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AXA — Annual Report 2009
Jul 5, 2010
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Annual Report
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Publication

AXA Konzern AG
Köln
Geschäftsbericht 2009
Inhalt
| Lagebericht | Marktentwicklung |
| Integration der DBV-Winterthur | |
| Geschäftsentwicklung, Geschäftsergebnis und Ertragslage | |
| Finanz- und Vermögenslage | |
| Personal und Soziales | |
| Risiken der zukünftigen Entwicklung | |
| Ausblick und Chancen | |
| Ereignisse nach dem Bilanzstichtag | |
| Beziehungen zu verbundenen Unternehmen | |
| Gewinnverwendungsvorschlag | |
| Bericht des Aufsichtsrates | |
| Jahresabschluss | Bilanz zum 31. Dezember 2009 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | |
| Anhang | |
| Aufsichtsrat | |
| Vorstand | |
| Sonstige Erläuterungen und Angaben | |
| Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers |
Lagebericht
Für AXA Deutschland nimmt die AXA Konzern AG die Leitungs- und Steuerungsfunktion wahr.
Sie hält direkte und indirekte Mehrheitsbeteiligungen insbesondere an folgenden Gesellschaften:
| AXA Versicherung AG | |
| AXA Lebensversicherung AG | |
| AXA Krankenversicherung AG | |
| Deutsche Ärzteversicherung AG | |
| Pro bAV Pensionskasse AG | |
| AXA Art Versicherung AG | |
| AXA Bank AG | |
| DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG | |
| DBV Deutsche Beamtenversicherung AG | |
| Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG | |
| Winsecura Pensionskasse AG |
Es handelt sich bei diesen Beteiligungen überwiegend um Beteiligungen an Versicherungsunternehmen, die in den Sparten Leben, Kranken und Schaden und Unfall aktiv sind. Aus diesem Grunde sind die für die AXA Konzern AG relevanten Märkte im Wesentlichen die Versicherungsmärkte.
Marktentwicklung
Das Geschäftsjahr 2009 war geprägt von den weltweit anhaltenden Turbulenzen an den Finanzmärkten und der wirtschaftlichen Rezession. Die internationale Immobilien- und Bankenkrise hat die Realwirtschaft nach dem im Winterhalbjahr 2008/2009 stattgefundenen Einbruch endgültig erreicht. Als Indikator für die gesamtwirtschaftliche Leistung einer Nation spiegelt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) diese Entwicklung wider. Gegenüber dem Vorjahr hat sich das BIP nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes von Januar 2010 um 5 % verringert, womit das Jahr 2009 für die Wirtschaft das schwächste seit der Nachkriegszeit war. Ein Faktor für diese Entwicklung ist der herbe Rückgang der Exportleistung deutscher Unternehmen. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Exporte preisbereinigt um 14,7 %.
Insolvenzen namhafter und traditionsreicher Unternehmen, bedeutende Fusionen in sämtlichen Geschäftsbranchen sowie Staatshilfe für strauchelnde Unternehmen bestimmten das globale Wirtschaftsbild. Obwohl die Talfahrt an den Kapitalmärkten abgeklungen schien und sich in einen Aufschwung beträchtlichen Ausmaßes gewandelt hatte, wird das Jahr 2009 für viele Wirtschaftsbereiche als eines der schwierigsten in Erinnerung bleiben. So konnten im zweiten Quartal zwar einige Staaten für die Industrie und Wirtschaft wieder positive Wachstumsraten vorweisen, doch waren in Deutschland Kosteneinsparungen, Umstrukturierungen und Kurzarbeit vorerst für viele Unternehmen der einzig mögliche Weg zur Stabilisierung und Sicherstellung ihres Geschäftsfeldes. Der Deutsche Rettungsfonds hatte maßgeblichen Anteil an der Stabilisierung bestimmter Branchen und konnte gerade in der Automobilindustrie durch die staatliche Subventionierung des Neuerwerbs (Abwrackprämie) den Absatzeinbrüchen innerhalb der Branche sowie eines gesamten Industriezweigs entgegenwirken.
Die noch für 2008 zu verzeichnende positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wurde durch die anhaltende Schieflage deutscher Unternehmen im Jahr 2009 weiter unter Druck gesetzt. Vor dem Hintergrund des Einbruchs der Wirtschaftsleistung ist die Erwerbslosenquote im Vergleich zum Vorjahr zwar um 0,4 Prozentpunkte auf 7,6 % gestiegen. Durch Zunahme von Kurzarbeit, Abbau von Überstunden und weitere Maßnahmen konnten die zu erwartenden Beschäftigungsverluste aber zumindest vorübergehend begrenzt werden.
Ein enormer Aufschwung war hingegen für Rohstoffe und Aktien an den weltweiten Finanzmärkten zu verzeichnen. So stieg der deutsche Aktienindex (DAX) im Jahresverlauf 2009 um etwa 1.400 Punkte und näherte sich zum Jahresende somit wieder der Marke von 6.000 Punkten. Diese Entwicklung muss jedoch intensiv beobachtet werden, da dies keinesfalls als ein Indiz für den Scheitelpunkt der Finanzmarktkrise gesehen werden kann.
Nach dem Absturz des Ölpreises Ende 2008 verzeichneten die Rohstoffmärkte ein stetiges Wachstum. Bedingt durch die Verunsicherung bei den Anlegern und der volatilen Finanzmärkte wurden Gold und Platin intensiv gehandelt, konnten gar Rekordwerte an den Handelsplätzen erzielen und wurden zu einer bevorzugten Option bei der Geldanlage.
Die deutsche Versicherungsbranche hat sich im zweiten Krisenjahr erneut als stabiler Faktor bewiesen. Zwar litt die Branche ebenfalls unter den Auswirkungen der Finanzmarktkrise, jedoch ist sie aufgrund ihres Geschäftsmodells nicht so sehr betroffen wie andere Finanzdienstleister. So meldete der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) für das abgelaufene Geschäftjahr 2009 ein Beitragsplus gegenüber dem Vorjahr von 3,1 % (2008: 1,0 %) auf 169,6 Mrd. Euro. Die Versicherungsleistungen der deutschen Erstversicherer stiegen im Jahr 2009 um 2,0 % (2008: 5,4 %) auf 136,9 Mrd. Euro. Diese Entwicklung verdeutlicht den hohen Stellenwert und die Notwendigkeit der Versicherungswirtschaft für die Sicherheit und Vorsorge der Bundesbürger.
Integration der DBV-Wintherthur
Die Integration der DBV-Winterthur in den AXA Konzern ist auch im Geschäftsjahr 2009 planmäßig fortgeführt worden. Die Migration der Datenverarbeitungssysteme von AXA und DBV-Winterthur wurde erfolgreich abgeschlossen. Weiterhin wurden in 2009 als weitere operative Einheiten die DBV-Winterthur Versicherung AG und die DBV-WinSelect Versicherung AG auf die AXA Versicherung AG verschmolzen.
Geschäftsentwicklung, Geschäftsergebnis und Ertragslage
Der Jahresüberschuss unserer Gesellschaft stieg im Vergleich zum Vorjahr um 43,6 Mio. Euro auf 282,1 Mio. Euro. Wesentlich für diesen Anstieg sind die Ergebnisbeiträge der Beteiligungsgesellschaften. Der Jahresüberschuss der größten Konzerngesellschaft AXA Versicherung in Höhe von 293,6 Mio. Euro (2008: 212,1 Mio. Euro – vor Verschmelzung mit DBV-Winterthur Versicherung AG und die DBV-WinSelect Versicherung AG) wurde im Wege des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an unsere Gesellschaft ausgeschüttet. Die Ergebnisverbesserung der AXA Versicherung in Höhe von 81,5 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf die geringeren Abschreibungen auf Kapitalanlagen (77,0 Mio. Euro) zurückzuführen.
Bei den anderen Konzerngesellschaften musste ein Rückgang um 2,9 Mio. Euro auf 32,9 Mio. Euro verzeichnet werden. Den größten Beitrag konnte die AXA Art Versicherung mit 13,8 Mio. Euro beisteuern, deren abgeführtes Ergebnis um 5,3 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr zurückging. Hingegen stiegen insbesondere bei AXA Investment Managers S.A., Paris, die Ergebnisse um 5,5 Mio. Euro und bei der Deutsche Ärzte Finanz- und Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln, um 4,0 Mio. Euro. Bei der AXA Krankenversicherung, die in 2008 mit der DBV-Winterthur Krankenversicherung AG, Wiesbaden, verschmolzen wurde, ist ein Ergebnisabführungsvertrag mit der DBV Holding AG, Wiesbaden, geschlossen worden, so dass keine Dividendenerträge mehr an unsere Gesellschaft ausgeschüttet werden (-8,4 Mio. Euro).
Die sonstigen betrieblichen Erträge unserer Gesellschaft sanken im Vergleich zum Vorjahr um 71,0 Mio. Euro auf 87,9 Mio. Euro. Dies resultierte im Wesentlichen aus im Vorjahr erzielten Verkaufserlösen für Anteile an AXA Investment Managers S.A., Paris (-35,8 Mio. Euro) und verminderter außerordentlicher Erträge aus Beteiligungen (-26,9 Mio. Euro). Die Dienstleistungserträge verminderten sich um 4,2 Mio. Euro auf 74,6 Mio. Euro. Dies beruhte im Wesentlichen auf der Vergütung für die Verwaltung und Steuerung der Kapitalanlagen der Konzerngesellschaften bedingt durch geringere Marktwerte und Bestände.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 18,5 Mio. Euro auf 83,5 Mio. Euro. Der Anstieg beruhte in erster Linie auf der Garantiedividende der Aktionäre im Rahmen des Squeeze-Out der DBV Holding in Höhe von 5,7 Mio. Euro, auf einer höheren Zinsrückstellungszuführung für Spruchstellenverfahren von 3,4 Mio. Euro, aus der Erhöhung der Drohverlustrückstellungen aus der Übernahme der CIMAG COLONIA Immobilien AG, Köln (3,9 Mio. Euro) und der Bildung einer Rückstellung für den Verlust im Rahmen der Umhängung der AXA Krankenversicherung Gesellschaft für die Betreuung von Maklern und Mehrfachagenten mbH in Höhe von 4,8 Mio. Euro.
Der Aufwand aus Verlustübernahmen von 4,6 Mio. Euro (2008: 34,7 Mio. Euro) ist auf die AXA Bank zurückzuführen.
Der Zinsaufwand der AXA Konzern AG verminderte sich um 18,0 Mio. Euro auf 50,4 Mio. Euro. Dies resultiert im Wesentlichen aus verminderten Zinsaufwendungen für Darlehen durch Rückführung von Darlehensverbindlichkeiten.
Die Ertragsteuererstattungsansprüche erhöhten sich um 5,6 Mio. Euro auf 13,4 Mio. Euro. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus höheren abzugsfähigen Kosten und aus geringeren steuerlichen Effekten bei Aufwendungen für die übrigen Kapitalanlagen.
Finanz- und Vermögenslage
Mit 3.350,9 Mio. Euro (2008: 3.223,1 Mio. Euro) betrug das Eigenkapital 72,9 % (2008: 69,8 %) der Bilanzsumme. Die Einstellung in andere Gewinnrücklagen laut Gewinnverwendungsvorschlag führt zu einer weiteren Steigerung der Eigenkapitalquote. Hierbei bleiben stille Reserven insbesondere im Hinblick auf Anteile an verbundenen Unternehmen noch unberücksichtigt.
Die Aktivseite der Bilanz wird durch das Anlagevermögen in Höhe von 3.904,6 Mio. Euro (2008: 3.941,9 Mio. Euro) dominiert, wovon 3.876,5 Mio. Euro (2008: 3.917,9 Mio. Euro) auf Anteile bzw. Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Beteiligungen entfallen. Darüber hinaus werden im Anlagevermögen Kapitalanlagen wie z.B. Schuldscheindarlehen und ein Immobilienfonds dauerhaft gehalten. Das Umlaufvermögen beinhaltet vor allem Forderungen an verbundene Unternehmen, insbesondere Forderungen aus der phasengleichen Vereinnahmung von Beteiligungserträgen, und sonstige Vermögensgegenstände, hauptsächlich Steuerforderungen. Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 69,4 Mio. Euro (2008: 35,9 Mio. Euro).
Personal und Soziales
Per 15. Dezember 2009 waren 304 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Köpfe; entspricht 271,7 FTE, ohne Praktikanten, Stipendiaten, Vorstandsmitglieder) (2008: 312) für die AXA Konzern AG tätig.
Die nachfolgenden Aussagen gelten für alle Mitarbeiter des AXA Konzerns und finden damit auch auf die Mitarbeiter der AXA Konzern AG Anwendung.
Der AXA Konzern betrachtet seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als wertvollste Ressource und legt daher großen Wert auf deren kontinuierliche Weiterbildung und Entwicklung. Im Bereich der Personalentwicklung sind besonders die sog. Förderkreise hervorzuheben, deren Ziel nicht nur die Förderung einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist, sondern auch der Austausch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie die Bearbeitung strategisch wichtiger Fragestellungen.
Die zwölf am Konzernförderkreis (KFK) „2008-2010“ teilnehmenden Führungskräfte haben sich erfolgreich dem Thema „Nachhaltiges Wachstum im gesättigten SUHK-Privat-Markt" (SUHK: Sach-, Unfall-, Haftpflicht- und Kraftfahrtversicherungsgeschäft für Privatkunden) gewidmet. Ergebnis ist u.a. eine Ergänzung der Segmentstrategie um Kundenansprache bei Freizeitaktivitäten in sog. Communitys, konkretisiert am Beispiel einer Hochzeitsversicherung.
Ebenfalls auf ca. zwei Jahre angelegt ist auch der Nachwuchsförderkreis (NFK), der leistungsstarken Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ohne Führungserfahrung eine Plattform zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung bietet. Hier haben sich zehn Teilnehmer des NFK 2008-2010 in den letzten beiden Jahren intensiv mit dem Ausbau des Kollektivgeschäfts der AXA Krankenversicherung, insbesondere mit der Entwicklung eines arbeitgeberfinanzierten Krankheitskostenzusatzprodukts, beschäftigt. Das Ergebnis ist ‚FlexMed', ein Krankenversicherungsprodukt für Firmenkunden, durch das Mitarbeiter die Leistungen einer privaten Krankenversicherung erhalten und das AXA als Pilotkunde ausgewählten Mitarbeitern für jeweils fünf Jahre arbeitergeberfinanziert bereits anbietet.
Neben der Projektarbeit wurden für Teilnehmer des NKF und des KFK individuell konzipierte Seminare und Trainings durchgeführt sowie Expertenvorträge zu aktuellen Konzernthemen organisiert. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmer kontinuierlich individuelles Feedback. Bei der Auswertung aller bisher durchgeführten Nachwuchs- und Konzernförderkreise lässt sich generell feststellen, dass ca. die Hälfte aller KFK-Teilnehmer und ca. zwei Drittel der NFK-Teilnehmer eine weiterführende Aufgabe übernommen haben.
Neben den bereits etablierten Kreisen KFK und NFK wurde das Förderkreisangebot im Jahr 2009 um ein wichtiges Element ergänzt: Im November 2009 startete der Potenzialkreis Hauptverwaltung, der sich - ähnlich wie die bereits 2008 gestarteten Regionen-Potenzialkreise - an Potenzialträger richtet, die noch am Anfang ihrer Karriere bei AXA stehen. Ziel dieses ebenfalls ressortübergreifenden, einjährigen Programms ist es, die Teilnehmer durch Trainings, Projektarbeit und individuelle Feedbacks früh beim Ausbau ihrer persönlichen, methodischen, unternehmerischen und sozialen Kompetenzen zu unterstützen und Projektmanagementskills zu entwickeln. Die 13 Teilnehmer des Potenzialkreises HVW 2009-2010 bearbeiten derzeit das Thema "Neuausrichtung der Gebietsdirektion Innen" und unterstützen so wichtige strategische Konzerninitiativen.
Zusammenfassend betrachtet bewähren sich die Förderkreise nicht nur als effektive Entwicklungsmaßnahme, sondern auch als kreativer Produktentwicklungspool.
Neben den Förderkreisen bietet der AXA Konzern mit dem Vorstandsassistenten-Programm zwölf jungen Nachwuchsführungskräften die Möglichkeit, während der zweijährigen Assistenzzeit den jeweiligen Vorstand bei seinen Aufgaben zu unterstützen. Ergänzt wird diese Tätigkeit durch zahlreiche Informationsveranstaltungen und Seminare sowie einer Vertriebshospitation. So soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit gegeben werden, über das eigene Ressort hinaus unterschiedliche Konzernbereiche und Ressorts näher kennenzulernen.
Die Förderkreise sowie das Vorstandsassistenten-Programm ermöglichen also die gezielte Förderung von Management-Potenzial und sichern somit den langfristigen Erfolg der AXA.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind, wie bereits erwähnt, die wertvollste Ressource der AXA. Daher ist es uns wichtig, solche Rahmenbedingungen zu bieten, die es Mitarbeitern ermöglichen, Familie und Beruf vereinbaren zu können. AXA hat auch im vergangenen Jahr eine Reihe von Maßnahmen und Programmen gestartet, um Erleichterungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Familie anzubieten: So wurde in der Hauptverwaltung ein Büro eingerichtet, das einen Arbeitsplatz und Spielmöglichkeiten für (Klein-)Kinder kombiniert. Sollte also die Betreuung für den Nachwuchs kurzfristig ausfallen, ist es durch dieses besondere Büro möglich, die Aufsicht über das Kind mit der eigenen Arbeit zu kombinieren.
Für den Fall, dass nicht die Betreuung ausfällt, sondern das Kind erkrankt, wurde ein Laptop-Pool eingerichtet, sodass Eltern ihre Aufgaben in Telearbeit zu Hause erledigen können.
AXA bietet außerdem für Mitarbeiter-Kinder Plätze für ein Ferienprogramm während der Schulferien in Kooperation mit der AWO (Kids@AXA). Diese bietet über AXA konzernweit außerdem nicht nur schnelle und professionelle Unterstützung und Beratung bei der Organisation qualifizierter Kinderbetreuung an (z. B. Tagesmütter, Au-Pairs, Kindernotfallbetreuung), sondern hilft auch bei der Organisation von Familien- und Pflegeleistungen für ältere und pflegebedürftige Angehörige. Hierbei können Beratungs- und Vermittlungsleistungen von den Mitarbeitern kostenlos in Anspruch genommen werden. Bei der Kindernotfallbetreuung übernimmt AXA sogar die Betreuungskosten für maximal fünf Tage pro Jahr und Kind.
Mit der jährlich stattfindenden Mitarbeiterbefragung Scope und ihren fast 100 Fragen zu Themen wie Arbeitszufriedenheit, Unternehmensführung und -kultur verfügt AXA über ein exzellentes Instrument, die Meinungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter detailliert zu erfahren. Mit Blick auf das unverändert arbeitsintensive Jahr 2009 und in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld waren die diesjährigen Scope-Ergebnisse wieder überwiegend sehr erfreulich: Dies zeigt sich nicht nur in der um einen Prozentpunkt auf 76 % gestiegenen Beteiligungsquote, sondern vor allem im wichtigen Indikator ‚Mitarbeiter-Engagement', der mit 78% nicht nur stabil gegenüber dem Vorjahr blieb, was angesichts der durchaus gestiegenen Arbeitsbelastung und besonderer mergerbedingten Herausforderungen ein großartiges Ergebnis ist, sondern auch zwei Prozentpunkte über dem Gruppendurchschnitt liegt. Auch im Hinblick auf externe Benchmarks schneidet AXA besser ab als deutsche Vergleichsunternehmen. Es gab insbesondere eine deutliche Steigerung bei der Zufriedenheit mit der Entlohnung, und unverändert sind 95 % der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereit, sich überdurchschnittlich für den Erfolg des Unternehmens einzusetzen. Kein Wunder also, dass 81 % der Belegschaft AXA als guten Arbeitgeber weiterempfehlen würde.
Im Rahmen des AXA Shareplans können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits seit 1998 jedes Jahr zu günstigen Konditionen AXA Aktien erwerben und profitieren auf diese Weise direkt vom Unternehmenserfolg. In 2009 war die Beteiligung zwar konzernweit mit 2.964 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geringer als im Vorjahr (3.437), jedoch steigerte sich die durchschnittliche Investition der Mitarbeiter deutlich von 1.389 auf 1.510 Euro. Die Teilnehmer investierten damit insgesamt 4.475.850 Euro in den AXA Shareplan und drückten somit ihr Vertrauen in den künftigen Unternehmenserfolg aus. Dies ist angesichts der noch immer anhaltenden Finanzmarktkrise ein hervorragendes Ergebnis und ein unverändertes Zeichen, dass die Belegschaft auch in schwierigen Zeiten an den Erfolg der AXA glaubt.
Dass AXA ein hervorragender Arbeitgeber ist, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen der Mitarbeiterbefragung zum Arbeitgeberwettbewerb “Deutschlands beste Arbeitgeber 2010” eindeutig zum zweiten Mal bestätigt: Nach dem großen Erfolg im Vorjahr, als AXA auf Anhieb in der Kategorie der Unternehmen mit über 5.000 Mitarbeitern als bestplatzierter Finanzdienstleister den 5. Platz erreichte, konnte das Ergebnis nun sogar verbessert werden: In Anwesenheit von Bundesarbeitsministerin von der Leyen wurde Ende Februar 2010 in Berlin bekanntgegeben, dass AXA den dritten Platz der besten Arbeitgeber in Deutschland in der oben genannten Kategorie belegt.
Das mit dieser Platzierung verbundene Gütesiegel „Beste Arbeitgeber 2010“ steht für eine glaubwürdige, respektvolle und faire Zusammenarbeit des Managements mit den Beschäftigten, für eine hohe Identifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrer Tätigkeit und für einen starken Teamgeist im Unternehmen. Durchgeführt wird die jährliche Studie und der Wettbewerb „Deutschlands beste Arbeitgeber“ vom Great Place to Work Institute Deutschland in Kooperation mit der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Neben AXA hatten sich weitere 235 Unternehmen aller Größen und Branchen einer unabhängigen Untersuchung ihrer Qualität und Attraktivität als Arbeitgeber gestellt. Über 50.000 Beschäftigte wurden dabei anonym zu zentralen Arbeitsplatzthemen wie Qualität der Führung, Zusammenarbeit, beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten und Arbeitszufriedenheit befragt. Zusätzlich wurden die Maßnahmen und Konzepte der Personalarbeit des Unternehmens bewertet.
Auch das Jahr 2009 stand noch immer im Zeichen der Integration der DBV-Winterthur. Nachdem die rund 1.884 Mitarbeiter in Wiesbaden bis auf drei Einzelfälle ihrer jeweiligen personellen Maßnahme zugestimmt haben, kann die personalseitige Integration der Kollegen aus der DBV-Winterthur als sehr erfolgreich abgeschlossen betrachtet werden.
Daher gab es nach dem win2gether-Abschluss Ende Mai noch einmal einen letzten sog. Puls-Check (Mitarbeiterbefragung zum Erleben des Integrationsprozesses), um zu erfahren, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Integrationsprozess im Rückblick erlebt haben. Die Beteiligung mit einer Rücklaufquote von 22 % und über 850 Kommentaren war noch einmal hoch und offenbarte die unverändert hohe Bereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich mit ihrer Arbeit überdurchschnittlich für den Erfolg von AXA einzusetzen. Mit gut 75 % positiven Antworten blieben die Ergebnisse des Puls-Checks erfreulicherweise auf einem hohen Niveau.
In den letzten zwei Jahren kamen so in insgesamt zwölf Puls-Check-Befragungen zur Integration über 33.000 Antworten und fast 10.000 Kommentare auf die offenen Fragen zusammen. Diese zahlreichen Anregungen haben entscheidend dazu beigetragen, viele teils sehr konkrete Verbesserungsmaßnahmen zu identifizieren und umzusetzen.
Auch in punkto Systemmigration wurde ein Erfolg erzielt: Mit dem plangemäß verlaufenen Integrationswochenende P2 konnten die DBV-Winterthur-Systeme mit der AXA Systemwelt zusammengeführt werden. Auch wenn nach P2 einiger Aufwand in die Stabilisierung der zusammengeführten Systemlandschaft gesteckt werden musste: Mit P2 haben mehr als 1.000 Mitarbeiter vollen Einsatz bewiesen und das bislang größte Release in der Geschichte von AXA und eines der größten Release in der deutschen Versicherungs-IT durchgeführt. Auch auf die Leistung der hieran beteiligten Mitarbeiter sind wir stolz.
AXA hat in 2009 seine Prämieneinnahmen erhöhen und die ‚Underlying Earnings' deutlich steigern können. Dieses vor allem in Anbetracht des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds hervorragende Ergebnis wäre ohne das große Engagement und die hohe Leistungsfähigkeit der Belegschaft nicht möglich gewesen. Daher gilt unser besonderer Dank unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich durch Flexibilität, Kollegialität und hohen Arbeitseinsatz auszeichnen, und die nicht nur, wie Scope zeigt, stolz sind, für AXA zu arbeiten, sondern auf die auch AXA sehr stolz sein kann.
Der Dank gilt ferner den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für ihre unverändert engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sich auch in diesem Jahr erneut als sehr konstruktiv erwiesen hat. Wir sind daher fest überzeugt, dass wir die zukünftigen Herausforderungen gemeinsam erfolgreich meistern werden.
Risiken der zukünftigen Entwicklung
Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken, Chancen und die künftige Entwicklung der AXA Konzern AG allein unsere Annahmen und subjektiven Ansichten zum Ausdruck.
Wie vom Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) gefordert, verfügen wir über ein Risikomanagementsystem, „damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden“.
Als Risiko wird gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen (MaRisk VA) die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungs-Standards zur Risikoberichterstattung (DRS 5-20) ein, innerhalb dessen Risiken als negative künftige Entwicklung der wirtschaftlichen Lage im Vergleich zur Situation am Bilanzstichtag definiert sind.
Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:
| • | versicherungstechnische Risiken, |
| • | Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft, |
| • | Risiken aus Kapitalanlagen, |
| • | operationale und sonstige Risiken. |
Die Risiken der AXA Konzern AG als Holdinggesellschaft resultieren im wesentlichen aus den Risiken der Konzerngesellschaften, welche insbesondere zu einer Verringerung der Erträge aus Beteiligungen bzw. Gewinnabführungsverträgen, zu Aufwendungen aus Verlustübernahmen sowie zu Abschreibungen auf die Anteile an verbundenen Unternehmen führen können. Deshalb werden im Folgenden die Risiken der Konzerngesellschaften dargestellt:
Versicherungstechnische Risiken und Chancen
Schaden- und Unfallversicherung
Der AXA Konzern betreibt im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft insbesondere die Sparten Kraftfahrt-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach-, Transport- und Luftfahrtversicherung. Diese werden im direkten wie auch teilweise im indirekten Geschäft gezeichnet.
Die primären Risiken aus der Schaden- und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr sind das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko. Ferner besteht in der Unfallversicherung noch das Zinsgarantierisiko.
Prämien- und Schadenrisiko
Unter dem Prämien-/Schadenrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen. Daher ist die AXA in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation kurzfristig anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird durch Beitragsanpassung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption und durch vertraglich festgelegte Beitragsanpassungsklauseln risikoadäquat gehalten.
Die Risikosteuerung der AXA erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt. Zur Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treiber werden stochastische Szenarien verwendet.
Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien-/Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch um Ereignisse wie zum Beispiel Naturkatastrophen, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen.
Zu unserer Risikosteuerungsstrategie gehört die ausgewogene Verteilung von Versicherungsrisiken in unseren Geschäftsfeldern. In keiner der von uns betriebenen Sparten besteht eine auffällige Risikokonzentration.
Reserverisiko
Zur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von der AXA Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet. Das so genannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeter Schäden (Spätschäden). Die Bewertung der künftigen Schadenzahlungen erfolgt anhand einer aktuariellen Schätztechnik, bei der der in der Vergangenheit beobachtete Schadenverlauf herangezogen wird. Großschäden werden separat geschätzt. Mithilfe von stochastischen Szenarien erfolgt eine Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treiber.
Zinsgarantierisiko
In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wird für den Sparanteil der Beiträge eine garantierte Zinsleistung zwischen 2,25 % und 3,50 % vereinbart. Dies führt zu einem Zinsgarantierisiko getrieben durch die unbekannte Entwicklung der Marktzinsen. Aufgrund des vergleichweise geringen Beitragsvolumens und der geringeren Erwartung an die Verzinsung dieser Versicherungsart ist das Zinsgarantierisiko von eher untergeordneter Bedeutung.
Lebensversicherung
Der AXA Konzern betreibt im Lebensversicherungsgeschäft hauptsächlich konventionelle und fondsgebundene Kapital-, Risikolebens- und Rentenversicherungen sowie Sterbegeld-, Berufsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen.
Die spezifischen Risiken aus dem Lebensversicherungsgeschäft aus Unternehmenssicht sind biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten sowie Kosten- und Zinsgarantierisiken. Ferner bestehen noch spartenspezifische Risiken aus Rechtssprechung und Gesetzgebung.
Biometrische Risiken
Biometrische Risiken entstehen aus Veränderungen biometrischer Annahmen wie Sterblichkeit und Berufsunfähigkeit.
Die AXA steuert biometrische Risiken durch ihre Produktgestaltung, Zeichnungspolitik und Rückversicherungsverträge. Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen wird das biometrische Risiko durch die Leistungsprüfung auf die vertraglichen Zusagen beschränkt.
Für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen werden im Wesentlichen die bei Vertragsabschluss aktuellen von der Aufsichtsbehörde bzw. der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) empfohlenen Sterbetafeln verwendet. Alle in den Versicherungsverträgen zugesagten Leistungen werden dem Grundsatz der Vorsicht entsprechend berücksichtigt. Durch regelmäßige Überprüfung der Deckungsrückstellungen wird ein möglicher Anpassungsbedarf frühzeitig erkannt. Die Entwicklung der Sterblichkeit und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten wird auch weiterhin laufend analysiert.
Risiken aus Kundenverhalten
Risiken aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern resultieren vor allem aus dem Stornorisiko und dem Risiko aufgrund des Kapitalwahlrechts bei Rentenversicherungen.
Die Stornoquoten in der AXA Gruppe und in der Branche werden permanent beobachtet. Insbesondere wird derzeit verstärkt eine Überwachung des Stornoverhaltens als Folge der Finanzmarktkrise durchgeführt. Die Veränderung der Stornoquoten war in der Vergangenheit jedoch begrenzt, so dass das resultierende Risiko eines höheren oder niedrigeren Stornos in realistischem Ausmaß, abgesehen von der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung, als niedrig einzuschätzen ist.
Bei anwartschaftlichen Rentenversicherungen hat der Kunde zum Zeitpunkt der Verrentung ein Kapitalwahlrecht. Dieses Risiko wird durch die Produktgestaltung beschränkt. Derzeit wird das Risiko aufgrund des Kapitalwahlrechtes als gering betrachtet. Es könnte aber steigen, falls sich herausstellt, dass sich das Kundenverhalten systematisch ändert. Aus diesem Grund erfolgt eine regelmäßige Überwachung des Kundenverhaltens.
Kostenrisiko
Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten durch die einkalkulierten Kosten dauerhaft nicht finanziert werden können. Die Überwachung des Kostenrisikos erfolgt durch ein umfassendes Kostencontrolling.
Zinsgarantierisiko
Das professionelle Management der Zinsgarantien stellt eine Kernherausforderung im Rahmen des Asset Liability Managements dar. Mit Ausnahme der DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung liegt für alle Lebensgesellschaften die derzeitige Nettoverzinsung der Kapitalanlagen über dem durchschnittlichen Rechnungszins des Bestandes. Die im Rahmen der Unternehmensplanung erwartete durchschnittliche Rendite für die Folgejahre im Sinne von § 5 Abs. 3 der Deckungsrückstellungsverordnung (DeckRV) liegt für alle Gesellschaften darüber. Sollte die künftig erwartete Nettoverzinsung nicht nur vorübergehend unter den durchschnittlichen Rechnungszins des Bestandes sinken, wäre die Deckungsrückstellung unter Berücksichtigung der künftig erwarteten Nettoverzinsung aufzufüllen.
Bei fondsgebundenen Versicherungen ohne Garantieteile bemisst sich die Versicherungsleistung an der Entwicklung des zugrundeliegenden Fonds. Hieraus ergibt sich für die Lebensversicherer kein Kapitalanlagerisiko, da die Höhe der Verpflichtung gegenüber den Versicherungsnehmern stets mit dem Wert des Fondsvermögens übereinstimmt. Soweit unsererseits Garantien bei Fondsgebundenen Produkten ausgesprochen wurden, gelten die Aussagen zu Zinsgarantien konventioneller Produkte.
Risiken aus Gesetzesänderungen
Risiken aus Gesetzesänderungen resultieren zum Einen aus einer extensiven Interpretation der vom Bundesgerichtshof zu den Rückkaufswerten am 12. Oktober 2005 und 26. September 2007 ergangenen Urteile, woraus zusätzliche, bisher nicht berücksichtigte Leistungen resultieren würden. Für möglicherweise sich hieraus ergebende Aufwendungen wurden bei der DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung unter Abschätzung der Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme angemessene Rückstellungen gebildet. Für die Deutsche Ärzteversicherung sowie die AXA Lebensversicherung wird die Bildung gesonderter Rückstellungen geprüft.
Durch eine Entscheidung des Landesarbeitsgerichtes München vom 15. März 2007 wurde eine Diskussion über die in der Kalkulation betrieblicher Altersvorsorgeprodukte angewandten marktüblichen Verrechnungsverfahren von Abschlusskosten ausgelöst. Vor diesem Hintergrund sowie unter Berücksichtigung unserer ohnehin vorhandenen Produkthaftung hatten wir in den Jahren 2007 und 2008 eine Garantieerklärung für die jeweils aktuelle Produktpalette abgegeben. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat nun mit Urteil vom 15. September 2009 abschliessend festgestellt, dass die Verteilung von Abschlusskosten über fünf Jahre zulässig ist. Eine Haftung könnte sich daher für uns nur aus den in 2007 abgegebenen Freistellungserklärungen bis längstens 2011 ergeben. Auch bei Verwendung voll gezillmerter Tarife liegt kein Verstoß gegen die Wertgleichheit vor. Es kann jedoch eine unangemessene Benachteiligung i.S.d. § 307 BGB vorliegen. Hieraus käme ein Anspruch des Arbeitnehmers gegen den Arbeitgeber auf eine höhere Versorgung in Betracht.
Mögliche anderslautende gerichtliche Einschätzungen unserer Umsetzung der VVG Reform könnten rückwirkende Auswirkungen auf unsere Leistungsverpflichtungen haben.
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 29. Juli 2009 ein Urteil zu einer Ratenzahlungsvereinbarung in einem Altersvorsorgevertrag erlassen. Es handelte sich dabei um ein wettbewerbsrechtliches Verfahren zu der Frage, ob der Versicherer sich auf eine bestimmte Klausel zu Ratenzahlungszuschlägen berufen darf, wenn der effektive Jahreszins nicht ausgewiesen wird. Das Urteil lässt die relevanten Fragen offen, da es sich lediglich um ein Anerkenntnisurteil und damit nicht um eine Grundsatzentscheidung handelt. Darüber hinaus liegen keine Urteilsgründe vor. Wie die im Verfahren aufgeworfenen Fragen letztendlich zu beurteilen sind, kann nur ein weiteres höchstrichterliches Urteil zeigen. Welche Entscheidung zu erwarten ist, kann nicht vorhergesagt werden.
Krankenversicherung
Die AXA Krankenversicherung AG betreibt insbesondere die Krankenvollversicherung sowie die Pflegeversicherung und verschiedene Arten der Zusatzversicherung für Angestellte und Beihilfeempfänger.
Die primären versicherungstechnischen Risiken aus dem Krankenversicherungsgeschäft sind Krankheitskosten-/Leistungsrisiken, biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten und Reserverisiken. Ferner bestehen noch Zinsgarantierisiken sowie Risiken aus der Gesundheitsreform.
Versicherungstechnische Risiken können dazu führen, dass die zu zahlenden Leistungen und Kosten nicht mehr aus den Beitragseinnahmen, den Anlageerträgen und der planmäßigen Auflösung der Alterungsrückstellung finanziert werden können. Ein mindestens jährlich durchzuführender, gesetzlich vorgeschriebener Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Leistungen ermöglicht jedoch ein zeitnahes Erkennen von Abweichungen in den erwarteten Leistungen. Bei Bedarf erfolgt eine Beitragsanpassung.
Krankheitskosten-/Leistungsrisiken
Unter dem Krankheitskosten-/Leistungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen Krankheits- und Pflegekosten die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Im Falle eines kurzfristigen Anstiegs der Krankheits- und Pflegekosten über den kalkulierten Rahmen oder einer Pandemie kann auf die unerwartete Leistungserhöhung gegebenenfalls. erst mit einer zeitlichen Verzögerung durch eine Beitragsanpassung reagiert werden.
Biometrische Risiken
Biometrische Risiken entstehen in der Krankenversicherung aus einer sinkenden Sterblichkeit, wodurch mit einer verlängerten Inanspruchnahme und somit einer Erhöhung der Versicherungsleistungen zu rechnen ist. Die Sterbetafeln werden jährlich von der Deutschen Aktuarvereinigung auf ausreichende Sicherheit überprüft. Soweit sich ein Aktualisierungsbedarf ergibt, verwenden wir die neuen Werte unverzüglich bei der Kalkulation neuer Tarife bzw. von Beitragsanpassungen.
Risiken aus Kundenverhalten
Risiken aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern stellen insbesondere das Stornorisiko dar. Die in der Tarifierung angesetzten Stornowahrscheinlichkeiten basieren sowohl auf eigenen als auch auf Verbandserfahrungen und sind aktuariell ausreichend vorsichtig bemessen. Die Stornoquoten bei der AXA Krankenversicherung und in der Branche werden permanent beobachtet, so dass frühzeitig eine Veränderung erkannt und gegebenenfalls in Beitragsanpassungen und Neukalkulationen berücksichtigt wird. Darüber hinaus treten Risiken im Kundenverhalten derzeit in Zusammenhang mit der Gesundheitsreform auf (siehe Kapitel „Gesundheitsreform").
Reserverisiken
Zur Abdeckung zukünftiger Krankheitskosten-/Leistungszahlungen sind Alterungsrückstellungen zu bilden. Die Höhe der Zahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, insbesondere aufgrund steigender Krankheitskosten-/Leistungszahlungen und einer sinkenden Sterblichkeit, deren Veränderung aufgrund der regelmäßigen Überprüfung jedoch in den letzten Jahren nicht mehr so gravierend war wie in früheren Jahren. Definitiv schon feststehende medizinische Entwicklungen sind jedoch in der Alterungsrückstellung schon in dem Augenblick eingepreist, in dem sie in den Beiträgen berücksichtigt sind (Kalkulationsverordnung). Insgesamt ist das Reserverisiko als gering einzuschätzen, da durch regelmäßige Beitragsanpassungen der Leistungsbedarf aktualisiert wird.
Zinsgarantierisiko
Der Alterungsrückstellung werden jährlich Zinserträge zugeführt, wobei der Zinssatz gesetzlich auf 3,5 % begrenzt ist. Mit diesem Zinssatz erfolgt die Verzinsung der gesamten Alterungsrückstellung der AXA Krankenversicherung. Die aktuelle Nettoverzinsung der AXA Krankenversicherung von 2,8 % liegt 20 % darunter, begründet in höheren Abschreibungen auf Wertpapieren und Verlusten aus dem Abgang von Wertpapieren in Folge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Die zukünftige Zinserwartung, die mithilfe des aktuariellen Unternehmenszinses (AUZ) nach einem brancheneinheitlichen Verfahren unternehmensindividuell ermittelt wird, liegt dagegen so hoch, dass wir erwarten, den Höchstrechnungszinssatz von 3,5 % in den kommenden Jahren mit hinreichend hoher Wahrscheinlichkeit erwirtschaften zu können.
Gesundheitsreform
Die als Wettbewerbsstärkungsgesetz bezeichnete Gesundheitsreform birgt für die private Krankenversicherung weiterhin Risiken. Der Basistarif beinhaltet versicherungsfremden Elemente wie Kontrahierungszwang, Verbot von Risikozuschlägen und Höchstbeiträge, die von den PKV-Kunden der anderen Tarife oder innerhalb der Basistarifversicherten aller PKV-Unternehmen subventioniert werden müssen. Zudem können sich seit dem 1. Januar 2009 Nichtversicherte, die dem PKV-System zuzuordnen sind, im Basistarif versichern.
Das Ausmaß des Subventionsbedarfs und der dafür zusätzlich erforderlichen Beitragsanpassung ist weiterhin nicht solide vorhersehbar. Daher kann auch noch nicht die Auswirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung eingeschätzt werden.
Ein weiters Risiko für die gesamte PKV-Branche besteht in den Wahltarifen, die der Gesetzgeber den Krankenkassen als Möglichkeit eingeräumt hat.
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft resultieren für den AXA Konzern aus Beitrags- oder Regressforderungen sowie aus Forderungen gegenüber Rückversicherern.
Sowohl bei der über unsere französische Gruppengesellschaft AXA Cessions retrozedierten Vertragsrückversicherung als auch bei der direkt von uns abgegebenen fakultativen und vertraglichen Rückversicherung wird nur mit erstklassigen Rückversicherern zusammengearbeitet.
Risiken aus Kapitalanlagen
Die Kapitalanlagen der AXA Konzern AG bestehen insbesondere aus Anteilen an verbundenen Unternehmen. Deshalb werden im Folgenden die Kapitalanlagerisiken des AXA Konzerns dargestellt. Die Kapitalanlagen werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden, um die Verpflichtungen aus dem Versicherungsbestand erfüllen zu können.
Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die trotz der im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und anderer risikomindernder Maßnahmen bewusst eingegangen werden. Zum Erhalt bzw. Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und an das jeweilige Kapitalmarktumfeld angepasst.
Die Kapitalanlagestrategie des AXA Konzerns wurde in diesem Jahr weiterhin von der Kapitalmarktkrise beeinflusst. Die Situation des Finanzsektors und weiterer Wirtschaftssektoren ist noch immer angespannt und die weitere Entwicklung hängt stark von staatlichen Maßnahmen in der Geld- und Konjunkturpolitik ab.
Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt:
Marktrisiken
Die Marktpreisrisiken des AXA Konzerns beruhen fast ausschließlich auf potenziellen Aktienkurs- und Zins- und Spreadänderungen sowie Änderungen im Wert des Immobilienbestandes.
Die Auswirkungen auf die Marktwerte der Kapitalanlagen sowie des Embedded Values bzw. des marktwertbasierten Eigenkapitals werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Aktien (ohne Beteiligungen und verbundene Unternehmen), Zinsprodukten und Währungen unter Berücksichtigung der bestehenden Währungssicherungen simuliert. Somit werden die tatsächlichen Sensitivitäten unserer Kapitalanlagen verdeutlicht.
Kreditrisiken
Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners bzw. Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen und Derivaten.
Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen bzw. Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt entweder mit Hilfe von Ratingagenturen oder nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft.
Durch die Krise an den Finanzmärkten und die Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage hat sich das Kreditrisiko signifikant erhöht. Auch der AXA Konzern hält Kapitalanlagen, deren Bonität vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise in der Öffentlichkeit diskutiert wurde und die teilweise von signifikanten Spreadausweitungen betroffen waren.
Der AXA Konzern hält über Spezialfonds ein Portfolio von US-RMBS (Residential Mortgage Backed Securities), die mit Krediten aus dem sogenannten „Subprime-Segment“ besichert sind. Neben dem US-RMBS Exposure enthalten die Spezialfonds ein synthetisches CDO (Collateralized Debt Obligation), das durch die Entwicklungen an den Kreditmärkten bezüglich der für die Bewertung relevanten Annahmen und durch konkrete Ausfälle im Referenzportfolio deutliche Marktwertverluste erlitten hat. Ein Verlust des Nominalbetrags kann aber nur im Fall von mehreren weiteren Ausfällen in signifikanter Höhe innerhalb des CDO-Portfolios eintreten. Im Geschäftsjahr haben wir das Ausfallrisiko des synthetischen CDO durch verschiedene Restrukturierungsmaßnahmen reduziert. Insbesondere wurde die Subordination durch eine Einmalzahlung an den Kontrahenten erhöht. Ferner enthalten die Spezialfonds ein Portfolio von CLOs (Collateralized Loan Obligations).
Ebenso hält der AXA Konzern ein größeres Volumen von Fremdkapitalinstrumenten, die von nationalen und internationalen Banken sowie sonstigen privatwirtschaftlichen Unternehmen emittiert wurden. Dieses Exposure wird entweder direkt oder über Fonds, Derivate und strukturierte Produkte gehalten und enthält auch Instrumente von niedriger Seniorität wie nachrangige Darlehen, Genussscheine und stille Beteiligungen. Das Portfolio der nachrangigen Darlehen, Genussscheine und stillen Beteiligungen enthält zu einem großen Teil Papiere von Sparkassen und Landesbanken. Aufgrund der schwierigen Situation einiger Landesbanken besteht bei deren Genussscheinen das Risiko, dass ergebnisabhängige Kupons nicht ausgezahlt werden und gegebenenfalls das Kapital herabgesetzt werden kann.
Der größte Teil unserer Rentenbestände ist besichert bzw. von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem minimalen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich in der Zukunft die Bonität einzelner Emittenten verschlechtert und damit Abschreibungsbedarf entstehen könnte.
Fremdwährungsrisiken waren von untergeordneter Bedeutung.
Konzentrationsrisiken
Durch Konzentrationsrisiken wird die Diversifizierung des Portfolios vermindert, wodurch das Risiko hoher Verluste aufgrund von Einzelpositionen steigt. Sie stehen daher im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken. Konzentrationsrisiken werden durch Definition von Limits auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht.
Liquiditätsrisiken
Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit wir trotz der Kapitalmarktskrise den Verpflichtungen gegenüber unseren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Bei einem eventuell auftretenden unvorhergesehenen Liquiditätsbedarf wird konzernintern Liquidität zur Verfügung gestellt.
Risikosteuerung der Kapitalanlagen
Innerhalb des AXA Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen implementiert. Das Asset Liability Management Komitee schlägt die Kapitalanlagestrategie vor, der Vorstand entscheidet hierüber. Der Kapitalanlageausschuss implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation) und die Einhaltung vorgegebener Limits und Limitsysteme. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Richtlinie (Investment Guidelines) für alle Kapitalanlagen. Die aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Mischung und Streuung werden eingehalten. Darüber hinaus werden Konzentrationsrisiken durch das gruppenweite Risikomanagement monatlich ausgewertet und überwacht.
AXA Bank
Für die AXA Bank gehen wir für die kommenden Geschäftsjahre wegen der risikoaversen Strategie von einer stabilen Risikosituation aus. Da die Bank auf spekulativen Geldhandel verzichtet und kein Handelsbuch führt, stellen das Kreditrisiko und das Counterparty Risiko das überwiegende Adressenausfallrisiko dar.
Das Marktpreisrisiko beinhaltet bisher im Wesentlichen das Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch und das Spreadrisiko aus der Bewertung von Pfandbriefen.
Im Rahmen der Finanzmarktkrise haben wir dem Liquiditätsrisiko besondere Beachtung geschenkt. Hier steuern wir die dispositiven und strukturellen Liquiditätsrisiken. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit führt die Bank regelmäßig Liquiditätsanalysen durch.
Die neuen Anforderungen aus den MaRisk (BA) wurden fristgerecht zum Jahresende umgesetzt.
Operationale und sonstige Risiken
Operationale Risiken beinhalten Verluste aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen sowie aus mitarbeiter- und systembedingten oder externen Vorfällen.
Die wesentlichen Prozessrisiken und die Sicherheit der internen Kontrollsysteme werden regelmäßig von unserer Konzernrevision gemeinsam mit den verantwortlichen Linienmanagern identifiziert und bewertet. Die sich hieraus ergebenden Kennzahlen sind eine wesentliche Grundlage für die mehrjährige risikoorientierte Prüfungsplanung der Konzernrevision. Um die Anforderungen des Sarbanes-Oxley-Acts zu erfüllen, wurden umfangreiche Prozessdokumentationen erstellt und zahlreiche Kontrollen implementiert.
Darüber hinaus werden die operationalen Risiken in unserem Risikomanagementsystem erfasst und bewertet und Maßnahmen getroffen, um diese Risiken zu verringern. Hierfür wurden Verfahren implementiert und Notfallpläne definiert, welche die Kontinuität der Geschäftsprozesse auch bei Eintritt eines schwerwiegenden operationalen Risikos sicherstellen. Die Koordination unseres umfangreichen Projektportfolios erfolgt durch den Bereich Konzernstrategie und Portfoliosteuerung, welcher sich auf ein umfassendes Berichtswesen mit Vorwarnelementen stützt.
Operationale Risiken, die aus der Integration der EDV-Krankenversicherungssysteme von AXA und DBV-Winterthur entstehen könnten, wurden erfasst und evaluiert und entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen erarbeitet. Die Risiken werden regelmäßig überprüft, damit auch für neue Risiken entsprechende Maßnahmen formuliert werden. Die aus der Migration der anderen EDV-Systeme gewonnenen Erfahrungen werden hierbei genutzt.
Risiken aus strategischen Geschäftsentscheidungen werden durch einen regelmäßigen systematischen Strategieentwicklungs- und -umsetzungsprozess reduziert.
Reputationsrisiken ergeben sich aufgrund einer möglichen Beschädigung des Rufes des Unternehmens. Insbesondere mit Hilfe eines aktiven Reputations-Managements und von Medien-Resonanzanalysen wird dieses Risiko gemindert.
Das am 29. Mai 2009 in Kraft getretene Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) stellt die umfangreichste Modernisierung des Handelsbilanzrechts seit 1985 dar. Das deutsche Handelsrecht soll damit zu einer vollwertigen aber einfacheren Alternative zu den IFRS entwickelt werden. Insbesondere soll die Aussagekraft des handelsrechtlichen Jahresabschlusses erhöht werden. Wir haben die Auswirkungen des Gesetzes auf unsere Gesellschaft analysiert. Die anstehenden Änderungen des Bilanzrechts werden im Wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanzierung von Pensionsrückstellungen, latenten Steuern, sonstigen Rückstellungen und gegebenfalls von selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten haben. Neben den Bilanzierungsvorschriften beinhaltet das BilMoG umfangreiche zusätzliche Anhangangabe- und Lageberichtspflichten sowie neue Vorgaben zur Corporate Governance.
Die Neuregelungen sind, abgesehen von einigen wenigen Anhangangaben, erstmals im Geschäftsjahr 2010 anzuwenden. Die für 2009 verpflichtenden Anhangangaben wurden in den Geschäftsberichten für die Einzelgesellschaften entsprechend umgesetzt. Wir erwarten keine wesentlichen Risiken im Zusammenhang mit der Umsetzung des BilMoG.
Zusammenfassende Darstellung der Risikolage
Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand der AXA Konzern AG gefährden könnten. Ein in der Zukunft möglicherweise bei unseren Konzerngesellschaften auszuweisender Fehlbetrag würde von der AXA Konzern AG im Rahmen der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge ausgeglichen.
Ausblick und Chancen
Die voraussichtliche Entwicklung unseres Unternehmens wird durch die Perspektiven der einzelnen Beteiligungsunternehmen bestimmt. Im Rahmen der Ergebnisabführungsverträge werden die Ergebnisbeiträge teilweise genutzt, um die interne Verschuldung der DBV-Zwischenholdinggesellschaften sukzessive zurückzuführen. Eine allgemein gültige Gewinnprognose zu Ergebnisabführungen oder vertraglich zugesicherten Verlustübernahmen kann aber insbesondere aufgrund der Abhängigkeit von der Entwicklung der Finanzmärkte zum jetzigen Zeitpunkt nicht abgegeben werden. Dennoch bieten sich im aktuell weiterhin schwierigen Marktumfeld für die operativen Beteiligungen unserer Gesellschaft Chancen, die wir mit einem attraktiven segmentgesteuerten Produkt- und Serviceangebot sowie einer hohen Qualität und gleichzeitigen Effizienz in der Geschäftsabwicklung nutzen wollen.
Die private Krankenversicherung in Deutschland (PKV) steht weiterhin vor großen Herausforderungen, beweist aber seit Jahrzehnten, dass angesichts der demographischen Entwicklung Vorsorge auf der Basis der Kapitaldeckung dem Umlageverfahren überlegen ist.
Die im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung erwähnte Kapitaldeckung für die Pflegeversicherung ist für die PKV Bestätigung und Chance. Entscheidend ist, das Vertrauen der Kunden in eine zuverlässige und langfristige Partnerschaft zu erhalten.
Die bei der AXA Krankenversicherung schon früh eingeführten und weiter ausgebauten Steuerungsinstrumente, die dem Kunden als Patienten Unterstützung bieten und zur Beitragsstabilität beitragen, finden bei den Kunden großen Anklang. Beispielhaft erwähnt seien hier das Hausarztprinzip und unsere Programme zur Betreuung von schwer oder chronisch Kranken im Rahmen des Aktiven Gesundheits-Service. Da die Beitragsanpassung zum 1. Januar 2010 marktüblich blieb und die Verbesserung der Servicequalität ein besonderes Ziel ist, erwarten wir in der Krankenversicherung für das laufende Jahr erneut ein gutes Neugeschäft und weiteres Beitragswachstum. Zusammen mit einer den Marktgegebenheiten angepassten Anlagestrategie erwarten wir deutlich verbesserte Kapitalerträge und damit einhergehend eine spürbare Steigerung des Rohüberschusses in 2010. Der zu erwartende Jahresüberschuss wird vollständig an die DBV Holding AG abgeführt.
Das anhaltend niedrige Zinsniveau am Kapitalmarkt stellt auch den Lebensversicherungsmarkt vor große Herausforderungen. Die Verunsicherung bei den Verbrauchern und eine einhergehende Zurückhaltung zum Abschluss langfristiger Altersvorsorgeverträge bestehen weiterhin. Das Modell der Lebensversicherung erweist sich jedoch nach der Krise als ein wesentlicher Stabilitätsfaktor im Finanzdienstleistungsmarkt. Die gesellschaftliche Alterung schreitet voran und allein nach dem Umlageprinzip wird sich eine nachhaltig wirksame Altersvorsorge nicht aufbauen lassen. Die langfristig wirkenden Grundlagen und Aussichten des Lebensversicherungsgeschäftes bleiben also intakt. Entscheidend ist das Vertrauen der Kunden in eine zuverlässige und langfristige Partnerschaft zu gewinnen. Die AXA Gruppe hat eine weit über dem Marktdurchschnitt liegende Kapitalkraft und Stabilität. Für die Lebensversicherer der Gruppe sehen wir neben einer Qualitätsoffensive im Produktbereich bei der konventionellen Rentenversicherung, der hervorragend positionierten Berufsunfähigkeitsversicherung und der Risikolebensversicherung den Ausbau des zertifizierten und vom Markt sehr positiv aufgenommen Beratungsansatzes „plan360°“ im Fokus. Neben der Ausweitung des Beratungsansatzes für das wachsende und profitable Kundensegment der Kunden ab 50 Jahre werden sukzessive weitere Segmente in den jeweiligen Zielgruppen erschlossen.
Außer dem Segment „Berufswelt“ ist bei der AXA Lebensversicherung insbesondere das Segment „Familien“ in Vorbereitung. Hierzu gehört die neu entwickelte Kinderpolice, für die große Wachstumschancen gesehen werden. Besondere Bedeutung wird auch dem Einmalbeitragsgeschäft zukommen, indem die Wiederanlage fälliger Lebensversicherungen und die Schließung der Rentenlücke durch Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag ausgebaut werden sollen. Die systematische Betreuung der Kunden wird durch das neue Produkt „Kapitaldepot“ begleitet.
Im Mai 2009 haben wir während eines Fachkongresses mit Spitzenvertretern der Verbände des Öffentlichen Dienstes sowie der Gewerkschaften in Berlin die „neue" DBV Deutsche Beamtenversicherung als Spezialversicherer des Öffentlichen Dienstes ins Leben gerufen. Dies bedeutet eine klare Ausrichtung auf bedarfsgerechte Versicherungs- und Altersvorsorgelösungen der rund 12 Millionen Personen umfassenden Gruppe der Beamten und Arbeitnehmer des Öffentlichen Dienstes in Deutschland sowie ihrer Familien.
Die Altersstruktur im Öffentlichen Dienst führt in den nächsten Jahren zu einem hohen Einstellungsbedarf. Diese Zielgruppe der Dienst- und Berufsanfänger wird mehr denn je eines unserer Fokussegmente bilden. Neben der einzigartigen Kombination aus Ansprache, Vertriebszugang und Service wird der Beratungsansatz durch zielgruppenspezifische Produktlösungen wie zum Beispiel der weiter entwickelten Dienstanfängerpolice begleitet, die in diesen Segmenten große Wachstumschancen eröffnet. Als Spezialversicherer für den Öffentlichen Dienst bieten sich große Chancen den Marktanteil von derzeit 12,6 % weiter zu steigern.
Die AXA Lebensversicherung und die DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung erwarten weiterhin eine stabile Entwicklung oberhalb des Marktes sowohl hinsichtlich des Neugeschäfts als auch der Beitragseinnahmen.
Diese Prognose gilt auch für die Deutsche Ärzteversicherung AG, die trotz der Finanzkrise im Jahr 2009 einen gestiegenen Neuzugang verzeichnen konnte. Die Anstrengungen, die Angehörigen der akademischen Heilberufe mit exklusiven Vorsorge- und Versicherungsprodukten, die wir im Markt etabliert haben und die durch führende Berufsverbände der akademischen Heilberufe wie auch von Ärzte- und Zahnärztekammern empfohlen werden, zu bedienen, werden fortgesetzt.
Die Vertriebskanäle der Deutsche Ärzteversicherung sind bestens aufgestellt, um den Mitgliedern der akademischen Heilberufe mit spezifischen Produkten und Services Lösungen für ihre finanziellen Vorsorgebedürfnisse bieten zu können. Die jüngsten Produkteinführungen, die bereits im aktuellen Berichtszeitraum zum Erfolg der Deutschen Ärzteversicherung beigetragen haben, werden weitere Wachstumsimpulse im Jahr 2010 setzen. Darüber hinaus wird an einer Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem langjährigen Kooperationspartner, der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, gearbeitet, von der zusätzliche Impulse ausgehen werden.
Auch im Markt der betrieblichen Altersversorgung sind wir nach wie vor außerordentlich gut positioniert. Der Wachstumsmarkt der betrieblichen Altersversorgung setzt positive Akzente und gibt damit den Rahmen für weiteres Bestands- und Beitragswachstum sowohl der Pro bAV Pensionskasse als auch der winsecura Pensionskasse. Schwer einschätzbar ist jedoch, inwieweit sich die noch nicht überwundene Finanzmarktkrise auf das Neugeschäft in der betrieblichen Altersversorgung auswirken wird. Die zentrale Bedeutung der Lebens- und Pensionskassenversicherungen für die Altersversorgung gibt langfristig eher Anlass zum Optimismus. Die kurzfristige Auswirkung auf die Bereitschaft zum Neuabschluss von Verträgen ist jedoch ungewiss. Entscheidend wird das Vertrauen des Kunden in das System der betrieblichen Altersversorgung als Stütze einer individuellen Absicherung sein.
Neben der reinen Entgeltumwandlung rechnen wir damit, dass zukünftig auch mischfinanzierte Modelle, die partnerschaftlich von Arbeitgeber und Arbeitnehmer finanziert werden, an Bedeutung gewinnen werden. Möglicherweise gewinnt auch die rein arbeitgeberfinanzierte Form als modernes Instrument der Mitarbeiterbindung und der Marktdifferenzierung wieder an Attraktivität.
Die anhaltenden Diskussionen zur Stabilisierung des gesetzlichen Rentenversicherungssystems wird die Nachfrage nach zusätzlicher Altersversorgung weiter verstärken. Das Bewusstsein vieler Verbraucher, dass die gesetzliche Rente allein nicht ausreichen wird, um den Lebensstandard im Alter zu sichern, ist gewachsen. Diese Tendenz wird noch verstärkt durch die schrittweise Anhebung des gesetzlichen Rentenbeginnalters von 65 auf 67 Jahre. Die betriebliche Altersversorgung und insbesondere die Pensionskassenversicherung empfiehlt sich aufgrund ihrer zahlreichen Vorteile als ideale Ergänzung zur gesetzlichen Rentenversicherung.
Pro bAV Pensionskasse und winsecura Pensionskasse gehen insoweit zuversichtlich ins Geschäftjahr 2010 und erwarten für die nächsten Jahre weitere Steigerungen bei Bestand und Beiträgen. Im Wettbewerbsvergleich sind die Produkte beider Gesellschaften außerordentlich gut positioniert. Beide Gesellschaften erwarten leicht positive Ergebnisse, so dass Verlustübernahmen nicht erforderlich sein sollten.
Die hervorragende Marktpositionierung des Sterbegeldtarifs der Rheinisch Westfälischen Sterbekasse wird weitere positive Impulse für eine günstige Entwicklung auch in den Folgejahren geben.
Durch die Einbindung der Gesellschaft in die AXA Gruppe sind langfristig die Voraussetzungen für eine positive Entwicklung insbesondere auch in vertrieblicher Hinsicht gesichert.
In der Schaden- und Unfallversicherung erwartet der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft für das Jahr 2010 ein Beitragsvolumen auf Vorjahresniveau. Als Ursache ist vor allem die hohe Marktdurchdringung in zahlreichen Sparten und der bereits seit mehreren Jahren bestehende und auch 2010 weiter anhaltende starke Preiswettbewerb in nahezu allen Sparten, insbesondere in der Kraftfahrtversicherung, zu sehen. Zum Jahreswechsel 2010 wurden von vielen Wettbewerbern die Kraftfahrtversicherungstarife nochmals gesenkt, so dass auch im laufenden Jahr mit einem weiteren marktweiten Beitragsrückgang in dieser Sparte zu rechnen ist.
Trotzdem rechnet die DBV Deutsche Beamtenversicherung im Privatkundengeschäft insgesamt mit einem leichten Beitrags- und Marktanteilswachstum. Gestützt wird das Wachstum durch die erfolgreiche Einführung des überarbeiteten Bündelprodukts BOXplus (Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherung) zur Jahresmitte 2009 sowie breit angelegter Cross-Selling-Aktivitäten. Maßgeblich positive Beitrags- und Marktanteils-Effekte für das Privatkundengeschäft werden auch aus der gezielten Förderung der Marke DBV als Spezialist für den Öffentlichen Dienst erwartet.
Allerdings werden der anhaltend aggressive Preiswettbewerb und die erhebliche Schadenbelastung aus den außergewöhnlich hohen Frost- und Glatteisschäden ein profitables Wachstum stark erschweren. Die ertragsorientierte Zeichnungspolitik soll unverändert fortgesetzt und zugleich die Qualität und Effizienz der Prozesse weiter nachhaltig verbessert werden. Die DBV Deutsche Beamtenversicherung führt ihr Ergebnis an die DBV Holding AG ab.
Für das Industrie- und Firmenkundengeschäft rechnet die AXA Versicherung für 2010 mit einer rückläufigen Entwicklung im Markt. Die infolge der Finanzmarktkrise insbesondere im produzierenden Gewerbe zu verzeichnenden Umsatzrückgänge werden vor allem in der Haftpflicht- und Transportversicherung zu weiteren Beitragsrückgängen führen. Neben geringeren Beitragseinnahmen ist von höheren Rückversicherungskosten auszugehen, die von den Erstversicherern nicht vollständig weitergegeben werden können. Der anhaltende Preiswettbewerb führt zu sinkenden Beitragseinnahmen für dasselbe Risiko, so dass mit steigenden Schadenquoten zu rechnen ist.
Entgegen dieser Marktentwicklung sieht die AXA Versicherung ihr Industrie- und Firmenkundengeschäft weiterhin auf profitablem Wachstumskurs. Grund für die insgesamt positive Prognose sind ein gut diversifiziertes Portfolio sowie die vielen innovativen und lösungsorientierten Konzepte in Verbindung mit nachgewiesener Lösungs- und Beratungskompetenz, beispielsweise im Bereich der Umweltrisiken. Neben internationalen Deckungskonzepten werden auch Versicherungslösungen für neue wachstumsstarke Branchen, wie zum Beispiel den Markt für regenerative Energien, angeboten. Auf Basis dieser konsequenten Ausrichtung an den Bedürfnissen der Kunden und Vermittler rechnet die AXA Versicherung auch im Jahr 2010 mit einer Stärkung der Position als einer der führenden Industrie- und Firmenversicherer in Deutschland.
Im Privatkundengeschäft wird trotz der verhaltenen Marktentwicklungsprognosen insgesamt ein leichtes Beitrags- und Marktanteilswachstum erwartet. Allerdings werden auch hier der anhaltend aggressive Preiswettbewerb und die erhebliche Schadenbelastung aus den außergewöhnlich hohen Frost- und Glatteisschäden ein profitables Wachstum stark erschweren. Zum Ausgleich werden neue Wachstumsfelder im Kooperationsbereich angegangen, wofür bereits erste Partner gewonnen werden konnten. Maßgeblich gestützt wird das erwartete Wachstum durch die Einführung des Bündelproduktes BoxPlus (Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherung).
Die AXA Art verfolgt seit mehreren Jahren die Strategie, ein gesundes Portfolio mit Verträgen wie zum Beispiel mit privaten Sammlern, professionellen Kunsthändlern und Galerien wie auch kleineren und mittleren Museen auszubauen. Die AXA Art Gruppe wird sich nicht an einem risikotechnisch nicht zu rechtfertigenden Konditionen- und Preiswettbewerb beteiligen, dies gilt insbesondere für das Ausstellungsgeschäft. Der Anteil des Ausstellungsgeschäfts am Prämienvolumen wird weiter zurückgehen. Dem anhaltenden Wettbewerbsdruck im Ausstellungsgeschäft begegnet AXA Art auch dadurch, dass das Underwriting und die Bearbeitung von Ausstellungsanfragen zentralisiert wird. Dies erleichtert und beschleunigt die interne Zusammenarbeit und ermöglicht es, konsistent und flexibel im internationalen Ausstellungsgeschäft zu agieren. Im Segment der privaten Sammler und Firmensammlungen rechnet AXA Art mit einem weiteren, wenn auch moderaten Wachstum. Im kommerziellen Segment, also bei professionellen Dienstleistungen der Kunstindustrie, wird vor allem bei kleineren und mittleren Unternehmen mit einem zunehmenden Marktdruck, der zu Bereinigungen und Konsolidierungen führen kann, gerechnet. Vertriebliche Anstrengungen werden vor allem auf Kunst-Dienstleister konzentriert, die einen nachhaltig stabilen und gesunden Geschäftsverlauf vorweisen können.
Die AXA Bank prognostiziert aufgrund neuer Vertriebsinitiativen für 2010 ein steigendes Neugeschäftsvolumen im Geschäftsfeld Geldanlagen, insbesondere bei Einlagen mit Laufzeiten bis zu 12 Monaten. Sie erwartet ebenso eine Steigerung der in Lebensversicherungsverträge vermittelten Volumen.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2009 sind bei unserer Gesellschaft - mit Ausnahme der Vorbereitung der geplanten Umhängung der AXA Kranken GmbH unter die AXA Krankenversicherung AG, der geplanten Verschmelzung der DBV Holding AG auf die WinCom Versicherungs-Holding AG sowie der geplanten Verschmelzung der AXA Service AG auf die AXA Konzern AG - keine Vorgänge eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben.
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen vorgenommen und Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen getroffen oder unterlassen wurden, hat die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist auch durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen nicht benachteiligt worden.
Köln, den 20. April 2010
Der Vorstand
Vorschlag zur Gewinnverwendung
Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beträgt 282.088.033,42 Euro. Nach Einstellung von 77.000.000 Euro in die anderen Gewinnrücklagen verbleibt einschließlich eines Gewinnvortrags von 262.016,01 Euro ein Bilanzgewinn von Euro 205.350.049,43 Euro. Der Hauptversammlung schlagen wir vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
| in Euro | |
|---|---|
| Zahlung einer Dividende von 6,62 Euro je Vorzugsaktie, insgesamt | 33.100.000,00 |
| Zahlung einer Dividende von 6,56 Euro je Stammaktie, insgesamt | 172.073.785,60 |
| Gewinnvortrag | 176.263,83 |
| Bilanzgewinn | 205.350.049,43 |
Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des gesamten Jahres 2009 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte und in zwei Sitzungen sowie sechs schriftlichen Abstimmungen wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes über die allgemeine Geschäftsentwicklung, über grundlegende Angelegenheiten sowie die strategischen Ziele der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstandes, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.
In seiner Sitzung im Mai 2009 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstandes über den Geschäftsverlauf 2008 und dem vorgelegten Jahresabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für 2009 vor, die vertiefend erörtert wurde. Ferner gab er einen Überblick zu Spezialrisiken, über die allgemeine Risikosituation, Arzthaftpflicht und die Risikostrategie des deutschen AXA Konzerns.
Im Rahmen einer schriftlichen Abstimmung im September 2009 stimmte der Aufsichtsrat dem Abschluss von Ergebnisabführungsverträgen mit der AXA Lebensversicherung AG sowie der Deutsche Ärzteversicherung AG als jeweils gewinnabführenden Gesellschaften zu.
In seiner Sitzung im November 2009 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über den bisherigen Geschäftsverlauf im laufenden Jahr und gab einen Kurzbericht über die vorläufige Planung 2010. Ferner wurden die Änderungen durch das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung sowie des Gesetzes zur Stärkung der Finanzmarkt- und Versicherungsaufsicht erörtert. Dem Aufsichtsrat wurde das Vorstandsvergütungssystem erläutert. Zudem wurde in der Sitzung als Folge des Vorstandsvergütungsangemessenheitsgesetzes die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat dahingehend geändert, dass nun dem Aufsichtsrat die Entscheidung über den Abschluss, die Änderung und die Beendigung von Anstellungs-, Pensions- und sonstigen Verträgen mit Vorstandsmitgliedern obliegt. Ferner billigte der Aufsichtsrat in der Novembersitzung den Konzernabschluss für das Geschäftjahr 2008.
In einer schriftlichen Abstimmung im Dezember 2009 stimmte der Aufsichtsrat dem Abschluss eines Ergebnisabführungsvertrages mit der AXA Bank AG als gewinnabführender Gesellschaft zu.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat zeitnah und ausführlich über die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Gesellschaft und über die damit verbundenen Maßnahmen. In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat ausführlich über besondere Projekte und Entwicklungen der Gesellschaft informiert. Der Aufsichtsrat wurde ebenfalls ausführlich über die Sitzungen des Audit Committee informiert.
Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet.
Der Aufsichtsrat hat neben dem gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss zwei weitere Ausschüsse eingerichtet. Das aus drei Mitgliedern bestehende Präsidium befasst sich vornehmlich mit den dienstvertraglichen Angelegenheiten der Mitglieder des Vorstandes und ist aufgrund der Änderungen des Vorstandsvergütungsangemessenheitsgesetzes nun ein vorbereitender Ausschuss. Das aus fünf Mitgliedern bestehende Audit Committee widmet sich im Wesentlichen der Überwachung des Risikomanagements des Vorstandes und der Kontrollmechanismen der Gesellschaft, der Behandlung des Jahresabschlusses, Fragen zur Abschlussprüfung, dem Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und legt die Prüfungsschwerpunkte des Geschäftsjahres fest. Das Präsidium tagte in 2009 zweimal. Das Audit Committee hat in 2009 viermal getagt und eine Telefonkonferenz abgehalten. Hierüber hat es den Aufsichtsrat umfassend unterrichtet. Der Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009 sowie der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2008 sind von der von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten PricewaterhouseCoopers AG, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte und die weiteren Erläuterungen des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist, und schließt sich dem Vorschlag für die Gewinnverwendung an.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen, der allen Mitgliedern rechtzeitig vorgelegen hat, ebenfalls geprüft und hat keinerlei Beanstandungen erhoben.
Der Abschlussprüfer hat nach Prüfung des Berichts des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2009 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
| 1. | die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, |
| 2. | bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaften nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, |
| 3. | bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.“ |
Der Aufsichtsrat schließt sich dem Urteil des Abschlussprüfers an und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärungen des Vorstandes am Schluss des Berichtes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.
Im vergangenen Jahr sind im Vorstand Personalveränderungen eingetreten.
Herr Dr. Heinz-Peter Roß hat mit Wirkung zum Ablauf des 30. April 2009 sein Mandat im Vorstand der AXA Konzern AG niedergelegt. In seiner Sitzung im Mai 2009 bestellte der Aufsichtsrat Herrn Thomas Gerber mit Wirkung ab dem 27. Mai 2009 zum Mitglied des Vorstandes. Ferner ist Herr Gernot Schlösser mit Wirkung zum 31. Dezember 2009 aus dem Vorstand ausgeschieden und in den Ruhestand getreten.
Herr Emmanuel de Talhouët hat sein Mandat im Aufsichtsrat mit Wirkung zum 31. Dezember 2009 niedergelegt. Als Nachfolger wurde in der außerordentlichen Hauptversammlung am 8. Januar 2010 mit sofortiger Wirkung Herr Patrick Lemoine in den Aufsichtsrat gewählt.
Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates für ihre engagierte und erfolgreiche Arbeit.
Für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihre tatkräftige Unterstützung mit zum Erfolg der Gesellschaft beigetragen haben, seinen Dank aus.
Unser Dank gilt auch den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für die sehr engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Köln, den 20. Mai 2010
Für den Aufsichtsrat
Alfred Bouckaert, Vorsitzender
Jahresabschluss
Bilanz zum 31. Dezember 2009
Aktiva
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen: | ||||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 14 | 0 | ||||
| II. Sachanlagen: | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.879 | 2.285 | ||||
| 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 16 | 7 | ||||
| 1.895 | 2.292 | |||||
| III. Finanzanlagen: | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.641.281 | 3.568.169 | ||||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 234.418 | 348.472 | ||||
| 3. Beteiligungen | 767 | 1.285 | ||||
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.200 | 0 | ||||
| 5. Wertpapiere des Anlagevermögens | 19.687 | 14.362 | ||||
| 6. Sonstige Ausleihungen | 3.200 | 5.700 | ||||
| 3.900.553 | 3.937.988 | |||||
| IV. Ansprüche aus Rückdeckungsverträgen und Treuhandverhältnissen | 2.167 | 1.584 | ||||
| 3.904.629 | 3.941.864 | |||||
| B. Umlaufvermögen: | ||||||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: | ||||||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 339.044 | 228.721 | ||||
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 102.814 | 373.207 | ||||
| 441.858 | 601.919 | |||||
| II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 69.422 | 35.870 | ||||
| 511.280 | 637.789 | |||||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 0 | 0 | ||||
| D. Voraussichtliche Steuerentlastung nachfolgender Geschäftsjahre | 182.735 | 40.815 | ||||
| 4.598.644 | 4.620.468 | |||||
| Passiva | ||||||
| in Tsd. Euro | 2009 | 2008 | ||||
| A. Eigenkapital: | ||||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 79.840 | 79.840 | ||||
| II. Kapitalrücklage | 1.278.197 | 1.278.197 | ||||
| III. Gewinnrücklagen: | ||||||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 25 | 25 | ||||
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 1.787.498 | 1.710.498 | ||||
| (2009: Einstellung 77.000 Tsd. Euro, 2008: Einstellung 200.430 Tsd. Euro) | 1.787.524 | 1.710.523 | ||||
| IV. Bilanzgewinn | 205.350 | 154.530 | ||||
| 3.350.911 | 3.223.090 | |||||
| B. Rückstellungen: | ||||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 117.396 | 120.184 | ||||
| 2. Steuerrückstellungen | 138.083 | 269.472 | ||||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 88.279 | 72.681 | ||||
| 343.758 | 462.337 | |||||
| C. Verbindlichkeiten: | ||||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 900.817 | 928.527 | ||||
| 2. Sonstige Verbindlichkeiten | 2.838 | 6.194 | ||||
| davon aus Steuern: 138 Tsd. Euro (2008: 673 Tsd. Euro) | ||||||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 26 Tsd. Euro (2008: 72 Tsd. Euro) | ||||||
| 903.655 | 934.721 | |||||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 320 | 320 | ||||
| 4.598.644 | 4.620.468 |
Gewinn- und Verlustrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2009
| Posten In Tsd. Euro |
2009 | 2008 | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. Erträge aus Beteiligungen, | 32.856 | 35.755 | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen 32.856 Tsd. Euro (2008: 34.068 Tsd. Euro) | ||||
| 2. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 302.142 | 212.235 | ||
| 3. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, | 16.173 | 25.792 | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen 15.881 Tsd. Euro (2008: 25.676 Tsd. Euro) | ||||
| 4. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, | 5.016 | 10.799 | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen 160 Tsd. Euro (2008: 151 Tsd. Euro) | ||||
| 5. sonstige betriebliche Erträge | 87.933 | 158.970 | ||
| 6. Personalaufwand: | ||||
| a) Löhne und Gehälter | 19.992 | 19.065 | ||
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen | ||||
| für Altersversorgung und für Unterstützung, zuzüglich Konzernumlage | 10.246 | 9.987 | ||
| davon für Altersversorgung 6.755 Tsd. Euro (2008: 10.140 Tsd. Euro) | ||||
| Summe Personalaufwand | 30.238 | 29.052 | ||
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 417 | 433 | ||
| 8. sonstige betriebliche Aufwendungen | 83.515 | 65.011 | ||
| 9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 5.615 | 16.004 | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen 2.239 Tsd. Euro (2008: 13.939 Tsd. Euro) | ||||
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen, | 50.427 | 68.463 | ||
| davon an verbundene Unternehmen 43.587 Tsd. Euro (2008: 57.268 Tsd. Euro) | ||||
| 11. Aufwendungen aus Verlustübernahme, | 4.633 | 34.689 | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen 4.633 Tsd. Euro (2008: 34.689 Tsd. Euro) | ||||
| 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 269.275 | 229.899 | ||
| 13. Außerordentliche Erträge | 0 | 0 | ||
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 65.200 | 67.446 | ||
| zuzüglich Konzernumlage | -78.619 | -13.398 | -75.200 | -7.754 |
| 15. Sonstige Steuern | 585 | -874 | ||
| 16. Jahresüberschuss | 282.088 | 238.527 | ||
| 17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 262 | 3 | ||
| 18. Einstellung in andere Gewinnrücklagen | 77.000 | 84.000 | ||
| 19. Bilanzgewinn | 205.350 | 154.530 |
Anhang
Die Paragraphen des Handelsgesetzbuches der neuen Fassung mit Änderungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz sind gesondert gekennzeichnet durch den Zusatz "n.F.“. Paragraphen des Handelsgesetzbuches ohne gesonderte Kennzeichnung beziehen sich auf das Handelsgesetzbuch vor den Änderungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Aktiva
Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach Maßgabe der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Bei der Gliederung des Jahresabschlusses ist dem Geschäftszweck der berichtenden Gesellschaft Rechnung getragen worden. Deshalb wurden, abweichend von § 275 Abs. 2 HGB, die Erträge aus Beteiligungen als Posten 1, die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen als Posten 2, die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens als Posten 3 sowie die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge als Posten 4 und die sonstigen betrieblichen Erträge als Posten 5 der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um entgeltlich erworbene Software, welche mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungskosten entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bilanziert sind.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und mit den steuerlich zulässigen Sätzen abgeschrieben.
Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde mit ihren Anschaffungskosten bewertet, vermindert um die Abschreibungen für die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.
Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden entsprechend § 6 Absatz 2 a EStG im Jahr der Anschaffung den steuerlichen Vorschriften entsprechend aktiviert. Die Abschreibungsdauer beträgt 5 Jahre.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 2 (3) HGB. Das Wertaufholungsgebot wurde beachtet.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden zum Nennbetrag bilanziert, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den dauerhaft niedrigeren zum Abschlussstichtag beizulegenden Wert, angesetzt.
Das Wertaufholungsgebot wurde beachtet.
Die sonstigen Ausleihungen sind mit dem Nennbetrag, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen, angesetzt. Agio- und Disagiobeträge wurden aktivisch und passivisch abgegrenzt und über die Laufzeit planmäßig aufgelöst.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag aktiviert.
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennbetrag in Ansatz gebracht.
Die voraussichtliche Steuerentlastung nachfolgender Geschäftsjahre ist mit dem Unterschiedsbetrag zwischen Handels- und Steuerbilanz bilanziert. Im Wesentlichen betrifft dies die Bewertungsunterschiede der Pensionsrückstellungen, der Kapitalanlagen und der versicherungstechnischen Rückstellungen.
Passiva
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem Teilwertverfahren gemäß § 6 a EStG. Als Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2005 G“ von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die handelsbilanzielle Bewertung wurde ein Rechnungszins in Höhe von 5,0 % in Ansatz gebracht; als Pensionsalter wurde der Zeitpunkt der frühestmöglichen Inanspruchnahme der vorzeitigen Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung zugrunde gelegt.
Für Pensionsverpflichtungen nach dem „Pensionsaufbauplan“, welche bei der AXA Lebensversicherung in Rückdeckung gegeben wurden, wurden Rückstellungen entsprechend dem bescheinigten Aktivwert gebildet.
Der Ansatz der Jubiläumsrückstellungen erfolgte nach dem Teilwertverfahren gemäß § 5 Abs. 4 EStG unter Beachtung des Schreibens des Bundesministeriums der Finanzen vom 8. Dezember 2008. Bei der Ermittlung des Wertes wurden nur die Verpflichtungen gegenüber solchen Mitarbeitern einbezogen, die am Bilanzstichtag mindestens zehn Jahre in den Diensten des Unternehmens standen.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet.
Die Altersteilzeitrückstellungen berücksichtigen die Erfüllungsrückstände aus der Beschäftigungsphase des Blockzeitmodells sowie die vereinbarten Aufstockungszahlungen mit ihrem Barwert.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Sonstige Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Für alle Fremdwährungsaktiva und -passiva gilt der Grundsatz der Einzelbewertung. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden zum Stichtagskurs bewertet.
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. Euro | 01.01.2009 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 31.12.2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände: | |||||
| 1. Software | 3.552 | 16 | - | - | 3.568 |
| 3.552 | 16 | - | - | 3.568 | |
| II. Sachanlagen: | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 11.568 | - | - | - | 11.568 |
| 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.920 | 18 | - | - | 1.938 |
| 13.488 | 18 | - | - | 13.506 | |
| III. Finanzanlagen: | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.662.780 | 161.978 | 87.698 | 2 | 3.737.063 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 348.472 | 72.418 | 186.472 | - | 234.418 |
| 3. Beteiligungen | 3.364 | - | 1.099 | - | 2.265 |
| 4. Ausleihungen Beteiligungen | - | 1.200 | - | - | 1.200 |
| 5. Wertpapiere des Anlagevermögens | 14.362 | 21.699 | 15.827 | -548 | 19.686 |
| 6. Sonstige Ausleihungen | 5.700 | - | - | - | 5.700 |
| 4.034.679 | 257.296 | 291.095 | -546 | 4.000.333 | |
| IV. Ansprüche aus Rückdeckungsverträgen und Treuhandverhältnissen | 1.584 | 85 | 50 | 548 | 2.167 |
| 1.584 | 85 | 50 | 548 | 2.167 | |
| Anlagevermögen insgesamt | 4.053.303 | 257.415 | 291.145 | 2 | 4.019.574 |
| Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. Euro | 01.01.2009 | im Geschäftsjahr | Abgänge | Zuschreibungen | Umbuchungen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände: | |||||
| 1. Software | 3.552 | 2 | - | - | - |
| 3.552 | 2 | - | - | - | |
| II. Sachanlagen: | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 9.284 | 406 | - | - | - |
| 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.912 | 9 | - | - | - |
| 11.196 | 415 | - | - | - | |
| III. Finanzanlagen: | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 94.611 | 2.239 | - | 1.070 | 2 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | - | - | - | - | - |
| 3. Beteiligungen | 2.079 | 18 | 599 | - | - |
| 4. Ausleihungen Beteiligungen | - | - | - | - | - |
| 5. Wertpapiere des Anlagevermögens | - | - | - | - | - |
| 6. Sonstige Ausleihungen | - | 2.500 | - | - | - |
| 96.691 | 4.757 | 599 | 1.070 | 2 | |
| IV. Ansprüche aus Rückdeckungsverträgen und Treuhandverhältnissen | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | |
| Anlagevermögen insgesamt | 111.439 | 5.174 | 599 | 1.070 | 2 |
| Buchwert | ||
|---|---|---|
| in Tsd. Euro | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände: | ||
| 1. Software | 14 | 0 |
| 14 | 0 | |
| II. Sachanlagen: | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 1.879 | 2.285 |
| 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 16 | 7 |
| 1.895 | 2.292 | |
| III. Finanzanlagen: | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.641.281 | 3.568.169 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 234.418 | 348.472 |
| 3. Beteiligungen | 767 | 1.285 |
| 4. Ausleihungen Beteiligungen | 1.200 | 0 |
| 5. Wertpapiere des Anlagevermögens | 19.686 | 14.362 |
| 6. Sonstige Ausleihungen | 3.200 | 5.700 |
| 3.900.553 | 3.937.988 | |
| IV. Ansprüche aus Rückdeckungsverträgen und Treuhandverhältnissen | 2.167 | 1.584 |
| 2.167 | 1.584 | |
| Anlagevermögen insgesamt | 3.904.629 | 3.941.864 |
Erläuterungen zur Bilanz
Aktiva
Bei der Position Software gab es im Geschäftsjahr Zugänge in Höhe von 16 Tsd. Euro. Es fielen lineare Abschreibungen in Höhe von 2 Tsd. Euro an.
Der Buchwert der Grundstücke und Bauten reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von 2,3 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro. Es fielen lineare Abschreibungen in Höhe von insgesamt 406 Tsd. Euro (2008: 405 Tsd. Euro) an.
Die Betriebs- und Geschäftsausstattung verzeichnete Zugänge von 18 Tsd. Euro. Es fielen lineare Abschreibungen in Höhe von insgesamt 9 Tsd. Euro (2008: 28 Tsd. Euro) an.
Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen gab es im Berichtsjahr Zugänge in Höhe von insgesamt 162,0 Mio. Euro. Diese betrafen mit 88,2 Mio. Euro die AXA Krankenversicherung AG, Köln, mit 69,4 Mio. Euro die DBV-Winterthur Holding AG, Wiesbaden, mit 2,2 Mio. Euro die AXA Bank AG, Köln mit 2,2 Mio. Euro die DBV Vermittlungsgesellschaft mbH, Wiesbaden. Die Abgänge im Geschäftsjahr in Höhe von 87,7 Mio. Euro betrafen mit 69,4 Mio. Euro die DBV Holding AG, Wiesbaden, mit 13,2 Mio. Euro, die Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln, mit 2,9 Mio. Euro, die AXA Investment Managers S.A., Paris und mit 2,2 Mio. Euro die DBV Vermittlungsgesellschaft mbH, Wiesbaden. Des Weiteren gab es eine Zuschreibung (Wertaufholung) in Höhe von 1,1 Mio. Euro bei der PSV Management AG, Köln.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 114,0 Mio. Euro auf 234,4 Mio. Euro.
Im Berichtsjahr wurden von der AXA Konzern AG der WinCom Versicherungs-Holding AG, Wiesbaden ein Darlehen in Höhe von 69,4 Mio. Euro und der Kölnische Verwaltungs-AG für Versicherungswerte, Köln, ein Darlehen in Höhe von 3 Mio. Euro gewährt. Die Darlehen der WinCom Versicherungs-Holding AG, Wiesbaden in Höhe von 255,9 Mio. Euro wurden von der AXA Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln übernommen und es erfolgte eine Rückzahlung von 186,5 Mio. Euro durch die AXA Beteiligungs-Gesellschaft mbH, Köln.
Im Geschäftsjahr wies die Gesellschaft Beteiligungen in Höhe von 0,8 Mio. Euro aus.
Der Abgang in Höhe von 1,1 Mio. Euro betraf die Financial Networx GmbH, Dortmund.
Eine vollständige Aufstellung über den Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB wird den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend offen gelegt.
Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht betragen im Berichtsjahr 1,2 Mio. Euro. Im Berichtsjahr wurde ein Darlehen in Höhe von 1,2 Mio. Euro an die AXA GmbH & Co. Immobilienbeteiligungs-Kommanditgesellschaft „Merkens dreiundzwanzig“ vergeben.
Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens gab es im Berichtsjahr Zugänge von 21,7 Mio. Euro und Abgänge von 15,8 Mio. Euro aus Immobilienfonds. Weiterhin wurden Anteile an einem AXA Vorsorgefonds in Höhe von 548 Tsd. Euro in die Position Ansprüche aus Rückdeckungsverträgen und Treuhandverhältnissen umgegliedert.
Die sonstigen Ausleihungen reduzierten sich im Berichtsjahr um 2,5 Mio. Euro auf 3,2 Mio. Euro. Dies beruhte auf einer Abschreibung eines Darlehens an die CIMAG-Colonia Immobilienbeteiligungs-KG "Merkens zehn" in Höhe von 2,5 Mio. EUR. Die Notwendigkeit war infolge einer drohenden Zahlungsunfähigkeit des “Merkens zehn“ Fonds in 2011 gegeben. Das Sanierungskonzept enthielt einen kompletten Rückzahlungsverzicht durch die AXA Konzern AG und einen Teilverzicht der HSH Nordbank.
Die Position Ansprüche aus Rückdeckungsverträgen und Treuhandverhältnissen enthält 1.584 Tsd. Euro zur Deckung der Pensionsverpflichtungen. Diese ist in 2008 durch die Betriebsübergänge der DBV-Winterthur Mitarbeiter entstanden. Aufgrund des Gesetzes zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen wurden in 2009 die im Rahmen des AXA Vorsorgeplans bestehenden Anteile an Zeitwertfonds auf den AXA-Mitarbeiter Treuhand e.V. übertragen. Diese werden nicht mehr unter Wertpapiere des Anlagevermögens, sondern hier mit einem Betrag von 583 Tsd. Euro ausgewiesen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich auf 339,0 Mio. Euro (2008: 228,7 Mio. Euro). Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages wurde eine Forderung gegen die AXA Versicherung AG, Köln, in Höhe von 293,6 Mio. Euro eingestellt. Die Forderung aus dem laufenden Verrechnungsverkehr mit der AXA Versicherung AG, Köln, beträgt 234,1 Mio. Euro.
Gegen die AXA Lebensversicherung AG wurde eine Forderung in Höhe von 5,0 Mio. Euro und gegen die Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln, in Höhe von 3,4 Mio. Euro auf Grund der Gewinnabführungsverträge eingestellt.
Die zeitgleich erfassten, aber noch nicht fälligen Beteiligungserträge des Geschäftsjahres 2009 betrafen die AXA Art Versicherung AG, Köln, mit 10,1 Mio. Euro (reduziert um 3,4 Mio. Euro Kapitalertragsteuer und 0,2 Mio. Euro Solidaritätszuschlag).
In der Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind noch auszugleichende Beträge aus dem laufenden Verrechnungsverkehr zu berücksichtigen. In Höhe von rund 1,3 Mio. Euro sind Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr enthalten, die restlichen Forderungen wiesen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf.
Die Position sonstige Vermögensgegenstände verminderte sich um 269,4 Mio. Euro auf 102,8 Mio. Euro (2008: 373,2 Mio. Euro). Die Steuerforderungen betragen insgesamt 96,8 Mio. Euro (2008: 342,4 Mio. Euro).
Darin enthalten sind 81,1 Mio. Euro, die aufgrund der steuerlichen Organschaft mit den Konzerngesellschaften auf die Gesellschaft übertragen wurden, darüber hinaus bestehen Forderungen aus Körperschaftsteuerguthaben in Höhe von 29 Mio. Euro mit einer Laufzeit von über einem Jahr. Sämtliche sonstige Vermögensgegenstände wiesen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aus.
Es wurde kein Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt.
Die voraussichtliche Steuerentlastung nachfolgender Geschäftsjahre in Höhe von 182,7 Mio. Euro betrifft im Wesentlichen die gegenüber der Steuerbilanz unterschiedliche Bewertung von Pensionsrückstellungen, Kapitalanlagen und versicherungstechnischen Rückstellungen.
Passiva
Das gezeichnete Kapital betrug zum Jahresende 2009 unverändert 79,8 Mio. Euro, eingeteilt in 26.230.760 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien und 5.000.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Die AXA, Paris, ist direkt mit 34,64 % und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt mit insgesamt 65,36 % am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt. Die Vinci B.V. ist direkt mit 39,73 %, die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte direkt mit 25,63 % am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt.
Die Kapitalrücklage blieb im Berichtsjahr unverändert.
In die anderen Gewinnrücklagen wurde ein Betrag in Höhe von 77,0 Mio. Euro eingestellt.
Zu der in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestand aufgrund des steuerlichen Nachholverbotes zum 31. Dezember 2009 ein Fehlbetrag in Höhe von 46 Tsd. Euro.
Die Steuerrückstellungen verminderten sich im Geschäftsjahr 2009 um 131,4 Mio. Euro auf 138,1 Mio. Euro. Von den Konzerngesellschaften wurden aufgrund der steuerlichen Organschaft Steuerrückstellungen in Höhe von 57,6 Mio. Euro auf die Gesellschaft übertragen.
In der Position sonstige Rückstellungen sind Rückstellungen für Prozessangelegenheiten (37,6 Mio. Euro), die Verzinsung möglicher Steuernachforderungen aus Betriebsprüfungen (23,6 Mio. Euro), Rückstellungen für die Abschlussprüfung (1,2 Mio. Euro), Personalrückstellungen (3,2 Mio. Euro), Tantiemen (1,5 Mio. Euro) sowie Aufsichtsratsvergütungen (0,9 Mio. Euro) und IHK-Beiträge (2,1 Mio. Euro) enthalten. Des weiteren enthält die Position Drohverlustrückstellungen aus der Übernahme der CIMAG COLONIA Immobilien AG, Köln in Höhe von 10,3 Mio. Euro und eine Rückstellung für den Verlust im Rahmen der Umhängung der AXA Krankenversicherung Gesellschaft für die Betreuung von Maklern und Mehrfachagenten mbH in Höhe von 4,8 Mio. Euro
Eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber der AXA Versicherung AG, Köln, in Höhe von 84,2 Mio. Euro wurde im Berichtsjahr zurückgezahlt. Andere Darlehensverbindlichkeiten, die aus dem Schuldbeitritt zu den Pensionsrückstellungen der Dienstleistungsgesellschaften sowie der Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln, herrührten, beliefen sich auf 818,8 Mio. Euro (2008: 791,6 Mio. Euro). Unsere Gesellschaft ist im Wege des Schuldbeitritts in die Pensionsverpflichtungen der vorgenannten Gesellschaften eingetreten. Zur Abdeckung der hieraus resultierenden Verpflichtungen erhielt sie Mittel in Höhe der Pensionsrückstellungen. Die Darlehensvereinbarungen wurden auf unbestimmte Zeit eingegangen. Es besteht eine Verbindlichkeit für Insolvenzsicherung nach Betriebsrentengesetz in Höhe von 1,2 Mio. Euro, deren gesamte Laufzeit voraussichtlich 14 Jahre beträgt. Davon entfallen 0,7 Mio. Euro auf eine Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren und 0,5 Mio. Euro auf eine Laufzeit von über fünf Jahren. Alle übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Dritten wiesen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Erträge aus Beteiligungen verminderten sich im Geschäftsjahr um 2,9 Mio. auf 32,9 Mio. Euro. Erzielt wurden sie im Wesentlichen mit den folgenden verbundenen Unternehmen: AXA AXA Art Versicherung AG, Köln, in Höhe von 13,8 Mio. Euro, AXA Investment Managers Paris S.A., Frankreich, in Höhe von 7,6 Mio. Euro, Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln, mit 5,2 Mio. Euro und DBV Holding AG, Wiesbaden mit 4,8 Mio. Euro.
Im Geschäftsjahr erhielt die Gesellschaft Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 302,1 Mio. Euro. Diese entfielen im Wesentlichen mit 293,6 Mio. Euro auf die AXA Versicherung AG, Köln, mit 5,0 Mio. Euro auf die AXA Lebensversicherung AG, Köln und mit 3,4 Mio. Euro auf die Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln.
Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens verminderten sich im Geschäftsjahr um 9,6 Mio. Euro auf 16,2 Mio. Euro. Die Zinserträge wurden im Wesentlichen mit folgenden verbundenen Unternehmen erzielt: 7,8 Mio. Euro mit der AXA, Paris, 6,4 Mio. Euro mit der AXA Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln, 0,9 Mio. Euro mit der AXA Krankenversicherung AG, Köln, 0,4 Mio. Euro mit der WinCom Versicherungs-Holding AG, Wiesbaden, 0,3 Mio. Euro mit der Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln und 0,1 Mio. Euro mit der Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG. Die restlichen Zinsen in Höhe von 292 Tsd. Euro bestanden aus Zinsen für festverzinsliche Wertpapiere und Schuldscheindarlehen.
Gegenüber dem Vorjahr verminderte sich die Position sonstige Zinsen und ähnliche Erträge von 10,8 Mio. auf 5,0 Mio. Euro. Hiervon wurden 4,1 Mio. Euro mit Zinsen aus KSt- und GewSt-Veranlagungen aus Vorjahren, 0,7 Mio. Euro mit Termingeldern und Festgeldern und 0,2 Mio. Euro mit verbundenen Unternehmen erzielt. Zinsen für Liquiditätshilfe wurden gezahlt: 114 Tsd. Euro von der DBV Holding AG, Wiesbaden, 39 Tsd. Euro von der AXA Versicherung AG, Köln, 4 Tsd. Euro von der Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln. und 2 Tsd. Euro von der AXA Krankenversicherung AG, Köln.
Die Position sonstige betriebliche Erträge enthielt im Wesentlichen Dienstleistungserträge in Höhe von 74,6 Mio. Euro (2008: 78,8 Mio. Euro) sowie Erträge aus der Veräußerung von Anteilen an Beteiligungen und Zuschreibungen bei Beteiligungen. Die Mieterträge im Geschäftsjahr betrugen 7,0 Mio. Euro (2008: 6,7 Mio. Euro).
Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2009 30,2 Mio. Euro (2008: 29,1 Mio. Euro).
Die Aufwendungen für Altersversorgung betrafen laufende Pensionszahlungen sowie die Zuführung zur Pensionsrückstellung.
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen, die auf rein steuerlichen Vorschriften beruhen, erfolgten im Geschäftsjahr nicht. Eine Beeinflussung des ausgewiesenen Jahresüberschusses durch steuerliche Abschreibungen war nicht gegeben.
Die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Dienstleistungen betrugen im Berichtsjahr 38,0 Mio. Euro (2008: 41,9 Mio. Euro). Es fielen Aufwendungen in Höhe von 7,5 Mio. Euro (2008: 8,2 Mio. Euro) für die Verwaltung des Grundbesitzes an. Für Aufsichtsräte wurden 1,6 Mio. Euro (2008: 1,6 Mio. Euro) und für Unternehmens- und Rechtsberatungen 2,4 Mio. Euro (2008: 1,3 Mio. Euro) aufgewendet. Weiterhin fielen Reisekosten in Höhe von 1,0 Mio. Euro (2008: 1,1 Mio. Euro) an. Der sonstige Aufwand beträgt 24,9 Mio. Euro (2008: 9,8 Mio. Euro). Zinsabschreibungen auf Schuldscheindarlehen in Höhe von 0,6 Mio. Euro, und Abschreibungen auf Festgeldzinsen der Bank Lehmann Brothers in Höhe von 0,1 Mio. Euro.
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 5,6 Mio. Euro betrafen die AXA Bank AG, Köln, mit 1,4 Mio. Euro, die AXA Finanz Service GmbH, Köln, mit 0,8 Mio. Euro, die FINANCELIFE Gesellschaft für den Bankenvertrieb mbH, Frankfurt am Main, mit 18 Tsd. Euro, ein Schuldscheindarlehen an die CIMAG Colonia Immobilien Beteiligungs KG "Merkens X", Köln, mit 2,5 Mio. Euro und ein Schuldscheindarlehen an die Colonia Finanz- Beratungs- und Vermittlungs- Immobilien Beteiligungs KG “Merkens IV“, Köln mit 0,9 Mio. Euro.
Die Zinsaufwendungen betrafen mit 43,6 Mio. Euro (2008: 57,3 Mio. Euro) die von Konzern- und Mutterunternehmen erhaltenen Darlehen. Es erfolgte eine Anpassung der Zinsen in Höhe von 3 Mio. Euro., die für Steuernachforderungen aus Betriebsprüfungen voraussichtlich zu zahlen sind. Für bereits bestehende Spruchstellenverfahren wurden Zinsen in Höhe von 3,8 Mio. Euro angepasst.
Der Aufwand aus Verlustübernahme resultierte aus Verpflichtungen gegenüber der AXA Bank AG, Köln, in Höhe von 4,6 Mio. Euro.
Der Erstattungsanspruch aus Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhte sich im Geschäftsjahr um 5,6 Mio. Euro auf 13,4 Mio. Euro. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus höheren abzugsfähigen Kosten (Effekt: 4,2 Mio. €) und auf geringeren steuerlichen Effekten bei den übrigen Kapitalanlagen (Effekt: 1,2 Mio. €).
Die sonstigen Steuern erhöhten sich um 1,5 Mio. Euro auf 586 Tsd. Euro. Dies resultiert aus Grunderwerbsteuerbelastungen in Höhe von 0,5 Mio. € und aus der Tatsache, dass in 2008 eine Steuerrückstellung von 1,0 Mio. € aufgelöst werden konnte.
Pflichtangaben nach § 285 Nr. 10 HGB
Aufsichtsrat
Claas Kleyboldt
Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates
Vorsitzender des Vorstandes i.R. der AXA Konzern AG
Köln
Alfred Bouckaert
Vorsitzender
Mitglied des Management Board der AXA und Chief Executive Officer for Northern, Central and Eastern
Europe der AXA (bis 14. März 2010)
Brüssel, Belgien
Herbert Mayer *)
stellv. Vorsitzender
Angestellter
Pfinztal
Uwe Beckmann *)
Angestellter
Sarstedt
Harry Clemens *)
Leitender Angestellter
Köln
Kurt Döhmel
Vorsitzender der Geschäftsführung i.R. der Deutsche Shell Holding GmbH
Hamburg
Leonhard Fischer
Geschäftführer der RHJI Swiss Management LLC
Zürich, Schweiz
Dr. Michael Frenzel
Vorsitzender des Vorstandes der TUI AG
Hannover
Michael Garrecht *)
Angestellter
Maikammer
Peter Heesen
Bundesvorsitzender dbb beamtenbund und tarifunion
Berlin
Patrick Lemoine (seit 8. Januar 2010)
Head Business Support & Development for Northern, Central and Eastern Europe der AXA
Paris, Frankreich
Hans-Peter Lenssen *)
Gewerkschaftssekretär ver.di
Berlin
Friedrich Merz
Rechtsanwalt Mayer Brown LLP
Arnsberg
Frank D. Meyer *)
Angestellter
Saulheim
Dr. Eckkehard D. Schulz
Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp AG
Düsseldorf
Emmanuel de Talhouët (bis 31. Dezember 2009)
Director Business Support & Development for Northern, Central and Eastern Europe der AXA
Paris, Frankreich
Klaus Weber *)
Gewerkschaftssekretär ver.di
Berlin
Manfred Weyrich *)
Angestellter
Overath
*) Vertreter der Arbeitnehmer
Vorstand
Dr. Frank Keuper
Vorsitzender
Konzern-Kommunikation, Konzern-Revision, Konzern-Strategie und Portfoliosteuerung
Krankenversicherung, Ärzteversicherung (seit 11. März 2010)
Dr. Patrick Dahmen
Rechnungswesen, Corporate Finance, Planung, Controlling, Steuern, Risikomanagement
Thomas Gerber (seit 27. Mai 2009)
Vorsorge, Produktmanagement, Bank. Aktuariat
Wolfgang Hanssmann
Vertrieb, Marketing
Dr. Markus Hofmann
Industrie- und Firmenkundengeschäft, Schaden, Privatkundengschäft
Ulrich C. Nießen
Personal, Recht und Compliance, Zentrale Dienste
Dr. Heinz-Peter Roß (bis 30. April 2009)
Vorsorge
Gernot Schlösser (bis 31. Dezember 2009)
Krankenversicherung, Ärzteversicherung
Dr. Heinz-Jürgen Schwering
Kapitalanlagen, Asset Liability Management
Jens Wieland
Informationstechnologie, Logistik
Sonstige Erläuterungen und Angaben
Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 311 (2008: 298) Mitarbeiter beschäftigt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes sind bei den Pflichtangaben nach § 285 Nr. 10 HGB aufgeführt.
Vergütung von Vorstand, Aufsichtsrat und Beirat
Vorstandsvergütung 2009
Für das Geschäftsjahr 2009 belief sich der Vergütungsaufwand für die Mitglieder des Vorstands der AXA Konzern AG für ihre Tätigkeiten im Mutterunternehmen insgesamt auf 924 Tsd. Euro (2008: 917 Tsd. Euro), davon entfielen 450 Tsd. Euro (2008: 492 Tsd. Euro) auf feste und 474 Tsd. Euro (2008: 425 Tsd. Euro) auf variable Vergütungsbestandteile für das Vorjahr. Es erfolgten, wie im Vorjahr, keine Abfindungszahlungen an ausgeschiedene Vorstandsmitglieder.
Long Term Incentive Vergütung
Die im Rahmen des gruppenweiten Aktienoptionsprogramm –„Long Term Incentive Plan“ der AXA S.A. in 2009 ausgegebenen 146.491 (2008: 167.600) Optionen sehen einen Bezugspreis von EUR 10,00 (Aktienkurs zum Bilanzstichtag 31.12.2009 Euro 16,54) pro Anteil vor. Die Optionen sind mit einer Haltefrist versehen, jeweils ein Drittel der an den Begünstigten vergebenen Optionen sind ab dem 20.03.2011 20.03.2012 / 20.03.2013 ausübbar. Begünstige mit einer Zuteilung von mindestens 5.000 Stock Options können frühestens ab 2013 ihr letztes Drittel an Stock Options ausüben, wenn die Performance der AXA Aktie seit dem Gewährungstag oder der vergangenen drei Jahre die Performance des Euro Stoxx Insurance Index erreicht oder übersteigt; bleibt die Sperrfrist bestehen, erfolgt jährlich eine erneute Überprüfung der Performance und ggf. eine Freigabe des letzten Drittels. Die Optionen verfallen, sofern sie nicht bis zum 19.03.2019 ausgeübt werden.
Die Zuteilung der 71.402 Performance Units (2008: 64.160) erfolgt anhand des Ergebnisses der AXA S.A. sowie der jeweiligen Landesgesellschaft (AXA Konzern AG) in den Jahren 2009 und 2010. Die Performance Units werden am 20.03.2010 und 20.03.2011 für das jeweilige Vorjahr zugeteilt. Am 20.03.2011 erfolgt die Abrechnung der Performance Units, wobei an die Begünstigten ein Betrag ausgezahlt wird, der sich aus der Anzahl der zugeteilten Performance Units multipliziert mit dem durchschnittlichen Eröffnungskurs der Aktie der AXA S.A., Paris, während der letzten 20 Handelstage vor dem 20.03.2011 an der Pariser Börse ergibt. Sollten mehr als 1.000 Performance Units an einen Begünstigten vergeben werden, werden 30% der abzurechnenden Performance Units in Aktien der AXA S.A., Paris investiert, die durch die Begünstigten frühestens nach Ablauf von 2 Jahren veräußert werden können.
Infolge einer Kapitalerhöhung der AXA S.A. im Geschäftsjahr 2009 wurden die ausgegebenen Rechte der Vorjahre entsprechend angepasst. Die weiteren Einzelheiten dieses Programms sind von der AXA S.A., Paris, offen gelegt worden. Die Stock Options sowie die ggf. im Rahmen des Performance Unit Programms erworbenen Aktien werden durch die AXA S.A. ausgegeben; wobei die Kosten der finalen Zuteilung für die im Rahmen des Performance Unit Programms erworbenen Aktien an die AXA Konzern AG aufwandswirksam verrechnet werden. Für die ausgegebenen Stock Options entstehen der AXA Konzern AG keine Kosten. Der beizulegende Zeitwert dieser Rechte wird am Tag der Gewährung nach anerkannten Optionspreismodellen ermittelt und zeitanteilig über den Erdienungszeitraum erfasst.
Der Aufwand für die Barkomponente der Performance Units wird unmittelbar von der AXA Konzern AG getragen. Dieser Aufwand wird auf Basis des Börsenkurses der AXA S.A. zum Bilanzstichtag ermittelt und zeitanteilig über den Erdienungszeitraum erfasst.
Der auf das Geschäftsjahr 2009 entfallende beizulegende Zeitwert der im Geschäftsjahr und in früheren Jahren ausgegebenen Stock Options und Performance Units beträgt 1.328 Tsd. Euro für 2009 (2008: 1.019 Tsd. Euro). Im Berichtszeitraum erhielten die Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft 174 Tsd. Euro (2008: 229 Tsd. Euro) aus der Abrechnung von Performance Unit Plänen sowie 6.335 Stück Aktien (2008: 3.483) der AXA S.A. Erlöse aus der Ausübung von Stock Options beliefen sich in 2009 auf 1,6 Tsd. Euro (2008: 0 Tsd Euro).
Versorgungszusage
Den Mitgliedern des Vorstandes der AXA Konzern AG wird eine Versorgungszusage gewährt. Diese umfasst nach entsprechender Dienstzeit Ansprüche auf Altersrente (ab Vollendung des 65. Lebensjahres), Invaliditätsrente, Witwen-/Witwerrente, Waisenrente und unter bestimmten Bedingungen Übergangsgeldzahlungen.
Die Höhe der Leistungen ist an das Festgehalt vor Ausscheiden gekoppelt und beträgt je nach Vorstandsdienstzeit 40 bis 60 % des Festgehaltes quotiert in analoger oder direkter Anwendung des § 2 BetrAVG. Mit Beginn der zweiten Bestellungsperiode werden entsprechende Ansprüche unverfallbar, sofern das Dienstverhältnis auf Veranlassung der Gesellschaft beendet wird.
Ab dem Beginn der dritten Bestellungsperiode erwerben die Vorstandsmitglieder zusätzlich einen Anspruch auf Übergangsgeld in Höhe von 40 % der Festbezüge für den Fall, dass die Gesellschaft den Dienstvertrag nicht verlängert, ohne dass ein wichtiger Grund vorliegt. Die Zahlung von Übergangsgeld endet mit dem Eintritt eines Versorgungsfalles (Erreichen der Altersgrenze oder Tod). Anderweitige aus selbstständiger oder nicht selbstständiger Tätigkeit für ein anderes Unternehmen erzielte Einkünfte werden in voller Höhe auf das Übergangsgeld angerechnet.
Mit Beginn der dritten Bestellungsperiode beläuft sich der unverfallbare Anspruch auf Altersrente auf mindestens 40% der Festbezüge.
Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene
Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 1.898 Tsd. Euro (2008: 1.885 Tsd. Euro). Für diese Personengruppe sind zum 31. Dezember 2009 Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von 28.827 Tsd. Euro (2008: 24.542 Tsd. Euro) passiviert.
Aufsichtsratsvergütung
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der AXA Konzern AG betrug im Geschäftsjahr 2009 insgesamt 1.520 Tsd. Euro (2008: 1.558 Tsd. Euro), davon 610 Tsd. Euro (2008: 606 Tsd. Euro) erfolgsunabhängig und 910 Tsd. Euro (2008: 952 Tsd. Euro) erfolgsabhängig.
An Aufsichtsratsmitglieder wurden Darlehen von 20 Tsd. Euro (2008: 114 Tsd. Euro) bei einem Effektivzinssatz von 4,45% gewährt. Im Geschäftsjahr 2009 wurden rund 94 Tsd. Euro (2008: 24 Tsd. Euro) getilgt. Die Konditionen der Darlehen sind festgeschrieben und laufen 2010 aus. Es wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen.
Beiratsvergütung
Für das Geschäftsjahr 2009 belief sich die Gesamtvergütung für die Mitglieder der Beiräte für Ihre Tätigkeit im Mutterunternehmen auf 53,6 Tsd. Euro (2008: 53,6 Tsd. Euro).
Wirtschaftsprüferhonorare
Die Honorare unserer Abschlussprüfer werden im Rahmen des Konzernabschlusses ausgewiesen
Weitere Erläuterungen und Angaben
Mit der Nordstern Allgemeine Versicherungs-AG, die 1999 durch die Verschmelzung mit der AXA Versicherung AG erloschen ist, bestand seit 1994 ein Beherrschungsvertrag. Die Angemessenheit der aufgrund des Beherrschungsvertrages den außenstehenden Aktionären der Nordstern Allgemeine Versicherungs-AG zustehenden Abfindungen und Ausgleichszahlungen wird in einem Spruchstellenverfahren gemäß § 306 AktG überprüft, das beim Oberlandesgericht Düsseldorf anhängig ist. Im November 1999 haben mehrere außenstehende Aktionäre der Albingia Versicherungs- AG gemäß § 306 AktG ein weiteres Spruchstellenverfahren beim Landgericht Hamburg beantragt, in dem die Angemessenheit der den außenstehenden Aktionären nach dem Beherrschungsvertrag zu gewährenden Abfindung und Ausgleichszahlung überprüft wird.
Im Jahr 2002 wurde ein weiteres Spruchstellenverfahren von mehreren außenstehenden Aktionären der AXA Versicherung AG beim Landgericht Köln gemäß § 306 AktG in die Wege geleitet, um die Angemessenheit der den außenstehenden Aktionären nach dem 2000 abgeschlossenen Beherrschungsvertrag zu gewährenden Abfindung und Ausgleichszahlung zu überprüfen. Außenstehende Aktionäre der AXA Versicherung AG haben darüber hinaus im Jahr 2005 weitere Spruchstellenverfahren beim Landgericht Köln eingeleitet. In ihnen sollen die Barabfindungsangebote und Ausgleichszahlungen aus dem im Jahr 2005 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag mit der AXA Konzern AG sowie die Barabfindungsangebote überprüft werden, die aus der Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die AXA Konzern AG resultieren.
In 2007 wurden weitere Spruchstellenverfahren von mehreren außenstehenden Aktionären der AXA Lebensversicherung AG und der Deutsche Ärzteversicherung AG beim Landgericht Köln gemäss § 306 AktG in die Wege geleitet, um die Barabfindungsangebote zu überprüfen, die aus der am 05. Juli 2007 wirksam gewordenen Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die AXA Konzern AG resultierten. Ferner haben mehrere Aktionäre der AXA Konzern AG ein Spruchstellenverfahren beim Landgericht Köln zur Überprüfung der Angemessenheit des Barabfindungsangebotes, das aus der ebenfalls am 05. Juli 2007 wirksam gewordenen Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der AXA Konzern AG auf die AXA, Paris, resultierte, eingeleitet.
In 2009 wurde von mehreren außenstehenden Aktionären der DBV Holding AG ein Spruchstellenverfahren beim Landgericht Frankfurt gem. § 306 AktG in die Wege geleitet, um die Barabfindungsansprüche aus der am 09. April 2009 wirksam gewordenen Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der DBV Holding AG auf die AXA Konzern AG zu überprüfen.
Für die AXA Bank AG, Köln, wurde gemäß § 5 Abs. 10 des Status des Einlagensicherungsfonds seitens der AXA Konzern AG sowie der AXA, Paris, eine sogenannte Freistellungserklärung gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin, abgegeben. Die Freistellungserklärung dient zur vorsorglichen Absicherung für den eventuellen Fall einer zugunsten der Bank erfolgten Hilfestellung, falls diese wegen entstandener Verluste erforderlich sein sollte. Per 31.12.2009 betrug der Wert der zu sichernden Kundengelder 862,9 Mio. Euro. Darüber hinaus besteht eine Patronatserklärung über 7,5 Mio. Euro im Zusammenhang mit der Gewährung von Schuldscheindarlehen.
Die AXA Konzern AG hat sich verpflichtet, der Pro bAV Pensionskasse AG neben der Stellung eines nicht rückzahlbaren und unverzinslichen Organisationsfonds von insgesamt 50 Tsd. Euro für die ersten sieben Geschäftsjahre die zum Ausgleich eines sonst entstehenden, nicht durch Entnahmen aus dem Organisationsfonds gedeckten Jahresfehlbetrag notwendigen Beträge zu erstatten. Zudem hat sich die AXA Konzern AG verpflichtet, auf Anforderung der BaFin oder der Pro bAV bereits unterjährig liquiditätswirksame Zuschüsse zu leisten. Dies erfolgt insbesondere, um die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft, die jederzeitige Bedeckung der versicherungstechnischen Passiva und die Erfüllung der Solvabilitätsanforderungen zu gewährleisten. Des Weiteren hat sich die AXA Konzern AG am 15. Mai 2003 im Rahmen eines Beherrschungsvertrag verpflichtet, Jahresfehlbeträge der Pro bAV Pensionskasse, die auch nach Ablauf der vorgenannten ersten sieben Jahre entstehen, gemäß § 302 Abs. 1 des Aktiengesetzes (AktG) zu übernehmen.
Zusammenarbeit im Konzern
Die Geschäftsfunktionen unserer Gesellschaft werden schon seit Jahren von Dienstleistungsgesellschaften des deutschen AXA Konzerns und der AXA Gruppe ausgeübt. Im Einzelnen haben wir die Geschäftsfunktionen unserer Gesellschaft im Rahmen von Dienstleistungsverträgen auf nachfolgende Gesellschaften übertragen:
| ― | die Bereiche Unternehmensentwicklung, Rechnungswesen, Betriebsorganisation, EDV-Anwendungsentwicklung, Personalwirtschaft und -entwicklung, Recht, Steuern und Allgemeine Verwaltung, Marketing, die Entwicklung, Konzeption, Realisierung und Produktion von Internet- und internetbasierten Dienstleistungen auf die AXA Service AG, Köln; |
| ― | die Betreuung von SAP-basierten Anwendungsprogrammen über die AXA Service AG durch die AXA Group Solutions SA, Zweigniederlassung Köln; |
| ― | den Betrieb des Rechenzentrums und die Inanspruchnahme von Kommunikationsdienstleistungen über die AXA Service AG auf die AXA Technology Services Germany GmbH, Köln; |
| ― | die Postbearbeitung, Logistik und Archivierung über die AXA Service AG, Köln, auf die AXA Logistic Services GmbH, Köln; |
| ― | die Funktionen aus dem Bereich Vermögensanlage und -verwaltung für Kapitalanlagen über die AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Köln, sowie die Immobilienverwaltung über die AXA Real Estate Managers Deutschland GmbH, Köln; |
| ― | den Bereich betriebliche Altersversorgung über die Kölner Spezial Beratungs-GmbH, Köln. |
Mit den folgenden Gesellschaften unterhält die AXA Konzern AG als gewinnempfangende Gesellschaft Gewinnabführungs- und Verlustübernahmeverträge (Ergebnisabführungsverträge):
| ― | AXA Versicherung AG, Köln |
| ― | AXA Lebensversicherung AG, Köln |
| ― | Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln |
| ― | AXA Bank AG, Köln |
| ― | AXA Service AG, Köln |
| ― | AXA Finanz Service GmbH, Köln |
Die AXA Konzern AG hat mit folgenden Gesellschaften Beherrschungsverträge abgeschlossen:
| ― | AXA Versicherung AG, Köln |
| ― | AXA Lebensversicherung AG, Köln |
| ― | AXA Krankenversicherung AG, Köln |
| ― | AXA Service AG, Köln |
| ― | AXA Art Versicherung AG, Köln |
| ― | AXA Bank AG, Köln |
| ― | Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln |
| ― | Pro bAV Pensionskasse AG, Köln |
| ― | Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln |
| ― | AXA Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln |
Die AXA Konzern AG ist als ein im Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen verpflichtet, für das Geschäftsjahr 2009 nach § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erstellen. In diesem vom Vorstand erstellten Bericht hat dieser abschließend erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die zum Zeitpunkt der Vornahme von Rechtsgeschäften mit verbundenen Unternehmen bekannt waren, eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und keine nachteiligen Maßnahmen erfolgt sind. Hierzu verweisen wir auf die im Lagebericht dargestellten Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.
Die AXA, Paris, ist direkt und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt alleinig am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt. Die AXA Konzern AG ist deshalb ein im Sinne von § 16 Abs. 1 AktG im Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen der AXA. Die AXA Konzern AG und ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der AXA, Paris, einbezogen, der für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellt wird. Der Konzernabschluss der AXA, Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des Marchés Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt.
Köln, den 20. April 2010
AXA Konzern AG
Der Vorstand
Dr. Keuper
Dr. Dahmen
Gerber
Hanssmann
Dr. Hofmann
Nießen
Dr. Schwering
Wieland
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AXA Konzern AG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 04. Mai 2010
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Alexander Hofmann, Wirtschaftsprüfer
ppa. Dr. David F. Bacher, Wirtschaftsprüfer