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AXA — Annual Report 2016
Jul 28, 2017
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Annual Report
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Publication
AXA Konzern Aktiengesellschaft
Köln
Jahresabschluss zum 31.12.2016
Lagebericht
Innerhalb der AXA Deutschland nimmt die AXA Konzern AG die Leitungs- und Steuerungsfunktion für die verbundenen Unternehmen und Tochterunternehmen wahr.
Sie hält direkte und indirekte Mehrheitsbeteiligungen insbesondere an folgenden Gesellschaften:
| ― | AXA Versicherung AG * |
| ― | AXA Lebensversicherung AG |
| ― | AXA Krankenversicherung AG |
| ― | Deutsche Ärzteversicherung AG |
| ― | Pro bAV Pensionskasse AG |
| ― | AXA Art Versicherung |
| ― | AXA easy Versicherung AG |
| ― | AXA Bank AG |
* Im dritten Quartal 2016 wurde die Verschmelzung der DBV Deutsche Beamtenversicherung AG auf die AXA Versicherung AG mit bilanzieller Wirkung zum 1. Januar 2016 durchgeführt.
Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Die Entwicklung der AXA Konzern AG fand im Geschäftsjahr im nachfolgend beschriebenen Umfeld statt:
Weltkonjunktur erholte sich
Im Verlauf des Jahres 2016 ist die Weltproduktion insgesamt um 3,1 % gewachsen. Insbesondere im dritten Quartal nahm die Wachstumsrate stark zu, hauptsächlich aufgrund anziehender Produktion in den USA und China. Gleichzeitig verlor die Rezession in Russland an Tempo, die die Weltwirtschaft im Vorjahr noch stark belastet hatte. Insgesamt ist der Zuwachs der Weltproduktion jedoch noch etwas geringer als im Vorjahr und der geringste Anstieg seit 2009.
In den Schwellenländern expandierte die Wirtschaft zuletzt insgesamt wieder stärker, wesentlich getrieben durch China, wo die expansive Wirtschaftspolitik Wirkung zeigte. Gleichzeitig blieben die Probleme in einzelnen Ländern nach wie vor bestehen: Argentinien, Brasilien und Russland verharrten in der Rezession, wenngleich sich der Rückgang teilweise abschwächte.
In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften blieb die konjunkturelle Dynamik trotz weiterhin expansiver Geldpolitik der Zentralbanken insgesamt relativ moderat und das BIP-Wachstum schwächer als im Vorjahr. Im Euroraum wuchsen alle Volkswirtschaften, Länder mit relativ großen wirtschaftlichen Problemen konnten dabei überdurchschnittlich zulegen. Die britische Wirtschaft wuchs ungeachtet der Brexit-Entscheidung weiterhin überraschend robust.
Deutsche Wirtschaft wächst im 7. Jahr
Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin in einer guten Verfassung. Die konjunkturelle Lage war auch im Jahr 2016 durch ein solides Wachstum gekennzeichnet. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes von Mitte Januar im Jahresdurchschnitt 2016 um 1,9 % höher als im Vorjahr und stieg damit im 7. Jahr in Folge.
Stützen des inländischen Wirtschaftswachstums waren vor allem die Konsumausgaben. Während die Konsumausgaben der privaten Haushalte preisbereinigt um 2,0 % zunahmen, erhöhten sich die staatlichen Konsumausgaben sogar um 4,2 %. Ein Grund für diesen kräftigen Anstieg sind die aus der hohen Zuwanderung resultierenden Kosten. Die Investitionen in Anlagen, Gebäude, Maschinen, Geräte und Fahrzeuge stiegen um 2,5 %. Von diesem Anstieg profitierte 2016 besonders der Wohnungsbau.
Für die erneut starke Wirtschaftsleistung sorgten im Jahresdurchschnitt insgesamt 43,5 Mio. Erwerbstätige mit Wohnort in Deutschland. Das waren nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 429.000 Personen oder 1,0 % mehr als im Jahr zuvor. Dabei glichen eine gesteigerte Erwerbstätigkeitsquote der inländischen Bevölkerung sowie die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte negative demographische Effekte, die sonst zu einem geringeren Angebot von Arbeitskräften gesorgt hätten, aus. Aufgrund der hohen Zuwanderung ist auch die Bevölkerungszahl stark gestiegen: Das Statistische Bundesamt geht nach einer Schätzung vom Januar 2017 davon aus, dass Ende 2016 etwa 82,8 (Ende 2015: 82,2) Mio. Menschen in Deutschland lebten und damit rund eine halbe Million mehr als im Jahr 2015. Die gute Konjunktur spiegelt sich auch in der günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt wider: Die Zahl der Arbeitslosen ging nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im Jahresdurchschnitt um über 100.000 auf knapp 2,7 Mio. und die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte auf 6,1 % zurück.
Die Nominallöhne stiegen 2016 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes von Anfang Februar um 2,3 %. Da sich im gleichen Zeitraum die Verbraucherpreise lediglich um 0,5 % erhöhten, verzeichneten die Reallöhne im Berichtsjahr ein starkes Wachstum von 1,8 %. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass im Dezember 2016 deutlich gestiegene Energiepreise für eine sprunghafte Erhöhung der Teuerungsrate auf 1,7 %, verglichen mit dem entsprechenden Monat des Vorjahres, sorgten.
Das Vermögen der privaten Haushalte erhöhte sich in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres um rund 2,5 %. Am Ende des 3. Quartals 2016 (Daten für das Gesamtjahr liegen noch nicht vor) belief sich ihr Geldvermögen nach Angaben der Deutschen Bundesbank auf 5.478 Mrd. Euro; das waren 138 Mrd. Euro mehr als am Jahresanfang. Ursache hierfür waren laut Bundesbank vor allem spürbare Bewertungsgewinne bei Aktien und Anteilen an Investmentfonds. Beachtliche 2.097 Mrd. Euro oder 38 % des gesamten Geldvermögens betrafen Ansprüche der privaten Haushalte gegenüber Versicherungs- und Alterssicherungssystemen.
Deutsche Versicherungswirtschaft blieb 2016 stabil
Die deutsche Versicherungswirtschaft hat sich 2016 in einem Jahr mit großen Herausforderungen insgesamt stabil entwickelt. Bei weiter anhaltenden Niedrigzinsen, sich verändernden Kundenverhaltens, technologischem Wandel und neuen Wettbewerbern aus der Startup-Szene gelang es ihr, ein leichtes Beitragsplus von 0,2 % zu erzielen. Nach vorläufigen Berechnungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft beliefen sich die Beitragseinnahmen der rund 450 Mitgliedsunternehmen im Jahr 2016 auf insgesamt 194,2 Mrd. Euro. Die Entwicklung lag damit im Rahmen der Erwartungen.
In der weiterhin größten Sparte (Lebensversicherungen einschließlich Pensionskassen und Pensionsfonds) ging das Beitragsvolumen branchenweit um 2,2 % auf 90,7 Mrd. Euro zurück. Dabei blieben die Einnahmen aus laufenden Beiträgen mit 64,3 Mrd. Euro (-0,5 %) relativ konstant, während sich die Einmalbeiträge um 6,1 % auf 26,3 Mrd. Euro verringerten. Im Neugeschäft entscheiden sich immer mehr Kunden für neue Produkte mit abgewandelten Garantieformen.
Die Beitragseinnahmen der privaten Krankenversicherer legten um 1,1 % auf 37,2 Mrd. Euro zu. Davon entfielen 35,0 Mrd. Euro (+ 1,2 %) auf die Krankenversicherung und unverändert 2,2 Mrd. Euro auf die Pflegeversicherung. Die ausgezahlten Leistungen erhöhten sich um 1,5 % auf 26,3 Mrd. Euro und stiegen damit erneut stärker als die Beitragseinnahmen.
Den stärksten Zuwachs erzielten 2016 die Unternehmen der Schaden- und Unfallversicherung. Sie steigerten ihre Beitragseinnahmen um 2,9 % auf 66,3 Mrd. Euro. Vor allem die beiden größten Zweige Kraftfahrtversicherung (+2,5 %) und Sachversicherungen (+3,7 %) entwickelten sich erfreulich. Deutlich stärker als die Beitragseinnahmen der Sparte nahmen allerdings mit +3,7 % auf 49,9 Mrd. Euro die Leistungen zu. Einer der Gründe hierfür waren mehrere heftige Unwetter im Frühsommer, die innerhalb weniger Tage Schäden von 1,2 Mrd. Euro anrichteten.
Niedrigzinsen, Solvency II-Einführung und Digitalisierung
Neben den anhaltenden Niedrigzinsen beschäftigten im Berichtsjahr vor allem die Themen Solvency II und Digitalisierung die Versicherungsbranche.
Die Niedrigzinspolitik hält nicht nur viele Verbraucher von eigener privater Altersvorsorge ab, sondern stellt auch das Kapitalanlagemanagement der Versicherungsunternehmen vor Herausforderungen. So mussten die deutschen Lebensversicherer die Zinszusatzreserve 2016 um weitere 13 Mrd. Euro auf rund 45 Mrd. Euro erhöhen. Dieses Instrument war in einem anderen Zinsumfeld konzipiert worden, um Zinsgarantien aus älteren Verträgen auch künftig sicherzustellen.
Am 1. Januar 2016 ist das neue europäische Aufsichtsregime Solvency II vollständig in Kraft getreten. Die Richtlinie dient der Harmonisierung des Aufsichtsrechts im europäischen Binnenmarkt und stellt weiterentwickelte Solvabilitätsanforderungen an Versicherungsunternehmen. Den Kern von Solvency II bildet eine risikobasierte Eigenmittelausstattung. Alle Unternehmen, die dem Aufsichtssystem Solvency II unterliegen, müssen bis Ende Mai 2017 ihren Bericht zur Solvenz- und Finanzlage (Solvency and Financial Condition; SFCR) vorlegen. Darin geben sie erstmals auch der Öffentlichkeit detailliert Auskunft etwa über vorhandene Eigenmittel, Risiken und die allgemeine Geschäftsentwicklung.
Die Versicherungsbranche wandelt sich derzeit mit großer Geschwindigkeit. Die Digitalisierung verändert das Kundenverhalten, führt zu neuartigen Geschäftsprozessen, lässt Innovationen entstehen und bringt neue Wettbewerber hervor. Nach Erhebungen des GDV haben die Versicherer 2016 gut 4,4 Mrd. Euro in ihre digitale Infrastruktur investiert. Viele Versicherer haben mittlerweile Innovation Labs gegründet oder sich an Insurtechs beteiligt. Mit Hilfe der Digitalisierung können Versicherer ihre Produkte individueller und passgenauer gestalten. Außerdem eröffnet die Digitalisierung neue Geschäftschancen. Ein Beispiel ist die Cyberversicherung, mit der sich Unternehmen gegen Sach- und Vermögensschäden im Zusammenhang mit Hacker-Angriffen oder sonstigen Akten von Cyberkriminalität absichern können.
Mit Ambition 2020 strategisch nach vorn
Die Versicherungsbranche befindet sich in einer intensiven Umbruchphase. Nahezu alle Unternehmen sind dabei, das "traditionelle" Geschäftsmodell der Versicherung in die moderne, digitale Welt zu führen. Als einer der ersten Versicherer in Deutschland hat sich der AXA Konzern bereits frühzeitig auf die Veränderungen eingestellt und die Strategie Ambition 2020 entwickelt. Der Konzern verfolgt damit zwei zentrale Ziele: die Kundenbeziehung zu vertiefen sowie gleichzeitig agiler und effizienter zu werden. Entsprechend dem Anspruch im Leitbild "Wir werden Vorreiter" will AXA neue Maßstäbe in der Branche setzen.
Eine Vielzahl von Maßnahmen wurde zu diesem Zweck im Unternehmen eingeleitet oder bereits umgesetzt. So hat AXA eine neue zentrale Einheit Kundenmanagement eingerichtet. Darüber hinaus investiert das Unternehmen über den AXA Innovation Campus in Startups, um innovative und versicherungsnahe Geschäftsideen zu generieren. In der Einheit Transactional Business sind neue und innovative Geschäftsansätze entstanden, die sich an den Kundenwünschen orientieren. Die App cleverPARKEN zeigt freie Plätze in teilnehmenden Parkhäusern und deren Öffnungszeiten und ermöglicht bargeldloses Bezahlen. Mit der App WayGuard können sich Nutzer durch eine professionelle Leitstelle und private Freunde bis zur Haustür begleiten lassen, wenn zum Beispiel der Weg abends alleine nach Hause durch eine dunkle Straße oder einen menschenleeren Park führt.
Mit dem Transformationsprogramm "Ambition 2020" stellt sich AXA auf die Veränderungen der Digitalisierung ein mit dem Ziel, die Kundenbeziehung zu verbessern, die Effizienz und Effektivität zu erhöhen und eine neue Unternehmenskultur einzuführen. Ambition 2020 beinhaltet auch eine Vereinbarung zur marktgerechten Arbeitssteuerung, um anfallende Arbeiten noch effektiver über die Grenzen von Standorten und Organisationseinheiten hinweg zu verteilen und zu priorisieren. Weiterhin sind Zukunftsinvestitionen, wie in das neue Bestands- und Schadensystem für das Sachversicherungsgeschäft sowie für das Projekt "New Way of Working (NWOW)" zur bedarfsgerechten Gestaltung einer agilen Arbeitsumgebung für alle Mitarbeiter des Konzerns, geplant. Die personalwirtschaftlichen Aufwendungen für diesen umfangreichen Umbauprozess und Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit wurden bereits vollständig im Berichtsjahr bilanziert.
Verschmelzung der Deutsche Beamtenversicherung AG auf die AXA Versicherung AG
Wie im Geschäftsbericht 2015 angekündigt, ist die DBV Deutsche Beamtenversicherung AG mit bilanzieller Wirkung zum 1. Januar 2016 auf die AXA Versicherung AG verschmolzen worden. Dabei wird das Kundensegment Öffentlicher Dienst (ÖD) mit der Marke DBV durch die Errichtung einer Zweigniederlassung DBV Deutsche Beamtenversicherung der AXA Versicherung AG fortgeführt. Diese Vorgehensweise entspricht den bereits durchgeführten Verschmelzungen der entsprechenden Lebens- und der Krankenversicherungsgesellschaften. Die Verschmelzung der Bestände der DBV Deutsche Beamtenversicherung und der AXA Versicherung - bei gleichzeitiger Beibehaltung des Markenauftritts der DBV - ist betriebswirtschaftlich sinnvoll: Sie steigert die Effizienz und reduziert die Komplexität im AXA Konzern. Sie hat positive Effekte auf die Verwaltungskosten, was auch den Kunden zugutekommt. Gleichzeitig kann dadurch die Eigenkapitalposition gestärkt werden.
Geschäftsentwicklung, Geschäftsergebnis und Ertragslage
Der Jahresüberschuss unserer Gesellschaft lag mit 665,2 Mio. Euro um rund 391 Mio. Euro über dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Dies ist hauptsächlich auf deutlich höhere Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungen zurückzuführen. Zu den wesentlichen Einflussgrößen im Einzelnen:
Unsere Umsatzerlöse in Höhe von 1.447,2 Mio. Euro haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 240,1 Mio. Euro erhöht und stammen insbesondere aus der Erbringung von Dienstleistungen an unsere Versicherungstochtergesellschaften.
Der Personalaufwand betrug 869,5 Mio. Euro (Vorjahr: 659,6 Mio. Euro). Der Anstieg der Personalkosten um rund 210 Mio. Euro ist maßgeblich auf die in 2016 vollständige Bilanzierung der personalwirtschaftlichen Aufwendungen für das Transformationsprogramm Ambition 2020 zurückzuführen.
Die Erträge aus Beteiligungen erhöhten sich um rund 19% von 21,8 Mio. Euro auf 25,9 Mio. Euro. In Folge der Kündigung des Ergebnisabführungsvertrags zwischen AXA Bank AG und AXA Konzern AG zum 31. Dezember 2014 wurde das Ergebnis der AXA Bank i.H.v. 2,9 Mio. Euro erstmalig unter den Erträgen aus Beteiligungen ausgewiesen. Die Kölnische Verwaltungs- AG erzielte ein Ergebnis in Höhe von 18,3 Mio. Euro (Vorjahr: 17,1 Mio. Euro), das Ergebnis der Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs AG blieb mit 3,9 Mio. Euro konstant.
Die Erträge aus Gewinnabführungen stiegen um 289,1 Mio. Euro und beliefen sich im Berichtsjahr insgesamt auf 641,5 Mio. Euro:
Der Jahresüberschuss der größten Konzerngesellschaft AXA Versicherung AG in Höhe von 475,3 Mio. Euro (Vorjahr: 177,9 Mio. Euro) stieg im Wesentlichen aufgrund einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 356,2 Mio. Euro. Diese wurde durch die Verschmelzung der Deutsche Beamtenversicherung AG auf die AXA Versicherung AG möglich.
Der Jahresüberschuss der AXA Lebensversicherung AG sank hauptsächlich aufgrund der negativen Entwicklung des Kapitalanlageergebnisses um 27,0 Mio. Euro auf 85,5 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss der Deutsche Ärzteversicherung AG betrug 13,0 Mio. Euro und lag ebenfalls aufgrund eines niedrigeren Kapitalanlageergebnisses unter dem Vorjahrswert von 18,8 Mio. Euro.
Die AXA Krankenversicherung AG erzielte einen höheren Jahresüberschuss von 50,0 Mio. Euro (Vorjahr: 33,5 Mio. Euro), resultierend aus der Entwicklung des technisches Ergebnisses. Diese ist durch eine geringere Zuführung zur Schadenrückstellung aufgrund der moderaten Entwicklung der Leistungsauszahlungen bedingt.
Aufgrund eines deutlich gestiegenen versicherungstechnischen Ergebnisses sowie einer Sonderdividendenzahlung einer US-amerikanische Tochtergesellschaft (6 Mio. US-Dollar) stieg das Ergebnis der AXA ART Versicherung AG um 8,0 Mio. Euro auf 17,7 Mio. Euro (Vorjahr: 9,7 Mio. Euro).
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere in Höhe von 2,7 Mio. Euro (Vorjahr: 11,5 Mio. Euro) entfielen im Wesentlichen auf ein Darlehen. Im Vorjahr waren Abschreibungen von insgesamt 11,5 Mio. Euro erforderlich, die hauptsächlich auf Rentenfonds und ein Darlehen vorgenommen wurden.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen verringerten sich deutlich auf 65,8 Mio. Euro (Vorjahr: 213,8 Mio. Euro). Diese Position wurde in 2016 maßgeblich von den Zinsaufwendung in Bezug auf die Pensionsrückstellung in Gesamthöhe von 35,2 Mio. Euro (davon 57,6 Mio. Euro Zinsaufwand aus der Aufzinsung und 22,4 Mio. Euro Zinsertrag aus der Zinsänderung) sowie von der Verzinsung von Steuernachforderungen (gem. § 233a AO) in Höhe von 27,2 Mio. Euro bestimmt.
Der rückläufige Aufwand aus Verlustübernahme betrug im Berichtsjahr 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 4,4 Mio. Euro) und resultierte hauptsächlich aus der AXA easy Versicherung AG (0,6 Mio. Euro).
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag führten im Berichtsjahr zu einem Steueraufwand in Höhe von 24,0 Mio. Euro (Vorjahr: Steuerertrag i.H.v. 29,0 Mio. Euro), was im Wesentlichen durch das deutlich gestiegene Vorsteuerergebnis begründet ist.
Finanz- und Vermögenslage
Mit 3.837,3 Mio. Euro (Vorjahr: 3.451,1 Mio. Euro) betrug das Eigenkapital 56,8% (Vorjahr: 56,2%) der Bilanzsumme. Bei einem deutlichen Anstieg der Bilanzsumme erhöhte sich ebenfalls das Eigenkapital bedingt durch den gestiegenen Jahresüberschuss. Aus den anderen Gewinnrücklagen wurden 462,0 Mio. Euro entnommen und zum Zwecke der Ausschüttung in den Bilanzgewinn eingestellt.
Die Aktivseite der Bilanz wird durch das Anlagevermögen in Höhe von 4.082,2 Mio. Euro (Vorjahr: 4.430,1 Mio. Euro) beherrscht, hiervon entfallen 3.608,5 Mio. Euro (Vorjahr: 3.740,0 Mio. Euro) auf Anteile bzw. Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Beteiligungen. Darüber hinaus werden im Anlagevermögen Kapitalanlagen wie z.B. Schuldscheindarlehen und Rentenfonds dauerhaft gehalten.
Das Umlaufvermögen beinhaltet vor allem Forderungen gegen verbundene Unternehmen, insbesondere Forderungen aus der Ergebnisvereinnahmung aufgrund von Gewinnabführungsverträgen und sonstige Vermögensgegenstände, hauptsächlich Steuerforderungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen deutlich von 349,3 Mio. Euro auf 1.301,9 Mio. Euro. Die darin erhaltenen Forderungen aus erbrachten Dienstleistungen und Konzernumlagen zum Jahresende 2015 wurden zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 weitgehend ausgeglichen. Die liquiden Mittel stiegen um 38,0 Mio. Euro auf 260,9 Mio. Euro (Vorjahr: 222,9 Mio. Euro).
Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 1.069,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1.034,0 Mio. Euro) betrafen mit 806,6 Mio. Euro aktive latente Steuern der Organgesellschaften. Diese resultieren im Wesentlichen aus Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Pensionsrückstellungen, der Kapitalanlagen und der versicherungstechnischen Rückstellungen.
Die drei großen Ratingagenturen bescheinigen der AXA Gruppe seit langem eine hohe Finanzkraft. Deren Einstufungen gelten gleichzeitig für die großen deutschen Versicherungsgesellschaften der AXA Konzern AG. Standard & Poor's Ratings Services hat am 27. Oktober 2016 seine Financial Strength Rating-Entscheidung für AXA von A+ auf AA- heraufgesetzt und diese mit einem stabilen Ausblick versehen. Wenige Wochen zuvor, am 9. September 2016, hatte Moody's Investors Service sein Aa3 Insurance Financial Strength Rating mit stabilem Ausblick für die AXA Gruppe bekräftigt. Fitch Ratings bewertet AXA in ihrer Insurer Financial Strength Rating-Entscheidung vom 28. Juni 2016 weiterhin mit AA-, ebenfalls mit stabilem Ausblick.
Mitarbeiter: Voneinander lernen, miteinander wachsen
Per 31. Dezember 2016 waren insgesamt 9.888 (Vorjahr: 10.139) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den AXA Konzern tätig. Davon waren 534 in einem Auszubildendenverhältnis (Vorjahr: 586), 51 als Praktikant beschäftigt (Vorjahr: 74) und 73 als Stipendiat angestellt (Vorjahr: 61). Im abgelaufenen Jahr wurden 162 Azubis eingestellt; im Jahresdurchschnitt waren 465 Auszubildende für das Unternehmen tätig. Zudem bot der AXA Konzern im Jahresverlauf 196 Praktikanten und 117 Stipendiaten die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen in der Praxis zu sammeln. Die natürliche Fluktuationsrate lag weiterhin mit 2,4% auf niedrigem Niveau (Vorjahr: 2,2%).
Im letzten Jahr wurde AXA von FOCUS MONEY im Rahmen eines "Deutschlandtests" als der Top-Arbeitgeber der Versicherungsbranche in Sachen Entwicklungschancen, Innovationskraft, Gesundheits- und Familienförderung sowie Mitarbeitertreue ausgezeichnet. Das spiegelt die vielfältigen Aktivitäten im Konzern wider, die der Konzern über die letzten Jahre hinweg zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität verfolgt.
Im Thema Entwicklung standen 2016 bei AXA vor allem die zukünftig benötigten Kompetenzen der Führungskräfte und Mitarbeiter im Fokus, wobei AXA einen neuen Weg eingeschlagen hat. Unter dem Leitsatz "voneinander lernen, miteinander wachsen" vermitteln Mitarbeiter und Führungskräfte in sogenannten Ressort Schools ihr Wissen und ihre Expertise an Kollegen. Dieses Konzept ermöglicht es AXA, den individuellen Weiterentwicklungsbedarf in den verschiedenen Ressorts zu erfüllen und das Weitergeben von Wissen innerhalb des Unternehmens zu fördern. Gleichzeitig wurde Anfang des Jahres ein 2-jähriges Führungskräfte-Trainingsprogramm gestartet, an dem alle Führungskräfte des Konzerns teilnehmen. Schwerpunkt des Programms ist es, die Transformation gemeinsam zu gestalten.
Der AXA Konzern hat zudem die sogenannten Förderkreise weitergeführt, deren Ziel besonders der Erfahrungsaustausch und die Vernetzung der Teilnehmer/innen untereinander sowie die Bearbeitung strategisch wichtiger Fragestellungen ist. Während der Konzernförderkreis auf die 2. Führungsebene des Konzerns ausgerichtet ist, richten sich die Potenzialkreise an talentierte Nachwuchskräfte. Das Vorstandsassistenten-Programm richtet sich an junge ambitionierte Talente, die neben der Unterstützung des Vorstands auch einen umfassenden Einblick in den Konzern erhalten. Insgesamt waren 2016 ca. 60 Mitarbeiter/innen Teil dieser Förderkreise.
Um neue Talente zu gewinnen, bedarf es zielgerichteter cross-medial angelegter Employer Branding Aktivitäten. Ab 2017 wird der Karrierebereich innerhalb des Internet-Auftritts von AXA modernisiert und mit neuen Bildwelten zur Vermittlung eines aktuellen und authentisches Bildes von AXA als Arbeitgeber ergänzt: Neben einer Fotokampagne mit dem Themenschwerpunkt "Arbeitsflächen und moderne Berufsbilder" hat AXA das Repertoire der Whatchado-Videos, in denen Mitarbeiter und Führungskräfte von ihren unterschiedlichen Werdegängen berichten, erweitert. Die gestiegene Anzahl an Seitenaufrufen auf den verschiedenen Online Kanälen (inkl. Social Media) sowie sehr gute Bewertungen auf der Bewertungsplattform Kununu bestärken die positive Wirkung dieser und weiterer Maßnahmen. Für die im Vorjahr erschienene Mitarbeiterkampagne "In AXA steckt mehr" erwarb der Konzern 2016 den Employer Branding Award "Bester Arbeitgeber" in der Kategorie "Personalmarketing - Global Player".
AXA misst auch der Thematik "Diversity & Inclusion" (D&I) eine sehr hohe Bedeutung bei, da die Vielfalt der Mitarbeiter als wichtige Innovationsquelle betrachtet wird. Im Rahmen von D&I setzt AXA u.a. auf Frauenförderung, gezielte Maßnahmen zur Unterstützung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT) sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Um langfristig den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu steigern, setzt AXA weiterhin auf bewährte Programme zur Entwicklungsförderung speziell von Frauen. Seit 2010 wird das "Gender Mentoring Programm" angeboten, in dessen Rahmen potenzialstarken weiblichen und männlichen Führungskräften jeweils ein Mentor aus der Bereichsleitungs- oder Geschäftsleitungsebene zur Seite gestellt wird. Seit 2014 gibt es außerdem das Tandem-Programm, bei dem Ziel ist, die Teilnehmerinnen jeweils fit für die nächste Karrierestufe Richtung Bereichsleitung zu machen. 2015 wurde mit der Sponsoring Offensive ein zusätzliches Programm für Frauen ins Leben gerufen, die Potenzial für Führungsaufgaben mitbringen, aber solche noch nicht innehaben. Damit baut AXA nachhaltig einen Pool an talentierten Nachwuchskräften auf. Insgesamt haben 2016 46 Frauen an diesem Programm teilgenommen.
Ein weiterer Fokus von D&I liegt auf der Unterstützung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender. Im letzten Jahr hat AXA sich wieder gezielt auf der zielgruppenspezifischen Messe Sticks & Stones präsentiert und Events wie z.B. den Christopher Street Day in Köln mit 150 Mitarbeitern & Mitarbeiterinnen sowie Freunden des LGBT Netzwerkes unterstützt.
Als familienfreundliches Unternehmen arbeitet AXA an Rahmenbedingungen, die es unseren Mitarbeitern ermöglichen, Familie und Beruf besser miteinander zu vereinbaren. Dazu gehört das Angebot von flexiblen Arbeitszeiten, die Möglichkeit Telearbeit zu nutzen oder auch in Teilzeit zu arbeiten. Für den Fall, dass die Betreuung für den Nachwuchs ausfällt, können Mitarbeiter ein speziell eingerichtetes Büro nutzen, das einen Arbeitsplatz und Spielmöglichkeiten für (Klein-)Kinder kombiniert.
Im Jahr 2014 wurde zudem eine betriebseigene Kindertagesstätte in Kooperation mit der AWO Köln in der Hauptverwaltung eröffnet. Insgesamt werden derzeit 49 Kinder in 3 verschiedenen Gruppen betreut. 12 Kinder davon sind unter 3 Jahren, 15 Kinder in einer altersgemischten Gruppe und 22 Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren.
AXA bietet außerdem für Mitarbeiter-Kinder, in Kooperation mit externen Anbietern, Plätze für ein Ferienprogramm während der Schulferien an. Das Ferienprogramm (Kids@AXA) erfreut sich großer Beliebtheit. Im letzten Jahr haben 79 Kinder insgesamt über 469 hochwertig organisierte Ferientage erlebt.
AXA bietet in Kooperation mit dem ElternService AWO darüber hinaus konzernweit nicht nur schnelle und professionelle Unterstützung und Beratung bei der Organisation qualifizierter Kinderbetreuung an (z. B. Tagesmütter, Au-Pairs, Kindernotfallbetreuung), sondern hilft auch bei der Organisation von Familien- und Pflegeleistungen für ältere und pflegebedürftige Angehörige. Hierbei können Beratungs- und Vermittlungsleistungen von den Mitarbeitern kostenlos in Anspruch genommen werden. Bei der Kindernotfallbetreuung übernimmt AXA sogar die Betreuungskosten für bis zu fünf Tage pro Jahr und Kind.
Zur Unterstützung seiner Mitarbeiter und deren Angehörigen bietet der AXA Konzern seit dem 1. Oktober 2015 mit dem "Employee Assistance Program" von der Firma INSITE-Interventions eine kostenlose externe Beratung in privaten und beruflichen Krisensituationen an. Diese ist anonym und kann telefonisch oder persönlich stattfinden.
Bereits seit 1998 bittet AXA alle Mitarbeiter in der Befragung "Scope" um ein detailliertes Feedback zu Themen wie Arbeitszufriedenheit, Unternehmenskultur und Anerkennung. Eine große Mehrheit der Mitarbeiter nimmt diese Chance Jahr für Jahr wahr, so dass die Befragung ein langjähriger und fest etablierter Bestandteil der Feedbackkultur bei AXA ist. Auch in 2016 konnte mit 77% eine hohe Beteiligungsquote erzielt werden. Auf noch höherem Niveau liegt mit 83% die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit der direkten Führungskraft; ein im Vergleich mit anderen befragten Unternehmen in Deutschland bzw. in der Finanzdienstleistungsbranche überdurchschnittliches Ergebnis.
Der AXA Shareplan ermöglicht es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seit 1998 zu besonders attraktiven Konditionen AXA Aktien erwerben. Im Jahr 2016 haben 3.755 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Chance genutzt. Im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahr: 3.017) ist die Teilnahme erneut gestiegen und hat mit einer Beteiligungsquote von rund 34,9% ein höheres Niveau als die AXA Gruppe erreicht. Die Teilnehmer investierten insgesamt 5.969.286 Euro (Vorjahr: 5.433.825 Euro) in den AXA Shareplan und drückten somit ihr Vertrauen in den Unternehmenserfolg aus.
Auch 2016 hat die AXA Konzern AG wichtige Projekte abschließen können und ein stabiles Ergebnis erwirtschaftet, das ohne das große Engagement und die hohe Leistungsfähigkeit der Belegschaft nicht möglich gewesen wäre. Daher gilt unser besonderer Dank all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich durch Flexibilität, Kollegialität und hohen Arbeitseinsatz auszeichnen.
Der Dank gilt ferner den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für ihre unverändert engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sich auch in diesem Jahr erneut als sehr konstruktiv erwiesen hat. Wir sind daher fest überzeugt, dass wir die zukünftigen Herausforderungen gemeinsam erfolgreich meistern werden.
Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a Abs.4 HGB:
Der Vorstand der AXA Konzern AG hat sich gemäß § 76 Abs.4 AktG verpflichtet, bis zum 30.06.2017 20% der 1. Führungsebene unterhalb des Vorstands mit weiblichen Führungskräften zu besetzen. Der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands soll im selben Zeitraum auf 30% gesteigert werden. Der Frauenanteil der 1. Führungsebene war im Berichtsjahr aufgrund struktureller Veränderungen allerdings rückläufig (von 23% auf 14%), während in der zweiten Führungsebene ein Anstieg von 25% auf 29% verzeichnet werden konnte.
Der Aufsichtsrat der AXA Konzern AG hat gemäß § 111 Abs.5 AktG beschlossen, dass bis zum 30.06.2017 mindestens 20% der Mitglieder des Vorstands und 30% der Mitglieder des Aufsichtsrats Frauen sind. Diese Werte werden derzeit bereits erreicht.
Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Hohe Kundenzufriedenheit und Markenbekanntheit
Die AXA Deutschland führt jährlich eine Messung der Kundenzufriedenheit und der ungestützten Markenbekanntheit durch. Die Kundenzufriedenheit verbesserte sich im Berichtsjahr auf 88,1 % (2015: 87,1 %) und erreichte damit ihr höher gestecktes Ziel.
Bei der Messung der ungestützten Markenbekanntheit wird eine Personengruppe ohne Vorgabe einer Markenliste befragt, welche Versicherungsunternehmen sie kennen. Innerhalb dieser Markenbekanntheit liegt AXA mit 22,2 % unter den ersten drei Versicherungen, die von den Befragten genannt wurden, und erreichte damit ebenfalls die selbst gesetzten Vorgaben.
Auf neuen Wegen zu neuen Geschäftsideen
Mit dem Kreativlabor AXA Transactional und dem AXA Innovation Campus schuf der AXA Konzern zwei Geschäftseinheiten, um schneller und innovativer an neuen Konzepten arbeiten zu können und somit die Kundenbeziehungen zu vertiefen. AXA Transactional realisierte dabei schon im Startjahr ein erstes Pilotprojekt: Die App "cleverPARKEN" zeigt u.a. freie Plätze in teilnehmenden Parkhäusern und ermöglicht bargeldloses Bezahlen. Im Jahr 2016 kam der "WayGuard" hinzu. Die Begleit-App gibt den Nutzern ein sicheres Gefühl, wenn sie allein unterwegs sind. In Deutschland registrierten sich bis zum Jahresende 2016 innerhalb der ersten zehn Wochen nach Einführung der App mehr als 20.000 Nutzer. Von Europas größtem Magazin für Apps, dem "App Magazin", wurde "WayGuard" als beste Sicherheits-App des Jahres 2016 ausgezeichnet.
Im Oktober 2016 lud der AXA Innovation Campus junge Gründer zur zweiten "AXA Start-up Night" ein, um ihre Ideen vor einer Jury zu präsentieren. Die Veranstaltung stand unter dem Thema "Connected World" und gab Gründern die Chance, ihre Geschäftsideen einem größeren Publikum vorzustellen und Potenziale für Synergien auszuloten.
Das Land Nordrhein-Westfalen zeichnete Ende November Start-ups und Konzerne, die für Innovation und digitale Transformation stehen, mit dem "DWNRW-Award - Preis der Digitalen Wirtschaft Nordrhein-Westfalen" aus. Dabei gewann AXA die Auszeichnung in der Kategorie "Großunternehmen" für die innovativsten Ideen an der Schnittstelle zwischen Konzernen und Start-up-Szene.
Vollständig digitaler Beratungsprozess mit "DigiMapp"
Seit Mitte 2016 bietet AXA seinen exklusiven Vertriebspartnern mit der digitalen Beratermappe "DigiMapp" als erster Versicherer in Deutschland ein integriertes Beratungs-, Verkaufs- und Dokumentationssystem. Zahlreiche interaktive Möglichkeiten verändern das Beratungserlebnis für Kunde und Vermittler grundlegend. So können sich Kunden auch per Videochat von ihrem Vermittler beraten lassen. Für diese die Digitalisierung vorantreibende und die Kundenbeziehung vertiefende Innovation erhielt AXA im Berichtsjahr den erstmals vergebenen "Deutschen Preis für Sales Performance".
AXA Deutschland-Report
Im Jahr 2016 erfasste unser Unternehmen mit dem "AXA Deutschland-Report" zum zweiten Male die Einstellungen und Verhaltensweisen von Berufstätigen und Ruheständlern zu Ruhestandsplanung und -management. AXA konnte damit erneut interessante Einblicke gewinnen und sich als Partner für die Ruhestandsplanung weiter etablieren. Durch insgesamt 3324 Interviews wurden repräsentativ in allen 16 Bundesländern Personen befragt. Die Ergebnisse wurden zudem bevölkerungsrepräsentativ gesamtgewichtet, um auch bundesweite Aussagen ableiten zu können. Die Kernergebnisse der repräsentativen Befragung lauten:
| ― | Die anhaltenden Niedrigzinsen lassen die Vorsorge- und Sparbereitschaft erlahmen. So meinen 55 % der Berufstätigen, dass sich ein Ausbau ihrer Vorsorge nicht lohnt. |
| ― | Um das persönliche Einkommen im Alter zu sichern, sind Immobilien gefragter denn je. Fast jeder fünfte Erwerbstätige plant den Erwerb von Wohneigentum und fast jeder sechste will in eine Immobilie zur Vermietung investieren. |
| ― | Die Angst vor Altersarmut wächst. Drei Viertel der Befragten glauben, dass die nächste Rentnergeneration finanziell schlechter dastehen wird als die heutige. |
Neues ePortal "Meine Gesundheit von AXA"
Mit dem ePortal "Meine Gesundheit von AXA" bietet unser Unternehmen seinen privat krankenversicherten Kunden seit Mai 2016 eine Lösung an, ihr Gesundheitsmanagement mit Hilfe der Digitalisierung stärker selbst in die Hand zu nehmen. Als erste und bislang einzige PKV im deutschen Markt ermöglichen wir unseren Kunden durch die digitale Vernetzung von Ärzten, Patienten und AXA eine vollständig digitale Abrechnung. Schon wenige Monate nach Einführung kamen neben dem Rechnungsmanagement weitere Services wie Medikamentenmanager, Sanitätshaussuche und Familienmanagement hinzu. Schon mehr als 33.500 Krankenvollversicherte und beihilfeberechtigte Kunden von AXA nutzen das e-Portal. Und auch per App können sie das Rechnungsmanagement einfach und bequem von unterwegs nutzen.
Unternehmen und Mitarbeiter engagieren sich gesellschaftlich
Jährlich zeigt AXA anhand zahlreicher Projekte, dass es seine gesellschaftliche Verantwortung ernst nimmt. Ein wichtiger Teil der Corporate Responsibility (CR) des deutschen Konzerns ist "AXA von Herz zu Herz e.V.". Der gemeinnützige Verein wurde in Deutschland im Jahr 2000 nach dem Vorbild der französischen Initiative "AXA Atout Cœur" ins Leben gerufen. Seitdem werden Mitarbeiter, die sich ehrenamtlich für Kranke und sozial Benachteiligte engagieren, durch den Verein in ihrem Engagement finanziell und organisatorisch unterstützt. Zurzeit pflegen fast 35 Koordinatoren und viele hundert Helfer an zwölf Standorten in Deutschland mehr als 90 Dauerpartnerschaften mit sozialen Einrichtungen.
Ein kleines Jubiläum feierte 2016 die Kunstauktion: Zum 10. Mal hatte "AXA von Herz zu Herz"-Mitarbeiter dazu eingeladen, von der AXA Art Versicherung aus Schadenabwicklungen gespendete Kunstobjekte zu erwerben. In zehn Jahren kamen so mehr als 91.000 Euro zusammen, mit denen beispielsweise krebs- und herzkranke Kinder, aber auch Kinderheime, Frauenhäuser, Obdachlose oder sozial schwache Familien unterstützt werden.
AXA Kindersicherheitsinitiative ist "Safety Champion 2016"
Die AXA Kindersicherheitsinitiative unterstützt Eltern dabei, Risiken im Alltag zu erkennen und richtig zu bewerten. In ihrer Online-Kampagne "ichkanndasschonalleine" griff die Initiative im vergangenen Jahr Alltagsmomente auf, die Eltern herausfordern zu entscheiden, was sie ihren Kindern zutrauen und was nicht. Auf der begleitenden Website www.ichkanndasschonalleine.de vermittelt die Initiative Wissenswertes rund um die Risikokompetenz von Kindern. Auf Facebook lädt sie Eltern zur Interaktion ein. Die DEKRA und die Wirtschaftswoche verleihen jährlich die "DEKRA Awards für Spitzenleistungen im Dienste der Sicherheit". Für ihre vorbildliche Arbeit wurde die AXA Kindersicherheitsinitiative in der Kategorie "Sicherheit zu Hause" als "Safety Champion 2016" ausgezeichnet.
Erneut zahlreiche Auszeichnungen für Produkte und Services
Auch im Jahr 2016 bekam der AXA Konzern eine Vielzahl an Auszeichnungen für seine Produkte und Services, von denen hier nur einige genannt werden können:
| ― | Das Analysehaus Morgen & Morgen und das "Versicherungsmagazin" zeichneten das Rentenversicherungskonzept "Performance Flex" mit dem Innovationspreis der Assekuranz in Gold aus. Die unabhängige Jury würdigte damit die außergewöhnliche Flexibilität, mit dem sich der Geldfluss während des Rentenbezugs an individuelle Kundensituationen anpassen lässt. |
| ― | Der Finanzen Verlag verlieh den "Goldenen Bullen" für die "Versicherungsinnovation des Jahres" an den "AXA DriveCheck", einem Telematik-Angebot für junge Autofahrer, die mit Hilfe einer App einen sicheren Fahrstil nachweisen. |
| ― | Der renommierte "CAt-Award" zeichnet jährlich die besten Call Center Manager aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus. Im Berichtsjahr bekam der Geschäftsführer des AXA Customer Care Centers, Hartmut Danielzick, die Auszeichnung als "Bester Call Center Manager Deutschlands" für neue Möglichkeiten, digital mit Kunden zu kommunizieren. |
Risiken der zukünftigen Entwicklung
Die Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken und die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft allein unsere Annahmen und Ansichten zum Ausdruck.
Das Risikomanagement unserer Gesellschaft basiert auf der Grundlage der §§ 23 und 26 des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG). Für unsere Versicherungsgesellschaften - mit Ausnahme der Pro bAV Pensionskasse - werden zudem die Leitlinien der EIOPA (European Insurance and Occupational Pensions Authority) zum Governancesystem und die Durchführungsverordnung 2015/35 der Europäischen Kommission beachtet.
Als Risiko wird gemäß den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungsstandards zur Risikoberichterstattung (DRS 20) ein, innerhalb dessen Risiken als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können, definiert sind.
Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:
| ― | versicherungstechnische Risiken, |
| ― | Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, |
| ― | Risiken aus Kapitalanlagen, |
| ― | operationelle und sonstige Risiken. |
Im Folgenden werden unsere Organisationseinheiten des Risikomanagements und der Risikomanagementprozess aufgezeigt. Darüber hinaus wird unsere Risikosituation im Wesentlichen anlehnend an den Deutschen Rechnungslegungsstandard zur Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen (DRS 20 und Anlage 2 für Versicherungsunternehmen) dargestellt.
Organisationseinheiten des Risikomanagements
Das Risikomanagement unserer Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der AXA Deutschland (AXA Konzern AG und ihre Mehrheitsbeteiligungen) eingebunden.
Aufgrund der Komplexität des Versicherungsgeschäfts ist die Risikomanagementfunktion unserer Gesellschaft auf verschiedene zentrale Funktionen, Organisationseinheiten und Kommissionen verteilt. Kontrollgremium ist der Aufsichtsrat als das den Vorstand überwachende Organ. Der Vorstand ist zuständig für die risikopolitische Ausrichtung unserer Gesellschaft sowie die Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung. Das Audit & Risk Committee (ARC) unterstützt den Vorstand bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. Zu diesem Zweck hat der Vorstand Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse auf das ARC delegiert. Darüber hinaus werden im ARC unter anderem Compliance-Themen behandelt sowie Rechts- und Revisionsthemen mit Risikobezug. Darüber hinaus existiert das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium zu Compliance-Themen, operationellen Risiken, Reputationsrisiken und sonstigen Rechtsrisiken. Zusätzlich werden risikorelevante Themen in diversen Spezialgremien, wie zum Beispiel dem Internal Model Committee, dem Local Risk Reinsurance Committee, dem Asset Liability Management Committee, dem Investment Committee und weiteren Gremien besprochen.
Zur Risikomanagementfunktion gehörende Organisationseinheiten sind
| ― | der Bereich Value & Risk Management (zentrales Risikomanagement), |
| ― | die Risikoverantwortlichen für die Steuerung und Kontrolle der Risiken in ihrem jeweiligen Unternehmensbereich (dezentrales Risikomanagement), |
| ― | der dezentrale Risikomanager pro Ressort für die Koordination aller risikorelevanter Themen innerhalb des Ressorts (ebenfalls dezentrales Risikomanagement) und |
| ― | der Verantwortliche Aktuar (für die Versicherungsgesellschaften exklusive AXA easy AG und AXA Art AG). |
Der Bereich Value & Risk Management - zuständige Einheit für alle Gesellschaften der AXA Deutschland -ist in das Ressort des Vorstandsvorsitzenden der AXA Konzern AG integriert.
Der Chief Risk Officer (CRO) der AXA Deutschland stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch regelmäßige Berichterstattung an das ARC im Rahmen von dessen Sitzungen beziehungsweise ad hoc sicher.
AXA hat mit Blick auf die Solvency II-Anforderungen an das System of Governance folgende Schlüsselfunktionen etabliert:
| ― | Risikomanagement-Funktion, |
| ― | Compliance-Funktion, |
| ― | Interne Revision, |
| ― | Versicherungsmathematische Funktion. |
Inhaber der Funktionen und damit Schlüsselperson ist der jeweilige Leiter des Bereichs oder der Abteilung. Dabei ist die versicherungsmathematische Funktion innerhalb der CRO-Organisation angesiedelt. AXA hat darüber hinaus den Leiter Recht sowie den Chief Investment Officer (CIO) jeweils zu weiteren Schlüsselpersonen erklärt. Für alle Schlüsselpersonen gelten besondere Anforderungen, sogenannte "Fit & Proper"-Eigenschaften (das heißt fachlich qualifiziert und persönlich zuverlässig).
Risikomanagementprozess
Das Risikomanagement unserer Gesellschaft erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess setzt sich aus Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikosteuerung und -überwachung sowie Risikokommunikation und -berichterstattung zusammen.
Risikoidentifikation: Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der ARC-Sitzungen, im Rahmen der strategischen Planung, der Aktualisierung der Risikostrategie und des Materialitätsprozesses, unter anderem durch die Aktualisierung der sogenannten "Risikopolicen" und der Dokumentation und Beschreibung operationeller Risiken. Durch die Risikopolicen werden die identifizierten wesentlichen Risiken inklusive deren aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen dokumentiert.
Darüber hinaus ist die Risikoidentifikation im Rahmen von Prüfungen der Internen Revision möglich. Risiken neuer Kapitalmarkt- und Versicherungsprodukte werden im Rahmen der beiden standardisierten Prozesse Investment Approval Process (IAP) und Product Approval Process (PAP) vom Bereich Value & Risk Management unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationeller Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und der höheren Führungsebene sowie einer Bewertung durch die jeweiligen operativen Ansprechpartner. Darüber hinaus erfolgt die Risikoidentifikation infolge einer Meldung eingetretener Risiken zur Aufnahme in die Verlustdatensammlung für operationelle Risiken, im Rahmen des Information Risk Management Prozesses (IRM) oder durch das Risk Identification and Assessment (RIA) im Rahmen des Business Continuity Managements.
Risikoanalyse und -bewertung: Aufbauend auf den Ergebnissen der Risikoidentifikation erfolgt eine Analyse und Bewertung der Risiken. Ergebnis der Risikoanalyse und -bewertung ist das Risikoprofil des Unternehmens. Identifizierte Risiken werden nach ihrer Wesentlichkeit eingeordnet. Dadurch wird sichergestellt, dass Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens identifiziert und angemessene Steuerungsmaßnahmen/-strategien definiert werden können.
Bei der Risikobewertung wird, wo sinnvoll und möglich, eine quantitative Einschätzung für die einzelnen Risiken sowie für das gesamte Risikoportfolio unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Steuerungsmaßnahmen abgegeben. Die übergreifende quantitative Risikobewertung erfolgt anhand des ökonomischen Risikokapitalmodells und der dort definierten und eingesetzten Bewertungsmethoden. Für Risikoarten, für die eine quantitative Risikomessung nicht sinnvoll oder möglich ist, wie zum Beispiel Reputations- oder strategische Risiken, wird eine qualitative Beurteilung vorgenommen. Neben qualitativen und quantitativen Methoden werden bei der Risikobewertung für ausgewählte Risiken situationsbedingt auch Sensitivitätsanalysen, Szenarioanalysen und Stresstests mit unterschiedlichen Zeithorizonten herangezogen.
Die Bewertung der operationellen und sonstigen Risiken erfolgt in der Risikodatenbank. Die Risikopolicen werden im Document Inventory, unserem Verzeichnis für alle Solvency II-relevanten Dokumente, geführt.
Risikosteuerung und -Überwachung: Die Risikosteuerung umfasst das Ergreifen von Maßnahmen zur Risikobewältigung in unserer Gesellschaft. Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung entwickelter Konzepte und Prozesse im Einklang mit der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Risikostrategie verstanden. Dadurch werden Risiken entweder bewusst akzeptiert, vermieden, vermindert oder transferiert. Durch regelmäßige Überwachung der Risiken anhand eines Soll-Ist-Abgleichs, zum Beispiel im Rahmen des implementierten Limitsystems, werden Gefahren frühzeitig erkannt. Somit wird ein Gegensteuern ermöglicht. Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risiko-/ Ertragsprofils sowie durch Überwachung der Limite der Verlust- und Risikoindikatoren. Die Risikosteuerung erfolgt immer durch die Geschäftsleitung gemäß ihrer Bereitschaft, bestimmte Risiken zu übernehmen. Dabei müssen das Risikoprofil und die Risikotragfähigkeit strikt beachtet werden. Schließlich wird in Verbindung mit einer angemessenen Berichterstattung beziehungsweise Eskalation die Einhaltung der Risikostrategie sichergestellt und die frühzeitige Identifizierung von Risiken ermöglicht.
Risikokommunikation und -berichterstattung: Das sich aus Risikoanalyse und Bewertung ergebende Risikoprofil wird gegenüber dem Vorstand kommuniziert, sodass dieser bei der Festlegung des Risikoappetits das aktuelle Risikoprofil beachten kann. Ziel der Risikoberichterstattung ist die Bereitstellung aller erforderlichen Risikoinformationen zur Einschätzung des unternehmensindividuellen Risikos unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher und interner Steuerungsanforderungen. Neben der Ergebnisberichterstattung zum ökonomischen Risikokapital werden auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht und ein auf Solvency II-Anforderungen ausgerichteter ORSA (Own Risk and Solvency Assessment)-Bericht verfasst. Darüber hinaus werden im Rahmen des Solvency II-Berichtwesens -erstmalig zum Stichtag 31. Dezember 2016 - die Berichte "Bericht über die Solvabilität und Finanzlage" (SFCR) und "Regelmäßiger aufsichtlicher Bericht" (RSR) erstellt, in welchen wir unter anderem ebenso Risikomanagement und Risikoprofil unserer Gesellschaft darstellen. Diese Berichte werden den Vorständen der Versicherungsgesellschaften vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das ARC und die Aufsichtsbehörde übermittelt. Zusätzlich sind Ad-hoc-Berichterstattungspflichten, beispielsweise bei Erreichen definierter Schwellenwerte, implementiert. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des regelmäßig zusammenkommenden ARC besprochen, nachdem sie zuvor im Rahmen der weiteren Gremien diskutiert wurden.
Das Risikomanagementsystem wird regelmäßig durch die Interne Revision geprüft.
Versicherungstechnische Risiken
Schaden- und Unfallversicherung
Unsere Sachversicherungsgesellschaften betreiben im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft insbesondere die Sparten Kraftfahrt-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach-, Transport- und Luftfahrtversicherung. Diese werden im direkten wie auch im indirekten Geschäft gezeichnet. Die primären Risiken aus der Schaden- und Unfallversicherung sind das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko. Ferner besteht in der Unfallversicherung bei den Produkten mit Beitragsrückgewähr noch das Zinsgarantierisiko.
Prämien- und Schadenrisiko
Unter dem Prämien-/Schadenrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen.
Daher sind unsere Sachversicherungsgesellschaften in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation kurzfristig anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird durch Beitragsanpassung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption und durch vertraglich festgelegte Beitragsanpassungsklauseln risikoadäquat gehalten. Auch bei zu erwartenden Veränderungen der Marktsituation kann unser Konzern proaktiv handeln. Für Produkte mit nachteiliger Ergebnisentwicklung und beschränkten Möglichkeiten zur Kündigung oder Beitragsanpassung ist ausreichend Risikovorsorge durch Rückstellungsbildung getroffen.
Durch die Analyse und Bewertung der unternehmerischen Entscheidungsoptionen werden Risiken aus dem Kundenverhalten wie zum Beispiel vermehrtes Storno bereits im Entscheidungsprozess berücksichtigt.
Die Risikosteuerung erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt.
Die Rückversicherung orientiert sich an den unterschiedlichen Bruttokapazitäten der Sparten. Großrisiken und Kumulexposure werden auf vertraglicher Basis rückversichert. Ausnahmeakzepte innerhalb der Zeichnungskapazitäten der Sparten, die außerhalb der obligatorischen Rückversicherungskapazitäten liegen, werden durch Einzelrückversicherung rückgedeckt. Das gesamte Kraftfahrtversicherungsgeschäft sowie die Sparten Feuer/Feuer BU, Technische Versicherungen und Transport werden in jeweils eigenständigen Quoten-Rückversicherungsverträgen rückgedeckt.
Zur Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie zur Ermittlung deren Treiber werden stochastische Szenarien verwendet.
Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien-/Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch um Ereignisse wie zum Beispiel Naturkatastrophen, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen. Neben Naturkatastrophen können auch durch Menschen verursachte Schadenereignisse, wie zum Beispiel Terroranschläge, hohe Großschäden hervorrufen.
Zu unserer Risikosteuerungsstrategie gehört die ausgewogene Verteilung von Versicherungsrisiken in unseren Geschäftsfeldern. In keiner der von uns betriebenen Sparten besteht eine auffällige Risikokonzentration.
Reserverisiko
Zur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von unseren Gesellschaften Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, so dass die Nichtauskömmlichkeit der Reserve ein wesentliches Risiko darstellt. Das sogenannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeter Schäden (Spätschäden). Die Bewertung der künftigen Schadenzahlungen erfolgt im Rahmen der Einzelschadenreservierungen sowie anhand aktuarieller Schätztechniken, bei welchen der in der Vergangenheit beobachtete Schadenverlauf herangezogen wird. Großschäden werden separat geschätzt. Mithilfe von stochastischen Szenarien erfolgt eine Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treibern.
Zinsgarantierisiko
In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wird in Abhängigkeit des Tarifs für 87 -100 % des Sparanteils der Beiträge eine garantierte Zinsleistung zwischen 0,9% und 3,50% vereinbart, wobei in der Kundenerwartung nicht eine besondere Verzinsung liegt, sondern allein die Rückgewähr der gezahlten Beiträge. Dies führt zwar zu einem Zinsgarantierisiko getrieben durch die unbekannte Entwicklung der Marktzinsen, ist jedoch aufgrund des vergleichsweise geringen Beitragsvolumens und der sukzessiv gebildeten Zinszusatzreserve von eher untergeordneter Bedeutung.
Biometrische Risiken
Biometrische Risiken können sich aus Rentendeckungsrückstellungen der Unfall- sowie der Haftpflicht- und Kraftfahrthaftpflichtversicherung ergeben. Das wesentliche Risiko der Langlebigkeit ist durch eine vorsichtige Berechnung der Rentendeckungsrückstellungen bilanziell abgesichert. Die Bewertung im internen Risikokapitalmodell zeigt nur eine untergeordnete Rolle der biometrischen Risiken.
Kostenrisiko
Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten nicht dauerhaft durch die in die Beiträge einkalkulierten Kosten finanziert werden können. Die Kosten für Provisionen und den laufenden Betrieb werden durch Beitragszuschläge auf Basis eines umfassenden Kostencontrollings in der Produktkalkulation berücksichtigt. Damit sind wir überzeugt, dieses Risiko in angemessener Weise zu handhaben.
Lebensversicherung
Unsere Lebensversicherungsgesellschaften betreiben hauptsächlich konventionelle und fondsgebundene Kapitallebens- und Rentenversicherungen sowie Risiko-Lebensversicherungen und Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherungen. Die spezifischen Risiken aus dem Lebensversicherungsgeschäft aus Unternehmenssicht sind biometrische Risiken, Zinsgarantierisiken, Risiken aus Kundenverhalten sowie Kostenrisiken. Ferner bestehen noch spartenspezifische Risiken aus Rechtssprechung und Gesetzgebung.
Biometrische Risiken
Biometrische Risiken entstehen aus Veränderungen biometrischer Annahmen wie Sterblichkeit und Berufsunfähigkeit.
Die Lebensversicherungsgesellschaften steuern biometrische Risiken durch ihre Produktgestaltung, Zeichnungspolitik und Rückversicherungsverträge. Bei Berufsunfähigkeitsabsicherungen wird das biometrische Risiko durch die Leistungsprüfung auf die vertraglichen Zusagen beschränkt.
Für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen werden im Wesentlichen die bei Vertragsabschluss aktuellen, von der Aufsichtsbehörde oder der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) empfohlenen Sterbetafeln sowie Invalidisierungs- und Reaktivierungstafeln verwendet. Für die ab dem 21. Dezember 2012 verkauften geschlechtsunabhängigen Tarife werden Tafeln genutzt, die aus den aktuell empfohlenen Tafeln unter Berücksichtigung eines erwarteten Geschlechtermixes abgeleitet wurden. Alle in den Versicherungsverträgen zugesagten Leistungen werden dem Grundsatz der Vorsicht entsprechend berücksichtigt. Die Deckungsrückstellung der Versicherungen mit geschlechtsunabhängiger Tarifierung wird mit dem Ergebnis einer Kontrollrechnung auf geschlechtsabhängigen Kalkulationsgrundlagen verglichen und der höhere Wert in die Bilanz eingestellt. Durch regelmäßige aktuarielle Analysen wird ein möglicher Anpassungsbedarf bei der Deckungsrückstellung frühzeitig erkannt. Die Entwicklung der Sterblichkeit und Invalidisierungswahrscheinlichkeit wird weiterhin laufend analysiert.
Zinsgarantierisiko
Das professionelle Management der Zinsgarantien stellt eine Kernherausforderung im Rahmen des Asset Liability Managements dar. Zwar liegen die derzeitige und auch die im Rahmen der Unternehmensplanung erwartete Nettoverzinsung der Kapitalanlagen überwiegend über dem durchschnittlichen garantierten Rechnungszins des Bestandes. Nur bei der Pro bAV Pensionkasse AG liegt sie 2017 und für einen Teilbestand auch in den Jahren 2018 bis 2020 unter dem garantierten (bilanziellen) Bestandszins (inkl. Zinszusatzreserve). Unsere Gesellschaften haben zum Jahresende 2016 Zinszusatzreserven beziehungsweise Zinsverstärkungen gebildet. Bei der Berechnung von Zinszusatzreserve bzw. Zinsverstärkung wurden erstmals Storno und Kapitalwahl berücksichtigt. Daraus ergab sich für das Geschäftsjahr eine reduzierte Anforderung an die Verstärkung.
Gemäß unseren Erwartungen an die Kapitalmarktentwicklung gehen wir auch in den nächsten Jahren von weiterhin starken Zuführungen zur Zinszusatzreserve im deregulierten Bestand beziehungsweise von starken Zinsverstärkungen im regulierten Bestand aus.
Für den Fall stark steigender Zinsen wurde das im Vorjahr aufgelegte Programm mit Absicherungsinstrumenten fortgeführt. Dadurch soll die Finanzierung des Aufbaus der Zinszusatzreserve beziehungsweise der Zinsverstärkung auch dann sichergestellt werden, wenn die Bewertungsreserven bei steigenden Zinsen abnehmen.
Bei fondsgebundenen Versicherungen ohne Garantieteile bemisst sich die Versicherungsleistung an der Entwicklung des zugrunde liegenden Fonds. Hieraus ergibt sich für die Lebensversicherer kein Kapitalanlagerisiko, da die Höhe der Verpflichtung gegenüber den Versicherungsnehmern stets mit dem Wert des Fondsvermögens übereinstimmt. Soweit unsererseits Garantien bei fondsgebundenen Produkten ausgesprochen wurden, gelten die Aussagen zu Zinsgarantien konventioneller Produkte.
Risiken aus Kundenverhalten
Risiken aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern resultieren vor allem aus dem Stornorisiko und dem Risiko aufgrund des Kapitalwahlrechts bei Rentenversicherungen.
Die Stornoquoten in unseren Gesellschaften und in der Branche werden permanent beobachtet. Die Veränderung der Stornoquoten war in der Vergangenheit jedoch gering, sodass das resultierende Risiko aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase am Kapitalmarkt derzeit als niedrig einzuschätzen ist. Für den Fall eines veränderten Kundenverhaltens bei stark steigenden Zinsen ist, wie oben erwähnt, ein Programm mit Absicherungsinstrumenten aufgelegt worden. Ein höheres oder niedrigeres Storno in realistischem Ausmaß kann bei den fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen einen Einfluss auf die Jahresergebnisse haben.
Bei Rentenversicherungen mit älteren Rechnungsgrundlagen, bei denen eine Verstärkung der Deckungsrückstellung erfolgt, wird dabei die Inanspruchnahme des Kapitalwahlrechts berücksichtigt. Diese kann sich im Laufe der Zeit verändern und wird deshalb regelmäßig überwacht.
Risiken aus Gesetzesänderungen und Rechtsprechung
Die Deckungsrückstellung eines Versicherungsvertrages muss mindestens der Höhe des Rückkaufswertes entsprechen. Änderungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung, die eine Erhöhung des Rückkaufswertes bewirken, führen daher auch zu einer Erhöhung der Deckungsrückstellung und der Schadenrückstellung für den betroffenen (Teil-)Bestand, , soweit diese Beträge den Kunden nicht in anderer Form, wie durch Auszahlung oder Umwandlung in Überschussguthaben der verzinslichen Ansammlung, gut gebracht worden sind. Die Höhe der Schadenrückstellung wird durch das erwartete Kundenverhalten beeinflusst. Es ist nicht auszuschließen, dass sich aus Gesetzgebung und Rechtsprechung eine extensive Interpretation der vom Bundesgerichtshof zu den Rückkaufswerten in den Jahren 2005 bis 2013 ergangenen Urteile entwickeln könnte, woraus zusätzliche, bisher nicht berücksichtigte Leistungen resultieren würden. Es wird regelmäßig überprüft, ob eine gesonderte Rückstellung zu bilden ist.
Ein weiteres rechtliches Risiko besteht im Hinblick auf § 5 a Abs. 2 Satz 4 VVG alte Fassung. Die nationale gesetzliche Regelung, dass ein Vertrag trotz mangelnder Belehrung spätestens ein Jahr nach Vertragsschluss nicht mehr widerrufen werden kann, ist unwirksam, das heißt alle Verträge, die unter Geltung dieser Regelung mit mangelhafter Belehrung beziehungsweise fehlender Information geschlossen worden sind, sind "ewig" widerruflich. Mit Urteil vom 19. Dezember 2013 hatte der EuGH entschieden, dass die Jahresfrist des § 5 a Abs. 2 Satz 4 VVG alte Fassung nicht mit Europarecht vereinbar ist.
Der BGH hat am 7. Mai 2014 im Nachgang zu dieser Entscheidung geurteilt, dass dem Versicherungsnehmer grundsätzlich ein Anspruch auf Rückabwicklung des Vertrages zusteht, wenn die Widerspruchsbelehrung nicht oder nicht ordnungsgemäß erfolgt ist. Der Versicherungsnehmer müsse sich allerdings insbesondere den gewährten Versicherungsschutz anrechnen lassen. Gegen dieses Urteil des BGH hat der beklagte Versicherer Verfassungsbeschwerde erhoben. Unsere Lebengesellschaften sind auch betroffen, Zur Frage der Europarechtsmäßigkeit des Policenmodells an sich hat sich der EuGH bis dato nicht geäußert. Der BGH hält das Policenmodell laut seinem weiteren Urteil vom 16. Juli 2014 für europarechtskonform, die gegen dieses Urteil eingelegte Verfassungsbeschwerde wurde vom Bundesverfassungsgericht nicht angenommen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der BGH die Europarechtsmäßigkeit des Policenmodells dem EuGH zur Entscheidung vorlegen wird. Die Rechtsprechung hierzu beobachten wir eng weiter.
Im BGH-Urteil vom 11. November 2015 zur bereicherungsrechtlichen Rückabwicklung einer fondsgebundenen Lebensversicherung wurde vom BGH herausgearbeitet, dass der Versicherungsnehmer im Falle der Rückabwicklung vom Versicherer nur tatsächlich gezogene Nutzungen herausverlangen dürfe und er seinen Tatsachenvortrag nicht ohne Bezug zur Ertragslage des jeweiligen Versicherers auf eine tatsächliche Vermutung einer Gewinnerzielung in bestimmter Höhe stützen könne. Gleichwohl sind einige Berechnungsparameter offen geblieben.
Unsere Gesellschaften AXA Lebensversicherung AG und Deutsche Ärzteversicherung AG haben daher Rückstellungen für die Thematik § 5 a VVG alte Fassung gebildet. Die weitere Entwicklung wird beobachtet.
Kostenrisiko
Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten durch die einkalkulierten Kosten dauerhaft nicht finanziert werden können. Die Überwachung des Kostenrisikos erfolgt durch ein umfassendes Kostencontrolling. Damit sind wir überzeugt, dieses Risiko in angemessener Weise zu handhaben und schätzen seine Bedeutung bei der Bewertung unserer Risikotragfähigkeit als gering ein.
Krankenversicherung
Die AXA Krankenversicherung betreibt insbesondere die Krankenvollversicherung sowie die Pflegeversicherung und verschiedene Arten der Zusatzversicherung. Die primären versicherungstechnischen Risiken aus dem Krankenversicherungsgeschäft sind Krankheitskosten-/ Leistungsrisiken, biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten und Reserverisiken. Ferner bestehen noch Zinsgarantierisiken sowie Risiken aus gesetzgeberischen Maßnahmen.
Versicherungstechnische Risiken können dazu führen, dass die zu zahlenden Leistungen und Kosten nicht mehr aus den Beitragseinnahmen, den Anlageerträgen und der planmäßigen Auflösung der Alterungsrückstellung finanziert werden können. Ein mindestens jährlich durchzuführender, gesetzlich vorgeschriebener Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Leistungen ermöglicht jedoch ein zeitnahes Erkennen von Abweichungen in den erwarteten Leistungen. Bei Bedarf erfolgt eine Beitragsanpassung.
Krankheitskosten-/Leistungsrisiken
Unter dem Krankheitskosten-/Leistungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen Krankheits- und Pflegekosten die erwarteten, in dem Beitrag berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Im Falle eines kurzfristigen und nicht nur vorübergehenden Anstiegs der Krankheits- und Pflegekosten über den kalkulierten Rahmen oder einer Pandemie kann auf die unerwartete Leistungserhöhung gegebenenfalls erst mit einer zeitlichen Verzögerung durch eine Beitragsanpassung reagiert werden.
Biometrische Risiken
Biometrische Risiken entstehen in der Krankenversicherung aus einer steigenden Lebenserwartung, wodurch mit einer verlängerten Inanspruchnahme und somit einer Erhöhung der Versicherungsleistungen zu rechnen ist. Die Sterbetafeln werden jährlich von der Deutschen Aktuarvereinigung auf ausreichende Sicherheit überprüft und in der neuen PKV-Sterbetafel dokumentiert. Soweit sich ein Aktualisierungsbedarf ergibt, verwenden wir die neuen Werte unverzüglich bei der Kalkulation neuer Tarife beziehungsweise von Beitragsanpassungen. Dieser Aktualisierungsbedarf kann auch durch den seit 2008 jährlich durchzuführenden Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Sterbewahrscheinlichkeiten ausgelöst werden.
Risiken aus Kundenverhalten
Ein Risiko aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern stellt insbesondere das Stornorisiko dar. Die in der Tarifierung angesetzten Stornowahrscheinlichkeiten basieren sowohl auf eigenen als auch auf Verbandserfahrungen und sind aktuariell ausreichend vorsichtig bemessen. Die Stornoquoten bei der AXA Krankenversicherung und in der Branche werden permanent beobachtet, so dass frühzeitig eine Veränderung erkannt und gegebenenfalls in Beitragsanpassungen und Neukalkulationen berücksichtigt wird. Darüber hinaus beobachten wir aufmerksam die Auswirkungen unserer Beitragsanpassungen auf das Kundenverhalten. Damit sind insbesondere Storni, Tarifwechsel und die Nichtzahlung von Beiträgen gemeint. Durch die Gesundheitsreform 2013 wurden die privaten Krankenversicherungsunternehmen verpflichtet, trotz Nichtzahlung von Beiträgen den versicherten Kunden Notfallleistungen zuzusagen und außerdem die Alterungsrückstellung weiterhin tariflich aufzufüllen. Durch die Einführung des Notlagentarifes wurde das Risiko, dadurch Verluste zu erleiden, für die privaten Krankenversicherungsunternehmen abgemildert. Während der Versicherung in diesem Tarif ist nur der für Notfallleistungen erforderliche Beitrag zu zahlen, und es erfolgt kein weiterer Aufbau von Alterungsrückstellung. Zusätzlich wird der Beitrag für den Notlagentarif dadurch gemindert, dass Teile einer vorhandenen Alterungsrückstellung darauf angerechnet werden. Zahlt der Kunde überhaupt keine Beiträge, so wird dennoch der aus der Alterungsrückstellung resultierende Teil dem Beitragskonto zugeführt. Damit stehen insgesamt wieder mehr Mittel als Zuführung zur Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung zur Verfügung.
Reserverisiken
Zur Finanzierung des mit dem Alter steigenden Krankheitsrisikos werden Alterungsrückstellungen gebildet. Aus diesen Rückstellungen werden zukünftige Leistungen an die versicherten Personen finanziert, die planmäßig nicht mehr durch die gezahlten Beiträgen zu decken sind. Die Höhe der Zahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, insbesondere aufgrund steigender Krankheitskosten-/Leistungszahlungen (siehe vorstehend) und einer sinkenden Sterblichkeit, deren Veränderung aufgrund der regelmäßigen Überprüfung jedoch in den vergangenen Jahren nicht mehr so gravierend war wie in früheren Jahren, in denen die Aktualisierung in längeren Zeiträumen erfolgte. Definitiv schon feststehende medizinische Entwicklungen sind jedoch in der Alterungsrückstellung in dem Augenblick eingepreist, in dem sie in den Beiträgen berücksichtigt sind (Krankenversicherungsaufsichtsverordnung). Insgesamt ist das Reserverisiko als gering einzuschätzen, da durch regelmäßige Beitragsanpassungen der Leistungsbedarf aktualisiert wird.
Zinsgarantierisiko
Der Alterungsrückstellung werden jährlich Zinserträge zugeführt, wobei der Zinssatz gesetzlich auf 3,5 % nach oben begrenzt ist. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase wurde in den letzten Beitragsanpassungen seit dem 1. Januar 2014, in den von den Beitragsanpassungen betroffenen Einheiten der Rechnungszins abgesenkt. Maßgeblich für die Höhe des Rechnungszinses ist die zukünftige Zinserwartung, die mithilfe des aktuariellen Unternehmenszinses (AUZ) nach einem brancheneinheitlichen Verfahren unternehmensindividuell ermittelt wird. Bei dem AUZ handelt es sich um ein mit der Deutschen Aktuarvereinigung und der Aufsichtsbehörde abgestimmtes Verfahren zur Zinsprojektion, das auf Basis der Vorjahresergebnisse und offiziellen, durch die Bundesbank veröffentlichten Zinskurven für Neuanlagen die Zinserwartungen für das übernächste Jahr schätzt. Aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen sinkt der AUZ branchenweit und im Hinblick darauf sind Absenkungen des Rechnungszinses im Rahmen von Beitragsanpassungen unvermeidlich. Alle Tarifneueinführungen seit Einführung der Unisex-Tarife wurden von vornherein mit einem deutlich niedrigeren Zinssatz kalkuliert. Die über den Rechnungszins hinausgehenden Zinsen werden fast vollständig zur Beitragsermäßigung im Alter verwandt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Nettoverzinsung mit 3,4 % knapp unter dem gesetzlichen Höchstrechnungszins aber über dem durchschnittlichen Rechnungszins im Bestand, sodass für die meisten unserer Kunden Mittel zur Beitragsentlastung im Alter zurückgestellt werden konnten. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eventuell nur verzögert möglicher Rechnungszinsabsenkungen kann sich die Zinsmarge reduzieren. Wir streben durch Vermeidung von Neuanlagen in Ländern und bei Emittenten, für die eine erhöhte Abschreibungswahrscheinlichkeit besteht, weiterhin ausreichende Kapitalerträge an, um dauerhaft unsere Zinszusagen zu erfüllen.
Risiken aus Gesetzesänderungen
Mögliche gegen uns lautende gerichtliche Einschätzungen unserer Umsetzung der VVG-Reform könnten rückwirkende Auswirkungen auf unsere Leistungsverpflichtungen haben. Es gibt zurzeit keine gerichtlichen Verfahren, die signifikante Änderungen begründen könnten.
Veränderungen im Gesundheitssystem
Im Allgemeinen werden Veränderungen im Gesundheitssystem beobachtet, insbesondere auch aktuelle Diskussionen zu möglichen gesetzlichen Änderungen, die sich nach der Bundestagswahl 2017 ergeben und wesentliche Auswirkungen auf unsere Risikolage haben könnten. Die Auswirkungen werden abgeschätzt und, wenn erforderlich, in der Unternehmensplanung berücksichtigt.
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft resultieren für unsere Konzerngesellschaften aus Beitragsforderungen, Forderungen gegenüber Versicherungsvermittlern, Leistungsrückforderungen sowie Forderungen beziehungsweise Ansprüchen gegenüber Rückversicherern. Sowohl bei der über unsere französischen Gruppengesellschaften AXA Global P&C und AXA Global Life retrozedierten Vertragsrückversicherung als auch bei der direkt abgegebenen fakultativen und vertraglichen Rückversicherung wird nur mit erstklassigen Rückversicherern zusammengearbeitet.
Risiken aus Kapitalanlagen
Die Kapitalanlagen unserer Gesellschaft bestehen hauptsächlich aus Anteilen an verbundenen Unternehmen. Deshalb werden im Folgenden die Kapitalanlagerisiken des AXA Konzerns dargestellt. Diese werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden. Dieses wird unter anderem durch eine ausgewogene Diversifikation und strikte Begrenzung von Konzentrationsrisiken gewährleistet.
Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die durch die im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und andere risikomindernde Maßnahmen bewusst eingegangen werden. Zum Erhalt beziehungsweise Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und fortlaufend an das jeweilige Kapitalmarktumfeld angepasst.
Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt:
Marktrisiken
Die Marktpreisrisiken unserer Gesellschaften beruhen im Wesentlichen auf Wertverlusten bei Aktien und festverzinslichen Anlagen. Ferner sind die nicht börsennotierten Beteiligungen sowie der Immobilienbestand den Marktpreis- beziehungsweise Wertänderungsrisiken ausgesetzt. So können auch im Bereich Private Equity aufgrund einer zukünftigen Verschlechterung des Marktumfeldes Wertrückgänge bzw. Abschreibungen der Beteiligungen nicht ausgeschlossen werden.
Zinsänderungsrisiko gehört zu den wichtigsten Finanzmarktrisiken, da unser Portfolio und die Kapitalanlagen der Versicherungsgesellschaften zum Großteil aus festverzinslichen Wertpapieren bestehen. Allerdings ergibt sich das Zinsrisiko aus dem Durationsmismatch zwischen Aktiv- und Passivseite der Bilanzen unserer Gesellschaft bzw. unserer Versicherungsunternehmen. Die Festlegung von Durationszielen erfolgt durch regelmäßige Asset Liability Management-Analysen im Einklang mit der Risikotragfähigkeit der jeweiligen Gesellschaft.
Die Auswirkungen dieser Faktoren auf die Marktwerte der Kapitalanlagen werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Aktien, Zinsprodukten und Währungen unter Berücksichtigung der bestehenden Währungssicherungen und anderer derivativer Absicherungsmechanismen simuliert.
Währungsrisiken bestehen nur in wirtschaftlich unbedeutendem Umfang, da wir hauptsächlich im europäischen Raum investieren. Fremdwährungsinvestitionen werden begrenzt, kontrolliert und größtenteils gegen Wechselkursschwankungen abgesichert. Dies erfolgt durch den Einsatz von Fremdwährungsderivaten (zum Beispiel Devisentermingeschäften).
Die Immobilienanlagen bestehen zum großen Teil aus deutschen Büro- und Gewerbeimmobilien. Die Wertentwicklung ist deshalb im Wesentlichen abhängig von der Konjunkturlage in Deutschland.
Wir verfolgen die Entwicklung der Kapitalmärkte sehr genau und ergreifen Maßnahmen bei signifikanten Wertverlusten. Die Maßnahmen beinhalten unter anderem notwendige Abschreibungen auf die nachhaltigen Werte einzelner Kapitalanlagen, den selektiven Verkauf einzelner Titel und den optionalen Einsatz von Wertsicherungsmaßnahmen, um die Portfolios kurzfristig gegen weitere Wertverluste abzusichern.
Kreditrisiken
Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners beziehungsweise Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen und Genussrechten.
Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt entweder mit Hilfe von Ratingagenturen oder nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft.
Zusätzlich zur Überwachung der Ratings nehmen wir in Zusammenarbeit mit den von uns mandatierten Vermögensverwaltern Detailanalysen zu potenziell ausfallgefährdeten Wertpapieren vor, auf deren Basis dann über risikomindernde Maßnahmen entschieden wird. Für diese Analysen werden alle im Markt vorhandenen Informationen herangezogen.
Für die Vergabe von Hypotheken- und Refinanzierungsdarlehen durch unsere Gesellschaften gelten Vergaberichtlinien und strenge Vorschriften bezüglich der Bonität. Als Sicherheit von Hypothekendarlehen bestehen Pfandrechte an Grundstücken und/oder Versicherungsverträgen. Die Vergaberichtlinien knüpfen eine Finanzierung im Regelfall an private Nutzung und erstrangige Absicherung.
Die einzelnen Engagements im Bereich Hypotheken einschließlich Forward-Darlehen bei unseren Gesellschaften unterliegen der regelmäßigen Überwachung. Mithilfe unserer Kontrollverfahren für den Zins- und Tilgungsdienst sowie unseres Mahnverfahrens erhalten wir einen detaillierten Überblick über ausstehende Zahlungen.
Einlagen bei Kreditinstituten erfolgen ausnahmslos bei Banken, die über ein Investment Grade Rating verfügen.
Die Kontrahenten der Derivatepositionen verfügen ausnahmslos über ein Investment Grade Rating, sofern die Geschäfte nicht über die Terminbörse Eurex abgewickelt wurden. Das Gegenparteirisiko der Derivategeschäfte wird fortlaufend durch die Stellung von Sicherheiten (Collateral) abgesichert.
Für einige OTC-Derivate gilt die Clearingpflicht über zentrale Gegenparteien sowie die Meldepflicht an das Transaktionsregister. AXA stellt die Einhaltung der Anforderungen aus EMIR (European Market Infrastructure Regulation) gruppenweit sicher.
Die Konzerngesellschaften sind im Durchschnitt zu einem Anteil von 18% der Kapitalanlagen (auf Marktwertbasis) in Staatsanleihen investiert. Anleihen von Spanien, Italien, Portugal und Irland, deren Risiken im Rahmen der europäischen Schuldenkrise diskutiert wurden, machen einen Anteil von 5% aus. Griechische Staatsanleihen sind nicht im Bestand.
Ebenso halten wir Fremdkapitalinstrumente, die von nationalen und internationalen Banken sowie Unternehmen außerhalb des Finanzsektors emittiert wurden. Dieses Exposure wird entweder direkt oder über Fonds, Derivate und strukturierte Produkte gehalten und enthält zu einem geringen Teil auch nachrangige Instrumente.
Die meisten festverzinslichen Wertpapiere in unseremBestand und dem Bestand unserer Versichungsgesellschaftenverfügen über ein Investment Grade Rating. Der größte Teil der Rentenbestände ist besichert beziehungsweise von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem geringen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Bonität einzelner Emittenten sich in der Zukunft verschlechtert und damit Abschreibungsbedarf entstehen könnte.
Konzentrationsrisiken
Konzentrationsrisiken entstehen, wenn Unternehmen hohe einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingehen und daraus hohe Ausfallverluste resultieren können. Bei der Kapitalanlage entstehen Konzentrationsrisiken, wenn Investitionen in einzelne Kapitalanlageprodukte oder Emittenten oberhalb definierter Grenzen durchgeführt werden. Aus diesem Grunde stehen Konzentrationsrisiken im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken und werden durch die Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht.
Liquiditätsrisiken
Aufgrund der vorab vereinnahmten sowie verzinslich und liquide angelegten Beiträge ist das Liquiditätsrisiko für Versicherungsunternehmen grundsätzlich gut steuerbar. Wir tragen dem Risiko unzureichender Liquidität durch eine mehrjährige Planung der Zahlungsströme Rechnung. Zusätzlich erfolgt für einen rollierenden Zwölfmonatszeitraum eine Prognose auf Monatsbasis. Für die Überwachung des Liquiditätsrisikos wird darüber hinaus ein Liquiditätsstresstest durchgeführt.
Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit unsere Gesellschaften den Verpflichtungen gegenüber ihren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Bei einem eventuell auftretenden unvorhergesehenen Liquiditätsbedarf wird auf Grundlage des konzerninternen Liquiditätshilfeabkommens Liquidität zur Verfügung gestellt.
Risikosteuerung der Kapitalanlagen
Innerhalb des AXA Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen im Einklang mit den Anforderungen von Solvency II implementiert. Das Asset Liability Management-Komitee schlägt die Kapitalanlagestrategie vor, der Vorstand entscheidet hierüber. Das Investment Committee implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation) und die Einhaltung vorgegebener Limitsysteme. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Kapitalanlagenrichtlinie mit dem Grundsatz unternehmerischer Vorsicht gemäß § 124 Abs. 1 Versicherungsaufsichtsgesetz. Zusätzlich werden Konzentrationsrisiken durch das gruppenweite Risikomanagement monatlich ausgewertet und überwacht.
Ziel des strukturierten Anlageprozesses ist es, die Risiken in den Portfolios durch systematische und kontrollierte Abläufe zu steuern. Anlageentscheidungen werden auf Basis von Asset Liability Management-Analysen vor dem Hintergrund der versicherungstechnischen Verpflichtungen, der Bewertungsreserven und der Eigenkapitalausstattung getätigt. Im Rahmen der strategischen und taktischen Asset Allocation bestehen prozentuale Begrenzungen für die einzelnen Anlageklassen. Zusätzlich werden Limite für Bonität, Einzelemittenten und die Duration des festverzinslichen Portfolios definiert und überwacht. Bei der Risikoeinschätzung wird dabei von einem dem jeweiligen Risiko adäquaten Prognosezeitraum ausgegangen. Zur Bewertung der Anlagerisiken steht eine Vielzahl von Risikomanagement-Instrumenten zur Verfügung.
Zum Zwecke der effizienten Portfolioverwaltung und -steuerung wird der Einsatz derivativer Finanzinstrumente regelmäßig geprüft. Mit diesen Instrumenten werden verschiedene Motive der Portfoliosteuerung umgesetzt: Absicherung, Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung. Das Hauptmotiv beim Einsatz von derivativen Instrumenten der Kapitalanlagen ist die Absicherung, wodurch das im Portfolio liegende wirtschaftliche Risiko reduziert wird (Hedging).
Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Asset Liability Management Committee und des Investment Committee wird das Kreditrisiko des Gesamtportfolios, einzelner Analageklassen sowie kritischer Emittenten unter der systematischen Teilnahme des Chief Investment Officers und des Finanzvorstandes besprochen.
Das Audit and Risk Committee (ARC) wird regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen und die Risikosituation des Konzerns und der Einzelgesellschaften informiert.
AXA Bank
Die AXA Bank AG verfügt über ein eigenständiges Risikomanagement. Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Banken (MaRisk BA) geben den aufsichtsrechtlichen Rahmen der Prozesse vor. Die Anforderungen dieses Rundschreibens beziehen sich auf das Management der für das Institut wesentlichen Risiken. Grundsätzlich sind zumindest die Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken und operationellen Risiken als wesentliche Risiken einzustufen.
Die internen Umsetzungen hierzu werden in der Risikostrategie der Bank geregelt. Zielsetzung der Risikostrategie ist es, ein betriebswirtschaftlich sinnvolles und effektives Risikomanagement zu verankern. Unter dem Begriff "Risiko" ist eine Verlust- oder Schadengefahr definiert, die entsteht, wenn eine zukünftige Entwicklung im Verlauf negativ von der Planung abweicht und mit einer Vermögensminderung verbunden ist.
Die AXA Bank bezeichnet ihre Risikoneigung als konservativ. Das bedeutet für die praktische Umsetzung, dass im Grundsatz die Investitionsalternativen risiko- und renditeorientiert ausgewählt werden. Die konservative Ausrichtung schlägt sich auch bei der Ermittlung der Risikotragfähigkeit nieder, da bei der Aggregation der Risiken auf eine Risikoreduzierung durch Korrelationen verzichtet wird.
Bei den wesentlichen Risiken stellen das Kreditrisiko und das Counterparty Risiko das überwiegende Adressenausfallrisiko dar.
Die Steuerung der Adressrisiken erfolgt über ein Gordy Modell. Die hierfür notwendigen Ausfallwahrscheinlichkeiten und Ausfallquoten werden intern ermittelt oder aus dem externen Rating der Geschäftspartner abgeleitet. Die Marktpreisrisiken werden mit Value-at-Risk Ansätzen barwertig ermittelt. Die Ermittlung der Risiken erfolgt auf Basis historischer Schwankungen der Geld- und Kapitalmarktzinssätze und kann somit unabhängig von einer Zinsprognose durchgeführt werden.
Im Rahmen der jährlichen Kapitalallokation werden Risikolimite für die einzelnen Risiken aus der Planung abgeleitet. Über ein Ampelsystem von Frühwarnwerten, kritischen Werten und Limiten werden diese Limite gesteuert. Bei Überschreiten der definierten Grenzen können sowohl Maßnahmen zur Risikoreduzierung vorgeschlagen werden als auch bei Planabweichungen eine Reallokation der einzelnen Risikolimite als Maßnahme erfolgen.
Durch ein aktives Asset-Liability-Management unterliegen die Marktpreisrisiken höheren Schwankungen als die Adressrisiken. Aus diesem Grund sind unterjährige Reallokationen bei den Risikolimiten für Marktpreisrisiken häufiger anzutreffen. Die Bank verzichtet aber weiterhin auf spekulativen Geldhandel und führt kein Handelsbuch. Dem Management der Liquiditätsrisiken schenkt die AXA Bank besondere Beachtung und steuert sowohl die dispositiven und strukturellen Liquiditätsrisiken.
Für die Steuerung der dispositiven Liquiditätsrisiken hat die AXA Bank ein eigenes Modell entwickelt, das die institutsspezifischen Besonderheiten berücksichtigt. Durch Annahmen für Normal-, Belastung- und Stress-Szenarien verfügt die interne Liquiditätssteuerung über ein Frühwarnsystem und einen definierten Risikoappetit. Ergänzend stellen regelmäßige Liquiditätsanalysen die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicher.
Die Kapitalanforderungen für operationelle Risiken werden über den für Banken aufsichtsrechtlich wählbaren Basisindikatoransatz ermittelt. Das regelmäßig durchzuführende Risikoassessment für diese Risikoart wird über den einheitlichen Assessment Prozess im AXA Konzern sichergestellt. Die wesentlichen Risiken werden im Rahmen von durchgängigen Risikomanagementprozessen laufend überwacht und durch interne Limite gesteuert und begrenzt. Die Limite werden auf Basis des Risikoappetits von der Geschäftsleitung der Bank festgelegt.
Des Weiteren wird die Bank über ein Ampelsystem von Frühwarnindikatoren gesteuert, diese unterteilen sich in Frühwarnwerte, kritische Werte und Limite. Überschreitungen von Frühwarnindikatoren lösen geeignete Risikosteuerungsmaßnahmen aus. Die Ergebnisse fließen wiederum in den Managementprozess ein. Die Gesamtbanksteuerung dient hierbei als Grundlage für Managemententscheidungen und soll mögliche negative Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragskraft der Bank vermeiden beziehungsweise minimieren. Im Rahmen der Steuerung simulieren Szenarioanalysen mögliche zukünftige Ereignisse. Dabei werden Marktentwicklungen, volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Kennzahlen zur Simulation herangezogen.
Aufgrund der risikoaversen Ausrichtung wird von einer stabilen Risikosituation der Bank ausgegangen.
Operationelle und sonstige Risiken
Operationelle Risiken beinhalten Risiken aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen, Risiken aus Mitarbeiterverhalten sowie aus systembedingten oder externen Vorfällen. Ferner sind Rechtsrisiken mit inbegriffen, welche die Möglichkeit eines Verlustes aufgrund der unzureichenden Betrachtung der aktuellen Rechtslage umfassen.
Unsere Gesellschaften bzw. AXA Deutschland unterscheidet hierbei die Risikokategorien Interner Betrug, Externer Betrug, Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitssicherheit, Kunden-, Produkt- und Geschäftspraxis, Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsunterbrechung und Versagen von Systemen, Durchführungs-/Produkt-/Leistungs-/Prozessmanagement, konkrete Rechtsänderungen. Als risikobewusste Versicherungsgruppe hat AXA Deutschland Prozesse und Systeme zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung der operationellen Risiken entwickelt. Insbesondere die Bewertungsmethode ist als Bestandteil des von der französischen Aufsichtsbehörde ACPR (Autorité de Controle Prudentiel et de Résolution) im November 2015 zertifizierten Internen Modells im Rahmen von Solvency II genehmigt worden.
Die Methoden und Prozesse werden ständig weiterentwickelt. Die operationellen Risiken sind in das Interne Kontrollsystem integriert, werden quantifiziert und qualitativ beurteilt. Die Ergebnisse der Risikobewertung fließen in die Unternehmenssteuerung ein.
Seit 2010 führt AXA Deutschland eine Sammlung von Daten aus operationellen Verlusten durch. Zudem ist AXA Deutschland (über die AXA Gruppe) seit 2014 Mitglied der Operational Riskdata Exchange Association (ORX), einer internationalen Plattform zum Austausch operationeller Verluste.
Das Risikoprofil der AXA Deutschland ist wie im Vorjahr durch Gerichtsentscheidungen und Änderungen von Gesetzesvorhaben geprägt. Die Änderungen von rechtlichen Regelungen werden laufend auf ihre Auswirkungen auf die AXA analysiert. Um auf diese risikoadäquat reagieren zu können, existiert eine enge Zusammenarbeit des operationellen Risikomanagements mit der Rechts- sowie Complianceabteilung. Steigend sind weiterhin IT-Risiken inklusive Risiken um Datenschutz und IT-Sicherheit. Daher wurde in 2013 ein Projekt zur Identifizierung und Beseitigung von IT-Schwachstellen initiiert, Anfang 2014 gestartet und in den Jahren 2015 und 2016 über weiter ausgestaltet. Auf diese Weise wird eine kontinuierliche Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen im Bereich der IT-Sicherheit gewährleistet. Interne Kontrollprozesse reduzieren Risiken im Zusammenhang mit der Erstellung des Jahresabschlusses.
Darüber hinaus stehen Risiken aus der Einführung von Großprojekten unter besonderer Beobachtung. Bereits während der Projektphase werden erforderliche Maßnahmen identifiziert, so dass entstehende Risiken frühzeitig analysiert und gesteuert werden. Zusätzlich wird das operationelle Risikomanagement über jeden Projektchange informiert, um die Risikolage angemessen beurteilen zu können. Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, aus Systemausfällen und anderen Katastrophenereignissen werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert. Notfallprozesse werden organisiert und alle notwendigen Präventivmaßnahmen zum Zweck der Unternehmenssicherheit ergriffen. Durch die Setzung verbindlicher Standards mit Fokus auf die operationellen Risiken sollen mögliche Negativfolgen reduziert und der wirtschaftliche Fortbestand der AXA jederzeit garantiert werden. Diese sehen vor, dass interne und externe Bedrohungen, die eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse zur Folge haben könnten, regelmäßig beurteilt werden. Diese Risikoeinschätzung erfüllt im Wesentlichen vier Aufgaben:
| ― | Sammlung aller Informationen zur Priorisierung der Produkte, Dienstleistungen und somit Geschäftseinheiten im Rahmen der Prozesse Business Impact Analyse und Risk Identification and Assessment (RIA) |
| ― | Untersuchung und Bewertung verschiedener Strategieoptionen mit dem Ziel, wichtige Produkte und Dienstleistungen auch im Notfall bereitstellen zu können |
| ― | Entwicklung und Implementierung einer Business Continuity-Reaktion, vor allem in Form von Notfallplänen |
| ― | Übung und Pflege der Business Continuity Management-Vorkehrungen |
Der Leiter Operationelle Risiken ist Mitglied im zentralen Krisenmanagement-Team, um die Sicht des Risikomanagements in der Krisenorganisation sicherzustellen.
Auch strategische, Reputations- und weitere Rechtsrisiken werden permanent eng überwacht, das Instrumentarium insbesondere an präventiven Maßnahmen ständig überprüft und erweitert. Diese beschriebenen Maßnahmen inklusive der umfassenden Analyse und Bewertung sind geeignet, unsere in ihrer Bedeutung als gemäßigt eingeschätzten operationellen Risiken auf ein angemessenes Niveau zu reduzieren.
Ferner können Risiken aus der Anwendung steuerlicher Vorschriften entstehen. Diesen begegnen wir durch ein systematisches Management aller steuerlich relevanten Prozesse. Feststellungen aus steuerlichen Betriebsprüfungen früherer Jahre werden analysiert und bewertet und fließen in die Steuerung ein.
Risiken aus Pensionsrückstellungen
Unsere Gesellschaft hat früheren und teils noch aktiven Mitarbeitern Pensionen zugesagt. Im Zusammenhang mit den Pensionsplänen können Pensionsrisiken sowohl bei den Vermögenswerten der Aktivseite als auch auf der Passivseite relevant werden. Dies ist zum einen über Marktwertrückgänge des Planvermögens auf der Aktivseite, aber auch über eine Zunahme der Verpflichtungen auf der Passivseite, zum Beispiel durch Änderungen des Rechnungszinses, möglich. Auf der Verpflichtungsseite können zudem versicherungstechnische Risiken wie das Langlebigkeitsrisiko auftreten. In diesem Zusammenhang wird das Pensionsrisiko als dasjenige Risiko angesehen, dass das Trägerunternehmen zur Bedienung der zugesagten Rentenverpflichtungen Nachschüsse leisten muss.
Die Risiken für die Pensionsverpflichtungen werden in unserem internen Risiko-Modell berücksichtigt, berechnet und überwacht. Das niedrige Zinsniveau wird nach wie vor als Hauptbelastungsfaktor sowohl für die Höhe der ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen, aus denen zusätzliche Aufwendungen zur Erhöhung der Rückstellungen resultieren, als auch für die Höhe der mit vertretbarem Risiko erzielbaren Erträge aus der Kapitalanlage betrachtet. Aus einem weiterhin anhaltenden Niedrigzinsumfeld resultiert eine weitere Absenkung des Rechnungszinssatzes, wodurch die Rückstellungen zu den Pensionsverpflichtungen weiter ansteigen. Die in den nächsten Jahren zu leistenden Zuführungen zu den Rückstellungen sind in den Planungen bereits berücksichtigt und auch im Fall von anhaltend niedrigen Zinsen sind geeignete Maßnahmen zur Finanzierung identifiziert.
Kapitalmanagement und Solvabilität
Die Steuerung der Kapitalbasis erfolgt nach den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Ziel ist es, die jederzeitige Erfüllung der versicherungsvertraglichen Verpflichtungen sicherstellen zu können - selbst wenn im Extremfall die hierfür gebildeten versicherungstechnischen Rückstellungen unzureichend wären. Für die Bereitstellung des entsprechenden Eigenkapitals wird eine angemessene Verzinsung angestrebt.
Zum 1. Januar 2016 ist Solvency II - mit seiner deutlichen Risiko- und Marktausrichtung - in Kraft getreten. Auf nationaler Ebene sind die Vorschriften im Versicherungsaufsichtsgesetz neue Fassung geregelt. Die hieraus resultierenden Anforderungen sind von uns in Form von verabschiedeten Leitlinien zeitgerecht erfüllt worden, diese werden in der Unternehmensorganisation unserer Versicherungsgesellschaften angewendet.
Die AXA Gruppe hat ein Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung entwickelt, das Ende November 2015 von der französischen Versicherungsaufsicht ACPR (Autorité de Controle Prudentiel et de Résolution) genehmigt wurde und ab dem 1. Januar 2016 als Internes Modell unter Solvency II dient. Zur Sicherstellung der Angemessenheit des entwickelten internen Modells der AXA Deutschland fand auch im Geschäftsjahr 2016 ein umfassender Austausch mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) statt.
Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV) wie die Pensionskassen sind von den Aufsichtsanforderungen nach Solvency II nicht betroffen. Die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und der Rat haben sich allerdings am 30. Juni 2016 auf die so genannte "EbAV-II-Richtlinie" verständigt. Mit dieser EbAV-Richtlinie sollen Hindernisse für grenzüberschreitende Tätigkeiten von EbAVs beseitigt und parallel die Risikotragfähigkeit der Einrichtungen in Anlehnung an die Regelungen zu Solvency II erhöht werden. Hinzu kommen Aufsichtsrechte der Behörden, Berichtspflichten gegenüber der Aufsicht und der Öffentlichkeit sowie Informationspflichten gegenüber Versorgungsanwärtern und -empfängern. Die neue Richtlinie wurde am 23. Dezember 2016 veröffentlicht und ist gültig ab dem 13. Januar 2017. Die Umsetzung der EbAV-II-Richtlinie in nationales Recht hat innerhalb von zwei Jahren zu erfolgen.
Für die Solvabilität unserer Gesellschaften wurden die seit dem 1. Januar 2016 gültigen aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt, für die Pro bAV Pensionskasse AG weiterhin die bisher gültigen. Basierend auf den Berechnungen des genehmigten Internen Modells übertrifft die Solvenzpositionen unserer Gesellschaften die gesetzliche Anforderung und weisen zusätzlich einen angemessenen Kapitalpuffer oberhalb dieses gesetzlichen Limits auf. Unsere Gesellschaften haben keine Verwendung der möglichen Übergangsmaßnahmen bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beantragt.
Ab dem 1. Januar 2017 unterliegen wir zusätzlich der Solvency II-Gruppenaufsicht durch die BaFin. Zukünftig werden wir eine Solvabilitätsquote für unsere Teilgruppe vorlegen. Nach dem derzeitigen Stand der Berechnungen übertrifft die Eigenmittelausstattung unserer Teilgruppe ebenfalls die gesetzliche Kapitalanforderung und weist zusätzlich einen angemessenen Kapitalpuffer oberhalb dieses gesetzlichen Limits auf. Diese Solvenzsituation ist weiterhin gegeben, auch wenn die Hauptversammlung dem Vorschlag des Vorstandes zustimmt, eine Sonderdividende i.H.v. 462,0 Mio. € an die AXA S.A. auszuschütten. Die AXA Konzern AG hat auf Ebene der Teilgruppe des deutschen AXA Konzerns ein konzerninternes Risikolimit in Form einer Mindestsolvabilitätsquote (gemäß Solvency II) festgelegt. Die Gesellschaft berücksichtigt dieses Risikolimit unter Beachtung der unternehmenseigenen Prognose für das kommende Geschäftsjahr bei der Verwendung ihres Bilanzgewinns.
Im Juli 2013 wurde die weltweite AXA Gruppe durch das Financial Stability Board (FSB) als systemrelevant (Global Systemically Important Insurer [G-SII]) eingestuft. Aufgrund dessen wird die AXA Gruppe nunmehr künftig den "G-SII Policy Measures" des International Association of Insurance Supervisors (IAIS) unterliegen und somit sukzessive bis voraussichtlich 2019 zusätzliche Anforderungen zu erfüllen haben.
Zusammenfassende Darstellung der Risikolage
Für unsere Sachversicherungsgesellschaften stellen das Prämien-/Schadenrisiko und das Reserverisiko die größten versicherungstechnischen Risiken dar. Zudem bestehen Biometrie- und Zinsgarantierisiken aus der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr (UBR). In der Lebens- und Krankenversicherung stellen das Zinsgarantierisiko und die biometrischen sowie die Schaden-/Leistungsrisiken die größten versicherungstechnischen Risiken dar. Neben den versicherungstechnischen Risiken beinhalten die Markt- und Bonitätsrisiken der Kapitalanlagen das größte Risikopotenzial.
Die identifizierten spartenspezifischen und operationellen Risiken werden durch die Risikomanagementstrukturen unseres Konzerns sowohl auf zentraler Ebene als auch in den Ressorts kontinuierlich verfolgt. Ebenso werden im Audit & Risk Committee (ARC) regelmäßig Maßnahmen zu den Top-Risiken wie aktuell in der Lebensversicherung die Risiken aus dem Niedrigzinsumfeld oder die aufgrund der steigenden Digitalisierung wachsenden operationellen Risiken besprochen und nachverfolgt.
Die Gesamtrisikosituation hat sich im Geschäftsjahr 2016 nicht wesentlich verändert. Allerdings wirken sich wie bei allen deutschen Lebensversicherungsgesellschaften die weiterhin historisch niedrigen Kapitalmarktzinsen belastend auf das Zinsgarantierisiko unserer Lebensversicherungsgesellschaften aus. Insbesondere die Risikosituation der Pro bAV Pensionskasse AG erforderte auch im Geschäftsjahr 2016 besondere Beachtung -gerade mit Blick auf den weiteren Aufbau der Zinszusatzreserve. Die noch jungen deregulierten Pensionskassen in der Rechtsform der Aktiengesellschaft, wie unsere Gesellschaft, sind dabei wesentlich stärker von der Niedrigzinssituation betroffen als die Lebensversicherungsunternehmen. Durch die Finanzierung der Zinszusatzreserve sowie höheren Solvabilitätsanforderungen durch steigende Reserven könnten bei der Pro bAV in den kommenden Jahren Jahresfehlbeträge entstehen, die von der AXA Konzern AG im Rahmen des bestehenden Beherrschungsvertrages auszugleichen wären. Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden. Alle Risiken werden frühzeitig erkannt, bewertet und gesteuert.
Ausblick und Chancen
Weiter gute wirtschaftliche Lage erwartet
Die gute wirtschaftliche Lage wird sich aller Voraussicht nach im laufenden Jahr fortsetzen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erwartet in seinem Ende Januar veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht 2017 ein Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 1,4% nach 1,9% im Jahr 2016. Das im Vergleich zum Vorjahr etwas geringere Wachstum wird auf die geringere Zahl an Arbeitstagen im laufenden Jahr zurückgeführt. Bundesregierung und Bundeswirtschaftsministerium begründen ihre positive Einschätzung vorrangig mit überdurchschnittlichen Konsumausgaben der privaten Haushalte, kräftigen Investitionen in den Wohnungsbau und dem höheren Ausgabe-Spielraum des Staates angesichts der guten Lage der öffentlichen Haushalte.
Auch die deutschen Wirtschaftsverbände sind für 2017 vorsichtig optimistisch. Nach einer Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) gehen 28 von 48 befragten Verbänden von einer steigenden Produktion im laufenden Jahr aus. Während besonders das Baugewerbe und ihr nahe Branchen zuversichtlich sind, fürchten die Automobilindustrie und die Finanzwirtschaft einen Abwärtstrend. Risiken werden vor allem im Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, in den Regierungswechseln in Italien und den USA sowie in den weiterhin niedrigen Zinsen gesehen. Die Finanz- und Versicherungswirtschaft ist zudem nach Einschätzung des IW eine der Branchen, in denen im neuen Jahr voraussichtlich Stellen gestrichen werden müssen.
Versicherungsbranche strebt höheres Wachstum als 2016 an
Zu den Verbänden, die mit einer Verbesserung ihrer Geschäftsentwicklung rechnen, gehört auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Er rechnet im laufenden Jahr für die Branche über alle Sparten hinweg mit einem Beitragswachstum von mindestens 1%. Das wäre besser als 2016, als die deutsche Versicherungswirtschaft lediglich um 0,2% wachsen konnte.
Für die Lebensversicherung erwartet der GDV im laufenden Jahr einen abgeschwächten Beitragsrückgang von etwa -0,5% (2016: - 2,2%) und begründet dies damit, dass die neu eingeführten Produkte zunehmend stärkere Akzeptanz finden. In der Schaden- und Unfallversicherung wird ein Zuwachs von etwa 2,1% nach 2,9% im Jahr 2016 prophezeit. Ebenso rechnen die privaten Krankenversicherer im laufenden Jahr mit einem erneuten Wachstum bei den Beiträgen.
AXA
In der Schaden- und Unfallversicherung sind wir mit der AXA Versicherung AG, der AXA easy Versicherung AG sowie der AXA ART Versicherung AG vertreten.
Unsere Erwartungen für das Privatkundengeschäft unserer größten Sachversicherungsgesellschaft AXA Versicherung AG sind für 2017 weiterhin verhalten optimistisch und wir möchten unsere Marktposition in den Sach-, Haftpflicht- sowie Unfallversicherungen weiter festigen. Im Privatkundengeschäft arbeiten wir an einer umfassenden Transformation unseres Geschäftsmodells. Dies bedeutet, dass wir uns konsequent danach ausrichten, einfache Angebote für unsere Kunden zu schaffen, Partnerschaften eingehen zu können sowie schlanke und automatisierte Prozesse nachhaltig zu etablieren. Dies führt zu besseren Angeboten über die digitalen Kontaktkanäle sowie die unsere personalen Vertriebe. Für 2018 planen wir im privaten Sach-Haftpflichtgeschäft bereits neue modulare Produkte. In der Kraftfahrzeugversicherung werden wir die Services und Angebote weiterentwickeln.
Die AXA easy AG hingegen erwartet in 2017 ein deutlich über der Marktentwicklung liegenden Beitragsanstieg. Darüber hinaus stützen sich unsere Wachstumsprognosen der AXA Versicherung AG in der Sach- und Haftpflichtversicherung zum einen auf unsere Bereitschaft und Fähigkeit, mit dem Kunden digital zu interagieren, und zum anderen auf unsere Produktpalette, die flexibel, auf die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden angepasste Lösungen ermöglicht. Zur Verbesserung der Entwicklung werden im Jahr 2017 erneut vertriebliche Maßnahmen in allen Sparten aufgesetzt.
Im Industrie- und Firmenkundengeschäft werden wir weiterhin den Ausbau von Universal, unserem elektronischen Angebots- und Policierungstool, sowie die Kooperation mit Acturis fortsetzen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Weiterführung der Wachstumsinitiativen in Industrie sowie der Weiterentwicklung des internationalen Geschäfts durch AXA International Services (AIS). Mit AXA International Services richten wir uns an deutsche Unternehmenskunden mit Auslandsaktivitäten und bieten individuelle und internationale Versicherungslösungen mit weltweiten Deckungen und Betreuung vor Ort im Ausland. Auf Produktseite werden Bestandsmanagement-Maßnahmen in Sach-Firmen umgesetzt und das Cyber-Produkt intensiver vermarktet.
Um auch in Zukunft unsere Marktposition erfolgreich ausbauen zu können, beginnen wir in 2017 mit dem Aufbau eines neuen Bestands- und Schadensystems für das SUH-Privat- und Firmenkundengeschäft. Diese große Investition tätigen wir vor allem vor dem Hintergrund, langfristig noch besser und flexibler auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen zu können und so unsere Wettbewerbsfähigkeit und Marktposition nachhaltig zu verbessern.
Wir werden auch in dem weiterhin schwierigen Wettbewerbsumfeld unsere ertragsorientierte Zeichnungspolitik unverändert fortsetzen und zugleich die Qualität und Effizienz unserer Prozesse nachhaltig verbessern. Aufgrund der Anhäufung von Großschäden in 2016 gehen wir von einem rückläufigen Schadenaufwand in 2017 aus. Weitere Einsparungen im Rahmen unseres Effizienzsteigerungsprogramms "Ambition 2020" schaffen Raum für Zukunftsinvestitionen, wie in das neue Bestands- und Schadensystem für das Sachversicherungsgeschäft sowie für das Projekt "New Way of Working" zur bedarfsgerechten Gestaltung einer agilen Arbeitsumgebung für alle Mitarbeiter des Konzerns.
Aufgrund unserer risiko- und ertragsoptimierten Kapitalanlagestrategie erwarten wir für 2017 trotz des weiterhin niedrigen Zinsniveaus ein Kapitalanlageergebnis über dem Vorjahresniveau. Bedingt durch den Sondereffekt aus der Verschmelzung der DBV Deutsche Beamtenversicherung auf die AXA Versicherung AG erwarten wir ein Unternehmensergebnis, das deutlich unter dem Niveau des Jahres 2016 liegen wird.
Bezogen auf die Kunstversicherung rechnen wir damit, dass die Nachfrage nach Versicherungsschutz für Kunst- und Sammlungsgegenstände sich in 2017 weiter international ausdifferenziert, während der private Bereich nachhaltige Wachstumschancen bietet. Trotz bestehender politischer Unsicherheiten und auch weiterer regulatorischer Entwicklungen im Kunstmarkt geht der Vorstand insgesamt von einer leicht positiven, aber stärker selektiven Entwicklung des globalen Kunstmarktes in 2017 aus. Die erwartete, moderat positive Entwicklung der Weltwirtschaft sollte dazu beitragen, dass in den Hauptabsatzmärkten die Anzahl vermögender Kunden und deren verfügbares Vermögen weiter wächst und zu breiteren Absicherungsbedürfnissen führt.
Aufgrund der geplanten selektiven Ausweitung der Geschäftsaktivitäten rechnen wir bei moderatem Prämienwachstum mit kongruent leicht steigenden Provisions- und Schadenaufwendungen. Insgesamt gehen wir bei gleichzeitigen, weiteren Investitionen von einem stabilen Unternehmensergebnis aus.
In der Lebensversicherung sind wir mit der AXA Lebensversicherung AG, der Deutsche Ärzteversicherung AG sowie der Pro bAV Pensionskasse AG vertreten.
Die weiterhin historisch niedrigen Kapitalmarktzinsen stellen für die Lebensversicherung sowie die staatlichen und betrieblichen Altersversorgungssysteme eine große Herausforderung dar. Zur Sicherstellung künftiger Garantiezinsverpflichtungen sind bei Lebensversicherungsunternehmen auch in den nächsten Jahren Zinszusatzreserven beziehungsweise im regulierten Bestand Zinsverstärkungen zu stellen, deren Finanzierung überwiegend - aber nicht nur - durch die Realisierung von Bewertungsreserven auf Kapitalanlagen erfolgen wird.
Vor diesem Hintergrund haben wir für 2017 die laufende Verzinsung (Garantieverzinsung plus Zinsüberschussanteil) für klassische Renten- und Lebensversicherungen moderat auf 2,9% angepasst. Bisher lag sie bei 3,1%. Dazu kommen ein Schlussüberschuss sowie eine Sockelbeteiligung an den Bewertungsreserven. Damit passt AXA diesen Wert an die anspruchsvolle Kapitalmarktsituation an, bietet hiermit jedoch nach wie vor eine attraktive Verzinsung im Marktvergleich. Die Gesamtverzinsung wird 2017 bei durchschnittlich 3,4% (Vorjahr: 3,6%) liegen.
Sicherheit und vor allem Nachhaltigkeit stehen bei der Anlage von Kundengeldern für AXA im Fokus. Eine ausgewogene Kapitalanlagestruktur sowie Kompetenz, Erfahrung und globales Know-how sind dabei ausschlaggebend. Durch die Zugehörigkeit zur international starken AXA Gruppe profitiert die AXA Lebensversicherung AG vom globalen Know-how in der Kapitalanlage, weltweit breit diversifizierten Investments, einem ausgezeichneten Risikomanagement, sowie hoher finanzieller Stabilität. Darüber hinaus setzen wir auf eine aktive und konsequente Anlagepolitik zur Vermeidung zu großer Durationsunterschiede auf der Aktiv- und Passivseite der Bilanz als Grundlage für ein langfristig stabiles Kapitalanlagemanagement.
Im Hinblick auf das Produktportfolio werden wir auch im Jahr 2017 als Vollsortimenter mit einer breiten Produktpalette auftreten. Im Bereich Altersvorsorge wird die Relax Rente im Fokus stehen und mit einer 100 % Geld-zurück-Garantie und verbesserter Kostenstruktur ein attraktives Produkt für den Kunden darstellen. Zudem wird ab 2017 mit dem Global Multi Asset Index eine Alternative zum Europa Aktien Index mit ISC (Intelligent Stability Control) angeboten. Auch in der Relax bAVRente wird der Global Multi Asset Index zukünftig eine attraktive Alternative in der Kapitalanlage bieten. Ein weiterer Schwerpunkt wird wie schon im Vorjahr erneut auf Biometrieprodukten liegen.
Wir erwarten für 2017 durch unsere Strategie des profitablen Neugeschäftswachstums bei einem rückläufigen Bestand klassischer Kapitallebensversicherungen im Wesentlichen konstante Beitragseinnahmen. Das Kapitalanlageergebnis wird insgesamt deutlich ansteigen, um die ebenfalls merklich höhere Zuführung zur Zinszusatzreserve zu finanzieren. Dabei ist in der Kapitalanlageplanung auch berücksichtigt, dass die nach den erfolgten Gewinnrealisierungen freigewordenen Mittel nur mit einer geringeren Effektivverzinsung wieder angelegt werden können. Bei den Kosten erwarten wir einen leichten Rückgang. Der Steueraufwand wird deutlich höher ausfallen, da 2016 durch positive Sondereffekte beeinflusst war.
Aufgrund der oben beschriebenen Entwicklungen wird für das Jahr 2017 ein leichter Rückgang des Unternehmensergebnisses erwartet.
Unsere Spezialversicherer, die Deutsche Ärzteversicherung AG, plant für 2017 mit weiterem Geschäftswachstum. Der Fokus liegt für 2017 klar auf der Intensivierung der vertrieblichen und prozessorientierten Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspartner Deutsche Apotheker und Ärztebank sowie auf dem weiteren Ausbau der Exklusivorganisation unserer Vertriebsgesellschaft Deutsche Ärzte Finanz (DÄF). Wir erwarten für 2017 einen moderaten Anstieg der Beitragseinnahmen, ein deutlich höheres Kapitalanlageergebnis - um die notwendige Erhöhung der Zinszusatzreserve zu finanzieren - und bei voraussichtlich etwas geringerer Zuführung zur Rückstellung zur Beitragsrückerstattung ein Ergebnis auf Vorjahresniveau.
Die preisliche Positionierung der Pro bAV Pensionskasse AG innerhalb der Wettbewerbspensionskassen ist weiterhin gut. In 2017 gilt für die aktuelle Tarifgeneration eine Deklaration der laufenden Überschussbeteiligung von 2,0%. Aufgrund der weiterhin historisch niedrigen Kapitalmarktzinsen und dem notwendigen weiteren Aufbau der Zinszusatzreserve kann die Gesellschaft dies nicht alleine finanzieren. Es sind zusätzlich auch durch die Aktionäre bzw. im Rahmen aufsichtsrechtlicher Möglichkeiten finanzielle Mittel zu generieren. Wir gehen für das Jahr 2017 von abnehmenden Versicherungsbeständen und dementsprechend zurückgehenden Beitragseinnahmen aus. Das Kapitalanlageergebnis wird als Folge der benötigten Erträge zur Finanzierung der weiter ansteigenden Zinszusatzreserve zunehmen. In der Planung ist berücksichtigt, dass die nach den erfolgten Gewinnrealisierungen freigewordenen Mittel nur mit einer geringeren Effektivverzinsung wieder angelegt werden können. Bei den Kosten wird für 2017 einen deutlichen Rückgang in Folge eines zurückgehenden Neugeschäftes bei gegenüber 2016 moderat sinkendem Aufwand im Zusammenhang mit einem neuen Bestandsführungssystem erwartet.
Die AXA Krankenversicherung AG erweiterte ihr bereits auch extern bestens bewertetes Leistungs- und Gesundheitsmanagement, den 'Gesundheitsservice360°' und das ePortal '"Meine Gesundheit von AXA", um die Patientenversorgung weiter zu verbessern. Papierlose Abrechnung und die digitale Vernetzung von Ärzten, Versicherten und der AXA gehören zu den Serviceangeboten. Das Segment der Zusatzversicherungen ist weiterhin ein strategisches Wachstumsfeld. Hier erwarten wir insbesondere die Fortsetzung der großen Erfolge unserer innovativen Ergänzungsprodukte in den Bereichen ambulante Versorgung, Pflege und Zahn. Außerdem sind wir bestens aufgestellt, die zunehmende Nachfrage nach betrieblicher Krankenversicherung maßgeschneidert zu erfüllen.
Als Folge der vorher genannten Wachstumspotenziale erwarten wir auch für 2017 und die Folgejahre einen moderaten Beitragsanstieg. Die anhaltende Niedrigzinsphase wird das Kapitalanlageergebnis im kommenden Jahr weiter belasten, so dass wir ein Kapitalanlageergebnis unter dem Vorjahr planen. Bei einer im Marktvergleich günstigen Kostenstruktur gehen wir für 2017 von einem Unternehmensergebnis aus, das leicht über dem des Geschäftsjahres 2016 liegt.
Die AXA Bank AG plant ein stärkeres Kreditneugeschäft und im Bereich des Depotgeschäfts einen weiter wachsenden Anteil mit fondsgebundenem Lebensversicherungsgeschäft im Konzernverbund. Aufgrund einer neuen Vertriebsvereinbarung sowie der durch die AXA Bank wieder aufgenommenen Vermögensverwaltung wird mit einem deutlich höheren Provisionsergebnis gerechnet. Nach einem projektbedingten Anstieg der Kosten sowie zusätzlichen Restrukturierungsaufwänden im Rahmen der Ambition 2020 werden sich die gesamten Verwaltungsaufwendungen in 2017 wieder deutlich reduzieren. Deshalb plant die AXA Bank für 2017 unter der Voraussetzung konstanter Rahmenbedingungen ein leicht verbessertes Unternehmensergebnis.
Für das Geschäftsjahr 2017 erwarten wir im Gesamtergebnis für die AXA Konzern AG somit insgesamt eine positive Geschäftsentwicklung und sind trotz des schwierigen Marktumfeldes, dem unsere operativen Tochtergesellschaften ausgesetzt sind, zuversichtlich, unsere Marktanteile in allen Segmenten auszubauen und die Profitabilität über Kosteneinsparungen und weitere Optimierung der Schadenentwicklung in der Schaden-/ Unfallversicherung aber auch in der Krankenversicherung weiter zu verbessern. Wir werden durch nochmals ansteigende Investitionen in Prozessverbesserungen, Digitalisierung und optimierte Strukturen den Kundenservice nachhaltig verbessern.
Aufgrund der in 2016 erhaltenen Sondererträge von der mit DBV Deutsche Beamtenversicherung AG verschmolzenen AXA Versicherung AG lag das Jahresergebnis der AXA Konzern deutlich über unseren Erwartungen. Für das Jahr 2017 erwarten wir keine Sondereffekte in dieser außergewöhnlichen Höhe. Deshalb gehen wir von deutlich rückläufigen Erträgen aus Beteiligungen und Gewinnabführungsverträgen und einem entsprechend geringeren Jahresergebnis aus.
Wir erwarten für 2017, ausgehend von einer vorsichtig eingeschätzten Entwicklung der Kapitalmärkte mit anhaltend niedrigen Renditen, wiederum eine angemessene Ausschüttung an unsere Muttergesellschaft und gleichzeitig die Solvabilitätsanforderungen innerhalb der zulässigen Grenzen zu erfüllen. Sollten bei Tochtergesellschaften der AXA Konzern AG - zum Beispiel aufgrund unerwarteter Kapitalmarktentwicklungen -Jahresfehlbeträge entstehen, wären diese im Rahmen der Beherrschungsverträge auszugleichen.
Köln, den 26. April 2017
Der Vorstand
Jahresabschluß
Bilanz zum 31. Dezember 2016
Aktiva
| in Tsd. Euro | 2016 | 2015 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen: | ||||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 25.720 | 27.699 | ||||
| 2. geleistete Anzahlungen | 2.690 | 2.761 | ||||
| 28.410 | 30.459 | |||||
| II. Sachanlagen: | ||||||
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 41.168 | 45.217 | ||||
| 2. geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau | 89 | 43 | ||||
| 41.257 | 45.260 | |||||
| III. Finanzanlagen: | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.330.693 | 3.462.184 | ||||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 240.000 | 240.000 | ||||
| 3. Beteiligungen | 37.844 | 37.832 | ||||
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 4.330 | 0 | ||||
| 5. Wertpapiere des Anlagevermögens | 310.687 | 522.650 | ||||
| 6. Sonstige Ausleihungen | 88.961 | 91.693 | ||||
| 4.012.515 | 4.354.359 | |||||
| 4.082.182 | 4.430.078 | |||||
| B. Umlaufvermögen: | ||||||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Forderungen aus Lieferung und Leistungen | 18 | 0 | ||||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.301.927 | 349.276 | ||||
| 3. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 12 | 117 | ||||
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 44.875 | 46.778 | ||||
| 1.346.833 | 396.171 | |||||
| II. Wertpapiere | ||||||
| 1. sonstige Wertpapiere | 134 | 53.568 | ||||
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 260.927 | 222.895 | ||||
| 1.607.895 | 672.634 | |||||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 0 | 1.823 | ||||
| D. Aktive latente Steuer | 1.069.376 | 1.034.043 | ||||
| 6.759.453 | 6.138.578 | |||||
| Passiva | ||||||
| in TSD. EURO | 2016 | 2015 | ||||
| A. Eigenkapital: | ||||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 79.840 | 79.840 | ||||
| II. Kapitalrücklage | 1.278.197 | 1.278.197 | ||||
| III. Gewinnrücklagen | ||||||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 25 | 25 | ||||
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 1.351.690 | 1.813.870 | ||||
| 1.351.715 | 1.813.895 | |||||
| IV. Bilanzgewinn | 1.127.547 | 279.206 | ||||
| 3.837.300 | 3.451.139 | |||||
| B. Rückstellungen: | ||||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.409.818 | 1.390.288 | ||||
| 2. Steuerrückstellungen | 469.191 | 566.141 | ||||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 674.883 | 476.319 | ||||
| 2.553.893 | 2.432.748 | |||||
| C. Verbindlichkeiten: | ||||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 213.664 | 91.665 | ||||
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 163.713 Tsd. Euro (2015: 45.190 Tsd. Euro) | ||||||
| 2. Sonstige Verbindlichkeiten | 61.066 | 69.470 | ||||
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 59.793 Tsd. Euro (2015: 67.894 Tsd. Euro) | ||||||
| davon aus Steuern: 9.071 Tsd. Euro (2015: 10.447 Tsd. Euro) | ||||||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 8.612 Tsd. Euro (2015: 7.667 Tsd. Euro) | ||||||
| 274.730 | 161.135 | |||||
| D. Rechnungsabgrenzungspostens | 174 | 200 | ||||
| E. Passive latente Steuern | 93.356 | 93.356 | ||||
| 6.759.453 | 6.138.578 |
Köln, den 26. April 2017
Der Vorstand
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
Bei der AXA Konzern AG ergeben sich durch die Erstanwendung des BilRUG umfangreiche Auswirkungen auf die Darstellung in der GuV. Um diese transparent zu machen, ergänzt die AXA Konzern AG (über die geforderte Anhangangabe zu den als-ob-Umsatzerlösen nach BilRUG im Vorjahr hinaus) ihre Rechenwerke um eine dritte Spalte.
| Posten | 2016 | 2015 | 2015 nach BilRug | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Tsd. Euro | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 1.447.181 | 1.207.090 | 1.221.065 | |||
| 2. andere aktivierte Eigenleistungen | 3.755 | 4.926 | 4.926 | |||
| 3. sonstige betriebliche Erträge | 46.958 | 85.656 | 83.032 | |||
| 4. Personalaufwand | ||||||
| a. Löhne und Gehälter | 723.890 | 542.976 | 542.976 | |||
| b. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung u. Unterstützung | 145.611 | 116.628 | 116.628 | |||
| zuzüglich Konzernumlage | 869.501 | 659.604 | 659.604 | |||
| davon für Altersversorgung 60.780 Tsd. Euro (2015: 56.929 Tsd. Euro) | ||||||
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 25.906 | 24.883 | 24.883 | |||
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 592.847 | 547.007 | 558.875 | |||
| 7. Erträge aus Beteiligungen, | 25.937 | 21.819 | 21.819 | |||
| davon aus verbundenen Unternehmen | ||||||
| 25.937 Tsd. Euro (2015: 21.785 Tsd. Euro) | ||||||
| 8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 641.526 | 352.380 | 352.380 | |||
| 9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, | 26.779 | 25.105 | 25.105 | |||
| davon aus verbundene Unternehmen | ||||||
| 8.891 Tsd. Euro (2015: 9.080 Tsd. Euro) | ||||||
| 10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, | 55.985 | 11.715 | 11.715 | |||
| davon aus verbundene Unternehmen | ||||||
| 0 Tsd. Euro (2015: 32 Tsd. Euro) | ||||||
| 11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere | 2.690 | 11.476 | 11.476 | |||
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen, | 65.759 | 213.773 | 213.773 | |||
| davon an verbundene Unternehmen | ||||||
| 2.328 Tsd. Euro (2015: 2.038 Tsd. Euro) | ||||||
| 13. Aufwendungen aus Verlustübernahme, | 1.240 | 4.414 | 4.414 | |||
| davon aus verbundenen Unternehmen | ||||||
| 1.240 Tsd. Euro (2015: 4.414 Tsd. Euro) | ||||||
| 14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 690.178 | 247.535 | 247.018 | |||
| 15. Außerordentliche Erträge | - | 11.351 | - | |||
| 16. Außerordentlicher Aufwand | - | 11.868 | - | |||
| 17. Außerordentliches Ergebnis | - | -517 | 0 | |||
| 18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zuzüglich Konzernumlage | 23.959 | -28.983 | -28.983 | |||
| 19. Ergebnis nach Steuern | 666.219 | 276.518 | 276.518 | |||
| 20. Sonstige Steuern | 1.000 | 2.047 | 2.047 | |||
| 21. Jahresüberschuss | 665.219 | 273.954 | 273.954 | |||
| 22. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 328 | 253 | 253 | |||
| 23. Entnahme andere Gewinnrücklagen | 462.000 | 5.000 | 5.000 | |||
| 24. Bilanzgewinn | 1.127.547 | 279.206 | 279.206 |
Anhang
Angaben zur Identifikation gem. § 264 Abs. 1a HGB
Die AXA Konzern AG, Köln, ist im Handelsregister untern der Nummer HR B Nr. 672 beim Amtsgericht Köln eingetragen.
Gewinnverwendungsvorschlag
Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beträgt 665.219.167,68 Euro. Nach Entnahme von 462.000.000,00 Euro aus den anderen Gewinnrücklagen ergibt sich einschließlich eines Gewinnvortrags von 328.089,16 Euro ein Bilanzgewinn von 1.127.547.256,84 Euro. Der Hauptversammlung schlagen wir vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
| Zahlung einer Dividende von 36,13 Euro je Vorzugsaktie, insgesamt 5.000.000 | 180.650.000,00 € |
| Zahlung einer Dividende von 36,07 Euro je Stammaktie, insgesamt 26.230.760 | 946.143.513,20 € |
| Gewinnvortrag | 753.743,64 € |
| Bilanzgewinn | 1.127.547.256,84 € |
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Allgemeines
Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach Maßgabe der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.
Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB vorgenommen worden.
Aktiva
Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um entgeltlich erworbene Software, welche mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungskosten entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bilanziert sind. Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen Anschaffungskosten zu entgeltlich erworbener Software, die sich noch nicht in einem betriebsbereiten Zustand befindet.
Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde mit ihren Anschaffungskosten bewertet, vermindert um die Abschreibungen für die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Soweit die Nutzung der Geschäftsausstattung die ursprünglich geplante Nutzungsdauer unterschreitet oder der Restbuchwert die Abgangserlöse übersteigt, fallen außerplanmäßige Abschreibungen an. Geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau wurden ebenfalls mit ihren Anschaffungskosten bewertet.
Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden mit den Anschaffungskosten bzw. den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.
Die sonstigen Ausleihungen wurden mit den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.
Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert aktiviert.
Wertpapiere, die dem Umlaufvermögen zugeordnet waren, wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigen Marktwerten bilanziert. Ein niedriger Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand wurde mit dem Nennbetrag in Ansatz gebracht.
Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.
Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, aktive latente Steuern in der Handelsbilanz zu aktivieren, Gebrauch gemacht. Die aktiven latenten Steuern werden nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB unsaldiert mit den passiven latenten Steuern ausgewiesen.
Aufgrund der bestehenden ertragssteuerlichen Organschaftsverhältnisse wurden die latenten Steuern der Organgesellschaften auf Ebene der AXA Konzern AG als Organträger ausgewiesen. Im Geschäftsjahr bestanden ertragsteuerliche Organschaften mit folgenden Tochtergesellschaften:
| ― | AXA Versicherung AG |
| ― | AXA Lebensversicherung AG |
| ― | Deutsche Ärzte Versicherung AG |
| ― | AXA Bank AG |
| ― | AXA Finanz Service GmbH |
| ― | Pluto Beteiligungswerte AG |
| ― | AXA ART Versicherung AG |
| ― | AXA Logistik & Services GmbH |
| ― | AXA Customer Care GmbH |
| ― | AXA easy Versicherung AG |
| ― | AXA Krankenversicherung AG |
| ― | Cleritas GmbH |
Die übrigen, nicht einzeln erwähnten Aktivposten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.
Passiva
Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Rententrendannahmen.
Durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurden die Vorschriften zur Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen geändert. Diese Rückstellungen sind nicht mehr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben, sondern mit dem der vergangenen zehn Geschäftsjahre abzuzinsen (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Der sich ergebende Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Rückstellungen nach den beiden Bewertungskonzepten beträgt 168.754 Tsd. Euro.
Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invalidisierungsannahmen dienen die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln GmbH.
Die Pensionsrückstellungen werden mit sogenanntem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB verrechnet, welches zum Zeitwert bewertet wird.
Mit Betriebsvereinbarung vom 7. April 2016 werden einige der bestehenden Versorgungszusagen um ein Kapitalwahlrecht für aktive Anwärter erweitert. Hiernach wird bei Altersrentenbeginn auf Wunsch des Mitarbeiters statt der lebenslangen Rente ein Einmalkapital in Höhe des dann nach HGB-Rechnungsgrundlagen ermittelten Barwerts der Versorgung gewährt. Die Auszahlung erfolgt im Januar des Folgejahres nach dem Termin des Renteneintritts. Das Kapitalwahlrecht der zum 7. April 2016 aktiven Mitarbeiter wurde mit einer Annahmequote von 30% berücksichtigt. Die HGB Zinsentwicklung wurde auf Basis des AXA Management Case der nächsten 35 Jahre abgeleitet.
Des Weiteren wurde für Betriebsrentner (sofern gesetzlich möglich) mit einer Annahmefrist zum 15. September 2016 eine Kapitalisierungsmöglichkeit für Ihre arbeitgeberfinanzierten Versorgungszusagen vereinbart.
Der sich aufgrund der von BilMoG in 2010 geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ergebende Zuführungsbetrag zu den Rückstellungen wird jährlich mit mindestens einem Fünfzehntel angesammelt.
Für die Gesellschaftswechsler und die abgefundenen Rentner wurde der noch offene Verteilungsbetrag zusätzlich als sonstiger Aufwand angesetzt.
Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht. Dabei wird das Wahlrecht gem. Tz. 87 IDW HFA 30 angewendet, d.h. der Effekt aus der Zinsänderung wird im Zinsergebnis dargestellt.
Der Ansatz der Jubiläumsrückstellungen erfolgte nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen sowie eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre vorgegeben durch die Deutsche Bundesbank. Dabei wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Rechnungsgrundlagen dienten die Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck. Bei der Ermittlung des Wertes wurden nur die Verpflichtungen gegenüber solchen Mitarbeitern einbezogen, die am Bilanzstichtag mindestens zehn Jahre in den Diensten des Unternehmens standen.
In Bezug auf die Steuerrückstellungen wurde das Beibehaltungswahlrecht für Posten aus der Zeit vor der Umstellung in Rahmen von BilMoG zum 01.01.2010 gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB ausgeübt.
Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Die Verbindlichkeiten wurden nach § 253 Abs. 1 HGB mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Unter den Verbindlichkeiten wird eine Verpflichtung gegenüber dem Pensionssicherungsverein über eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von 0,3 Mio. Euro ausgewiesen. Der Einmalbetrag ist gemäß § 30 i Abs. 2 BetrAVG in 15 gleichen Jahresraten fällig.
Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.
Fremdwährungspositionen wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die übrigen, nicht einzeln erwähnten Passivposten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.
Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 gem. § 284 Abs. 3 HGB:
| in Tsd. Euro | Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2016 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 31.12.2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände: | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 108.854 | 11.560 | 0 | 2.436 | 122.850 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 2.761 | 2.366 | 0 | -2.436 | 2.690 |
| 111.615 | 13.926 | 0 | 0 | 125.541 | |
| II. Sachanlagen: | |||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 137.385 | 5.882 | 0 | 0 | 143.267 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau | 43 | 46 | 0 | 0 | 89 |
| 137.428 | 5.928 | 0 | 0 | 143.356 | |
| III. Finanzanlagen: | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.504.122 | 362.105 | 493.347 | 52 | 3.372.932 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 248.767 | 237.386 | 235.000 | 0 | 251.153 |
| 3. Beteiligungen | 40.188 | 13 | 0 | 0 | 40.201 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 4.330 | 0 | 0 | 4.330 |
| 5. Wertpapiere des Anlagevermögens | 570.514 | 231.236 | 448.284 | -52 | 353.414 |
| 6. Sonstige Ausleihungen | 91.874 | 8 | 2.759 | 0 | 89.123 |
| 4.455.465 | 835.077 | 1.179.390 | 0 | 4.111.153 | |
| Anlagevermögen | 4.704.508 | 854.931 | 1.179.390 | 0 | 4.380.050 |
| in Tsd. Euro | Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2016 | Zugänge | Abgänge | Zuschreibungen | 31.12.2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände: | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 81.155 | 15.975 | 0 | 0 | 97.130 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 81.155 | 15.975 | 0 | 0 | 97.130 | |
| II. Sachanlagen: | |||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 92.168 | 9.931 | 0 | 0 | 102.099 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 92.168 | 9.931 | 0 | 0 | 102.099 | |
| III. Finanzanlagen: | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 41.939 | 300 | 0 | 0 | 42.239 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 8.767 | 2.386 | 0 | 0 | 11.153 |
| 3. Beteiligungen | 2.357 | 0 | 0 | 0 | 2.357 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 5. Wertpapiere des Anlagevermögens | 47.864 | 0 | 5.137 | 0 | 42.726 |
| 6. Sonstige Ausleihungen | 181 | 0 | 0 | 19 | 161 |
| 101.107 | 2.686 | 5.137 | 19 | 98.637 | |
| Anlagevermögen | 274.430 | 28.592 | 5.137 | 19 | 297.866 |
| in Tsd. Euro | Buchwert | |
|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände: | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 25.720 | 27.699 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 2.690 | 2.761 |
| 28.411 | 30.460 | |
| II. Sachanlagen: | ||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 41.168 | 45.217 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau | 89 | 43 |
| 41.257 | 45.260 | |
| III. Finanzanlagen: | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.330.693 | 3.462.183 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 240.000 | 240.000 |
| 3. Beteiligungen | 37.844 | 37.831 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 4.330 | 0 |
| 5. Wertpapiere des Anlagevermögens | 310.688 | 522.650 |
| 6. Sonstige Ausleihungen | 88.962 | 91.694 |
| 4.012.517 | 4.354.359 | |
| Anlagevermögen | 4.082.185 | 4.430.078 |
Erläuterungen zur Bilanz
Aktiva
Unter der Position entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurde entgeltlich erworbene Software ausgewiesen. Die Abschreibungen auf die Softwareprodukte wurden gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften zeitanteilig vorgenommen.
Bei den geleisteten Anzahlungen in Höhe von 2,7 Mio. Euro handelt es sich um Anschaffungskosten für fremdbezogene Software sowie Anschaffungsnebenkosten einschließlich aktivierter Eigenleistungen.
Die Abschreibungen auf andere Anlagen sowie auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgte zeitanteilig. Bei den Zugängen zur Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 5,9 Mio. Euro handelt es sich im Wesentlichen um Einbauten in fremde Grundstücke in Höhe 0,4 Mio. Euro, Büroausstattungen 1,4 Mio. Euro, Werbeanlagen in Höhe von 1,4 Mio. Euro sowie geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von 2,2 Mio. Euro.
Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen kam es wegen der Verschmelzung der DBV Deutsche Beamtenversicherung AG auf die AXA Versicherung AG zu einem Abgang des Beteiligungsbuchwerts an der DBV Deutsche Beamtenversicherung AG in Höhe von 87,8 Mio. Euro und in gleicher Höhe einen Zugang bei der AXA Versicherung AG.
Insgesamt betrugen die Zugänge im Berichtsjahr 362,1 Mio. Euro (Vorjahr: 4,5 Mio. Euro) und betrafen im Wesentlichen die Kepheus Beteiligungs- und Vermögenswerte GmbH (200,1 Mio. Euro) sowie die Inreka Finanz Aktiengesellschaft (50,5 Mio. Euro), jeweils gegen Sacheinlage von Kapitalanlagen.
Die Abgänge beliefen sich auf insgesamt 493,3 Mio. Euro (2015: 2,0 Mio. Euro). Neben dem genannten Abgang des Beteiligungsbuchwerts der DBV Deutsche Beamtenversicherung AG aufgrund Verschmelzung kam es bei der AXA Versicherung AG nach der Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft durch Umwandlung eines Teilbetrages der Kapitalrücklage ohne Ausgabe neuer Aktien um 400,0 Mio. Euro zu einer buchwertmindernden Entnahme aus der Kapitalrücklage in gleicher Höhe. Zum Bilanzstichtag wurde dieser Betrag als nicht erfolgswirksame Minderung des Beteiligungsbuchwerts bei den Anteilen an der AXA Versicherung AG ausgewiesen. Außerdem wurde bei der AXA ART Versicherung AG ein Betrag von 5,5 Mio. Euro aus der Kapitalrücklage zum Zwecke der Ausschüttung an die Aktionäre entnommen. Da es sich um eine Ausschüttung aus der Kapitalrücklage handelt, wurde die Ausschüttung als Minderung des Beteiligungsbuchwerts ebenfalls nicht erfolgswirksam als Abgang erfasst.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betrugen 240,0 Mio. Euro und betreffen ein Darlehen an unserer Muttergesellschaft AXA Paris in Höhe von 130,0 Mio. Euro, zwei Darlehen an der AXA Krankenversicherung AG in Höhe von jeweils 10,0 Mio. Euro sowie einen Contingent Convertible Bond in Höhe von 90,0 Mio. Euro von der AXA Bank Europe N.V..
Im Geschäftsjahr wies die Gesellschaft Beteiligungen in Höhe von 37,8 Mio. Euro (Vorjahr: 37,8 Mio. Euro) aus.
Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betrugen im Berichtsjahr 4,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) und entfielen auf einen Darlehen.
Der Bestand der Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 310,7 Mio. Euro (Vorjahr: 522,6 Mio. Euro) enthält hauptsächlich festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 191,9 Mio. Euro und Rentenfonds in Höhe von 118,8 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr sind Wertpapiere in Höhe von 448,3 Mio. Euro abgegangen, diese entfielen im Wesentlichen auf einem Rentenfonds.
Die sonstigen Ausleihungen in Höhe von 89,0 Mio. Euro (Vorjahr: 91,7 Mio. Euro) betrafen Namensschuldverschreibungen in Höhe von 64,9 Mio. Euro, Schuldscheindarlehen in Höhe von 4,1 Mio. Euro und Namensgenüsse in Höhe von 20,0 Mio Euro. Von den Abgängen in Höhe von 2,8 Mio. Euro entfielen 2,5 Mio. Euro auf die Rückzahlung eines Darlehens.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich auf 1.301,9 Mio. Euro (Vorjahr: 349,3 Mio. Euro). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen setzten sich sowohl aus Ergebnisabführungen, in geringem Umfang aus steuerlichen Organschaftsumlagen als auch aus dem laufenden Verrechnungsverkehr zu Verwaltungstätigkeiten zusammen. Sämtliche Forderungen wiesen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr aus. Von den 1.301,9 Mio. Euro entfielen 921,8 Mio. Euro auf AXA Versicherung AG, 172,4 Mio. Euro auf AXA Lebensversicherung AG, 108,4 Mio Euro auf AXA Krankenversicherung AG, 26,6 Mio. Euro auf die deutsche Ärzteversicherung AG und 12,8 Mio. Euro auf die AXA ART Versicherung AG.
Die Position sonstige Vermögensgegenstände verringerte sich um 1,9 Mio Euro auf 44,9 Mio. Euro. Die hierin enthaltenen Steuerforderungen betragen insgesamt 33,0 Mio. Euro (Vorjahr: 36,5 Mio. Euro). Eine Übertragung aufgrund der steuerlichen Organschaft auf unsere Gesellschaft ist nicht enthalten. Sämtliche sonstigen Vermögensgegenstände wiesen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aus.
Die Gesellschaft weist Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 53,6 Mio. Euro). Die Abgänge in Höhe von 53,5 Mio. Euro entfielen nahezu ausschließlich auf Rentenfonds.
Der Saldo des Kassenbestands, der Bundesbankguthaben, der Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks erhöhte sich um rund 38 Mio. Euro auf 260,9 Mio. Euro (Vorjahr: 222,9 Mio. Euro) und bestand ausschließlich aus laufende Bankguthaben. Im Vorjahr entfielen 220,8 Mio. Euro auf Tagegelder und 2,1 Mio. Euro auf laufende Bankguthaben.
Von den aktiven latenten Steuern in Höhe von 1.069,4 Mio. Euro entfallen 806,6 Mio. Euro auf aktive latente Steuern der Organgesellschaften. Diese resultieren im Wesentlichen aus Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Pensionsrückstellungen, der Kapitalanlagen und der versicherungstechnischen Rückstellungen. Die Bewertung der aktiven latenten Steuern erfolgte mit einem kombinierten Steuersatz von 32%.
Passiva
Das gezeichnete Kapital betrug zum Jahresende 2016 unverändert 79,8 Mio. Euro, eingeteilt in 26.230.760 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien und 5.000.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Die AXA, Paris, ist direkt mit 34,64% und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt mit insgesamt 65,36% am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt. Die Vinci B.V. ist direkt mit 39,73%, die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte direkt mit 25,63% am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt.
Die Kapitalrücklage blieb im Berichtsjahr unverändert.
Nach Entnahme von 464,2 Mio. Euro werden unter den anderen Gewinnrücklagen 1.351,7 Mio. Euro ausgewiesen (Vorjahr: 1.813,9 Mio. Euro).
Für die arbeitgeberfinanzierten Pensionszusagen, welche im Allgemeinen von der Dienstzeit und dem Entgelt der Mitarbeiter abhängen und die als unmittelbare Pensionszusagen erteilt wurden, wurden Pensionsrückstellungen gebildet. Diese werden teilweise durch Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB gesichert. Die durch die Unternehmen unwiderruflich auf den Trust, den DBV-Winterthur Vorsorge e.V. übertragenen Finanzmittel wurden ausschließlich zur Bedeckung der von den Mitgliedsunternehmen an deren Mitarbeiter erteilten Pensionszusagen verwendet und sind durch die Verpfändung der Ansprüche aus den Vermögenswerten an die Versorgungsberechtigten dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen. Die Vermögenswerte bestehen aus Rückdeckungsversicherungen, welche mit dem steuerlichen Aktivwert angesetzt sind. Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Nach § 246 Abs. 2 HGB wurden zudem die Zinsaufwendungen für die Altersversorgung vermindert um die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen ausgewiesen.
Wie bei den allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt, wurde mit Betriebsvereinbarung vom 7. April 2016 den Versorgungsberechtigten alternativ ein Kapitalwahlrecht eingeräumt. Durch Einräumung des Kapitalwahlrechts ergab sich ein zusätzlicher Aufwand als Zuführung zu der Pensionsrückstellung in Höhe von 30,8 Mio. Euro.
Zusätzlich bestanden Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung. Diesen Pensionsverpflichtungen standen Ansprüche aus kongruenten, konzerninternen Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 61,1 Mio. Euro (Vorjahr: 58,0 Mio. Euro) gegenüber, welche an den Versorgungsberechtigten verpfändet sind. Insofern handelt es sich bei den Rückdeckungsversicherungen um Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 HGB, so dass aufgrund der Saldierung auf einen Bilanzausweis verzichtet werden konnte. Der Zeitwert entspricht dem steuerlichen Aktivwert und damit den historischen Anschaffungskosten. Der Aufwand für diese Pensionszusagen war gleich dem Beitragsaufwand zu den Rückdeckungsversicherungen und wird von den Arbeitnehmern getragen.
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Barwert der Pensionsverpflichtung | 1.579,9 Mio. Euro | 1.571,6 Mio. Euro |
| Zeitwert des Deckungsvermögens | 107,1 Mio. Euro | 105,3 Mio. Euro |
| Nicht erfasster Umstellungsbetrag | 62,9 Mio. Euro | 76,0 Mio. Euro |
| Bilanzierte Nettoverpflichtung | 1.409,8 Mio. Euro | 1.390,3 Mio. Euro |
Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Deckungskapital der zugrundeliegenden Rückdeckungsversicherungen und flüssigen Mitteln und damit den Anschaffungskosten.
In der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich insgesamt ein Netto-Zinsaufwand von 33,3 Mio. Euro (Vorjahr: 190,9 Mio. Euro), der sich auf 35,2 Mio. Euro (Vorjahr: 192,1 Mio. Euro) Zinsaufwendungen in Bezug auf die Pensionsrückstellung (davon 57,6 Mio. Euro Zinsaufwand aus der Aufzinsung und 22,4 Mio. Euro Zinsertrag aus der Zinsänderung) sowie 1,9 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro) Zinserträge auf das Deckungsvermögen zusammensetzt.
Zur Ermittlung der Ausschüttungssperre (7-Jahresdurchschnitt) wurde ein Zins von 3,22% angesetzt. Bei dem Zins handelt es sich um einen auf das Jahresende prognostizierten Zins, der 2 Basispunkte von dem tatsächlichen durch die Bundesbank ermittelten Stichtagszins abweicht.
Gemäß Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG Vorschriften in Bezug auf Pensionsrückstellungen gilt, besteht im Geschäftsjahr ein noch nicht ausgewiesener Zuführungsbetrag in Höhe von 62,9 Mio. Euro (Vorjahr: 76,0 Mio. Euro).
Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden folgende Berechnungsfaktoren angewandt:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Rechnungszins | 4,00% | 3,88% |
| Rentenanpassung | 1,75% | 1,75% |
| Gehaltsdynamik | 2,50% | 2,50% |
Bei dem Rechnungszins handelt es sich um einen auf das Jahresende prognostizierten Zins, der 1 Basispunkt von dem tatsächlichen durch die Bundesbank ermittelten Stichtagszins abweicht.
Die Rückstellung für Vorruhestandverpflichtung unter Berücksichtigung der dazugehörigen Rückstellung für Sozialversicherungsbeiträge aus Vorruhestandsverpflichtungen wird mit dem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB gesichert. Im Rahmen des AXA Vorsorgeplans wurden Mittel beim AXA Mitarbeiter Treuhand e.V. zur Insolvenzsicherung hinterlegt.
Dabei beträgt der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Vorruhestandsverpflichtungen unter Berücksichtigung der dazugehörigen Rückstellung für Sozialversicherungsbeiträge aus Vorruhestandsverpflichtungen 20,1 Mio. Euro (Vorjahr: 18,9 Mio. Euro). Von diesem Betrag wird das Deckungsvermögen in Höhe von 19,3 Mio. Euro (Vorjahr: 18,3 Mio. Euro) abgezogen. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens belaufen sich auf 17,3 Mio. Euro (Vorjahr: 16,6 Mio. Euro).
Die Steuerrückstellungen verringerten sich um 97,0 Mio. Euro auf 469,2 Mio. Euro. Darin enthalten sind Steuerrückstellungen in Höhe von 251,6 Mio. Euro die von den Konzerngesellschaften aufgrund der steuerlichen Organschaft auf die Gesellschaft übertragen wurden.
Hinsichtlich der Abzinsung der Steuerrückstellungen hat die Gesellschaft im Jahr 2010 vom Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB Gebrauch gemacht und keine Abzinsung vorgenommen. Die daraus resultierende Überdeckung in dieser Position beträgt gem. Art 67 Abs.1 S. 4 EGHGB zum Stichtag 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 2,0 Mio. Euro).
Die Position sonstige Rückstellungen in Höhe von 674,9 Mio. Euro (Vorjahr: 476,3 Mio. Euro) beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen für Sozialplanverpflichtungen (189,4 Mio. Euro), Rückstellungen für die Verzinsung von Steuernachforderungen (116,6 Mio. Euro), Rückstellungen aus anderen vertraglichen Verpflichtungen (101,2 Mio. Euro), Rückstellungen für erhaltene, aber noch nicht abgerechnete Leistungen (59,7 Mio. Euro), eine Drohverlustrückstellung zur Absicherung des Inflationsrisikos zu den Pensionsrückstellungen (Inflationswaps) in Höhe von 51,8 Mio. Euro, Rückstellungen für Tantieme/Ertragsbeteiligungen (47,8 Mio. Euro), Rückstellungen im Zusammenhang mit Spruchverfahren (37,1 Mio. Euro) sowie Rückstellungen für Jubiläumsgeldverpflichtungen in Höhe von 21,4 Mio. Euro.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 213,7 Mio. Euro (Vorjahr: 91,7 Mio. Euro) betreffen im Wesentlichen den konzerninternen Zahlungsausgleich (150,0 Mio. Euro) und Darlehensverbindlichkeiten aus dem Schuldbeitritt zu den Pensionsrückstellungen (47,0 Mio. Euro). Weiterhin sind noch auszugleichende Beträge aus dem laufenden Verrechnungsverkehr zu berücksichtigen. Davon weisen Verbindlichkeiten in Höhe von 163,7 Mio. Euro eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und Verbindlichkeiten in Höhe von 50,0 Mio. Euro eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren aus.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 61,1 Mio. Euro (Vorjahr: 69,5 Mio. Euro) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Aufhebung von Arbeitsverträgen (31,2 Mio. Euro), Verbindlichkeiten gegenüber der Finanzbehörde (9,1 Mio. Euro), Verbindlichkeiten aus abzuführenden Beiträgen zum AXA Pensions-Aufbauplan (8,6 Mio. Euro) sowie Verbindlichkeiten für die Insolvenzversicherung nach dem Betriebsrentengesetz (1,6 Mio. Euro). Davon weisen Verbindlichkeiten in Höhe von 59,8 Mio. Euro eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und Verbindlichkeiten in Höhe von 1,3 Mio. Euro eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aus.
Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, waren nicht vorhanden.
Unter passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen aus früheren Geschäftsjahren ausgewiesen, soweit diese Erträge nach dem Abschlußstichtag darstellen.
Die Gesellschaft weist passive latente Steuern in Höhe von 93,4 Mio. Euro aus (Vorjahr: 93,4 Mio. Euro). Die passiven latenten Steuern betreffen in voller Höhe passive latente Steuern der Organgesellschaften. Diese beruhen im Wesentlichen auf Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz in Bezug auf die Rücklage nach § 6b Einkommensteuergesetz und in Bezug auf Kapitalanlagen. Die Bewertung der passiven latenten Steuern erfolgte wie im Vorjahr mit einem kombinierten Steuersatz von 32%.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Von den Umsatzerlösen in Höhe von 1.447,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1.207,1 Mio. Euro) wurden 1.425,4 Mio. Euro aus Dienstleistungserträgen im Wesentlichen mit folgenden verbundenen Unternehmen erzielt: mit der AXA Versicherung AG 672,6 Mio. Euro (Vorjahr: 496,6 Mio. Euro), mit der AXA Krankenversicherung AG 337,1 Mio. Euro (Vorjahr: 279,1 Mio. Euro), mit der AXA Lebensversicherung AG 300,4 Mio. Euro (Vorjahr: 259,0 Mio. Euro), mit der Deutsche Ärzteversicherung AG 28,4 Mio. Euro (Vorjahr: 24,6 Mio. Euro) sowie mit der ProbAV Pensionskasse AG 16,4 Mio. Euro (Vorjahr: 17,7 Mio. Euro).
Die aufgrund von BilRuG erforderlichen Umgliederungen 2015 von sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse in Höhe von 14,0 Mio. Euro umfassen im Wesentlichen Erträgen aus der Vermietung von IT-Hardware an Vermittler in Höhe (6,8 Mio. Euro), Erträge aus der Nutzungsüberlassung von Kraftfahrzeugen gegen Entgeltverzicht von Mitarbeitern (4,1 Mio. Euro) und Erträge aus der Vermietung von Stellplätzen an Mitarbeiter (0,7 Mio. Euro).
Darüber hinaus haben wir aufgrund des Vertriebsabkommens mit der AXA Life Europe Ltd. Provisionen in Höhe von 9,2 Mio. Euro (Vorjahr: 9,3 Mio. Euro) erhalten.
Bei der Position andere aktivierte Eigenleistungen handelt es sich um die Aktivierung von Eigenleistungen im Zusammenhang mit der Implementierung erworbener Software in Höhe von 3,8 Mio. Euro (Vorjahr: 4,9 Mio. Euro).
Die Position sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 47,0 Mio. Euro (Vorjahr: 85,7 Mio. Euro) enthält im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 26,1 Mio. Euro (Vorjahr: 42,9 Mio. Euro), außerordentlichen Erträge aus der Weiterverrechnung von Aufwendungen aus der BilMoG-Umstellung an verbundene Unternehmen in Höhe von 12,8 Mio. Euro (Vorjahr: 11,3 Mio. Euro), Erträge aus Kapitalanlagen in Höhe von 1,8 Mio. Euro (Vorjahr: 40,0 Mio. Euro), Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) sowie sonstige Erträge in Höhe von 4,0 Mio. Euro (Vorjahr: 18,3 Mio. Euro).
Die aus BilRuG resultierende Veränderung 2015 der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2 Mio. Euro umfassen die bereits erläuterten Umgliederung in die Umsatzerlöse sowie die oben genannten 11,3 Mio. Euro außerordentliche Erträge aus der Weiterverrechnung von Aufwendungen aus der BilMoG-Umstellung an verbundene Unternehmen.
Der Personalaufwand betrug 869,5 Mio. Euro (Vorjahr: 659,6 Mio. Euro). Der Anstieg der Personalkosten um rund 210 Mio. Euro ist maßgeblich auf die vollständige Bilanzierung der personalwirtschaftlichen Aufwendungen für das Transformationsprogramm Ambition 2020 zurückzuführen.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beliefen sich auf 25,9 Mio. Euro (Vorjahr: 24,9 Mio. Euro).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 592,8 Mio. Euro (Vorjahr: 547,0 Mio. Euro) betreffen:
| (in Mio. Euro) | 2016 | 2015 GB | 2015 nach Bilrug |
|---|---|---|---|
| Bezogene Dienstleistungen von anderen Konzerngesellschaften | 210,6 | 208,7 | 208,7 |
| Raumaufwand | 88,3 | 81,9 | 81,9 |
| Beratungs- und andere Fremdleistungen | 14,8 | 10,0 | 10,0 |
| Externe EDV-Aufwendungen | 102,2 | 107,0 | 107,0 |
| Provisionsaufwand für den Vertrieb von ALE- Produkten | 9,2 | 9,3 | 9,3 |
| Werbeaufwand | 37,8 | 34,3 | 34,3 |
| Reisekosten | 26,2 | 28,0 | 28,0 |
| Kostenumlage Zentralfunktionen des Konzerns | 32,8 | 19,9 | 19,9 |
| Tagungs- und Repräsentationsaufwand | 7,5 | 8,0 | 8,0 |
| Schulungsaufwand u. mitarbeiterbezogene Sachaufwendungen | 7,4 | 6,3 | 6,3 |
| Büroaufwand | 4,9 | 4,5 | 4,5 |
| Allgemeiner Vertriebsaufwand, Wettbewerbe | 1,4 | 1,8 | 1,8 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | 15,3 | 1,7 | 1,7 |
| Fremdwährungsumrechnung | 0,1 | 0,4 | 0,4 |
| Aufwand Unternehmen als Ganzes | 3,8 | 3,0 | 3,0 |
| Gerichtskosten, Auskunftsgebühren | 1,2 | 2,9 | 2,9 |
| Zeitarbeitskräfte / Temporäre Arbeitnehmerüberlassung (non-IT) | 5,5 | 5,6 | 5,6 |
| Sonstiger a.o. Aufwand (BilMOG) | 13,1 | 0,0 | 11,9 |
| Sonstiger Aufwand | 10,7 | 13,7 | 13,7 |
| 592,8 | 547,0 | 558,9 |
Die Erträge aus Beteiligungen betrugen im Geschäftsjahr 25,9 Mio. Euro (Vorjahr: 21,8 Mio. Euro). Vereinnahmt wurden sie im Wesentlichen von der Kölnische Verwaltungs- AG in Höhe von 18,3 Mio. Euro (Vorjahr: 17,1 Mio. Euro), der Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs- AG, Köln, in Höhe von 3,9 Mio. Euro (Vorjahr: 3,9 Mio. Euro) und der AXA Bank AG in Höhe von 2,9 Mio. Euro.
Im Geschäftsjahr erhielt die Gesellschaft Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 641,5 Mio. Euro (Vorjahr: 352,4 Mio. Euro). Diese entfielen mit 475,3 Mio. Euro (Vorjahr: 177,9 Mio. Euro) auf die AXA Versicherung AG sowie 85,5 Mio. Euro auf die AXA Lebensversicherung AG (Vorjahr: 112,5 Mio. Euro). Von der AXA Krankenversicherung AG erhielt die Gesellschaft 50,0 Mio. Euro (Vorjahr: 33,5 Mio. Euro), von der AXA ART Versicherung AG, Köln 17,7 Mio. Euro (Vorjahr: 9,7 Mio. Euro) und von der Deutsche Ärzte Lebensversicherung AG, Köln 13,0 Mio. Euro (Vorjahr: 18,8 Mio. Euro).
Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betrugen im Geschäftsjahr 26,8 Mio. Euro (Vorjahr: 25,1 Mio. Euro). Die Zinserträge wurden hauptsächlich von Rentenfonds in Höhe von 6,0 Mio. Euro sowie festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von 7,1 Mio. Euro erzielt. Ferner erhielt die Gesellschaft Erträge von folgenden verbundenen Unternehmen: 4,5 Mio. Euro von der AXA S.A. (Vorjahr: 4,5 Mio. Euro) und 4,1 Mio. Euro von der AXA Bank Europe S.A. (Vorjahr: 4,1 Mio. Euro)..
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere der AXA Konzern AG in Höhe von 2,7 Mio. Euro (Vorjahr: 11,5 Mio. Euro) entfielen auf zwei Darlehen. Im Vorjahr waren zusätzlich Abschreibungen auf zwei Rentenfonds in gesamte Höhe von 6,1 Mio. Euro enthalten.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen verringerten sich deutlich auf 65,8 Mio. Euro (Vorjahr: 213,8 Mio. Euro). Diese Position wurde in 2016 maßgeblich von den Zinsaufwendung in Bezug auf die Pensionsrückstellung in Gesamthöhe von 35,2 Mio. Euro (Vorjahr: 192,1 Mio. Euro) - die sich aus 57,6 Mio. Euro Zinsaufwand aus der Aufzinsung und 22,4 Mio. Euro Zinsertrag aus der Zinsänderung zusammensetzt -sowie von der Verzinsung von Steuernachforderungen (gem. § 233a AO) in Höhe von 27,2 Mio. Euro bestimmt.
Der Aufwand aus Verlustübernahme in Höhe von Euro 1,2 Mio. (Vorjahr: 4,4 Mio. Euro) resultierte hauptsächlich aus der Verlustübernahme gegenüber der AXA easy Versicherung AG in Höhe von 0,6 Mio. Euro.
Im Bereich der Steuern vom Einkommen und Ertrag ergab sich im Berichtsjahr ein Steueraufwand in Höhe von 24,0 Mio. Euro (Vorjahr: Steuerertrag in Höhe von 29,0 Mio. Euro). Dieser Betrag enthält einen Aufwand aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag Geschäftsjahr in Höhe von 14,4 Mio. Euro (Vorjahr: Steueraufwand von 9,5 Mio. Euro), einen Gewerbesteueraufwand Geschäftsjahr in Höhe von 14,5 Mio. Euro (Vorjahr: Steueraufwand von 10,8 Mio. Euro) sowie einen Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von 23,2 Mio. Euro (Vorjahr: Steuerertrag von 95,6 Mio. Euro). Der Aufwand aus Vorjahressteuern belief sich auf 18,3 Mio. Euro (Vorjahr: 46,3 Mio. Euro).
Pflichtangaben nach § 285 Nr. 10 HGB
Mitglieder des Aufsichtsrates
Claas Kleyboldt
Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates
Vorsitzender des Vorstandes i.R. der AXA Konzern AG
Köln, Deutschland
Jacques de Vaucleroy (bis 30. April 2016)
Vorsitzender
Chief Executive Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA
Brüssel, Belgien
Dr. Thomas Buberl (seit 1. Mai 2016)
Vorsitzender
CEO AXA,
La Celle-Saint-Cloud, Frankreich
Herbert Mayer*) (bis 31. Dezember 2016)
stellv. Vorsitzender
Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der AXA Konzern AG
Pfinztal, Deutschland
Dina Bösch*)
Geschäftsführerin DAA Deutsche Angestellten-Akademie GmbH
Hamburg, Deutschland
Harry Clemens*)
Leitender Angestellter
Köln, Deutschland
Klaus Dauderstädt
Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion
Meckenheim, Deutschland
Kurt Döhmel
Vorsitzender der Geschäftsführung i.R. der Deutsche Shell Holding GmbH
Hamburg, Deutschland
Dr. Michael Frenzel
Präsident Bundesverband der deutschen Tourismuswirtschaft (BTW)
Burgdorf, Deutschland
Michael Garrecht*)
Angestellter
Maikammer, Deutschland
Anke Giesen (seit 19. Mai 2016)
Vorstand Fraport AG
Essen, Deutschland
Christiane Kölsch-Bisanzio (bis 19. Mai 2016)
Head of Human Resources for Northern, Central and Eastern Europe der AXA
Küsnacht, Schweiz
Oliver Koll*)
Angestellter
Bedburg, Deutschland
Patrick Lemoine
Head of Finance AXA Global P&C
Neuilly sur Seine, Frankreich
Dr. Eva Lohse
Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen
Ludwigshafen, Deutschland
Kirsten Murray-Heer*) (seit 1. Januar 2017)
Angestellte
Langen, Deutschland
Frank D. Meyer*) (bis 31. Dezember 2016)
Angestellter
Saulheim, Deutschland
Reinhard Rose*) (seit 1. Januar 2017)
Angestellter
Dortmund, Deutschland
Angela Titzrath
Unternehmerin
Stuttgart, Deutschland
Klaus Weber*)
Vorstand ErholungsWerk Post Postbank Telekom e.V.
Berlin, Deutschland
Andrea Wolf*)
stellv. Vorsitzende (seit 1. Januar 2017)
Angestellte
Sankt Augustin, Deutschland
* Vertreter der Arbeitnehmer
Mitglieder des Vorstandes
Dr. Thomas Buberl (bis 30. April 2016)
Vorsitzender
Vorstandsvorsitz
Dr. Alexander Vollert (seit 16. September 2016)
Vorsitzender
Vorstandsvorsitz
Dr. Andrea van Aubel
Informationstechnologie / Digitalisierung
Dr. Patrick Dahmen
Vorsorge
Thierry Daucourt
P & C Industrie- und Firmenkunden
Jens Hasselbächer
SUHK Privat und Vertrieb
Frank Hüppelshäuser
Schaden / Leistung
Dr. Nils Kaschner (seit 16. September 2016)
Finanzen
Dr. Thilo Schumacher
Kranken
Dr. Astrid Stange
Strategie, Personal und Organisation
Jens Warkentin
Kunden-, Partner- und Prozess-Service
Etienne Bouas-Laurent (bis 15. September 2016)
Finanzen
Sonstige Erläuterungen und Angaben
Über die gesamte mehrjährige Vertragslaufzeit bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen aus Mieten und Leasingverträgen gemäß § 285 Nr. 3 und 3a HGB:
| (in Mio. Euro) | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Mietverpflichtungen | 337,2 | 345,3 |
| (davon gegenüber verbundenen Unternehmen) | (1,1) | (2,1) |
| KFZ-Leasing | 21,8 | 16,4 |
| PC-Leasing | 10,2 | 7,4 |
| Mietverpflichtung für Software | 18,1 | 8,9 |
| Verpflichtungen aus IT-Service Verträgen | 11,6 | 13,3 |
| (davon gegenüber verbundenen Unternehmen) | (11,6) | (13,3) |
Die Verpflichtungen aus Mieten, Leasing- und Service- Verträgen resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Verträgen, insbesondere über die Anmietung der Hauptverwaltungsgebäude (Colonia-Allee 10-20 sowie Colonia-Allee 22-30). Diese Mietverträge haben eine Restlaufzeit von 18 Jahren (Colonia-Allee 22-30 / Colonia-Allee 10-20), also bis Ende 2034. Hieraus ergeben sich bei unterstellter positiver Geschäftsentwicklung keine nennenswerten Risiken.
AXA Deutschland hat sich beginnend in 2010 an einem gemeinsamen europäischen Programm der AXA mit dem Namen Flyer beteiligt. Zielsetzung ist die Standardisierung von Bilanzierungs-, Konsolidierungs- und Reporting- aber auch Procurementfunktionen auf Basis einer gemeinsamen Plattform für die allgemeinen Hauptbuchfunktionen (Projekt COPERNIC) sowie die Nebenbuchfunktionen für Kapitalanlagen (Projekt SHIP). Die AXA Group Solutions SAS, Paris, (AGS) stellt der AXA Konzern AG und den weiteren AXA-Gesellschaften die oben genannte technische Plattform zur Verfügung, leistet technische Unterstützung hierzu und übernimmt gleichzeitig auch die laufende Wartung und Programmierung dieser Plattform.Service Agreements aus 2010 (COPERNIC) bzw. 2012 (SHIP) mit AGS regeln die Beteiligung von AXA Deutschland an kapitalisierungsfähigen Investitionskosten, die über 10 Jahre ratierlich zu zahlen sind. Im Falle einer Vorfälligkeitskündigung (z.B. durch Verkauf der AXA Deutschland) entsteht die Verpflichtung, die ausstehenden Raten der Investition auf einmal zu zahlen. Die Verpflichtung beläuft sich auf 11,6 Mio. Euro. Hinzu kommen Investitionen für den Aufbau eines neuen Buchhaltungssystems oder Kosten für die Integration in das System des Käufers innerhalb eines kurzfristigen Zeitraums. Die Gestaltung dieser Verträge entspricht marktüblichen Regelungen.
Entsprechend dem Berichtserfordernis nach § 285 Nr. 7 HGB beschäftigte die Gesellschaft 2016 durchschnittlich 8.070 Mitarbeiter (Vorjahr: 8.326). Davon waren 7.385 Angestellte (Vorjahr: 7.593) im Innendienst, 684 Angestellte im Außendienst (Vorjahr: 733). Insgesamt wurden durchschnittlich 4.216 (Vorjahr: 4.331) Mitarbeiterinnen und 3.853 (Vorjahr: 3.995) Mitarbeiter beschäftigt. Darüber hinaus waren in 2016 durchschnittlich 448 Auszubildende (Vorjahr: 500) in unserem Unternehmen tätig.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes sind bei den Pflichtangaben nach § 285 Nr. 10 HGB aufgeführt.
An folgenden Unternehmen waren wir nach § 285 Nr. 11 und Nr. 11a HGB beteiligt:
| in Tsd. Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Apo Asset Management GmbH, Düsseldorf * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 30,00% | |
| Eigenkapital | 7.033 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 2.993 | |
| ARA GmbH Auto und Reise ASSISTANCE, Bad Windsheim * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 50,08% | |
| Eigenkapital | 1.502 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 380 | |
| Arnulfpark Gewerbebau MK 4 GmbH & Co. KG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 94,90% | 94,90% |
| Eigenkapital | 47.676 | 46.959 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -355 | -1.129 |
| Arnulfpark Gewerbebau MK 4 Verwaltungs-GmbH, Köln * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 94,00% | |
| Eigenkapital | 59 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 14 | |
| Arnulfpark Wohnbau GmbH & Co. KG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 94,90% | 94,90% |
| Eigenkapital | 38.229 | 38.294 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -1.468 | -1.479 |
| Arnulfpark Wohnbau Verwaltungs-GmbH, Köln * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 94,00% | |
| Eigenkapital | 45 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -1 | |
| AXA Alternative Financing FCP - Subfonds Private Equity, Luxemburg * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | |
| Eigenkapital | 18.694 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 6.412 | |
| AXA Alternative Participations SICAV I, Luxemburg | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 271.526 | 289.402 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 18.123 | 22.604 |
| AXA Alternative Participations SICAV II, Luxemburg | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 611.946 | 659.639 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 43.307 | 85.966 |
| AXA Alternative Participations SICAV III, Luxemburg | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 244.397 | 211.153 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 15.744 | 29.444 |
| AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment A), Luxemburg | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 60.423 | 59.757 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 2.666 | 8.107 |
| AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment B), Luxemburg | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 41.126 | 33.403 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 1.723 | 3.573 |
| AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment C), Luxemburg | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 11.970 | 4.792 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -322 | -108 |
| AXA Art Americas Corporation, New York | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 19.330 USD | 16.400 USD |
| 18.338 | 15.010 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 2.930 USD | 546 USD |
| 2.780 | 500 | |
| AXA Art Holdings Inc., New York | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 28.603 USD | 29.995 USD |
| 27.136 | 27.455 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 0 USD | 0 USD |
| 0 | 0 | |
| AXA Art Insurance Corporation, New York | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 28.137 USD | 27.775 USD |
| 26.694 | 25.422 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 3.366 USD | 3.496 USD |
| 3.194 | 3.200 | |
| AXA Art Insurance SE, London | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 28.890 GBP | 22.672 GBP |
| 33.744 | 30.766 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 10.852 GBP | 6.635 GBP |
| 12.675 | 8.550 | |
| AXA Art Europe Ltd., London | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 969 GBP | 715 GBP |
| 1.132 | 970 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 218 GBP | 247 GBP |
| 255 | 336 | |
| AXA Art Versicherung AG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 69.594 | 75.068 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 17.683 | 9.661 |
| AXA ART Versicherung AG, Zürich | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 16.651 CHF | 16.245 CHF |
| 15.506 | 15.005 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 3.627 CHF | 3.300 CHF |
| 3.378 | 3.048 | |
| AXA Bank AG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 57.175 | 59.031 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 1.075 | 2.935 |
| AXA Customer Care GmbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 733 | 733 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 6 | -2 |
| AXA easy Versicherung AG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 4.309 | 3.949 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -647 | 249 |
| AXA Finanz Service GmbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 145 | 145 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 35 | -554 |
| AXA GmbH & Co. Immobilienbeteiligungs-KG "Merkens XXV", Köln * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 33,33% | |
| Eigenkapital | 5.992 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -564 | |
| AXA Immoselect HVWG Objekt Düsseldorf GmbH & Co. KG | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 42,71% | 42,71% |
| Eigenkapital | 10.504 | 10.579 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -73 | -1.258 |
| AXA Infrastructure Investissement SAS, Paris * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 20,00% | |
| Eigenkapital | 164.055 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 7.766 | |
| AXA Krankenversicherung AG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 183.086 | 183.086 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 49.950 | 33.500 |
| Kepheus Beteiligungs- und Vermögenswerte GmbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 208.925 | 64 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 8.316 | 13 |
| AXA Lebensversicherung AG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 573.559 | 573.559 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 85.500 | 112.500 |
| AXA Logistik & Service GmbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 156 | 156 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 91 | 36 |
| AXA Nordstern France S.A., Paris | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 6.228 | 15.784 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -493 | 9.062 |
| AXA Republique S.A., Courbevoie * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 25,00% | |
| Eigenkapital | 196.290 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 16.881 | |
| AXA Unterstützungskasse für die leitenden Angestellten der AXA Gesellschaften mbH, Köln * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | |
| Eigenkapital | 30 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 0 | |
| AXA Versicherung AG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 243.103 | 609.827 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 475.261 | 177.884 |
| BBD Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Finanzdienstvermittlungs-KG, Berlin * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 25,00% | |
| Eigenkapital | -1.232 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -79 | |
| Bishopsgate B.V., Amsterdam | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 25.431 | 20.315 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 896 | 0 |
| Bruckner Projektgesellschaft S.a.r.l. & Co. KG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 94,90% | 94,90% |
| Eigenkapital | 38.437 | 38.049 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 389 | 526 |
| clerita GmbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 818 | 818 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -504 | -446 |
| Core Italian Property Fund, Mailand * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 21,43% | |
| Eigenkapital | 37.652 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -20.034 | |
| CREL Issuance S.à.r.l., Luxemburg * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | |
| Eigenkapital | 13 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 17.743 | |
| DBV Advisory Company S.A., Luxembourg * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | |
| Eigenkapital | 156 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 915 | |
| Dein Plus GmbH, Frankfurt a.M. * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 40,00% | |
| Eigenkapital | 27 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 9 | |
| Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 51.889 | 51.889 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 13.000 | 18.800 |
| Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 75,00% | 75,00% |
| Eigenkapital | 13.078 | 11.388 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 6.929 | 6.573 |
| Development German Feeder III S.C.A. Luxemburg * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | |
| Eigenkapital | 3.226 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 2.155 | |
| Development Venture IV German Feeder S.C.A. Luxembourg * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | |
| Eigenkapital | 376 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 25 | |
| FINANCELIFE Gesellschaft für den Bankenvertrieb mbH, Frankfurt am Main * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 40,00% | |
| Eigenkapital | 132 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 86 | |
| Finanz-Service GmbH der APO Bank, Düsseldorf * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 50,00% | |
| Eigenkapital | 431 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -1.502 | |
| Fine Art Services International Inc., New York | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 582 USD | 452 USD |
| 552 | 414 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 80 USD | 30 USD |
| 76 | 28 | |
| GANYMED Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | |
| Eigenkapital | 347 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 15 | |
| Ganymed General Partner S.a.r.l *** | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | n/a | |
| Eigenkapital | n/a | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | n/a | |
| GANYMED S.a.r.l. & Co. Zweite Grundstücksgesellschaft KG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 10.555 | 442 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 150 | -23 |
| GANYMED S.a.r.l. & Co. Dritte Grundstücksgesellschaft KG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 94,90% | 94,90% |
| Eigenkapital | 85.816 | 87.371 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -1.553 | 9.577 |
| GANYMED GmbH & Co. Vierte Grundstücksgesellschaft KG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 94,90% | 94,90% |
| Eigenkapital | 66.993 | 55.101 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 11.894 | 6.076 |
| INREKA Finanz AG, Cloppenburg * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | |
| Eigenkapital | 767 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -47 | |
| JALANDA Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 49,99% | |
| Eigenkapital | 19.475 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 1.473 | |
| JALANDA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 47,20% | |
| Eigenkapital | 147 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 45 | |
| Jara Grundstücksgesellschaft mbH& Co.KG, Grünwald * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 20,00% | |
| Eigenkapital | 157.613 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 0 | |
| Kiwi Consulting Services GmbH * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 30,00% | |
| Eigenkapital | 159 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -731 | |
| Kölner Spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung, Köln * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | |
| Eigenkapital | 2.177 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 52 | |
| Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 23,01% | |
| Eigenkapital | 146.671 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 79.369 | |
| K.Rerup & Co. A/S, Kopenhagen * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | |
| Eigenkapital | 645 | |
| 86 | ||
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 90 | |
| 12 | ||
| Lefac Leasing-Finanz-GmbH, Köln * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | |
| Eigenkapital | -7.089 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -3.473 | |
| MGS Meine-Gesundheit-Services GmbH, Koblenz * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 49,99% | |
| Eigenkapital | 5.674 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -1.826 | |
| Merkur Gesellschaft für Beteiligungs- und Vermögenswerte mbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 132.342 | 139.842 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 27.630 | 7.478 |
| Neue Düsseldorfer Stadtquartiere zweite Grundstücks-S.a.r.l. & Co. KG, Düsseldorf | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 94,90% | 94,90% |
| Eigenkapital | 19.851 | 19.859 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -159 | -272 |
| Pluto Beteiligungswerte AG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 90,00% | 90,00% |
| Eigenkapital | 69.817 | 69.817 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 8.332 | 1.899 |
| Pro bAV Pensionskasse AG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 98.950 | 98.950 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 0 | 0 |
| Pro Versorgung AG, Köln * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 25,10% | |
| Eigenkapital | 512,57186 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 36,21843 | |
| ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 39,88% | |
| Eigenkapital | 86.258 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 3.907 | |
| Schroder EuroLogistik Fonds GmbH & Co. KG, Frankfurt * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 22,88% | |
| Eigenkapital | 14.168 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 1.054 | |
| Technisches Kontor für Versicherungen GmbH, Düsseldorf * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 48,00% | |
| Eigenkapital | 53 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 27,466 | |
| TERTIA Handelsbeteiligungsgesellschaft mbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 20,00% | 20,00% |
| Eigenkapital | 10.662 | 12.394 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 3205 | 4937 |
| Venus Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 37.172 | 35.524 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 2.147 | 499 |
| Venus GmbH & Co. Polaris 20 KG, Köln * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | |
| Eigenkapital | ||
| Ergebnis des Geschäftsjahres | ||
| ver.di Service GmbH, Berlin * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 50,00% | |
| Eigenkapital | 43 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -39 | |
| WIN EXPERTISA Gesellschaft zur Förderung beruflicher Vorsorge mbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 898 | 1.156 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 398 | 52 |
| win Health Consulting GmbH, Wiesbaden ** | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | |
| Eigenkapital | ||
| Ergebnis des Geschäftsjahres | ||
| Schiffsbeteiligungen | ||
| Partenreederei MT "Multitank Elbegas", Hamburg * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 25,00% | |
| Eigenkapital | 71 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -1 |
* Zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichtes lag noch kein vorläufiges Geschäftsergebnis 2016 vor.
** Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation. Letzte vorliegende Zahlen aus 2012 (Eigenkapital: -0,4 Mio. Euro; Jahresergebnis: -1,7 Mio. Euro)
*** Die Gesellschaft wurde erst im zweiten Quartal 2016 gegründet.
Nach § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB teilten sich die Abschlussprüferhonorare zum 31.Dezember 2016 nach Leistungsarten wie folgt auf:
| in Tsd. Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Abschlussprüferleistungen | 311 | 444 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 336 | 0 |
| Sonstige Leistungen | 165 | 44 |
| Summe | 812 | 536 |
Entsprechend dem Berichtserfordernis nach § 285 Nr. 19 HGB befanden sich zum Bilanzstichtag derivative Finanzinstrumente in Form von 6 Inflationswaps im Bestand, die zur Absicherung des Inflationsrisikos aus der Pensionsrückstellungen abgeschlossen wurden. Diese außerbörslich gehandelten Derivate wurden mit den an Finanzmärkten etablierten Bewertungsmethoden (z.B. Barwertmethode oder Optionspreismodelle) bewertet. Die Inflationswaps besaßen einen beizulegenden Zeitwert von -51,8 Mio. Euro bei einem Nominalwert von 281,9 Mio. Euro. Die Inflationswaps wurden nicht in einer Bewertungseinheit erfasst.
Nach § 285 Nr. 25 HGB wurden die Angaben zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie zu der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden in den Erläuterungen zu der entsprechenden Bilanzposition aufgeführt.
Der die Ausschüttungssperre gem. § 285 Nr. 28 HGB begründende Betrag vor Bedeckung durch Eigenkapitalbestandteile nach § 268 Absatz 8 HGB in Höhe von 976,2 Mio. Euro (Vorjahr: 940,7 Mio. Euro) resultierte aus den aktiven latente Steuern. Die Ausschüttungssperre aus der Änderung des Zinssatzes für die Bewertung der Pensionsrückstellungen nach § 253 Abs. 6 HGB betrug 168,7 Mio. Euro. Der unter die Ausschüttungssperre fallenden Beträge war vollständig durch Gewinnrücklagen gedeckt, sodass sich bezüglich der Gewinnabführung keine Beschränkungen durch die Ausschüttungs- und Abführungssperre nach § 301 AktG i. V. m. § 268 Absatz 8 HGB ergeben.
Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat
Vorstandsvergütung 2016
Für das Geschäftsjahr 2016 belief sich der Vergütungsaufwand für die Mitglieder des Vorstands der AXA Konzern AG für ihre Tätigkeiten im Mutterunternehmen insgesamt auf 725 Tsd. Euro (Vorjahr: 803 Tsd. Euro), davon entfielen 494 Tsd. Euro (Vorjahr: 520 Tsd. Euro) auf feste und 231 Tsd. Euro (Vorjahr: 283 Tsd. Euro) auf variable Vergütungsbestandteile für das Vorjahr.
Long Term Incentive Vergütung
Im Rahmen des gruppenweiten Aktienoptionsprogramms "Long Term Incentive Plan" der AXA S.A. wurden in 2016 59.018 Aktienoptionen (Vorjahr: 109.246) sowie 56.169 Performance Shares International (Vorjahr: 70.121) auf AXA S.A. Aktien gewährt.
Die weiteren Einzelheiten der in diesem Jahr und in den Vorjahren gewährten aktienbasierten Vergütungsprogramme sind von der AXA S.A., Paris, offen gelegt worden.
Der beizulegende Zeitwert aller im Geschäftsjahr 2016 gewährten Aktienoptionen und Performance Shares beträgt 910 Tsd. Euro (Vorjahr: 913 Tsd. Euro).
Versorgungszusage
Den Mitgliedern des Vorstandes der AXA Konzern AG wird eine Versorgungszusage gewährt. Diese umfasst nach entsprechender Dienstzeit Ansprüche auf Altersrente (ab Vollendung des 65. Lebens-jahres), Invaliditätsrente sowie Witwen-/Witwerrente und Waisenrente.
Die Höhe der Leistungen ist an das Festgehalt vor Ausscheiden gekoppelt und beträgt je nach Vorstandsdienstzeit 40 bis 60% des Festgehaltes quotiert in analoger oder direkter Anwendung des § 2 BetrAVG. Mit Beginn der zweiten Bestellungsperiode werden entsprechende Ansprüche unverfallbar, sofern das Dienstverhältnis auf Veranlassung der Gesellschaft beendet wird.
Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen der am 31. Dezember 2016 aktiven Vorstandsmitglieder beliefen sich in 2016 auf 1.046 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.372 Tsd. Euro).
Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene
Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 3.066 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.952 Tsd. Euro). Für diesen Personenkreis sind zum 31. Dezember 2016 Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 65.432 Tsd. Euro (Vorjahr: 66.387 Tsd. Euro) passiviert worden.
Aufsichtsratsvergütung
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der AXA Konzern AG betrug im Geschäftsjahr 2016 insgesamt 1.535 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.488 Tsd. Euro), davon 603 Tsd. Euro (Vorjahr: 582 Tsd. Euro) erfolgsunabhängig und 932 Tsd. Euro (Vorjahr: 906 Tsd. Euro) erfolgsabhängig.
Nahestehende Personen
Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Personen oder Unternehmen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden nicht getätigt.
Weitere Erläuterungen und Angaben
Zum 31.12.2016 waren die in nachstehender Übersicht aufgeführten Spruchverfahren gem. § 306 AktG a.F. bzw. dem Spruchverfahrensgesetz anhängig, die von ehemaligen außenstehenden Aktionären der betreffenden Gesellschaften eingeleitet wurden.
| Spruchverfahren | Zweck | zuständiges Gericht | Einleitung Spruchverfahren | Antragsgegner |
|---|---|---|---|---|
| Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und Albingia Versicherungs-AG | Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich | LG Hamburg | 1999 | AXA Konzern AG / AXA Versicherung AG |
| Verschmelzung AXA Versicherung AG (übernehmender Rechtsträger) mit Albingia Versicherungs-AG in 2000 | Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses | LG Hamburg | 2000 | AXA Versicherung AG |
| Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und AXA Versicherung AG in 2000 | Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich | LG Köln | 2000 | AXA Konzern AG |
| Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der AXA Lebensversicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2007 | Überprüfung der angemessenen Barabfindung | LG Köln | 2007 | AXA Konzern AG |
| Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Deutsche Ärzteversicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2007 | Überprüfung der angemessenen Barabfindung | LG Köln | 2007 | AXA Konzern AG |
Für die AXA Bank AG, Köln, wurde gemäß § 5 Abs. 10 des Status des Einlagensicherungsfonds seitens der AXA Konzern AG sowie der AXA S.A., Paris, eine sogenannte Freistellungserklärung gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin, abgegeben. Die Freistellungserklärung dient zur vorsorglichen Absicherung für den eventuellen Fall einer zugunsten der Bank erfolgten Hilfestellung, falls diese wegen entstandener Verluste erforderlich sein sollte. Per 31.12.2016 betrug der Wert der zu sichernden Kundengelder 559,3 Mio. Euro (Vorjahr: 529,6 Mio. Euro). Für dieses Haftungsverhältnis wurde keine Rückstellung gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird (Angabe nach § 285 Nr. 27 HGB).
Im Rahmen des im März 2016 aktualisierten Service Agreements zwischen AXA Life Europe Ltd. und AXA Konzern AG als Dienstleister besteht im Fall der Verletzung vertraglicher Verpflichtungen unverändert eine maximale Haftung bis zu einer Summe von 20,0 Mio. Euro p.a..
Darüber hinaus besteht eine Patronatserklärung ("All contracts of insurance", 21,9 Mio. Euro) gegenüber AXA Art UK, die mit dem Zeitpunkt des Vorliegen seines Ratings für AXA Art voraussichtlich in 2017 endet. Für dieses Haftungsverhältnis wurde keine Rückstellung gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird (Angabe nach § 285 Nr. 27 HGB).
Einzahlungsverpflichtungen in Höhe von 31,7 Mio. Euro ergaben sich aus einer Investition in einen Investmentfonds, der ein Portfolio gewerblicher Darlehen enthält. Es wird eine Rendite von Libor +600bps nach Kosten angestrebt. Der Fonds ist primär in den amerikanischen Privaten Lending Märkten aktiv. Das Risiko besteht im Ausfallrisiko des Mieters.
Weitere Einzahlungsverpflichtungen in Höhe von 16,7 Mio. Euro entfielen auf eine Investition in einen Investmentfonds, der ein Leasing-Portfolio enthält. Rendite besteht aus laufenden europäischen Leasingzahlungen und einem eventuellen Gewinn durch Verkauf nach Ende des Fundterms. Risiken bestehen in der Vertragserneuerung der Leasingkontrakte nach Ablauf sowie in einem Wertverlust der Leasingobjekte.
Es gibt eine zudem ein Zusage der AXA Konzern AG, der Gesellschaft Pro Versorgung AG unter bestimmten Bedingungen liquide Mittel (ggf. in Form eines Gesellschafterdarlehens) in Höhe von 150 Tsd. Euro zur Verfügung zu stellen.
Zusammenarbeit im Konzern
Unsere Gesellschaft erbringt im Rahmen bestehender Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungs-verträge entsprechende Verwaltungstätigkeiten zu nahezu allen Konzerngesellschaften. Darüber hinaus besteht ein Vermittlungsabkommen mit der AXA Life Europe, Dublin.
Im Rahmen bestehender Dienstleistungsverträge werden dagegen folgende Leistungen von anderen Konzerngesellschaften bezogen:
| ― | die Betreuung von SAP-basierten Anwendungsprogrammen von der AXA Group Solutions S.A.S., Zweigniederlassung Köln; |
| ― | den Betrieb des Rechenzentrums und die Inanspruchnahme von Kommunikationsdienstleistungen von der AXA Technology Services Germany GmbH, Köln; |
| ― | die Postbearbeitung, Logistik und Archivierung sowie Teile der Bereiche Leistungsbearbeitung und Bestandsverwaltung in der Sparte Kranken von der AXA Logistik & Service GmbH, Köln; |
| ― | Teile der Bereiche Kundenservice und Unterstützung von Vertriebsaktivitäten von der AXA Customer Care GmbH, Köln |
| ― | Vermögensanlage und -verwaltung für Kapitalanlagen von der AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Köln sowie von der AXA Investment Managers S.A., Paris |
| ― | Serviceleistungen zur betrieblichen Altersversorgung von der Kölner Spezial Beratungs-GmbH, Köln. |
Mit den folgenden Gesellschaften unterhält die AXA Konzern AG als gewinnempfangende Gesellschaft Gewinnabführungs- und Verlustübernahmeverträge (Ergebnisabführungsverträge):
| ― | AXA Versicherung AG, Köln |
| ― | AXA Lebensversicherung AG, Köln |
| ― | AXA Krankenversicherung AG |
| ― | Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln |
| ― | AXA Finanz Service GmbH, Köln |
| ― | AXA Customer Care GmbH, Köln |
| ― | AXA Logistik & Services GmbH, Köln |
| ― | AXA ART Versicherung AG, Köln |
| ― | AXA easy Versicherung AG, Köln |
| ― | Clerita GmbH, Köln |
Die AXA Konzern AG hat mit folgenden Gesellschaften Beherrschungsverträge abgeschlossen:
| ― | AXA Versicherung AG, Köln |
| ― | AXA Lebensversicherung AG, Köln |
| ― | AXA Krankenversicherung AG, Köln |
| ― | AXA ART Versicherung AG, Köln |
| ― | AXA Bank AG, Köln |
| ― | Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln |
| ― | Pro bAV Pensionskasse AG, Köln |
| ― | AXA easy Versicherung AG |
| ― | AXA Finanz Service GmbH, Köln |
| ― | AXA Logistik & Services GmbH, Köln |
| ― | AXA Customer Care GmbH, Köln |
| ― | Venus Beteiligungs-GmbH, Köln |
| ― | Inreka Finanz AG, Cloppenburg |
| ― | Kepheus Beteiligungs-u. Vermögenswerte GmbH, Köln |
| ― | Clerita GmbH, Köln |
Die AXA Konzern AG, Köln hat mit der Vinci B.V., Utrecht als herrschendem Unternehmen einen Beherrschungsvertrag abgeschlossen.
Die AXA S.A., Paris, ist direkt und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt zu hundert Prozent am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt. Die AXA Konzern AG ist deshalb ein im Sinne von § 16 Abs. 1 AktG im Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen der AXA S.A., Paris. Die AXA Konzern AG und ihre wesentlichen Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der AXA SA, Paris, einbezogen. Die AXA Konzern AG macht vom Befreiungstatbestand des § 291 HGB Gebrauch und stellt keinen Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss der AXA SA, Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des Marchés Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt. Der Konzernabschluss der AXA S.A. wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2016 sind bei unseren Gesellschaften keine Vorgänge eingegangen, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unserer Gesellschaft haben.
Die Ende 2015 durch den Vorstand und Aufsichtsrat der AXA ART beschlossene Umwandlung der selbständigen Gesellschaften AXA ART UK SE (London) und AXA ART Versicherung AG (Zürich) in rechtlich unselbständige Niederlassungen der AXA ART Versicherung AG (Köln) ist 2016 in Kooperation mit den zuständigen Aufsichtsbehörden in die Umsetzungsphase eingetreten. Auch dabei wurden wichtige Zwischenziele erreicht, so dass der Vorstand davon ausgeht, die Umwandlung in beiden Ländern im Geschäftsjahr 2017 erfolgreich abschließen zu können.
Köln, den 26. April 2017
AXA Konzern AG
Der Vorstand
Dr. van Aubel
Dr. Dahmen
Daucourt
Hasselbächer
Hüppelshäuser
Dr. Kaschner
Dr. Schumacher
Dr. Stange
Dr. Vollert
Warkentin
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AXA Konzern Aktiengesellschaft, Köln für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 28. April 2017
**PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Ludger Koslowski, Wirtschaftsprüfer
ppa. Sven Capousek, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des gesamten Jahres 2016 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte und in zwei Sitzungen, zwei weitere Sitzungen in Form von Telefonkonferenzen sowie einer schriftlichen Abstimmung wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes über die allgemeine Geschäftsentwicklung, über grundlegende Angelegenheiten sowie die strategischen Ziele der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand weiterhin umfassend über die Risikosituation informiert. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstands, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 10. März 2016 die Tantiemezahlungen für 2015, die weitere variable Vergütung (Performance Shares und Stock Options) sowie anstehende Anpassungen der Vorstandsvergütung beschlossen. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat sich mit dem Vergütungssystem für den deutschen AXA Konzern befasst und die Vergütungsleitlinie beschlossen. In seiner Sitzung am 19. Mai 2016 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstandes über den Geschäftsverlauf 2015 und dem vorgelegten Jahresabschluss sowie dem Konzernabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für 2016 vor, die vertiefend erörtert wurde. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand umfassend über die Risikosituation insbesondere über die Themen Solvency II Coverage Ratios sowie IT-Sicherheit informiert. Zudem hat der Chief Compliance Officer in der Sitzung über den Compliance-Bericht für das Geschäftsjahr 2015 vorgestellt.
In der Sitzung vom 24. November 2016 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über den bisherigen Geschäftsverlauf im laufenden Jahr und gab einen Kurzbericht über die vorläufige Planung 2017. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat darüber hinaus über den aktuellen Stand und die weiteren Planungen für das Strategieprojekt "Ambition 2020" sowie über die Roadmap zur Transformation der IT. Der Aufsichtsrat hat sich in dieser Sitzung ausführlich mit den Auswirkungen des Abschlussprüferreformgesetzes auf die Aufsichtsratstätigkeit befasst, einen Beschluss zur Erbringung von Nichtprüfungsleistungsleistungen durch den Abschlussprüfer gefasst sowie Herrn Patrick Lemoine zum Finanzexperten im Sinne von § 100 Abs. 5 AktG bestimmt.
In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat ausführlich über besondere Projekte und Entwicklungen der Gesellschaft informiert. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet.
Der Aufsichtsrat hat neben dem gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss zwei weitere Ausschüsse eingerichtet. Das aus fünf Mitgliedern bestehende Audit Committee widmet sich im Wesentlichen der Überwachung des Risikomanagements des Vorstandes und der Kontrollmechanismen der Gesellschaft, der Behandlung des Jahresabschlusses, Fragen zur Abschlussprüfung und legt die Prüfungsschwerpunkte des Geschäftsjahres fest. Das Audit Committee hat in 2016 viermal getagt. Hierüber hat es den Aufsichtsrat umfassend unterrichtet. Das aus drei Mitgliedern bestehende Präsidium ist ein vorbereitender Ausschuss, der in 2016 nicht getagt hat. Der Vermittlungsausschuss musste ebenfalls nicht einberufen werden.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 sind von der in der Hauptversammlung gewählten PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte und die weiteren Erläuterungen des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist, und schloss sich dem Vorschlag für die Gewinnverwendung an. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat darüber informiert, dass für das Geschäftsjahr 2016 von der Befreiungsmöglichkeit des § 291 HGB Gebrauch gemacht wird und dementsprechend kein Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstellt wird.
Im vergangenen Jahr sind im Vorstand und im Aufsichtsrat Personalveränderungen eingetreten. Herr Dr. Alexander Vollert und Herr Dr. Nils Kaschner sind mit Wirkung zum 16. September 2016 zu Mitgliedern des Vorstands bestellt worden. Herr Dr. Vollert hat dabei das Amt des Vorstandsvorsitzenden von Herrn Dr. Buberl übernommen, der zum 30. April 2016 aus dem Vorstand ausgeschieden ist und mit Wirkung ab dem 1. Mai 2016 als Mitglied und Vorsitzender in den Aufsichtsrat gewechselt ist. Herr Dr. Buberl ersetzt dabei Herrn Jacques de Vaucleroy, der mit Wirkung zum 30. April 2016 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist. Herr Dr. Kaschner ist der Nachfolger von Herrn Etienne Bouas-Laurent, der mit Ablauf des 15. September aus dem Vorstand ausgeschieden ist. Darüber hinaus ist Frau Christiane Kölsch-Bisanzio am 19. Mai aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Als Nachfolgerin wurde Frau Anke Giesen, Mitglied des Vorstands der Fraport AG in den Aufsichtsrat gewählt. Weiterhin sind bei den Arbeitnehmervertretern die Herren Herbert Mayer und Frank Meyer aufgrund ihres Eintritts in den Ruhestand mit Ablauf des 31. Dezember 2016 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Die beiden gewählten Ersatzmitglieder Reinhard Rose und Kirsten Murray-Heer sind mit Wirkung ab dem 1. Januar 2017 in den Aufsichtsrat nachgerückt.
Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Herrn de Vaucleroy für seine aktive Unterstützung des deutschen AXA Konzerns in den vergangenen Jahren sowie bei den Herren Mayer und Meyer für die langjährige konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Aufsichtsrat.
Für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihre tatkräftige Unterstützung mit zum Erfolg der Gesellschaft beigetragen haben, seinen Dank aus.
Unser Dank gilt auch den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmenssprecherausschuss der Leitenden Angestellten für die sehr engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Köln, den 16. Mai 2017
Für den Aufsichtsrat
Dr. Thomas Buberl, Vorsitzender