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AXA Annual Report 2010

Jun 7, 2011

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Annual Report

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Publication

AXA Versicherung AG

Köln

Geschäftsbericht 2010

Kennzahlen

2010 2009
Beitragseinnahmen brutto
– in Mio. Euro 3.176 3.259
– Veränderung in % –2,5 –1,8
– Selbstbehalt in % 75,6 75,6
Aufwendungen für Versicherungsfälle f. e. R.
– in Mio. Euro 1.702 1.628
– in % der verdienten Beiträge f. e. R. 70,5 66,4
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f. e. R.
– in Mio. Euro 839 793
– in % der Beitragseinnahmen f. e. R. 34,9 32,2
Schadenrückstellungen in % der Schadenzahlungen f. e. R. 374,4 317,0
Versicherungstechnische Rückstellungen

in Prozent der Beitragseinnahmen f. e. R.
300,4 281,4
Kapitalanlagen in Mio. Euro 8.396 8.455
Nettoverzinsung in % (inklusive Depotforderungen) 3,7 4,6
Ergebnis vor Gewinnabführung in Mio. Euro 97,9 293,6
Gezeichnetes Kapital in Mio. Euro 142,8 164,7
Eigenkapital
– in Mio. Euro 873,0 871,9*
– in % der Beitragseinnahmen f. e. R. 36,3 35,4*
Durchschnittliche Zahl der hauptberuflichen Vertreter 2.686 3.187

f. e. R. = für eigene Rechnung

* angepasste Werte aufgrund geänderter Bilanzgliederung laut Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz

Inhalt

Aufsichtsrat
Vorstand
Lagebericht
Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Überblick über den Geschäftsverlauf
Entwicklung in den Geschäftsfeldern
Privat- und Gewerbekundengeschäft
Industrie- und Firmenkundengeschäft
Der Geschäftsverlauf im Einzelnen
Beitragseinnahmen
Schadenverlauf
Kostenverlauf
Kapitalanlagen
Jahresüberschuss
Eigenkapitalausstattung
Der Geschäftsverlauf
in den wichtigsten Versicherungszweigen
Risiken der zukünftigen Entwicklung
Sonstige Angaben
Nachtragsbericht
Ergebnisabführung
Ausblick und Chancen
Anlagen zum Lagebericht
Jahresabschluss
Bilanz zum 31. Dezember 2010
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Bericht des Aufsichtsrates
Impressum

Aufsichtsrat

Alfred Bouckaert (bis 21. April 2010)

Vorsitzender

Mitglied des Management Board der AXA und Chief Executive Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA (bis 14. März 2010)

Brüssel, Belgien

Jacques de Vaucleroy (seit 21. April 2010)

Vorsitzender (seit 20. Mai 2010)

Chief Executive Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA (seit 15. März 2010)

Brüssel, Belgien

Patrick Lemoine (seit 1. Januar 2010)

stellv. Vorsitzender (seit 20. Mai 2010)

Chief Financial Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA (seit 1. September 2010)

Brüssel, Belgien

Uwe Beckmann

Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der AXA Konzern AG

Sarstedt

Vorstand

Dr. Frank Keuper

Vorsitzender

Konzernkommunikation, Konzernrevision, Konzernstrategie und Portfoliosteuerung

Rainer Brune

Privatkundengeschäft

Dr. Patrick Dahmen

Rechnungswesen, Planung, Controlling, Steuern, Risikomanagement

Wolfgang Hanssmann

Vertrieb, Marketing

Jens Hasselbächer (seit 8. November 2010)

Kunden- und Partnerservice

Dr. Markus Hofmann

Industrie- und Firmenkundengeschäft, Schaden, Rückversicherung

Bernd Jung (15. Juni 2010 bis 31. August 2010)

Chief Operating Officer (COO)/Kundendienst

Ulrich C. Nießen

Personal, Recht & Compliance, Zentrale Dienste

Dr. Heinz-Jürgen Schwering

Kapitalanlagen, Asset Liability Management

Jens Wieland

Informationstechnologie, Organisation und Prozesse

Lagebericht

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Deutsche Wirtschaft: rasanter Konjunkturaufschwung nach der Finanzmarktkrise

Das Geschäftsjahr 2010 stand im Zeichen einer weltweiten Konjunkturbelebung. Besonders die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr wieder kräftig gewachsen. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt um 3,6 % zu. Da 2010 allerdings mehr Arbeitstage als das Vorjahr hatte, ergibt sich nach der Bereinigung um Kalendereffekte eine etwas niedrigere Steigerungsrate von 3,5 %. Mit ihrem deutlichen Wachstum hat sich die deutsche Wirtschaft somit überraschend schnell von der stärksten Rezession der Nachkriegszeit erholt. Diese hatte im Jahr 2009 zu einem preisbereinigten Rückgang des BIP um 4,7 % geführt.

Als wichtige Stütze des konjunkturellen Aufschwungs erwies sich der Außenhandel. So nahmen die Exporte preisbereinigt um 14,2 % und die Importe um 13,0 % zu. Deutliche Wachstumsimpulse kamen aber auch aus dem Inland. Insbesondere in Ausrüstungen wurde mit 9,4 % erheblich mehr investiert als im Vorjahr. Allerdings waren hier 2009 auch die stärksten Rückgänge zu verzeichnen gewesen. Die privaten Konsumausgaben stiegen im Berichtsjahr preisbereinigt um 0,5 %, die staatlichen sogar um 2,2 %.

Die Entwicklung an den Finanzmärkten war erneut von Turbulenzen geprägt. Vor allem die 2010 bekannt gewordenen hohen Staatsdefizite Griechenlands und einiger anderer südeuropäischer Länder sowie Irlands erschütterten das Vertrauen vieler Anleger in die Staatspapiere dieser Länder und lösten teilweise sogar eine Spekulationswelle gegen sie aus. Demgegenüber waren deutsche Staatsanleihen als „sicherer Hafen“ verstärkt nachgefragt. Die Kehrseite der weltweit hohen Nachfrage nach deutschen Zinspapieren waren historisch niedrige Zinssätze, die der Versicherungswirtschaft die Kapitalanlage zu attraktiven Renditen erschwerten.

Der deutsche Arbeitsmarkt profitierte von der starken wirtschaftlichen Erholung. Im Durchschnitt des Jahres 2010 erbrachten rund 40,5 Millionen Erwerbstätige die deutsche Wirtschaftsleistung. Das waren 212.000 Personen oder 0,5 % mehr als ein Jahr zuvor. Damit erreichte die Zahl der Erwerbstätigen hierzulande einen neuen Höchststand. Die nach dem Schema der internationalen Arbeitsorganisation ILO (International Labour Organization) der Vereinten Nationen ermittelte Zahl der Erwerbslosen ging nach vorläufigen Schätzungen um 9,2 % auf 2,9 Millionen zurück.

Das gesamte Volkseinkommen erhöhte sich 2010 um 6,0 % auf 1,9 Billionen Euro und verzeichnete damit den größten Zuwachs seit 1992. 1,3 Billionen Euro entfielen auf die Arbeitnehmerentgelte (+2,6 %) und 641 Mrd. Euro auf die Unternehmens- und Vermögenseinkommen (+13,2 %). Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich 2010 um 2,6 %. Auch die Sparquote der privaten Haushalte war im Berichtsjahr mit 11,4 % etwas höher als 2009 (11,1 %).

Der Verbraucherpreisindex für Deutschland ist im Jahresdurchschnitt 2010 um 1,1 % gestiegen. Damit lag die Jahresteuerungsrate zwar deutlich höher als im Vorjahr (+0,4 %). Im längerfristigen Vergleich seit 1999 war sie 2010 jedoch noch weit unter den jährlichen Teuerungsraten der meisten Jahre. Der für die Geldpolitik wichtige Schwellenwert von 2 % wurde sowohl im Jahresdurchschnitt als auch in den einzelnen Monaten für 2010 unterschritten.

Versicherungswirtschaft erneut mit deutlichem Beitragswachstum

Die deutsche Versicherungsbranche verzeichnete im Geschäftsjahr 2010 wiederum einen deutlichen Beitragsanstieg. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) geht von einem Zuwachs von 4,7 % auf 180 Mrd. Euro aus. Der Hauptgrund hierfür sind wie im Vorjahr die hohen Einmalbeiträge in der Lebens- und Rentenversicherung.

Demgegenüber trat in der Schaden- und Unfallversicherung nur eine leichte Belebung ein. Sie weist ein Beitragsvolumen von 55,1 Mrd. Euro und damit ein Plus von 0,7 % auf. Entscheidend hierfür war die Entwicklung in der Kraftfahrtversicherung, die erstmals seit sechs Jahren wieder einen geringen Beitragszuwachs erzielte.

Im Berichtsjahr hat die deutsche Versicherungswirtschaft intensiv an weiteren Verbesserungen des Verbraucherschutzes gearbeitet. So hat sie unter anderem einen Verhaltenskodex entwickelt, um eine hohe Qualität beim Vertrieb von Versicherungsprodukten zu sichern. Diesem Verhaltenskodex sind auch die Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen des AXA Konzerns beigetreten.

Weitere wichtige Themen für die Branche waren das Niedrigzinsniveau und die grundlegende Reform des europäischen Versicherungsaufsichtsrechts Solvency II. Angesichts der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Notenbanken und der daraus resultierenden niedrigen Erträge aus festverzinslichen Kapitalanlagen fordert die Versicherungswirtschaft im Interesse der Kunden eine Rückkehr zu einem „normalen“ Zinsumfeld. Deutlichen Nachbesserungsbedarf sehen die Versicherer bei der Umsetzung von Solvency II und sprechen sich unter anderem für eine Vereinfachung bei der Berichterstattung sowie den Risikomodellen und dem Risikomanagement aus.

Weiterhin hervorragende Ratings

Als wichtiger Teil des deutschen AXA Konzerns und der internationalen AXA Gruppe verfügt unsere Gesellschaft unverändert über hervorragende Ratings im Bereich AA (sehr stark). Die Ratingagentur Fitch Ratings hat am 13. Dezember 2010 das AA– (sehr stark) für das Insurers Financial Strength Rating, das die Finanzkraft eines Versicherungsunternehmens ausdrückt, für die AXA Versicherung bestätigt und den Ausblick von bisher „negativ“ auf „stabil“ heraufgesetzt. Standard & Poor's hat am 30. März 2010 das Insurance Financial Strength Rating von AA um eine Nuance auf AA– verändert und gleichzeitig den Ausblick von „negativ“ auf „stabil“ angehoben. Das Aa3 (sehr stark) Insurance Financial Strength Rating der Ratingagentur Moody's Investors Service vom 20. Februar 2009 mit stabilem Ausblick hat nach wie vor Gültigkeit.

Unser Unternehmen

Die AXA Versicherung AG ist ein klassischer Kompositversicherer und nimmt einen führenden Platz unter den Schaden- und Unfallversicherungsgesellschaften in Deutschland ein. Sie hat ihre Wurzeln im Jahr 1919 in der damaligen Wikinger Lloyd Versicherungs-AG. Durch Fusionen mit namhaften Gesellschaften wie 1999 mit der Nordstern Allgemeine Versicherungs-AG, 2000 mit der Albingia Versicherungs-AG sowie 2009 mit der DBV-Winterthur Versicherung AG, der DBV-WinSelect Versicherung AG und der Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG ist sie in den zurückliegenden Jahren stark gewachsen. Geschäftsschwerpunkte sind die Kraftfahrtversicherung und die Haftpflichtversicherung. Wichtige Geschäftszweige sind darüber hinaus im Privatkundengeschäft die Unfall-, Gebäude- und Hausratversicherung sowie im Industrie- und Firmenkundengeschäft die Feuer- und Transportversicherung. Im Rahmen der Konzernstrategie „AXA erste Wahl“ geht auch bei unserer Gesellschaft alles Denken und Handeln vom Kunden und seinen Bedürfnissen aus. Die Bedürfnisse unserer Kunden befriedigen wir durch das Angebot ganzheitlicher Lösungen aus Ansprachekonzept, Produkt, Service und Vertriebszugang – dabei sind wir erreichbar, aufmerksam und zuverlässig.

Überblick über den Geschäftsverlauf unserer Gesellschaft

Die Bruttobeitragseinnahmen unserer Gesellschaft gingen im Geschäftsjahr 2010 um 2,5 % auf 3,2 Mrd. Euro zurück. Hauptgründe hierfür waren unsere Entscheidungen, weiterhin nur Geschäft mit Aussicht auf Ertrag zu zeichnen und unprofitable Teilsegmente aufzugeben, sowie konjunkturbedingte Beitragsrückgänge bei umsatzabhängigen Firmenpolicen. Im Berichtsjahr war unsere Gesellschaft in ungewöhnlichem Maße von Großschäden betroffen, die nicht durch unsere Rückversicherung kompensiert wurden. Außerdem kam es vor allem witterungsbedingt zu einer Anhäufung von kleineren Schadenereignissen. Dies führte zu einem Anstieg der Nettoschadenquote um 4,2 Prozentpunkte auf 70,5 %. Vor Schwankungsrückstellung weist unsere Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2010 ein versicherungstechnisches Ergebnis von –117,0 Mio. Euro nach +48,3 Mio. Euro im Vorjahr aus.

Das Kapitalanlageergebnis ging im Berichtsjahr um 77,0 Mio. Euro zurück. Dies erklärt sich im Wesentlichen durch die anhaltende Niedrigzinsphase, das niedrigere Zuschreibungspotenzial von festverzinslichen Wertpapieren und eine erneut turbulente Entwicklung an den Finanzmärkten aufgrund der Sorgen um die Zahlungsfähigkeit einiger europäischer Länder.

Erstmalig setzte unsere Gesellschaft das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz um, was diverse erfolgswirksame und erfolgsneutrale Bilanzauswirkungen zur Folge hatte.

Investitionen in die weitere Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und die Zahlung einer Garantieleistung aus dem Verkauf einer Zweigniederlassung der ehemaligen Albingia erklären den erhöhten Aufwand aus dem Saldo des sonstigen Ergebnisses.

Der im Vergleich zum Vorjahr erheblich niedrigere Überschuss vor Steuern bewirkte, dass sich der Steueraufwand deutlich verminderte. Den erwirtschafteten Überschuss in Höhe von 97,9 Mio. Euro (2009: 293,6 Mio. Euro) führten wir im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages an die AXA Konzern AG ab. Darüber hinaus weisen wir durch die Auflösung einer Gewinnrücklage für das Geschäftsjahr 2010 einen Bilanzgewinn von 50,0 Mio. Euro aus, der im laufenden Geschäftsjahr durch einen entsprechenden Hauptversammlungsbeschluss zur Ausschüttung vorgesehen ist.

Der Geschäftsverlauf 2010 zeigt im Vergleich zum Vorjahr folgendes Bild:

in Mio. Euro 2010 2009
Versicherungstechnisches Ergebnis vor Schwankungsrückstellung –117,0 +48,3
Veränderung der Schwankungsrückstellung –15,8 –35,6
Kapitalanlageergebnis +276,4 +353,4
Saldo der sonstigen Erträge und Aufwendungen –17,8 +10,6
Außerordentlicher Aufwand –23,0 0
Überschuss vor Steuern +102,8 +376,7
Steuern –4,9 –83,1
Ergebnisabführung zur AXA Konzern AG –97,9 –293,6
Bilanzgewinn 50,0 0,0

Entwicklung in den Geschäftsfeldern

Unsere Versicherungsaktivitäten haben wir auch 2010 in zwei Geschäftsfelder gegliedert: das Privat- und Gewerbekundengeschäft sowie das Industrie- und Firmenkundengeschäft. Diese entwickelten sich wie folgt:

Privat- und Gewerbekundengeschäft

Im direkten inländischen Privat- und Gewerbekundengeschäft gingen im Jahr 2010 die gebuchten Beiträge um 2,3 % auf 1,9 Mrd. Euro zurück. Diese Entwicklung hatte ihre Ursachen hauptsächlich in der weiteren Übertragung von Verträgen mit Beamtentarif auf die DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, die im Zuge der Kundensegmentstrategie des AXA Konzerns erfolgte, sowie unserer Entscheidung, uns in einem durch starken Preiswettbewerb gekennzeichneten Marktumfeld auf ertragversprechendes Geschäft zu konzentrieren.

Die Kraftfahrtversicherung, unser volumenmäßig größter Versicherungszweig, war auch im Jahr 2010 durch einen starken Preiswettbewerb gekennzeichnet. Durch unseren bewussten Verzicht auf die vollständige Teilnahme hieran haben wir einen leichten Beitragsrückgang in Kauf genommen. Mit der Einführung der neuen Produktwelt mobil haben wir im vierten Quartal 2010 allerdings die Grundlage für eine Neuausrichtung der Kraftfahrtversicherung im Privat- und Gewerbekundengeschäft geschaffen.

Im Kraftfahrtversicherungs-Flottengeschäft konnten wir uns dank unserer flexiblen Produkte und der professionellen Zeichnungspolitik behaupten und einen leichten Beitragsanstieg erzielen. Trotz eines weiteren Anstiegs der Schadenquote liegt diese nach wie vor deutlich unter dem Marktdurchschnitt.

Bezüglich der Sach- und Haftpflichtversicherung verlief das Jahr wechselhaft. In den Sparten Hausratversicherung und Haftpflichtversicherung gingen die Beitragseinnahmen im Vergleich zum Vorjahr zurück. Dies beruht in erster Linie auf einem geringeren Neugeschäft. Eine positive Entwicklung nahm demgegenüber die Verbundene Gebäudeversicherung. Den Anteil unseres Kombi-Produkts BOXplus 3.0 am Neugeschäft konnten wir erfreulicherweise weiter steigern. Auf der Schadenseite wurde das Ergebnis in der Sachversicherung im Berichtsjahr wesentlich durch den harten Winter sowie die Elementarschadenereignisse Xynthia und Norina geprägt.

In der Unfallversicherung konnte 2010 der rückläufige Beitragstrend nicht umgekehrt werden. Dem maßgeblich durch die Einführung der innovativen Existenzschutzversicherung und durch BOXplus vorangetriebenen Neugeschäft standen eine hohe Zahl an Abläufen in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr, zahlreiche Vertragsbeendigungen und eine höhere Anzahl an internen Vertragsumstellungen auf andere Tarife gegenüber. Der strenge Winter hat sich auch in der Unfallversicherung in einer zunehmenden Zahl von Schadenfällen bemerkbar gemacht.

Industrie- und Firmenkundengeschäft

2010 war ein Jahr mit viel Bewegung auf dem deutschen Versicherungsmarkt für das Industrie- und Firmenkundengeschäft. Vor allem in den Haftpflicht- und Sachversicherungssparten herrschte ein starker Wettbewerb, der den Druck erhöhte, durch Preissenkungen ertragreiche Kundenverbindungen zu halten. Nach einigen Jahren mit rückläufiger Schadenentwicklung mussten sich die Marktteilnehmer 2010 erstmals wieder auf steigende Schadenaufwendungen einstellen. Dies galt vor allem in der Sachversicherung, deren Schadenaufwendungen sich sogar fast im zweistelligen Prozentbereich erhöht haben. Trotz des nach wie vor hohen Preisdrucks und eines Anstiegs der Großschäden konnten wir dank unserer konsequenten ertragsorientierten Zeichnungspolitik die Schadenquote auf im Marktvergleich sehr niedrigem Niveau stabilisieren.

Im Jahr 2010 haben wir unsere Positionierung im Firmen- und Industriekundengeschäft durch eine hohe Präsenz in Fachmedien und durch eine Vielzahl von Fachveranstaltungen für unsere Vertriebspartner gestärkt. Nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise erleben wir, dass unsere Kunden einen kompetenten Partner mit einem flexibel auf sich ändernde Rahmenbedingungen und Kundenbedürfnisse reagierende Lösungen und Serviceangebote zu schätzen wissen. Hierbei erfährt insbesondere auch Nachhaltigkeit und finanzielle Solidität des Vertragspartners eine zunehmende Wertschätzung. Wir richten unser Handeln an diesem Bedürfnis unserer Kunden aus. Darüber hinaus lassen wir als eines der ersten Unternehmen der Versicherungsbranche seit 2009 die Qualität unserer Serviceprozesse im Firmen- und Industriekundenservice vom TÜV überprüfen und zertifizieren. Unsere bundesweite Präsenz sehen wir weiterhin als Eckpfeiler unseres Erfolges.

Um unsere Position kontinuierlich zu verbessern, haben wir auch im vergangenen Geschäftsjahr systematisch daran weitergearbeitet, unsere Wettbewerbsvorteile und Services auszubauen. Wir sind bekannt für unsere lösungsorientierte hohe Fachkompetenz, die von der sachgerechten Handhabung internationaler Versicherungsprogramme über Schadenverhütungs- und Risikomanagement bis zur Regulierung von Groß- und Auslandsschäden reicht. Weiterhin haben wir in diesem Jahr an der weiteren Optimierung unserer Prozesse gearbeitet, um so den hohen Kundenbedürfnissen bei vertretbaren Kosten Rechnung tragen zu können.

Positiv wirkt sich die im Jahr 2006 begonnene Neuausrichtung unseres Firmenkundengeschäftes aus. Das Zielgruppenprodukt Profi-Schutz für Firmenkunden sowie die Verbesserung der Serviceleistungen für unsere Vertriebspartner entfalteten auch 2010 ihre positive Wirkung. Dieses Zielgruppenprodukt kann durch seine individuell kombinierbaren Module einfach und flexibel auf die Versicherungsbedürfnisse spezieller Kundengruppen wie Handwerker, Handel, Dienstleister oder freie Berufe abgestimmt werden. Gleichzeitig entlastet ein stärker standardisierter Verarbeitungsprozess unsere Vermittler, um ihnen mehr Freiraum für die Beratung und den Kundenservice zu geben.

Trotz aller Bemühungen verzeichnen wir für 2010 in der Haftpflichtversicherung einen Beitragsrückgang. Dieser ist bedingt durch die nachlaufende konjunkturelle Entwicklung bei umsatzabhängigen Policen, den hohen Wettbewerbsdruck im Markt sowie die Neuordnung von Bestandsverträgen auf der Grundlage eines neuen Tarifs in der Arzt-Haftpflichtversicherung. Die in der Arzt-Haftpflichtversicherung weiterhin unbefriedigende Ertragssituation macht auch eine Fortsetzung dieser Maßnahme im Jahr 2011 erforderlich. In der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung wurden alle Wachstumschancen konsequent genutzt.

Auch in der Transportversicherung konnten wir uns der nachlaufenden wirtschaftlichen Situation nicht entziehen und verzeichneten im Berichtsjahr einen leichten Rückgang der Beiträge. Trotz deutlich gestiegener Schadenaufwendungen am Markt hat der Druck auf die Preise in der Sachversicherung weiter angehalten. Dennoch ist es uns gelungen, die Beiträge in diesem Bereich nahezu stabil zu halten.

In den Technischen Versicherungen setzte sich der positive Trend der vergangenen Jahre fort und wir konnten in der Sparte Marktanteile hinzugewinnen. Die Technische Versicherung profitiert mit hohem Wachstum insbesondere von unserer guten Positionierung im Sektor der erneuerbaren Energien. Als maßgeblicher Anbieter für Versicherungslösungen in diesem Bereich haben wir die gesamte Entwicklung der Windenergieanlagen-Technik begleitet und profitieren heute von den Erfahrungen, die gemeinsam mit Entwicklern, Herstellern und Betreibern gemacht wurden. Darüber hinaus führt die konjunkturelle Belebung der Wirtschaft insbesondere im Bereich der Bauleistungs- und Montageversicherung sowie auch in zugehörigen Betriebsunterbrechungsversicherungen zu steigenden Beitragseinnahmen.

Das Beitragsvolumen des Industrie- und Firmenkundengeschäfts belief sich im Berichtsjahr auf 1,1 Mrd. Euro und damit leicht unter dem Niveau von 2009. Bei den umsatzbasierten Verträgen (insbesondere in der Haftpflicht- und Transportversicherung) wirkte die Rezession negativ auf die Beiträge. Die Erholung der Wirtschaft im aktuellen Jahr werden wir erst bei den Beitragseinnahmen in 2011 sehen können.

Der Geschäftsverlauf im Einzelnen

Beitragseinnahmen von 3,2 Mrd. Euro

Das Geschäftsjahr 2010 war für unsere Gesellschaft geprägt durch die Fortsetzung des Preiswettbewerbes auf dem Kraftfahrtversicherungsmarkt, der Übertragung von Beamtentarif-Verträgen auf die DBV Deutsche Beamtenversicherung AG im Zuge der Kundensegmentstrategie des AXA Konzerns sowie die weiteren Auswirkungen der Finanzmarktkrise. Weitere Beitragsrückgänge entstanden rezessionsbedingt im Firmenkundengeschäft, in dem zahlreiche Verträge an die Umsatzentwicklung gekoppelt sind. Insgesamt haben wir unsere Geschäftspolitik, über profitable Vertragsbestände zu verfügen, konsequent weiterverfolgt. Erfreuliche Beitragssteigerungen erzielten wir in der Verbundenen Wohngebäude-, der Kredit- und Kautions- sowie erneut in den Verbundenen Sach-Gewerbe-Versicherungen. Insgesamt gingen die Bruttobeitragseinnahmen aber um 2,5 % auf 3,2 Mrd. Euro zurück.

Chart

Die nachstehende Zusammenstellung gibt einen Überblick über die Beitragsentwicklung der einzelnen Versicherungszweige:

Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
in Mio. Euro 2010 Veränderung % Anteil %
--- --- --- ---
Unfallversicherung 230 –4,4 7,7
Haftpflichtversicherung 581 –7,9 19,3
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 700 –2,6 23,3
Sonstige Kraftfahrtversicherungen 396 –2,9 13,2
Feuer- und Sachversicherungen 819 –1,0 27,1
davon Feuerversicherung 130 –2,2 4,3
davon Verbundene Hausratversicherung 143 –3,2 4,7
davon Verbundene Gebäudeversicherung 230 2,5 7,6
davon sonstige Sachversicherungen 316 –2,0 10,5
Transport- und Luftfahrtversicherung 113 –4,0 3,8
Kredit- und Kautionsversicherung 29 9,2 1,0
Sonstige Versicherungen 139 6,6 4,6
Direktes Versicherungsgeschäft insgesamt 3.007 –3,0 100,0
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 169 6,8
Gesamtes Versicherungsgeschäft 3.176 –2,5

Höhere Schadenquote

Das Geschäftsjahr 2010 war durch eine ungewöhnlich hohe Zahl von Großschäden geprägt. Dieses gilt vor allem für die Feuer- und Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung. Außerdem ist unsere Gesellschaft Haftpflichtversicherer des Veranstalters der Loveparade in Duisburg. Bei diesem Musikereignis im Sommer 2010 waren durch eine Massenpanik 21 Menschen zu Tode gekommen. Darüber hinaus kam es in den Wintermonaten zu Anfang und zum Ende des Berichtsjahres zu einer Vielzahl von Glatteisschäden, die sich vor allem auf die Kraftfahrt- und die Unfallversicherung auswirkten. Der Sturm Xynthia richtete Ende Februar vor allem im Südwesten und Westen Deutschlands erhebliche Schäden an. Insgesamt führten diese Entwicklungen zu einem Anstieg des Nettoschadenaufwands um 4,6 % auf 1,7 Mrd. Euro (2009: 1,6 Mrd. Euro). Die Nettoschadenquote erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozentpunkte auf 70,5 %.

Rückläufige Verwaltungskosten

Bei niedrigeren Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb, aber gleichzeitig auch rückläufigen Beitragseinnahmen blieb die Kostenquote mit 30,6 % nahezu auf Vorjahresniveau. Die Provisionen und sonstigen Bezüge der Vermittler verringerten sich um 1,0 %, während die Verwaltungskosten sogar um 2,7 % zurückgingen. Ursächlich für die günstige Entwicklung der Verwaltungskosten waren im Wesentlichen geringere Aufwendungen für Altersversorgung sowie ein Rückgang der Personal- und Sachkosten in den Ressorts. Die Nettokostenquote stieg um 2,4 Prozentpunke auf 34,8 %, was sich im Wesentlichen durch einen überproportionalen Rückgang der Rückversicherungsprovisionen erklärt.

Kapitalanlagebestand von 8,3 Mrd. Euro

Im Laufe des Jahres 2010 hat sich die Situation an den internationalen Kapitalmärkten zunehmend entspannt. Das vergangene Jahr war jedoch geprägt von den Sorgen um die Zahlungsfähigkeit einiger europäischer Länder. Die Schuldenkrise in der Eurozone spiegelte sich vor allem in einem deutlich gesunkenen Zinsniveau und der entsprechenden Wertsteigerung der festverzinslichen Wertpapiere wider. Dem entgegen stiegen die Risikoaufschläge vereinzelter Rentenpapiere und glichen zum Teil die genannte Wertsteigerung aus.

Die Aktienmärkte entwickelten sich im vergangenen Geschäftsjahr unterschiedlich. Während der Deutsche Aktienindex (DAX) einen positiven Trend aufwies, sank der für den europäischen Aktienmarkt maßgebliche EuroStoxx geringfügig. Der DAX notierte im Dezember 2010 mit 6.914 Punkten und verzeichnete somit im Vergleich zum Jahresanfang einen Zuwachs von 16,1 %. Der europäische Aktienmarkt hingegen sank zum Jahresende gemessen am EuroStoxx 50 um 6,2 % auf 2.793 Punkte. Der für den amerikanischen Aktienmarkt repräsentative S&P 500 Index notierte um 12,6 % höher als zu Jahresbeginn. Die unterschiedliche Entwicklung hatte jedoch im Gegensatz zu der Zinsentwicklung keinen signifikanten Einfluss auf die AXA Versicherung.

Im vergangenen Geschäftsjahr blieben die Leitzinsen im US-Raum wie im Vorjahr unverändert bei null bis 0,25 %. Im Euro-Raum blieb der Leitzinssatz der Europäischen Zentralbank ebenfalls unverändert bei 1 %. Der Zinssatz für zehnjährige Bundesanleihen erreichte im August mit 2,1 % seinen historischen Tiefstand und stieg bis Ende Dezember wieder auf ein Niveau von rund 3 % an.

Unsere Gesellschaft hat auf die Erholung der Kapitalmärkte entsprechend reagiert und durch ein ausgewogenes Kapitalanlageportfolio die ihren Kunden gegebenen Leistungsversprechen erfüllt. Zudem nutzte unsere Gesellschaft die Vorteile als Unternehmen eines internationalen Versicherungskonzerns, um die zur Verfügung stehenden Mittel in Kapitalanlagen mit attraktiven Konditionen zu investieren.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden verstärkt Investitionen in Hypothekenpfandbriefe, Staatsanleihen der Euro-Kernländer und Unternehmensanleihen in Euro und US-Dollar vorgenommen.

Des Weiteren wurde der Aktienbestand im Vergleich zum Vorjahr erhöht, sodass sich der Anteil der Aktien einschließlich Beteiligungen und Alternativen Investments an den Marktwerten gemessen Ende 2010 auf 13,7 % (2009: 9,4 %) belief. Unsere Gesellschaft wies Ende 2010 stille Reserven auf Aktien und Beteiligungen in Höhe von 64,7 Mio. Euro aus.

Der Bestand an Kapitalanlagen reduzierte sich bei unserer Gesellschaft im Laufe des Jahres 2010 um 68,8 Mio. Euro oder 0,8 % auf 8,3 Mrd. Euro; einschließlich der Depotforderungen nahm er um 58,8 Mio. Euro oder 0,7 % auf 8,4 Mrd. Euro ab.

Buchwerte der Kapitalanlagen
in Mio. Euro 2010 2009
--- --- ---
Grundbesitz 24,0 26,8
Verbundene Unternehmen und Beteiligungen 783,5 829,7
Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.293,7 4.043,3
Festverzinsliche Wertpapiere 986,2 1.104,0
Hypotheken 26,9 32,6
Schuldscheindarlehen und Namenspapiere 2.033,7 2.234,9
Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 0,3 0,4
Einlagen bei Kreditinstituten 143,6 89,1
Summe 8.291,9 8.360,8
Zeitwerte der Kapitalanlagen
in Mio. Euro 2010 2009
--- --- ---
Grundbesitz 39,1 39,3
Verbundene Unternehmen und Beteiligungen 963,9 1.007,7
Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.220,9 3.929,6
Festverzinsliche Wertpapiere 978,9 1.105,0
Hypotheken 28,0 33,6
Schuldscheindarlehen und Namenspapiere 2.098,7 2.273,4
Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 0,3 0,4
Einlagen bei Kreditinstituten 143,6 89,1
Summe 8.473,4 8.478,1

Im Geschäftsjahr 2010 belief sich der Bestand einer von unserer Muttergesellschaft AXA, Paris, ausgegebenen Schuldverschreibung auf 170,0 Mio. Euro und wurde gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Ein Darlehen in Höhe von 200,0 Mio. Euro an AXA, Paris, wurde innerhalb des Geschäftsjahres getilgt. Der Bilanzausweis der Schuldverschreibung erfolgt unter Ausleihungen an verbundene Unternehmen.

Innerhalb des gesamten Neuanlagevolumens von 0,9 Mrd. Euro (2009: 1,6 Mrd. Euro) bildeten mit 0,8 Mrd. Euro oder 80,0 % die Rentenpapiere erneut den Schwerpunkt unserer Neuanlagen. Ihr Bestand, inklusive der in festverzinslichen Wertpapieren investierten Investmentanteile, betrug 6,9 Mrd. Euro oder 83,2 % der gesamten Kapitalanlagen.

Der überwiegende Teil unserer Aktien wird in Spezialfonds gehalten, die auf Aktieninvestments ausgerichtet sind, jedoch auch einen begrenzten Anteil an Renteninvestments beinhalten. Insgesamt erhöhte sich die Aktienquote auf Buchwertbasis, die nur die reinen Aktien- und keine Rentenanteile berücksichtigt, auf 6,8 % (2009: 4,5 %). Gemessen an den Marktwerten stieg die Quote auf 6,2 % (2009: 3,9 %).

Zu- und Abgänge der Kapitalanlagen
in Mio. Euro Zugänge Abgänge Nettozugang
--- --- --- ---
Grundbesitz 1,8 1,9 –0,1
Verbundene Unternehmen und Beteiligungen 172,3 219,0 –46,7
Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 394,8 79,2 315,6
Festverzinsliche Wertpapiere 145,2 263,0 –117,8
Hypotheken 0,0 5,6 –5,6
Schuldscheindarlehen und Namenspapiere 178,9 378,3 –199,4
Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 0,0 0,2 –0,2
Einlagen bei Kreditinstituten 50,5 0,0 50,5
Summe 943,5 947,2 –3,7

Bewertungsreserven deutlich erhöht

Die Bewertungsreserven als Differenz zwischen dem aktuellen Marktwert und dem Buchwert beliefen sich zum 31. Dezember 2010 auf 181,5 Mio. Euro (2009: 117,3 Mio. Euro). Dies entspricht 2,2 % der Buchwerte. Unter Berücksichtigung von gezahlten Agien und Disagien bei zu Nennwerten bilanzierten Kapitalanlagen ergab sich ebenfalls eine Bewertungsreserve von 181,5 Mio. Euro (2009: 117,6 Mio. Euro). Der Wert unseres gesamten Portfolios hat sich damit im Geschäftsjahr 2010 um 64,2 Mio. Euro beziehungsweise 63,9 Mio. Euro (einschließlich gezahlter Agien und Disagien) erhöht. Dieses ist insbesondere auf das im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Zinsniveau im Rentenbereich zurückzuführen. Von den gesamten Bewertungsreserven entfielen 136,3 Mio. Euro (2009: 132,4 Mio. Euro) auf die Substanzwerte Aktien, Beteiligungen und Grundbesitz.

Kapitalanlageergebnis von 308,3 Mio. Euro

Das gesamte Kapitalanlageergebnis – alle Erträge einschließlich Depotzinsen abzüglich aller Aufwendungen sowie vor Abzug des technischen Zinsertrags – betrug im Berichtsjahr 308,3 Mio. Euro (2009: 387,2 Mio. Euro) und verminderte sich somit gegenüber dem Vorjahr um 20,4 %. Aufgrund der stetigen Erholung der internationalen Kapitalmärkte im Laufe des Vorjahres waren die Hauptursachen ein niedrigeres Zuschreibungspotenzial – insbesondere auf Fonds mit überwiegend festverzinslichen Wertpapieren – sowie geringere realisierte Gewinne aus dem Abgang von Wertpapieren, ebenfalls vornehmlich von Rentenpapieren.

Insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Niedrigzinsphase reduzierten sich die laufenden Erträge lediglich um 1,9 % auf 409,2 Mio. Euro. Diesen standen höhere laufende Aufwendungen von 31,8 Mio. Euro (2009: 16,8 Mio. Euro) gegenüber.

Aus dem Abgang von Kapitalanlagen haben wir Erträge von 20,0 Mio. Euro und damit 21,0 Mio. Euro weniger realisiert als im Vorjahr. Die Gewinne im Berichtsjahr resultierten vornehmlich mit 16,4 Mio. Euro aus dem Verkauf oder Abgang von festverzinslichen Wertpapieren (2009: 37,8 Mio. Euro). Den Gewinnen standen Abgangsverluste in Höhe von 21,5 Mio. Euro (2009: 28,0 Mio. Euro) gegenüber, die ebenfalls vorrangig auf Rentenpapiere (20,1 Mio. Euro) entfielen. Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Kapitalanlagen betrugen insgesamt 69,3 Mio. Euro (2009: 103,2 Mio. Euro). Hiervon entfielen 31,6 Mio. Euro auf Fonds, die überwiegend festverzinsliche Wertpapiere enthalten. Die Zuschreibungen auf Kapitalanlagen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2,7 Mio. Euro (2009: 57,4 Mio. Euro) und verringerten sich damit wesentlich im Vergleich zu 2009. Dies ist hauptsächlich auf die stetige Erholung der internationalen Kapitalmärkte im Vorjahr zurückzuführen.

Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen – berechnet nach der Formel des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft – für das Jahr 2010 belief sich auf 3,7 % (2009: 4,6 %).

Überschuss von 97,9 Mio. Euro

Der im Geschäftsjahr 2010 erwirtschaftete Überschuss in Höhe von 97,9 Mio. Euro wurde aufgrund des Gewinnabführungsvertrages vom 19. Mai 2005 an die AXA Konzern AG abgeführt. Aus der Entnahme der Gewinnrücklage ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 50,0 Mio. Euro. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, diesen im laufenden Geschäftsjahr an die Aktionäre auszuschütten.

Eigenkapital beeinflusst durch Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz

Das Eigenkapital unserer Gesellschaft belief sich am Ende des Berichtsjahres auf 873,0 Mio. Euro (2009: 893,7 Mio. Euro; angepasst an das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) 871,9 Mio. Euro). Die Veränderung unserer Eigenkapitalausstattung zum 31. Dezember 2010 erklärt sich zum einen aus der Entnahme der Gewinnrücklage, die wir als Bilanzgewinn ausweisen, und zum anderen aus Zuführungen zur Gewinnrücklage aufgrund des am 29. Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes. Aufgrund der Neufassung des § 272 Absatz 1 Satz 3 HGB durch BilMoG wurden nicht eingeforderte ausstehende Einlagen nun offen von dem Posten „Gezeichnetes Kapital“ abgesetzt.

Eigenkapitalausstattung
in Mio. Euro 2010 2009 *
--- --- ---
Gezeichnetes Kapital 164,7 164,7
Ausstehende Einlagen –21,8 –21,8
Kapitalrücklagen 679,0 679,0
Gewinnrücklagen 1,2 50,0
Bilanzgewinn 50,0 0,0
Eigenkapital 873,0 871,9

* angepasste Vorjahreswerte aufgrund geänderter Bilanzgliederung laut Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz

Das Verhältnis des Eigenkapitals zu den gebuchten Nettobeiträgen belief sich im Berichtsjahr auf 36,3 % (2009 angepasst an BilMoG: 35,4 %).

Geschäftsgebiet und betriebene Versicherungszweige

Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit lag im Berichtsjahr unverändert auf dem deutschen Markt und unser Versicherungsangebot umfasst nach wie vor alle wesentlichen Zweige der Schaden- und Unfallversicherung. Unsere ausländischen Zweigniederlassungen befanden sich sämtlich in Abwicklung. In der Anlage zum Lagebericht werden unser Geschäftsgebiet und die von uns betriebenen Versicherungszweige im Einzelnen aufgeführt.

Der Geschäftsverlauf in den wichtigsten Versicherungszweigen des selbst abgeschlossenen Geschäfts

Unfallversicherung: zahlreiche Glatteisunfälle

Im Geschäftsjahr 2010 verzeichneten wir in der Unfallversicherung rückläufige Beitragseinnahmen. Insgesamt gingen die Bruttobeiträge um 4,4 % auf 230,3 Mio. Euro zurück. Durch im Berichtsjahr eingeführte neue Produkte wie beispielsweise die innovative Existenzschutzversicherung erwarten wir in den kommenden Jahren eine Verbesserung. Aufgrund von zwei strengen Wintern wurden uns zahlreiche Unfälle gemeldet. Deshalb haben wir die Geschäftsjahresreserven gestärkt und auch die Schadenreserven des Vorjahres wegen einer Vielzahl von Nachmeldungen, vorwiegend aufgrund von Glatteis, erhöht. Nach der Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 9,1 Mio. Euro (2009: 10,7 Mio. Euro) erzielten wir in diesem sehr schwierigen Umfeld wiederum einen erfreulichen Nettogewinn in Höhe von 21,0 Mio. Euro (2009: 32,4 Mio. Euro).

Die Anteilsätze für die Überschussbeteiligung in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr werden auf den Seiten 56 bis 59 dieses Berichts genannt und erläutert.

Haftpflichtversicherung: weniger Neuschäden im Berichtsjahr

Bei den im Geschäftsjahr 2010 neu gemeldeten Schäden war die Entwicklung sehr erfreulich. Das zeigt, dass wir sowohl in der gewerblichen als auch der industriellen Haftpflichtversicherung mit unserer auf Profitabilität ausgerichteten Geschäftspolitik auf dem richtigen Weg sind. Insgesamt, also einschließlich der in den Vorjahren eingetretenen und noch nicht vollständig regulierten Schäden, stiegen die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle allerdings um 11,0 % auf 405,5 Mio. Euro an. Während in der gewerblichen und industriellen Haftpflichtversicherung die gute Schadenentwicklung im Berichtsjahr die Aufwendungen für Vorjahresschäden, auch wegen gestiegener Aufwendungen im Arzt-Haftpflichtgeschäft, nicht kompensieren konnte, beliefen sich in der privaten Haftpflichtversicherung die Aufwendungen auf Vorjahresniveau.

Erwartungsgemäß gingen die Beitragseinnahmen zurück. Dies betraf vor allem die industrielle Haftpflichtversicherung und hier besonders die 2009 von der Wirtschaftskrise und von Umsatzeinbrüchen hauptsächlich betroffenen Branchen der Kraftfahrzeugzulieferer und des Metall- und Maschinenbaus. Steigende Bestandsstückzahlen in der gewerblichen Haftpflichtversicherung sowie die Geschäftsbeziehungen mit den weniger von der Krise betroffenen Zweigen der Pharma- und Chemieindustrie, dem Handel oder der Versorger konnten dies nicht ausgleichen. Der Rückgang der Bruttobeiträge um 7,9 % auf 580,9 Mio. Euro ist aber auch durch die Kündigung eines Rahmenvertrages aus der Heilberufebranche begründet. Während wir im Vorjahr noch einen versicherungstechnischen Nettogewinn in Höhe von 32,3 Mio. Euro ausweisen konnten, führten die aktuellen Entwicklungen zu einem Verlust in Höhe von 50,9 Mio. Euro. Dennoch war eine Zuführung zur Schwankungsrückstellung notwendig, die mit 5,9 Mio. Euro das Ergebnis zusätzlich belastete.

Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung: verbesserte Schadenquote

In der weiter sehr wettbewerbsintensiven Kraftfahrtversicherung hielten wir bewusst an unserer auf Profitabilität ausgerichteten Zeichnungspolitik fest und nahmen auch ein rückläufiges Jahreswechslergeschäft 2009/2010 in Kauf. Dies führte zusammen mit der sukzessiven Übertragung von Policen von Kunden aus dem Öffentlichen Dienst auf die DBV Deutsche Beamtenversicherung zu einem Rückgang der Bruttobeitragseinnahmen um 2,6 % auf 700,3 Mio. Euro. Demgegenüber verbesserte sich die Geschäftsjahresschadenquote wiederum um 1,8 Prozentpunkte und die Nettoschadenquote sogar um 8,9 Prozentpunkte auf 73,3 %. Die erfreuliche Schadenentwicklung machte eine Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 3,1 Mio. Euro notwendig. 2009 hatten wir der Schwankungsrückstellung 34,2 Mio. Euro entnommen und einen versicherungstechnischen Gewinn in Höhe von 40,2 Mio. Euro verzeichnet. Für das Geschäftsjahr 2010 weisen wir einen Verlust in Höhe von 11,2 Mio. Euro aus.

Sonstige Kraftfahrtversicherungen: erfreulicher Schadenrückgang

Die Kraftfahrt-Teilkasko- und auch die -Vollkaskoversicherung entwickeln sich erfahrungsgemäß analog der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung. Dementsprechend verzeichneten wir auch in diesen Versicherungszweigen einen Rückgang der Bruttobeitragseinnahmen um 2,9 % auf 396,4 Mio. Euro. Die Bruttoschadenaufwendungen gingen trotz zahlreicher Glatteisschäden um 5,8 % zurück. Hier blieb es häufig bei Bagatellschäden, da ein Großteil der Versicherungsnehmer neuere Fahrzeuge mit einem höheren Sicherheitsstandard besitzt. Aufgrund der günstigen Schadenentwicklung wurde eine Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 5,9 Mio. Euro notwendig. Das versicherungstechnische Nettoergebnis belief sich auf –31,4 Mio. Euro (2009: –12,1 Mio. Euro).

Feuerversicherung: Nettogewinn trotz mehrerer Großschäden

In der Feuerversicherung war die Entwicklung uneinheitlich. Während wir im industriellen Geschäft einen Beitragsanstieg von 2,9 % verzeichneten, war das Firmengeschäft rückläufig. Insgesamt nahmen die Beiträge um 2,2 % auf 129,8 Mio. Euro ab. Dies ist im Wesentlichen auf negative Summenanpassungen im Firmengeschäft zurückzuführen. Diese entstehen aufgrund der vertraglich vereinbarten Beitragsanpassungen anhand des vom Statistischen Bundesamtes veröffentlichten Index, der erstmals seit vielen Jahren negativ ausgefallen ist. Gleichzeit entwickelten sich auch die Schadenaufwendungen in beiden Geschäftsfeldern ungünstig. Die Schadenquote stieg um 9,9 Prozentpunkte auf 59,7 %, da wir an zahlreichen Großschäden beteiligt waren. Das versicherungstechnische Bruttoergebnis belief sich auf 6,2 Mio. Euro (2009: 17,3 Mio. Euro). Nach der Veränderung der Schwankungsrückstellung erzielten wir einen in diesem Umfeld zufriedenstellenden Nettogewinn von 2,1 Mio. Euro (2009: 11,8 Mio. Euro).

Verbundene Hausratversicherung: erfreulicher Nettogewinn

Im Geschäftsjahr 2010 gingen die Bruttobeitragseinnahmen in der Verbundenen Hausratversicherung um 3,1 % auf 142,6 Mio. Euro zurück, auch bedingt durch die Übertragung von Policen mit Kunden aus dem Öffentlichen Dienst zur DBV Deutsche Beamtenversicherung. Gleichzeitig stiegen die Schadenaufwendungen durch einige Großschäden um 5,0 %. Dennoch gelang es uns, einen versicherungstechnischen Nettogewinn von 15,6 Mio. Euro (2009: 27,9 Mio. Euro) zu erzielen. Anders als im Vorjahr konnten wir der Schwankungsrückstellung 3,5 Mio. Euro entnehmen (2009: Zuführung 6,4 Mio. Euro) und erzielten mit 19,1 Mio. Euro (2009: 21,4 Mio. Euro) wiederum einen erfreulichen versicherungstechnischen Gewinn.

Verbundene Gebäudeversicherung: Bestand weiter ausgebaut

Erneut konnte die Verbundene Gebäudeversicherung ihren Bestand mit überzeugenden Produkten ausbauen, was sich in der Steigerung der Bruttobeitragseinnahmen um 2,5 % auf 230,0 Mio. Euro widerspiegelt. Die witterungsbedingte Schadensituation setzte sich ebenfalls fort. Aufgrund der erneut sehr langen Frostperiode erhöhten sich die Meldungen für Leitungswasserschäden und zusätzlich stiegen die Sturmschadenaufwendungen durch die Stürme Xynthia und Norina. Auch erhöhte sich unter den Feuerschäden der Anteil der Großschäden, sodass sich letztendlich die Bruttoschadenquote von 77,7 % im Vorjahr auf 93,7 % erhöhte. Diese Entwicklungen führten zu einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 4,6 Mio. Euro (2009: 9,2 Mio. Euro) und zu einem versicherungstechnischen Nettoergebnis von –75,2 Mio. Euro (2009: –25,5 Mio. Euro).

Sonstige Sachversicherungen: wieder mit Gewinn

Die sonstigen Sachversicherungen beinhalten die Zweige Einbruchdiebstahl, Leitungswasser, Sturm- und Glasversicherung sowie die Technischen Versicherungen. Im Geschäftsjahr 2010 entwickelten sich die einzelnen Versicherungszweige sehr unterschiedlich. Das Montageversicherungsgeschäft zeigte sich wachstumsorientiert und erzielte mit überwiegend größeren Einzelverrechungen aus langfristig geplanten Großprojekten gute Beitragszuwächse. Zudem nahm im Berichtsjahr die Anzahl der Baugenehmigungen um 7 % zu, was sich auch bei uns in einem erfreulichen Beitragswachstum zeigte. In der Maschinenversicherung standen Verrechnungen zu größeren Verträgen, insbesondere im Bereich der regenerativen Energien (Windenergie, Photovoltaik, Biogas), einem stark wachsenden Marktdruck durch aggressive und neue Wettbewerber gegenüber. In den gewerblichen Sachversicherungszweigen wirkte sich im Berichtsjahr die vertraglich vereinbarte Summenanpassung an den vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Index negativ aus, da dieser seit vielen Jahren erstmals nicht positiv war. Der industrielle Bereich der Sachversicherung zeigte sich stark beeinflusst durch die Auswirkungen des Sturmes Xynthia, das Hochwasser im Osten Deutschlands und mehreren Schäden im unteren Großschadenbereich. Das Firmenkundengeschäft war neben dem Sturm Xynthia auch durch die Leitungswasserschäden, die aufgrund des langen und harten Winters entstanden sind, betroffen. Die Entwicklung in der Technischen Versicherung war, bis auf die Maschinenversicherung, die allerdings im Vorjahr durch einen Großschaden stark belastet war, von einer überproportional hohen Anzahl von Großschäden geprägt. Aufgrund unserer vorsichtigen und vorausschauenden Reservepolitik konnten wir den Nettoschadenaufwand jedoch relativ stabil halten. Nach Veränderung der Schwankungsrückstellung in Höhe von +1,4 Mio. Euro (2009: +16,4 Mio. Euro) erzielten wir in diesem schwierigen Marktumfeld einen erfreulichen versicherungstechnischen Nettogewinn in Höhe von 5,8 Mio. Euro, während wir im Vorjahr noch einen Verlust in Höhe von 5,8 Mio. Euro ausweisen mussten.

Transport- und Luftfahrtversicherung: erneut hoher Gewinn

Der wiederum sehr erfolgreiche Abschluss in der Transport- und Luftfahrtversicherung ist auf ein unauffälliges Schadenjahr und zwei gegenläufige Entwicklungen zurückzuführen. Während die Bruttobeitragseinnahmen um 4,0 % auf 113,3 Mio. Euro zurückgingen, hauptsächlich getrieben durch die Folgen der Wirtschaftskrise mit geringeren Umsatzabrechnungen für 2009, rückläufigen Vorausbeiträgen sowie zurückhaltendem Neugeschäft, reduzierten sich auch die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb um 6,4 % und kompensierten so annähernd den Beitragsrückgang. Nach der Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 2,8 Mio. Euro (2009: 4,5 Mio. Euro) verblieb ein erneut hoher Nettogewinn von 7,6 Mio. Euro (2009: 8,4 Mio. Euro).

Kredit- und Kautionsversicherung: Beitrags- und Ergebnissteigerung

Das Geschäftsjahr 2010 war erneut für die Kredit- und Kautionsversicherung sehr erfolgreich. Die Bruttobeitragseinnahmen stiegen um 9,2 % auf 29,2 Mio. Euro und auch der Schadenverlauf war sehr positiv. Die Geschäftsjahresschadenquote ging um 22,5 Prozentpunkte auf 27,4 % zurück und auch die Abwicklung der Vorjahresreserven zeigte einen Ertrag. Dies war angesichts des ausgeprägten Konjunktureinbruchs zum Jahreswechsel 2009/2010 nicht zu erwarten.

Gründe für den positiven Verlauf waren unterstützende Konjunkturpakete für unsere Hauptzielgruppe Bauwirtschaft und eine vorsichtige Zeichnungspolitik im Bereich besonders gefährdeter Branchen. Das versicherungstechnische Bruttoergebnis konnte so mehr als verdoppelt werden und führte, nach der Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 11,7 Mio. Euro (2009: 7,3 Mio. Euro), zu einem um 9,4 Mio. Euro gesteigerten, ausgezeichneten Nettogewinn von 10,6 Mio. Euro.

Sonstige Versicherungen: erneutes Beitragswachstum

In diesem Segment werden vor allem die Betriebsunterbrechungs-, die Verbundenen Sach-Gewerbe- und die Vertrauensschadenversicherung geführt. Im Wesentlichen ist die Steigerung der Bruttobeitragseinnahmen um 6,6 % erneut auf die Sparte Verbundene Sach-Gewerbe-Versicherung zurückzuführen, die damit die Beitragsrückgänge aus den anderen Zweigen überkompensiert. Diese erklären sich hauptsächlich durch die negativen Summenanpassungen aufgrund des vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Indexes. Ähnlich der Feuerversicherung waren wir auch in der Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung überproportional von Großschäden betroffen. Dadurch kam es zu einem unverhältnismäßig hohen Anstieg der Schadenaufwendungen, der allerdings teilweise über die Rückversicherung aufgefangen wurde. Analog dem Vorjahr haben wir der Schwankungssrückstellung 15,7 Mio. Euro (2009: 6,6 Mio. Euro) entnommen und erzielten ein in diesem sehr schwierigen, von Großschäden geprägten Geschäftsjahr, von dem nur die Vertrauensschadenversicherung und die Verbundene Sach-Gewerbe-Versicherung verschont blieben, einen zufriedenstellenden versicherungstechnischen Gewinn in Höhe von 4,2 Mio. Euro.

In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft

Im Geschäftsjahr 2010 wurde das gesamte in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft zeitgleich erfasst. Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich auf 168,6 Mio. Euro (2009: 157,9 Mio. Euro). Der Zuwachs von 6,8 % resultiert im Wesentlichen aus einem Rückversicherungsvertrag mit einem beteiligten Unternehmen. Der Abschluss einiger neuer gruppeninterner Verträge führte sowohl zu höheren Bruttobeiträgen als auch zu einem Anstieg der Retrozessionsbeiträge.

Auslandsaktivitäten

Wie im Vorjahr verzeichneten die in der Abwicklung befindlichen Zweigniederlassungen unserer Gesellschaft ein positives Ergebnis. Mit +5,2 Mio. Euro lag das Ergebnis um +1,5 Mio. Euro über dem Vorjahreswert.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken und die künftige Entwicklung der AXA Versicherung allein unsere Annahmen und Ansichten zum Ausdruck.

Wie durch § 64a des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) gefordert, verfügen wir über ein der Größe unserer Gesellschaft angemessenes Risikomanagementsystem.

Als Risiko wird gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen (MaRisk VA) die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungsstandards zur Risikoberichterstattung (DRS 5) ein, innerhalb dessen Risiken als negative künftige Entwicklung der wirtschaftlichen Lage im Vergleich zur Situation am Bilanzstichtag definiert sind.

Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:

versicherungstechnische Risiken,
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft,
Risiken aus Kapitalanlagen,
operationale und sonstige Risiken.

Im Folgenden werden unsere Organisationseinheiten des Risikomanagements und der Risikomanagementprozess aufgezeigt. Darüber hinaus wird unsere Risikosituation im Wesentlichen entsprechend dem Deutschen Rechnungslegungsstandard zur Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen (DRS 5-20) dargestellt.

Organisationseinheiten des Risikomanagements

Das Risikomanagement der AXA Versicherung ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der AXA Deutschland eingebunden.

Aufgrund der Komplexität des Versicherungsgeschäftes ist die Risikomanagementfunktion der AXA Versicherung auf verschiedene Organisationseinheiten und Gremien verteilt. Kontrollgremium ist der Aufsichtsrat als den Vorstand überwachendes Organ. Der Vorstand wie auch das Risikokomitee als Gremium des Gruppenvorstandes sind zuständig für die risikopolitische Ausrichtung der AXA Versicherung sowie die Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung. Darüber hinaus existiert die Risikorunde als zentrales Kommunikationsgremium für Risikothemen auf Geschäftsbereichsebene und das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium für Themen zu Compliance- und operationalen Risiken. Zusätzlich werden risikorelevante Themen in diversen Spezialgremien, wie zum Beispiel dem Business Continuity Management Committee und Asset Liability Committee, besprochen.

Zur Risikomanagement-Funktion gehörende Organisationseinheiten sind

der Bereich Value & Risk Management (zentrales Risikomanagement),
die Risikoverantwortlichen für die Steuerung und Kontrolle der Risiken in ihrem jeweiligen Unternehmensbereich (dezentrales Risikomanagement),
der dezentrale Risikomanager pro Ressort für die Koordination aller risikorelevanten Themen innerhalb des Ressorts und
der Verantwortliche Aktuar sowie
die interne Revision als unabhängige Prüfinstanz.

Der Chief Risk Officer der AXA Deutschland stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch regelmäßige Berichterstattung an das Risikokomitee innerhalb der Gremiensitzungen beziehungsweise ad hoc sicher.

Risikomanagementprozess

Das Risikomanagement der AXA Versicherung erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess der AXA Versicherung setzt sich aus Risikoidentifikation, Analyse und Bewertung, Risikosteuerung sowie Risikoüberwachung und Kommunikation/Berichterstattung zusammen.

Risikoidentifikation: Die vollständige Erfassung aller Risiken erfolgt in Form von Risikopolicen. Hierbei werden die identifizierten wesentlichen Risiken inklusive deren aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen dokumentiert. Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der mindestens quartalsweise stattfindenden Risikogremiensitzungen, durch die Aktualisierung der Risikopolicen und im Rahmen der strategischen Planung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Ad-hoc-Berichterstattung direkt an das zentrale Risikomanagement. Risiken neuer Kapitalmarkt- und Versicherungsprodukte werden im Rahmen des standardisierten Product Approval Process (PAP) von dem Bereich Value & Risk Management unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationaler Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und des Top-Managements und einer Bewertung von den jeweiligen operativen Ansprechpartnern.

Risikoanalyse und Bewertung: Alle wesentlichen quantifizierbaren Risiken im Sinne des Solvency II-Ansatzes werden mithilfe der Methodik des ökonomischen Risikokapitalmodells bewertet. Für alle anderen wesentlichen Risiken erfolgt eine qualitative Einschätzung und zum Teil eine quantitative Bewertung außerhalb des Risikokapitalmodells.

Risikosteuerung: Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung von konkreten Maßnahmen zur Bewältigung der Risikosituation der AXA Versicherung zusammengefasst. Dazu zählen Risikovermeidung, Risikominderung, Risikoabsicherung und Risikoweitergabe sowie das Tragen beziehungsweise die bewusste Inkaufnahme von Risiko. Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risiko-/Ertragsprofils sowie durch Beachtung der Risikotragfähigkeit beziehungsweise der Bereitschaft des Vorstandes, bestimmte Risiken zu übernehmen.

Risikoüberwachung und Kommunikation/Berichterstattung: Die Risikoüberwachung erfolgt im Rahmen des Risikomanagements, zum Beispiel durch Nachverfolgung von Frühwarnindikatoren. Neben der Ergebnisberichterstattung zum ökonomischen Risikokapital wird auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht verfasst, der den Vorständen der Versicherungsgesellschaften vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das Audit Committee und die Aufsichtsbehörde übermittelt wird. Zusätzlich sind sofortige Berichterstattungspflichten, beispielsweise bei Erreichen definierter Schwellenwerte, implementiert. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des quartalsweise zusammenkommenden Risikokomitees besprochen, die zuvor innerhalb der ebenfalls quartalsweise stattfindenden Risikogremiensitzungen „Risikorunde“ und „Compliance and Operational Risk Committee“ diskutiert worden sind.

Versicherungstechnische Risiken

Schaden- und Unfallversicherung

Die AXA Versicherung betreibt im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft insbesondere die Sparten Kraftfahrt-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach-, Transport- und Luftfahrtversicherung. Diese werden im direkten wie auch im indirekten Geschäft gezeichnet.

Die primären Risiken aus der Schaden- und Unfallversicherung sind das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko. Ferner besteht in der Unfallversicherung bei den Produkten mit Beitragsrückgewähr noch das Zinsgarantierisiko.

Prämien- und Schadenrisiko

Unter dem Prämien-/Schadenrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufes gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen. Daher ist die AXA Versicherung in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation kurzfristig anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird durch Beitragsanpassung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption und durch vertraglich festgelegte Beitragsanpassungsklauseln risikoadäquat gehalten. Auch bei zu erwartenden Veränderungen der Marktsituation kann unsere Gesellschaft pro-aktiv handeln. Zum Beispiel in Erwartung einer sich verstärkenden Konkurrenzsituation am Kfz-Versicherungsmarkt werden wir im Jahr 2011 die komplette Neugestaltung unserer entsprechenden Produkte finalisieren.

Die Risikosteuerung der AXA Versicherung erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt. Die Rückversicherung orientiert sich an den unterschiedlichen Brutto-Kapazitäten der Sparten. Großrisiken und Kumulexposure werden auf vertraglicher Basis rückversichert. Ausnahmeakzepte innerhalb der Zeichnungskapazitäten der Sparten, die außerhalb der obligatorischen Rückversicherungskapazitäten liegen, werden durch Einzelrückversicherung rückgedeckt.

Im Rahmen eines im Jahr 2007 neu eingeführten Rückversicherungskonzepts hat die AXA Versicherung einen Quoten-Rückversicherungsvertrag über ihr Privat-Kraftfahrtversicherungsgeschäft abgeschlossen. Das übernommene Risiko wurde vom Rückversicherer anschließend über eine Verbriefung am Kapitalmarkt platziert. Zur Eliminierung von Bonitätsrisiken wurden sämtliche möglichen Ansprüche der AXA Versicherung aus diesem Rückversicherungsvertrag vom Rückversicherer durch die Stellung eines entsprechenden Depots abgesichert. Die Verbriefung ist zum 31. Dezember 2010 ausgelaufen und wird für 2011 durch eine Quoten-Rückversicherung ersetzt. Zur Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treiber werden stochastische Szenarien verwendet.

Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien-/ Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch durch Ereignisse wie zum Beispiel Naturkatastrophen, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen. Neben Naturkatastrophen können auch durch Menschen verursachte Schadenereignisse, wie zum Beispiel Terroranschläge, hohe Großschäden hervorrufen. Zusätzlich könnte der Trend zu höheren Schadenersatzansprüchen in der Haftpflichtversicherung, zum Beispiel bei neu aufkommenden Risiken, Veränderungen der Rechtslage beziehungsweise im Verhalten der Marktteilnehmer oder Umweltschäden, den durchschnittlichen Schadenaufwand erhöhen.

Zur Bewertung dieser Risiken führen wir eine Kumulkontrolle durch, in der durch regelmäßige Erhebungen aus den Datenbankbeständen die genauen Kumulwerte (pro Sparte wie auch spartenübergreifend) ermittelt werden. Diese Werte werden unter Berücksichtigung echter Schadenszenarien der Vergangenheit zu möglichen künftigen Szenarien modelliert (beispielsweise Sturm, Flut, Erdbeben). Zur Reduktion des Großschadenrisikos wird der entsprechende Rückversicherungsbedarf ermittelt und eingekauft. Durch gute geografische Diversifikation und Zeichnungsverbote für bestimmte Risiken beziehungsweise Regionen wird das Risiko weiter minimiert. Insgesamt ist somit sichergestellt, dass Einzelrisiken sowie Kumulrisiken gleichermaßen beherrscht werden.

Selbstverständlich wird auch die Entwicklung in Untersegmenten analysiert. Beispielsweise liegt ein besonderes Augenmerk auf der Entwicklung der Schadenquoten in der Arzt-Haftpflichtversicherung. Die hier vorliegenden Erkenntnisse ergeben, dass sehr wahrscheinlich ein trendartiger Schadenanstieg infolge der Veränderung der Rechtslage beziehungsweise im Verhalten der Marktteilnehmer unterstellt werden kann. Die AXA Versicherung hat den Tarif entsprechend angepasst und stellt die betroffenen Versicherungsverträge konsequent auf die neuen Bedingungen und Prämien um. In Abhängigkeit der Reaktion der Mitbewerber am Markt rechnet unsere Gesellschaft in diesem Segment mit einem weiteren signifikanten Bestandsrückgang.

Die Geschäftsjahres-Schadenquoten nach Rückversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:

Schadenquote Geschäftsjahr in % der verdienten Beiträge
2001* 2002* 2003* 2004 2005
--- --- --- --- ---
89,8 86,0 74,4 76,5 72,1
Schadenquote Geschäftsjahr in % der verdienten Beiträge
2006 2007 2008 2009** 2010
--- --- --- --- ---
75,8 80,9 78,2 79,6 78,8

* bis 2003: AXA Versicherung ohne AXA „die Alternative“

** ab 2009: AXA Versicherung inklusive der auf diese verschmolzenen DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV-WinSelect Versicherung AG sowie Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG

Die Schadenstückzahlen sind zu Beginn und Ende des Jahres 2010 aufgrund der besonders winterlichen Bedingungen durch Blitzeis- und Leitungswasserschäden gestiegen. Die fortgeführten Sanierungsmaßnahmen sowie die Optimierung der Schadenregulierung zeigen dennoch ihre Effekte und erklären den leichten Rückgang der Geschäftsjahres-Schadenquote.

Reserverisiko

Zur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von der AXA Versicherung Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet. Das sogenannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeter Schäden (Spätschäden). Die Bewertung der künftigen Schadenzahlungen erfolgt anhand aktuarieller Schätztechniken, bei welchen der in der Vergangenheit beobachtete Schadenverlauf herangezogen wird. Großschäden werden separat geschätzt. Mithilfe von stochastischen Szenarien erfolgt eine Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treiber.

In der Sparte Arzt-Haftpflichtversicherung haben wir die Schadenreserven in den vergangenen Jahren gestärkt, da vorliegende Erkenntnisse ergaben, dass ein trendartiger Schadenanstieg aufgrund der Veränderung der Rechtslage beziehungsweise im Verhalten der Marktteilnehmer unterstellt werden kann. Gegebenenfalls kann eine weitere zusätzliche Dotierung der Schadenreserven in den Folgejahren erforderlich werden.

Die Abwicklungsergebnisse nach Rückversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:

Abwicklungsergebnis in % der Rückstellung am 1. Januar
2001* 2002* 2003* 2004 2005
--- --- --- --- ---
3,1 7,9 6,0 4,1 4,4
Abwicklungsergebnis in % der Rückstellung am 1. Januar
2006 2007 2008 2009** 2010
--- --- --- --- ---
5,0 5,5 8,0 6,9 4,2

* bis 2003: AXA Versicherung ohne AXA „die Alternative“

** ab 2009: AXA Versicherung inklusive der auf diese verschmolzenen DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV-WinSelect Versicherung AG sowie Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG

Zinsgarantierisiko

In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wird für den Sparanteil der Beiträge eine garantierte Zinsleistung zwischen 2,25 % und 3,50 % vereinbart, wobei in der Kundenerwartung nicht eine besondere Verzinsung liegt, sondern allein die Rückgewähr der gezahlten Beiträge. Dies führt zwar zu einem Zinsgarantierisiko getrieben durch die unbekannte Entwicklung der Marktzinsen. Aufgrund des vergleichsweise geringen Beitragsvolumens und der geringen Erwartung an die Verzinsung dieser Versicherungsart ist das Zinsgarantierisiko von eher untergeordneter Bedeutung.

EuGH-Verfahren zur Gender Directive/Unisex-Tarife

Das belgische Verfassungsgericht hat dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) im Juni 2009 die Frage zur Entscheidung vorgelegt, ob Artikel 5 (2) der Gender-Richtlinie (2004/113/EG) mit Europäischem Primärrecht (EG-Vertrag, Europäische Menschenrechtskonvention) vereinbar ist. In diesem Artikel ist ein Wahlrecht für die Mitgliedstaaten verankert. Danach dürfen die Versicherer bei der Tarifierung zwischen Frauen und Männern differenzieren, wenn der Mitgliedstaat es zulässt. Die unterschiedliche Behandlung muss sachlich begründet sein, die Begründung statistisch belegt werden. Deutschland hat dieses Wahlrecht durch die Regelung in § 20 (2) AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) genutzt.

Mit Urteil vom 1. März 2011 hat der EuGH festgestellt, dass die Berücksichtigung des Geschlechts als Risikofaktor in Versicherungsverträgen eine Diskriminierung darstellt. Da die Ausnahmevorschrift des Artikel 5 (2) der Richtlinie zudem unbefristet gilt, hat der EuGH diese ab dem 21. Dezember 2012 für ungültig erklärt. Da das Urteil und die sich daraus ergebenden Konsequenzen vom deutschen und europäischen Gesetzgeber zunächst umgesetzt werden müssen, wird eine Aussage über die wirtschaftlichen Auswirkungen erst nach dieser Umsetzung möglich sein.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft resultieren für die AXA Versicherung überwiegend aus Beitragsforderungen sowie aus Forderungen gegenüber Rückversicherern.

Die Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern sowie Versicherungsvermittlern betrugen zum Bilanzstichtag 185,2 Mio. Euro (2009: 183,5 Mio. Euro). Davon entfielen 20,9 Mio. Euro (2009: 26,3 Mio. Euro) auf Forderungen, die älter als 90 Tage sind. Zur Risikovorsorge wurden die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen an Kunden und Vermittler um Wertberichtigungen von 10,7 Mio. Euro (2009: 12,0 Mio. Euro) vermindert. Diese wurden auf Basis der Ausfallquoten der vergangenen drei Jahre ermittelt. Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern werden durch ein IT-unterstütztes Inkasso- und Mahnsystem gesteuert. Darüber hinaus werden im Hinblick auf eine mögliche zukünftige Zunahme von Forderungsausfällen im gewerblichen Bereich in besonderen Fällen intensivere Prüfungen der Zahlungsfähigkeit durchgeführt. Zeitnahe Provisionsabrechnungen stellen sicher, dass Provisionsrückforderungen an Versicherungsvermittler kurzfristig ausgeglichen werden.

Das maximale Risiko aus dem Ausfall der Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft wird durch die in der Bilanz angesetzten Buchwerte mit 59,5 Mio. Euro wiedergegeben (2009: 30,6 Mio. Euro).

Der Rückversicherer für unsere wichtigsten obligatorischen Rückversicherungsverträge ist die französische Gruppengesellschaft AXA Global P&C, die diese Verträge teilweise in den internationalen Rückversicherungsmarkt retrozediert und teilweise innerhalb der AXA Gruppe rückversichert. Sowohl bei der über unsere französische Gruppengesellschaft AXA Global P&C retrozedierten Vertragsrückversicherung als auch bei der direkt von uns abgegebenen fakultativen und vertraglichen Rückversicherung wird nur mit erstklassigen Rückversicherern zusammengearbeitet. Grundlage hierfür sind Richtlinien für die Auswahl der Rückversicherer sowie eine von der AXA Global P&C permanent aktualisierte Bonitätsliste, basierend auf den Ratings renommierter Ratingagenturen. Bei der Rückversicherung von langfristigen Verbindlichkeiten gelten dabei besonders hohe Anforderungen an die finanzielle Ausstattung der Rückversicherungspartner. Zusätzlich wird das Ausfallrisiko durch regelmäßige Überwachung der Kreditqualität der Rückversicherer und ein zeitnahes Inkasso reduziert.

Risiken aus Kapitalanlagen

Unsere Gesellschaft verwaltet 8,29 Mrd. Euro (2009: 8,36 Mrd. Euro) Kapitalanlagen. Diese werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden. Dieses wird unter anderem durch die angemessene Mischung und Streuung des Portfolios gewährleistet.

Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die trotz der im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und anderer risikomindernder Maßnahmen bewusst eingegangen werden. Zum Erhalt beziehungsweise Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und an das jeweilige Kapitalmarktumfeld angepasst.

Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt:

Marktrisiken

Die Marktpreisrisiken unserer Gesellschaft beruhen fast ausschließlich auf potenziellen Aktienkurs-, Zins- und Spread-Änderungen sowie Änderungen im Wert des Immobilienbestandes.

Die Auswirkungen auf die Marktwerte der Kapitalanlagen werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Aktien (ohne Beteiligungen und verbundene Unternehmen), Zinsprodukten und Währungen unter Berücksichtigung der bestehenden Währungssicherungen und anderer derivativer Absicherungsmechanismen simuliert. Somit werden die tatsächlichen Sensitivitäten unserer Kapitalanlagen verdeutlicht.

Die folgende Übersicht zeigt auf, wie sich eine Änderung der Aktienkurse beziehungsweise der Marktzinsen kurzfristig auswirken würde:

Aktienmarktveränderung Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen
Anstieg um 35 % + 199 Mio. Euro
Anstieg um 20 % + 111 Mio. Euro
Anstieg um 10 % + 54 Mio. Euro
Sinken um 10 % – 47 Mio. Euro
Sinken um 20 % – 83 Mio. Euro
Sinken um 35 % – 119 Mio. Euro
Renditeveränderung des Rentenmarktes Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen
Anstieg um 200 Basispunkte – 725 Mio. Euro
Anstieg um 100 Basispunkte – 362 Mio. Euro
Sinken um 100 Basispunkte + 362 Mio. Euro
Sinken um 200 Basispunkte + 725 Mio. Euro
Währungsveränderung Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen
Anstieg um 10 % + 15 Mio. Euro
Anstieg um 5 % + 7 Mio. Euro
Sinken um 5 % – 7 Mio. Euro
Sinken um 10 % – 12 Mio. Euro

Das Risiko von Marktwertverlusten aus unseren Aktienexposures ist durch den Einsatz von Optionen sehr begrenzt. Gleichwohl können bei ungünstigen Marktentwicklungen außerplanmäßige Abschreibungen nicht ausgeschlossen werden. Im Bereich Private Equity können aufgrund der Verschlechterung des Marktumfeldes Wertrückgänge der Beteiligungen nicht ausgeschlossen werden.

Währungsrisiken bestehen nur in wirtschaftlich unbedeutendem Umfang, da die AXA Versicherung hauptsächlich im europäischen Raum investiert und Fremdwährungsinvestitionen begrenzt und kontrolliert werden. Dies erfolgt durch den Einsatz von Fremdwährungsderivaten (zum Beispiel Devisentermingeschäfte).

Der Immobilienbestand der AXA Versicherung besteht zum großen Teil aus deutschen Büro- und Gewerbeimmobilien. Die Wertentwicklung ist deshalb abhängig von der Konjunkturlage in Deutschland.

Wir verfolgen die Entwicklung der Kapitalmärkte sehr genau. Sollten sich die zuvor gezeigten negativen Szenarien im laufenden Geschäftsjahr ganz oder teilweise einstellen oder am Bilanzstichtag vorliegen, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen. Diese beinhalten unter anderem mögliche Abschreibungen auf die nachhaltigen Werte einzelner Kapitalanlagen, den selektiven Verkauf einzelner Titel und den optionalen Einsatz von Wertsicherungsmaßnahmen, um die Portfolios kurzfristig gegen weitere Wertverluste abzusichern.

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners beziehungsweise Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen und Derivaten.

Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt entweder mithilfe von Ratingagenturen oder nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft.

Zusätzlich zur Überwachung der Ratings nehmen wir in Zusammenarbeit mit den von uns mandatierten Vermögensverwaltern Detailanalysen zu potenziell ausfallgefährdeten Wertpapieren vor, auf deren Basis dann über risikomindernde Maßnahmen entschieden wird. Für diese Analysen werden alle im Markt vorhandenen Informationen herangezogen.

Für die Vergabe von Hypotheken- und Refinanzierungsdarlehen gelten Vergaberichtlinien und strenge Vorschriften bezüglich der Bonität. Als Sicherheit von Hypothekendarlehen bestehen Pfandrechte an Grundstücken und/oder Versicherungsverträgen. Die Vergaberichtlinien knüpfen eine Finanzierung im Regelfall an private Nutzung und erstrangige Absicherung. Die Refinanzierungsdarlehen verfügen alle über ein Rating von mindestens A–. Einlagen bei Kreditinstituten erfolgen ausnahmslos bei Banken, die über ein Investment Grade Rating verfügen.

Das Einzelengagement unterliegt der regelmäßigen Überwachung. Mithilfe unserer Kontrollverfahren für den Zins- und Tilgungsdienst sowie unseres Mahnverfahrens erhalten wir einen detaillierten Überblick über ausstehende Zahlungen.

Die Kontrahenten der Derivatepositionen verfügen ausnahmslos über ein Investment Grade Rating, sofern die Geschäfte nicht über die Terminbörse Eurex abgewickelt wurden. Das Gegenparteirisiko der Derivategeschäfte wird fortlaufend durch die Stellung von Sicherheiten (Collateral) abgesichert.

Durch die Krise an den Finanzmärkten und die Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage hat sich das Kreditrisiko in den vergangenen Jahren signifikant erhöht. Auch unsere Gesellschaft hält Kapitalanlagen, deren Bonität vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise in der Öffentlichkeit diskutiert wurde und die teilweise von signifikanten Spread-Ausweitungen betroffen waren.

Die AXA Versicherung hat einen Anteil von 4 % der Kapitalanlagen (auf Marktwertbasis) in Staatsanleihen von Spanien, Italien, Portugal, Irland und Griechenland investiert, deren Risiko zurzeit diskutiert wird und deren Spreads sich im vergangenen Jahr teilweise deutlich ausgeweitet haben. Auch wenn wir zurzeit einen Ausfall aufgrund der verschiedenen Stützungsmaßnahmen nicht für ein wahrscheinliches Szenario halten, können wir Abschreibungen auch vor dem Hintergrund politischer Unwägbarkeiten nicht ausschließen.

Die AXA Versicherung hält über Spezialfonds ein ungesichertes Exposure im Marktwert von 110 Mio. Euro in US-RMBS (Residential Mortgage Backed Securities), die mit Krediten aus dem sogenannten „Subprime-Segment“ besichert sind. Neben dem US-RMBS-Exposure enthalten die Spezialfonds ein Portfolio von CLOs (Collateralized Loan Obligations) mit einem Marktwert von 146 Mio. Euro und des Weiteren ein synthetisches CDO (Collateralized Debt Obligation), das durch die Entwicklungen an den Kreditmärkten bezüglich der für die Bewertung relevanten Annahmen und durch konkrete Ausfälle im Referenzportfolio deutliche Marktwertverluste erlitten hat. Der Nominalwert beträgt rund 83 Mio. Euro bei einem Marktwert des Kreditderivats von –32 Mio. Euro. Ein Verlust des Nominalbetrags kann aber nur im Fall von mehreren weiteren Ausfällen in signifikanter Höhe innerhalb des CDO-Portfolios eintreten. Insgesamt wurden auf diese Spezialfonds bisher 142 Mio. Euro außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die verbleibende stille Last wurde zum Jahresende auf Basis unserer internen Prognoserechnungen als nicht nachhaltig bewertet. Bei nachhaltigen, signifikanten Marktverschlechterungen sind weitere außerplanmäßige Abschreibungen nicht ausgeschlossen.

Ebenso halten wir ein größeres Volumen von Fremdkapitalinstrumenten, die von nationalen und internationalen Banken sowie sonstigen privatwirtschaftlichen Unternehmen emittiert wurden. Dieses Exposure wird entweder direkt oder über Fonds, Derivate und strukturierte Produkte gehalten und enthält zu einem geringen Teil auch Instrumente von niedriger Seniorität wie nachrangige Darlehen, Genussscheine und stille Beteiligungen.

Das Portfolio der Genussscheine und stillen Beteiligungen (Nominalwert von 380 Mio. Euro) besteht zu einem großen Teil aus Papieren von Sparkassen und Landesbanken. Einzelne Emissionen haben im vergangenen Geschäftsjahr Kuponausfälle und Kapitalherabsetzungen erlitten. Aufgrund der schwierigen Situation insbesondere einiger Landesbanken besteht bei deren Genussscheinen und stillen Beteiligungen weiterhin das Risiko, dass als Folge von Bilanzverlusten ergebnisabhängige Kupons nicht ausgezahlt werden und das Kapital herabgesetzt werden kann. Auf Genussscheine und stille Beteiligungen wurden im Berichtsjahr 1 Mio. Euro (2009: 9 Mio. Euro) außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Der größte Teil unserer Rentenbestände ist besichert beziehungsweise von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem minimalen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich in der Zukunft die Bonität einzelner Emittenten verschlechtert und damit Abschreibungsbedarf entstehen könnte.

Konzentrationsrisiken

Durch Konzentrationsrisiken wird die Diversifizierung des Portfolios vermindert, wodurch das Risiko hoher Verluste aufgrund von Einzelpositionen steigt. Sie stehen daher im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken. Konzentrationsrisiken werden durch Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht.

Liquiditätsrisiken

Aufgrund der vorab vereinnahmten sowie verzinslich und liquide angelegten Beiträge ist das Liquiditätsrisiko für Versicherungsunternehmen grundsätzlich gut steuerbar. Wir tragen dem Risiko unzureichender Liquidität durch eine mehrjährige Planung der Zahlungsströme Rechnung. Zusätzlich erfolgt für einen rollierenden Zwölfmonatszeitraum eine Prognose auf Monatsbasis. Für die Überwachung des Liquiditätsrisikos wird darüber hinaus ein Liquiditätsstresstest durchgeführt.

Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit wir den Verpflichtungen gegenüber unseren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Bei einem eventuell auftretenden unvorhergesehenen Liquiditätsbedarf wird konzernintern Liquidität zur Verfügung gestellt.

Risikosteuerung der Kapitalanlagen

Innerhalb des AXA Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen implementiert. Das Asset Liability Management-Komitee schlägt die Kapitalanlagestrategie vor, der Vorstand entscheidet hierüber. Der Kapitalanlageausschuss implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation) und die Einhaltung vorgegebener Limitsysteme. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Richtlinie (Investment Guidelines) für alle Kapitalanlagen. Die aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Mischung und Streuung werden eingehalten. Zusätzlich werden Konzentrationsrisiken durch das gruppenweite Risikomanagement monatlich ausgewertet und überwacht.

Ziel des strukturierten Anlageprozesses ist es, die Risiken in den Portfolios durch systematische und kontrollierte Abläufe zu steuern. Anlageentscheidungen werden auf Basis von Asset Liability Management-Analysen vor dem Hintergrund der versicherungstechnischen Verpflichtungen, der Bewertungsreserven und der Eigenkapitalausstattung getätigt. Im Rahmen der strategischen und taktischen Asset Allocation bestehen prozentuale Begrenzungen für die einzelnen Anlageklassen. Zusätzlich werden Limite für Bonität, Einzelemittenten und die Duration des festverzinslichen Portfolios definiert und überwacht. Bei der Risikoeinschätzung wird dabei von einem dem jeweiligen Risiko adäquaten Prognosezeitraum ausgegangen. Zur Bewertung der Anlagerisiken steht eine Vielzahl von Risikomanagementinstrumenten zur Verfügung.

Zum Zwecke der effizienten Portfolioverwaltung und -steuerung wird der Einsatz derivativer Finanzinstrumente regelmäßig geprüft. Mit diesen Instrumenten werden verschiedene Motive der Portfoliosteuerung umgesetzt: Absicherung, Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung. Das Hauptmotiv beim Einsatz von derivativen Instrumenten der Kapitalanlagen ist die Absicherung, wodurch das im Portfolio liegende wirtschaftliche Risiko reduziert wird (Hedging). Die Sicherungsbeziehungen werden zum Teil nicht als bilanzielle Bewertungseinheiten abgebildet. Für nähere Details verweisen wir auf den Anhang. Die Motive Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung werden aktuell nur in geringerem Maße verfolgt.

Monatlich wird im Kreditkomitee auf Vorstandsebene das Kreditrisiko des Gesamtportfolios sowie einzelner Anlageklassen und kritischer Emittenten besprochen.

Das Audit Committee wird regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen und die Risikosituation des Konzerns und der Einzelgesellschaften informiert.

Operationale und sonstige Risiken

Operationale Risiken beinhalten Verluste aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen sowie aus mitarbeiter-, systembedingten oder externen Vorfällen.

Die Steuerung von Betrugsrisiken erfolgt durch den gezielten Einsatz von Vollmachtenregelungen inklusive entsprechender Kontrollmechanismen. Identifizierte Betrugsdelikte werden systematisch nachverfolgt und etwaige Schwächen in den Prozessen und Systemen beseitigt.

Risiken aus Beschäftigungsverhältnissen und der Arbeitssicherheit werden zum einen durch Richtlinien zur Umsetzung rechtlicher Anforderungen und zum anderen durch systematische Personalmanagement-Konzepte und Mitarbeiterbefragungen gesteuert.

Die Steuerung von Risiken aus der Kunden- und Geschäftspraxis erfolgt durch regelmäßige Überprüfungen möglicher Wettbewerbsverstöße und rechtlich relevanter Fachbereichsaktivitäten. Risiken beim direkten Kundenkontakt werden durch regelmäßige Überprüfung der Fehlerraten bei der Abwicklung und bei Beratungstätigkeiten sowie durch produktbezogene und gesetzesbezogene Spezialtrainings im Beratungsumfeld gesteuert.

Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert, insbesondere durch die Erstellung von Notfallplänen und Durchführung von Katastrophenübungen.

Das Risiko einer Betriebsunterbrechung oder eines Versagens von Systemen wird durch regelmäßige Datensicherung mit brandsicherer Lagerung der Sicherungsbänder sowie durch systematische Überwachung der System-Funktionalitäten und der Produktionsstabilität gesteuert. Darüber hinaus werden durch das Information Risk Management (IRM) Schwachstellen von Anwendungssystemen erkannt und Business-Kritikalitäten herausgearbeitet. Im Falle von unternehmensgefährdenden Risiken werden auch hier entsprechende Notfallpläne im Rahmen des Business Continuity Managements erstellt. Darüber hinaus ist ein gezieltes IT Risk Management wie auch ein IT Security Management implementiert.

Prozessrisiken werden auf Basis einer umfänglichen Prozessdokumentation durch regelmäßige Identifikation und Bewertung sowie Implementierung von Schlüsselkontrollen gesteuert. Zur Erfüllung der Anforderungen aus dem Sarbanes Oxley Act (SOX) ist ein entsprechendes Kontroll- und Dokumentationssystem etabliert, das nunmehr – aufgrund des Delistings in New York – in ein Internal Financial Controls (IFC)-System überführt wird. Hierbei wird eine Ausdehnung auf Solvency II-relevante Kontrollen im Vergleich zu rein abschlussrelevanten SOX-Kontrollen diskutiert.

Risiken aus Projekten oberhalb einer definierten Budgethöhe werden im Rahmen eines strukturierten Projektinitiierungsprozesses identifiziert und im Vorfeld durch strukturierte Risk Assessments bewertet.

Die Identifikation, Analyse und Steuerung von Risiken im Zusammenhang mit Outsourcing-Verhältnissen ist in einer Richtlinie definiert, welche vorsieht, dass im Vorfeld jeder Auslagerung auf Basis einer Risikoanalyse bewertet wird, ob Aktivitäten und Prozesse ausgelagert werden können und sollen.

Die strategischen Risiken werden durch einen regelmäßigen systematischen Strategieentwicklungs- und Umsetzungsprozess gesteuert, in dem bereits zum Zeitpunkt der Definition von strategischen Initiativen Chancen und Risiken identifiziert und abgewogen werden.

Zur Steuerung des Reputationsrisikos existieren Vorgaben hinsichtlich der Informationspolitik gegenüber Dritten. Des Weiteren wird die Medienberichterstattung kontinuierlich verfolgt, um auf die Gefahr eines Reputationsverlustes aufgrund negativer Berichterstattung zeitnah reagieren zu können. Gleichzeitig werden wesentliche Geschäftsentscheidungen auch auf mögliche Reputationsrisiken hin geprüft.

Die Steuerung von Rechtsrisiken erfolgt durch eine kontinuierliche Beobachtung der aktuellen Rechtssetzungsverfahren und der aufsichtsrechtlichen Entwicklungen auf nationaler wie europäischer Ebene sowie der relevanten Gerichtsentscheide. Die Beobachtung wird sowohl durch die einzelnen Fachbereiche als auch fachbereichsübergreifend durch den Bereich Recht und Compliance durchgeführt. Im Bedarfsfall werden von den betroffenen Fachbereichen frühzeitig Analysen durchgeführt, um zu gewährleisten, dass das Unternehmen auf die möglichen rechtlichen Veränderungen vorbereitet ist.

Kapitalmanagement und Solvabilität

Die Steuerung der Kapitalbasis erfolgt nach den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Ziel ist, die jederzeitige Erfüllung der versicherungsvertraglichen Verpflichtungen sicherstellen zu können – selbst wenn im Extremfall die hierfür gebildeten versicherungstechnischen Rückstellungen unzureichend wären. Für die Bereitstellung des entsprechenden Eigenkapitals wird eine angemessene Verzinsung angestrebt.

Für die Solvabilität der AXA Versicherung wurden alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Der Bedeckungssatz für 2010 betrug 189,4 % (2009: 199,5 %) und befindet sich somit weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Die zur Bedeckung vorhandenen Eigenmittel beliefen sich 2010 auf 823,0 Mio. Euro (2009: 867,0 Mio. Euro).

Ziel des Projektes Solvency II der EU-Kommission ist es, das Versicherungsaufsichtsrecht auf europäischer Ebene neu und einheitlich zu regeln. Hierzu gehört zum einen die Neuregelung der Solvenzanforderungen auf Basis risikoorientierter Kapitalmodelle (Säule I). Zum anderen wird ein prinzipienbasierter Anforderungskatalog an das Risikomanagement der Versicherungsunternehmen definiert, sodass die neuen Regelungen zur risikobasierten Eigenmittelvorschrift durch qualitative Anforderungen ergänzt werden (Säule II). Darüber hinaus werden Veröffentlichungspflichten definiert (Säule III). Nach der Verabschiedung im EU-Parlament im Jahr 2009 werden die Solvency II-Regelungen voraussichtlich 2013 in Kraft treten. Die nationale Umsetzung von Solvency II wurde bereits durch die zum Jahresbeginn 2008 in Kraft getretene VAG-Novelle (§ 64a VAG und § 55c VAG) vorangetrieben. Innerhalb von § 64a VAG werden die Komponenten eines angemessenen Risikomanagements definiert. Das Rundschreiben „Mindestanforderungen an das Risikomanagement VA (MaRisk VA)“ der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stellt die Durchführungsverordnung des § 64a VAG dar. Mit dem Inkraftsetzen des § 55c VAG haben Versicherungsunternehmen den an den Vorstand gerichteten Risikobericht in gleicher Form und mit gleichem Inhalt der Aufsichtsbehörde vorzulegen.

Zur Vorbereitung auf Solvency II hat die AXA 2010 am europaweiten Feldtest QIS 5 (Quantitative Impact Study) teilgenommen. QIS ist eine von der europäischen Versicherungsaufsicht CEIOPS (seit dem 1. Januar 2011 abgelöst durch die neu geschaffene „Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung“ – EIOPA) geleitete Übung, die der Kalibrierung des Standardmodells im Sinne von Solvency II dient. Die Berechnung des ökonomischen Risikokapitalbedarfs wurde auf Basis des QIS 5-Regelwerks durchgeführt, so wie sie 2009 auf Basis von QIS 4 durchgeführt wurde. Derzeit entwickelt die AXA Gruppe ein Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung, das voraussichtlich unter Solvency II als internes Modell dienen wird. Neben den Anforderungen aus Säule I bereitet sich die AXA Deutschland derzeit ebenfalls intensiv auf die Anforderungen aus Säule II und Säule III vor.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand der AXA Versicherung gefährden. Die Solvabilität 2010 zeigt gemäß der Berechnung wiederum eine deutliche Überdeckung auf. Ein in der Zukunft möglicherweise auszuweisender Fehlbetrag würde von der AXA Konzern AG im Rahmen des Beherrschungsvertrages beziehungsweise aufgrund des Gewinnabführungsvertrages ausgeglichen.

Sonstige Angaben

Besitzverhältnisse

Die DBV Holding AG wurde im Berichtsjahr auf die WinCom Versicherungs-Holding AG, Wiesbaden, verschmolzen. Diese hält damit nunmehr 18,01 % am Grundkapital unserer Gesellschaft und die AXA Konzern AG, Köln, unverändert 81,99 %. Mit der AXA Konzern AG, Köln, besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Zusammenarbeit im Konzern

Die Geschäftsfunktionen unserer Gesellschaft werden seit Jahren von Dienstleistungsgesellschaften des deutschen AXA Konzerns und der AXA Gruppe ausgeübt. Deshalb verfügt unsere Gesellschaft auch nicht über eigene Mitarbeiter. Im Einzelnen haben wir die Geschäftsfunktionen unserer Gesellschaft im Rahmen von Dienstleistungsverträgen auf folgende Gesellschaften übertragen, wobei mit Handelsregistereintrag vom 27. April 2010 die AXA Service AG auf die AXA Konzern AG verschmolzen wurde:

die Betriebs- und Schadenbereiche der Hauptverwaltung und der Zweigniederlassungen, die Bereiche Vertriebssteuerung, Rechnungswesen, Controlling, Betriebsorganisation, EDV-Anwendungsentwicklung, Allgemeine Verwaltung, Marketing, Personalwirtschaft und -entwicklung, Rückversicherung, Recht, Steuern, Konzernkommunikation, Revision sowie die Entwicklung, Konzeption, Realisierung und Produktion von Internet- und internetbasierten Dienstleistungen auf die AXA Konzern AG, Köln;
die Rechenzentrums- und Kommunikationsdienstleistungen (PC, Server, Telekommunikation) über die AXA Konzern AG auf die AXA Technology Services Germany GmbH, Köln;
die Betreuung von SAP-basierten Anwendungsprogrammen über die AXA Konzern AG auf die AXA Group Solutions SA, Zweigniederlassung Köln;
die Postbearbeitung, Logistik und Archivierung über die AXA Konzern AG, Köln, auf die AXA Logistic Services GmbH, Köln;
bis zum 30. Juni 2010 die Funktionen aus dem Bereich Vermögensanlage und -verwaltung für börsennotierte Kapitalanlagen auf die AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Köln, (teilweise indirekt über die AXA Konzern AG) sowie die Immobilienverwaltung über die AXA Konzern AG auf die AXA Real Estate Managers Deutschland GmbH, Köln, und zusätzlich unmittelbar auf die AXA Property Managers GmbH, Wiesbaden. Seit dem 1. Juli 2010 werden alle Funktionen aus dem Bereich der Vermögensanlage und -verwaltung einheitlich über die AXA Konzern AG von der AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Köln, wahrgenommen. Die AXA Investment Managers Deutschland GmbH wiederum hat ihrerseits ab diesem Zeitpunkt die Immobilienverwaltung auf den externen Dienstleister EPM InServ GmbH, Köln und Wiesbaden, übertragen;
den spartenübergreifenden, telefonischen 24-Stunden-Kundenservice über die AXA Konzern AG auf die AXA Customer Care Center GmbH, Köln.

Beziehungen zu verbunden Unternehmen

Unsere Gesellschaft hat am 19. Mai 2005 mit der AXA Konzern AG einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Außerdem besteht zwischen unserer Gesellschaft und der AXA Konzern AG seit dem 4. Oktober 2000 ein Beherrschungsvertrag.

Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen

Über unsere selbständige Vertriebsorganisation, über die wir gemeinsam mit der AXA Lebensversicherung AG verfügen, vermitteln wir direkt und indirekt Versicherungsverträge sowie Kapitalanlageprodukte für folgende Konzernbeziehungsweise assoziierte Gesellschaften:

AXA Krankenversicherung AG, Köln
AXA Art Versicherung AG, Köln
AXA Bank AG, Köln
AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Köln
AXA Life Europe Ltd., Dublin
DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG, Wiesbaden
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, Wiesbaden
Deutsche Ärzte-Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
Pro bAV Pensionskasse AG, Köln
Rheinisch-Westfälische Sterbekasse AG, Essen
Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG, Köln
winsecura Pensionskasse AG, Wiesbaden

Verbands- und Vereinszugehörigkeit

Unsere Gesellschaft gehört unter anderem folgenden Verbänden und Vereinen aus der Versicherungswirtschaft an:

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V., Berlin
Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland, München
Der Versicherungsombudsmann e. V., Berlin
Wiesbadener Vereinigung, Köln Verkehrsopferhilfe e. V., Hamburg
Deutsches Büro Grüne Karte e. V., Hamburg
Verein Hanseatischer Transportversicherer e. V., Hamburg-Bremen
Pensions-Sicherungs-Verein VVaG, Köln.

Nachtragsbericht

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2010 sind bei unserer Gesellschaft keine Vorgänge eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben.

Ergebnisabführung

Der im Geschäftsjahr 2010 erwirtschaftete Überschuss in Höhe von 97,9 Mio. Euro wurde aufgrund des im Mai 2005 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages zwischen unserer Gesellschaft und der AXA Konzern AG an die AXA Konzern AG abgeführt. Aus der Entnahme der Gewinnrücklage ergibt sich ein Bilanzgewinn von 50,0 Mio. Euro. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn an die Aktionäre auszuschütten.

Ausblick und Chancen

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erwartet für das Jahr 2011 in der Schaden- und Unfallversicherung ein Beitragswachstum von 1 %. Als Grund für dieses moderate Wachstum wurde neben der verbesserten wirtschaftlichen Lage der privaten Haushalte, auf die etwa zwei Drittel der Nachfrage der Schaden- und Unfallversicherung entfallen, vor allem auch die wirtschaftliche Erholung im Unternehmenssektor genannt. In der Kraftfahrtversicherung wird für 2011 überwiegend ein Ende des Preissenkungszyklus im Neugeschäft erwartet. Gleichwohl dämpfen aber auch im laufenden Jahr Wanderungen in höhere Schadenfreiheitsklassen und günstigere Tarifsegmente das Beitragsaufkommen in der Kraftfahrtversicherung. Bei einem weiteren Anstieg der Anzahl von Kraftfahrzeugen um 1 % wird für 2011 für die Kraftfahrtversicherung ein Beitragswachstum von 0,5 % erwartet.

Für das Industrie- und Firmenkundengeschäft rechnen wir sowohl für 2011 als auch für 2012 aufgrund der wirtschaftlichen Erholung und damit einhergehenden Investitionen mit einer steigenden Nachfrage nach Versicherungsschutz im Markt. Angesichts eines weiterhin intensiven Preiswettbewerbs auf der Anbieterseite und hoher Preissensibilität der Kunden wird der Anstieg der konjunkturbedingten Nachfrage nach Versicherungsschutz voraussichtlich nur zu einem moderaten Beitragswachstum von etwa 1 % führen. Von der konjunkturellen Erholung dürfte insbesondere die Haftpflicht- und Transportversicherung profitieren, da sich dort der Beitrag vielfach am Umsatz orientiert.

Unser eigenes Industrie- und Firmenkundengeschäft sehen wir auf profitablem Wachstumskurs. Grund für die insgesamt positive Prognose sind unser gut diversifiziertes Portfolio sowie die vielen innovativen und lösungsorientierten Konzepte in Verbindung mit unserer Lösungs- und Beratungskompetenz. Neben internationalen Deckungskonzepten bieten wir Versicherungslösungen für neue wachstumsstarke Branchen, wie zum Beispiel den Markt für regenerative Energien, an. Auf der Grundlage einer konsequenten Ausrichtung unserer Produktkonzepte und Services an den Bedürfnissen unserer Kunden und Vermittler rechnen wir auch für 2011 mit einer weiteren Stärkung unserer Position als einer der führenden Industrie- und Firmenversicherer in Deutschland.

Aus der verbesserten wirtschaftlichen Lage der privaten Haushalte wird für 2011 und 2012 ein Anstieg der Konsumausgaben um 1,5 % erwartet. Ebenso wie der GDV rechnen wir daher für das Privatkundengeschäft in der Kraftfahrtversicherung sowie den Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen mit einem moderaten Marktwachstum. Für unsere Gesellschaft erwarten wir im Privatkundengeschäft einen Beitrags- und Marktanteilszugewinn, wobei wir den Fokus auf ertragreiche Segmente legen. Maßgeblich gestützt wird das erwartete Wachstum durch die sehr erfolgreiche Einführung unserer neuen Kraftfahrttarife im Jahr 2010, auf deren Basis wir zum Jahreswechsel 2010/2011 einen Bestandszuwachs von rund 100.000 Kraftfahrtversicherungsverträgen erzielen konnten. In der Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherung stützen sich unsere Wachstumsprognosen auf den sehr erfolgreichen Absatz unseres innovativen Bündelproduktes BOXplus sowie auf die Mitte 2010 eingeführte Existenzschutzversicherung.

Wir werden auch in dem weiterhin schwierigen Wettbewerbsumfeld unsere ertragsorientierte Zeichnungspolitik unverändert fortsetzen und zugleich die Qualität und Effizienz unserer Prozesse nachhaltig verbessern. Aufgrund unserer risiko- und ertragsoptimierten Kapitalanlagestrategie erwarten wir für 2011 eine Steigerung unseres ordentlichen Kapitalanlageergebnisses und ein Unternehmensergebnis, das über dem Niveau des Jahres 2010 liegen wird.

Im Rahmen von gruppenweiten Überlegungen zur Optimierung der Kapitalallokation wird zurzeit auch die Kapitalausstattung der AXA Versicherung überprüft.

Für 2012 erwarten wir eine moderate Fortsetzung des Wirtschaftswachstums bei weiterhin unverändert starkem Wettbewerb. Unsere Strategie eines ertragsorientierten Wachstums bei zugleich kontinuierlicher Verbesserung unserer Prozesse und Services werden wir konsequent fortsetzen. Wir gehen daher auch für 2012 von einer weiteren Steigerung des Unternehmensergebnisses aus.

Köln, den 21. März 2011

Der Vorstand

Anlagen zum Lagebericht

Geschäftsgebiet

Bundesrepublik Deutschland mit den Zweigniederlassungen Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Berlin, München, Köln und ausländische Zweigniederlassungen: Frankreich, Niederlande, Belgien, Irland.

Betriebene Versicherungszweige

• **Lebensversicherung

**(nur in Rückdeckung übernommen)

• **Unfallversicherung:

**Einzel-Voll-, Einzel-Teil-, Gruppenunfall-, Volksunfall-, Reise-, Sport-, Luftfahrt-, lebenslängliche Verkehrsmittel-Unfall-, Probanden-Versicherung, Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückgewähr, Kraftfahrtunfall-Versicherung

• **Haftpflichtversicherung:

**Privat-, Betriebs- und Berufs-, Gewässerschaden-, Vermögensschaden-, Luftfahrt-, Umwelt-, Strahlen- und Atomanlagen-, Haus- und Grundbesitzer-Haftpflicht, Kraftfahrt-Parkplatz-, Feuerhaftungs-Versicherung

• **Kraftfahrtversicherung:

**Kraftfahrzeug-Haftpflicht-, Fahrzeugvoll-, Fahrzeugteil-Versicherung

• **Rechtsschutzversicherung

**(nur in Rückdeckung übernommen)

• **Feuerversicherung:

**Feuer-Industrie-, landwirtschaftliche Feuerversicherung, sonstige Feuerversicherung (einschließlich der Waldbrandversicherung)

Einbruchdiebstahlversicherung

Leitungswasserversicherung

Glasversicherung

Sturmversicherung

Verbundene Hausratversicherung

Verbundene Gebäudeversicherung

• **Hagelversicherung

**(nur in Rückdeckung übernommen)

• **Technische Versicherungen:

**Maschinen-einschl. Baugeräte-, Elektronik-, Montage-, Bauleistungsversicherung, Elektro- und Gasgeräte des Hausrats, Gebrauchsgütergarantieversicherung

• **Einheitsversicherungen:

**Allgemeine, Rauchwaren-, Textilveredelungs-, Wäscheschutz-Einheitsversicherung

• **Transportversicherung:

**See-, Fluss-, Luftfahrt- und Landkasko-, Waren-, Film-, Valorenversicherung (gewerblich), Verkehrshaftungsversicherung

• **Kredit- und Kautionsversicherung:

**übrige und nicht aufgegliederte Kredit- und Kautionsversicherung (einschließlich Baugarantieversicherung)

Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuerbeziehungsweise Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung (Extended Coverage)

• **Betriebsunterbrechungsversicherung:

**Feuer-, technische, sonstige Betriebsunterbrechungsversicherung, Filmausfall-, Betriebsschließungsversicherung

Beistandsleistungsversicherung

• **Sonstige Sachschadenversicherungen:

**Ausstellungs-, Fahrrad-, Garderobe-, Jagd- und Sportwaffen-, Kühlgüter-, Warenversicherung in Tiefkühlanlagen, Atomanlagen-, Automaten-, Reisegepäck-, Valoren- (privat), Campingversicherung, verbundene Sach-Gewerbe-Versicherung

• **Sonstige Vermögensschadenversicherungen:

**Reiserücktrittskosten-, Lizenzverlust-, Maschinengarantieversicherung, Garantieversicherung von Kraftfahrzeugen

Vertrauensschadenversicherung

In der Kraftfahrt- und Unfallversicherung verwenden wir Tarife mit Beiträgen, die nach dem Geschlecht unterscheiden. Die versicherungsmathematischen und statistischen Daten, aus denen wir das Geschlecht als bestimmenden Risikofaktor ableiten, sind auf der Internetseite des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft veröffentlicht (www.gdv.de). Die dort für die Lebensversicherung veröffentlichten Hinweise gelten auch für die Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr.

Jahresabschluss

Bilanz zum 31. Dezember 2010
Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom

1. Januar bis 31. Dezember 2010
Anhang
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Angaben zur Bilanz
Überschussbeteiligung zu Unfall-

versicherungen mit Beitragsrückgewähr
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige Angaben

Jahresabschluss

Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktiva

in Tsd. Euro
2010 2009 *
A. Immaterielle Vermögensgegenstände 0 2.573
B. Kapitalanlagen
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
24.016 26.817
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen

und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 462.609 422.254
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 170.000 370.000
3. Beteiligungen 146.344 34.205
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht
4.533 3.251
783.486 829.710
III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht

festverzinsliche Wertpapiere
4.293.719 4.043.297
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere

festverzinsliche Wertpapiere
986.185 1.104.017
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 26.905 32.633
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 782.106 819.326
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 883.575 1.040.486
c) Darlehen und Vorauszahlungen

auf Versicherungsscheine
266 419
d) übrige Ausleihungen 368.017 2.033.964 375.024
5. Einlagen bei Kreditinstituten 143.657 89.034
7.484.430 7.504.236
IV. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung

übernommenen Versicherungsgeschäft
104.277 94.203
8.396.209 8.454.966
C. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen

Versicherungsgeschäft an:
1. Versicherungsnehmer 43.328 44.311
2. Versicherungsvermittler 131.157 127.161
174.485 171.472
II. Abrechnungsforderungen aus dem

Rückversicherungsgeschäft
59.863 30.667
davon an verbundene Unternehmen:

10.319 Tsd. Euro (2009: 10.947 Tsd. Euro)
davon an Beteiligungsunternehmen:

25.200 Tsd. Euro (2009: 0 Tsd. Euro)
III. Sonstige Forderungen 129.732 248.404
davon an verbundene Unternehmen:

93.557 Tsd. Euro (2009: 192.572 Tsd. Euro)
davon an Beteiligungsunternehmen:

1.526 Tsd. Euro (2009: 1.789 Tsd. Euro)
IV. Forderungen aus weiterer Kapitaleinzahlungs-

verpflichtung der WinCom Versicherungs-Holding AG1)
41.398 41.398
405.478 491.941
D. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen und Vorräte 121 132
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten,

Schecks und Kassenbestand
44.605 69.778
III. Andere Vermögensgegenstände 120.788 103.209
165.514 173.119
E. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 71.505 76.704
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 4.835 6.006
76.340 82.710
9.043.541 9.205.309

* Aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) ergibt sich ein neues Bilanzgliederungsschema. Davon ist der Posten „Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital“ betroffen, und die Werte für 2009 wurden entsprechend angepasst.

1) Die WinCom Versicherungs-Holding AG, Köln, ist die Rechtsnachfolgerin der DBV Holding AG, Wiesbaden

Passiva

in Tsd. Euro
2010 2009 *
A. Eigenkapital
I. Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 164.661 164.661
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen 21.818 21.818
142.843 142.843
II. Kapitalrücklage 679.004 679.004
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 44 44
2. andere Gewinnrücklagen 1.118 1.162 50.000
IV. Bilanzgewinn 50.000 0
873.009 871.891
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 443 2.197
C. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge
1. Bruttobetrag 387.649 398.047
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung

gegebene Versicherungsgeschäft
6.782 6.237
380.867 391.810
II. Deckungsrückstellung
1. Bruttobetrag 556.841 569.720
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung

gegebene Versicherungsgeschäft
10.887 12.094
545.954 557.626
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte

Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag 5.388.348 5.277.411
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung

gegebene Versicherungsgeschäft
331.242 520.716
5.057.106 4.756.695
IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und

erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
1. Bruttobetrag 49.510 55.867
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung

gegebene Versicherungsgeschäft
0 0
49.510 55.867
V. Schwankungsrückstellung und ähnliche

Rückstellungen
1.165.962 1.150.175
VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
1. Bruttobetrag 17.935 17.135
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung

gegebene Versicherungsgeschäft
0 0
17.935 17.135
7.217.334 6.929.308
D. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche

Verpflichtungen
335.611 392.183
II. Steuerrückstellungen 79.267 95.873
III. Sonstige Rückstellungen 118.575 154.571
533.453 642.627
E. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung

gegebenen Versicherungsgeschäft
36.453 38.333
F. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen

Versicherungsgeschäft gegenüber:
1. Versicherungsnehmern 113.116 112.991
2. Versicherungsvermittlern 29.184 27.313
142.300 140.304
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem

Rückversicherungsgeschäft
34.265 199.676
davon gegenüber verbundenen Unternehmen:

16.149 Tsd. Euro (2009: 13.136 Tsd. Euro)
III. Sonstige Verbindlichkeiten 201.502 374.753
davon aus Steuern:

33.052 Tsd. Euro (2009: 28.776 Tsd. Euro)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:

3.355 Tsd. Euro (2009: 3.932 Tsd. Euro)
davon gegenüber verbundenen Unternehmen:

130.382 Tsd. Euro (2009: 288.807 Tsd. Euro)
378.067 714.733
G. Rechnungsabgrenzungsposten 4.782 6.220
9.043.541 9.205.309

* Aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) ergibt sich ein neues Bilanzgliederungsschema. Davon ist der Posten „Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital“ betroffen, und die Werte für 2009 wurden entsprechend angepasst.

Unfallversicherung, Kraftfahrzeug-Haftpflicht- und Haftpflichtversicherung

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten C.II. beziehungsweise C.III. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung der §§ 341 f und 341 g HGB sowie der aufgrund des § 65 Absatz 1 VAG erlassenen Rechtsverordnungen berechnet worden ist. Für den Altbestand im Sinne des § 11c VAG ist die Deckungsrückstellung nach den zuletzt am 21. März 2002 bzw. 3. Dezember 1996 genehmigten Geschäftsplänen berechnet worden.

Köln, den 11. März 2011

*Der Verantwortliche Aktuar:

Jochen Kneiphof*

Köln, den 21. März 2011

Der Vorstand

Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

Versicherungstechnische Rechnung

in Tsd. Euro
2010 2009
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge 3.176.351 3.258.686
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 773.737 2.402.614 796.123
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge1 10.417 –1.967
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den

Bruttobeitragsüberträgen1
–542 10.959 7.252
2.413.573 2.453.344
2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung 30.957 32.755
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 809 1.390
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 2.176.069 2.115.572
bb) Anteil der Rückversicherer 770.459 1.405.610 558.988
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte

Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 106.072 19.490
bb) Anteil der Rückversicherer –190.325 296.397 –51.917
1.702.007 1.627.991
5. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-

rückstellungen1
a) Nettodeckungsrückstellung 11.663 11.897
b) Sonstige versicherungstechnische Nettorückstellungen –293 1.068
11.370 12.965
6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige

Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung
14.049 13.843
7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 976.193 993.698
b) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen

aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft
136.964 200.893
839.229 792.805
8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen

für eigene Rechnung
18.421 17.499
9. Zwischensumme –116.997 48.316
10. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher

Rückstellungen1
–15.787 –35.578
11. Versicherungstechnisches Ergebnis

für eigene Rechnung
–132.784 12.738

1 – = Erhöhung

Nichtversicherungstechnische Rechnung

in Tsd. Euro
2010 2009
Übertrag: –132.784 12.738
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus Beteiligungen 55.514 52.708
davon aus verbundenen Unternehmen:

44.521 Tsd. Euro (2009: 49.674 Tsd. Euro)
b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen
davon aus verbundenen Unternehmen:

11.184 Tsd. Euro (2009: 11.605 Tsd. Euro)
aa) Erträge aus Grundstücken,

grundstücksgleichen Rechten und Bauten

einschließlich der Bauten auf fremden

Grundstücken
4.180 4.492
bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 349.463 359.998
353.643
c) Erträge aus Zuschreibungen 2.746 57.441
d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 19.989 40.961
e) Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens

mit Rücklageanteil
1.754 20.584
433.646 536.184
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapital-

anlagen, Zinsaufwendungen und sonstige

Aufwendungen für die Kapitalanlagen
31.807 16.761
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 72.043 104.198
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 21.456 28.032
125.306 148.991
308.340 387.193
3. Technischer Zinsertrag –31.906 –33.817
276.434 353.376
4. Sonstige Erträge 301.112 274.136
5. Sonstige Aufwendungen 318.943 263.562
–17.831 10.574
6. Ergebnis der normalen

Geschäftstätigkeit
125.819 376.688
7. Außerordentliche Erträge 0 0
8. Außerordentliche Aufwendungen 23.059 0
9. Außerordentliches Ergebnis –23.059 0
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.029 79.088
11. Sonstige Steuern –1.177 4.007
4.852 83.095
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages

abgeführte Gewinne
97.908 293.592
13. Jahresüberschuss 0 0
14. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 50.000 0
15. Bilanzgewinn 50.000 0

Anhang

Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 wurden nach den für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) erstellt.

Das am 29. Mai 2009 in Kraft getretene Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wendete die AXA Versicherung AG erstmals im Geschäftsjahr 2010 an. Einige bereits im Jahr 2009 verpflichtende Angaben wurden gemäß Artikel 66 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) im Vorjahr bereits umgesetzt. Nach Artikel 67 Absatz 8 Satz 2 EGHGB wurden die gemäß § 265 Absatz 2 Satz 1 HGB anzugebenden Vorjahreszahlen bei erstmaliger Anwendung des HGB nach BilMoG nicht an die geänderten Bewertungsmethoden angepasst.

Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz sieht Ausweisänderungen bzw. Änderungen der Postenbezeichnungen insbesondere bei den Positionen „Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital“ und „Sonderposten mit Rücklagenanteil“ vor. Der Ausweis des Vorjahresbetrages wurde bei den „Ausstehenden Einlagen auf das gezeichnete Kapital“ an die neue Gliederung/Postenbezeichnung angepasst. Von dem Wahlrecht der Übergangsregelung nach Artikel 67 Absatz 3 Satz 1 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG-Vorschriften in Bezug auf den Sonderposten mit Rücklageanteil gilt, wurde Gebrauch gemacht und der Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 247 Absatz 3 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung beibehalten. Die ab dem 1. Januar 2010 saldierungsfähigen Vermögensgegenstände, die die Anforderungen nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB n. F. erfüllen, werden mit den zugehörigen Versorgungsverpflichtungen erstmals saldiert. Auf eine Anpassung der Darstellung der Vorjahresbeträge wurde wegen der Umstellung auf das BilMoG aufgrund des Wahlrechts des Artikels 67 Absatz 8 Satz 2 EGHGB verzichtet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Die immateriellen Vermögensgegenstände bestanden ausschließlich aus entgeltlich erworbenen Versicherungsbeständen. Die Bewertung erfolgte mit den Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Zusätzlich wurde aufgrund dauerhafter Wertminderung eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt und mit den steuerlich zulässigen Sätzen abgeschrieben. Die steuerliche Nutzungsdauer entspricht dabei der handelsrechtlich maßgeblichen wirtschaftlichen Abnutzung. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.

Anteile an verbundenen Unternehmen wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden, soweit es sich um Darlehen handelt, zum Nennbetrag aktiviert. Agio- und Disagiobeträge wurden aktivisch und passivisch abgegrenzt und planmäßig über die Laufzeit aufgelöst. Unter dieser Position ausgewiesene Inhaberschuldverschreibungen wurden entsprechend den Regeln für die dem Anlagevermögen zugeordneten Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren bewertet.

Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die dem Anlagevermögen zugeordnet sind, wurden entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bilanziert. Zur Beurteilung, ob eine dauernde Wertminderung vorliegt und eine Abschreibung auf den langfristig beizulegenden Wert erfolgt, kommen folgende Methoden zur Anwendung:

Der Zeitwert des Wertpapieres liegt in den dem Bilanzstichtag vorangehenden sechs Monaten permanent um mehr als 20 % unter dem Buchwert.
Der Zeitwert des Wertpapieres liegt in den dem Bilanzstichtag vorangehenden zwölf Monaten permanent um mehr als 10 % unter dem Buchwert.

Bei Erfüllung von mindestens einem dieser Aufgreifkriterien erfolgt die Abschreibung auf den langfristig beizulegenden Wert.

Investmentanteile, die überwiegend Aktien beinhalten, wurden als ein eigenständiges Wertpapier angesehen und entsprechend bewertet.

Investmentanteile, die überwiegend Rentenpapiere beinhalten und stille Lasten ausweisen, wurden anhand der erwarteten Rückzahlungen aus den entsprechenden Wertpapieren innerhalb des Fonds auf eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung hin überprüft.

Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Bei voraussichtlich vorübergehenden Wertminderungen haben wir teilweise von dem in diesem Fall bestehenden Abschreibungswahlrecht Gebrauch gemacht.

Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die dem Umlaufvermögen zugeordnet sind, wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwerten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die dem Anlagevermögen zugeordnet sind, wurden entsprechend dem gemilderten Niederstwertprinzip mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Agio- und Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit erfolgwirksam erfasst.

Die dauerhafte Wertminderung eines Wertpapieres haben wir angenommen, wenn der Zeitwert des Wertpapieres einen Werteverfall aufgrund einer wesentlichen Verschlechterung des Ratings/der Bonität eines Emittenten aufzeigt und aus diesem Grund von einem (Teil-)Ausfall des Schuldtitels ausgegangen wird.

Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten

Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die dem Umlaufvermögen zugeordnet sind, wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Martkwerten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen wurden mit dem Nennbetrag in Ansatz gebracht, vermindert um notwendige Abschreibungen und Einzelwertberichtigungen. Disagiobeträge wurden passivisch abgegrenzt und planmäßig über die Laufzeit aufgelöst.

Namensschuldverschreibungen wurden mit dem Nennbetrag bilanziert, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge wurden aktivisch und passivisch abgegrenzt und planmäßig über die Laufzeit aufgelöst.

Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden mit dem Nennbetrag bilanziert, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge wurden aktivisch und passivisch abgegrenzt und planmäßig über die Laufzeit aufgelöst.

Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine wurden mit dem Nennbetrag aktiviert.

Übrige Ausleihungen wurden mit dem Nennbetrag angesetzt, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge wurden aktivisch und passivisch abgegrenzt und planmäßig über die Laufzeit aufgelöst.

Die Einlagen bei Kreditinstituten wurden mit den Nennbeträgen angesetzt.

Die Depotforderungen wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft bilanzierten wir mit den Nennbeträgen vermindert um vorzunehmende Einzelwertberichtigungen.

Die Pauschalwertberichtigungen bildeten wir in Höhe der nach dem Bilanzstichtag voraussichtlich eintretenden Ausfälle aus Erfahrungssätzen der Vorjahre. Die Pauschalwertberichtigung setzten wir aktivisch ab.

Die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft wurden mit dem Nennbetrag ausgewiesen, soweit nicht Einzelwertberichtigungen vorzunehmen waren. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Sonstige Forderungen wurden mit dem Nennbetrag aktiviert. Hierunter sind auch Salden aus Rückversicherungsverträgen ausgewiesen, die vereinbarungsgemäß beim Rückversicherer deponiert und nicht in bar ausgeglichen werden. Diese Forderungen an Rückversicherer ergeben sich im Wesentlichen aus Rückversicherungsprovisionen. Der Abbau erfolgt im Laufe der nächsten Jahre aufgrund der versicherungstechnischen Ergebnisse.

Sachanlagen und Vorräte wurden mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Der Ansatz für die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde um die Abschreibungen für die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vermindert.

Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand wurden mit dem Nennbetrag in Ansatz gebracht.

Die anderen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag aktiviert.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.

Da eine ertragsteuerliche Organschaft mit der AXA Konzern AG besteht, werden die latenten Steuern der Gesellschaft bei dem Organträger AXA Konzern AG ausgewiesen.

Passiva

Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht der Übergangsregelung nach Artikel 67 Absatz 3 Satz 1 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG Vorschriften in Bezug auf den Sonderposten mit Rücklageanteil gilt, Gebrauch gemacht und den Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 247 Absatz 3 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung beibehalten.

Die Beitragsüberträge wurden für das selbst abgeschlossene deutsche Versicherungsgeschäft pro rata temporis unter Berücksichtigung unterjähriger Fälligkeiten nach Abzug äußerer Kosten ermittelt. Die Ermittlung und Bilanzierung der Beitragsüberträge für das Geschäft der ausländischen Zweigniederlassungen erfolgte entsprechend den landesrechtlichen beziehungsweise landesüblichen Vorschriften überwiegend pro rata temporis.

Die Anteile der Rückversicherer ergaben sich aus der Fälligkeitsstruktur in den Rückversicherungsbeständen. Der koordinierte Ländererlass vom 30. April 1974 wurde berücksichtigt.

Bei dem in Rückdeckung übernommenen Geschäft wurden die Bruttobeitragsüberträge anhand der Aufgaben der Vorversicherer unter Berücksichtigung eines Abzuges für nicht übertragsfähige Beitragsteile gestellt. Ist zum Zeitpunkt der Ermittlung der Beitragsüberträge die Kündigung eines Vertrages ausgesprochen oder zu erwarten, wird der Beitragsübertrag nach dem vertraglich vereinbarten Portefeuille-Stornosatz gestellt, soweit sich aus dieser Berechnung ein höherer Übertrag ergibt. Die Anteile der Rückversicherer an den Beitragsüberträgen des übernommenen Geschäfts ermittelten sich aufgrund der abgeschlossenen Rückversicherungsverträge nach dem jeweiligen Verfahren, welches für die Berechnung der Bruttobeitragsüberträge angewendet wurde.

Die Deckungsrückstellung für selbst abgeschlossene Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr ist nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt worden. Die Deckungsrückstellung für das übernommene Lebensversicherungsgeschäft wurde entsprechend den Angaben der Vorversicherer gestellt.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthält die Rückstellung für Entschädigungen, die Rentendeckungsrückstellung, die Rückstellung für Rückkäufe und Rückgewährbeträge aus der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr und die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen. Die Rückstellung für Entschädigungen für das selbst abgeschlossene Geschäft wurde inventurmäßig je Einzelschaden festgesetzt und fortgeschrieben. In der Transportversicherung wurde die Schadenrückstellung nach Pauschalsätzen zuzüglich einzelreservierter Großschäden ermittelt, ab dem dritten Zeichnungsjahr gilt auch in diesem Zweig die inventurmäßige Reserveermittlung je Einzelschaden. Bei der Ermittlung der einzelnen Schadenrückstellungen wurden Ansprüche aus Regressen und Provenues abgesetzt, soweit ihre Realisierbarkeit feststand oder zweifelsfrei bestimmbar war.

Die Spätschadenrückstellung für eingetretene, bis zur Schließung des Schadenregisters nicht gemeldete Versicherungsfälle wurde nach den Erfahrungswerten der Vorjahre ermittelt. Die Ermittlung der Rentendeckungsrückstellung erfolgte aus dem selbst abgeschlossenen Geschäft versicherungsmathematisch gemäß Geschäftsplan unter Zugrundelegung der Tafel DAV 2006 HUR, die seit dem 29. September 2006 als Richtlinie in Kraft gesetzt wurde. Damit beinhalten die biometrischen Rechnungsgrundlagen angemessene Sicherheiten. Ein signifikantes Risiko aus der Langlebigkeit ist nach derzeitigen Erkenntnissen nicht ersichtlich.

Die Rückstelllung für Schadenregulierungskosten wurde unter Beachtung des koordinierten Ländererlasses vom 22. Februar 1973 errechnet.

Die Anteile der Rückversicherer an den Rückstellungen wurden den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend ermittelt. Im in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft folgten wir grundsätzlich den Aufgaben der Zedenten.

Bei der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung (UBR) handelt es sich um erzielte Überschüsse, die vertraglich für die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer bestimmt, aber den einzelnen Versicherungsverträgen noch nicht zugeteilt worden sind. Innerhalb dieser Rückstellung wird der Fonds für Schlussüberschussanteile gemäß § 28 Absatz 7 in Verbindung mit Absatz 9 RechVersV gemäß den Vorgaben der jeweils gültigen Geschäftspläne für die Überschussbeteiligung beziehungsweise der Grundsätze für die Überschussbeteiligung für die einzelnen Bestände einzelvertraglich berechnet.

Die Schwankungsrückstellung wurde gemäß § 341 h HGB in Verbindung mit § 29 und der Anlage zu § 29 RechVersV ermittelt.

Die der Schwankungsrückstellung ähnlichen Rückstellungen ergeben sich aus den Vorschriften nach § 341h Absatz 2 HGB in Verbindung mit § 30 RechVersV.

Die Berechnung der Rückstellung für drohende Verluste im Versicherungsgeschäft auf der Basis der durchschnittlichen techischen Verluste in einem Drei-Jahres-Zeitraum unter Berücksichtigung von Zinserträgen, Restlaufzeiten und der Schwankungsrückstellung ergab keinen Rückstellungsbedarf.

Die Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen wurde je Vertrag ermittelt.

Die Rückstellung für späteres Storno wurde nach den Erfahrungswerten der Vergangenheit festgestellt.

Die Rückstellung aufgrund der Verpflichtung aus der Mitgliedschaft in der Verkehrsopferhilfe e.V. wurde entsprechend der Aufgabe des Vereins für das vorhergehende Geschäftsjahr gebildet.

Schadenexzedentenrückversicherungsverträge beinhalten Regelungen hinsichtlich der Wiederauffüllung der Haftung des Rückversicherers nach einem Schadenfall. Häufig erfolgt die Wiederauffüllung „pro rata capita“. Dies bedeutet, dass die verbrauchte Haftung gegen Zusatzprämie wiederaufgefüllt, also neu eingekauft werden muss. Die Zahlung eines solchen Wiederauffüllungsbeitrages ist allerdings erst dann fällig, wenn Schadenzahlungen unter dem betreffenden Schadenexzedentenrückversicherungsvertrag erfolgten. Solange ein solcher Rückversicherungsvertrag aber nur von reservierten Schäden betroffen ist, wird hier eine den Wiederauffüllungskonditionen entsprechende Rückstellung für Wiederauffüllungsbeiträge gestellt.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Rententrendannahmen sowie eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre vorgegeben durch die deutsche Bundesbank. Dabei wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invalidisierungssannahmen dienen die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln GmbH. Die Pensionsrückstellungen werden mit sogenanntem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Absatz 2 HGB verrechnet, welches zum Zeitwert bewertet wird.

Der sich aufgund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ergebende Zuführungsbetrag zu den Rückstellungen wird jährlich gemäß Artikel 67 Absatz 1 EGHGB mit einem Fünfzehntel angesammelt.

Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht.

In Bezug auf die Steuerrückstellungen wurde das Beibehaltungswahlrecht der Übergangsregelung des Artikel 67 Absatz 1 Satz 2 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG Vorschriften in Bezug auf sonstige Rückstellungen gilt, postenbezogen gemäß Artikel 67 Absatz 1 Satz 2 EGHGB ausgeübt.

Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen erfolgte nach § 253 Absatz 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, der zukünftig erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.

Von dem Beibehaltungswahlrecht wurde kein Gebrauch gemacht. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit größer als einem Jahr wurden demnach gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1, Satz 4 HGB mit den hierfür von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätzen abgezinst.

Die Depotverbindlichkeiten wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.

Alle übrigen Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge und Aufwendungen wurden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

In Rückdeckung übernommenes Geschäft

Bei dem in Rückdeckung übernommenem Versicherungsgeschäft wurden die Schadensrückstellungen nach den Aufgaben der Zedenten bilanziert. Wegen der zeitgleichen Erfassung des gesamten in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäfts wurden für diejenigen Zeiträume, für die wir noch keine vollständigen Zedentenabrechnungen vorliegen haben, Schätzungen gebucht. Darüber hinaus wurden standardmäßig mit versicherungsmathematischen Methoden Rückstellungen für noch nicht beziehungsweise nicht ausreichend gemeldete Schäden (Spätschadenrückstellungen) ermittelt und bilanziert.

Grundlagen für die Währungsumrechnung

Die Vermögenswerte, Rückstellungen und übrigen Verbindlichkeiten unserer ausländischen Zweigniederlassungen haben wir entsprechend den Bilanzierungsgrundsätzen der einzelnen Länder in die Bilanz übernommen, soweit diese nicht deutschen Bewertungsvorschriften widersprechen.

Der Kontokorrentverkehr mit den Rückversicherern und das von der Hauptverwaltung geführte direkte Auslandsgeschäft wurden in Fremdwährung abgewickelt und gebucht.

Auf fremde Währungen lautende Aktiv- und Passivposten wurden generell mit den Devisenkassamittelkursen zum Bilanzstichtag auf Euro umgerechnet. Soweit erforderlich, wurde dem Anschaffungskostenprinzip Rechnung getragen. Gemäß § 256a Satz 2 HGB wurden bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger die Vorschriften gemäß § 253 Absatz 1 Satz 1 HGB und § 252 Absatz 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet. Auf fremde Währungen lautende Aufwendungen und Erträge in unserer Gewinn- und Verlustrechnung wurden mit den Devisenmittelkursen zum Bilanzstichtag auf Euro umgerechnet. Kursgewinne und Kursverluste innerhalb einer Währung wurden saldiert. Erträge und Aufwendungen von Kapitalanlagen wurden mit dem jeweils aktuellen Devisenkurs umgerechnet.

Zeitwerte der Kapitalanlagen

Die Offenlegung von Zeitwerten der Kapitalanlagen erfolgte entsprechend den Vorschriften §§ 54ff. der RechVersV. Die Angaben erfolgten zum Bilanzstichtag. Im Einzelnen wurden folgende Ermittlungsverfahren angewandt:

Die beizulegenden Zeitwerte für Grundstücke, ihre Bestandteile und ihres Zubehörs sowie für grundstücksgleiche Rechte, Rechte an diesen und Rechte an Grundstücken wurden nach der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) vom 19. Mai 2010 (BGBl. I S. 239) ermittelt, die die WertV zum 1. Juli 2010 abgelöst hat.

Die beizulegenden Zeitwerte der Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden nach Ertragswertverfahren, mit Börsenwerten zum Bilanzstichtag abzüglich eines angemessenen Abschlages oder mit dem anteiligen Eigenkapital angesetzt.

Die beizulegenden Zeitwerte der als Ausleihungen an verbundene Unternehmen klassifizierten Schuldverschreibungen und Darlehen wurden anhand der Zinskurve sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2010 ermittelt.

Als beizulegende Zeitwerte für Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden Börsenkurse, Rücknahmepreise oder Nettoinventarwerte per 31. Dezember 2010 angesetzt.

Aufgrund der erhöhten Liquidität auf den Märkten für strukturierte Kreditprodukte (Asset Backed Securities, Collateralized Debt Obligations) wurden in diese Vermögenswerte investierende Investmentanteile zum 31. Dezember 2010 erstmals wieder mit ihrem Rücknahmepreis angesetzt. Der Rücknahmepreis dieser Investmentanteile beinhaltet für strukturierte Kreditprodukte von externen unabhängigen Dritten gestellte Preisindikationen (Mark-to-market). Im Vorjahr wurden strukturierte Kreditprodukte mit einem Barwertverfahren (Discounted-Cashflow-Verfahren, Mark-to-model) bewertet.

Als beizulegende Zeitwerte für Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden im Wesentlichen die Börsenkurse per 31. Dezember 2010 angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ohne Börsennotierung wurden auf Grundlage von Discounted-Cashflow-Methoden ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen wurden anhand der Zinskurve sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2010 ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte für Schuldscheindarlehen und Namenspapiere, sonstige Ausleihungen und andere Kapitalanlagen wurden anhand der Zinskurve sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2010 ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Einlagen bei Kreditinstituten entsprachen aufgrund des kurzfristigen Charakters den Buchwerten.

Einbeziehung in den Konzernabschluss

Durch die Einbeziehung der Gesellschaft in den Konzernabschluss der AXA, Paris, lagen einzelne Buchungsschlusstermine vor dem 31. Dezember des Geschäftsjahres. Die Zahlungsvorgänge grenzten wir über die sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten ab. Dadurch ergaben sich keine wesentlichen Einflüsse auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Angaben zur Bilanz

Aktiva

Entwicklung der Aktivposten A. bis B.III. im Geschäftsjahr 2010 in Tsd. Euro
Bilanzwerte

Vorjahr
Währungskurs-

änderungen
--- --- ---
A. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.573 0
B.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
26.817 0
B.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 422.254 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 370.000 0
3. Beteiligungen 34.205 0
4. Ausleihungen an verbundene Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht
3.251 0
5. Summe B.II. 829.710 0
B.III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht

festverzinsliche Wertpapiere
4.043.297 0
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere

festverzinsliche Wertpapiere
1.104.017 0
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 32.633 0
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 819.326 0
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 1.040.486 0
c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 419 0
d) übrige Ausleihungen 375.024 0
5. Einlagen bei Kreditinstituten 89.034 4.162
6. Summe B.III. 7.504.236 4.162
Zwischensumme B.I. bis B.III. 8.360.763 4.162
Insgesamt 8.363.336 4.162
Entwicklung der Aktivposten A. bis B.III. im Geschäftsjahr 2010 in Tsd. Euro
Zugänge Umbuchungen Abgänge Zuschreibungen Abschreibungen Bilanzwerte

Geschäftsjahr
--- --- --- --- --- --- ---
A. Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0 0 0 2.573 0
B.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
1.754 0 1.844 0 2.711 24.016
B.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 56.566 0 16.150 2.243 2.304 462.609
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 200.000 0 0 170.000
3. Beteiligungen 112.012 0 376 503 0 146.344
4. Ausleihungen an verbundene Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht
3.707 0 2.425 0 0 4.533
5. Summe B.II. 172.285 0 218.951 2.746 2.304 783.486
B.III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht

festverzinsliche Wertpapiere
394.805 0 79.150 0 65.233 4.293.719
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere

festverzinsliche Wertpapiere
145.200 0 263.032 0 0 986.185
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 0 0 5.638 0 90 26.905
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 0 0 37.220 0 0 782.106
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 175.000 0 331.911 0 0 883.575
c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 0 0 153 0 0 266
d) übrige Ausleihungen 3.942 0 9.244 0 1.705 368.017
5. Einlagen bei Kreditinstituten 50.461 0 0 0 0 143.657
6. Summe B.III. 769.408 0 726.348 0 67.028 7.484.430
Zwischensumme B.I. bis B.III. 943.447 0 947.143 2.746 72.043 8.291.932
Insgesamt 943.447 0 947.143 2.746 74.616 8.291.932
Zeitwert der Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2010 gemäß § 54 RechVersV in Tsd. Euro 2010
Bilanzwerte Zeitwerte
--- --- --- --- ---
zu Anschaffungs-

kosten bilanziert
zum Nennwert

bilanziert
Summe
--- --- --- --- ---
B.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
24.016 39.080 39.080
B.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 462.609 574.901 574.901
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 170.000 185.011 185.011
3. Beteiligungen 146.344 199.980 199.980
4. Ausleihungen an verbundene Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.533 4.035 4.035
Summe B.II. 783.486 959.892 4.035 963.927
B.III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.293.719 4.220.870 4.220.870
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 986.185 978.875 978.875
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 26.905 28.019 28.019
4. Sonstige Ausleihungen 2.033.964 1.242 2.097.722 2.098.964
5. Einlagen bei Kreditinstituten 143.657 143.657 143.657
Summe B.III. 7.484.430 5.200.987 2.269.398 7.470.385
Summe B. Kapitalanlagen 8.291.932 6.199.959 2.273.433 8.473.392
Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert 181.460
Zeitwert der Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2010 gemäß § 54 RechVersV in Tsd. Euro 2009
Bilanzwerte Zeitwerte
--- --- --- --- ---
zu Anschaffungs-

kosten bilanziert
zum Nennwert

bilanziert
Summe
--- --- --- --- ---
B.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
26.817 39.306 39.306
B.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 422.254 522.546 522.546
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 370.000 185.633 200.226 385.859
3. Beteiligungen 34.205 96.412 96.412
4. Ausleihungen an verbundene Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.251 2.890 2.890
Summe B.II. 829.710 804.591 203.116 1.007.707
B.III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.043.297 3.929.593 3.929.593
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.104.017 1.105.041 1.105.041
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 32.633 33.585 33.585
4. Sonstige Ausleihungen 2.235.255 1.456 2.272.342 2.273.798
5. Einlagen bei Kreditinstituten 89.034 89.034 89.034
Summe B.III. 7.504.236 5.036.090 2.394.961 7.431.051
Summe B. Kapitalanlagen 8.360.763 5.879.987 2.598.077 8.478.064
Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert 117.301

Die Umstellung der Bewertungsmethode von Mark-to-model zur Bewertungsmethode Mark-to-market, wie in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben, führte zu einer Verringerung der beizulegenden Zeitwerte um 34,6 Mio. Euro.

Die Gesamtsumme der Anschaffungskosten der in die Überschussbeteiligung einzubeziehenden Kapitalanlagen beträgt 555,4 Mio. Euro, die Gesamtsumme des beizulegenden Zeitwertes selbiger Kapitalanlagen beläuft sich auf 586,2 Mio. Euro. Hieraus ergibt sich ein Saldo von 30,8 Mio. Euro.

B.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

Der Bilanzwert der fremdgenutzten Grundstücke und Bauten betrug 24 Mio. Euro (2009: 27 Mio. Euro).

B.II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Pflichtangaben nach § 285 Nr. 11 HGB

An folgenden Unternehmen waren wir mit mindestens 20 % beteiligt

in Tsd. Euro 2010 2009
Assistance Partner Services s.r.l., Mailand, Italien
Anteil am Gesellschaftskapital 25,70 % 39,88 %
Eigenkapital 15 30
Ergebnis des Geschäftsjahres –15 1
AXA Alternative Financing FCP – Subfonds Private Equity, Luxemburg *
Anteil am Gesellschaftskapital 22,44 % 22,44 %
Eigenkapital 9.392
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.031
AXA Alternative Participations SICAV I, Luxemburg *
Anteil am Gesellschaftskapital 99,99 % 99,99 %
Eigenkapital 166.374
Ergebnis des Geschäftsjahres –16.988
AXA Customer Care GmbH, Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 51 % 51 %
Eigenkapital 733
Ergebnis des Geschäftsjahres 27
AXA Nordstern France S.A., Paris
Anteil am Gesellschaftskapital 100 % 100 %
Eigenkapital 31.757 13.547
Ergebnis des Geschäftsjahres 29.121 11.160
AXA Risk & Claims Services GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100 % 100 %
Eigenkapital 161 153
Ergebnis des Geschäftsjahres 8 3
AXA Unterstützungskasse für die leitenden Angestellten der AXA Gesellschaften mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 60 % 60 %
Eigenkapital 36 38
Ergebnis des Geschäftsjahres 6 7
AXA Vermittlungs-Service GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 63 % 63 %
Eigenkapital 1.113 1.210
Ergebnis des Geschäftsjahres 163 224
Bruckner GmbH & Co. Projektentwicklungs-KG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 24,40 % 24,40 %
Eigenkapital 45.429 45.223
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.787 1.865
CKA Unternehmensverwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 100 % 0 %
Eigenkapital 1.513 404
Ergebnis des Geschäftsjahres –4 –1
Deutsche Bestattungsfürsorge Verwaltungs GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 25,70 % 39,88 %
Eigenkapital 57 52
Ergebnis des Geschäftsjahres 5 –13
DURENDAL AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 39,88 % 39,88 %
Eigenkapital 101 102
Ergebnis des Geschäftsjahres –1 0
DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S1 KG, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90 % 94,90 %
Eigenkapital 41.385 54.822
Ergebnis des Geschäftsjahres 669 2.202
DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S2 KG, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90 % 94,90 %
Eigenkapital 22.943 24.850
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.153 1.057
DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S3 KG, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90 % 94,90 %
Eigenkapital 29.661 26.210
Ergebnis des Geschäftsjahres 3.458 –359
DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S4 KG, Wiesbaden
Anteil am Gesellschaftskapital 94,90 % 94,90 %
Eigenkapital 1.337 1.265
Ergebnis des Geschäftsjahres 457 381
Jurpartner Rechtsschutz-Versicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 39,88 % 39,88 %
Eigenkapital 4.806 4.806
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 0
Jurpartner Services Gesellschaft für Rechtsschutz-Schadenregulierung mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 39,88 % 39,88 %
Eigenkapital 2.040 2.040
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 0
K. Rerup & Co. A/S, Kopenhagen *
Anteil am Gesellschaftskapital 100 % 100 %
Eigenkapital 67
Ergebnis des Geschäftsjahres 377
Lefac Leasing-Finanz-GmbH, Köln *
Anteil am Gesellschaftskapital 100 % 100 %
Eigenkapital 2.576
Ergebnis des Geschäftsjahres 4
Merkur Gesellschaft für Beteiligungswerte mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 49 % 49 %
Eigenkapital 21.761 21.760
Ergebnis des Geschäftsjahres 1.001 1.002
Neue Düsseldorfer Stadtquartiere, Düsseldorf
Anteil am Gesellschaftskapital 78,09 % 78,09 %
Eigenkapital 21.123 20.938
Ergebnis des Geschäftsjahres –424 –138
Pluto Beteiligungswerte AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 63,80 % 63,80 %
Eigenkapital 80.117 83.108
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 2.991
Pugnator GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 39,88 % 20,34 %
Eigenkapital 84 84
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 –147
ROLAND Assistance GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 25,70 % 20,34 %
Eigenkapital 4.920 4.560
Ergebnis des Geschäftsjahres 507 1.553
ROLAND Assistance Partner GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 25,70 % 20,34 %
Eigenkapital 402 381
Ergebnis des Geschäftsjahres 21 21
ROLAND Beteiligungsverwaltung GmbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 39,88 % 39,88 %
Eigenkapital 21.321 21.212
Ergebnis des Geschäftsjahres 86 –231
ROLAND Risk Consulting srl, Mailand
Anteil am Gesellschaftskapital 39,88 % 39,88 %
Eigenkapital 168 175
Ergebnis des Geschäftsjahres –7 –12
ROLAND ProzessFinanz AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 39,88 % 39,88 %
Eigenkapital 2.860 2.860
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 0
ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 41,13 % 41,13 %
Eigenkapital 76.978 74.546
Ergebnis des Geschäftsjahres 6.076 6.945
ROLAND Schutzbrief-Versicherung AG, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 39,88 % 39,88 %
Eigenkapital 5.084 5.075
Ergebnis des Geschäftsjahres 0 0
Technisches Kontor für die BU-Versicherung GmbH, Düsseldorf *
Anteil am Gesellschaftskapital 48 % 48 %
Eigenkapital 48
Ergebnis des Geschäftsjahres 22
TERTIA Handelsbeteiligungsgesellschaft mbH, Köln
Anteil am Gesellschaftskapital 20 % 20 %
Eigenkapital 19.770 20.395
Ergebnis des Geschäftsjahres 12.313 12.938
Schiffsbeteiligungen
Partenreederei MT „Badenia“, Hamburg *
Anteil am Gesellschaftskapital 30 % 30 %
Eigenkapital –883
Ergebnis des Geschäftsjahres –152
Partenreederei MT „Bolognia“ *
Anteil am Gesellschaftskapital 30 % 30 %
Eigenkapital 2.384
Ergebnis des Geschäftsjahres –38.192
Partenreederei MS „Elbegas“, Hamburg *
Anteil am Gesellschaftskapital 25 % 25 %
Eigenkapital 299
Ergebnis des Geschäftsjahres 38

* Zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichtes lag noch kein vorläufiges Geschäftsergebnis und Eigenkapital 2010 vor.

Bei Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen bestehen am Ende des Geschäftsjahres Nachzahlungsverpflichtungen in Höhe von 18,7 Mio. Euro:

15,3 Mio. Euro ergeben sich aus Infrastrukturinvestments, die durch ihre langen Laufzeiten in Verbindung mit stabilen, planbaren sowie inflationsgeschützten Cashflows sowie eine Diversifizierung des Portfolios gekennzeichnet sind. Des Weiteren profitiert dieses Investment von umfangreichen staatlichen Investitionsprogrammen. Risiken bestehen vornehmlich in regulatorischen Eingriffen, Liquiditäts-, Finanzierungs- und Bewertungsrisiken.
3,4 Mio. Euro bestehen gegenüber einem Fonds, der vornehmlich in unterbewertete Unternehmen investiert, mit dem Ziel, durch Restrukturierung Wertsteigerungen zu erzielen. Hierbei werden besonders sogenannte „Leveraged Buy Out“-Strategien verfolgt. Zu kontrollierende Faktoren bei diesem Investment beziehen sich auf mögliche Unsicherheiten im Cashflow sowie auftretende Risiken bezüglich der Liquidität, der Bewertung, der Insolvenz und des Zinses.

Bei Kapitalanlagen in Beteiligungen bestehen am Ende des Geschäftsjahres Nachzahlungsverpflichtungen in Höhe von 17,8 Mio. Euro.

16,7 Mio. Euro bestehen gegenüber einem Fonds, der versucht, hohe risikoadjustierte Investmentrenditen durch die Investition in „distressed“ – öffentlich notierte und privat gehaltene – Assets zu erwirtschaften. Dazu gehören Investments in Equity, Debt (bonds, loans), strukturierte Produkte, Rohstoffe, damit verbundene Derivate. Investitionsgrund ist der Glaube an eine angemessene, „faire“ Neubewertung dieser Assets innerhalb der nächsten fünf Jahre. Das Hauptrisiko besteht in der Nicht-Erfahrung einer Wertaufholung in den investierten Assets im mittelfristigen Laufzeitband.
2,1 Mio. Euro resultieren aus Investitionen in alternatives Immobilienvermögen mit Schwerpunkt im Automobil-, Wohnheim- und Freizeitsektor, vorwiegend in der westlichen Euro-Zone sowie begrenzt in Zentral- und Nordeuropa-Immobilienfonds. Dem Ziel der Realisierung stabiler Mittelzuflüsse durch Mieterträge sowie der realen Werterhaltung in einem inflationären Umfeld stehen Risiken wie steigende Liegenschaftszinsen und Mietausfälle gegenüber.
1,9 Mio. Euro resultieren aus dem Investment in einem schwerpunktmäßig im europäischen Wirtschaftsraum investierten Immobilienfonds. Dem Ziel der Realisierung stabiler Mittelzuflüsse durch Mieterträge sowie der realen Werterhaltung in einem inflationären Umfeld stehen Risiken wie steigende Liegenschaftszinsen und Mietausfälle gegenüber.
0,6 Mio. Euro sind dem hauptsächlich in Büro-, Logistik- und Handelsimmobilien direkt und indirekt in ganz Italien investierten Immobilienfonds zuzuordnen. Dem Ziel der Realisierung stabiler Mittelzuflüsse durch Mieterträge sowie der realen Werterhaltung in einem inflationären Umfeld stehen Risiken wie steigende Liegenschaftszinsen und Mietausfälle gegenüber.

Zum 31. Dezember 2010 waren dem Anlagevermögen Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen mit einem Buchwert von 109,6 Mio. Euro zugeordnet, die stille Lasten ausweisen. Die Zeitwerte dieser Kapitalanlagen lagen um 9,1 Mio. Euro unter den entsprechenden Buchwerten. Wir gehen nach Prüfung der relevanten Bewertungskriterien sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus.

B.III. Sonstige Kapitalanlagen

Bei den sonstigen Kapitalanlagen bestehen am Ende des Geschäftsjahres Nachzahlungsverpflichtungen in Höhe von 6,0 Mio. Euro:

4,8 Mio. Euro entfallen auf einen Pool von Mezzanine-Darlehen, mit dem eine Rendite von LIBOR/EURIBOR+ angemessenen Renditeaufschlag (Spread) erzielt werden soll. Es eröffnet ferner die Möglichkeit, durch Garantien am Unternehmenserfolg zu partizipieren. In seiner Klassifizierung handelt es sich bei diesem Investment um ein nachrangiges Darlehen, bei dem bei einer Insolvenz des Unternehmens mit einem Teil- oder Totalausfall gerechnet werden muss. Dieses Risiko wird wiederum durch einen höheren Spread (im Vergleich zu vorrangig zu bedienenden Fremdkapital) abgegolten.
1,2 Mio. Euro resultieren aus dem Investment in einen schwerpunktmäßig in Gesundheitsimmobilien im deutschsprachigen Markt investierten Immobilienfonds. Dem Ziel der Realisierung stabiler Mittelzuflüsse durch Mieterträge sowie der realen Werterhaltung in einem inflationären Umfeld stehen Risiken wie steigende Liegenschaftszinsen und Mietausfälle gegenüber.

Zuordnung von Kapitalanlagen zum Anlagevermögen gemäß § 341 b Absatz 2 HGB

Auf der Grundlage nachfolgender Darstellungen nimmt die AXA Versicherung AG die Möglichkeit (gemäß § 341 b HGB) in Anspruch, indem Kapitalanlagen dem Anlagevermögen zugeordnet werden, weil sie dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen.

Die Entscheidung über die Zweckbestimmung der Kapitalanlagen ist mit Beschluss des Vorstandes der AXA Versicherung AG wie folgt getroffen worden:

1.

Im Geschäftsjahr 2010 waren Kapitalanlagen mit einem Buchwert von 5.356 Mio. Euro dem Anlagevermögen zugeordnet (2009: 5.231 Mio. Euro). Dies entspricht einem Anteil von 64,6 % an den gesamten Kapitalanlagen (2009: 62,6 %).

2.

Grundlage für die Bestimmung

Die Bestimmung, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, wird aus folgenden Indikatoren abgeleitet:

2.1. Die AXA Versicherung AG ist in der Lage, die dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen so zu verwenden, dass sie dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen können.
2.2. Aufgrund der laufenden Liquiditätsplanung besitzt die AXA Versicherung AG die Fähigkeit zur Daueranlage der betreffenden Kapitalanlagen.
2.3. Die dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen werden in der Buchhaltung jeweils auf gesonderten Konten von den anderen Wertpapieren getrennt erfasst. Eine depotmäßige Trennung von Anlage- und Umlaufvermögen ist gewährleistet.

3.

Voraussichtlich dauernde Wertminderung:

Bei den dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen werden Abschreibungen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung gemäß § 341 b HGB vorgenommen.

Die Methoden für die Beurteilung der voraussichtlich dauernden Wertminderung bei Aktien, Investmentanteilen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.

Unter Anwendung dieser Methoden ergab sich eine Notwendigkeit für außerplanmäßige Abschreibungen auf Aktien und Aktieninvestmentanteile und Investmentanteile, die jeweils als ein eigenständiges Wertpapier angesehen und entsprechend bewertet werden, in Höhe von 29,6 Mio. Euro.

Bei Investmentanteilen, die überwiegend Rentenpapiere beinhalten und stille Lasten ausweisen, ergab sich die Notwendigkeit für eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 31,6 Mio. Euro.

Die Methoden für die Beurteilung der voraussichtlich dauernden Wertminderung bei Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. Hieraus ergab sich keine Notwendigkeit für eine außerplanmäßige Abschreibung.

Zum 31. Dezember 2010 waren dem Anlagevermögen Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 344,2 Mio. Euro zugeordnet, die stille Lasten ausweisen. Die Zeitwerte dieser Kapitalanlagen lagen um 38,8 Mio. Euro unter den entsprechenden Buchwerten. Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung, aufgrund unserer langfristigen Halteabsicht sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus. Die Kriterien der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.

Weiterführende Angaben zu Anteilen oder Anlageaktien an inländischen Investmentvermögen (im Sinne des § 1 InvG) oder vergleichbaren ausländischen Investmentanteilen (im Sinne des § 2 Absatz 9 InvG) aufgegliedert nach Anlagezielen sind unter den sonstigen Anhangsangaben erläutert.

Nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertete Kapitalanlagen
in Tsd. Euro 2010
--- --- ---
Bilanzwerte Zeitwerte
--- --- ---
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 170.000 185.011
Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.206.018 4.133.140
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 979.515 983.414
Summe Wertpapiere 5.355.533 5.301.565
Unterschiedsbetrag zum Bilanzwert –53.968

C.III. Sonstige Forderungen

in Tsd. Euro 2010 2009
darin enthalten:
Forderungen aus Dienstleistungsverträgen und sonstigen Verrechnungen 94.324 132.393
Forderungen an andere Versicherungsunternehmen

aus Schadenregulierungshilfe und Mitvertretung
10.503 11.110
fällige Zins- und Mietforderungen 275 1.283
Forderungen aus überzahlten Steuern 6.574 8.039
Forderungen aus Grundbesitz 52 3.172
Rückdeckungsversicherung 759 61.968
Forderungen aus dem Führungsfremdgeschäft 5.359 5.390
nicht zugeordnete Finanzzahlungsvorgänge aufgrund

vorgezogener Buchungsschlusstermine
11.059 26.133

Der Rückgang der Rückdeckungsversicherung ist auf die Änderung des § 246 (2) HGB zurückzuführen, wonach Pensionsrückstellungen mit dem dazugehörigen Deckungsvermögen zu saldieren sind.

C.IV. Forderungen aus weiterer Kapitaleinzahlungsverpflichtung der WinCom Versicherungs-Holding AG

in Tsd. Euro 2010 2009
Forderungen aus weiterer Kapitaleinzahlungsverpflichtung der WinCom Versicherungs-Holding AG 41.398 41.398

Es besteht eine weitere Kapitaleinzahlungsverpflichtung der WinCom Versicherungs-Holding AG, als Rechtsnachfolgerin der DBV Holding AG, in Höhe von 41.398.378,50 Euro gegenüber der AXA Versicherung AG. Diese Forderung stellt eine Fortführung des Einzahlungsanspruches auf ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital dar, die aus der Fusion mit der DBV-Winterthur Versicherung AG in 2009 resultiert. Der weitere Einzahlungsanspruch wird zu dem Zeitpunkt und in anteilig entsprechendem Umfang wie der Einzahlungsanspruch auf die ausgegebenen, zu 25 % teileingezahlten, Aktien fällig.

D.III. Andere Vermögensgegenstände

Die Position andere Vermögensgegenstände enthielt bezahlte, jedoch noch nicht verrechnete Schäden und Rückkäufe in Höhe von 120.788 Tsd. Euro (2009: 103.209 Tsd. Euro).

E.II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten sonstige Rechnungsabgrenzung enthielt auf die Folgejahre entfallende Agiobeträge zu den sonstigen Ausleihungen in Höhe von 4.766 Tsd. Euro (2009: 5.936 Tsd. Euro).

Passiva

A. Eigenkapital

A.I. Eingefordertes Kapital

Das gezeichnete Kapital der AXA Versicherung AG betrug per 31. Dezember 2010 unverändert 164.660.820 Euro und war in 164.660.820 auf den Namen lautende vinkulierte Stückaktien eingeteilt.

Aufgrund der Neufassung des § 272 Absatz 1 Satz 3HGB durch BilMoG wurden nicht eingeforderte ausstehende Einlagen nun offen von dem Posten Gezeichnetes Kapital abgesetzt und das eingeforderte Kapital wurde in der Hauptspalte der Passivseite ausgewiesen.

Die korrespondierende Position „Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital“ auf der Aktivseite ist aufgrund der geänderten Bilanzdarstellung entsprechend nicht mehr aufgeführt.

Vor der Verschmelzung mit der DBV-Winterthur Versicherung AG bestand ein Einzahlungsanspruch dieser auf ausstehende Einlagen in Höhe von 63.216.060 Euro gegen die damalige Alleinaktionärin, die DBV Holding AG, jetzige WinCom Versicherungs-Holding AG. Der Anspruch setzte sich nach erfolgter Verschmelzung in 2009 in einem Einzahlungsanspruch der AXA Versicherung auf das zu 25 % teileingezahlte neue Grundkapital in Höhe von 21.817.682 Euro sowie unter einem weiteren Einzahlungsanspruch – ausgewiesen unter der Position „C.IV Forderungen aus weiterer Kapitaleinzahlungsverpflichtung der WinCom Versicherungs-Holding AG“ – gegen die WinCom Versicherungs-Holding AG, als Rechtsnachfolgerin der DBV Holding AG, in Höhe von 41.398.378 Euro fort, den diese entsprechend ihrer bisherigen Verpflichtung übernommen hat.

A.III Gewinnrücklagen

Den anderen Gewinnrücklagen wurden gemäß der Übergangsregelung des Artikel 67 Absatz 1 Satz 3 EGHGB, die für die Anwendung der BilMoG Vorschriften in Bezug auf sonstige Rückstellungen gilt, im Geschäftsjahr erstmalig 1.118 Tsd. Euro zugeführt. Nach der Übergangsregelung des Artikel 67 Absatz 1 Satz 3 EGHGB ist bei Nichtausübung des Beibehaltungswahlrechts der Ertrag aus der erstmaligen Diskontierung der sonstigen Rückstellungen unmittelbar in die Gewinnrücklagen einzustellen. Den anderen Gewinnrücklagen wurden im Geschäftsjahr 50,0 Mio. Euro entnommen.

A.IV. Bilanzgewinn

Aus der Entnahme der Gewinnrücklage ergab sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 50,0 Mio. Euro.

B. Sonderposten mit Rücklageanteil

Der Sonderposten mit Rücklageanteil in Höhe von 443 Tsd. Euro (2009: 2.197 Tsd. Euro) beinhaltet Einstellungen aus Vorjahren gemäß § 6a Absatz 4 Satz 2 sowie § 6b EStG.

C. Versicherungstechnische Bruttorückstellungen insgesamt

in Tsd. Euro 2010 2009
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 838.169 856.967
Haftpflichtversicherung 2.888.282 2.821.357
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 1.520.382 1.554.332
sonstige Kraftfahrtversicherungen 99.938 94.326
Feuer- und Sachversicherung 928.234 911.159
davon Feuerversicherung 215.390 208.178
davon Verbundene Hausratversicherung 82.387 84.558
davon Verbundene Gebäudeversicherung 169.556 156.084
davon sonstige Sachversicherung 460.901 462.339
Transport- und Luftfahrtversicherung 233.394 240.408
Kredit- und Kautionsversicherung 96.507 91.920
sonstige Versicherungen 215.468 204.091
Gesamt 6.820.374 6.774.560
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 745.872 693.795
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 7.566.246 7.468.355

C.III.1. Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

in Tsd. Euro 2010 2009
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 232.888 225.182
Haftpflichtversicherung 2.532.568 2.463.350
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 1.375.150 1.411.964
sonstige Kraftfahrtversicherungen 87.406 87.477
Feuer- und Sachversicherung 416.174 385.136
davon Feuerversicherung 86.245 76.531
davon Verbundene Hausratversicherung 30.525 27.384
davon Verbundene Gebäudeversicherung 109.385 88.769
davon sonstige Sachversicherung 190.019 192.452
Transport- und Luftfahrtversicherung 115.878 120.009
Kredit- und Kautionsversicherung 54.490 62.416
sonstige Versicherungen 100.741 79.809
Gesamt 4.915.295 4.835.343
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 473.053 442.068
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 5.388.348 5.277.411

C.IV. Rückstellung für Beitragsrückerstattung – erfolgsabhängig

Altbestand Colonia

Abrechnungsverband UBR

in Tsd. Euro 2010 2009
Vertragliche Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung

mit Beitragsrückgewähr
Stand am Schluss des Vorjahres 25.613 29.165
Entnahme 6.456 6.535
Zuweisungen 3.267 2.983
Stand am Schluss des Geschäftsjahres 22.424 25.613

In der Rückstellung sind zum Ende des Berichtsjahres für bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte laufende Überschussanteile 2.723 Tsd. Euro, für bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte Schlussüberschussanteile 3.620 Tsd. Euro inklusive Beteiligung an den Bewertungsreserven sowie für geschäftsplanmäßig reservierte Mittel für künftige, noch nicht festgelegte Schlussüber-schussanteile 1.105 Tsd. Euro gebunden.

Altbestand Nordstern

Abrechnungsverband UBR

in Tsd. Euro 2010 2009
Vertragliche Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung

mit Beitragsrückgewähr
Stand am Schluss des Vorjahres 17.889 21.261
Entnahme 4.684 5.514
Zuweisungen 1.721 2.142
Stand am Schluss des Geschäftsjahres 14.926 17.889

In der Rückstellung sind zum Ende des Berichtsjahres für bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte laufende Überschussanteile 2.527 Tsd. Euro, für bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte Schlussüberschussanteile 2.303 Tsd. Euro inklusive Beteiligung an den Bewertungsreserven sowie für geschäftsplanmäßig reservierte Mittel für künftige, noch nicht festgelegte Schlussüberschussanteile 955 Tsd. Euro gebunden.

Neubestand AXA

Abrechnungsverband UBR-Neu

in Tsd. Euro 2010 2009
Vertragliche Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung

mit Beitragsrückgewähr
Stand am Schluss des Vorjahres 5.429 5.318
Entnahme 3.421 3.016
Zuweisungen 3.171 3.127
Stand am Schluss des Geschäftsjahres 5.179 5.429

In der Rückstellung sind zum Ende des Berichtsjahres für bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte laufende Überschussanteile 2.481 Tsd. Euro, für bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte Schlussüberschussanteile 2.031 Tsd. Euro inklusive Beteiligung an den Bewertungsreserven sowie für geschäftsplanmäßig reservierte Mittel für künftige, noch nicht festgelegte Schlussüberschussanteile 550 Tsd. Euro gebunden.

Altbestand DBV-Winterthur Versicherung

Abrechnungsverband UBR-Alt

in Tsd. Euro 2010 2009
Vertragliche Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung

mit Beitragsrückgewähr
Stand am Schluss des Vorjahres 4.864 5.045
Entnahme 520 553
Zuweisungen 351 373
Stand am Schluss des Geschäftsjahres 4.695 4.864

In der Rückstellung sind zum Ende des Berichtsjahres für bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte laufende Überschussanteile 228 Tsd. Euro, für bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte Schlussüberschussanteile 210 Tsd. Euro inklusive Beteiligung an den Bewertungsreserven sowie für geschäftsplanmäßig reservierte Mittel für künftige, noch nicht festgelegte Schlussüberschussanteile 631 Tsd. Euro gebunden.

Neubestand DBV-Winterthur Versicherung

Abrechnungsverband UBR-Neu

in Tsd. Euro 2010 2009
Vertragliche Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung

mit Beitragsrückgewähr
Stand am Schluss des Vorjahres 2.071 1.508
Entnahme 325 260
Zuweisungen 541 823
Stand am Schluss des Geschäftsjahres 2.287 2.071

In der Rückstellung sind zum Ende des Berichtsjahres für bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte laufende Überschussanteile 344 Tsd. Euro sowie für Beteiligung an den Bewertungsreserven 35 Tsd. Euro gebunden.

Überschussbeteiligung zu Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr

In Übertragung des § 153 Absatz 3 des Versicherungsvertragsgesetzes auf die Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr werden ab dem 1. Januar 2008 alle berechtigten Verträge bei Vertragsbeendigung an den dann vorhandenen Bewertungsreserven der Kapitalanlagen nach einem verursachungsorientierten Verfahren beteiligt. Bewertungsreserven entstehen, wenn der Marktwert der Kapitalanlagen über dem Wert liegt, mit dem die Kapitalanlagen in der Bilanz ausgewiesen sind. Aufgrund des anhaltend hohen Volumens an Bewertungsreserven werden für das Jahr 2011 die voraussichtlichen Aufwände für die Beteiligung auf der Basis der am Jahresende vorbefindlichen Bewertungsreserven gebunden.

Das Verfahren der Beteiligung an den vorhandenen Bewertungsreserven für den Altbestand erfolgt gemäß einem bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht im Sinne des § 11 c und d VAG zur Genehmigung vorgelegten Geschäftsplanes. Verträge, die diesem Altbestand nicht angehören, werden nach dem gleichen Verfahren an den vorhandenen Bewertungsreserven beteiligt. Für das Jahr 2011 wird für die Bestände „Altbestand Colonia“, „Altbestand Nordstern“ und „Neubestand AXA“ eine Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven deklariert.

AXA Versicherung

Altbestand Colonia

Für alle im Abrechnungsverband UBR zusammengefassten Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr werden entsprechend dem Geschäftsplan und den besonderen Bedingungen für Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr folgende Überschusssätze für laufende Überschussanteile für das im Jahre 2011 beginnende Versicherungsjahr sowie für den im Jahre 2011 auszuzahlenden Schlussüberschussanteil festgesetzt:

Der Abrechnungsverband UBR gliedert sich in zwei Gewinnverbände:

Gewinnverband A: alle Verträge, die bis zum 31. Dezember 1987 abgeschlossen wurden,
Gewinnverband B: alle Verträge, die ab dem 1. Januar 1988 bis zum 31. Dezember 1997 abgeschlossen wurden.
Beitragspflichtige Versicherungen
Gewinnverband A Gewinnverband B
--- --- --- ---
Männer Frauen
--- --- --- ---
darin enthalten:
Zinsüberschussanteil
auf die überschussberechtigte Deckungsrückstellung: 2,00 % 2,00 % 2,00 %
Grundüberschussanteil
auf den Jahresrückgewährbeitrag: 3,00 % 2,80 % 2,60 %
dauerunabhängiger Schlussüberschussanteil
auf die Deckungsrückstellung der Rückgewährzusatzsumme: 6,00 % 6,00 % 6,00 %
dauerabhängiger Schlussüberschussanteil
auf die ab 1980 eingezahlten Rückgewährbeiträge, maximal: 6,00 % 6,00 % 6,00 %

Der dauerabhängige Schlussüberschussanteil wird nur im Erlebensfall bei Ablauf der Versicherung gewährt, in voller Höhe bei Laufzeiten ab 20 Jahre, bei geringeren Laufzeiten 3 % abzüglich 0,15 % für jedes Jahr, um das die Laufzeit unter 20 Jahren liegt.

Für die Beteiligung an den Bewertungsreserven wird eine Mindestbeteiligung von 10 % auf die Deckungsrückstellung der Rückgewährzusatzsumme deklariert.

Beitragsfreie Versicherungen

Beitragsfreie Versicherungen erhalten nur den Zinsüberschussanteil. Versicherungen, die tariflich beitragsfrei geworden sind, erhalten zusätzlich den Schlussüberschussanteil.

Altbestand Nordstern

Abrechnungsverband UBR

In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr erhalten im Jahr 2011 die überschussberechtigten Versicherungen einen

Zinsüberschussanteil in Höhe von 3,50 % des überschussberechtigten Deckungskapitals,
Zusatzüberschussanteil (nur für die überschussberechtigten beitragspflichtigen Versicherungen) in Höhe von 7,25 % des Jahresrückgewährbeitrages bei den Tarifen A, K, T, 5,00 % des Jahresrückgewährbeitrages beim Tarif S.

Die zugeteilten Überschussanteile werden als Einmalbeitrag für die Bildung zusätzlicher Rückgewährsummen verwendet.

Die 2011 ablaufenden Versicherungen erhalten einen Schlussüberschuss in Höhe von 10 % der zusätzlichen Rückgewährsumme zuzüglich eines Sockelbetrages in Prozent der vertraglichen Rückgewährsumme; der Sockel beträgt bei Laufzeiten ab 20 Jahre 6 %, bei geringeren Laufzeiten 6 % abzüglich 0,3 % für jedes Jahr, um das die Laufzeit unter 20 Jahren liegt.

Für die Beteiligung an den Bewertungsreserven wird eine Mindestbeteiligung von 6 % auf die Deckungsrückstellung der Rückgewährzusatzsumme deklariert.

Neubestand AXA

Alle im Abrechnungsverband UBR-Neu zusammengefassten Unfallversicherungen mit Beitragsrückzahlung erhalten entsprechend den besonderen Bedingungen für Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr beziehungsweise den allgemeinen Bedingungen für die Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung folgende Überschusssätze für laufende Überschussanteile für das im Jahr 2011 beginnende Versicherungsjahr:

Beitragspflichtige Versicherungen
Männer Frauen
--- --- ---
Zinsüberschussanteil

auf das überschussberechtigte Deckungskapital des Rückzahlungsanspruches,

gebildet auf Basis des für die Beitragsfindung angewandten Rechnungszinses
für Verträge mit Abschlussdatum bis 30. September 2006: 0,50 % 0,50 %
für Verträge mit Abschlussdatum ab 1. Oktober 2006: 1,50 % 1,50 %
Grundüberschussanteil

auf den jährlichen Rückzahlungsanspruch:
2,50 % 2,10 %
dauerunabhängiger Schlussüberschussanteil

auf das überschussberechtigte Deckungskapital der zusätzlichen

Rückgewährsummen, gebildet auf Basis des für die Beitragsfindung

angewandten Rechnungszinses:
6,00 % 6,00 %
dauerabhängiger Schlussüberschussanteil

auf den erreichten Rückzahlungsanspruch, maximal:
6,00 % 6,00 %

Der dauerabhängige Schlussüberschussanteil wird bei Laufzeiten ab 20 Jahre in voller Höhe, bei geringeren Laufzeiten 6 % abzüglich 0,3 % für jedes Jahr, um das die Laufzeit unter 20 Jahren liegt, gezahlt.

Für die Beteiligung an den Bewertungsreserven wird eine Mindestbeteiligung von 10 % auf die Deckungsrückstellung der Rückgewährzusatzsumme deklariert.

Beitragsfreie Versicherungen

Beitragsfreie Versicherungen erhalten den Zinsüberschussanteil, dauerunabhängigen Schlussüberschussanteil, dauerabhängigen Schlussüberschussanteil.

Beitragspflichtige Versicherungen mit verzinslicher Ansammlung
Männer Frauen
--- --- ---
Zinsüberschussanteil

auf das überschussberechtigte Deckungskapital des Rückzahlungsanspruches,

gebildet auf Basis des für die Beitragsfindung angewandten Rechnungszinses
für Verträge mit Beginndatum bis 30. September 2006: 0,50 % 0,50 %
für Verträge mit Beginndatum ab 1. Oktober 2006: 1,50 % 1,50 %
Grundüberschussanteil

auf den jährlichen Rückzahlungsanspruch:
2,50 % 2,10 %
dauerunabhängiger Schlussüberschussanteil

auf die erreichte Ansammlung:
10,00 % 10,00 %
dauerabhängiger Schlussüberschussanteil

auf den erreichten Rückzahlungsanspruch, maximal:
6,00 % 6,00 %
Der Ansammlungszins beträgt 2,75 %.

Der dauerabhängige Schlussüberschussanteil wird bei Laufzeiten ab 20 Jahre in voller Höhe, bei geringeren Laufzeiten 6 % abzüglich 0,3 % für jedes Jahr, um das die Laufzeit unter 20 Jahren liegt, gezahlt.

Für die Beteiligung an den Bewertungsreserven wird eine Mindestbeteiligung von 6 % auf die Deckungsrückstellung der Rückgewährzusatzsumme deklariert.

Beitragsfreie Versicherungen

Beitragsfreie Versicherungen erhalten den Zinsüberschussanteil, dauerunabhängigen Schlussüberschussanteil, dauerabhängigen Schlussüberschussanteil.

Altbestand DBV-Winterthur Versicherung

Für alle im Abrechnungsverband UBR zusammengefassten Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr werden entsprechend dem Geschäftsplan und den besonderen Bedingungen für Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr folgende Überschusssätze für laufende Überschussanteile für das im Jahre 2011 beginnende Versicherungsjahr sowie für den im Jahre 2011 auszuzahlenden Schlussüberschussanteil festgesetzt:

Zinsüberschussanteil

auf das überschussberechtigte Deckungskapital des Rückzahlungsanspruches,

gebildet auf Basis des für die Beitragsfindung angewandten Rechnungszinses
für Verträge mit Beginndatum bis 31. Dezember 1994: 4,00 %
dauerunabhängiger Schlussüberschussanteil

auf die erreichte Ansammlung:
10,00 %
dauerabhängiger Schlussüberschussanteil

auf den erreichten Rückzahlungsanspruch:
6,00 %
Der Ansammlungszins beträgt 4,25 %.

Neubestand DBV-Winterthur Versicherung

Alle im Abrechnungsverband UBR-Neu zusammengefassten Unfallversicherungen mit Beitragsrückzahlung erhalten entsprechend den besonderen Bedingungen für Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr beziehungsweise der Allgemeinen Bedingungen für die Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung folgende Überschusssätze für laufende Überschussanteile für das im Jahr 2011 beginnende Versicherungsjahr:

Zinsüberschussanteil

auf das überschussberechtigte Deckungskapital des Rückzahlungsanspruches,

gebildet auf Basis des für die Beitragsfindung angewandten Rechnungszinses
für Verträge mit Abschlussdatum bis 30. Juni 2002: 0,75 %
für Verträge mit Abschlussdatum bis 31. Dezember 2004: 1,00 %
für Verträge mit Abschlussdatum bis 31. Dezember 2006: 1,25 %
für Verträge mit Abschlussdatum ab 1. Dezember 2007: 2,00 %
Der Ansammlungszins beträgt 4,25 %.

C.V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen

in Tsd. Euro 2010 2009
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 7.783 16.916
Haftpflichtversicherung 240.786 234.849
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 134.101 130.980
sonstige Kraftfahrtversicherungen 8.585 2.708
Feuer- und Sachversicherung 329.501 338.124
davon Feuerversicherung 110.401 112.319
davon Verbundene Hausratversicherung 10.310 13.817
davon Verbundene Gebäudeversicherung 0 4.630
davon sonstige Sachversicherung 208.790 207.358
Transport- und Luftfahrtversicherung 117.100 119.873
Kredit- und Kautionsversicherung 29.787 18.095
Rechtsschutzversicherung 0 0
sonstige Versicherungen 85.731 101.382
Gesamt 953.374 962.927
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 212.588 187.248
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 1.165.962 1.150.175

D.I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die leistungsorientierten Pensionszusagen, welche im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren, werden teilweise durch Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Absatz 2 HGB gesichert. Die durch die Unternehmen unwiderruflich auf den Trust, den DBV-Winterthur Vorsorge e. V., übertragenen Finanzmittel werden ausschließlich zur Bedeckung der von den Mitgliedsunternehmen an deren Mitarbeiter erteilten Pensionszusagen verwendet und sind durch Verpfändung der Ansprüche aus den Vermögenswerten an die Versorgungsberechtigten dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Nach § 246 Absatz 2 HGB werden zudem die Zinsaufwendungen für die Altersversorgung vermindert um die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen ausgewiesen.

Zusätzlich bestehen Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung. Diesen Pensionsverpflichtungen stehen Erstattungsansprüche aus kongruenten, konzerninternen Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe gegenüber (1.269 Tsd. Euro), welche an den Versorgungsberechtigten verpfändet sind. Dabei entspricht der Zeitwert den historischen Anschaffungskosten. Bei den Rückdeckungsversicherungungen handelt es sich um Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Absatz 2 HGB, sodass aufgrund der Saldierung auf einen Ausweis verzichtet werden kann. Der Aufwand für diese Pensionszusagen ist gleich dem Beitragsaufwand zu den Rückdeckungsversicherungen und wird von den Arbeitnehmern getragen.

in Tsd. Euro 2010
Barwert der Pensionsverpflichtung 395.938
Zeitwert des Deckungsvermögens 60.327
Bilanzierte Nettoverpflichtung 335.611

Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Deckungskapital der zugrundeliegenden Rückdeckungsversicherungen und flüssigen Mitteln und damit den Anschaffungskosten.

Darüber hinaus ergibt sich insgesamt ein Nettozinsaufwand von 21.209 Tsd. Euro, der sich aus 22.902 Tsd. Euro Zinsaufwendungen in Bezug auf die Pensionsrückstellung und 1.693 Tsd. Euro Zinserträge auf das Deckungsvermögen zusammensetzt.

Gemäß Übergangsregelung des Artikel 67 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG-Vorschriften in Bezug auf Pensionsrückstellungen gilt, besteht ein noch nicht ausgewiesener Zuführungsbetrag in Höhe von 58.244 Tsd. Euro, welcher bis spätestens zum 31. Dezember 2024 zu mindestens einem Fünfzehntel zugeführt wird.

Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden folgende Berechnungsfaktoren angewandt:

2010
Rechnungszins 5,16 %
Rentenanpassung 2,00 %
Gehaltsdynamik 2,50 %

D.II. Steuerrückstellungen

Hinsichtlich der Abzinzung der Steuerrückstellungen hat die Gesellschaft von dem Wahlrecht nach Artikel 67 Absatz 1 Satz 2 EGHGB Gebrauch gemacht und keine Abzinsung vorgenommen. Die daraus resultierende Überdeckung in dieser Position beträgt gemäß Artikel 67 Absatz 1 Satz 4 EGHGB 4.235 Tsd. Euro.

D.III. Sonstige Rückstellungen

in Tsd. Euro 2010 2009
darin enthalten:
Prüfungs- und Abschlusskosten 600 736
noch zu zahlende Gehaltsanteile und Vergütungen

einschließlich Gratifikationen und Tantiemen
1.021 1.020
ausgeschriebene Wettbewerbe 3.090 4.504
noch zu zahlende Provisionen und sonstige Bezüge 23.310 24.981
Zinsen gemäß § 233 der Abgabenordnung 40.108 44.880
Sonderrisiken aus anhängigen beziehungsweise bevorstehenden Rechtsstreitigkeiten 8.058 40.348
Restrukturierung 3.280 10.492
Drohverlustrückstellungen Kapitalanlagen 13.950 2.580
Leerstandsrisiken 15.873 16.061

Die Rückstellungen für Sonderrisiken aus anhängigen beziehungsweise bevorstehenden Rechtsstreitigkeiten und Restrukturierung haben sich unter anderem um 1.118 Tsd. Euro vermindert, da diese eine Laufzeit größer als einem Jahr aufweisen und somit erstmals gemäß § 253 Absatz 2 HGB mit den hierfür von der Deutschen Bundesbank veröffentlichen Abzinsungssätzen abgezinst wurden.

Die Auflösung von Zinsrückstellungen ist maßgeblich für die Reduzierung für Zinsen gemäß § 233a AO in Höhe von 4.037 Tsd. Euro verantwortlich.

Die Davon-Angabe „Sonderrisiken aus anhängigen beziehungsweise bevorstehenden Rechtsstreitigkeiten“ beinhaltet unter anderem Rückstellungen für die aktienrechtlichen Spruchverfahren im Zusammenhang mit der Verschmelzung der Albingia Versicherungs-AG sowie der Nordstern Allgemeine Versicherungs-AG und der AXA Colonia Versicherung AG. Des Weiteren sind die mit den anhängigen Verfahren verbundenen Prozesskosten sowie Garantieerklärungen für verbundene beziehungsweise in Abwicklung befindliche Gesellschaften enthalten. Die Rückstellung für Zinsen aus Spruchstellenverfahren wurde in Anspruch genommen bzw. zur weiteren Abwicklung an die Muttergesellschaft übertragen.

Die Veränderung der Restrukturierungsrückstellungen entfällt maßgeblich auf Maßnahmen im Zusammenhang mit der Integration der DBV-Winterthur. Neben Inanspruchnahmen und Zinseffekten wurden Rückstellungen in Höhe von 4.399 Tsd. Euro aufgelöst, da die ursprünglichen Zielsetzungen durch künftige Projekte abgelöst werden.

Der Anstieg der Drohverlustrückstellung aus Kapitalanlagen resultiert im Wesentlichen aus negativen Marktwerten von Swaps und Devisentermingeschäften und ist auf die Umsetzung der neuen Bilanzierungsregeln nach BilMoG zurückzuführen.

F.III. Sonstige Verbindlichkeiten

in Tsd. Euro 2010 2009
darin enthalten:
sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 130.382 288.807
sonstige Verbindlichkeiten gegenüber anderen Versicherungsunternehmen 20 209
noch abzuführende Steuern 33.052 28.776
nicht zugeordnete Finanzzahlungsvorgänge aufgrund vorgezogener Buchungsschlusstermine 11.949 10.370
Verbindlichkeiten aus Grundbesitz 1.179 1.276
Sicherheitseinbehalte/Garantien 7.139 7.105
Verbindlichkeiten aus sonstigen Kapitalanlagen 417 80
Verbindlichkeiten aus nicht eingelösten Schecks für Schadenleistungen 7.802 7.504

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beläuft sich auf 1.820 Tsd. Euro und bezieht sich auf Verbindlichkeiten gegenüber dem Pensionssicherungsverein.

Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, sind nicht vorhanden.

G. Rechnungsabgrenzungsposten

in Tsd. Euro 2010 2009
darin enthalten:
auf Folgejahre entfallende Disagiobeträge
aus Hypotheken 1 1
aus sonstigen Ausleihungen 4.781 6.219

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

I.1a) Gebuchte Bruttobeiträge

in Tsd. Euro 2010 2009
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 230.310 240.953
Haftpflichtversicherung 580.861 630.847
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 700.298 718.869
sonstige Kraftfahrtversicherungen 396.354 408.018
Feuer- und Sachversicherung 818.638 827.111
davon Feuerversicherung 129.785 132.743
davon Verbundene Hausratversicherung 142.626 147.196
davon Verbundene Gebäudeversicherung 230.007 224.387
davon sonstige Sachversicherung 316.220 322.785
Transport- und Luftfahrtversicherung 113.332 118.034
Kredit- und Kautionsversicherung 29.246 26.794
sonstige Versicherungen 138.757 130.162
Gesamt 3.007.796 3.100.788
davon aus dem Inland 3.007.796 3.100.788
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 168.555 157.898
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 3.176.351 3.258.686

I.1. Verdiente Bruttobeiträge

in Tsd. Euro 2010 2009
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 231.178 242.734
Haftpflichtversicherung 588.722 635.236
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 699.877 720.001
sonstige Kraftfahrtversicherungen 396.386 408.161
Feuer- und Sachversicherung 824.112 830.926
davon Feuerversicherung 131.447 132.855
davon Verbundene Hausratversicherung 144.396 148.900
davon Verbundene Gebäudeversicherung 232.518 222.955
davon sonstige Sachversicherung 315.751 326.216
Transport- und Luftfahrtversicherung 113.332 118.033
Kredit- und Kautionsversicherung 28.422 26.719
sonstige Versicherungen 135.207 125.905
Gesamt 3.017.236 3.107.715
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 169.532 149.004
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 3.186.768 3.256.719

I.1. Verdiente Nettobeiträge

in Tsd. Euro 2010 2009
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 226.130 234.212
Haftpflichtversicherung 566.733 614.243
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 275.928 269.256
sonstige Kraftfahrtversicherungen 171.386 171.972
Feuer- und Sachversicherung 778.295 784.946
davon Feuerversicherung 120.656 123.142
davon Verbundene Hausratversicherung 143.190 147.803
davon Verbundene Gebäudeversicherung 214.975 206.875
davon sonstige Sachversicherung 299.474 307.126
Transport- und Luftfahrtversicherung 109.839 114.016
Kredit- und Kautionsversicherung 25.521 24.170
sonstige Versicherungen 110.394 107.520
Gesamt 2.264.226 2.320.335
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 149.347 133.009
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 2.413.573 2.453.344

I.2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung

Im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurde der technische Zinsertrag auf die Renten-Deckungsrückstellung, die Beitrags-Deckungsrückstellung und die Rückstellung für Beitragsrückerstattung berechnet. Der Ertrag aus der Renten-Deckungsrückstellung wurde mit 2,75 %, für neue Rentenfälle der Geschäftsjahre ab 2007 mit 2,25 %, aus dem arithmetischen Mittel des Anfangs- und Endbestandes der Rückstellung ermittelt. In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wurde der technische Zinsertrag auf die Beitrags-Deckungsrückstellung und die Rückstellung für Beitragsrückerstattung für die Altbestände Colonia, Nordstern und DWS sowie für den AXA und DWS Neubestand auf der Basis der Nettoverzinsung ermittelt.

Die Anteile der Rückversicherer an den Zinserträgen auf die Renten-Deckungsrückstellung entsprechen den gezahlten Depotzinsen.

Bei dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft wurden die Depotzinsen gemäß den Aufgaben der Vorversicherer gebucht.

Die Retro-Anteile wurden anhand der vertraglichen Vereinbarungen errechnet.

I.4. Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle

in Tsd. Euro 2010 2009
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 174.880 165.789
Haftpflichtversicherung 405.486 365.387
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 555.789 545.182
sonstige Kraftfahrtversicherungen 345.896 367.306
Feuer- und Sachversicherung 541.988 486.307
davon Feuerversicherung 78.524 66.237
davon Verbundene Hausratversicherung 69.175 65.873
davon Verbundene Gebäudeversicherung 217.777 173.336
davon sonstige Sachversicherung 176.512 180.861
Transport- und Luftfahrtversicherung 63.117 64.705
Kredit- und Kautionsversicherung –7.169 4.796
sonstige Versicherungen 93.731 58.950
Gesamt 2.173.718 2.058.421
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 108.423 76.641
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 2.282.141 2.135.062

Aus der Abwicklung der aus dem vorhergehenden Geschäftsjahr übernommenen Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle entstand ein Gewinn.

I.7.a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb

in Tsd. Euro 2010 2009
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 72.510 81.772
Haftpflichtversicherung 215.634 223.299
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 165.829 169.609
sonstige Kraftfahrtversicherungen 90.394 100.291
Feuer- und Sachversicherung 285.040 278.162
davon Feuerversicherung 39.199 41.712
davon Verbundene Hausratversicherung 55.352 51.537
davon Verbundene Gebäudeversicherung 72.215 64.515
davon sonstige Sachversicherung 118.274 120.398
Transport- und Luftfahrtversicherung 39.292 41.988
Kredit- und Kautionsversicherung 10.390 10.398
sonstige Versicherungen 40.169 38.817
Gesamt 919.258 944.336
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt 56.935 49.362
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 976.193 993.698

Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb des Geschäftsjahres entfallen 459.944 Tsd. Euro (2009: 439.279 Tsd. Euro) auf Abschlusskosten und 516.249 Tsd. Euro (2009: 554.419 Tsd. Euro) auf Verwaltungskosten.

Rückversicherungssaldo

in Tsd. Euro 2010 2009
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung –804 –2.787
Haftpflichtversicherung –19.832 –15.137
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 12.052 –517
sonstige Kraftfahrtversicherungen 14.160 –5.276
Feuer- und Sachversicherung –37.370 –41.585
davon Feuerversicherung –5.962 –10.784
davon Verbundene Hausratversicherung –1.202 –1.381
davon Verbundene Gebäudeversicherung –17.543 –16.336
davon sonstige Sachversicherung –12.663 –13.084
Transport- und Luftfahrtversicherung –2.694 –4.441
Kredit- und Kautionsversicherung –2.935 –3.124
sonstige Versicherungen –9.305 –16.390
Gesamt –46.728 –89.257
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt –9.369 –6.153
Gesamtes Versicherungsgeschäft: –56.097 –95.410

– = zugunsten der Rückversicherer

Der Rückversicherungssaldo setzt sich zusammen aus den verdienten Beiträgen des Rückversicherers und den Anteilen des Rückversicherers an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle und den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb.

I.9. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung vor Veränderung der Schwankungsrückstellung

in Tsd. Euro 2010 2009
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 11.896 21.647
Haftpflichtversicherung –50.891 32.326
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung –8.099 5.958
sonstige Kraftfahrtversicherungen –25.558 –64.264
Feuer- und Sachversicherung –56.876 10.347
davon Feuerversicherung 227 6.506
davon Verbundene Hausratversicherung 15.560 27.875
davon Verbundene Gebäudeversicherung –79.856 –34.719
davon sonstige Sachversicherung 7.193 10.685
Transport- und Luftfahrtversicherung 4.796 3.890
Kredit- und Kautionsversicherung 22.267 8.534
sonstige Versicherungen –11.497 8.584
Gesamt –113.962 27.022
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt –3.035 21.294
Gesamtes Versicherungsgeschäft: –116.997 48.316

I.11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung

in Tsd. Euro 2010 2009
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 21.028 32.376
Haftpflichtversicherung –56.827 –66.125
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung –11.220 40.153
sonstige Kraftfahrtversicherungen –31.435 –12.107
Feuer- und Sachversicherung –48.253 1.929
davon Feuerversicherung 2.144 11.788
davon Verbundene Hausratversicherung 19.068 21.427
davon Verbundene Gebäudeversicherung –75.226 –25.530
davon sonstige Sachversicherung 5.761 –5.756
Transport- und Luftfahrtversicherung 7.569 8.421
Kredit- und Kautionsversicherung 10.576 1.199
sonstige Versicherungen 4.153 15.178
Gesamt –104.409 21.024
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft:
Gesamt –28.375 –8.286
Gesamtes Versicherungsgeschäft: –132.784 12.738

II.1.b) bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen

Unter den Erträgen aus anderen Kapitalanlagen sind 2.597 Tsd. Euro aus einem Einmaleffekt bedingt durch technische Umstellung des Amortisationsverfahren enthalten.

II.2.b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen

Bei den Kapitalanlagen haben wir 69.332 Tsd. Euro (2009: 103.226 Tsd. Euro) außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Absatz 3 Satz 3 HGB vorgenommen.

II.4 Sonstige Erträge

In dieser Position sind Erträge enthalten aus Währungsumrechnung in Höhe von 1.007 Tsd. Euro (2009: 496 Tsd. Euro), aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 10,9 Mio. (2009: 7,8 Mio. Euro) sowie sonstige Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Zinsen laut § 233a AO in Höhe von 10.924 Tsd. Euro (2009: 89 Tsd. Euro).

II.5 Sonstige Aufwendungen

Die sonstigen Aufwendungen enthalten 2.803 Tsd. Euro aus der Aufzinsung der sonstigen Rückstellungen im Geschäftsjahr, die nach BilMoG erstmals gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB diskontiert wurden, und Aufwendungen in Höhe von 708 Tsd. Euro (2009: 1.258 Tsd. Euro) aus der Währungsumrechnung.

II.8. Außerordentliche Aufwendungen

Die Rückstellungszuführung in Höhe von 12.669 Tsd. Euro für Zinsen aus Spruchstellenverfahren und für die Verzinsung von Steuernachforderungen nach § 233 a AO ergab sich aus der Erhöhung des Erfüllungsbetrages nach § 253 Absatz 1 Satz 2 HGB.

Darüber hinaus ergab sich aufgrund der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellung eine Zuführung in Höhe von 4.175 Tsd. Euro. In diesem Zusammenhang wurde die Zuführung aufgrund der erstmaligen Anwendung von BilMoG zur Pensionsrückstellung in der AXA Konzern AG anteilig in Höhe von 6.215 Tsd. Euro auf die AXA Versicherung AG verrechnet.

Die aufgeführten Zuführungsaufwendungen wurden im Zuge der erstmaligen Anwendung des BilMoG gemäß Artikel 67 Absatz 7 EGHGB als außerordentlicher Aufwand erfasst.

II.10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Das im Vergleich zum Vorjahr rückläufige Geschäftsjahresergebnis bewirkte eine entsprechende Minderung des Steueraufwandes. Dieser Effekt wird durch die Auflösung von Steuerrückstellungen aufgrund abgeschlossener Gerichtsverfahren in Sachen „US Property“ (Ertrag: 4,8 Mio. Euro) und „Grunderwerbsteuer“ (Ertrag: 4,0 Mio. Euro), sowie der Anpassungen an aktuelle Steuerveranlagungen (Ertrag: 13,0 Mio. Euro) verstärkt.

Wesentlicher Treiber für den latenten Steuerertrag in Höhe von 61.980 Tsd. Euro ist die Zuführung zum steuerlichen Ausgleichsposten im Bereich Versicherungstechnische Rückstellungen, auf die ein latenter Steuersatz von 32 % angewendet wurde.

II.12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne

Im Geschäftsjahr 2010 verblieb ein Gewinn von 97,9 Mio Euro (2009: 293,6 Mio. Euro), der aufgrund des Gewinnabführungsvertrages an die AXA Konzern AG abgeführt wurde.

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
in Tsd. Euro 2010 2009
--- --- ---
1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne

des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft
465.851 479.778
2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB 26.429 28.737
3. Löhne und Gehälter 2.398 1.889
4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 47 11
5. Aufwendungen für Altersversorgung 7.071 9.621
6. Aufwendungen insgesamt 501.796 520.036
Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge
2010 2009
--- --- ---
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Unfallversicherung 848.180 1.000.968
Haftpflichtversicherung 3.175.084 3.194.089
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 2.749.239 2.732.555
sonstige Kraftfahrtversicherungen 2.033.930 1.946.972
Feuer- und Sachversicherung 3.114.940 3.252.190
davon Feuerversicherung 178.161 200.442
davon Verbundene Hausratversicherung 1.207.937 1.238.950
davon Verbundene Gebäudeversicherung 678.211 675. 044
davon sonstige Sachversicherung 1.050.631 1.137.754
Transport- und Luftfahrtversicherung 33.380 37.032
Kredit- und Kautionsversicherung 157.910 254.371
sonstige Versicherungen 136.800 115.579
Gesamt 12.249.463 12.533.756

Sonstige Angaben

Angaben nach § 251 HGB

Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft haben wir für den Fall, dass eines der übrigen Poolmitglieder ausfällt, dessen Leistungsverpflichtungen im Rahmen unserer quotenmäßigen Beteiligung zu übernehmen. Bei den beendeten Mitgliedschaften bei der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft, dem Deutschen Luftpool und bei der Continentale Valoren-Versicherungs-Gemeinschaft trifft dies nur noch auf die Abwicklung früherer Jahre zu.

Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Haftungsverhältnisse wurden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird (Angabe nach § 285 Nr. 27 HGB).

Es bestanden Bankbürgschaften in Höhe von 2.017 Tsd. Euro (2009: 1.944 Tsd. Euro).

Im Bereich der Pensionsrückstellungen wurden Vermögensgegenstände zur Sicherung auf den DBV Winterthur Vorsorge e. V. übertragen. Zudem erfolgt eine Verpfändung der Erstattungsansprüche aus der Entgeltumwandlung an den Versorgungsberechtigten. Insgesamt beläuft sich die Summe auf 60.327 Tsd. Euro (2009: 62.290 Tsd. Euro).

Angaben nach § 285 Nr. 3 und 3a HGB

Nachzahlungsverpflichtungen bei verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Investmentanteilen sind in den Erläuterungen zu den entsprechenden Bilanzposten angegeben.

Angaben nach § 285 Nr. 7 HGB

Seit dem 1. September 2001 sind im Inland alle Mitarbeiterverträge unserer Gesellschaft auf zum Konzern gehörige Dienstleistungsunternehmen übergegangen. Eine Angabe von Mitarbeiterzahlen entfällt daher.

Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 2.580 Tsd. Euro, die des Aufsichtsrats 251 Tsd. Euro.

Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 2.707 Tsd. Euro. Für diese Personengruppe sind zum Bilanzstichtag Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von 34.710 Tsd. Euro passiviert.

Gemäß Übergangsregelung des Artikel 67 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG-Vorschriften in Bezug auf Pensionsrückstellungen gilt, besteht ein noch nicht ausgewiesener Zuführungsbetrag in Höhe von 5.024 Tsd. Euro, welcher bis spätestens 31. Dezember 2024 zu mindestens einem Fünfzehntel pro Jahr zugeführt wird.

Angaben nach § 285 Nr. 11 a HGB

Die Gesellschaften, von denen die AXA Versicherung AG mehr als 20 % der Anteile besitzt, sind bei Bilanzposition A.II. aufgeführt.

Unsere Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin der im Jahr 2006 gegründeten Kommanditgesellschaften

DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S 1 KG, Wiesbaden;

DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S 2 KG, Wiesbaden;

DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S 3 KG, Wiesbaden;

DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S 4 KG, Wiesbaden.

Am 14. Januar 2011 hat die AXA Versicherung als persönlich haftende Gesellschafterin ihre Beteiligungen an der DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S2 KG, Wiesbaden, (DWS S2 KG), der DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S3 KG, Wiesbaden, (DWS S3 KG) und der DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S4 KG, Wiesbaden, (DWS S4 KG) im Wege der Sonderrechtsnachfolge auf die DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S1 KG, Wiesbaden, (DWS S1 KG) übertragen. Die DWS S2 KG, die DWS S3 KG und die DWS S4 KG sind damit aufgelöst und werden aus dem Handelsregister gelöscht.

Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB

Bezüglich der Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB über das Abschlussprüferhonorar verweisen wir auf den Konzernabschluss der AXA Konzern AG, in dem die AXA Versicherung zum 31. Dezember 2010 einbezogen wird.

Angaben nach § 285 Nr. 19 HGB

Zum Bilanzstichtag befanden sich derivative Finanzinstrumente in Form von 13 Zinsswaps, 6 Währungsswaps, 2 Credit Default Swaps, 2 Long Put-Optionen und 2 Devisentermingeschäften im Bestand, die zu Sicherungszwecken abgeschlossen wurden. Diese außerbörslich gehandelten Derivate wurden mit den an Finanzmärkten etablierten Bewertungsmethoden (zum Beispiel Barwertmethode oder Optionspreismodelle) bewertet.

Die angegebenen Zinsswaps besaßen einen beizulegenden Zeitwert von 3,1 Mio. Euro bei einem Nominalwert von 173,2 Mio. Euro und wurden zum Teil als bilanzielle Bewertungseinheiten unter Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere ausgewiesen.

Die angeführten Währungsswaps besaßen einen beizulegenden Zeitwert von –16,3 Mio. Euro bei einem Nominalwert von 93,2 Mio. Euro und wurden zum Teil als bilanzielle Bewertungseinheiten unter Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere ausgewiesen. Drohverlustrückstellungen wurden für Währungsswaps, die nicht in einer bilanziellen Bewertungseinheit erfasst wurden sowie einen negativen beizulegenden Zeitwert auswiesen, in Höhe von 13,5 Mio. Euro gebildet.

Die Nominalbeträge der angegebenen Credit Default Swaps als Inhaber betrugen 250,0 Mio. Euro mit einem beizulegenden Zeitwert von 0,2 Mio. Euro.

Die erwähnten Long Put-Optionen wurden mit einem Buchsowie einem beizulegenden Zeitwert von 1,2 Mio. Euro unter den übrigen Ausleihungen ausgewiesen. Mit diesen Optionen wurden Erträge aus Namensgenussscheinen mit einem Volumen von 240,0 Mio. Euro abgesichert.

Der beizulegende Zeitwert der offenen Devisentermingeschäfte betrug –0,5 Mio. Euro bei einem Volumen von 21,8 Mio Euro. Es wurden Drohverlustrückstellungen in Höhe von 0,5 Euro Mio. gebildet.

Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB

Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen oder Unternehmen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden nicht getätigt.

Angaben nach § 285 Nr. 23 HGB

Weiterführende Angaben zu in den bilanziellen Bewertungseinheiten einbezogenen Vermögensgegenständen, Schulden und schwebenden Geschäften, der Absicherungs-Effektivität sowie deren Messmethode:

Zum Bilanzstichtag befanden sich derivative Finanzinstrumente in Form von 2 Zinsswaps sowie 1 Währungsswap im Bestand, die im Rahmen bilanzieller Bewertungseinheiten ausgewiesen wurden.

Die angeführten Zinsswaps besaßen einen beizulegenden Zeitwert von 0,9 Mio. Euro und wurden im Rahmen eines Mikro-Cashflow-Hedges zur Sicherung des unterliegenden Zinsrisikos als bilanzielle Bewertungseinheiten unter Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren zum Nominalwert von 26,1 Mio. Euro ausgewiesen.

Der angeführte Währungsswap besaß einen beizulegenden Zeitwert von –2,8 Mio. Euro und wurde im Rahmen eines Mikro-Cashflow-Hedges zur Sicherung des unterliegenden Währungsrisikos als bilanzielle Bewertungseinheit unter Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren zum Nominalwert von 16,1 Mio. Euro ausgewiesen.

Als Methode zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die wesentlichen Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäften (Nominalbeträge, Laufzeiten, Zinsanpassungstermine, Zeitpunkte der Zins- und Tilgungszahlungen und Referenzzins) stimmen bei den einzelnen Bewertungseinheiten überein (sog. Critical Terms Match), sodass die AXA Versicherung für Zwecke der prospektiven und retrospektiven Effektivitätsbeurteilung von der vollständigen Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung ausgeht.

Angaben nach § 285 Nr. 26 HGB

Weiterführende Angaben zu Anteilen oder Anlageaktien an inländischen Investmentvermögen (im Sinne des § 1 InvG) oder vergleichbaren ausländischen Investmentanteilen (im Sinne des § 2 Absatz 9 InvG) aufgegliedert nach Anlagezielen:

in Mio. Euro Zeitwert Buchwert Reserven/Lasten Ausschüttungen

im Geschäftsjahr
Aktienfonds 596 646 –51 24
Rentenfonds 3.463 3.487 –24 150
Immobilienfonds 86 86 0 4
Gesamt 4.144 4.219 –75 178

Zum 31. Dezember 2010 weisen Anteile oder Anlageaktien mit einem Buchwert in Höhe von 644,3 Mio. Euro, die unter der Fondskategorie Aktienfonds ausgewiesen wurden sowie dem Anlagevermögen zugeordnet waren, stille Lasten in Höhe von –50,8 Mio. Euro aus.

Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung sowie aufgrund unserer Erwartung der zukünftigen Aktienmarktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Anteile beziehungsweise Anlageaktien aus. Die Kriterien der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben.

Zum 31. Dezember 2010 weisen Anteile oder Anlageaktien mit einem Buchwert in Höhe von 372,8 Mio. Euro, die unter der Fondskategorie Rentenfonds ausgewiesen wurden sowie dem Anlagevermögen zugeordnet waren, stille Lasten in Höhe von –67,0 Mio. Euro aus.

Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich der erwarteten Rückzahlungen sowie aufgrund unserer Erwartung der zukünftigen Zinsentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Anteile beziehungsweise Anlageaktien aus.

Angaben nach § 285 Nr. 24 und 25 HGB

Die Angaben zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie zu der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden sind in den Erläuterungen zu der entsprechenden Bilanzposition aufgeführt.

Aufsichtsrat

Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB

Alfred Bouckaert (bis 21. April 2010)

Vorsitzender

Mitglied des Management Board der AXA und Chief Executive Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA (bis 14. März 2010)

Brüssel, Belgien

Jacques de Vaucleroy (seit 21. April 2010)

Vorsitzender (seit 20. Mai 2010)

Chief Executive Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA (seit 15. März 2010)

Brüssel, Belgien

Patrick Lemoine (ab 1. Januar 2010)

Chief Financial Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA (seit 1. September 2010)

Brüssel, Belgien

Uwe Beckmann

Vorsitzender des Konzernbetriebsrates AXA Konzern AG Sarstedt

Vorstand

Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB

Dr. Frank Keuper

Vorsitzender

Konzernkommunikation, Konzernrevision, Konzernstrategie und Portfoliosteuerung

Rainer Brune

Privatkundengeschäft

Dr. Patrick Dahmen

Rechnungswesen, Planung, Controlling, Steuern, Risikomanagement

Wolfgang Hanssmann

Vertrieb, Marketing

Jens Hasselbächer (seit 8. November 2010)

Kunden- und Partnerservice

Dr. Markus Hofmann

Industrie- und Firmenkundengeschäft, Schaden, Rückversicherung

Bernd Jung (15. Juni 2010 bis 31. August 2010)

COO/Kundendienst

Ulrich C. Nießen

Personal, Recht & Compliance, Zentrale Dienste

Dr. Heinz-Jürgen Schwering

Kapitalanlagen, Asset Liability Management

Jens Wieland

Informationstechnologie, Organisation und Prozesse

Angaben nach § 285 Nr. 14 HGB und § 160 Absatz 1 Nr. 8 AktG

Nach den vorliegenden Mitteilungen gemäß § 20 Absatz 4 AktG hält die AXA Konzern AG, Köln, 81,99 % am Grundkapital unserer Gesellschaft. Die WinCom Versicherungs-Holding AG, Köln, hält 18,01 % am Grundkapital unserer Gesellschaft.

Im Verhältnis zur AXA Konzern AG, Köln, sind wir ein Konzernunternehmen im Sinne der §§ 15 ff. AktG in Verbindung mit § 18 Absatz 1 AktG.

Die AXA Versicherung AG, Köln, und ihre Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der AXA, Paris, sowie in den Konzernabschluss der AXA Konzern AG, Köln, zum 31. Dezember 2010 einbezogen. Die AXA, Paris, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, und die AXA Konzern AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der AXA, Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des Marchés Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt. Der Konzernabschluss der AXA Konzern AG wird im elektronischen Bundesanzeiger und im Unternehmensregister des Bundesministeriums für Justiz veröffentlicht. Dieser Konzernabschluss mit dem Konzernbericht hat für uns gemäß § 291 Absatz 2 HGB befreiende Wirkung.

Köln, den 21. März 2011

Der Vorstand

Dr. Keuper Brune Dr. Dahmen
Hanssmann Hasselbächer Dr. Hofmann
Nießen Dr. Schwering Wieland

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AXA Versicherung Aktiengesellschaft, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 29. März 2011

*PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft*

Alexander Hofmann

Wirtschaftsprüfer
ppa. Sven Capousek

Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des gesamten Jahres 2010 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte und in zwei Sitzungen sowie drei schriftlichen Abstimmungen wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes (AktG) über die allgemeine Geschäftsentwicklung, über grundlegende Angelegenheiten sowie die strategischen Ziele der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstandes, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.

Der Aufsichtsrat befasste sich in seiner außerordentlichen Sitzung am 11. März 2010 mit dem BaFin-Rundschreiben 23/2009 betreffend Vergütungssysteme im Versicherungsbereich. In dieser Sitzung beschloss der Aufsichtsrat ferner die Tantiemenzahlungen für 2009, die Equity-Grant-Zuteilung 2009 sowie anstehende Anpassungen der Vorstandsvergütung.

In der Sitzung am 21. April 2010 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstandes über den Geschäftsverlauf 2009 und dem vorgelegten Jahresabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für 2010 vor.

Im Rahmen einer schriftlichen Abstimmung im Juni 2010 stimmte der Aufsichtsrat dem Kauf der Anteile an der RW Holding AG von der AXA Lebensversicherung AG zu.

In seiner Sitzung am 17. November 2010 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über den bisherigen Geschäftsverlauf im laufenden Jahr und gab einen Kurzbericht über die vorläufige Planung 2011.

Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet.

Ebenso hat der Verantwortliche Aktuar an der bilanzfeststellenden Sitzung des Aufsichtsrates teilgenommen und diesem die wesentlichen Ergebnisse seines Erläuterungsberichts zur versicherungsmathematischen Bestätigung ausführlich mündlich dargestellt und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 sind von der vom Aufsichtsrat zum Abschlussprüfer bestellten PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht ebenfalls geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandung ergeben. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss.

Im vergangenen Jahr sind in Vorstand und Aufsichtsrat Personalveränderungen eingetreten. Herr Bernd Jung hat mit Wirkung zum 31. August 2010 sein Mandat im Vorstand der Gesellschaft niedergelegt. In einer schriftlichen Abstimmung im August 2010 wurde Herr Jens Hasselbächer zum Mitglied des Vorstandes der Gesellschaft bestellt.

In der ordentlichen Hauptversammlung am 21. April 2010 hat eine Neuwahl des Aufsichtsrates stattgefunden. Die Herren Uwe Beckmann, Patrick Lemoine sowie Jacques de Vaucleroy wurden zu Mitgliedern des Aufsichtsrates gewählt. Mit der Neuwahl ist Herr Alfred Bouckaert aus dem Aufsichtsrat der Gesellschaft ausgeschieden, um in den Ruhestand zu gehen. Der Aufsichtsrat hat daraufhin in einer schriftlichen Abstimmung im Mai 2010 Herrn de Vaucleroy zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates sowie Herrn Lemoine zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt.

Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates für ihre engagierte und erfolgreiche Arbeit.

Dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Dienstleistungsgesellschaften, die für unsere Gesellschaft tätig geworden sind, gilt für ihre Leistungen im Jahr 2010 unser ganz besonderer Dank.

Köln, den 13. April 2011

*Für den Aufsichtsrat

Jacques de Vaucleroy

Vorsitzender*

Impressum

Herausgeber:

AXA Versicherung AG

Köln

Redaktion:

AXA Konzern AG, Köln

Konzernkommunikation

Satz:

LSD GmbH & Co. KG

Düsseldorf

Printed in Germany

Chart

AXA Versicherung AG, Colonia-Allee 10 –20, 51067 Köln

Telefon: (0 180 3) 55 66 22*, E-Mail: [email protected], Internet: www.axa.de

* 9 Cent aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk maximal 42 Cent, jeweils je angefangene Minute