AI assistant
AXA — Annual Report 2012
Jul 5, 2013
1135_rns_2013-07-05_0479689a-f3f9-468c-9888-4a47abf22811.html
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer
Publication
AXA easy Versicherung AG
Köln
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012
Geschäftsbericht 2012
Kennzahlen
| 2012 | 2011* | |
|---|---|---|
| Bruttobeitragseinnahmen in Tsd. Euro | 17.144 | 276 |
| Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle | ||
| - in Tsd. Euro | 17.777 | 285 |
| - in Prozent der verdienten Beiträge brutto | 103,7 | 107,5 |
| Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb | ||
| - in Tsd. Euro | 5.730 | 45 |
| - in Prozent der Bruttobeitragseinnahmen für eigene Rechnung | 33,4 | 16,3 |
| Bruttoschadenrückstellungen in Prozent der Bruttoschadenzahlungen | 65,4 | 672,2 |
| Versicherungstechnische Bruttorückstellungen in Prozent der Bruttobeitragseinnahmen | 42,4 | 93,9 |
| Kapitalanlagen in Tsd. Euro | 6.992 | 3.517 |
| Nettoverzinsung in Prozent (inklusive Depotforderungen) | 1,5 | N/A |
| Ergebnis vor Gewinnabführung in Tsd. Euro | 81 | -22 |
| Gezeichnetes Kapital in Tsd. Euro | 3.500 | 3.500 |
| Eigenkapital in Tsd. Euro | 3.500 | 3.500 |
* Rumpfgeschäftsjahr 01. September - 31. Dezember 2011
Aufsichtsrat
Thomas Michels (seit 19. November 2012)
Vorsitzender
Mitglied des Vorstandes der AXA Konzern AG und der AXA Versicherung AG
(seit 26. November 2012)
Düsseldorf
Rainer Brune
stellv. Vorsitzender
Mitglied des Vorstandes der AXA Versicherung AG
Köln
Jens Hasselbächer
Mitglied des Vorstandes der AXA Lebensversicherung AG
Köln
Jens Wieland (bis 16. Mai 2012)
Vorsitzender
Mitglied des Vorstandes der AXA Konzern AG
(bis 30. Juni 2012)
Wiesbaden
Dr. Markus Hofmann
(16. Mai 2012 bis 30. September 2012)
Mitglied des Vorstandes der AXA Konzern AG
(bis 30. September 2012)
Bergisch Gladbach
Vorstand
Andreas Tiedtke (seit 1. Juni 2012)
Konzernkommunikation, Recht Produkte, Produktmanagement, Mathematik, Unternehmensentwicklung, Verarbeitung / Schaden, Informationssysteme (EDV), Vertrieb, Marketing, Projektmanagement, Kapitalanlagen, Rückversicherung
Alain Zweibrucker
Finanzen, Personal, Revision, Risikomanagement, Rechnungswesen, Planung, Controlling, Steuern, Betriebsorganisation
Daniel Meiß (bis 31. Mai 2012)
Konzernkommunikation, Recht, Produktmanagement, Mathematik, Unternehmensentwicklung, Verarbeitung / Schaden, Informationssysteme (EDV), Vertrieb, Marketing, Projektmanagement, Kapitalanlagen, Rückversicherung
Lagebericht
Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Die Entwicklung unserer Gesellschaft fand im Geschäftsjahr 2012 in nachfolgend beschriebenem gesamtwirtschaftlichen und Branchenumfeld statt:
Deutsche Wirtschaft trotzt europäischer Krise
Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2012 als sehr widerstandsfähig erwiesen. Während die Konjunktur in einigen europäischen Ländern und insbesondere in Südeuropa auf Talfahrt ging, ist die deutsche Wirtschaft weiter gewachsen. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,7 % zu. In den beiden Vorjahren war es mit 3,0 % (2011) und 4,2 % (2010) allerdings sehr viel kräftiger gestiegen. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2012 hat sich die deutsche Konjunktur deutlich abgekühlt.
Einmal mehr erwies sich der Export als wichtigster Wachstumsmotor der Wirtschaft. Deutschland exportierte im vergangenen Jahr preisbereinigt 4,1 % mehr Waren und Dienstleistungen; gleichzeitig stiegen die Importe lediglich um 2,3 %. Im Inland nahmen der private Verbrauch um 0,8 % und die staatlichen Konsumausgaben um 1,0 % zu. Dagegen konnten die Investitionen keinen positiven Beitrag zum Wirtschaftswachstum liefern und gingen zum Teil sogar deutlich zurück.
Der Arbeitsmarkt blieb ebenfalls robust. Nach den ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen um 422.000 - und damit das sechste Jahr in Folge - auf einen neuen Höchststand von 41,6 Millionen gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2012 waren in Deutschland nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 2.897.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 79.000 weniger als vor einem Jahr. Das entspricht einer um 0,3 Prozentpunkte auf 6,8 % gesunkenen Arbeitslosenquote.
Darüber hinaus hatten die meisten Arbeitnehmer mehr Geld im Portemonnaie. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes auf der Grundlage vorläufiger Ergebnisse betrug der Anstieg der nominalen Tariflöhne und -gehälter 2012 im Durchschnitt 2,6 %. Da sich die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 2,0 % erhöhten, ergab sich im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt preisbereinigt ein reales Plus bei den Tariflöhnen und -gehältern von 0,6 %.
Deutsche Versicherungswirtschaft wieder mit Wachstum
Die deutsche Versicherungswirtschaft erzielte im Jahr 2012 wieder ein Wachstum, nachdem sie im Vorjahr zum ersten Mal seit mehr als sechs Jahrzehnten einen Beitragsrückgang in Höhe von 0,4 % hatte hinnehmen müssen. Nach vorläufigen Berechnungen steigerten die im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) organisierten Versicherer im vergangenen Jahr spartenübergreifend ihre Beitragseinnahmen um 1,5 % auf 180,7 Mrd. Euro (2011: 178,1 Mrd. Euro). Damit blieb die Geschäftsentwicklung unserer Branche auch im fünften Jahr der Finanzmarkt-, Schulden- und Eurokrise stabil.
Allerdings war die Entwicklung in den Versicherungsarten unterschiedlich. Während die Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung um voraussichtlich 0,7 % zurückgingen, stiegen sie in der privaten Krankenversicherung um 3,4 % und in der Schaden- und Unfallversicherung sogar um 3,7 % auf 58,7 Mrd. Euro. Damit erzielte die Schaden- und Unfallversicherung ihr kräftigstes Wachstum seit 1994. Vor allem in der Kraftfahrtversicherung setzte sich mit einem Beitragswachstum von 5,1 % die Tendenz des Vorjahres fort. In den Sachversicherungssparten zeichnet sich ein Beitragsplus von 4,1 % ab.
Gleichzeitig erreichten allerdings auch die Leistungen der deutschen Schaden- und Unfallversicherer ein Rekordniveau. Gegenüber dem Vorjahr stiegen sie um voraussichtlich 3,9 % auf 45,5 Mrd.
Einführungstermin von Solvency II weiter unklar
Im Laufe des Jahres 2012 zeichnete sich ab, dass sich die Einführung der künftigen Aufsichtsregeln der Europäischen Union (EU) für die Versicherungswirtschaft, Solvency II, weiter verzögern wird. So sprach sich die EU-Kommission im September 2012 für eine weitere Studie aus, um die Auswirkungen der im Solvency II-Modell festgelegten Eigenkapitalvorschriften auf langfristige Versicherungsgarantien europaweit zu testen. Dies bedeutet eine Einführung der neuen Eigenkapitalvorschriften für die europäischen Versicherer nicht vor 2015. Die Präsidentin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hielt Mitte Januar 2013 sogar einen Start des neuen Regelwerks erst 2016 oder gar 2017 für möglich.
Einheitliche Tarife für Männer und Frauen
Seit dem 21. Dezember 2012 bieten die deutschen Versicherer im Neugeschäft nur noch sogenannte Unisextarife an. Hintergrund ist eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs aus März 2011, dass Versicherer ab diesem Stichtag keine Tarife mehr anbieten dürfen, die nach dem Geschlecht unterscheiden. Davon sind insbesondere private Renten-, Risikolebens-, Berufsunfähigkeitsversicherungen und private Krankenversicherungen betroffen, aber auch weitere Versicherungen wie die Kfz- oder Unfallversicherung, die zuvor auch das Geschlecht als Risikomerkmal herangezogen haben. Durch Verzögerungen im Gesetzgebungsverfahren konnte das europäische Unisex-Urteil zwar nicht fristgerecht in deutsches Recht umgesetzt werden, ist aber dennoch aufgrund des sogenannten Anwendungsvorrangs des Europarechts nunmehr in Deutschland gültig.
Unser Unternehmen
Nach der Gründung am 31. Mai 2011 durch die AXA Konzern AG hat die AXA easy Versicherung AG 2012 das erste komplette Geschäftsjahr abgeschlossen.
AXA easy bietet Information, Angebotserstellung und Vertragsabschluss zu Kraftfahrtversicherungen über das Internet und ist somit eine konsequente Weiterentwicklung des Multikanalkonzepts des AXA Konzerns in Deutschland. In der Kraftfahrtversicherung, dem größten Versicherungszweig der Schaden- und Unfallversicherungen, setzte sich im Jahr 2012 der Trend zur Entspannung des Preiswettbewerbs fort. Die Marktentwicklung konnten wir nutzen, um Preiserhöhungen sowohl im Neu- und Ersatzgeschäft als auch im Bestand durchzusetzen. Infolgedessen verzeichneten wir im Berichtsjahr steigende Durchschnittsbeiträge.
Des Weiteren war das Jahr 2012 gekennzeichnet von einem sehr guten Neugeschäft zum 1. Januar, das sich auch unterjährig fortsetzte. Aufgrund der starken Fokussierung auf ertragsreiches Geschäft sind wir im Neugeschäft sehr selektiv vorgegangen und haben uns auf profitable Risiken konzentriert. Dabei lag die Entwicklung unserer Gesellschaft sowohl volumenmäßig als auch ertragsseitig weitgehend im Plan.
Überblick über den Geschäftsverlauf unserer Gesellschaft
Im Geschäftsjahr 2012 erzielte unsere Gesellschaft gebuchte Bruttobeiträge im privaten Kraftfahrtversicherungs-Geschäft in Höhe von 17.144 Tsd. Euro (2011 Rumpfgeschäftsjahr: 276 Tsd. Euro).
Die Beitragsentwicklung erfüllte unsere Erwartungen. Zugute kamen uns wie im gesamten Markt Preisanpassungen für das Neu- und Ersatzgeschäft. Die positive Neugeschäftsentwicklung setzte sich im bisherigen Verlauf des Jahres 2013 fort.
Der positiven Beitragsentwicklung standen nach Bildung von Reserven und Rückstellungen für Spätschäden höhere Schadenaufwendungen gegenüber. Dieses führte zu einer Bruttoschadenquote von 103,7 % (2011: 107,5 %). Besonders zu Buche schlugen Kasko Schäden. Aufgrund des 100-prozentigen Quotenrückversicherungsvertrages mit der AXA Versicherung AG ergab sich eine Nettoschadenquote von 0 %.
Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb lagen bei 5.730 Tsd. Euro (2011: 45 Tsd. Euro). Davon entfiel der größte Anteil auf die geleisteten Abschluss Provisionen für das Neugeschäft. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle und die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb führten im Geschäftsjahr 2012 zu einem versicherungstechnischen Bruttoergebnis von -6.478 Tsd. (2011: -65 Tsd. Euro).
Unsere Gesellschaft hielt zum 31. Dezember 2012 Wertpapiere mit einem Buchwert von insgesamt 2.592 Tsd. Euro (2011: 1.567 Tsd. Euro) sowie Tagesgelder in Höhe von 4.400 Tsd. Euro (2011: 1.950 Tsd. Euro) im Bestand. Daraus resultierte ein Kapitalanlageergebnis von 80 Tsd. Euro (2011: 5 Tsd. Euro).
Im sonstigen Ergebnis ergab sich im Berichtsjahr ein Ertrag von 39 Tsd. Euro (2011: Aufwand von 37 Tsd. Euro), resultierend aus Erträgen aus Mahn- und Rückläufergebühren in Höhe von 78 Tsd. Euro und der Verwaltungskostenumlage von 39 Tsd. Euro. Nach Berücksichtigung eines Steueraufwandes in Höhe von 38 Tsd. Euro (2011: Ertrag von 10 Tsd. Euro) wiesen wir einen Jahresüberschuss in Höhe von 81 Tsd. Euro (2011: Jahresfehlbetrag von 22 Tsd.) aus, der im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages mit der AXA Konzern AG an diese ausgeglichen wurde.
Der Geschäftsverlauf 2012 zeigte im Vergleich zum Rumpfgeschäftsjahr 2011 folgendes Bild:
| 2012 Euro |
2011 Euro |
|
|---|---|---|
| Versicherungstechnisches Bruttoergebnis | -6.478.084 | -65.602 |
| Versicherungstechnisches Rückversicherungsergebnis | 6.478.084 | 65.602 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis vor Schwankungsrückstellung | 0 | 0 |
| Veränderung der Schwankungsrückstellung | 0 | 0 |
| Kapitalanlageergebnis | 79.623 | 4.541 |
| Saldo der sonstigen Erträge und Aufwendungen einschließlich außerordentlichem Ergebnis | 38.975 | -37.595 |
| Jahresüberschuss vor Steuern und vor Ergebnisabführung | 118.598 | -33.054 |
| Steuern | -37.935 | 10.569 |
| Ergebnisabführung zur AXA Konzern AG | 80.662 | -22.485 |
Der Geschäftsverlauf im Einzelnen
Beiträge von 17,1 Mio. Euro
Im ersten vollständigen Geschäftsjahr 2012 erzielten wir gebuchte Bruttobeiträge im Kraftfahrtversicherungsgeschäft von 17.144 Tsd. Euro (Rumpfwirtschaftsjahr 2011: 276 Tsd. Euro). Dieses Geschäftsvolumen entsprach unserer Planung. Unser Produkt wurde sehr gut angenommen. Die Akzeptanz spiegelte sich wieder in einem sehr guten Neugeschäft zum 1. Januar 2012, welches sich auch unterjährig fortsetzte. Auch profitierten wir von durchsetzbaren Preiserhöhungen.
Die nachstehende Zusammenstellung gibt einen Überblick über die Beitragsentwicklung der einzelnen Versicherungszweige:
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft = Gesamtgeschäft (in Euro)
| 2012 | Anteil % |
|
|---|---|---|
| Unfallversicherung (Kraftfahrt) | 262 | 0,0 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 13.193.930 | 77,0 |
| sonstige Kraftfahrtversicherungen | 3.839.445 | 22,4 |
| Sonstige Versicherungen (Beistandsleistung) | 110.817 | 0,6 |
| direktes Versicherungsgeschäft insgesamt | 17.144.454 | 100,00 |
Schadenverlauf reduziert
Im Geschäftsjahr 2012 erfolgten Zahlungen für Versicherungsfälle in Höhe von 10.898 Tsd. Euro (Rumpfgeschäftsjahr 2011: 37 Tsd. Euro) und die Bildung von Reserven führten zu einem Aufwand von 7.128 Tsd. Euro (Rumpfgeschäftsjahr 2011 249 Tsd. Euro). Die Bruttoschadenquote betrug 103,7 % (2011: 107,5 %.) nach der Bildung von Reserven und Rückstellungen für Spätschäden. Nach Abzug der Rückversicherung ergibt sich eine Nettoschadenquote von 0 %.
Rückversicherung
Die gebuchten Rückversicherungsbeiträge betrugen im ersten vollen Bilanzjahr der AXA easy Versicherung, nach der Aufnahme der Geschäftstätigkeit im Oktober 2011 17.144 Tsd. Euro (2011: 276 Tsd. Euro). Seit dem Geschäftsjahr 2011 verfügt unsere Gesellschaft über eine 100-prozentige Quotenrückversicherung mit der AXA Versicherung. Gegenstand dieses Vertrages ist das gesamte selbstabgeschlossene Kraftfahrtversicherungsgeschäft gegen die Erstattung der Originalkosten sowie die Abwicklung des Vorjahres. Die Beitragseinnahmen des Beistandsleistungsgeschäfts werden ebenfalls in voller Höhe an eine andere Konzerngesellschaft abgeführt.
Kostenquote von 33,4 %
Bei Beitragseinnahmen in Höhe von 17.144 Tsd. Euro und Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Höhe von 5.730 Tsd. Euro ergibt sich eine Kostenquote von 33,4 % (2011: 16,9 %). Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb setzen sich im Berichtsjahr aus 3.870 Tsd. Euro (2011: 1,4 Tsd. Euro) Abschluss Provisionen sowie 1.860 Tsd. Euro (2011: 43,5 Tsd. Euro) Verwaltungskosten zusammen.
Programm zur Effizienzsteigerung macht Fortschritte
Der AXA Konzern hat im Geschäftsjahr 2012 bei der Umsetzung seines Programms zur Steigerung der Effizienz und zur Stärkung seiner Wettbewerbsfähigkeit Fortschritte erzielt. Dieses Programm unter dem Namen "Focus to Perform" hatte der Konzern im Vorjahr eingeleitet, um angesichts des sich grundlegend wandelnden Umfelds für Versicherungen seine strategischen Ziele effektiver und fokussierter zu erreichen. Durch umfangreiche Investitionen in Prozessverbesserungen, Automatisierung und optimierte Strukturen will die AXA Deutschland den Kundenservice weiter verbessern, Produktivitätssteigerungen erzielen und die Kosten im Konzern bis 2015 um 328 Mio. Euro senken. Dazu sollen unter anderem auch die Vereinheitlichung von Produkten und der Informationstechnologie, schlankere Führungsstrukturen und die Bündelung von Funktionen an einzelnen Standorten beitragen, wobei der Konzern seine dezentrale Struktur beibehalten wird.
Ein großer Meilenstein bei "Focus to Perform" wurde im vergangenen September mit dem Abschluss des Interessenausgleichs und des Sozialplans erreicht. Gleichzeitig schlossen Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertreter das AXA Bündnis IV ab, das bei Erreichen definierter wirtschaftlicher Kennzahlen den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2015 - mit Verlängerungsoptionen bis maximal 2017 bei Erreichen der "Focus to Perform"-Ziele - beinhaltet.
Kapitalanlagebestand im Jahr 2012 verdoppelt
Die Entwicklung der Kapitalmärkte war im Geschäftsjahr 2012 insbesondere von der Staatsschuldenkrise in Europa sowie von der schwachen globalen Konjunktur geprägt. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich die Lage an den Kapitalmärkten zwar deutlich, jedoch dauerten die Unsicherheiten und die damit verbundene Staatsschuldenkrise weiterhin an. Der erneute Rückgang des Zinsniveaus festverzinslicher Anleihen sowie die im Vergleich zum Vorjahr signifikant gesunkenen Risikoaufschläge vereinzelter Rentenpapiere führten zu einer Wertsteigerung festverzinslicher Wertpapiere.
Die Leitzinsen im US-Raum blieben im vergangenen Geschäftsjahr wie in den zwei Vorjahren unverändert bei 0 bis 0,25 %. Hinsichtlich der schwachen Konjunkturaussichten und der anhaltenden Zurückhaltung der Anleger sank der europäische Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) in der Mitte des Jahres erneut um 0,25 % auf 0,75 %. Der Zinssatz für 10-jährige Bundesanleihen ging erneut bis Ende Dezember auf 1,3 % zurück und erreichte damit einen historischen Tiefstand.
Unsere Gesellschaft hat in ihrem zweiten Geschäftsjahr den Kapitalanlagebestand deutlich erhöht. Der Bestand wuchs im Laufe des Jahres um 3.475 Tsd. Euro und verdoppelte sich somit nahezu im Vergleich zum Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2012 wurden ausschließlich Investments in festverzinsliche Wertpapiere getätigt.
Im Geschäftsjahr 2013 wird beabsichtigt, den Kapitalanlagebestand unserer Gesellschaft weiter zu erhöhen und die Vorteile als Unternehmen eines internationalen Versicherungskonzerns zu nutzen, um die zur Verfügung stehenden Mittel in Kapitalanlagen mit attraktiven Konditionen zu investieren.
Buchwerte der Kapitalanlagen (in Euro)
| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Festverzinsliche Wertpapiere | 2.592.172 | 1.567.253 |
| Einlagen bei Kreditinstituten | 4.400.000 | 1.950.000 |
| Summe | 6.992.172 | 3.517.253 |
Zeitwerte der Kapitalanlagen (in Euro)
| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Festverzinsliche Wertpapiere | 2.605.770 | 1.563.985 |
| Einlagen bei Kreditinstituten | 4.400.000 | 1.950.000 |
| Summe | 7.005.770 | 3.513.985 |
Zu- und Abgänge der Kapitalanlagen (in Euro)
| Zugänge | Abgänge | Nettozugang | |
|---|---|---|---|
| Festverzinsliche Wertpapiere | 1.061.350 | 36.431 | 1.024.919 |
| Einlagen bei Kreditinstituten | 2.450.000 | 0 | 2.450.000 |
| Summe | 3.511.350 | 36.431 | 3.474.919 |
Bewertungsreserven
Die Bewertungsreserven als Differenz zwischen dem aktuellen Marktwert und dem Buchwert beliefen sich zum 31. Dezember 2012 auf 14 Tsd. Euro. Dies entspricht 0,2 % der Buchwerte.
Kapitalanlageergebnis
Das gesamte Kapitalanlageergebnis - alle Erträge einschließlich Depotzinsen abzüglich aller Aufwendungen sowie vor Abzug des technischen Zinsertrags - betrug im Berichtsjahr 80 Tsd. Euro und setzt sich ausschließlich aus laufenden Erträgen in Höhe von 84 Tsd. Euro sowie aus laufenden Aufwendungen in Höhe von 4 Tsd. Euro zusammen. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen - berechnet nach der Formel des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft - für das Jahr 2012 belief sich auf 1,5 %.
Überschuss
Der für das Geschäftsjahr 2012 erwirtschafteter Überschuss in Höhe von 81 Tsd. Euro wurde aufgrund des Gewinnabführungsvertrages vom 6. Juni 2011 an die AXA Konzern AG abgeführt.
Eigenkapital
Unsere Eigenkapitalausstattung am 31. Dezember 2012 belief sich auf 3.500 Tsd. Euro. Im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages mit der AXA Konzern AG werden Gewinne an diese abgeführt oder Verluste von dieser übernommen.
| 2012 Euro |
2011 Euro |
|
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 3.500.000 | 3.500.000 |
| Kapitalrücklage | 0 | 0 |
| Gewinnrücklage | 0 | 0 |
| Eigenkapital | 3.500.000 | 3.500.000 |
Geschäftsgebiet und betriebene Versicherungszweige
Unser Versicherungsangebot umfasst die Sparten private Kraftfahrtversicherung und die Beistandsleistung. Angeboten werden die Kraftfahrtunfallversicherung, die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung sowie die Fahrzeugvoll- und -teilversicherung.
Der Geschäftsverlauf in den wichtigsten Versicherungszweigen des selbst abgeschlossenen Geschäftes
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung mit deutlicher Beitragssteigerung
Im ersten vollständigen Geschäftsjahr haben sich die Erwartungen erfüllt und wir erzielten Bruttobeiträge in Höhe von 13.194 Tsd. Euro. Die AXA easy profitierte von Preiserhöhungen und von einem sehr guten Neugeschäft. Im gleichen Zeitraum fielen Aufwendungen für Versicherungsfälle in Höhe von 12.175 Tsd. Euro an. Die Schadenquote lag mit 92,3 % im erwarteten Bereich. Auch die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Höhe von 4.538 Tsd. Euro sowie die Kostenquote von 34,3 % entsprachen den Erwartungen. Ebenso lag das versicherungstechnische Bruttoergebnis des Geschäftsjahres 2012 mit -3.627 Tsd. Euro im Rahmen unserer Planung. Durch den 100-prozentigen Rückversicherungsvertrag ergab sich für eigene Rechnung ein Ergebnis von 0 Euro.
Sonstige Kraftfahrtversicherung: Glas- und Diebstahlschäden
Mit Bruttobeitragseinnahmen in Höhe von 3.839 Tsd. Euro im ersten vollen Geschäftsjahr lagen wir im erwarteten Bereich. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle in Höhe von 5.602 Tsd. Euro mit einer Schadenquote von 145,9 % entsprachen in etwa den prognostizierten Werten. Eine Vielzahl von Glasschäden und eine hohe Anzahl von Diebstählen beeinflusste die Schadenquote. Die Kostenquote betrug 31,0 % bei Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle in Höhe von 1.188 Tsd. Euro. Die AXA easy erzielte in der sonstigen Kraftfahrtversicherung ein versicherungstechnisches Bruttoergebnis in Höhe von -2.958 Tsd. Euro. Durch den 100-prozentigen Rückversicherungsvertrag ergab sich für eigene Rechnung ein Ergebnis von 0 Euro.
Risiken der zukünftigen Entwicklung
Die Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken und die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft allein unsere Annahmen und Ansichten zum Ausdruck.
Wie durch § 64a des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) gefordert, verfügen wir über ein der Größe unserer Gesellschaft angemessenes Risikomanagementsystem.
Als Risiko wird gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen (MaRisk VA) die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungsstandards zur Risikoberichterstattung (DRS 5) ein, innerhalb dessen Risiken als die Möglichkeit einer negativen künftigen Entwicklung der wirtschaftlichen Lage im Vergleich zur Situation am Bilanzstichtag definiert sind.
Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:
| ― | versicherungstechnische Risiken, |
| ― | Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, |
| ― | Risiken aus Kapitalanlagen, |
| ― | operationale und sonstige Risiken. |
Im Folgenden werden unsere Organisationseinheiten des Risikomanagements und der Risikomanagementprozesse aufgezeigt. Darüber hinaus wird unsere Risikosituation im Wesentlichen anlehnend an den Deutschen Rechnungslegungsstandard zur Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen (DRS 5-20) dargestellt.
Organisationseinheiten des Risikomanagements
Das Risikomanagement unserer Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der AXA Deutschland eingebunden.
Aufgrund der Komplexität des Versicherungsgeschäfts ist die Risikomanagementfunktion unserer Gesellschaft auf verschiedene zentrale Funktionen, Organisationseinheiten und Kommissionen verteilt. Kontrollgremium ist der Aufsichtsrat als den Vorstand überwachendes Organ. Der Vorstand wie auch das Audit & Risk Committee (ARC) sind zuständig für die risikopolitische Ausrichtung unserer Gesellschaft sowie die Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung. Darüber hinaus werden im ARC unter anderem Compliance-Themen behandelt sowie Rechts- und Revisionsthemen mit Risikobezug. Das ARC ist das Nachfolgegremium des Risikokomitees und tagte zum ersten Mal im vierten Quartal 2012. Die Risikorunde ist das zentrale Kommunikationsgremium für Risikothemen auf Geschäftsbereichsebene. Bei der Risikorunde liegt besondere Aufmerksamkeit auf der Förderung der Risikokultur über die zentrale Risikomanagementorganisation. Darüber hinaus existiert das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium zu Compliance-Themen, operationalen Risiken, Reputationsrisiken und sonstigen Rechtsrisiken. Zusätzlich werden risikorelevante Themen in diversen Spezialgremien, wie zum Beispiel dem Internal Model Committee, dem Local Risk Reinsurance Committee, dem Asset Liability Committee, dem Kapitalanlageausschuss, und weiteren Gremien besprochen.
Zur Risikomanagementfunktion gehörende Organisationseinheiten sind
| ― | der Bereich Value & Risk Management (zentrales Risikomanagement), |
| ― | die Risikoverantwortlichen für die Steuerung und Kontrolle der Risiken in ihrem jeweiligen Unternehmensbereich (dezentrales Risikomanagement), |
| ― | der dezentrale Risikomanager pro Ressort für die Koordination aller risikorelevanter Themen innerhalb des Ressorts und |
| ― | der Verantwortliche Aktuar. |
Der Chief Risk Officer der AXA Deutschland stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch regelmäßige Berichterstattung an das ARC innerhalb der Gremiensitzungen beziehungsweise ad hoc sicher.
Risikomanagementprozess
Das Risikomanagement unserer Gesellschaft erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess setzt sich aus Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikosteuerung und -überwachung sowie Risikokommunikation und -berichterstattung zusammen.
Risikoidentifikation:
Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der ARC-Sitzungen, im Rahmen der strategischen Planung, der Aktualisierung der Risikostrategie und des Materialitätsprozesses, unter anderem durch die Aktualisierung der Risikopolicen und der Dokumentation und Beschreibung operationaler Risiken. Durch die Risikopolicen werden die identifizierten wesentlichen Risiken inklusive deren aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen dokumentiert.
Darüber hinaus ist die Risikoidentifikation im Rahmen von Prüfungen der Internen Revision möglich. Risiken neuer Kapitalmarkt- und Versicherungsprodukte werden im Rahmen des standardisierten New Product Process (NPP) bzw. Product Approval Process (PAP) vom Bereich Value & Risk Management unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationaler Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und des Topmanagements sowie einer Bewertung durch die jeweiligen operativen Ansprechpartner. Darüber hinaus erfolgt die Risikoidentifikation infolge einer Meldung eingetretener Risiken zur Aufnahme in die Verlustdatensammlung für operationale Risiken, im Rahmen des Information Risk Management Prozesses (IRM) oder durch das Risk Identification and Assessment (RIA) im Rahmen des Business Continuity Managements.
Die vollständige Erfassung aller Risiken erfolgt in der Risikodatenbank. Hierbei werden sowohl die Bewertungen der Operationalen und Sonstigen Risiken als auch die Risikopolicen erfasst.
Risikoanalyse und -bewertung:
Aufbauend auf den Ergebnissen der Risikoidentifikation erfolgt eine Analyse und Bewertung der Risiken. Ergebnis der Risikoanalyse und -bewertung ist das Risikoprofil des Unternehmens. Somit können identifizierte Risiken ihrer Wesentlichkeit nach eingeordnet werden. Dadurch wird sichergestellt, dass Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Wirtschafts-, Finanzoder Ertragslage des Unternehmens identifiziert und angemessene Steuerungsmaßnahmen/-strate-gien definiert werden können.
Bei der Risikobewertung wird eine quantitative Einschätzung für die einzelnen Risiken sowie für das gesamte Risikoportfolio unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Steuerungsmaßnahmen abgegeben. Die übergreifende quantitative Risikobewertung erfolgt anhand des ökonomischen Risikokapitalmodells und der dort definierten und eingesetzten Bewertungsmethoden. Für Risikoarten, für die eine quantitative Risikomessung nicht sinnvoll oder möglich ist, wird eine qualitative Beurteilung vorgenommen.
Neben qualitativen und quantitativen Methoden werden bei der Risikobewertung für ausgewählte Risiken situationsbedingt auch Sensitivitätsanalysen, Szenarioanalysen und Stresstests mit unterschiedlichen Zeithorizonten herangezogen.
Risikosteuerung und -überwachung:
Die Risikosteuerung umfasst das Ergreifen von Maßnahmen zur Risikobewältigung in unserer Gesellschaft. Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung entwickelter Konzepte und Prozesse im Einklang mit der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Risikostrategie verstanden. Dadurch werden Risiken entweder bewusst akzeptiert, vermieden, vermindert oder transferiert. Durch regelmäßige Überwachung der Risiken anhand eines Soll-Ist-Abgleichs, zum Beispiel im Rahmen des implementierten Limitsystems, werden Gefahren frühzeitig erkannt. Somit wird ein Gegensteuern ermöglicht. Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risiko-/Ertragsprofils sowie durch Überwachung der Limite der Verlust- und Risikoindikatoren. Die Risikosteuerung erfolgt immer durch die Geschäftsleitung gemäß ihrer Bereitschaft, bestimmte Risiken zu übernehmen. Dabei müssen jedoch das Risikoprofil und die Risikotragfähigkeit strikt beachtet werden. Schließlich wird in Verbindung mit einer angemessenen Berichterstattung beziehungsweise Eskalation die Einhaltung der Risikostrategie sichergestellt.
Risikokommunikation und -berichterstattung:
Das sich aus Risikoanalyse und Bewertung ergebende Risikoprofil wird gegenüber dem Vorstand kommuniziert, sodass dieser bei der Festlegung des Risikoappetits das aktuelle Risikoprofil beachten kann. Ziel der Risikoberichterstattung ist die Bereitstellung aller erforderlichen Risikoinformationen zur Einschätzung des unternehmensindividuellen Risikos unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher und interner Steuerungsanforderungen.
Neben der Ergebnisberichterstattung zum ökonomischen Risikokapital werden auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht und ein ORSA (Own Risk and Solvency Assessment)-Bericht verfasst. Diese werden den Vorständen der Versicherungsgesellschaften vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das ARC und die Aufsichtsbehörde übermittelt. Zusätzlich sind Ad-hoc-Berichterstattungspflichten, beispielsweise bei Erreichen definierter Schwellenwerte, implementiert. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des regelmäßig zusammenkommenden ARC besprochen, nachdem sie zuvor im Rahmen der weiteren Gremien diskutiert wurden.
Versicherungstechnische Risiken
Schaden- und Unfallversicherung
Unsere Gesellschaft bietet nur Kaftfahrtversicherungsprodukte ausschließlich über das Internet an.
Die primären Risiken aus der Schaden- und Unfallversicherung sind das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko.
Da der deutsche AXA Konzern eine einheitliche Geschäftssteuerung der Sachversicherungssparte betreibt, die sich an den Kundengruppen und Produkten orientiert statt an den Einzelgesellschaften, wurde diesem Umstand durch eine vollständige Rückversicherung des Geschäftes auf den zentralen Risikoträger AXA Versicherung AG Rechnung getragen. Dieses unterstützt darüber hinaus auch die einheitliche Steuerung der Risiken aus dem Bereich Value- & Risk Management, welcher als unabhängige Risikofunktion für alle drei Gesellschaften agiert. Folglich erlaubt diese 100-prozentige Rückversicherung über die Kennzahlen vor und nach Rückversicherung die notwendige Transparenz in der Konzernsteuerung wie auch des Risiko-Managements unserer Gesellschaft.
Prämien- und Schadenrisiko
Unter dem Prämien-/Schadenrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen. Daher ist die unsere Gesellschaft in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation kurzfristig anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird durch Beitragsanpassung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption und durch vertraglich festgelegte Beitragsanpassungsklauseln risikoadäquat gehalten. Auch bei zu erwartenden Veränderungen der Marktsituation kann unser Unternehmen proaktiv handeln.
Die Risikosteuerung unserer Gesellschaft erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt.
Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien-/Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch um Ereignisse wie zum Beispiel Naturkatastrophen, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen. Neben Naturkatastrophen können auch durch Menschen verursachte Schadenereignisse, wie zum Beispiel Terroranschläge, hohe Großschäden hervorrufen. Zusätzlich könnte der Trend zu höheren Schadenersatzansprüchen in der Haftpflichtversicherung, zum Beispiel bei neu aufkommenden Risiken, Veränderungen der Rechtslage beziehungsweise im Verhalten der Marktteilnehmer oder Umweltschäden, den durchschnittlichen Schadenaufwand erhöhen.
Die Risiken werden vollständig an die AXA Versicherung AG zediert. Von daher ergeben sich für Schadenaufwand und verdiente Beiträge für eigene Rechnung (netto) Null-Beträge.
Reserverisiko
Zur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von unserer Gesellschaft Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, so dass die Auskömmlichkeit der Reserve ein wesentliches Risiko darstellt. Das so genannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeter Schäden (Spätschäden). Die Bewertung der künftigen Schadenzahlungen erfolgt anhand aktuarieller Schätztechniken, bei welchen der in der Vergangenheit beobachtete Schadenverlauf herangezogen wird. Großschäden werden separat geschätzt. Mithilfe von stochastischen Szenarien erfolgt eine Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treibern.
Die Risiken werden vollständig an die AXA Versicherung AG zediert. Von daher ergeben sich für das Abwicklungsergebnis für eigene Rechnung (netto) Null-Beträge.
EuGH-Verfahren zur Gender Directive / Unisex-Tarife
Das belgische Verfassungsgericht hat dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) im Juni 2009 die Frage zur Entscheidung vorgelegt, ob Artikel 5 (2) der Gender-Richtlinie (2004/113/EG) mit Europäischem Primärrecht (EG-Vertrag, Europäische Menschenrechtskonvention) vereinbar ist. In diesem Artikel ist ein Wahlrecht für die Mitgliedstaaten verankert. Danach dürfen die Versicherer bei der Tarifierung zwischen Frauen und Männern differenzieren, wenn der Mitgliedstaat es zulässt. Die unterschiedliche Behandlung muss sachlich begründet sein, die Begründung statistisch belegt werden. Deutschland hat dieses Wahlrecht durch die Regelung in § 20 (2) AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) genutzt.
Mit Urteil vom 1. März 2011 hat der EuGH festgestellt, dass die Berücksichtigung des Geschlechts als Risikofaktor in Versicherungsverträgen eine Diskriminierung darstellt. Da die Ausnahmevorschrift des Art. 5 (2) der Richtlinie zudem unbefristet gilt, hat der EuGH diese ab dem 21. Dezember 2012 für ungültig erklärt. Die Leitlinien der EU-Kommission zum EuGH-Urteil und der Entwurf zu dem Umsetzungsgesetz deuten darauf hin, dass die Änderungen nicht das Bestands- sondern nur Neugeschäft nach dem 21. Dezember 2012 betreffen.
Seit dem 21. Dezember 2012 bietet unsere Gesellschaft im Neugeschäft nur noch sogenannte Unisex-Tarife an, welche nicht mehr zwischen Frauen und Männer differenzieren.
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft resultieren für unsere Gesellschaften überwiegend aus Beitragsforderungen sowie aus Forderungen gegenüber Rückversicherern.
Die Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern sowie Versicherungsvermittlern betrugen zum Bilanzstichtag 864 Tsd. Euro (2011: 82 Tsd. Euro). Davon entfielen 488 Tsd. Euro (2011: 1 Tsd. Euro) auf Forderungen, die älter als 90 Tage sind. In der Bilanz wurden keine Wertberichtigungen ausgewiesen.
Durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre in %
| 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| - | 0,0 | 18,60 |
Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern werden durch ein IT-unterstütztes Inkasso- und Mahnsystem gesteuert. Zeitnahe Provisionsabrechnungen stellen sicher, dass Provisionsrückforderungen an Versicherungsvermittler kurzfristig ausgeglichen werden.
Das maximale Risiko aus dem Ausfall der Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft wird durch die in der Bilanz angesetzten Buchwerte mit 6.543 Tsd. Euro wiedergegeben (2011: 0,0 Mio.).
Der Rückversicherer für unsere wichtigsten obligatorischen Rückversicherungsverträge ist die AXA Versicherung, die diese Verträge wiederum komplett in ihre eigenen Rückversicherungsverträge implementiert und anschließend an die französische Gruppengesellschaft AXA Global P&C retrozediert. Die AXA Global P&C platziert diese Verträge teilweise am internationalen Rückversicherungsmarkt und teilweise innerhalb der AXA Gruppe. Sowohl bei der über die AXA Global P&C retrozedierten Vertragsrückversicherung als auch bei der direkt von uns abgegebenen fakultativen und vertraglichen Rückversicherung wird nur mit erstklassigen Rückversicherern zusammengearbeitet. Grundlage hierfür sind Richtlinien für die Auswahl der Rückversicherer sowie eine von der AXA Global P&C permanent aktualisierte Bonitätsliste, basierend auf den Ratings renommierter Ratingagenturen. Bei der Rückversicherung von langfristigen Verbindlichkeiten gelten dabei besonders hohe Anforderungen an die finanzielle Ausstattung der Rückversicherungspartner.
Risiken aus Kapitalanlagen
Unsere Gesellschaft verwaltet 6.992 Tsd. Euro (2011: 3.517 Tsd. Euro) Kapitalanlagen. Diese werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden. Dieses wird unter anderem durch eine ausgewogene Diversifikation und strikte Begrenzung von Konzentrationsrisiken gewährleistet.
Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die durch die im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und andere risikomindernde Maßnahmen bewusst eingegangen werden. Zum Erhalt beziehungsweise Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und fortlaufend an das jeweilige Kapitalmarktumfeld angepasst.
Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt:
Marktrisiken
Die Marktpreisrisiken unserer Gesellschaft beruhen auf Wertverlusten bei festverzinslichen Anlagen.
Die Auswirkungen auf die Marktwerte der Kapitalanlagen werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Zinsprodukten simuliert. Somit werden die tatsächlichen Sensitivitäten unserer Kapitalanlagen verdeutlicht.
Die folgende Übersicht zeigt auf, wie sich eine Änderung der Marktzinsen kurzfristig auswirken würde:
| Renditeänderung des Rentenmarktes | Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen |
|---|---|
| Anstieg um 200 Basispunkte | - 88 Tsd. Euro |
| Anstieg um 100 Basispunkte | - 45 Tsd. Euro |
| Sinken um 100 Basispunkte | + 18 Tsd. Euro |
| Sinken um 200 Basispunkte | + 18 Tsd. Euro |
Wir verfolgen die Entwicklung der Kapitalmärkte sehr genau. Sollten sich die zuvor gezeigten negativen Szenarien im laufenden Geschäftsjahr ganz oder teilweise einstellen oder am Bilanzstichtag vorliegen, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen. Diese beinhalten unter anderem mögliche Abschreibungen auf die nachhaltigen Werte einzelner Kapitalanlagen, den selektiven Verkauf einzelner Titel und den optionalen Einsatz von Wertsicherungsmaßnahmen, um die Portfolios kurzfristig gegen weitere Wertverluste abzusichern.
Kreditrisiken
Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners beziehungsweise Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen, Genussrechten und Derivaten.
Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt entweder mit Hilfe von Ratingagenturen oder nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft.
Zusätzlich zur Überwachung der Ratings nehmen wir in Zusammenarbeit mit den von uns mandatierten Vermögensverwaltern Detailanalysen zu potenziell ausfallgefährdeten Wertpapieren vor, auf deren Basis dann über risikomindernde Maßnahmen entschieden wird. Für diese Analysen werden alle im Markt vorhandenen Informationen herangezogen.
Der größte Teil unserer Rentenbestände ist besichert beziehungsweise von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem minimalen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich in der Zukunft die Bonität einzelner Emittenten verschlechtert und damit Abschreibungsbedarf entstehen könnte.
Unsere Gesellschaft hielt im Jahr 2012 keine Staatsanleihen von Griechenland, Spanien, Italien, Portugal und Irland, deren Risiken im Rahmen der europäischen Schuldenkrise diskutiert werden und deren Spreads sich in den vergangenen Jahren teilweise deutlich ausgeweitet haben.
Konzentrationsrisiken
Konzentrationsrisiken entstehen, wenn Unternehmen hohe einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingehen und daraus hohe Ausfallverluste resultieren können. Bei der Kapitalanlage entstehen Konzentrationsrisiken, wenn Investitionen in einzelne Kapitalanlageprodukte oder Emittenten oberhalb definierter Grenzen durchgeführt werden. Aus diesem Grunde stehen Konzentrationsrisiken im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken und werden durch die Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht.
Liquiditätsrisiken
Aufgrund der vorab vereinnahmten sowie verzinslich und liquid angelegten Beiträge ist das Liquiditätsrisiko für Versicherungsunternehmen grundsätzlich gut steuerbar. Wir tragen dem Risiko unzureichender Liquidität durch eine mehrjährige Planung der Zahlungsströme Rechnung. Zusätzlich erfolgt für einen rollierenden Zwölfmonatszeitraum eine Prognose auf Monatsbasis. Für die Überwachung des Liquiditätsrisikos wird darüber hinaus ein Liquiditätsstresstest durchgeführt.
Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit wir den Verpflichtungen gegenüber unseren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Bei einem eventuell auftretenden unvorhergesehenen Liquiditätsbedarf wird auf Grundlage des konzerninternen Liquiditätshilfeabkommens Liquidität zur Verfügung gestellt.
Risikosteuerung der Kapitalanlagen
Innerhalb des AXA Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen implementiert. Das Asset Liability Management-Komitee schlägt die Kapitalanlagestrategie vor, der Vorstand entscheidet hierüber. Der Kapitalanlageausschuss implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation) und die Einhaltung vorgegebener Limitsysteme. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Richtlinie (Investment Guidelines) für alle Kapitalanlagen. Die aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Mischung und Streuung werden eingehalten. Zusätzlich werden Konzentrationsrisiken durch das gruppenweite Risikomanagement monatlich ausgewertet und überwacht.
Ziel des strukturierten Anlageprozesses ist es, die Risiken in den Portfolios durch systematische und kontrollierte Abläufe zu steuern. Anlageentscheidungen werden auf Basis von Asset Liability Management-Analysen vor dem Hintergrund der versicherungstechnischen Verpflichtungen, der Bewertungsreserven und der Eigenkapitalausstattung getätigt. Im Rahmen der strategischen und taktischen Asset Allocation bestehen prozentuale Begrenzungen für die einzelnen Anlageklassen. Zusätzlich werden Limite für Bonität, Einzelemittenten und die Duration des festverzinslichen Portfolios definiert und überwacht. Bei der Risikoeinschätzung wird dabei von einem dem jeweiligen Risiko adäquaten Prognosezeitraum ausgegangen. Zur Bewertung der Anlagerisiken steht eine Vielzahl von Risikomanagement-Instrumenten zur Verfügung.
Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Asset Liability Management-Komitees und des Kapitalanlageausschusses wird das Kreditrisiko des Gesamtportfolios sowie einzelner Anlageklassen und kritischer Emittenten unter der systematischen Teilnahme des Chief Investment Officer und des Finanzvorstandes besprochen. Der Vorstandsvorsitzende und die Spartenvorstände sind ebenfalls Mitglied diese Komitees.
Das Audit Committee wird regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen und die Risikosituation des Konzerns und der Einzelgesellschaften informiert.
Operationale und sonstige Risiken
Operationale Risiken beinhalten Verluste aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen sowie aus mitarbeiter-, systembedingten oder externen Vorfällen.
Unsere Gesellschaft bzw. AXA Deutschland unterscheidet hierbei die Risikokategorien Interner Betrug, Externer Betrug, Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitssicherheit, Kunden-, Produkt- und Geschäftspraxis, Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsunterbrechung und Versagen von Systemen, Durchführungs-/Produkt-/Leistungs-/Prozessmanagement. Als risikobewusstes Versicherungsunternehmen hat AXA Deutschland Prozesse und Systeme zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung der operationalen Risiken entwickelt und strebt deren Zertifizierung im Rahmen von Solvency II zum frühestmöglichen Zeitpunkt an.
Seit 2010 führt AXA Deutschland eine Sammlung von Daten aus operationalen Verlusten durch. Die Methoden und Prozesse werden ständig weiterentwickelt. 2012 wurden wesentliche Meilensteine in der Modellierung zur Erlangung der Solvency II-Zertifizierung erreicht. Bereits jetzt sind die operationalen Risiken in das Interne Kontrollsystem integriert. Für die Identifizierung, Analyse und Steuerung von Risiken im Zusammenhang mit Outsourcing-Verhältnissen ist ein Standard definiert, welcher vorsieht, dass im Vorfeld einer Auslagerung auf Basis einer Risikoanalyse bewertet wird, ob Aktivitäten und Prozesse ausgelagert werden können und sollen.
Das Risikoprofil der AXA Deutschland ist bezüglich operationaler Risiken insgesamt stabil geblieben, ein leichter Anstieg resultiert aus Modellveränderungen. Dominante Themen sind wie im Vorjahr ausstehende Gerichtsentscheidungen und Änderungen von Gesetzesvorhaben.
Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, aus Systemausfällen und anderen Katastrophenereignissen werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert. Notfallprozesse werden organisiert und alle notwendigen Präventivmaßnahmen zum Zweck der Unternehmenssicherheit ergriffen. Durch die Setzung verbindlicher Standards mit Fokus auf die operationalen Risiken sollen mögliche Negativfolgen reduziert und der wirtschaftliche Fortbestand der AXA jederzeit garantiert werden.
Diese Standards hat AXA Deutschland im Geschäftsjahr 2012 aktualisiert. Der Roll-out neuer Organisationsstrukturen und Prozesse wurde gestartet. Diese sehen vor, dass interne und externe Bedrohungen, die eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse zur Folge haben könnten, regelmäßig beurteilt werden. Diese Risikoeinschätzung erfüllt im Wesentlichen vier Aufgaben:
| ― | Sammlung aller Informationen zur Priorisierung der Produkte, Dienstleistungen und somit Geschäftseinheiten im Rahmen der Prozesse Business Impact Analyse und Risk Identification and Assessment (RIA) |
| ― | Untersuchung und Bewertung verschiedener Strategieoptionen mit dem Ziel, wichtige Produkte und Dienstleistungen auch im Notfall bereitstellen zu können |
| ― | Entwicklung und Implementierung einer Business Continuity-Reaktion, vor allem in Form von Notfallplänen |
| ― | Übung und Pflege der Business Continuity Management-Vorkehrungen |
Auch strategische, Reputations- und weitere Rechtsrisiken werden permanent eng überwacht, das Instrumentarium insbesondere an präventiven Maßnahmen ständig überprüft und erweitert.
Kapitalmanagement und Solvabilität
Die Steuerung der Kapitalbasis erfolgt nach den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Ziel ist es, die jederzeitige Erfüllung der versicherungsvertraglichen Verpflichtungen sicherstellen zu können - selbst wenn im Extremfall die hierfür gebildeten versicherungstechnischen Rückstellungen unzureichend wären. Für die Bereitstellung des entsprechenden Eigenkapitals wird eine angemessene Verzinsung angestrebt.
Für die Solvabilität unserer Gesellschaft wurden alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Die zur Bedeckung vorhandenen Eigenmittel beliefen sich 2012 auf 3.500 Tsd. Euro (2011: 3.500 Tsd. Euro). Die Bewertungsreserven werden bei der Ermittlung der vorhandenen Eigenmittel nicht berücksichtigt.
Ziel der Solvency II-Richtlinie der EU-Kommission ist es, das Versicherungsaufsichtsrecht auf europäischer Ebene neu und einheitlich zu regeln. Hierzu gehört zum einen die Neuregelung der Solvenzanforderungen auf Basis risikoorientierter Kapitalmodelle (Säule I). Zum anderen wird ein prinzipienbasierter Anforderungskatalog an das Risikomanagement der Versicherungsunternehmen definiert, sodass die neuen Regelungen zur risikobasierten Eigenmittelvorschrift durch qualitative Anforderungen ergänzt werden (Säule II). Darüber hinaus werden Veröffentlichungspflichten und Berichterstattung gegenüber der Aufsichtsbehörde definiert (Säule III). Die Solvency II-Regelungen wurden im EU-Parlament im Jahr 2009 verabschiedet. Der Solvency II-Richtlinie vorgreifend, wurde die nationale Umsetzung von Teilen der Solvency II-Rahmenrichtlinie (Säule II) bereits durch die zum Jahresbeginn 2008 in Kraft getretene VAG-Novelle (§ 64a VAG und § 55c VAG, VAG = Versicherungsaufsichtsgesetz) sowie das Rundschreiben 3/2009 (VA) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) - Aufsichtsrechtliche Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk VA) begonnen. Dem folgten mit § 64b VAG und der Versicherungs-Vergütungsverordnung (VersVergV) weitere Ergänzungen im Jahr 2010.
Die für 2012 erwarteten Änderungen der Solvency II-Rahmenrichtlinie durch die Omnibus II-Richtlinie stehen weiterhin aus. Stattdessen wurde das Datum des Inkrafttretens von Solvency durch die Quick-fix-Richtlinie aus dem Juli 2012 auf den 30. Juni 2013 verschoben ("Scharfschaltung" 1. Januar 2014). Politische Diskussionen auf europäischer Ebene schließen weitere Verschiebungen im Zeitplan nicht aus. Dies wirkt sich auch auf die nationale Ebene aus:
Nachdem in der zweiten Jahreshälfte 2011 und ersten Jahreshälfte 2012 die nationale Umsetzung der Solvency II-Rahmenrichtlinie weiter vorangetrieben wurde, hat der Finanzausschuss des Bundestags am 9. Mai 2012 die Beratungen über das zehnte Gesetz zur Änderung des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) jedoch vorerst eingestellt. Grund sind die vorausgehend dargestellten Verspätungen beim Gesetzgebungsprozess für die neuen Aufsichtsregeln Solvency II in Brüssel (= Omnibus II-Richtlinie). Zudem wurden in der zweiten Jahreshälfte 2012 bestimmte (zeitkritische) Themen aus der geplanten Novelle herausgelöst und im Rahmen eines anderen Gesetzgebungsverfahrens zeitnah auf den Weg gebracht (z.B. Umsetzung des EuGH-Urteils zu Unisex-Tarifen).
Innerhalb von § 64a VAG werden die Komponenten eines angemessenen Risikomanagements definiert. Das Rundschreiben "Mindestanforderungen an das Risikomanagement VA (MaRisk VA)" der BaFin konkretisiert die Vorgaben des § 64a VAG. Mit dem Inkraftsetzen des § 55c VAG haben Versicherungsunternehmen den an den Vorstand gerichteten Risikobericht in gleicher Form und mit gleichem Inhalt der Aufsichtsbehörde vorzulegen. § 64b VAG sowie die VersVergV definieren Anforderungen an die Vergütungssysteme von Versicherungsunternehmen.
Derzeit entwickelt die AXA Gruppe ein Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung, das voraussichtlich unter Solvency II als Internes Modell dienen wird. Neben den Anforderungen aus Säule I bereitet sich die AXA Deutschland derzeit ebenfalls intensiv auf die Anforderungen aus Säule II und Säule III vor.
Zusammenfassende Darstellung der Risikolage
Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden. Die Solvabilität 2012 zeigt gemäß der Berechnung wiederum eine ausreichende Überdeckung. Sollte in Zukunft dennoch ein Fehlbetrag auszuweisen sein, so würde dieser von der AXA Konzern AG im Rahmen des Beherrschungsvertrages ausgeglichen werden.
Sonstige Angaben
Besitzverhältnisse
Die alleinige Gründerin der AXA easy Versicherung AG ist die AXA Konzern AG, Köln. Diese hat 100 % des Grundkapitals unserer Gesellschaft übernommen. Mit der AXA Konzern AG, Köln, bestehen ein Beherrschungs- und ein Gewinnabführungsvertrag.
Zusammenarbeit im Konzern
Die Geschäftsfunktionen unserer Gesellschaft werden seit der Gründung im September 2011 von Dienstleistungsgesellschaften des deutschen AXA Konzerns und der AXA Gruppe ausgeübt. Deshalb verfügt die AXA easy Versicherung auch nicht über eigene Mitarbeiter. Im Einzelnen haben wir die nachfolgenden Geschäftsfunktionen unserer Gesellschaft im Rahmen vom Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsvertrag auf die AXA Konzern AG übertragen:
| ― | Vertrieb, Bestandsverwaltung, Leistungsbearbeitung, Rechnungswesen, interne Revision, Vermögensanlage und -verwaltung, Recht & Compliance, Personal, Steuern, Corporate Finance, Controlling, Konzernreferat, Value & Risk Management, Procurement, Cash, Zahlungsverkehr, Facility Management, Konzernkommunikation, Konzernorganisation, Konzernstrategie & Portfoliosteuerung, Betriebsärztlicher Dienst, Aktuariat, Postbearbeitung, Logistik, Archivierung, IT, Elektronische Datenverarbeitung, anwendungsbezogene Dienstleistungen sowie Beistandsleistungen. |
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Unsere Gesellschaft hat am 6. Juni 2011 einen Beherrschungsvertrag sowie einen Gewinnabführungsvertrag mit der AXA Konzern AG abgeschlossen. Beide Verträge sind am 1. September 2011 in das Handelsregister des Amtsgerichts Köln eingetragen worden.
Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen
Für den Vertrieb unserer Produkte nutzen wir neben einem eigenen Direktvertrieb auch die gemeinsame Vertriebsorganisation der AXA Versicherung AG und der AXA Lebensversicherung AG.
Verbands- und Vereinszugehörigkeit
Unsere Gesellschaft gehört unter anderem folgenden Verbänden und Vereinen aus der Versicherungswirtschaft an:
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., Berlin
Der Versicherungsombudsmann e.V., Berlin
Verkehrsopferhilfe e.V., Hamburg
Deutsches Büro Grüne Karte e.V., Hamburg.
Nachtragsbericht
Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2012 sind bei unserer Gesellschaft keine Vorgänge eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögensanlage der Gesellschaft haben.
Ergebnisabführung
Der im Geschäftsjahr 2012 erwirtschaftete Überschuss in Höhe von 81 Tsd. Euro wurde aufgrund des im Juni 2011 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages zwischen unserer Gesellschaft und der AXA Konzern AG an diese abgeführt.
Ausblick und Chancen
Nach Einschätzung der Bundesregierung wird sich die deutsche Wirtschaft auch 2013 positiv entwickeln. In ihrem Mitte Januar vorgelegten Jahreswirtschaftsbericht geht die Regierung für das laufende Jahr von einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 0,4 % aus. Sie erwartet, dass die inländische Wirtschaft ihre leichte Schwächephase aus dem letzten Quartal 2012 schnell überwinden und im Laufe des Jahres wieder Tritt fassen wird. Allerdings ist nicht konkret abzuschätzen, wie sich die Krise der Staatsfinanzen in einigen Ländern des Euro-Raums und die schwächelnde Konjunktur in zahlreichen Ländern auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland auswirken wird. Für 2014 ist die Bundesregierung optimistisch: Nach ihrer Erwartung wird die inländische Konjunktur im nächsten Jahr mit erwarteten 1,6 % Wachstum wieder stärker anziehen. Damit wird sich die deutsche Wirtschaft wie schon in den vergangenen Jahren spürbar günstiger entwickeln als der Durchschnitt der Eurozone.
Auch der Arbeitsmarkt zeigt sich robust. So wird nach Einschätzung der Bundesregierung die Zahl der Erwerbstätigen, die bereits 2012 mit 41,6 Millionen Menschen einen neuen Höchststand erreicht hatte, im Jahresdurchschnitt 2013 nochmals leicht steigen. Die Zahl der Arbeitslosen wird aller Voraussicht nach auf einem niedrigen Niveau bleiben.
Für die deutsche Versicherungswirtschaft kann nach dem moderaten Anstieg der Beitragseinnahmen um 1,5 % im vergangenen Jahr aller Voraussicht nach für 2013 mit einem Wachstum in ähnlicher Größenordnung gerechnet werden. Auch in der Schaden- und Unfallversicherung sind erneut Beitragssteigerungen zu erwarten, die aber voraussichtlich nicht die Wachstumsraten des Jahres 2012 erreichen werden.
In der Kraftfahrtversicherung wird vom GDV nicht zuletzt aufgrund der Beitragsanpassungen im Neugeschäft und Bestand mit einem deutlichen Beitragswachstum und zugleich eine spürbare Verbesserung der versicherungstechnischen Ergebnisse gerechnet. Für den Abschluss von Kraftfahrtversicherungen über das Internet erwarten wir in den nächsten Jahren ein deutlich überdurchschnittliches Wachstum.
Schwerpunkt unserer Aktivitäten im Jahr 2013 ist die weitere Etablierung der AXA easy Versicherung als attraktiver und durchsetzungsfähiger Online-Anbieter im Kraftfahrtversicherungsmarkt. Mit unseren wettbewerbsstarken Tarifen, eingebunden in ein umfassendes Online-Service-Konzept, sehen wir uns hier sehr gut aufgestellt. Durch konsequente Risikoselektierung und schlanke Bearbeitungsprozesse haben wir die Grundlage für eine nachhaltig günstige Preispositionierung geschaffen.
Daher gehen wir von einem deutlichen Stück- und Beitragswachstum im Geschäftsjahr 2013 aus. Aufgrund der notwendigen Anfangsinvestitionen erwarten wir für 2013 noch einen geringen versicherungstechnischen Verlust.
Für die Jahre 2014/15 rechnen wir weiterhin mit einem hohen Stückzahl- und Beitragswachstum bei einem zugleich positiven Unternehmensergebnis.
Köln, den 11. April 2013
Der Vorstand
Anlagen zum Lagebericht
Geschäftsgebiet
Bundesrepublik Deutschland
Betriebene Versicherungszweige
Unfallversicherung
Kraftfahrtunfallversicherung
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
Sonstige Kraftfahrtversicherung
Fahrzeugvollversicherung
Fahrzeugteilversicherung
Beistandsleistungsversicherung
In der Kraftfahrt- und Unfallversicherung haben wir Tarife mit Beiträgen, die nach dem Geschlecht unterscheiden, im Bestand. Seit dem 21. Dezember 2012 bietet unsere Gesellschaft im Neugeschäft nur noch sogenannte Unisex-Tarife an. Hintergrund ist eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs aus März 2011, dass Versicherer ab diesem Stichtag keine Tarife mehr anbieten dürfen, die nach dem Geschlecht unterscheiden.
Bilanz zum 31. Dezember 2012
Aktiva in Euro
| 2012 | 2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| A. Kapitalanlagen | ||||
| I. Sonstige Kapitalanlagen | ||||
| 1. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 2.592.172 | 1.567.253 | ||
| 2. Einlagen bei Kreditinstituten | 4.400.000 | 1.950.000 | ||
| 6.992.172 | 3.517.253 | |||
| 6.992.172 | 3.517.253 | |||
| B. Forderungen | ||||
| I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an: | ||||
| 1. Versicherungsnehmer | 864.336 | 82.002 | ||
| II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft | 6.542.868 | 0 | ||
| davon an verbundene Unternehmen: 6.542.868 Euro (2011: 0 Euro) | ||||
| III. Sonstige Forderungen | 42.709 | 59.171 | ||
| davon an verbundene Unternehmen: 41.355 Euro (2011: 2 Euro) | ||||
| 7.449.913 | 141.173 | |||
| C. Sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 245.456 | 75.442 | ||
| II. Andere Vermögensgegenstände | 660.218 | 11.309 | ||
| 905.674 | 86.751 | |||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | ||||
| I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten | 50.727 | |||
| 50.727 | 46.677 | |||
| 15.398.486 | 3.791.854 | |||
| Passiva in Euro | ||||
| 2012 | 2011 | |||
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 3.500.000 | |||
| 3.500.000 | 3.500.000 | |||
| B. Versicherungstechnische Rückstellungen | ||||
| I. Beitragsüberträge | ||||
| 1. Bruttobetrag | 14.487 | 10.523 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 14.487 | 10.523 | ||
| 0 | 0 | |||
| II. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | ||||
| 1. Bruttobetrag | 7.127.707 | 248.576 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 7.127.707 | 248.576 | ||
| 0 | 0 | |||
| III. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen | ||||
| 1. Bruttobetrag | 129.287 | 185 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 129.287 | 185 | ||
| 0 | 0 | |||
| 0 | 0 | |||
| C. Andere Rückstellungen | ||||
| I. Sonstige Rückstellungen | 39.986 | |||
| 39.986 | 38.389 | |||
| D. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | 7.388.378 | 0 | ||
| E. Andere Verbindlichkeiten | ||||
| I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber: | ||||
| 1. Versicherungsnehmern | 18.367 | 10.002 | ||
| II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft | 20.817 | 193.682 | ||
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 20.817 Euro (2011: 193.682 Euro) | ||||
| III. Sonstige Verbindlichkeiten | 4.430.938 | 49.781 | ||
| davon aus Steuern: 83.095 Euro (2011: 13.681) | ||||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0 Euro | ||||
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 4.243.179 Euro (2011: 31.840) | ||||
| 4.470.122 | 253.465 | |||
| 15.398.486 | 3.791.854 |
Köln, den 11. April 2013
Der Vorstand
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012
VERSICHERUNGSTECHNISCHE RECHNUNG in Euro
| 2012 | 2011* | |||
|---|---|---|---|---|
| I. Versicherungstechnische Rechnung | ||||
| 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung | ||||
| a) Gebuchte Bruttobeiträge | 17.144.454 | 276.197 | ||
| b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge | 17.144.454 | 276.197 | ||
| 0 | 0 | |||
| c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge** | -3.964 | -10.523 | ||
| d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen** | 3.964 | 10.523 | ||
| 0 | 0 | |||
| 0 | 0 | |||
| 2. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung | 0 | 0 | ||
| 3. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung | ||||
| a) Zahlungen für Versicherungsfälle | ||||
| aa) Bruttobetrag | 10.898.327 | 36.982 | ||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 10.898.327 | 36.982 | ||
| 0 | 0 | |||
| b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | ||||
| aa) Bruttobetrag | 6.879.131 | 248.576 | ||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 6.879.131 | 248.576 | ||
| 0 | 0 | |||
| 0 | 0 | |||
| 4. Veränderung der sonstigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen | 0 | 0 | ||
| 5. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung | ||||
| a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb | 5.730.294 | 45.013 | ||
| b) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | 5.730.294 | 45.013 | ||
| 0 | 0 | |||
| 6. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung | 0 | 0 | ||
| 7. Zwischensumme | 0 | 0 | ||
| 8. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | 0 | 0 | ||
| Aufgrund des 100-prozentigen Rückversicherungsvertrages ergeben sich bei den Positionen, die für eigene Rechnung anzugeben sind, Nullbeträge. | ||||
| II. Nichtversicherungstechnische Rechnung | ||||
| 1. Erträge aus Kapitalanlagen | ||||
| a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | 83.623 | 5.052 | ||
| 83.623 | 5.052 | |||
| 2. Aufwendungen für Kapitalanlagen | ||||
| a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen | 4.000 | |||
| 4.000 | 511 | |||
| 79.623 | 4.541 | |||
| 3. Sonstige Erträge | 78.165 | 13.509 | ||
| 4. Sonstige Aufwendungen | 39.190 | 51.104 | ||
| 38.975 | -37.595 | |||
| 5. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 118.598 | -33.054 | ||
| 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 37.936 | -10.569 | ||
| davon aus Organschaftsumlage: 37.936 Euro (2011: -10.569 Euro) | ||||
| 37.936 | -10.569 | |||
| 7. Erträge aus Verlustübernahme | -22.485 | |||
| 8. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne | 80.662 | |||
| 9. Jahresüberschuss | 0 | 0 |
* Rumpfgeschäftsjahr 01. September - 31. Dezember 2011
** -= Erhöhung
Anhang
Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012 wurden nach den für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) erstellt.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Aktiva
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die dem Anlagevermögen zugeordnet waren, wurden entsprechend dem gemilderten Niederstwertprinzip mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dem dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Agio- und Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst.
Die dauerhafte Wertminderung eines Wertpapieres wird angenommen, wenn der Zeitwert des Wertpapieres einen Werteverfall aufgrund einer wesentlichen Verschlechterung des Ratings / der Bonität eines Emittenten aufzeigt und aus diesem Grund von einem (Teil-) Ausfall des Schuldtitels ausgegangen wird.
Einlagen bei Kreditinstituten wurden mit den Nennbeträgen angesetzt.
Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft bilanzierten wir mit den Nennbeträgen, vermindert um vorzunehmende Einzelwertberichtigungen.
Die Pauschalwertberichtigungen bildeten wir in Höhe der nach dem Bilanzstichtag voraussichtlich eintretenden Ausfälle. Die Pauschalwertberichtigung setzten wir aktivisch ab.
Die Anteile der Rückversicherer an den Pauschalwertberichtigungen wurden den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend ermittelt.
Die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft wurden mit dem Nennbetrag ausgewiesen, soweit nicht Einzelwertberichtigungen vorzunehmen waren.
Die sonstigen Forderungen aktivierten wir mit dem Nennbetrag.
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand wurden mit dem Nennbetrag in Ansatz gebracht.
Die anderen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag aktiviert.
Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.
Passiva
Die Beitragsüberträge wurden für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft pro rata temporis unter Berücksichtigung unterjähriger Fälligkeiten nach Abzug äußerer Kosten ermittelt.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthält die Rückstellung für Entschädigungen und die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen. Die Rückstellung für Entschädigungen für das selbst abgeschlossene Geschäft wurde inventurmäßig je Einzelschaden festgesetzt und fortgeschrieben.
Bei der Ermittlung der einzelnen Schadenrückstellungen wurden Ansprüche aus Regresse und Provenues abgesetzt, soweit ihre Realisierbarkeit feststand oder zweifelsfrei bestimmbar war.
Die Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen wurde je Vertrag ermittelt.
Die Anteile der Rückversicherer an der Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen wurden den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend ermittelt.
Die Spätschadenrückstellung für eingetretene, bis zur Schließung des Schadenregisters nicht gemeldete Versicherungsfälle wurde unter Berücksichtigung der bis zum 31.12.2012 gemeldeten Versicherungsfälle und der abgeschlossenen Verträge ermittelt. Ergänzend wurden ebenfalls Vergleiche mit Sachgesellschaften im Konzern berücksichtigt, welche auf Stückzahl und Beitrag der gemeldeten Versicherungsfälle im Verhältnis zum Bestand beruhen als auch eine durchschnittliche aktuarielle Schadenquote mit einbeziehen.
Die Rückstellung für Schadenregulierungskosten wurde unter Beachtung des koordinierten Ländererlasses vom 22. Februar 1973 errechnet.
Die Anteile der Rückversicherer an den Rückstellungen wurden den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend ermittelt.
Die Bruttorückstellung für das zu erwartende Storno bei bereits vereinnahmten Beiträgen wurde nach Erfahrungswerten ermittelt.
Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen erfolgte nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischen Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, der zukünftig erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen haben eine Laufzeit von kleiner als einem Jahr und werden daher nicht abgezinst.
Alle übrigen Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.
Gewinn- und Verlustrechnung
Erträge und Aufwendungen wurden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.
Zeitwerte der Kapitalanlagen
Die Offenlegung von Zeitwerten der Kapitalanlagen erfolgte entsprechend den Vorschriften §§ 54 ff. der RechVersV. Die Angaben wurden zum Bilanzstichtag erstellt.
Als beizulegende Zeitwerte für Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden im Wesentlichen die Börsenkurse per 31. Dezember 2012 angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ohne Börsennotierung wurden auf Grundlage von Discounted-Cash-Flow-Methoden ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte der Einlagen bei Kreditinstituten entsprachen aufgrund des kurzfristigen Charakters den Buchwerten.
Einbeziehung in den Konzernabschluss
Durch die Einbeziehung der Gesellschaft in den Konzernabschluss der AXA, Paris, lagen einzelne Buchungsschlusstermine vor dem 31. Dezember des Geschäftsjahres. Die Zahlungsvorgänge grenzten wir über die sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten ab. Dadurch ergaben sich keine wesentlichen Einflüsse auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Angaben zur Bilanz
Aktiva
Entwicklung der Aktivposten A.I. im Geschäftsjahr 2012 (in Euro)
| Bilanzwerte Vorjahr | Zugänge | Abgänge | Bilanzwerte Geschäftsjahr | |
|---|---|---|---|---|
| A. I. Sonstige Kapitalanlagen | ||||
| 1. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.567.253 | 1.061.350 | 36.431 | 2.592.172 |
| 2. Einlagen bei Kreditinstituten | 1.950.000 | 2.450.000 | 0 | 4.400.000 |
| 3. Summe A. I. | 3.517.253 | 3.511.350 | 36.431 | 6.992.172 |
| Insgesamt | 3.517.253 | 3.511.350 | 36.431 | 6.992.172 |
Zeitwert der Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2012 gemäß § 54 RechVersV (in Euro)
| 2012 Bilanzwerte | 2012 Zeitwerte zu Anschaffungskosten bilanziert | 2012 Zeitwerte zum Nennwert bilanziert | 2012 Zeitwerte Summe | |
|---|---|---|---|---|
| A. I. Sonstige Kapitalanlagen | ||||
| 1. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 2.592.172 | 2.605.770 | 0 | 2.605.770 |
| 2. Einlagen bei Kreditinstituten | 4.400.000 | 0 | 4.400.000 | 4.400.000 |
| Summe A. I. | 6.992.172 | 2.605.770 | 4.400.000 | 7.005.770 |
| Summe A. Kapitalanlagen | 6.992.172 | 2.605.770 | 4.400.000 | 7.005.770 |
| Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert | 13.598 |
Zeitwert der Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2011 gemäß § 54 RechVersV (in Euro)
| 2011 Bilanzwerte | 2011 Zeitwerte zu Anschaffungskosten bilanziert | 2011 Zeitwerte zum Nennwert bilanziert | 2011 Zeitwerte Summe | |
|---|---|---|---|---|
| A. I. Sonstige Kapitalanlagen | ||||
| 1. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.567.253 | 1.563.985 | 0 | 1.563.985 |
| 2. Einlagen bei Kreditinstituten | 1.950.000 | 0 | 1.950.000 | 1.950.000 |
| Summe A. I. | 3.517.253 | 1.563.985 | 1.950.000 | 3.513.985 |
| Summe A. Kapitalanlagen | 3.517.253 | 1.563.985 | 1.950.000 | 3.513.985 |
| Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert | -3.268 |
A.I. Sonstige Kapitalanlagen
Zuordnung von Kapitalanlagen zum Anlagevermögen gemäß § 341b Abs. 2 HGB
Auf der Grundlage nachfolgender Darstellungen nimmt die AXA easy Versicherung die Möglichkeit (gemäß § 341 b HGB) in Anspruch, indem Kapitalanlagen dem Anlagevermögen zugeordnet werden, weil sie dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen.
Die Entscheidung über die Zweckbestimmung der Kapitalanlagen ist mit Beschluss des Vorstandes der AXA easy Versicherung wie folgt getroffen worden:
1. Im Geschäftsjahr 2012 waren Kapitalanlagen mit einem Buchwert in Höhe von 2.592 Tsd. Euro dem Anlagevermögen zugeordnet (2011: 1.567 Tsd. Euro). Dies entspricht einem Anteil von 37,1 % an den gesamten Kapitalanlagen (2011: 44,6%).
2. Grundlage für die Bestimmung:
Die Bestimmung, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, wird aus folgenden Indikatoren abgeleitet:
2.1. Die AXA easy Versicherung ist in der Lage, die dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen so zu verwenden, dass sie dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen können.
2.2. Aufgrund der laufenden Liquiditätsplanung besitzt die AXA easy Versicherung die Fähigkeit zur Daueranlage der betreffenden Kapitalanlagen.
2.3. Die dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen werden in der Buchhaltung jeweils auf gesonderten Konten von den anderen Wertpapieren getrennt erfasst. Eine depotmäßige Trennung von Anlage- und Umlaufvermögen ist gewährleistet.
3. Voraussichtlich dauernde Wertminderung:
Bei den dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen werden Abschreibungen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung gemäß § 341b HGB vorgenommen.
Die Methoden für die Beurteilung der voraussichtlich dauernden Wertminderung bei Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. Hieraus ergab sich keine Notwendigkeit für außerplanmäßige Abschreibungen.
Zum 31. Dezember 2012 waren dem Anlagevermögen Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 1.061 Tsd. Euro zugeordnet, die stille Lasten ausweisen. Die Zeitwerte dieser Kapitalanlagen lagen um 1.981 Euro unter den entsprechenden Buchwerten.
Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung, aufgrund unserer langfristigen Halteabsicht sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus. Die Kriterien der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.
Nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertete Kapitalanlagen
| in Euro | Bilanzwerte | 2012 Zeitwerte |
|---|---|---|
| Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 2.592.172 | 2.605.770 |
| Summe Wertpapiere | 2.592.172 | 2.605.770 |
| Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert | 13.598 |
B.III. Sonstige Forderungen
Die hier ausgewiesenen Beträge entfallen im Wesentlichen auf Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 41 Tsd. Euro.
C.II. Andere Vermögensgegenstände
Die Position andere Vermögensgegenstände enthält bezahlte, jedoch noch nicht verrechnete Schäden in Höhe von 660 Tsd. Euro (2011: 11 Tsd. Euro).
D.I. Rechnungsabgrenzungsposten
Die Rechnungsabgrenzungsposten sind für die Zinsforderungen aus Kapitalanlagen gebildet worden.
Passiva
A. Eigenkapital
| in Euro | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Das gezeichnete Kapital teilt sich auf in: | ||
| 3.500.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Es wurde zu einem Ausgabebetrag von € 1,00 je Aktie vollständig von der AXA Konzern AG, Köln übernommen. | 3.500.000 | 3.500.000 |
| 3.500.000 | 3.500.000 |
B. Versicherungstechnische Brutto Rückstellungen insgesamt
| in Euro | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Unfallversicherung | 8 | 1.000 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 5.533.946 | 205.564 |
| sonstige Kraftfahrtversicherungen | 1.737.527 | 52.720 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 7.271.481 | 259.284 |
B.II.1. Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
| in Euro | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Unfallversicherung | 0 | 1.000 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 5.401.602 | 195.220 |
| sonstige Kraftfahrtversicherungen | 1.726.105 | 52.356 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 7.127.707 | 248.576 |
C.I. Sonstige Rückstellungen
| in Euro | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| darin enthalten: | ||
| Rückstellungen für Jahresabschlusskosten | 33.436 | 29.200 |
| übrige Rückstellungen | 6.550 | 9.189 |
Die Prüfungskosten für die Wirtschaftsprüfer machen in Höhe von 25 Tsd. Euro (2011: 21 Tsd. Euro) den größten Anteil der Rückstellungen für Jahresabschlusskosten aus.
D. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft
Aus dem 100-prozentigen Quotenrückversicherungsvertrag besteht gegenüber AXA Versicherung eine Depotverbindlichkeit auf Basis der Rückstellungen zum Ende des Geschäftsjahres in Höhe von 7.388 Tsd. Euro. Die Verzinsung des Depots orientiert sich an den Kapitalerträgen der Gesellschaft.
E.III. Sonstige Verbindlichkeiten
Hierin sind u. a. Verbindlichkeiten aus dem Verrechnungsverkehr gegenüber verbundenen Unternehmen mit 4.243 Tsd. Euro (2011: 31,8 Tsd. Euro) und Steuerverbindlichkeiten mit 83 Tsd. Euro (2011: 13,7 Tsd. Euro) enthalten.
Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, sind nicht vorhanden.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
I.1a) Gebuchte Bruttobeiträge
| in Euro | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Unfallversicherung | 262 | 1 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 13.193.930 | 237.360 |
| sonstige Kraftfahrtversicherungen | 3.839.445 | 37.597 |
| sonstige Versicherungen | 110.817 | 1.239 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 17.144.454 | 276.197 |
I.1. Verdiente Bruttobeiträge
| in Euro | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Unfallversicherung | 262 | 1 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 13.190.734 | 227.169 |
| sonstige Kraftfahrtversicherungen | 3.838.677 | 37.266 |
| sonstige Versicherungen | 110.817 | 1.239 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 17.140.490 | 265.674 |
I.1. Verdiente Nettobeiträge für eigene Rechnung
Die verdienten Nettobeiträge für eigene Rechnung belaufen sich auf 0 Euro, da zwischen der AXA easy Versicherung und der AXA Versicherung ein 100 % Quoten-Rückversicherungsvertrag besteht.
I.3. Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
| in Euro | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Unfallversicherung | 674 | 1.000 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 12.174.937 | 219.410 |
| sonstige Kraftfahrtversicherungen | 5.601.847 | 65.148 |
| sonstige Versicherungen | 0 | 0 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 17.777.458 | 285.558 |
Einen großen Anteil machen die Reserven für die Spätschäden in Höhe von 3.000 Tsd. Euro (2011: 190 Tsd. Euro) aus. Die Schadenzahlungen für das Geschäftsjahr belaufen sich auf 10.485 Tsd. Euro (2011: 36,9 Tsd. Euro).
I.5.a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
| in Euro | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Unfallversicherung | 3.890 | 0 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 4.537.916 | 33.436 |
| sonstige Kraftfahrtversicherungen | 1.188.488 | 11.560 |
| sonstige Versicherungen | 0 | 18 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 5.730.294 | 45.013 |
Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb des Geschäftsjahres entfallen 4.649 Tsd. Euro (2011: 21,9 Euro) auf Abschlusskosten und 1.081 Tsd. Euro (2011: 23,1 Tsd. Euro) auf Verwaltungskosten.
Rückversicherungssaldo
| in Euro | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Unfallversicherung | 4.302 | 999 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 3.522.119 | 25.677 |
| sonstige Kraftfahrtversicherungen | 2.951.658 | 39.442 |
| sonstige Versicherungen | -110.817 | -1.221 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft: | 6.367.262 | 64.897 |
- = zugunsten der Rückversicherer
Der Rückversicherungssaldo setzt sich zusammen aus den verdienten Beiträgen des Rückversicherers und den Anteilen des Rückversicherers an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle und den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb.
I.8. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
Aufgrund des bestehenden 100% Quoten-Rückversicherungsvertrags zwischen AXA Versicherung und AXA easy Versicherung erfolgt eine Abgabe sämtlicher versicherungstechnischer Salden an die AXA Versicherung. Das versicherungstechnische Ergebnis der AXA easy Versicherung beträgt demnach 0 Euro. Das versicherungstechnische Bruttoergebnis hat einen Saldo in Höhe von - 6.478 Tsd. Euro (2011: - 66 Tsd. Euro).
II.3. Sonstige Erträge
Die sonstigen Erträge beinhalten Erträge aus Mahnkosten und Erträge aus Rückläufergebühren.
II.6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Der ausgewiesene Steueraufwand des Geschäftsjahres in Höhe von 37,9 Tsd. Euro (2011: Ertrag in Höhe von 10,6 Tsd. Euro) resultiert aus der Steuererstattung unserer Gesellschaft an die AXA Konzern AG auf der Grundlage des im Juni 2011 abgeschlossenen Steuerumlagevertrags unter anderem für Gewerbesteuer sowie für Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag.
Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
| in Euro | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| 1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft | 3.870.398 | 1.472 |
| 2. Aufwendungen insgesamt | 3.870.398 | 1.472 |
Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge
| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft: | ||
| Unfallversicherung | 20 | 1 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 42.086 | 4.118 |
| sonstige Kraftfahrtversicherungen | 28.138 | 2.089 |
| Gesamt | 70.244 | 6.208 |
Sonstige Angaben
Angaben nach § 285 Nr. 1, Nr. 2 HGB
Die Angaben zu den sonstigen Verbindlichkeiten sind in den Erläuterungen zu der entsprechenden Bilanzposition aufgeführt.
Angaben nach § 285 Nr. 3 und 3a HGB
Die AXA easy Versicherung besitzt keine Nachzahlungsverpflichtungen bei verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Investmentanteilen.
Angaben nach § 285 Nr. 7 HGB
Es sind keine Mitarbeiter bei der AXA easy beschäftigt.
Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB
Bezüglich der Angaben nach § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB über das Abschlussprüferhonorar verweisen wir auf den Konzernabschluss der AXA Konzern AG, in dem die AXA easy Versicherung zum 31. Dezember 2012 einbezogen wird.
Angaben nach § 285 Nr. 19 und 23 HGB
Zum Bilanzstichtag befanden sich bei der AXA easy Versicherung keine derivativen Finanzinstrumente im Bestand, die zu Sicherungszwecken abgeschlossen wurden.
Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB
Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Personen oder Unternehmen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden nicht getätigt.
Aufsichtsrat Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB
Thomas Michels (seit 19. November 2012)
Vorsitzender
Mitglied des Vorstandes der AXA Konzern AG und der AXA Versicherung AG
(seit 26. November 2012)
Düsseldorf
Rainer Brune
stellv. Vorsitzender
Mitglied des Vorstandes der AXA Versicherung AG
Köln
Jens Hasselbächer
Mitglied des Vorstandes der AXA Lebensversicherung AG
Köln
Jens Wieland (bis 16. Mai 2012)
Vorsitzender
Mitglied des Vorstandes der AXA Konzern AG
(bis 30. Juni 2012)
Wiesbaden
Dr. Markus Hoffmann
(16. Mai 2012 bis 30. September 2012)
Mitglied des Vorstandes der AXA Konzern AG
(bis 30. September 2012)
Bergisch Gladbach
Vorstand Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB
Andreas Tiedtke (seit 1. Juni 2012)
Konzernkommunikation, Recht Produkte, Produktmanagement, Mathematik, Unternehmensentwicklung, Verarbeitung / Schaden, Informationssysteme (EDV), Vertrieb, Marketing, Projektmanagement, Kapitalanlagen, Rückversicherung
Alain Zweibrucker
Finanzen, Personal, Revision, Risikomanagement, Rechnungswesen, Planung, Controlling, Steuern, Betriebsorganisation
Daniel Meiß (bis 31. Mai 2012)
Konzernkommunikation, Recht, Produktmanagement, Mathematik, Unternehmensentwicklung, Verarbeitung / Schaden, Informationssysteme (EDV), Vertrieb, Marketing Projektmanagement, Kapitalanlagen, Rückversicherung
Angaben nach § 285 Nr. 14 HGB und § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Nach den vorliegenden Mitteilungen gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 4 AktG hält die AXA Konzern AG, Köln, 100 % am Grundkapital unserer Gesellschaft.
Im Verhältnis zur AXA Konzern AG, Köln, sind wir ein Konzernunternehmen im Sinne der §§ 15 ff. AktG in Verbindung mit § 18 Abs. 1 AktG.
Die AXA easy Versicherung Köln wird in den Konzernabschluss der AXA, Paris, sowie in den Konzernabschluss der AXA Konzern AG, Köln, zum 31. Dezember 2012 einbezogen. Die AXA, Paris, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, und die AXA Konzern AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der AXA, Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des Marchés Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt. Der Konzernabschluss der AXA Konzern AG wird im elektronischen Bundesanzeiger und im Unternehmensregister des Bundesministeriums für Justiz veröffentlicht. Dieser Konzernabschluss mit dem Konzernbericht hat für uns gemäß § 291 Absatz 2 HGB befreiende Wirkung.
Köln, den 11. April 2013
Der Vorstand
Tiedtke
Zweibrucker
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AXA easy Versicherung AG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 12. April 2013
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Michael Peters, Wirtschaftsprüfer
Mathias Röcker, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des Geschäftsjahres 2012 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. In zwei Sitzungen und einer schriftlichen Abstimmung wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes (AktG) über die allgemeine Geschäftsentwicklung, über grundlegende Angelegenheiten sowie die strategischen Ziele der Geschäftsführung unterrichtet.
Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstandes, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in der Sitzung vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.
In der Sitzung am 16. Mai 2012 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstandes über den Geschäftsverlauf 2011 und dem vorgelegten Jahresabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für 2012 vor. In dieser Sitzung hat sich der Aufsichtsrat außerdem mit den Anforderungen der Versicherungsvergütungsverordnung befasst.
In seiner Sitzung am 19. November 2012 beschloss der Aufsichtsrat eine Änderung seiner Geschäftsordnung. Außerdem informierte in dieser Sitzung der Vorstand den Aufsichtsrat über den bisherigen Geschäftsverlauf im laufenden Jahr sowie die Risikosituation und gab einen Kurzbericht über die vorläufige Planung für das Jahr 2013.
Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in mehreren Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012 sind von der vom Aufsichtsrat zum Abschlussprüfer bestellten PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat stimmte dem Bericht und den Erläuterungen zu.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht ebenfalls geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandung ergeben. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist.
Im vergangenen Jahr sind im Vorstand und im Aufsichtsrat Personalveränderungen eingetreten.
Herr Daniel Meiß hat mit Wirkung zum 31. Mai 2012 sein Amt als Mitglied des Vorstandes niedergelegt. In seiner Sitzung am 16. Mai 2012 bestellte der Aufsichtsrat Herrn Andreas Tiedtke zum Mitglied des Vorstandes für eine Amtszeit vom 1. Juni 2012 bis 31. Mai 2014.
Die Amtszeit des im Vorjahr gewählten Aufsichtsrates endete mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 16. Mai 2012. Herr Rainer Brune, Herr Jens Hasselbächer und Herr Dr. Markus Hofmann sind auf dieser Hauptversammlung als Mitglieder des neuen Aufsichtsrates gewählt worden. In einer schriftlichen Beschlussfassung im Juni 2012 wählte der Aufsichtsrat Herrn Rainer Brune zum Vorsitzenden sowie Herr Dr. Markus Hofmann zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates. Herr Dr. Markus Hofmann legte sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrates mit Wirkung zum 30. September 2012 nieder. Herr Thomas Michels ist seit dem 19. November 2012 neues Mitglied des Aufsichtsrates. In seiner Sitzung am 19. November 2012 wählte der Aufsichtsrat Herrn Thomas Michels zum Vorsitzenden und Herrn Rainer Brune zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates.
Dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Dienstleistungsgesellschaften, die für unsere Gesellschaft tätig geworden sind, gilt für ihre Leistungen im Jahr 2012 unser ganz besonderer Dank.
Köln, den 7. Mai 2013
Für den Aufsichtsrat
Thomas Michels, Vorsitzender
AXA easy Versicherung AG, Colonia-Allee 10-20, 51067 Köln
E-Mail: [email protected], Internet: www.axa.de