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AXA — Annual Report 2010
Jun 9, 2011
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Annual Report
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Publication

AXA Krankenversicherung Aktiengesellschaft
Köln
Geschäftsbericht 2010
Kennzahlen
| 2010 | 2009 | 2008 | |
|---|---|---|---|
| A. Kennzahlen zur Sicherheit und Finanzierbarkeit | |||
| RfB-Quote in % 1 | 11,5 | 14,0 | 19,0 |
| RfB-Zuführungsquote in % 2 | 7,5 | 4,1 | 7,1 |
| Überschussverwendungsquote in % 2 | 86,4 | 82,9 | 81,6 |
| Eigenkapital in Mio. Euro 34 | 158,7 | 158,2 | 187,7 |
| Eigenkapitalquote in % | 7,0 | 7,2 | 7,6 |
| Ergebnis vor Gewinnabführung in Mio. Euro | 33,0 | 18,5 | 36,5 |
| Ergebnisabführung in Mio. Euro | 33,0 | 18,5 | – |
| Dividende je Stückaktie in Euro | – | – | 2,16 |
| Vorabdividende in % des eingezahlten Grundkapitals | – | – | 4,0 |
| B. Kennzahlen zum Erfolg und zur Leistung | |||
| Versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote in % | 8,4 | 7,2 | 9,5 |
| Schadenquote in % | 81,8 | 82,1 | 80,9 |
| Verwaltungskostenquote in % | 3,5 | 3,8 | 2,9 |
| Netto-Verzinsung | 4,1 | 2,8 | 3,8 |
| Laufende Durchschnittsverzinsung | 4,2 | 4,5 | 4,2 |
| C. Bestands- und Wachstumskennzahlen | |||
| Beitragseinnahmen in Mio. Euro | 2.280,1 | 2.195,8 | 2.091,0 |
| Veränderungsrate in % | + 3,8 | + 5,0 | + 2,1 |
| Anzahl der versicherten natürlichen Personen | 1.462.783 | 1.441.646 | 1.432.026 |
| Veränderungsrate in % | + 1,5 | + 0,7 | + 0,5 |
| davon: | |||
| – Vollversicherte | 737.573 | 724.736 | 706.573 |
| Veränderungsrate in % | + 1,8 | + 2,6 | + 1,3 |
| – Ergänzungsversicherte | 725.210 | 716.910 | 725.453 |
| Veränderungsrate in % | + 1,2 | – 1,2 | – 0,3 |
1 einschließlich Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung Pflegepflichtversicherung
2 einschließlich Aufwendungen für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung Pflegepflichtversicherung
3 Eigenkapital ab 2009 ohne Bilanzgewinn des Geschäftsjahres wegen Gewinnabführung ab 2009
4 Eigenkapital inklusive Abzug der ausstehenden Einlagen (gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz BilMoG)
Herausforderung Pflegefinanzierung – AXA setzt neue Maßstäbe
Die Deutschen werden immer älter. Das ist keine neue Erkenntnis, und die Auswirkungen der steigenden Lebenserwartung auf Bevölkerungsstrukturen, Arbeitsmarkt und soziale Sicherungssysteme werden seit Längerem in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft intensiv diskutiert. Die Unternehmen der Privaten Krankenversicherung (PKV) in Deutschland tragen dieser Entwicklung seit jeher Rechnung, indem sie aus den Beiträgen ihrer Kunden von Vertragsbeginn an Altersrückstellungen bilden, mit denen sie den höheren Krankheitskosten älterer Menschen entgegenwirken. Darüber hinaus bieten sie ihren Kunden Beitragsentlastungstarife an, die zur Beitragsstabilität im Alter genutzt werden. Im Gegensatz dazu ist die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nach wie vor ausschließlich umlagefinanziert – die heute vereinnahmten Beiträge werden sogleich wieder für Leistungen ausgegeben.
Ein Aspekt, den die steigende Lebenserwartung mit sich bringt, rückt in jüngster Zeit zunehmend in das Bewusstsein der Bevölkerung. In einer alternden Gesellschaft werden immer mehr Menschen pflegebedürftig. Denn längeres Leben bedeutet nur selten, bis ans Ende seiner Tage auch gesund zu bleiben. Die Fakten zeigen, dass Pflege kein Randproblem mehr ist: Aktuell gibt es in Deutschland rund 2,4 Millionen pflegebedürftige Menschen. Prognosen zufolge dürften es in 20 Jahren bereits 3,4 Millionen sein. Die Gefahr der Pflegebedürftigkeit steigt mit dem Alter: Ab dem 66. Lebensjahr nimmt die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen zu, ab dem 80. Lebensjahr ist bereits fast jeder Dritte pflegebedürftig. Gleichzeitig nimmt die Zahl der jungen Menschen seit Jahren kontinuierlich ab. Wie können vor diesem Hintergrund wachsende Pflegekosten finanziert werden? Und was kann jeder Einzelne tun, um sich selbst und nahe Verwandte im Pflegefall abgesichert zu wissen?
Risiko erkannt, Vorsorge noch unzureichend
Das Bewusstsein, für das eigene Rentenalter und einen Pflegefall noch Versorgungslücken schließen zu müssen, ist bei den Deutschen durchaus vorhanden. Das gilt besonders für den Bereich Pflege. In einer von AXA und DBV initiierten Umfrage gaben 81 % der befragten Versicherungskunden an, das Risiko zu erkennen, im Alter pflegebedürftig zu werden. Privat vorgesorgt haben jedoch die wenigsten: lediglich 36 %. Ob sich der Rest wohl auf die gesetzliche Pflegeversicherung verlässt, die von ihrer Idee und Konstruktion nie anders gedacht war als eine Sockelabsicherung? Auch jüngste Verbesserungen des Gesetzgebers ändern nichts daran, dass eine Lücke zwischen dieser Minimalsicherung und dem tatsächlichen Bedarf besteht und bestehen bleiben wird.
Die gesetzliche Pflegeversicherung wurde 1995 als fünfte Säule des Sozialversicherungssystems eingeführt. Sie ist für alle Bürger Pflicht, existiert aber seit Beginn in zwei Formen: Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse sind automatisch in der sozialen Pflegeversicherung abgesichert, privat krankenversicherte Personen in der privaten Pflegepflichtversicherung unter dem Dach der Privaten Krankenversicherung. Dabei finanziert sich die soziale Pflegeversicherung nach dem Umlageverfahren. Die gesamten Beitragseinnahmen werden ohne Bildung von Rücklagen für aktuelle Pflegeleistungen ausgegeben, was angesichts des demografischen Wandels mit immer mehr Pflegebedürftigen bei immer weniger Beitragszahlungen eine große Herausforderung darstellt. In der privaten Pflegepflichtversicherung wurde von Anfang an eine Finanzierung auf Basis des Kapitaldeckungsverfahrens praktiziert. Hierbei werden Rücklagen für zukünftige Versicherungsleistungen aufgebaut.
AXA Pflegevorsorge zielt auf den Erhalt von Lebensqualität
Gesetzliche und private Pflegepflichtversicherung bieten jedenfalls nur eine Grundabsicherung. Wer ausreichend für den Pflegefall vorsorgen will, kommt um eine private Zusatzvorsorge nicht herum. Wer sein angespartes Vermögen nicht für die eigenen oder familiären Pflegeleistungen ausgeben möchte und auch seiner Familie nicht zur Last fallen will, sollte mit einer Pflegezusatzversicherung, wie sie AXA und DBV seit 2010 in neuer Form anbieten, privat vorsorgen.
Die AXA Krankenversicherung und ihre Zweigniederlassung DBV Deutsche Beamtenversicherung Krankenversicherung haben auf der Basis umfangreicher Marktforschung drei innovative Pflegevorsorgeprodukte entwickelt, die im Markt selten zu findende Leistungsmerkmale wie zum Beispiel die Beitragsbefreiung schon ab Pflegestufe I beinhalten oder Leistungen schon vor der Pflegestufe I. Einige Lösungen wurden bisher überhaupt nicht angeboten. Dazu zählen die für Familien konzipierte generationenübergreifende Pflegeabsicherung und die Förderung von gesundheitsbewusstem Verhalten als Bestandteil von Pflegevorsorge. Die praktische Hilfe für Betroffene übertrifft den sonst am Markt angebotenen Umfang deutlich.
Pflegevorsorge FamilyFit, Flex und Akut
Die neuartige Pflegevorsorge der AXA und DBV gibt es in drei Ausprägungen: Weil Pflegebedürftigkeit immer die ganze Familie betrifft, richtet sich Pflegevorsorge FamilyFit an alle Generationen einer Familie – von den Großeltern über die Eltern bis zu den Kindern. Erstmalig auf dem Versicherungsmarkt präsentieren AXA und DBV damit ein Pflegeergänzungsprodukt, bei dem die Familie als Ganzes berücksichtigt und in einer Versicherungslösung gemeinsam abgesichert wird. Für Kinder unter 15 Jahren kann beispielsweise beitragsfrei ein monatliches Pflegegeld von 500 Euro abgesichert werden. Die Pflegevorsorge Flex ist ideal für all jene, die vorsorgen, dabei aber flexibel bleiben möchten. Mit diesem Tarif eröffnen AXA und DBV dem Verbraucher die im Markt bislang kaum angebotene Möglichkeit, jede Pflegestufe einzeln nach persönlichem Wunsch mit einem unterschiedlichen monatlichen Pflegegeld zu versichern. Eine Besonderheit: Flex leistet – anders als die meisten Wettbewerber – bereits ab Pflegestufe 0, um beispielsweise einen erhöhten Betreuungsbedarf bei Demenz auszugleichen.
Als Ergänzung für die Pflegevorsorge FamilyFit und Flex bietet sich die Pflegevorsorge Akut an. Denn neben der finanziellen Unterstützung, die bei Eintritt eines Pflegefalls benötigt wird, wünschen sich viele Versicherungsnehmer auch praktische Soforthilfe. Gerade in der Anfangszeit, wenn die Pflegesituation noch neu ist, muss viel organisiert und entschieden werden. Damit sich Betroffene nicht alleingelassen fühlen, bieten AXA und DBV mit der Pflegevorsorge Akut eine Tag und Nacht erreichbare Hotline für dringende Fragen. Darüber hinaus wird auf Wunsch innerhalb von 24 Stunden ein Pflegeheimplatz oder Pflegedienst vermittelt. Bis die Pflegestufe festgestellt wird, erhält der Versicherte während der ersten drei Monate nach Feststellung der Pflegebedürftigkeit durch den Hausarzt auch praktische Alltagshilfen wie Essen auf Rädern, Fahrdienst oder Nachtwache; hierfür werden die Kosten bis zu 2.500 Euro erstattet.
Mit der Entwicklung und dem Angebot dieser neuen innovativen Pflegekonzepte belegen AXA und DBV ihren Anspruch, als Krankenversicherer für ihre Kunden Lösungen zu schaffen, die exakt auf deren Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Inhalt
| Aufsichtsrat und Vorstand | |
| Wissenschaftlicher Beirat | |
| Lagebericht | |
| Geschäfts- und Rahmenbedingungen | |
| Überblick über den Geschäftsverlauf | |
| Der Geschäftsverlauf im Einzelnen | |
| Neuzugang – Bestandsentwicklung | |
| Beitragseinnahmen | |
| Kapitalanlagen | |
| Kostenverlauf | |
| Leistungen für unsere Kunden | |
| Jahresüberschuss | |
| Eigenkapital | |
| Risiken der zukünftigen Entwicklung | |
| Sonstige Angaben | |
| Nachtragsbericht | |
| Ausblick und Chancen | |
| Ergebnisabführung | |
| Anlagen zum Lagebericht | |
| Betriebene Versicherungsarten | |
| Kennzahlen der vergangenen zehn Jahre | |
| Jahresabschluss | |
| Bilanz zum 31. Dezember 2010 | |
| Gewinn- und Verlustrechnung | |
| Anhang | |
| Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers | |
| Bericht des Aufsichtsrates | |
| Service-Nummern | |
| Impressum |
Aufsichtsrat
Gernot Schlösser (seit 1. Januar 2010)
Vorsitzender (seit 13. Januar 2010)
Vorsitzender des Vorstandes i. R. der
AXA Krankenversicherung AG
Bergisch Gladbach
Dr. Manfred Zipperer
stellv. Vorsitzender
Ministerialdirektor a. D.
St. Augustin
Hans-Richard Adenauer
Geschäftsführer der
Deutscher Beamtenwirtschaftsbund (BWB) GmbH
Rheinbreitbach
Rolf Busch (seit 25. März 2010)
Landesvorsitzender des
tlv thüringer lehrerverband
Bad Lobenstein
Klaus Dauderstädt
Bundesvorsitzender der
GdS Gewerkschaft der Sozialversicherung
Meckenheim
Dr. Walter Donhauser
Geschäftsführer der
Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayern
Feldafing
Dr. Ludwig Eckinger (bis 25. März 2010)
Ehrenvorsitzender des
VBE Verband Bildung und Erziehung e. V.
Mainz
Dr. Rainer Hess
Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses von
Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen
Rösrath
Gert Schröder
Angestellter
Overath
Prof. Dr. J.-Matthias Graf von der Schulenburg
Direktor des Instituts für Versicherungsbetriebslehre
der Universität Hannover,
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Hannover
Vorstand
Dr. Frank Keuper (seit 18. Januar 2010)
Vorsitzender
Konzernkommunikation, Konzernrevision, Konzernstrategie und
Portfoliosteuerung
Dr. Patrick Dahmen
Rechnungswesen, Planung, Controlling, Steuern,
Risikomanagement
Wolfgang Hanssmann (seit 8. Februar 2010)
Exklusivvertrieb, Direktvertrieb, Marketing
Jens Hasselbächer (seit 12. Oktober 2010)
Kunden- und Partnerservice
Bernd Jung (17. Mai 2010 bis 31. August 2010)
Chief Operating Officer (COO)/Kundendienst
Thomas Michels
Geschäfts- und Produktpolitik, Maklervertrieb,
Firmen-, Verbände- und Spezialgeschäft,
Mathematik, Leistungs- und Gesundheitsmanagement
Ulrich C. Nießen (seit 18. Januar 2010)
Personal, Recht und Compliance, Zentrale Dienste
Dr. Heinz-Jürgen Schwering (seit 18. Januar 2010)
Kapitalanlagen, Asset Liability Management
Jens Wieland (seit 18. Januar 2010)
Informationstechnologie, Organisation und Prozesse
Wissenschaftlicher Beirat
Dr. Hans Biermann
Vorsitzender
Vorstandsvorsitzender der
MedCon Health Contents AG
Köln
Dr. Georg Feldkamp
Arzt für Orthopädie, Chirurgie und Unfallchirurgie
Bochum
Prof. Dr. Thomas H. Ittel
Ärztlicher Direktor der Hanse-Klinikum Stralsund GmbH
Stralsund
Prof. Dr. Marion Kiechle
Direktorin der Frauenklinik und Poliklinik des Klinikums
rechts der Isar der Technischen Universität München
München
Prof. Dr. Klaus-Dieter Kossow
Ehrenvorsitzender des Berufsverbandes der Allgemeinärzte
Deutschlands – Hausärzteverband – e. V. (BDA)
Achim
Jürgen Ossenberg-Engels
Apotheker
Frankfurt /Main
Jörg Robbers
Aufsichtsratsvorsitzender des
Universitätsklinikums Münster
Köln
Dr. Konrad Schily
stellv. Vorsitzender des Direktoriums der
Privaten Universität Witten/Herdecke
Witten
Prof. Dr. J.-Matthias Graf von der Schulenburg
Direktor des Instituts für Versicherungsbetriebslehre
der Universität Hannover,
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Hannover
Prof. Dr. Dr. Felix Unger
President of the European Academy of Sciences and Arts
Salzburg /Österreich
Lagebericht
Geschäfts- und Rahmenbedingungen
2010 wurde geprägt durch eine weltweite Konjunkturbelebung, die in Deutschland mit einer Wachstumsrate von 3,6 % besonders kräftig ausfiel. Da die öffentlichen Haushalte dadurch sowohl von der Einnahme- als auch der Ausgabenseite entlastet wurden, konnte die Aufnahme neuer Schulden gegenüber der Planung deutlich reduziert werden. Damit wurden deutsche Staatsanleihen der sichere Hafen in Zeiten einer Spekulationswelle gegen einige südeuropäische Länder und Irland. Die Kehrseite der weltweiten Nachfrage nach deutschen Zinspapieren waren historisch niedrige Zinssätze, die der Versicherungswirtschaft die Kapitalanlage erschwerten.
Der Aufschwung sorgte für einen Rückgang von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit und in Verbindung mit relativer Preisstabilität für ein positives Konsumklima.
Die deutsche Versicherungswirtschaft hat die Finanzmarktkrise relativ unbeschadet überstanden und ist auch deshalb im Rahmen der staatlichen Krisenbewältigungsmaßnahmen anders als die Banken behandelt worden. Nach Schätzungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) sind die gesamten Beitragseinnahmen der deutschen Versicherungsunternehmen 2010 um voraussichtlich 4,7 % auf 180 Mrd. Euro gestiegen. Dieses Beitragswachstum lag damit deutlich oberhalb der Wachstumsrate der gesamten Volkswirtschaft und belegt das Verbrauchervertrauen.
Die Unternehmen der Privaten Krankenversicherung (PKV) erzielten nach GDV-Erwartungen 2010 Beitragseinnahmen von insgesamt 33,4 Mrd. Euro. Das sind 6,0 % mehr als 2009. Davon entfielen 31,2 Mrd. Euro (+6,3 %) auf die Krankenversicherung und 2,1 Mrd. Euro (+2,2 %) auf die Pflegeversicherung.
Die politischen Rahmenbedingungen für die Private Krankenversicherung sind im Berichtsjahr durch den Regierungswechsel auf Bundesebene Ende 2009 fairer geworden. Die Vorgängerregierung hatte die Regelung eingeführt, nach der in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Versicherte drei Jahre hintereinander die Einkommensgrenze überschreiten müssen, um sich komplett privat zu versichern. Dies wurde mit Wirkung ab 2011 rückgängig gemacht. Die im internationalen Vergleich in Deutschland hohen Arzneimittelpreise werden nicht nur für die gesetzlichen Kassen, sondern auch für die Private Krankenversicherung begrenzt. Trotz einer gegenteiligen Ankündigung im Koalitionsvertrag wurde allerdings keine saubere ordnungspolitische Zuordnung privater Krankenzusatzversicherungen zur PKV vorgenommen.
Überwiegend wenig freundlich war die Berichterstattung über die Private Krankenversicherung in den Medien. Die zum Teil unerfreuliche Beitragsentwicklung für einzelne Kundengruppen wurde breit herausgestellt, ohne angemessen auf das garantierte Leistungsversprechen, die steigende Lebenserwartung und die laufend verbesserten medizinischen Möglichkeiten einzugehen. Der Umfang des garantierten Leistungsversprechens ist weitgehend frei wählbar. Insbesondere die freie Arzt- und Krankenhauswahl sowie der individuell anpassbare Komfortumfang werden millionenfach gerne in Anspruch genommen.
PKV-Markt: solides Wachstum
Im 1. Halbjahr 2010 stieg die Anzahl der PKV-Vollversicherten um 44.500 auf 8,9 Millionen. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum war noch ein Zuwachs von 98.800 erzielt worden, allerdings getrieben durch den Einmaleffekt der zum 1. Januar 2009 in Kraft getretenen Versicherungspflicht, wonach jeder Bundesbürger bei einer gesetzlichen oder privaten Krankenkasse versichert sein muss. Aussagekräftiger ist daher der Vergleich mit dem 1. Halbjahr 2008, wo der Zuwachs nur 23.400 betrug. Im Segment der Vollversicherung, das immerhin 70 % des gesamten Beitragsvolumens umfasst, konnte also ein solides Substanzwachstum erzielt werden.
Auch im Segment der Zusatzversicherungen geht trotz eines hohen Bestandsniveaus das Wachstum weiter. Der Zuwachs im 1. Halbjahr 2010 verminderte sich allerdings von 153.000 im 1. Halbjahr 2009 auf 77.000, womit der Bestand zur Jahresmitte 2010 auf 21,5 Millionen Verträge stieg.
In den geschätzten Beitragseinnahmen 2010 der PKV von 33,4 Mrd. Euro (+6 %) sind auch die aufgelaufenen Beitragsverpflichtungen durch Nichtzahler enthalten. Der PKV-Verband geht davon aus, dass 2010 etwa 200 Mio. Euro fehlende Einnahmen durch nicht zahlende Versicherte abzuschreiben sind. Bei Berücksichtigung solcher Abschreibungen liegt das voraussichtliche Einnahmenplus bei 5,4 %. Der Anstieg des Aufwands für ausgezahlte Versicherungsleistungen konnte auf 4,2 % begrenzt werden.
Überblick über den Geschäftsverlauf
Das Neugeschäft unserer Gesellschaft (Neuverträge mit Vertragsbeginn im Jahr 2010) ging im abgelaufenen Geschäftsjahr um 7,3 % auf 116,7 Mio. Euro Jahresbeitrag zurück. Der Rückgang war zum einen auf den Neugeschäftsboom Anfang 2009 zurückzuführen. Zum anderen konnte im Maklervertrieb der Ausfall einer Maklergroßverbindung nicht vollständig kompensiert werden. Positiv angenommen bei unseren Vertriebspartnern und Kunden wurden die neuen Lösungen zur Schließung von Versorgungslücken im Pflegefall durch die neuen flexiblen und individualisierbaren Pflegezusatzprodukte. Seit der Markteinführung konnten rund 36.000 Kunden für diese Produktreihe gewonnen werden.
Die gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen erhöhten sich im Berichtsjahr vornehmlich durch eine moderate Beitragsanpassung um 3,8 % auf 2,28 Mrd. Euro. Der Bestand an Versicherungen – gemessen an laufenden Beiträgen – wuchs um 4,3 % auf 2,29 Mrd. Euro.
Durch die positive Entwicklung des Kapitalanlageergebnisses sowie die verbesserte Kosten- und Schadensituation erhöhte sich der Rohüberschuss deutlich und wir konnten der Rückstellung für Beitragsrückerstattung 182,1 Mio. Euro (2009: 90,5 Mio. Euro) zuführen. Damit wurden unsere Kunden am Überschuss der Gesellschaft mit einer Überschussverwendungsquote von 86,4 % (2009: 82,9 %) beteiligt.
Auch die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote, die den Unternehmenserfolg ohne die außerordentlichen Einflüsse des Kapitalanlageergebnisses widerspiegelt, konnte mit 8,4 % durch Verbesserung der Kosten- und Schadenquoten deutlich gesteigert werden. Nachdem im Vorjahr durch Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz ein Steuerertrag in Höhe von 25,9 Mio. Euro realisiert wurde, betrug der Steueraufwand im abgelaufenen Geschäftsjahr 25,9 Mio. Euro (2009: Steuerertrag von 19,1 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Steuern lag mit 33,0 Mio. Euro um 14,5 Mio. Euro über dem des Vorjahres. Entsprechend des Gewinnabführungsvertrags mit der WinCom Versicherungs-Holding AG (als Rechtsnachfolgerin der DBV Holding AG) haben wir den Jahresüberschuss in Höhe von 33,0 Mio. Euro an diese Gesellschaft abgeführt.
Der Kapitalanlagebestand unserer Gesellschaft erhöhte sich im Berichtsjahr um 9,7 % auf 10,8 Mrd. Euro, während das Kapitalanlageergebnis deutlich stärker um 60,6 % auf 424,7 Mio. Euro stieg. Diese Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus den gegenüber dem Vorjahr geringeren außerplanmäßigen Abschreibungen sowie den ebenfalls zurückgegangenen Abgangsverlusten.
Die Aufwendungen für Versicherungsleistungen einschließlich der Zuführung zur Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1,44 Mrd. Euro (+4,0 %) und entwickelten sich in etwa wie die Beiträge (+3,8 %). Während die Leistungsauszahlungen infolge einer zeitlichen Verschiebung zwischen unmittelbar und erst im Folgejahr abgerechneten Schadenfällen um 0,6 % zurückgingen, wurde die Zuführung zur Schadenrückstellung unter anderem aufgrund dieser Effekte um 62,8 Mio. Euro erhöht. Die Schadenquote – berechnet nach der Formel des Verbandes der privaten Krankenversicherung – ging um 0,3 Prozentpunkte auf 81,8 % zurück.
Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb nahmen um 5,4 % auf 223,0 Mio. Euro ab. Ebenso wie die Abschlussaufwendungen, die sich der Neugeschäftsentwicklung folgend mit –5,2 % auf 144,0 Mio. Euro rückläufig entwickelten, verringerten sich auch die Verwaltungsaufwendungen um 5,8 % auf 79,0 Mio. Euro. Bei einem Beitragswachstum von 3,8 % konnten wir somit unsere Kostenposition deutlich verbessern.
Der Geschäftsverlauf im Einzelnen
Neugeschäftsrückgang durch Sondereinflüsse
Das Neugeschäft unserer Gesellschaft inklusive des gesetzlichen Beitragszuschlags ging 2010 um 7,3 % auf 116,7 Mio. Euro Jahresbeitrag zurück und folgte damit dem marktweit rückläufigen Trend (–13,6 % im dritten Quartal 2010). Dieser war nach dem Neugeschäftsboom zum Jahresanfang 2009 in Zusammenhang mit dem Wettbewerbsstärkungsgesetz allerdings erwartet worden. Viele Kunden entschieden sich seinerzeit noch für die preisgünstigere alte Tarifgeneration, die allerdings nicht die Portabilität der Alterungsrückstellung beinhaltet, mit Versicherungsbeginn im Jahr 2009. Zudem war der Maklervertrieb von dem Wegfall einer Großverbindung betroffen.
Positiv wurden bei unseren Vertriebspartnern und Kunden die neuen ergänzenden Pflege-Produkte aufgenommen, die seit der Markteinführung einen kontinuierlich steigenden Anteil am Neugeschäft verzeichneten und damit den Neugeschäftsrückgang in der Vollversicherung teilweise kompensieren konnten. Rund 36.000 Kunden konnten bis zum Jahresende 2010 bereits für diese neue Produktreihe gewonnen werden.
Deutlicher Zuwachs von 21.137 versicherten Personen
Die Zahl der versicherten Personen konnte im Jahr 2010 weiter erhöht werden. Ende 2010 hatten 737.573 Personen (+12.837) bei uns eine Krankheitskosten-Vollversicherung und – ohne die Pflege-Pool-Versicherten der Bahn und der Post – 655.533 Personen (+10.036) eine Krankheitskosten-Zusatzversicherung abgeschlossen. Die gesamte Anzahl der bei uns versicherten Personen, wiederum ohne die Pflege-Pool-Versicherten der Bahn und der Post, stieg dadurch im Laufe des vergangenen Geschäftsjahres um 22.873 Personen auf 1.393.106 (2009: 1.370.233) an. Nachdem wie in den vergangenen Jahren die Anzahl der Vollversicherten weiter ausgebaut werden konnte, zeichnet sich nun auch bei den Zusatzversicherten eine Trendwende ab. Durch die schnelle, erfolgreiche Markteinführung der neuen Pflegefall-Absicherungslösungen im 2. Halbjahr erzielten wir bereits zum Jahresende 2010 auch ein Wachstum bei den Zusatzversicherten.
Moderate Beitragsanpassungen führten zu leichtem Beitragswachstum
Die gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen wuchsen im Berichtsjahr um 3,8 % auf 2,28 Mrd. Euro. Neben den moderaten Beitragsanpassungen in der Voll- und Zusatzversicherung – in der Pflegepflichtversicherung blieben die Beiträge 2010 ein weiteres Mal stabil – trugen auch die Neugeschäftsentwicklung und die hohe Bestandsfestigkeit zum Beitragswachstum bei. In den gebuchten Bruttobeiträgen sind 170,7 Mio. Euro (2009: 164,1 Mio. Euro) aus der Pflegepflichtversicherung enthalten. Das vergleichbare Wachstum des Marktes liegt nach derzeitigen Verbandsschätzungen bei rund 5,4 % und ist im Wesentlichen getrieben durch Beitragsanpassungen.
Das Beitragsaufkommen aus Versicherungen gegen Einmalbeitrag – im Wesentlichen Auslandsreisekrankenversicherungen – stieg durch innovative Produkteinführungen und Erfolge im Firmengeschäft um 7,8 % auf 13,8 Mio. Euro.
Kapitalanlagebestand wächst um 9,7 % auf 10,8 Mrd. Euro
Im Laufe des Jahres 2010 hat sich die Situation auf den internationalen Kapitalmärkten zunehmend entspannt. Das vergangene Jahr war jedoch geprägt von den Sorgen um die Zahlungsfähigkeit einiger europäischer Länder. Die Schuldenkrise in der Eurozone spiegelte sich vor allem in einem deutlich gesunkenen Zinsniveau und der entsprechenden Wertsteigerung der festverzinslichen Wertpapiere wider. Dem gegenüber stiegen die Risikoaufschläge vereinzelter Rentenpapiere und glichen zum Teil die genannte Wertsteigerung aus.
Die Aktienmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr unterschiedlich. Während der Deutsche Aktienindex (DAX) einen positiven Trend aufweist, sank der für den europäischen Aktienmarkt maßgebliche EuroStoxx geringfügig. Der DAX notierte im Dezember 2010 mit 6.914 Punkten und verzeichnete somit im Vergleich zum Jahresanfang einen Zuwachs von 16,1 %. Der europäische Aktienmarkt hingegen sank zum Jahresende gemessen am EuroStoxx 50 um 6,2 % auf 2.793 Punkte. Der für den amerikanischen Aktienmarkt repräsentative S&P 500-Index notierte um 12,6 % höher als zu Jahresbeginn.
Im vergangenen Geschäftsjahr blieben die Leitzinsen im US-Raum wie im Vorjahr unverändert bei null bis 0,25 %. Im Euro-Raum blieb der Leitzins der Europäischen Zentralbank ebenfalls unverändert bei 1 %. Der Zinssatz für zehnjährige Bundesanleihen erreichte im August mit 2,1 % seinen historischen Tiefststand und stieg bis Ende Dezember wieder auf ein Niveau von rund 3 % an.
Die AXA Krankenversicherung hat auf die Erholung der Kapitalmärkte entsprechend reagiert und hat durch ein ausgewogenes Kapitalanlagenportfolio die an ihre Kunden gegebenen Leistungsversprechen erfüllt. Zudem nutzte die AXA Krankenversicherung die Vorteile als Unternehmen eines internationalen Versicherungskonzerns, um die zur Verfügung stehenden Mittel in Kapitalanlagen mit attraktiven Konditionen zu investieren.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden verstärkt Investitionen in Hypothekenpfandbriefe, Staatsanleihen der Euro-Kernländer und Unternehmensanleihen in Euro und US-Dollar vorgenommen. Darüber hinaus wurden Anlagen getätigt, die die Verwerfungen am Kapitalmarkt nutzen, um annähernd risikofrei zusätzliche Erträge zu erzielen. Des Weiteren wurde das Aktienexposure im Vergleich zum Vorjahr nochmals leicht ausgebaut, sodass sich der Anteil der Aktien einschließlich Beteiligungen und Alternativen Investments an den Marktwerten gemessen auf 4,4 % (2009: 2,8 %) beläuft.
Der Bestand an Kapitalanlagen vergrößerte sich bei unserer Gesellschaft im Geschäftsjahr 2010 um 9,7 % auf 10,8 Mrd. Euro.
| Buchwerte der Kapitalanlagen | ||
|---|---|---|
| in Mio. Euro | 2010 | 2009 |
| --- | --- | --- |
| Grundstücke | 2,1 | 2,1 |
| Verbundene Unternehmen und Beteiligungen | 412,5 | 422,8 |
| Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 2.606,6 | 2.008,8 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 1.560,2 | 1.057,2 |
| Hypotheken | 136,6 | 108,0 |
| Schuldscheindarlehen und Namenspapiere | 5.986,0 | 6.057,4 |
| andere Kapitalanlagen | 131,6 | 133,6 |
| Einlagen bei Kreditinstituten | 6,3 | 89,9 |
| Summe | 10.841,9 | 9.879,8 |
| Zeitwerte der Kapitalanlagen | ||
|---|---|---|
| in Mio. Euro | 2010 | 2009 |
| --- | --- | --- |
| Grundstücke | 8,4 | 7,3 |
| Verbundene Unternehmen und Beteiligungen | 448,0 | 457,5 |
| Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 2.522,7 | 1.962,2 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 1.472,6 | 1.035,3 |
| Hypotheken | 142,2 | 112,3 |
| Schuldscheindarlehen und Namenspapiere | 6.245,3 | 6.195,5 |
| andere Kapitalanlagen | 130,9 | 125,5 |
| Einlagen bei Kreditinstituten | 6,3 | 89,9 |
| Summe | 10.976,4 | 9.985,5 |
Das Neuanlagevolumen innerhalb unseres Kapitalanlagebestandes betrug 2010 insgesamt 1,45 Mrd. Euro (2009: 1,53 Mrd. Euro). Mit 1,43 Mrd. Euro oder 98,9 % bildeten Rentenpapiere erneut den Schwerpunkt unserer Neuanlagen. Einschließlich der Investmentanteile, die in festverzinslichen Wertpapieren investiert sind, betrug der Bestand an Rentenpapieren 10,4 Mrd. Euro oder 95,5 % der gesamten Kapitalanlagen.
Während festverzinsliche Wertpapiere sowohl direkt als auch indirekt über Fonds im Bestand enthalten sind, hält die AXA Krankenversicherung Aktien nur indirekt über Spezialfonds. Insgesamt erreichte die reine Aktienquote – Aktien abzüglich gehedgtes Aktienvolumen – auf Buchwertbasis einen Anteil von 3,2 % (2009: 1,5 %) am gesamten Bestandsvolumen. Gemessen an den Marktwerten betrug diese Quote 3,0 % (2009: 1,3 %).
| Zu- und Abgänge der Kapitalanlagen | |||
|---|---|---|---|
| in Mio. Euro | Zugänge | Abgänge | Saldo |
| --- | --- | --- | --- |
| Grundstücke | 1,1 | – | 1,1 |
| Verbundene Unternehmen und Beteiligungen | 1,0 | 11,4 | – 10,4 |
| Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 637,8 | 30,0 | 607,8 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 536,9 | 33,9 | 503,0 |
| Hypotheken | 40,8 | 12,3 | 28,5 |
| Schuldscheindarlehen und Namenspapiere | 235,9 | 306,8 | – 70,9 |
| andere Kapitalanlagen | – | – | – |
| Einlagen bei Kreditinstituten | – | 83,6 | – 83,6 |
| Summe Kapitalanlagen | 1.453,5 | 478,0 | 975,5 |
Zeitwerte der Kapitalanlagen um 9,9 % gestiegen
Der Marktwert unserer Kapitalanlagen erhöhte sich im Berichtsjahr hauptsächlich durch den Zuwachs des Portfolios um 962,1 Mio. Euro oder 9,7 % auf 11,0 Mrd. Euro. Gleichzeitig verbesserten sich zum 31. Dezember 2010 die Bewertungsreserven als Differenz zwischen dem aktuellen Marktwert und dem Buchwert aufgrund der Entwicklung an den Rentenmärkten auf 134,5 Mio. Euro (2009: 105,7 Mio. Euro). Dies entspricht einem Anteil von 1,2 % der Buchwerte. Unter Berücksichtigung von Agien und Disagien bei zu Nennwerten bilanzierten Kapitalanlagen ergibt sich eine Bewertungsreserve von 147,8 Mio. Euro (2009: 119,2 Mio. Euro). Dabei betrugen die Bewertungsreserven auf Aktien, Beteiligungen und Grundstücke –3,2 Mio. Euro (2009: –23,3 Mio. Euro). Die Bewertungsreserve der festverzinslichen Titel verbesserte sich zum Ende des Berichtsjahres deutlich auf 137,7 Mio. Euro (2009: 129,0 Mio. Euro).
Kapitalanlageergebnis: deutlicher Anstieg der laufenden Erträge
Das gesamte Kapitalanlageergebnis – alle Erträge abzüglich aller Aufwendungen – betrug 424,7 Mio. Euro (2009: 264,5 Mio. Euro) und stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 60,6 %. Hierbei standen den laufenden Erträgen von 446,0 Mio. Euro (2009: 438,4 Mio. Euro) laufende Aufwendungen in Höhe von 14,7 Mio. Euro (2009: 10,1 Mio. Euro) gegenüber.
Aus dem Abgang von Kapitalanlagen realisierten wir Gewinne in Höhe von 7,6 Mio. Euro (2009: 7,3 Mio. Euro). Diese Gewinne haben wir hauptsächlich aus festverzinslichen Wertpapieren erzielt. Den Abgangsgewinnen standen Abgangsverluste von lediglich 1,8 Mio. Euro (2009: 47,0 Mio. Euro) gegenüber. Im Berichtsjahr haben wir außerplanmäßige Abschreibungen auf Kapitalanlagen in Höhe von insgesamt 22,8 Mio. Euro (2009: 134,1 Mio. Euro) vorgenommen. Hiervon ist der größte Anteil (20,4 Mio. Euro) auf die Entwicklung an den Kapitalmärkten zurückzuführen. Die Zuschreibungen auf Kapitalanlagen beliefen sich auf 10,4 Mio. Euro (2009: 10,0 Mio. Euro) und lagen damit leicht über dem Vorjahr.
Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen – berechnet nach der Formel des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft – verbesserte sich im Geschäftsjahr 2010 deutlich auf 4,1 % (2009: 2,8 %).
Rückgang der Verwaltungskostenquote trotz Investitionen in Bestandsmigration
Die Verwaltungskostenquote unserer Gesellschaft verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte auf 3,5 %. Dabei weisen die Verwaltungskosten ohne Vertriebsunterstützungprovisionen eine um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahr liegende Quote auf. Zusätzliche Aufwendungen, die aus der im Berichtsjahr durchgeführten technischen Zusammenführung der Verwaltungs- und Leistungssysteme resultierten, konnten wir durch Kostensenkungsmaßnahmen überkompensieren. Auch die Quote der Vertriebsunterstützungsprovisionen ging in Relation zu den Beitragseinnahmen um 0,1 Prozentpunkte zurück.
Deckungsrückstellung erstmals über 10 Mrd. Euro
Die Aufwendungen für Versicherungsleistungen einschließlich der Zuführung zur Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1,44 Mrd. Euro (+4,0 %) und entwickelten sich in etwa wie die Beiträge (+3,8 %). Während die Leistungsauszahlungen infolge einer zeitlichen Verschiebung zwischen unmittelbar und erst im Folgejahr abgerechneten Schadenfällen zurückgingen, erhöhte sich die Zuführung zur Schadenrückstellung unter anderem aufgrund dieser Effekte um 62,8 Mio. Euro.
Der Deckungsrückstellung haben wir 922,5 Mio. Euro zugeführt; das sind 95,2 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Der in der Deckungsrückstellung enthaltenen Direktgutschrift wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 27,4 Mio. Euro zugeführt, nachdem im Vorjahr aufgrund der Auswirkungen der Finanzkrise keine Zuführung erfolgt war. Durch die Zuführungen erhöhte sich der Bestand der Deckungsrückstellung von 9,1 Mrd. Euro im Vorjahr auf 10,0 Mrd. Euro.
Die Schadenquote – berechnet nach der Formel des Verbandes der privaten Krankenversicherung – ging durch eine unter dem Vorjahreswert liegende Erhöhung der Deckungsrückstellung um 0,3 Prozentpunkte auf 81,8 % zurück.
Durch die geringere Schadenquote und die niedrigeren Abschluss- und Verwaltungskostenquoten verbesserte sich die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote um 1,2 Prozentpunkte auf 8,4 %. Diese Quote stellt den Anteil der Beitragseinnahmen dar, der nach Abzug von Leistungen und Kosten für unsere Kunden übrigbleibt.
Auch im vergangenen Geschäftsjahr haben wir erhebliche Mittel für die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) aufgewendet. Der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung haben wir 146,6 Mio. Euro (2009: 65,8 Mio. Euro) und damit deutlich mehr als im Vorjahr zugeführt. Gleichzeitig haben wir dieser Position zur Milderung von Beitragserhöhungen 63,9 Mio. Euro (2009: 91,1 Mio. Euro) entnommen. An Kunden, die keine Leistungen in Anspruch genommen haben, schütteten wir im Berichtsjahr insgesamt 85,1 Mio. Euro (2009: 88,5 Mio. Euro) aus.
Der Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung ohne Pflegeversicherung haben wir im Berichtsjahr 10,2 Mio. Euro zugeführt. Gleichzeitig haben wir dieser Bilanzposition 5,7 Mio. Euro (2009: 17,8 Mio. Euro) entnommen, um die Beitragsanpassung für die über 65-jährigen Versicherten zusätzlich zu mildern. Außerdem wurde der Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung der überwiegende Teil des von uns in der Pflegepflichtversicherung erwirtschafteten Überschusses zugeführt. Insgesamt betrug die Zuführung zur Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung 35,5 Mio. Euro (2009: 24,7 Mio. Euro).
Die Zuführungsquote zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung betrug bezogen auf die Beiträge 7,5 % (2009: 4,1 %). Die RfB-Quote ging durch die geringere Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung um 2,5 Prozentpunkte auf 11,5 % zurück.
Steuerliche Organschaft
Seit dem 1. Januar 2009 besteht eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft unserer Gesellschaft mit der AXA Beteiligungsgesellschaft mbH als Organträgerin.
Gewinnabführungsvertrag
Seit dem 15. Oktober 2009 besteht mit der WinCom Versicherungs-Holding AG (als Rechtsnachfolgerin der DBV Holding AG) ein Gewinnabführungsvertrag.
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 33,0 Mio. Euro
Der Rohüberschuss nach Steuern betrug im Berichtsjahr 242,5 Mio. Euro (2009: 109,0 Mio. Euro). Der deutliche Anstieg ist auf das stark verbesserte Kapitalanlageergebnis sowie die höhere versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote zurückzuführen.
Nachdem wir 86,4 % des Rohüberschusses unseren Kunden gutgeschrieben haben, verbleibt für das Geschäftsjahr 2010 ein Jahresüberschuss von 33,0 Mio. Euro (2009: 18,5 Mio. Euro), der aufgrund des Gewinnabführungsvertrages vom 15. Oktober 2009 an die WinCom Versicherungs-Holding AG abgeführt wurde.
Eigenkapital nach Gewinnabführung 158,7 Mio. Euro
Zum Ende des Geschäftsjahres 2010 belief sich das Eigenkapital unserer Gesellschaft nahezu unverändert auf 158,7 Mio. Euro (2009: 158,2 Mio. Euro). Die Geschäftsjahreszahlen und die Vorjahreszahlen wurden an die Neufassung des § 272 Absatz 1 Satz 3 des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) angepasst.
Demnach sind nach der sogenannten Nettomethode nicht eingeforderte ausstehende Einlagen in Höhe von 14,4 Mio. Euro nun offen von dem Posten „Gezeichnetes Kapital“ abgesetzt worden, sodass nur das eingeforderte Kapital in der Hauptspalte der Passivseite ausgewiesen wird. Die korrespondierende Position „Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital“ auf der Aktivseite ist aufgrund der geänderten Darstellung entsprechend nicht mehr aufgeführt.
Da der Jahresüberschuss aufgrund des im Oktober 2009 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages an die WinCom Versicherungs-Holding AG abgeführt wurde, weist unsere Gesellschaft für 2010 keinen Bilanzgewinn aus.
Risiken der zukünftigen Entwicklung
Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken und die künftige Entwicklung der AXA Krankenversicherung allein unsere Annahmen und subjektiven Ansichten zum Ausdruck.
Wie durch § 64a des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) gefordert, verfügen wir über ein der Größe der Gesellschaft angemessenes Risokomanagementsystem.
Als Risiko wird gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen (MaRisk VA) die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungs-Standards zur Risikoberichterstattung (DRS 5) ein, innerhalb dessen Risiken als negative künftige Entwicklung der wirtschaftlichen Lage im Vergleich zur Situation am Bilanzstichtag definiert sind.
Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:
| • | versicherungstechnische Risiken, |
| • | Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, |
| • | Risiken aus Kapitalanlagen, |
| • | operationale und sonstige Risiken. |
Im Folgenden werden unsere Organisationseinheiten des Risikomanagements und der Risikomanagementprozess aufgezeigt. Darüber hinaus wird unsere Risikosituation insbesondere entsprechend dem Deutschen Rechnungslegungs-Standard zur Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen (DRS 5-20) dargestellt.
Organisationseinheiten des Risikomanagements
Das Risikomanagement der AXA Krankenversicherung ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der AXA Deutschland eingebunden.
Aufgrund der Komplexität des Versicherungsgeschäftes ist die Risikomanagementfunktion der AXA Krankenversicherung auf verschiedene Organisationseinheiten und Gremien verteilt. Kontrollgremium ist der Aufsichtsrat als den Vorstand überwachendes Organ. Der Vorstand wie auch das Risikokomitee als Gremium des Gruppenvorstandes sind zuständig für die risikopolitische Ausrichtung der AXA Krankenversicherung sowie die Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung. Darüber hinaus existiert die Risikorunde als zentrales Kommunikationsgremium für Risikothemen auf Geschäftsbereichsebene und das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium für Themen zu Compliance- und operationalen Risiken. Zusätzlich werden risikorelevante Themen in diversen Spezialgremien, wie zum Beispiel dem Business Continuity Management Committee und dem Asset Liability Committee, besprochen.
Zur Risikomanagementfunktion gehörende Organisationseinheiten sind
| • | der Bereich Value & Risk Management (zentrales Risikomanagement), |
| • | die Risikoverantwortlichen für die Steuerung und Kontrolle der Risiken in ihrem jeweiligen Unternehmensbereich (dezentrales Risikomanagement), |
| • | der dezentrale Risikomanager pro Ressort für die Koordination aller risikorelevanten Themen innerhalb des Ressorts und |
| • | der Verantwortliche Aktuar sowie |
| • | die interne Revision als unabhängige Prüfinstanz. |
Der Chief Risk Officer der AXA Deutschland stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch regelmäßige Berichterstattung an das Risikokomitee innerhalb der Gremiensitzungen beziehungsweise ad hoc sicher.
Risikomanagementprozess
Das Risikomanagement der AXA Krankenversicherung erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess der AXA Krankenversicherung setzt sich aus Risikoidentifikation, Analyse und Bewertung, Risikosteuerung sowie Risikoüberwachung und Kommunikation/Berichterstattung zusammen.
Risikoidentifikation: Die vollständige Erfassung aller Risiken erfolgt in Form von Risikopolicen. Hierbei werden die identifizierten wesentlichen Risiken inklusive deren aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen dokumentiert. Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der mindestens quartalsweise stattfindenden Risikogremiensitzungen, durch die Aktualisierung der Risikopolicen und im Rahmen der strategischen Planung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Ad-hoc-Berichterstattung direkt an das zentrale Risikomanagement. Risiken neuer Kapitalmarkt- und Versicherungsprodukte werden im Rahmen des standardisierten Product Approval Process (PAP) von dem Bereich Value & Risk Management unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationaler Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und des Top-Managements und einer Bewertung von den jeweiligen operativen Ansprechpartnern.
Risikoanalyse und Bewertung: Alle wesentlichen quantifizierbaren Risiken im Sinne des Solvency-II-Ansatzes werden mithilfe der Methodik des ökonomischen Risikokapitalmodells bewertet. Für alle anderen wesentlichen Risiken erfolgen eine qualitative Einschätzung und zum Teil eine quantitative Bewertung außerhalb des Risikokapitalmodells.
Risikosteuerung: Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung von konkreten Maßnahmen zur Bewältigung der Risikosituation der AXA Krankenversicherung zusammengefasst. Dazu zählen Risikovermeidung, -minderung, -absicherung/-weitergabe und Tragen/bewusste Inkaufnahme. Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risiko-/Ertragsprofils sowie durch Beachtung der Risikotragfähigkeit beziehungsweise der Bereitschaft des Vorstandes, bestimmte Risiken zu übernehmen.
Risikoüberwachung und Kommunikation: Die Risikoüberwachung erfolgt im Rahmen des Risikomanagements, zum Beispiel durch Nachverfolgung von Frühwarnindikatoren. Neben der Ergebnisberichterstattung zum ökonomischen Risikokapital wird auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht verfasst, der den Vorständen der Versicherungsgesellschaften vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das Audit Committee und die Aufsichtsbehörde übermittelt wird. Zusätzlich sind sofortige Berichterstattungspflichten, beispielsweise bei Erreichen definierter Schwellenwerte, implementiert. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des quartalsweise zusammenkommenden Risikokomitees besprochen, die zuvor innerhalb der ebenfalls quartalsweise stattfindenden Risikogremiensitzungen „Risikorunde“ und „Compliance and Operational Risk Committee“ diskutiert worden sind.
Versicherungstechnische Risiken
Die AXA Krankenversicherung betreibt insbesondere die Krankenvollversicherung sowie die Pflegeversicherung und verschiedene Arten der Zusatzversicherung. Die primären versicherungstechnischen Risiken aus dem Krankenversicherungsgeschäft sind Krankheitskosten-/Leistungsrisiken, biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten und Reserverisiken. Ferner bestehen noch Zinsgarantierisiken sowie Risiken aus der Gesundheitsreform (siehe Kapitel „Gesundheitsreform“).
Versicherungstechnische Risiken können dazu führen, dass die zu zahlenden Leistungen und Kosten nicht mehr aus den Beitragseinnahmen, den Anlageerträgen und der planmäßigen Auflösung der Alterungsrückstellung finanziert werden können. Ein mindestens jährlich durchzuführender, gesetzlich vorgeschriebener Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Leistungen ermöglicht jedoch ein zeitnahes Erkennen von Abweichungen in den erwarteten Leistungen. Bei Bedarf erfolgt eine Beitragsanpassung. Bei der hierfür notwendigen Neukalkulation werden sämtliche Rechnungsgrundlagen überprüft und gegebenenfalls angepasst. Zusätzlich bestehen für den Versicherungsbestand der Krankenversicherung Zeichnungsrichtlinien, um Deckungszusagen nur zu risikogerechten Beiträgen zu geben. Darüber hinaus enthalten viele Tarife Selbstbehalte zur Steuerung der Leistungsinanspruchnahme. Trotz aller Maßnahmen lassen sich versicherungstechnische Risiken jedoch nicht vollständig vermeiden.
Krankheitskosten-/Leistungsrisiken
Unter dem Krankheitskosten-/Leistungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen Krankheits- und Pflegekosten die erwarteten, in dem Beitrag berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Im Falle eines kurzfristigen Anstiegs der Krankheits- und Pflegekosten über den kalkulierten Rahmen oder einer Pandemie kann auf die unerwartete Leistungserhöhung gegebenenfalls erst mit einer zeitlichen Verzögerung durch eine Beitragsanpassung reagiert werden. Ursachen für solche Leistungsanstiege können nach unserer Erfahrung weitere medizinische Fortschritte in Verbindung mit kostspieligeren medizinischen Einrichtungen oder die Entwicklung neuer teurerer Medikamente verbunden mit einer Kosteninflation im Gesundheitswesen sein.
Biometrische Risiken
Biometrische Risiken entstehen in der Krankenversicherung aus einer sinkenden Sterblichkeit, wodurch mit einer verlängerten Inanspruchnahme und somit einer Erhöhung der Versicherungsleistungen zu rechnen ist. Die Sterbetafeln werden jährlich von der Deutschen Aktuarvereinigung auf ausreichende Sicherheit überprüft. Soweit sich ein Aktualisierungsbedarf ergibt, verwenden wir die neuen Werte unverzüglich bei der Kalkulation neuer Tarife beziehungsweise von Beitragsanpassungen.
Risiken aus Kundenverhalten
Ein Risiko aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern stellt insbesondere das Stornorisiko dar. Die in der Tarifierung angesetzten Stornowahrscheinlichkeiten basieren sowohl auf eigenen als auch auf Verbandserfahrungen und sind aktuariell ausreichend vorsichtig bemessen. Die Stornoquoten bei der AXA Krankenversicherung und in der Branche werden permanent beobachtet, sodass frühzeitig eine Veränderung erkannt und gegebenenfalls in Beitragsanpassungen und Neukalkulationen berücksichtigt wird. Darüber hinaus treten Risiken im Kundenverhalten derzeit in Zusammenhang mit der Gesundheitsreform auf (siehe Kapitel „Gesundheitsreform“).
Reserverisiken
Zur Abdeckung zukünftiger Krankheitskosten-/Leistungszahlungen sind Alterungsrückstellungen zu bilden. Die Höhe der Zahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, insbesondere aufgrund steigender Krankheitskosten-/ Leistungszahlungen (siehe Seite 15) und einer sinkenden Sterblichkeit, deren Veränderung aufgrund der regelmäßigen Überprüfung jedoch in den vergangenen Jahren nicht mehr so gravierend war wie in früheren Jahren. Definitiv schon feststehende medizinische Entwicklungen sind jedoch in der Alterungsrückstellung schon in dem Augenblick eingepreist, in dem sie in den Beiträgen berücksichtigt sind (Kalkulationsverordnung). Insgesamt ist das Reserverisiko als gering einzuschätzen, da durch regelmäßige Beitragsanpassungen der Leistungsbedarf aktualisiert wird. Zusätzlich zum bestehenden Verfahren der jährlichen Leistungsüberprüfung hat der Gesetzgeber eine gesonderte Überprüfung der verwendeten Sterbetafeln vorgeschrieben, wodurch eine vollständige Überprüfung aller Rechnungsgrundlagen ausgelöst wird, wenn die eingerechneten Sterbetafeln keine ausreichende Sicherheit mehr bieten. Als Berechnungsgrundlagen für die Alterungsrückstellung dienten die Sterbetafeln PKV 2001, PKV 2004, PKV 2007, PKV 2008, PKV 2009, PKV 2010 und PKV 2011. Die Alterungsrückstellung wurde entsprechend den Vorschriften in den technischen Berechnungsgrundlagen ermittelt. Diese wurden für alle Tarife von einem unabhängigen Treuhänder geprüft und der Aufsichtsbehörde vorgelegt.
Zinsgarantierisiko
Der Alterungsrückstellung werden jährlich Zinserträge zugeführt, wobei der Zinssatz gesetzlich auf 3,5 % begrenzt ist. Mit diesem Zinssatz erfolgt die Verzinsung der gesamten Alterungsrückstellung der AXA Krankenversicherung. Die aktuelle Nettoverzinsung der AXA Krankenversicherung von 4,1 % liegt deutlich über dem Rechnungszins. Diese Überzinsen werden fast vollständig zur Beitragsermäßigung im Alter verwandt. Die zukünftige Zinserwartung, die mithilfe des aktuariellen Unternehmenszinses (AUZ) nach einem brancheneinheitlichen Verfahren unternehmensindividuell ermittelt wird, zeigt, dass wir den Höchstrechnungszinssatz von 3,5 % in den kommenden Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit erwirtschaften können. Bei dem AUZ handelt es sich um ein mit der Deutschen Aktuarvereinigung und der Aufsichtsbehörde abgestimmtes Verfahren zur Zinsprojektion, das auf Basis der Vorjahresergebnisse und offiziellen, durch die Bundesbank veröffentlichten Zinskurven für Neuanlagen die Zinserwartungen für das übernächste Jahr schätzt. Dieses Verfahren wurde aktuell überarbeitet und liefert bei einem Ergebnis über 3,5 % die Berechtigung, diesen Wert auch zukünftig für die Verzinsung der Alterungsrückstellung zu verwenden. Zwar sind aktuell die Zinsen auf den Kapitalmärkten niedrig, doch zielen unsere nachhaltige Kapitalanlagepolitik sowie Absicherungsmaßnahmen darauf ab, auch zukünftig die Einhaltung des AUZ-Kriteriums sicherzustellen.
Gesundheitsreform
Die aus der als Wettbewerbsstärkungsgesetz bezeichneten Gesundheitsreform resultierenden Risiken für die Private Krankenversicherung haben weiterhin Bestand. Als Hauptrisiken sind hier der Basistarif sowie die fehlende Kündigungsmöglichkeit und die damit einhergehende (eingeschränkte) Leistungspflicht für Nichtzahler zu nennen.
Der Basistarif beinhaltet versicherungsfremde Elemente wie Kontrahierungszwang, Verbot von Risikozuschlägen und Höchstbeiträge, die eine Subventionierung durch die PKV-Kunden der anderen Vollversicherungstarife erfordern und somit zu einer erhöhten Belastung dieser Personen führen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich überwiegend Personen mit vorhandenen oder akuten Erkrankungen und überdurchschnittlich schlechter Zahlungsmoral im Basistarif versichert haben. Dies trifft insbesondere auf die Versicherten zu, die aufgrund der Versicherungspflicht ins PKV-System zurückgekehrt sind.
Mit der Einführung der Versicherungspflicht wurde zudem gesetzlich eine Notfallversorgung auch für die Versicherten festgelegt, die ihre Beiträge nicht mehr zahlen. Diese Leistungen können nicht durch Beiträge gedeckt werden und schmälern den Rohüberschuss der Gesellschaften und damit auch die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Letztlich fehlen somit Mittel, um notwendige Beitragsanpassungen stärker abzumildern.
EuGH-Verfahren zur Gender Directive/Unisex-Tarife
Das belgische Verfassungsgericht hat dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) im Juni 2009 die Frage zur Entscheidung vorgelegt, ob Artikel 5 (2) der Gender-Richtlinie (2004/113/EG) mit Europäischem Primärrecht (EG-Vertrag, Europäische Menschenrechtskonvention) vereinbar ist. In diesem Artikel ist ein Wahlrecht für die Mitgliedstaaten verankert. Danach dürfen die Versicherer bei der Tarifierung zwischen Frauen und Männern differenzieren, wenn der Mitgliedstaat es zulässt. Die unterschiedliche Behandlung muss sachlich begründet sein, die Begründung statistisch belegt werden. Deutschland hat dieses Wahlrecht durch die Regelung in § 20 (2) AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) genutzt.
Mit Urteil vom 1. März 2011 hat der EuGH festgestellt, dass die Berücksichtigung des Geschlechts als Risikofaktor in Versicherungsverträgen eine Diskriminierung darstellt. Da die Ausnahmevorschrift des Art. 5 (2) der Richtlinie zudem unbefristet gilt, hat der EuGH diese ab dem 21. Dezember 2012 für ungültig erklärt. Da das Urteil und die sich daraus ergebenden Konsequenzen vom deutschen und europäischen Gesetzgeber zunächst umgesetzt werden müssen, wird eine Aussage über die wirtschaftlichen Auswirkungen erst nach dieser Umsetzung möglich sein.
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft resultieren für die AXA Krankenversicherung aus Beitragsforderungen sowie Leistungsrückforderungen.
Die Beitragsforderungen gegenüber Versicherungsnehmern betrugen zum Bilanzstichtag 50,9 Mio. Euro (2009: 32,3 Mio. Euro). Davon entfielen 35,8 Mio. Euro (2009: 11,6 Mio. Euro) auf Forderungen, die älter als 90 Tage sind. Die Beitragsforderungen gegenüber Versicherungsnehmern resultieren zu einem großen Anteil aus der Nichtzahlung von Beiträgen in der Vollversicherung. Zur Risikovorsorge wurden die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen an Kunden um Wertberichtigungen von 25,9 Mio. Euro (2009: 9,6 Mio. Euro) vermindert. Diese wurden auf Basis der Ausfallquoten des vergangenen Jahres beziehungsweise anhand der Mahnstufen und unter Berücksichtigung der fehlenden Kündigungsmöglichkeit in der Krankenversicherung ermittelt.
Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern werden durch ein IT-unterstütztes Inkasso- und Mahnsystem gesteuert.
Die fehlende Kündigungsmöglichkeit in der Vollversicherung wird zu einem weiteren Anstieg des Forderungsbestandes führen. Zurzeit ist dieses Risiko durch die Wertberichtigung abgedeckt. In der Wertberichtigung von insgesamt 25,9 Mio. Euro sind allein 9,9 Mio. Euro Forderungen in laufenden Gerichtsverfahren enthalten, die wegen der fehlenden Kündigungsmöglichkeit in der Position „Forderungen an Versicherungsnehmer“ aufrecht erhalten werden müssen. Dies gilt auch für weitere 8,6 Mio. Euro Forderungen, zu denen ein Gerichtsverfahren erfolglos abgeschlossen ist.
Risiken aus Kapitalanlagen
Unsere Gesellschaft verwaltet 10,8 Mrd. Euro (2009: 9,9 Mrd. Euro) Kapitalanlagen. Diese werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden. Dies wird unter anderem durch die angemessene Mischung und Streuung des Portfolios gewährleistet.
Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die trotz der im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und anderer risikomindernder Maßnahmen bewusst eingegangen werden. Zum Erhalt beziehungsweise Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und an das jeweilige Kapitalmarktumfeld angepasst.
Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt:
Marktrisiken
Die Marktpreisrisiken unserer Gesellschaft beruhen fast ausschließlich auf potenziellen Aktienkurs-, Zins- und Spread-Änderungen sowie Änderungen im Wert des Immobilienbestandes.
Die Auswirkungen auf die Marktwerte der Kapitalanlagen werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Aktien (ohne Beteiligungen und verbundene Unternehmen), Zinsprodukten und Währungen unter Berücksichtigung der bestehenden Währungssicherungen simuliert. Somit werden die tatsächlichen Sensitivitäten unserer Kapitalanlagen verdeutlicht.
Die folgende Übersicht zeigt auf, wie sich eine Änderung der Aktienkurse bzw. der Marktzinsen kurzfristig auswirken würde:
| Aktienmarktveränderung | Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen |
|---|---|
| Anstieg um 35 % | + 132 Mio. Euro |
| Anstieg um 20 % | + 78 Mio. Euro |
| Anstieg um 10 % | + 42 Mio. Euro |
| Sinken um 10 % | – 23 Mio. Euro |
| Sinken um 20 % | – 50 Mio. Euro |
| Sinken um 35 % | – 79 Mio. Euro |
| Renditeveränderung des Rentenmarktes | Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen |
|---|---|
| Anstieg um 200 Basispunkte | – 1.629 Mio. Euro |
| Anstieg um 100 Basispunkte | – 814 Mio. Euro |
| Sinken um 100 Basispunkte | + 814 Mio. Euro |
| Sinken um 200 Basispunkte | + 1.629 Mio. Euro |
| Währungsveränderung | Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen |
|---|---|
| Anstieg um 10 % | + 2,6 Mio. Euro |
| Anstieg um 5 % | + 1,3 Mio. Euro |
| Sinken um 5 % | – 1,1 Mio. Euro |
| Sinken um 10 % | – 2,2 Mio. Euro |
Das Risiko von Marktwertverlusten aus unseren Aktienexposures ist durch den Einsatz von Optionen sehr begrenzt. Gleichwohl können bei ungünstigen Marktentwicklungen außerplanmäßige Abschreibungen nicht ausgeschlossen werden.
Währungsrisiken bestehen nur in wirtschaftlich unbedeutendem Umfang, da die AXA Krankenversicherung hauptsächlich im europäischen Raum investiert und Fremdwährungsinvestitionen begrenzt und kontrolliert werden. Dies erfolgt durch den Einsatz von Fremdwährungsderivaten (zum Beispiel Devisentermingeschäfte).
Der Immobilienbestand der AXA Krankenversicherung besteht zum großen Teil aus deutschen Büro- und Gewerbeimmobilien. Die Wertentwicklung ist deshalb abhängig von der Konjunkturlage in Deutschland.
Wir verfolgen die Entwicklung der Kapitalmärkte sehr genau. Sollten sich die zuvor gezeigten negativen Szenarien im laufenden Geschäftsjahr ganz oder teilweise einstellen oder am Bilanzstichtag vorliegen, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen. Diese beinhalten unter anderem mögliche Abschreibungen auf die nachhaltigen Werte einzelner Kapitalanlagen, den selektiven Verkauf einzelner Titel und den optionalen Einsatz von Wertsicherungsmaßnahmen, um die Portfolios kurzfristig gegen weitere Wertverluste abzusichern.
Kreditrisiken
Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners beziehungsweise Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen und Derivaten.
Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt entweder mithilfe von Ratingagenturen oder nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft.
Zusätzlich zur Überwachung der Ratings nehmen wir in Zusammenarbeit mit den von uns mandatierten Vermögensverwaltern Detailanalysen zu potenziell ausfallgefährdeten Wertpapieren vor, auf deren Basis dann über risikomindernde Maßnahmen entschieden wird. Für diese Analysen werden alle im Markt vorhandenen Informationen herangezogen.
Für die Vergabe von Hypotheken- und Refinanzierungsdarlehen gelten Vergaberichtlinien und strenge Vorschriften bezüglich der Bonität. Als Sicherheit von Hypothekendarlehen bestehen Pfandrechte an Grundstücken und/oder Versicherungsverträgen. Die Vergaberichtlinien knüpfen eine Finanzierung im Regelfall an private Nutzung und erstrangige Absicherung. Einlagen bei Kreditinstituten erfolgen ausnahmslos bei Banken, die über ein Investment Grade Rating verfügen.
Das Einzelengagement unterliegt der regelmäßigen Überwachung. Mithilfe unserer Kontrollverfahren für den Zins- und Tilgungsdienst sowie unseres Mahnverfahrens erhalten wir einen detaillierten Überblick über ausstehende Zahlungen.
Die Kontrahenten der Derivatepositionen verfügen ausnahmslos über ein Investment Grade Rating, sofern die Geschäfte nicht über die Terminbörse Eurex abgewickelt wurden. Das Gegenparteirisiko der Derivategeschäfte wird fortlaufend durch die Stellung von Sicherheiten (Collateral) abgesichert.
Durch die Krise an den Finanzmärkten und die Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage hat sich das Kreditrisiko in den vergangenen Jahren signifikant erhöht. Auch unsere Gesellschaft hält Kapitalanlagen, deren Bonität vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise in der Öffentlichkeit diskutiert wurde und die teilweise von signifikanten Spread-Ausweitungen betroffen waren.
Die AXA Krankenversicherung hat einen Anteil von 3 % der Kapitalanlagen (auf Marktwertbasis) in Staatsanleihen von Spanien, Italien, Portugal, Irland und Griechenland investiert, deren Risiko zurzeit diskutiert wird und deren Spreads sich im vergangenen Jahr teilweise deutlich ausgeweitet haben. Auch wenn wir zurzeit einen Ausfall aufgrund der verschiedenen Stützungsmaßnahmen nicht für ein wahrscheinliches Szenario halten, können wir Abschreibungen auch vor dem Hintergrund politischer Unwägbarkeiten nicht ausschließen.
Die AXA Krankenversicherung hält über Spezialfonds ein ungesichertes Exposure im Marktwert von 65 Mio. Euro in US-RMBS (Residential Mortgage Backed Securities), die mit Krediten aus dem sogenannten „Subprime-Segment“ besichert sind. Neben dem US-RMBS-Exposure enthalten die Spezialfonds ein Portfolio von CLOs (Collateralized Loan Obligations) mit einem Marktwert von 109 Mio. Euro. Ferner enthalten die Spezialfonds ein synthetisches CDO (Collateralized Debt Obligation), das durch die Entwicklungen an den Kreditmärkten bezüglich der für die Bewertung relevanten Annahmen und durch konkrete Ausfälle im Referenzportfolio deutliche Marktwertverluste erlitten hat. Der Nominalwert beträgt rund 84 Mio. Euro bei einem Marktwert des Kreditderivats von –34 Mio. Euro. Ein Verlust des Nominalbetrags kann aber nur im Fall von mehreren weiteren Ausfällen in signifikanter Höhe innerhalb des CDO-Portfolios eintreten. Insgesamt wurden auf diese Spezialfonds bisher 109 Mio. Euro außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die verbleibende stille Last wurde zum Jahresende auf Basis unserer internen Prognoserechnungen als nicht nachhaltig bewertet. Bei nachhaltigen, signifikanten Marktverschlechterungen sind weitere außerplanmäßige Abschreibungen nicht ausgeschlossen.
Ebenso halten wir ein größeres Volumen von Fremdkapitalinstrumenten, die von nationalen und internationalen Banken sowie sonstigen privatwirtschaftlichen Unternehmen emittiert wurden. Dieses Exposure wird entweder direkt oder über Fonds, Derivate und strukturierte Produkte gehalten und enthält zu einem geringen Teil auch Instrumente von niedriger Seniorität wie nachrangige Darlehen, Genussscheine und stille Beteiligungen.
Das Portfolio der Genussscheine und stillen Beteiligungen (Nominalwert von 0,3 Mrd. Euro) besteht zu einem großen Teil aus Papieren von Sparkassen und Landesbanken. Einzelne Emissionen haben im vergangenen Geschäftsjahr Kuponausfälle und Kapitalherabsetzungen erlitten. Aufgrund der schwierigen Situation insbesondere einiger Landesbanken besteht bei deren Genussscheinen und stillen Beteiligungen weiterhin das Risiko, dass als Folge von Bilanzverlusten ergebnisabhängige Kupons nicht ausgezahlt werden und das Kapital herabgesetzt werden kann. Auf Genussscheine und stille Beteiligungen wurden im Berichtsjahr 2 Mio. Euro (2009: 8 Mio. Euro) außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Der größte Teil unserer Rentenbestände ist besichert beziehungsweise von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem minimalen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich in der Zukunft die Bonität einzelner Emittenten verschlechtert und damit Abschreibungsbedarf entstehen könnte.
Konzentrationsrisiken
Durch Konzentrationsrisiken wird die Diversifizierung des Portfolios vermindert, wodurch das Risiko hoher Verluste aufgrund von Einzelpositionen steigt. Sie stehen daher im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken. Konzentrationsrisiken werden durch Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht.
Liquiditätsrisiken
Aufgrund der vorab vereinnahmten sowie verzinslich und liquide angelegten Beiträge ist das Liquiditätsrisiko für Versicherungsunternehmen grundsätzlich gut steuerbar. Wir tragen dem Risiko unzureichender Liquidität durch eine mehrjährige Planung der Zahlungsströme Rechnung. Zusätzlich erfolgt für einen rollierenden Zwölfmonatszeitraum eine Prognose auf Monatsbasis. Für die Überwachung des Liquiditätsrisikos wird darüber hinaus ein Liquiditätsstresstest durchgeführt.
Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit wir den Verpflichtungen gegenüber unseren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Bei einem eventuell auftretenden unvorhergesehenen Liquiditätsbedarf wird konzernintern Liquidität zur Verfügung gestellt.
Risikosteuerung der Kapitalanlagen
Innerhalb des AXA Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen implementiert. Das Asset Liability Management-Komitee schlägt die Kapitalanlagestrategie vor, der Vorstand entscheidet hierüber. Der Kapitalanlageausschuss implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation) und die Einhaltung vorgegebener Limitsysteme. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Richtlinie (Investment Guidelines) für alle Kapitalanlagen. Die aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Mischung und Streuung werden eingehalten. Zusätzlich werden Konzentrationsrisiken durch das gruppenweite Risikomanagement monatlich ausgewertet und überwacht.
Ziel des strukturierten Anlageprozesses ist es, die Risiken in den Portfolios durch systematische und kontrollierte Abläufe zu steuern. Anlageentscheidungen werden auf Basis von Asset Liability Management-Analysen vor dem Hintergrund der versicherungstechnischen Verpflichtungen, der Bewertungsreserven und der Eigenkapitalausstattung getätigt. Im Rahmen der strategischen und taktischen Asset Allocation bestehen prozentuale Begrenzungen für die einzelnen Anlageklassen. Zusätzlich werden Limite für Bonität, Einzelemittenten und die Duration des festverzinslichen Portfolios definiert und überwacht. Bei der Risikoeinschätzung wird dabei von einem dem jeweiligen Risiko adäquaten Prognosezeitraum ausgegangen. Zur Bewertung der Anlagerisiken steht eine Vielzahl von Risikomanagementinstrumenten zur Verfügung.
Zum Zwecke der effizienten Portfolioverwaltung und -steuerung wird der Einsatz derivativer Finanzinstrumente regelmäßig geprüft. Mit diesen Instrumenten werden verschiedene Motive der Portfoliosteuerung umgesetzt: Absicherung, Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung. Das Hauptmotiv beim Einsatz von derivativen Instrumenten der Kapitalanlagen ist die Absicherung, wodurch das im Portfolio liegende wirtschaftliche Risiko reduziert wird (Hedging). Die Sicherungsbeziehungen werden nicht als bilanzielle Bewertungseinheiten abgebildet. Für nähere Details verweisen wir auf den Anhang. Die Motive Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung werden aktuell nur in geringerem Maße verfolgt.
Monatlich wird im Kreditkomitee auf Vorstandsebene das Kreditrisiko des Gesamtportfolios sowie einzelner Anlageklassen und kritischer Emittenten besprochen.
Das Audit Committee wird regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen und die Risikosituation des Konzerns und der Einzelgesellschaften informiert.
Operationale und sonstige Risiken
Operationale Risiken beinhalten Verluste aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen sowie aus mitarbeiter-, systembedingten oder externen Vorfällen.
Die Steuerung von Betrugsrisiken erfolgt durch den gezielten Einsatz von Vollmachtenregelungen inklusive entsprechender Kontrollmechanismen. Identifizierte Betrugsdelikte werden systematisch nachverfolgt und etwaige Schwächen in den Prozessen und Systemen beseitigt.
Risiken aus Beschäftigungsverhältnissen und der Arbeitssicherheit werden zum einen durch Richtlinien zur Umsetzung rechtlicher Anforderungen, zum anderen durch systematische Personalmanagement-Konzepte und Mitarbeiterbefragungen gesteuert.
Die Steuerung von Risiken aus der Kunden- und Geschäftspraxis erfolgt durch regelmäßige Überprüfungen möglicher Wettbewerbsverstöße und rechtlich relevanter Fachbereichsaktivitäten. Risiken beim direkten Kundenkontakt werden durch regelmäßige Überprüfung der Fehlerraten bei der Abwicklung beziehungsweise bei Beratungstätigkeiten sowie produktbezogene und gesetzesbezogene Spezialtrainings im Beratungsumfeld gesteuert.
Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert, insbesondere durch die Erstellung von Notfallplänen und Durchführung von Katastrophenübungen.
Dem Risiko einer Betriebsunterbrechung oder dem Versagen von Systemen wird durch regelmäßige Datensicherung mit brandsicherer Lagerung der Sicherungsbänder sowie der systematischen Überwachung der Systemfunktionalitäten und der Erhaltung der Produktionsstabilität gesteuert. Darüber hinaus werden durch das Information Risk Management (IRM) Schwachstellen von Anwendungssystemen erkannt und Business-Kritikalitäten herausgearbeitet. Im Falle von unternehmensgefährdenden Risiken werden auch hier entsprechende Notfallpläne im Rahmen des Business Continuity Managements erstellt. Darüber hinaus ist ein gezieltes IT Risk Management wie auch IT Security Management implementiert.
Prozessrisiken werden auf Basis einer umfänglichen Prozessdokumentation durch regelmäßige Identifikation und Bewertung sowie Implementierung von Schlüsselkontrollen gesteuert. Zur Erfüllung der Anforderungen aus dem Sarbanes Oxley Act (SOX) ist ein entsprechendes Kontroll- und Dokumentationssystem etabliert, das nunmehr – aufgrund des Delistings in New York – in ein Internal Financial Controls (IFC)-System überführt wird. Hierbei wird eine Ausdehnung auf insgesamt Solvency II-relevante Kontrollen im Vergleich zu rein abschlussrelevanten SOX-Kontrollen diskutiert.
Risiken aus Projekten oberhalb einer definierten Budgethöhe werden im Rahmen eines strukturierten Projektinitiierungsprozesses identifiziert und im Vorfeld durch strukturierte Risk Assessments bewertet.
Die Identifikation, Analyse und Steuerung von Risiken im Zusammenhang mit Outsourcing-Verhältnissen ist in einer Richtlinie definiert, welche vorsieht, dass im Vorfeld jeder Auslagerung auf Basis einer Risikoanalyse bewertet wird, ob Aktivitäten und Prozesse ausgelagert werden können und sollen.
Die strategischen Risiken werden durch einen regelmäßigen systematischen Strategieentwicklungs und -umsetzungsprozess gesteuert, in dem bereits zum Zeitpunkt der Definition von strategischen Initiativen Chancen und Risiken identifiziert und abgewogen werden.
Zur Steuerung des Reputationsrisikos existieren Vorgaben hinsichtlich der Informationspolitik gegenüber Dritten. Des Weiteren wird die Medienberichterstattung kontinuierlich verfolgt, um auf die Gefahr eines Reputationsverlustes aufgrund negativer Berichterstattung zeitnah reagieren zu können. Gleichzeitig werden wesentliche Geschäftsentscheidungen auch auf mögliche Reputationsrisiken hin geprüft.
Die Steuerung von Rechtsrisiken erfolgt durch eine kontinuierliche Beobachtung der aktuellen Rechtssetzungsverfahren und aufsichtsrechtlichen Entwicklungen auf nationaler wie europäischer Ebene sowie relevanter Gerichtsentscheide sowohl durch die einzelnen Fachbereiche als auch fachbereichsübergreifend durch den Bereich Recht und Compliance. Im Bedarfsfall werden von den betroffenen Fachbereichen frühzeitig Analysen durchgeführt, um zu gewährleisten, dass das Unternehmen auf die möglichen rechtlichen Veränderungen vorbereitet ist.
Kapitalmanagement und Solvabilität
Die Steuerung der Kapitalbasis erfolgt nach den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Ziel ist, die jederzeitige Erfüllung der versicherungsvertraglichen Verpflichtungen sicherstellen zu können – selbst wenn im Extremfall die hierfür gebildeten versicherungstechnischen Rückstellungen unzureichend wären. Für die Bereitstellung des entsprechenden Eigenkapitals wird eine angemessene Verzinsung angestrebt.
Für die Solvabilität unserer Gesellschaft wurden alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Die Eigenmittel betragen 178,7 Mio. Euro und der vorläufige Bedeckungssatz für 2010 beträgt 144,4 % (endgültiger Bedeckungssatz 2009: 149,1 %).
Ziel des Projektes Solvency II der EU-Kommission ist es, das Versicherungsaufsichtsrecht auf europäischer Ebene neu und einheitlich zu regeln. Hierzu gehört zum einen die Neuregelung der Solvenzanforderungen auf Basis risikoorientierter Kapitalmodelle (Säule I). Zum anderen wird ein prinzipienbasierter Anforderungskatalog an das Risikomanagement der Versicherungsunternehmen definiert, sodass die neuen Regelungen zur risikobasierten Eigenmittelvorschrift durch qualitative Anforderungen ergänzt werden (Säule II). Darüber hinaus werden Veröffentlichungspflichten definiert (Säule III). Nach der Verabschiedung im EU-Parlament im Jahr 2009 werden die Solvency II-Regelungen voraussichtlich 2013 in Kraft treten. Die nationale Umsetzung von Solvency II wurde bereits durch die zum Jahresbeginn 2008 in Kraft getretene VAG-Novelle (§ 64a VAG und § 55c VAG) vorangetrieben. Innerhalb § 64a VAG werden die Komponenten eines angemessenen Risikomanagements definiert. Das Rundschreiben „Mindestanforderungen an das Risikomanagement VA (MaRisk VA)“ der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stellt die Durchführungsverordnung des § 64a VAG dar. Mit dem Inkraftsetzen des § 55c VAG haben Versicherungsunternehmen den an den Vorstand gerichteten Risikobericht in gleicher Form und Inhalt der Aufsichtsbehörde vorzulegen.
Zur Vorbereitung auf Solvency II hat die AXA 2010 am europaweiten Feldtest QIS 5 (Quantitative Impact Study) teilgenommen. QIS ist eine von der europäischen Versicherungsaufsicht CEIOPS (seit dem 1. Januar 2011 abgelöst durch die neu geschaffene „Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung“ – EIOPA) geleitete Übung, die der Kalibrierung des Standardmodells im Sinne von Solvency II dient. Die Berechnung des ökonomischen Risikokapitalbedarfs wurde auf Basis des QIS 5-Regelwerks durchgeführt, so wie sie 2009 auf Basis von QIS 4 durchgeführt wurde. Derzeit entwickelt die AXA Gruppe ein Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung, das voraussichtlich unter Solvency II als internes Modell dienen wird. Neben den Anforderungen aus Säule I bereitet sich die AXA Deutschland derzeit ebenfalls intensiv auf die Anforderungen aus Säule II und Säule III vor.
Zusammenfassende Darstellung der Risikolage
Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand der AXA Krankenversicherung gefährden. Die Solvabilität 2010 zeigt gemäß der vorläufigen Berechnung wiederum eine deutliche Überdeckung. Sollte in Zukunft ein Fehlbetrag auszuweisen sein, so würde dieser von der AXA Konzern AG und der WinCom Versicherungs-Holding AG im Rahmen des Beherrschungsvertrages beziehungsweise aufgrund des Gewinnabführungsvertrages ausgeglichen werden.
Die aufsichtsrechtliche Solvabilitätsquote stellt sich nach der vorläufigen Berechnung wie folgt dar:
| in Tsd. Euro | 2010 | 2009 * |
|---|---|---|
| – Zu bildende Solvabilitätsspanne | 123.809 | 119.538 |
| – Zur Bedeckung vorhandene Eigenmittelkapitalrücklagen (ohne Bewertungsreserven) |
178.719 | 178.215 |
| Bedeckungssatz in % | 144,4 | 149,1 |
* Werte nach endgültiger Berechnung
Sonstige Angaben
Besitzverhältnisse
Am gezeichneten Kapital unserer Gesellschaft sind beteiligt:
| die WinCom Versicherungs-Holding AG, Köln, mit | 56,3 % |
| die AXA Konzern AG, Köln, mit | 43,7 % |
Die AXA Konzern AG ist damit unmittelbar und mittelbar über die WinCom Versicherungs-Holding AG, Köln (als Rechtsnachfolgerin der DBV Holding AG, Wiesbaden) mit 100 % an unserer Gesellschaft beteiligt. Zwischen der AXA Konzern AG und unserer Gesellschaft besteht ein Konzernverhältnis im Sinne von § 18 Absatz 1 des Aktiengesetzes.
Zweigniederlassung
Im Berichtsjahr bestand weiterhin die Zweigniederlassung DBV Deutsche Beamtenversicherung Krankenversicherung Zweigniederlassung der AXA Krankenversicherung AG, Wiesbaden.
Zusammenarbeit im Konzern
Ein Teil der Geschäftsfunktionen unserer Gesellschaft wird im Rahmen von Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsverträgen durch Gesellschaften des deutschen AXA Konzerns und der AXA Gruppe ausgeübt, wobei mit Handelsregister-Eintrag vom 27. April 2010 die AXA Service AG auf die AXA Konzern AG verschmolzen wurde:
| • | die Bereiche Vertriebssteuerung der Exklusivvertriebsorganisation, Betriebsorganisation, Controlling, EDV-Anwendungsentwicklung, Marketing, Personalwirtschaft und -entwicklung, Rechnungswesen, Recht und Steuern, die Entwicklung, Konzeption, Realisierung und Produktion von Internet- und internetbasierten Dienstleistungen, Konzernkommunikation, Konzernentwicklung und Revision durch die AXA Konzern AG, Köln; |
| • | die Betreuung von SAP-basierten Anwendungsprogrammen über die AXA Konzern AG durch die AXA Group Solutions S.A., Zweigniederlassung Köln; |
| • | bis zum 30. Juni 2010 die Funktionen aus dem Bereich Vermögensanlage und -verwaltung für börsennotierte Kapitalanlagen über die AXA Konzern AG durch die AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Köln, und die Immobilienverwaltung über die AXA Konzern AG mittelbar durch die AXA Real Estate Managers Deutschland GmbH, Köln, und ergänzend unmittelbar durch die AXA Property Managers GmbH, Wiesbaden; ab dem 1. Juli 2010 werden die Funktionen aus dem Bereich Vermögensanlage und -verwaltung überwiegend über die AXA Konzern AG von der AXA Investment Managers Deutschland GmbH erbracht. Die AXA Investment Managers Deutschland GmbH wiederum hat ihrerseits ab diesem Zeitpunkt die Immobilienverwaltung auf den externen Dienstleister EPM InServ GmbH, Köln und Wiesbaden, übertragen; |
| • | die Rechenzentrums- und Kommunikationsdienstleistungen (PC, Server, Telekommunikation) über die AXA Konzern AG durch die AXA Technology Services Germany GmbH, Köln; |
| • | die Postbearbeitung, Logistik und Archivierung über die AXA Konzern AG durch die AXA Logistic Services GmbH, Köln; |
| • | der spartenübergreifende telefonische 24-Stunden-Kundenservice durch die AXA Konzern AG, teilweise mittelbar bezogen über die AXA Konzern AG von der AXA Customer Care GmbH, Köln. |
Die AXA Versicherung, die AXA Lebensversicherung, die AXA Krankenversicherung Gesellschaft für die Betreuung von Maklern und Mehrfachagenten mbH und die Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG stellen uns ihre Vertriebsorganisationen zur Verfügung.
Verbands- und Vereinszugehörigkeit
Unsere Gesellschaft gehört folgenden Verbänden und Vereinen an:
| • | Verband der privaten Krankenversicherung e. V., Köln |
| • | Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V., Berlin |
| • | Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland, München |
| • | Wiesbadener Vereinigung, Bonn |
| • | Pensions-Sicherungs-Verein VVaG, Köln |
Nachtragsbericht
Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2010 sind bei unserer Gesellschaft – mit Ausnahme der Übertragung der Beteiligungen der DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K1 KG, Wiesbaden, und der DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K3 KG, Wiesbaden, im Wege der Sonderrechtsnachfolge auf die DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K2 KG, Wiesbaden – keine weiteren Vorgänge eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben.
Ausblick und Chancen
Die erfreuliche Konjunkturlage in Deutschland wird sich 2011 fortsetzen, wenn auch in abgeschwächter Form. Daher ist sowohl mit einem weiterhin positiven Konsumklima als auch mit relativ stabilen Rahmenbedingungen für die Kapitalanlage zu rechnen. Die Rahmenbedingungen für die PKV insgesamt werden allerdings stärker vom politischen Umfeld geprägt, das angesichts einer Reihe von Landtagswahlen schwerer vorhersehbar ist.
Im wichtigsten Segment der PKV, den Vollversicherungen, erwarten wir auf Basis unserer erfolgreichen Produkte und moderater Beitragsanpassungen die Fortsetzung unserer Erfolgsgeschichte, jedes Jahr mehr Menschen bei uns zu versichern. Unsere Maßnahmen, den Kunden als Patienten Unterstützung zu bieten, werden wir verstärkt fortsetzen, um innerhalb des aktuellen rechtlichen Rahmens unsere Möglichkeiten zur Verbesserung der Beitragsstabilität auszuschöpfen. Durch die enge Abstimmung mit Kunden und Vertriebspartnern sowie der Ärzteschaft sind wir zuversichtlich, dabei auch die Kundenzufriedenheit weiter zu steigern.
Die erleichterte Absetzbarkeit der Versicherungsbeiträge von der Steuer und die Abschaffung der Drei-Jahres-Regel für Angestellte dürften auch dieses Jahr für ein marktweit starkes Ansteigen der Beitragseinnahmen von etwa 6 % sorgen. Hierin sind allerdings die Forderungen an Kunden enthalten, die im Rahmen der Versicherungspflicht in die PKV zurückkehrten und keine Beiträge zahlen.
Ferner hoffen wir auf die Bundesregierung und ihre Bereitschaft, den gesundheitspolitischen Kurs der Fairness fortzusetzen. Je mehr Einfluss die PKV auf Qualität, Menge und Preise medizinischer Dienstleistungen bekommt, umso innovativer und damit zukunftsfähiger wird das deutsche Gesundheitssystem werden.
Im Segment der Zusatzversicherungen erwarten wir die Fortsetzung des großen Erfolgs unserer innovativen neuen Pflege-Ergänzungsprodukte. 2011 will die Bundesregierung die nächste Pflegereform in Angriff nehmen. Die Diskussionen darüber werden erneut deutlich machen, dass die Leistungen der gesetzlichen Pflichtversicherung nur eine Teildeckung sind. Unsere flexiblen und umfassenden Angebote belegen auch unsere gesellschaftliche Verantwortung, Menschen die Möglichkeit zur individuellen Absicherung ihrer finanziellen Lebensrisiken zu geben.
Der Pflichtteil der Pflegeversicherung ist ein deutliches Beispiel für die Überlegenheit der Kapitaldeckung gegenüber dem Umlageverfahren. Folgerichtig haben die Regierungsparteien die Einführung einer Pflege-Kapitaldeckung im Koalitionsvertrag vereinbart. Im Rahmen der diesjährigen Pflegereform hat die Bundesregierung die Chance zur Umsetzung dieses Versprechens.
Die Auswirkungen der Umwälzungen in der arabischen Welt sind derzeit kaum abschätzbar. Kurzfristig überwiegen wohl die Risiken, da die Energieversorgung Europas bedroht ist. Auch Deutschland könnte konjunkturell in Mitleidenschaft gezogen werden. Ferner sind als Ölimporteure insbesondere diejenigen südeuropäischen Länder betroffen, deren Staatsanleihen ohnehin schon unter Druck stehen. Mittelfristig besteht allerdings die Chance, dass Freiheit, Demokratie und letztlich breiter Wohlstand der gesamten Region ein bisher nicht gekanntes Niveau an Stabilität bescheren werden. Neben diesen enormen politischen Gewinnen entstünden völlig neue Wachstumspotenziale für die Weltwirtschaft und damit Anlagealternativen für die Kapitalanlagen.
Zusammenfassend erwarten wir auch 2011 ertragreiches Wachstum.
Köln, den 9. März 2011
Der Vorstand
Ergebnisabführung
Der im Geschäftsjahr 2010 erwirtschaftete Überschuss in Höhe von 33,0 Mio. Euro wurde aufgrund des im Oktober 2009 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages zwischen unserer Gesellschaft und der DBV Holding AG an die WinCom Versicherungs-Holding AG als die Rechtsnachfolgerin der DBV Holding AG abgeführt.
Anlagen zum Lagebericht
Betriebene Versicherungsarten
Folgende Versicherungsarten wurden von unserer Gesellschaft im Geschäftsjahr 2010 betrieben:
| • | die Einzel-Krankheitskostenvollversicherung (ambulant und stationär) |
| • | die selbstständige Einzel-Krankheitskostenversicherung (ambulant und stationär) |
| • | die Einzel-Krankentagegeldversicherung |
| • | die selbstständige Einzel-Krankenhaustagegeldversicherung |
| • | die sonstige selbstständige Einzel-Teilversicherung |
| • | die Pflegepflichtversicherung |
| • | die Pflegekosten- und Tagegeldversicherung |
| • | die Auslandsreisekrankenversicherung |
| • | die Gruppen-Krankenversicherung(nach Einzel- und Sondertarifen) |
Die Auslandsreisekrankenversicherung wurde gegen Einmalbeitrag, die übrigen Versicherungsarten wurden gegen laufende Beiträge angeboten.
Ferner wurde übernommenes Rückversicherungsgeschäft gezeichnet. Es handelt sich um Quotenverträge zur Rückdeckung von selbstständigen Einzel-Krankheitskostenversicherungen.
Für Tarife, die unterschiedliche Beiträge oder Leistungen für Männer und Frauen vorsehen, erfolgt die Kalkulation nach den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Aktuarvereinigung e. V. (DAV) anerkannten statistischen und versicherungsmathematischen Daten. Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite des Verbandes der privaten Krankenversicherung e. V.: www.pkv.de/statistiken.
Kennzahlen der vergangenen 10 Jahre
| Geschäftsjahr | Beitrags- einnahmen Tsd. Euro (Veränderung gegenüber Vorjahr) |
Neugeschäft Jahresbeitrag netto Tsd. Euro (Veränderung gegenüber Vorjahr) |
Beitrag Jahresbestand Tsd. Euro (Veränderung gegenüber Vorjahr) |
Kapital- anlagen Mio. Euro (Veränderung gegenüber Vorjahr) |
natürliche versicherte Personen (Veränderung gegenüber Vorjahr) |
|---|---|---|---|---|---|
| AXA Krankenversicherung vor Fusion | |||||
| 2001 | 604.826 (+12 %) |
80.558 (+4 %) |
611.420 (+12 %) |
1.394 (+17 %) |
477.942 (+3 %) |
| 2002 | 682.092 (+13 %) |
100.383 (+25 %) |
696.588 (+14 %) |
1.534 (+10 %) |
491.155 1 (+3 %) |
| 2003 | 784.015 (+15 %) |
123.713 (+23 %) |
801.282 (+15 %) |
1.801 (+17 %) |
519.450 (+6 %) |
| 2004 | 893.397 (+14 %) |
73.553 (–41 %) |
886.649 (+11 %) |
2.223 (+23 %) |
523.236 2 |
| 2005 | 903.630 (+1 %) |
58.448 (–21 %) |
896.934 (+1 %) |
2.677 (+20 %) |
522.587 (0 %) |
| 2006 | 929.379 (+3 %) |
78.890 (+35 %) |
931.743 (+4 %) |
3.002 (+12 %) |
536.585 3 (+3 %) |
| 2007 | 987.606 (+6 %) |
79.688 (+1 %) |
986.455 (+6 %) |
3.390 (+13 %) |
551.485 4 (+3 %) |
| AXA Krankenversicherung nach Fusion 2008 mit vergleichbaren Zahlen 2007 | |||||
| 2007 | 2.048.720 | 122.911 | 2.040.461 | 8.429 | 1.425.336 |
| 2008 | 2.091.029 (+2 %) |
116.624 (–5 %) |
2.094.260 (+3 %) |
9.056 (+7 %) |
1.432.026 (0 %) |
| 2009 | 2.195.782 (+5 %) |
125.941 (+8 %) |
2.200.597 (+5 %) |
9.880 (+9 %) |
1.441.646 (+1 %) |
| 2010 | 2.280.079 (+4 %) |
116.737 (–7 %) |
2.294.299 (+4 %) |
10.842 (+10 %) |
1.462.783 (+1 %) |
1 Ab 2002 Anzahl aller versicherten natürlichen Personen (nicht nur gegen laufenden Beitrag); die Zahlen wurden für 2000 und 2001 entsprechend angepasst.
2 Veränderung zum Vorjahr nicht aussagekräftig, da für 2003 noch die frühere Aufteilung bestand.
3 Ab 2006 neue Aufteilung der versicherten Personen laut PKV-Verband; die Zahlen wurden für 2005 und 2004 entsprechend angepasst.
4 In 2007 geänderte Zuordnung eines Versicherungstarifs; die Zahlen wurden für 2006 und 2005 entsprechend angepasst.
Jahresabschluss
| Bilanz zum 31. Dezember 2010 | |
| Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 |
|
| Anhang | |
| Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden | |
| Angaben zur Bilanz | |
| Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung | |
| Sonstige Angaben |
Jahresabschluss
Bilanz zum 31. Dezember 2010
| Aktiva in Tsd. Euro | 2010 | 2009 * | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| A. Kapitalanlagen | ||||||
| I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
2.133 | 2.061 | ||||
| II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen |
||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 68.149 | 78.133 | ||||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 310.000 | 310.000 | ||||
| 3. Beteiligungen | 34.328 | 412.477 | 34.693 | 422.826 | ||
| III. Sonstige Kapitalanlagen | ||||||
| 1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere |
2.606.550 | 2.008.758 | ||||
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere |
1.560.200 | 1.057.215 | ||||
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuld- forderungen |
136.583 | 108.047 | ||||
| 4. Sonstige Ausleihungen | ||||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 2.796.039 | 2.886.973 | ||||
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 2.997.991 | 2.956.821 | ||||
| c) übrige Ausleihungen | 192.004 | 5.986.034 | 213.583 | |||
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 6.300 | 89.900 | ||||
| 6. Andere Kapitalanlagen | 131.629 | 10.427.296 | 133.597 | 9.454.894 | ||
| 10.841.906 | 9.879.781 | |||||
| B. Forderungen | ||||||
| I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an |
||||||
| 1. Versicherungsnehmer | 25.026 | 21.618 | ||||
| 2. Versicherungsvermittler | – | 25.026 | 1.009 | 22.627 | ||
| II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft |
130 | 191 | ||||
| III. Sonstige Forderungen davon an verbundene Unternehmen 18.149 Tsd. Euro (2009: 67.083 Tsd. Euro) |
26.095 | 125.864 | ||||
| IV. Forderungen aus weiterer Kapitaleinzahlungs- verpflichtung der WinCom Versicherungs-Holding AG 1) |
27.193 | 27.193 | ||||
| 78.444 | 175.875 | |||||
| C. Sonstige Vermögensgegenstände | ||||||
| I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand |
4.669 | 8.457 | ||||
| II. Andere Vermögensgegenstände | 72.495 | 30.729 | ||||
| 77.164 | 39.186 | |||||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | ||||||
| I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten | 176.397 | 167.983 | ||||
| II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten | 14.587 | 19.027 | ||||
| 190.984 | 187.010 | |||||
| 11.188.498 | 10.281.852 |
| Passiva in Tsd. Euro | 2010 | 2009 * | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| A. Eigenkapital | ||||||
| I. Eingefordertes Kapital Gezeichnetes Kapital |
34.004 | 34.004 | ||||
| abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen | 14.367 | 19.637 | 14.367 | 19.637 | ||
| II. Kapitalrücklage | 122.146 | 122.146 | ||||
| III. Gewinnrücklagen | ||||||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 153 | 153 | ||||
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 16.784 | 16.937 | 16.278 | |||
| IV. Bilanzgewinn | – | 23 | ||||
| 158.720 | 158.238 | |||||
| B. Nachrangige Verbindlichkeiten | 20.000 | 20.000 | ||||
| C. Sonderposten mit Rücklageanteil | – | 827 | ||||
| D. Versicherungstechnische Rückstellungen | ||||||
| I. Beitragsüberträge | ||||||
| 1. Bruttobetrag | 3.642 | 3.726 | ||||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft |
– | 3.642 | – | 3.726 | ||
| II. Deckungsrückstellung | ||||||
| 1. Bruttobetrag | 10.001.035 | 9.078.568 | ||||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft |
– | 10.001.035 | – | 9.078.568 | ||
| III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
||||||
| 1. Bruttobetrag | 465.551 | 380.823 | ||||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft |
– | 465.551 | – | 380.823 | ||
| IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung |
||||||
| 1. erfolgsabhängige | ||||||
| a) Bruttobetrag | 190.385 | 193.204 | ||||
| b) davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft |
– | 190.385 | – | 193.204 | ||
| 2. erfolgsunabhängige | ||||||
| a) Bruttobetrag | 87.663 | 125.305 | ||||
| b) davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft |
– | 87.663 | 278.048 | – | 125.305 | |
| V. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen | ||||||
| 1. Bruttobetrag | 17.820 | 17.003 | ||||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft |
– | 17.820 | – | 17.003 | ||
| 10.766.096 | 9.798.629 | |||||
| E. Andere Rückstellungen | ||||||
| I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
11.945 | 37.790 | ||||
| II. Steuerrückstellungen | 27.559 | 48.573 | ||||
| III. Sonstige Rückstellungen | 13.963 | 11.429 | ||||
| 53.467 | 97.792 | |||||
| F. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft |
– | – | ||||
| G. Andere Verbindlichkeiten | ||||||
| I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber |
||||||
| 1. Versicherungsnehmern | 63.030 | 66.528 | ||||
| 2. Versicherungsvermittlern | – | 63.030 | 1.841 | 68.369 | ||
| II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft |
– | – | ||||
| III. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | – | – | ||||
| IV. Sonstige Verbindlichkeiten | 99.373 | 105.483 | ||||
| davon: | ||||||
| – gegenüber verbundenen Unternehmen 92.369 Tsd. Euro (2009: 93.046 Tsd. Euro) |
||||||
| – aus Steuern 342 Tsd. Euro (2009: 36 Tsd. Euro) | ||||||
| – im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 Tsd. Euro (2009: 0 Tsd. Euro) |
||||||
| 162.403 | 173.852 | |||||
| H. Rechnungsabgrenzungsposten | 27.812 | 32.514 | ||||
| 11.188.498 | 10.281.852 |
*) Aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) ergibt sich ein neues Bilanzgliederungsschema; davon ist der Posten „Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital“ betroffen. Die Werte für 2009 wurden entsprechend angepasst.
1) Die Gesellschaft WinCom Versicherungs-Holding AG, Köln, ist die Rechtsnachfolgerin der DBV Holding AG, Wiesbaden.
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter den Posten D.II.1 der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 12 Absatz 3 Nr. 1 VAG sowie der nach § 12 c VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist.
Köln, den 1. März 2011
*Der Verantwortliche Aktuar
Harald Schnell*
Gemäß § 73 des Versicherungsaufsichtsgesetzes wird hiermit bestätigt, dass die eingestellten Deckungsrückstellungen vorschriftsmäßig angelegt und aufbewahrt worden sind.
Köln, den 1. März 2011
*Der Treuhänder
Axel Schaefer*
Köln, den 9. März 2011
Der Vorstand
Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
| Versicherungstechnische Rechnung in Tsd. Euro | 2010 | 2009 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| I. Versicherungstechnische Rechnung | |||||
| 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung | |||||
| a) Gebuchte Bruttobeiträge | 2.280.079 | 2.195.782 | |||
| b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge | 313 | 2.279.766 | 723 | 2.195.059 | |
| c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge* | 84 | –100 | |||
| d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen* |
– | 84 | – | –100 | |
| 2.279.850 | 2.194.959 | ||||
| 2. Beiträge aus der Bruttorückstellung für Beitragsrückerstattung | 136.790 | 108.835 | |||
| 3. Erträge aus Kapitalanlagen | |||||
| a) Erträge aus Beteiligungen | 2.329 | 6.746 | |||
| davon aus verbundenen Unternehmen 185 Tsd. Euro (2009: 5.754 Tsd. Euro) |
|||||
| b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | |||||
| davon aus verbundenen Unternehmen 17.515 Tsd. Euro (2009: 17.376 Tsd. Euro) |
|||||
| aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
621 | 900 | |||
| bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | 443.062 | 443.683 | 430.704 | 431.604 | |
| c) Erträge aus Zuschreibungen | 10.509 | 9.993 | |||
| d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 7.610 | 7.272 | |||
| e) Erträge aus Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil | 8271) | 0 | |||
| 464.958 | 455.615 | ||||
| 4. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung | 8.709 | 634 | |||
| 5. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung | |||||
| a) Zahlungen für Versicherungsfälle | |||||
| aa) Bruttobetrag | 1.356.333 | 1.364.034 | |||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 122 | 1.356.211 | 87 | 1.363.947 | |
| b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
|||||
| aa) Bruttobetrag | 84.694 | 21.863 | |||
| bb) Anteil der Rückversicherer | – | 84.694 | – | 21.863 | |
| 1.440.905 | 1.385.810 | ||||
| 6. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto- rückstellungen |
|||||
| a) Deckungsrückstellung | |||||
| aa) Bruttobetrag | 922.467 | 827.280 | |||
| bb) Anteil der Rückversicherer | – | 922.467 | 484 | 827.764 | |
| b) Sonstige versicherungstechnische Nettorückstellungen | 658 | –1.094 | |||
| 923.125 | 826.670 | ||||
| 7. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung |
|||||
| a) erfolgsabhängige | 146.620 | 65.798 | |||
| b) erfolgsunabhängige | 35.511 | 24.733 | |||
| 182.131 | 90.531 | ||||
| 8. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung | |||||
| a) Abschlussaufwendungen | 144.049 | 151.872 | |||
| b) Verwaltungsaufwendungen | 79.029 | 223.078 | 83.880 | 235.752 | |
| c) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft |
77 | 86 | |||
| 223.001 | 235.666 | ||||
| 9. Aufwendungen für Kapitalanlagen | |||||
| a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für Kapitalanlagen |
14.521 | 9.811 | |||
| b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen | 23.888 | 134.292 | |||
| c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 1.843 | 46.980 | |||
| 40.252 | 191.083 | ||||
| 10. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung |
15.937 | 6.669 | |||
| 11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | 64.956 | 23.614 | |||
| Übertrag | 64.956 | 23.614 | |||
| II. Nichtversicherungstechnische Rechnung | |||||
| 1. Sonstige Erträge | 26.689 | 18.660 | |||
| 2. Sonstige Aufwendungen | 26.817 | 42.862 | |||
| –128 | –24.202 | ||||
| 3. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 64.828 | –588 | |||
| 4. Außerordentliche Erträge | |||||
| 5. Außerordentliche Aufwendungen | 5.903 | ||||
| 6. Außerordentliches Ergebnis | –5.903 | – | |||
| 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 25.919 | –19.079 | |||
| 8. Sonstige Steuern | 6 | 14 | |||
| 25.925 | –19.065 | ||||
| 9. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne |
33.000 | 18.477 | |||
| 10. Jahresüberschuss | – | 0 | |||
| 11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | – | 23 | |||
| 12. Bilanzgewinn | – | 23 |
1) letztmalige Anwendung einer 6b-Rücklagen-Übertragung
* – = Erhöhung
Anhang
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 wurden nach den für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) erstellt.
Das am 29. Mai 2009 in Kraft getretene Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wendete die AXA Krankenversicherung AG erstmals im Geschäftsjahr 2010 an. Einige bereits im Jahr 2009 verpflichtende Angaben wurden gemäß Artikel 66 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) im Vorjahr bereits umgesetzt. Nach Artikel 67 Absatz 8 Satz 2 EGHGB wurden die gemäß § 265 Absatz 2 Satz 1 HGB anzugebenden Vorjahreszahlen bei erstmaliger Anwendung des HGB nach BilMoG nicht an die geänderten Bewertungsmethoden angepasst.
Das Bilanzrechtmodernisierungsgesetz sieht Ausweisänderungen bzw. Änderungen der Postenbezeichnungen insbesondere bei den Positionen „Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital“ und „Sonderposten mit Rücklagenanteil“ vor. Der Ausweis des Vorjahresbetrags wurde bei den „Ausstehenden Einlagen auf das gezeichnete Kapital“ an die neue Gliederung/Postenbezeichnung angepasst. Von dem Wahlrecht der Übergangsregelung nach Artikel 67 Absatz 3 Satz 1 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG-Vorschriften in Bezug auf den Sonderposten mit Rücklageanteil gilt, wurde Gebrauch gemacht und der Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 247 Absatz 3 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung beibehalten. Die ab dem 1. Januar 2010 saldierungsfähigen Vermögensgegenstände, die die Anforderungen des § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB n. F. erfüllen, werden mit den zugehörigen Versorgungsverpflichtungen erstmals saldiert. Auf eine Anpassung der Darstellung Vorjahresbeträge wurde wegen der Umstellung auf das BilMoG aufgrund des Wahlrechts des Artikel 67 Absatz 8 EGHGB verzichtet.
Aktiva
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und mit den steuerlich zulässigen Sätzen abgeschrieben. Die steuerliche Nutzungsdauer entsprach dabei der handelsrechtlich maßgeblichen wirtschaftlichen Abnutzung. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wurde eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis bestand, wurden, soweit es sich um Darlehen handelte, zum Nennbetrag aktiviert. Agio- und Disagiobeträge wurden aktivisch und passivisch abgegrenzt und planmäßig über die Laufzeit aufgelöst. Unter dieser Position ausgewiesene Inhaberschuldverschreibungen wurden entsprechend den Regeln für die dem Anlagevermögen zugeordneten Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren bewertet.
Die Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.
Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die dem Anlagevermögen zugeordnet waren, wurden entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bilanziert. Zur Beurteilung, ob eine dauernde Wertminderung vorliegt und eine Abschreibung auf den langfristig beizulegenden Wert erfolgt, kommen folgende Methoden zur Anwendung:
| • | Der Zeitwert des Wertpapiers liegt in den dem Bilanzstichtag vorangehenden sechs Monaten permanent um mehr als 20 % unter dem Buchwert. |
| • | Der Zeitwert des Wertpapiers liegt in den dem Bilanzstichtag vorangehenden zwölf Monaten permanent um mehr als 10 % unter dem Buchwert. |
Bei Erfüllung von mindestens einem dieser Aufgreifkriterien erfolgte die Abschreibung auf den langfristig beizulegenden Wert.
Investmentanteile, die überwiegend Aktien beinhalten, wurden als eigenständiges Wertpapier angesehen und entsprechend bewertet.
Investmentanteile, die überwiegend Rentenpapiere beinhalten und stille Lasten ausweisen, wurden anhand der erwarteten Rückzahlungen aus den entsprechenden Wertpapieren innerhalb des Fonds auf eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung hin überprüft.
Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.
Bei voraussichtlich vorübergehenden Wertminderungen haben wir teilweise von dem in diesem Fall bestehenden Abschreibungswahlrecht Gebrauch gemacht.
Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die dem Umlaufvermögen zugeordnet wurden, wurden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Marktwerten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Marktwert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die dem Anlagevermögen zugeordnet wurden, wurden entsprechend dem gemilderten Niederstwertprinzip mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Agio- und Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst.
Die dauerhafte Wertminderung eines Wertpapieres wurde angenommen, wenn der Zeitwert des Wertpapieres einen Werteverfall aufgrund einer wesentlichen Verschlechterung des Ratings/der Bonität eines Emittenten aufzeigte und aus diesem Grund von einem (Teil-)Ausfall des Schuldtitels ausgegangen wurde.
Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die dem Umlaufvermögen zugeordnet wurden, wurden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Martkwerten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Marktwert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.
Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen wurden mit dem Nennbetrag in Ansatz gebracht, vermindert um notwendige Abschreibungen und Einzelwertberichtigungen. Disagiobeträge wurden passivisch abgegrenzt und planmäßig über die Laufzeit aufgelöst.
Namensschuldverschreibungen wurden mit dem Nennbetrag bilanziert, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge wurden aktivisch und passivisch abgegrenzt und planmäßig über die Laufzeit aufgelöst.
Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden mit dem Nennbetrag bilanziert, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge wurden aktivisch und passivisch abgegrenzt und planmäßig über die Laufzeit aufgelöst.
Übrige Ausleihungen wurden mit dem Nennbetrag angesetzt, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge wurden aktivisch und passivisch abgegrenzt und planmäßig über die Laufzeit aufgelöst.
Einlagen bei Kreditinstituten wurden mit den Nennbeträgen angesetzt.
Andere Kapitalanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen.
Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft bilanzierten wir mit den Nennbeträgen, vermindert um vorzunehmende Einzelwertberichtigungen. Die Pauschalwertberichtigungen bildeten wir aufgrund in der Vergangenheit gewonnener Erfahrungen in Höhe der nach dem Bilanzstichtag voraussichtlich eintretenden Ausfälle. Die Pauschalwertberichtigung setzten wir aktivisch ab.
Die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft wurden mit dem Nennbetrag ausgewiesen, soweit nicht Einzelwertberichtigungen vorzunehmen waren.
Die sonstigen Forderungen aktivierten wir mit dem Nennbetrag.
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand wurden mit dem Nennbetrag in Ansatz gebracht.
Die anderen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag aktiviert.
Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.
Da eine ertragsteuerliche Organschaft mit der AXA Beteiligung-Gesellschaft mbH, Köln, (AmbH) besteht, wurden die latenten Steuern der Gesellschaft bei dem Organträger AmbH ausgewiesen.
Passiva
Von dem Wahlrecht der Übergangsregelung nach Artikel 67 Absatz 3 Satz 1 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG-Vorschriften in Bezug auf den Sonderposten mit Rücklageanteil gilt, wurde Gebrauch gemacht und der Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 247 Absatz 3 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung beibehalten.
Als Beitragsüberträge wurden die über den 31. Dezember hinausreichenden Teile eines Einmalbeitrags nach einer besonderen Berechnungsmethode ermittelt. Die bereits verausgabten Kosten wurden gekürzt.
Die Deckungsrückstellung wurde unter Beachtung von § 341f HGB und der von einem unabhängigen Treuhänder geprüften und der Aufsichtsbehörde vorgelegten technischen Berechnungsgrundlagen errechnet. Als Berechnungsgrundlagen dienten die Sterbetafeln PKV 2001, PKV 2004, PKV 2007, PKV 2008, PKV 2009, PKV 2010 und PKV 2011 jeweils mit einem Rechnungszins von 3,5 % und die dem einzelnen Risiko entsprechenden Schadentafeln, Schadenparameter und Grundkopfschäden. Die Errechnung der Reserve erfolgte nach der prospektiven Methode.
Bestandteil der Deckungsrückstellung war auch die Alterungsrückstellung, die bei Kündigung eines Vertrages für die Krankheitskostenversicherung sowie die Pflegepflichtversicherung zum 31. Dezember des Geschäftsjahres und dem gleichzeitigen Abschluss eines entsprechenden neuen Vertrages bei einem anderen privaten Krankenversicherer an den neuen Versicherer übertragen wurde (Übertragungswert).
Die negativen Reserven wurden gegen die positiven aufgerechnet. Die dargestellte Rechnungsmethode traf auch für das in Rückdeckung gegebene Geschäft zu.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts wurde entsprechend § 341g Absatz 3 Satz 2 HGB nach den in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres gezahlten Vorjahresschäden bemessen. Der Bedarf für die restliche Zeit wurde anhand der Erfahrungen vorausgegangener Geschäftsjahre und unter Berücksichtigung des Trends pauschal ermittelt.
Bei der Ermittlung der Schadenrückstellung wurden Ansprüche aus Regressen abgesetzt, soweit ihre Realisierbarkeit feststand oder zweifelsfrei bestimmbar war.
Die Rückstellung für die Schadenregulierungsaufwendungen wurde entsprechend den hierzu ergangenen steuerlichen Regelungen gebildet.
Die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung richtete sich nach der auf Basis des § 12c Absatz 1 Satz 1 Nr. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung (Überschussverordnung). Der Verwendung dieser Mittel hat der unabhängige Treuhänder zugestimmt und sie erfolgte nach den vertraglichen Vereinbarungen.
Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen beinhalteten die Rückstellung für weitere Verpflichtungen gegenüber dem Pflegepool gemäß SGB XI § 111 Absatz 1 für die private Pflegepflichtversicherung, die Rückstellung für vertragsgemäße Umwandlungsoptionen und die Stornorückstellung, die auch einen Anteil für Übertragungswerte, die über die bilanzierte Deckungsrückstellung hinausgehen, umfasste.
Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgte nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Rententrendannahmen sowie eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre vorgegeben durch die deutsche Bundesbank. Dabei wurde eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invalidisierungsannahmen dienten die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln GmbH. Die Pensionsrückstellungen wurden mit sogenanntem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Absatz 2 HGB verrechnet, welche zum Zeitwert bewertet wurden.
Der sich aufgrund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ergebende Zuführungsbetrag zu den Rückstellungen wird jährlich gemäß Artikel 67 Absatz 1 EGHGB mit einem Fünfzehntel angesammelt. Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen wurden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht.
Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen erfolgte nach § 253 Absatz 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, der zukünftig erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.
Von dem Beibehaltungswahlrecht der Übergangsregelung des Artikel 67 Absatz 1 Satz 2 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG-Vorschriften in Bezug auf sonstige Rückstellungen gilt, wurde kein Gebrauch gemacht. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit größer als einem Jahr wurden demnach gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1, Satz 4 HGB mit den hierfür von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätzen abgezinst.
In Bezug auf die Steuerrückstellungen wurde das Beibehaltungswahlrecht postenbezogen gemäß Artikel 67 Absatz 1 Satz 2 HGB ausgeübt.
Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen bewertet.
Gewinn- und Verlustrechnung
Erträge und Aufwendungen wurden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.
In Rückdeckung übernommenes Geschäft
Bei dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft wurde die Schadenrückstellung nach den Aufgaben des Zedenten bilanziert. Darüber hinaus wurden je nach Risiko eigene Rückstellungen gebildet.
Im Rahmen der Abwicklung der bestehenden Verträge haben wir die bisherigen Schadenreserven gemäß den Vorjahresschadenverläufen angepasst. Die gebildeten Reserven zur Ermäßigung von Beitragssteigerungen und zur Vertriebsunterstützung haben wir im Rahmen der Vertragsabwicklungen reduziert.
Aus abrechnungstechnischen Gründen wurde das konzernfremde Geschäft noch nicht abgerechneter Zeiträume geschätzt.
Grundlagen für die Währungsumrechnung
Auf fremde Währungen lautende Aktiv- und Passivposten wurden generell mit den Devisenkassamittelkursen zum Bilanzstichtag auf Euro umgerechnet. Soweit erforderlich, wurde dem Anschaffungskostenprinzip Rechnung getragen.
Gemäß § 256a Satz 2 HGB wurden bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger die Vorschriften gemäß § 253 Absatz 1 Satz 1 HGB und § 252 Absatz 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet.
Auf fremde Währungen lautende Aufwendungen und Erträge in unserer Gewinn- und Verlustrechnung wurden mit den Devisenmittelkursen zum Bilanzstichtag auf Euro umgerechnet. Kursgewinne und Kursverluste innerhalb einer Währung wurden saldiert.
Erträge und Aufwendungen von Kapitalanlagen wurden mit dem jeweils aktuellen Devisenkurs umgerechnet.
Zeitwerte der Kapitalanlagen
Die Offenlegung von Zeitwerten der Kapitalanlagen erfolgte entsprechend den Vorschriften §§ 54 ff. der RechVersV. Die Angaben wurden zum Bilanzstichtag erstellt.
Die beizulegenden Zeitwerte für Grundstücke, ihre Bestandteile und ihres Zubehörs sowie für grundstücksgleiche Rechte, Rechte an diesen und Rechte an Grundstücken wurden nach der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) vom 19. Mai 2010 (BGBl. I S. 239) ermittelt, die die WertV zum 01. Juli 2010 abgelöst hat.
Die beizulegenden Zeitwerte der Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden nach Ertragswertverfahren, mit Börsenwerten zum Bilanzstichtag abzüglich eines angemessenen Abschlages oder mit dem anteiligen Eigenkapital angesetzt.
Die beizulegenden Zeitwerte der als Ausleihungen an verbundene Unternehmen klassifizierten Schuldverschreibungen und Darlehen wurden anhand der Zinskurve sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2010 ermittelt.
Als beizulegende Zeitwerte für Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden Börsenkurse, Rücknahmepreise oder Nettoinventarwerte per 31. Dezember 2010 angesetzt. Aufgrund der erhöhten Liquidität auf den Märkten für strukturierte Kreditprodukte (Asset Backed Securities, Collateralized Debt Obligations) wurden in diese Vermögenswerte investierende Investmentanteile zum 31. Dezember 2010 erstmals wieder mit ihrem Rücknahmepreis angesetzt. Der Rücknahmepreis dieser Investmentanteile beinhaltet für strukturierte Kreditprodukte von externen unabhängigen Dritten gestellte Preisindikationen (Mark-to-market). Im Vorjahr wurden strukturierte Kreditprodukte mit einem Barwertverfahren (Discounted Cashflow-Verfahren, Mark-to-model) bewertet.
Als beizulegende Zeitwerte für Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden im Wesentlichen die Börsenkurse per 31. Dezember 2010 angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ohne Börsennotierung wurden auf Grundlage von Discounted Cashflow-Methoden ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte der Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen wurden anhand der Zinskurve sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2010 ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte für Schuldscheindarlehen und Namenspapiere, sonstige Ausleihungen und andere Kapitalanlagen wurden anhand der Zinskurve sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2010 ermittelt.
Als beizulegender Zeitwert unter den anderenKapitalanlagen ausgewiesenen Forderungen aus Wertpapierpensionsgeschäften wurde der Marktwert einer vom Pensionsgeber emittierten Anleihe angesetzt.
Die beizulegenden Zeitwerte der Einlagen bei Kreditinstituten entsprachen aufgrund des kurzfristigen Charakters den Buchwerten.
Einbeziehung in den Konzernabschluss
Durch die Einbeziehung unserer Gesellschaft in den Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, verlegten wir einzelne Buchungsschlusstermine und grenzten die Zahlungsvorgänge über die sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten ab.
Angaben zur Bilanz
Aktiva
| Entwicklung der Aktivposten A.I. bis III. im Geschäftsjahr 2010 in Tsd. Euro | ||||
|---|---|---|---|---|
| Bilanzwerte 01.01.2010 |
Währungskurs- änderungen |
Zugänge | Umbuchungen | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
2.061 | – | 1.115 | – |
| A.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 78.133 | – | 1.002 | – |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 310.000 | – | – | – |
| 3. Beteiligungen | 34.693 | – | 25 | – |
| 4. Summe A.II. | 422.826 | – | 1.027 | – |
| A.III. Sonstige Kapitalanlagen | ||||
| 1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 2.008.758 | – | 637.813 | – |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.057.215 | – | 536.884 | – |
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 108.047 | – | 40.806 | – |
| 4. Sonstige Ausleihungen | ||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 2.886.973 | – | 44.405 | – |
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 2.956.821 | – | 191.469 | – |
| c) übrige Ausleihungen | 213.583 | – | – | – |
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 89.900 | – | ||
| 6. Andere Kapitalanlagen | 133.597 | – | – | – |
| 7. Summe A.III. | 9.454.894 | – | 1.451.377 | – |
| Insgesamt | 9.879.781 | – | 1.453.519 | – |
| Entwicklung der Aktivposten A.I. bis III. im Geschäftsjahr 2010 in Tsd. Euro | ||||
|---|---|---|---|---|
| Abgänge | Zuschreibungen | Abschreibungen | Bilanzwerte Berichtsjahr |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
– | – | 1.043 | 2.133 |
| A.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 10.986 | – | – | 68.149 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | – | – | – | 310.000 |
| 3. Beteiligungen | 390 | – | – | 34.328 |
| 4. Summe A.II. | 11.376 | – | – | 412.477 |
| A.III. Sonstige Kapitalanlagen | ||||
| 1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 30.019 | 10.421 | 20.423 | 2.606.550 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 33.899 | – | – | 1.560.200 |
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 12.312 | 88 | 46 | 136.583 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | ||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 135.339 | – | – | 2.796.039 |
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 149.975 | – | 324 | 2.997.991 |
| c) übrige Ausleihungen | 21.495 | – | 84 | 192.004 |
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 83.600 | – | – | 6.300 |
| 6. Andere Kapitalanlagen | – | – | 1.968 | 131.629 |
| 7. Summe A.III. | 466.639 | 10.509 | 22.845 | 10.427.296 |
| Insgesamt | 478.015 | 10.509 | 23.888 | 10.841.906 |
| Zeitwerte der Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2010 gemäß § 54 RechVersV in Tsd. Euro | 2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| Bilanzwerte | Zeitwerte | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| zu Anschaffungs- kosten bilanziert |
zum Nennwert bilanziert |
Summe | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
2.133 | 8.445 | – | 8.445 |
| A.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 68.149 | 76.348 | – | 76.348 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 310.000 | – | 337.373 | 337.373 |
| 3. Beteiligungen | 34.328 | 34.275 | – | 34.275 |
| 4. Summe A.II. | 412.477 | 110.623 | 337.373 | 447.996 |
| A.III. Sonstige Kapitalanlagen | ||||
| 1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 2.606.550 | 2.522.717 | – | 2.522.717 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.560.200 | 1.472.561 | – | 1.472.561 |
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 136.583 | – | 142.221 | 142.221 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 5.986.034 | – | 6.245.287 | 6.245.287 |
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 6.300 | – | 6.300 | 6.300 |
| 6. Andere Kapitalanlagen | 131.629 | 130.930 | – | 130.930 |
| 7. Summe A.III. | 10.427.296 | 4.126.208 | 6.393.808 | 10.520.016 |
| Summe A. Summe der Kapitalanlagen | 10.841.906 | 4.245.276 | 6.731.181 | 10.976.457 |
| Unterschied zum Bilanzwert | 134.551 | |||
| Agien und Disagien | –13.225 | – | – | – |
| Summe Kapitalanlagen inkl. Agien und Disagien | 10.828.681 | 4.245.276 | 6.731.181 | 10.976.457 |
| Unterschied zum Bilanzwert inkl. Agien und Disagien | 147.776 |
| Zeitwerte der Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2010 gemäß § 54 RechVersV in Tsd. Euro | 2009 | |||
|---|---|---|---|---|
| Bilanzwerte | Zeitwerte | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| zu Anschaffungs- kosten bilanziert |
zum Nennwert bilanziert |
Summe | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
2.061 | 7.331 | – | 7.331 |
| A.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 78.133 | 83.497 | – | 83.497 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 310.000 | – | 338.508 | 338.508 |
| 3. Beteiligungen | 34.693 | 35.463 | – | 35.463 |
| 4. Summe A.II. | 422.826 | 118.960 | 338.508 | 457.468 |
| A.III. Sonstige Kapitalanlagen | ||||
| 1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 2.008.758 | 1.962.173 | – | 1.962.173 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.057.215 | 1.035.356 | – | 1.035.356 |
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 108.047 | – | 112.313 | 112.313 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 6.057.377 | – | 6.195.484 | 6.195.484 |
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 89.900 | – | 89.900 | 89.900 |
| 6. Andere Kapitalanlagen | 133.597 | 125.457 | – | 125.457 |
| 7. Summe A.III. | 9.454.894 | 3.122.986 | 6.397.697 | 9.520.683 |
| Summe A. Summe der Kapitalanlagen | 9.879.781 | 3.249.277 | 6.736.205 | 9.985.482 |
| Unterschied zum Bilanzwert | 105.700 | |||
| Agien und Disagien | –13.487 | – | – | – |
| Summe Kapitalanlagen inkl. Agien und Disagien | 9.866.294 | 3.249.277 | 6.736.205 | 9.985.482 |
| Unterschied zum Bilanzwert inkl. Agien und Disagien | 119.187 |
Die Umstellung der Bewertungsmethode von Mark-to-model zur Bewertungsmethode Mark-to-market, wie in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben, führte zu einer Verringerung der beizulegenden Zeitwerte um 18,1 Mio. Euro.
Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital
Aufgrund der Neufassung des § 272 Absatz 1 Satz 3 HGB durch BilMoG sind nicht eingeforderte ausstehende Einlagen nun offen von dem Posten gezeichnetes Kapital abgesetzt worden und das eingeforderte Kapital wurde in der Hauptspalte der Passivseite ausgewiesen.
A.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
Der Bilanzwert der fremdgenutzten Grundstücke und Bauten betrug 2,1 Mio. Euro (2009: 2,1 Mio. Euro).
A.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
Bei Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen bestand am Ende des Geschäftsjahres eine Nachzahlungsverpflichtung in Höhe von 1,7 Mio. Euro gegenüber einem Fonds, der vornehmlich in unterbewertete Unternehmen investiert mit dem Ziel, durch Restrukturierung Wertsteigerungen zu erzielen. Hierbei wurden besonders sogenannte „Leveraged Buy Out“-Strategien verfolgt. Zu kontrollierende Faktoren bei diesem Investment bezogen sich auf mögliche Unsicherheiten im Cashflow sowie auftretende Risiken bezüglich der Liquidität, der Bewertung, der Insolvenz und des Zinses.
Eine weitere Zahlungsverpflichtung existierte bei den Beteiligungen in Höhe von 4,7 Mio. Euro. Diese resultierte aus dem Investment in einen schwerpunktmäßig im europäischen Wirtschaftsraum investierten Immobilienfonds. Dem Ziel der Realisierung stabiler Mittelzuflüsse durch Mieterträge sowie der realen Werterhaltung in einem inflationären Umfeld standen Risiken wie steigende Liegenschaftszinsen und Mietausfälle gegenüber.
Pflichtangaben nach § 285 Nr. 11 und Nr. 11 a) HGB
An folgenden Unternehmen sind wir mit mindestens 20 % beteiligt
| in Tsd. Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| AXA Krankenversicherung Ges. für die Betreuung von Maklern u. Mehrfachagenten mbH, Köln * | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100 % | 100,0 % |
| Eigenkapital | 1.505 | 693 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres ** | 812 | –66 |
| Win Health Consulting GmbH, Wiesbaden | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 100,0 % | 100,0 % |
| Eigenkapital | 1.229 | 925 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres ** | 304 | 189 |
| DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K1 KG, Wiesbaden *** | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 94,9 % | 94,9 % |
| Eigenkapital | 5.486 | 5.479 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 133 | 126 |
| DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K2 KG, Wiesbaden *** | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 94,9 % | 94,9 % |
| Eigenkapital | 36.776 | 40.205 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 951 | 1.459 |
| DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K3 KG, Wiesbaden *** | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | 94,9 % | 94,9 % |
| Eigenkapital | 24.818 | 33.063 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 555 | 850 |
| PGV Maklerservice GmbH, Hamburg **** | ||
| Anteil am Gesellschaftskapital | ||
| Eigenkapital | 49,0 % | |
| Ergebnis des Geschäftsjahres |
* Kaufdatum 31. März 2010
** Zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichtes lag nur ein vorläufiges Geschäftsergebnis 2010 vor.
*** Die AXA Krankenversicherung AG ist unbeschränkt haftende Komplementärin.
**** Neugründung 1. Juni 2010, Abschluss wird erst Ende März 2011 erstellt
Am 14. Januar 2011 hat die AXA Krankenversicherung AG als persönlich haftende Gesellschafterin ihre Beteiligungenan der DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K1 KG, Wiesbaden, (DWK K1 KG) und der DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K3 KG, Wiesbaden, (DWK K3 KG) im Wege der Sonderrechtsnachfolge auf die DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K2 KG, Wiesbaden, (DWK K2 KG) übertragen. Die DWK K1 KG und DWK K3 KG sind damit aufgelöst und werden aus dem Handelsregister gelöscht.
A.III. Sonstige Kapitalanlagen
Infolge von Kreditzusagen für Hypothekendarlehen an Kunden bestanden im Zuge der Immobilienfinanzierung aus zugesagten Baudarlehen Auszahlungsverpflichtungen in Höhe von 56,9 Mio. Euro aus herausgelegten Vertragsangeboten für Baudarlehen, die jedoch vom Kunden noch nicht unterschrieben zurückgesendet wurden. Die Chance dieses Geschäftes ist in der Erhöhung des Bestandsvolumens und der gleichzeitigen Erhöhung des Zinsvolumens zu sehen, während das Risiko lediglich im Ausfall der Hypothekenbesicherung existiert.
Es entfielen 2,4 Mio. Euro auf einen Pool von Mezzanine-Darlehen, mit dem eine Rendite mit einem LIBOR/EURIBOR angemessenen Renditeaufschlag (Spread) erzielt werden sollte. Es eröffnete ferner die Möglichkeit, durch Garantien am Unternehmenserfolg zu partizipieren. In seiner Klassifizierung handelte es sich bei diesem Investment um ein nachrangiges Darlehen, bei dem bei einer Insolvenz des Unternehmens mit einem Teil- oder Totalausfall gerechnet werden musste. Dieses Risiko wurde wiederum durch einen höheren Spread (im Vergleich zu vorrangig zu bedienendem Fremdkapital) abgegolten.
Eine Zahlungsverpflichtung in Höhe von 2,9 Mio. Euro resultierte aus dem Investment in einen schwerpunktmäßig in Gesundheitsimmobilien im deutschsprachigen Markt investierten Immobilienfonds. Dem Ziel der Realisierung stabiler Mittelzuflüsse durch Mieterträge sowie der realen Werterhaltung in einem inflationären Umfeld standen Risiken wie steigende Liegenschaftszinsen und Mietausfälle gegenüber.
Zahlungsverpflichtungen aus der Abnahme von Namensschuldverschreibungen beliefen sich auf eine Höhe von 280 Mio. Euro. Bei Abschluss einer solchen Transaktion wurden Zinskonditionen direkt festgesetzt, die bei entsprechender Marktentwicklung (niedrigerer Marktzins) zu höheren Zinserträgen und steigenden Marktwerten der Papiere führen. Bei höheren Marktzinsen ergibt sich eine inverse Situation.
Zuordnung von Kapitalanlagen zum Anlagevermögen gemäß § 341b Absatz 2 HGB
Auf der Grundlage nachfolgender Darstellungen nahm die AXA Krankenversicherung AG die Möglichkeit (gemäß § 341b HGB) in Anspruch, indem Kapitalanlagen dem Anlagevermögen zugeordnet wurden, weil sie dazu bestimmt waren, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen.
Die Entscheidung über die Zweckbestimmung der Kapitalanlagen war mit Beschluss des Vorstandes der AXA Krankenversicherung AG wie folgt getroffen worden:
1. Im Geschäftsjahr 2010 waren Kapitalanlagen mit einem Buchwert von 4.437,0 Mio. Euro dem Anlagevermögen zugeordnet worden (2009: 3.336,6 Mio. Euro). Dies entsprach einem Anteil von 40,9 % an den gesamten Kapitalanlagen (2009: 33,7 %).
2. Grundlage für die Bestimmung
Die Bestimmung, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, wurde aus folgenden Indikatoren abgeleitet:
| 2.1. Die AXA Krankenversicherung AG ist in der Lage, die dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen so zu verwenden, dass sie dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen können. | |
| 2.2. Aufgrund der laufenden Liquiditätsplanung besitzt die AXA Krankenversicherung AG die Fähigkeit zur Daueranlage der betreffenden Kapitalanlagen. | |
| 2.3. Die dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen werden in der Buchhaltung jeweils auf gesonderten Konten von den anderen Wertpapieren getrennt erfasst. Eine depotmäßige Trennung von Anlage- und Umlaufvermögen ist gewährleistet. |
3. Voraussichtlich dauernde Wertminderung
Bei den dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen wurden Abschreibungen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung (gemäß § 341b HGB) vorgenommen.
Die Methoden für die Beurteilung der voraussichtlich dauernden Wertminderung bei Aktien, Investmentanteilen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren wurden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.
Bei Investmentanteilen, die überwiegend Rentenpapiere beinhalteten und stille Lasten auswiesen, ergab sich die Notwendigkeit für eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 20,1 Mio. Euro.
Die Methoden für die Beurteilung der voraussichtlich dauernden Wertminderung bei Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren wurden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.
Zum 31. Dezember 2010 waren dem Anlagevermögen Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 887,1 Mio. Euro zugeordnet, die stille Lasten auswiesen. Die Zeitwerte dieser Kapitalanlagen lagen um 127,9 Mio. Euro unter den entsprechenden Buchwerten. Wir gingen nach Prüfung der Kriterien bezüglich einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung, aufgrund unserer langfristigen Halteabsicht sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung, von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus. Die Kriterien der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wurden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.
Zum 31. Dezember 2010 sind dem Anlagevermögen andere nicht festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 33,0 Mio. Euro zugeordnet, die stille Lasten ausweisen. Die Zeitwerte dieser Kapitalanlagen liegen um 3,1 Mio. Euro unter den entsprechenden Buchwerten. Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung, aufgrund unserer langfristigen Halteabsicht sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus. Die Kriterien der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.
Weiterführende Angaben zu Anteilen oder Anlageaktien an inländischen Investmentvermögen (im Sinne des § 1 InvG) oder vergleichbaren ausländischen Investmentanteilen (im Sinne des § 2 Absatz 9 InvG) aufgegliedert nach Anlagezielen wurden unter der entsprechenden Anhangsangabe erläutert.
Weiterführende Angaben zu Kapitalanlagen, die dem Anlagevermögen zugeordnet werden
Zum 31. Dezember 2010 wurden dem Anlagevermögen Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen mit einem Buchwert von 16,1 Mio. Euro zugeordnet, die stille Lasten auswiesen. Die Zeitwerte dieser Kapitalanlagen lagen um 0,5 Mio. Euro unter den entsprechenden Buchwerten. Wir gingen nach Prüfung der relevanten Bewertungskriterien sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus.
| Nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertete Kapitalanlagen | ||
|---|---|---|
| in Tsd. Euro | Bilanzwerte | 2010 Zeitwerte |
| --- | --- | --- |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 310.000 | 337.373 |
| Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 2.566.767 | 2.479.789 |
| Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.560.200 | 1.472.561 |
| Summe Wertpapiere | 4.436.967 | 4.289.723 |
| Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert | –147.244 |
B.III. Sonstige Forderungen
| in Tsd. Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| darin enthalten: Forderungen an verbundene Unternehmen |
18.149 | 67.083 |
| Forderungen an die Finanzbehörde | 3.582 | 22.936 |
| Sonstige Forderungen aus Kapitalanlagen | 55 | 20.609 |
| Noch zuzuordnende Zahlungsvorgänge aufgrund vorgezogener Buchungsschlusstermine | 1.612 | 2.374 |
| Heimfallverpflichtung Bad Pyrmont | 2.462 | 2.388 |
B.IV. Forderungen aus weiterer Kapitaleinzahlungsverpflichtung
| in Tsd. Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Forderung aus weiterer Kapitaleinzahlungsverpflichtung | 27.193 | 27.193 |
Es bestand eine weitere Kapitaleinzahlungsverpflichtung der WinCom Versicherungs-Holding AG (ehemals DBV Holding AG) in Höhe von 27.193.205,52 Euro gegenüber der AXA Krankenversicherung AG. Diese Forderung stellte eine Fortführung des Einzahlungsanspruches auf ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital dar, die bis zum 31. Dezember 2007 in der 2008 auf die AXA Krankenversicherung AG verschmolzenen DBV-Winterthur Krankenversicherung AG bestand. Der weitere Einzahlungsanspruch wird zu dem Zeitpunkt und in anteilig entsprechendem Umfang wie der Einzahlungsanspruch auf die ausgegebenen, zu 25 % teileingezahlten Aktien fällig.
C.II. Andere Vermögensgegenstände
Durch die Migration der Leistungssysteme der AXA Krankenversicherung AG mit der DBV-Winterthur Krankenversicherung AG wurde durch die Vereinheitlichung der Prozesse Schadenzahlungen der AXA Krankenversicherung AG in Höhe von 35.039 Tsd. Euro erstmals abgegrenzt. Siehe auch Erläuterungen zu I.5. b) „Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle“.
D. Rechnungsabgrenzungsposten
Der Posten „sonstige Rechnungsabgrenzung“ enthielt auf die Folgejahre entfallende Agiobeträge zu den sonstigen Ausleihungen in Höhe von 14.587 Tsd. Euro (2009: 19.027 Tsd. Euro).
Passiva
A.I. Eingefordertes Kapital
Das gezeichnete Kapital der AXA Krankenversicherung AG betrug per 31. Dezember 2010 34.004.400,64 Euro und war in 13.282.969 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt.
Aufgrund der Neufassung des § 272 Absatz 1 Satz 3 HGB durch das BilMoG wurden nicht eingeforderte ausstehende Einlagen offen von dem Posten „gezeichnetes Kapital“ abgesetzt und das eingeforderte Kapital wurde erstmals in der Hauptspalte der Passivseite ausgewiesen. Die korrespondierende Position „Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital“ auf der Aktivseite wurde aufgrund der geänderten Bilanzdarstellung entsprechend nicht mehr aufgeführt.
A.III. Andere Gewinnrücklagen
Im Rahmen der Erstanwendung des BilMoG für sonstige Rückstellungen, die vor dem 1. Januar 2010 bereits passiviert waren, ergab sich ein Auflösungsbetrag der sonstigen Rückstellungen in Höhe von 504 Tsd. Euro, der nach Artikel 67 Absatz 1 Satz 3 EGHGB erfolgsneutral in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt wurde.
B. Nachrangige Verbindlichkeiten
Die AXA Krankenversicherung AG hat im Geschäftsjahr 2005 ein nachrangiges Darlehen in Höhe von 20 Mio. Euro bei der AXA Konzern AG aufgenommen, das sich in zwei Tranchen von jeweils 10 Mio. Euro aufteilte. Tranche A hat eine Laufzeit von 15 Jahren und Tranche B eine unbefristete Laufzeit. Das Nachrangdarlehen – Tranche A und Tranche B – ist frühestens am 23. Dezember 2012 zurückzuzahlen. Das Darlehen dient der Stärkung unserer Eigenmittel.
C. Sonderposten mit Rücklageanteil
Die AXA Krankenversicherung AG hat den aus dem Gewinn des Verkaufs eines Grundstückes in 2006 gebildeten Sonderposten mit Rücklageanteil gemäß § 6b EStG in Höhe von 827 Tsd. Euro auf ein neues Grundstück übertragen und aufgelöst.
D.II. Deckungsrückstellung
Bestandteil der Deckungsrückstellung war auch die Alterungsrückstellung, die bei Kündigung eines Vertrages für die Krankheitskostenversicherung sowie die Pflegepflichtversicherung zum 31. Dezember des Geschäftsjahres und dem gleichzeitigen Abschluss eines entsprechenden neuen Vertrages bei einem anderen privaten Krankenversicherer an den neuen Versicherer übertragen wurde (Übertragungswert). Per 31. Dezember 2010 wurden in der Deckungsrückstellung Übertragungswerte in Höhe von 5.802 Tsd. Euro berücksichtigt.
In 2010 wurden per Bartransfer 8.494 Tsd. Euro (2009: 195,7 Tsd. Euro) überwiesen, während wir 7.339 Tsd. Euro (2009: 406,8 Tsd. Euro) von anderen Unternehmen erhielten. Die daraus resultierenden Aufwendungen und Erträge wurden in den versicherungstechnischen Aufwendungen und versicherungstechnischen Erträgen gebucht.
D.IV. Rückstellung für die erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung*
| in Tsd. Euro | Zerlegung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung und Betrag gemäß § 12a VAG | |||
|---|---|---|---|---|
| Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Rückstellung für erfolgsabhängige Beitrags- rückerstattung |
poolrelevante RfB aus der PPV |
Betrag gemäß § 12a (3) VAG |
Sonstiges | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Bilanzwerte Vorjahr | 193.204 | 113.271 | 10.149 | 1.884 |
| 1.1 Umbuchung | –355 | 355 | – | – |
| 2. Entnahme zur Verrechnung | ||||
| 2.1 Verrechnung mit Alterungsrückstellungen | –63.732 | –67.105 | –5.747 | – |
| 2.2 Verrechnung mit laufenden Beiträgen | –206 | |||
| 3. Entnahme zur Barausschüttung | –85.146 | –655 | ||
| 4. Zuführung | 146.620 | 25.204 | 10.154 | 153 |
| 5. Bilanzwerte Geschäftsjahr | 190.385 | 71.725 | 14.556 | 1.382 |
| 6. gesamter Betrag des Geschäftsjahres gemäß § 12a VAG | 37.539 |
* Aufstellung gemäß Formblatt 1 des PKV-Verbandes. Der Vorjahreswert der AXA Krankenversicherung AG ist aus der Bilanz ersichtlich.
E.I. Pensionsrückstellung
Die leistungsorientierten Pensionszusagen, welche im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren, wurden teilweise durch Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Absatz 2 HGB gesichert. Die durch die Unternehmen unwiderruflich auf den Trust, den DBV-Winterthur Vorsorge e. V., übertragenen Finanzmittel wurden ausschließlich zur Bedeckung der von den Mitgliedsunternehmen an deren Mitarbeiter erteilten Pensionszusagen verwendet und waren durch Verpfändung der Ansprüche aus den Vermögenswerten an die Versorgungsberechtigten dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen. Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Nach § 246 Absatz 2 HGB wurden zudem die Zinsaufwendungen für die Altersversorgung vermindert um die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen ausgewiesen.
Zusätzlich bestanden Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung. Diesen Pensionsverpflichtungen standen Erstattungsansprüche aus kongruenten, konzerninternen Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe gegenüber (592 Tsd. Euro), welche an den Versorgungsberechtigten verpfändet wurden. Dabei entsprach der Zeitwert den historischen Anschaffungskosten. Bei den Rückdeckungsversicherungungen handelte es sich um Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Absatz 2 HGB, sodass aufgrund der Saldierung auf einen Ausweis verzichtet werden konnte. Der Aufwand für diese Pensionszusagen war gleich dem Beitragsaufwand zu den Rückdeckungsversicherungen und wurde von den Arbeitnehmern getragen.
| Barwert Pensionsverpflichtung | 37.738 Tsd. Euro |
| Zeitwert des Deckungsvermögens | 25.793 Tsd. Euro |
| Bilanzierte Nettoverpflichtung | 11.945 Tsd. Euro |
Der Zeitwert des Deckungsvermögens entsprach dem Deckungskapital der zugrundeliegenden Rückdeckungsversicherungen und flüssigen Mitteln und damit den Anschaffungskosten.
Darüber hinaus ergab sich insgesamt ein Nettozinsaufwand von 1.155 Tsd. Euro, der sich aus 2.173 Tsd. Euro Zinsaufwendungen in Bezug auf die Pensionsrückstellung und 1.018 Tsd. Euro Zinserträge auf das Deckungsvermögen zusammensetzte.
Gemäß der Übergangsregelung des Artikel 67 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG-Vorschriften in Bezug auf Pensionsrückstellungen galt, bestand ein noch nicht ausgewiesener Zuführungsbetrag in Höhe von 5.308 Tsd. Euro, welcher bis spätestens zum 31. Dezember 2024 zu mindestens einem Fünfzehntel pro Jahr zugeführt wird.
Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden folgende Berechnungsfaktoren angewandt:
| Rechnungszins | 5,16 % |
| Rentenanpassung | 2,0 % |
| Gehaltsdynamik | 2,5 % |
E.II. Steuerrückstellung
Hinsichtlich der Abzinsung der Steuerrückstellungen hat die AXA Krankenversicherung von dem Wahlrecht nach Artikel 67 Absatz 1 Satz 2 EGHGB Gebrauch gemacht und keine Abzinsung vorgenommen. Die daraus resultierende Überdeckung in dieser Position betrug gemäß Artikel 67 Absatz 1 Satz 4 EGHGB 2.357 Tsd. Euro.
E.III. Sonstige Rückstellungen
| in Tsd. Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| darin enthalten: Rückstellung für Restrukturierung |
2.071 | 6.742 |
| Rückstellung für Zinsen gemäß § 233 AO | 10.043 | 2.339 |
| Rückstellung für drohende Verluste aus Derivaten | 0 | 910 |
Die Verminderung der Rückstellung für Restrukturierung resultierte im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme in Höhe von 1,6 Mio Euro sowie aus der Auflösung des nicht in Anspruch genommenen Teils in Höhe von 2,9 Mio Euro. In Höhe von 504 Tsd. Euro hat sich die Rückstellung vermindert, da diese eine Laufzeit größer einem Jahr aufweist und demnach erstmals aufgrund von BilMoG gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB mit dem hierfür von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätzen abgezinst wurde.
Die Zuführung zu der Rückstellung für Zinsen gemäß § 233a AO ergab sich unter anderem aus der Erhöhung des Erfüllungsbetrags aufgrund von BilMoG gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB.
G.III. Sonstige Verbindlichkeiten
| in Tsd. Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| darin enthalten: Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
92.369 | 93.046 |
| Noch zuzuordnende Zahlungsvorgänge aufgrund vorgezogener Buchungsschlusstermine | 217 | 5.769 |
| Sonstige Verbindlichkeiten aus Kapitalanlagen | 4.620 | 4.600 |
Der Gesamtbetrag der sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren belief sich auf 102 Tsd. Euro.
H. Rechnungsabgrenzungsposten
| in Tsd. Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| darin enthalten: auf Folgejahre entfallende Disagiobeträge aus |
||
| Schuldscheinforderungen | 15.995 | 18.547 |
| Namensschuldverschreibungen | 11.799 | 13.954 |
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
I.1.a) Gebuchte Bruttobeiträge
| in Tsd. Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft | ||
| Einzel-Gruppenversicherungen | ||
| Einzelversicherungen | 2.239.711 | 2.145.937 |
| Gruppenversicherungen | 55.361 | 52.745 |
| Gesamt | 2.295.072 | 2.198.682 |
| – untergliedert nach | ||
| laufenden Beiträgen | 2.281.320 | 2.185.922 |
| Einmalbeiträgen | 13.752 | 12.760 |
| Gesamt | 2.295.072 | 2.198.682 |
| – aus | ||
| Krankheitskostenvollversicherungen | 1.834.139 | 1.745.807 |
| Krankentagegeldversicherungen | 78.608 | 79.889 |
| Krankenhaustagegeldversicherungen | 36.718 | 38.628 |
| Krankheitskostenteilversicherungen | 122.785 | 121.914 |
| Pflegepflichtversicherungen | 170.726 | 164.170 |
| – davon Mitversicherungsvertrag Bahn/Post (GPV) | 17.213 | 14.703 |
| Ergänzende Pflegezusatzversicherungen | 36.928 | 33.953 |
| Spezielle Ausschnittsversicherungen | 9 | 9 |
| Auslandsreisekrankenversicherungen | 15.159 | 14.312 |
| Gesamt | 2.295.072 | 2.198.682 |
| Pauschalwertberichtigung | –15.797 | –3.570 |
| 2.279.275 | 2.195.112 | |
| in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft | ||
| Gesamt | 804 | 669 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft | 2.280.079 | 2.195.781 |
In den Beiträgen enthalten waren Beitragszuschläge gemäß § 12 Absatz 4a VAG und § 12e VAG in Höhe von 99.885 Tsd. Euro (2009: 99.222 Tsd. Euro).
Rückversicherungssaldo
Der Rückversicherungssaldo von 114 Tsd. Euro (2009: 1.034 Tsd. Euro) zugunsten des Rückversicherers setzte sich zusammen aus den Beiträgen des Rückversicherers und den Anteilen des Rückversicherers an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle, den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb und den Veränderungen der Bruttodeckungsrückstellung.
| Anzahl der versicherten natürlichen Personen | ||
|---|---|---|
| 2010 | 2009 | |
| --- | --- | --- |
| gegen laufenden Beitrag | ||
| Krankheitskostenvollversicherungen | 737.573 | 724.736 |
| Krankentagegeldversicherungen | 209.288 | 212.129 |
| Krankenhaustagegeldversicherungen | 457.927 | 461.989 |
| Krankheitskostenteilversicherungen | 490.085 | 478.536 |
| Pflegepflichtversicherungen | 798.135 | 784.840 |
| – davon GPV | 69.677 | 71.413 |
| Ergänzende Pflegezusatzversicherungen | 136.421 | 113.587 |
| Auslandsreisekrankenversicherungen | 867 | 845 |
| Gesamt | 1.458.768 | 1.439.639 |
| gegen Einmalbeitrag | ||
| Krankentagegeldversicherungen | 1.212 | 1.523 |
| Krankheitskostenteilversicherungen | 2.803 | 484 |
| Restschuld-/Lohnfortzahlungsversicherungen | – | – |
| Spezielle Ausschnittsversicherungen | 900 | 900 |
| Auslandsreisekrankenversicherungen | 1.021.986 | 1.114.783 |
| Gesamt 1 | 4.015 | 2.007 |
1 Zuordnung der Versicherungstarife gemäß PKV-Verband
I.2. Beiträge aus der Bruttorückstellung für Beitragsrückerstattung
| in Tsd. Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft | ||
| aus | ||
| Einzelversicherungen | 133.490 | 106.229 |
| Gruppenversicherungen | 3.300 | 2.606 |
| Gesamt | 136.790 | 108.835 |
| untergliedert nach | ||
| laufenden Beiträgen | 206 | 218 |
| Einmalbeiträgen | 136.584 | 108.617 |
| Gesamt | 136.790 | 108.835 |
| aus | ||
| Krankheitskostenvollversicherungen | 66.437 | 105.491 |
| Krankentagegeldversicherungen | 317 | 554 |
| Krankenhaustagegeldversicherungen | 15 | 2 |
| Krankheitskostenteilversicherungen | 2.916 | 2.403 |
| Ergänzende Pflegezusatzversicherungen | – | 386 |
| Pflegepflichtversicherungen | 67.105 | – |
| – davon Mitversicherungsvertrag Bahn/Post (GPV) | 11.687 | – |
| Gesamt | 136.790 | 108.835 |
| aus | ||
| erfolgsabhängiger Beitragsrückerstattung | 63.938 | 91.075 |
| erfolgsunabhängiger Beitragsrückerstattung | 72.852 | 17.761 |
| Gesamt | 136.790 | 108.835 |
I.5. b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Abwicklungsergebnis aus Schadenrückstellung Vorjahr des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts
| in Tsd. Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| 1) Zuführung zur Schadenrückstellung | 84.694 | 21.924 |
| 2) Abwicklungsergebnis aus Schadenrückstellung Vorjahr gesamt | ||
| gesamte Vorjahresleistungen | –366.956 | –350.987 |
| gesamte Rückstellung Vorjahr | 380.642 | 358.719 |
| gesamtes Abwicklungsergebnis | 13.686 | 7.732 |
Im Geschäftsjahr 2010 ergaben sich bei den Leistungsauszahlungen Vorjahr – entsprechend der Marktentwicklung – gestiegene Leistungsaufwendungen. Die Vorjahresleistungen von 350.987 Tsd. Euro in 2009 stiegen 2010 um 15.969 Tsd. Euro auf 366.956 Tsd. Euro. Hieraus ergab sich ein positives Abwicklungsergebnis in Höhe von 13.686 Euro (2009: 7.732 Tsd. Euro). Die Zuführung zur Schadenrückstellung wurde im Geschäftsjahr 2010 durch die Migration der Leistungssysteme von AXA Krankenversicherung AG und der ehemaligen DBV-Winterthur Krankenversicherung AG beeinflusst. Aufgrund der Vereinheitlichung von Berechnungsstichtagen wurden 35.039 Tsd. Euro zusätzlich zugeführt.
I.9. b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen
Bei den Kapitalanlagen haben wir 22.757 Tsd. Euro (2009: 134.045 Tsd. Euro) außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Absatz 3 Satz 3 HGB vorgenommen.
II.1. Sonstige Erträge
| in Tsd. Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Sonstige Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 2.975 | 377 |
| Sonstige Erträge aus Zinsen § 233a AO | 1.301 | 0 |
| Eingang auf abgeschriebene Forderungen | 5.458 | 499 |
II.2. Sonstige Aufwendungen
In dieser Position waren 2.142 Tsd. Euro (2009: 12.392 Tsd. Euro) Aufwendungen für die Integration der DBV-Winterthur Versicherungen enthalten. Erstmals wurden Kosten in Höhe von 2.081 Tsd. Euro für Maßnahmen zur weiteren Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit erfasst. Darüber hinaus waren in Höhe von 340 Tsd. Euro Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen, die nach BilMoG erstmals gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB diskontiert wurden, enthalten.
Währungsaufwendungen entstanden in Höhe von 126 Tsd. Euro (2009: 28 Tsd. Euro)
II.5. Außerordentliche Aufwendungen
Gemäß Artikel 67 EGHGB entstanden aus der Umstellung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 5.903 Tsd. Euro.
Der Betrag setzte sich zusammen aus:
| in Tsd. Euro | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Erhöhung des Erfüllungsbetrages für Zinsen nach § 233a AO | 3.929 | 0 |
| Verrechnung der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen der AXA Konzern AG | 1.595 | 0 |
| Zuführungsbetrag zu Pensionsrückstellungen | 379 | 0 |
II.7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Im Berichtsjahr wurden Steueraufwendungen in Höhe von 25.919 Tsd. Euro ausgewiesen. Die Position enthielt im Wesentlichen Gewerbesteuer des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von 11.045 Tsd. Euro (2009: 3.119 Tsd. Euro), Körperschaftsteuer des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von 10.489 Tsd. Euro (2009: 2.938 Tsd. Euro), Solidaritätszuschlag des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von 577 Tsd. Euro (2009: 162 Tsd. Euro) und eine Verminderung der aktiven latenten Steuern des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von 3.048 Tsd. Euro (2009: –25.889 Tsd. Euro).
Zudem ergab sich unterjährig ein erfolgsneutraler Effekt aus einer Korrektur hinsichtlich der steuerlichen Berücksichtigung von Abschreibungen auf Kapitalanlagen für das Jahr 2009. Hieraus ergab sich ein Steueraufwand für Vorjahre in Höhe von 10.104 Tsd. Euro, welcher durch die Bildung aktiver latenter Steuern in Höhe von 10.240 Tsd. Euro kompensiert wurde. Der Unterschiedsbetrag resultierte aus Steuersatzabweichungen, da für latente Steuern konzerneinheitlich 32,0 % angesetzt wurden.
II.9. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne
Im Geschäftsjahr 2010 verblieb ein Gewinn von 33 Mio. Euro (2009: 18 Mio. Euro), der aufgrund des Gewinnabführungsvertrages vom 15. Oktober 2009 an die WinCom Versicherungs-Holding AG (als Rechtsnachfolgerin der DBV Holding AG) abgeführt wurde.
II.10. Jahresüberschuss
Da der Jahresüberschuss aufgrund des Gewinnabführungsvertrages an die WinCom Versicherungs-Holding AG abgeführt wurde, weist unsere Gesellschaft für 2010 keinen Bilanzgewinn aus.
| Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen | ||
|---|---|---|
| in Tsd. Euro | 2010 | 2009 |
| --- | --- | --- |
| 1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft |
147.178 | 156.781 |
| 2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB | 0 | 1.414 |
| 3. Löhne und Gehälter | 1.363 | 778 |
| 4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | 6 | 5 |
| 5. Erträge/Aufwendungen für Altersversorgung | –1.705 | 3.826 |
| Aufwendungen gesamt | 146.841 | 162.804 |
Der Ertrag bei der Altersversorgung im Geschäftsjahr 2010 ergab sich aus der Auflösung der Pensionsrückstellung.
Sonstige Angaben
Angaben nach § 251 HGB
Im Bereich der Pensionsrückstellungen wurden Vermögensgegenstände zur Sicherung auf den DBV Winterthur Vorsorge e. V. übertragen. Zudem erfolgt eine Verpfändung der Erstattungsansprüche aus der Entgeltumwandlung an den Versorgungsberechtigten. Insgesamt beläuft sich die Summe auf 25,8 Mio. Euro (2009: 26,9 Mio. Euro). Gemäß § 285 Nr. 27 HGB schätzen wir das Risiko für die Inanspruchnahme hieraus aufgrund der Solvabilität der AXA Krankenversicherung AG als sehr gering ein.
Angaben nach § 285 Nr. 3 und 3a HGB
Nachzahlungsverpflichtungen bei verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie bei den sonstigen Kapitalanlagen sind in den Erläuterungen zu den entsprechenden Bilanzpositionen angegeben.
Unsere Gesellschaft hat sich verpflichtet, die PGV Maklerservice GmbH, Hamburg, mit einem Betrag bis zu 1,0 Mio. Euro in einem Zeitraum von drei Jahren als Investitionsbedarf zu unterstützen.
Gemäß §§ 124 ff VAG ist unser Unternehmen – über die Mitgliedschaft im Verband der privaten Krankenversicherung e. V. – dem gesetzlichen Sicherungsfonds für Krankenversicherungsunternehmen angeschlossen. Im Krisenfall ist das Unternehmen verpflichtet, diesem Sicherungsfonds die erforderlichen Mittel bis zur Höhe von maximal zwei Promille der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen zur Erfüllung seiner Aufgaben zur Verfügung zu stellen. Dies entsprach einer Verpflichtung in Höhe von 21,5 Mio. Euro.
Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB
Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 1.365 Tsd. Euro, die des Aufsichtsrats 246 Tsd. Euro. Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 149 Tsd. Euro. Für diese Personengruppe sind zum 31. Dezember 2010 Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von 10.771 Tsd. Euro passiviert worden. Es wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen.
Gemäß der Übergangsregelung des Artikel 67 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG-Vorschriften in Bezug auf Pensionsrückstellungen gilt, bestand ein noch nicht ausgewiesener Zuführungsbetrag in Höhe von 1.644 Tsd. Euro, welcher bis spätestens zum 31. Dezember 2024 zu mindestens einem Fünfzehntel pro Jahr zugeführt wird.
Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB
Die Gesellschaften, von denen die AXA Krankenversicherung AG mehr als 20 % der Anteile besitzt, sind bei Bilanzposition A.II. aufgeführt.
Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB
Bezüglich der Angaben nach § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB über das Abschlussprüferhonorar verweisen wir auf den Konzernabschluss der AXA Konzern AG, in den die AXA Krankenversicherung AG zum 31. Dezember 2010 einbezogen wurde.
Angaben nach § 285 Nr. 19 HGB
Zum Bilanzstichtag befanden sich derivative Finanzinstrumente in Form eines Credit Default Swaps im Bestand, die zu Sicherungszwecken abgeschlossen wurden. Diese außerbörslich gehandelten Derivate wurden mit den an Finanzmärkten etablierten Bewertungsmethoden (zum Beispiel Barwertmethode oder Optionspreismodelle) bewertet.
Die Nominalbeträge des angegebenen Credit Default Swaps als Inhaber betrugen 93,8 Mio. Euro mit einem beizulegenden Zeitwert von –0,1 Mio. Euro.
Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB
Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen oder Unternehmen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden nicht getätigt.
Angaben nach § 285 Nr. 24 und 25 HGB
Die Angaben zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie zu der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden wurden in den Erläuterungen zu der entsprechenden Bilanzposition aufgeführt.
Angaben nach § 285 Nr. 26 HGB
Weiterführende Angaben zu Anteilen oder Anlageaktien an inländischen Investmentvermögen (im Sinne des § 1 InvG) oder vergleichbaren ausländischen Investmentanteilen (im Sinne des § 2 Absatz 9 InvG) aufgegliedert nach Anlagezielen:
| Anlageziel | Marktwert | Buchwert | Reserven/Lasten | Ausschüttungen |
|---|---|---|---|---|
| (in Mio. Euro) | (in Mio. Euro) | (in Mio. Euro) | (in Mio. Euro) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktienfonds | 318 | 336 | –18 | 13 |
| Rentenfonds | 2.011 | 2.081 | –70 | 70 |
| Immobilienfonds | 36 | 36 | 0 | 1 |
| Mischfonds | 0 | 0 | 0 | 0 |
| alternative Investments | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 2.366 | 2.453 | –87 | 84 |
Zum 31. Dezember 2010 wiesen Anteile oder Anlageaktien mit einem Buchwert in Höhe von 336,0 Mio. Euro, die unter der Fondskategorie Aktienfonds ausgewiesen sowie dem Anlagevermögen zugeordnet wurden, stille Lasten in Höhe von –17,9 Mio. Euro aus.
Wir sind nach Prüfung der Kriterien bezüglich einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung sowie aufgrund unserer Erwartung der zukünftigen Aktienmarktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Anteile bzw. Anlageaktien ausgegangen. Die Kriterien der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wurden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.
Zum 31. Dezember 2010 wiesen Anteile oder Anlageaktien mit einem Buchwert in Höhe von 1.658,6 Mio. Euro, die unter der Fondskategorie Rentenfonds ausgewiesen sowie dem Anlagevermögen zugeordnet wurden, stille Lasten in Höhe von –76,85 Mio. Euro aus.
Wir sind nach Prüfung der Kriterien bezüglich der erwarteten Rückzahlungen sowie aufgrund unserer Erwartung der zukünftigen Zinsentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Anteile bzw. Anlageaktien ausgegangen.
Aufsichtsrat
Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB
Gernot Schlösser (seit 1. Januar 2010)
Vorsitzender (seit 13. Januar 2010)
Vorsitzender des Vorstandes i. R. der
AXA Krankenversicherung AG
Bergisch Gladbach
Dr. Manfred Zipperer
stellv. Vorsitzender
Ministerialdirektor a. D.
St. Augustin
Hans-Richard Adenauer
Geschäftsführer der
Deutscher Beamtenwirtschaftsbund (BWB) GmbH
Rheinbreitbach
Rolf Busch (seit 25. März 2010)
Landesvorsitzender des
tlv thüringer lehrerverband
Bad Lobenstein
Klaus Dauderstädt
Bundesvorsitzender der
GdS Gewerkschaft der Sozialversicherung
Meckenheim
Dr. Walter Donhauser
Geschäftsführer der
Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns
Feldafing
Dr. Ludwig Eckinger (bis 25. März 2010)
Ehrenvorsitzender des
VBE Verband Bildung und Erziehung e. V.
Mainz
Dr. Rainer Hess
Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses von
Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen
Rösrath
Gert Schröder
Angestellter
Overath
Prof. Dr. J.-Matthias Graf von der Schulenburg
Direktor des Instituts für Versicherungsbetriebslehre
der Universität Hannover,
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Hannover
Vorstand
Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB
Dr. Frank Keuper (seit 18. Januar 2010)
Vorsitzender
Konzernkommunikation, Konzernrevision,
Konzernstrategie und Portfoliosteuerung
Dr. Patrick Dahmen
Rechnungswesen, Planung, Controlling,
Steuern, Risikomanagement
Wolfgang Hanssmann (seit 8. Februar 2010)
Exklusivvertrieb, Direktvertrieb, Marketing
Jens Hasselbächer (seit 12. Oktober 2010)
Kunden- und Partnerservice
Bernd Jung (17. Mai 2010 bis 31. August 2010)
Chief Operating Officer (COO) / Kundendienst
Thomas Michels
Geschäfts- und Produktpolitik, Maklervertrieb,
Firmen-, Verbände- und Spezialgeschäft,
Mathematik, Leistungs- und Gesundheitsmanagement
Ulrich C. Nießen (seit 18. Januar 2010)
Personal, Recht und Compliance, Zentrale Dienste
Dr. Heinz-Jürgen Schwering (seit 18. Januar 2010)
Kapitalanlagen, Asset Liability Management
Jens Wieland (seit 18. Januar 2010)
Informationstechnologie, Organisation und Prozesse
Angaben nach § 285 Nr. 14 HGB und § 160 Absatz 1 Nr. 8 AktG
Nach den vorliegenden Mitteilungen gemäß § 20 Absatz 1 und Absatz 4 AktG hält die WinCom Versicherungs-Holding AG, Köln, 56,3 % und die AXA Konzern AG, Köln, 43,7 % am Grundkapital unserer Gesellschaft. Es besteht ein Beherrschungsvertrag mit der AXA Konzern AG, Köln, und ein Gewinnabführungsvertrag mit der WinCom Versicherungs-Holding AG.
Im Verhältnis zur AXA Konzern AG, Köln, sind wir ein Konzernunternehmen im Sinne der §§ 15 ff. AktG in Verbindung mit § 18 Absatz 1 AktG.
Die AXA Krankenversicherung AG, Köln, und ihre Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, sowie in den Konzernabschluss der AXA Konzern AG, Köln, zum 31. Dezember 2010 einbezogen. Die AXA S.A., Paris, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, und die AXA Konzern AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des Marchés Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt. Der Konzernabschluss der AXA Konzern AG wird im elektronischen Bundesanzeiger und im Unternehmensregister des Bundesministeriums für Justiz veröffentlicht. Dieser Konzernabschluss mit dem Konzernlagebericht hat für uns gemäß § 291 Absatz 2 HGB befreiende Wirkung.
Köln, den 9. März 2011
| Dr. Keuper | Dr. Dahmen | Hanssmann |
| Hasselbächer | Michels | Nießen |
| Dr. Schwering | Wieland |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AXA Krankenversicherung Aktiengesellschaft, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 14. März 2011
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
| Alexander Hofmann Wirtschaftsprüfer |
ppa. Elisabeth zu Waldeck und Pyrmont Wirtschaftsprüferin |
Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des gesamten Jahres 2010 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte und in zwei Sitzungen wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes (AktG) über die allgemeine Geschäftsentwicklung sowie über grundlegende Fragen der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstandes, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.
Im schriftlichen Umlaufverfahren im Januar 2010 konstituierte sich der Aufsichtsrat infolge des Ausscheidens von Herrn Dr. Keuper und des Wechsels von Herrn Schlösser in den Aufsichtsrat neu.
In der Sitzung am 25. März 2010 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstandes über den Geschäftsverlauf 2009 und dem vorgelegten Jahresabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für das Geschäftsjahr 2010 vor, die eingehend erörtert wurde. Schwerpunktmäßig befasste sich der Aufsichtsrat zudem mit den Auswirkungen des Wegfalls einer großen Maklerverbindung auf die Gesellschaft.
In einem schriftlichen Umlaufverfahren im September 2010 wurden Beschlüsse zu Vorstandsangelegenheiten gefasst.
Im Rahmen der Sitzung am 11. November 2010 befasste sich der Aufsichtsrat mit der aktuellen Geschäftsentwicklung und der Planung des Geschäftsjahres 2011. Auch wurde die Risikosituation der Gesellschaft eingehend erörtert. Der Vorstand berichtete zum Stand der Umsetzung von Solvency II.
Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand auch in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 sind von der vom Aufsichtsrat zum Abschlussprüfer bestellten PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat nahm den Bericht und die Erläuterungen zustimmend zur Kenntnis. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft. Er billigt den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist.
Im Aufsichtsrat und Vorstand der Gesellschaft haben sich Veränderungen ergeben. Aufgrund eines entsprechenden Aufsichtsratsbeschlusses aus November 2009 wurde der Vorstand der Gesellschaft vergrößert. Entsprechend des Eingangs der BaFin-Genehmigung wurde der Vorstand zum 18. Januar 2010 um die Herren Dr. Keuper, Nießen, Dr. Schwering und Wieland und zum 8. Februar 2010 um Herrn Hanssmann erweitert. Herr Bernd Jung hat sein seit dem 17. Mai 2010 bestehendes Mandat im Vorstand zum 31. August 2010 niedergelegt. Im schriftlichen Umlaufverfahren im September 2010 wurde Herr Jens Hasselbächer zum Mitglied des Vorstandes der Gesellschaft bestellt. Herr Dr. Ludwig Eckinger hat mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 25. März 2010 sein Mandat im Aufsichtsrat der Gesellschaft niedergelegt. Die ordentliche Hauptversammlung vom 25. März 2010 wählte Herrn Rolf Busch mit sofortiger Wirkung zum Mitglied des Aufsichtsrates. Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Mitgliedern des Vorstandes und Aufsichtsrates für ihre Tätigkeit.
Dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Dienstleistungsgesellschaften, die für unsere Gesellschaft tätig geworden sind, gilt für ihre Leistung im Jahr 2010 unser ganz besonderer Dank.
Köln, den 29. März 2011
*Für den Aufsichtsrat
Gernot Schlösser
Vorsitzender*
24-Stunden-Service-Nummern
Kundenservice generell: (0 180 3) 55 66 22
medi-Service: (0 180 1) 44 55 66
Impressum
Herausgeber:
AXA Krankenversicherung AG
Köln
Redaktion:
AXA Konzern AG, Köln
Konzernkommunikation
Satz:
LSD GmbH & Co. KG
Düsseldorf
Printed in Germany

AXA Krankenversicherung AG, Colonia-Allee 10 –20, 51067 Köln
Telefon: (0 180 3) 55 66 22*, E-Mail: [email protected], Internet: www.axa.de
* 9 Cent aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk maximal 42 Cent, jeweils je angefangene Minute