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AXA Annual Report 2013

Feb 24, 2015

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Annual Report

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Publication

AXA Konzern Aktiengesellschaft

Köln

Konzernabschluss zum 31.12.2013

Vorstand

Mitglieder des Vorstandes

Dr. Thomas Buberl Vorsitzender

Strategie und Organisation / Vorstandsvorsitz

Dr. Andrea van Aubel

Informationstechnologie und Prozessmanagement

Etienne Bouas-Laurent

Finanzen

Schaden- und Unfallversicherung (kommissarisch) ab 1. Oktober 2014

Dr. Patrick Dahmen

Vorsorge

Manfred Engelking

Personal / Zentrale Dienste

Wolfgang Hanssmann

Vertrieb, Marketing

Krankenversicherung (kommissarisch) (ab 1. März 2014)

Thomas Michels (bis 30. September 2014)

Schaden- und Unfallversicherung

Dr. Heinz-Jürgen Schwering (bis 28. Februar 2014)

Krankenversicherung

Dr. Astrid Stange (ab 1. Oktober 2014)

Dr. Thilo Schumacher (ab 1. Oktober 2014)

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrates

Claas Kleyboldt

Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates

Vorsitzender des Vorstandes i.R. der AXA Konzern AG

Köln

Jacques de Vaucleroy

Vorsitzender

Chief Executive Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA

Brüssel, Belgien

Herbert Mayer*)

stellv. Vorsitzender

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der AXA Konzern AG

Pfinztal

Manuela Better (ab 24. Juni 2014)

München

Dina Bösch (ab 27. Mai 2014)

Mitglied des Bundesvorstands ver.di

Hamburg

Harry Clemens*)

Leitender Angestellter

Köln

Klaus Dauderstädt (ab 6. Juni 2013)

Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion

Meckenheim

Kurt Döhmel

Vorsitzender der Geschäftsführung i.R. der Deutsche Shell Holding GmbH

Hamburg

Dr. Michael Frenzel

Vorsitzender des Aufsichtsrats TUI Deutschland GmbH

Burgdorf

Michael Garrecht*)

Angestellter

Maikammer

Peter Heesen (bis 6. Juni 2013)

ehem. Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion

Frechen

Christiane Kölsch-Bisanzio

Head of Human Resources for Northern, Central and Eastern Europe der AXA

Besazio, Schweiz

Patrick Lemoine

Chief Financial Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA

Brüssel, Belgien

Hans-Peter Lenssen*) (bis 27. Mai 2014)

Gewerkschaftssekretär ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Glienicke/Nordbahn

Dr. Eva Lohse (ab 1. Juli 2014)

Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen

Ludwigshafen

Friedrich Merz (bis 30. Juni 2014)

Rechtsanwalt Mayer Brown LLP

Arnsberg

Frank D. Meyer*)

Angestellter

Saulheim

Hans Nasshoven*)

Angestellter

Köln

Dr. Petra Roth (bis 23. Juni 2014)

Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main a.D.

Frankfurt am Main

Klaus Weber*)

Gewerkschaftssekretär ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Berlin

Andrea Wolf*)

Angestellte

Sankt Augustin

*) Vertreter der Arbeitnehmer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des gesamten Jahres 2013 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte und in drei Sitzungen wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes über die allgemeine Geschäftsentwicklung, über grundlegende Angelegenheiten sowie die strategischen Ziele der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung des Konzerns wurden ausführlich besprochen. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstandes, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 7. März 2013 die Tantiemezahlungen für 2012, die Equity Grant Zuteilung 2012 sowie anstehende Anpassungen der Vorstandsvergütung beschlossen. Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit den Anforderungen der Versicherungsvergütungsverordnung und dabei insbesondere auch mit den bestehenden Vergütungssystemen für den Vorstand sowie für leitende Mitarbeiter und Mitarbeiter mit variabler Vergütung befasst. In seiner Sitzung am 6. Juni 2013 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstandes über den Geschäftsverlauf 2012 und dem vorgelegten Jahresabschluss sowie dem Konzernabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für 2013 vor, die vertiefend erörtert wurde. Weiterhin hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung dem Abschluss mehrerer Beherrschungsverträge mit Konzerngesellschaften zur Absicherung der bestehenden umsatzsteuerlichen Organschaft zugestimmt und sich mit den Auswirkungen der aktueller Gerichtsentscheidungen zur Lebensversicherung auf die Gesellschaften des deutschen AXA Konzerns befasst. In seiner Sitzung am 14. November 2013 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über den bisherigen Geschäftsverlauf im laufenden Jahr und gab einen Kurzbericht über die vorläufige Planung 2014. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung weiterhin dem Abschluss eines Beherrschungsvertrages mit der Aktionärin Vinci B.V. zugestimmt. Zudem berichtete der Vorstand in dieser Sitzung über die Verlängerung des bestehenden Investments der operativen Gesellschaften in eine von der AXA S.A. emittierte Schuldverschreibung - und beantwortete die Fragen des Aufsichtsrats.

In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat ausführlich über besondere Projekte und Entwicklungen des Konzerns informiert. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung des Konzerns behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet.

Der Aufsichtsrat hat neben dem gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss zwei weitere Ausschüsse eingerichtet. Das aus drei Mitgliedern bestehende Präsidium befasst sich vornehmlich mit den dienstvertraglichen Angelegenheiten der Mitglieder des Vorstandes und ist ein vorbereitender Ausschuss. Das aus fünf Mitgliedern bestehende Audit Committee widmet sich im Wesentlichen der Überwachung des Risikomanagements des Vorstandes und der Kontrollmechanismen des Konzerns, der Behandlung des Jahresabschlusses, Fragen zur Abschlussprüfung und legt die Prüfungsschwerpunkte des Geschäftsjahres fest. Das Präsidium tagte in 2013 dreimal. Das Audit Committee hat in 2013 viermal getagt. Hierüber hat es den Aufsichtsrat umfassend unterrichtet. Der Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013 sind von der in der Hauptversammlung gewählten PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Konzernabschluss und der Konzern-Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte und die weiteren Erläuterungen des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Ebenso wurden der Konzernabschluss und Konzernlagebericht geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist, und schloss sich dem Vorschlag für die Gewinnverwendung an. Ebenso billigte der Aufsichtsrat den Konzernabschluss.

Im Geschäftsjahr 2013 sind im Aufsichtsrat Personalveränderungen eingetreten. Herr Peter Heesen ist aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Herr Klaus Dauderstädt. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Herrn Heesen für seine jahrelange erfolgreiche Tätigkeit für die Gesellschaft, insbesondere für die aktive Unterstützung bei der Integration der DBV-Winterthur in den AXA Konzern.

Für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihre tatkräftige Unterstützung mit zum Erfolg des Konzerns beigetragen haben, seinen Dank aus.

Unser Dank gilt auch den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für die sehr engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Köln, den 20. November 2014

Für den Aufsichtsrat

Jacques de Vaucleroy, Vorsitzender

Konzernlagebericht

AXA - eine der führenden Versicherungen in Deutschland

Der deutsche AXA Konzern hat sich durch die Zugehörigkeit zur internationalen AXA Gruppe sowie die Breite seiner Aktivitäten in Sparten, Vertriebswegen und Kundengruppen erfolgreich im deutschen Versicherungsmarkt positioniert. In Deutschland gehört der Konzern mit einem Marktanteil von 5,8% zu den Top 5 der Erstversicherer. Beiträge von rund 10,1 Mrd. Euro machen AXA Deutschland darüber hinaus zu einem bedeutenden Teil der internationalen AXA Gruppe. Mehr als 11% des Umsatzes der AXA Gruppe entfallen auf den deutschen AXA Konzern.

Mit einer umfassenden und attraktiven Produktpalette und einem der größten Exklusivvertriebe der deutschen Assekuranz hebt sich der AXA Konzern von seinen Wettbewerbern ab. Rund 4.700 Vertriebspartner und 10.113 Mitarbeiter haben den Anspruch, sowohl für Privat- als auch Firmenkunden der Ansprechpartner erster Wahl zu sein. So sind Produkte und Dienstleistungen auf die vielfältigen Bedürfnisse der Kunden abgestimmt. Zudem profitieren Kunden von einer Vielzahl an Synergien, die von globalen Anlagemöglichkeiten über internationales Produkt-Know-how bis hin zu exzellenten Kapitalausstattungen reichen. Mit diesen Leistungen konnte AXA in Deutschland das Vertrauen von rund 8 Millionen Kunden gewinnen.

Einen großen Erfolgsfaktor für den Konzern stellen zudem zwei bedeutende Spezialversicherer dar: die DBV Deutsche Beamtenversicherung und die Deutsche Ärzteversicherung. Mit 1,7 Millionen Versicherten im Öffentlichen Dienst und rund 150.000 Kunden der akademischen Heilberufe aus dem Segment Ärzte/Heilwesen gehören beide zu den führenden Versicherungen ihrer jeweiligen Zielgruppe.

Ein Konzern mit über 170 Jahren Geschichte

Die ersten Anfänge der AXA Deutschland liegen im Jahr 1839. Zu dieser Zeit gründeten Kaufleute und Bankiers die Kölnische Versicherungs-Gesellschaft genannt Colonia. Einen ersten Partner sollte die Colonia in der 1853 gegründeten Lebensversicherung Concordia finden. Gemeinsam mit Nordstern, die 1866 in Berlin entstand, bildete die Concordia die Basis für die heutige Lebensversicherung der AXA Deutschland. Neben der Concordia und der Nordstern fusionierte im Laufe der Geschichte auch die Hamburger Transport- und Unfallversicherung Albingia mit der Colonia. Das war ein weiterer Schritt der Entwicklung in der Kölner Feuerversicherung zu einem der großen deutschen Versicherungskonzerne.

Ende der 80-er/Anfang der 90-er Jahre des vorigen Jahrhunderts stellte die deutsche Wiedervereinigung und das zusammenwachsende Europa die Colonia vor neue Herausforderungen. Auf die veränderten Markterfordernisse reagierte der Konzern 1991 mit der Bildung einer Holdingstruktur mit der Colonia Konzern AG an der Spitze. Deren Mehrheitsaktionärin wurde 1993 die staatliche französische Union des Assurances de Paris (UAP). 1996 fusionierte die UAP mit der AXA Gruppe. Damit trat die Colonia in eines der größten Versicherungs- und Finanzdienstleistungsunternehmen der Welt ein.

Die Wurzeln der DBV Deutsche Beamtenversicherung reichen bis ins Jahr 1871 zurück. 2007 übernahm der deutsche AXA Konzern die DBV-Winterthur Versicherungen. Bis heute ist sie unter dem Namen DBV dem Öffentlichen Dienst verbunden. Auch die Geschichte der Deutschen Ärzteversicherung geht ähnlich weit zurück: Sie wurde 1881 von Ärzten für Ärzte gegründet und arbeitet eng mit wichtigen berufsständischen Organisationen zusammen.

Teil einer starken weltweiten Gruppe

Als Teil der AXA Gruppe gehört der deutsche AXA Konzern zu einem der führenden Versicherer und Vermögensverwalter weltweit. 2013 erwirtschaftete die AXA Gruppe einen Umsatz von 91 Mrd. Euro, ein operatives Ergebnis (Underlying Earnings) von 4,7 Mrd. Euro und ein Nettoergebnis von 4,5 Mrd. Euro. 102 Millionen Kunden aus insgesamt 56 Ländern mit Schwerpunkten in Europa, Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum vertrauen der AXA. Die Kapitalanlagen (Assets under Management) der Gruppe lagen Ende 2013 bei 1,1 Billionen Euro.

Gegründet wurde die AXA Gruppe von dem Franzosen Claude Bébéar. Er übernahm Ende der 70er Jahre in Rouen die Führung des kleinen Gegenseitigkeitsversicherers Ancienne Mutuelle. Es folgten zahlreiche Fusionen mit regionalen Versicherern und die Übernahme der fast doppelt so großen Unternehmensgruppe Drouot. Mit der Umbenennung in AXA im Jahr 1984 war Bébéars Unternehmen der erste Versicherungskonzern, der sich weltweit einen einheitlichen Markennamen gab. Bébéar wählte diesen Namen, um die Größe und Stärke des Unternehmens zu unterstreichen und Mitarbeitern und Kunden weltweit ein Zeichen zur Identifikation zu geben. AXA ist darüber hinaus ein Name, der sich auf der ganzen Welt gut aussprechen lässt.

Die Expansion des Unternehmens begann innerhalb von Frankreich, weitete sich dann auf die Länder Europas und später in die ganze Welt aus. In den 90-er Jahren erlangte AXA durch große Akquisitionen viel Aufmerksamkeit. Zunächst stieg AXA in die amerikanische Equitable-Gruppe ein, fusionierte mit der UAP und übernahm schließlich die britische Guardian Royal Exchange und die japanische Nippon Dantai Life. Zu den größten Akquisitionen gehörte im Jahr 2006 die Übernahme der Winterthur Gruppe. Henri de Castries übernahm im Jahr 2000 die Nachfolge von Claude Bébéar. Die Ziele seines Vorgängers verfolgt er weiterhin: Wo immer AXA vertreten ist, will sie Maßstab der Branche werden.

Aktuelle Entwicklung im Konzern 2013

"Wir machen's einfach" - Profitabilität und Effizienz durch Mitarbeiter-Engagement und betriebliche Prozessoptimierung

AXA ist heute über alle Sparten mit einer sehr starken Marke die Nr. 5 im deutschen Versicherungsmarkt. Vor allem im Industrie-, Kraftfahrt- und Krankenversicherungsgeschäft sowie in den Kundensegmenten Ärzte/Heilwesen (DÄV) und Öffentlicher Dienst (DBV) verfügt AXA über eine starke Marktposition. Im Vertrieb fokussierte sich AXA erfolgreich auf die gebundenen Vertriebe Exklusivvertrieb (EVT) und Deutsche Ärzte Finanz (DÄF) bei gleichzeitig starken Maklerpositionen in der Sach-, Haftpflicht- und Kraftfahrtversicherung sowie der Krankenversicherung.

Im Rahmen des Effizienzsteigerungsprogramms "focus to perform" (f2p) setzt AXA weiterhin auf ein konsequentes Kostenmanagement durch intelligentes und nachhaltiges Sparen. So konnten die Economic Expenses (als zentrale Kostengröße) weiter reduziert werden. Die Haupthebel zur Vertiefung dieser Erfolge sind die Elemente Lean Management und Digitalisierung.

Im Rahmen von Lean Management werden entlang der Wertschöpfungskette Prozesse vereinfacht, standardisiert und modularisiert. Konkret bedeutet dies die dauerhafte Integration der Verbesserungswerkzeuge in das Tagesgeschäft aller Mitarbeiter. So ist es in einigen Ressorts bereits gelungen, die Tätigkeiten bestmöglich unter Effizienzgesichtspunkten zu steuern und zugleich komplexe Tätigkeiten weiterhin auf qualitativ hohem Niveau auszuführen. Hier sind Erfolgsfaktoren nicht nur die methodisch, technisch und fachlich erfolgreiche Umsetzung, sondern auch die Veränderung der Denkweise und die Stärkung der Eigenverantwortung der Mitarbeiter und Führungskräfte. Damit hat Lean Management bereits einen spürbaren und nachhaltigen Beitrag zur Produktivitäts- und Qualitätsverbesserung geleistet.

Im Themenfeld Digitalisierung liegt der Fokus auf der Automatisierung von Prozessen, der Digitalisierung von Transaktionen sowie der für Vertriebspartner und Endkunden notwendigen Möglichkeiten, Verwaltungsvorgänge online durchführen zu können.

Durch umfangreiche Investitionen in Prozessverbesserungen, Automatisierung, optimierte Strukturen und wo notwendig auch Anpassungen am Geschäftsmodell will AXA den Kundenservice weiter verbessern und gleichzeitig bis zum Jahr 2015 die jährlichen Kosten um rund 220 Mio. Euro senken. Zur Erreichung dieses anspruchsvollen Zieles sind insgesamt Maßnahmen zur Einsparung von 328 Mio. Euro notwendig, um gegenläufige Effekte, wie die jährlichen Tarifsteigerungen, auszugleichen. All diese Erfolge gelingen AXA nur durch Mitarbeiter, deren Qualität über dem Branchendurchschnitt liegt.

Stärkung der Geschäftsfelder durch nachhaltige Bedürfnisausrichtung im Markt

Sich im Veränderungsprozess befindende Geschäftsfelder bedürfen stetiger, sich am Markt orientierender Anpassungen. Hierzu wurden auch im Jahr 2013 zielführende Maßnahmen in den Sparten Schaden- und Unfallversicherung, Krankenversicherung und Vorsorge umgesetzt und eingeleitet, um den Erfolg von AXA auch weiterhin im Markt zu stärken.

In der Schaden-, Unfall- und Haftpflichtversicherung mit Privatkunden wurde die Entwicklung eines vereinfachten und attraktiven Produktkonzepts weiter verfolgt, das im Herbst 2014 auf den Markt kommt.

Im Industriegeschäft wurde der Fokus auf zukunftsträchtige Segmente geschärft. So bleiben die erneuerbaren Energien, insbesondere die Versicherung von Offshore-Windkraftanlagen, ein strategischer Pfeiler des Industriegeschäfts. Auch der Ausbau internationaler Programme für weltweit agierende Kunden verspricht weiterhin ein großes Wachstumspotenzial.

Die Ansprache der Kunden wird durch die strukturelle Trennung von Industrie und Firmen in den dezentralen Standorten nachhaltig verbessert. So erfolgt für Firmenkunden hier eine spartenübergreifende Bearbeitung. Außerdem wird die Produktpalette in kleinen Sofortmaßnahmen angepasst, wie u. a. durch die Verbesserungen des bestehenden "Profi-Schutz"-Produkts.

Die gezielte Ansprache kleiner Unternehmen geht auf die Bedürfnisse der Kunden ein, indem ein klares, einfach zu verstehendes Standardprodukt für verschiedene Branchen entwickelt wird. Der Pilot hierzu startet 2014.

In der Krankenversicherung lag der Fokus u.a. auf der Zusatzversicherung. Hier wurde 2013 der Marktanteil von AXA stark ausgebaut, insbesondere bei unserem neuen, sehr gut positionierten Zahnprodukt. Das Absicherungsniveau kann dabei dreistufig ("DENT", "DENT Komfort", "DENT Premium") gewählt werden. Des Weiteren erfolgte ein Push im Zukunftsfeld der Pflegezusatzversicherung. Auch stehen weiterhin das Geschäft der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) und die Versicherung für Expatriates im Fokus mit einem Wachstum über dem Marktdurchschnitt.

Im Jahr 2013 setzte die AXA Lebensversicherung auf profitables Neugeschäftswachstum. Hierbei wurde zugleich eine kontinuierlichere Verbesserung der Kundenservices und der Geschäftsprozesse, verbunden mit einer Reduktion von Komplexität, verfolgt und mit der Umsetzung begonnen.

Am Markt ist AXA mit einer breiten Produktpalette auch weiterhin als Vollsortimenter hervorragend aufgestellt. Angeboten werden nach wie vor konventionelle Produkte mit hohen Sicherheiten, aber auch fondsgebundene Produkte mit oder ohne Garantien. Parallel wurde mit der "Relax Rente" eine innovative und bisher einzigartige Altersvorsorgelösung entwickelt, die zu Beginn des Jahres 2014 eingeführt wurde.

Die hervorragende Marktpositionierung für Berufsunfähigkeitsversicherung und Risikolebensversicherung wurde beibehalten.

Optimierung der Querfunktionen stärkt nachhaltig unseren Erfolg

AXA bleibt bei der formulierten Multikanalstrategie. Das heißt, dass im Direktvertriebsmarkt auch weiterhin keine Zweitmarke eingeführt wird, sondern auf die gemeinsame Ausschöpfung der Kundenpotentiale mit dem Exklusivvertrieb gesetzt wird. Diese Strategie sichert die optimale Austarierung der Vertriebswege und ermöglicht AXA die Durchführung von Direktmaßnahmen in Vermittlerbeständen. Darüber hinaus gilt es für den Exklusivvertrieb die entwickelten Möglichkeiten zur digitalen Zusammenarbeit praxisorientiert erlebbar zu machen und die Effektivität unserer Vertriebspartner weiter zu verbessern. Nach der flächendeckenden Einführung des elektronischen Unterschriften-Pad im Jahr 2013 können alle Exklusiv-Vermittler nun Kunden-Unterschriften elektronisch einholen. Hierdurch werden eine effiziente Verarbeitung und Einsparungen bei Porto und Druckkosten erreicht. Unter ökologischen Gesichtspunkten leistet AXA zusätzlich einen positiven Beitrag durch Reduktion des Papierverbrauchs und des Transports.

Im Maklerkanal wird AXA vom Markt derzeit eine Benchmark-Positionierung bzw. Technologieführerschaft im Bereich der online-basierten Prozesse zugesprochen. Diese erreichte Position gilt es zu verteidigen und nachhaltig weiter auszubauen und zudem die Nutzung durch den Vertriebspartner zu forcieren.

In der IT wurde ein Programm gestartet, um die Anwendungslandschaft auf die Anforderungen der digitalisierten Welt vorzubereiten. Ein erster großer Schritt im Rahmen dieses Programms ist die Einführung der "Life Factory" als neues Bestandssystem im Geschäftsfeld Vorsorge. Gemeinsam mit den Vertragspartnern IBM und COR&FJA soll in den kommenden Jahren nicht nur die Abbildung des Neugeschäftes in der "Life Factory" ermöglicht werden, sondern auch die Migration der bestehenden Verträge erfolgen. Für die weiteren Geschäftsfelder und Querschnittsfunktionen laufen derzeit noch die Planungen, um in den nächsten Jahren weitere Umsetzungsprojekte zur Modernisierung der Anwendungslandschaft starten zu können.

Nachhaltige Maßnahmen zur Verbesserung der Marktpositionierung unserer erfolgreichen Kundensegmente eingeleitet

Die Exklusivorganisation Deutsche Ärzte Finanz konnte bei der Bedarfsweckung und den Aktivitäten rund um eine bessere Bestandsausschöpfung weiter auf die Kundenprogramme "EARLY-BIRD", "Info-Time" bzw. "Info-Timeplus" zurückgreifen. Mit Blick auf das Jahr 2014 wurden die Konzeption unserer Kundenansprache überarbeitet und die drei Kundenprogramme zu einem Kundenprogramm "puls" zusammengefasst. Hierdurch können bei schlankeren und einfacheren Prozessen insgesamt mehr Kunden effizienter erreicht werden. Neben den Kundenprogrammen, die im Schwerpunkt bereits im Berufsleben stehende Kunden ansprechen, konnten unsere Repräsentanten über die Kooperation mit dem MEDI-LEARN Club auch im Segment der Jungmediziner sowie Zahnmediziner auf ein weiter gestiegenes Potenzial zurückgreifen.

Das Kundensegment Öffentlicher Dienst (insbesondere die Zielgruppe Dienstanfänger) ist weiterhin das am stärksten wachsende Segment.

Damit positioniert sich die DBV unter den Top 3 der Versicherer für den Öffentlichen Dienst. Auch zukünftig sprechen maßgeschneiderte Produkte für die Beschäftigten in den Bereichen Bildung, Innere und Äußere Sicherheit sowie die intensive Zusammenarbeit mit den Spitzenorganisationen im Öffentlichen Dienst für ein weiterhin starkes Wachstum. So wurde u.a. durch die Task Force "Vorsorge Öffentlicher Dienst" sichergestellt, die Kunden dieses Segments immer besser und bedarfsgerechter zu erreichen und zu versorgen.

Abgerundet wird das Konzept durch ein dichtes Netz an speziell ausgebildeten Ansprechpartnern. Um deren Beratungskompetenz zu gewährleisten, werden fortlaufend Onlineschulungen und aktuelle Informationen über eine Onlinewissensdatenbank angeboten.

AXA erfüllt wie gewohnt seine Aufgabe als zuverlässiger Partner für Kunden und Mitarbeiter. Die Neuerungen und eingeleiteten Effizienzmaßnahmen in Verarbeitung und Kostenmanagement leisten hierbei den Beitrag, auch kommende Herausforderungen erfolgreich zu lösen und die Position als Top-Versicherer in einem schwierigen Marktumfeld auszubauen. Dies ermöglicht uns einen zuversichtlichen Ausblick für das Jahr 2014 und darüber hinaus.

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis hat sich im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt verändert:

Auf die AXA Lebensversicherung AG, Köln wurde die DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG, Wiesbaden verschmolzen. Die winsecura Pensionskasse AG, Wiesbaden wurde auf die Pro baV Pensionskasse AG, Köln verschmolzen. Des Weiteren wurde die Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG, Essen veräußert.

Da die Beteiligung der AXA Konzern AG an der Aragon AG, Wiesbaden infolge einer Kapitalerhöhung von 27,17% auf 18,11% im Geschäftsjahr 2013 gesunken ist wird diese Gesellschaft nicht mehr Rahmen einer "At Equity Bewertung" in den Konzernabschluss einbezogen, sondern als "Eigenkapitalinstrument - zur Veräußerung verfügbar" bilanziert.

Wirtschaft und Versicherungsmarkt 2013

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Entwicklung unserer Gesellschaft fand im Geschäftsjahr 2013 in nachfolgend beschriebenem gesamtwirtschaftlichen und Branchenumfeld statt:

Deutsche Wirtschaft bleibt trotz Krise stabil

Die deutsche Wirtschaft blieb im Jahr 2013 weitestgehend stabil. Während die Konjunktur vor allem in Südeuropa weiterhin nur langsam in Schwung kommt, konnte sich die deutsche Wirtschaft vor allem in der zweiten Jahreshälfte leicht verbessern. Laut des Statistischen Bundesamtes und dem Jahreswirtschaftsbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahr um 0,4% zu. Das Bruttoinlandsprodukt stieg jedoch langsamer als 2012 (0,7%) und deutlich schwächer als noch 2011 (3,3%). Vor allem die immer noch anhaltende Rezession innerhalb der Europäischen Währungsunion und eine gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung ließen der Konjunktur nur wenig Spielraum.

Als treibende Kraft der deutschen Konjunktur erwies sich im vergangenen Jahr vornehmlich die Binnen-Nachfrage. Im Inland nahmen der private Verbrauch um 0,9% und die staatlichen Konsumausgaben um 1,1% zu. Investitionen konnten dagegen nur einen geringen Beitrag zum Wirtschaftswachstum liefern und gingen zum Teil sogar nochmals zurück. Im Vergleich zu 2012 stiegen die Exporte von Waren und Dienstleistungen aus Deutschland um 0,6%. Diesem Anstieg an exportierten Gütern stand jedoch auch eine deutliche Zunahme der Importe um 1,3% gegenüber. Der Außenbeitrag als Differenz zwischen Exporten und Importen bremste somit das inländische BIP-Wachstum 2013 um rund - 0,3 Prozentpunkte.

Die weitestgehend stabile Wirtschaftslage 2013 wirkte sich ebenfalls auf den Arbeitsmarkt aus. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Erwerbstätigen - das siebte Jahr in Folge - leicht auf einen neuen Höchststand von 42,0 Millionen an. Arbeitslose partizipierten allerdings nur teilweise an diesem Beschäftigungsplus, da nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit die Profile der Arbeitslosen oftmals nur unzureichend zur Arbeitskräftenachfrage passen. Mit insgesamt 2,95 Millionen Arbeitslosen waren im Jahresdurchschnitt 2013 etwa 53.000 mehr Menschen arbeitslos gemeldet als noch im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote stieg dadurch um 0,1 Prozentpunkte auf 6,9%, war damit jedoch immer noch niedriger als 2011 (7,1%).

Die Arbeitnehmer konnten im Jahr 2013 nicht von einem Anstieg der Reallöhne profitieren. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes auf der Grundlage vorläufiger Ergebnisse betrug der Anstieg der Nominallöhne im Durchschnitt 1,3%. Da sich die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes jedoch um 1,5% erhöhten, ergab sich im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt preisbereinigt ein Minus bei den Reallöhnen von 0,2%.

Deutsche Versicherungswirtschaft weiter mit Wachstum

Für die deutsche Versicherungswirtschaft war 2013 ein Jahr voller Herausforderungen. Die Folgen der anhaltend niedrigen Zinsen belasten unverändert insbesondere die Lebens- und Krankenversicherer. Den Schaden- und Unfallversicherern machten mehrere außerordentliche Wetterereignisse zu schaffen. Insgesamt nahm die deutsche Versicherungswirtschaft im Berichtsjahr aber erneut eine zufriedenstellende Entwicklung und konnte weiter wachsen.

Nach Berechnungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nahmen die Beiträge ihrer Mitgliedsunternehmen im Berichtsjahr um insgesamt 3,0% auf 187,1 Mrd. Euro (2012: 180,7 Mrd. Euro) zu. Einen wichtigen Anteil hatten daran die Rentenversicherungen, die gegen Einmalbeitrag abgeschlossen wurden. Dadurch stiegen die Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung um insgesamt 4,0% auf 90,8 Mrd. Euro. Die privaten Krankenversicherer verzeichneten einen Beitragszuwachs von 0,7% auf 35,9 Mrd. Euro und die Schaden- und Unfallversicherer von 3,0% auf 60,4 Mrd. Euro.

Weitaus stärker als die Einnahmen stiegen allerdings die Leistungen der Schaden- und Unfallversicherer: Gegenüber dem Vorjahr ist hier ein Zuwachs von 11,6% auf 49,4 Mrd. Euro zu verzeichnen. Grund für das Rekordniveau waren die vielen Wetterextreme mit einer Schadendimension in Höhe von insgesamt 7 Mrd. Euro innerhalb weniger Monate. Aufgrund der Naturereignisse lag die Schaden-Kostenquote bei 102%.

Das Neugeschäft der Lebensversicherer zeigte im Jahr 2013 ein zweigeteiltes Bild: Während die laufenden Beiträge im Neugeschäft deutlich um 13,1% auf 5,3 Mrd. Euro zurückgingen, legte das Geschäft gegen Einmalbeitrag ebenso deutlich um 14,2% auf 25,7 Mrd. Euro zu. Diese Verschiebung der Nachfrage wird sich durch die Bevölkerungsalterung in den kommenden Jahren vermutlich fortsetzen. Kunden der deutschen Lebensversicherer haben im Jahr 2013 Leistungen in Höhe von voraussichtlich 80 Mrd. Euro erhalten. Das ist ein Anstieg um knapp 5%.

Von den Beitragseinnahmen der privaten Krankenversicherungsunternehmen entfielen 33,8 Mrd. Euro auf die Kranken-Voll- und -Zusatzversicherung. Das ist ein Plus von 0,6% gegenüber dem Vorjahr. Der Zuwachs in der Pflegeversicherung betrug 1,7%. Die ausgezahlten Versicherungsleistungen nahmen um 4,2% auf 24,3 Mrd. Euro zu.

Neuer Verhaltenskodex für den Versicherungsvertrieb

Um eine noch höhere Qualität im Versicherungsvertrieb zu erreichen, hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft im Berichtsjahr den weiterentwickelten Verhaltenskodex für den Versicherungsvertrieb publiziert und seine Mitglieder aufgerufen, diesen zu unterzeichnen. Die neuen Regeln sollen das Bewusstsein der Unternehmen und Vermittler für die Interessen der Verbraucher weiter schärfen und zugleich Vertriebspraktiken unterbinden, die den Belangen der Kunden widersprechen. Der neue Verhaltenskodex enthält elf Leitlinien, die den Rahmen für eine faire und bedarfsgerechte Vermittlung von Versicherungsprodukten setzen. Unternehmen, die dem Kodex beitreten, machen ihn zur Geschäftsgrundlage für die Zusammenarbeit mit ihren Vertriebspartnern. Dem Aufruf des GDV sind selbstverständlich auch die AXA Konzerngesellschaften gefolgt und haben ihren Beitritt am 11. September 2013 erklärt.

Solvency II ab dem Jahr 2016 verpflichtend anzuwenden

Nach jahrelanger Hängepartie haben sich das Europäische Parlament, der Europäische Rat und die Europäische Kommission am 13. November 2013 auf die noch ausstehenden Regelungen zu Solvency II, den künftigen Aufsichtsregeln der Europäischen Union (EU) für die Versicherungswirtschaft, geeinigt. Das neue Regelwerk soll nun zum 1. Januar 2016 vollständig in Kraft treten. Zuvor müssen allerdings auf europäischer und nationaler Ebene noch wichtige Details festgelegt werden. Mitte 2014 will die EU-Kommission Vorschläge zur konkreten Ausgestaltung der Regeln vorlegen; bis Anfang 2015 soll Solvency II dann nach derzeitigem Stand in nationales Recht umgewandelt sein.

Geschäftsentwicklung des AXA Konzerns

Im Geschäftsjahr 2013 wurden sowohl das Bilanzformat als auch die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden umgestellt. Aus diesem Grund enthalten die Vorjahresspalten der folgend dargestellten Ergebnisrechnungen den Hinweis "angepasst". Detaillierte Erläuterungen zu den Effekten aus der Umstellung sind im Anhang 1, Seite 70 aufgeführt.

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012 (angepasst)
Gebuchte Bruttobeiträge 10.095.733 10.199.140
Umsatzerlöse aus dem Bankgeschäft 38.289 38.321
Umsatzerlöse aus anderen Geschäftsaktivitäten 8.710 7.446
Gesamte Umsatzerlöse(a) 10.142.732 10.244.907
Veränderung der Beitragsüberträge abzüglich nicht verdiente Beitragsbestandteile -39.727 -47.297
Finanzanlageergebnis 3.056.015 3.825.553
Versicherungstechnische Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -12.596.586 -13.136.870
Ergebnis aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Steuern 562.434 886.293
Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.339 2.429
Gesamtergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Steuern 564.773 888.722
Ertragsteuern -137.657 -215.546
Konzernergebnis nach Steuern 427.116 673.176

(a) Vor abgegebenem Rückversicherungsgeschäft.

Die gebuchten Bruttobeiträge haben sich um 103 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr reduziert. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf das Segment Leben zurück zu führen und wurde zum Teil durch den Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge im Segment Kranken kompensiert. Die Umsatzerlöse aus dem Segment AXA Bank sind nahezu unverändert geblieben.

Das gesamte Ergebnis aus Finanzanlagen ist von 3,8 Mrd. Euro auf 3,1 Mrd. Euro um 18,4% insbesondere aufgrund sinkender Marktwerte zurückgegangen.

Die versicherungstechnischen Aufwendungen sowie die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen sind um 540 Mio. Euro auf 12.597 Mrd. Euro zurückgegangen. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf das Segment Leben mit 589 Mio. Euro zurück zu führen und resultiert insbesondere aus dem Rückgang der zukünftigen Leistungsverpflichtungen. Im Segment Schaden- und Unfallversicherung sind die versicherungstechnischen Aufwendungen sowie die sonstigen Erträge und Aufwendungen nur leicht aufgrund verbesserter Netto-Schadenquote "aktuelles Jahr" und Brutto-Kostenquote um 9 Mio. Euro zurückgegangen. Dagegen sind die versicherungstechnischen Aufwendungen im Segment Kranken um 64 Mio. Euro gestiegen. Diese Erhöhung basiert auf höhere Leistungszahlungen, höhere Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung sowie höhere Verzinsung der Deckungsrückstellung. Die Brutto-Leistungen aus dem Versicherungsgeschäft haben sich von 11,1 Mrd. Euro auf 10,9 Mrd. Euro um 1,8% leicht vermindert. Die Leistungsquote im Verhältnis zu den gebuchten Beiträgen beträgt damit 108% (Vorjahr 109%). Dies liegt im Wesentlichen an den Auswirkungen der niedrigeren Erträge aus Finanzanlagen auf die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer. Die Abschlusskosten haben sich von 900 Mio. Euro im Vorjahr auf 700 Mio. Euro im Jahr 2013 um -22% deutlich vermindert, was sich insbesondere aus dem geringeren Neugeschäft gegen Einmalbeitrag im Segment der Lebensversicherung erklärt. Die laufenden Verwaltungskosten - ohne Sondereffekte des Vorjahres - haben sich um rund 50 Mio. Euro oder 5% im Rahmen des laufenden Kostensenkungsprogrammes auf 1,0 Mrd. Euro vermindert.

Das Konzernergebnis vor Steuern liegt mit 565 Mio. Euro um 36,5% unter dem Ergebnis des Vorjahres. Analog sind auch die Ertragsteuern im Vergleich zum Vorjahr um 36,1% niedriger ausgefallen, sodass im Jahr 2013 ein Konzernüberschuss in Höhe von 427 Mio. Euro verbleibt.

Angaben bezüglich Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen werden im Anhang 26 dargestellt.

Beitragsentwicklung: Einnahmen leicht rückläufig

Der AXA Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2013 Beitragseinnahmen in Höhe von 10,1 Mrd. Euro, die damit im Vergleich zum Vorjahr um -1,0% leicht gefallen sind. Während die Beiträge in der Krankenversicherung gesteigert werden konnten war die Entwicklung in der Schaden- und Unfallversicherung sowie im Lebensversicherungsgeschäft rückläufig. Dies ist im Wesentlichen das Ergebnis unserer vorsichtigen Zeichnungspolitik und Marktzurückhaltung im Segment Leben.

(In Mio. Euro) 2013 2012 (angepasst)
Direkt
- Schaden- und Unfallversicherung 3,293 3,625
- Lebensversicherung 3,608 3,797
- Krankenversicherung 2,433 2,530
Indirekt 762 250
Gebuchte Bruttobeiträge gesamt 10,096 10,202

Die gebuchten Bruttobeiträge im direkten Geschäft haben sich für die einzelnen Segmente wie folgt entwickelt:

Im Segment Schaden- und Unfallversicherung haben sich insgesamt um 332 Mio. Euro auf 3.293 Mio. Euro reduziert. Dem Rückgang im selbstabgeschlossenen Geschäft, insbesondere in der Kraftfahrtversicherung und im Industrie- und Firmenkundengeschäft, stehen höhere Beitragseinnahmen in der übernommen Rückversicherung gegenüber.

Im Segment Lebensversicherung gingen die gebuchten Bruttobeiträge um 5% auf 3.608 Mio. Euro zurück. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf das rückläufige Einmalbeitragsgeschäft in der Rentenversicherung zurück zu führen. Weiterhin hat sich der sinkende Bestand konventioneller Kapitallebensversicherungen auf die Beiträge ausgewirkt.

Im Segment Krankenversicherung sind die gebuchten Bruttobeiträge um 3,8% auf 2.433 Mio. Euro gesunken. Dagegen steigerten sich die Beiträge aus dem in Rückdeckung übernommenen Geschäft.

Rückgang des Finanzanlageergebnisses um 770 Mio. Euro

Der AXA Konzern verzeichnete im Berichtsjahr einen Rückgang des gesamten Finanzanlageergebnisses um 770 Mio. Euro auf 3.056 Mio. Euro. Der Rückgang ist ausschließlich auf die Veränderung des übrigen Finanzanlageergebnisses zurückzuführen.

Das laufende Finanzanlageergebnis, bestehend aus laufenden Erträgen abzüglich von Verwaltungsaufwendungen und planmäßigen Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude, blieb im Geschäftsjahr 2013 mit 2.634 Mio. Euro nahezu konstant auf dem hohen Vorjahresniveau (2012: 2.601 Mio. Euro).

Das übrige Finanzanlageergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 802 Mio. Euro auf 422 Mio. Euro (2012: 1.224 Mio. Euro). Die Veränderung ist insbesondere auf den Rückgang des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzanlagen zurückzuführen. Die realisierten Gewinne und Verluste sowie die erfolgswirksam erfassten Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte dieser Finanzanlagen reduzierten sich im Geschäftsjahr von 918 Mio. Euro auf 250 Mio. Euro. Die negative Entwicklung ist im Wesentlichen durch gesunkene beizulegende Zeitwerte von festverzinslichen Finanzinstrumenten infolge des im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Zinsniveaus an den Kapitalmärkten bedingt. Zudem beeinflusste die allgemeine Entwicklung an den Kapitalmärkten die beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten im Vergleich zum Vorjahr weniger deutlich.

Das Ergebnis aus realisierten Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Finanzanlagen, die entweder "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" bilanziert werden oder als "Zur Veräußerung verfügbar" erfolgsneutral bewertet werden, sank um 114 Mio. Euro auf 262 Mio. Euro.

Die im Jahresergebnis erfassten Wertminderungen der "Zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen" erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr lediglich geringfügig von 70 Mio. Euro auf 91 Mio. Euro.

Aus Kapitalanlagen der fondsgebundenen Lebensversicherung erzielten wir im Geschäftsjahr 2013 ein Ergebnis von 424 Mio. Euro (2012: 271 Mio. Euro), das vollständig den Versicherungsnehmern gutgeschrieben wurde.

Gesamtkosten: Reduktion gegenüber dem Vorjahr hauptsächlich aufgrund geringerer Provisionsausgaben, dazu weitere Erfolge bei der Einsparung von Kosten ohne Provisionen - Kosten ohne Sondereffekte um 2,6% reduziert

Die Gesamtkosten des AXA Konzerns liegen im Geschäftsjahr 2013 mit 2,36 Mrd. Euro unter dem Vorjahr (2012: 2,41 Mrd. Euro). Diese Entwicklung resultiert zum Einen aus dem Rückgang der Provisionszahlungen von 1,11 Mrd. Euro im Vorjahr auf 1,02 Mrd. Euro im Geschäftsjahr, was aus dem rückläufigen Neugeschäft im Lebensversicherungsbereich sowie aufgrund der im Laufe des Vorjahres eingeführten Höchstsätze für Zahlungen von Abschlussprovisionen im Krankenversicherungsgeschäft zu erklären ist.

Zum anderen liegen dank weiterer nachhaltiger Einsparungen des f2p-Programms zur Steigerung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns die gebuchten Kosten ohne Provisionen bei 1,34 Mrd. Euro und damit unter dem Vorjahresniveau. Diese positive Kostenentwicklung konnte erzielt werden, obwohl im Geschäftsjahr (sogar 21 Mio. Euro) höhere Kosten zur Finanzierung von Restrukturierungsmaßnahmen enthalten sind als im Vorjahr.

Die um Einmaleffekte bereinigten Kosten (ohne Provisionen) liegen, trotz inflations- und tarifbedingter Steigerungen von Personal- und Sachkosten, sogar um -2,6% unter den vergleichbaren Kosten des Vorjahres.

Ertragsteuern: Aufwand von 137,6 Mio. Euro

Bei einem Konzernjahresüberschuss vor Steuern von 564,8 Mio. Euro ergibt sich ein effektiver Ertragsteueraufwand von 137,6 Mio. Euro. Der effektive Ertragsteueraufwand von 137,6 Mio. Euro liegt unter dem zu erwartenden Ertragsteueraufwand von rund 180 Mio. Euro.

Aus der entsprechenden Überleitungsrechnung im Anhang 18.1.2 auf der Seite 149 geht hervor, dass der im Vergleich zum erwarteten Ertragsteueraufwand um 33 Mio. Euro geringere tatsächliche Ertragsteueraufwand insbesondere aus steuerfreien Erträgen sowie aus Erträgen im Zusammenhang mit Vorjahressteuern von rund 14,7 Mio. Euro resultiert.

Im Vergleich zum Vorjahr (2012: 215,5 Mio. Euro) mindert sich der Ertragsteueraufwand deutlich. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus dem signifikant niedrigeren Vorsteuerergebnis. Gegenläufig wirken sich die die geringeren Erträge im Zusammenhang mit Vorjahressteuern aus, was zu einer geringfügigen Erhöhung der Steuerquote gegenüber dem Vorjahr führt.

Geschäftsentwicklung in den Segmenten

Schaden- und Unfallversicherung:

Rückgang des Ergebnisses wegen geringerem Kapitalanlageergebnis

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012 (angepasst)
Gebuchte Bruttobeiträge 3.855.507 3.866.844
Veränderung der Beitragsüberträge abzüglich nicht verdiente Beitragsbestandteile -8.308 -22.796
Finanzanlageergebnis 328.217 439.753
Versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -3.817.511 -3.826.475
Ergebnis aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Steuern 357.905 457.326
Gesamtergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Steuern 357.905 457.326
Ertragsteuern -86.173 -142.738
Konzernergebnis nach Steuern 271.732 314.588
Kapitalanlagebestand 9.700.785 9.471.873
Netto-Schaden-Kostenquote 98,3% 98,9%
Netto-Schadenquote (aktuelles Jahr) 71,2% 72,1%
Netto-Schadenquote (über alle Jahre) 69,2% 69,0%
Brutto-Kostenquote 29,1% 30,0%

Im Segment Schaden- und Unfallversicherung hat sich das Ergebnis im Geschäftsjahr 2013 um -43 Mio. Euro auf 272 Mio. Euro reduziert (2012: 315 Mio. Euro). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einem geringeren Kapitalanlageergebnis. Gegenläufig wirkt das versicherungstechnische Ergebnis, das sich leicht verbessert hat. Der Steueraufwand verringert sich im Wesentlichen auf Grund des gesunkenen Kapitalanlageergebnisses.

Die Gebuchten Bruttobeiträge belaufen sich zum Jahresende 2013 auf 3.856 Mio. Euro (-11 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr).

Die Sparte Schaden, Unfall, Haftpflicht und Kraftfahrt Privat ist auf Grund des geringen Jahreswechselgeschäfts in der Sparte Kraftfahrt und wegen des sinkenden Neugeschäfts bedingt durch Preispositionierung rückläufig.
Der Rückgang in der Sparte Industrie- und Firmenkunden ist im Wesentlichen auf die verminderte Entwicklung im Gewerbesegment zurückzuführen.
Positiv entwickelt hat sich das indirekte Geschäft, hauptsächlich resultierend aus höheren Übernahmen aus dem Fondsgeschäft AMEX Mexico.

Das Finanzanlageergebnis reduzierte sich im Geschäftsjahr 2013 um -112 Mio. Euro auf 328 Mio. Euro (2012: 440 Mio. Euro). Der Kapitalmarkt war geprägt durch erneutes, global schwaches Wachstum sowie einer expansiven Geldpolitik der Notenbanken. Die Unsicherheiten bezüglich der europäischen Staatsschuldenkrise blieben zwar bestehen, nahmen im Jahresverlauf jedoch ab. Die Marktwerte im Bereich der festverzinslichen Wertpapiere sind signifikant gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf das deutlich angestiegene Zinsniveau zurückzuführen. In 2012 wurden durch Verkäufe einzelner Vermögenswerte insbesondere im Bereich der Namensschuldverschreibungen deutliche Gewinne erzielt. Gegenläufig wirken sich signifikant gestiegene Erträge aus Unternehmensanleihen aus.

Bei den Versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung und sonstige betrieblichen Erträge und Aufwendungen ist ein leichter Rückgang um 9 Mio. Euro auf -3.818 Mio. Euro zu verzeichnen.

Verbesserung Schadenquote "aktuelles Jahr" (netto) um 0,9 Prozentpunkte auf 71,2%:

Trotz der Verbesserung der Normalschäden, maßgeblich zurückzuführen auf Tarifanpassungen und rückläufige Schadenhäufigkeiten aufgrund des milden Winters, war das Geschäftsjahr durch eine hohe Zahl von Naturereignissen geprägt.

Insbesondere durch die Flut im Mai (63,5 Mio. Euro) und Hagel/Starkregen im Sommer und Herbstunwetter (180,3 Mio. Euro) entstanden hohe Schadenaufwendungen in den Sparten der Sachversicherung, Kraftfahrtversicherung und der Technischen Versicherung. Darüber hinaus ereigneten sich im Geschäftsjahr vermehrt Großschäden. Die Entlastung durch die Rückversicherung ließ jedoch die Netto-Schadenquote (aktuelles Jahr) sinken auf 71,2%.
Leichter Anstieg der Schadenquote Gesamtjahr (netto) um 0,2 Prozentpunkte auf 69,2%:

Entgegen der positiven Entwicklung der Schadenquote "aktuelles Jahr", wirken gegenläufig die hohen Schadenaufwendungen und die Belastung der Rückversicherung für Vorjahre und ließen die Schadenquote Gesamtjahr (netto) leicht ansteigen.
Kostenquote verbesserte sich um 0,9 Prozentpunkte auf 29,1%:

Die geringeren Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb führten zu einer Verbesserung der Bruttokostenquote um 0,9 Prozentpunkte auf 29,1%. Dies resultiert einerseits aus weiteren Erfolgen des Kosteneinsparprogramms "focus to perform" sowie aus niedrigeren Vertragszahlen und der Vereinheitlichung der Stückkostensätze im Konzern.

Lebensversicherung:

Ergebnis in der Lebensversicherung rückläufig

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012 (angepasst)
Gebuchte Bruttobeiträge 3.617.313 3.803.927
Umsatzerlöse aus anderen Geschäftsaktivitäten 24.355 21.450
Gesamte Umsatzerlöse (a) 3.641.668 3.825.377
Veränderung der Beitragsüberträge abzüglich nicht verdiente Beitragsbestandteile -30.834 -24.385
Finanzanlageergebnis 2.143.607 2.586.579
Versicherungstechnische Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -5.590.543 -6.179.333
Ergebnis aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Steuern 163.898 208.238
Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen - -5.581
Gesamtergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Steuern 163.898 202.657
Ertragsteuern -44.213 -52.510
Konzernergebnis nach Steuern 119.685 150.147
(a) Vor abgegebenem Rückversicherungsgeschäft.
Kapitalanlagebestand 47.846.626 48.512.636
Neugeschäft (Annual Premium Equivalent) 251.206 294.596
Stornoquote 2,30% 2,50%
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in % der Bruttobeiträge 14,91% 15,11%

Das Neugeschäft (APE) geht um 43,4 auf 251,2 Mio. Euro zurück. Dies stammt zum einen aus geringerem laufenden Neugeschäft (-28,8 Mio. Euro), vor allem aus konventionellen Renten, im stark umkämpften Markt der Berufsunfähigkeitsversicherungen und im Kollektivgeschäft, teilweise kompensiert durch Zuwächse bei profitablen, fondsgebundenen Renten. Jedoch geht auch das Neugeschäft gegen Einmalbeitrag um 14,6 Mio. Euro APE zurück, im Wesentlichen aus der bewussten Reduzierung von konventionellen Renten aufgrund geringer Profitabilität.

Die gesamten Umsatzerlöse sinken im Berichtsjahr um 184 Mio. Euro auf 3.642 Mio. Euro, überwiegend (-146,0 Mio. Euro) durch das strategiekonform rückläufige Einmalbeitragsgeschäft konventioneller Rentenversicherung. Darüber hinaus sinken die laufenden Beiträge leicht, vor allem wegen des sinkenden Bestands konventioneller Kapitallebensversicherungen.

Der Kapitalanlagebestand verringerte sich im Berichtsjahr um 1,4% auf 47,8 Mrd. Euro. Das Finanzanlageergebnis geht um 443 Mio. Euro zurück. Diese Entwicklung stammt hauptsächlich aus negativen, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfassten Marktwertänderungen wegen des gegenüber 2012 erhöhten Zinsniveaus.

Die versicherungstechnischen Aufwendungen gehen um 589 Mio. Euro auf 5.591 Mio. Euro zurück. Bei einem moderaten Anstieg der gezahlten Leistungen stammt dies insbesondere aus einem Rückgang der zukünftigen Leistungsverpflichtungen, bedingt durch das rückläufige Finanzanlageergebnis.

Der Steueraufwand geht um 8 Mio. Euro zurück.

Krankenversicherung:

Fortsetzung des hohen Wachstums

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012 (angepasst)
Gebuchte Bruttobeiträge 2.623.277 2.530.109
Veränderung der Beitragsüberträge abzüglich nicht verdiente Beitragsbestandteile -583 -
Finanzanlageergebnis 563.589 603.250
Versicherungstechnische Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -3.114.745 -3.050.750
Ergebnis aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Steuern 71.538 82.609
Gesamtergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Steuern 71.538 82.609
Ertragsteuern -18.486 -22.780
Konzernergebnis nach Steuern 53.052 59.829
Kapitalanlagebestand 15.014.636 14.049.304
Neugeschäft (Annual Premium Equivalent) inkl. gesetzlichem Beitragszuschlag 173.103 172.093
Schadenquote 79,5% 80,5%
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in % 11,7% 12,9%

Das Geschäftsjahr 2013 zeichnete sich durch ein weiterhin hohes Neugeschäft aus. Durch das damit verbundene deutlich über dem Marktdurchschnitt liegenden Beitragswachstum konnte der Marktanteil von 7,1% auf 7,3% gesteigert werden.

Das Neugeschäft im Segment Krankenversicherung stieg im Geschäftsjahr 2013 um 0,6% auf 173 Mio. Euro insbesondere durch die hohe Nachfrage für die im Vertriebsfokus stehenden neuen Zahn-Ergänzungsprodukte und die ergänzenden Pflege-Produkte. Auch das im Aufbau befindliche Geschäftsfeld "Expatriates Krankversicherung" wurde vom Markt gut angenommen. In der Vollversicherung konnte der Makler-Vertriebskanal mit unseren innovativen, kundensegment-spezifischen Tarifen an die außergewöhnlichen Erfolge des Vorjahres anknüpfen und das hohe Niveau des Vorjahres nahezu halten.

Die gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen wuchsen im Berichtsjahr durch das hohe Neugeschäft, eine erfolgreiche Kundenbindung und eine moderate Beitragsanpassung um 3,7% auf 2.623 Mio. Euro. Die Anzahl der vollversicherten Personen nahm um 10 Tsd. auf 790 Tsd. zu. Einen deutlichen Zuwachs aufgrund der vertrieblichen Erfolge verzeichnete die Anzahl der Zusatzversicherten mit einem Anstieg von 54 Tsd. auf 815 Tsd.

Trotz des Anstiegs des Kapitalanlagebestandes im Berichtsjahr um 6,9% auf 15 Mrd. Euro ging das Finanzanlageergebnis um 40 Mio. Euro auf 564 Mio. Euro (2012: 603 Mio. Euro) zurück, hauptsächlich getrieben durch negative, in der Gewinn- und Verlust Rechnung erfolgswirksam erfassten Marktwertänderungen aufgrund des Rückgangs der Marktzinsen.

Die versicherungstechnischen Aufwendungen stiegen um 2,1% auf 3.115 Mio. Euro an. Der Anstieg wurde insbesondere durch einen Anstieg der gezahlten Leistungen, eine höhere Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung und den Anstieg der rechnungsmäßigen Verzinsung der Deckungsrückstellung verursacht.

Die Steuern gehen aufgrund des geringeren Ergebnisses vor Steuern um 4 Mio. Euro auf 18 Mio. Euro zurück.

AXA Bank:

Erfolgreiche Wiederaufnahme des Kreditgeschäfts, deutlich gestiegenes Ergebnis bei leicht rückläufigen Geschäftsvolumina

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012 (angepasst)
Umsatzerlöse aus dem Bankgeschäft 21.724 23.056
Finanzanlageergebnis 1 1
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -15.542 -16.393
Ergebnis aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Steuern 6.183 6.664
Gesamtergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Steuern 6.183 6.664
Ertragsteuern -1.736 -3.080
Konzernergebnis nach Steuern 4.447 3.584
Cost-Income Ratio 69,50% 68,40%
Forderungen an Kunden 357.444 398.740
Kundeneinlagen 549.184 564.495
Vermögensmanagement 35.642 42.588
Depotverwaltung 133.823 140.228

Die AXA Bank hat ihre Ertragssituation im Jahr 2013 durch die Konsolidierung des Geschäftsvolumens, die anhaltenden Fokussierung auf ertragreiches Geschäft, weiterhin konsequentes Kostenmanagement und einen abermals deutlichen Rückgang der Risikovorsorge erneut verbessert. Bei relativ konstanten Netto-Erträgen aus Zins- und Provisionsgeschäften konnte ein positives Ergebnis in Höhe von 4,4 Mio. Euro (2012: 3,6 Mio. Euro) erwirtschaftet werden.

Die Umsatzerlöse aus dem Bankgeschäft sind um 1,3 Mio. Euro von 23,0 Mio. Euro auf 21,7 Mio. Euro gesunken. Das Zinsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Mio. Euro von 15,0 Mio. Euro auf 15,3 Mio. Euro leicht angewachsen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus geringerem Zinsaufwand für Schuldscheindarlehen und niedrigeren Zinsaufwendungen im Einlagengeschäft bei einer gegenläufigen Entwicklung aus gesunkenem Zinsergebnis im Baufinanzierungs- sowie Policendarlehensgeschäft sowie geringeren Zinserträgen aus Wertpapier-/Geldhandel. Das Provisionsergebnis ist um 0,6 Mio. Euro von 7,6 Mio. Euro auf 7,0 Mio. Euro zurückgegangen. Dies resultiert aus dem Kooperationsvertrag mit den Konzerngesellschaften zur Förderung des Einmalbeitragsgeschäftes, durch den nur noch ein zusätzlicher Ertrag von 0,6 Mio. Euro (2012: 2,0 Mio. Euro) erzielt werden konnte. Die Erträge aus dem Vertrieb von Investmentfondsanteilen sind um 0,8 Mio. Euro gestiegen. Das allgemeine Provisionsergebnis aus dem eigenen Kreditgeschäft hat sich - im Wesentlichen durch die Entscheidung, keine weiteren Forderungen zu verkaufen - kaum verändert. Darüber hinaus hat sich der Nettoprovisionsaufwand im Einlagengeschäft leicht erhöht. Durch den Verkauf von Papieren vor dem Erreichen der Endfälligkeit liegt das Bewertungsergebnis aus dem Wertpapiergeschäft um -1,0 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.

Das Finanzanlageergebnis beinhaltet die Erträge aus Beteiligungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge haben sich um 0,8 Mio. Euro von 16,4 Mio. Euro auf 15,6 Mio. Euro vermindert. Dies resultiert zum einen aus reduzierten Personalkosten und anderen Verwaltungsaufwendungen und zum anderen aus einer Verbesserung im Bewertungsergebnis aus dem Kreditgeschäft. Diese Verbesserung ist unter anderem auf den Rückgang der Kundenforderungen und die damit verbundene Risikoreduktion zurückzuführen.

Der im Gegensatz zum Vorjahr geringere Steueraufwand, trotz eines gestiegenen Gewinns, ist im Wesentlichen auf die Auflösung einer im Vorjahr gebildeten Steuerrückstellung sowie auf die im Vorjahr gebildete Vorsorgereserve zurückzuführen.

Mit der Cost-Income-Ratio messen wir unseren operativen Erfolg aus dem Bankgeschäft. Dabei wird insbesondere der im Geschäftsjahr angefallene Verwaltungsaufwand ins Verhältnis zu den wesentlichen Ertragsgrößen der AXA Bank gesetzt. Die Cost-Income-Ratio liegt mit 69,5% leicht über VJ-Wert (2012: 68,4%).

Zum Jahresende 2013 beliefen sich die Forderungen an Kunden auf 357 Mio. Euro (2012: 399 Mio. Euro).

Aufgrund des niedrigen Zinsumfeldes und der damit verbundenen reduzierten Anlagebereitschaft der Kunden sind die Kundeneinlagen leicht auf 549 Mio. Euro (2012: 564 Mio. Euro) zurück gegangen.

Der Bestand der fondsgebundenen Vermögensverwaltung sank um 16,4% auf 35 Mio. Euro (2012: 43 Mio. Euro); im klassischen Depotgeschäft verminderten sich die verwalteten Bestände um 3,6% auf 134 Mio. Euro (2012: 140 Mio. Euro).

Holding:

Deutliche Ergebnisreduzierung aufgrund Sondererträge im Vorjahr

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012 (angepasst)
Finanzanlageergebnis 22.681 199.213
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -59.770 -67.757
Ergebnis aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Steuern -37.089 131.456
Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.339 8.010
Gesamtergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Steuern -34.750 139.466
Ertragsteuern 12.951 5.562
Konzernergebnis nach Steuern -21.799 145.028

Das Segmentergebnis der Holdinggesellschaften sinkt insbesondere auf Grund eines Sonderertrages im Kapitalanlageergebnis des Vorjahres um -167 Mio. auf -22 Mio. Euro.

Das Finanzanlageergebnis reduzierte sich um -177 Mio. Euro auf 23 Mio. Euro. Neben einem Rückgang der Dividenden um -12 Mio. Euro waren in 2013 höhere Abschreibungen auf Immobilienfonds sowie die Bildung einer Drohverlustrückstellung im Zusammenhang mit einer Kapitalanlage notwendig. Entscheidend für den starken Rückgang des Finanzanlageergebnisses war aber ein in 2012 vorhandener Einmaleffekt. Die Veräußerung einer Minderheitsbeteiligung in 2012, die zu einem Abgangsgewinn in Höhe von 130 Mio. Euro führte, beeinflusste das Vorjahresergebnis wesentlich.

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen verbessern sich um 8 Mio. Euro auf -60 Mio. Euro. Diese Entwicklung ist auf geringere Aufwendungen für Altersvorsorgeverpflichtungen sowie für Leistungen für Dienstjubiläen zurück zu führen.

Der Steuerertrag steigt um 7 Mio. auf 13 Mio. Euro aufgrund des rückläufigen Kapitalanlageergebnisses.

Vermögenslage: Kapitalanlagebestand leicht gestiegen

Das Kapitalmarktumfeld war im Geschäftsjahr 2013 erneut von einem global schwachen Wachstum sowie von einer expansiven Geldpolitik der großen Notenbanken gekennzeichnet. Die Unsicherheiten bezüglich der europäischen Staatschuldenkrise blieben zwar bestehen, nahmen im Jahresverlauf jedoch ab. Zudem verbesserten sich die weltweiten Wachstumsaussichten für die kommenden Jahre.

Die Kapitalmärkte entwickelten sich im vergangenen Jahr unterschiedlich. Die Zinsen in Deutschland und den USA stiegen auf Grund der verbesserten Wachstumsaussichten und einer etwas restriktiveren Geldpolitik der amerikanischen Notenbank an. Die Renditen für 10-jährige Bundesanleihen legten im Jahresverlauf um 0,6 Prozentpunkte zu. Hingegen sanken die Zinsen in Südeuropa auf Grund der geringeren Unsicherheit zum Teil deutlich. Die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen reduzierten sich im Jahresverlauf weiter.

Die Aktienmärkte entwickelten sich im Geschäftsjahr 2013 wie schon im Vorjahr sehr positiv. Der Deutsche Aktienindex (DAX) notierte Ende des Jahres bei 9.552 Punkten und verzeichnete somit im Vergleich zum Jahresanfang einen Zuwachs von 25%. Der europäische Aktienmarkt gemessen am EuroStoxx 50 stieg bis zum Jahresende um 18%, der für den amerikanischen Aktienmarkt repräsentative S&P 500 Index notierte um 30% höher als zu Jahresbeginn.

Die Notenbanken hielten im Jahr 2013 an Ihrer Geldpolitik fest. Die europäische Zentralbank senkte den Leitzins in 2013 zweimal auf derzeit 0,25%. Die US-Notenbank ließ den Leitzins im Jahr 2013 unverändert bei 0 bis 0,25%. Zudem führte die Federal Reserve Bank ihre expansive Geldpolitik durch den monatlichen Ankauf von Anleihen fort.

Die Gesellschaften des AXA Konzerns haben die Entwicklung an den Kapitalmärkten genutzt und durch ein ausgewogenes Kapitalanlagenportfolio die an ihre Kunden gegebenen Leistungsversprechen erfüllt. Zudem profitierten die Gesellschaften des AXA Konzerns von den Vorteilen als Unternehmen eines internationalen Versicherungskonzerns, um die zur Verfügung stehenden Mittel in Kapitalanlagen mit attraktiven Konditionen zu investieren.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden in den Gesellschaften des AXA Konzerns verstärkt Investitionen in Hypothekenpfandbriefe, Staatsanleihen (u.a. auch Peripherieländer) und Anleihen öffentlicher Emittenten, Kommunaldarlehen sowie in Unternehmensanleihen in Euro und US-Dollar vorgenommen. Zudem wurden verstärkt Investitionen in Infrastrukturfinanzierungen, gewerbliche Immobilienfinanzierungen, Mittelstandsfinanzierungen und alternative Kreditstrategien getätigt. Im Rahmen der Durationssteuerung wurden in einigen Gesellschaften des AXA Konzerns vorterminierte Zinsswaps eingegangen und Vorkäufe auf Staatsanleihen und Anleihen öffentlicher Emittenten getätigt.

Der Buchwert der Kapitalanlagen des AXA Konzerns - einschließlich der gesondert ausgewiesenen Kapitalanlagen aus den fondsgebundenen Lebensversicherungen in Höhe von 3,3 Mrd. Euro (2012: 2,8 Mrd. Euro) - belief sich Ende 2013 auf 73,5 Mrd. Euro gegenüber 73,1 Mrd. Euro zum Vorjahreszeitpunkt. Die Erhöhung des Kapitalanlagebestandes ist insbesondere auf Neuinvestitionen - im Wesentlichen in Publikumsfonds (nicht konsolidierte Investmentfonds) - zurückzuführen. Zugleich führen Verkäufe verschiedener Staatsanleihen mit dem Ziel der Reduzierung von Konzentrations- und Kreditrisiken (insbesondere Frankreich und Portugal) zu einer Bestandsreduktion der Fremdkapitalinstrumente. Insgesamt dominieren im Kapitalanlagebestand weiter die Rentenpapiere mit einem Anteil von 78,5% (2012: 80,9%).

(Im Tsd. Euro) 2013 2012
Anteile (IFRS-Buchwerte) Bestand Anteil

in %
Bestand Anteil

in %
--- --- --- --- ---
Fremdkapitalinstrumente 57.713.691 78,5 59.177.281 80,9
Darlehen und Ausleihungen 6.953.586 9,5 6.558.514 9,0
Eigenkapitalinstrumente 2.190.029 3,0 2.270.300 3,1
Fremdgenutzter Grundbesitz 1.528.273 2,1 1.416.719 1,9
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.190.221 1,6 439.823 0,6
Fondsgebundene Lebensversicherung 3.339.593 4,5 2.771.307 3,8
Sonstige 633.348 0,9 498.755 0,7
Summe 73.548.741 100 73.132.699 100

Rückgang der Neubewertungsrücklage

Der Saldo der unrealisierten Gewinne und Verluste der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere ist um 1.807 Mio. Euro auf 4.750 Mio. Euro (2012: 6.557 Mio. Euro) gesunken. Insbesondere das gestiegene Zinsniveau hat zu einem Marktwertrückgang von Rententiteln geführt, die eine Minderung der unrealisierten Gewinne um -1.884 Mio. Euro auf 4.152 Mio. Euro per Ende 2013 verzeichnen. Im Bereich der Aktien ist eine stabile Entwicklung zu verzeichnen. Negative Effekte verzeichnen die Derivate (Hedge IAS 39 and economical hedge) mit einer Steigerung der unrealisierten Gewinne in Höhe von 285 Mio. Euro im Vorjahr auf 433 Mio. Euro im Jahr 2013.

Gewinne und Verluste aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren, assoziierten Unternehmen und Sicherungsinstrumenten (Cash Flow Hedges) wurden als Bestandteil des Eigenkapitals in der Neubewertungsrücklage erfasst. Unter Berücksichtigung von latenten Rückstellungen für Beitragsrückerstattung und latenten Steuern führte die Veränderung der unrealisierten Gewinne und Verluste im Berichtsjahr insgesamt zu einem Rückgang der Neubewertungsrücklage um -291 Mio. Euro auf 679 Mio. Euro (2012: 970 Mio. Euro).

Finanzlage: Eigenkapitalbasis unverändert stark

Das Konzerneigenkapital (inklusive Minderheitenanteile) betrug zum 31. Dezember 2013 knapp 4,7 Mrd. Euro. Dabei konnten in 2013 für das Geschäftsjahr 2012 rund 378 Mio. Euro an die Anteilseigner der AXA Konzern AG als Dividende ausgeschüttet werden. Aufgrund versicherungsmathematischer Gewinne bei Pensionsplänen erhöhten sich die nicht ausgeschütteten Gewinne und sonstige Rücklagen um 184 Mio. Euro. Die Neubewertungsrücklage verminderte sich hingegen aufgrund gesunkener Marktwerte von jederzeit veräußerbaren Wertpapieren um 247 Mio. Euro (2012: +529 Mio. Euro). Das Konzernergebnis in Höhe von 426 Mio. Euro (2012: 673 Mio. Euro) verminderte sich um 247 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt wirkten sich die versicherungsmathematischen Gewinne aus Pensionsplänen und das Konzernergebnis positiv auf das Konzerneigenkapital aus. Aus dem Ergebnis der AXA Konzern AG 2013 wurde für die Hauptversammlung 2014 eine Dividendenzahlung in Höhe von 479,1 Mio. Euro vorgeschlagen und in 2014 ausgezahlt.

Die AXA Gruppe mit Sitz in Frankreich verfügt weiterhin - auch im Wettbewerbsvergleich - über sehr gute Ratings im Bereich AA-, A+ bzw. Aa3. Damit gehört die AXA Gruppe auch weiterhin zu den stabilsten globalen Finanzdienstleistern. Diese Einstufung gilt ebenso für die deutschen Versicherungsgesellschaften der AXA Konzern AG (AXA Versicherung AG, AXA Lebensversicherung AG, AXA Krankenversicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG). Die Ratingagentur Fitch Ratings hat am 11. März 2014 das AA- (sehr stark) für das Insurers Financial Strength Rating, das die Finanzkraft eines Versicherungsunternehmen ausdrückt, bestätigt. Der Ausblick wurde aufgrund des verbesserten Verschuldungsgrades der AXA Gruppe und des starken Fixkostendeckungsgrades von negativ auf stabil hochgestuft. Die Ratingagentur Standard & Poor's hat am 15. Oktober 2014 den Ausblick für die AXA Gruppe aufgrund des verstärktes Finanzrisikoprofils von stabil auf positiv hochgestuft. Die Einstufung von Moody's Investors Service vom 9. Mai 2014 Aa3 (sehr stark). Der Ausblick wurde von negativ auf stabil hochgestuft.

Für die Solo-Solvabilität der Einzelgesellschaften wurden alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Die Solvabilitätsquote - das Verhältnis der vorhandenen Eigenmittel zu den für den Geschäftsbetrieb erforderlichen Eigenmitteln - der einzelnen Gesellschaften liegen zum Aufstellungszeitpunkt über den Mindestanforderungen. Die Bedeckungssätze für 2013 betragen zwischen 107,1% und 613,3% (2012: 145,5% und 419,2%); dabei wurden Bewertungsreserven nicht berücksichtigt.

Die Umstellung der Bewertungs- und Bilanzierungsmethodik (siehe ab Seite 69) führte zu einer Erhöhung der Eigenmittel, wirkte sich aber nicht entscheidend auf die Gruppensolvabilitätsergebnisse aus.

Die auf Basis des konsolidierten Abschlusses ermittelte so genannte bereinigte Solvabilität 2013 (Gruppensolvabilität) zeigt gemäß den vorläufigen Berechnungen wiederum eine deutliche Überdeckung. Diese beruht einerseits auf der Anerkennung der Teile des Eigenkapitals, die insbesondere aus der Schwankungsrückstellung resultieren. Nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen besitzt die Schwankungsrückstellung im Gegensatz zu den Rechnungslegungsgrundsätzen nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) den Charakter von Eigenkapital, da die bilanzglättende Funktion von Schwankungsrückstellungen der Darstellung neutraler Informationen widerspricht. Andererseits resultiert die deutlich verbesserte Überdeckung auch aus dem Anstieg der Neubewertungsrücklage im Konzerneigenkapital. Im Unterschied zu der Summe der Eigenmittel aus den Solvabilitätsberechnungen der Einzelgesellschaften ist bei der Berechnung zur Gruppensolvabilität zu berücksichtigen, dass auf Konzernebene gebildete Firmenwerte als immaterielle Vermögenswerte vom Konzerneigenkapital abgezogen werden müssen.

Ziel des Projektes Solvency II der EU-Kommission ist es, das Versicherungsaufsichtsrecht auf europäischer Ebene neu und einheitlich zu regeln. Hierzu gehört zum einen die Neuregelung der Solvenzanforderungen auf Basis risikoorientierter Kapitalmodelle (Säule I). Zum anderen wird ein prinzipienbasierter Anforderungskatalog an das Risikomanagement der Versicherungsunternehmen definiert, sodass die neuen Regelungen zur risikobasierten Eigenmittelvorschrift durch qualitative Anforderungen ergänzt werden (Säule II). Darüber hinaus werden Veröffentlichungspflichten definiert (Säule III). Die Solvency II Regelungen werden zum 1. Januar 2016 in Kraft treten. Die nationale Umsetzung von Solvency II erfolgt durch eine Neufassung des VAG, welche im Regierungsentwurf vorliegt. Einige Komponenten von Solvency II wurden bereits durch die zum Jahresbeginn 2008 in Kraft getretene VAG Novelle (§ 64a VAG und § 55c VAG) vorangetrieben. Innerhalb § 64a VAG werden die Komponenten eines angemessenen Risikomanagements definiert. Das Rundschreiben "Mindestanforderungen an das Risikomanagement VA (MaRisk VA)" der BaFin stellt die Durchführungsverordnung des § 64a VAG dar. Mit dem Inkraftsetzen des § 55c VAG haben Versicherungsunternehmen den an den Vorstand gerichteten Risikobericht in gleicher Form und Inhalt der Aufsichtsbehörde vorzulegen.

In der AXA Gruppe steht die Entwicklung des internes Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung kurz vor dem Abschluss und der Antrag zur Verwendung des internen Modell zur Kapitalanforderung unter Solvency II wird in 2015 gestellt. Neben den Anforderungen aus Säule I bereitet sich die AXA Deutschland derzeit ebenfalls intensiv auf die Anforderung aus Säule II und Säule III vor. Zur Umsetzung der Anforderungen durch Solvency II wurde bereits in 2008 ein Projekt gestartet, welches zum Ziel hat, alle Anforderungen durch Solvency II an die AXA-Gruppe sowie an AXA Deutschland rechtzeitig zum Startpunkt von Solvency II umgesetzt zu haben.

Die Liquiditätsplanung ist in unserem Konzern fest etabliert und spielt eine bedeutende Rolle bei der Liquiditätssteuerung innerhalb des Unternehmens. Zweimal jährlich findet eine mittelfristige Drei-Jahres-Liquiditätsplanung statt, die die Basis für die zugehörige Kapitalanlagenplanung darstellt. Die laufende Liquiditätsprognose findet zum jeweiligen Monatsende für die nächsten zwölf Monate statt. Eventuell auftretender Liquiditätsbedarf wird konzernintern zur Verfügung gestellt.

Bezüglich der Analyse der Kapitalflussrechnung verweisen wir auf die Seiten 67 und 68.

Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des AXA Konzerns kann somit für das Geschäftsjahr 2013 im Ergebnis als zufriedenstellend bezeichnet werden. Welche Ziele und Erwartungen mit den kommenden Geschäftsjahren verbunden sind, beschreiben wir im Ausblick ab Seite 56.

Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten sind im Anhang 27 auf den Seiten 184 ff. dargestellt.

Mitarbeiter: Fokus auf Mitarbeiterentwicklung und Investitionen in die Zukunft

Per 31. Dezember 2013 waren insgesamt 10.113 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2012: 10.486) für den AXA Konzern tätig. Die natürliche Fluktuationsrate lag mit 2,5% unter dem Vorjahresniveau (2012: 3,2%). Zum Jahresende beschäftigte der AXA Konzern darüber hinaus 558 Auszubildende (2012: 537). Allein im abgelaufenen Jahr 2013 wurden 206 Azubis eingestellt; im Jahresdurchschnitt waren 478 Auszubildende für das Unternehmen tätig. Die Übernahmequote nach Abschluss der Ausbildung betrug 66%. Zudem bot der AXA Konzern 188 Praktikanten und 70 Stipendiaten die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen in der Praxis zu sammeln.

Der AXA Konzern betrachtet seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als wertvollste Ressource und legt daher großen Wert auf deren kontinuierliche Weiterbildung und Entwicklung. Im Bereich der Personalentwicklung sind beispielsweise die sogenannten Förderkreise hervorzuheben, deren Ziel nicht nur die Weiterentwicklung einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist, sondern auch der Erfahrungsaustausch und die Vernetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander sowie die Bearbeitung strategisch wichtiger Fragestellungen.

Die 11 am Konzernförderkreis (KFK) 2012-2014 ausgewählten teilnehmenden Führungskräfte bearbeiten aktuell im Auftrag des Vorstandes das Projektthema "Direktvertrieb im deutschen Vorsorgemarkt: Ausgestaltung strategischer und operativer Ansätze für die Positionierung von Protection-Produkten im Kontext des Multi-Kanal-Ansatzes". Der Projektabschluss ist für das zweite Quartal 2014 geplant.

Die Zielgruppe des Nachwuchsförderkreises (NFK) sind leistungsstarke Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich persönlich wie beruflich weiterentwickeln möchten und über nachgewiesenes Führungspotenzial verfügen. Die Teilnehmer dieses Kreises haben im Gegensatz zu den Teilnehmern des Konzernförderkreises bislang entweder keine Führungserfahrung oder bekleiden maximal eine Gruppenleiter-Funktion. Im NFK 2012-2014 entwickeln 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis Anfang 2014 ein Konzept zur Leadgenerierung für Vertriebspartner aus der Inbound Telefonie unter dem Titel "Service-to-Sales".

Neben der Projektarbeit werden für die Teilnehmer des NFK und des KFK individuell konzipierte Seminare und Trainings durchgeführt sowie Treffen mit Vorstandsmitgliedern und Fachexperten zu aktuellen Konzernthemen organisiert. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer regelmäßig individuelles Feedback. Bei der generellen Auswertung aller bisher abgeschlossenen Nachwuchs- und Konzernförderkreise lässt sich erfreulicherweise feststellen, dass etwa die Hälfte aller KFK-Teilnehmer und rund 80 Prozent der NFK-Teilnehmer eine neue oder in der Regel sogar weiterführende Aufgabe übernommen haben.

Komplettiert wird das Förderkreis-Angebot durch die Potenzialkreise der Hauptverwaltung (PTK HVw) und der Regionen (PTK Nord, West, Mitte, Süd). Teilnehmer der Potenzialkreise sind Potenzialträger, die noch am Anfang ihrer Karriere bei AXA stehen. Ziel dieses ressortübergreifenden, einjährigen Programms ist es, die Teilnehmer durch Trainings, Projektarbeit und individuelles Feedback früh beim Ausbau ihrer persönlichen, methodischen, unternehmerischen und sozialen Kompetenzen zu unterstützen.

Zusammenfassend betrachtet, bewähren sich die Förder- und Potenzialkreise als effektives Instrument zur Förderung der Entwicklung der Mitarbeiter und leisten mit ihrer Projektarbeit einen wichtigen Beitrag zur Unternehmensentwicklung.

Neben den Förder- und Potenzialkreisen bietet der AXA Konzern mit dem Vorstandsassistenten-Programm jungen ambitionierten und gut international ausgebildeten Talenten die Möglichkeit, während der zweijährigen Assistenzzeit den jeweiligen Vorstand bei seinen Aufgaben zu unterstützen. Ergänzt wird diese Tätigkeit durch eine individuell abgestimmte Entwicklungsbegleitung und -gespräche, zahlreiche Informationsveranstaltungen, Seminare sowie einer Vertriebshospitation. So soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit gegeben werden, über das eigene Ressort hinaus unterschiedliche Konzernbereiche und Ressorts näher kennenzulernen.

AXA misst der Thematik "Diversity & Inclusion" (D&I) hohe Bedeutung bei, da die Vielfalt der Mitarbeiter als wichtige Wertschöpfungs- und Innovationsquelle betrachtet wird. Diversity bedeutet weit mehr als nur eine Frauenquote: AXA legt Wert auf Wertschätzung und Förderung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Orientierung. Nicht zuletzt ist das Ziel auch Meinungsvielfalt, die nicht als Belastung, sondern als Bereicherung empfunden wird.

Im Rahmen von D&I setzt AXA weiterhin auf bewährte Programme zur individuellen Entwicklungsförderung speziell von Frauen, auch um langfristig den Anteil von Frauen in Führungspositionen auf 40% zu steigern. Im mittlerweile dritten Jahr wird das sog. "Gender Mentoring Programm" angeboten, in dessen Rahmen 13 potenzialstarken Damen aus der Kölner Hauptverwaltung sowie doppelt so vielen talentierten Damen aus den Regionen jeweils ein Mentor aus der Bereichsleitungs- oder Geschäftsleitungsebene zur Seite gestellt wird. Mentor und Mentee treffen sich hierbei in regelmäßigen Abständen und tauschen sich im Rahmen eines hierarchie-, generationen- und geschlechterübergreifenden Dialogs aus. Neben dem Gender Mentoring Programm läuft außerdem das sog. Tandem-Programm, bei dem der Schwerpunkt auf der Vermittlung konkreten Know-hows liegt, und das das Ziel hat, die Teilnehmerinnen jeweils fit für das Erklimmen der nächsten Stufe auf der Karriereleiter in Richtung Bereichsleitung zu machen. Exquisite und maßgeschneiderte Rahmenaktivitäten runden diese beiden Programme ab.

Generell ist das Ziel der Diversity-Bemühungen ein Kulturwandel, der dafür sorgt, dass die Rahmenbedingungen des Arbeitsumfelds sowie Arbeitsmodelle flexibler gestaltet werden - Modelle wie bspw. Führen in Teilzeit sollen deutlich ausgebaut werden. Somit wird deutlich, dass Adressaten der Diversity-Aktionen nicht nur Frauen sind, sondern die gesamte Belegschaft von dem eingeleiteten Kulturwandel profitieren kann.

Als familienfreundliches Unternehmen arbeitet AXA an Rahmenbedingungen, die es unseren Mitarbeitern ermöglichen, Familie und Beruf besser miteinander zu vereinbaren. Dazu gehört das Angebot von flexiblen Arbeitszeiten, die Möglichkeit Telearbeit zu nutzen oder auch in Teilzeit zu arbeiten.

Für den Fall, dass die Betreuung für den Nachwuchs ausfällt, können Mitarbeiter ein speziell eingerichtetes Büro nutzen, das einen Arbeitsplatz und Spielmöglichkeiten für (Klein-)Kinder kombiniert. Falls nicht die Betreuung ausfällt, sondern das Kind erkrankt, gibt es in Köln, Berlin, Hamburg, Bremen und Hannover einen Laptop-Pool, der es Eltern ermöglicht, ihrer Arbeit in Telearbeit nachzugehen und gleichzeitig ihr Kind zu versorgen.

Im Jahr 2014 wird zudem eine betriebseigene Kindertagesstätte in Kooperation mit der AWO Köln in der Hauptverwaltung eröffnet. Insgesamt werden 35 Kinder im Alter von 4 Monaten bis zu 6 Jahren in der Kindertagesstätte betreut.

AXA bietet außerdem für Mitarbeiter-Kinder, in Kooperation mit externen Anbietern, Plätze für ein Ferienprogramm während der Schulferien an. Das Ferienprogramm für Mitarbeiter-Kinder (Kids@AXA) erfreut sich großer Beliebtheit. In den letzten fünf Jahren haben 272 Kinder an verschiedenen Standorten insgesamt über 1.362 hochwertig organisierte Ferientage erlebt.

AXA bietet in Kooperation mit dem ElternService AWO darüber hinaus konzernweit nicht nur schnelle und professionelle Unterstützung und Beratung bei der Organisation qualifizierter Kinderbetreuung an (z. B. Tagesmütter, Au-Pairs, Kindernotfallbetreuung), sondern hilft auch bei der Organisation von Familien- und Pflegeleistungen für ältere und pflegebedürftige Angehörige. Hierbei können Beratungs- und Vermittlungsleistungen von den Mitarbeitern kostenlos in Anspruch genommen werden. Bei der Kindernotfallbetreuung übernimmt AXA sogar die Betreuungskosten für maximal fünf Tage pro Jahr und Kind.

Bereits seit über 15 Jahren bittet AXA alle Mitarbeiter in der Befragung "Scope" um eine detaillierte und ehrliche Meinung zu Themen wie Arbeitszufriedenheit, Unternehmenskultur und Anerkennung. Eine große Mehrheit der Mitarbeiter nimmt diese Chance Jahr für Jahr wahr, so dass die Befragung ein langjähriger und fest etablierter Bestandteil der Feedbackkultur bei AXA ist. Auch in 2013 konnte wieder eine gute Beteiligungsquote von über 70% erzielt werden. Auf noch höherem Niveau liegt die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit der direkten Führungskraft; ein im Vergleich mit anderen befragten Unternehmen in Deutschland bzw. in der Finanzdienstleistungsbranche überdurchschnittliches Ergebnis. Neben der Abfrage der quantitativen Messergebnisse verfolgt Scope vor allem das Ziel, Möglichkeiten zur Verbesserung im Unternehmen zu identifizieren. Wie in den vergangenen Jahren werden die Ergebnisse von Scope 2013 auf allen Ebenen des Konzerns intensiv diskutiert, um Maßnahmen zur Steigerung der Mitarbeiterbindung und Arbeitszufriedenheit abzuleiten.

Auf dem Weg zum Unternehmen erster Wahl setzt AXA auf eine konstruktive Unternehmenskultur, die von Vertrauen und Leistungsbereitschaft geprägt ist. Basierend auf den Ergebnissen des im Jahr 2011 durchgeführten, weltweit anerkannten Befragungsinstruments Organizational Culture Inventory (OCI) wurde seitdem kontinuierlich am Thema Kulturwandel gearbeitet.

Schwerpunkt in 2013 war die Weiterentwicklung der Führungskultur im Unternehmen. Auf entsprechenden Management-Veranstaltungen wurden Handlungsfelder identifiziert und Maßnahmen abgeleitet. Flankiert wurde dies durch zahlreiche Workshops auf Team-Ebene, um auch bei den Mitarbeitern konkrete Verhaltensänderungen anzustoßen.

Für 2014 ist der Ausbau des Angebots an Seminaren für Führungskräfte geplant, um die Vertrauens- und Leistungskultur stärker zu verankern. Die nächste Befragung wird in 2015 stattfinden.

Im Rahmen des AXA Shareplans können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits seit 1998 jedes Jahr zu besonders attraktiven Konditionen AXA Aktien erwerben. Im Jahr 2013 haben 2.376 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Chance genutzt. Im Vergleich zum Vorjahr (2012: 2.454) ist die Teilnahme gesunken. Der Rückgang betrug rund 3% und ist damit geringer als in der AXA Gruppe. Die Teilnehmer investierten insgesamt 3.795.227 Euro (2012: 3.834.152 Euro) in den AXA Shareplan und drückten somit ihr Vertrauen in den künftigen Unternehmenserfolg aus.

Auch in 2013 hat die AXA Konzern AG wichtige Projekte abschließen können und ein stabiles Ergebnis erwirtschaftet, das ohne das große Engagement und die hohe Leistungsfähigkeit der Belegschaft nicht möglich gewesen wäre. Daher gilt unser besonderer Dank all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich durch Flexibilität, Kollegialität und hohen Arbeitseinsatz auszeichnen.

Der Dank gilt ferner den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für ihre unverändert engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sich auch in diesem Jahr erneut als sehr konstruktiv erwiesen hat. Wir sind daher fest überzeugt, dass wir die zukünftigen Herausforderungen gemeinsam erfolgreich meistern werden.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Sicherheit durch Aufklärung: Erster AXA Kindersicherheitsreport

Um seiner gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen, möchte der AXA Konzern dazu beitragen, dass Kinder in Deutschland sicher aufwachsen. Dazu hat der Konzern 2013 die AXA Kindersicherheitsinitiative ins Leben gerufen. Der AXA Kindersicherheitsreport soll Eltern für Gefahren sensibilisieren und über Risiken aufklären. Fachlich wurde die Studie von der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e. V., der führenden Dachorganisation in Fragen der Unfallverhütung und Kooperationspartner von AXA, begleitet. Für den AXA Kindersicherheitsreport hat das Meinungsforschungsinstitut forsa 1.100 Eltern von Kindern unter 18 Jahren sowie 341 Erzieher und Lehrer befragt. Der quantitativen Befragung ging eine qualitative Phase mit Gruppendiskussionen und Interviews voraus. Neben Eltern, Erziehern und Lehrern nahmen auch Kinder teil. Der AXA Kindersicherheitsreport zeigt, dass die Risikowahrnehmung der befragten Eltern und Pädagogen oft unterschiedlich ist, und dass Eltern Gefahren im eigenen Heim häufig unterschätzen.

Der zweite AXA Kindersicherheitsreport wurde im Juni 2014 zum Thema "Sicherheit im und am Wasser" veröffentlicht und zeigt, dass es auch hier einige Wissenslücken gibt. So ist vielen Eltern nicht bewusst, dass für Kleinkinder selbst seichtes Wasser Gefahren birgt. Im November 2014 wird AXA zudem erstmals den Kindersicherheitspreis verleihen. Die Auszeichnung richtet sich an Menschen und Projekte, die sich vorbildlich für das sichere Aufwachsen von Kindern in Deutschland einsetzen.

Auszeichnungen für die Relax Rente

Die im Januar 2014 eingeführte Altersvorsorgelösung Relax Rente wurde in der Kategorie "Neue Wege in der Lebensversicherung" mit dem Goldenen Bullen des Wirtschaftsmagazins Euro ausgezeichnet. Laut der unabhängigen, renommierten Experten-Jury, die im Auftrag des Münchener Finanzen Verlags die eingereichten Vorsorgekonzepte geprüft und bewertet hat, bietet AXA mit der Relax Rente die beste Vorsorgelösung in dieser Kategorie. Bei dem neuen Produkt handelt es sich um eine fondsgebundene Police mit Garantien. Sie setzt sich aus drei miteinander kombinierbaren Bausteinen zusammen: Eine Garantiekomponente stellt über den Deckungsstock der AXA Lebensversicherung den Erhalt der eingezahlten Beiträge sicher. Ein weiterer Baustein sorgt für Wertzuwachs über eine Beteiligung an der Entwicklung eines Index, der sich an der Performance von über 50 führenden Unternehmen Europas orientiert. Des Weiteren kann in bis zu drei Investmentfonds aus einem Top-Spektrum von ausgewählten Anbietern investiert werden. Das ist mit dem Baustein Rendite möglich. Durch eine flexible und intelligente Kombination der unterschiedlichen Bausteine lassen sich verschiedenste Kundenanforderungen bedienen.

Auch das Analysehaus Franke und Bornberg hat die Relax Rente im März 2014 ausgezeichnet: Sowohl die PrivatRente Relax Comfort als auch die BasisRente Relax Comfort der AXA Lebensversicherung erhielten mit "FFF" eine hervorragende Bewertung.

Wieder Bestnoten für weitere Produkte und Services

Auch für weitere Produkte und Services erhielt AXA im Geschäftsjahr 2013 Auszeichnungen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung erhielt von der Stiftung Warentest im Juli 2013 die Note "Sehr gut". Auch die PKV-Vollversicherung erhielt im Oktober 2013 eine sehr gute Note. Die Zeitschrift Euro hat die Tarifbedingungen von privaten Krankenversicherungen getestet. Überzeugt hat dabei die PKV-Vollversicherung mit dem Tarif Vital 300-U.

Focus Money hat im Geschäftsjahr 2013 die Gesundheitsservices von 15 privaten Krankenversicherungen getestet. AXA wurde dabei Gesamtsieger mit Vital 300/Vital Z. Höchstnoten erzielten auch die Tarife Vision 1-1500 und Vision B-N. Gleich zweimal zeichnete Focus Money den flexiblen Tarif Pflegevorsorge Flex mit Bestnoten aus.

Neue Online Services für Kunden und Interessenten

Im Jahr 2013 hat AXA seine Aktivitäten, für Kunden, Interessierte und Vertriebspartner Online-Services anzubieten, weiterentwickelt. Dem Thema Pflege widmet sich das Onlineportal www.axa-pflegewelt.de, auf dem Pflegebedürftige, Angehörige und Interessierte Informationen und Austauschmöglichkeiten finden können - mit Tipps von Experten, einem interaktiven Forum, dem Kummerkasten und kleinen Filmen etwa zu Sturzprävention oder Hygiene. Der 0nlinecheck360° richtet sich an Kunden und Interessenten, die online und anonym ihre Absicherungs- und Vorsorgesituation analysieren lassen wollen. Neben der Auswertung werden auch Tipps rund um die eigenen Vorsorge- und Absicherungsmöglichkeiten bereitgestellt.

Der Kindersicherheit widmet sich AXA in einem eigenen Bereich. Zu finden sind dort Checklisten für das eigene Zuhause, für die Umgebung rund ums Haus und für den Schulweg, die möglichen Gefahren für Kinder vorbeugen sollen. AXA möchte so die Eltern dabei unterstützen, ihre Kinder auf Gefahrensituationen vorzubereiten.

Von Herz zu Herz: AXA übernimmt Verantwortung

Mit verschiedenen Projekten zeigt AXA jedes Jahr aufs Neue, dass es gesellschaftlich verantwortungsvoll handelt. Ein wichtiger Teilbereich der Corporate Responsibility ist AXA von Herz zu Herz e. V. Der gemeinnützige Verein wurde in Deutschland im Jahr 2000 nach dem Vorbild der französischen Initiative AXA Atout Coeur ins Leben gerufen. Seitdem engagieren sich AXA Mitarbeiter ehrenamtlich für hilfsbedürftige und kranke Menschen in ihrer Umgebung.

Im Juni 2013 widmete AXA wieder eine ganze Woche lang der unternehmerischen Verantwortung. Dieses Mal stand die Woche im Zeichen von Kindersicherheit, Diversity und Umwelt. Einen gelungenen Abschluss fand die weltweite CR-Woche 2013 in einem Spendenlauf. Ob zu Fuß, schwimmend, radfahrend, tanzend oder laufend, rund um den Globus waren alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgefordert, so viele Kilometer wie möglich für einen guten Zweck zurückzulegen. 2013 beteiligten sich zum ersten Mal auch die AXA Vermittler. Dabei war fast ganz AXA Deutschland in Bewegung: Insgesamt schafften die Mitarbeiter 23.939 Kilometer. Die AXA Gruppe belohnte den Einsatz der deutschen Mitarbeiter mit einer Spende von 7.000 Euro, die zur Finanzierung von Workshops und Kochkursen zum Thema "Gesunde Ernährung" für Kinder und Jugendliche in AXA von Herz zu Herz Partnerinstitutionen eingesetzt wurden. Die AXA Konzern AG hatte pro Kilometer 1 Euro versprochen und rundete den Betrag auf 25.000 Euro auf. So trug das Engagement der Teilnehmer an der AXA CR-Woche dazu bei, dass eine Spende in Höhe von 25.000 Euro an CARE übermittelt werden konnte für soziale Institutionen in Sachsen, die Opfer des Hochwassers wurden.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Konzerns beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken und die künftige Entwicklung unseres Konzerns allein unsere Annahmen und Ansichten zum Ausdruck.

Das Risikomanagement unseres Konzerns basiert auf der Grundlage des § 64a des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG).

Als Risiko wird gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen (MaRisk VA) die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungsstandards zur Risikoberichterstattung (DRS 20) ein, innerhalb dessen Risiken als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können, definiert sind.

Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:

versicherungstechnische Risiken,
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft,
Risiken aus Kapitalanlagen,
operationale und sonstige Risiken.

Im Folgenden werden unsere Organisationseinheiten des Risikomanagements und der Risikomanagementprozess aufgezeigt. Darüber hinaus wird unsere Risikosituation entsprechend an den Deutschen Rechnungslegungsstandard zur Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen (DRS 20) dargestellt.

Organisationseinheiten des Risikomanagements

Das Risikomanagement wird konzernweit einheitlich angewendet.

Aufgrund der Komplexität des Versicherungsgeschäftes ist die Risikomanagementfunktion der AXA Konzern AG auf verschiedene zentrale Funktionen, Organisationseinheiten und Kommissionen verteilt. Kontrollgremium ist der Aufsichtsrat als das den Vorstand überwachendes Organ. Der Vorstand ist zuständig für die risikopolitische Ausrichtung unseres Konzerns sowie die Implementierung eines funktionierenden, angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung. Das Audit & Risk Committee (ARC) unterstützt den Vorstand bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. Zu diesem Zweck hat der Vorstand Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse auf das ARC delegiert. Darüber hinaus werden im ARC unter anderem Compliance-Themen behandelt sowie Rechts- und Revisionsthemen mit Risikobezug. Das ARC ist seit Dezember 2012 das Nachfolgegremium des Risikokomitees. Darüber hinaus existiert das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium zu Compliance-Themen, operationalen Risiken, Reputationsrisiken und sonstigen Rechtsrisiken. Zusätzlich werden risikorelevante Themen in diversen Spezialgremien, wie zum Beispiel dem Internal Model Committee, dem Local Risk Reinsurance Committee, dem Asset Liability Committee, dem Kapitalanlageausschuss und weiteren Gremien besprochen.

Zur Risikomanagementfunktion gehörende Einheiten sind

der Bereich Value & Risk Management (zentrales Risikomanagement),
die Risikoverantwortlichen für die Steuerung und Kontrolle der Risiken in ihrem jeweiligen Unternehmensbereich (dezentrales Risikomanagement),
der dezentrale Risikomanager pro Ressort für die Koordination aller risikorelevanter Themen innerhalb des Ressorts (ebenfalls dezentrales Risikomanagement) und
der Verantwortliche Aktuar.

Der Chief Risk Officer (CRO) der AXA Deutschland stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch regelmäßige Berichterstattung an das ARC im Rahmen dessen Sitzungen beziehungsweise ad hoc sicher.

AXA hat mit Blick auf die Solvency II-Anforderungen an das System of Governance folgende Schlüsselfunktionen etabliert:

Risikomanagement-Funktion,
Compliance-Funktion,
Interne Revision,
Versicherungsmathematische Funktion.

Inhaber der Funktionen und damit Schlüsselperson ist der jeweilige Leiter des Bereiches oder der Abteilung. Dabei ist die versicherungsmathematische Funktion innerhalb der CRO-Organisation angesiedelt. AXA hat darüber hinaus den Leiter Recht sowie den Chief Investment Officer (CIO) zu weiteren Schlüsselpersonen erklärt. Für diese Schlüsselpersonen gelten besondere Anforderungen, sogenannte "Fit & Proper"-Eigenschaften (das heißt fachlich qualifiziert und persönlich zuverlässig).

Risikomanagementprozess

Das Risikomanagement der AXA erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess setzt sich aus Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikosteuerung und -überwachung sowie Risikokommunikation und -berichterstattung zusammen.

Risikoidentifikation: Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der ARC-Sitzungen, im Rahmen der strategischen Planung, der Aktualisierung der Risikostrategie und des Materialitätsprozesses, unter anderem durch die Aktualisierung der sogenannten "Risikopolicen" und der Dokumentation und Beschreibung operationaler Risiken. Durch die Risikopolicen werden die identifizierten wesentlichen Risiken inklusive deren aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen dokumentiert.

Darüber hinaus ist die Risikoidentifikation im Rahmen von Prüfungen der Internen Revision möglich. Risiken neuer Kapitalmarkt- und Versicherungsprodukte werden im Rahmen des standardisierten Investment Approval Process (IAP) und Product Approval Process (PAP) vom Bereich Value & Risk Management unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationaler Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und der höheren Führungsebene sowie einer Bewertung durch die jeweiligen operativen Ansprechpartner. Darüber hinaus erfolgt die Risikoidentifikation infolge einer Meldung eingetretener Risiken zur Aufnahme in die Verlustdatensammlung für operationale Risiken, im Rahmen des Information Risk Management Prozesses (IRM) oder durch das Risk Identification and Assessment (RIA) im Rahmen des Business Continuity Managements.

Die Bewertung der operationalen und sonstigen Risiken erfolgt in der Risikodatenbank. Die Risikopolicen werden seit 2013 im Document Inventory, unserem Verzeichnis für alle Solvency II-relevanten Dokumente, geführt.

Risikoanalyse und -bewertung: Aufbauend auf den Ergebnissen der Risikoidentifikation erfolgt eine Analyse und Bewertung der Risiken. Ergebnis der Risikoanalyse und -bewertung ist das Risikoprofil des Konzerns. Identifizierte Risiken werden nach ihrer Wesentlichkeit eingeordnet. Dadurch wird sichergestellt, dass Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Wirtschafts-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns identifiziert und angemessene Steuerungsmaßnahmen/-strategien definiert werden können.

Bei der Risikobewertung wird eine quantitative Einschätzung für die einzelnen Risiken sowie für das gesamte Risikoportfolio unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Steuerungsmaßnahmen abgegeben. Die übergreifende quantitative Risikobewertung erfolgt anhand des ökonomischen Risikokapitalmodells und der dort definierten und eingesetzten Bewertungsmethoden. Für Risikoarten, für die eine quantitative Risikomessung nicht sinnvoll oder möglich ist, wie zum Beispiel Reputations- oder strategische Risiken, wird eine qualitative Beurteilung vorgenommen.

Neben qualitativen und quantitativen Methoden werden bei der Risikobewertung für ausgewählte Risiken situationsbedingt auch Sensitivitätsanalysen, Szenarioanalysen und Stresstests mit unterschiedlichen Zeithorizonten herangezogen.

Risikosteuerung und -überwachung: Die Risikosteuerung umfasst das Ergreifen von Maßnahmen zur Risikobewältigung in unserem Konzern. Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung entwickelter Konzepte und Prozesse im Einklang mit der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Risikostrategie verstanden. Dadurch werden Risiken entweder bewusst akzeptiert, vermieden, vermindert oder transferiert. Durch regelmäßige Überwachung der Risiken anhand eines Soll-Ist-Abgleichs, zum Beispiel im Rahmen des implementierten Limitsystems, werden Gefahren frühzeitig erkannt. Somit wird ein Gegensteuern ermöglicht. Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risiko-/Ertragsprofils sowie durch Überwachung der Limite der Verlust- und Risikoindikatoren. Die Risikosteuerung erfolgt immer durch die Geschäftsleitung gemäß ihrer Bereitschaft, bestimmte Risiken zu übernehmen. Dabei müssen das Risikoprofil und die Risikotragfähigkeit strikt beachtet werden. Schließlich wird in Verbindung mit einer angemessenen Berichterstattung beziehungsweise Eskalation die Einhaltung der Risikostrategie sichergestellt und die frühzeitige Identifizierung von Risiken ermöglicht.

Risikokommunikation und -berichterstattung: Das sich aus Risikoanalyse und Bewertung ergebende Risikoprofil wird gegenüber dem Vorstand kommuniziert, sodass dieser bei der Festlegung des Risikoappetits das aktuelle Risikoprofil beachten kann. Ziel der Risikoberichterstattung ist die Bereitstellung aller erforderlichen Risikoinformationen zur Einschätzung des unternehmensindividuellen Risikos unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher und interner Steuerungsanforderungen.

Neben der Ergebnisberichterstattung zum ökonomischen Risikokapital werden auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht und ein auf Solvency II-Anforderungen ausgerichteter ORSA (Own Risk and Solvency Assessment)-Bericht verfasst. In der Übergangsphase zu Solvency II (2014 bis 2015) wird der ORSA durch die Preparatory Guidelines als FLAOR (Forward Looking Assessment of Own Risk) bezeichnet. Diese werden den Vorständen der Versicherungsgesellschaften vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das ARC und die Aufsichtsbehörde übermittelt. Zusätzlich sind Ad-hoc-Berichterstattungspflichten, beispielsweise bei Erreichen definierter Schwellenwerte, implementiert. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des regelmäßig zusammenkommenden ARC besprochen, nachdem sie zuvor im Rahmen der weiteren Gremien diskutiert wurden.

Versicherungstechnische Risiken

Schaden- und Unfallversicherung

Der AXA Konzern betreibt im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft insbesondere die Sparten Kraftfahrt-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach-, Transport- und Luftfahrtversicherung. Diese werden im direkten wie auch teilweise im indirekten Geschäft gezeichnet.

Die primären Risiken aus der Schaden- und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr sind das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko. Ferner besteht in der Unfallversicherung noch das Zinsgarantierisiko.

Da der deutsche AXA Konzern eine einheitliche Geschäftssteuerung des Segments Schaden- und Unfallversicherung betreibt, die sich an den Kundengruppen und Produkten orientiert statt an den Einzelgesellschaften AXA Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, AXA Art Versicherung AG und AXA easy Versicherung AG, wurde diesem Umstand durch eine vollständige Rückversicherung des Geschäftes auf den zentralen Risikoträger AXA Versicherung AG Rechnung getragen. Dieses Vorgehen unterstützt darüber hinaus auch die einheitliche Steuerung der Risiken aus dem Bereich Value- & Risk Management, welcher als unabhängige Risikocontrollingsfunktion für alle drei Gesellschaften agiert. Folglich ermöglicht diese 100%-Rückversicherung über die Kennzahlen vor und nach Rückversicherung die notwendige Transparenz in der Konzernsteuerung sowie des Risikomanagements unseres Konzerns.

Prämien- und Schadenrisiko

Unter dem Prämien-/Schadenrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen. Daher sind unsere Sachversicherungsgesellschaften in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation kurzfristig anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird durch Beitragsanpassung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption und durch vertraglich festgelegte Beitragsanpassungsklauseln risikoadäquat gehalten. Auch bei zu erwartenden Veränderungen der Marktsituation kann unser Konzern proaktiv handeln.

Die Risikosteuerung unseres Konzerns erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt. Die Rückversicherung orientiert sich an den unterschiedlichen Brutto-Kapazitäten der Sparten. Großrisiken und Kumulexposure werden auf vertraglicher Basis rückversichert. Ausnahmeakzepte innerhalb der Zeichnungskapazitäten der Sparten, die außerhalb der obligatorischen Rückversicherungskapazitäten liegen, werden durch Einzelrückversicherung rückgedeckt. Seit 2011 wird zudem für das gesamte Kraftfahrtversicherungsgeschäft eine Quoten-Rückversicherung abgeschlossen, und seit 2013 werden die Sparten Feuer/Feuer BU, Technische Versicherung und Transport in jeweils eigenständigen Quoten-Rückversicherungsverträgen rückgedeckt. Zur Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treiber werden stochastische Szenarien verwendet.

Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien-/Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch um Ereignisse wie z. B. Naturkatastrophen und sonstige Kumulrisiken, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen. Neben Naturkatastrophen können auch durch Menschen verursachte Schadenereignisse, wie zum Beispiel Terroranschläge, hohe Großschäden hervorrufen. Zusätzlich könnte der Trend zu höheren Schadenersatzansprüchen in der Haftpflichtversicherung, zum Beispiel bei neu aufkommenden Risiken, Veränderungen der Rechtslage bzw. im Verhalten der Marktteilnehmer oder Umweltschäden, den durchschnittlichen Schadenaufwand erhöhen.

Zur Bewertung dieser Risiken führen wir eine Kumulkontrolle durch, in der durch regelmäßige Erhebungen aus den Datenbankbeständen die genauen Kumulwerte (pro Sparte wie auch spartenübergreifend) ermittelt werden. Diese Werte werden unter Berücksichtigung echter Schadenszenarien der Vergangenheit zu möglichen künftigen Szenarien modelliert (z.B. Sturm, Flut, Erdbeben). Zur Reduktion des Großschadenrisikos wird der entsprechende Rückversicherungsbedarf ermittelt und eingekauft. Speziell im Jahr 2013, das durch bedeutende Schäden aufgrund von Naturereignissen geprägt war, hat sich der Nutzen unserer Absicherungsstrategie gegen Kumulrisiken bestätigt. Durch gute geografische Diversifikation und Zeichnungsverbote für bestimmte Risiken bzw. Regionen wird das Risiko weiter minimiert. Aktuell wird beispielsweise die Entwicklung im Schadenfall um verunreinigte Brustimplantate intensiv von unseren Experten verfolgt, um Folgen neuer Rechtssprechungen einzuschätzen und bei Bedarf in unseren Schadenreserven zu berücksichtigen. Insgesamt ist somit sichergestellt, dass Einzelrisiken sowie Kumulrisiken gleichermaßen beherrscht werden.

Selbstverständlich wird auch die Entwicklung in Untersegmenten analysiert. Beispielsweise liegt ein besonderes Augenmerk auf der Schadenentwicklung in der Arzt-Haftpflichtversicherung.

Wir beobachten aufmerksam das rechtliche Umfeld und überprüfen regelmäßig den Tarif, um zeitnah eine entsprechende Anpassung wegen erhöhter Schadenbedarfe gewährleisten zu können.

Zu unserer Risikosteuerungsstrategie gehört die ausgewogene Verteilung von Versicherungsrisiken in unseren Geschäftsfeldern. Es zeigt sich in der Übersicht der gebuchten Beiträge, dass in keiner der von uns betriebenen Sparten eine auffällige Risikokonzentration besteht. Geographisch ist unser Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft auf Deutschland konzentriert. Insgesamt sind die gebuchten Bruttobeiträge leicht zurückgegangen.

Gebuchte Brutto-Beiträge (a)
(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
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Versicherungszweige Privatkunden Industrie- und Firmenkunden Gesamt Gesamt
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Unfall 271.415 16 271.431 261.647
Haftpflicht 197.319 404.319 601.638 608.210
Kraftfahrt 1.110.862 226.671 1.337.533 1.375.195
Sach/Feuer 571.206 522.725 1.093.931 1.073.347
Transport/Luftfahrt 0 130.976 130.976 130.980
Kredit und Kaution 0 31.633 31.633 32.071
Sonstige 0 151.052 151.052 151.594
Gesamtsumme aus dem s.a. Versicherungsgeschäft 2.150.802 1.467.392 3.618.194 3.633.044
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 562.874 537.521
Gesamtsumme aus dem Versicherungsgeschäft 4.181.068 4.170.565
Effekte aus der Konsolidierung -325.900 -305.442
Gesamtsumme gebuchte Brutto-Beiträge 3.855.168 3.865.123

(a) Einbezogene Gesellschaften: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusiver Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamten-Versicherung AG, AXA easy Versicherung AG.

Die Schadenquoten nach Rückversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:

2004 2005 2006 2007 (a) 2008 (b) 2009 (c) 2010 (c)
76,5% 72,1% 75,8% 80,9% 77,4% 77,8% 77,0%
2011(d) 2012(d) 2013(d)
81,1% 75,9% 79,5%

Die Darstellung bezieht sich auf verdiente Beiträge vor Konsolidierung.

(a) ab 2004: AXA Versicherung AG und AXA "die Alternative ".ab 2007: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG und DBV WinSelect Versicherung AG.

(b) 2008: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, DBV-WinSelect Versicherung AG, Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG und AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften. (Die Werte für das Geschäftsjahr 2008 sind an jene des Geschäftsjahres 2009 angepasst. In 2008 waren die Tochtergesellschaften der AXA Art Versicherung AG in der Darstellung nicht berücksichtigt).

(c) ab 2009: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG

(d) ab 2011: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, AXA easy Versicherung AG

Das Geschäftsjahr 2013 war durch eine außergewöhnlich hohe Zahl von Naturereignissen geprägt. Insbesondere durch die Flut im Mai, die Hagelereignisse im Sommer und die Herbstunwetter entstanden hohe Schadenaufwendungen bei der AXA Versicherung AG in den Sparten der Sachversicherung, Kraftversicherung und der Technischen Versicherung. Darüber hinaus ereigneten sich im Geschäftsjahr vermehrt Großschäden. Auch im indirekten Geschäft nahm aufgrund eines Feuer-Großschadens der Schadenaufwand zu.

Sowohl bei der DBV Deutsche Beamtenversicherung als auch bei der AXA easy werden seit 2011 die Risiken vollständig in die AXA Versicherung AG zediert.

Die Veränderung der Schadenrückstellung in Form einer Schadenabwicklungstabelle wird im Anhang 14 dargestellt.

Reserverisiko

Zur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von unseren Gesellschaften Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, so dass die Auskömmlichkeit der Reserve ein wesentliches Risiko darstellt. Das so genannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeten Schäden (Spätschäden). Die Bewertung der künftigen Schadenzahlungen erfolgt anhand aktuarieller Schätztechniken, bei welchen der in der Vergangenheit beobachtete Schadenverlauf herangezogen wird. Großschäden werden separat geschätzt. Mit Hilfe von stochastischen Szenarien erfolgt eine Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treibern.

In der Sparte Arzt-Haftpflichtversicherung haben wir die Schadenreserven in den vergangenen Jahren gestärkt, da vorliegende Erkenntnisse ergaben, dass ein trendartiger Schadenanstieg aufgrund der Veränderung der Rechtsprechung sowie der sogenannten Spätschadenteuerung unterstellt werden kann. Die Schadenreserven werden den Erfordernissen entsprechend in den Folgejahren kontinuierlich angepasst.

Die Abwicklungsergebnisse in Prozent nach Rückversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:

2004 2005 2006 2007 (a) 2008 (b) 2009 (c) 2010 (c)
4,1% 4,4% 5,0% 3,7% 3,6% 6,8% 3,7%
2011(d) 2012(d) 2013(d)
4,8% 5,5% 5,1%

Die Darstellung bezieht sich auf verdiente Beiträge vor Konsolidierung.

(a) ab 2004: AXA Versicherung AG und AXA "die Alternative".ab 2007: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG und DBV WinSelect Versicherung AG.

(b) 2008: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, DBV-WinSelect Versicherung AG, Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG und AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften. (Die Werte für das Geschäftsjahr 2008 sind an jene des Geschäftsjahres 2009 angepasst. In 2008 waren die Tochtergesellschaften der AXA Art Versicherung AG in der Darstellung nicht berücksichtigt).

(c) ab 2009: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG

(d) ab 2011: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, AXA easy Versicherung AG Zinsgarantierisiko

Zinsgarantierisiko

In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wird für den Sparanteil der Beiträge eine garantierte Zinsleistung zwischen 2,25% und 3,50% vereinbart, wobei in der Kundenerwartung keine besondere Verzinsung liegt, sondern allein die Rückgewähr der gezahlten Beiträge. Dies führt zwar zu einem Zinsgarantierisiko getrieben durch die unbekannte Entwicklung der Marktzinsen, aufgrund des vergleichsweise geringen Beitragsvolumens und der geringen Erwartung an die Verzinsung dieser Versicherungsart ist das Zinsgarantierisiko jedoch von eher untergeordneter Bedeutung.

Lebensversicherung

Der AXA Konzern betreibt im Lebensversicherungsgeschäft hauptsächlich konventionelle und fondsgebundene Kapitallebens- und Rentenversicherungen sowie Risiko-Lebensversicherungen und Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherungen. Die spezifischen Risiken aus dem Lebensversicherungsgeschäft aus Unternehmenssicht sind biometrische Risiken, Zinsgarantierisiken, Risiken aus Kundenverhalten sowie Kostenrisiken. Ferner bestehen noch spartenspezifische Risiken aus Rechtssprechung und Gesetzgebung.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken entstehen aus Abweichungen des tatsächlich beobachteten Risikoverlaufs zu den Annahmen der Kalkulation wie Sterblichkeit und Berufsunfähigkeit. Sinkende Sterblichkeit, bewirkt zum Beispiel durch verbesserte medizinische Versorgung, führt bei Kapital- und Risikoversicherungen zu einer Erhöhung der Marge. Andererseits erzwingt dieser Trend bei Rentenversicherungen zusätzliche Leistungen. Eine Erhöhung der Sterblichkeit, etwa hervorgerufen durch Epidemien, hätte wiederum einen gegenläufigen Effekt. In der Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherung führen Abweichungen von den eingerechneten zu den tatsächlichen Versicherungsereignissen zu Risiken. Diese gehen neben medizinischen und juristischen Veränderungen oft auch auf soziale und konjunkturelle Ursachen zurück.

Die AXA steuert biometrische Risiken durch ihre Produktgestaltung, Zeichnungspolitik und Rückversicherungsverträge. Im Rahmen des Prozesses zur Gestaltung neuer beziehungsweise Anpassung bestehender Produkte werden Risiken identifiziert, bewertet und es wird, sofern notwendig, eine Anpassung der Produktkalkulation vorgenommen. Durch die Zeichnungspolitik wird eine risikogerechte Tarifierung sichergestellt. Je nach Ergebnis der medizinischen und finanziellen Risikoprüfungen wird dem Kunden nur unter Akzeptanz eines Beitragszuschlages bzw. eines Risikoausschlusses ein Versicherungsvertrag angeboten. Zusätzlich werden bei hohen Einzel- und Kumulrisiken sowie konzernübergreifend bei Katastrophenrisiken Rückversicherungsverträge zur Beschränkung der Leistungsbelastung abgeschlossen. Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen wird das biometrische Risiko durch die Leistungsprüfung auf die vertraglichen Zusagen beschränkt. Hierbei wird zum einen ausführlich geprüft, ob der Leistungsfall eingetreten ist, zum anderen werden Hilfestellungen für eine schnelle Rückkehr des Versicherungsnehmers in das Berufsleben erteilt.

Für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen werden im Wesentlichen die bei Vertragsabschluss aktuellen von der Aufsichtsbehörde beziehungsweise der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) empfohlenen Sterbetafeln sowie Invalidisierungs- und Reaktivierungstafeln verwendet. Für die ab dem 21. Dezember 2012 verkauften geschlechtsunabhängigen Tarife werden Tafeln genutzt, die aus den aktuell empfohlenen Tafeln unter Berücksichtigung eines erwarteten Geschlechtermixes abgeleitet wurden. Alle in den Versicherungsverträgen zugesagten Leistungen werden dem Grundsatz der Vorsicht entsprechend berücksichtigt. Die Deckungsrückstellung der Versicherungen mit geschlechtsunabhängiger Tarifierung wird jährlich - erstmals für das Jahr 2013 - mit dem Ergebnis einer Kontrollrechnung auf geschlechtsabhängigen Kalkulationsgrundlagen verglichen und der höhere Wert wird dann in die Bilanz eingestellt. Durch regelmäßige aktuarielle Analysen wird ein möglicher Anpassungsbedarf bei der Deckungsrückstellung frühzeitig erkannt. Mit Ausnahme folgender Teilbestände werden die verwendeten Wahrscheinlichkeitstafeln von der Aufsichtsbehörde und der DAV als ausreichend für die Berechnung der Deckungsrückstellung angesehen und enthalten nach Einschätzung des verantwortlichen Aktuars für die Gesellschaft angemessene Sicherheitsspannen. Für den Bestand an Rentenversicherungen, die nicht nach der aktuellen Sterbetafel DAV 2004 R kalkuliert sind, wurde unter Berücksichtigung der aktuellen Empfehlungen der DAV im Jahr 2012 die Deckungsrückstellung weiter verstärkt. Für den kleinen Bestand an Pflegerentenversicherungen, die nicht nach der aktuellen Tafel DAV 2008 P kalkuliert sind, wurde die Deckungsrückstellung in Anlehnung an die Empfehlungen der DAV verstärkt. Die Deckungsrückstellung des Bestandes an Berufsunfähigkeitsversicherung und -zusatzversicherungen, die nicht nach den aktuellen Tafeln DAV 1997 I, TI und RI kalkuliert wurden, musste nicht weiter gestärkt werden. Die Entwicklung der Sterblichkeit und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten werden weiter laufend analysiert.

Risiken aus Kundenverhalten

Risiken aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern resultieren vor allem aus dem Stornorisiko und dem Risiko aufgrund des Kapitalwahlrechtes bei Rentenversicherungen.

Das Stornorisiko wird vom Verhalten der Versicherungsnehmer beeinflusst, da sie zum Beispiel ihre Beitragszahlung einstellen oder den Vertrag kündigen können. Rationales Verhalten vorausgesetzt, werden Lebensversicherungskunden mit einer Kapital- oder Risikoversicherung, deren Gesundheit sich während der Vertragslaufzeit verschlechtert, mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit kündigen. Hierdurch könnte die Gefahr einer negativen Risikoselektion entstehen. Andererseits kann eine positive Kapitalmarktentwicklung zu verstärkten Rückkäufen führen, um den ausgezahlten Betrag mit einer höheren Rendite zu reinvestieren. Das sich bei unerwartet hohen Storni ergebende Risiko von Mittelabflüssen kann bei großem Volumen zu Liquiditätsengpässen, einer Beeinträchtigung der Kapitalanlagenstruktur und der Erträge aus den Kapitalanlagen führen. Das Liquiditätsrisiko wird gesondert betrachtet.

Die Stornoquoten in unseren Gesellschaften und in der Branche werden getrennt nach Produktlinien permanent beobachtet. Die Veränderung der Stornoquoten war in der Vergangenheit jedoch gering, sodass das resultierende Risiko aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase am Kapitalmarkt derzeit als niedrig einzuschätzen ist. Jedoch kann ein höheres oder niedrigeres Storno in realistischem Ausmaß bei den fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen einen Einfluss auf die Jahresergebnisse haben. So erhalten wir bei fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen von Fondsgesellschaften teilweise Vergütungen von Verwaltungsgebühren. Diese beeinflussen die Höhe des Rohüberschusses und damit im Endeffekt auch die Höhe der deklarierten Überschussanteile. Im Falle eines deutlich erhöhten Stornos würden die Fondsguthaben niedriger ausfallen und die geringeren Vergütungen von Verwaltungsgebühren den Rohüberschuss vermindern.

Bei Rentenversicherungen mit älteren Rechnungsgrundlagen, bei denen eine Verstärkung der Deckungsrückstellung erfolgt, wird dabei die Inanspruchnahme des Kapitalwahlrechtes berücksichtigt. Diese kann sich im Laufe der Zeit verändern und wird deshalb regelmäßig überwacht.

Kostenrisiko

Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten durch die einkalkulierten Kosten dauerhaft nicht finanziert werden können. Die Überwachung des Kostenrisikos erfolgt durch ein umfassendes Kostencontrolling.

Zinsgarantierisiko

Das professionelle Management der Zinsgarantien stellt eine Kernherausforderung im Rahmen des Asset Liability Managements dar. Die derzeitige und auch die im Rahmen der Unternehmensplanung erwartete Nettoverzinsung der Kapitalanlagen liegen über dem durchschnittlichen garantierten Rechnungszins des Bestandes. Durch den Angemessenheitstest der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten wird regelmäßig überprüft, ob die bilanzierte Verpflichtung noch ausreicht, um die Ansprüche der Versicherungsnehmer zu decken, so dass im Falle einer Unterdeckung umgehend eine Nachreservierung erfolgen würde. In diesem Zusammenhang spielt insbesondere die erwartete Nettoverzinsung eine Rolle, da diese erheblichen Einfluss auf die Ermittlung des Barwertes der erwarteten Verpflichtung gegenüber dem Versicherungsnehmer hat. Bislang ergab sich hier kein Nachreservierungsbedarf.

Bei fondsgebundenen Versicherungen ohne Garantieteile bemisst sich die Versicherungsleistung an der Entwicklung des zugrundeliegenden Fonds. Hieraus ergibt sich für die Lebensversicherer kein Kapitalanlagerisiko, da die Höhe der Verpflichtung gegenüber den Versicherungsnehmern stets mit dem Wert des Fondsvermögens übereinstimmt. Soweit unsererseits Garantien bei fondsgebundenen Produkten ausgesprochen wurden, gelten die Aussagen zu Zinsgarantien konventioneller Produkte.

Versicherungssummen (a) Brutto-Deckungsrückstellung
(In Mio. Euro) (b) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
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Kapitalversicherungen 33.058 35.800 17.302 17.675
Risikoversicherungen 9.364 8.581 92 83
Rentenversicherungen 46.137 43.499 11.710 8.743
Sonstige Einzelversicherungen 12.213 12.294 3.912 3.262
Kollektivversicherungen 25.888 25.938 5.241 7.756
Zusatzversicherungen 86.462 87.707 2.020 1.966
Selbst abgeschlossene Versicherungen 213.122 213.819 40.277 39.485

(a) bei Rentenversicherungen: zwölffache Jahresrente.

(b) dargestellte Gesellschaften: AXA Lebensversicherung AG (incl. DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG), Deutsche Ärzteversicherung AG und Pro bAV Pensionskasse AG (incl. Winsecura Pensionskasse AG) und per 31.Dezember 2012 Rheinisch-Westfälische Sterbekasse AG.

Risiken aus Gesetzesänderungen

Die Deckungsrückstellung eines Versicherungsvertrages muss mindestens der Höhe des Rückkaufswertes entsprechen. Änderungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung, die eine Erhöhung des Rückkaufswertes bewirken, führen daher auch zu einer Erhöhung der Deckungsrückstellung für den betroffenen (Teil-)Bestand.

Die Höhe der Deckungsrückstellung wird durch das erwartete Kundenverhalten beeinflusst. Es ist nicht auszuschließen, dass sich aus Gesetzgebung und Rechtsprechung eine extensive Interpretation der vom Bundesgerichtshof zu den Rückkaufswerten in den Jahren 2005 bis 2013 ergangenen Urteile entwickeln könnte, woraus zusätzliche, bisher nicht berücksichtigte Leistungen resultieren würden. Es wird regelmäßig überprüft, ob eine gesonderte Rückstellung zu bilden ist. Nach dem BGH-Urteil vom 26. Juni 2013 zu den fondsgebundenen Verträgen gelten die Vorgaben des BGH zum Mindestrückkaufswert auch für diese Art teilgezillmerter Verträge. In der Deckungsrückstellung unserer Lebensversicherungsgesellschaften ist dieses Risiko berücksichtigt.

Ein weiteres rechtliches Risiko besteht im Hinblick auf § 5 a Abs. 2 Satz 4 VVG a. F (a. F. = alte Fassung). Es handelt sich um die Frage, ob die nationale gesetzliche Regelung, dass ein Vertrag trotz mangelnder Belehrung spätestens ein Jahr nach Vertragsschluss nicht mehr widerruflich ist, Bestand hat, oder ob alle Verträge, die unter Geltung dieser Regelung mit mangelhafter Belehrung bzw. fehlender Information geschlossen worden sind, "ewig" widerruflich sind. Mit Urteil vom 19. Dezember 2013 hatte der EuGH entschieden, dass die Einjahresfrist zur Geltendmachung des Widerspruchs nicht mit Europarecht im Einklang steht. Der BGH hat am 7. Mai 2014 im Nachgang zu dieser Entscheidung geurteilt, dass dem Versicherungsnehmer grundsätzlich ein Anspruch auf Rückabwicklung des Vertrages zusteht, er müsse sich allerdings insbesondere den gewährten Versicherungsschutz anrechnen lassen. Gegen dieses Urteil des BGH hat der beklagte Versicherer Verfassungsbeschwerde erhoben. Zur Frage der Europarechtsmäßigkeit des Policenmodells an sich hat sich der EuGH nicht geäußert. Der BGH hält das Policenmodell laut seinem Urteil vom 16. Juli 2014 für europarechtskonform.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 6. Februar 2013 ferner ein Grundsatzurteil zum Themenkomplex Ratenzahlungszuschläge gesprochen: Demnach sind Ratenzahlungszuschläge nicht als Kredit im Sinne des Verbraucherkreditrechtes zu qualifizieren. Damit können Versicherungsnehmer weder bereits gezahlte Ratenzahlungszuschläge zurückverlangen, noch können Verträge auf dieser Grundlage widerrufen werden. Unter Verweis auf dieses Grundsatzurteil hat der BGH auch die Revision in zwei weiteren Verfahren zurückgewiesen. Dagegen wurde nun Verfassungsbeschwerde eingelegt. Ob das Bundesverfassungsgericht die Sache zur Entscheidung annehmen wird, bleibt allerdings abzuwarten.

Krankenversicherung

Die AXA Krankenversicherung betreibt insbesondere die Krankenvollversicherung sowie die Pflegeversicherung und verschiedene Arten der Zusatzversicherung. Die primären versicherungstechnischen Risiken aus dem Krankenversicherungsgeschäft sind Krankheitskosten/Leistungsrisiken, biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten und Reserverisiken. Ferner bestehen noch Zinsgarantierisiken sowie Risiken aus gesetzgeberischen Maßnahmen.

Versicherungstechnische Risiken können dazu führen, dass die zu zahlenden Leistungen und Kosten nicht mehr aus den Beitragseinnahmen, den Anlageerträgen und der planmäßigen Auflösung der Alterungsrückstellung finanziert werden können. Ein mindestens jährlich durchzuführender, gesetzlich vorgeschriebener Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Leistungen ermöglicht jedoch ein zeitnahes Erkennen von Abweichungen in den erwarteten Leistungen. Bei Bedarf erfolgt eine Beitragsanpassung. Bei der hierfür notwendigen Neukalkulation werden sämtliche Rechnungsgrundlagen überprüft und gegebenenfalls angepasst. Zusätzlich bestehen für das Neugeschäft und für Vertragsänderungen im Versicherungsbestand der Krankenversicherung Zeichnungsrichtlinien, um Deckungszusagen nur zu risikogerechten Beiträgen zu geben. Darüber hinaus enthalten viele Tarife Selbstbehalte zur Steuerung der Leistungsinanspruchnahme. Mit unseren Maßnahmen reduzieren wir unserer Überzeugung nach die nicht vollständig vermeidbaren versicherungstechnischen Risiken auf ein vertretbares Niveau.

Krankheitskosten-/Leistungsrisiken

Unter dem Krankheitskosten-/Leistungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen Krankheits- und Pflegekosten die erwarteten, im Beitrag berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Im Falle eines kurzfristigen Anstiegs der Krankheits- und Pflegekosten über den kalkulierten Rahmen hinaus oder im Falle einer Pandemie kann auf die unerwartete Leistungserhöhung gegebenenfalls erst mit einer zeitlichen Verzögerung durch eine Beitragsanpassung reagiert werden. Ursachen für solche Leistungsanstiege können nach unserer Erfahrung weitere medizinische Fortschritte in Verbindung mit kostspieligeren medizinischen Einrichtungen oder die Entwicklung neuer teurerer Medikamente verbunden mit einer Kosteninflation im Gesundheitswesen sein.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken entstehen in der Krankenversicherung aus einer sinkenden Sterblichkeit, wodurch mit einer verlängerten Inanspruchnahme und somit einer Erhöhung der Versicherungsleistungen zu rechnen ist. Die Sterbetafeln werden jährlich von der Deutschen Aktuarvereinigung auf ausreichende Sicherheit überprüft. Soweit sich ein Aktualisierungsbedarf ergibt, verwenden wir die neuen Werte unverzüglich bei der Kalkulation neuer Tarife beziehungsweise von Beitragsanpassungen. Dieser Aktualisierungsbedarf kann auch durch den seit 2008 jährlich durchzuführenden Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Sterbewahrscheinlichkeiten ausgelöst werden.

Risiken aus Kundenverhalten

Ein Risiko aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern stellt insbesondere das Stornorisiko dar. Die in der Tarifierung angesetzten Stornowahrscheinlichkeiten basieren sowohl auf eigenen als auch auf Verbandserfahrungen und sind aktuariell ausreichend vorsichtig bemessen. Die Stornoquoten bei der AXA Krankenversicherung und in der Branche werden permanent beobachtet, so dass frühzeitig eine Veränderung erkannt und gegebenenfalls in Beitragsanpassungen und Neukalkulationen berücksichtigt wird.

Das durch die letzte Gesundheitsreform den privaten Krankenversicherungsunternehmen auferlegte Risiko trotzt Nichtzahlung von Beiträgen den versicherten Kunden Notfallleistungen zusagen und außerdem die Alterungsrückstellung tariflich auffüllen zu müssen, ist durch die Einführung des Notlagentarifs etwas abgemildert worden. Während der Versicherung in diesem Tarif ist nur der für Notfallleistungen erforderliche Beitrag zu zahlen und es erfolgt kein weiterer Aufbau von Alterungsrückstellung. Damit stehen wieder mehr Mittel als Zuführung zur Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung zur Verfügung.

Die neu eingeführten Unisex-Tarife haben bislang keine Wechselströme in diese Tarife ausgelöst, durch die eine Verzerrung der in der Kalkulation angesetzten Bestandmischung erfolgen würde. Dieses liegt sicher auch an zumeist höheren Beiträgen, durch die zusätzlich die sogenannten GKV-Mindestleistungen und der abgesenkte Rechnungszins finanziert werden müssen. Ob im Zusammenhang mit zukünftigen Beitragsanpassungen Wechselbewegungen in diese Tarife ausgelöst werden, gilt es zu beobachten.

Reserverisiken

Zur Finanzierung des mit dem Alter steigenden Krankheitsrisikos werden Alterungsrückstellungen gebildet. Aus diesen Rückstellungen werden zukünftige Leistungen an die versicherten Personen finanziert, die planmäßig nicht mehr durch die gezahlten Beiträgen zu decken sind. Die Höhe der Zahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, insbesondere aufgrund steigender Krankheitskosten-/Leistungszahlungen und einer sinkenden Sterblichkeit, deren Veränderung aufgrund der regelmäßigen Überprüfung jedoch in den vergangenen Jahren nicht mehr so gravierend war wie in früheren Jahren, in denen die Aktualisierung in längeren Zeiträumen erfolgte. Definitiv schon feststehende medizinische Entwicklungen sind jedoch in der Alterungsrückstellung in dem Augenblick eingepreist, in dem sie in den Beiträgen berücksichtigt sind (Kalkulationsverordnung). Insgesamt ist das Reserverisiko als gering einzuschätzen, da durch regelmäßige Beitragsanpassungen der Leistungsbedarf aktualisiert wird. Zusätzlich zum bestehenden Verfahren der jährlichen Leistungsüberprüfung hat der Gesetzgeber eine gesonderte Überprüfung der verwendeten Sterbetafeln vorgeschrieben (siehe oben). In beiden Fällen erfolgt eine vollständige Überprüfung aller Rechnungsgrundlagen. Als Berechnungsgrundlagen für die Alterungsrückstellung dienten die Sterbetafeln PKV 2004, PKV 2007, PKV 2008, PKV 2009, PKV 2010, PKV 2011, PKV 2012 und PKV 2013. Die Alterungsrückstellung wurde entsprechend den Vorschriften in den technischen Berechnungsgrundlagen ermittelt. Diese wurden für alle Tarife von einem unabhängigen Treuhänder geprüft und der Aufsichtsbehörde vorgelegt.

Zinsgarantierisiko

Der Alterungsrückstellung werden jährlich Zinserträge zugeführt, wobei der Zinssatz gesetzlich auf 3,5% begrenzt ist. Mit diesem Zinssatz erfolgt die Verzinsung der gesamten Alterungsrückstellung der AXA Krankenversicherung in den Tarifen mit geschlechtsabhängiger Kalkulation. Die Unisex-Tarife sind mit deutlich niedrigerem Zinssatz kalkuliert, der bis auf 2,75% abgesenkt wurde. Die aktuelle Nettoverzinsung der AXA Krankenversicherung von 4,0% liegt noch deutlich über dem Rechnungszins. Die über den Rechnungszins hinaus gehenden Zinsen werden fast vollständig zur Beitragsermäßigung im Alter verwandt. Maßgeblich für die Höhe des Rechnungszinses in den Bestandstarifen ist die zukünftige Zinserwartung, die mit Hilfe des aktuariellen Unternehmenszinses (AUZ) nach einem brancheneinheitlichen Verfahren unternehmensindividuell ermittelt wird. Bei dem AUZ handelt es sich um ein mit der Deutschen Aktuarvereinigung und der Aufsichtsbehörde abgestimmtes Verfahren zur Zinsprojektion, das auf Basis der Vorjahresergebnisse und offiziellen, durch die Bundesbank veröffentlichten Zinskurven für Neuanlagen, die Zinserwartungen für das übernächste Jahr schätzt. Aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen und der Turbulenzen auf den Kapitalmärkten ist es im Rahmen der aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Regelungen für die Kapitalanlagen zunehmend schwieriger eine Verzinsung zu erzielen, die oberhalb des Höchstrechnungszinses von 3,5% liegt. Im Hinblick darauf haben wir bei einem leicht unter der Grenze von 3,5% liegenden Projektionswert den Rechnungszins soweit abgesenkt, dass eine hinreichende Sicherheit gegeben ist und damit weiterhin Erträge zur Beitragsermäßigung im Alter erwirtschaftet werden. Wir streben aber durch die Vermeidung von Neuanlagen in Ländern und bei Emittenten, für die eine erhöhte Abschreibungswahrscheinlichkeit besteht, weiterhin ausreichende Kapitalerträge an, um dauerhaft die AUZ-Kriterien zu erfüllen.

Risikoverteilung nach Versicherungsarten

Die folgenden Tabellen zeigen die Verteilung der Beiträge und die Anzahl der Versicherten nach Versicherungsarten:

Gebuchte Bruttobeiträge (a)
(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
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Krankheitskostenvollversicherungen 2.057.100 2.045.300
Krankentagegeldversicherungen 98.500 93.600
Krankenhaustagegeldversicherungen 55.700 36.200
Krankheitskostenteilversicherungen 138.800 127.600
Pflegepflichtversicherungen 181.200 172.900
Ergänzende Pflegezusatzversicherungen 65.500 54.700
Sonstige Versicherungen 10.500 13.300
Selbst abgeschlossene Versicherungen 2.607.400 2.543.500
Pauschalwertberichtigung 15.700 -13.900
Gesamt 2.623.100 2.529.600
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 200 500
Gesamtes Versicherungsgeschäft 2.623.300 2.530.100

(a) laufende Beiträge sowie Einmalbeiträge

Anzahl der versicherten natürlichen Personen gegen laufenden Beitrag

(In Tsd.) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Krankheitskostenvollversicherungen 789,7 779,3
Krankentagegeldversicherungen 216,6 217,0
Krankenhaustagegeldversicherungen 458,4 459,9
Krankheitskostenteilversicherungen 589,3 536,3
Pflegepflichtversicherungen 849,7 839,3
Ergänzende Pflegezusatzversicherungen 209,6 187,6
Selbst abgeschlossene Versicherungen 1.595,3 1.536,0

Anzahl der versicherten natürlichen Personen gegen Einmalbetrag

(In Tsd.) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Krankentagegeldversicherungen 2,7 1,8
Krankheitskostenteilversicherungen 6,6 2,9
Restschuld-/Lohnfortzahlungsversicherung 0 0
Spezielle Ausschnittsversicherung 1 1
Auslandsreisekrankenversicherung 809,7 890,2
Selbst abgeschlossene Versicherungen 9,3 4,8

Gesundheitsreform

Die aus der als Wettbewerbsstärkungsgesetz bezeichneten Gesundheitsreform resultierenden Risiken für die Private Krankenversicherung haben weiterhin Bestand. Als Hauptrisiken sind hier der Basistarif sowie die fehlende Kündigungsmöglichkeit und die damit einhergehende (eingeschränkte) Leistungspflicht für Nichtzahler zu nennen.

Der Basistarif beinhaltet versicherungsfremde Elemente wie Kontrahierungszwang, Verbot von Risikozuschlägen und Höchstbeiträge, die eine Subventionierung durch die PKV-Kunden der anderen Vollversicherungstarife erfordern und somit zu einer erhöhten Belastung dieser Personen führen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich überwiegend Personen mit vorhandenen oder akuten Erkrankungen und überdurchschnittlich schlechter Zahlungsmoral im Basistarif versichert haben. Dies trifft insbesondere auf die Versicherten zu, die aufgrund der Versicherungspflicht ins PKV-System zurückgekehrt sind.

Mit der Einführung der Versicherungspflicht wurde gesetzlich zudem eine Notfallversorgung auch für die Versicherten festgelegt, die ihre Beiträge nicht mehr zahlen. Durch Einführung des Notlagentarifs mit Beiträgen, die vielfach weniger als V der bisher für die Vollversicherung gezahlten Beiträge betragen, soll diesen Kunden die Möglichkeit gegeben werden, dauerhaft keine unbezahlbaren Beitragsschulden aufzubauen, sondern durch Beitragszahlung für die Notfallleistungen und Rückzahlung der Schulden wieder in ihren bisher gewohnten Versicherungsschutz zurückzukommen. Für den Fall der Nichtzahlung der Beiträge für den Notlagentarif schmälern diese Leistungen den Rohüberschuss der Gesellschaften und damit auch die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

Die fälligen Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern (insbesondere Beitragsforderungen) sowie die Ansprüche gegenüber Versicherungsvermittlern (vor allem aus Provisionsrückforderungen) betrugen zum Bilanzstichtag 472 Mio. Euro (2012: 399 Mio. Euro, jeweils ohne noch nicht verdiente Provisionen aus dem Geschäft mit fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen). Davon entfielen 96 Mio. Euro (2012: 116 Mio. Euro) auf Forderungen, die älter als 90 Tage sind. Zur Risikovorsorge wurden die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen an Kunden und Vermittler um pauschale Wertberichtigungen von 47 Mio. Euro (2012: 61 Mio. Euro) vermindert. Die Veränderung der Vorjahreswerte resultiert aus der Umstellung der Systeme sowie aus der IFRS-Umstellung des Konzernabschlusses des AXA Konzerns.

Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern werden durch ein IT-unterstütztes Inkasso- und Mahnsystem gesteuert. Zeitnahe Provisionsabrechnungen stellen sicher, dass Provisionsrückforderungen an Versicherungsvermittler kurzfristig ausgeglichen werden.

Der Rückversicherer für unsere Rückversicherungsverträge ist die AXA Versicherung, die diese Verträge wiederum komplett in ihre eigenen Rückversicherungsverträge implementiert und anschließend an die französische Gruppengesellschaft AXA Global P&C retrozediert. Die AXA Global P&C platziert diese Verträge teilweise am internationalen Rückversicherungsmarkt und teilweise innerhalb der AXA Gruppe. Sowohl bei der über die AXA Global P&C retrozedierten Vertragsrückversicherung als auch bei der direkt von uns abgegebenen fakultativen und vertraglichen Rückversicherung wird nur mit erstklassigen Rückversicherern zusammengearbeitet. Grundlage hierfür sind Richtlinien für die Auswahl der Rückversicherer sowie eine von der AXA Global P&C permanent aktualisierte Bonitätsliste, basierend auf den Ratings renommierter Ratingagenturen. Bei der Rückversicherung von langfristigen Verbindlichkeiten gelten dabei besonders hohe Anforderungen an die finanzielle Ausstattung der Rückversicherungspartner. Zusätzlich wird das Ausfallrisiko durch regelmäßige Überwachung der Kreditqualität der Rückversicherer und ein zeitnahes Inkasso reduziert.

Risiken aus Kapitalanlagen

Der AXA Konzern verwaltet rund 70,4 Mrd. Euro (2012: 70,2 Mrd. Euro) Kapitalanlagen (ohne fondsgebundene Lebensversicherung). Diese werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden. Dieses wird unter anderem durch eine ausgewogene Diversifikation und strikte Begrenzung von Konzentrationsrisiken durch Mischung und Streuung der Kapitalanlagen gewährleistet.

Marktrisiken

Die Marktpreisrisiken unserer Konzerngesellschaften beruhen im Wesentlichen auf Wertverlusten bei Aktien und festverzinslichen Anlagen. Ferner stellen Änderungen im Wert des Immobilienbestandes oder bei nicht börsennotierten Beteiligungen Marktpreis- bzw. Wertänderungsrisiken dar.

Die Auswirkungen auf die Marktwerte der Kapitalanlagen sowie des Embedded Values bzw. des marktwertbasierten Eigenkapitals werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Aktien (ohne Beteiligungen und verbundene Unternehmen), Zinsprodukten und Währungen unter Berücksichtigung der bestehenden Währungssicherungen und anderer derivativer Absicherungsmechanismen simuliert. Somit werden die tatsächlichen Sensitivitäten unserer Kapitalanlagen verdeutlicht.

Bei den größeren Lebens- und Krankenversicherungsgesellschaften (AXA Lebens- und Krankenversicherung, Deutsche Ärzteversicherung sowie Pro bAV Pensionskasse) würde sich der Marktwert der Kapitalanlagen sowie der European Embedded Value (EEV) um die nachstehend angegebenen Werte verändern, wenn sich die Preise von Aktien und Renten im dort angeführten Ausmaß langfristig nach oben oder unten bewegen:

(In Mio. Euro) bzw. in % des Embedded Value am 31.12. Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen Veränderung des European Embedded Value (EEV)
des Geschäftsjahres 2013 2012 2013 % 2012
--- --- --- --- --- ---
Änderung Aktien:
Anstieg um 10% 143,8 148,10 46,8 1,5 54,1
Sinken um 10% -143,80 -143,8 -49,6 -1,6 -36,9
Änderung risikofreier Zins:
Anstieg um 100 Basispunkte -4.419,6 -4.749,0 486,3 15,6 616,2
Sinken um 100 Basispunkte 5.272,0 5.656,6 -600,8 -19,3 -818,6
Anstieg um 50 Basispunkte -2.209,8 -2.374,5 211,7 6,8 298,3
Sinken um 50 Basispunkte 2.636,0 2.828,3 -281,4 -9,0 -336,4
Änderung Aktienvolatilität +25% 2,0 15,3 -45,2 -1,4 -63,2
Änderung Zinsvolatilität +25% 69,0 88,1 -43,3 -1,4 12,1

Der Embedded Value setzt sich zusammen aus dem Barwert der erwarteten künftigen Netto-Erträge aus dem Versicherungsbestand einschließlich der Kapitalerträge, dem Eigenkapital und Bewertungsreserven (Stillen Reserven) abzüglich der Kapitalkosten (Cost of Capital).

Bei den übrigen Gesellschaften unseres Konzerns (insbesondere den Schaden- und Unfallversicherungsgesellschaften AXA Versicherung, DBV Deutsche Beamtenversicherung, AXA Art Versicherung und AXA Easy Versicherung) werden die Marktwertrisiken anhand von Sensitivitätsanalysen überwacht. Die folgende Übersicht zeigt auf, wie sich bei diesen Gesellschaften eine Änderung der Aktienkurse bzw. der Marktzinsen kurzfristig auswirken würde:

Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen
vor Steuern nach Steuern
--- --- --- --- ---
(In Mio. Euro) 2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- ---
Änderung Aktien:
Anstieg um 10% 20,68 52,72 20,68 51,66
Sinken um 10% -46,54 -49,77 -46,54 -48,71
Änderung risikofreier Zins:
Anstieg um 100 Basispunkte -476,71 -482,39 -324,32 -270,75
Sinken um 100 Basispunkte 470,85 453,86 320,20 274,14

Ein Teil des Aktienexposures des AXA Konzerns war 2013 über Optionen und Futures gegen Marktwertverluste abgesichert. Gleichwohl können bei schwachen Aktienmärkten außerplanmäßige Abschreibungen nicht ausgeschlossen werden. Im Bereich Private Equity können aufgrund der Verschlechterung des Marktumfeldes Wertrückgänge bzw. Abschreibungen der Beteiligungen nicht ausgeschlossen werden.

Währungsrisiken bestehen in einem begrenzten Umfang, da der AXA Konzern hauptsächlich im europäischen Raum investiert und Fremdwährungsinvestitionen begrenzt und kontrolliert werden. Dies erfolgt durch den Einsatz von Fremdwährungsderivaten (z. B. Devisentermingeschäfte). Darüber hinaus bedecken die in Fremdwährung gehaltenen Vermögenswerte entsprechende Fremdwährungsverbindlichkeiten, so dass sich potentielle Wertänderungen gegenseitig aufheben (kongruente Bedeckung).

Der Immobilienbestand des AXA Konzerns besteht zum großen Teil aus deutschen Büro- und Gewerbeimmobilien. Die Wertentwicklung ist deshalb im Wesentlichen abhängig von der Konjunkturlage in Deutschland.

Der AXA Konzern verfolgt die Entwicklung der Kapitalmärkte sehr genau. Sollten sich die zuvor gezeigten negativen Szenarien im laufenden Geschäftsjahr ganz oder teilweise einstellen oder an künftigen Bilanzstichtagen vorliegen, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen. Diese beinhalten unter anderem notwendige Abschreibungen auf die nachhaltigen Werte einzelner Kapitalanlagen, den selektiven Verkauf einzelner Titel und den optionalen Einsatz von Wertsicherungsmaßnahmen, um die Portfolios kurzfristig gegen weitere Wertverluste abzusichern.

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners beziehungsweise Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen, Genussrechten, stillen Beteiligungen und Derivaten.

Das maximale Kreditrisiko der Kapitalanlagen wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten festverzinslichen Wertpapiere, Derivate, Darlehen und Ausleihungen wiedergegeben und beträgt im Geschäftsjahr 64,6 Mrd. Euro (2012: 65,7 Mrd. Euro). Des Weiteren bestehen Kreditrisiken aus der Gewährung finanzieller Garantien (siehe Seite 51 ff.).

Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen bzw. Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt entweder mit Hilfe von Ratingagenturen oder nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft.

Zusätzlich zur Überwachung der Ratings nimmt der AXA Konzern in Zusammenarbeit mit den von ihm mandatierten Vermögensverwaltern Detailanalysen zu potenziell ausfallgefährdeten Wertpapieren vor, auf deren Basis dann über risikomindernde Maßnahmen entschieden wird. Für diese Analysen werden alle im Markt vorhandenen Informationen herangezogen.

Für die Vergabe von Hypotheken- und Refinanzierungsdarlehen gelten Vergaberichtlinien und strenge Vorschriften bezüglich der Bonität. Als Sicherheit von Hypothekendarlehen bestehen Pfandrechte an Grundstücken und/oder Versicherungsverträgen. Die Vergaberichtlinien knüpfen eine Finanzierung im Regelfall an private Nutzung und erstrangige Absicherung. Einlagen bei Kreditinstituten erfolgen ausnahmslos bei Banken, die über ein Investment Grade Rating verfügen.

Das Einzelengagement unterliegt der regelmäßigen Überwachung. Mit Hilfe unserer Kontrollverfahren für den Zins- und Tilgungsdienst sowie unseres Mahnverfahrens erhalten wir einen detaillierten Überblick über ausstehende Zahlungen.

Das Anleiheportfolio nach Ratingklassen und Emittentenart der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere bzw. erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente stellt sich wie folgt dar:

Jederzeit veräußerbare Wertpapiere - Ratingklassen
(In Tsd. Euro) AAA AA A BBB BB und niedriger Kein Rating
--- --- --- --- --- --- ---
Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen 8.537.705 9.044.704 5.866.425 6.431.918 119.179 5.403.982
Unternehmensanleihen 3.176.036 1.479.441 6.160.755 4.013.326 - 723.818
Asset Backed Securities (ABS) 116.992 285.650 88.062 145.232 275.719 402.600
Gesamtsumme am 31. Dezember 2013 11.830.733 10.809.795 12.115.242 10.590.476 394.898 6.530.400
Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen 16.507.691 13.908.899 3.247.694 1.629.095 465.061 24.929
Unternehmensanleihen 4.208.025 1.485.336 5.693.648 3.337.341 944.258 66.533
Asset Backed Securities (ABS) 193.474 272.685 141.933 154.722 243.369 326.074
Gesamtsumme am 31. Dezember 2012 20.909.190 15.666.920 9.083.275 5.121.158 1.652.688 417.536
Jederzeit veräußerbare Wertpapiere - Ratingklassen
(In Tsd. Euro) Gesamt
--- ---
Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen 35.403.913
Unternehmensanleihen 15.553.376
Asset Backed Securities (ABS) 1.314.255
Gesamtsumme am 31. Dezember 2013 52.271.544
Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen 35.783.369
Unternehmensanleihen 15.735.141
Asset Backed Securities (ABS) 1.332.257
Gesamtsumme am 31. Dezember 2012 52.850.767
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente - Ratingklassen
(In Tsd. Euro) AAA AA A BBB BB und niedriger Kein Rating
--- --- --- --- --- --- ---
Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen 1.979 12.990 59.957 184.191 97.148 10.357
Unternehmensanleihen 10.188 76.080 334.335 2.734.237 500.042 623.007
Asset Backed Securities (ABS) - 3.571 - - 25 38.840
Gesamtsumme am 31. Dezember 2013 212.167 92.641 394.292 2.918.428 597.215 672.204
Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen 1.183 1.169 899 724 509 796
Unternehmensanleihen 28.247 347.910 1.913.952 2.143.412 1.044.056 279.558
Asset Backed Securities (ABS) - 935 66.206 - 6.022 -
Gesamtsumme am 31. Dezember 2012 29.430 350.014 1.981.057 2.144.136 1.050.587 280.354
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente - Ratingklassen
(In Tsd. Euro) Gesamt
--- ---
Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen 366.622
Unternehmensanleihen 4.277.889
Asset Backed Securities (ABS) 42.436
Gesamtsumme am 31. Dezember 2013 4.686.947
Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen 5.280
Unternehmensanleihen 5.757.135
Asset Backed Securities (ABS) 73.163
Gesamtsumme am 31. Dezember 2012 5.835.578

Die Kontrahenten der Derivatepositionen verfügen ausnahmslos über ein Investment Grade Rating, sofern die Geschäfte nicht über die Terminbörse Eurex abgewickelt wurden. Das Gegenparteirisiko der Derivategeschäfte wird fortlaufend durch die Stellung von Sicherheiten (Collateral) abgesichert.

Im Rahmen der zum 15. März 2013 in Kraft getretenen Verordnung (EU) Nr. 648/2012 über OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister, bekannt unter EMIR (European Infrastructure Regulation), wird der außerbörsliche Derivatehandel reguliert. Die Verpflichtung der Marktteilnehmer zum Clearing ihrer außerbörslichen Standard-Derivategeschäfte über eine Central Counterparty sowie die Meldung dieser OTC-Geschäfte an ein Transaktionsregister sind erst in 2014 verpflichtend, während die Risikominderungstechniken bereits in 2013 etabliert werden müssen. AXA stellt die Anforderungen aus EMIR im Rahmen eines zentralen Projektes der Konzernmutter in Paris sicher.

Vor dem Hintergrund der Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise der letzten Jahre hat sich das Kreditrisiko einiger Kapitalanlagen in den vergangenen Jahren teilweise erhöht. Auch der AXA Konzern hält Kapitalanlagen, deren Bonität in der Öffentlichkeit diskutiert wurde und die teilweise von erheblichen Spread-Ausweitungen betroffen waren.

Der AXA Konzern ist zu einem Anteil von 14 % (2012: 11,9 %) der Kapitalanlagen (auf Buchwertbasis) in Staatsanleihen investiert. Anleihen von Spanien, Italien, Portugal und Irland, deren Risiken im Rahmen der europäischen Schuldenkrise diskutiert werden, machen in 2013 einen Anteil von 3,5 % (2012: 2,8 %) am gesamten Kapitalanlagebestand aus. Griechische und zyprische Staatsanleihen sind nicht im Bestand. Auch wenn wir zurzeit Ausfälle aufgrund verschiedener Stützungsmaßnahmen nicht für ein wahrscheinliches Szenario halten, können wir Abschreibungen auf Anleihen der Peripherieländer auch vor dem Hintergrund politischer Unwägbarkeiten nicht ausschließen. Das Staatsanleihenexposure (inkl. Kreditderivate) der sogenannten PIIGS-Staaten stellt sich wie folgt dar:

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
(in Tsd. Euro) Rating Marktwert Fortgeführte Anschaffungskosten Marktwert Fortgeführte Anschaffungskosten
--- --- --- --- --- ---
Irland BBB 198.707 177.325 200.246 78.504
Italien BBB 1.141.160 1.115.934 845.601 868.619
Portugal BB 272.309 336.877 345.570 473.078
Spanien BBB- 870.417 860.070 563.497 653.465
Gesamt n/a 2.482.593 2.490.206 1.954.914 2.073.666

Der AXA Konzern hält über Spezialfonds Verbriefungen von US-Subprime-Hypotheken (Residential Mortgage Backed Securities) im Marktwert von 596 Mio. Euro (2012: 541 Mio. Euro). Neben dem US-RMBS Exposure enthalten die Spezialfonds ein synthetisches CDO (Collateralized Debt Obligation), das durch die Entwicklungen an den Kreditmärkten bezüglich der für die Bewertung relevanten Annahmen und durch konkrete Ausfälle im Referenzportfolio in den Vorjahren deutliche Marktwertverluste erlitten hat, die teilweise wieder ausgeglichen sind. Der Nominalwert beträgt wie im Vorjahr 510 Mio. Euro bei einem Marktwert des Kreditderivats von -38 Mio. Euro (2012: -135 Mio. Euro). Die auf gesunkene Credit Spreads basierende deutliche Marktwerterholung in 2013 wurde im Konzernabschluss als erfolgswirksame Zuschreibung erfasst. Ein Verlust des Nominalbetrages kann nur im Fall von mehreren weiteren Ausfällen in signifikanter Höhe innerhalb des Referenzportfolios eintreten. Ferner enthalten die Spezialfonds ein Portfolio von CLO's (Collateralized Loan Obligations) mit einem Nominalwert von 696 Mio. Euro (2012: 866 Mio. Euro) und einem Zeitwert von 644 Mio. Euro (2012: 727 Mio. Euro).

Ebenso hält der AXA Konzern ein größeres Volumen von Fremdkapitalinstrumenten, die von nationalen und internationalen Banken sowie sonstigen Unternehmen außerhalb des Finanzsektors emittiert wurden. Dieses Exposure wird entweder direkt oder über Fonds, Derivate und strukturierte Produkte gehalten und enthält auch Instrumente von niedriger Seniorität wie nachrangige Darlehen, Genussscheine und stille Beteiligungen.

Das Portfolio der Genussscheine und stillen Beteiligungen (Nominalwert von 548 Mio. Euro; 2012: 745 Mio. Euro) enthält zu einem großen Teil Papiere von Sparkassen und Landesbanken.

Der AXA Konzern hält ein Portfolio von spanischen Hypothekenpfandbriefen (sogenannte Cedulas, 1,2% der Kapitalanlagen auf Marktwertbasis), deren Marktwerte im Zuge der spanischen Banken- und Immobilienkrise deutlich gesunken sind. Bei diesen Papieren sind bisher keine Ausfälle eingetreten. Aufgrund der Besicherungsmechanismen der Instrumente und auf Basis von regelmäßig durchgeführten Szenario Analysen der zugehörigen Deckungswerte ("Cover Pools") sehen wir derzeit keinen Abschreibungsbedarf. Zukünftig können Abschreibungen jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Der größte Teil unserer Rentenbestände ist besichert bzw. von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem geringen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich in der Zukunft die Bonität einzelner Emittenten verschlechtert und damit wesentlicher Abschreibungsbedarf entstehen könnte.

Konzentrationsrisiken

Konzentrationsrisiken entstehen, wenn Unternehmen hohe einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingehen und daraus hohe Ausfallverluste resultieren können. Bei der Kapitalanlage entstehen Konzentrationsrisiken, wenn Investitionen in einzelne Kapitalanlageprodukte oder Emittenten oberhalb definierter Grenzen durchgeführt werden. Aus diesem Grunde stehen Konzentrationsrisiken im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken und werden durch die Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht.

Liquiditätsrisiken

Aufgrund der vorab vereinnahmten sowie verzinslich und liquid angelegten Beiträge ist das Liquiditätsrisiko für Versicherungsunternehmen grundsätzlich gut steuerbar. Wir tragen dem Risiko unzureichender Liquidität durch eine mehrjährige Planung der Zahlungsströme Rechnung. Zusätzlich erfolgt für einen rollierenden Zwölfmonatszeitraum eine Prognose auf Monatsbasis. Für die Überwachung des Liquiditätsrisikos wird darüber hinaus ein Liquiditätsstresstest durchgeführt.

Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit die Gesellschaften ihren Verpflichtungen gegenüber ihren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Ein eventuell auftretender unvorhergesehener Liquiditätsbedarf wird konzernintern ausgeglichen.

Risikosteuerung der Kapitalanlagen

Innerhalb unseres Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen implementiert. Das Asset Liability Management-Komitee schlägt die Kapitalanlagestrategie vor, der Vorstand entscheidet hierüber. Der Kapitalanlageausschuss implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation) und die Einhaltung vorgegebener Limitsysteme. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Richtlinie (Investment Guidelines) für alle Kapitalanlagen. Die aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Mischung und Streuung werden eingehalten. Zusätzlich werden Konzentrationsrisiken durch das gruppenweite Risikomanagement monatlich ausgewertet und überwacht.

Ziel des strukturierten Anlageprozesses ist es, die Risiken in den Portfolios durch systematische und kontrollierte Abläufe zu steuern. Anlageentscheidungen werden auf Basis von Asset Liability Management (ALM)-Analysen vor dem Hintergrund der versicherungstechnischen Verpflichtungen, der Bewertungsreserven und der Eigenkapitalausstattung getätigt. Im Rahmen der strategischen und taktischen Asset-Allocation bestehen prozentuale Begrenzungen für die einzelnen Anlageklassen. Zusätzlich werden Limite für Bonität, Einzelemittenten und die Duration des festverzinslichen Portfolios definiert und überwacht. Bei der Risikoeinschätzung wird dabei von einem dem jeweiligen Risiko adäquaten Prognosezeitraum ausgegangen. Zur Bewertung der Anlagerisiken steht eine Vielzahl von Risikomanagementinstrumenten zur Verfügung.

Zum Zwecke der effizienten Portfolioverwaltung und -steuerung wird der Einsatz derivativer Finanzinstrumente regelmäßig geprüft. Mit diesen Instrumenten werden verschiedene Motive der Portfoliosteuerung umgesetzt: Absicherung, Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung. Das Hauptmotiv beim Einsatz von derivativen Instrumenten der Kapitalanlagen ist die Absicherung, wodurch das im Portfolio liegende wirtschaftliche Risiko reduziert wird (Hedging). Die Motive Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung werden aktuell begrenzt verfolgt.

Monatlich wird im Kreditkomitee auf Vorstandsebene das Kreditrisiko des Gesamtportfolios sowie einzelner Anlageklassen und kritischer Emittenten besprochen.

Das ARC wird regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen und die Risikosituation des Konzerns und der Einzelgesellschaften informiert.

AXA Bank

Die AXA Bank AG verfügt über ein eigenständiges Risikomanagement. Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Banken (MaRisk BA) geben den aufsichtsrechtlichen Rahmen der Prozesse vor. Die Anforderungen dieses Rundschreibens beziehen sich auf das Management der für das Institut wesentlichen Risiken. Grundsätzlich sind zumindest die Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken und operationalen Risiken als wesentliche Risiken einzustufen.

Die internen Umsetzungen hierzu werden in der Risikostrategie der Bank geregelt. Zielsetzung der Risikostrategie ist es, ein betriebswirtschaftlich sinnvolles und effektives Risikomanagement zu verankern. Unter dem Begriff "Risiko" ist eine Verlust- oder Schadengefahr definiert, die entsteht, wenn eine zukünftige Entwicklung im Verlauf negativ von der Planung abweicht und mit einer Vermögensminderung verbunden ist.

Die AXA Bank bezeichnet ihre Risikoneigung als konservativ. Das bedeutet für die praktische Umsetzung, dass im Grundsatz die Investitionsalternativen risiko- und renditeorientiert ausgewählt werden. Die konservative Ausrichtung schlägt sich auch bei der Ermittlung der Risikotragfähigkeit nieder, da bei der Aggregation der Risiken auf eine Risikoreduzierung durch Korrelationen verzichtet wird.

Bei den wesentlichen Risiken stellen das Kreditrisiko und das Counterparty Risiko das überwiegende Adressenausfallrisiko dar.

Marktpreisrisiken geht die AXA Bank in Form von Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch, Spreadrisiken und Marktliquiditätsrisiken aus der Bewertung von Wertpapieren ein. Durch ein aktiveres Asset-Liability-Management gewinnen die Marktpreisrisiken an Bedeutung. Die Bank verzichtet aber weiterhin auf spekulativen Geldhandel und führt kein Handelsbuch.

Im Rahmen der Finanzmarktkrise stand das Management von Liquiditätsrisiken im Fokus der Aufsicht. Aus diesem Grund hat die AXA Bank dem Liquiditätsrisiko besondere Beachtung geschenkt und steuert die dispositiven und strukturellen Liquiditätsrisiken. Für die Steuerung der dispositiven Liquiditätsrisiken hat die AXA Bank ein eigenes Modell entwickelt, das die institutsspezifischen Besonderheiten berücksichtigt. Durch Annahmen für Normal-, Belastung- und Stress-Szenarien verfügt die interne Liquiditätssteuerung über ein Frühwarnsystem und einen definierten Risikoappetit. Ergänzend stellen regelmäßige Liquiditätsanalysen die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicher.

Die Kapitalanforderungen für operationale Risiken werden über den für Banken aufsichtsrechtlich wählbaren Basisindikatoransatz ermittelt. Das regelmäßig durchzuführende Risikoassessment für diese Risikoart wird über den einheitlichen Assessment Prozess im AXA Konzern sichergestellt. Die wesentlichen Risiken werden im Rahmen von durchgängigen Risikomanagementprozessen laufend überwacht und durch interne Limite gesteuert und begrenzt. Die Limite werden auf Basis des Risikoappetits von der Geschäftsleitung der Bank festgelegt.

Des Weiteren steuern wir die Bank über ein Ampelsystem von Frühwarnindikatoren, diese unterteilen sich in Frühwarnwerte, kritische Werte und Limite. Überschreitungen von Frühwarnindikatoren lösen geeignete Risikosteuerungsmaßnahmen aus. Die Ergebnisse fließen wiederum in den Managementprozess ein. Die Gesamtbanksteuerung dient hierbei als Grundlage für Managemententscheidungen und soll mögliche negative Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragskraft der Bank vermeiden beziehungsweise minimieren. Im Rahmen der Steuerung simulieren Szenarioanalysen mögliche zukünftige Ereignisse. Dabei werden Marktentwicklungen, volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Kennzahlen zur Simulation herangezogen.

Aufgrund der risikoaversen Ausrichtung gehen wir von einer stabilen Risikosituation der Bank aus.

Operationale und sonstige Risiken

Operationale Risiken beinhalten Risiken aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen sowie aus mitarbeiter-, systembedingten oder externen Vorfällen.

AXA Deutschland unterscheidet hierbei die Risikokategorien Interner Betrug, Externer Betrug, Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitssicherheit, Kunden-, Produkt- und Geschäftspraxis, Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsunterbrechung und Versagen von Systemen, Durchführungs-/Produkt-/Leistungs-/Prozessmanagement. Als risikobewusstes Versicherungsunternehmen hat AXA Deutschland Prozesse und Systeme zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung der operationalen Risiken entwickelt und strebt deren Zertifizierung im Rahmen von Solvency II zum frühestmöglichen Zeitpunkt an.

Seit 2010 führt AXA Deutschland eine Sammlung von Daten aus operationalen Verlusten durch. Die Methoden und Prozesse werden ständig weiterentwickelt. 2013 wurden wesentliche Meilensteine in der Modellierung zur Erlangung der Solvency II-Zertifizierung erreicht. Bereits jetzt sind die operationalen Risiken in das Interne Kontrollsystem integriert.

Das Risikoprofil der AXA Deutschland ist wie im Vorjahr durch Gerichtsentscheidungen und Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen geprägt. Steigend sind IT-Risiken inklusive Cyber Risk und Risiken im Zusammenhang mit der Erstellung von Jahresabschluss und den Solvency II-Kennzahlen. Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, aus Systemausfällen und anderen Katastrophenereignissen werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert. Notfallprozesse werden organisiert und alle notwendigen Präventivmaßnahmen zum Zweck der Unternehmenssicherheit ergriffen. Durch die Setzung verbindlicher Standards mit Fokus auf die operationalen Risiken sollen mögliche Negativfolgen reduziert und der wirtschaftliche Fortbestand der AXA jederzeit garantiert werden.

Diese Standards hat AXA Deutschland in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 aktualisiert. Der Roll-Out neuer Organisationsstrukturen und Prozesse wurde durchgeführt. Diese sehen vor, dass interne und externe Bedrohungen, die eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse zur Folge haben könnten, regelmäßig beurteilt werden. Diese Risikoeinschätzung erfüllt im Wesentlichen vier Aufgaben:

Sammlung aller Informationen zur Priorisierung der Produkte, Dienstleistungen und Geschäftseinheiten im Rahmen der Prozesse Business Impact Analyse und Risk Identification and Assessment (RIA),
Untersuchung und Bewertung verschiedener Strategieoptionen mit dem Ziel, wichtige Produkte und Dienstleistungen auch im Notfall bereitstellen zu können,
Entwicklung und Implementierung einer Business Continuity-Reaktion, vor allem in Form von Notfallplänen,
Übung und Pflege der Business Continuity Management-Vorkehrungen.

Auch strategische, Reputations- und weitere Rechtsrisiken werden permanent eng überwacht, das Instrumentarium insbesondere an präventiven Maßnahmen ständig überprüft und erweitert. Diese beschriebenen Maßnahmen inklusive der umfassenden Analyse und Bewertung sind geeignet, unsere in ihrer Bedeutung als gemäßigt eingeschätzten operationalen Risiken auf ein angemessenes Niveau zu reduzieren.

Rechtliche Risiken und Garantierisiken

Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft haben wir uns für den Fall, dass eines der übrigen Poolmitglieder ausfällt, verpflichtet, dessen Leistungsverpflichtungen im Rahmen der quotenmäßigen Beteiligung zu übernehmen.

Bei den beendeten Mitgliedschaften der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft, beim Deutschen Luftpool und bei der Continentale Valoren-Versicherungs-Gemeinschaft trifft dies nur noch für die Abwicklung früherer Jahre zu.

Zum Schutz der Ansprüche aus Versicherungsverträgen im Fall einer Unternehmenskrise sind Lebens- und Krankenversicherer zur Mitgliedschaft in einem Sicherungsfonds gesetzlich verpflichtet.

Für die Lebensversicherer erhebt der Sicherungsfonds auf der Grundlage der Sicherungsfonds-Finanzierungs-Verordnung (Leben) jährliche Beiträge von maximal 0,2% der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen, bis ein Sicherungsvermögen von 1% der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen aufgebaut ist. Für die Lebensversicherer des Konzerns und die Pensionskasse des Konzerns ergeben sich hieraus keine zukünftigen Verpflichtungen.

Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1% der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen erheben; dies entspricht einer Verpflichtung von 55 Mio. Euro (2012: 50 Mio. Euro). Sofern die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen, haben sich die teilnehmenden Versicherungsunternehmen verpflichtet, dem Sicherungsfonds oder alternativ der Protektor Lebensversicherungs-AG weitere finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Verpflichtung beträgt 1% der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen unter Anrechnung der zu diesem Zeitpunkt bereits an den Sicherungsfonds geleisteten Beiträge. Unter Einschluss der oben genannten Einzahlungsverpflichtungen aus den Beitragszahlungen an den Sicherungsfonds beträgt die Gesamtverpflichtung zum Bilanzstichtag 496 Mio. Euro (2012: 450 Mio. Euro).

Die AXA Krankenversicherung AG ist nach §§124 ff. VAG - über die Mitgliedschaft im Verband der privaten Krankenversicherung e. V. -dem gesetzlichen Sicherungsfonds für Krankenversicherungsunternehmen angeschlossen. Zu diesem wurde die Auffanggesellschaft Medicator AG gegründet, der das Bundesministerium für Finanzen mit Verordnung vom 11. Mai 2006 die Aufgaben und Befugnisse eines Sicherungsfonds für Krankenversicherungsunternehmen übertragen hat. Im Krisenfall ist die AXA Krankenversicherung AG verpflichtet, der Medicator AG die erforderlichen Mittel bis zur Höhe von maximal 2% der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen zur Erfüllung ihrer Aufgaben zur Verfügung zu stellen. Im Geschäftsjahr würde das einem Betrag in Höhe von 28 Mio. Euro (2012: 25 Mio. Euro) entsprechen.

Für die AXA Bank AG wurde gemäß § 5 Abs. 10 des Statuts des Einlagensicherungsfonds seitens der AXA Konzern AG sowie der AXA, Paris, eine so genannte Freistellungserklärung gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin, abgegeben. Die Freistellungserklärung dient zur vorsorglichen Absicherung für den eventuellen Fall einer zugunsten der Bank erfolgten Hilfestellung, falls diese wegen entstandener Verluste erforderlich sein sollte. Die Freistellung ist auf die Einlagen der Kunden bei der AXA Bank AG begrenzt, die zum Bilanzstichtag 133 Mio. Euro (2012: 161 Mio. Euro) betrugen.

In den Spruchverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindung und Ausgleich resultierend aus dem in 2005 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag zwischen der AXA Konzern AG und der AXA Versicherung AG bzw. dem in der Hauptversammlung vom 12.07.2005 beschlossenen Ausschluss der Minderheitsaktionäre (Squeeze-out) der AXA Versicherung AG wurden vom LG Köln in 2 Beschlüssen im Jahr 2011 die Barabfindung und Ausgleichszahlung neu festgesetzt. Die LG-Beschlüsse wurden im Dezember 2012 durch Zurückweisung der von den Antragstellern beim OLG Düsseldorf eingelegten Beschwerden rechtskräftig. In 2013 erfolgte die Nachbesserung von Barabfindung und Ausgleich gemäß den festgesetzten Erhöhungsbeträgen.

In den Spruchverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit der Umtauschverhältnisse aufgrund der in 1999 erfolgten Verschmelzungen der Nordstern Allgemeine Versicherungs-AG bzw. der Nordstern Lebensversicherungs-AG wurden die Anträge vom LG Köln jeweils abgewiesen, da in beiden Fällen eine Anpassung des Umtauschverhältnisses nicht gerechtfertigt ist. Die gegen die Entscheidungen eingelegten Beschwerden sind zwischenzeitlich zurückgenommen.

Zum 31.12.2013 waren die in nachstehender Übersicht aufgeführten Spruchverfahren gem. § 306 AktG a.F. bzw. dem Spruchverfahrensgesetz anhängig, die von ehemaligen außen stehenden Aktionären der betreffenden Gesellschaften eingeleitet wurden.

Spruchverfahren Zweck zuständiges Gericht Einleitung Spruchverfahren Antragsgegner
Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und Albingia Versicherungs-AG Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich LG Hamburg 1999 AXA Konzern AG/ AXA Versicherung AG
Verschmelzung AXA Versicherung AG (übernehmender Rechtsträger) mit Albingia Versicherungs-AG in 2000 Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses LG Hamburg 2000 AXA Versicherung AG
Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und AXA Versicherung AG in 2000 Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich LG Köln 2000 AXA Konzern AG
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der AXA Lebensversicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2007 Überprüfung der angemessenen Barabfindung LG Köln 2007 AXA Konzern AG
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Deutsche Ärzteversicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2007 Überprüfung der angemessenen Barabfindung LG Köln 2007 AXA Konzern AG

Es bestanden Bankbürgschaften in Höhe von 2,0 Mio. Euro (2012: 2,0 Mio. Euro).

In Höhe von 41 Mio. Euro (2012: 55 Mio. Euro) wurden Festgelder verpfändet für die Bedeckung von Fremdwährungsverbindlichkeiten im Bereich der Rückversicherung. Weiter wurden Letter of Credit im Bereich der Rückversicherung in Höhe von 10 Mio. Euro (2012: 17 Mio. Euro) gegeben.

Mit Vertrag vom November 2012 hat die AXA Konzern AG die von ihr gehaltenen Anteile an der Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung Aktiengesellschaft an die IDEAL Lebensversicherung a.G. verkauft. Im Rahmen dieses Vertrages hat die AXA Konzern AG eine auf 5,5 Mio. Euro beschränkte Garantieerklärung abgegeben.

Staatsanleihen in Höhe von 74 Mio. Euro (2012: 142 Mio. Euro) wurden zugunsten des Kontrahenten als Sicherheit für die negativen Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten verpfändet.

Im Rahmen des Projektes Life Factory bestehen Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben zur Vereinheitlichung und weiteren Digitalisierung der Vorsorgesysteme (21,7 Mio. Euro). Eine Patronatserklärung seitens IBM zur Umsetzung des Projektes liegt der AXA Lebensversicherung AG vor (im Fall des Ausfalls durch die Subunternehmerin COR&FJA).

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

In der Schadenversicherung stellen das Prämien-/Schadenrisiko und das Reserverisiko die größten versicherungstechnischen Risiken dar. Zudem bestehen Biometrie- und Zinsgarantierisiken aus der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr (UBR). In der Lebens- und Krankenversicherung stellen das Zinsgarantierisiko und die biometrischen sowie die Schaden-/Leistungsrisiken die größten versicherungstechnischen Risiken dar. Neben den versicherungstechnischen Risiken beinhalten die Markt- und Bonitätsrisiken der Kapitalanlagen das größte Risikopotenzial.

Die identifizierten spartenspezifischen und operationalen Risiken werden durch die Risikomanagementstrukturen des Konzerns sowohl auf zentraler Ebene als auch in den Ressorts kontinuierlich verfolgt. Ebenso werden im Audit & Risk Committee (ARC) regelmäßig Maßnahmen zu den Top-Risiken wie aktuell in der Lebensversicherung die Risiken aus dem Lebensversicherungs-Reformgesetz oder die aufgrund der steigenden Digitalisierung wachsenden operationalen Risiken - Cyber Risk - besprochen und nachverfolgt.

Für die Solo-Solvabilität der Einzelgesellschaften wurden alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Die Solvabilitätsquoten - das Verhältnis der vorhandenen Eigenmittel zu den für den Geschäftsbetrieb erforderlichen Eigenmitteln - der einzelnen Gesellschaften liegen über den Mindestanforderungen. Die Bedeckungssätze für 2013 betragen zwischen 107,1% und 613,3% (2012: 121,9% und 415,2%). Die Bewertungsreserven werden bei der Ermittlung der vorhandenen Eigenmittel nicht berücksichtigt.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des deutschen AXA Konzerns gefährden.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

In 2014 sind sämtliche Anteile der VVS Holding Vertriebs-, und Verwaltungs- und Service GmbH verkauft worden. Die Gesellschaft scheidet somit in 2014 aus dem Konsolidierungskreis aus.

Von uns betriebene Versicherungszweige

Lebensversicherung

Krankenversicherung

Schaden- und Unfallversicherung

Allgemeine Unfallversicherung

Haftpflichtversicherung

Kraftfahrtversicherung

Rechtsschutzversicherung

Feuerversicherung

Einbruchdiebstahlversicherung

Leitungswasserversicherung

Glasversicherung

Sturmversicherung

Verbundene Hausratversicherung

Verbundene Gebäudeversicherung

Hagelversicherung (nur in Rückdeckung übernommen)

Technische Versicherungen

Einheitsversicherung

Transportversicherung

Kredit- und Kautionsversicherung

Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage)

Betriebsunterbrechungsversicherung

Beistandsleistungsversicherung

Sonstige Sachschadenversicherungen

Sonstige Vermögensschadenversicherungen

Vertrauensschadenversicherung

Ausblick

Deutsche Wirtschaft legt 2014 stärker zu

Für das Jahr 2014 geht die Bundesregierung von einer jahresdurchschnittlichen Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 1,8% aus. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland liegt damit voraussichtlich abermals deutlich über dem Durchschnitt des Euroraums. Dieses Wachstum wird voraussichtlich von binnenwirtschaftlichen Kräften getragen. Auch das ifo Institut München geht in seiner Konjunkturprognose von einem nahezu gleichen Wachstum aus und erwartet, dass das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland 2014 um 1,9% und damit deutlich stärker als im Vorjahr zulegen wird. Den Hauptgrund sehen die Wirtschaftsforscher in der wieder anziehenden Weltkonjunktur. Die treibende Kraft werden dabei im Unterschied zu den vergangenen fünf Jahren nicht die Schwellenländer, sondern die fortgeschrittenen Volkswirtschaften sein, in denen die Verbesserung der Vermögensposition der privaten Haushalte und die expansive Geldpolitik die Konjunktur zunehmend beleben.

Angesichts dieser günstigen Aussichten könnte sich die Zahl der Erwerbstätigen weiter leicht erhöhen, auch wenn in einigen Bereichen der Mangel an Fachkräften bremsend wirkt. Die Arbeitslosenquote dürfte leicht von 6,9% auf 6,8% zurückgehen.

Die Inflation wird voraussichtlich moderat bleiben. Bei zuletzt gesunkenen Energiepreisen und geringerer Arbeitskosten aufgrund steigender Arbeitsproduktivität ist zu erwarten, dass die Verbraucherpreise wie im Vorjahr um etwa 1,5% höher sein werden.

Versicherungswirtschaft

Im Bereich der Lebensversicherung stiegen nach Aussagen des GDV 2013 die Beitragseinnahmen marktweit um 4,0%. Ähnlich wie in 2013 wird auch für die Geschäftsentwicklung in 2014 im Bereich der Lebensversicherung zuzurechnenden Pensionskassen und Pensionsfonds bisher nicht mit wirkungsvollen Effekten gerechnet, so dass in der Lebensversicherung i. e. S. bzw. insgesamt in etwa dieselbe Entwicklung erwartet wird.

Im Bereich der privaten Krankenversicherung konnte gemäß den Angaben des PKV-Verbandes ein Beitragszuwachs von 0,7% erzielt werden. Neben den moderaten Beitragsentwicklungen in 2013 hat sich auch der statistische Sondereffekt durch die Einführung des Notlagen-Tarifs für säumige Beitragszahler und der damit verbundenen Abschreibung negativ auf das Wachstum ausgewirkt. Beitragsanhebungen aufgrund von Kostensteigerungen im Gesundheitswesen durch steigende Lebenserwartung und medizinischen Fortschritt sollten insgesamt in 2014 ebenfalls gemäßigt ausfallen. Insgesamt kann für 2014 im Vergleich zu der Entwicklung in 2013 aber von einer besseren Geschäftsentwicklung der Privaten Krankenversicherung ausgegangen werden.

In 2013 konnte in der Schaden- und Unfallversicherung insgesamt auf Basis der vorläufigen Ergebnisse mit einem Wachstum von 3,0% die zweitstärkste Steigerung der Beitragseinnahmen seit 1994 erzielt werden. Dies ist vor allem auf deutliche Beitragsanpassungen in einer Reihe wichtiger Sparten sowie auf die stabile Konjunkturentwicklung in 2013 zurückzuführen. Die Schadenaufwendungen stiegen auf Grund von Elementarschadenereignissen um außergewöhnliche 11,6%.

In der Kraftfahrtversicherung wurden in 2013 Beitragssteigerungen von 5,4% erreicht. Hierzu trug insbesondere die Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung aber auch die Vollkaskoversicherung bei. Für 2014 wird für die Kraftfahrtversicherung von einem etwas schwächeren Beitragswachstum als in 2013 ausgegangen. Im Bereich der privaten Sachversicherung war in 2013 ein Wachstum der Beitragseinnahmen von rund 5% zu verzeichnen. In der Nicht-Privaten Sachversicherung fiel der Anstieg mit 2,6% geringer aus. Der GDV prognostiziert in den Sparten der Sachversicherungen auch für 2014 eine ähnliche Entwicklung. Im Bereich der Allgemeinen Haftpflichtversicherung ergaben sich insgesamt Beitragssteigerungen von rund 1,6%. Der GDV sieht für 2014 weitere Möglichkeiten zur Beitragsanpassung und geht daher von einem spürbaren Wachstum für 2014 aus.

Niedrigzinspolitik

Seit 2008 sind die Zinsen rückläufig. Experten erwarten, dass diese Phase noch länger anhalten wird. Die Folgen der anhaltend niedrigen Zinsen belasten unverändert in erster Linie die Lebens- und Krankenversicherer. Nach derzeitigen Berechnungen des GDV konnten die deutschen Lebensversicherer im Jahr 2013 im Durchschnitt eine Nettoverzinsung von etwa 4% auf ihre Kapitalanlagen erwirtschaften. Zurückzuführen ist dies auf die verstärkte Auflösung von Bewertungsreserven. Angesichts der weiterhin niedrigen Marktzinsen, kann diese Entwicklung als außerordentlich gut eingestuft werden kann. Insgesamt zeigte die deutsche Versicherungswirtschaft im Berichtsjahr erneut eine zufriedenstellende Entwicklung und konnte weiter wachsen.

Aussichten und Chancen des AXA Konzerns

Für das Geschäftsjahr 2014 erwarten wir im Gesamtergebnis für den AXA Konzern eine positive Geschäftsentwicklung. Trotz des schwierigen Marktumfeldes, dem unsere operativen Tochtergesellschaften ausgesetzt sind, sind wir zuversichtlich, unsere Marktanteile weiter auszubauen.

Ziel für 2014 ist es, eine bessere Balance zwischen Wachstum und Profitabilität zu erreichen, ohne das vorhandene Niveau an Profitabilität zu beeinträchtigen. Hierzu werden insbesondere unsere neuen Produkte, die in diesem Jahr auf den Markt kommen, beitragen.

Eine Grundbedingung für den Erfolg unserer Strategie ist das Effizienzsteigerungsprogramm "focus to perform". Dieses Programm hatten wir im Jahr 2011 eingeleitet, um angesichts des sich grundlegend wandelnden Umfelds für Versicherungen unsere strategischen Ziele effektiver und fokussierter zu erreichen. Wir wollen durch umfangreiche Investitionen in Prozessverbesserungen, Automatisierung und optimierte Strukturen den Kundenservice weiter verbessern, Produktivitätssteigerungen erzielen und die Kosten im Konzern von 2011 bis 2015 um 328 Mio. Euro senken. Für 2014 erwarten wir daher eine rückläufige Kostenquote von ca. -1,0%. Die erfolgreiche Umsetzung des Programms ist die erste Voraussetzung für das Gelingen der Strategie.

Bei den "Gebuchten Bruttobeiträgen" gehen wir für das Geschäftsjahr 2014 von einer Fortsetzung des selektiven Wachstums im Rahmen von 1,0 bis 1,5% aus. Aufgrund der Markt- und Zinsentwicklungen wird der Anstieg des "Konzernergebnisses nach Steuern" im einstelligen Prozentbereich von 8,0 bis 9,0% liegen. Dies wird sich im Wesentlichen durch ein um 5,5 bis 7,0% verbessertes "Finanzanlageergebnis" widerspiegeln. Insbesondere die Erhöhung der Marktwerte, welche die sinkenden Zinserträge weit überkompensieren werden, führen zu dem Anstieg des Finanzanlageergebnisses. Außerdem gehen wir davon aus, dass sich die "Versicherungstechnischen Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen" um ca. 2,0 bis 3,5% reduzieren werden.

Bezogen auf die Schaden- und Unfallversicherung sehen wir das Industrie- und Firmenkundengeschäft unserer Versicherungstochtergesellschaften auf profitablem Wachstumskurs. Grund für die insgesamt positive Prognose ist unser gut diversifiziertes Portfolio sowie die vielen innovativen und lösungsorientierten Konzepte in Verbindung mit unserer Lösungs- und Beratungskompetenz. Neben internationalen Deckungskonzepten bieten wir Versicherungslösungen für neue wachstumsstarke Branchen, wie zum Beispiel den Markt für regenerative Energien, an. Auf der Grundlage einer konsequenten Ausrichtung unserer Produktkonzepte und Services an den Bedürfnissen unserer Kunden und Vermittler rechnen wir auch für 2014 mit einer weiteren Stärkung unserer Position als einer der führenden Industrie- und Firmenversicherer in Deutschland.

Aus der verbesserten wirtschaftlichen Lage der privaten Haushalte wird auch für 2014 ein weiterer Anstieg der Konsumausgaben erwartet. Wir rechnen daher für das Privatkundengeschäft in den Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen mit einem moderaten Marktwachstum von ca. 2-3%. Für unsere Gesellschaften erwarten wir im Privatkundengeschäft einen Beitragszuwachs, wobei wir den Fokus auf ertragreiche Segmente legen. Diese Entwicklung wird durch Erhöhungen im Kraftfahrtversicherungsgeschäft sowie weiterhin notwendigen Tarif- und Beitragsanpassungen in der Wohngebäudeversicherung gestützt. Darüber hinaus stützen sich unsere Wachstumsprognosen in den Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen auf den sehr erfolgreichen Absatz unserer flexibel auf die individuellen Kundenbedürfnisse ausgerichtete Produktpalette. Deutlich positive Effekte erwarten wir darüber hinaus aus der weiteren gezielten Förderung der Marke DBV als Spezialist für den Öffentlichen Dienst. Mit speziellen Ansprachekonzepten, kombiniert mit besonders auf den Öffentlichen Dienst zugeschnittenen Produktangeboten, sehen wir uns gut aufgestellt.

Wir werden auch in dem weiterhin schwierigen Wettbewerbsumfeld unsere ertragsorientierte Zeichnungspolitik unverändert fortsetzen und zugleich die Qualität und Effizienz unserer Prozesse nachhaltig verbessern. Aufgrund unserer risiko- und ertragsoptimierten Kapitalanlagestrategie erwarten wir für 2014 trotz des weiterhin niedrigen Zinsniveaus ein Kapitalanlageergebnisses auf Vorjahresniveau und bei moderater Verbesserung der Schadenquote ein Unternehmensergebnis, das über dem Niveau des Jahres 2013 liegen wird. Für die Folgejahre gehen wir davon aus, das Ergebnisniveau bei einer leichten Verbesserung der Schadenquote halten zu können.

Für unseren Spezialversicherer des öffentlichen Dienstes erwarten wir die Rückkehr zu einem leicht positiven Unternehmensergebnis, welches wir in den Folgejahren nachhaltig steigern wollen.

Vor dem Hintergrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus haben wir in der Lebensversicherung für 2014 die laufende Verzinsung (Garantieverzinsung plus Zinsüberschussanteil) für klassische Renten- und Lebensversicherungen moderat auf 3,40% angepasst. Bisher lag sie bei 3,65%.

Als Versicherungskonzern ist es unsere Aufgabe, das uns von unseren Kunden in Form von gezahlten Beiträgen anvertraute Kapital langfristig und sicher zu verwalten sowie bestmögliche Transparenz zu bieten. Mit der durchschnittlichen Gesamtverzinsung von 4,2% in Kombination mit hohen Sicherheiten machen wir auch unter Verzinsungsgesichtspunkten ein attraktives Vorsorgeangebot. Wie in den Vorjahren hat die AXA Gruppe eine deutlich über dem Marktdurchschnitt liegende Kapitalkraft und Stabilität. Wir sehen das aktuelle Marktumfeld als Chance, uns bei unseren Kunden als aufmerksamer und zuverlässiger Partner zu positionieren und die Kundenbedürfnisse zu bedienen.

Für 2014 sind unsere Lebensversicherer im Markt mit unserer breiten Produktpalette hervorragend als Vollsortimentanbieter aufgestellt. Wir bieten nach wie vor konventionelle Produkte mit hohen Sicherheiten, aber auch fondsgebundene Produkte mit oder ohne Garantien. Ferner haben wir eine hervorragende Marktpositionierung für Berufsunfähigkeitsversicherung und Risikolebensversicherung. Der Fokus 2014 liegt unter anderem auf der Vorsorgelösung "Relax Rente", mit der die AXA eine innovative und bisher einzigartige Altersvorsorgelösung anbietet, die sowohl die Kundenanforderungen an Garantiekomponenten bedient als auch die für eine ausreichende Altersvorsorge dringend erforderlichen Renditechancen eröffnet.

Aufgrund der wachsenden Zielgruppe 50+ wird weiterhin dem Einmalbeitragsgeschäft eine Bedeutung zukommen. Die Wiederanlage fälliger Lebensversicherungen und die Schließung der Rentenlücke unserer Kunden durch Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag sind und bleiben wichtige Säulen im Rahmen der Ruhestandsplanung.

Zusammenfassend erwarten wir für die Lebensversicherung in 2014 einen leichten Anstieg des Neugeschäfts sowie eine konstante Entwicklung des Unternehmensergebnisses. 2015/16 werden wir unsere Strategie eines profitablen Neugeschäftswachstums bei zugleich kontinuierlicher Verbesserung unserer Kundenservices und Geschäftsprozesse verbunden mit einer Reduktion von Komplexität konsequent fortsetzen. Ebenso stärken wir den Ausbau der Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu Gunsten unserer Kunden und Vertriebspartner. Stabilität der Kapitalmärkte vorausgesetzt, sind wir zuversichtlich für 2015/2016 unser Ergebnis konstant halten zu können. Für unseren Spezialversicherer, die Deutsche Ärzteversicherung, sind wir optimistisch, dass wir uns in 2014 und in den Folgejahren positiv weiterentwickeln und die Beitragseinnahmen sukzessive leicht steigern zu können. Auch in diesem Bereich ist die Entwicklung der Kapitalmärkte ein entscheidender Faktor. Unter der Annahme einer stabilen Entwicklung sehen wir die Chance, bei leicht rückläufigen Kosten das Ergebnisniveau des Jahres 2013 auch in 2014 und den Folgejahren erreichen zu können.

Im wichtigsten Segment der privaten Krankenversicherung, den Vollversicherungen, erwarten wir auf Basis unserer erfolgreichen Produkte, unseres Leistungsmanagements gesundheitsservice360° und weiterhin moderater Beitragsanpassungen die Fortsetzung unserer Erfolgsstory, jedes Jahr mehr Menschen bei uns versichert zu haben. Gerade das vergangene Jahr hat deutlich gezeigt, dass wir in der Lage sind, in einem schwierigen Umfeld Bestandswachstum und damit Marktanteilsgewinne zu erzielen. Unsere Maßnahmen, den Kunden als Patienten Unterstützung zu bieten, werden wir fortsetzen, um innerhalb des rechtlichen Rahmens unsere Möglichkeiten zur Verbesserung der Beitragsstabilität auszuschöpfen. Durch die enge Abstimmung mit Kunden und Vertriebspartnern sowie der Ärzteschaft sind wir zuversichtlich, dabei - wie in der Vergangenheit auch - die Kundenzufriedenheit weiter zu steigern.

Ferner hoffen wir weiterhin auf die Bundesregierung und ihre Bereitschaft, den gesundheitspolitischen Kurs der Fairness gegenüber der PKV fortzusetzen. Je mehr Einfluss die PKV auf Qualität, Menge und Preise medizinischer Dienstleistungen bekommt, umso innovativer und damit zukunftsfähiger wird das deutsche Gesundheitssystem werden.

Im Segment der Zusatzversicherungen erwarten wir die Fortsetzung der großen Erfolge unserer innovativen neuen Pflege- und Zahnergänzungsprodukte. Außerdem sind wir bestens aufgestellt, die zunehmende Nachfrage nach betrieblicher Krankenversicherung maßgeschneidert zu erfüllen. Ein wesentlicher Teil hiervon ist die Absicherung von ins Ausland entsendeten Mitarbeitern von nationalen und internationalen Unternehmen. Gerade in diesem Segment profitieren wir davon, Teil eines Weltkonzerns zu sein. In jüngerer Vergangenheit geschlossene Verträge mit namhaften DAX-Unternehmen sichern beträchtliches Wachstum in diesem Segment.

Unsere flexiblen und umfassenden Angebote belegen unsere gesellschaftliche Verantwortung, Menschen die Möglichkeit zur individuellen Absicherung ihrer finanziellen Lebensrisiken zu geben.

Als Folge der genannten Wachstumspotenziale erwarten wir für 2014 und die Folgejahre einen nachhaltigen Beitragsanstieg, der bei einem konstanten Kostenvolumen und einem moderaten Anstieg des Kapitalanlageergebnisses zu einem entsprechenden kontinuierlichen leichten Anstieg der Jahresüberschüsse führen wird.

Köln, den 28. Oktober 2014

Der Vorstand

Konzernjahresabschluss

Konzern-Bilanz

AKTIVA

(In Tsd. Euro)
Anhang 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012 (angepasst) 01. Januar 2012 (angepasst)
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5 Geschäfts- oder Firmenwert 1.024.239 1.024.239 1.024.239
6 Erworbene Versicherungsbestände (Leben und Kranken) (a) 350.127 377.739 394.687
7 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 107.647 110.521 120.692
Immaterielle Vermögenswerte 1.482.013 1.512.499 1.539.618
8 Aktivierte Abschlusskosten 3.470.001 3.125.903 2.918.919
Fremdgenutzte Grundstücke 1.527.984 1.407.049 1.353.217
Finanzinstrumente 67.622.051 67.783.816 61.960.140
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 3.339.593 2.771.307 2.353.012
9 Finanzanlagen aus dem Versicherungsgeschäft 72.489.628 71.962.172 65.666.369
9 Finanzanlagen aus dem Bankgeschäft 1.059.111 1.170.528 1.014.122
10 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 33.276 37.379 37.003
Anteile der Rückversicherer an versicherungstechnischen Rückstellungen 943.351 893.068 891.943
Sachanlagevermögen 43.185 78.421 86.708
18 Latente Steueransprüche 265.546 319.507 236.022
Sonstige Vermögenswerte 308.731 397.928 322.730
Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und dem übernommenen Rückversicherungsgeschäft 629.010 444.673 464.215
Abrechnungsforderungen aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft 41.530 18.760 32.835
Steuerforderungen 200.677 291.884 325.665
Sonstige Forderungen 895.994 854.793 1.080.403
11 Forderungen 1.767.210 1.610.110 1.903.118
12 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.161.325 1.899.518 1.530.088
GESAMTSUMME DER AKTIVA 82.714.646 82.609.105 75.823.910

Alle Kapitalanlageinstumente werden ohne die Auswirkung von derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen.

(a) Bruttobetrag, vor Abzug von Steuern.

PASSIVA

(In Tsd. Euro)
Anhang 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012 (angepasst) 01. Januar 2012 (angepasst)
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Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage 1.344.607 1.341.331 1.338.847
Sonstige Rücklagen 2.891.523 2.648.721 2.606.697
Konzernergebnis, den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend 426.159 672.786 298.039
Eigenkapital, den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend 4.662.289 4.662.838 4.243.583
Eigenkapital, den nicht beherrschenden Anteilseignern / Minderheitsgesellschaftern zustehend 19.515 20.707 22.629
13 GESAMTES EIGENKAPITAL 4.681.804 4.683.545 4.266.212
Versicherungstechnische Rückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft 58.250.387 57.186.054 55.456.196
Versicherungstechnische Rückstellungen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 3.339.593 2.771.306 2.353.012
Gesamte versicherungstechnische Rückstellungen 61.589.980 59.957.360 57.809.208
Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen mit ermessenabhängigen Überschussbeteiligungen 342.802 457.793 763.321
Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile 261.898 221.634 197.251
Rückstellung für Beitragsrückerstattung 9.808.632 11.182.086 7.617.458
Derivative Finanzinstrumente verbunden mit Versicherungs- und Investmentverträgen 7.198 -1.660 -9.517
14 VERBINDLICHKEITEN AUS VERSICHERUNGS- UND INVESTMENTVERTRÄGEN 72.010.510 71.817.213 66.377.721
15 Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft 538.310 552.544 428.143
16 Sonstige Rückstellungen 2.446.119 2.684.082 2.058.015
18 Latente Steuerschulden 443.382 547.870 254.099
Andere ausgegebene Fremdkapitalinstrumente, Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen (a) 85.600 40.047 5.662
Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und übernommenen Rückversicherungsgeschäft 463.222 319.383 378.073
Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft 543.691 564.868 588.456
Steuerverbindlichkeiten 375.972 454.977 401.417
Sonstige Verbindlichkeiten 1.126.035 944.576 1.066.112
17 Verbindlichkeiten 2.594.521 2.323.851 2.439.720
GESAMTSUMME DER PASSIVA 82.714.646 82.609.105 75.823.910

(a) Beträge werden ohne die Auswirkung von derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen.

Konzern- Gesamtergebnisrechnung

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(In Tsd. Euro)
Anhang 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012 (angepasst)
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Gebuchte Bruttobeiträge 10.095.733 10.199.140
Umsatzerlöse aus dem Bankgeschäft 38.289 38.321
Umsatzerlöse aus anderen Geschäftsaktivitäten 8.710 7.446
Gesamte Umsatzerlöse (a) 10.142.732 10.244.907
Veränderung der Beitragsüberträge abzüglich nicht verdiente Beitragsbestandteile -39.727 -47.297
Finanzanlageerträge (b) 2.634.403 2.601.416
Realisierte Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten, bilanziert zu Anschaffungskosten sowie zur Veräußerung verfügbar (c) 262.312 376.504
Realisierte Gewinne und Verluste sowie Marktwertveränderungen der erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente (d) 250.274 917.985
davon: Marktwertveränderung von Finanzinstrumenten für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen (e) 424.325 270.713
Wertminderung von Finanzinstrumenten (f) -90.974 -70.352
20 Finanzanlageergebnis 3.056.015 3.825.553
Versicherungstechnische Aufwendungen (e) -10.880.388 -11.067.025
21 Netto-Ergebnis aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft -22.688 -130.816
Aufwendungen aus dem Bankgeschäft -2.758 -3.265
22 Aufzinsungen und Aufwendungen aus aktivierten Abschlusskosten (netto) -667.549 -869.300
Abschreibungen auf erworbene Versicherungsbestände (Leben und Kranken) -27.615 -16.948
22 Verwaltungsaufwendungen -999.561 -1.046.259
Abgangsbedingte Auflösung der Abschreibung des Anlagevermögens - 27.327
Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts sowie Abschreibungen von erworbenen Versicherungsbeständen (Schaden-Unfall) -6.368 -6.169
Sonstige Erträge und Aufwendungen 10.341 -24.415
Versicherungstechnische Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -12.596.586 -13.136.870
Ergebnis aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Steuern 562.434 886.293
10 Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.339 2.429
Gesamtergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Steuern 564.773 888.722
18 Ertragsteuern -137.657 -215.546
Konzernergebnis nach Steuern 427.116 673.176
davon:
den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend 426.159 672.786
den nicht beherrschenden Anteilen / Minderheitsgesellschaftern zustehend 957 390

(a) Vor abgegebenem Rückversicherungsgeschäft.

(b) Inklusive Verwaltungskosten für Finanzanlagen.

(c) Enthält Wertaufholungen auf veräußerte Finanzanlagen.

(d) Enthält realisierte und unrealisierte Währungsgewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten bilanziert zu Anschaffungskosten u. zur Veräußerung verfügbar.

(e) Marktwertveränderungen von Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen werden durch eine Gegenbuchung unter den versicherungstechnischen Aufwendungen ausgeglichen.

(f) Ohne Wertaufholungen auf veräußerte Finanzanlagen.

(g) Inklusive Erträge und Aufwendungen aus derivativen Finanzinstrumenten verbunden mit Finanzverbindlichkeiten, jedoch ohne Marktwertveränderungen dieser Derivate.

Verkürzte Gesamtergebnisrechnung

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012 (angepasst)
Gewinne und Verluste aus direkt im Eigenkapital erfaßten Finanzinstrumenten (inklusive nicht beherrschende Anteile) -246.699 529.988
Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung 2.985 96
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen (inklusive nicht beherrschende Anteile) 184.470 -355.536
Gewinne und Verluste, die direkt im Eigenkapital erfasst werden -59.244 174.548
Konzernergebnis nach Steuern 427.116 673.176
davon:
den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend 426.159 672.786
den nicht beherrschenden Anteilen/ Minderheitsgesellschaftern zustehend 957 390
GESAMTERGEBNIS DER PERIODE 367.872 847.724
davon:
den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend 367.170 847.167
den nicht beherrschenden Anteilen/ Minderheitsgesellschaftern zustehend 702 557

Beträge sind nach Überschussbeteiligung und Steuern dargestellt. Angaben zur Überschussbeteiligung und Steuern sind in den Anhängen 14 und 18 dargestellt.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (Überleitung Konzernergebnis siehe Seite 72)

Anteil der Aktionäre
Grundkapital und Kapitalrücklagen Sonstige Rücklagen
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro außer Aktien-Anzahl und -Nennwert) Anzahl Aktien in Tausend Nennwert

in Euro
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile Rücklagen aus der Änderung des Marktwertes von zur Veräußerung gehaltenen Finanz-

instrumenten
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital Stand 1. Januar 2013 31.231 2,56 79.840 1.261.491 - 915.858
Gezeichnetes Kapital - - - - - -
Kapitalrücklage - - - - - -
Anteilsbasierte Vergütung - - - 3.276 - -
Eigene Anteile - - - - - -
Sonstige Rücklagen mit Bezug zu eigenen Anteilen - - - - - -
Eigenkapitalkomponente von zusammengesetzten Finanzinstrumenten - - - - - -
Nachrangige Verbindlichkeiten mit unbegrenzter Laufzeit - - - - - -
Sonstiges (inklusive Veränderung des Konsolidierungskreises) - - - - - -
Einstellung in die Gewinnrücklagen - - - - - -
Gezahlte Dividende - - - - - -
Auswirkung aus Transaktionen mit Aktionären - - - 3.276 - -
Veränderung der Neubewertungsrücklage - - - - - -236.137
Veränderung der Cash Flow Hedge Rücklagen - - - - - -
Währungsschwankungen - - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen - - - - - -
Konzernergebnis - - - - - -
Gesamtergebnis des Periode - - - - - -236.137
Eigenkapital Stand 31. Dezember 2013 31.231 2,56 79.840 1.264.767 - 679.721
Sonstige Rücklagen
(In Tsd. Euro außer Aktien-Anzahl und -Nennwert) Rücklagen aus der Änderung des Marktwertes von Hedge Accounting Derivativen (Cash Flow Hedge) Sonstiges Rücklage aus der Währungs-

umrechnung
Nicht ausgeschüttete Gewinne und sonstige Rücklagen Konzernergebnis Eigenkapital, den Anteilseignern zustehen
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital Stand 1. Januar 2013 44.570 - -7.576 1.695.869 672.786 4.662.839
Gezeichnetes Kapital - - - - - -
Kapitalrücklage - - - - - -
Anteilsbasierte Vergütung - - - - - 3.276
Eigene Anteile - - - - - -
Sonstige Rücklagen mit Bezug zu eigenen Anteilen - - - - - -
Eigenkapitalkomponente von zusammengesetzten Finanzinstrumenten - - - - - -
Nachrangige Verbindlichkeiten mit unbegrenzter Laufzeit - - - - - -
Sonstiges (inklusive Veränderung des Konsolidierungskreises) - - - 7.197 - 7.197
Einstellung in die Gewinnrücklagen - - - 672.786 -672.786 -
Gezahlte Dividende - - - -378.192 - -378.192
Auswirkung aus Transaktionen mit Aktionären - - - 301.791 -672.786 -367.719
Veränderung der Neubewertungsrücklage - - - - - -236.137
Veränderung der Cash Flow Hedge Rücklagen -10.371 - - - - -10.371
Währungsschwankungen - - 3.045 - - 3.045
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen - - - 184.474 - 184.474
Konzernergebnis - - - - 426.159 426.159
Gesamtergebnis des Periode -10.371 - 3.045 184.474 426.159 367.170
Eigenkapital Stand 31. Dezember 2013 34.199 - -4.531 2.182.134 426.159 4.662.290
(In Tsd. Euro außer Aktien-Anzahl und -Nennwert) Nicht beherrschende Anteile
Eigenkapital Stand 1. Januar 2013 20.707
Gezeichnetes Kapital -
Kapitalrücklage -
Anteilsbasierte Vergütung -
Eigene Anteile -
Sonstige Rücklagen mit Bezug zu eigenen Anteilen -
Eigenkapitalkomponente von zusammengesetzten Finanzinstrumenten -
Nachrangige Verbindlichkeiten mit unbegrenzter Laufzeit -
Sonstiges (inklusive Veränderung des Konsolidierungskreises) -1.242
Einstellung in die Gewinnrücklagen -
Gezahlte Dividende -652
Auswirkung aus Transaktionen mit Aktionären -1.894
Veränderung der Neubewertungsrücklage -190
Veränderung der Cash Flow Hedge Rücklagen -1
Währungsschwankungen -60
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen -4
Konzernergebnis 957
Gesamtergebnis des Periode 702
Eigenkapital Stand 31. Dezember 2013 19.515
Anteil der Aktionäre
Grundkapital und Kapitalrücklagen Sonstige Rücklagen
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro außer Aktien-Anzahl und -Nennwert) Anzahl Aktien in Tausend Nennwert

in Euro
Gezeichnetes Kapital Kapital-

rücklage
Eigene Anteile Rücklagen aus der Änderung des Marktwertes von zur Veräußerung gehaltenen Finanz-

instrumenten
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital Stand 1. Januar 2012 31.231 2,56 79.840 1.259.007 - 406.472
Umstellung der Bewertungsmethodik im Bereich der Versicherungstechnik - - - - - -
Sonstige Veränderungen aufgrund Fehlerkorrektur - - - - - 2.349
Eigenkapital Stand 1. Januar 2012 (angepasst) 31.231 2,56 79.840 1.259.007 - 408.821
Gezeichnetes Kapital - - - - - -
Kapitalrücklage - - - - - -
Anteilsbasierte Vergütung - - - 2.484 - -
Eigene Anteile - - - - - -
Sonstige Rücklagen mit Bezug zu eigenen Anteilen - - - - - -
Eigenkapitalkomponente von zusammengesetzten Finanzinstrumenten - - - - - -
Nachrangige Verbindlichkeiten mit unbegrenzter Laufzeit - - - - - -
Sonstiges (inklusive Veränderung des Konsolidierungskreises) - - - - - -10.397
Einstellung in die Gewinnrücklagen - - - - - -
Gezahlte Dividende - - - - - -
Auswirkung aus Transaktionen mit Aktionären - - - 2.484 - -10.397
Veränderung der Neubewertungsrücklage - - - - - 517.434
Veränderung der Cash Flow Hedge Rücklagen - - - - - -
Währungsschwankungen - - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen - - - - - -
Konzernergebnis - - - - - -
Gesamtergebnis des Periode - - - - - 517.434
Eigenkapital Stand 31. Dezember 2012 (angepasst) 31.231 2,56 79.840 1.261.491 - 915.858
Sonstige Rücklagen
(In Tsd. Euro außer Aktien-Anzahl und -Nennwert) Rücklagen aus der Änderung des Marktwertes von Hedge Accounting Derivativen (Cash Flow Hedge) Sonstiges Rücklage aus der Währungs-

umrechnung
Nicht ausgeschüttete Gewinne und sonstige Rücklagen Konzern-

ergebnis
Eigenkapital, den Anteilseignern zustehen
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital Stand 1. Januar 2012 34.367 - -7.672 2.076.713 (a) 298.039 4.146.766
Umstellung der Bewertungsmethodik im Bereich der Versicherungstechnik - - - 93.821 - 93.821
Sonstige Veränderungen aufgrund Fehlerkorrektur -2.180 - - 2.827 - 2.996
Eigenkapital Stand 1. Januar 2012 (angepasst) 32.187 - -7.672 2.173.361 298.039 4.243.584
Gezeichnetes Kapital - - - - - -
Kapitalrücklage - - - - - -
Anteilsbasierte Vergütung - - - - - 2.484
Eigene Anteile - - - - - -
Sonstige Rücklagen mit Bezug zu eigenen Anteilen - - - - - -
Eigenkapitalkomponente von zusammengesetzten Finanzinstrumenten - - - - - -
Nachrangige Verbindlichkeiten mit unbegrenzter Laufzeit - - - - - -
Sonstiges (inklusive Veränderung des Konsolidierungskreises) - - - 10.036 - -361
Einstellung in die Gewinnrücklagen - - - 298.039 -298.039 -
Gezahlte Dividende - - - -430.035 - -430.035
Auswirkung aus Transaktionen mit Aktionären - - - -121.960 -298.039 -427.912
Veränderung der Neubewertungsrücklage - - - - - 517.434
Veränderung der Cash Flow Hedge Rücklagen 12.383 - - - 12.383
Währungsschwankungen - - 96 - - 96
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen - - - -355.532 - -355.532
Konzernergebnis - - - 672.786 672.786
Gesamtergebnis des Periode 12.383 - 96 -355.532 672.786 847.167
Eigenkapital Stand 31. Dezember 2012 (angepasst) 44.570 - -7.576 1.695.869 672.786 4.662.839
(In Tsd. Euro außer Aktien-Anzahl und -Nennwert) Nicht beherrschende Anteile
Eigenkapital Stand 1. Januar 2012 22.629
Umstellung der Bewertungsmethodik im Bereich der Versicherungstechnik -
Sonstige Veränderungen aufgrund Fehlerkorrektur -
Eigenkapital Stand 1. Januar 2012 (angepasst) 22.629
Gezeichnetes Kapital -
Kapitalrücklage -
Anteilsbasierte Vergütung -
Eigene Anteile -
Sonstige Rücklagen mit Bezug zu eigenen Anteilen -
Eigenkapitalkomponente von zusammengesetzten Finanzinstrumenten -
Nachrangige Verbindlichkeiten mit unbegrenzter Laufzeit -
Sonstiges (inklusive Veränderung des Konsolidierungskreises) -1.416
Einstellung in die Gewinnrücklagen -
Gezahlte Dividende -1.063
Auswirkung aus Transaktionen mit Aktionären -2.479
Veränderung der Neubewertungsrücklage 171
Veränderung der Cash Flow Hedge Rücklagen -
Währungsschwankungen -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen -4
Konzernergebnis 390
Gesamtergebnis des Periode 557
Eigenkapital Stand 31. Dezember 2012 (angepasst) 20.707

(a) Vor Umstellung des Bilanzformates: Ausweis zum 01. Januar 2012 in den Gewinnrücklagen unter "Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste" i.H.v. -220.324 Tsd. Euro und "Sonstige" i.H.v. 2.297.037 Tsd. Euro

Veränderungen des Eigenkapitals, die durch die Umstellung des Bilanzformats bedingt sind, werden im Anhang 1 im Rahmen einer Überleitung der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Die Aktien haben einen Nennwert von 2,56 Euro. Die Vorzugsaktien sind ohne Stimmrecht ausgestattet. Im Gegenzug dafür erhalten die Inhaber dieser Aktiengattung gegenüber den Stammaktien, eine um 0,06 Euro höhere Dividende pro Stück, mindestens jedoch eine Dividende von 0,11 Euro pro Stück. Die Aktien sind voll einbezahlt. Bezüglich Erläuterungen zum Kapitalmanagement wird auf Seite 24 ff. im Lagebericht verwiesen.

Anzahl der Aktien Dividende je Aktie Ausschüttungssumme

in TSD. EURO
(In Tsd. Stück) 2013 2012 2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- --- --- ---
Stammaktien 26.231 26.231 15,33 12,10 402.118 317.392
Vorzugsaktien 5.000 5.000 15,39 12,16 76.950 60.800
Gesamt 31.231 31.231 479.068 378.192

Konzern-Kapitalflussrechnung

in Mio. Euro 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012 (angepasst)
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit, inklusive der aufgegebenen Geschäftsbereiche vor Steuern 565 889
(+) Abschreibungsaufwendungen (netto) (a) 80 75
(+) Veränderung der aktivierten Abschlusskosten (netto) -344 -207
(+) Erhöhung/ (Auflösung) der Wertminderung von Finanzanlagen, Sachanlagevermögen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten 91 44
(+) Veränderung des Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbarer Finanzanlagen -322 -800
(+) Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen (netto) (c) 1.923 2.445
(+) Erhöhung /(Auflösung) der sonstigen Rückstellungen (netto) (d) 14 -25
Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden -2 -2
Anpassung des Ergebnisses aus betrieblichen Geschäftstätigkeit um nicht zahlungswirksame Sachverhalte 1.440 1.530
Realisierte Gewinne und Verluste aus Finanzanlagen (netto) -191 -468
Anpassung aus der Umgliederung zu Investitions- und Finanzierungstätigkeiten -191 -468
(-) Erfolgswirksame Dividendenzahlungen im Geschäftsjahr -499 -497
(-) erfolgswirksames Finanzanlageergebnis -2.331 -2.280
Anpassung von periodisch abgegrenzten zu nicht abgegrenzten Transaktionen -2.830 -2.778
(+) Einzahlung aus Dividenden 531 505
(+) zahlungswirksames Finanzanlageergebnis 2.428 2.339
(-) Aufwendungen für Finanzanlagen (ohne Zinsen aus Finanzverbindlichkeiten und nachrangigen Verbindlichkeiten mit unbegrenzter Laufzeit, Nachbesicherungsverpflichtungen und Sonstiges) -69 -66
Zahlungsmittel aus dem Bankgeschäft (netto) 13 -41
Veränderung der Verbindlichkeiten und Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft - -26
Veränderung der nicht nachrangigen, operativen Verbindlichkeiten - 29
(+/-) Veränderung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit -6 3
(+) Kapitalfluss aus sonstigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (netto)(e) 175 -108
(-) Steueraufwendungen im Geschäftsjahr gezahlt -187 -22
Sonstige Auswirkungen aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit und zahlungsunwirksame Anpassungen 78 54
Sonstige Anpassungen des Ergebnisses aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 2.963 2.667
KAPITALFLUSS AUS DER BETRIEBLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 1.947 1.841
(-) Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Barreserve - -72
(+) Veräußerung von Tochterunternehmen abzüglich veräußerter Barreserve - 66
Kapitalfluss aus Veränderungen im Konsolidierungskreis - -6
(+) Verkauf von Fremdkapitalinstrumenten (e) 6.078 5.501
(+) Verkauf von Eigenkapitalinstrumenten und nicht konsolidierten Investmentfonds (e) (f) 4.019 3.578
(+) Verkauf von unmittelbar oder mittelbar gehaltenen, fremdgenutzten Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten (e) 83 38
(+) Verkauf und/oder Rückzahlung von Darlehen und sonstigen Vermögenswerten(e) (g) 1.067 759
Kapitalfluss aus Verkäufen und Rückzahlungen von Finanzanlagen (e) (f) (g) 11.247 9.876
(-) Erwerb von Fremdkapitalinstrumenten (e) -10.036 -6.030
(-) Erwerb von Eigenkapitalinstrumenten und nicht konsolidierten Investmentfonds (e) (f) -1.916 -3.669
(-) Erwerb von unmittelbar oder mittelbar gehaltenen, fremdgenutzten Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten(e) -170 -12
(-) Erwerb und/oder Emission von Darlehen und sonstigen Vermögenswerten(e) (g) -1.513 -1.200
Kapitalfluss aus Erwerben und Emissionen von Finanzanlagen (e) (f) (g) -13.635 -10.911
(+) Veräußerung von materiellen oder immateriellen Vermögenswerten 6 0
(-) Erwerb von materiellen oder immateriellen Vermögenswerten 30 -6
Kapitalfluss aus Veräußerungen und Erwerben von Anlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten 36 -6
KAPITALFLUSS AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT -2.352 -1.045
(-) Dividendenzahlungen -379 -432
Kapitalfluss aus Transaktionen mit Anteilseignern (netto) -379 -432
(+) Kapitalfluss aus Fremdfinanzierung 2 1
(-) Gezahlte Zinsen aus der Fremdfinanzierung (h) -1 -2
Kapitalfluss aus Fremdfinanzierung (netto) 1 -0
Effekte aus Finanzierungszahlungen und zahlungsunwirksamen Anpassungen - -
KAPITALFLUSS AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT -378 -432
KAPITALFLUSS AUS AUFGEGEBENEN GESCHÄFTSBEREICHEN - -
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE AM 1. JANUAR (i) 1.888 1.524
Kapitalfluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit 1.947 1.841
Kapitalfluss aus der Investitionstätigkeit -2.352 -1.045
Kapitalfluss aus der Finanzierungstätigkeit -378 -432
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE AM 31. DEZEMBER (i) 1.106 1.888

(a) Beinhaltet die Aktivierung von Agien/Disagien und dazugehörige Abschreibungen sowie Abschreibungen von fremdgenutzten und eigengenutzten Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten (unmittelbar gehalten).

(b) Beinhaltet Wertminderungen und Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten, die im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen bilanziert worden sind.

(c) Beinhaltet die Effekte aus der Rückversicherung und die Veränderungen der Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Verträgen, bei denen der Versicherungsnehmer das Risiko selbst trägt.

(d) Beinhaltet vor allem die Veränderung der Drohverlustrückstellungen, der Rückstellungen für uneinbringliche / zweifelhafte Forderungen und die Veränderung der Wertminderungen der zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte.

(e) Beinhaltet dazugehörige Derivate.

(f) Beinhaltet direkt oder von beherrschenden sowie nicht beherrschenden Investmentfonds gehaltene Eigenkapitalinstrumente.

(g) Beinhaltet Veräußerungen/Erwerbe von Vermögenswerten im Zusammenhang mit Versicherungs- und Investmentverträgen, bei denen der Versicherungsnehmer das Risiko selbst trägt.

(h) Beinhaltet Netto-Auswirkung der Zinsmarge von zu Sicherungszwecken gehaltenen Derivaten verbunden mit Finanzverbindlichkeiten.

(i) Nach Überziehungen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind im Anhang 12 dargestellt.

Die Kapitalflussrechnung des AXA Konzerns erläutert den Stand der Zahlungsmittel und -äquivalente (laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestände) zu Beginn und zum Ende des Geschäftsjahres; die Ermittlung erfolgt somit wie in den Vorjahren nach der indirekten Methode.

Im Geschäftsjahr 2013 verminderte sich der Finanzmittelfonds um 782 Mio. Euro auf 1.106 Mio. Euro. Von den unter dem Finanzmittelfonds ausgewiesenen liquiden Mitteln sind zum Bilanzstichtag 405 Mio. Euro dem Sicherungsvermögen zugeordnet, so dass eine Verfügung über diesen Teil des Finanzmittelfonds einer Zustimmung des Treuhänders bedarf.

Der Kapitalfluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit (1) erhöhte sich auf 1.947 Mio. Euro.

Der mit der Investitionstätigkeit verbundene Zahlungsmittelabfluss beträgt 2.352 Mio. Euro.

Die Dividendenzahlung an die Anteilseigner (2013: 379 Mio. Euro) wird als Kapitalabfluss aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Die erhaltenen Zins- und Dividendenzahlungen sowie die bezahlten Zinsen und Ertragssteuern sind unverändert zum Vorjahr vollständig dem Kapitalfluss aus betrieblicher Tätigkeit zugeordnet.

Die erhaltenen Zinsen betragen 2013: 2.428 Mio. Euro.

Die gezahlten Zinsen 2013 belaufen sich auf 70 Mio. Euro.

Die erhaltenen Dividenden betragen 2013: 531 Mio. Euro.

Die im Kapitalfluss aus betrieblicher Tätigkeit berücksichtigten gezahlten Ertragsteuern betragen 2013: 180 Mio. Euro.

Anhang

Anhang 1: Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.1. Allgemeine Informationen

Die AXA Konzern AG und ihre Konzernunternehmen betreiben Geschäfte in den Bereichen Schaden- und Unfallversicherung, Lebens- und Krankenversicherung, Pensionskassengeschäft, Bankgeschäft und Asset Management. Die Hauptverwaltung des deutschen AXA Konzerns befindet sich in Köln, Deutschland. Der Sitz der AXA Konzern AG ist Colonia-Allee 10-20, 51067 Köln, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRB 672. Muttergesellschaft des Konzerns ist die AXA S.A., Paris. Die AXA S.A., Paris, ist direkt und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt mit Mehrheit am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt. Die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln ist mit 25,63% an der AXA Konzern AG beteiligt.

1.2. Umstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie des Bilanzformats

Ab dem Geschäftsjahr 2013 stellt die AXA Konzern AG, bedingt durch einen Wechsel der Buchhaltungs- und Konsolidierungssysteme und der damit verbundenen europaweiten Vereinheitlichung aller (Konzern-) Jahresabschluss-Erstellungsprozesse, ihren Konzernabschluss in einem einheitlichen Format auf. Dadurch ändern sich im Vergleich zum Konzernabschluss 2012 die Gliederung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der dazugehörigen Anhänge. Das neue Format orientiert sich am Konzernabschluss der Muttergesellschaft AXA S.A. Um einen Vorjahresvergleich zu gewährleisten, wurden die Vorjahreswerte, wie von den IFRS gefordert, retrospektiv an das neue Format angepasst.

Die Angleichung der Berichterstattung an das Berichtsformat der Muttergesellschaft sowie die Umstellung der Bewertungsmethodik im Bereich der Versicherungstechnik führen zu einer Erhöhung der Zuverlässigkeit bzw. Relevanz des deutschen IFRS-Konzernabschlusses. Die Gründe liegen in einer verbesserten Vergleichbarkeit mit der AXA-Gruppe sowie mit anderen (internationalen) Konkurrenten aus der Versicherungsbranche. Außerdem nimmt im Rahmen der Angleichung auch die Konsistenz zur Ergebnis- und Risiko-Steuerung aus der AXA-Gruppensicht zu.

Die erwähnten Änderungen und Angleichungen betreffen lediglich den Ausweis, die Bewertung der jeweiligen Bilanzpositionen bleibt grundsätzlich unverändert. Eine Ausnahme davon stellt die genannte Umstellung der Bewertungsmethodik im Bereich der Versicherungstechnik dar, deren Auswirkungen in den folgenden Überleitungsrechnungen dargestellt werden. Die Umstellungen erfolgen gemäß IAS 8 jeweils retrospektiv. Die sich zum 1.1.2012 ergebenden Umstellungseffekte sind in der erstgenannten Tabelle dargestellt.

1.2.1. Umstellung der Bewertungsmethodik im Bereich der Versicherungstechnik

Die Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen erfolgt durch Anpassung an die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der Muttergesellschaft AXA S.A. (French-GAAP), welche bezüglich Versicherungstechnik an die US-amerikanischen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften (US-GAAP) angelehnt sind. Insbesondere ergeben sich die folgenden Unterschiede zur bisherigen Bilanzierung nach HGB:

Die Bewertung der Deckungsrückstellung erfolgt ohne Zillmerung, d.h. bei der Berechnung der Deckungsrückstellung werden bei Vertragsbeginn keine rechnungsmäßigen Abschlusskosten in Abzug gebracht. Dadurch steigt der Wert der Deckungsrückstellungen an. Eine Zinszusatzreserve wird nicht gebildet. Insgesamt ist eine Erhöhung der Deckungsrückstellung zu verzeichnen.
Anstelle der Zillmerung werden die tatsächlichen Abschlusskosten aktiviert (Deferred Acquisition Cost, DAC) und über die Laufzeit der Versicherungsverträge abgeschrieben.
Beitragsbestandteile, die auf Dienstleistungen für die kommende Periode entfallen, werden als Rückstellung für nicht verdiente Beitragsanteile passiviert.
Beitragsüberträge werden als Rückstellung passiviert für im Geschäftsjahr vereinnahmte Beiträge, die auf das Folgejahr entfallen. Unterschiede ergeben sich in der Schaden- und Unfallversicherung insbesondere aus einem unterschiedlichen Kostenabzug: Nach bisherigen Bilanzierungs- und Bewertungsverfahren wurden im Geschäftsjahr anfallende Kosten (insb. Provisionen) nicht bei den Beitragsübertragen berücksichtigt; nach aktuellen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entfällt dieser Abzug, dafür erfolgt eine Aktivierung von Abschlusskosten.

Nachfolgend wird anhand der Überleitungsrechnungen zur Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie zum Konzernergebnis dargestellt, welche Umstellungseffekte sich im Detail ergeben haben. Die sonstigen Veränderungen entfallen auf geringfügige Fehlerkorrekturen die im Rahmen der Systemumstellung aufgedeckt worden sind. Diese Beträge werden separat in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargelegt.

Überleitung Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung per 31.12.2011 / 01.01.2012

Sonstige Gewinnrücklagen
(In Tsd. Euro) + := eigenkapitalerhöhend - := eigenkapitälmindernd Rücklagen aus der Änderung des Marktwertes von zur Veräußerung gehaltenen Finanz-

instrumenten
Rücklagen aus der Änderung des Marktwertes von Hedge Accounting Derivativen (Cash Flow Hedge) Nicht ausgeschüttete Gewinne und sonstige Rücklagen (a)
--- --- --- ---
Betroffene Eigenkapital-Positionen per 31.12.2011 (wie im Konzernabschluss 2011 veröffentlicht) 406.472 34.367 2.076.713
Betroffene Eigenkapital-Positionen per 01.01.2012 (angepasst nach Umstellung der Bewertungsmethodik und sonstigen Veränderungen aufgrund Fehlerkorrektur) 408.821 32.187 2.173.361
Die Differenz entfällt auf folgende Sachverhalte:
a) Erhöhung von Deckungsrückstellungen und damit verbundenen Positionen (netto) -146.908
davon:
Deckungsrückstellungen und damit verbundene Positionen (brutto) -1.781.905
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung 1.565.864
Latente Steuern 69.133
b) Erhöhung von Aktivierten Abschlußkosten in der Lebens- und Krankenversicherung (netto) 261.760
davon:
Aktivierte Abschlußkosten (brutto) 2.816.946
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung -2.432.004
Latente Steuern -123.182
c) Erhöhung von Rückstellungen für nicht verdiente Beitragsanteile (netto) -12.071
davon:
Rückstellung für nicht verdiente Beitragsanteile (brutto) -197.250
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung 179.498
Latente Steuern 5.681
d) Erhöhung von Rückstellungen für Beitragsüberträge sowie Aktivierung von Abschlusskosten in der Schaden- und Unfallversicherung (netto) -8.960
davon:
Rückstellungen für Beitragsüberträge (brutto) -13.177
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung 0
Latente Steuern 4.217
e) Sonstige Veränderungen aufgrund Fehlerkorrektur (netto) 2.349 -2.180 2.827
davon:
Sonstige Veränderungen (brutto) 2.349 -2.180 6.622
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung -1.375
Latente Steuern -2.420

(a) Die Eigenkapital-Position Gewinnrücklagen per 31.12.2011 enthält -220.324 TEUR "Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen", die aufgrund der Umstellung des Berichtsformats ab dem 01.01.2012 in der Position "Nicht ausgeschüttete Gewinne und sonstige Rücklagen" ausgewiesen werden.

Überleitung Konzernergebnis (den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend)

(In Tsd. Euro) + := ergebniserhöhend - := ergebnismindernd 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Konzernergebnis nach Steuern 2012 (wie im Konzernabschluss 2012 veröffentlicht) bzw. Konzernergebnis nach Steuern 2013 gemäß bisherigen Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden (approximiert) 368.055 633.451
Konzernergebnis nach Steuern 2012 bzw. 2013 (angepasst nach Umstellung der Bewertungsmethodik und sonstigen Veränderungen aufgrund Fehlerkorrektur) 426.159 672.786
Die Differenz entfällt auf folgende Sachverhalte:
a) Verminderung von Deckungsrückstellungen und damit verbundenen Positionen (netto) 26.667 15.601
davon:
Deckungsrückstellungen und damit verbundene Positionen (brutto) 471.004 336.505
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung -431.788 -313.562
Latente Steuern -12.549 -7.342
b) Erhöhung von Aktivierten Abschlußkosten in der Lebens- und Krankenversicherung (netto) 32.985 25.132
davon:
Aktivierte Abschlußkosten (brutto) 347.559 200.398
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung -299.052 -163.439
Latente Steuern -15.522 -11.827
c) Erhöhung von Rückstellungen für nicht verdiente Beitragsanteile (netto) -2.464 -1.493
davon:
Rückstellung für nicht verdiente Beitragsanteile (brutto) -40.264 -24.385
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung 36.640 22.190
Latente Steuern 1.160 702
d) Verminderung von Rückstellungen für Beitragsüberträge sowie Aktivierung von Abschlusskosten in der Schaden- und Unfallversicherung (netto) 916 466
davon:
Rückstellungen für Beitragsüberträge (brutto) 1.347 685
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung
Latente Steuern -431 -219
e) Sonstige Veränderungen aufgrund Fehlerkorrektur (netto) 0 -371
davon:
Sonstige Veränderungen (brutto) -371
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung
Latente Steuern

Insgesamt ergeben sich durch die Umstellung der Bewertungsmethodik in der Versicherungstechnik eine Erhöhung der latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung von 1.149.011 Tsd. Euro (31.12.2012: -454.811 Tsd. Euro, 31.12.2013: -694.200 Tsd. Euro) sowie der latenten Steuerrückstellung von 46.028 Tsd. Euro (31.12.2012: -18.686 Tsd. Euro, 31.12.2013: -27.342 Tsd. Euro).

1.2.2. Umstellung des Bilanzformats

Zusätzlich zu den Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden ergeben sich wesentliche Ausweisänderungen, ohne Auswirkungen auf Konzernergebnis oder Konzerneigenkapital, insbesondere bei den folgenden Bilanzpositionen (Beträge in Tsd. Euro). Die grundsätzliche Ausweislogik wird jedoch beibehalten: So weisen wir nach altem bzw. neuem Bilanzformat weiterhin über 90% unser Vermögenswerte unter der Bilanzposition Kapitalanlagen bzw. Finanzanlagen aus. Ebenso sind über 80% unserer Verpflichtungen sowohl nach neuer als auch nach alter Bilanzgliederung in den versicherungstechnischen Rückstellungen bzw. Verbindlichkeiten aus Versicherungs- und Investmentverträgen zusammengefasst. Auch diese Umstellung auf das Berichtsformat der Muttergesellschaft führt zu einer Erhöhung der Zuverlässigkeit bzw. Relevanz des deutschen IFRS-Konzernabschlusses, insbesondere aufgrund einer verbesserten Vergleichbarkeit mit der AXA-Gruppe. Die nachfolgend dargestellten Ausweisänderungen sind ausschließlich auf die Umstellung des Bilanzformats zurückzuführen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente: Tagegelder, Termingelder, Festgelder sowie Geldmarktfonds und kurzfristige Schatzwechsel werden künftig als Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen. Der Ausweis erfolgte bisher unter der Bilanzposition "Einlagen bei Kreditinstituten". Zahlungsmittel(äquivalente) aus sogenannten "Satellite-Investmentfonds" sind hingegen nicht mehr enthalten. Per 01.01.2012 bzw. 31.12.2012 führte dies im Saldo zu einer Erhöhung des Zahlungsmittelbestandes in Höhe von 1.267 Tsd. Euro bzw. 1.361 Tsd. Euro. Per 31.12.2013 beträgt die Umgliederung bezogen auf die konsolidierten Versicherungsunternehmen 411 Mio. Euro.
Erworbene Versicherungsbestände / sonstige immaterielle Vermögenswerte: Erworbene Versicherungsbestände des Segments Leben/Kranken werden jetzt durch die Umstellung des Bilanzformates aufgrund ihres langfristigen Charakters separat in der Bilanz ausgewiesen. Erworbene Versicherungsbestände des Segments Schaden/Unfall sind aufgrund ihres deutlich kurzfristigeren Charakters Bestandteil der sonstigen immateriellen Vermögenswerte. Dadurch ergab es zum 01.01.2012 bzw. 31.12.2012 eine Umgliederung in Höhe von 394.687 Tsd. Euro bzw. 377.739 Tsd. Euro. Per 31.12.2013 beträgt die Umgliederung 350.127 Tsd. Euro.
Sonstige Verbindlichkeiten: Die Überschussbeteiligung, die unseren Lebensversicherungskunden im Rahmen des sogenannten Ansammlungsguthabens zugute kommt, wird künftig nicht mehr unter Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, sondern unter Rückstellung für Beitragsrückerstattung ausgewiesen. Dadurch ergab es zum 01.01.2012 bzw. 31.12.2012 eine Umgliederung in Höhe von 2.068.052 Tsd. Euro bzw. 1.984.549 Tsd. Euro. Für den 31.12.2013 beträgt die Umgliederung 1.906.506 Tsd. Euro.
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden: Künftig werden latente Steueransprüche bzw. -schulden von steuerlich zusammengehörigen Konsolidierungseinheiten grundsätzlich saldiert, d.h. pro Versicherungsgesellschaft und dazugehörigen Spezialfonds und Investmentgesellschaften, ausgewiesen. Bisher erfolgte eine solch übergreifende Saldierung nicht. Per 01.01.2012 ergeben sich 117.197 Tsd. Euro niedrigere aktive latente Steuern sowie 70.563 Tsd. Euro niedrigere passive latente Steuern bzw. per 31.12.2012 niedrigere aktive latente Steuern in Höhe von 97.328 Tsd. Euro und 31.724 Tsd. Euro niedrigere passive latente Steuern. Die Werte beinhalten sowohl Effekte aus der Umstellung der Bewertungsmethodik im Bereich der Versicherungstechnik als auch aus der Umstellung des Bilanzformats. Die konkreten Umbewertungen aus der Umstellung der Bewertungsmethodik im Bereich der Versicherungstechnik sind Überleitungsrechnungen in Abschnitt 1.2.1. zu entnehmen.

In der laufenden Berichtsperiode hat sich infolge der Geschäftsentwicklung der passivische Saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern um rund 50.000 Tsd. Euro erhöht. Weitere Angaben hierzu sind Anhang 18 zu entnehmen.
Rechnungsabgrenzungsposten: Seit der Umstellung des Bilanzformates werden Rechnungsabgrenzungsposten nicht mehr separat in der Konzernbilanz ausgewiesen. Die vormals in den Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen vorausgezahlten Versicherungsleistungen werden künftig den Sonstigen Forderungen zugeordnet. Auf- bzw. Abgelder aus unseren Finanzanlagen (Agien/Disagien) weisen wir künftig als Bestandteil der Finanzanlagen aus. In Summe ergibt sich somit per 01.01.2012 eine Umgliederung in Höhe von 408.984 Mio. Euro bzw. per 31.12.2012 in Höhe von 372.641 Mio. Euro. Per 31.12.2013 beträgt der Gesamtbetrag der Umgliederung bezogen auf die konsolidierten Versicherungsunternehmen 385.416 Mio. Euro.
Eigenkapital, Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen: Die Veränderung der Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen werden künftig in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in den Sonstigen Rücklagen unter "Nichtausgeschüttete Gewinne und sonstige Rücklagen" gezeigt. Dadurch ergab es zum 01.01.2012 bzw. 31.12.2012 eine Umgliederung in Höhe von 220.324 Tsd. Euro bzw. 575.851 Tsd. Euro. Für den 31.12.2013 beträgt die Umgliederung 391.335 Tsd. Euro.
Deckungsrückstellung Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr in der Schaden- und Unfallversicherung: Der Ausweis dieser Position erfolgte unter Deckungsrückstellung. Künftig erfolgt der Ausweis unter Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen. Dadurch ergab es zum 01.01.2012 bzw. 31.12.2012 eine Umgliederung in Höhe von 537.837 Tsd. Euro bzw. 502.124 Tsd. Euro. Für den 31.12.2013 beträgt die Umgliederung 503.031 Tsd. Euro.
Rückstellung für Renten in der Schaden- und Unfallversicherung: Der Ausweis dieser Position erfolgte unter der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Künftig erfolgt der Ausweis unter Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen. Zum 01.01.2012 ergab sich hierdurch keine Umgliederung. Zum 31.12.2012 ergab sich eine Umgliederung in Höhe 213.017 Tsd. Euro. Für den 31.12.2013 beträgt die Umgliederung 225.743 Tsd. Euro.

Eine Angabe der auf der das Geschäftsjahr 2013 entfallenden Ausweisunterschiede konnte nicht für alle Sachverhalte vorgenommen werden, da das alte Konsolidierungssystem per 31.12.2012 letztmalig verwendet wurde und das damit verbundene Bilanzformat zum 31.12.2013 nicht mehr vorliegt.

1.3. Aufstellungsgrundsätze und Rechtsvorschriften

Der Konzernabschluss wird von der AXA Konzern AG gemäß der Verordnung (EG) 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in Verbindung mit § 315a HGB nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS), so wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Der Vorstand der AXA Konzern AG hat am 28. Oktober 2014 den Konzernabschluss aufgestellt. Es ist vorgesehen, dass der Aufsichtsrat der AXA Konzern AG mit Datum vom 20. November 2014 den Konzernabschluss billigt. Die Möglichkeit der Änderung des Konzernabschlusses durch die Hauptversammlung der AXA Konzern AG besteht nicht.

Seit 2002 gilt die Bezeichnung IFRS für das Gesamtkonzept der vom IASB verabschiedeten Standards. Die bisher vorhandenen Standards werden weiterhin als International Accounting Standards (IAS) bezeichnet. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden alle Standards und Interpretationen angewendet, deren Anwendung für das Geschäftsjahr verpflichtend ist und wie sie von der Europäischen Union (EU) übernommen wurden.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Aufgrund von Rundungsdifferenzen kann es zu geringen Abweichungen zwischen den ausgewiesenen Beträgen kommen.

Der Risikobericht im Konzernlagebericht auf den Seiten 32 bis 53 enthält auch die gemäß IFRS 7 und IFRS 4 zu machenden Risikoangaben.

Folgende neu erlassene bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen sind erst für zukünftige Geschäftsjahre anzuwenden und wurden daher noch nicht berücksichtigt. Teilweise bedarf es noch der Übernahme durch die EU.

IFRS 9 - Financial Instruments and subsequent amendments (amendments to IFRS 9 and IFRS 7)
IFRS 10 - Consolidated Financial Statements
IFRS 11 - Joint Arrangements
IFRS 12 - Disclosures of Interests in Other Entities
IFRIC 21 - Levies
Amendments to IAS 27 - (Separate Financial Statements)
Amendments to IAS 28 - (Investments in Associates and Joint Ventures)
Amendments to IAS 32 - Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities
Amendments to IAS 36 - Recoverable Amount Disclosures for Non-Financial Assets
Amendments to IAS 39 - Novation of Derivatives and Continuation of Hedge Accounting
Amendments to IFRS 7 - Financial instruments: Disclosures - Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities
Amendments to IFRS 10, IFRS 11, and IFRS 12 (Transition Guidance)
Amendments to IFRS 10, IFRS 11, and IFRS 12 (Investment Entities)
Annual Improvements to IFRS (2012- 2014)

Der IASB hat am 12. November 2009 IFRS 9 (Financial Instruments) veröffentlicht. Der Standard ist noch nicht von der EU übernommen worden und es werden weitere Änderungen erwartet. Der neue Standard sieht künftig nur noch zwei Kategorien zur Einordnung finanzieller Vermögenswerte vor. Dabei handelt es sich um die Kategorien der Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten und der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Das bisherige Bewertungs- und Klassifizierungsmodell des IAS 39 soll wegfallen. Die Option, Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert und nicht wie gefordert zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten, besteht nur um ein Accounting Mismatch zu vermeiden. Hinsichtlich eingebetteter Derivate enthält der Standard die Neuregelung, dass der Vertrag als Ganzes nach den neuen Kriterien zu klassifizieren ist, wenn es sich um finanzielle Basisverträge innerhalb des Anwendungsbereichs des IFRS 9 handelt und somit eine Trennung nicht mehr vorzunehmen ist. Weiter sieht der Standard für Eigenkapitalinvestments, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, bei der Ersterfassung ein nicht revidierbares Wahlrecht vor, die Wertänderungen aufgrund der Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung sondern im Eigenkapital zu erfassen. Dividenden aus diesem Eigenkapitalinvestment werden erfolgswirksam erfasst.

Am 28. Oktober 2010 wurde eine Ergänzung des IFRS 9 (Financial Instruments) veröffentlicht. Für finanzielle Verbindlichkeiten enthält die Ergänzung mit Ausnahme der Fair Value Option keine wesentlichen Änderungen. Fair Value-Veränderungen unter der Fair Value Option aufgrund des eigenen Kreditrisikos sind im sonstigen Ergebnis, sämtliche anderen Fair Value-Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen (one-step-approach). Bezüglich der Ausbuchung übernimmt die Ergänzung zu IFRS 9 die Regelung des derzeit gültigen IAS 39.

Das IASB hat am 16. Dezember 2011 eine weitere Änderung zu IFRS 9 (Financial Instruments) veröffentlicht, die den verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 9 vom 1. Januar 2013 auf den 1. Januar 2015 verschiebt. Zusätzlich wird auf angepasste Vorjahreszahlen bei Erstanwendung von IFRS 9 verzichtet. Die Erleichterung führt zu zusätzlichen Anhangangaben nach IFRS 7 (Financial instruments: Disclosures) im Übergangzeitpunkt. Diese sollen es den Investoren ermöglichen, die Auswirkungen, die die Erstanwendung von IFRS 9 auf den Ansatz und die Bewertung von Finanzinstrumenten hat, zu beurteilen. Die Verschiebung des verpflichtenden Erstanwendungszeitpunktes impliziert keine Änderung der bereits zur Phase 1 verabschiedeten Regelungen in IFRS 9. Eine frühere Anwendung bleibt weiterhin möglich. Die Änderung wurde nicht von der EU übernommen. Weiter wurde der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt durch eine weitere Änderung des Standards (siehe unten) von November 2013 wieder gestrichen.

Das IASB hat am 19. November 2013 Ergänzungen an IFRS 9 (Financial Instruments) bekannt gegeben. Die Ergänzungen an IFRS 9 nehmen ein neues allgemeines Modell für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen auf. Das neu eingeführte Modell bietet Unternehmen mehr Flexibilität, ihre Risikomanagementaktivitäten darzustellen. Im Rahmen der Einführung des neuen Modells werden im Gegenzug umfangreichere Angabepflichten von den Bilanzierenden verlangt werden.

Durch die Ergänzungen des IFRS 9 wird zudem die Möglichkeit geschaffen, bonitätsbedingte Fair Value-Änderungen für Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ergebnisneutral im sonstigen Gesamtergebnis vorzeitig auszuweisen, ohne die vollständigen Regelungen von IFRS 9 anzuwenden.

Weiter hat das IASB den bisher in IFRS 9 enthaltenen Zeitpunkt für seine Erstanwendungspflicht ab dem 1. Januar 2015 aufgehoben (siehe oben).

Das IASB hat am 24. Juli 2014 den endgültigen Standard IFRS 9 veröffentlicht. Dieser löst den derzeit gültigen IAS 39 ab und ist für Geschäftsjahre, die ab dem 1. Januar 2018 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Der Standard wurde noch nicht von der EU übernommen. Der IFRS 9 ist in drei Bestandteile unterteilt. Er beinhaltet die Vorschriften zur Klassifizierung und Bewertung (Regelungen gehen auf die in 2009 und 2010 bereits veröffentlichten Regelungen zurück, jedoch mit wesentlichen Änderungen), neue Vorschriften zur Abbildung von Kreditrisiken in Form eines Expected Loss Model sowie die bereits im November veröffentlichten Regelungen zum General Hedge Accounting.

Nicht im IFRS 9 enthalten sind Vorschriften zum Macro Hedge Accounting, da diese Regelungen in einem separaten Projekt seitens des IASB behandelt werden.

Die Einführung des vollständig vorliegenden Standards IFRS 9 wird nach dem jetzigen Stand wesentliche Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte der AXA haben, die allerdings im Rahmen der Projektarbeiten zu IFRS 9 noch näher analysiert und quantifiziert werden müssen.

Am 12. Mai 2011 wurde vom IASB IFRS 10 (Consolidated Financial Statements) veröffentlicht. Der Standard wurde am 11. Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen. Der neue IFRS 10 ist das Ergebnis des Konsolidierungsprojekts des IASB und ersetzt die Konsolidierungsleitlinien im bisherigen IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements), und SIC 12 (Consolidation - Special Purpose Entities). Der Standard tritt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, in Kraft.

Das Accounting Regulatory Committee (ARC) hat am 1. Juni 2012 eine Richtlinie verabschiedet, die die erstmalige verpflichtende Anwendung von IFRS 10 (Consolidated Financial Statements) für am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnende Geschäftsjahre vorschreibt. Eine vorzeitige Anwendung dieser neuen Konsolidierungsstandards wäre freiwillig ab dem EU-Endorsement dieser Standards zulässig. Damit weicht der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt von dem Datum des Inkrafttretens am 1. Januar 2013 ab. IFRS 10 führt ein einheitliches Konsolidierungsmodell für sämtliche Unternehmen ein, welches wie bisher auf die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen abstellt. Dabei wird sowohl auf die Beherrschung durch Stimmrechte als auch auf vertragliche Vereinbarungen abgestellt, so dass Zweckgesellschaften, deren Konsolidierung gegenwärtig nach dem Risiko-/Chancen-Konzept des SIC 12 erfolgt, mit einbezogen sind. Das Beherrschungskonzept gemäß IFRS 10 enthält als Elemente Verfügungsgewalt, variable Rückflüsse und die Möglichkeit zur Beeinflussung der variablen Rückflüsse durch Ausübung der Verfügungsgewalt. Unter Verfügungsgewalt versteht man die Möglichkeit, gegenwärtig die Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens zu lenken, die wesentlichen Einfluss auf die variablen Rückflüsse haben. Im Unterschied zu dem IAS 27 (2008) stellt der neue Standard die Einzelkriterien in einen stärkeren kausalen Zusammenhang und für die Auslegung einzelner Sachverhalte ist die wirtschaftliche Betrachtungsweise vorherrschend. Das alleinige Abstellen auf Stimmrechtsverhältnisse wird regelmäßig nicht mehr ausreichend sein. Die Änderungen des Konsolidierungskreises aufgrund der Neuregelung sind grundsätzlich retrospektiv abzubilden. Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis des AXA Konzerns, insbesondere im Bereich der Konsolidierung von Spezialfonds, werden derzeit noch analysiert.

Im Zuge der Veröffentlichung des IFRS 10 wurde der alte Standard IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) in IAS 27 (Separate Financial Statements) umbenannt und ebenfalls vom IASB am 12. Mai 2011 veröffentlicht. Der Standard wurde am 11. Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen. Dieser regelt nur noch die unveränderten, auf separate IFRS Einzelabschlüsse anzuwendende Vorschriften. Der Standard tritt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, in Kraft. Bezüglich des verpflichtenden Erstanwendungszeitpunktes 1. Januar 2014 gilt das oben zu IFRS 10 genannte.

IFRS 11 (Joint Arrangements) wurde ebenfalls als Ergebnis des Konsolidierungsprojekts des IASB am 12. Mai 2011 veröffentlicht und regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung (joint control) über ein Gemeinschaftsunternehmen (joint venture) oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit (joint operation) ausübt. Der neue Standard ersetzt die Standards IAS 31 (Interests in Joint Ventures) und SIC 13 (Jointly Controlled Entities - Non-Monetary Contributions by Venturers). Gleichzeitig wurde IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) geändert und an die neuen Vorschriften angepasst. Der Standard wurde am 11. Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen. Der Standard tritt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, in Kraft. Das Accounting Regulatory Committee (ARC) hat am 1. Juni 2012 eine Richtlinie verabschiedet, die die erstmalige verpflichtende Anwendung von IFRS 11 (Joint Arrangements) für am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnende Geschäftsjahre vorschreibt. Eine vorzeitige Anwendung dieser neuen Konsolidierungsstandards wäre freiwillig ab dem EU-Endorsement dieser Standards zulässig. Damit weicht der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt von dem Datum des Inkrafttretens am 1. Januar 2013 ab.

Die wesentliche Änderung des IFRS 11 gegenüber IAS 31 ist die Abschaffung der Quotenkonsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen: Gemeinschaftsunternehmen sind künftig stets nach der Equity-Methode zu bilanzieren. Bei Vorliegen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit sind Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen, die dem beteiligten Unternehmen direkt zurechenbar sind, unmittelbar im Konzernabschluss des beteiligten Unternehmens zu erfassen. Im AXA Konzern gibt es derzeit keinen Anwendungsfall für eine Konsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen, so dass diese Änderungen sich nach der derzeitigen Lage nicht auswirken werden.

Die Anhangangaben zu Unternehmensverbindungen im Konzernabschluss und Joint Arrangements ergeben sich aus IFRS 12 (Disclosures of Interests in Other Entities). Dieser Standard wurde ebenfalls am 12. Mai 2011 vom IASB veröffentlicht und wurde am 11. Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen. Der Standard tritt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, in Kraft. Das Accounting Regulatory Committee (ARC) hat am 1. Juni 2012 eine Richtlinie verabschiedet, die die erstmalige verpflichtende Anwendung von IFRS 12 (Disclosures of Interests in Other Entities) für am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnende Geschäftsjahre vorschreibt. Eine vorzeitige Anwendung dieser neuen Konsolidierungsstandards wäre freiwillig ab dem EU-Endorsement dieser Standards zulässig. Damit weicht der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt von dem Datum des Inkrafttretens am 1. Januar 2013 ab. Gemäß dem neuen Standard müssen Unternehmen quantitative und qualitative Angaben machen, die es dem Abschlussadressaten ermöglichen, die Art, Risiken und finanziellen Auswirkungen, die mit dem Engagement des Unternehmens bei diesen Beteiligungsunternehmen verbunden sind, zu beurteilen. Der Standard führt die überarbeiteten Angabepflichten zu IAS 27 bzw. IFRS 10, IAS 31 bzw. IFRS 11 und IAS 28 in einem Standard zusammen.

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 28. Juni 2012 Änderungen an den Übergangsvorschriften von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 (Transition Guidance) veröffentlicht. Die Änderungen sind am 4. April 2013 von der EU übernommen worden. Ziel der Änderung ist eine Klarstellung der Übergangsvorschriften in IFRS 10. Die Änderungen beinhalten daneben zusätzliche Erleichterungen beim Übergang auf IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12. So werden angepasste Vergleichsinformationen lediglich für die vorhergehende Vergleichsperiode verlangt. Darüber hinaus entfällt, im Zusammenhang mit Anhangangaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen (structured entities), die Pflicht zur Angabe von Vergleichsinformationen für Perioden, die vor der Erstanwendung von IFRS 12 liegen. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Dies steht im Einklang mit dem Inkrafttreten von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12. Für die verpflichtende Anwendung gilt das oben genannte zu den Standards IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12.

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 31. Oktober 2012 als Änderung zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 die Verlautbarung Investment Entities veröffentlicht. Der Standard wurde am 20. November 2013 von der EU übernommen. Die Änderungen nehmen Investmentgesellschaften, dessen Begriff in dem Standard definiert ist, aus dem Anwendungsbereich des IFRS 10 heraus.

Diese konsolidieren die von ihnen beherrschten Unternehmen nicht in ihrem Konzernabschluss, sondern bewerten die zu Investitionszwecken gehaltenen Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert. Die Änderungen sehen weiter verpflichtende Anhangangaben für Investment Entities vor.

Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Eine frühere Anwendung ist erlaubt.

Die Änderungen der Konsolidierungsstandards aus 2012 werden keine wesentlichen Auswirkungen für den deutschen Konzernabschluss nach derzeitigem Stand der Analysen haben.

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 12. August 2014 Änderungen an IAS 27 (Separate Financial Statements) veröffentlicht. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Der geänderte Standard ist noch nicht von der EU übernommen worden. Mit der Änderung wird die Equity Methode in separaten Abschlüssen eines Investors wieder zugelassen. Die Equity Methode kam somit wieder als Bilanzierungsmethode für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen gewählt werden. Das Wahlrecht zur Bewertung zu Anschaffungskosten oder nach IAS 39 bzw. IFRS 9 kann weiterhin ausgeübt werden. Da die AXA keine separaten Abschlüsse nach IFRS erstellt, haben diese Änderungen keine Auswirkungen auf den deutschen Konzernabschluss der AXA.

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 11. September 2014 Änderungen an IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) und IFRS 10 (Consolidated Financial Statements) veröffentlicht. Die Änderungen sind noch nicht von der EU übernommen worden.

Die Änderungen betreffen den Fall der Veräußerung von Vermögenswerten an ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen. Weiter wird die Einlage von Vermögenswerten in ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen behandelt. Demnach soll der gesamte Gewinn oder Verlust aus einer Transaktion nur dann erfasst werden, wenn die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen. Das gilt unabhängig davon, ob die Transaktion als share oder asset deal ausgestaltet ist. Wenn die Vermögenswerte dagegen keinen Geschäftsbetrieb bilden, ist lediglich eine anteilige Erfassung der Erfolge zulässig.

Die Änderungen treten für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig, Voraussetzung ist allerdings die Übernahme der Änderungen durch die EU. Die Änderung wird bei entsprechenden zukünftigen Transaktionen, die in den Anwendungsbereich der Änderungen des Standards fallen, im deutschen AXA Konzernabschluss berücksichtigt werden.

Der IASB hat die Vorschriften zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten überarbeitet und die Ergebnisse am 16. Dezember 2011 in Form von Änderungen an IAS 32 (Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities) sowie zu IFRS 7 (Financial instruments: Disclosures - Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities) veröffentlicht. Beide Änderungen wurden am 13. Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen. Bei unveränderten Voraussetzungen bezüglich der Saldierung wurden zusätzliche Anwendungsleitlinien konkretisiert. Hierin wird u.a. betont, dass ein unbedingter, rechtlich durchsetzbarer Aufrechnungsanspruch auch bei Insolvenz einer beteiligten Partei vorliegen muss. Die ergänzten Leitlinien sind retrospektiv für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, anzuwenden.

Das IASB hat am 20. Mai 2013 die Interpretation IFRIC 21 (Levies) veröffentlicht. Die Interpretation wurde noch nicht in europäisches Recht übernommen.

Die Interpretation stellt für öffentliche Abgaben, die nicht in den Anwendungsbereich eines anderen IFRS fallen und die keine Ertragsteuern im Sinne des IAS 12 darstellen, klar, wie und insbesondere wann solche Verpflichtungen im Abschluss als Verbindlichkeiten zu erfassen sind. Danach ist eine entsprechende Verpflichtung im Abschluss zu erfassen, sobald das Ereignis, welches die Zahlungspflicht gemäß der zugrundeliegenden gesetzlichen Vorschrift auslöst, eintritt. Hauptanwendungsfall für eine solche Abgabe im deutschen Rechtsraum ist die sog. Bankenabgabe. Für den deutschen AXA Konzern werden sich keine Anwendungsfälle ergeben. Insbesondere die Bankenabgabe wurde wegen Unterschreitung der Materialitätsgrenze in 2013 von der in den Konzernabschluss einbezogenen AXA Bank AG nicht gezahlt. Es ist zu erwarten, dass diese Abgabe auch in 2014 nicht anfallen wird.

Die Interpretation tritt für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

Das IASB hat am 29. Mai 2013 Änderungen an dem Standard IAS 36 (Recoverable Amount Disclosures for Non-Financial Assets) veröffentlicht. Die Änderungen wurden am 19. Dezember 2013 in europäisches Recht übernommen.

Die Änderungen verlangen, anders als ursprünglich in den Standard durch IFRS 13 (Fair Value measurement) eingebracht, eine Angabe für nur die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (oder Gruppen von Einheiten), für die in der laufenden Berichtsperiode eine Wertminderung oder Wertaufholung erfasst wurde. Der IASB nimmt mit dem Änderungsstandard somit eine entsprechende Korrektur der zu weit geratenen Anhangangabe des IAS 36 vor. Bei Vorliegen einer Wertminderung oder Wertaufholung eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit führt der Änderungsstandard neue Angabepflichten ein, wenn der erzielbare Betrag auf Grundlage des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Kosten der Veräußerung bestimmt wurde. Der Standard ist retrospektiv anzuwenden, jedoch nur auf Berichtsperioden, in denen bereits IFRS 13 zur Anwendung kommt.

Eine freiwillige vorzeitige Anwendung der Regelungen ist zulässig. Die AXA wendet den Standard bereits in 2013 an. Da keine Wertminderungen im Rahmen des Goodwill Impairment Tests vorliegen, hat diese Änderung die Auswirkung, dass keine Angaben zu dem erzielbaren Betrag und weitere Anhangangaben bezüglich Wertminderung oder Wertaufholungen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im deutschen Konzernabschluss der AXA dazu zu machen sind.

Der IASB hat am 27. Juni 2013 Änderungen an IAS 39 (Novation of Derivatives and Continuation of Hedge Accounting) zur Novation von Derivaten und der Fortsetzung von Sicherungsgeschäften veröffentlicht. Die Änderung wurde am 19. Dezember 2013 in europäisches Recht übernommen. Aufgrund der Änderungen von Transparenz und Regulierungsaufsicht außerbörslicher Derivate im Rahmen der erforderlichen Änderungen durch die EU Verordnung "EMIR" sind Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen gezwungen, Derivate auf zentrale Gegenparteien umzustellen (Novation).

Durch die Änderung des IAS 39 führt eine Novation eines Sicherungsinstruments auf eine zentrale Gegenpartei unter bestimmten Voraussetzungen nicht zu einer Auflösung einer Sicherungsbeziehung. Insbesondere muss die Umstellung die Folge einer regulatorischen oder gesetzlichen Regelung sein. Eine ähnliche Regelung wird in IFRS 9 aufgenommen.

Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Auswirkungen auf den deutschen AXA Konzern werden nicht wesentlich sein, da die bilanziellen Auswirkungen aus der Clearingpflicht sehr begrenzt sein werden.

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 25. September 2014 die endgültigen Änderungen der Annual Improvements to IFRS 2012-2014 veröffentlicht. Die Änderungen sind noch nicht von der EU übernommen worden. Die Änderungen betreffen die Standards IFRS 5 (Non-current Assets Held for Sale and Discontinued Operations), IFRS 7 (Financial instruments: Disclosures), IAS 19 (Employee Benefits) und IAS 34 (Interim financial reporting). Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig.

Die Ergänzung zu IFRS 5 enthält die Klarstellung, dass ein Wechsel von der Kategorie "zur Veräußerung gehalten" in die Kategorie "zu Ausschüttungszwecken gehalten" und umgekehrt keine Bilanzierungsänderung nach sich zieht. In IFRS 7 wir klargestellt, dass Verwaltungsverträge ein sogenanntes continuing involvement darstellen und somit bei Angaben zu Transfers einzubeziehen sind. Die Änderungen an IAS 19 betreffen die Klarstellung, dass bei der Ermittlung des Diskontierungszinssatzes in Währungsräumen nicht nur Unternehmensanleihen des gleichen Landes sondern auch derselben Währung zu berücksichtigen sind.

Die Änderungen werden ab dem Anwendungszeitpunkt des Standards entsprechend im deutschen AXA Konzernabschluss berücksichtigt werden.

Die Änderungen zu IAS 34 betreffen die AXA Konzern AG nicht, da diese keinen Zwischenabschluss macht.

1.4. Konsolidierungsgrundsätze und Konsolidierungskreis

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen, Investmentfonds und Zweckgesellschaften sind einheitlich auf den Stichtag des Jahresabschlusses der AXA Konzern AG (31. Dezember) erstellt und in Abschlüsse transformiert worden, die dem konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrahmen gemäß den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS), so wie sie in der EU anzuwenden sind, entsprechen.

Die im Rahmen von IFRS 1 zulässigen Befreiungsvorschriften bezüglich Unternehmenszusammenschlüssen wurden angewendet. Demnach erfolgte die Kapitalkonsolidierung bis zum 31. Dezember 2003 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbes oder zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Um das Eigenkapital zu ermitteln, werden die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens mit ihren Zeitwerten angesetzt.

Die für die 1999 erworbene ehemalige Albingia-Gruppe ermittelten Unterschiedsbeträge wurden wegen ihrer erheblichen Größenordnung als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und bis zum 31. Dezember 2003 nach HGB ratierlich über 30 Jahre erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Ab dem 1. Januar 2004 wird der Geschäfts- oder Firmenwert nach IFRS jährlich auf seine Werthaltigkeit geprüft und falls erforderlich außerplanmäßig abgeschrieben.

Der den anderen Gesellschaftern zustehende Gewinn bzw. der auf sie entfallende Verlust wird grundsätzlich von dem jeweiligen Ergebnis der konsolidierten IFRS-Bilanz entsprechend ihrer Beteiligungsquote ermittelt.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Zwischenergebnisse sowie Erträge und Aufwendungen wurden eliminiert.

Die Währungsumrechnung in Euro erfolgte für die in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen mit den Kursen zum Bilanzstichtag.

In den Konzernabschluss sind neben der AXA Konzern AG verbundene Tochterunternehmen, Investmentfonds und Zweckgesellschaften einbezogen worden, über die eine Beherrschungsmöglichkeit besteht.

Unternehmen, auf die die AXA Konzern AG oder ein verbundenes konsolidiertes Tochterunternehmen maßgeblichen Einfluss ausübt (assoziierte Unternehmen, Stimmrechte zwischen 20% und 50%), wurden mittels der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Neben der AXA Konzern AG wurden die im Anhang 2 ausgewiesenen Tochtergesellschaften voll konsolidiert. Der Konsolidierungskreis hat sich im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt verändert:

Auf die AXA Lebensversicherung AG, Köln wurde die DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG, Wiesbaden verschmolzen. Die winsecura Pensionskasse AG, Wiesbaden wurde auf die ProbaV Pensionskasse AG, Köln verschmolzen. Des Weiteren wurde die Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG, Essen in 2013 veräußert. Da die Beteiligung der AXA Konzern AG an der Aragon AG, Wiesbaden infolge einer Kapitalerhöhung von 27,17% auf 18,11% im Geschäftsjahr 2013 gesunken ist wird diese Gesellschaft nicht mehr Rahmen einer "At Equity Bewertung" in den Konzernabschluss einbezogen, sondern als "Eigenkapitalinstrument - zur Veräußerung verfügbar" bilanziert.

1.5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.5.1. Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

In den Jahren 2010 bis 2012 veröffentlichte das IASB folgende Standards bzw. Änderungen zu bestehenden Standards, deren Anwendung für das Geschäftsjahr 2013 verpflichtend ist.

IFRS 13 - Fair Value Measurement
Amendments to IAS 1 - Presentation of Items of Other Comprehensive Income
Amendments to IAS 12 - Income Taxes
Amendments to IAS 19 - Employee Benefits
Amendments to IFRS 7 - Disclosures - Transfers of Financial Assets
Annual Improvements to IFRS (2009- 2011)

Vom Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) wurde weiter der DRS 20 - Konzernlagebericht veröffentlicht, der die Anforderungen an die Konzernlageberichterstattung konkretisiert und auch für einen nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften erstellten Konzernabschluss verpflichtend anzuwenden ist.

Am 21. Dezember 2010 hat das IASB eine überarbeitete Fassung des IAS 12 (Income Taxes) veröffentlicht. Die überarbeitete Fassung des IAS 12 wurde am 11. Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen In diesem Zusammenhang wurde SIC 21 (Income Taxes-Recovery of Revalued Non-Depreciable Assets) aufgehoben. Im Zusammenhang mit der Anwendung des Zeitwertmodells von IAS 40 wird klargestellt, dass sich bestehende Differenzen in der Regel im Zuge einer Veräußerung umkehren und weniger durch die fortgeführte Nutzung. Mit dem Endorsement wurde der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt für EU-Unternehmen auf den 1. Januar 2013 verschoben. Da die AXA das Zeitwertmodell des IAS 40 nicht anwendet, hatte diese Änderung keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der AXA.

Das IASB und das Financial Accounting Standards Board (FASB) haben am 12. Mai 2011 den gemeinsamen Standard IFRS 13 (Fair Value Measurement) veröffentlicht und dieser wurde am 11. Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen. Der Standard befasst sich mit der Bewertung zum "beizulegenden Zeitwert" (Fair Value) sowie mit den zugehörigen Anhangangaben. Zielsetzung ist die standardübergreifende Vereinheitlichung des Begriffs Fair Value und der bei der Fair Value-Ermittlung anzuwendenden Methoden; zu einer Ausweitung des Fair Value-Begriffs kommt es jedoch nicht. Bezüglich der Anhangangaben sind die beizulegenden Zeitwerte sämtlicher zum beizulegenden Zeitwert bewerteter Vermögenswerte und Schulden in Klassen einzuteilen, die u.a. davon abhängen, welche Art von Bewertungsparametern in die Bewertung einfließen. Auswirkungen auf den Konzernabschluss der AXA hatten insbesondere die neuen erforderlichen Anhangangaben. Der neue Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig.

Die Änderung zu IAS 1 (Presentation of Items of Other Comprehensive Income) wurde am 16. Juni 2011 vom IASB veröffentlicht und wurde am 5. Juni 2012 in europäisches Recht übernommen. Die Änderung betrifft im Wesentlichen die Darstellung der Gesamtergebnisrechnung. Es besteht weiterhin ein Wahlrecht, die Ergebnisbestandteile Gewinn- und Verlustrechnung bzw. sonstiges Ergebnis in einer einzelnen oder in zwei aufeinanderfolgenden Aufstellungen darzustellen. Weiter ist in dem sonstigen Ergebnis zu erfassen, welche der darin enthaltenen Aufwendungen und Erträge zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht (recycled) werden. IAS 1 in der geänderten Fassung ist ab dem 1. Juli 2012 anzuwenden. Da die Darstellung der Gesamtergebnisrechnung im Konzern schon im Wesentlichen diesen Anforderungen entsprochen hat, ergaben sich keine wesentlichen Änderungen für den Konzernabschluss der AXA.

Das IASB hat am 16. Juni 2011 Änderungen des IAS 19 (Employee Benefits) veröffentlicht. Die Änderung wurde am 5. Juni 2012 in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die wesentliche Änderung des IAS 19 besteht darin, dass versicherungsmathematische Gewinne und Verluste unmittelbar im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst werden müssen. Das bisherige Wahlrecht zwischen sofortiger Erfassung im Gewinn oder Verlust, im sonstigen Ergebnis (OCI) oder der zeitverzögerten Erfassung nach der sogenannten Korridormethode wurde damit abgeschafft. Die AXA hat bereits in den Vorjahren die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im OCI ausgewiesen, daher ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Die Änderungen ersetzen weiter den Zinsaufwand auf die leistungsorientierte Verpflichtung sowie den erwarteten Ertrag aus dem Planvermögen durch einen Nettozinsaufwand bzw. -ertrag. Dieser Nettoposten wird auf Grundlage der leistungsorientierten Nettoschuld beziehungsweise des leistungsorientierten Nettovermögens unter Verwendung des Rechnungszinses, der zu Jahresbeginn abgeleitet wird, ermittelt. Die leistungsorientierte Nettoschuld beziehungsweise das leistungsorientierte Nettovermögen wird dabei um die tatsächlichen Leistungszahlungen und Dotierungen in das Planvermögen des Geschäftsjahres angepasst. Bei der Ableitung des Rechnungszinses gab es keine Änderung, er bildet weiterhin die Rendite auf hochwertige Unternehmens- beziehungsweise Staatsanleihen ab, letzteres sofern kein liquider Markt für Unternehmensanleihen vorliegt. Der geänderte IAS 19 führt ferner zu umfangreicheren Anhangangaben. Unternehmen müssen erstmals über die Finanzierungsstrategie ihrer Pensionspläne Angaben machen und die Finanzierungsrisiken ihrer Pläne nicht nur beschreiben, sondern auch quantifizieren. Die Änderungen hatten außer den erweiterten Anhangangaben keine wesentlichen Auswirkungen auf den deutschen Konzernabschluss.

Der IASB hat die Vorschriften zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten überarbeitet und die Ergebnisse am 16. Dezember 2011 in Form von Änderungen zu IFRS 7 (Disclosures- Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities) veröffentlicht. Die Änderungen wurden am 13. Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen. Die in IFRS 7 eingefügten Angabepflichten im Zusammenhang mit bestimmten Aufrechnungsvereinbarungen sind retrospektiv für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden.

Nach den Änderungen zu IFRS 7 sind neben der qualitativen Beschreibung der Aufrechnungsansprüche weitere quantitative Informationen zu erfassten Finanzinstrumenten erforderlich, die in der Bilanz gegeneinander aufgerechnet wurden sowie zu Finanzinstrumenten, die Aufrechnungsvereinbarungen enthalten, ungeachtet dessen, ob sie verrechnet wurden oder nicht. Die Änderungen zu den Angaben gemäß IFRS 7 haben keine Auswirkungen auf den deutschen Konzernabschluss.

Das IASB hat am 17. Mai 2012 den Sammelstandard zur Vornahme kleinerer Änderungen an den IFRS für 2011 herausgegeben (Improvements to IFRS 2009-2011). Der Standard ist am 28. März 2013 in europäisches Recht übernommen worden. Dieser Standard enthält kleinere Änderungen an fünf Standards (IFRS 1, IAS 1, IAS 16, IAS 32 und IAS 34).

Die Änderungen zu IAS 1 beinhalten Klarstellungen zu verpflichtenden oder freiwilligen Angaben für Vergleichsinformationen. Die verpflichtend anzugebende dritte Bilanz bei rückwirkender Änderung von Rechnungslegungsmethoden oder rückwirkender Anpassung oder Umgliederung von Abschlussposten aufgrund von IAS 8 ist immer zu Beginn der verpflichtend anzugebenden Vergleichsperiode anzugeben.

Weiter können freiwillig nur einzelne Vergleichsinformationen angegeben werden, ohne dass sich eine Verpflichtung zur Angabe eines vollständigen Vergleichsabschlusses ergibt. Die dazugehörenden verpflichtenden Anhangangaben bezüglich der freiwilligen Vergleichsinformationen sind dann jedoch im Anhang zwingend anzugeben. Die Änderungen hatten insbesondere aufgrund der Umstellung der versicherungstechnischen Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden sowie der Umstellung des Bilanzformats Auswirkungen auf den deutschen Konzernabschluss.

Die Änderung zu IAS 32 stellt klar, dass die steuerlichen Konsequenzen aus Dividendenzahlungen und Transaktionskosten aus der Ausgabe oder dem Rückkauf von Eigenkapitalinstrumenten im Einklang mit IAS 12 zu bilanzieren sind. Als Folge sind in Übereinstimmung mit IAS 12 die steuerlichen Konsequenzen aus Dividendenzahlungen in der Gewinn- und Verlustrechnung zu zeigen, diejenigen aus den Transaktionskosten im Zusammenhang mit Eigenkapitaltransaktionen jedoch im Eigenkapital. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der AXA, da die steuerlichen Konsequenzen bezüglich Dividendenzahlungen bereits in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden und keine Transaktionskosten im Zusammenhang mit Eigenkapitaltransaktionen mangels relevanter Sachverhalte entstanden sind.

Im Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 4. Dezember 2012 ist der vom Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) am 14. September 2012 verabschiedete Rechnungslegungs Standard DRS 20 - Konzernlagebericht durch das Bundesministerium der Justiz gemäß § 342 Abs. 2 HGB bekannt gemacht worden. Verpflichtend anzuwenden ist der DRS 20 spätestens ab dem Geschäftsjahr, das nach dem 31. Dezember 2012 beginnt. Eine frühere Anwendung ist zulässig.

Die Berichtsanforderungen aus DRS 5-10 - Risikoberichterstattung von Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten und DRS 5-20 -Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen sind in Anlage 1 bzw. Anlage 2 zum DRS 20 aufgenommen worden. Wesentliche Änderungen zu dem bisherigen Standard betreffen u.a. die Darstellung von finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren sowie die Prognoseberichterstattung. Der Prognosezeitraum wird von zwei Jahren auf ein Jahr verkürzt, wobei absehbare Sondereinflüsse auf die Lage nach dem Prognosezeitraum darzustellen und zu analysieren sind. Im Gegenzug dazu werden die Anforderungen an die Prognosegenauigkeit verschärft. Im Rahmen der Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage des Konzerns in der Vorperiode abgegebene Prognosen sind mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung zu vergleichen. Dabei ist eine quantitative Darstellung nicht erforderlich, qualifiziert komparative Prognosen (Angabe zur Richtung und der Intensität) sind ausreichend. Es sollen die Leistungsindikatoren in die Berichterstattung mit einfließen, die wesentlich sind für die Steuerung des Konzerns. Dabei sind auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren mit einzubeziehen, soweit diese für die Lage des Konzerns wesentlich sind.

Bezüglich der Risikoberichterstattung ist bei der Beschreibung des Risikomanagementsystems dessen konzernweite Ausgestaltung darzustellen. Weitere Regelungen sind für kapitalmarktorientierte Unternehmen eingeführt worden, die die AXA jedoch nicht betreffen, da diese nicht kapitalmarktorientiert ist.

Die AXA wendet den Standard in 2013 an. Der Lagebericht des AXA Konzerns wurde an die neuen Anforderungen angepasst. Anpassungen erfolgten insbesondere im Prognosebericht mit dem Einbezug von nicht finanziellen Kennzahlen und beim Risikobericht.

1.5.2. Annahmen, Schätzungen und Ermessensausübungen

Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen, Schätzungen und Ermessensausübungen bei der Bewertung bestimmter Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie bei der Beurteilung von Eventualverbindlichkeiten zu treffen. Die Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die anhand vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet wurden. Dabei können die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen.

Posten, die unter Berücksichtigung von Annahmen und Schätzungen bewertet werden, sind:

beizulegende Zeitwerte bestimmter Finanzinstrumente

Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes werden entweder öffentliche Marktpreise (z. B. Börsenkurse) oder interne Berechnungen herangezogen. Interne Berechnungen werden unter Anwendung anerkannter finanzmathematischer Bewertungsverfahren erstellt. Die ermittelten Werte werden maßgeblich von den Bewertungsannahmen beeinflusst.
erzielbare Beträge zur Bestimmung von Wertminderungen von Vermögenswerten (soweit nicht öffentlich festgestellte Marktpreise zur Verfügung stehen)

Bestimmte Vermögenswerte werden regelmäßig auf Hinweise für mögliche Wertminderungen untersucht. Es bestehen Schätzunsicherheiten bezüglich der Höhe und des zeitlichen Anfalls des wertmindernden Ereignisses.
versicherungstechnische Rückstellungen

Unsicherheiten bei der Bemessung der Deckungsrückstellung basieren auf Annahmen über den Rechnungszins, Sterblichkeit und sonstige biometrische Grundlagen. Bei der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle bestehen Schätzunsicherheiten bezüglich der Höhe und des Zeitpunkts der zukünftigen Schadenzahlungen.
latente Steuern

Bei der Bilanzierung von latenten Steuern werden Annahmen über die zeitliche Umkehrung der Differenzen zwischen unterschiedlichen Wertansätzen eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer Verpflichtung und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz sowie Annahmen über den erwarteten Steuersatz getroffen.
immaterielle Vermögenswerte (VBI und URR) und aktivierte Abschlusskosten (DAC)

Die Amortisation der erworbenen Versicherungsbestände (VBI), der aktivierten Abschlusskosten und der Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile (URR) erfolgt anhand des Barwertes der erwarteten Bruttogewinne. Im Rahmen der Ermittlung spielen insbesondere Annahmen hinsichtlich Sterblichkeit, Zins und Kosten eine Rolle. Diese Annahmen sowie die Annahmen über zukünftiges Storno werden jährlich überprüft und angepasst. Die sich daraus ergebenden Effekte spiegeln sich als True Up-Werte in den entsprechenden Bilanzposten wider.
Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen

Bei der Ermittlung der Werte für die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen werden Schätzannahmen bezüglich der Bewertungsparameter wie z.B. Sterblichkeit, Gehaltssteigerungen und Rechnungszins getroffen.
Sonstige Rückstellungen (z. B. Restrukturierungsrückstellungen, Prozesskostenrückstellungen) und Eventualverbindlichkeiten

Der Wertansatz der Sonstigen Rückstellungen erfolgt zur bestmöglichen Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung erforderlichen Ausgaben; bei Wesentlichkeit wird in Höhe des Barwertes der erwarteten Inanspruchnahme diskontiert. Sofern die Kriterien für die Bildung einer Rückstellung nicht erfüllt sind, erfolgt eine Überprüfung, ob die Kriterien für den Ausweis einer entsprechenden Eventualverbindlichkeit Anwendung finden.

Die der Bewertung zu Grunde liegenden Annahmen und Schätzungen sind in den nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bzw. direkt in den Erläuterungen zu den Werten dargestellt. Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden kontinuierlich überprüft und die Auswirkungen von Schätzungsänderungen werden in derjenigen Periode erfasst, in der die Änderung der Schätzung erfolgt.

1.5.3. Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts

Der AXA Konzern bestimmt den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) von Vermögenswerten- und Schulden gemäß den Regelungen des IFRS 13 zur Fair-Value Bewertung, sofern ein anderer Standard Bewertungen oder Angaben zum beizulegenden Zeitwert vorschreibt oder gestattet. IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" definiert den beizulegenden Zeitwert als den Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswertes erhalten oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Für die Anhangangaben nach IFRS 13 sind die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte, finanziellen Verbindlichkeiten und bestimmte nicht-finanzielle Vermögenswerte in eine dreistufige Fair Value Hierarchie einzuordnen. Die Zuordnung in eines der drei Level ist abhängig von den im Rahmen der Bewertung verwendeten Inputfaktoren. Die im folgenden beschriebenen Prinzipien betreffen im AXA Konzern hauptsächlich Vermögenswerte.

Marktpreise auf aktiven Märkten

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die an einem aktiven Markt gehandelt werden, wird von unveränderten notierten Marktpreisen oder Preisquotierungen von Händlern abgeleitet, die am letzten Handelstag vor dem Bilanzstichtag sowie am Stichtag festgestellt werden, sofern Letzterer ein Handelstag ist. Ein Finanzinstrument gilt als an einem aktiven Markt notiert, wenn notierte Preise an einer Börse, von einem Händler, Broker, einer Branchengruppe, einem Preisberechnungs-Service oder einer Aufsichtsbehörde leicht und regelmäßig erhältlich sind und diese Preise aktuelle und regelmäßig auftretende Markttransaktionen wie unter unabhängigen Dritten darstellen. Finanzinstrumente, deren beizulegender Zeitwert durch unangepasste notierte Preise an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten ermittelt werden kann, werden im AXA Konzern dem Level 1 zugeordnet.

Aktiver Markt versus inaktiver Markt bei Finanzinstrumenten

Börsengehandelte Eigenkapitalinstrumente und öffentlich auf liquiden Märkten gehandelte Fremdkapitalinstrumente, werden mit an aktiven Märkten notierten Preisen bewertet. Für Wertpapiere besteht ein aktiver Markt, falls der zum Beispiel von einer Börse oder einem Broker zur Verfügung gestellte Preis leicht verfügbar ist und repräsentativ für regelmäßig stattfindende Transaktionen unter fremden Dritten ist. Ein liquider Markt ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Vermögenswert im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit innerhalb einer begrenzten Zeitspanne zu dem Preis verkauft werden kann, zu dem das Finanzinstrument bewertet wurde. Bei Fremdkapitalinstrumenten wird die Liquidität mittels eines auf mehreren Kriterien basierenden Ansatzes bestimmt, der u.a. die Anzahl verfügbarer Preisnotierungen, den Emissionsort und die Veränderung der Geld-Briefspanne berücksichtigt.

Ein Finanzinstrument gilt als nicht an einem aktiven Markt notiert, wenn nur wenige Transaktionspreise zur Verfügung stehen, wenn es einen signifikanten Rückgang des Volumens oder des Ausmaßes der Aktivität für diesen Vermögenswert im Verhältnis zur normalen Marktaktivität für diesen Vermögenswert gegeben hat oder im Falle signifikanter Illiquidität des Marktes, wenn beobachtbare Preise nicht als repräsentativer Fair Value gelten können.

Nicht an einem aktiven Markt notierte Vermögenswerte und Schulden

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten und Schulden, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden, erfolgt auf Grundlage von marktgerechten Preisinformationen externer und unabhängiger Preisservice-Agenturen bzw. marktgängigen Bewertungsmodellen unter der Berücksichtigung von angemessenen Bewertungsparametern. Der AXA Konzern ist bestrebt, sich bei der Ermittlung der Fair Values auf möglichst viele beobachtbare Inputfaktoren zu stützen. Hierzu werden vornehmlich externe PreisserviceAgenturen einbezogen, wie beispielsweise Fondsvermögensverwalter im Falle von nicht konsolidierten Investmentfonds.

Beizulegende Zeitwerte werden in Level 2 klassifiziert, falls der Markt für ein Finanzinstrument nicht aktiv ist oder der Fair Value anhand von Bewertungsverfahren, die auf am Markt beobachtbaren Inputfaktoren beruhen, ermittelt wird. Solche Marktinputgrößen umfassen Verweise auf ehemals notierte Preise für identische Instrumente auf aktiven und nicht aktiven Märkten sowie notierte Preise für ähnliche Instrumente auf aktiven und inaktiven Märkten. Auf dem Markt beobachtbare Inputgrößen umfassen auch Zinsertragskurven, Volatilitäten von Optionen und Währungsumrechnungskurse.

Falls für die Bewertung relevante Inputfaktoren nicht am Markt beobachtbar sind, wird der Fair Value mit anerkannten Bewertungsverfahren unter Verwendung von nicht-beobachtbaren Inputfaktoren ermittelt, die im Wesentlichen auf Annahmen und Schätzungen beruhen. Durch Anwendung eines Bewertungsverfahrens soll der Transaktionspreis festgestellt werden, der sich am Bewertungsstichtag zwischen unabhängigen Vertragspartnern bei Vorliegen normaler Geschäftsbedingungen ergeben hätte. Für die Fair-Value Ermittlung kommen drei Bewertungsverfahren in Betracht:

Marktpreisorientierter Ansatz: Berücksichtigung von Preisen und anderen relevanten Daten, die durch Markttransaktionen mit identischen oder vergleichbaren Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten entstanden sind.
Kapitalwertorientierter Ansatz: Ableitung eines aktuellen diskontierten Betrags aus künftigen Beträgen unter Anwendung von Barwertverfahren (z.B. Discounted Cash Flow-Modelle) und Optionspreismodellen.
Kostenorientierter Ansatz: Ermittlung von Wiederbeschaffungskosten, die gegenwärtig erforderlich wären, um die Leistungskapazität eines Vermögenswerts zu ersetzen.

Die beizulegenden Zeitwerte, die im Wesentlichen auf nicht am Markt beobachtbaren Bewertungsparametern basieren, werden in der Fair-Value-Hierarchie dem Level 3 zugeordnet.

AKTIVA

1.6. Immaterielle Vermögenswerte

1.6.1. Geschäfts- oder Firmenwert und Test über die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird definiert als der positive Unterschiedsbetrag zwischen der Summe der übertragenen Gegenleistung (Kaufpreis) und dem Zeitwert des erworbenen Netto-Vermögens am Erwerbsstichtag (Anschaffungskosten des Geschäfts- oder Firmenwertes).

Falls der Kaufpreis geringer ist als die zum Zeitpunkt des Erwerbes identifizierten Vermögenswerte abzgl. übernommenen Verbindlichkeiten, ist die Differenz erfolgswirksam zu vereinnahmen.

Anpassungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert können innerhalb von zwölf Monaten nach dem Erwerbsstichtag vorgenommen werden, falls neue Informationen verfügbar wurden, die dabei helfen, die Anfangsbilanzierung zu vervollständigen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird mit unbestimmter Nutzungsdauer angesetzt und deshalb nicht planmäßig abgeschrieben. Der Ausweis erfolgt zum Bruttobuchwert vermindert um den kumulierten Wertminderungsaufwand. Ein Test über die Werthaltigkeit des bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerts (Impairment-Test) wird jährlich durchgeführt. Er wird für jede einzelne zahlungsmittelgenerierende Einheiten durchgeführt. Dabei entsprechen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten den Segmenten, da diese jeweils weitgehend unabhängig voneinander Zahlungsmittel erwirtschaften. Ein Wertminderungs- bzw. Impairmentbedarf ergibt sich, wenn der Nutzungswert unter dem Wert des bilanzierten Eigenkapitals des Segments liegt. Der Nutzungswert beruht auf dem Netto-Vermögen sowie auf den erwarteten zukünftigen Gewinnen aus dem laufenden Geschäft, die durch die zahlungsmittelgenerierende Einheit erwirtschaftet werden. Der Nutzungswert wird auf Basis des für Lebens- und Krankenversicherungsverträge relevanten Embedded Value-Modells bzw. durch ähnliche Berechnungen für das Segment Schaden- und Unfall ermittelt.

Nähere Erläuterungen zum bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwert und des durchgeführten Werthaltigkeitstests sind im Anhang 5 dargelegt.

1.6.2. Erworbene Versicherungsbestände (VBI) in den Segmenten Leben und Kranken

Der Wert der erworbenen Versicherungsbestände werden über die gesamte Vertragslaufzeit entsprechend der erwarteten Bruttogewinne amortisiert. Die Werthaltigkeit wird jährlich auf Basis aktueller Entwicklungen und Aktualisierung der Annahmen überprüft. Darüber hinaus fließt der Wert des erworbenen Versicherungsbestandes in den Angemessenheitstest der bilanzierten versicherungstechnischen Verpflichtung gegenüber dem Versicherungsnehmer ein (Liability Adaquacy Test).

1.6.3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Bei den sonstigen immateriellen Vermögenswerten handelt es sich um selbst erstellte und erworbene Software, erworbene Versicherungsbestände im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung sowie übrige sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte. Die selbst erstellte Software wird zu fortgeführten Herstellungskosten bilanziert. Die erworbene Software bzw. die nachträglich aktivierten Anschaffungskosten auf die Software sowie die erworbenen übrigen sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Die Abschreibungen der Software erfolgen entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer über maximal 10 Jahre linear. Das aktivierte Recht aus der Ausschließlichkeitskooperation mit einem Vertriebspartner wird planmäßig entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear über 6 Jahre abgeschrieben. Der erworbene Versicherungsbestand des Segments Schaden- und Unfallversicherung wird aufgrund seines deutlich kurzfristigeren Charakters im Vergleich zu dem erworbenen Versicherungsbestand der Segmente Leben und Kranken unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Abschreibung des erworbenen Versicherungsbestands erfolgt planmäßig entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear über 17 Jahre.

1.7. Aktivierte Abschlusskosten

Abschlusskosten, die in direktem Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss von Versicherungsverträgen und Investmentverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung stehen und variabel zu dem akquirierten Neugeschäft sind, werden als Vermögenswert abgegrenzt. Hierzu zählen insbesondere gezahlte Abschlussprovisionen an den Vermittler sowie Kosten der Antragsprüfung und Policierung.

Im Bereich Schaden- und Unfallversicherung werden die aktivierten Abschlusskosten proportional zu den Beitragseinnahmen amortisiert. Im Bereich Lebens- und Krankenversicherung hingegen erfolgt die Amortisation über die gesamte Vertragslaufzeit des Versicherungsbestandes entsprechend der erwarteten Bruttogewinne.

Die Werthaltigkeit des Vermögenswertes "aktivierte Abschlusskosten" wird jährlich überprüft. Sofern die aktivierten Abschlusskosten den Barwert zukünftigen erwarteten Gewinne übersteigen, wird der nicht gedeckte Betrag sofort erfolgswirksam abgeschrieben. Darüber hinaus fließt der Vermögenswert in den Angemessenheitstest der bilanzierten versicherungstechnischen Verpflichtungen gegenüber dem Versicherungsnehmer ein.

Der Ausweis erfolgt brutto, das heißt vor Abzug der Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile. Die Amortisation der Rückstellung erfolgt analog der aktivierten Abschlusskosten über die Vertragslaufzeit anhand der erwarteten Bruttogewinne.

1.8. Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude

Fremdgenutzte Grundstücke, die als langfristige Kapitalanlagen zu Investitionszwecken gehalten werden, sind zu fortgeführten Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über die erwartete Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine Wertminderung vorliegt. Zur Bestimmung der Wertminderung werden externe Gutachten auf Basis von Ertragswertverfahren herangezogen, die anhand von nachhaltig erwarteten Miet- und Pachterträgen den Zeitwert der Grundstücke und Gebäude ermitteln, der dem erzielbaren Betrag entspricht. Kurzfristige Verkaufsabsichten werden bei der Wertermittlung berücksichtigt. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts werden die externen Gutachten in regelmäßigen Abständen sowie bei besonderem Bedarf angefordert. Eine Zuordnung zum fremdgenutzten bzw. eigengenutzten Grundbesitz erfolgt gemäß dem überwiegenden Grad der Nutzung. Erbbaurechte werden unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen und über die Laufzeit des Rechts amortisiert.

1.9. Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente umfassen Darlehen und Ausleihungen, zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere sowie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente sind nicht im Bestand. Die Klassifizierung erfolgt gem. IAS 39 bei Zugang in Abhängigkeit von Art und Verwendungszweck der Finanzinstrumente. Die Einteilung der Finanzinstrumente gemäß IFRS 7 entspricht der Kategorisierung nach IAS 39 wie unten dargestellt. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Im Falle eines finanziellen Vermögenswertes, der nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, erfolgt dies unter Einschluss von Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb oder der Emission zuzurechnen sind. Finanzinstrumente werden grundsätzlich am Handelstag angesetzt und ausgebucht mit Ausnahme einiger personenbezogener Darlehen. Die Ausbuchung erfolgt, wenn vertragliche Rechte auf die Vereinnahmung der Zahlungsströme auslaufen, wenn wesentliche Risiken oder Chancen in Bezug auf das Eigentum auf Dritte übertragen werden oder wenn bei Vorliegen einer finanziellen Verbindlichkeit diese getilgt wird.

• Kredite und Forderungen

Die Kategorie Kredite und Forderungen beinhaltet einige festverzinsliche Wertpapiere, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt werden. Die unter diese Kategorie fallenden Darlehen und Ausleihungen werden überwiegend zum Handelstag erfasst und mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Agien und Disagien werden laufzeitanteilig nach der Effektivzinsmethode amortisiert.

• Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere

Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere (Eigenkapitalinstrumente wie Aktien und sonstige nicht festverzinsliche Wertpapiere, nicht konsolidierte Investmentfonds und festverzinsliche Wertpapiere) werden grundsätzlich zum Handelstag erfasst. Die Folgebewertung der Wertpapiere erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste, die sich aus dem Vergleich zwischen Zeitwert und Anschaffungskosten bzw. fortgeführten Anschaffungskosten ergeben, werden nach Abzug von latenten Steuern und ggf. latenter Beitragsrückerstattung erfolgsneutral mit dem Eigenkapital in der Neubewertungsrücklage für Finanzinstrumente verrechnet. Agien und Disagien werden bei festverzinslichen Wertpapieren laufzeitanteilig nach der Effektivzinsmethode amortisiert.

• Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente umfassen Kapitalanlagen, die durch Ausübung der Fair Value Option gemäß IAS 39 in diese Kategorie eingestuft wurden oder zum Zwecke des Handels und der kurzfristigen Gewinnerzielung erworben wurden, sowie derivative Finanzinstrumente, die nicht die Kriterien der Bilanzierung als anerkannte Sicherungsinstrumente (Hedge Accounting) erfüllen. Die Wertpapiere werden grundsätzlich zum Handelstag bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aufgrund von Marktwertschwankungen werden erfolgswirksam erfasst.

Beim erstmaligen Ansatz kann eine Designation als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente von Vermögenswerten durch die Fair Value Option gemäß IAS 39 erfolgen. Die Fair Value Option wird im AXA Konzern insbesondere bei den folgenden Sachverhalten in Anspruch genommen:

Nutzung der Fair Value Option zur Reduktion von Bewertungsinkongruenzen:

Finanzinstrumente, die Teil der Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen sind
Finanzinstrumente, die aus ökonomischen Gründen Gegenstand einer Sicherungsbeziehung sind, sich jedoch nicht gemäß den Anforderungen von IAS 39 als Grundgeschäft im Rahmen des Hedge Accounting qualifizieren

Durch die Ausübung der Fair Value Option bei strukturierten Finanzinstrumenten erfolgt keine Trennung der eingebetteten Derivate vom Grundgeschäft

Nutzung der Fair Value Option bei Portfolien, die sich aus aktiv gemanagten Finanzinstrumenten zusammensetzen und deren Rentabilität im Rahmen der Investmentstrategie auf Total Return Basis gesteuert werden. Bei diesen Investments stehen die Marktwertveränderungen und weniger die realisierten Kapitalanlageerträge im Vordergrund. Dies betrifft insbesondere Wertpapiere, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden und die im Einklang mit den Risikomanagement Richtlinien verwaltet werden ("Satellite Investment Portfolio")

In der Praxis werden die Vermögenswerte, die durch konsolidierte Investmentfonds gehalten werden, unterschieden nach:

Vermögenswerte des "Core Investment Portfolios" (inkl. Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherung) und Investmentkontrakte, die im Einklang mit der Asset- und Liability Management Strategie des AXA Konzerns gemanagt werden
Vermögenswerte des "Satellite Investment Portfolios", die die strategische Asset Allocation mittels eines dynamischen Asset Managements und unter der Maßgabe einer Renditemaximierung wiederspiegeln

Die Vermögenswerte des "Core Investment Portfolios", die durch konsolidierte Investmentfonds gehalten werden, sind grundsätzlich als "Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere" einkategorisiert. Ausnahmen bestehen nur, wenn die Wertpapiere Bestandteil einer designierten Sicherungsbeziehung nach IAS 39 (Hedge Accounting) sind oder wenn aufgrund von Bewertungsinkongruenzen bei diesen Wertpapieren die Fair Value Option ausgeübt wird. Die Vermögenswerte innerhalb des "Satellite Investment Portfolios" werden ausschließlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Finanzinstrumente aus den Kategorien "Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere", "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" sowie jegliche Derivate werden im Rahmen der Folgebewertung mit ihren beizulegenden Zeitwerten erfasst. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt gemäß den Vorschriften des IFRS 13 (siehe Anhang 9). Dabei werden öffentlich gehandelte Wertpapiere soweit möglich mit an aktiven Märkten notierten Preisen bewertet. Für Wertpapiere besteht ein aktiver Markt, falls der zum Beispiel von einer Börse oder einem Broker zur Verfügung gestellte Preis repräsentativ für regelmäßig stattfindende Transaktionen unter fremden Dritten ist. Bei Wertpapieren, für die kein aktiver Markt existiert, werden die Zeitwerte grundsätzlich unter Zuhilfenahme von anerkannten Bewertungsverfahren mit aktuellen Marktparametern ermittelt. Der Zeitwert von Derivaten ergibt sich aus dem Wert der zugrunde liegenden Vermögenswerte und aus anderen Marktparametern. Öffentlich gehandelte Derivate werden auf der Grundlage öffentlich festgestellter Marktpreise bewertet. Außerbörslich gehandelte Derivate werden mit anerkannten Bewertungsmodellen (z.B. Optionspreismodell) auf Grundlage von aktuellen Marktparametern (z.B. Zinstrukturkurve, Volatilitäten, etc.) bewertet. Der Zeitwert entspricht den finanziellen Mitteln, die zur vollen Abdeckung zukünftiger Rechte und Verpflichtungen aus den betreffenden Finanzverträgen notwendig sind. Die Bewertung eines Kreditderivats, das zur Abbildung einer synthetischen Collateralized-Debt-Obligation abgeschlossen wurde, erfolgt auf Grundlage von Modellberechnungen der emittierenden Bank.

Wertpapiere und Darlehen der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt für Finanzinstrumente in dieser Bewertungskategorie grundsätzlich unter Anwendung von anerkannten Bewertungsverfahren mit aktuellen Marktparametern (z.B. Zinsstrukturkurven).

Wertminderung von Finanzinstrumenten

An jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Prüfung, ob bei einem finanziellen Vermögenswert oder einer Gruppe von Finanzanlagen, der / die entweder als zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bilanziert wird oder der / die als "Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere" eingestuft wird, eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Eine dauerhafte Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes oder einer Gruppe von Finanzanlagen wird grundsätzlich angenommen, wenn objektive Hinweise auf eine Wertminderung infolge eines oder mehrerer Ereignisse vorliegen und dieses Ereignis einen Einfluss auf die geschätzten zukünftigen Cashflows des Vermögenswertes bzw. der Vermögenswerte hat.

Bei Wertpapieren, die in die Kategorie "Jederzeit veräußerbare Wertpapiere" eingestuft werden, erfolgt bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung grundsätzlich eine erfolgswirksame Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert.

Festverzinsliche Wertpapiere der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Wertpapiere" werden als nicht vorübergehend wertgemindert betrachtet, wenn der Gesamtbetrag der aus den Vertragsbedingungen des Wertpapiers hervorgehenden Ansprüche - gewöhnlich aufgrund einer wesentlichen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit des Emittenten - als ganz oder teilweise uneinbringlich betrachtet werden muss. Bei Genussrechten und stillen Einlagen wird von einer dauerhaften Wertminderung ausgegangen, soweit die Herabsetzung des Nominalbetrages erfolgt ist bzw. auf Grundlage unserer Erwartung wahrscheinlich ist und unserer Einschätzung nach der Kapitalnehmer den Nominalbetrag nicht bis zur Endfälligkeit wieder auffüllen wird oder wenn sich Auswirkungen auf die erwarteten geschätzten Cash Flows des Schuldtitels ergeben, die dazu führen, dass der Net Present Value geringer ist als die fortgeführten Anschaffungskosten. Nach bereits erfolgten Abschreibungen werden weitere Wertminderungen, die in nachfolgenden Berichtsperioden auf eine Verschlechterung der Kreditwürdigkeit des Emittenten zurückzuführen sind, zudem erfolgswirksam als zusätzliche Abschreibungen erfasst. Entfallen die Gründe für die dauerhafte Wertminderung, wird der Betrag der Wertaufholung erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Aktien und andere Eigenkapitalinstrumente werden als nicht vorübergehend wertgemindert betrachtet, wenn ihr Zeitwert am Bilanzstichtag signifikant (i.d.R. 20 %) oder länger (i.d.R. sechs Monate) anhaltend unter den durchschnittlichen Anschaffungskosten liegt. Reduziert sich der Betrag der Wertminderung in künftigen Berichtsperioden, wird die Wertaufholung erfolgsneutral im Eigenkapital (Neubewertungsrücklage Finanzinstrumente) erfasst. Erhöht sich der Betrag der Wertminderung in künftigen Berichtsperioden, wird die Wertminderung erfolgswirksam als zusätzliche Abschreibung erfasst.

Die Prüfung einer dauerhaften Wertminderung von Vermögenswerten, die zu historischen Anschaffungskosten bilanziert werden, erfolgt grundsätzlich bezogen auf das einzelne Investment. Bei einem dauerhaften Absinken des Marktwertes unter die fortgeführten Anschaffungskosten (z.B. bei einer wesentlichen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit des Emittenten) wird außerplanmäßig erfolgswirksam abgeschrieben. Entfallen die Gründe für die dauerhafte Wertminderung, wird die Wertaufholung ebenfalls erfolgswirksam erfasst, allerdings höchstens bis zu dem Wert der fortgeführten Anschaffungskosten.

Währungsumrechnung von Finanzinstrumente in fremder Währung

Die Währungsumrechnung bei den in Fremdwährung gehaltenen Finanzinstrumenten erfolgt in Abhängigkeit von der Zuordnung der Kapitalanlagen zu monetären oder nicht monetären Positionen.

Monetäre Positionen sind Geldmittel, Vermögenswerte und Schulden, für die das Unternehmen einen festen oder bestimmbaren Betrag erhält oder Geld bezahlen muss. Hierzu zählen die Darlehen und Ausleihungen sowie die festverzinslichen Wertpapiere. Bei nicht monetären Positionen handelt es sich um Realwerte wie Aktien und Beteiligungen.

Bei den monetären Positionen werden die aus dem Stichtagskurs ermittelten Währungskursschwankungen erfolgswirksam verbucht soweit sie auf die Anschaffungskosten entfallen. Bei den nicht monetären Positionen, die zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet werden, wird nach der Klassifizierung der Wertpapiere unterschieden. Die gemäß Stichtagskurs ermittelten Währungsunterschiede werden bei einer Klassifizierung als Handelsbestand bzw. als Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designierte Finanzinstrumente erfolgswirksam verbucht und bei einer Klassifizierung als jederzeit veräußerbare Wertpapiere erfolgsneutral in die Neubewertungsrücklage im Eigenkapital eingestellt.

1.10. Pensions- und Wertpapierleihgeschäfte

Wertpapierleihgeschäfte werden ausschließlich zur Ertragsmehrung abgeschlossen. Bei Wertpapierleihgeschäften werden Wertpapiere an einen Dritten auf bestimmte oder unbestimmte Zeit gegen Zahlung einer Gebühr übertragen. Nach Ablauf der vereinbarten Frist ist der Leihnehmer zur Rückgabe von Wertpapieren gleicher Art, Güte und Menge verpflichtet. Das Marktpreisrisiko verbleibt beim AXA Konzern als Leihgeber. Da kein Übergang von Chancen und Risiken erfolgt, werden die verliehenen Wertpapiere unverändert in der Bilanz des AXA Konzerns erfasst und nach den Anforderungen von IAS 39 bewertet. Die dem AXA Konzern als Sicherheit gestellten Wertpapiere werden nicht in der Konzern-Bilanz erfasst.

Die oben beschriebenen Darlehen und Ausleihungen beinhalten zudem ein umgekehrtes Wertpapierpensionsgeschäft. Hierbei werden Wertpapiere erworben und gleichzeitig vereinbart, die Wertpapiere zu einem bestimmten Termin und Kurs an den ursprünglichen Veräußerer zurückzuveräußern. Da die Chancen und Risiken aus einer Marktpreisänderung der Wertpapiere beim ursprünglichen Veräußerer verbleiben, weist der AXA Konzern die erworbenen Wertpapiere nicht in der Bilanz aus. Der gezahlte Kaufpreis wird unter Darlehen und Ausleihungen ausgewiesen. Zinsen aus dem umgekehrten Wertpapierpensionsgeschäft werden ertragswirksam abgegrenzt.

1.11. Derivative Finanzinstrumente

Derivate werden bei ihrer erstmaligen Erfassung sowie in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Änderungen der beizulegenden Zeitwerte werden erfolgswirksam als unrealisierte Gewinne und Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ausnahmen betreffen lediglich Derivate, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accounting designiert werden.

Grundsätzlich ist eine Designation von Sicherungsinstrumenten bzw. von Sicherungsgeschäften im Rahmen des Hedge Accounting gemäß den Anforderungen von IAS 39 bei drei unterschiedlichen Arten zulässig. Der AXA Konzern nutzt bzw. nutzte die Designation von Sicherungsinstrumenten im Rahmen des Hedge Accounting lediglich bei der folgenden Art:

Absicherung von Zahlungsströmen eines bereits bilanzierten Vermögenswertes in Fremdwährung (Cash Flow Hedge)
Absicherung einer erwarteten und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion (Cash Flow Hedge)

Zu Beginn der Absicherung werden vom AXA Konzern sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien formal designiert und dokumentiert. Diese Dokumentation beinhaltet neben der Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts bzw. der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos eine Beschreibung der zu Beginn auftretenden und zudem der fortlaufenden Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation des abzusichernden Risikos.

Cash-Flow Hedges beseitigen das Risiko von Schwankungen in erwarteten zukünftigen Zahlungsströmen, das einem bestimmten Risiko in Zusammenhang mit einem bereits bilanzierten Vermögenswert, einer Verbindlichkeit oder einer geplanten Transaktion zugeordnet werden kann. Der Teil der Wertänderung der Derivate, der als wirksame Absicherung ermittelt wird und somit als effektiv gilt, wird im Rahmen des Cash Flow Hedging erfolgsneutral in einer separaten Position im Eigenkapital erfasst. Der unwirksame bzw. ineffektive Teil der Wertänderung der Sicherungsinstrumente wird aufwands- bzw. ertragswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste werden in den Perioden aus dem sonstigen Ergebnis aufwands- oder ertragswirksam in den Gewinn oder Verlust umgegliedert, in denen die abgesicherten erwarteten Zahlungsströme aufwands- oder ertragswirksam werden. Bei Fälligkeit oder Veräußerung des Sicherungsinstrumentes sowie wenn das Sicherungsinstrument nicht mehr die Voraussetzungen zur Designation erfüllt, verbleibt der kumulierte Gewinn und Verlust aus dem Sicherungsinstrument im sonstigen Ergebnis, bis die erwartete Transaktion in den zukünftigen Perioden eintritt.

Derivative Finanzinstrumente schließen eingebettete Derivate ein, die als Bestandteil von strukturierten Finanzinstrumenten getrennt vom Basisvertrag bilanziert und zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Unabhängig davon, ob Derivate als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accounting eingesetzt werden oder Bestandteil einer ökonomischen Sicherungsbeziehung sind, zeigt der AXA Konzern Derivate in der entsprechenden Bilanz-Position, in der die zugrundeliegenden Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten dargestellt werden.

Eine detaillierte Beschreibung zur Bestimmung und den Voraussetzungen im Rahmen des konzernweiten Einsatzes von Derivaten wird in Anhang 19 gegeben.

1.12. Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen

Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen (fondsgebundene Lebensversicherung) werden mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert. Die nicht realisierten Gewinne und Verluste aus der Zeitwertermittlung werden erfolgswirksam vereinnahmt und über die Veränderung der entsprechenden Deckungsrückstellung ausgeglichen.

1.13. Finanzanlagen aus dem Bankgeschäft

Die Finanzanlagen aus dem Bankgeschäft setzen sich im Wesentlichen aus dem eigenen Wertpapierbestand sowie den Forderungen an Kunden zusammen. Die Forderungen an Kunden bestehen überwiegend aus der Vergabe von Hypothekendarlehen, Policendarlehen sowie Konsumentenkrediten.

1.14. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert.

1.15. Anteile der Rückversicherer an versicherungstechnischen Rückstellungen

Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen wurden den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend ermittelt.

1.16. Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen umfasst technische Anlagen und Maschinen (EDV), Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie eigengenutzter Grundbesitz. Die Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer, bewertet. Finanzleasinggeschäfte existieren nicht. Eigengenutzter Grundbesitz wird wie fremdgenutzter Grundbesitz bewertet. Eine Zuordnung zum eigengenutzten bzw. fremdgenutzten Grundbesitz erfolgt gemäß dem überwiegenden Grad der Nutzung.

1.17. Latente Steueransprüche

Die aktive Steuerabgrenzung beinhaltet latente Steuern aus temporären unterschiedlichen Wertansätzen eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer Verpflichtung und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz. Die Berechnung der Steuerabgrenzung erfolgt mit dem zum Zeitpunkt der Auflösung wahrscheinlich gültigen Steuersatz. Die Werthaltigkeit wird jährlich anhand eines Werthaltigkeitstests nachgewiesen.

1.18. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft, Steuerforderungen, Sonstige Forderungen

Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft, Steuerforderungen sowie sonstige Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Tilgungen und notwendigen Wertberichtigungen sowie Abschreibungen angesetzt. Der Wertminderungs- bzw. Abschreibungsaufwand wird erfolgswirksam erfasst. Unter den Sonstigen Forderungen werden unter anderem Vorräte und aggregierte Zins- und Mietforderungen ausgewiesen.

1.19. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel umfassen Barmittel und täglich fällige Guthaben bei Banken. Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige hochliquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in festgelegte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.

PASSIVA

1.20. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage beinhalten die von den Aktionären der AXA Konzern AG eingezahlten Beträge für die ausgegebenen Stamm- und Vorzugsaktien. Das gezeichnete Kapital entspricht dem rechnerischen Nennwert pro Aktie; die Kapitalrücklage enthält die darüber hinaus erhaltenen Beträge (Agien), insbesondere den Gegenwert der zum 1. Januar 2007 in die AXA Konzern AG eingelegten Anteile des Konzerns DBV-Winterthur.

Seit dem Geschäftsjahr 2008 werden in der Kapitalrücklage auch die Aufwendungen aus anteilsbasierten Vergütungen erfasst.

1.21. Sonstige Rücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten die bisher nicht ausgeschütteten Gewinne des Konzerns. Darüber hinaus wurden bis auf die Neubewertungsrücklage von Finanzinstrumenten, die im Rahmen der Umstellung von HGB auf IFRS zum 1. Januar 2004 entstandenen Unterschiedsbeträge sowie die im Rahmen der Einbringung der WMBH entstandenen Unterschiedsbeträge auf die Anpassung der versicherungstechnischen Position der DBV-Winterthur in dieser Position ausgewiesen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus der jährlichen Überprüfung der aktuariellen Annahmen der Pensionsverpflichtungen resultieren (Sterblichkeit, Zins), werden ebenfalls direkt in den Gewinnrücklagen verbucht. Der Ausweis erfolgt nach Berücksichtigung von latenter Steuer und ggf. latenter Beitragsrückerstattung.

In der (fortgeführten) Rücklage aus der Änderung des Marktwertes von zur Veräußerung gehaltenen Finanzinstrumenten bzw. Hedge Accounting Derivaten (Cash Flow Hedge) werden die Unterschiedsbeträge ausgewiesen, die sich aus dem Vergleich zwischen beizulegendem Zeitwert und Anschaffungskosten der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere ergeben. Darüber hinaus werden Wertveränderungen aus Cash Flow Hedges in dieser Position erfasst. Der Ausweis erfolgt nach Berücksichtigung von latenter Steuer und ggf. latenter Beitragsrückerstattung.

Die Rücklage aus der Währungsumrechnung beinhaltet die im Rahmen der Umrechnung von ausländischen Tochtergesellschaften seit dem 1. Januar 2004 angefallenen Währungskursdifferenzen. Die zum Zeitpunkt der Erstanwendung von IFRS vorhandene Rücklage aus der Währungsumrechnung wurde erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

1.22. Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen und Investmentverträgen

1.22.1. Klassifizierung von Versicherungsverträgen

Alle abgeschlossenen Verträge von Versicherungsgesellschaften des AXA Konzerns erfüllen die Definition von Versicherungsverträgen oder Investmentverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung nach IFRS 4.

Bei Versicherungsverträgen übernimmt der AXA Konzern ein signifikantes Versicherungsrisiko vom Versicherungsnehmer. Sofern kein signifikantes Versicherungsrisiko übertragen wird, wird der Vertrag als Investmentvertrag klassifiziert. Die vorhandenen Investmentverträge wiederum enthalten alle eine ermessensabhängige Überschussbeteiligung. Im Rahmen der abgeschlossenen Rückversicherungsverträge wird ebenfalls signifikantes Versicherungsrisiko vom Zedenten übernommen bzw. an einen Rückversicherer übertragen.

1.22.2. Versicherungsverträge und Investementverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung

Die Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen werden beginnend mit dem Geschäftsjahr 2013 gemäß IFRS 4.22 i.V.m. IAS 8 nach französischen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften (French GAAP) bewertet, um damit eine größtmögliche Konsistenz zu den Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden im IFRS-Konzernabschluss der Muttergesellschaft, AXA S.A., herzustellen. Bezogen auf Versicherungsverträge entspricht French GAAP im Wesentlichen den Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden nach US-amerikanischen Grundsätzen (US-GAAP).

Die Grundsätze für die Bewertung der Versicherungstechnik sind dabei:

Die versicherungstechnische Rückstellung muss ausreichend sein, um die zukünftigen Verpflichtungen gegenüber dem Versicherungsnehmer zu begleichen.
Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich Lebensversicherung dürfen nicht mit einem Rechnungszins diskontiert werden, der höher ist als der zukünftige erwartete Zinsertrag zu Vertragsbeginn.
Aktivierte Abschlusskosten werden aktiviert und über die Vertragslaufzeit anhand der zukünftigen erwarteten Gewinne abgeschrieben, solang Werthaltigkeit gegeben ist.
Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Bereich Schaden- und Unfallversicherung werden grundsätzlich nicht diskontiert.

Darüber hinaus gelten gemäß IFRS 4.14 Sondervorschriften für nicht unter IFRS ansatzfähige Schwankungs- und Großrisikorückstellungen sowie für Rückversicherungsbeziehungen, die im Abschluss brutto dazustellen sind (separater Ausweis von Anteilen der Rückversicherer an versicherungstechnischen Rückstellungen).

Die Beitragsüberträge für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft wurden periodengerecht ermittelt. Ein Abzug für nicht übertragsfähige Teile wird nicht vorgenommen. Bei dem in Rückdeckung übernommenen Geschäft wurden die Brutto-Beitragsüberträge anhand der Aufgaben der Vorversicherer gestellt. Die Anteile der Rückversicherer an den Beitragsüberträgen wurden aus den Bruttowerten ermittelt.

Die Deckungsrückstellungen für die Lebens-, Kranken- und Unfallversicherungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften einzelvertraglich, mit Ausnahme der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung und der Kapitalisierungsprodukte, nach der prospektiven Methode und für beitragspflichtige Lebensversicherungen und Unfallversicherungen mit implizierter Berücksichtigung der künftigen Kosten ermittelt. Für die fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherung und die Kapitalisierungsprodukte erfolgte die Berechnung nach der retrospektiven Methode. In der Lebensversicherung wurden bei Einmalbeitragsversicherungen, tariflich beitragsfreien und beitragsfreigestellten Versicherungen die künftigen Kosten explizit berücksichtigt. Die sich daraus ergebende Verwaltungskostenrückstellung für beitragsfreie Versicherungsjahre wurde ebenfalls in die Deckungsrückstellung eingestellt. Bei allen Berechnungen handelt es sich dabei grundsätzlich um ungezillmerte Deckungsrückstellungen. Die Deckungsrückstellungen für Renten und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr werden jedoch unter sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen in der Bilanz ausgewiesen.

Im Einzelnen wurde für den Altbestand die Deckungsrückstellung nach dem von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht genehmigten Geschäftsplan in der geltenden Fassung bestimmt. Für den Neubestand wurde die Deckungsrückstellung nach den Grundsätzen bestimmt, die der Bundesanstalt mitgeteilt worden sind, soweit diese unter IFRS anwendbar sind. Dabei wurden die seit 2005 ergangenen BGH-Urteile zu Mindestrückkaufswerten und Stornoabzügen in der Lebensversicherung berücksichtigt, soweit diese nicht bereits durch Auszahlung oder durch Umwandlung in Überschussguthaben erfüllt wurden. Zur Berücksichtigung der gestiegenen Lebenserwartung wird für den Bestand an Rentenversicherungen, die nicht nach der aktuellen Sterbetafel DAV 2004 R kalkuliert wurden, die Deckungsrückstellung jährlich überprüft und soweit notwendig verstärkt, um der veränderten Lebenserwartung Rechnung zu tragen. Zur Ermittlung dieser zusätzlichen Deckungsrückstellung erfolgt für die betroffenen Unternehmen einzelvertraglich eine Vergleichsrechnung mit dem Wert, der sich aus einer aktuariell angemessenen Interpolation der Deckungsrückstellungen entsprechend der Sterbetafel für Rentenversicherungen "DAV 2004 R - Bestand","DAV 2004 R - B20" bzw. angepasstem Sterblichkeitstrend. Positive Differenzen zwischen Vergleichsreserve und ursprünglicher Reserve wurden unter Verwendung von Storno- und Kapitalwahlrechtsquoten aufgefüllt. Für den Bestand an Berufsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen der deutschen Lebensversicherungsgesellschaften, die nicht nach den aktuellen Tafeln DAV 1997 I, TI und RI kalkuliert werden, erfolgte seit dem Jahr 1997 für die Deckungsrückstellung ebenfalls eine Vergleichsrechnung. Der sich ergebende Anpassungsbedarf wurde in voller Höhe in der Deckungsrückstellung berücksichtigt. Für die Pflegerenten-(zusatz-)versicherungen wurde gemäß den Empfehlungen der DAV (Tafel DAV 2008 P) die Deckungsrückstellung durch eine einzelvertragliche Vergleichsrechnung erhöht und so an die gestiegenen Pflegewahrscheinlichkeiten angepasst. Bei fremdgeführten Konsortialverträgen sind die anteiligen Deckungsrückstellungen von den Konsortialführern nach deren Geschäftsplänen bzw. deren Grundsätzen berechnet worden. Eine Zinszusatzreserve wird nicht gebildet.

In der Krankenversicherung wurde für die vor 1997 abgeschlossenen Tarife die Alterungsrückstellung aus dem Einzelabschluss nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) übernommen, welche unter Beachtung von § 341f HGB und der von einem unabhängigen Treuhänder geprüften und der Aufsichtsbehörde vorgelegten technischen Berechnungsgrundlagen errechnet wurde. Als Berechnungsgrundlagen dienten die Sterbetafeln PKV 2001, PKV 2004, PKV 2007, PKV 2008, PKV 2009, PKV 2010, PKV 2011, PKV 2012 und PKV 2013 jeweils mit einem Rechnungszins von 2,75% bis 3,5%, und die dem einzelnen Risiko entsprechenden Schadentafeln, Schadenparameter und Grundkopfschäden. Für die übrigen Tarife wurde bei ansonsten ebenfalls gegenüber dem HGB-Einzelabschluss unveränderten Rechnungsgrundlagen eine ungezillmerte Reserve berechnet (d.h. ohne Einrechnung von Abschlusskosten) und als Alterungsrückstellung bilanziert. Die Errechnung der Reserve erfolgte jeweils nach der prospektiven Methode.

Bestandteil der Deckungsrückstellung ist auch die Alterungsrückstellung, die bei Kündigung eines Vertrages für die Krankheitskostenversicherung sowie die Pflegepflichtversicherung zum 31.12. des Geschäftsjahres und dem gleichzeitigen Abschluss eines entsprechenden neuen Vertrages bei einem anderen privaten Krankenversicherer an den neuen Versicherer übertragen wird (Übertragungswert).

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthält die Rückstellung für bekannte Versicherungsfälle, die Spätschadenrückstellung und die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen. Diese Rückstellungen werden möglichst realitätsnah bewertet. Dazu werden Schätzungen, aktuelle Trends sowie Erfahrungswerte herangezogen. Die Auskömmlichkeit wird durch regelmäßige aktuarielle Untersuchungen überprüft. Bei der Ermittlung wurden Ansprüche aus Regressen und Provenues abgesetzt, soweit ihre Realisierbarkeit feststand oder zweifelsfrei bestimmbar war. Die Spätschadenrückstellung für eingetretene, bis zur Schließung des Schadenregisters nicht gemeldete Versicherungsfälle wurde nach den Erfahrungswerten der Vorjahre ermittelt. Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle werden grundsätzlich nicht diskontiert.

In der Lebensversicherung enthält die in Einzelreservierung gebildete Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle die voraussichtlichen Leistungen für die zum Zeitpunkt der Bestandsfeststellung gemeldeten, aber noch nicht ausgezahlten Versicherungsfälle. Für die von den BGH-Urteilen seit 2012 betroffenen und inzwischen aus dem Bestand ausgeschiedenen Versicherungen wurde, sofern die Ansprüche nicht bereits reguliert wurden, unter Berücksichtigung einer voraussichtlichen Quote der Inanspruchnahme ein pauschaler Betrag zurückgestellt.

Die Ermittlung der Rentendeckungsrückstellung erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen.

Bei der Rückstellung für Beitragsrückerstattung handelt es sich um erzielte Überschüsse, die vertraglich für die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer bestimmt, aber den einzelnen Versicherungsverträgen noch nicht zugeteilt worden sind. In der Lebensversicherung wurden die innerhalb dieser Rückstellung gebundenen Mittel für Schlussüberschussbeteiligungen (Schlussüberschüsse, Schlusszahlungen sowie Nachdividenden) entsprechend den Bestimmungen des § 28 Absatz 7 RechVersV und den für den Altbestand genehmigten Geschäftsplänen. Die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung in der Krankenversicherung richtet sich nach der auf Basis des § 12 c Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung (Überschussverordnung). Der Verwendung dieser Mittel hat der unabhängige Treuhänder zugestimmt und sie erfolgte nach den vertraglichen Vereinbarungen. In der Unfallversicherung wurde die Rückstellung für Beitragsrückerstattung entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen gebildet. Resultierend aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen HGB und IFRS wird darüber hinaus im Bereich der Lebens- und Krankenversicherung eine Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung in Höhe der zukünftig erwarteten Überschussbeteiligung gebildet.

Zusätzlich werden in der Rückstellung für Beitragsrückerstattung in der Lebensversicherung die aus der Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer entstehenden Ansammlungsguthaben ausgewiesen.

Die Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile umfasst Beitragsbestandteile, die nicht für Dienstleistungen der laufenden Periode erhoben werden. Die Beitragsbestandteile werden wie aktivierte Abschlusskosten abgegrenzt und abgeschrieben.

Angemessenheitstest der bilanzierten versicherungstechnischen Verpflichtungen

Zu jedem Bilanzstichtag wird die Angemessenheit der bilanzierten versicherungstechnischen Verpflichtungen unter Verwendung aktueller Schätzungen der künftigen Cash Flows überprüft (Liability Adequacy Test).

Im Rahmen des Liability Adequacy Tests wird die latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung einbezogen. Sofern ein aktivischer Überhang in Bezug auf die latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung vorliegt, ist zusätzlich ein Test erforderlich, um die Werthaltigkeit des aktiven Überhangs zu prüfen.

Eingebettete Derivate, die die Definition eines Versicherungsvertrages erfüllen, werden nicht separat bewertet. Trennungspflichtige, nicht die Definition eines Versicherungsvertrages erfüllende, Derivate sind nicht vorhanden.

Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften, den vertraglichen Vereinbarungen und den Erfahrungswerten der Vergangenheit gebildet. Im Wesentlichen werden dort allerdings die Deckungsrückstellungen für Renten und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr aus dem Bereich Schaden- und Unfallversicherung ausgewiesen, deren Ermittlung bereits im Abschnitt Deckungsrückstellung erläutert wurde.

Bei den versicherungstechnischen Rückstellungen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen (Fondsgebundene Lebensversicherung) wird das Deckungskapital jeder einzelnen fondsgebundenen Lebensversicherung nach den Grundsätzen bestimmt, die der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitgeteilt worden sind.

Die versicherungstechnischen Rückstellungen der ausländischen Tochterunternehmen wurden, soweit diese auf lokalen versicherungsspezifischen Wertansätzen beruhen, unverändert übernommen.

1.23. Rückversicherung

Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen werden separat auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Der Bilanzausweis auf der Passivseite erfolgt somit brutto, das heißt vor Abzug der Anteile der Rückversicherer.

Im in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft folgen wir grundsätzlich den Aufgaben der Zedenten.

1.24. Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft, Steuerverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft, die Steuerverbindlichkeiten sowie die sonstigen Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

1.25. Sonstige Rückstellungen

In der Bilanzposition Sonstige Rückstellungen sind insbesondere Pensionsrückstellungen enthalten.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Fluktuationswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Inflationsraten sowie eines laufzeitkongruenten Marktzinses für Anleihen bester Bonität. Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invalidisierungsannahmen dienen die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln GmbH.

Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen werden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.

Für die ehemaligen Mitarbeiter der DBV-Winterthur-Gesellschaften bestehen Vermögenswerte in Form von konzerninternen Rückdeckungsversicherungen und liquiden Mittel gehalten durch die DBV-Winterthur Vorsorge e.V., die ausschließlich zur Bedeckung der erteilten Pensionszusagen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind (sogenanntes Planvermögen). Daher sind die Pensionsverpflichtungen unter Abzug der Vermögenswerte auszuweisen. Der Zinssatz, mit dem die Pensionsrückstellungen abgezinst werden, orientiert sich an Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden.

Die Gesamtaufwendungen für die Altersversorgung werden vermindert um die kalkulatorischen Erträge aus dem Planvermögen ausgewiesen. Die Zinserträge werden mit dem Zinssatz ermittelt, der auch zur Bewertung der Pensionsrückstellung herangezogen wird.

Für Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung wurden Rückdeckungsversicherungen bei konzerninternen Lebensversicherungsgesellschaften abgeschlossen. Da die Erstattungsansprüche gegenüber diesen Gesellschaften nicht von einer rechtlich eigenständigen Einheit gehalten werden, handelt es sich bei diesen Rückdeckungsversicherungen um nicht saldierbares Planvermögen. Daher werden sowohl eine Verpflichtung als auch ein Vermögenswert in gleicher Höhe ausgewiesen.

In der Bilanzposition sind außer Pensionsrückstellungen unter anderem noch sonstige Rückstellungen für Restrukturierung sowie für anteilsbasierte Vergütung enthalten. Die Restrukturierungsrückstellung wird für Maßnahmen des Managements gebildet, die zu erheblichen Änderungen in der strategischen Aufstellung des Unternehmens führen. Die entsprechenden Restrukturierungspläne müssen verbindlich beschlossen, umgesetzt und überwacht werden. Die Bewertung basiert auf Annahmen über den zukünftigen Personalbedarf sowie auf den mit den Arbeitnehmervertretern vereinbarten Sozialplänen. Der Wertansatz der übrigen sonstigen Rückstellungen erfolgt zur bestmöglichen Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung erforderlichen Ausgaben; bei Wesentlichkeit wird diskontiert. Bei der Ermittlung der zurückzustellenden Beträge werden, sofern erforderlich, interne und externe Rechtsgutachten berücksichtigt.

1.26. Latente Steuerschulden

Die passive Steuerabgrenzung beinhaltet latente Steuern aus temporären unterschiedlichen Wertansätzen eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer Verpflichtung und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz. Die Berechnung der Steuerabgrenzung erfolgt mit dem zum Zeitpunkt der Auflösung wahrscheinlich gültigen Steuersatz.

1.27. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sowie Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft

Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und dem übernommenen Rückversicherungsgeschäft sowie dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1.28. Gesamte Umsatzerlöse

1.28.1. Gebuchte Bruttobeiträge

Unter gebuchte Bruttobeiträge werden insbesondere die für das selbst abgeschlossene und in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft im Geschäftsjahr fällig gewordenen Beiträge und Beitragsraten (einschließlich der Ratenzuschläge) sowie die Einmalbeiträge ausgewiesen.

1.28.2. Umsatzerlöse aus dem Bankgeschäft

Die Umsatzerlöse aus dem Bankgeschäft setzen sich aus dem Zinsergebnis, dem Provisionsergebnis sowie Erlösen durch Veräußerungen vorn Wertpapieren vor Erreichen der Endfälligkeit zusammen.

1.28.3. Umsatzerlöse aus anderen Geschäftsaktivitäten

Unter diesem Posten werden Erträge aus der Abgabe der Verwaltung des Unit-Linked-Geschäfts im Segment Leben ausgewiesen.

1.28.4. Veränderung der Beitragsüberträge abzüglich nicht verdienter Beitragsbestandteile

Die Veränderung der Rückstellung für Beitragsüberträge wird unter Hinzunahme der Veränderung der Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile ausgewiesen. Bei den nicht verdienten Beitragsbestandteile handelt es sich um Beitragsbestandteile, die für Dienstleistungen zukünftiger Perioden erhoben werden.

1.29. Finanzanlageergebnis

Das Finanzanlageergebnis umfasst folgende Sachverhalte:

Laufende Erträge aus Finanzanlagen (ohne Bankgeschäfte) abzüglich planmäßiger Abschreibung auf fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude. Die laufenden Erträge beinhalten Zinserträge, die anhand der Effektivzinsmethode ermittelt werden und erhaltene Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten.
Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen.
Realisierte Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen (unter Berücksichtigung von in der Vergangenheit vorgenommenen Wertberichtigungen auf Finanzinstrumente).
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Finanzanlagen, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden
Veränderung der Wertminderungen auf Finanzanlagen.

Zinserträge und Aufwendungen aus Finanzanlagen im Bank-Segment werden in den entsprechenden Ergebnis-Positionen aus Bankgeschäften dargestellt.

Anhang 2: Konsolidierungskreis

2.1. Konsolidierte Gesellschaften

2.1.1. Vollkonsolidierte Gesellschaften

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Gesellschaften Änderung Stimmrechts-

anteil

in %
Anteil des Mutterunternehmens

in %
Stimmrechts-

anteil

in %
Anteil des Mutterunternehmens in %
--- --- --- --- --- ---
Holding
AXA Konzern AG, Köln - Mutterunternehmen Mutterunternehmen
AXA Beteiligungs-Gesellschaft mbH & Co.Beteiligungs-Gesellschaft KG, Köln a) 94,90 94,90 94,90 94,90
VVS Holding Vertriebs-, Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth - 61,30 61,30 61,30 61,30
BSW Verbraucher-Service Beamten-Selbsthilfewerk GmbH, Bayreuth b) 100,00 61,30 100,00 61,30
AVS Allgemeine Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth b) 100,00 61,30 100,00 61,30
FamilienClub-FC Betriebsgesellschaft mbH, Köln b) 100,00 61,30 100,00 61,30
ConCept-Dialog GmbH, Bayreuth b) 100,00 61,30 100,00 61,30
Lebensversicherung
AXA Lebensversicherung AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG, Wiesbaden c) 0,00 0,00 100,00 99,74
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
Pro bAV Pensionskasse AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
winsecura Pensionskasse AG, Wiesbaden d) 0,00 0,00 100,00 100,00
GANYMED Erste Beteiligungsverwaltungs-Gesellschaft mbH & Co. KG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
GANYMED Zweite Beteiligungsverwaltungs-Gesellschaft mbH & Co. KG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG, Essen e) 0,00 0,00 100,00 100,00
Krankenversicherung
AXA Krankenversicherung AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
GANYMED GmbH & Co. Vierte Grundstücksgesellschaft KG, Köln f) 94,90 94,90 94,90 94,90
Schaden- und Unfallversicherung
AXA Versicherung AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
DBV Deutsche Beamten-Versicherung AG, Wiesbaden - 100,00 100,00 100,00 100,00
AXA Easy Versicherung AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
AXA Art Versicherung AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
AXA Art Versicherung AG, Zürich - 100,00 100,00 100,00 100,00
AXA Art Insurance Corporation, New York - 100,00 100,00 100,00 100,00
AXA Art Holdings Inc., New York - 100,00 100,00 100,00 100,00
AXA Art Insurance Ltd., London - 100,00 100,00 100,00 100,00
AXA Nordstern France S.A., Paris - 100,00 100,00 100,00 100,00
Pluto Beteiligungswerte AG, Köln, g) 90,00 90,00 90,00 90,00
GANYMED GmbH & Co. Dritte Grundstücksgesellschaft KG h) 94,90 94,90 94,90 94,90
CKA Unternehmensverwaltung und Beteiligungs GmbH, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
Bank
AXA Bank AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00

a) Gesellschaft ist in 2014 erloschen.

b) Direkte Anteilseignerin ist VVS Holding Vertriebs-, Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth mit 100% der Stimmrechte. Diese Gesellschaft wird in 2014 verkauft und entkonsolidiert.

c) Verschmelzung auf AXA Lebensversicherung AG.

d) Verkauf an AXA Lebensversicherung AG und Verschmelzung auf Pro bAV Pensionskasse AG in 2013.

e) Verkauf an IDEAL Lebensversicherung AG per 1.1.2013.

f) Vormals: DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K2 KG, Wiesbaden.

g) Direkte Anteilseigner sind AXA Versicherung AG mit 63,8%, sowie Arnulfpark Gewerbebau MK 4 GmbH & Co. KG mit 26,2% und AXA Assurances IARD Mutuelles mit 10% der Stimmrechte.

h) Vormals: AV AG & Co. Grundstücksgesellschaft S 1 KG, Wiesbaden.

Konsolidierte Finanzinstrumente und Investmentfonds

Die Finanzanlagen zum 31. Dezember 2013 beinhalteten 16 vollkonsolidierte (2012: 21) Investmentfonds in Höhe von 17.705,3 Mio. Euro (2012: 14.776,1 Mio. Euro), insbesondere in den Segmenten Lebens-, Kranken- und Schaden- und Unfallversicherung.

Die zwei konsolidierten Immobilienfonds machten dabei einen Betrag in Höhe von 352,6 Mio. Euro (2012: 289,8 Mio. Euro) aus.

2.1.2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (bilanziert nach der Equity-Methode)

Die nachstehend genannten und gemäß der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen umfassen keine Investmentfonds und Immobiliengesellschaften:

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Gesellschaften Änderung

in %
Stimmrechts-

anteil

in %
Anteil des Mutterunternehmens

in %
Stimmrechts-

anteil

in %
Anteil des Mutterunternehmens

in %
--- --- --- --- --- ---
ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln - 39,88 39,88 39,88 39,88
Aragon AG, Wiesbaden (a) -9,06 18,11 18,11 27,17 27,17
BSC Bruderhilfe-Service-Card GmbH, Kassel - 50,00 30,65 50,00 30,65

(a) In 2013, aufgrund der Reduzierung des Anteilsbesitzes, nicht mehr im Rahmen der Equity-Methode bilanziertes Unternehmen

Investmentfonds und Immobiliengesellschaften bilanziert nach der Equity Methode

Die nach der Equity-Methode bilanzierten Immobiliengesellschaften beliefen sich zum 31. Dezember 2013 auf 120,5 Mio. Euro (2012: 120,6 Mio. Euro), die Investmentfonds auf 128,2 Mio. EUR (2012: 30,5 Mio. Euro). Diese Fonds bzw. Gesellschaften dienen ausschließlich der Investition in Finanzanlagen aus dem Versicherungsgeschäft und werden daher in dieser Bilanzposition ausgewiesen.

Anhang 3: Anteilsbesitzliste

Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB Liste des Anteilsbesitzes der AXA Konzern AG zum 31. Dezember 2013:

Name und Sitz des Unternehmens Anteil

in %
Eigenkapital des Beteiligungs-

unternehmens in Währung
Geschäftsjahr Ergebnis des Beteiligungs-

unternehms in Währung
Unmittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung Mittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung
54,843,777 USD 12,068,676 USD
AllianceBernstein Strategic Opportunities SICAV, Luxemburg 41.67 41,611,363 EUR 2012 9,156,810 EUR 0.00 41.67
Apo Asset Management GmbH, Düsseldorf 30.00 3,445,000 EUR 2012 1,732,722 EUR 0.00 30.00
ARA GmbH Auto und Reise ASSISTANCE, Bad Windsheim 66.68 930,817 EUR 2013 119,358 EUR 50.08 16.60
Arnulfpark Gewerbebau MK 4 GmbH & Co. KG, Köln 99.69 44,547,609 EUR 2013 -1,398,716 EUR 0.00 99.69
Arnulfpark Gewerbebau MK 4 Verwaltungs-GmbH, Köln 94.00 61,525 EUR 2013 -13,800 EUR 0.00 94.00
Arnulfpark Wohnbau GmbH & Co. KG, Köln 99.69 37,484,105 EUR 2013 -1,558,973 EUR 0.00 99.69
Arnulfpark Wohnbau Verwaltungs-GmbH, Köln 94.00 58,807 EUR 2013 -13,789 EUR 0.00 94.00
AVS Allgemeine Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth (b) 100.00 1,480,222 EUR 2013 -126,945 EUR 0.00 100.00
AXA Alternative Financing FCP - Subfonds Private Equity, Luxemburg 100.00 30,747,287 EUR 2012 6,894,968 EUR 0.00 100.00
AXA Alternative Participations SICAV I, Luxemburg 100.00 252,719,375 EUR 2013 22,654,547 EUR 0.00 100.00
AXA Alternative Participations SICAV II, Luxemburg 100.00 591,312,382 EUR 2013 58,622,181 EUR 0.00 100.00
AXA Alternative Participations SICAV III, Luxemburg 100.00 82,995,558 EUR 2013 2,139,672 EUR 0.00 100.00
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment A), Luxemburg 100.00 32,009,647 EUR 2013 1,958,327 EUR 0.00 100.00
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment B), Luxemburg 100.00 4,750,322 EUR 2013 -316,146 EUR 0.00 100.00
34,220,032 USD 0 USD
AXA Art Holdings Inc., New York 100.00 24,834,917 EUR 2013 0 EUR 0.00 100.00
30,366,801 USD -118,792 USD
AXA Art Insurance Corporation, New York 100.00 22,038,465 EUR 2013 -86,212 EUR 0.00 100.00
21,046,618 GBP 4,628,887 GBP
AXA Art Insurance Ltd., London 100.00 25,296,416 EUR 2013 5,563,566 EUR 0.00 100.00
315,981 GBP 60,483 GBP
AXA Art Services Ltd., London 100.00 379,785 EUR 2013 72,696 EUR 0.00 100.00
AXA Art Versicherung AG, Köln (a) 100.00 75,067,780 EUR 2013 11,647,765 EUR 100.00 0.00
16,555,008 CHF 3,546,198 CHF
AXA Art Versicherung AG, Zürich 100.00 13,508,778 EUR 2013 2,893,675 EUR 0.00 100.00
AXA Bank AG, Köln (a) 100.00 64,599,867 EUR 2013 4,666,002 EUR 100.00 0.00
AXA Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Beteiligungsgesellschaft KG, Köln 94.90 15,317,818 EUR 2013 1,244,535 EUR 94.90 0.00
AXA Customer Care GmbH, Köln (a) 100.00 733,333 EUR 2013 22,905 EUR 100.00 0.00
AXA easy Versicherung AG, Köln (a) 100.00 3,545,503 EUR 2013 45,503 EUR 100.00 0.00
AXA Finanz Service GmbH, Köln (a) 100.00 144,589 EUR 2013 2,462 EUR 100.00 0.00
AXA GmbH & Co. Immobilienbeteiligungs-KG "Merkens XXV", Köln 33.33 10,829,434 EUR 2012 -197,210 EUR 0.00 33.33
AXA Immoselect HVWG Objekt Düsseldorf GmbH & Co. KG 42.71 204,955,203 EUR 2013 7,391,896 EUR 0.00 42.71
AXA Infrastructure Investissement SAS, Paris 20.00 225,791,900 EUR 2012 -54,232,859 EUR 0.00 20.00
AXA Krankenversicherung AG, Köln(a) 100.00 178,086,318 EUR 2013 32,700,000 EUR 100.00 0.00
AXA Krankenversicherung Ges. für die Betreuung von Maklern u. Mehrfachagenten mbH, Köln 100.00 796,085 EUR 2012 -18,786,285 EUR 0.00 100.00
AXA Lebensversicherung AG, Köln (a) 100.00 573,559,198 EUR 2013 103,600,000 EUR 97.97 2.03
AXA Logistic Services GmbH, Köln(a) 100.00 155,768 EUR 2013 50,091 EUR 100.00 0.00
AXA Nordstern France S.A., Paris 100.00 7,401,529 EUR 2013 678,929 EUR 0.00 100.00
AXA Republique S.A., Courbevoie 25.00 208,195,126 EUR 2012 17,172,731 EUR 0.00 25.00
AXA Schaden Experten GmbH, Köln (a) 100.00 625,565 EUR 2013 8,315 EUR 100.00 0.00
AXA Unterstützungskasse für die leitenden Angestellten der AXA Gesellschaften mbH, Köln 100.00 49,205 EUR 2013 18,646 EUR 0.00 100.00
AXA Vermittlungs - Service GmbH, Köln 100.00 1,004,174 EUR 2012 78,807 EUR 0.00 100.00
AXA Versicherung AG, Köln(a) 100.00 609,826,667 EUR 2013 273,373,907 EUR 100.00 0.00
BBD Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Finanzdienstvermittlungs-KG, Norderfriedrichskoog 25.00 0 EUR 2012 -78,518 EUR 25.00 0.00
Bruckner GmbH & Co. Projektentwicklungs - KG, Köln 94.90 39,248,766 EUR 2013 951,675 EUR 0.00 94.90
BSC Bruderhilfe-Service-Card GmbH, Kassel (b) 50.00 281,238 EUR 2013 23,578 EUR 0.00 50.00
BSW Verbraucher-Service Beamten-Selbsthilfewerk GmbH, Bayreuth (a) 100.00 800,000 EUR 2013 1,732,119 EUR 0.00 100.00
CKA Unternehmensverwaltungs und Beteiligungs-GmbH, Köln 100.00 120,549,166 EUR 2013 4,871,014 EUR 0.00 100.00
ConCept-Dialog GmbH, Bayreuth (b) 100.00 250,553 EUR 2013 -24,167 EUR 0.00 100.00
Core Italian Property Fund, Mailand 21.43 64,425,840 EUR 2013 1,278,580 EUR 0.00 24.43
CREL Issuance S.à.r.l., Luxemburg 100.00 12,500 EUR 2012 0 EUR 0.00 100.00
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, Wiesbaden (a) 100.00 39,276,188 EUR 2013 -314,808 EUR 100.00 0.00
DBV Advisory Company S.A., Luxembourg 100.00 155,826 EUR 2013 790,254 EUR 75.00 25.00
Dein Plus GmbH, Frankfurt a.M. 40.00 78,094 EUR 2012 2,276 EUR 0.00 40.00
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln (a) 100.00 51,888,631 EUR 2013 18,500,000 EUR 100.00 0.00
Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln 75.00 9,285,164 EUR 2013 5,517,405 EUR 75.00 0.00
Development German Feeder III S.C.A. Luxemburg 100.00 3,866,011 EUR 2012 0 EUR 0.00 100.00
DW Versicherungs Service GmbH, Wiesbaden 100.00 540,301 EUR 2012 44,603 EUR 100.00 0.00
FamilienClub - FC Betriebsgesellschaft mbH, Köln (b) 100.00 966,947 EUR 2013 239,916 EUR 0.00 100.00
FINANCELIFE Gesellschaft für den Bankenvertrieb mbH, Frankfurt am Main 40.00 93,665 EUR 2012 42,333 EUR 40.00 0.00
Financière Cajas S.à.r.l., Luxemburg 30.00 18,092 EUR 2013 -303 EUR 0.00 30.00
Finanz-Service GmbH der APO Bank, Düsseldorf 50.00 1,527,961 EUR 2013 14,348 EUR 0.00 50.00
325,622 USD 273 USD
Fine Art Services International Inc., New York 100.00 247,058 EUR 2012 198 EUR 0.00 100.00
GANYMED Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln 100.00 325,153 EUR 2013 7,035 EUR 0.00 100.00
GANYMED Erste Beteiligungsverwaltungs-Gesellschaft mbH & Co. KG, Köln 100.00 78,114,000 EUR 2013 8,922,712 EUR 0.00 100.00
GANYMED Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG, Köln 100.00 10,020,962 EUR 2013 1,003 EUR 0.00 100.00
GANYMED GmbH & Co. Dritte Grundstücksgesellschaft KG, Köln 94.90 74,108,164 EUR 2013 5,395,647 EUR 0.00 94.90
GANYMED GmbH & Co. Vierte Grundstücksgesellschaft KG, Köln 94.90 55,101,057 EUR 2013 1,760,466 EUR 0.00 94.90
INREKA Finanz AG, Cloppenburg 100.00 973,429 EUR 2013 197,530 EUR 100.00 0.00
JALANDA Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald 49.99 25,453,018 EUR 2013 1,142,316 EUR 0.00 49.99
JALANDA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald 47.20 0 EUR 2013 -53,404 EUR 0.00 47.20
Jara Grundstücksgesellschaft mbH & Co.KG, Grünwald 20.00 199,866,396 EUR 2013 10,500,000 EUR 0.00 20.00
Kölner Spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung, Köln 100.00 2,473,482 EUR 2013 278,917 EUR 0.00 100.00
Kölnische Verwaltungs-AG für Versicherungswerte, Köln 23.01 187,064,220 EUR 2013 121,099,380 EUR 23.01 0.00
430,154 DKK 52,513 DKK
K.Rerup & Co. A/S, Kopenhagen 100.00 57,656 EUR 2012 7,039 EUR 0.00 100.00
Lefac Leasing-Finanz-GmbH, Köln 100.00 2,564,060 EUR 2012 6,691 EUR 0.00 100.00
Merkur Gesellschaft für Beteiligungswerte mbH, Köln 100.00 21,829,871 EUR 2013 668,376 EUR 0.00 100.00
Neue Düsseldorfer Stadtquartier Grundstücks-GmbH & Co. KG, Düsseldorf 94.90 21,083,690 EUR 2013 -332,023 EUR 0.00 94.90
PGV Maklerservice GmbH, Hamburg 100.00 -911,438 EUR 2011 -710,540 EUR 0.00 100.00
Pluto Beteiligungswerte AG, Köln (a) 90.00 70,616,650 EUR 2013 2,600,776 EUR 0.00 90.00
Pro bAV Pensionskasse AG, Köln 100.00 78,949,000 EUR 2013 -1,595,000 EUR 0.00 100.00
Pro Versorgung AG, Köln 25.10 709,037 EUR 2012 7,418 EUR 0.00 25.10
ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln 39.88 83,688,466 EUR 2013 8,113,513 EUR 39.88 0.00
Schroder EuroLogistik Fonds GmbH & Co. KG, Frankfurt 22.88 161,253,243 EUR 2012 -51,327,011 EUR 0.00 22.88
Technisches Kontor für die BU-Versicherung GmbH, Düsseldorf 48.00 52,693 EUR 2012 27,128 EUR 0.00 48.00
Tertia Handelsbeteiligungsgesellschaft mbH, Köln 20.00 13,747,056 EUR 2013 6,289,975 EUR 0.00 20.00
Venus Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln (a) 100.00 37,458,739 EUR 2013 -8,214,906 EUR 100.00 0.00
ver.di Service GmbH, Berlin 50.00 37,667 EUR 2012 21,664 EUR 50.00 0.00
VVS Holding Vertriebs-, Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth (a) (c) 61.30 10,133,175 EUR 2013 -685,637 EUR 61.30 20.98
wHCdirect GmbH, Wiesbaden 51.00 24,507.91 EUR 2012 24,472.34 EUR 0.00 51.00
Win Expertisa Gesellschaft zur Förderung beruflicher Vorsorge mbH, Köln 100.00 1,822,415 EUR 2013 188,895 EUR 0.00 100.00
win Health Consulting GmbH, Wiesbaden 100.00 193,025 EUR 2012 -1,119,753 EUR 0.00 100.00

(a) Vor Gewinnabführung

(b) Nach Gewinnabführung

(c) Die wirtschaftliche Beteiligungsquote beträgt 82,28% aufgrund von der VVS im Geschäftsjahr 2010 erworbener eigener Anteile.

Name und Sitz des Unternehmens Anteil

in %
Eigenkapital des Beteiligungs-

unternehmens in Währung
Geschäftsjahr Ergebnis des Beteiligungs-

unternehms in Währung
Unmittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung Mittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung
Partenreederei MT "Multitank Badenia", Hamburg 30.00 150,452 EUR 2013 41,143 EUR 0.00 30.00
Partenreederei MT "Multitank Bolognia", Hamburg 30.00 0 EUR 2012 -831 EUR 0.00 30.00
Partenreederei MT "Multitank Elbegas", Hamburg 25.00 67,700 EUR 2012 -481 EUR 0.00 25.00

Anhang 4: Risikomanagement

Die Angaben zum Risikomanagement sind ein integraler Bestandteil unserer Risikoberichterstattung im Konzernlagebericht.

Der Risikobericht auf den Seiten 32 bis 53 umfasst Angaben zu den Organisationseinheiten des Risikomanagements, zum Risikomanagementprozess, zum versicherungstechnischen Risiko, zu den Risiken aus Kapitalanlagen (Marktrisiken, Kreditrisiken, Konzentrationsrisiken &Liquiditätsrisiken) sowie zu operationalen und sonstigen Risiken.

Anhang 5: Geschäfts- oder Firmenwert

5.1. Geschäfts-oder Firmenwert

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Bruttobuchwert Kumulierte Abschreibungen Nettobuchwert Bruttobuchwert Kumulierte Abschreibungen Nettobuchwert
--- --- --- --- --- --- ---
Schaden und Unfall 991.598 114.942 876.656 991.598 114.942 876.656
Leben 100.986 14.206 86.780 100.986 14.206 86.780
Kranken 60.803 - 60.803 60.803 - 60.803
GESAMTSUMME 1.153.387 129.148 1.024.239 1.153.387 129.148 1.024.239

Der Geschäfts- oder Firmenwert in dieser Tabelle bezieht sich nicht auf Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden (siehe Anhang 10).

Konsistent zum IAS 36, repräsentiert jede Einheit oder Gruppe von Einheiten, auf die ein Geschäfts- oder Firmenwert aufgeteilt ist, die niedrigstmögliche Ebene, auf der ein Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke in der Gruppe beobachtet wird und nicht größer als ein operatives Segment ist.

Bei dem ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt es sich zum einen um den Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der im Jahr 1999 erworbenen ehemaligen Albingia-Gruppe. Nach dem zu diesem Zeitpunkt geltende Gesetzesgebung wurde der Unterschiedsbetrag ratierlich über 30 Jahre erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Der hieraus zum 31. Dezember 2003 entstandene Buchwert wurde in der IFRS-Eröffnungsbilanz übernommen. Zum anderen wurde der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts der DBV-Winterthur im Rahmen der Erstkonsolidierung übernommen (Buchwertfortführung).

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert hat sich im Geschäftsjahr 2013 nicht verändert.

Wie im Anhang 1.6.1 bereits dargelegt wird der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert nach IFRS nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Werthaltigkeit geprüft und falls notwendig erfolgswirksam wertberichtigt. Dabei wird der erzielbare Betrag mit dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verglichen. Für jedes Segment, dem ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, wird der Nutzungswert als erzielbarer Betrag bestimmt. Die Ermittlung der Nutzungswerte für die Segmente erfolgt jährlich und berücksichtigt somit bewertungsrelevante Veränderungen. Zu den für die Berechnungen notwendigen Annahmen zählen im Wesentlichen die gewählten Diskontierungszinssätze sowie erwartete künftige Geschäftsergebnisse, die aus den Ergebnissen der internen Planungsprozesse abgeleitet sind. Im Rahmen dieser Prozesse werden sowohl interne Veränderungen wie auch Veränderungen des Marktumfelds und deren Einfluss auf die operative Entwicklung der betrachteten Segmente berücksichtigt.

Der Nutzungswert für die Segmente Leben und Kranken entspricht dabei den diskontierten Zahlungsströmen, die dem Anteilseigner aus dem Betrieb des Versicherungsgeschäftes verbleiben. Die Berechnungen dieses Nutzungswertes basieren auf internen, langfristigen Annahmen. Der gesamte Projektionszeitraum beträgt dabei für die Segmente Leben und Kranken zwischen 40 und 60 Jahren, wobei die erwartete Abwicklung des Versicherungsbestandes berücksichtigt wird. Wachstum durch Neugeschäft wird hierbei nicht angenommen. Die Berechnung des Nutzwertes für das Segment Schaden- und Unfall anhand des Ertragswertverfahrens basiert auf erwarteten diskontierten Zahlungsströmen der folgenden drei Jahre unter Berücksichtigung einer ewigen Rente. Die angenommene langfristige Wachstumsrate beträgt dabei 1%. Die bei der Berechnung zugrunde gelegte Marktrisikoprämie beträgt 6,50%, der Diskontzins 8,60% und der risikofreie Zins 2,75%. Für das Segment Leben und Kranken wird die verwendete Diskontrate sowie Kapitalanlagerendite für das jeweils modellierte Geschäft je nach Laufzeit festgelegt und entspricht dem einjährigen risikofreien Zins von 0,63%. Risiken werden stochastisch bzw. deterministisch simuliert.

5.2. Änderung des Geschäfts- oder Firmenwertes

5.2.1. Geschäfts- oder Firmenwert - Veränderung des Bruttobuchwertes

(In Tsd. Euro) 1. Januar 2013 Zugänge Abgänge Anpassungen des Geschäfts- oder Firmenwertes Währungs-

schwankungen
Sonstige Änderungen
Schaden und Unfall 991.598 - - - - -
Leben 100.986 - - - - -
Kranken 60.803 - - - - -
GESAMTSUMME 1.153.387 - - - - -
(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013
Schaden und Unfall 991.598
Leben 100.986
Kranken 60.803
GESAMTSUMME 1.153.387
(In Tsd. Euro) 1. Januar 2012 Zugänge Abgänge Anpassungen des Geschäfts- oder Firmenwertes Währungs-

schwankungen
Sonstige Änderungen
Schaden und Unfall 991.598 - - - - -
Leben 100.986 - - - - -
Kranken 60.803 - - - - -
GESAMTSUMME 1.153.387 - - - - -
(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2012
Schaden und Unfall 991.598
Leben 100.986
Kranken 60.803
GESAMTSUMME 1.153.387

5.2.2. Geschäfts- oder Firmenwert - Veränderung der Wertminderung

(In Tsd. Euro) Kumulierte Abschreibungen/ Wertminderungen 1. Januar 2013 Wert-

minderungen
Zuschreibungen wegen Abgängen Währungs-

schwankungen
Sonstige Änderungen Kumulierte Abschreibungen/ Wertminderungen 31. Dezember 2013
Schaden und Unfall 114.942 - - - - 114.942
Leben 14.206 - - - - 14.206
Kranken - - - -
GESAMTSUMME 129.148 - - - - 129.148
(In Tsd. Euro) Kumulierte Abschreibungen/ Wertminderungen 1. Januar 2012 Wert-

minderungen
Zuschreibungen wegen Abgängen Währungs-

schwankungen
Sonstige Änderungen Kumulierte Abschreibungen/ Wertminderungen 31. Dezember 2012
Schaden und Unfall 114.942 - - - - 114.942
Leben 14.206 - - - - 14.206
Kranken - - - - - -
GESAMTSUMME 129.148 - - - - 129.148

Anhang 6: Erworbene Versicherungsbestände in den Segmenten Leben und Kranken

6.1. Segment Leben

(In Tsd. Euro) 2013 2012
Buchwert der erworbenen Versicherungsbestände zum 1. Januar 143.291 160.810
Aktivierung von erworbenen Versicherungsbeständen - -
Aufzinsung 6.512 6.546
Abschreibungen und Wertminderungen -30.282 -24.065
Summe der Aktivierung, Aufzinsung und Abschreibung von erworbenen Versicherungsbeständen -23.770 -17.519
Erwerbe und Veräußerungen von Tochtergesellschaften und Portfolien - -
Buchwert der erworbenen Versicherungsbestände zum 31. Dezember 119.521 143.291

6.2. Segment Kranken

(In Tsd. Euro) 2013 2012
Buchwert der erworbenen Versicherungsbestände zum 1. Januar 234.448 233.877
Aktivierung von erworbenen Versicherungsbeständen - -
Aufzinsung 9.438 9.280
Abschreibungen und Wertminderungen -13.281 -8.709
Summe der Aktivierung, Aufzinsung und Abschreibung von erworbenen Versicherungsbeständen -3.843 571
Erwerbe und Veräußerungen von Tochtergesellschaften und Portfolien - -
Buchwert der erworbenen Versicherungsbestände zum 31. Dezember 230.606 234.448

Anhang 7: Sonstige immaterielle Vermögenswerte

7.1. Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte

(In Tsd. Euro) Bruttobuchwert 31. Dezember 2013 Kumulierte Abschreibungen Nettobuchwert 31. Dezember 2013 Nettobuchwert 31. Dezember 2012
Aktivierte Software 153,000 132,980 20,020 29,317
Erworbene Versicherungsbestände (Schaden und Unfall) 91,569 18,400 73,169 79,537
Übrige sonstige immaterielle Vermögenswerte 18,628 4,170 14,458 1,667
Gesamte sonstige immaterielle Vermögenswerte 263,197 155,550 107,647 110,521

Die übrigen sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen aktivierte Software-Lizenzen sowie nachträglich aktivierte Anschaffungskosten auf die Software. Darüber hinaus beinhalten sie ein aktiviertes Recht aus einer Ausschließlichkeitskooperation mit einem Vertriebspartner.

Wesentliche Zugänge bei den übrigen sonstigen immateriellen Vermögenswerten sind Software-Lizenzen (5.688 Tsd. Euro für Life Factory) sowie nachträglich aktivierte Anschaffungskosten auf die Software-Lizenzen (2.450 Tsd. Euro für Coin-Collection und 1.620 Tsd. Euro für Life-Factory). Die Zugänge bei der erworbenen Software betragen im aktuellen Geschäftsjahr 1.335 Tsd. Euro. Die Summe aller Zugänge beträgt im aktuellen Geschäftsjahr 11.475 Tsd. Euro. Die laufenden Abschreibungen betragen bei der Software 3.572 Tsd. Euro, 6.368 Tsd. Euro bei den erworbenen Versicherungsbeständen sowie 4.170 Tsd. Euro bei den übrigen sonstigen immateriellen Vermögenswerten.

7.2. Entwicklung der erworbenen Versicherungsbestände im Segment Schaden- und Unfallversicherung

31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Bruttobuchwert Kumulierte Abschreibungen Kumulierte Wertminderungen Nettobuchwert
--- --- --- --- ---
91.569 -18.400 - 73.169
31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Bruttobuchwert Kumulierte Abschreibungen Kumulierte Wertminderungen Nettobuchwert
--- --- --- --- ---
91.569 -12.032 - 79.537

7.3. Veränderung der erworbenen Versicherungsbestände im Segment Schaden- und Unfallversicherung

(In Tsd. Euro) 2013 2012
Nettobuchwert 1. Januar 79.537 85.706
Aktivierung von erworbenen Versicherungsbeständen - -
Abschreibung -6.368 -6.169
Wertminderung - -
Veräußerungen während der Periode - -
Währungskursschwankungen - -
Sonstige Veränderungen - -
Nettobuchwert 31. Dezember 73.169 79.537

Anhang 8: Aktivierte Abschlusskosten

8.1. Überblick über aktivierte Abschlusskosten (DAC)

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Aktivierte Abschlusskosten in der Schaden- und Unfallversicherung 83.936 84.953
Aktivierte Abschlusskosten in der Lebensversicherung (a) 2.097.090 1.884.487
Aktivierte Abschlusskosten in der Krankenversicherung 1.288.975 1.156.463
Aktivierte Abschlusskosten 3.470.001 3.125.903

(a) Anwendbar auf Versicherungsverträge und Investmentverträge mit ermessenabhängiger Überschussbeteiligung gemäß IFRS 4. Beträge sind nach kumulierten Abschreibungen dargestellt.

8.1.1. Aktivierte Abschlusskosten - Lebensversicherung

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Buchwert der aktivierten Abschlusskosten zum 1. Januar 1.884.487 1.825.953
Abschreibungen und Wertminderungen -61.845 -228.252
Aufzinsung 100.720 81.195
Aktivierte Abschlusskosten 173.728 205.590
Summe der Abschreibung, Aufzinsung und Aktivierung 212.603 58.533
Buchwert der aktivierten Abschlusskosten zum 31. Dezember 2.097.090 1.884.486

8.1.2. Aktivierte Abschlusskosten - Krankenversicherung

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Buchwert der aktivierten Abschlusskosten zum 1. Januar 1.156.463 1.010.900
Abschreibungen und Wertminderungen -24.275 -42.625
Aufzinsung 48.709 42.966
Aktivierte Abschlusskosten 108.078 145.222
Summe der Abschreibung, Aufzinsung und Aktivierung 132.512 145.563
Buchwert der aktivierten Abschlusskosten zum 31. Dezember 1.288.975 1.156.463

8.2. Aktivierte Abschlusskosten abzüglich Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile

8.2.1. Lebensversicherung

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Aktivierte Abschlusskosten 2.097.090 1.884.487
Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile -261.898 -221.634
Aktivierte Abschlusskosten nach Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile 1.835.192 1.662.853

8.2.2. Krankenversicherung

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Aktivierte Abschlusskosten 1.288.975 1.156.463
Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile - -
Aktivierte Abschlusskosten nach Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile 1.288.975 1.156.463

Anhang 9: Finanzanlagen

9.1. Überblick über Finanzanlagen

Die folgende Tabelle zeigt die Finanzanlagen auf Nettobasis, dass heißt saldiert um Effekte der mit dem jeweiligen Finanzinstrument zur Absicherung abgeschlossenen Derivate. Hierbei werden Derivate berücksichtigt, die im Rahmen des Hedge Accounting nach IAS 39 eingesetzt werden und freistehende Derivate, die eine ökonomische Sicherungsbeziehung begründen. Da bei Makro-Hedges das Sicherungsgeschäft nicht den einzelnen Grundgeschäften zugeordnet werden kann, werden diese Derivate separat ausgewiesen. Es handelt sich hierbei um freistehende Derivate, die eine Gesamtrisikoposition bzw. ein Portfolio an Vermögenswerten absichern. Detaillierte Angaben zu Derivaten sind Anhang 19 zu entnehmen.

31. Dezember 2013
Versicherungsgeschäft Sonstige Aktivitäten
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert % (Bilanzwert) Zeitwert Buchwert % (Bilanzwert)
--- --- --- --- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.840.109 1.527.984 2,11% 289 289 0,03%
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.840.109 1.527.984 2,11% 289 289 0,03%
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 52.320.864 52.320.864 72,18% 387.633 387.633 36,60%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente (a) 4.648.126 4.648.126 6,41% - - -
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind (b) 379.632 357.068 0,49% - - -
Fremdkapitalinstrumente 57.348.622 57.326.058 79,08% 387.633 387.633 36,60%
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 1.092.785 1.092.785 1,51% 54.984 54.984 5,19%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapital-

instrumente (a)
1.042.260 1.042.260 1,44% - - -
Eigenkapitalinstrumente 2.135.045 2.135.045 2,95% 54.984 54.984 5,19%
Zur Veräußerung verfügbare nicht konsolidierte Investmentfonds 248.868 248.868 0,34% 46.224 46.224 4,36%
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete nicht konsolidierte Investmentfonds (a) 798.755 798.755 1,10% 96.374 96.374 9,10%
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.047.623 1.047.623 1,45% 142.598 142.598 13,46%
Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden 362.758 362.758 0,50% - - -
Makro-Hedges und sonstige Derivate 284.528 284.528 0,39% -13.937 -13.937 -1,32%
Finanzinstrumente 61.178.575 61.156.011 84,37% 571.278 571.278 53,94%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Darlehen und Ausleihungen (a) 408 408 0,00% - - -
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen(c) 6.941.805 6.465.632 8,92% 517.406 487.546 46,03%
Darlehen und Ausleihungen 6.942.213 6.466.040 8,92% 517.406 487.546 46,03%
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 3.339.593 3.339.593 4,61% - - -
FINANZANLAGEN 73.300.490 72.489.628 100,00% 1.088.973 1.059.111 100,00%
Finanzinstrumente und Darlehen (a) 68.120.788 67.622.051 93,29% 1.088.684 1.058.824 99,97%
Finanzanlagen (ohne Versicherungsverträge für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen) 69.960.897 69.150.035 95,39% 1.088.973 1.059.111 100,00%
Schaden- und Unfallversicherung 9.798.770 9.701.821 13,38% - - -
Lebensversicherung 45.063.627 44.433.578 61,30% - - -
Krankenversicherung 15.098.500 15.014.636 20,71% - - -
31. Dezember 2013
Gesamt
--- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert % (Bilanzwert)
--- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.840.398 1.528.273 2,08%
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.840.398 1.528.273 2,08%
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 52.708.497 52.708.497 71,66%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente (a) 4.648.126 4.648.126 6,32%
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind (b) 379.632 357.068 0,49%
Fremdkapitalinstrumente 57.736.255 57.713.691 78,47%
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 1.147.769 1.147.769 1,56%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapital-

instrumente (a)
1.042.260 1.042.260 1,42%
Eigenkapitalinstrumente 2.190.029 2.190.029 2,98%
Zur Veräußerung verfügbare nicht konsolidierte Investmentfonds 295.092 295.092 0,40%
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete nicht konsolidierte Investmentfonds (a) 895.129 895.129 1,22%
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.190.221 1.190.221 1,62%
Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden 362.758 362.758 0,49%
Makro-Hedges und sonstige Derivate 270.591 270.591 0,37%
Finanzinstrumente 61.749.853 61.727.289 83,93%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Darlehen und Ausleihungen (a) 408 408 0,00%
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen(c) 7.459.211 6.953.178 9,45%
Darlehen und Ausleihungen 7.459.619 6.953.586 9,45%
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 3.339.593 3.339.593 4,54%
FINANZANLAGEN 74.389.463 73.548.741 100,00%
Finanzinstrumente und Darlehen (a) 69.209.472 68.680.875 93,38%
Finanzanlagen (ohne Versicherungsverträge für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen) 71.049.870 70.209.148 95,46%
Schaden- und Unfallversicherung - - -
Lebensversicherung - - -
Krankenversicherung - - -

(a) Ausübung der Fair Value-Option nach IAS 39.

(b) Zuordnung in die Bewertungskategorie Kredite und Forderungen gemäß IAS 39.

(c) Beinhaltet hauptsächlich Hypothekendarlehen und Policendarlehen.

31. Dezember 2012
Versicherungsgeschäft Sonstige Aktivitäten
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert % (Bilanzwert) Zeitwert Buchwert % (Bilanzwert)
--- --- --- --- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.654.046 1.407.049 1,96% 10.320 9.670 0,83%
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.654.046 1.407.049 1,96% 10.320 9.670 0,83%
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 52.814.599 52.814.599 73,39% 363.297 363.297 31,04%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente (a) 5.589.849 5.589.849 7,77% 97.631 97.631 8,34%
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind (b) 340.318 311.905 0,43% - - -
Fremdkapitalinstrumente 58.744.766 58.716.353 81,59% 460.928 460.928 39,38%
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 909.658 909.658 1,26% 62.287 62.287 5,32%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapital-

instrumente(a)
1.285.037 1.285.037 1,79% 13.318 13.318 1,14%
Eigenkapitalinstrumente 2.194.695 2.194.695 3,05% 75.605 75.605 6,46%
Zur Veräußerung verfügbare nicht konsolidierte Investmentfonds 271.385 271.385 0,38% 84.393 84.393 7,21%
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete nicht konsolidierte Investmentfonds (a) 84.038 84.038 0,12% 7 7 0,00%
Nicht konsolidierte Investmentfonds 355.423 355.423 0,49% 84.400 84.400 7,21%
Makro-Hedges und sonstige Derivate 498.449 498.449 0,69% 306 306 0,03%
Finanzinstrumente 61.793.333 61.764.920 85,83% 621.239 621.239 53,07%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Darlehen und Ausleihungen(a) 327 327 0,00% - - -
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen(c) 6.686.208 6.018.568 8,36% 587.279 539.619 46,10%
Darlehen und Ausleihungen 6.686.535 6.018.895 8,36% 587.279 539.619 46,10%
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 2.771.307 2.771.307 3,85% - - -
FINANZANLAGEN 72.905.221 71.962.171 100,00% 1.218.838 1.170.528 100,00%
Finanzinstrumente und Darlehen (a) 68.479.868 67.783.815 94,19% 1.208.518 1.160.858 99,17%
Finanzanlagen (ohne Versicherungsverträge für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen) 70.133.914 69.190.864 96,15% 1.218.838 1.170.528 100,00%
Schaden- und Unfallversicherung 9.555.820 9.471.873 13,16% - - -
Lebensversicherung 46.450.294 45.669.687 63,46% - - -
Krankenversicherung 14.127.800 14.049.304 19,52% - - -
31. Dezember 2012
Gesamt
--- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert % (Bilanzwert)
--- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.664.366 1.416.719 1,94%
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.664.366 1.416.719 1,94%
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 53.177.896 53.177.896 72,71%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente (a) 5.687.480 5.687.480 7,78%
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind (b) 340.318 311.905 0,43%
Fremdkapitalinstrumente 59.205.694 59.177.281 80,92%
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 971.945 971.945 1,33%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapital-

instrumente (a)
1.298.355 1.298.355 1,78%
Eigenkapitalinstrumente 2.270.300 2.270.300 3,10%
Zur Veräußerung verfügbare nicht konsolidierte Investmentfonds 355.778 355.778 0,49%
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete nicht konsolidierte Investmentfonds (a) 84.045 84.045 0,11%
Nicht konsolidierte Investmentfonds 439.823 439.823 0,60%
Makro-Hedges und sonstige Derivate 498.755 498.755 0,68%
Finanzinstrumente 62.414.572 62.386.159 85,31%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Darlehen und Ausleihungen (a) 327 327 0,00%
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen(c) 7.273.487 6.558.187 8,97%
Darlehen und Ausleihungen 7.273.814 6.558.514 8,97%
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 2.771.307 2.771.307 3,79%
FINANZANLAGEN 74.124.059 73.132.699 100,00%
Finanzinstrumente und Darlehen (a) 69.688.386 68.944.673 94,27%
Finanzanlagen (ohne Versicherungsverträge für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen) 71.352.752 70.361.392 96,21%
Schaden- und Unfallversicherung - - -
Lebensversicherung - - -
Krankenversicherung - - -

(a) Ausübung der Fair Value-Option nach IAS 39.

(b) Zuordnung in die Bewertungskategorie Kredite und Forderungen gemäß IAS 39.

(c) Beinhaltet hauptsächlich Hypothekendarlehen und Policendarlehen.

9.2. Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude

Die Bilanzposition umfasst direkt gehaltene Grundstücke und Gebäude sowie Grundbesitz von konsolidierten Immobiliengesellschaften bzw. -fonds.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Buch- und Zeitwerte von zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten fremdgenutzten Grundstücken und Gebäuden, ohne Effekte aus Derivaten:

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Brutto-

buchwert
Planmäßige Abschreibung Wertminderung Nettobuchwert Zeitwert Brutto-

buchwert
--- --- --- --- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Grundstücke und Gebäude
Versicherungsgeschäft 1.868.342 -192.735 -147.623 1.527.984 1.840.109 1.705.343
Sonstige Aktivitäten 502 -213 - 289 289 13.341
Alle Aktivitäten 1.868.844 -192.948 -147.623 1.528.273 1.840.398 1.718.684
31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Planmäßige Abschreibung Wertminderung Nettobuchwert Zeitwert
--- --- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Grundstücke und Gebäude
Versicherungsgeschäft -182.137 -116.157 1.407.049 1.654.046
Sonstige Aktivitäten -3.671 - 9.670 10.320
Alle Aktivitäten -185.808 -116.157 1.416.719 1.664.366

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen (Wertminderungen) von zu Anschaffungskosten bilanzierten fremdgenutzten Grundstücken und Gebäuden (alle Aktivitäten):

Wertminderung - Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude Planmäßige Abschreibung - Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude
(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
--- --- --- --- ---
Anfangsbestand 116.157 84.988 185.808 169.353
Zugang der Periode 12.906 3.666 17.086 14.807
Auflösung nach Veräußerung oder Rückzahlung -5.555 -921 -7.855 -5.375
Wertaufholungen -2.402 - - -
Sonstiges (a) 26.518 28.423 -2.091 7.023
Endbestand 147.623 116.157 192.948 185.808

(a) Beinhaltet Änderungen im Konsolidierungskreis und die Effekte aus der Veränderung der Währungsumrechnung.

Im Geschäftsjahr erhöhten sich die kumulierten außerplanmäßigen Abschreibungen um 32 Mio. Euro auf 148 Mio. Euro. Die kumulierten planmäßigen Abschreibungen beliefen sich auf 193 Mio. Euro (2012: 186 Mio. Euro).

9.3. Unrealisierte Gewinne und Verluste von Finanzinstrumenten

Die folgenden Tabellen geben einen detaillierten Überblick der unrealisierten Gewinne und Verluste von Finanzinstrumenten, die nicht bereits erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns erfasst wurden, ohne Effekte aus Derivaten:

9.3.1. Versicherungsgesellschaften

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Fortgeführte Anschaffungs-

kosten (a)
Zeitwert Buchwert (b) Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Fortgeführte Anschaffungs-

kosten(a)
--- --- --- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 47.738.257 51.883.913 51.883.913 4.719.778 -574.121 46.456.844
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 350.215 372.779 350.215 25.061 -2.495 303.050
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 961.843 1.091.435 1.091.435 142.781 -13.189 752.076
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 219.329 248.868 248.868 29.539 -1 243.925
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 6.466.802 6.942.975 6.466.802 487.440 -11.269 6.018.568
31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert (b) Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste
--- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 52.487.469 52.487.469 6.852.263 -821.638
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 331.463 303.050 28.413 -
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 907.591 907.591 159.083 -3.569
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 271.385 271.385 27.484 -24
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 6.686.208 6.018.568 702.480 -34.840

(a) Nach Abschreibung - inklusive Agio/Disagio und kumulierter Amortisierung

(b) Nach Abschreibung

9.3.2. Bank- und Holdinggesellschaften

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Fortgeführte Anschaffungs-

kosten (a)
Zeitwert Buchwert (b) Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Fortgeführte Anschaffungs-

kosten(a)
--- --- --- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 381.456 387.633 387.633 6.329 -152 357.603
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 19.614 54.984 54.984 35.369 - 19.627
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 41.115 46.224 46.224 5.196 -87 84.383
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 487.546 517.406 487.546 29.904 -44 539.619
31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert (b) Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste
--- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 363.297 363.297 6.640 -946
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 62.287 62.287 42.689 -29
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 84.393 84.393 10 -
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 587.279 539.619 47.660 -

(a) Nach Abschreibung - inklusive Agio/Disagio und kumulierter Amortisierung

(b) Nach Abschreibung

9.3.3. Gesamtüberblick

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Fortgeführte Anschaffungs-

kosten (a)
Zeitwert Buchwert (b) Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Fortgeführte Anschaffungs-

kosten (a)
--- --- --- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 48.119.713 52.271.546 52.271.546 4.726.107 -574.273 46.814.447
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 350.215 372.779 350.215 25.061 -2.495 303.050
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 981.457 1.146.419 1.146.419 178.150 -13.189 771.703
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 260.444 295.092 295.092 34.735 -88 328.308
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 6.954.348 7.460.381 6.954.348 517.344 -11.313 6.558.187
31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert (b) Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste
--- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 52.850.766 52.850.766 6.858.903 -822.584
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 331.463 303.050 28.413 -
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 969.878 969.878 201.772 -3.598
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 355.778 355.778 27.494 -24
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 7.273.487 6.558.187 750.140 -34.840

(a) Nach Abschreibung - inklusive Agio/Disagio und kumulierter Amortisierung

(b) Nach Abschreibung

Siehe auch Anhang 9.9.1 "Überblick über finanzielle Vermögenswerte, die Wertminderungen unterliegen (ohne fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude)".

9.4. Festverzinsliche Wertpapiere und Darlehen

9.4.1. Anleihen nach Emittenten

Die folgende Tabelle zeigt das Portfolio von Anleihen aufgeteilt nach Emittenten inklusive jeglicher Effekte der mit dem jeweiligen Finanzinstrument zur Absicherung abgeschlossenen Derivate. Dazu gehören Derivate, die im Rahmen des Hedge Accounting nach IAS 39 eingesetzt werden und freistehende Derivate, die eine ökonomische Sicherungsbeziehung begründen. Da bei Makro-Hedges das Sicherungsgeschäft nicht den einzelnen Grundgeschäften zugeordnet werden kann, werden diese Derivate separat ausgewiesen. Detaillierte Angaben zu Derivaten sind Anhang 19 zu entnehmen.

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert Zeitwert Buchwert
--- --- --- --- ---
Staatsanleihen 9.825.352 9.825.352 8.360.236 8.360.236
Staatsnahe Anleihen 25.945.213 25.945.213 27.428.405 27.428.405
Unternehmensanleihen(a) 21.560.712 21.538.147 21.439.132 21.410.719
Andere Anleihen (b) - - 1.790.042 1.790.042
Derivate (c) 404.980 404.980 187.874 187.874
GESAMT ANLEIHEN 57.736.257 57.713.692 59.205.689 59.177.276

(a) Beinhaltet Anleihen, die von Unternehmen emittiert wurden, an denen der Staat als Folge der Finanzkrise in 2008 beteiligt ist.

(b) Beinhaltet Renten-Investmentfonds. (c) IAS 39 Hedge Accounting Derivate und freistehende Derivate

Weitere Informationen zum Kreditrisiko von festverzinslichen Wertpapieren sind im Risikobericht zu finden.

9.4.2. Darlehen und Ausleihungen

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert Zeitwert Buchwert
--- --- --- --- ---
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Hypothekendarlehen 6.279.989 5.844.675 6.037.415 5.411.533
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Policendarlehen 210.738 196.447 234.206 210.737
Zu Anschaffungskosten bilanzierte sonstige Darlehen und Ausleihungen 969.654 913.226 1.001.866 935.917
Derivate - IAS 39 Hedge-Accounting und ökonomische Sicherungsbeziehungen -1.170 -1.170 - -
GESAMTSUMME 7.459.211 6.953.178 7.273.487 6.558.187

9.5. Vertragliche Restlaufzeiten und Zinsänderungsrisiko

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die vertraglichen Restlaufzeiten unserer festverzinslichen Wertpapiere. Die tatsächlichen Fälligkeiten können von den hier dargestellten vertraglichen Restlaufzeiten abweichen, weil bestimmte Emittenten das Recht haben, mit oder ohne Kündigungs- bzw. Vorfälligkeitsstrafen bestimmte Wertpapiere zu kündigen oder vorzeitig zurückzuzahlen. In manchen Fällen verändern Derivate das Fälligkeitsprofil der hier dargestellten Vermögenswerte.

Anleihen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden und die nicht an einem aktiven Markt notiert sind, Effekte aus Derivaten (die im Anhang 19 dargestellt sind) und Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen sind nicht in der unten stehenden Tabelle enthalten. Der überwiegende Teil der Anleihen und Darlehen des Konzerns sind festverzinsliche Papiere, die dem Zinsänderungsrisiko unterliegen.

Buchwert nach Fälligkeiten 31. Dezember 2013 Buchwert nach Fälligkeiten 31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) 12 Monate oder weniger Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre SUMME BUCHWERT 12 Monate oder weniger Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Anleihen 2.171.171 14.955.082 39.832.237 56.958.490 2.688.954 16.648.387
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Anleihen - 303.051 47.162 350.213 - 303.050
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Darlehen und Ausleihungen 252.767 897.383 5.804.198 6.954.348 296.582 408.780
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Darlehen und Ausleihungen 408 29.006 - 29.414 - 327
Gesamte Finanzanlagen, die Zinsrisiken unterliegen 2.424.346 16.184.522 45.683.597 64.292.465 2.985.536 17.360.544
Buchwert nach Fälligkeiten 31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Mehr als 5 Jahre SUMME BUCHWERT
--- --- ---
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Anleihen 39.349.002 58.686.343
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Anleihen - 303.050
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Darlehen und Ausleihungen 5.852.825 6.558.187
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Darlehen und Ausleihungen - 327
Gesamte Finanzanlagen, die Zinsrisiken unterliegen 45.201.827 65.547.907

9.6. Preisrisiko

Die folgende Tabelle zeigt die Eigenkapitalinstrumente des Konzerns aufgegliedert nach Industriezweigen, ohne Derivate (siehe hierzu Anhang 19) und ohne Immobilienbeteiligungen.

31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Finanz Konsumgüter und Dienstleistungen Energie Kommunikation Industrie Rohstoffe
--- --- --- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 123.817 370.504 73.821 82.052 121.122 43.848
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente 143.547 471.711 124.937 80.200 138.663 17.888
Eigenkapitalinstrumente 267.364 842.215 198.758 162.252 259.785 61.736
31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Technologie Sonstige GESAMT
--- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 58.345 272.907 1.146.416
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente 22.030 43.284 1.042.260
Eigenkapitalinstrumente 80.375 316.191 2.188.676
31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Finanz Konsumgüter und Dienstleistungen Energie Kommunikation Industrie Rohstoffe
--- --- --- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 173.924 249.051 73.076 79.270 98.196 66.379
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente 169.160 557.499 74.914 129.036 139.558 6.754
Eigenkapitalinstrumente 343.084 806.550 147.990 208.306 237.754 73.133
31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Technologie Sonstige GESAMT
--- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 30.788 199.197 969.881
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente 21.383 200.259 1.298.563
Eigenkapitalinstrumente 52.171 399.456 2.268.444

9.7. Übertragene, nicht ausgebuchte Wertpapiere

Zur Ertragsmehrung werden Wertpapierleihgeschäfte durchgeführt. Bei Wertpapierleihgeschäften werden Wertpapiere an einen Dritten auf bestimmte oder unbestimmte Zeit gegen Zahlung einer Entleihgebühr übertragen. Nach Ablauf der vereinbarten Frist ist der Leihnehmer zur Rückgabe von Wertpapieren gleicher Art, Güte und Menge verpflichtet. Da die mit den finanziellen Vermögenswerten verbundenen Chancen und Risiken während der gesamten Laufzeit des Geschäfts im Wesentlichen beim AXA Konzern verbleiben, werden die betreffenden finanziellen Vermögenswerte nicht ausgebucht. Barsicherheiten im Zusammenhang mit Wertpapierleihgeschäften wurden nicht hereingenommen. Übertragene finanzielle Vermögenswerte aus Wertpapierleihgeschäften sind ausschließlich jederzeit veräußerbare Wertpapiere:

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Buchwert Buchwert
--- --- ---
Fremdkapitalinstrumente 710.011 1.156.830
Eigenkapitalinstrumente 20.361 14.468

9.8. Nicht konsolidierte Investmentfonds

Die folgende Tabelle zeigt die Zeitwerte von nicht konsolidierten Investmentfonds aufgeteilt nach Anlageschwerpunkt. Die Tabelle umfasst erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Investmentfonds sowie als zur Veräußerung verfügbare Investmentfonds.

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Versicherungs-

geschäft
Sonstige Aktivitäten Gesamtsumme Versicherungs-

geschäft
Sonstige Aktivitäten Gesamtsumme
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Zeitwert (a) Zeitwert (a) Zeitwert (a) Zeitwert (a) Zeitwert (a) Zeitwert (a)
--- --- --- --- --- --- ---
Nicht konsolidierte Investmentfonds, die hauptsächlich in Aktien investiert sind 81.667 38.430 120.097 84.528 - 84.528
Nicht konsolidierte Investmentfonds, die hauptsächlich in festverzinsliche Wertpapiere investiert sind 730.182 72.937 803.119 35.889 - 35.889
Sonstige nicht konsolidierte Investmentfonds 235.774 31.231 267.005 235.007 84.400 319.407
GESAMTSUMME 1.047.623 142.598 1.190.221 355.424 84.400 439.824

(a) Exklusive Makro-Hedges und sonstiger Derivate, inklusive der Effekte aus IAS 39 Hedge-Accounting und ökonomische Sicherungsbeziehungen.

Die fortgeführten Anschaffungskosten von nicht konsolidierten Investmentfonds, die als zur Veräußerung verfügbar bilanziert werden, stellen sich wie folgt dar:

Fonds, die hauptsächlich in Aktien investiert sind: 77 Mio. Euro in 2013 im Vergleich zu 72 Mio. Euro in 2012;
Fonds, die hauptsächlich in festverzinsliche Wertpapiere investiert sind: 18 Mio. Euro in 2013 im Vergleich zu 32 Mio. Euro in 2012;
Andere Fonds: 165 Mio. Euro in 2013 im Vergleich zu 224 Mio. Euro in 2012.

9.9. Wertminderungen auf Finanzanlagen

9.9.1. Überblick über finanzielle Vermögenswerte, die Wertminderungen unterliegen (ohne fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude)

Die folgende Tabelle zeigt alle Finanzinstrument, die aufgrund von Wertminderungen abgeschrieben wurden. Dabei wird jede Position auf Nettobasis dargestellt, dass heißt saldiert um Effekte der mit dem jeweiligen Finanzinstrument zur Absicherung abgeschlossenen Derivate. Hierbei werden Derivate berücksichtigt, die im Rahmen des Hedge Accounting nach IAS 39 eingesetzt werden und freistehende Derivate, die eine ökonomische Sicherungsbeziehung begründen. Die in der Tabelle angegebenen Abschreibungen werden kumuliert dargestellt und entsprechen nicht der Geschäftsjahresänderung. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value-Bewertung) wird ebenfalls auf kumulierter Basis angegeben.

31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Anschaffungs-

kosten vor Abschreibung wegen Wertminderung und Fair Value-Bewertung (a)
Abschreibung wegen Wertminderung Anschaffungs-

kosten nach Abschreibung wegen Wertminderung, aber vor Fair Value-Bewertung (b)
Fair Value-Bewertung (d) Buchwert
--- --- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 48.591.782 -466.826 48.124.956 4.583.541 52.708.497
Fremdkapitalinstrumente (zu Anschaffungskosten bilanziert), die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 352.000 - 352.000 5.068 357.068
Fremdkapitalinstrumente 48.943.782 -466.826 48.476.956 4.588.609 53.065.565
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 1.170.164 -188.707 981.457 166.312 1.147.769
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 374.001 -113.556 260.444 34.647 295.092
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen (c) 6.968.473 -15.295 6.953.178 - 6.953.178
Darlehen und Ausleihungen 6.968.473 -15.295 6.953.178 - 6.953.178
GESAMTSUMME 57.456.419 -784.384 56.672.035 4.789.568 61.461.603

(a) Inklusive Agien/Disagien und abgegrenzten Stückzinsen, aber vor Abschreibung wegen Wertminderung und erfolgsneutraler Bewertung zum Fair Value von zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen.

(b) Inklusive Abschreibung wegen Wertminderung, Agien/Disagien und abgegrenzten Stückzinsen, vor erfolgsneutraler Bewertung zum Fair Value von zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen.

(c) Inklusive Policendarlehen.

(d) Bei Finanzinstrumenten, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden, beinhaltet diese Spalte die Bewertung zum Marktwert von Makro-Hedges und sonstigen Derivaten.

31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Anschaffungs-

kosten vor Abschreibung wegen Wertminderung und Fair Value-Bewertung (a)
Abschreibung wegen Wertminderung Anschaffungs-

kosten nach Abschreibung wegen Wertminderung, aber vor Fair Value-Bewertung (b)
FairValue-Bewertung (d) Buchwert
--- --- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 47.347.324 -525.765 46.821.559 6.356.337 53.177.896
Fremdkapitalinstrumente (zu Anschaffungskosten bilanziert), die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 304.833 - 304.833 7.072 311.905
Fremdkapitalinstrumente 47.652.157 -525.765 47.126.392 6.363.409 53.489.801
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 1.002.343 -230.640 771.703 200.242 971.945
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 404.355 -76.047 328.308 27.470 355.778
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen (c) 6.575.819 -17.632 6.558.187 - 6.558.187
Darlehen und Ausleihungen 6.575.819 -17.632 6.558.187 - 6.558.187
GESAMTSUMME 55.634.674 -850.084 54.784.590 6.591.121 61.375.711

(a) Inklusive Agien/Disagien und abgegrenzten Stückzinsen, aber vor Abschreibung wegen Wertminderung und erfolgsneutraler Bewertung zum Fair Value von zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen.

(b) Inklusive Abschreibung wegen Wertminderung, Agien/Disagien und abgegrenzten Stückzinsen, vor erfolgsneutraler Bewertung zum Fair Value von zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen.

(c) Inklusive Policendarlehen.

(d) Bei Finanzinstrumenten, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden, beinhaltet diese Spalte die Bewertung zum Marktwert von Makro-Hedges und sonstigen Derivaten.

9.9.2. Veränderung der Wertminderungen auf Finanzanlagen im Geschäftsjahr (ohne fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude)

(In Tsd. Euro) 1. Januar 2013 Zusätzliche Wertminderungen im lfd. Geschäftjahr Auflösung nach Veräußerung oder Rückzahlung Zuschreibung aufgrund von Wertaufholung Sonstiges (a) 31. Dezember 2013
Wertminderung - Fremdkapitalinstrumente 525.765 3.378 -27.630 -3.026 -16.418 466.826
Wertminderung - Eigenkapitalinstrumente 230.640 38.557 -100.302 - 19.813 188.707
Wertminderung - Nicht konsolidierte Investmentfonds 76.047 39.140 -1.126 - -505 113.556
Wertminderung - Darlehen und Ausleihungen 17.632 6.345 -673 -3.707 -4.301 15.295
GESAMTSUMME 850.084 87.419 -129.731 -6.733 -1.411 784.384

(a) Beinhaltet im Wesentlichen Veränderungen im Konsolidierungskreis und Effekte aus der Währungsumrechnung.

(In Tsd. Euro) 1. Januar 2012 Zusätzliche Wertminderungen im lfd. Geschäftjahr Auflösung nach Veräußerung oder Rückzahlung Zuschreibung aufgrund von Wertaufholung Sonstiges (a) 31. Dezember 2012
Wertminderung - Fremdkapitalinstrumente 758.816 28.788 -240.208 -22.555 925 525.765
Wertminderung - Eigenkapitalinstrumente 260.780 46.942 -83.899 - 6.818 230.640
Wertminderung - Nicht konsolidierte Investmentfonds 102.748 9.080 -7.410 - -28.368 76.047
Wertminderung - Darlehen und Ausleihungen 16.950 6.512 -4.460 -1.371 - 17.632
GESAMTSUMME 1.139.294 91.322 -335.977 -23.926 -20.625 850.084

(a) Beinhaltet im Wesentlichen Veränderungen im Konsolidierungskreis und Effekte aus der Währungsumrechnung.

9.10. Fair Value Hierarchie

9.10.1. Hierarchie der Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

Die folgende Tabelle enthält eine Aufstellung der Zeitwerte der Finanzinstrumente, die je Bewertungshierarchie gemäß IFRS 13 (Level 1, 2 oder 3) zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Für die Einteilung der Finanzinstrumente in die einzelnen Level wurden die zugrundeliegenden Bewertungsparameter für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte herangezogen. Derivate und Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen sind nicht in der Tabelle enthalten. Details zu Derivaten sind im Anhang 19 zu finden.

31. Dezember 2013
Vermögenswerte, die an einem aktiven Markt notiert sind Vermögenswerte, die nicht an einem aktiven notiert sind oder für die kein aktiver Markt existiert
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Notierte Marktpreise an aktiven Märkten (Level 1) Auf beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungs-

methoden (Level 2)
Im Wesentlichen auf nicht beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungs-

methoden (Level 3)
GESAMT-

SUMME
--- --- --- --- ---
Fremdkapitalinstrumente 16.808.684 35.462.863 - 52.271.547
Eigenkapitalinstrumente 967.929 19.842 158.647 1.146.418
Nicht konsolidierte Investmentfonds 11.692 277.909 5.491 295.092
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 17.788.305 35.760.613 164.138 53.713.056
Fremdkapitalinstrumente 2.167.483 2.470.506 48.962 4.686.951
Eigenkapitalinstrumente 84.247 958.013 1.042.260
Nicht konsolidierte Investmentfonds 4 862.199 32.926 895.129
Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden 135.093 198.451 29.006 362.550
Darlehen und Ausleihungen - 408 - 408
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente und Darlehen 2.386.827 3.531.564 1.068.907 6.987.298
GESAMTSUMME - Finanzanlagen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden 20.175.132 39.292.177 1.233.045 60.700.354

Diese Tabelle beinhaltet keine Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen.

31. Dezember 2012
Vermögenswerte, die an einem aktiven Markt notiert sind Vermögenswerte, die nicht an einem aktiven notiert sind oder für die kein aktiver Markt existiert
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Notierte Marktpreise an aktiven Märkten (Level 1) Auf beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungs-

methoden (Level 2)
Im Wesentlichen auf nicht beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungs-

methoden (Level 3)
GESAMT-

SUMME
--- --- --- --- ---
Fremdkapitalinstrumente 13.371.341 39.479.424 - 52.850.765
Eigenkapitalinstrumente 730.415 75.159 164.306 969.880
Nicht konsolidierte Investmentfonds 22.129 326.188 7.461 355.778
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 14.123.885 39.880.771 171.767 54.176.423
Fremdkapitalinstrumente 1.700.337 4.135.254 - 5.835.591
Eigenkapitalinstrumente 145.977 36.911 1.115.680 1.298.568
Nicht konsolidierte Investmentfonds 7 84.038 - 84.045
Darlehen und Ausleihungen - 327 - 327
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente und Darlehen 1.846.321 4.256.530 1.115.680 7.218.531
GESAMTSUMME - Finanzanlagen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden 15.970.206 44.137.301 1.287.447 61.394.954

Diese Tabelle beinhaltet keine Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen.

Der AXA Konzern bestimmt den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) von Finanzinstrumenten gemäß den Regelungen des IFRS 13. Die Methoden zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Anhang 1.5) beschrieben. IFRS 13 fordert, dass die zum Zeitwert in der Konzernbilanz bewerteten Finanzinstrumente entsprechend einer 3-Stufen-Hierarchie ("Fair Value Hierarchie") klassifiziert werden, abhängig von den verwendeten Bewertungsmethoden und davon, ob die zur Ableitung der Zeitwerte verwendeten Parameter auf Märkten beobachtbar sind.

Die Kategorisierung in Level 1 erfolgt für Finanzinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte von notierten Marktpreisen oder Preisquotierungen der Händler abgeleitet werden können. Diese Preise spiegeln aktuelle und regelmäßige Transaktionen zwischen Marktteilnehmern wider.

Die Einstufung in Level 2 oder 3 erfolgt für Finanzinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden oder für die kein aktiver Markt existiert. Eingangsparameter der Stufe 2 und 3 sind:

Preise, die von Dritten zur Verfügung gestellt werden, die

ohne weiteres verfügbar sind und aktuelle Transaktionskurse beinhalten, aber der Markt für die entsprechenden Vermögenswerte nicht jederzeit aktiv ist oder
auf Anfrage des Konzerns von Preisservice-Agenturen geliefert werden und welche nicht einfach öffentlich verfügbar sind;

Vermögenswerte, die auf Basis anerkannter Bewertungsmethoden bewertet werden, denen verschiedene Annahmen zugrundeliegen, inklusive am Markt beobachtbarer Bewertungsparameter und Markttransaktionen.

Charakteristisch für Vermögenswerte der Stufen 2 und 3 ist die Inaktivität des Marktes. Grundsätzlich basieren die beizulegenden Zeitwerte auf Marktdaten, es sei denn es gibt keinen Markt oder der Markt ist illiquide. Werden die beizulegenden Zeitwerte durch anerkannte Bewertungsmethoden, deren Bewertungsparameter direkt oder indirekt am Markt beobachtet werden könne, ermittelt, so erfolgt die Kategorisierung in Level 2. Finanzinstrumente, deren beizulegenden Zeitwerte auf der Grundlage von Bewertungsmodellen ermittelt werden, deren Basis überwiegend nicht direkt beobachtbare Marktdaten sind, werden Level 3 zugeordnet. Die Klassifizierung zwischen Level 2 und 3 hängt also davon ab, in welchem Umfang marktbasierte Daten in die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts einfließen.

Aktiver Markt (Level 1)

Seit der Finanzmarktkrise in 2008 ist eine enorme Volatilität der Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen zu verzeichnen, die zu Umklassifizierungen zwischen Level 1 und 2 führte.

Seit 2010 ist diese Volatilität ebenfalls bei europäischen Staatsanleihen zu beobachten, insbesondere eine Geld-Brief-Spanne, die in den Vorjahren zu Transfers von Level 1 in Level 2 für Staatsanleihen im Wesentlichen aus Irland, Portugal, Spanien und Italien führte. Im Allgemeinen werden Finanzaktiva von Level 1 in Level 2 umgegliedert, wenn die Liquidität, die Handelsfrequenz und die Handelsaktivität nicht mehr länger auf einen aktiven Markt schließen lassen. Die umgekehrte Vorschrift gilt, wenn Instrumente von Level 2 in Level 1 umgegliedert werden. Demzufolge wurden im Jahr 2013 insbesondere Anleihen der europäischen Union aufgrund verbesserter Marktindikatoren wieder zurück in Level 1 transferiert. Die Einstufung aus den Vorjahren für alle anderen Staatsanleihen wird in 2013 beibehalten. Weitere signifikante Umklassifizierungen von bestehenden Staatsanleihen zwischen Level 1 und Level 2 sind nicht zu verzeichnen.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden 3.982 Mio. Euro netto zwischen Level 1 und 2 umgegliedert, davon 3.897 Mio. Euro von Level 2 in Level 1 und 85 Mio. Euro von Level 1 in Level 2.

Kein aktiver Markt (Level 2 und 3)

Für die Abgrenzung eines aktiven von einem nicht-aktiven Markt gibt es keine klare Trennungslinie, die Beurteilung erfolgt anhand von Definitionskriterien, die wiederum markt- oder produktabhängig sein können. Folgende Indikatoren lassen auf einen inaktiven Markt schließen: Keine laufende Verfügbarkeit von Preisen, signifikanter Rückgang des Handelsvolumen, signifikante Ausweitung der Geld-BriefSpanne, signifikante Reduzierung der Marktaktivität für einen Vermögenswert.

Die Identifikation von Vermögenswerten der Stufe 3 erfordert ein hohes Maß an Ermessensentscheidungen. Insbesondere wenn auf dem Markt beobachtbare Inputgrößen nicht zur Verfügung stehen, wird die Bewertung wesentlich von der Verwendung von Schätzungen und Annahmen beeinflusst. Inputgrößen von externen Preisservice-Agenturen, Rating-Agenturen oder anderen spezialisierten Datenlieferanten sowie Daten aus externen Gutachten gelten als beobachtbare Marktdaten.

Einige Vermögenswerte werden grundsätzlich als nicht an einem aktiven Markt notiert eingeordnet, wie beispielsweise Private-Equity-Investments, Private Placements oder Darlehen an Privatpersonen (Schuldscheindarlehen über Banken, Hypothekendarlehen, Beamtendarlehen). Private-Equity-Fonds-Investments werden üblicherweise von Fondsmanagern auf Basis des Net Asset Values bewertet, zu dessen Ermittlung wesentliche nicht veröffentlichte Informationen über die jeweiligen Private-Equity-Gesellschaften verwendet werden. Die Bewertung basiert entweder auf Zulieferungen von externen Preisservice-Agenturen oder anerkannten Bewertungsmodellen. Der AXA Konzern ist bestrebt, möglichst viele beobachtbare Marktdaten und Transaktionspreise zu verwenden.

Umgliederungen in und aus Level 3

Der Betrag der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vermögenswerte in Level 3 ist im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 54 Mio. Euro auf 1.233 Mio. Euro gesunken. Die in Level 3 klassifizierten Vermögenswerte betragen 2% am Gesamtbestand der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente. Es handelt sich hierbei hauptsächlich um Eigenkapitalinstrumente (inklusive einiger Private Equity Investments). Der Rückgang des Betrags der in dieser Level-Kategorie ausgewiesenen Vermögenswerte ist hauptsächlich auf Verkäufe bzw. Tilgungen von in Level 3 klassifizierten Finanzinstrumenten zurückzuführen sowie auf eine negative Marktwertveränderung von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vermögenswerten.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden Eigekapitalinstrumente in Höhe von 1 Mio. Euro, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, in Level 3 transferiert. Die gesamte Entwicklung des Level 3 - Bestands stellt sich wie folgt dar:

-63 Mio. Euro Marktwertveränderung von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Eigenkapitalinstrumenten;
-62 Mio. Euro aus Verkäufen von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten sowie von als zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente;
+77 Mio. Euro aus Neuinvestitionen in Eigen- und Fremdkapitalinstrumente sowie Anteile an nicht konsolidierte Investmentfonds, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden;
-6 Mio. Euro Veränderung der unrealisierten Gewinne und Verluste von als zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente;
-1 Mio. Euro aufgrund von Änderungen im Konsolidierungskreis
+1 Mio. Euro aus dem Transfer von Eigenkapitalinstrumenten in Level 3

9.10.2. Hierarchie der Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden

31. Dezember 2013
Vermögenswerte, die an einem aktiven Markt notiert sind Vermögenswerte, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind oder für die kein aktiver Markt existiert
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Notierte Marktpreise auf aktiven Märkten (Level 1) Auf beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungs-

methoden (Level 2)
Im Wesentlichen auf nicht beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungs-

methoden (Level 3)
Gesamt-

summe
--- --- --- --- ---
Zu Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude - 1.840.398 - 1.840.398
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Fremdkapitalinstrumente - 372.779 - 372.779
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen - 7.168.828 291.553 7.460.381
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Finanzinstrumente und Darlehen - 9.382.005 291.553 9.673.558
GESAMTSUMME - BEIZULEGENDER ZEITWERT VON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BILANZIERTEN FINANZANLAGEN - 9.382.005 291.553 9.673.558

Diese Tabelle beinhaltet keine Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen.

Der AXA Konzern bestimmt den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) von Finanzinstrumenten gemäß den Regelungen des IFRS 13. Die Methoden zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Anhang 1.5) beschrieben. Besonderheiten in der Bewertung von Finanzinstrumenten sind Anhang 9.10.1 zu entnehmen. Die dort beschriebenen Prinzipien gelten ebenfalls für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten.

Der beizulegende Zeitwert von fremdgenutztem Grundstücken und Gebäuden (als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) wird durch externe Gutachter mittels Ertragswertverfahren ermittelt. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien im AXA Konzern sind meist Teil liquider Märkte, die identische oder vergleichbare Vermögenswerte beinhalten. Daher basieren die wesentlichen Inputparameter zur Ermittlung des Fair Value auf beobachtbaren Marktdaten, so dass eine Kategorisierung der fremdgenutzten Grundstücke und Gebäude in Level 2 angemessen ist.

Der beizulegende Zeitwert von Fremdkapitalinstrumenten und Darlehen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden und die nicht an einem aktiven Markt notiert sind, wird mittels Bewertungsmethoden bestimmt. Dies geschieht unter Verwendung möglichst vieler Marktparameter wie beispielsweise Zinsstrukturkurven.

9.11. Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen

Zeitwert (a)
(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
--- --- ---
Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 712 -
Eigenkapitalinstrumente & nicht konsolidierte Investmentfonds 3.338.881 2.771.307
GESAMT - Versicherungsgeschäft 3.339.593 2.771.307

(a) Der Zeitwert entspricht dem Buchwert.

Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen (fondsgebundene Lebensversicherung) werden mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert. Die nicht realisierten Gewinne und Verluste aus der Zeitwertermittlung werden erfolgswirksam vereinnahmt.

Wie bereits im Risikobericht dargestellt, bemisst sich bei fondsgebundenen Versicherungsverträgen ohne Garantieteile die Versicherungsleistung an der Entwicklung des zugrundeliegenden Fonds. Das daraus resultierende Kapitalanlagerisiko trägt der Versicherungsnehmer.

Anhang 10: Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

(In Tsd. Euro) 1. Januar 2013 Zugänge & Abgänge Erfolgswirksame Veränderung Währungs-

umrechnung
Sonstige Veränderungen (a) 31. Dezember 2013
Aragon AG 6.367 -6.367 - - - -
Roland Rechtsschutz Vers. AG 30.870 - -522 - 2.792 33.140
BSC Bruderhilfe ServiceCard GmbH 126 - 10 - - 136
ver.di Service GmbH 16 - - - -16 -
Gesamt 37.379 -6.367 -512 - 2.776 33.276

(a) Berücksichtigt Ausschüttungen, Änderungen der Konsolidierungsmethode sowie Effekte aus der erfolgsneutralen Umbewertung der Vermögenswerte direkt im Eigenkapital.

(In Tsd. Euro) 1. Januar 2012 Zugänge & Abgänge Erfolgswirksame Veränderung Währungs-

umrechnung
Sonstige Veränderungen (a) 31. Dezember 2012
Aragon AG 11.948 - -5.581 - - 6.367
Roland Rechtsschutz Vers. AG 24.904 - 5.966 - - 30.870
BSC Bruderhilfe ServiceCard GmbH 135 - -9 - - 126
ver.di Service GmbH 16 - - - - 16
Gesamt 37.003 - 376 - - 37.379

(a) Berücksichtigt Ausschüttungen, Änderungen der Konsolidierungsmethode sowie Effekte aus der erfolgsneutralen Umbewertung der Vermögenswerte direkt im Eigenkapital.

Bei den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen handelt es sich hauptsächlich um Anteile an der Roland Rechtsschutz Versicherungs AG sowie an der Aragon AG.

Die Roland Rechtsschutz Versicherungs AG erzielte 2013 verdiente Brutto-Beiträge in Höhe von 220.445 Tsd. Euro (2012: 202.259 Tsd. Euro) und ein Konzernergebnis von 16.684 Tsd. Euro (2012: 5.962 Tsd. Euro). Die Bilanzsumme des Roland Konzerns zum 31. Dezember 2013 beträgt 864.869 Tsd. Euro (2012: 852.130 Tsd. Euro), das Eigenkapital beläuft sich auf 135.433 Tsd. Euro (2012: 135.433 Tsd. Euro).

Die Aragon AG erzielte 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 96.811 Tsd. Euro (2012: 108.035 Tsd. Euro) und ein Konzernergebnis von -6.092 Tsd. Euro (2012: -12.107 Tsd. Euro). Die Bilanzsumme des Aragon Konzerns zum 31. Dezember 2013 beträgt 78.162 Tsd. Euro (2012: 94.046 Tsd. Euro), das Eigenkapital beläuft sich auf 34.981 Tsd. Euro (2012: 35.286 Tsd. Euro).

Da die Beteiligung der AXA Konzern AG an der Aragon AG, Wiesbaden infolge einer Kapitalerhöhung von 27,17% auf 18,11% im Geschäftsjahr 2013 gesunken ist, wird diese Gesellschaft nicht mehr Rahmen einer "At Equity Bewertung" in den Konzernabschluss einbezogen, sondern als "Eigenkapitalinstrument - zur Veräußerung verfügbar" bilanziert.

Dieser Anhang berücksichtigt nicht nach der Equity-Methode bilanzierte Investmentfonds und Immobiliengesellschaften. Diese werden unter Finanzinstrumente im Anhang 9 dargestellt.

Anhang 11: Forderungen

31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Bruttobuchwert Wertminderungen Buchwert Zeitwert
--- --- --- --- ---
Depotforderungen und Garantien 59.309 - 59.309 59.309
Laufende Forderungen gegen andere Unternehmen 192.928 -387 192.541 192.541
Forderungen gegen Versicherungsnehmer und Versicherungsvermittler 393.128 -15.968 377.160 377.160
Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und dem übernommenen Rückversicherungsgeschäft 645.365 -16.355 629.010 629.010
Forderungen gegen Rückversicherer 46.644 -5.114 41.530 41.530
Forderungen aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft 46.644 -5.114 41.530 41.530
Steuerforderungen 200.677 - 200.677 200.677
Erstattungsansprüche aus Rückdeckungsversicherungsverträge 57.933 - 57.933 57.933
Forderungen gegen Arbeitnehmer und damit verbundene Steuern und Abgaben 12.154 - 12.154 12.154
Sonstige Steuern und Abgaben 19.463 - 19.463 19.463
Sonstige Depotforderungen 6.873 - 6.873 6.873
Sonstige 800.652 -1.081 799.571 799.571
Sonstige Forderungen 897.075 -1.081 895.994 895.994
Gesamtforderungen 1.789.760 -22.550 1.767.210 1.767.210
31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Bruttobuchwert Wertminderungen Buchwert Zeitwert
--- --- --- --- ---
Depotforderungen und Garantien 66.528 - 66.528 66.528
Laufende Forderungen gegen andere Unternehmen 63.614 - 63.614 63.614
Forderungen gegen Versicherungsnehmer und Versicherungsvermittler 326.367 -11.836 314.531 314.531
Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und dem übernommenen Rückversicherungsgeschäft 456.509 -11.836 444.673 444.673
Forderungen gegen Rückversicherer 21.952 -3.192 18.760 18.760
Forderungen aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft 21.952 -3.192 18.760 18.760
Steuerforderungen 291.884 - 291.884 291.884
Erstattungsansprüche aus Rückdeckungsversicherungsverträge 55.649 - 55.649 55.649
Forderungen gegen Arbeitnehmer und damit verbundene Steuern und Abgaben 202 - 202 202
Sonstige Steuern und Abgaben 21.011 - 21.011 21.011
Sonstige Depotforderungen 2.015 - 2.015 2.015
Sonstige 775.925 -9 775.916 775.916
Sonstige Forderungen 854.802 -9 854.793 854.793
Gesamtforderungen 1.625.147 -15.037 1.610.110 1.610.110

Anhang 12: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 Buchwert (a) 31. Dezember 2012 Buchwert (a)
Aus dem Versicherungsgeschäft 1.117.882 1.668.308
Aus dem Bankgeschäft 4.988 7.227
Aus sonstigen Geschäftsaktivitäten 38.455 223.983
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.161.325 1.899.518

(a) Angesichts der Art der Vermögenswerte entspricht der Zeitwert dem Buchwert.

Wie im Anhang 1.9. definiert, ist die obige Darstellung ohne Zahlungsmittel aus dem "Satellite Investment Portfolio".

Die Tabelle unten gleicht Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in den Aktiv- und Passivposten der Konzernbilanz mit der Konzern-Kapitalflussrechnung ab.

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1,161,325 1,899,518
Bankverbindlichkeiten (a) -55,599 -11,047
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember (b) 1,105,725 1,888,471

(a) Enthalten in Bilanzposition "Sonstige selbstemittierte Fremdfinanzierungen und Bankverbindlichkeiten".

(b) Die Salden der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Konzern-Kapitalflussrechnung berücksichtigen nicht die Zahlungsmittel der "Satelliten-Investmentfonds" (Siehe Anhang 1.2.2). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Konzern-Kapitalflussrechnung berücksichtigen nicht die Zahlungsmittel aus Verträgen, bei denen das finanzielle Risiko von den Versicherungsnehmern getragen wird (Fondsgebundene Lebensversicherung).

Die Veränderung des Zahlungsmittelbestandes wird in der Kapitalflussrechnung erläutert.

Die konsolidierten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 2013 betrugen 1.161 Mio. Euro, abzüglich Bankverbindlichkeiten in Höhe von 55 Mio. Euro, die unter "Sonstige selbstemittierte Fremdfinanzierungen und Bankverbindlichkeiten" in der Konzernbilanz dargestellt werden.

Die Verminderung der Netto Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 782 Mio. Euro gegenüber 2012 ist hauptsächlich auf folgende Punkte zurückzuführen:

Der aus der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzernbilanz abgeleitete Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit beträgt in 2013 1.947 Mio. Euro ( 2012: 1.295 Mio. Euro).

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeiten beträgt in 2013 2.351 Mio. Euro. Dies ist im Wesentlichen auf den Erwerb von Anleihen in Höhe von 3.958 Mio. Euro und Darlehen mit 445 Mio. Euro sowie gegenläufig von Mittelzuflüssen aus der Veräußerung von Aktien und Beteiligungen mit 2.100 Mio. Euro zurückzuführen. Bei den vorgenannten Werten wurden die jeweiligen Veräußerungserlöse mit den Mittelabflüssen aus dem Erwerb saldiert.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeiten resultiert aus der Auszahlung der Dividende an Muttergesellschaften. In 2013 betrug die Ausschüttung 378 Mio. Euro.

Von den unter dem Finanzmittelfonds ausgewiesenen liquiden Mitteln sind zum Bilanzstichtag 405 Mio. Euro (2012: 829 Mio. Euro) dem Sicherungsvermögen zugeordnet, so dass eine Verfügung über diesen Teil des Finanzmittelfonds einer Zustimmung des Treuhänders bedarf. Die vorgenannten Beträge betreffen weitestgehend Termin- und Festgelder.

Anhang 13: Eigenkapital und Minderheitsanteile

13.1. Auswirkung der Transaktionen mit Anteilseignern

Die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung wird, wie im Anhang 1 beschrieben wurde, gemäß der Änderung zum IAS 1 als ein eigener Abschlussbestandteil dargestellt.

13.1.1. Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehende Eigenkapitalveränderung in 2013

Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

In 2013 haben sich die folgenden Transaktionen auf das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklagen der AXA ausgewirkt:

Anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von 3,3 Mio. Euro.

Nachrangdarlehen ohne Laufzeitbeschränkung und damit verbundene Finanzierungsaufwendungen

Nachrangige Verbindlichkeiten bzw. Finanzverbindlichkeiten des AXA Konzerns bestehen zum Abschlussstichtag wie im Vorjahr nicht.

Gezahlte Dividende

In der Hauptversammlung vom 23. Juni 2014 stimmten die Aktionäre einer Dividendenausschüttung in Höhe von 479,1 Mio. Euro bezüglich des Geschäftsjahres 2013 zu.

13.1.2. Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehende Eigenkapitalveränderung in 2012

Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

In 2012 haben sich die folgenden Transaktionen auf das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklagen der AXA ausgewirkt:

Anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von 2,5 Mio. Euro.

Nachrangdarlehen ohne Laufzeitbeschränkung und damit verbundene Finanzierungsaufwendungen

Nachrangige Verbindlichkeiten des AXA Konzerns bestanden zum Abschlussstichtag wie im Vorjahr nicht.

Gezahlte Dividende

In der Hauptversammlung vom 06. Juni 2013 stimmten die Aktionäre einer Dividendenausschüttung in Höhe von 378,2 Mio. Euro bezüglich des Geschäftsjahres 2012 zu.

13.2. Gesamtergebnis der Periode

Die Gesamtergebnisrechnung beinhaltet den das Konzernergebnis nach Steuern der Periode, die Veränderung der Neubewertungsrücklage der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente, die Währungsumrechnungsrücklage und die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen.

13.2.1. Gesamtergebnis für 2013

Neubewertungsrücklage, die die Marktwertveränderungen der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente im Eigenkapital erfasst

Der Rückgang der nicht realisierten Bruttogewinne und -verluste der als zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente belief sich insgesamt auf 1.908 Mio. Euro und ist hauptsächlich auf das gestiegene Zinsniveau bei Fremdkapitalinstrumenten zurückzuführen.

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung zwischen nicht realisierten Bruttogewinnen und -verlusten aus den zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten und den entsprechenden im Eigenkapital erfassten Rücklagen:

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Unrealisierte Bruttogewinne und -verluste (a) 4.353.834 6.261.641
Abzüglich der unrealisierten Gewinne und Verluste, die auf... entfallen
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung -3.399.668 -4.957.156
Nicht zugeordnete unrealisierte Gewinne und Verluste vor Steuer 954.166 1.304.485
Latente Steuer -274.692 -388.456
Unrealisierte Gewinne und Verluste (nach Steuern) - zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente inkl. assoziierter Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert 679.474 916.029
UNREALISIERTE GEWINNE UND VERLUSTE (NACH STEUERN) - 100% - GESAMT 679.474 916.029
Unrealisierte Gewinne und Verluste - TOTAL 679.722 915.858
Anteile der Minderheitsgesellschafter an unrealisierten Gewinnen und Verlusten (c) -190 171
Rücklage aus der Währungsumrechnung (d) -60 -
UNREALISIERTE GEWINNE UND VERLUSTE (den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend - netto)(b) 679.722 915.858

(a) Unrealisierte Gewinne auf zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente.

(b) Einschliesslich unrealisierter Gewinne und Verluste auf Vermögenswerte aus aufgegebenen Geschäftsbereichen.

(c) Inklusive der Effekte aus der Währungsumrechnung der Minderheitsbeteiligungen.

(d) Auf Anteilseigner der Minderheitsgesellschafter entfallend.

Zum 31. Dezember 2013 betraf die Mehrheit der nicht realisierten Gewinne aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten das Segment Leben, was zu bedeutenden Bewegungen in der Schattenbilanzierung der Beitragsrückerstattung führte.

Für das Geschäftsjahr 2013 verteilen sich die unrealisierten Gewinne und Verluste wie folgt auf die Segmente:

31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Leben Kranken Sach Sonstiges Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Unrealisierte Bruttogewinne und -verluste (a) 2.954.549 911.627 438.392 49.266 4.353.834
Abzüglich der unrealisierten Gewinne und Verluste, die auf ... entfallen
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung -2.688.583 -711.085 - - -3.399.668
Nicht zugeordnete unrealisierte Gewinne und Verluste vor Steuer 265.966 200.542 438.392 49.266 954.166
Latente Steuer -85.088 -64.180 -121.834 -3.590 -274.692
Unrealisierte Gewinne und Verluste (nach Steuern) - zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente inkl. assoziierter Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert 180.878 136.362 316.559 45.676 679.474
UNREALISIERTE GEWINNE UND VERLUSTE (NACH STEUERN) - 100% - GESAMT 180.878 136.362 316.559 45.676 679.474
Unrealisierte Gewinne und Verluste - TOTAL 181.546 136.411 317.007 44.759 679.722
Anteile der Minderheitsgesellschafter an unrealisierten Gewinnen und Verlusten (c) -668 -49 -390 917 -190
Rücklage aus der Währungsumrechnung (d) - - -60 - -60
UNREALISIERTE GEWINNE UND VERLUSTE (den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend - netto) (b) 181.546 136.411 317.007 44.759 679.722

(a) Unrealisierte Gewinne der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente.

(b) Einschliesslich unrealisierter Gewinne und Verluste auf Vermögenswerte aus aufgegebenen Geschäftsbereichen.

(c) Inklusive der Effekte aus der Währungsumrechnung der Minderheitsbeteiligungen.

(d) Auf Anteilseigner der Minderheitsgesellschafter entfallend.

Für das Geschäftsjahr 2012 verteilen sich die unrealisierten Gewinne und Verluste wie folgt auf die Segmente:

31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Leben Kranken Sach Sonstiges Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Unrealisierte Bruttogewinne und -verluste (a) 4.282.765 1.357.415 562.284 59.177 6.261.641
Abzüglich der unrealisierten Gewinne und Verluste, die auf ... entfallen
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung -3.897.735 -1.059.421 - - -4.957.156
Nicht zugeordnete unrealisierte Gewinne und Verluste vor Steuer 385.030 297.994 562.284 59.177 1.304.486
Latente Steuer -123.437 -95.358 -164.450 -5.211 -388.456
Unrealisierte Gewinne und Verluste (nach Steuern) - zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente inkl. assoziierter Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert 261.593 202.636 397.834 53.966 916.029
UNREALISIERTE GEWINNE UND VERLUSTE (NACH STEUERN) - 100% - GESAMT 261.787 202.636 397.834 53.966 916.029
Unrealisierte Gewinne und Verluste - TOTAL 262.493 202.603 398.628 52.134 915.858
Anteile der Minderheitsgesellschafter an unrealisierten Gewinnen und Verlusten (c) -900 33 -794 1.832 171
Rücklage aus der Währungsumrechnung (d) - - - - -
UNREALISIERTE GEWINNE UND VERLUSTE (den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend - netto) (b) 262.493 202.603 398.628 52.134 915.858

(a) Unrealisierte Gewinne der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente.

(b) Einschliesslich unrealisierter Gewinne und Verluste auf Vermögenswerte aus aufgegebenen Geschäftsbereichen.

(c) Inklusive der Effekte aus der Währungsumrechnung der Minderheitsbeteiligungen.

(d) Auf Anteilseigner der Minderheitsgesellschafter entfallend.

Die Veränderung der Neubewertungsrücklage von zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2013 und 31. Dezember 2012 stellt sich wie folgt dar:

(In Tsd. Euro) 31.Dezember 2013 31.Dezember 2012
Nicht realisierte Gewinne und Verluste (nach Steuern) 100%, Stand 1. Januar 916.029 408.905
Umwidmung in die Gewinn- und Verlustrechnung der Periode (a) -14.111 -107.860
Finanzanlagen, die im Geschäftsjahr erworben wurden und Veränderungen des Zeitwerts -225.722 614.989
Effekte aus der Währungsumrechnung 3.278 -5
Nicht realisierte Gewinne und Verluste (nach Steuern) 100%, Stand 31. Dezember 679.474 916.029

(a) Umwidmung aufgrund von Abgängen von Finanzinstrumenten, Wertminderungen und Wertaufholungen, Amortisierung von Agien und Disagien.

Rücklage aus der Währungsumrechnung

Die Gesamtauswirkung der Währungskursänderungen zum 31. Dezember 2013 betrug -4,531 Mio. Euro, die zu 100% den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen sind.

Der auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallende Anteil der Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung in Höhe von -4,531 Mio. Euro war hauptsächlich getrieben durch USA, Großbritannien und die Schweiz.

Neubewertung der Nettopensionsverpflichtungen

Der Gesamteffekt der Neubewertung der Nettopensionsverpflichtung im auf den Konzern entfallenden Nettoergebnis betrug zum 31. Dezember 2013 -391,3 Mio. Euro (davon auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallend -391,3 Mio. Euro und auf Minderheitsgesellschafter -4 Tsd. Euro).

Zusätzliche Informationen zu Pensionsplänen werden im Anhang 23.2 dargestellt.

13.2.2. Gesamtergebnis für 2012

Neubewertungsrücklage, die die Marktwertveränderungen der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente im Eigenkapital erfasst

Die Zunahme der nicht realisierten Bruttogewinne und -verluste aus den zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten belief sich insgesamt auf 3.748 Mio. Euro. Dies resultierte hauptsächlich aus dem gesunkenen Zinsniveau für Fremdkapitalinstrumente sowie dem Rückgang der Risikoaufschläge für Staats- und Unternehmensanleihen.

Rücklage aus der Währungsumrechnung

Die Gesamtauswirkung der Währungskursänderungen zum 31. Dezember 2012 betrug -7,576 Mio. Euro, die zu 100% den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen sind.

Der auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallende Anteil der Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung in Höhe von -7,576 Mio. Euro war hauptsächlich getrieben durch USA, Großbritannien und die Schweiz.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen

Der Gesamteffekt der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen im auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Nettoergebnis betrug zum 31. Dezember 2012 -581 Mio. Euro (davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zurechenbar: -577 Mio. Euro und den Minderheitsgesellschaftern zurechenbar -4 Mio. Euro).

Zusätzliche Informationen zu Pensionsplänen werden im Anhang 23.2 dargestellt.

13.3. Veränderung der Minderheitsanteile

13.3.1. Veränderung der Minderheitsanteile in 2013

Der Rückgang der Minderheitsanteile um 1,192 Mio. Euro auf 19,515 Mio. Euro ist auf das Gesamtergebnis und Transaktionen mit den Minderheitsgesellschaftern zurückzuführen:

Das Gesamtergebnis der Periode beinhaltete insbesondere Folgendes:

Der Anteil der Minderheitsgesellschafter am Jahresüberschuss betrug 0,957 Mio. Euro.
Veränderung der Neubewertungsrücklage in Höhe von -0,190 Mio. Euro.
Veränderung der Minderheitenanteile der Deutsche Beamten Lebensversicherung AG -1,242 Mio. Euro

Transaktionen mit Minderheitsgesellschaftern, die hauptsächlich Folgendes beinhalteten:

Dividendenauszahlung an die Minderheitsgesellschafter in Höhe von 0,652 Mio. Euro.

13.3.2. Veränderung der Minderheitsanteile in 2012

Der Rückgang der Minderheitsanteile um 1,922 Mio. Euro auf 20,707 Mio. Euro ist auf das Gesamtergebnis und Transaktionen mit den Minderheitsgesellschaftern zurückzuführen:

Das Gesamtergebnis der Periode beinhaltete insbesondere Folgendes:

Der Anteil der Minderheitsgesellschafter am Jahresüberschuss betrug 0,390 Mio. Euro.
Veränderung der Neubewertungsrücklage in Höhe von 0,171 Mio. Euro.

Transaktionen mit Minderheitsgesellschaftern, die hauptsächlich Folgendes beinhalteten:

Dividendenauszahlung an die Minderheitsgesellschafter in Höhe von 1,063 Mio. Euro.

Anhang 14: Rückstellungen aus Versicherungs- und Investmentverträgen

14.1. Versicherungstechnische Rückstellungen aus Versicherungsverträgen (brutto und Anteil der Rückversicherer)

Versicherungstechnische Rückstellungen aus Versicherungsverträgen (inkl. versicherungstechnischer Rückstellungen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen (Fondsgebundene Lebensversicherung)) teilen sich pro Segment wie folgt auf:

31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Lebens-

versicherung
Kranken-

versicherung
Schaden- und Unfallversicherung Gesamt
--- --- --- --- ---
Deckungsrückstellung 36.694.627 13.473.120 - 50.167.747
Rückstellungen für Beitragsüberträge 213.369 4.019 600.609 817.997
Schadenrückstellung (a) 340.769 491.254 5.681.423 6.513.446
davon Rückstellungen für unbekannte Spätschäden 52.012 - 1.064.172 1.116.184
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen (b) - 9.307 741.891 751.198
Versicherungstechnische Rückstellungen 37.248.765 13.977.700 7.023.922 58.250.387
Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der fondsgebunden Lebensversicherung 3.339.593 - - 3.339.593
Anteile der Rückversicherer an Deckungsrückstellungen 430.529 - - 430.529
Anteile der Rückversicherer an Rückstelllungen für Beitragsüberträge 30.089 100 25.386 55.575
Anteile der Rückversicherer an Schadenrückstellungen (a) 16.936 4.478 403.859 425.273
Anteile der Rückversicherer an sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen - - 31.974 31.974
Anteile der Rückversicherer an versicherungstechnischen Rückstellungen 477.554 4.578 461.219 943.351
Gesamte versicherungstechnische Rückstellungen, abzüglich abgegebener Rückversicherung 40.110.804 13.973.122 6.562.703 60.646.629

Zu beachten: Beträge werden ohne die Auswirkung von nicht verdienten Beitragsbestandteilen (siehe Anhang 8.2), Rückstellungen für Beitragsrückerstattung (siehe Anhang 14.6) und derivativen Finanzinstrumenten verbunden mit Versicherungsverträgen (siehe Anhang 19.4) ausgewiesen.

a) Berücksichtigt Rückstellungen für Schadenregulierungsaufwendungen.

b) Beinhaltet die Deckungsrückstellung für Renten und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr und in der Schaden- und Unfallversicherung.

31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Lebens-

versicherung
Kranken-

versicherung
Schaden- und Unfallversicherung Gesamt
--- --- --- --- ---
Deckungsrückstellung 36.806.048 12.480.141 - 49.512.498
Rückstellungen für Beitragsüberträge 222.873 3.436 593.409 593.409
Schadenrückstellung (a) 306.889 487.161 5.530.784 6.324.834
davon Rückstellungen für unbekannte Spätschäden 41.794 - 886.709 928.503
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen(b) - 12.594 742.719 755.313
Versicherungstechnische Rückstellungen 37.335.810 12.983.332 6.866.912 57.186.054
Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der fondsgebunden Lebensversicherung 2.771.306 - - 2.771.306
Anteile der Rückversicherer an Deckungsrückstellungen 495.706 - - 495.706
Anteile der Rückversicherer an Rückstelllungen für Beitragsüberträge - - 27.887 27.887
Anteile der Rückversicherer an Schadenrückstellungen (a) 12.935 - 357.015 369.950
Anteile der Rückversicherer an sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen - - -475 -475
Anteile der Rückversicherer an versicherungstechnischen Rückstellungen 508.641 - 384.427 893.068
Gesamte versicherungstechnische Rückstellungen, abzüglich abgegebener Rückversicherung 39.598.475 12.983.332 6.482.485 59.064.292

Zu beachten: Beträge werden ohne die Auswirkung von nicht verdienten Beitragsbestandteilen (siehe Anhang 8.2), Rückstellungen für Beitragsrückerstattung (siehe Anhang 14.6) und derivativen Finanzinstrumenten verbunden mit Versicherungsverträgen (siehe Anhang 19.4) ausgewiesen.

a) Berücksichtigt Rückstellungen für Schadenregulierungsaufwendungen.

b) Beinhaltet die Deckungsrückstellung für Renten und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr und in der Schaden- und Unfallversicherung.

14.2. Versicherungstechnische Rückstellungen aus Investmentverträgen mit ermessenabhängigen Überschussbeteiligungen

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Deckungsrückstellung 342.796 457.793
Schadenrückstellung (a) 6 -
Rückstellungen aus Investmentverträgen ermessensabhängigen Überschussbeteiligungen 342.802 457.793

Zu beachten: Beträge werden ohne die Auswirkung von nicht verdienten Beitragsbestandteilen (siehe Anhang 8.2), Rückstellungen für Beitragsrückerstattung (siehe Anhang 14.6) und derivativen Finanzinstrumenten (siehe Anhang 19.4) ausgewiesen.

a) Berücksichtigt Rückstellungen für Schadenregulierungsaufwendungen.

14.3. Entwicklung der Schadenrückstellung in der Schaden- und Unfallversicherung

14.3.1. Veränderung der Schadenrückstellung vor Abzug des Anteils der Rückversicherer

(In Tsd. Euro) 2013 2012
Schadenrückstellung Stand 1. Januar 5,500,600 5,636,653
Rückstellung für Schadenregulierungskosten Stand 1. Januar 30,184 44,384
Brutto Schadenrückstellung Stand 1. Januar (a) 5,530,784 5,681,037
Schadenaufwand (für Geschäftsjahresschäden) 2,651,219 2,584,822
Veränderung der Schadenrückstellung (für Vorjahresschäden) -140,174 -171,436
Gesamte Schadenaufwendungen(b) 2,511,044 2,413,386
Schadenzahlungen (für Geschäftsjahresschäden) -1,252,193 -1,297,461
Schadenzahlungen (für Vorjahresschäden) -1,105,943 -1,064,900
Gesamte Schadenzahlungen (b) -2,358,136 -2,362,361
Sonstige Veränderungen 147 -207,058
Währungskursschwankungen -2,829 488
Schadenrückstellung Stand 31. Dezember 5,645,068 5,500,600
Rückstellung für Schadenregulierungskosten Stand 31. Dezember 36,355 30,184
Brutto Schadenrückstellung Stand 31. Dezember (a) 5,681,423 5,530,784

(a) Ohne Deckungsrückstellung für Renten und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr aus der Schaden- und Unfallversicherung.

(b) Ohne Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen.

14.3.2. Entwicklung des Anteils der Rückversicherer an der Schadenrückstellung

(In Tsd. Euro) 2013 2012
Anteil der Rückversicherer an Schadenrückstellungen Stand 1. Januar 357,015 335,029
Anteil der Rückversicherer an gesamten Schadenregulierungsaufwendungen 989,555 682,368
Anteil der Rückversicherer an gesamten Schadenzahlungen -894,804 -660,220
Sonstige Veränderungen -35,884 -145
Währungskursschwankungen -12,022 -17
Anteil der Rückversicherer an Schadenrückstellungen Stand 31. Dezember 403,859 357,015

14.4. Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen aus Versicherungs- und Investmentverträgen - Leben & Kranken

14.4.1. Entwicklung der versicherungstechnischen Risiken aus Versicherungs- und Investmentverträgen - vor Abzug des Anteils der Rückversicherer

Die nachstehende Tabelle weist die versicherungstechnischen Rückstellungen aus Versicherungs- und Investmentverträgen des Segments Leben und Kranken aus, unabhängig davon ob das Risiko von Versicherungsnehmern übernommen wird (d.h. inklusive des fondsgebundenen Geschäfts). Nicht verdiente Beitragsbestandteile, Rückstellungen aus Beitragsrückerstattung sowie derivative Finanzinstrumente aus Versicherungsverträgen sind nicht enthalten.

Leben

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Versicherungs-

verträge
Investment-

verträge
Gesamt Versicherungs-

verträge
Investment-

verträge
Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Versicherungstechnische Rückstellungen Stand 1. Januar (a) 40,107,116 457,793 40,564,909 39,092,035 763,321 39,855,356
Vereinnahmte Beiträge ohne Prämienzuschläge (+) 3,027,578 12,040 3,039,618 3,174,480 47,806 3,222,286
Rückkäufe, Abläufe und sonstige Leistungen ohne Kosten und Stornoabschläge (-) -3,769,292 -133,600 -3,902,892 -3,503,939 -366,346 -3,870,285
Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung (+/-) 424,325 - 424,325 270,714 - 270,714
Rechnungsmäßige Zinsen und Erhöhung der Deckungsrückstellung aus der Überschussbeteiligung 1,324,258 6,570 1,330,828 1,367,670 13,004 1,380,674
Veränderung der Rückstellungen bezogen auf versicherungstechnische und versicherungsmathematische Positionen (+/-) -327,224 - -327,224 -246,484 8 -246,476
Sonstige Veränderungen -198,406 - -198,406 -47,360 - -47,360
Versicherungstechnische Rückstellungen Stand 31. Dezember (a) 40,588,358 342,802 40,931,160 40,107,116 457,793 40,564,909

(a) Inklusive: Deckungsrückstellung, Rückstellungen für Beitragsüberträge, Schadenrückstellungen, Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Rückstellungen.

Ohne: Rückstellungen für nicht verdiente Beitragsbestandteile und Rückstellungen für Beitragsrückerstattung.

Kranken

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Versicherungs-

verträge
Investment-

verträge
Gesamt Versicherungs-

verträge
Investment-

verträge
Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Versicherungstechnische Rückstellungen Stand 1. Januar (a) 12.983.332 - 12.983.332 11.915.092 - 11.915.092
Vereinnahmte Beiträge ohne Prämienzuschläge (+) 2.208.027 - 2.208.027 2.102.985 - 2.102.985
Rückkäufe, Abläufe und sonstige Leistungen ohne Kosten und Stornoabschläge (-) -1.552.854 - -1.552.854 -1.443.375 - -1.443.375
Rechnungsmäßige Zinsen und Erhöhung der Deckungsrückstellung aus der Überschussbeteiligung 338.429 - 338.429 408.630 - 408.630
Veränderung der Rückstellungen bezogen auf versicherungstechnische und versicherungsmathematische Positionen (+/-) - - - - - -
Sonstige Veränderungen 764 - 764 - - -
Währungskursschwankungen 2 - 2 - - -
Versicherungstechnische Rückstellungen Stand 31. Dezember(a) 13.977.700 - 13.977.700 12.983.332 - 12.983.332

(a) Inklusive: Deckungsrückstellung, Rückstellungen für Beitragsüberträge, Schadenrückstellungen, Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Rückstellungen.

Ohne: Rückstellungen für nicht verdiente Beitragsbestandteile und Rückstellungen für Beitragsrückerstattung.

14.4.2. Entwicklung des Anteils der Rückversicherer an versicherungstechnischen Rückstellungen aus Versicherungs- und Investmentverträgen

Leben

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Versicherungs-

verträge
Investment-

verträge
Gesamt Versicherungs-

verträge
Investment-

verträge
Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen Stand 1. Januar (a) 508,641 - 508,641 521,769 - 521,769
Anteil der Rückversicherer an den vereinnahmten Beiträgen ohne Prämienzuschläge (+) - - - 54,938 - 54,938
Anteil der Rückversicherer an den Rückkäufen, Abläufen und sonstigen Leistungen ohne Kosten und Strafen (-) -50,510 - -50,510 -83,528 - -83,528
Anteil der Rückversicherer an der Entwicklung der Rückstellungen bezogen auf versicherungstechnische und versicherungsmathematische Positionen (+/-) (b) 25,523 - 25,523 -6,777 - -6,777
Anteil der Rückversicherer an der Änderungen des Konsolidierungskreises und der Bilanzierungsmethoden -6,100 - -6,100 22,239 - 22,239
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen Stand 31. Dezember (a) 477,554 - 477,554 508,641 - 508,641

(a) Inklusive: Deckungsrückstellung,Rückstellungen für Beitragsüberträge, Rückstellungen für drohende Verluste, Schadenrückstellungen, Rückstellungen für Schadenregulierungsaufwendungen, Rückstellungen für sonstige Gewinnbeteiligungen. Ohne: Rückstellungen für nicht verdiente Beitragsbestandteile, Rückstellungen für Beitragsrückerstattung/Überschussbeteiligungen der Versicherungsnehmer.

(b) Zu beachten: Inklusive Zinszuführungen und den Rückstellungen zugeführte Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer, Kontoführungsgebühren/ Gebühren für die Verwaltung von Finanzanlagen und Veränderung der Rückstellungen bezogen auf versicherungstechnische und versicherungsmathematische Positionen.

Kranken

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Versicherungs-

verträge
Investment-

verträge
Gesamt Versicherungs-

verträge
Investment-

verträge
Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen Stand 1. Januar (a) - - - - - -
Anteil der Rückversicherer an den vereinnahmten Beiträgen ohne Prämienzuschläge (+) 14,856 - 14,856 - - -
Anteil der Rückversicherer an den Rückkäufen, Abläufen und sonstigen Leistungen ohne Kosten und Strafen (-) -10,278 - -10,278 - - -
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen Stand 31. Dezember (a) 4,578 - 4,578 - - -

(a) Inklusive: Deckungsrückstellung,Rückstellungen für Beitragsüberträge, Rückstellungen für drohende Verluste, Schadenrückstellungen, Rückstellungen für Schadenregulierungsaufwendungen, Rückstellungen für sonstige Gewinnbeteiligungen. Ohne: Rückstellungen für nicht verdiente Beitragsbestandteile, Rückstellungen für Beitragsrückerstattung/Überschussbeteiligungen der Versicherungsnehmer.

14.5. Veränderung der Rückstellung für Schäden und noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Schadenrückstellung)

Die Schadenabwicklungstabelle weist die Veränderung der Schadenrückstellungen nach den angewendeten Rechnungslegungsvorschriften gemäß IFRS 4 zwischen 2003 und 2013 aus. Dabei bezieht sich die Darstellung auf die Schadenrückstellung inkl. der Schadenregulierungskostenreserve. Alle Verträge sind gemäß IFRS-Definition Versicherungsverträge.

Die erste Zeile "Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Schadenregulierungsaufwendungen zum jeweiligen Bilanzstichtag gebildet" stellt die Schadenrückstellungen in der Konzernbilanz, gebildet zum relevanten Geschäftsjahr, dar. Zum Beispiel stellt der Betrag in Höhe von 3.747 Mio. Euro für das Jahr 2005 alle Schadenrückstellungen dar, die in der Konzernbilanz in den Geschäftsjahren bis einschließlich 2005 gebildet wurden und zum 31. Dezember 2005 in der Konzernbilanz berücksichtigt wurden.

Die zweite Zeile "Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Schadenregulierungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2013 gebildet, nach Anpassungen aufgrund von Währungskursschwankungen und Konsolidierungskreisänderungen" zeigt zum jeweiligen Bilanzstichtag den anfänglichen Betrag, der sich unter Verwendung der Wechselkurse des aktuellen Jahres und unter der Annahme eines unveränderten Konsolidierungskreises ergeben hätte.

Der erste Teil der Tabelle mit dem Titel "Kumulierte Zahlungen" zeigt für eine gegebene Spalte N die kumulierten Zahlungen, die seit dem 31. Dezember des Jahres N, bezogen auf das Eintrittsjahr bis einschließlich Jahr N geleistet wurden.

Der zweite Teil der Tabelle "Neu geschätzte Rückstellungen" zeigt für eine gegebene Spalte N eine Schätzung der aktuellen Kosten der Rückstellungen zum 31. Dezember des Geschäftsjahres N für alle Eintrittsjahre vor und bis zum Jahr N, zum Ende des jeweiligen nachfolgenden Geschäftsjahres. Der endgültige Schadenaufwand schwankt von Jahr zu Jahr, da die Information über die noch nicht abgewickelten Versicherungsfälle mit jedem weiteren Jahr zuverlässiger wird.

Der Abwicklungsgewinn bzw. -verlust der Anfangsbruttorückstellung in Bezug auf die aktuelle Schätzung der Schadenaufwendungen des jeweiligen Jahres ergibt sich für das Geschäftsjahr N durch einen Vergleich des Betrages in der zweiten Zeile der Tabelle ("Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Schadenregulierungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2013 gebildet, nach Anpassungen aufgrund von Währungskursschwankungen und Konsolidierungskreisänderungen.") mit dem Betrag der "Neu geschätzte Rückstellungen".

Veränderung der Schadenrückstellungen: Schaden und Unfall

(In Tsd. Euro) 2003 2004 2005 2006 2007 2008
Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Schadenregulierungsaufwendungen zum jeweiligen Bilanzstichtag gebildet 3.731.968 3.664.978 3.747.277 4.762.013 4.803.097 4.771.306
Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Schadenregulierungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2013gebildet, nach Anpassungen aufgrund von Währungskursschwankungen und Konsolidierungskreisänderungen 3.578.290 3.535.161 3.615.246 4.760.983 4.804.150 4.773.374
Kumulierte Zahlungen:
1 Jahr später 811.556 765.491 867.219 912.638 878.888 882.396
2 Jahre später 1.138.578 1.145.312 1.262.609 1.261.881 1.215.012 1.242.753
3 Jahre später 1.410.970 1.441.025 1.508.108 1.486.782 1.458.224 1.472.909
4 Jahre später 1.646.358 1.632.737 1.639.366 1.679.199 1.633.662 1.645.638
5 Jahre später 1.805.206 1.738.834 1.798.725 1.818.390 1.772.542 1.789.165
6 Jahre später 1.889.329 1.872.496 1.911.030 1.939.614 1.895.280
7 Jahre später 2.003.351 1.967.258 2.014.081 2.044.438
8 Jahre später 2.082.335 2.057.628 2.103.291
9 Jahre später 2.159.153 2.139.557
10 Jahre später 2.231.307
Neu geschätzte Rückstellungen: 3.027.505 3.068.708 3.202.882 3.332.018 3.414.337 3.589.547
1 Jahr später 3.473.564 3.509.814 4.211.804 4.425.353 4.435.797 4.500.875
2 Jahre später 3.308.509 3.777.369 3.995.152 4.082.815 4.066.186 4.149.112
3 Jahre später 3.633.940 3.751.523 3.880.068 3.891.131 3.895.568 4.102.490
4 Jahre später 3.591.746 3.640.259 3.154.099 3.745.777 3.876.898 3.699.666
5 Jahre später 3.515.317 3.027.617 3.086.591 3.755.973 3.490.421 3.589.547
6 Jahre später 3.014.638 2.983.596 3.589.333 3.389.112 3.414.337
7 Jahre später 2.978.704 3.434.245 3.234.955 3.332.018
8 Jahre später 3.376.716 3.092.896 3.202.882
9 Jahre später 3.040.996 3.068.708
10 Jahre später 3.027.505
Kumulierter Überschuss (Defizit) der Anfangsbruttorückstellungen gegenüber den neu geschätzten Bruttorückstellungen: (a)
Absoluter Betrag: 550.785 466.453 412.364 1.428.965 1.389.813 1.183.827
in %: 15,4% 13,2% 11,4% 30,0% 28,9% 24,8%
(In Tsd. Euro) 2009 2010 2011 2012 2013
Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Schadenregulierungsaufwendungen zum jeweiligen Bilanzstichtag gebildet 4.813.622 4.891.444 5.147.154 5.054.187 5.179.701
Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Schadenregulierungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2013gebildet, nach Anpassungen aufgrund von Währungskursschwankungen und Konsolidierungskreisänderungen 4.815.470 4.891.473 5.146.578 5.052.547 5.179.701
Kumulierte Zahlungen:
1 Jahr später 937.618 919.802 973.651 976.640
2 Jahre später 1.273.290 1.280.570 1.337.028
3 Jahre später 1.505.227 1.520.580
4 Jahre später 1.684.224
5 Jahre später
6 Jahre später
7 Jahre später
8 Jahre später
9 Jahre später
10 Jahre später
Neu geschätzte Rückstellungen: 3.849.903 4.081.112 4.358.956 4.982.696
1 Jahr später 4.623.663 5.132.531 4.701.462 4.982.696
2 Jahre später 4.408.911 4.259.598 4.358.956
3 Jahre später 3.994.716 4.081.112
4 Jahre später 3.849.903
5 Jahre später
6 Jahre später
7 Jahre später
8 Jahre später
9 Jahre später
10 Jahre später
Kumulierter Überschuss (Defizit) der Anfangsbruttorückstellungen gegenüber den neu geschätzten Bruttorückstellungen: (a)
Absoluter Betrag: 965.567 810.361 787.622 69.851
in %: 20,1% 16,6% 15,3% 1,4% 0,0%

(a) Es wäre nicht angemessen die zukünftigen Überschüsse oder Defizite auf Basis der Schadenrückstellungen in der Entwicklungstabelle zu extrapolieren, da die Rahmenbedingungen und Entwicklungstrends aus Vorperioden nicht unbedingt in der Zukunft wieder eintreten werden. Die Darstellung des Überschusses/Defizits berücksichtigt Währungsänderungen zwischen den Geschäftsjahren.

Überleitung zwischen den entwickelten und insgesamt gebildeten Rückstellungen

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 Bilanzwert 31. Dezember 2012 Bilanzwert
Brutto-Schadenrückstellung entwickelt
Schaden und Unfall 5.179.701 5.054.187
Gesamte entwickelte Brutto-Schadenrückstellung 5.179.701 5.054.187
Brutto-Schadenrückstellungen unentwickelt 501.722 476.597
Gesamte Brutto-Schadenrückstellungen für Schaden und Unfall 5.681.423 5.530.784

14.6. Rückstellungen für Beitragsrückerstattung

Die folgende Tabelle zeigt die Rückstellungen für Beitragsrückerstattung zum 31. Dezember 2013 bzw. 31. Dezember 2012.

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Rückstellung für Beitragsrückerstattung 4,402,004 4,366,680
Passive latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung 5,406,628 6,815,406
Gesamte Rückstellungen für Beitragsrückerstattung 9,808,632 11,182,086
Gesamte aktive latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung 0 0

In der aktiven und passiven latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung sind Beträge enthalten, die sich hauptsächlich in Bezug auf unrealisierte Gewinne und Verluste aus Investitionen in zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen ergeben haben (vgl. Anhang 9.3.).

14.7. Zahlungs- und Rückkaufsprognosen sowie verwendete Rechnungszinsen für versicherungstechnische Rückstellungen aus Versicherungs- und Investmentverträgen

Die Tabellen im Anhang 14.7.1 und 14.7.2 werden ohne Verträge im Rahmen der fondsgebundenen Lebensversicherung dargestellt. Diese Verträge unterliegen weder einem Zinsrisiko noch einem Restlaufzeitrisiko. Davon ausgenommen sind fondsgebunde Verträge mit Leistungsgarantien.

In Bezug auf Liquiditätsrisiken werden für fondsgebundene Lebensversicherungen die Finanzanlagen zur Unterlegung der entsprechenden Rückstellungen von den Lebensversicherungsunternehmen vorgehalten. Vereinzelte Inkongruenzen sind hauptsächlich die Folge von zeitlichen Differenzen in der Vertragsverwaltung im Rahmen des täglichen Betriebs.

14.7.1. Prognose von künftigen Zahlungen und Rückkäufen

Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die prognostizierten Zahlungen und Rückkäufe in Bezug auf Versicherungs- und Investmentverträge (ohne fondsgebundene Lebensversicherungen) für Leben und Kranken sowie Schaden und Unfall. Die tatsächlichen Laufzeiten können erheblich von den Prognosen abweichen, hauptsächlich weil einige Verträge laufzeitreduzierende und vom Versicherungsnehmer ausübbare Kündigungsoptionen enthalten.

Die unten ausgewiesenen Prognosen können nicht mit den Rückstellungen in der Konzernbilanz verglichen werden. Die geschätzten Werte sind höher als die Werte in der Konzernbilanz, da sie die künftigen Zahlungen undiskontiert darstellen. Zudem werden künftige laufende Beitragszahlungen der Versicherungsnehmer ebenfalls nicht berücksichtigt.

Die Zahlen in der ersten Zeile der nachstehenden Tabelle zeigen geschätzte undiskontierte Zahlungen im Zusammenhang mit Todesfällen, Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitsschäden, Rückkäufen, Rentenzahlungen, garantierten Leistungen für fondsgebundene Verträge sowie Schaden-, Unfall- und Krankenversicherungschäden ohne die Berücksichtigung von künftig noch fällig werdenden Beiträgen der Versicherungsnehmer aus bestehenden Versicherungsverträgen. Diese Zahlungen beruhen auf Annahmen bezüglich Sterblichkeit, Invalidität und Berufsunfähigkeit, Rückkäufen und der Zahlungshäufigkeit in der Schaden- und Unfallversicherung, welche den Erfahrungen des Konzerns in der Vergangenheit entsprechen. Die Beträge sind brutto, also vor Abzug des Anteils der Rückversicherer, ausgewiesen. Durch die Verwendung von Schätzungen ist es wahrscheinlich, dass die tatsächlichen Auszahlungen von den Prognosen abweichen werden.

2013
(In Tsd. Euro) Bis 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
--- --- --- --- ---
Verpflichtungen aus Versicherungs- und Investmentverträgen 2,670,763 6,565,120 102,397,451 111,633,334
davon Verpflichtungen aus Leben und Kranken für Verträge mit einer Kündigungsoption, die einen Rückkaufswert vorsehen 656,004 4,119,658 36,067,210 40,842,872
2012
(In Tsd. Euro) Bis 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
--- --- --- --- ---
Verpflichtungen aus Versicherungs- und Investmentverträgen 2,406,926 5,636,030 90,394,697 98,437,653
davon Verpflichtungen aus Leben und Kranken für Verträge mit einer Kündigungsoption, die einen Rückkaufswert vorsehen 781,682 4,781,133 37,788,325 43,351,140

14.7.2. Verwendete Rechnungszinsen

Die dargestellte Tabelle und die damit verbundenen Bemerkungen werden ohne fondsgebundene Lebensversicherungsverträge ausgewiesen.

Die allgemeinen Grundsätze zur Bildung von versicherungstechnischen Rückstellungen sind im Anhang 1 des Konzernabschlusses beschrieben. Die Rückstellungen basieren auf Schätzungen, in denen der Rechnungszins eine zentrale Annahme ist.

Wie in der nachstehenden Tabelle gezeigt, wurden zum 31. Dezember 2013 99% der Rückstellungen für Leben und 96% der Rückstellungen für Kranken diskontiert. Bei den Verträgen mit festgeschriebenem Rechnungszins handelt es sich um Lebensversicherungsverträge, wo der Rechnungszins, der dem Garantiezins entspricht, bei Vertragsbeginn festgelegt wird und solange verwendet wird, bis im Rahmen der Überprüfung der Angemessenheit (Liability Adequacy Test) eine Nachreservierung erforderlich ist. In der Regel werden Verträge ohne Garantiezins als undiskontiert behandelt, außer Versicherungsprodukten mit garantierten Zinssätzen, die jährlich und für jeweils ein Jahr aktualisiert werden. Diese Verträge werden unter diskontierten Rückstellungen ausgewiesen.

Bei den Verträgen mit angepasstem Rechnungszins handelt es sich um Krankenversicherungsverträge. Im Gegensatz zur Lebensversicherung werden die Rechnungsgrundlagen, welche gemäß der Kalkulationsverordnung gleichermaßen für Prämienkalkulation und Ermittlung der Alterungsrückstellung zu verwenden sind, im Rahmen von Beitragsanpassungen aktualisiert. Bei den Verträgen, deren Rückstellungen nicht diskontiert werden, handelt es sich im Segment Kranken um Versicherungsgeschäft nach Art der Sachversicherung, wie zum Beispiel Auslandsreisekrankenversicherungsverträge.

Mit Ausnahme von Unfallversicherungsverträgen mit Beitragsrückgewähr sind die meisten Rückstellungen (90% zum 31 Dezember 2013) für Schaden und Unfall undiskontiert. Undiskontierte Rückstellungen sind gegenüber Risiken aus Zinssatzänderungen unempfindlich.

Der unten dargestellte Rechnungszins ist ein gewichteter Durchschnitt der berücksichtigten Bestände. Bei Verträgen mit garantierten Sätzen, die jährlich überprüft werden, werden die Sätze zum Abschlusszeitpunkt genommen. Die mit den Verträgen verbundenen Risikofaktoren werden im Risikobericht detailliert dargestellt.

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Buchwert Durchschnittlicher Rechnungszins Buchwert Durchschnittlicher Rechnungszins
--- --- --- --- ---
Leben - festgeschriebener ("locked-in") Rechnungszins 37,154,013 3.36% 37,405,549 3.38%
Leben- aktueller Rechnungszins - - - -
Leben - undiskontierte Rückstellungen 437,554 - 388,053 -
Summe Leben 37,591,567 - 37,793,602 -
Kranken - festgeschriebener ("locked-in") Rechnungszins - - - -
Kranken - aktueller Rechnungszins 13,473,120 3.37% 12,480,136 3.35%
Kranken - undiskontierte Rückstellungen 504,580 - 503,196 -
Summe Kranken 13,977,700 - 12,983,332 -
Schaden- und Unfall - festgeschriebener ("locked-in") Rechnungszins 693,819 3.04% 715,513 3.09%
Schaden- und Unfall - aktueller Rechnungszins - - - -
Schaden- und Unfall - undiskontierte Rückstellungen 6,330,103 - 6,151,399 -
Summe - Schaden und Unfall und internationale Versicherung 7,023,922 - 6,866,912 -
Gesamte Versicherungs- und Investmentverträge 58,593,189 - 57,643,846 -

Die Beträge sind ohne die Auswirkungen von Derivaten auf Versicherungs- und Investmentverträge ( siehe Anhang 19.4), sowie ohne Rückstellungen aus nicht verdienten Beitragsbestandteilen, Rückstellungen für Beitragsrückerstattung und versicherungstechnischen Rückstellungen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen dargestellt.

Gemäß IFRS 7 weist der Konzern im Risikobericht quantitative Zins- und Aktienmarkt-Sensitivitäten aus: für das Leben- und Krankenversicherungsgeschäft in Bezug auf den "European Embedded Value", für die Schaden- und Unfallversicherung in Bezug auf den entsprechenden Kapitalanlagebestand.

14.8. Eingebettete Derivate die, die Definition eines Versicherungsvertrages erfüllen

AXA verkauft Versicherungsverträge, die vielfältige Optionen und Garantien für die Versicherungsnehmer beinhalten. Diese Vertragsmerkmale werden im Risikobericht beschrieben. Dabei handelt es sich nicht um "eingebettete Derivate", die AXA getrennt zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, da

viele der Merkmale eng mit dem Basisvertrag verbunden sind, und
viele der Merkmale selbst als Versicherungsvertrag gemäß Phase 1 (IFRS 4) gelten.

Dieser Anhang beschreibt die Merkmale, die eingebettete Derivate haben und die unabhängig die Definition eines Versicherungsvertrages erfüllen. Die Hauptelemente können in zwei Hauptkategorien aufgeteilt werden: Garantierte Mindestleistungen im Todesfall (GMDBs) oder garantierte Rentenleistungen, die in Verbindung mit fondsgebundenen Verträgen und garantierten Rentenfaktoren angeboten werden (GMIB).

GMDB-Merkmale bieten eine Mindestleistung im Todesfall an, die höher als das Vertragsguthaben des fondsgebundenen Vertrages sein kann (je nach Wertentwicklung des fondsgebundenen Kapitals). GMIB-Merkmale bieten eine lebenslange Verrentung oder eine Rentengarantiezeit an, die ein Versicherungsnehmer nach einer vorgegebenen Wartezeit auswählen darf. Der sich daraus ergebende Betrag kann höher als die Umrechnung des Vertragsguthaben mit den aktuellen Rentenfaktoren sein.

Für AXA bestehen bei GMDB- und GMIB-Verträgen Risiken, da durch die anhaltend schwache Leistung der Finanzmärkte die ausgezahlten Leistungen höher als die kumulierten Versicherungsnehmer-Guthaben sein können. Rückstellungen werden für diese Merkmale auf Basis der mathematischen Annahmen im Zusammenhang mit erwarteten Vorteilen und verbundenen Kostenzuschlägen gebildet. Zusätzlich zur Bildung von Rückstellungen kontrolliert AXA Risiken durch eine Kombination aus Rückversicherungsprogrammen und einem aktiven Risikomanagementsystem, welches auch derivative Finanzanlagen enthält.

Garantierte Rentenfaktoren sichern, dass zu einem zukünftigen Zeitpunkt das kumulierte Guthaben der Versicherungsnehmer ausreicht, um eine lebenslange Rente zu aktuell festgelegten Rentenfaktoren zu kaufen. Die Risiken für AXA bei solchen Fällen sind folgende:

Entweder die Langlebigkeit des Versicherungsnehmers steigt deutlich, sodass diese Leistung länger in Anspruch genommen wird als für den garantierten Rentenfaktor angenommen
oder die Anlagerenditen sind während der Auszahlungsphase niedriger, als in den garantierten Rentenfaktoren berücksichtigt.

Anhang 15: Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft

15.1. Verbindlichkeiten nach Art

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Buchwert Marktwert Buchwert Marktwert
--- --- --- --- ---
Privatkunden 460.767 466.852 443.965 455.028
Institutionelle Kunden 28.899 30.836 55.774 59.876
Interbankenrefinanzierung 48.644 51.587 52.805 57.397
Gesamtverbindlichkeiten aus Bankgeschäften 538.310 549.275 552.544 572.301

Die Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft setzten sich aus privaten Kundeneinlagen, der Refinanzierung bei Institutionellen Anlegern sowie aus Interbankenrefinanzierung zusammen. Die privaten Kundeneinlagen in Höhe von 460.767 Tsd. Euro (2012: 443.965) bestehen im Wesentlichen aus täglich fälligen Einlagen und Termineinlagen. Bei Institutionellen Anlegern hat die Bank sich durch Schuldscheindarlehen refinanziert. Die Verbindlichkeiten der Interbankenrefinanzierung bestehen in Höhe von 25.627 Tsd. Euro (2012: 25.627 Tsd. Euro) aus Schuldscheindarlehen und in Höhe von 23.017 Tsd. Euro (2012: 27.178 Tsd. Euro) aus Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau.

Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Mehrzahl der Verbindlichkeiten aus Bankgeschäften (siehe unten) liegt der Marktwert der oben dargestellten Verbindlichkeiten nahe an den Buchwerten.

15.2. Verbindlichkeiten nach vertraglicher Fälligkeit

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Buchwert nach Vertragslaufzeiten Buchwert gesamt Buchwert nach Vertragslaufzeiten
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
Privatkunden 415.665 40.005 5.097 460.767 404.876 38.172
Institutionelle Kunden 15.899 13.000 - 28.899 27.774 28.000
Interbankenrefinanzierung 833 25.423 22.388 48.644 679 25.097
Gesamtverbindlichkeiten aus Bankgeschäften 432.397 78.428 27.485 538.310 433.329 91.269
31. Dezember 2012
Buchwert nach Vertragslaufzeiten Buchwert gesamt
--- --- ---
(In Tsd. Euro) mehr als 5 Jahre
--- --- ---
Privatkunden 917 443.965
Institutionelle Kunden - 55.774
Interbankenrefinanzierung 27.029 52.805
Gesamtverbindlichkeiten aus Bankgeschäften 27.946 552.544

Anhang 16: Sonstige Rückstellungen

16.1. Übersicht über die sonstigen Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen umfassen die folgenden Posten:

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Rückstellung für Pensionen und ähnliche langfristige Verpflichtungen sowie für Jubiläen 2,311,928 2,590,298
Anteilsbasierte Vergütungspläne 7,745 3,578
Rückstellungen für Restrukturierung 60,642 56,858
Übrige sonstige Rückstellungen 65,804 33,348
Gesamte sonstige Rückstellungen 2,446,119 2,684,082

Die Rückstellungen für Pensionen werden im Anhang 23 "Personalaufwendungen, Pensionen und Mitarbeiter" erläutert. Die Rückstellungen für Anteilsbasierte Vergütungspläne werden im Anhang 24 "Anteilsbasierte Vergütung" erläutert.

Der für die Berechnung der Jubiläumsrückstellung angewandte Rechnungszins beträgt 3,5% (2012: 2,7%). Der Zinsaufwand beträgt 671 Tsd. Euro (2012: 1.126 Tsd. Euro).

Die Jubiläumsrückstellung beinhaltet u.a. Ansprüche, die sich nach dem Aktienkurs der AXA S.A., Paris, bemessen; zum Bilanzstichtag sind 259 Mitarbeiter (2012: 286 Mitarbeiter) bezugsberechtigt. Die Vergütung dieser Ansprüche erfolgt in bar und wird entsprechend dem erreichten Dienstalter als Rückstellung erfasst. Die Rückstellung beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 3.547 Tsd. Euro (2012: 2.789 Tsd. Euro).

Für die Restrukturierungsrückstellung wurde ein Rechnungszinssatz von 3,47% zugrunde gelegt. Die erwartete Inanspruchnahme erstreckt sich voraussichtlich bis zum Jahr 2015. Der Zinsaufwand aus der Rückstellung betrug 2.439 Tsd. Euro (im Jahr 2011 Zinsertrag: 1.233 Tsd. Euro). Für die Rückstellung für Prozessrisiken aus anhängigen Rechtsstreitigkeiten wurden Rechnungszinssätze von 3,37% bis 3,79% verwendet. Die erwartete Inanspruchnahme erstreckt sich bis zum Jahr 2017.

In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen mit 37.699 Tsd. Euro Rückstellung für Spruchstellenverfahren sowie Zinsrückstellung für die Spruchstellenverfahren und mit 25.209 Tsd. Euro Rückstellung für Prozessrisiken ausgewiesen. Die Fälligkeit der übrigen sonstigen Rückstellungen wird in mehr als zwölf Monate erwartet.

16.2. Entwicklung der sonstigen Rückstellungen (außer Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie anteilsbasierte Vergütung)

Änderungen der sonstigen Rückstellungen (außer Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie anteilsbasierte Vergütungspläne) werden nachfolgend dargestellt:

(In Tsd. Euro) 2013 2012
Buchwert 1. Januar 90,206 86,520
Zuführungen 118,922 48,984
Inanspruchnahmen -67,019 -17,557
Auflösungen -15,664 -27,741
Buchwert 31. Dezember 126,446 90,206

Anhang 17: Verbindlichkeiten

17.1. Überblick über die Verbindlichkeiten

(In Tsd. Euro) Buchwert 31. Dezember 2013 Buchwert 31. Dezember 2012
Andere ausgegebene Fremdkapitalinstrumente, Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen (a) 85.600 40.047
Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und dem übernommenen Rückversicherungsgeschäft 463.222 319.383
Kautionen und Bürgschaften -347 74
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber anderen Versicherungsunternehmen 178.974 29.478
Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern, Maklern und Generalagenten 284.595 289.831
Verbindlichkeiten aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft 543.691 564.868
Kautionen und Bürgschaften 489.342 521.296
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmen 54.349 43.572
Steuerverbindlichkeiten 375.972 454.977
Sonstige Verbindlichkeiten 1.126.035 944.576
VERBINDLICHKEITEN 2.594.521 2.323.851

(a) ohne Bankaktivitäten.

17.2. Andere ausgegebene Fremdkapitalinstrumente, Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen (außer Fremdfinanzierung) nach Art der Ausgabe

Andere ausgegebene Fremdkapitalinstrumente, Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen (außer Fremdfinanzierung) nach Art der Ausgabe werden nachfolgend beschrieben:

Buchwert
(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
--- --- ---
Derivate auf andere ausgegebene Fremdkapitalinstrumente (außer Fremdfinanzierung) 30.001 29.000
Banküberziehungen 55.599 11.047
Sonstige Fremdkapitalinstrumente , Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen (ausser Fremdfinanzierung) 85.600 40.047

Die Buchwerte entsprechen sowohl für 2013 als auch für 2012 den jeweiligen Zeitwerten.

17.3. Zinsrisiko und vertragliche Laufzeiten

Die nachfolgende Tabelle stellt die vertraglichen Laufzeiten anderer ausgegebener Fremdkapitalinstrumente, Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen dar (mit Ausnahme des Effekts von Derivaten - detaillierte Beschreibung im Anhang 19.4). Die tatsächlichen Laufzeiten können von den dargestellten abweichen, hauptsächlich deshalb, weil einige Finanzinstrumente Vertragsbedingungen mit der Möglichkeit zur vorzeitigen Rückgabe, mit oder ohne Vertragsstrafe, enthalten.

Buchwert - Sonstige Fremdkapitalinstrumente, Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen nach Vertragsfälligkeit Gesamtbuchwert
(In Tsd. Euro) 12 Monate und weniger Von 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
2013 85.600 - - 85.600
2012 40.047 - - 40.047

Anhang 18: Steuern

18.1. Steueraufwand

18.1.1. Überblick über den Steueraufwand nach laufenden und latenten Steuern

Der Ertragsteueraufwand teilt sich wie folgt auf:

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Ertragsteuern -137.657 -215.546
Laufend -156.240 -112.272
Latent 18.583 -103.274

18.1.2. Steuerliche Überleitungsrechnung

Die Überleitung von theoretischem Steueraufwand (Gewinn vor Steuern bewertet mit dem anwendbaren Steuersatz in Deutschland für die betreffende Periode) zum effektiven Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Erträge vor Ertragssteuern (ohne Ergebnis aus aufgegebenen Aktivitäten und nach der Equity-Methode konsolidierten Beteiligungen) 562.434 886.293
Theoretische Steuerquote 32% 32%
Theoretischer Steueraufwand -179.979 -283.614
Auswirkung der Steuersatzdifferenz auf den theoretischen Steueraufwand 4 -
Auswirkung aufgrund von Steuersatzänderungen -24 499
Auswirkung der Steuersatzdifferenz und der nicht mit dem Einkommen vor Steuern verbundenen Steuern -610 3.013
Auswirkung der Differenz in Steuersatz und Steuerbemessungsgrundlage -630 3.512
Steuerliche Gewinne/Verluste aus Vorjahren, die im laufenden Jahr genutzt werden ohne bisher bilanzierte latente aktive Steuern 406 -2.878
Aktive latente Steuer, bilanziert auf steuerliche Verluste aus Vorjahren - -
Aktive latente Steuer, nichtbilanziert auf Steuerverluste des Jahres 589 24
Ausbuchung der gebildeten latenten Steueransprüche auf steuerliche Verluste aus Vorjahren (a) 1.138 1.729
Effekt der Steuerverluste 2.133 -1.125
Wirkung permanenter Differenzen -30.659 -46.121
Anpassung der Steuer, die sich auf vorherige Jahre bezieht -14.690 -24.808
Ausbuchung / Ansatz der aktiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen der vergangenen Jahre (außer Steuerverluste) (a) - -57
Sonstige 1.517 531
Effekt von Anpassungen, Wertverlust und Anderen -13.173 -24.334
Effektiver Steueraufwand -137.650 -215.545
Effektiver Steuersatz in % 24,47% 24,32%

(a) Ausbuchung der DTA (akitive latente Steuern) aus Steuerverlusten werden unter "Effekt der Steuerverluste" ausgewiesen.

Die gezahlten Ertragsteuern beliefen sich in 2013 auf 187.785 Tsd. Euro (2012: 28.187 Tsd. Euro).

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand von 137.650 Tsd. Euro liegt unter dem theoretischen Steueraufwand von 179.979 Tsd. Euro. Aus der Überleitungsrechnung geht hervor, dass der geringere tatsächliche Ertragsteueraufwand insbesondere in Höhe von 20,0 Mio. Euro aus steuerfreiem Kapitalanlageergebnis sowie aus Erträgen im Zusammenhang mit Vorjahressteuern von rund 14,7 Mio. Euro resultiert.

Im Vergleich zum Vorjahr (2012: 215.545 Tsd. Euro) vermindert sich der Ertragsteueraufwand deutlich auf 137.650 Tsd. Euro. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus dem signifikant niedrigeren Vorsteuerergebnis. Weiterhin führen die geringeren Erträge im Zusammenhang mit Vorjahressteuern zu einer Erhöhung der Steuerquote gegenüber dem Vorjahr. Der als Basis für die Überleitungsrechnung gewählte Ertragsteuersatz von 32% setzt sich zusammen aus dem Körperschaftsteuersatz von 15% zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5% auf die Körperschaftsteuer und einem durchschnittlichen Steuersatz für die Gewerbesteuer von 16,2%. Der Steuersatz entspricht somit dem des vorangegangenen Jahres.

18.2. Latente Steuern

Die Nettoposition der latenten Steuer teilt sich wie folgt auf:

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Latente Steuer-

ansprüche (netto)
Latente Steuer-

ansprüche (netto)
--- --- --- --- ---
Aktive / Passive Steuern bzgl.
- Ertrags- bzw. aufwandswirksame Positionen (Gewinne bzw. Verluste) 1.122.921 1.194.127 -71.206 -89.927
- Rücklagen in Verbindung mit Marktwertanpassungen von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten 961.976 1.236.668 -274.692 -388.456
- Rücklagen in Verbindung mit Sicherungsbeziehungen und anderen Posten 171 16.265 -16.094 -20.976
- Rücklagen in Verbindung mit Gewinnen und Verlusten aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen 185.469 1.313 184.156 270.997
Latente Steuern gesamt 2.270.537 2.448.373 -177.836 -228.362

In der obigen Tabelle entspricht die Nettoposition der latenten Steuern der Differenz zwischen aktiver latenter Steuer und passiver latenter Steuer, die in der Konzern-Bilanz dargestellt wurden. Der Aufriss der aktiven / passiven latenten Steuern in diesen Tabellen erfolgt unsaldiert pro Sachverhalt und ist daher nur in Summe mit der Bilanz abstimmbar.

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 (a) Latente Steuern 31. Dezember 2012 (a) Latente Steuern
Eröffnungsbilanzwert -228.363 -18.077
Erfolgswirksame Veränderungen (Gewinne und Verluste) 18.583 -103.274
Erfolgsneutrale Veränderungen im Eigenkapital (a) 31.944 -107.012
Schlussbilanzwert -177.836 -228.363

(a) Die Bewegungen des Eigenkapitals betreffen hauptsächlich Marktwertanpassungen von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente, Sicherungsbeziehungen, Umbewertung von Finanzinstrumenten im Eigenkapital und versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen.

Bilanzierte aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge nach Fälligkeit und Ablaufdatum:

Die folgenden Tabellen stellen die Aufteilung wie folgt dar:

Im ersten Teil nach Fälligkeit, zu der der Konzern die zum Jahresende gebuchte aktive latente Steuer zu nutzen gedenkt und die entsprechenden steuerlichen Verlustvorträge.
Im zweiten Teil nach dem "Ablaufdatum" der aktiven latenten Steuern, d.h. dem spätestmöglichen Datum, zu dem der Konzern sie nutzen könnte.

Der gesamte Betrag von 2.270.537 Tsd. Euro aktive latente Steuern enthielt keine aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge zum 31. Dezember 2013.

2013
Laufzeit 1 Jahr Laufzeit 2 Jahre Laufzeit 3 Jahre Laufzeit 4 Jahre Laufzeit 5 Jahre Laufzeit 6 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Erwartetes Datum der Nutzung
--- --- --- --- --- --- ---
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge - - - - - -
Korrespondierende Verlustvorträge - - - - - -
Letztmögliches Nutzungsdatum
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge - - - - - -
Korrespondierende Verlustvorträge - - - - - -
2013
Laufzeit zw. 7 und 11 Jahren Laufzeit>11 Jahre kein Fälligkeitsdatum GESAMT
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Erwartetes Datum der Nutzung
--- --- --- --- ---
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge - - - -
Korrespondierende Verlustvorträge - - - -
Letztmögliches Nutzungsdatum
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge - - - -
Korrespondierende Verlustvorträge - - - -
2012
Laufzeit 1 Jahr Laufzeit 2 Jahre Laufzeit 3 Jahre Laufzeit 4 Jahre Laufzeit 5 Jahre Laufzeit 6 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Erwartetes Datum der Nutzung
--- --- --- --- --- --- ---
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge 228 228 228 227 8.067 -
Korrespondierende Verlustvorträge 712 712 712 709 25.209 -
Letztmögliches Nutzungsdatum
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge - - - - - -
Korrespondierende Verlustvorträge - - - - - -
2012
Laufzeit zw. 7 und 11 Jahren Laufzeit>11 Jahre kein Fälligkeitsdatum GESAMT
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Erwartetes Datum der Nutzung
--- --- --- --- ---
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge - - - 8.978
Korrespondierende Verlustvorträge - - - 28.054
Letztmögliches Nutzungsdatum
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge - 1.138 7.840 8.978
Korrespondierende Verlustvorträge - 3.554 24.500 28.054

Nicht bilanzierte aktive latente Steuern auf Verlustvorträgen:

Der Betrag an aktiven latenten Steuern ohne konkretes Fälligkeitsdatum, der zum Jahresende nicht angesetzt wurde, weil er als uneinbringlich eingeschätzt wird, belief sich auf 13.640 Tsd. Euro (17.991 Tsd. Euro in 2012).

Anhang 19: Derivative Finanzinstrumente

Dieser Anhang enthält alle Derivate, die in Übereinstimmung mit IAS 39 zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, jedoch ohne derivative Finanzinstrumente, die die Definition von Konzern-Eigenkapitalinstrumenten erfüllen und ohne derivative Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds im "Satellite-Investment-Portfolio" gehalten werden (Details zum "Satellite-Investment Portfolio" siehe Anhang 1).

19.1. Restlaufzeiten, Nominal- und Marktwerte derivativer Finanzinstrumente

Restlaufzeiten der Nominalwerte zum 31. Dezember 2013 (a) Nominalwert Positiver Marktwert
(In Tsd. Euro) < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012 31. Dezember 2013
--- --- --- --- --- --- ---
Zinsderivate 211.500 2.955.713 4.709.571 7.876.784 8.819.263 560.435
Aktien- und Indexderivate 5.356 - 23.940 29.296 1.181.513 52.594
Devisenderivate 2.814.398 770.681 289.431 3.874.510 1.093.670 156.679
Kreditderivate 193.750 2.421.580 150.000 2.765.330 3.527.573 11.840
Andere Derivate 65.152 258.480 421.375 745.007 1.340.981 524
Gesamtsumme 3.290.156 6.406.454 5.594.317 15.290.927 15.963.000 782.072
Positiver Marktwert Negativer Marktwert Netto-Marktwert
(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2012 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
--- --- --- --- --- ---
Zinsderivate 704.894 37.658 12.426 522.777 692.468
Aktien- und Indexderivate 34.561 4.107 - 48.487 34.561
Devisenderivate 118.315 5.876 3.538 150.803 114.777
Kreditderivate 5.107 59.521 156.763 -47.681 -151.656
Andere Derivate 3.722 21.005 3.731 -20.481 -9
Gesamtsumme 866.599 128.167 176.458 653.905 690.141

Hinweis: Diese Tabelle enthält alle Derivate (Aktiv und Passiv), d.h. freistehende Derivate im Rahmen von ökonomischen Sicherungsbeziehungen und Makro-Hedges, Derivate im Rahmen von designierten Sicherungsbeziehungen und andere Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten wie in Anmerkung 1.9 beschrieben.

(a) Die Nominalwerte werden grundsätzlich in absoluten Werten dargestellt und schließen eine mögliche Verrechnung aus.

19.2. Derivative Finanzinstrumente nach Art der Absicherung

Derivate, die zu Absicherungszwecken eingesetzt werden und die Kriterien für Hedge Accounting erfüllen, werden nach ihrer Zweckbestimmung in Fair Value Hedges, Cash Flow Hedges und als Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb unterschieden. Alle anderen Derivate werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet und dienen der ökonomischen Absicherung oder sind Bestandteil eines Makro-Hedges. Bei Makro-Hedges handelt es sich um freistehende Derivate, die eine Gesamtrisikoposition bzw. ein Portfolio an Vermögenswerten absichern.

Die folgende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) sowie die Nominalwerte aller freistehenden Derivate und aller derivativen Finanzinstrumente, die die Kriterien des Hedge Accounting erfüllen, zum 31. Dezember 2013 und 2012:

31. Dezember 2013
Derivative Finanzinstrumente im Rahmen eines Fair-Value Hedges Derivative Finanzinstrumente im Rahmen eines Cash-Flow-Hedges Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Netto-Investitionen für ausländische Transaktionen
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Nominalwert Netto- Marktwert Nominalwert Netto Marktwert Nominalwert Netto- Marktwert
--- --- --- --- --- --- ---
Zinsderivate - - 3.203.118 289.860 - -
Aktienderivate - - - -
Währungsderivate - - 230.672 69.616 - -
Kreditderivate - - - - - -
Andere Derivate - - - - - -
Gesamtsumme - - 3.433.790 359.476 - -
31. Dezember 2013
Makro-Hedges und andere derivative Finanzinstrumente, die in der Regel zur wirtschaftlichen Absicherung eingesetzt werden Gesamtsumme
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Nominalwert Netto- Marktwert Nominalwert Netto- Marktwert
--- --- --- --- ---
Zinsderivate 4.673.666 232.916 7.876.784 522.776
Aktienderivate 29.296 48.487 29.296 48.487
Währungsderivate 3.643.839 81.187 3.874.511 150.803
Kreditderivate 2.765.330 -47.681 2.765.330 -47.681
Andere Derivate 745.007 -20.481 745.007 -20.481
Gesamtsumme 11.857.138 294.428 15.290.928 653.904

Hinweis: Diese Tabelle enthält alle Derivate (Aktiv und Passiv), d.h. freistehende Derivate im Rahmen von ökonomischen Sicherungsbeziehungen und Makro-Hedges, Derivate im Rahmen von designierten Sicherungsbeziehungen und andere Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten wie in Anmerkung 1.9 beschrieben.

31. Dezember 2012
Derivative Finanzinstrumente im Rahmen eines Fair-Value Hedges Derivative Finanzinstrumente im Rahmen eines Cash-Flow-Hedges Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Netto-Investitionen für ausländische Transaktionen
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Nominalwert Netto- Marktwert Nominalwert Netto- Marktwert Nominalwert Netto- Marktwert
--- --- --- --- --- --- ---
Zinsderivate - - 1.395.650 200.512 - -
Aktienderivate - - - - - -
Währungsderivate - - 387.871 88.373 - -
Kreditderivate - - - - - -
andere Derivate - - - - - -
Gesamtsumme - - 1.783.521 288.885 - -
31. Dezember 2012
Makro-Hedges und andere derivative Finanzinstrumente, die in der Regel zur wirtschaftlichen Absicherung eingesetzt werden Gesamtsumme
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Nominalwert Netto- Marktwert Nominalwert Netto- Marktwert
--- --- --- --- ---
Zinsderivate 7.423.613 491.956 8.819.263 692.468
Aktienderivate 1.181.513 34.561 1.181.513 34.561
Währungsderivate 705.798 26.404 1.093.669 114.777
Kreditderivate 3.527.573 -151.656 3.527.573 -151.656
andere Derivate 1.340.981 -9 1.340.981 -9
Gesamtsumme 14.179.478 401.256 15.962.999 690.141

Hinweis: Diese Tabelle enthält alle Derivate (Aktiv und Passiv), d.h. freistehende Derivate im Rahmen von ökonomischen Sicherungsbeziehungen und Macro-Hedges, Derivate im Rahmen von designierten Sicherungsbeziehungen und andere Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten wie in Anmerkung 1.9 beschrieben.

Zum 31. Dezember 2013 belief sich der Nominalwert aller derivativen Finanzinstrumente auf 15,3 Mrd. Euro (Vorjahr: 16,0 Mrd. Euro) mit einem entsprechenden Netto-Marktwert von 654 Mio. Euro (Vorjahr: 690 Mio. Euro).

AXA verwendet Derivate vorwiegend, um sich gegen verschiedenartige Risiken, die aus beiden Seiten der Bilanz im Rahmen ihrer Asset-Liability-Management (ALM)-Strategie der Versicherungsgesellschaften sowie der Holdinggesellschaften und Banken resultieren, abzusichern. Die Absicherungsstrategien im Geschäftsjahr umfassten:

Die Absicherung von Zinsrisiken der Finanzanlagen mit festen Endfälligkeiten, der langfristigen Verbindlichkeiten und der garantierten Verzinsung von Versicherungsverträgen.
Die Reduzierung von Fremdwährungsrisiken aus in Fremdwährung gehaltenen Vermögenswerte und -verbindlichkeiten.
Liquiditätsmanagement (einschließlich der Fähigkeit, Versicherungsleistungen bei Fälligkeit an die Kunden zu zahlen) im Zusammenhang mit Asset-Liability-Management und unter Beachtung lokaler Aufsichtsvorschriften für Versicherungs- und Bankgeschäfte.
Die Begrenzung des Risikos von Investitionen in Eigenkapitaltitel.
Die Begrenzung des Kreditrisikos bestimmter Unternehmensanleihen.

Derivate werden ebenfalls dazu eingesetzt, um "synthetische Positionen" aufzubauen mit dem Ziel der Erweiterung bestimmter Assetklassen. Dies kann beispielsweise durch das Halten von Bargeld und Aktien-Futures statt physischen Aktien bewirkt werden. Ein weiteres Beispiel ist die Kombination von Staatsanleihen und Kreditausfallversicherungen (CDS), die als synthetische Position eine Alternative zum direkten Kauf von Unternehmensanleihen darstellen.

Der Nominalwert der Derivate, der das ausstehende Volumen der Geschäfte bestimmt und die Grundlage für den Vergleich mit anderen Finanzinstrumenten bildet, stellt den Grad der derivativen Aktivitäten meist zu hoch dar. Da die Nominalwerte nicht die tatsächlich zwischen den Vertragsparteien getauschten Beträge darstellen, sind diese kein Indikator für eingegangene Risiken und entsprechen nicht dem Exposure derivativer Finanzinstrumente des Konzerns. Insbesondere die Kredit- und Marktrisiken aus den Geschäften können wesentlich geringer sein, beispielsweise besteht das Ausfallrisiko der Kontrahenten nicht unbedingt in voller Höhe des Nominalbetrags. Das Kontrahentenrisiko der Derivategeschäfte wird von AXA aktiv durch eine spezifische, konzernweit gültige Richtlinie gemanagt. Diese Richtlinie enthält ein Limit- und Prozessüberwachungssystem. Die Limite werden für jeden autorisierten Kontrahenten individuell bestimmt und basieren auf einem internen Scoringmodell. Ebenfalls werden Derivategeschäfte fortlaufend durch die Stellung von Sicherheiten (Collateral) abgesichert.

Weitere Informationen zur Asset-Liability-Management Governance werden im Abschnitt zur Risikosteuerung von Kapitalanlagen gegeben.

In den obigen Tabellen enthält die vierte Spalte Derivate, die nicht die Anforderungen an das Hedge Accounting gemäß IAS 39 erfüllen, aber deren Ziel es dennoch ist, die wirtschaftliche Absicherung eines Risikos zu gewährleisten, mit Ausnahme von bestimmten Kreditderivaten. Ebenfalls werden in dieser Spalte "Makro-Hedging"-Derivate ausgewiesen, die als freistehende Derivate eine Gesamtrisikoposition absichern.

Im Geschäftsjahr belief sich der Nominalbetrag der derivativen Finanzinstrumente, die im Rahmen des Hedge Accounting nach IAS 39 eingesetzt werden (Cash-Flow-Hedge), auf 3,4 Mrd. Euro gegenüber 1,8 Mrd. Euro im Jahr 2012. Der Netto-Marktwert dieser Derivate belief sich zum 31. Dezember 2013 auf 359 Mio. Euro (2012: 289 Mio. Euro).

Bei den im Bestand befindlichen Derivaten, die im Rahmen des Cash Flow Hedgings designiert wurden, handelt es sich um Zinsswaps zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus variablen Zinszahlungen von Wertpapieren, Währungsswaps zur Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken aus variablen Zinszahlungen von Wertpapieren in fremder Währung sowie um Forward-Zinsswaps zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken der zukünftigen Wiederanlage.

Ein Teil der Wertänderung dieser Derivate, der als wirksame Absicherung ermittelt wird und somit als effektiv gilt, wird im Rahmen des Cash Flow Hedgings erfolgsneutral in einer separaten Position im Eigenkapital erfasst. Der unwirksame bzw. ineffektive Teil der Wertänderung der Sicherungsinstrumente wird aufwands- bzw. ertragswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste werden in den Perioden aus dem sonstigen Ergebnis aufwands- oder ertragswirksam in den Gewinn oder Verlust umgegliedert, in denen die abgesicherten erwarteten Zahlungsströme aufwands- oder ertragswirksam werden. Die abgesicherten Zinszahlungen werden voraussichtlich in den Geschäftsjahren 2013 bis 2026 zufließen und sich in diesem Zeitraum auch auf das Periodenergebnis auswirken. Bei einzelnen Forward-Zinsswaps zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken der zukünftigen Wiederanlage, bei den Cash Flow Hedges mit Zinsswaps zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus variablen Zinszahlungen von Wertpapieren und den Währungsswaps zur Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken aus variablen Zinszahlungen von Wertpapieren in fremder Währung sind im Geschäftsjahr Ineffektivitäten aufgetreten, die ergebniswirksam berücksichtigt wurden. Die Ineffektivitäten dieser Derivate belaufen sich insgesamt auf 34,6 Mio. Euro.

19.2.1. Zinsderivate

Das primäre Zinsrisiko des AXA Konzerns wird durch Versicherungsverträge mit garantierten Leistungen bestimmt. Insbesondere besteht das Risiko, dass der Wert der mit den von den Versicherungsnehmern eingezahlten Prämien gekauften Finanzanlagen unter Berücksichtigung der Auszahlungsleistungen an die Versicherungsnehmer nicht ausreicht, um die garantierten Leistungen zu finanzieren und die erwartete Überschussbeteiligungen zu zahlen. Um sich gegen nachteilige Marktbedingungen abzusichern, werden Derivate-Strategien angewendet, die das Risiko der Zinsgarantien verringern.

Zum 31. Dezember 2013 belief sich der Nominalwert der Zinsderivate auf insgesamt 7,9 Mrd. Euro (2012: 8,8 Mrd. Euro). Der entsprechende Netto-Marktwert betrug zum Geschäftsjahresende insgesamt 523 Mio. Euro (2012: 692 Mio. Euro). AXA verwendet hauptsächlich (i) Zinsswaps, (ii) Zins-Optionen und (iii) Forwards.

Diese Derivate werden hauptsächlich verwendet:

Zur Absicherung von Zinsrisiken und Zins-Volatilitätsrisiken als Teil der Asset-Liability-Management-Strategie.
Zur Steuerung von Duration-Gaps und/oder zur Absicherung von Konvexitäts-Risiken zwischen Aktiva und Passiva in der Bilanz als Teil der Asset-Liability-Management-Strategie in der Lebensversicherung.
Zur Absicherung des Reinvestitionsrisikos durch den Abschluss von Vorkäufen (Forward Bonds). Die bilanzielle Absicherung der erworbenen Vorkäufe erfolgt im Rahmen von Mikro Cash Flow Hedges gemäß IAS 39. Das abgesicherte Finanzinstrument ist dabei jeweils eine hochwahrscheinliche zukünftige Transaktion, welche den Erwerb des eigentlichen Kassainstruments in der Zukunft repräsentiert. Das Absicherungsinstrument ist jeweils der bereits getätigte Vorkauf im Bestand. Der retrospektive Effektivitätstest wird mithilfe der Dollar Offset Methode vorgenommen. Der im Rahmen des Cash Flow Hedges bestehende effektive Teil der Absicherung wird innerhalb der unrealisierten Gewinne und Verluste, die direkt im Eigenkapital erfasst werden (CFH OCI), berücksichtigt. Darüber hinaus gehende Wertänderungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

19.2.2. Aktien- und Indexderivate

Zum 31. Dezember 2013 belief sich der Nominalbetrag der Aktien- und Indexderivate auf 29 Mio. Euro (2012: 1.181 Mio. Euro). Deren Netto-Marktwert betrug am 31. Dezember 2013 48 Mio. Euro (2012: 35 Mio. Euro). AXA verwendet hauptsächlich (i) Aktien-Futures und (ii) Equity Puts und Calls.

Diese Instrumente werden hauptsächlich verwendet, um:

Das Aktienrisiko im Rahmen der Asset-Liability-Management-Strategie abzusichern.
Das Aktienrisiko der Vermögenswerte in der Bilanz abzusichern, zum Schutz der Versicherungsnehmer-Investitionen und ihren Haftungsgarantien die im Laufe der Zeit entstanden sind.
Das Reinvestitionsrisiko zukünftiger Geschäfte im Rahmen der Erwerbsvorbereitung abzusichern.

19.2.3. Währungsderivate

Der Konzern verwendet verschiedene Währungsderivate, um das Fremdwährungsrisiko zu reduzieren. Diese Instrumente stellen Vereinbarungen dar, um die Währung eines Landes mit der Währung eines anderen Landes zu einem vereinbarten Preis und an einem bestimmten Abrechnungstag zu tauschen.

Im Geschäftsjahr belief sich der Nominalbetrag der Währungsderivate auf 3,9 Mrd. Euro gegenüber 1,1 Mrd. Euro im Vorjahr. Deren Marktwert betrug 151 Mio. Euro gegenüber 115 Mio. Euro im Jahr 2012. AXA verwendet hauptsächlich (i) Termingeschäfte und (ii) Currency Swaps.

Das Hauptziel von Währungsderivaten ist es, Wertänderungen von Vermögenswerten, die durch eine Veränderung der Wechselkurse entstanden sind, zu begrenzen und somit die Schwankungen des konsolidierten Konzern-Eigenkapitals und anderer Kennzahlen wie Liquidität, Verschuldungsgrad und Solvabilitätsquote aufgrund von Währungskursänderungen zu minimieren. Die Nominalwerte der Währungsderivate erhöhten sich um 2,8 Mrd. Euro auf 3,9 Mrd. Euro in 2013. Währungsderivate werden auch eingesetzt, um das Ungleichgewicht zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in fremder Währung abzusichern. Dieses Ungleichgewicht entsteht dadurch, wenn Investitionen in Fremdwährung aufgrund von Diversifikationszwecken getätigt werden. Meist stehen den Verpflichtungen jedoch Vermögenswerte in gleichlautender Währung gegenüber.

In Übereinstimmung mit IAS 21 und IAS 39 werden Umrechnungsdifferenzen aus Schuldtiteln erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Dieser Effekt kompensiert größtenteils die ebenfalls erfolgswirksam erfasste Marktwertveränderung dazugehöriger Derivate.

19.2.4. Kreditderivate (CDS)

Als Teil der Anlagestrategie und im Rahmen des Kreditrisikomanagements verfolgt der Konzern Strategien, die zum Abschluss von Geschäften mit Kreditderivaten - insbesondere von Kreditausfallversicherungen (CDS) - führen. Diese Instrumente stellen in Kombination mit Staatsanleihen eine Alternative zu Unternehmensanleihen dar, dienen aber auch der Absicherung einzelner Anlagetitel oder bestimmter Portfolien.

Im Jahr 2013 belief sich der Nominalbetrag der vom Konzern gehaltenen Kreditderivate auf 2,8 Mrd. Euro im Vergleich zu 3,5 Mrd. Euro im Jahr 2012 (mit Ausnahme der Instrumente, die in den Investmentfonds des "Satellite Investment Portfolio" gehalten werden").

Kreditderivate werden vorwiegend eingesetzt, um:

Das Kreditrisiko abzusichern, indem CDS gekauft werden, die der Absicherung einzelner Unternehmensanleihen oder spezifischen Portfolien dienen.
Die Rendite insbesondere von Staatsanleihen-Portfolien zu verbessern, indem in Staatsanleihen investiert wird und gleichzeitig Kreditausfallsversicherungen auf bonitätsstarke Rententitel verkauft werden. Diese Strategie wird als Alternative zum Kauf von Unternehmensanleihen verfolgt.

19.2.5. Andere derivative Finanzinstrumente

Im Geschäftsjahr 2013 belief sich der Nominalwert der Derivate, die nicht als Zins-, Währungs-, Aktien- oder Kreditderivate einkategorisiert werden, auf 745 Mio. Euro (2012: 1.341 Mio. Euro). Der Netto-Marktwert dieser derivativen Finanzinstrumente betrug -20.481 Tsd. Euro (2012: -9 Tsd. Euro).

In der Position andere derivative Finanzinstrumente werden im Geschäftsjahr 2013 insbesondere Inflations Swaps ausgewiesen, die zur Absicherung von inflationsbedingten Risiken bei Pensionsrückstellungen verwendet werden.

19.3. Auswirkungen der Absicherung von Finanzinstrumenten

Derivate werden in der Konzernbilanz zusammen mit dem zugrundeliegenden Basisgeschäft (Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten) - mit Ausnahme der Makro-Hedge Derivate - ausgewiesen. Sie sichern eine Gesamtrisikoposition ab und werden daher in einer separaten Zeile gezeigt.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Effekte derivativer Finanzinstrumente auf die zugrundeliegenden Vermögenswerte.

31. Dezember 2013
Versicherungsgeschäft Andere Aktivitäten
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Buchwert ohne Effekte von Derivaten (a) Effekte von derivativen Finanz-

instrumenten (b)
Buchwert einschließlich der Effekte von Derivaten (c) Buchwert ohne Effekte von Derivaten (a) Effekte von derivativen Finanz-

instrumenten (b)
Buchwert einschließlich der Effekte von Derivaten (c)
--- --- --- --- --- --- ---
Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.527.984 - 1.527.984 289 - 289
Fremdkapitalinstrumente 56.921.078 404.980 57.326.058 387.633 - 387.633
Eigenkapitalinstrumente 2.133.695 1.350 2.135.045 54.984 - 54.984
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.047.623 - 1.047.623 142.598 - 142.598
Sonstige Finanzinstrumente (d) 362.758 - 362.758 - - -
Makro-Hedge und andere Derivate 14.651 269.877 284.528 - -13.937 -13.937
FINANZINSTRUMENTE 60.479.804 676.207 61.156.011 585.215 -13.937 571.278
Darlehen 6.467.210 -1.170 6.466.040 487.546 - 487.546
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 3.339.593 - 3.339.593 - - -
FINANZANLAGEN 71.814.591 675.037 72.489.628 1.073.050 -13.937 1.059.113
31. Dezember 2013
Gesamtergebnis
--- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Buchwert ohne Effekte von Derivaten (a) Effekte von derivativen Finanzinstrumenten (b) Buchwert einschließlich der Effekte von Derivaten (c)
--- --- --- ---
Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.528.273 - 1.528.273
Fremdkapitalinstrumente 57.308.711 404.980 57.713.691
Eigenkapitalinstrumente 2.188.679 1.350 2.190.029
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.190.221 - 1.190.221
Sonstige Finanzinstrumente (d) 362.758 - 362.758
Makro-Hedge und andere Derivate 14.651 255.940 270.591
FINANZINSTRUMENTE 61.065.019 662.270 61.727.289
Darlehen 6.954.756 -1.170 6.953.586
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 3.339.593 - 3.339.593
FINANZANLAGEN 72.887.641 661.100 73.548.741

(a) Buchwert, d.h. nach Abzug von Wertminderungen, Amortisierung von Agien, einschließlich aufgelaufener und abgegrenzter Stückzinsen, aber ohne Effekte aus Derivaten.

(b) Beinhaltet Effekte aus Derivaten im Rahmen einer designierten Sicherungsbeziehung nach IAS 39 und Effekte aus freistehenden Derivaten, die Bestandteil einer ökonomischen Sicherungsbeziehung sind.

(c) Buchwert, siehe (a), und einschließlich der Effekte aus Sicherungsgeschäften gem. IAS 39, ökonomischen Sicherungsinstrumenten, Makro-Hedges und anderen Derivate.

(d) Andere zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden.

31. Dezember 2012
Versicherungsgeschäft Sonstige Aktivitäten
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Buchwert ohne Effekte von Derivaten (a) Effekte von derivativen Finanz-

instrumenten (b)
Buchwert einschließlich der Effekte von Derivaten (c) Buchwert ohne Effekte von Derivaten (a) Effekte von derivativen Finanz-

instrumenten (b)
Buchwert einschließlich der Effekte von Derivaten (c)
--- --- --- --- --- --- ---
Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.407.049 - 1.407.049 9.670 - 9.670
Fremdkapitalinstrumente 58.528.479 187.874 58.716.353 460.928 - 460.928
Eigenkapitalinstrumente 2.192.840 1.855 2.194.695 75.605 - 75.605
Nicht konsolidierte Investment-Fonds 355.423 - 355.423 84.400 - 84.400
Andere Finanzinstrumente (e) - - - - - -
Makro-Hedge und andere Derivate - 498.449 498.449 - 306 306
FINANZSTRUMENTE 61.076.742 688.178 61.764.920 620.933 306 621.239
Darlehen 6.018.895 - 6.018.895 539.619 - 539.619
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 2.771.307 - 2.771.307 - - -
FINANZANLAGEN 71.273.993 688.178 71.962.171 1.170.222 306 1.170.528
31. Dezember 2012
Gesamtergebnis
--- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Buchwert ohne Effekte von Derivaten (a) Effekte von derivativen Finanzinstrumenten (b) Buchwert einschließlich der Effekte von Derivaten (c)
--- --- --- ---
Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.416.719 - 1.416.719
Fremdkapitalinstrumente 58.989.407 187.874 59.177.281
Eigenkapitalinstrumente 2.268.445 1.855 2.270.300
Nicht konsolidierte Investment-Fonds 439.823 - 439.823
Andere Finanzinstrumente (e) - - -
Makro-Hedge und andere Derivate - 498.755 498.755
FINANZSTRUMENTE 61.697.675 688.484 62.386.159
Darlehen 6.558.514 - 6.558.514
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 2.771.307 - 2.771.307
FINANZANLAGEN 72.444.215 688.484 73.132.699

(a) Buchwert, d.h. nach Abzug von Wertminderungen, Amortisierung von Agien, einschließlich aufgelaufener und abgegrenzter Zinsen, aber ohne Effekte von Derivaten.

(b) Inklusive Mikro-Hedge und andere Derivate.

(c) Buchwert, siehe (a), und inklusive der Effekte aus Sicherungsgeschäften gem. IAS 39, ökonomischen Sicherungsbeziehungen, Makro-Hedges und anderer Derivate.

(d) Andere zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden.

19.4. Auswirkungen der Absicherung von Verbindlichkeiten

Derivate werden in der Konzernbilanz zusammen mit dem zugrundeliegenden Basisgeschäft (Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten) ausgewiesen. Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Effekte von Derivaten auf die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten.

19.4.1. Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen und Investmentverträgen

Die Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen beinhalten wie im Vorjahr Effekte aus derivativen Finanzinstrumenten, die im Rahmen einer Sicherungsbeziehung gehalten werden. Diese Derivate werden ausschließlich eingesetzt, um das zukünftige inflationsbedingte Risiko abzusichern.

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Buchwert ohne Effekte von Derivaten Effekte aus Derivaten im Rahmen einer Sicherungs-

beziehung
Buchwert einschließlich Effekte von Derivaten Buchwert ohne Effekte von Derivaten Effekte aus Derivaten im Rahmen einer Sicherungs-

beziehung
Buchwert einschließlich Effekte von Derivaten
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen 58.250.387 7.198 58.257.585 57.186.054 -1.660 57.184.394
Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen für Rechnung und Risiko der Versicherungsnehmer 3.339.593 - 3.339.593 2.771.306 - 2.771.306
VERBINDLICHKEITEN AUS VERSICHERUNGSVERTRÄGEN 61.589.980 7.198 61.597.178 59.957.360 -1.660 59.955.700
VERBINDLICHKEITEN AUS INVESTMENTVERTRÄGEN 342.802 - 342.802 457.793 - 457.793
GESAMTSUMME 61.932.782 7.198 61.939.980 60.415.153 -1.660 60.413.493

19.4.2. Verbindlichkeiten (und Finanzanlagen) aus dem Bankgeschäft

Derivate im Zusammenhang mit Verbindlichkeiten und Finanzanlagen aus dem Bankgeschäft lagen im Geschäftsjahr 2013 nicht vor.

19.4.3. Andere finanzielle Verbindlichkeiten

Derivate im Zusammenhang mit anderen finanziellen Verbindlichkeiten lagen im Geschäftsjahr 2013 ebenfalls nicht vor.

19.5. Übersicht über derivate Finanzinstrumente nach Bewertungsmethode

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Finanzinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind Finanzsintrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind oder für die kein aktiver Markt existiert Finanz-

instrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind
Finanz-

sintrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind oder für die kein aktiver Markt existiert
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Notierte Marktpreise an aktiven Märkten Auf beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungs-

methoden
Im Wesentlichen auf nicht beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungs-

methoden
GESAMT Notierte Marktpreise an aktiven Märkten Auf beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungs-

methoden
--- --- --- --- --- --- ---
Nettowert aus derivativen Finanzinstrumenten - Aktiva (1) 120.956 540.146 - 661.102 230.474 458.012
Nettowert von derivativen Finanzinstrumenten - Passiva (2) - 7.198 - 7.198 - -1.660
NETTOMARKT (1)-(2) 120.956 532.948 - 653.904 230.474 459.672
31. Dezember 2012
Finanzsintrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind oder für die kein aktiver Markt existiert
--- --- ---
(In Tsd. Euro) Im Wesentlichen auf nicht beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungsmethoden GESAMT
--- --- ---
Nettowert aus derivativen Finanzinstrumenten - Aktiva (1) - 688.486
Nettowert von derivativen Finanzinstrumenten - Passiva (2) - -1.660
NETTOMARKT (1)-(2) - 690.146

Der AXA Konzern bestimmt den Fair Value nach den Vorschriften des IFRS 13 an (siehe Anhang 1). Dies gilt ebenfalls für derivative Finanzinstrumente.

Zur Reduzierung des Kreditausfallrisikos der Vertragspartner von Derivategeschäften verlangt der AXA Konzern größtenteils vertraglich vereinbarte Sicherheiten.

Anhang 20: Finanzanlageergebnis

Das Finanzanlageergebnis aus den Finanzanlagen der Versicherungsgesellschaften und der Gesellschaften anderer Geschäftssegmente (außer Erlöse aus Finanzaktiva der Banken, die in den Umsatzerlösen aus dem Bankgeschäft enthalten sind) stellt sich wie folgt dar:

31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Laufende Finanzan- lageergebnis (a) Realisierte Gewinne und Verluste von zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzanlagen und zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente Realisierte Gewinne und Verluste und Marktwert-

veränderungen der als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzanlagen
Veränderung der Wertminderung auf Finanzanlagen Finanzan- lageergebnis
--- --- --- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 56.010 10.932 - -10.504 56.438
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 1.806.967 113.169 - -352 1.919.784
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente (b) 277.606 - -257.157 - 20.449
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Fremdkapitalinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 64.397 601 - - 64.998
Fremdkapitalinstrumente 2.148.970 113.770 -257.157 -352 2.005.231
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 58.196 130.540 - -38.557 150.179
Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapital-

instrumente (c)
- - 970 - 970
Eigenkapitalinstrumente 58.196 130.540 970 -38.557 151.149
Zur Veräußerung verfügbare nicht konsolidierte Investmentfonds 7.696 4.503 - -39.140 -26.941
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete nicht konsolidierte Investmentfonds 49.612 - -8.294 - 41.318
Nicht konsolidierte Investmentfonds 57.308 4.503 -8.294 -39.140 14.377
Sonstige von konsolidierten Investmentfonds gehaltene und als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzanlagen 101.406 - -9.744 - 91.662
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Darlehen 18 - -6 - 12
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 271.352 500 - -2.420 269.432
Darlehen und Ausleihungen 271.370 500 -6 -2.420 269.444
Finanzanlagen zur Deckung von Verträgen für Rechnung und Risiko der Inhaber von Lebensversicherungen - - 424.325 - 424.325
Derivative Finanzinstrumente 32.756 - 144.967 - 177.723
Finanzanlageverwaltungskosten -99.451 - - - -99.451
Sonstige 7.837 2.067 -44.787 -2 -34.885
FINANZANLAGEERGEBNIS 2.634.403 262.312 250.274 -90.974 3.056.015

(a) Inklusive der Gewinne/Verluste aus Derivaten, die variabel verzinste Rentenverträge absichern.

(b) Inklusive der Fremdkapitalinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind.

(c) Inklusive der Eigenkapitalinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind.

31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Laufendes Finanzanlageergebnis (a) Realisierte Gewinne und Verluste von zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzanlagen und Zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente Realisierte Gewinne und Verluste und Marktwert-

veränderungen der als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzanlagen
Veränderung der Wertminderung auf Finanzanlagen Finanzanlage ergebnis
--- --- --- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 59.026 -3.792 - -3.666 51.568
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 1.848.655 200.182 - -6.233 2.042.604
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente (b) 186.530 - 234.262 - 420.792
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Fremdkapitalinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 8.762 - - - 8.762
Fremdkapitalinstrumente 2.043.947 200.182 234.262 -6.233 2.472.158
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 87.994 172.109 - -46.942 213.161
Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapital-

instrumente (c)
128.620 - -8.227 - 120.393
Eigenkapitalinstrumente 216.614 172.109 -8.227 -46.942 333.554
Zur Veräußerung verfügbare nicht konsolidierte Investmentfonds 14.154 7.026 - -9.080 12.100
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete nicht konsolidierte Investmentfonds 49.014 - -19.380 - 29.634
Nicht konsolidierte Investmentfonds 63.168 7.026 -19.380 -9.080 41.734
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Darlehen 6 - -9 - -3
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 260.943 979 - -4.431 257.491
Darlehen und Ausleihungen 260.949 979 -9 -4.431 257.488
Finanzanlagen zur Deckung von Verträgen für Rechnung und Risiko der Inhaber von Lebensversicherungen - - 270.713 - 270.713
Derivative Finanzinstrumente 33.842 - 434.604 - 468.446
Finanzanlageverwaltungskosten -96.075 - - - -96.075
Sonstige 19.945 - 6.022 - 25.967
FINANZANLAGEERGEBNIS 2.601.416 376.504 917.985 -70.352 3.825.553

(a) Inklusive der Gewinne/Verluste aus Derivaten, die variabel verzinste Rentenverträge absichern.

(b) Inklusive der Fremdkapitalinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind.

(c) Inklusive der Eigenkapitalinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind.

Das Finanzanlageergebnis wird nach Wertminderungen von direkt gehaltenen fremdgenutzten Grundstücken und Gebäuden sowie nach Auflösung von Agio bzw. Disagio der Fremdkapitalinstrumente dargestellt. Ebenfalls beinhaltet das Finanzanlageergebnis die Verwaltungsaufwendungen der Kapitalanlagen.

Realisierte Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen, die entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden oder als zur Veräußerung verfügbar erfolgsneutral bewertet werden, beinhalten Auflösungen von in der Vergangenheit vorgenommenen Wertminderungen.

Realisierte Gewinne und Verluste und Marktwertveränderungen von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzanlagen bestehen hauptsächlich aus:

Anpassungen der Finanzanlagen, die Verträge für Rechnung und Risiko der Inhaber von Lebensversicherungspolicen decken, die jedoch zugleich von einer Anpassung der korrespondierenden versicherungstechnischen Rückstellungen kompensiert werden, da die Wertentwicklung der gehaltenen Finanzanlagen vollständig an den individuellen Vertragsnehmer weitergegeben wird,
Marktwertveränderungen der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzanlagen, die im Wesentlichen von Fonds im Satellite-Investmentportfolio enthalten sind (siehe Anhang 1.9.),
Marktwertveränderungen von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Grundgeschäften, die Bestandteil einer ökonomischen Sicherungsbeziehung sind, die aber nicht für das Hedge Accounting nach IAS 39 qualifiziert sind ("Natural Hedges").

Die Veränderung der Wertminderungen der zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen beinhaltet Abschreibungen auf Finanzanlagen und Auflösungen von Abschreibungen (bzw. Zuschreibungen) nach Neubewertung und Ermittlung des erzielbaren Betrags. Die Auflösung von Wertminderungen nach Veräußerung der Finanzanlagen ist in den realisierten Gewinnen und Verlusten enthalten.

Anhang 21: Netto-Ergebnis aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft

Das Netto-Ergebnis aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft stellt sich wie folgt dar:

31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Leben Kranken Schaden- und Unfall Eliminierungen zwischen den Segmenten Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Abgegebene Rückversicherungsbeiträge -55.610 -16.856 -1.391.099 364 -1.463.201
Abgegebene Schadenzahlungen und Kosten (inkl. Veränderung der zedierten versicherungstechnischen Rückstellungen) 37.164 16.016 987.670 -406 1.040.444
Vom Rückversicherer erhaltene Provisionen 8.699 915 390.527 -72 400.069
Netto-Ergebnis aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft -9.747 75 -12.902 -114 -22.688
31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Leben Kranken Schaden- und Unfall Eliminierungen zwischen den Segmenten Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Abgegebene Rückversicherungsbeiträge -56.659 -636 -1.028.467 1.740 -1.084.022
Abgegebene Schadenzahlungen und Kosten (inkl. Veränderung der zedierten versicherungstechnischen Rückstellungen) 30.587 246 674.705 -595 704.943
Vom Rückversicherer erhaltene Provisionen 11.048 286 237.326 -397 248.263
Netto-Ergebnis aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft -15.024 -104 -116.436 748 -130.816

Anhang 22: Aufwendungen

22.1. Abschlusskosten

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012 (a) (b)
(In Tsd. Euro) Leben Kranken Schaden- und Unfall Eliminierungen zwischen den Segmenten GESAMT GESAMT
--- --- --- --- --- --- ---
Aufwendungen für Abschlusskosten - brutto (a) 314.893 183.950 513.496 -600 1.011.739 1.076.143
Veränderung von aktivierten Abschlusskosten und vergleichbaren Positionen (b) -212.605 -132.512 927 - -344.190 -206.843
Aufwendungen für Abschlusskosten (netto) 102.288 51.438 514.423 -600 667.549 869.300

(a) Beinhaltet sämtliche Abschlusskosten in Verbindung mit Versicherungs- und Finanzanlageverträgen vor Aktivierung / Amortisierung der aktivierten Abschlusskosten und gleichwertiger Positionen.

(b) Änderung der aktivierten Abschlusskosten (Aktivierung und Amortisierung) in Verbindung mit Versicherungsverträgen und Änderungen der Netto-Rechte auf künftige Finanzanlage-Gebühren in Verbindung mit Versicherungsverträgen ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung.

22.2. Aufwendungen nach Funktion und Art

31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Leben Kranken Schaden- und Unfall Versicherung GESAMT Banken Holdings
--- --- --- --- --- --- ---
Aufriss der Aufwendungen nach Funktion
Aufwendungen für Abschlusskosten - brutto 314.893 183.950 513.496 1.012.339 - -
Schadenregulierungsaufwendungen 31.939 118.757 131.956 282.652 - -
Finanzanlageverwaltungsaufwendungen 51.068 13.627 16.073 80.768 - 3.063
Verwaltungsaufwendungen 180.397 116.612 633.422 930.431 12.688 57.002
Bankgebühren - - - - 2.540 -
Zu- / Abschreibungen des Anlagevermögens - - - - - -
Sonstige Erträge / Aufwendungen -14.613 -30 188 -14.455 96 1.063
Gesamtaufwendungen nach Funktion 563.684 432.916 1.295.135 2.291.735 15.324 61.128
Aufriss der Aufwendungen nach Art
Personalaufwendungen 149.817 143.546 395.571 688.934 4.676 50.604
Auslagerung und professionelle Dienstleistungen 22.377 12.645 21.599 56.621 940 -
IT - Aufwand 28.380 22.465 56.515 107.360 2.260 7.079
Aufwendungen aus selbstgenutzten Immobilien 13.487 15.122 37.279 65.888 570 -
Gezahlte Provisionen 212.590 164.888 646.172 1.023.650 - -
Sonstige Aufwendungen 137.033 74.250 137.998 349.281 6.878 3.444
Gesamtaufwendungen nach Art 563.684 432.916 1.295.135 2.291.735 15.324 61.127
31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
(In Tsd. Euro) Eliminierungen zwischen den Segmenten GESAMT GESAMT
--- --- --- ---
Aufriss der Aufwendungen nach Funktion
Aufwendungen für Abschlusskosten - brutto -600 1.011.739 1.076.143
Schadenregulierungsaufwendungen - 282.652 259.207
Finanzanlageverwaltungsaufwendungen -2.510 81.321 62.312
Verwaltungsaufwendungen -559 999.562 1.046.259
Bankgebühren - 2.540 2.555
Zu- / Abschreibungen des Anlagevermögens - - -27.327
Sonstige Erträge / Aufwendungen - -13.296 -4.422
Gesamtaufwendungen nach Funktion -3.669 2.364.518 2.414.727
Aufriss der Aufwendungen nach Art
Personalaufwendungen - 744.214 735.944
Auslagerung und professionelle Dienstleistungen - 57.561 50.909
IT - Aufwand - 116.699 127.064
Aufwendungen aus selbstgenutzten Immobilien - 66.458 60.011
Gezahlte Provisionen -600 1.023.050 1.111.236
Sonstige Aufwendungen -3.069 356.534 329.563
Gesamtaufwendungen nach Art -3.669 2.364.517 2.414.727

Anhang 23: Personalaufwendungen, Pensionen und Mitarbeiter

23.1. Personalaufwendungen

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Löhne und Gehälter 619.841 610.500
Soziale Abgaben - -
Aufwendungen für die Altersversorgung und ähnliche Leistungen 117.542 123.124
Anteilsbasierte Vergütung 6.831 2.320
Sonstige Personalaufwendungen und Mitarbeitergewinnbeteiligungen (a) - -
Gesamte Personalaufwendungen 744.214 735.944

(a) Beinhaltet Abfindungen für Entlassungen und Frühpensionierungen (auslösendes Ereignis = Aufstellung des Restrukturierungsplans).

23.2. Rückstellungen für Pensionen

23.2.1. Beitragsorientierte Pensionspläne

Für AXA-Mitarbeiter haben wir vom Grundsatz her zwei betriebliche Versorgungsmodelle: Während Altzusagen leistungsorientierte Pensionspläne darstellen, handelt es sich bei Neuzusagen um beitragsorientierte Zusagen, bei denen der Arbeitgeber lediglich den Beitrag definiert, den er in das Versorgungswerk einzahlt. Die Leistung wird durch die Wertentwicklung der eingezahlten Beiträge definiert. Eigenständige Rückstellungen werden für beitragsorientierte Versorgungsmodelle nicht gebildet. Im Geschäftsjahr wurden Aufwendungen in Höhe von 11.920 Tsd. Euro (2012: 9.980 Tsd. Euro) für die beitragsorientierten Pensionspläne getätigt.

Der Arbeitgeberaufwand zur gesetzlichen Rentenversicherung (beitragsorientierter Pensionsplan) betrug im Geschäftsjahr 49.162 Tsd. Euro (2012: 54.300 Tsd. Euro).

23.2.2. Leistungsorientierte Pensionspläne

Alle leistungsorientierten Pensionspläne (mit Ausnahme des Versorgungsplan für Versicherungsvermittler) wurden für neue Anwärter zwischen 1982 und 1994 geschlossen. Die Zusagen sind gehaltsabhängig und beinhalten darüber hinaus eine Witwen- und Waisenrente sowie Berufsunfähigkeitsrente. Für Versicherungsvermittler wurde der leistungsorientierte Pensionsplan rückwirkend für Eintrittsjahre ab 2001 im Jahre 2011 wieder geöffnet.

Bei leistungsorientierten Pensionsplänen wird dem Begünstigten durch das Unternehmen oder die Versorgungseinrichtung eine bestimmte Leistung zugesagt; dagegen sind die zu zahlenden Beiträge des Unternehmens nicht im Vorhinein festgelegt.

Aufgrund der Einbringung der DBV-Winterthur Gesellschaften in den AXA Konzern ist ab 2007 hinsichtlich Pensionszusagen zwischen AXA- und DBV-Winterthur-Versorgungsmodellen zu unterscheiden:

Die für AXA-Mitarbeiter vorhandenen Altzusagen basieren im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter und wurden als unmittelbare Pensionszusagen erteilt. Für diese Pensionszusagen werden Pensionsrückstellungen gebildet; separates Planvermögen im Sinne von IAS 19 ist nicht vorhanden.

Für ehemalige DBV-Winterthur Mitarbeiter bestehen leistungsorientierte Pensionszusagen der Unternehmen der ehemaligen DBV-Winterthur Gruppe, welche im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren. 2001 gründeten die Unternehmen der ehemaligen DBV-Winterthur Gruppe gemeinsam den DBV-Winterthur Vorsorge e.V., Wiesbaden, zur Sicherung der Pensionsansprüche der Mitarbeiter aus leistungsorientierten Pensionszusagen. Die durch die Unternehmen unwiderruflich auf den Trust übertragenen Finanzmittel werden ausschließlich zur Bedeckung der von den Mitgliedsunternehmen an deren Mitarbeiter erteilten Pensionszusagen verwendet und sind durch Verpfändung der Ansprüche aus den Vermögenswerten an die Versorgungsberechtigten dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen.

Neben diesen arbeitgeberfinanzierten Versorgungsmodellen bestehen darüber hinaus sowohl bei AXA als auch DBV-Winterthur Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung. Diesen Pensionsverpflichtungen stehen Erstattungsansprüche aus konzerninternen Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe gegenüber (Ausweis als "gesonderte Vermögenswerte"). Der Anspruch daraus wurde an den Versorgungsberechtigten verpfändet. Der Aufwand für diese Pensionszusagen ist gleich dem Beitragsaufwand zu den Rückdeckungsversicherungen und wird von den Arbeitnehmern getragen. 2013 wurden hierfür 3.855 Tsd. Euro (2012: 5.169 Tsd. Euro) aufgewendet.

Die Vorgaben des Betriebsrentengesetzes werden dabei beachtet, insbesondere ist regelmäßig die Anpassung der laufenden Leistungen der betrieblichen Altersversorgung zu prüfen.

23.2.3. Wesentliche versicherungsmathematische Annahmen

Die versicherungsmathematischen Annahmen, die für jede versicherungstechnische Rückstellung getroffen werden, sind konsistent mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des korrespondierenden Plans. Die zum Bilanzstichtag verwendeten versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung der Pensionsrückstellung lauten wie folgt:

Pensionsverpflichtungen - Annahmen zum Ende des Jahres 2013
Rechnungszins 3,5%
Gehaltsdynamik 2,5%
Inflationsrate / Rententrend 2,0%
Pensionsverpflichtungen - Annahmen zum Ende des Jahres 2012
Rechnungszins 2,7%
Gehaltsdynamik 2,5%
Inflationsrate / Rententrend 2,0%

Für unsere Pensionspläne ergibt sich der Rechnungszins zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung der Marktrendite für Unternehmensanleihen bester Bonität und in Abhängigkeit von der Laufzeit der Pläne sowie dem Fälligkeitsprofil der Pensionsrückstellung. Dabei ergibt sich für die Pensionsrückstellung eine Duration von ca. 15 Jahren. Zum Geschäftsjahresende wurde die Bestimmung des Rechnungszinssatzes verfeinert. Anstatt einer laufzeitorientierten Punktschätzung wird der Rechnungszins ab dem 31.12.2013 anhand der den Pensionsverpflichtungen zugrundeliegenden Rentenzahlungen ermittelt (zinskurvenbasiertes Verfahren). Zum Geschäftsjahresende führte diese Umstellung zu einer einmaligen Verringerung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von rund 75 Mio. Euro.

Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invalidisierungsannahmen dienen die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln GmbH.

23.2.4. Informationen der Bilanz

Die Bilanzposition Pensionsrückstellungen stellt die Differenz zwischen den Pensionsverpflichtung und dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens dar. Bei einer Unterdeckung, wird eine Pensionsrückstellung in der Bilanz gebildet.

Darüber hinaus werden gemäß IAS 19 bestimmte Vermögenswerte separat als gesonderte Vermögenswerte zusammengefasst und getrennt von den entsprechenden Pensionsrückstellungen in der Bilanz ausgewiesen. Wie nach IFRS festgelegt ist, dürfen gesonderte Vermögenswerte nicht zur Kompensation der übrigen Pensionsrückstellungen verwendet werden.

Nach den Regelungen des IAS 19 werden Neubewertungen vollständig in der Berichtsperiode erfasst, in der sie entstanden sind. Die Erfassung der Neubewertungen erfolgt außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung und wird in einem gesonderten Posten der "Verkürzten Gesamtergebnisrechnung" sowie der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Neubewertungen resultieren aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten. Dazu zählen erfahrungsbedingte Anpassungen (die Auswirkungen der Abweichungen zwischen versicherungsmathematischen Annahmen und den tatsächlich eingetretenen Werten) und Änderungen der versicherungsmathematischen Annahmen. Darüber hinaus umfassen Neubewertungen Unterschiede zwischen den tatsächlichen Anlageerträgen und kalkulatorischen Zinserträgen aus dem Planvermögen.

Die Erfassung von Gewinnen und Verlusten aus Planänderungen- und kürzungen erfolgt zum Zeitpunkt des Eintritts der Änderung in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Entwicklung der Pensionsrückstellungen und des Planvermögens zusammen mit einer Aufgliederung der gesonderten Vermögenswerte zum 31. Dezember 2013.

Pensionen
(In Tsd. Euro) 2013 2012
--- --- ---
Veränderung der Pensionsverpflichtungen
Pensionsverpflichtungen zu Beginn des Jahres 2.799.599 2.227.480
Laufender Dienstzeitaufwand 39.218 32.543
Kalkulatorischer Zinsaufwand 72.608 90.807
Erfahrungsbedingte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 25.078 -8.872
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Annahmeänderungen -310.680 574.141
- davon Gewinne und Verluste aus Änderungen demographischer Annahmen - -
- davon Gewinne und Verluste aus Änderungen finanzieller Annahmen -310.680 574.141
Planänderungen 1.918 -
Planbeendigung - 31
Veränderung Konsolidierungskreis -1.976 -11.709
Gezahlte Leistungen aus Planvermögen und gesonderten Vermögenswerten -18.627 -18.189
Entnahme für Pensionszahlungen -88.452 -86.633
Sonstige Veränderungen -132 -
Pensionsverpflichtungen zum Ende des Jahres 2.518.554 2.799.599
Veränderung des Planvermögens
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Jahres 239.628 247.949
Kalkulatorischer Zinsertrag (a) 6.239 10.811
Ertrag aus Planvermögen (ohne kalkulatorischen Zinsertrag) 1.812 -671
Veränderung Konsolidierungskreis - -1.451
Gezahlte Leistungen aus Planvermögen -17.631 -17.010
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum Ende des Jahres 230.048 239.628
Veränderung der gesonderten Vermögenswerte
Beizulegender Zeitwert des gesonderten Vermögens zu Beginn des Jahres 55.123 51.624
Arbeitnehmerbeiträge 3.855 5.168
Veränderung Konsolidierungskreis -469 -490
Gezahlte Leistungen aus gesonderten Vermögenswerten -996 -1.179
Beizulegender Zeitwert der gesonderten Vermögenswerte zum Ende des Jahres 57.513 55.123
Bilanzierte Nettoverbindlichkeit (ohne gesonderte Vermögensgegenstände) -2.288.506 -2.559.971
Nettofinanzierungsposition (inklusive gesonderte Vermögenswerte) -2.230.993 -2.504.848

(a) Aus Immaterialitätsgründen wurde keine rückwirkende Anwendung des IAS 19 revised vorgenommen, so dass in 2012 noch der erwartete Ertrag aus dem Planvermögen ausgewiesen wird.

Von der Pensionsverpflichtung in Höhe von 2.518,6 Mio. Euro (2012: 2.799,6 Mio. Euro) entfallen 770,5 Mio. Euro (2012: 939,3 Mio. Euro) auf Anwärter, 335,1 Mio. Euro (2012: 351,5 Mio. Euro) auf ausgeschiedene Anwärter und 1.412,9 Mio. Euro (2012: 1.508,8 Mio. Euro) auf Rentner.

23.2.5. Aufwendungen für Pensionen

Die jährlichen, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Pensionen (enthalten in den Aufwendungen für Altersversorgung und ähnliche Leistungen, vgl. Anhang 23.1) sind nachfolgend jeweils zum 31. Dezember für die Jahre 2013 und 2012 aufgeführt:

Pensionen
(In Tsd. Euro) 2013 2012
--- --- ---
Pensionsverpflichtungen
Laufender Dienstzeitaufwand 39.218 32.543
Arbeitnehmerbeiträge -3.855 -5.168
Planänderungen- und kürzungen 1.918 -
Gewinne und Verluste aus Planbeendigung - 31
Sonstige Erträge / Aufwendungen -132 -
Gesamter Dienstzeitaufwand 37.149 27.406
Kalkulatorischer Zinsaufwand 72.608 90.807
Kalkulatorischer Zinsertrag aus dem Planvermögen -6.239 -10.811
Netto Zinserträge/ Zinsaufwendungen 66.369 79.996
Aufwendungen für Pensionen ( Dienstzeitaufwand + Netto Zinserträge/ Aufwendungen) 103.518 107.402

In 2013 ergeben sich Aufwendungen aus Planänderungen im Rahmen des Restrukturierungsprogramms. Diese beinhalten, dass Anwärter ihre Rente in Höhe des bei Austritts erreichten Anspruches vor dem regulären Renteneintrittsalter ohne Rentenabschläge beziehen können.

23.2.6. Veränderung der bilanziellen Verpflichtungen

Die Entwicklung der bilanziellen Verpflichtungen zwischen dem 1. Januar 2013 und dem 31. Dezember 2013 bildet die Veränderung der in der Konzernbilanz erfassten Pensionsverpflichtungen ohne die Berücksichtigung der gesonderten Vermögenswerte ab. Somit gibt diese Entwicklung kein vollständiges Bild der wirtschaftlichen Lage wider. In der nachstehenden Tabelle werden daher die gesonderten Vermögenswerte zum Jahresende zusätzlich berücksichtigt.

Pensionen
(In Tsd. Euro) 2013 2012
--- --- ---
Veränderung der bilanziellen Verpflichtungen
Bilanzielle Verpflichtungen zu Beginn des Jahres 2.559.971 1.980.982
Laufender Dienstzeitaufwand 39.218 32.543
Kalkulatorischer Zinsaufwand 72.608 90.807
Kalkulatorischer Zinsertrag -6.239 -10.811
Neubewertungen -287.414 565.940
Planänderungen 1.918 -
Vom Arbeitgeber gezahlte Leistungen -88.452 -86.633
Gezahlte Leistungen aus gesonderten Vermögenswerten -996 -1.179
Veränderung Konsolidierungskreis -1.976 -11.709
Planbeendigung - 31
Sonstige Veränderungen -132 -
Bilanzielle Verpflichtungen zum Ende des Jahres 2.288.506 2.559.971
Beizulegender Zeitwert der gesonderten Vermögenswerte zum Ende des Jahres 57.513 55.123
Nettofinanzierungsposition zum Ende des Jahres 2.230.993 2.504.848

23.2.7. Sensitivitätsanalyse

Die Sensitivitätsanalyse für wichtige versicherungsmathematische Annahmen zeigt auf, welchen Einfluss die Änderungen von relevanten versicherungsmathematischen Annahmen auf die Höhe der Pensionsrückstellungen haben. Die zum 31. Dezember 2013 möglichen Änderungen werden nachfolgend dargestellt:

Die Auswirkung eines Anstiegs des Rechnungszins um 0,5% (bzw. einer Abnahme um 0,5%) würde zu einer Abnahme der Pensionsrückstellungen um 6,80% (bzw. einem Anstieg um 7,65%) führen.
Die Auswirkung eines Anstiegs der Gehaltsdynamik um 0,5% (bzw. einer Abnahme um 0,5%) würde zu einem Anstieg der Pensionsrückstellungen um 1,20% (bzw. einer Abnahme um 1,14%) führen.
Die Auswirkung eines Anstiegs des Rententrends um 0,5% (bzw. einer Abnahme um 0,5%) würde zu einem Anstieg der Pensionsrückstellungen um 5,55% (bzw. einer Abnahme um 5,10%) führen.
Die Auswirkung eines Anstieges (bzw. einer Abnahme) der Lebenserwartung um ein Jahr bezogen auf das Renteneintrittsalter würde zu einem Anstieg der Pensionsrückstellung um 3,73% (bzw. einer Abnahme um 3,26%) führen.

Die Sensitivitätsanalysen werden je Plan unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertsverfahrens durchgeführt (die gleiche Methode, die zur Berechnung der Pensionsrückstellung in der Bilanz angewendet wird) und basieren auf der Veränderung einer Annahme bei sonst gleichbleibenden Bedingungen. Für die Berechnung der Pensionsrückstellung als Grundlage für die Sensitivitätsanalyse wurde ein vorläufiger Zinssatz in Höhe von 3,4% verwendet und anschließend wurden die Ergebnisse auf Basis des finalen Zinssatzes in Höhe von 3,5% interpoliert.

23.2.8. Kurzfristige Zahlungsströme

Laufender Dienstzeitaufwand zum Pensionsplan im kommenden Geschäftsjahr

Der erwartete laufender Dienstzeitaufwand zu den Pensionsleistungen im Jahr 2014 beträgt 39.218 Tsd. Euro (32.543 Tsd. Euro geschätzt in 2012 für 2013)

Es gibt keine rechtlichen Verpflichtungen die Pensionsverpflichtung mit Vermögen zu bedecken, so dass keine Beiträge seitens des Arbeitgebers in das Planvermögen eingezahlt werden.

Künftig erwartete Leistungen, die aus Finanzanlagen oder durch den Arbeitgeber gezahlt werden

(In Tsd. Euro) Pensionen
2014 110.575
2015 115.931
2016 121.436
2017 127.165
2018 133.618
Später als 5 Jahre 771.361
Von N+11 bis zum Datum der letzten Leistungszahlung 3.857.811

Die Schätzung der zukünftigen Beiträge und Leistungen ist mit Unsicherheit behaftet und maßgeblich von der wirtschaftlichen Entwicklung der kommenden Jahre beeinflusst.

23.2.9. Zusammensetzung des Planvermögens zum Ende des Jahres 2013

Zum 31. Dezember 2012 setzte sich das Planvermögen wie folgt zusammen: 213,5 Mio. Euro (2012: 222,7 Mio. Euro) Rückdeckungsversicherungen und 16,5 Mio. Euro (2012: 18,1 Mio. Euro) flüssige Mittel. Für die Rückdeckungsversicherungen besteht kein an einem aktiven Markt notierter Marktpreis.

Erläuterung der Beziehung zwischen den gesonderten Vermögenswerten (oder Rückerstattungsansprüchen) und der zugehörigen Verpflichtung

Die gesonderten Vermögenswerte betrugen zum 31. Dezember 2013 57.513 Tsd. Euro (55.123 Tsd. Euro zum 31. Dezember 2012) und stellen den beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherungsverträge dar, die von dem Arbeitgeber zur Deckung der Pensionsrückstellung mit einem Lebensversicherer abgeschlossen wurden. Die Versicherungsverträge verpflichten den Lebensversicherer zu einer vollständigen Erstattung der Versicherungsleistung an die Gesellschaften, die diese Leistungen wiederum an den Versorgungsberechtigten weitergeben. Die Leistungsansprüche aus den Versicherungsverträgen sind an den Versorgungsberechtigen verpfändet. Da es sich jedoch bei den Versicherungsgesellschaften um verbundene Unternehmen des AXA Konzerns handelt, stellen diese Versicherungsverträge kein Planvermögen dar, sondern Rückerstattungsansprüche, die als gesonderte Vermögenswerte gemäß IAS 19 bilanziert werden.

23.2.10. Steuerung von spezifischen Risiken aus leistungsorientierten Pensionsplänen

Die Steuerung der Risiken erfolgt im Einklang mit den internen Risikorichtlinien.

Durch die leistungsorientierten Pensionspläne ist die AXA Konzern AG hauptsächlich Zinsrisiken, Inflationsrisiken und Langelebigkeitsrisiken ausgesetzt:

Ein Rückgang des Zinssatzes würde zu einem Anstieg der Pensionsrückstellung führen.
Ein Anstieg der Inflationsrate oder ein Anstieg der Lebenserwartung würde zu einem Anstieg der Pensionsrückstellungen führen.

Die quantitativen Auswirkungen sind in Abschnitt 23.2.1. Sensitivitätsanalyse von versicherungsmathematischen Annahmen dargestellt.

Ein Großteil der Pensionsverpflichtungen der AXA werden durch die Ertragskraft der operativen Versicherungsunternehmen bedeckt. Weitere Teile der Pensionsverpflichtungen sind durch Planvermögen sowie durch Anlagen in festverzinsliche Wertpapiere gedeckt. Im Rahmen von ALM-Studien wurde die Lohn- und Gehaltsinflation als ein relevanter Risikotreiber identifiziert. Dieses Risiko hat die AXA teilweise durch derivative Finanzinstrumente abgesichert.

Bei den Versorgungsverpflichtungen im Rahmen der Entgeltumwandlung orientiert sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen an den Erstattungsansprüchen aus konzerninternen Rückdeckungsversicherungen, die den Verpflichtungen wertgleich gegenüberstehen (gesonderte Vermögenswerte), so dass hier das Zinsrisiko und die allgemeine Lohn- und Gehaltsentwicklung keine negativen Auswirkungen haben.

Für die durch Planvermögen gedeckten Pensionsverpflichtungen erfolgt die Absicherung des Langelebigkeitsrisikos über den Abschluss von Rückdeckungsversicherungen, bei denen das Langelebigkeitsrisiko auf konzerninterne Lebensversicherungsgesellschaften übertragen wird.

23.2.11. Überleitung zum Bilanzwert

(In Tsd. Euro) 2013 2012
Nettoposition (ohne gesonderte Vermögenswerte) (a) -2.288.506 -2.559.971
Andere Verpflichtungen -694 -615
Gesamt -2.289.200 -2.560.586

(a) Nettoposition (ausgenommen gesonderte Vermögenswerte) für Pensionen und ähnliche Leistungen wie in Anhang 23.2.4 dargestellt.

Darüber hinaus wurden Überdeckungen in Höhe von 421 Tsd. Euro (2012: 523 Tsd. Euro) nicht in den Überleitungen 23.2 berücksichtigt. Die Überdeckungen resultieren daraus, dass Planvermögen die Pensionsverpflichtung übersteigt. Sie sind unter sonstigen Forderungen ausgewiesen.

23.3. Mitarbeiter

Der deutsche AXA Konzern beschäftigte 2013 durchschnittlich 10.290 Mitarbeiter. Davon waren 9.418 im Innen- und 872 Mitarbeiter im Außendienst beschäftigt.

Anhang 24: Anteilsbasierte Vergütung

Anteilsbasierte Vergütungen

Im Rahmen der Anwendung des IFRIC 11, der in den IFRS 2 - Anteilsbasierte Vergütung - eingearbeitet wurde, wurden die Aufwendungen der folgenden Vergütungstransaktionen mit Eigenkapitalinstrumenten im Konzernabschluss erfasst.

AXA S.A. Stock Options

Im Rahmen des Stock Option Plans des Jahres 2013 der AXA, Paris, wird eine Anzahl von Aktienoptionen an die Begünstigten zum beizulegenden Zeitwert gewährt mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Die Optionen gewähren das Recht, nach Ablauf einer zwei- bis vierjährigen Sperrfrist AXA Aktien zu einem festgelegten Kurs (Ausübungspreis) zu erwerben bzw. sich die Differenz zwischen Ausübungspreis und aktuellem Aktienkurs in bar auszahlen zu lassen. Bei den Begünstigten handelt es sich in der Regel um Vorstände und Leitende Angestellte; der Kreis der Begünstigten wird vom Gruppenvorstand der AXA S.A. festgelegt.

Die Optionen werden während des ersten Quartals eines Geschäftsjahres ausgegeben, normalerweise 20 Arbeitstage nachdem das Konzernergebnis der AXA S.A., Paris veröffentlicht wird.

Der Bezugspreis entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der AXA Aktie an der Pariser Börse für den Zeitraum von 20 Handelstagen vor dem Zeitpunkt der Gewährung der Optionen.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wird auf Grundlage des Optionspreismodells Black & Scholes ermittelt. Hierbei wird die Möglichkeit der vorzeitigen Ausübung berücksichtigt, indem man die erwartete Laufzeit basierend auf historischen Daten heranzieht. Die Preisvolatilität der Aktie in Höhe von 31,27% (2012: 39,89%), wird anhand der implizierten Volatilität geschätzt, was mit einer Analyse von historischen Daten verifiziert wird. Die erwartete Rendite der AXA S.A. Aktie in Höhe von 7,66% (2012: 8,36%) ermittelt sich aufgrund von Marktannahmen. Der risikolose Zinssatz in Höhe von 1,39% (2012: 2,11%) basiert auf der Euro Swap Kurve für den betreffenden Zeitraum. Aus dem Optionsprogramm 2013 wurden im Berichtsjahr 161 Tsd. Stück (2012: 176 Tsd. Stück) Aktienoptionen an Führungskräfte des AXA Konzerns ausgegeben. Am Bilanzstichtag waren noch Optionen aus den ähnlich ausgestalteten Aktienoptionsprogrammen der Vorjahre ausstehend.

Anzahl und Durchschnittsausübungspreise aller noch ausstehender Aktienoptionen ergeben sich aus folgender Tabelle:

2013 2012
Aktienoptionen Anzahl der Optionen Stück Durchschnitts-

ausübungspreis Stück
Anzahl der Optionen Stück Durchschnitts-

ausübungspreis Stück
--- --- --- --- ---
Ausstehend zum 1.1. 2.018.018 19,61 2.480.569 19,15
Zugeteilte Optionen 161.200 13,81 175.989 10,98
Verwirkte Optionen 7.424 10,47 195.519 19,96
Verfallene Optionen 16.999 19,82 395.643 18,28
Ausgeübte Optionen 229.097 17,85 47.378 10,33
Ausstehend zum 31.12. 1.925.698 19,05 2.018.018 18,72
Ausübbar zum 31.12. 1.655.873 20,40 1.380.284 21,22

Für die am Ende der Berichtsperiode insgesamt noch ausstehenden Optionen ergibt sich eine Bandbreite an Ausübungspreisen von 9,36 Euro bis 32,95 Euro (2012: 9,36 Euro bis 32,95 Euro). Die einzelnen Pläne aus den Vorjahren sowie der aktuelle Plan des Geschäftsjahres haben jeweils eine Vertragslaufzeit von 10 Jahren. Die gewichtete durchschnittliche Rest-Vertragslaufzeit der noch ausstehenden Optionen zum 31. Dezember 2013 beträgt 4,9 Jahre (2012: 5,4 Jahre).

AXA Performance Units (Equity Komponente und Barkomponente)

Performance Units werden im Rahmen des Performance Units Plans der AXA Gruppe an bestimmte Begünstigte (überwiegend Vorstände und Leitende Angestellte) der AXA Deutschland erteilt, die vom Gruppenvorstand der AXA S.A. festgelegt werden.

Bei den AXA Performance Units handelt es sich um eine mittelfristig orientierte Vergütungskomponente, deren Wertigkeit vom Erfolg der AXA in Deutschland, der Region und der AXA Gruppe weltweit sowie der Entwicklung der AXA Aktie im Performance Zeitraum vom 01. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2013 abhängig ist. Falls die AXA S.A. für 2011 und/oder 2012 keine Dividende ausschüttet, wird die tatsächliche Zuteilung um die Hälfte gekürzt. Die Auszahlung erfolgt am 16. März 2015, wobei an die Begünstigten ein Betrag ausgezahlt wird, der sich aus der Anzahl der zugeteilten Performance Units multipliziert mit dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie der AXA S.A., Paris, während der letzten 20 Handelstage vor dem 16. März 2015 an der Pariser Börse ergibt (Barkomponente).

Für die in 2013 zur 2. Hälfte auslaufenden Performance Units des Jahres 2011 (Vorjahr 2010) wurden insgesamt 1.145 Tsd. Euro (2012: 1.258 Tsd. Euro) ausgezahlt, was 84 Tsd. (2012: 103 Tsd.) Rechten an Performance Units (Barkomponente) entspricht.

Von den bis zum Geschäftsjahr 2010 gewährten Performance Units, die eine Auszahlung teilweise in Aktien vorsahen (Equity Komponente), sind keine Bestände mehr vorhanden.

Die weiteren Einzelheiten der in diesem Jahr und in den Vorjahren gewährten anteilsbasierten Vergütungen sind von der AXA S.A., Paris, offen gelegt worden.

Die Auszahlungen im Geschäftsjahr 2012 bezüglich der Performance Units der Pläne aus 2010 erfolgten vollständig, so dass hieraus zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten bilanziert waren.

AXA Shareplan Classic

Bei dem Shareplan Classic kann der berechtigte Mitarbeiter des AXA Konzerns Fondsanteile, die ausschließlich in AXA Aktien investieren, mit einem Nachlass von 20 % und einer Mindestlaufzeit von fünf Jahren erwerben. Maßgeblich für den Zeichnungspreis ist der Referenzkurs der AXA Aktie. Der Mitarbeiter kann bis zu 25 % seines Bruttojahreseinkommens investieren, die Mindestinvestition beträgt 14,38 Euro (2012: 9,5 Euro) für 1 Aktie. Während der Laufzeit anfallende Dividenden werden an den Mitarbeiter ausgezahlt. In 2013 wurden 15 Tsd. Stück Aktienfondsanteile gezeichnet (2012: 27 Tsd. Stück).

AXA Shareplan Leveraged

Bei dem Shareplan Leveraged können berechtigte Mitarbeiter des AXA Konzerns Fondsanteile, die ausschließlich in AXA Aktien investieren, erwerben. Ab dem Shareplan 2009 werden die Fondsanteile mit einem Rabatt gewährt. Der Mitarbeiter zeichnet dabei einen bestimmten Betrag an Fondsanteilen, von denen er selbst einen geringen Teil finanziert. Der verbleibende Teil wird von einer konzernfremden Bank finanziert. Die Fondsanteile haben eine Sperrfrist von fünf Jahren, innerhalb derer keine Dividenden an den Mitarbeiter gezahlt werden. Nach Ablauf der Sperrfrist werden die Anteile des Mitarbeiters an den Fonds verkauft. Der Mitarbeiter erhält dann mindestens den von ihm investierten Betrag zurück, falls der Kurs der Aktie gleich geblieben oder gefallen sein sollte. Wenn der Kurs gestiegen ist, erhält der Mitarbeiter ein Vielfaches der Wertsteigerung der Investition bezogen auf den ursprünglich investierten Betrag. Alternativ kann der Mitarbeiter nach Ablauf der Sperrfrist das Investment auch in den Shareplan Classic einlegen. In 2013 wurden 197 Tsd. Stück Fondsanteile gezeichnet (2012: 313 Tsd. Stück).

Die Kosten der Pläne Shareplan Leveraged sowie Shareplan Classic werden unter Berücksichtigung der fünfjährigen Sperrfrist ermittelt, wie es vom ANC (Autorité des Normes Comptables) empfohlen wird. Der ANC Ansatz ermittelt den Wert dieser innerhalb der Sperrfrist nicht frei verfügbaren Aktie durch einen Replikationsansatz. Demnach würde der Mitarbeiter ein Darlehen aufnehmen, um frei verfügbare Aktien zu erwerben. Das Darlehen und die Zinsen des Darlehens würde er dann mit dem Erlös aus dem Verkauf der gesperrten Aktien am Ende der Sperrfrist und der erhaltenen Dividendenrendite innerhalb der Sperrfrist zurückzahlen. Bei dem Leveraged Plan enthalten die Kosten auch Opportunitätsgewinne, die indirekt durch die AXA gewährt werden, da für die in dem Fond enthaltenen Derivate anstatt eines Preises für kleinvolumige Transaktionen (retail price) ein entsprechend günstigerer institutioneller Preis für entsprechend großvolumige Transaktionen gezahlt wird.

Die folgende Tabelle zeigt weitere Details der beiden Pläne Share Plan Classic und Share Plan Leveraged für das Geschäftsjahr 2013:

Bewertungsparameter 2013 2012
Classic Leveraged Classic Leveraged
--- --- --- --- ---
Laufzeit (in Jahren) 5 5 5 5
Preisnachlass auf den Referenzkurs 20% 12,95% 20% 17,19%
Referenzkurs 17,97 17,97 11,86 11,86
Zeichnungspreis 14,38 15,64 9,50 9,82
Summe gezeichneter Betrag durch die Mitarbeiter (in Tsd. Euro) 217 3,079 259 3,071
Summe gezeichneter Betrag insgesamt 217 30,792 259 30,713
Risikoloser Zinssatz (5 Jahres Durchschnitt Euro Zone) 0,77% 0,77% 0,59 % 0,59 %
Dividendenrendite 5,94% 5,94% 8,16 % 8,16 %
Zinssatz bei vorzeitiger Kündigung 1,14% 1,14% 1,12% 1,12%
Zinssatz für Repo Geschäfte 0,30% 0,30% 0,25 % 0,25 %
Retail / institutioneller Volatilitätsspread N/A 2,78% N/A 4,08 %
Kosten der Sperrfrist für den Mitarbeiter 19,73 12,88% 19,81 % 17,07%
Opportunitätsgewinne N/A 2,45% N/A 2,80 %

AXA Miles

Durch das Programm AXA Miles wurden jedem berechtigten Mitarbeiter im März 2012 50 AXA Miles zugeteilt. Insgesamt wurden 632.000 AXA Miles an 12.640 Mitarbeiter ausgegeben.

An konsolidierte Gesellschaften innerhalb des AXA Konzerns wurden 478.538 AXA Miles an 9.571 Mitarbeiter ausgegeben, wovon alle noch ausstehend sind.

Diese AXA Miles werden nach Ablauf einer Wartefrist von vier Jahren 2016 in gewöhnliche AXA Aktien umgewandelt.

Der Wert der AXA Miles wird analog dem Shareplan mit dem ANC Ansatz ermittelt, wobei die Annahmen an die Struktur des jeweiligen Plans angepasst sind. Die Bewertung basiert auf einem Marktpreis von 13,18 Euro am 16. März 2012 und einer angenommenen Rate von fünf Prozent für nicht ausgeübte Optionen vor Ablauf der Sperrfrist.

AXA International Performance Shares

Ab 2013 werden International Performance Shares im Rahmen des International Performance Shares Plans (PSI Plan) der AXA Gruppe an bestimmte Begünstigte (Leitende Angestellte) der AXA Deutschland erteilt. In 2013 wurden 333 Tsd. Performance Shares ausgegeben.

Bei den AXA International Performance Shares handelt es sich um eine mittelfristig orientierte Vergütungskomponente, deren Wertigkeit vom Erfolg der AXA in Deutschland, der Region und der AXA Gruppe weltweit, sowie der Entwicklung der AXA Aktie im Performance Zeitraum vom 01. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2014 abhängig ist.

Die Zuteilung der Aktien in Erfüllung der Performance Shares erfolgt am 22. März 2016 oder, wenn dies kein Arbeitstag ist, am darauffolgenden Arbeitstag. Die Anzahl der Aktien entspricht dabei den tatsächlich erworbenen Performance Shares. Der Wert der tatsächlich erworbenen Performance Shares entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie der AXA S.A., Paris, während der letzten 20 Handelstage vor dem 22. März 2016 an der Pariser Börse.

Sonstiger Aufwand

Die auf die obengenannten Vergütungskomponenten entfallenden Aufwendungen werden im deutschen lokalen IFRS-Konzernabschluss mit den Beträgen erfasst, so wie sie auch in dem übergeordneten IFRS-Konzernabschluss der AXA S.A. enthalten sind. Für die im Rahmen von IFRS 2 per 31. Dezember 2013 zu erfassenden Pläne Stock Options, Shareplan, Miles und Performance Shares erfasste die AXA Gruppe im Geschäftsjahr 2013 Aufwendungen in Höhe von 3.276 Mio. Euro (2012: 2,5 Mio. Euro), die als Zuführung zur Kapitalrücklage im deutschen AXA Konzern gezeigt werden.

Für zum 31. Dezember 2013 noch ausstehende Rechte aus Performance Units (Barkomponente) wurden Rückstellungen von insgesamt 7.745 Tsd. Euro (2012: 3.837 Tsd. Euro) gebildet.

Anhang 25: Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

25.1. Vorstandsvergütung

25.1.1. Vergütungsaufwand 2013

Für das Geschäftsjahr 2013 belief sich der Vergütungsaufwand für die Mitglieder des Vorstands der AXA Konzern AG für ihre Tätigkeiten im Mutterunternehmen sowie in den Tochtergesellschaften insgesamt auf 6.029 Tsd. Euro (2012: 8.442 Tsd. Euro), davon entfielen 2.962 Tsd. Euro (2012: 4.646 Tsd. Euro) auf feste und 3.067 Tsd. Euro (2012: 3.796 Tsd. Euro) auf variable Vergütungsbestandteile für das Vorjahr. In 2013 sind keine Abfindungen gezahlt worden (2012: 2.994 Tsd. Euro).

Long Term Incentive Vergütung

Im Rahmen des gruppenweiten Aktienoptionsprogramms "Long Term Incentive Plan" der AXA S.A. wurden in 2013 Aktienoptionen sowie Performance Shares International auf AXA S.A. Aktien gewährt.

Die in 2013 gewährten 134.000 Aktienoptionen (2012: 148.389) sehen einen Bezugspreis von 13,81 Euro pro Anteil vor (Aktienkurs zum Jahresende 2013: 20,21 Euro). Jeweils ein Drittel der an die Begünstigten vergebenen Optionen sind erstmals ab dem 22. März 2015, 22. März 2016, 22. März 2017 ausübbar und bis dahin mit einer Haltefrist versehen. Die Optionen gewähren das Recht, AXA Aktien zu einem festgelegten Kurs (Bezugspreis) zu erwerben bzw. sich die Differenz zwischen Bezugspreis und aktuellen Aktienkurs in Bar auszahlen zu lassen. Die Begünstigten können frühestens ab 2017 ihr letztes Drittel an Stock Options vollumfänglich ausüben, wenn die Performance der AXA Aktie seit dem Gewährungstag oder der vergangenen drei Jahre die Performance des Euro Stoxx Insurance Index erreicht oder überstiegen hat; liegt die Kursentwicklung der AXA Aktie unter der Kursentwicklung des Euro Stoxx Insurance Index können die Optionen nur teilweise ausgeübt werden. Bei einer Kursentwicklung der AXA Aktie von weniger als 75% gemessen an dem Vergleichsindex verfällt das letzte Drittel der Rechte. Die Optionen verfallen auch, sofern sie nicht bis zum 21. März 2023 ausgeübt werden.

Die Zuteilung der im Geschäftsjahr 2013 gewährten 78.200 Performance Shares International (2012: 117.917) erfolgt anhand der jeweils zu einem Drittel gewichteten Ergebnisse der AXA S.A., AXA Deutschland und der Region NORCEE für den Performance-Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2014. Der maximal mögliche Performance-Faktor ist auf 130% begrenzt. Falls die AXA S.A. für 2013 und/oder 2014 keine Dividende ausschüttet, wird die tatsächliche Zuteilung um die Hälfte gekürzt. In Summe erhalten die Begünstigten Aktien der AXA S.A., die sich aus der Anzahl der gemäß dem Performance-Faktor zugeteilten Performance Shares ergeben. Über die final zugeteilten Aktien kann ab dem 22. März 2016 frei verfügt werden.

Die weiteren Einzelheiten der in diesem Jahr und in den Vorjahren gewährten aktienbasierten Vergütungsprogramme sind von der AXA S.A., Paris, offen gelegt worden.

Die Aktienoptionen sowie ggf. im Rahmen früherer Performance Units/Shares Programme erworbene Aktien werden durch die AXA S.A. ausgegeben, wobei die Kosten der finalen Zuteilung für die im Rahmen des Performance Unit/Shares Programms erworbenen Aktien an die AXA Konzern AG aufwandswirksam verrechnet werden. Für die ausgegebenen Aktienoptionen entstehen der AXA Konzern AG keine Kosten. Der beizulegende Zeitwert dieser beiden Rechte (Aktienoptionen und Aktienkomponente der Performance Units/Shares) wird am Tag der Gewährung nach anerkannten Optionspreismodellen ermittelt und gemäß IFRS 2 (Anteilsbasierte Vergütung) zeitanteilig über den Erdienungszeitraum aufwandswirksam erfasst.

Neben den Aktienoptionen und Performance Units/Shares, bei denen eine Zuteilung in Aktien erfolgt, existieren aus Vorjahren bis 2012 Performance Unit Programme, die eine Vergütung in Geld vorsehen. Der Aufwand für diese Performance Units wird von der AXA Konzern AG getragen. Dieser Aufwand wird auf Basis des Börsenkurses der AXA S.A. zum Bilanzstichtag ermittelt und zeitanteilig über den Erdienungszeitraum aufwandswirksam erfasst.

Alle von der AXA Konzern AG aufwandswirksam erfassten Rechte werden im Rahmen der Kostenverteilung an die betroffenen Versicherungsunternehmen weiterverrechnet.

Der auf das Geschäftsjahr 2013 entfallende beizulegende Zeitwert aller im Berichtszeitraum und in früheren Jahren gewährten Stock Options und Performance Units/Shares beträgt 1.699 Tsd. Euro (2012: 1.203 Tsd. Euro). Im Berichtszeitraum erhielten die Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft 780 Tsd. Euro (2012: 543 Tsd. Euro) in Bar aus der Abrechnung von Performance Unit Plänen. Eine Zuteilung von Aktien im Rahmen der Abrechnung von Performance Units/Shares Plänen erfolgte im Berichts- und Vorjahr nicht. Die in 2013 in Geld vergüteten Vergütungsbestandteile sind in den obengenannten Gesamtvergütungsangaben als variable Vergütungsbestandteile mit enthalten. Erlöse aus der Ausübung von Stock Options sind im Geschäftsjahr nicht angefallen (2012: 30 Tsd. Euro).

25.1.2. Versorgungszusage

Den Mitgliedern des Vorstandes der AXA Konzern AG wird eine Versorgungszusage für ihre Tätigkeiten im Mutterunternehmen sowie in den Tochtergesellschaften gewährt. Diese umfasst nach entsprechender Dienstzeit Ansprüche auf Altersrente (ab Vollendung des 65. Lebensjahres), Invaliditätsrente, Witwen-/Witwerrente, Waisenrente und unter bestimmten Bedingungen Übergangsgeldzahlungen.

Die Höhe der Leistungen ist an das Festgehalt vor Ausscheiden gekoppelt und beträgt je nach Vorstandsdienstzeit 40 bis 60% des Festgehaltes quotiert in analoger oder direkter Anwendung des § 2 BetrAVG. Mit Beginn der zweiten Bestellungsperiode werden entsprechende Ansprüche unverfallbar, sofern das Dienstverhältnis auf Veranlassung der Gesellschaft beendet wird.

Ab dem Beginn der dritten Bestellungsperiode erwerben die Vorstandsmitglieder zusätzlich einen Anspruch auf Übergangsgeld in Höhe von 40% der Festbezüge für den Fall, dass die Gesellschaft den Dienstvertrag nicht verlängert, ohne dass ein wichtiger Grund vorliegt. Die Zahlung von Übergangsgeld endet mit dem Eintritt eines Versorgungsfalles (Erreichen der Altersgrenze oder Tod). Anderweitige aus selbstständiger oder nicht selbstständiger Tätigkeit für ein anderes Unternehmen erzielte Einkünfte werden in voller Höhe auf das Übergangsgeld angerechnet.

Mit Beginn der dritten Bestellungsperiode beläuft sich der unverfallbare Anspruch auf Altersrente auf mindestens 40% der Festbezüge. Bei neuen Verträgen ist der Übergangsgeldanspruch auf 6 Monate begrenzt. Darüber hinaus ist der Mindestanspruch (40%) nach Beginn der dritten Bestellungsperiode entfallen.

Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen der am 31. Dezember 2013 aktiven Gruppenvorstandsmitglieder beliefen sich in 2013 auf -470 Tsd. Euro (2012: 3.986 Tsd. Euro).

25.2. Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene

Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder der AXA Konzern AG und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 2.368 Tsd. Euro (2012: 2.159 Tsd. Euro). Für diese Personengruppe sind zum 31. Dezember 2013 Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von 53.587 Tsd. Euro (2012: 60.550 Tsd. Euro) passiviert.

25.3. Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrates der AXA Konzern AG für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der AXA Konzern AG sowie in Aufsichtsräten konsolidierter Unternehmen betrugen im Geschäftsjahr 2013 insgesamt 2.090 Tsd. Euro (2012: 2.127 Tsd. Euro), davon 1.153 Tsd. Euro (2012: 1.190 Tsd. Euro) erfolgsunabhängig und 937 Tsd. Euro (2012: 937 Tsd. Euro) erfolgsabhängig.

Anhang 26: Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die AXA S.A., Paris ist direkt und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt zu 100 Prozent am Grundkapital der AXA Konzern AG, Köln beteiligt.

Die AXA Konzern AG, Köln und ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, einbezogen, der bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des marchés financiers) unter R.C.S. (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt wird.

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der AXA Konzern AG und/oder ihren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen in Schlüsselpositionen und/oder nahen Familienangehörigen dieser Personen. Personen in Schlüsselpositionen sind nahestehend, wenn diese Personen die AXA Konzern AG beherrschen oder an dessen gemeinschaftlicher Führung beteiligt sind, einen maßgeblichen Einfluss auf diese ausüben oder eine Schlüsselposition im Management bekleiden. Personen in Schlüsselpositionen stellen Personen dar, die direkt oder indirekt für die Planung, Leitung und Überwachung des AXA Konzerns zuständig und für deren Tätigkeiten verantwortlich sind. Der Konzern zählt die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats für Zwecke des IAS 24 zu Personen in Schlüsselpositionen. Bezüglich der anteilsbasierten Vergütung verweisen für auf den Anhang 24, für die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat auf Anhang 25.

Als nahestehende Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten Unternehmen, die von der AXA Konzern AG beeinflusst werden können, die einen Einfluss auf die AXA Konzern AG ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahe stehenden Partei der AXA Konzern AG stehen.

Nahestehende Unternehmen der AXA Konzern AG sind Tochterunternehmen und At-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen sowie deren Tochterunternehmen. Außerdem im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge dotierte Versorgungskassen. Nahestehend sind auch die Muttergesellschaft AXA, Paris, sowie deren nahestehende Unternehmen. Nahestehende Unternehmen der AXA, Paris sind deren Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen. Anzumerken ist, dass in diesem Abschluss keine Geschäftsvorfälle zwischen der AXA Konzern AG und ihren konsolidierten Unternehmen erläutert werden, da diese durch die Konsolidierung entfallen sind. Es werden Geschäfte zu beherrschten, aber aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidierten Tochterunternehmen, erläutert. Bezüglich der Haftungsverhältnisse von nahestehenden Unternehmen verweisen wir auf die Ausführungen im Risikobericht.

Innerhalb des deutschen AXA Konzerns nimmt die AXA Konzern AG die Leitungsfunktion auf Grundlage von Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen wahr, die mit diversen operativen Konzerngesellschaften geschlossen wurden.

Bei den Geschäftsbeziehungen handelt es sich im Wesentlichen um Kooperationsverträge, Dienstleistungs- bzw. Funktionsausgliederungsverträge, Darlehens- und Rückversicherungsverträge sowie Sicherungsgeschäfte. Die bestehenden Verträge sind zu marktüblichen Konditionen geschlossen worden.

26.1. Darlehensverträge

Folgende Übersicht gibt einen Überblick über die Darlehensbeziehungen:

Darlehensverträge aus Sicht des AXA Konzerns mit (In Tsd. Euro) 2013 Darlehenshöhe 2013 Zinserträge/ Aufwendungen (-) 2012 Darlehenshöhe 2012 Zinserträge/ Aufwendungen(-)
Dem Mutterunternehmen, AXA S.A., Paris als Darlehensnehmer 1,377,000 69,100 1,507,000 76,154
Nahstehenden Unternehmen des Mutterunternehmens als Darlehensgeber 46,159 -1,930 44,296 -1,872
Nahestehenden Unternehmen des Mutterunternehmens als Darlehensnehmer 115,252 1,270 122,085 2,053
Nicht konsolidierten Tochterunternehmen als Darlehensnehmer 1,000 147 1,000 13
At-equity bewerteten assoziierten Unternehmen als Darlehensgeber/Darlehensnehmer 0 0 0 0
Personen in Schlüsselpositionen als Darlehensgeber-/Darlehensnehmer 0 0 0 0
Gesamt 1,539,411 68,587 1,674,381 76,348

Die AXA Bank hat in 2013 mit der AXA Bank Europe ein Kreditlimit über eine Höhe von max. 30.000 Tsd. Euro (2012: 30.000 Tsd. Euro) für Geldhandelsgeschäfte geschlossen (Tagesgeldanlage). In 2013 hat die AXA Bank keine Tagesgelder bei der AXA Bank Europe angelegt und somit hat die AXA Bank Europe keinen Kredit in Anspruch genommen (2012: 12 Tsd. Euro Zinserträge).

Die AXA Bank Europe hat in 2013 mit der AXA Bank ein Kreditlimit über eine Höhe von max. 25.000 Tsd. Euro (2012: 25.000 Tsd. Euro) geschlossen (Tagesgeldaufnahme). Für die Inanspruchnahme des Kredits durch die AXA Bank sind dieser Zinsaufwendungen in Höhe von 14 Tsd. Euro entstanden (2012: 14 Tsd. Euro).

Die AXA Art Insurance Ltd. UK, London zeichnet "US surplus lines"-Geschäfte über die AXA Corporate Solutions S.A., Paris (AXA Corporate Solutions). AXA Corporate Solutions benötigt dafür eine Sicherheit. Diese Sicherheit wird mit dem Kreditvertrag zwischen der AXA Art Insurance Ltd. UK und der AXA, Paris über eine Kreditlinie von 60.000 Tsd. Euro gewährleistet. Die Kosten für die Bereitstellung betragen 0,12% der Kreditlinie von 60.000 Tsd. Euro, in 2013: 73 Tsd. Euro. (2012: 73 Tsd. Euro) Die Kreditlinie wurde in 2013 nicht in Anspruch genommen.

Seit Jahren besteht zwischen der AXA S.A., Paris, und den Gesellschaften des AXA Konzerns ein Cash-Pooling System. Dieses System wird für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs mit AXA S.A., Paris, bzw. deren Tochtergesellschaften genutzt, soweit diese dem System angeschlossen sind. Die Verzinsung hierfür richtet sich nach dem EONIA-Zinssatz.

Seit Anfang 2007 besteht ein Liquiditätshilfe-Abkommen zwischen nahestehenden Unternehmen des AXA Konzerns. Die Gesellschaften erklären sich bereit, sich im Einzelfall mit Liquidität auszustatten um kurzfristige Liquiditätsunterdeckungen auszugleichen. Im Geschäftsjahr 2013 wurden keine Liquiditätshilfen in Anspruch genommen.

26.2. Derivate und Sicherungsbeziehungen

Sicherungsbeziehungen bestehen mit der AXA Konzern AG und/oder ihren konsolidierten Gesellschaften und dem Mutterunternehmen AXA S.A., Paris. Credit Default Swaps (CDS) bestehen in Höhe von nominal 818.750 Tsd. Euro (2012: 625.100 Tsd. Euro). Die CDS dienen der Absicherung des Ausfallrisikos aus einer im Geschäftsjahr 2009 erworbenen strukturierten Schuldverschreibung.

Zinsswaps bestehen in Höhe von nominal 141.100 Tsd. Euro (2012: 41.100 Tsd. Euro). Die Zinsswaps wurden für in 2008 ausgegebene variabel verzinste Anleihen in US-Dollar und Euro abgeschlossen.

Ein Währungsswap besteht in Höhe von nominal 30.600 Tsd. Euro (2012: 30.600 Tsd. Euro). Der Währungsswap wurde in 2011 zur Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken aus variablen Zinszahlungen einer US-Dollar Anleihe abgeschlossen.

26.3. Rückversicherungsbeziehungen

Folgende Übersicht gibt einen Überblick über die Rückversicherungsbeziehungen:

Rückversicherungsverträge aus Sicht des AXA Konzerns mit (In Tsd. Euro) 2013 Aktiv RV Beiträge 2013 Passiv RV Beiträge 2012 Aktiv RV Beiträge 2012 Passiv RV Beiträge
Dem Mutterunternehmen AXA S.A. Paris 0 0 0 0
At-Equity bewerteten assoziierten Unternehmen 108,799 0 118,000 0
Nahestehenden Unternehmen des Mutterunternehmens 108,389 1,304,932 94,059 973,196
Gesamt 217,188 1,304,932 212,059 973,196

26.4. Dienstleistungs- und Versicherungsvermittlungsverträge

Dienstleistungsverträge bestehen mit der AXA Konzern AG und/oder ihren konsolidierten Gesellschaften und ihren nahestehenden Unternehmen. Durch Dienstleistungs- und Funktionsausgliederungsverträgen sowie Dienstleistungen im Bereich der Verwaltung von Kapitalanlagen (Vermögensmanagement), der Informationstechnologie, diversen Beratungs- und Serviceleistungen, technischen Unterstützungen sowie Dienstleistungen im Bereich der Logistik, der Telekommunikation sowie Lizenzvereinbarungen, hat der AXA Konzern Erträge aus erbrachten Dienstleistungen mit nahestehenden Unternehmen des Mutterunternehmens in Höhe von 38.350 Tsd. Euro (2012: 39.390 Tsd. Euro) mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen der AXA Konzern AG in Höhe von 80.500 Tsd. Euro (2012: 29.400 Tsd. Euro) erwirtschaftet. Aufgrund von empfangenen Dienstleistungen von nahestehenden Unternehmen des Mutterunternehmens sind dem AXA Konzern Aufwendungen in Höhe von 155.600 Tsd. Euro (2012: 158.000 Tsd. Euro) und mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen der AXA Konzern AG in Höhe von 84.750 Tsd. Euro (2012: 82.700 Tsd. Euro) entstanden.

Mit dem Mutterunternehmen, AXA S.A., Paris sowie mit At-Equity bewerteten assoziierten Unternehmen und Personen in Schlüsselpositionen bestehen für das Geschäftsjahr 2013 keine Dienstleistungsverträge.

Zwischen nahestehenden Unternehmen der AXA Konzern AG und/oder ihren konsolidierten Gesellschaften bestehen Vertriebsvereinbarungen mit nahestehenden Unternehmen. Im Rahmen dieser Vereinbarungen vermittelt der AXA Konzern für nahestehende Unternehmen Versicherungsverträge. Im Jahr 2013 erhielt der AXA Konzern von nahestehenden Unternehmen des Mutterunternehmens eine Vergütung von 6.530 Tsd. Euro und von nicht konsolidierten Tochterunternehmen der AXA Konzern AG eine Vergütung von 5.530 Tsd. Euro, von At-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen eine Vergütung in Höhe von 29.800 Tsd. Euro. Für die Vermittlung durch nahestehende nicht konsolidierte Unternehmen der AXA Konzern AG, sind der AXA Konzern AG Aufwendungen in Höhe von 65.400 Tsd. Euro (2012: 63.000 Tsd. Euro) entstanden.

Mit dem Mutterunternehmen, AXA S.A., Paris sowie mit Personen in Schlüsselpositionen bestehen für das Geschäftsjahr 2013 keine Versicherungsvermittlungsverträge.

26.5. Sonstige Transaktionen

Das in den letzten Jahren durchgeführte Projekt der AXA Deutschland, sich an einem gemeinsamen europäischen Programm der AXA mit dem Namen Flyer zu beteiligen, führte zu Produktionseinführung des Haupt- (Projekt COPERNIC) und des Nebenbuchs für Kapitalanlagen (Projekt SHIP). Zielsetzung ist die Standardisierung von Bilanzierungs-, Konsolidierungs- und Reporting- aber auch Procurementfunktionen auf Basis einer gemeinsamen Plattform. In diesem Zusammenhang sollen auch die weiter zunehmenden Anforderungen an die Finanzberichterstattung erfüllt werden. Zudem sollen im Rahmen dieser beiden Projekte auch Effizienz- und Kosteneinsparmöglichkeiten realisiert werden, die gemeinsam genutzte Plattformen bzw. ein einheitlich genutztes Beschaffungssystem generieren können. Dies umfasst auch die Möglichkeit der Auslagerung bzw. Zentralisierung von Kompetenzen und standardisierten Prozessschritten (Off-Shoring), um weitere Effizienzsteigerungen zu erzielen. Die AXA Konzern AG hat neben einigen weiteren europäischen AXA-Gesellschaften mit der AXA Group Solution (AGS) Vereinbarungen in Bezug auf COPERNIC und SHIP abgeschlossen, wonach AGS der AXA Konzern AG und den weiteren AXA-Gesellschaften die oben genannte technische Plattform zur Verfügung stellt, die technische Unterstützung leistet und gleichzeitig auch die laufende Wartung und Programmierung dieser Plattform übernimmt. Auf die AXA Konzern AG entfallen hiernach für das Jahr 2013 externe Kosten einschließlich Projektkosten, Aufwände für die Wartung und Lizenzgebühr in Höhe von 16,67 Mio. Euro.

26.6. Sonstige Vereinbarungen

Es bestehen Beherrschungsverträge zwischen der AXA Konzern AG und den im Folgenden dargestellten Gesellschaften:

AXA Lebensversicherung AG, Köln
AXA Krankenversicherung AG, Köln
AXA Versicherung AG, Köln
Deutsche Beamtenversicherung Versicherung AG, Wiesbaden
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
AXA Bank AG, Köln
AXA easy Versicherung AG, Köln
AXA ART Versicherung AG, Köln
AXA Finanz Service GmbH, Köln
AXA Customer Care GmbH, Köln
AXA Logistic Service GmbH, Köln
AXA Schaden Experten GmbH, Köln
Venus Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln
INREKA Finanz AG, Cloppenburg

Des Weiteren besteht zwischen der Vinci B.V., Niederlande als herrschendes Unternehmen und der AXA Konzern AG als beherrschtes Unternehmen ein Beherrschungsvertrag.

Beherrschungsverträge dienen der organisatorischen Eingliederungsvoraussetzung, die die umsatzsteuerlichen Organschaftsverhältnisse zwischen der AXA Konzern AG und ihren Tochtergesellschaften sowie den in Deutschland ansässigen Einheiten der AXA Gruppe sicherstellen.

Es bestehen Ergebnisabführungsverträge zwischen der AXA Konzern AG und den im Folgenden dargestellten Gesellschaften:

AXA Lebensversicherung AG, Köln
AXA Krankenversicherung AG, Köln
AXA Versicherung AG, Köln
Deutsche Beamtenversicherung Versicherung AG, Wiesbaden
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
AXA Bank AG, Köln
AXA easy Versicherung AG, Köln
AXA ART Versicherung AG, Köln
AXA Finanz Service GmbH, Köln
AXA Customer Care GmbH, Köln
AXA Logistic Service GmbH, Köln
AXA Schaden Experten GmbH, Köln
Pluto Beteiligungswerte AG, Köln

26.7. Verpflichtungen

Verpflichtungserklärungen bestehen mit der AXA Konzern AG und/oder ihren konsolidierten Gesellschaften und deren nicht konsolidierten Tochterunternehmen in Höhe von nominal 70.000 Tsd. Euro. (Offene Verpflichtungen: 10.940 Tsd. Euro)

26.8. Beteiligungen

Nach der Ausgliederung des Risk-Engineering an die AXA Matrix Risk Consultants Deutschland hat die AXA Risk & Claims Services GmbH keine Funktion mehr und wurde im Geschäftsjahr 2013 mit Verschmelzungsvertrag vom 15.6.2013 auf die AXA Versicherung AG zum Buchwert verschmolzen.

Nach der Verschmelzung der beiden Lebensversicherungsgesellschaften hat die GmbH & Co. KG keine Funktion mehr. Die AXA Konzern AG hat die verbleibenden 5,1%-Anteile im Jahr 2013 von der AXA Assurance Vie Mutuelle zu einem marktüblichen Kaufpreis erworben. Aufgrund der vorher gehaltenen Anteile durch die AXA Konzern AG von 94,9% ist die AmbH & Co. KG auf die AXA Konzern AG mit Wirkung zum 1. Januar 2014, 0 Uhr angewachsen.

26.9. Personen in Schlüsselpositionen und deren nahe Familienangehörige

Der AXA Konzern hat mit Personen in Schlüsselpositionen sowie mit nahen Familienangehörigen dieser Personen keine berichtspflichtigen Geschäfte vorgenommen. Ferner erhielten die angestellten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses marktübliche Gehälter.

Anhang 27: Eventualforderungen und -verbindlichkeiten sowie Miet- und Leasingverhältnisse

Im Folgenden werden Eventualforderungen und -verbindlichkeiten dargestellt, die aufgrund von IAS 37 nicht in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden.

27.1. Übersicht über die erhaltenen Zusagen und Garantien (Eventualforderungen)

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Finanzierungszusagen - -
Kreditinstitute - -
ungenutzte Kreditlinien - -
ohne ungenutzte Kreditlinien - -
Kunden - -
Garantiezusagen - -
Kreditinstitute - -
Kunden - -
Sonstige Zusagen 1,950,351 2,158,779
Verpfändete Wertpapiere und besicherte Engagements 1,657,272 2,158,779
Sonstige Verpflichtungen 293,079 -
Gesamt 1,966,719 2,158,779

Durch AXA erhaltene Verpflichtungen betrugen zum 31.12.2013 insgesamt 1.966.719 Tsd. Euro und reduzierten sich somit um 192.080 Tsd. Euro im Vergleich zum 31.12.2012, hauptsächlich durch einen Rückgang der sonstigen Zusagen im Zusammenhang mit verpfändeten Wertpapieren und besicherten Engagements.

Erhaltene verpfändete Wertpapiere und besicherte Engagements betrugen zum 31.12.2013 insgesamt 1.657.272 Tsd. Euro. Investitionen i. H. v. 220.000 Tsd. Euro bestand bei einer Bank. Als Sicherheit wurden Wertpapiere in Höhe von 220.381 Tsd. Euro gegeben. Die Gesellschaft hat 100 Millionen Euro in ein Darlehen an ein verbundenes Unternehmen investiert. Zur Besicherung des Darlehens werden der Gesellschaft Fondanteile ausgehändigt. Der Marktwert der Fondanteile zum 31.12.2013 betrug 98.203 Tsd. Euro.

Sonstige erhaltene Zusagen betrugen zum 31.12.2013 insgesamt 293.079 Tsd. Euro.

27.2. Übersicht über die gegebenen Zusagen und Garantien (Eventualverbindlichkeiten)

Auslaufdatum
(In Tsd. Euro) 12 Monate oder weniger Von über einem Jahr bis 3 Jahre Von über 3 Jahren bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre TOTAL 31. Dezember 2013 TOTAL 31. Dezember 2012
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzierungszusagen 371,658 345,833 96,083 - 813,574 1,125,077
Kunden 371,658 345,833 96,083 - 813,574 1,125,077
Garantiezusagen 2,039 5,500 - - 7,539 7,609
Kreditinstitute - 5,500 - - 5,500 5,500
Kunden 2,039 - - - 2,039 2,109
Sonstige Zusagen 120,789 174,098 279,121 1,465,034 2,039,042 2,603,556
Verpfändete Wertpapiere und besicherte Engagements 114,257 - - - 114,257 471,919
Kreditbriefe 6,532 12,064 - - 18,596 20,345
Sonstige Verpflichtungen - 162,034 279,121 1,465,034 1,906,189 2,111,292
Gesamt 494,486 525,431 375,204 1,465,034 2,860,155 3,736,242

Eingegangene Verpflichtungen betrugen zum 31.12.2013 insgesamt 2.860.155 Tsd. Euro. Dies stellt einen Rückgang um 876.087 Tsd. Euro im Vergleich zum 31.12.2012 dar, hauptsächlich bedingt durch eine Reduzierung der Finanzierungszusagen an Kunden i. H. v. 311.503 Tsd. Euro sowie einen Rückgang um 357.662 Tsd. Euro in verpfändete Wertpapieren und besicherte Engagements sowie sonstige Verpflichtungen (- 205.103 Tsd. Euro).

Abgegebene Finanzierungszusagen betrugen zum 31.12.2013 insgesamt 813.574 Tsd. Euro und bestanden aus Finanzierungszusagen an Kunden (Hypothekendarlehen).

Abgegebene Garantiezusagen betrugen zum 31. Dezember 2013 insgesamt 7.539 Tsd. Euro und bestanden aus:

5.500 Tsd. Euro beschränkte Garantieerklärung im Rahmen des Verkaufs einer ehemaligen Tochtergesellschaft;
2.039 Tsd. Euro Avale für offene Schadenprozesse und damit verbundene, vorläufige Schadenzahlungs-Zusagen sowie Mietbürgschaften für AXA Mitarbeiter.

Abgegebene sonstige Zusagen betrugen 31.12.2013 insgesamt 2.039.042 Tsd. Euro, die sich wie folgt aufteilten:

Abgegebene verpfändete Wertpapiere und besicherte Engagements betrugen zum 31.12.2013 insgesamt 114.257 Tsd. Euro und bestanden im Wesentlichen aus:

73.665 Tsd. Euro Verpfändung von Staatsanleihen zugunsten des Kontrahenten als Sicherheit für negative Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten,
40.592 Tsd. Euro branchenübliche Fremdwährungsbedeckung im Bereich der Rückversicherung.

Ausgegebene Kreditbriefe betrugen zum 31.12.2013 insgesamt 18.596 Tsd. Euro, resultierend aus der branchenüblichen Bedeckung der Schadenreserven deutscher Gesellschaften im Amerika-Geschäft (Letter of Credit).

Sonstige gegebene Verpflichtungen beliefen sich zum 31.12.2013 auf 1.906.189 Tsd. Euro und bestanden hauptsächlich aus:

523.174 Tsd. Euro in Verpflichtungen der Lebens- und Krankenversicherung Deutschland gegenüber "Protektor" und "Medicator", den deutschen Versicherungsgarantiefonds für den Fall des Konkurses von Versicherungsgesellschaften,
1.197.520 Tsd. Euro Investitionsverpflichtung aus Kapitalanlagen.

27.3. Miet- und Leasingverträge

(In Tsd. Euro) 2013 2012
Miet- und Leasingverträge
Bis zu 1 Jahr 63 63
1 bis 5 Jahre 161 192
Über 5 Jahre 251 240
Gesamt 475 495

Für operative Leasingverhältnisse (insbesondere Immobilien, Kraftfahrzeuge und EDV) wurden im Geschäftsjahr 66.805 Tsd. Euro (2012: 67.000 Tsd. Euro) aufwandswirksam erfasst. Es besteht im Wesentlichen ein Untermietverhältnis für ein Gebäude in München. Die Mindestleasingzahlungen hierfür betragen 14.699 Tsd. Euro (2012: 17.700 Tsd. Euro); im Geschäftsjahr wurden Erträge aus dem Untermietverhältnis in Höhe von 59 Tsd. Euro (2012: 70 Tsd. Euro) erzielt. Im Geschäftsjahr und im Vorjahr lagen keine bedingten Mietzahlungen sowie keine durch Leasingvereinbarungen auferlegten Beschränkungen vor. Bei den genannten Verpflichtungen bestehen, wie im Vorjahr, keine Miet- und Leasingverträge gegenüber Unternehmen, die At Equity in den Konzernabschluss der AXA Konzern AG einbezogen werden.

Anhang 28: Honorare des Konzernabschlussprüfers

Abschlussprüfer des AXA Konzerns ist die PricewaterhouseCoopers AG. Die an die PricewaterhouseCoopers AG gezahlten Honorare sind nachfolgend nach vier Honorararten, gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB, aufgeführt.

PricewaterhouseCoopers
Betrag (vor USt) % %
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) 2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- ---
Prüfungsleistungen
Abschlussprüfungen 2,421 2,310 78 90
Mutterunternehmen 330 313 11 12
Tochtergesellschaften 2,091 1,997 67 78
Andere Prüfungsleistungen 470 161 15 6
Mutterunternehmen 303 - 10 0
Tochtergesellschaften 167 161 5 6
Zwischensumme 2,891 2,471 93 96
Andere Beratungsleistungen
Steuerberatungsleistungen, Rechtsberatungsleistungen und Personalberatungsleistungen 114 94 4 4
Sonstige (a) (b) 94 - 3 0
Zwischensumme 208 94 7 4
Gesamt 3,099 2,565 100 100

(a) Honorare für Solvency II und EEV bezogene Prüfungs- und Beratungsleistungen werden ihrer Art nach den "Anderen Beratungsleistungen" zugeordnet.

Anhang 29: Rechtliche Risiken und Garantierisiken

Bezüglich der einzelnen rechtlichen Risiken und Garantierisiken verweisen wir auf den Risikobericht (Teil des Lageberichts) ab Seite 32.

Anhang 30: Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bezüglich der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf den Lagebericht Seite 54.

28. Oktober 2014

AXA Konzern AG

Der Vorstand

Dr. Buberl

Hanssmann

Dr. van Aubel

Bouas-Laurent

Dr. Dahmen

Engelking

Dr. Schumacher

Dr. Stange

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der AXA Konzern Aktiengesellschaft, Köln, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 14. November 2014

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Alexander Hofmann, Wirtschaftsprüfer

Mathias Röcker, Wirtschaftsprüfer