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AXA Annual Report 2013

Aug 18, 2014

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Annual Report

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Publication

AXA Versicherung Aktiengesellschaft

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Geschäftsbericht 2013

Kennzahlen

2013 2012
Beitragseinnahmen brutto
- in Mio. Euro 3.704 3.715
- Veränderung in Prozent -0,3 4,8
- Selbstbehalt in Prozent 63,6 73,5
Aufwendungen für Versicherungsfälle f. e. R.
- in Mio. Euro 1.614 1.800
- in Prozent der verdienten Beiträge f. e. R. 68,9 66,4
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f. e. R.
- in Mio. Euro 644 825
- Nettokostenquote in Prozent der verdienten Nettobeiträge 27,5 30,4
Schadenrückstellungen in Prozent der Schadenzahlungen f. e. R. 360,4 312,1
Versicherungstechnische Rückstellungen in Prozent der Beitragseinnahmen f. e. R. 328,4 282,5
Kapitalanlagen in Mio. Euro 8.741 8.725
Nettoverzinsung in Prozent (inklusive Depotforderungen) 4,4 4,6
Ergebnis vor Gewinnabführung in Mio. Euro 273,4 191,4
Gezeichnetes Kapital in Mio. Euro 164,7 164,7
Eigenkapital
- in Mio. Euro 609,8 669,8
- in Prozent der Beitragseinnahmen f. e. R. 25,9 24,5
Durchschnittliche Zahl der hauptberuflichen Vertreter 3.084 3.300

f. e. R. = für eigene Rechnung

Aufsichtsrat

Jacques de Vaucleroy

Vorsitzender

Chief Executive Officer for Northern,

Central and Eastern Europe der AXA

Brüssel, Belgien

Patrick Lemoine

stellv. Vorsitzender

Chief Financial Officer for Northern,

Central and Eastern Europe der AXA

Brüssel, Belgien

Uwe Beckmann

Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der

AXA Konzern AG

Sarstedt

Vorstand

Dr. Thomas Buberl

Vorsitzender

Vorstandsvorsitz

Personal, Zentrale Dienste

Kapitalanlagen, Asset Liability Management

Dr. Andrea van Aubel

Informationstechnologie und Prozessmanagement

Etienne Bouas-Laurent

Finanzen

Rainer Brune (bis 17. März 2014)

Privatkundengeschäft

Wolfgang Hanssmann

Vertrieb, Marketing

Jens Hasselbächer

Kunden- und Partnerservice

Thomas Michels

Schaden- und Unfallversicherung

Dr. Thilo Schumacher (ab 1. Januar 2014)

Strategie und Organisation

Dr. Hanns Martin Schindewolf (ab 1. April 2014)

Privatkundengeschäft

Lagebericht

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Entwicklung unserer Gesellschaft fand im Geschäftsjahr 2013 in nachfolgend beschriebenem gesamtwirtschaftlichen und Branchenumfeld statt:

Deutsche Wirtschaft trotzt europäischer Krise

Die deutsche Wirtschaft blieb im Jahr 2013 weitestgehend stabil. Während die Konjunktur vor allem in Südeuropa weiterhin nur langsam in Schwung kommt, konnte sich die deutsche Wirtschaft vor allem in der zweiten Jahreshälfte leicht verbessern. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes und dem Jahreswirtschaftsbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zufolge nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahr um 0,4 % zu.

Das Bruttoinlandsprodukt stieg jedoch langsamer als 2012 (0,7 %) und deutlich schwächer als noch 2011 (3,3 %). Vor allem die immer noch anhaltende Rezession innerhalb der Europäischen Währungsunion und eine gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung ließen der Konjunktur nur wenig Spielraum.

Als treibende Kraft der deutschen Konjunktur erwies sich im vergangenen Jahr vornehmlich die Binnennachfrage. Im Inland nahmen der private Verbrauch um 0,9 % und die staatlichen Konsumausgaben um 1,1 % zu. Investitionen konnten dagegen nur einen geringen Beitrag zum Wirtschaftswachstum liefern und gingen zum Teil sogar nochmals zurück. Im Vergleich zu 2012 stiegen die Exporte von Waren und Dienstleistungen aus Deutschland um 0,6 %. Diesem Anstieg an exportierten Gütern stand jedoch auch eine deutliche Zunahme der Importe um 1,3 % gegenüber. Der Außenbeitrag als Differenz zwischen Exporten und Importen bremste somit das inländische BIP-Wachstum 2013 um rund -0,3 Prozentpunkte.

Die weitestgehend stabile Wirtschaftslage 2013 wirkte sich ebenfalls auf den Arbeitsmarkt aus. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Erwerbstätigen -das siebte Jahr in Folge -leicht auf einen neuen Höchststand von 42,0 Millionen an. Arbeitslose partizipierten allerdings nur teilweise an diesem Beschäftigungsplus, da nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit die Profile der Arbeitslosen oftmals nur unzureichend zur Arbeitskräftenachfrage passen. Mit insgesamt 2,95 Millionen Arbeitslosen waren im Jahresdurchschnitt 2013 etwa 53.000 mehr Menschen arbeitslos gemeldet als noch im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote stieg dadurch um 0,1 Prozentpunkte auf 6,9 %, war damit jedoch immer noch deutlich niedriger als 2011 (7,1 %).

Die Arbeitnehmer konnten 2013 nicht von einem Anstieg der Reallöhne profitieren. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes auf der Grundlage vorläufiger Ergebnisse betrug der Anstieg der Nominallöhne 2013 im Durchschnitt 1,3 %.

Da sich die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes jedoch um 1,5 % erhöhten, ergab sich im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt preisbereinigt ein reales Minus bei den Reallöhnen von 0,2 %.

Deutsche Versicherungswirtschaft weiter mit Wachstum

Für die deutsche Versicherungswirtschaft war 2013 ein Jahr voller Herausforderungen. Die Folgen der anhaltend niedrigen Zinsen belasten unverändert insbesondere die Lebens- und Krankenversicherer. Den Schaden- und Unfallversicherern machten mehrere außerordentliche Wetterereignisse zu schaffen. Insgesamt nahm die deutsche Versicherungswirtschaft im Berichtsjahr aber erneut eine zufriedenstellende Entwicklung und konnte weiter wachsen.

Nach vorläufigen Berechnungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nahmen die Beiträge ihrer Mitgliedsunternehmen im Berichtsjahr um insgesamt 3,0 % auf 187,1 Mrd. Euro (2012: 180,7 Mrd. Euro) zu. Einen wichtigen Anteil hatten daran die Rentenversicherungen, die gegen Einmalbeitrag abgeschlossen wurden. Dadurch stiegen die Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung um insgesamt 4,0 % auf 90,8 Mrd. Euro. Die privaten Krankenversicherer verzeichneten einen Beitragszuwachs von 0,7 % auf 35,9 Mrd. Euro und die Schaden- und Unfallversicherer von 3,0 % auf 60,4 Mrd. Euro.

Weitaus stärker als die Einnahmen stiegen allerdings die Leistungen der Schaden- und Unfallversicherer: Gegenüber dem Vorjahr ist hier ein Zuwachs von voraussichtlich 11,6 % auf 49,4 Mrd. Euro zu verzeichnen. Grund für das Rekordniveau waren die vielen Wetterextreme mit einer Schadendimension in Höhe von insgesamt 7 Mrd. Euro innerhalb weniger Monate.

Aufgrund der Naturereignisse lag die Schaden-Kostenquote bei 102 %.

Neuer Verhaltenskodex für den Versicherungsvertrieb

Um eine noch höhere Qualität im Versicherungsvertrieb zu erreichen, hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft im Berichtsjahr den weiterentwickelten Verhaltenskodex für den Versicherungsvertrieb publiziert und seine Mitglieder aufgerufen, diesen zu unterzeichnen. Die neuen Regeln sollen das Bewusstsein der Unternehmen und Vermittler für die Interessen der Verbraucher weiter schärfen und zugleich Vertriebspraktiken unterbinden, die den Belangen der Kunden widersprechen. Der neue Verhaltenskodex enthält elf Leitlinien, die den Rahmen für eine faire und bedarfsgerechte Vermittlung von Versicherungsprodukten setzen. Unternehmen, die dem Kodex beitreten, machen ihn zur Geschäftsgrundlage für die Zusammenarbeit mit ihren Vertriebspartnern. Dem Aufruf des GDV sind selbstverständlich auch die AXA Konzerngesellschaften gefolgt und haben ihren Beitritt am 11. September 2013 erklärt.

Solvency II kommt 2016

Nach jahrelanger Hängepartie haben sich das Europäische Parlament, der Europäische Rat und die Europäische Kommission am 13. November 2013 auf die noch ausstehenden Regelungen zu Solvency II, den künftigen Aufsichtsregeln der Europäischen Union (EU) für die Versicherungswirtschaft, geeinigt. Das neue Regelwerk soll nun zum 1. Januar 2016 vollständig in Kraft treten. Zuvor müssen allerdings auf europäischer und nationaler Ebene noch wichtige Details festgelegt werden. Mitte 2014 will die EU-Kommission Vorschläge zur konkreten Ausgestaltung der Regeln vorlegen; bis Anfang 2015 soll Solvency II dann nach derzeitigem Stand in nationales Recht umgesetzt sein.

Unser Unternehmen

Die AXA Versicherung AG ist ein klassischer Kompositversicherer und nimmt einen führenden Platz unter den Schaden- und Unfallversicherungsgesellschaften in Deutschland ein. Sie hat ihre Wurzeln im Jahr 1919 in der damaligen Wikinger Lloyd Versicherungs-AG. Durch Fusionen mit namhaften Gesellschaften wie 1999 mit der Nordstern Allgemeine Versicherungs-AG, 2000 mit der Albingia Versicherungs-AG sowie 2009 mit der DBV-Winterthur Versicherung AG, der DBV-WinSelect Versicherung AG und der Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG ist sie in den zurückliegenden Jahren stark gewachsen. Geschäftsschwerpunkte sind die Kraftfahrtversicherung und die Haftpflichtversicherung. Wichtige Geschäftszweige sind darüber hinaus im Privatkundengeschäft die Unfall-, Gebäude- und Hausratversicherung sowie im Industrie- und Firmenkundengeschäft die Feuer- und Transportversicherung. Im Rahmen der Konzernstrategie "AXA erste Wahl" geht auch bei unserer Gesellschaft alles Denken und Handeln vom Kunden und seinen Bedürfnissen aus. Die Bedürfnisse unserer Kunden befriedigen wir durch das Angebot ganzheitlicher Lösungen aus Ansprachekonzept, Produkt, Service und Vertriebszugang -dabei sind wir erreichbar, aufmerksam und zuverlässig.

Ratingagenturen bestätigen weiter starke Finanzkraft

Alle drei großen Ratingagenturen haben unserer Gesellschaft als wichtigem Teil des deutschen AXA Konzerns und der internationalen AXA Gruppe im Berichtsjahr erneut eine starke oder sogar sehr starke Finanzkraft bescheinigt. Moody's Investors Service hat am 30. April 2013 sein Aa3 für unsere Gesellschaft bestätigt und als einzige der drei Ratingagenturen den Ausblick unverändert mit "negativ" beurteilt. Die Ratingagentur Standard & Poor's hat demgegenüber am 15. November 2013 bei ihrer Erneuerung des A+ Financial Strength Ratings den stabilen Ausblick für unsere Gesellschaft bestätigt. Fitch Ratings hat am 11. März 2014 sein AA- Insurer Financial Strength Rating erneuert und dabei den Ausblick auf "stabil" hochgestuft.

Überblick über den Geschäftsverlauf unserer Gesellschaft

Für die AXA Versicherung AG war das Geschäftsjahr 2013 insgesamt erneut sehr erfolgreich. Der erfreuliche Anstieg des Ergebnisses vor Gewinnabführung um 82,0 Mio. Euro resultiert im Wesentlichen aus einer Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses für eigene Rechnung, bedingt durch die Reduzierung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen um 69,4 Mio. Euro aufgrund eines im Berichtsjahr neu abgeschlossenen Quoten-Rückversicherungsvertrages zur AXA Global P&C.

In einem schwach wachsenden Kapitalmarktumfeld lag das Kapitalanlageergebnis mit +356,1 Mio. Euro inkl. Technischer Zins nahezu auf Vorjahresniveau (2012: 358,0 Mio. Euro).

Die positive Veränderung der Schwankungsrückstellung ließ den Überschuss vor Steuern bei unserer Gesellschaft auf 375,7 Mio. Euro (2012: 239,5 Mio. Euro) steigen. Damit verbunden ist gegenüber dem Vorjahr auch ein erheblich höherer Steueraufwand von 102,3 Mio. Euro (2012: 48,1 Mio. Euro).

Den erwirtschafteten Überschuss in Höhe von 273,4 Mio. Euro (2012: 191,4 Mio. Euro) führen wir im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages an die AXA Konzern AG ab.

Der Geschäftsverlauf 2013 zeigt im Vergleich zum Vorjahr folgendes Bild:

in Mio. Euro 2013 2012
Versicherungstechnisches Ergebnis vor Schwankungsrückstellung +74,6 +81,8
Veränderung der Schwankungsrückstellung +69,4 -143,4
Kapitalanlageergebnis (inkl. Technischer Zins) +356,1 +358,0
Saldo der sonstigen Erträge und Aufwendungen -72,9 -46,4
Außerordentliches Ergebnis -51,6 -10,5
Jahresüberschuss vor Steuern und Ergebnisabführung 375,7 +239,5
Steuern -102,3 -48,1
Ergebnisabführung zur AXA Konzern AG -273,4 -191,4
Bilanzgewinn 0,0 0,0

Entwicklung in den Geschäftsfeldern

Unsere Versicherungsaktivitäten haben wir auch 2013 in zwei Geschäftsfelder gegliedert: das Privat- und Gewerbekundengeschäft sowie das Industrie- und Firmenkundengeschäft. Diese entwickelten sich wie folgt:

Privat- und Gewerbekundengeschäft

Im direkten inländischen Privat- und Gewerbekundengeschäft war im Berichtsjahr 2013 bei den gebuchten Beiträgen ein leichter Abrieb gegenüber dem Vorjahr um 1,3 % auf 2,1 Mrd. Euro zu beobachten.

Die rückläufige Beitragsentwicklung wurde hauptsächlich durch die Kraftfahrtversicherung verursacht, unserem volumenmäßig größten Versicherungszweig. In der Kraftfahrtversicherung setzte sich 2013 die harte Marktphase fort. Diese konnten wir nutzen, um Preiserhöhungen sowohl im Neu- und Ersatzgeschäft als auch im Bestand durchzusetzen. Infolgedessen verzeichneten wir im Berichtsjahr steigende Durchschnittsbeiträge, aber auch sinkende Stückzahlen. Auf der Schadenseite belasteten insbesondere die Hagelereignisse im Sommer das Ergebnis. Die hieraus entstandenen außergewöhnlich hohen Schadenaufwendungen konnten dank der konsequent durchgeführten Ertragsmaßnahmen überkompensiert werden, so dass uns 2013 eine Verbesserung der Profitabilität der Kraftfahrtversicherung im Privatkundengeschäft gelungen ist.

Im Kraftfahrt-Flottengeschäft konnten wir das Berichtsjahr mit leichten Beitragsverlusten abschließen. Durch die Fortsetzung der ertragsorientierten Geschäftspolitik ist es uns gelungen, die Schadenquote zu stabilisieren -trotz hoher Elementarschadenaufwendungen.

In der Sach- und Haftpflichtversicherung konnte unsere Gesellschaft in allen Sparten ein Beitragswachstum erzielen, der die Verluste der Kraftfahrtversicherung teilweise kompensierte. Jedoch mussten wir in allen Sach- und Haftpflichtversicherungen Stückzahlverluste hinnehmen. Auf der Schadenseite wurde das Ergebnis in der Sachversicherung in 2013 durch zahlreiche, sehr unterschiedliche Elementarschäden geprägt. Neben der Flut im Mai und den Hagelereignissen im Sommer führten Herbstunwetter zu außergewöhnlich hohen Elementarschadenaufwendungen.

In der Unfallversicherung setzte sich die positive Beitragsentwicklung im Berichtsjahr fort. Vor allem mit der Unfallversicherung mit Beitragsrückerstattung erzielten wir durch unser Angebot von sehr attraktiven und innovativen Produkten einen erfreulichen Zuwachs.

Industrie- und Firmenkundengeschäft

Das Jahr 2013 war für die deutsche Versicherungswirtschaft durch schwierige Rahmenbedingungen geprägt. Neben dem erhöhten Wettbewerb durch neue Anbieter im Schaden-Unfall-Geschäft stellte die außergewöhnlich hohe Zahl an Naturereignissen eine besondere Herausforderung dar. Bisherige Schätzungen gehen von circa 7 Milliarden Euro an Schadenaufwand für die im vergangenen Jahr erlebten Wetterextreme in Form von Hochwasser, Hagel und Stürmen auf dem deutschen Versicherungsmarkt aus.

Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen konnte das AXA Industrie- und Firmenkundengeschäft seine Position sichern und im Jahr 2013 Prämien in Höhe von circa 1,1 Milliarden Euro erwirtschaften. Ein leichter Rückgang in der Transportversicherung und in der Haftpflichtversicherung, der aus sanierungsbedingten Abrieben im Jahr 2013 resultierte, konnte durch einen Prämienanstieg in der Sparte der industriellen Sachversicherung und der Technischen Versicherung kompensiert werden. Die genannten Naturereignisse führten zu einer leichten Erhöhung der Schaden-Kosten-Quote in Höhe von +6,8 % gegenüber dem Vorjahr. Dieser betraf vornehmlich die Sparte der industriellen, aber auch der gewerblichen Sachversicherung. Die Entlastung durch die Rückversicherung, insbesondere für die Katastrophenschäden, trug entscheidend zur Verbesserung des Nettoergebnisses bei.

Unsere weiterhin sehr gute Positionierung im verstärkten Wettbewerb war durch die hervorragende Unterstützung unserer Vertriebspartner, unsere hohe Qualität an Serviceleistungen und der stetigen Orientierung an den Bedürfnissen unserer Kunden möglich. Hierbei spielt die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte eine zentrale Rolle, was durch die Förderung unserer Sparte der Technischen Versicherung mit dem Sektor der erneuerbaren Energien beispielhaft aufgezeigt werden kann. So sind wir seit Jahren einer der führenden Versicherer im Bereich der Offshore-Windenergie. Insgesamt zeichnet das Industrie- und Firmenkundengeschäft der AXA aus, dass wir neben speziell auf Unternehmen zugeschnittenen Lösungen auch eine individuelle Beratung für die umfassende Absicherung von kleinen, mittleren und Großunternehmen anbieten. Für die Entlastung und Unterstützung unserer Vermittler arbeiten wir zudem auch weiterhin konsequent an der Optimierung unserer Prozesse und Strukturen.

Der Geschäftsverlauf im Einzelnen

Beitragseinnahmen leicht rückläufig

Das indirekte Geschäft verzeichnete erneut einen positiven Beitragsverlauf, während sich im selbst abgeschlossenen Geschäft die Versicherungszweige unterschiedlich entwickelten. Die leicht verminderte Beitragsentwicklung von -0,3 % auf 3,7 Mrd. Euro resultierte hauptsächlich aus den Vertragsverlusten im Kraftfahrtgeschäft aufgrund des geringeren Jahreswechselgeschäfts und dem rückläufigen Neugeschäft im Geschäftsjahr, dem mit Tarifsenkungen entgegengewirkt wurde. Die positive Entwicklung in der Unfallversicherung und verbundenen Gebäudeversicherung konnte den Rückgang nicht kompensieren.

Beitragsentwicklung (Mrd. Euro)

Die nachstehende Zusammenstellung gibt einen Überblick über die Beitragsentwicklung der einzelnen Versicherungszweige:

Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft

in Mio. Euro 2013 Veränderung

%
Anteil

%
Unfallversicherung 239 3,6 7,6
Haftpflichtversicherung 566 -1,5 18,0
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 739 -4,0 23,5
Sonstige Kraftfahrtversicherungen 417 -3,1 13,3
Feuer- und Sachversicherungen 861 0,5 27,4
davon Feuerversicherung 119 -1,0 3,8
davon Verbundene Hausratversicherung 142 0,8 4,5
davon Verbundene Gebäudeversicherung 274 6,3 8,7
davon sonstige Sachversicherungen 326 -3,5 10,4
Transport- und Luftfahrtversicherung 118 -1,0 3,8
Kredit- und Kautionsversicherung 32 -1,2 1
Sonstige Versicherungen 169 3,7 5,4
Direktes Versicherungsgeschäft insgesamt 3.141 -1,1 100
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 563 4,7 -
Gesamtes Versicherungsgeschäft 3.704 -0,3 -

Anstieg der Nettoschadenquote um 2,5 % Prozentpunkte auf 68,9 %

Trotz der Verbesserung in den Normalschäden, war das Geschäftsjahr 2013 durch eine außergewöhnliche hohe Zahl von Naturereignissen geprägt. Insbesondere durch die Flut im Mai, die Hagelereignisse im Sommer und die Herbstunwetter entstanden hohe Schadenaufwendungen in den Sparten der Sachversicherung, Kraftversicherung und der Technischen Versicherung. Darüber hinaus ereigneten sich im Geschäftsjahr vermehrt Großschäden. Auch im indirekten Geschäft nahm aufgrund eines Feuer-Großschadens der Schadenaufwand zu. Die Entlastung durch die Rückversicherung ließ jedoch die Nettoschadenquote um nur 2,5 Prozentpunkte auf 68,9 % ansteigen.

Bruttokostenquote verbesserte sich um 0,8 Prozentpunkte auf 27,8 %

Bei stabilen Beitragseinnahmen führen die geringeren Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zu einer Verbesserung der Bruttokostenquote um -0,8 Prozentpunkte auf 27,8 %. Die um -1,0 % Prozentpunkte verbesserte Verwaltungskostenquote resultiert einerseits aus weiteren Erfolgen des Kosteneinsparprogramms "Focus to Perform" sowie aus niedrigeren Vertragszahlen und der Vereinheitlichung der Stückkostensätze im Konzern. Dem gegenüber steht ein leichter Anstieg in den Provisionen sowie bei den sonstigen Bezügen der Vermittler. Die Nettokostenquote verbesserte sich um 2,9 % Prozentpunkte auf 27,5 %.

Programm zur Effizienzsteigerung macht Fortschritte

Der AXA Konzern hat im Geschäftsjahr 2013 bei der Umsetzung seines Programms zur Steigerung der Effizienz und zur Stärkung seiner Wettbewerbsfähigkeit weiter Fortschritte erzielt. Dieses Programm unter dem Namen "Focus to Perform" hatte der Konzern im Jahr 2011 eingeleitet, um angesichts des sich grundlegend wandelnden Umfelds für Versicherungen seine strategischen Ziele effektiver und fokussierter zu erreichen. Durch umfangreiche Investitionen in Prozessverbesserungen, Automatisierung und optimierte Strukturen will der AXA Konzern den Kundenservice weiter verbessern, Produktivitätssteigerungen erzielen und die Kosten im Konzern von 2011 bis 2015 um 328 Mio. Euro senken. Dazu sollen unter anderem auch die Vereinheitlichung von Produkten und der Informationstechnologie, schlankere Führungsstrukturen und die Bündelung von Funktionen an einzelnen Standorten beitragen, wobei der Konzern seine dezentrale Struktur beibehalten wird.

Kapitalanlageergebnis von 385,7 Mio. Euro liegt auf dem Vorjahresniveau

Das gesamte Kapitalanlageergebnis -alle Erträge einschließlich Depotzinsen abzüglich aller Aufwendungen sowie vor Abzug des technischen Zinsertrags -betrug im Berichtsjahr 385,7 Mio. Euro (2012: 389,5 Mio. Euro) und verringerte sich somit nur leicht gegenüber dem Vorjahr um 1,0 %.

Die laufenden Erträge aus unseren Kapitalanlagen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 % auf 385,9 Mio. Euro (2012: 387,9 Mio. Euro). Gleichzeitig erhöhten sich auch die laufenden Aufwendungen um 1,6 % auf 19,7 Mio. Euro (2012: 19,4 Mio. Euro).

Aus dem Abgang von Kapitalanlagen haben wir Erträge von 47,2 Mio. Euro (2012: 97,1 Mio. Euro) und damit 49,9 Mio. Euro weniger realisiert als im Vorjahr. Die Gewinne im Berichtsjahr resultieren mit 42,4 Mio. Euro vornehmlich aus dem Verkauf eines forderungsbesicherten Wertpapieres und aus Anteilscheinrückgaben von Rentenfonds. Den Gewinnen standen Abgangsverluste in Höhe von 29,1 Mio. Euro (2012: 25,0 Mio. Euro) gegenüber, die mit 15,3 Mio. Euro auf Rentenpapiere und 13,8 Mio. Euro auf Aktien und Beteiligungen entfielen. Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Kapitalanlagen gingen deutlich zurück und beliefen sich im Berichtsjahr auf insgesamt 16,8 Mio. Euro (2012: 52,0 Mio. Euro). Hiervon entfielen 3,1 Mio. Euro auf Fonds, die überwiegend festverzinsliche Wertpapiere enthalten. Auf Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen entfielen insgesamt Abschreibungen von 12,1 Mio. Euro. Die Zuschreibungen auf Kapitalanlagen betrugen im Berichtsjahr 19,2 Mio. Euro (2012: 1,8 Mio. Euro) und erhöhten sich damit im Vergleich zu 2012 deutlich.

Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen -berechnet nach der Formel des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft -für das Jahr 2013 belief sich auf 4,4 % (2012: 4,6 %).

Überschuss von 273,4 Mio. Euro

Der im Geschäftsjahr 2013 erwirtschaftete Überschuss in Höhe von 273,4 Mio. Euro wurde aufgrund des Gewinnabführungsvertrages vom 19. Mai 2005 an die AXA Konzern AG abgeführt.

Kapitalanlagebestand wächst um 243,4 Mio. Euro

Das Kapitalmarktumfeld war im Geschäftsjahr 2013 erneut von einem global schwachen Wachstum sowie von einer enorm expansiven Geldpolitik der großen Notenbanken gekennzeichnet. Die Unsicherheiten bezüglich der europäischen Staatsschuldenkrise blieben zwar bestehen, nahmen im Jahresverlauf jedoch ab. Zudem verbesserten sich die weltweiten Wachstumsaussichten für die kommenden Jahre.

Die Kapitalmärkte entwickelten sich im vergangenen Jahr unterschiedlich. Die Zinsen in Deutschland und den USA stiegen aufgrund der verbesserten Wachstumsaussichten und einer etwas restriktiveren Geldpolitik der amerikanischen Notenbank an. Die Renditen für 10-jährige Bundesanleihen legten im Jahresverlauf um 0,6 % Prozentpunkte zu. Hingegen sanken die Zinsen in Südeuropa aufgrund der geringeren Unsicherheit zum Teil deutlich. Die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen reduzierten sich im Jahresverlauf weiter.

Die Aktienmärkte entwickelten sich im Geschäftsjahr 2013 wie schon im Vorjahr sehr positiv. Der Deutsche Aktienindex (DAX) notierte Ende des Jahres bei 9.552 Punkten und verzeichnete somit im Vergleich zum Jahresanfang einen Zuwachs von 25 %. Der europäische Aktienmarkt gemessen am EuroStoxx 50 stieg bis zum Jahresende um 18 %, der für den amerikanischen Aktienmarkt repräsentative S&P 500-Index notierte um 30 % höher als zu Jahresbeginn.

Die Notenbanken hielten im Jahr 2013 an ihrer lockeren Geldpolitik fest. Die europäische Zentralbank senkte den Leitzins in 2013 zweimal auf derzeit 0,25 %. Die US-Notenbank ließ den Leitzins im Jahr 2013 unverändert bei 0 bis 0,25 %. Zudem führte die Federal Reserve Bank ihre expansive Geldpolitik durch den monatlichen Ankauf von Anleihen fort.

Die AXA Versicherung AG hat die Entwicklung an den Kapitalmärkten genutzt und durch ein ausgewogenes Kapitalanlagenportfolio die an ihre Kunden gegebenen Leistungsversprechen erfüllt. Zudem profitierte die AXA Versicherung AG von den Vorteilen als Unternehmen eines internationalen Versicherungskonzerns, um die zur Verfügung stehenden Mittel in Kapitalanlagen mit attraktiven Konditionen zu investieren.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden Investitionen in Hypothekenpfandbriefe, Staatsanleihen und Anleihen öffentlicher Emittenten, Kommunaldarlehen sowie in Unternehmensanleihen in Euro und US-Dollar vorgenommen. Zudem wurden verstärkt Investitionen in Infrastrukturfinanzierungen, gewerbliche Immobilienfinanzierungen und alternative Kreditstrategien getätigt.

Der Anteil der Investmentanteile, die überwiegend in Aktien investieren, sowie der Aktien, Beteiligungen und Alternativen Investments stieg gemessen an den Marktwerten bis Ende 2013 auf 12,2 % (2012: 9,9 %). Unsere Gesellschaft wies Ende 2013 stille Reserven auf diese Investments in Höhe von 134,5 Mio. Euro aus.

Der Bestand an Kapitalanlagen stieg bei unserer Gesellschaft im Laufe des Jahres 2013 um 243,4 Mio. Euro oder 2,9 % auf 8,7 Mrd. Euro; einschließlich der Depotforderungen nahm er um 16,3 Mio. Euro oder 0,2 % auf 8,7 Mrd. Euro zu.

Buchwerte der Kapitalanlagen

in Mio. Euro 2013 2012
Grundbesitz 24,8 22,3
Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 924,9 958,1
Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.321,7 3.965,3
Festverzinsliche Wertpapiere 1.572,2 1.380,3
Hypotheken 94,5 20,7
Schuldscheindarlehen und Namenspapiere 1.694,4 1.945,6
Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 0,9 0,8
Einlagen bei Kreditinstituten 37,6 139,4
Andere Kapitalanlagen* 5,0 0
Summe 8.675,9 8.432,5

Zeitwerte der Kapitalanlagen

in Mio. Euro 2013 2012
Grundbesitz 42,4 37,5
Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 1.133,4 1.118,7
Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.445,8 4.200,7
Festverzinsliche Wertpapiere 1.664,8 1.510,7
Hypotheken 95,4 22,2
Schuldscheindarlehen und Namenspapiere 1.849,2 2.166,0
Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 0,9 0,3
Einlagen bei Kreditinstituten 37,6 139,4
Andere Kapitalanlagen* 5,0 0
Summe 9.274,4 9.195,5

* hierbei handelt es sich um eine Umbuchung im Berichtsjahr von der Bilanzposition Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere in die anderen Kapitalanlagen

Im Geschäftsjahr 2013 wurde eine von unserer Muttergesellschaft AXA Paris ausgegebene Schuldverschreibung in Höhe von 170,0 Mio. Euro zurückgegeben. Gleichzeitig wurden neue von unserer Muttergesellschaft AXA Paris ausgegebene Schuldverschreibungen in Höhe von 169,4 Mio. Euro gekauft. Der Bilanzausweis der Schuldverschreibungen erfolgt unter Ausleihungen an verbundene Unternehmen.

Innerhalb des gesamten Neuanlagevolumens von 1,6 Mrd. Euro (2012: 1,1 Mrd. Euro) bildeten mit 1,2 Mrd. Euro oder 71,6 % die Rentenpapiere erneut den Schwerpunkt. Ihr Bestand, inklusive der in festverzinsliche Wertpapiere investierten Investmentanteile, betrug 7,3 Mrd. Euro oder 84,1 % des gesamten Kapitalanlagevolumens.

Der überwiegende Teil unserer Aktien wird in Spezialfonds gehalten, die auf Aktieninvestments ausgerichtet sind, jedoch auch einen begrenzten Anteil an Renteninvestments beinhalten. Insgesamt erhöhte sich die Aktienquote auf Buchwertbasis, die nur die reinen Aktien- und keine Rentenanteile berücksichtigt, auf 5,2 % (2012: 3,5 %). Gemessen an den Marktwerten stieg die Quote auf 4,8 % (2012: 2,9 %).

Zu- und Abgänge der Kapitalanlagen

in Mio. Euro Zugänge Abgänge Nettozugang
Grundbesitz 3,5 0,0 3,5
Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 205,2 227,3 -22,1
Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 919,6 571,6 348,0
Festverzinsliche Wertpapiere 317,7 125,8 191,9
Hypotheken 78,0 4,3 73,7
Schuldscheindarlehen und Namenspapiere 117,2 368,4 -251,2
Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 0,3 0,2 0,1
Einlagen bei Kreditinstituten 0,0 101,9 -101,9
Andere Kapitalanlagen 0,0 0,0 0,0
Summe 1.641,5 1.399,4 242,1

Bewertungsreserven von 598,5 Mio. Euro

Die Bewertungsreserven als Differenz zwischen dem aktuellen Marktwert und dem Buchwert beliefen sich zum 31. Dezember 2013 auf 598,5 Mio. Euro (2012: 763,0 Mio. Euro). Dies entspricht 6,9 % der Buchwerte. Unter Berücksichtigung von gezahlten Agien und Disagien bei zu Nennwerten bilanzierten Kapitalanlagen ergab sich eine Bewertungsreserve von 599,2 Mio. Euro (2012: 763,9 Mio. Euro). Der Wert unserer Reserven hat sich damit im Geschäftsjahr 2013 um 164,5 Mio. Euro beziehungsweise 164,7 Mio. Euro (einschließlich gezahlter Agien und Disagien) verringert. Dieses ist insbesondere auf das im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Zinsniveau im Rentenbereich zurückzuführen. Von den gesamten Bewertungsreserven entfielen 215,7 Mio. Euro (2012: 127,7 Mio. Euro) auf die Substanzwerte Aktien, Beteiligungen und Grundbesitz.

Bezüglich des Liquiditätsmanagements verweisen wir auf den Risikobericht unter Liquiditätsrisiken.

Eigenkapital durch Dekapitalisierung beeinflusst

Das Eigenkapital unserer Gesellschaft belief sich am Ende des Berichtsjahres auf 609,8 Mio. Euro (2012: 669,8 Mio. Euro), das sind 60,0 Mio. Euro weniger als ein Jahr zuvor. Die Veränderung unserer Eigenkapitalausstattung zum 31. Dezember 2013 erklärt sich aus einer vorgenommenen und vom Registergericht am 29. August 2013 veröffentlichten Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und anschließender Kapitalherabsetzung unserer Gesellschaft. Die Auszahlung an die Aktionäre wurde nach Berücksichtigung der Sechs-Monatsfrist gemäß § 224 AktG Anfang März 2014 durchgeführt.

Eigenkapitalausstattung

in Mio. Euro 2013 2012
Gezeichnetes Kapital 164,7 164,7
Ausstehende Einlagen 0,0 0,0
Kapitalrücklage 444,0 504,0
Gewinnrücklage 1,1 1,1
Eigenkapital 609,8 669,8

Das Verhältnis des Eigenkapitals zu den gebuchten Nettobeiträgen belief sich im Berichtsjahr auf 25,9 % (2012: 24,5 %).

Geschäftsgebiet und betriebene Versicherungszweige

Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit lag im Berichtsjahr unverändert auf dem deutschen Markt und unser Versicherungsangebot umfasst nach wie vor alle wesentlichen Zweige der Schaden- und Unfallversicherung. Unsere ausländischen Zweigniederlassungen befanden sich sämtlich in Abwicklung. In der Anlage zum Lagebericht werden unser Geschäftsgebiet und die von uns betriebenen Versicherungszweige im Einzelnen aufgeführt.

Der Geschäftsverlauf in den wichtigsten Versicherungszweigen des selbst abgeschlossenen Geschäfts

Unfallversicherung: Erneut höherer Nettogewinn

Mit einer erneut positiven Beitragsentwicklung schloss die Allgemeine Unfallversicherung das vergangene Geschäftsjahr ab.

Die Beitragssteigerung um 3,6 % auf 239,3 Mio. Euro (2012: 230,9 Mio Euro) resultiert hauptsächlich aus dem Privatkundengeschäft, vor allem aus der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr konnten wir einen erfreulichen Zuwachs durch sehr attraktive und innovative Produkte erzielen. Gleichzeitig gingen die Schadenaufwendungen zurück. Sowohl die Aufwendungen für Geschäftsjahresschäden als auch die der Vorjahre gingen stark zurück, so dass sich die Brutto-Schadenquote um 7,3 Prozentpunkte auf 62,3 % verbesserte. Da wir zudem die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb verringern konnten, stieg der Nettogewinn deutlich um 13,7 Mio. Euro auf 36,3 Mio. Euro. Der gute Verlauf zog eine Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 3,5 Mio. Euro (2012: Zuführung 0,4 Mio. Euro) nach sich.

Die Anteilsätze für die Überschussbeteiligung in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr werden auf den Seiten 57 bis 60 dieses Berichts genannt und erläutert.

Haftpflichtversicherung: Verbesserte Schadenquote und erfreuliche Gewinnsteigerung

Die AXA Versicherung ist einer der größten Haftpflichtversicherer der deutschen Wirtschaft. Trotz steigendem Wettbewerb und Stückzahlrückgängen konnten wir die Beitragseinnahmen im Privatkundengeschäft nahezu stabil halten. Im Industriekundengeschäft kam es zu Abrieben, maßgeblich getrieben durch sinkende Neuvertragsabschlüsse und die hohe Anzahl der stornierten Verträge aufgrund der Sanierungsmaßnahmen im Rahmen unserer Neuausrichtung auf profitables Geschäft. Insgesamt nahmen die Bruttobeitragseinnahmen in der Haftpflichtversicherung um 1,5 % auf 566,0 Mio. Euro ab. Anders als im durch Großschäden belasteten Vorjahr war die Schadenentwicklung in fast allen Segmenten sehr erfreulich. Die Bruttoschadenquote verbesserte sich durch die rückläufige Schadenhäufigkeit in den Normalschäden um 2,1 Prozentpunkte auf 53,0 % (2012: 55,1 %). Bei zusätzlich verringerten Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb führte dies zu einem Bruttogewinn von 78,3 Mio. Euro (2012: 61,4 Mio. Euro). Nach Zuführung zur Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen von 15,9 Mio. Euro (2012: Zuführung 18,4 Mio. Euro) verblieb ein sehr erfreulicher Nettogewinn von 41,8 Mio. Euro (2012: 23,9 Mio. Euro).

Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung: Nettogewinn trotz Beitragsrückgang

Nach dem guten Jahreswechslergeschäft des Vorjahres sanken die Bruttobeitragseinnahmen aufgrund eines verringerten Bestandes um 4,0 % auf 738,7 Mio. Euro. Die rückläufige Beitragsentwicklung war sowohl im Privatkundengeschäft als auch im Flottengeschäft zu verzeichnen, die hauptsächlich aus den Vertragsverlusten und geringem Neugeschäft bedingt aufgrund der nicht wettbewerbsfähigen Preispositionierung im Jahreswechsel resultierte. Demgegenüber sanken die Geschäftsjahresschadenzahlungen und auch die Rückstellungen darauf aufgrund von rückläufigen Schadenfrequenzen im Normalschadenaufwand. Weil auch höhere Erträge aus der Abwicklung von Versicherungsfällen der Vorjahre erzielt wurden, verbesserte sich die Bruttoschadenquote deutlich um 11,2 Prozentpunkte auf 66,5 %. Mit weiterhin stabilen Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb führte dies deutlich zu einem Anstieg des versicherungstechnischen Bruttoergebnisses um knapp 91 Mio. Euro auf einen Gewinn von 96,6 Mio. Euro. Einschließlich der Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 39,5 Mio. Euro (2012: Entnahme 4,3 Mio. Euro), konnten wir einen erfreulichen Nettogewinn von 24,9 Mio. Euro (2012: -9,6 Mio. Euro) ausweisen.

Sonstige Kraftfahrtversicherungen: Mehr Hagel- und Sturmschäden

Auch die Kraftfahrt-Teilkasko- und -Vollkaskoversicherung verzeichnete im Privatkundenbereich nach dem guten Jahreswechslergeschäft des Vorjahres einen deutlichen Stückzahlrückgang im Laufe des Berichtsjahres. So sanken die Bruttobeitragseinnahmen um 3,1 % auf 417,2 Mio. Euro. Wie in der Kraftfahrthaftpflichtversicherung nahmen auch in der Teil- und Vollkaskoversicherung die Schadenaufwendungen zu, insbesondere die Hagel- und Sturmereignisse belasteten die Bruttoschadenquote, die sich um 7,7 Prozentpunkte auf 93,5 % verschlechterte. Demgegenüber verringerten sich die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb. Aufgrund unseres Rückversicherungskonzepts wurde der Rückgang des Nettoergebnisses nur teilweise kompensiert.

Der Schwankungsrückstellung führten wir 15,1 Mio. Euro zu, während wir in 2012 noch 0,4 Mio. Euro entnehmen konnten, so dass das versicherungstechnische Ergebnis mit -48,0 Mio. Euro (2012: -26,7 Mio. Euro) deutlich geringer als im Vorjahr ausfiel.

Feuerversicherung: Leichter Beitragsrückgang

In der industriellen Feuerversicherung waren wir im Berichtsjahr mit einem erneuten Beitragswachstum um 4,8 % erfolgreich. Rückläufige Beitragseinnahmen mussten wir demgegenüber im Firmenkundengeschäft hinnehmen, sodass die Feuerversicherung insgesamt mit einem leichten Minus von 0,1 % auf 119,1 Mio. Euro abschloss. Gleichzeitig entwickelten sich die Schadenaufwendungen der industriellen Feuerversicherung ungünstig. Insgesamt stieg die Bruttoschadenquote von 65,3 % auf 89,5 %, maßgeblich bedingt durch zahlreiche Großschäden. Das versicherungstechnische Bruttoergebnis schließt mit einen Verlust in Höhe von -29,5 Mio. Euro (2012: -1,2 Mio. Euro). Aufgrund eines neu abgeschlossenen Rückversicherungsvertrages, der unsere Aufwendungen der Großschäden entlastet, durften wir der Schwankungsrückstellung 53,7 Mio. Euro entnehmen (2012: 7,7 Mio. Euro), was zu einem erfreulichen Nettogewinn von 20,3 Mio. Euro (2012: -2,3 Mio. Euro) führte.

Verbundene Hausratversicherung: Verbessertes Nettoergebnis

Tarif- und Indexanpassungen führten im Geschäftsjahr 2013 zu einem moderaten Beitragsanstieg um 0,8 % auf 141,7 Mio. Euro. Die Bruttoschadenquote blieb mit 50,0 % (2012: 49,9 %) auf dem erfreulich geringen Vorjahresniveau und somit weisen wir nach Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 0,3 Mio. Euro (2012: 0,4 Mio. Euro) in dieser Sparte einen erfreulichen Nettogewinn von 17,8 Mio. Euro (2012: 11,8 Mio. Euro) aus.

Verbundene Gebäudeversicherung: Zahlreiche Naturereignisse

Mit einem deutlichen Anstieg der Bruttobeitragseinnahmen um 6,3 % auf 274,2 Mio. Euro aufgrund von Tarif- und Indexanpassungen schloss die Verbundene Wohngebäudeversicherung das Geschäftsjahr 2013 ab. Hauptsächlich durch die Anhäufung der Schäden in den Naturereignissen stiegen die Aufwendungen für Geschäftsjahresschäden um 32,5 Mio. Euro an, sodass die Bruttoschadenquote von 77,9 % auf 85,1 % anstieg. Aufgrund unserer Rückversicherungskonzepte verbesserte sich die Nettoschadenquote sogar leicht auf 78,6 % (2012: 80,1 %). Diese Entwicklungen führten zu einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 16,1 Mio. Euro (2012: 10,4 Mio. Euro) und zu einem versicherungstechnischen Nettoergebnis auf Vorjahresnivau von -42,5 Mio. Euro (2012: -44,1 Mio. Euro).

Sonstige Sachversicherungen: Positive Entwicklung

Die sonstigen Sachversicherungen beinhalten die Zweige Einbruchdiebstahl, Leitungswasser, Sturm- und Glasversicherung sowie die Technischen Versicherungen. Haupttreiber für den Beitragsrückgang um 3,5 % auf 325,9 Mio. Euro:

Gegenüber dem Vorjahr hat der Versicherungszweig für Elektronikgeräte aufgrund von Vertragsstornierungen einen Rückgang zu verzeichnen und auch die Technischen Versicherungen zeigten bei den Verträgen für erneuerbare Energien einen leichten Rückgang.

Insgesamt stagniert das Wachstum im Bereich der regenerativen Energien (Windenergie, Photovoltaik, Biogas), da die Förderungen und damit die Investitionen in diesem Bereich klar rückläufig sind. Zudem gibt es immer mehr Herstellerkonzepte, die die inneren Betriebsschäden abdecken und dadurch den Versicherungsumfang und damit auch die Versicherungsprämie reduzieren.

Während die Abwicklung der Vorjahresschäden analog zu 2012 verlief, verzeichnete das Geschäftsjahr einen deutlichen Anstieg der Geschäftsjahresschadenaufwendungen und deren Reserven. Insgesamt stieg die Bruttoschadenquote von 53,7 % auf 72,3 % aufgrund des ungünstigen Schadenverlaufs im Versicherungszweig der Elektro-Garantie und der vorsichtigen und vorausschauenden Reservepolitik in den Technischen Versicherungen. Trotz der deutlich gestiegenen Schadenaufwendungen konnten wir aufgrund eines im Berichtsjahres neu abgeschlossenen Quoten-Rückversicherungsvertrages eine deutliche Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 101,9 Mio. Euro (2012: Zuführung 2,5 Mio. Euro) vornehmen und damit einen deutlich höheren Gewinn in Höhe von 87,4 Mio. Euro (2012: 20,9 Mio. Euro) ausweisen.

Transport- und Luftfahrtversicherung: Deutlich höherer Nettogewinn

Das Transport- und Luftfahrtversicherungsgeschäft verzeichnete einen leichten Beitragsrückgang um 1,0 % auf 118,4 Mio. Euro, der auf die Sanierungsmaßnahmen im Jahr 2013 zurückzuführen ist. Bei gleichzeitig rückläufigen Aufwendungen für Versicherungsfälle weist die Transport- und Luftfahrtversicherung aufgrund eines im Berichtsjahres neu abgeschlossenen Quoten-Rückversicherungsvertrages eine Entnahme bei der Schwankungsrückstellung von 75,7 Mio. Euro (2012: Zuführung 5,7 Mio. Euro) aus. Das versicherungstechnische Nettoergebnis steigt darauf hin auf 73,4 Mio. Euro (2012 -6,5 Mio. Euro) stark an.

Kredit- und Kautionsversicherung: Insgesamt rentables Geschäft

Die Kredit- und Kautionsversicherung beinhaltet bei unserer Gesellschaft nur die Kautionsversicherung (Bürgschaftsversicherung), die sich im Geschäftsjahr 2013 mit -1,2 % bei einem Beitragsvolumen von 32,1 Mio. Euro leicht rückläufig entwickelte. Auch der Schadenverlauf wurde ungünstig durch einen Großschaden belastet, was sich in der Erhöhung der Geschäftsjahresschadenquote um 42,5 Prozentpunkte auf 76,3 % (2012: 33,8 %) zeigt. Dadurch konnten wir die Schwankungsrückstellung um 3,1 Mio. Euro auflösen (2012: Entnahme 1,5 Mio. Euro) und weisen somit in dieser Sparte einen Nettogewinn von 10,0 Mio. Euro (2012: 15,0 Mio. Euro) aus.

Sonstige Versicherungen: Erneut profitables Ergebnis

In diesem Segment werden vor allem die Betriebsunterbrechungs-, Verbundene Sach-Gewerbe- und die Vertrauensschadenversicherung geführt. Mit einer erneut erfreulichen Beitragssteigerung um 3,7 % auf 168,6 Mio. Euro konnten diese Zweige das Geschäftsjahr 2013 abschließen. Weniger erfreulich zeigt sich die Schadenentwicklung. Die Geschäftsjahresschadenaufwendungen stiegen um 13,1 Prozentpunkte auf 137,8 Mio. Euro, maßgeblich getrieben durch zahlreiche Starkregen/Hagelereignisse und auch die Abwicklung der Vorjahresschäden verlief nicht so erfolgreich wie im Vorjahr. Bei leicht rückläufigen Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Höhe von 45,6 Mio. Euro (2012: 46,4 Mio. Euro) und einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung von 33,9 Mio. Euro (2012: 10,4 Mio. Euro) verbessert sich unser Nettoergebnis zum Vorjahr um 2,8 Mio. Euro auf 23,7 Mio. Euro.

In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft

Das gesamte in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wird zeitgleich erfasst.

Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhen sich im Geschäftsjahr auf 563,3 Mio. Euro (2012: 538,0 Mio. Euro). Der Zuwachs resultiert im Wesentlichen aus den 100 %igen Quotenübernahmen von einem verbundenen Unternehmen, der DBV Deutsche Beamtenversicherung AG mit 308,8 Mio. Euro (2012: 286,7 Mio. Euro). Dieser Zuwachs erstreckt sich auf die Versicherungszweige Kraftfahrt, Allgemeine Haftpflicht, Allgemeine Unfall und diverse Sachversicherungszweige.

Die gebuchten Beiträge unserer Retrozessionen erhöhen sich auf 173,8 Mio. Euro (2012: 151,6 Mio. Euro). Dieser Zuwachs ist teilweise auf die Kraftfahrtversicherungszweige zurückzuführen, welche ebenso wie das selbst abgeschlossene Geschäft maßgeblich über einen Quotenrückversicherungsvertrag geschützt sind. Bedingt durch die zahlreichen Schäden aus Naturgefahren und durch einen Feuer-Großschaden ergaben sich zusätzliche Rückversicherungsbeiträge für die Wiederauffüllung unserer nichtproportionalen Rückversicherung (Katastrophen- und Feuer-Schadenexzedentenrückversicherung). Weiteren Zuwachs verzeichnen wir bei den Retrozessionen auf unser von asiatischen Konzerngesellschaften übernommenem Geschäft, das an Konzerngesellschaften retrozediert wird.

Bei dem in Rückdeckung übernommenem Versicherungsgeschäft wurden die Schadenrückstellungen nach den Aufgaben der Zedenten bilanziert. Wegen der zeitgleichen Erfassung des gesamten in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäfts wurden für diejenigen Zeiträume, für die wir noch keine vollständigen Zedentenabrechnungen vorliegen haben, Schätzungen gebucht. Darüber hinaus wurden standardmäßig mit versicherungsmathematischen Methoden Rückstellungen für noch nicht bzw. nicht ausreichend gemeldetete Schäden (Spätschadenrückstellungen) ermittelt und bilanziert.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken und die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft allein unsere Annahmen und Ansichten zum Ausdruck.

Das Risikomanagement unserer Gesellschaft basiert auf der Grundlage des § 64a des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG).

Als Risiko wird gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen (MaRisk VA) die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungsstandards zur Risikoberichterstattung (DRS 20) ein, innerhalb dessen Risiken als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können, definiert sind.

Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:

versicherungstechnische Risiken,
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft,
Risiken aus Kapitalanlagen,
operationale und sonstige Risiken.

Im Folgenden werden unsere Organisationseinheiten des Risikomanagements und der Risikomanagementprozess aufgezeigt. Darüber hinaus wird unsere Risikosituation anlehnend an den Deutschen Rechnungslegungsstandard zur Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen (DRS 20) dargestellt.

Organisationseinheiten des Risikomanagements

Das Risikomanagement unserer Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der AXA Deutschland eingebunden.

Aufgrund der Komplexität des Versicherungsgeschäfts ist die Risikomanagementfunktion unserer Gesellschaft auf verschiedene zentrale Funktionen, Organisationseinheiten und Kommissionen verteilt. Kontrollgremium ist der Aufsichtsrat als das den Vorstand überwachendes Organ. Der Vorstand ist zuständig für die risikopolitische Ausrichtung unserer Gesellschaft sowie die Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung. Das Audit & Risk Committee (ARC) unterstützt den Vorstand bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. Zu diesem Zweck hat der Vorstand Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse auf das ARC delegiert. Darüber hinaus werden im ARC unter anderem Compliance-Themen behandelt sowie Rechts- und Revisionsthemen mit Risikobezug. Das ARC ist seit Dezember 2012 das Nachfolgegremium des Risikokomitees. Darüber hinaus existiert das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium zu Compliance-Themen, operationalen Risiken, Reputationsrisiken und sonstigen Rechtsrisiken. Zusätzlich werden risikorelevante Themen in diversen Spezialgremien, wie zum Beispiel dem Internal Model Committee, dem Local Risk Reinsurance Committee, dem Asset Liability Committee, dem Kapitalanlageausschuss und weiteren Gremien besprochen.

Zur Risikomanagementfunktion gehörende Einheiten sind:

der Bereich Value & Risk Management (zentrales Risikomanagement),
die Risikoverantwortlichen für die Steuerung und Kontrolle der Risiken in ihrem jeweiligen Unternehmensbereich (dezentrales Risikomanagement),
der dezentrale Risikomanager pro Ressort für die Koordination aller risikorelevanter Themen innerhalb des Ressorts (ebenfalls dezentrales Risikomanagement) und
der Verantwortliche Aktuar.

Der Chief Risk Officer (CRO) der AXA Deutschland stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch regelmäßige Berichterstattung an das ARC im Rahmen dessen Sitzungen beziehungsweise ad hoc sicher.

AXA hat mit Blick auf die Solvency II-Anforderungen an das System of Governance folgende Schlüsselfunktionen etabliert:

Risikomanagement-Funktion,
Compliance-Funktion,
Interne Revision,
versicherungsmathematische Funktion.

Inhaber der Funktionen und damit Schlüsselperson ist der jeweilige Leiter des Bereichs oder der Abteilung. Dabei ist die versicherungsmathematische Funktion innerhalb der CRO-Organisation angesiedelt. AXA hat darüber hinaus den Leiter Recht sowie den Chief Investment Officer (CIO) zu weiteren Schlüsselpersonen erklärt. Für diese Schlüsselpersonen gelten besondere Anforderungen, sogenannte "Fit & Proper"-Eigenschaften (das heißt fachlich qualifiziert und persönlich zuverlässig).

Risikomanagementprozess

Das Risikomanagement unserer Gesellschaft erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess setzt sich aus Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikosteuerung und -überwachung sowie Risikokommunikation und -berichterstattung zusammen.

Risikoidentifikation: Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der ARC-Sitzungen, im Rahmen der strategischen Planung, der Aktualisierung der Risikostrategie und des Materialitätsprozesses, unter anderem durch die Aktualisierung der sogenannten "Risikopolicen" und der Dokumentation und Beschreibung operationaler Risiken. Durch die Risikopolicen werden die identifizierten wesentlichen Risiken inklusive deren aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen dokumentiert.

Darüber hinaus ist die Risikoidentifikation im Rahmen von Prüfungen der Internen Revision möglich. Risiken neuer Kapitalmarkt- und Versicherungsprodukte werden im Rahmen des standardisierten Investment Approval Process (IAP) und Product Approval Process (PAP) vom Bereich Value & Risk Management unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationaler Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und der höheren Führungsebene sowie einer Bewertung durch die jeweiligen operativen Ansprechpartner. Darüber hinaus erfolgt die Risikoidentifikation infolge einer Meldung eingetretener Risiken zur Aufnahme in die Verlustdatensammlung für operationale Risiken, im Rahmen des Information Risk Management Prozesses (IRM) oder durch das Risk Identification and Assessment (RIA) im Rahmen des Business Continuity Managements.

Die Bewertung der operationalen und sonstigen Risiken erfolgt in der Risikodatenbank. Die Risikopolicen werden seit 2013 im Document Inventory, unserem Verzeichnis für alle Solvency II-relevanten Dokumente, geführt.

Risikoanalyse und -bewertung: Aufbauend auf den Ergebnissen der Risikoidentifikation erfolgt eine Analyse und Bewertung der Risiken. Ergebnis der Risikoanalyse und -bewertung ist das Risikoprofil des Unternehmens. Identifizierte Risiken werden nach ihrer Wesentlichkeit eingeordnet. Dadurch wird sichergestellt, dass Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Wirtschafts-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens identifiziert und angemessene Steuerungsmaßnahmen/-strategien definiert werden können.

Bei der Risikobewertung wird eine quantitative Einschätzung für die einzelnen Risiken sowie für das gesamte Risikoportfolio unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Steuerungsmaßnahmen abgegeben. Die übergreifende quantitative Risikobewertung erfolgt anhand des ökonomischen Risikokapitalmodells und der dort definierten und eingesetzten Bewertungsmethoden. Für Risikoarten, für die eine quantitative Risikomessung nicht sinnvoll oder möglich ist, wie zum Beispiel Reputations- oder strategische Risiken, wird eine qualitative Beurteilung vorgenommen.

Neben qualitativen und quantitativen Methoden werden bei der Risikobewertung für ausgewählte Risiken situationsbedingt auch Sensitivitätsanalysen, Szenarioanalysen und Stresstests mit unterschiedlichen Zeithorizonten herangezogen.

Risikosteuerung und -überwachung: Die Risikosteuerung umfasst das Ergreifen von Maßnahmen zur Risikobewältigung in unserer Gesellschaft. Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung entwickelter Konzepte und Prozesse im Einklang mit der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Risikostrategie verstanden. Dadurch werden Risiken entweder bewusst akzeptiert, vermieden, vermindert oder transferiert. Durch regelmäßige Überwachung der Risiken anhand eines Soll-Ist-Abgleichs, zum Beispiel im Rahmen des implementierten Limitsystems, werden Gefahren frühzeitig erkannt. Somit wird ein Gegensteuern ermöglicht. Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risiko-/Ertragsprofils sowie durch Überwachung der Limite der Verlust- und Risikoindikatoren. Die Risikosteuerung erfolgt immer durch die Geschäftsleitung gemäß ihrer Bereitschaft, bestimmte Risiken zu übernehmen. Dabei müssen das Risikoprofil und die Risikotragfähigkeit strikt beachtet werden. Schließlich wird in Verbindung mit einer angemessenen Berichterstattung beziehungsweise Eskalation die Einhaltung der Risikostrategie sichergestellt und die frühzeitige Identifizierung von Risiken ermöglicht.

Risikokommunikation und -berichterstattung: Das sich aus Risikoanalyse und Bewertung ergebende Risikoprofil wird gegenüber dem Vorstand kommuniziert, sodass dieser bei der Festlegung des Risikoappetits das aktuelle Risikoprofil beachten kann. Ziel der Risikoberichterstattung ist die Bereitstellung aller erforderlichen Risikoinformationen zur Einschätzung des unternehmensindividuellen Risikos unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher und interner Steuerungsanforderungen.

Neben der Ergebnisberichterstattung zum ökonomischen Risikokapital werden auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht und ein auf Solvency II-Anforderungen ausgerichteter ORSA-(Own Risk and Solvency Assessment)Bericht verfasst. In der Übergangsphase zu Solvency II (2014 bis 2016) wird der ORSA durch die Preparatory Guidelines als FLAOR (Forward Looking Assessment of Own Risk) bezeichnet. Diese werden den Vorständen der Versicherungsgesellschaften vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das ARC und die Aufsichtsbehörde übermittelt. Zusätzlich sind Ad-hoc-Berichterstattungspflichten, beispielsweise bei Erreichen definierter Schwellenwerte, implementiert. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des regelmäßig zusammenkommenden ARC besprochen, nachdem sie zuvor im Rahmen der weiteren Gremien diskutiert wurden.

Versicherungstechnische Risiken

Schaden- und Unfallversicherung

Die AXA Versicherung AG betreibt im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft insbesondere die Sparten Kraftfahrt-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach-, Transport- und Luftfahrtversicherung. Diese werden im direkten wie auch im indirekten Geschäft gezeichnet.

Die primären Risiken aus der Schaden- und Unfallversicherung sind das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko. Ferner besteht in der Unfallversicherung bei den Produkten mit Beitragsrückgewähr noch das Zinsgarantierisiko.

Prämien- und Schadenrisiko

Unter dem Prämien-/Schadenrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen. Daher ist die AXA Versicherung AG in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation kurzfristig anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird durch Beitragsanpassung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption und durch vertraglich festgelegte Beitragsanpassungsklauseln risikoadäquat gehalten. Auch bei zu erwartenden Veränderungen der Marktsituation kann unsere Gesellschaft proaktiv handeln.

Die Risikosteuerung der AXA Versicherung AG erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt. Die Rückversicherung orientiert sich an den unterschiedlichen Bruttokapazitäten der Sparten. Großrisiken und Kumulexposure werden auf vertraglicher Basis rückversichert. Ausnahmeakzepte innerhalb der Zeichnungskapazitäten der Sparten, die außerhalb der obligatorischen Rückversicherungskapazitäten liegen, werden durch Einzelrückversicherung rückgedeckt. Seit 2011 wird zudem für das gesamte Kraftfahrtversicherungsgeschäft eine Quoten-Rückversicherung abgeschlossen und seit 2013 werden die Sparten Feuer/Feuer BU, Technische Versicherung und Transport in jeweils eigenständigen Quoten-Rückversicherungsverträgen rückgedeckt.

Zur Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie zur Ermittlung deren Treiber werden stochastische Szenarien verwendet. Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien-/Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch um Ereignisse wie zum Beispiel Naturkatastrophen, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen. Neben Naturkatastrophen können auch durch Menschen verursachte Schadenereignisse, wie zum Beispiel Terroranschläge, hohe Großschäden hervorrufen. Zusätzlich könnte der Trend zu höheren Schadenersatzansprüchen in der Haftpflichtversicherung, zum Beispiel bei neu aufkommenden Risiken, Veränderungen der Rechtslage beziehungsweise im Verhalten der Marktteilnehmer oder Umweltschäden, den durchschnittlichen Schadenaufwand erhöhen.

Zur Bewertung dieser Risiken führen wir eine Kumulkontrolle durch, in der durch regelmäßige Erhebungen aus den Datenbankbeständen die genauen Kumulwerte (pro Sparte wie auch spartenübergreifend) ermittelt werden. Diese Werte werden unter Berücksichtigung echter Schadenszenarien der Vergangenheit zu möglichen künftigen Szenarien modelliert (beispielsweise Sturm, Flut, Erdbeben). Zur Reduktion des Großschadenrisikos wird der entsprechende Rückversicherungsbedarf ermittelt und eingekauft. Speziell im Jahr 2013, das durch bedeutende Schäden aufgrund von Naturereignissen geprägt war, hat sich der Nutzen unserer Absicherungsstrategie gegen Kumulrisiken bestätigt. Durch gute geografische Diversifikation und Zeichnungsverbote für bestimmte Risiken beziehungsweise Regionen wird das Großschadenrisiko weiter minimiert. Aktuell wird beispielsweise die Entwicklung im Schadenfall um verunreinigte Brustimplantate intensiv von unseren Experten verfolgt, um Folgen neuer Rechtssprechungen einzuschätzen und bei Bedarf in unseren Schadenreserven zu berücksichtigen. Insgesamt ist somit sichergestellt, dass Einzelrisiken sowie Kumulrisiken gleichermaßen beherrscht werden.

Selbstverständlich wird auch die Entwicklung in Untersegmenten analysiert. Beispielsweise liegt ein besonderes Augenmerk auf der Schadenentwicklung der Schadenquoten in der Arzt-Haftpflichtversicherung. Wir beobachten aufmerksam das rechtliche Umfeld und überprüfen regelmäßig den Tarif, um zeitnah eine entsprechende Anpassung wegen erhöhter Schadenbedarfe gewährleisten zu können.

Die Geschäftsjahresschadenquote der Gesellschaft nach Rückversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:

Geschäftsjahresschadenquote in % der verdienten Nettobeiträge

2004 2005 2006 2007 2008 2009* 2010*
76,5 72,1 75,8 80,9 78,2 79,6 78,8
2011* 2012* 2013*
81,0 77,1 80,9

* ab 2009: AXA Versicherung inklusive der auf diese verschmolzenen DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV-WinSelect Versicherung AG sowie Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG

Die verdienten Beiträge sind insgesamt leicht rückläufig. Haupttreiber hierfür ist der Rückgang in Kraftfahrt, bedingt durch das geringe Jahreswechselgeschäft. Die Schadenquote steigt gegenüber dem Vorjahr an. Dies ist im Wesentlichen auf einen Anstieg in den Elementarschäden, insbesondere aufgrund von Flut- und Hagelereignissen, zurückzuführen. Die erhöhten Schadenaufwendungen aufgrund der Naturereignisse können in den Normalschäden nicht vollständig durch die konsequente Weiterführung der aufgesetzten Ertragsmaßnahmen kompensiert werden.

Reserverisiko

Zur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von unserer Gesellschaft Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, so dass die Auskömmlichkeit der Reserve ein wesentliches Risiko darstellt. Das sogenannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeter Schäden (Spätschäden).

Die Bewertung der künftigen Schadenzahlungen erfolgt anhand aktuarieller Schätztechniken, bei welchen der in der Vergangenheit beobachtete Schadenverlauf herangezogen wird. Großschäden werden separat geschätzt. Mithilfe von stochastischen Szenarien erfolgt eine Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treiber.

In der Sparte Arzt-Haftpflichtversicherung haben wir die Schadenreserven in den vergangenen Jahren gestärkt, da vorliegende Erkenntnisse ergaben, dass ein Schadenanstieg aufgrund der Veränderung der Rechtsprechung sowie der sogenannten Spätschadensteuerung unterstellt werden kann. Die Schadenreserven werden den Erfordernissen entsprechend in den Folgejahren kontinuierlich angepasst.

Die Abwicklungsergebnisse nach Rückversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:

Abwicklungsergebnis in % der Rückstellung am 1. Januar

2004 2005 2006 2007 2008 2009* 2010*
4,1 4,4 5,0 5,5 8,0 6,9 4,2
2011* 2012* 2013*
4,9 5,5 5,2

* ab 2009: AXA Versicherung inklusive der auf diese verschmolzenen DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV-WinSelect Versicherung AG sowie Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG

Zinsgarantierisiko

In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wird für den Sparanteil der Beiträge eine garantierte Zinsleistung zwischen 2,25 % und 3,50 % vereinbart, wobei in der Kundenerwartung nicht eine besondere Verzinsung liegt, sondern allein die Rückgewähr der gezahlten Beiträge. Dies führt zwar zu einem Zinsgarantierisiko getrieben durch die unbekannte Entwicklung der Marktzinsen, ist jedoch aufgrund des vergleichsweise geringen Beitragsvolumens und der geringen Erwartung an die Verzinsung dieser Versicherungsart von eher untergeordneter Bedeutung.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft resultieren für unsere Gesellschaft überwiegend aus Beitragsforderungen sowie aus Forderungen gegenüber Rückversicherern und Versicherungsvermittlern.

Die Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern sowie Versicherungsvermittlern betrugen zum Bilanzstichtag 170,9 Mio. Euro (2012: 183,6 Mio. Euro). Davon entfielen 31,7 Mio. Euro (2012: 24,1 Mio. Euro) auf Forderungen, die älter als 90 Tage sind.

Zur Risikovorsorge wurden die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen an Kunden und Vermittler um Wertberichtigungen von 11,2 Mio. Euro (2012: 9,2 Mio. Euro) vermindert. Diese wurden auf Basis der Ausfallquoten der vergangenen drei Jahre ermittelt.

Durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen 3 Jahre in %

2011 2012 2013
5,87 5,01 6,55

Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern werden durch ein IT-unterstütztes Inkasso- und Mahnsystem gesteuert. Darüber hinaus werden im Hinblick auf eine mögliche zukünftige Zunahme von Forderungsausfällen im gewerblichen Bereich in besonderen Fällen intensivere Prüfungen der Zahlungsfähigkeit durchgeführt. Zeitnahe Provisionsabrechnungen stellen sicher, dass Provisionsrückforderungen an Versicherungsvermittler kurzfristig ausgeglichen werden.

Das maximale Risiko aus dem Ausfall der Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft wird durch die in der Bilanz angesetzten Buchwerte mit 307,3 Mio. Euro wiedergegeben (2012: 45,7 Mio. Euro). Der Anstieg um 261,6 Mio. Euro ist wesentlich auf eine Umstellung im Rückversicherungsvertrag zwischen unserer Gesellschaft und der DBV Deutsche Beamtenversicherung AG zurückzuführen.

Ratingklassen der Forderungen

in TSD. EURO
S&P Rating
--- --- ---
NR A bis A pi B bis BBB+
--- --- ---
20.593 286.639 95

Der Rückversicherer für unsere wichtigsten obligatorischen Rückversicherungsverträge ist die französische Gruppengesellschaft AXA Global P&C, die diese Verträge teilweise in den internationalen Rückversicherungsmarkt retrozediert und teilweise innerhalb der AXA Gruppe rückversichert. Sowohl bei der über unsere französische Gruppengesellschaft AXA Global P&C retrozedierten Vertragsrückversicherung als auch bei der direkt von uns abgegebenen fakultativen und vertraglichen Rückversicherung wird nur mit erstklassigen Rückversicherern zusammengearbeitet. Grundlage hierfür sind Richtlinien für die Auswahl der Rückversicherer sowie eine von der AXA Global P&C permanent aktualisierte Bonitätsliste, basierend auf den Ratings renommierter Ratingagenturen. Bei der Rückversicherung von langfristigen Verbindlichkeiten gelten dabei besonders hohe Anforderungen an die finanzielle Ausstattung der Rückversicherungspartner. Zusätzlich wird das Ausfallrisiko durch regelmäßige Überwachung der Kreditqualität der Rückversicherer und ein zeitnahes Inkasso reduziert.

Risiken aus Kapitalanlagen

Unsere Gesellschaft verwaltet 8,7 Mrd. Euro (2012: 8,4 Mrd. Euro) Kapitalanlagen. Diese werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden. Dieses wird unter anderem durch eine ausgewogene Diversifikation und strikte Begrenzung von Konzentrationsrisiken gewährleistet.

Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die durch die im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und andere risikomindernde Maßnahmen bewusst eingegangen werden. Zum Erhalt beziehungsweise Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und fortlaufend an das jeweilige Kapitalmarktumfeld angepasst.

Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt:

Marktrisiken

Die Marktpreisrisiken unserer Gesellschaft beruhen im Wesentlichen auf Wertverlusten bei Aktien und festverzinslichen Anlagen. Ferner stellen Änderungen im Wert des Immobilienbestandes oder bei nicht börsennotierten Beteiligungen Marktpreis- beziehungsweise Wertänderungsrisiken dar.

Die Auswirkungen auf die Marktwerte der Kapitalanlagen werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Aktien (ohne Beteiligungen und verbundene Unternehmen), Zinsprodukten und Währungen unter Berücksichtigung der bestehenden Währungssicherungen und anderer derivativer Absicherungsmechanismen simuliert. Somit werden die tatsächlichen Sensitivitäten unserer Kapitalanlagen verdeutlicht.

Die folgende Übersicht zeigt auf, wie sich eine Änderung der Aktienkurse beziehungsweise der Marktzinsen kurzfristig auswirken würde:

Aktienmarktänderung Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen
Anstieg um 30 % +89 Mio. Euro
Anstieg um 20 % +60 Mio. Euro
Anstieg um 10 % +30 Mio. Euro
Sinken um 10 % -30 Mio. Euro
Sinken um 20 % -60 Mio. Euro
Sinken um 30 % -89 Mio. Euro
Renditeänderung des Rentenmarktes Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen
Anstieg um 200 Basispunkte -856 Mio. Euro
Anstieg um 100 Basispunkte -452 Mio. Euro
Sinken um 100 Basispunkte +489 Mio. Euro
Sinken um 200 Basispunkte +922 Mio. Euro
Währungskursänderung Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen
Anstieg um 10 % +0,7 Mio. Euro
Anstieg um 5 % +0,3 Mio. Euro
Sinken um 5 % -0,3 Mio. Euro
Sinken um 10 % -0,7 Mio. Euro

Das Risiko von Marktwertverlusten aus unserem Aktienexposure war durch den Einsatz von Aktienfutures begrenzt. Gleichwohl können bei ungünstigen Marktentwicklungen außerplanmäßige Abschreibungen nicht ausgeschlossen werden. Im Bereich Private Equity können aufgrund der Verschlechterung des Marktumfeldes Wertrückgänge bzw. Abschreibungen der Beteiligungen nicht ausgeschlossen werden.

Unser Portfolio besteht zum Großteil aus festverzinslichen Papieren, daher reagiert der Marktwert stark auf Veränderungen des Zinsniveaus. Bereits ein Anstieg der Marktzinsen um 100 Basispunkte würde in einem deutlichen Rückgang unserer Bewertungsreserven resultieren.

Das im historischen Vergleich niedrige Zinsniveau führt bei der Wiederanlage frei gewordener Mittel zur Belastung der zukünftigen Ertragslage.

Währungsrisiken bestehen nur in wirtschaftlich unbedeutendem Umfang, da die AXA Versicherung AG hauptsächlich im europäischen Raum investiert und Fremdwährungsinvestitionen begrenzt und kontrolliert werden. Dies erfolgt durch den Einsatz von Fremdwährungsderivaten (zum Beispiel Devisentermingeschäfte).

Der Immobilienbestand der AXA Versicherung AG besteht zum großen Teil aus deutschen Büro- und Gewerbeimmobilien.

Die Wertentwicklung ist deshalb im Wesentlichen abhängig von der Konjunkturlage in Deutschland.

Wir verfolgen die Entwicklung der Kapitalmärkte sehr genau. Sollten sich die zuvor gezeigten negativen Szenarien im laufenden Geschäftsjahr ganz oder teilweise einstellen oder am Bilanzstichtag vorliegen, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen. Diese beinhalten unter anderem notwendige Abschreibungen auf die nachhaltigen Werte einzelner Kapitalanlagen, den selektiven Verkauf einzelner Titel und den optionalen Einsatz von Wertsicherungsmaßnahmen, um die Portfolios kurzfristig gegen weitere Wertverluste abzusichern.

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners beziehungsweise Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen, Genussrechten und Derivaten.

Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt entweder mit Hilfe von Ratingagenturen oder nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft.

Zusätzlich zur Überwachung der Ratings nehmen wir in Zusammenarbeit mit den von uns mandatierten Vermögensverwaltern Detailanalysen zu potenziell ausfallgefährdeten Wertpapieren vor, auf deren Basis dann über risikomindernde Maßnahmen entschieden wird. Für diese Analysen werden alle im Markt vorhandenen Informationen herangezogen.

Für die Vergabe von Hypotheken- und Refinanzierungsdarlehen gelten Vergaberichtlinien und strenge Vorschriften bezüglich der Bonität. Als Sicherheit von Hypothekendarlehen bestehen Pfandrechte an Grundstücken und/oder Versicherungsverträgen.

Die Vergaberichtlinien knüpfen eine Finanzierung im Regelfall an private Nutzung und erstrangige Absicherung. Die Refinanzierungsdarlehen verfügen alle über ein Rating von mindestens A-. Einlagen bei Kreditinstituten erfolgen ausnahmslos bei Banken, die über ein Investment Grade Rating verfügen.

Das Einzelengagement unterliegt der regelmäßigen Überwachung. Mit Hilfe unserer Kontrollverfahren für den Zins- und Tilgungsdienst sowie unseres Mahnverfahrens erhalten wir einen detaillierten Überblick über ausstehende Zahlungen.

Die Kontrahenten der Derivatepositionen verfügen ausnahmslos über ein Investment Grade Rating, sofern die Geschäfte nicht über die Terminbörse Eurex abgewickelt wurden. Das Gegenparteirisiko der Derivategeschäfte wird fortlaufend durch die Stellung von Sicherheiten (Collateral) abgesichert.

Im Rahmen der zum 15. März 2013 in Kraft getretenen Verordnung (EU) Nr. 648/2012 über OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister, bekannt unter EMIR (European Market Infrastructure Regulation), wird der außerbörsliche Derivatehandel reguliert. Die Verpflichtung der Marktteilnehmer zum Clearing ihrer außerbörslichen Standard-Derivategeschäfte über eine Central Counterparty sowie die Meldung dieser OTC-Geschäfte an ein Transaktionsregister sind erst in 2014 verpflichtend, während die Risikominderungstechniken bereits in 2013 etabliert werden müssen. AXA stellt die Anforderungen aus EMIR im Rahmen eines zentralen Projektes der Konzernmutter in Paris sicher.

Vor dem Hintergrund der Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise der letzten Jahre hat sich das Kreditrisiko einiger Kapitalanlagen in den vergangenen Jahren teilweise erhöht. Auch unsere Gesellschaft hält Kapitalanlagen, deren Bonität in der Öffentlichkeit diskutiert wurde und die teilweise von signifikanten Spread-Ausweitungen betroffen waren.

Unsere Gesellschaft ist zu einem Anteil von 15 % der Kapitalanlagen (auf Marktwertbasis) in Staatsanleihen investiert.

Anleihen von Spanien, Italien, Portugal und Irland, deren Risiken im Rahmen der europäischen Schuldenkrise diskutiert werden und deren Spreads sich in den vergangenen Jahren teilweise deutlich ausgeweitet haben, machen einen Anteil von 4,3 % aus. Griechische Staatsanleihen sind nicht im Bestand. Auch wenn wir zurzeit Ausfälle aufgrund verschiedener Stützungsmaßnahmen nicht für ein wahrscheinliches Szenario halten, können wir künftige Abschreibungen auch vor dem Hintergrund politischer Unwägbarkeiten nicht ausschließen.

Unsere Gesellschaft hält über Spezialfonds Verbriefungen von US-Subprime-Hypotheken (Residential Mortgage Backed Securities, "US-RMBS") im Marktwert von 134 Mio. Euro. Neben dem US-RMBS Exposure enthalten die Spezialfonds ein Portfolio von CLOs (Collateralized Loan Obligations) mit einem Marktwert von 141 Mio. Euro. Ferner enthalten die Spezialfonds ein synthetisches CDO (Collateralized Debt Obligation), das durch die Entwicklungen an den Kreditmärkten bezüglich der für die Bewertung relevanten Annahmen und durch konkrete Ausfälle im Referenzportfolio in den Vorjahren deutliche Marktwertverluste erlitten hat, die teilweise wieder ausgeglichen sind. Der Nominalwert beträgt rund 85 Mio. Euro bei einem Marktwert des Kreditderivats von -7 Mio. Euro. Ein Verlust des Nominalbetrags kann aber nur im Fall von mehreren weiteren Ausfällen in signifikanter Höhe innerhalb des CDO-Portfolios eintreten. Insgesamt wurden auf diese Spezialfonds bisher 141 Mio. Euro außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei nachhaltigen, signifikanten Marktverschlechterungen sind weitere außerplanmäßige Abschreibungen nicht ausgeschlossen.

Ebenso halten wir Fremdkapitalinstrumente, die von nationalen und internationalen Banken sowie sonstigen Unternehmen außerhalb des Finanzsektors emittiert wurden (33 % der Kapitalanlagen auf Marktwertbasis). Dieses Exposure wird entweder direkt oder über Fonds, Derivate und strukturierte Produkte gehalten und enthält zu einem geringen Teil auch Instrumente von niedriger Seniorität wie nachrangige Darlehen und Genussscheine. Das Portfolio der Genussscheine bei Landesbanken weist einen Nominalwert 46,5 Mio. Euro auf. Die überwiegende Mehrheit der Unternehmensanleihen ist im Bereich Investment Grade geratet.

Unsere Gesellschaft hält ein Portfolio von spanischen Hypothekenpfandbriefen (sogenannte Cedulas oder Multi-Cedulas, 1,5 % der Kapitalanlagen auf Marktwertbasis), deren Marktwerte im Zuge der spanischen Banken- und Immobilienkrise deutlich gesunken sind. Bei diesen Papieren sind bisher keine Ausfälle eingetreten. Aufgrund der Besicherungsmechanismen der Instrumente und auf Basis von regelmäßig durchgeführten Szenario-Analysen der zugehörigen Deckungswerte ("Cover Pools") sehen wir derzeit keinen Abschreibungsbedarf. Zukünftig können Abschreibungen jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Der größte Teil unserer Rentenbestände ist besichert beziehungsweise von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem geringen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich in der Zukunft die Bonität einzelner Emittenten verschlechtert und damit Abschreibungsbedarf entstehen könnte.

Konzentrationsrisiken

Konzentrationsrisiken entstehen, wenn Unternehmen hohe einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingehen und daraus hohe Ausfallverluste resultieren können. Bei der Kapitalanlage entstehen Konzentrationsrisiken, wenn Investitionen in einzelne Kapitalanlageprodukte oder Emittenten oberhalb definierter Grenzen durchgeführt werden. Aus diesem Grunde stehen Konzentrationsrisiken im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken und werden durch die Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht.

Liquiditätsrisiken

Aufgrund der vorab vereinnahmten sowie verzinslich und liquid angelegten Beiträge ist das Liquiditätsrisiko für Versicherungsunternehmen grundsätzlich gut steuerbar. Wir tragen dem Risiko unzureichender Liquidität durch eine mehrjährige Planung der Zahlungsströme Rechnung. Zusätzlich erfolgt für einen rollierenden Zwölfmonatszeitraum eine Prognose auf Monatsbasis. Für die Überwachung des Liquiditätsrisikos wird darüber hinaus ein Liquiditätsstresstest durchgeführt.

Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit wir den Verpflichtungen gegenüber unseren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Bei einem eventuell auftretenden unvorhergesehenen Liquiditätsbedarf wird auf Grundlage des konzerninternen Liquiditätshilfeabkommens Liquidität zur Verfügung gestellt.

Risikosteuerung der Kapitalanlagen

Innerhalb des AXA Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen implementiert. Das Asset Liability Management-Komitee schlägt die Kapitalanlagestrategie vor, der Vorstand entscheidet hierüber. Der Kapitalanlageausschuss implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation) und die Einhaltung vorgegebener Limitsysteme. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Richtlinie für alle Kapitalanlagen. Die aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Mischung und Streuung werden eingehalten. Zusätzlich werden Konzentrationsrisiken durch das gruppenweite Risikomanagement monatlich ausgewertet und überwacht.

Ziel des strukturierten Anlageprozesses ist es, die Risiken in den Portfolios durch systematische und kontrollierte Abläufe zu steuern. Anlageentscheidungen werden auf Basis von Asset Liability Management-Analysen vor dem Hintergrund der versicherungstechnischen Verpflichtungen, der Bewertungsreserven und der Eigenkapitalausstattung getätigt. Im Rahmen der strategischen und taktischen Asset Allocation bestehen prozentuale Begrenzungen für die einzelnen Anlageklassen. Zusätzlich werden Limite für Bonität, Einzelemittenten und die Duration des festverzinslichen Portfolios definiert und überwacht. Bei der Risikoeinschätzung wird dabei von einem dem jeweiligen Risiko adäquaten Prognosezeitraum ausgegangen. Zur Bewertung der Anlagerisiken steht eine Vielzahl von Risikomanagement-Instrumenten zur Verfügung.

Zum Zwecke der effizienten Portfolioverwaltung und -steuerung wird der Einsatz derivativer Finanzinstrumente regelmäßig geprüft. Mit diesen Instrumenten werden verschiedene Motive der Portfoliosteuerung umgesetzt: Absicherung, Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung. Das Hauptmotiv beim Einsatz von derivativen Instrumenten der Kapitalanlagen ist die Absicherung, wodurch das im Portfolio liegende wirtschaftliche Risiko reduziert wird (Hedging). Die Sicherungsbeziehungen werden zum Teil als bilanzielle Bewertungseinheiten abgebildet. Für nähere Details verweisen wir auf den Anhang.

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Asset Liability-Komitees und des Kapitalanlageausschusses wird das Kreditrisiko des Gesamtportfolios sowie einzelner Anlageklassen und kritischer Emittenten unter der systematischen Teilnahme des Chief Investment Officers und des Finanzvorstandes besprochen.

Das ARC wird regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen und die Risikosituation des Konzerns und der Einzelgesellschaften informiert.

Operationale und sonstige Risiken

Operationale Risiken beinhalten Risiken aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen sowie aus mitarbeiter-, systembedingten oder externen Vorfällen.

Unsere Gesellschaft bzw. AXA Deutschland unterscheidet hierbei die Risikokategorien Interner Betrug, Externer Betrug, Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitssicherheit, Kunden-, Produkt- und Geschäftspraxis, Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsunterbrechung und Versagen von Systemen, Durchführungs-/Produkt-/Leistungs-/Prozessmanagement. Als risikobewusstes Versicherungsunternehmen hat AXA Deutschland Prozesse und Systeme zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung der operationalen Risiken entwickelt und strebt deren Zertifizierung im Rahmen von Solvency II zum frühestmöglichen Zeitpunkt an.

Seit 2010 führt AXA Deutschland eine Sammlung von Daten aus operationalen Verlusten durch. Die Methoden und Prozesse werden ständig weiterentwickelt. 2013 wurden wesentliche Meilensteine in der Modellierung zur Erlangung der Solvency II-Zertifizierung erreicht. Bereits jetzt sind die operationalen Risiken in das interne Kontrollsystem integriert.

Das Risikoprofil der AXA Deutschland ist wie im Vorjahr durch Gerichtsentscheidungen und Änderungen von Gesetzesvorhaben geprägt. Steigend sind IT-Risiken inklusive Cyber Risk und Risiken im Zusammenhang mit der Erstellung von Jahresabschluss und den Solvency II-Kennzahlen. Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, aus Systemausfällen und anderen Katastrophenereignissen werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert. Notfallprozesse werden organisiert und alle notwendigen Präventivmaßnahmen zum Zweck der Unternehmenssicherheit ergriffen. Durch die Setzung verbindlicher Standards mit Fokus auf die operationalen Risiken sollen mögliche Negativfolgen reduziert und der wirtschaftliche Fortbestand der AXA jederzeit garantiert werden.

Diese Standards hat AXA Deutschland in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 aktualisiert. Der Roll-out neuer Organisationsstrukturen und Prozesse wurde durchgeführt. Diese sehen vor, dass interne und externe Bedrohungen, die eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse zur Folge haben könnten, regelmäßig beurteilt werden. Diese Risikoeinschätzung erfüllt im Wesentlichen vier Aufgaben:

Sammlung aller Informationen zur Priorisierung der Produkte, Dienstleistungen und somit Geschäftseinheiten im Rahmen der Prozesse Business Impact Analyse und Risk Identification and Assessment (RIA)
Untersuchung und Bewertung verschiedener Strategieoptionen mit dem Ziel, wichtige Produkte und Dienstleistungen auch im Notfall bereitstellen zu können
Entwicklung und Implementierung einer Business Continuity-Reaktion, vor allem in Form von Notfallplänen
Übung und Pflege der Business Continuity Management-Vorkehrungen

Auch strategische, Reputations- und weitere Rechtsrisiken werden permanent eng überwacht, das Instrumentarium insbesondere an präventiven Maßnahmen ständig überprüft und erweitert. Diese beschriebenen Maßnahmen inklusive der umfassenden Analyse und Bewertung sind geeignet, unsere in ihrer Bedeutung als gemäßigt eingeschätzten operationalen Risiken auf ein angemessenes Niveau zu reduzieren.

Kapitalmanagement und Solvabilität

Die Steuerung der Kapitalbasis erfolgt nach den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Ziel ist es, die jederzeitige Erfüllung der versicherungsvertraglichen Verpflichtungen sicherstellen zu können -selbst wenn im Extremfall die hierfür gebildeten versicherungstechnischen Rückstellungen unzureichend wären. Für die Bereitstellung des entsprechenden Eigenkapitals wird eine angemessene Verzinsung angestrebt.

Für die Solvabilität unserer Gesellschaft wurden die derzeitigen aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Der Bedeckungssatz für 2013 betrug 128,4 % (2012: 141,0 %). Die zur Bedeckung vorhandenen Eigenmittel beliefen sich nach der Berechnung 2013 auf 609,8 Mio. Euro (2012: 669,8 Mio. Euro). Die Bewertungsreserven werden bei der Ermittlung der vorhandenen Eigenmittel nicht berücksichtigt

Ziel der Solvency II-Richtlinie der EU-Kommission ist es, das Versicherungsaufsichtsrecht auf europäischer Ebene neu und einheitlich zu regeln. Hierzu gehört zum einen die Neuregelung der Solvenzanforderungen auf Basis risikoorientierter Kapitalmodelle und einer an Marktwerten orientierten Bilanz (Säule I). Zum anderen wird ein prinzipienbasierter Anforderungskatalog an das Governance-System inklusive Risikomanagement der Versicherungsunternehmen definiert, sodass die neuen Regelungen zur risikobasierten Eigenmittelvorschrift durch qualitative Anforderungen ergänzt werden (Säule II). Darüber hinaus werden Veröffentlichungs- und Meldepflichten gegenüber der Öffentlichkeit bzw. der Aufsichtsbehörde definiert (Säule III). Die Solvency II-Rahmenrichtlinie wurde im EU-Parlament im Jahr 2009 verabschiedet. Der Richtlinie vorgreifend, wurde die nationale Umsetzung von Teilen der Solvency II-Rahmenrichtlinie (Säule II) bereits durch die zum Jahresbeginn 2008 in Kraft getretene VAG-Novelle (§ 64a VAG und § 55c VAG, VAG = Versicherungsaufsichtsgesetz) sowie das Rundschreiben 3/2009 (VA) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) - Aufsichtsrechtliche Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk VA) -begonnen. Dem folgten mit § 64b VAG und der Versicherungs-Vergütungsverordnung (VersVergV) weitere Ergänzungen im Jahr 2010. Durch das Trennbankengesetz erfolgt mit Inkrafttreten zum 2. Januar 2014 eine Erweiterung der Risikomanagementvorgaben durch Ergänzung des § 64a VAG um einen Absatz 7 und 8. Damit wurden ausgewählte Bestimmungen der MaRisk VA direkt im neu geschaffenen § 64a Absatz 7 VAG verankert. Diese stehen im Zusammenhang mit den neu hinzukommenden Strafvorschriften für Geschäftsleiter im § 142 VAG für den Fall eines Verstoßes gegen die Risikomanagementvorgaben unter bestimmten Voraussetzungen.

Durch die Einigung in der Trilogsitzung vom 13. November 2013 steht nun zum einen das Datum des Inkrafttretens von Solvency II (1. Januar 2016) und das Umsetzungsdatum in die nationale Gesetzgebung (31. März 2015) fest. Zum anderen besteht nun Einigkeit zum Inhalt der Omnibus II-Richtlinie, die die Solvency II-Rahmenrichtlinie in einigen Punkten ändert.

Ihre finale Verabschiedung erfolgte in der Plenarsitzung des Europäischen Parlaments am 11. März 2014.

Es ist ferner davon auszugehen, dass damit die weiteren Arbeiten auf europäischer Ebene sowie die nationale Umsetzung im VAG rasch vorangetrieben werden.

Aufgrund der Verzögerungen bei der Gestaltung von Solvency II und wegen der Forderung nationaler Aufsichtsbehörden, nicht zuletzt auch der BaFin, bestimmte Teile der Solvency II-Vorgaben bereits vorab national umzusetzen, entwickelte EIOPA (European Insurance and Occupational Pensions Authority) folgende Leitlinien zur Vorbereitung auf Solvency II. Damit ist EU-weit ein konsistentes Vorgehen sichergestellt:

Leitlinien zum Vorantragsverfahren für interne Modelle
Leitlinien zur vorausschauenden Beurteilung der eigenen Risiken (basierend auf den ORSA-Grundsätzen)
Leitlinien zum Governance-System
Leitlinien für die Informationsübermittlung an die zuständigen nationalen Behörden

Die finalen Leitlinien wurden Ende September 2013 durch EIOPA veröffentlicht. Eine Übersetzung in alle EU-Amtssprachen folgte am 31. Oktober 2013. Sie finden -vorbehaltlich der nationalen Umsetzung durch die BaFin - als Bestandteil der Vorbereitung auf die Umsetzung von Solvency II ab dem 1. Januar 2014 Anwendung.

Derzeit entwickelt die AXA Gruppe ein Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung, das voraussichtlich unter Solvency II als internes Modell dienen wird. Neben den Anforderungen aus Säule I bereitet sich die AXA Deutschland derzeit ebenfalls intensiv auf die Anforderungen aus Säule II und Säule III vor mit dem Ziel, die Solvency II-Anforderungen zum 1. Januar 2016 zu erfüllen.

Im Juli 2013 wurde die weltweite AXA Gruppe durch das Financial Stability Board (FSB) als systemrelevant (Global Systemically Important Insurer [G-SII]) eingestuft. Aufgrund dessen wird die AXA Gruppe nunmehr künftig den "G-SII Policy Measures" des International Association of Insurance Supervisors (IAIS) unterliegen und somit sukzessive bis voraussichtlich 2019 zusätzliche Anforderungen zu erfüllen haben.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden. Die Solvabilität 2013 zeigt wiederum eine Überdeckung.

Sonstige Angaben

Besitzverhältnisse

Die AXA Konzern AG, Köln, hält 100 % am Grundkapital unserer Gesellschaft, mit ihr besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Dienstleistungsverträge innerhalb des AXA Konzerns

Die Geschäftsfunktionen unserer Gesellschaft werden von Dienstleistungsgesellschaften des deutschen AXA Konzerns und der AXA Gruppe ausgeübt. Deshalb verfügt die AXA Versicherung auch nicht über eigene Mitarbeiter.

Die Geschäftsfunktionen unserer Gesellschaft werden im Rahmen von Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsverträgen im Wesentlichen durch die AXA Konzern AG ausgeübt:

Mit Funktionsauslagerungsvertrag vom 18./19. Dezember 2012 hat die DBV Deutsche Beamtenversicherung an die AXA Konzern AG folgende (Kern-)Funktionen ausgelagert:

a) Vertrieb

b) Bestandsverwaltung

c) Leistungsbearbeitung

d) Rechnungswesen

e) Interne Revision

f) Vermögensanlage und Vermögensverwaltung.

Darüber hinaus werden im Rahmen von Dienstleistungsverträgen weitere Serviceleistungen unter anderem in den Bereichen Controlling, Value Risk-Management, Betriebsorganisation, EDV-Anwendungsentwicklung, Allgemeine Verwaltung, Marketing, Personalwirtschaft und -entwicklung, Rückversicherung, Recht, Steuern von der AXA Konzern AG, Köln, bezogen.

Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen

Seit dem 1. Januar 2009 vertreiben wir unsere Produkte über die verantwortlichen Vertriebswege der AXA Versicherung AG, Köln, der AXA Lebensversicherung AG, Köln, und der Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln, die zum AXA Konzernverbund gehören.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Unsere Gesellschaft hat am 19. Mai 2005 mit der AXA Konzern AG einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Außerdem besteht zwischen unserer Gesellschaft und der AXA Konzern AG seit dem 4. Oktober 2000 ein Beherrschungsvertrag. Des Weiteren hat unsere Gesellschaft am 27. September 2010 einen Gewinnabführungsvertrag mit der Pluto Beteiligungswerte AG als ergebnisabführende Gesellschaft abgeschlossen.

Verbands- und Vereinszugehörigkeit

Unsere Gesellschaft gehört unter anderem folgenden Verbänden und Vereinen aus der Versicherungswirtschaft an:

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V., Berlin

Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland, München

Der Versicherungsombudsmann e. V., Berlin

Wiesbadener Vereinigung, Köln

Verkehrsopferhilfe e. V., Hamburg

Deutsches Büro Grüne Karte e. V., Hamburg

Verein Hanseatischer Transportversicherer e. V., Hamburg-Bremen

Pensions-Sicherungs-Verein VVaG, Köln

Nachtragsbericht

Der seit dem 1. Januar 2011 bestehende Quotenrückversicherungsvertrag, unter dem die DBV Deutsche Beamtenversicherung sämtliche versicherungstechnische Risiken an die AXA Versicherung AG zediert hat, wurde mit Wirkung für 2014 restrukturiert, um die interne Verwaltung des Vertrages zu vereinfachen und die Eigenmittelanforderungen zu optimieren. In 2014 werden die von dem Rückversicherungsvertrag erfassten Kapitalanlagen an die AXA Versicherung AG übertragen. Per 31. Dezember 2013 führte dies bereits zu einem Ausweis des Depots unter Abrechnungsforderungen.

Ergebnisabführung

Der im Geschäftsjahr 2013 erwirtschaftete Überschuss in Höhe von 273,4 Mio. Euro wurde aufgrund des im Mai 2005 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages zwischen unserer Gesellschaft und der AXA Konzern AG an die AXA Konzern AG abgeführt.

Ausblick und Chancen

Deutsche Wirtschaft legt 2014 stärker zu

Für das Jahr 2014 geht die Bundesregierung von einer jahresdurchschnittlichen Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 1,8 % aus. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland liegt damit voraussichtlich abermals deutlich über dem Durchschnitt des Euro-Raums. Dieses Wachstum wird voraussichtlich von binnenwirtschaftlichen Kräften getragen. Auch das ifo Institut München geht in seiner Konjunkturprognose von einem nahezu gleichen Wachstum aus und erwartet, dass das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland 2014 um 1,9 % und damit deutlich stärker als im Vorjahr zulegen wird. Den Hauptgrund sehen die Wirtschaftsforscher in der wieder anziehenden Weltkonjunktur. Die treibende Kraft werden dabei im Unterschied zu den vergangenen fünf Jahren nicht die Schwellenländer, sondern die fortgeschrittenen Volkswirtschaften sein, in denen die Verbesserung der Vermögensposition der privaten Haushalte und die expansive Geldpolitik die Konjunktur zunehmend beleben.

Angesichts dieser günstigen Aussichten könnte sich die Zahl der Erwerbstätigen weiter leicht erhöhen, auch wenn in einigen Bereichen der Mangel an Fachkräften bremsend wirkt. Die Arbeitslosenquote dürfte leicht von 6,9 % auf 6,8 % zurückgehen.

Die Inflation wird voraussichtlich moderat bleiben. Bei zuletzt gesunkenen Energiepreisen und geringerer Arbeitskosten aufgrund steigender Arbeitsproduktivität ist zu erwarten, dass die Verbraucherpreise wie im Vorjahr um etwa 1,5 % höher sein werden.

Moderates Wachstum für die Branche

Die deutsche Versicherungswirtschaft hat sich im Jahr 2013 trotz anhaltend niedriger Zinsen und einer weiter sinkenden Sparquote gut behauptet. Auch für das laufende Jahr kann sie mit einem moderaten Beitragswachstum rechnen, wie der Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Wirtschaft (GDV) Mitte März 2014 in Berlin ausführte.

Die Zinsen werden voraussichtlich niedrig bleiben und weiterhin Anstrengungen der Versicherer erfordern, um die Kunden durch dieses Zinstal zu begleiten. Gleichzeitig werden die Auflagen der Aufsicht für die Versicherungsunternehmen immer strenger.

Unser eigenes Industrie- und Firmenkundengeschäft sehen wir auf profitablem Wachstumskurs. Grund für die insgesamt positive Prognose ist unser gut diversifiziertes Portfolio sowie die vielen innovativen und lösungsorientierten Konzepte in Verbindung mit unserer Lösungs- und Beratungskompetenz. Neben internationalen Deckungskonzepten bieten wir Versicherungslösungen für neue wachstumsstarke Branchen, wie zum Beispiel den Markt für regenerative Energien, an. Auf der Grundlage einer konsequenten Ausrichtung unserer Produktkonzepte und Services an den Bedürfnissen unserer Kunden und Vermittler rechnen wir auch für 2014 mit einer weiteren Stärkung unserer Position als einer der führenden Industrie- und Firmenversicherer in Deutschland.

Aus der verbesserten wirtschaftlichen Lage der privaten Haushalte wird auch für 2014 ein weiterer Anstieg der Konsumausgaben erwartet. Wir rechnen daher für das Privatkundengeschäft in den Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen mit einem moderaten Marktwachstum von ca. 2-3 %. Für unsere Gesellschaft erwarten wir im Privatkundengeschäft einen Beitragszuwachs, wobei wir den Fokus auf ertragreiche Segmente legen. Diese Entwicklung wird durch Erhöhungen im Kraftfahrtversicherungsgeschäft sowie weiterhin notwendigen Tarif- und Beitragsanpassungen in der Wohngebäudeversicherung gestützt. Darüber hinaus stützen sich unsere Wachstumsprognosen in den Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen auf den sehr erfolgreichen Absatz unserer flexibel auf die individuellen Kundenbedürfnisse ausgerichtete Produktpalette. Gesamthaft betrachtet gehen wir für 2014 von einem moderaten Beitragsanstieg über alle Sparten aus.

Wir werden auch in dem weiterhin schwierigen Wettbewerbsumfeld unsere ertragsorientierte Zeichnungspolitik unverändert fortsetzen und zugleich die Qualität und Effizienz unserer Prozesse nachhaltig verbessern. Aufgrund unserer risiko- und ertragsoptimierten Kapitalanlagestrategie erwarten wir für 2014 trotz des weiterhin niedrigen Zinsniveaus ein Kapitalanlageergebnis auf Vorjahresniveau und bei moderater Verbesserung der Schadenquote sowie leicht rückläufigen Kosten ein Unternehmensergebnis, das vor Zuführung zur Schwankungsrückstellung über dem Niveau des Jahres 2013 liegen wird. Für die Folgejahre gehen wir davon aus, das Ergebnisniveau bei einer leichten Verbesserung der Schadenquote halten zu können.

Köln, den 28. April 2014

Der Vorstand

Anlagen zum Lagebericht

Geschäftsgebiet

Bundesrepublik Deutschland, Dänemark, Frankreich, Irland

Zweigniederlassungen: Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Berlin, München, Köln

Betriebene Versicherungszweige

■ Lebensversicherung

(nur in Rückdeckung übernommen)

■ Unfallversicherung:

Einzel-Voll-, Einzel-Teil-, Gruppenunfall-, Volksunfall-, Reise-, Sport-, Luftfahrt-, lebenslängliche Verkehrsmittel-Unfall-, Probanden-Versicherung, Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückgewähr, Kraftfahrtunfall-Versicherung

■ Haftpflichtversicherung:

Privat-, Betriebs- und Berufs-, Gewässerschaden-, Vermögensschaden-, Luftfahrt-, Umwelt-, Strahlen- und Atomanlagen-, Haus- und Grundbesitzer-Haftpflicht, Kraftfahrt-Parkplatz-, Feuerhaftungs-Versicherung

■ Kraftfahrtversicherung:

Kraftfahrzeug-Haftpflicht-, Fahrzeugvoll-, Fahrzeugteil-Versicherung

■ Rechtsschutzversicherung

(nur in Rückdeckung übernommen)

■ Feuerversicherung:

Feuer-Industrie-, landwirtschaftliche Feuerversicherung, sonstige Feuerversicherung (einschließlich der Waldbrandversicherung)

■ Einbruchdiebstahlversicherung

■ Leitungswasserversicherung

■ Glasversicherung

■ Sturmversicherung

■ Verbundene Hausratversicherung

■ Verbundene Gebäudeversicherung

■ Hagelversicherung

(nur in Rückdeckung übernommen)

■ Technische Versicherungen:

Maschinen-einschl. Baugeräte-, Elektronik-, Montage-, Bauleistungsversicherung, Elektro- und Gasgeräte des Hausrats, Gebrauchsgütergarantieversicherung

■ Einheitsversicherungen:

Allgemeine, Rauchwaren-, Textilveredelungs-, Wäscheschutz-Einheitsversicherung

■ Transportversicherung:

See-, Fluss-, Luftfahrt- und Landkasko-, Waren-, Film-, Valorenversicherung (gewerblich), Verkehrshaftungsversicherung

■ Kredit- und Kautionsversicherung:

Übrige und nicht aufgegliederte Kredit- und Kautionsversicherung (einschließlich Baugarantieversicherung)

■ Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer-beziehungsweise Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung (Extended Coverage)

■ Betriebsunterbrechungsversicherung:

Feuer-, Technische, sonstige Betriebsunterbrechungsversicherung, Filmausfall-, Betriebsschließungsversicherung

■ Beistandsleistungsversicherung

■ Sonstige Sachschadenversicherungen:

Ausstellungs-, Fahrrad-, Garderobe-, Jagd- und Sportwaffen-, Kühlgüter-, Warenversicherung in Tiefkühlanlagen, Atomanlagen-, Automaten-, Reisegepäck-, Valoren- (privat), Campingversicherung, verbundene Sach-Gewerbe-Versicherung

■ Sonstige Vermögensschadenversicherungen:

Reiserücktrittskosten-, Lizenzverlust-, Maschinengarantieversicherung, Garantieversicherung von Kraftfahrzeugen

■ Vertrauensschadenversicherung

In der Kraftfahrt- und Unfallversicherung haben wir Tarife mit unterschiedlichen Beiträgen für Männer und Frauen im Bestand. Gemäß der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs aus März 2011, bietet unsere Gesellschaft seit dem 21. Dezember 2012 im Neugeschäft nur noch sogenannte Unisex-Tarife an.

Jahresabschluss

Bilanz zum 31. Dezember 2013

Aktiva

in TSD. EURO 2013 2012
A. Kapitalanlagen
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.846 22.268
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 592.011 601.185
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 267.611 252.120
3. Beteiligungen 60.568 99.662
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.699 5.148
924.889 958.115
III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.321.700 3.965.262
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.572.152 1.380.296
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 94.455 20.706
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 694.782 765.736
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 943.243 1.128.518
c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 869 762
d) übrige Ausleihungen 56.382 1.695.276 51.382
5. Einlagen bei Kreditinstituten 37.573 139.444
6. Andere Kapitalanlagen 5.031 0
7.726.187 7.452.106
IV. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft 64.964 292.058
8.740.886 8.724.547
B. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an:
1. Versicherungsnehmer 44.339 42.527
2. Versicherungsvermittler 115.528 131.819
159.867 174.346
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 302.214 42.306
davon an verbundene Unternehmen: 284.641 Tsd. Euro (2012: 27.559 Tsd. Euro)
davon an Beteiligungsunternehmen: 5.664 Euro (2012: 8.767 Tsd. Euro)
III. Sonstige Forderungen 279.686 106.179
davon an verbundene Unternehmen: 231.703 Tsd. Euro (2012: 43.452 Tsd. Euro)
davon an Beteiligungsunternehmen: 278 Tsd. Euro (2012: 96 Tsd. Euro)
741.767 322.831
C. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen und Vorräte 87 98
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 41.684 35.683
III. Andere Vermögensgegenstände 120.188 96.554
161.959 132.335
D. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 79.810 78.026
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 0 0
79.810 78.026
9.724.422 9.257.739
Passiva
in TSD. EURO 2013 2012
A. Eigenkapital
I. Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 164.661 164.661
II. Kapitalrücklage 444.005 504.005
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 44 44
2. andere Gewinnrücklagen 1.117 1.117
1.161
609.827 669.827
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 0 0
C. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge
1. Bruttobetrag 458.002 447.831
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 11.894 14.308
446.108 433.523
II. Deckungsrückstellung
1. Bruttobetrag 503.031 502.124
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 0 25
503.031 502.099
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag 5.861.157 5.670.836
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 437.212 321.479
5.423.945 5.349.357
IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
1. Bruttobetrag 34.890 39.733
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 0 0
34.890 39.733
V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen 1.295.196 1.364.573
VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
1. Bruttobetrag 32.787 23.142
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 0 0
32.787 23.142
7.735.957 7.712.427
D. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 420.059 353.630
II. Steuerrückstellungen 16.758 42.320
III. Sonstige Rückstellungen 53.622 74.440
490.439 470.390
E. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rück- deckung gegebenen Versicherungsgeschäft 23.145 23.557
F. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abge- schlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber:
1. Versicherungsnehmern 72.590 78.812
2. Versicherungsvermittlern 28.998 30.337
101.588 109.149
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 45.965 36.321
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 23.251 Tsd. Euro (2012: 17.020 Tsd. Euro)
III. Sonstige Verbindlichkeiten 716.677 235.113
davon aus Steuern: 32.303 Tsd. Euro (2012: 32.067 Tsd. Euro)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 1.444 Tsd. Euro (2012: 2.015 Tsd. Euro)
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 624.768 Tsd. Euro (2012: 151.618 Tsd. Euro)
864.230 380.583
G. Rechnungsabgrenzungsposten 824 955
9.724.422 9.257.739

Unfallversicherung, Kraftfahrzeug-Haftpflicht- und Haftpflichtversicherung

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter den Posten C.II. und C.III. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung der §§ 341 f und 341 g HGB sowie der aufgrund des § 65 Absatz 1 VAG erlassenen Rechtsverordnungen berechnet worden ist. Für den Altbestand im Sinne des § 11 c VAG ist die Deckungsrückstellung nach den zuletzt am 21. März 2002 beziehungsweise 3. Dezember 1996 genehmigten Geschäftsplänen berechnet worden.

Köln, den 22. April 2014

Der Verantwortliche Aktuar: Jochen Kneiphof

Köln, den 28. April 2014

Der Vorstand

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013

Versicherungstechnische Rechnung

in TSD. EURO 2013 2012
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge 3.704.368 3.714.576
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 1.348.863 2.355.505 984.328
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge1 -10.171 -20.182
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen1 2.414 -12.585 -1.610
2.342.920 2.711.676
2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung 29.065 30.610
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 1.564 1.316
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 2.409.190 2.401.490
bb) Anteil der Rückversicherer 871.153 1.538.037 656.033
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 192.138 52.064
bb) Anteil der Rückversicherer 115.994 76.144 -2.662
1.614.181 1.800.183
5. Veränderung der übrigen versicherungs- technischen Netto-Rückstellungen1
a) Nettodeckungsrückstellung -887 6.043
b) Sonstige versicherungstechnische Nettorückstellungen 3.582 -3.083
2.695 2.960
6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung 15.658 15.138
7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 1.026.065 1.054.126
b) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 381.614 228.724
644.451 825.402
8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung 27.316 24.085
9. Zwischensumme 74.638 81.754
10. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen1) 69.377 -143.369
11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 144.015 -61.615

1) - = Erhöhung

Nichtversicherungstechnische Rechnung

in TSD. EURO 2013 2012
Übertrag: 144.015 -61.615
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus Beteiligungen 41.278 45.467
davon aus verbundenen Unternehmen: 32.284 Tsd. Euro (2012: 32.465 Tsd. Euro)
b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen
davon aus verbundenen Unternehmen: 20.741 Tsd. Euro (2012: 22.341 Tsd. Euro)
aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.963 4.203
bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 340.674 338.204
344.637
c) Erträge aus Zuschreibungen 19.248 1.840
d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 47.202 97.099
452.365 486.813
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 19.672 19.365
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 17.884 52.951
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 29.075 25.031
66.631 97.347
385.734 389.466
3. Technischer Zinsertrag -29.623 -31.468
356.111 357.998
4. Sonstige Erträge 279.014 276.492
5. Sonstige Aufwendungen 351.922 322.897
-72.908 -46.405
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 427.218 249.978
7. Außerordentliche Erträge 4.667 0
8. Außerordentliche Aufwendungen 56.223 10.469
9. Außerordentliches Ergebnis -51.556 -10.469
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 102.782 51.867
11. Sonstige Steuern -494 -3.734
102.288 48.133
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 273.374 191.376
13. Jahresüberschuss 0 0
14. Ertrag aus Kapitalherabsetzung 60.000 0
15. Aufwand aus Kapitalrückzahlung -60.000 0
16. Bilanzgewinn 0 0

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bewertet und über die gewöhnliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wurde eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Unter dieser Position ausgewiesene Inhaberschuldverschreibungen wurden entsprechend den Regeln für die dem Anlagevermögen zugeordneten Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren bewertet.

Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die dem Anlagevermögen zugeordnet waren, wurden entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bilanziert.

Zur Beurteilung, ob bei Aktien und Investmentanteilen, die überwiegend Aktien beinhalten, eine dauernde Wertminderung vorliegt sowie eine Abschreibung auf den langfristig beizulegenden Wert erfolgt, kommen folgende Aufgreifkriterien zur Anwendung:

Der Zeitwert des Wertpapiers liegt in den dem Bilanzstichtag vorangehenden sechs Monaten permanent um mehr als 20 % unter dem Buchwert.
Der Zeitwert des Wertpapiers liegt in den dem Bilanzstichtag vorangehenden zwölf Monaten permanent um mehr als 10 % unter dem Buchwert.

Bei Erfüllung von mindestens einem dieser Aufgreifkriterien erfolgt eine Abschreibung auf den langfristig beizulegenden Wert. Zusätzlich erfolgt eine Beurteilung unter besonderer Berücksichtigung der erwarteten beziehungsweise eingetretenen Zahlungsausfälle aus entsprechenden Wertpapieren.

Investmentanteile, die überwiegend Aktien beinhalten, wurden als eigenständiges Wertpapier angesehen und entsprechend bewertet.

Investmentanteile, die überwiegend Rentenpapiere beinhalten und stille Lasten ausweisen, wurden anhand der erwarteten Rückzahlungen aus den entsprechenden Wertpapieren innerhalb des Fonds auf eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung hin überprüft.

Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die dem Umlaufvermögen zugeordnet waren, wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwerten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die dem Anlagevermögen zugeordnet waren, wurden entsprechend dem gemilderten Niederstwertprinzip mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dem dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Agio- und Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst.

Die dauerhafte Wertminderung eines Wertpapieres wird angenommen, wenn der Zeitwert des Wertpapieres einen Werteverfall aufgrund einer wesentlichen Verschlechterung des Ratings/der Bonität eines Emittenten aufzeigt und aus diesem Grund von einem (Teil-)Ausfall des Schuldtitels ausgegangen wird.

Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die dem Umlaufvermögen zugeordnet waren, wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwerten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen wurden mit den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen und Einzelwertberichtigungen. Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst.

Namensschuldverschreibungen wurden mit den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit aufgelöst.

Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst.

Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Übrige Ausleihungen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen.

Einlagen bei Kreditinstituten wurden mit den Nennbeträgen angesetzt.

Andere Kapitalanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen.

Die Depotforderungen wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden mit den Nennbeträgen bilanziert, vermindert um vorzunehmende Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen.

Pauschalwertberichtigungen wurden in Höhe der nach dem Bilanzstichtag voraussichtlich eintretenden Ausfälle aus Erfahrungssätzen der Vorjahre gebildet. Die Pauschalwertberichtigungen wurden aktivisch abgesetzt.

Die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft wurden mit dem Nennbetrag angesetzt, falls erforderlich vermindert um notwendige Einzelwertberichtigungen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Sonstige Forderungen wurden mit dem Nennbetrag aktiviert. Hierunter sind auch Salden aus Rückversicherungsverträgen ausgewiesen, die vereinbarungsgemäß beim Rückversicherer deponiert und nicht in bar ausgeglichen werden. Diese Forderungen an Rückversicherer ergeben sich im Wesentlichen aus Rückversicherungsprovisionen. Der Abbau erfolgt im Laufe der nächsten Jahre aufgrund der versicherungstechnischen Ergebnisse.

Sachanlagen wurden mit ihren Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung durchgeführt.

Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Andere Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag aktiviert.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.

Da eine ertragsteuerliche Organschaft mit der AXA Konzern AG besteht, wurden die latenten Steuern der Gesellschaft bei dem Organträger AXA Konzern AG ausgewiesen.

Passiva

Die Beitragsüberträge wurden für das selbst abgeschlossene deutsche Versicherungsgeschäft pro rata temporis unter Berücksichtigung unterjähriger Fälligkeiten nach Abzug äußerer Kosten ermittelt.

Die Anteile der Rückversicherer ergaben sich aus der Fälligkeitsstruktur in den Rückversicherungsbeständen. Der koordinierte Ländererlass vom 30. April 1974 wurde berücksichtigt.

Bei dem in Rückdeckung übernommenen Geschäft wurden die Brutto-Beitragsüberträge anhand der Aufgaben der Zedenten unter Berücksichtigung eines Abzuges für nicht übertragsfähige Beitragsteile gestellt. Wegen der zeitgleichen Erfassung wurden für diejenigen Zeiträume, für die wir noch keine vollständigen Zedentenabrechnungen vorliegen haben, mit Ausnahme des fakultativ übernommenen Geschäfts Schätzungen unserer Zedenten gebucht. Ist zum Zeitpunkt der Ermittlung der Beitragsüberträge die Kündigung eines Vertrages ausgesprochen oder zu erwarten, wird der Beitragsübertrag nach dem vertraglich vereinbarten Portefeuille-Stornosatz gestellt, soweit sich aus dieser Berechnung ein höherer Übertrag ergibt. Die Anteile der Rückversicherer an den Beitragsüberträgen des übernommenen Geschäftes ermittelten sich aufgrund der abgeschlossenen Rückversicherungsverträge nach dem jeweiligen Verfahren, welches für die Berechnung der Brutto-Beitragsüberträge angewendet wurde.

Die Deckungsrückstellung für das übernommene Lebensversicherungsgeschäft wurde entsprechend den Angaben der Zedenten gestellt. Wegen der zeitgleichen Erfassung wurden für diejenigen Zeiträume, für die wir noch keine vollständigen Zedentenabrechnungen vorliegen haben, mit Ausnahme des fakultativ übernommenen Geschäfts Schätzungen unserer Zedenten gebucht.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthält die Rückstellung für Entschädigungen, die Renten-Deckungsrückstellung, die Rückstellung für Rückkäufe und Rückgewährbeträge aus der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr und die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen. Die Rückstellung für Entschädigungen für das selbst abgeschlossene Geschäft wurde inventurmäßig je Einzelschaden festgesetzt und fortgeschrieben. In der Transportversicherung wurde die Schadenrückstellung nach Pauschalsätzen zuzüglich einzelreservierter Großschäden ermittelt, ab dem dritten Zeichnungsjahr gilt auch in diesem Zweig die inventurmäßige Reserveermittlung je Einzelschaden. Bei der Ermittlung der einzelnen Schadenrückstellungen wurden Ansprüche aus Regressen und Provenues abgesetzt, soweit ihre Realisierbarkeit feststand oder zweifelsfrei bestimmbar war.

Die Spätschadenrückstellung für eingetretene, bis zur Schließung des Schadenregisters nicht gemeldete Versicherungsfälle wurde nach den Erfahrungswerten der Vorjahre ermittelt. Die Ermittlung der Renten-Deckungsrückstellung erfolgte aus dem selbst abgeschlossenen Geschäft versicherungsmathematisch gemäß Geschäftsplan unter Zugrundelegung der Tafel DAV 2006 HUR, die seit dem 29. September 2006 als Richtlinie in Kraft gesetzt wurde. Damit beinhalten die biometrischen Rechnungsgrundlagen angemessene Sicherheiten. Ein signifikantes Risiko aus der Langlebigkeit ist nach derzeitigen Erkenntnissen nicht ersichtlich. In Einzelfällen wurde die Deckungsrückstellung für Renten aus der Existenzschutzversicherung nach individueller Analyse der Sterblichkeit modifiziert.

Die Rückstellung für Schadenregulierungskosten wurde unter Beachtung des koordinierten Ländererlasses vom 22. Februar 1973 errechnet.

Die Anteile der Rückversicherer an den Rückstellungen wurden den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend ermittelt.

Im in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft folgten wir den Aufgaben der Zedenten. Wegen der zeitgleichen Erfassung des gesamten in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäftes wurden für diejenigen Zeiträume, für die wir noch keine vollständigen Zedentenabrechnungen vorliegen haben, mit Ausnahme des fakultativ übernommenen Geschäfts Schätzungen unserer Zedenten gebucht. Darüber hinaus wurden standardmäßig mit versicherungsmathematischen Methoden Rückstellungen für noch nicht beziehungsweise nicht ausreichend gemeldete Schäden (Spätschadenrückstellungen) ermittelt und bilanziert.

Bei der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung (UBR) handelt es sich um erzielte Überschüsse, die vertraglich für die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer bestimmt, aber den einzelnen Versicherungsverträgen noch nicht zugeteilt worden sind. Innerhalb dieser Rückstellung wird der Fonds für Schlussüberschussanteile gemäß § 28 Absatz 7 in Verbindung mit Absatz 9 RechVersV gemäß den Vorgaben der jeweils gültigen Geschäftspläne für die Überschussbeteiligung bzw. der Grundsätze für die Überschussbeteiligung für die einzelnen Bestände einzelvertraglich berechnet.

Die Schwankungsrückstellung wurde gemäß § 341 h HGB in Verbindung mit § 29 und der Anlage zu § 29 RechVersV ermittelt.

Die der Schwankungsrückstellung ähnlichen Rückstellungen ergeben sich aus den Vorschriften nach § 341 h Absatz 2 HGB in Verbindung mit § 30 RechVersV.

Die Berechnung der Rückstellung für drohende Verluste im Versicherungsgeschäft auf der Basis der durchschnittlichen technischen Verluste in einem Dreijahreszeitraum unter Berücksichtigung von Zinserträgen, Restlaufzeiten und der Schwankungsrückstellung ergab keinen Rückstellungsbedarf.

Die Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen wurde je Vertrag ermittelt.

Die Rückstellung für späteres Storno wurde nach den Erfahrungswerten der Vergangenheit festgestellt.

Die Rückstellung aufgrund der Verpflichtung aus der Mitgliedschaft in der Verkehrsopferhilfe e. V. wurde entsprechend der Aufgabe des Vereins für das vorhergehende Geschäftsjahr gebildet.

Schadenexzedentenrückversicherungsverträge beinhalten Regelungen hinsichtlich der Wiederauffüllung der Haftung des Rückversicherers nach einem Schadenfall. Häufig erfolgt die Wiederauffüllung "pro rata capita". Dies bedeutet, dass die verbrauchte Haftung gegen Zusatzprämie wiederaufgefüllt - also neu eingekauft werden muss. Die Zahlung eines solchen Wiederauffüllungsbeitrages ist allerdings erst dann fällig, wenn Schadenzahlungen unter dem betreffenden Schadenexzedentenrückversicherungsvertrag erfolgten. Solange ein solcher Rückversicherungsvertrag aber nur von reservierten Schäden betroffen ist, wird hier eine den Wiederauffüllungskonditionen entsprechende Rückstellung für Wiederauffüllungsbeiträge gestellt.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Projected Unit Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Rententrendannahmen sowie eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre, vorgegeben durch die Deutsche Bundesbank. Dabei wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invalidisierungsannahmen dienen die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln GmbH. Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen nicht angesetzt. Die Pensionsrückstellungen werden mit sogenanntem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Absatz 2 HGB verrechnet, welches zum Zeitwert bewertet wird.

Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht.

In Bezug auf die Steuerrückstellungen wurde das Beibehaltungswahlrecht der Übergangsregelung des Artikels 67 Absatz 1 Satz 2 EGHGB weiterhin postenbezogen ausgeübt. Der Betrag der Überdeckung wird in den Angaben zur Bilanz zu D.II. Steuerrückstellungen angegeben.

Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen erfolgte nach § 253 Absatz 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, der zukünftig erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit größer als einem Jahr wurden gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1, Satz 4 HGB mit den hierfür von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätzen abgezinst.

Die Depotverbindlichkeiten wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.

Alle übrigen Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge und Aufwendungen wurden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

In Rückdeckung übernommenes Geschäft

Bei dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft wurde die Schadenrückstellung nach den Aufgaben der Zedenten bilanziert. Wegen der zeitgleichen Erfassung des gesamten in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäftes wurden für diejenigen Zeiträume, für die wir noch keine vollständigen Zedentenabrechnungen vorliegen haben, mit Ausnahme des fakultativ übernommenen Geschäfts Schätzungen unserer Zedenten gebucht. Darüber hinaus wurden standardmäßig mit versicherungsmathematischen Methoden Rückstellungen für noch nicht beziehungsweise nicht ausreichend gemeldete Schäden (Spätschadenrückstellungen) ermittelt und bilanziert.

Grundlagen für die Währungsumrechnung

Der Kontokorrentverkehr mit den Rückversicherern und das von der Hauptverwaltung geführte direkte Auslandsgeschäft wurden in Fremdwährung abgewickelt und gebucht. Auf fremde Währungen lautende Aktiv- und Passivposten wurden generell mit den Devisenkassamittelkursen des Bilanzstichtages in Euro umgerechnet. Soweit erforderlich, wurde dem Anschaffungskostenprinzip Rechnung getragen. Gemäß § 256 a Satz 2 HGB wurden bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger die Vorschriften gemäß § 253 Absatz 1 Satz 1 HGB und § 252 Absatz 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet. Auf fremde Währungen lautende Aufwendungen und Erträge in unserer Gewinn- und Verlustrechnung wurden insbesondere im Rückversicherungsbereich mit dem Transaktionskurs in Euro umgerechnet. Kursgewinne und Kursverluste innerhalb einer Währung wurden saldiert. Erträge und Aufwendungen von Kapitalanlagen wurden mit dem jeweils aktuellen Devisenkurs umgerechnet.

Zeitwerte der Kapitalanlagen

Die Offenlegung von Zeitwerten der Kapitalanlagen erfolgte entsprechend den Vorschriften §§ 54 ff. der RechVersV.

Die Angaben wurden zum Bilanzstichtag erstellt.

Die beizulegenden Zeitwerte für Grundstücke, ihre Bestandteile und ihr Zubehör sowie für grundstücksgleiche Rechte, Rechte an diesen und Rechte an Grundstücken wurden nach der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) vom 19. Mai 2010 (BGBl. I S. 239) ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte werden regelmäßig anhand von externen Gutachten neu ermittelt. Die folgende Übersicht enthält die Grundstücke und Bauten, die zum entsprechenden Bilanzstichtag im Bestand waren, sowie den Anteil an neubewerteten Grundstücken und Bauten in der jeweiligen Berichtsperiode.

2009 2010 2011 2012 2013
Anzahl an Grundstücken und Bauten (zum Bilanzstichtag) 9 8 8 8 8
Davon neu bewertete Grundstücke und Bauten (im Berichtsjahr) 4 0 3 3 0
Prozentualer Anteil 44 % 0 % 38 % 38 % 0 %

Die beizulegenden Zeitwerte der Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden nach Ertragswertverfahren, mit Börsenwerten zum Bilanzstichtag oder mit dem anteiligen Eigenkapital angesetzt.

Die beizulegenden Zeitwerte der als Ausleihungen an verbundene Unternehmen klassifizierten Schuldverschreibungen und Darlehen wurden anhand der Zinskurve sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2013 ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der auf den Namen lautenden Papiere wurden anhand der anteiligen Nettoinventarwerte zum Bilanzstichtag ermittelt.

Als beizulegende Zeitwerte für Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden Börsenkurse, Rücknahmepreise oder Nettoinventarwerte per 31. Dezember 2013 verwendet.

Als beizulegende Zeitwerte für Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden im Wesentlichen die Börsenkurse per 31. Dezember 2013 angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ohne Börsennotierung wurden auf Grundlage von Discounted Cashflow-Methoden ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen wurden anhand der Zinskurve sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2013 ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte für Schuldscheindarlehen und Namenspapiere, sonstige Ausleihungen und andere Kapitalanlagen wurden anhand der Zinskurve sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2013 ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Einlagen bei Kreditinstituten entsprachen aufgrund des kurzfristigen Charakters den Buchwerten.

Angaben zur Bilanz

Aktiva

Entwicklung der Aktivposten A.I. bis A.III. im Geschäftsjahr 2013

in TSD. EURO Bilanzwerte Vorjahr Währungskursänderungen Zugänge Umbuchungen Abgänge Zuschreibungen
A.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.268 0 3.505 0 0 0
A.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 601.185 0 13.471 -17 22.073 993
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 252.120 0 191.718 0 176.227 0
3. Beteiligungen 99.662 0 0 0 28.543 0
4. Ausleihungen an verbundene Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.148 0 0 0 449 0
5. Summe A.II. 958.115 0 205.189 -17 227.292 993
A.III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 3.965.262 0 919.642 -5.608 571.580 18.188
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.380.296 0 317.673 0 125.817 0
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 20.706 0 78.011 0 4.262 0
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 765.736 0 144 0 71.098 0
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 1.128.518 0 110.387 0 295.662 0
c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 762 0 329 0 222 0
d) übrige Ausleihungen 51.382 0 6.633 0 1.633 0
5. Einlagen bei Kreditinstituten 139.444 7 0 0 101.878 0
6. Andere Kapitalanlagen 0 5.625
7. Summe A.III. 7.452.106 7 1.432.819 17 1.172.152 18.188
Insgesamt 8.432.489 7 1.641.513 0 1.399.444 19.181
in TSD. EURO Abschreibungen Bilanzwerte Geschäftsjahr
A.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 927 24.846
A.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.548 592.011
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 267.611
3. Beteiligungen 10.551 60.568
4. Ausleihungen an verbundene Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 4.699
5. Summe A.II. 12.099 924.889
A.III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.204 4.321.700
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0 1.572.152
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 0 94.455
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 0 694.782
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 0 943.243
c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 0 869
d) übrige Ausleihungen 0 56.382
5. Einlagen bei Kreditinstituten 0 37.573
6. Andere Kapitalanlagen 594 5.031
7. Summe A.III. 4.798 7.726.187
Insgesamt 17.824 8.675.922

Zeitwerte der Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2013 gemäß § 54 RechVersV

2013 2012
Bilanzwerte Zeitwerte Bilanzwerte Zeitwerte
--- --- --- --- --- --- ---
in TSD. EURO zu Anschaffungskosten bilanziert zum Nennwert bilanziert Summe zu Anschaffungskosten bilanziert
--- --- --- --- --- --- ---
A.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.846 42.367 42.367 22.268 37.543
A.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 592.011 782.695 782.695 601.185 741.332
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 267.611 271.360 271.360 252.120 263.933
3. Beteiligungen 60.568 74.663 74.663 99.662 108.359
4. Ausleihungen an verbundene Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.699 4.660 4.660 5.148 5.087
Summe A.II. 924.889 1.133.378 0 1.133.378 958.115 1.118.711
A.III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.321.700 4.445.752 4.445.752 3.965.262 4.200.728
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.572.152 1.664.789 1.664.789 1.380.296 1.510.651
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 94.455 95.434 95.434 20.706 22.222
4. Sonstige Ausleihungen 1.695.276 1.850.116 1.850.116 1.946.398 2.166.163
5. Einlagen bei Kreditinstituten 37.573 37.573 37.573 139.444
6. Andere Kapitalanlagen 5.031 5.031 5.031 0 0
Summe A.III. 7.726.187 8.061.122 37.573 8.098.695 7.452.106 7.899.764
Summe A. Kapitalanlagen 8.675.922 9.236.867 37.573 9.274.440 8.432.489 9.056.018
Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert 598.518
2012
Zeitwerte
--- --- ---
in TSD. EURO zum Nennwert bilanziert Summe
--- --- ---
A.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.543
A.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 741.332
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 263.933
3. Beteiligungen 108.359
4. Ausleihungen an verbundene Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.087
Summe A.II. 0 1.118.711
A.III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.200.728
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.510.651
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 22.222
4. Sonstige Ausleihungen 2.166.163
5. Einlagen bei Kreditinstituten 139.444 139.444
6. Andere Kapitalanlagen 0
Summe A.III. 139.444 8.039.208
Summe A. Kapitalanlagen 139.444 9.195.462
Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert 762.973

Die Gesamtsumme der Anschaffungskosten der in die Überschussbeteiligung einzubeziehenden Kapitalanlagen beträgt 562,5 Mio. Euro, die Gesamtsumme des beizulegenden Zeitwerts selbiger Kapitalanlagen beläuft sich auf 619,9 Mio. Euro. Hieraus ergibt sich ein Saldo von 57,4 Mio. Euro.

A.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

Der Bilanzwert der fremdgenutzten Grundstücke und Bauten betrug 25 Mio. Euro (2012: 22 Mio. Euro).

A.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Pflichtangaben nach § 285 Nr. 11 und Nr. 11 a) HGB:

An folgenden Unternehmen waren wir mit mindestens 20 % beteiligt:

in TSD. EURO 2013 2012
AllianceBernstein Strategic Opportunities SICAV, Luxemburg*
Anteil am Gesellschaftskapital 41,67 % 41,67 %
Eigenkapital 54.844 USD
41.611
Ergebnis des Geschäftsjahres 12.069 USD
9.157
AXA Alternative Financing FCP - Subfonds Private Equity, Luxemburg*
Anteil am Gesellschaftskapital 22,44 % 22,44 %
Eigenkapital 30.747
Ergebnis des Geschäftsjahres 6.895
AXA Alternative Participations SICAV I, Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 252.719 262.380
Ergebnis des Geschäftsjahres 22.655 18.061
AXA Nordstern France S.A., Paris
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 7.402 7.506
Ergebnis des Geschäftsjahres 679 776
AXA Unterstützungskasse für die leitenden Angestellten der AXA Gesellschaften mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 60,00 % 60,00 %
Eigenkapital 49 35
Ergebnis des Geschäftsjahres 19 4
AXA Vermittlungs-Service GmbH, Köln*
Anteil am Gesellschaftskapital 63,00 % 63,00 %
Eigenkapital 1.004
Ergebnis des Geschäftsjahres 79
Bruckner GmbH & Co. Projektentwicklungs-KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 24,40 % 24,40 %
Eigenkapital 39.249 45.249
Ergebnis des Geschäftsjahres 952 161
CKA Unternehmensverwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, Köln*
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 120.549 115.678
Ergebnis des Geschäftsjahres 4.871 10.228
CREL Issuance S.a.r.l., Luxemburg*
Anteil am Gesellschaftskapital 50,00 % 50,00 %
Eigenkapital 13
Ergebnis des Geschäftsjahres 0
Development German Feeder III S.C.A., Luxemburg*
Anteil am Gesellschaftskapital 37,50 % 37,50 %
Eigenkapital 3.866
Ergebnis des Geschäftsjahres 0
Financière Cajas S.à.r.l. , Luxemburg
Anteil am Gesellschaftskapital 30,00 % 30,00 %
Eigenkapital 18 57
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 -91
GANYMED GmbH & Co. Dritte Grundstücksgesellschaft KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90 % 94,90 %
Eigenkapital 74.108 80.108
Ergebnis des Geschäftsjahres 5.396 3.977
K. Rerup & Co. A/S, Kopenhagen*
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 430 DKK
58
Ergebnis des Geschäftsjahres 53 DKK 7
Lefac Leasing-Finanz-GmbH, Köln*
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 100,00 %
Eigenkapital 2.564
Ergebnis des Geschäftsjahres 7
Merkur Gesellschaft für Beteiligungswerte mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100,00 % 49,00 %
Eigenkapital 21.830 22.111
Ergebnis des Geschäftsjahres 668 838
Neue Düsseldorfer Stadtquartiere Grundstücks-GmbH & Co. KG, Düsseldorf
Anteil am Gesellschaftskapital 78,09 % 78,09 %
Eigenkapital 21.084 21.101
Ergebnis des Geschäftsjahres -332 -295
Pluto Beteiligungswerte AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 63,80 % 63,80 %
Eigenkapital 70.617 70.617
Ergebnis des Geschäftsjahres 2.601 2.229
Technisches Kontor für die BU-Versicherung GmbH, Düsseldorf*
Anteil am Gesellschaftskapital 48,00 % 48,00 %
Eigenkapital 53
Ergebnis des Geschäftsjahres 27
TERTIA Handelsbeteiligungsgesellschaft mbH, Köln**
Anteil am Gesellschaftskapital 20,00 % 20,00 %
Eigenkapital 13.747 12.877
Ergebnis des Geschäftsjahres 6.290 5.420
Partenreederei MT "Multitank Badenia", Hamburg
Anteil am Gesellschaftskapital 30,00 % 30,00 %
Eigenkapital 150 109
Ergebnis des Geschäftsjahres 41 3
Partenreederei MT "Multitank Bolognia", Hamburg*
Anteil am Gesellschaftskapital 30,00 % 30,00 %
Eigenkapital 0
Ergebnis des Geschäftsjahres -1
Partenreederei MS "Multitank Elbegas", Hamburg*
Anteil am Gesellschaftskapital 25,00 % 25,00 %
Eigenkapital 68
Ergebnis des Geschäftsjahres 0

* Zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichtes lag noch kein vorläufiges Geschäftsergebnis 2013 vor.

** Werte zum 30.09. des Jahres

Bei Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen bestanden am Ende des Geschäftsjahres Einzahlungsverpflichtungen in Höhe von 50,6 Mio. Euro:

11,6 Mio. Euro ergaben sich aus Infrastrukturinvestments, die durch ihre langen Laufzeiten in Verbindung mit stabilen, planbaren sowie inflationsgeschützten Cashflows sowie eine Diversifizierung des Portfolios gekennzeichnet sind. Des Weiteren profitiert dieses Investment von umfangreichen staatlichen Investitionsprogrammen. Risiken bestehen vornehmlich in regulatorischen Eingriffen, Liquiditäts-, Finanzierungs- und Bewertungsrisiken.
13,4 Mio. Euro bestanden gegenüber einem Immobilienfonds, bei dem die Investitionen vornehmlich zum Kauf und zur Sanierung unterbewerteter Immobilien genutzt werden, mit dem Ziel, Wertsteigerungen durch kurz- oder mittelfristigen Verkauf der Immobilien zu generieren. Zu kontrollierende Faktoren bei diesem Investment beziehen sich auf auftretende Risiken bezüglich der Bewertung, der Sanierungskosten und der Verkäuflichkeit der Immobilie.
0,3 Mio. Euro bestanden gegenüber einem Fonds, der vornehmlich in unterbewertete Unternehmen investiert, mit dem Ziel, durch Restrukturierung Wertsteigerungen zu erzielen. Hierbei werden besonders sogenannte "Leveraged Buy Out"-Strategien verfolgt. Zu kontrollierende Faktoren bei diesem Investment beziehen sich auf mögliche Unsicherheiten im Cashflow sowie auftretende Risiken bezüglich der Liquidität, der Bewertung, der Insolvenz und des Zinses.
25,3 Mio. Euro resultierten aus einem Investment in ein Portfolio gewerblicher Immobilienkredite. Alle Kredite sind durch eine erstrangige Hypothek besichert. Es wird eine Rendite von 3-M-Euribior + 200bps nach Kosten angestrebt. Das Risiko besteht im Ausfallrisiko des Mieters sowie in der gegebenenfalls nötigen Verwertung der Immobilie.

Zum 31. Dezember 2013 waren dem Anlagevermögen Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen mit einem Buchwert von 0,5 Mio. Euro zugeordnet, die stille Lasten ausweisen. Die Zeitwerte dieser Kapitalanlagen lagen um 23,7 Tsd. Euro unter den entsprechenden Buchwerten. Wir gehen nach Prüfung der relevanten Bewertungskriterien sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus.

A.III. Sonstige Kapitalanlagen

Bei den sonstigen Kapitalanlagen bestanden am Ende des Geschäftsjahres Nachzahlungs- bzw. Auszahlungsverpflichtungen in Höhe von 190,4 Mio. Euro:

3,1 Mio. Euro entfielen auf einen Pool von Mezzanine-Darlehen, mit dem eine Rendite von LIBOR/EURIBOR und ein angemessener Renditeaufschlag (Spread) erzielt werden soll. In seiner Klassifizierung handelt es sich bei diesem Investment um ein nachrangiges Darlehen, bei dem bei einer Insolvenz des Unternehmens mit einem Teil- oder Totalausfall gerechnet werden muss. Dieses Risiko wird wiederum durch einen höheren Spread (im Vergleich zu vorrangig zu bedienendem Fremdkapital) abgegolten.
1,6 Mio. Euro resultierten aus einem Investment in einen schwerpunktmäßig im europäischen Wirtschaftsraum investierten Immobiliengesellschaft. Dem Ziel der Realisierung stabiler Mittelzuflüsse durch Mieterträge sowie der realen Werterhaltung in einem inflationären Umfeld stehen Risiken wie steigende Liegenschaftszinsen und Mietausfälle gegenüber.
21,7 Mio. Euro entfielen auf einen Pool von Unitranche- und Mezzanine-Darlehen, mit denen eine Rendite von LIBOR/ EURIBOR und ein angemessener Renditeaufschlag (Spread) erzielt werden soll. Das Investment eröffnet ferner die Möglichkeit durch Warrants am Unternehmenserfolg zu partizipieren. In seiner Klassifizierung handelt es sich bei diesem Investment um ein nachrangiges Darlehen, bei dem im Falle einer Insolvenz des Unternehmens mit einem Teil- oder Totalausfall gerechnet werden muss. Dieses Risiko wird wiederum durch einen höheren Spread (im Vergleich zu vorrangig zu bedienenden Fremdkapital) abgegolten.
1,0 Mio. Euro resultierten aus dem Investment in einen schwerpunktmäßig in Gesundheitsimmobilien im deutschsprachigen Markt investierten Immobilienfonds. Dem Ziel der Realisierung stabiler Mittelzuflüsse durch Mieterträge sowie der realen Werterhaltung in einem inflationären Umfeld stehen Risiken wie steigende Liegenschaftszinsen und Mietausfälle gegenüber.
20,3 Mio. Euro ergaben sich aus einer Investition in ein Portfolio gewerblicher Darlehen. Es wird eine Rendite von Libor +600bps nach Kosten angestrebt. Der Fonds ist primär in den amerikanischen Private Lending Märkten aktiv. Das Risiko besteht im Ausfallrisiko des Mieters.
133,7 Mio. Euro bestanden im Zusammenhang mit Kreditzusagen für Hypothekendarlehen an Kunden im Zuge der Immobilienfinanzierung aus zugesagten Baudarlehen sowie 9,0 Mio. Euro aus Eventualverbindlichkeiten aus herausgelegten Vertragsangeboten für Baudarlehen, welche jedoch vom Kunden noch nicht unterschrieben zurückgesendet wurden. Die Chance dieses Geschäftes liegt in der Erhöhung des Bestandsvolumens und der gleichzeitigen Erhöhung des Zinsvolumens während das Risiko nur im Ausfall der Hypothekenbesicherung existiert.

Zuordnung von Kapitalanlagen zum Anlagevermögen gemäß § 341 b Absatz 2 HGB

Auf der Grundlage nachfolgender Darstellungen nimmt die AXA Versicherung AG die Möglichkeit (gemäß § 341b HGB) in Anspruch, indem Kapitalanlagen dem Anlagevermögen zugeordnet werden, weil sie dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen.

Die Entscheidung über die Zweckbestimmung der Kapitalanlagen ist mit Beschluss des Vorstandes der AXA Versicherung AG wie folgt getroffen worden:

1. Im Geschäftsjahr 2013 waren Kapitalanlagen mit einem Buchwert von 6.022 Mio. Euro dem Anlagevermögen zugeordnet (2012: 5.473 Mio. Euro). Dies entspricht einem Anteil von 69,4 % an den gesamten Kapitalanlagen (2012: 64,9 %).

2. Grundlage für die Bestimmung

Die Bestimmung, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, wird aus folgenden Indikatoren abgeleitet:

2.1. Die AXA Versicherung AG ist in der Lage, die dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen so zu verwenden, dass sie dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen können.

2.2. Aufgrund der laufenden Liquiditätsplanung besitzt die AXA Versicherung AG die Fähigkeit zur Daueranlage der betreffenden Kapitalanlagen.

2.3. Die dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen werden in der Buchhaltung jeweils auf gesonderten Konten von den anderen Wertpapieren getrennt erfasst. Eine depotmäßige Trennung von Anlage- und Umlaufvermögen ist gewährleistet.

3. Voraussichtlich dauernde Wertminderung:

Bei den dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen werden Abschreibungen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung gemäß § 341 b HGB vorgenommen.

Die Methoden für die Beurteilung der voraussichtlich dauernden Wertminderung bei Aktien, Investmentanteilen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.

Unter Anwendung dieser Methoden ergab sich keine Notwendigkeit für außerplanmäßige Abschreibungen auf Aktieninvestmentanteile, die jeweils als ein eigenständiges Wertpapier angesehen und entsprechend bewertet werden. Bei Investmentanteilen, die überwiegend Rentenpapiere beinhalten und stille Lasten ausweisen, ergab sich die Notwendigkeit für eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 3,1 Mio. Euro.

Zum 31.Dezember 2013 waren dem Anlagevermögen Aktien mit einem Buchwert von 4,0 Mio. Euro zugeordnet, die stille Lasten ausweisen. Die Zeitwerte dieser Kapitalanlagen lagen um 1,2 Mio. Euro unter den entsprechenden Buchwerten. Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung, aufgrund unserer langfristigen Halteabsicht sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus.

Die Methoden für die Beurteilung der voraussichtlich dauernden Wertminderung bei Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. Hieraus ergab sich keine Notwendigkeit für eine außerplanmäßige Abschreibung.

Zum 31. Dezember 2013 waren dem Anlagevermögen Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 418,1 Mio. Euro zugeordnet, die stille Lasten ausweisen. Die Zeitwerte dieser Kapitalanlagen lagen um 30,1 Mio. Euro unter den entsprechenden Buchwerten. Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung, aufgrund unserer langfristigen Halteabsicht sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus. Die Kriterien der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.

Weiterführende Angaben zu Anteilen bzw. Anlageaktien an inländischen beziehungsweise vergleichbaren EU- oder ausländischen Investmentvermögen im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches aufgegliedert nach Anlagezielen sind unter der entsprechenden Anhangsangabe erläutert.

Weiterführende Angaben zu Kapitalanlagen als sonstige Ausleihungen, die dem Anlagevermögen zugeordnet werden

Zum 31. Dezember 2013 waren dem Anlagevermögen Kapitalanlagen als sonstige Ausleihungen mit einem Buchwert von 62,6 Mio. Euro zugeordnet, die stille Lasten ausweisen. Die Zeitwerte dieser Kapitalanlagen lagen um 2,6 Mio. Euro unter den entsprechenden Buchwerten. Wir gehen nach Prüfung der relevanten Bewertungskriterien sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus.

Nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertete Kapitalanlagen

in TSD. EURO 2013
Bilanzwerte Zeitwerte
--- --- ---
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 219.437 220.248
Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.237.020 4.360.866
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.565.413 1.657.657
Summe Wertpapiere 6.021.870 6.238.771
Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert 216.900

B.III. Sonstige Forderungen

in TSD. EURO 2013 2012
darin enthalten:
Forderungen aus Dienstleistungsverträgen und sonstigen Verrechnungen 221.530 34.909
Forderungen an andere Versicherungsunternehmen aus Schadenregulierungshilfe und Mitvertretung 16.362 15.336
fällige Zins- und Mietforderungen 213 1.465
Forderungen aus überzahlten Steuern 9.889 10.299
Forderungen aus dem Führungsfremdgeschäft 8.010 8.116
Forderungen aus Kapitalanlagen 7.648 8.339
nicht zugeordnete Finanzzahlungsvorgänge aufgrund vorgezogener Buchungsschlußtermine 3.998 28.907

C.III. Andere Vermögensgegenstände

Die Position andere Vermögensgegenstände enthielt bezahlte, jedoch noch nicht verrechnete Schäden und Rückkäufe in Höhe von 120.188 Tsd. Euro (2012: 96.554 Tsd. Euro).

Passiva

A. Eigenkapital

A.I. Eingefordertes Kapital

Das gezeichnete Kapital der AXA Versicherung AG betrug per 31. Dezember 2013 unverändert 164.660.820 Euro und war in 164.660.820 auf den Namen lautende vinkulierte Stückaktien eingeteilt.

A.II. Kapitalrücklage

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Juni 2013 wurde das Grundkapital nach den Vorschriften über die Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (§§ 207 ff AktG) um 60 Mio. Euro erhöht durch Umwandlung eines Teilbetrages in Höhe von 60 Mio. Euro, der in der Bilanz zum 31. Dezember 2012 ausgewiesenen Kapitalrücklage im Grundkapital ohne Ausgabe neuer Aktien.

Zum Zwecke der Auszahlung an die AXA Konzern AG, Köln, als alleinige Aktionärin unmittelbar nach Ablauf der Sperrfrist gemäß § 225 AktG wurde anschließend das Grundkapital nach den Vorschriften über die ordentliche Kapitalherabsetzung (§§ 222 ff. AktG) durch Verringerung des auf jede Aktie entfallenden rechnerischen Anteils am Grundkapital um 60 Mio. Euro herabgesetzt.

Die Eintragung des Beschlusses dieser Maßnahmen ins Handelsregister erfolgte am 29. August 2013 und ist damit vollumfänglich wirksam nach § 224 AktG.

Die Auszahlung an die AXA Konzern AG in Höhe von 60 Mio. Euro erfolgte Anfang März 2014.

C. Versicherungstechnische Bruttorückstellungen insgesamt

in TSD. EURO 2013 2012
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 853.740 843.821
Haftpflichtversicherung 2.912.596 2.904.296
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 1.448.918 1.466.919
sonstige Kraftfahrtversicherungen 155.653 107.692
Feuer- und Sachversicherung 956.666 974.879
davon Feuerversicherung 180.780 207.689
davon Verbundene Hausratversicherung 82.538 80.831
davon Verbundene Gebäudeversicherung 255.494 200.856
davon sonstige Sachversicherung 437.854 485.503
Transport- und Luftfahrtversicherung 171.801 246.418
Kredit- und Kautionsversicherung 124.968 108.696
sonstige Versicherungen 211.898 219.106
Gesamt 6.836.240 6.871.827
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 1.348.823 1.176.413
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 8.185.063 8.048.240

C.III.1. Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

in TSD. EURO 2013 2012
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 259.506 264.182
Haftpflichtversicherung 2.531.431 2.536.029
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 1.302.003 1.357.559
sonstige Kraftfahrtversicherungen 134.040 102.578
Feuer- und Sachversicherung 581.540 463.114
davon Feuerversicherung 128.003 101.897
davon Verbundene Hausratversicherung 35.763 34.373
davon Verbundene Gebäudeversicherung 157.335 123.958
davon sonstige Sachversicherung 260.439 202.886
Transport- und Luftfahrtversicherung 122.358 120.823
Kredit- und Kautionsversicherung 79.125 59.974
sonstige Versicherungen 140.653 115.652
Gesamt 5.150.656 5.019.911
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 710.501 650.925
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 5.861.157 5.670.836

C.IV. Rückstellung für Beitragsrückerstattung -erfolgsabhängig

Altbestand Colonia

Abrechnungsverband UBR

in TSD. EURO 2013 2012
Vertragliche Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr
Stand am Schluss des Vorjahres 16.155 19.189
Entnahme 4.926 5.198
Zuweisungen 1.315 2.164
Stand am Schluss des Geschäftsjahres 12.545 16.155

Von der Rückstellung am Schluss des Geschäftsjahres entfallen auf bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte laufende Überschussanteile 1.231 Tsd. Euro. In der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zum 31. Dezember 2013 sind festgelegte, noch nicht zugeteilte Schlussanteile von 2.503 Tsd. Euro inkl. Beteiligung an den Bewertungsreserven und Schlussanteilfonds inkl. Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven von 2.013 Tsd. Euro enthalten.

Altbestand Nordstern

Abrechnungsverband UBR

in TSD. EURO 2013 2012
Vertragliche Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr
Stand am Schluss des Vorjahres 9.779 12.381
Entnahme 3.454 3.818
Zuweisungen 827 1.216
Stand am Schluss des Geschäftsjahres 7.152 9.779

Von der Rückstellung am Schluss des Geschäftsjahres entfallen auf bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte laufende Überschussanteile 1.349 Tsd. Euro. In der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zum 31. Dezember 2013 sind festgelegte, noch nicht zugeteilte Schlussanteile von 1.272 Tsd. Euro inkl. Beteiligung an den Bewertungsreserven und Schlussanteilfonds inkl. Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven von 1.883 Tsd. Euro enthalten.

Neubestand AXA

Abrechnungsverband UBR-Neu

in TSD. EURO 2013 2012
Vertragliche Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr
Stand am Schluss des Vorjahres 8.906 6.354
Entnahme 4.992 4.480
Zuweisungen 6.638 7.032
Stand am Schluss des Geschäftsjahres 10.552 8.906

Von der Rückstellung am Schluss des Geschäftsjahres entfallen auf bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte laufende Überschussanteile 1.165 Tsd. Euro. In der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zum 31. Dezember 2013 sind festgelegte, noch nicht zugeteilte Schlussanteile von 2.293 Tsd. Euro inkl. Beteiligung an den Bewertungsreserven und Schlussanteilfonds inkl. Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven von 1.795 Tsd. Euro enthalten.

Altbestand DBV-Winterthur Versicherung

Abrechnungsverband UBR-Alt

in TSD. EURO 2013 2012
Vertragliche Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr
Stand am Schluss des Vorjahres 2.037 2.552
Entnahme 270 608
Zuweisungen 94 92
Stand am Schluss des Geschäftsjahres 1.860 2.037

Von der Rückstellung am Schluss des Geschäftsjahres entfallen auf bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte laufende Überschussanteile 78 Tsd. Euro. In der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zum 31. Dezember 2013 sind festgelegte, noch nicht zugeteilte Schlussanteile von 195 Tsd. Euro inkl. Beteiligung an den Bewertungsreserven und Schlussanteilfonds von 141 Tsd. Euro enthalten.

Neubestand DBV-Winterthur Versicherung

Abrechnungsverband UBR-Neu

in TSD. EURO 2013 2012
Vertragliche Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr
Stand am Schluss des Vorjahres 2.856 2.924
Entnahme 424 379
Zuweisungen 245 311
Stand am Schluss des Geschäftsjahres 2.678 2.856

Von der Rückstellung am Schluss des Geschäftsjahres entfallen auf bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte laufende Überschussanteile 140 Tsd. Euro. In der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zum 31. Dezember 2013 sind 41 Tsd. Euro Beteiligung an den Bewertungsreserven enthalten.

Überschussbeteiligung zu Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr

In Übertragung des § 153 Absatz 3 des Versicherungsvertragsgesetzes auf die Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr werden ab dem 1. Januar 2008 alle berechtigten Verträge bei Vertragsbeendigung an den dann vorhandenen Bewertungsreserven der Kapitalanlagen nach einem verursachungsorientierten Verfahren beteiligt. Bewertungsreserven entstehen, wenn der Marktwert der Kapitalanlagen über dem Wert liegt, mit dem die Kapitalanlagen in der Bilanz ausgewiesen sind. Aufgrund des anhaltend hohen Volumens an Bewertungsreserven werden für das Jahr 2012 die voraussichtlichen Aufwände für die Beteiligung auf Basis der am Jahresende vorbefindlichen Bewertungsreserven gebunden. Das Verfahren der Beteiligung an den vorhandenen Bewertungsreserven für den Altbestand erfolgt gemäß einem bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht im Sinne des § 11 c und d VAG zur Genehmigung vorgelegten Geschäftsplans. Verträge, die diesem Altbestand nicht angehören, werden nach dem gleichen Verfahren an den vorhandenen Bewertungsreserven beteiligt. Für das Jahr 2012 wird für die Bestände "Altbestand Colonia", "Altbestand Nordstern" und "Neubestand AXA" eine Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven deklariert.

Altbestand Colonia

Für alle im Abrechnungsverband UBR zusammengefassten Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr werden entsprechend dem Geschäftsplan und den Besonderen Bedingungen für Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr folgende Überschusssätze für laufende Überschussanteile für das im Jahr 2012 beginnende Versicherungsjahr sowie für den im Jahr 2012 auszuzahlenden Schlussüberschussanteil festgesetzt. Der Abrechnungsverband UBR gliedert sich in zwei Gewinnverbände:

Gewinnverband A: alle Verträge, die bis zum 31. Dezember 1987 abgeschlossen wurden,
Gewinnverband B: alle Verträge, die ab dem 1. Januar 1988 bis zum 31. Dezember 1997 abgeschlossen wurden.

Beitragspflichtige Versicherungen

Gewinnverband A Gewinnverband B
Männer Frauen
--- --- --- ---
darin enthalten:
Zinsüberschussanteil: auf die überschussberechtigte Deckungsrückstellung 1,50 % 1,50 % 1,50 %
Grundüberschussanteil: auf den Jahresrückgewährbeitrag 3,00 % 2,80 % 2,60 %
dauerunabhängiger Schlussüberschussanteil: auf die Deckungsrückstellung der Rückgewähr-Zusatzsumme 0,00 % 0,00 % 0,00 %
dauerabhängiger Schlussüberschussanteil: auf die ab 1980 eingezahlten Rückgewährbeiträge maximal 6,00 % 6,00 % 6,00 %

Der dauerabhängige Schlussüberschussanteil wird nur im Erlebensfall bei Ablauf der Versicherung gewährt, in voller Höhe bei Laufzeiten ab 20 Jahre, bei geringeren Laufzeiten 3 % abzüglich 0,15 % für jedes Jahr, um das die Laufzeit unter 20 Jahren liegt.

Für die Beteiligung an den Bewertungsreserven wird eine Mindestbeteiligung von 16 % auf die Deckungsrückstellung der Rückgewährzusatzsumme deklariert.

Beitragsfreie Versicherungen

Beitragsfreie Versicherungen erhalten nur den Zinsüberschussanteil. Versicherungen, die tariflich beitragsfrei geworden sind, erhalten zusätzlich den Schlussüberschussanteil.

Altbestand Nordstern

Abrechnungsverband UBR

In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr erhalten im Jahr 2013 die überschussberechtigten Versicherungen einen

Zinsüberschussanteil in Höhe von 3,00 % des überschussberechtigten Deckungskapitals
Zusatzüberschussanteil (nur für die überschussberechtigten beitragspflichtigen Versicherungen) in Höhe von 7,25 % des Jahresrückgewährbeitrages bei den Tarifen A, K, T 5,00 % des Jahresrückgewährbeitrages beim Tarif S.

Die zugeteilten Überschussanteile werden als Einmalbeitrag für die Bildung zusätzlicher Rückgewährsummen verwendet.

Die 2014 ablaufenden Versicherungen erhalten einen Schlussüberschuss in Höhe von 0 % der zusätzlichen Rückgewährsumme zuzüglich eines Sockelbetrages in Prozent der vertraglichen Rückgewährsumme; der Sockel beträgt bei Laufzeiten ab 20 Jahre 6 %, bei geringeren Laufzeiten 6 % abzüglich 0,3 % für jedes Jahr, um das die Laufzeit unter 20 Jahren liegt.

Für die Beteiligung an den Bewertungsreserven wird eine Mindestbeteiligung von 16 % auf die Deckungsrückstellung der Rückgewährzusatzsumme deklariert.

Neubestand AXA

Alle im Abrechnungsverband UBR-Neu zusammengefassten Unfallversicherungen mit Beitragsrückzahlung erhalten entsprechend den Besonderen Bedingungen für Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr bzw. den Allgemeinen Bedingungen für die Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung folgende Überschusssätze für laufende Überschussanteile für das im Jahr 2013 beginnende Versicherungsjahr.

Beitragspflichtige Versicherungen

Männer Frauen
Zinsüberschussanteil:
auf das überschussberechtigte Deckungskapital des Rückzahlungsanspruches, gebildet auf Basis des für die Beitragsfindung angewandten Rechnungszinses
für Verträge mit Abschlussdatum bis 30. September 2006 0,00 % 0,00 %
für Verträge mit Abschlussdatum ab 1. Oktober 2006 1,50 % 1,50 %
auf das überschussberechtigte Deckungskapital der zusätzlichen Rückgewährsummen, gebildet auf Basis des für die Beitragsfindung angewandten Rechnungszinses 0,00 % 0,00 %
Grundüberschussanteil
für Verträge vor Tarifgeneration 2012 1,25 % 1,05 %
dauerunabhängiger Schlussüberschussanteil:
auf das überschussberechtigte Deckungskapital der zusätzlichen Rückgewährsummen, gebildet auf Basis des für die Beitragsfindung angewandten Rechnungszinses 0,00 % 0,00 %
dauerabhängiger Schlussüberschussanteil:
auf den erreichten Rückzahlungsanspruch, maximal 6,00 % 6,00 %

Der dauerabhängige Schlussüberschussanteil wird bei Laufzeiten ab 20 Jahre in voller Höhe, bei geringeren Laufzeiten 6 % abzüglich 0,3 % für jedes Jahr, um das die Laufzeit unter 20 Jahren liegt, gezahlt.

Für die Beteiligung an den Bewertungsreserven wird eine Mindestbeteiligung von 16 % auf die Deckungsrückstellung der Rückgewährzusatzsumme deklariert.

Beitragsfreie Versicherungen

Beitragsfreie Versicherungen erhalten den Zinsüberschussanteil, dauerunabhängigen Schlussüberschussanteil, dauerabhängigen Schlussüberschussanteil.

Beitragspflichtige Versicherungen mit verzinslicher Ansammlung

Männer Frauen
Zinsüberschussanteil:
auf das überschussberechtigte Deckungskapital des Rückzahlungsanspruches, gebildet auf Basis des für die Beitragsfindung angewandten Rechnungszinses
für Verträge mit Beginndatum bis 30. September 2006 0,00 % 0,00 %
für Verträge mit Beginndatum ab 1. Oktober 2006 1,00 % 1,00 %
Grundüberschussanteil:
auf den jährlichen Rückzahlungsanspruch 2,50 % 2,10 %
für Verträge ab Tarifgeneration 2012 1,10 %
dauerunabhängiger Schlussüberschussanteil:
auf die erreichte Ansammlung 0,00 % 0,00 %
dauerabhängiger Schlussüberschussanteil:
auf den erreichten Rückzahlungsanspruch, maximal 6,00 % 6,00 %
Der Ansammlungszins beträgt 2,75 %.

Der dauerabhängige Schlussüberschussanteil wird bei Laufzeiten ab 20 Jahre in voller Höhe, bei geringeren Laufzeiten 6 % abzüglich 0,3 % für jedes Jahr, um das die Laufzeit unter 20 Jahren liegt, gezahlt.

Für die Beteiligung an den Bewertungsreserven wird eine Mindestbeteiligung von 6 % auf die erreichte Ansammlung deklariert.

Beitragsfreie Versicherungen

Beitragsfreie Versicherungen erhalten den Zinsüberschussanteil, dauerunabhängigen Schlussüberschussanteil, dauerabhängigen Schlussüberschussanteil.

Altbestand DBV-Winterthur Versicherung

Für alle im Abrechnungsverband UBR zusammengefassten Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr werden entsprechend dem Geschäftsplan und den Besonderen Bedingungen für Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr folgende Überschusssätze für laufende Überschussanteile für das im Jahr 2014 beginnende Versicherungsjahr sowie für den im Jahr 2014 auszuzahlenden Schlussüberschussanteil festgesetzt.

Zinsüberschussanteil:
auf das überschussberechtigte Deckungskapital des Rückzahlungsanspruches, gebildet auf Basis des für die Beitragsfindung angewandten Rechnungszinses
für Verträge mit Abschlussdatum bis 31. Dezember 1994 3,50 %
dauerunabhängiger Schlussüberschussanteil:
auf die erreichte Ansammlung 10,00 %
dauerabhängiger Schlussüberschussanteil:
auf den erreichten Rückzahlungsanspruch 10,00 %
Der Ansammlungszins beträgt 2,25 %.

Neubestand DBV-Winterthur Versicherung

Alle im Abrechnungsverband UBR-Neu zusammengefassten Unfallversicherungen mit Beitragsrückzahlung erhalten entsprechend den Besonderen Bedingungen für Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr bzw. den Allgemeinen Bedingungen für die Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung folgende Überschusssätze für laufende Überschussanteile für das im Jahr 2013 beginnende Versicherungsjahr.

Zinsüberschussanteil:
auf das überschussberechtigte Deckungskapital des Rückzahlungsanspruches, gebildet auf Basis des für die Beitragsfindung angewandten Rechnungszinses
für Verträge mit Abschlussdatum bis 30. Juni 2002 0,00 %
für Verträge mit Abschlussdatum bis 31. Dezember 2004 0,25 %
für Verträge mit Abschlussdatum bis 31. Dezember 2006 0,50 %
für Verträge mit Abschlussdatum ab 1. Januar 2007 1,25 %
Der Ansammlungszins beträgt 2,25 %.

C.V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen

in TSD. EURO 2013 2012
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 3.890 361
Haftpflichtversicherung 273.822 257.880
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 133.643 94.107
sonstige Kraftfahrtversicherungen 15.065 0
Feuer- und Sachversicherung 176.693 315.889
davon Feuerversicherung 35.725 89.435
davon Verbundene Hausratversicherung 7.192 6.928
davon Verbundene Gebäudeversicherung 26.580 10.438
davon sonstige Sachversicherung 107.196 209.088
Transport- und Luftfahrtversicherung 48.999 124.678
Kredit- und Kautionsversicherung 32.053 35.238
sonstige Versicherungen 35.434 69.350
Gesamt 719.599 897.503
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 575.597 467.070
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 1.295.196 1.364.573

D.I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die leistungsorientierten Pensionszusagen, welche im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren, werden teilweise durch Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Absatz 2 HGB gesichert. Die durch die Unternehmen unwiderruflich auf den Trust, den DBV-Winterthur Vorsorge e. V., übertragenen Finanzmittel werden ausschließlich zur Bedeckung der von den Mitgliedsunternehmen an deren Mitarbeiter erteilten Pensionszusagen verwendet und sind durch Verpfändung der Ansprüche aus den Vermögenswerten an die Versorgungsberechtigten dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Nach § 246 Absatz 2 HGB werden zudem die Zinsaufwendungen für die Altersversorgung, vermindert um die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen, ausgewiesen.

Zusätzlich bestehen Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung. Diesen Pensionsverpflichtungen stehen Erstattungsansprüche aus kongruenten, konzerninternen Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe gegenüber (1.534,4 Tsd. Euro), welche an den Versorgungsberechtigten verpfändet sind. Dabei entspricht der Zeitwert den historischen Anschaffungskosten. Bei den Rückdeckungsversicherungen handelt es sich um Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Absatz 2 HGB, sodass aufgrund der Saldierung auf einen Ausweis verzichtet werden kann. Der Aufwand für diese Pensionszusagen ist gleich dem Beitragsaufwand zu den Rückdeckungsversicherungen und wird von den Arbeitnehmern getragen.

in TSD. EURO 2013 2012
Barwert der Pensionsverpflichtung 475.028 410.555
Zeitwert des Deckungsvermögens 55.592 57.470
Bilanzierte Nettoverpflichtung 419.436 353.085

Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Deckungskapital der zugrunde liegenden Rückdeckungsversicherungen und flüssigen Mitteln und damit den Anschaffungskosten.

Darüber hinaus ergibt sich insgesamt ein Netto-Zinsaufwand von 28.283 Tsd. Euro, der sich aus 30.592 Tsd. Euro Zinsaufwendungen in Bezug auf die Pensionsrückstellung und 2.309 Tsd. Euro Zinserträge auf das Deckungsvermögen zusammensetzt.

Der gemäß Übergangsregelung des Artikels 67 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 EGHGB sich ergebende Unterschiedsbetrag wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 durch eine außerordentliche Zuführung von 45.763 Tsd. Euro komplett ausgeglichen.

Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden folgende Berechnungsfaktoren angewandt:

2013 2012
Rechnungszins 4,90 % 5,06 %
Rentenanpassung 2,00 % 2,00 %
Gehaltsdynamik 2,50 % 2,50 %

Darüber hinaus besteht eine Rückstellung für Pensionen für die Versicherungsstelle Wiesbaden in Höhe von 622 Tsd. Euro (2012: 544 Tsd. Euro), die uns von der vertragsführenden Gesellschaft aufgegeben wurde. Dieser Verpflichtung steht ein zusätzliches Deckungsvermögen von 579,6 Tsd. Euro (2012: 523 Tsd. Euro) gegenüber.

D.II. Steuerrückstellungen

Hinsichtlich der Abzinsung der Steuerrückstellungen wurde im Jahr 2010 vom Wahlrecht nach Artikel 67 Absatz 1 Satz 2 EGHGB Gebrauch gemacht und keine Abzinsung vorgenommen. Die daraus resultierende Überdeckung in dieser Position gemäß Artikel 67 Absatz 1 Satz 4 EGHGB beträgt 128 Tsd. Euro (2012: 1.514 Tsd. Euro).

D.III. Sonstige Rückstellungen

in TSD. EURO 2013 2012
darin enthalten:
Prüfungs- und Abschlusskosten 578 576
noch zu zahlende Gehaltsanteile und Vergütungen einschließlich Gratifikationen und Tantiemen 1.228 795
ausgeschriebene Wettbewerbe 2.577 3.253
Ausgleichsansprüche der Vertreter 1.907 908
noch zu zahlende Provisionen und sonstige Bezüge 25.375 24.505
Zinsen gemäß § 233 der Abgabenordnung 107 19.150
Sonderrisiken aus anhängigen bzw. bevorstehenden Rechtsstreitigkeiten 2.085 7.260
Drohverlustrückstellungen Kapitalanlagen 2.748 2.887
Leerstandsrisiken 14.747 15.019

"Sonderrisiken aus anhängigen bzw. bevorstehenden Rechtsstreitigkeiten" beinhaltet unter anderem Rückstellungen für die aktienrechtlichen Spruchverfahren im Zusammenhang mit Verschmelzungen. Des Weiteren sind die mit den anhängigen Verfahren verbundenen Prozesskosten sowie Garantieerklärungen für verbundene beziehungsweise in Abwicklung befindliche Gesellschaften enthalten.

F.III. Sonstige Verbindlichkeiten

in TSD. EURO 2013 2012
darin enthalten:
sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 624.768 151.618
sonstige Verbindlichkeiten gegenüber anderen Versicherungsunternehmen 40.926 119
noch abzuführende Steuern 32.303 32.067
nicht zugeordnete Finanzzahlungsvorgänge aufgrund vorgezogener Buchungsschlusstermine 35.378 17.906
Verbindlichkeiten aus Grundbesitz 398 639
Sicherheitseinbehalte/Garantien 4.077 7.885
Verbindlichkeiten aus sonstigen Kapitalanlagen 74 158
Verbindlichkeiten aus nicht eingelösten Schecks für Schadenleistungen 6.897 8.129

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beläuft sich auf 1.444 Tsd. Euro und bezieht sich auf Verbindlichkeiten gegenüber dem Pensionssicherungsverein. Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, sind nicht vorhanden.

G. Rechnungsabgrenzungsposten

in TSD. EURO 2013 2012
darin enthalten:
auf Folgejahre entfallende Vorauszahlungen aus derivativen Finanzinstrumenten 649 955

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

I.1.a) Gebuchte Bruttobeiträge

in TSD. EURO 2013 2012
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 239.254 230.948
Haftpflichtversicherung 565.954 574.545
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 738.680 769.362
sonstige Kraftfahrtversicherungen 417.223 430.426
Feuer- und Sachversicherung 860.891 856.617
davon Feuerversicherung 119.050 120.227
davon Verbundene Hausratversicherung 141.712 140.589
davon Verbundene Gebäudeversicherung 274.196 258.028
davon sonstige Sachversicherung 325.933 337.773
Transport- und Luftfahrtversicherung 118.431 119.600
Kredit- und Kautionsversicherung 32.106 32.506
sonstige Versicherungen 168.560 162.603
Gesamt 3.141.099 3.176.607
davon aus dem Inland 3.141.099 3.176.607
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 563.269 537.969
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 3.704.368 3.714.576

I.1. Verdiente Bruttobeiträge

in TSD. EURO 2013 2012
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 224.247 224.490
Haftpflichtversicherung 569.291 575.407
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 738.681 769.218
sonstige Kraftfahrtversicherungen 417.146 430.292
Feuer- und Sachversicherung 863.685 849.692
davon Feuerversicherung 120.047 121.754
davon Verbundene Hausratversicherung 141.862 140.774
davon Verbundene Gebäudeversicherung 271.040 256.155
davon sonstige Sachversicherung 330.736 331.009
Transport- und Luftfahrtversicherung 118.431 119.600
Kredit- und Kautionsversicherung 32.420 31.918
sonstige Versicherungen 168.455 160.099
Gesamt 3.132.356 3.160.716
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 561.841 533.678
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 3.694.197 3.694.394

I.1. Verdiente Nettobeiträge

in TSD. EURO 2013 2012
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 222.383 222.203
Haftpflichtversicherung 549.700 557.242
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 282.400 296.496
sonstige Kraftfahrtversicherungen 158.691 165.729
Feuer- und Sachversicherung 606.948 804.727
davon Feuerversicherung 42.872 110.139
davon Verbundene Hausratversicherung 140.739 139.556
davon Verbundene Gebäudeversicherung 255.382 242.704
davon sonstige Sachversicherung 167.955 312.328
Transport- und Luftfahrtversicherung 47.224 116.438
Kredit- und Kautionsversicherung 29.282 29.340
sonstige Versicherungen 58.229 137.652
Gesamt 1.954.857 2.329.827
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 388.063 381.849
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 2.342.920 2.711.676

I.2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung

Im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurde der technische Zinsertrag auf die Renten-Deckungsrückstellung, die Beitrags-Deckungsrückstellung und die Rückstellung für Beitragsrückerstattung berechnet. Der Ertrag aus der Renten-Deckungsrückstellung wurde mit 2,75 %, für neue Rentenfälle der Geschäftsjahre ab 2007 mit 2,25 % und ab dem Geschäftsjahr mit 1,75 % aus dem arithmetischen Mittel des Anfangs- und Endbestandes der Rückstellung ermittelt. In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wurde der technische Zinsertrag auf die Beitrags-Deckungsrückstellung und die Rückstellung für Beitragsrückerstattung für die Altbestände Colonia, Nordstern und DWS sowie für den AXA und DWS Neubestand auf Basis der Nettoverzinsung ermittelt.

Die Anteile der Rückversicherer an den Zinserträgen auf die Renten-Deckungsrückstellung entsprechen den gezahlten Depotzinsen.

Bei dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft wurden die Depotzinsen gemäß den Aufgaben der Vorversicherer gebucht.

Die Retro-Anteile wurden anhand der vertraglichen Vereinbarungen errechnet.

I.4. Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle

in TSD. EURO 2013 2012
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 139.784 156.403
Haftpflichtversicherung 301.476 316.778
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 491.298 597.806
sonstige Kraftfahrtversicherungen 390.059 369.454
Feuer- und Sachversicherung 648.463 527.056
davon Feuerversicherung 107.482 79.548
davon Verbundene Hausratversicherung 71.007 70.294
davon Verbundene Gebäudeversicherung 230.893 199.553
davon sonstige Sachversicherung 239.081 177.661
Transport- und Luftfahrtversicherung 79.922 73.209
Kredit- und Kautionsversicherung 17.369 7.141
sonstige Versicherungen 125.747 91.101
Gesamt 2.194.118 2.138.948
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 407.210 314.606
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 2.601.328 2.453.554

Aus der Abwicklung der aus dem vorhergehenden Geschäftsjahr übernommenen Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle entstand ein Gewinn.

I.7.a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb

in TSD. EURO 2013 2012
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 62.215 65.452
Haftpflichtversicherung 190.549 198.774
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 154.137 164.248
sonstige Kraftfahrtversicherungen 85.173 91.207
Feuer- und Sachversicherung 273.918 279.484
davon Feuerversicherung 33.787 35.823
davon Verbundene Hausratversicherung 50.940 53.621
davon Verbundene Gebäudeversicherung 73.927 75.207
davon sonstige Sachversicherung 115.264 114.833
Transport- und Luftfahrtversicherung 37.831 39.766
Kredit- und Kautionsversicherung 8.651 8.463
sonstige Versicherungen 45.648 46.387
Gesamt 858.122 893.781
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 167.943 160.345
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 1.026.065 1.054.126

Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb des Geschäftsjahres entfallen 441.533 Tsd. Euro (2012: 457.982 Tsd. Euro) auf Abschlusskosten und 584.532 Tsd. Euro (2012: 596.143 Tsd. Euro) auf Verwaltungskosten.

Rückversicherungssaldo

in TSD. EURO 2013 2012
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung -1.879 -789
Haftpflichtversicherung -20.275 -18.808
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung -31.919 -19.308
sonstige Kraftfahrtversicherungen 24.568 4.008
Feuer- und Sachversicherung 27.227 -31.740
davon Feuerversicherung -3.893 -8.748
davon Verbundene Hausratversicherung 2.165 -760
davon Verbundene Gebäudeversicherung 14.772 -8.231
davon sonstige Sachversicherung 14.183 -14.001
Transport- und Luftfahrtversicherung -1.430 -3.813
Kredit- und Kautionsversicherung 404 -2.827
sonstige Versicherungen -5.357 -11.227
Gesamt -8.661 -84.504
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 26.146 -16.119
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 17.485 -100.623

- = zugunsten der Rückversicherer

Der Rückversicherungssaldo setzt sich zusammen aus den verdienten Beiträgen des Rückversicherers und den Anteilen des Rückversicherers an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle und den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb.

I.9. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung vor Veränderung der Schwankungsrückstellung

in TSD. EURO 2013 2012
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 36.363 22.619
Haftpflichtversicherung 57.693 42.290
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 64.441 -13.851
sonstige Kraftfahrtversicherungen -32.976 -27.184
Feuer- und Sachversicherung -56.182 -8.015
davon Feuerversicherung -33.404 -9.915
davon Verbundene Hausratversicherung 18.062 12.190
davon Verbundene Gebäudeversicherung -26.328 -33.701
davon sonstige Sachversicherung -14.512 23.411
Transport- und Luftfahrtversicherung -2.283 -817
Kredit- und Kautionsversicherung 6.814 13.475
sonstige Versicherungen -10.263 10.464
Gesamt 63.607 38.981
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 11.031 42.773
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 74.638 81.754

I.11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung

in TSD. EURO 2013 2012
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 32.834 22.257
Haftpflichtversicherung 41.751 23.864
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 24.906 -9.556
sonstige Kraftfahrtversicherungen -48.041 -26.744
Feuer- und Sachversicherung 83.014 -13.738
davon Feuerversicherung 20.306 -2.262
davon Verbundene Hausratversicherung 17.799 11.786
davon Verbundene Gebäudeversicherung -42.470 -44.138
davon sonstige Sachversicherung 87.379 20.876
Transport- und Luftfahrtversicherung 73.397 -6.517
Kredit- und Kautionsversicherung 9.998 15.024
sonstige Versicherungen 23.652 20.867
Gesamt 241.511 25.457
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt -97.496 -87.072
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 144.015 -61.615

II.2.b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen

Bei den Kapitalanlagen haben wir 15,7 Mio. Euro (2012: 52,0 Mio. Euro) außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Absatz 3 Satz 3 und 4 HGB und 1,1 Mio. Euro Abschreibungen (2012: 0,0 Mio. Euro) gemäß § 253 Absatz 4 HGB vorgenommen.

II.4. Sonstige Erträge

In dieser Position sind Erträge enthalten aus Währungsumrechnung in Höhe von 609 Tsd. Euro (2012: 770 Tsd. Euro) und Erträge aus Zinsen laut § 233 a AO in Höhe von 3.000 Tsd. Euro (2012: 5.875 Tsd. Euro).

II.5. Sonstige Aufwendungen

In dieser Position sind Schuldzinsen gemäß § 233 a AO in Höhe von 86 Tsd. Euro (2012: 2.771 Tsd. Euro), Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 415 Tsd. Euro (2012: 414 Tsd. Euro), aus der Aufzinsung der sonstigen Rückstellungen in Höhe von 133 Tsd. Euro (2012: 155 Tsd. Euro) und Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in Höhe von 26.125 Tsd. Euro (2012: 14.639 Tsd. Euro) enthalten.

II.7. Außerordentliche Erträge

Die außerordentlichen Erträge betragen 4.667 Tsd. Euro (2012: 0 Euro). Die Erträge entfallen auf die Überleitung des Geschäfts mit Restschuldversicherungen an andere Konzerngesellschaften.

II.8. Außerordentliche Aufwendungen

Aufgrund der seit 2010 geänderten Bewertung der Pensionsrückstellung ergab sich eine Zuführung in Höhe von 4.169 Tsd. Euro. Neben diesem regelmäßigen Zuführungsbetrag haben wir den Übergangsfehlbetrag durch eine Sonderzuführung von weiteren 45.763 Tsd. Euro komplett ausgeglichen.

In diesem Zusammenhang wurde die Zuführung zur Pensionsrückstellung in der AXA Konzern AG anteilig in Höhe von 6.290 Tsd. Euro auf die AXA Versicherung AG verrechnet.

Die aufgeführten Zuführungsaufwendungen wurden gemäß Artikel 67 Absatz 7 EGHGB als außerordentlicher Aufwand erfasst.

II.10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 102.782 Tsd. Euro (2012: 51.867 Tsd. Euro) resultieren insbesondere aus dem gestiegenen Vorsteuerergebnis. Die Bildung aktiver latenter Steuern sowie die Auflösung von Vorjahresrückstellungen entlasten den Steueraufwand 2013 um 22.055 Tsd. Euro (2012: 10.580 Tsd. Euro).

II.11. Sonstige Steuern

Aufgrund einer Erstattung von in den Vorjahren gezahlter Versicherungssteuer entstand ein Ertrag von 638 Tsd. Euro. Außerdem ist ein Aufwand für Grundsteuer in Höhe von 144 Tsd. Euro zu verzeichnen.

II.12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne

Im Geschäftsjahr 2013 verblieb ein Gewinn von 273,4 Mio. Euro (2012: 191,4 Mio. Euro), der aufgrund des Gewinnabführungsvertrages an die AXA Konzern AG abgeführt wurde.

II.15. Ertrag aus der Kapitalherabsetzung

Aus der Kapitalherabsetzung ergab sich ein Ertrag von 60 Mio. Euro.

II.16. Aufwand aus Kapitalrückzahlung

Aus der beschlossenen Kapitalrückzahlung an die AXA Konzern AG als alleinigen Aktionär entstand ein Aufwand von 60 Mio. Euro.

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen

in TSD. EURO 2013 2012
1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 486.519 486.560
2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB 18.794 17.284
3. Löhne und Gehälter 2.719 2.749
4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 7 61
5. Aufwendungen für Altersversorgung 18.669 9.789
6. Aufwendungen insgesamt 526.708 516.443

Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge

2013 2012
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 730.727 774.386
Haftpflichtversicherung 2.843.137 3.038.212
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 2.491.004 2.768.870
sonstige Kraftfahrtversicherungen 1.820.515 2.048.927
Feuer- und Sachversicherung 2.707.139 2.897.992
davon Feuerversicherung 127.019 142.536
davon Verbundene Hausratversicherung 1.053.840 1.133.495
davon Verbundene Gebäudeversicherung 659.702 684.882
davon sonstige Sachversicherung 866.578 937.079
Transport- und Luftfahrtversicherung 26.455 27.283
Kredit- und Kautionsversicherung 142.452 147.564
sonstige Versicherungen 178.994 167.709
Gesamt 10.940.423 11.870.943

Sonstige Angaben

Angaben nach § 251 HGB

Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft haben wir für den Fall, dass eines der übrigen Poolmitglieder ausfällt, dessen Leistungsverpflichtungen im Rahmen unserer anteilmäßigen Beteiligung zu übernehmen. Bei den beendeten Mitgliedschaften bei der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft und dem Deutschen Luftpool trifft dies nur noch auf die Abwicklung früherer Jahre zu.

Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Haftungsverhältnisse wurden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird (Angabe nach § 285 Nr. 27 HGB).

Es bestanden Bankbürgschaften in Höhe von 2.039 Tsd. Euro (2012: 2.039 Tsd. Euro).

Im Bereich der Pensionsrückstellungen wurden Vermögensgegenstände zur Sicherung auf den DBV Winterthur Vorsorge e. V. übertragen. Zudem erfolgt eine Verpfändung der Erstattungsansprüche aus der Entgeltumwandlung an den Versorgungsberechtigten. Insgesamt beläuft sich die Summe auf 55.592 Tsd. Euro (2012: 57.470 Tsd. Euro).

Angaben nach § 285 Nr. 3 und 3 a HGB

Nachzahlungsverpflichtungen bei verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Investmentanteilen sind in den Erläuterungen zu den entsprechenden Bilanzposten angegeben.

Angaben nach § 285 Nr. 7 HGB

Seit dem 1. September 2001 sind im Inland alle Mitarbeiterverträge unserer Gesellschaft auf zum Konzern gehörige Dienstleistungsunternehmen übergegangen. Eine Angabe von Mitarbeiterzahlen entfällt daher.

Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB

Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen 2.667 Tsd. Euro, die des Aufsichtsrates 268 Tsd. Euro.

Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 3.277 Tsd. Euro. Für diese Personengruppe sind zum Bilanzstichtag Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von 39.978 Tsd. Euro passiviert.

Gemäß Artikel 67 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 EGHGB bestand im Jahr 2012 ein noch nicht ausgewiesener Zuführungsbetrag in Höhe von 4.311 Tsd. Euro, der im Jahr 2013 vollständig zugeführt worden ist.

Angaben nach § 285 Nr. 11 a HGB

Die Gesellschaften, von denen die AXA Versicherung mehr als 20 % der Anteile besitzt, sind bei Bilanzposition A.II. aufgeführt.

Die Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin der im Jahr 2006 gegründeten GANYMED GmbH & Co. Dritte Grundstücksgesellschaft KG, Köln, die im Jahr 2013 umbenannt worden ist.

Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB

Bezüglich der Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB über das Abschlussprüferhonorar verweisen wir auf den Konzernabschluss der AXA Konzern AG, in dem die AXA Versicherung zum 31. Dezember 2013 einbezogen wird.

Angaben nach § 285 Nr. 19 HGB

Zum Bilanzstichtag befanden sich derivative Finanzinstrumente in Form von vier Zinsswaps, zwei Währungsswaps und zwei Credit Default Swaps im Bestand, die zu Sicherungszwecken abgeschlossen wurden. Diese außerbörslich gehandelten Derivate wurden mit den an Finanzmärkten etablierten Bewertungsmethoden (z. B. Barwertmethode oder Optionspreismodelle) bewertet.

Die angegebenen Zinsswaps besaßen einen beizulegenden Zeitwert von 4,8 Mio. Euro bei einem Nominalwert von 91,1 Mio. Euro und wurden zum Teil als bilanzielle Bewertungseinheiten unter Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere ausgewiesen.

Die angeführten Währungsswaps besaßen einen beizulegenden Zeitwert von 0,5 Mio. Euro bei einem Nominalwert von 46,8 Mio. Euro und wurden als bilanzielle Bewertungseinheiten unter Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren ausgewiesen.

Die Nominalbeträge der angegebenen Credit Default Swaps betrugen 250,0 Mio. Euro mit einem beizulegenden Zeitwert von -3,4 Mio. Euro. Drohverlustrückstellungen wurden für Credit Default Swaps, die einen negativen beizulegenden Zeitwert auswiesen, in Höhe von -2,7 Mio. Euro gebildet.

Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB

Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Personen oder Unternehmen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden nicht getätigt.

Angaben nach § 285 Nr. 23 HGB

Weiterführende Angaben zu in den bilanziellen Bewertungseinheiten einbezogenen Vermögensgegenständen, Schulden und schwebenden Geschäften, der Absicherungs-Effektivität sowie deren Messmethode:

Zum Bilanzstichtag befanden sich derivative Finanzinstrumente in Form von drei Zinsswaps sowie zwei Währungsswap im Bestand, die im Rahmen bilanzieller Bewertungseinheiten ausgewiesen wurden.

Die angeführten Zinsswaps besaßen einen beizulegenden Zeitwert von 4,1 Mio. Euro und wurden im Rahmen eines Mikro-Cash-Flow-Hedges zur Sicherung des unterliegenden Zinsrisikos als bilanzielle Bewertungseinheiten unter Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren zum Nominalwert von 76,1 Mio. Euro ausgewiesen.

Die angeführten Währungsswaps besaßen einen beizulegenden Zeitwert von 0,5 Mio. Euro und wurden im Rahmen eines Mikro-Cash-Flow-Hedges zur Sicherung des unterliegenden Währungsrisikos als bilanzielle Bewertungseinheiten unter Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren zum Nominalwert von 46,8 Mio. Euro ausgewiesen.

Als Methode zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die wesentlichen Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäften (Nominalbeträge, Laufzeiten, Zinsanpassungstermine, Zeitpunkte der Zins- und Tilgungszahlungen und Referenzzins) stimmen bei den einzelnen Bewertungseinheiten überein (sog. Critical Terms Match), sodass die AXA Versicherung für Zwecke der prospektiven und retrospektiven Effektivitätsbeurteilung von der vollständigen Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung ausgeht.

Angaben nach § 285 Nr. 26 HGB

Weiterführende Angaben zu Anteilen beziehungsweise Anlageaktien an inländischen beziehungsweise vergleichbaren EU- oder ausländischen Investmentvermögen im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches aufgegliedert nach Anlagezielen:

in Mio. Euro Zeitwerte Buchwerte Reserven/Lasten Ausschüttungen im Geschäftsjahr
Aktienfonds 464 464 0 5
Rentenfonds 3.840 3.715 125 98
Immobilienfonds 85 85 0 5
Alternative Investments 54 54 0 0
Gesamt 4.443 4.318 125 108

Zum 31. Dezember 2013 weisen Anteile oder Anlageaktien mit einem Buchwert in Höhe von 18,2 Mio. Euro, die unter der Fondskategorie Aktienfonds ausgewiesen werden sowie dem Anlagevermögen zugeordnet sind, stille Lasten in Höhe von 0,3 Mio. Euro aus.

Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung sowie aufgrund unserer Erwartung der zukünftigen Aktienmarktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Anteile beziehungsweise Anlageaktien aus.

Zum 31. Dezember 2013 weisen Anteile oder Anlageaktien mit einem Buchwert in Höhe von 248,0 Mio. Euro, die unter der Fondskategorie Rentenfonds ausgewiesen werden sowie dem Anlagevermögen zugeordnet sind, stille Lasten in Höhe von 3,8 Mio. Euro aus.

Weiterhin weisen Anteile oder Anlageaktien mit einem Buchwert in Höhe von 3,8 Mio. Euro, die unter der Fondskategorie Alternative Investments ausgewiesen werden sowie dem Anlagevermögen zugeordnet sind, stille Lasten in Höhe von 0,1 Mio. Euro aus.

Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich der erwarteten Rückzahlungen sowie aufgrund unserer Erwartung der zukünftigen Zinsentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Anteile beziehungsweise Anlageaktien aus.

Die Kriterien der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung aller Fondskategorien werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.

Angaben nach § 285 Nr. 24 und 25 HGB

Die Angaben zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie zu der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden sind in den Erläuterungen zu der entsprechenden Bilanzposition aufgeführt.

Aufsichtsrat

Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB

Jacques de Vaucleroy

Vorsitzender

Chief Executive Officer for Northern,

Central and Eastern Europe der AXA

Brüssel, Belgien

Patrick Lemoine

stellv. Vorsitzender

Chief Financial Officer for Northern,

Central and Eastern Europe der AXA

Brüssel, Belgien

Uwe Beckmann

Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der

AXA Konzern AG

Sarstedt

Vorstand

Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB

Dr. Thomas Buberl

Vorsitzender

Vorstandsvorsitz

Personal, Zentrale Dienste,

Kapitalanlagen, Asset Liability Management

Dr. Andrea van Aubel

Informationstechnologie und Prozessmanagement

Etienne Bouas-Laurent

Finanzen

Rainer Brune (bis 17. März 2014)

Privatkundengeschäft

Wolfgang Hanssmann

Vertrieb, Marketing

Jens Hasselbächer

Kunden- und Partnerservice

Thomas Michels

Schaden- und Unfallversicherung

Dr. Thilo Schumacher (ab 1. Januar 2014)

Strategie und Organisation

Dr. Hanns Martin Schindewolf (ab 1. April 2014)

Privatkundengeschäft

Angaben nach § 285 Nr. 14 HGB und § 160 Absatz 1 Nr. 8 AktG

Nach den vorliegenden Mitteilungen gemäß § 20 Absatz 1 und Absatz 4 AktG hält die AXA Konzern AG, Köln, 100 % am Grundkapital unserer Gesellschaft.

Im Verhältnis zur AXA Konzern AG, Köln, sind wir ein Konzernunternehmen im Sinne der §§ 15 ff. AktG in Verbindung mit § 18 Absatz 1 AktG.

Die AXA Versicherung AG, Köln, und ihre Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der AXA, Paris, sowie in den Konzernabschluss der AXA Konzern AG, Köln, zum 31. Dezember 2013 einbezogen. Die AXA, Paris, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf und die AXA Konzern AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

Der Konzernabschluss der AXA, Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des Marchés Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt. Der Konzernabschluss der AXA Konzern AG wird im elektronischen Bundesanzeiger und im Unternehmensregister des Bundesministeriums für Justiz veröffentlicht. Dieser Konzernabschluss mit dem Konzernbericht hat für uns gemäß § 291 Absatz 2 HGB befreiende Wirkung.

Köln, den 28. April 2014

Der Vorstand

Dr. Buberl

Dr. van Aubel

Bouas-Laurent

Hanssmann

Hasselbächer

Michels

Dr. Schumacher

Dr. Schindewolf

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AXA Versicherung Aktiengesellschaft, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 7. Mai 2014

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Mathias Röcker, Wirtschaftsprüfer

ppa. Sven Capousek, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des gesamten Jahres 2013 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte und in drei Sitzungen sowie einer schriftlichen Abstimmung wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes (AktG) über die allgemeine Geschäftsentwicklung, über grundlegende Angelegenheiten sowie die strategischen Ziele der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstandes, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.

Der Aufsichtsrat beschloss in seiner außerordentlichen Sitzung am 7. März 2013 die Tantiemezahlungen für 2012, die Equity Grant Zuteilung 2012 sowie anstehende Anpassungen der Vorstandsvergütung. Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit den Anforderungen der Versicherungsvergütungsverordnung und dabei insbesondere auch mit den bestehenden Vergütungssystemen für den Vorstand sowie für leitende Mitarbeiter und Mitarbeiter mit variabler Vergütung befasst.

In der Sitzung am 25. April 2013 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstandes über den Geschäftsverlauf 2012 und dem vorgelegten Jahresabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für 2013 vor. Der Aufsichtsrat stimmte zudem der vorgeschlagenen Verschmelzung mit der AXA Risk & Claims Services GmbH zu.

In einem schriftlichen Umlaufverfahren stimmte der Aufsichtsrat im Juni 2013 der Dekapitalisierung der Gesellschaft in Höhe von 60 Mio. Euro unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu. Die BaFin hat die Kapitalherabsetzung mit Bescheid vom 27. August 2013 genehmigt.

In seiner Sitzung am 13. November 2013 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat ausführlich über den bisherigen Geschäftsverlauf im laufenden Jahr und gab einen Kurzbericht über die vorläufige Planung 2014.

Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet.

Der Verantwortliche Aktuar hat an der bilanzfeststellenden Sitzung des Aufsichtsrates teilgenommen und diesem die wesentlichen Ergebnisse seines Erläuterungsberichts zur versicherungsmathematischen Bestätigung ausführlich mündlich dargestellt und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 sind von der vom Aufsichtsrat zum Abschlussprüfer bestellten PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht ebenfalls geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandung ergeben. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist.

Im vergangenen Jahr sind im Vorstand Personalveränderungen eingetreten. In seiner Sitzung vom 13. November 2013 hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Thilo Schumacher mit Wirkung zum 1. Januar 2014 zum Mitglied des Vorstands bestellt.

Dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Dienstleistungsgesellschaften, die für unsere Gesellschaft tätig geworden sind, gilt für ihre Leistungen im Jahr 2013 unser ganz besonderer Dank.

Köln, den 15. Mai 2014

Für den Aufsichtsrat

Jacques de Vaucleroy, Vorsitzender

Servicenummern

Privatkunden: (24-Stunden-Service) Tel. 0221 148 41001 Fax 0221 148 21599
Geschäftskunden: (Mo. bis Fr. 8 bis 16 Uhr) Tel. 0221 148 41819
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