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AXA — Annual Report 2016
Jul 27, 2017
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Annual Report
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Publication
AXA easy Versicherung AG
Köln
Jahresabschluss zum 31.12.2016
Geschäftsbericht 2016
Kennzahlen
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| AXA Konzern | ||
| Konzerneinnahmen (IFRS) - in Tsd. Euro | 10.707.742 | 10.594.142 |
| AXA easy Versicherung AG | ||
| Bruttobeitragseinnahmen - in Tsd. Euro | 51.067 | 27.124 |
| Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle | ||
| - in Tsd. Euro | 48.060 | 22.513 |
| - in Prozent der verdienten Bruttobeiträge | 94,1 | 83,0 |
| Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb | ||
| - in Tsd. Euro | 7.300 | 4.596 |
| - in Prozent der verdienten Bruttobeiträge | 14,3 | 16,9 |
| Bruttoschadenrückstellungen - in Prozent der Bruttoschadenzahlungen | 83,4 | 89,5 |
| Versicherungstechnische Bruttorückstellungen - in Prozent der Bruttobeitragseinnahmen | 57,9 | 62,2 |
| Kapitalanlagen - in Tsd. Euro | 3.917 | 3.776 |
| Nettoverzinsung - in Prozent | 0,7 | 4,7 |
| Ergebnis vor Verlustübernahme /Gewinnabführung/Gewinnthesaurierung - in Tsd. Euro | -647 | 249 |
| Gezeichnetes Kapital - in Tsd. Euro | 3.500 | 3.500 |
| Eigenkapital - in Tsd. Euro | 4.309 | 3.949 |
Aufsichtsrat
Jens Hasselbächer
Vorsitzender
Mitglied des Vorstandes der AXA Konzern AG
Köln
Thomas Junge
seit 2. November 2016
stellv. Vorsitzender
Leiter Recht der AXA Konzern AG
Köln
Dr. Astrid Stange
Mitglied des Vorstandes der AXA Konzern AG
Köln
Alain Zweibrucker
bis 31. Oktober 2016
stellv. Vorsitzender
Leiter SUHK Privat der AXA Konzern AG
Köln
Vorstand
Dr. Michael Bongartz
Vorstandsvorsitzender
Unternehmenskommunikation, Recht, Produktmanagement, Mathematik, Unternehmensentwicklung, Verarbeitung / Schaden, Informationssysteme (EDV), Projektmanagement, Kapitalanlagen, Rückversicherung, Compliance
vom 1. Januar 2016 bis 15. September 2016 und seit 28. Dezember 2016
Finanzen, Personal, Revision, Compliance, Recht, Risikomanagement, Rechnungswesen, Planung, Controlling, Steuern, Betriebsorganisation
vom 16. September 2016 bis 27. Dezember 2016
Marc Lüke
Vertrieb, Marketing
Außerdem:
Unternehmenskommunikation, Produktmanagement, Mathematik, Unternehmensentwicklung, Verarbeitung / Schaden, Informationssysteme (EDV), Projektmanagement, Kapitalanlagen, Rückversicherung
vom 16. September 2016 bis 27. Dezember 2016
Stefan Rupp
seit 28. Dezember 2016
Finanzen, Personal, Revision, Risikomanagement, Rechnungswesen, Planung, Controlling, Steuern, Betriebsorganisation
Dr. Nils Kaschner
bis 16. September 2016
Finanzen, Personal, Revision, Risikomanagement, Rechnungswesen, Planung, Controlling, Steuern, Betriebsorganisation
Lagebericht
Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Deutsche Wirtschaft wächst im 7. Jahr
Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin in einer guten Verfassung. Die konjunkturelle Lage war auch im Jahr 2016 durch ein solides Wachstum gekennzeichnet. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes von Mitte Januar im Jahresdurchschnitt 2016 um 1,9 % höher als im Vorjahr und stieg damit im 7. Jahr in Folge.
Stützen des inländischen Wirtschaftswachstums waren vor allem die Konsumausgaben. Während die Konsumausgaben der privaten Haushalte preisbereinigt um 2,0 % zunahmen, erhöhten sich die staatlichen Konsumausgaben sogar um 4,2 %. Ein Grund für diesen kräftigen Anstieg sind die aus der hohen Zuwanderung resultierenden Kosten. Die Investitionen in Anlagen, Gebäude, Maschinen, Geräte und Fahrzeuge stiegen um 2,5 %. Von diesem Anstieg profitierte 2016 besonders der Wohnungsbau.
Für die erneut starke Wirtschaftsleistung sorgten im Jahresdurchschnitt insgesamt 43,5 Mio. Erwerbstätige mit Wohnort in Deutschland. Das waren nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 429.000 Personen oder 1,0 % mehr als im Jahr zuvor. Dabei glichen eine gesteigerte Erwerbstätigkeitsquote der inländischen Bevölkerung sowie die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte negative demographische Effekte, die sonst zu einem geringeren Angebot von Arbeitskräften gesorgt hätten, aus. Aufgrund der hohen Zuwanderung ist auch die Bevölkerungszahl stark gestiegen: Das Statistische Bundesamt geht nach einer Schätzung von Januar 2017 davon aus, dass Ende 2016 etwa 82,8 (Ende 2015: 82,2) Mio. Menschen in Deutschland lebten und damit rund eine halbe Million mehr als im Jahr 2015. Die gute Konjunktur spiegelt sich auch in der günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt wider: Die Zahl der Arbeitslosen ging nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im Jahresdurchschnitt um über 100.000 auf knapp 2,7 Mio. und die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte auf 6,1 % zurück.
Die Nominallöhne stiegen 2016 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes von Anfang Februar um 2,3 %. Da sich im gleichen Zeitraum die Verbraucherpreise lediglich um 0,5 % erhöhten, verzeichneten die Reallöhne im Berichtsjahr ein starkes Wachstum von 1,8 %. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass im Dezember 2016 deutlich gestiegene Energiepreise für eine sprunghafte Erhöhung der Teuerungsrate auf 1,7 %, verglichen mit dem entsprechenden Monat des Vorjahres, sorgten.
Das Vermögen der privaten Haushalte erhöhte sich in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres um rund 2,5 %. Am Ende des 3. Quartals 2016 (Daten für das Gesamtjahr liegen noch nicht vor) belief sich ihr Geldvermögen nach Angaben der Deutschen Bundesbank auf 5.478 Mrd. Euro; das waren 138 Mrd. Euro mehr als am Jahresanfang. Ursache hierfür waren laut Bundesbank vor allem spürbare Bewertungsgewinne bei Aktien und Anteilen an Investmentfonds. Beachtliche 2.097 Mrd. Euro oder 38 % des gesamten Geldvermögens betrafen Ansprüche der privaten Haushalte gegenüber Versicherungs- und Alterssicherungssystemen.
Deutsche Versicherungswirtschaft blieb 2016 stabil
Die deutsche Versicherungswirtschaft hat sich 2016 in einem Jahr mit großen Herausforderungen insgesamt stabil entwickelt. Bei weiter anhaltenden Niedrigzinsen, sich veränderndem Kundenverhalten, technologischem Wandel und neuen Wettbewerbern aus der Startup-Szene gelang es ihr, ein leichtes Beitragsplus von 0,2 % zu erzielen. Nach vorläufigen Berechnungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft beliefen sich die Beitragseinnahmen der rund 450 Mitgliedsunternehmen im Jahr 2016 auf insgesamt 194,2 Mrd. Euro. Die Entwicklung lag damit im Rahmen der Erwartungen.
In der weiterhin größten Sparte Lebensversicherungen einschließlich Pensionskassen und Pensionsfonds ging das Beitragsvolumen branchenweit um 2,2 % auf 90,7 Mrd. Euro zurück. Dabei blieben die Einnahmen aus laufenden Beiträgen mit 64,3 Mrd. Euro (- 0,5 %) relativ konstant, während sich die Einmalbeiträge um 6,1 % auf 26,3 Mrd. Euro verringerten. Im Neugeschäft entschieden sich immer mehr Kunden für neue Produkte mit abgewandelten Garantieformen.
Die Beitragseinnahmen der privaten Krankenversicherer legten um 1,1 % auf 37,2 Mrd. Euro zu. Davon entfielen 35,0 Mrd. Euro (+ 1,2 %) auf die Krankenversicherung und unverändert 2,2 Mrd. Euro auf die Pflegeversicherung. Die ausgezahlten Leistungen erhöhten sich um 1,5 % auf 26,3 Mrd. Euro und stiegen damit erneut stärker als die Beitragseinnahmen.
Den stärksten Zuwachs erzielten 2016 die Unternehmen der Schaden- und Unfallversicherung. Sie steigerten ihre Beitragseinnahmen um 2,9 % auf 66,3 Mrd. Euro. Vor allem die beiden größten Zweige Kraftfahrtversicherung (+ 2,5 %) und Sachversicherungen (+ 3,7 %) entwickelten sich erfreulich. Deutlich stärker als die Beitragseinnahmen der Sparte nahmen allerdings mit + 3,7 % auf 49,9 Mrd. Euro die Leistungen zu. Einer der Gründe hierfür waren mehrere heftige Unwetter im Frühsommer, die innerhalb weniger Tage Schäden von 1,2 Mrd. Euro anrichteten.
Niedrigzinsen, Solvency II-Einführung und Digitalisierung
Neben den anhaltenden Niedrigzinsen beschäftigten im Berichtsjahr vor allem die Themen Solvency II und Digitalisierung die Versicherungsbranche.
Die Niedrigzinspolitik hält nicht nur viele Verbraucher von eigener privater Altersvorsorge ab, sondern stellt auch das Kapitalanlagemanagement der Versicherungsunternehmen vor Herausforderungen. So mussten die deutschen Lebensversicherer die Zinszusatzreserve 2016 um weitere 13 Mrd. Euro auf rund 45 Mrd. Euro erhöhen. Dieses Instrument war in einem anderen Zinsumfeld konzipiert worden, um Zinsgarantien aus älteren Verträgen auch künftig sicherzustellen.
Am 1. Januar 2016 ist das neue europäische Aufsichtsregime Solvency II vollständig in Kraft getreten. Die Richtlinie dient der Harmonisierung des Aufsichtsrechts im europäischen Binnenmarkt und stellt weiterentwickelte Solvabilitätsanforderungen an Versicherungsunternehmen. Den Kern von Solvency II bildet eine risikobasierte Eigenmittelausstattung. Alle Unternehmen, die dem Aufsichtssystem Solvency II unterliegen, müssen bis Ende Mai 2017 ihren Bericht zur Solvenz- und Finanzlage (Solvency and Financial Condition Report- SFCR) vorlegen. Darin geben sie erstmals auch der Öffentlichkeit detailliert Auskunft etwa über vorhandene Eigenmittel, Risiken und die allgemeine Geschäftsentwicklung.
Die Versicherungsbranche wandelt sich derzeit mit großer Geschwindigkeit. Die Digitalisierung verändert das Kundenverhalten, führt zu neuartigen Geschäftsprozessen, lässt Innovationen entstehen und bringt neue Wettbewerber hervor. Nach Erhebungen des GDV haben die Versicherer 2016 gut 4,4 Mrd. Euro in ihre digitale Infrastruktur investiert. Viele Versicherer haben mittlerweile Innovation Labs gegründet oder sich an Insurtechs beteiligt. Mit Hilfe der Digitalisierung können Versicherer ihre Produkte individueller und passgenauer gestalten. Außerdem eröffnet die Digitalisierung neue Geschäftschancen. Ein Beispiel ist die Cyberversicherung, mit der sich Unternehmen gegen Sach- und Vermögensschäden im Zusammenhang mit Hacker-Angriffen oder sonstigen Akten von Cyberkriminalität absichern können.
Unser Unternehmen
Die AXA easy Versicherung AG bietet Information, Angebotserstellung und Vertragsabschluss zu Kraftfahrtversicherungen über das Internet und ist somit essentieller Bestandteil des Multikanalkonzepts des AXA Konzerns in Deutschland. In ihrem fünften kompletten Geschäftsjahr erzielte die AXA easy Versicherung im direkten inländischen Privatkundengeschäft gebuchte Beiträge in Höhe von 51,1 Mio. Euro (2015: 27,1 Mio. Euro) und wuchs somit um 88,3 %.
Auch im Kraftfahrtversicherungsmarkt, dem größten Versicherungszweig der Schaden- und Unfallversicherung, setzte sich 2016 der Trend hin zum Online-Geschäft fort. Nach Anpassung unserer Preispolitik für das Neugeschäft, dem erfolgreichen Launch unseres Produktes Mobil online 2.0 im Mai 2016 sowie durch die gute Entwicklung unseres Vertriebswegemixes ist unser Unternehmen gut im Markt positioniert und konnte im Berichtsjahr deutlich steigende Vertragsstückzahlen (+117,8 %) verzeichnen.
AXA mit hoher Finanzkraft und starken Ratings
Die drei großen Ratingagenturen bescheinigen der AXA Gruppe seit langem eine hohe Finanzkraft, von der auch der deutsche AXA Konzern profitiert. Standard & Poor's Ratings Services hat am 27. Oktober 2016 seine Financial Strength Rating-Entscheidung für AXA von A+ auf AA- heraufgesetzt und diese mit einem stabilen Ausblick versehen. Wenige Wochen zuvor, am 9. September 2016, hatte Moody's Investors Service sein Aa3 Insurance Financial Strength Rating mit stabilem Ausblick für die AXA Gruppe bekräftigt. Fitch Ratings bewertet AXA in ihrer Insurer Financial Strength Rating-Entscheidung vom 28. Juni 2016 weiterhin mit AA-, ebenfalls mit stabilem Ausblick.
Mit Ambition 2020 strategisch nach vorn
Die Versicherungsbranche befindet sich in einer intensiven Umbruchphase. Nahezu alle Unternehmen sind dabei, das "traditionelle" Geschäftsmodell der Versicherung in die moderne, digitale Welt zu führen. Als einer der ersten Versicherer in Deutschland hat sich der AXA Konzern bereits frühzeitig auf die Veränderungen eingestellt und die Strategie Ambition 2020 entwickelt. Der Konzern verfolgt damit zwei zentrale Ziele: die Kundenbeziehung zu vertiefen sowie gleichzeitig agiler und effizienter zu werden. Entsprechend dem Anspruch im Leitbild "Wir werden Vorreiter" will AXA neue Maßstäbe in der Branche setzen.
Eine Vielzahl von Maßnahmen wurde zu diesem Zweck im Unternehmen eingeleitet oder bereits umgesetzt. So hat AXA eine neue zentrale Einheit Kundenmanagement eingerichtet. Darüber hinaus investiert das Unternehmen über den AXA Innovation Campus in Startups, um innovative und versicherungsnahe Geschäftsideen zu generieren. In der Einheit Transactional Business sind neue und innovative Geschäftsansätze entstanden, die sich an den Kundenwünschen orientieren. Die App cleverPARKEN zeigt freie Plätze in teilnehmenden Parkhäusern und deren Öffnungszeiten und ermöglicht bargeldloses Bezahlen. Mit der App WayGuard können sich Nutzer durch eine professionelle Leitstelle und private Freunde bis zur Haustür begleiten lassen, wenn zum Beispiel der Weg abends alleine nach Hause durch eine dunkle Straße oder einen menschenleeren Park führt.
Ambition 2020 beinhaltet auch eine Vereinbarung zur marktgerechten Arbeitssteuerung, um anfallende Arbeiten noch effektiver über die Grenzen von Standorten und Organisationseinheiten hinweg zu verteilen und zu priorisieren. Die Aufwendungen für diesen umfangreichen Umbauprozess und Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit wurden bereits vollständig im Berichtsjahr bilanziert.
Überblick über den Geschäftsverlauf unserer Gesellschaft
Die vielfältigen Vertriebsaktivitäten und eine verbesserte Preispositionierung führten dazu, dass die Beitragseinnahmen über den Erwartungen lagen. Als Folge des erfreulich hohen Neugeschäftsanteils lagen sowohl die Aufwendungen für Versicherungsfälle als auch die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb ebenfalls über dem Plan. Das Kapitalanlageergebnis hat sich wie erwartet entwickelt. Bedingt durch höhere sonstige Aufwendungen wurde das erwartete Ergebnis nicht erreicht.
Im Geschäftsjahr 2016 erzielte unsere Gesellschaft gebuchte Bruttobeiträge im privaten Kraftfahrtversicherungsgeschäft inklusive sonstige Versicherungen in Höhe von 51.067 Tsd. Euro (2015: 27.124 Tsd. Euro), die somit deutlich über dem Vorjahreswert lagen.
Allerdings stieg die kombinierte Brutto-Schaden-Kostenquote im Berichtsjahr um 8,5 Prozentpunkte auf 108,4%. Dies ist auf einen Anstieg der durchschnittlichen Schadenaufwendungen sowie einer höheren Schadenhäufigkeit insbesondere im Neugeschäft zurückzuführen. Hinzu kam ein Rückgang bei den Abwicklungsgewinnen auf Vorjahresschäden, so dass die Aufwendungen für Versicherungsfälle überproportional zum wachsenden Bestand um 25.547 Tsd. Euro auf 48.060 Tsd. Euro (2015: 22.513 Tsd. Euro) anstiegen.
Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb betrugen 7.300 Tsd. Euro (2015: 4.596 Tsd. Euro). Die Steigerung um 2.704 Tsd. Euro resultiert fast ausschließlich aus den neugeschäftsbedingt gestiegenen Abschlusskosten. Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Relation zu den verdienten Beiträgen konnten erfreulicherweise auf 14,3 % (2015: 16,9 %) gesenkt werden.
Aufgrund der oben beschriebenen Entwicklung konnte in diesem Jahr nur ein negatives versicherungstechnisches Bruttoergebnis von 4.179 Tsd. Euro (2015: Gewinn von 295 Tsd. Euro) erzielt werden.
Aufgrund des 100-prozentigen Rückversicherungsvertrages über alle Positionen der Versicherungstechnik gibt unsere Gesellschaft das gesamte selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft in Rückdeckung ab; dies führte zu einem Nettoergebnis von Null Euro.
Unsere Gesellschaft hielt zum 31. Dezember 2016 festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von insgesamt 2.910 Tsd. Euro (2015: 2.591 Tsd. Euro) sowie Namenspapiere mit einem Buchwert von insgesamt 1.007 Tsd. Euro (2015: 1.035 Tsd. Euro). Das Kapitalanlageergebnis verringerte sich 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 362 Tsd. Euro auf 26 Tsd. Euro (2015: 388 Tsd. Euro). Dieser Rückgang resultiert hauptsächlich aus einem Einmaleffekt durch Abgangsgewinne im Jahr 2015 in Höhe von 348 Tsd. Euro (2016: 0 Tsd. Euro), die im Zusammenhang mit der Übertragung von Kapitalanlagen an die AXA Versicherung AG in Folge der Anpassung des Quotenrückversicherungsvertrages entstanden waren.
Im sonstigen Ergebnis ergab sich im Berichtsjahr saldiert ein Aufwand von 930 Tsd. Euro (2015: Ertrag von 43 Tsd. Euro). Die sonstigen Aufwendungen stiegen hauptsächlich aufgrund höherer Kosten für Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit sowie höherer Altersversorgungskosten deutlich an.
Die außerordentlichen Aufwendungen gingen im Berichtsjahr um 18 Tsd. Euro auf 47 Tsd. Euro zurück.
Nach Berücksichtigung eines Steuerertrages in Höhe von 304 Tsd. Euro (2015: Aufwand in Höhe von 117 Tsd. Euro), weisen wir einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 647 Tsd. Euro (2015: 249 Tsd. Euro Jahresüberschuss) aus, der im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages von der AXA Konzern AG übernommen wird.
Der Geschäftsverlauf 2016 zeigte im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015 folgendes Bild:
| in Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Versicherungstechnisches Bruttoergebnis | -4.179.318 | 294.548 |
| Versicherungstechnisches Rückversicherungsergebnis | 4.179.318 | -294.548 |
| Kapitalanlageergebnis | 26.055 | 387.974 |
| Saldo der sonstigen Erträge und Aufwendungen | -929.885 | 43.296 |
| Außerordentliches Ergebnis | -47.131 | -65.276 |
| Jahresüberschuss vor Steuern und vor Ergebnisabführung | -950.961 | 365.994 |
| Steuern | 304.298 | -117.103 |
| Erträge aus Verlustübernahme der AXA Konzern AG | 646.663 | 0 |
| Einstellung in die gesetzliche Rücklage gem. § 300 Nr. 1 AktG | 0 | 248.891 |
Der Geschäftsverlauf im Einzelnen
Beitragsanstieg um 88,3%
Im Geschäftsjahr 2016 erzielte die AXA easy Versicherung gebuchte Bruttobeiträge im Kraftfahrtversicherungsgeschäft inklusive sonstige Versicherungen in Höhe von 51.067 Tsd. Euro (2015: 27.124 Tsd. Euro) und konnte damit ein Beitragswachstum von 88,3 % verzeichnen.
35,4 Mio. Euro für Versicherungsfälle
Im Berichtsjahr leistete unsere Gesellschaft Zahlungen für Versicherungsfälle in Höhe von 35.371 Tsd. Euro (2015: 18.776 Tsd. Euro). Gleichzeitig wurden 12.689 Tsd. Euro (2015: 3.737 Tsd. Euro) Rückstellungen für Versicherungsfälle gebildet. Die Bruttoschadenquote erhöhte sich auf 94,1 % (2015: 83,0 %). Wegen des 100-prozentigen Rückversicherungsvertrages gibt unsere Gesellschaft das gesamte selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft in Rückdeckung ab, was zu einem Nettoschadenaufwand von Null Euro führt.
Kostenquote auf 14,3 % gesenkt
Bei verdienten Beiträgen in Höhe von 51.064 Tsd. Euro und Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Höhe von 7.300 Tsd. Euro ergab sich eine gegenüber dem Vorjahr gesunkene Kostenquote von 14,3 % (2015: 16,9 %). Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb des Geschäftsjahres entfallen 6.254 Tsd. Euro (2015: 3.552 Tsd. Euro) auf Abschlusskosten, was auf das hohe Neugeschäft zurückzuführen ist. Da die Verwaltungskosten mit 1.046 Tsd. Euro (2015: 1.044 Tsd. Euro) stabil blieben, konnte die Verwaltungskostenquote um 1,8 Prozentpunkte gesenkt werden.
Rückversicherung
Die gebuchten Rückversicherungsbeiträge betragen im Berichtsjahr 51.067 Tsd. Euro (2015: 27.124 Tsd. Euro). Seit 2011 verfügt unsere Gesellschaft über eine 100-prozentige Quotenrückversicherung mit der AXA Versicherung AG. Inhalt dieses Vertrages ist das gesamte selbstabgeschlossene Kraftfahrtversicherungsgeschäft gegen die Erstattung der Originalkosten sowie die Abwicklung des Vorjahres. Die Beitragseinnahmen des Beistandsleistungsgeschäfts werden teilweise an eine Konzerngesellschaft abgeführt.
Kapitalanlageergebnis
Im Berichtsjahr 2016 betrug das gesamte Kapitalanlageergebnis 26 Tsd. Euro (2015: 388 Tsd. Euro) und nahm gegenüber dem Vorjahr deutlich ab. Die laufenden Erträge verringerten sich um 32 % auf 30 Tsd. Euro (2015: 44 Tsd. Euro) aufgrund rückläufiger Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren hauptsächlich bedingt durch die Übertragung von Kapitalanlagen an die AXA Versicherung AG im Jahr 2015. Dem standen laufende Aufwendungen von 4 Tsd. Euro (2015: 4 Tsd. Euro) gegenüber. Aus dem Abgang von Kapitalanlagen wurden 2015 Gewinne in Höhe von 348 Tsd. Euro realisiert. Diese Gewinne resultierten vornehmlich aus der Übertragung von Kapitalanlagen an die AXA Versicherung AG infolge der Änderung des Quotenrückversicherungsvertrages. Im Jahr 2016 wurden keine Wertpapiere verkauft bzw. übertragen.
Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen - berechnet nach der Formel des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft - für das Jahr 2016 belief sich auf 0,7 % und lag insbesondere wegen der fehlenden Abgangsgewinne deutlich unter dem Vorjahreswert von 4,7 %.
Jahresfehlbetrag in 2016
Im Berichtsjahr verzeichnete unsere Gesellschaft insgesamt ein negatives Geschäftsergebnis in Höhe von 647 Tsd. Euro (2015: Jahresüberschuss von 249 Tsd. Euro). Dieser Jahresfehlbetrag wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages von der AXA Konzern AG übernommen.
Der Geschäftsverlauf in den wichtigsten Versicherungszweigen des selbst abgeschlossenen Geschäftes
Geschäftsgebiet und betriebene Versicherungszweige
Das Geschäftsgebiet unserer Gesellschaft ist die Bundesrepublik Deutschland. Unser Versicherungsangebot umfasst die Sparten Kraftfahrtunfallversicherung, die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung, die Fahrzeugvoll- und -teilversicherung und die Beistandsleistung.
Die nachstehende Zusammenstellung gibt einen Überblick über die Beitragsentwicklung der einzelnen Versicherungszweige:
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft = Gesamtgeschäft (in Euro)
| 2016 | Anteil % |
|
|---|---|---|
| Unfallversicherung (Kraftfahrt) | 755 | 0,0 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 36.491.954 | 71,5 |
| Sonstige Kraftfahrtversicherungen | 14.339.505 | 28,0 |
| Sonstige Versicherungen (Beistandsleistung) | 235.000 | 0,5 |
| direktes Versicherungsgeschäft insgesamt | 51.067.214 | 100,0 |
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
Im Geschäftsjahr 2016 erzielten wir in diesem Versicherungszweig aufgrund des guten Neugeschäfts Bruttobeiträge in Höhe von 36.492 Tsd. Euro (2015: 19.469 Tsd. Euro). Der anhaltend positiven Beitragsentwicklung standen höhere Schadenaufwendungen durch einen Anstieg der durchschnittlichen Schadenaufwendungen im Wesentlichen bedingt durch das starke Neugeschäftswachstum gegenüber. Außerdem fiel das Abwicklungsergebnis deutlich geringer aus als im Vorjahr, da mehr Spätschäden gemeldet wurden. Insgesamt stiegen die Aufwendungen für Versicherungsfälle um 18.153 Tsd. Euro auf 34.547 Tsd. Euro. Die Schadenquote stieg von 84,2 % im Vorjahr auf 94,7%. Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich auf 6.907 Tsd. Euro (2015: 4.205 Tsd. Euro) aufgrund der Provisionsaufwendungen für das weiter gestiegene Neugeschäft. Da die Verwaltungskostenquote von 4,2 % auf 2,4 % gesenkt werden konnte, verbesserte sich die Kostenquote insgesamt um 2,7 Prozentpunkte auf 18,9 %. Das versicherungstechnische Bruttoergebnis des Geschäftsjahres 2016 verschlechterte sich auf -4.884 Tsd. Euro (2015: -908 Tsd. Euro). Durch den 100-prozentigen Rückversicherungsvertrag ergab sich für eigene Rechnung ein Ergebnis von Null Euro.
Sonstige Kraftfahrtversicherungen
Im Berichtsjahr 2016 konnten wir die Bruttobeitragseinnahmen in der sonstigen Kraftfahrtversicherung mit 14.340 Tsd. (2015: 7.528 Tsd. Euro) nahezu verdoppeln. Die Bruttoschadenquote stieg gegenüber dem Vorjahr um 12,8 Prozentpunkte auf 94,2 %. Gründe hierfür sind ebenfalls sowohl gestiegene durchschnittliche Schadenaufwendungen als auch eine höhere Schadenfrequenz sowie ein niedrigeres Abwicklungsergebnis für Vorjahresschäden. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen auf 13.513 Tsd. Euro (2015: 6.129 Tsd. Euro).
Bei Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Höhe von 393 Tsd. Euro (2015: 390 Tsd. Euro) konnte die Kostenquote auf 2,7 % (2015: 5,2 %) gesenkt werden. Die AXA easy Versicherung erzielte in der sonstigen Kraftfahrtversicherung ein versicherungstechnisches Bruttoergebnis in Höhe von 469 Tsd. Euro (2015: 1.067 Tsd. Euro). Durch den 100-prozentigen Rückversicherungsvertrag ergab sich für eigene Rechnung ein Ergebnis von Null Euro.
Kapitalanlagebestand um 3,7 % auf 3.917 Tsd. Euro erhöht
Das Geschäftsjahr 2016 begann auf den Kapitalmärkten turbulent. Die Wirksamkeit und mögliche Nebeneffekte der expansiven Geldpolitik der Zentralbanken rückten zunehmend in den Fokus. Rezessionsängste, Sorgen um europäische Banken und um das chinesische Wirtschaftswachstum sowie ein starker Rückgang des Ölpreises führten bis Mitte Februar zu einer Talfahrt der Aktienmärkte. Der DAX und der EuroStoxx 50 notierten jeweils bis zu 19 % unter den Endständen von 2015. Im April weitete die Europäische Zentralbank ihr Anleihekaufprogramm auf Unternehmensanleihen aus und senkte darüber hinaus den Einlagezins um weitere 0,1 Prozentpunkte auf -0,4 %. Die amerikanische Zentralbank unterließ Leitzinserhöhungen, so dass das erste Halbjahr insgesamt von einer lockeren Geldpolitik geprägt wurde. Im weiteren Frühjahr stabilisierten sich die Kapitalmärkte auch infolge eines leicht verbesserten Wachstumsausblickes.
Ende Juni wurden die Kapitalmärkte jedoch vom Brexit-Votum der britischen Bevölkerung überrascht. Das britische Pfund wertete beträchtlich ab, es kam zu signifikanten Korrekturen der Aktienmärkte und einem Renditerückgang an den Anleihenmärkten. Die Rendite 10-jähriger Deutscher Bundesanleihen erreichte im Juli mit -0,18 % einen neuen historischen Tiefststand.
Im Herbst rückte die US-amerikanische Präsidentschaftswahl in den Vordergrund. Auch bei dieser Wahl wurde der Kapitalmarkt vom Ausgang der Wahl überrascht. In Erwartung eines fiskalpolitischen Stimulus (im Wesentlichen Steuersenkungen und Infrastrukturprojekte) löste der Wahlsieg von Donald Trump jedoch eine Korrektur der Anleihemärkte hin zu höheren Renditen aus.
Zum Jahresausklang gerieten die Zentralbanken erneut in den Blickpunkt. Im Dezember gab die Europäische Zentralbank zwar eine Verlängerung des Anleihekaufprogrammes bekannt, gleichzeitig wurde jedoch auch eine Reduktion des Volumens der Käufe beschlossen. Die amerikanische Notenbank FED vollzog den zweiten Zinsschritt nach der großen Finanzkrise und erhöhte die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte auf 0,5 % bis 0,75 %. Daraufhin entwickelten sich die Kapitalmärkte zum Jahresende insgesamt gesehen positiv.
Der Deutsche Aktienindex (DAX) notierte am Ende des Jahres bei 11.481 Punkten und verzeichnete somit im Vergleich zum Jahresanfang einen Zuwachs von 6,9 %. Der europäische Aktienmarkt -gemessen am EuroStoxx 50 - legte bis zum Jahresende hingegen nur um 0,7 % zu. Der für den amerikanischen Aktienmarkt repräsentative S&P 500-Index gewann im Jahresverlauf sogar 9,5 %.
Zum Jahresende lag die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen wieder deutlich über dem historischen Tiefststand im Juli, notierte mit 0,21 % jedoch deutlich unter dem Vorjahresniveau von 0,63 %.
Unverändert zum Vorjahr war auch 2016 von einer im Vergleich zur US-amerikanischen Notenbank FED expansiveren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank geprägt. Das hieraus resultierende höhere Zinsniveau in den USA war ein wesentlicher Treiber der Stärke des US Dollars, der im Jahresverlauf 3,3 % gegenüber dem Euro aufwertete. Aufgrund der aus dem Brexit-Votum resultierenden Unsicherheiten für das Vereinigte Königreich wertete andererseits das britische Pfund um 13,7% gegenüber dem Euro ab.
Der Bestand an Kapitalanlagen erhöhte sich bei unserer Gesellschaft im Laufe des Jahres 2016 leicht um 141 Tsd. Euro oder 3,7 % auf 3.917 Tsd. Euro.
Buchwerte der Kapitalanlagen (in Euro)
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Festverzinsliche Wertpapiere | 2.910.059 | 2.591.069 |
| Namenspapiere | 1.006.930 | 1.035.295 |
| Einlagen bei Kreditinstituten | 0 | 150.000 |
| Summe | 3.916.989 | 3.776.364 |
Zeitwerte der Kapitalanlagen (in Euro)
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Festverzinsliche Wertpapiere | 3.038.273 | 2.693.604 |
| Namenspapiere | 1.031.389 | 1.040.671 |
| Einlagen bei Kreditinstituten | 0 | 150.000 |
| Summe | 4.069.662 | 3.884.275 |
Zu- und Abgänge der Kapitalanlagen (in Euro)
| Zugänge | Abgänge | Nettozugang | |
|---|---|---|---|
| Festverzinsliche Wertpapiere | 360.395 | 41.405 | 318.990 |
| Namenspapiere | 0 | 28.365 | -28.365 |
| Einlagen bei Kreditinstituten | 0 | 150.000 | -150.000 |
| Summe | 360.395 | 219.770 | 140.625 |
Bewertungsreserven
Die Bewertungsreserven als Differenz zwischen dem aktuellen Marktwert und dem Buchwert beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 153 Tsd. Euro (2015: 108 Tsd. Euro). Dies entspricht 3,9 % (2015: 2,9 %) der Buchwerte, wobei der Anstieg der Bewertungsreserven hauptsächlich auf das im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Zinsniveau zurückzuführen ist.
Das Liquiditätsmanagement wird im Risikobericht unter Liquiditätsrisiken erläutert.
Eigenkapital erhöht
Im Geschäftsjahr 2016 hat die AXA Konzern AG der AXA easy Versicherung zur Stärkung der Eigenmittel und Unterlegung der kurzfristigen Solvenzkapitalanforderungen einen Betrag von 360.000 Euro der Kapitalrücklage zugeführt. Das Eigenkapital unserer Gesellschaft stieg dadurch von 3.948.891 Euro auf 4.308.891 Euro.
| 2016 Euro |
2015 Euro |
|
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 3.500.000 | 3.500.000 |
| Kapitalrücklage | 514.496 | 154.496 |
| Gewinnrücklagen | 294.395 | 294.395 |
| Eigenkapital | 4.308.891 | 3.948.891 |
Risiken der zukünftigen Entwicklung
Die Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken und die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft allein unsere Annahmen und Ansichten zum Ausdruck.
Das Risikomanagement unserer Gesellschaft basiert auf der Grundlage der §§ 23 und 26 des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) sowie der Leitlinien der EIOPA (European Insurance and Occupational Pensions Authority) zum Governancesystem und der Durchführungsverordnung 2015/35 der Europäischen Kommission.
Als Risiko wird gemäß den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungsstandards zur Risikoberichterstattung (DRS 20) ein, innerhalb dessen Risiken als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können, definiert sind.
Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:
| ― | versicherungstechnische Risiken, |
| ― | Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, |
| ― | Risiken aus Kapitalanlagen, |
| ― | operationelle und sonstige Risiken. |
Im Folgenden werden unsere Organisationseinheiten des Risikomanagements und der Risikomanagementprozess aufgezeigt. Darüber hinaus wird unsere Risikosituation im Wesentlichen anlehnend an den Deutschen Rechnungslegungsstandard zur Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen (DRS 20 und Anlage 2 für Versicherungsunternehmen) dargestellt.
Organisationseinheiten des Risikomanagements
Das Risikomanagement unserer Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der AXA Deutschland (AXA Konzern AG und ihre Mehrheitsbeteiligungen) eingebunden.
Aufgrund der Komplexität des Versicherungsgeschäfts ist die Risikomanagementfunktion unserer Gesellschaft auf verschiedene zentrale Funktionen, Organisationseinheiten und Kommissionen verteilt. Kontrollgremium ist der Aufsichtsrat als das den Vorstand überwachende Organ. Der Vorstand ist zuständig für die risikopolitische Ausrichtung unserer Gesellschaft sowie die Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung. Das Audit & Risk Committee (ARC) unterstützt den Vorstand bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. Zu diesem Zweck hat der Vorstand Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse auf das ARC delegiert. Darüber hinaus werden im ARC unter anderem Compliance-Themen behandelt sowie Rechts- und Revisionsthemen mit Risikobezug. Darüber hinaus existiert das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium zu Compliance-Themen, operationellen Risiken, Reputationsrisiken und sonstigen Rechtsrisiken. Zusätzlich werden risikorelevante Themen in diversen Spezialgremien, wie zum Beispiel dem Internal Model Committee, dem Local Risk Reinsurance Committee, dem Asset Liability Management Committee, dem Investment Committee und weiteren Gremien besprochen.
Zur Risikomanagementfunktion gehörende Organisationseinheiten sind
| ― | der Bereich Value & Risk Management (zentrales Risikomanagement), |
| ― | die Risikoverantwortlichen für die Steuerung und Kontrolle der Risiken in ihrem jeweiligen Unternehmensbereich (dezentrales Risikomanagement), |
| ― | der dezentrale Risikomanager pro Ressort für die Koordination aller risikorelevanter Themen innerhalb des Ressorts (ebenfalls dezentrales Risikomanagement) und |
Der Bereich Value & Risk Management - zuständige Einheit für alle Gesellschaften der AXA Deutschland - ist in das Ressort des Vorstandsvorsitzenden der AXA Konzern AG integriert.
Der Chief Risk Officer (CRO) der AXA Deutschland stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch regelmäßige Berichterstattung an das ARC im Rahmen von dessen Sitzungen beziehungsweise ad hoc sicher.
AXA hat mit Blick auf die Solvency II-Anforderungen an das System of Governance folgende Schlüsselfunktionen etabliert:
| ― | Risikomanagement-Funktion, |
| ― | Compliance-Funktion, |
| ― | Interne Revision, |
| ― | Versicherungsmathematische Funktion. |
Inhaber der Funktionen und damit Schlüsselperson ist der jeweilige Leiter des Bereichs oder der Abteilung. Dabei ist die versicherungsmathematische Funktion innerhalb der CRO-Organisation angesiedelt. AXA hat darüber hinaus den Leiter Recht sowie den Chief Investment Officer (CIO) jeweils zu weiteren Schlüsselpersonen erklärt. Für alle Schlüsselpersonen gelten besondere Anforderungen, sogenannte "Fit & Proper"-Eigenschaften (das heißt fachlich qualifiziert und persönlich zuverlässig).
Risikomanagementprozess
Das Risikomanagement unserer Gesellschaft erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess setzt sich aus Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikosteuerung und -überwachung sowie Risikokommunikation und -berichterstattung zusammen.
Risikoidentifikation: Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der ARC-Sitzungen, im Rahmen der strategischen Planung, der Aktualisierung der Risikostrategie und des Materialitätsprozesses, unter anderem durch die Aktualisierung der sogenannten "Risikopolicen" und der Dokumentation und Beschreibung operationeller Risiken. Durch die Risikopolicen werden die identifizierten wesentlichen Risiken inklusive deren aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen dokumentiert.
Darüber hinaus ist die Risikoidentifikation im Rahmen von Prüfungen der Internen Revision möglich. Risiken neuer Kapitalmarkt- und Versicherungsprodukte werden im Rahmen der beiden standardisierten Prozesse Investment Approval Process (IAP) und Product Approval Process (PAP) vom Bereich Value & Risk Management unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationeller Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und der höheren Führungsebene sowie einer Bewertung durch die jeweiligen operativen Ansprechpartner. Darüber hinaus erfolgt die Risikoidentifikation infolge einer Meldung eingetretener Risiken zur Aufnahme in die Verlustdatensammlung für operationelle Risiken, im Rahmen des Information Risk Management Prozesses (IRM) oder durch das Risk Identification and Assessment (RIA) im Rahmen des Business Continuity Managements.
Risikoanalyse und -bewertung: Aufbauend auf den Ergebnissen der Risikoidentifikation erfolgt eine Analyse und Bewertung der Risiken. Ergebnis der Risikoanalyse und -bewertung ist das Risikoprofil des Unternehmens. Identifizierte Risiken werden nach ihrer Wesentlichkeit eingeordnet. Dadurch wird sichergestellt, dass Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens identifiziert und angemessene Steuerungsmaßnahmen/strategien definiert werden können.
Bei der Risikobewertung wird, wo sinnvoll und möglich, eine quantitative Einschätzung für die einzelnen Risiken sowie für das gesamte Risikoportfolio unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Steuerungsmaßnahmen abgegeben. Die übergreifende quantitative Risikobewertung erfolgt anhand des ökonomischen Risikokapitalmodells und der dort definierten und eingesetzten Bewertungsmethoden. Für Risikoarten, für die eine quantitative Risikomessung nicht sinnvoll oder möglich ist, wie zum Beispiel Reputations- oder strategische Risiken, wird eine qualitative Beurteilung vorgenommen. Neben qualitativen und quantitativen Methoden werden bei der Risikobewertung für ausgewählte Risiken situationsbedingt auch Sensitivitätsanalysen, Szenarioanalysen und Stresstests mit unterschiedlichen Zeithorizonten herangezogen.
Die Bewertung der operationellen und sonstigen Risiken erfolgt in der Risikodatenbank. Die Risikopolicen werden im Document Inventory, unserem Verzeichnis für alle Solvency II-relevanten Dokumente, geführt.
Risikosteuerung und -überwachung: Die Risikosteuerung umfasst das Ergreifen von Maßnahmen zur Risikobewältigung in unserer Gesellschaft. Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung entwickelter Konzepte und Prozesse im Einklang mit der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Risikostrategie verstanden. Dadurch werden Risiken entweder bewusst akzeptiert, vermieden, vermindert oder transferiert. Durch regelmäßige Überwachung der Risiken anhand eines Soll-Ist-Abgleichs, zum Beispiel im Rahmen des implementierten Limitsystems, werden Gefahren frühzeitig erkannt. Somit wird ein Gegensteuern ermöglicht. Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risiko-/ Ertragsprofils sowie durch Überwachung der Limite der Verlust- und Risikoindikatoren. Die Risikosteuerung erfolgt immer durch die Geschäftsleitung gemäß ihrer Bereitschaft, bestimmte Risiken zu übernehmen. Dabei müssen das Risikoprofil und die Risikotragfähigkeit strikt beachtet werden. Schließlich wird in Verbindung mit einer angemessenen Berichterstattung beziehungsweise Eskalation die Einhaltung der Risikostrategie sichergestellt und die frühzeitige Identifizierung von Risiken ermöglicht.
Risikokommunikation und -berichterstattung: Das sich aus Risikoanalyse und -bewertung ergebende Risikoprofil wird gegenüber dem Vorstand kommuniziert, sodass dieser bei der Festlegung des Risikoappetits das aktuelle Risikoprofil beachten kann. Ziel der Risikoberichterstattung ist die Bereitstellung aller erforderlichen Risikoinformationen zur Einschätzung des unternehmensindividuellen Risikos unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher und interner Steuerungsanforderungen. Neben der Ergebnisberichterstattung zum ökonomischen Risikokapital werden auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht und ein auf Solvency II-Anforderungen ausgerichteter ORSA (Own Risk and Solvency Assessment)-Bericht verfasst. Darüber hinaus werden im Rahmen des Solvency II-Berichtwesens - erstmalig zum Stichtag 31. Dezember 2016 - die Berichte "Bericht über die Solvabilität und Finanzlage" (SFCR) und "Regelmäßiger aufsichtlicher Bericht" (RSR) erstellt, in welchen wir unter anderem ebenso Risikomanagement und Risikoprofil unserer Gesellschaft darstellen. Diese Berichte werden den Vorständen der Versicherungsgesellschaften vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das ARC und die Aufsichtsbehörde übermittelt. Zusätzlich sind Ad-hoc-Berichterstattungspflichten, beispielsweise bei Erreichen definierter Schwellenwerte, implementiert. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des regelmäßig zusammenkommenden ARC besprochen, nachdem sie zuvor im Rahmen der weiteren Gremien diskutiert wurden.
Das Risikomanagementsystem wird regelmäßig durch die Interne Revision geprüft.
Versicherungstechnische Risiken
Unsere Gesellschaft bietet Kraftfahrtversicherungsprodukte ausschließlich über das Internet an.
Die primären Risiken aus der Schaden- und Unfallversicherung sind das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko.
Da der deutsche AXA Konzern eine einheitliche Geschäftssteuerung der Sachversicherungssparte betreibt, die sich an den Kundengruppen und Produkten orientiert statt an den Einzelgesellschaften, wurde diesem Umstand durch eine vollständige Rückversicherung unseres Geschäftes auf den zentralen Risikoträger AXA Versicherung AG Rechnung getragen. Diese Form der Rückversicherung unterstützt darüber hinaus auch die einheitliche Steuerung der Risiken aus dem Bereich Value & Risk Management, welcher als unabhängige Risikofunktion für alle Gesellschaften agiert. Folglich verbessert die 100-prozentige Rückversicherung unseres Geschäfts über die Analyse der Kennzahlen vor und nach Rückversicherung die notwendige Transparenz in der Konzernsteuerung wie auch das Risikomanagement unserer Gesellschaft.
Prämien- und Schadenrisiko
Unter dem Prämien-/Schadenrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen. Daher ist unsere Gesellschaft in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation kurzfristig anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird durch Beitragsanpassung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption und durch vertraglich festgelegte Beitragsanpassungsklauseln risikoadäquat gehalten. Auch bei zu erwartenden Veränderungen der Marktsituation kann unsere Gesellschaft proaktiv handeln. Für Produkte mit nachteiliger Ergebnisentwicklung und beschränkten Möglichkeiten zur Kündigung oder Beitragsanpassung ist ausreichend Risikovorsorge durch Rückstellungsbildung getroffen.
Durch die Analyse und Bewertung der unternehmerischen Entscheidungsoptionen werden Risiken aus dem Kundenverhalten wie zum Beispiel vermehrtes Storno bereits im Entscheidungsprozess berücksichtigt.
Die Risikosteuerung unserer Gesellschaft erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt.
Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien- und Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch um Ereignisse wie zum Beispiel Naturkatastrophen, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen. Neben Naturkatastrophen können auch durch Menschen verursachte Schadenereignisse, wie zum Beispiel Terroranschläge, hohe Großschäden hervorrufen. Zusätzlich könnte der Trend zu höheren Schadenersatzansprüchen, zum Beispiel bei neu aufkommenden Risiken, Veränderungen der Rechtslage beziehungsweise im Verhalten der Marktteilnehmer oder durch Umweltschäden, den durchschnittlichen Schadenaufwand erhöhen.
Die Risiken werden seit Gründung der Gesellschaft vollständig zediert und mit Ausnahme des Versicherungszweigs Beistandsleistung an die AXA Versicherung AG abgegeben. Von daher ergeben sich für Schadenaufwand und verdiente Beiträge für eigene Rechnung (netto) Null-Beträge.
Die Bruttogeschäftsjahresschadenquoten haben sich wie folgt entwickelt:
Bruttogeschäftsjahresschadenquote in % der verdienten Beiträge
| 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 |
|---|---|---|---|---|
| 102,4 | 94,2 | 99,3 | 94,1 | 94,6 |
Reserverisiko
Zur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von unserer Gesellschaft Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, so dass die Nichtauskömmlichkeit der Reserve ein wesentliches Risiko darstellt. Das sogenannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeter Schäden (Spätschäden). Die Bewertung der künftigen Schadenzahlungen erfolgt im Rahmen der Einzelschadenreservierungen sowie anhand aktuarieller Schätztechniken, bei welchen der in der Vergangenheit beobachtete Schadenverlauf herangezogen wird. Großschäden werden separat geschätzt. Mithilfe von stochastischen Szenarien erfolgt eine Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treibern.
Die Risiken werden seit Gründung der Gesellschaft vollständig zediert und mit Ausnahme des Versicherungszweigs Beistandsleistung an die AXA Versicherung AG abgegeben. Von daher ergeben sich für das Abwicklungsergebnis für eigene Rechnung (netto) Null-Beträge. Die Abwicklungsergebnisse vor Rückversicherung (brutto) haben sich in den vergangenen fünf kompletten Geschäftsjahren wie folgt entwickelt:
Abwicklungsergebnis (brutto) in % der Rückstellung am 1. Januar
| 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 |
|---|---|---|---|---|
| -90,75 | 12,16 | 17,56 | 23,08 | 1,39 |
Nach der Gründung am 31. Mai 2011 durch die AXA Konzern AG hat die AXA easy Versicherung AG 2012 das erste komplette Geschäftsjahr abgeschlossen. Das negative Abwicklungsergebnis 2012 war auf die positive Vertragsentwicklung und den gleichzeitigen Anstieg von Schäden mit einer Vielzahl von Glasschäden sowie einer hohen Anzahl von Diebstählen zurückzuführen. Dem stand aus dem Rumpfgeschäftsjahr 2011 keine ausreichende Schadenreserve gegenüber. Daher wurde in den Folgejahren die Reserve gestärkt, um dem wachsenden Bestand Rechnung zu tragen. Dies führte zu den positiven Abwicklungsergebnissen in den Folgejahren. In 2016 sinkt die Abwicklungsquote, da bei der nun erreichten Reservierung keine weiteren hohen Abwicklungsgewinne eintreten werden.
Kostenrisiko
Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten nicht dauerhaft durch die in die Beiträge einkalkulierten Kosten finanziert werden können. Die Kosten für Provisionen und den laufenden Betrieb werden durch Beitragszuschläge auf Basis eines umfassenden Kostencontrollings in der Produktkalkulation berücksichtigt. Damit sind wir überzeugt, dieses Risiko in angemessener Weise zu handhaben.
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft resultieren für unsere Gesellschaft überwiegend aus Beitragsforderungen sowie aus Forderungen beziehungsweise Ansprüchen gegenüber Rückversicherern.
Die Forderungen gegen Versicherungsnehmer betrugen zum Bilanzstichtag 944 Tsd. Euro (2015: 750 Tsd. Euro). Von den Forderungen an Kunden entfielen 490 Tsd. Euro (2015: 312 Tsd. Euro) auf Forderungen, die älter als 90 Tage sind. Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegen Versicherungsnehmer werden durch ein IT-unterstütztes Inkasso- und Mahnsystem gesteuert.
Durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre vor Rückversicherung in %
| 2014 | 2015 | 2016 |
|---|---|---|
| 1,24 | 1,07 | 0,78 |
Ab 2015 ermitteln wir die durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre (auch für die Vergleichsjahre) als Verhältnis der Wertberichtigungen vor Rückversicherung zu den gebuchten Bruttobeiträgen. Dem Zahlungsausfallrisiko beim Versicherungsnehmer wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.
Das maximale Risiko aus dem Ausfall der Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft sowie der Anteile des Rückversicherers an den versicherungstechnischen Rückstellungen aus dem abgegebenen Versicherungsgeschäft beträgt 29,5 Mio. Euro (2015: 16,9 Mio. Euro). Zum Bilanzstichtag 2016 bestehen keine Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft, sondern nur solche aus Rückstellungen aus dem an den Rückversicherer abgegebenen Versicherungsgeschäft.
| Ratingklassen der Forderungen beziehungsweise Ansprüche aus dem Rückversicherungsgeschäft in Tsd. Euro |
|||
|---|---|---|---|
| S&P Rating | |||
| --- | --- | --- | --- |
| NR | A+ bis A | BB bis BBB+ | |
| --- | --- | --- | --- |
| Rückstellungen | -- | 29.552 | -- |
Das Versicherungsgeschäft - ohne Beistandsleistung - unserer Gesellschaft wird vollständig in das Rückversicherungsprogramm der AXA Versicherung AG mit der AXA Global P&C eingebracht. Dieses Programm unterliegt seinerseits individuellen Selbstbehalten, die durch die AXA Versicherung AG getragen werden. Die AXA Global P&C platziert diese Verträge teilweise am internationalen Rückversicherungsmarkt und teilweise innerhalb der AXA Gruppe.
Risiken aus Kapitalanlagen
Unsere Gesellschaft verwaltet 3,9 Mio. Euro (2015: 3,8 Mio. Euro) Kapitalanlagen. Diese werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden. Dieses wird unter anderem durch eine ausgewogene Diversifikation und strikte Begrenzung von Konzentrationsrisiken gewährleistet.
Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die durch die im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und andere risikomindernde Maßnahmen bewusst eingegangen werden. Zum Erhalt beziehungsweise Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und fortlaufend an das jeweilige Kapitalmarktumfeld angepasst.
Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt:
Marktrisiken
Die Marktpreisrisiken unserer Gesellschaft beruhen im Wesentlichen auf Wertverlusten bei festverzinslichen Anlagen.
Die Auswirkungen dieser Faktoren auf die Marktwerte der Kapitalanlagen werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Zinsprodukten simuliert.
Die folgende Übersicht zeigt auf, wie sich eine Änderung der Marktzinsen kurzfristig auswirken würde. Bei der exemplarischen Berechnung wird eine Begrenzung der Marktzinsen bei null unterstellt.
| Renditeänderung des Rentenmarktes | Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen |
|---|---|
| Anstieg um 100 Basispunkte | - 161 Tsd. Euro |
| Rückgang um 100 Basispunkte | + 42 Tsd. Euro |
Unser Portfolio besteht zum Großteil aus festverzinslichen Papieren, daher reagiert dessen Marktwert stark auf Veränderungen des Zinsniveaus. Bereits ein Anstieg der Marktzinsen um 100 Basispunkte würde in einem deutlichen Rückgang unserer Bewertungsreserven resultieren.
Das im historischen Vergleich niedrige Zinsniveau führt bei der Wiederanlage frei gewordener Mittel zur Belastung der zukünftigen Ertragslage.
Wir verfolgen die Entwicklung der Kapitalmärkte sehr genau. Sollten sich die zuvor gezeigten negativen Szenarien im laufenden Geschäftsjahr ganz oder teilweise einstellen oder am Bilanzstichtag vorliegen, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen. Diese beinhalten unter anderem notwendige Abschreibungen auf die nachhaltigen Werte einzelner Kapitalanlagen, den selektiven Verkauf einzelner Titel und den optionalen Einsatz von Wertsicherungsmaßnahmen, um die Portfolios kurzfristig gegen weitere Wertverluste abzusichern.
Kreditrisiken
Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners beziehungsweise Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren und Darlehen.
Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft.
Zusätzlich zur Überwachung der Ratings nehmen wir in Zusammenarbeit mit den von uns mandatierten Vermögensverwaltern Detailanalysen zu potenziell ausfallgefährdeten Wertpapieren vor, auf deren Basis dann über risikomindernde Maßnahmen entschieden wird. Für diese Analysen werden entscheidungsrelevante Marktinformationen herangezogen.
Einlagen bei Kreditinstituten erfolgen ausnahmslos bei Banken, die über ein Investment Grade Rating verfügen.
Die AXA easy Versicherung ist zu einem Anteil von 36 % der Kapitalanlagen (auf Marktwertbasis) in Staatsanleihen investiert. Anleihen von Spanien, Italien, Portugal, Irland und Griechenland, deren Risiken im Rahmen der europäischen Schuldenkrise diskutiert wurden, sind nicht im Bestand.
100 % der festverzinslichen Wertpapieren in unserem Bestand verfügen über ein Investment Grade Rating. Der größte Teil unserer Rentenbestände ist besichert beziehungsweise von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem geringen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Bonität einzelner Emittenten sich in der Zukunft verschlechtert und damit Abschreibungsbedarf entstehen könnte.
Konzentrationsrisiken
Konzentrationsrisiken entstehen, wenn Unternehmen hohe einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingehen und daraus hohe Ausfallverluste resultieren können. Bei der Kapitalanlage entstehen Konzentrationsrisiken, wenn Investitionen in einzelne Kapitalanlageprodukte oder Emittenten oberhalb definierter Grenzen durchgeführt werden. Aus diesem Grunde stehen Konzentrationsrisiken im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken und werden durch die Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht. Aktuell werden jedoch keine derivativen Instrumente eingesetzt.
Liquiditätsrisiken
Aufgrund der vorab vereinnahmten sowie verzinslich und liquide angelegten Beiträge ist das Liquiditätsrisiko für Versicherungsunternehmen grundsätzlich gut steuerbar. Wir tragen dem Risiko unzureichender Liquidität durch eine mehrjährige Planung der Zahlungsströme Rechnung. Zusätzlich erfolgt für einen rollierenden Zwölfmonatszeitraum eine Prognose auf Monatsbasis.
Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit wir den Verpflichtungen gegenüber unseren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Bei einem eventuell auftretenden unvorhergesehenen Liquiditätsbedarf wird auf der Grundlage des konzerninternen Liquiditätshilfeabkommens Liquidität zur Verfügung gestellt.
Risikosteuerung der Kapitalanlagen
Innerhalb des AXA Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen im Einklang mit den Anforderungen von Solvency II implementiert. Das Asset Liability Management Committee schlägt die Kapitalanlagestrategie vor, der Vorstand entscheidet hierüber. Das Investment Committee implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation) und die Einhaltung vorgegebener Limitsysteme. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Kapitalanlagenrichtlinie mit dem Grundsatz unternehmerischer Vorsicht gemäß § 124 Abs. 1 Versicherungsaufsichtsgesetz.
Zusätzlich werden Konzentrationsrisiken durch das gruppenweite Risikomanagement monatlich ausgewertet und überwacht.
Ziel des strukturierten Anlageprozesses ist es, die Risiken in den Portfolios durch systematische und kontrollierte Abläufe zu steuern. Anlageentscheidungen werden auf Basis von Asset Liability Management-Analysen vor dem Hintergrund der versicherungstechnischen Verpflichtungen, der Bewertungsreserven und der Eigenkapitalausstattung getätigt. Im Rahmen der strategischen und taktischen Asset Allocation bestehen prozentuale Begrenzungen für die einzelnen Anlageklassen. Zusätzlich werden Limite für Bonität, Einzelemittenten und die Duration des festverzinslichen Portfolios definiert und überwacht. Bei der Risikoeinschätzung wird dabei von einem dem jeweiligen Risiko adäquaten Prognosezeitraum ausgegangen. Zur Bewertung der Anlagerisiken steht eine Vielzahl von Risikomanagement-Instrumenten zur Verfügung.
Zum Zweck der effizienten Portfolioverwaltung und -steuerung wird der Einsatz derivativer Finanzinstrumente regelmäßig geprüft. Mit diesen Instrumenten werden verschiedene Motive der Portfoliosteuerung umgesetzt: Absicherung, Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung. Das Hauptmotiv beim Einsatz von derivativen Instrumenten der Kapitalanlagen ist die Absicherung, wodurch das im Portfolio liegende wirtschaftliche Risiko reduziert wird (Hedging).
Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Asset Liability Management Committee und des Investment Committee wird das Kreditrisiko des Gesamtportfolios, einzelner Anlageklassen sowie kritischer Emittenten unter der systematischen Teilnahme des Chief Investment Officers und des Finanzvorstandes besprochen.
Das Audit and Risk Committee (ARC) wird regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen und die Risikosituation des Konzerns und der Einzelgesellschaften informiert.
Operationelle und sonstige Risiken
Operationelle Risiken beinhalten Risiken aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen, Risiken aus Mitarbeiterverhalten sowie aus systembedingten oder externen Vorfällen. Ferner sind Rechtsrisiken mit inbegriffen, welche die Möglichkeit eines Verlustes aufgrund der unzureichenden Betrachtung der aktuellen Rechtslage umfassen.
Unsere Gesellschaft beziehungsweise AXA Deutschland unterscheidet hierbei die Risikokategorien Interner Betrug, Externer Betrug, Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitssicherheit, Kunden-, Produkt- und Geschäftspraxis, Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsunterbrechung und Versagen von Systemen, Durchführungs-/Produkt-/Leistungs-/Prozessmanagement, konkrete Rechtsänderungen. Die aus Projekten resultierenden Risiken sind in den einzelnen Risikokategorien berücksichtigt. Als risikobewusste Versicherungsgruppe hat AXA Deutschland Prozesse und Systeme zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung der operationellen Risiken entwickelt. Insbesondere die Bewertungsmethode ist als Bestandteil des von der französischen Aufsichtsbehörde ACPR (Autorité de Controle Prudentiel et de Résolution) im November 2015 zertifizierten Internen Modells im Rahmen von Solvency II genehmigt worden. Das Interne Modell für operationelle Risiken beruht auf einem Szenario-basierten Ansatz auf Einzelrisikoebene, der auf Expertenschätzungen sowie internen und externen Verlustdaten und Benchmarks fußt. Die Quantifizierung der operationellen Risiken zielt auf den finanziellen Verlust aufgrund des Eintritts eines solchen Risikos, der mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,5% in einem Zeithorizont von einem Jahr droht. Das so ermittelte Risikokapital der Gesellschaft für die operationellen Risiken betrug zum 31. Dezember 2016 0,6 Mio. Euro.
Die Methoden und Prozesse werden ständig weiterentwickelt. Die operationellen Risiken sind in das Interne Kontrollsystem integriert, werden quantifiziert und qualitativ beurteilt. Die Ergebnisse der Risikobewertung fließen in die Unternehmenssteuerung ein.
Seit 2010 führt AXA Deutschland eine Sammlung von Daten aus operationellen Verlusten durch. Zudem ist AXA Deutschland (über die AXA Gruppe) seit 2014 Mitglied der Operational Riskdata Exchange Association (ORX), einer internationalen Plattform zum Austausch operationeller Verluste.
Das Risikoprofil der AXA Deutschland ist wie im Vorjahr durch Gerichtsentscheidungen und Änderungen von Gesetzesvorhaben geprägt. Die Änderungen von rechtlichen Regelungen werden laufend auf ihre Auswirkungen auf die AXA analysiert. Um auf diese risikoadäquat reagieren zu können, existiert eine enge Zusammenarbeit des operationellen Risikomanagements mit der Rechts-sowie Complianceabteilung. Steigend sind weiterhin IT-Risiken inklusive Risiken um Datenschutz und IT-Sicherheit. Daher wurde in 2013 ein Projekt zur Identifizierung und Beseitigung von IT-Schwachstellen initiiert, Anfang 2014 gestartet und in den Jahren 2015 und 2016 weiter ausgestaltet. Auf diese Weise wird eine kontinuierliche Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen im Bereich der IT-Sicherheit gewährleistet. Interne Kontrollprozesse reduzieren Risiken im Zusammenhang mit der Erstellung des Jahresabschlusses.
Darüber hinaus stehen Risiken aus der Einführung von Großprojekten unter besonderer Beobachtung. Bereits während der Projektphase werden erforderliche Maßnahmen identifiziert, so dass entstehende Risiken frühzeitig analysiert und gesteuert werden. Zusätzlich wird das operationelle Risikomanagement über jeden Projektchange informiert, um die Risikolage angemessen beurteilen zu können. Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, aus Systemausfällen und anderen Katastrophenereignissen werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert. Notfallprozesse werden organisiert und alle notwendigen Präventivmaßnahmen zum Zweck der Unternehmenssicherheit ergriffen. Durch die Setzung verbindlicher Standards mit Fokus auf die operationellen Risiken sollen mögliche Negativfolgen reduziert und der wirtschaftliche Fortbestand der AXA jederzeit garantiert werden. Diese sehen vor, dass interne und externe Bedrohungen, die eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse zur Folge haben könnten, regelmäßig beurteilt werden. Diese Risikoeinschätzung erfüllt im Wesentlichen vier Aufgaben:
| ― | Sammlung aller Informationen zur Priorisierung der Produkte, Dienstleistungen und somit Geschäftseinheiten im Rahmen der Prozesse Business Impact Analyse und Risk Identification and Assessment (RIA) |
| ― | Untersuchung und Bewertung verschiedener Strategieoptionen mit dem Ziel, wichtige Produkte und Dienstleistungen auch im Notfall bereitstellen zu können |
| ― | Entwicklung und Implementierung einer Business Continuity-Reaktion, vor allem in Form von Notfallplänen |
| ― | Übung und Pflege der Business Continuity Management-Vorkehrungen |
Der Leiter Operationelle Risiken ist Mitglied im zentralen Krisenmanagement-Team, um die Sicht des Risikomanagements in der Krisenorganisation sicherzustellen.
Auch strategische, Reputations- und weitere Rechtsrisiken werden permanent eng überwacht, das Instrumentarium insbesondere an präventiven Maßnahmen ständig überprüft und erweitert. Diese beschriebenen Maßnahmen inklusive der umfassenden Analyse und Bewertung sind geeignet, unsere in ihrer Bedeutung als gemäßigt eingeschätzten operationellen Risiken auf ein angemessenes Niveau zu reduzieren.
Ferner können Risiken aus der Anwendung steuerlicher Vorschriften entstehen. Diesen begegnen wir durch ein systematisches Management aller steuerlich relevanten Prozesse. Feststellungen aus steuerlichen Betriebsprüfungen früherer Jahre werden analysiert und bewertet und fließen in die Steuerung ein.
Kapitalmanagement und Solvabilität
Die Steuerung der Kapitalbasis erfolgt nach den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Ziel ist es, die jederzeitige Erfüllung der versicherungsvertraglichen Verpflichtungen sicherstellen zu können - selbst wenn im Extremfall die hierfür gebildeten versicherungstechnischen Rückstellungen unzureichend wären. Für die Bereitstellung des entsprechenden Eigenkapitals wird eine angemessene Verzinsung angestrebt.
Zum 1. Januar 2016 ist Solvency II - mit seiner deutlichen Risiko- und Marktausrichtung - in Kraft getreten. Auf nationaler Ebene sind die Vorschriften im Versicherungsaufsichtsgesetz neue Fassung geregelt. Die hieraus resultierenden Anforderungen sind von uns in Form von verabschiedeten Leitlinien zeitgerecht erfüllt worden, diese werden in der Unternehmensorganisation angewendet.
Die AXA Gruppe hat ein Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung entwickelt, das Ende November 2015 von der französischen Versicherungsaufsicht ACPR (Autorité de Controle Prudentiel et de Résolution) genehmigt wurde und ab dem 1. Januar 2016 als Internes Modell unter Solvency II dient. Zur Sicherstellung der Angemessenheit des entwickelten internen Modells der AXA Deutschland fand auch im Geschäftsjahr 2016 ein umfassender Austausch mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) statt.
Für die Solvabilität unserer Gesellschaft wurden die seit dem 1. Januar 2016 gültigen aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Basierend auf den Berechnungen des genehmigten Internen Modells übertrifft die Solvenzposition unserer Gesellschaft die gesetzliche Anforderung und weist zusätzlich einen angemessenen Kapitalpuffer oberhalb dieses gesetzlichen Limits auf. Unsere Gesellschaft hat keine Verwendung der möglichen Übergangsmaßnahmen bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beantragt.
Im Juli 2013 wurde die weltweite AXA Gruppe durch das Financial Stability Board (FSB) als systemrelevant (Global Systemically Important Insurer [G-SII]) eingestuft. Aufgrund dessen wird die AXA Gruppe nunmehr künftig den "G-SII Policy Measures" des International Association of Insurance Supervisors (IAIS) unterliegen und somit sukzessive bis voraussichtlich 2019 zusätzliche Anforderungen zu erfüllen haben.
Zusammenfassende Darstellung der Risikolage
Die Gesamtrisikosituation unserer Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2016 nicht wesentlich verändert. Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden. Alle Risiken werden frühzeitig erkannt, bewertet und gesteuert und wie in den Vorjahren zeigt die Solvabilität auch in 2016 eine Überdeckung.
Sonstige Angaben
Besitzverhältnisse
Die alleinige Gründerin der AXA easy Versicherung ist die AXA Konzern AG, Köln. Diese hält 100 % des Grundkapitals unserer Gesellschaft. Mit der AXA Konzern AG, Köln, bestehen ein Beherrschungs- und ein Ergebnisabführungsvertrag.
Zusammenarbeit im Konzern
Die Geschäftsfunktionen unserer Gesellschaft werden im Rahmen von Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsverträgen im Wesentlichen durch die AXA Konzern AG ausgeübt: Mit Funktionsauslagerungsvertrag vom 18./19. Dezember 2012 hat die AXA easy Versicherung an die AXA Konzern AG folgende Tätigkeiten ausgelagert:
a) Vertrieb
b) Bestandsverwaltung
c) Leistungsbearbeitung
d) Rechnungswesen
e) Interne Revision und
f) Vermögensanlage und Vermögensverwaltung.
Mit Dienstleistungsvertrag vom 16. Januar 2014 hat die AXA easy Versicherung an die AXA Konzern AG folgende sonstige Tätigkeiten ausgelagert:
a) Unternehmenskommunikation
b) Recht
c) Compliance
d) Konzernreferat
e) Strategie und Organisation
f) Facility Management
g) Personal
h) Aktuariat
i) Mathematik
j) Produktmanagement
k) Planung und Geschäftssteuerung
l) Cash
m) Controlling
n) Procurement
o) Steuern
p) Value & Risk Management
q) Corporate Finance
r) Marketing
s) IT
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Unsere Gesellschaft hat am 6. Juni 2011 einen Beherrschungsvertrag sowie einen Ergebnisabführungsvertrag mit der AXA Konzern AG abgeschlossen. Beide Verträge sind am 1. September 2011 in das Handelsregister des Amtsgerichts Köln eingetragen worden.
Verbands- und Vereinszugehörigkeit
Unsere Gesellschaft gehört unter anderem folgenden Verbänden und Vereinen aus der Versicherungswirtschaft an:
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., Berlin
Der Versicherungsombudsmann e.V., Berlin
Verkehrsopferhilfe e.V., Hamburg
Deutsches Büro Grüne Karte e.V., Hamburg.
Ergebnisabführung
Im Geschäftsjahr 2016 verzeichnet unsere Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 647 Tsd. Euro, der im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages von der AXA Konzern AG übernommen wird.
Ausblick und Chancen
Weiter gute wirtschaftliche Lage erwartet
Die gute wirtschaftliche Lage wird sich aller Voraussicht nach im laufenden Jahr fortsetzen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erwartet in seinem Ende Januar veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht 2017 ein Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 1,4 % nach 1,9 % im Jahr 2016. Das im Vergleich zum Vorjahr etwas geringere Wachstum wird auf die geringere Zahl an Arbeitstagen im laufenden Jahr zurückgeführt. Bundesregierung und Bundeswirtschaftsministerium begründen ihre positive Einschätzung vorrangig mit überdurchschnittlichen Konsumausgaben der privaten Haushalte, kräftigen Investitionen in den Wohnungsbau und dem höheren Ausgabe-Spielraum des Staates angesichts der guten Lage der öffentlichen Haushalte.
Auch die deutschen Wirtschaftsverbände sind für 2017 vorsichtig optimistisch. Nach einer Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) gehen 28 von 48 befragten Verbänden von einer steigenden Produktion im laufenden Jahr aus. Während besonders das Baugewerbe und ihr nahe Branchen zuversichtlich sind, fürchten die Automobilindustrie und die Finanzwirtschaft einen Abwärtstrend. Risiken werden vor allem im Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, in den Regierungswechseln in Italien und den USA sowie in den weiterhin niedrigen Zinsen gesehen. Die Finanz- und Versicherungswirtschaft ist zudem nach Einschätzung des IW eine der Branchen, in denen im neuen Jahr voraussichtlich Stellen gestrichen werden müssen.
Versicherungsbranche strebt höheres Wachstum als 2016 an
Zu den Verbänden, die mit einer Verbesserung ihrer Geschäftsentwicklung rechnen, gehört auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Er rechnet im laufenden Jahr für die Branche über alle Sparten hinweg mit einem Beitragswachstum von mindestens 1 %. Das wäre besser als 2016, als die deutsche Versicherungswirtschaft lediglich um 0,2 % wachsen konnte.
Für die Lebensversicherung erwartet der GDV im laufenden Jahr einen abgeschwächten Beitragsrückgang von etwa 0,5 % (2016:- 2,2 %) und begründet dies damit, dass die neu eingeführten Produkte zunehmend stärkere Akzeptanz finden. In der Schaden- und Unfallversicherung wird ein Zuwachs von etwa 2,1 % nach 2,9 % im Jahr 2016 prophezeit. Ebenso rechnen die privaten Krankenversicherer im laufenden Jahr mit einem erneuten Wachstum bei den Beiträgen.
Für unsere Gesellschaft erwarten wir für 2017 einerseits durch eine Tarifniveauerhöhung und andererseits durch das starke unterjährige Wachstum in 2016 ein Beitragswachstum, was erneut deutlich über dem Marktdurchschnitt liegen wird. Der erfolgreiche Launch von Mobil online 2.0 und weitere Optimierungen der Verkaufsprozesse im Online-Marketing werden das Wachstum positiv beeinflussen.
Durch Beitragswachstum und Maßnahmen zur Senkung der kombinierten Schaden-Kostenquote erwarten wir für 2017 ein ausgeglichenes versicherungstechnisches Bruttoergebnis.
Die Gesamtkosten der AXA easy Versicherung werden im Geschäftsjahr 2017 gegenüber 2016 deutlich geringer ausfallen. In 2016 hatten wir die Aufwendungen für die Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit vollständig bilanziert. Ohne diese werden sich die Kosten in etwa auf dem Vorjahresniveau bewegen. Weitere Einsparungen im Rahmen unseres Effizienzsteigerungsprogramms Ambition 2020 schaffen Raum für Zukunftsinvestitionen, wie in das neue Bestands- und Schadensystem für das Sachversicherungsgeschäft sowie für das Projekt "NWOW" (New Way of Working) zur bedarfsgerechten Gestaltung einer agilen Arbeitsumgebung für alle Mitarbeiter des Konzerns.
Das Geschäftsergebnis wird sich in 2017 im Vergleich zu 2016 aufgrund geringerer sonstiger Aufwendungen zwar deutlich verbessern, jedoch wegen des weiter nur geringen Kapitalanlageergebnisses erneut negativ ausfallen.
Köln, den 5. April 2017
Der Vorstand
Anlagen zum Lagebericht
Geschäftsgebiet
Bundesrepublik Deutschland
Betriebene Versicherungszweige
Unfallversicherung
Kraftfahrtunfallversicherung
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
Sonstige Kraftfahrtversicherung
Fahrzeugvollversicherung
Fahrzeugteilversicherung
Beistandsleistungsversicherung
Jahresabschluss
Bilanz zum 31. Dezember 2016
AKTIVA
| in Euro | 2016 | 2015 | ||
|---|---|---|---|---|
| A. Kapitalanlagen | ||||
| I. Sonstige Kapitalanlagen | ||||
| 1. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 2.910.059 | 2.591.069 | ||
| 2. Sonstige Ausleihungen | ||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 1.006.930 | 1.035.295 | ||
| 3. Einlagen bei Kreditinstituten | 0 | 150.000 | ||
| 3.916.989 | 3.776.364 | |||
| 3.916.989 | 3.776.364 | |||
| B. Forderungen | ||||
| I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an: | ||||
| 1. Versicherungsnehmer | 944.425 | 749.894 | ||
| II. Sonstige Forderungen | 292.073 | 1.672 | ||
| davon an verbundene Unternehmen: 282.814 Euro (2015: 1.672 Euro) | ||||
| 1.236.498 | 751.566 | |||
| C. Sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 1.925.407 | 44.092 | ||
| II. Andere Vermögensgegenstände | 1.774.273 | 1.234.760 | ||
| 3.699.680 | 1.278.852 | |||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | ||||
| I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten | 66.764 | 34.602 | ||
| 66.764 | 34.602 | |||
| 8.919.931 | 5.841.383 | |||
| PASSIVA | ||||
| in Euro | 2016 | 2015 | ||
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 3.500.000 | 3.500.000 | ||
| II. Kapitalrücklage | 514.496 | 154.496 | ||
| III. Gewinnrücklagen | ||||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 294.395 | 294.395 | ||
| IV. Bilanzgewinn | 0 | 0 | ||
| 4.308.891 | 3.948.891 | |||
| B. Versicherungstechnische Rückstellungen | ||||
| I. Beitragsüberträge | ||||
| 1. Bruttobetrag | 11.105 | 7.742 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 11.105 | 7.742 | ||
| 0 | 0 | |||
| II. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | ||||
| 1. Bruttobetrag | 29.488.410 | 16.799.152 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 29.488.410 | 16.799.152 | ||
| 0 | 0 | |||
| III. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen | ||||
| 1. Bruttobetrag | 70.276 | 60.795 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 70.276 | 60.795 | ||
| 0 | 0 | |||
| 0 | 0 | |||
| C. Andere Rückstellungen | ||||
| I. Sonstige Rückstellungen | 54.039 | 45.967 | ||
| 54.039 | 45.967 | |||
| D. Andere Verbindlichkeiten | ||||
| I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber: | ||||
| 1. Versicherungsnehmern | 212.162 | 176.962 | ||
| II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft | 3.464.025 | 1.093.193 | ||
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 3.464.025 Euro (2015: 1.093.193 Euro) | ||||
| III. Sonstige Verbindlichkeiten | 880.814 | 576.370 | ||
| davon aus Steuern: 300.956 Euro (2015: 182.628 Euro) | ||||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0 Euro (2015: 0 Euro) | ||||
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 452.074 Euro (2015: 324.471 Euro) | ||||
| 4.557.001 | 1.846.525 | |||
| 8.919.931 | 5.841.383 |
Köln, den 05. April 2017
Der Vorstand
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
VERSICHERUNGSTECHNISCHE RECHNUNG
| in Euro | 2016 | 2015 | ||
|---|---|---|---|---|
| I. Versicherungstechnische Rechnung | ||||
| 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung | ||||
| a) Gebuchte Bruttobeiträge | 51.067.214 | 27.123.604 | ||
| b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge | 51.067.214 | 27.123.604 | ||
| 0 | 0 | |||
| c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge* | -3.362 | 2.042 | ||
| d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen* | -3.362 | 2.042 | ||
| 0 | ||||
| 0 | 0 | |||
| 2. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung | 0 | 0 | ||
| 3. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung | ||||
| a) Zahlungen für Versicherungsfälle | ||||
| aa) Bruttobetrag | 35.370.830 | 18.775.504 | ||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 35.370.830 | 18.775.504 | ||
| 0 | 0 | |||
| b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | ||||
| aa) Bruttobetrag | 12.689.258 | 3.737.459 | ||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 12.689.258 | 3.737.459 | ||
| 0 | 0 | |||
| 0 | 0 | |||
| 4. Veränderung der sonstigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen | 0 | 0 | ||
| 5. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung | ||||
| a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb | 7.299.977 | 4.595.936 | ||
| b) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | 7.299.977 | 4.595.936 | ||
| 0 | 0 | |||
| 6. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung | 0 | 0 | ||
| 7. Zwischensumme | 0 | 0 | ||
| 8. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | 0 | 0 | ||
| Aufgrund des 100-prozentigen Rückversicherungsvertrages ergeben sich bei den Positionen, die für eigene Rechnung anzugeben sind, Nullbeträge. |
* - = Erhöhung
NICHTVERSICHERUNGSTECHNISCHE RECHNUNG
| in Euro | 2016 | 2015 | |
|---|---|---|---|
| II. Nichtversicherungstechnische Rechnung | |||
| 1. Erträge aus Kapitalanlagen | |||
| a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | 30.033 | 43.911 | |
| b) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 0 | 348.266 | |
| 30.033 | 392.177 | ||
| 2. Aufwendungen für Kapitalanlagen | |||
| a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen | 3.978 | 4.203 | |
| 3.978 | 4.203 | ||
| 26.055 | 387.974 | ||
| 3. Sonstige Erträge | 0 | 94.911 | |
| 4. Sonstige Aufwendungen | 929.885 | 51.615 | |
| -929.885 | 43.296 | ||
| 5. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | -903.830 | 431.270 | |
| 6. Außerordentliche Aufwendungen | 47.131 | 65.276 | |
| 7. Außerordentliches Ergebnis | -47.131 | -65.276 | |
| 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -304.298 | 117.103 | |
| davon aus Organschaftsumlage: -304.298 Euro (2015: 117.103 Euro) | |||
| -304.298 | 117.103 | ||
| 9. Erträge aus Verlustübernahme | 646.663 | 0 | |
| 10. Jahresüberschuss | 0 | 248.891 | |
| 11. Einstellungen in Gewinnrücklagen | |||
| a) in die gesetzliche Rücklage | 0 | 248.891 | |
| 12. Bilanzgewinn | 0 | 0 |
* - = Erhöhung
Anhang
Angaben zur Identifikation gem. § 264 Abs. 1a HGB
Die AXA easy Versicherung Aktiengesellschaft (AG), Köln, ist eine 100-prozentige Tochter der AXA Konzern AG (AKAG), Köln. Die AXA easy Versicherung AG wurde am 1. September 2011 beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HR B 73344 mit Sitz in Köln eingetragen.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 wurden nach den für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) erstellt.
Aktiva
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die dem Anlagevermögen zugeordnet waren, wurden entsprechend dem gemilderten Niederstwertprinzip mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dem dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Agio- und Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst.
Die dauerhafte Wertminderung eines Wertpapieres wird angenommen, wenn der Zeitwert des Wertpapieres einen Werteverfall aufgrund einer wesentlichen Verschlechterung des Ratings / der Bonität eines Emittenten aufzeigt und aus diesem Grund von einem (Teil-) Ausfall des Schuldtitels ausgegangen wird.
Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existieren.
Namensschuldverschreibungen wurden mit den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst.
Einlagen bei Kreditinstituten wurden mit den Nennbeträgen angesetzt.
Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden mit den Nennbeträgen abzüglich angemessener Einzelwert- bzw. Pauschalwertberichtigungen angesetzt.
Da eine ertragssteuerliche Organschaft mit der AXA Konzern AG besteht, wurden latente Steuern der Gesellschaft bei dem Organträger AXA Konzern AG ausgewiesen.
Die übrigen nicht einzeln erwähnten Aktivposten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.
Passiva
Die Beitragsüberträge wurden für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft pro rata temporis unter Berücksichtigung unterjähriger Fälligkeiten nach Abzug äußerer Kosten ermittelt. Die Anteile der Rückversicherer an den Beitragsüberträgen wurden den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend ermittelt.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthält die Rückstellung für Entschädigungen und die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen. Die Rückstellung für Entschädigungen für das selbst abgeschlossene Geschäft wurde inventurmäßig je Einzelschaden festgesetzt und fortgeschrieben. Bei der Ermittlung der einzelnen Schadenrückstellungen wurden Ansprüche aus Regressen und Provenues abgesetzt, soweit ihre Realisierbarkeit feststand oder zweifelsfrei bestimmbar war.
Die Spätschadenrückstellung für eingetretene, bis zur Schließung des Schadenregisters nicht gemeldete Versicherungsfälle wurde unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus den bis zum 31.12.2016 gemeldeten Versicherungsfällen und aus den abgeschlossenen Verträgen ermittelt.
Die Rückstellung für Schadenregulierungskosten wurde unter Beachtung des koordinierten Ländererlasses vom 22. Februar 1973 errechnet.
Die Anteile der Rückversicherer an den Rückstellungen wurden den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend ermittelt.
Die Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen wurde in Höhe der Beitragsguthaben für den Zeitraum vom Beginn der Unterbrechung des Versicherungsschutzes bis zum Bilanzstichtag gebildet. Die Beitragsguthaben wurden für jeden Vertrag einzeln ermittelt. Die Anteile der Rückversicherer an der Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen wurden den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend ermittelt.
Die Bruttorückstellung für das zu erwartende Storno bei bereits vereinnahmten Beiträgen wurde nach Erfahrungswerten ermittelt. Die Anteile der Rückversicherer an der Rückstellung für das zu erwartende Storno wurden den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend ermittelt.
Die Rückstellung aufgrund der Verpflichtung aus der Mitgliedschaft in der Verkehrsopferhilfe e. V. wurde entsprechend der Aufgabe des Vereins für das vorhergehende Geschäftsjahr gebildet. Die Anteile der Rückversicherer an der Rückstellung aufgrund der Verpflichtung aus der Mitgliedschaft in der Verkehrsopferhilfe e. V. wurde den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend ermittelt.
Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Die anderen Verbindlichkeiten wurden nach § 253 Abs. 1 HGB mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Die übrigen nicht einzeln erwähnten Passivposten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.
Gewinn- und Verlustrechnung
Erträge und Aufwendungen wurden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.
Grundlagen für die Währungsumrechnung
Fremdwährungspositionen wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.
Zeitwerte der Kapitalanlagen
Die Offenlegung von Zeitwerten der Kapitalanlagen erfolgte entsprechend den Vorschriften §§ 54 ff. der RechVersV. Die Angaben wurden zum Bilanzstichtag erstellt.
Als beizulegende Zeitwerte für Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden im Wesentlichen die Börsenkurse per 31. Dezember 2016 angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ohne Börsennotierung wurden auf der Grundlage von Discounted Cashflow-Methoden ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte für Namenspapiere und sonstige Ausleihungen wurden anhand der Swap Kurve (ICAP 1 - 50 Jahre) und der Eonia-/Euribor-Zinssätze im Geldmarktbereich (1 Tag - 11 Monate) sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2016 ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte der Einlagen bei Kreditinstituten entsprachen aufgrund des kurzfristigen Charakters den Buchwerten.
Einbeziehung in den Konzernabschluss
Durch die Einbeziehung der Gesellschaft in den Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, lagen einzelne Buchungsschlusstermine vor dem 31. Dezember des Geschäftsjahres. Die Zahlungsvorgänge grenzten wir über die sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten ab. Dadurch ergaben sich keine wesentlichen Einflüsse auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Angaben zur Bilanz
Aktiva
Entwicklung der Aktivposten A.I. im Geschäftsjahr 2016 (in Euro)
| Bilanzwerte Vorjahr | Zugänge | Abgänge | Bilanzwerte Geschäftsjahr | |
|---|---|---|---|---|
| A.I. Sonstige Kapitalanlagen | ||||
| 1. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 2.591.069 | 360.395 | 41.405 | 2.910.059 |
| 2. Sonstige Ausleihungen | ||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 1.035.295 | 0 | 28.365 | 1.006.930 |
| 3. Einlagen bei Kreditinstituten | 150.000 | 0 | 150.000 | 0 |
| Summe A.I. | 3.776.364 | 360.395 | 219.770 | 3.916.989 |
| Insgesamt | 3.776.364 | 360.395 | 219.770 | 3.916.989 |
Zeitwert der Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2016 gemäß § 54 RechVersV ( in Euro)
| 2016 Bilanzwerte | 2016 Zeitwerte zu Anschaffungskosten bilanziert | 2016 Zeitwerte zum Nennwert bilanziert | 2016 Zeitwerte Summe | |
|---|---|---|---|---|
| A. I. Sonstige Kapitalanlagen | ||||
| 1. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 2.910.059 | 3.038.273 | 0 | 3.038.273 |
| 2. Sonstige Ausleihungen | ||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 1.006.930 | 1.031.389 | 0 | 1.031.389 |
| 3. Einlagen bei Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe A. I. | 3.916.989 | 4.069.662 | 0 | 4.069.662 |
| Summe A.I. Kapitalanlagen | 3.916.989 | 4.069.662 | 0 | 4.069.662 |
| Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert | 152.673 |
Zeitwert der Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2015 gemäß § 54 RechVersV (in Euro)
| 2015 Bilanzwerte | 2015 Zeitwerte zu Anschaffungskosten bilanziert | 2015 Zeitwerte zum Nennwert bilanziert | 2015 Zeitwerte Summe | |
|---|---|---|---|---|
| A. I. Sonstige Kapitalanlagen | ||||
| 1. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 2.591.069 | 2.693.604 | 0 | 2.693.604 |
| 2. Sonstige Ausleihungen | ||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 1.035.295 | 1.040.671 | 0 | 1.040.671 |
| 3. Einlagen bei Kreditinstituten | 150.000 | 0 | 150.000 | 150.000 |
| Summe A. I. | 3.776.364 | 3.734.275 | 150.000 | 3.884.275 |
| Summe A. I. Kapitalanlagen | 3.776.364 | 3.734.275 | 150.000 | 3.884.275 |
| Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert | 107.911 |
A.I. Sonstige Kapitalanlagen
Zuordnung von Kapitalanlagen zum Anlagevermögen gemäß § 341b Abs. 2 HGB
Auf der Grundlage nachfolgender Darstellungen nimmt die AXA easy Versicherung AG die Möglichkeit (gemäß § 341b HGB) in Anspruch, indem Kapitalanlagen dem Anlagevermögen zugeordnet werden, weil sie dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen.
Die Entscheidung über die Zweckbestimmung der Kapitalanlagen ist mit Beschluss des Vorstandes der AXA easy Versicherung wie folgt getroffen worden:
1. Im Geschäftsjahr 2016 waren Kapitalanlagen mit einem Buchwert in Höhe von 3.917 Tsd. Euro dem Anlagevermögen zugeordnet (2015: 2.591 Tsd Euro). Dies entspricht einem Anteil von 100 % an den gesamten Kapitalanlagen (2015: 68,6 %).
2. Grundlage für die Bestimmung:
Die Bestimmung, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, wird aus folgenden Indikatoren abgeleitet:
2.1. Die AXA easy Versicherung ist in der Lage, die dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen so zu verwenden, dass sie dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen können.
2.2. Aufgrund der laufenden Liquiditätsplanung besitzt die AXA easy Versicherung die Fähigkeit zur Daueranlage der betreffenden Kapitalanlagen.
2.3. Die dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen werden in der Buchhaltung jeweils auf gesonderten Konten von den anderen Wertpapieren getrennt erfasst. Eine depotmäßige Trennung von Anlage- und Umlaufvermögen ist gewährleistet.
3. Voraussichtlich dauernde Wertminderung:
Bei den dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen werden Abschreibungen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung gemäß § 341 b HGB vorgenommen.
Die Methoden für die Beurteilung der voraussichtlich dauernden Wertminderung bei Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. Hieraus ergab sich keine Notwendigkeit für außerplanmäßige Abschreibungen.
Zum 31. Dezember 2016 waren dem Anlagevermögen keine Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere zugeordnet, die stille Lasten ausweisen.
Nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertete Kapitalanlagen
| In Euro | Bilanzwerte | 2016 Zeitwerte |
|---|---|---|
| Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 2.910.059 | 3.038.273 |
| Summe Wertpapiere | 2.910.059 | 3.038.273 |
| Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert | 128.214 |
B.II. Sonstige Forderungen
Die hier ausgewiesenen Beträge entfallen nahezu vollständig auf Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 283 Tsd. Euro (2015: 2 Tsd. Euro).
C.II. Andere Vermögensgegenstände
Die Position andere Vermögensgegenstände enthält bezahlte, jedoch noch nicht verrechnete Schäden in Höhe von 1.774 Tsd. Euro (2015: 1.235 Tsd. Euro).
D. Rechnungsabgrenzungsposten
Die Rechnungsabgrenzungsposten sind für die Zinsforderungen aus Kapitalanlagen gebildet worden.
PASSIVA
A. Eigenkapital
| in Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Das gezeichnete Kapital teilt sich auf in: | ||
| 3.500.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Es wurde zu einem Ausgabebetrag von € 1,00 je Aktie vollständig von der AXA Konzern AG, Köln übernommen. | 3.500.000 | 3.500.000 |
| Kapitalrücklage | 514.496 | 154.496 |
| Gesetzliche Rücklage gem. § 300 Nr. 1 AktG | 294.395 | 294.395 |
| 4.308.891 | 3.948.891 |
Im Geschäftsjahr 2016 wurde der AXA Easy Versicherung AG zur Stärkung der Eigenmittel und Unterlegung der kurzfristigen Solvenzkapitalanforderungen von der AXA Konzern AG ein Betrag von 360.000 Euro der Kapitalrücklage zugeführt. Die Kapitalrücklage beträgt nun 514.496 Euro (2015: 154.496 Euro).
B. Versicherungstechnische Brutto Rückstellungen insgesamt
| in Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Unfallversicherung | 0 | 0 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 25.714.714 | 14.769.416 |
| sonstige Kraftfahrtversicherungen | 3.854.984 | 2.098.160 |
| Sonstige Versicherungen | 93 | 113 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 29.569.791 | 16.867.689 |
B.II.1. Brutto Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
| in Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Unfallversicherung | 0 | 0 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 25.639.176 | 14.706.512 |
| sonstige Kraftfahrtversicherungen | 3.849.234 | 2.092.640 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 29.488.410 | 16.799.152 |
C.I. Sonstige Rückstellungen
| in Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| darin enthalten: | ||
| Rückstellungen für Jahresabschlusskosten | 28.039 | 32.967 |
| übrige Rückstellungen | 26.000 | 13.000 |
| Gesamt | 54.039 | 45.967 |
Die Prüfungskosten für die Wirtschaftsprüfer in Höhe von 21 Tsd. Euro (2015: 27 Tsd. Euro) machen den größten Anteil der Rückstellungen für Jahresabschlusskosten aus. In den übrigen Rückstellungen ist erstmalig eine Rückstellung für Tantiemen und Ertragsbeteiligung für einen Vorstand enthalten.
D. II. Abrechnungsverbindlichkeiten
Die im Berichtsjahr ausgewiesenen Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft in Höhe von 3.464 Tsd. Euro (2015: 1.093 Tsd. Euro) bestehen in voller Höhe gegenüber verbundenen Unternehmen.
D. III. Sonstige Verbindlichkeiten
Hierin sind unter anderem Verbindlichkeiten aus dem Verrechnungsverkehr gegenüber verbundenen Unternehmen mit 452 Tsd. Euro (2015: 324 Tsd. Euro) und Steuerverbindlichkeiten mit 301 Tsd. Euro (2015: 183 Tsd. Euro) enthalten.
Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, sind nicht vorhanden.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
I.1a) Gebuchte Bruttobeiträge
| in Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Unfallversicherung | 755 | 590 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 36.491.954 | 19.469.263 |
| sonstige Kraftfahrtversicherungen | 14.339.505 | 7.527.895 |
| sonstige Versicherungen | 235.000 | 125.856 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 51.067.214 | 27.123.604 |
I.1. Verdiente Bruttobeiträge
| in Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Unfallversicherung | 755 | 590 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 36.488.945 | 19.471.290 |
| sonstige Kraftfahrtversicherungen | 14.339.152 | 7.527.910 |
| sonstige Versicherungen | 235.000 | 125.856 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 51.063.852 | 27.125.646 |
Die verdienten Bruttobeiträge sind im Geschäftsjahr um 23.938 Tsd. Euro bzw. 88,2 % auf 51.064 Tsd. Euro gestiegen, was der guten Preispositionierung sowie vielfältigen Vertriebsaktivitäten zu verdanken ist.
I.1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
Die verdienten Beiträge für eigene Rechnung belaufen sich auf Null Euro, da zwischen der AXA easy Versicherung AG und der AXA Versicherung AG ein 100-prozentiger Quotenrückversicherungsvertrag besteht.
I.3. Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
| in Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Unfallversicherung | 0 | -9.980 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 34.546.855 | 16.393.906 |
| sonstige Kraftfahrtversicherungen | 13.513.233 | 6.129.037 |
| sonstige Versicherungen | 0 | 0 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 48.060.088 | 22.512.963 |
Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle steigen um 25.547 Tsd. Euro auf 48.060 Tsd. Euro aufgrund eines Anstiegs der durchschnittlichen Schadenaufwendungen, einer höheren Schadenfrequenz sowie eines um 2.781 Tsd. Euro geringeren Abwicklungsergebnisses, da mehr Spätschäden gemeldet wurden.
I.5.a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
| in Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Unfallversicherung | 7 | 30 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 6.906.531 | 4.205.474 |
| sonstige Kraftfahrtversicherungen | 392.844 | 389.862 |
| sonstige Versicherungen | 595 | 570 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 7.299.977 | 4.595.936 |
Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb des Geschäftsjahres entfallen 6.254 Tsd. Euro (2015: 3.552 Tsd. Euro) auf Abschlusskosten, was auf das hohe Neugeschäft und die damit zusammenhängenden Provisionen zurückzuführen ist. Bei Verwaltungskosten von 1.046 Tsd. Euro (2015: 1.044 Tsd. Euro) konnte die Verwaltungskostenquote um 1,8 Prozentpunkte gesenkt werden.
Rückversicherungssaldo
| in Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Unfallversicherung | -748 | -10.540 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 4.964.441 | 1.128.089 |
| sonstige Kraftfahrtversicherungen | -433.075 | -1.009.010 |
| sonstige Versicherungen | -234.405 | -125.286 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 4.296.213 | -16.747 |
- = zugunsten der Rückversicherer
Der Rückversicherungssaldo setzt sich zusammen aus den verdienten Beiträgen des Rückversicherers und den Anteilen des Rückversicherers an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle und den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb.
I.8. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
Aufgrund des bestehenden 100-prozentigen Quotenrückversicherungsvertrages zwischen der AXA Versicherung AG und der AXA easy Versicherung erfolgt eine Abgabe sämtlicher versicherungstechnischer Salden an die AXA Versicherung AG. Das versicherungstechnische Ergebnis der AXA easy Versicherung beträgt demnach Null Euro. Das versicherungstechnische Bruttoergebnis hat einen Saldo in Höhe von -4.179 Tsd. Euro (2015: 295 Tsd. Euro).
II.3. Sonstige Erträge
Sonstige Erträge sind im Geschäftsjahr 2016 keine angefallen (im Jahr 2015 beinhalteten die sonstigen Erträge Mahnkosten in Höhe von 92 Tsd. Euro und Erträge aus Rückläufergebühren in Höhe von 3 Tsd. Euro).
II.4. Sonstige Aufwendungen
Die sonstigen Aufwendungen beinhalten Kosten für Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in Höhe von 542 Tsd. Euro, Altersversorgungskosten in Höhe von 197 Tsd. Euro, Prüfungskosten in Höhe von 34 Tsd. Euro sowie Verbandsbeiträge in Höhe von 29 Tsd. Euro.
II.6. Außerordentliche Aufwendungen
Die Zuführung aufgrund der seit 2010 geänderten Bewertung zur Pensionsrückstellung in der AXA Konzern AG wurde anteilig in Höhe von 47 Tsd. Euro (2015: 65 Tsd. Euro) auf die AXA easy Versicherung AG verrechnet.
II.8.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Aufgrund des negativen Vorsteuerergebnisses ergibt sich ein Steuerertrag des Geschäftsjahres in Höhe von 304 Tsd. Euro (2015: Aufwand in Höhe von 117 Tsd. Euro), der im Rahmen der steuerlichen Organschaft mit der AXA Konzern AG laut Steuerumlagevertrag vom 9.9.2011 von dieser erstattet wird.
II.9. Erträge aus Verlustübernahme
Nach Berücksichtigung des Steuerertrages weist unsere Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 647 Tsd. Euro (2015: 249 Tsd. Euro Jahresüberschuss) aus, der im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages von der AXA Konzern AG übernommen wird.
Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
| in Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| 1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft | 5.401.006 | 2.843.092 |
| 2. Aufwendungen insgesamt | 5.401.006 | 2.843.092 |
Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Unfallversicherung | 42 | 38 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 115.975 | 65.639 |
| sonstige Kraftfahrtversicherungen | 79.206 | 44.959 |
| Gesamt | 195.223 | 110.636 |
Sonstige Angaben
Angaben nach § 285 Nr. 1, Nr. 2 HGB
Die Angaben zu den sonstigen Verbindlichkeiten sind in den Erläuterungen zu der entsprechenden Bilanzposition aufgeführt.
Angaben nach § 285 Nr. 3 und 3a HGB
Die AXA easy Versicherung AG besitzt keine Nachzahlungsverpflichtungen bei verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Investmentanteilen.
Angaben nach § 285 Nr. 7 HGB
Es sind keine Mitarbeiter bei der AXA easy AG beschäftigt.
Angaben gem. § 285 Nr. 9 HGB
Ein Mitglied des Vorstands hat im Berichtsjahr eine Vergütung erhalten. Eine Angabe zur erhaltenen Vergütung unterbleibt, da bei nur einem betroffenen Vorstand die individualisierte Vergütung mit der Gesamtvergütung identisch ist. Die weiteren Vorstandsmitglieder und der Aufsichtsrat haben keine Vergütung erhalten. Die Tätigkeiten wurden im Rahmen der bestehenden Arbeitsverhältnisse von der AXA Konzern AG entlohnt und nur im Wege des Dienstleistungsvertrages zwischen den Gesellschaften verrechnet. Am Jahresende bestanden weder gegenüber Vorstandsmitgliedern noch gegenüber Aufsichtsratsmitgliedern Darlehen. Es wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen.
Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB
Seit dem 1. Januar 2016 ist Roever Broenner Susat Mazars GmbH & Co. KG Abschlussprüfer der AXA easy Versicherung AG und hat in Höhe von 27 Tsd. ausschließlich Abschlussprüferleistungen erbracht. Im Vorjahr war PricewaterhouseCoopers AG Abschlussprüfer und hat in Höhe von 21 Tsd. ebenfalls ausschließlich Abschlussprüferleistungen erbracht.
Angaben nach § 285 Nr. 19 und 23 HGB
Zum Bilanzstichtag befanden sich bei der AXA easy Versicherung AG keine derivativen Finanzinstrumente im Bestand.
Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB
Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Personen oder Unternehmen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden nicht getätigt.
Angaben gem. § 285 Nr. 33 HGB
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2016 sind bei unserer Gesellschaft keine Vorgänge eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben.
Aufsichtsrat
Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB
Jens Hasselbächer
Vorsitzender
Mitglied des Vorstandes der AXA Konzern AG
Köln
Thomas Junge
seit 2. November 2016
stellv. Vorsitzender Leiter Recht der AXA Konzern AG
Köln
Dr. Astrid Stange
Mitglied des Vorstandes der AXA Konzern AG
Köln
Alain Zweibrucker
bis 31. Oktober 2016
stellv. Vorsitzender Leiter SUHK Privat der AXA Konzern AG
Köln
Vorstand
Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB
Dr. Michael Bongartz
Vorstandsvorsitzender
Unternehmenskommunikation, Recht, Produktmanagement, Mathematik, Unternehmensentwicklung, Verarbeitung / Schaden, Informationssysteme (EDV), Projektmanagement, Kapitalanlagen, Rückversicherung, Compliance
vom 1. Januar 2016 bis 15. September 2016 und seit 28. Dezember 2016
Finanzen, Personal, Revision, Compliance, Recht, Risikomanagement, Rechnungswesen, Planung, Controlling, Steuern, Betriebsorganisation
vom 16. September 2016 bis 27. Dezember 2016
Marc Lüke
Vertrieb, Marketing
Außerdem:
Unternehmenskommunikation, Produktmanagement, Mathematik, Unternehmensentwicklung, Verarbeitung / Schaden, Informationssysteme (EDV), Projektmanagement, Kapitalanlagen, Rückversicherung
vom 16. September 2016 bis 27. Dezember 2016
Stefan Rupp
seit 28. Dezember 2016
Finanzen, Personal, Revision, Risikomanagement, Rechnungswesen, Planung, Controlling, Steuern, Betriebsorganisation
Dr. Nils Kaschner
bis 16. September 2016
Finanzen, Personal, Revision, Risikomanagement, Rechnungswesen, Planung, Controlling, Steuern, Betriebsorganisation
Angaben nach § 285 Nr. 14 HGB und § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Nach den vorliegenden Mitteilungen gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 4 AktG hält die AXA Konzern AG, Köln, 100 % am Grundkapital unserer Gesellschaft.
Im Verhältnis zur AXA Konzern AG, Köln, sind wir ein Konzernunternehmen im Sinne der §§ 15 ff. AktG in Verbindung mit § 18 Abs. 1 AktG.
Die AXA easy Versicherung, Köln wird in den Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, als kleinsten und größten Kreis von Unternehmen, zum 31. Dezember 2016 einbezogen. Der Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des Marchés Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt. Der Konzernabschluss der AXA S.A. wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Dieser Konzernabschluss mit dem Konzernlagebericht hat für uns gemäß § 291 Absatz 2 HGB befreiende Wirkung.
Köln, den 05. April 2017
Der Vorstand
Dr. Bongartz
Lüke
Rupp
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AXA easy Versicherung AG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, den 7. April 2017
**Roever Broenner Susat Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Dr. Varain, Wirtschaftsprüfer
Barndt, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des Geschäftsjahres 2016 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährige Berichte und in zwei Sitzungen und zwei schriftlichen Abstimmungen wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes (AktG) über die allgemeine Geschäftsentwicklung, über grundlegende Angelegenheiten sowie die strategischen Ziele der Geschäftsführung unterrichtet.
Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand weiterhin umfassend über die Risikosituation informiert. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstandes, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in der Sitzung vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.
In der Sitzung am 29. April 2016 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstandes über den Geschäftsverlauf 2015 und dem vorgelegten Jahresabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für 2016 vor. In dieser Sitzung hat sich der Aufsichtsrat außerdem mit der Risikosituation und der Vergütungsleitlinie für den deutschen AXA Konzern befasst.
In der Sitzung am 7. November 2016 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über den bisherigen Geschäftsverlauf im laufenden Jahr sowie die Risikosituation und gab einen Kurzbericht über die vorläufige Planung für das Jahr 2017. Der Aufsichtsrat hat sich in dieser Sitzung zudem mit den Auswirkungen des Abschlussprüferreformgesetzes auf die Aufsichtsratstätigkeit befasst und Herrn Thomas Junge zum Finanzexperten im Sinne von § 100 Abs. 5 AktG bestimmt. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in mehreren Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 sind von der vom Aufsichtsrat zum Abschlussprüfer bestellten Roever Broenner Susat Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat nahm den Bericht und die Erläuterungen zustimmend zur Kenntnis.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht ebenfalls geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandung ergeben. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist.
Im vergangenen Jahr sind im Vorstand und im Aufsichtsrat Personalveränderungen eingetreten. Herr Dr. Nils Kaschner ist mit Wirkung zum 16. September 2016 als Mitglied des Vorstandes ausgeschieden. Der Aufsichtsrat hat Herrn Stefan Rupp als neues Mitglied des Vorstandes bestellt. Herr Stefan Rupp hat diese Aufgabe mit Wirkung zum 28. Dezember 2016 übernommen. Herr Alain Zweibrucker ist aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Neu als Mitglied des Aufsichtsrates gewählt wurde Herr Thomas Junge, Leiter Recht der AXA Konzern AG.
Der Aufsichtsrat spricht Herrn Dr. Nils Kaschner und Herrn Alain Zweibrucker seinen Dank für die erfolgreiche Tätigkeit für die Gesellschaft aus.
Dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Dienstleistungsgesellschaften, die für unsere Gesellschaft tätig geworden sind, gilt für ihre Leistungen im Jahr 2016 unser ganz besonderer Dank.
Köln, den 25. April 2017
Für den Aufsichtsrat
Vorsitzender
AXA easy Versicherung AG, Colonia-Allee 10-20, 51067 Köln
E-Mail: [email protected], Internet: www.axa.de