherung 32.626 32.409
sonstige Versicherungen 253.835 237.126
Gesamt 3.695.406 3.639.045
davon aus dem Inland 3.689.493 3.632.245
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 329.713 338.237
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 4.025.119 3.977.282

I.1. Verdiente Bruttobeiträge

in Tsd. Euro 2018 2017
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 237.518 245.453
Haftpflichtversicherung 605.001 598.584
Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung 838.527 838.677
sonstige Kraftfahrtversicherung 529.127 521.780
Feuer- und Sachversicherung 1.071.987 1.041.152
davon Feuerversicherung 126.620 126.652
davon Verbundene Hausratversicherung 171.143 170.683
davon Verbundene Gebäudeversicherung 445.950 415.860
davon sonstige Sachversicherung 328.274 327.957
Transport- und Luftfahrtversicherung 123.425 126.766
Kredit- und Kautionsversicherung 32.561 31.841
sonstige Versicherungen 252.751 235.722
Gesamt 3.690.897 3.639.975
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 331.005 338.050
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 4.021.902 3.978.025

I.1. Verdiente Nettobeiträge

in Tsd. Euro 2018 2017
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 236.341 244.081
Haftpflichtversicherung 586.007 579.293
Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung 321.877 322.278
sonstige Kraftfahrtversicherung 204.912 202.590
Feuer- und Sachversicherung 801.445 778.227
davon Feuerversicherung 45.869 44.034
davon Verbundene Hausratversicherung 168.310 168.293
davon Verbundene Gebäudeversicherung 425.017 400.414
davon sonstige Sachversicherung 162.249 165.486
Transport- und Luftfahrtversicherung 49.661 51.201
Kredit- und Kautionsversicherung 30.486 29.936
sonstige Versicherungen 94.558 89.257
Gesamt 2.325.287 2.296.863
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 229.726 223.601
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 2.555.013 2.520.464

I.2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung

Der technische Zinsertrag wurde gemäß § 38 RechVersV ermittelt, dabei wurde der Zins für die Rentendeckungsrückstellungen aus dem arithmetischen Mittel des Anfangs- und Endbestandes der Rückstellung berechnet. Die Anteile der Rückversicherer am technischen Zinsertrag wurden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen ermittelt.

Die Zinserträge für die Bestände der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr werden geschäftsplanmäßig nach einer vereinfachten Mittelwertformel berechnet. Zinsträger sind die Bilanzdeckungsrückstellung, die Beitragsüberträge für Rückgewährteil, die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Rückgewährleistungen (Sterbefälle, Abläufe und Rückkäufe) sowie die Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Mit der vom Rechnungswesen für das Geschäftsjahr festgestellten Netto-Verzinsung des Sicherungsvermögens Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wird der Zinsertrag für die Bilanzdeckungsrückstellung, die Beitragsüberträge für Rückgewährteil, die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Rückgewährleistungen jeweils aus dem arithmetischen Mittel der Werte zu Beginn und zum Ende des Geschäftsjahres berechnet, für die Rückstellung für Beitragsrückerstattung mit dem Wert zu Beginn des Geschäftsjahres.

I.4. Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle

in Tsd. Euro 2018 2017
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 182.727 179.691
Haftpflichtversicherung 339.888 301.562
Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung 674.769 687.049
sonstige Kraftfahrtversicherung 386.936 392.319
Feuer- und Sachversicherung 643.069 636.018
davon Feuerversicherung 75.371 104.965
davon Verbundene Hausratversicherung 64.520 63.926
davon Verbundene Gebäudeversicherung 319.529 253.930
davon sonstige Sachversicherung 183.649 213.197
Transport- und Luftfahrtversicherung 76.421 90.046
Kredit- und Kautionsversicherung 5.433 5.385
sonstige Versicherungen 174.970 171.989
Gesamt 2.484.213 2.464.059
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 153.533 212.906
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 2.637.746 2.676.965

Aus der Abwicklung der aus dem vorhergehenden Geschäftsjahr übernommenen Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle entstand ein Gewinn.

I.7.a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb

in Tsd. Euro 2018 2017
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 63.115 64.596
Haftpflichtversicherung 193.461 193.424
Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung 171.273 173.195
sonstige Kraftfahrtversicherung 89.101 87.423
Feuer- und Sachversicherung 310.075 301.483
davon Feuerversicherung 31.775 31.494
davon Verbundene Hausratversicherung 59.552 61.581
davon Verbundene Gebäudeversicherung 119.410 107.828
davon sonstige Sachversicherung 99.338 100.580
Transport- und Luftfahrtversicherung 36.795 37.780
Kredit- und Kautionsversicherung 10.358 10.040
sonstige Versicherungen 74.046 66.947
Gesamt 948.224 934.888
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 94.535 107.408
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 1.042.759 1.042.296

Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb des Geschäftsjahres entfallen 494.940 Tsd. Euro (2017: 489.530 Tsd. Euro) auf Abschlusskosten und 547.820 Tsd. Euro (2017: 552.764 Tsd. Euro) auf Verwaltungskosten.

Rückversicherungssaldo

in Tsd. Euro 2018 2017
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung -63 -1.692
Haftpflichtversicherung -16.634 -16.297
Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung -3.005 -14.231
sonstige Kraftfahrtversicherung -19.515 -6.714
Feuer- und Sachversicherung -49.482 -27.457
davon Feuerversicherung -20.675 930
davon Verbundene Hausratversicherung -2.660 -2.386
davon Verbundene Gebäudeversicherung -8.816 -15.998
davon sonstige Sachversicherung -17.331 -10.003
Transport- und Luftfahrtversicherung -5.719 -757
Kredit- und Kautionsversicherung -2.333 -3.054
sonstige Versicherungen -6.550 -2.582
Gesamt -103.301 -72.784
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt -61.665 -15.385
Gesamtes Versicherungsgeschäft: -164.966 -88.169

Der Rückversicherungssaldo setzt sich zusammen aus den verdienten Beiträgen des Rückversicherers und den Anteilen des Rückversicherers an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle und den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb.

I.11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung

in Tsd. Euro 2018 2017
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 4.636 15.080
Haftpflichtversicherung 56.831 93.935
Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung -8.803 -34.511
sonstige Kraftfahrtversicherung 30.045 28.219
Feuer- und Sachversicherung 116.224 7.942
davon Feuerversicherung -151 5.764
davon Verbundene Hausratversicherung 39.605 37.946
davon Verbundene Gebäudeversicherung 40.205 -59.577
davon sonstige Sachversicherung 36.565 23.809
Transport- und Luftfahrtversicherung 3.250 11.268
Kredit- und Kautionsversicherung 13.154 8.921
sonstige Versicherungen -84 -3.064
Gesamt 215.253 127.790
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 39.354 30.646
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 254.607 158.436

II.1.c) Erträge aus Zuschreibungen

Im Geschäftsjahr 2018 sind keine Erträge aus Zuschreibungen gemäß § 253 Absatz 5 HGB angefallen (2017: 16,6 Mio. Euro).

II.2.b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen

Bei den Kapitalanlagen haben wir 40,2 Mio. Euro (2017: 3,6 Mio. Euro) Abschreibungen gemäß § 253 Absatz 3 Satz 5 HGB und 0,02 Mio. Euro (2017: 0,01 Mio. Euro) Abschreibungen gemäß § 253 Absatz 4 HGB vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen liegen bei 0,5 Mio. Euro (2017: 0,2 Mio. Euro).

II.4 Sonstige Erträge

Bei den sonstigen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um folgende Positionen:

in Mio. Euro 2018 2017
darin enthalten:
Sonstige Erträge aus Versicherungsvermittlung, Erfolgsprovisionen und Regulierungshilfen 215,8 222,3
Zinserträge nach § 233a AO - 35,3
Sonstige Erträge aus der Auflösung und Anpassung von sonstigen Rückstellungen 5,7 18,4
Sonstige Erträge aus der Währungsumrechnung 1,8 4,1

II.5 Sonstige Aufwendungen

Bei den sonstigen Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um folgende Positionen:

in Mio. Euro 2018 2017
darin enthalten:
Sonstige Aufwendungen aus Versicherungsvermittlung, Erfolgsprovisionen und Regulierungshilfen 193,2 201,9
Aufwendungen für Altersversorgung 48,5 37,9
Aufwendungen für Serviceleistungen der AXA Gruppe 15,2 12,4
Zinsaufwendungen nach § 233a AO - 16,7
Zuführung zu Pauschal- und Einzelwertberichtigungen 4,0 2,2
Sonstige Aufwendungen für Vergütungssysteme 13,4 13,5
Sonstige Investitions- und Projektaufwendungen 3,5 7,3
Sonstige Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 3,0 0,2

II.8 Außerordentliche Aufwendungen

Enthalten ist die Zuführung der seit 2010 geänderten Bewertung zur Pensionsrückstellung in der AXA Konzern AG, die anteilig in Höhe von 3.278 Tsd. Euro (2017: 988 Tsd. Euro) auf die AXA Versicherung verrechnet wurde.

II.10 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 129.014 Tsd. Euro (2017: 89.512 Tsd. Euro) basieren auf dem gegenüber 2017 deutlich gestiegenen Vorsteuerergebnis, modifiziert um steuerspezifische Regelungen. Insbesondere steuerfreie Veräußerungsgewinne entlasten den Steueraufwand 2018 mit 20.070 Tsd. Euro.

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen

in Tsd. Euro 2018 2017
Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 573.798 563.166
Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB 17.722 17.232
Löhne und Gehälter 2.778 2.556
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 8 9
Aufwendungen für Altersversorgung 14.959 10.344
Aufwendungen insgesamt 609.265 593.307

Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge

2018 2017
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 815.116 835.853
Haftpflichtversicherung 3.194.064 3.166.915
Kraftfahrzeug - Haftpflichtversicherung 2.731.402 2.784.098
sonstige Kraftfahrtversicherung 2.028.607 2.062.098
Feuer- und Sachversicherung 3.118.415 3.121.371
davon Feuerversicherung 86.254 92.663
davon Verbundene Hausratversicherung 1.242.201 1.242.153
davon Verbundene Gebäudeversicherung 889.132 871.356
davon sonstige Sachversicherung 900.828 915.199
Transport- und Luftfahrtversicherung 22.860 23.280
Kredit- und Kautionsversicherung 104.881 117.267
sonstige Versicherungen 234.193 222.578
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 12.249.538 12.333.460

Sonstige Angaben

Angaben nach § 51 Abs. 3 S. 3 RechVersV

Im Bereich der Pensionsrückstellungen wurden Vermögensgegenstände zur Sicherung auf den DBV Winterthur Vorsorge e. V. übertragen. Zudem erfolgt eine Verpfändung der Erstattungsansprüche aus der Entgeltumwandlung an den Versorgungsberechtigten. Insgesamt beläuft sich die Summe auf 49.547 Tsd. Euro (2017: 52.897 Tsd. Euro).

Angaben nach § 251 HGB

Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft haben wir für den Fall, dass eines der übrigen Poolmitglieder ausfällt, dessen Leistungsverpflichtungen im Rahmen unserer anteilmäßigen Beteiligung zu übernehmen. Bei den beendeten Mitgliedschaften bei der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft und dem Deutschen Luftpool trifft dies nur noch auf die Abwicklung früherer Jahre zu. Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Haftungsverhältnisse wurden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird (Angabe nach § 285 Nr. 27 HGB), da die Bonität der aktuellen namentlich bekannten Poolmitglieder von uns nicht angezweifelt wird und regelmäßig nach den üblichen Rating-Verfahren überprüft wird.

Es bestanden Bankbürgschaften in Höhe von 1.199 Tsd. Euro (2017: 1.659 Tsd. Euro). Die Bürgschaften dienen überwiegend als Sicherheitshinterlegung für Prozesskosten und Bauleistungen. Ausgehend von Vergangenheitsdaten gehen wir zur Zeit nicht von einer Inanspruchnahme aus.

Das ausgestellte Bürgschaftsobligo in der Kautionsversicherung betrug zum Jahresende 3.701,7 Mio. Euro (Vorjahr: 3.665,3 Mio. Euro). Auf der Grundlage von Erfahrungswerten gehen wir von einem Ausfallrisiko i. H. v. 1,5 % aus bei einer erwarteten Inanspruchnahmequote von einem Drittel des Nominalwertes des Bürgschaftsobligos, die auf einer Kalkulation auf Basis der derzeitigen Bestandszusammensetzung und geleisteten Sicherheiten beruht.

Angaben nach § 285 Nr. 1 und 2 HGB

Die Angaben zu den sonstigen Verbindlichkeiten sind in den Erläuterungen zu der entsprechenden Bilanzposition aufgeführt.

Angaben nach § 285 Nr. 3 und 3a HGB

Nachzahlungsverpflichtungen bei verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Investmentanteilen sind in den Erläuterungen zu den entsprechenden Bilanzposten angegeben.

Angaben nach § 285 Nr. 7 HGB

Seit dem 1. September 2001 sind im Inland alle Mitarbeiterverträge unserer Gesellschaft auf zum Konzern gehörige Dienstleistungsunternehmen übergegangen. Eine Angabe von Mitarbeiterzahlen entfällt daher.

Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB

Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen 2.676 Tsd. Euro (2017: 2.438 Tsd. Euro), die des Aufsichtsrates 238 Tsd. Euro (2017: 258 Tsd. Euro).

Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 3.031 Tsd. Euro. Für diese Personengruppe sind zum Bilanzstichtag Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von 40.866 Tsd. Euro passiviert.

Angaben nach § 285 Nr. 11a HGB

Die Gesellschaften, von denen die AXA Versicherung mehr als 20 % der Anteile besitzt, sind in der Anteilsbesitzliste bei Bilanzposition B.II. aufgeführt.

Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB

Bei den Abschlussprüfungshonoraren in Höhe von 643 Tsd. Euro (2017: 619 Tsd. Euro) handelt es sich ausschließlich um Abschlussprüfungsleistungen. Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten die gesetzliche Jahresabschlussprüfung sowie die Prüfung der Solvabilitätsübersicht.

Angaben nach § 285 Nr. 19 HGB

Zum Bilanzstichtag befinden sich bei der AXA Versicherung AG keine derivativen Finanzinstrumente im Bestand.

Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB

Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Personen oder Unternehmen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden nicht getätigt.

Angaben nach § 285 Nr. 23 HGB

Zum Bilanzstichtag befinden sich bei der AXA Versicherung AG keine derivativen Finanzinstrumente im Bestand, die zu Sicherungszwecken abgeschlossen wurden.

Angaben nach § 285 Nr. 24 und 25 HGB

Die Angaben zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie zu der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden sind in den Erläuterungen zu den entsprechenden Bilanzpositionen aufgeführt.

Angaben nach § 285 Nr. 26 HGB

Weiterführende Angaben zu Anteilen bzw. Anlageaktien an inländischen beziehungsweise vergleichbaren EU- oder ausländischen Investmentvermögen im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches aufgegliedert nach Anlagezielen:

in Mio. Euro Zeitwerte Buchwerte Reserven Ausschüttungen im Geschäftsjahr
Aktienfonds 366 336 30 9
Rentenfonds 3.869 3.758 111 65
Immobilienfonds 212 203 10 4
Alternative Investments 180 173 7 6
Gesamt 4.627 4.470 158 84

Zum 31. Dezember 2018 sind Anteile oder Anlageaktien mit einem Buchwert in Höhe von 366,3 Mio. Euro unter der Fondskategorie Aktienfonds ausgewiesen, sowie den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Von diesen weisen Anlagen mit einem Buchwert von 1,58 Mio. Euro stille Lasten in Höhe von 0,02 Mio. Euro aus.

Zum 31. Dezember 2018 sind Anteile oder Anlageaktien mit einem Buchwert in Höhe von 3.869,4 Mio. Euro unter der Fondskategorie Rentenfonds ausgewiesen und werden für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Davon weisen Anlagen mit einem Buchwert von 124,2 Mio. Euro stille Lasten in Höhe von 2,0 Mio. Euro aus.

Des Weiteren sind Anteile oder Anlageaktien mit einem Buchwert in Höhe von 212,0 Mio. Euro unter der Fondskategorie Immobilienfonds ausgewiesen und werden nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Die Immobilienfonds weisen keine stillen Lasten aus.

Weiterhin sind Anteile oder Anlageaktien mit einem Buchwert in Höhe von 179,8 Mio. Euro unter der Fondskategorie Alternative Investitionen ausgewiesen sowie nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Davon weisen Anlagen mit dem Buchwert von 75,3 Mio. Euro stille Lasten in Höhe von 3,8 Mio. Euro aus.

Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich der erwarteten Rückzahlungen sowie aufgrund unserer Erwartung der zukünftigen Zinsentwicklung nur von vorübergehenden Wertminderungen der Anteile beziehungsweise Anlageaktien aus. Die Kriterien der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung aller Fondskategorien werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.

Angaben gem. § 285 Nr. 33 HGB (Nachtragsbericht)

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2018 sind bei unserer Gesellschaft keine Vorgänge eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben.

Aufsichtsrat

Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB

Antimo Peretta (seit 1. Januar 2018)

Vorsitzender

CEO European Markets AXA GIE

Herrliberg, Schweiz

Claudio Gienal (seit 1. Januar 2018)

CEO AXA UK & Ireland

Walton-on-Thames, Vereinigtes Königreich

Andrea Wolf

Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der

AXA Konzern AG

Sankt Augustin

Vorstand

Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB

Dr. Alexander Vollert Vorsitzender

Vorstandsvorsitz

People Experience (bis. 31. Dezember 2018)

Kundenmanagement (ab 1. Januar 2019)

SUHK Privat (26. April bis 31. Dezember 2018)

Thierry Daucourt (bis 31. Dezember 2018)

P & C Industrie- und Firmenkunden

SUHK Privat und Vertrieb (bis 26. April 2018)

Dr. Klaus Endres (ab 1. Oktober 2018)

Operations (vormals: Schaden / Leistung und Kunden-, Partner- und Prozess-Service)

Frank Hüppelshäuser (bis 30. September 2018)

Schaden / Leistung

Dr. Nils Kaschner Finanzen

People Experience (ab 1. Januar 2019)

Kai Kuklinski (ab 1. Januar 2019)

Vertrieb

Dr. Stefan LemkeInformationstechnologie / Digitalisierung

Dr. Nils Reich (ab 1. Januar 2019)

Sachversicherung (vormals: SUHK Privat und P & C Industrie-und Firmenkunden)

Dr. Thilo Schumacher (26. April 2018 bis 31. Dezember 2018)

Vertrieb

Jens Warkentin (bis 30. September 2018)

Kunden-, Partner- und Prozess-Service

Angaben nach § 285 Nr. 14 HGB und § 160 Absatz 1 Nr. 8 AktG

Nach den vorliegenden Mitteilungen gemäß § 20 Absatz 1 und Absatz 4 AktG hält die AXA Konzern AG, Köln, 100 % am Grundkapital unserer Gesellschaft.

Im Verhältnis zur AXA Konzern AG, Köln, sind wir ein Konzernunternehmen im Sinne der §§ 15 ff. AktG in Verbindung mit § 18 Absatz 1 AktG.

Die AXA Versicherung AG, Köln und ihre Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der AXA S.A. Paris, als kleinsten und größten Kreis von Unternehmen, zum 31. Dezember 2017 einbezogen. Der Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des Marchés Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt. Der Konzernabschluss der AXA S.A. wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger unter AXA Konzern AG befreiender Konzernabschluss gem. § 291 HGB veröffentlicht. Dieser Konzernabschluss mit dem Konzernlagebericht hat für uns gemäß § 291 Absatz 2 HGB befreiende Wirkung.

Köln, den 22. März 2019

Der Vorstand

Dr. Vollert

Dr. Endres

Dr. Kaschner

Dr. Lemke

Dr. Reich

Kuklinski

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AXA Versicherung Aktiengesellschaft, Köln

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AXA Versicherung Aktiengesellschaft, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AXA Versicherung Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Im Folgenden stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1. Bewertung der Kapitalanlagen

Zugehörige Informationen im Abschluss

Im Anhang der Gesellschaft werden ab Seite 42 die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wiedergegeben.

Sachverhalt und Risiko für die Prüfung

Die Prüfung der Kapitalanlagen war aufgrund der Bedeutung des Postens in der Bilanz (EUR 9.032,6 Mio. bzw. 93,9 % der Bilanzsumme) der Gesellschaft und der erheblichen Beurteilungsspielräume (Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen), die bei der Bewertung der Kapitalanlagen (einschließlich der Zeitwertangaben im Anhang) auftreten können, ein wesentlicher Bestandteil unserer Jahresabschlussprüfung.

In Bezug auf die Buchwerte besteht bei Kapitalanlagen, bei denen der Zeitwert zum Bilanzstichtag ermittelt wird, das Risiko, dass eine voraussichtlich dauernde Wertminderung nicht erkannt wurde und damit eine am Bilanzstichtag erforderliche Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert unterbleibt.

Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben die von der Gesellschaft bilanzierten Kapitalanlagen wie folgt geprüft:

Nach einer Untersuchung der Risikopositionen, die die Gesellschaft im Bestand hat, haben wir das System zur Erfassung und Änderung von Kapitalanlagen im Kapitalanlagenverwaltungssystem, der vollständigen und richtigen Übernahme des Kapitalanlagebestandes in die Bewertungssysteme sowie die korrekte Erfassung der Ergebnisse in der Hauptbuchhaltung geprüft. Der Schwerpunkt der Prüfung lag dabei auf der Untersuchung des Systems auf Bestehen und Funktionsfähigkeit von internen Kontrollen. Anschließend haben wir geprüft, ob die der Zeitwertermittlung zugrundeliegenden Preise mittels Börsenkurs oder mittels eigener Berechnung bestimmt wurden. Für den Direktbestand der gehaltenen Kapitalanlagen haben wir, sofern Börsenkurse unter Annahme eines aktiven Marktes verwendet wurden, diese durch Abgleich mit unabhängigen externen Quellen überprüft. Bei eigenen Berechnungen der Gesellschaft und Vorliegen eines inaktiven Marktes haben wir uns einen Überblick über die verwendeten Bewertungsmethoden und Modellparameter verschafft. Anschließend haben wir die Zeitwerte analysiert, plausibilisiert und in Stichproben geprüft.

Bei der Prüfung der Anteile oder Aktien an Investmentvermögen haben wir uns auf die Prüfungshandlungen der Prüfer der Wertpapiersondervermögen gestützt. Falls der Buchwert der im Bestand befindlichen Anteile oder Aktien an Investmentvermögen am Bilanzstichtag signifikant (> 20 %) über dem Zeitwert lag oder andere Auslöseereignisse eingetreten waren, haben wir unsere Prüfungshandlungen entsprechend IDW RS VFA 2 erweitert und die im Investmentvermögen gehaltenen Wertpapiere analysiert.

Wir haben bei der Prüfung der Bewertung von Kapitalanlagen mit fester Verzinsung und schuldrechtlicher Vertragsgrundlage, bei denen Ratingverschlechterungen bzw. andere Hinweise für ein erhöhtes Ausfallrisiko vorlagen, das koordinierte Schreiben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., des Versicherungsfachausschusses des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vom 5. November 2009 beachtet. Des Weiteren haben wir bei Investitionen in Anleihen hochverschuldeter Staaten des Euroraums den am 17. Dezember 2010 vom Versicherungsfachausschuss des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. veröffentlichten Hinweis berücksichtigt.

Die angewandten Berechnungs- und Bewertungsmethoden der Kapitalanlagen sind insgesamt angemessen. Wir erachten die zugrundeliegenden Annahmen für ausgewogen und angemessen.

1. Bewertung der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Zugehörige Informationen im Abschluss

Im Anhang der Gesellschaft werden ab Seite 42 die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wiedergegeben.

Sachverhalt und Risiko für die Prüfung

Die Prüfung der Brutto-Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle gemäß § 341g HGB (Brutto-Schadenrückstellungen) war aufgrund der Bedeutung des Postens in der Bilanz (EUR 6.684,7 Mio. bzw. 69,5 % der Bilanzsumme) der Gesellschaft und der erheblichen Beurteilungsspielräume, die bei der Bewertung der einzelnen Teilrückstellungen auftreten können, ein wesentlicher Bestandteil unserer Jahresabschlussprüfung.

Bei den in den Brutto-Schadenrückstellungen ausgewiesenen Verpflichtungen handelt es sich um zu schätzende Werte, deren Schätzung in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft liegt. Diese Schätzungen basieren sowohl auf vergangenen als auch auf künftig erwarteten Entwicklungen und beinhalten Ermessensentscheidungen und Unsicherheiten bei der Bewertung vermutlich bereits eingetretener, aber erst in der Zukunft bekannt werdender Ereignisse. Bei geschätzten Werten besteht deshalb a priori ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung.

Die folgenden Annahmen haben wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der Brutto-Rückstellungen für noch nicht abgeschlossene Versicherungsfälle:

Teilrückstellung für bekannte Versicherungsfälle:

Diese Teil-Schadenrückstellung betrifft die zum Bilanzstichtag bekannten, aber noch nicht abschließend regulierten Versicherungsfälle. Die Bewertung muss unter Beachtung des Vorsichtsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) nach dem Grundsatz der Einzelbewertung für jeden einzelnen Versicherungsfall (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB) erfolgen. Dabei ist die Einzelschadenreserve nach den Wertverhältnissen am Abschlussstichtag zu bewerten (§ 341e Abs. 1 Satz 3 HGB). Die Feststellung des Verpflichtungsumfangs erfolgt auf Grundlage der für den einzelnen Versicherungsvertrag maßgeblichen Versicherungsbedingungen unter Einbeziehung der im Zuge der Schadenregulierung gewonnenen Erkenntnisse und Informationen. Der in § 341e Abs. 1 Satz 1 HGB verankerte Grundsatz der dauernden Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen bedingt, dass die bestehenden Unsicherheiten bei der Bewertung durch angemessene Risikozuschläge zu berücksichtigen sind, die über das nach dem allgemeinen Vorsichtsprinzip des § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB erforderliche Maß hinausgehen. Dadurch ist sicherzustellen, dass mit hinreichender Sicherheit für jeden einzelnen Versicherungsfall die späteren Auszahlungen die geschätzten Schadenrückstellungen nicht übersteigen.

Rentendeckungsrückstellung:

Diese Teilrückstellung ist für Versicherungsfälle zu bilden, die in Form einer (Leib- oder Zeit-)Rente zu erfüllen sind. Die Pflicht zur Rentenzahlung kann sich dabei durch ein rechtskräftiges Urteil, einen gerichtlichen oder außergerichtlichen Vergleich oder ein Anerkenntnis ergeben (§ 341g Abs. 5 HGB). Die Bewertung der Rentendeckungsrückstellung hat nach den anerkannten versicherungsmathematischen Methoden zu erfolgen (§ 341g Abs. 5 HGB). Die Bewertung erfolgt als Barwert der zukünftigen Rentenzahlungen. Die Höhe des anzusetzenden Abzinsungszinssatzes wird dabei durch den in § 2 Abs. 1 DeckRV festgelegten Höchstrechnungszinssatz beschränkt. Dabei kann die Bewertung zum Bilanzstichtag einheitlich für alle Rentenfälle - unabhängig vom erstmaligen Ansatz - mit dem aktuell gültigen Höchstrechnungszinssatz erfolgen. Ebenso kann - in analoger Anwendung der Grundsätze aus der Lebensversicherung für die Fortführung von Rechnungszinssätzen bei einem zwischenzeitlich veränderten Höchstrechnungszinssatz - der Höchstrechnungszinssatz, der zum Zeitpunkt der erstmaligen Berücksichtigung gültig war, beibehalten werden. Als biometrische Rechnungsgrundlage wird derzeit von der Deutsche Aktuar Vereinigung e.V. (DAV) die von ihr veröffentlichte Sterbetafel DAV 2006 HUR empfohlen. Diese Sterbetafel basiert auf der von Empfängern von Haftpflicht- und Unfallrenten beobachteten Sterblichkeit.

Teilrückstellung für unbekannte Spätschäden:

Unbekannte Spätschäden sind Versicherungsfälle, die bis zum Bilanzstichtag eingetreten sind und zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft noch nicht gemeldet wurden, die aber aufgrund von Erfahrungswerten noch zu erwarten sind. Eine Berücksichtigung der sich hieraus ergebenden Verpflichtungen kann nur durch eine pauschale Bewertung erfolgen (§ 341g Abs. 2 HGB), da eine Einzelbewertung nicht möglich ist. Dabei werden die bisherigen Erfahrungen in Bezug auf die Anzahl der nach dem Abschlussstichtag gemeldeten Versicherungsfälle und die Höhe der damit verbundenen Aufwendungen berücksichtigt. Darüber hinaus werden die Versicherungsfälle, die nach dem Schadenregisterschluss (7. Dezember 2018) gemeldet wurden, in der Teilrückstellung für unbekannte Spätschäden einbezogen.

Teilrückstellung für Schadenregulierungskosten:

Bei der Bildung der Schadenrückstellung sind die gesamten Schadenregulierungsaufwendungen zu berücksichtigen (§ 341g Abs. 1 Satz 2 HGB). Dabei handelt es sich um die Schadenregulierungsaufwendungen, die für die Ermittlung und die Bearbeitung der bis zum Bilanzstichtag eingetretenen (bekannten und unbekannten) Versicherungsfälle in der Folgezeit zu erwarten sind.

Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben die von der Gesellschaft gebildeten Teilrückstellungen wie folgt geprüft:

Teilrückstellung für bekannte Versicherungsfälle:

Wir haben das System der Schadenerfassung und -abwicklung, insbesondere hinsichtlich des Bestehens und der Funktionsfähigkeit von internen Kontrollen untersucht. Zusätzlich haben wir eine Schadenaktenprüfung durchgeführt, die die Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems nochmals bestätigt. Bei der Auswahl wurde neben den größten Schadenfällen gemessen am Geschäftsjahresschadenaufwand eine zufällige Stichprobe gezogen.

Rentendeckungsrückstellung:

Wir haben das System der Erfassung der anerkannten Rentenfälle, insbesondere hinsichtlich des Bestehens und der Funktionsfähigkeit von internen Kontrollen untersucht. Die Berechnung der Rentendeckungsrückstellung haben wir in Stichproben auf Einzelfallbasis mit eigenen Berechnungsprogrammen nachvollzogen.

Teilrückstellung für unbekannte Spätschäden:

Wir haben bei der Prüfung der durch mathematisch-statistische Verfahren ermittelten Rückstellungen die enthaltenen Angaben bzw. die in diesem Zusammenhang ausdrücklich oder implizit enthaltenen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft beurteilt. Bei der Beurteilung der Angemessenheit der pauschal zu bewertenden Rückstellungen für unbekannte Spätschäden haben wir die angewendeten Verfahren und die Ausgangsdaten nach Anzahl und durchschnittlichem Schadenbetrag (Geschäftsjahresschaden und Spätschaden) besonders kritisch geprüft. Wir haben geprüft, dass die für die Berechnungen verwendeten Daten richtig, vollständig und relevant sind und mit den durch das Rechnungslegungssystem verarbeiteten Daten übereinstimmen.

Teilrückstellung für Schadenregulierungskosten:

Bei der Prüfung der Teilrückstellung für Schadenregulierungskosten haben wir neben der Ordnungsmäßigkeit der Anwendung der vorgesehenen Verfahren und zugrunde gelegten Daten insbesondere durch analytische Prüfungshandlungen geprüft, ob die von der Gesellschaft angesetzten Parameter stetig angesetzt wurden. Wesentliche Veränderungen wurden einer Prüfung unterzogen.

Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen anhand quantitativer Merkmale (Schadenanzahl, Durchschnittsschadenhöhe, Relationen von Schadenaufwand/Schadenrückstellungen zu anderen Größen) und Kennzahlen wie Schadenhäufigkeit, Durchschnittsschäden, Abwicklungsgeschwindigkeit, Abwicklungsergebnis zu Ursprungsschadenrückstellung, Schadenrückstellung bzw. Gesamtschadenaufwand zu verdienten Beiträgen durchgeführt. Diese Analysen erfolgten zu den unterschiedlichen Versicherungszweigen und auf einem mehrjährigen Vergleich für die gesamte Schadenrückstellung und für die einzelnen Teilschadenrückstellungen.

Wir haben durch eigene aktuarielle Untersuchungen die Rückstellung für bekannte Versicherungsfälle sowie die Rückstellung für unbekannte Spätschäden je Versicherungszweig bezüglich ihrer jeweiligen Auskömmlichkeit anhand einschlägiger mathematisch-statistischer Verfahren einer zusätzlichen Analyse unterzogen.

Die angewandten Berechnungs- und Bewertungsmethoden der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sind insgesamt angemessen. Wir erachten die zugrundeliegenden Annahmen für ausgewogen und angemessen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichtes, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfungdurchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden in der Aufsichtsratssitzung am 26. April 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 26. April 2018 von dem Aufsichtsratsvorsitzenden beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2016 als Abschlussprüfer der AXA Versicherung Aktiengesellschaft tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Marc Semrau.

Köln, den 25. März 2019

**Mazars GmbH & Co KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Dr. Varain, Wirtschaftsprüfer

Semrau, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des gesamten Jahres 2018 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte und in zwei Sitzungen sowie einer schriftlichen Abstimmung wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes (AktG) über die allgemeine Geschäftsentwicklung, über grundlegende Angelegenheiten sowie die strategischen Ziele der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand weiterhin umfassend über die Risikosituation informiert. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstandes, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.

In der Sitzung am 26. April 2018 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf 2017 und dem vorgelegten Jahresabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für 2018 vor. Der Aufsichtsrat wurde zudem umfassend über die Risikosituation informiert. Ferner standen Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten auf der Agenda, u.a. wurde Herr Gienal zum Finanzexperten des Aufsichtsrats gewählt. In einem schriftlichen Umlaufverfahren im Juni 2018 waren erneut Vorstandsangelegenheiten zu beschließen. In seiner Sitzung am 30. November 2018 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat ausführlich über den bisherigen Geschäftsverlauf im laufenden Jahr und gab einen Kurzbericht über die vorläufige Planung 2019. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat zudem ausführlich über den aktuellen Stand des Strategieprojekts Ambition 2020.

Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat zudem im Geschäftsjahr 2018 die gemäß dem Merkblatt der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zur fachlichen Eignung und Zuverlässigkeit von Mitgliedern von Verwaltungs- und Aufsichtsorganen gemäß VAG geforderte Selbsteinschätzung durchgeführt und einen Entwicklungsplan beschlossen.

Der Verantwortliche Aktuar hat an der bilanzfeststellenden Sitzung des Aufsichtsrates teilgenommen und diesem die wesentlichen Ergebnisse seines Erläuterungsberichts zur versicherungsmathematischen Bestätigung mündlich dargestellt und die Fragen des Aufsichtsrates beantwortet.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Lagebericht und die Solvabilitätsübersicht für das Geschäftsjahr 2018 sind von der vom Aufsichtsrat zum Abschlussprüfer bestellten Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und die Fragen des Aufsichtsrates beantwortet.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht ebenfalls geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandung ergeben. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist.

Im vergangenen Jahr sind im Vorstand und im Aufsichtsrat Personalveränderungen eingetreten. Herr Antimo Perretta, CEO European Markets, AXA GIE, und Herr Claudio Gienal, Chief Strategic Development Officer Europe, sind mit Wirkung zum 1. Januar 2018 zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt worden. Herr Perretta wurde ebenfalls mit Wirkung zum 1. Januar 2018 vom Aufsichtsrat zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Herr Dr. Thilo Schumacher ist mit Wirkung zum 26. April 2018 zum Mitglied des Vorstands bestellt worden und hat sein Mandat aufgrund konzerninterner Umstrukturierungen zum 31. Dezember 2018 niedergelegt. Herr Dr. Klaus Endres ist mit Wirkung zum 1. Oktober 2018, die Herren Kai Kuklinski und Dr. Nils Reich sind zum 1. Januar 2019 zu Mitgliedern des Vorstands bestellt worden. Die Herren Frank Hüppelshäuser und Jens Warkentin sind mit Wirkung zum 30. September2018 aus dem Vorstand ausgeschieden, Herr Thierry Daucourt hat sein Vorstandsmandat mit Wirkung zum 31. Dezember 2018 niedergelegt.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den ausgeschiedenen Mitgliedern des Vorstands für ihre erfolgreiche Tätigkeit. Dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Dienstleistungsgesellschaften, die für unsere Gesellschaft tätig geworden sind, gilt für ihre Leistungen im Jahr 2018 unser ganz besonderer Dank.

Köln, den 9. April 2019

Für den Aufsichtsrat

Antimo Perretta, Vorsitzender

Claudio Gienal

Andrea Wolf