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AXA — Annual Report 2011
Aug 10, 2012
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Annual Report
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Publication

AXA Konzern Aktiengesellschaft
Köln
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011
Jahresabschluss 2011
Inhalt
Lagebericht Geschäft und Rahmenbedingungen
Geschäftsentwicklung, Geschäftsergebnis und Ertragslage
Finanz- und Vermögenslage
Mitarbeiter: Stabile Beschäftigungszahlen und vielfältige Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Risiken der zukünftigen Entwicklung
Ausblick und Chancen
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Gewinnverwendungsvorschlag
Jahresabschluss Bilanz zum 31. Dezember 2011
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang
Aufsichtsrat
Vorstand
Sonstige Erläuterungen und Angaben
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Bericht des Aufsichtsrates
Lagebericht
Für AXA Deutschland nimmt die AXA Konzern AG die Leitungs- und Steuerungsfunktion wahr. Sie hält direkte und indirekte Mehrheitsbeteiligungen insbesondere an folgenden Gesellschaften:
| AXA Versicherung AG | |
| AXA Lebensversicherung AG | |
| AXA Krankenversicherung AG | |
| Deutsche Ärzteversicherung AG | |
| Pro bAV Pensionskasse AG | |
| AXA Art Versicherung AG | |
| AXA easy Versicherung AG | |
| AXA Bank AG | |
| DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG | |
| DBV Deutsche Beamtenversicherung AG | |
| Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG | |
| winsecura Pensionskasse AG |
Es handelt sich bei diesen Beteiligungen überwiegend um Beteiligungen an Versicherungsunternehmen, die in den Sparten Leben, Kranken und Schaden und Unfall aktiv sind. Aus diesem Grunde sind die für die AXA Konzern AG relevanten Märkte im Wesentlichen die Versicherungsmärkte.
Geschäft und Rahmenbedingungen
Deutsche Wirtschaft: Erneutes Wachstum trotz Schuldenkrise
Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2011 trotz der europäischen Schuldenkrise erneut kräftig gewachsen. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 3,0 % höher als im Vorjahr. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft auch im zweiten Jahr nach der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise fort. Im Jahr 2009 hatte die deutsche Wirtschaft die stärkste Rezession der Nachkriegszeit mit einem historischen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 5,1 % erlebt, sich aber schon im Jahr darauf mit einen Anstieg um 3,7 % schneller als erwartet erholt.
Dabei war es vor allem die Kauffreude der Verbraucher, die das Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr stützte. Die privaten Konsumausgaben legten nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 1,5 % zu – so stark wie zuletzt vor fünf Jahren. Doch auch in Ausrüstungen – darunter fallen hauptsächlich Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge – und Bauten wurde mehr investiert als ein Jahr zuvor.
Innerhalb des Wirtschaftsjahres verlief die Entwicklung allerdings nicht kontinuierlich. Der wirtschaftliche Aufschwung fand hauptsächlich in der ersten Jahreshälfte statt. Zum Jahresende erfasste der weltweite Konjunkturabschwung auch die deutsche Wirtschaft mit der Folge, dass das Bruttoinlandsprodukt im letzten Quartal 2011 um etwa 0,25 % zurückging.
Die Entwicklung an den Finanzmärkten wurde zum einen von zahlreichen Naturkatastrophen wie dem verheerenden Erdbeben in Japan und den Überschwemmungen in Thailand, zum anderen aber insbesondere von der Zuspitzung der Staatsschulden- und Eurokrise beeinflusst. Die zunächst auf Griechenland begrenzte Schuldenkrise weitete sich auf weitere Staaten wie Irland, Italien, Portugal und Spanien aus. Die daraus resultierende Unsicherheit griff erst auf die Finanzmärkte und zum Jahresende schließlich auf die Realwirtschaft über.
Auf den Arbeitsmarkt hatte der in der zweiten Jahreshälfte einsetzende Konjunkturrückgang noch keine Auswirkungen. Im Jahresdurchschnitt 2011 waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 2,98 Millionen Personen arbeitslos gemeldet, 263.000 weniger als ein Jahr zuvor. Das ist der tiefste Stand seit 20 Jahren. Die Arbeitslosenquote belief sich auf 7,1 % und nahm im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte ab. Die Zahl der Erwerbstätigen ist laut Statistischem Bundesamt um 0,5 Millionen auf 41,6 Millionen gestiegen.
Das gesamte Volkseinkommen erhöhte sich im Jahr 2011 um 3,5 % auf 1.964 Mrd. Euro. Davon entfielen 1.320 Mrd. Euro auf Arbeitnehmerentgelte. Diese stiegen gegenüber 2010 um 4,5 % und damit so stark wie seit 1992 nicht mehr. Demgegenüber nahmen die Unternehmens- und Vermögenseinkommen nur geringfügig um 1,5 % auf 644 Mrd. Euro zu. Sie hatten im Vorjahr mit + 10,5 % noch einen zweistelligen Zuwachs verzeichnet.
Die Sparquote der privaten Haushalte war 2011 nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes mit 10,9 % niedriger als in den vergangenen vier Jahren. 2010 hatte sie noch 11,3 % betragen. Das Geldvermögen der privaten Haushalte belief sich am Ende des 3. Quartals auf 4,66 Billionen Euro. Davon entfielen 1,40 Billionen Euro oder 30,0 % auf Ansprüche gegenüber Versicherungen.
Die Preise sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Im Jahresdurchschnitt hat sich der Verbraucherpreisindex in Deutschland nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 2,3 % und damit deutlich stärker als im Vorjahr (+ 1,1 %) erhöht. Maßgeblich für die Teuerung waren vor allem starke Preiserhöhungen bei Haushaltsenergie und Kraftstoffen.
Deutsche Versicherungswirtschaft: Erstmals Beitragsrückgang
Nach Jahren des kontinuierlichen Wachstums musste die deutsche Versicherungswirtschaft im Jahr 2011 erstmals einen Beitragsrückgang hinnehmen. Die Einnahmen der im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) organisierten Versicherer verringerten sich im vergangenen Jahr nach vorläufigen Berechnungen um 0,4 % auf 178,2 Mrd. Euro (2010: 178,8 Mrd. Euro).
Angesichts der anhaltenden Finanzmarkt-, Staatsschulden- und Eurokrise sowie der spürbaren Abschwächung der Konjunktur ist dies eine insgesamt zufriedenstellende Geschäftsentwicklung: Denn im nunmehr vierten „Krisenjahr“ in Folge gelang es den deutschen Versicherern, die Auswirkungen der Finanzmarkt- und Schuldenkrise für ihre Kunden weitgehend abzufedern. Historisch betrachtet erzielte die Branche 2011 ihr zweithöchstes Beitragsvolumen.
Das kräftigste Wachstum seit 2003 erzielte die Schaden- und Unfallversicherung mit einem Beitragsplus von 2,7 %. Einen noch deutlicheren Zuwachs erreichte die private Krankenversicherung mit + 4,3 %. Aufgrund eines starken Rückgangs bei den Einmalbeiträgen reduzierten sich die Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung (einschließlich Pensionskassen und -fonds) um 4,4 %.
Niedrigzinspolitik und Solvency II
Durch ihre gut diversifizierte, langfristige Kapitalanlage konnte die Versicherungswirtschaft voraussichtlich auch 2011 eine Nettoverzinsung von über 4 % auf ihre Kapitalanlagen erwirtschaften. Dabei kommt der Branche zugute, dass die meisten deutschen Versicherer nur in einem sehr überschaubaren Rahmen in Anleihen der sogenannten GIIPS-Staaten (Griechenland, Irland, Italien, Portugal, Spanien) engagiert sind. Stärker macht sich demgegenüber für die deutschen Lebensversicherer die anhaltende Niedrigzinspolitik bemerkbar, da sie die Neuanlage deutlich erschwert.
Im vergangenen Jahr setzten die deutschen Versicherer ihre Vorbereitungen auf die künftigen Aufsichtsregeln der Europäischen Union (EU) für die Versicherungswirtschaft, Solvency II, fort. Diese Vorbereitungen müssen die Unternehmen in einer Phase vornehmen, in der die Anforderungen für die ab 2013 geltenden Regeln weiterhin nicht feststehen.
Geschäftsentwicklung, Geschäftsergebnis und Ertragslage
Der Jahresüberschuss unserer Gesellschaft verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 46,7 Mio. Euro auf 205,0 Mio. Euro. Wesentlich für diese Ergebnissteigerung sind die um 101,9 Mio. Euro auf 294,5 Mio. Euro erheblich gestiegenen Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungen.
Der Jahresüberschuss der größten Konzerngesellschaft AXA Versicherung AG in Höhe von 71,6 Mio. Euro (Vorjahr: 97,9 Mio. Euro) wurde im Wege des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an unsere Gesellschaft ausgeschüttet. Das um 26,3 Mio. Euro rückläufige Ergebnis ist im Wesentlichen auf das gegenüber dem Vorjahr geringere Kapitalanlageergebnis zurückzuführen.
Die geringere Gewinnabführung der AXA Versicherung AG wurde jedoch durch einen höheren Ergebnisbeitrag der AXA Beteiligungsgesellschaft mbH (121,8 Mio. Euro, Vorjahr: 0 Mio. Euro) mehr als ausgeglichen. Die phasengleiche Ausschüttung der AXA Beteiligungsgesellschaft mbH beruht insbesondere auf den höheren Gewinnabführungen der AXA Krankenversicherung AG in Höhe von 46,0 Mio. Euro (+13,0 Mio. Euro), der der DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG in Höhe von 26,7 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio.Euro) und der DBV Deutsche Beamtenversicherung AG in Höhe von 20,5 Mio. Euro (Vorjahr: Verlustübernahme in Höhe von 9,7 Mio. Euro).
Bei den anderen Konzerngesellschaften konnte eine weitere Ergebnisverbesserung um 7,9 Mio. Euro auf 101,1 Mio. Euro verzeichnet werden. Den größten Beitrag haben dabei die AXA Lebensversicherung AG mit 50,0 Mio. Euro (Vorjahr 50,00 Mio. Euro), die AXA Art Versicherung AG mit 15,8 Mio. Euro (Vorjahr 9,3 Mio. Euro), die AXA Investment Managers S.A., Paris, mit 13,5 Mio. Euro (Vorjahr 7,1 Mio. Euro) und die Deutsche Ärzteversicherung Leben AG mit 13,2 Mio. Euro (Vorjahr: 3,5 Mio. Euro) beigesteuert. Das Ergebnis der Deutsche Ärzte Finanz- und Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln, verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mio. Euro auf 3,8 Mio. Euro und das der AXA Bank AG nach einem Vorjahresverlust von 1,8 Mio.Euro um 5,2 Mio. Euro auf 3,4 Mio. Euro.
Ergebnisbelastend wirkten sich bei unserer Gesellschaft die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 44,0 Mio. Euro aus. Diese betrafen in Höhe von 24,2 Mio. Euro eine Abschreibung auf den Immobilienfonds AXA Immoselect sowie eine Abschreibung auf die Venus Beteiligungsgesellschaft in Höhe von 19,1 Mio. Euro.
Darüber hinaus belastet eine unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gebildete Rückstellung in Höhe von 50 Mio. Euro für ein Risiko im Kapitalanlagebereich unser Ergebnis. Dagegen konnten wir im Vorjahr gebildete Drohverlustrückstellungen in Höhe von 5,3 Mio. Euro auf einen Inflation Swap zur Absicherung von Pensionsverpflichtungen sowie eine Drohverlustrückstellung aus Mietverpflichtungen in Höhe von 5,2 Mio. Euro unter den sonstigen betrieblichen Erträgen gewinnerhöhend auflösen.
Weitere maßgebliche Ergebniskomponenten waren insbesondere Erträge aus Ausleihungen in Höhe von 8,7 Mio. Euro (Vorjahr: 9,9 Mio. Euro) und 15,5 Mio. Euro aus Zinsen und ähnlichen Erträgen (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro), davon geschäftsjahresspezifisch 12,4 Mio. Euro aus Zinsen gemäß § 233a AO.
Der Zinsaufwand der AXA Konzern AG erhöhte sich um 5,0 Mio. Euro auf 69,9 Mio. Euro insbesondere aufgrund von höheren Zinsaufwendungen in Höhe von 6,6 Mio. Euro gemäß § 233a AO. Die übrigen Zinsaufwendungen beziehen sich maßgeblich auf Zinszuführungen zu abgezinsten Rückstellungen, davon 57,2 Mio. Euro auf Zinszuführungen zur Pensionsrückstellung. Diese Zinsen sind von unserer Gesellschaft ebenfalls über Kapitalanlagen zu erwirtschaften und werden nicht in die Kalkulation eines Dienstleistungsentgeltes im Rahmen unserer Servicefunktion einbezogen.
Abschließend trug ein um 8,2 Mio. EUR auf 39,7 Mio. Euro gestiegener Steuerertrag zum Jahresüberschuß bei.
Im Rahmen unserer Funktion als Dienstleister für die operativen Konzerngesellschaften haben wir gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang der Dienstleistungserträge um 58,1 Mio. Euro auf 1.261,3 Mio. Euro verzeichnet. Insbesondere gingen die sonstigen Aufwendungen (bereinigt um die oben bereits angeführte Sonderbelastung von 50,0 Mio. Euro, die im Eigenbehalt unserer Gesellschaft verbleibt) um 68,0 Mio. Euro auf 549,3 Mio. Euro zurück. Dies sind bereits erste Ergebnisse des von uns in den Vorjahren eingeleiteten Programms zur Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit durch Verbesserung der Effizienz von Prozessen bei gleichzeitiger Erhöhung der Qualität des Kundenservices. Der Personalaufwand stieg moderat nur um 7,7 Mio. Euro auf 733,1 Mio. Euro, indem einerseits weitere Rückstellungen für Sozialplanvereinbarungen gebildet wurden. Der Aufwand hierfür stieg um 3,9 Mio. Euro auf 26,1 Mio.Euro. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden in 2011 am wirtschaftlichen Erfolg der AXA Gruppe in Form von Gratisaktien „AXA Miles“ beteiligt. Hierfür entstanden erstmalig Aufwendungen in Höhe von 7,1 Mio. Euro. Bei der Anzahl der Mitarbeiter verzeichneten wir andererseits per 31.12.2011 einen Rückgang um 210 auf 9.858.
Im Rahmen der Kostenumlage haben wir sämtliche Kosteneinsparungen an die Konzerngesellschaften weitergegeben.
Finanz- und Vermögenslage
Mit 3.558,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3.503,2 Mio. Euro) betrug das Eigenkapital 68,9 % (Vorjahr: 69,7 %) der Bilanzsumme. Der Rückgang der Eigenkapitalquote ist maßgeblich auf die höhere Dotierung von Rückstellungen zurückzuführen. Hierbei bleiben stille Reserven insbesondere bezogen auf Anteile an verbundenen Unternehmen noch unberücksichtigt.
Die Aktivseite der Bilanz wird durch das Anlagevermögen in Höhe von 3.833,4 Mio. Euro (Vorjahr: 4.048,6 Mio. Euro) dominiert, wovon 3.683,1 Mio. Euro (Vorjahr: 3.880,2 Mio. Euro) auf Anteile bzw. Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Beteiligungen entfallen. Darüber hinaus werden im Anlagevermögen Kapitalanlagen wie z.B. Schuldscheindarlehen und ein Immobilienfonds dauerhaft gehalten. Während sich der Bestand der immaterielle Vermögensgegenstände auf 27,9 Mio. Euro erhöhte (Vorjahr: 21,5 Mio. Euro), blieb das Sachanlagenvermögen mit 50,9 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau.
Das Umlaufvermögen beinhaltet vor allem Forderungen an verbundene Unternehmen, insbesondere Forderungen aus der phasengleichen Vereinnahmung von Beteiligungserträgen, und sonstige Vermögensgegenstände, hauptsächlich Steuerforderungen. Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 319,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3,3 Mio. Euro). Diese resultieren überwiegend aus der Begleichung von offenen Forderungen aus erbrachten Dienstleistleistungen und Konzernumlagen bereits vor Jahresende.
Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 563,6 Mio. Euro betreffen mit 522,2 Mio. Euro aktive latente Steuern der Organgesellschaften. Diese resultieren im Wesentlichen aus Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Pensionsrückstellungen, der Kapitalanlagen und der versicherungstechnischen Rückstellungen.
Als wichtiger Teil des deutschen AXA Konzerns und der internationalen AXA Gruppe verfügt unsere Gesellschaft weiterhin über hervorragende Ratings im Bereich AA (sehr stark).
Die Ratingagentur Standard & Poor's hat am 27. Januar 2012 das AA- (sehr stark) Financial Strength Rating, das die Finanzkraft eines Versicherungsunternehmens ausdrückt, für unsere Gesellschaft bestätigt. Ebenso hat Moody's Investors Service am 16. Februar 2012 sein Aa3 Rating für unsere Gesellschaft wiederholt. Wegen ihrer kritischen Einschätzung für den gesamten Finanzsektor in der Eurozone haben beide Ratingagenturen den Ausblick von „stabil“ auf „negativ“ gesetzt. Fitch Ratings hatte zuvor am 3. November 2011 das AA- (sehr stark) Insurer Financial Strength Rating und den stabilen Ausblick für unsere Gesellschaft bestätigt.
Mitarbeiter: Stabile Beschäftigungszahlen und vielfältige Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Per 31. Dezember 2011 waren insgesamt 9.858 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2010: 10.068) für die AXA Konzern AG als größten Dienstleister in der Deutschen AXA Gruppe tätig. Die natürliche Fluktuationsrate lag mit 2,9 % auf dem Vorjahresniveau. Zum Jahresende beschäftigte der AXA Konzern darüber hinaus 545 Auszubildende (2010: 616). Allein im abgelaufenen Jahr 2011 wurden 163 Azubis eingestellt; im Jahresdurchschnitt waren 497 Auszubildende für das Unternehmen tätig. Die Übernahmequote nach Abschluss der Ausbildung betrug 82%, eine deutliche Steigerung zum Vorjahr (2010: 76%). Zudem bot der AXA Konzern 235 Praktikanten und 86 Stipendiaten die Möglichkeit, wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln.
Der AXA Konzern betrachtet seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als wertvollste Ressource und legt daher großen Wert auf deren kontinuierliche Weiterbildung und Entwicklung. Im Bereich der Personalentwicklung sind beispielsweise die sogenannten Förderkreise hervorzuheben, deren Ziel nicht nur die Förderung einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist, sondern auch der Austausch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie die Bearbeitung strategisch wichtiger Fragestellungen.
Die 13 am Konzernförderkreis (KFK) 2010-2012 teilnehmenden Führungskräfte bearbeiten aktuell im Auftrag des Vorstandes das Projektthema „Spartenübergreifende Bündelprodukte und ihre Konsequenzen". Mit dieser Untersuchung tragen die Teilnehmer zur Weiterentwicklung der Produkt- und IT-Strategie bei und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Unternehmensentwicklung des AXA Konzerns. Der Projektabschluss ist für das erste Quartal 2012 geplant.
Die Zielgruppe des Nachwuchsförderkreises (NFK) sind leistungsstarke Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die noch nicht über Führungserfahrung verfügen und sich persönlich wie beruflich weiterentwickeln möchten. Im NFK 2010-2012 entwickelten 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Social Media Strategie für AXA Deutschland. Damit leisteten sie einen wichtigen Beitrag dazu, die Potenziale, die soziale Netzwerke im Internet heute für Unternehmen bieten, für den AXA Konzern wertschöpfend und im Sinne eines positiven Imageaufbaus zu nutzen. Das Projekt wurde im letzten Quartal 2011 abgeschlossen.
Neben der Projektarbeit werden für die Teilnehmer des NFK und des KFK individuell konzipierte Seminare und Trainings durchgeführt sowie Treffen mit Vorstandsmitgliedern und externen Referenten zu aktuellen Konzernthemen organisiert. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer regelmäßig individuelles Feedback. Bei der generellen Auswertung aller bisher durchgeführten Nachwuchs- und Konzernförderkreise lässt sich erfreulicherweise feststellen, dass etwa die Hälfte aller KFK-Teilnehmer und rund zwei Drittel der NFK-Teilnehmer eine weiterführende Aufgabe übernommen haben.
Bereits zum dritten Mal ergänzt der Potenzialkreis Hauptverwaltung (PTK HVw) das bestehende Förderkreisangebot: Ende Oktober 2011 startete der dritte Jahrgang dieses Kreises, der sich – ähnlich wie die Regionen-Potenzialkreise – an Potenzialträger richtet, die noch am Anfang ihrer Karriere bei AXA stehen. Ziel dieses ressortübergreifenden, einjährigen Programms ist es, die Teilnehmer durch Trainings, Projektarbeit und individuelles Feedback früh beim Ausbau ihrer persönlichen, methodischen, unternehmerischen und sozialen Kompetenzen zu unterstützen und Projektmanagementskills zu entwickeln. Die 14 Teilnehmer des PTK HVw 2011-2012 bearbeiten derzeit das Thema "Konzernweite Koordination und Standardisierung der Assistancen aus Kundensicht" und unterstützen so wichtigestrategische Konzerninitiativen.
Die 13 Teilnehmer des Vorgängerjahrgangs PTK HVw 2010-2011 haben mit ihrer Abschlusspräsentation vor dem Lenkungsausschuss und der Übergabe des Themas an die Linienverantwortlichen Anfang Dezember 2011 erfolgreich ihr Projekt "Online-Offensive ÖD im Zugangsweg ver.di Mitgliederservice" abgeschlossen.
Zusammenfassend betrachtet bewähren sich die Förder- und Potenzialkreise nicht nur als effektive Entwicklungsmaßnahme, sondern auch als kreativer Produktentwicklungspool.
Neben den Förderkreisen bietet der AXA Konzern mit dem Vorstandsassistenten-Programm zwölf jungen Nachwuchsführungskräften die Möglichkeit, während der zweijährigen Assistenzzeit den jeweiligen Vorstand bei seinen Aufgaben zu unterstützen. Ergänzt wird diese Tätigkeit durch zahlreiche Informationsveranstaltungen und Seminare sowie einer Vertriebshospitation. So soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit gegeben werden, über das eigene Ressort hinaus unterschiedliche Konzernbereiche und Ressorts näher kennenzulernen.
Die Förderkreise sowie das Vorstandsassistenten-Programm ermöglichen also die gezielte Entwicklung von Management-Potenzial und sichern somit den langfristigen Erfolg der AXA.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind, wie bereits erwähnt, die wertvollste Ressource von AXA. Daher ist es uns unverändert wichtig, solche Rahmenbedingungen zu bieten, die es unseren Mitarbeitern ermöglichen, Familie und Beruf zu vereinbaren. AXA entwickelt fortlaufend Maßnahmen und Programme, um in diesem Zusammenhang Erleichterungen anzubieten. So gibt es in der Hauptverwaltung seit 2008 ein Büro, das einen Arbeitsplatz und Spielmöglichkeiten für (Klein-)Kinder kombiniert. Sollte also die Betreuung für den Nachwuchs kurzfristig ausfallen, ist es durch dieses besondere Büro möglich, die Aufsicht über das Kind mit der eigenen Arbeit zu kombinieren.
Für den Fall, dass nicht die Betreuung ausfällt, sondern das Kind erkrankt, wurde bereits in 2008 in der Kölner Hauptverwaltung ein Laptop-Pool eingerichtet, so dass Eltern ihre Aufgaben in Telearbeit zu Hause erledigen können. Dieses Angebot wurde in 2010 auf die Region Nord an den Standorten Berlin, Hamburg, Bremen und Hannover ausgeweitet.
AXA bietet außerdem für Mitarbeiter-Kinder in Kooperation mit externen Anbietern Plätze für ein Ferienprogramm während der Schulferien an. Das Ferienprogramm für Mitarbeiter-Kinder (Kids@AXA) erfreut sich großer Beliebtheit. In den letzten drei Jahren haben 136 Kinder an verschiedenen Standorten insgesamt über 800 hochwertig organisierte Ferientage erlebt.
AXA bietet in Kooperation mit dem ElternService AWO darüber hinaus konzernweit nicht nur schnelle und professionelle Unterstützung und Beratung bei der Organisation qualifizierter Kinderbetreuung an (z. B. Tagesmütter, Au-Pairs, Kindernotfallbetreuung), sondern hilft auch bei der Organisation von Familien- und Pflegeleistungen für ältere und pflegebedürftige Angehörige. Hierbei können Beratungs- und Vermittlungsleistungen von den Mitarbeitern kostenlos in Anspruch genommen werden. Bei der Kindernotfallbetreuung übernimmt AXA sogar die Betreuungskosten für maximal fünf Tage pro Jahr und Kind.
AXA trägt nicht nur dafür Sorge, dass die Belegschaft Familie und Beruf miteinander vereinbaren kann. Auch in puncto ‚Diversity' setzt sich AXA ambitionierte Ziele. Um z. B. die Anzahl der Frauen in Führungspositionen langfristig zu erhöhen, wurde im vergangenen Jahr ein sog. ‚Gender Mentoring Programm' durchgeführt. Um die persönliche und insbesondere berufliche Entwicklung sowie das Netzwerken von ambitionierten Frauen zu unterstützen, wurden insgesamt 19 Tandems von Vorständen und aufstiegsorientierten Abteilungsleiterinnen gebildet. Mentor und Mentee trafen sich hierbei in regelmäßigen Abständen und tauschten sich im Rahmen eines hierarchie-, generationen- und geschlechterübergreifenden Dialogs aus.
Im Rahmen der Konzernstrategie ‚AXA erste Wahl' ist es das erklärte Ziel der AXA Deutschland, als sog. Lösungsversicherer erste Wahl für Kunden, Aktionäre, Vermittler und Mitarbeiter zu werden. Um mit diesem Konzept im Markt erfolgreich zu sein, ist eine veränderte Verhaltenskultur erforderlich, die dazu ermutigt, in allen Bereichen neue Wege zu gehen. Eine Voraussetzung hierfür ist das konsequente Leben der sogenannten Kerneigenschaften "Erreichbarkeit", "Aufmerksamkeit" und "Zuverlässigkeit", was interne und externe Kundenorientierung gleichermaßen erlebbar werden lässt. Von den Führungskräften wird darüber hinaus erwartet, mögliche Ängste der Mitarbeiter (z. B. davor, einen Fehler zu machen) abzubauen und Entscheidungsfreiheiten zu schaffen, um so alle vorhandenen Potenziale freizusetzen: Dies wird in den drei sog. Führungserwartungen "Vertrauen", "Nachhaltigkeit" und "Empowerment" ausgedrückt. Bereits seit drei Jahren werden sämtliche Mitarbeiter des Innendienstes mit diversen Maßnahmen zum Thema Kundenorientierung und den drei Kerneigenschaften unterstützt. Im Jahr 2011 konnten die Teams beispielsweise zwischen E-learnings, Workshops, Hospitationen und Vorträgen wählen. Fast alle Teams machten von einer dieser Maßnahmen Gebrauch und steigerten somit ihr Verständnis von Kundenorientierung, denn die Umsetzung dieser Strategie lebt von der Begeisterung und dem Engagement der Mitarbeiter.
Um den Fortschritt der Strategieumsetzung zu messen, wurde wie in den vergangenen Jahren auch in 2011 die „Maßstab“-Befragung fortgeführt. Die Ergebnisse liefern wertvolle Hinweise, wie weit AXA in den Augen ihrer Mitarbeiter bereits auf dem Weg zum Lösungsversicherer und zum Unternehmen erster Wahl in Bezug auf die Umsetzung der definierten Kerneigenschaften „Erreichbarkeit“, „Aufmerksamkeit“ und „Zuverlässigkeit“ ist. Die Befragungsergebnisse der letzten Jahre zeigen, dass nicht nur eine Sensibilisierung für das Thema Kundenorientierung bei unseren Mitarbeitern stattgefunden hat, sondern dass wir uns auch konkret im Bezug auf die drei Kerneigenschaften kontinuierlich verbessern konnten.
Neben der Maßstabbefragung bittet AXA bereits seit 1998 alle Mitarbeiter in der Befragung „Scope“ um eine detaillierte und ehrliche Meinung zu Themen wie Arbeitszufriedenheit, Unternehmenskultur und Anerkennung. Eine große Mehrheit der Mitarbeiter nimmt diese Chance Jahr für Jahr wahr. Auch 2011 konnte wieder eine gute Beteiligungsquote von über 70 Prozent erzielt werden. Trotz eines arbeitsintensiven Jahres 2011 in einem Umfeld, das weiterhin von Turbulenzen auf den Finanzmärkten und einem zunehmend starken Wettbewerb geprägt war, hat Scope erneut zahlreiche positive Ergebnisse ergeben. So lag die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit der eigenen Arbeit, der direkten Führungskraft und der Entlohnung auf einem hohen Niveau, das sowohl über dem Durchschnitt anderer befragter Unternehmen aus Deutschland als auch anderer Finanzdienstleister liegt. Neben der Abfrage der quantitativen Messergebnisse verfolgt Scope vor allem das Ziel, Möglichkeiten zur Verbesserung im Unternehmen zu identifizieren. Wie in den vergangenen Jahren werden die Ergebnisse von Scope 2011 auf allen Ebenen des Konzerns intensiv diskutiert, um Maßnahmen zur Steigerung des Mitarbeiter Engagements und Arbeitszufriedenheit abzuleiten.
Im Rahmen des AXA Shareplans können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits seit 1998 jedes Jahr zu besonders attraktiven Konditionen AXA Aktien erwerben. Im Jahr 2011 haben 2.998 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Chance genutzt. Im Vergleich zum Vorjahr (2.729) ist die Teilnahme damit deutlich gestiegen. Die Teilnehmer investierten insgesamt 4.691.770 Euro (Vorjahr 4.299.043) in den AXA Shareplan und drückten somit ihr Vertrauen in den künftigen Unternehmenserfolg aus. Dies ist angesichts der noch immer anhaltenden Finanzmarktkrise und der volatilen Kapitalmärkte ein hervorragendes Ergebnis und ein unverändertes Zeichen, dass die Belegschaft auch in schwierigen Zeiten an den Erfolg der AXA glaubt.
Der AXA Konzern hat in 2011 seine Beitragseinnahmen und das Neugeschäft erhöhen und das Konzernergebnis deutlich steigern können. Wichtige Projekte wurden sehr erfolgreich abgeschlossen; daneben erhielt AXA zahlreiche Auszeichnungen für Produkte und Service. Ebenso wurde AXA als Deutschlandsieger im Wettbewerb „Employer of the year“ ausgezeichnet.
Dieses vor allem in Anbetracht des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds hervorragende Ergebnis wäre ohne das große Engagement und die hohe Leistungsfähigkeit der Belegschaft nicht möglich gewesen. Daher gilt unser besonderer Dank all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich durch Flexibilität, Kollegialität und hohen Arbeitseinsatz auszeichnen.
Der Dank gilt ferner den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für ihre unverändert engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sich auch in diesem Jahr erneut als sehr konstruktiv erwiesen hat. Wir sind daher fest überzeugt, dass wir die zukünftigen Herausforderungen gemeinsam erfolgreich meistern werden.
Risiken der zukünftigen Entwicklung
Die Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Konzerns beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken und die künftige Entwicklung unseres Konzerns allein unsere Annahmen und Ansichten zum Ausdruck.
Wie durch § 64 a des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) gefordert, verfügen wir über ein der Größe unseres Konzerns angemessenes Risikomanagementsystem.
Als Risiko wird gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen (MaRisk VA) die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungsstandards zur Risikoberichterstattung (DRS 5) ein, innerhalb dessen Risiken als negative künftige Entwicklung der wirtschaftlichen Lage im Vergleich zur Situation am Bilanzstichtag definiert sind.
Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:
| • | versicherungstechnische Risiken, |
| • | Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, |
| • | Risiken aus Kapitalanlagen, |
| • | operationale und sonstige Risiken. |
Im Folgenden werden unsere Organisationseinheiten des Risikomanagements und der Risikomanagementprozesse aufgezeigt. Darüber hinaus wird unsere Risikosituation im Wesentlichen anlehnend an den Deutschen Rechnungslegungsstandard zur Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen (DRS 5-20) dargestellt.
Organisationseinheiten des Risikomanagements
Aufgrund der Komplexität des Versicherungsgeschäftes ist die Risikomanagementfunktion unseres Konzerns auf verschiedene Organisationseinheiten und Gremien verteilt. Kontrollgremium ist der Aufsichtsrat als den Vorstand überwachendes Organ. Der Vorstand wie auch das Risikokomitee als Gremium des Gruppenvorstandes sind zuständig für die risikopolitische Ausrichtung unseres Konzerns sowie die Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung. Die Risikorunde ist das zentrale Kommunikationsgremium für Risikothemen auf Geschäftsbereichsebene und dient der Vorbereitung des Risikokomitees. Bei der Risikorunde liegt besondere Aufmerksamkeit auf der Förderung der Risikokultur über die zentrale Risikomanagementorganisation. Darüber hinaus existiert das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium für Themen zu Compliance- und operationalen Risiken. Zusätzlich werden risikorelevante Themen in diversen Spezialgremien, wie zum Beispiel dem Rückversicherungskomitee, dem Asset Liability Committee, dem Kapitalanlageausschuss, und weiteren Gremien besprochen.
Zur Risikomanagementfunktion gehörende Organisationseinheiten sind
| • | der Bereich Value & Risk Management (zentrales Risikomanagement), |
| • | die Risikoverantwortlichen für die Steuerung und Kontrolle der Risiken in ihrem jeweiligen Unternehmensbereich (dezentrales Risikomanagement), |
| • | der dezentrale Risikomanager pro Ressort für die Koordination aller risikorelevanter Themen innerhalb des Ressorts und |
| • | der Verantwortliche Aktuar sowie |
| • | die interne Revision als unabhängige Prüfinstanz. |
Der Chief Risk Officer der AXA Deutschland stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch regelmäßige Berichterstattung an das Risikokomitee innerhalb der Gremiensitzungen beziehungsweise ad hoc sicher.
Risikomanagementprozess
Das Risikomanagement unseres Konzerns erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess setzt sich aus Risikoidentifikation, Analyse und Bewertung, Risikosteuerung und -überwachung sowie Kommunikation/Berichterstattung zusammen.
Risikoidentifikation: Die vollständige Erfassung aller Risiken erfolgt in Form von Risikopolicen sowie durch die Dokumentation und Beschreibung operationaler Risiken. Hierbei werden die identifizierten wesentlichen Risiken inklusive deren aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen dokumentiert. Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der mindestens quartalsweise stattfindenden Risikogremiensitzungen, durch die Aktualisierung der Risikopolicen und der Dokumentation und Beschreibung operationaler Risiken, im Rahmen der strategischen Planung und der Aktualisierung der Risikostrategie. Darüber hinaus ist die Risikoidentifikation im Rahmen von Prüfungen der internen Revision möglich. Zusätzlich besteht die Möglichkeit der Ad-hoc-Berichterstattung direkt an das zentrale Risikomanagement. Risiken neuer Kapitalmarkt- und Versicherungsprodukte werden im Rahmen des standardisierten Product Approval Process (PAP) von dem Bereich Value & Risk Management unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationaler Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und des Topmanagements und einer Bewertung durch die jeweiligen operativen Ansprechpartner. Darüber hinaus erfolgt die Risikoidentifikation infolge einer Meldung eingetretener Risiken zur Aufnahme in die Verlustdatensammlung für operationale Risiken, im Rahmen des Information Risk Management Prozesses (IRM) oder durch das Risk Identification and Assessment (RIA) im Rahmen des Business Continuity Managements.
Risikoanalyse und -bewertung: Aufbauend auf den Ergebnissen der Risikoidentifikation erfolgt eine Analyse und Bewertung der Risiken. Ergebnis der Risikoanalyse und -bewertung ist das Risikoprofil des Unternehmens. Das vorhandene Kapital zur Risikodeckung sind die vorhandenen Eigenmittel. Diese werden auf Basis einer nach ökonomischen Prinzipien gebildeten Solvenzbilanz ermittelt. Somit können identifizierte Risiken ihrer Wesentlichkeit nach eingeordnet werden. Dadurch wird sicher gestellt, dass Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Wirtschafts-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens identifiziert und angemessene Steuerungsmaßnahmen/-strategien definiert werden können.
Bei der Risikobewertung wird eine quantitative Einschätzung für die einzelnen Risiken sowie für das gesamte Risikoportfolio unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Steuerungsmaßnahmen abgegeben. Die übergreifende quantitative Risikobewertung erfolgt anhand des ökonomischen Risikokapitalmodells und der dort definierten und eingesetzten Bewertungsmethoden. Für Risikoarten, für die eine quantitative Risikomessung nicht sinnvoll oder möglich ist, wird eine qualitative Einschätzung vorgenommen.
Das sich ergebende Risikoprofil wird gegenüber dem Vorstand der AXA Konzern AG und den Vorständen der einzelnen Versicherungsunternehmen kommuniziert, sodass diese bei der Festlegung des Risikoappetits das aktuelle Risikoprofil beachten können. Neben qualitativen und quantitativen Methoden werden bei der Risikobewertung für ausgewählte Risiken situationsbedingt auch Sensitivitätsanalysen, Szenarioanalysen und Stresstests herangezogen.
Risikosteuerung und -überwachung : Die Risikosteuerung umfasst das Treffen von Maßnahmen zur Risikobewältigung im AXA Konzern. Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung entwickelter Konzepte und Prozesse im Einklang mit der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Risikostrategie verstanden. Dadurch werden Risiken entweder bewusst akzeptiert, vermieden, vermindert oder transferiert. Durch regelmäßige Überwachung der Risiken anhand eines Soll/Ist-Abgleichs, zum Beispiel durch Nachverfolgung von Frühwarnindikatoren, werden Mängel frühzeitig erkannt. Somit wird ein Gegensteuern ermöglicht. Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risiko-/Ertragsprofils sowie durch Überwachung der Limite der Verlust- und Risikoindikatoren wie auch durch Beachtung der Risikotragfähigkeit beziehungsweise der Bereitschaft des Vorstandes, bestimmte Risiken zu übernehmen. Schließlich wird in Verbindung mit einer angemessenen Berichterstattung beziehungsweise Eskalation die Einhaltung der Risikostrategie sichergestellt.
Kommunikation und Berichterstattung: Ziel der Risikoberichterstattung ist die Bereitstellung aller erforderlichen Risikoinformationen zur Einschätzung des unternehmensindividuellen Risikos unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher und interner Steuerungsanforderungen. Neben der Ergebnisberichterstattung zum ökonomischen Risikokapital wird auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht verfasst, der den Vorständen der Versicherungsgesellschaften vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das Audit Committee und die Aufsichtsbehörde übermittelt wird. Zusätzlich sind sofortige Berichterstattungspflichten, beispielsweise bei Erreichen definierter Schwellenwerte, implementiert. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des quartalsweise zusammenkommenden Risikokomitees besprochen, die zuvor innerhalb der ebenfalls quartalsweise stattfindenden Risikogremiensitzungen Risikorunde und Compliance and Operational Risk Committee diskutiert worden sind.
Versicherungstechnische Risiken und Chancen
Schaden- und Unfallversicherung
Der AXA Konzern betreibt im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft insbesondere die Sparten Kraftfahrt-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach-, Transport- und Luftfahrtversicherung. Diese werden im direkten wie auch teilweise im indirekten Geschäft gezeichnet. Die primären Risiken aus der Schaden- und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr sind das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko. Ferner besteht in der Unfallversicherung noch das Zinsgarantierisiko.
Prämien- und Schadenrisiko
Unter dem Prämien-/Schadenrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen. Daher sind unsere Sachversicherungsgesellschaften in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation kurzfristig anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird durch Beitragsanpassung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption und durch vertraglich festgelegte Beitragsanpassungsklauseln risikoadäquat gehalten. Auch bei zu erwartenden Veränderungen der Marktsituation kann unser Konzern proaktiv handeln. So wurde in Erwartung einer sich verstärkenden Konkurrenzsituation am Kfz-Versicherungsmarkt, verbunden mit dem Trend zum Kauf von Versicherungsprodukten mittels Internet, die neue Gesellschaft AXA easy gegründet. Sie hat ihren Betrieb Ende 2011 aufgenommen und bietet nur Kraftfahrt-Produkte ausschließlich über das Internet an.
Die Risikosteuerung erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt. Zur Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treiber werden stochastische Szenarien verwendet.
Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien-/Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch um Ereignisse wie zum Beispiel Naturkatastrophen, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen.
Zu unserer Risikosteuerungsstrategie gehört die ausgewogene Verteilung von Versicherungsrisiken in unseren Geschäftsfeldern. In keiner der von uns betriebenen Sparten besteht eine auffällige Risikokonzentration.
Reserverisiko
Zur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von unseren Gesellschaften Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet. Das so genannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeter Schäden (Spätschäden). Die Bewertung der künftigen Schadenzahlungen erfolgt anhand aktuarieller Schätztechniken, bei welchen der in der Vergangenheit beobachtete Schadenverlauf herangezogen wird. Großschäden werden separat geschätzt. Mithilfe von stochastischen Szenarien erfolgt eine Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treibern.
Zinsgarantierisiko
In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wird für den Sparanteil der Beiträge eine garantierte Zinsleistung zwischen 2,25 % und 3,50 % vereinbart. Dies führt zu einem Zinsgarantierisiko getrieben durch die unbekannte Entwicklung der Marktzinsen. Aufgrund des vergleichweise geringen Beitragsvolumens und der geringen Erwartung an die Verzinsung dieser Versicherungsart ist das Zinsgarantierisiko von eher untergeordneter Bedeutung. Zudem impliziert eine anhaltende Niedrigzinsphase auch ein Wiederanlagerisiko, da die Reinvestition von freiwerdenden Mitteln deutlich erschwert wird.
Lebensversicherung
Im Lebensversicherungsgeschäft betreibt der AXA Konzern hauptsächlich konventionelle und fondsgebundene Kapital-, Risikolebens- und Rentenversicherungen sowie Sterbegeld-, Berufsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen. Die spezifischen Risiken aus dem Lebensversicherungsgeschäft aus Unternehmenssicht sind biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten sowie Kosten- und Zinsgarantierisiken. Ferner bestehen noch spartenspezifische Risiken aus Rechtssprechung und Gesetzgebung.
Biometrische Risiken
Biometrische Risiken entstehen aus Veränderungen biometrischer Annahmen wie Sterblichkeit und Berufsunfähigkeit.
Die Lebensversicherungsgesellschaften steuern biometrische Risiken durch ihre Produktgestaltung, Zeichnungspolitik und Rückversicherungsverträge. Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen wird das biometrische Risiko durch die Leistungsprüfung auf die vertraglichen Zusagen beschränkt.
Für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen werden im Wesentlichen die bei Vertragsabschluss aktuellen, von der Aufsichtsbehörde beziehungsweise der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) empfohlenen Sterbetafeln verwendet. Alle in den Versicherungsverträgen zugesagten Leistungen werden dem Grundsatz der Vorsicht entsprechend berücksichtigt. Durch regelmäßige aktuarielle Analysen wird ein möglicher Anpassungsbedarf bei der Deckungsrückstellung frühzeitig erkannt. Die Entwicklung der Sterblichkeit und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten wird laufend analysiert.
Risiken aus Kundenverhalten
Risiken aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern resultieren vor allem aus dem Stornorisiko und dem Risiko aufgrund des Kapitalwahlrechts bei Rentenversicherungen.
Die Stornoquoten in unseren Gesellschaften und in der Branche werden permanent beobachtet. Insbesondere wird derzeit verstärkt eine Überwachung des Stornoverhaltens als Folge der Finanzmarktkrise durchgeführt. Die Veränderung der Stornoquoten war in der Vergangenheit jedoch gering, sodass das resultierende Risiko eines höheren oder niedrigeren Stornos in realistischem Ausmaß, abgesehen von der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung, als niedrig einzuschätzen ist.
Bei anwartschaftlichen Rentenversicherungen hat der Kunde zum Zeitpunkt der Verrentung ein Kapitalwahlrecht. Dieses Risiko wird durch die Produktgestaltung beschränkt. Derzeit wird das Risiko aufgrund des Kapitalwahlrechtes als gering betrachtet. Es könnte aber steigen, falls sich herausstellt, dass sich das Kundenverhalten systematisch ändert. Aus diesem Grund erfolgt eine regelmäßige Überwachung des Kundenverhaltens.
Kostenrisiko
Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten durch die einkalkulierten Kosten dauerhaft nicht finanziert werden können. Die Überwachung des Kostenrisikos erfolgt durch ein umfassendes Kostencontrolling.
Zinsgarantierisiko
Das professionelle Management der Zinsgarantien stellt eine Kernherausforderung im Rahmen des Asset Liability Managements dar. Zwar liegen die derzeitige und auch die im Rahmen der Unternehmensplanung erwartete Nettoverzinsung der Kapitalanlagen über dem durchschnittlichen garantierten Rechnungszins des Bestandes. Jedoch würde das längere Anhalten eines Niedrigzinsszenarios wie in der zweiten Hälfte des Jahres 2011 dazu führen, dass der Referenzzins gemäß § 5 Absatz 3 der Deckungsrückstellungsverordnung (DeckRV) in den nächsten Jahren weiter zurückgeht und die Deckungsrückstellung durch eine Erhöhung der Zinszusatzreserve, die unsere Gesellschaften erstmals zum Jahresende 2011 bildeten, zu verstärken wäre.
Für die Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG gilt dieser Beschluss nicht, da die Sterbekassen nicht in den Anwendungsbereich der Deckungsrückstellungsverordnung fallen. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Aufsichtsbehörde entsprechende Anforderungen bei einer zukünftigen Tariferneuerung stellen wird. Die bei der Berechnung der Deckungsrückstellung der Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG verwendeten Rechnungszinssätze entsprechen dem von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht genehmigten Geschäftsplan. Im Hinblick auf die langfristige Entwicklung auf den Kapitalmärkten wurde der Rechnungszins für die Berechnung der Deckungsrückstellung des Bestands nach Tarif 20 von 3,45 % auf 3,35 % mit Genehmigung der Aufsichtsbehörde gesenkt.
Bei fondsgebundenen Versicherungen ohne Garantieteile bemisst sich die Versicherungsleistung an der Entwicklung des zugrundeliegenden Fonds. Hieraus ergibt sich für die Lebensversicherer kein Kapitalanlagerisiko, da die Höhe der Verpflichtung gegenüber den Versicherungsnehmern stets mit dem Wert des Fondsvermögens übereinstimmt. Soweit unsererseits Garantien bei fondsgebundenen Produkten ausgesprochen wurden, gelten die Aussagen zu Zinsgarantien konventioneller Produkte.
Risiken aus Gesetzesänderungen
Risiken aus Gesetzesänderungen resultieren zum Einen aus einer extensiven Interpretation der vom Bundesgerichtshof zu den Rückkaufswerten am 12. Oktober 2005 und 26. September 2007 ergangenen Urteile, woraus zusätzliche, bisher nicht berücksichtigte Leistungen resultieren würden. Ob wegen dieser Entwicklungen die Rückstellungen anzupassen sind, wird regelmäßig überprüft.
Zum Anderen könnten mögliche gegen uns lautende gerichtliche Einschätzungen unserer Umsetzung der VVG-Reform rückwirkende Auswirkungen auf unsere Leistungsverpflichtungen haben. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte am 29. Juli 2009 in einem Verbandsprozess gegen ein Lebensversicherungsunternehmen ein Anerkenntnisurteil erlassen. Es handelte sich dabei um ein wettbewerbsrechtliches Verfahren zu der Frage, ob der Versicherer sich im Falle unechter unterjähriger Beitragszahlung auf eine bestimmte Klausel zu Ratenzahlungszuschlägen berufen darf, ohne dass hierbei der effektive Jahreszins gemäß der Preisangabenverordnung ausgewiesen wird. Das Urteil ließ die relevanten Fragen offen, da es sich lediglich um ein Anerkenntnisurteil und damit nicht um eine Grundsatzentscheidung handelte. Darüber hinaus liegen keine Urteilsgründe vor. In der Folge gab es in den Jahren 2010 und 2011 zu diesem Sachverhalt mehrere erst- sowie zweitinstanzliches Verfahren mit unterschiedlich ausgefallenen Urteilen. Wie die aufgeworfenen Fragen letztendlich zu beurteilen sind, kann nur ein weiteres höchstrichterliches Urteil zeigen.
Krankenversicherung
Die AXA Krankenversicherung AG betreibt insbesondere die Krankenvollversicherung sowie die Pflegeversicherung und verschiedene Arten der Zusatzversicherung für Angestellte und Beihilfeempfänger. Die primären versicherungstechnischen Risiken aus dem Krankenversicherungsgeschäft sind Krankheitskosten-/Leistungsrisiken, biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten und Reserverisiken. Ferner bestehen noch Zinsgarantierisiken sowie Risiken aus gesetzgeberischen Maßnahmen.
Versicherungstechnische Risiken können dazu führen, dass die zu zahlenden Leistungen und Kosten nicht mehr aus den Beitragseinnahmen, den Anlageerträgen und der planmäßigen Auflösung der Alterungsrückstellung finanziert werden können. Ein mindestens jährlich durchzuführender, gesetzlich vorgeschriebener Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Leistungen ermöglicht jedoch ein zeitnahes Erkennen von Abweichungen in den erwarteten Leistungen. Bei Bedarf erfolgt eine Beitragsanpassung.
Krankheitskosten-/Leistungsrisiken
Unter dem Krankheitskosten-/Leistungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen Krankheits- und Pflegekosten die erwarteten, im Beitrag berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Im Falle eines kurzfristigen Anstiegs der Krankheits- und Pflegekosten über den kalkulierten Rahmen oder einer Pandemie kann auf die unerwartete Leistungserhöhung gegebenenfalls erst mit einer zeitlichen Verzögerung durch eine Beitragsanpassung reagiert werden.
Biometrische Risiken
Biometrische Risiken entstehen in der Krankenversicherung aus einer sinkenden Sterblichkeit, wodurch mit einer verlängerten Inanspruchnahme und somit einer Erhöhung der Versicherungsleistungen zu rechnen ist. Die Sterbetafeln werden jährlich von der Deutschen Aktuarvereinigung auf ausreichende Sicherheit überprüft. Soweit sich ein Aktualisierungsbedarf ergibt, verwendet die AXA Krankenversicherung AG die neuen Werte unverzüglich bei der Kalkulation neuer Tarife beziehungsweise von Beitragsanpassungen. Dieser Aktualisierungsbedarf kann auch durch den seit 2008 jährlich durchzuführenden Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Sterbewahrscheinlichkeiten ausgelöst werden.
Risiken aus Kundenverhalten
Ein Risiko aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern stellt insbesondere das Stornorisiko dar. Die in der Tarifierung angesetzten Stornowahrscheinlichkeiten basieren sowohl auf eigenen als auch auf Verbandserfahrungen und sind aktuariell ausreichend vorsichtig bemessen. Die Stornoquoten bei der AXA Krankenversicherung AG und in der Branche werden permanent beobachtet, sodass frühzeitig eine Veränderung erkannt und gegebenenfalls in Beitragsanpassungen und Neukalkulationen berücksichtigt wird. Darüber hinaus treten Risiken im Kundenverhalten in Zusammenhang mit der letzten Gesundheitsreform sowie der anstehenden Einführung von Unisex-Tarifen auf (siehe unten).
Reserverisiken
Zur Abdeckung zukünftiger Krankheitskosten-/Leistungszahlungen sind Alterungsrückstellungen zu bilden. Die Höhe der Zahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, insbesondere aufgrund steigender Krankheitskosten-/Leistungszahlungen und einer sinkenden Sterblichkeit, deren Veränderung aufgrund der regelmäßigen Überprüfung jedoch in den letzten Jahren nicht mehr so gravierend war wie in früheren Jahren, in denen die Aktualisierung in längeren Zeiträumen erfolgte. Definitiv schon feststehende medizinische Entwicklungen sind jedoch in der Alterungsrückstellung in dem Augenblick eingepreist, in dem sie in den Beiträgen berücksichtigt sind (Kalkulationsverordnung). Insgesamt ist das Reserverisiko als gering einzuschätzen, da durch regelmäßige Beitragsanpassungen der Leistungsbedarf aktualisiert wird.
Zinsgarantierisiko
Der Alterungsrückstellung werden jährlich Zinserträge zugeführt, wobei der Zinssatz gesetzlich auf 3,5 % begrenzt ist. Mit diesem Zinssatz erfolgt die Verzinsung der gesamten Alterungsrückstellung der AXA Krankenversicherung. Die aktuelle Nettoverzinsung der AXA Krankenversicherung AG von 4,0 % liegt noch deutlich über dem Rechnungszins. Diese Überzinsen werden fast vollständig zur Beitragsermäßigung im Alter verwandt. Die zukünftige Zinserwartung, die mithilfe des aktuariellen Unternehmenszinses (AUZ) nach einem brancheneinheitlichen Verfahren unternehmensindividuell ermittelt wird, zeigt, dass die AXA Krankenversicherung den Höchstrechnungszinssatz von 3,5 % wahrscheinlich auch in den kommenden Jahren erwirtschaften kann. Bei dem AUZ handelt es sich um ein mit der Deutschen Aktuarvereinigung und der Aufsichtsbehörde abgestimmtes Verfahren zur Zinsprojektion, das auf Basis der Vorjahresergebnisse und offiziellen, durch die Bundesbank veröffentlichten Zinskurven für Neuanlagen die Zinserwartungen für das übernächste Jahr schätzt. Dieses Verfahren liefert bei einem Ergebnis über 3,5 % die Berechtigung, diesen Wert auch zukünftig für die Verzinsung der Alterungsrückstellung zu verwenden. Aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen und der Turbulenzen auf den Kapitalmärkten ist es im Rahmen der aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Regelungen für die Kapitalanlagen zunehmend schwieriger eine ausreichende Verzinsung zu erzielen. So streben wir bei der Vermeidung von Neuanlagen in Ländern und bei Emittenten, für die eine erhöhte Abschreibungswahrscheinlichkeit besteht, weiterhin ausreichende Kapitalerträge an, um dauerhaft die AUZ-Kriterien zu erfüllen.
Gesundheitsreform
Die aus der als Wettbewerbsstärkungsgesetz bezeichneten Gesundheitsreform resultierenden Risiken für die Private Krankenversicherung haben weiterhin Bestand. Als Hauptrisiken sind hier der Basistarif sowie die fehlende Kündigungsmöglichkeit und die damit einhergehende (eingeschränkte) Leistungspflicht für Nichtzahler zu nennen.
Der Basistarif beinhaltet versicherungsfremde Elemente wie Kontrahierungszwang, Verbot von Risikozuschlägen und Höchstbeiträge, die eine Subventionierung durch die PKV-Kunden der anderen Vollversicherungstarife erfordern und somit zu einer erhöhten Belastung dieser Personen führen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich überwiegend Personen mit vorhandenen oder akuten Erkrankungen und überdurchschnittlich schlechter Zahlungsmoral im Basistarif versichert haben.
Mit der Einführung der Versicherungspflicht wurde zudem gesetzlich eine Notfallversorgung auch für die Versicherten festgelegt, die ihre Beiträge nicht mehr zahlen. Diese Leistungen werden nicht durch Beiträge gedeckt und schmälern den Rohüberschuss der Gesellschaften und damit auch die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Letztlich fehlen somit Mittel, um notwendige Beitragsanpassungen stärker abzumildern.
Es ist beabsichtigt per Gesetz einen eigenen Tarif für die Nichtzahler einzuführen mit einem einheitlichen alters- und geschlechtsunabhängigen Beitrag, aus dem nur die Notfallleistungen finanziert werden müssen. Eine Alterungsrückstellung wird für diesen Tarif nicht gebildet. Damit ist beabsichtigt, die Beitragsrückstände während der Dauer der Nichtzahlung nicht so stark anwachsen zu lassen, dass die Personen kaum noch eine Möglichkeit haben, später die Beitragsschuld auszugleichen.
EuGH-Verfahren zur Gender Directive / Unisex-Tarife (spartenübergreifende Thematik)
Das belgische Verfassungsgericht hat dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) im Juni 2009 die Frage zur Entscheidung vorgelegt, ob Artikel 5 (2) der Gender-Richtlinie (2004/113/EG) mit Europäischem Primärrecht (EG-Vertrag, Europäische Menschenrechtskonvention) vereinbar ist. In diesem Artikel ist ein Wahlrecht für die Mitgliedstaaten verankert. Danach dürfen die Versicherer bei der Tarifierung zwischen Frauen und Männern differenzieren, wenn der Mitgliedstaat es zulässt. Die unterschiedliche Behandlung muss sachlich begründet sein, die Begründung statistisch belegt werden. Deutschland hat dieses Wahlrecht durch die Regelung in § 20 (2) AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) genutzt.
Mit Urteil vom 1. März 2011 hat der EuGH festgestellt, dass die Berücksichtigung des Geschlechts als Risikofaktor in Versicherungsverträgen eine Diskriminierung darstellt. Da die Ausnahmevorschrift des Art. 5 (2) der Richtlinie zudem unbefristet gilt, hat der EuGH diese ab dem 21. Dezember 2012 für ungültig erklärt. Da das Urteil und die sich hieraus ergebenden Konsequenzen vom deutschen und europäischen Gesetzgeber zunächst umgesetzt werden müssen, wird eine Aussage über die wirtschaftlichen Auswirkungen erst nach dieser Umsetzung möglich sein.
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft resultieren für unsere Konzerngesellschaften aus Beitrags- oder Regressforderungen sowie aus Forderungen gegenüber Rückversicherern.
Sowohl bei der über unsere französische Gruppengesellschaft AXA Global P&C retrozedierten Vertragsrückversicherung als auch bei der direkt von uns abgegebenen fakultativen und vertraglichen Rückversicherung wird nur mit erstklassigen Rückversicherern zusammengearbeitet.
Risiken aus Kapitalanlagen
Die Kapitalanlagen unserer Gesellschaft bestehen insbesondere aus Anteilen an verbundenen Unternehmen. Deshalb werden im Folgenden die Kapitalanlagerisiken des AXA Konzerns dargestellt. Die Kapitalanlagen werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden. Dieses wird unter anderem durch eine ausgewogene Diversifikation und strikte Begrenzung von Konzentrationsrisiken gewährleistet.
Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die durch die im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und andere risikomindernde Maßnahmen bewusst eingegangen werden. Zum Erhalt beziehungsweise Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und fortlaufend an das jeweilige Kapitalmarktumfeld angepasst.
Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt:
Marktrisiken
Die Marktpreisrisiken unserer Konzerngesellschaften beruhen im Wesentlichen auf potenziellen Aktienkurs-, Zins- und Spread-Änderungen. Ferner stellen Änderungen im Wert des Immobilienbestandes oder bei nicht börsennotierten Beteiligungen Marktpreis- beziehungsweise Wertänderungsrisiken dar.
Die Auswirkungen auf die Marktwerte der Kapitalanlagen sowie des Embedded Values beziehungsweise des marktwertbasierten Eigenkapitals werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Aktien (ohne Beteiligungen und verbundene Unternehmen), Zinsprodukten und Währungen unter Berücksichtigung der bestehenden Währungssicherungen und anderer derivativer Absicherungsmechanismen simuliert. Somit werden die tatsächlichen Sensitivitäten unserer Kapitalanlagen verdeutlicht.
Kreditrisiken
Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners beziehungsweise Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen und Derivaten.
Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt entweder mit Hilfe von Ratingagenturen oder nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft.
Durch die Krise an den Finanzmärkten und die Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage hat sich das Kreditrisiko in den vergangenen Jahren signifikant erhöht. Auch unsere Konzerngesellschaften halten Kapitalanlagen, deren Bonität vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise in der Öffentlichkeit diskutiert wurde und die teilweise von signifikanten Spread-Ausweitungen betroffen waren.
Darunter fallen Investitionen in Staatsanleihen von Spanien, Italien, Portugal, Irland und Griechenland, deren Risiken im Rahmen der europäischen Schuldenkrise diskutiert werden und deren Spreads sich im vergangenen Jahr teilweise deutlich ausgeweitet haben. In Erwartung eines Schuldenschnitts auf griechische Staatsanleihen haben wir Abschreibungen auf den Marktwert der Anleihen vorgenommen. Auch wenn wir zurzeit weitere Ausfälle aufgrund verschiedener Stützungsmaßnahmen nicht für ein wahrscheinliches Szenario halten, können wir weitere Abschreibungen auch vor dem Hintergrund politischer Unwägbarkeiten nicht ausschließen.
Über Spezialfonds wird ein Portfolio von US-Subprime-Hypotheken (Residential Mortgage Backed Securities) gehalten, die mit Krediten aus dem sogenannten „Subprime-Segment“ besichert sind. Neben dem US-RMBS Exposure enthalten die Spezialfonds ein synthetisches CDO (Collateralized Debt Obligation), das durch die Entwicklungen an den Kreditmärkten bezüglich der für die Bewertung relevanten Annahmen und durch konkrete Ausfälle im Referenzportfolio deutliche Marktwertverluste erlitten hat. Ein Verlust des Nominalbetrags kann aber nur im Fall von mehreren weiteren Ausfällen in signifikanter Höhe innerhalb des CDO-Portfolios eintreten. Ferner enthalten die Spezialfonds ein Portfolio von CLOs (Collateralized Loan Obligations).
Ebenso werden Fremdkapitalinstrumente gehalten, die von nationalen und internationalen Banken sowie sonstigen Unternehmen außerhalb des Finanzsektors emittiert wurden. Dieses Exposure wird entweder direkt oder über Fonds, Derivate und strukturierte Produkte gehalten und enthält auch Instrumente von niedriger Seniorität wie nachrangige Darlehen, Genussscheine und stillen Beteiligungen. Das Portfolio der nachrangigen Darlehen, Genussscheine und stille Beteiligungen enthält zu einem großen Teil Papiere von Sparkassen und Landesbanken. Aufgrund der schwierigen Situation insbesondere einiger Landesbanken besteht bei deren Genussscheinen und stillen Beteiligungen das Risiko, dass als Folge von Bilanzverlusten ergebnisabhängige Kupons nicht ausgezahlt werden und das Kapital herabgesetzt werden kann.
Der größte Teil der Rentenbestände ist besichert beziehungsweise von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem minimalen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich in der Zukunft die Bonität einzelner Emittenten verschlechtert und damit Abschreibungsbedarf entstehen könnte.
Konzentrationsrisiken
Durch Konzentrationsrisiken wird die Diversifizierung des Portfolios vermindert, wodurch das Risiko hoher Verluste aufgrund von Einzelpositionen steigt. Sie stehen daher im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken. Konzentrationsrisiken werden durch Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht.
Liquiditätsrisiken
Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit die Gesellschaften ihren Verpflichtungen gegenüber ihren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Bei einem eventuell auftretenden unvorhergesehenen Liquiditätsbedarf wird konzernintern Liquidität zur Verfügung gestellt.
Risikosteuerung der Kapitalanlagen
Innerhalb des AXA Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen implementiert. Das Asset Liability Management-Komitee schlägt die Kapitalanlagestrategie vor, der Vorstand entscheidet hierüber. Der Kapitalanlageausschuss implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation) und die Einhaltung vorgegebener Limitsysteme. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Richtlinie (Investment Guidelines) für alle Kapitalanlagen. Die aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Mischung und Streuung werden eingehalten. Zusätzlich werden Konzentrationsrisiken durch das gruppenweite Risikomanagement monatlich ausgewertet und überwacht.
AXA Bank
Die AXA Bank AG verfügt über ein eigenständiges Risikomanagement. Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Banken (MaRisk BA) geben den aufsichtsrechtlichen Rahmen der Prozesse vor. Die Anforderungen dieses Rundschreibens beziehen sich auf das Management der für das Institut wesentlichen Risiken. Grundsätzlich sind zumindest die Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken und operationale Risiken als wesentliche Risiken einzustufen.
Die internen Umsetzungen hierzu werden in der Risikostrategie der Bank geregelt. Zielsetzung der Risikostrategie ist es, ein betriebswirtschaftlich sinnvolles und effektives Risikomanagement zu verankern. Unter dem Begriff „Risiko“ ist eine Verlust- oder Schadengefahr definiert, die entsteht, wenn eine zukünftige Entwicklung im Verlauf negativ von der Planung abweicht und mit einer Vermögensminderung verbunden ist.
Die AXA Bank bezeichnet ihre Risikoneigung als konservativ. Das bedeutet für die praktische Umsetzung, dass im Grundsatz die Investitionsalternativen risiko- und renditeorientiert ausgewählt werden.
Die konservative Ausrichtung schlägt sich auch bei der Ermittlung der Risikotragfähigkeit nieder, da bei der Aggregation der Risiken auf eine Risikoreduzierung durch Korrelationen verzichtet wird.
Bei den wesentlichen Risiken stellen das Kreditrisiko und das Counterparty Risiko das überwiegende Adressenausfallrisiko dar.
Marktpreisrisiken gehen wir in Form von Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch, Spreadrisiken und Marktliquiditätsrisiken aus der Bewertung von Wertpapieren ein. Durch ein aktiveres Asset-Liability-Management gewinnen die Marktpreisrisiken an Bedeutung. Die Bank verzichtet aber weiterhin auf spekulativen Geldhandel und führt kein Handelsbuch.
Im Rahmen der Finanzmarktkrise stand das Management von Liquiditätsrisiken im Fokus der Aufsicht. Aus diesem Grund haben wir dem Liquiditätsrisiko besondere Beachtung geschenkt und steuern die dispositiven und strukturellen Liquiditätsrisiken.
Für die Steuerung der dispositiven Liquiditätsrisiken haben wir ein eigenes Modell entwickelt, das die institutsspezifischen Besonderheiten berücksichtigt. Durch Annahmen für Normal-, Belastung- und Stress-Szenarien verfügt die interne Liquiditätssteuerung über ein Frühwarnsystem und einen definierten Risikoappetit. Ergänzend stellen regelmäßige Liquiditätsanalysen die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicher.
Die Kapitalanforderungen für operationale Risiken werden über den für Banken aufsichtsrechtlich wählbaren Basisindikatoransatz ermittelt. Das regelmäßig durchzuführende Risikoassessment für diese Risikoart wird über den einheitlichen Assessment Prozess im AXA Konzern sichergestellt. Die wesentlichen Risiken werden im Rahmen von durchgängigen Risikomanagementprozessen laufend überwacht und durch interne Limite gesteuert und begrenzt. Die Limite werden auf Basis des Risikoappetits von der Geschäftsleitung der Bank festgelegt.
Des Weiteren steuern wir die Bank über ein Ampelsystem von Frühwarnindikatoren, diese unterteilen sich in Frühwarnwerte, kritische Werte und Limite. Überschreitungen von Frühwarnindikatoren lösen geeignete Risikosteuerungsmaßnahmen aus.
Die Ergebnisse fließen wiederum in den Managementprozess ein. Die Gesamtbanksteuerung dient hierbei als Grundlage für Managemententscheidungen und soll mögliche negative Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragskraft der Bank vermeiden beziehungsweise minimieren.
Im Rahmen der Steuerung simulieren Szenarioanalysen mögliche zukünftige Ereignisse. Dabei werden Marktentwicklungen, volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Kennzahlen zur Simulation herangezogen.
Aufgrund der risikoaversen Ausrichtung gehen wir von einer stabilen Risikosituation der Bank aus.
Operationale und sonstige Risiken
Operationale Risiken beinhalten Verluste aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen sowie aus mitarbeiter-, systembedingten oder externen Vorfällen.
Die AXA unterscheidet hierbei die Risikokategorien interner Betrug, externer Betrug, Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitssicherheit, Kunden-, Produkt- und Geschäftspraxis, Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsunterbrechung und Versagen von Systemen, Durchführungs-/Produkt-/Leistungs-/Prozessmanagement.
In den risikobewussten Versicherungsunternehmen haben wir Prozesse und Systeme zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung der operationalen Risiken entwickelt und streben deren Zertifizierung im Rahmen von Solvency II zum frühest möglichen Zeitpunkt an.
Seit 2010 führen wir eine Sammlung von Daten aus operationalen Verlusten durch. Die Methoden und Prozesse werden ständig weiterentwickelt. Der Fokus für 2012 liegt auf den Steuerungsinstrumenten für operationale Risiken. Bereits jetzt sind die operationalen Risiken in das interne Kontrollsystem integriert. Für die Identifizierung, Analyse und Steuerung von Risiken im Zusammenhang mit Outsourcing-Verhältnissen ist ein Standard definiert, welcher vorsieht, dass im Vorfeld jeder Auslagerung auf Basis einer Risikoanalyse bewertet wird, ob Aktivitäten und Prozesse ausgelagert werden können und sollen.
Die operationalen Risiken sind in 2011 gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Modellveränderungen angestiegen. Ursache hierfür sind die erstmalige Berücksichtigung anstehender Grundsatzurteile beziehungsweise deren Auslegung zu Themen wie Ratenzahlungszuschläge, Rückkaufswerte und Unisex-Tarife.
Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, aus Systemausfällen und anderen Katastrophenereignissen werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert. Notfallprozesse werden organisiert und alle notwendigen Präventivmaßnahmen zum Zweck der Unternehmenssicherheit ergriffen. Durch die Setzung verbindlicher Standards mit Fokus auf die operationalen Risiken sollen mögliche Negativfolgen reduziert und der wirtschaftliche Fortbestand der AXA jederzeit garantiert werden.
Diese Standards haben wir per Januar 2012 aktualisiert. Im Jahr 2012 werden neue Organisationsstrukturen und Prozesse ausgerollt. Diese sehen vor, dass wir interne und externe Bedrohungen, die eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse zur Folge haben könnten, regelmäßig beurteilen. Diese Risikoeinschätzung erfüllt im Wesentlichen vier Aufgaben:
| • | Sammlung aller Informationen zur Priorisierung der Produkte, Dienstleistungen und somit Geschäftseinheiten im Rahmen der Prozesse Business Impact Analyse und Risk Identification and Assessment (RIA), |
| • | Untersuchung und Bewertung verschiedener Strategieoptionen mit dem Ziel, wichtige Produkte und Dienstleistungen auch im Notfall bereitstellen zu können, |
| • | Entwicklung und Implementierung einer Business Continuity Reaktion, vor allem in Form von Notfallplänen, |
| • | Übung und Pflege der Business Continuity Management-Vorkehrungen. |
Das Business Continuity Management trägt die Verantwortung für die form- und termingerechte Durchführung der Risikoeinschätzung.
Weitere ständig überwachte Risiken sind die strategischen Risiken, Reputations- und sonstige Rechtsrisiken:
Die strategischen Risiken werden durch einen regelmäßigen systematischen Strategieentwicklungs- und Umsetzungsprozess gesteuert, in dem bereits zum Zeitpunkt der Definition von strategischen Initiativen Chancen und Risiken identifiziert und abgewogen werden.
Zur Steuerung des Reputationsrisikos existieren Vorgaben hinsichtlich der Informationspolitik gegenüber Dritten. Des Weiteren wird die Medienberichterstattung kontinuierlich verfolgt, um auf die Gefahr eines Reputationsverlustes aufgrund negativer Berichterstattung zeitnah reagieren zu können. Gleichzeitig werden wesentliche Geschäftsentscheidungen auch auf mögliche Reputationsrisiken hin geprüft.
Sonstige Rechtsrisiken, das heißt solche, die sich aus heutiger Sicht noch nicht konkretisieren, werden durch eine kontinuierliche Beobachtung der aktuellen Rechtssetzungsverfahren und der aufsichtsrechtlichen Entwicklungen auf nationaler wie europäischer Ebene sowie der relevanten Gerichtsentscheide frühzeitig identifiziert. Die Beobachtung wird sowohl durch die einzelnen Fachbereiche als auch fachbereichsübergreifend durch den Bereich Recht & Compliance durchgeführt. Im Bedarfsfall werden von den betroffenen Fachbereichen frühzeitig Analysen erstellt, um zu gewährleisten, dass das Unternehmen auf die möglichen rechtlichen Veränderungen vorbereitet ist.
Zusammenfassende Darstellung der Risikolage
Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden.
Ausblick und Chancen
Die voraussichtliche Entwicklung unseres Unternehmens wird durch die Perspektiven der einzelnen direkt und indirekt über die AXA Beteiligungsgesellschaft mbH gehaltene Beteiligungsunternehmen bestimmt.
Für diese Unternehmen gelten eine starke Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung, der Entwicklung der Finanzmärkte und wesentliche Entwicklungen des deutschen Versicherungsmarktes im Besonderen.
Das Wachstum der deutschen Wirtschaft wird sich im laufenden Jahr voraussichtlich abschwächen. Während die Bundesregierung in ihrem Mitte Januar vorgelegten Jahreswirtschaftsbericht von einem abgeschwächten, aber immer noch positiven Wachstum von 0,7 % ausgeht, wird sich nach einer Prognose der Deutschen Bundesbank der Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) durch eine Durststrecke im Winter sogar spürbar auf 0,6% verringern. Die Krise der Staatsfinanzen in einer Reihe von Ländern des Euro-Gebiets und die hiervon ausgehende Verunsicherung sowie die allgemeine Abschwächung der Weltwirtschaft werden nach ihrer Einschätzung zunehmend auch die deutsche Konjunktur belasten. Ferner sieht sie durch die Staatsschuldenkrise erhebliche Risiken. Im Jahr 2013 sollte nach ihrer Erwartung das Wachstum aber wieder auf 1,8 % anziehen.
Auf dem Arbeitsmarkt wird die erwartete deutliche Konjunkturabschwächung nach Ansicht von Bundesregierung und Bundesbank nach derzeitiger Einschätzung aber keine Spuren hinterlassen. Im Durchschnitt des kommenden Jahres dürften nach der Prognose der Bundesbank knapp 3 Millionen Arbeitslose in Deutschland zu verzeichnen sein, was einer Arbeitslosenquote von 7,0 % entsprechen würde. Noch optimistischer ist die Bundesregierung, die sogar einen Rückgang der Arbeitslosenquote auf 6,8 % erwartet.
An der Preisfront erwartet die Bundesbank eine Beruhigung. Für 2012 und 2013 geht sie von einer Teuerungsrate von 1,8 % bzw. 1,5 % aus. Im Jahr 2010 waren die Verbraucherpreise noch um 2,3 % gestiegen. Allerdings stellt die Bundesbank ihre gesamte Prognose unter den Vorbehalt, dass sich die Staatsschuldenkrise nicht drastisch verschärft und sich die Dynamik der Weltwirtschaft nicht zu stark abflacht. Hiervon wäre Deutschland aufgrund seiner Exportabhängigkeit in besonderem Maße betroffen.
Die deutsche Versicherungswirtschaft kann nach der negativen Entwicklung der Beitragseinnahmen im vergangenen Jahr aller Voraussicht nach für 2012 wieder mit einem Wachstum rechnen. Dieses dürfte nach Vorausschätzungen und Annahmen des GDV für die Hauptsparten bei insgesamt etwa + 1 % liegen. Dabei geht der GDV für die Schaden- und Unfallversicherung von einem Wachstum von etwa 2 % und für die private Krankenversicherung sogar zwischen 4 und 5 % aus. Demgegenüber könnte sich in der Lebensversicherung ein nochmaliger, wenn auch geringfügigerer Beitragsrückgang als 2011 ergeben. Gerade die Einschätzung für die Lebensversicherung bleibt allerdings angesichts der Unwägbarkeiten des aktuellen konjunkturellen Umfelds und des Einmalbeitragsgeschäfts mit einer besonders großen Unsicherheit verbunden.
Die AXA Konzern AG und ihre Gesellschaften werden die auf ertragsreiches Wachstum ausgerichtete Politik weiter fortsetzen. Zugleich soll mit dem konzernweiten Programm zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit die Effizienz der Prozesse und gleichzeitig die Qualität des Kundenservice nachhaltig verbessert werden.
Die Rahmenbedingungen für die private Krankenversicherung in Deutschland (PKV) werden wie schon in den Vorjahren stark vom politischen Umfeld geprägt, für das in 2012 allerdings mit keinen wesentlichen Veränderungen gerechnet wird.
Im wichtigsten Segment der PKV, den Vollversicherungen, erwartet die AXA Krankenversicherung AG auf Basis erfolgreicher Produkte und moderater Beitragsanpassungen die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte, jedes Jahr mehr Menschen zu versichern. Die flexiblen und umfassenden Angebote belegen die gesellschaftliche Verantwortung, Menschen die Möglichkeit zur individuellen Absicherung ihrer finanziellen Lebensrisiken zu geben. Gleichzeitig werden Maßnahmen verstärkt -innerhalb des aktuellen rechtlichen Rahmens die Möglichkeiten zur Beitragsstabilität auszuschöpfen. Durch die enge Abstimmung mit Kunden und Vertriebspartnern sowie der Ärzteschaft soll die Kundenzufriedenheit weiter gesteigert werden.
Die europäische Rechtsprechung schreibt der PKV zum 21. Dezember 2012 die Umsetzung der geschlechtsneutralen Kalkulation vor. Im Detail liegen noch zahlreiche Regelungslücken vor, die derzeit keine Sicherheit bezüglich der Marktgegebenheiten ab 2013 bieten.
Im Segment der Zusatzversicherungen wird mit der Fortsetzung des großen Erfolgs der innovativen neuen Pflege-Ergänzungsprodukte gerechnet. Außerdem sieht sich die Gesellschaft bestens aufgestellt, die zunehmende Nachfrage nach betrieblicher Krankenversicherung maßgeschneidert zu erfüllen. Ein wesentlicher Teil hiervon ist die Absicherung von ins Ausland entsendeten Mitarbeitern. Gerade in diesem Segment profitiert die AXA Krankenversicherung AG davon, Teil eines Weltkonzerns zu sein.
Zusammenfassend wird auch für 2012 ein stabiles Wachstum erwartet. Der zu erwartende Jahresüberschuss wird vollständig an die AXA Beteiligungsgesellschaft mbH abgeführt.
Die globale Unsicherheit über die künftige real- und finanzwirtschaftliche Entwicklung sowie das anhaltend niedrige Zinsniveau stellen insbesondere den Lebensversicherungsmarkt weiterhin vor große Herausforderungen. Darüber hinaus wurde die garantierte Mindestverzinsung für das Neugeschäft ab Anfang des Jahres 2012 gesenkt, welches zusätzlich die Attraktivität der Lebensversicherung in Deutschland negativ beinträchtigen kann. Mit der Einführung von Unisex-Tarifen gibt es für Neuverträge nur noch einen Tarif mit identischen Beiträgen und Leistungen für Männer und Frauen. Durch den Wegfall der Differenzierung von Männern und Frauen fällt das primäre Differenzierungsmerkmal der Sterblichkeit und Invalidität weg. Die Entwicklung der Branche ist insgesamt nur schwer vorherzusagen, da die Verunsicherung bei den Verbrauchern und eine einhergehende Zurückhaltung zum Abschluss langfristiger Altersvorsorgeverträge weiterhin bestehen.
Dennoch erweist sich bislang das Modell der Lebensversicherung auch während der anhaltenden Finanzmarktkrise als ein wesentlicher Stabilitätsfaktor im Finanzdienstleistungsmarkt. Die gesellschaftliche Alterung schreitet voran und allein nach dem Umlageprinzip wird sich eine nachhaltig wirksame Altersvorsorge nicht aufbauen lassen. Die langfristig wirkenden Grundlagen und Aussichten des Lebensversicherungsgeschäftes bleiben also intakt. Entscheidend ist, das Vertrauen der Kunden in eine zuverlässige und langfristige Partnerschaft zu gewinnen und zu erhalten.
Vor dem Hintergrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus passen die AXA Lebensversicherung AG und die DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG für 2012 die Überschussbeteiligung für klassische Renten- und Lebensversicherungen moderat an.
Beide Versicherer sind im Markt mit einer breiten Produktpalette hervorragend als Komplettanbieter aufgestellt, so dass die Wünsche der Kunden aus unterschiedlichen Kundensegmenten optimal bedient werden können. Konventionelle Produkte mit hohen Sicherheiten und fondsgebundene Produkte mit oder ohne Garantien werden durch hervorragend positionierte Berufsunfähigkeitsversicherungen und Risikolebensversicherungen ergänzt.
Der Ausbau des zertifizierten und vom Markt sehr positiv aufgenommenen Beratungsansatzes „plan360°“ steht auch im Jahr 2012 im Fokus. Neben der Ausweitung dieses Beratungsansatzes für das wachsende und profitable Kundensegment der Privatkunden ab 50 Jahre werden sukzessive weitere Kundensegmente erschlossen.
Für die AXA Lebensversicherung AG wird auch in Zukunft dem Einmalbeitragsgeschäft besondere Bedeutung zukommen. Die Wiederanlage fälliger Lebensversicherungen und die Schließung der Rentenlücke der Kunden durch Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag wird eine wichtige Säule bleiben.
Die Altersstruktur im Öffentlichen Dienst führt in den nächsten Jahren zu einem hohen Einstellungsbedarf. Deshalb wird die Zielgruppe der Dienst- und Berufsanfänger für die DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG mehr denn je zum Fokussegment mit großen Wachstumschancen. Neben der einzigartigen Kombination aus Ansprache, Vertriebszugang und Service wird der Beratungsansatz durch zielgruppenspezifische Produktlösungen, wie zum Beispiel Dienstanfängerpolice, begleitet.
Eine stabile Entwicklung innerhalb des Markts sowohl hinsichtlich Neugeschäft als auch bei den Beitragseinnahmen vorausgesetzt, werden für die DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG als Spezialversicherer für den Öffentlichen Dienst große Chancen gesehen,den Marktanteil in dieser Zielgruppe weiter zu steigern. Auch die AXA Lebensversicherung AG geht von einer stabilen Entwicklung innerhalb ihres Marktes aus.
Trotz der unsicheren Lage im Lebensversicherungsmarkt bietet das Kundensegment der Deutsche Ärzte Versicherung AG, die akademischen Heilberufe, weiteres zukünftiges Wachstumspotenzial.
Nicht zuletzt infolge der demografischen Entwicklung in Deutschland und der damit einhergehenden Alterung der Gesellschaft wird die Nachfrage nach medizinischen Dienstleistungen weiter zunehmen und Wachstum sowie Beschäftigung der Kundengruppe sichern. Daher werden gute Chancen gesehen, das Geschäft der Deutschen Ärzteversicherung, getrieben durch die starke Position im Jungarztgeschäft sowie das vollumfängliches Produktangebot für alle Berufs- und Lebensphasen des Arztes, positiv weiterzuentwickeln.
Die Produkte sind insgesamt durch Empfehlungen, vor allem der großen deutschen Berufsverbände, sehr gut im Markt positioniert. Diese Stellung wird weiter gestärkt durch das neu eingeführte, flexible Garantiesystem OptiGarant. Diese innovative Lösung erlaubt den Kunden eine dynamische Absicherung des erreichten Guthabens ihrer fondsgebundenen Vorsorgeprodukte. Somit können auch sicherheitsbewusste Anleger an der Kapitalmarktentwicklung partizipieren. Für die Deutsche Ärzteversicherung wird hier die Chance gesehen, überproportional zu profitieren, falls das Interesse an Kapitalmarktprodukten in der öffentlichen Wahrnehmung, bedingt durch eine positive Kapitalmarktentwicklung, wieder steigt. Daneben ist die Gesellschaft mit dem erfolgreich etablierten Produktportfolio sehr gut aufgestellt. Insbesondere durch die vielfach ausgezeichnete und im abgelaufenen Jahr nochmals verbesserte Berufsunfähigkeitsabsicherung eröffnen sich Wachstumschancen. Zum kommenden Jahreswechsel sind gerade im Bereich des Berufsunfähigkeitsschutzes einmalige Wachstumsimpulse aus der Einführung der geschlechterübergreifenden Kalkulation im Neugeschäft zu erwarten.
Um den eingeschlagenen Wachstumspfad auch vertriebsseitig zu unterstützen, ist eine kontinuierliche Fortsetzung des Ausbaus des Exklusivvertriebes Deutsche Ärzte Finanz geplant. Daneben wird die intensive Zusammenarbeit mit dem langjährigen Kooperationspartner, der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, sowie dem gemeinsamen Joint Venture apoFinanz weiter ausgebaut. Ein wichtiger Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit wird 2012 darauf liegen, im Vorsorgegeschäft weiter zu wachsen. Die Fokussierung der Deutschen Ärzteversicherung auf zielgruppenspezifische Zugangswege, verbunden mit einem arztspezifischen Beratungsansatz und entsprechender Fachkompetenz der Vermittler, stellt auch in Zukunft die hohe Qualität in Beratung und Vertrieb sicher. Mit dieser Aufstellung wird die realistische Chance gesehen, im Neugeschäft weiteres Wachstum zu generieren. Darüber hinaus richten sich die Bemühungen zugleich darauf, den vorhandenen Bestand stabil zu halten und dies durch eine im Marktvergleich sehr niedrige Stornoquote auch zu dokumentieren.
Der Jahresüberschuss der Deutschen Ärzteversicherung wird neben der Geschäftsentwicklung stark durch Veränderungen des Kapitalmarktes beeinflusst. Bleibt es am Kapitalmarkt für eine längere Zeit bei dem niedrigen Zinsniveau der vergangenen Monate, wird die Gesellschaft im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben die Zinszusatzreserve deutlich verstärken. Diese kurzfristige Belastung sichert langfristig die Erfüllbarkeit der Verpflichtungen gegenüber den Versicherten.
Eine stabile Entwicklung der Finanzmärkte vorausgesetzt, werden insgesamt gute Chancen gesehen, das operative, um Sondereffekte bereinigte Ergebnis des Vorjahres zu wiederholen.
Seit der Fusion der AXA mit der DBV-Winterthur hat der AXA Konzern mit der Pro bAV Pensionskasse und der winsecura Pensionskasse zwei starke Pensionskassen am Markt. Aus wirtschaftlichen Erwägungen wurde beschlossen, das Neugeschäft ab 2012 auf eine Pensionskasse, nämlich die Pro bAV Pensionskasse, zu fokussieren. Die winsecura Pensionskasse wird daher ab der Tarifgeneration 2012 für das sogenannte „neue“ Neugeschäft geschlossen. Neuabschlüsse in am 31.12.2011 bereits bestehenden Kollektivverträgen sowie dynamische Erhöhungen und Neugeschäft bei verbundenen Unternehmen von Bestandskunden werden jedoch weiter angenommen. Auch der Kundenservice wird in gewohnt guter Qualität erfolgen und die unproblematische Bearbeitung aller Bestandsvorgänge ist gewährleistet.
Das Marktumfeld der Pensionskassen stellt sich als äußerst heterogen dar. Zum Einen besteht eine hohe Abhängigkeit von den Finanzmärkten, die derzeit durch eine starke Unsicherheit geprägt sind. Zum Anderen lassen aber gerade die künftige Konjunkturentwicklung sowie der vorherrschende Fachkräftemangel positive Effekte für die betriebliche Altersversorgung erwarten. Deutsche Arbeitgeber werden gezwungen sein, attraktive Leistungen zur Gewinnung und Bindung von qualifizierten Arbeitskräften einzurichten. Die betriebliche Altersvorsorge bietet hierfür in Form von arbeitgeber- und mischfinanzierten Versorgungsmodellen attraktive Lösungsmöglichkeiten. Zudem sorgt die anhaltende Diskussion um das gesetzliche Rentenversicherungssystem für eine steigende Nachfrage der Verbraucher nach Altersversorgungssystemen.
Mit attraktiven Produkten und wettbewerbsfähigen Annahmerichtlinien für das Kollektivgeschäft ist die Pro bAV Pensionskasse auf dem Markt der betrieblichen Altersversorgung außerordentlich gut positioniert.
Der Gesetzgeber hat für die Tarifgeneration 2012 einen veränderten Rechnungszins vorgesehen. Der Rechnungszins beträgt dann 1,75%. Auch mit diesem reduzierten garantierten Rechnungszins belegt die Tarifgeneration 2012 mit Blick auf die Gesamtverzinsung der konventionellen Rentenversicherung im Markt der Wettbewerbspensionskassen eine gute, im Fall der Pro bAV gar eine Spitzenposition. Dies wird immer wieder durch Marktstudien zur Überschussbeteiligung durch Ratingagenturen wie zum Beispiel der Assekurata – Assekuranz Rating-Agentur bestätigt – insgesamt also Voraussetzungen für erfolgreiches Bestands- und Beitragswachstum in 2012.
Laufend optimierte Geschäftsprozesse bieten den Kunden, Vermittlern und Partnern eine zügige und serviceorientierte Vertragsbearbeitung. Dies wird auch von unabhängigen Instituten, wie dem Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP), in der aktuellen Studie zu dem kompetentesten bAV-Anbieter bestätigt. Hier belegt der AXA Konzern mit seinen Gesellschaften von 22 untersuchten bAV-Anbietern einen Spitzenplatz. Untersucht wurden 80 bAV-relevante Kompetenzen in den Bereichen Beratung, Verwaltung, Service und Haftung.
Derzeit ist noch offen, ob die Neuregelung der Unisex-Tarife nur für die private Altersversorgung gelten wird oder auch für die betriebliche Altersversorgung. Darüber hinaus wird sich voraussichtlich im Jahr 2012 entscheiden, ob die Anforderungen aus Solvency II neben den Lebensversicherungsunternehmen auch die Pensions- und Sterbekassen betreffen werden, und ob die Solvency II - Anforderungen bereits wie ursprünglich vorgesehen ab dem 1.1.2013 oder erst ab einem späteren Termin zu erfüllen sind.
Beide Pensionskassen erwarten für 2012 und 2013 ausgeglichene oder leicht positive Ergebnisse.
Mit der sehr guten Marktpositionierung des Sterbegeldtarifs der Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG sind die Voraussetzungen für eine weiterhin günstige Entwicklung auch in den nächsten Jahren geschaffen. Da die Absenkung des Rechnungszinses auf 1,75 % per 01.01.2012 für Sterbekassen nicht verbindlich ist, wird der Tarif der Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG mit dem für 2012 noch geltenden Rechnungszins von 2,25 % im Konkurrenzvergleich insbesondere mit Lebensversicherern äußerst wettbewerbsfähig sein. Auch die Überschussbeteiligung mit der Beibehaltung des Gewinnzuschlags trägt zur hervorragenden Aufstellung im Markt bei. Die Gesellschaft ist überzeugt, auch nach der Tariferneuerung durch die Unisex-Tarife ein bedarfsgerechtes Produkt mit einer guten Marktpositionierung darstellen zu können. Durch die Einbindung der Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG in die AXA Gruppe sind langfristig die Voraussetzungen für eine positive Entwicklung insbesondere auch in vertrieblicher Hinsicht z.B. durch Direktmailingaktionen gesichert.
Nachdem die Kapitalmarktentwicklung mit stark sinkenden Zinsen im Laufe des Jahres zu einer Erhöhung der stillen Reserven und einem Anstieg der Auszahlungen an Kunden aus der Beteiligung an Bewertungsreserven führte, könnte ein stärkerer Zinsanstieg in den nächsten Jahren zu höheren stillen Lasten führen. Andererseits wird bei einer anhaltenden Niedrigzinsphase die Neu- und Wiederanlage der Kapitalanlagen erschwert. Während die Kapitalanlagen der Gesellschaft durch den Einnahmeüberschuss voraussichtlich weiter ansteigen werden, ist davon auszugehen, dass die Nettorendite aufgrund der Entwicklung am Kapitalmarkt weiterhin eher leicht rückläufig sein wird und die gesamten Kapitalerträge auch bei steigenden Kapitalanlagen nur langsam steigen werden.
Insgesamt erwartet die Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG eine positive Geschäftsentwicklung für das Geschäftjahr 2012 und die Folgejahre mit Steigerungen bei Bestand und Beiträgen. Ebenso geht die Gesellschaft von positiven und leicht steigenden Ergebnissen aus.
In der Schaden- und Unfallversicherung wird das vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft für 2012 erwartete Beitragswachstum von 2 % im Wesentlichen von den Erwartungen in der Kraftfahrtversicherung gestützt. Gleichzeitig wird für 2012 mit einem Anstieg der Konsumausgaben der privaten Haushalte um 1 % gerechnet.
Die Erwartungen in der Kraftfahrtversicherung bezüglich Neugeschäft und Bestand ergeben sich nicht zuletzt aus den erheblichen versicherungstechnischen Verlusten aufgrund derer für 2012 im Markt mit deutlichen Beitragsanpassungen gerechnet wird. Gleichwohl dämpfen aber auch im laufenden Jahr Wanderungen in höhere Schadenfreiheitsklassen und günstigere Tarifsegmente das Beitragsaufkommen in dieser Sparte. Bei einem weiteren Anstieg der Anzahl von Kraftfahrzeugen um 1 % wird für 2012 für die Kraftfahrtversicherung ein Beitragswachstum von 3 % erwartet.
Von diesem Zuwachs wird auch die DBV Deutsche Beamtenversicherung AG profitieren, die im Privatkundengeschäft auch insgesamt einen Beitragszuwachs erwartet. Maßgeblich gestützt wird das erwartete Wachstum durch Beitragsanpassungen im Kraftfahrtversicherungsgeschäft. In der Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherung stützen sich die Wachstumsprognosen auf den sehr erfolgreichen Absatz des innovativen Bündelproduktes BOXplus sowie auf die Existenzschutzversicherung.
Deutlich positive Effekte werden darüber hinaus aus der weiteren gezielten Förderung der Marke DBV als Spezialist für den Öffentlichen Dienst erwartet. Mit speziellen Ansprachekonzepten, kombiniert mit besonders auf den Öffentlichen Dienst zugeschnittenen Produktangeboten, sieht sich die Gesellschaft gut aufgestellt.
Aufgrund einer risiko- und ertragsoptimierten Kapitalanlagestrategie erwartet die DBV Deutsche Beamtenversicherung AG für 2012 eine Steigerung des ordentlichen Kapitalanlageergebnisses und somit auch einen positiven Jahresüberschuss.
Obwohl für 2013/2014 mit einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums bei weiterhin unverändert starkem Wettbewerb zu rechnen ist, will sich die Gesellschaft mit kontinuierlicher Verbesserung der Prozesse und Services von den Wettbewerbern absetzen. Deshalb erwartet die DBV Deutsche Beamtenversicherung AG ein über dem Marktdurchschnitt liegendes Beitragswachstum sowie ein verbessertes versicherungstechnisches Bruttoergebnis.
Auch die AXA Versicherung AG erwartet im Privatkundengeschäft einen Beitrags- und Marktanteilszugewinn. Maßgeblich gestützt wird auch hier das erwartete Wachstum durch Beitragsanpassungen im Kraftfahrtversicherungsgeschäft. In der Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherung werden die Wachstumsprognosen auf den erfolgreichen Absatz des innovativen Bündelproduktes BOXplus sowie auf die Existenzschutzversicherung aufgebaut.
Im Industrie- und Firmenkundengeschäft wird für 2012 aufgrund der wirtschaftlichen Erholung im Inland und damit einhergehenden Investitionen mit einer steigenden Nachfrage nach Versicherungsschutz mit einem nur moderaten Beitragswachstum von etwa 1-2 % gerechnet. Dies ist unter anderem das Ergebnis eines weiterhin intensiven Preiswettbewerbs auf der Anbieterseite und hoher Preissensibilität der Kunden. Von der konjunkturellen Erholung dürfte insbesondere die Haftpflicht- und Transportversicherung profitieren, da sich dort der Beitrag vielfach am Umsatz orientiert.
Das Industrie- und Firmenkundengeschäft der AXA Versicherung AG wird auf profitablem Wachstumskurs gesehen. Grund für die insgesamt positive Prognose ist ein gut diversifiziertes Portfolio sowie die vielen innovativen und lösungsorientierten Konzepte in Verbindung mit individueller Lösungs- und Beratungskompetenz. Neben internationalen Deckungskonzepten werden Versicherungslösungen für neue wachstumsstarke Branchen, wie zum Beispiel den Markt für regenerative Energien, angeboten. Auf der Grundlage einer konsequenten Ausrichtung der Produktkonzepte und Services an den Bedürfnissen der Kunden und Vermittler wird auch für 2012 mit einer weiteren Stärkung der Position als einer der führenden Industrie- und Firmenversicherer in Deutschland gerechnet.
Die ertragsorientierte Zeichnungspolitik wird unverändert fortgesetzt und zugleich die Qualität und Effizienz der Prozesse nachhaltig verbessert. Eine risiko- und ertragsoptimierte Kapitalanlagestrategie ist die Basis für eine Steigerung der ordentlichen Kapitalanlageergebnisse. Eine kalkulierbare Volatilität der Kapitalmärkte und eine stabile Schadenentwicklung vorausgesetzt, wird für 2012 und 2013 ein Unternehmensergebnis über dem Niveau des Jahres 2011 erwartet.
Schwerpunkt der Aktivitäten der AXA easy Versicherung AG im Jahr 2012 ist die Etablierung als attraktiver und durchsetzungsfähiger Online-Anbieter im Kraftfahrtversicherungsmarkt. Mit den wettbewerbsstarken Tarifen, eingebunden in ein umfassendes Online-Servicekonzept, sieht sich die Gesellschaft hier sehr gut aufgestellt. Durch konsequente Risikoselektierung und schlanke Bearbeitungsprozesse wurde die Grundlage für eine nachhaltig günstige Preispositionierung geschaffen.
Daher wird von einem deutlichen Ausbau des Neugeschäftes im Jahr 2012 ausgegangen. Aufgrund der notwendigen Anfangsinvestitionen wird für 2012 noch ein geringer Verlust erwartet. Für die Jahre 2013/14 wird von einem weiterhin hohen Stückzahl- und Beitragswachstum bei einem zugleich positiven Unternehmensergebnis ausgegangen.
Das Privatsegment des Kunstmarkts erhält positive Impulse von Sammlern aus Fernost und von Investoren, die in Kunst eine attraktive Alternative zu Kapitalmarktanlagen sehen. AXA ART Versicherung AG akquiriert in den aufstrebenden neuen Märkten jedoch sehr selektiv und zurückhaltend. In Bezug auf Kunst als Investment ist AXA Art durch Produkterweiterungen und eine entsprechende Einbindung in strategische Partner-Projekte gut vorbereitet. Aufgrund des hohen Kapazitätsangebots an privater Versicherungsdeckung rechnet AXA Art weiterhin mit Preisabschlägen, was teilweise zu technisch nicht mehr vertretbaren Raten führen kann.
Das Museums- und Ausstellungsgeschäft bleibt weiter schwierig, weil verfügbare Budgets öffentlicher Einrichtungen unverändert knapp sind und öffentliche Museen die sogenannte „Staatshaftung“ nutzen. Außerdem hat AXA ART in 2011 die Zusammenarbeit mit einem größeren Produzenten von Museums- und Ausstellungsversicherungen eingestellt, sodass entsprechende Prämieneinbußen für 2012 zu berücksichtigen sind. Allerdings wird die Bündelung der Kompetenz im Segment von hochvolumigen Museums- und Ausstellungsdeckungen zu Effizienz- und Qualitätssteigerung führen. Selektiv werden erweiterte Produktlinien für Spezialsammlungen wie zum Beispiel hochwertige Musikinstrumente angeboten. Trotz der zunehmenden Wettbewerbsintensität und Preissensitivität wird daher mit einem weiteren Wachstum in diesem wichtigen Teilmarkt gerechnet. Die Sanierungsarbeiten in den Benelux-Beständen konnten erfolgreich abgeschlossen werden, so dass 2012 auch in diesen Märkten wieder mit einem Wachstum gerechnet wird. Das kommerzielle Segment, also Kunstversicherung für professionelle Dienstleistungsunternehmen der Kunstindustrie, wird weiterhin selektiv bearbeitet und entwickelt. Dort ist AXA Art auch in strategische Projekte von innovativen Marktteilnehmern eingebunden.
GRASP (Global Risk Assessment Platform) bleibt ein wichtiges Risikomanagementtool und wird von AXA Art gemeinsam mit externen Geschäftspartnern weiterentwickelt. Insbesondere bei Risikoorten mit hoher Wertkonzentration (z. B. Kunstmessen, Lagerhäuser, Ausstellungshallen) ist eine Sicherheitsuntersuchung mit GRASP seitens AXA ART obligatorisch.
Im Privatsegment wurde das Produktangebot überarbeitet und hinsichtlich Verarbeitungseffizienz neu ausgerichtet. So werden niedrig summige Verträge nur noch standardisiert angeboten und verarbeitet. Das Serviceniveau gegenüber Vertriebspartnern und Endkunden wird hierdurch verbessert, weil die Fachkräfte sich stärker auf anspruchsvolle Deckungsanfragen und -lösungen konzentrieren können.
Die Umstellung der Bestände auf die neuen Produkte werden 2012 in erheblichem Umfang Ressourcen binden, aber zu einer Produktivitätssteigerung in der laufenden Verarbeitung führen. Das Rückversicherungsprogramm wurde für 2012 weiterentwickelt und erfolgreich platziert. Im Rahmen des Risikomanagement werden die technische Kontrolle der Bestände und die Einhaltung von Risiko-Limits sichergestellt. Das Naturkatastrophen-Exposure im In- und Ausland, Kunst-/ Zollfreilager, große Kunstmessen und -ausstellungen bleiben im Fokus.
Eine konservative auf Kapitalerhalt ausgerichtete Anlage in festverzinsliche Wertpapiere hoher Bonität und mittlerer Duration wird weiterverfolgt. Bei moderatem Wachstum bleibt die Profitabilität des Policen-Portfolios und die Ertragskraft der AXA Art-Gruppe das übergeordnete wirtschaftliche Ziel.
Die AXA Bank AG plant für das Jahr 2012, das Wachstum des Policendarlehensgeschäfts zu forcieren, das den abschmelzenden Bestand an Baufinanzierungen ersetzen soll. Auch der Bestand an Einlagen soll maßvoll erhöht werden. Die Entwicklung der internationalen Finanzmärkte wurde in den letzten Monaten von der Krise der Staatsfinanzen maßgeblich bestimmt. Im Vergleich zur Situation gegen Ende des vergangenen Jahres hat sich die Lage allerdings zwischenzeitlich merklich entspannt. Die Anleihe-Spreads im Euro-Raum, insbesondere für große Euro-Länder wie Italien und Spanien, haben sich entsprechend stark reduziert. Für 2012 werden stabile Zinsen bei einer normalen Zinsstrukturkurve und weiterhin volatile Finanzmärkte erwartet.
Für die Jahre 2012 und 2013 wird mit einer leichten Zunahme des Bilanzvolumens gerechnet. Bei stabilen Verwaltungsaufwendungen werden für die nächsten Jahre weiter positive Ergebnisse erwartet.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Unsere Gesellschaft hat der AXA Versicherung AG am 30.03.2012 mit Wirkung vom gleichen Tage gegen Zahlung einer entsprechenden, angemessenen Provision ein Konto mit 100 Mio. Euro verpfändet. Damit sollen die Forderungen der AXA Versicherung AG bis maximal 100 Mio. Euro aus dem Agenturinkasso für die Zeit der Vorfinanzierung dem Sicherungsvermögen zugeordnet werden können.
Aus der Kapitalherabsetzung der AXA Versicherung in Höhe von 175 Mio. Euro haben wir als Anteilseigner am 28.02.2012 Euro 143,5 Mio. Euro erhalten. Die AXA Beteiligungsgesellschaft mbH hat den übrigen Betrag von 31,5 Mio. Euro erhalten.
Außer den genannten Ereignissen sind nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2011 bei unserer Gesellschaft keine Vorgänge eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens haben.
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte mit dem herrschenden Unternehmen oder einem mit ihm verbundenen Unternehmen oder auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen vorgenommen wurden und alle anderen Maßnahmen, die auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen getroffen oder unterlassen wurden, hat die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist auch durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen nicht benachteiligt worden.
Köln, den 16. April 2012
Der Vorstand
Gewinnverwendungsvorschlag
Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beträgt 205.005.104,29 Euro. Nach der Entnahme von 225.000.000 Euro aus den anderen Gewinnrücklagen ergibt sich einschließlich eines Gewinnvortrags von 243.854,10 Euro ein Bilanzgewinn von Euro 430.248.958,39 Euro. Der Hauptversammlung schlagen wir vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
| in Euro | |
|---|---|
| Zahlung einer Dividende von 13,82 Euro je Vorzugsaktie, insgesamt | 69.100.000,00 |
| Zahlung einer Dividende von 13,76 Euro je Stammaktie, insgesamt | 360.935.257,60 |
| Gewinnvortrag | 213.700,79 |
| Bilanzgewinn | 430.248.958,39 |
Jahresabschluß
Bilanz zum 31. Dezember 2011
Aktiva
| in Tsd. Euro | 2011 | 2010 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen: | ||||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 20.262 | 5.860 | ||||
| 2. geleistete Anzahlungen | 7.621 | 15.589 | ||||
| 27.883 | 21.449 | |||||
| II. Sachanlagen: | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.068 | 1.473 | ||||
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 49.803 | 49.156 | ||||
| 3. geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau | ||||||
| 64 | 2 | |||||
| 50.935 | 50.631 | |||||
| III. Finanzanlagen: | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.519.564 | 3.681.260 | ||||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 163.500 | 198.918 | ||||
| 3. Beteiligungen | 12 | 717 | ||||
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 2.350 | 2.350 | ||||
| 5. Wertpapiere des Anlagevermögens | 65.995 | 90.118 | ||||
| 6. Sonstige Ausleihungen | 3.200 | 3.200 | ||||
| 3.754.621 | 3.976.563 | |||||
| 3.833.439 | 4.048.643 | |||||
| B. Umlaufvermögen: | ||||||
| I. Vorräte | ||||||
| 1. Roh-,Hilfs und Betriebsstoffe | 181 | 215 | ||||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Forderungen aus Lieferung und Leistungen | 6 | 6 | ||||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 259.406 | 390.329 | ||||
| 3. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 54 | 20 | ||||
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 181.230 | 96.100 | ||||
| 440.696 | 486.455 | |||||
| III. Wertpapiere | ||||||
| 1. sonstige Wertpapiere | 339 | 269 | ||||
| IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 318.968 | 3.319 | ||||
| 760.184 | 490.258 | |||||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 281 | 1.910 | ||||
| D. Aktive latente Steuer | 563.574 | 481.939 | ||||
| E. Aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 9.110 | 5.918 | ||||
| 5.166.588 | 5.028.668 | |||||
| Passiva | ||||||
| in Tsd. Euro | 2011 | 2010 | ||||
| A. Eigenkapital: | ||||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 79.840 | 79.840 | ||||
| II. Kapitalrücklage | 1.278.197 | 1.278.197 | ||||
| III. Gewinnrücklagen | ||||||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 25 | 25 | ||||
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 1.769.727 | 1.994.727 | ||||
| 1.769.752 | 1.994.752 | |||||
| IV. Bilanzgewinn | 430.249 | 150.452 | ||||
| 3.558.038 | 3.503.241 | |||||
| B. Rückstellungen: | ||||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.003.359 | 956.861 | ||||
| 2. Steuerrückstellungen | 154.983 | 134.138 | ||||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 323.988 | 297.998 | ||||
| 1.482.330 | 1.388.997 | |||||
| C. Verbindlichkeiten: | ||||||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.335 | 1.057 | ||||
| davon von mit einer Restlaufzeit bis zu | ||||||
| einem Jahr 1.335 Tsd. Euro (2010: 1.057Tsd. Euro) | ||||||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 40.208 | 62.583 | ||||
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 57.155 | 47.319 | ||||
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem | 98.698 | 110.959 | ||||
| Jahr 55.924 Tsd. Euro (2010: | ||||||
| davon aus Steuern: | ||||||
| 8.037 Tsd. Euro (2010: 10.746 Tsd. Euro) | ||||||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: | ||||||
| 4.766 Tsd. Euro (2010: 3.342 Tsd. Euro) | ||||||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 349 | 334 | ||||
| E. Passive latente Steuern | 27.173 | 25.137 | ||||
| 5.166.588 | 5.028.668 |
Köln, den 16.04.2012
AXA Konzern AG
Der Vorstand
Gewinn- und Verlustrechnung
1. Januar bis 31. Dezember 2011
| Posten In Tsd. Euro |
2011 | 2010 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 1.261.310 | 1.319.385 | ||||
| 2. andere aktivierte Eigenleistungen | 2.456 | 1.730 | ||||
| 3. sonstige betriebliche Erträge | 45.267 | 54.756 | ||||
| 4. Personalaufwand | ||||||
| a. Löhne und Gehälter | 606.512 | 594.539 | ||||
| b. soziale Abgaben u. Aufwendungen f. Altersversorgung u..f. Unterstützung | 119.439 | 123.438 | ||||
| zuzüglich Konzernumlage | 7.107 | 7.374 | ||||
| davon für | 126.546 | 130.811 | ||||
| Altersversorgung: 39.575 Tsd. Euro | 733.058 | 725.350 | ||||
| (2010: 41.084 Tsd. Euro) | ||||||
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 14.061 | 11.435 | ||||
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 599.315 | 617.339 | ||||
| 7. Erträge aus Beteiligungen, davon aus verbundenen Unternehmen 140.555 Tsd. Euro (2010: 31.877 Tsd. .Euro) | 140.555 | 31.877 | ||||
| 8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 153.991 | 160.678 | ||||
| 9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, davon aus verbundenen Unternehmen 8.544 Tsd. Euro (2010: 9.857 Tsd. Euro) | 8.747 | 9,920 | ||||
| 10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, Davon aus verbundenen Unternehmen 809 Tsd. Euro (2010: 319 Tsd. Euro) | 15.482 | 893 | ||||
| 11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertapiere des Umlaufvermögens | 44.033 | 3.886 | ||||
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen, davon an verbundene Unternehmen 1.549Tsd. Euro (2010: 1.460 Tsd. Euro) | 69.906 | 64.941 | ||||
| 13. Aufwendungen aus Verlustübernahme, davon aus verbundenen Unternehmen 22 Tsd. Euro (2010: 1.846 Tsd. Euro) | 175 | 1.896 | ||||
| 14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 167.260 | 154.392 | ||||
| 15. Außerordentliche Erträge | 11.533 | 11.420 | ||||
| 16. Außerordentlicher Aufwand | -12.376 | -.36.838 | ||||
| 17. Außerordentliches Ergebnis | -843 | -25.418 | ||||
| 18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -78.559 | 10.094 | ||||
| abzüglich Konzernumlage | . | 38.865 | -41.631 | |||
| -39.694 | -31.537 | |||||
| 19. Sonstige Steuern | 1.106 | 2.235 | ||||
| 20. Jahresüberschuss | 205.005 | 158.276 | ||||
| 20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 244 | 176 | ||||
| 21. Einstellung in andere Gewinnrücklagen | 0 | 8.000 | ||||
| 22. Entnahme andere Gewinnrücklagen | 225.000 | 0 | ||||
| 23. Bilanzgewinn | 430.249 | 150.452 |
Anhang
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Allgemeines
Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach Maßgabe der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.
Die Gliederung der Gewinn – und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB vorgenommen worden.
Aktiva
Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um entgeltlich erworbene Software, welche mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungskosten entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bilanziert sind. Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen betreffen Anschaffungskosten zu entgeltlich erworbener Software, die sich noch nicht in einem betriebsbereiten Zustand befindet.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und mit den steuerlich zulässigen Sätzen abgeschrieben. Die steuerliche Nutzungsdauer entspricht dabei der handelsrechtlichen maßgeblichen wirtschaftlichen Abnutzung. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wird eine außerplanmäßige AfA vorgenommen.
Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde mit ihren Anschaffungskosten bewertet, vermindert um die Abschreibungen für die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Geleistete Anzahlungen wurden ebenfalls mit ihren Anschaffungskosten bewertet.
Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Ein niedriger Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigen beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden zu Anschaffungskosten bilanziert, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen. Das Wertaufholungsgebot wurde beachtet.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den dauerhaft niedrigeren zum Abschlussstichtag beizulegenden Wert, angesetzt. Das Wertaufholungsgebot wurde beachtet.
Die sonstigen Ausleihungen sind mit den Anschaffungskosten, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen, angesetzt.
Die Vorräte wurden mit dem Anschaffungswert aktiviert.
Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert aktiviert.
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten wurde mit dem Nennbetrag in Ansatz gebracht
Wertpapiere, die dem Umlaufvermögen zugeordnet sind, wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigen Marktwerten bilanziert. Ein niedriger Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit dem Nennwert aktiviert.
Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, aktive latente Steuern in der Handelsbilanz zu aktivieren, Gebrauch gemacht.
Die aktiven latenten Steuern werden nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB unsaldiert mit den passiven latenten Steuern ausgewiesen.
Aufgrund der bestehenden ertragssteuerlichen Organschaftsverhältnisse werden die latenten Steuern der Organgesellschaften auf Ebene der AXA Konzern AG als Organträger ausgewiesen. Im Geschäftsjahr bestanden ertragsteuerliche Organschaften mit folgenden Tochtergesellschaften:
| ― | AXA Versicherung AG |
| ― | AXA Lebensversicherung AG |
| ― | DÄV Lebensversicherung AG |
| ― | AXA Bank AG |
| ― | AXA Finanz-Beratungs-GmbH |
| ― | Pluto Beteiligungswerte AG |
| ― | AXA ART Versicherung AG |
| ― | AXA Logistic Services GmbH |
| ― | AXA Customer Care GmbH |
| ― | AXA easy Versicherung AG |
| ― | AXA Schaden Experten GmbH |
Die Position Aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung entspricht der Bilanzgliederung nach § 266 HGB und stellt einen Verrechnungsposten aus der Saldierung von Deckungsvermögen mit den dazugehörigen Verpflichtungen nach § 246 Abs. 2 HGB dar.
Passiva
Die Berechnung der Pensionsrückstellung für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invaliditätswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Rententrendannahmen, sowie eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre vorgegeben durch die Deutsche Bundesbank. Dabei wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits – und Invaliditätsannahmen dienen die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln GmbH. Die Pensionsrückstellungen werden mit sogenanntem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB verrechnet, welches zum Zeitwert bewertet wird.
Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden folgende Berechnungsfaktoren angewandt:
| Rechnungszins | 5,13% |
| Rentenanpassung | 2,0% |
| Gehaltsdynamik | 2,5% |
Der sich aufgrund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ergebende Zuführungsbetrag zu den Rückstellungen wird jährlich gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB mit einem Fünfzehntel angesammelt.
Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen wurden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht.
Der Ansatz der Jubiläumsrückstellungen erfolgte ebenfalls nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invaliditätswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen sowie eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre vorgegeben durch die Deutsche Bundesbank. Dabei wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Rechnungsgrundlagen dienen die Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck. Bei der Ermittlung des Wertes wurden nur die Verpflichtungen gegenüber solchen Mitarbeitern einbezogen, die am Bilanzstichtag mindestens 10 Jahre in den Diensten des Unternehmens standen.
Die Altersteilzeitrückstellungen berücksichtigen die Erfüllungsrückstände aus der Beschäftigungsphase des Blockzeitmodells sowie die vereinbarten Aufstockungszahlungen mit ihrem Barwert.
Die Werte für Jubiläums- und Altersteilzeitrückstellungen wurden im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften mit einem Rechnungszins in Höhe von 5,13% und Gehaltstrend 2,5 % ermittelt.
Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen erfolgte nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, der zukünftig erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.
Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit größer als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1, Satz 4 HGB mit den hierfür von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen abgezinst.
In Bezug auf die Steuerrückstellungen wurde das Beibehaltungswahlrecht für Posten aus der Zeit vor der Umstellung in Rahmen von BilMoG zum 01.01.2010 gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB ausgeübt.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die Sonstigen Verbindlichkeiten sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Unter den Verbindlichkeiten wird eine Verpflichtung gegenüber dem Pensionssicherungsverein über eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von 1,2 Mio. Euro ausgewiesen. Der Einmalbetrag ist gemäß § 30 i Abs. 2 BetrAVG in 15 gleichen Jahresraten fällig.
Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden in Höhe des eingegangenen Zahlungsbetrages passiviert.
Für alle Fremdwährungsaktiva und -passiva gilt der Grundsatz der Einzelbewertung. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs bewertet.
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2011
| in Tsd. Euro | Anschaffungs - und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2011 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 31.12.2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Immaterielle Vermögensgegenstände: | |||||
| 1. Software | 48.474 | 7.627 | 200 | 11.288 | 67.188 |
| geleistete Anzahlungen | 15.589 | 3.320 | 0 | - 11.288 | 7.621 |
| 64.062 | 10.947 | 200 | 0 | 74.809 | |
| II. Sachanlagen: | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 11.568 | 0 | 0 | 0 | 11.568 |
| 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 115.621 | 9.826 | 24.837 | 2 | 100.613 |
| 3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 2 | 64 | 0 | -2 | 64 |
| 127.192 | 9.890 | 24.837 | 0 | 112.245 | |
| III. Finanzanlagen: | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.739.912 | 77.828 | 220.710 | 0 | 3.597.030 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 199.418 | 0 | 35.418 | 0 | 164.000 |
| 3. Beteiligungen | 2.232 | 0 | 34 | 0 | 2.198 |
| 4. Ausleihungen Beteiligungen | 2.350 | 0 | 0 | 0 | 2.350 |
| 5. Wertpapiere des Anlagevermögens | 93.481 | 166 | 53 | 0 | 93.595 |
| 6. sonstige Ausleihungen | 5.700 | 0 | 0 | 0 | 5.700 |
| 4.043.093 | 77.994 | 256.215 | 0 | 3.864.872 | |
| Anlagevermögen | 4.234.347 | 98.831 | 281.252 | 0 | 4.051.926 |
| in Tsd. Euro | Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2011 | Zugänge | Zuschreibungen | Abgänge | 31.12.2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Immaterielle Vermögensgegenstände: | |||||
| 1. Software | 42.614 | 4.513 | 0 | 200 | 46.927 |
| geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 42.614 | 4.513 | 0 | 200 | 46.927 | |
| II. Sachanlagen: | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 10.095 | 406 | 0 | 0 | 10.501 |
| 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 66.465 | 9.142 | 0 | 24.797 | 50.810 |
| 3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 76.560 | 9.548 | 0 | 24.797 | 61.311 | |
| III. Finanzanlagen: | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 58.651 | 19.119 | 304 | 0 | 77.466 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 500 | 0 | 0 | 0 | 500 |
| 3. Beteiligungen | 1.515 | 675 | 4 | 0 | 2.186 |
| 4. Ausleihungen Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 5. Wertpapiere des Anlagevermögens | 3.363 | 24.239 | 0 | 2 | 27.600 |
| 6. sonstige Ausleihungen | 2.500 | 0 | 0 | 0 | 2.500 |
| 66.530 | 44.033 | 308 | 2 | 110.252 | |
| Anlagevermögen | 185.704 | 58.094 | 308 | 24.999 | 218.489 |
| in Tsd. Euro | Buchwert | |
|---|---|---|
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |
| --- | --- | --- |
| 1. Immaterielle Vermögensgegenstände: | ||
| 1. Software | 20.262 | 5.860 |
| geleistete Anzahlungen | 7.621 | 15.589 |
| 27.882 | 21.448 | |
| II. Sachanlagen: | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 1.068 | 1.473 |
| 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 49.803 | 49.156 |
| 3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 64 | 2 |
| 50.934 | 50.632 | |
| III. Finanzanlagen: | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.519.564 | 3.681.260 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 163.500 | 198.918 |
| 3. Beteiligungen | 12 | 717 |
| 4. Ausleihungen Beteiligungen | 2.350 | 2.350 |
| 5. Wertpapiere des Anlagevermögens | 65.995 | 90.118 |
| 6. sonstige Ausleihungen | 3.200 | 3.200 |
| 3.754.621 | 3.976.563 | |
| Anlagevermögen | 3.833.437 | 4.048.6433 |
Erläuterungen zur Bilanz
Aktiva
Unter der Position entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurde entgeltlich erworbene Software ausgewiesen. Die Abschreibungen auf die Softwareprodukte wurden gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften zeitanteilig vorgenommen.
Bei den geleisteten Anzahlungen in Höhe von 7,6 Mio. Euro handelt es sich um Anschaffungskosten für fremdbezogene Software sowie Anschaffungsnebenkosten einschließlich aktivierter Eigenleistungen.
Der Buchwert der Grundstücke und Bauten reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von 1,5 Mio. Euro auf 1,1 Mio. Euro. Es fielen lineare Abschreibungen in Höhe von insgesamt 0,4 Mio. Euro (2010: 0,4 Mio. Euro) an.
Die Abschreibungen auf andere Anlagen sowie auf die Betriebs- und Geschäftsaustattung erfolgte zeitanteilig. Bei den Zugängen zur Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 9,9 Mio. Euro handelt es sich im Wesentlichen um Einbauten in fremde Grundstücke in Höhe von 4,3 Mio. Euro, Büroausstattungen 2,0 Mio. Euro, Werbeanlagen in Höhe von 1,5 Mio. Euro sowie andere geringfügige Wirtschaftsgüter in Höhe von 0,6 Mio. Euro.
Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen gab es im Berichtsjahr Zugänge und Zuschreibungen in Höhe von insgesamt 41,9 Mio. Euro. Diese betrafen mit 21,5 Mio. Euro die AXA Versicherung AG, Köln, resultierend aus einer nachträglichen Kaufpreisnachbesserung, mit 16,6 Mio. Euro die AXA Art Versicherung AG, Köln (Übernahme sämtlicher, von dem Minderheitsaktionär AXA Nordstern France S.A. gehaltenen Anteile) und mit 3,5 Mio. Euro die neu gegründete AXA easy Versicherung AG, Köln.
Die Buchwertzuschreibung in Höhe von 0,3 Mio. Euro erfolgte bei der AXA Schaden Experten GmbH, Köln. Die Abgänge im Geschäftsjahr in Höhe von 184,5 Mio. Euro betrafen ausschließlich die AXA Versicherung AG und waren einerseits auf eine Sonderausschüttung und andererseits auf eine ordentliche Kapitalherabsetzung zurückzuführen. Des Weiteren gab es eine Abschreibung in Höhe von 19,1 Mio. Euro bei der Venus Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 35,4 Mio. Euro. auf 163,5 Mio. (2010: 198,9 Mio. Euro) auf Grund einer Rückzahlung der AXA Beteiligungs-Gesellschaft mbH, Köln, in gleicher Höhe.
Im Geschäftsjahr wies die Gesellschaft Beteiligungen in Höhe von 12 Tsd. Euro (2010: 717 Tsd. Euro aus. Die Verminderung der Beteiligung beruht auf einem Abgang in Höhe 34 Tsd. Euro und einer zusätzlichen Abschreibung über 675 Tsd. Euro auf die CIMAG-Colonia Immobeteiligungs KG „Merkens XVII“, Köln. Zuschreibungen von 4 Tsd. Euro betrafen die FINANCELIFE GmbH.
Eine vollständige Aufstellung über den Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB erfolgt im Abschnitt „sonstige Erläuterungen und Angaben“.
Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen im Berichtsjahr 2,4 Mio. Euro (2010: 2,4 Mio. Euro) ein Darlehen an die AXA GmbH & Co. Immobilienbeteiligungs-Kommanditgesellschaft „Merkens XXIII“.
Der Bestand der Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 66,0 Mio. Euro (2010: 90,1 Mio. Euro) umfasst ausschließlich den Bestand an AXA Immobilienfonds. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Abschreibung auf den Immobilienfonds AXA Immoselect in Höhe von 24,9 Mio. Euro.
Die sonstigen Ausleihungen in Höhe von 3,2 Mio. Euro (2010: 3,2 Mio. Euro) beziehen sich auf ein Darlehen mit einem Vertriebspartner.
Unter der Position Vorräte wurden ausschließlich die Bestände an Verbrauchsgütern für die betriebliche Leistungserstellung ausgewiesen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus Dienstleistungsabrechnungen mit nicht verbundenen Unternehmen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich auf 259,4 Mio. Euro (2010: 390,3 Mio. Euro). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen setzten sich sowohl aus dem laufenden Verrechnungsverkehr zu Verwaltungstätigkeiten, aus steuerlichen Organschaftsumlagen als auch aus Ergebnisabführungen zusammen. Sämtliche Forderungen wiesen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr aus.
Die Position sonstige Vermögensgegenstände erhöhten sich um 85,1 Mio. Euro auf 181,2 Mio. Euro (2010: 96,1 Mio. Euro). Die hierin enthaltenen Steuerforderungen betragen insgesamt 177,4 Mio. Euro (2010: 94,0 Mio. Euro). Davon wurden 128,8 Mio. Euro aufgrund der steuerlichen Organschaft auf unsere Gesellschaft übertragen.
Sämtliche sonstige Vermögensgegenstände wiesen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aus.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 0,3 Mio. Euro betreffen einen AXA Immobilienfonds.
Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 0,3 Mio. Euro betrifft im Wesentlichen Rechnungen auf Jahresbasis zu Wartungs- und Leasingverträgen, die anteilig erfolgsmäßig auch das folgende Geschäftsjahr betreffen.
Von den aktiven latenten Steuern in Höhe von 563,6 Mio. Euro entfallen 484,2 Mio. Euro auf aktive latente Steuern der Organgesellschaften. Diese resultieren im Wesentlichen auf Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Pensionsrückstellungen, der Kapitalanlagen und der versicherungstechnischen Rückstellungen. Die Bewertung der aktiven latenten Steuern erfolgte mit einem kombinierten Steuersatz von 32 %. Die aktiven latenten Steuern betreffen.
Die Position Aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 9,1 Mio. Euro ergibt sich aus der Saldierung von Deckungsvermögen mit den dazugehörigen Verpflichtungen nach § 246 Abs. 2 HGB dar (siehe auch Seite 49).
Passiva
Das gezeichnete Kapital betrug zum Jahresende 2011 unverändert 79,8 Mio. Euro, eingeteilt in26.230.760 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien und 5.000.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Die AXA, Paris, ist direkt mit 34,64 % und über die Vinci B.V., Breda, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt mit insgesamt 65,36 % am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt. Die Vinci B.V. ist direkt mit 39,73 %, die Kölnische Verwaltungs- Aktiengesellschaft für Versicherungswerte direkt mit 25,63 % am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt.
Die Kapitalrücklage blieb im Berichtsjahr unverändert.
Nach Entnahme von 225,0 Mio. Euro werden unter den anderen Gewinnrücklagen Euro 1.769,8 Mio. Euro ausgewiesen.
Die leistungsorientierten Pensionszusagen, welche im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren, werden teilweise durch Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB gesichert. Die durch die Unternehmen unwiderruflich auf den Trust, den DBV-Winterthur Vorsorge e.V. übertragenen Finanzmittel werden ausschließlich zur Bedeckung der von den Mitgliedsunternehmen an deren Mitarbeiter erteilten Pensionszusagen verwendet und sind durch die Verpfändung der Ansprüche aus den Vermögenswerten an die Versorgungsberechtigten dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Nach § 246 Abs. 2 HGB werden zudem die Zinsaufwendungen für die Altersversorgung vermindert um die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen ausgewiesen.
Zusätzlich bestehen Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung. Diesen Pensionsverpflichtungen stehen Erstattungsansprüche aus kongruenten, konzerninternen Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe (bestehend bei der AXA Lebensversicherung AG in Höhe von 22,6 Mio. Euro (Vorjahr: 20,5 Mio. Euro) und der DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung in Höhe von 21,8 Mio. (Vorjahr: 19,5 Mio. Euro) gegenüber, welche an die Versorgungsberechtigten verpfändet sind.
Dabei entspricht der Zeitwert den historischen Anschaffungskosten. Bei den Rückdeckungsversicherungen handelt es sich um Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 HGB, so dass aufgrund der Saldierung auf einen Ausweis verzichtet werden kann. Der Aufwand für diese Pensionszusagen ist gleich dem Beitragsaufwand zu den Rückdeckungsversicherungen und wird von den Arbeitnehmern getragen.
| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Barwert der Pensionsverpflichtung | 1.084,4 Mio. Euro | 1.032,6 Mio. Euro |
| Zeitwert des Deckungsvermögens | 81,0 Mio. Euro | 75,7 Mio. Euro |
| Bilanzierte Nettoverpflichtung | 1.003,4 Mio. Euro | 956,9 Mio. Euro |
Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Deckungskapital der zugrundeliegenden Rückdeckungsversicherungen und flüssigen Mitteln und damit den Anschaffungskosten.
In der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich insgesamt ein Netto-Zinsaufwand von 57,2 Mio. Euro (Vorjahr: 56,6 Mio. Euro), der sich auf 58,8 Mio. Euro (Vorjahr: 57,7 Mio. Euro) Zinsaufwendungen in Bezug auf die Pensionsrückstellung und 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro) Zinserträge auf das Deckungsvermögen zusammensetzt.
Gemäß Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG Vorschriften in Bezug auf Pensionsrückstellungen gilt, besteht ein noch nicht ausgewiesener Zuführungsbetrag in Höhe von 158,1 Mio. Euro (Vorjahr: 170,5 Mio. Euro).
Sowohl die Rückstellung für Vorruhestandverpflichtung unter Berücksichtigung der dazugehörigen Rückstellung für Sozialversicherungsbeiträge aus Vorruhestandsverpflichtungen als auch die Rückstellung für Erfüllungsrückstände wird teilweise mit dem Deckungsvermögen im Sinne des § 246Abs. 2 HGB gesichert. Im Rahmen des AXA Vorsorgeplans und der Altersteilzeitverpflichtungen wurden Mittel beim AXA Mitarbeiter Treuhand e.V. zur Insolvenzsicherung hinterlegt.
Dabei beträgt der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Vorruhestandsverpflichtungen unter Berücksichtigung der dazugehörigen Rückstellung für Sozialversicherungsbeiträge aus Vorruhestandsverpflichtungen 15,0 Mio. Euro (2010: 14,4 Mio. Euro). Von diesem Betrag wird das Deckungsvermögen in Höhe von 13,9 Mio. Euro (2010: 13,3 Mio. Euro) abgezogen. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens belaufen sich auf 13,2 Mio. Euro.
Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Erfüllungsrückstände beträgt 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: 5,2 Mio. Euro. Dem steht ein Deckungsvermögen mit einem Zeitwert in Höhe von 11,1 Mio. Euro gegenüber. Aus der Saldierung ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag von 9,1 Mio. Euro (2010: 5,9 Mio. Euro).Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 9,2 Mio. Euro. Zusätzlich erfolgt hier eine Saldierung von Zinsaufwendungen in Höhe von 266 Tsd. Euro (Vorjahr 426 Tsd. Euro) mit Zinserträgen von 56 Tsd. Euro (2010: 35 Tsd. Euro).
Die Steuerrückstellungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2011 um 20,8 Mio. Euro auf 155,0 Mio. Euro. Von den Konzerngesellschaften wurden aufgrund der steuerlichen Organschaft Steuerrückstellungen in Höhe von 140,4 Mio. Euro auf die Gesellschaft übertragen.
Hinsichtlich der Abzinsung der Steuerrückstellungen hat die Gesellschaft im Jahr 2010 vom Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB Gebrauch gemacht und keine Abzinsung vorgenommen. Die daraus resultierende Überdeckung in dieser Position beträgt gem. Art 67 Abs.1 S. 4 EGHGB zum Stichtag 7,1 Mio. Euro (2010: 9,9 Mio. Euro).
Die Position sonstige Rückstellungen beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen für erhaltene, aber noch nicht abgerechnete Leistungen (114,0 Mio. Euro), Rückstellungen im Zusammenhang mit Spruchverfahren (37,7 Mio Euro), Rückstellungen für die Verzinsung von Steuernachforderungen (32,4 Mio. Euro), Rückstellungen für Tantieme/Ertragsbeteiligungen (47,2 Mio. Euro). Rückstellungen für Sozialplanverpflichtungen (26,2 Mio. Euro), Rückstellungen für Jubiläumsgeldverpflichtungen (20,8 Mio. Euro) sowie Rückstellungen für Wettbewerbe (10,6 Mio. Euro).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,3 Mio. Euro (2010: 1,0 Mio. Euro) weisen eine Laufzeit von unter einem Jahr aus.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 40,2 Mio. Euro (2010: 62,6 Mio. Euro) betreffen im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten aus dem Schuldbeitritt zu den Pensionsrückstellungen (32,8 Mio. Euro). Weiterhin sind noch auszugleichende Beträge aus dem laufenden Verrechnungsverkehr zu berücksichtigen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 57,2 Mio. Euro (2010: 47,3 Mio. Euro) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Aufhebung von Arbeitsverträgen (27,3 Mio. Euro), Verbindlichkeiten gegenüber der Finanzbehörde (8,0 Mio. Euro) sowie Verbindlichkeiten für die Insolvenzversicherung nach dem Betriebsrentengesetz (5,4 Mio. Euro). Davon haben 1,2 Mio. Euro eine Laufzeit von über 5 Jahren. Alle übrigen sonstigen Verbindlichkeiten weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aus.
Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, waren nicht vorhanden.
Unter passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen aus früheren Geschäftsjahren ausgewiesen, soweit diese Erträge nach dem Abschlußstichtag darstellen.
Die Gesellschaft weist passive latente Steuern in Höhe von 27,2 Mio. Euro (2010: 25,1 Mio. Euro) aus. Die passiven latenten Steuern betreffen mit 25,7 Mio. Euro (2010: 23.6 Mio. Euro) passive latente Steuern der Organgesellschaften. Diese beruhen im Wesentlichen auf Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz in Bezug auf die Rücklage nach § 6b Einkommensteuergesetz und in Bezug auf Kapitalanlagen. Die Bewertung der passiven latenten Steuern erfolgte mit einem kombinierten Steuersatz von 32 %.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Von den Umsatzerlösen in Höhe von 1.261,3 Mio. Euro (2010: 1.319,3 Mio. Euro) wurden 1.201,3 Mio. Euro aus Dienstleistungserträgen im Wesentlichen mit folgenden verbundenen Unternehmen erzielt: mit der AXA Versicherung AG 576,9 Mio. Euro (2010: 607,6 Mio. Euro), mit der AXA Krankenversicherung AG 205,8 Mio. Euro (2010: 198,5 Mio. Euro), mit der AXA Lebensversicherung AG 158,6 Mio. Euro (2010; 166,1 Mio. Euro), mit der DBV Deutsche Beamten Lebensversicherung AG 102,4 Mio. Euro (2010: 123,0 Mio. Euro), mit der DBV Deutsche Beamten Versicherung AG 46,8 Mio. Euro (2010: 42,7 Mio. Euro).
Darüber hinaus haben wir aufgrund des Vertriebsabkommens mit der AXA Life Europe Ltd. Provisionen in Höhe von 59,9 Mio. Euro (2010: 72,8 Mio. Euro) erhalten.
Bei der Position andere aktivierte Eigenleistungen handelt es sich um die Aktivierung von Eigenleistungen im Zusammenhang mit der Implementierung erworbener Software in Höhe von 2,5 Mio. Euro (2010: 1,7 Mio. Euro).
Die Erträge aus Beteiligungen erhöhten sich im Geschäftsjahr um 108,7 Mio. auf 140,6 Mio. Euro. Vereinnahmt wurden sie im Wesentlichen von folgenden verbundenen Unternehmen: AXA Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln in Höhe von 121,8 Mio. Euro, AXA Investment Managers Paris S.A., Frankreich in Höhe von 13,5 Mio. Euro, Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln, in Höhe von 3,8 Euro.
Im Geschäftsjahr erhielt die Gesellschaft Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 153,9 Mio. Euro. Diese entfielen mit 71,6 Mio. Euro auf die AXA Versicherung AG, Köln, mit 50,0 Mio. Euro auf die AXA Lebensversicherung AG, Köln, mit 15,8 Mio. Euro auf die AXA ART AG, Köln mit 13,2 Mio. Euro auf die Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln und mit 3,4 Mio. Euro auf die AXA Bank.
Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens verminderten sich im Geschäftsjahr um 1,1 Mio. Euro auf 8,7 Mio. Euro. Die Zinserträge wurden im Wesentlichen mit folgenden verbundenen Unternehmen erzielt: 7,4 Mio. Euro mit der AXA S.A, Paris, 0,5 Mio. Euro mit der AXA Krankenversicherung AG, Köln, 0,1 Mio. Euro mit der AXA Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln, 0,3 Mio. Euro mit der Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln und 0,1 Mio. Euro mit der Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG.
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge resultieren aus laufenden Bankguthaben, Tagesgeldern, Erträgen aus Liquiditätshilfen an verbundene Unternehmen sowie Zinserträgen nach § 233a AO..
Die Position sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 45,3 Mio. Euro (2010: 54,7 Mio. Euro) enthalten im Wesentlichen Auflösungen aus Rückstellungen von 31,2 Mio. Euro (2010: 27,7 Mio. Euro) sonstige Erträge in Höhe von 10,1 Mio. Euro (2010: 9,3 Mio. Euro), sowie Erträge aus der Ausschüttung eines Immobilienfonds 3,0 Mio. Euro. Die Mieterträge im Geschäftsjahr betrugen 0,7 Mio. Euro (2010: 2,5 Mio. Euro).
Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr 2011 mit 733.1 Mio. Euro 7,7 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres (2010: 725,3 Mio. Euro). Dies resultiert im Wesentlichen aus 3,9 Mio. Euro höheren Aufwendungen zu Sozialplanvereinbarungen und Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 26,1 Mio. Euro (Vorjahr: 22,2 Mio. Euro) sowie aus Aufwendungen in Höhe von 7,1 Mio. Euro aus der Umwandlung von einer Gratifikationszusage „AXA Miles“ in Aktien. Gegenläufig waren um 4,3 Mio. Euro auf 126,5 Mio. Euro gesunkene Aufwendungen für soziale Abgaben, Unterstützung und Altersversorgung.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen steigen um 2,6 Mio. Euro auf 14,1 Mio. Euro. Die größten Abschreibungsbeträge entfallen mit 4,5 Mio. Euro auf Software und mit 4,4 Mio. Euro auf Einbauten in fremde Grundstücke.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 599,3 Mio. Euro (2010: 617,3 Mio. Euro) enthalten im laufenden Geschäftsjahr eine Rückstellung im Kapitalanlagebereich von 50,0 Mio. Euro. Ohne diesen Sondereinfluß sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in den meisten Positionen deutlich rückläufig:
| 2011 in Mio. Euro |
2010 in Mio. Euro |
|
|---|---|---|
| Bezogene Dienstleistungen von anderen Konzerngesellschaften | 216,5 | 226,8 |
| Raumaufwand | 78,3 | 79,7 |
| Beratungs- und andere Fremdleistungen | 47,1 | 51,7 |
| Externe EDV-Aufwendungen | 50,5 | 50,6 |
| Provisionsaufwand für den Vertrieb von ALE-Produkten | 32,3 | 48,8 |
| Werbeaufwand | 30,5 | 37,5 |
| Reisekosten | 29,5 | 29,5 |
| Kostenumlage Zentralfunktionen des Konzerns | 13,1 | 13,2 |
| Tagungs- und Repräsentationsaufwand | 10,9 | 12,3 |
| Schulungsaufwand u. mitarbeiterbezogene Sachaufwendungen | 9,7 | 11,4 |
| Büroaufwand | 8,5 | 10,8 |
| Allgemeiner Vertriebsaufwand, Wettbewerbe | 8,6 | 10,3 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen | 50,4 | 7,5 |
| Immobilienaufwand | 0,1 | 7,1 |
| Aufwand Unternehmen als Ganzes | 5,3 | 5,9 |
| Gerichtskosten, Auskunftsgebühren | 1,9 | 2,3 |
| Sonstiger Aufwand | 6,1 | 11,9 |
| 599,3 | 617,3 |
Von den Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 44,0 Mio. Euro betrafen im Wesentlichen 24,2 Mio. Euro eine Abschreibung auf den Immobilienfonds AXA Immoselect sowie 19,1 Mio. Euro auf die Venus Beteiligungsgesellschaft mbH.
Die Zinsaufwendungen in Höhe von 69,9 Mio. Euro (2010: 64,9 Mio. Euro) betrafen im Wesentlichen die Zinszuführung zu Pensionsrückstellung (57,2 Mio. Euro), die Zinszuführung zur Jubiläumsrückstellung (1,0 Mio. Euro), die Zinszuführung zur Rückstellung für Altersteilzeit (0,3 Mio. Euro) sowie eine Zinszuführung zur Rückstellung möglicher Steuernachforderungen (6,8 Mio. Euro). In Höhe von 3,0 Mio. Euro sind Aufwendungen aus der der Aufzinsung von Rückstellungen, die gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB diskontiert wurden, enthalten. Die übrigen Zinsen betreffen Schuldscheindarlehen und sonstige Schuldzinsen. Die um 6,6 Mio. Euro höheren Zinszuführungen zur Rückstellung möglicher Steuernachforderungen (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro) ist ursächlich für die gestiegenen Zinsaufwendungen insgesamt.
Der Aufwand aus Verlustübernahme in Höhe von Euro 0,2 Mio. (2010: 1,9 Mio. Euro) resultierte Im Wesentlichen aus Verlustübernahmen gegenüber der AXA Finanz-Service GmbH. Ein kleinerer Betrag entfällt auf die AXA easy Versicherung AG.
Gemäß Artikel 67 Abs. 1 EGHGB entstanden 2011außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 12,4 Mio. Euro in Höhe von einem Fünfzehntel der in 2010 geänderten Bewertung zur Pensionsrückstellung im Rahmen der Umstellung nach BilMoG. Der außerordentliche Aufwand des Vorjahres (36,8 Mio. Euro) enthielt darüber hinaus zusätzliche einmalige Umstellungseffekte aus der geänderten Rechnungslegung auch für andere Rückstellungen.
Als außerordentlichen Ertrag in Höhe von 11,5 Mio. Euro haben wir wie im Vorjahr die Weiterverrechnung von Aufwendungen aus der BilMoG-Umstellung an verbundene Unternehmen ausgewiesen.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthielten im Berichtsjahr einen Steuerertrag in Höhe von 39,7 Mio. Euro (2010: Steuerertrag von 31,5 Mio. Euro) Dieser Betrag enthält einen Ertrag aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von 11,8 Mio. Euro (2010: Steueraufwand von 2,8 Mio. Euro) , einen Gewerbesteuerertrag in Höhe von 8,7 Mio. Euro (2010: Steueraufwand von 5,2 Mio. Euro) sowie einen Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von 11,6 Mio. Euro (2010: Steuerertrag von 23,4 Mio. Euro). Der Ertrag aus Vorjahressteuern belief sich auf 7,6 Mio. Euro (2010: 16,1 Mio. Euro).
Die sonstigen Steuern verminderten sich um 1,1 Mio. Euro auf 1,1 Mio. Euro. Der Aufwand des Geschäftsjahres resultierte insbesondere aus der Bildung einer Lohnsteuerrückstellung. Im Vorjahresbetrag war zusätzlich ein Rückstellungsaufwand für zu erwartende Umsatzsteuernachzahlungen enthalten.
Pflichtangaben nach § 285 Nr. 10 HGB
AUFSICHTSRAT
Claas Kleyboldt Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates
Vorsitzender des Vorstandes i.R. der AXA Konzern AG
Köln
Jacques de Vaucleroy
Vorsitzender
Chief Executive Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA
Brüssel, Belgien
Herbert Mayer *)
stellv. Vorsitzender
Angestellter
Pfinztal
Uwe Beckmann *)
Angestellter
Sarstedt
Harry Clemens *)
Leitender Angestellter
Köln
Kurt Döhmel
Vorsitzender der Geschäftsführung i.R. der Deutsche Shell Holding GmbH
Hamburg
Leonhard Fischer
Geschäftsführer der RHJI Swiss Management LLC
Zürich, Schweiz
Dr. Michael Frenzel
Vorsitzender des Vorstandes TUI AG
Burgdorf
Peter Freyaldenhoven *)
Mitglied des Betriebsrates der Hauptverwaltung der AXA Konzern AG
Bergisch Gladbach
Michael Garrecht *)
Angestellter
Maikammer
Peter Heesen
Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion
Berlin
Patrick Lemoine
Chief Financial Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA
Paris, Frankreich
Hans-Peter Lenssen *)
Gewerkschaftssekretär ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Glienicke/Nordbahn
Friedrich Merz
Rechtsanwalt Mayer Brown LLP
Arnsberg
Frank D. Meyer *)
Angestellter
Saulheim
Dr. Ekkehard D. Schulz
ehem. Vorsitzender des Vorstands ThyssenKrupp AG
Krefeld
Klaus Weber *)
Gewerkschaftssekretär ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Berlin
*) Vertreter der Arbeitnehmer
VORSTAND
Dr. Frank Keuper
Vorsitzender
Konzernkommunikation, Konzernrevision, Konzernstrategie und Portfoliosteuerung
(bis 31. Januar 2012)
Dr. Patrick Dahmen
Rechnungswesen, Planung, Controlling, Steuern, Risikomanagement
Thomas Gerber
Vorsorge, Produktmanagement, Aktuariat
Wolfgang Hanssmann
Vertrieb, Marketing
Dr. Markus Hofmann
Industrie- und Firmenkundengeschäft, Schaden, Rückversicherung
Ulrich C. Nießen
Personal, Recht & Compliance, Zentrale Dienste
ab 1. Februar 2012 zusätzlich kommissarisch:
Konzernkommunikation, Konzernrevision, Konzernstrategie und Portfoliosteuerung
Dr. Heinz-Jürgen Schwering
Kapitalanlagen, Asset Liability Management
Jens Wieland
Informationstechnologie, Organisation und Prozesse
Sonstige Erläuterungen und Angaben
Über die gesamte mehrjährige Vertragslaufzeit bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen aus Mieten und Leasingverträgen gemäß § 285 Nr. 3 und 3a HGB:
| Mietverpflichtungen | 413,5 Mio. Euro | (2010: 430,9 Mio. Euro) |
| (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 1,7 Mio. Euro) | ||
| KFZ-Leasing | 16,9 Mio. Euro | (2010: 20,6 Mio. Euro) |
| PC-Leasing | 10,0 Mio. Euro | (2010: 13,4 Mio. Euro) |
| Büromöbel-Leasing | 0,8 Mio. Euro | (2010: 1,2 Mio. Euro) |
| Mietverpflichtung für Software | 5,6 Mio. Euro | (2010: 2,3 Mio. Euro) |
| Verpflichtungen aus IT-Service Verträgen | 16,1 Mio. Euro | (2010: 0,0 Mio. Euro) |
| (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 16,1 Mio. Euro) |
Die Verpflichtungen aus Mieten, Leasing- und Service- Verträgen resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Verträgen, insbesondere über die Anmietung der Hauptverwaltungsgebäude (Colonia-Allee 10-20 sowie Colonia-Allee 22-30). Diese Mietverträge, die bei Vertragsabschluß zu marktüblichen Konditionen getätigt wurden, haben eine Restlaufzeit von 18 Jahren, also bis Ende 2029. Hieraus ergeben sich bei unterstellter positiver Geschäftsentwicklung keine nennenswerten Risiken.
Vor dem Hintergrund, dass die zurzeit in Deutschland genutzte SAP-Plattform (R3G) auf Grund ihres Releasestandes bald nicht mehr regulär seitens SAP gewartet wird, hat sich die AXA Deutschland an einem gemeinsamen europäischen Programm der AXA mit dem Namen Flyer beteiligt. Zielsetzung ist die Standardisierung von Bilanzierungs-, Konsolidierungs- und Reporting- aber auch Procurementfunktionen auf Basis einer gemeinsamen Plattform für die allgemeinen Hauptbuchfunktion (Projekt COPERNIC) und die Nebenbuchfunktionen für Kapitalanlagen (Projekt SHIP).
Am 27.10.2011/ 03.01.2012 hat die AXA Konzern AG neben einigen weiteren europäischen AXA-Gesellschaften mit der AXA Group Solutions SAS, Paris, (AGS) mit Wirkung ab dem 01.01.2010 ein Master Service Agreement in Bezug auf COPERNIC abgeschlossen. Hiernach stellt AGS der AXA Konzern AG und den weiteren AXA-Gesellschaften die oben genannte technische Plattform zur Verfügung, leistet technische Unterstützung hierzu und übernimmt gleichzeitig auch die laufende Wartung und Programmierung dieser Plattform.
Ein Service Agreement mit AGS regelt die Beteiligung von AXA Deutschland an kapitalisierungsfähigen Investitionskosten, die über 10 Jahre ratierlich gezahlt (10x1,61 Mio. € = 16,1 Mio. Euro) werden. Die Verpflichtung zur Zahlung entstand mit Vertragsunterschrift. Im Falle einer Vorfälligkeitskündigung (z.B. durch Verkauf der AXA Deutschland) entsteht die Verpflichtung, die ausstehenden Raten der Investition auf einmal zu zahlen. Hinzu kommen Investitionen für den Aufbau eines neuen Buchhaltungssystems oder Kosten für die Integration in das System des Käufers innerhalb eines kurzfristigen Zeitraums. Die Gestaltung dieses Vertrages entspricht marktüblichen Regelungen.
Entsprechend dem Berichtserfordernis nach § 285 Nr. 7 HGB beschäftigte die Gesellschaft 2011 durchschnittlich 9.920 Mitarbeiter (2009: 10.101). Davon waren 8..930 Angestellte (2010: 9.049) im Innendienst, 990 Angestellte im Außendienst (2010: 1.052). Insgesamt wurden durchschnittlich 5.062 (2010: 5.119) Mitarbeiterinnen und 4.858 (2010: 4.982) Mitarbeiter beschäftigt.
Darüber hinaus waren in 2011 durchschnittlich 497 Auszubildende (2010: 520) in unserem Unternehmen tätig.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes sind bei den Pflichtangaben nach § 285 Nr. 10 HGB aufgeführt.
Bezüglich der Angaben nach § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB über das Abschlussprüferhonorar verweisen wir auf unseren Konzernabschluss zum 31.12.2011, den wir als Muttergesellschaft aufgestellt haben
Nach § 285 Nr. 19 HGB wurde zur Absicherung des Inflationsrisikos aus den Pensionsrückstellungen ein derivates Finanzinstrument in der Form eines Inflation Swaps abgeschlossen. Dieses außerbörslich gehandelte Derivat wurde mit einer an Finanzmärkten etablierten Bewertungsmethode bewertet. Der Inflation Swap besaß einen beizulegenden Zeitwert von 6,5 Mio. Euro bei einem Nominalwert von 360,2 Mio. Euro. Daher konnte die im Vorjahr gebildete Drohverlustrückstellung in Höhe von 5,3 Mio. Euro aufgelöst werden. Der Inflation Swap wurde nicht in einer Bewertungseinheit erfasst.
Nach § 285 Nr. 25 HGB wurden die Angaben zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie zu der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden in den Erläuterungen zu der entsprechenden Bilanzposition aufgeführt.
Vergütung von Vorstand, Aufsichtsrat und Beirat
Vorstandsvergütung 2011
Für das Geschäftsjahr 2011 belief sich der Vergütungsaufwand für die Mitglieder des Vorstands der AXA Konzern AG für ihre Tätigkeiten im Mutterunternehmen insgesamt auf 1.262 Tsd. Euro (2010: 1.221 Tsd. Euro), davon entfielen 693 Tsd. Euro (2010: 698 Tsd. Euro) auf feste und 569 Tsd. Euro (2010: 523 Tsd. Euro) auf variable Vergütungsbestandteile für das Vorjahr. Es erfolgten, wie im Vorjahr, keine Abfindungszahlungen.
Long Term Incentive Vergütung
Im Rahmen des gruppenweiten Aktienoptionsprogramms –„Long Term Incentive Plan“ der AXA S.A. wurden in 2011 139.500 (2010: 166.500) Optionen auf AXA S.A. Aktien gewährt. Die Optionen sehen einen Bezugspreis von EUR 14,73 (Aktienkurs zum Bilanzstichtag 31.12.2011: Euro 9,92) pro Anteil vor. Jeweils ein Drittel der an die Begünstigten vergebenen Optionen sind ab dem 18. März 2013, 18. März 2014, 18. März.2015 ausübbar und bis dahin mit einer Haltefrist versehen. Die Optionen gewähren das Recht, AXA Aktien zu einem festgelegten Kurs (Bezugspreis) zu erwerben bzw. sich die Differenz zwischen Bezugspreis und aktuellen Aktienkurs in bar auszahlen zu lassen. Begünstigte mit einer Zuteilung von mindestens 5.000 Stock Options können frühestens ab 2015 ihr letztes Drittel an Stock Options ausüben, wenn die Performance der AXA Aktie seit dem Gewährungstag oder die vergangenen drei Jahre die Performance des Euro Stoxx Insurance Index erreicht oder übersteigt; bleibt die Sperrfrist bestehen, erfolgt jährlich eine erneute Überprüfung der Performance und ggf. eine Freigabe des letzten Drittels. Die Optionen verfallen, sofern sie nicht bis zum 17. März 2021 ausgeübt werden.
Die Zuteilung der im Geschäftsjahr 2011 gewährten 76.200 Performance Units (2010: 89.400) erfolgt anhand des Ergebnisses der AXA S.A. (zu einem Drittel) sowie der Ergebnisse von AXA Deutschland und der Region (zu zwei Drittel) im Performance Zeitraum vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2012. Falls die AXA S.A. für 2011 und/oder 2012 keine Dividende ausschüttet, wird die tatsächliche Zuteilung um die Hälfte gekürzt. Die Auszahlung erfolgt am 18. März 2014, wobei an die Begünstigten ein Betrag ausgezahlt wird, der sich aus der Anzahl der zugeteilten Performance Units multipliziert mit dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie der AXA S.A., Paris, während der letzten 20 Handelstage vor dem 18.März 2014 an der Pariser Börse ergibt.
Die Aktienoptionen sowie ggf. im Rahmen früherer Performance Unit Programme erworbene Aktien werden durch die AXA S.A. ausgegeben, wobei die Kosten der finalen Zuteilung für die im Rahmen des Performance Unit Programms erworbenen Aktien an die AXA Konzern AG aufwandswirksam verrechnet werden. Ab dem Performance Unit Programm 2011 ist lediglich eine Auszahlung der tatsächlich gewährten Performance Units in Geld vorgesehen. Für die ausgegebenen Stock Options entstehen der AXA Konzern AG keine Kosten. Der beizulegende Zeitwert dieser beiden Rechte wird am Tag der Gewährung nach anerkannten Optionspreismodellen ermittelt und zeitanteilig über den Erdienungszeitraum nicht aufwandswirksam erfasst.
Der Aufwand für die Barkomponente der Performance Units wird von der AXA Konzern AG getragen. Dieser Aufwand wird auf Basis des Börsenkurses der AXA S.A. zum Bilanzstichtag ermittelt und zeitanteilig über den Erdienungszeitraum aufwandswirksam erfasst.
Alle von der AXA Konzern AG aufwandswirksam erfassten Rechte werden im Rahmen der Kostenverteilung an die betroffenen Versicherungsunternehmen weiterverrechnet.
Der auf das Geschäftsjahr 2011 entfallende beizulegende Zeitwert aller im Berichtszeitraum und in früheren Jahren gewährten Stock Options und Performance Units beträgt 1.120 Tsd. Euro (2010: 1.013 Tsd. Euro). Im Berichtszeitraum erhielten die Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft 708 Tsd. Euro (2010: 509 Tsd. Euro) in Bar aus der Abrechnung von Performance Unit Plänen sowie zusätzlich 20.704 Stück Aktien (2010: 13.617) der AXA S.A. Diese in 2011 final zugeteilten Vergütungsbestandteile sind in den obengenannten Gesamtvergütungsangaben als variable Vergütungsbestandteile mit enthalten soweit sie auf die AXA Konzern AG entfallen.
Erlöse aus der Ausübung von Stock Options waren -wie im Vorjahr- nicht zu verzeichnen.
Versorgungszusage
Den Mitgliedern des Vorstandes der AXA Konzern AG wird eine Versorgungszusage gewährt. Diese umfasst nach entsprechender Dienstzeit Ansprüche auf Altersrente (ab Vollendung des 65. Lebensjahres), Invaliditätsrente, Witwen-/Witwerrente, Waisenrente und unter bestimmten Bedingungen Übergangsgeldzahlungen.
Die Höhe der Leistungen ist an das Festgehalt vor Ausscheiden gekoppelt und beträgt je nach Vorstandsdienstzeit 40 bis 60 % des Festgehaltes quotiert in analoger oder direkter Anwendung des § 2 BetrAVG. Mit Beginn der zweiten Bestellungsperiode werden entsprechende Ansprüche unverfallbar, sofern das Dienstverhältnis auf Veranlassung der Gesellschaft beendet wird.
Ab dem Beginn der dritten Bestellungsperiode erwerben die Vorstandsmitglieder zusätzlich einen Anspruch auf Übergangsgeld in Höhe von 40 % der Festbezüge für den Fall, dass die Gesellschaft den Dienstvertrag nicht verlängert, ohne dass ein wichtiger Grund vorliegt. Die Zahlung von Übergangsgeld endet mit dem Eintritt eines Versorgungsfalles (Erreichen der Altersgrenze oder Tod). Anderweitige aus selbstständiger oder nicht selbstständiger Tätigkeit für ein anderes Unternehmen erzielte Einkünfte werden in voller Höhe auf das Übergangsgeld angerechnet.
Mit Beginn der dritten Bestellungsperiode beläuft sich der unverfallbare Anspruch auf Altersrente auf mindestens 40% der Festbezüge.
Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene
Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 1.826 Tsd. Euro (2010: 1.842 Tsd. Euro). Für diese Personengruppe sind zum 31. Dezember 2011 Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von 29.409 Tsd. Euro (2010: 26.815 Tsd. Euro) passiviert.
Aufsichtsratsvergütung
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der AXA Konzern AG betrug im Geschäftsjahr 2011 insgesamt 1.546 Tsd. Euro (2010: 1.545 Tsd. Euro), davon 610 Tsd. Euro (2010: 608 Tsd. Euro) erfolgsunabhängig und 936 Tsd. Euro (2009: 937 Tsd. Euro) erfolgsabhängig.
Beiratsvergütung
Infolge der Auflösung des Konzernbeirates wurde im Geschäftsjahr 2011 keine Beiratsvergütung gezahlt (2010: 53.6 Tsd. Euro).
Pflichtangaben nach § 285 Nr. 11 und Nr. 11 a) HGB:
An folgenden Unternehmen waren wir mit mindestens 20% beteiligt:
| in Tsd. Euro | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| AllianceBernstein Strategic Op | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 41,67% | 41,67% |
| Eigenkapital | 38454 USD | |
| 28.956 | ||
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 194 USD | |
| 146 | ||
| Apo Asset Management GmbH, Düsseldorf | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 30,00% | 30,00% |
| Eigenkapital | 4.070 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 2.235 | |
| ARA GmbH Auto und Reise Assistance, Bad Windsheim | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 66,68% | 66,68% |
| Eigenkapital | 948 | 863 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 85 | 116 |
| Aragon AG, Wiesbaden | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 27,17% | 27,17% |
| Eigenkapital | 52.789 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -63 | |
| Arnulfpark Gewerbebau MK 4 GmbH & Co. KG | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 99,69% | 99,69% |
| Eigenkapital | 40.198 | -1.987 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -2.825 | -732 |
| Arnulfpark Gewerbebau MK 4 Verwaltungs-GmbH | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 94,00% | |
| Eigenkapital | 13 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -6 | |
| Arnulfpark Wohnbau GmbH & Co. KG | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 99,69% | |
| Eigenkapital | 35.930 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -1.709 | |
| Arnulfpark Wohnbau Verwaltungs-GmbH | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 94,00% | |
| Eigenkapital | 14 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -8 | |
| AV AG & Co. Grundstücksgesellschaft S 1 KG, Wiesbaden | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 94,90% | 94,90% |
| Eigenkapital | 94.108 | 41.385 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 3.070 | 669 |
| AVS Allgemeine Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 1.637 | 3.027 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -984 | -903 |
| AXA Alternative Financing FCP - Subfonds Private Equity, Luxemburg | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 18.578 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 3.145 | |
| AXA Alternative Participations SICAV I, Luxemburg | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 266.049 | 213.122 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 30.945 | 31.757 |
| AXA Alternative Participations SICAV II, Luxemburg | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 595.972 | 549.400 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 55.592 | 86.073 |
| AXA Alternative Participations SICAV III, Luxemburg | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | |
| Eigenkapital | 60.259 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 5.828 | |
| AXA Alternative Participations SICAV IV, Luxemburg | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | |
| Eigenkapital | 26.261 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 3.480 | |
| AXA Art Holdings Inc., New York | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 33655 USD | 32520 USD |
| 26.011 | 24.488 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 0 USD | 0 USD |
| 0 | 0 | |
| AXA Art Insurance Corporation, New York | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 31611 USD | 31027 USD |
| 24.431 | 23.364 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 1112 USD | 800 USD |
| 859 | 603 | |
| AXA Art Insurance Ltd. London | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 14326 GBP | 15229 GBP |
| 17.151 | 17.704 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 2917 GBP | 2996 GBP |
| 3.492 | 3.483 | |
| AXA Art Services Ltd. London | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 198 GBP | 147 GBP |
| 237 | 171 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 48 GBP | 14 GBP |
| 57 | 16 | |
| AXA Art Versicherung AG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 78.895 | 78.895 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 0 | 19.304 |
| AXA ART Versicherung AG, Zürich | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 14786 CHF | 16391 CHF |
| 12.163 | 13.139 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 1494 CHF | 3384 CHF |
| 1.229 | 2.713 | |
| AXA Bank AG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 64.600 | 64.600 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 0 | 0 |
| AXA Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 1.598.605 | 1.500.789 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 97.816 | 21.216 |
| AXA Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Beteiligungsgesellschaft KG, Wiesbaden | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 94,90% | 94,90% |
| Eigenkapital | 15.188 | 14.369 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 1.195 | 19 |
| AXA Customer Care GmbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 733 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -67 | |
| AXA Easy AG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | |
| Eigenkapital | 3.500 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 0 | |
| AXA Finanz Service GmbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 145 | 145 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 0 | 0 |
| AXA GmbH & Co. Immobilienbeteiligungs-KG "Merkens XXV", Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 33,33% | 33,33% |
| Eigenkapital | 13.932 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -258 | |
| AXA Immoselect HVWG Objekt Düsseldorf GmbH & Co KG | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 42,71% | 42,71% |
| Eigenkapital | 216.289 | 221.741 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 7.085 | 6.772 |
| AXA Infrastructure Investissement SAS | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 20,00% | 20,00% |
| Eigenkapital | 265.297 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 21.214 | |
| AXA Krankenversicherung AG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 158.719 | 158.719 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres *) | 46.000 | 0 |
| AXA Krankenversicherung Ges. für die Betreuung von Maklern u. Mehrfachagenten mbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 789 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 134 | |
| AXA Lebensversicherung AG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 273.696 | 273.696 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres *) | 50.000 | 50.000 |
| AXA Logistic Services GmbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 156 | 156 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 0 | 0 |
| AXA Nordstern France S.A. Paris | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 7.166 | 31.757 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -760 | 29.121 |
| AXA Republique S.A., Courbevoie | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 25,00% | 25,00% |
| Eigenkapital | 200.640 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 13.389 | |
| AXA Risk & Claims Services GmbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 179 | 161 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 18 | 8 |
| AXA Schaden Experten GmbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 629 | 1.219 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 0 | 990 |
| AXA Unterstützungskasse für die leitenden Angestellten der AXA Gesellschaften mbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 41 | 36 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 10 | 6 |
| AXA Vermittlungs - Service GmbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 1.225 | 1.113 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 113 | 163 |
| AXA Versicherung AG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 648.009 | 873.009 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 0 | 0 |
| BBD Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Finanzdienstvermittlungs-KG, Norderfriedrichskoog | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 25,00% | 25,00% |
| Eigenkapital | -250 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -153 | |
| Bruckner GmbH & Co. Projektentwicklungs - KG | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 94,90% | 94,90% |
| Eigenkapital | 45.429 | 45.429 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 1.390 | 1.787 |
| BSC Bruderhilfe-Service-Card GmbH, Kassel | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 50,00% | 50,00% |
| Eigenkapital | 242 | 205 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 28 | 27 |
| BSW Verbraucher-Service Beamten-Selbsthilfewerk GmbH, Bayreuth | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 800 | 800 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 0 | 0 |
| CKA Unternehmensverwaltungs-- und Beteiligungs-GmbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 108.310 | 1.513 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 6.793 | -4 |
| ConCept-Dialog GmbH, Bayreuth | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 3.268 | 1.919 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 6.340 | 514 |
| Core Italian Property Fund, Mailand | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 21,43% | 21,43% |
| Eigenkapital | 71.106 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 4.499 | |
| DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, Wiesbaden | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 39.460 | 39.460 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 0 | 0 |
| DBV Winterthur Advisory Company S.A., Luxembourg | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 827 | 896 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 640 | 592 |
| DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG, Wiesbaden | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 217.465 | 217.465 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 0 | 28.000 |
| Dein Plus GmbH, Frankfurt a.M. | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 40,00% | 40,00% |
| Eigenkapital | 89 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -4 | |
| Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 51.889 | 51.889 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres *) | 13.200 | 3.500 |
| Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 75,00% | 75,00% |
| Eigenkapital | 8.801 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 5.034 | |
| Development German Feeder III S.C.A. Luxembourg **) | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | |
| Eigenkapital | 1.053 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | ||
| DW Versicherungs Service GmbH, Wiesbaden | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 452 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 41 | |
| DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K2 KG, Wiesbaden | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 94,90% | 94,90% |
| Eigenkapital | 69.101 | 36.776 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 2.243 | 951 |
| FamilienClub-FC Betriebsgesellschaft mbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 358 | 12 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 266 | 448 |
| Felicitas Direktswerbungs GmbH, Wiesbaden | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | -61 | 960 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -1.021 | 14 |
| FINANCELIFE Gesellschaft für den Bankenvertrieb mbH, Frankfurt am Main | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 40,00% | 40,00% |
| Eigenkapital | 31 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 11 | |
| Financière Cajas S.à.r.l. **) | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 30,00% | |
| Eigenkapital | 500 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | ||
| Finanz-Service GmbH der APO Bank, Düsseldorf | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 50,00% | 50,00% |
| Eigenkapital | 1.937 | 1.969 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 269 | 447 |
| Fine Art Services International Inc., New York | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 20 USD | |
| 15 | ||
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 2 USD | |
| 1 | ||
| GANYMED Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 309 | 300 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 9 | -3 |
| GANYMED Erste Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 87.114 | 87.114 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 3.489 | 3.984 |
| GANYMED Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 10.025 | 60.025 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 324 | 13.469 |
| INREKA GmbH Investment-Renten-Kapitalanlagen, Cloppenburg | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 450 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 122 | |
| JALANDA Grundstücksgesellschaft mbH & Co.KG, Grünwald | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 49,99% | 49,99% |
| Eigenkapital | 31.226 | 34.297 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 928 | 639 |
| JALANDA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 47,20% | 47,20% |
| Eigenkapital | 41 | 35 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 6 | 3 |
| Jara Grundstücksgesellschaft mbH& Co.KG, Grünwald | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 20,00% | 20,00% |
| Eigenkapital | 195.471 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 11.091 | |
| Kölner Spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 1.946 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 239 | |
| Kölnische Verwaltungs-AG für Versicherungswerte, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 23,01% | 23,01% |
| Eigenkapital | 213.227 | 65.067 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 148.159 | -624 |
| K.Rerup & Co. A/S, Kopenhagen | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 596 DKK | |
| 80 | ||
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 96 DKK | |
| 13 | ||
| Lefac Leasing-Finanz-GmbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 2.595 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 19 | |
| Lucramount AG für Finanzdienstleistungen, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 1.917 | 1.838 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 80 | 134 |
| Merkur Gesellschaft für Beteiligungswerte mbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 21.774 | 21.761 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 4.213 | 1.001 |
| MilesTec AG, Zweibrücken | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 25,00% | 25,00% |
| Eigenkapital | 1.797 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -98 | |
| Neue Düsseldorfer Stadtquartier Grundstücks-GmbH & Co. KG, Düsseldorf | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 94,90% | 94,90% |
| Eigenkapital | 21.116 | 21.123 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -139 | -424 |
| PGV Maklerservice GmbH, Hamburg | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 49,00% | 49,00% |
| Eigenkapital | -201 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -226 | |
| Pluto Beteiligungswerte AG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 90,00% | 90,00% |
| Eigenkapital | 74.117 | 80.117 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 0 | 0 |
| Pro bAV Pensionskasse AG, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 60.335 | 59.685 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 650 | 40 |
| Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG, Essen | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 3.190 | 3.190 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres*) | 180 | 100 |
| ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 39,88% | 39,88% |
| Eigenkapital | 79.424 | 76.978 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 6.546 | 6.076 |
| Schroder EuroLogistik Fonds GmbH & Co. KG, Frankfurt | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 22,88% | 22,88% |
| Eigenkapital | 150.084 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -4.379 | |
| Technisches Kontor für die BU-Versicherung GmbH, Düsseldorf | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 48,00% | 48,00% |
| Eigenkapital | 55 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 29 | |
| TERTIA Handelsbeteiligungsgesellschaft mbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 20,00% | 20,00% |
| Eigenkapital | 17.852 | 19.770 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 10.395 | 12.313 |
| Venus Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 30.902 | 49.768 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -18.865 | 4.822 |
| ver.di Service GmbH, Berlin | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 50,00% | 50,00% |
| Eigenkapital | 8 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -13 | |
| VVS Holding Vertriebs-, Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 61,30%*** | 61,30%*** |
| Eigenkapital | 16.632 | 10.438 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 6.182 | -2.075 |
| wHC direkt GmbH **) | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 51,00% | |
| Eigenkapital | ||
| Ergebnis des Geschäftsjahres | ||
| WIN EXPERTISA Gesellschaft zur Förderung beruflicher Vorsorge mbH, Wiesbaden | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 1.205 | 861 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 344 | 146 |
| win Health Consulting GmbH, Wiesbaden | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 1.229 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 304 | |
| winsecura Pensionskasse AG, Wiesbaden | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,00% | 100,00% |
| Eigenkapital | 20.900 | 20.900 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 0 | 80 |
*) vor Gewinnabführung
**) Neu in 2011, z.T. noch keine Werte vorhanden
***) Die wirtschaftliche Beteiligungsquote beträgt 82,28% aufgrund von der VVS im Geschäftsjahr 2010 erworbener eigener Anteile
| in Tsd. Euro | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| WVV GmbH Wirtschaftsberatungs- und Versicherungsvermittlung, Neunkirchen | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 40,00% | 40,00% |
| Eigenkapital | 4 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -18 | |
| Schiffsbeteiligungen | ||
| Partenreederei MT "Badenia", Hamburg | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 30,00% | 30,00% |
| Eigenkapital | 342 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 4.824 | |
| Partenreederei MT "Multitanker Bolognia", Hamburg | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 30,00% | 30,00% |
| Eigenkapital | -15 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | -18 | |
| Partenreederei MS "Elbegas", Hamburg | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 25,00% | 25,00% |
| Eigenkapital | 69 | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 20 |
Nahestehende Personen
Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Personen oder Unternehmen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden nicht getätigt.
Weitere Erläuterungen und Angaben
Im Spruchverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich betreffend des in 1994 abgeschlossenen Beherrschungsvertrages zwischen der AXA Konzern AG und der Nordstern Allgemeine Versicherungs-AG erfolgte gemäß Beschluss durch das OLG Düsseldorf vom 6. April 2011 die Nachbesserung von Barabfindung und Ausgleich gemäß den festgesetzten Erhöhungsbeträgen.
Im Spruchverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich des in 2008 abgeschlossenen Beherrschungsvertrages zwischen der WinCom Versicherungs-AG und der DBV Winterthur Holding AG hat das OLG Frankfurt mit Beschluss vom 29. April 2011 die Anträge, eine höhere Barabfindung bzw. einen höheren Ausgleich festzusetzen, abgewiesen.
Zum 31.12.2011 waren die in nachstehender Übersicht aufgeführten Spruchverfahren gem. § 306 AktG a.F. bzw. dem Spruchverfahrensgesetz anhängig, die von ehemaligen außenstehenden Aktionären der betreffenden Gesellschaften eingeleitet wurden.
| Spruchverfahren | Zweck | zuständiges Gericht | Einleitung Spruchverfahren | Antragsgegner |
|---|---|---|---|---|
| Verschmelzung AXA Versicherung AG (übernehmender Rechtsträger) mit Nordstern Allgemeine Versicherungs-AG in 1999 | Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses | LG Köln | 1999 | AXA Versicherung AG |
| Verschmelzung AXA Lebensversicherung AG (übernehmender Rechtsträger) mit Nordstern Lebensversicherungs-AG in 1999 | Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses | OLG Düsseldorf | 1999 | AXA Lebensversicherung AG |
| Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und Albingia Versicherungs- AG | Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich | LG Hamburg | 1999 | AXA Konzern AG /AXA Versicherung AG |
| Verschmelzung AXA Versicherung AG (übernehmender Rechtsträger) mit Albingia Versicherungs-AG in 2000 | Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses | LG Hamburg | 2000 | AXA Versicherung AG |
| Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und AXA Versicherung AG in 2000 | Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich | LG Köln | 2000 | AXA Konzern AG |
| Ergebnisabführungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und AXA Versicherung AG in 2005 | Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich | OLG Düsseldorf | 2005 | AXA Konzern AG |
| Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der AXA Versicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2005 | Überprüfung der angemessenen Barabfindung | OLG Düsseldorf | 2005 | AXA Konzern AG |
| Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der AXA Lebensversicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2007 | Überprüfung der angemessenen Barabfindung | LG Köln | 2007 | AXA Konzern AG |
| Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Deutsche Ärzteversicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2007 | Überprüfung der angemessenen Barabfindung | LG Köln | 2007 | AXA Konzern AG |
| Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der DBV (Winterthur) Holding AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2009 | Überprüfung der angemessenen Barabfindung | OLG Frankfurt | 2009 | AXA Konzern AG |
Für die AXA Bank AG, Köln, wurde gemäß § 5 Abs. 10 des Status des Einlagensicherungsfonds seitens der AXA Konzern AG sowie der AXA S.A., Paris, eine sogenannte Freistellungserklärung gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin, abgegeben. Die Freistellungserklärung dient zur vorsorglichen Absicherung für den eventuellen Fall einer zugunsten der Bank erfolgten Hilfestellung, falls diese wegen entstandener Verluste erforderlich sein sollte. Per 31.12.2011 betrug der Wert der zu sichernden Kundengelder 439,9 Mio. Euro. Für dieses Haftungsverhältnis wurde keine Rückstellung gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird (Angabe nach § 285 Nr. 27 HGB).
Zusammenarbeit im Konzern
Unsere Gesellschaft erbringt im Rahmen bestehender Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsverträge entsprechende Verwaltungstätigkeiten zu nahezu allen Konzerngesellschaften.
Darüber hinaus besteht ein Vermittlungsabkommen mit der AXA Life Europe, Dublin.
Im Rahmen bestehender Dienstleistungsverträge werden dagegen folgende Leistungen von anderen Konzerngesellschaften bezogen:
| ― | die Betreuung von SAP-basierten Anwendungsprogrammen von der AXA Group Solutions SA, Zweigniederlassung Köln; |
| ― | den Betrieb des Rechenzentrums und die Inanspruchnahme von Kommunikationsdienstleistungen von der AXA Technology Services Germany GmbH, Köln; |
| ― | die Postbearbeitung, Logistik und Archivierung von der AXA Logistic Services GmbH, Köln; |
| ― | Teile der Bereiche Kundenservice und Unterstützung von Vertriebsaktivitäten von der AXA Customer Care GmbH, Köln |
| ― | Vermögensanlage und -verwaltung für Kapitalanlagen von der AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Köln sowie von der AXA Investment Managers SA, Paris |
| ― | Serviceleistungen zur betrieblichen Altersversorgung von der Kölner Spezial Beratungs-GmbH, Köln. |
Mit den folgenden Gesellschaften unterhält die AXA Konzern AG als gewinnempfangende Gesellschaft Gewinnabführungs- und Verlustübernahmeverträge (Ergebnisabführungsverträge):
| ― | AXA Versicherung AG, Köln |
| ― | AXA Lebensversicherung AG, Köln |
| ― | Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln |
| ― | AXA Bank AG, Köln |
| ― | AXA Finanz Service GmbH, Köln |
| ― | AXA Customer Care GmbH, Köln |
| ― | AXA Logistic Services GmbH, Köln |
| ― | AXA ART AG, Köln |
| ― | AXA easy Versicherung AG |
Die AXA Konzern AG hat mit folgenden Gesellschaften Beherrschungsverträge abgeschlossen:
| ― | AXA Versicherung AG, Köln |
| ― | AXA Lebensversicherung AG, Köln |
| ― | AXA Krankenversicherung AG, Köln |
| ― | AXA Art Versicherung AG, Köln |
| ― | AXA Bank AG, Köln |
| ― | Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln |
| ― | Pro bAV Pensionskasse AG, Köln |
| ― | AXA Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln |
| ― | AXA easy Versicherung AG |
Die AXA Konzern AG ist als ein im Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen verpflichtet, für das Geschäftsjahr 2011 nach § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erstellen. In diesem vom Vorstand erstellten Bericht hat dieser abschließend erklärt, dass nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte mit den verbundenen Unternehmen vorgenommen und Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen getroffen oder unterlassen wurden, hat die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist auch durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen nicht benachteiligt worden. Rechtsgeschäfte mit Dritten, die auf Veranlassung oder im Interesse von verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, führten zwar zu einem Nachteil für die Gesellschaft, der jedoch durch einen mindestens gleichwertigen Vorteil kompensiert worden ist.
Die AXA SA, Paris, ist direkt und über die Vinci B.V., Breda, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt alleinig am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt. Die AXA Konzern AG ist deshalb ein im Sinne von § 16 Abs. 1 AktG im Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen der AXA. Die AXA Konzern AG und ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der AXA SA, Paris, einbezogen, der für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellt wird. Die AXA Konzern AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der AXA SA, Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des Marchés Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt. Der Konzernabschluss der AXA Konzern AG wird im elektronischen Bundesanzeiger und im Unternehmensregister des Bundesministeriums für Justiz veröffentlicht.
Köln, den 16. April 2012
AXA Konzern AG
Der Vorstand
Dr. Dahmen
Gerber
Hanssmann
Dr. Hofmann
Nießen
Dr. Schwering
Wieland
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AXA Konzern Aktiengesellschaft, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 11. Mai 2012
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Alexander Hofmann, Wirtschaftsprüfer
ppa. Elisabeth zu Waldeck und Pyrmont, Wirtschaftsprüferin
Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des gesamten Jahres 2011 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte und in vier Sitzungen sowie drei schriftlichen Abstimmungen wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes über die allgemeine Geschäftsentwicklung, über grundlegende Angelegenheiten sowie die strategischen Ziele der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstandes, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.
Der Aufsichtsrat hat in seiner außerordentlichen Sitzung am 17. März die Tantiemezahlungen für 2010, die Equity Grant Zuteilung 2010 sowie anstehende Anpassungen der Vorstandsvergütung beschlossen. Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit den Anforderungen der Versicherungsvergütungsverordnung und dabei insbesondere auch mit den bestehenden Vergütungssystemen für den Vorstand sowie für leitende Mitarbeiter und Mitarbeiter mit variabler Vergütung befasst. In seiner Sitzung am 24. Mai 2011 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstandes über den Geschäftsverlauf 2010 und dem vorgelegten Jahresabschluss sowie dem Konzernabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für 2011 vor, die vertiefend erörtert wurde. Im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung am 23. September 2011 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem angekündigten Ausscheiden des Vorstandsvorsitzenden sowie dem geplanten Ablauf für die Suche eines Nachfolgers. In seiner Sitzung am 24. November 2011 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über den bisherigen Geschäftsverlauf im laufenden Jahr und gab einen Kurzbericht über die vorläufige Planung 2012.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat zeitnah und ausführlich über die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Gesellschaft und über die damit verbundenen Maßnahmen. In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat ausführlich über besondere Projekte und Entwicklungen der Gesellschaft informiert. Der Aufsichtsrat wurde ebenfalls ausführlich über die Sitzungen des Audit Committee informiert.
Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet.
Der Aufsichtsrat hat neben dem gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss zwei weitere Ausschüsse eingerichtet. Das aus drei Mitgliedern bestehende Präsidium befasst sich vornehmlich mit den dienstvertraglichen Angelegenheiten der Mitglieder des Vorstandes und ist aufgrund der Änderungen des Vorstandsvergütungsangemessenheitsgesetzes nun ein vorbereitender Ausschuss. Das aus fünf Mitgliedern bestehende Audit Committee widmet sich im Wesentlichen der Überwachung des Risikomanagements des Vorstandes und der Kontrollmechanismen der Gesellschaft, der Behandlung des Jahresabschlusses, Fragen zur Abschlussprüfung, dem Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und legt die Prüfungsschwerpunkte des Geschäftsjahres fest. Das Präsidium tagte in 2011 dreimal. Das Audit Committee hat in 2011 fünfmal getagt. Hierüber hat es den Aufsichtsrat umfassend unterrichtet. Der Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 sind von der in der Hauptversammlung gewählten PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte und die weiteren Erläuterungen des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht, den Konzernlagebericht sowie den Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist, und schloss sich dem Vorschlag für die Gewinnverwendung an. Der Aufsichtsrat billigte weiterhin den Konzernabschluss.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen, der allen Mitgliedern rechtzeitig vorgelegen hat, ebenfalls geprüft und hat keinerlei Beanstandungen erhoben.
Der Abschlussprüfer hat nach Prüfung des Berichts des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
| 1. | die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, |
| 2. | bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaften nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, |
| 3. | bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.“ |
Der Aufsichtsrat schließt sich dem Urteil des Abschlussprüfers an und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärungen des Vorstandes am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.
Im vergangenen Jahr sind im Vorstand Personalveränderungen eingetreten.
Herr Dr. Frank Keuper hat sein Amt als Mitglied und Vorsitzender des Vorstandes der Gesellschaft mit Wirkung zum 31. Januar 2012 niedergelegt. In einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates am 11. Januar 2012 wurde Herr Dr. Thomas Buberl, vorbehaltlich der Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), zum Mitglied und Vorsitzenden des Vorstandes bestellt.
Der Aufsichtsrat spricht Herrn Dr. Keuper seinen Dank für seine jahrelange erfolgreiche Tätigkeit im Vorstand der Gesellschaft aus. Dank seines Engagements und der unter seiner Führung erfolgreich durchgeführten Integration der DBV-Winterthur ist die AXA Deutschland zu einer der führenden und renommiertesten Versicherungsgruppen in Deutschland geworden.
Für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihre tatkräftige Unterstützung mit zum Erfolg der Gesellschaft beigetragen haben, seinen Dank aus.
Unser Dank gilt auch den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für die sehr engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Köln, den 31. Mai 2012
Für den Aufsichtsrat
Jacques de Vaucleroy, Vorsitzender