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AXA — Annual Report 2009
Jan 6, 2011
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Annual Report
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Publication

AXA Konzern Aktiengesellschaft
Köln
Konzernabschluss
zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009
Inhaltsverzeichnis
Vorstand
Mitglieder des Vorstandes
Aufsichtsrat
Bericht des Aufsichtsrates
Mitglieder des Aufsichtsrates
Konzernlagebericht 2009
Der AXA Konzern in Deutschland - Teil einer globalen Gruppe
Aktuelle Entwicklungen im Konzern 2009
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Wirtschaft und Versicherungsmarkt 2009
Geschäftsentwicklung des AXA Konzerns
Geschäftsentwicklung in den Segmenten
Vermögenslage: Kapitalanlagenbestand ist deutlich gewachsen
Finanzlage: Eigenkapitalbasis unverändert stark
Mitarbeiter: Stabile Beschäftigungszahlen und Investitionen in die Zukunft
Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Risiken der zukünftigen Entwicklung
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Von uns betriebene Versicherungszweige
Ausblick
Konzernjahresabschluss 2009
Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2009
Konzerngesamtergebnisrechnung
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Verkürzte Gesamtergebnisrechnung
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzerneigenkapital
Konzern-Anhang
Bestätigung des Konzernabschlussprüfers
Vorstand
Mitglieder des Vorstandes
Dr. Frank Keuper
Vorsitzender
Konzern-Kommunikation, Konzern-Revision, Konzern-Strategie und Portfoliosteuerung
Krankenversicherung, Ärzteversicherung (seit 11. März 2010)
Dr. Patrick Dahmen
Rechnungswesen, Planung, Controlling, Steuern, Risikomanagement
Thomas Gerber (seit 27. Mai 2009)
Kundensegment Privatkunden
Vorsorge
Wolfgang Hanssmann
Vertrieb, Marketing
Dr. Markus Hofmann
Kundensegment Firmenkunden, Schaden- und Unfallversicherungen, Rückversicherung, Schaden
Ulrich C. Nießen
Personal, Recht und Compliance, Zentrale Dienste
Dr. Heinz-Peter Roß (bis 30. April 2009)
Vorsorge
Gernot Schlösser (bis 31. Dezember 2009)
Krankenversicherung, Ärzteversicherung
Dr. Heinz-Jürgen Schwering
Kapitalanlagen, Asset Liability Management
Jens Wieland
Informationstechnologie, Logistik, Konzernorganisation und Prozessmanagement
Aufsichtsrat
Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des gesamten Jahres 2009 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte und in zwei Sitzungen sowie sechs schriftlichen Abstimmungen wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes über die allgemeine Geschäftsentwicklung, über grundlegende Angelegenheiten sowie die strategischen Ziele der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen.
Geschäfte und Maßnahmen des Vorstandes, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.
In seiner Sitzung im Mai 2009 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstandes über den Geschäftsverlauf 2008 und dem vorgelegten Jahresabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für 2009 vor, die vertiefend erörtert wurde. Ferner gab er einen Überblick zu Spezialrisiken, über die allgemeine Risikosituation, Arzthaftpflicht und die Risikostrategie des deutschen AXA Konzerns.
Im Rahmen einer schriftlichen Abstimmung im September 2009 stimmte der Aufsichtsrat dem Abschluss von Ergebnisabführungsverträgen mit der AXA Lebensversicherung AG sowie der Deutsche Ärzteversicherung AG als jeweils gewinnabführenden Gesellschaften zu.
In seiner Sitzung im November 2009 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über den bisherigen Geschäftsverlauf im laufenden Jahr und gab einen Kurzbericht über die vorläufige Planung 2010.
Ferner wurden die Änderungen durch das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung sowie des Gesetzes zur Stärkung der Finanzmarkt- und Versicherungsaufsicht erörtert. Dem Aufsichtsrat wurde das Vorstandsvergütungssystem erläutert. Zudem wurde in der Sitzung als Folge des Vorstandsvergütungsangemessenheitsgesetzes die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat dahingehend geändert, dass nun dem Aufsichtsrat die Entscheidung über den Abschluss, die Änderung und die Beendigung von Anstellungs-, Pensions- und sonstigen Verträgen mit Vorstandsmitgliedern obliegt. Ferner billigte der Aufsichtsrat in der Novembersitzung den Konzernabschluss für das Geschäftjahr 2008.
In einer schriftlichen Abstimmung im Dezember 2009 stimmte der Aufsichtsrat dem Abschluss eines Ergebnisabführungsvertrages mit der AXA Bank AG als gewinnabführender Gesellschaft zu.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat zeitnah und ausführlich über die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Gesellschaft und über die damit verbundenen Maßnahmen. In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat ausführlich über besondere Projekte und Entwicklungen der Gesellschaft informiert. Der Aufsichtsrat wurde ebenfalls ausführlich über die Sitzungen des Audit Committee informiert.
Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet.
Der Aufsichtsrat hat neben dem gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss zwei weitere Ausschüsse eingerichtet. Das aus drei Mitgliedern bestehende Präsidium befasst sich vornehmlich mit den dienstvertraglichen Angelegenheiten der Mitglieder des Vorstandes und ist aufgrund der Änderungen des Vorstandsvergütungsangemessenheitsgesetzes nun ein vorbereitender Ausschuss. Das aus fünf Mitgliedern bestehende Audit Committee widmet sich im Wesentlichen der Überwachung des Risikomanagements des Vorstandes und der Kontrollmechanismen der Gesellschaft, der Behandlung des Jahresabschlusses, Fragen zur Abschlussprüfung, dem Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und legt die Prüfungsschwerpunkte des Geschäftsjahres fest. Das Präsidium tagte in 2009 zweimal. Das Audit Committee hat in 2009 viermal getagt und eine Telefonkonferenz abgehalten. Hierüber hat es den Aufsichtsrat umfassend unterrichtet. Der Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht, der Konzernabschluss sowie der entsprechende Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009 sind durch die von der Hauptversammlung gewählten PricewaterhouseCoopers AG, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die Abschlüsse und Lageberichte lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurden die Berichte des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis zum Jahresabschluss und Lagebericht dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung am 20. Mai 2010 zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte und die weiteren Erläuterungen des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt worden ist, am 20. Mai 2010 gebilligt und sich dem Vorschlag für die Gewinnverwendung angeschlossen. Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht ebenfalls geprüft. Es sind keine Beanstandungen erfolgt. Der Aufsichtsrat billigt den Konzernabschluss.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen, der allen Mitgliedern rechtzeitig vorgelegen hat, ebenfalls geprüft und hat keinerlei Beanstandungen erhoben.
Der Abschlussprüfer hat nach Prüfung des Berichts des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2009 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
| 1. | die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, |
| 2. | bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaften nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, |
| 3. | bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen." |
Der Aufsichtsrat schließt sich dem Urteil des Abschlussprüfers an und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärungen des Vorstandes am Schluss des Berichtes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.
Im Aufsichtsrat der Gesellschaft gab es personelle Veränderungen nach Aufstellung des Jahresabschlusses 2009.
Herr Alfred Bouckaert hat sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats mit Ablauf der Hauptversammlung am 20. Mai 2010 niedergelegt. In der Hauptversammlung am 20. Mai 2010 wurde Herr Jacques de Vaucleroy mit sofortiger zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt und weiter in einer nachfolgenden Aufsichtsratssitzung am 20. Mai 2010 zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.
Herr Manfred Weyrich ist zum 30. Juni 2010 aus dem Aufsichtsrat der Gesellschaft ausgeschieden. Als sein Nachfolger ist seit 1. Juli 2010 Herr Peter Freyaldenhoven Mitglied des Aufsichtsrats.
Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Mitgliedern des Aufsichtsrates für ihre engagierte und erfolgreiche Arbeit.
Für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihre tatkräftige Unterstützung mit zum Erfolg der Gesellschaft beigetragen haben, seinen Dank aus.
Unser Dank gilt auch den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für die sehr engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Köln, den 18. November 2010
Für den Aufsichtsrat
Jacques de Vaucleroy, Vorsitzender
Mitglieder des Aufsichtsrats
Claas Kleyboldt
Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates
Vorsitzender des Vorstandes i.R. der AXA Konzern AG
Köln
Alfred Bouckaert (bis 20. Mai 2010)
Vorsitzender
Mitglied des Management Board der AXA und Chief Executive Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA (bis 29. April 2010)
Brüssel, Belgien
Jacques de Vaucleroy (seit 21. Mai 2010)
Vorsitzender
Chief Executive Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA (seit 15. März 2010)
Brüssel, Belgien
Herbert Mayer*)
stellv. Vorsitzender
Angestellter
Pfinztal
Uwe Beckmann*)
Angestellter
Sarstedt
Harry Clemens*)
Leitender Angestellter
Köln
Kurt Döhmel
Vorsitzender der Geschäftsführung i.R. der Deutsche Shell Holding GmbH
Hamburg
Leonhard Fischer
Geschäftsführer der RHJI Swiss Management LLC
Zürich, Schweiz
Dr. Michael Frenzel
Vorsitzender des Vorstandes der TUI AG
Hannover
Peter Freyaldenhoven*) (seit 01. Juli 2010)
Angestellter
Bergisch Gladbach
Michael Garrecht*)
Angestellter
Maikammer
Peter Heesen
Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion
Berlin
Patrick Lemoine (seit 8. Januar 2010)
Head Business Support & Development for Northern, Central and Eastern Europe der AXA
Paris, Frankreich
Hans-Peter Lenssen*)
Gewerkschaftssekretär der ver.di
Berlin
Friedrich Merz
Rechtsanwalt Mayer Brown LLP
Arnsberg
Frank D. Meyer*)
Angestellter
Saulheim
Dr. Eckkehard D. Schulz
Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp AG
Düsseldorf
Emmanuel de Talhouët (bis 31. Dezember 2009)
Director Business Support & Development for Northern, Central and Eastern Europe der AXA
Paris, Frankreich
Klaus Weber*)
Gewerkschaftssekretär der ver.di
Berlin
Manfred Weyrich*) (bis 30. Juni 2010)
Angestellter
Overath
*) Vertreter der Arbeitnehmer
Konzernlagebericht
Der AXA Konzern in Deutschland - Teil einer globalen Gruppe
Der deutsche AXA Konzern steht mit seinen Beitragseinnahmen (inkl. TwinStar, dem deutschen Geschäft der AXA Life Europe) von 10,3 Mrd. Euro für mehr als 11 % des Umsatzes des AXA Gruppe und bildet damit einen bedeutenden Teil des globalen Unternehmens. In Deutschland kommt er auf einen Marktanteil von 6,0 %. Damit liegt er auf Rang vier unter den deutschen Erstversicherungsgruppen. In allen Segmenten zählt das Unternehmen zu den größten Anbietern im Markt.
In der Schaden- und Unfallversicherung, in der der Konzern mit den Gesellschaften AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG und DBV Deutsche Beamtenversicherung AG tätig ist, belegt die AXA Deutschland mit einem Marktanteil von 6,2 % Rang drei. Im Bereich Vorsorge (Gesellschaften: AXA Lebensversicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG, Deutsche Ärzteversicherung AG, Pro bAV Pensionskasse AG, Winsecura Pensionskasse AG und Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG) nimmt sie mit einem Anteil von 5,2 % am Gesamtmarkt Platz sechs ein. Im Segment der Krankenversicherung ist der Konzern mit der AXA Krankenversicherung AG und ihrer für das Geschäft mit dem Öffentlichen Dienst errichteten Zweigniederlassung DBV Deutsche Beamtenversicherung Krankenversicherung in Wiesbaden bei einem Marktanteil von 7,0 % die Nummer fünf. In allen Geschäftssegmenten bietet die AXA Deutschland sowohl Firmen- als auch Privatkunden eine breite Produktpalette in den Bereichen Vorsorge, Vermögensmanagement und Versicherung an. Über acht Millionen Kunden vertrauen derzeit auf die Leistungen der AXA Deutschland.
Die AXA Deutschland ist eingebettet in die internationale AXA Gruppe, einen der führenden Versicherer und Vermögensverwalter weltweit. Mit Schwerpunkten in Europa, Nordamerika und dem asiatischpazifischen Raum erzielte sie 2009 einen Umsatz von 90,1 Mrd. Euro, ein operatives Ergebnis (Underlying Earnings) von 3,9 Mrd. Euro sowie ein Nettoergebnis von 3,6 Mrd. Euro. Ende 2009 verwaltete sie ein Vermögen von 845 Mrd. Euro. Die Gruppe ist in insgesamt 57 Ländern vertreten; 96 Millionen Kunden vertrauen ihr.
Aktuelle Entwicklungen im Konzern 2009
Konsequente Weiterführung unserer Strategie:
Unternehmen erster Wahl werden
Der AXA Konzern hat im Jahr 2009 intensiv an der weiteren Umsetzung der Unternehmensstrategie "AXA - erste Wahl" gearbeitet. Im Zentrum stand dabei, die Bedürfnisse der Kunden mehr denn je zum Maßstab unserer geschäftlichen Aktivitäten zu machen und ihnen immer wieder durch unsere Leistung und unser Handeln zu bestätigen, dass sie sich mit AXA richtig entschieden haben.
Neue Konzernstrukturierung nach Kundensegmenten
Ein wichtiger Schritt war die Einführung der Kundensegmentorganisation: Als erstes Unternehmen der Versicherungsbranche hat sich AXA Anfang 2009 nach den vier Zielgruppen Privatkunden, Firmenkunden, Öffentlicher Dienst sowie Ärzte und Heilwesen aufgestellt und dies auch in seiner Organisationsstruktur abgebildet. Diesem Schritt war eine umfangreiche Marktforschung vorausgegangen, in der AXA die Erwartungen und Bedürfnisse von privaten Verbrauchern und Firmen analysiert hatte. Dabei wurde deutlich: Nur wenige Kunden möchten sich ihren Vorsorgeplan und ihre Risikoabsicherung mit einzelnen Produkten eigenständig zusammenstellen oder sind in der Lage dazu. Klassischerweise bieten viele Versicherungen jedoch nach wie vor lediglich Einzelprodukte an, über die nur punktuell Risiken abgesichert oder Vorsorge getroffen werden kann. Dem steht der Wunsch von immer mehr Kunden nach ganzheitlichen Lösungen gegenüber. Denn sowohl Privat- als auch Firmenkunden wünschen sich eine umfassende Beratung und Betreuung sowie auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen, mit denen sie in jeder Phase ihres Lebens angemessen abgesichert sind bzw. sich gegen alle spezifischen Risken ihres Unternehmens geschützt wissen.
Der Kunde steht Pate bei der Entwicklung der Produkte
Schon immer haben sich die Bedürfnisse nach Schutz und Absicherung im Laufe eines Lebens verändert. Aber die moderne Gesellschaft sorgt für Beschleunigung und verlangt nach immer mehr Flexibilität. Weil sich Menschen darüber hinaus grundsätzlich nicht gerne mit Versicherungen befassen, ist das Gespräch mit ihnen über notwendige Vorsorge- und Absicherungsfragen, eine lebenslange Beratung und Betreuung, umso wichtiger. Speziell dafür haben wir mit unserem plan360° einen neuen ganzheitlichen Beratungsansatz entwickelt sowie unser Produktsortiment passend dazu erneuert und ergänzt. Damit sind wir in der Lage, unseren Kunden die für sie geeigneten Lösungen zu bieten.
Hinzu kamen weitere neue oder weiterentwickelte Produkte wie die jetzt noch leistungsstärkeren BOXplus Sachversicherungsprodukte. Im Mai 2010 sind innovative Lösungen zur Pflegevorsorge hinzugekommen, die neben der rein finanziellen Absicherung auch eine Vielzahl wichtiger Hilfestellungen enthalten. Das Angebot von AXA umfasst Leistungen wie die Förderung von Präventionsmaßnahmen oder die konkrete Unterstützung bei Eintritt eines Pflegefalls. Darüber hinaus hat AXA mit einer neuen Existenzschutzversicherung eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsvorsorge eingeführt, die gerade für diejenigen Personen interessant ist, für die eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht in Frage kommt. Sie schützt bei Invalidität, schwerer Krankheit und Pflegebedürftigkeit lebenslang mit einer monatlichen Rente.
Servicequalität wichtiger denn je
Die Qualität eines Versicherers zeigt sich dem Kunden aber nicht nur bei Beratung und Produkten, sondern auch im Schadenfall oder an dem Tag der Auszahlung seiner Lebensversicherung. Gerade dann erwartet der Kunde, dass er seinen Versicherer immer erreichen kann, dieser ihm aufmerksam begegnet und er einen zuverlässigen Service erlebt. AXA hat diese Kerneigenschaften - Erreichbarkeit, Aufmerksamkeit und Zuverlässigkeit - daher zum zentralen Gegenstand der Unternehmensstrategie gemacht. Das gesamte Management sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchlaufen Schulungsprogramme; Prozesse und Abläufe werden - wenn nötig - neu gestaltet.
Im Rahmen seiner strategischen Zielsetzung, zum Unternehmen erster Wahl zu werden, hat AXA also im vergangenen Jahr mit großer Intensität an Lösungen - ob bei Produkten, Leistungen, Beratung oder Service - gearbeitet, die in noch größerem Maße als bisher den Kundenerwartungen und -bedürfnissen entsprechen. Mit Angeboten, die einfach, klar und transparent sind, setzt AXA Deutschland in der Beziehung zum Kunden neue Maßstäbe.
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis hat sich in 2009 im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Verschmelzungen reduziert.
Auf die AXA Versicherung AG wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2009 die Gesellschaften DBV-WinSelect Versicherung AG, Wiesbaden, die DBV-Winterthur Versicherung AG, Wiesbaden, sowie die Deutsche Ärzte-Versicherung Allgemeine Versicherungs-AG, Köln, verschmolzen. Weiter wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2009 die CCC ConCept Card Management und Consulting GmbH, Bayreuth, auf die AVS Allgemeine Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth, verschmolzen
Wirtschaft und Versicherungsmarkt 2009
Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war in 2009 geprägt von den weltweit anhaltenden Turbulenzen an den Finanzmärkten und einer starken Rezession. Denn mit dem Konjunktureinbruch im Winterhalbjahr 2008/2009 erreichte die internationale Krise an den Finanzmärkten endgültig die Realwirtschaft. Als Indikator für die gesamtwirtschaftliche Leistung einer Nation spiegelt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) diese Entwicklung wider. Im Jahresdurchschnitt 2009 ging das BIP um 5 % zurück - so stark wie niemals zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Damit war das Jahr 2009 für die deutsche Wirtschaft das schwächste seit der Nachkriegszeit.
Die noch für 2008 zu verzeichnende positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wurde durch die anhaltende Schieflage deutscher Unternehmen im Jahr 2009 unter Druck gesetzt. Vor dem Hintergrund des Einbruchs der Wirtschaftsleistung ist die Erwerbslosenquote im Vergleich zum Vorjahr zwar um 0,4 Prozentpunkte auf 7,8 % gestiegen. Durch Zunahme von Kurzarbeit, Abbau von Überstunden und weitere Maßnahmen konnten die zu erwartenden Beschäftigungsverluste aber zumindest vorübergehend begrenzt werden.
Einen deutlichen Aufschwung nahmen weltweit die Aktienmärkte. So stieg der Deutsche Aktienindex (DAX) im Jahresverlauf 2009 um etwa 1.400 Punkte und näherte sich zum Jahresende somit wieder der Marke von 6.000 Punkten. Diese Entwicklung muss jedoch beobachtet werden, da dies keinesfalls als ein Indiz für den Scheitelpunkt der Finanzmarktkrise gesehen werden kann. Demgegenüber erreichte das Zinsniveau einen historischen Tiefstand, da die Europäische Zentralbank die Zinsen schrittweise bis auf 1 % senkte. Der Zinssatz für 10-jährige Bundesanleihen stieg im Jahresverlauf unter Schwankungen von knapp 3 % auf 3,3 % an.
Die deutsche Versicherungswirtschaft hat sich in dem herausfordernden Jahr 2009 wiederum sehr zufriedenstellend geschlagen und sich erneut als stabilisierender Faktor bewiesen. So meldete der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) für das abgelaufene Geschäftjahr ein Beitragsplus von 4,1 % (2008: 1,0 %) auf 171,3 Milliarden Euro, während viele andere Branchen zum Teil erhebliche Umsatzeinbrüche hinnehmen mussten.
Besonders der Lebensversicherungsmarkt (einschließlich Pensionskassen und Pensionsfonds) konnte sich mit Beitragseinnahmen von 85,2 Mrd. Euro (+7,1 %) gut behaupten. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Fähigkeit der Lebensversicherer, ihre Leistungsversprechen zu erfüllen und das Langlebigkeitsrisiko zu beherrschen, führten zu einem unerwartet starken Anstieg der Einmalbeiträge im Neugeschäft. Die Auszahlungen der Lebensversicherer an ihre Kunden bewegten sich mit 71,9 Mrd. Euro (-1,0 %) auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr.
Die Private Krankenversicherung verzeichnete 2009 ein Beitragswachstum von 3,8 % auf 31,5 Mrd. Euro. Davon entfielen 29,4 Mrd. Euro (+3,7 %) auf die Kranken- und 2,1 Mrd. Euro (+5,7 %) auf die Pflegeversicherung. Mit 99.000 Personen war auch der Nettozuwachs positiv. Die ausgezahlten Leistungen der privaten Krankenversicherer stiegen um 4,7 % auf 21,1 Mrd. Euro.
Die Schaden- und Unfallversicherer haben ihre Einnahmen im vergangenen Jahr mit 54,6 Mrd. Euro lediglich stabil halten können - bei einer sehr unterschiedlichen Entwicklung: Während die Sachversicherungssparten insgesamt ein Beitragsplus von 2,2 % erzielten, machte sich in einigen Zweigen des industriellen Geschäfts wie der Transportversicherung die Wirtschaftskrise negativ bemerkbar. Mit einem Minus von 1,5 % auf 20,1 Mrd. Euro sanken die Beitragseinnahmen in der größten Schadensparte Kraftfahrtversicherung bereits im fünften Jahr in Folge. Zugleich war dieses Geschäft im vergangenen Jahr bei einem marktweiten versicherungstechnischen Verlust von 700 Mio. Euro höchst defizitär.
Geschäftsentwicklung des AXA Konzerns
Konzernergebnis wieder deutlich gestiegen
| 2009 Mio. Euro |
2008 Mio. Euro |
|
|---|---|---|
| Gebuchte Bruttobeiträge | 10.002 | 9.584 |
| Verdiente Beiträge f.e.R. | 9.125 | 8.694 |
| Kapitalanlageergebnis | 2.560 | 438 |
| Versicherungsleistungen f.e.R. | -9.585 | -7.171 |
| Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f.e.R. | -1.577 | -1.591 |
| Sonstige Aufwendungen / Erträge | -216 | -244 |
| Finanzierungsaufwendungen | 0 | -21 |
| Steuern | -101 | 8 |
| Konzernergebnis | 206 | 114 |
Trotz andauernder Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich das Konzernergebnis des AXA Konzerns im Geschäftsjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr deutlich erholt. Mit rund 206 Mio. Euro konnte eine Steigerung von zirka 81 % oder 92 Mio. Euro erreicht werden. Dieser Anstieg ist insbesondere auf das Kapitalanlageergebnis zurückzuführen, das sich aufgrund steigender Marktwerte bei vielen Anlagekategorien deutlich erholen konnte.
Getragen wird das Gesamtergebnis erneut von der Schaden-/Unfallversicherung, die ihr Segmentergebnis von rund 229 Mio. Euro (2008: 128 Mio. Euro) gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppeln konnte. Ebenfalls deutlich gestiegen um neun Mio. Euro auf 20 Mio. Euro (2008: 11 Mio. Euro) ist das Ergebnis im Bereich Lebensversicherung, was trotz höherer Versicherungsleistungen auch auf das gestiegene Kapitalanlageergebnis zurückzuführen ist. Die Krankenversicherung konnte nach einem ausgeglichenen Vorjahresergebnis wieder deutlich mit 23 Mio. Euro (2008: 0 Mio. Euro) zum Gesamterfolg beitragen. Eliminierungspflichtige konzerninterne Transaktionen, die nicht den einzelnen Segmenten zuzuordnen sind, minderten hingegen die Summe der Segmentergebnisse um 81 Mio. Euro.
Neben dem Konzernergebnis beinhaltet das Gesamtperiodenergebnis gemäß IAS 1 (siehe Seite 76 im Anhang) die aus der Veränderung der Neubewertungsrücklage bestehenden erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen sowie die erfolgswirksamen Veränderungen aufgrund von Abgängen aus dieser Position. Gestiegene Marktwerte von jederzeit veräußerbaren Wertpapieren führen zu einer Erhöhung der Neubewertungsrücklage. Dieser Anstieg wird im Wesentlichen durch erfolgswirksame Veränderungen aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren kompensiert. Gesamtergebnismindernd wirken weiterhin versicherungsmathematische Verluste aus Pensionsverpflichtungen, resultierend aus einer deutlichen Absenkung des Rechnungszinssatzes.
Beitragsentwicklung: Einnahmen erstmals über der 10-Mrd.-Euro-Grenze
Besonders erfreulich ist die Entwicklung unserer Beitragseinnahmen, die erstmals die 10-Mrd.-Euro-Grenze überschritten haben (2008: 9,6 Mrd. Euro) und somit um 4,4 % zulegen konnten. Mit diesem Wachstum lag der Konzern über dem Marktdurchschnitt von 4,1 %. Unter Berücksichtigung der aus dem TwinStar-Geschäft resultierenden Beitragseinnahmen wuchs das in Deutschland insgesamt erzielte Beitragsaufkommen sogar noch stärker, wie die folgende Tabelle zeigt:
| Konzernbeiträge | 2009 Mio. Euro |
2008 Mio. Euro |
+/- (%) |
|---|---|---|---|
| Gebuchte Bruttobeiträge gesamt | 10.002 | 9.584 | 4,3 |
| Inland direkt | |||
| - Schaden- und Unfallversicherung | 3.285 | 3.330 | -1,4 |
| - Lebensversicherung | 4.231 | 3.909 | 8,2 |
| - Krankenversicherung | 2.196 | 2.090 | 5,0 |
| Ausland direkt | 108 | 106 | 1,9 |
| Indirekt (Inland und Ausland) | 182 | 148 | 23,0 |
| TwinStar-Geschäft | 267 | 230 | 16,1 |
| Gebuchte Bruttobeiträge gesamt (inklusive TwinStar) | 10.269 | 9.814 | 4,6 |
Damit ist AXA Deutschland zum vierten Mal in Folge gewachsen. Vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise und des wirtschaftlichen Umfeldes ist das eine hervorragende Leistung. Zusammen mit dem deutlich gestiegenen Konzernergebnis gibt dies die Möglichkeit, weiter in unsere Zukunft zu investieren.
Den stärksten Beitragszuwachs erzielte AXA Deutschland im Segment Lebensversicherung. Hier stiegen die Einnahmen (ohne TwinStar-Geschäft) um 8,2 % auf 4,2 Mrd. Euro (2008: 3,9 Mrd. Euro). Vor allem Versicherungen gegen Einmalbeitrag zeigten im vergangenen Jahr ein starkes Wachstum. Besonders mit dem Produkt WinCash der DBV war der Konzern sehr erfolgreich, auf das 471 Mio. Euro des Einmalbeitragsvolumens entfielen. Doch auch das Einmalbeitragsgeschäft bei fondsgebundenen Versicherungen, TwinStar und konventionellen Rentenversicherungen lief sehr zufriedenstellend.
In dem wachsenden Einmalbeitragsgeschäft spiegelt sich wider, dass sich der AXA Konzern frühzeitig auf die veränderten Kundenbedürfnisse eingestellt hat. So ist seit 1990 die Zahl der 21- bis 40-Jährigen - den Hauptnachfragern nach Vorsorgeprodukten gegen laufenden Beitrag - um fast ein Fünftel gesunken. Gleichzeitig nahm die Zahl der Bürger, die stärker an Rentenversicherungen oder anderen Vorsorgeprodukten gegen Einmalbeitrag interessiert sind, deutlich zu: bei den 40- bis 60-Jährigen um fast 20 % und bei den über 60-Jährigen sogar um rund 28 %. Neben der demographischen Entwicklung spielt außerdem eine große Rolle, dass die Menschen häufiger wechselvolle Erwerbsbiographien haben, für vermehrt auslaufende Lebensversicherungsverträge nach Wiederanlagemöglichkeiten suchen und in wirtschaftlich unsicheren Zeiten eher einmalige Anlagemöglichkeiten statt langfristiger regelmäßiger Verpflichtungen bevorzugen. Auf dieses veränderte Kundenverhalten reagieren wir mit entsprechenden Produkten - ganz nach dem neuen Beratungskonzept plan360°, das ganzheitliche Lösungen für verschiedene Lebensphasen und für unterschiedliche Bedürfnisse nach Absicherung und Vorsorge beinhaltet.
Im Segment Schaden- und Unfallversicherung verringerte sich das Beitragsvolumen im direkten Inlandsgeschäft um -1,4 % auf 3,3 Mrd. Euro (2008: 3,3 Mrd. Euro). Der Rückgang betraf vor allem die Kraftfahrtversicherung. In dieser besonders wettbewerbsintensiven Sparte stellt der AXA Konzern weiterhin Ertrag vor Wachstum. Aufgrund dieser Strategie ging das Beitragsaufkommen in der Kraftfahrtversicherung um -2,3 % auf 1,2 Mrd. Euro zurück. Daneben kam es aufgrund der rückläufigen Konjunktur in der industriellen Haftpflichtversicherung und der Transportversicherung zu Beitragsrückgängen. Diese konnten durch teilweise deutliche Zuwächse in der Gebäudeversicherung des Privatkundengeschäfts und Verkaufserfolge bei dem innovativen Produktkonzept BOXplus zu einem großen Teil ausgeglichen werden.
Auch in der Privaten Krankenversicherung (PKV) gelang dem AXA Konzern ein über dem Durchschnitt des PKV-Marktes liegendes Wachstum. Die Beitragseinnahmen stiegen um 5,0 % auf 2,2 Mrd. Euro (2008: 2,1 Mrd. Euro). Die Hauptgründe hierfür waren das starke Neugeschäftswachstum von 8,5 % sowie notwendige Beitragsanpassungen. Eine Vielzahl von Kunden hatte sich entschieden, zu Jahresbeginn 2009 vor Eintritt einer Gesetzesänderung noch zu den bis dahin gültigen Bedingungen in die private Krankenversicherung zu wechseln. Im Jahresverlauf 2009 konnte AXA in der Krankenversicherung 18 Tsd. Voll- Versicherte hinzugewinnen und die Zahl der versicherten Personen auf insgesamt 1,4 Mio. Voll- und Zusatzversicherte steigern.
Im direkten Auslandsgeschäft stieg das Beitragsvolumen um 1,9 %, was auf die erfreulichen Wachstumsraten der ausländischen Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen des Kunstversicherers AXA Art Versicherung zurück zu führen ist.
Der Anstieg im indirekten Geschäft ist insbesondere dadurch bedingt, dass der bisher im direkten Geschäft betriebene Zweig der Restschuldversicherung der DBV Lebensversicherung AG (DBVL) ab dem Geschäftsjahr 2009 teilweise erst von RückVersicherungsgesellschaften übernommen wird, bevor er an die DBVL abgegeben wird.
Deutlicher Anstieg des Kapitalanlageergebnisses
Nach einem Rückgang um 85 % im Vorjahr verzeichnete der AXA Konzern im Berichtsjahr einen deutlichen Anstieg des gesamten Kapitalanlageergebnisses um 2.122 Mio. Euro (484 %) von 438 Mio. Euro auf 2.560 Mio. Euro.
Das laufende Kapitalanlageergebnis, bestehend aus laufenden Erträgen abzüglich Verwaltungsaufwendungen und planmäßigen Abschreibungen auf fremdgenutzten Grundbesitz, reduzierte sich um 4,9 % auf 2.531 Mio. Euro (2008: 2.662 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen durch rückläufige Dividenden bzw. Ausschüttungen aus den Kapitalanlagebeständen in Aktien und Private Equity zu erklären.
Infolge der Kapitalmarktkrise weist der AXA Konzern unverändert ein negatives Kapitalanlageergebnis ohne nicht realisierte Gewinne/Verluste aus fondsgebundener Lebensversicherung aus, das sich im Vorjahresvergleich jedoch deutlich von -1.680 Mio. Euro auf -252 Mio. Euro verringerte. Die positive Entwicklung beruht im Wesentlichen auf der Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente. Im Vorjahr resultierte hieraus ein negativer Beitrag in Höhe von 661 Mio. Euro der sich positiv um 1.165 Mio. Euro auf einen Beitrag in Höhe von 504 Mio. Euro verbesserte. Die Bewertungsänderungen beruhen überwiegend aus Marktwertänderungen von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten festverzinslichen Wertpapieren. Ein weiterer Anstieg resultiert aus geringeren außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 294 Mio. Euro. Die Entwicklung ist überwiegend auf rückläufige Abschreibungen auf Aktien zurückzuführen. Notwendige Abschreibungen auf Genussrechte und stille Beteiligungen wirkten sich jedoch gewinn mindernd aus.
Aus Kapitalanlagen der fondsgebundenen Lebensversicherung erzielten wir im Geschäftsjahr 2009 ein nicht realisiertes Ergebnis von 281 Mio. Euro (2008: -544 Mio. Euro), das vollständig den Versicherungsnehmern zugerechnet wurde.
Kosten: Erneut Effizienzsteigerungen aus der erfolgreichen DBV-Integration
Die Gesamtkosten des AXA Konzerns lagen im Geschäftsjahr 2009 mit 2,3 Mrd. Euro (2008: 2,34 Mrd. Euro) um 2,3 % unter dem Vorjahreswert. Entsprechend der Neugeschäftsentwicklung erhöhten sich die hierin enthaltenen Provisionen um 2,9 % auf 976 Mio. Euro (2008: 948 Mio. Euro). Die Kosten ohne Provisionen lagen mit 1,3 Mrd. Euro (2008: 1,4 Mrd. Euro) um 5,9 % unter dem Vorjahreswert. Diese positive Entwicklung ist beeinflusst durch zwei Sondereffekte. Zum Einen reduzierten sich die Integrationskosten auf 68 Mio. Euro (Vorjahr: 82 Mio. Euro), zum Anderen waren die Kosten im Vorjahr durch einen Sondereffekt in der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen (30 Mio. Euro) sowie durch eine einmalige Steuerrückstellung (5 Mio. Euro) negativ beeinflusst.
Doch auch ohne diese Sondereffekte lagen die Kosten (ohne Provisionen) mit 1,2 Mrd. Euro (2008: 1,3 Mrd. Euro) noch um 2,6 % unter denen des Vorjahres. In 2009 konnten also erneut die inflations- und tarifbedingten Kostensteigerungen durch steigende Synergieeffekte aus der DBV-Integration und weitere Kosteneinsparungen mehr als ausgeglichen werden.
Die Realisierung von nachhaltigen Synergieeffekten fiel im Berichtsjahr sogar höher als erwartet aus und trug neben der nach wie vor im Konzern gelebten Kostendisziplin maßgeblich dazu bei, dass in 2009 das Kostenziel erneut unterschritten wurde.
Ertragsteuern: Aufwand von 94,1 Mio. Euro
Bei einem Konzernjahresüberschuss vor Steuern von 299,7 Mio. Euro wird ein Ertragsteueraufwand von rund 95,9 Mio. Euro erwartet, der sich nahezu mit dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand von 94,1 Mio. Euro deckt. Zusammen mit den sonstigen Steuern beträgt der Gesamtsteueraufwand 101 Mio. Euro. Aus der Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand im Anhang auf den Seiten 129-130 geht hervor, dass sich die gegenläufigen Steuereffekte weitestgehend kompensieren. So wurden auf der einen Seite positive Effekte aus der erstmaligen Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen von 11,4 Mio. Euro sowie der erstmaligen Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge und anderen Bewertungsunterschieden von rund 41,9 Mio. Euro erzielt. Auf der anderen Seite wirkten sich negative steuerliche Effekte aus dem Kapitalanlageergebnis von rund 50,6 Mio. Euro aus. Ein Vergleich mit dem Ertragsteueraufwand des Vorjahres ist nur bedingt möglich, da im Vorjahr hohe positive Einmaleffekte aus dem Abschluss einer Steuerprüfung im DBV Teilkonzern enthalten waren, die bei einem gleichzeitig niedrigen Vorsteuerergebnis insgesamt zu einem Ausweis eines Steuerertrags von rund 16,7 Mio. Euro geführt haben.
Geschäftsentwicklung in den Segmenten
Schaden- und Unfallversicherung: Segmentergebnis deutlich erhöht
| Segment Schaden- und Unfallversicherung | 2009 Mio. Euro |
2008 Mio. Euro |
|---|---|---|
| Gebuchte Bruttobeiträge | 3.551 | 3.581 |
| Verdiente Beiträge f.e.R. | 2.699 | 2.733 |
| Kapitalanlageergebnis | 362 | 108 |
| Versicherungsleistungen f.e.R. | -1.734 | -1.721 |
| Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f.e.R. | -873 | -903 |
| Sonstige Aufwendungen / Erträge | -70 | -75 |
| Finanzierungsaufwendungen | 0 | 0 |
| Steuern | -156 | -14 |
| Segmentergebnis | 229 | 128 |
| Kapitalanlagebestand | 9.807 | 9.533 |
| Schaden-Kostenquote (Net Combined Ratio) | 97,4 % | 97,0 % |
| Brutto-Schadenquote | 64,3 % | 62,8 % |
| Brutto-Kostenquote | 30,7 % | 31,1 % |
Im Geschäftsfeld Schaden- und Unfallversicherung erhöhte sich das Segmentergebnis im Geschäftsjahr 2009 von 128 Mio. Euro auf 229 Mio. Euro. Der deutliche Anstieg beruht im Wesentlichen auf dem stark verbesserten Kapitalanlageergebnis. Dieses wurde durch Erholung an den Kapitalmärkten positiv beeinflusst.
Die gesamten Bruttobeitragseinnahmen des Segmentes beliefen sich zum Jahresende auf 3,6 Mrd. Euro und konnten somit bei einer unveränderten Marktentwicklung fast auf Vorjahresniveau gehalten werden (-0,8 %). Dabei war die Entwicklung in den einzelnen Sparten unterschiedlich. Der Rückgang in der Kraftfahrtversicherung resultiert im Wesentlichen aus unserer Preispositionierung in diesem hart umkämpften Markt. Daneben wurde die Beitragsentwicklung durch fusionsbedingte Risikoreduzierungen von Maklern in der Transportversicherung, Anteilreduzierungen in der Sparte Luftfahrt sowie umsatzbedingte Beitragsrückgänge in der industriellen Haftpflichtversicherung belastet. Das Industrie- und Firmenkundengeschäft verlief trotz des Preiswettbewerbes und des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes insgesamt auf Vorjahresniveau. Eine deutlich positive Entwicklung ist zudem bei dem im Mai 2009 auch in der AXA Versicherung eingeführten Bündelprodukt BOXplus zu verzeichnen.
Das Kapitalanlageergebnis des Segmentes konnte im Berichtsjahr von 108 Mio. Euro im Vorjahr auf 362 Mio. Euro deutlich verbessert werden. Die bereits im ersten Halbjahr zu verzeichnende Erholung an den internationalen Kapitalmärkten setzte sich im weiteren Verlauf bis zum Jahresende fort, wobei die Aktienmärkte im Laufe des Jahres signifikant zulegen konnten. Die stetig gesunkenen Risikoaufschläge und das gesunkene Zinsniveau führten zu einem deutlichen Wertanstieg bei festverzinslichen Wertpapieren.
Die Brutto-Schadenquote erhöhte sich im Segment Schaden- und Unfallversicherung um 1,5 Prozentpunkte auf 64,3 %. Diese Veränderung war im Wesentlichen durch steigende Normalschäden im direkten Geschäft beeinflusst. Der strenge Winter verursachte zahlreiche Leitungswasser- (Sach) und Glatteisschäden (Kraftfahrt und Unfall). Des Weiteren wirkte sich der höhere Schadenansatz für die Arzt-Haftpflicht-Risiken aufgrund der medizinischen Kosteninflation sowie der eingetretenen Großschäden aus. Demgegenüber gingen die Schäden durch Stürme oder andere Unwetter deutlich zurück. Internationale Unwetterereignisse (Erdbeben in Italien, Flut in Istanbul sowie Stürme in den Pyrenäen) wurden im indirekten Geschäft über den europäischen AXA Prime-Pool anteilsmäßig übernommen.
Die Brutto-Kostenquote konnte im Geschäftsjahr 2009 um 0,4 % auf 30,7 % gesenkt werden. Die Verwaltungskosten, die im Vorjahr durch Sondereffekte geprägt waren, entwickelten sich im Berichtsjahr positiv, während die Vertriebskosten durch höhere Ausgleichsansprüche und eine Angleichung der Provisionsvereinbarungen bei der DBV und AXA nach der Integration der DBV-Winterthur beeinflusst wurden.
Insgesamt lag die Schaden-Kostenquote (Net Combined Ratio) mit 97,4 % um 0,4 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau von 97,0 %. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf eine gegenüber dem Vorjahr verschlechterte Schadenquote (+1,5 Prozentpunkte), bei einer verbesserten Kostenquote (-0,4 Prozentpunkte) und eines verbesserten Rückversicherungsergebnisses (-0,6 Prozentpunkte) zurückzuführen.
Ergebnisverbesserung in der Lebensversicherung
Segment Lebensversicherung
| Mio. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Gebuchte Bruttobeiträge | 4.262 | 3.914 |
| Verdiente Beiträge f.e.R. | 4.231 | 3.871 |
| Kapitalanlageergebnis | 1.865 | 145 |
| Versicherungsleistungen f.e.R. | -5.569 | -3.467 |
| Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f.e.R. | -466 | -486 |
| Sonstige Aufwendungen / Erträge | -50 | -54 |
| Finanzierungsaufwendungen | 0 | -3 |
| Steuern | 9 | 5 |
| Segmentergebnis | 20 | 11 |
| Neugeschäft (Annual Premium Equivalent) | 296 | 296 |
| Kapitalanlagebestand | 41.139 | 41.222 |
| Stornoquote | 5,4 % | 5,1 % |
| Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in % der Bruttobeiträge | 10,9 % | 12,4 % |
Der Gewinn des Geschäftsbereiches Lebensversicherung ist im Jahr 2009 mit einem Segmentergebnis von 20 Mio. um 9 Mio. Euro merklich gegenüber 2008 gestiegen. Dieser Anstieg resultiert trotz höheren Versicherungsleistungen für eigene Rechnung aus dem deutlich gestiegenen Kapitalanlageergebnis.
Die Beitragseinnahmen erhöhten sich spürbar um 8,9 % auf 4,26 Mrd. Euro, was überwiegend auf den deutlichen Anstieg der Einmalbeiträge im Geschäftsjahr um 455 Mio. Euro auf 866 Mio. Euro. zurückzuführen ist. Die laufenden Beiträge hingegen verringerten sich um 107 Mio. Euro auf 3,4 Mrd. Euro vor allem aufgrund der Abläufe in der Kapital-Lebensversicherung.
Das Neugeschäft, gemessen in Annual Premium Equivalent (APE = Neugeschäft an laufenden Beiträgen plus 10 % der Einmalbeiträge), stieg im Jahr 2009 leicht auf 296 Mio. Euro an (+0,1 %). Es war im Vorjahr in Höhe von 31 Mio. Euro positiv durch die letztmalig einfließende Riester-Treppe beeinflusst worden. Bereinigt um diesen Effekt stieg das Neugeschäft 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 30 Mio. Euro. Der Zuwachs war insbesondere getrieben durch den Erfolg im Einmalbeitragsgeschäft (+46 Mio. Euro) und hier vor allem mit den Produkten WinCash und Portfolio Plus Police. Das über die Vertriebswege des AXA Konzerns generierte Neugeschäft im Bereich Lebensversicherung (einschließlich TwinStar mit einem Volumen von 65 Mio. Euro) zeigte aufgrund der marktbedingten Einbußen bei fondsgebundenen Rentenversicherungen einen Rückgang um 25 Mio. Euro (-6,5 %).
Das Kapitalanlageergebnis des Segmentes stieg im Berichtsjahr deutlich um 1,7 Mrd. Euro auf 1,9 Mrd. Euro an. Dieses war im Vorjahr noch stark durch die Finanzmarktkrise geprägt und wurde im Berichtsjahr sehr positiv beeinflusst durch ergebniswirksame Marktwertveränderungen sowohl bei den Investmentanteilen unserer Kunden als auch bei den unter der Fair Value Option ausgewiesenen Wertpapieren.
Der Bestand an Kapitalanlagen verminderte sich im Jahr 2009 leicht um 0,2 % auf 41,1 Mrd. Dies ist hauptsächlich auf die ablaufbedingte Minderung des Versicherungsbestandes an Kapital-Lebensversicherungen zurückzuführen.
Die gesamten Versicherungsleistungen für eigene Rechnung, die sich im Wesentlichen aus Zahlungen für Abläufe, Rückkäufe, Todesfall- und Rentenleistungen an unsere Kunden sowie den dafür zu bildenden Rückstellungen zusammensetzen, beliefen sich im Jahr 2009 auf 5,6 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 60,6 %. Hier machten sich unter anderem die Auswirkungen des verbesserten Kapitalanlageergebnisses auf die entsprechend höher werdenden Leistungsverpflichtungen sowie die höhere Zuführung zur Deckungsrückstellung aufgrund des Beitragsanstiegs im Einmalbeitragsgeschäft bemerkbar. Die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung stieg ebenfalls bedingt durch das verbesserte Kapitalanlageergebnis deutlich an.
Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um 20 Mio. Euro auf 466 Mio. Euro. Dadurch ging die Kostenquote von 12,4 % im Vorjahr auf 10,9 % im Geschäftsjahr 2009 zurück.
Die Finanzierungsaufwendungen konnten im Berichtsjahr aufgrund der Rückzahlung von nachrangigen Verbindlichkeiten deutlich auf 400 Tsd. Euro gesenkt werden.
Die Steuern verringerten sich um 4 Mio. Euro auf einen Steuerertrag von 9 Mio. Euro insbesondere aufgrund des deutlichen Rückgangs des Ergebnisses vor Steuern und eines Steuerertrages für frühere Jahre.
Krankenversicherung: Gutes Wachstum verbunden mit einem deutlichen Ergebnisanstieg
Segment Krankenversicherung
| Mio. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Gebuchte Bruttobeiträge | 2.196 | 2.091 |
| Verdiente Beiträge f.e.R. | 2.195 | 2.090 |
| Kapitalanlageergebnis | 382 | 143 |
| Versicherungsleistungen f.e.R. | -2.283 | -1.983 |
| Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f.e.R. | -239 | -202 |
| Sonstige Aufwendungen / Erträge | -24 | -32 |
| Finanzierungsaufwendungen | -1 | -1 |
| Steuern | -7 | -16 |
| Segmentergebnis | 23 | 0 |
| Neugeschäft (Annual Premium Equivalent) | 120 | 110 |
| Kapitalanlagebestand | 10.209 | 9.138 |
| Schadenquote | 82,1 % | 80,9 % |
| Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in % der Bruttobeiträge | 10,9 % | 9,7 % |
Trotz der Auswirkungen der Finanzmarktkrise, der deutlich gestiegenen Leistungsauszahlungen sowie höherer sonstiger Aufwendungen, die vor allem durch höhere Abschreibungen auf unverdiente Provisionen und Vorschüsse entstanden, konnte das Segment Krankenversicherung das Geschäftsjahr 2009 insgesamt positiv abschließen. Das Segmentergebnis betrug 23 Mio. Euro nach einem ausgeglichenen Ergebnis in 2008.
Das Neugeschäft gemessen in APE nahm 2009 um 8,5 % auf 120 Mio. Euro Jahresbeitrag zu. Aufgrund der konkretisierten Gesetzeslage zum Wettbewerbsstärkungsgesetz in der zweiten Jahreshälfte 2008 und der schnellen vertrieblichen Umsetzung sowohl im Makler- als auch im Exklusivvertrieb zog der Neuzugang im letzten Quartal 2008 deutlich an. Viele Neukunden entschieden sich noch für die attraktiven und zielgruppenspezifischen Produkte der alten Tarifgeneration, die aufgrund der seit dem 1. Januar 2009 möglichen Mitnahme der Alterungsrückstellung einen Preisvorteil von 10 bis 15 % gegenüber der neuen Tarifgeneration aufwiesen. Da der Versicherungsbeginn vielfach im Jahr 2009 lag, wurde dieser Neuzugang teilweise auch für 2009 erfasst. Der Maklervertrieb wuchs weiter deutlich mit 13 % im Neugeschäft, der Exklusivvertrieb legte um 5 % zu.
Durch die insgesamt gute Neugeschäftsentwicklung konnte AXA in der Krankenversicherung wieder ein deutliches, über dem Marktdurchschnitt liegendes Beitragswachstum erzielen. Zudem hat sich im ersten vollen Geschäftsjahr nach der Fusion der AXA Krankenversicherung AG mit der DBV-Winterthur Krankenversicherung AG die Bestandsfestigkeit weiter deutlich erhöht. Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen erhöhten sich im Berichtsjahr um 5 % auf 2,2 Mrd. Euro. Durch die hohe Serviceorientierung sowie die ausgezeichneten zielgruppenspezifischen Versicherungslösungen konnte auch im Jahr nach der Verschmelzung der beiden Krankenversicherer der Kundenkreis weiter ausgebaut werden, im Bereich der Vollversicherten um mehr als 18 Tsd. Personen auf 725 Tsd. vollversicherte Personen.
Das Kapitalanlageergebnis erhöhte sich um 239 Mio. Euro auf 382 Mio. Euro, da im Vorjahr aufgrund der Entwicklung auf den Kapitalmärkten in Folge der Immobilienkrise in den USA außerordentliche Abschreibungen vorgenommen wurden.
Der Bestand an Kapitalanlagen stieg im Jahr 2009 um 11,7 % auf 10,2 Mrd. Euro.
Die Versicherungsleistungen für eigene Rechnung erhöhten sich um 15,1 % auf 2,3 Mrd. Euro insbesondere durch die Entwicklung des Kapitalanlageergebnisses und der dadurch gestiegenen Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Zudem stiegen die Leistungsauszahlungen gegenüber dem Vorjahr an.
Die Schadenquote - berechnet nach der Formel des Verbandes der privaten Krankenversicherer -stieg durch die Dotierung der Deckungsrückstellung und die stärker als die Beiträge gestiegenen Leistungsauszahlungen um 1,2 Prozentpunkte auf 82,1 %.
Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen um 18,3 % auf 239 Mio. Euro. Neben der positiven Neugeschäftsentwicklung und dem damit einhergehenden Bestandswachstum führte auch die Neugestaltung der Vertriebsvergütungen mit den Konzerngesellschaften zu einem deutlichen Anstieg der Abschluss- und Bestandspflegeprovisionen. Hier waren die Abkommen der ehemaligen DBV-Winterthur Krankenversicherung und der "alten" AXA Krankenversicherung harmonisiert worden. Die reinen Verwaltungskosten stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 2,5 %; ihr Anstieg lag damit deutlich unter dem Beitragswachstum von 5 %.
Die Steuern lagen mit 7 Mio. Euro um 9 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.
AXA Bank
| AXA Bank | 2009 Mio. Euro |
2008 Mio. Euro |
||
|---|---|---|---|---|
| Kapitalanlageergebnis | 59 | 53 | ||
| Sonstige Erträge | 24 | 21 | ||
| Sonstige Aufwendungen | -90 | -78 | ||
| Steuern | 2 | 0 | ||
| Segmentergebnis | -5 | -4 | ||
| Cost-Income Ratio | 131,7 % | 121,1 % | ||
| Forderungen an Kunden | 440 | 460 | ||
| Kundeneinlagen | 690 | 913 | ||
| Vermögensmanagement | 87 | 105 | ||
| Depotverwaltung | 207 | 212 |
Die AXA Bank erzielte aus der normalen Geschäftstätigkeit, trotz des positiven Steuereffektes aus der erstmaligen Anwendung der steuerlichen Organschaft mit der Konzern AG, aufgrund höherer Verwaltungskosten und einem Anstieg der Risikovorsorge ein negatives Segmentergebnis von 5 Mio. Euro. Die AXA Bank ist Bestandteil des Vorsorge- und Vermögensmanagements des AXA Konzerns und Plattform für die vom deutschen AXA Konzern angebotenen Bankprodukte. Im Berichtsjahr hat die Bank ihre Strategie hin zu der Gewinnung von vermögenden Privatkunden und der damit verbundenen Beratung der Kunden in Anlageprodukten weiterverfolgt.
Das Kapitalanlageergebnis lag mit 59 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau. Ein rückläufiges Ergebnis im Baufinanzierungsbereich sowie geringere Zinserträge aus Privatdarlehen aufgrund einer unterjährigen Konditionsanpassung konnte insbesondere durch gestiegene Margenerträge bei der Anlage von liquiden Mitteln aus dem Kundeneinlagengeschäft am Geldmarkt kompensiert werden. Der Anstieg in den sonstigen Erträgen resultiert im Wesentlichen aus den leicht gestiegenen Provisionen im Investmentgeschäft sowie einmaligen Provisionserträgen in Folge der Verschmelzung der AXA Bank mit der DBV Vermittlungsgesellschaft mbH für Versicherungen und Vermögensbildung, Offenbach am Main. Die sonstigen Aufwendungen lagen mit 90 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg resultiert aus höheren Zinsaufwendungen bedingt durch höhere Kundeneinlagen im konto360°sowie höheren Verwaltungsaufwendungen. Insgesamt verschlechterte sich dadurch die Cost-Income Ratio gegenüber dem Vorjahr von 121,1 % auf 131,7 %. Mit der Cost-Income Ratio messen wir unseren operativen Erfolg aus dem Bankgeschäft. Dabei wird insbesondere der im Geschäftsjahr angefallene Verwaltungsaufwand ins Verhältnis zu den wesentlichen Ertragsgrößen der AXA Bank wie dem Zins- und Provisionsüberschuss gesetzt.
Zum Jahresende 2009 beliefen sich die Forderungen an Kunden auf 440 Mio. Euro (2008: 460 Mio. Euro). Die Forderungen bestehen im Wesentlichen mit 254 Mio. Euro (2008: 271 Mio. Euro) aus Immobilienkrediten. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist auf eine verhaltene Nachfrage nach Wohnungsbaukrediten zurückzuführen. Die von der Bank vergebenen Privatdarlehen in Höhe von 57 Mio. Euro (2008: 57 Mio. Euro) sowie Policendarlehen in Höhe von 137 Mio. Euro (2008: 139 Mio. Euro) waren leicht rückläufig. Die Kundeneinlagen haben fast ausschließlich kurzfristigen Charakter und lagen zum Jahresende mit 690 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 913 Mio. Euro. Wesentliche Rückgänge waren dabei vor allem im Bereich der Festgelder in Höhe von 389 Mio. Euro zu verzeichnen, die teilweise durch die Zuwächse im Produkt konto360°in Höhe von 277 Mio. Euro kompensiert werden konnten. Die fondsgebundene Vermögensverwaltung sank um 16,8 % auf 87 Mio. Euro; im klassischen Depotgeschäft ermäßigten sich die verwalteten Bestände um 2,3 % auf 207 Mio. Euro.
Holding Gesellschaften
| Holding | 2009 Mio. Euro |
2008 Mio. Euro |
|---|---|---|
| Kapitalanlageergebnis | 40 | 23 |
| Sonstige Erträge / Aufwendungen | -72 | -57 |
| Finanzierungsaufwendungen | 0 | -21 |
| Steuern | 51 | 33 |
| Segmentergebnis | 19 | -22 |
Das Segmentergebnis Holding verbesserte sich nachhaltig um 41 Mio. Euro auf 19 Mio. Euro.
Mit 17 Mio. Euro trug hierzu das auf 40 Mio. Euro gestiegene Kapitalanlageergebnis bei. Davon entfielen 3 Mio. Euro auf das ordentliche Kapitalanlageergebnis. Das Kapitalanlageergebnis ohne Veräußerungsgewinne/Verluste und außerplanmäßige Abschreibungen auf Aktien und Beteiligungen verbesserte sich insbesondere aufgrund eines deutlich verminderten Abschreibungsbedarfs auf Aktien und Beteiligungen um 14 Mio. Euro.
In 2009 lagen keine Finanzierungsaufwendungen mehr vor, da sämtliche Nachrangdarlehen in 2008 abgelöst wurden. Die Ablösung dieser Darlehen wurde überwiegend durch die positive Ergebnisentwicklung der operativen Gesellschaften ermöglicht. Zu Teilen wurden die vorgenannten Nachrangdarlehen jedoch durch sonstige konzerninterne Darlehen ersetzt. Dem im Vergleich zu 2008 um 21 Mio. Euro gesunkenen Finanzierungsaufwand stehen deshalb sonstige Zinsaufwendungen für konzerninterne Verbindlichkeiten gegenüber.
Der Saldo der sonstigen Erträge und Aufwendungen einschließlich der Zinsaufwendungen für die vorgenannten konzerninternen Darlehen erhöhte sich um -16 Mio. Euro. auf -72 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der reduzierten Finanzierungsaufwendungen ergibt sich eine Ergebnisverbesserung von rund 5 Mio. Euro.
Der Steuerertrag erhöhte sich um 18 Mio. Euro auf 51 Mio. Euro. Im Wesentlichen ergibt sich die Abweichung zum Vorjahr aus zwei Gründen. Zum Einen erfolgte in 2009 eine Aktivierung eines steuerlichen Verlustvortrages. Hieraus resultiert in 2009 ein Steuerertrag in Höhe von 45 Mio. Euro. Bedingt durch die Erweiterung des steuerlichen Organkreises der AXA Beteiligungsgesellschaft mbH um den Organkreis der DBV Holding AG konnte der Verlustvortrag als werthaltig angenommen werden. Zum anderen ist der im Jahr 2008 realisierte positive Effekt von 28 Mio. Euro aufgrund des Abschlusses der Betriebsprüfung nicht mehr im Ergebnis des Jahres 2009 enthalten.
Vermögenslage: Kapitalanlagenbestand ist deutlich gewachsen
Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war 2009 geprägt von den weltweit anhaltenden Turbulenzen an den Finanzmärkten und einer starken Rezession. Denn mit dem Konjunktureinbruch im Winterhalbjahr 2008/2009 erreichte die internationale Krise an den Finanzmärkten endgültig die Realwirtschaft. Als Indikator für die gesamtwirtschaftliche Leistung einer Nation spiegelt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) diese Entwicklung wider. Im Jahresdurchschnitt 2009 ging das BIP um 5 % zurück - so stark wie niemals zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Damit war das Jahr 2009 für die deutsche Wirtschaft das schwächste seit der Nachkriegszeit.
Im Gegensatz zur Realwirtschaft war weltweit auf den Aktienmärkten ein deutlicher Aufschwung zu beobachten. So stieg der Deutsche Aktienindex (DAX) im Jahresverlauf 2009 um etwa 1.400 Punkte und näherte sich zum Jahresende wieder der Marke von 6.000 Punkten. Auch die beiden Indices EuroStoxx 50 sowie S&P 500 konnten jeweils um mehr als 20 % zulegen. Diese Entwicklung muss jedoch beobachtet werden, da dies keinesfalls als ein Indiz für den Scheitelpunkt der Finanzmarktkrise gesehen werden kann. Demgegenüber erreichte das Zinsniveau einen historischen Tiefstand, da die Europäische Zentralbank die Zinsen schrittweise bis auf 1 % senkte. Der Zinssatz für 10-jährige Bundesanleihen stieg im Jahresverlauf unter Schwankungen von knapp 3 % auf 3,3 % an.
Der Ölpreis erholte sich analog der Aktienmärkte von 40 US-Dollar/Barrel auf rund 80 US-Dollar/Barrel. Die europäische Gemeinschaftswährung gab in den ersten Monaten des Jahres 2009 deutlich nach, konnte sich dann aber bis Jahresende wieder auf 1,44 Dollar je Euro erholen.
In diesem wechselhaften Umfeld haben die Gesellschaften des AXA Konzerns durch ein ausgewogenes Kapitalanlagenportfolio die an ihre Kunden gegebenen Leistungsversprechen wieder voll erfüllt.
Ziel unserer Kapitalanlagestrategie ist es, durch die Ausrichtung unseres Portfolios einen möglichst guten Abgleich zwischen den Kapitalanlagen einerseits und den unseren Kunden gegebenen Leistungsversprechen andererseits zu erreichen. Darüber hinaus nutzen wir die Chancen der Kapitalmarktentwicklung, um die Gelder des AXA Konzerns zu attraktiven Konditionen zu investieren.
Der Buchwert der Kapitalanlagen des AXA Konzerns - einschließlich der gesondert ausgewiesenen Kapitalanlagen aus den fondsgebundenen Lebensversicherungen in Höhe von 1,8 Mrd. Euro (2008: 1,2 Mrd. Euro) - belief sich Ende 2009 auf 63,6 Mrd. Euro gegenüber 62,4 Mrd. Euro zum vergleichbaren Vorjahreszeitpunkt. Insgesamt dominieren im Kapitalanlagebestand weiter die Rentenpapiere (Renten und Rentenfonds) mit einem Anteil von 75,2 % (2008: 71,9 %).
| Kapitalanlagen: Anteile (IFRS-Buchwerte) (in %) | 2009 | 2008* |
|---|---|---|
| Renten | 75,2 | 71,9 |
| Darlehen/Ausleihungen | 11,7 | 12,5 |
| Aktien und Beteiligungen | 4,5 | 6,0 |
| Fremdgenutzter Grundbesitz | 2,1 | 2,1 |
| Sonstige | 6,5 | 7,5 |
* Für 2008 wurde eine Anpassung der Werte vorgenommen, weil der Teil des Derivatebestandes mit negativen Marktwerten unter der Bilanzposition "Sonstige Verbindlichkeiten" ausgewiesen wurde.
Deutlich erhöhte Neubewertungsrücklage
Der Saldo der unrealisierten Gewinne und Verluste der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere betrug zum Jahresende 749 Mio. Euro (2008: 428 Mio. Euro). Damit ist ein wesentlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 321 Mio. Euro zu verzeichnen. Die unrealisierten Gewinne/Verluste bei den Rentenpapieren erhöhten sich um 135 Mio. Euro auf 247 Mio. Euro per Ende 2009. Bei Aktien und Publikumsfonds wurde ein Anstieg der unrealisierten Gewinne um 154 Mio. Euro auf 444 Mio. Euro verzeichnet. Bei den Derivaten (Cashflow Hedge) sind die unrealisierten Gewinne/Verluste von 26 Mio. Euro im Vorjahr auf 58 Mio. Euro im Jahr 2009 angestiegen.
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren, assoziierten Unternehmen und Sicherungsinstrumenten (Cash Flow Hedges) werden als Bestandteil des Eigenkapitals in der Neubewertungsrücklage erfasst. Unter Berücksichtigung von latenten Rückstellungen für Beitragsrückerstattung und latenten Steuern führte die Veränderung dieser unrealisierten Gewinne und Verluste im Berichtsjahr zu einem hohen Anstieg der Neubewertungsrücklage von 199 Mio. Euro auf 338 Mio. Euro.
Finanzlage: Eigenkapitalbasis unverändert stark
Das Konzerneigenkapital (inklusive Minderheitenanteile) betrug zum 31. Dezember 2009 trotz Finanzmarktkrise weiterhin unverändert rund 3,9 Mrd. Euro. Dabei konnten in 2009 für das Geschäftsjahr 2008 rund 155 Mio. Euro an die Anteilseigner der AXA Konzern AG als Dividende ausgeschüttet werden. Aufgrund versicherungsmathematischer Verluste bei Pensionsverpflichtungen verminderten sich die Gewinnrücklagen um 133 Mio. Euro. Die Neubewertungsrücklage erhöhte sich hingegen aufgrund gestiegener Marktwerte von jederzeit veräußerbaren Wertpapieren. Das im Vergleich zum Vorjahr mit 206 Mio. Euro (2008: 114 Mio. Euro) deutlich gesteigerte Konzernergebnis wirkte sich entsprechend positiv auf das Konzerneigenkapital aus. Aus dem Konzernergebnis 2009 wird in 2010 eine Dividende in Höhe von 205 Mio. Euro gezahlt.
Seit Jahren bringen die führenden Ratingagenturen das stabile finanzielle Fundament des AXA Konzerns in konstant guten Ratings im Bereich AA (sehr stark) zum Ausdruck. Standard & Poor's hat am 30. März 2010 das Insurance Financial Strength Rating für AXA von AA um eine Nuance auf AA-verändert und gleichzeitig den Ausblick von "negativ" auf "stabil" angehoben. Das AA- (sehr stark) der Ratingagentur von Fitch vom 19. März 2009 mit negativem Ausblick und das Aa3 (sehr stark) Insurance Financial Strength Rating der Ratingagentur Moody's Investors Service vom 20. Februar 2009 mit stabilem Ausblick haben nach wie vor ihre Gültigkeit.
Für die Solo-Solvabilität der Einzelgesellschaften wurden alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Die Solvabilitätskennziffern - das Verhältnis der vorhandenen Eigenmittel zu den für den Geschäftbetrieb und den Risiken als mindestens erforderlichen Eigenmitteln - der einzelnen Gesellschaften liegen weit über den Mindestanforderungen. Die Bedeckungssätze für 2009 betragen zwischen 138,7 % und 431,4 % (2008: 136,7 % und 401,7 %).
Die auf Basis des konsolidierten Abschlusses ermittelte so genannte bereinigte Solvabilität 2009 (Gruppensolvabilität) zeigt gemäß den vorläufigen Berechnungen wiederum eine deutliche Überdekkung. Diese beruht im Wesentlichen auf der Anerkennung der Teile des Eigenkapitals, die insbesondere aus der Schwankungsrückstellung resultieren. Nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen besitzt die Schwankungsrückstellung im Gegensatz zu den Rechnungslegungsgrundsätzen nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) den Charakter von Eigenkapital, da die bilanzglättende Funktion von Schwankungsrückstellungen der Darstellung neutraler Informationen widerspricht. Im Unterschied zu der Summe der Eigenmittel aus den Solvabilitätsberechnungen der Einzelgesellschaften ist bei der Berechnung zur Gruppensolvabilität zu berücksichtigen, dass auf Konzernebene gebildete Firmenwerte als immaterielle Vermögensgegenstände vom Konzerneigenkapital abgezogen werden müssen.
Ziel des Projektes Solvency II der EU-Kommission ist es, das Versicherungsaufsichtsrecht auf europäischer Ebene neu und einheitlich zu regeln. Hierzu gehört zum einen die Neuregelung der Solvenzanforderungen auf Basis risikoorientierter Kapitalmodelle (Säule I). Zum anderen wird ein prinzipienbasierter Anforderungskatalog an das Risikomanagement der Versicherungsunternehmen definiert, sodass die neuen Regelungen zur risikobasierten Eigenmittelvorschrift durch qualitative Anforderungen ergänzt werden (Säule II). Darüber hinaus werden Veröffentlichungspflichten definiert (Säule III). Die Solvency II Regelungen sollen voraussichtlich 2013 in Kraft treten. Die nationale Umsetzung von Solvency II wurde bereits durch die zum Jahresbeginn 2008 in Kraft getretene VAG Novelle (§ 64a VAG und § 55c VAG) vorangetrieben. Innerhalb § 64a VAG werden die Komponenten eines angemessenen Risikomanagements definiert. Das Rundschreiben "Mindestanforderungen an das Risikomanagement VA (MaRisk VA)" der BaFin stellt die Durchführungsverordnung des § 64a VAG dar. Mit dem Inkraftsetzen des § 55c VAG haben Versicherungsunternehmen den an den Vorstand gerichteten Risikobericht in gleicher Form und Inhalt der Aufsichtsbehörde vorzulegen.
Derzeit entwickelt die AXA Gruppe ihr internes Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung derart weiter, damit dieses den Anforderung unter Solvency II genügt und als internes Modell zertifiziert werden kann. Neben den Anforderungen aus Säule I bereitet sich die AXA Deutschland derzeit ebenfalls intensiv auf die Anforderung aus Säule II und Säule III vor. Zur Umsetzung der Anforderungen durch Solvency II wurde bereits in 2008 ein Projekt gestartet, welches zum Ziel hat, ab 2013 als AXA-Gruppe sowie als AXA Deutschland durch die Aufsichtsbehörden zur Verwendung des internen Modells zertifiziert zu sein.
Die Liquiditätsplanung ist in unserem Konzern fest etabliert und spielt eine bedeutende Rolle bei der Liquiditätssteuerung innerhalb des Unternehmens. Zweimal jährlich findet eine mittelfristige Drei-Jahres-Liquiditätsplanung statt, die die Basis für die laufende Liquiditätsprognose bildet. Die laufende Liquiditätsprognose findet zum jeweiligen Monatsende für die nächsten zwölf Monate statt. Eventuell auftretender Liquiditätsbedarf wird konzernintern zur Verfügung gestellt.
Bezüglich der Analyse der Kapitalflussrechnung verweisen wir auf die Seiten 77 und 78.
Mitarbeiter: Stabile Beschäftigungszahlen und Investitionen in die Zukunft
Per 31. Dezember 2009 waren 11.483 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2008: 11.668) für den AXA Konzern tätig. Die natürliche Fluktuationsrate lag mit 3 % (Vorjahr 3,3 %) erstmals wieder etwas unter dem Wert der Vorjahre. Sie ist noch immer integrationsbedingt beeinflusst - bereinigt man die Quote von 3 % statistisch um diesen Sondereffekt, dann ergibt sich eine bereinigte Quote von lediglich 2,5 %.
Zum Jahresende beschäftigte der AXA Konzern darüber hinaus 581 Auszubildende (2008: 498). Allein im abgelaufenen Jahr 2009 wurden 235 Azubis eingestellt; im Jahresdurchschnitt waren 466 Auszubildende für das Unternehmen tätig, die Übernahmequote nach Abschluss der Ausbildung betrug 84,3 % und war somit nur unerheblich niedriger als im Vorjahr (85 %). Zudem bot der AXA Konzern 236 Praktikanten und Stipendiaten die Möglichkeit, wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln.
Der AXA Konzern betrachtet seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als wertvollste Ressource und legt daher großen Wert auf deren kontinuierliche Weiterbildung und Entwicklung. Im Bereich der Personalentwicklung sind besonders die sogenannten Förderkreise hervorzuheben, deren Ziel nicht nur die Förderung einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist, sondern auch der Austausch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie die Bearbeitung strategisch wichtiger Fragestellungen.
Die zwölf am Konzernförderkreis (KFK) "2008-2010" teilnehmenden Führungskräfte haben sich erfolgreich dem Thema "Nachhaltiges Wachstum im gesättigten SUHK-Privat-Markt" (SUHK: Sach-, Unfall-, Haftpflicht- und Kraftfahrtversicherungsgeschäft für Privatkunden) gewidmet. Ergebnis ist u.a. eine Ergänzung der Segmentstrategie um Kundenansprache bei Freizeitaktivitäten in sogenannten Communities, konkretisiert am Beispiel einer Hochzeitsversicherung.
Ebenfalls auf etwa zwei Jahre angelegt ist auch der Nachwuchsförderkreis (NFK), der leistungsstarken Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ohne Führungserfahrung eine Plattform zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung bietet. Hier haben sich zehn Teilnehmer des NFK 2008-2010 in den vergangenen beiden Jahren intensiv mit dem Ausbau des Kollektivgeschäfts der AXA Krankenversicherung, insbesondere mit der Entwicklung eines arbeitgeberfinanzierten Krankheitskostenzusatzprodukts, beschäftigt. Das Ergebnis ist ,FlexMed', ein Krankenversicherungsprodukt für Firmenkunden, durch das Mitarbeiter die Leistungen einer privaten Krankenversicherung erhalten und das AXA als Pilotkunde ausgewählten Mitarbeitern für jeweils fünf Jahre arbeitergeberfinanziert bereits anbietet.
Neben der Projektarbeit wurden für Teilnehmer des NFK und des KFK individuell konzipierte Seminare und Trainings durchgeführt sowie Expertenvorträge zu aktuellen Konzernthemen organisiert. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmer kontinuierlich individuelles Feedback. Bei der Auswertung aller bisher durchgeführten Nachwuchs- und Konzernförderkreise lässt sich generell feststellen, dass etwa die Hälfte aller KFK-Teilnehmer und rund zwei Drittel der NFK-Teilnehmer eine weiterführende Aufgabe übernommen haben.
Neben den bereits etablierten Kreisen KFK und NFK wurde das Förderkreisangebot im Jahr 2009 um ein wichtiges Element ergänzt: Im November 2009 startete der Potenzialkreis Hauptverwaltung, der sich - ähnlich wie die bereits 2008 gestarteten Regionen-Potenzialkreise - an Potenzialträger richtet, die noch am Anfang ihrer Karriere bei AXA stehen. Ziel dieses ebenfalls ressortübergreifenden, einjährigen Programms ist es, die Teilnehmer durch Trainings, Projektarbeit und individuelle Feedbacks früh beim Ausbau ihrer persönlichen, methodischen, unternehmerischen und sozialen Kompetenzen zu unterstützen und Projektmanagementskills zu entwickeln. Die 13 Teilnehmer des Potenzialkreises HVw 2009-2010 bearbeiten derzeit das Thema "Neuausrichtung der Gebietsdirektion Innen" und unterstützen so wichtige strategische Konzerninitiativen.
Zusammenfassend betrachtet bewähren sich die Förderkreise nicht nur als effektive Entwicklungsmaßnahme, sondern auch als kreativer Produktentwicklungspool.
Neben den Förderkreisen bietet der AXA Konzern mit dem Vorstandsassistenten-Programm zwölf jungen Nachwuchsführungskräften die Möglichkeit, während der zweijährigen Assistenzzeit den jeweiligen Vorstand bei seinen Aufgaben zu unterstützen. Ergänzt wird diese Tätigkeit durch zahlreiche Informationsveranstaltungen und Seminare sowie einer Vertriebshospitation. So soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit gegeben werden, über das eigene Ressort hinaus unterschiedliche Konzernbereiche und Ressorts näher kennenzulernen.
Die Förderkreise sowie das Vorstandsassistenten-Programm ermöglichen also die gezielte Förderung von Management-Potenzial und sichern somit den langfristigen Erfolg der AXA.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind, wie bereits erwähnt, die wertvollste Ressource der AXA. Daher ist es uns wichtig, solche Rahmenbedingungen zu bieten, die es Mitarbeitern ermöglichen, Familie und Beruf vereinbaren zu können. AXA hat auch im vergangenen Jahr eine Reihe von Maßnahmen und Programmen gestartet, um Erleichterungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Familie anzubieten: So wurde in der Hauptverwaltung ein Büro eingerichtet, das einen Arbeitsplatz und Spielmöglichkeiten für (Klein-)Kinder kombiniert. Sollte also die Betreuung für den Nachwuchs kurzfristig ausfallen, ist es durch dieses besondere Büro möglich, die Aufsicht über das Kind mit der eigenen Arbeit zu kombinieren.
Für den Fall, dass nicht die Betreuung ausfällt, sondern das Kind erkrankt, wurde ein Laptop-Pool eingerichtet, sodass Eltern ihre Aufgaben in Telearbeit zu Hause erledigen können.
AXA bietet außerdem für Mitarbeiter-Kinder Plätze für ein Ferienprogramm während der Schulferien in Kooperation mit der AWO (Kids@AXA). Diese bietet über AXA konzernweit nicht nur schnelle und professionelle Unterstützung und Beratung bei der Organisation qualifizierter Kinderbetreuung an (z. B. Tagesmütter, Au-Pairs, Kindernotfallbetreuung), sondern hilft auch bei der Organisation von Familien- und Pflegeleistungen für ältere und pflegebedürftige Angehörige. Hierbei können Beratungs- und Vermittlungsleistungen von den Mitarbeitern kostenlos in Anspruch genommen werden. Bei der Kindernotfallbetreuung übernimmt AXA sogar die Betreuungskosten für maximal fünf Tage pro Jahr und Kind.
Mit der jährlich stattfindenden Mitarbeiterbefragung Scope und ihren fast 100 Fragen zu Themen wie Arbeitszufriedenheit, Unternehmensführung und -kultur verfügt AXA über ein exzellentes Instrument, die Meinungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter detailliert zu erfahren. Mit Blick auf das unverändert arbeitsintensive Jahr 2009 und in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld waren die diesjährigen Scope-Ergebnisse wieder überwiegend sehr erfreulich: Dies zeigt sich nicht nur in der um einen Prozentpunkt auf 76 % gestiegenen Beteiligungsquote, sondern vor allem im wichtigen Indikator ,Mitarbeiter-Engagement', der mit 78 % nicht nur stabil gegenüber dem Vorjahr blieb, was angesichts der durchaus gestiegenen Arbeitsbelastung und besonderer fusionsbedingten Herausforderungen ein großartiges Ergebnis ist, sondern auch zwei Prozentpunkte über dem Gruppendurchschnitt lag. Auch im Hinblick auf externe Benchmarks schneidet AXA besser ab als deutsche Vergleichsunternehmen. Es gab insbesondere eine deutliche Steigerung bei der Zufriedenheit mit der Entlohnung, und unverändert sind 95 % der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereit, sich überdurchschnittlich für den Erfolg des Unternehmens einzusetzen. Kein Wunder also, dass 81 % der Belegschaft AXA als guten Arbeitgeber weiterempfehlen würden.
Im Rahmen des AXA Shareplans können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits seit 1998 jedes Jahr zu günstigen Konditionen AXA Aktien erwerben und profitieren auf diese Weise direkt vom Unternehmenserfolg. In 2009 war die Beteiligung zwar konzernweit mit 2.964 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geringer als im Vorjahr (3.437), jedoch steigerte sich die durchschnittliche Investition der Mitarbeiter deutlich von 1.389 auf 1.510 Euro. Die Teilnehmer investierten damit insgesamt 4.475.850 Euro in den AXA Shareplan und drückten somit ihr Vertrauen in den künftigen Unternehmenserfolg aus. Dies ist angesichts der noch immer anhaltenden Finanzmarktkrise ein hervorragendes Ergebnis und ein unverändertes Zeichen, dass die Belegschaft auch in schwierigen Zeiten an den Erfolg der AXA glaubt.
Dass AXA ein hervorragender Arbeitgeber ist, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen der Mitarbeiterbefragung zum Arbeitgeberwettbewerb "Deutschlands beste Arbeitgeber 2010" eindeutig zum zweiten Mal bestätigt: Nach dem großen Erfolg im Vorjahr, als AXA auf Anhieb in der Kategorie der Unternehmen mit über 5.000 Mitarbeitern als bestplatzierter Finanzdienstleister den fünften Platz erreichte, konnte das Ergebnis nun sogar verbessert werden: In Anwesenheit von Bundesarbeitsministerin von der Leyen wurde Ende Februar 2010 in Berlin bekanntgegeben, dass AXA den dritten Platz der besten Arbeitgeber in Deutschland in der oben genannten Kategorie belegt.
Das mit dieser Platzierung verbundene Gütesiegel "Beste Arbeitgeber 2010" steht für eine glaubwürdige, respektvolle und faire Zusammenarbeit des Managements mit den Beschäftigten, für eine hohe Identifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrer Tätigkeit und für einen starken Teamgeist im Unternehmen. Durchgeführt wird die jährliche Studie und der Wettbewerb "Deutschlands beste Arbeitgeber" vom Great Place to Work Institute Deutschland in Kooperation mit der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Neben AXA hatten sich weitere 235 Unternehmen aller Größen und Branchen einer unabhängigen Untersuchung ihrer Qualität und Attraktivität als Arbeitgeber gestellt. Über 50.000 Beschäftigte wurden dabei anonym zu zentralen Arbeitsplatzthemen wie Qualität der Führung, Zusammenarbeit, beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten und Arbeitszufriedenheit befragt. Zusätzlich wurden die Maßnahmen und Konzepte der Personalarbeit des Unternehmens bewertet.
Auch das Jahr 2009 stand noch im Zeichen der Integration der DBV-Winterthur. Nachdem die rund 1.884 Mitarbeiter in Wiesbaden bis auf drei Einzelfälle ihrer jeweiligen personellen Maßnahme zugestimmt haben, kann die personalseitige Integration der Kollegen aus der DBV-Winterthur als sehr erfolgreich abgeschlossen betrachtet werden.
Daher gab es nach dem Abschluss Ende Mai noch einmal einen letzten sog. Puls-Check (Mitarbeiterbefragung zum Erleben des Integrationsprozesses), um zu erfahren, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Integrationsprozess im Rückblick erlebt haben. Die Beteiligung mit einer Rücklaufquote von 22 % und über 850 Kommentaren war noch einmal hoch und offenbarte die unverändert hohe Bereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich mit ihrer Arbeit überdurchschnittlich für den Erfolg von AXA einzusetzen. Mit gut 75 % positiven Antworten blieben die Ergebnisse des Puls-Checks erfreulicherweise auf einem hohen Niveau.
In den vergangenen zwei Jahren kamen so in insgesamt zwölf Puls-Check-Befragungen zur Integration über 33.000 Antworten und fast 10.000 Kommentare auf die offenen Fragen zusammen. Diese zahlreichen Anregungen haben entschieden dazu beigetragen, viele teils sehr konkrete Verbesserungsmaßnahmen zu identifizieren und umzusetzen.
Auch in punkto Systemmigration wurde ein Erfolg erzielt: Mit dem plangemäß verlaufenen Integrationswochenende P2 konnten die DBV-Winterthur-Systeme mit der AXA Systemwelt zusammengeführt werden. Auch wenn nach P2 einiger Aufwand in die Stabilisierung der zusammengeführten Systemlandschaft gesteckt werden musste: Mit P2 haben mehr als 1.000 Mitarbeiter vollen Einsatz bewiesen und das bislang größte Release in der Geschichte von AXA und eines der größten Release in der deutschen Versicherungs-IT durchgeführt. Auch auf die Leistung der hieran beteiligten Mitarbeiter sind wir stolz.
Der AXA Konzern hat in 2009 seine Beitragseinnahmen erhöhen und das Konzernergebnis deutlich steigern können. Dieses vor allem in Anbetracht des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds hervorragende Ergebnis wäre ohne das große Engagement und die hohe Leistungsfähigkeit der Belegschaft nicht möglich gewesen. Daher gilt unser besonderer Dank unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich durch Flexibilität, Kollegialität und hohen Arbeitseinsatz auszeichnen, und die nicht nur, wie Scope zeigt, stolz sind, für AXA zu arbeiten, sondern auf die auch AXA sehr stolz sein kann.
Der Dank gilt ferner den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für ihre unverändert engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sich auch in diesem Jahr erneut als sehr konstruktiv erwiesen hat. Wir sind daher fest überzeugt, dass wir die zukünftigen Herausforderungen gemeinsam erfolgreich meistern werden.
Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Straßenverkehrssicherheit: AXA klärt auf und belohnt umsichtiges Fahren
Seit Jahren engagiert sich AXA auf verschiedenen Ebenen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Gemeinsam mit der Schwestergesellschaft AXA Winterthur in der Schweiz werden jährlich vor einem Fachpublikum Live-Crashtests durchgeführt, um gezielt auf Verbesserungspotenzial bei der Sicherheit von Verkehrsteilnehmern hinzuweisen. Mit speziellen Tarifmerkmalen in der Kraftfahrtversicherung schafft AXA zudem finanzielle Anreize für mehr Sicherheit auf Deutschlands Straßen. Belohnt werden zum Beispiel junge Fahrer, die keine Punkte in Flensburg haben - denn Studien zeigen, dass es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Punktestand und der Unfallwahrscheinlichkeit gibt.
Bereits zum zweiten Mal hat die AXA Gruppe 2009 mit dem Verkehrssicherheits-Report eine länderübergreifende, repräsentative Studie zur Verkehrssicherheit vorgelegt. Europaweit befragte das von AXA beauftragte Marktforschungsinstitut Ipsos über 8.000 Autofahrer aus Belgien, Deutschland, Spanien, Irland, Italien, Luxemburg, Portugal, Schweiz, Großbritannien und Frankreich, davon 800 aus Deutschland. Die Studie liefert wichtige Erkenntnisse über Einstellungen und Verhaltensweisen von Fahrern und informiert über Produkte und Initiativen zur Verkehrssicherheit.
Mit der Unterzeichnung der Europäischen Charta für Straßenverkehrssicherheit im März 2010 hat die AXA Deutschland ein weiteres Zeichen für ihr großes Engagement auf diesem Gebiet gesetzt. AXA verpflichtet sich damit, für die nächsten zwei Jahre einen konkreten Beitrag für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu leisten. Die Europäische Charta für Straßenverkehrssicherheit ist eine europäische partizipatorische Plattform, der Unternehmen, Verbände, Forschungseinrichtungen und Behörden angehören. Ihr Ziel ist es, zur Reduzierung der Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr beizutragen.
AXA auf dem Weg zum Arbeitgeber erster Wahl
Analog zur Strategie, Unternehmen erster Wahl zu werden, bemüht sich der AXA Konzern darum, einer der attraktivsten Arbeitgeber zu werden. Im Jahr 2009 nahm der AXA Konzern zum zweiten Mal am bundesweiten Wettbewerb "Deutschlands Beste Arbeitgeber 2010" des Great Place to Work Institutes teil. Bei der Preisverleihung im Februar 2010 in Berlin belegte AXA in der Kategorie der Arbeitgeber mit über 5.000 Mitarbeitern Platz 3. Damit konnte sich der Konzern gegenüber dem Vorjahr um zwei Plätze verbessern (siehe auch Seite 32).
Berliner Erklärung: AXA stellt sich auf die Anforderungen und Bedürfnisse der älter werdenden Gesellschaft ein
Es gehört zum Selbstverständnis des Konzerns, unternehmerisch verantwortungsvoll zu handeln -gegenüber Kunden, Mitarbeitern, Vertriebspartnern, Aktionären, Lieferanten, der Umwelt und der Gesellschaft. AXA hat zusammen mit sechs weiteren Unternehmen in Anwesenheit der damaligen Familienministerin Ursula von der Leyen im Mai 2009 eine Selbstverpflichtung zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung unterschrieben. Mit der "Berliner Erklärung" verpflichten sich AXA und andere Unternehmen wie zum Beispiel die Galeria Kaufhof, Pfizer Deutschland GmbH und der TÜV Rheinland sowie Institutionen wie der Internationale Bustouristikverband RDA und der Berufsverband Deutscher Soziologen dazu, aktiv für die Gestaltung des demografischen Wandels einzutreten und zukünftig verstärkt Produkte und Dienstleistungen für die Ansprüche der älter werdenden Gesellschaft in Deutschland zu entwickeln.
Bereits 2008 führte AXA mit plan360°Ruhestand einen Beratungsansatz ein, der allen, die zur Zielgruppe 50plus gehören, Orientierung bei der Planung des Ruhestands gibt. Grundlage sind dabei Lösungen für die lebenslange Absicherung des Einkommens, den Pflegefall sowie eine bedarfsgerechte Vermögensanlage. Darüber hinaus berücksichtigt die umfassende Beratung auch wichtige Themen wie beispielsweise Patientenverfügungen, Pflegeversicherung oder Erben und Vererben und bietet dazu aktuelle und verständliche Informationen.
AXA von Herz zu Herz: Mit Engagement für mehr Menschlichkeit und Solidarität
Mehr als 700 registrierte ehrenamtliche Helfer und viele weitere Mitarbeiter an allen AXA Standorten in Deutschland unterstützen den im Jahr 2000 gegründeten Verein AXA von Herz zu Herz mit großem persönlichem Einsatz. Dabei steht nicht die finanzielle Förderung von Verbänden, Projekten und Institutionen im Vordergrund, sondern die aktive, wirksame und nachhaltige Hilfe für sozial benachteiligte und kranke Mitmenschen. Der Verein vermittelt freiwillige Helfer in soziale Institutionen, unterstützt sie logistisch und kommt für die aus der Aktion entstehenden Kosten auf. Rein finanzielle Unterstützung wird nur in Ausnahmefällen gewährt. Einer dieser Ausnahmefälle war die im Januar 2010 ins Leben gerufene Spendenaktion zum Wiederaufbau eines Waisenhauses nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti, bei der die Mitarbeiter des Konzerns mehr als 168.000 Euro spendeten.
Risiken der zukünftigen Entwicklung
Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken und die künftige Entwicklung des AXA Konzerns allein unsere Annahmen und subjektiven Ansichten zum Ausdruck.
Wie vom Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) gefordert, verfügen wir über ein Risikomanagementsystem, "damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden".
Als Risiko wird gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen (MaRisk VA) die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungs-Standards zur Risikoberichterstattung (DRS 5-20) ein, innerhalb dessen Risiken als negative künftige Entwicklung der wirtschaftlichen Lage im Vergleich zur Situation am Bilanzstichtag definiert sind. Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:
| ― | versicherungstechnische Risiken, |
| ― | Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, |
| ― | Risiken aus Kapitalanlagen, |
| ― | operationale und sonstige Risiken |
Im Folgenden werden unsere Organisationseinheiten des Risikomanagements und der Risikomanagementprozess aufgezeigt. Darüber hinaus wird unsere Risikosituation insbesondere entsprechend dem Deutschen Rechnungslegungsstandard zur Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen (DRS 5-20) und den International Financial Reporting Standards 4 und 7 (IFRS 4 und 7) dargestellt.
Organisationseinheiten des Risikomanagements
Aufgrund der Komplexität des Versicherungsgeschäfts ist die Risikomanagement-Funktion des AXA Konzerns auf verschiedene Organisationseinheiten und Gremien verteilt. Kontrollgremien sind der Aufsichtsrat und das Audit Committee als den Vorstand überwachende Organe. Das Risikokomitee als Gremium des Gruppenvorstandes ist zuständig für die risikopolitische Ausrichtung des AXA Konzerns sowie die Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung. Darüber hinaus existiert die Risikorunde als zentrales Kommunikationsgremium für Risikothemen auf Geschäftsbereichsebene und das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium für Themen zu Compliance- und operationalen Risiken. Zusätzlich werden risikorelevante Themen in diversen Spezialgremien, wie z. B. dem Business Continuity Management Committee und Asset Liability Committee, besprochen.
Zur Risikomanagement-Funktion gehörende Organisationseinheiten sind
| ― | der Bereich Value & Risk Management (zentrales Risikomanagement), |
| ― | die Risikoverantwortlichen für die Steuerung und Kontrolle der Risiken in ihrem jeweiligen Unternehmensbereich (dezentrales Risikomanagement), |
| ― | der dezentrale Risikomanager pro Ressort für die Koordination aller risikorelevanter Themen innerhalb des Ressorts und |
| ― | die Verantwortlichen Aktuare sowie |
| ― | die Interne Revision als unabhängige Prüfinstanz. |
Der Chief Risk Officer der AXA Deutschland stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch regelmäßige Berichterstattung an das Risikokomitee innerhalb der Gremiensitzungen bzw. ad-hoc sicher.
Risikomanagementprozess
Das Risikomanagement des AXA Konzerns erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess des AXA Konzerns setzt sich aus Risikoidentifikation, Analyse und Bewertung, Risikosteuerung und Überwachung sowie Risikokommunikation/Berichterstattung zusammen.
Risikoidentifikation: Die vollständige Erfassung aller Risiken erfolgt in Form von Risikopolicen. Hierbei werden die identifizierten wesentlichen Risiken inkl. deren aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen dokumentiert. Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der mindestens quartalsweise stattfindenden Risikogremiensitzungen, durch die Aktualisierung der Risikopolicen und im Rahmen der strategischen Planung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der ad-hoc Berichterstattung direkt an das zentrale Risikomanagement. Risiken neuer Kapitalmarkt- und Versicherungsprodukte werden im Rahmen des standardisierten Product Approval Process (PAP) von dem Bereich Value & Risk Management unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationaler Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und des Top Managements und einer Bewertung von den jeweiligen operativen Ansprechpartnern.
Risikoanalyse und Bewertung: Alle wesentlichen quantifizierbaren Risiken im Sinne des Solvency II Ansatzes werden mit Hilfe der Methodik des ökonomischen Risikokapitalmodells bewertet. Für alle anderen wesentlichen Risiken erfolgt eine qualitative Einschätzung und zum Teil eine quantitative Bewertung außerhalb des Risikokapitalmodells.
Risikosteuerung: Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung von konkreten Maßnahmen zur Bewältigung der Risikosituation des AXA Konzerns zusammengefasst. Dazu zählen Risikovermeidung, - minderung, -absicherung/-weitergabe und Tragen/bewusste Inkaufnahme. Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risikos/Ertragsprofils sowie Beachtung der Risikotragfähigkeit bzw. der Bereitschaft des Vorstandes, bestimmte Risiken zu übernehmen.
Risikoüberwachung und Kommunikation: Die Risikoüberwachung erfolgt im Rahmen des Risikomanagements, z. B. durch Nachverfolgung von Frühwarnindikatoren. Neben der Ergebnisberichterstattung des ökonomischen Risikokapitals wird auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht verfasst, der den Vorständen der Versicherungsgesellschaften vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das Audit Committee und die Aufsichtsbehörde übermittelt wird. Zusätzlich sind sofortige Berichterstattungspflichten, bspw. bei Erreichen definierter Schwellenwerte, implementiert. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des quartalsweise tagenden Risikokomitees besprochen, die zuvor innerhalb der ebenfalls quartalsweise stattfindenden Risikogremiensitzungen Risikorunde und Compliance and Operational Risk Committee diskutiert worden sind.
Versicherungstechnische Risiken
Schaden- und Unfallversicherung
Der AXA Konzern betreibt im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft insbesondere die Sparten Kraftfahrt-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach-, Transport- und Luftfahrtversicherung. Diese werden im direkten wie auch teilweise im indirekten Geschäft gezeichnet.
Die primären Risiken aus der Schaden- und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr sind das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko. Ferner besteht in der Unfallversicherung noch das Zinsgarantierisiko.
Prämien- und Schadenrisiko
Unter dem Prämien-/Schadenrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen. Daher ist die AXA in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation kurzfristig anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird durch Beitragsanpassung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption und durch vertraglich festgelegte Beitragsanpassungsklauseln risikoadäquat gehalten.
Die Risikosteuerung der AXA erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt. Die Rückversicherung orientiert sich an den unterschiedlichen Brutto-Kapazitäten der Sparten. Großrisiken und Kumulexposure werden auf vertraglicher Basis rückversichert. Ausnahmeakzepte innerhalb der Zeichnungskapazitäten der Sparten, die außerhalb der obligatorischen Rückversicherungskapazitäten liegen, werden durch Einzelrückversicherung rückgedeckt. Im Rahmen eines in 2007 neu eingeführten Rückversicherungskonzepts hat die AXA Versicherung einen Quoten-Rückversicherungsvertrag über ihr Privat-Kraftfahrt-Versicherungsgeschäft abgeschlossen. Das übernommene Risiko wurde vom Rückversicherer anschließend über eine Verbriefung am Kapitalmarkt platziert. Zur Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treibern werden stochastische Szenarien verwendet.
Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien-/Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch durch Ereignisse wie z. B. Naturkatastrophen, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen. Neben Naturkatastrophen können auch durch Menschen verursachte Schadenereignisse, wie zum Beispiel Terroranschläge, hohe Großschäden hervorrufen. Zusätzlich könnte der Trend zu höheren Schadenersatzansprüchen in der Haftpflichtversicherung, zum Beispiel bei neu aufkommenden Risiken, Veränderungen der Rechtslage bzw. im Verhalten der Marktteilnehmer oder Umweltschäden, den durchschnittlichen Schadenaufwand erhöhen.
Zur Bewertung dieser Risiken führen wir eine Kumulkontrolle durch, in der durch regelmäßige Erhebungen aus den Datenbankbeständen die genauen Kumulwerte (pro Sparte wie auch spartenübergreifend) ermittelt werden. Diese Werte werden unter Berücksichtigung echter Schadenszenarien der Vergangenheit zu möglichen künftigen Szenarien modelliert (z. B. Sturm, Flut, Erdbeben). Zur Reduktion des Großschadenrisikos wird der entsprechende Rückversicherungsbedarf ermittelt und eingekauft. Durch gute geografische Diversifikation und Zeichnungsverbote für bestimmte Risiken bzw. Regionen wird das Risiko weiter minimiert. Insgesamt ist somit sichergestellt, dass Einzelrisiken sowie Kumulrisiken gleichermaßen beherrscht werden.
Selbstverständlich wird auch die Entwicklung in Untersegmenten analysiert. Beispielsweise liegt ein besonderes Augenmerk auf der Entwicklung der Schadenquoten in der Arzt-Haftpflichtversicherung. Die hier vorliegenden neuen Erkenntnisse ergeben, dass sehr wahrscheinlich ein trendartiger Schadenanstieg in Folge der Veränderung der Rechtslage bzw. im Verhalten der Marktteilnehmer unterstellt werden kann. Die AXA Versicherung hat den Tarif entsprechend angepasst und stellt die betroffenen Versicherungsverträge konsequent auf die neuen Bedingungen und Prämien um. In Abhängigkeit der Reaktion der Mitbewerber am Markt rechnet die AXA Versicherung in diesem Segment mit einem signifikanten Bestandsrückgang.
Zu unserer Risikosteuerungsstrategie gehört die ausgewogene Verteilung von Versicherungsrisiken in unseren Geschäftsfeldern. Es zeigt sich in der Übersicht der gebuchten Beiträge, dass in keiner der von uns betriebenen Sparten eine auffällige Risikokonzentration besteht. Geographisch ist unser Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft auf Deutschland konzentriert.
| (in Mio. Euro) | Gebuchte Beiträge* | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Versicherungszweige | Privatkunden | Industrie- und Firmenkunden | Insgesamt 2009 | Insgesamt: 2008 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Unfall | Brutto | 228,8 | 38,7 | 267,5 | 273,6 |
| Netto | 220,9 | 37,9 | 258,9 | 263,4 | |
| Haftpflicht | Brutto | 192,8 | 462,1 | 654,9 | 654,9 |
| Netto | 192,3 | 440,2 | 632,5 | 620,2 | |
| Kraftfahrt | Brutto | 969,1 | 217,6 | 1.186,7 | 1.214,4 |
| Netto | 302,3 | 197,2 | 499,5 | 547,3 | |
| Sach/Feuer | Brutto | 472,7 | 402,2 | 874,8 | 871,8 |
| Netto | 451,4 | 373,3 | 824,7 | 829,9 | |
| Transport/Luftfahrt | Brutto | 0,0 | 118,0 | 118,0 | 119,9 |
| Netto | 0,0 | 114,0 | 114,0 | 115,0 | |
| Kredit und Kaution | Brutto | 0,0 | 26,8 | 26,8 | 26,0 |
| Netto | 0,0 | 24,2 | 24,2 | 25,3 | |
| Sonstige | Brutto | 146,6 | 118,3 | 264,9 | 275,8 |
| Netto | 106,3 | 107,3 | 213,6 | 183,8 | |
| Selbst abgeschlossenes Geschäft | Brutto | 2.009,9 | 1.383,7 | 3.393,6 | 3436,4 |
| Netto | 1.273,3 | 1.294,1 | 2.567,4 | 2585,0 | |
| In Rückdeckung übernommenes Geschäft | Brutto | 178,2 | 187,5 | ||
| Netto | 151,7 | 145,0 | |||
| Insgesamt | Brutto | 3.571,8 | 3.623,9 | ||
| Netto | 2.719,1 | 2.730,0 |
* Einbezogene Gesellschaften: AXA Versicherung AG, Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG, AXA Art Versicherung AG inklusiver Tochtergesellschaften, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamten-Versicherung AG und DBV-WinSelect Versicherung AG. Die Vorjahreswerte sind an das Geschäftsjahr 2009 angepasst. Im Vorjahr waren die AXA Art Tochtergesellschaften in der Darstellung nicht berücksichtigt. Die Darstellung zeigt die Beiträge vor Konsolidierung.
Die Schadenquoten nach Rückversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:
Schadenquote Geschäftsjahr in % der verdienten Beiträge
| 2000* | 2001* | 2002* | 2003* | 2004* | 2005* | 2006* |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 89,9 | 89,8 | 86,0 | 74,4 | 76,5 | 72,1 | 75,8 |
| 2007* | 2008** | 2009** |
|---|---|---|
| 80,9 | 77,4 | 77,8 |
* bis 2003: AXA Versicherung AG ohne AXA "die Alternative".ab 2007: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamten-Versicherung AG und DBV WinSelect Versicherung AG.
** ab 2008: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamten-Versicherung AG und DBV-WinSelect Versicherung AG sowie Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versieherungs-AG und AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften. Die Vorjahreswerte sind an das Geschäftsjahr 2009 angepasst. Im Vorjahr waren die Tochtergesellschaften der AXA Art Versicherung AG in der Darstellung nicht berücksichtigt. Die Darstellung zeigt die Beiträge vor Konsolidierung.
Die Schadenstückzahlen sind zu Beginn des Jahres 2009 aufgrund der besonders winterlichen Bedingungen durch Blitzeis- und Leitungswasserschäden gestiegen und erklären den leichten Anstieg der Schadenquote. Die fortgeführten Sanierungsmaßnahmen sowie die Optimierung der Schadenregulierung zeigen dennoch ihre Effekte.
Der Schadenaufwand vor Rückversicherung für das selbst abgeschlossene Geschäft hat sich in den letzten zehn Jahren wie folgt entwickelt:
| Eintrittsjahr* in Mio. Euro |
1999+früher | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 Jahr später | 3.851,0 | 4.049,2 | 4.174,7 | 3.712,2 | 3.472,2 | 3.510,1 |
| 2 Jahre später | 3.600,3 | 3.938,6 | 3.801,7 | 3.490,5 | 3.308,8 | 3.777,5 |
| 3 Jahre später | 3.700,1 | 3.754,8 | 3.733,2 | 3.404,1 | 3.634,0 | 3.751,8 |
| 4 Jahre später | 3.521,5 | 3.696,3 | 3.671,9 | 3.699,7 | 3.592,0 | 3.640,5 |
| 5 Jahre später | 3.460,1 | 3.647,2 | 3.912,1 | 3.666,9 | 3.515,5 | 3.027,5 |
| 6 Jahre später | 3.421,8 | 3.861,8 | 3.885,6 | 3.601,9 | 3.014,7 | |
| 7 Jahre später | 3.609,5 | 3.830,2 | 3.829,0 | 3.182,4 | ||
| 8 Jahre später | 3.599,8 | 3.791,1 | 3.489,1 | |||
| 9 Jahre später | 3.567,5 | 3.497,2 | ||||
| 10 Jahre später | 3.314,8 | |||||
| Aktueller Aufwand | 3.314,8 | 3.497,2 | 3.489,1 | 3.182,4 | 3.014,7 | 3.027,5 |
| Kumulierte Zahlungen | 2.723,9 | 2.779,3 | 2.624,3 | 2.193,7 | 1.889,4 | 1.738,7 |
| Aktuelle Rückstellungen | 590,9 | 717,9 | 864,8 | 988,7 | 1.125,3 | 1.288,8 |
| Eintrittsjahr* in Mio. Euro |
2005 | 2006 | 2007 | 2008 |
|---|---|---|---|---|
| 1 Jahr später | 4.211,9 | 4.425,6 | 4.436,0 | 4.500,1 |
| 2 Jahre später | 3.995,4 | 4.083,0 | 4.065,8 | |
| 3 Jahre später | 3.880,3 | 3.891,0 | ||
| 4 Jahre später | 3.154,5 | |||
| 5 Jahre später | ||||
| 6 Jahre später | ||||
| 7 Jahre später | ||||
| 8 Jahre später | ||||
| 9 Jahre später | ||||
| 10 Jahre später | ||||
| Aktueller Aufwand | 3.154,5 | 3.891,0 | 4.065,8 | 4.500,1 |
| Kumulierte Zahlungen | 1.639,8 | 1.486,7 | 1.214,6 | 881,6 |
| Aktuelle Rückstellungen | 1.514,7 | 2.404,3 | 2.851,2 | 3.618,5 |
* Einbezogene Gesellschaften: AXA Versicherung AG, Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG, AXA Art inklusive Tochtergesellschaften, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamten-Versicherung AG und DBV-WinSelect Versicherung AG
Reserverisiko
Zur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von der AXA Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet. Das so genannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeter Schäden (Spätschäden). Die Bewertung der künftigen Schadenzahlungen erfolgt anhand einer aktuariellen Schätztechnik, bei der der in der Vergangenheit beobachtete Schadenverlauf herangezogen wird.
Großschäden werden separat geschätzt. Mit Hilfe von stochastischen Szenarien erfolgt eine Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treibern.
In der Sparte Arzt-Haftpflichtversicherung haben wir die Schadenreserven weiter gestärkt, da vorliegende neue Erkenntnisse ergeben, dass ein trendartiger Schadenanstieg infolge der Veränderung der Rechtslage bzw. im Verhalten der Marktteilnehmer wahrscheinlich unterstellt werden kann. Gegebenenfalls kann eine weitere zusätzliche Dotierung der Schadenreserven in den Folgejahren erforderlich werden.
Die Abwicklungsergebnisse nach Rückversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:
Abwicklungsergebnis in % der Rückstellung am 1. Januar
| 2000* | 2001* | 2002* | 2003* | 2004* | 2005* | 2006* |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 4,8 | 3,1 | 7,9 | 6,0 | 4,1 | 4,4 | 5,0 |
| 2007* | 2008** | 2009** |
|---|---|---|
| 3,7 | 3,6 | 6,8 |
* bis 2003: AXA Versicherung AG ohne AXA "die Alternative".ab 2007: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamten-Versicherung AG und DBV-WinSelect Versicherung AG.
** ab 2008: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamten-Versicherung AG und DBV-WinSelect Versicherung AG sowie Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG und AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften. Die Vorjahreswerte sind an das Geschäftsjahr 2009 angepasst. Im Vorjahr waren die Tochtergesellschaften der AXA Art Versicherung AG in der Darstellung nicht berücksichtigt.
Zinsgarantierisiko
In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wird für den Sparanteil der Beiträge eine garantierte Zinsleistung zwischen 2,25 % und 3,50 % vereinbart, wobei in der Kundenerwartung keine besondere Verzinsung, sondern alleine die Rückgewähr der gezahlten Beiträge liegt. Dies führt zwar zu einem Zinsgarantierisiko getrieben durch die unbekannte Entwicklung der Marktzinsen. Aufgrund des vergleichsweise geringen Beitragsvolumens und der geringen Erwartung an die Verzinsung dieser Versicherungsart ist das Zinsgarantierisiko jedoch von eher untergeordneter Bedeutung.
Lebensversicherung
Der AXA Konzern betreibt im Lebensversicherungsgeschäft hauptsächlich konventionelle und fondsgebundene Kapital-, Risikolebens- und Rentenversicherungen sowie Sterbegeld-, Berufsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen.
Die spezifischen Risiken aus dem Lebensversicherungsgeschäft sind aus Unternehmenssicht biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten sowie Kosten- und Zinsgarantierisiken. Ferner bestehen noch spartenspezifische Risiken aus Rechtssprechung und Gesetzgebung.
Biometrische Risiken
Biometrische Risiken entstehen aus Veränderungen biometrischer Annahmen wie Sterblichkeit und Berufsunfähigkeit. Sinkende Sterblichkeit, z. B. aufgrund verbesserter medizinischer Versorgung, führt bei Kapital- und Risikoversicherungen zu einer Erhöhung der Marge, andererseits erzwingt dieser Trend bei Rentenversicherungen zusätzliche Leistungen. Eine Erhöhung der Sterblichkeit, etwa hervorgerufen durch Epidemien, hätte wiederum einen gegenläufigen Effekt. Das Risiko in der Berufsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitszusatzversicherung besteht darin, dass sich die Invalidisierungswahrscheinlichkeiten durch Veränderungen der Berufsunfähigkeitsgründe oder die Verstärkung bestehender Ursachen erhöhen. Die Leistungen unterliegen neben medizinischen und juristischen Veränderungen zusätzlich sozialen und konjunkturellen Entwicklungen, die sich als Belastungen oder Entlastungen realisieren können.
Die AXA steuert biometrische Risiken durch ihre Produktgestaltung, Zeichnungspolitik und Rückversicherungsverträge. Im Rahmen des Prozesses zur Gestaltung neuer bzw. Anpassung bestehender Produkte werden Risiken identifiziert, bewertet und es wird, sofern notwendig, eine Anpassung der Produktkalkulation vorgenommen. Durch die Zeichnungspolitik wird eine risikogerechte Tarifierung sichergestellt. Je nach Ergebnis der medizinischen und finanziellen Risikoprüfungen wird dem Kunden nur unter Akzeptanz eines Beitragszuschlages bzw. eines Risikoausschlusses ein Versicherungsvertrag angeboten. Zusätzlich werden bei hohen Einzel- und Kumulrisiken sowie konzernübergreifend bei Katastrophenrisiken RückVersicherungsverträge zur Beschränkung der Leistungsbelastung abgeschlossen. Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen wird das biometrische Risiko durch die Leistungsprüfung auf die vertraglichen Zusagen beschränkt. Hierbei wird zum einen ausführlich geprüft, ob der Leistungsfall eingetreten ist, zum anderen werden Hilfestellungen für eine schnelle Rückkehr des Versicherungsnehmers in das Berufsleben erteilt.
Für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen werden im Wesentlichen die bei Vertragsabschluss aktuellen von der Aufsichtsbehörde bzw. der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) empfohlenen Sterbetafeln verwendet. Alle in den Versicherungsverträgen zugesagten Leistungen werden dem Grundsatz der Vorsicht entsprechend berücksichtigt. Durch regelmäßige Überprüfung der Deckungsrückstellungen wird ein möglicher Anpassungsbedarf frühzeitig erkannt. Mit Ausnahme folgender Teilbestände werden die verwendeten Wahrscheinlichkeitstafeln von der Aufsichtsbehörde und der DAV als ausreichend für die Berechnung der Deckungsrückstellung angesehen. Sie enthalten nach Einschätzung des verantwortlichen Aktuars für die Gesellschaft angemessene Sicherheitsspannen. Für den Bestand an Rentenversicherungen, die nicht nach der aktuellen Sterbetafel DAV 2004 R kalkuliert sind, wurde unter Berücksichtigung der aktuellen Empfehlungen der DAV im Jahr 2008 die Deckungsrückstellungen verstärkt - eine weitere Verstärkung war Ende 2009 nicht erforderlich. Für den kleinen Bestand an Pflegerentenversicherungen, die nicht nach der aktuellen Tafel DAV 2008 P kalkuliert sind, wurde die Deckungsrückstellung entsprechend den Empfehlungen der DAV verstärkt. Die Deckungsrückstellung des Bestands an Berufsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen, die nicht nach den aktuellen Tafeln DAV 1997 I, Tl und Rl kalkuliert wurden, musste nicht weiter gestärkt werden. Die Entwicklung der Sterblichkeit und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten wird auch weiterhin laufend analysiert.
Risiken aus Kundenverhalten
Risiken aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern resultieren vor allem aus dem Stornorisiko und dem Risiko aufgrund des Kapitalwahlrechts bei Rentenversicherungen.
Das Stornorisiko wird vom Verhalten der Versicherungsnehmer beeinflusst, da sie zum Beispiel ihre Beitragszahlung einstellen oder den Vertrag kündigen können. Rationales Verhalten vorausgesetzt, werden Lebensversicherungskunden mit einer Kapital- oder Risikoversicherung, deren Gesundheit sich während der Vertragslaufzeit verschlechtert, mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit kündigen. Hierdurch könnte die Gefahr einer negativen Risikoselektion entstehen. Andererseits kann eine Kapitalmarktentwicklung zu verstärkten Rückkäufen führen, um den ausgezahlten Betrag mit einer höheren Rendite zu reinvestieren. Das sich bei unerwartet hohen Storni ergebende Risiko von Mittelabflüssen kann bei großem Volumen zu Liquiditätsengpässen, einer Beeinträchtigung der Kapitalanlagenstruktur und der Erträge aus den Kapitalanlagen führen.
Die Stornoquoten in der AXA Gruppe und in der Branche werden permanent beobachtet. Insbesondere wird derzeit eine Überwachung des Stornoverhaltens als Folge der Finanzmarktkrise verstärkt durchgeführt. Die Veränderung der Stornoquoten war in der Vergangenheit jedoch begrenzt, so dass das resultierende Risiko als niedrig einzuschätzen ist. Jedoch kann ein höheres oder niedrigeres Storno in realistischem Ausmaß bei den fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen einen Einfluss auf die Jahresergebnisse haben. So erzielen die Lebensversicherungsunternehmen bei fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen Kostendeckungsbeiträge und Gewinnmargen auch aus der Vergütung von Verwaltungsgebühren der Fondsgesellschaften. Diese sind nur dann ausreichend, wenn sich die Fondsvermögen entsprechend der kalkulierten Bestandsfestigkeit entwickeln. Im Falle eines deutlich erhöhten Stornos könnten sich die Fondsguthaben so verringern, dass die angestrebten Gewinnmargen und Kostendeckungsbeiträge nicht mehr erreicht werden.
Bei anwartschaftlichen Rentenversicherungen hat der Kunde zum Zeitpunkt der Verrentung ein Kapitalwahlrecht. Dieses Risiko wird durch die Produktgestaltung beschränkt. Das angenommene Kundenverhalten wird bei der Verstärkung der Deckungsrückstellung bei Rentenversicherungen mit älteren Rechnungsgrundlagen berücksichtigt. Derzeit wird das Risiko aufgrund des Kapitalwahlrechtes als gering betrachtet. Es könnte aber steigen, falls sich herausstellt, dass sich das Kundenverhalten systematisch ändert. Aus diesem Grund erfolgt eine regelmäßige Überwachung des Kundenverhaltens.
Kostenrisiko
Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten durch die einkalkulierten Kosten dauerhaft nicht finanziert werden können. Die Überwachung des Kostenrisikos erfolgt durch ein umfassendes Kostencontrolling.
Zinsgarantierisiko
Das professionelle Management der Zinsgarantien stellt eine Kernherausforderung im Rahmen des Asset Liability Managements dar. Mit Ausnahme der DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung liegt für alle Lebensgesellschaften die derzeitige Nettoverzinsung der Kapitalanlagen über dem durchschnittlichen Rechnungszins des Bestandes. Die im Rahmen der Unternehmensplanung erwartete durchschnittliche Rendite für die Folgejahre im Sinne von § 5 Abs. 3 der Deckungsrückstellungsverordnung (DeckRV) liegt für alle Gesellschaften darüber. Sollte die künftig erwartete Nettoverzinsung unter den durchschnittlichen Rechnungszins des Bestandes sinken, wäre die Deckungsrückstellung unter Berücksichtigung der künftig erwarteten Nettoverzinsung aufzufüllen. Es wird zunehmend schwieriger einen Nettozins mindestens in Höhe des Rechnungszinses zu erwirtschaften.
Bei fondsgebundenen Versicherungen ohne Garantieteile bemisst sich die Versicherungsleistung an der Entwicklung des zugrundeliegenden Fonds. Hieraus ergibt sich für die Lebensversicherer kein Kapitalanlagerisiko, da die Höhe der Verpflichtung gegenüber den Versicherungsnehmern stets mit dem Wert des Fondsvermögens übereinstimmt. Soweit unsererseits Garantien bei Fondsgebundenen Produkten ausgesprochen wurden, gelten die Aussagen zu Zinsgarantien konventioneller Produkte.
Die folgende Tabelle stellt die Konzentration von versicherungstechnischen Risiken nach Versicherungsarten in Bezug auf Versicherungssummen und Brutto-Deckungsrückstellung dar:
| in Mio. Euro** | Versicherungssummen* | Brutto-Deckungsrückstellung | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Kapitalversicherungen | 42.821 | 45.607 | 19.126 | 19.213 |
| Risikoversicherungen | 7.134 | 7.321 | 69 | 66 |
| Rentenversicherungen | 35.159 | 33.775 | 7.701 | 7.553 |
| Sonstige Einzelversicherungen | 12.951 | 12.655 | 2.067 | 1.515 |
| Kollektivversicherungen | 25.432 | 26.641 | 6.293 | 6.166 |
| Zusatzversicherungen | 90.692 | 93.227 | 1.758 | 1.700 |
| Selbst abgeschlossene Versicherungen | 214.189 | 219.226 | 37.014 | 36.213 |
* bei Rentenversicherungen: zwölffache Jahresrente.
** dargestellte Gesellschaften: AXA Lebensversicherung AG, Deutsche Ärzteversicherung AG und Pro bAV Pensionskasse AG sowie DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG, Winsecura Pensionskasse AG und Rheinisch-Westfälische Sterbekasse AG.
Risiken aus Gesetzesänderungen
Die Deckungsrückstellung eines Versicherungsvertrages muss mindestens der Höhe des Rückkaufswertes entsprechen. Änderungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung, die eine Erhöhung des Rückkaufswertes bewirken, führen daher auch zu einer Erhöhung der Deckungsrückstellung für den betroffenen (Teil-)Bestand. So ist nicht auszuschließen, dass sich aus Gesetzgebung und Rechtsprechung eine extensive Interpretation der vom Bundesgerichtshof zu den Rückkaufswerten am 12. Oktober 2005 und 26. September 2007 ergangenen Urteile entwickeln könnte, woraus zusätzliche, bisher nicht berücksichtigte Leistungen resultieren würden. Für möglicherweise sich hieraus ergebende Aufwendungen wurden bei der DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung unter Abschätzung der Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme angemessene Rückstellungen gebildet. Für die Deutsche Ärzteversicherung sowie der AXA Lebensversicherung wird die Bildung gesonderter Rückstellungen geprüft.
Durch eine Entscheidung des Landesarbeitsgerichtes München vom 15. März 2007 wurde eine Diskussion über die in der Kalkulation betrieblicher Altersvorsorgeprodukte angewandten marktüblichen Verrechnungsverfahren von Abschlusskosten ausgelöst. Das Landesarbeitsgericht Köln hat am 13. August 2008 gegenteilig entschieden. Gegen dieses Urteil wurde Revision eingelegt. Vor diesem Hintergrund sowie unter Berücksichtigung unserer ohnehin vorhandenen Produkthaftung hatten wir in den Jahren 2007 und 2008 eine Garantieerklärung für die jeweils aktuelle Produktpalette abgegeben. Durch diese Erklärung werden die Arbeitgeber von allen Zahlungen freigestellt, falls sie aufgrund einer Entgeltumwandlung im Rahmen unserer Produkte der aktuellen Tarifgeneration im Wege der Klage eines/einer ausgeschiedenen Arbeitnehmers/Arbeitnehmerin zur Auffüllung des Rückkaufswertes gerichtlich verurteilt werden. Dies erfolgt jedoch nur unter der Voraussetzung, dass die aktuellen Antragsformulare und Entgeltumwandlungsvereinbarungen verwendet werden, die den/die Arbeitnehmer/Arbeitnehmerin umfassend darüber aufklärt, welche Auswirkungen die in seiner/ihrer Lebensversicherung vorgesehene Abschlusskostenverrechnung auf die Höhe des Rückkaufswertes hat, und diese Beratung entsprechend protokolliert wird. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat nun mit dem Urteil vom 15. September 2009 abschließend festgestellt, dass die Verteilung von Abschlusskosten über fünf Jahre zulässig ist. Eine Haftung könnte sich daher für uns nur aus den in 2007 abgegebenen Freistellungserklärungen bis längstens 2011 ergeben. Auch bei Verwendung voll gezillmerter Tarife liegt kein Verstoß gegen die Wertgleichheit vor. Es kann jedoch eine unangemessene Benachteiligung i.S.d. § 307 BGB vorliegen. Hieraus käme ein Anspruch des Arbeitnehmers gegen den Arbeitgeber auf eine höhere Versorgung in Betracht.
Mögliche anderslautende gerichtliche Einschätzungen unserer Umsetzung der VVG Reform könnten rückwirkende Auswirkungen auf unsere Leistungsverpflichtungen haben.
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 29.07.2009 ein Urteil zu einer Ratenzahlungsvereinbarung in einem Altersvorsorgevertrag erlassen. Es handelte sich dabei um ein wettbewerbsrechtliches Verfahren zu der Frage, ob der Versicherer sich auf eine bestimmte Klausel zu Ratenzahlungszuschlägen berufen darf, wenn der effektive Jahreszins nicht ausgewiesen wird. Das Urteil lässt die relevanten Fragen offen, da es sich lediglich um ein Anerkenntnisurteil und damit nicht um eine Grundsatzentscheidung handelt. Darüber hinaus liegen keine Urteilsgründe vor. Wie die im Verfahren aufgeworfenen Fragen letztendlich zu beurteilen sind, kann nur ein weiteres höchstrichterliches Urteil zeigen. Welche Entscheidung zu erwarten ist, kann nicht vorhergesagt werden.
Krankenversicherung
Die AXA Krankenversicherung betreibt insbesondere die Krankenvollversicherung sowie die Pflegeversicherung und verschiedene Arten der Zusatzversicherung für Angestellte und Beihilfeempfänger.
Die primären versicherungstechnischen Risiken aus dem Krankenversicherungsgeschäft sind Krankheitskosten-/Leistungsrisiken, biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten und Reserverisiken. Ferner bestehen noch Zinsgarantierisiken sowie Risiken aus der Gesundheitsreform.
Versicherungstechnische Risiken können dazu führen, dass die zu zahlenden Leistungen und Kosten nicht mehr aus den Beitragseinnahmen, den Anlageerträgen und der planmäßigen Auflösung der Alterungsrückstellung finanziert werden können. Ein mindestens jährlich durchzuführender, gesetzlich vorgeschriebener Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Leistungen ermöglicht jedoch ein zeitnahes Erkennen von Abweichungen in den erwarteten Leistungen. Bei Bedarf erfolgt eine Beitragsanpassung. Bei der hierfür notwendigen Neukalkulation werden sämtliche Rechnungsgrundlagen überprüft und gegebenenfalls angepasst. Zusätzlich bestehen für den Versicherungsbestand der Krankenversicherung Zeichnungsrichtlinien, um Deckungszusagen nur zu risikogerechten Beiträgen zu geben. Darüber hinaus enthalten viele Tarife Selbstbehalte zur Steuerung der Leistungsinanspruchnahme. Trotz aller Maßnahmen lassen sich versicherungstechnische Risiken jedoch nicht vollständig vermeiden.
Krankheitskosten-/Leistungsrisiken
Unter dem Krankheitskosten-/Leistungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen Krankheits- und Pflegekosten die erwarteten, in dem Beitrag berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Im Falle eines kurzfristigen Anstiegs der Krankheits- und Pflegekosten über den kalkulierten Rahmen oder einer Pandemie kann auf die unerwartete Leistungserhöhung ggf. erst mit einer zeitlichen Verzögerung durch eine Beitragsanpassung reagiert werden. Ursachen für solche Leitungsanstiege können nach unserer Erfahrung weitere medizinische Fortschritte in Verbindung mit teueren medizinischen Einrichtungen oder die Entwicklung neuer teurer Medikamente verbunden mit einer Kosteninflation im Gesundheitswesen sein.
Biometrische Risiken
Biometrische Risiken entstehen in der Krankenversicherung aus einer sinkenden Sterblichkeit, wodurch mit einer Erhöhung der Versicherungsleistungen zu rechnen ist. Die Sterbetafeln werden jährlich von der Deutschen Aktuarvereinigung auf ausreichende Sicherheit überprüft. Soweit sich ein Aktualisierungsbedarf ergibt, verwenden wir die neuen Werte unverzüglich bei der Kalkulation neuer Tarife bzw. von Beitragsanpassungen.
Risiken aus Kundenverhalten
Ein Risiko aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern stellt insbesondere das Stornorisiko dar. Die in der Tarifierung angesetzten Stornowahrscheinlichkeiten basieren sowohl auf eigenen als auch auf Verbandserfahrungen und sind aktuariell ausreichend vorsichtig bemessen. Die Stornoquoten bei der AXA Krankenversicherung und in der Branche werden permanent beobachtet, so dass frühzeitig eine Veränderung erkannt und gegebenenfalls in Beitragsanpassungen und Neukalkulationen berücksichtigt wird. Darüber hinaus treten Risiken im Kundenverhalten derzeit in Zusammenhang mit der Gesundheitsreform auf (siehe Kapitel "Gesundheitsreform").
Reserverisiken
Zur Abdeckung zukünftiger Krankheitskosten-/Leistungszahlungen sind Alterungsrückstellungen zu bilden. Die Höhe der Zahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, insbesondere aufgrund steigender Krankheitskosten-/Leistungszahlungen und einer sinkenden Sterblichkeit, deren Veränderung aufgrund der regelmäßigen Überprüfung jedoch in den letzten Jahren nicht mehr so gravierend war wie in früheren Jahren. Definitiv schon feststehende medizinische Entwicklungen sind jedoch in der Alterungsrückstellung schon in dem Augenblick eingepreist, in dem sie in den Beiträgen berücksichtigt sind (Kalkulationsverordnung). Insgesamt ist das Reserverisiko als gering einzuschätzen, da durch regelmäßige Beitragsanpassungen der Leistungsbedarf aktualisiert wird. Zusätzlich zum bestehenden Verfahren der jährlichen Leistungsüberprüfung hat der Gesetzgeber eine gesonderte Überprüfung der verwendeten Sterbetafeln vorgeschrieben, wodurch eine vollständige Überprüfung aller Rechnungsgrundlagen ausgelöst wird, wenn die eingerechneten Sterbetafeln keine ausreichende Sicherheit mehr bieten. Als Berechnungsgrundlagen für die Alterungsrückstellung dienten die Sterbetafeln PKV 2001, PKV 2004, PKV 2007, PKV 2008, PKV 2009 und PKV 2010. Die Alterungsrückstellung wurde entsprechend den Vorschriften in den technischen Berechnungsgrundlagen ermittelt. Diese wurden für alle Tarife von einem unabhängigen Treuhänder geprüft und der Aufsichtsbehörde vorgelegt.
Zinsgarantierisiko
Der Alterungsrückstellung werden jährlich Zinserträge zugeführt, wobei der Zinssatz gesetzlich auf 3,5 % begrenzt ist. Mit diesem Zinssatz erfolgt die Verzinsung der gesamten Alterungsrückstellung der AXA Krankenversicherung. Die aktuelle Nettoverzinsung der AXA Krankenversicherung von 2,8 % liegt 20 % darunter, begründet in höheren Abschreibungen auf Wertpapieren und Verlusten aus dem Abgang von Wertpapieren in Folge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Die zukünftige Zinserwartung, die mithilfe des aktuariellen Unternehmenszinses (AUZ) nach einem brancheneinheitlichen Verfahren unternehmensindividuell ermittelt wird, liegt dagegen so hoch, dass wir erwarten, den Höchstrechnungszinssatz von 3,5 % in den kommenden Jahren mit hinreichend hoher Wahrscheinlichkeit erwirtschaften zu können. Bei dem AUZ handelt es sich um ein mit der Deutschen Aktuarvereinigung und der Aufsichtsbehörde abgestimmtes Verfahren zur Zinsprojektion, das auf Basis der Vorjahresergebnisse und offiziellen, durch die Bundesbank veröffentlichten Zinskurven für Neuanlagen die Zinserwartungen für das übernächste Jahr schätzt. Sofern dabei die Grenze von 3,7 % überschritten wird, akzeptiert die Aufsichtsbehörde (BaFin) ohne weitere Nachweise die Beibehaltung des Rechnungszinses von 3,5 %. Zwar sind aktuell die Zinsen auf den Kapitalmärkten niedrig, doch zielen unsere nachhaltige Kapitalanlagepolitik sowie Absicherungsmaßnahmen darauf ab, auch zukünftig die Einhaltung des AUZ Kriteriums sicherzustellen.
Risikoverteilung nach Versicherungsarten
Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung der Beiträge und der Anzahl der Versicherten nach Versicherungsarten:
| in Mio. Euro | Gebuchte Bruttobeiträge | Anzahl der versicherten natürlichen | ||
|---|---|---|---|---|
| (in Mio Euro) | Personen (in Tausend) | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Krankheitskostenvollversicherungen | 1745,8 | 1.641,4 | 724,7 | 706,6 |
| Krankentagegeldversicherungen | 79,9 | 85,1 | 212,1 | 213,4 |
| Krankenhaustagegeldversicherungen | 38,6 | 39,2 | 462,0 | 464,3 |
| Krankheitskostenteilversicherungen | 121,9 | 120,8 | 478,5 | 471,7 |
| Pflege Pflichtversicherungen | 164,2 | 157,8 | 784,8 | 768,0 |
| Ergänzende Pflegezusatzversicherung | 34,0 | 31,0 | 113,6 | 108,5 |
| Sonstige Versicherungen | 14,3 | 15,5 | 0,8 | 0,8 |
| Selbst abgeschlossene Versicherungen | 2.198,7 | 2.090,8 | 1439,6 | 1.429,4 |
Gesundheitsreform
Die als Wettbewerbsstärkungsgesetz bezeichnete Gesundheitsreform birgt für die private Krankenversicherung weiterhin Risiken. Der Basistarif beinhaltet versicherungsfremde Elemente wie Kontrahierungszwang, Verbot von Risikozuschlägen und Höchstbeiträge, die von den PKV-Kunden der anderen Tarife oder innerhalb der Basistarifversicherten aller PKV-Unternehmen subventioniert werden müssen. Zudem können sich seit dem 1. Januar 2009 NichtVersicherte, die dem PKV-System zuzuordnen sind, im Basistarif versichern. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass überwiegend Personen mit vorhandenen oder akuten Erkrankungen und überdurchschnittlich schlechter Zahlungsmoral auf diese Weise in das PKV-System zurückkehren. Hier werden die nicht gedeckten Kosten auf alle PKV-Unternehmen verteilt.
Das Ausmaß des Subventionsbedarfs und der dafür zusätzlich erforderlichen Beitragsanpassung ist weiterhin nicht solide vorhersehbar. Daher kann auch noch nicht die Auswirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung eingeschätzt werden.
Ein weiters Risiko für die gesamte PKV-Branche besteht in den Wahltarifen, die der Gesetzgeber den Krankenkassen als Möglichkeit eingeräumt hat.
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft
Die fälligen Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern (insbesondere Beitragsforderungen) sowie die Ansprüche gegenüber Versicherungsvermittlern (vor allem aus Provisionsrückforderungen) betrugen zum Bilanzstichtag 388 Mio. Euro (ohne noch nicht verdiente Provisionen aus dem Geschäft mit fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen). Davon entfielen 45 Mio. Euro auf Forderungen, die älter als 90 Tage sind. Zur Risikovorsorge wurden die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen an Kunden und Vermittler um Wertberichtigungen von 27 Mio. Euro vermindert. Diese wurden anhand der Mahnstufen ermittelt.
Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern werden durch ein IT-unterstütztes Inkasso- und Mahnsystem gesteuert. Zeitnahe Provisionsabrechnungen stellen sicher, dass Provisionsrückforderungen an Versicherungsvermittler kurzfristig ausgeglichen werden.
Der Rückversicherer für unsere wichtigsten obligatorischen RückVersicherungsverträge ist die AXA Versicherung AG, die diese Verträge wiederum komplett in ihre eigenen RückVersicherungsverträge implementiert und anschließend an die französische Gruppengesellschaft AXA Cessions retrozediert. Die AXA Cessions platziert diese Verträge teilweise am internationalen Rückversicherungsmarkt und teilweise innerhalb der AXA Gruppe. Sowohl bei der über die AXA Cessions retrozedierten Vertragsrückversicherung als auch bei der direkt von uns abgegebenen fakultativen und vertraglichen Rückversicherung wird nur mit erstklassigen Rückversicherern zusammengearbeitet. Grundlage hierfür sind Richtlinien für die Auswahl der Rückversicherer sowie eine von der AXA Cessions permanent aktualisierte Bonitätsliste, basierend auf den Ratings renommierter Ratingagenturen. Bei der Rückversicherung von langfristigen Verbindlichkeiten gelten dabei besonders hohe Anforderungen an die finanzielle Ausstattung der Rückversicherungspartner. Zusätzlich wird das Ausfallrisiko durch regelmäßige Überwachung der Kreditqualität der Rückversicherer und ein zeitnahes Inkasso reduziert.
Risiken aus Kapitalanlagen
Der AXA Konzern verwaltet rund 61,8 Mrd. Euro (2008: 61,2 Mrd. Euro) Kapitalanlagen. Diese werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden, um die Verpflichtungen aus dem Versicherungsbestand erfüllen zu können.
Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die trotz der im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und anderer risikomindernder Maßnahmen bewusst eingegangen werden. Zum Erhalt bzw. Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und an das jeweilige Kapitalmarktumfeld angepasst.
Die Kapitalanlagestrategie des AXA Konzerns wurde in diesem Jahr weiterhin von der Kapitalmarktkrise beeinflusst. Die Situation des Finanzsektors und weiterer Wirtschaftssektoren ist noch immer angespannt. Die weitere Entwicklung hängt stark von staatlichen Maßnahmen in der Geld- und Konjunkturpolitik ab.
Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt:
Marktrisiken
Die Marktpreisrisiken des AXA Konzerns beruhen fast ausschließlich auf potenziellen Aktienkurs- und Zins- und Spreadänderungen sowie Änderungen im Wert des Immobilienbestandes.
Die Auswirkungen auf die Marktwerte der Kapitalanlagen sowie des Embedded Values bzw. des marktwertbasierten Eigenkapitals werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Aktien (ohne Beteiligungen und verbundene Unternehmen), Zinsprodukten und Währungen unter Berücksichtigung der bestehenden Währungssicherungen simuliert. Somit werden die tatsächlichen Sensitivitäten unserer Kapitalanlagen verdeutlicht.
Bei den größeren Lebens- und Krankenversicherungsgesellschaften (AXA Lebens- und Krankenversicherung, DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung, Deutsche Ärzteversicherung sowie Pro bAV Pensionskasse) würde sich der Marktwert der Kapitalanlagen sowie der European Embedded Value (EEV) um die nachstehend angegebenen Werte verändern, wenn sich die Preise von Aktien und Renten im dort angeführten Ausmaß langfristig nach oben oder unten bewegen:
| in Mio. Euro bzw. | Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen | Veränderung des European Embedded Value (EEV) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in % des Embedded Value am 31.12. des Geschäftsjahres | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Änderung Aktien: | ||||||
| Anstieg um 10 % | 144,0 | 213,6 | 21,1 | 0,8 % | 45,3 | 2,2 % |
| Sinken um 10 % | -144,0 | -207,0 | -20,1 | -0,8 % | -32,2 | -1,6 % |
| Änderung risikofreier Zins: | ||||||
| Anstieg um 100 Basispunkte | -3.158,4 | -3.202,4 | 330,8 | 13,1 % | 311,8 | 15,1 % |
| Sinken um 100 Basispunkte | 3.610,0 | 3.707,4 | -276,2 | -10,9 % | -484,5 | -23,5 % |
| Anstieg um 50 Basispunkte | -1.579,2 | -1.601,2 | 154,0 | 6,1 % | 151,1 | 7,3 % |
| Sinken um 50 Basispunkte | 1.805,0 | 1.853,7 | -149,5 | -5,9 % | -234,0 | -11,3 % |
| Änderung Aktienvolatilität +25 % | 0 | 0 | -60,0 | -2,4 % | -204,1 | -9,9 % |
| Änderung Zinsvolatilität +25 % | 0 | 0 | -127,8 | -5,0 % | -238,1 | -11,5 % |
Der Embedded Value setzt sich zusammen aus dem Barwert der erwarteten künftigen Netto-Erträge aus dem Versicherungsbestand einschließlich der Kapitalerträge, dem Eigenkapital und Bewertungsreserven (Stillen Reserven) abzüglich der Kapitalkosten (Cost of Capital).
Bei den übrigen Gesellschaften des Konzerns (insbesondere den Schaden- und Unfallversicherungsgesellschaften AXA Versicherung, DBV Deutsche Beamtenversicherung, AXA Art Versicherung) werden die Marktwertrisiken anhand von Sensitivitätsanalysen überwacht. Die folgende Übersicht zeigt auf, wie sich bei diesen Gesellschaften eine Änderung der Aktienkurse bzw. der Marktzinsen kurzfristig auswirken würde:
| in Mio Euro | Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen | |||
|---|---|---|---|---|
| 2009 | vor Steuern 2008 | 2009 | nach Steuern 2008 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Änderung Aktien: | ||||
| Anstieg um 10 % | 81,6 | 75,5 | 67,2 | 73,2 |
| Sinken um 10 % | -78,9 | -71,6 | -65,4 | -69,6 |
| Änderung risikofreier Zins: | ||||
| Anstieg um 100 Basispunkte | -414,5 | -419,1 | -274,4 | -285,0 |
| Sinken um 100 Basispunkte | 424,0 | 449,8 | 288,3 | 305,9 |
Ein großer Teil des Aktienexposures des AXA Konzerns ist über Futures und Optionen gegen Marktwertverluste abgesichert. Gleichwohl können bei anhaltend schwachen Aktienmärkten außerplanmäßige Abschreibungen nicht ausgeschlossen werden. Im Bereich Private Equity können aufgrund der Verschlechterung des Marktumfeldes Wertrückgänge der Beteiligungen nicht ausgeschlossen werden.
Währungsrisiken bestehen in einem begrenzten Umfang, da der AXA Konzern hauptsächlich im europäischen Raum investiert und Fremdwährungsinvestitionen begrenzt und kontrolliert werden. Dies erfolgt durch den Einsatz von Fremdwährungsderivaten (z. B. Devisentermingeschäfte). Darüber hinaus bedecken die in Fremdwährung gehaltenen Vermögenswerte entsprechende Fremdwährungsverbindlichkeiten, so dass sich potentielle Wertänderungen gegenseitig aufheben (kongruente Bedeckung).
Der Immobilienbestand des AXA Konzerns besteht zum großen Teil aus deutschen Büro- und Gewerbeimmobilien. Die Wertentwicklung ist deshalb abhängig von der Konjunkturlage in Deutschland.
Der AXA Konzern verfolgt die krisenhafte Entwicklung der Kapitalmärkte sehr genau. Sollten sich die zuvor gezeigten negativen Szenarien im laufenden Geschäftsjahr ganz oder teilweise einstellen oder an künftigen Bilanzstichtagen vorliegen, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen. Diese beinhalten unter anderen mögliche Abschreibungen auf die nachhaltigen Werte einzelner Kapitalanlagen, den selektiven Verkauf einzelner Titel und den optionalen Einsatz von Wertsicherungsmaßnahmen, um die Portfolios kurzfristig gegen weitere Wertverluste abzusichern.
Kreditrisiken
Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners bzw. Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen und Derivaten.
Das maximale Kreditrisiko der Kapitalanlagen wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten festverzinslichen Wertpapiere, Derivate, Darlehen und Ausleihungen wiedergegeben (55,9 Mrd. Euro (2008: 53,4 Mrd. Euro)). Des Weiteren bestehen Kreditrisiken aus der Gewährung finanzieller Garantien (siehe Seite 110 ff. des Anhangs).
Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen bzw. Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt entweder mit Hilfe von Ratingagenturen oder nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft.
Zusätzlich zur Überwachung der Ratings nimmt der AXA Konzern in Zusammenarbeit mit den von ihm mandatierten Vermögensverwaltern Detailanalysen zu potenziell ausfallgefährdeten Wertpapieren vor, auf deren Basis dann über risikomindernde Maßnahmen entschieden wird. Für diese Analysen werden alle im Markt vorhandenen Informationen herangezogen.
Für die Vergabe von Hypotheken- und Refinanzierungsdarlehen gelten Vergaberichtlinien und strenge Vorschriften bezüglich der Bonität. Als Sicherheit von Hypothekendarlehen bestehen Pfandrechte an Grundstücken und/oder Versicherungsverträgen. Die Vergaberichtlinien knüpfen eine Finanzierung im Regelfall an private Nutzung und erstrangige Absicherung. Einlagen bei Kreditinstituten erfolgen ausnahmslos bei Banken, die über ein Investment Grade Rating verfügen.
Das Einzelengagement unterliegt der regelmäßigen Überwachung. Mit Hilfe unserer Kontrollverfahren für den Zins- und Tilgungsdienst sowie unseres Mahnverfahrens erhalten wir einen detaillierten Überblick über ausstehende Zahlungen.
Die jederzeit veräußerbaren Wertpapiere bzw. erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente verteilen sich auf die Ratingklassen wie folgt:
jederzeit veräußerbare Wertpapiere
| Ratingklassen in Tsd. € |
AAA | AA | A | BBB | BB und niedriger | Kein Rating |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2009 | 19.755.463 | 10.857.056 | 8.026.720 | 2.381.945 | 1.156.359 | 102.232 |
| 2008 | 19.108.231 | 11.052.894 | 6.810.092 | 1.857.145 | 105.414 | 1.400.568 |
| Ratingklassen in Tsd. € |
Gesamtbetrag (Beizulegender Zeitwert) |
|---|---|
| 2009 | 42.279.775 |
| 2008 | 40.334.344 |
erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
| Ratingklassen in Tsd. € |
AAA | AA | A | BBB | BB und niedriger | Kein Rating |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2009 | 159.213 | 1.039.795 | 2.060.955 | 934.696 | 737.376 | 625.181 |
| 2008 | 178.058 | 925.959 | 1.410.584 | 894.297 | 620.003 | 496.532 |
| Ratingklassen in Tsd. € |
Gesamtbetrag (Beizulegender Zeitwert) |
|---|---|
| 2009 | 5.557.217 |
| 2008 | 4.525.433 |
Wie im Vorjahr entfallen circa 14 % dieser Rentenpapiere entfallen auf Staatsanleihen.
Die Kontrahenten der Derivatepositionen verfügen ausnahmslos über ein Investment Grade Rating, sofern die Geschäfte nicht über die Terminbörse Eurex abgewickelt wurden. Das Gegenparteirisiko der Derivategeschäfte wird fortlaufend durch die Stellung von Sicherheiten (Collateral) abgesichert.
Durch die Krise an den Finanzmärkten und die Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage hat sich das Kreditrisiko signifikant erhöht. Auch der AXA Konzern hält Kapitalanlagen, deren Bonität vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise in der Öffentlichkeit diskutiert wurde und die teilweise von signifikanten Spreadausweitungen betroffen waren.
Der AXA Konzern hält über Spezialfonds ein ungesichertes Exposure im Marktwert von 389 Mio. Euro (2008: 306 Mio. Euro) in US-RMBS (Residential Mortgage Backed Securities), die mit Krediten aus dem sogenannten "Subprime-Segment" besichert sind. Neben dem US-RMBS Exposure enthalten die Spezialfonds ein synthetisches CDO (Collateralized Debt Obligation), das durch die Entwicklungen an den Kreditmärkten bezüglich der für die Bewertung relevanten Annahmen und durch konkrete Ausfälle im Referenzportfolio deutliche Marktwertverluste erlitten hat. Der Nominalwert beträgt wie im Vorjahr 510 Mio. Euro bei einem Marktwert des Kreditderivats von -215 Mio. Euro (2008: -345 Mio. Euro). Im IFRS-Abschluss ist diese Wertminderung vollständig erfolgswirksam berücksichtigt. Ein Verlust des Nominalbetrags kann aber nur im Fall von mehreren weiteren Ausfällen in signifikanter Höhe innerhalb des CDO-Portfolios eintreten. Im Geschäftsjahr haben wir das Ausfallrisiko des synthetischen CDO durch verschiedene Restrukturierungsmaßnahmen reduziert. Insbesondere wurde die Subordination durch eine Einmalzahlung an den Kontrahenten erhöht. Ferner enthalten die Spezialfonds ein Portfolio von CLO's (Collateralized Loan Obligations) mit einem Nominalwert von 939 Mio. Euro (2008: 966 Mio. Euro) und einem Zeitwert von 612 Mio. Euro (2008: 819 Mio. Euro).
Ebenso hält der AXA Konzern ein größeres Volumen von Fremdkapitalinstrumenten, die von nationalen und internationalen Banken sowie sonstigen privatwirtschaftlichen Unternehmen emittiert wurden. Dieses Exposure wird entweder direkt oder über Fonds, Derivate und strukturierte Produkte gehalten und enthält auch Instrumente von niedriger Seniorität wie nachrangige Darlehen, Genussscheine und stille Beteiligungen. Das Portfolio der nachrangigen Darlehen, Genussscheine und stille Beteiligungen (Nominalwert von 2,8 Mrd. Euro) enthält zu einem großen Teil Papiere von Sparkassen und Landesbanken. Aufgrund der schwierigen Situation einiger Landesbanken besteht bei deren Genussscheinen das Risiko, dass ergebnisabhängige Kupons nicht ausgezahlt werden und gegebenenfalls das Kapital herabgesetzt werden kann. Aus diesem Grunde wurden im Geschäftsjahr 2009 entsprechende Abschreibungen vorgenommen.
Der größte Teil unserer Rentenbestände ist besichert bzw. von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem minimalen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich in der Zukunft die Bonität einzelner Emittenten verschlechtert und damit wesentlicher Abschreibungsbedarf entstehen könnte.
Konzentrationsrisiken
Durch Konzentrationsrisiken wird die Diversifizierung des Portfolios vermindert, wodurch das Risiko hoher Verluste aufgrund von Einzelpositionen steigt. Sie stehen daher im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken. Konzentrationsrisiken werden durch Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht.
Liquiditätsrisiken
Aufgrund der vorab vereinnahmten sowie verzinslich und liquide angelegten Beiträge ist das Liquiditätsrisiko für Versicherungsunternehmen grundsätzlich gut steuerbar. Wir tragen dem Risiko unzureichender Liquidität durch eine mehrjährige Planung der Zahlungsströme Rechnung. Zusätzlich erfolgt für einen rollierenden Zwölfmonatszeitraum eine Prognose auf Monatsbasis. Für die Überwachung des Liquiditätsrisikos wird darüber hinaus ein Liquiditätsstresstest durchgeführt.
Generell hat sich als Folge der Finanzkrise die Liquiditätssituation am Kapitalmarkt verschlechtert, da in verschiedenen Marktsegmenten nur sehr wenige Transaktionen stattfinden. Auch der AXA Konzern ist hiervon betroffen.
Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit wir trotz der Kapitalmarktskrise den Verpflichtungen gegenüber unseren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Ein eventuell auftretender unvorhergesehener Liquiditätsbedarf wird konzernintern ausgeglichen.
Risikosteuerung der Kapitalanlagen
Innerhalb des AXA Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen implementiert. Das Asset Liability Management Komitee schlägt die Kapitalanlagestrategie vor, der Vorstand entscheidet hierüber. Der Kapitalanlageausschuss implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation) und die Einhaltung vorgegebener Limits und Limitsysteme. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Richtlinie (Investment Guidelines) für alle Kapitalanlagen. Die aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Mischung und Streuung werden eingehalten. Darüber hinaus werden Konzentrationsrisiken durch das gruppenweite Risikomanagement monatlich ausgewertet und überwacht.
Ziel des strukturierten Anlageprozesses ist es, die Risiken in den Portfolios durch systematische und kontrollierte Abläufe zu steuern. Anlageentscheidungen werden auf Basis von Asset Liability Management (ALM)-Analysen vor dem Hintergrund der versicherungstechnischen Verpflichtungen, der Bewertungsreserven und der Eigenkapitalausstattung getätigt. Im Rahmen der strategischen und taktischen Asset-Allocation bestehen prozentuale Begrenzungen für die einzelnen Anlageklassen. Zusätzlich werden Limite für Bonität, Einzelemittenten und die Duration des festverzinslichen Portfolios definiert und überwacht. Bei der Risikoeinschätzung wird dabei von einem dem jeweiligen Risiko adäquaten Prognosezeitraum ausgegangen. Zur Bewertung der Anlagerisiken steht eine Vielzahl von Risikomanagementinstrumenten zur Verfügung.
Zum Zwecke der effizienten Portfolioverwaltung und -steuerung wird der Einsatz derivativer Finanzinstrumente regelmäßig geprüft. Mit diesen Instrumenten werden verschiedene Motive der Portfoliosteuerung umgesetzt: Absicherung, Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung. Das Hauptmotiv beim Einsatz von derivativen Instrumenten der Kapitalanlagen ist die Absicherung, wodurch das im Portfolio liegende wirtschaftliche Risiko reduziert wird (Hedging). Die Motive Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung werden aktuell nur begrenzt verfolgt.
Im Kreditkomitee wird auf Vorstandsebene das Kreditrisiko des Gesamtportfolios sowie einzelner Anlageklassen und kritischer Emittenten besprochen.
Als Reaktion auf die Verschärfung der Finanzkrise nach der Lehman-Insolvenz berät regelmäßig ein Expertengremium aus den Bereichen Asset Liability Management, Risikomanagement und Accounting sowie den Mitgliedern des Kapitalanlageausschusses - Kapitalanlagevorstand, Finanzvorstand und Chief Risk Officer der AXA Konzern AG - über Maßnahmen zur Krisenbewältigung.
Das Audit Committee wird regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen und die Risikosituation des Konzerns und der Einzelgesellschaften informiert.
Operationale und sonstige Risiken
Operationale Risiken beinhalten Verluste aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen sowie aus mitarbeiter- und systembedingten oder externen Vorfällen.
Die wesentlichen Prozessrisiken und die Sicherheit der internen Kontrollsysteme werden regelmäßig von unserer Konzernrevision gemeinsam mit den verantwortlichen Linienmanagern identifiziert und bewertet. Die sich hieraus ergebenden Kennzahlen sind eine wesentliche Grundlage für die mehrjährige risikoorientierte Prüfungsplanung der Konzernrevision. Um die Anforderungen des Sarbanes-Oxley-Acts zu erfüllen, wurden umfangreiche Prozessdokumentationen erstellt und zahlreiche Kontrollen implementiert.
Darüber hinaus werden die operationalen Risiken in unserem Risikomanagementsystem erfasst und bewertet sowie Maßnahmen getroffen, um diese Risiken zu verringern. Es wurden Verfahren implementiert und Notfallpläne definiert, welche die Kontinuität der Geschäftsprozesse auch bei Eintritt eines schwerwiegenden operationalen Risikos sicherstellen. Die Koordination unseres umfangreichen Projektportfolios erfolgt durch den Bereich Konzernstrategie und Portfoliosteuerung, welcher sich auf ein umfassendes Berichtswesen mit Vorwarnelementen stützt.
Operationale Risiken, die aus der Integration der EDV-Krankenversicherungssysteme von AXA und DBV-Winterthur entstehen könnten, wurden erfasst und evaluiert. Es wurden entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen erarbeitet. Die Risiken werden regelmäßig überprüft, damit auch für neue Risiken entsprechende Maßnahmen formuliert werden. Die aus der Migration der anderen EDV-Systeme gewonnenen Erfahrungen werden hierbei genutzt.
Risiken aus strategischen Geschäftsentscheidungen werden durch einen regelmäßigen systematischen Strategieentwicklungs- und -Umsetzungsprozess reduziert.
Reputationsrisiken ergeben sich aufgrund einer möglichen Beschädigung des Rufes des Unternehmens. Insbesondere mit Hilfe eines aktiven Reputations-Managements und von Medien-Resonanzanalysen wird dieses Risiko gemindert.
Das am 29. Mai 2009 in Kraft getretene Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) stellt die umfangreichste Modernisierung des Handelsbilanzrechts seit 1985 dar. Das deutsche Handelsrecht soll damit zu einer vollwertigen aber einfacheren Alternative zu den IFRS entwickelt werden. Insbesondere soll die Aussagekraft des handelsrechtlichen Jahresabschlusses erhöht werden. Wir haben die Auswirkungen des Gesetzes auf unsere Gesellschaft analysiert. Die anstehenden Änderungen des Bilanzrechts werden im Wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanzierung von Pensionsrückstellungen, latenten Steuern, sonstigen Rückstellungen und ggf. von selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten haben. Neben den Bilanzierungsvorschriften beinhaltet das BilMoG umfangreiche zusätzliche Anhangangabe- und Lageberichtspflichten sowie neue Vorgaben zur Corporate Governance. Die Neuregelungen sind, abgesehen von einigen wenigen Anhangangaben, erstmals im Geschäftsjahr 2010 anzuwenden. Die für 2009 verpflichtenden Anhangangaben wurden in den Geschäftsberichten für die Einzelgesellschaften entsprechend umgesetzt. Wir erwarten keine wesentlichen Risiken im Zusammenhang mit der Umsetzung des BilMoG.
Bezüglich Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Eventualschulden) verweisen wir auf Seite 164 des Anhangs.
Rechtliche Risiken und Garantierisiken
Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft haben wir uns für den Fall, dass eines der übrigen Poolmitglieder ausfällt, verpflichtet, dessen Leistungsverpflichtungen im Rahmen der quotenmäßigen Beteiligung zu übernehmen. Bei den beendeten Mitgliedschaften der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft, beim Deutschen Luftpool und bei der Continentale Valoren-Versicherungs-Gemeinschaft trifft dies nur noch für die Abwicklung früherer Jahre zu.
Zum Schutz der Ansprüche aus Versicherungsverträgen im Fall einer Unternehmenskrise sind Lebens- und Krankenversicherer zur Mitgliedschaft in einem Sicherungsfonds gesetzlich verpflichtet.
Für die Lebensversicherer erhebt der Sicherungsfonds auf der Grundlage der Sicherungsfonds-Finanzierungs-Verordnung (Leben) jährliche Beiträge von maximal 0,2 ‰ der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen, bis ein Sicherungsvermögen von 1 ‰ der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen aufgebaut ist. Für die Lebensversicherer des Konzerns und die Pensionskasse des Konzerns ergeben sich hieraus keine zukünftigen Verpflichtungen. Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1 ‰ der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen erheben; dies entspricht einer Verpflichtung von 46 Mio. Euro (2008: 37 Mio. Euro). Sofern die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen, haben sich die teilnehmenden Versicherungsunternehmen verpflichtet, dem Sicherungsfond oder alternativ der Protektor Lebensversicherungs- AG weitere finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Verpflichtung beträgt 1 % der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen unter Anrechnung der zu diesem Zeitpunkt bereits an den Sicherungsfonds geleisteten Beiträge. Unter Einschluss der oben genannten EinZahlungsverpflichtungen aus den Beitragszahlungen an den Sicherungsfonds beträgt die Gesamtverpflichtung zum Bilanzstichtag 415 Mio. Euro (2008:331 Mio. Euro).
Die AXA Krankenversicherung AG ist nach §§ 124 ff. VAG - über die Mitgliedschaft im Verband der privaten Krankenversicherung e.V. - dem gesetzlichen Sicherungsfonds für Krankenversicherungsunternehmen angeschlossen. Inzwischen wurde die Auffanggesellschaft Medicator AG gegründet, der das Bundesministerium für Finanzen mit Verordnung vom 11. Mai 2006 die Aufgaben und Befugnisse eines Sicherungsfonds für Krankenversicherungsunternehmen übertragen hat. Im Krisenfall ist die AXA Krankenversicherung AG verpflichtet, der Medicator AG die erforderlichen Mittel bis zur Höhe von maximal 2 ‰ der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen zur Erfüllung ihrer Aufgaben zur Verfügung zu stellen. Im Geschäftjahr würde das einem Betrag in Höhe von 20 Mio. EUR (2008: 18 Mio. Euro) entsprechen.
Für die AXA Bank AG wurde gemäß § 5 Abs. 10 des Statuts des Einlagensicherungsfonds seitens der AXA Konzern AG sowie der AXA, Paris, eine so genannte Freistellungserklärung gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin, abgegeben. Die Freistellungserklärung dient zur vorsorglichen Absicherung für den eventuellen Fall einer zugunsten der Bank erfolgten Hilfestellung, falls diese wegen entstandener Verluste erforderlich sein sollte. Die Freistellung ist auf die Einlagen der Kunden bei der AXA Bank AG begrenzt, die zum Bilanzstichtag 863 Mio Euro (2008: 1.113 Mio. Euro) betrugen.
Mit der Nordstern Allgemeine Versicherungs-AG, die 1999 durch die Verschmelzung mit der AXA Versicherung AG erloschen ist, bestand seit 1994 ein Beherrschungsvertrag. Die Angemessenheit der aufgrund des Beherrschungsvertrages den außen stehenden Aktionären der Nordstern Allgemeine Versicherungs-AG zustehenden Abfindungen und Ausgleichszahlungen wird in einem Spruchstellenverfahren gemäß § 306 AktG überprüft, das beim Oberlandesgericht Düsseldorf anhängig ist. Im November 1999 haben mehrere außen stehende Aktionäre der Albingia Versicherungs-AG gemäß §306 AktG ein weiteres Spruchstellenverfahren beim Landgericht Hamburg beantragt, in dem die Angemessenheit der den außenstehenden Aktionären nach dem Beherrschungsvertrag zu gewährenden Abfindung und Ausgleichszahlung überprüft wird.
Im Jahr 2002 wurde ein weiteres Spruchstellenverfahren von mehreren außenstehenden Aktionären der AXA Versicherung AG beim Landgericht Köln gemäß § 306 AktG in die Wege geleitet, um die Angemessenheit der den außenstehenden Aktionären nach dem 2000 abgeschlossenen Beherrschungsvertrag zu gewährenden Abfindung und Ausgleichszahlung zu überprüfen. Außenstehende Aktionäre der AXA Versicherung AG haben darüber hinaus im Jahr 2005 weitere Spruchstellenverfahren beim Landgericht Köln eingeleitet. In ihnen sollen die Barabfindungsangebote und Ausgleichzahlungen aus dem im Jahr 2005 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag mit der AXA Konzern AG sowie die Barabfindungsangebote überprüft werden, die aus der Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die AXA Konzern AG resultieren.
In 2007 wurden weitere Spruchstellenverfahren von mehreren außenstehenden Aktionären der AXA Lebensversicherung AG und der Deutsche Ärzteversicherung AG beim Landgericht Köln gemäß § 306 AktG in die Wege geleitet, um die Barabfindungsangebote zu überprüfen, die aus der am 5. Juli 2007 wirksam gewordenen Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die AXA Konzern AG resultierten. Ferner haben mehrere Aktionäre der AXA Konzern AG ein Spruchstellenverfahren beim Landgericht Köln zur Überprüfung der Angemessenheit des Barabfindungsangebotes, das aus der ebenfalls am 5. Juli 2007 wirksam gewordenen Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der AXA Konzern AG auf die AXA, Paris, resultierte, eingeleitet.
In 2008 wurde von mehreren außenstehenden Aktionären der DBV Holding AG ein Spruchstellenverfahren gem. § 306 AktG beim Landgericht Frankfurt in die Wege geleitet, in dem die Angemessenheit der den außenstehenden Aktionären zu gewährenden Barabfindung und Ausgleichszahlung aus dem mit der WinCom Versicherungs-Holding abgeschlossenen Beherrschungsvertrag überprüft wird.
In 2009 wurde von mehreren außenstehenden Aktionären der DBV Holding AG ein Spruchstellenverfahren beim Landgericht Frankfurt gem. § 306 AktG in die Wege geleitet, um die Barabfindungsansprüche aus der am 9. April 2009 wirksam gewordenen Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der DBV Holding AG auf die AXA Konzern AG zu überprüfen.
Die auf die AXA Lebensversicherung AG verschmolzene Nordstern Lebensversicherungs-AG wurde zusammen mit zahlreichen anderen europäischen Versicherungsgesellschaften vor einem Bundesgericht in New York von Opfern des Holocaust und ihren Erben verklagt. Mit diesen Sammelklagen fordern die Kläger Entschädigungen für angeblich nicht ausgezahlte Versicherungsleistungen. Das Gericht hat diese Klagen am 8. Dezember 2000 abgewiesen. Eine Entschädigung von moralischen Ansprüchen der Opfer und ihrer Erben erfolgt über die Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft, der der AXA Konzern beigetreten ist.
Das Landesarbeitsgericht München hat am 15. März 2007 rechtskräftig entschieden, Entgeltumwandlungsvereinbarungen seien wegen Verletzung des gesetzlichen Wertgleichheitsgebotes unwirksam, wenn der Arbeitslohn in gezillmerte Tarife der betrieblichen Altersversorgung investiert wird. Das Bundesarbeitsgericht hat diese Ansicht in seinem Urteil vom 15. September 2009 (Az. 3 AZR 17/09) nicht bestätigt. Danach verstoßen gezillmerte Tarife bei Entgeltumwandlung nicht gegen das Wertgleichheitsgebot. Ein vollständiger Ausschluss der Haftung des Arbeitgebers bei Verwendung voll gezillmerter Verträge kann aber laut Urteilsbegründung des BAG nicht gewährleistet werden, da der Einsatz solcher Tarife eine unangemessene Benachteiligung darstellen kann. Es wird aber als angemessen erachtet, wenn die Abschluss- und Vertriebskosten auf die ersten fünf Jahre verteilt werden, da dieses Vorgehen auch im Gesetz über die Zertifizierung von Altersvorsorgeverträgen (AltZertG) und seit 2008 auch im VVG vorgeschrieben wird. Aufgrund der zuvor unklaren Rechtslage hatten wir in den Jahren 2007 und 2008 eine Garantieerklärung für die jeweils aktuelle Produktpalette abgegeben. Hierdurch werden die Arbeitgeber unter bestimmten Voraussetzungen von Zahlungen freigestellt, zu denen sie aufgrund der Klage eines ausgeschiedenen Arbeitnehmers zur Auffüllung des Rückkaufwertes gerichtlich verurteilt werden sollten. Da wir ab 2008 aufgrund neuer gesetzlicher Vorschriften ohnehin eine Abschlusskostenverteilung auf 5 Jahre vorgenommen haben, könnte sich eine Haftung für uns nur aus den in 2007 abgegebenen Freistellungserklärungen bis längstens 2011 ergeben. Von der Bildung einer Rückstellung konnten wir Abstand nehmen, weil es aufgrund der im Geschäftsverlauf zu beobachtenden Stornowahrscheinlichkeiten, der nun oberstgerichtlich festgestellten Rechtslage und der die Haftungsübernahme erheblich konditionierenden Voraussetzungen unwahrscheinlich ist, dass wir aus dieser Haftungsfreistellung in Anspruch genommen werden. Bisher wurden wir nicht in Anspruch genommen.
Es bestehen Verpflichtungen aus gesamtschuldnerischer Haftung der Konzerngesellschaften für einen Barkredit in Höhe von 25 Mio. Euro (2008: 25 Mio. Euro) sowie für einen Avalkredit in Höhe von 1 Mio. Euro (2008: 1 Mio. Euro).
Zugunsten der Deutsche Ärzteversicherung AG waren Wertpapiere mit einem Nominalwert von 6 Mio. Euro (2008: 18,8 Mio. Euro) verpfändet.
Weiter bestanden Bankbürgschaften in Höhe von 2 Mio. Euro (2008: 1 Mio. Euro) und Patronatserklärungen über 7,5 Mio. Euro (2008: 12,5 Mio. Euro) im Zusammenhang mit der Gewährung von Schuldscheindarlehen.
Staatsanleihen in Höhe von 227 Mio. Euro (2008: 346 Mio. Euro) wurden zugunsten des Kontrahenten als Sicherheit für die negativen Marktwerte der Bespoke Swaps verpfändet.
Zusammenfassende Darstellung der Risikolage
In der Schaden- und Unfallversicherung werden die Risiken insbesondere in einer Häufung nicht rückversicherter mittelgroßer Schäden, einem Anstieg von Groß- und Katastrophenschäden, z.B. aus Naturkatastrophen, sowie einem Rückgang des Beitragsniveaus gesehen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Untersegment Arzthaftpflichtversicherung, da die hier vorliegenden neuen Erkenntnisse ergeben, dass sehr wahrscheinlich ein trendartiger Schadenanstieg in Folge der Veränderung der Rechtslage bzw. der Marktteilnehmer unterstellt werden kann. In der Lebens- und Krankenversicherung stellen das Zinsgarantierisiko und die biometrischen sowie Schaden/Leistungsrisiken die größten versicherungstechnischen Risiken dar. Neben den versicherungstechnischen Risiken beinhalten die Markt- und Bonitätsrisiken der Kapitalanlagen das größte Risikopotenzial. Bei einer weiteren Verschlechterung der Finanzmärkte können zusätzliche Abschreibungen auf unser Kapitalanlagenportfolio nicht ausgeschlossen werden.
Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des deutschen AXA Konzerns gefährden könnten. Ein in der Zukunft möglicherweise bei unseren Konzerngesellschaften auszuweisender handelsrechtlicher Fehlbetrag würde von der AXA Konzern AG im Rahmen der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge ausgeglichen.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Am 27. April 2010 wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2010 die AXA Service AG auf die AXA Konzern AG verschmolzen. Weiter ist geplant, die BVS Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln auf die DBV Holding AG, Wiesbaden zu verschmelzen.
Von uns betriebene Versicherungszweige
Lebensversicherung
Krankenversicherung
Schaden- und Unfallversicherung
Allgemeine Unfallversicherung
Haftpflichtversicherung
Kraftfahrtversicherung
Luftfahrtversicherung (einschließlich Raumfahrtversicherung)*
Rechtsschutzversicherung
Feuerversicherung
Einbruchdiebstahl- und Raub (ED)-Versicherung
Leitungswasser (Lw)-Versicherung
Glasversicherung
Sturmversicherung
Verbundene Hausratversicherung
Verbundene Wohngebäudeversicherung
Technische Versicherungen
Einheitsversicherung
Transportversicherung
Kredit- und Kautionsversicherung
Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage (EC)-Versicherung)
Betriebsunterbrechungs-Versicherung
Beistandsleistungsversicherung
Luft- und Raumfahrzeug-Haftpflichtversicherung
Sonstige Schadenversicherung
* Nur Abwicklung von Vorjahresschadenfällen.
Ausblick
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Nach dem Einbruch Ende 2008/Anfang 2009 wird von den führenden Wirtschaftsforschungsinstituten für Deutschland in 2010 eine Fortsetzung der moderaten Erholung der Konjunktur erwartet. Getrieben wird die Konjunkturbelebung vor allem von den Exporten, die vom Aufschwung insbesondere in den Schwellenländern profitieren. Laut den aktuellen Konjunkturprognosen wird für 2010 ein reales BIP-Wachstum von +1,5 % erwartet. Auch in 2011 wird die deutsche Wirtschaft voraussichtlich um +1,4 % wachsen. Dennoch wären die Wachstumseinbußen des letzten Jahres auch zu Beginn 2012 noch nicht aufgeholt.
Die Auswirkungen der Banken- und Wirtschaftskrise haben viele Unternehmen hart getroffen und deren wirtschaftliche Lage nachhaltig geschwächt. Für 2010 wird mit einem Anstieg der Unternehmensinsolvenzen gerechnet. Teilweise wird erwartet, dass das bisherige Höchstniveau an Insolvenzen aus dem Jahr 2003 überschritten wird. Die wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte dagegen gilt als ausgesprochen stabil. Insbesondere die unerwartet günstige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, die Einkommensersatzleistungen im Falle von Arbeitslosigkeit, das relativ stabile Preisniveau haben dazu beigetragen, dass den privaten Haushalten keine Einkommensverluste entstanden sind.
Der Arbeitsmarkt hat sich in der Krise als ausgesprochen robust gezeigt. Als Gründe werden Kurzarbeit, flexiblere Tarifverträge sowie die mäßigen Lohnsteigerungen in den vergangenen Jahren genannt. In 2010 wird die Arbeitslosenquote in Deutschland voraussichtlich auf 8,1 % und in 2011 auf 7,9 % sinken. Die Verbraucherpreise dürften nur leicht steigen. Für 2010 erwarten die Wirtschaftsforschungsinstitute eine Inflationsrate von 0,9 % und für das kommende Jahr von 1,0 %.
Wirtschaftspolitisch dürften gegenläufige Effekte auf die Konjunktur wirken. Einerseits rechnen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute weiter mit einer expansiven Zinspolitik der Europäischen Zentralbank. Es wird erwartet, dass die Geldpolitik die Wirtschaft ankurbeln wird. Von der Finanzpolitik erwartet man hingegen, dass sie die Konjunktur dämpfen wird. Dies liegt daran, dass die Konjunkturprogramme auslauten und erste Schritte zur Konsolidierung des Staatshaushalts zu erwarten sind.
Trotz Erholung bleiben die Risiken für die Konjunktur groß. Dazu gehören z. B. ein Rückschlag der Weltkonjunktur sowie die Spannungen im Euro-Raum. Es können immer wieder Probleme an den Finanzmärkten auftreten, z. B. wenn wegen der hohen Staatsdefizite an der Solvenz mancher Staaten gezweifelt wird. Zudem ist die Lage im Bankensektor immer noch schwierig. Eine Verschärfung der Kreditrestriktionen kann nicht ausgeschlossen werden.
Vor diesem Hintergrund kann für 2010 für die Versicherungswirtschaft zumindest mit einem leichten Anstieg der Beitragseinnahmen gerechnet werden.
Versicherungswirtschaft
Trotz Banken- und Wirtschaftskrise konnte die deutsche Versicherungswirtschaft in 2009 ein Beitragswachstum von 4,1 % erzielen. Für 2010 wird das Beitragsvolumen laut einer Schätzung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) vom April 2010 um 1,0 % steigen. In der Lebensversicherung wird insgesamt mit einem leichten Beitragsplus gerechnet (0,5 %). Allerdings wird das Geschäft gegen laufenden Beitrag voraussichtlich um 2 % zurückgehen. Ein leicht sinkendes Beitragsaufkommen wird für die Schaden- und Unfallversicherung erwartet, wobei die Entwicklung in den einzelnen Zweigen und Sparten stark unterschiedlich verläuft. Lediglich in der Krankenversicherung wird eine unverändert positive Entwicklung erwartet, so dass mit einer Steigerung der Beitragseinnahmen von 5 % gerechnet wird.
Die Entwicklung der Lebensversicherung wird von gegenläufigen Effekten beeinflusst. Einerseits ist im Geschäft gegen laufenden Beitrag insgesamt einen Beitragsrückgang um 2 % zu erwarten. Für Versicherungen gegen Einmalbeitrag wird erneuter Anstieg um 10% vorausgesagt. Im Ergebnis wird für die Lebensversicherung zumindest ein leichtes Beitragswachstum erwartet.
Für die private Krankenversicherung wird ein Beitragswachstum in Höhe von 5 % erwartet. Dies resultiert aus dem Neugeschäft und den Beitragsanpassungen, vermindert um den negativen Effekt von einem Prozentpunkt für das Beitragsaufkommen, der durch Nichtzahler verursacht wird.
In der Schaden- und Unfallversicherung wird für das Jahr 2010 insgesamt ein leichter Beitragsrückgang von 0,5 % erwartet. In Kraftfahrt mehren sich die Anzeichen, dass die Preissenkung im Neugeschäft beendet wird. Allerdings wirken Faktoren wie die Wanderung in günstigere Schadenfreiheitsrabatte und der Nachfragerückgang nach Neuwagen nach dem Auslaufen der Umweltprämie dämpfend aus. Im Ergebnis wird mit einem leichten Beitragsminus von 0,5 % gerechnet. In der Nicht-Kraftfahrtversicherung wird ebenfalls mit einem leichten Beitragsrückgang gerechnet. Dies liegt hauptsächlich am industriell-gewerblichen Geschäft, wo die Prämienberechnung oft an die Umsätze der Versicherungsnehmer im Vorjahr angeknüpft wird. Umsatzrückgänge in 2009 und Beitragsrückerstattungen für das Vorjahr werden sich daher im Beitragsvolumen in 2010 bemerkbar machen. In industriell-gewerblicher Sachversicherung wird mit einem Rückgang der Beitragseinnahmen um -3 % gerechnet. Auch in der Transportversicherung wird ein Beitragsminus von 5 % erwartet. Umsatzabhängige Prämienbemessung im industriell-gewerblichen Geschäft wird voraussichtlich zu einem Beitragsminus von 0,5 % in der Haftpflichtversicherung führen. Angesichts der vergleichsweise stabilen Wirtschaftslage der privaten Haushalte und der essenziellen Bedeutung des Versicherungsschutzes, wird in der privaten Sachversicherung ein Beitragzuwachs von 1,5 % prognostiziert. In Unfallversicherung werden dagegen stagnierende Beiträge erwartet.
Aussichten und Chancen des AXA Konzerns
Die globale Wirtschafts- und Kapitalmarktkrise und das anhaltend niedrige Zinsniveau am Kapitalmarkt stellen die Lebensversicherung weiterhin vor große Herausforderungen. Daher ist die Entwicklung für diesen Bereich insgesamt nur schwer vorherzusagen. Die Verunsicherung bei den Verbrauchern und eine einhergehende Zurückhaltung zum Abschluss langfristiger Altersvorsorgeverträge bestehen weiterhin. Das Modell der Lebensversicherung erweist sich jedoch nach der Krise als ein wesentlicher Stabilitätsfaktor im Finanzdienstleistungsmarkt. Die gesellschaftliche Alterung schreitet voran und allein nach dem Umlageprinzip wird sich eine nachhaltig wirksame Altersvorsorge nicht aufbauen lassen. Die langfristig wirkenden Grundlagen und Aussichten des Lebensversicherungsgeschäftes bleiben also intakt. Entscheidend ist, das Vertrauen der Kunden in eine zuverlässige und langfristige Partnerschaft zu gewinnen. Die AXA Gruppe hat eine weit über dem Marktdurchschnitt liegende Kapitalkraft und Stabilität. Deshalb sehen wir das Marktumfeld als Chance, uns bei unseren Kunden und am Markt als aufmerksamer und zuverlässiger Partner zu positionieren.
Im Bereich des Öffentlichen Dienstes sind wir mit unserem Spezialversicherer, der DBV Deutsche Beamtenversicherung, am Markt vertreten. Der kontinuierliche Dialog und die enge Verbundenheit mit den Kunden des Öffentlichen Dienstes sind die Treiber für das maßgeschneiderte Angebot der DBV. Zahlreiche Auszeichnungen belegen die Qualität der transparenten und verbraucherfreundlichen Produkte nicht nur im Bereich der Lebensversicherung. Es gibt wohl keinen anderen Anbieter in unserer Branche, der so tief mit den besonderen Bedürfnissen des Öffentlichen Dienstes an Vorsorge und Absicherung vertraut ist wie wir. Diese Nähe zur Zielgruppe, unsere langjährig aufgebauten Zugangswege und unsere hohe Akzeptanz bei den Beamten und Angestellten des Öffentlichen Dienstes sind starke Pluspunkte für die DBV. Diese machen die Marke auch für Vertriebspartner aus dem Feld der freien Vertriebe interessant, die im Öffentlichen Dienst schon heute etabliert sind oder sich in dieser Zielgruppe mit bedarfsgerechten Lösungen neu positionieren wollen.
Für uns steht zusätzlich zu einer Qualitätsoffensive im Produktbereich, bei der neben der konventionellen Rentenversicherung insbesondere die Überarbeitung der hervorragend positionierten Berufsunfähigkeitsversicherung und der Risikolebensversicherung erfolgen wird, der Ausbau des zertifizierten und vom Markt sehr positiv aufgenommenen Beratungsansatzes "plan360" im Fokus. Über die Ausweitung dieses Beratungsansatzes für das wachsende und profitable Kundensegment der Privatkunden ab 50 Jahre hinaus werden sukzessive weitere Kundensegmente erschlossen. Außer dem Segment "Berufswelt" ist insbesondere das Segment "Familien" in Vorbereitung. Die Altersstruktur im Öffentlichen Dienst führt in den nächsten Jahren zu einem hohen Einstellungsbedarf. Diese Zielgruppe der Dienst- und Berufsanfänger wird mehr denn je eines unserer Fokussegmente bilden.
Neben der einzigartigen Kombination aus Ansprache, Vertriebszugang und Service wird der Beratungsansatz durch zielgruppenspezifische Produktlösungen, wie beispielsweise eine neu entwickelte Kinderpolice oder Dienstanfängerpolice, begleitet, die in diesen Segmenten große Wachstumschancen eröffnen. Besondere Bedeutung wird auch in Zukunft dem Einmalbeitragsgeschäft zukommen. Die Konzentration auf die Wiederanlage fälliger Lebensversicherungen und die Schließung der Rentenlücke unserer Kunden durch Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag wird ausgebaut. Begleitet durch das neue Produkt "Kapitaldepot", das speziell für die Wiederanlage konzipiert wurde, sehen wir in der systematischen Betreuung unserer Kunden bei der Anlage fälliger Gelder große Wachstumschancen.
Mit ihren attraktiven Produkten sind unsere beiden Pensionskassen Pro bAV und winsecura im Markt der betrieblichen Altersversorgung nach wie vor außerordentlich gut positioniert. Der Wachstumsmarkt der betrieblichen Altersversorgung setzt positive Akzente und gibt damit den Rahmen für weiteres Bestands- und Beitragswachstum in diesem Bereich. Schwer einschätzbar ist jedoch, inwieweit sich die noch nicht überwundene Finanzmarktkrise auf das Neugeschäft in der betrieblichen Altersversorgung auswirken wird. Die zentrale Bedeutung der Lebensversicherungen und Pensionskassen für die Altersversorgung gibt langfristig eher Anlass zum Optimismus. Die kurzfristige Auswirkung auf die Bereitschaft zum Neuabschluss von Verträgen ist jedoch ungewiss. Entscheidend wird das Vertrauen der Kunden in das System der betrieblichen Altersversorgung als Stütze einer individuellen Absicherung sein. Neben der reinen Entgeltumwandlung rechnen wir damit, dass zukünftig auch mischfinanzierte Modelle, die partnerschaftlich von Arbeitgeber und Arbeitnehmer finanziert werden, an Bedeutung gewinnen werden. Möglicherweise gewinnt auch die rein arbeitgeberfinanzierte Form als modernes Instrument der Mitarbeiterbindung und der Marktdifferenzierung wieder an Attraktivität. Die anhaltenden Diskussionen zur Stabilisierung des gesetzlichen Rentenversicherungssystems wird die Nachfrage nach zusätzlicher Altersversorgung weiter verstärken. Das Bewusstsein vieler Verbraucher, dass die gesetzliche Rente allein nicht ausreichen wird, um den Lebensstandard im Alter zu sichern, ist gewachsen. Diese Tendenz wird noch verstärkt durch die schrittweise Anhebung des gesetzlichen Rentenbeginnalters von 65 auf 67 Jahre. Die betriebliche Altersversorgung und insbesondere die Pensionskassenlösung empfiehlt sich aufgrund ihrer zahlreichen Vorteile als ideale Ergänzung zur gesetzlichen Rentenversicherung. Daher betrachten wir im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge das Geschäftjahr 2010 mit Zuversicht. Der strategische Ansatz, mit eigenen Pensionskassen am Markt aufzutreten, wird weiter verfolgt.
In Summe erwarten wir für das Segment Lebensversicherung weiterhin eine stabile Entwicklung oberhalb des Marktes sowohl hinsichtlich des Neugeschäftes als auch bei den Beitragseinnahmen, mit wiederkehrender Dynamik bei den laufenden Beiträgen. Insbesondere im Bereich des öffentlichen Dienstes gehen wir davon aus, unseren Marktanteil von derzeit 12,6 % weiter zu steigern.
Die globale Wirtschafts- und Kapitalmarktkrise und das anhaltend niedrige Zinsniveau am Kapitalmarkt stellen auch die private Krankenversicherung in Deutschland weiterhin vor große Herausforderungen. An den Kapitalmärkten werden die Zinssätze, wenn überhaupt, nur moderat ansteigen, da die wirtschaftliche Erholung auch im kommenden Jahr nur langsam verlaufen wird. Daher erwarten wir auch mittelfristig nur im geringen Ausmaß inflationäre Tendenzen. Die Entwicklung der Aktienkurse ist weiterhin kaum verlässlich vorhersagbar.
Die PKV beweist seit Jahrzehnten, dass angesichts der demografischen Entwicklung Vorsorge auf der Basis der Kapitaldeckung dem Umlageverfahren überlegen ist. Die im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung erwähnte Kapitaldeckung für die Pflegeversicherung ist für die PKV Bestätigung und Chance. Die langfristig wirkenden Grundlagen und Aussichten des Krankenversicherungsgeschäftes bleiben folglich gültig. Entscheidend ist, das Vertrauen der Kunden in eine zuverlässige und langfristige Partnerschaft zu erhalten.
Unsere schon früh eingeführten und weiter ausgebauten Steuerungsinstrumente, die dem Kunden als Patienten Unterstützung bieten und zur Beitragsstabilität beitragen, finden bei unseren Kunden weiterhin großen Anklang. Beispielhaft erwähnt seien hier das Hausarztprinzip und unsere Programme zur Betreuung von schwer oder chronisch Kranken im Rahmen des Aktiven Gesundheits-Services. Auch die weiteren Maßnahmen im Rahmen des Aktiven Gesundheits-Services mit dem Ziel, eine höhere Beitragsstabilität zu erreichen, werden wir in gewohnt enger Abstimmung mit unseren Kunden und Vertriebspartnern sowie der Ärzteschaft konsequent fortführen. Unsere Produkte sind nach wie vor erfolgreich. Da außerdem unsere Beitragsanpassung zum 1. Januar 2010 marktüblich blieb und die Verbesserung der Servicequalität in diesem Jahr besonderes Ziel ist, erwarten wir auch für das laufende Jahr erneut ein gutes Neugeschäft und weiteres Beitragswachstum.
Im Segment Schaden- und Unfallversicherung rechnen wir für das Industrie- und Firmenkundengeschäft im Jahr 2010 mit einer rückläufigen Entwicklung im Markt. Die infolge der Finanzmarktkrise insbesondere im produzierenden Gewerbe zu verzeichnenden Umsatzrückgänge werden vor allem in der Haftpflicht- und Transportversicherung zu weiteren Beitragsrückgängen führen. Neben geringeren Beitragseinnahmen ist von höheren RückVersicherungskosten auszugehen, die von den Erstversicherern nicht vollständig weitergegeben werden können. Der anhaltende Preiswettbewerb führt zu sinkenden Beitragseinnahmen für dasselbe Risiko, sodass mit steigenden Schadenquoten zu rechnen ist.
Entgegen dieser Marktentwicklung sehen wir unser Industrie- und Firmenkundengeschäft weiterhin auf profitablem Wachstumskurs. Grund für die insgesamt positive Prognose ist unser gut diversifiziertes Portfolio sowie die vielen innovativen und lösungsorientierten Konzepte in Verbindung mit unserer Lösungs- und Beratungskompetenz. Hiermit begegnen wir aktiv den gestiegenen Anforderungen unserer Kunden, beispielsweise im Bereich der Umweltrisiken. Neben internationalen Deckungskonzepten bieten wir auch Versicherungslösungen für neue wachstumsstarke Branchen, wie zum Beispiel den Markt für regenerative Energien. Auf Basis dieser konsequenten Ausrichtung an den Bedürfnissen unserer Kunden und Vermittler werden wir auch im Jahr 2010 erstklassigen Service bieten. Insgesamt rechnen wir mit einer Stärkung unserer Position als einer der führenden Industrie- und Firmenversicherer in Deutschland.
Im Privatkundengeschäft rechnen wir trotz verhaltener Marktentwicklungsprognosen insgesamt mit einem leichten Beitrags- und Marktanteilswachstum. Die Finanzmarktkrise wird sich auf das Privatkundengeschäft voraussichtlich weniger stark auswirken. Maßgeblich positive Beitrags- und Marktanteilseffekte für das Privatkundengeschäft werden aus der gezielten Förderung der Marke DBV als Spezialist für den Öffentlichen Dienst erwartet. Mit der Entwicklung spezieller Ansprachekonzepte, kombiniert mit besonders auf den Öffentlichen Dienst zugeschnittenen Produktangeboten, sehen wir uns gut aufgestellt. Allerdings werden der anhaltend aggressive Preiswettbewerb und die erhebliche Schadenbelastung aus den außergewöhnlich hohen Frost- und Glatteisschäden ein profitables Wachstum stark erschweren. Zum Ausgleich sollen neue Wachstumsfelder im Kooperationsbereich angegangen werden, wofür bereits erste Partner gewonnen werden konnten. Maßgeblich gestützt wird das erwartete Wachstum durch die Einführung unseres innovativen, Mitte 2009 eingeführten Bündelproduktes BOXplus (Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherung). Wir werden auch in diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld unsere ertragsorientierte Zeichnungspolitik unverändert fortsetzen und die Qualität und Effizienz unserer Prozesse weiter nachhaltig verbessern.
Im Bereich der Kunstversicherung rechnen wir bei privaten Sammlern und Firmensammlungen mit einem weiteren, wenn auch moderaten Wachstum. In diesem Teilmarkt beobachten wir eine zunehmende Preissensitivität, der wir durch umfassende Produktangebote, hochwertige Dienstleistungen und wettbewerbsfähige Preise begegnen. Bezogen auf professionelle Dienstleistungen der Kunstindustrie rechnen wir vor allem bei kleineren und mittleren Unternehmen mit einem zunehmenden Marktdruck, der zu Bereinigungen und Konsolidierungen führen kann. Unsere vertrieblichen Anstrengungen konzentrieren sich vor allem auf Kunst-Dienstleister, die einen nachhaltig stabilen und gesunden Geschäftsverlauf vorweisen können.
In Summe rechnen wir für die Kunstversicherung auch in 2010 mit einem moderaten Wachstum, wobei die Profitabilität des Portfolios stets im Vordergrund steht. Zum Wachstum werden auch neue Märkte beitragen, die wir sukzessive und mit Unterstützung der AXA Gruppe erschließen. Wir sind allerdings auch darauf vorbereitet, dass die Märkte weiterhin volatil bleiben und der Wettbewerbsdruck zunehmen wird. Dieser fordert einen flexiblen Umgang mit den Anforderungen unserer Vertriebspartner und Kunden.
Für den deutschen AXA Konzern insgesamt werden wir unseren Wachstumskurs fortzusetzen und beabsichtigen, unsere gute Marktposition auch angesichts der schwierigen Wirtschaftslage mindestens zu halten. Neben den rein versicherungsgeschäftlichen Aktivitäten wird weiterhin die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung nehmen können. Hier sehen wir uns jedoch aufgrund unserer soliden Kapitalbasis weiterhin gut aufgestellt.
Inwieweit jedoch sich die aktuelle Euro-Schwäche und das damit einhergehende Misstrauen der Märkte auf unser Geschäft niederschlagen werden, ist nicht konkret vorherzusagen. Insofern kann für das Geschäftsjahr 2010 eine Verschlechterung des Kapitalanlageergebnisses nicht ausgeschlossen werden. Unser Ziel ist jedoch, das Konzernergebnis in 2010 möglichst noch einmal zu verbessern.
Köln, den 30. Juni 2010
Der Vorstand
Konzernjahresabschluss
Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2009
Aktiva
| in Tsd. Euro | Anhang | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|
| A. Immaterielle Vermögensgegenstände | 1 | ||
| I. Geschäfts- oder Firmenwert | 973.768 | 973.768 | |
| II. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände | 527.330 | 535.723 | |
| 1.501.098 | 1.509.491 | ||
| B. Kapitalanlagen | |||
| I. Fremdgenutzte Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 2 | 1.323.846 | 1.300.156 |
| II. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 3 | 49.449 | 84.184 |
| III. Finanzinstrumente | 4 | ||
| 1. Darlehen und Ausleihungen | 7.425.040 | 7.789.493 | |
| 2. Jederzeit veräußerbare Wertpapiere | 44.297.539 | 43.109.632 | |
| 3. Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente* | 6.632.827 | 6.184.130 | |
| IV. Einlagen bei Kreditinstituten | 1.964.287 | 2.677.654 | |
| V. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft | 82.338 | 72.016 | |
| 61.775.326 | 61.217.265 | ||
| C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 1.798.361 | 1.160.508 | |
| D. Forderungen | |||
| I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft | 5 | 543.285 | 546.282 |
| II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft | 41.295 | 74.708 | |
| III. Steuerforderungen | 214.785 | 502.400 | |
| IV. Sonstige Forderungen | 6 | 517.740 | 485.583 |
| 1.317.105 | 1.608.973 | ||
| E. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen | 14 | 1.238.304 | 1.389.458 |
| F. Sonstige Vermögensgegenstände | |||
| I. Eigengenutzter Grundbesitz | 7 | 32.174 | 895 |
| II. Sachanlagen und Vorräte | 8 | 53.351 | 51.308 |
| III. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 9 | 276.712 | 373.706 |
| IV. Andere Vermögensgegenstände | 118.522 | 94.188 | |
| 480.759 | 520.097 | ||
| G. Rechnungsabgrenzungsposten | 10 | 339.081 | 388.868 |
| H. Steuerabgrenzung* | 19 | 372.094 | 827.855 |
| I. Zur Veräußerung gehaltene Vermögensgegenstände | 11 | 0 | 2.317 |
| 68.822.128 | 68.624.832 |
* Unsaldierter Bilanzausweis von Derivaten mit negativem Marktwert sowie latenten Steuern seit 2009. Die Werte für 2008 wurden angepasst.
Passiva
| in Tsd. Euro | Anhang | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 79.840 | 79.840 | |
| II. Kapitalrücklage | 1.263.385 | 1.295.721 | |
| III. Gewinnrücklagen | 1.961.910 | 2.135.772 | |
| IV. Neubewertungsrücklage | 338.299 | 198.733 | |
| V. Rücklage aus der Währungsumrechnung | -12.944 | -13.622 | |
| VI. Konzernergebnis, den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend | 199.493 | 112.801 | |
| VII. Anteile anderer Gesellschafter | 26.622 | 57.601 | |
| 3.856.605 | 3.866.846 | ||
| B. Nachrangige Verbindlichkeiten | 12 | 0 | 0 |
| C. Versicherungstechnische Rückstellungen | 13 | ||
| I. Beitragsüberträge | 718.629 | 754.450 | |
| II. Deckungsrückstellung | 44.854.745 | 43.865.475 | |
| III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 6.092.907 | 6.116.358 | |
| IV. Rückstellung für Beitragsrückerstattung | 2.912.808 | 2.709.866 | |
| V. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen | 34.139 | 35.837 | |
| 54.613.228 | 53.481.986 | ||
| D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung | 1.798.361 | 1.160.508 | |
| E. Andere Rückstellungen | |||
| I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 14 | 1.722.017 | 1.470.558 |
| II. Steuerrückstellungen | 400.327 | 429.661 | |
| III. Sonstige Rückstellungen | 15 | 528.029 | 610.543 |
| 2.650.373 | 2.510.762 | ||
| F. Andere Verbindlichkeiten | |||
| I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft | 16 | 2.640.276 | 2.740.462 |
| II. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | 707.773 | 803.486 | |
| III. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft | 219.990 | 226.305 | |
| IV. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 17 | 182.002 | 342.213 |
| V. Sonstige Verbindlichkeiten* | 18 | 1.789.694 | 2.592.196 |
| 5.539.735 | 6.704.662 | ||
| G. Rechnungsabgrenzungsposten | 3.563 | 9.360 | |
| H. Steuerabgrenzung* | 19 | 360.263 | 890.708 |
| 68.822.128 | 68.624.832 |
* Unsaldierter Bilanzausweis von Derivaten mit negativem Marktwert sowie latenten Steuern seit 2009. Die Werte für 2008 wurden angepasst.
Konzerngesamtergebnisrechnung
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
1. Januar bis 31. Dezember 2009
| in Tsd. Euro | Anhang | 2009 | 2008 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Gebuchte Bruttobeiträge | 20 | ||||
| a) Leben/Kranken | 6.452.713 | 6.005.223 | |||
| b) Schaden/Unfall | 3.548.890 | 3.578.323 | |||
| 10.001.603 | 9.583.546 | ||||
| 2. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung | |||||
| a) Leben/Kranken | 6.428.263 | 5.963.645 | |||
| b) Schaden/Unfall | 2.696.354 | 2.730.044 | |||
| 9.124.617 | 8.693.689 | ||||
| 3. Kapitalanlageergebnis | 21 | ||||
| a) Leben/Kranken | 2.155.215 | 259.759 | |||
| b) Schaden/Unfall / Übrige | 404.696 | 178.363 | |||
| 2.559.911 | 438.122 | ||||
| davon: Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | -2.010 | -2.628 | |||
| 4. Versicherungsleistungen für eigene Rechnung | 22 | ||||
| a) Leben/Kranken | 7.856.186 | 5.452.489 | |||
| b) Schaden/Unfall | 1.729.274 | 1.718.561 | |||
| 9.585.460 | 7.171.050 | ||||
| 5. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung | 23 | ||||
| a) Leben/Kranken | 704.505 | 687.915 | |||
| b) Schaden/Unfall | 872.753 | 902.644 | |||
| 1.577.258 | 1.590.559 | ||||
| 6. Sonstige Erträge | 24 | 688.731 | 692.804 | ||
| 7. Sonstige Aufwendungen | 25 | 904.086 | 936.338 | ||
| 8. Finanzierungsaufwendungen | 26 | 0 | 20.996 | ||
| 9. Steuern | 27 | ||||
| a) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 94.094 | -16.658 | |||
| b) Sonstige Steuern | 6.761 | 8.726 | |||
| 10. Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen nach | 100.855 | -7.932 | |||
| Steuern | 0 | 0 | |||
| 11. Konzernergebnis | 28 | 205.600 | 113.604 | ||
| davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehe | 199.493 | 112.801 | |||
| davon Anteile anderer Gesellschafter | 6.107 | 804 | |||
| Ergebnis je Aktie (Unverwässert* ; in Euro) | 29 | 6,34 | 3,35 | ||
| Dividende je Stammaktie (in Euro) | 6,56 | 4,93 | |||
| Dividende je Vorzugsaktie (in Euro) | 6,62 | 4,99 |
* Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie
Verkürzte Gesamtergebnisrechnung
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 205.600 | 113.604 |
| Währungsschwankungen | 678 | -2.458 |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste | 161.200 | -223.110 |
| - aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren | 149.852 | 0 |
| - aus assoziierten Unternehmen | 11.348 | 0 |
| Realisierte Gewinne/Verluste | -30.894 | 225.560 |
| - aus jderzeit veräußerbaren Wertpapieren | -30.894 | 0 |
| - aus assoziierten Unternehmen | 0 | 0 |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste aus Sicherungsinstrumenten | 9.574 | 11.856 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionsplänen | -132.974 | 11.539 |
| Gesamtergebnis der Periode | 213.184 | 136.990 |
| davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend | 207.342 | 133.965 |
| davon Anteile anderer Gesellschafter | 5.842 | 3.025 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
| in Mio. Euro | Bilanz, GuV | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|
| 1 Betriebliche Geschäftstätigkeit | |||
| Konzernergebnis | 28 | 206 | 113 |
| Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen (netto) | 922 | -614 | |
| Reduzierung des Rückdeckungsvertrages mit der Hamburger/ Berliner Ärztekammer | 294 | 255 | |
| Veränderung von Depotforderungen/-verbindlichkeiten | -106 | -142 | |
| Veränderung von Abrechnungsforderungen/-verbindlichkeiten | 27 | -28 | |
| Marktwertänderungen der erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente | -504 | 661 | |
| Veränderung der sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten | -625 | -187 | |
| Ergebnis aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 84 | 59 | |
| Veränderung sonstiger Bilanzposten | 233 | -419 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen | 717 | 997 | |
| Kapitalfluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 1.248 | 695 | |
| 2 Investitionstätigkeit | |||
| Reduzierung des Rückdeckungsvertrages mit der Hamburger Ärztekammer | -294 | -255 | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf bzw. Auszahlungen aus dem Erwerb von Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | -353 | 235 | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von übrigen Kapitalanlagen | 8.904 | 10.421 | |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von übrigen Kapitalanlagen | -9.367 | -10.269 | |
| Sonstige Ein- und Auszahlungen | -80 | -91 | |
| Kapitalfluss aus der Investitionstätigkeit | -1.190 | 41 | |
| 3 Finanzierungstätigkeit Dividendenzahlungen | |||
| der AXA Konzern AG | -155 | -1 | |
| der Tochterunternehmen an Gesellschafter außerhalb des Konzerns | 0 | -4 | |
| Einzahlungen/Auszahlungen aus sonstiger Finanzierungstätigkeit | 0 | -691 | |
| Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit | -155 | -696 | |
| 4 Zahlungsmittel und -äquivalente zu Beginn des Geschäftsjahres | 9 | 374 | 335 |
| 5 Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und -äquivalente | -97 | 40 | |
| 6 Währungskursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel | 0 | -1 | |
| 7 Zahlungsmittel und -äquivalente zum Ende des Geschäftsjahres | 9 | 277 | 374 |
Die Kapitalflussrechnung des AXA Konzerns erläutert den Stand der Zahlungsmittel (laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestände) zu Beginn und zum Ende des Geschäftsjahres; die Ermittlung erfolgt somit wie in den Vorjahren nach der indirekten Methode.
Im Geschäftsjahr 2009 verminderten sich die Zahlungsmittel um 97 Mio. Euro auf 277 Mio. Euro. Der Kapitalfluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit (1) erhöhte sich auf 1.248 Mio. Euro. Wie im Vorjahr beeinflußte die Rückführung des Rückdeckungsvertrages mit der Hamburger Ärztekammer einzelne Teile der Kapitalflussrechnung. Die Verminderung insbesondere der versicherungstechnischen Rückstellungen in Höhe von 297 Mio. Euro (2008: 255 Mio. Euro) sowie hierzu korrespondierend des Kapitalanlagebestandes war zwar nicht zahlungswirksam, wirkt sich jedoch in der Kapitalflussrechnung sowohl auf den Kapitalfluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit als auch auf den Kapitalfluss aus der Investitionstätigkeit aus.
Der mit der Inverstitionstätigkeit verbundene Zahlungsmittezufluss beträgt 1.190 Mio. Euro. Da keine Darlehen getilgt wurden erfolgte diesbezüglich in 2009 kein Zahlungsmittelabfluss hinsichtlich der Finanzierungstätigkeit.
Die erhaltenen Zinsen betragen 2.099 Mio. Euro (2008: 2.200 Mio. Euro).
Die Zinsaufwendungen einschließlich Finanzierungsaufwendungen belaufen sich auf 66 Mio. Euro (2008: 76 Mio. Euro). 46 Mio. Euro (2008: 41 Mio. Euro) betreffen zu Refinanzierungszwecken und zur Liquiditätssteuerung aufgenommene Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten seitens der AXA Bank AG.
Die erhaltenen Dividenden betragen 190 Mio. Euro (2008: 289 Mio. Euro). Die gezahlten Dividenden beliefen sich auf 155 Mio. Euro (2008: 5 Mio. Euro).
Die gezahlten Ertragsteuern betragen 108 Mio. Euro (2008: 386 Mio. Euro).
Konzerneigenkapital
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
| Gewinnrücklage | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Tsd. Euro | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | Sonstige |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01. Januar 2008 | 79.840 | 1.289.141 | 23.577 | 1.537.172 |
| Einstellung in die Rücklagen | 563.973 | |||
| Veränderung Konsolidierungskreis | ||||
| Gezahlte Dividende | -550 | |||
| Anteilsbasierte Vergütung | 6.579 | |||
| Konzernergebnis vor anteilsbasierter Vergütung | ||||
| Bewertungsgewinne- und Verluste | ||||
| - aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren | ||||
| - aus assoziierten Unternehmen | ||||
| - aus Sicherungsinstrumenten | ||||
| Währungsschwankungen | ||||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste IAS 19 | 11.600 | |||
| Gesamtergebnis der Periode | 11.600 | |||
| Stand 31. Dezember 2008 | 79.840 | 1.295.720 | 35.177 | 2.100.595 |
| Einstellung in die Rücklagen | 112.801 | |||
| Veränderung Konsolidierungskreis | -38.455 | |||
| Gezahlte Dividende | -154.268 | |||
| Anteilsbasierte Vergütung | 6.120 | |||
| Konzernergebnis vor anteilsbasierter Vergütung | ||||
| Bewertungsgewinne- und Verluste | ||||
| - aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren | ||||
| - aus assoziierten Unternehmen | ||||
| - aus Sicherungsinstrumenten | ||||
| Währungsschwankungen | ||||
| Versicherungsmathematische | ||||
| Gewinne/Verluste IAS 19 | -132.395 | |||
| Gesamtergebnis der Periode | -132.395 | |||
| Stand 31. Dezember 2009 | 79.840 | 1.263.385 | -97.218 | 2.059.128 |
| Neubewertungsrücklage | ||
|---|---|---|
| in Tsd. Euro | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und assoziierte Unternehmene | Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Sicherungsgeschäften |
| --- | --- | --- |
| Stand 01. Januar 2008 | 193.450 | -6.742 |
| Einstellung in die Rücklagen | ||
| Veränderung Konsolidierungskreis | ||
| Gezahlte Dividende | ||
| Anteilsbasierte Vergütung | ||
| Konzernergebnis vor anteilsbasierter Vergütung | ||
| Bewertungsgewinne- und Verluste | 240 | 11.785 |
| - aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren | 5.886 | |
| - aus assoziierten Unternehmen | -5.646 | |
| - aus Sicherungsinstrumenten | 11.785 | |
| Währungsschwankungen | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste IAS 19 | ||
| Gesamtergebnis der Periode | 240 | 11.785 |
| Stand 31. Dezember 2008 | 193.690 | 5.043 |
| Einstellung in die Rücklagen | ||
| Veränderung Konsolidierungskreis | ||
| Gezahlte Dividende | ||
| Anteilsbasierte Vergütung | ||
| Konzernergebnis vor anteilsbasierter Vergütung | ||
| Bewertungsgewinne- und Verluste | 129.939 | 9.627 |
| - aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren | 118.591 | |
| - aus assoziierten Unternehmen | 11.348 | |
| - aus Sicherungsinstrumenten | 9.627 | |
| Währungsschwankungen | ||
| Versicherungsmathematische | ||
| Gewinne/Verluste IAS 19 | ||
| Gesamtergebnis der Periode | 129.939 | 9.627 |
| Stand 31. Dezember 2009 | 323.629 | 14.670 |
| in Tsd. Euro | Rücklage aus der Währungsumrechnung | Konzernergebnis | Anteile anderer Gesellschafter | Eigenkapital gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Stand 01. Januar 2008 | -11.164 | 563.973 | 114.125 | 3.783.372 |
| Einstellung in die Rücklagen | -563.973 | |||
| Veränderung Konsolidierungskreis | -55.165 | -55.165 | ||
| Gezahlte Dividende | -4.384 | -4.934 | ||
| Anteilsbasierte Vergütung | 6.579 | |||
| Konzernergebnis vor anteilsbasierter Vergütung | 112.801 | 804 | 113.605 | |
| Bewertungsgewinne- und Verluste | 2.282 | 14.307 | ||
| - aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren | 2.211 | 8.097 | ||
| - aus assoziierten und Unternehmen | -5.646 | |||
| - aus Sicherungsinstrumenten | 71 | 11.856 | ||
| Währungsschwankungen | -2.458 | -2.458 | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste IAS 19 | -61 | 11.539 | ||
| Gesamtergebnis der Periode | -2.458 | 112.801 | 3.025 | 136.993 |
| Stand 31. Dezember 2008 | -13.622 | 112.801 | 57.601 | 3.866.845 |
| Einstellung in die Rücklagen | -112.801 | |||
| Veränderung Konsolidierungskreis | -30.863 | -69.318 | ||
| Gezahlte Dividende | -5.958 | -160.226 | ||
| Anteilsbasierte Vergütung | 6.120 | |||
| Konzernergebnis vor anteilsbasierter Vergütung | 199.493 | 6.107 | 205.600 | |
| Bewertungsgewinne- und Verluste | 314 | 139.880 | ||
| - aus jederzeit veräußerbaren Werpapieren | 367 | 118.958 | ||
| - aus assoziierten Unternehmen | 0 | 11.348 | ||
| - aus Sicherungsinstrumenten | -53 | 9.574 | ||
| Währungsschwankungen | 678 | 678 | ||
| Versicherungsmathematische | ||||
| Gewinne/Verluste IAS 19 | -579 | -132.974 | ||
| Gesamtergebnis der Periode | 678 | 199.493 | 5.842 | 213.184 |
| Stand 31. Dezember 2009 | -12.944 | 199.493 | 26.622 | 3.856.605 |
Die Aktien haben einen Nennwert von 2,56 Euro. Die Vorzugsaktien sind ohne Stimmrecht ausgestattet. Im Gegenzug dafür erhalten die Inhaber dieser Aktiengattung gegenüber den Stammaktien eine um 0,06 Euro höhere Dividende pro Stück, mindestens jedoch eine Dividende von 0,11 Euro pro Stück. Bezüglich Erläuterungen zum Kapitalmanagement wird auf Seite 51 ff. im Lagebericht verwiesen.
| Anzahl der Aktien | Dividende je Aktie | Ausschüttungssumme | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. Stück | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stammaktien | 26.231 | 26.231 | 6,56 | 4,93 | 172.074 | 129.318 |
| Vorzugsaktien | 5.000 | 5.000 | 6,62 | 4,99 | 33.100 | 24.950 |
| Gesamt | 31.231 | 31.231 | 205.174 | 154.268 |
Direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Beträge
| Unrealisierte Gewinne/Verluste aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren in Tsd. Euro |
kumuliert 31.12.2009 | kumuliert 31.12.2008 | Geschäftsjahresänderung |
|---|---|---|---|
| Brutto | 685.699 | 402.754 | 282.945 |
| Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung | -331.154 | -229.319 | -101.835 |
| Latente Steuern | -36.013 | 26.139 | -62.152 |
| Minderheitsanteile | -605 | -238 | -367 |
| Netto | 317.927 | 199.336 | 118.591 |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste aus assoziierten Unternehmen in Tsd. Euro |
kumuliert 31.12.2009 | kumuliert 31.12.2008 | Geschäftsjahresänderung |
|---|---|---|---|
| Brutto | 5.707 | -5.646 | 11.353 |
| Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung | 0 | 0 | 0 |
| Latente Steuern | -5 | 0 | -5 |
| Minderheitsanteile | 0 | 0 | 0 |
| Netto | 5.702 | -5.646 | 11.348 |
| Unrealisiserte Gewinne/Verluste aus Sicherungsinstrumenten in Tsd. Euro |
kumuliert 31.12.2009 | kumuliert 31.12.2008 | Geschäftsjahresänderung |
|---|---|---|---|
| Brutto | 58.037 | 25.714 | 32.323 |
| Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung | -40.527 | -18.186 | -22.341 |
| Latente Steuern | -2.846 | -2.438 | -408 |
| Minderheitsanteile | 6 | -47 | 53 |
| Netto | 14.670 | 5.043 | 9.627 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionsplänen in Tsd. Euro |
kumuliert 31.12.2009 | kumuliert 31.12.2008 | Geschäftsjahresänderung |
|---|---|---|---|
| Brutto | -114.141 | 103.148 | -217.288 |
| Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung | -28.683 | -50.064 | 21.381 |
| Latente Steuern | 45.725 | -17.210 | 62.935 |
| Minderheitsanteile | -119 | -698 | 579 |
| Netto | -97.218 | 35.176 | -132.395 |
Konzern-Anhang
Aufstellungsgrundsätze und Rechtsvorschriften
Die AXA Konzern AG und ihre Konzernunternehmen betreiben Geschäfte in den Bereichen Schaden- und Unfallversicherung, Lebens- und Krankenversicherung, Pensionskassengeschäft, Bankgeschäft, Asset Management. Die Hauptverwaltung des AXA Konzerns befindet sich in Köln, Deutschland. Der Sitz der AXA Konzern AG ist Colonia-Allee 10-20, 51067 Köln, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRB 672. Muttergesellschaft des Konzerns ist die AXA, Paris. Die AXA, Paris, ist direkt und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt mit Mehrheit am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt.
Der Konzernabschluss wird von der AXA Konzern AG gemäß der Verordnung (EG) 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendungen internationaler Rechnungslegungsstandards in Verbindung mit § 315 a HGB nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS), so wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Der Vorstand der AXA Konzern AG hat am 30. Juni 2010 den Konzernabschluss zur Veröffentlichung freigegeben. Es ist vorgesehen, dass der Aufsichtsrat der AXA Konzern AG mit Datum vom 20. November 2010 den Konzernabschluss billigt. Die Möglichkeit der Änderung des Konzernabschlusses durch die Hauptversammlung besteht nicht.
Seit 2002 gilt die Bezeichnung IFRS für das Gesamtkonzept der vom IASB verabschiedeten Standards. Die bisher vorhandenen Standards werden weiterhin als International Accounting Standards (IAS) bezeichnet. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden alle Standards und Interpretationen angewendet, deren Anwendung für das Geschäftsjahr verpflichtend ist und wie sie von der Europäischen Union (EU) übernommen wurden. Darüber hinaus hat AXA von dem Wahlrecht, die überarbeitete Fassung des IFRS 3 und des IAS 27 bereits für das Geschäftsjahr 2009 anzuwenden, Gebrauch gemacht (siehe Seiten 87 f.).
Am 31. März 2004 hat das IASB IFRS 4 (Versicherungsverträge) veröffentlicht, welcher erstmals die Bilanzierung und Bewertung von Versicherungsverträgen regelt. Die AXA hat diesen Standard wie vorgeschrieben ab dem 1. Januar 2005 angewendet. Nach IFRS 4.13 besteht für Versicherungsunternehmen während der so genannten Phase I übergangsweise das Recht, die versicherungstechnischen Posten grundsätzlich nach den vorher angewandten Rechnungslegungsvorschriften zu bilanzieren und zu bewerten. Die AXA hat von diesem Recht Gebrauch gemacht und im Einklang mit IFRS 4.25 die unter Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) zum 31. Dezember 2004 entwickelten Bilanzierungsmethoden angewandt. Daneben gelten die Bestimmungen des Aktiengesetzes (AktG), des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (VAG), der auf dieser Grundlage erlassenen Verordnungen und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV). Gemäß IFRS 4.14 gelten jedoch Ausnahmevorschriften für die unter IFRS nicht erlaubten Schwankungs- und Großrisikorückstellungen sowie für Rückversicherungsbeziehungen, die im Abschluss brutto darzustellen sind. Die Schwankungsrückstellungen wurden demnach in der IFRS-Eröffnungsbilanz unter Berücksichtigung latenter Steuern aufgelöst. Rückversicherungsbeziehungen sind in der Bilanz und im Anhang separat ausgewiesen.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.
Der Risikobericht im Konzernlagebericht auf den Seiten 37 bis 64 enthält auch die gemäß IFRS 7 und IFRS 4 zu machenden Risikoangaben.
Folgende neu erlassene bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen sind erst für zukünftige Geschäftsjahre anzuwenden und wurden daher noch nicht berücksichtigt. Teilweise bedarf es noch der Übernahme durch die EU.
| ― | IAS 24 - Related Party Disclosures |
| ― | IAS 39 - Financial Instruments: Recognition and Measurement |
| ― | IFRS 2 - Share-based Payment |
| ― | IFRS 9 - Financial Instruments |
| ― | IFRIC 12 - Service Concession Arrangements |
| ― | IFRIC 14 - Prepayments of a Minimum funding Requirement |
| ― | IFRIC 15 - Agreements for the Construction of Real Estate |
| ― | IFRIC 16 - Service Concession Arrangements |
| ― | IFRIC 17 - Distruibutions of Non-Cash Assets to Owners |
| ― | IFRIC 18 - Transfers of Assets from Customers |
| ― | IFRIC 19 - Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments |
Im November 2006 wurde IFRIC 12 durch das IASB veröffentlicht und im März 2009 in europäisches Recht übernommen. Die Interpretation ist laut europäischem Recht für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 29. März 2009 beginnen, anzuwenden. IFRIC 12 enthält Klarstellungen zur Unterscheidung zwischen den verschiedenen Phasen einer Dienstleistungskonzessionsvereinbarung und zur Erfassung der darauf entfallenden Aufwendungen und Umsatzerlöse. Aus der Anwendung von IFRIC 12 werden sich im Konzernabschluss der AXA voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen ergeben.
Am 3. Juli 2008 wurde IFRIC 15 durch das IASB veröffentlicht und am 22. Juli 2009 durch das Europäische Parlament übernommen. Die Interpretation ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2009 beginnen. Die grundsätzliche Fragestellung des IFRIC 15 ist, ob ein Vertrag so ausgestaltet ist, dass er unter den Anwendungsbereich des IAS 11 "Fertigungsaufträge" fällt, oder die Merkmale überwiegen, die eine Anwendung von IAS 18 "Erträge" zur Folge haben. Aus der Interpretation werden sich voraussichtlich keine Auswirkungen für den Konzernabschluss der AXA ergeben.
Ebenfalls im Juli 2008 wurde IFRIC 16 durch das IASB veröffentlicht und im Juni 2009 in europäisches Recht übernommen. Die Interpretation ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 30. Juni 2009 beginnen. Aus IFRIC 16 ergeben sich präzise Bestimmungen zur Qualifikation der abgesicherten Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb. Durch die Änderungen ergeben sich keine Auswirkungen für den Konzernabschluss der AXA.
Am 31. Juli 2008 hat das IASB Änderungen von IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement) veröffentlicht, die verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Die Übernahme erfolgte durch Verordnung (EG) der Kommission vom 15. September 2009. Die Änderungen betreffen die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen im Rahmen der Regelungen zum so genannten "Hedge Accounting". Im Einzelnen beinhalten die Änderungen die Bilanzierung der Absicherung von Inflationsrisiken eines finanziellen Grundgeschäftes sowie die Eignung von bedingten Termingeschäften als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings. Die Änderungen haben für die AXA voraussichtlich keine wesentliche Relevanz.
Das IFRIC hat am 27. November 2008 IFRIC 17 (Distributions of Non-cash Assets to Owners) veröffentlicht und im November 2009 in europäisches Recht übernommen. Die Anwendung ist prospektiv verpflichtend für Geschäftsjahre die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. IFRIC 17 behandelt die Bilanzierung von Sachausschüttungen. Aus der Anwendung von IFRIC 17 werden sich im Konzernabschluss der AXA voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen ergeben.
Im Januar 2009 veröffentlichte das IASB IFRIC 18. Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte am 27. November 2009. Die Interpretation ist prospektiv für Übertragungen von Vermögenswerten, die nach dem 31. Oktober 2009 erfolgen, anzuwenden. In IFRIC 18 wird klargestellt, wie die Übertragung von Sachanlagen oder von Zahlungsmitteln für den Bau oder den Erwerb einer Sachanlage durch einen Kunden zu bilanzieren ist. Aus der Anwendung von IFRIC 18 werden sich im Konzernabschluss der AXA keine wesentlichen Auswirkungen ergeben.
Am 16. April 2009 hat das IASB den für 2009 jährlich erscheinenden Sammelstandard zur Vornahme kleinerer Änderungen an den IFRS herausgegeben. Wesentliche Änderungen betreffen insbesondere IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement) und IAS 1 (Revised-Presentation of Financial Statements). Nach den Änderungen zu IAS 39 werden Vorfälligkeitsentschädigungen als eng verbundene eingebettete Derivate behandelt. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 bzw. 1. Januar 2010 beginnen. Die Änderungen werden voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der AXA haben.
Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 6. Mai 2010 den Sammelstandard zur Vornahme kleinerer Änderungen an den IFRS für 2010 herausgegeben. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen IFRS 1 (First-time Adoption of IFRS) und IFRS 3 (Business Combinations).
IFRS 3 behandelt im Wesentlichen die Bewertung von nicht-beherrschenden Anteilen, freiwillig ersetzte und nicht ersetzte anteilsbasierte Vergütungsprämien und Übergangsbestimmungen für bedingte Gegenleistungen aus einem Unternehmenszusammenschluss, der vor Inkrafttreten des IFRS 3 (2008) stattfand. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Änderungen haben für die AXA voraussichtlich keine wesentliche Relevanz.
Das IASB hat am 18. Juni 2009 die geänderte Fassung von IFRS 2 (share based payments) veröffentlicht. Die Änderungen betreffen vor allem die Einarbeitung von IFRIC 8 (scope of IFRS 2) und IFRIC 11 (IFRS 2-Group and Treasury ShareTransactions) in den Standard. Der überarbeitete Standard ist erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Die Änderungen haben für die AXA voraussichtlich keine wesentliche Relevanz, da diese bereits im Vorjahr IFRIC 11 angewendet hat.
Am 4. November 2009 hat das IASB eine überarbeitete Fassung des IAS 24 (Related Party Disclosures) veröffentlicht. Durch die neue Regelung werden Inkonsistenzen und unpräzise Formulierungen beseitigt. Weiter wurde die Begriffsbestimmung von nahe stehenden Unternehmen und Personen überarbeitet. Der geänderte Standard tritt für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Änderungen werden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der AXA haben.
Der IASB hat am 12. November 2009 IFRS 9 (Financial Instruments) veröffentlicht. Der neue Standard, der ab dem 1. Januar 2013 beginnende Geschäftsjahre gelten soll, sieht künftig nur noch zwei Kategorien zur Einordnung finanzieller Vermögenswerte vor. Dabei handelt es sich um die Kategorien der Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten und der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Das bisherige Bewertungs- und Klassifizierungsmodell des IAS 39 soll wegfallen.
Hinsichtlich eingebetteter Derivate enthält der Standard die Neuregelung, daß der Vertrag als Ganzes nach den neuen Kriterien zu klassifizieren ist, wenn es sich um finanzielle Basisverträge innerhalb des Anwendungsbereichs des IFRS 9 handelt. Weiter sieht der Standard für Eigenkapitalinvestments, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, bei der Ersterfassung das Wahlrecht vor, die Wertänderungen aufgrund der Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung sondern im Eigenkapital zu erfassen. Dividenden werden erfolgswirksam erfasst. Der Standard ist noch nicht von der EU übernommen worden und es werden weitere Änderungen erwartet. Die Einführung des Standards wird nach dem jetzigen Stand wesentliche Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte der AXA haben, die aufgrund der zur Zeit noch offenen Anwendungsfragen allerdings noch nicht näher quantifiziert werden können.
Am 26. November 2009 wurden Änderungen des IFRIC 14 (Prepayments of a Minimum Funding Requirement) und IFRIC 19 (Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments) seitens des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) veröffentlicht. Die EU übernahm die entsprechenden Vorschriften im Jahr 2008. Die Änderung des IFRIC 14 hat dann Auswirkungen, wenn ein Unternehmen Vorauszahlungen im Zusammenhang mit Mindestdotierungsverpflichtungen bei seinen Pensionsplänen leistet. Die Änderung der Interpretation ermöglicht es den Unternehmen, den Nutzen aus diesen Vorauszahlungen als Vermögenswert anzusetzen.
IFRIC 19 enthält Leitlinien zur Behandlung der vollständigen oder teilweisen Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten. IFRIC 14 ist für Geschäftsjahre anwendbar, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, IFRIC 19 ist für Geschäftsjahre anwendbar, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Beide Interpretationen werden voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der AXA haben.
Konsolidierungsgrundsätze und Konsolidierungskreis
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen, Investmentfonds und Zweckgesellschaften sind einheitlich auf den Stichtag des Jahresabschlusses der AXA Konzern AG (31. Dezember) erstellt und in Abschlüsse transformiert worden, die dem konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrahmen gemäß den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS), so wie sie in der EU anzuwenden sind, entsprechen.
Die im Rahmen von IFRS 1 zulässigen Befreiungsvorschriften bezüglich Unternehmenszusammenschlüssen wurden angewendet. Demnach erfolgte die Kapitalkonsolidierung bis zum 31. Dezember 2003 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbes oder zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Um das Eigenkapital zu ermitteln, werden die Vermögensgegenstände und Schulden des Tochterunternehmens mit ihren Zeitwerten angesetzt.
Die für die 1999 erworbene ehemalige Albingia-Gruppe ermittelten Unterschiedsbeträge wurden wegen ihrer erheblichen Größenordnung als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und bis zum 31. Dezember 2003 nach HGB ratierlich über 30 Jahre erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Ab dem 1. Januar 2004 wird der Geschäfts- oder Firmenwert nach IFRS jährlich auf seine Werthaltigkeit geprüft und falls erforderlich außerplanmäßig abgeschrieben.
Der den anderen Gesellschaftern zustehende Gewinn bzw. der auf sie entfallende Verlust wird grundsätzlich von dem jeweiligen Ergebnis der konsolidierten IFRS-Bilanz entsprechend ihrer Beteiligungsquote ermittelt.
Forderungen und Verbindlichkeiten, konzerninterne Zwischenergebnisse sowie Erträge und Aufwendungen wurden eliminiert.
Die Währungsumrechnung in Euro erfolgte für die in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen grundsätzlich mit den Kursen zum Bilanzstichtag.
In den Konzernabschluss sind neben der AXA Konzern AG verbundene Tochterunternehmen, Investmentfonds und Zweckgesellschaften einbezogen worden, über die eine Beherrschungsmöglichkeit besteht. Unternehmen, auf die die AXA Konzern AG oder ein verbundenes konsolidiertes Tochterunternehmen maßgeblichen Einfluss ausübt (assoziierte Unternehmen), wurden mittels der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Neben der AXA Konzern AG wurden 47 (2008: 51) Tochtergesellschaften voll konsolidiert.
Der Konsolidierungskreis hat sich in 2009 im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund von Verschmelzungen reduziert.
Auf die AXA Versicherung AG wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2009 die Gesellschaften DBV-WinSelect Versicherung AG, Wiesbaden, die DBV-Winterthur Versicherung AG, Wiesbaden, sowie die Deutsche Ärzte-Versicherung Allgemeine Versicherungs-AG, Köln verschmolzen. Weiter wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2009 die CCC ConCept Card Management und Consulting GmbH, Bayreuth auf die AVS Allgemeine Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth verschmolzen.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
In den Jahren 2007 und 2008 veröffentlichte das IASB neue Standards, Interpretationen sowie Änderungen zu bestehenden Standards, deren Anwendung für das Geschäftsjahr 2009 verpflichtend ist. Die aus Sicht des AXA Konzerns wichtigsten Neuerungen betreffen IAS 1, IFRS 8, IFRS 3, IAS 27 sowie IAS 32.
Gemäß dem am 6. September 2007 veröffentlichten IAS 1 (Revised - Presentation of Financial Statements) hat eine andere Bezeichnung von Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Kapitalflussrechnung zu erfolgen. Darüber hinaus ergeben sich Änderungen bezogen auf die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung, des Eigenkapitalspiegels und der Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen bei Veränderungen des Eigenkapitals, die nicht aufgrund der Eigentümerstellung erfolgen. Der Standard wurde von der Europäischen Union (EU) im Dezember 2008 in europäisches Recht übernommen. Die neue Erfolgsrechnung kann entweder in einer Tabelle der Gesamterfolgsrechnung (Single Statement approach) oder durch zwei Rechnungen (two Statement approach), der Gewinn- und Verlustrechnung in ihrer bisherigen Form und einer ergänzenden Rechnung bezüglich der erfolgsneutralen Bestandteile, dargestellt werden. Die Eigenkapitalveränderungsrechnung ist nun als eigenständiger Bestandteil des Konzernabschlusses zu zeigen. Die Auswirkungen latenter Steuern auf jede einzelne Komponente des Gesamterfolgs sind jeweils gesondert auszuweisen. Erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliederte Beträge (sogenanntes recycling) sind separat offen zu legen.
Wenn ein Unternehmen eine Bilanzierungs- oder Bewertungsmethode rückwirkend anwendet, muss es die Darstellung der Bilanz zu Beginn der frühesten Vergleichsperiode zeigen. Die Anwendung ist ab dem 1. Januar 2009 verpflichtend. Die Anwendung des IAS 1 wirkt sich bei der AXA auf die Darstellung der verschiedenen Berichtselemente (Bilanz, Gesamterfolgsrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung) und die Anhangangaben zu den latenten Steuern aus.
Der im November 2006 veröffentlichte IFRS 8 (Operating Segments) verfolgt bei der Segmentberichterstattung verpflichtend einen Management-Ansatz und ersetzt IAS 14. Der Standard wurde im November 2007 in europäisches Recht übernommen. Da dieser Standard nur für kapitalmarktorientierte Unternehmen Anwendung findet, wird ab dem Geschäftsjahr 2009 auf eine Segmentberichterstattung im Anhang verzichtet. Information über den Geschäftsverlauf innerhalb der einzelnen Segmente können wie bisher dem Lagebericht auf den Seiten 17 - 25 entnommen werden.
Am 10. Januar 2008 hat das IASB eine überarbeitete Fassung von IFRS 3 (Business Combinations) und von IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) verabschiedet. Die Übernahme erfolgte durch Verordnung (EG) der Kommission vom 3. Juni 2009. Die Neuregelungen bringen maßgebliche Änderungen in Bezug auf Unternehmenszusammenschlüsse, Anteilsveräußerungen, sowie im Hinblick auf Zukäufe von Minderheitenanteilen. Es besteht unter anderem die Möglichkeit, latente Steuern im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen nach einem Zeitfenster von einem Jahr erfolgswirksam zu aktivieren. Die Änderungen betreffen sowohl Bilanzierungs- als auch Bewertungsfragen. Die neue Fassung des IFRS 3 ist für Unternehmenszusammenschlüsse anzuwenden, deren Erwerbszeitpunkt in Berichtsperioden fällt, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Die Änderungen des IAS 27 sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen.
Die AXA hat von dem Wahlrecht, die überarbeitete Fassung des IFRS 3 und des IAS 27 bereits für das Geschäftsjahr 2009 anzuwenden, Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr wurden aufgrund der vorzeitigen Anwendung und im Zusammenhang mit dem Abschluss weiterer Ergebnisabführungsverträge erstmals erfolgswirksam latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 35 Mio Euro gebildet. Die Verlustvorträge resultieren aus dem Unternehmenserwerb der DBV Winterthur Gruppe. Weiter hatte die Anwendung Auswirkungen auf die geänderte Bilanzierung bei den Minderheitenankäufen im Geschäftsjahr. Ab 2009 wurde im Rahmen des für die DBV Holding AG durchgeführten Squeeze-out-Verfahrens die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Wert der erworbenen Minderheitsanteile (30,9 Mio. Euro) in der Kapitalrücklage erfasst. In den Vorjahren wurden diese Differenzen als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.
Das IASB hat am 14. Februar 2008 Änderungen einzelner Standards herausgegeben. Die Änderungen betreffen insbesondere IAS 32 (Financial Instruments: Presentation), IAS 1 (Revised - Presentation of Financial Statements), IFRS 7 (Financial Instruments: Disclosures), IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement) sowie IFRIC 2 (Members' Shares in Co-operative Entities and Similar Instruments). Die Übernahme durch die EU erfolgte am 21. Januar 2009. Die Neuregelungen des IAS 32 beinhalten im Wesentlichen Fragen zur Abgrenzung zwischen Eigen- und Fremdkapital. Insbesondere besteht nun unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, kündbare Instrumente als als auch Finanzinstrumente, aus denen im Liquidationsfall der Gesellschaft eine Zahlungsverpflichtung resultiert, wenn diese gleichzeitig die nachrangigste Kapitalklasse darstellen, als Eigenkapital zu klassifizieren. Weiter ergaben sich Änderungen zu IAS 1 hinsichtlich der Angaben zu solchen Instrumenten. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, dabei sind die Vorjahreswerte nicht anzupassen.
Für die AXA ergaben sich durch diese Novellierung Änderungen bezüglich des Ausweises von Kommanditanteilen, die Minderheiten zustehen. Diese werden nun in der Bilanz als Teil des Eigenkapitals dargestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnunug erfolgt der Ausweis des Ergebnisses bezüglich des Kommanditanteils nun als Anteil am Konzernergebnis, der den Minderheiten zusteht.
Das IASB hat am 5. März 2009 Änderungen von IFRS 7 (Financial Instruments: Disclosures) veröffentlicht. Die Änderungen wurden am 27. November 2009 durch die EU in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen betreffen neben Angaben zur Ermittlung der Zeitwerte und zum Liquiditätsrisiko auch kleinere Änderungen von IFRS 4. Der Umfang der Angabepflichten zur Ermittlung der Zeitwerte wird insbesondere um eine tabellarische Aufgliederung der Finanzinstrumente anhand der aus den US-GAAP Standard SFAS 157 bekannten Fair-Value-Hierachie ergänzt. Die Angabepflichten zum Liquiditätsrisiko werden klargestellt und ergänzt. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Im ersten Jahr der Anwendung sind keine Vergleichsangaben darzustellen. Die AXA hat im Geschäftsjahr die erforderlichen Angabepflichten umgesetzt.
Am 29. März 2007 hat das IASB Änderungen zu IAS 23 (Revised - Borrowing Costs) veröffentlicht. Die Übernahme durch die EU erfolgte am 10. Dezember 2008. Danach ist ein Unternehmen künftig verpflichtet, Fremdkapitalkosten, die dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines so genannten qualifizierten Vermögenswertes zugerechnet werden können, als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu aktivieren. Das Wahlrecht, die Fremdkapitalkosten als sofortigen Aufwand zu erfassen entfällt somit. Der geänderte Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnenAufgrund des jährlichen "Improvement projects" des IASB, veröffentlicht im Mai 2008, wurde der IAS 23 dahingehend geändert, dass der Zinsaufwand nach der Effektivzinsmethode, wie sie in IAS 39 definiert ist, berechnet wird. Die Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die Anwendung des geänderten IAS 23 hat im Konzernabschluss der AXA im Geschäftsjahr 2009 keine wesentlichen Auswirkungen, da keine qualifizierten Vermögensgegenstände vorliegen.
Das IASB hat am 17. Januar 2008 Änderungen von IFRS 2 (Share-based Payment) veröffentlicht. Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im Dezember desselben Jahres. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen die Definition und Behandlung von Ausübungsbedingungen (Vesting Conditions) und Nicht-Ausübungsbedingungen (Non-vesting Conditions). Ferner befassen sich die Regelungen mit der Behandlung von Annullierungen (cancellations) einer Zusage durch eine andere Partei als das Unternehmenselbst. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die Anwendung hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der AXA.
Im Rahmen des fortlaufenden Projekts zur jährlichen Verbesserung der IFRS hat das IASB am 28. Mai 2008 einen Sammelstandard zur Änderung einzelner Standards veröffentlicht.
Die Übernahme durch die EU erfolgte am 23. Januar 2009. Mit der Änderung wurde eine Reihe von Änderungen durchgeführt, bei denen es sich in der Regel um die Bereinigung von Inkonsistenzen zwischen bestehenden Standards bzw. Änderungen des Wortlautes handelt. Die Änderungen werden zum größten Teil, sofern im Standard nicht gesondert geregelt, für Geschäftsjahre wirksam, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Durch die Umsetzung der Änderungen ergeben sich keine wesentlichen Änderungen.
Das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) hat am 28. Juni 2007 IFRIC 13 (Customer Loyalty Programmes) veröffentlicht. Im Dezember des darauffolgenden Jahres wurde die Interpretation in europäisches Recht übernommen. IFRIC 13 ist erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen, und betrifft die Bilanzierung von Kundentreueprogrammen wie Prämiengutschriften (Flugmeilen usw.), die den Kunden des Unternehmens gewährt werden. Die erstmalige Anwendung dieser Interpretation hatte keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der AXA.
Durch die Einführung der neuen Vorschriften des HGB aufgrund von BilMoG hat die AXA im Geschäftsjahr nach § 314 Abs. 1 Nr. 8 HGB neue Fassung Angaben über das Abschlussprüferhonorar gemacht. Diese Vorschrift ist unabhängig von der Ausübung des Wahrechts der vorzeitigen Anwendung der neuen HGB-Vorschriften bereits für das Geschäftsjahr 2009 verplichtend anzuwenden. Diese Angaben waren nach altem Recht nur für kapitalmarktorientierte Unternehmen verpflichtend. Weiter wird die Anteilsbesitzliste nun als Teil des Anhangs gezeigt. Das Wahlrecht, diese gesondert als Aufstellung des Anteilsbesitzes zu zeigen, fällt ab 2010 mit der Einführung der neuen Vorschriften des HGB weg.
Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2009 werden Derivate mit negativem Marktwert hinter der Bilanzposition "sonstige Verbindlichkeiten" ausgewiesen. Zudem werden ab 2009 auch aktive und passive latente Steuern in der Bilanz unsaldiert ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden angepasst.
Annahmen, Schätzungen und Ermessensausübungen
Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen, Schätzungen und Ermessensausübungen bei der Bewertung bestimmter Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie bei der Beurteilung von Eventualverbindlichkeiten zu treffen.
Posten, die unter Berücksichtigung von Annahmen und Schätzungen bewertet werden, sind:
| ― | Zeitwerte bestimmter Finanzinstrumente |
| ― | erzielbare Beträge zur Bestimmung von Wertminderungen von Vermögenswerten (soweit nicht öffentlich festgestellte Marktpreise zur Verfügung stehen) |
| ― | versicherungstechnische Rückstellungen |
| ― | latente Steuern |
| ― | Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen |
| ― | Übrige Rückstellungen (z. B. Restrukturierungsrückstellungen, Prozesskostenrückstellungen) |
| ― | Eventualverbindlichkeiten |
Die der Bewertung zu Grunde liegenden Annahmen und Schätzungen sind in den nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bzw. direkt in den Erläuterungen zu den Werten dargestellt.
Aktiva
Die immateriellen Vermögensgegenstände setzen sich aus dem Geschäfts- oder Firmenwert und den sonstigen immateriellen Vermögensgegenständen zusammen.
Bei dem Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) handelt es sich zum einen um den Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der 1999 erworbenen ehemaligen Albingia-Gruppe. Nach dem HGB wurde der Unterschiedsbetrag ratierlich über 30 Jahre erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Der hieraus zum 31. Dezember 2003 entstandene Buchwert wurde in der IFRS-Eröffnungsbilanz übernommen. Zum anderen wurde der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts der DBV-Winterthur im Rahmen der Erstkonsolidierung übernommen (Buchwertfortführung). Beide Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach IFRS nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich pro zahlungsmittelgenerierende Einheit auf ihre Werthaltigkeit geprüft und falls notwendig erfolgswirksam wertberichtigt. Die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen dabei den Segmenten, da diese jeweils weitgehend unabhängig voneinander Zahlungsmittel erwirtschaften. Für jedes Segment, dem ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, wird der Nutzungswert bestimmt. Der Nutzungswert entspricht dabei den diskontierten Zahlungsströmen, die dem Anteilseigner aus dem Betrieb des Versicherungsgeschäftes verbleiben. Die Berechnungen des Nutzungswertes basieren auf der internen 3-jährigen Planungsrechnung bzw. auf historischen Erfahrungswerten. Der gesamte Projektionszeitraum beträgt je nach Segment zwischen 45 und 10 Jahren, wobei die erwartete Abwicklung des Versicherungsbestandes berücksichtigt wird. Wachstum durch Neugeschäft wird nicht angenommen. Die verwendete Diskontrate sowie Kapitalanlagerendite wird für das jeweils modellierte Geschäft je nach Laufzeit festgelegt und entspricht dem risikofreien Zins (Swapsätze zwischen 1,61 % und 5,57 %). Risiken werden stochastisch simuliert. Liegt der Nutzungswert über dem Wert des bilanzierten Eigenkapitals des Segments, liegt keine Wertminderung vor.
Bei den sonstigen immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um selbst erstellte und erworbene EDV-Software sowie um erworbene Versicherungsbestände. Sie werden zu Anschaffungskosten / Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und außerplanmäßiger Wertminderungen aufwandswirksam angesetzt. Die Abschreibungen der EDV-Software erfolgen entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer über maximal zehn Jahre linear. Bei erworbenen Versicherungsbeständen handelt es sich um den Barwert der künftigen Überschüsse des erworbenen Versicherungsbestandes nach Abzug von Überschußbeteiligung für die Versicherungsnehmer. Hier erfolgt die Abschreibung auf Basis der zukünftig erwarteten Gewinne über die nächsten 50 Jahre bei regelmäßiger Überprüfung der getroffenen Annahmen. Fremdgenutzte Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, die als langfristige Kapitalanlagen gehalten werden, sind zu fortgeführten Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über die erwartete Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine Wertminderung vorliegt. Zur Bestimmung der Wertminderung werden interne und externe Gutachten auf Basis von Ertragswertverfahren herangezogen, die anhand von nachhaltig erwarteten Miet- und Pachterträgen den Zeitwert der Grundstücke und Gebäude ermitteln, der dem erzielbaren Betrag entspricht. Kurzfristige Verkaufsabsichten werden bei der Wertermittlung berücksichtigt.
Eine Zuordnung zum fremdgenutzten bzw. eigengenutzten Grundbesitz erfolgt gemäß dem überwiegenden Grad der Nutzung. Erbbaurechte werden unter Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und über die Laufzeit des Rechts amortisiert.
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert.
Die Finanzinstrumente umfassen Darlehen und Ausleihungen, jederzeit veräußerbare Wertpapiere sowie erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente. Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente sind nicht im Bestand.
Darlehen und Ausleihungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten (at amortized cost) bilanziert. Agien und Disagien werden laufzeitanteilig nach der Effektivzinsmethode amortisiert. Bei einem dauerhaften Absinken des Marktwertes unter die fortgeführten Anschaffungskosten (z. B. bei einer wesentlichen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit des Emittenten) wird außerplanmäßig erfolgswirksam abgeschrieben. Entfallen die Gründe für die dauerhafte Wertminderung, wird die Wertaufholung erfolgswirksam erfasst, allerdings höchstens bis zu dem Wert der fortgeführten Anschaffungskosten.
Die Darlehen und Ausleihungen beinhalten ein umgekehrtes Wertpapierpensionsgeschäft. Hierbei wurden Wertpapiere erworben und gleichzeitig vereinbart, die Wertpapiere zu einem bestimmten Termin und Kurs an den ursprünglichen Veräußerer zurückzuveräußern. Da die Chancen und Risiken aus einer Marktpreisänderung der Wertpapiere beim ursprünglichen Veräußerer verbleiben, weist der AXA Konzern die erworbenen Wertpapiere nicht auf der Konzern-Bilanz aus. Der gezahlte Kaufpreis wird unter Darlehen und Ausleihungen ausgewiesen. Zinsen aus dem umgekehrten Wertpapierpensionsgeschäft werden ertragswirksam abgegrenzt.
Jederzeit veräußerbare Wertpapiere (Aktien, sonstige nicht festverzinsliche Wertpapiere, festverzinsliche Wertpapiere und Publikumsfonds) werden grundsätzlich zum Erfüllungstag erfasst. Die Folgebewertung der Wertpapiere erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value). Nicht realisierte Gewinne oder Verluste, die sich aus dem Vergleich zwischen Zeitwert und Anschaffungskosten bzw. fortgeführten Anschaffungskosten ergeben, werden nach Abzug von latenten Steuern und ggf. latenter Beitragsrückerstattung erfolgsneutral mit dem Eigenkapital (Neubewertungsrücklage Finanzinstrumente) verrechnet. Agien und Disagien werden bei festverzinslichen Wertpapieren laufzeitanteilig nach der Effektivzinsmethode amortisiert.
Wenn Wertminderungen von jederzeit veräußerbaren Wertpapieren als nicht vorübergehend betrachtet werden, erfolgen erfolgswirksame Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert. Festverzinsliche Wertpapiere werden als nicht vorübergehend wertgemindert betrachtet, wenn der Gesamtbetrag der aus den Vertragsbedingungen des Wertpapiers hervorgehenden Ansprüche als ganz oder teilweise uneinbringlich betrachtet werden muss, gewöhnlich aufgrund einer wesentlichen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit des Emittenten. Bei Genussrechten und stillen Einlagen gehen wir von einer nicht vorübergehenden Wertminderung aus, soweit die Herabsetzung des Nominalbetrages erfolgt ist bzw. auf Grundlage unserer Erwartung wahrscheinlich ist und unserer Einschätzung nach der Kapitalnehmer den Nominalbetrag nicht bis zur Endfälligkeit wieder auffüllen wird. Entfallen die Gründe für die dauerhafte Wertminderung, wird der Betrag der Wertaufholung erfolgswirksam erfasst. Aktien und andere Eigenkapitalinstrumente werden als wertgemindert betrachtet, wenn ihr Zeitwert am Bilanzstichtag signifikant (i.d.R. 20 %) oder länger (i.d.R. sechs Monate) anhaltend unter den durchschnittlichen Anschaffungskosten liegt. Reduziert sich der Betrag der Wertminderung in künftigen Berichtsperioden, wird die Wertaufholung erfolgsneutral im Eigenkapital (Neubewertungsrücklage Finanzinstrumente) erfasst.
Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente umfassen Kapitalanlagen, die durch Ausübung der Fair-Value-Option des IAS 39 in diese Kategorie eingestuft wurden oder zum Zwecke des Handels und der kurzfristigen Gewinnerzielung erworben wurden, sowie derivative Finanzinstrumente, die nicht die Kriterien der Bilanzierung als anerkannte Sicherungsinstrumente (Hedge Accounting) erfüllen. Die im Rahmen der Fair-Value-Option zugeordneten Finanzinstrumente umfassen insbesondere Kapitalanlagen, die im Rahmen unserer Investmentstrategie auf Total Return Basis gesteuert werden. Bei diesen Investments stehen die Marktwertveränderungen und weniger die realisierten Kapitalanlageerträge im Vordergrund. Des Weiteren wurde die Fair-Value-Option für strukturierte (zusammengesetzte) Finanzinstrumente ausgeübt, deren eingebettete Derivate aus diesem Grund nicht von den nicht derivativen Basisverträgen getrennt wurden. Die Wertpapiere werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value). Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus den Marktwertschwankungen werden erfolgswirksam erfasst.
Zur Ertragsmehrung werden Wertpapierleihgeschäfte und echte Wertpapierpensionsgeschäfte abgeschlossen. Bei Wertpapierleihgeschäften werden Wertpapiere an einen Dritten auf bestimmte oder unbestimmte Zeit gegen Zahlung einer Gebühr übertragen. Nach Ablauf der vereinbarten Frist ist der Leihnehmer zur Rückgabe von Wertpapieren gleicher Art, Güte und Menge verpflichtet. Das Marktpreisrisiko verbleibt beim AXA Konzern als Leihgeber. Da kein Übergang von Chancen und Risiken erfolgt, werden die verliehenen Wertpapiere unverändert in der Bilanz des AXA Konzerns erfaßt und nach IAS 39 bewertet. Die dem AXA Konzern als Sicherheit gestellten Wertpapiere werden weiterhin vom Leihnehmer bilanziert.
Im Rahmen von echten Wertpapierpensionsgeschäften (Repo-Geschäfte) werden Wertpapiere an einen Dritten veräußert. Gleichzeitig wird vereinbart, diese Wertpapiere zu einem bestimmten Termin und Kurs zurückzuerwerben, so dass die Chancen und Risiken aus einer Martkpreisänderung der Wertpapiere beim AXA Konzern verbleiben. Somit sind die Wertpapiere nicht aus der Bilanz des AXA Konzerns auszubuchen und weiterhin nach IAS 39 zu bilanzieren. Die erhaltenen Geldzahlungen werden als sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Einlagen bei Kreditinstituten sowie Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft werden mit ihrem Nominalwert angesetzt, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht.
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen (fondsgebundene Lebensversicherung) werden mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert. Die nicht realisierten Gewinne und Verluste aus der Zeitwertermittlung werden erfolgswirksam vereinnahmt und über die Veränderung der entsprechenden Deckungsrückstellung ausgeglichen.
Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sowie Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft und sonstige Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Tilgungen und notwendigen Wertberichtigungen angesetzt. Der Wertminderungsaufwand wird erfolgswirksam erfasst.
Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen wurden den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend ermittelt.
Eigengenutzter Grundbesitz wird wie fremdgenutzter Grundbesitz bewertet. Eine Zuordnung zum eigengenutzten bzw. fremdgenutzten Grundbesitz erfolgt gemäß dem überwiegenden Grad der Nutzung. Sachanlagen und Vorräte umfassen technische Anlagen und Maschinen (EDV), Betriebs- und Geschäftsausstattung, Vorräte und Büromaterial. Die Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer, bewertet. Finanzleasinggeschäfte existieren nicht. Vorräte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um notwendige Abschreibungen, aktiviert.
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand, Treuhandvermögen und andere Vermögensgegenstände werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Die aktive Steuerabgrenzung beinhaltet latente Steuern aus temporären unterschiedlichen Wertansätzen eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer Verpflichtung und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz. Die Berechnung der Steuerabgrenzung erfolgt mit dem zum Zeitpunkt der Auflösung wahrscheinlich gültigen Steuersatz. Die Werthaltigkeit wir jährlich anhand eines Werthaltigkeitstests nachgewiesen.
Passiva
Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage beinhalten die von den Aktionären der AXA Konzern AG eingezahlten Beträge für die ausgegebenen Stamm- und Vorzugsaktien. Das gezeichnete Kapital entspricht dem rechnerischen Nennwert pro Aktie; die Kapitalrücklage enthält die darüber hinaus erhaltenen Beträge (Agien), insbesondere den Gegenwert der zum 1. Januar 2007 in die AXA Konzern AG eingelegten AXA Beteiligungsgesellschaft mbH (AMBH), ehemals Winterthur Beteiligungsgesellschaft mbH (WMBH).
Seit dem Geschäftsjahr 2008 werden in der Kapitalrücklage auch die Aufwendungen aus anteilsbasierten Vergütungen erfasst.
Die Gewinnrücklagen beinhalten die bisher nicht ausgeschütteten Gewinne des Konzerns. Darüber hinaus wurden bis auf die Neubewertungsrücklage von Finanzinstrumenten die im Rahmen der Umstellung von HGB auf IFRS zum 1. Januar 2004 entstandenen Unterschiedsbeträge sowie die im Rahmen der Einbringung der WMBH entstandenen Unterschiedsbeträge auf die Anpassung der versicherungstechnischen Positionen der DBV-Winterthur in dieser Position ausgewiesen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus der jährlichen Überprüfung der aktuariellen Annahmen der Pensionsverpflichtungen resultieren (Sterblichkeit, Zins), werden ebenfalls direkt in den Gewinnrücklagen verbucht. Der Ausweis erfolgt nach Berücksichtigung von latenter Steuer und ggf. latenter Beitragsrückerstattung.
In der Neubewertungsrücklage Finanzinstrumente werden die Unterschiedsbeträge ausgewiesen, die sich aus dem Vergleich zwischen beizulegenden Zeitwert und Anschaffungskosten bzw. fortgeführten Anschaffungskosten der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere ergeben. Darüber hinaus werden Wertveränderungen aus Cashflow Hedges in dieser Position erfasst. Der Ausweis erfolgt nach Berücksichtigung von latenter Steuer und ggf. latenter Beitragsrückerstattung.
Die Rücklage aus der Währungsumrechnung beinhaltet die im Rahmen der Umrechnung von ausländischen Tochtergesellschaften seit dem 1. Januar 2004 angefallenen Währungskursdifferenzen. Die zum Zeitpunkt der Erstanwendung von IFRS vorhandene Rücklage aus der Währungsumrechnung wurde erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Nachrangige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten passiviert. Agien und Disagien werden laufzeitanteilig nach der Effektivzinsmethode amortisiert.
Die Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen werden gemäß IFRS 4.13 i.V.m. IAS 8.10-12 nach bisher angewendetem Recht berücksichtigt. Alle Verträge erfüllen die Definition von Versicherungsverträgen oder Investmentverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung nach IFRS 4. Aus diesem Grunde gelten für die Ermittlung der versicherungstechnischen Rückstellungen die bis Ende 2004 im Konzernabschluss nach HGB angewendeten Grundsätze weiter. Abweichend von der HGB-Rechnungslegung ist gemäß IFRS 4.14 (a) der Ansatz einer Schwankungs- oder Großrisikenrückstellung nicht zulässig. Darüber hinaus wird zu jedem Bilanzstichtag die Angemessenheit der bilanzierten versicherungstechnischen Verpflichtungen unter Verwendung aktueller Schätzungen der künftigen Cashflows überprüft (Liability Adequacy Test). Ein Anpassungsbedarf hat sich daraus für den Berichtszeitraum nicht ergeben.
Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen werden separat auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Der Bilanzausweis auf der Passivseite erfolgt somit brutto, das heißt vor Abzug der Anteile der Rückversicherer. Des Weiteren siehe Angaben im Lagebericht Seite 39 ff.
Im in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft folgten wir grundsätzlich den Aufgaben der Zedenten.
Die Beitragsüberträge für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft wurden periodengerecht ermittelt. Bei dem in Rückdeckung übernommenen Geschäft wurden die Brutto-Beitragsüberträge anhand der Aufgaben der Vorversicherer unter Berücksichtigung eines Abzuges für nicht übertragsfähige Beitragsteile gestellt. Die Anteile der Rückversicherer an den Beitragsüberträgen wurden aus den Bruttowerten ermittelt.
Die Deckungsrückstellungen für die Lebens-, Kranken- und Unfallversicherungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen einzelvertraglich, mit Ausnahme der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung, nach der prospektiven Methode und für beitragspflichtige Lebensversicherungen mit implizierter Berücksichtigung der künftigen Kosten ermittelt. Für die fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherung erfolgte die Berechnung nach der retrospektiven Methode. In der Lebensversicherung wurden bei Einmalbeitragsversicherungen, tariflich beitragsfreien und beitragsfreigestellten Versicherungen die künftigen Kosten explizit berücksichtigt. Die sich daraus ergebende Verwaltungskostenrückstellung für beitragsfreie Versicherungsjahre wurde ebenfalls in die Deckungsrückstellung eingestellt.
Im Einzelnen wurde für den Altbestand die Deckungsrückstellung nach dem von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht genehmigten Geschäftsplan in der geltenden Fassung bestimmt. Für den Neubestand wurde die Deckungsrückstellung nach den Grundsätzen bestimmt, die der Bundesanstalt mitgeteilt worden sind. Dabei wurden die BGH-Urteile vom 12. Oktober 2005 zu den Mindestrückkaufswerten in der Lebensversicherung berücksichtigt. Zur Berücksichtigung der gestiegenen Lebenserwartung wird für den Bestand an Rentenversicherungen, die nicht nach der aktuellen Sterbetafel DAV 2004 R kalkuliert wurden, die Deckungsrückstellung jährlich überprüft und soweit notwendig verstärkt, um der veränderten Lebenserwartung Rechnung zu tragen. Zur Ermittlung dieser zusätzlichen Deckungsrückstellung erfolgt für die Unternehmen des ehemaligen AXA-Konzerns einzelvertraglich eine Vergleichsrechnung mit dem Wert, der sich aus einer aktuariell angemessenen Interpolation der Deckungsrückstellungen entsprechend der Sterbetafel für Rentenversicherungen "DAV 2004 R - Bestand" und "DAV 2004 R - B20" ergibt, für die Unternehmen des ehemaligen DBV-Winterthur-Konzerns über eine einzelvertragliche Vergleichsrechnung entsprechend der Sterbetafel "DAV 2004 R-Bestand" und angepasstem Sterblichkeitstrend. Positive Differenzen zwischen Vergleichsreserve und ursprünglicher Reserve wurden unter Verwendung unternehmensindividueller Storno- und Kapitalwahlrechtsquoten sowie der unternehmensunabhängigen Storno- und Kapitalwahlrechtsquoten gemäß DAV-Richtlinie aufgefüllt. Für den Bestand an Berufsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen der deutschen Lebensversicherungsgesellschaften, die nicht nach den aktuellen Tafeln DAV 1997 I, Tl und Rl kalkuliert werden, erfolgte seit dem Jahr 1997 für die Deckungsrückstellung ebenfalls eine Vergleichsrechnung. Die Deckungsrückstellung erwies sich jedoch wie bereits in den Vorjahren auch für das Jahr 2009 als ausreichend. Bei fremdgeführten Konsortialverträgen sind die anteiligen Deckungsrückstellungen von den Konsortialführern nach deren Geschäftsplänen bzw. deren Grundsätzen berechnet worden.
Die noch nicht getilgten rechnungsmäßigen Abschlusskosten sind in den einzelnen Deckungsrückstellungen nur insoweit verrechnet worden, als sich dadurch keine negativen Werte bei den Lebensversicherungsunternehmen ergaben bzw. die geschäftsplanmäßige Deckungsrückstellung nicht unterschritten wurde. Soweit eine Verrechnung zulässig, aber noch nicht möglich war, wurden die noch nicht getilgten Abschlusskosten als Forderungen an Versicherungsnehmer aktiviert.
In der Krankenversicherung wurde die Alterungsrückstellung unter Beachtung von § 341f. HGB und der von einem unabhängigen Treuhänder geprüften und der Aufsichtsbehörde vorgelegten technischen Berechnungsgrundlagen errechnet. Als Berechnungsgrundlagen dienten die Sterbetafeln PKV 2001, PKV 2004, PKV 2007, PKV 2008, PKV 2009 und PKV 2010 jeweils mit einem Rechnungszins von 3,5 %, und die dem einzelnen Risiko entsprechenden Schadentafeln, Schadenparameter und Grundkopfschäden. Versicherungen gleicher Berechnungsmerkmale wurden zu Gruppen zusammengefasst. Die Errechnung der Gruppenreserve erfolgte nach der prospektiven Methode.
Bestandteil der Deckungsrückstellung ist auch die Alterungsrückstellung, die bei Kündigung eines Vertrages für die Krankheitskostenversicherung sowie die Pflegepflichtversicherung zum 31.12. des Geschäftsjahres und dem gleichzeitigen Abschluss eines entsprechenden neuen Vertrages bei einem anderen privaten Krankenversicherer an den neuen Versicherer übertragen wird (Übertragungswert). Negative Reserven wurden gegen positive Reserven aufgerechnet.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthält die Rückstellung für bekannte Versicherungsfälle, die Spätschadenrückstellung, die Rentendeckungsrückstellung und die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen sowie für Rückkäufe und Rückgewährbeträge aus der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr. Unter Wahrung der Grundsätze der Vorsicht werden diese Rückstellungen möglichst realitätsnah bewertet. Die Auskömmlichkeit wird durch regelmäßige aktuarielle Untersuchungen überprüft. Bei der Ermittlung wurden Ansprüche aus Regressen und Provenues abgesetzt, soweit ihre Realisierbarkeit feststand oder zweifelsfrei bestimmbar war.
Die Spätschadenrückstellung für eingetretene, bis zur Schließung des Schadenregisters nicht gemeldete Versicherungsfälle wurde nach den Erfahrungswerten der Vorjahre ermittelt.
Die Ermittlung der Rentendeckungsrückstellung erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen.
Bei der Rückstellung für Beitragsrückerstattung handelt es sich um erzielte Überschüsse, die vertraglich für die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer bestimmt, aber den einzelnen Versicherungsverträgen noch nicht zugeteilt worden sind. In der Lebensversicherung wurden die innerhalb dieser Rückstellung gebundenen Mittel für Schlussüberschussanteile entsprechend den Bestimmungen des § 28 Abs. 7 RechVersV ermittelt. Die Zuführung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung in der Krankenversicherung richtet sich nach der in § 12 c VAG (Überschussverordnung) erlassenen Rechtsverordnung. Der Verwendung dieser Mittel hat der unabhängige Treuhänder zugestimmt und sie erfolgte nach den vertraglichen Vereinbarungen. In der Unfallversicherung wurde die Rückstellung für Beitragsrückerstattung entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen gebildet. Resultierend aus den temporären Bewertungsunterschieden zwischen HGB und IFRS wird darüber hinaus eine Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung in Höhe der zukünftig erwarteten Überschussbeteiligung gebildet.
Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften, den vertraglichen Vereinbarungen und den Erfahrungswerten der Vergangenheit gebildet. Die Berechnung der Rückstellung für drohende Verluste im Versicherungsgeschäft erfolgte auf Basis der durchschnittlichen technischen Verluste in einem Dreijahreszeitraum unter Berücksichtigung von Zinserträgen und Restlaufzeiten.
Bei den versicherungstechnischen Rückstellungen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung wird das Deckungskapital jeder einzelnen fondsgebundenen Lebensversicherung nach den Grundsätzen bestimmt, die der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitgeteilt worden sind.
Die versicherungstechnischen Rückstellungen der ausländischen Tochterunternehmen wurden, soweit diese auf lokalen versicherungsspezifischen Wertansätzen beruhen, unverändert übernommen.
Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Fluktuationswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Inflationsraten sowie eines laufzeitkongruenten Marktzinses für Anleihen bester Bonität. Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invalidisierungssannahmen dienen die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln GmbH.
Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen werden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.
Für die ehemaligen Mitarbeiter der DBV-Winterthur-Gesellschaften bestehen Vermögenswerte in Form von konzerninternen Rückdeckungsversicherungen und liquiden Mittel gehalten durch die DBV-Winterthur Vorsorge e.V., die ausschließlich zur Bedeckung der erteilten Pensionszusagen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind (sogenanntes Planvermögen). Daher sind die Pensionsverpflichtungen unter Abzug der Vermögenswerte auszuweisen.
Der Zinssatz, mit dem die Pensionsrückstellungen abgezinst werden, orientiert sich an Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden.
Die Gesamtaufwendungen für die Altersversorgung werden vermindert um die erwarteten Erträge aus dem Planvermögen ausgewiesen. Der erwartete Ertrag aus der Rückdeckungsversicherung wurde gemäß dem Langfristzins für die Bewertung der Deckungsrückstellung bei der Lebensversicherung angenommen.
Für Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung wurden Rückdeckungsversicherungen bei konzerninternen Lebensversicherungsgesellschaften abgeschlossen. Da die Erstattungsansprüche gegenüber diesen Gesellschaften nicht von einer rechtlich eigenständigen Einheit gehalten werden, handelt es sich bei diesen Rückdeckungsversicherungen um nicht saldierbares Planvermögen. Daher werden sowohl eine Verpflichtung als auch ein Vermögenswert in gleicher Höhe ausgewiesen.
Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen erfolgt zur bestmöglichen Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung erforderlichen Ausgaben; bei Wesentlichkeit wird diskontiert. Bei der Ermittlung der zurückzustellenden Beträge werden, sofern erforderlich, interne und externe Rechtsgutachten berücksichtigt. Die Restrukturierungsrückstellung wird für Maßnahmen des Managements gebildet, die zu erheblichen Änderungen in der strategischen Aufstellung des Unternehmens führen. Die entsprechenden Restrukturierungspläne müssen verbindlich beschlossen, umgesetzt und überwacht werden. Die Bewertung basiert auf Annahmen über den zukünftigen Personalbedarf sowie auf den mit den Arbeitnehmervertretern vereinbarten Sozialplänen. Die Jubiläumsrückstellung beinhaltet u. a. Ansprüche, die sich nach dem Aktienkurs der AXA S.A., Paris, bemessen. Ehemaligen Mitarbeitern der Winterthur Versicherung wurde für je fünf abgeleistete Dienstjahre ein Anspruch in Höhe des Wertes von 3, 5 bzw. 10 Namensaktien der Winterthur zugesagt. An die Stelle einer Winterthur-Namensaktie sind 50,35 AXA-Aktien getreten. Die Vergütung dieser Ansprüche erfolgt in bar und wird entsprechend dem erreichten Dienstalter als Rückstellung erfasst.
Die Depotverbindlichkeiten wurden mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Diesen Depotverbindlichkeiten stehen Bardepots in entsprechender Höhe gegenüber, welche in Kapitalanlagen investiert wurden. Verfügugungsbeschränkungen für die Barpedepots bestehen nicht.
Alle übrigen Verbindlichkeiten umfassen neben den Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und den sonstigen Verbindlichkeiten auch die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft. Diese Beträge wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten passiviert.
Die passive Steuerabgrenzung beinhaltet latente Steuern aus temporären unterschiedlichen Wertansätzen eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer Verpflichtung und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz. Die Berechnung der Steuerabgrenzung erfolgt mit dem zum Zeitpunkt der Auflösung wahrscheinlich gültigen Steuersatz.
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Unter gebuchte Bruttobeiträge werden insbesondere die für das selbst abgeschlossene und in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft im Geschäftsjahr fällig gewordenen Beiträge und Beitragsraten (einschließlich der Ratenzuschläge) sowie die Einmalbeiträge ausgewiesen.
Die verdienten Beiträge für eigene Rechnung entsprechen den gebuchten Beiträgen unter Berücksichtigung der Veränderung der Beitragsüberträge abzüglich der Anteile der Rückversicherer.
Das Kapitalanlageergebnis enthält die unter den Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführten Erträge und Aufwendungen aus Kapitalanlagen.
Als Versicherungsleistungen für eigene Rechnung werden für das selbst abgeschlossene und übernommene Versicherungsgeschäft Zahlungen für Versicherungsfälle inklusive Regulierungsaufwendungen sowie die Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen ausgewiesen. Der Ausweis erfolgt nach Anteilen der Rückversicherer.
Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung umfassen im Wesentlichen die durch den Abschluss von Versicherungsverträgen unmittelbar und mittelbar anfallenden Aufwendungen sowie die Aufwendungen für den Beitragseinzug, die Bestandsverwaltung und die Bearbeitung der passiven Rückversicherung. Von den Rückversicherern erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen werden hiervon abgesetzt.
Unter aufgegebene Geschäftsbereiche nach Steuern wird das Geschäftsjahresergebnis von aufgegeben Geschäftsbereichen ausgewiesen.
Sonstige Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert veräußert werden könnte. Zur Bewertung werden entweder öffentliche Marktpreise (z. B. Börsenkurse) oder interne Berechnungen herangezogen. Interne Berechnungen werden unter Anwendung anerkannter finanzmathematischer Bewertungsverfahren erstellt. Der AXA Konzern nutzt bei der Feststellung der Zeitwerte der einzelnen Bilanzposten die folgenden Methoden, Bezugsgrößen und Annahmen:
Bei fremdgenutzten Grundstücke, grundstücksgleichen Rechten und Bauten wird der beizulegende Zeitwert anhand von nachhaltig erwarteten Miet- und Pachtverträgen mittels eines internen Bewertungsverfahrens, das auf der Discounted-Cashflow-Methode basiert, bestimmt. Zur Ermittlung des Zeitwerts werden zudem externe Gutachten herangezogen.
Bei Finanzinstrumenten werden öffentlich gehandelte Wertpapiere aus den Kategorien "jederzeit veräußerbare Wertpapiere" und "erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente" soweit möglich mit an aktiven Märkten notierten Preisen bewertet. Für Wertpapiere besteht ein aktiver Markt, falls der zum Beispiel von einer Börse oder einem Broker zur Verfügung gestellte Preis repräsentativ für regelmäßig stattfindende Transaktionen unter fremden Dritten ist. Bei Wertpapieren aus den genannten Kategorien, für die kein aktiver Markt existiert, sowie bei Wertpapieren der Kategorie "Darlehen und Ausleihungen" werden die Zeitwerte grundsätzlich unter Zuhilfenahme von anerkannten Bewertungsverfahren mit aktuellen Marktparametern (z.B. Zinsstrukturkurven) ermittelt.
Die weltweite Finanzmarktkrise führte in der zweiten Jahreshälfte zu einem erheblichen Rückgang der Liquidität auf den Märkten für strukturierte Kreditprodukte. In Ermangelung eines aktiven Marktes erfolgt die Bewertung des überwiegenden Teils der strukturierten Kreditprodukte auf der Grundlage von Barwertverfahren (Discounted Cash Flow Verfahren). Die aus den einzelnen strukturierten Kreditprodukten zu erwartenden Zahlungsströme sind mit laufzeit- und risikoäquivalenten Zinssätzen abgezinst. Eine Liquiditätskomponente ist angemessen berücksichtigt. In die Bewertung einfließende Schätzungen beruhen auf allgemein verfügbaren Kapitalmarktdaten. In die Bewertung der strukturierten Kreditprodukte fließen zudem die Preisindikationen externer unabhängiger Dritter ein. Je unsicherer die Einschätzung der zukünftigen Zahlungsströme, desto höher ist der Anteil der niedrigeren externen Preisindikationen an den Zeitwerten der einzelnen strukturierten Kreditprodukte.
Der Zeitwert von Derivaten ergibt sich aus dem Wert der zu Grunde liegenden Vermögenswerte und aus anderen Marktparametern. Öffentlich gehandelte Derivate werden auf Grundlage öffentlich festgestellter Marktpreise bewertet. Außerbörslich gehandelte Derivate werden mit anerkannten Bewertungsmodellen (z.B. Optionspreismodell) auf Grundlage von aktuellen Marktparametern (z.B. Zinsstrukturkurve, Volatilitäten, etc.) bewertet. Der Zeitwert entspricht den finanziellen Mitteln, die zur vollen Abdeckung zukünftiger Rechte und Verpflichtungen aus den betreffenden Finanzverträgen notwendig sind. Die Bewertung eines Kreditderivats, das zur Abbildung einer synthetischen Collateralized-Debt-Obligation abgeschlossen wurde, erfolgt auf Grundlage von Modellberechnungen der emittierenden Bank.
Derivative Finanzinstrumente, die die Kriterien der Bilanzierung als anerkannte Sicherungsinstrumente (Hedge Accounting) erfüllen, werden in der Kapitalanlagenkategorie des besicherten Grundgeschäftes mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert. Die Wertänderungen beim Fair Value Hedge - Absicherung des Risikos der Veränderung des Zeitwertes eines bilanzierten Vermögensgegenstandes oder einer Verbindlichkeit - werden zusammen mit der anteiligen Veränderung des Zeitwertes des abgesicherten Instrumentes erfolgswirksam erfasst. Beim Cashflow Hedge - Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen aus einem Vermögensgegenstand oder einer Verbindlichkeit - werden die Wertänderungen erfolgsneutral mit dem Eigenkapital (Neubewertungsrücklage Finanzinstrumente) verrechnet und erst bei Realisierung des Gewinnes oder Verlustes des abgesicherten Instrumentes erfolgswirksam berücksichtigt.
Die Währungsumrechnung bei den in Fremdwährung gehaltenen Kapitalanlagen erfolgt in Abhängigkeit von der Zuordnung der Kapitalanlagen zu monetären oder nicht monetären Positionen.
Monetäre Positionen sind Geldmittel, Vermögenswerte und Schulden, für die das Unternehmen einen festen oder bestimmbaren Betrag erhält oder Geld bezahlen muss. Hierzu zählen die Darlehen und Ausleihungen sowie die festverzinslichen Wertpapiere. Bei nicht monetären Positionen handelt es sich um Realwerte wie Anteile an Unternehmen.
Bei den monetären Positionen werden die aus dem Stichtagskurs ermittelten Währungskursschwankungen erfolgswirksam verbucht soweit sie auf die Anschaffungskosten entfallen; Währungskursschwankungen die auf die erfolgsneutrale Bewertung zum Zeitwert entfallen werden in der Neubewertungsrücklage erfasst. Bei den nicht monetären Positionen, die zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet werden, wird nach der Klassifizierung der Wertpapiere unterschieden. Die gemäß Stichtagskurs ermittelten Währungsunterschiede werden bei einer Klassifizierung als Handelsbestand erfolgswirksam verbucht und bei einer Klassifizierung als jederzeit veräußerbare Wertpapiere in die Neubewertungsrücklage eingestellt.
Erläuterungen zu den Konzern-Aktiva
(1) A. Immaterielle Vermögensgegenstände
A. I. Geschäfts- oder Firmenwert
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Bruttobuchwert 1. Januar | 1.102.916 | 1.073.310 |
| Kumulierte Abschreibungen 1. Januar | 129.148 | 129.148 |
| Bilanzwert 1. Januar | 973.768 | 944.162 |
| Zugänge | 0 | 29.06 |
| Bilanzwert 31. Dezember | 973.768 | 973.768 |
| Bruttobuchwert 31. Dezember | 1.102.916 | 1.102.916 |
| Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember | 129.148 | 129.148 |
Die Zugänge in 2008 entfallen auf die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der DBV Holding AG auf die WinCom Versicherungs-Holding AG im Rahmen des Ausschlusses der Minderheitsaktionäre. Der Geschäfts- oder Firmenwert entfällt wie im Vorjahr wie folgt auf die Segmente: Schaden/Unfall 826,2 Mio Euro, Leben 86,8 Mio. Euro, Kranken 60,8 Mio. Euro.
A. II. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände
| in Tsd. Euro | Selbst erstellte Software | Entgeltlich erworbene Software | Entgeltlich erworbene Versicherungsbestände | 2009 Insgesamt | 2008 Insgesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Bruttobuchwert 1. Januar | 94.718 | 26.898 | 536.832 | 658.448 | 657.254 |
| Kumulierte Abschreibungen 1. Januar | 90.398 | 16.519 | 15.808 | 122.725 | 107.539 |
| Bilanzwert 1. Januar | 4.320 | 10.379 | 521.024 | 535.723 | 549.715 |
| Zugänge/Zuschreibungen | 0 | 4.131 | 6.454 | 10.585 | 2.656 |
| Abgänge | 0 | -606 | 0 | -606 | -1.409 |
| Planmäßige Abschreibungen | -2.550 | -4.579 | -12.374 | -19.503 | -15.186 |
| Umbuchungen/ Währungskursdifferenzen | 0 | 1.131 | 0 | 1.131 | -53 |
| Bilanzwert 31. Dezember | 1.770 | 10.456 | 515.104 | 527.330 | 535.723 |
| Bruttobuchwert 31. Dezember | 94.718 | 31.554 | 543.286 | 669.558 | 658.448 |
| Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember | 92.948 | 21.098 | 28.182 | 142.228 | 122.725 |
B. Kapitalanlagen
(2) B. I. Fremdgenutzte Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Bruttobuchwert 1. Januar | 1.801.611 | 1.720.979 |
| Kumulierte Abschreibungen 1. Januar | 501.455 | 439.499 |
| Bilanzwert 1. Januar | 1.300.156 | 1.281.480 |
| Zugänge | 147.962 | 59.708 |
| Abgänge | -63.762 | -19.095 |
| Planmäßige Abschreibungen | -15.209 | -14.520 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | -15.955 | -7.249 |
| Zuschreibungen | 56 | 126 |
| Erfolgswirksame "At Equity"- Bewertung von Grundstücksgesellschaften | 1.914 | -294 |
| Umbuchungen | -31.316 | 0 |
| Bilanzwert 31. Dezember | 1.323.846 | 1.300.156 |
| Bruttobuchwert 31. Dezember | 1.559.550 | 1.801.611 |
| Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember | 235.704 | 501.455 |
| Zeitwert 31. Dezember | 1.522.347 | 1.516.168 |
Die Grundschulden auf fremdgenutzen Grundbesitz betragen für 2009 61 Mio. Euro (2008: 54 Mio. Euro).
Die Umbuchung von fremdgenutzen zu eigengenutzten Grundbesitz resultiert aus dem Bezug und erstmaliger Eigennutzung einer Immobilie durch AXA. Die außerplanmäßigen Abschreibungen entfallen insbesondere auf Bürogebäude, deren Zeitwert alters- und zustandbedingt gesunken ist. In der Bilanzposition enthalten sind Grundstückbeteiligungsgesellschaften in Höhe von 127.050 Tsd. Euro (2008: 128.300 Tsd. Euro), auf die AXA einen maßgeblichen Einfluss ausübt und die assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet werden. In 2009 betrug die ausschließlich erfolgwirksame Veränderung des Buchwerts 1.914 Tsd. Euro (2008: -294 Tsd. Euro).
In 2009 sind 2.200 Tsd. Euro (2008: 8.641 Tsd. Euro) nachträglich erfasste Anschaffungs-/Herstellungskosten enthalten, die auf Umbaumaßnahmen entfallen, die den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen der Gebäude erhöhen.
(3) B. II. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Bilanzwert 1. Januar | 84.184 | 35.922 |
| Zugänge | 3.040 | 58.988 |
| Abgänge | -16.291 | 0 |
| Erfolgswirksame Veränderung des anteiligen Eigenkapitals | -15.071 | -5.080 |
| Erfolgsneutrale Veränderung des anteiligen Eigenkapitals | 5.707 | -5.646 |
| Außerplanmäßige Abschreibung | -12.120 | 0 |
| Bilanzwert 31. Dezember | 49.449 | 84.184 |
| Zeitwert 31. Dezember | 78.790 | 112.574 |
Bei den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen handelt es sich hauptsächlich um Anteile an der Roland Rechtschutz-Versicherungs-AG sowie an der Aragon AG.
Die Roland Rechtschutz-Versicherungs-AG erzielte 2009 gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von 152.895 Tsd. Euro (2008: 227.402 Tsd. Euro) und ein Konzernergebnis von 4.553 Tsd. Euro (2008: -822 Tsd. Euro). Die Bilanzsumme des Aragon Konzerns zum 31. Dezember 2009 beträgt 637.799 Tsd. Euro (2008: 590.186 Tsd. Euro), das Eigenkapital beläuft sich auf 123.347 Tsd. Euro (2008: 103.758 Tsd. Euro).
Die Aragon AG erzielte 2009 Umsatzerlöse in Höhe von 69.391 Tsd. Euro (2008: 98.346 Tsd. Euro) und ein Konzernergebnis von -8.324 Tsd. Euro (2008: 6.703 Tsd. Euro). Die Bilanzsumme des Aragon Konzerns zum 31. Dezember 2009 beträgt 98.700 Tsd. Euro (2008: 84.981 Tsd. Euro), das Eigenkapital beläuft sich auf 52.914 Tsd. Euro (2008: 50.081 Tsd. Euro).
(4) B. III. Finanzinstrumente
B. III. 1. Darlehen und Ausleihungen
| 2009 | 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. Euro | Bilanzwert | Zeitwert | Nicht realisierter Gewinn/Verlust | Bilanzwert | Zeitwert | Nicht realisierter Gewinn/Verlust |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Hypotheken | 5.787.110 | 6.246.620 | 459.510 | 5.892.285 | 6.105.492 | 213.207 |
| Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine | 113.641 | 114.953 | 1.312 | 466.430 | 467.952 | 1.522 |
| Umgekehrtes - Wertpapierpensionsgeschäft | 200.000 | 211.780 | 11.780 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige Ausleihungen | 1.324.289 | 1.131.122 | -193.167 | 1.430.777 | 1.475.245 | 44.468 |
| Gesamt | 7.425.040 | 7.704.475 | 279.435 | 7.789.492 | 8.048.689 | 259.197 |
B. lll. 2. Jederzeit veräußerbare Wertpapiere
| 2009 | 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. Euro | Fortgeführte Anschaffungskosten | Zeitwert | Nicht realisierter Gewinn/Verlust | Fortgeführte Anschaffungskosten | Zeitwert | Nicht realisierter Gewinn/Verlust |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktien und sonstige Eigenkapitalinstrumente | 1.052.171 | 1.474.423 | 422.252 | 2.013.673 | 2.302.911 | 289.238 |
| Renten | 42.032.620 | 42.279.775 | 247.155 | 40.222.278 | 40.334.344 | 112.066 |
| Publikumsfonds | 418.591 | 440.368 | 21.777 | 417.975 | 419.002 | 1.027 |
| Derivate (Cashflow Hedge) | 44.935 | 102.973 | 58.038 | 27.662 | 53.376 | 25.714 |
| Gesamt | 43.548.317 | 44.297.539 | 749.222 | 42.681.588 | 43.109.633 | 428.045 |
Nicht realisierte Gewinne und Verluste, die aus der Differenz von Zeitwert und fortgeführten Anschaffungskosten der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere entstehen, werden nach Abzug von latenten Steuern und in der Lebens- und Krankenversicherung zusätzlich nach Abzug von latenter Beitragsrückerstattung im Eigenkapital erfasst. Die latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung beträgt 372 Mio. Euro (2008: 248 Mio. Euro), die passiven latenten Steuern betragen -39 Mio. Euro (2008: -24 Mio. Euro).
Bei den hier ausgewiesenen Derivaten (Cashflow Hedge) handelt es sich um Zinsswaps zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus variablen Zinszahlungen von Wertpapieren sowie um Währungsswaps zur Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken aus variablen Zinszahlungen von Wertpapieren in fremder Währung. Der effektive Teil der Wertänderung dieser Swaps wird erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet und erst bei Eingang der abgesicherten Zinszahlung erfolgswirksam berücksichigt. Bei den einzelnen Sicherungsbeziehungen lagen keine Ineffektivitäten vor.
B.III.3. Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente
| in Tsd. Euro | Bilanzwert 2009 | Bilanzwert 2008 |
|---|---|---|
| Aktien und sonstige Eigenkapitalinstrumente | 868.346 | 947.463 |
| Renten | 4.196.557 | 3.357.261 |
| Asset Backed Securities/ Strukturierte Produkte | 1.360.661 | 1.168.172 |
| Derivate* | 207.263 | 711.234 |
| Gesamt | 6.632.827 | 6.184.130 |
* Ab 2009 werden Derivate mit negativem Marktwert unter der Bilanzposition "Sonstige Verbindlichkeiten" ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden angepasst.
Zusatzangaben Finanzinstrumente
Derivate (Cashflow Hedge) und erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Derivate
| 2009 | 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. Euro | Nominalwert | Positive Marktwerte | Negative Marktwerte | Nominalwert | Positive Marktwerte | Negative Marktwerte |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinsgeschäfte | ||||||
| Swaps | 533.077 | 29.618 | 0 | 342.100 | 12.868 | -1.975 |
| Futures/Forwards Swaption | 4.400.000 | 123.362 | -11.981 | 2.000.000 | 128.191 | 0 |
| Devisengeschäfte | ||||||
| Swaps | 758.661 | 133.424 | -9.538 | 556.363 | 108.989 | -12.057 |
| Futures/Forwards | 2.688.723 | 1.073 | -38.727 | 2.956.362 | 54.757 | -35.538 |
| Aktien-/Indexgeschäfte | ||||||
| Optionen | 1.411.000 | 9.659 | -3 | 2.866.000 | 318.436 | 893 |
| Futures/Forwards Übrige | 292.945 | 5.106 | -1.143 | 525.400 | 1.526 | -4.872 |
| Kreditderivate | 4.013.688 | 7.994 | -236.482 | 2.573.648 | 139.843 | -421.153 |
| Gesamt | 14.098.094 | 310.236 | -297.874 | 11.819.873 | 764.610 | -476.488 |
Fremdwährungsrisiko
| In Fremdwährung gehaltene Finanzinstrumente in Tsd. Euro |
Währungskurs in Euro |
Bilanzwert 2009 | Währungskurs in Euro |
Bilanzwert 2008 |
|---|---|---|---|---|
| USD | 4,43 | 4.092.075 | 1,39 | 3.808.525 |
| GBP | 0,90 | 414.751 | 0,93 | 428.332 |
| JPY | 132,28 | 75.088 | 124,74 | 125.038 |
| AUD | 1,60 | 0 | 2,05 | 19.015 |
| Übrige | 0 | 203.745 | 0 | 244.627 |
| Gesamt | 4.785.659 | 4.625.537 |
Zinsänderungsrisiko
| Vertragliche Restlaufzeit zum 31.12. | 2009 | 2008 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzwerte in Tsd. Euro |
bis zu 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | bis zu Uahr | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festverzinsliche Instrumente: | ||||||
| Darlehen und Ausleihungen | 435.486 | 945.375 | 6.044.179 | 331.184 | 998.805 | 6.244.417 |
| Jederzeit veräußerbare Wertpapiere | 2.006.461 | 9.348.181 | 29.338.292 | 1.450.285 | 9.697.121 | 27.723.997 |
| Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente | 291.948 | 2.568.124 | 1.771.447 | 264.666 | 1.774.299 | 2.181.658 |
| Variabel verzinsliche Instrumente: | ||||||
| Darlehen und Ausleihungen | 0 | 0 | 0 | 44.170 | 183.644 | -12.727 |
| Jederzeit veräußerbare Wertpapiere | 0 | 64.481 | 1.522.360 | 0 | 35.301 | 1.427.640 |
| Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente | 39.890 | 7.589 | 878.219 | 32.824 | 41.205 | 230.781 |
| Gesamt | 2.773.785 | 12.933.750 | 39.554.497 | 2.123.129 | 12.730.375 | 37.795.766 |
Die vertraglichen Restlaufzeiten beziehen sich auf alle Finanzinstrumente mit vertraglich vereinbarter fester Laufzeit. Bei den variabel verzinslichen Instrumenten können die Zinsanpassungstermine vor dem Fälligkeitstermin liegen.
Im Portfolio befinden sich zum 31. Dezember 2009 Rentenpapiere mit einem beizulegenden Zeitwert von 2.224 Mio. Euro (2008: 2.009 Mio. Euro), die ein vorzeitiges Kündigungsrecht seitens des Schuldners einräumen.
Kreditrisiko
| Rentenpapiere nach Ratingklassen | Jederzeit veräußerbare Wertpapiere | Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente | ||
|---|---|---|---|---|
| Bilanzwerte in Tsd. Euro |
2009 | 2008 | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| AAA | 19.755.463 | 19.108.231 | 159.213 | 178.058 |
| AA+ | 3.903.191 | 3.606.961 | 184.930 | 191.702 |
| AA | 3.007.638 | 3.365.000 | 154.439 | 178.372 |
| AA- | 3.946.227 | 4.080.933 | 700.426 | 555.885 |
| A+ | 3.901.725 | 3.047.028 | 877.494 | 419.786 |
| A | 2.124.370 | 1.967.688 | 695.625 | 503.842 |
| A- | 2.000.625 | 1.795.376 | 487.836 | 486.956 |
| BBB+ | 1.060.810 | 683.951 | 432.680 | 374.719 |
| BBB | 894.485 | 971.307 | 381.657 | 398.117 |
| BBB- | 426.650 | 201.887 | 120.359 | 121.461 |
| BB+ | 216.200 | 6.909 | 105.568 | 59.353 |
| BB | 127.497 | 26.910 | 91.139 | 91.462 |
| BB- | 257.417 | 16.685 | 174.337 | 108.098 |
| B+ | 320.869 | 3.216 | 93.269 | 142.460 |
| B | 53.860 | 43.057 | 89.047 | 89.836 |
| B- | 22.675 | 8.600 | 91.938 | 76.345 |
| CCC+ | 0 | 0 | 49.518 | 36.728 |
| CCC | 15.747 | 0 | 25.905 | 13.379 |
| CCC- | 125.848 | 0 | 13.376 | 0 |
| CC | 16.246 | 0 | 1.711 | 785 |
| C | 0 | 37 | 1.568 | 854 |
| D | 0 | 0 | 0 | 703 |
| Übrige | 102.232 | 1.400.568 | 625.181 | 496.532 |
| Gesamt | 42.279.775 | 40.334.344 | 5.557.216 | 4.525.433 |
Wie im Vorjahr entfallen circa 14 % dieser Rentenpapiere auf Staatsanleihen.
Hierarchie der zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente
| Bilanzwerte in Tsd. Euro |
Level 1 2009 | Level 2 2009 | Level 3 2009 |
|---|---|---|---|
| Jederzeit veräußerbare Wertpapiere | |||
| Aktien und sonstige Eigenkapitalinstrumente | 1.128.822 | 22.001 | 323.600 |
| Renten | 12.197.564 | 30.082.211 | 0 |
| Publikumsfonds | 8.988 | 421.321 | 10.059 |
| Derivate (Cash Flow Hedge) | 0 | 102.973 | 0 |
| Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente | |||
| Aktien und sonstige Eigenkapitalinstrumente | 139.957 | 136.725 | 591.664 |
| Renten | 2.802.454 | 1.179.082 | 215.021 |
| Asset Backed Securities/Strukturierte Produkte | 171.975 | 1.188.686 | 0 |
| Derivate* | -52.270 | -38.340 | 0 |
| Gesamt | 16.397.490 | 33.094.659 | 1.140.344 |
* Inklusive Derivate mit negativem Marktwert (Bilanzausweis unter "Sonstige Verbindlichkeiten").
Die Tabelle enthält eine Aufstellung der Zeitwerte der Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden je Bewertungshierarchie (Level 1, 2 oder 3). Für die Einteilung der Finanzinstrumente in die einzelnen Level wurden die zu Grunde liegenden Bewertungsparameter für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte herangezogen. Die Kategorisierung in Level 1 erfolgt für Finanzinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte durch originäre Preise an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten ermittelt werden können. Werden die beizulegenden Zeitwerte durch anerkannte Bewertungsmethoden, deren signifikante Bewertungsparameter direkt oder indirekt am Markt beobachtet werden können, ermittelt, so erfolgt die Kategorisierung in Level 2. Die Finanzinstrumente des Levels 3 beinhalten Vermögenswerte, deren beizulegende Zeitwerte auf Grundlage anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt werden. Die hierfür herangezogenen Grundlagen basieren jedoch auf nicht direkt beobachtbaren Marktdaten.
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Level 3
Jederzeit veräußerbare Wertpapiere
| Anfangsbestand 01.01.2009 | 576.579 |
| Erfolgswirksam erfasste Erträge und Aufwendungen | -11.127 |
| Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | -111.178 |
| Käufe | 2.131 |
| Verkäufe | -82.346 |
| Emissionen | 0 |
| Glattstellungen | 0 |
| Umgliederungen aus Level 3 heraus | -40.400 |
| Endbestand 31.12.2009 | 333.659 |
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente
| Anfangsbestand 01.01.2009 | 911.265 |
| Erfolgswirksam erfasste Erträge und Aufwendungen | -117.455 |
| Käufe | 70.440 |
| Verkäufe | -15.918 |
| Emissionen | 0 |
| Glattstellungen | 0 |
| Umgliederungen aus Level 3 heraus | -41.647 |
| Endbestand 31.12.2009 | 806.685 |
D. Forderungen
(5) D. I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Versicherungsnehmer | 346.395 | 323.055 |
| Versicherungsvermittler | 196.890 | 223.227 |
| Gesamt | 543.285 | 546.282 |
Auf die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden Wertberichtigungen in Höhe von 55.568 Tsd. Euro (2008: 59.078 Tsd. Euro) vorgenommen. Die Forderungen haben Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Bei den Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sind 45.327 Tsd. Euro (2008: 44.900 Tsd. Euro) seit über 90 Tagen fällig.
(6) D. IV. Sonstige Forderungen
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 381.401 | 268.368 |
| Zins- und Mietforderungen | 13.969 | 37.909 |
| Übrige | 122.370 | 179.305 |
| Gesamt | 517.740 | 485.582 |
Auf die sonstigen Forderungen wurden Wertberichtigungen in Höhe von 10.504 Tsd. Euro (2008: 3.997 Tsd. Euro) vorgenommen. 44.329Tsd. Euro (2008: 46.347 Tsd. Euro) der sonstigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
F. Sonstige Vermögensgegenstände
(7) F. I. Eigengenutzter Grundbesitz
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Bruttobuchwert 1. Januar | 944 | 13.554 |
| Kumulierte Abschreibungen 1. Januar | 49 | 11.922 |
| Bilanzwert 1. Januar | 895 | 1.632 |
| Zugänge | 576 | 0 |
| Abgänge | 0 | -741 |
| Planmäßige Abschreibungen | -613 | -24 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | 0 | 28 |
| Umbuchungen | 31.316 | 0 |
| Bilanzwert 31. Dezember | 32.174 | 895 |
| Bruttobuchwert 31. Dezember Vorjahr | 67.747 | 944 |
| Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember | 35.573 | 49 |
| Zeitwert 31. Dezember | 39.756 | 1.965 |
Die Umbuchung von fremdgenutzen zu eigengenutzten Grundbesitz resultiert aus dem Bezug und erstmaliger Eigennutzung einer Immobilie durch AXA.
(8) F.II. Sachanlagen und Vorräte
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Bruttobuchwert 1. Januar | 187.933 | 175.135 |
| Kumulierte Abschreibungen 1. Januar | 136.625 | 128.084 |
| Bilanzwert 1. Januar | 51.308 | 47.051 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 |
| Zugänge | 12.757 | 18.048 |
| Abgänge | -522 | -6.080 |
| Planmäßige Abschreibungen | -9.671 | -9.316 |
| Außerplanmäßige Abschreibung | 0 | 0 |
| Umbuchungen | -521 | 1.605 |
| Bilanzwert 31. Dezember | 53.351 | 51.308 |
| Bruttobuchwert 31. Dezember | 198.872 | 187.933 |
| Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember | 145.521 | 136.625 |
(9) F. III. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand
Die Veränderung des Zahlungsmittelbestandes wird in der Kapitalflussrechnung erläutert.
(10) G. Rechnungsabgrenzungsposten
In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind aus dem Lebensversicherungsgeschäft 291.456 Tsd. Euro (2008: 320.125 Tsd. Euro) enthalten. Diese sind im Wesentlichen auf vorausgezahlte Versicherungsleitsungen zurückzuführen.
(11) I. Zur Veräußerung gehaltene Vermögensgegenstände
Der Ausweis zum 31.12.2008 betrifft die Beteiligung an dem Finanzdienstleister ZSH, dessen Verkauf an den Finanzdienstleister MLP im Geschäftsjahr 2009 abgewickelt wurde.
Erläuterungen zu den Konzern-Passiva
(12) B. Nachrangige Verbindlichkeiten
Nachrangige Verbindlichkeiten des AXA Konzerns bestehen zum Abschlussstichtag nicht.
(13) C. Versicherungstechnische Rückstellungen
| in Tsd. Euro | Selbst abgegeschlossenes Geschäft | übernommenes Geschäft | insgesamt 2009 | insgesamt 2008 |
|---|---|---|---|---|
| I. Beitragsüberträge | ||||
| Brutto | 695.688 | 22.941 | 718.629 | 754.450 |
| Rückversicherungsanteil | 47.007 | 586 | 47.593 | 48.697 |
| Gesamt | 648.681 | 22.355 | 671.036 | 705.753 |
| II. Deckungsrückstellung | ||||
| Brutto | 44.825.351 | 29.394 | 44.854.745 | 43.865.475 |
| Rückversicherungsanteil | 624.862 | 22.343 | 647.205 | 742.897 |
| Gesamt | 44.200.489 | 7.051 | 44.207.540 | 43.122.578 |
| III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | ||||
| Brutto | 5.627.595 | 465.312 | 6.092.907 | 6.116.358 |
| Rückversicherungsanteil | 473.353 | 70.153 | 543.506 | 598.944 |
| Gesamt | 5.153.492 | 395.159 | 5.549.401 | 5.517.414 |
| IV. Rückstellung für Beitragsrückerstattung | ||||
| Brutto | 2.912.808 | 0 | 2.912.808 | 2.709.866 |
| Rückversicherungsanteil | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 2.912.808 | 0 | 2.912.808 | 2.709.866 |
| V. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen | ||||
| Brutto | 34.139 | 0 | 34.139 | 35.837 |
| Rückversicherungsanteil | 0 | 0 | 0 | -1.081 |
| Gesamt | 34.139 | 0 | 34.139 | 36.918 |
| Summe versicherungstechnische Rückstellungen 2009 | ||||
| Brutto | 54.095.581 | 517.647 | 54.613.228 | 53.481.986 |
| Rückversicherungsanteil | 1.145.222 | 93.082 | 1.238.304 | 1.389.457 |
| Gesamt | 52.950.359 | 424.565 | 53.374.924 | 52.092.529 |
| Summe versicherungstechnische Rückstellungen 2008 | ||||
| Brutto | 52.975.225 | 506.761 | 53.481.986 | |
| Rückversicherungsanteil | 1.290.481 | 98.976 | 1.389.457 | |
| Gesamt | 51.684.744 | 407.785 | 52.092.529 |
* Vollkonsolidierte Werte
Im Segment Leben sind im Jahr 2009 Investmentverträge mit ermessensabhängiger Überschußbeteiligung in Höhe von 432.796 Tsd. Euro (2008: 126.719 Tsd. Euro) enthalten.
Entwicklung der Deckungsrückstellung
| in Tsd. Euro | 2009 | 20081 |
|---|---|---|
| Deckungsrückstellung Stand 1. Januar | ||
| Brutto | 43.865.475 | 43.266.079 |
| Anteil der Rückversicherer | 742.897 | 867.661 |
| Netto | 43.122.578 | 42.398.418 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | ||
| Brutto | 0 | 0 |
| Anteil der Rückversicherer | 0 | 0 |
| Netto | 0 | 0 |
| Veränderung Geschäftsjahr selbst abgeschlossenes Geschäft | ||
| Brutto | 984.554 | 602.255 |
| Anteil der Rückversicherer | -94.650 | -121.759 |
| Netto | 1.079.204 | 724.014 |
| Veränderung Geschäftsjahr übernommenes Geschäft | ||
| Brutto | 4.716 | -2.859 |
| Anteil der Rückversicherer | -1.041 | -3.005 |
| Netto | 5.757 | 146 |
| Deckungsrückstellung Stand 31. Dezember | ||
| Brutto | 44.854.745 | 43.865.475 |
| Anteil der Rückversicherer | 647.206 | 742.897 |
| Netto | 44.207.539 | 43.122.578 |
Aus der Bruttodeckungsrückstellung zum 31. Dezember 2009 ist für die Segmente Leben und Kranken mit folgenden undiskontierten Zahlungen zu rechnen: weniger als ein Jahr 618 Mio. Euro (2008: 215 M98io. Euro), ein bis fünf Jahre 3.737 Mio. Euro (2008: 3.465 Mio. Euro), mehr als fünf Jahre 77.271 Mio. Euro (2008: 73.157 Mio. Euro).
Entwicklung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Schadenrückstellung)
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Schadenrückstellung Stand 1. Januar | ||
| Brutto | 6.116.358 | 6.132.409 |
| Anteil der Rückversicherer | 598.944 | 641.794 |
| Netto | 5.517.414 | 5.490.615 |
| Zuzüglich Veränderung nicht abgewickelte Versicherungsfälle | ||
| Brutto | 1.391.467 | 1.418.194 |
| Anteil der Rückversicherer | 158.564 | 159.765 |
| Netto | 1.232.903 | 1.258.429 |
| Abzüglich Zahlungen für Schäden der Vorjahre | ||
| Brutto | -1.415.269 | -1.433.542 |
| Anteil der Rückversicherer | -213.266 | -202.455 |
| Netto | -1.202.003 | -1.231.087 |
| Währungsumrechnung | ||
| Brutto | 351 | -703 |
| Anteil der Rückversicherer | 13 | -160 |
| Netto | 338 | -543 |
| Schadenrückstellung Stand 31. Dezember | ||
| Brutto | 6.092.907 | 6.116.358 |
| Anteil der Rückversicherer | 544.256 | 598.944 |
| Netto | 5.548.652 | 5.517.414 |
Aus der Schadenrückstellung zum 31. Dezember 2009 ist für das Segment Schaden/Unfall mit folgenden undiskontierten Zahlungen zu rechnen: weniger als ein Jahr 1.851 Mio. Euro (2008: 1.864 Mio. Euro), ein bis fünf Jahre 1.957 Mio. Euro (2008: 1.876 Mio. Euro), mehr als fünf Jahre 1.359 Mio. Euro (2008: 1.639 Mio. Euro).
In der Lebens- und Krankenversicherung werden Leistungen aus der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle überwiegend innerhalb eines Jahres ausgezahlt.
Entwicklung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB)
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung | ||
| Stand 1. Januar | 2.954.267 | 3.131.462 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 |
| Geschäftsjahresänderung | 41.469 | 177.195 |
| Stand 31. Dezember | 2.912.798 | 2.954.267 |
| Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung | ||
| Stand 1. Januar | -244.401 | -512.203 |
| Veränderung aufgrund von erfolgsneutralen Zeitwertschwankungen der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere | 101.835 | 1.117.233 |
| Veränderung aufgrund von erfolgsneutralen Zeitwertschwankungen von Sicherungsinstrumenten | 22.342 | 40.751 |
| Veränderung aufgrund von versicherungsmathematischen Gewinnen/ Verlusten aus Pensionsverpflichtungen | -21.380 | 512 |
| Veränderungen aufgrund ergebniswirksamer Umbewertungen | 141.614 | -890.694 |
| Stand 31. Dezember | 10 | -244.401 |
| Gesamt | 2.912.808 | 2.709.866 |
(14) E. I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Bei leistungsorientierten Pensionsplänen wird dem Begünstigten durch das Unternehmen oder die Versorgungseinrichtung eine bestimmte Leistung zugesagt; dagegen sind die zu zahlenden Beiträge des Unternehmens nicht im Vorhinein festgelegt. Bei beitragsorientierten Pensionsplänen dagegen zahlt der Arbeitgeber festgelegte Beiträge an eine Kasse oder in eine Direktversicherung ein. Die Verpflichtung des Arbeitgebers ist mit der Zahlung der Beiträge abgegolten.
Aufgrund der Einbringung der DBV-Winterthur Gesellschaften in den AXA Konzern ist ab 2007 hinsichtlich Pensionszusagen zwischen AXA- und DBV-Winterthur Versorgungsmodellen zu unterscheiden:
Für AXA-Mitarbeiter haben wir vom Grundsatz her zwei betriebliche Versorgungsmodelle. Das eine Modell umfasst die Altzusagen, die im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren und als unmittelbare Pensionszusagen erteilt wurden. Für diese Pensionszusagen werden Pensionsrückstellungenen gebildet; separates Planvermögen im Sinne von IAS 19 ist nicht vorhanden. Die Neuzusagen sind beitragsorientierte Zusagen, bei denen der Arbeitgeber lediglich den Beitrag definiert, den er ins Versorgungswerk einzahlt. Die Leistung wird durch die Wertentwicklung der eingezahlten Beiträge definiert. Eigenständige Rückstellungen werden für beitragsorientierte Versorgungsmodelle nicht gebildet. Im Geschäftsjahr wurden Aufwendungen in Höhe 8,6 Mio. Euro (2008: 8,5 Mio. Euro) für die beitragsorientierten Pensionspläne getätigt.
Für (ehemalige) DBV-Winterthur Mitarbeiter bestehen leistungsorientierte Pensionszusagen der Unternehmen der DBV-Winterthur Gruppe für deren Mitarbeiter, welche im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren. 2001 gründeten die Unternehmen der (ehemaligen) DBV-Winterthur Gruppe gemeinsam den DBV-Winterthur Vorsorge e.V., Wiesbaden, zur Sicherung der Pensionsansprüche der Mitarbeiter aus leistungsorientierten Pensionszusagen. Die durch die Unternehmen unwiderruflich auf den Trust übertragenen Finanzmittel werden ausschließlich zur Bedeckung der von den Mitgliedsunternehmen an deren Mitarbeiter erteilten Pensionszusagen verwendet und sind durch Verpfändung der Ansprüche aus den Vermögenswerten an die Versorgungsberechtigten dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen.
Neben diesen arbeitgeberfinanzierten Versorgungsmodellen bestehen darüber hinaus sowohl bei AXA als auch DBV-Winterthur Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung. Diesen Pensionsverpflichtungen stehen Erstattungsansprüche aus konzerninternen Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe gegenüber. Der Anspruch daraus wurde an den Versorgungsberechtigten verpfändet. Der Aufwand für diese Pensionszusagen ist gleich dem Beitragsaufwand zu den Rückdeckungsversicherungen und wird von den Arbeitnehmern getragen. 2009 wurden hierfür 2,6 Mio. Euro (2008: 2,7 Mio. Euro) aufgewendet.
Der Arbeitgeberaufwand zur gesetzlichen Rentenversicherung (beitragsorientierter Pensionsplan) betrug im Geschäftsjahr 56,2 Mio. Euro (2008: 56,5 Mio. Euro).
Entwicklung des Barwerts der leistungsorientierten Pensionspläne
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Barwert 1. Januar | 1.734.718 | 1.706.328 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 2.282 | -6.636 |
| Entnahme für Pensionszahlungen | -97.776 | -92.896 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 24.911 | 25.312 |
| Kalkulatorischer Zinsaufwand | 96.983 | 91.938 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 34 | 138 |
| Erträge/Aufwendungen aus Plankürzungen oder Übertragungen | 180 | 116 |
| Bewertungsänderungen | 6.215 | 30.362 |
| Erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 214.988 | -19.039 |
| Sonstige Veränderungen | -620 | -905 |
| Barwert 31. Dezember | 1.981.915 | 1.734.718 |
Vom Barwert am Jahresende 2009 entfallen 552,1 Mio. Euro (Vorjahr: 470,7 Mio. Euro) auf Pensionspläne mit Planvermögen. Darüber hinaus sind im Barwert zum 31.12.2009 45,3 Mio. Euro (Vorjahr: 41,8 Mio. Euro) für Verpflichtungen aus Entgeltumwandlung enthalten, für die der zugehörige Erstattungsanspruch in gleicher Höhe als Vermögenswert ausgewiesen wird. Der restliche Betrag in Höhe von 1.384,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1.222,2 Mio. Euro) ist nicht mit Planvermögen bedeckt.
Die Übertragung der Verpflichtungen bzw. Planvermögen durch Betriebsübergänge auf die entsprechenden AXA-Gesellschaften wurde unter Veränderung Konsolidierungskreis berücksichtigt.
Die versicherungsmathematischen Gewinne / Verluste in Höhe von 215,0 Tsd. Euro (2008: -19,0 Tsd. Euro) wurden im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese betragen kumuliert 114,1 Mio Euro (2008: 104,1 Mio. Euro).
Für das kommende Geschäftsjahr werden Pensionszahlungen in Höhe von 102,6 Mio Euro erwartet.
Entwicklung des Zeitwerts des Planvermögens
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Zeitwert 1. Januar | 264.159 | 266.880 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 1.460 | -757 |
| Entnahme für Pensionszahlungen | -14.177 | -12.626 |
| Beiträge des Arbeitgebers | 4 | 178 |
| Erwartete Erträge des Planvermögens | 11.724 | 12.052 |
| Erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -3.271 | -1.568 |
| Zeitwert 31. Dezember | 259.899 | 264.159 |
Zum 31.12.2009 setzte sich das Planvermögen wie folgt zusammen: 240,4 Mio. Euro (Vorjahr: 243,3 Mio. Euro) Rückdeckungsversicherungen und 19,5 Mio Euro (Vorjahr: 20,9 Mio.) Euro flüssige Mittel. Der erwartete Ertrag aus der Rückdeckungsversicherung wurde gemäß dem Langfristzins für die Bewertung der Deckungsrückstellung bei der Lebensversicherung angenommen. Die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen betrugen im Geschäftsjahr 8,5 Mio. Euro (Vorjahr: 10,5 Mio. Euro).
Bilanzierte Nettoverbindlichkeit und erfahrungsbedingte Anpassungen
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 |
|---|---|---|---|---|---|
| Barwert der Pensionsverpflichtungen 31.12. | 1.981.915 | 1.734718 | 1.706.328 | 1.393.476 | 1.489.503 |
| Zeitwert des Planvermögens 31.12. | -259.899 | -264.159 | -266.880 | 0 | 0 |
| Bilanzierte Nettoverbindlichkeit 31.12. | 1.722.016 | 1.470.558 | 1.439.448 | 1.393.476 | 1.489.503 |
| Erstattungsansprüche 31.12. | 45.269 | 41.779 | 38.936 | 12.782 | 14.920 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen der Pensionsverpflichtungen 31.12. | 4.204 | 12.794 | 3.716 | 5.113 | -10.122 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens 31.12. | -3.271 | -1.568 | -5.174 | 0 | 0 |
Angewandte Berechnungsfaktoren
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| Rechnungszinsfuß | 5,0 % | 5,9 % |
| Rentenanpassung | 2,0 % | 2,0 % |
| Gehaltsdynamik | 2,5 % | 2,5 % |
| Inflationsrate | 2,0 % | 2,0 % |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | 4,5 % | 4,5 % |
Gesamtaufwendungen für die Altersversorgung
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 24.926 | 25.312 |
| Zinsaufwand | 96.949 | 91.938 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | -11.724 | -12.052 |
| Erträge/Aufwendungen aus Plankürzungen oder Übertragungen | 180 | 116 |
| Realisierung von | ||
| Nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand | 34 | 138 |
| Bewertungsänderung | 6.215 | 30.362 |
| Gesamt (Geschäftsjahresaufwand) | 116.580 | 135.814 |
(15) E. lll. Sonstige Rückstellungen
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Urlaubsabgeltung, Tantiemen, Ertragsbeteiligung | 59.379 | 62.821 |
| Jubiläumsrückstellungen | 24.900 | 22.689 |
| Restrukturierungsrückstellungen | 66.177 | 79.173 |
| Sonderrisiken aus anhängigen bzw. bevorstehenden Rechtsstreitigkeiten | 51.582 | 77.524 |
| Zinsen gemäß § 233a AO | 95.814 | 78.817 |
| Übrige | 230.177 | 289.519 |
| Gesamt | 528.029 | 610.543 |
Im Rahmen der Integration von DBV-Winterthur und AXA wurden 2007 Restrukturierungsrückstellungen gebildet. Die erwartete Inanspruchnahme erfolgt insbesondere in dem Jahr 2010 und erstreckt sich voraussichtlich bis zum Jahr 2012. Die Höhe und der Zeitpunkt der Inanspruchnahme hängen insbesondere davon ab, inwieweit die Mitarbeiter Leistungen aus dem Sozialplan erhalten. Der angewandte Rechnungszins wurde von 5,5% im Vorjahr auf 5,0 % abgesenkt. Der Zinsaufwand aus der Rückstellung beträgt 2.268 Tsd. Euro (2008: 3.472 Tsd. Euro).
Die Jubiläumsrückstellung beinhaltet u.a. Ansprüche, die sich nach dem Aktienkurs der AXA S.A., Paris, bemessen; zum Bilanzstichtag sind 387 Mitarbeiter (2008: 428 Mitarbeiter) bezugsberechtigt. Die Vergütung dieser Ansprüche erfolgt in bar und wird entsprechend dem erreichten Dienstalter als Rückstellung erfasst. Die Rückstellung beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 4.873 Tsd. Euro (2008: 3.995 Tsd. Euro).
Entwicklung der sonstigen Rückstellungen
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Bilanzwert 1. Januar | 610.543 | 640.259 |
| Währungsänderungen | 4 | 95 |
| Inanspruchnahme | -145.899 | -199.600 |
| Auflösungen | -122.979 | -117.088 |
| Zuführungen | 186.360 | 286.877 |
| Bilanzwert 31. Dezember | 528.029 | 610.543 |
(16) F. I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Versicherungsnehmer | 2.586.901 | 2.681.232 |
| Versicherungsvermittler | 53.375 | 59.230 |
| Gesamt | 2.640.276 | 2.740.462 |
Im Wesentlichen sind bei den Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern gutgeschriebene Überschussanteile in Höhe von 2.255 Mio. Euro (2008: 2.395 Mio. Euro) enthalten.
Zum 31. Dezember 2009 ist aus diesen Verpflichtungen für das Segment Leben mit folgenden undiskontierten Zahlungen zu rechnen: bis zu einem Jahr 203 Mio. Euro (2008: 234 Mio. Euro), ein bis fünf Jahre 721 Mio. Euro (2008: 762 Mio. Euro), mehr als fünf Jahre 1.331 Mio. Euro (2008:1.399 Mio. Euro).
(17) F. IV. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Bei der AXA Bank bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 88,8 Mio. Euro (2008: 87,6 Mio. Euro). Diese Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis fünf Jahre in Höhe von 28,6 Mio. Euro (2008: 30,7 Mio. Euro) und von mehr als fünf Jahren in Höhe von 51,0 Mio. Euro (2008: 54,0 Mio. Euro). Der beizulegende Zeitwert dieser Verbindlichkeiten beträgt 92,4 Mio. Euro (2008: 91,3 Mio. Euro).
Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 93,2 Mio. Euro (2008: 254,6 Mio. Euro) entfallen insbesondere auf Versicherungsunternehmen und haben Restlaufzeiten von unter einem Jahr.
(18) F. V. Sonstige Verbindlichkeiten
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Kapitalanlagen/Spareinlagen | 5.727 | 404.274 |
| Darlehens- und Hypothekenverbindlichkeiten | 929.453 | 1.191.053 |
| Noch abzuführende Steuern | 102.670 | 142.197 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 27.927 | 24.980 |
| Derivate mit negativem Marktwert | 297.874 | 476.488 |
| Übrige | 426.043 | 353.204 |
| Gesamt | 1.789.694 | 2.592.196 |
Ab dem Geschäftsjahr 2009 werden Derivate mit negativem Marktwert unter "Sonstigen Verbindlichkeiten" ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden angepasst.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von 1.429 Mio. Euro sowie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von 2,8 Mio. Euro. Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Derivaten mit negativem Marktwert enthalten Verbindlichkeiten in Höhe von 41 Mio. Euro mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr und in Höhe von 23 Mio. Euro mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.
(19) H. Steuerabgrenzung
| in Tsd. Euro (+) = Aktivisch, (-) = Passivisch | Aktivisch | Passivisch | 2009 | Aktivisch | Passivisch | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Latente Steuern auf erfolgswirksame Umbewertungen | 350.732 | -345.767 | 4.965 | 740.801 | -810.145 | -69.344 |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren und aus assoziierten Unternehmen | 0 | -36.013 | -36.013 | 86.965 | -60.826 | 26.139 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste aus Pensionsplänen | 45.725 | 0 | 45.725 | 89 | -17.299 | -17.210 |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste aus Sicherungsinstrumenten | 0 | -2.846 | -2.846 | 0 | -2.438 | -2.438 |
| Gesamt | 396.457 | -384.626 | 11.831 | 827.855 | -890.708 | -62.853 |
Die Aufteilung der latenten Steuern nach Sachverhalten erfolgt unsaldiert und ist daher nur in Summe mit den Bilanzwerten abstimmbar. Auf die Bildung von latenten Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 9,9 Mio. Euro (2008: 62 Mio. Euro) wurde verzichtet, da ihre Realisierung nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist.
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
(20) 1. Gebuchte Bruttobeiträge
a. nach Art des Versicherungsgeschäft
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Selbst abgeschlossenes Geschäft | ||
| Leben | 4.230.733 | 3.909.161 |
| Kranken | 2.195.112 | 2.090.176 |
| Schaden und Unfall | ||
| Kraftfahrt | 1.186.693 | 1.214.426 |
| Unfall | 267.499 | 273.627 |
| Haftpflicht | 654.850 | 654.826 |
| Transport und Luftfahrt | 118.034 | 119.852 |
| Sach/Feuer | 874.819 | 871.833 |
| Kredit und Kaution | 26.794 | 26.041 |
| Sonstige | 264.880 | 275.786 |
| Summe selbst abgeschlossenes Geschäft | 9.819.414 | 9.435.728 |
| Übernommenes Geschäft | 182.189 | 147.818 |
| Gesamtgeschäft | 10.001.603 | 9.583.546 |
b. nach der Herkunft
| Selbst abgeschlossenes Geschäft | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. Euro | Inland | Übrige EWR-Staaten | Drittländer | Übernommenes Geschäft | Insgesamt 2009 | Insgesamt 2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Leben | 4.230.733 | 0 | 0 | 26.198 | 4.256.931 | 3.914.194 |
| Kranken | 2.195.112 | 0 | 0 | 669 | 2.195.781 | 2.091.029 |
| Schaden/Unfall | 3.285.269 | 67.831 | 40.469 | 155.322 | 3.548.891 | 3.578.323 |
| Gesamtgeschäft | 9.711.114 | 67.831 | 40.469 | 182.189 | 10.001.603 | 9.583.546 |
(21) 3. Kapitalanlageergebnis
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Laufende Erträge | 2.712.695 | 2.892.850 |
| - aus fremdgenutzten Grundstücken | 122.289 | 102.489 |
| - aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | -2.010 | -2.628 |
| - aus Darlehen und Ausleihungen | 329.126 | 367.577 |
| - aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren | 1.885.539 | 1.984.862 |
| - aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten | 329.550 | 338.260 |
| - aus übrigen Kapitalanlagen | 48.200 | 102.290 |
| Laufende Aufwendungen | 181.883 | 230.404 |
| Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen | ||
| - und sonstige Aufwendungen für Kapitalanlagen | 131.033 | 170.914 |
| - Grundbesitzaufwendungen | 35.640 | 44.969 |
| - Planmäßige Abschreibungen von Gebäuden | 15.209 | 14.520 |
| - der versicherungstechnischen Rechnung zugeordneter Zins | 0 | 0 |
| Ordentliches Kapitalanlageergebnis | 2.530.812 | 2.662.447 |
| Zuschreibungen | 2.199 | 45.572 |
| - auf fremdgenutzte Grundstücke | 56 | 126 |
| - auf Darlehen und Ausleihungen | 0 | 25.259 |
| - auf jederzeit veräußerbare Wertpapiere | 2.142 | 20.188 |
| Gewinne aus dem Abgang | 295.700 | 516.161 |
| - aus fremdgenutzten Grundstücken | 2.987 | 4.119 |
| - aus Darlehen und Ausleihungen | 289 | 0 |
| - aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren | 88.328 | 277.427 |
| - aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten | 204.097 | 234.614 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | 641.089 | 935.527 |
| - auf fremdgenutzte Grundstücke | 15.955 | 7.249 |
| auf Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 12.120 | 0 |
| - auf Darlehen und Ausleihungen | 7.823 | 1.577 |
| - auf jederzeit veräußerbare Wertpapiere | 605.191 | 926.701 |
| Verluste aus dem Abgang | 379.733 | 574.739 |
| - aus fremdgenutzten Grundstücken | 1.039 | 1.597 |
| - aus Darlehen und Ausleihungen | 36 | 5 |
| - aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren | 195.099 | 552.838 |
| - aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten | 183.558 | 20.300 |
| Marktwertänderungen der erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente | 503.558 | -661.222 |
| Währungskursgewinne/-verluste | -32.184 | -70.501 |
| Nicht realisierte Gewinne/Verluste aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 280.649 | -544.068 |
| Kapitalanlageergebnis | 2.559.911 | 438.122 |
Die Aufwendungen aus Zuführungen zu Rückstellungen für nicht vermietete Grundstücke und Bauten betragen 2.373 Tsd. Euro (2008: 357 Tsd. Euro). Die unrealisierten Währungskursgewinne und -Verluste auf monetäre Positionen betragen -39.518 Tsd. Euro (2008: 135.742 Tsd. Euro). Der (nach der Effektivzinsmethode berechnete) gesamte Zinsertrag für finanzielle Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt 2.126 Mio. Euro (2008: 2.252 Mio. Euro).
(22) 4. Versicherungsleistungen für eigene Rechnung
Versicherungsleistungen Leben / Kranken*
| in Tsd. Euro | (+) = Aufwand, (-) = Ertrag | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|
| BRUTTO | |||
| Zahlungen | 5.272.526 | 5.361.962 | |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | -6.333 | 56.837 | |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | 1.929.905 | 562.061 | |
| Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen | -336 | 5.661 | |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | 534.591 | -624.570 | |
| Gesamtleistung | 7.730.353 | 5.361.951 | |
| ANTEIL DER RÜCKVERSICHERER | |||
| Zahlungen | -139.286 | -197.900 | |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 3.843 | -898 | |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | 94.479 | 112.458 | |
| Gesamtleistung | -40.964 | -86.340 | |
| NETTO | |||
| Zahlungen | 5.133.240 | 5.164.062 | |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | -2.490 | 55.939 | |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | 2.024.384 | 674.519 | |
| Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen | -336 | 5.661 | |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | 534.591 | -624.570 | |
| Gesamtleistung | 7.689.389 | 5.275.611 | |
| Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen/Erträge (netto) | 166.797 | 176.878 | |
| Gesamt | 7.856.186 | 5.452.489 |
* Vollkonsolidierte Werte
Versicherungsleistungen Schaden / Unfall*
| in Tsd. Euro | (+) = Aufwand, (-) = Ertrag | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|
| BRUTTO | |||
| Zahlungen | 2.255.025 | 2.327.367 | |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 27.214 | -81.595 | |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | -8.242 | -13.345 | |
| Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen | -1.579 | -1.198 | |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | 19.472 | 19.735 | |
| Gesamtleistung | 2.291.890 | 2.250.964 | |
| ANTEIL DER RÜCKVERSICHERER | |||
| Zahlungen | -542.174 | -560.470 | |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | -5.662 | 41.382 | |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | -28 | 2.336 | |
| Gesamtleistung | -547.864 | -516.752 | |
| NETTO | |||
| Zahlungen | 1.712.851 | 1.766.897 | |
| Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 21.552 | -40.213 | |
| Veränderung der Deckungsrückstellung | -8.270 | -11.009 | |
| Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen | -1.579 | -1.198 | |
| Aufwendungen für Beitragsrückerstattung | 19.472 | 19.735 | |
| Gesamtleistung | 1.744.026 | 1.734.212 | |
| Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen / Erträge (netto) | 18.197 | 18.787 | |
| Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung | -32.949 | -34.439 | |
| Gesamt | 1.729.274 | 1.718.560 |
* Vollkonsolidierte Werte
(23) 5. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Abschlussaufwendungen | 1.010.885 | 1.002.101 |
| Verwaltungsaufwendungen | 812.210 | 829.298 |
| davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | 245.837 | 240.840 |
| Gesamt | 1.577.258 | 1.590.559 |
(24) 6. Sonstige Erträge
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Erträge aus Dienstleistungen für andere Unternehmen | 291.963 | 235.612 |
| Provisionen für Versicherungsvermittlung | 210.961 | 240.664 |
| Provisionserträge Finanzdienstleister | 23.201 | 16.583 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 30.792 | 41.603 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, soweit diese nicht aus Kapitalanlagen herrühren | 13.477 | 35.533 |
| Übrige | 118.337 | 122.809 |
| Gesamt | 688.731 | 692.804 |
(25) 7. Sonstige Aufwendungen
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Sonstige Aufwendungen u.a. im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen | 492.734 | 561.952 |
| Zinszuführungen zu Altersversorgungs- und vergleichbaren Verpflichtungen | 133.687 | 113.913 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 100.357 | 90.325 |
| Sonstige Abschreibungen und Pauschalwertberichtigungen | 29.926 | 33.112 |
| Aufwendungen aus dem Bankgeschäft | 43.885 | 26.514 |
| Anteilsbasierte Vergütung | 6.120 | 6.579 |
| Aufwendungen aus eigengenutzten Grundstücken | 587 | -28 |
| Übrige | 96.790 | 103.971 |
| Gesamt | 904.086 | 936.338 |
Aktienbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente
Im Rahmen der Anwendung des IFRIC 11 (IFRS 2 - Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen), wurden die Aufwendungen der folgenden Vergütungstransaktionen mit Eigenkapitalinstrumenten im Konzernabschluss erfasst.
AXA Options Plan
Im Rahmen des AXA Options Plans des Jahres 2009 der AXA, Paris wird eine Anzahl von Aktienoptionen an die Begünstigten zum beizulegenden Zeitwert zugeteilt mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Die Optionen gewähren das Recht, nach Ablauf einer zwei- bis vierjährigen Sperrfrist AXA Aktien zu einem festgelegten Kurs (Ausübungspreis) zu erwerben bzw. sich die Differenz zwischen Ausübungspreis und aktuellem Aktienkurs in bar auszahlen zu lassen. Bei den Begünstigten handelt es sich in der Regel um Vorstände und Leitende Angestellte; der Kreis der Begünstigten wird vom Gruppenvorstand der AXA S.A. festgelegt.
Die Optionen werden während des ersten Quartals eines Geschäftsjahres ausgegeben, normalerweise 20 Arbeitstage nachdem das Konzernergebnis der AXA, Paris veröffentlicht wird. Der Bezugspreis entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der AXA Aktie an der Pariser Börse für den Zeitraum von 20 Handelstagen vor dem Zeitpunkt der Gewährung der Optionen.
Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wird auf Grundlage des Optionspreismodells Black & Scholes ermittelt. Hierbei wird die Möglichkeit der vorzeitigen Ausübung berücksichtigt, indem man die erwartete Laufzeit basierend auf historischen Daten heranzieht. Die Preisvolatilität der Aktie in Höhe von 56,98 % (2008: 34,65 %), wird anhand der implizierten Volatilität geschätzt, was mit einer Analyse von historischen Daten verifiziert wird. Die erwartete Rendite der AXA SA Aktie in Höhe von 10,84 % (2008: 7,21 %) ermittelt sich aufgrund von Marktannahmen. Der risikolose Zinssatz in Höhe von 3,04 % (2008: 4,17 %) basiert auf der Euro Swap Kurve für den betreffenden Zeitraum. Aus dem Optionsprogramm 2009 wurden im Berichtsjahr 320 Tsd. Aktienoptionen an Führungskräfte des AXA Konzerns ausgegeben. Am Bilanzstichtag waren noch Optionen aus den ähnlich augestalteten Aktienoptionsprogrammen der Vorjahre ausstehend.
Anzahl und Durchschnittsausübungspreise aller noch ausstehender Aktienoptionen ergeben sich aus folgender Tabelle:
| Anzahl der Optionen Stück | Gewichteter Durchnittsausübungspreis Euro |
|
|---|---|---|
| Ausstehend zum 1.1. | 2.576.034 | 24,53 |
| Zugeteilte Optionen | 320.181 | 9,76 |
| Verwirkte Optionen | -108.746 | 22,37 |
| Verfallene Optionen | -166.389 | 26,86 |
| Ausgeübte Optionen | -5.257 | 10,47 |
| Ausstehend zum 31.12. | 2.615.823 | 24,32 |
| Ausübbar zum 31.12. | 1.622.046 | 26,53 |
Für die am Ende der Berichtsperiode insgesamt noch ausstehenden Optionen ergibt sich eine Bandbreite an Ausübungspreisen von 9,76 Euro bis 38,96 Euro. Die einzelnen Pläne aus den Vorjahren sowie der aktuelle Plan des Geschäftsjahres haben jeweils eine Vertragslaufzeit von 10 Jahren. Die gewichtete durchschnittliche Rest- Vertragslaufzeit der noch ausstehenden Optionen zum 31.Dezember 2009 beträgt 5,6 Jahre.
AXA Performance Units (Equity Komponente und Barkomponente)
Performance Units werden im Rahmen des Performance Units Plans der AXA Gruppe an bestimmte Begünstigte (ausschließlich Vorstände und Leitende Angestellte) der AXA Deutschland erteilt, die vom Gruppenvorstand der AXA S.A. festgelegt werden.
Hierbei handelt es sich um eine mittelfristig orientierte Vergütungskomponente, deren Werthaltigkeit vom Erfolg der AXA in Deutschland, der AXA Gruppe weltweit sowie der AXA Aktie in den nächsten Jahren abhängt. Jedem Begünstigten wird hierbei anfänglich eine Basisanzahl an Performance Units gewährt. Während der zweijährigen Laufzeit werden jeweils 50 % dieser anfänglich gewährten Anteile, gewichtet mit der Erreichung bestimmter Unternehmensziele der AXA Gruppe (ein Drittel) und der AXA Deutschland (zwei Drittel) des jeweiligen Jahres, tatsächlich gutgeschrieben.
In 2008 sowie in 2009 wurden als Unternehmensziele für die AXA Gruppe das Ergebnis der AXA, die Bruttobeiträge für das Sachversicherungsgeschäft sowie der Wert des Neugeschäfts (NBV) im Leben- und Kranken Geschäft festgelegt.
Die Abrechnung der Performance Units in 2009 erfolgt am 20. März 2011, wobei an die Begünstigten ein Betrag ausgezahlt wird, der sich aus der Anzahl der zugeteilten Performance Units multipliziert mit dem durchschnittlichen Eröffnungskurs der Aktie der AXA S.A., Paris, während der letzten 20 Handelstage vor dem 20. März 2011 an der Pariser Börse ergibt. Sollten mehr als 1.000 Performance Units an einen Begünstigten vergeben werden, werden 30 % der abzurechnenden Performance Units in Aktien der AXA, Paris investiert, die durch die Begünstigten frühestens nach Ablauf von zwei Jahren veräußert werden können. Dieser Teil stellt den equity Teil dar.
Voraussetzung für die Ausübung ist, dass der Begünstigte im Zeitpunkt der Ausübung Mitarbeiter der AXA ist.
Im Geschäftsjahr wurden 232 Tsd. Stück Performance Units (2008:167 Tsd. Stück) zugeteilt. Für die in 2009 auslaufenden Performance Units des Jahres 2007 wurden insgesamt 813 Tsd. Euro ausgezahlt, was 69 Tsd. Rechten an Performance Units (Barkomponente) entspricht. Darüber hinaus wurden 7 Tsd. Stück Performance Shares (Equities) gewandelt, was einem Wert von 81 Tsd. Euro entspricht; die Auszahlungen im Geschäftsjahr 2009 bezüglich der Performance Units erfolgten vollständig, so dass hieraus zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten bilanziert waren Aus den noch bestehenden Verpflichtungen der Pläne nachfolgender Geschäftsjahre wurden Rückstellungen von insgesamt 2.720 Tsd. Euro gebildet.
Infolge einer Kapitalerhöhung der AXA S.A. im Geschäftsjahr 2009 wurden die ausgegebenen Rechte bezüglich der Performance Units und des AXA Options Plans entsprechend angepasst.
AXA Shareplan Classic
Bei dem Shareplan Classic kann der berechtigte Mitarbeiter Mitarbeiter des AXA Konzerns Fondsanteile, die ausschließlich in AXA Aktien investieren, mit einem Nachlass von 20 % und einer Mindestlaufzeit von fünf Jahren erwerben. Maßgeblich für den Zeichnungspreis ist der Referenzkurs der AXA Aktie. Der Mitarbeiter kann bis zu 25 % seines Bruttojahreseinkommens investieren, die Mindestinvestition beträgt 500 Euro. Während der Laufzeit anfallende Dividenden werden in den Fonds reinvestiert und erhöhen damit die Anteile an dem Fonds.
In 2009 wurden 320 Tsd. Stück Aktienfondsanteile gezeichnet (2008: 645 Tsd. Stück).
AXA Shareplan Leveraged
Bei dem Shareplan Leveraged können berechtigte Mitarbeiter des AXA Konzerns Fondsanteile, die ausschließlich in AXA Aktien investieren, erwerben. Ab dem Shareplan 2009 werden die Fondsanteile mit einem Rabatt gewährt. Der Mitarbeiter zeichnet dabei einen bestimmten Betrag an Fondsanteilen, von denen er selbst einen geringen Teil finanziert. Der verbleibende Teil wird von einer konzernfremden Bank finanziert. Die Fondsanteile haben eine Sperrfrist von fünf Jahren, innerhalb derer keine Dividenden an den Mitarbeiter gezahlt werden. Nach Ablauf der Sperrfrist werden die Anteile des Mitarbeiters an den Fonds verkauft. Der Mitarbeiter erhält dann mindestens den von ihm investierten Betrag zurück, falls der Kurs der Aktie gleich geblieben oder gefallen sein sollte. Wenn der Kurs gestiegen ist, erhält der Mitarbeiter ein Vielfaches der Wertsteigerung der Investition bezogen auf den ursprünglich investierten Betrag. Alternativ kann der Mitarbeiter nach Ablauf der Sperrfrist das Investment auch in den Shareplan Classic einlegen. In 2009 wurden 3.598 Fondsanteile gezeichnet (2008: 3.570).
Die Kosten der Pläne Shareplan Leveraged sowie Shareplan Classic werden unter Berücksichtigung der fünfjährigen Sperrfrist ermittelt, wie es vom CNC (Conseil National de la Comptabilité) empfohlen wird. Der CNC Ansatz ermittelt den Wert dieser innerhalb der Sperrfrist nicht frei verfügbaren Aktie durch einen Replikationsansatz. Demnach würde der Mitarbeiter ein Darlehen aufnehmen, um frei verfügbare Aktien zu erwerben. Das Darlehen und die Zinsen des Darlehens würde er dann mit dem Erlös aus dem Verkauf der gesperrten Aktien am Ende der Sperrfrist und der erhaltenen Dividendenrendite innerhalb der Sperrfrist zurück zahlen. Bei dem Leverage Plan enthalten die Kosten auch Opportunitätsgewinne, die indirekt durch die AXA gewährt werden, da für die in dem Fond enthaltenen Derivate anstatt eines Preises für kleinvolumige Transaktionen (retail price) ein entsprechend günstigerer institutioneller Preis für entsprechend großvolumige Transaktionen gezahlt wird.
Die folgende Tabelle zeigt weitere Details der beiden Pläne Share Plan Classic und Share Plan Leveraged für das Geschäftsjahr 2009:
| Bewertungsparameter | Classic | Leveraged |
|---|---|---|
| Laufzeit (in Jahren) | 5 | 5 |
| Preisnachlass auf den Referenzkurs | 20 % | 20 % |
| Referenzkurs | 18,65 | 18,65 |
| Zeichnungspreis | 14,92 | 14,92 |
| Summe gezeichneter Betrag durch die Mitarbeiter (in Tsd. Euro) | 377 | 4.099 |
| Summe gezeichneter Betrag insgesamt | 377 | 40.099 |
| Risikoloser Zinssatz (5 Jahres Durchschnitt Euro Zone) | 2,50 % | 2,50 % |
| Dividendenrendite | 5,10 % | 5,10 % |
| Zinssatz bei vorzeitiger Kündigung | 4,61 % | 4,61 % |
| Zinssatz für Repo Geschäfte | 0,45 % | 0,45 % |
| Retail / institutioneller Volatilitätsspread | N/A | 6,49 % |
| Kosten der Sperrfrist für den Mitarbeiter | 17,31 % | 17,30 % |
| Opportunitätsgewinne | N/A | 2,07 % |
AXA Miles
Durch das Programm AXA Miles werden jedem berechtigten Mitarbeiter je 100 AXA Miles zugeteilt, 50 AXA Miles im Juli 2007 sowie weitere 50 AXA Miles im Juli 2009 (4 Plus null Plan). Nach Ablauf einer Wartefrist von vier Jahren werden die AXA Miles eins zu eins in AXA Aktien umgewandelt. Der Wert der freien Aktien wurde anhand des CNC Ansatzes, der oben beschrieben wurde, ermittelt. Dabei wurden die Besonderheiten des Plans, basierend auf einem Marktpreis von 32 Euro pro Aktie am 1. Juli 2007 und einer Ausfallrate vor der Wartefrist in Höhe von 5 % berücksichtigt. Insgesamt wurden 612 Tsd. AXA Miles an 12 Tsd. Mitarbeiter ausgegeben.
Berechtigte Mitarbeiter umfassen bei den Plänen AXA Shareplan Classic und Leverage sowie AXA Miles alle Mitarbeiter, die zu einem bestimmten Stichtag bei einem Unternehmen des deutschen AXA Konzerns beschäftigt sind und weitere Kriterien wie bspw. eine bestimmte Betriebszugehörigkeit erfüllen.
Die auf die obengenannten Vergütungskomponenten entfallenden Aufwendungen werden im IFRS-Konzernabschluss mit den Beträgen erfasst, so wie sie auch in dem übergeordneten IFRS-Konzernabschluss der AXA S.A. enthalten sind. Für die gesamten Pläne erfasst die AXA im Geschäftsjahr 2009 Aufwendungen in Höhe von 6,1 Mio. Euro (2008: 6,6 Mio. Euro), die als Zuführung zur Kapitalrücklage gezeigt werden.
(26) 8. Finanzierungsaufwendungen
Im Geschäftsjahr sind keine Finanzierungsaufwendungen (2008: 20,9 Mio. Euro) angefallen.
(27) 9. Steuern
Steueraufwand
| Steueraufwand in Tsd. Euro |
2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Steuern | 173.152 | 106.366 |
| davon für Geschäftsjahr | 139.057 | 208.367 |
| davon für Vorjahre | 34.095 | -102.001 |
| Latente Steuern | -79.058 | -123.024 |
| Ertragsteuern | 94.094 | -16.658 |
| Sonstige Steuern | 6.761 | 8.726 |
| davon für Geschäftsjahr | 3.370 | 5.403 |
| davon für Vorjahre | 3.391 | 3.323 |
| Gesamt | 100.855 | -7.932 |
Überleitungsrechnung
| Überleitungsrechnung in Tsd. Euro |
2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis vor Steuern | 299.694 | 96.946 |
| Erwarteter Ertragsteuersatz | 32 % | 32 % |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand | 95.902 | 31.023 |
| Korrigiert um Steuereffekte: | ||
| + nicht abzugsfähige Betriebsausgaben | 3.353 | 5.277 |
| + nichtabzugsfähige Verluste aus Kapitalanlagen / steuerfreie Erträge aus Kapitalanlagen | 50.650 | 11.508 |
| - Nutzung steuerlicher Verlustvorträge | -11.427 | -3.559 |
| - Zuschreibung aktiver latenter Steuer | -41.865 | -5.824 |
| + Eliminierung konzerninterner Transaktionen | 31.219 | 5.724 |
| + Anpassung Steuer Vorjahre | -8.246 | -92.435 |
| + Steuersatzänderung | 0 | -5.869 |
| + sonstige Auswirkungen | -25.492 | 37.497 |
| Effektiver Ertragsteueraufwand | 94.094 | -16.658 |
Die gezahlten Ertragsteuern beliefen sich in 2009 auf 107.805 Tsd. Euro (2008: 385.548 Tsd. Euro).
Aus der Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand geht hervor, dass sich die gegenläufigen Steuereffekte weitestgehend kompensieren. So wurden auf der einen Seite positive Effekte aus der erstmaligen Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen von 11,4 Mio. Euro sowie der erstmaligen Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge und anderen Bewertungsunterschiede von rund 41,9 Mio. Euro erzielt. Auf der anderen Seite wirkten sich negative steuerliche Effekte aus dem Kapitalanlageergebnis von rund 50,6 Mio. Euro aus. Ein Vergleich mit dem Steueraufwand des Vorjahres ist nur bedingt möglich, da im Vorjahr hohe positive Einmaleffekte aus dem Abschluss einer Steuerprüfung im DBV Teilkonzern enthalten waren, die bei einem gleichzeitig niedrigen Vorsteuerergebnis insgesamt zu einem Ausweis eines Steuerertrags von rund 16,7 Mio. Euro geführt haben.
(28) 11. Konzernergebnis
Die Überleitung vom Konzernergebnis zur Veränderung des Zahlungsmittelbestandes wird in der Konzernkapitalflussrechnung dargestellt.
(29)12. Ergebnis je Aktie
Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das Konzernergebnis nach Abzug der Anteile anderer Gesellschafter und der auf die Vorzugsaktien entfallenden Dividenden durch die Anzahl der Stammaktien der AXA Konzern AG geteilt. Die Anzahl der Stammaktien beträgt unverändert zum Vorjahr 26.230.760 Stück. Daraus ergibt sich ein unverwässertes Ergebnis je Aktie in Höhe von 6,34 Euro (2008: 3,35 Euro). Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht im Geschäftsjahr und im Vorjahr dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.
Ergebnis je Aktie
| Ergebnis je Aktie | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 205.600 | 113.604 |
| abzüglich Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis | -6.107 | -804 |
| abzüglich vorgeschlagene Dividenden auf Vorzugsaktien | -33.100 | -24.950 |
| Zwischensumme | 166.393 | 87.850 |
| Anzahl Stammaktien | 26.231 | 26.231 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | 6,34 | 3,35 |
Sonstige Erläuterungen und Angaben
Durchschnittliche Zahl der angestellten Mitarbeiter
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| Durchschnittliche Zahl der angestellten Mitarbeiter | 11.453 | 11.703 |
| davon: | ||
| im Innendienst | 10.322 | 10.522 |
| im angestellten Außendienst | 1.131 | 1.181 |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl der assoziierten Unternehmen | 1.049 | 1.167 |
Personalaufwand
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 622.592 | 630.009 |
| Soziale Abgaben | 99.761 | 100.088 |
| Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 144.103 | 158.507 |
| Insgesamt | 866.456 | 888.604 |
Honorar des Konzernabschlussprüfers gemäß § 314 Nr. 9 HGB
| in Tsd. Euro | 2009 |
|---|---|
| für Abschlussprüfungen | 3.449 |
| für andere Bestätigungsleistungen | 788 |
| für Steuerberatungsleistungen | 0 |
| für sonstige Leistungen | 32 |
| Insgesamt | 4.270 |
Nicht ausgebuchte Wertpapiere
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Wertpapierleihgeschäfte | ||
| festverzinsliche Wertpapiere | 1.401.534 | 632.832 |
| nicht festverzinsliche Wertpapiere | 2.977 | 39.700 |
| Wertpapierpensionsgeschäfte | ||
| festverzinsliche Wertpapiere | 0 | 390.871 |
| Insgesamt | 1.404.511 | 1.063.403 |
Zur Ertragsmehrung werden Werpapierleihgeschäfte und echte Wertpapierpensionsgeschäfte (Repo-Geschäfte) abgeschlossen. Letztere wurden 2009 vollständig aufgelöst. Bei Wertpapierleihgeschäften werden Wertpapiere an einen Dritten auf bestimmte oder unbestimmte Zeit gegen Zahlung einer Entleihgebühr übertragen. Nach Ablauf der vereinbarten Frist ist der Leihnehmer zur Rückgabe von Wertpapieren gleicher Art, Güte und Menge verpflichtet. Bei echten Wertpapierpensionsgeschäften (Repo-Geschäfte) werden Wertpapiere an einen Dritten veräußert und gleichzeitig vereinbart, diese Wertpapiere zu einem bestimmten Termin und Kurs zurückzuerwerben. Das Marktpreisrisiko verbleibt jeweils beim AXA Konzern, so dass keine Ausbuchung der Wertpapiere erfolgt. Die Tabelle gibt eine Übersicht über die bestehenden Geschäfte.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
| in Mio. Euro | 2009 | 2008 | |
|---|---|---|---|
| Miet-, Leasing-, Werk- und Dienstleistungsverträge | |||
| Bis zu 1 Jahr | 60 | 63 | |
| 1 bis 5 Jahre | 155 | 160 | |
| Über 5 Jahre | 273 | 292 | |
| Kreditzusagen | Bis zu 1 Jahr | 516 | 294 |
| 1 bis 5 Jahre | 0 | 0 | |
| Über 5 Jahre | 0 | 0 | |
| Investitionsverpflichtungen | Bis zu 1 Jahr | 211 | 25 |
| 1 bis 5 Jahre | 547 | 848 | |
| Über 5 Jahre | 238 | 398 | |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen insgesamt | 2.000 | 2.080 |
Für operative Leasingverhältnisse (insbesondere Immobilien, Kraftfahrzeuge und EDV) wurden im Geschäftsjahr 69 Mio. Euro (2008: 72 Mio. Euro) aufwandswirksam erfasst.
Anteilsbesitzliste AXA Konzern AG zum 31. Dezember 2009
| Name und Sitz des Unternehmens | Anteil | Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens in Währung | Geschäftsjahr | Ergebnis des Beteiligungsunternehmens in Währung | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in % | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Schroder EuroLogistik Fonds GmbH & Co. KG, Luxemburg | 22,88 % | 316.939.618 | EURO | 2008 | 5.242.492 | EURO |
| Apo Asset Management GmbH, Düsseldorf | 30,00 % | 4.663.030 | EURO | 2008 | 2.735.927 | EURO |
| ARA GmbH Auto und Reise Assistance, Bad Windsheim | 66,68 % | 746.512 | EURO | 2009 | -72.626 | EURO |
| Aragon AG, Wiesbaden | 25,00 % | 50.016.000 | EURO | 2008 | 6.696.000 | EURO |
| Askuma AG, Zweibrücken | 25,00 % | 90.804 | EURO | 2008 | 441.761 | EURO |
| Assistance Partner Services s.r.l., Brixen, Italien** | 39,88 % | 29.980 | EURO | 2009 | 1.269 | EURO |
| AVS Allgemeine Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth | 100,00 % | 4.350.451 | EURO | 2009 | -256.328 | EURO |
| AXA Alternative Financing FCP - Subfonds Private Equity, Luxemburg | 100,00 % | 5.957.122 | EURO | 2008 | -2.349.190 | EURO |
| AXA Alternative Participations SICAV I, Luxemburg | 100,00 % | 172.548.717 | EURO | 2008 | -26.956.394 | EURO |
| AXA Alternative Participations SICAV II, Luxemburg | 100,00 % | 423.833.156 | EURO | 2008 | -76.896.707 | EURO |
| AXA Art d'Assurances S.A. Paris | 100,00 % | 29.219.488 | EURO | 2009 | 2.946.039 | EURO |
| 33.212.190 | USD | 0 | USD | |||
| AXA Art Holdings Inc., New York | 100,00 % | 23.173.128 | EURO | 2009 | 0 | EURO |
| 31.582.539 | USD | 2.158.611 | USD | |||
| AXA Art Insurance Corporation, New York | 100,00 % | 22.036.072 | EURO | 2009 | 1.506.127 | EURO |
| 12.358.000 | GBP | -139.000 | GBP | |||
| AXA Art Insurance Ltd. London | 100,00 % | 13.733.400 | EURO | 2009 | -154.470 | EURO |
| AXA ART Quality Management Agenzia di Assicurazioni SRL | 100,00 % | 219.334 | EURO | 2009 | -236.986 | EURO |
| 133.223 | GBP | 44.229 | GBP | |||
| AXA Art Services Ltd. London | 100,00 % | 148.050 | EURO | 2009 | 49.152 | EURO |
| AXA Art Versicherung AG, Köln | 100,00 % | 94.381.234 | EURO | 2009 | 19.303.742 | EURO |
| 15.206.839 | CHF | 2.126.932 | CHF | |||
| AXA ART Versicherung AG, Zürich | 100,00 % | 10.223.085 | EURO | 2009 | 1.429.870 | EURO |
| AXA Bank AG, Köln | 100,00 % | 64.599.867 | EURO | 2009 | 0 | EURO |
| AXA Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln | 100,00 % | 1.447.748.766 | EURO | 2009 | 42.070.071 | EURO |
| AXA Customer Care GmbH, Köln | 100,00 % | 733.333 | EURO | 2009 | 26.791 | EURO |
| AXA Finanz Service GmbH, Köln | 100,00 % | 144.589 | EURO | 2009 | 16.830 | EURO |
| AXA GmbH & Co. Immobilienbeteiligungs-KG "MerkensXXV", Köln | 33,33 % | 11.024.989 | EURO | 2008 | -3.090.469 | EURO |
| Name und Sitz des Unternehmens | Unmittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung | Mittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung |
|---|---|---|
| Schroder EuroLogistik Fonds GmbH & Co. KG, Luxemburg | 0,00 % | 22,88 % |
| Apo Asset Management GmbH, Düsseldorf | 0,00 % | 30,00 % |
| ARA GmbH Auto und Reise Assistance, Bad Windsheim | 0,00 % | 66,68 % |
| Aragon AG, Wiesbaden | 0,00 % | 25,00 % |
| Askuma AG, Zweibrücken | 0,00 % | 25,00 % |
| Assistance Partner Services s.r.l., Brixen, Italien** | 0,00 % | 39,88 % |
| AVS Allgemeine Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth | 0,00 % | 100,00 % |
| AXA Alternative Financing FCP - Subfonds Private Equity, Luxemburg | 0,00 % | 100,00 % |
| AXA Alternative Participations SICAV I, Luxemburg | 0,01 % | 99,99 % |
| AXA Alternative Participations SICAV II, Luxemburg | 0,01 % | 99,99 % |
| AXA Art d'Assurances S.A. Paris | 0,00 % | 100,00 % |
| AXA Art Holdings Inc., New York | 0,00 % | 100,00 % |
| AXA Art Insurance Corporation, New York | 0,00 % | 100,00 % |
| AXA Art Insurance Ltd. London | 0,00 % | 100,00 % |
| AXA ART Quality Management Agenzia di Assicurazioni SRL | 0,00 % | 100,00 % |
| AXA Art Services Ltd. London | 0,00 % | 100,00 % |
| AXA Art Versicherung AG, Köln | 88,80 % | 11,20 % |
| AXA ART Versicherung AG, Zürich | 0,00 % | 100,00 % |
| AXA Bank AG, Köln | 100,00 % | 0,00 % |
| AXA Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln | 100,00 % | 0,00 % |
| AXA Customer Care GmbH, Köln | 0,00 % | 100,00 % |
| AXA Finanz Service GmbH, Köln | 100,00 % | 0,00 % |
| AXA GmbH & Co. Immobilienbeteiligungs-KG "MerkensXXV", Köln | 0,00 % | 33,33 % |
| Name und Sitz des Unternehmens | Anteil | Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens in Währung | Geschäftsjahr | Ergebnis des Beteiligungsunternehmens in Währung | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in % | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AXA Immoselect HVWG Objekt Düsseldorf GmbH & Co KG | 42,71 % | 242.693.672 | EURO | 2008 | 7.033.327 | EURO |
| AXA Infrastructure Investissement SAS | 20,00 % | 160.734.355 | EURO | 2008 | -807.936 | EURO |
| AXA Krankenversicherung AG, Köln | 100,00 % | 172.605.383 | EURO | 2009 | 0 | EURO |
| AXA Krankenversicherung Ges. für die Betreuung von Maklern u. Mehrfachagenten mbH, Köln | 100,00 % | 759.353 | EURO | 2008 | 227.352 | EURO |
| AXA Lebensversicherung AG, Köln | 100,00 % | 272.556.329 | EURO | 2009 | * 5.000.000 | EURO |
| AXA Logistic Services GmbH, Köln | 100,00 % | 155.768 | EURO | 2009 | 16.733 | EURO |
| AXA Nordstern France S.A. Paris | 100,00 % | 13.546.512 | EURO | 2009 | 11.160.310 | EURO |
| AXA Republique S.A., Courbevoie | 25,00 % | 188.067.801 | EURO | 2008 | 13.879.201 | EURO |
| AXA Risk & Claims Services GmbH, Köln | 100,00 % | 152.752 | EURO | 2009 | 2.673 | EURO |
| AXA Schaden Experten GmbH, Köln | 100,00 % | 272.466 | EURO | 2008 | -52.252 | EURO |
| AXA Service AG, Köln | 100,00 % | 858.234 | EURO | 2009 | 0 | EURO |
| AXA Unterstützungskasse für die leitenden Angestellten der AXA Gesellschaften mbH, Köln | 100,00 % | 37.569 | EURO | 2009 | 7.005 | EURO |
| AXA Vermittlungs - Service GmbH, Köln | 100,00 % | 1.209.872 | EURO | 2009 | 224.084 | EURO |
| AXA Versicherung AG, Köln | 100,00 % | 893.709.264 | EURO | 2009 | 0 | EURO |
| BBD Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Finanzdienstvermittlungs-KG, Norderfriedrichskoog | 25,00 % | 14.412 | EURO | 2008 | -110.886 | EURO |
| Bruckner GmbH & Co. Projektentwicklungs - KG | 94,90 % | 61.223.353 | EURO | 2008 | 2.212.069 | EURO |
| BSC Bruderhilfe-Service-Card GmbH, Kassel | 50,00 % | 157.943 | EURO | 2009 | 34.500 | EURO |
| BSW Verbraucher-Service Beamten-Selbsthilfewerk GmbH, Bayreuth | 100,00 % | 800.000 | EURO | 2009 | 0 | EURO |
| BVS Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln | 100,00 % | 10.164.469 | EURO | 2009 | 92.984 | EURO |
| CKA Unternehmensverwaltungs und Beteiligungs-GmbH, Köln | 100,00 % | 403.513 | EURO | 2009 | -1.041 | EURO |
| ConCept-Dialog GmbH, Bayreuth | 100,00 % | 954.801 | EURO | 2009 | -18.671 | EURO |
| Core Italian Property Fund, Mailand | 21,43 % | 30.671.263 | EURO | 2008 | 1.826.263 | EURO |
| DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, Wiesbaden | 100,00 % | 39.276.188 | EURO | 2009 | 0 | EURO |
| Name und Sitz des Unternehmens | Unmittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung | Mittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung |
|---|---|---|
| AXA Immoselect HVWG Objekt Düsseldorf GmbH & Co KG | 0,00 % | 42,71 % |
| AXA Infrastructure Investissement SAS | 0,00 % | 20,00 % |
| AXA Krankenversicherung AG, Köln | 28,10 % | 71,90 % |
| AXA Krankenversicherung Ges. für die Betreuung von Maklern u. Mehrfachagenten mbH, Köln | 100,00 % | 0,00 % |
| AXA Lebensversicherung AG, Köln | 100,00 % | 0,00 % |
| AXA Logistic Services GmbH, Köln | 100,00 % | 0,00 % |
| AXA Nordstern France S.A. Paris | 0,00 % | 100,00 % |
| AXA Republique S.A., Courbevoie | 0,00 % | 25,00 % |
| AXA Risk & Claims Services GmbH, Köln | 0,00 % | 100,00 % |
| AXA Schaden Experten GmbH, Köln | 100,00 % | 0,00 % |
| AXA Service AG, Köln | 100,00 % | 0,00 % |
| AXA Unterstützungskasse für die leitenden Angestellten der AXA Gesellschaften mbH, Köln | 0,00 % | 100,00 % |
| AXA Vermittlungs - Service GmbH, Köln | 0,00 % | 100,00 % |
| AXA Versicherung AG, Köln | 100,00 % | 0,00 % |
| BBD Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Finanzdienstvermittlungs-KG, Norderfriedrichskoog | 0,00 % | 25,00 % |
| Bruckner GmbH & Co. Projektentwicklungs - KG | 0,00 % | 94,90 % |
| BSC Bruderhilfe-Service-Card GmbH, Kassel | 0,00 % | 50,00 % |
| BSW Verbraucher-Service Beamten-Selbsthilfewerk GmbH, Bayreuth | 0,00 % | 100,00 % |
| BVS Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln | 0,00 % | 100,00 % |
| CKA Unternehmensverwaltungs und Beteiligungs-GmbH, Köln | 100,00 % | 0,00 % |
| ConCept-Dialog GmbH, Bayreuth | 0,00 % | 100,00 % |
| Core Italian Property Fund, Mailand | 0,00 % | 21,43 % |
| DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, Wiesbaden | 0,00 % | 100,00 % |
| Name und Sitz des Unternehmens | Anteil | Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens in Währung | Geschäftsjahr | Ergebnis des Beteiligungsunternehmens in Währung | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in % | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| DBV-Winterthur Advisory Company S.A., Luxemburg | 100,00 % | 763.573 | EURO | 2008 | 586.630 | EURO |
| DBV Holding AG, Wiesbaden | 97,16 % | 773.792.298 | EURO | 2009 | 0 | EURO |
| DBV-Winterthur Holding AG & Co. Beteiligungsgesellschaft KG, Wiesbaden | 94,90 % | 15.167.122 | EURO | 2009 | 1.253.662 | EURO |
| DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG, Wiesbaden | 100,00 % | 223.834.020 | EURO | 2009 | 22.000.000 | EURO |
| Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln | 100,00 % | 51.636.847 | EURO | 2009 | * 3.400.000 | EURO |
| Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln | 75,00 % | 7.465.494 | EURO | 2009 | 4.597.805 | EURO |
| Deutsche Bestattungsfürsorge Verwal-tungsGmbH, Köln** | 39,88 % | 51.985 | EURO | 2009 | -12.948 | EURO |
| DURENDAL Inkasso GmbH** , Köln | 39,88 % | 102.090 | EURO | 2009 | -410 | EURO |
| DW Versicherungs Service GmbH, Wiesbaden | 100,00 % | 406.964 | EURO | 2008 | 50.675 | EURO |
| DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K1 KG, Wiesbaden | 94,90 % | 5.479.322 | EURO | 2009 | 125.782 | EURO |
| DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K2 KG, Wiesbaden | 94,90 % | 40.205.418 | EURO | 2009 | 1.458.650 | EURO |
| DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K3 KG, Wiesbaden | 94,90 % | 33.062.841 | EURO | 2009 | 850.081 | EURO |
| DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S1 KG, Wiesbaden | 94,90 % | 54.821.706 | EURO | 2009 | 2.202.170 | EURO |
| DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S2 KG, Wiesabaden | 94,90 % | 24.850.014 | EURO | 2009 | 1.056.519 | EURO |
| DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S3 KG, Wiesbaden | 94,90 % | 26.209.703 | EURO | 2009 | -358.749 | EURO |
| DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S4 KG, Wiesbaden | 94,90 % | 1.264.595 | EURO | 2009 | 380.775 | EURO |
| FamilienClub-FC Betriebsgesellschaft mbH, Köln | 100,00 % | -682.568 | EURO | 2009 | 0 | EURO |
| Felicitas Direktswerbungs GmbH, Wiesbaden | 100,00 % | 948.723 | EURO | 2009 | 155.455 | EURO |
| FINANCELIFE Gesellschaft für den Bankenvertrieb mbH, Frankfurt am Main | 40,00 % | 5.838 | EURO | 2008 | -82.054 | EURO |
| Finanz-Service GmbH der APO Bank, Düsseldorf | 50,00 % | 1.239.098 | EURO | 2009 | -24.137 | EURO |
| 231.337 | USD | 5.322 | USD | |||
| Fine Art Services International Inc., New York | 100,00 % | 161.411 | EURO | 2009 | 3.713 | EURO |
| GANYMED Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln | 100,00 % | 302.993 | EURO | 2009 | 31.116 | EURO |
| GANYMED Erste Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Köln | 100,00 % | 95.114.000 | EURO | 2009 | 2.307.123 | EURO |
| GANYMED Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Köln | 100,00 % | 62.465.000 | EURO | 2009 | 589.333 | EURO |
| Name und Sitz des Unternehmens | Unmittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung | Mittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung |
|---|---|---|
| DBV-Winterthur Advisory Company S.A., Luxemburg | 0,00 % | 100,00 % |
| DBV Holding AG, Wiesbaden | 0,04 % | 97,12 % |
| DBV-Winterthur Holding AG & Co. Beteiligungsgesellschaft KG, Wiesbaden | 0,00 % | 94,90 % |
| DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG, Wiesbaden | 0,00 % | 100,00 % |
| Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln | 100,00 % | 0,00 % |
| Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln | 75,00 % | 0,00 % |
| Deutsche Bestattungsfürsorge Verwal-tungsGmbH, Köln** | 0,00 % | 39,88 % |
| DURENDAL Inkasso GmbH** , Köln | 0,00 % | 39,88 % |
| DW Versicherungs Service GmbH, Wiesbaden | 0,00 % | 100,00 % |
| DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K1 KG, Wiesbaden | 0,00 % | 94,90 % |
| DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K2 KG, Wiesbaden | 0,00 % | 94,90 % |
| DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K3 KG, Wiesbaden | 0,00 % | 94,90 % |
| DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S1 KG, Wiesbaden | 0,00 % | 94,90 % |
| DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S2 KG, Wiesabaden | 0,00 % | 94,90 % |
| DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S3 KG, Wiesbaden | 0,00 % | 94,90 % |
| DWS AG & Co. Grundstücksgesellschaft S4 KG, Wiesbaden | 0,00 % | 94,90 % |
| FamilienClub-FC Betriebsgesellschaft mbH, Köln | 0,00 % | 100,00 % |
| Felicitas Direktswerbungs GmbH, Wiesbaden | 0,00 % | 100,00 % |
| FINANCELIFE Gesellschaft für den Bankenvertrieb mbH, Frankfurt am Main | 40,00 % | 0,00 % |
| Finanz-Service GmbH der APO Bank, Düsseldorf | 0,00 % | 50,00 % |
| Fine Art Services International Inc., New York | 0,00 % | 100,00 % |
| GANYMED Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln | 0,00 % | 100,00 % |
| GANYMED Erste Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Köln | 0,00 % | 100,00 % |
| GANYMED Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Köln | 0,00 % | 100,00 % |
| Name und Sitz des Unternehmens | Anteil | Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens in Währung | Geschäftsjahr | Ergebnis des Beteiligungsunternehmens in Währung | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in % | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| INREKA GmbH Investment-Renten-Kapitalanlagen, Cloppenburg | 100,00 % | 673.134 | EURO | 2008 | 363.686 | EURO |
| IRS Consult AG, München | 100,00 % | -23.884 | EURO | 2009 | -33.338 | EURO |
| JALANDA Grundstücksgesellschaft mbH & CO.KG, Grünwald | 49,99 % | 41.486.943 | EURO | 2008 | -368.738 | EURO |
| JALANDA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald | 47,20 % | 30.080 | EURO | 2008 | 1.958 | EURO |
| Jara Grundstücksgesellschaft mbH& Co.KG, Grünwald | 20,00 % | 200.000.000 | EURO | 2008 | 7.968.026 | EURO |
| Jurpartner Rechtsschutz-Versicherung AG, Köln** | 39,88 % | 4.806.144 | EURO | 2009 | 0 | EURO |
| Jurpartner Services Gesellschaft für Rechtsschutz-Schadenregulierung mbH, Köln** | 39,88 % | 2.040.000 | EURO | 2009 | 0 | EURO |
| Kölner Spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung, Köln | 100,00 % | 2.083.425 | EURO | 2009 | 354.923 | EURO |
| Kölnische Verwaltungs-AG für Versicherungswerte, Köln | 23,01 % | 104.446.019 | EURO | 2009 | 39.006.766 | EURO |
| Konzept Felicitas Beteiligungs GmbH, Wiesbaden | 100,00 % | 439.350 | EURO | 2009 | -21.300 | EURO |
| Lefac Leasing-Finanz-GmbH, Köln | 100,00 % | 2.572.001 | EURO | 2008 | 25.212 | EURO |
| Lies- und Spiel Verlag und Vertrieb Verwaltungs GmbH, Wiesbaden | 100,00 % | 31.174 | EURO | 2008 | -916 | EURO |
| Lies- und Spiel Verlag und Vertrieb GmbH & Co. KG, Wiesbaden | 83,00 % | 1.207.516 | EURO | 2009 | -801.272 | EURO |
| Lucramount AG für Finanzdienstleistungen, Köln | 100,00 % | 4.422.443 | EURO | 2009 | -90.964 | EURO |
| Merkur Gesellschaft für Beteiligungswerte mbH, Köln | 100,00 % | 21.759.903 | EURO | 2009 | 1.001.552 | EURO |
| MilesTec AG, Zweibrücken | 25,00 % | 1.978.901 | EURO | 2008 | 194.623 | EURO |
| Neue Düsseldorfer Stadtquartier Grundstücks-GmbH & Co. KG, Düsseldorf | 94,90 % | 20.938.053 | EURO | 2009 | -137.607 | EURO |
| Paris Office Fund II S.A.S., Paris | 32,61 % | 2.949.710 | EURO | 2008 | 15.394 | EURO |
| Pluto Beteiligungswerte AG, Köln | 90,00 % | 83.107.650 | EURO | 2009 | 2.991.101 | EURO |
| Pro bAV Pensionskasse AG, Köln | 100,00 % | 58.202.888 | EURO | 2009 | 152.883 | EURO |
| PSV Management AG, Köln | 100,00 % | 1.113.447 | EURO | 2009 | -6.870 | EURO |
| Pugnator GmbH, Köln** | 39,88 % | 83.949 | EURO | 2009 | -147.076 | EURO |
| Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG, Essen | 100,00 % | 6.690.000 | EURO | 2009 | 0 | EURO |
| ROLAND Assistance GmbH, Köln** | 20,34 % | 4.559.879 | EURO | 2009 | 1.552.507 | EURO |
| Name und Sitz des Unternehmens | Unmittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung | Mittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung |
|---|---|---|
| INREKA GmbH Investment-Renten-Kapitalanlagen, Cloppenburg | 100,00 % | 0,00 % |
| IRS Consult AG, München | 0,00 % | 100,00 % |
| JALANDA Grundstücksgesellschaft mbH & CO.KG, Grünwald | 0,00 % | 49,99 % |
| JALANDA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald | 0,00 % | 47,20 % |
| Jara Grundstücksgesellschaft mbH& Co.KG, Grünwald | 0,00 % | 20,00 % |
| Jurpartner Rechtsschutz-Versicherung AG, Köln** | 0,00 % | 39,88 % |
| Jurpartner Services Gesellschaft für Rechtsschutz-Schadenregulierung mbH, Köln** | 0,00 % | 39,88 % |
| Kölner Spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung, Köln | 0,00 % | 100,00 % |
| Kölnische Verwaltungs-AG für Versicherungswerte, Köln | 23,01 % | 0,00 % |
| Konzept Felicitas Beteiligungs GmbH, Wiesbaden | 0,00 % | 100,00 % |
| Lefac Leasing-Finanz-GmbH, Köln | 0,00 % | 100,00 % |
| Lies- und Spiel Verlag und Vertrieb Verwaltungs GmbH, Wiesbaden | 0,00 % | 100,00 % |
| Lies- und Spiel Verlag und Vertrieb GmbH & Co. KG, Wiesbaden | 0,00 % | 83,00 % |
| Lucramount AG für Finanzdienstleistungen, Köln | 0,00 % | 100,00 % |
| Merkur Gesellschaft für Beteiligungswerte mbH, Köln | 0,00 % | 100,00 % |
| MilesTec AG, Zweibrücken | 0,00 % | 25,00 % |
| Neue Düsseldorfer Stadtquartier Grundstücks-GmbH & Co. KG, Düsseldorf | 0,00 % | 94,90 % |
| Paris Office Fund II S.A.S., Paris | 0,00 % | 32,61 % |
| Pluto Beteiligungswerte AG, Köln | 0,00 % | 90,00 % |
| Pro bAV Pensionskasse AG, Köln | 100,00 % | 0,00 % |
| PSV Management AG, Köln | 100,00 % | 0,00 % |
| Pugnator GmbH, Köln** | 0,00 % | 39,88 % |
| Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG, Essen | 0,00 % | 100,00 % |
| ROLAND Assistance GmbH, Köln** | 0,00 % | 20,34 % |
| Name und Sitz des Unternehmens | Anteil | Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens in Währung | Geschäftsjahr | Ergebnis des Beteiligungsunternehmens in Währung | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in % | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| ROLAND Assistance Partner GmbH** | 20,34 % | 381.100 | EURO | 2009 | 20.606 | EURO |
| ROLAND Beteiligungsverwaltung GmbH, Köln** | 39,88 % | 21.211.545 | EURO | 2009 | -230.507 | EURO |
| ROLAND Risk Consulting srl, Mailand** | 39,88 % | 175.437 | EURO | 2009 | -11.557 | EURO |
| ROLAND ProzessFinanz AG, Köln** | 39,88 % | 2.860.000 | EURO | 2009 | 0 | EURO |
| ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln | 39,88 % | 74.545.853 | EURO | 2009 | 6.945.208 | EURO |
| ROLAND Schutzbrief-Versicherung AG, Köln** | 39,88 % | 5.074.925 | EURO | 2009 | 0 | EURO |
| 593.425 | DKK | 4.325.998 | DKK | |||
| K. Rerup & Co. A/S, Kopenhagen | 100,00 % | 79.748 | EURO | 2008 | 581.354 | EURO |
| Technisches Kontor für die BU-Versicherung GmbH, Düsseldorf | 48,00 % | 46.839 | EURO | 2008 | 21.274 | EURO |
| TERTIA Handelsbeteiligungsgesellschaft mbH, Köln | 20,00 % | 20.394.768 | EURO | 2009 | 12.937.687 | EURO |
| urbia.com AG, Köln | 100,00 % | 1.666.556 | EURO | 2009 | 457.235 | EURO |
| Venus Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln | 100,00 % | 44.945.518 | EURO | 2009 | 7.131.958 | EURO |
| ver. di Service GmbH, Berlin | 33,33 % | 33.790,55 | EURO | 2008 | 1.390 | EURO |
| VVS Holding Vertriebs-, Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth | 61,30 % | 13.046.875 | EURO | 2009 | 174.407 | EURO |
| WIN EXPERTISA Gesellschaft zur Förderung beruflicher Vorsorge mbH, Wiesbaden | 100,00 % | 5.147.144 | EURO | 2009 | 214.694 | EURO |
| WinCom Versicherungs-Holding AG, Wiesbaden | 100,00 % | 996.040.191 | EURO | 2009 | 0 | EURO |
| win Health Consulting GmbH, Wiesbaden | 100,00 % | 924.609 | EURO | 2009 | 188.955 | EURO |
| winsecura Pensionskasse AG, Wiesbaden | 100,00 % | 20.802.658 | EURO | 2009 | 0 | EURO |
| 108.747.036 | USD | -1.407.863 | USD | |||
| Winterthur US Fund L.P., Delaware, USA | 24,39 % | 77.136.499 | EURO | 2008 | -998.626 | EURO |
| Schiffsbeteiligungen | ||||||
| Partenreederei MT "Badenia", Hamburg | 30,00 % | 0 | EURO | 2008 | -153.529 | EURO |
| Partenreederei MT "Multitanker Bolognia", Hamburg | 30,00 % | 0 | EURO | 2008 | 2.820.283 | EURO |
| Partenreederei MS "Elbegas", Hamburg | 25,00 % | 437.011 | EURO | 2008 | 341.234 | EURO |
| Name und Sitz des Unternehmens | Unmittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung | Mittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung |
|---|---|---|
| ROLAND Assistance Partner GmbH** | 0,00 % | 20,34 % |
| ROLAND Beteiligungsverwaltung GmbH, Köln** | 0,00 % | 39,88 % |
| ROLAND Risk Consulting srl, Mailand** | 0,00 % | 39,88 % |
| ROLAND ProzessFinanz AG, Köln** | 0,00 % | 39,88 % |
| ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln | 0,00 % | 39,88 % |
| ROLAND Schutzbrief-Versicherung AG, Köln** | 0,00 % | 39,88 % |
| K. Rerup & Co. A/S, Kopenhagen | 100,00 % | |
| Technisches Kontor für die BU-Versicherung GmbH, Düsseldorf | 0,00 % | 48,00 % |
| TERTIA Handelsbeteiligungsgesellschaft mbH, Köln | 0,00 % | 20,00 % |
| urbia.com AG, Köln | 0,00 % | 100,00 % |
| Venus Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln | 100,00 % | 0,00 % |
| ver. di Service GmbH, Berlin | 0,00 % | 33,33 % |
| VVS Holding Vertriebs-, Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth | 0,00 % | 61,30 % |
| WIN EXPERTISA Gesellschaft zur Förderung beruflicher Vorsorge mbH, Wiesbaden | 0,00 % | 100,00 % |
| WinCom Versicherungs-Holding AG, Wiesbaden | 0,00 % | 100,00 % |
| win Health Consulting GmbH, Wiesbaden | 0,00 % | 100,00 % |
| winsecura Pensionskasse AG, Wiesbaden | 0,00 % | 100,00 % |
| Winterthur US Fund L.P., Delaware, USA | 0,00 % | 24,39 % |
| Schiffsbeteiligungen | ||
| Partenreederei MT "Badenia", Hamburg | 0,00 % | 30,00 % |
| Partenreederei MT "Multitanker Bolognia", Hamburg | 0,00 % | 30,00 % |
| Partenreederei MS "Elbegas", Hamburg | 0,00 % | 25,00 % |
* vor Gewinnabführung
** Tochterunternehmen des assoziierten Unternehmens "Roland Rechtschutz-Verischerungs-Aktiengesellschaf, Köln"
Vergütung von Vorstand, Aufsichtsrat und Beirat
Vorstandsvergütung
Vergütungsaufwand 2009
Für das Geschäftsjahr 2009 belief sich der Vergütungsaufwand für die Mitglieder des Vorstands der AXA Konzern AG für ihre Tätigkeiten im Mutterunternehmen sowie in den Tochtergesellschaften insgesamt auf 5.462 Tsd. Euro (2008: 5.650 Tsd. Euro), davon entfielen 2.817 Tsd. Euro (2008: 2.645 Tsd. Euro) auf feste und 2.645 Tsd. Euro (2008: 3.005 Tsd. Euro) auf variable Vergütungsbestandteile für das Vorjahr. Es erfolgten, wie im Vorjahr, keine Abfindungszahlungen.
AXA Options Plan und Performance Units
Die im Rahmen des gruppenweiten Aktienoptionsprogramms der AXA S.A. in 2009 ausgegebenen 146.491 (2008: 167.600) Optionen sehen einen Bezugspreis von 9,76 Euro (Aktienkurs zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 16,54 Euro) pro Anteil vor. Die Optionen sind mit einer Haltefrist versehen, jeweils ein Drittel der an den Begünstigten vergebenen Optionen ist ab dem 20. März 2011 / 20. März 2012 / 20. März 2013 ausübbar. Begünstige mit einer Zuteilung von mindestens 5.000 Stock Options können frühestens ab 2013 ihr letztes Drittel an Stock Options ausüben, wenn die Performance der AXA Aktie seit dem Gewährungstag oder den vergangenen drei Jahren die Performance des Euro Stoxx Insurance Index erreicht oder übersteigt; bleibt die Sperrfrist bestehen, erfolgt jährlich eine erneute Überprüfung der Performance und ggf. eine Freigabe des letzten Drittels. Die Optionen verfallen, sofern sie nicht bis zum 19. März 2019 ausgeübt werden.
Die Zuteilung der 71.402 Performance Units (2008: 64.160) erfolgt anhand des Ergebnisses der AXA S.A. sowie der jeweiligen Landesgesellschaft (AXA Konzern AG) in den Jahren 2009 und 2010. Die Performance Units werden am 20. März 2010 und 20. März 2011 für das jeweilige Vorjahr zugeteilt. Am 20. März 2011 erfolgt die Abrechnung der Performance Units, wobei an die Begünstigten ein Betrag ausgezahlt wird, der sich aus der Anzahl der zugeteilten Performance Units multipliziert mit dem durchschnittlichen Eröffnungskurs der Aktie der AXA S.A., Paris, während der letzten 20 Handelstage vor dem 20. März 2011 an der Pariser Börse ergibt. Sollten mehr als 1.000 Performance Units an einen Begünstigten vergeben werden, werden 30 % der abzurechnenden Performance Units in Aktien der AXA S.A., Paris investiert, die durch die Begünstigten frühestens nach Ablauf von zwei Jahren veräußert werden können.
Infolge einer Kapitalerhöhung der AXA S.A. im Geschäftsjahr 2009 wurden die ausgegebenen Rechte der Vorjahre entsprechend angepasst. Die Aktienoptionen sowie die ggf. im Rahmen des Performance Unit Programms erworbenen Aktien werden durch die AXA S.A. ausgegeben. Ab 2008 wird der beizulegende Zeitwert dieser Rechte am Tag der Gewährung nach anerkannten Optionspreismodellen ermittelt und gemäß IFRIC 11 (IFRS 2 - Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen) zeitanteilig über den Erdienungszeitraum als Aufwand erfaßt
Der Aufwand für die Barkomponente der Performance Units wird unmittelbar von der AXA Konzern AG getragen. Dieser Aufwand wird auf Basis des Börsenkurses der AXA S.A. zum Bilanzstichtag ermittelt und zeitanteilig über den Erdienungszeitraum erfaßt.
Der auf das Geschäftsjahr 2009 entfallende beizulegende Zeitwert der im Geschäftsjahr und in früheren Jahren ausgegebenen Aktienoptionen und Performance Units beträgt 1.328 Tsd. Euro für 2009 (2008: 1.019 Tsd. Euro). Im Berichtszeitraum erhielten die Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft 174 Tsd. Euro (2008: 229 Tsd. Euro) aus der Abrechnung von Performance Unit Plänen sowie 6.335 Stück Aktien (2008: 3.483) der AXA S.A. Die Erlöse aus der Ausübung von Aktienoptionen im Rahmen des AXA Options Plans beliefen sich in 2009 auf 1,6 Tsd. Euro (2008: 0 Tsd Euro).
Einzelheiten zu den Plänen des AXA Options Plan sowie Performance Units sind auf den Seiten 124-126 dargestellt.
Versorgungszusage
Den Mitgliedern des Vorstandes der AXA Konzern AG wird eine Versorgungszusage gewährt. Diese umfasst nach entsprechender Dienstzeit Ansprüche auf Altersrente (ab Vollendung des 65. Lebensjahres), Invaliditätsrente, Witwen-/Witwerrente, Waisenrente und unter bestimmten Bedingungen Übergangsgeldzahlungen.
Die Höhe der Leistungen ist an das Festgehalt vor Ausscheiden gekoppelt und beträgt je nach Vorstandsdienstzeit 40 bis 60 % des Festgehaltes quotiert in analoger oder direkter Anwendung des § 2 BetrAVG. Mit Beginn der zweiten Bestellungsperiode werden entsprechende Ansprüche unverfallbar, sofern das Dienstverhältnis auf Veranlassung der Gesellschaft beendet wird.
Ab dem Beginn der dritten Bestellungsperiode erwerben die Vorstandsmitglieder zusätzlich einen Anspruch auf Übergangsgeld in Höhe von 40 % der Festbezüge für den Fall, dass die Gesellschaft den Dienstvertrag nicht verlängert, ohne dass ein wichtiger Grund vorliegt. Die Zahlung von Übergangsgeld endet mit dem Eintritt eines Versorgungsfalles (Erreichen der Altersgrenze oder Tod). Anderweitige aus selbstständiger oder nicht selbstständiger Tätigkeit für ein anderes Unternehmen erzielte Einkünfte werden in voller Höhe auf das Übergangsgeld angerechnet.
Mit Beginn der dritten Bestellungsperiode beläuft sich der unverfallbare Anspruch auf Altersrente auf mindestens 40 % der Festbezüge.
Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen der am 31. Dezember 2009 aktiven Vorstandsmitglieder der AXA Konzern AG beliefen sich in 2009 auf 2.463 Tsd. Euro (2008: 1.064 Tsd. Euro).
Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene
Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 2.174 Tsd. Euro (2008: 2.161 Tsd. Euro). Für diese Personengruppe sind zum 31. Dezember 2009 Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von 33.037 Tsd. Euro (2008: 29.074 Tsd. Euro) passiviert.
Aufsichtsratsvergütung
Die Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrates für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der AXA Konzern AG sowie in Aufsichtsräten konsolidierter Unternehmen betrugen im Geschäftsjahr 2009 insgesamt 2.559 Tsd. Euro (2008: 2.516 Tsd. Euro), davon 1.280 Tsd. Euro (2008: 1.279 Tsd. Euro) erfolgsunabhängig und 1.279 Tsd. Euro (2008: 1.237 Tsd. Euro) erfolgsabhängig.
An Aufsichtsratsmitglieder wurden Darlehen von 20 Tsd. Euro (2008: 114 Tsd. Euro) bei einem Effektivzinssatz von 4,45 % gewährt. Im Geschäftsjahr 2009 wurden rund 94 Tsd. Euro (2008: 24 Tsd. Euro) getilgt. Die Konditionen der Darlehen sind festgeschrieben und laufen 2010 aus. Es wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen.
Beiratsvergütung
Für das Geschäftsjahr 2009 belief sich die Gesamtvergütung für die Mitglieder der Beiräte für Ihre Tätigkeit im Mutterunternehmen und deren Tochtergesellschaften auf 385 Tsd. Euro (2008: 110 Tsd. Euro).
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Die AXA, Paris, ist direkt und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt mit Mehrheit am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt. Die AXA Konzern AG und ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der AXA, Paris, einbezogen, der bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorites des Marchés Financiers) unter R.C.S. (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt wird.
Die Unternehmen des AXA Konzerns unterhalten diverse geschäftliche Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen. Nahestehende Unternehmen und Personen für die AXA Konzern AG sind ihre Muttergesellschaft AXA, Paris, sowie deren verbundene Unternehmen, verbundene und assoziierte Unternehmen der AKAG, im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge dotierte Versorgungskassen sowie Personen in Schlüsselpositionen und deren nahe Familienangehörige. Als Personen in Schlüsselpositionen gelten die Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates der AXA Konzern AG aufgrund ihrer Verantwortung für die Planung, Leitung und Überwachung des Konzerns. Die Vorstandsmitglieder der AXA Konzern AG gehören auch den Organen der wesentlichen Tochterunternehmen an.
Bei den Geschäftsbeziehungen handelt es sich im Wesentlichen um Kooperationsverträge, Dienstleistungs- bzw. Funktionsausgliederungsverträge, Darlehens- und RückVersicherungsverträge. Die bestehenden Verträge sind zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.
Innerhalb der AXA Gruppe Deutschland nimmt die AXA Konzern AG die Leitungsfunktion wahr auf Grundlage der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge, die mit den operativen Konzerngesellschaften geschlossen wurden.
In diesem Abschluss nicht erläutert werden Geschäftsvorfälle zwischen der AXA Konzern AG und ihren konsolidierten verbundenen Unternehmen, da diese durch die Konsolidierung entfallen sind.
Dienstleistungsverträge
Der Gesamtvorstand der AXA Konzern AG hat im November 2006 beschlossen, dass die Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln (DÄF) für die DBV- Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG, Wiesbaden (DBVL) per Januar 2008 die Führung, Betreuung und Vergütung der DBV-Winterthur-Agenturen mit überwiegend Ärztegeschäft übernehmen solle. Die DÄF übernimmt sämtliche Kosten der Vergütung und Betreuung der Agenturen. Im Gegenzug erhält die DÄF von DBVL neben den bereits gezahlten Bestands- und Abschlussprovisionen eine Overrider-Vergütung. Hierfür wird eine Pauschalvergütung in Höhe von 500 Tsd. Euro für Corporate und Privatgeschäft ohne Präjudiz für die Gesamtvergütung 2009 vereinbart. Es handelt es sich dabei um eine marktübliche Vergütung unter Berücksichtigung von der Ertragsstärke des Geschäftes. Weiterhin erhält die DÄF von DBVL eine Gesamtvergütung für Abschlussprovisionen und Bestandspflegegeld für die von diesen Vermittlern vermittelten Verträge. Diese Gesamtvergütung beinhaltet die an die Vermittler gezahlten Provisionen und Zuschüsse.
Die ARA GmbH Auto und Reise Assistance, Bad Windsheim, ist eine Assistance-Gesellschaft, die vormals für die Sach- und Krankenversicherung der DBV Gruppe diverse Dienstleistungen in den Bereichen Assistance, telefonischer Kundenservice und Schadenbearbeitung erbracht hat. Dieser Dienstleistungsvertrag wurde fristgerecht zum Ende des Jahres 2010 gekündigt. Seit Mai 2009 wurde die Dienstleistungserbringung im telefonischen Schadenmanagement auf den Bestand der AXA in den Sparten Kraftfahrt, allgemeine Haftpflicht und Sach (mit Ausnahme von Transport und technischen Versicherungen) ausgeweitet. Der Dienstleistungsvertrag mit der AXA beginnt im Januar 2009 und endet im Dezember 2010. Eine Kündigung während der Vertragslaufzeit ist ausgeschlossen. Die Vergütung setzt sich abhängig von dem Anrufaufkommen aus einem Fixum und einem Preis pro Anruf zusammen.
Im Dezember 2009 hat die AXA Krankenversicherung AG einen Generalagenturvertrag mit der DÄF geschlossen. Hiernach übernimmt die DÄF die Generalagentur und vermittelt über ihre Vertriebswege die Versicherungsverträge der AXA Krankenversicherung AG. Als Vergütung erhält die DÄF Abschluss- und Bestandspflegeprovisionen, die nach den jeweiligen Tarifen aufgeschlüsselt sind.
Der Vertrag ist mit Wirkung zum 1. Januar 2009 in Kraft getreten und auf unbestimmte Zeit geschlossen; er kann nach Maßgabe der gesetzlichen Kündigungsfristen gekündigt werden.
Für Dienstleistungen im Rahmen der Anlage und Verwaltung von Kapitalanlagen hat der AXA Konzern 28 Mio. Euro (2008: 33 Mio. Euro) aufgewendet. Aus weiteren Dienstleistungsverträgen, bestehend mit der AXA, Paris, sowie der AXA Cessions S.A., Paris, ergaben sich für den AXA Konzern 2009 Aufwendungen von insgesamt 12,5 Mio. Euro (2008: 10,5 Mio. Euro). Hierbei handelt es sich um Lizenzgebühren für die Nutzung der Marke AXA in Höhe von 1 Mio. Euro (2008: 1 Mio. Euro), Prämien für die D&O-Versicherung und für eine Fraud and Professional Indemnity-Versicherung für die deutsche AXA Gruppe in Höhe von 1 Mio. Euro (2008: 1,2 Mio. Euro) sowie um angeforderte Beratungs-, Unterstützungs- und Serviceleistungen in Höhe von 10,5 Mio. Euro (2008: 8,4 Mio. Euro). Vertragsgemäß werden für die Dienstleistungen die Kosten einschließlich Auslagen vergütet, maximal jedoch die Marktpreise für vergleichbare Dienstleistungen.
Der AXA Konzern bewirbt seit Herbst 1998 kontinuierlich die Marke "AXA". Die AXA, Paris, sichert mit einem Zuschuss von 5,7 Mio. Euro (2008: 5 Mio. Euro) eine aktuelle Mindestpräsenz in den deutschen Medien. Der Zuschuss ist in 2008 komplett in Anspruch genommen worden und wurde von der führenden Media-Agentur direkt mit AXA, Paris, abgerechnet.
Die von der AXA Technology Services SAS, Paris im Geschäftsjahr 2009 erwirtschafteten Erträge aus Dienstleistungen - im wesentlichen Rechenzentrums-, Telekommunikations- und PC-Serviceleistungen für die AXA Service AG betrugen insgesamt 115 Mio. Euro (2008: 126 Mio. Euro).
Beteiligungen
Im November 2009 haben die AXA Krankenversicherung AG (AK) und die AXA Krankenversicherung Gesellschaft für die Betreuung von Maklern und Mehrfachagenten GmbH (AK GmbH) eine Verzichtsvereinbarung geschlossen. Die AK hat in der oben genannten Verzichtsvereinbarung zwecks Vermeidung der Überschuldung der AK GmbH auf Provisionsrückzahlungs-/ Stornoansprüche in Höhe von 9,8 Mio. EUR verzichtet, welche die AK gegenüber der AK GmbH aufgrund der Insolvenz des Maklers MEG, Kassel, eines Vertragspartners der AK GmbH, hätte geltend machen können. Im Gegenzug hat sich die AK GmbH gegenüber der AK zur Abführung aller Zahlungen verpflichtet, die sie im Rahmen einer Liquidation bzw. eines Insolvenzverfahrens der MEG AG erhält.
Bezüglich des Rechtsschutzgeschäfts wurde im Rahmen der Integration der DBV-Gesellschaften eine Kooperation mit der Roland Rechtsschutz Versicherung AG (ROLAND) als darstellbare Lösung identifiziert. Die Rechtsschutzbestände der DBV-Winterthur Versicherung AG, Wiesbaden (DWS) und der DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, Wiesbaden (DBVS), sowie die diesem Teilbestand zuzuordenenden Passiva und die zur Deckung der Passiva erforderlichen Barmittel sind im Mai 2009 auf die ROLAND für einen Preis von 26,8 Mio. Euro (DWS) bzw. 3,6 Mio. Euro (DBVS) übertragen worden. Vom 1. Januar 2008 bis zur Übertragung des DBV Rechtsschutzbestandes auf ROLAND hatte ROLAND über einen Quotenrückversicherungsvertrag das versicherungstechnische Risiko bereits übernommen. Mit dem zu übertragenden Rechtschutzversicherungsbestand sind die diesem zuzuordnenden Mitarbeiter im Wege des Betriebsübergangs auf ROLAND übergegangen.
In einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung der Ganymed Beteiligungsverwaltungs Gesellschaft mbH, Köln im Dezember 2009 wurde der Beschluss gefasst, dass die Geschäftsführung die Kapitalrücklage in Höhe von 2,1 Mio. Euro auflöst und 1,7 Mio. Euro an die AXA Lebensvericherung AG, Köln, und 0,4 Mio. Euro an die Deutsche Ärzte Lebensversicherung AG, Köln, zahlt.
Darlehensverträge
Die AXA Lebensversicherung AG (AL) hat ein ursprünglich von der AXA, Paris zugunsten der AXA UK PLC, UK gewährtes Nachrangdarlehen in Höhe von 176 Mio. Euro Ende Dezember 2002 übernommen. Zur Absicherung des Währungsrisikos aus der Zins- und Rückzahlung hat die AL mit der AXA, Paris einen Währungsswap vereinbart, so dass die AL aus diesem Vertrag den 3-Monats-Euribor plus 1,09 % (anstatt den 6-Monats Libor GBP plus 1,15 % auf 113 Mio. GBP) sowie eine Rückzahlung von 176 Mio. Euro bei Fälligkeit des Darlehens erhält.
Zur Absicherung des Kreditrisikos aus dem Darlehen hat die AXA, Paris zusammen mit dem Forderungsübertragungsvertrag eine Zins- sowie die Rückzahlungsgarantie gegeben, so dass das eigentliche Kreditrisiko aus diesem übernommen Darlehen dem eines Seniordarlehens zugunsten der AXA, Paris entspricht. Für diese Garantie zahlt die AL der AXA, Paris eine Gebühr von 0,36 % auf den Betrag von 176 Mio. Euro jährlich. Für 2009 wurden Zinsen in Höhe von 6,2 Mio. Euro gezahlt (2008: 11 Mio. Euro).
Im März 2008 gewährte die AXA Versicherung AG der AXA, Paris, ein Darlehen in Höhe von 200 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis zum Ende September 2008. Die Verzinsung betrug EONIA OIS plus einer Marge von 0,4 % p.a.. Die Darlehensvereinbarung wurde um anderthalb Jahre verlängert. In 2009 war der Zinssatz der 12-Monats-Euribor plus einer Marge von 0,35 % p.a.. Ab Anfang 2010 bis Ende März 2010 wurde als Zinssatz der 3-Monats-Euribor und eine Marge von 0,35 % p.a. festgelegt. In 2009 wurden Zinsen in Höhe von 8,7 Mio. EUR (2008: 6,7 Mio Euro) gezahlt.
In Höhe von 130 Mio. Euro gewährte die AXA Konzern AG ein Darlehen an die AXA, Paris. Für den Zeitraum vom 15. Juli 2008 bis zum 15. Januar 2009 betrug der Zinssatz 5,7 % p.a., ab dem 15. Januar 2009 5,9 % p.a. Im Jahr 2009 wurden Zinsen in Höhe von 7,8 Mio. Euro (2008: 14 Mio. Euro) gezahlt.
Die AXA Konzern AG hat der Kölnische Verwaltungs-AG für Versicherungswerte, Köln, zur Liquiditätsbeschaffung ein kurzfristiges Darlehen gegeben in Höhe von 3 Mio. Euro mit einer Laufzeit von Novermber 2009 bis April 2010 und einer Verzinsung in Höhe von 1,26 % p.a. Im Geschäftsjahr wurden Zinsen in Höhe von 6 Tsd. Euro gezahlt.
Zur Liquiditätsbeschaffung hat die AXA Bank Europe S.A., Belgien ein Hypothekenportfolio über eine Zweckgesellschaft verbrieft, in der der AXA Konzern 30 Mio. Euro in die AAA-geratete Tranche (Class A-Notes) investiert hat. Fälligkeitstermin ist Ende 2040, die Verzinsung beträgt 3-Monats-Euribor plus einer Marge von 100 Basispunkten. Im Geschäftsjahr erfolgten Teilrückzahlungen in Höhe von 3,4 Mio. Euro, so dass der Buchwert nun 26,6 Mio. Euro beträgt. Im Jahr 2009 wurden Zinsen in Höhe von 0,8 Mio. Euro (2008: 0,5 Mio. Euro) gezahlt.
Die AXA Bank hat bei der AXA Bank Europe S.A., Belgien zu Refinanzierungszwecken Schuldscheindarlehen in einer Gesamthöhe von 25 Mio. Euro bestehend aus drei verschiedenen Verträgen aufgenommen.Mit Vertrag vom Februar 2005 wurden zwei Tranchen zu jeweils 5 Mio. Euro aufgenommen mit einer Laufzeit bis Februar 2014 und einer Verzinsung in Höhe von 3,75 % p.a. bzw. mit einer Laufzeit bis Februar 2015 und einer Verzinsung in Höhe von 3,83 % p.a. Weitere 10 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis April 2015 und einer Verzinsung in Höhe von 3,92 % p.a. wurden im April 2005 aufgenommen. Mit Vertrag vom November 2005 wurden schließlich 5 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis November 2015 und einer Verzinsung in Höhe von 3,82 % p.a. aufgenommen.
Im Dezember 2008 haben Gesellschaften des AXA Konzerns eine Anleihe der AXA, Paris, in Höhe von insgesamt 750 Mio. Euro gezeichnet, eine zweite Tranche in Höhe von 250 Mio. Euro wurde im Januar 2009 mit denselben Konditionen bzw. Laufzeiten gezeichnet. Die AXA, Paris, greift zur Absicherung der Konzernliquiditätsposition regelmäßig auf die Emission von Unternehmensanleihen zurück. Dabei wird eine Diversifizierung der Finanzierungsquellen bei stärkerer Gewichtung der Innenfinanzierung angestrebt. Als Teil der vorsorgenden Sicherungsstrategie zur nachhaltigen Absicherung der Liquiditätssituation hat die AXA, Paris, daher seit 2007 damit begonnen, sich Liquidität aus operativen Einheiten zur Verfügung stellen zu lassen. Die Anleihe läuft bis zum Jahr 2013 und ist mit 5,65 % p.a. verzinst. Die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Konditionen, die auf Basis des zu diesem Zeitpunkt bestehenden Credit Default Swap-Werts der AXA, Paris, als auch anhand einer Benchmark-Anleihe der AXA, Paris, bestimmt wurden.
Seit April 2001 besteht zwischen der AXA, Paris, und den Gesellschaften des AXA Konzerns ein Cash-Pooling System. Dieses System wird für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs mit AXA, Paris, bzw. deren Tochtergesellschaften genutzt, soweit diese dem System angeschlossen sind. Die Verzinsung hierfür richtet sich nach dem EONIA-Zinssatz.
Sicherungsgeschäfte
Verschiedene AXA Gesellschaften der deutschen Gruppe haben mit der AXA, Paris, Credit Default Swaps (CDS) abgeschlossen. Die Laufzeit beginnt jeweils Mitte September. Die AXA Krankenversicherung AG hat einen CDS in Höhe von nominal 93,8 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis Mitte Juni 2015, die AXA Lebensversicherung AG, Köln von nominal 156,3 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis Mitte Juni 2015 und die AXA Versicherung AG von nominal 162,5 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis Mitte Juni 2017 abgeschlossen. Die CDS dienen der Absicherung des Ausfallrisikos aus einer im Geschäftsjahr erworbenen strukturienden Schuldverschreibung.
Die AXA Versicherung AG hat im Januar 2009 als Sicherungsgeschäft verschiedene Zins Swaps mit der AXA, Paris, abgeschlossen für in 2008 ausgegebene variable verzinste Anleihen in US-Dollar und Euro. Bei den Zins Swaps wird der variable Euro Coupon in einen festen Euro Coupon getauscht.
Rückversicherungsbeziehungen
Im Rahmen von Rückversicherungsbeziehungen, welche der AXA Konzern mit konzernfremden Gesellschaften unterhält, wurden für aktives Rückversicherungsgeschäft Beiträge in Höhe von 35 Mio. Euro (2008: 14 Mio. Euro) und für passives Rückversicherungsgeschäft Beiträge inklusive Erstattungen in Höhe von 105 Mio. Euro (2008: 146 Mio. Euro) abgerechnet.
Sonstige Transaktionen
Bezüglich der Haftungsverhältnisse zu nahestehenden Unternehmen und der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat verweisen wir auf unsere Ausführungen in den Sonstigen Erläuterungen und Angaben. Übliche Versicherungsverträge bezüglich Personen in Schlüsselpositionen wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.
Kapitalmanagement und Solvabilität
Das Konzerneigenkapital (inklusive Minderheitenanteile) betrug zum 31. Dezember 2009 trotz Finanzmarktkrise weiterhin unverändert rund 3,9 Mrd. Euro. Dabei konnten in 2009 für das Geschäftsjahr 2008 rund 155 Mio. Euro Euro an die Anteilseigner der AXA Konzern AG als Dividende ausgeschüttet werden. Aufgrund versicherungsmathematischer Verluste bei Pensionsverpflichtungen verminderten sich die Gewinnrücklagen um 133 Mio. Euro. Die Neubewertungsrücklage erhöhte sich hingegen aufgrund gestiegener Marktwerte von jederzeit veräußerbaren Wertpapieren. Das im Vergleich zum Vorjahr mit 206 Mio. Euro (2008: 114 Mio. Euro) deutlich gesteigerte Konzernergebnis wirkte sich entsprechend positiv auf das Konzerneigenkapital aus. Aus dem Konzernergebnis 2009 wird in 2010 eine Dividende in Höhe von 205 Mio. Euro gezahlt.
Die drei Kerngesellschaften der AXA Gruppe, die AXA Versicherung AG, die AXA Lebensversicherung AG und die AXA Krankenversicherung AG verfügen über ein hervorragendes "AA-"-Rating von Standard & Poor's mit stabilem Outlook. Die Deutsche Ärzteversicherung AG erhielt ein eigenes Rating von Standard & Poor's und wurde mit "A+" mit stabilem Outlook ausgezeichnet. Die Agentur Moody's bestätigte ihr Rating "Aa3" und unterstreicht damit die gute Finanzlage des Konzerns. Die Ratingagentur Fitch bewertete im März 2009 die AXA Gruppe mit dem sehr guten "AA-". Sie brachte dabei ihre generelle Einschätzung des Versicherungssektors in einem negativen Ausblick zum Ausdruck.
Für die Solo-Solvabilität der Einzelgesellschaften wurden alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Die Solvabilitätskennziffern - das Verhältnis der vorhandenen Eigenmittel zu den für den Geschäftbetrieb und den Risiken als mindestens erforderlichen Eigenmitteln - der einzelnen Gesellschaften liegen weit über den Mindestanforderungen. Die Bedeckungssätze für 2009 betragen zwischen 138,7 % und 431,4 % (2008: 136,7 % und 401,7 %).
Die auf Basis des konsolidierten Abschlusses ermittelte so genannte bereinigte Solvabilität 2009 (Gruppensolvabilität) zeigt gemäß den vorläufigen Berechnungen wiederum eine deutliche Überdeckung. Diese beruht im Wesentlichen auf der Anerkennung der Teile des Eigenkapitals, die insbesondere aus der Schwankungsrückstellung resultieren. Nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen besitzt die Schwankungsrückstellung im Gegensatz zu den Rechnungslegungsgrundsätzen nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) den Charakter von Eigenkapital, da die bilanzglättende Funktion von Schwankungsrückstellungen der Darstellung neutraler Informationen widerspricht. Im Unterschied zu der Summe der Eigenmittel aus den Solvabilitätsberechnungen der Einzelgesellschaften ist bei der Berechnung zur Gruppensolvabilität zu berücksichtigen, dass auf Konzernebene gebildete Firmenwerte als immaterielle Vermögensgegenstände vom Konzerneigenkapital abgezogen werden müssen.
Ziel des Projektes Solvency II der EU-Kommission ist es, das Versicherungsaufsichtsrecht auf europäischer Ebene neu und einheitlich zu regeln. Hierzu gehört zum einen die Neuregelung der Solvenzanforderungen auf Basis risikoorientierter Kapitalmodelle (Säule I). Zum anderen wird ein prinzipienbasierter Anforderungskatalog an das Risikomanagement der Versicherungsunternehmen definiert, so dass die neuen Regelungen zur risikobasierten Eigenmittelvorschrift durch qualitative Anforderungen ergänzt werden (Säule II). Darüber hinaus werden Veröffentlichungspflichten definiert (Säule III). Die Solvency II Regelungen sollen voraussichtlich 2013 in Kraft treten. Die nationale Umsetzung von Solvency II wurde bereits durch die zum Jahresbeginn 2008 in Kraft getretene VAG Novelle (§ 64a VAG und § 55c VAG) vorangetrieben. Innerhalb § 64a VAG werden die Komponenten eines angemessenen Risikomanagements definiert. Das Rundschreiben "Mindestanforderungen an das Risikomanagement VA (MaRisk VA)" der BaFin stellt die Durchführungsverordnung des § 64a VAG dar. Mit dem Inkraftsetzen des § 55c VAG haben Versicherungsunternehmen den an den Vorstand gerichteten Risikobericht in gleicher Form und Inhalt der Aufsichtsbehörde vorzulegen.
Derzeit entwickelt die AXA Gruppe ihr internes Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung derart weiter, damit dieses den Anforderung unter Solvency II genügt und als internes Modell zertifiziert werden kann. Neben den Anforderungen aus Säule I bereitet sich die AXA Deutschland derzeit ebenfalls intensiv auf die Anforderung aus Säule II und Säule III vor. Zur Umsetzung der Anforderungen durch Solvency II wurde bereits in 2008 ein Projekt gestartet, welches zum Ziel hat, ab 2013 als AXA-Gruppe sowie als AXA Deutschland durch die Aufsichtsbehörden zur Verwendung des internen Modells zertifiziert zu sein.
Die Liquiditätsplanung ist in unserem Konzern fest etabliert und spielt eine bedeutende Rolle bei der Liquiditätssteuerung innerhalb des Unternehmens. Zweimal jährlich findet eine mittelfristige Drei-Jahres-Liquiditätsplanung statt, die die Basis für die laufende Liquiditätsprognose bildet. Die laufende Liquiditätsprognose findet zum jeweiligen Monatsende für die nächsten zwölf Monate statt. Eventuell auftretender Liquiditätsbedarf wird konzernintern zur Verfügung gestellt.
Bezüglich der Analyse der Kapitalflussrechnung verweisen wir auf die Seiten 77 und 78.
Versicherungstechnische Risiken
Schaden- und Unfallversicherung
Der AXA Konzern betreibt im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft insbesondere die Sparten Kraftfahrt-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach-, Transport- und Luftfahrtversicherung. Diese werden im direkten wie auch teilweise im indirekten Geschäft gezeichnet.
Die primären Risiken aus der Schaden- und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr sind das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko. Ferner besteht in der Unfallversicherung noch das Zinsgarantierisiko.
Prämien- und Schadenrisiko
Unter dem Prämien-/Schadenrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen. Daher ist die AXA in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation kurzfristig anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird durch Beitragsanpassung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption und durch vertraglich festgelegte Beitragsanpassungsklauseln risikoadäquat gehalten.
Die Risikosteuerung der AXA erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt. Die Rückversicherung orientiert sich an den unterschiedlichen Brutto-Kapazitäten der Sparten. Großrisiken und Kumulexposure werden auf vertraglicher Basis rückversichert. Ausnahmeakzepte innerhalb der Zeichnungskapazitäten der Sparten, die außerhalb der obligatorischen Rückversicherungskapazitäten liegen, werden durch Einzelrückversicherung rückgedeckt. Im Rahmen eines in 2007 neu eingeführten Rückversicherungskonzepts hat die AXA Versicherung einen Quoten-Rückversicherungsvertrag über ihr Privat-Kraftfahrt-Versicherungsgeschäft abgeschlossen. Das übernommene Risiko wurde vom Rückversicherer anschließend über eine Verbriefung am Kapitalmarkt platziert. Zur Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treibern werden stochastische Szenarien verwendet.
Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien-/Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch durch Ereignisse wie z.B. Naturkatastrophen, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen. Neben Naturkatastrophen können auch durch Menschen verursachte Schadenereignisse, wie zum Beispiel Terroranschläge, hohe Großschäden hervorrufen. Zusätzlich könnte der Trend zu höheren Schadenersatzansprüchen in der Haftpflichtversicherung, zum Beispiel bei neu aufkommenden Risiken, Veränderungen der Rechtslage bzw. im Verhalten der Marktteilnehmer oder Umweltschäden, den durchschnittlichen Schadenaufwand erhöhen.
Zur Bewertung dieser Risiken führen wir eine Kumulkontrolle durch, in der durch regelmäßige Erhebungen aus den Datenbankbeständen die genauen Kumulwerte (pro Sparte wie auch spartenübergreifend) ermittelt werden. Diese Werte werden unter Berücksichtigung echter Schadenszenarien der Vergangenheit zu möglichen künftigen Szenarien modelliert (z. B. Sturm, Flut, Erdbeben). Zur Reduktion des Großschadenrisikos wird der entsprechende Rückversicherungsbedarf ermittelt und eingekauft. Durch gute geografische Diversifikation und Zeichnungsverbote für bestimmte Risiken bzw. Regionen wird das Risiko weiter minimiert. Insgesamt ist somit sichergestellt, dass Einzelrisiken sowie Kumulrisiken gleichermaßen beherrscht werden.
Selbstverständlich wird auch die Entwicklung in Untersegmenten analysiert. Beispielsweise liegt ein besonderes Augenmerk auf der Entwicklung der Schadenquoten in der Arzt-Haftpflichtversicherung. Die hier vorliegenden neuen Erkenntnisse ergeben, dass sehr wahrscheinlich ein trendartiger Schadenanstieg in Folge der Veränderung der Rechtslage bzw. im Verhalten der Marktteilnehmer unterstellt werden kann. Die AXA Versicherung hat den Tarif entsprechend angepasst und stellt die betroffenen Versicherungsverträge konsequent auf die neuen Bedingungen und Prämien um. In Abhängigkeit der Reaktion der Mitbewerber am Markt rechnet die AXA Versicherung in diesem Segment mit einem signifikanten Bestandsrückgang.
Zu unserer Risikosteuerungsstrategie gehört die ausgewogene Verteilung von Versicherungsrisiken in unseren Geschäftsfeldern. Es zeigt sich in der Übersicht der gebuchten Beiträge, dass in keiner der von uns betriebenen Sparten eine auffällige Risikokonzentration besteht. Geographisch ist unser Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft auf Deutschland konzentriert.
| (in Mio. Euro) | Gebuchte Beiträge* | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Versicherungszweige | Privatkunden | Industrie- und Firmenkunden | Insgesamt 2009 | Insgesamt: 2008 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Unfall | Brutto | 228,8 | 38,7 | 267,5 | 273,6 |
| Netto | 220,9 | 37,9 | 258,9 | 263,4 | |
| Haftpflicht | Brutto | 192,8 | 462,1 | 654,9 | 654,9 |
| Netto | 192,3 | 440,2 | 632,5 | 620,2 | |
| Kraftfahrt | Brutto | 969,1 | 217,6 | 1.186,7 | 1.214,4 |
| Netto | 302,3 | 197,2 | 499,5 | 547,3 | |
| Sach/Feuer | Brutto | 472,7 | 402,2 | 874,8 | 871,8 |
| Netto | 451,4 | 373,3 | 824,7 | 829,9 | |
| Transport/ Luftfahrt | Brutto | 0,0 | 118,0 | 118,0 | 119,9 |
| Netto | 0,0 | 114,0 | 114,0 | 115,0 | |
| Kredit und Kaution | Brutto | 0,0 | 26,8 | 26,8 | 26,0 |
| Netto | 0,0 | 24,2 | 24,2 | 25,3 | |
| Sonstige | Brutto | 146,6 | 118,3 | 264,9 | 275,8 |
| Netto | 106,3 | 107,3 | 213,6 | 183,8 | |
| Selbst abgeschlossenes Geschäft | Brutto | 2.009,9 | 1.383,7 | 3.393,6 | 3436,4 |
| Netto | 1.273,3 | 1.294,1 | 2.567,4 | 2585,0 | |
| In Rückdeckung übernommenes Geschäft | Brutto | 178,2 | 187,5 | ||
| Netto | 151,7 | 145,0 | |||
| Insgesamt | Brutto | 3.571,8 | 3.623,9 | ||
| Netto | 2.719,1 | 2.730,0 |
* Einbezogene Gesellschaften: AXA Versicherung AG, Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versichernngs-AG, AXA Art Versicherung AG inklusiver Tochtergesellschaften, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamten-Versicherung AG und DBV-WinSelect Versicherung AG. Die Vorjahreswerte sind an das Geschäftsjahr 2009 angepasst. Im Vorjahr waren die AXA Art Tochtergesellschaften in der Darstellung nicht berücksichtigt. Die Darstellung zeigt die Beiträge vor Konsolidierung.
Die Schadenquoten nach Rückversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:
Schadenquote Geschäftsjahr in % der verdienten Beiträge
| 2000* | 2001* | 2002* | 2003* | 2004* | 2005* | 2006* |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 89,9 | 89,8 | 86,0 | 74,4 | 76,5 | 72,1 | 75,8 |
| 2007* | 2008** | 2009** |
|---|---|---|
| 80,9 | 77,4 | 77,8 |
* bis 2003: AXA Versicherung AG ohne AXA "die Alternative".ab 2007: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamten-Versicherung AG und DBV WinSelect Versicherung AG.
** ab 2008: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamten-Versicherung AG und DBV-WinSelect Versicherung AG sowie Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG und AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften. Die Vorjahreswerte sind an das Geschäftsjahr 2009 angepasst. Im Vorjahr waren die Tochtergesellschaften der AXA Art Versicherung AG in der Darstellung nicht berücksichtigt. Die Darstellung zeigt die Beiträge vor Konsolidierung.
Die Schadenstückzahlen sind zu Beginn des Jahres 2009 aufgrund der besonders winterlichen Bedingungen durch Blitzeis- und Leitungswasserschäden gestiegen und erklären den leichten Anstieg der Schadenquote. Die fortgeführten Sanierungsmaßnahmen sowie die Optimierung der Schadenregulierung zeigen dennoch ihre Effekte.
Der Schadenaufwand vor Rückversicherung für das selbst abgeschlossene Geschäft hat sich in den letzten zehn Jahren wie folgt entwickelt:
| Eintrittsjahr* in Mio. Euro |
1999+früher | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 Jahr später | 3.851,0 | 4.049,2 | 4.174,7 | 3.712,2 | 3.472,2 | 3.510,1 |
| 2 Jahre später | 3.600,3 | 3.938,6 | 3.801,7 | 3.490,5 | 3.308,8 | 3.777,5 |
| 3 Jahre später | 3.700,1 | 3.754,8 | 3.733,2 | 3.404,1 | 3.634,0 | 3.751,8 |
| 4 Jahre später | 3.521,5 | 3.696,3 | 3.671,9 | 3.699,7 | 3.592,0 | 3.640,5 |
| 5 Jahre später | 3.460,1 | 3.647,2 | 3.912,1 | 3.666,9 | 3.515,5 | 3.027,5 |
| 6 Jahre später | 3.421,8 | 3.861,8 | 3.885,6 | 3.601,9 | 3.014,7 | |
| 7 Jahre später | 3.609,5 | 3.830,2 | 3.829,0 | 3.182,4 | ||
| 8 Jahre später | 3.599,8 | 3.791,1 | 3.489,1 | |||
| 9 Jahre später | 3.567,5 | 3.497,2 | ||||
| 10 Jahre später | 3.314,8 | |||||
| Aktueller Aufwand | 3.314,8 | 3.497,2 | 3.489,1 | 3.182,4 | 3.014,7 | 3.027,5 |
| Kumulierte Zahlungen | 2.723,9 | 2.779,3 | 2.624,3 | 2.193,7 | 1.889,4 | 1.738,7 |
| Aktuelle Rückstellungen | 590,9 | 717,9 | 864,8 | 988,7 | 1.125,3 | 1.288,8 |
| Eintrittsjahr* in Mio. Euro |
2005 | 2006 | 2007 | 2008 |
|---|---|---|---|---|
| 1 Jahr später | 4.211,9 | 4.425,6 | 4.436,0 | 4.500,1 |
| 2 Jahre später | 3.995,4 | 4.083,0 | 4.065,8 | |
| 3 Jahre später | 3.880,3 | 3.891,0 | ||
| 4 Jahre später | 3.154,5 | |||
| 5 Jahre später | ||||
| 6 Jahre später | ||||
| 7 Jahre später | ||||
| 8 Jahre später | ||||
| 9 Jahre später | ||||
| 10 Jahre später | ||||
| Aktueller Aufwand | 3.154,5 | 3.891,0 | 4.065,8 | 4.500,1 |
| Kumulierte Zahlungen | 1.639,8 | 1.486,7 | 1.214,6 | 881,6 |
| Aktuelle Rückstellungen | 1.514,7 | 2.404,3 | 2.851,2 | 3.618,5 |
* Einbezogene Gesellschaften: AXA Versicherung AG, Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versichernngs-AG, AXA Art inklusive Tochtergesellschaften, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamten-Versicherung AG und DBV-WinSelect Versicherung AG
Reserverisiko
Zur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von der AXA Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet. Das so genannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeter Schäden (Spätschäden). Die Bewertung der künftigen Schadenzahlungen erfolgt anhand einer aktuariellen Schätztechnik, bei der der in der Vergangenheit beobachtete Schadenverlauf herangezogen wird. Großschäden werden separat geschätzt. Mit Hilfe von stochastischen Szenarien erfolgt eine Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treibern.
In der Sparte Arzt-Haftpflichtversicherung haben wir die Schadenreserven weiter gestärkt, da vorliegende neue Erkenntnisse ergeben, dass ein trendartiger Schadenanstieg infolge der Veränderung der Rechtslage bzw. im Verhalten der Marktteilnehmer wahrscheinlich unterstellt werden kann. Gegebenenfalls kann eine weitere zusätzliche Dotierung der Schadenreserven in den Folgejahren erforderlich werden.
Die Abwicklungsergebnisse nach Rückversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:
Abwicklungsergebnis in % der Rückstellung am 1. Januar
| 2000* | 2001* | 2002* | 2003* | 2004* | 2005* | 2006* |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 4,8 | 3,1 | 7,9 | 6,0 | 4,1 | 4,4 | 5,0 |
| 2007* | 2008** | 2009** |
|---|---|---|
| 3,7 | 3,6 | 6,8 |
* bis 2003: AXA Versicherung AG ohne AXA "die Alternative".ab 2007: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamten-Versicherung AG und DBV-WinSelect Versicherung AG.
** ab 2008: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamten-Versicherung AG und DBV-WinSelect Versicherung AG sowie Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG und AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften. Die Vorjahreswerte sind an das Geschäftsjahr 2009 angepasst. Im Vorjahr waren die Tochtergesellschaften der AXA Art Versicherung AG in der Darstellung nicht berücksichtigt.
Zinsgarantierisiko
In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wird für den Sparanteil der Beiträge eine garantierte Zinsleistung zwischen 2,25 % und 3,50 % vereinbart, wobei in der Kundenerwartung keine besondere Verzinsung, sondern alleine die Rückgewähr der gezahlten Beiträge liegt. Dies führt zwar zu einem Zinsgarantierisiko getrieben durch die unbekannte Entwicklung der Marktzinsen. Aufgrund des vergleichsweise geringen Beitragsvolumens und der geringen Erwartung an die Verzinsung dieser Versicherungsart ist das Zinsgarantierisiko von eher untergeordneter Bedeutung.
Lebensversicherung
Der AXA Konzern betreibt im Lebensversicherungsgeschäft hauptsächlich konventionelle und fondsgebundene Kapital-, Risikolebens- und Rentenversicherungen sowie Sterbegeld-, Berufsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen.
Die spezifischen Risiken aus dem Lebensversicherungsgeschäft sind aus Unternehmenssicht biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten sowie Kosten- und Zinsgarantierisiken. Ferner bestehen noch spartenspezifische Risiken aus Rechtssprechung und Gesetzgebung.
Biometrische Risiken
Biometrische Risiken entstehen aus Veränderungen biometrischer Annahmen wie Sterblichkeit und Berufsunfähigkeit. Sinkende Sterblichkeiten, z.B. aufgrund verbesserter medizinischer Versorgung, führen bei Kapital- und Risikoversicherungen zu einer Erhöhung der Marge, andererseits erzwingt dieser Trend bei Rentenversicherungen zusätzliche Leistungen. Eine Erhöhung der Sterblichkeit, etwa hervorgerufen durch Epidemien, hätte wiederum einen gegenläufigen Effekt. Das Risiko in der Berufsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitszusatzversicherung besteht darin, dass sich die Invalidisierungswahrscheinlichkeiten durch Veränderungen der Berufsunfähigkeitsgründe oder die Verstärkung bestehender Ursachen erhöhen. Die Leistungen unterliegen neben medizinischen und juristischen Veränderungen zusätzlich sozialen und konjunkturellen Entwicklungen, die sich als Belastungen oder Entlastungen realisieren können.
Die AXA steuert biometrische Risiken durch ihre Produktgestaltung, Zeichnungspolitik und Rückversicherungsverträge. Im Rahmen des Prozesses zur Gestaltung neuer bzw. Anpassung bestehender Produkte werden Risiken identifiziert, bewertet und es wird, sofern notwendig, eine Anpassung der Produktkalkulation vorgenommen. Durch die Zeichnungspolitik wird eine risikogerechte Tarifierung sichergestellt. Je nach Ergebnis der medizinischen und finanziellen Risikoprüfungen wird dem Kunden nur unter Akzeptanz eines Beitragszuschlages bzw. eines Risikoausschlusses ein Versicherungsvertrag angeboten. Zusätzlich werden bei hohen Einzel- und Kumulrisiken sowie konzernübergreifend bei Katastrophenrisiken RückVersicherungsverträge zur Beschränkung der Leistungsbelastung abgeschlossen. Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen wird das biometrische Risiko durch die Leistungsprüfung auf die vertraglichen Zusagen beschränkt. Hierbei wird zum einen ausführlich geprüft, ob der Leistungsfall eingetreten ist, zum anderen werden Hilfestellungen für eine schnelle Rückkehr des Versicherungsnehmers in das Berufsleben erteilt.
Für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen werden im Wesentlichen die bei Vertragsabschluss aktuellen von der Aufsichtsbehörde bzw. der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) empfohlenen Sterbetafeln verwendet. Alle in den Versicherungsverträgen zugesagten Leistungen werden dem Grundsatz der Vorsicht entsprechend berücksichtigt. Durch regelmäßige Überprüfung der Deckungsrückstellungen wird ein möglicher Anpassungsbedarf frühzeitig erkannt. Mit Ausnahme folgender Teilbestände werden die verwendeten Wahrscheinlichkeitstafeln von der Aufsichtsbehörde und der DAV als ausreichend für die Berechnung der Deckungsrückstellung angesehen. Sie enthalten nach Einschätzung des verantwortlichen Aktuars für die Gesellschaft angemessene Sicherheitsspannen. Für den Bestand an Rentenversicherungen, die nicht nach der aktuellen Sterbetafel DAV 2004 R kalkuliert sind, wurde unter Berücksichtigung der aktuellen Empfehlungen der DAV im Jahr 2008 die Deckungsrückstellungen verstärkt - eine weitere Verstärkung war Ende 2009 nicht erforderlich. Für den kleinen Bestand an Pflegerentenversicherungen, die nicht nach der aktuellen Tafel DAV 2008 P kalkuliert sind, wurde die Deckungsrückstellung entsprechend den Empfehlungen der DAV verstärkt. Die Deckungsrückstellung des Bestands an Berufsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen, die nicht nach den aktuellen Tafeln DAV 1997 I, Tl und Rl kalkuliert wurden, musste nicht weiter gestärkt werden. Die Entwicklung der Sterblichkeit und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten wird auch weiterhin laufend analysiert.
Risiken aus Kundenverhalten
Risiken aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern resultieren vor allem aus dem Stornorisiko und dem Risiko aufgrund des Kapitalwahlrechts bei Rentenversicherungen.
Das Stornorisiko wird vom Verhalten der Versicherungsnehmer beeinflusst, da sie zum Beispiel ihre Beitragszahlung einstellen oder den Vertrag kündigen können. Rationales Verhalten vorausgesetzt, werden Lebensversicherungskunden mit einer Kapital- oder Risikoversicherung, deren Gesundheit sich während der Vertragslaufzeit verschlechtert, mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit kündigen. Hierdurch könnte die Gefahr einer negativen Risikoselektion entstehen. Andererseits kann eine Kapitalmarktentwicklung zu verstärkten Rückkäufen führen, um den ausgezahlten Betrag mit einer höheren Rendite zu reinvestieren. Das sich bei unerwartet hohen Storni ergebende Risiko von Mittelabflüssen kann bei großem Volumen zu Liquiditätsengpässen, einer Beeinträchtigung der Kapitalanlagenstruktur und der Erträge aus den Kapitalanlagen führen.
Die Stornoquoten in der AXA Gruppe und in der Branche werden permanent beobachtet. Insbesondere wird derzeit eine Überwachung des Stornoverhaltens als Folge der Finanzmarktkrise verstärkt durchgeführt. Die Veränderung der Stornoquoten war in der Vergangenheit jedoch begrenzt, so dass das resultierende Risiko als niedrig einzuschätzen ist. Jedoch kann ein höheres oder niedrigeres Storno in realistischem Ausmaß bei den fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen einen Einfluss auf die Jahresergebnisse haben. So erzielen die Lebensversicherungsunternehmen bei fondsgebundenen Lebensund Rentenversicherungen Kostendeckungsbeiträge und Gewinnmargen auch aus der Vergütung von Verwaltungsgebühren der Fondsgesellschaften. Diese sind nur dann ausreichend, wenn sich die Fondsvermögen entsprechend der kalkulierten Bestandsfestigkeit entwickeln. Im Falle eines deutlich erhöhten Stornos könnten sich die Fondsguthaben so verringern, dass die angestrebten Gewinnmargen und Kostendeckungsbeiträge nicht mehr erreicht werden.
Bei anwartschaftlichen Rentenversicherungen hat der Kunde zum Zeitpunkt der Verrentung ein Kapitalwahlrecht. Dieses Risiko wird durch die Produktgestaltung beschränkt. Das angenommene Kundenverhalten wird bei der Verstärkung der Deckungsrückstellung bei Rentenversicherungen mit älteren Rechnungsgrundlagen berücksichtigt. Derzeit wird das Risiko aufgrund des Kapitalwahlrechtes als gering betrachtet. Es könnte aber steigen, falls sich herausstellt, dass sich das Kundenverhalten systematisch ändert. Aus diesem Grund erfolgt eine regelmäßige Überwachung des Kundenverhaltens.
Kostenrisiko
Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten durch die einkalkulierten Kosten dauerhaft nicht finanziert werden können. Die Überwachung des Kostenrisikos erfolgt durch ein umfassendes Kostencontrolling.
Zinsgarantierisiko
Das professionelle Management der Zinsgarantien stellt eine Kernherausforderung im Rahmen des Asset Liability Managements dar. Mit Ausnahme der DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung liegt für alle Lebensgesellschaften die derzeitige Nettoverzinsung der Kapitalanlagen über dem durchschnittlichen Rechnungszins des Bestandes. Die im Rahmen der Unternehmensplanung erwartete durchschnittliche Rendite für die Folgejahre im Sinne von § 5 Abs. 3 der Deckungsrückstellungsverordnung (DeckRV) liegt für alle Gesellschaften darüber. Sollte die künftig erwartete Nettoverzinsung unter den durchschnittlichen Rechnungszins des Bestandes sinken, wäre die Deckungsrückstellung unter Berücksichtigung der künftig erwarteten Nettoverzinsung aufzufüllen. Es wird zunehmend schwieriger einen Nettozins mindestens in Höhe des Rechnungszinses zu erwirtschaften.
Bei fondsgebundenen Versicherungen ohne Garantieteile bemisst sich die Versicherungsleistung an der Entwicklung des zugrundeliegenden Fonds. Hieraus ergibt sich für die Lebensversicherer kein Kapitalanlagerisiko, da die Höhe der Verpflichtung gegenüber den Versicherungsnehmern stets mit dem Wert des Fondsvermögens übereinstimmt. Soweit unsererseits Garantien bei Fondsgebundenen Produkten ausgesprochen wurden, gelten die Aussagen zu Zinsgarantien konventioneller Produkte.
Die folgende Tabelle stellt die Konzentration von versicherungstechnischen Risiken nach Versicherungsarten in Bezug auf Versicherungssummen und Brutto-Deckungsrückstellung dar:
| in Mio. Euro** | Versicherungssummen* | Brutto-Deckungsrückstellung | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Kapitalversicherungen | 42.821 | 45.607 | 19.126 | 19.213 |
| Risikoversicherungen | 7.134 | 7.321 | 69 | 66 |
| Rentenversicherungen | 35.159 | 33.775 | 7.701 | 7.553 |
| Sonstige Einzelversicherungen | 12.951 | 12.655 | 2.067 | 1.515 |
| Kollektivversicherungen | 25.432 | 26.641 | 6.293 | 6.166 |
| Zusatzversicherungen | 90.692 | 93.227 | 1.758 | 1.700 |
| Selbst abgeschlossene Versicherungen | 214.189 | 219.226 | 37.014 | 36.213 |
* bei Rentenversicherungen: zwölffache Jahresrente.
** dargestellte Gesellschaften: AXA Lebensversicherung AG, Deutsche Ärzteversicherung AG und Pro bAV Pensionskasse AG sowie DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG, Winsecura Pensionskasse AG und Rheinisch-Westfälische Sterbekasse AG.
Risiken aus Gesetzesänderungen
Die Deckungsrückstellung eines Versicherungsvertrages muss mindestens der Höhe des Rückkaufswertes entsprechen. Änderungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung, die eine Erhöhung des Rückkaufswertes bewirken, führen daher auch zu einer Erhöhung der Deckungsrückstellung für den betroffenen (Teil-) Bestand. So ist nicht auszuschließen, dass sich aus Gesetzgebung und Rechtsprechung eine extensive Interpretation der vom Bundesgerichtshof zu den Rückkaufswerten am 12. Oktober 2005 und 26. September 2007 ergangenen Urteile entwickeln könnte, woraus zusätzliche, bisher nicht berücksichtigte Leistungen resultieren würden. Für möglicherweise sich hieraus ergebende Aufwendungen wurden bei der DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung unter Abschätzung der Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme angemessene Rückstellungen gebildet. Für die Deutsche Ärzteversicherung sowie der AXA Lebensversicherung wird die Bildung gesonderter Rückstellungen geprüft.
Durch eine Entscheidung des Landesarbeitsgerichtes München vom 15. März 2007 wurde eine Diskussion über die in der Kalkulation betrieblicher Altersvorsorgeprodukte angewandten marktüblichen Verrechnungsverfahren von Abschlusskosten ausgelöst. Das Landesarbeitsgericht Köln hat am 13. August 2008 gegenteilig entschieden. Gegen dieses Urteil wurde Revision eingelegt. Vor diesem Hintergrund sowie unter Berücksichtigung unserer ohnehin vorhandenen Produkthaftung hatten wir in den Jahren 2007 und 2008 eine Garantieerklärung für die jeweils aktuelle Produktpalette abgegeben. Durch diese Erklärung werden die Arbeitgeber von allen Zahlungen freigestellt, falls sie aufgrund einer Entgeltumwandlung im Rahmen unserer Produkte der aktuellen Tarifgeneration im Wege der Klage eines/einer ausgeschiedenen Arbeitnehmers/ Arbeitnehmerin zur Auffüllung des Rückkaufswertes gerichtlich verurteilt werden. Dies erfolgt jedoch nur unter der Voraussetzung, dass die aktuellen Antragsformulare und Entgeltumwandlungsvereinbarungen verwendet werden, die den/die Arbeitnehmer/ Arbeitnehmerin umfassend darüber aufklärt, welche Auswirkungen die in seiner/ihrer Lebensversicherung vorgesehene Abschlusskostenverrechnung auf die Höhe des Rückkaufswertes hat, und diese Beratung entsprechend protokolliert wird. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat nun mit dem Urteil vom 15. September 2009 abschließend festgestellt, dass die Verteilung von Abschlusskosten über fünf Jahre zulässig ist. Eine Haftung könnte sich daher für uns nur aus den in 2007 abgegebenen Freistellungserklärungen bis längstens 2011 ergeben. Auch bei Verwendung voll gezillmerter Tarife liegt kein Verstoß gegen die Wertgleichheit vor. Es kann jedoch eine unangemessene Benachteiligung i.S.d. § 307 BGB vorliegen. Hieraus käme ein Anspruch des Arbeitnehmers gegen den Arbeitgeber auf eine höhere Versorgung in Betracht.
Mögliche anderslautende gerichtliche Einschätzungen unserer Umsetzung der VVG Reform könnten rückwirkende Auswirkungen auf unsere Leistungsverpflichtungen haben.
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 29. Juli 2009 ein Urteil zu einer Ratenzahlungsvereinbarung in einem Altersvorsorgevertrag erlassen. Es handelte sich dabei um ein wettbewerbsrechtliches Verfahren zu der Frage, ob der Versicherer sich auf eine bestimmte Klausel zu Ratenzahlungszuschlägen berufen darf, wenn der effektive Jahreszins nicht ausgewiesen wird. Das Urteil lässt die relevanten Fragen offen, da es sich lediglich um ein Anerkenntnisurteil und damit nicht um eine Grundsatzentscheidung handelt. Darüber hinaus liegen keine Urteilsgründe vor. Wie die im Verfahren aufgeworfenen Fragen letztendlich zu beurteilen sind, kann nur ein weiteres höchstrichterliches Urteil zeigen. Welche Entscheidung zu erwarten ist, kann nicht vorhergesagt werden.
Krankenversicherung
Die AXA Krankenversicherung betreibt insbesondere die Krankenvollversicherung sowie die Pflegeversicherung und verschiedene Arten der Zusatzversicherung für Angestellte und Beihilfeempfänger.
Die primären versicherungstechnischen Risiken aus dem Krankenversicherungsgeschäft sind Krankheitskosten-/Leistungsrisiken, biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten und Reserverisiken. Ferner bestehen noch Zinsgarantierisiken sowie Risiken aus der Gesundheitsreform.
Versicherungstechnische Risiken können dazu führen, dass die zu zahlenden Leistungen und Kosten nicht mehr aus den Beitragseinnahmen, den Anlageerträgen und der planmäßigen Auflösung der Alterungsrückstellung finanziert werden können. Ein mindestens jährlich durchzuführender, gesetzlich vorgeschriebener Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Leistungen ermöglicht jedoch ein zeitnahes Erkennen von Abweichungen in den erwarteten Leistungen. Bei Bedarf erfolgt eine Beitragsanpassung. Bei der hierfür notwendigen Neukalkulation werden sämtliche Rechnungsgrundlagen überprüft und gegebenenfalls angepasst. Zusätzlich bestehen für den Versicherungsbestand der Krankenversicherung Zeichnungsrichtlinien, um Deckungszusagen nur zu risikogerechten Beiträgen zu geben. Darüber hinaus enthalten viele Tarife Selbstbehalte zur Steuerung der Leistungsinanspruchnahme. Trotz aller Maßnahmen lassen sich versicherungstechnische Risiken jedoch nicht vollständig vermeiden.
Krankheitskosten-/Leistungsrisiken
Unter dem Krankheitskosten-/Leistungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen Krankheits- und Pflegekosten die erwarteten, in dem Beitrag berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Im Falle eines kurzfristigen Anstiegs der Krankheits- und Pflegekosten über den kalkulierten Rahmen oder einer Pandemie kann auf die unerwartete Leistungserhöhung ggf. erst mit einer zeitlichen Verzögerung durch eine Beitragsanpassung reagiert werden. Ursachen für solche Leitungsanstiege können nach unserer Erfahrung weitere medizinische Fortschritte in Verbindung mit teueren medizinischen Einrichtungen oder die Entwicklung neuer teurer Medikamente verbunden mit einer Kosteninflation im Gesundheitswesen sein.
Biometrische Risiken
Biometrische Risiken entstehen in der Krankenversicherung aus einer sinkenden Sterblichkeit, wodurch mit einer Erhöhung der Versicherungsleistungen zu rechnen ist. Die Sterbetafeln werden jährlich von der Deutschen Aktuarvereinigung auf ausreichende Sicherheit überprüft. Soweit sich ein Aktualisierungsbedarf ergibt, verwenden wir die neuen Werte unverzüglich bei der Kalkulation neuer Tarife bzw. von Beitragsanpassungen.
Risiken aus Kundenverhalten
Ein Risiko aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern stellt insbesondere das Stornorisiko dar. Die in der Tarifierung angesetzten Stornowahrscheinlichkeiten basieren sowohl auf eigenen als auch auf Verbandserfahrungen und sind aktuariell ausreichend vorsichtig bemessen. Die Stornoquoten bei der AXA Krankenversicherung und in der Branche werden permanent beobachtet, so dass frühzeitig eine Veränderung erkannt und gegebenenfalls in Beitragsanpassungen und Neukalkulationen berücksichtigt wird. Darüber hinaus treten Risiken im Kundenverhalten derzeit in Zusammenhang mit der Gesundheitsreform auf (siehe Kapitel "Gesundheitsreform").
Reserverisiken
Zur Abdeckung zukünftiger Krankheitskosten-/Leistungszahlungen sind Alterungsrückstellungen zu bilden. Die Höhe der Zahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, insbesondere aufgrund steigender Krankheitskosten-/Leistungszahlungen und einer sinkenden Sterblichkeit, deren Veränderung aufgrund der regelmäßigen Überprüfung jedoch in den letzten Jahren nicht mehr so gravierend war wie in früheren Jahren. Definitiv schon feststehende medizinische Entwicklungen sind jedoch in der Alterungsrückstellung schon in dem Augenblick eingepreist, in dem sie in den Beiträgen berücksichtigt sind (Kalkulationsverordnung). Insgesamt ist das Reserverisiko als gering einzuschätzen, da durch regelmäßige Beitragsanpassungen der Leistungsbedarf aktualisiert wird. Zusätzlich zum bestehenden Verfahren der jährlichen Leistungsüberprüfung hat der Gesetzgeber eine gesonderte Überprüfung der verwendeten Sterbetafeln vorgeschrieben, wodurch eine vollständige Überprüfung aller Rechnungsgrundlagen ausgelöst wird, wenn die eingerechneten Sterbetafeln keine ausreichende Sicherheit mehr bieten. Als Berechnungsgrundlagen für die Alterungsrückstellung dienten die Sterbetafeln PKV 2001, PKV 2004, PKV 2007, PKV 2008, PKV 2009 und PKV 2010. Die Alterungsrückstellung wurde entspre-chend den Vorschriften in den technischen Berechnungsgrundlagen ermittelt. Diese wurden für alle Tarife von einem unabhängigen Treuhänder geprüft und der Aufsichtsbehörde vorgelegt.
Zinsgarantierisiko
Der Alterungsrückstellung werden jährlich Zinserträge zugeführt, wobei der Zinssatz gesetzlich auf 3,5 % begrenzt ist. Mit diesem Zinssatz erfolgt die Verzinsung der gesamten Alterungsrückstellung der AXA Krankenversicherung. Die aktuelle Nettoverzinsung der AXA Krankenversicherung von 2,8 % liegt 20 % darunter, begründet in höheren Abschreibungen auf Wertpapieren und Verlusten aus dem Abgang von Wertpapieren in Folge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Die zukünftige Zinserwartung, die mithilfe des aktuariellen Unternehmenszinses (AUZ) nach einem brancheneinheitlichen Verfahren unternehmensindividuell ermittelt wird, liegt dagegen so hoch, dass wir erwarten, den Höchstrechnungszinssatz von 3,5 % in den kommenden Jahren mit hinreichend hoher Wahrscheinlichkeit erwirtschaften zu können. Bei dem AUZ handelt es sich um ein mit der Deutschen Aktuarvereinigung und der Aufsichtsbehörde abgestimmtes Verfahren zur Zinsprojektion, das auf Basis der Vorjahresergebnisse und offiziellen, durch die Bundesbank veröffentlichten Zinskurven für Neuanlagen die Zinserwartungen für das übernächste Jahr schätzt. Sofern dabei die Grenze von 3,7 % überschritten wird, akzeptiert die Aufsichtsbehörde (BaFin) ohne weitere Nachweise die Beibehaltung des Rechnungszinses von 3,5 %. Zwar sind aktuell die Zinsen auf den Kapitalmärkten niedrig, doch zielen unsere nachhaltige Kapitalanlagepolitik sowie Absicherungsmaßnahmen darauf ab, auch zukünftig die Einhaltung des AUZ Kriteriums sicherzustellen.
Risikoverteilung nach Versicherungsarten
Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung der Beiträge und der Anzahl der Versicherten nach Versicherungsarten:
| in Mio. Euro | Gebuchte Bruttobeiträge | Anzahl der versicherten natürlichen | ||
|---|---|---|---|---|
| (in Mio Euro) | Personen (in Tausend) | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Krankheitskostenvollversicherungen | 1745,8 | 1.641,4 | 724,7 | 706,6 |
| Krankentagegeldversicherungen | 79,9 | 85,1 | 212,1 | 213,4 |
| Krankenhaustagegeldversicherungen | 38,6 | 39,2 | 462,0 | 464,3 |
| Krankheitskostenteilversicherungen | 121,9 | 120,8 | 478,5 | 471,7 |
| Pflegepflichtversicherungen | 164,2 | 157,8 | 784,8 | 768,0 |
| Ergänzende Pflegezusatzversicherung | 34,0 | 31,0 | 113,6 | 108,5 |
| Sonstige Versicherungen | 14,3 | 15,5 | 0,8 | 0,8 |
| Selbst abgeschlossene Versicherungen | 2.198,7 | 2.090,8 | 1439,6 | 1.429,4 |
Gesundheitsreform
Die als Wettbewerbsstärkungsgesetz bezeichnete Gesundheitsreform birgt für die private Krankenversicherung weiterhin Risiken. Der Basistarif beinhaltet versicherungsfremde Elemente wie Kontrahierungszwang, Verbot von Risikozuschlägen und Höchstbeiträge, die von den PKV-Kunden der anderen Tarife oder innerhalb der Basistarifversicherten aller PKV-Unternehmen subventioniert werden müssen. Zudem können sich seit dem 1. Januar 2009 NichtVersicherte, die dem PKV-System zuzuordnen sind, im Basistarif versichern. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass überwiegend Personen mit vorhandenen oder akuten Erkrankungen und überdurchschnittlich schlechter Zahlungsmoral auf diese Weise in das PKV-System zurückkehren. Hier werden die nicht gedeckten Kosten auf alle PKV-Unternehmen verteilt.
Das Ausmaß des Subventionsbedarfs und der dafür zusätzlich erforderlichen Beitragsanpassung ist weiterhin nicht solide vorhersehbar. Daher kann auch noch nicht die Auswirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung eingeschätzt werden.
Ein weiters Risiko für die gesamte PKV-Branche besteht in den Wahltarifen, die der Gesetzgeber den Krankenkassen als Möglichkeit eingeräumt hat.
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft
Die fälligen Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern (insbesondere Beitragsforderungen) sowie die Ansprüche gegenüber Versicherungsvermittlern (vor allem aus Provisionsrückforderungen) betrugen zum Bilanzstichtag 388 Mio. Euro (ohne noch nicht verdiente Provisionen aus dem Geschäft mit fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen). Davon entfielen 45 Mio. Euro auf Forderungen, die älter als 90 Tage sind. Zur Risikovorsorge wurden die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen an Kunden und Vermittler um Wertberichtigungen von 27 Mio. Euro vermindert. Diese wurden anhand der Mahnstufen ermittelt.
Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern werden durch ein IT-unterstütztes Inkasso- und Mahnsystem gesteuert. Zeitnahe Provisionsabrechnungen stellen sicher, dass Provisionsrückforderungen an Versicherungsvermittler kurzfristig ausgeglichen werden.
Der Rückversicherer für unsere wichtigsten obligatorischen RückVersicherungsverträge ist die AXA Versicherung AG, die diese Verträge wiederum komplett in ihre eigenen RückVersicherungsverträge implementiert und anschließend an die französische Gruppengesellschaft AXA Cessions retrozediert. Die AXA Cessions platziert diese Verträge teilweise am internationalen Rückversicherungsmarkt und teilweise innerhalb der AXA Gruppe. Sowohl bei der über die AXA Cessions retrozedierten Vertragsrückversicherung als auch bei der direkt von uns abgegebenen fakultativen und vertraglichen Rückversicherung wird nur mit erstklassigen Rückversicherern zusammengearbeitet. Grundlage hierfür sind Richtlinien für die Auswahl der Rückversicherer sowie eine von der AXA Cessions permanent aktualisierte Bonitätsliste, basierend auf den Ratings renommierter Ratingagenturen. Bei der Rückversicherung von langfristigen Verbindlichkeiten gelten dabei besonders hohe Anforderungen an die finanzielle Ausstattung der Rückversicherungspartner. Zusätzlich wird das Ausfallrisiko durch regelmäßige Überwachung der Kreditqualität der Rückversicherer und ein zeitnahes Inkasso reduziert.
Rechtliche Risiken und Garantierisiken
Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft haben wir uns für den Fall, dass eines der übrigen Poolmitglieder ausfällt, verpflichtet, dessen Leistungsverpflichtungen im Rahmen der quotenmäßigen Beteiligung zu übernehmen. Bei den beendeten Mitgliedschaften der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft, beim Deutschen Luftpool und bei der Continentale Valoren-Versicherungs-Gemeinschaft trifft dies nur noch für die Abwicklung früherer Jahre zu.
Zum Schutz der Ansprüche aus Versicherungsverträgen im Fall einer Unternehmenskrise sind Lebens- und Krankenversicherer zur Mitgliedschaft in einem Sicherungsfonds gesetzlich verpflichtet. Für die Lebensversicherer erhebt der Sicherungsfonds auf der Grundlage der Sicherungsfonds-Finanzierungs-Verordnung (Leben) jährliche Beiträge von maximal 0,2 ‰ der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen, bis ein Sicherungsvermögen von 1 ‰ der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen aufgebaut ist. Für die Lebensversicherer des Konzerns und die Pensionskasse des Konzerns ergeben sich hieraus keine zukünftigen Verpflichtungen.
Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1 ‰ der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen erheben; dies entspricht einer Verpflichtung von 46 Mio. Euro 2008: 37 Mio. Euro). Sofern die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen, haben sich die teilnehmenden Versicherungsunternehmen verpflichtet, dem Sicherungsfond oder alternativ der Protektor Lebensversicherungs-AG weitere finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Verpflichtung beträgt 1 % der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen unter Anrechnung der zu diesem Zeitpunkt bereits an den Sicherungsfonds geleisteten Beiträge. Unter Einschluss der oben genannten EinZahlungsverpflichtungen aus den Beitragszahlungen an den Sicherungsfonds beträgt die Gesamtverpflichtung zum Bilanzstichtag 415 Mio. Euro (2008: 331 Mio. Euro).
Die AXA Krankenversicherung AG ist nach §§ 124 ff. VAG - über die Mitgliedschaft im Verband der privaten Krankenversicherung e.V. - dem gesetzlichen Sicherungsfonds für Krankenversicherungsunternehmen angeschlossen. Inzwischen wurde die Auffanggesellschaft Medicator AG gegründet, der das Bundesministerium für Finanzen mit Verordnung vom 11. Mai 2006 die Aufgaben und Befugnisse eines Sicherungsfonds für Krankenversicherungsunternehmen übertragen hat. Im Krisenfall ist die AXA Krankenversicherung AG verpflichtet, der Medicator AG die erforderlichen Mittel bis zur Höhe von maximal 2 ‰ der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen zur Erfüllung ihrer Aufgaben zur Verfügung zu stellen. Im Geschäftjahr würde das einem Betrag in Höhe von 20 Mio. EUR (2008: 18 Mio. Euro) entsprechen.
Für die AXA Bank AG wurde gemäß § 5 Abs. 10 des Statuts des Einlagensicherungsfonds seitens der AXA Konzern AG sowie der AXA, Paris, eine so genannte Freistellungserklärung gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin, abgegeben. Die Freistellungserklärung dient zur vorsorglichen Absicherung für den eventuellen Fall einer zugunsten der Bank erfolgten Hilfestellung, falls diese wegen entstandener Verluste erforderlich sein sollte. Die Freistellung ist auf die Einlagen der Kunden bei der AXA Bank AG begrenzt, die zum Bilantstichtag 863 Mio Euro (2008: 1.113 Mio. Euro) betrugen.
Mit der Nordstern Allgemeine Versicherungs-AG, die 1999 durch die Verschmelzung mit der AXA Versicherung AG erloschen ist, bestand seit 1994 ein Beherrschungsvertrag. Die Angemessenheit der aufgrund des Beherrschungsvertrages den außen stehenden Aktionären der Nordstern Allgemeine Versicherungs-AG zustehenden Abfindungen und Ausgleichszahlungen wird in einem Spruchstellenverfahren gemäß § 306 AktG überprüft, das beim Oberlandesgericht Düsseldorf anhängig ist. Im November 1999 haben mehrere außen stehende Aktionäre der Albingia Versicherungs-AG gemäß § 306 AktG ein weiteres Spruchstellenverfahren beim Landgericht Hamburg beantragt, in dem die Angemessenheit der den außen stehenden Aktionären nach dem Beherrschungsvertrag zu gewährenden Abfindung und Ausgleichszahlung überprüft wird.
Im Jahr 2002 wurde ein weiteres Spruchstellenverfahren von mehreren außen stehenden Aktionären der AXA Versicherung AG beim Landgericht Köln gemäß § 306 AktG in die Wege geleitet, um die Angemessenheit der den außen stehenden Aktionären nach dem 2000 abgeschlossenen Beherrschungsvertrag zu gewährenden Abfindung und Ausgleichszahlung zu überprüfen. Außenstehende Aktionäre der AXA Versicherung AG haben darüber hinaus im Jahr 2005 weitere Spruchstellenverfahren beim Landgericht Köln eingeleitet. In ihnen sollen die Barabfindungsangebote und Ausgleichzahlungen aus dem im Jahr 2005 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag mit der AXA Konzern AG sowie die Barabfindungsangebote überprüft werden, die aus der Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die AXA Konzern AG resultieren.
In 2007 wurden weitere Spruchstellenverfahren von mehreren außen stehenden Aktionären der AXA Lebensversicherung AG und der Deutsche Ärzteversicherung AG beim Landgericht Köln gemäß § 306 AktG in die Wege geleitet, um die Barabfindungsangebote zu überprüfen, die aus der am 5. Juli 2007 wirksam gewordenen Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die AXA Konzern AG resultierten. Ferner haben mehrere Aktionäre der AXA Konzern AG ein Spruchstellenverfharen beim Landgericht Köln zur Überprüfung der Angemessenheit des Barabfindungsangebotes, das aus der ebenfalls am 5. Juli 2007 wirksam gewordenen Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der AXA Konzern AG auf die AXA, Paris, resultierte, eingeleitet.
In 2008 wurde von mehreren außenstehenden Aktionären der DBV Holding AG ein Spruchstellenverfahren gem. § 306 AktG beim Landgericht Frankfurt in die Wege geleitet, in dem die Angemessenheit der den außenstehenden Aktionären zu gewährenden Barabfindung und Ausgleichszahlung aus dem mit der WinCom Versicherungs-Holding abgeschlossenen Beherrschungsvertrag überprüft werden sollte. Das Landgericht Frankfurt hat gem. Beschluss vom 11. Mai 2010 diese Anträge zurückgewiesen. Gegen diesen Beschluss haben mehrere Aktionäre sofortige Beschwerde eingereicht.
In 2009 wurde von mehreren außenstehenden Aktionären der DBV Holding AG ein Spruchstellenverfahren beim Landgericht Frankfurt gem. § 306 AktG in die Wege geleitet, um die Barabfindungsansprüche aus der am 09. April 2009 wirksam gewordenen Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der DBV Holding AG auf die AXA Konzern AG zu überprüfen.
Die auf die AXA Lebensversicherung AG verschmolzene Nordstern Lebensversicherung AG wurde zusammen mit zahlreichen anderen europäischen Versicherungsgesellschaften vor einem Bundesgericht in New York von Opfern des Holocaust und ihren Erben verklagt. Mit diesen Sammelklagen fordern die Kläger Entschädigungen für angeblich nicht ausgezahlte Versicherungsleistungen. Das Gericht hat diese Klagen am 8. Dezember 2000 abgewiesen. Eine Entschädigung von moralischen Ansprüchen der Opfer und ihrer Erben erfolgt über die Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft, der der AXA-Konzern beigetreten ist.
Das Landesarbeitsgericht München hat am 15. März 2007 rechtskräftig entschieden, Entgeltumwandlungsvereinbarungen seien wegen Verletzung des gesetzlichen Wertgleichheitsgebotes unwirksam, wenn der Arbeitslohn in gezillmerte Tarife der betrieblichen Altersversorgung investiert wird. Das Bundesarbeitsgericht hat diese Ansicht in seinem Urteil vom 15. September 2009 (Az. 3 AZR 17/09) nicht bestätigt. Danach verstoßen gezillmerte Tarife bei Entgeltumwandlung nicht gegen das Wertgleichheitsgebot. Ein vollständiger Ausschluss der Haftung des Arbeitgebers bei Verwendung voll gezillmerter Verträge kann aber laut Urteilsbegründung des BAG nicht gewährleistet werden, da der Einsatz solcher Tarife eine unangemessene Benachteiligung darstellen kann. Es wird aber als angemessen erachtet, wenn die Abschluss- und Vertriebskosten auf die ersten fünf Jahre verteilt werden, da dieses Vorgehen auch im Gesetz über die Zertifizierung von Altersvorsorgeverträgen (AltZertG) und seit 2008 auch im VVG vorgeschrieben wird. Aufgrund der zuvor unklaren Rechtslage hatten wir in den Jahren 2007 und 2008 eine Garantieerklärung für die jeweils aktuelle Produktpalette abgegeben. Hierdurch werden die Arbeitgeber unter bestimmten Voraussetzungen von Zahlungen freigestellt, zu denen sie aufgrund der Klage eines ausgeschiedenen Arbeitnehmers zur Auffüllung des Rückkaufwertes gerichtlich verurteilt werden sollten. Da wir ab 2008 aufgrund neuer gesetzlicher Vorschriften ohnehin eine Abschlusskostenverteilung auf fünf Jahre vorgenommen haben, könnte sich eine Haftung für uns nur aus den in 2007 abgegebenen Freistellungserklärungen bis längstens 2011 ergeben.
Von der Bildung einer Rückstellung konnten wir Abstand nehmen, weil es aufgrund der im Geschäftsverlauf zu beobachtenden Stornowahrscheinlichkeiten, der nun oberstgerichtlich festgestellten Rechtslage und der die Haftungsübernahme erheblich konditionierenden Voraussetzungen unwahrscheinlich ist, dass wir aus dieser Haftungsfreistellung in Anspruch genommen werden. Bisher wurden wir nicht in Anspruch genommen.
Es bestehen Verpflichtungen aus gesamtschuldnerischer Haftung der Konzerngesellschaften für einen Barkredit in Höhe von 25 Mio. Euro (2008: 25 Mio. Euro) sowie für einen Avalkredit in Höhe von 1 Mio. Euro (2008: 1 Mio. Euro).
Zugunsten der Deutsche Ärzteversicherung AG waren Wertpapiere mit einem Nominalwert von 6 Mio. Euro (2008: 18,8 Mio. Euro) verpfändet.
Weiter bestanden Bankbürgschaften in Höhe von 2 Mio. Euro (2008: 1 Mio. Euro) und Patronatserklärungen über 7,5 Mio. Euro (2008: 12,5 Mio. Euro) im Zusammenhang mit der Gewährung von Schuldscheindarlehen.
Staatsanleihen in Höhe von 227 Mio. Euro (2008: 346 Mio. Euro) wurden zugunsten des Kontrahenten als Sicherheit für die negativen Marktwerte der Bespoke Swaps verpfändet.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Am 27. April 2010 wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2010 die AXA Service AG auf die AXA Konzern AG verschmolzen. Weiter ist geplant, die BVS Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln auf die DBV Holding AG, Wiesbaden zu verschmelzen.
30. Juni 2010
AXA Konzern AG
Der Vorstand
Dr. Keuper
Hanssmann
Dr. Hofmann
Nießen
Dr. Dahmen
Gerber
Dr. Schwering
Wieland
Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der AXA Konzern Aktiengesellschaft, Köln, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 8. Juli 2010
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Alexander Hofmann , Wirtschaftsprüfer
ppa. Dr. David F. Bacher, Wirtschaftsprüfer