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AXA — Annual Report 2016
Jul 26, 2017
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Annual Report
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Publication
AXA Krankenversicherung Aktiengesellschaft
Köln
Jahresabschluss zum 31.12.2016
Geschäftsbericht 2016
AXA Krankenversicherung AG
Kennzahlen
| AXA Konzern | 2016 | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Konzerneinnahmen (IFRS) in Mio. Euro | 10.708 | 10.594 | 10.465 |
| AXA Krankenversicherung AG | 2016 | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| A. Kennzahlen zur Sicherheit und Finanzierbarkeit | |||
| RfB-Quote in % | 27,2 | 23,3 | 21,6 |
| RfB-Zuführungsquote in % | 9,0 | 9,4 | 10,1 |
| Überschussverwendungsquote in % | 85,5 | 90,2 | 85,7 |
| Eigenkapital in Mio. Euro | 183,1 | 183,1 | 183,1 |
| Eigenkapitalquote in % | 6,4 | 6,6 | 6,8 |
| Ergebnis vor Gewinnabführung in Mio. Euro | 50,0 | 33,5 | 54,0 |
| Ergebnisabführung in Mio. Euro | 50,0 | 33,5 | 54,0 |
| B. Kennzahlen zum Erfolg und zur Leistung | |||
| Versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote in % | 12,4 | 10,1 | 11,9 |
| Schadenquote in % | 78,7 | 81,4 | 79,3 |
| Verwaltungskostenquote in %1 | 2,0 | 2,0 | 2,7 |
| Nettoverzinsung in % | 3,4 | 3,8 | 4,0 |
| Laufende Durchschnittsverzinsung in % | 3,1 | 3,5 | 3,6 |
| C. Bestands- und Wachstumskennzahlen | |||
| Beitragseinnahmen in Mio. Euro | 2.875,8 | 2.787,0 | 2.716,8 |
| Veränderungsrate in % | +3,2 | +2,6 | +3,6 |
| Anzahl der versicherten natürlichen Personen | 1.733.457 | 1.684.745 | 1.663.880 |
| Veränderungsrate in % | +2,9 | +1,3 | +3,7 |
| davon: | |||
| - Vollversicherte | 792.655 | 789.751 | 791.219 |
| Veränderungsrate in % | +0,4 | -0,2 | +0,2 |
| - Ergänzungsversicherte | 940.802 | 894.994 | 872.661 |
| Veränderungsrate in % | +5,1 | +2,6 | +7,1 |
1 Ab 2015 werden in Folge einer Detailanalyse der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb Teile der bisher den Verwaltungsaufwendungen zugeordneten Provisionen dem Funktionsbereich Abschluss zugeordnet. Details hierzu sind im Anhang erläutert.
Aufsichtsrat
Jacques de Vaucleroy
(bis 30. Juni 2016)
Vorsitzender
Chief Executive Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA Brüssel, Belgien
Dr. Thomas Buberl
(vom 1. Juli 2016 bis 31. Dezember 2016)
Vorsitzender
CEO AXA
La Celle-Saint-Cloud, Frankreich
Paul Evans
(seit 1. Januar 2017)
Vorsitzender
CEO AXA Global Life & Savings and AXA Global Health Cheltenham, Großbritannien
Klaus Dauderstädt
stellv. Vorsitzender
Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion Meckenheim
Hans-Richard Adenauer
Geschäftsführer der Deutscher Beamtenwirtschaftsbund (BWB) GmbH Rheinbreitbach
Hans-Ulrich Benra
stellv. Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion Falkensee
Gert Schröder
Angestellter
Overath
Prof. Dr. J.-Matthias Graf von der Schulenburg
Direktor des Instituts für Versicherungsbetriebslehre der Universität Hannover, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften Hannover
Vorstand
Dr. Thomas Buberl
(bis 30. April 2016)
Vorsitzender
Vorstandsvorsitz
Strategie/Personal/Organisation
Etienne Bouas-Laurent
(bis 15. September 2016)
Finanzen
Dr. Alexander Vollert
(seit 16. September 2016)
Vorsitzender
Vorstandsvorsitz
Dr. Andrea van Aubel
Informationstechnologie/Digitalisierung
Jens Hasselbächer
Vertrieb
Frank Hüppelshäuser
Schaden/Leistung
Dr. Nils Kaschner
(seit 16. September 2016)
Finanzen
Dr. Thilo Schumacher
Krankenversicherung
Jens Warkentin
Kunden-, Partner- und Prozess-Service
Wissenschaftlicher Beirat
Dr. Hans Biermann
Vorsitzender
Vorstandsvorsitzender der MedCon Health Contents AG Köln
Dr. med. Frank Bergmann
Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie Aachen (bis 31. Dezember 2016)
Univ.-Prof. Dr. med. Nicole Eter
Direktorin der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Münster
Münster
Dr. Markus Hamm
Geschäftsführender Direktor der Schön Klinik SE Priem am Chiemsee
Dr. med. Emanuel Ingenhoven
Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin Neuss
Prof. Dr. Thomas-H. Ittel
Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Aachen
Aachen
Prof. Dr. med. Adelheid Kuhlmey
Direktorin des Instituts Medizinische Soziologie der Charite Berlin
Berlin
Gernot Schlösser
ehem. Aufsichtsratsvorsitzender der AXA Krankenversicherung AG Bergisch Gladbach
Prof. Dr. J.-Matthias Graf von der Schulenburg
Direktor des Instituts für Versicherungsbetriebslehre der Universität Hannover, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Hannover
Dr. rer. nat. Sven Simons
Apotheker
Neuenrade
Ulrich Weigeldt
Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes e. V.
Köln
Lagebericht
Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Die Entwicklung unserer Gesellschaft fand im Geschäftsjahr 2016 in nachfolgend beschriebenem Umfeld statt:
Deutsche Wirtschaft wächst im siebten Jahr
Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin in einer guten Verfassung. Die konjunkturelle Lage war auch im Jahr 2016 durch ein solides Wachstum gekennzeichnet. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes von Mitte Januar im Jahresdurchschnitt 2016 um 1,9 % höher als im Vorjahr und stieg damit im siebten Jahr in Folge.
Stützen des inländischen Wirtschaftswachstums waren vor allem die Konsumausgaben. Während die Konsumausgaben der privaten Haushalte preisbereinigt um 2,0 % zunahmen, erhöhten sich die staatlichen Konsumausgaben sogar um 4,2 %. Ein Grund für diesen kräftigen Anstieg waren die aus der hohen Zuwanderung resultierenden Kosten. Die Investitionen in Anlagen, Gebäude, Maschinen, Geräte und Fahrzeuge stiegen um 2,5 %. Von diesem Anstieg profitierte 2016 besonders der Wohnungsbau.
Für die erneut starke Wirtschaftsleistung sorgten im Jahresdurchschnitt insgesamt 43,4 Millionen Erwerbstätige mit Wohnort in Deutschland. Das waren nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 425.000 Personen oder 1,0 % mehr als im Jahr zuvor. Dabei glichen eine gesteigerte Erwerbstätigkeitsquote der inländischen Bevölkerung sowie die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte negative demografische Effekte, die sonst zu einem geringeren Angebot von Arbeitskräften geführt hätten, aus. Aufgrund der hohen Zuwanderung ist auch die Bevölkerungszahl stark gestiegen: Das Statistische Bundesamt geht nach einer Schätzung vom Januar 2017 davon aus, dass Ende 2016 etwa 82,8 (Ende 2015: 82,2) Millionen Menschen in Deutschland lebten und damit rund eine halbe Million mehr als im Jahr 2015. Die gute Konjunktur spiegelt sich auch in der günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt wider: Die Zahl der Arbeitslosen ging nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im Jahresdurchschnitt um über 100.000 auf knapp 2,7 Millionen und die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte auf 6,1 % zurück.
Die Nominallöhne stiegen 2016 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes von Anfang Februar um 2,3 %. Da sich im gleichen Zeitraum die Verbraucherpreise lediglich um 0,5 % erhöhten, verzeichneten die Reallöhne im Berichtsjahr ein starkes Wachstum von 1,8 %. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass im Dezember 2016 deutlich gestiegene Energiepreise für eine sprunghafte Erhöhung der Teuerungsrate auf 1,7 %, verglichen mit dem entsprechenden Monat des Vorjahres, sorgten.
Das Vermögen der privaten Haushalte erhöhte sich in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres um rund 2,5 %. Am Ende des dritten Quartals 2016 (Daten für das Gesamtjahr liegen noch nicht vor) belief sich ihr Geldvermögen nach Angaben der Deutschen Bundesbank auf 5.478 Mrd. Euro; das waren 138 Mrd. Euro mehr als am Jahresanfang. Ursache hierfür waren laut Bundesbank vor allem spürbare Bewertungsgewinne bei Aktien und Anteilen an Investmentfonds. Beachtliche 2.097 Mrd. Euro oder 38 % des gesamten Geldvermögens betrafen Ansprüche der privaten Haushalte gegenüber Versicherungs- und Alterssicherungssystemen.
Deutsche Versicherungswirtschaft blieb 2016 stabil
Die deutsche Versicherungswirtschaft hat sich 2016, in einem Jahr mit großen Herausforderungen, insgesamt stabil entwickelt. Bei weiter anhaltenden Niedrigzinsen, sich veränderndem Kundenverhalten, technologischem Wandel und neuen Wettbewerbern aus der Start-up-Szene gelang es ihr, ein leichtes Beitragsplus von 0,2 % zu erzielen. Nach vorläufigen Berechnungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft beliefen sich die Beitragseinnahmen der rund 450 Mitgliedsunternehmen im Jahr 2016 auf insgesamt 194,2 Mrd. Euro. Die Entwicklung lag damit im Rahmen der Erwartungen.
In der weiterhin größten Sparte Lebensversicherungen einschließlich Pensionskassen und Pensionsfonds ging das Beitragsvolumen branchenweit um 2,2 % auf 90,7 Mrd. Euro zurück. Dabei blieben die Einnahmen aus laufenden Beiträgen mit 64,3 Mrd. Euro (-0,5 %) relativ konstant, während sich die Einmalbeiträge um 6,1 % auf 26,3 Mrd. Euro verringerten. Im Neugeschäft entscheiden sich immer mehr Kunden für neue Produkte mit abgewandelten Garantieformen.
Den stärksten Zuwachs erzielten 2016 die Unternehmen der Schaden- und Unfallversicherung. Sie steigerten ihre Beitragseinnahmen um 2,9 % auf 66,3 Mrd. Euro. Vor allem die beiden größten Zweige Kraftfahrtversicherung (+2,5 %) und Sachversicherungen (+3,7 %) entwickelten sich erfreulich. Deutlich stärker als die Beitragseinnahmen der Sparte nahmen allerdings mit +3,7 % auf 49,9 Mrd. Euro die Leistungen zu. Einer der Gründe hierfür waren mehrere heftige Unwetter im Frühsommer, die innerhalb weniger Tage Schäden von 1,2 Mrd. Euro anrichteten.
Die Beitragseinnahmen der privaten Krankenversicherer legten um 1,1 % auf 37,2 Mrd. Euro zu. Davon entfielen 35,0 Mrd. Euro (+1,2 %) auf die Krankenversicherung und unverändert 2,2 Mrd. Euro auf die Pflegeversicherung. Die ausgezahlten Leistungen erhöhten sich um 1,5 % auf 26,3 Mrd. Euro und stiegen damit erneut stärker als die Beitragseinnahmen.
Niedrigzinsen, Solvency II-Einführung und Digitalisierung
Neben den anhaltenden Niedrigzinsen beschäftigten im Berichtsjahr vor allem die Themen Solvency II und Digitalisierung die Versicherungsbranche.
Die Niedrigzinspolitik hält nicht nur viele Verbraucher von eigener privater Altersvorsorge ab, sondern stellt auch das Kapitalanlagemanagement der Versicherungsunternehmen vor Herausforderungen. So mussten die deutschen Lebensversicherer die Zinszusatzreserve 2016 um weitere 13 Mrd. Euro auf rund 45 Mrd. Euro erhöhen. Dieses Instrument war in einem anderen Zinsumfeld konzipiert worden, um Zinsgarantien aus älteren Verträgen auch künftig sicherzustellen.
Am 1. Januar 2016 ist das neue europäische Aufsichtsregime Solvency II vollständig in Kraft getreten. Die Richtlinie dient der Harmonisierung des Aufsichtsrechts im europäischen Binnenmarkt und stellt weiterentwickelte Solvabilitätsanforderungen an Versicherungsunternehmen. Den Kern von Solvency II bildet eine risikobasierte Eigenmittelausstattung. Alle Unternehmen, die dem Aufsichtssystem Solvency II unterliegen, müssen bis Ende Mai 2017 ihren Bericht zur Solvenz- und Finanzlage (Solvency and Financial Condition; SFCR) vorlegen. Darin geben sie erstmals auch der Öffentlichkeit detailliert Auskunft etwa über vorhandene Eigenmittel, Risiken und die allgemeine Geschäftsentwicklung.
Die Versicherungsbranche wandelt sich derzeit mit großer Geschwindigkeit. Die Digitalisierung verändert das Kundenverhalten, führt zu neuartigen Geschäftsprozessen, lässt Innovationen entstehen und bringt neue Wettbewerber hervor. Nach Erhebungen des GDV haben die Versicherer 2016 gut 4,4 Mrd. Euro in ihre digitale Infrastruktur investiert. Viele Versicherer haben mittlerweile Innovation Labs gegründet oder sich an Insurtechs beteiligt. Mit Hilfe der Digitalisierung können Versicherer ihre Produkte individueller und passgenauer gestalten. Außerdem eröffnet die Digitalisierung neue Geschäftschancen. Ein Beispiel ist die Cyberversicherung, mit der sich Unternehmen gegen Sach- und Vermögensschäden im Zusammenhang mit Hacker-Angriffen oder sonstigen Akten von Cyberkriminalität absichern können.
PKV-Markt: 2016 war wiederum ein erfolgreiches Jahr
Die private Krankenversicherung (PKV) zeigt sich weiterhin zukunftssicher und innovativ. 2016 war wiederum ein Jahr mit moderaten Beitragsanpassungen und einem hohen Neugeschäft im Segment der Zusatzversicherungen. Die Branche geht von einem Wachstum der Beitragseinnahmen um 1,1 % aus. Gleichzeitig sind die Alterungsrückstellungen um deutliche 5,9 % auf nunmehr 233 Mrd. Euro angestiegen. In den vergangenen zehn Jahren haben sich diese Rückstellungen damit mehr als verdoppelt. Der Aufwand für Versicherungsleistungen hat 2016 voraussichtlich um 1,5 % und damit nur wenig stärker als die Beitragseinnahmen zugenommen.
Insgesamt geht die PKV-Branche für 2016 von einem leichten Anstieg des Neugeschäfts aus. In der Krankheitskosten-Vollversicherung stieg das Neugeschäft erstmals wieder leicht aufgrund des Zuwachses im Beihilfegeschäft. Allerdings konnte auch dieser Zuwachs nicht verhindern, dass der Bestand der Vollversicherten wiederum leicht rückläufig war. Dies resultierte vor allem aus der angehobenen Versicherungspflichtgrenze und der höheren Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, also einer steigenden Zahl von GKV-Pflichtversicherten. Erstmals seit vielen Jahren ist aber der Zugang bisher GKV-Versicherter höher als die Anzahl der Wechsler in die GKV.
Im Segment der Zusatzversicherungen hat sich das Wachstum an Versicherten fortgesetzt. Der Zuwachs im Jahr 2016 betrug 1,3 % auf 25,1 Mio. Verträge. Die Aufwärtstrends in den Zahnzusatzversicherungen und bei den Pflegezusatzversicherungen halten weiterhin an. Die PKV ist somit als wesentlicher Teil des deutschen Gesundheitssystems breit in der Gesellschaft verankert.
Überblick über den Geschäftsverlauf unserer Gesellschaft
Im Berichtsjahr verliefen sowohl die Beitrags- als auch die Leistungsentwicklung besser als erwartet, sodass das versicherungstechnische Ergebnis insgesamt über der Erwartung lag. Während das Neugeschäft und die damit verbundenen Abschlussaufwendungen über den Erwartungen ausliefen, entwickelten sich die Verwaltungsaufwendungen erwartungsgemäß. Bei den Kapitalanlagen konnten wir das angestrebte Ergebnis aufgrund des niedrigen Zinsniveaus nicht ganz erreichen. Der Rohüberschuss lag insbesondere durch die positive Entwicklung des versicherungstechnischen Ergebnisses über den Erwartungen. Demzufolge konnten wir die Zuführung zur erfolgsabhängigen Beitragsrückerstattung erhöhen und ein höheres Ergebnis als im Plan vorgesehen ausweisen.
Das Neugeschäft unserer Gesellschaft verzeichnete im Geschäftsjahr 2016 einen Anstieg um 0,9 % auf 117,8 Mio. Euro Jahresbeitrag. Sowohl unsere Ausschließlichkeitsorganisation als auch der Maklervertrieb konnten das Neugeschäft moderat steigern.
Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen wuchsen im Berichtsjahr um 3,2 % auf 2,88 Mrd. Euro. Neben den Beitragsanpassungen in der Voll- und Zusatzversicherung trug auch das Neugeschäft bei einer gleichzeitig weiterhin hohen Bestandsfestigkeit zu der Beitragsentwicklung bei. Die Anzahl der vollversicherten Personen stieg um 3 Tsd. auf 793 Tsd. Einen deutlichen Zuwachs aufgrund der weiterhin guten vertrieblichen Erfolge verzeichnete die Anzahl der Zusatzversicherten mit einem Anstieg von 46 Tsd. auf 941 Tsd.
Der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) führten wir 264,7 Mio. Euro (2015: 268,7 Mio. Euro) zu. Damit haben wir unsere Kunden mit einer Überschussquote von 85,5 % (2015: 90,2 %) am Unternehmenserfolg beteiligt und die RfB weiter gestärkt. Die RfB-Quote erhöhte sich um 3,9 Prozentpunkte auf 27,2 %.
Die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote lag mit 12,4 % um 2,3 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Diese Quote spiegelt den Unternehmenserfolg ohne die außerordentlichen Einflüsse des Kapitalanlageergebnisses wider und stellt den Anteil der Beitragseinnahmen dar, der nach Abzug der Leistungen, Kosten und Zuführung zur Alterungsrückstellung übrig bleibt. Hauptursache für die verbesserte Quote sind die im Berichtsjahr nur moderat gestiegenen Aufwendungen für Versicherungsfälle aufgrund des Bestandswachstums, der Alterung des Bestandes und einer daraus resultierenden nur leicht erhöhten Zuführung zur Schadenrückstellung. Dadurch reduzierte sich die Schadenquote um 2,7 Prozentpunkte. Die Verwaltungskostenquote blieb mit 2,0 % stabil. Dagegen führte das höhere Neugeschäft zu einem Anstieg der Abschlusskostenquote um 0,4 Prozentpunkte auf 6,9 %.
Das Ergebnis nach Steuern lag mit 50,0 Mio. Euro um 16,5 Mio. Euro über dem Vorjahr. Entsprechend dem Gewinnabführungsvertrag mit der AXA Konzern AG führten wir diesen Gewinn an unsere Muttergesellschaft ab.
Der Kapitalanlagebestand unserer Gesellschaft erhöhte sich im Berichtsjahr um 6,7 % auf 17,2 Mrd. Euro. Demgegenüber verringerte sich das Kapitalanlageergebnis insbesondere infolge der geringeren Wiederanlagezinsen um 3,7 % auf 562,5 Mio. Euro.
Die Aufwendungen für Versicherungsfälle einschließlich der Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr brutto 1,88 Mrd. Euro (-0,1 %). Die Schadenquote -berechnet nach der Formel des Verbandes der privaten Krankenversicherung -ging aufgrund des moderaten Anstiegs der Leistungsausgaben und der gegenüber dem Vorjahr geringeren Erhöhung der versicherungstechnischen Rückstellungen um 2,7 Prozentpunkte auf 78,7 % zurück.
Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb lagen mit 257,6 Mio. Euro (2015: 237,3 Mio. Euro) insbesondere durch höhere, neugeschäftsabhängige Abschlussaufwendungen über dem Vorjahr. Durch die höheren Abschlussaufwendungen stieg die Abschlusskostenquote um 0,4 Prozentpunkte auf 6,9 %, wohingegen die Verwaltungskostenquote bei einem nur leichten Anstieg der Verwaltungsaufwendungen mit 2,0 % konstant blieb.
Starke Ratings im AA-Bereich
Die AXA Gruppe mit Hauptsitz in Frankreich gehört zu den stabilsten globalen Finanzdienstleistern. Die drei großen Ratingagenturen bescheinigen ihr seit langem eine hohe Finanzkraft. Deren Einstufungen gelten gleichzeitig für die Kerngesellschaften der deutschen AXA Konzern AG. Standard & Poor's Ratings Services hat am 27. Oktober 2016 seine Financial Strength Rating-Entscheidung für AXA von A+ auf AA-heraufgesetzt und diese mit einem stabilen Ausblick versehen. Wenige Wochen zuvor, am 9. September 2016, hatte Moody's Investors Service sein Aa3 Insurance Financial Strength Rating mit stabilem Ausblick für die AXA Gruppe bekräftigt. Fitch Ratings bewertet AXA in ihrer Insurer Financial Strength Rating-Entscheidung vom 28. Juni 2016 weiterhin mit AA-, ebenfalls mit stabilem Ausblick.
Mit Ambition 2020 strategisch nach vorn
Die Versicherungsbranche befindet sich in einer intensiven Umbruchphase. Nahezu alle Unternehmen sind dabei, das traditionelle Geschäftsmodell der Versicherung in die moderne, digitale Welt zu führen. Als einer der ersten Versicherer in Deutschland hat sich der AXA Konzern bereits frühzeitig auf die Veränderungen eingestellt und die Strategie Ambition 2020 entwickelt. Der Konzern verfolgt damit zwei zentrale Ziele: die Kundenbeziehung zu vertiefen sowie gleichzeitig agiler und effizienter zu werden. Entsprechend dem Anspruch im Leitbild "Wir werden Vorreiter" will AXA neue Maßstäbe in der Branche setzen.
Eine Vielzahl von Maßnahmen wurde zu diesem Zweck im Unternehmen eingeleitet oder bereits umgesetzt. So hat AXA eine neue zentrale Einheit Kundenmanagement eingerichtet. Darüber hinaus investiert das Unternehmen über den AXA Innovation Campus in Start-ups, um innovative und versicherungsnahe Geschäftsideen zu generieren. In der Einheit Transactional Business sind neue und innovative Geschäftsansätze entstanden, die sich an den Kundenwünschen orientieren. Die App "cleverPARKEN" zeigt freie Plätze in teilnehmenden Parkhäusern und deren Öffnungszeiten und ermöglicht bargeldloses Bezahlen. Mit der App "WayGuard" können sich Nutzer durch eine professionelle Leitstelle und private Freunde bis zur Haustür begleiten lassen, wenn zum Beispiel der Weg abends alleine nach Hause durch eine dunkle Straße oder einen menschenleeren Park führt.
Ambition 2020 beinhaltet auch eine Vereinbarung zur marktgerechten Arbeitssteuerung, um anfallende Arbeiten noch effektiver über die Grenzen von Standorten und Organisationseinheiten hinweg zu verteilen und zu priorisieren. Die Aufwendungen für diesen umfangreichen Umbauprozess und Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit wurden bereits vollständig im Berichtsjahr bilanziert.
Der Geschäftsverlauf im Einzelnen
Gutes Neugeschäft in allen Vertriebswegen
Das Neugeschäft unserer Gesellschaft verzeichnete im Geschäftsjahr 2016 einen Anstieg um 0,9 % auf 117,8 Mio. Euro Jahresbeitrag. Sowohl unsere Ausschließlichkeitsorganisation als auch der Maklervertrieb konnten das Neugeschäft moderat steigern. Weiterhin positiv entwickelten sich unsere Zusatzversicherungsprodukte, insbesondere die neuen Zahnergänzungstarife, deren Bestand weiter deutlich ausgebaut werden konnte.
Zuwachs auf 1,73 Mio. Versicherte
Unsere Gesellschaft konnte die Gesamtzahl der versicherten Personen im Jahr 2016 um 48.712 auf 1.733.457 versicherte Personen weiter erhöhen. Ende 2016 verfügten 792.655 Personen (+2.904) unserer Gesellschaft über eine Krankheitskosten-Vollversicherung und 940.802 Personen (+45.808) über eine Krankheitskosten-Zusatzversicherung. Aufgrund der erfolgreichen Vermarktung der Zahnergänzungsprodukte und der Pflegefall-Absicherungslösungen konnten wir den Bestand der Zusatzversicherten seit 2012 um 179.342 Personen ausbauen.
Beitragswachstum weiter deutlich über Markt
Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen wuchsen im Berichtsjahr um 3,2 % auf 2,88 Mrd. Euro. Neben den Beitragsanpassungen in der Voll-, Zusatz- und Pflegepflichtversicherung trug auch der erfolgreiche Bestandsausbau bei einer weiterhin hohen Bestandsfestigkeit zum Beitragswachstum bei. In den gebuchten Bruttobeiträgen sind 189,9 Mio. Euro (2015: 193,0 Mio. Euro) aus der Pflegepflichtversicherung enthalten. Das vergleichbare Wachstum des Marktes liegt nach veröffentlichten Verbandszahlen bei 1,1 %.
Das Beitragsaufkommen aus Versicherungen gegen Einmalbeitrag -vor allem Auslandsreisekrankenversicherungen -ging von 10,6 Mio. Euro auf 9,6 Mio. Euro. zurück.
Rückläufiges Kapitalanlageergebnis
Das gesamte Kapitalanlageergebnis -alle Erträge abzüglich aller Aufwendungen -betrug 562,5 Mio. Euro (2015: 583,9 Mio. Euro) und nahm damit gegenüber dem Vorjahr um 3,7 % ab.
Dabei verringerte sich das laufende Ergebnis wegen geringerer Ausschüttungen aus Rentenfonds sowie aufgrund der anhaltenden niedrigen Wiederanlagezinsen um 22,9 Mio. Euro auf 515,4 Mio. Euro. Den laufenden Erträgen in Höhe von 537,3 Mio. Euro (2015: 560,5 Mio. Euro) standen laufende Aufwendungen in Höhe von 21,9 Mio. Euro (2015: 22,2 Mio. Euro) gegenüber.
Aus dem Abgang von Kapitalanlagen realisierten wir Gewinne in Höhe von 26,3 Mio. Euro (2015: 65,4 Mio. Euro). Den Abgangsgewinnen standen Abgangsverluste von 5,7 Mio. Euro (2015: 15,6 Mio. Euro) gegenüber. Im Berichtsjahr realisierten wir außerplanmäßige Abschreibungen auf Kapitalanlagen in Höhe von insgesamt 4,7 Mio. Euro (2015: 44,1 Mio. Euro) und damit deutlich weniger als noch im Jahr zuvor. Die Zuschreibungen auf Kapitalanlagen beliefen sich auf 31,2 Mio. Euro (2015: 39,8 Mio. Euro).
Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen -berechnet nach der Formel des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft -betrug im Geschäftsjahr 2016 3,4 % (2015: 3,8 %).
Verwaltungskostenquote mit 2,0 % stabil
Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen auf 257,6 Mio. Euro (2015: 237,3 Mio. Euro). Der Hauptgrund hierfür waren höhere, neugeschäftsbedingte Abschlussprovisionen in Höhe von 199,7 Mio. Euro (2015: 180,9 Mio. Euro). Die Verwaltungsaufwendungen lagen mit 57,9 Mio. Euro nur um 2,8 % über dem Vorjahr (56,4 Mio. Euro).
Rückstellung für Beitragsrückerstattung gestärkt - RfB-Quote +4,0 Prozentpunkte
Die Aufwendungen für Versicherungsleistungen einschließlich der Zuführung zur Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle betrugen im Berichtsjahr 1,88 Mrd. Euro (-0,1 %).
Der Deckungsrückstellung führten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 0,97 Mrd. Euro zu. Darin enthalten ist die in der Deckungsrückstellung enthaltene Direktgutschrift von 28,7 Mio. Euro. Durch diese Zuführungen erhöhte sich der Bestand der Deckungsrückstellung von 14,9 Mrd. Euro im Vorjahr auf 15,8 Mrd. Euro.
Die Schadenquote -berechnet nach der Formel des Verbandes der privaten Krankenversicherung -verringerte sich um 2,7 Prozentpunkte auf 78,7 %, Grund ist der moderate Anstieg der Aufwendungen für Versicherungsfälle und die geringere Erhöhung der versicherungstechnischen Rückstellungen.
Durch die im Vergleich zum Vorjahr gesunkene Schadenquote, die stabile Verwaltungskostenquote und die leicht gestiegene Abschlusskostenquote erhöhte sich die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote um 2,3 Prozentpunkte auf 12,4 %. Diese Quote stellt den Teil der Beitragseinnahmen dar, der nach Abzug von Leistungen, Kosten und Zuführung zur Alterungsrückstellung übrig bleibt.
Auch im vergangenen Geschäftsjahr wendeten wir erhebliche Mittel für die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) auf. Der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung führten wir 259,8 Mio. Euro (2015: 261,1 Mio. Euro) zu und damit nur geringfügig weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig entnahmen wir dieser Bilanzposition zur Milderung von Beitragserhöhungen 78,6 Mio. Euro (2015: 90,3 Mio. Euro). An Kunden, die keine Leistungen in Anspruch genommen haben, schütteten wir im Berichtsjahr insgesamt 46,1 Mio. Euro (2015: 44,8 Mio. Euro) aus.
Der Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung ohne Pflegeversicherung führten wir im Berichtsjahr 4,9 Mio. Euro (2015: 7,6 Mio. Euro) zu. Gleichzeitig entnahmen wir dieser Bilanzposition 10,4 Mio. Euro (2015: 4,5 Mio. Euro), um die Beitragsanpassung für über 65-jährige Versicherte zu mildern.
Die Zuführungsquote zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung betrug, bezogen auf die Beiträge, 9,0 % (2015: 9,4 %). Die RfB-Quote hingegen stieg mit 4,0 Prozentpunkten deutlich auf 27,2 % an.
Steuerliche Organschaft
Seit dem 1. Januar 2009 besteht eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft unserer Gesellschaft mit der AXA Konzern AG als Organträgerin.
Gewinnabführungsvertrag
Seit dem 15. Oktober 2009 besteht mit der AXA Konzern AG ein Gewinnabführungsvertrag.
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 50,0 Mio. Euro
Der Rohüberschuss nach Steuern betrug im Berichtsjahr 343,3 Mio. Euro (2015: 340,0 Mio. Euro). Die positive Entwicklung der Leistungen wurde teilweise durch das niedrigere Kapitalanlageergebnis kompensiert.
Nachdem wir unseren Kunden 85,5 % (2015: 90,2 %) des Rohüberschusses gutgeschrieben haben, verblieb für das Geschäftsjahr 2016 ein Gewinn von 50,0 Mio. Euro (2015: 33,5 Mio. Euro). Er wurde aufgrund des Gewinnabführungsvertrages an die AXA Konzern AG abgeführt.
Kapitalanlagebestand um 6,7 % auf 17,2 Mrd. Euro gewachsen
Das Geschäftsjahr 2016 begann auf den Kapitalmärkten turbulent. Die Wirksamkeit und mögliche Nebeneffekte der expansiven Geldpolitik der Zentralbanken rückten zunehmend in den Fokus. Rezessionsängste, Sorgen um europäische Banken und um das chinesische Wirtschaftswachstum sowie ein starker Rückgang des Ölpreises führten bis Mitte Februar zu einer Talfahrt der Aktienmärkte.
Der Deutsche Aktienindex (DAX) und der EuroStoxx 50 notierten jeweils bis zu 19 % unter den Endständen von 2015. Im April weitete die Europäische Zentralbank ihr Anleihekaufprogramm auf Unternehmensanleihen aus und senkte darüber hinaus den Einlagezins um weitere 0,1 Prozentpunkte auf -0,4 %. Die amerikanische Zentralbank unterließ Leitzinserhöhungen, sodass das erste Halbjahr insgesamt von einer lockeren Geldpolitik geprägt wurde. Im weiteren Frühjahr stabilisierten sich die Kapitalmärkte auch infolge eines leicht verbesserten Wachstumsausblickes.
Ende Juni wurden die Kapitalmärkte jedoch vom Brexit-Votum der britischen Bevölkerung überrascht. Das britische Pfund wertete beträchtlich ab, es kam zu signifikanten Korrekturen der Aktienmärkte und einem Renditerückgang an den Anleihemärkten. Die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen erreichte im Juli mit -0,18 % einen neuen historischen Tiefstand.
Im Herbst rückte die US-amerikanische Präsidentenwahl in den Vordergrund. Auch bei dieser Wahl wurde der Kapitalmarkt vom Ausgang der Wahl überrascht. In Erwartung eines fiskalpolitischen Stimulus (im Wesentlichen Steuersenkungen und Infrastrukturprojekte) löste der Wahlsieg von Donald Trump jedoch eine Korrektur der Anleihemärkte hin zu höheren Renditen aus.
Zum Jahresausklang gerieten die Zentralbanken erneut in den Blickpunkt. Im Dezember gab die Europäische Zentralbank zwar eine Verlängerung des Anleihekaufprogrammes bekannt, gleichzeitig wurde jedoch auch eine Reduktion des Volumens der Käufe beschlossen. Die amerikanische Notenbank FED vollzog den zweiten Zinsschritt nach der großen Finanzkrise und erhöhte die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte auf 0,5 % bis 0,75 %. Daraufhin entwickelten sich die Kapitalmärkte zum Jahresende insgesamt gesehen positiv.
Der DAX notierte am Ende des Jahres bei 11.481 Punkten und verzeichnete somit im Vergleich zum Jahresanfang einen Zuwachs von 6,9 %. Der europäische Aktienmarkt -gemessen am EuroStoxx 50 -legte bis zum Jahresende hingegen nur um 0,7 % zu. Der für den amerikanischen Aktienmarkt repräsentative S&P 500-Index gewann im Jahresverlauf sogar 9,5 %.
Zum Jahresende lag die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen wieder über dem historischen Tiefstand im Juli, notierte mit 0,21 % jedoch deutlich unter dem Vorjahresniveau von 0,63 %.
Unverändert zum Vorjahr war auch 2016 von einer im Vergleich zur US-amerikanischen Notenbank FED expansiveren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank geprägt. Das hieraus resultierende höhere Zinsniveau in den USA war ein wesentlicher Treiber der Stärke des US-Dollars, der im Jahresverlauf 3,3 % gegenüber dem Euro aufwertete. Aufgrund der aus dem Brexit-Votum resultierenden Unsicherheiten für das Vereinigte Königreich wertete der Euro anderseits mit 13,7 % deutlich gegenüber dem britischen Pfund auf.
Die AXA Krankenversicherung hat die Entwicklung an den Kapitalmärkten genutzt und durch ein ausgewogenes Kapitalanlagenportfolio die an ihre Kunden gegebenen Leistungsversprechen erfüllt. Zudem profitierte sie von den Vorteilen als Unternehmen eines internationalen Versicherungskonzerns, um die zur Verfügung stehenden Mittel in Kapitalanlagen mit attraktiven Konditionen zu investieren.
Im Geschäftsjahr 2016 wurden Investitionen in Hypothekenpfandbriefe, Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen, Kommunaldarlehen sowie in Unternehmensanleihen vorgenommen. Zudem wurden auch Investitionen in Infrastrukturfinanzierungen, gewerbliche Immobilienfinanzierungen, Immobilienfonds, nicht börsennotierte Eigenkapitalbeteiligungen und alternative Kreditstrategien getätigt.
Buchwerte der Kapitalanlagen
| in Mio. Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Grundbesitz | 27,6 | 28,3 |
| Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | 732,1 | 709,2 |
| Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 4.955,8 | 4.356,2 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 5.449,2 | 4.733,2 |
| Hypotheken | 1.022,7 | 883,1 |
| Schuldscheindarlehen und Namenspapiere | 4.938,2 | 5.179,1 |
| Andere Kapitalanlagen | 32,7 | 50,0 |
| Einlagen bei Kreditinstituten | 0 | 142,0 |
| Summe | 17.158,3 | 16.081,2 |
Zeitwerte der Kapitalanlagen
| in Mio. Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Grundbesitz | 61,1 | 61,7 |
| Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | 831,1 | 781,3 |
| Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 5.911.6 | 5.150,4 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 6.288,6 | 5.371,0 |
| Hypotheken | 1.165,0 | 999,7 |
| Schuldscheindarlehen und Namenspapiere | 5.901,0 | 6.124,7 |
| Andere Kapitalanlagen | 33,1 | 51,9 |
| Einlagen bei Kreditinstituten | 0 | 142,0 |
| Summe | 20.191,5 | 18.682,6 |
Die Bewertungsreserven als Differenz zwischen dem aktuellen Marktwert und dem Buchwert erhöhten sich zum 31. Dezember 2016 um 431,8 Mio. Euro. Dies ist insbesondere auf das gesunkene Zinsniveau am Rentenmarkt zurückzuführen, welches zu höheren Kursen bei den im Bestand befindlichen Rententiteln und Rentenfonds führte. Diese Bewertungsreserve in Höhe von 3,0 Mrd. Euro (2015: 2,6 Mrd. Euro) entspricht einem Anteil von 17,7 % (2015: 16,2 %) der Buchwerte. Während die Bewertungsreserven von Aktien- und Immobilienfonds, Beteiligungen und Grundstücken auf 129,0 Mio. Euro (2015: 91,0 Mio. Euro) anwuchsen, erhöhten sich die Bewertungsreserven der festverzinslichen Wertpapiere auf 2,9 Mrd. Euro (2015: 2,5 Mrd. Euro).
Das Neuanlagevolumen innerhalb unseres Kapitalanlagebestandes betrug im Jahr 2016 insgesamt 2,35 Mrd. Euro (2015: 2,18 Mrd. Euro). Mit 2,2 Mrd. Euro oder 93,6 % bildeten Rentenpapiere (unter anderem Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen, Kommunaldarlehen sowie Unternehmensanleihen) erneut den Schwerpunkt unserer Neuanlagen. Einschließlich der Investmentanteile, die in festverzinslichen Wertpapieren investiert sind, betrug der Bestand an Rentenpapieren 16,0 Mrd. Euro (2015: 14,9 Mrd. Euro) oder 93,0 % (2015: 92,7 %) der gesamten Kapitalanlagen.
Aktien werden direkt und auch indirekt über Fonds im Bestand gehalten. Insgesamt erreichte die reine Aktienquote auf Buchwertbasis einen Anteil von 3,0 % (2015: 2,7 %) am gesamten Bestandsvolumen. Gemessen an den Marktwerten betrug diese Quote 2,6 % (2015: 2,3 %).
Zu- und Abgänge der Kapitalanlagen
| in Mio. Euro | Zugänge | Abgänge | Saldo |
|---|---|---|---|
| Grundbesitz | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | 27,4 | 4,6 | 22,9 |
| Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 898,1 | 320,2 | 577,7 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 786,7 | 70,8 | 716,0 |
| Hypotheken | 215,1 | 75,7 | 139,4 |
| Schuldscheindarlehen und Namenspapiere | 401,6 | 647,2 | -245,6 |
| Andere Kapitalanlagen | 16,0 | 33,3 | -17,3 |
| Einlagen bei Kreditinstituten | 0 | 142,0 | -142,0 |
| Summe | 2.175,5 | 1.293,8 | 1.051,3 |
Zeitwerte der Kapitalanlagen um 8,0 % gestiegen
Der Marktwert unserer Kapitalanlagen erhöhte sich im Berichtsjahr um 1,5 Mrd. Euro (+8,0 %) auf 20,2 Mrd. Euro. Diese Erhöhung ist hauptsächlich auf das Bestandswachstum und das weiter gesunkene Zinsniveau an den Kapitalmärkten im Jahr 2016 zurückzuführen.
Bezüglich des Liquiditätsmanagements verweisen wir auf den Risikobericht unter Liquiditätsrisiken.
Eigenkapital nach Gewinnabführung 183,1 Mio. Euro
Zum Ende des Geschäftsjahres 2016 belief sich das Eigenkapital unserer Gesellschaft unverändert auf 183,1 Mio. Euro. Da der Jahresüberschuss aufgrund des im Oktober 2009 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages an die AXA Konzern AG abgeführt wurde, weist unsere Gesellschaft für 2016 keinen Bilanzgewinn aus.
Risiken der zukünftigen Entwicklung
Die Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken und die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft allein unsere Annahmen und Ansichten zum Ausdruck.
Das Risikomanagement unserer Gesellschaft basiert auf der Grundlage der §§ 23 und 26 des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) sowie der Leitlinien der EIOPA (European Insurance and Occupational Pensions Authority) zum Governance-system und der Durchführungsverordnung 2015/35 der Europäischen Kommission.
Als Risiko wird gemäß den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungsstandards zur Risikoberichterstattung (DRS 20) ein, innerhalb dessen Risiken als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose-beziehungsweise Zielabweichung führen können, definiert sind.
Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:
| ― | versicherungstechnische Risiken, |
| ― | Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, |
| ― | Risiken aus Kapitalanlagen, |
| ― | operationelle und sonstige Risiken. |
Im Folgenden werden unsere Organisationseinheiten des Risikomanagements und der Risikomanagementprozesse aufgezeigt. Darüber hinaus wird unsere Risikosituation im Wesentlichen anlehnend an den Deutschen Rechnungslegungsstandard zur Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen (DRS 20 und Anlage 2 für Versicherungsunternehmen) dargestellt.
Organisationseinheiten des Risikomanagements
Das Risikomanagement unserer Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der AXA Deutschland (AXA Konzern AG und ihre Mehrheitsbeteiligungen) eingebunden.
Aufgrund der Komplexität des Versicherungsgeschäfts ist die Risikomanagementfunktion unserer Gesellschaft auf verschiedene zentrale Funktionen, Organisationseinheiten und Kommissionen verteilt. Kontrollgremium ist der Aufsichtsrat als das den Vorstand überwachende Organ. Der Vorstand ist zuständig für die risikopolitische Ausrichtung unserer Gesellschaft sowie die Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung.
Das Audit & Risk Committee (ARC) unterstützt den Vorstand bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. Zu diesem Zweck hat der Vorstand Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse auf das ARC delegiert. Darüber hinaus werden im ARC unter anderem Compliance-Themen behandelt sowie Rechts- und Revisionsthemen mit Risikobezug. Darüber hinaus existiert das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium zu Compliance-Themen, operationellen Risiken, Reputationsrisiken und sonstigen Rechtsrisiken. Zusätzlich werden risikorelevante Themen in diversen Spezialgremien, wie zum Beispiel dem Internal Model Committee, dem Local Risk Reinsurance Committee, dem Asset Liability Management Committee, dem Investment Committee und weiteren Gremien, besprochen.
Zur Risikomanagementfunktion gehörende Organisationseinheiten sind
| ― | der Bereich Value & Risk Management (zentrales Risikomanagement), |
| ― | die Risikoverantwortlichen für die Steuerung und Kontrolle der Risiken in ihrem jeweiligen Unternehmensbereich (dezentrales Risikomanagement), |
| ― | der dezentrale Risikomanager pro Ressort für die Koordination aller risikorelevanten Themen innerhalb des Ressorts (ebenfalls dezentrales Risikomanagement) und |
| ― | der Verantwortliche Aktuar unserer Gesellschaft. |
Der Bereich Value & Risk Management -zuständige Einheit für alle Gesellschaften der AXA Deutschland -ist in das Ressort des Vorstandsvorsitzenden der AXA Konzern AG integriert.
Der Chief Risk Officer (CRO) der AXA Deutschland stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch regelmäßige Berichterstattung an das ARC im Rahmen von dessen Sitzungen beziehungsweise ad hoc sicher.
AXA hat mit Blick auf die Solvency II-Anforderungen an das System of Governance folgende Schlüsselfunktionen etabliert:
| ― | Risikomanagementfunktion, |
| ― | Compliance-Funktion, |
| ― | Interne Revision, |
| ― | versicherungsmathematische Funktion. |
Inhaber der Funktionen und damit Schlüsselperson ist der jeweilige Leiter des Bereichs oder der Abteilung. Dabei ist die versicherungsmathematische Funktion innerhalb der CRO-Organisation angesiedelt. AXA hat darüber hinaus den Leiter Recht sowie den Chief Investment Officer (CIO) zu weiteren Schlüsselpersonen erklärt. Für diese Schlüsselpersonen gelten besondere Anforderungen, sogenannte "Fit & Proper"-Eigenschaften (das heißt fachlich qualifiziert und persönlich zuverlässig).
Risikomanagementprozess
Das Risikomanagement unserer Gesellschaft erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess setzt sich aus Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikosteuerung und -überwachung sowie Risikokommunikation und -berichterstattung zusammen.
Risikoidentifikation: Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der ARC-Sitzungen, im Rahmen der strategischen Planung, der Aktualisierung der Risikostrategie und des Materialitätsprozesses, unter anderem durch die Aktualisierung der sogenannten "Risikopolicen" und der Dokumentation und Beschreibung operationeller Risiken. Durch die Risikopolicen werden die identifizierten wesentlichen Risiken inklusive deren aufbau- und ablauforganisatorischer Regelungen dokumentiert.
Darüber hinaus ist die Risikoidentifikation im Rahmen von Prüfungen der Internen Revision möglich. Risiken neuer Kapitalmarkt- und Versicherungsprodukte werden im Rahmen der beiden standardisierten Prozesse Investment Approval Process (IAP) und Product Approval Process (PAP) vom Bereich Value & Risk Management unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationeller Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und der höheren Führungsebene sowie einer Bewertung durch die jeweiligen operativen Ansprechpartner. Darüber hinaus erfolgt die Risikoidentifikation infolge einer Meldung eingetretener Risiken zur Aufnahme in die Verlustdatensammlung für operationelle Risiken, im Rahmen des Information Risk Management-Prozesses (IRM) oder durch das Risk Identification and Assessment (RIA) im Rahmen des Business Continuity Managements.
Risikoanalyse und -bewertung: Aufbauend auf den Ergebnissen der Risikoidentifikation erfolgt eine Analyse und Bewertung der Risiken. Ergebnis der Risikoanalyse und -bewertung ist das Risikoprofil des Unternehmens. Identifizierte Risiken werden nach ihrer Wesentlichkeit eingeordnet. Dadurch wird sichergestellt, dass Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Wirtschafts-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens identifiziert und angemessene Steuerungsmaßnahmen/-strategien definiert werden können.
Bei der Risikobewertung wird, wo sinnvoll und möglich, eine quantitative Einschätzung für die einzelnen Risiken sowie für das gesamte Risikoportfolio unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Steuerungsmaßnahmen abgegeben. Die übergreifende quantitative Risikobewertung erfolgt anhand des ökonomischen Risikokapitalmodells und der dort definierten und eingesetzten Bewertungsmethoden. Für Risikoarten, für die eine quantitative Risikomessung nicht sinnvoll oder möglich ist, wie zum Beispiel Reputations- oder strategische Risiken, wird eine qualitative Beurteilung vorgenommen. Neben qualitativen und quantitativen Methoden werden bei der Risikobewertung für ausgewählte Risiken situationsbedingt auch Sensitivitätsanalysen, Szenarioanalysen und Stresstests mit unterschiedlichen Zeithorizonten herangezogen.
Die Bewertung der operationellen und sonstigen Risiken erfolgt in der Risikodatenbank. Die Risikopolicen werden im Document Inventory, unserem Verzeichnis für alle Solvency II-relevanten Dokumente, geführt.
Risikosteuerung und -überwachung: Die Risikosteuerung umfasst das Ergreifen von Maßnahmen zur Risikobewältigung in unserer Gesellschaft. Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung entwickelter Konzepte und Prozesse im Einklang mit der von der Geschäfts I eitung vorgegebenen Risikostrategie verstanden. Dadurch werden Risiken entweder bewusst akzeptiert, vermieden, vermindert oder transferiert. Durch regelmäßige Überwachung der Risiken anhand eines Soll-Ist-Abgleichs, zum Beispiel im Rahmen des implementierten Limitsystems, werden Gefahren frühzeitig erkannt. Somit wird ein Gegensteuern ermöglicht.
Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risiko-/Ertragsprofils sowie durch Überwachung der Limite der Verlust- und Risikoindikatoren. Die Risikosteuerung erfolgt immer durch die Geschäftsleitung gemäß ihrer Bereitschaft, bestimmte Risiken zu übernehmen. Dabei müssen das Risikoprofil und die Risikotragfähigkeit strikt beachtet werden. Schließlich wird in Verbindung mit einer angemessenen Berichterstattung beziehungsweise Eskalation die Einhaltung der Risikostrategie sichergestellt und die frühzeitige Identifizierung von Risiken ermöglicht.
Risikokommunikation und -berichterstattung: Das sich aus Risikoanalyse und Bewertung ergebende Risikoprofil wird gegenüber dem Vorstand kommuniziert, sodass dieser bei der Festlegung des Risikoappetits das aktuelle Risikoprofil beachten kann. Ziel der Risikoberichterstattung ist die Bereitstellung aller erforderlichen Risikoinformationen zur Einschätzung des unternehmensindividuellen Risikos unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher und interner Steuerungsanforderungen. Neben der Ergebnisberichterstattung zum ökonomischen Risikokapital werden auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht und ein auf Solvency II-Anforderungen ausgerichteter ORSA-(Own Risk and Solvency Assessment-)Bericht verfasst. Darüber hinaus werden im Rahmen des Solvency II-Berichtwesens -erstmalig zum Stichtag 31. Dezember 2016 -die Berichte "Bericht über die Solvabilität und Finanzlage" (SFCR) und "Regelmäßiger aufsichtlicher Bericht" (RSR) erstellt, in welchen wir unter anderem ebenso Risikomanagement und Risikoprofil unserer Gesellschaft darstellen. Diese Berichte werden den Vorständen der Versicherungsgesellschaften vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das ARC und die Aufsichtsbehörde übermittelt. Zusätzlich sind Ad-hoc-Berichterstattungspflichten, beispielsweise bei Erreichen definierter Schwellenwerte, implementiert. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des regelmäßig zusammenkommenden ARC besprochen, nachdem sie zuvor im Rahmen der weiteren Gremien diskutiert wurden.
Das Risikomanagementsystem wird regelmäßig durch die Interne Revision geprüft.
Versicherungstechnische Risiken
Wir, die AXA Krankenversicherung, betreiben insbesondere die Krankenvollversicherung sowie die Pflegeversicherung und verschiedene Arten der Zusatzversicherung. Die primären versicherungstechnischen Risiken aus dem Krankenversicherungsgeschäft sind Krankheitskosten-/Leistungsrisiken, biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten und Reserverisiken. Ferner bestehen noch Zinsgarantierisiken sowie Risiken aus gesetzgeberischen Maßnahmen.
Versicherungstechnische Risiken können dazu führen, dass die zu zahlenden Leistungen und Kosten nicht mehr aus den Beitragseinnahmen in Verbindung mit der Veränderung der Alterungsrückstellung finanziert werden können. Ein mindestens jährlich durchzuführender, gesetzlich vorgeschriebener Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Leistungen ermöglicht jedoch ein zeitnahes Erkennen von Abweichungen in den erwarteten Leistungen. Bei Bedarf erfolgt eine Beitragsanpassung. Bei der hierfür notwendigen Neukalkulation werden sämtliche Rechnungsgrundlagen überprüft und gegebenenfalls angepasst. Zusätzlich bestehen für das Neugeschäft und für Vertragsänderungen im Versicherungsbestand der Krankenversicherung Zeichnungsrichtlinien, um Deckungszusagen nur zu risikogerechten Beiträgen zu geben. Darüber hinaus enthalten viele Tarife Selbstbehalte zur Steuerung der Leistungsinanspruchnahme. Mit unseren Maßnahmen reduzieren wir unserer Überzeugung nach die nicht vollständig vermeidbaren versicherungstechnischen Risiken auf ein vertretbares Niveau.
Krankheitskosten-/Leistungsrisiken
Unter dem Krankheitskosten-/Leistungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen Krankheits- und Pflegekosten die erwarteten, in dem Beitrag berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Im Fall eines kurzfristigen und nicht nur vorübergehenden Anstiegs der Krankheits- und Pflegekosten über den kalkulierten Rahmen kann auf die unerwartete Leistungserhöhung gegebenenfalls erst mit einer zeitlichen Verzögerung durch eine Beitragsanpassung reagiert werden. Ursachen für solche Leistungsanstiege können nach unserer Erfahrung weitere medizinische Fortschritte in Verbindung mit kostspieligeren medizinischen Einrichtungen oder die Entwicklung neuer teurerer Medikamente, verbunden mit einer Kosteninflation im Gesundheitswesen, sein.
Biometrische Risiken
Biometrische Risiken entstehen in der Krankenversicherung aus einer steigenden Lebenserwartung, wodurch mit einer verlängerten Inanspruchnahme und somit einer Erhöhung der Versicherungsleistungen zu rechnen ist. Die Sterbetafeln werden jährlich von der Deutschen Aktuarvereinigung auf ausreichende Sicherheit überprüft und in der neuen PKV-Sterbetafel dokumentiert. Soweit sich ein Aktualisierungsbedarf ergibt, verwenden wir die neuen Werte unverzüglich bei der Kalkulation neuer Tarife beziehungsweise von Beitragsanpassungen. Dieser Aktualisierungsbedarf kann auch durch den seit 2008 jährlich durchzuführenden Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Sterbewahrscheinlichkeiten ausgelöst werden.
Risiken aus Kundenverhalten
Ein Risiko aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern stellt insbesondere das Stornorisiko dar. Die in der Tarifierung angesetzten Stornowahrscheinlichkeiten basieren sowohl auf eigenen als auch auf Verbandserfahrungen und sind aktuariell ausreichend vorsichtig bemessen. Die Stornoquoten bei der AXA Krankenversicherung und in der Branche werden permanent beobachtet, sodass frühzeitig eine Veränderung erkannt und gegebenenfalls in Beitragsanpassungen und Neukalkulationen berücksichtigt wird.
Darüber hinaus beobachten wir aufmerksam die Auswirkungen unserer Beitragsanpassungen auf das Kundenverhalten. Damit sind insbesondere Storni, Tarifwechsel und die Nichtzahlung von Beiträgen gemeint. Durch die Gesundheitsreform 2013 wurden die privaten Krankenversicherungsunternehmen verpflichtet, trotz Nichtzahlung von Beiträgen den versicherten Kunden Notfallleistungen zuzusagen und außerdem die Alterungsrückstellung weiterhin tariflich aufzufüllen. Durch die Einführung des Notlagentarifes wurde das Risiko, dadurch Verluste zu erleiden, für die privaten Krankenversicherungsunternehmen abgemildert. Während der Versicherung in diesem Tarif ist nur der für Notfallleistungen erforderliche Beitrag zu zahlen und es erfolgt kein weiterer Aufbau von Alterungsrückstellung. Zusätzlich wird der Beitrag für den Notlagentarif dadurch gemindert, dass Teile einer vorhandenen Alterungsrückstellung darauf angerechnet werden. Zahlt der Kunde überhaupt keine Beiträge, so wird dennoch der aus der Alterungsrückstellung resultierende Teil dem Beitragskonto zugeführt. Damit stehen insgesamt wieder mehr Mittel als Zuführung zur Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung zur Verfügung.
Grundsätzlich besteht das Risiko, dass durch Wechselströme in die eingeführten Unisex-Tarife eine Verzerrung der in der Kalkulation angesetzten Bestandmischung erfolgt. Bislang wurden Tarifwechsel in die Unisex-Welt erst in geringem Maß vorgenommen. Ob im Zusammenhang mit zukünftigen Beitragsanpassungen Wechselbewegungen in diese Tarife ausgelöst werden, gilt es zu beobachten. Wechsel in den 2009 eingeführten Basistarif spielen aktuell ebenfalls eine untergeordnete Rolle. Der Basistarif beinhaltet versicherungsfremde Elemente wie Kontrahierungszwang, Verbot von Risikozuschlägen und Höchstbeiträge, die eine Subventionierung durch die PKV-Kunden der anderen Vollversicherungstarife erfordern und somit zu einer erhöhten Belastung dieser Personen führen. Daher ist auch hier zu beobachten, ob es zukünftig verstärkt zu Wechseln in den Basistarif kommt.
Reserverisiken
Zur Finanzierung des mit dem Alter steigenden Krankheitsrisikos werden Alterungsrückstellungen gebildet. Aus diesen Rückstellungen werden zukünftige Leistungen an die versicherten Personen finanziert, die planmäßig nicht mehr durch die gezahlten Beiträge zu decken sind. Die Höhe der Zahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, insbesondere aufgrund steigender Krankheitskosten-/Leistungszahlungen (siehe vorstehend) und einer sinkenden Sterblichkeit, deren Veränderung aufgrund der regelmäßigen Überprüfung jedoch in den vergangenen Jahren nicht mehr so gravierend war wie in früheren Jahren, in denen die Aktualisierung in längeren Zeiträumen erfolgte. Definitiv schon feststehende medizinische Entwicklungen sind jedoch in der Alterungsrückstellung in dem Augenblick eingepreist, in dem sie in den Beiträgen berücksichtigt sind (Krankenversicherungsaufsichtsverordnung). Insgesamt ist das Reserverisiko als gering einzuschätzen, da durch regelmäßige Beitragsanpassungen der Leistungsbedarf aktualisiert wird. Zusätzlich zum bestehenden Verfahren der jährlichen Leistungsüberprüfung hat der Gesetzgeber eine gesonderte Überprüfung der verwendeten Sterbetafeln vorgeschrieben. In beiden Fällen erfolgt eine vollständige Überprüfung aller Rechnungsgrundlagen. Als Berechnungsgrundlagen für die Alterungsrückstellung dienten die Sterbetafeln PKV 2004, PKV 2007, PKV 2008, PKV 2009, PKV 2010, PKV 2011, PKV 2012, PKV 2013, PKV 2014, PKV 2015, PKV 2016, PKV 2017 sowie für die geförderte Pflegezusatzversicherung eine Modifikation der PKV 2013 und für den Basistarif eine Modifikation der PKV 2015 beziehungsweise PKV 2016 und PKV 2017. Die Alterungsrückstellung wurde entsprechend den Vorschriften in den technischen Berechnungsgrundlagen ermittelt. Diese wurden für alle Tarife von einem unabhängigen Treuhänder geprüft und der Aufsichtsbehörde vorgelegt.
Zinsgarantierisiko
Der Alterungsrückstellung werden jährlich Zinserträge zugeführt, wobei der Zinssatz gesetzlich auf 3,5 % nach oben begrenzt ist. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase wurde in den letzten Beitragsanpassungen seit dem 1. Januar 2014 in den von den Beitragsanpassungen betroffenen Einheiten der Rechnungszins abgesenkt. Maßgeblich für die Höhe des Rechnungszinses ist die zukünftige Zinserwartung, die mithilfe des aktuariellen Unternehmenszinses (AUZ) nach einem brancheneinheitlichen Verfahren unternehmensindividuell ermittelt wird. Bei dem AUZ handelt es sich um ein mit der Deutschen Aktuarvereinigung und der Aufsichtsbehörde abgestimmtes Verfahren zur Zinsprojektion, das auf Basis der Vorjahresergebnisse und offiziellen, durch die Bundesbank veröffentlichten Zinskurven für Neuanlagen die Zinserwartungen für das übernächste Jahr schätzt. Aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen sinkt der AUZ branchenweit und im Hinblick darauf sind Absenkungen des Rechnungszinses im Rahmen von Beitragsanpassungen unvermeidlich. Alle Tarifneueinführungen seit Einführung der Unisex-Tarife wurden von vornherein mit einem deutlich niedrigeren Zinssatz kalkuliert. Die über den Rechnungszins hinausgehenden Zinsen werden fast vollständig zur Beitragsermäßigung im Alter verwandt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Nettoverzinsung mit 3,4 % knapp unter dem gesetzlichen Höchstrechnungszins, aber über dem durchschnittlichen Rechnungszins im Bestand, sodass für die meisten unserer Kunden Mittel zur Beitragsentlastung im Alter zurückgestellt werden konnten. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eventuell nur verzögert möglicher Rechnungszinsabsenkungen kann sich die Zinsmarge reduzieren. Wir streben durch Vermeidung von Neuanlagen in Ländern und bei Emittenten, für die eine erhöhte Abschreibungswahrscheinlichkeit besteht, weiterhin ausreichende Kapitalerträge an, um dauerhaft unsere Zinszusagen zu erfüllen.
Risiken aus Gesetzesänderungen
Mögliche gegen uns lautende gerichtliche Einschätzungen unserer Umsetzung der VVG-Reform könnten rückwirkende Auswirkungen auf unsere Leistungsverpflichtungen haben. Es gibt zurzeit keine gerichtlichen Verfahren, die signifikante Änderungen begründen könnten.
Veränderungen im Gesundheitssystem
Im Allgemeinen werden Veränderungen im Gesundheitssystem beobachtet, insbesondere auch aktuelle Diskussionen zu möglichen gesetzlichen Änderungen, die sich nach der Bundestagswahl 2017 ergeben und wesentliche Auswirkungen auf unsere Risikolage haben könnten. Die Auswirkungen werden abgeschätzt und, wenn erforderlich, in der Unternehmensplanung berücksichtigt.
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft resultieren für die AXA Krankenversicherung aus Beitragsforderungen, Ansprüchen sowie Leistungsrückforderungen. Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegenüber Rückversicherern sind für unsere Gesellschaft nicht wesentlich.
Die Beitragsforderungen gegenüber Versicherungsnehmern und die fälligen Ansprüche gegenüber Versicherungsvermittlern -vor allem aus Provisionsrückforderungen -betrugen zum Bilanzstichtag 85,0 Mio. Euro (2015: 95,7 Mio. Euro) vor Wertberichtigung. Von den Forderungen an Kunden entfielen 60,7 Mio. Euro (2015: 58,9 Mio. Euro) auf Forderungen, die älter als 90 Tage sind. Die Beitragsforderungen gegenüber Versicherungsnehmern resultieren zu einem großen Anteil aus der Nichtzahlung von Beiträgen in der Vollversicherung. Zur Risikovorsorge wurden die Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern um Pauschalwertberichtigungen von 7,0 Mio. Euro (2015: 6,1 Mio. Euro) vermindert. Diese wurden anhand der Mahnstufen und unter Berücksichtigung der fehlenden Kündigungsmöglichkeit in der Krankenversicherung ermittelt. Darüber hinaus wurden zur Risikovorsorge die Forderungen an Kunden um Einzelwertberichtigungen von 43,2 Mio. Euro (2015: 35,5 Mio. Euro) und die Forderungen an Versicherungsvermittler um Einzelwertberichtigungen von 2,2 Mio. Euro (2015: 14,9 Mio. Euro) reduziert.
Durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre in %
| 2014 | 2015 | 2016 |
|---|---|---|
| 1,53 | 1,54 | 1,69 |
Seit 2015 ermitteln wir die durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre (auch für die Vergleichsjahre) als Verhältnis der Wertberichtigungen zu den gebuchten Bruttobeiträgen.
Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern werden durch ein IT-unterstütztes Inkassound Mahnsystem gesteuert.
Die fehlende Kündigungsmöglichkeit in der Vollversicherung wird zu einem weiteren Anstieg des Forderungsbestandes führen. Zurzeit ist dieses Risiko durch die Wertberichtigung abgedeckt. In der Wertberichtigung von insgesamt 52,4 Mio. Euro (2015: 56,4 Mio. Euro) sind 11,3 Mio. Euro (2015: 9,2 Mio. Euro) Forderungen aus laufenden Gerichtsverfahren enthalten, die wegen der fehlenden Kündigungsmöglichkeit in der Position "Forderungen an Versicherungsnehmer" aufrechterhalten werden müssen. Dies gilt auch für weitere 31,9 Mio. Euro (2015: 26,3 Mio. Euro) Forderungen, zu denen ein Gerichtsverfahren erfolglos abgeschlossen ist.
Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegenüber Versicherungsvermittlern werden durch ein umfassendes Provisionscontrolling gesteuert.
Zum Bilanzstichtag (auch des Vorjahres) bestehen keine Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft. Das maximale Risiko aus dem Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen aus dem abgegebenen Versicherungsgeschäft beträgt 1,0 Mio. Euro (2015: 0,5 Mio. Euro).
Ratingklassen der Forderungen beziehungsweise Ansprüche aus dem Rückversicherungsgeschäft
in Tsd. Euro
| S&P Rating | NR | A bis A pi | BB bis BBB+ |
|---|---|---|---|
| Rückstellungen | 995 | - | - |
Der Rückversicherer für unsere wichtigsten obligatorischen Rückversicherungsverträge ist die britische Gruppengesellschaft AXA PPP healthcare Limited, die einen Teil des übernommenen Risikos innerhalb der AXA Gruppe bei der französischen Gesellschaft AXA Global Life platziert.
Risiken aus Kapitalanlagen
Unsere Gesellschaft verwaltet 17,2 Mrd. Euro (2015: 16,1 Mrd. Euro) Kapitalanlagen. Diese werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden. Dies wird unter anderem durch eine ausgewogene Diversifikation und strikte Begrenzung von Konzentrationsrisiken gewährleistet.
Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die durch die im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und andere risikomindernde Maßnahmen bewusst eingegangen werden. Zum Erhalt beziehungsweise Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und fortlaufend an das jeweilige Kapitalmarktumfeld angepasst.
Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt:
Marktrisiken
Die Marktpreisrisiken unserer Gesellschaft beruhen im Wesentlichen auf Wertverlusten bei Aktien und festverzinslichen Anlagen. Ferner stellen Änderungen im Wert des Immobilienbestandes oder bei nicht börsennotierten Beteiligungen Marktpreis- beziehungsweise Wertänderungsrisiken dar. So können auch im Bereich Private Equity aufgrund einer zukünftigen Verschlechterung des Marktumfeldes Wertrückgänge beziehungsweise Abschreibungen der Beteiligungen nicht ausgeschlossen werden.
Die Auswirkungen dieser Faktoren auf die Marktwerte der Kapitalanlagen werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Aktien, Zinsprodukten und Währungen unter Berücksichtigung der bestehenden Währungssicherungen und anderer derivativer Absicherungsmechanismen simuliert.
Die folgende Übersicht zeigt auf, wie sich eine Änderung der Aktien- und Währungskurse beziehungsweise der Marktzinsen kurzfristig auswirken würde. Bei der exemplarischen Berechnung wird eine Begrenzung der Marktzinsen bei null unterstellt.
| Aktienmarktveränderung | Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen |
|---|---|
| Anstieg um 30 % | + 141 Mio. Euro |
| Anstieg um 20 % | + 94 Mio. Euro |
| Anstieg um 10 % | + 47 Mio. Euro |
| Sinken um 10 % | - 47 Mio. Euro |
| Sinken um 20 % | - 94 Mio. Euro |
| Sinken um 30 % | - 141 Mio. Euro |
| Renditeveränderung des Rentenmarktes | Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen |
|---|---|
| Anstieg um 200 Basispunkte | - 3.072 Mio. Euro |
| Anstieg um 100 Basispunkte | - 1.660 Mio. Euro |
| Sinken um 100 Basispunkte | + 1.586 Mio. Euro |
| Sinken um 200 Basispunkte | + 1.871 Mio. Euro |
| Währungskursveränderung | Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen |
|---|---|
| Anstieg um 10 % | + 15 Mio. Euro |
| Anstieg um 5 % | + 8 Mio. Euro |
| Sinken um 5 % | - 9 Mio. Euro |
| Sinken um 10 % | - 18 Mio. Euro |
Unser Portfolio besteht zum Großteil aus festverzinslichen Papieren, daher reagiert der Marktwert stark auf Veränderungen des Zinsniveaus. Bereits ein Anstieg der Marktzinsen um 100 Basispunkte würde in einem deutlichen Rückgang unserer Bewertungsreserven resultieren.
Insgesamt ergeben sich Zinsrisiken durch einen Durationsmismatch zwischen Aktiv- und Passivseite der Bilanz. Die Festlegung von Durationszielen erfolgt wiederum durch regelmäßige Asset Liability Management-Analysen im Einklang mit der Risikotragfähigkeit unserer Gesellschaft. Dabei wird zum Beispiel das Risiko eines dauerhaften Niedrigzinsniveaus, welches bei der Wiederanlage zu einer Belastung der zukünftigen Ertragslage führt, quantifiziert und über gezielte Hedging-Programme abgesichert.
Währungsrisiken bestehen nur in wirtschaftlich unbedeutendem Umfang, da unsere Gesellschaft hauptsächlich im europäischen Raum investiert. Fremdwährungsinvestitionen werden begrenzt, kontrolliert und größtenteils gegen Wechselkursschwankungen abgesichert. Dies erfolgt durch den Einsatz von Fremdwährungsderivaten (zum Beispiel Devisentermingeschäften).
Der Immobilienbestand unserer Gesellschaft besteht zum großen Teil aus deutschen Büro- und Gewerbeimmobilien. Die Wertentwicklung ist deshalb im Wesentlichen abhängig von der Konjunkturlage in Deutschland.
Wir verfolgen die Entwicklung der Kapitalmärkte sehr genau. Sollten sich die zuvor gezeigten negativen Szenarien im laufenden Geschäftsjahr ganz oder teilweise einstellen oder am Bilanzstichtag vorliegen, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen. Diese beinhalten unter anderem notwendige Abschreibungen auf die nachhaltigen Werte einzelner Kapitalanlagen, den selektiven Verkauf einzelner Titel und den optionalen Einsatz von Wertsicherungsmaßnahmen, um die Portfolios kurzfristig gegen weitere Wertverluste abzusichern.
Kreditrisiken
Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners beziehungsweise Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen und Genussrechten.
Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft.
Zusätzlich zur Überwachung der Ratings nehmen wir in Zusammenarbeit mit den von uns mandatierten Vermögensverwaltern Detailanalysen zu potenziell ausfallgefährdeten Wertpapieren vor, auf deren Basis dann über risikomindernde Maßnahmen entschieden wird. Für diese Analysen werden entscheidungsrelevante Marktinformationen herangezogen.
Für die Vergabe von Hypothekendarlehen gelten Vergaberichtlinien und strenge Vorschriften bezüglich der Bonität. Als Sicherheit von Hypothekendarlehen bestehen Pfandrechte an Grundstücken und/oder Versicherungsverträgen. Die Vergaberichtlinien knüpfen eine Finanzierung im Regelfall an private Nutzung und erstrangige Absicherung.
Die einzelnen Engagements im Bereich Hypotheken einschließlich Forward-Darlehen unterliegen der regelmäßigen Überwachung. Mithilfe unserer Kontrollverfahren für den Zins- und Tilgungsdienst sowie unseres Mahnverfahrens erhalten wir einen detaillierten Überblick über ausstehende Zahlungen.
Einlagen bei Kreditinstituten erfolgen ausnahmslos bei Banken, die über ein Investment Grade Rating verfügen.
Die Kontrahenten der Derivatepositionen verfügen ausnahmslos über ein Investment Grade Rating, sofern die Geschäfte nicht über die Terminbörse Eurex abgewickelt wurden. Das Gegenparteirisiko der Derivategeschäfte wird fortlaufend durch die Stellung von Sicherheiten (Collateral) abgesichert. Für einige OTC-Derivate gelten die Clearingpflicht über zentrale Gegenparteien sowie die Meldepflicht an das Transaktionsregister. AXA stellt die Einhaltung der Anforderungen aus EMIR (European Market Infrastructure Regulation) gruppenweit sicher.
Die AXA Krankenversicherung ist zu einem Anteil von 15 % der Kapitalanlagen (auf Marktwertbasis) in Staatsanleihen investiert. Anleihen von Spanien, Italien, Portugal und Irland, deren Risiken im Rahmen der europäischen Schuldenkrise diskutiert wurden, machen einen Anteil von 3 % aus. Griechische Staatsanleihen sind nicht im Bestand. Auch wenn wir zurzeit Ausfälle aufgrund verschiedener Stützungsmaßnahmen nicht für ein wahrscheinliches Szenario halten, können wir künftige Abschreibungen auch vor dem Hintergrund politischer Unwägbarkeiten nicht ausschließen.
Ebenso halten wir Fremdkapitalinstrumente, die von nationalen und internationalen Banken sowie Unternehmen außerhalb des Finanzsektors emittiert wurden (18 % der Kapitalanlagen auf Marktwertbasis). Dieses Exposure wird entweder direkt oder über Fonds, Derivate und strukturierte Produkte gehalten und enthält zu einem geringen Teil nachrangige Instrumente. Das Portfolio der Genussscheine weist einen Nominalwert von 99 Mio. Euro auf.
95 % der festverzinslichen Wertpapieren in unserem Bestand verfügen über ein Investment Grade Rating. Der größte Teil unserer Rentenbestände ist besichert beziehungsweise von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem geringen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Bonität einzelner Emittenten sich in der Zukunft verschlechtert und damit Abschreibungsbedarf entstehen könnte.
Konzentrationsrisiken
Konzentrationsrisiken entstehen, wenn Unternehmen hohe einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingehen und daraus hohe Ausfallverluste resultieren können. Bei der Kapitalanlage entstehen Konzentrationsrisiken, wenn Investitionen in einzelne Kapitalanlageprodukte oder Emittenten oberhalb definierter Grenzen durchgeführt werden. Aus diesem Grund stehen Konzentrationsrisiken im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken und werden durch die Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht.
Liquiditätsrisiken
Aufgrund der vorab vereinnahmten sowie verzinslich und liquid angelegten Beiträge ist das Liquiditätsrisiko für Versicherungsunternehmen grundsätzlich gut steuerbar. Wir tragen dem Risiko unzureichender Liquidität durch eine mehrjährige Planung der Zahlungsströme Rechnung. Zusätzlich erfolgt für einen rollierenden Zwölfmonatszeitraum eine Prognose auf Monatsbasis. Für die Überwachung des Liquiditätsrisikos wird darüber hinaus ein Liquiditätsstresstest durchgeführt. Dieser zeigt, dass auch bei extremen Stressannahmen unsere Gesellschaft keinen Liquiditätsengpass zu erwarten hätte.
Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit wir den Verpflichtungen gegenüber unseren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Bei einem eventuell auftretenden unvorhergesehenen Liquiditätsbedarf wird auf der Grundlage des konzerninternen Liquiditätshilfeabkommens Liquidität zur Verfügung gestellt.
Risikosteuerung der Kapitalanlagen
Innerhalb des AXA Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen im Einklang mit den Anforderungen von Solvency II implementiert. Das Asset Liability Management Committee schlägt die Kapitalanlagestrategie vor, der Vorstand entscheidet hierüber. Das Investment Committee implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation) und die Einhaltung vorgegebener Limitsysteme. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Kapitalanlagenrichtlinie mit dem Grundsatz unternehmerischer Vorsicht gemäß § 124 Absatz 1 Versicherungsaufsichtsgesetz. Zusätzlich werden Konzentrationsrisiken durch das gruppenweite Risikomanagement monatlich ausgewertet und überwacht.
Ziel des strukturierten Anlageprozesses ist es, die Risiken in den Portfolios durch systematische und kontrollierte Abläufe zu steuern. Anlageentscheidungen werden auf Basis von Asset Liability Management-Analysen vor dem Hintergrund der versicherungstechnischen Verpflichtungen, der Bewertungsreserven und der Eigenkapitalausstattung getätigt. Im Rahmen der strategischen und taktischen Asset Allocation bestehen prozentuale Begrenzungen für die einzelnen Anlageklassen. Zusätzlich werden Limite für Bonität, Einzelemittenten und die Duration des festverzinslichen Portfolios definiert und überwacht. Bei der Risikoeinschätzung wird dabei von einem dem jeweiligen Risiko adäquaten Prognosezeitraum ausgegangen. Zur Bewertung der Anlagerisiken steht eine Vielzahl von Risikomanagement-Instrumenten zur Verfügung.
Zum Zweck der effizienten Portfolioverwaltung und -steuerung wird der Einsatz derivativer Finanzinstrumente regelmäßig geprüft. Mit diesen Instrumenten werden verschiedene Motive der Portfoliosteuerung umgesetzt: Absicherung, Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung. Das Hauptmotiv beim Einsatz von derivativen Instrumenten der Kapitalanlagen ist die Absicherung, wodurch das im Portfolio liegende wirtschaftliche Risiko reduziert wird (Hedging).
Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Asset Liability Management Committee und des Investment Committee wird das Kreditrisiko des Gesamtportfolios, einzelner Anlageklassen sowie kritischer Emittenten unter der systematischen Teilnahme des Chief Investment Officers und des Finanzvorstandes besprochen.
Das Audit and Risk Committee (ARC) wird regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen und die Risikosituation des Konzerns und der Einzelgesellschaften informiert.
Operationelle und sonstige Risiken
Operationelle Risiken beinhalten Risiken aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen, Risiken aus Mitarbeiterverhalten sowie aus systembedingten oder externen Vorfällen. Ferner sind Rechtsrisiken mit inbegriffen, welche die Möglichkeit eines Verlustes aufgrund der unzureichenden Betrachtung der aktuellen Rechtslage umfassen.
Unsere Gesellschaft beziehungsweise AXA Deutschland unterscheidet hierbei die Risikokategorien Interner Betrug, Externer Betrug, Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitssicherheit, Kunden-, Produkt- und Geschäftspraxis, Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsunterbrechung und Versagen von Systemen, Durchführungs-/Produkt-/Leistungs-/Prozessmanagement, konkrete Rechtsänderungen. Die aus Projekten resultierenden Risiken sind in den einzelnen Risikokategorien berücksichtigt. Als risikobewusste Versicherungsgruppe hat AXA Deutschland Prozesse und Systeme zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung der operationellen Risiken entwickelt. Insbesondere die Bewertungsmethode ist als Bestandteil des von der französischen Aufsichtsbehörde ACPR (Autorite de Controle Prudentiel et de Resolution) im November 2015 zertifizierten Internen Modells im Rahmen von Solvency II genehmigt worden. Das Interne Modell für operationelle Risiken beruht auf einem Szenariobasierten Ansatz auf Einzelrisikoebene, der auf Expertenschätzungen sowie internen und externen Verlustdaten und Benchmarks fußt. Die Quantifizierung der operationellen Risiken zielt auf den finanziellen Verlust aufgrund des Eintritts eines solchen Risikos, der mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,5 % in einem Zeithorizont von einem Jahr droht. Das so ermittelte Risikokapital der Gesellschaft für die operationellen Risiken betrug zum 31. Dezember 2016 27,5 Mio. Euro.
Die Methoden und Prozesse werden ständig weiterentwickelt. Die operationellen Risiken sind in das Interne Kontrollsystem integriert, werden quantifiziert und qualitativ beurteilt. Die Ergebnisse der Risikobewertung fließen in die Unternehmenssteuerung ein.
Seit 2010 führt AXA Deutschland eine Sammlung von Daten aus operationellen Verlusten durch. Zudem ist AXA Deutschland (über die AXA Gruppe) seit 2014 Mitglied der Operational Riskdata Exchange Association (ORX), einer internationalen Plattform zum Austausch operationeller Verluste.
Das Risikoprofil der AXA Deutschland ist wie im Vorjahr durch Gerichtsentscheidungen und Änderungen von Gesetzesvorhaben geprägt. Die Änderungen von rechtlichen Regelungen werden laufend auf ihre Auswirkungen auf die AXA analysiert. Um auf diese risikoadäquat reagieren zu können, existiert eine enge Zusammenarbeit des operationellen Risikomanagements mit der Rechts- sowie Compliance-Abteilung. Steigend sind weiterhin IT-Risiken inklusive Risiken um Datenschutz und IT-Sicherheit. Daher wurde in 2013 ein Projekt zur Identifizierung und Beseitigung von IT-Schwachstellen initiiert, Anfang 2014 gestartet und in den Jahren 2015 und 2016 weiter ausgestaltet. Auf diese Weise wird eine kontinuierliche Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen im Bereich der IT-Sicherheit gewährleistet. Interne Kontrollprozesse reduzieren Risiken im Zusammenhang mit der Erstellung des Jahresabschlusses.
Darüber hinaus stehen Risiken aus der Einführung von Großprojekten unter besonderer Beobachtung. Bereits während der Projektphase werden erforderliche Maßnahmen identifiziert, sodass entstehende Risiken frühzeitig analysiert und gesteuert werden. Zusätzlich wird das operationelle Risikomanagement über jeden Projektchange informiert, um die Risikolage angemessen beurteilen zu können. Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, aus Systemausfällen und anderen Katastrophenereignissen werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert. Notfallprozesse werden organisiert und alle notwendigen Präventivmaßnahmen zum Zweck der Unternehmenssicherheit ergriffen. Durch die Setzung verbindlicher Standards mit Fokus auf die operationellen Risiken sollen mögliche Negativfolgen reduziert und der wirtschaftliche Fortbestand der AXA jederzeit garantiert werden. Diese sehen vor, dass interne und externe Bedrohungen, die eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse zur Folge haben könnten, regelmäßig beurteilt werden. Diese Risikoeinschätzung erfüllt im Wesentlichen vier Aufgaben:
| ― | Sammlung aller Informationen zur Priorisierung der Produkte, Dienstleistungen und somit Geschäftseinheiten im Rahmen der Prozesse Business Impact-Analyse und Risk Identification and Assessment (RIA), |
| ― | Untersuchung und Bewertung verschiedener Strategieoptionen mit dem Ziel, wichtige Produkte und Dienstleistungen auch im Notfall bereitstellen zu können, |
| ― | Entwicklung und Implementierung einer Business Continuity-Reaktion, vor allem in Form von Notfallplänen, |
| ― | Übung und Pflege der Business Continuity Management-Vorkehrungen. |
Der Leiter Operationelle Risiken ist Mitglied im zentralen Krisenmanagement-Team, um die Sicht des Risikomanagements in der Krisenorganisation sicherzustellen.
Auch strategische, Reputations- und weitere Rechtsrisiken werden permanent eng überwacht, das Instrumentarium insbesondere an präventiven Maßnahmen ständig überprüft und erweitert. Diese beschriebenen Maßnahmen inklusive der umfassenden Analyse und Bewertung sind geeignet, unsere in ihrer Bedeutung als gemäßigt eingeschätzten operationellen Risiken auf ein angemessenes Niveau zu reduzieren.
Ferner können Risiken aus der Anwendung steuerlicher Vorschriften entstehen. Diesen begegnen wir durch ein systematisches Management aller steuerlich relevanten Prozesse. Feststellungen aus steuerlichen Betriebsprüfungen früherer Jahre werden analysiert und bewertet und fließen in die Steuerung ein.
Risiken aus Pensionsrückstellungen
Die AXA hat früheren und teils noch aktiven Mitarbeitern Pensionen zugesagt. Im Zusammenhang mit den Pensionsplänen können Pensionsrisiken sowohl bei den Vermögenswerten der Aktivseite als auch auf der Passivseite relevant werden.
Dies ist zum einen über Marktwertrückgänge des Planvermögens auf der Aktivseite, aber auch über eine Zunahme der Verpflichtungen auf der Passivseite, zum Beispiel durch Änderungen des Rechnungszinses, möglich. Auf der Verpflichtungsseite können zudem versicherungstechnische Risiken wie das Langlebigkeitsrisiko auftreten. In diesem Zusammenhang wird das Pensionsrisiko als dasjenige Risiko angesehen, welches das Trägerunternehmen zur Bedienung der zugesagten Rentenverpflichtungen zu Nachschüssen verpflichtet.
Die Risiken für die Pensionsverpflichtungen werden in unserem internen Risiko-Modell berücksichtigt, berechnet und überwacht. Das niedrige Zinsniveau wird nach wie vor als Hauptbelastungsfaktor sowohl für die Höhe der ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen, aus denen zusätzliche Aufwendungen zur Erhöhung der Rückstellungen resultieren, als auch für die Höhe der mit vertretbarem Risiko erzielbaren Erträge aus der Kapitalanlage betrachtet. Aus einem weiterhin anhaltenden Niedrigzinsumfeld resultiert eine weitere Absenkung des Rechnungszinssatzes, wodurch die Rückstellungen zu den Pensionsverpflichtungen weiter ansteigen. Die in den nächsten Jahren zu leistenden Zuführungen zu den Rückstellungen sind in den Planungen bereits berücksichtigt und auch im Fall von anhaltend niedrigen Zinsen sind geeignete Maßnahmen zur Finanzierung identifiziert.
Kapitalmanagement und Solvabilität
Die Steuerung der Kapitalbasis erfolgt nach den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Ziel ist es, die jederzeitige Erfüllung der versicherungsvertraglichen Verpflichtungen sicherstellen zu können -selbst wenn im Extremfall die hierfür gebildeten versicherungstechnischen Rückstellungen unzureichend wären. Für die Bereitstellung des entsprechenden Eigenkapitals wird eine angemessene Verzinsung angestrebt.
Zum 1. Januar 2016 ist Solvency II -mit seiner deutlichen Risiko- und Marktausrichtung -in Kraft getreten. Auf nationaler Ebene sind die Vorschriften im Versicherungsaufsichtsgesetz, neue Fassung, geregelt. Die hieraus resultierenden Anforderungen sind von uns in Form von verabschiedeten Leitlinien zeitgerecht erfüllt worden, diese werden in der Unternehmensorganisation angewendet.
Die AXA Gruppe hat ein Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung entwickelt, das Ende November 2015 von der französischen Versicherungsaufsicht ACPR (Autorite de Controle Prudentiel et de Resolution) genehmigt wurde und seit dem 1. Januar 2016 als Internes Modell unter Solvency II dient. Zur Sicherstellung der Angemessenheit des entwickelten Internen Modells der AXA Deutschland fand auch im Geschäftsjahr 2016 ein umfassender Austausch mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) statt.
Für die Solvabilität unserer Gesellschaft wurden die seit dem 1. Januar 2016 gültigen aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Basierend auf den Berechnungen des genehmigten Internen Modells übertrifft die Solvenzposition unserer Gesellschaft die gesetzliche Anforderung und weist zusätzlich einen angemessenen Kapitalpuffer oberhalb dieses gesetzlichen Limits auf. Unsere Gesellschaft hat keine Verwendung der möglichen Übergangsmaßnahmen bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beantragt.
Im Juli 2013 wurde die weltweite AXA Gruppe durch das Financial Stability Board (FSB) als systemrelevant (Global Systemically Important Insurer [G-SII]) eingestuft. Aufgrund dessen wird die AXA Gruppe nunmehr künftig den "G-SII Policy Measures" des International Association of Insurance Supervisors (IAIS) unterliegen und somit sukzessive bis voraussichtlich 2019 zusätzliche Anforderungen zu erfüllen haben.
Zusammenfassende Darstellung der Risikolage
Die Gesamtrisikosituation unserer Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2016 nicht wesentlich verändert. Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden. Alle Risiken werden frühzeitig erkannt, bewertet und gesteuert und wie in den Vorjahren zeigt die Solvabilität auch in 2016 eine Überdeckung.
Sonstige Angaben
Besitzverhältnisse
Die AXA Konzern AG ist zu 100 % am gezeichneten Kapital unserer Gesellschaft beteiligt. Zwischen der AXA Konzern AG und unserer Gesellschaft besteht ein Konzernverhältnis im Sinne von § 18 Absatz 1 des Aktiengesetzes.
Zweigniederlassung
Im Berichtsjahr bestand weiterhin die Zweigniederlassung DBV Deutsche Beamtenversicherung Krankenversicherung Zweigniederlassung der AXA Krankenversicherung AG, Wiesbaden.
Zusammenarbeit im Konzern
Die Geschäftsfunktionen unserer Gesellschaft werden im Rahmen von Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsverträgen im Wesentlichen durch die AXA Konzern AG ausgeübt.
Mit Funktionsauslagerungsvertrag vom 18./19. Dezember 2012 hat die AXA Krankenversicherung an die AXA Konzern AG folgende (Kern-)Funktionen ausgelagert:
a) Vertrieb
b) Bestandsverwaltung
c) Leistungsbearbeitung
d) Rechnungswesen
e) Interne Revision
f) Vermögensanlage und Vermögensverwaltung
Mit Dienstleistungsvertrag vom 16. Januar 2014 hat die AXA Krankenversicherung an die AXA Konzern AG folgende sonstige (Nicht-Kern-)Funktionen ausgelagert:
a) Unternehmenskommunikation
b) Recht
c) Compliance
d) Konzernreferat
e) Strategie und Organisation
f) Facility Management
g) Personal
h) Aktuariat
i) Mathematik
j) Produktmanagement
k) Planung und Geschäftssteuerung
l) Cash
m) Controlling
n) Procurement
o) Steuern
p) Value & Risk Management
q) Corporate Finance
r) Marketing
s) IT
Die AXA Versicherung, die AXA Lebensversicherung und die Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG stellen uns ihre Vertriebsorganisationen zur Verfügung.
Verbands- und Vereinszugehörigkeit
Unsere Gesellschaft gehört folgenden Verbänden und Vereinen an:
| ― | Verband der privaten Krankenversicherung e. V., Köln |
| ― | Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V., Berlin |
| ― | Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland, München |
| ― | Wiesbadener Vereinigung, Bonn |
| ― | Pensions-Sicherungs-Verein VVaG, Köln |
Ausblick und Chancen
Weiter gute wirtschaftliche Lage erwartet
Die gute wirtschaftliche Lage wird sich aller Voraussicht nach im laufenden Jahr fortsetzen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erwartet in seinem Ende Januar veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht 2017 ein Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 1,4 % nach 1,9 % im Jahr 2016. Das im Vergleich zum Vorjahr etwas geringere Wachstum wird auf die geringere Zahl an Arbeitstagen im laufenden Jahr zurückgeführt. Bundesregierung und Bundeswirtschaftsministerium begründen ihre positive Einschätzung vorrangig mit überdurchschnittlichen Konsumausgaben der privaten Haushalte, kräftigen Investitionen in den Wohnungsbau und dem höheren Ausgabe-Spielraum des Staates angesichts der guten Lage der öffentlichen Haushalte.
Auch die deutschen Wirtschaftsverbände sind für 2017 vorsichtig optimistisch. Nach einer Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) gehen 28 von 48 befragten Verbänden von einer steigenden Produktion im laufenden Jahr aus. Während besonders das Baugewerbe und ihr nahe Branchen zuversichtlich sind, fürchten die Automobilindustrie und die Finanzwirtschaft einen Abwärtstrend. Risiken werden vor allem im Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, in den Regierungswechseln in Italien und den USA sowie in den weiterhin niedrigen Zinsen gesehen. Die Finanz- und Versicherungswirtschaft ist zudem nach Einschätzung des IW eine der Branchen, in denen im neuen Jahr voraussichtlich Stellen gestrichen werden müssen.
Versicherungsbranche strebt höheres Wachstum als 2016 an
Zu den Verbänden, die mit einer Verbesserung ihrer Geschäftsentwicklung rechnen, gehört auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Er rechnet im laufenden Jahr für die Branche über alle Sparten hinweg mit einem Beitragswachstum von mindestens 1 %. Das wäre besser als 2016, als die deutsche Versicherungswirtschaft lediglich um 0,2 % wachsen konnte.
Für die Lebensversicherung erwartet der GDV im laufenden Jahr einen abgeschwächten Beitragsrückgang von etwa 0,5 % (2015: -2,2 %) und begründet dies damit, dass die neu eingeführten Produkte zunehmend stärkere Akzeptanz finden. In der Schaden- und Unfallversicherung wird ein Zuwachs von etwa 2,1 % nach 2,9 % im Jahr 2016 prophezeit. Ebenso rechnen die privaten Krankenversicherer im laufenden Jahr mit einem erneuten Wachstum bei den Beiträgen.
PKV vor vielen Herausforderungen
Das Umfeld für die PKV und insbesondere für die Vollversicherung wird weiterhin herausfordernd bleiben. Die aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase notwendigen Absenkungen des Unternehmenszinses und die medizinische Inflation werden auch in Zukunft Beitragsanpassungen notwendig machen und damit das Neugeschäft erschweren. Allerdings hat sich die Wettbewerbssituation gegenüber der GKV momentan verbessert. Einige Erhöhungen der kassenindividuellen Zusatzbeiträge und die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze bieten Chancen für die PKV. Positiv sieht die Branche weiterhin die Entwicklung im Bereich der Beihilfeversicherung und das Geschäft mit Zusatzversicherungen.
Die Digitalisierung ist momentan und in Zukunft auch ein zentrales Thema im Gesundheitsmarkt und damit auch in der PKV-Branche. Sie umfasst inzwischen nicht nur Beratungsansätze, Arbeitsabläufe und Kommunikation, sondern verändert auch die Leistungserbringung und den (Self-)Service für die Kunden.
AXA wird die Chancen der Digitalisierung, die traditionelle Stärke in der Vollversicherung und das Wachstumspotenzial in der Zusatzversicherung konsequent nutzen
AXA nutzt bereits seit Längerem die Chancen der fortschreitenden Digitalisierung zum Vorteil seiner Kunden. Aktuell entwickelte AXA zum Beispiel in Kooperation mit der Polizei die Begleit-App "WayGuard". Die AXA Krankenversicherung erweiterte ihr bereits auch extern bestens bewertetes Leistungs- und Gesundheitsmanagement, den "Gesundheitsservice360°" und das ePortal "Meine Gesundheit von AXA", um die Patientenversorgung weiter zu verbessern. Papierlose Abrechnung und die digitale Vernetzung von Ärzten, Versicherten und der AXA gehören zu den Serviceangeboten. Das Projekt "Mit Lieblingsmusik gegen Tinnitus" kann Patienten helfen, diese Erkrankung besser zu ertragen. Gestartet wurden außerdem Pilotprojekte zum digitalen Coaching von Diabetes-Patienten, zum digitalen Arztbesuch, Kooperationen mit der Arzneimittelbranche im Hinblick auf Medikamentenchecks, um nur einige Beispiele zu nennen.
Ferner hoffen wir weiterhin auf die Bundesregierung und ihre Bereitschaft, den gesundheitspolitischen Kurs der Fairness gegenüber der PKV fortzusetzen. Je mehr Einfluss die PKV auf Qualität, Menge und Preise medizinischer Dienstleistungen bekommt, umso innovativer, nachhaltiger und damit zukunftsfähiger kann das deutsche Gesundheitssystem werden.
Unsere traditionelle Stärke bei Vollversicherungen, insbesondere auch im Öffentlichen Dienst sowie für Ärzte und Heilberufe, wird fortgeführt und ausgebaut. Das Segment der Zusatzversicherungen ist weiterhin ein strategisches Wachstumsfeld. Hier erwarten wir insbesondere die Fortsetzung der großen Erfolge unserer innovativen Ergänzungsprodukte in den Bereichen ambulante Versorgung, Pflege und Zahn. Außerdem sind wir bestens aufgestellt, die zunehmende Nachfrage nach betrieblicher Krankenversicherung maßgeschneidert zu erfüllen. Ein wesentlicher Teil hiervon ist die Absicherung von ins Ausland entsendeten Mitarbeitern. Gerade in diesem Segment profitieren wir davon, Teil eines Weltkonzerns zu sein.
Unsere flexiblen und umfassenden Angebote belegen unsere gesellschaftliche Verantwortung, Menschen die Möglichkeit zur individuellen Absicherung ihrer finanziellen Lebensrisiken zu geben. AXA wird diese Chancen verantwortungsbewusst und konsequent nutzen.
Als Folge der vorher genannten Wachstumspotenziale erwarten wir auch für 2017 und die Folgejahre ein moderates Beitragsplus. Die anhaltende Niedrigzinsphase wird das Kapitalanlageergebnis im laufenden Jahr weiter belasten, sodass wir ein Kapitalanlageergebnis leicht unter dem Vorjahr planen. Dagegen wird davon ausgegangen, dass sich das versicherungsgeschäftliche Ergebnis im laufenden Jahr auf dem aktuellen Niveau stabilisiert. Dazu trägt auch die im Marktvergleich günstige Kostenstruktur bei. So wird auch für 2017 von einer weiterhin deutlich marktunterdurchschnittlichen Verwaltungskostenquote auf dem Niveau von 2016 ausgegangen.
Insgesamt gehen wir für 2017 von einem Unternehmensergebnis aus, das leicht über dem des Geschäftsjahres 2016 liegt.
Köln, den 27. April 2017
Der Vorstand
Ergebnisabführung
Der im Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftete Überschuss in Höhe von 50,0 Mio. Euro wurde aufgrund des im Oktober 2009 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages an die AXA Konzern AG abgeführt.
Anlagen zum Lagebericht
Betriebene Versicherungsarten
Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit lag im Berichtsjahr unverändert auf dem deutschen Markt und unser Versicherungsangebot umfasst nach wie vor alle wesentlichen Zweige der Krankenversicherung. Wir sind in sehr geringem Umfang in Österreich, Spanien, Polen sowie Luxemburg im freien Dienstleistungsverkehr tätig.
Folgende Versicherungsarten wurden von unserer Gesellschaft im Geschäftsjahr 2016 betrieben:
| ― | die Einzel-Krankheitskosten-Vollversicherung (ambulant und stationär) |
| ― | die selbstständige Einzel-Krankheitskostenversicherung (ambulant und stationär) |
| ― | die Einzel-Krankentagegeldversicherung |
| ― | die selbstständige Einzel-Krankenhaustagegeldversicherung |
| ― | die sonstige selbstständige Einzel-Teilversicherung |
| ― | die Pflegepflichtversicherung |
| ― | die Pflegekosten- und Tagegeldversicherung |
| ― | die geförderte Pflegetagegeldversicherung |
| ― | die Auslandsreisekrankenversicherung |
| ― | die Gruppen-Krankenversicherung (nach Einzel- und Sondertarifen) |
Die Auslandsreisekrankenversicherung wurde gegen Einmalbeitrag, die übrigen Versicherungsarten wurden gegen laufende Beiträge angeboten.
Für Tarife, die unterschiedliche Beiträge oder Leistungen für Männer und Frauen vorsehen, erfolgte die Kalkulation nach den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Aktuarvereinigung e. V. (DAV) anerkannten statistischen und versicherungsmathematischen Daten. Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite des Verbandes der privaten Krankenversicherung e. V.: www.pkv.de/statistiken.
Kennzahlen der vergangenen 10 Jahre
| Geschäftsjahr | Beitragseinnahmen Tsd. Euro |
Neugeschäft Jahresbeitrag netto Tsd. Euro |
Beitrag Jahresbestand Tsd. Euro |
Kapitalanlagen Mio. Euro |
natürliche versicherte Personen |
|---|---|---|---|---|---|
| (Veränderung gegenüber Vorjahr) | (Veränderung gegenüber Vorjahr) | (Veränderung gegenüber Vorjahr) | (Veränderung gegenüber Vorjahr) | (Veränderung gegenüber Vorjahr) | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AXA Krankenversicherung vor Fusion | |||||
| 2007 | 987.606 | 79.688 | 986.455 | 3.390 | 551.485 |
| (+6 %) | (+1 %) | (+6 %) | (+13 %) | (+3 %) | |
| AXA Krankenversicherung nach Fusion 2008 mit vergleichbaren Zahlen 20071 | |||||
| 2007 | 2.048.720 | 122.911 | 2.040.461 | 8.429 | 1.425.336 |
| 2008 | 2.091.029 | 116.624 | 2.094.260 | 9.056 | 1.432.026 |
| (+2 %) | (-5 %) | (+3 %) | (+7 %) | (+0 %) | |
| 2009 | 2.195.782 | 125.941 | 2.200.597 | 9.880 | 1.441.646 |
| (+5 %) | (+8 %) | (+5 %) | (+9 %) | (+1 %) | |
| 2010 | 2.280.079 | 116.737 | 2.294.299 | 10.842 | 1.462.783 |
| (+4 %) | (-7 %) | (+4 %) | (+10 %) | (+1 %) | |
| 2011 | 2.419.279 | 153.956 | 2.439.463 | 11.684 | 1.490.681 |
| (+6 %) | (+32 %) | (+6 %) | (+8 %) | (+2 %) | |
| 2012 | 2.530.108 | 172.093 | 2.542.596 | 12.751 | 1.540.711 |
| (+5 %) | (+12 %) | (+4 %) | (+9 %) | (+3 %) | |
| 2013 | 2.623.277 | 173.103 | 2.616.849 | 13.881 | 1.604.639 |
| (+4 %) | (+1 %) | (+3 %) | (+9 %) | (+4 %) | |
| 2014 | 2.716.794 | 122.023 | 2.683.569 | 15.003 | 1.663.880 |
| (+4 %) | (-30 %) | (+3 %) | (+8 %) | (+4 %) | |
| 2015 | 2.786.996 | 116.732 | 2.773.267 | 16.081 | 1.684.745 |
| (+3 %) | (-4 %) | (+3 %) | (+7 %) | (+1 %) | |
| 2016 | 2.875.767 | 117.840 | 2.860.966 | 17.158 | 1.733.457 |
| (+3 %) | (+1 %) | (+3 %) | (+7 %) | (+3 %) |
1 Fusion mit der DBV-Winterthur Krankenversicherung AG
Jahresabschluss
Bilanz zum 31. Dezember 2016
Aktiva
| in Tsd. Euro | 2016 | 2015 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| A. Kapitalanlagen | ||||||
| I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 27.625 | 28.329 | ||||
| II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 232.189 | 214.527 | ||||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 485.640 | 479.484 | ||||
| 3. Beteiligungen | 14.250 | 732.079 | 15.183 | 709.194 | ||
| III. Sonstige Kapitalanlagen | ||||||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 4.955.824 | 4.356.235 | ||||
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 5.449.147 | 4.733.181 | ||||
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 1.022.701 | 883.148 | ||||
| 4. Sonstige Ausleihungen | ||||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 1.975.478 | 2.265.721 | ||||
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 2.685.313 | 2.710.605 | ||||
| c) Übrige Ausleihungen | 277.434 | 4.938.225 | 202.758 | |||
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 0 | 142.000 | ||||
| 6. Andere Kapitalanlagen | 32.667 | 16.398.564 | 50.000 | 15.343.648 | ||
| 17.158.268 | 16.081.171 | |||||
| B. Forderungen | ||||||
| I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an | ||||||
| 1. Versicherungsnehmer | 25.731 | 34.525 | ||||
| 2. Versicherungsvermittler | 8.602 | 34.333 | 9.392 | 43.917 | ||
| II. Sonstige Forderungen | 36.682 | 31.575 | ||||
| davon an verbundene Unternehmen 22.087 Tsd. Euro (2015: 14.438 Tsd. Euro) | 71.015 | 75.492 | ||||
| C. Sonstige Vermögensgegenstände | ||||||
| I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 133.717 | 10.708 | ||||
| II. Andere Vermögensgegenstände | 90.285 | 79.820 | ||||
| 224.002 | 90.528 | |||||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | ||||||
| I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten | 194.998 | 198.505 | ||||
| II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten | 0 | 589 | ||||
| 194.998 | 199.094 | |||||
| 17.648.283 | 16.446.285 | |||||
| Passiva | ||||||
| in TSD. EURO | 2016 | 2015 | ||||
| A. Eigenkapital | ||||||
| I. Eingefordertes Kapital | ||||||
| Gezeichnetes Kapital | 34.004 | 34.004 | ||||
| II. Kapitalrücklage | 132.146 | 132.146 | ||||
| III. Gewinnrücklagen | ||||||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 153 | 153 | ||||
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 16.783 | 16.936 | 16.783 | |||
| IV. Jahresüberschuss | - | - | ||||
| 183.086 | 183.086 | |||||
| B. Nachrangige Verbindlichkeiten | 20.000 | 20.000 | ||||
| C. Versicherungstechnische Rückstellungen | ||||||
| I. Beitragsüberträge | ||||||
| 1. Bruttobetrag | 3.533 | 3.415 | ||||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 3.533 | - | 3.415 | |||
| II. Deckungsrückstellung | ||||||
| 1. Bruttobetrag | 15.827.844 | 14.853.791 | ||||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 15.827.844 | - | 14.853.791 | |||
| III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | ||||||
| 1. Bruttobetrag | 560.429 | 558.401 | ||||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 995 | 559.434 | 516 | 557.885 | ||
| IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung | ||||||
| 1. erfolgsabhängige | ||||||
| a) Bruttobetrag | 782.935 | 648.224 | ||||
| b) davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 782.935 | 15 | ||||
| 2. erfolgsunabhängige | ||||||
| a) Bruttobetrag | 26.309 | 31.806 | ||||
| b) davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 26.309 | 809.244 | - | 680.045 | ||
| V. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen | ||||||
| 1. Bruttobetrag | 20.282 | 21.060 | ||||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 20.282 | - | 21.060 | |||
| 17.220.336 | 16.116.196 | |||||
| D. Andere Rückstellungen | ||||||
| I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 17.290 | 18.163 | ||||
| II. Steuerrückstellungen | 4.782 | 13.043 | ||||
| III. Sonstige Rückstellungen | 11.578 | 15.383 | ||||
| 33.650 | 46.589 | |||||
| E. Andere Verbindlichkeiten | ||||||
| I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber | ||||||
| 1. Versicherungsnehmern | 36.789 | 35.185 | ||||
| 2. Versicherungsvermittlern | 2.279 | 39.068 | 1.881 | 37.066 | ||
| II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft | - | 548 | ||||
| -gegenüber verbundenen Unternehmen 0 Tsd. Euro (2015: 1 Tsd. Euro) | ||||||
| III. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | - | ||||
| IV. Sonstige Verbindlichkeiten | 152.143 | 42.785 | ||||
| davon: | ||||||
| -gegenüber verbundenen Unternehmen 138.417 Tsd. Euro (2015: 35.541 Tsd. Euro) | ||||||
| -aus Steuern 2.895 Tsd. Euro (2015: 2.282 Tsd. Euro) | ||||||
| -im Rahmen der sozialen Sicherheit 116 Tsd. Euro (2015: 137 Tsd. Euro) | ||||||
| 191.211 | 80.399 | |||||
| F. Rechnungsabgrenzungsposten | - | 15 | ||||
| 17.648.283 | 16.446.285 |
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter den Posten C.II.1. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 156 Absatz 2 sowie unter Beachtung der aufgrund des § 160 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist.
Köln, den 20. April 2017
Der Verantwortliche Aktuar
Harald Schnell
Gemäß § 128 des Versicherungsaufsichtsgesetzes wird hiermit bestätigt, dass das Sicherungsvermögen vorschriftsmäßig angelegt und aufbewahrt worden ist.
Köln, den 20. April 2017
Der Treuhänder
Hans Riedel
Köln, den 27. April 2017
Der Vorstand
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
| Versicherungstechnische Rechnung in Tsd. Euro |
2016 | 2015 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| I. Versicherungstechnische Rechnung | |||||
| 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung | |||||
| a) Gebuchte Bruttobeiträge | 2.875.767 | 2.786.996 | |||
| b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge | 5.777 | 2.869.990 | 2.751 | 2.784.245 | |
| c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge* | -118 | 150 | |||
| d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen* | 118 | 150 | |||
| 2.869.872 | 2.784.395 | ||||
| 2. Beiträge aus der Bruttorückstellung für Beitragsrückerstattung | 89.041 | 158.504 | |||
| 3. Erträge aus Kapitalanlagen | |||||
| a) Erträge aus Beteiligungen | 2.211 | 6.521 | |||
| davon aus verbundenen Unternehmen 818 Tsd. Euro (2015: 5.571 Tsd. Euro) | |||||
| b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | |||||
| davon aus verbundenen Unternehmen 10.216 Tsd. Euro (2015: 12.122 Tsd. Euro) | |||||
| aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.968 | 3.788 | |||
| bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | 532.087 | 535.055 | 550.187 | 553.975 | |
| c) Erträge aus Zuschreibungen | 31.211 | 39.840 | |||
| d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 26.307 | 65.435 | |||
| 594.784 | 665.771 | ||||
| 4. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung | 14.141 | 6.638 | |||
| 5. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung | |||||
| a) Zahlungen für Versicherungsfälle | |||||
| aa) Bruttobetrag | 1.880.227 | 1.819.103 | |||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 4.823 | 1.875.404 | 6.837 | 1.812.266 | |
| b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | |||||
| aa) Bruttobetrag | 2.028 | 61.125 | |||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 479 | 1.549 | 5.452 | 66.577 | |
| 1.876.953 | 1.878.843 | ||||
| 6. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Nettorückstellungen | |||||
| a) Deckungsrückstellung | |||||
| aa) Bruttobetrag | 974.053 | 1.055.554 | |||
| bb) Anteil der Rückversicherer | - | 974.053 | - | 1.055.554 | |
| b) Sonstige versicherungstechnische Nettorückstellungen | 778 | 3.298 | |||
| 973.275 | 1.052.256 | ||||
| 7. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung | |||||
| a) erfolgsabhängige | 259.772 | 261.070 | |||
| b) erfolgsunabhängige | 4.920 | 7.626 | |||
| 264.692 | 268.696 | ||||
| 8. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung | |||||
| a) Abschlussaufwendungen | 199.669 | 180.906 | |||
| b) Verwaltungsaufwendungen | 57.927 | 257.596 | 56.359 | 237.265 | |
| c) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen | |||||
| aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | 1.189 | 977 | |||
| 256.407 | 236.288 | ||||
| 9. Aufwendungen für Kapitalanlagen | |||||
| a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für Kapitalanlagen | 21.217 | 21.111 | |||
| b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen | 5.391 | 45.165 | |||
| c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 5.717 | 15.615 | |||
| 32.325 | 81.891 | ||||
| 10. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung | 19.077 | 14.222 | |||
| 11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | 145.110 | 83.111 | |||
| 145.110 | 83.111 | ||||
| II. Nichtversicherungstechnische Rechnung | |||||
| 1. Sonstige Erträge | 21.006 | 4.698 | |||
| 2. Sonstige Aufwendungen | 83.490 | -62.484 | 31.235 | -26.537 | |
| 3. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 82.626 | 56.574 | |||
| 4. Außerordentliche Erträge | - | ||||
| 5. Außerordentliche Aufwendungen | 5.297 | 5.390 | |||
| 6. Außerordentliches Ergebnis | -5.297 | -5.390 | |||
| 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 27.266 | 16.305 | |||
| 8. Sonstige Steuern | 113 | 27.379 | 1.379 | 17.684 | |
| 9. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne | 49.950 | 49.950 | 33.500 | 33.500 | |
| 10. Jahresüberschuss | - | - |
* - = Erhöhung
Anhang
Angaben zur Identifikation gemäß § 264 Absatz 1a HGB
Die Gesellschaft wurde 1962 mit Sitz in Köln gegründet. Die AXA Konzern AG, Köln, hält 100 % des Grundkapitals unserer Gesellschaft. Mit der AXA Konzern AG, Köln, bestehen ein Beherrschungs- und ein Ergebnisabführungsvertrag. Die AXA Krankenversicherung AG ist beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HR B 1012 eingetragen.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss ist nach den für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) aufgestellt.
Aktiva
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bewertet und über die gewöhnliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wurde eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Unter dieser Position ausgewiesene Inhaberschuldverschreibungen wurden entsprechend den Regeln für die dem Anlagevermögen zugeordneten Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren bewertet.
Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die dem Anlagevermögen zugeordnet waren, wurden entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bilanziert.
Zur Beurteilung, ob bei Aktien und Investmentanteilen, die überwiegend Aktien beinhalten, eine dauernde Wertminderung vorliegt sowie eine Abschreibung auf den langfristig beizulegenden Wert erfolgt, kommen folgende Aufgreifkriterien zur Anwendung:
| ― | Der Zeitwert des Wertpapiers liegt in den dem Bilanzstichtag vorangehenden sechs Monaten permanent um mehr als 20 % unter dem Buchwert. |
| ― | Der Zeitwert des Wertpapiers liegt in den dem Bilanzstichtag vorangehenden zwölf Monaten permanent um mehr als 10 % unter dem Buchwert. |
Bei Erfüllung von mindestens einem dieser Aufgreifkriterien erfolgt eine Abschreibung auf den langfristig beizulegenden Wert. Zusätzlich erfolgt eine Beurteilung unter besonderer Berücksichtigung der erwarteten beziehungsweise eingetretenen Zahlungsausfälle aus entsprechenden Wertpapieren.
Investmentanteile, die überwiegend Aktien beinhalten, wurden als eigenständiges Wertpapier angesehen und entsprechend bewertet.
Investmentanteile, die überwiegend Rentenpapiere beinhalten und stille Lasten ausweisen, wurden anhand der erwarteten Rückzahlungen aus den entsprechenden Wertpapieren innerhalb des Fonds auf eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung hin überprüft.
Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.
Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die dem Umlaufvermögen zugeordnet waren, wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwerten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwert zugeschrieben, sofern der beizulegende Zeitwert wieder gestiegen ist.
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die dem Anlagevermögen zugeordnet waren, wurden entsprechend dem gemilderten Niederstwertprinzip mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dem dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Agio- und Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst.
Die dauerhafte Wertminderung eines Wertpapiers wird angenommen, wenn der Zeitwert des Wertpapiers einen Werteverfall aufgrund einer wesentlichen Verschlechterung des Ratings/der Bonität eines Emittenten aufzeigt und aus diesem Grund von einem (Teil-)Ausfall des Schuldtitels ausgegangen wird. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.
Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen wurden mit den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht, falls erforderlich, vermindert um notwendige Abschreibungen und Einzelwertberichtigungen. Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst.
Namensschuldverschreibungen wurden mit den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht, falls erforderlich, vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit aufgelöst.
Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert, falls erforderlich, vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst.
Übrige Ausleihungen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert, falls erforderlich, vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit erfasst.
Einlagen bei Kreditinstituten wurden mit den Nennbeträgen angesetzt.
Andere Kapitalanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt, falls erforderlich, vermindert um notwendige Abschreibungen.
Es befinden sich strukturierte Produkte, das heißt Anlagen mit eingebetteten Derivaten (zum Beispiel Kündigungsrechte, Optionen oder Swaps), im Bestand. Diese Darlehen beziehungsweise Schuldverschreibungen und die darin enthaltenen Optionen oder Verpflichtungen werden einheitlich bilanziert. Die Bewertung erfolgt entsprechend der Bewertung der anderen Schuldverschreibungen und Darlehen.
Kreditderivate sind schwebende Geschäfte und werden somit bilanziell nicht ausgewiesen. Im Fall eines negativen Zeitwertes wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet.
Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden mit dem Nennwert abzüglich angemessener Einzel- beziehungsweise Pauschalwertberichtigungen angesetzt.
Pauschalwertberichtigungen wurden in Höhe der nach dem Bilanzstichtag voraussichtlich eintretenden Ausfälle aus Erfahrungssätzen der Vorjahre gebildet. Die Pauschalwertberichtigungen wurden aktivisch angesetzt.
Da eine ertragsteuerliche Organschaft mit der AXA Konzern AG besteht, wurden die aktiven latenten Steuern der Gesellschaft bei dem Organträger AXA Konzern AG ausgewiesen.
Die übrigen, nicht einzeln erwähnten Aktivposten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.
Passiva
Die Beitragsüberträge betreffen ausschließlich selbst abgeschlossene Auslandsreisekrankenversicherungen gegen Einmalbeitrag. Die auf das Folgejahr entfallenden Beitragsteile sind je Versicherungsvertrag ermittelt. Dabei wurden die bereits im Geschäftsjahr angefallenen Kosten pauschal berücksichtigt.
Die Deckungsrückstellung wurde unter Beachtung von § 341f HGB und der von einem unabhängigen Treuhänder geprüften und der Aufsichtsbehörde vorgelegten technischen Berechnungsgrundlagen errechnet. Als Berechnungsgrundlagen dienten die Sterbetafeln PKV 2004, PKV 2007, PKV 2008, PKV 2009, PKV 2010, PKV 2011, PKV 2012, PKV 2013, PKV 2014, PKV 2015, PKV 2016 und PKV 2017 sowie für die geförderte Pflegezusatzversicherung eine Modifikation der PKV 2013 mit einem Rechnungszins von 2,4 bis 3,5 % und die dem einzelnen Risiko entsprechenden Schadentafeln, Schadenparameter und Grundkopfschäden. Die Errechnung der Reserve erfolgte nach der prospektiven Methode.
Bestandteil der Deckungsrückstellung ist auch die Alterungsrückstellung, die bei Kündigung eines Vertrages für die Krankheitskostenversicherung sowie die Pflegepflichtversicherung zum 31. Dezember des Geschäftsjahres und dem gleichzeitigen Abschluss eines entsprechenden neuen Vertrages bei einem anderen privaten Krankenversicherer an den neuen Versicherer übertragen wurde (Übertragungswert).
Die negativen Reserven wurden gegen die positiven aufgerechnet. Die dargestellte Rechnungsmethode traf auch für das in Rückdeckung gegebene Geschäft zu.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäftes wurde entsprechend § 341g Absatz 3 Satz 2 HGB nach den in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres gezahlten Vorjahresschäden bemessen. Der Bedarf für die restliche Zeit wurde anhand der Erfahrungen vorausgegangener Geschäftsjahre pauschal ermittelt. Dabei wurden Rückstände und der Trend des Verhältnisses der Vorjahresleistungen der ersten Monate des Geschäftsjahres zu den Vorjahresleistungen des gesamten Geschäftsjahres aus den vorangegangenen Geschäftsjahren berücksichtigt.
Bei der Ermittlung der Schadenrückstellung wurden Ansprüche aus Regressen abgesetzt, soweit ihre Realisierbarkeit feststand oder zweifelsfrei bestimmbar war.
Die Rückstellung für die Schadenregulierungsaufwendungen wurde entsprechend den hierzu ergangenen steuerlichen Regelungen gebildet.
Die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung richtete sich nach der auf Basis des § 160 VAG erlassenen Rechtsverordnung (KVAV). Der Verwendung dieser Mittel hat der unabhängige Treuhänder zugestimmt und sie erfolgte nach den vertraglichen Vereinbarungen.
Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen enthalten die Rückstellung für Verpflichtungen gegenüber dem Pflegepool gemäß SGB XI § 111 Absatz 1 für die private Pflegepflichtversicherung, die Rückstellung für vertragsgemäße Umwandlungsoptionen und die Stornorückstellung, die als Prozentwert der negativen Alterungsrückstellung gebildet wird, und die zusätzlich für Vertragslaufzeiten bis zu fünf Jahren einen Prozentwert des Zillmerbetrages zur Finanzierung von Übertragungswerten, die über die bilanzierte Deckungsrückstellung hinausgehen, umfasst.
Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Rententrendannahmen.
Durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurden die Vorschriften zur Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen geändert. Demnach wurden die Pensionsrückstellungen nicht mehr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben, sondern mit dem der vergangenen zehn Geschäftsjahre, vorgegeben durch die deutsche Bundesbank, abgezinst (§ 253 Absatz 2 Satz 1 HGB). Dabei wird pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Rückstellungen nach den beiden Bewertungskonzepten ist im Anhang unter der Position Passiva, D.I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen angegeben (§ 253 Absatz 6 Satz 3 i. V. m. Satz 1 HGB).
Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invalidisierungsannahmen dienen die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln GmbH. Die Pensionsrückstellungen werden mit sogenanntem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Absatz 2 HGB verrechnet, welches zum Zeitwert bewertet wird. Für Betriebsrentner (sofern gesetzlich möglich) wurde mit einer Annahmefrist zum 15. September 2016 eine Kapitalisierungsmöglichkeit für ihre arbeitgeberfinanzierten Versorgungszusagen vereinbart.
Der sich aufgrund der von BilMoG in 2010 geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ergebende Zuführungsbetrag zu den Rückstellungen wird jährlich mit mindestens einem Fünfzehntel angesammelt. Für die Gesellschaftswechsler und die abgefundenen Rentner wurde der noch offene Verteilungsbetrag zusätzlich als sonstiger Aufwand angesetzt.
Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht. Dabei wird das Wahlrecht gemäß Tz. 87 IDW HFA 30 angewendet, das heißt, der Effekt aus der Zinsänderung wird im Zinsergebnis dargestellt.
Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Die nachrangigen und anderen Verbindlichkeiten wurden nach § 253 Absatz 1 HGB mit den Erfüllungsbeträgen, Rechnungsabgrenzungsposten mit Nominalwerten angesetzt.
In Bezug auf die Steuerrückstellungen wurde das Beibehaltungswahlrecht der Übergangsregelung des Art. 67 Absatz 1 Satz 2 EGHGB weiterhin postenbezogen ausgeübt. Der Betrag der Überdeckung wird in den Angaben zur Bilanz zu D.II. Steuerrückstellungen angegeben.
Die übrigen, nicht einzeln erwähnten Passivposten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.
Gewinn- und Verlustrechnung
Erträge und Aufwendungen wurden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.
In Rückdeckung übernommenes Geschäft
Bei dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft führt die Kündigung der Verträge, für die eine Schadenrückstellung gebildet wird, zu einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Schadenrückstellung für eventuell noch ausstehende Schadenzahlungen.
Grundlagen für die Währungsumrechnung
Fremdwährungspositionen wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.
Zeitwerte der Kapitalanlagen
Die Offenlegung von Zeitwerten der Kapitalanlagen erfolgte entsprechend den Vorschriften §§ 54 ff. der RechVersV. Die Angaben wurden zum Bilanzstichtag erstellt.
Die beizulegenden Zeitwerte für Grundstücke, ihre Bestandteile und ihr Zubehör sowie für grundstücksgleiche Rechte, Rechte an diesen und Rechte an Grundstücken wurden nach der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) vom 19. Mai 2010 (BGBl. I S. 639) ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte werden regelmäßig anhand von externen Gutachten neu ermittelt. Die folgende Übersicht enthält die Grundstücke und Bauten, die zum entsprechenden Bilanzstichtag im Bestand waren, sowie den Anteil an neu bewerteten Grundstücken und Bauten in der jeweiligen Berichtsperiode.
| 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl an Grundstücken und Bauten (zum Bilanzstichtag) | 3 | 4 | 4 | 4 | 4 |
| Davon neu bewertete Grundstücke und Bauten (im Berichtsjahr) | 1 | 0 | 2 | 2 | 0 |
| Prozentualer Anteil | 33 % | 0 % | 50 % | 50 % | 0 % |
Die beizulegenden Zeitwerte der Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden nach Ertragswertverfahren, mit Börsenwerten zum Bilanzstichtag oder mit dem anteiligen Eigenkapital angesetzt.
Die beizulegenden Zeitwerte der als Ausleihungen an verbundene Unternehmen klassifizierten Schuldverschreibungen und Darlehen wurden anhand der Swap-Kurve (ICAP 1-50 Jahre) und der Eonia/Euribor-Zinssätze im Geldmarktbereich (1 Tag -11 Monate) sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2016 ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der auf den Namen lautenden Papiere wurden anhand der anteiligen Nettoinventarwerte zum Bilanzstichtag ermittelt.
Als beizulegende Zeitwerte für Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden Börsenkurse, Rücknahmepreise oder Nettoinventarwerte per 31. Dezember 2016 verwendet. Für Anteile an offenen Immobilienfonds, die zur Rücknahme ausgesetzt sind, wurden als beizulegende Zeitwerte Rücknahmepreise abzüglich eines angemessenen Risikoabschlages angesetzt.
Als beizulegende Zeitwerte für Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden im Wesentlichen die Börsenkurse per 31. Dezember 2016 angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ohne Börsennotierung wurden auf der Grundlage von Discounted Cashflow-Methoden ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte der Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen wurden anhand der Swap-Kurve (ICAP 1- 50 Jahre) und der Eonia/Euribor-Zinssätze im Geldmarktbereich (1 Tag - 11 Monate) sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2016 ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte für Schuldscheindarlehen und Namenspapiere, sonstige Ausleihungen und andere Kapitalanlagen wurden anhand der Swap-Kurve (ICAP 1 - 50 Jahre) und der Eonia/Euribor-Zinssätze im Geldmarktbereich (1 Tag - 11 Monate) sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2016 ermittelt.
Als beizulegender Zeitwert unter den anderen Kapitalanlagen ausgewiesene Forderungen aus Wertpapierpensionsgeschäften wurde der Marktwert einer vom Pensionsgeber emittierten Anleihe angesetzt.
Die beizulegenden Zeitwerte der Einlagen bei Kreditinstituten entsprachen aufgrund des kurzfristigen Charakters den Buchwerten.
Die beizulegenden Zeitwerte für strukturierte Produkte und derivative Finanzinstrumente werden anhand von Börsenkursen oder, falls kein Börsenkurs vorhanden ist, mit marktüblichen Bewertungsmodellen ermittelt.
Einbeziehung in den Konzernabschluss
Durch die Einbeziehung unserer Gesellschaft in den Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, verlegten wir einzelne Buchungsschlusstermine und grenzten die Zahlungsvorgänge über die sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten ab. Es ergaben sich dadurch keine wesentlichen Einflüsse auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Angaben zur Bilanz
Aktiva
Entwicklung der Aktivposten A.I. bis III. im Geschäftsjahr 2016 in Tsd. Euro
| Bilanzwerte Vorjahr | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Zuschreibungen | Abschreibungen | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| A.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 28.329 | 0 | 0 | 0 | 0 | 704 |
| A.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 214.527 | 18.328 | 0 | 666 | 0 | 0 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 479.484 | 9.111 | 0 | 2.956 | 0 | 0 |
| 3. Beteiligungen | 15.183 | 0 | 0 | 933 | 0 | 0 |
| Summe A.II. | 709.194 | 27.439 | 0 | 4.554 | 0 | 0 |
| A.III. Sonstige Kapitalanlagen | ||||||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 4.356.235 | 898.137 | 0 | 320.223 | 26.360 | 4.685 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 4.733.181 | 786.741 | 0 | 70.775 | 0 | 0 |
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 883.148 | 215.147 | 0 | 75.741 | 149 | 2 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | ||||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 2.265.721 | 105.600 | 0 | 395.843 | 0 | 0 |
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 2.710.605 | 224.817 | 0 | 250.109 | 0 | 0 |
| c) Übrige Ausleihungen | 202.758 | 71.186 | 0 | 1.212 | 4.702 | 0 |
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 142.000 | 0 | 0 | 142.000 | 0 | 0 |
| 6. Andere Kapitalanlagen | 50.000 | 16.000 | 0 | 33.333 | 0 | 0 |
| Summe A.III. | 15.343.648 | 2.317.628 | 0 | 1.289.236 | 31.211 | 4.687 |
| Insgesamt | 16.081.171 | 2.345.067 | 0 | 1.293.790 | 31.211 | 5.391 |
| Bilanzwerte Berichtsjahr | |
|---|---|
| A.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 27.625 |
| A.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 232.189 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 485.640 |
| 3. Beteiligungen | 14.250 |
| Summe A.II. | 732.079 |
| A.III. Sonstige Kapitalanlagen | |
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 4.955.824 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 5.449.147 |
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 1.022.701 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | |
| a) Namensschuldverschreibungen | 1.975.478 |
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 2.685.313 |
| c) Übrige Ausleihungen | 277.434 |
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 0 |
| 6. Andere Kapitalanlagen | 32.667 |
| Summe A.III. | 16.398.564 |
| Insgesamt | 17.158.268 |
Zeitwerte der Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2016 gemäß § 54 RechVersV in Tsd. Euro
| 2016 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzwerte | Zeitwerte | Bilanzwerte | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| zu Anschaffungskosten bilanziert | zum Nennwert bilanziert | Summe | zu Anschaffungskosten bilanziert | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| A.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 27.625 | 61.121 | 0 | 61.121 | 28.329 | 61.720 |
| A.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 232.189 | 303.600 | 0 | 303.600 | 214.527 | 267.511 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 485.640 | 513.115 | 0 | 513.115 | 479.484 | 497.581 |
| 3. Beteiligungen | 14.250 | 14.375 | 0 | 14.375 | 15.183 | 16.209 |
| Summe A.II. | 732.079 | 831.090 | 0 | 831.090 | 709.194 | 781.301 |
| A.III. Sonstige Kapitalanlagen | ||||||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 4.955.824 | 5.911.588 | 0 | 5.911.588 | 4.356.235 | 5.150.422 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 5.449.147 | 6.288.600 | 0 | 6.288.600 | 4.733.181 | 5.370.965 |
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 1.022.701 | 1.165.012 | 0 | 1.165.012 | 883.148 | 999.656 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 4.938.225 | 5.900.966 | 0 | 5.900.966 | 5.179.084 | 6.124.715 |
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 | 0 | 142.000 | 0 |
| 6. Andere Kapitalanlagen | 32.667 | 33.111 | 0 | 33.111 | 50.000 | 51.861 |
| Summe A.III. | 16.398.564 | 19.299.277 | 0 | 19.299.277 | 15.343.648 | 17.697.619 |
| Summe A. Kapitalanlagen | 17.158.268 | 20.191.487 | 0 | 20.191.488 | 16.081.171 | 18.540.641 |
| Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert | 3.033.220 | |||||
| Agio und Disagio | 0 | 174 | ||||
| Summe Kapitalanlagen inkl. Agio und Disagio | 17.158.268 | 20.191.487 | 0 | 20.191.488 | 16.081.345 | 18.540.641 |
| Unterschied zum Bilanzwert inkl. Agio und Disagio | 3.033.220 |
| 2015 | ||
|---|---|---|
| Zeitwerte | ||
| --- | --- | --- |
| zum Nennwert bilanziert | Summe | |
| --- | --- | --- |
| A.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0 | 61.720 |
| A.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 267.511 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 497.581 |
| 3. Beteiligungen | 0 | 16.209 |
| Summe A.II. | 0 | 781.301 |
| A.III. Sonstige Kapitalanlagen | ||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 0 | 5.150.422 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 0 | 5.370.965 |
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 0 | 999.656 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 0 | 6.124.715 |
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 142.000 | 142.000 |
| 6. Andere Kapitalanlagen | 0 | 51.861 |
| Summe A.III. | 142.000 | 17.839.619 |
| Summe A. Kapitalanlagen | 142.000 | 18.682.641 |
| Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert | 2.601.470 | |
| Agio und Disagio | ||
| Summe Kapitalanlagen inkl. Agio und Disagio | 142.000 | 18.682.641 |
| Unterschied zum Bilanzwert inkl. Agio und Disagio | 2.601.296 |
A.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
Der Bilanzwert der fremdgenutzten Grundstücke und Bauten betrug 27,6 Mio. Euro (2015: 28,3 Mio. Euro).
A.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
Die Einzahlungsverpflichtung in Höhe von 0,1 Mio. Euro besteht gegenüber einem Fonds, der vornehmlich in unterbewertete Unternehmen investiert, mit dem Ziel, durch Restrukturierung Wertsteigerungen zu erzielen. Hierbei werden besonders sogenannte Leveraged Buy Out-Strategien verfolgt. Zu kontrollierende Faktoren bei diesem Investment beziehen sich auf mögliche Unsicherheiten im Cashflow sowie auftretende Risiken bezüglich der Liquidität, der Bewertung der Insolvenz und des Zinses.
Es entfallen weitere Einzahlungsverpflichtungen in Höhe von 128 Mio. Euro auf einen Private Equity Fonds, der ebenfalls vornehmlich in unterbewertete Unternehmen investiert. Ziel ist es auch hier, durch Restrukturierung Wertsteigerungen zu erzielen. Hierbei werden ebenfalls sogenannte Leveraged Buy Out-Strategien verfolgt. Es bestehen auch hier Risiken bezüglich der Cashflows, der Bewertung, der Insolvenz und des Zinses.
Es besteht eine Investition in Höhe von 36,7 Mio. Euro in opportunistischen Immobilienfonds mit Fokus in Europa. Durch aktives Management von Projektentwicklungen soll eine überdurchschnittliche Rendite generiert werden. Risiken bestehen in Projektverzögerungen und somit später als geplanten Vermietungen beziehungsweise Verkäufen und im Timing des Managers.
Die Nachzahlungsverpflichtung in Höhe von 12,5 Mio. Euro besteht gegenüber einem Fonds, der in Europa in Objekte investiert, die durch Refurbishment und Neuvermarktung zu einem Wertzuwachs des Fondsvermögens beitragen. Die Strategie basiert auf Value-Add und beinhaltet eine intensive Investition des Fondsmanagements in die Objekte.
Im Zusammenhang mit der Liquidation unserer Vertriebstochtergesellschaft Win Health, die im Rahmen von Neuorganisationsmaßnahmen notwendig wurde, resultieren 0,4 Mio. Euro vertragliche Zahlungsverpflichtungen und Haftungsverpflichtungen für Gewährleistungsansprüche.
Weiterführende Angaben zu Kapitalanlagen, die dem Anlagevermögen zugeordnet werden
Zum 31. Dezember 2016 waren dem Anlagevermögen keine Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zugeordnet, die stille Lasten ausweisen.
An folgenden Unternehmen waren wir im Sinne des § 285 Nr. 11 und Nr. 11 a) HGB beteiligt:
| in Tsd. Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| AXA Alternative Financing FCP - Subfonds Private Equity, Luxemburg* | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 24,20 % | 24,20 % |
| Eigenkapital | 18.694 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 6.412 | |
| AXA Alternative Participations SICAV III, Luxemburg | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00 % | 100,00 % |
| Eigenkapital | 244.397 | 211.153 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 15.744 | 29.444 |
| CREL Issuance S.à.r.l., Luxemburg* | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 50,00 % | 50,00 % |
| Eigenkapital | 13 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 17.743 | |
| Development German Feeder III S.C.A. Luxemburg* | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 37,50 % | 37,50 % |
| Eigenkapital | 3.226 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 2.155 | |
| Development Venture IV German Feeder S.C.A. Luxemburg* | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 50,00 % | 50,00 % |
| Eigenkapital | 376 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 25 | |
| GANYMED GmbH & Co. Vierte Grundstücksgesellschaft KG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 94,90 % | 94,90 % |
| Eigenkapital | 66.993 | 55.101 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 11.894 | 6.076 |
| KiWi Consulting | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 30,00 % | 30,00 % |
| Eigenkapital | 159 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -731 | |
| Pro Versorgung AG, Köln* | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 25,10 % | 25,10 % |
| Eigenkapital | 513 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 36 | |
| win Health Consulting GmbH, Wiesbaden** | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00 % | 100,00 % |
| Eigenkapital | ||
| Ergebnis des Geschäftsjahres |
* Zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichtes lag noch kein vorläufiges Geschäftsergebnis 2016 vor.
** Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation. Zum Zeitpunkt des Abschlusses lagen keine Geschäftsergebnisse für 2016 und 2015 vor.
A.III. Sonstige Kapitalanlagen
Im Zuge der Immobilienfinanzierung bestehen aus zugesagten Baudarlehen Auszahlungsverpflichtungen in Höhe von 196,5 Mio. Euro. Das Geschäft ermöglicht eine Erhöhung des Bestandsvolumens und eine gleichzeitige Erhöhung des Zinsvolumens unter Berücksichtigung eines Ausfallrisikos der Hypothekenbesicherung.
Es besteht eine Einzahlungsverpflichtung in Höhe von 1,6 Mio. Euro auf einen Pool von Mezzanine-Darlehen, mit dem eine Rendite von LIBOR/EURIBOR plus angemessenem Renditeaufschlag (Spread) erzielt werden soll. Es eröffnet ferner die Möglichkeit, durch Garantien am Unternehmenserfolg zu partizipieren. In seiner Klassifizierung handelt es sich bei diesem Investment um ein nachrangiges Darlehen, bei dem bei einer Insolvenz des Unternehmens mit einem Teil- oder Totalausfall gerechnet werden muss. Dieses Risiko wird wiederum durch einen höheren Spread (im Vergleich zu vorrangig zu bedienendem Fremdkapital) abgegolten.
Eine Zahlungsverpflichtung in Höhe von 2,5 Mio. Euro resultiert aus dem Investment in einen schwerpunktmäßig in Gesundheitsimmobilien im deutschsprachigen Markt investierten Immobilienfonds. Dem Ziel der Realisierung stabiler Mittelzuflüsse durch Mieterträge sowie der realen Werterhaltung in einem inflationären Umfeld stehen Risiken wie steigende Liegenschaftszinsen und Mietausfälle gegenüber.
Eine weitere Zahlungsverpflichtung in Höhe von 3,9 Mio. Euro resultiert aus dem Investment in einem schwerpunktmäßig im Europäischen Wirtschaftsraum investierten Immobilienfonds. Dem Ziel der Realisierung stabiler Mittelzuflüsse durch Mieterträge sowie der realen Werterhaltung in einem inflationären Umfeld stehen Risiken wie steigende Liegenschaftszinsen und Mietausfälle gegenüber.
Zahlungsverpflichtungen aus der Abnahme von Namensschuldverschreibungen belaufen sich auf eine Höhe von 75,0 Mio. Euro. Bei Abschluss einer solchen Transaktion werden Zinskonditionen direkt festgesetzt, die bei entsprechender Marktentwicklung (niedrigerer Marktzins) zu höheren Zinserträgen und steigenden Marktwerten der Papiere führt. Bei höheren Marktzinsen ergibt sich eine inverse Situation.
Im Zusammenhang mit einer Investition in ein Portfolio gewerblicher Darlehen bestehen Nachzahlungsverpflichtungen in Höhe von 1,0 Mio. Euro. Es wird eine Rendite von Libor + 600bps nach Kosten angestrebt. Der Fonds ist primär in den amerikanischen Private Lending-Märkten aktiv. Das Risiko besteht im Ausfallrisiko des Darlehens.
Nachzahlungsverpflichtungen in Höhe von 8,0 Mio. Euro entfielen auf eine Investition in ein Leasing-Portfolio. Die Rendite besteht aus laufenden europäischen Leasezahlungen und etwaigem Gewinn durch Verkauf nach Ende des Fundterms. Die Risiken bestehen in der Vertragserneuerung der Leasingkontrakte nach Ablauf sowie in einem Wertverlust der Leasingobjekte.
Des Weiteren entfielen Nachzahlungsverpflichtungen in Höhe von 13,0 Mio. Euro auf einen Pool von Unitranche- und Mezzanine-Darlehen, die eine Rendite von LIBOR/EURIBOR + angemessenen Renditeaufschlag (Spread) erzielen sollen. Das Investment eröffnet ferner die Möglichkeit, durch Garantien am Unternehmenserfolg zu partizipieren. In seiner Klassifizierung handelt es sich bei diesem Investment um ein nachrangiges Darlehen, bei dem bei einer Insolvenz des Unternehmens mit einem Teil- oder Totalausfall gerechnet werden muss. Dieses Risiko wird wiederum durch einen höheren Spread (im Vergleich zu vorrangig zu bedienendem Fremdkapital) abgegolten.
Im Zusammenhang mit einem Investment in ein Public Private Partnership zur Finanzierung des Ausbaus der BAB 7 in Schleswig-Holstein bestehen Einzahlungsverpflichtungen in Höhe von 6,8 Mio. Euro. Denn während der Bauphase besteht ein Konstruktionsrisiko und während der Betriebsphase besteht ein Instandhaltungsrisiko, dem somit Rechnung getragen wird.
Einzahlungsverpflichtungen in Höhe von 17,1 Mio. Euro bestehen im Zusammenhang mit einer Investition in ein Portfolio gewerblicher Immobilienkredite. Es wird eine Rendite von 3-M-US Libor + 400bps nach Kosten angestrebt. Alle Kredite sind durch eine erstrangige Hypothek besichert. Das Risiko besteht im Ausfallrisiko des Mieters sowie in der gegebenenfalls nötigen Verwertung der Immobilie.
42,5 Mio. Einzahlungsverpflichtungen entfallen auf einen Investmentfonds, der in ein Portfolio aus europäischen Mittelstandsanleihen verschiedener Senioritäten investiert.
Zuordnung von Kapitalanlagen zum Anlagevermögen gemäß § 341b Absatz 2 HGB
Auf der Grundlage nachfolgender Darstellungen nimmt die AXA Krankenversicherung AG die Möglichkeit (gemäß § 341b HGB) in Anspruch, indem Kapitalanlagen dem Anlagevermögen zugeordnet werden, weil sie dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen.
Die Entscheidung über die Zweckbestimmung der Kapitalanlagen ist mit Beschluss des Vorstandes der AXA Krankenversicherung AG wie folgt getroffen worden:
1. Im Geschäftsjahr 2016 waren Kapitalanlagen mit einem Buchwert von 10.444,7 Mio. Euro dem Anlagevermögen zugeordnet (2015: 8.860,4 Mio. Euro). Dies entspricht einem Anteil von 60,9 % an den gesamten Kapitalanlagen (2015: 55,1 %).
2. Grundlage für die Bestimmung
Die Bestimmung, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, wird aus folgenden Indikatoren abgeleitet:
2.1. Die AXA Krankenversicherung AG ist in der Lage, die dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen so zu verwenden, dass sie dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen können.
2.2. Aufgrund der laufenden Liquiditätsplanung besitzt die AXA Krankenversicherung AG die Fähigkeit zur Daueranlage der betreffenden Kapitalanlagen.
2.3. Die dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen werden in der Buchhaltung jeweils auf gesonderten Konten von den anderen Wertpapieren getrennt erfasst. Eine depotmäßige Trennung von Anlage- und Umlaufvermögen ist gewährleistet.
3. Voraussichtlich dauernde Wertminderung
Bei den dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen werden Abschreibungen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung (gemäß § 341b HGB) vorgenommen.
Die Methoden für die Beurteilung der voraussichtlich dauernden Wertminderung bei Aktien, Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.
Zum 31. Dezember 2016 waren dem Anlagevermögen Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 640,2 Mio. Euro zugeordnet, die stille Lasten ausweisen. Die Zeitwerte dieser Kapitalanlagen liegen um 19,2 Mio. Euro unter den entsprechenden Buchwerten. Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung, aufgrund unserer langfristigen Halteabsicht sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus. Die Kriterien der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.
Im Aktienbestand ergab sich die Notwendigkeit für eine außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 3,6 Mio. Euro.
Bei Investmentanteilen, die überwiegend Rentenpapiere beinhalten und stille Lasten ausweisen, ergab sich eine Notwendigkeit für außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,0 Mio. Euro. Bei Investmentanteilen an Immobilienfonds ergab sich die Notwendigkeit für eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 0,1 Mio. Euro.
Die Methoden für die Beurteilung der voraussichtlich dauernden Wertminderung bei Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. Hieraus ergab sich keine Notwendigkeit für außerplanmäßige Abschreibungen.
Zum 31. Dezember 2016 waren dem Anlagevermögen Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 641,7 Mio. Euro zugeordnet, die stille Lasten ausweisen. Die Zeitwerte dieser Kapitalanlagen lagen um 28,3 Mio. Euro unter den entsprechenden Buchwerten. Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung, aufgrund unserer langfristigen Halteabsicht sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus. Die Kriterien der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.
Nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertete Kapitalanlagen
| in Tsd. Euro | 2016 | |
|---|---|---|
| Bilanzwerte | Zeitwerte | |
| --- | --- | --- |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 309.445 | 333.689 |
| Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 4.686.094 | 5.632.788 |
| Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 5.449.147 | 6.288.600 |
| Summe Wertpapiere | 10.444.686 | 12.255.077 |
| Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert | 1.810.391 |
Weiterführende Angaben zu Anteilen beziehungsweise Anlageaktien an inländischen beziehungsweise vergleichbaren EU- oder ausländischen Investmentvermögen im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches, aufgegliedert nach Anlagezielen, sind unter der entsprechenden Anhangangabe erläutert.
Weiterführende Angaben zu Kapitalanlagen, die dem Anlagevermögen zugeordnet werden
Zum 31. Dezember 2016 waren dem Anlagevermögen sonstige Ausleihungen mit einem Buchwert von 212,0 Mio. Euro zugeordnet, die stille Lasten ausweisen. Die Zeitwerte dieser Kapitalanlagen liegen um 13,5 Mio. Euro unter den entsprechenden Buchwerten. Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung, aufgrund unserer langfristigen Halteabsicht sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus. Die Kriterien der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.
B.I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft
Die Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern reduzieren sich um 8.794 Tsd. Euro im Wesentlichen durch höhere Wertberichtigungen.
B.II. Sonstige Forderungen
| in Tsd. Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| darin enthalten: | ||
| Forderungen an verbundene Unternehmen | 22.087 | 14.438 |
| Noch zuzuordnende Zahlungsvorgänge aufgrund vorgezogener Buchungsschlusstermine | 7.196 | 5.819 |
| Heimfallverpflichtung Bad Pyrmont | 2.912 | 2.837 |
| Forderungen an die Finanzbehörde | 393 | 1.852 |
| Mietforderungen | 72 | 145 |
| Sonstige Forderungen aus Kapitalanlagen | 155 | 66 |
| Übrige sonstige Forderungen | 3.867 | 6.417 |
| Gesamt | 36.682 | 31.575 |
C.II. Andere Vermögensgegenstände
Die Position "Andere Vermögensgegenstände" bestand ausschließlich aus vorausgezahlten Versicherungsleistungen.
Passiva
A.I. Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der AXA Krankenversicherung AG betrug per 31. Dezember 2016 34.004.400,64 Euro und war in 13.282.969 vinkulierte, auf den Namen laufende Stückaktien eingeteilt.
C.II. Deckungsrückstellung
Bestandteil der Deckungsrückstellung ist auch die Alterungsrückstellung, die bei Kündigung eines Vertrages für die Krankheitskostenversicherung sowie die Pflegepflichtversicherung zum 31. Dezember 2016 des Geschäftsjahres und dem gleichzeitigen Abschluss eines entsprechenden neuen Vertrages bei einem anderen privaten Krankenversicherer an den neuen Versicherer übertragen wird (Übertragungswert).
Per 31. Dezember 2016 wurden in der Deckungsrückstellung Übertragungswerte in Höhe von 6.981 Tsd. Euro (2015: 6.010 Tsd. Euro) berücksichtigt.
Für 2016 wurden Zahlungen in Höhe von 16.722 Tsd. Euro (2015: 14.848 Tsd. Euro) an andere PKV-Unternehmen geleistet.
Die Zahlungseingänge von anderen PKV-Unternehmen betrugen in 2015 5.120 Tsd. Euro (2015: 6.302 Tsd. Euro).
Die daraus resultierenden Aufwendungen und Erträge wurden in den versicherungstechnischen Aufwendungen und versicherungstechnischen Erträgen gebucht.
C.IV. Rückstellung für die erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung*
| in Tsd. Euro | Zerlegung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung und Betrag gemäß § 150 VAG | |||
|---|---|---|---|---|
| Rückstellung für erfolgsabhängige | Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Beitragsrückerstattung** | Poolrelevante RfB aus der PPV** | Betrag gemäß § 150 (4) VAG | Sonstiges | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Bilanzwerte Vorjahr | 648.239 | - | 31.806 | - |
| 1.1. Umbuchung | ||||
| 2. Entnahme zur Verrechnung | ||||
| 2.1. Verrechnung mit Alterungsrückstellungen | -78.644 | - | -10.397 | - |
| 2.2. Verrechnung mit laufenden Beiträgen | -289 | - | - | - |
| 3. Entnahme zur Barausschüttung | -46.143 | - | - | -19 |
| 4. Zuführung | 259.772 | - | 4.900 | 19 |
| 5. Bilanzwerte Geschäftsjahr | 782.935 | - | 26.309 | - |
| 6. Gesamter Betrag des Geschäftsjahres gemäß | 5 § 150 VAG | 33.617 |
* Aufstellung gemäß Formblatt 1 des PKV-Verbandes. Der Vorjahreswert der AXA Krankenversicherung AG ist aus der Bilanz ersichtlich.
** Seit 2012 wird der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung aufgrund einer Änderung des Poolvertrages der überwiegende Teil des von uns in der Pflegepflichtversicherung erwirtschafteten Überschusses zugeführt (2016: 28,06 Mio. Euro; 2015: 34,94 Mio. Euro). Bis 2012 wurde diese Zuführung in die Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung vorgenommen.
D.I. Pensionsrückstellung
Für die arbeitgeberfinanzierten Pensionszusagen, die im Allgemeinen von der Dienstzeit und dem Entgelt der Mitarbeiter abhängen und die als unmittelbare Pensionszusagen erteilt wurden, wurden Pensionsrückstellungen gebildet. Diese wurden teilweise durch Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Absatz 2 HGB gesichert. Die durch die Unternehmen unwiderruflich auf den Trust, den DBV-Winterthur Vorsorge e. V., übertragenen Finanzmittel wurden ausschließlich zur Bedeckung der von den Mitgliedsunternehmen an deren Mitarbeiter erteilten Pensionszusagen verwendet und waren durch Verpfändung der Ansprüche aus den Vermögenswerten an die Versorgungsberechtigten dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen. Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Nach § 246 Absatz 2 HGB wurden zudem die Zinsaufwendungen für die Altersversorgung, vermindert um die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen, ausgewiesen.
Für diese Zusagen ergab sich insgesamt ein Netto-Zinsaufwand von 544 Tsd. Euro, der sich aus 1.066 Tsd. Euro Zinsaufwendungen in Bezug auf die Pensionsrückstellung und 522 Tsd. Euro Zinserträgen auf das Deckungsvermögen zusammensetzte.
| Barwert Pensionsverpflichtung | 37.749 Tsd. Euro |
| Zeitwert des Deckungsvermögens | 17.587 Tsd. Euro |
| Nicht erfasster Umstellungsbetrag | 2.872 Tsd. Euro |
| Bilanzierte Nettoverpflichtung | 17.290 Tsd. Euro |
Zusätzlich bestanden Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung. Diesen Pensionsverpflichtungen standen Erstattungsansprüche aus kongruenten, konzerninternen Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 223 Tsd. Euro gegenüber, welche an den Versorgungsberechtigten verpfändet sind. Insofern handelt es sich bei den Rückdeckungsversicherungen um Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Absatz 2 HGB, sodass aufgrund der Saldierung auf einen Bilanzausweis verzichtet werden konnte. Der Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht dem steuerlichen Aktivwert und insofern den historischen Anschaffungskosten. Der Aufwand für diese Pensionszusagen war gleich dem Beitragsaufwand zu den Rückdeckungsversicherungen und wird von den Arbeitnehmern getragen.
In Bezug auf die Pensionsrückstellungen bestand zum Ende des laufenden Geschäftsjahres ein noch nicht erfasster BilMoG-Umstellungsbetrag in Höhe von 2.872 Tsd. Euro (2015: 3.322 Tsd. Euro), der bis spätestens zum 31. Dezember 2024 zu mindestens einem Fünfzehntel pro Jahr zugeführt wird.
Durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurden die Vorschriften zur Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen geändert. Diese Rückstellungen sind nicht mehr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben, sondern mit dem der vergangenen zehn Geschäftsjahre abzuzinsen (§ 253 Absatz 2 Satz 1 HGB). Der sich ergebende Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Rückstellungen nach den beiden Bewertungskonzepten beträgt 3.023 Tsd. Euro.
Zur Ermittlung der Ausschüttungssperre (Siebenjahresdurchschnitt) wurde ein Zins von 3,22 % angesetzt. Bei dem Zins handelt es sich um einen auf das Jahresende prognostizierten Zins, der zwei Basispunkte von dem tatsächlichen durch die Bundesbank ermittelten Stichtagszins abweicht.
Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden folgende Berechnungsfaktoren angewandt:
| Rechnungszins | 4,0 % |
| Rentenanpassung | 1,75 % |
| Gehaltsdynamik | 2,5 % |
Bei dem Rechnungszins handelt es sich um einen auf das Jahresende prognostizierten Zins, der einen Basispunkt von dem tatsächlichen durch die Bundesbank ermittelten Stichtagszins abweicht.
D.II. Steuerrückstellung
Hinsichtlich der Abzinsung der Steuerrückstellungen hat die AXA Krankenversicherung bis zum Vorjahr von dem Wahlrecht nach Art. 67 Absatz 1 S. 2 EGHGB Gebrauch gemacht und keine Abzinsung vorgenommen. Er gibt keine Überdeckung gemäß Art. 67 Absatz 1 S. 4 EGHGB in dieser Position (2015: 554 Tsd. Euro).
D.III. Sonstige Rückstellungen
| in Tsd. Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| darin enthalten: | ||
| Rückstellung für Wettbewerbe und Provisionen | 7.172 | 5.417 |
| Rückstellung für Zinsen gemäß § 233 a AO | 2.281 | 5.364 |
| Rückstellung für drohende Verluste aus Derivaten | 0 | 1.523 |
| Rückstellung für IHK-Beiträge | 699 | 699 |
| Rückstellung für Tantiemen und Ertragsbeteiligungen | 813 | 713 |
| Rückstellung sonstige | 613 | 1.667 |
| Gesamt | 11.578 | 15.383 |
E.I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern
Die Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern beinhalten Beträge aus vorausgezahlten Beiträgen sowie Verbindlichkeiten aus noch nicht erfolgten Leistungsauszahlungen.
E.IV. Sonstige Verbindlichkeiten
| in Tsd. Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| darin enthalten: | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 138.417 | 35.541 |
| Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern | 2.895 | 2.282 |
| Sonstige Verbindlichkeiten aus Kapitalanlagen | 1.055 | 1.009 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 116 | 137 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 9.660 | 3.816 |
| Gesamt | 152.143 | 42.785 |
Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr belief sich auf 152.143 Tsd. Euro (2015: 42.764 Tsd. Euro). Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen einem Jahr und fünf Jahren. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beläuft sich auf 0 Tsd. Euro (2015: 21 Tsd. Euro) und bezieht sich auf Verbindlichkeiten gegenüber dem Pensionssicherungsverein, die seit 2011 als Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit ausgewiesen werden. Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, sind nicht vorhanden.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
I.1.a) Gebuchte Bruttobeiträge
| in Tsd. Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft | ||
| Einzel-Gruppenversicherungen | ||
| Einzelversicherungen | 2.817.601 | 2.734.200 |
| Gruppenversicherungen | 65.744 | 61.124 |
| Gesamt | 2.883.345 | 2.795.324 |
| -untergliedert nach | ||
| laufenden Beiträgen | 2.873.786 | 2.784.738 |
| Einmalbeiträgen | 9.559 | 10.586 |
| Gesamt | 2.883.345 | 2.795.324 |
| -aus | ||
| Krankheitskosten-Vollversicherungen | 2.278.999 | 2.209.204 |
| Krankentagegeldversicherungen | 88.524 | 92.267 |
| Krankenhaustagegeldversicherungen | 33.306 | 33.971 |
| Krankheitskosten-Teilversicherungen | 198.190 | 180.178 |
| Pflegepflichtversicherungen | 189.935 | 193.042 |
| -davon Mitversicherungsvertrag Bahn/Post (GPV) | 18.073 | 18.348 |
| Ergänzende Pflegezusatzversicherungen | 80.513 | 72.326 |
| GEPV | 4.466 | 3.966 |
| Spezielle Ausschnittsversicherungen | 4 | 12 |
| Auslandsreisekrankenversicherungen | 9.408 | 10.358 |
| Gesamt | 2.883.345 | 2.795.324 |
| Pauschalwertberichtigung | -7.578 | -8.417 |
| 2.875.767 | 2.786.907 | |
| in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft | ||
| Gesamt | 0 | 89 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft | 2.875.767 | 2.786.996 |
In den Beiträgen enthalten sind Beitragszuschläge gemäß § 12 Absatz 4a VAG und § 12e VAG in Höhe von 109.827 Tsd. Euro (2015: 108.691 Tsd. Euro).
Die Beiträge betreffen bis auf einen sehr geringen Umfang das Inlandsgeschäft.
Rückversicherungssaldo
Der Rückversicherungssaldo (aktive und passive Rückversicherung) in Höhe von 708 Tsd. Euro (2015: -398 Tsd. Euro) zu Lasten der Rückversicherer setzte sich zusammen aus den Beiträgen des Rückversicherers und den Anteilen des Rückversicherers an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle, der Veränderung der Schadenrückstellung, den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb und den Veränderungen der Bruttodeckungsrückstellung.
Anzahl der versicherten natürlichen Personen
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| gegen laufenden Beitrag | ||
| Krankheitskosten-Vollversicherung | 792.655 | 789.751 |
| Krankentagegeldversicherung | 200.022 | 206.595 |
| Krankenhaustagegeldversicherung | 459.764 | 456.787 |
| Krankheitskosten-Teilversicherung | 750.265 | 693.712 |
| Pflegepflichtversicherung | 852.163 | 849.970 |
| -davon GPV | 62.246 | 64.310 |
| Ergänzende Pflegezusatzversicherung | 211.540 | 209.408 |
| GEPV | 13.641 | 12.596 |
| Auslandsreisekrankenversicherung | - | - |
| Gesamt gegen laufenden Betrag | 1.728.631 | 1.682.335 |
| gegen Einmalbeitrag | ||
| Krankentagegeldversicherung | 779 | 643 |
| Krankheitskosten-Teilversicherung | 4.047 | 1.767 |
| Restschuld-/Lohnfortzahlungsversicherung | - | - |
| Spezielle Ausschnittsversicherung | 556 | 1.000 |
| Auslandsreisekrankenversicherung | 810.249 | 825.733 |
| Gesamt gegen Einmalbeitrag | 4.826 | 2.410 |
| Gesamt1 | 1.733.457 | 1.684.745 |
1 Zuordnung der Versicherungstarife gemäß PKV-Verband
I.2. Beiträge aus der Bruttorückstellung für Beitragsrückerstattung
| in Tsd. Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft | ||
| aus | ||
| Einzelversicherungen | 87.011 | 155.038 |
| Gruppenversicherungen | 2.030 | 3.466 |
| Gesamt | 89.041 | 158.504 |
| untergliedert nach | ||
| laufenden Beiträgen | 289 | - |
| Einmalbeiträgen | 88.752 | 158.504 |
| Gesamt | 89.041 | 158.504 |
| aus | ||
| Krankheitskosten-Vollversicherungen | 88.753 | 72.885 |
| Krankentagegeldversicherungen | - | - |
| Krankenhaustagegeldversicherungen | 2 | 51 |
| Krankheitskosten-Teilversicherungen | 130 | 441 |
| Pflegepflichtversicherungen | - | 83.660 |
| -davon Mitversicherungsvertrag Bahn/Post (GPV) | - | 7.306 |
| Ergänzende Pflegezusatzversicherungen | 157 | 1.466 |
| Gesamt | 89.041 | 158.504 |
| aus | ||
| erfolgsabhängiger Beitragsrückerstattung | 78.644 | 90.254 |
| erfolgsunabhängiger Beitragsrückerstattung | 10.397 | 68.250 |
| Gesamt | 89.041 | 158.504 |
1.3.c) Zuschreibungen auf Kapitalanlagen
Bei den Kapitalanlagen haben wir 31.211 Tsd. Euro (2015: 39.840 Tsd. Euro) Zuschreibungen gemäß § 253 Absatz 5 HGB vorgenommen.
I.5.b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Abwicklungsergebnis aus Schadenrückstellung Vorjahr
| in Tsd. Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| 1) Veränderung der Schadenrückstellung | 3.976 | 57.691 |
| 2) Abwicklungsergebnis aus Schadenrückstellung Vorjahr gesamt | ||
| gesamte Vorjahresleistungen | 505.877 | 500.665 |
| gesamte Rückstellung Vorjahr | 561.387 | 500.376 |
| gesamtes Abwicklungsergebnis | 55.510 | -289 |
Im Geschäftsjahr erhöhten sich die Leistungsauszahlungen Vorjahr von 500.665 Tsd. Euro in 2015 um 5.212 Tsd. Euro auf 505.877 Tsd. Euro in 2016. Hieraus ergab sich ein positives Abwicklungsergebnis in Höhe von 55.510 Tsd. Euro (2015: Abwicklungsverlust 289 Tsd. Euro).
I.8.a) Abschlussaufwendungen
Die Abschlussaufwendungen erhöhten sich neugeschäftsabhängig um 18.763 Tsd. Euro auf 199.669 Tsd. Euro gegenüber dem Vorjahr. Die Abschlusskostenquote erhöhte sich um 0,4 Prozentpunkte auf 6,9 %.
I.8.b) Verwaltungsaufwendungen
Die Verwaltungsaufwendungen sind um 1.569 Tsd. Euro auf 57.927 Tsd. Euro geringfügig angestiegen. Die Verwaltungskostenquote blieb mit 2,0 % stabil.
I.9.b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen
Bei den Kapitalanlagen sind 4.663,6 Tsd. Euro (2015: 17.522,9 Tsd. Euro) außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Absatz 3 Satz 5 HGB entstanden.
Bei den Kapitalanlagen sind 23 Tsd. Euro (2015: 26.537,4 Euro) außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Absatz 4 HGB entstanden.
II.1. Sonstige Erträge
| in Tsd. Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Erträge aus Kostenauflösung | 3.502 | 4.067 |
| Erträge aus Auflösung von Wertberichtigung auf Forderungen | 14.155 | 107 |
| Sonstige Erträge aus Zinsen nach § 233 a AO | 3.292 | 7 |
| Übrige sonstige Erträge | 57 | 517 |
| Gesamt | 21.006 | 4.698 |
Der Anstieg der sonstigen Erträge resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Erträge aus Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber Versicherungsvermittler in Höhe von 14.155 Tsd. Euro.
Zudem sind die Ertragszinsen nach § 233a AO um 3.285 Tsd. Euro angestiegen. Dieses war auf den Abschluss der Betriebsprüfung 2006 bis 2009 zurückzuführen. Es erfolgte eine Abrechnung über die Zinsen nach §233 a AO für den Betriebsprüfungszeitraum und eine daraus resultierende Auflösung der gebildeten Rückstellung.
II.2. Sonstige Aufwendungen
In den sonstigen Aufwendungen sind Aufwendungen für Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit im Rahmen unserer Strategie Ambition 2020 in Höhe von 41.850 Mio. Euro enthalten (2015: 0 Mio. Euro).
I.5. Außerordentliche Aufwendungen
Gemäß Art. 67 Absatz 1 EGHGB wurde den Pensionsrückstellungen ein Betrag in Höhe von 450 Tsd. Euro zu einem Fünfzehntel zugeführt. Aus der Verrechnung von Pensionsrückstellungen aus der AXA Konzern AG resultieren ebenfalls gemäß Art. 67 Absatz 1 EGHGB 4.847 Tsd. Euro (2015: 5.011 Tsd. Euro).
II.7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Im Berichtsjahr wurden Steueraufwendungen in Höhe von 27.266 Tsd. Euro ausgewiesen. Die Position enthielt im Wesentlichen die Gewerbesteuerumlage des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von 11.571 Tsd. Euro (2015: 6.089 Tsd. Euro), die Körperschaftsteuerumlage des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von 10.474 Tsd. Euro (2015: 5.691 Tsd. Euro), die Umlage für den Solidaritätszuschlag des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von 592 Tsd. Euro (2015: 313 Tsd. Euro), eine Reduzierung der aktiven latenten Steuern des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von 2.392 Tsd. Euro (2015: 4.244 Tsd. Euro) und eine weitere Erhöhung der aktiven latenten Steuern in Höhe von 10.655 Tsd. Euro aufgrund von Anpassungen an Vorjahres -steuererklärungen. Diese wurden in voller Höhe durch Anpassung der Vorjahressteuern ergebniswirksam kompensiert.
Das außerordentliche Ergebnis betrug 5.297 Tsd. Euro (Aufwand) (2015: 5.390 Tsd. Euro). Die hierauf entfallende Steuerentlastung beträgt 32 % mit einer Höhe von 1.695 Tsd. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wäre somit mit Steuern in Höhe von 27.266 Tsd. Euro (Ist) zuzüglich der 1.695 Tsd. Euro Entlastung des außerordentlichen Ergebnisses mit 25.571 Tsd. Euro belastet.
Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter
| in Tsd. Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| 1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft | 116.588 | 109.733 |
| 2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB | 1.734 | 2.009 |
| 3. Löhne und Gehälter | 2.085 | 1.594 |
| 4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | - | 11 |
| 5. Aufwendungen für die Altersversorgung | 545 | 278 |
| Aufwendungen gesamt | 120.952 | 113.625 |
Sonstige Angaben
Angaben nach § 251 HGB
Im Bereich der Pensionsrückstellungen wurden Vermögensgegenstände zur Sicherung auf den DBV Winterthur Vorsorge e. V. übertragen. Zudem erfolgt eine Verpfändung der Erstattungsansprüche aus der Entgeltumwandlung an den Versorgungsberechtigten. Insgesamt beläuft sich die Summe auf 17,4 Mio. Euro (2015: 18,7 Mio. Euro). Gemäß § 285 Nr. 27 HGB schätzen wir das Risiko für die Inanspruchnahme hieraus aufgrund der Solvabilität der AXA Krankenversicherung AG als sehr gering ein.
Angaben nach § 285 Nr. 1
Es sind keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren vorhanden. Weiterhin bestanden keine Sachverhalte nach § 285 Absatz 1b) HGB.
Angaben nach § 285 Nr. 3 und 3a HGB
Einzahlungsverpflichtungen bei verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie bei den sonstigen Kapitalanlagen sind in den Erläuterungen zu den entsprechenden Bilanzpositionen angegeben.
Gemäß §§ 124 ff. VAG (alte Fassung bis 31. Dezember 2015) ist unser Unternehmen - über die Mitgliedschaft im Verband der privaten Krankenversicherung e. V. -dem gesetzlichen Sicherungsfonds für Krankenversicherungsunternehmen angeschlossen. Im Krisenfall ist das Unternehmen verpflichtet, diesem Sicherungsfonds die erforderlichen Mittel bis zur Höhe von maximal zwei Promille der versicherungstechnischen Nettorückstellungen zur Erfüllung seiner Aufgaben zur Verfügung zu stellen. Dies entsprach einer Verpflichtung in Höhe von 34,4 Mio. Euro.
Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB
Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen 2.504 Tsd. Euro, die des Aufsichtsrates 179 Tsd. Euro. Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 893 Tsd. Euro.
Für diese Personengruppe sind zum 31. Dezember 2016 Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von 10.190 Tsd. Euro passiviert worden. Es wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen.
Gemäß der Übergangsregelung des Art. 67 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 EGHGB, die für die Anwendung der BilMoG-Vorschriften in Bezug auf Pensionsrückstellungen gilt, bestand ein noch nicht ausgewiesener Zuführungsbetrag in Höhe von 934 Tsd. Euro, welcher bis spätestens zum 31. Dezember 2024 zu mindestens einem Fünfzehntel des zum 1. Januar 2010 ermittelten BilMoG-Fehlbetrages pro Jahr zugeführt wird.
Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB
Die Gesellschaften, von denen die AXA Krankenversicherung AG mehr als 20 % der Anteile besitzt, sind bei Bilanzposition A.II. aufgeführt.
Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB
Die Abschlussprüferhonorare teilen sich nach Leistungsarten wie folgt auf:
| in Tsd. Euro | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Abschlussprüferleistungen | 278 | 211 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 34 | - |
| Summe | 312 | 211 |
Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB
Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen oder Unternehmen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden nicht getätigt.
Angaben nach § 285 Nr. 24 und 25 HGB
Die Angaben zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie zu der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden wurden in den Erläuterungen zu der entsprechenden Bilanzpositionen aufgeführt.
Angaben nach § 285 S.1 Nr. 26 HGB
Weiterführende Angaben zu Anteilen beziehungsweise Anlageaktien an inländischen beziehungsweise vergleichbaren EU- oder ausländischen Investmentvermögen im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches, aufgegliedert nach Anlagezielen:
| Anlageziel | Marktwert (in Mio. Euro) |
Buchwert (in Mio. Euro) |
Reserven/Lasten (in Mio. Euro) |
Ausschüttungen (in Mio. Euro) |
|---|---|---|---|---|
| Aktienfonds | 481 | 474 | 7 | 10 |
| Rentenfonds | 4.983 | 4.051 | 932 | 114 |
| Immobilienfonds | 355 | 342 | 13 | 9 |
| Alternative Investments | 92 | 89 | 3 | 2 |
| Gesamt | 5.912 | 4.956 | 956 | 135 |
Zum 31. Dezember 2016 weisen Anteile oder Anlageaktien mit einem Buchwert in Höhe von 5,6 Mio. Euro, die unter der Fondskategorie Aktienfonds ausgewiesen werden sowie dem Anlagevermögen zugeordnet sind, stille Lasten in Höhe von 0,2 Mio. Euro aus.
Zum 31. Dezember 2016 weisen Anteile oder Anlageaktien mit einem Buchwert in Höhe von 604,8 Mio. Euro, die unter der Fondskategorie Rentenfonds ausgewiesen werden sowie dem Anlagevermögen zugeordnet sind, stille Lasten in Höhe von 17,8 Mio. Euro aus.
Zum 31. Dezember 2016 weisen Anteile oder Anlageaktien mit einem Buchwert in Höhe von 29,8 Mio. Euro, die unter der Fondskategorie Alternative Investment ausgewiesen werden sowie dem Anlagevermögen zugeordnet waren, stille Lasten in Höhe von 1,2 Mio. Euro aus.
Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich der erwarteten Rückzahlungen von vorübergehenden Wertminderungen der Anteile beziehungsweise Anlageaktien aus. Die Kriterien der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.
Bei einzelnen Fonds bestehen Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe, da sie nur wöchentlich beziehungsweise mit einer Frist von 40 Tagen zum Quartalsletzten zurückgegeben werden können.
Angaben gem. § 285 Nr. 33 HGB
Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2016 sind bei unserer Gesellschaft keine Vorgänge eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben.
Aufsichtsrat
Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB
Jacques de Vaucleroy (bis 30. Juni 2016)
Vorsitzender
Chief Executive Officer for Northern,
Central and Eastern Europe der AXA Brüssel, Belgien
Dr. Thomas Buberl (vom 1. Juli 2016 bis 31. Dezember 2016)
Vorsitzender
CEO AXA
La Celle-Saint-Cloud, Frankreich
Paul Evans (seit 1. Januar 2017)
Vorsitzender
CEO AXA Global Life & Savings and AXA Global Health Cheltenham, Großbritannien
Klaus Dauderstädt
stellv. Vorsitzender
Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion Meckenheim
Hans-Richard Adenauer
Geschäftsführer der Deutscher Beamtenwirtschaftsbund (BWB) GmbH Rheinbreitbach
Hans-Ulrich Benra
stellv. Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion Falkensee
Gert Schröder
Angestellter
Overath
Prof. Dr. J.-Matthias Graf von der Schulenburg
Direktor des Institutes für Versicherungsbetriebslehre der Universität Hannover,
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften Hannover
Vorstand
Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB
Dr. Thomas Buberl (bis 30. April 2016)
Vorsitzender
Vorstandsvorsitz
Strategie/Personal/Organisation
Etienne Bouas-Laurent (bis 15. September 2016) Finanzen
Dr. Alexander Vollert (seit 16. September 2016)
Vorsitzender
Vorstandsvorsitz
Dr. Andrea van Aubel
Informationstechnologie/Digitalisierung
Jens Hasselbächer
Vertrieb
Frank Hüppelshäuser
Schaden/Leistung
Dr. Nils Kaschner (seit 16. September 2016) Finanzen
Dr. Thilo Schumacher
Krankenversicherung
Jens Warkentin
Kunden-, Partner- und Prozess-Service
Angaben nach § 285 Nr. 14 HGB und § 160 Absatz 1 Nr. 8 AktG
Nach den vorliegenden Mitteilungen gemäß § 20 Absatz 1 und Absatz 4 AktG hält die AXA Konzern AG, Köln, als Rechtsnachfolgerin der AXA Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln, 100 % am Grundkapital unserer Gesellschaft.
Im Verhältnis zur AXA Konzern AG, Köln, sind wir ein Konzernunternehmen im Sinne der §§ 15 ff. AktG in Verbindung mit § 18 Absatz 1 AktG.
Die AXA Krankenversicherung AG, Köln, und ihre Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, als kleinster und größter Kreis von Unternehmen, zum 31. Dezember 2016 einbezogen. Der Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorites des Marches Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et des Societes) 572 093 920 hinterlegt. Der Konzernabschluss der AXA S.A. wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Dieser Konzernabschluss mit dem Konzernlagebericht hat für uns gemäß § 291 Absatz 2 HGB befreiende Wirkung.
Köln, den 27. April 2017
Dr. Vollert
Dr. van Aubel
Hässelbächer
Hüppelshäuser
Dr. Kaschner
Dr. Schumacher
Warkentin
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AXA Krankenversicherung Aktiengesellschaft, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 28. April 2017
**PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Ludger Koslowski, Wirtschaftsprüfer
ppa. Sven Capousek, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des gesamten Jahres 2016 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte und in zwei Sitzungen sowie zwei schriftlichen Beschlussverfahren wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes (AktG) über die allgemeine Geschäftsentwicklung sowie über grundlegende Fragen der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand weiterhin umfassend über die Risikosituation informiert. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstandes, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.
In der Sitzung am 12. Mai 2016 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf 2015 und dem vorgelegten Jahresabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für das Geschäftsjahr 2016 vor, die eingehend erörtert wurde. Weiterhin wurde dem Aufsichtsrat die für den deutschen AXA Konzern geltende Vergütungsrichtlinie vorgestellt. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat außerdem über den Verlauf der Beitragsanpassung 2016, den Start des ePortals "Meine Gesundheit" sowie weitere aktuelle Projekte. Der Aufsichtsrat wurde zudem umfassend über die Risikosituation, insbesondere über die Themen SII Coverage Ratio sowie IT-Sicherheit, informiert.
In der Sitzung am 24. November 2016 befasste sich der Aufsichtsrat mit der aktuellen Geschäftsentwicklung und der Planung für das Geschäftsjahr 2017. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat ausführlich über den aktuellen Stand und die weiteren Planungen für das Strategieprojekt Ambition 2020. Weiterhin berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat detailliert über die für 2017 geplante Beitragsanpassung. Der Aufsichtsrat hat sich in dieser Sitzung zudem mit den Auswirkungen des Abschlussprüferreformgesetzes auf die Aufsichtsratstätigkeit befasst, einen Beschluss zur Erbringung von Nichtprüfungsleistungen durch den Abschlussprüfer gefasst sowie Herrn Prof. Dr. J.-Matthias Graf von der Schulenburg zum Finanzexperten im Sinne von § 100 Absatz 5 AktG bestimmt.
Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand auch in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 sind von der vom Aufsichtsrat zum Abschlussprüfer bestellten PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat nahm den Bericht und die Erläuterungen zustimmend zur Kenntnis. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft. Er billigte den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist.
Im vergangenen Jahr sind im Vorstand und im Aufsichtsrat Personalveränderungen eingetreten. Die Herren Dr. Thomas Buberl und Etienne Bouas-Laurent sind mit Ablauf des 30. April 2016 beziehungsweise des 15. September 2016 aus dem Vorstand ausgeschieden. Herr Dr. Alexander Vollert wurde als Nachfolger von Herrn Dr. Buberl mit Wirkung zum 16. September 2016 zum Mitglied und Vorsitzenden des Vorstands bestellt. Als Nachfolger für Herrn Bouas-Laurent wurde Herr Dr. Nils Kaschner ebenfalls mit Wirkung zum 16. September 2016 zum Mitglied des Vorstands bestellt. Herr Jacques de Vaucleroy ist mit Wirkung zum 30. Juni 2016 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Der als Nachfolger zum Mitglied und Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählte Herr Dr. Thomas Buberl ist mit Wirkung zum 31. Dezember 2016 wieder aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde Herr Paul Evans, CEO AXA Global Life & Savings and AXA Global Health, zum Mitglied und Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den ausgeschiedenen Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat für die erfolgreiche Tätigkeit.
Dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Dienstleistungsgesellschaften, die für unsere Gesellschaft tätig geworden sind, gilt für ihre Leistung im Jahr 2016 unser ganz besonderer Dank.
Köln, den 16. Mai 2017
Für den Aufsichtsrat
Paul Evans, Vorsitzender
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