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Aurubis AG — Management Reports 2013
Mar 14, 2014
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Management Reports
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Publication
Aurubis AG
Hamburg
Jahresabschluss zum 30. September 2013 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012/2013
Lagebericht
GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN
Geschäftstätigkeit und Struktur
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Die Aurubis AG (Aurubis) zählt zu ihrem Kerngeschäft die Produktion von Kupfer und weiteren Metallen aus Primär- und Recyclingrohstoffen sowie die Herstellung von Kupferprodukten. Damit sind wir in zentralen Bereichen der Wertschöpfungskette von Kupfer vertreten. Die Erzeugung von Edelmetallen und Spezialprodukten ergänzt das Leistungsspektrum.
Die Rohstoffversorgung des Unternehmens steht auf zwei Säulen und ist damit besonders geeignet Marktchancen zu nutzen und Versorgungsrisiken abzufedern. Als Einsatzstoff für die Kupferproduktion dienen vor allem Kupferkonzentrate, die überwiegend in außereuropäischen Ländern aus Erz gewonnen und zugekauft werden. Die zweite Rohstoffbasis bilden Zwischenprodukte sowie Altkupfer und sonstige Recyclingmaterialien, deren Herkunftsort überwiegend der europäische Raum ist. Spezielle Verarbeitungsmöglichkeiten bestehen für Reststoffe aus der Metallproduktion sowie für edelmetallhaltige Vorstoffe und Elektronikschrotte.
An den Standorten Hamburg und Lünen produziert Aurubis Kupferkathoden, die als Handelsmarke bei der London Metal Exchange registriert sind. Sie sind in erster Linie das Ausgangsprodukt für die Herstellung von Kupferprodukten, können aber auch verkauft werden.
Auf der Weiterverarbeitungsstufe dominiert Gießwalzdraht das Angebot von Aurubis. Eine weitere Produktgruppe sind Stranggussformate, aus denen Bänder, Folien, Bleche, Rohre und Profile hergestellt werden.
Die vorhandene Anlagentechnik und die Prozessbeherrschung erlauben Aurubis auch ein Vielzahl anderer, in den Rohstoffen enthaltene Begleitelemente, zu extrahieren. Damit sind wir in der Lage ein großes Spektrum an Rohstoffen einzusetzen und erhalten so eine gute Versorgungsposition. Die neben Kupfer enthaltenen Elemente werden anschließend zu Spezialprodukten weiterverarbeitet, darunter insbesondere Edelmetalle, Schwefelsäure und Eisensilikat.
ORGANISATIONSSTRUKTUR
Die Aurubis AG hat ihren Unternehmens- und Verwaltungssitz in Hamburg. An diesem Standort sind auch wesentliche Produktionsanlagen angesiedelt. Das Unternehmen ist in drei Geschäftsfeldern aktiv:
Das Geschäftsfeld Primärkupfer umfasst im Wesentlichen die Produktionsanlagen zur Verarbeitung von Kupferkonzentraten und die Produktion von Kupferkathoden am Standort Hamburg. Hinzu kommen die Produktion und Vermarktung von Schwefelsäure, Selen und Eisensilikat.
Zum Geschäftsfeld Recycling/Edelmetalle zählen die Recyclingaktivitäten und die Produktion von Edelmetallen. Gesellschaften und Beteiligungen in angrenzenden Geschäftsfeldern ergänzen das Portfolio.
Zum Geschäftsfeld Kupferprodukte gehört die Herstellung und Vermarktung der Produkte aus den Kupferproduktfamilien Gießwalzdraht und Stranggussformate.
Übergreifende Bereiche unterstützen die operativen Einheiten mit ihren Dienstleistungs- und Verwaltungsfunktionen.
Die Beteiligungen sind im Anhang aufgelistet.
RECHTLICHE STRUKTUR
Die Aurubis AG wurde 1866 in Hamburg unter dem Namen Norddeutsche Affinerie AG gegründet. Der Beschluss zur Namensänderung erfolgte am 26.02.2009 durch die Hauptversammlung. Nach mehrfachen Änderungen in der Eigentümerstruktur wurde das Unternehmen 1998 an die Börse gebracht. Seit 2003 ist Aurubis im MDax und zugleich im Prime Standard der Deutschen Börse vertreten.
Zum 31.12.1999 wurde die Aktienmehrheit an der auf Kupferrecycling spezialisierten Hüttenwerke Kayser AG übernommen. Am 01.10.2003 erfolgte die Verschmelzung auf die damalige Norddeutsche Affinerie AG. Der Standort Lünen ist heute das Recyclingzentrum des Konzerns.
Im Geschäftsjahr 2001/02 folgte der Erwerb der Prymetall GmbH & Co. KG (heute Aurubis Stolberg GmbH & Co. KG) und ihrer 50-prozentigen Beteiligung an der Schwermetall Halbzeugwerk GmbH & Co. KG (Schwermetall Halbzeugwerk), Stolberg.
Im Geschäftsjahr 2007/08 wurde der europäische Wettbewerber Cumerio übernommen. Das Geschäftsmodell des Unternehmens beinhaltete ebenfalls die Herstellung und Verarbeitung von Kupfer.
Am 01.09.2011 erfolgte die Akquisition der Rolled Products Division der Luvata-Gruppe.
Unternehmenssteuerung
FÜHRUNGSVERANTWORTUNG
Die Mitglieder des Vorstands haben die Unternehmensstrategie 2013 konsequent umgesetzt und weiterentwickelt. Mit umfangreicher Fach- und Führungsexpertise, ihrer Kenntnis des Unternehmens und auf Basis ihrer Erfahrungen führen die Vorstandsmitglieder ihre Ressorts. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und ein intensiver Austausch untereinander sind dabei selbstverständlich.
Zwischen Vorstand und Mitarbeitern agieren die Führungskräfte. Sie steuern die Mitarbeiter im internationalen Umfeld auf Basis einheitlicher Unternehmenswerte (Code of Conduct) und anhand Aurubis-spezifischer Führungsleitlinien. Über das Instrument des Führungsfeedbacks, das seit Anfang 2012 im Einsatz ist, wird ein konstruktiver Dialog zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern gefördert. Aufgrund der positiven Erfahrungen wird der intensive Austausch zwischen der jeweiligen Führungskraft und den Mitarbeitern auf weiteren Führungsebenen umgesetzt.
Auch 2012/13 hat es zahlreiche Maßnahmen zur Entwicklung des Aurubis-Managements gegeben. Zielgruppen waren sowohl Führungskräfte als auch Nachwuchskräfte, d.h. potenzielle Führungskräfte von morgen.
Zur Weiterentwicklung der Führungspersönlichkeiten wurde eine Mentoring-Initiative bei Aurubis erfolgreich initiiert. Diverse Tandems (Mentoren und Mentees) unterstützen sich in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung und arbeiten gemeinsam an ihrer weiteren Laufbahn.
Im Bereich Management Development setzt Aurubis auf bewährte Entwicklungsprogramme und Netzwerkveranstaltungen. Neue Formate, insbesondere zur Gestaltung von „Change“ (Wandel) sowie zur Verbesserung der Dialogfähigkeit wurden initiiert.
Für die erfolgreiche und engagierte Arbeit sind einheitliche Vergütungsstrukturen für das Aurubis Management wichtig. Das 2010 eingeführte Vergütungssystem ist marktorientiert und entspricht internationalen Standards.
Die ausgewogene Zusammensetzung der Management-Teams ist für Aurubis entscheidend. Frauen und Männer, nationale und internationale Fach- und Führungskräfte, junge und erfahrene Mitarbeiter kooperieren eng und bereichsübergreifend zum Wohle des Unternehmens.
UNTERNEHMENSSTEUERUNG ANHAND DER RENDITE AUF DAS EINGESETZTE KAPITAL
Maßgebliches Ziel der Unternehmenssteuerung ist die Steigerung des Unternehmenswertes indem ein positiver Gesamtwertbeitrag des Unternehmens über die Kapitalkosten hinaus erwirtschaftet wird. Dem unternehmensinternen Steuerungssystem liegt eine einheitliche Bewertung des operativen Geschäfts sowie der Optimierungs- und Investitionsvorhaben anhand von Ertrags-, Bilanz- und Finanzierungskennzahlen zugrunde.
Die Investitionsrichtlinien und das Projektmanagement von Aurubis bilden den Rahmen für eine einheitliche Darstellung und Bewertung unterschiedlicher Projekte über alle Konzerneinheiten hinweg. Darüber hinaus werden qualitative und strategische Kriterien berücksichtigt.
Eine wesentliche Kennzahl zur Ermittlung und vergleichbaren Darstellung der Rentabilität ist der ROCE (Return on Capital Employed), der die Verzinsung des im operativen Geschäft oder für eine Investition eingesetzten Kapitals beschreibt. Der ROCE bezeichnet das Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern und Zinsen (EBIT) zum eingesetzten Kapital am Bilanzstichtag (Capital Employed). Zur Beurteilung von Investitionsprojekten werden auch die effektive Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Internal Rate of Return IRR) sowie der Nettobarwert (Net Present Value NPV) herangezogen.
WESENTLICHE RECHTLICHE UND WIRTSCHAFTLICHE EINFLUSSFAKTOREN
Die Einflüsse auf das operative Geschäft von Aurubis ergeben sich vor allem aus der Lage an den internationalen und europäischen Rohstoff- und Kupfermärkten. Diese Märkte sind zunehmend durch makroökonomische Entwicklungen bestimmt, die auch die Preisbildung an den Metallbörsen beeinflussen. Außer dem Konjunkturverlauf in den Industrie- und Schwellenländern spielen Ereignisse an den Finanz- und Devisenmärkten eine Rolle. Veränderungen in den politischen Rahmenbedingungen, die internationale Handelspolitik, die Energiepolitik und umweltschutzbezogene Tatbestände sind ebenfalls besonders geschäftsrelevant.
KUPFERPREIS, SCHMELZ- UND RAFFINIERLÖHNE, PRÄMIEN UND AUFPREISE
Der Preis für Kupfer bildet sich im Handel, vor allem an der London Metal Exchange (LME), die physische Geschäfte sowie Kurssicherungs- und Anlegergeschäfte ermöglicht. Er ist über den Börsenhandel hinaus Richtwert und wird international anerkannt.
Sowohl im Rohstoffgeschäft als auch im Produktgeschäft dient der Kupferpreis als Basis für die Preisermittlung. Damit ist er bei Aurubis im Wesentlichen ein durchlaufender Posten. Ein konsequentes Preissicherungsmanagement ist etabliert und wird konsequent angewendet.
Indirekt beeinflusst der Kupferpreis aber das Rohstoffangebot und die Nachfrage und wirkt damit auch auf das Ergebnis ein. Des Weiteren kann durch effiziente Metallausbringung in unseren Anlagen ein Ergebniseffekt entstehen. Diese sind wertmäßig durch den Metallpreis bestimmt, dessen Volatilität für entsprechende Schwankungen sorgt.
Beim Einkauf kupferhaltiger Rohstoffe sind die mit Lieferanten verhandelten Schmelz- und Raffinierlöhne (TC/RC) wesentliche Ertragskomponenten eines Geschäftes und sehr wichtige Ergebnisgrößen für das Unternehmen. Ihre Entwicklung hängt von der jeweiligen Angebots- und Nachfragestruktur auf den Weltmärkten ab. Im Kern sind sie das Entgelt für die Umwandlung von Rohstoffen in das Börsenprodukt Kupferkathode und andere Metalle.
Als Preisbasis für den Verkauf unserer Kupferprodukte dient die Börsen- und Marktnotierung für Kupfer. Der europäische Prämienaufschlag für Kathoden von Aurubis sowie Formataufpreise, die für die Umwandlung von Kathoden in Kupferprodukte erhoben werden, sind weitere Bestandteile des Verkaufspreises und wichtige Ergebnisgrößen im Kupferproduktabsatz. Einflüsse auf das Mengenvolumen und die Höhe der Formataufpreise gehen u.a. von Konjunkturentwicklungen aus.
Devisen
Die Rechnungslegung und Berichterstattung des Aurubis-Konzerns erfolgt in Euro. Ein Teil des Geschäfts wird jedoch in Fremdwährungen fakturiert und unterliegt entsprechenden Einflüssen aus Kursschwankungen: Während das Recyclinggeschäft überwiegend in Euro abgerechnet wird, ist das internationale Konzentratgeschäft US-Dollar-basiert.
Risiken aus Fremdwährungen ermitteln wir unmittelbar und treffen auf dieser Basis Sicherungsentscheidungen. Zur laufenden Absicherung werden hierzu Spot- und Forwardgeschäfte getätigt sowie Optionen abgeschlossen.
Energie
Wesentliche Einflüsse gingen im Geschäftsjahr auch vom Energiesektor aus. Erneut standen hier die deutsche Energiewende sowie die Vorbereitung auf die 3. Handelsperiode des europäischen Emissionshandels im Mittelpunkt.
Kostenlose Zuteilung von CO ₂ -Zertifikaten wird erst zum Jahreswechsel 2013/14 erwartet
Im Zuge des Klimaschutzes müssen Unternehmen, die Kohlendioxid ausstoßen, jetzt voll umfänglich über entsprechende Berechtigungen verfügen. Aurubis setzt sich seit 2009 intensiv mit dem System auseinander. Es kommt jedoch immer wieder zu Verzögerungen und politischen Nachjustierungen. Auch die für Februar 2013 angekündigte kostenlose Zuteilung von CO₂-Zertifikaten wird jetzt erst zum Jahreswechsel 2013/14 erwartet. Dies führt in der europäischen Industrie zu Verunsicherungen und hat Auswirkungen auf unsere Planungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit.
Standorte der Aurubis AG verfügen über zertifizierte Energiemanagementsysteme nach DIN EN ISO 50001
Alle Standorte der Aurubis AG haben inzwischen ein Energiemanagementsystem aufgebaut und sind nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Damit erfüllen wir die Grundvoraussetzungen, um auch weiterhin eine reduzierte Belastung aus der EEG-Umlage und der Energie-/Stromsteuer zu erhalten. Des Weiteren erhoffen wir uns über die Energiemanagementsysteme weitere Energieeffizienzpotentiale systematisch erschließen zu können.
Stromkosten tendenziell reduziert
Die Stromkosten an der EEX-Strombörse haben sich im Laufe des Geschäftsjahres tendenziell reduziert. Dies ist mit den nachlassenden Preisen für Kohle und CO₂ zu begründen. Auch hat vornehmlich in Deutschland die beschleunigte Energiewende einen erheblichen Einfluss auf das Strompreisniveau. Stark volatiler Strom aus erneuerbarer Energie stellt hier inzwischen einen Anteil von mehr als 25 % der Gesamtbruttostromproduktion dar und verdrängt so durch die vorrangige Einspeisung konventionell erzeugten Strom. Dies hat zur Folge, dass kaum mehr teure Gaskraftwerke sondern vornehmlich Braun- und Steinkohlekraftwerke für die Preisbildung maßgeblich sind. Das heutige Marktdesign aus Grenzkostenpreisbildung und der Förderung erneuerbarer Energien steht vor dem Umbruch.
Die Börsenstrompreise in den deutschen Anrainerstaaten bleiben davon nicht unberührt. In Zeiten, in denen die Stromproduktion größer ist als die Nachfrage, wird der Strom mit Zuschüssen der deutschen Stromverbraucher exportiert.
Aurubis hat sich in Deutschland an einer virtuellen Kraftwerksscheibe auf Steinkohlebasis beteiligt. Wir profitieren daher nicht von den preissenkenden Einflüssen erneuerbarer Energien, wohl aber von international sinkenden Kohle- und CO₂-Preisen. Da Kohle international eine dominante Rolle bei der Strompreisbildung spielt, wird die relative Wettbewerbsposition durch die Beteiligung an der auf Steinkohle basierenden Kraftwerksscheibe grundsätzlich stabilisiert. Um diese nicht zu gefährden, ist es aber unabdingbar, Aurubis nicht mit den politisch motivierten Zuschlägen auf die Strompreise, wie EEG, Stromsteuer, KWKG, Konzessionsabgabe, etc. zu belasten.
Sorge bereiten auch die Einwände der EU und der deutschen Gerichte hinsichtlich einer EEG-Ausgleichsregelung und reduzierter Netzentgelte. Die Reduzierung der Netzentgelte für große, gleichmäßige Stromverbraucher ist aus unserer Sicht vollumfänglich gerechtfertigt. Aurubis leistet einen bedeutenden Beitrag zur Frequenz- und Spannungsstabilität sowie zur Kurzschlussfestigkeit und Regelfähigkeit des allgemeinen Stromnetzes.
Um international tätige Branchen, wie die Kupferindustrie, vor Wettbewerbsnachteilen zu schützen, hat die EU bereits eine Kompensation von CO₂-emissionshandelsbedingten Strompreiserhöhungen gestattet. Es liegt jedoch bisher nur in wenigen europäischen Ländern eine Förderrichtlinie vor, die eine staatliche Kompensationszahlung umsetzt. Selbst die in Deutschland zugesagte vollständige Kompensation wird aufgrund der EU-Regelungen in der Kupferindustrie nur zu 50 % wirksam.
Gaspreise tendieren seitwärts
Bei Gas haben wir eine Seitwärtsbewegung der Preise erlebt, lediglich unterbrochen von einem Hoch im März 2013, das durch eine Überreaktion des Marktes auf Grund von Meldungen über Lieferschwierigkeiten hervorgerufen wurde. Grundsätzlich orientiert sich der Erdgaspreis für Aurubis-Standorte an den internationalen Erdgasbörsen welche jedoch zum größten Teil von der russischen Vormachtstellung auf diesem Markt beeinflusst wird. Trotz der Shale-Gas-Funde in den USA und dem damit verbunden Verfall der amerikanischen Erdgaspreise konnte Europa bis dato kaum von dieser Entwicklung profitieren.
Das kann sich jedoch zukünftig durch einen möglichen Export von Flüssigerdgas aus den USA nach Europa ändern, wodurch die Abhängigkeit von Russland sinken würde und so auch die Abhängigkeit vom Ölpreis weiter abnimmt.
Neben den Kosten für den Energieverbrauch ist die Versorgungssicherheit ein wesentlicher Aspekt für unsere Erzeugungsprozesse. Um uns vor Folgen eines möglichen Blackouts zu schützen, haben wir auch im Geschäftsjahr 2012/13 in Hamburg die Absicherungsmaßnahmen (Notstromaggregate, Vorrichtungen an den Hochtemperaturanlagen gegen Schaden durch unplanmäßige Abkühlung etc.) bis zur Fertigstellung der für den Großraum Hamburg wichtigen Übertragungsleitung Hamburg-Schwerin aufrechterhalten, um größere irreversible Schäden aus einem solchen Ereignis zu vermeiden. Für den bevorstehenden Winter 2013/14 wird die Lage weiterhin beobachtet, um bei Bedarf entsprechende Aktivitäten einzuleiten.
Gesamt- und branchenwirtschaftliches Umfeld
WELTWIRTSCHAFTSWACHSTUM BLEIBT VERHALTEN
Die Erholung der Weltwirtschaft verlief im Geschäftsjahr 2012/13 weiterhin gedämpft, weist aber in der Einzelbetrachtung Unterschiede auf. Aus vorläufigen Schätzungen der Europäischen Zentralbank geht hervor, dass die Wirtschaftstätigkeit der G-20 Länder im 2. Quartal 2013 um 0,7 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen ist. Im ersten Quartal 2013 hatte das Plus 0,5 % betragen, im vierten Quartal 2012 0,6 %. Der Internationale Währungsfonds (IWF) revidierte in seiner Herbstprognose das Weltwirtschaftswachstum für das Jahr 2013 gegenüber der Prognose vom Juli um 0,3 Prozentpunkte auf 2,9 %.
SCHWELLENLÄNDER DRÜCKEN WACHSTUM
Nach Auffassung des IWF haben die Treiber der Erholung gewechselt, die Entwicklung in den einzelnen Ländern sei mit unterschiedlicher Geschwindigkeit verlaufen. Während sich das Wachstum in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften - z. B. in Europa, Japan und den USA - beschleunigte, kam es in den Schwellenländern zu einer Verlangsamung des Tempos. Betroffen waren hier insbesondere China und Indien, die die Hoffnungsträger für eine bessere Entwicklung der Weltwirtschaft zählten.
Vor allem das Wachstum Chinas wurde in diesem Jahr kritisch gesehen, da sich in den Quartalszahlen eine leichte Abschwungtendenz offenbarte. Für das 2. Quartal 2013 lag die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nur noch bei 7,5 % nach 7,7 % in den ersten drei Monaten des Kalenderjahres. Obwohl offiziell betont wurde, dass die Wachstumsabkühlung im Einklang mit den Zielen eines strukturellen Umbaus der Wirtschaft und der Zielmarke von 7,5 % für 2013 sei, entstanden vermehrt Risikoszenarien, die den Blick auf Chinas Beitrag zum Weltwirtschaftswachstum eintrübten.
In der Gesamtbetrachtung basieren die vorhandenen Wachstumsprobleme der Weltwirtschaft auf zum Teil eng miteinander verknüpften Faktoren: Große Unsicherheiten gingen von den Haushaltsquerelen der USA und von der Ankündigung der US-Notenbank aus, das Aufkaufprogramm für Staatsanleihen zu reduzieren. Der Welthandel ist darüber hinaus im Jahr 2013 nur langsam gewachsen. Im 2. Quartal expandierte der internationale Warenverkehr lediglich um 0,3 % nach 0,8 % im Vorquartal, für das Gesamtjahr 2013 sieht das Institut der deutschen Wirtschaft lediglich ein Plus von 2,5 %. Die Importe und Exporte in einigen Schwellenländern stiegen langsamer oder waren rückläufig. Gleichzeitig nahm der Zustrom an ausländischem Kapital, der bisher für einen Investitionsboom sorgte und damit das Wirtschaftswachstum hoch hielt, ab. Die Währungen von Schwellenländern gerieten teilweise unter Druck.
INDUSTRIELÄNDER MIT ERHOLUNGSTENDENZEN
In den führenden Industrieländern zeigten sich demgegenüber Erholungstendenzen:
In den Vereinigten Staaten legte das reale BIP nach Schätzungen des Bureau of Economic Analysis im zweiten Jahresviertel auf Jahresrate hochgerechnet um 2,5 % nach 1,1 % im ersten Quartal 2013 zu. Grund hierfür waren in erster Linie die privaten Konsumausgaben, private Anlageinvestitionen, u.a. im Wohnungsbau und eine Belebung der Exporte. Wachstumshemmend wirkten sich die gesetzlich verordneten Sparmaßnahmen und die Unsicherheiten über die Anhebung der staatlichen Verschuldungsgrenze aus. Ohne Sondereinflüsse könnte die US-Wirtschaft laut IWF im Jahr 2013 um 1,6 % wachsen.
Die japanische Wirtschaft wuchs im 2. Quartal 2013 mit einer Jahresrate von 3,8 % und damit schneller als alle anderen großen Industriestaaten. Ausschlaggebend hierfür ist die expansive Geld- und Finanzpolitik des Landes, die auch zu steigenden Ersatzinvestitionen der Unternehmen führte.
Die Eurozone hat im zweiten Quartal 2013 die Rezession hinter sich gelassen und ein Wirtschaftswachstum von 0,3 % erreicht. Zugleich hat sich die Lage an den Finanzmärkten gebessert und die Sorgen vor einem Auseinanderbrechen der Währungsunion sind weitgehend verschwunden. Nach Meinung des Internationalen Währungsfonds existieren zwar noch Risiken, bei Unternehmen sei es jedoch zu einer Verbesserung der Stimmung gekommen, was wiederum zu positiven Effekten beim Konsum und der Investitionstätigkeit geführt habe. Die Wachstumsprognose 2013 wurde deshalb marginal angehoben. Sie liegt jetzt bei minus 0,4 %. Innerhalb der Eurozone existieren weiterhin deutliche Unterschiede. Während Deutschland und Frankreich mit einem Wirtschaftswachstum von plus 0,5 % und plus 0,2 % für 2013 positiv eingeschätzt werden, bleibt die Situation in Südeuropa problematisch.
MAKROÖKONOMISCHE ENTWICKLUNGEN HINTERLASSEN AM WELTKUPFERMARKT SPUREN
Die makroökonomischen Entwicklungen haben den Kupfermarkt erneut erheblich beeinflusst und für zum Teil deutliche Preisbewegungen gesorgt. Sie waren auch Anlass für ein sinkendes Engagement institutioneller Anleger im Rohstoffsektor. Die drei Schwerpunktländer und -regionen, deren Konjunktur im Fokus stand - China, die USA und Europa - stehen für fast 70 % des weltweiten Bedarfs an raffiniertem Kupfer.
Die Aufmerksamkeit war vor allem auf China gerichtet, da dieses Land mit Abstand der größte Kupfernachfrager der Welt ist. Obwohl seine allgemeine Wirtschaftsentwicklung an Dynamik verlor, ist der Kupferbedarf des Landes weiter gewachsen. Die Rate mit der dies geschehen ist, wird in Marktkreisen zwischen 5 und 7 % gesehen. Zwar lagen die Importe insgesamt niedriger als im Vorjahr, es ist jedoch zu einem deutlichen Bestandsabbau von 500.000 bis 600.000 t Kupfer in den nicht offiziell berichteten Beständen der chinesischen Zolllager gekommen. Etwa die Hälfte des chinesischen Kupferbedarfs entfällt auf die Produktion von Stromkabeln. Laufende Infrastrukturprojekte waren deshalb wesentliche Treiber der Entwicklung.
In den USA sorgte die wirtschaftliche Erholung, trotz der vorhandenen politischen Belastungen, für eine insgesamt gute Kupfernachfrage. Nach einem schwachen Start in das Jahr 2013, zeigten sich ab dem zweiten Quartal Verbesserungen. Impulse kamen aus dem Autosektor, dessen Produktion, verglichen mit dem Vorjahr, im ersten Quartal des Kalenderjahres 2013 um 3,3 % stieg, gefolgt von plus 8,6 % im zweiten Quartal. Auch der Hausbau trug zur Erholung bei. Insgesamt wird für 2013 ein Bedarfsanstieg für raffiniertes Kupfer von bis zu 4 % erwartet.
Im Euro-Raum ist die konjunkturelle Lageverbesserung noch nicht im vollen Umfang auf die Kupferproduktmärkte durchgeschlagen. Die Produktion und Nachfrage der europäischen Halbzeugindustrie war im ersten Halbjahr 2013 nur verhalten, mit Besserungstendenzen in der Zeit danach. Es fehlte an einer Erholung im Bauwesen und auch der Energiesektor traf nicht die in ihn gesetzten Erwartungen. Rückläufig entwickelte sich zudem die Autoindustrie. In der EU27 sanken die Autoverkäufe im ersten Halbjahr 2013 um 7 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Prognosen zum europäischen Kupferbedarf im Jahr 2013 sehen diesen in der gleichen Größenordnung wie im Vorjahr bzw. sogar etwas darunter.
KUPFERPRODUKTION MIT DIVERGIERENDER ENTWICKLUNG
Die Minenproduktion von Kupfer nahm im Geschäftsjahr deutlich zu und stieg nach Angaben der International Copper Study Group im ersten Halbjahr 2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast 9 % auf 8,7 Mio. t. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere neue Projekte und eine bessere Auslastung der Kapazitäten von 82,3 % gegenüber 79,2 % im Vorjahr. Eine höhere Verfügbarkeit an Kupferkonzentraten war die Folge.
An den Märkten für Altkupfer kam es hingegen zu einem Angebotsrückgang, der seine wesentlichen Gründe in den rückläufigen Kupferpreisen und zum Teil in mangelnden Ersatzinvestitionen hatte. Dies wirkte sich weltweit auf die Versorgung der Kupferhütten aus, ließ aber auch in der chinesischen Halbzeugindustrie Rohstoffengpässe entstehen. Ihre Unternehmen sind in großem Umfang auf Altkupfer angewiesen und mussten fehlende Mengen durch Kathodenzukäufe ersetzen.
Daneben waren für raffiniertes Kupfer im Geschäftsjahr 2012/13 trotz des verbesserten Konzentratangebots unerwartete Produktionsausfälle zu verzeichnen. In Indien wurde umweltbedingt eine größere Kupferhütte für mehrere Monate außer Betrieb genommen. In Nordamerika kam es in einer bedeutenden Mine zu einem Erdrutsch, durch den auch die angeschlossene Kupferhütte deutlich an Produktion verlor. In China führte die Schrottknappheit teilweise zu temporären Schließungen. Auch wirkten sich umfangreiche Wartungsstillstände bei einigen größeren Kupferhütten produktionsmindernd aus. Zwar stiegen die globalen Produktionskapazitäten für raffiniertes Kupfer mit dem Schwerpunkt in China an, insgesamt erreichte deren Auslastung im ersten Halbjahr 2013 aber nur einen Grad von 79 %.
WELTKUPFERMARKT VON KNAPPER KATHODENVERFÜGBARKEIT GEKENNZEICHNET
In der Gesamtsicht stellte sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2012/13 am Weltmarkt für raffiniertes Kupfer ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Produktion und Nachfrage ein, aus dem, unter Berücksichtigung der verbleibenden Monate und des Bestandsabbaus von bis zu 600.000 t in den Zolllagern Chinas, sogar ein Produktionsdefizit entstehen könnte.
Anders als in früheren Jahren haben die Kupferbestände in den Lagerhäusern der Metallbörsen, unabhängig von ihrer Höhe, nur begrenzt eine zeitnahe Versorgungsmöglichkeit für physische Nachfrager geboten. Ein erheblicher Teil der bei der LME eingelagerten Mengen stand durch die Bestandssituation in einzelnen Lagerhäusern und die damit wirksam werdenden Auslieferregularien nicht kurzfristig zur Verfügung. Insgesamt sind die Kupferbestände der London Metal Exchange, der New Yorker Commodity Exchange und der Shanghai Future Exchange im Geschäftsjahr zunächst von 427.251 t auf 934.654 t am 24.06.2013 gestiegen, wozu in erheblichem Maße hohe Einlagerungsprämien beigetragen haben. Danach ist es zu einem kontinuierlichen Rückgang auf 717.232 t am Geschäftsjahresende gekommen. Zu diesem Zeitpunkt war der bei weitem überwiegende Teil der Bestandsmengen in Asien und den USA eingelagert.
KUPFERPREIS VERLIERT AN BODEN, HÄLT SICH ABER AUF BEFRIEDIGENDEM NIVEAU
Die Entwicklung des Kupferpreises im Geschäftsjahr 2012/13 zeigt eine starke Orientierung an der makroökonomischen Entwicklung. Vor allem Unsicherheiten über die Wirtschaftsdynamik in China sorgten für Druck auf den Preis. Die dennoch vorhandene Verknappung an Kupferkathoden wurde nicht ausreichend berücksichtigt. Sie drückte sich stattdessen in deutlich gestiegenen Kathodenprämien aus.
Viele institutionelle Investoren zogen sich aus dem Rohstoffsektor zurück. Hiervon waren auch Kupfer und die Edelmetalle betroffen, was die Abwärtsbewegung ihrer Preise zeitweise verstärkte.
Die Schwankungsneigung des Kupferpreises war über das Geschäftsjahr gesehen hoch. Ausgehend von 8.340 US$/t (LME Settlement) am 02.10.2012, einem Preis der gleichzeitig der höchste des Geschäftsjahres war, kam es bis Mitte November 2012 zu einem Rückgang auf 7.573 US$/t. Danach schloss sich Mitte Februar 2012 eine Preiserholung auf bis zu 8.200 US$/t an. Einer weiteren Absenkung auf ein Preisniveau von etwa 7.500 US$/t Mitte Juni folgte der Rückgang auf ein Jahrestief von 6.637,50 US$/t am 24.06.2013. Ab August kehrte Kupfer dann wieder zu einem Preis von über 7.000 US$/t zurück und notierte zum Ende des Geschäftsjahres bei 7.290,50 US$/t. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres ergab sich ein Preis von 7.513 US$/t (Vorjahr: 7.844 US$/t).
Geschäftsentwicklung bei der Aurubis AG 2012/13
PRIMÄRKUPFER
Trotz einiger Produktionsstörungen bei Minen entwickelte sich das Konzentratangebot für Kupferhütten im Verlauf des Geschäftsjahres günstig. Die Neuproduktion aus Projekten und eine reduzierte Nachfrage durch Reparaturstillstände diverser Hütten in Europa und Asien wirkten sich positiv auf das globale Niveau der Schmelz- und Raffinierlöhne (TC/RCs) aus. Kurzzeitig auftretende Perioden niedriger TC/RCs im Spotmarkt haben wir durch den großen Anteil langfristiger Verträge an unserer Versorgung gut überbrücken können. Insgesamt war es uns möglich, die Einnahmen aus Schmelz- und Raffinierlöhnen gegenüber dem Vorjahr zu steigern.
Das Angebot in den Märkten für andere Einsatzstoffe wie Blisterkupfer und Altkupfer lag in den ersten Monaten des Geschäftsjahres ebenfalls auf einem zufriedenstellendem Niveau, nahm aber im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres erheblich ab. Unsere Anlagen blieben dennoch im gesamten Zeitraum gut mit Rohstoffen versorgt.
Zur weiteren Sicherung und Optimierung unserer zukünftigen Rohstoffversorgung mit Kupferkonzentraten haben wir unsere Zusammenarbeit mit den Betreibern neuer Minenprojekte weiter intensiviert. Durch frühzeitige finanzielle und technische Kooperationen konnten wir neue Partner als zukünftige Lieferanten gewinnen, die in den nächsten Jahren mit der Produktion von Kupferkonzentraten beginnen werden. Auch mit Produzenten, zu denen wir bereits Beziehungen hatten, haben wir neue Lieferverträge auf langfristiger Basis abgeschlossen.
Der Markt für Schwefelsäure, die als Nebenprodukt bei unserer Konzentratverarbeitung entsteht, hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich abgeschwächt. Die Preise am Weltmarkt sind im Laufe des Jahres auf niedrigem Niveau verblieben und haben sich dort stabilisiert. Ausschlaggebend hierfür war eine verminderte Nachfrage im globalen Düngemittelmarkt. Die Nachfrage aus der europäischen Chemischen Industrie und für Anwendungen zur Laugung von Metallerzen blieb dagegen relativ konstant.
Die gute Versorgung mit Kupferkonzentraten und die sichergestellte Mengenversorgung mit Altkupfer erlaubte während des gesamten Geschäftsjahres eine gute Auslastung unserer Produktionsanlagen.
Am Standort Hamburg haben wir im September und Oktober 2013 die geplante Großrevision unserer Anlagen zur Konzentratverarbeitung und Schwefelsäureproduktion durchgeführt. Sie wurde gleichzeitig für die Umsetzung der letzten verbliebenen Maßnahmen aus dem Expansionsprojekt „Future RWO“ genutzt. Hierdurch lag die im Geschäftsjahr 2012/13 verarbeitete Kupferkonzentratmenge am Standort Hamburg nur bei rund 1,0 Mio. t (Vorjahr 1,1 Mio.t).
Die Kathodenproduktion in der Elektrolyse Hamburg erhöhte sich auf 374.000 t (Vorjahr 365.000 t).
RECYCLING/EDELMETALLE
Der Geschäftsverlauf im Geschäftsfeld Recycling/Edelmetalle hängt wesentlich von der Verfügbarkeit der Recyclingrohstoffe, den erzielbaren Margen und der Effizienz der Recyclingprozesse ab. Damit ist die wirtschaftliche Entwicklung hier den Schwankungen an den Kupfer- und Edelmetallmärkten sowie der Konjunkturentwicklung ausgesetzt. Auch spielt die Marktverfassung bei anderen Metallen eine Rolle. Das von Aurubis praktizierte Multi-Metal-Recycling, mit dem möglichst viele der Wertmetallinhalte in den Rohstoffen erschlossen werden, liefert zusätzliche Ergebnisbeiträge.
Der Geschäftsverlauf war im Geschäftsjahr 2012/13 von einer abnehmenden Mengenverfügbarkeit im Altkupfermarkt geprägt. Mit rückläufigem Angebot verringerten sich auch die Raffinierlöhne. Während zu Beginn des Geschäftsjahres noch verhältnismäßig hohe Kupferpreise für eine gute Abgabebereitschaft des Handels sorgten, ging mit dem einsetzenden Preisrückgang für Kupfer eine Verringerung der Verkaufsaktivitäten einher. Gleichzeitig wirkte sich die konjunkturelle Schwäche in weiten Teilen Europas aus. Eine geringere Investitionstätigkeit und der Rückgang des Verbraucherkonsums verringerten das Aufkommen aus dem Recycling von Altprodukten und Produktionsschrotten. Die Altkupfernachfrage in Europa blieb demgegenüber auf hohem Niveau, wozu auch ein verstärktes Kaufinteresse aus der Verarbeitenden Industrie beitrug.
Außer Altkupfer verarbeitet Aurubis auch komplexere Recyclingmaterialien, die geringere Kupferanteile aufweisen und in wesentlichem Umfang weitere Nichteisen- und Edelmetalle enthalten. Die Verfügbarkeit dieser Materialien, zu denen industrielle Reststoffe, aber auch Elektro- und Elektronikschrotte gehören, war während des Geschäftsjahres insgesamt befriedigend. Sie blieb aber hinter den Erwartungen zurück: Zum einen dämpften rückläufige Edelmetallpreise das Angebot an entsprechenden Materialien. Zum anderen verringerten sich die Recyclingmengen aus industrieller Produktion durch die noch unbefriedigenden Branchenkonjunkturen.
Obwohl der Markt für Recyclingrohstoffe, insbesondere im Altkupferbereich, von Knappheit gekennzeichnet war, konnten wir die Recyclingkapazitäten gut auslasten.
Der Materialdurchsatz im zentralen Schmelzbetrieb des Recyclingzentrums Lünen, dem Kayser-Recycling-System (KRS), wurde im Geschäftsjahr auf 279.000 t erhöht. Dies ist gegenüber dem Vorjahr (272.000 t) eine Steigerung um rund 2,5 %.
Dennoch lag die Kathodenproduktion in Lünen mit 199.000 t leicht unter dem Vorjahr (203.000 t).
Mit dem Ausbau der Verarbeitungskapazität von Anodenschlamm in unseren Anlagen zur Edelmetallerzeugung am Standort Hamburg wird sich die Einsatzstruktur edelmetallhaltiger Vorstoffe verändern. Der neue Treibkonverter Süd erlaubt es zukünftig alle im Konzern anfallenden Anodenschlämme zu verarbeiten. Aufgrund der Materialstruktur der eingesetzten Rohstoffe erreichte die Produktion von Gold 39 t (Vorjahr: 37 t). Die Silberproduktion sank von 1.222 t auf 1.038 t.
KUPFERPRODUKTE
Kupfergießwalzdraht der Marke AURUBIS ROD ist das volumenstärkste Kupferprodukt in unserem Portfolio. Er zeichnet sich durch eine hohe elektrische Leitfähigkeit aus, lässt sich sehr gut verarbeiten, weist eine ausgezeichnete Oberfläche auf und ist damit ein zentrales Vorprodukt für die Kabel- und Drahtindustrie. Aurubis verfügt in diesem Marktsegment über eine führende Position.
Die Marke AURUBIS SHAPES beinhaltet ein Portfolio aus unterschiedlichen Kupferstranggussformaten als Ausgangsprodukt für Halbzeughersteller und Rohrwerke. Wir sind mit diesen Produkten ein führender Zulieferer, insbesondere dann, wenn hohe Stückgewichte, spezielle Geometrien und besondere Kupferqualitäten gefordert werden.
Für die Herstellung von Kupferprodukten aus Kathoden werden am Markt von unseren Kunden sogenannte Formataufpreisen bezahlt, die dem Kupferpreis hinzuzurechnen sind.
Die Kupferproduktmärkte zeigen sich üblicherweise zu Beginn des Geschäftsjahres in einer schwachen Verfassung. Zusätzlich wirkte sich im Geschäftsjahr 2012/13 die konjunkturelle Schwäche in Europa, mit Schwerpunkt in Südeuropa, negativ auf die Nachfrage aus. Als besonders belastend erwies sich die ausbleibende Erholung in der Automobilindustrie.
In der allgemein von Unsicherheit begleiteten weiteren Entwicklung zeigten sich starke regionale Unterschiede. In Nordeuropa zog der Markt für Kupferprodukte nach dem langen Winter 2012/13 leicht an, während die Wirtschaft in Südeuropa weiterhin nur geringe Aktivitäten aufwies. Positive Impulse kamen aus Deutschland und in einigen Fällen aus Italien und Frankreich, in anderen nationalen Märkten blieb der Geschäftsverlauf jedoch unbefriedigend. Kabelhersteller bestellten größere Mengen für den Einsatz in Infrastruktur und Bau, während der Automobilsektor sein schwaches Geschäftsniveau beibehielt. Auch wenn sich das Geschäft mit Gießwalzdraht im Laufe des Geschäftsjahres verbesserte, blieb die Situation instabil, was sich in volatilem Bestellverhalten widerspiegelte.
Aurubis geht im Kundengeschäft speziell auf die Wünsche der Kunden ein und hat sich im Geschäftsjahr 2012/13 in den europäischen Märkten für Gießwalzdraht auch in schwierigem Umfeld behaupten können. Nach einem verhaltenen Start in den ersten Monaten des Geschäftsjahres zeigte sich gegen Ende des Geschäftsjahres im Absatz eine leichte Verbesserung.
Die europäische Nachfrage nach Stranggussformaten ist im Lauf des Geschäftsjahres 2012/13 deutlich gesunken. Die anhaltende europäische Konjunkturschwäche beeinträchtigte insbesondere das Geschäft mit Standardprodukten. Auch machte sich in der Branche die Verlagerung einiger nachgeordneter Produktionsaktivitäten nach Fernost negativ bemerkbar. Mit dem hochwertigen Portfolio der AURUBIS SHAPES-Produkte sind wir diesem Trend wirksam begegnet. Ergebnisbezogen konnten die höheren Margen aus diesem Geschäft, in Verbindung mit Effekten aus Prozessverbesserungen, die Mengenreduzierungen für Standardprodukte nahezu ausgleichen.
FINANZWIRTSCHAFTLICHE SITUATION
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
ERTRAGSLAGE
Entwicklung des Jahresergebnisses und wesentlicher GuV-Positionen
| Gewinn- und Verlustrechnung in Mio. € | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 7.973 | 8.778 |
| Bestandsveränderungen | 90 | 85 |
| Übrige Erträge | 85 | 63 |
| Materialaufwand | - 7.681 | - 8.334 |
| Rohergebnis | 467 | 592 |
| Personalaufwand | - 213 | - 212 |
| Abschreibungen | - 34 | - 33 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 112 | - 133 |
| EBIT | 108 | 214 |
| Beteiligungsergebnis | 75 | 44 |
| Zinsergebnis | - 42 | - 48 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | - 12 | - 20 |
| Finanzergebnis | 21 | - 24 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 129 | 190 |
| Steuern | - 20 | - 68 |
| Jahresüberschuss | 109 | 122 |
Das Jahresergebnis der Aurubis AG liegt unter dem Ergebnis des Vorjahres. Wesentliche Gründe hierfür waren rückläufige Altkupferdurchsätze bei gesunkenen Raffinierlöhnen, geringere Schwefelsäureerlöse sowie eine unter dem Vorjahr liegende Metallausbringung bei im Jahresverlauf rückläufigen Metallpreisen. Weiterhin war die Nachfrage im Kupferproduktbereich schwach. Darüber hinaus wirkten sich Wartungs- und Reparaturstillstände belastend auf das Ergebnis aus.
Während sich der Rohertrag gegenüber dem Vorjahr um 125 Mio. € auf 467 Mio. € verminderte, sank das EBIT nur um 106 Mio. € auf 108 Mio. €.
Der Personalaufwand blieb mit 213 Mio. € auf einem stabilen Vorjahresniveau (Vorjahr 212 Mio. €).
Auch die Abschreibungen haben sich mit 34 Mio. € gegenüber dem Vorjahr mit 33 Mio. € kaum verändert.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 21 Mio. € von 133 Mio. € auf 112 Mio. € gesunken. Im Vorjahr wurden Forderungen gegenüber der Aurubis Switzerland SA in Höhe von 23 Mio. € abgeschrieben.
Das Beteiligungsergebnis der Aurubis AG umfasst Dividenden- und Kapitalrückzahlungen von Tochterunternehmen in Höhe von 75 Mio. € (Vorjahr: 44 Mio. €).
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten stichtagsbezogene Wertberichtigungen auf Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 2 Mio. €.
Nach Berücksichtigung eines Steueraufwands in Höhe von 20 Mio. € (Vorjahr: 68 Mio. €) ergibt sich ein um 13 Mio. € niedrigeres Ergebnis nach Ertragsteuern von 109 Mio. €. Daraus errechnet sich eine Steuerquote von 15 % (Vorjahr: 36 %). Die gesunkene Steuerquote im Geschäftsjahr ist auf steuerlich unwirksame Erträge aus Beteiligungen zurückzuführen.
Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE)
| in Mio. € | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 1.178 | 1.129 |
| Rückstellungen für Pensionen | 58 | 56 |
| Finanzverbindlichkeiten* | 835 | 1.145 |
| ./. Flüssige Mittel | - 1 | - 603 |
| Eingesetztes Kapital (Capital Employed) zum Stichtag | 2.070 | 1.727 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 129 | 190 |
| Zinsergebnis | 42 | 48 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen | 171 | 238 |
| Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) | 8,3 % | 13,8 % |
* inklusive Nettofinanzverbindlichkeiten/-forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
Das eingesetzte Kapital zum Bilanzstichtag 30.09.2013 betrug 2.070 Mio. € (Vorjahr: 1.727 Mio. €). Damit ergibt sich eine Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) von 8,3 %, gegenüber 13,8 % im Vorjahr.
UMSATZENTWICKLUNG
Die Umsätze verringerten sich von 8.778 Mio. € im Vorjahr auf 7.973 Mio. € im Berichtsjahr.
Der Umsatzrückgang von 9 % gegenüber dem Vorjahr ist auf rückläufige Verkäufe im Edelmetall- und Produktbereich zurückzuführen.
Aufteilung Umsatzerlöse
| in % | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Inland | 37 | 40 |
| Europäische Union | 46 | 41 |
| übriges Europa | 5 | 3 |
| Sonstige | 12 | 16 |
| Gesamt | 100 | 100 |
Die Umsätze der Gesellschaft wurden wie bereits im Vorjahr überwiegend mit Kunden im Inland (37 %) und der Europäischen Union (46 %) erzielt. Der Anteil der Umsätze mit sonstigen Ländern resultiert im Wesentlichen aus Verkäufen im asiatischen (5 %) sowie nordamerikanischen Raum (3 %).
Die Materialaufwandsquote liegt bei 95 % (Vorjahr: 94 %). Unter Berücksichtigung der übrigen Erträge wurde ein Rohergebnis von 467 Mio. € erzielt (Vorjahr: 592 Mio. €).

FINANZLAGE UND -ANALYSE
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum Stichtag auf 459 Mio. € (Vorjahr: 532 Mio. €). Die Restlaufzeiten betragen
| unter 1 Jahr | 73 Mio. € |
| 1 bis 5 Jahre | 369 Mio. € |
| über 5 Jahre | 17 Mio. € |
Bei Einbeziehung der Finanzverbindlichkeiten gegenüber Tochterunternehmen von 376 Mio. € (Vorjahr 613 Mio. €) und bei Abzug der liquiden Mittel von 1 Mio. € (Vorjahr: 603 Mio. €) ergeben sich zum 30.09.2013 Netto-Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 834 Mio. € (Vorjahr: 542 Mio. €).
LIQUIDITÄTS- UND FINANZIERUNGSANALYSE
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Finanzierungsquellen und die Verwendung der Finanzmittel in der Berichtsperiode.
Das Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2012/13 führte unter Berücksichtigung von Mittelabflüssen aus der Veränderung des Working Capitals zu einem negativen Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit in Höhe von 124 Mio. €. Ursächlich für den Working Capital Aufbau war der Wartungs- und Reparaturstillstand in der Primärkupfererzeugung sowie die Inbetriebnahme einer neuen Anlage zur Verarbeitung aller im Konzern anfallenden Anodenschlämme am Standort Hamburg. Diese führten zu erhöhten Vorratsbeständen bei den edelmetallhaltigen Zwischenprodukten und einem niedrigen Niveau an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Mittelabfluss aus der Veränderung des Working Capitals belief sich im Berichtsjahr auf 247 Mio. €.
Der Mittelabfluss für Investitionen betrug 107 Mio. € (Vorjahr: 87 Mio. €). Es handelt sich vor allem um Investitionen im Rahmen des Wartungs- und Reparaturstillstands der Primärkupfererzeugung Hamburg und Investitionen in die Anodenschlammverarbeitung am Standort Hamburg. Darüber hinaus wurde in diverse Infrastruktur-, Ersatz- und Verbesserungsmaßnahmen investiert.
Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit betrifft im Wesentlichen Rückführungen von Darlehen von Tochterunternehmen im Rahmen der bestehenden Cash Pool Vereinbarungen sowie der vorzeitigen Rückführung eines Teils der im Februar 2011 begebenen Schuldscheindarlehen.
Die flüssigen Mittel am Ende der Berichtsperiode betragen 1 Mio. €. Neben den liquiden Mitteln verfügt die Aurubis AG über ungenutzte Kreditlinien und damit über ausreichende Liquiditätsreserven. Darüber hinaus nutzt die Aurubis AG den regresslosen Verkauf von Forderungen im Rahmen von Factoringvereinbarungen als Finanzierungsinstrument.

VERMÖGENSLAGE
Vermögensstrukturanalyse
Die Bilanzsumme verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 461 Mio. € auf 2.930 Mio. €. Diese Veränderung ist dabei vor allem auf einen Rückgang der Flüssigen Mittel in Höhe von 602 Mio. € zurückzuführen.
Gegenläufig wirkte sich dagegen ein Anstieg des Vorratsvermögens um 108 Mio. € aus, der auf erhöhte Bestände in den Unfertigen und Fertigen Erzeugnissen zurückzuführen ist. Darüber hinaus stieg das Anlagevermögen um 61 Mio. €. auf 1.861 (Vorjahr: 1.800 Mio. €). Ursache hierfür waren vor allem Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 105 Mio. €, die im Wesentlichen in Zusammenhang mit dem Wartungs- und Reparaturstillstand der Primärkupfererzeugung und dem Ausbau der Anodenschlammverarbeitung in Hamburg stehen.
Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme ist auf Grund der insgesamt verminderten Bilanzsumme mit 63 % (Vorjahr: 53 %) gestiegen. Der Anteil der Vorräte am Gesamtvermögen stieg ebenso auf 25 % (Vorjahr 18 %). Nahezu unverändert ist der Anteil der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände an der Bilanzsumme. Zum 30.09.2013 betrug dieser 12 % (Vorjahr: 11 %).
Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des Jahresüberschusses von 1.129 Mio. € im Vorjahr auf 1.178 Mio. € zum Ende des Geschäftsjahres. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 40 % (Vorjahr: 33 %).
Die Rückstellungen für Pensionen sind mit 58 Mio. € leicht angestiegen. Der Rückgang der Übrigen Rückstellungen um 8 Mio. € auf 153 Mio. € betrifft vor allem die Inanspruchnahme der Rückstellung für Großreparaturen während des Wartungs- und Reparaturstillstandes der Primärkupfererzeugung in Hamburg.
Die Verminderung der Verbindlichkeiten resultiert hauptsächlich aus der Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Rahmen des üblichen Finanzverkehrs um 193 Mio. € auf 538 Mio. € sowie aus der vorzeitigen Rückführung eines Teils der im Februar 2011 begebenen Schuldscheindarlehen in Höhe von 104 Mio. €.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich deutlich um 247 Mio. € auf 405 Mio. € aufgrund des zum Stichtag laufenden Wartungs- und Reparaturstillstands am Standort Hamburg.
Der Rückgang der Übrigen Verbindlichkeiten von 101 Mio. € auf 63 Mio. € beruht insbesondere auf geringeren Verpflichtungen aus Steuern.
Bilanzstruktur der Aurubis AG
| in % | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | 63 | 53 |
| Vorräte | 25 | 18 |
| Forderungen, etc. | 12 | 11 |
| Flüssige Mittel | 0 | 18 |
| 100 | 100 | |
| Eigenkapital | 40 | 33 |
| Rückstellungen | 7 | 6 |
| Verbindlichkeiten | 53 | 61 |
| 100 | 100 |
NICHT BILANZIERTES VERMÖGEN
Bei dem nicht bilanzierten Vermögen handelt es sich um Anlagengegenstände wie Gabelstapler, IT-Equipment und verschiedene Baumaschinen, die im Rahmen von Leasingverhältnissen genutzt werden. Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen 5 Mio. €. Daneben bestehen finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Lager- und Umschlagsverträgen in Höhe von 174 Mio. €.
INVESTITIONEN
Die Investitionen im Geschäftsjahr lagen vorrangig in der allgemeinen Anlagenerhaltung, dem Ausbau der Produktionskapazitäten, sowie dem Umweltschutz.
Am Standort Hamburg wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen des Wartungs- und Reparaturstillstands der Primärkupfererzeugung 19 Mio. € in die Modernisierung, Effizienzsteigerung sowie die bessere Anlagenverfügbarkeit investiert. Die Maßnahme wurde Ende Oktober 2013 abgeschlossen.
Für den Ausbau der Anodenschlammverarbeitung wurden am Standort Hamburg im Geschäftsjahr 18 Mio. € investiert. Dieses Projekt wurde im August 2013 abgeschlossen und führt dazu, dass nunmehr sämtliche im Konzern anfallende Anodenschlämme am Standort Hamburg verarbeitet werden können. Zusätzlich wurden weitere Projekte in den Bereichen Infrastruktur, Energieeffizienz und Umweltschutz an den Standorten Hamburg und Lünen umgesetzt.
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Situation
Die Aurubis AG hat nach einem guten Ergebnis im Vorjahr das Geschäftsjahr 2012/13 insgesamt mit einem niedrigeren Ergebnis abgeschlossen.
Die negative Geschäftsentwicklung war von unterschiedlichen Einflussfaktoren geprägt: Wir konnten zwar von guten Konzentratmärkten profitieren, die schwachen Altkupfer- und Schwefelsäuremärkte sowie der Großstillstand in Hamburg hatten jedoch einen wesentlichen negativen Einfluss auf das Ergebnis.
Das deutlich schwächere Ergebnis im Bereich Recycling/Edelmetalle stand unter dem Einfluss rückläufiger Raffinierlöhne aufgrund einer geringeren Materialverfügbarkeit und einem geänderten Rohstoff-Einsatzmix.
Ein anhaltend schwacher Geschäftsverlauf in Europa führte maßgeblich zu einem unter dem Vorjahr liegenden Ergebnis im Bereich Kupferprodukte.
Der niedrige Cash Flow zum Stichtag ergibt sich aus einer stillstandsbedingt hohen Vorratsposition, die sich im neuen Geschäftsjahr relativieren wird.
Trotz des niedrigeren Geschäftsergebnisses verfügt die Aurubis AG weiterhin über eine sehr robuste Bilanzstruktur und konnte die Eigenkapitalquote auf 40 % steigern.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
PERSONALSTRATEGIE
Die Schwerpunkte der strategischen Personalarbeit in der Aurubis AG bildeten im Geschäftsjahr 2012/13 die Weiterentwicklung des Unternehmens, der Ausbau der Führungskompetenzen über alle Management-Ebenen hinweg sowie die Gestaltung des Wandels infolge der Entwicklungsschritte der vergangenen Jahre.
NACHWUCHSENTWICKLUNG
In der Nachwuchsentwicklung ist es ein Schwerpunkt die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber zu präsentieren. Die Aktivitäten im Hochschulmarketing für technische und kaufmännische Berufe wurden weiter ausgebaut. Dabei blieb die Kooperation mit Partneruniversitäten, wie z.B. Aachen und Freiberg unverändert intensiv. Ergänzend haben wir im Berichtszeitraum die Anzahl der Praktikanten-Plätze erhöht. Die Vergabe von Stipendien, betreuten Abschlussarbeiten und Dissertationen runden unser Angebot für die externe Nachwuchsgewinnung ab.
FRAUENFÖRDERUNG IM KONZERN
Im Code of Conduct (Verhaltenskodex) ist die bei Aurubis selbstverständliche Chancengleichheit von Frauen und Männern festgeschrieben. Branchenbedingt bieten wir allerdings eine Vielzahl von Arbeitsplätzen, die mit hohen körperlichen Anforderungen und Schichtarbeit verbunden sind. Die Folge daraus ist, dass sich aufgrund dieser Erfordernisse erfahrungsgemäß seltener Frauen bewerben. Zudem ist die Anzahl der Bewerberinnen technischer Fachrichtungen, die für Aurubis interessant sind, leider unverändert niedrig. Aurubis verfolgt unverändert das Ziel, als Arbeitgeber verstärkt Frauen anzusprechen. Dies berücksichtigen wir im Hochschulmarketing und auch im Rahmen bestehender Kontakte zu Schulen. Am Standort Lünen wurde im regionalen Bündniskreis Unna im Rahmen eines EU-Projektes die Förderung weiblicher Führungsnachwuchskräfte initiiert. In diesem Projekt haben wir Ziele und Maßnahmen bis 2020 verabredet, die den Anteil der weiblichen Beschäftigten steigern sollen.
Im Rahmen des „Cross-Mentoring NRW“ hat sich das Werk Lünen an einem Mentoring-Programm beteiligt, in dem es unternehmensübergreifend darum geht, weibliche Führungskräfte im Ruhrgebiet und in Ostwestfalen-Lippe zu fördern. Aurubis ist als eins von rund 35 Unternehmen verschiedenster Branchen Programmteilnehmer. Die Unternehmen benennen Potenzialträgerinnen und Mentorinnen, die in einer individuellen Austauschbeziehung stehen und an einem übergreifenden Rahmenprogramm teilnehmen, das der fachlichen Diskussion und der Kompetenzentwicklung dient.
MITARBEITERVERGÜTUNG: LEISTUNGSANREIZE ÜBER VARIABLE KOMPONENTEN
Einheitliches Gehaltssystem für das Management
Für das Aurubis-Management gilt grundsätzlich ein einheitliches Vergütungssystem. Dieses Vergütungssystem basiert auf einer analytischen Stellenbewertung, klar festgelegten Gehaltsbändern sowie auf einem Zielbonusmodell mit definierten Ebenen der Leistungsmessung und Gewichtung. Auf dieser Basis können Manager einschätzen, welche Leistungen gefordert sind und wie sie bewertet werden. Das System wird in regelmäßigen Abständen auf seine internationale Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität überprüft.
Erfolgsbeteiligung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Aurubis
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden am Erfolg von Aurubis beteiligt. So ist die leistungs- und erfolgsorientierte Vergütung ein elementarer Bestandteil der Einkommensgestaltung. Motivierte und leistungsbewusste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen in entscheidender Weise zum Erfolg und zum Wert des Unternehmens bei. Die Leistung des Einzelnen steht dabei immer im Zusammenhang mit der Leistung des Teams, der Abteilung oder des Betriebes. Als Messgröße dienen sowohl die individuelle als auch die kollektive Teamleistung. Beides trägt maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei und wird entsprechend in der leistungs- und erfolgsorientierten Vergütung berücksichtigt.
Erneut gute Nachfrage nach Belegschaftsaktien
Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den deutschen Standorten die Möglichkeit geboten, Aktien der Aurubis AG günstig zu erwerben.
Incentive-Programm
Seit 2004 existiert ein Incentive-Programm, das in Form eines virtuellen Stock-Option-Plans eine kapitalmarktorientierte Vergütungskomponente für Leitende und außertarifliche Mitarbeiter darstellt.
Nachdem es für den Vorstand schon 2012 auslief, begann im Frühjahr 2013, auch für das übrige Management die Ausübungsperiode der 7. und letzten Tranche dieses Programms. Teilnahmevoraussetzung war, dass die Führungskräfte eine je nach Ebene festgelegte Anzahl von Aurubis-Aktien besitzen.
MITARBEITERSTRUKTUR
In der Aurubis AG arbeiteten zum Stichtag am 30.09.2013 2.909 Mitarbeiter. Davon sind 2.317 am Standort Hamburg und 592 am Standort Lünen beschäftigt.
AUS- UND WEITERBILDUNG ALS WESENTLICHE VORAUSSETZUNG FÜR EIN ERFOLGREICHES BERUFSLEBEN
Die Gewinnung qualifizierter Fach- und Führungskräfte ist für Aurubis von zentraler Bedeutung.
Berufsinformationsveranstaltungen
Auch in diesem Jahr haben wir an vielfältigen Messen und Veranstaltungen teilgenommen wie beispielsweise an der Ideenexpo in Hannover, die über 300.000 Besucher verzeichnete. Ziel ist es, junge Menschen für technische Berufe in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu begeistern und anzuwerben.
An unserem zweiten Berufsinformationstag „Deine Zukunft startet hier“, der im Juni 2013 in unserem Werk in Hamburg stattfand, lag der Fokus auf der Gewinnung von Nachwuchskräften. Zahlreiche Besucher (rund 15 % mehr als im Vorjahr) informierten sich über Ausbildungsplätze, Berufsangebote und Karrieremöglichkeiten bei Aurubis. Außerdem nutzten viele Interessenten unser Angebot, an einem Einstellungstest teilzunehmen, um sich für einen Ausbildungsplatz zu bewerben.
Die im September 2013 in Lünen veranstaltete zweite Nacht der Ausbildung war ein großer Erfolg. Sie wurde mit anderen Unternehmen aus dem Raum Lünen, der Stadtverwaltung sowie der Agentur für Arbeit gemeinsam veranstaltet. Mehr als 800 Besucher haben sich an interaktiven Ständen auch über die Ausbildungsberufe bei Aurubis informiert. Bereits im Vorfeld hatten rund 10.000 Interessenten unsere Seite bei Facebook www.facebook.com/aurubis besucht.
September 2013: Start der neuen Auszubildenden in der Aurubis AG
75 junge Menschen haben ihre Ausbildung bei Aurubis aufgenommen und werden in insgesamt 19 Berufen ausgebildet. In der Aurubis AG befanden sich zum Bilanzstichtag 236 junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis. Dieses entspricht einer Ausbildungsquote von rund 7,7 %. Traditionell liegt die Übernahmequote bei über 90 %.
Qualifizierung der Mitarbeiter durch Weiterbildung
Die kontinuierliche persönliche Weiterentwicklung und Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat einen hohen Stellenwert. Personalentwicklung gilt im Aurubis Konzern als Investition in die Zukunft. Bei Aurubis haben vielfältige Schulungen und Seminare stattgefunden. Unsere Mitarbeiter nutzen intensiv die Chance, sich zusätzliche Kenntnisse und Fähigkeiten für ihre berufliche Tätigkeit anzueignen. Schwerpunkte waren Arbeitssicherheit, Führung, Team- und Persönlichkeitsentwicklung sowie Sprachen. In der Zielgruppe der oberen Führungskräfte wurden internationale Seminare und Veranstaltungen angeboten.
AURUBIS-FAMILIENSERVICE
Im Oktober 2012 startete der Aurubis-Familienservice mit der Zielsetzung, allen Mitarbeitern Unterstützung zur verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Familie anzubieten. Wenn es darum geht, Arbeit und Kinderbetreuung und auch die Pflegeverantwortung für Angehörige zu koordinieren, hilft der Aurubis-Familienservice. Der Service wurde im ersten Jahr gut angenommen. Uns ist es wichtig, unseren Mitarbeitern in schwierigen Zeiten zur Seite zu stehen und Ihnen die erforderliche Unterstützung zu geben. Der Standort Lünen wurde als familienfreundliches Unternehmen zertifiziert.
VORBEREITUNG EINER MITARBEITERBEFRAGUNG
Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden Vorbereitungen zu einer ersten geplanten Mitarbeiterbefragung getroffen. Das Ziel ist eine Rückmeldung aus der Belegschaft zu folgenden Themen zu erhalten: Integration, Change, Kultur, Arbeitsbedingungen, Arbeitgeberimage und Strategie. Die Ergebnisse sollen als Basis für mittelfristig zu initiierende Veränderungen dienen. Insgesamt sollen Mitarbeiterzufriedenheit, Motivation und Engagement der Belegschaft durch die Mitarbeiterbefragung erhöht werden. Die Befragung selbst wird im November und Dezember 2013 erfolgen.
GESUNDHEITSSCHUTZ IM KONZERN
Es ist unsere Verantwortung, technische und menschliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die jegliche arbeitsbedingten Unfälle und Erkrankungen vermeiden - (Ziel „Null Unfälle“). Dementsprechend sind permanente Verbesserungen und kontinuierliche Anstrengungen bezogen auf Technik, Organisation und Verhalten erforderlich, sowie der ständige Vergleich mit den weltweit Besten der jeweiligen Bereiche.
Um dies zu erreichen wurden langfristige Ziele festgelegt. Darauf aufbauend werden die Verantwortlichen entsprechende Strategien für ihre Bereiche entwickeln und kurz-, mittel- und langfristig wirkende Maßnahmen ergreifen.
Interne Analysen haben gezeigt, dass über 90 % unserer Unfälle zumindest teilweise durch persönliches Verhalten verursacht wurden. Dieser Thematik widmen sich verschiedene Maßnahmen an den Standorten, so z.B. ein internes „Behaviour-Based Safety Programm“.
Bezug nehmend auf die Demographieentwicklung wurden bedarfsorientierte Programme zur betrieblichen Gesundheitsförderung entwickelt und zeitnah implementiert.
DANK DES VORSTANDES
Wir danken all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren täglichen engagierten Einsatz im Geschäftsjahr 2012/13. Nur mit der Motivation und der Leistungsorientierung unserer Belegschaft ist es möglich, Aurubis erfolgreich weiterzuentwickeln. Unser Dank schließt selbstverständlich auch die Arbeitnehmervertretungen ein, mit denen wir im abgelaufenen Geschäftsjahr unverändert konstruktiv und vertrauensvoll zusammen gearbeitet haben.
Forschung & Entwicklung
Die interdisziplinäre und bereichsübergreifende Zusammenarbeit des Forschungs- und Entwicklungsbereiches ist ein dynamischer Treiber für Innovationen bei Aurubis. Im vergangenen Berichtszeitraum wurden vor allem bestehende Prozesse und Produkte verbessert und weiterentwickelt. Daneben arbeitet der Bereich an strategisch wichtigen, zukunftsorientierten, langfristigen Projekten, die den technologischen Vorsprung sichern. Die Mitarbeiter des Forschungs- und Entwicklungsbereiches arbeiten eng mit den Produktionsbereichen, den Einkaufs- und den Strategiebereichen zusammen, um die Forschungs- und Entwicklungsprojekte stetig mit den Bereichs- und Gruppenzielen abzustimmen. Eine weitere wichtige Säule der Forschungsarbeit ist die Zusammenarbeit mit führenden Hochschulinstituten und anderen externen Partnern, um die Grundlagen für zukünftige Verfahrensentwicklungen zu legen.
Inhaltlich setzt sich ein Großteil der Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit der effizienteren Ausnutzung von Ressourcen auseinander, um für unsere Kunden und Lieferanten innovative und robuste Lösungen zu entwickeln. Ziel sind dabei nachhaltige Prozesslösungen, die die Verarbeitung eines möglichst breiten Spektrums an primären und sekundären Rohstoffen ermöglichen. Die Verbesserung der Metallausbringung im primär- und sekundärmetallurgischen Bereich sowie die zusätzliche Ausbringung von Nebenkomponenten geschieht im Einklang mit dem genannten Megatrend Ressourceneffizienz und gehört bei Aurubis zu den langfristigen Schwerpunktthemen.
Verstärkt wurden Computersimulationsverfahren wie Strömungssimulationen eingesetzt, um Prozessparameter von Verfahren zu analysieren und zu optimieren. Die Entwicklung hydrometallurgischer Laugungsprozesse zur Ausbringung von Wertstoffen und Verarbeitung von Zwischenprodukten wurde intensiv vorangetrieben. Neue Verfahrensentwicklungen zur Multielementausbringung wichtiger Rohstoffe sind im Labormaßstab bereits erfolgt und werden im nächst größeren Maßstab weiterentwickelt.
Die Verbesserung der Zusammenarbeit der verschiedenen F&E-Standorte, ein effizientes Management der F&E-Projekte und des Portfolios sowie die Überarbeitung der strategischen Zukunftsfelder für F&E waren weitere Themenfelder im letzten Berichtszeitraum.
Umweltschutz
Aurubis übernimmt Verantwortung für Uwelt- und Klimaschutz, die zu den Kernthemen der Unternehmensstrategie gehören. Bei Aurubis erfolgt die umweltfreundliche Produktion unter Verwendung modernster, energieeffizienter Anlagentechniken mit sehr hohen Umweltschutzstandards, um natürliche Ressourcen zu schonen und eine sauberen Umwelt für zukünftige Generationen zu erhalten. Diesen Anspruch verfolgen wir für alle Produktionsstätten und über alle Geschäftsprozesse hinweg.
DIALOG ZUM UMWELTSCHUTZ INTENSIVIERT
Auch im Geschäftsjahr 2012/13 hat Aurubis konzernweit einen offenen Dialog mit Behörden und Bürgern geführt und sich in zahlreichen Projekten engagiert.
So beteiligen wir uns beispielsweise zusammen mit dem europäischen Dachverband Eurometaux und dem European Copper Institute (ECI) an der dreijährigen Test- und Entwicklungsphase des Umweltfußabdrucks (Product Environmental Footprint - PEF) der EU-Kommission. Ziel dieser Kooperation ist es, die Umweltwirkung von Produkten anhand dieses Umweltfußabdrucks europaweit besser vergleichbar und einheitlich messbar zu machen.
In Hamburg sind wir seit dem Jahr 2003 Umweltpartner der Stadt. Im April 2013 haben wir diese Partnerschaft für weitere fünf Jahre verlängert. Darüber hinaus hat Aurubis zusammen mit elf weiteren Unternehmen die Partnerschaft für Luftgüte und schadstoffarme Mobilität unterzeichnet, die im September 2012 von der Freien und Hansestadt Hamburg initiiert wurde. Ziel dieser Partnerschaft ist die Reduktion der Stickstoffdioxid-Emissionen, die insbesondere durch den Verkehr verursacht werden. Zahlreiche Ideen zu den Themen Mitarbeitermobilität und effizienter Fuhrpark wurden bereits entwickelt. Im nächsten Schritt werden nun konkrete Maßnahmen für Aurubis vereinbart und umgesetzt.
UMWELTLEITLINIEN UND MANAGEMENTSYSTEME NACH HÖCHSTEN UMWELTSTANDARDS
Aurubis hat sich Ziele im Umweltschutz gesetzt, Kennzahlen zum Umweltschutz definiert und Maßnahmen zur Zielerreichung festgelegt. Schwerpunkte sind dabei neben dem Klimaschutz insbesondere die Bereiche Gewässer- und Immissionsschutz. Die Wirksamkeit der Ziele und Maßnahmen werden kontinuierlich überprüft. So haben wir im Berichtszeitraum unsere Ziele um das Thema Bodenschutz ergänzt. Dem vorausgegangen war das Inkrafttreten der EU-Industrieemissionsrichtlinie und die daraus resultierenden veränderten Anforderungen beim Bodenschutz.
Umwelt-Managementsysteme unterstützen die Implementierung und Umsetzung der Ziele im Umwelt- und Klimaschutz. Zielvorgaben werden erfasst, Abweichungen bewertet, Korrekturmaßnahmen eingeleitet und in ihrer Wirksamkeit verfolgt.
Darüber hinaus wurden Energiemanagementsysteme nach ISO 50001 implementiert. Durch eine jährliche externe Überprüfung haben wir die Möglichkeit, die erfolgreiche Implementierung des Umweltschutzes durch einen unabhängigen Dritten bestätigen zu lassen und Verbesserungspotenziale zu erkennen.
PROJEKTE UND FORTSCHRITTE IM BEREICH UMWELTSCHUTZ
Die kontinuierliche Verbesserung des Gewässerschutzes, des Bodenschutzes, des Klimaschutzes und des Immissionsschutzes sind Voraussetzung für einen nachhaltigen Umweltschutz.
Im internationalen Vergleich nimmt Aurubis eine Spitzenposition bei der Verminderung der spezifischen Schwefeldioxid-Emissionen ein.
Folgende Maßnahmen haben wesentlich zur weiteren Verbesserung des Umweltschutzes beigetragen:
| • | Ein Beispiel für innovative Umweltschutztechniken ist die Entwicklung einer neuen Membranfilterpresse zur energieeffizienten Trocknung in Hamburg. Dieses Projekt wurde durch das Bundesforschungsministerium gefördert und ist Teil eines Gesamtkonzepts zur Anodenschlammaufbereitung mit dem Ziel der energetischen Optimierung, der Rückgewinnung von Ressourcen und der Emissionsminderung. Innovationen wie diese tragen dazu bei, unser umweltfreundliches Multi-Metal-Recycling weiter zu verbessern. Sie sind eine grundlegende Voraussetzung für eine zukunftsfähige und ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft. |
| • | Darüber hinaus wurde eine neue Brecher- und Bandanlage an die Lagerhalle der Sekundärkupferproduktion angebunden. Durch dieses Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund 7,5 Mio. Euro erwarten wir eine Reduzierung der diffusen Emissionen aus diesem Bereich um mehr als 70 %. |
| • | Am Standort Lünen wurde das erneuerte Anodenofenfilter in Betrieb genommen, das die Filterkapazität von 150.000 m³/h auf 300.000 m³/h erhöht. Durch verbesserte Erfassung und effizientere Entstaubung der Anodenofenabgase erwarten wir eine weitere Verringerung der Emissionen. Darüber hinaus wurde im Bereich der Schmelzbetriebe im Jahr 2013 ein neues, hochmodernes Patronenfilter mit einer Kapazität von 500.000 m³/h installiert. Diese zusätzliche Filterkapazität soll die vollständige Schließung der Produktionshalle ermöglichen und so die diffusen Emissionen des Standorts weiter deutlich reduzieren. |
AURUBIS ÜBERNIMMT VERANTWORTUNG FÜR DEN KLIMASCHUTZ
Die sukzessive Einführung zertifizierter Energiemanagementsysteme ermöglicht es uns, an allen Standorten energieeffiziente Anlagentechniken zu betreiben und Maßnahmen zur weiteren Energieeinsparung umzusetzen. Dadurch konnte Aurubis die CO₂-Emissionen erheblich verringern, wie die Klimaschutzindikatoren für die Kupferproduktion belegen. Die durchgehend positive Entwicklung wurde im Jahr 2012 bestätigt.
Darüber hinaus beteiligt sich Aurubis unter anderem im Rahmen des Hamburger Klimaschutzkonzepts auch in Zukunft an der freiwilligen Selbstverpflichtung zur dauerhaften CO₂-Reduktion, die für eine zweite Phase von 2013 bis 2018 zwischen der Hamburger Wirtschaft und dem Senat vereinbart wurde. Aurubis hat sich damit verpflichtet, weitere 12.000 Tonnen CO₂ pro Jahr dauerhaft einzusparen.
Das Streben nach Energieeffizienz, Ressourceneffizienz und Umweltschutz kann jedoch auch zu Zielkonflikten führen. So ist die Verarbeitung von komplexen Recyclingstoffen zwar sehr ressourceneffizient, aber meist mit einem hohen Energieverbrauch verbunden. Um unsere Umweltauswirkungen auf ein Minimum zu reduzieren, arbeiten wir fortlaufend daran, unsere Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Diesen Anspruch verfolgen wir für alle Produktionsstätten bei Aurubis und über alle Arbeitsprozesse hinweg.
Weiterhin sensibilisieren wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diese Themen, denn ein hohes Umweltbewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreichen Umweltschutz.
RISIKOBERICHT
Risikomanagementsystem
Für Unternehmen wie Aurubis sind Risiken ein integraler Bestandteil der wirtschaftlichen Aktivitäten. Die wesentlichen Risiken steuern und kontrollieren wir mit Hilfe eines auf unsere geschäftlichen Aktivitäten abgestimmten Risikomanagementsystems (RMS).
Das frühzeitige Erkennen wesentlicher Risiken und die Beobachtung ihrer Entwicklung sind von besonderer Bedeutung. Das Ziel besteht darin, negative Ergebniseinflüsse aus dem Eintreten dieser Risiken grundsätzlich durch geeignete Gegenmaßnahmen weitestgehend zu begrenzen. Hierzu werden die relevanten Risiken anhand ihrer Position in der Wertschöpfungskette strukturiert erfasst und anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und betriebswirtschaftlichen Bedeutung klassifiziert.
Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der zentralen sowie dezentralen Planungs-, Steuerungs- und Kontrollprozesse und umfasst alle wesentlichen Standorte, Geschäftsbereiche und Stabsfunktionen. Das Planungs- und Steuerungssystem, die turnusmäßige Risikoberichterstattung, eine offene Kommunikationskultur sowie regelmäßige Risikoreviews an den Standorten schaffen Transparenz über unsere Risikosituation.
Für die Standorte, Geschäftsbereiche und Stabsfunktionen wurden Risikomanagement-Beauftragte benannt, die miteinander vernetzt sind. Die Steuerung des Netzwerks erfolgt zentral. Das Risikomanagement ist dem Finanzvorstand direkt unterstellt. Das RMS ist in einer Richtlinie dokumentiert.
Unabhängige Überwachung
Das RMS unterliegt einer regelmäßigen Überwachung und Prüfung. So überwacht die Interne Revision durch systematische Prüfungen das Risikomanagement und die Einhaltung des internen Kontrollsystems. Als prozessunabhängige Instanz trägt sie zur Integrität und Verbesserung der Geschäftsabläufe sowie zur Wirksamkeit der installierten Systeme und Kontrollen bei.
Daneben prüft der Abschlussprüfer unser RMS auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften. Er berichtet das Prüfungsergebnis an den Vorstand sowie den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats (Audit Committee).
Außerdem befasst sich das Audit Committee intensiv mit Fragen des Risikomanagements. Zusammen mit dem Vorstand informiert der Risikomanagement-Beauftragte das Gremium regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen.
Erläuterung der relevanten Risiken
VERSORGUNG, PRODUKTION UND LOGISTIK
Die Versorgung unserer Produktionsanlagen mit Rohstoffen und die Verfügbarkeit dieser Anlagen sind für Aurubis von größter Bedeutung. Daher werden Ereignisse, die unsere Produktionsprozesse deutlich einschränken, als wesentliche Risiken betrachtet und ihnen wird mit entsprechenden Maßnahmen begegnet.
Ein Großteil der Rohstoffe für die Produktion von Kupfer gelangt in Form von Kupferkonzentraten in den Prozess. Der verbleibende Anteil verteilt sich auf Recyclingrohstoffe und Hüttenzwischenprodukte. Diese Einsatzstoffe werden vor der Verarbeitung mit Hilfe anerkannter Analyseverfahren auf ihren Wertgehalt beprobt.
Um die Versorgung der Anlagen zur Primärkupfererzeugung mit Kupferkonzentraten abzusichern, haben wir langfristige Verträge mit einer Vielzahl von Konzentratlieferanten aus unterschiedlichen Ländern abgeschlossen. Auf diese Weise gelingt es uns, das Risiko von Produktionsbeeinträchtigungen durch mögliche Lieferausfälle auf ein Minimum zu reduzieren. Durch den langfristigen Charakter der Verträge wird zudem das Risiko volatiler Spot-Schmelz- und Raffinierlöhne begrenzt.
Auch die Produktionsanlagen für das Recycling und die Edelmetallproduktion konnten aufgrund unseres umfangreichen internationalen Lieferantennetzwerks insgesamt ausreichend versorgt werden. Aus heutiger Sicht erwarten wir auch weiterhin eine ausreichende Versorgung und Auslastung unserer Produktionsanlagen für Recyclingmaterial. Volatilitäten in den Schmelzlöhnen resultieren aber weiterhin insbesondere aus der allgemeinen Entwicklung der Kupferpreise und der konjunkturellen Lage sowie dem Wettbewerb um Elektronikschrotte und andere komplexe Recyclingmaterialien.
Die Versorgung der Produktionsanlagen für Kupferprodukte erfolgt zum Teil durch die selbst hergestellten Kupferkathoden. Dies erlaubt neben einer höheren Wertschöpfung auch die Steuerung der Qualität der Kupferprodukte während des gesamten Prozesses. Der Bedarf an Kupferkathoden konnte intern gedeckt und damit unsere Lieferzuverlässigkeit und die Qualität unserer Produkte sichergestellt werden.
Die Anlagenverfügbarkeit war insgesamt gut, jedoch phasenweise durch geplante Instandhaltungsmaßnahmen und kleinere technische Störungen reduziert. Die daraus resultierenden Einflüsse hielten sich in Grenzen. In der Hamburger Rohhütte und Schwefelsäureproduktionsanlage fand zudem über den Geschäftsjahreswechsel ein geplanter Großstillstand mit den erwarteten Produktionsausfällen statt.
Grundsätzlich haben wir zur Bewältigung potentieller Betriebsstörungen, die beispielsweise durch Ereignisse wie Hochwasser oder Feuer entstehen können, organisatorische Maßnahmen ergriffen (wie zum Bespiel Alarmpläne, regelmäßig Übungen zur Schulung der Mitarbeiter). Außerdem begegnen wir dem Risiko von Betriebsstörungen mit regelmäßigen Wartungsarbeiten und dem Vorhalten kritischer Ersatzteile.
Logistikrisiken begegnen wir zum einen durch ein sorgfältiges, mehrstufiges Aufnahmeverfahren zur Dienstleisterauswahl und durch Vermeidung von Single Sourcing. Wir können auf ein internationales Netz qualifizierter Dienstleister zurückgreifen. Zum anderen beugen wir zum Beispiel wetterbedingten Risiken in der Transportkette vor, indem wir Ausfallrisiken durch vertragliche Regelungen zum Vorhalten entsprechender Alternativen vermeiden. So konnten bei teilweiser Vereisung der Elbe, welche zu logistischen Einschränkungen führte, die Auswirkungen durch präventive Back-up-Lösungen aufgefangen werden.
ABSATZSITUATION DER PRODUKTE
Die Absatzsituation bei Kupferprodukten, insbesondere in Europa, war im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin schwach. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir allerdings mit einer Stabilisierung der Nachfrage. Dabei gehen wir von einer leichten Verbesserung der konjunkturellen Rahmenbedingungen aus. Grundsätzlich besteht am Markt ein hoher Preisdruck aufgrund von Überkapazitäten.
Auch der Schwefelsäuremarkt hat sich insbesondere durch die stark gefallene Nachfrage der Düngemittelindustrie deutlich abgeschwächt. In den kommenden Monaten rechnen wir saisonbedingt mit einem weiterhin stagnierenden Trend. Eine Stabilisierung ist nach unserer Einschätzung erst im Frühjahr möglich.
Kathoden, die nicht intern verarbeitet wurden, setzt Aurubis auf dem internationalen Kupfermarkt ab.
ENERGIE
Die Energiepreise haben sich im Laufe des abgelaufenen Geschäftsjahres tendenziell reduziert. Durch den seit Anfang 2010 gültigen Stromvertrag haben wir uns langfristig gegen Kostenbelastungen aufgrund von schwer prognostizierbaren und volatilen Preisen an der Strombörse abgesichert. Diese Absicherung bezieht sich auf den wesentlichen Anteil unseres Strombedarfs.
Aufgrund der nach wie vor unsicheren Rechtslage und sich ändernder politischer Rahmenbedingungen lassen sich grundsätzlich Belastungen durch Veränderungen bei potenziellen Kostentreibern wie zum Beispiel EEG, Emissionshandel, Netzentgelte oder Ökosteuer nur schwer verlässlich quantifizieren. Wir gehen allerdings von mittelfristig steigenden osten aus, die zu starken Belastungen führen können.
Mit Störungen in der Stromversorgung bis hin zu einem flächendeckenden Stromausfall nach Abschaltung eines Großteils der deutschen Nuklearenergieanlagen haben wir uns intensiv befasst. Durch die Fertigstellung der Übertragungsleitung Hamburg-Schwerin hat sich die Versorgungssicherheit des Großraums Hamburg deutlich verbessert.
FINANZEN UND FINANZIERUNG
Metallpreis- und Währungskursschwankungen stellen ein potenzielles Risiko beim Metallein- und -verkauf dar. Durch Devisen- und Metallpreisabsicherungen wird dieses Risiko maßgeblich reduziert. Das tägliche Aufrechnen von Metalleingängen und -ausgängen aus Grundgeschäften reduziert die zu sichernden Volumina wesentlich. Überhänge werden täglich abgesichert. Gleiches geschieht durch Finanzinstrumente wie Spot- und Forwardkontrakte für Devisenkurse und Metallpreise. Risiken aus Über- oder Unterdeckungen werden so ebenfalls täglich minimiert. Zur Minimierung des Ausfallrisikos haben wir als Partner für Sicherungsgeschäfte ausschließlich erstklassige Adressen ausgewählt.
Erwartete Mittelzuflüsse aus Fremdwährungen, insbesondere US-Dollar, sichern wir weitestgehend durch Optionen und Forwardgeschäfte ab. Wir setzen dies auch zukünftig fort und gehen davon aus, die Risiken aus Metallpreis- und Devisenkursschwankungen mit diesen Maßnahmen auf ein vertretbares Niveau reduzieren zu können. Wirtschaftlich akzeptable Währungskursabsicherungen sind allerdings nur zeitlich limitiert realisierbar.
Ausfallrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden weitgehend durch Warenkreditversicherungen abgesichert. Eigenrisiken wurden nur sehr begrenzt und nach Prüfung zugelassen. Die Entwicklung der ausstehenden Forderungen wird wöchentlich verfolgt. Im Berichtszeitraum kam es zu keinen wesentlichen Forderungsausfällen. Wir sehen für die zukünftige Entwicklung keine bedrohlichen Entwicklungen.
Die Versorgung mit Liquidität war im abgelaufenen Geschäftsjahr sichergestellt. Die Kreditlinien seitens der Banken waren ebenfalls ausreichend. Auch für das neue Geschäftsjahr gehen wir aus heutiger Sicht von einer entsprechenden Entwicklung aus. Risiken, die aus einem Wiederaufleben der Staatsschuldenkrise im Euroraum resultieren können, werden durch die Treasury-Funktion überwacht.
UMWELTSCHUTZ, RECHT UND ORGANISATORISCHE ASPEKTE
Grundsätzlich besteht das Risiko, dass sich umweltrechtliche oder regulatorische Bestimmungen verschärfen und so entsprechende Kosten entstehen oder es zu Einschränkungen bei der Vermarktung von Produkten kommt. Umweltrisiken, die beispielsweise aus der möglichen Nichteinhaltung von Grenzwerten resultieren, können ebenso wie Verstöße gegen Auflagen zu rechtlichen Konsequenzen führen. Seit Jahren sorgen wir für einen umweltfreundlichen Betrieb unserer Produktionsanlagen. Der Umweltstandard ist international führend, was zum Beispiel die jährlichen Zertifizierungen nach ISO 14001 und EMAS belegen. Wir sehen uns hier auch für die Zukunft gut aufgestellt. Gleichwohl können betriebliche Störungen, die auch zu Beeinträchtigungen der Umwelt führen können, nicht vollständig ausgeschlossen werden.
In einem Betrieb mit komplexen Prozessen ist das Fachwissen der Mitarbeiter ein wichtiger Faktor, um die Leistungsqualität sicherzustellen. Deshalb greifen verschiedene Maßnahmen ineinander, damit Aurubis auch weiterhin auf das Know-how der Mitarbeiter zählen kann. Durch Kooperationen und Kontakte mit Hochschulen bauen wir Verbindungen zu qualifizierten Nachwuchskräften auf und durch Qualifizierungsmaßnahmen fördern wir die Entwicklung von Fach- und Führungskräften. Außerdem haben bei uns die Bereiche Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz einen hohen Stellenwert. Deshalb legen wir hier unser Augenmerk auf Verantwortung, detaillierte Gefährdungsbeurteilungen, ständige Fortbildung sowie kurz- und mittelfristige Ziele mit der Vision „Null Unfälle“.
Rechts-, Steuer- und Compliance-Risiken begegnen wir mit organisatorischen Maßnahmen und klaren Führungsstrukturen. Die politische Diskussion zu Steuerthemen, wie z.B. Finanztransaktions- und Vermögensteuer, sowie deren mögliche Auswirkungen werden durch uns eng verfolgt.
Risiken aus einer mangelnden Verfügbarkeit unserer IT-Systeme begrenzen wir durch laufende Überwachung, technische Vorkehrungen sowie notwendige Anpassungen. Durch die redundante Auslegung unserer IT-Infrastrukturen sowie durch Datenwiederherstellungs- und Kontinuitätspläne begegnen wir Risiken aus möglichen Störungs- oder Katastrophenfällen. Risiken aus unbefugten Zugriffen auf Unternehmensdaten begegnen wir durch restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen und durch Einsatz aktueller Sicherheitssysteme.
Wesentliche Risiken sind zudem über Versicherungen weitgehend abgedeckt. Hierbei bedienen wir uns der Expertise unseres externen Versicherungsmaklers.
Beurteilung der Risikosituation
Im Berichtszeitraum sind keine wesentlichen Risiken eingetreten. Es haben sich keine besonderen strukturellen Veränderungen in den Risiken ergeben. Nach unserer heutigen Einschätzung ergeben sich keine den Bestand gefährdenden Risiken.
Sowohl der Prüfungsausschuss als auch der Abschlussprüfer haben festgestellt, dass Vorstand und Aufsichtsrat die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen in geeigneter Form getroffen haben, und dass das gesetzlich geforderte Risikofrüherkennungs- und Überwachungssystem alle Voraussetzungen erfüllt.
Wir sind davon überzeugt, dass wir über ein geeignetes System zur Beherrschung der relevanten Risiken verfügen.
Internes Kontrollsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess
(Erläuternder Bericht gemäß § 289 Abs. 5 HGB)
Ziel des Internen Kontrollsystems (IKS) für den Rechnungslegungsprozess ist es, zu gewährleisten, dass ein regelungskonformer Abschluss erstellt wird. Aurubis verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, in dem Strukturen und Prozesse bezogen auf den Rechnungslegungsprozess definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Damit wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung verlässlich und ordnungsmäßig ist, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden und gesetzlichen Normen und interne Richtlinien zur Rechnungslegung eingehalten werden. Änderungen von Gesetzen und Rechnungslegungsstandards werden fortlaufend auf Ihre Relevanz für den Jahresabschluss analysiert und daraus resultierende Änderungen in den internen Prozessen und Systemen aufgenommen.
GRUNDLAGEN DES RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENEN INTERNEN KONTROLLSYSTEMS
Die Aurubis AG stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss des Aurubis-Konzerns auf. Diesem Prozess vorgelagert ist die Finanzberichterstattung der in den Konzernabschluss einbezogenen Konzerngesellschaften, die ihre Abschlüsse lokal erstellen und über ein konzerneinheitlich definiertes Datenmodell an die Abteilung Corporate Accounting übermitteln. Die Verantwortung für die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren sowie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf der rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme liegt bei den Konzerngesellschaften.
Das interne Kontrollsystem beinhaltet folgende wesentliche Grundlagen
| • | Sicherstellung der normgerechten Bilanzierung bei der Erstellung des Einzelabschlusses der Aurubis AG durch systemseitig implementierte Kontrollen die ergänzt werden durch manuelle Kontrollen der Rechungslegung und weitere Genehmigungs- und Freigabeverfahren (Funktionstrennungen, Zugriffsregelungen und -beschränkungen, Anwendung des Vier-Augenprinzips, Regelungen zum Zahlungsverkehr) |
| • | Sicherstellung konzerneinheitlicher Bilanzierung nach IFRS durch die Anwendung einheitlicher Bilanzierungsvorschriften und Arbeitsanweisungen, zentrale Prüfung der Reporting Packages, Abweichungsanalyse zum Budget und Berichterstattung im Rahmen der quartalsweise stattfindenden Finance-Meetings |
| • | Erfassung der externen Rechnungslegung und der internen Berichterstattung durch alle Konzerngesellschaften in einem einheitlichen Konsolidierungs- und Berichtssystem |
| • | Gesamtkonsolidierung des Konzernabschlusses durch das Corporate Accounting, das die Konsolidierungsmaßnahmen, Abstimmungsarbeiten und die Überwachung der zeitlichen und prozessualen Vorgaben zentral durchführt |
| • | Unterstützung der lokalen Gesellschaften in Fragen der Rechnungslegung durch zentrale Ansprechpartner im Corporate Accounting |
| • | Klärung von speziellen fachlichen Fragestellungen und komplexen Sachverhalten fallbezogen unter Einbeziehung externer Sachverständiger. |
INTERNE REVISION ALS PROZESSUNABHÄNGIGE RISIKOBETRACHTUNG
Die Interne Revision prüft die Zuverlässigkeit des Rechnungswesens. Dabei werden insbesondere bestehende interne Regelwerke der Prozesse und deren Einhaltung in der Praxis überprüft. Darüber hinaus informiert die Interne Revision über Risiken, die aus erkennbaren Abweichungen entstehen und rät zu Anpassungsmaßnahmen.
NACHTRAGSBERICHT
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht aufgetreten.
GESETZLICHE ANFORDERUNGEN
Vorstandsvergütungsoffenlegungsgesetz (VorstOG)
Der Vergütungsbericht und die Erklärung zur Unternehmensführung sind Teil des Lageberichts. Die Erklärung zur Unternehmensführung ist im hinteren Teil des Jahresabschlusses abgedruckt. Beide sind auf der Website der Gesellschaft einsehbar (www.aurubis.com).
Vergütungsbericht
Der nachfolgende Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts. Er erläutert die Struktur und Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung der Aurubis AG.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS
Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest, er beschließt und überprüft regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand.
Das aktuelle Vergütungssystem ist seit Beginn des Geschäftsjahres 2009/10 in Kraft. Kern der Vergütungsregelung ist, die Vorstandsverträge stärker auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten.
Die Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ist in deren Anstellungsverträgen festgelegt und besteht aus einer Reihe von Vergütungsbestandteilen. Im Einzelnen handelt es sich um Festbezüge, variable Bezüge sowie Nebenleistungen und Pensionszusagen.
Zu den unterschiedlichen Vergütungsbestandteilen:
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus fixen und variablen Komponenten zusammen. Die fixen Teile bestehen aus den Festbezügen, den Nebenleistungen und den Pensionszusagen. Die jährlichen Festbezüge betragen für den Vorstandsvorsitzenden 480.000 € sowie für die ordentlichen Vorstandsmitglieder 336.000 € und werden monatlich in gleichen Raten ausgezahlt. Ab 01.10.2013 erhöhen sich die Festbezüge für den Vorstandsvorsitzenden auf 540.000 € sowie 378.000 € für die ordentlichen Vorstandsmitglieder. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert für Versicherungsprämien und der Dienstwagennutzung bestehen. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern.
Das System zur variablen Vergütung umfasst zwei Komponenten, welche jährlich zur Auszahlung kommen: Die erste Komponente (Komponente I) ist abhängig von einer jährlichen Zielerreichung bezogen auf ein bereinigtes, durchschnittliches EBT (Earnings Before Taxes des Konzerns) von drei Jahren, und zwar jeweils bezogen auf das laufende sowie die beiden dem jeweiligen Geschäftsjahr vorangegangenen Geschäftsjahre. Zielwert ist ein aus einem ROCE von 15 % abgeleitetes EBT. Der Zielbonus der Komponente I beläuft sich in Relation zu dem Zielbonus der Komponente II auf ca. 60 % der variablen Bezüge und kann zu maximal 100 % erreicht werden (Cap). Wenn das EBT unterhalb von 40 % des Zielwertes liegt, entfällt eine Zahlung aus der Komponente I. Der maximal zu erreichende Betrag aus dieser Komponente beträgt 600.000 € für den Vorstandsvorsitzenden sowie 400.000 € für das ordentliche Vorstandsmitglied. Ab 01.10.2013 erhöht sich der Betrag für den Vorstandvorsitzenden auf 675.000 € sowie 450.000 € für das ordentliche Vorstandsmitglied.
Die Komponente II sieht eine jährliche Beurteilung der gesamthaften (Komponente II a) und individuellen (Komponente II b) Leistung des Vorstands durch den Aufsichtsrat vor. Beide Komponenten basieren auf einer qualitativen, kriteriengestützten Beurteilung der nachhaltigen Unternehmensführung.
Der Zielbonus der Komponente II kann zu maximal 100 % erreicht werden (Cap). Eine Auszahlung von mindestens 50 % des Zielbonus erfolgt immer, es sei denn, die Gewährung wäre unbillig im Sinne des § 87 Abs. II AktG. Der maximal zu erreichende Betrag aus den Komponenten II a und II b beträgt für den Vorstandsvorsitzenden jeweils 200.000 € sowie für das ordentliche Vorstandsmitglied jeweils 140.000 €. Ab 01.10.2013 erhöhen sich die Beträge für den Vorstandsvorsitzenden jeweils auf 225.000 € sowie 157.500 € für das ordentliche Vorstandsmitglied.
Außerdem bestehen für die einzelnen Vorstandsmitglieder - mit Ausnahme von Herrn Dr. Boel - Pensionszusagen. Die Versorgungsbezüge bestimmen sich nach einem prozentualen Anteil der Festbezüge. Der prozentuale Anteil steigt mit der Dauer der Vorstandszugehörigkeit. Die Pension wird fällig nach Vollendung des 65. Lebensjahres sowie bei Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit. Herr Dr. Boel erhält von der Gesellschaft eine beitragsorientierte Pensionszusage, für die jährlich ein Beitrag in Höhe von 80.000 € an ein Versicherungsunternehmen gezahlt wird.
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten keine Change of Control-Klauseln. Die Vorstandsmitglieder (mit Ausnahme von Herrn Dr. Boel) erhalten für den Fall einer Nichtverlängerung ihres Vorstandsvertrages unter bestimmten Voraussetzungen eine vorzeitige Pension. Diese Voraussetzungen sind erfüllt, wenn das Vorstandsmitglied zum Zeitpunkt des Ausscheidens mindestens 5 Dienstjahre bei der Aurubis AG und das 55. Lebensjahr vollendet hat. Herr Dr. Landau schied nach Erreichen des Pensionierungsalters am 31.05.2013 aus dem Vorstand aus. Herr Dr. Drouven erhielt 2/3 seiner im Durchschnitt der letzten 12 Monate bezogenen Vergütung (246.667 €) als Entschädigung für das bis Ende 2012 bestehende Wettbewerbsverbot.
Pensionen, die vor Vollendung des 65. Lebensjahres gezahlt werden, haben den Charakter eines Übergangsgeldes. Bezüge, die ein Vorstandsmitglied nach dem Ausscheiden aufgrund einer Tätigkeit außerhalb des Aurubis-Konzerns erhält, werden bis zum 65. Lebensjahr auf die Pension angerechnet.
Neben der leistungsorientierten Pensionszusage für die Herren Faust, Dr. Schneider und Willbrandt und der beitragsorientierten Pensionszusage für Herrn Dr. Boel erhalten alle Vorstände eine zusätzliche beitragsorientierte betriebliche Altersvorsorge. Diese Altersvorsorge ist als Kapitalzusage ausgestaltet. Zum Ende eines jeden Geschäftsjahres werden für den Vorstandsvorsitzenden 120.000 € und für die weiteren drei Vorstände je 80.000 € in Rückdeckungsversicherungen eingezahlt.
Der Vorstand kann frühestens nach Vollendung des 60. Lebensjahres, jedoch nicht vor Ausscheiden aus den Diensten der Gesellschaft über den angesammelten Kapitalbetrag verfügen.
Insgesamt betrug die Vergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012/13 4.549.788 €. Darüber hinaus wurden Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 1.569.358 € aufwandswirksam berücksichtigt.
Einzelheiten ergeben sich in individualisierter Form aus den nachfolgenden Tabellen:
| in € | Feste Vergütung | Variable Vergütung mehrjährig | Variable Vergütung einjährig | Nebenleistungen | Gesamt | Aufwendungen für Altersversorgung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Peter Willbrandt | 468.000 | 580.000 | 339.063 | 70.216 | 1.457.279 | 1.050.071 |
| Dr. Frank Schneider * | 140.000 | 166.667 | 102.083 | 6.319 | 415.069 | 87.752 |
| Dr. Stefan Boel | 336.000 | 400.000 | 245.000 | 15.625 | 996.625 | 160.000 |
| Erwin Faust | 336.000 | 400.000 | 245.000 | 17.091 | 998.091 | 313.345 |
| Dr. Michael Landau ** | 224.000 | 266.667 | 163.333 | 28.724 | 682.724 | -41.810 |
| Gesamt | 1.504.000 | 1.813.334 | 1.094.479 | 137.975 | 4.549.788 | 1.569.358 |
| * ab 01.05.2013 ** bis 31.05.2013 |
Frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene erhielten insgesamt 1.789.388 €, für ihre Pensionsansprüche sind 21.912.751 € zurückgestellt.
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
Die Vergütung des Aufsichtsrats wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 12 der Satzung der Aurubis AG geregelt. Sie orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie an der wirtschaftlichen Lage und am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.
Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz der bei der Ausübung seines Amtes entstandenen Auslagen eine feste Vergütung von 40.000 €/Geschäftsjahr. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, sein Stellvertreter das 1,5-fache dieses Betrages. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss des Aufsichtsrats angehören, erhalten zusätzlich 5.000 €/Geschäftsjahr pro Ausschuss, insgesamt höchstens jedoch 10.000 €/Geschäftsjahr. Aufsichtsratsmitglieder, die in einem Ausschuss des Aufsichtsrats den Vorsitz innehaben, erhalten zusätzlich 10.000 €/Geschäftsjahr pro Vorsitz in einem Ausschuss, höchstens jedoch 20.000 €/Geschäftsjahr.
Zusätzlich zur festen Vergütung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene jährliche Vergütung in Höhe von 250 € je 1.000.000 € bereinigtem Ergebnis vor Steuern des Konzerns („EBT“), das ein durchschnittliches, bereinigtes EBT der letzten drei Geschäftsjahre von 50.000.000 € übersteigt. Das bereinigte EBT ist das EBT nach IFRS vor Umbewertung der Lifo-Bestände nach der Durchschnittsmethode und ohne Berücksichtigung der Einflüsse aus Kupferpreisschwankungen in den Vorratsbewertungen ehemaliger Cumerio Gesellschaften und betrug im Durchschnitt der letzten 3 Geschäftsjahre 234 Mio. €. Der Vorsitzende erhält das Doppelte und sein Stellvertreter das 1,5-fache dieses Betrages.
Die feste Vergütung (ohne die Vergütung für Ausschusstätigkeiten) und die auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Vergütung werden für jedes Mitglied des Aufsichtsrats auf 80.000 €/Geschäftsjahr begrenzt. Die Begrenzung für den Vorsitzenden beträgt 160.000 €/Geschäftsjahr und 120.000 €/Geschäftsjahr für den stellvertretenden Vorsitzenden.
Des Weiteren erhalten die Aufsichtsratsmitglieder für jede Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats und eines seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld in Höhe von 500 €.
Die individualisierte Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2012/13 beträgt:
| in € | Feste Vergütung | Variable Vergütung | Vergütung für Ausschusstätigkeit | Sitzungsgeld | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Fuhrmann, Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg | 80.000 | 80.000 | 20.000 | 6.000 | 186.000 |
| Grundmann, Hans-Jürgen | 60.000 | 60.000 | 10.000 | 5.500 | 135.500 |
| Becker, Burkhard** | 23.562 | 23.562 | 5.890 | 2.500 | 55.514 |
| Drouven, Dr. Bernd** | 23.562 | 23.562 | 2.946 | 2.000 | 52.070 |
| Eulen, Jan | 40.000 | 40.000 | 5.000 | 5.000 | 90.000 |
| Faubel, Dr.-Ing. Joachim** | 23.562 | 23.562 | 0 | 1.500 | 48.624 |
| von Foerster, Dr. Peter* | 16.548 | 16.548 | 4.136 | 1.500 | 38.732 |
| Grohe, Rainer* | 16.548 | 16.548 | 2.068 | 2.000 | 37.164 |
| Hold, Renate | 40.000 | 40.000 | 10.000 | 4.500 | 94.500 |
| Leese, Prof. Dr.-Ing. E.h., Wolfgang* | 16.548 | 16.548 | 2.068 | 2.000 | 37.164 |
| Reich, Dr. Sandra** | 23.562 | 23.562 | 2.946 | 1.000 | 51.070 |
| Schultek, Dr. med. Dipl.-Chem. Thomas | 40.000 | 40.000 | 5.000 | 4.000 | 89.000 |
| Schwertz, Rolf | 40.000 | 40.000 | 0 | 3.000 | 83.000 |
| Vahrenholt, Prof. Dr. Fritz | 40.000 | 40.000 | 7.946 | 4.500 | 92.446 |
| Wirtz, Helmut* | 16.548 | 16.548 | 0 | 1.500 | 34.596 |
| Wortberg, Dr.-Ing. Ernst J. | 40.000 | 40.000 | 15.000 | 5.500 | 100.500 |
| Insgesamt | 540.000 | 540.440 | 93.000 | 52.000 | 1.225.880 |
| * bis 28.02.2013 ** ab 28.02.2013 |
Auf dieser Basis erhalten die Aufsichtsratsmitglieder insgesamt 1.225.880 €.
Hamburg, den 09.12.2013
Der Vorstand
Peter Willbrandt, Vorstandsvorsitzender
Erwin Faust, Vorstandsmitglied
Der Aufsichtsrat
Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, Vorsitzender
PROGNOSEBERICHT
Geschäftsjahresauftakt 2013/14 von Unsicherheiten begleitet
Zum Auftakt des Geschäftsjahres 2013/14 bot sich Aurubis ein Umfeld, das von Unsicherheiten und differenzierten Entwicklungen gekennzeichnet war. Es mangelte an klaren Orientierungshilfen. Die Meinungsbildung über den Verlauf des neuen Geschäftsjahres kann deshalb nicht an klaren Fixpunkten festgemacht werden und gestaltet sich schwierig.
Das Geschäftsmodell von Aurubis hat sich allerdings in den vergangenen Jahren, die ebenfalls diese Merkmale aufwiesen, nachweislich bewährt. Durch seine Aufstellung als integrierter Kupfererzeuger und -verarbeiter und durch seine gute Positionierung in den internationalen Kupfer- und Rohstoffmärkten ist es Aurubis dabei gelungen, die auf das Unternehmen zukommenden Herausforderungen zu bewältigen. Daran wird sich im neuen Geschäftsjahr nichts ändern.
Als besonders vorteilhaft für die Gesamtgeschäftsentwicklung hat sich die in der Prozess- und Produktionsstruktur angelegte Flexibilität erwiesen, mit der wir den Veränderungen an den Märkten begegnen können. Auch ist die Prozesseffizienz und die Effektivität in der Ausbringung von Kupfer und weiterer Metalle von entscheidender Bedeutung. Im Kundengeschäft setzt sich Aurubis durch seine breite Lieferpalette und in seiner stark kundenorientierten Geschäftspolitik vom Wettbewerb ab.
Entstehende Risiken werden durch ein umfassendes Risikomanagement frühzeitig erkannt, nutzbare Chancen erfasst und verwertet. Die Finanzierungspolitik ist konservativ angelegt.
Wesentliche Projekte wurden abgeschlossen und liefern nun im neuen Geschäftsjahr ihren Beitrag zum Unternehmensergebnis.
Damit sind die Voraussetzungen für eine positive Weiterentwicklung gegeben.
Erwartete Entwicklung der Rahmenbedingungen
WELTKONJUNKTUR MIT ERHOLUNGSTENDENZEN -
RISIKEN BESTEHEN FORT
Die globale Erholung der Weltwirtschaft wird sich voraussichtlich 2014 fortsetzen, dies jedoch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Nach Meinung des Internationalen Währungsfonds (IWF) dürfte sich das Wachstumsbild weiterhin zugunsten der etablierten Industrieländer verschieben. In den bisher besonders dynamischen Entwicklungs- und Schwellenländern ist hingegen eine Beruhigung wahrscheinlicher, ihr Beitrag zur globalen Wirtschaftsleistung ist jedoch weiterhin wesentlich.
In seinem Herbstausblick beziffert der IWF das Weltwirtschaftswachstum für 2014 mit 3,6 %. Dies ist zwar gegenüber 2013 (plus 2,9 %) eine sichtbare Beschleunigung, gegenüber der optimistischeren Prognose vom Frühjahr 2013 allerdings ein Dämpfer.
In der Risikobewertung der Prognosen stehen die USA und China ganz vorn, also zwei Länder, die auch zu den Hauptkonsumenten von Kupfer gehören. In beiden Fällen sind es vor allem politische Entscheidungen, die die Wirtschaftsentwicklung beeinflussen werden. In den USA ist es die ungeklärte Frage, wann die Notenbank ihre Geldpolitik straffen und wie die US-Regierung mit ihrer Schuldenpolitik umgehen wird. Höhere Kapitalmarktzinsen, die aus einer Beendigung der lockeren Geldpolitik resultieren, würden global eine starke konjunkturelle Abbremswirkung entfalten. Schließt man diese Risiken aus, könnte das Wachstum in den USA 2,6 % erreichen.
In China, dessen Kupferbedarf rund 40 % der Weltnachfrage ausmacht, hatte im ersten Halbjahr 2013 ein Rückgang der Wachstumsdynamik Besorgnis hervorgerufen. Das dritte Quartal 2013 war mit plus 7,8 % aber besser als erwartet ausgefallen und die politische Führung hat auf ihrer Herbsttagung mit Verlautbarungen über mehr Markt und ein liberalisierteres Finanzsystem positive Zeichen gesetzt. Damit dürfte China die Transition zu einem geordneten, mehr nachhaltigen Wachstumsmodell fortsetzen. Für 2014 sieht der IWF den Anstieg der chinesischen Wirtschaftskraft bei 7,3 %.
Im Euro-Raum zeichnet sich eine Stabilisierung der Wirtschaftsaktivitäten in Südeuropa und eine Erholung in den Kernländern der Währungsunion ab. Damit ist es wahrscheinlich, dass die Euro-Zone 2014 mit einem Plus von 1 % in den Wachstumsbereich zurückkehrt.
Vor allem in Deutschland scheint sich der Aufschwung nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank in den kommenden Monaten zu festigen. Das Institut sieht die deutsche Wirtschaft auf einem soliden Wachstumskurs. Zwar ist der zukünftige politische Rahmen nach der Wahl zum Bundestag noch nicht endgültig festgelegt, mit gravierenden wachstumshemmenden Maßnahmen wird jedoch nicht gerechnet. Zudem hat die Kapazitätsauslastung in der deutschen Industrie zuletzt fast wieder den längerfristigen Durchschnittswert erreicht. Für das Jahr 2014 geht der IWF von einer zunehmenden Wirtschaftstätigkeit in Deutschland aus und beziffert die Wachstumsrate des Jahres 2014 mit 1,4 %.
FUNDAMENTALE MARKTFAKTOREN SPRECHEN FÜR ANHALTEND FESTEN KUPFERPREIS
Am internationalen Kupfermarkt spricht viel dafür, dass die fundamentale Situation auch 2014 feste Kupferpreise bei einer vergleichsweise moderaten Schwankungsbreite rechtfertigen wird. Die wesentlichen Einflüsse kommen sowohl von der Produktions- als auch von der Nachfrageseite des Marktes.
Der Kapazitätsausbau in der Weltproduktion von raffiniertem Kupfer dürfte sich 2014 fortsetzen. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass neue Projekte fast ausschließlich in China angesiedelt sind. Hier ist es angesichts der abgeschwächten Wirtschaftsdynamik zu einer Revision von Projektplänen gekommen und Expansionsvorhaben sind einer realistischeren Betrachtung unterzogen worden. Auch ist die Auslastung der Kapazitäten aus einer Reihe von Gründen gering, ein Zustand an dem sich 2014 nichts Wesentliches ändern dürfte. Zudem stufen chinesische Hütten die veröffentlichten Produktionszahlen für raffiniertes Kupfer als zu hoch ein, da es ihrer Meinung nach immer wieder zu Doppelzählungen kommt. Der statistisch ermittelte Produktionsüberschuss fände sich so in der Realität nicht wieder.
Diese Meinung bestätigt sich in der aktuellen Lage am physischen Kupfermarkt. Nach dem weitgehenden deutlichen Abbau der Kupfermengen in chinesischen Zolllagern 2013 und anhaltend rückläufigen Bestandsmengen bei Metallbörsen ist die Verfügbarkeit von Kupferkathoden weltweit gering, was sich auch in den hohen Kathodenprämien des Spot-Geschäftes sowie für Jahresverträge 2014 ausdrückt. Daran wird sich vorerst kaum etwas ändern. Spürbare Effekte von Kapazitätserhöhungen werden erst für die zweite Jahreshälfte 2014 gesehen.
Demgegenüber stehen eine wirtschaftliche Erholung in Kernmärkten der Kupfernachfrage und ein weiterhin guter Bedarf an raffiniertem Kupfer in China.
In Nordamerika und Westeuropa verbessern sich angesichts der langsam wieder anspringenden Konjunktur die Wachstumschancen der Kupfernachfrage, wobei Europa mit plus 1 bis 2 % noch hinter Nordamerika mit etwa plus 4 % zurückbleibt. Politische Risiken, wie sie aus der Kredit- und Schuldenpolitik der USA entstehen, sind hierbei nicht berücksichtigt.
In China dürfte die Wirtschaft nach den jüngsten politischen Beschlüssen den Weg zu einem geordneten Wachstum fortsetzen. Im Einzelnen sind die Auswirkungen auf die Kupfernachfrage jedoch schwer einzuschätzen. Unklar bleibt ob die Investitionen in Infrastruktur unvermindert fortgesetzt werden. Ein Nachfrageanstieg von 4 bis 5 % wird dennoch für möglich gehalten. Dies entspricht immerhin einem Mengenzuwachs von rund 400.000 Tonnen.
Weitere Faktoren sind mit großen Unsicherheiten behaftet, könnten 2014 aber ebenfalls den Kupfermarkt beeinflussen. Hierzu gehört beispielsweise die Versorgung der internationalen Märkte mit Altkupfer. Sie wird nicht nur darüber entscheiden, in welchem Maße Recyclingkapazitäten in China genutzt werden können, sondern auch darüber, wie stark ein Mangel an Schrott den Kaufbedarf der Verarbeitenden Industrie für Kathoden beeinflusst. Auf der Produktionsseite muss zudem erneut mit Ausfällen aus technischen und sonstigen Gründen, durch Wartungsstillstände, oder durch Streiks gerechnet werden. Die Aktivitäten institutioneller Anleger an den Rohstoffmärkten sind ebenfalls von Bedeutung. Sie könnten angesichts der hohen Liquidität an den Kapitalmärkten wieder zunehmen.
Insgesamt ergibt sich ein Bild des Weltkupfermarktes, zu dem die zum Teil prognostizierten starken Produktionsüberschüsse für 2014 nicht passen. Wir gehen davon aus, dass die Überschüsse nicht in dem angenommenen Maße eintreten werden und dass sich die von physischer Knappheit gekennzeichnete Marktsituation zunächst fortsetzen wird. Erst im zweiten Halbjahr 2014 ist durch neue Produktionen in China eine leichte Entspannung der Versorgungslage mit Kupferkathoden denkbar, angesichts der Unwägbarkeiten am Markt kann dies jedoch nicht zuverlässig vorausgesagt werden.
Auch die Devisenmärkte unterliegen in starkem Maße makroökonomischen Einflüssen. Eine zuverlässige Prognose zur Entwicklung von US$ und Euro kann deshalb nicht abgegeben werden. Wir haben aber die bekannten Währungsrisiken für 2014 bereits größtenteils abgesichert.
Erwartete Geschäftsentwicklung
GUTE MARKTENTWICKLUNG AM KONZENTRATMARKT ERWARTET
Für die Geschäftsentwicklung der Business Unit Primärkupfer im kommenden Jahr ist die Verfassung der internationalen Märkte für Kupferkonzentrate von entscheidender Bedeutung. Die Weichenstellungen hierfür sind zum Teil bereits in den vergangenen Jahren erfolgt: viele der damals begonnenen Minenprojekte nehmen jetzt ihre Produktion auf. Deshalb wird sich am internationalen Markt für Kupferkonzentrate 2014 ein gutes Angebot zeigen, dass wiederum zu höheren Schmelz- und Raffinierlöhnen (TC/RCs) führt. Dabei sind viele Kupferhütten wie Aurubis bereits gut versorgt. Allerdings können technische Probleme in den Minen oder bei Kupferhütten, Störungen im Transport oder Streiks das Konzentratangebot jederzeit beeinflussen. Erste publik gewordene Vertragsabschlüsse zwischen Minen und asiatischen Hütten über Jahresverträge 2014 bestätigen den Aufwärtstrend der TC/RCs.
Das Angebot anderer Rohstoffe, die in den Anlagen der Business Unit verarbeitet werden, wie Blisterkupfer, Altkupfer und edelmetallhaltige Materialien, liegt derzeit auf einem niedrigen Niveau. Allgemein wird hier keine baldige Verbesserung erwartet. Ein deutlicher Anstieg des Kupferpreises und der Edelmetallpreise könnte dies jedoch ändern.
Bei der Nachfrage nach Schwefelsäure hängt vieles von der Erholung des derzeit schwachen Marktes für Düngemittel ab. Wesentliche Einflussfaktoren auf den globalen Schwefelsäuremarkt werden darüber hinaus auch weiterhin die konjunkturelle Entwicklung sowie die Höhe der Produktion sein.
Insgesamt gehen wir für das Geschäftsjahr 2013/14 von einer guten Auslastung unserer Produktionsanlagen aus. Der im September und Oktober 2013 erfolgte, geplante Stillstand der Konzentratverarbeitung und Schwefelsäureproduktion am Standort Hamburg wird auch noch im Geschäftsjahr 2013/14 Auswirkungen auf Mengen und Ergebnis haben. Während des Stillstandes haben wir die wesentlichen Anlagen zur Primärkupferproduktion ersetzt, bzw. einer Reparatur unterzogen. Dies führte zu einem verminderten Konzentratdurchsatz und zu einer geringeren Schwefelsäureproduktion. Das Kernaggregat der Primärkupfererzeugung, der Schwebeschmelzofen, wurde nach mehr als 20-jähriger Laufzeit komplett ersetzt. Dennoch erwarten wir 2013/14 wegen der umgesetzten Maßnahmen zur Durchsatzsteigerung einen leicht höheren Konzentratdurchsatz und damit verbunden eine höhere Schwefelsäureproduktion.
Auch wenn uns nach dem Großstillstand grundlegend modernisierte Anlagen zur Verfügung stehen, werden wir weiter systematisch nach Verbesserungspotentialen suchen. Gleichzeitig sehen wir eine wesentliche Aufgabe im Ausbau unserer Wettbewerbsposition an den internationalen Konzentrat- und Rohstoffmärkten zur Sicherung unserer künftigen Versorgung mit guten Schmelz- und Raffinierlöhnen.
MARKTSITUATION FÜR ALTKUPFER UNBEFRIEDIGEND
Die Marktsituation für Altkupfer ist in einer nicht zufriedenstellenden Verfassung in das neue Geschäftsjahr 2013/14 gestartet. Das Mengenangebot ist noch nicht wieder zu früheren Volumina zurückgekehrt, die erzielbaren Raffinierlöhne haben sich noch nicht wieder erholt. Dennoch halten wir, angesichts der erwarteten Rückkehr zu konjunkturellem Wachstum in den USA und in Europa, eine Angebotsverbesserung und damit eine Verbesserung der Raffinierlöhne für möglich. Beides wird davon abhängen, in welchem Maße Erneuerungsinvestitionen vorgenommen werden und in welchem Maße der Kupferpreis sich nach oben bewegt. Angesichts der in beiden Regionen seit langem etablierten Sammelsysteme und der auch bei stabilem Kupferpreis hohen Werthaltigkeit von Altkupfer gehen wir davon aus, dass wir uns in unseren Kern-Lieferländern weiterhin ausreichend versorgen können und eine vollständige Auslastung der Produktionsanlagen erreichen.
In der Vergangenheit hat sich der Markt für Altkupfer als sehr sensibel für Preisveränderungen erwiesen. Sollte es temporär zu einer volatilen Entwicklung des Kupferpreises kommen, wird sich dies aller Wahrscheinlichkeit nach unmittelbar im Angebotsverhalten des Handels widerspiegeln.
Die Verfügbarkeit an komplexen Recyclingmaterialien, zu denen auch Elektronikschrotte gehören, unterliegt grundsätzlich anderen Rahmenbedingungen und damit weniger kurzfristigen Schwankungen. Zwei Entwicklungen zeichnen sich ab:
Die Lebensdauer von Elektro- und Elektronikprodukten sinkt. Damit steigt auch der entsprechende Materialanfall. Es bleibt aber abzuwarten, wie sich die neuen Verarbeitungskapazitäten in Europa auswirken werden.
Die Verfügbarkeit an industriellen Rückständen sollte von einer Erholung der gesamtwirtschaftlichen Lage und einer besseren Auslastung der Verarbeitenden Industrie profitieren. Bei gleichbleibender Nachfrage erwarten wir deshalb ein verbessertes Marktumfeld. Insgesamt gehen wir auch bei diesen Materialien davon aus, dass wir unsere Verarbeitungskapazitäten vollständig versorgen können.
Mit der Inbetriebnahme der neuen Anlage zur Verarbeitung von edelmetallhaltigen Anodenschlämmen werden wir ab 2014 die im Konzern anfallenden Mengen vollständig verarbeiten können. Dies verändert die bisherigen Versorgungsstrukturen mit edelmetallhaltigen Vorstoffen und wird vor allem zu einer erhöhten Produktion an Gold führen.
KUPFERPRODUKTABSATZ STEHT AUCH IM NEUEN GESCHÄFTSJAHR VOR HERAUSFORDERUNGEN
Der Absatz für Kupferprodukte wird voraussichtlich auch im neuen Geschäftsjahr von einem schwierigen Umfeld und zu schwachen Nachfragemärkten in Europa bestimmt sein. Da die wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Ländern unterschiedlich verlaufen dürfte, sind die Auswirkungen auf unser Produktgeschäft regional unterschiedlich. Vor allem in Südeuropa lässt die Geschäftserholung noch auf sich warten. In Nordamerika ist die Situation dagegen besser und ein weiteres Wirtschaftswachstum wahrscheinlicher.
Hinsichtlich der Nachfrage nach Gießwalzdraht sehen wir derzeit positivere Signale und erwarten nach der Schwäche der letzten Jahre eine Stabilisierung auf aktuellem Niveau. Für die geplante Sanierung der Stromnetze sowie andere Infrastrukturvorhaben wird Gießwalzdraht benötigt. Auch die europäische Automobilindustrie rechnet für das nächste Jahr mit keinem weiteren Geschäftsrückgang. Ergänzend beabsichtigen wir zur Kundenbindung und -akquise unser Service-Portfolio zu erweitern.
Im Absatz von Kupferstranggussformaten setzen wir weiterhin auf margenstarke Produkte, die auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind. Mit technischen Verbesserungen und einer Erweiterung der in diesem Bereich angebotenen Produktpalette wollen wir die Grundlage für ein stabiles und nachhaltiges Geschäft schaffen.
Erwartete Ertragslage
Das Geschäftsumfeld von Aurubis wird in den kommenden zwei Jahren von anhaltenden Unsicherheiten begleitet sein. Die wirtschaftliche Erholung in Europa ist nach wie vor fragil und von politischen Unwägbarkeiten begleitet. Auch in den USA begegnen wir einer differenzierten Lage, die von geldpolitischen Unsicherheiten und wieder zunehmender Wirtschaftskraft gekennzeichnet ist. In China, dessen Wirtschaftsentwicklung für uns von großer Bedeutung ist, sind ebenfalls keine eindeutigen Entwicklungen vorhersehbar. Das Land spielt eine wichtige Rolle am Kupfermarkt, da es rund 40 % der globalen Kupfernachfrage auf sich vereint. Unsicherheiten über seine weitere konjunkturelle Entwicklung übertragen sich unmittelbar auf die Prognostizierbarkeit der Kupfer- und Metallpreise sowie auf die Entwicklung der für uns wesentlichen Vorstoffmärkte.
Im Geschäftsfeld Kupferkonzentrate sehen wir auch 2014 positive Einflüsse durch die gute Mengenversorgung des Marktes, die hohe Schmelz- und Raffinierlöhne wahrscheinlich macht. Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, dass sich diese Marktlage 2015 fortsetzen wird. Für Schwefelsäure gestaltet sich die Prognose schwieriger. Hier wäre eine weitere Erholung der Weltkonjunktur und ein Wiederaufleben der Nachfrage aus dem Düngemittelsektor Voraussetzung für eine nachhaltige Markterholung. mit einem Preisniveau, wie es in den Vorjahren zu sehen war. Eine solche Entwicklung ist im neuen Geschäftsjahr, zumindest in seiner ersten Hälfte, nicht absehbar. Für die Zeit danach bleibt die Prognose schwierig, da auch andere unklare Komponenten, wie die Preisentwicklung von Schwefel, Einfluss haben.
Entscheidend ist neben der Verfügbarkeit von Mengen für einen optimalen Materialmix auch die Entwicklung an den Altkupfermärkten. Am Altkupfermarkt erleben wir derzeit eine Fortsetzung der schwierigen Marktlage des zweiten Halbjahres 2012/13. Eine kurzfristige Erholung ist nicht absehbar. Dennoch rechnen wir mit einer Normalisierung der Situation, da sich keine grundlegenden Marktveränderungen ergeben haben. Fraglich ist allerdings, wann es zu einer Angebotsverbesserung kommen wird und wie diese dann ausfällt.
Die 2013 in Betrieb genommene Anlage zur erweiterten Verarbeitung von Anodenschlamm wird die Wertschöpfung erhöhen, was sich letztlich positiv auf das Ergebnis auswirken wird.
Die Verknappung am physischen Kathodenmarkt, die auch 2014 anhalten dürfte, hat das Prämienniveau von Kathoden erhöht. Für Produktverkäufe über Jahresverträge 2014 liegen sie rund 20 % über dem Vorjahresniveau. Ob sich diese Entwicklung 2015 fortsetzen wird, ist aus heutiger Sicht nicht abzuschätzen.
Für Kupferprodukte hängt die Ergebnisentwicklung vom weiteren Konjunkturverlauf ab. Wir erwarten dabei eine stabile Ertragslage für den Verkauf von Gießwalzdraht und Stranggußprodukten.
Nachdem wir das durch stillstandsbedingte Einflüsse und Restrukturierungskosten belastete Geschäftsjahr 2012/13 hinter uns haben, erwarten wir ab dem zweiten Quartal 2013/14 eine Normalisierung des Geschäftsverlaufs, gute Produktionsleistungen und ein ebenfalls gutes Metallausbringen. Das Umfeld wird jedoch voraussichtlich bis auf weiteres von einem schwachen Schwefelsäure- und Altkupfermarkt sowie von einer fragilen Konjunktur in Europa gekennzeichnet sein. Demgegenüber stehen positive Entwicklungen am Kupfer-Konzentratemarkt und an den Kathodenmärkten. Nicht prognostizierbar sind die für uns wichtigen Einflüsse aus dem Bereich der europäischen und deutschen Energie- und Umweltschutzpolitik.
Insgesamt erwarten wir ab dem zweiten Quartal deutlich steigende Ergebnisse und insgesamt für das neue Geschäftsjahr eine Ertragsentwicklung deutlich über dem niedrigen Niveau des Jahres 2012/13.
Erwartete Finanzlage
Das im Vorjahresvergleich niedrigere Ergebnis und vor allem der stillstandsbedingte Aufbau des Nettoumlaufvermögens führten im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem gesunkenen Netto-Cashflow. Die Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeiten sind gestiegen. Insgesamt haben sich die Nettofinanzverbindlichkeiten dadurch von 542 Mio. € im Vorjahr auf 834 Mio. € erhöht. Durch Kredittilgungen über insgesamt 73 Mio. € wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 459 Mio. € reduziert. Die Barmittelbestände sind von 603 Mio. € auf 1 Mio. € zurückgegangen. Als weitere Liquidität stehen dem Unternehmen Kreditlinien aus einem Konsortialkreditvertrag über 350 Mio. € zur Verfügung, der eine Laufzeit bis 2017 hat. Somit verfügt die Aurubis AG über ausreichend Liquidität, die aus heutiger Sicht nicht gefährdet ist. Für die kommenden zwei Geschäftsjahre erwarten wir aus dem operativen Geschäft keine wesentlichen Belastungen der Finanzlage. Die in den nächsten zwei Jahren fälligen Tilgungen beabsichtigen wir aus vorhandener Liquidität und aus dem Cashflow zu bestreiten.
Die Investitionstätigkeit wird im nächsten Geschäftsjahr unter Vorjahresniveau erwartet. Im darauffolgenden Geschäftsjahr planen wir Investitionen auf gleichem Niveau. Wesentliche Projekte im neuen Geschäftsjahr sind der Abschluss des Wartungs- und Reparaturstillstandes in der Primärkupfererzeugung am Standort Hamburg und ebenfalls dort der Neubau der Bleiraffination.
Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung der Aurubis AG
Das abgelaufene Geschäftsjahr war in vielen Bereichen von einem schwierigen Umfeld geprägt. Zwei der für uns wichtigen Teilmärkte wiesen deutlich verschlechterte Marktbedingungen auf. Intern ergab sich eine Häufung von Reparatur- und Wartungsstillständen, die sich nachteilig auf das Produktionsgeschehen auswirkte. Hier ist insbesondere der Großstillstand in Hamburg hervorzuheben, durch den das Kernaggregat der Primärkupfererzeugung und verbundene Produktionsbereiche über mehrere Wochen außer Betrieb waren.
Insgesamt hat dies dazu geführt, dass wir das hervorragende Ergebnis des Vorjahres nicht wieder erreichen konnten. Trotz der schlechten Ertragslage ist es uns aber gelungen die Bilanz weiter zu stärken und die Eigenkapitalquote nochmals zu erhöhen.
Für das Geschäftsjahr 2013/14 sind wir zuversichtlich die Rückkehr zu deutlich verbesserten Ertragsniveaus erreichen zu können. Der Großstillstand wird sich im 1. Quartal des neuen Geschäftsjahres aber noch nachteilig auswirken. Danach gehen wir davon aus, wieder zu einer stetigeren und normalisierten Produktionsentwicklung zurückzufinden. Vor diesem Hintergrund erwarten wir höhere Materialdurchsätze mit steigenden Schwefelsäuremengen.
Auf der Rohstoffseite gehen wir bei den für uns besonders wichtigen Kupferkonzentraten im nächsten Jahr von einer guten Marktlage, einer guten Mengenversorgung und einem deutlich verbesserten Schmelz- und Raffinierlohnniveau aus. Was die Altkupfer- und Schwefelsäuremärkte angeht, sind wir weniger zuversichtlich: Für Schwefelsäure ist eine günstigere Marktlage bis auf weiteres nicht absehbar, für die Altkupfermärkte erwarten wir eine Verbesserung des Marktumfeldes, sind aber unsicher wann dies erfolgt. Für komplexere Recyclingrohstoffe dürfte die Verfügbarkeit bei wachsender Beschäftigung der Verarbeitenden Industrie zunehmen.
Die fundamentale Lage des Weltkupfermarktes wird voraussichtlich über weite Teile des Jahres 2014 von einer geringen Kathodenverfügbarkeit gekennzeichnet sein und damit ein hohes Prämienniveau gewährleisten. Der Kupferpreis ist aus heutiger Sicht gut unterstützt, es spricht viel dafür, dass er bei volatiler Entwicklung ein Aufwärtspotenzial hat.
Im Produktbereich sehen wir uns auch im neuen Geschäftsjahr in Europa einem schwierigen Marktumfeld gegenüber.
Unsere Strategie setzt den Rahmen für die Weiterentwicklung von Aurubis und unserer Aktivitäten.
Aurubis verfügt damit insgesamt über gute Voraussetzungen, um sich auch in dem anhaltend herausfordernden Umfeld der kommenden Jahre behaupten zu können.
Übernahmerechtliche Angaben
Erläuternder Bericht des Vorstands der Aurubis AG, Hamburg, gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 Aktiengesetz (AktG) zu den übernahmerechtlichen Angaben nach dem § 289 Abs. 4 Handelsgesetzbuch (HGB) zum Bilanzstichtag 30. September 2013
Im Folgenden sind die nach § 289 Abs. 4 Handelsgesetzbuch (HGB) geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 30.09.2013 dargestellt.
ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Aurubis AG betrug zum Bilanzstichtag 115.089.210,88 € und war in 44.956.723 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,56 € eingeteilt. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
10 % DER STIMMRECHTE ÜBERSCHREITENDE KAPITALBETEILIGUNGEN
Es besteht eine indirekte Beteiligung am Kapital der Aurubis AG, die 10 % der Stimmrechte überschreitet:
Die Salzgitter AG, Salzgitter, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 29.08.2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Aurubis AG am 29.08.2011 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte überschritten hat und 25,002 % der Stimmrechte (entsprechend 11.240.000 Stimmen) beträgt. Davon sind der Salzgitter AG 25,002 % der Stimmrechte (entsprechend 11.240.000 Stimmen) von der Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter, zuzurechnen.
Dementsprechend besteht eine direkte Beteiligung am Kapital der Aurubis AG, die 25 % der Stimmrechte überschreitet: Die Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter, hält gemäß Mitteilung der Salzgitter AG, Salzgitter, vom 29.08.2011 seit dem 29.08.2011 25,002 % der Stimmrechte (entsprechend 11.240.000 Stimmen).
ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER, SATZUNGSÄNDERUNGEN
Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der Aurubis AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) und § 31 Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) in Verbindung mit § 6 Abs. 1 der Satzung. Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung beschlossen. Der Beschluss der Hauptversammlung bedarf einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst; die §§ 179 ff. AktG sind anwendbar. Nach § 11 Abs. 9 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Der Aufsichtsrat ist ferner ermächtigt, § 4 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des genehmigten Kapitals und nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen. Er ist auch ermächtigt, die Fassung von § 4 Abs. 1 und 3 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausgabe der neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die aufgrund der von der Hauptversammlung am 01.03.2012 unter Tagesordnungspunkt 8 beschlossenen Ermächtigung von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungsgesellschaften gegen Barleistung begeben werden und ein Wandlungs- bzw. Optionsrecht auf neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft gewähren bzw. eine Wandlungspflicht begründen, anzupassen. Entsprechendes gilt im Falle der Nichtausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Options- oder Wandelschuldverschreibungen nach Ablauf des Ermächtigungszeitraums sowie im Falle der Nichtausnutzung des bedingten Kapitals nach Ablauf der Fristen für die Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. für die Erfüllung von Wandlungs- bzw. Optionspflichten.
BEFUGNISSE DES VORSTANDS ZUR AKTIENAUSGABE
Gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 02.03.2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in mehreren Teilbeträgen um bis zu € 57.544.604,16 durch Ausgabe von insgesamt bis zu 22.478.361 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ein- oder mehrmalig auszuschließen,
| a) | soweit es erforderlich ist, um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen, |
| b) | bis zu einem rechnerischen Nennbetrag in Höhe von insgesamt € 38.046.026,24, wenn die neuen Aktien gegen Sacheinlage ausgegeben werden, |
| c) | bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen bis zu einem rechnerischen Nennbetrag in Höhe von insgesamt € 11.508.920,32 oder, sollte dieser Betrag niedriger sein, von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der erstmaligen Ausübung dieser Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss bestehenden Grundkapitals, wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenkurs der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet. Auf diese Begrenzung ist das auf diejenigen Aktien entfallende Grundkapital anzurechnen, die zur Bedienung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen ausgegeben werden oder auszugeben sind, die in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts nach Wirksamwerden dieser Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss ausgegeben werden, oder die nach Wirksamwerden dieser Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Eine erfolgte Anrechnung entfällt, soweit Ermächtigungen zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen gemäß § 221 Abs. 4 Satz 2, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG oder zur Veräußerung von eigenen Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG nach einer Ausübung solcher Ermächtigungen, die zur Anrechnung geführt haben, von der Hauptversammlung erneut erteilt werden, |
| d) | soweit es erforderlich ist, um Inhabern bzw. Gläubigern der von der Gesellschaft ausgegebenen Options- oder Wandlungsrechte auf Aktien ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts zustehen würde. |
Durch Beschluss vom 11.02.2011 hat der Vorstand der Aurubis AG im Rahmen einer Selbstverpflichtung erklärt, von den in § 4 Abs. 2 der Satzung vorgesehenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre während der Laufzeit der Ermächtigung insoweit keinen Gebrauch zu machen, als dies zur Ausgabe von Aktien der Aurubis AG unter Bezugsrechtsausschluss führen würde, deren anteiliger Betrag am Grundkapital insgesamt 20% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung, oder, wenn dieser Betrag niedriger sein sollte, des zum Zeitpunkt der erstmaligen Ausnutzung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals übersteigt.
Diese Selbstverpflichtung wurde auf der Internetseite der Aurubis AG in der Rubrik Investor Relations für die Laufzeit der Ermächtigung zugänglich gemacht.
BEFUGNISSE DES VORSTANDS ZUM AKTIENRÜCKKAUF
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28.02.2013 wurde die Gesellschaft bis zum 27.02.2018 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich jeweils im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, dürfen die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zu keinem Zeitpunkt 10% des derzeitigen Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Der Erwerb zum Zweck des Handels mit eigenen Aktien ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken, zu verwenden:
| a) | Die erworbenen eigenen Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder mittels eines Angebots an sämtliche Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet; das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußerten Aktien insgesamt 10% des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung (die „Höchstgrenze“), und zwar jeweils unter Anrechnung der etwaigen Ausnutzung anderweitiger Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts gemäß oder in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG). Eine erfolgte Anrechnung entfällt, soweit Ermächtigungen zur Ausgabe neuer Aktien aus genehmigtem Kapital gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG oder zur Ausgabe von Wandel- und/oder ptionsschuldverschreibungen in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG nach einer Ausübung solcher Ermächtigungen, die zur Anrechnung geführt haben, von der Hauptversammlung erneut erteilt werden. |
| b) | Die erworbenen eigenen Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre veräußert werden, soweit dies gegen Sachleistung Dritter, insbesondere im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen durch die Gesellschaft selbst oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen, sowie im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschieht oder zur Erfüllung von Umtauschrechten oder -pflichten aus von der Gesellschaft oder von Konzernunternehmen der Gesellschaft ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen; das Bezugsrecht der Aktionäre ist jeweils ausgeschlossen. |
| c) | Die erworbenen eigenen Aktien können auch ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss ganz oder teilweise eingezogen werden. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. |
Der vollständige Wortlaut des Ermächtigungsbeschlusses vom 28.02.2013 ist unter Tagesordnungspunkt 7 in der im Bundesanzeiger vom 15.01.2013 veröffentlichten Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung 2013 wiedergegeben.
BEFUGNIS DES VORSTANDS ZUR AUSGABE VON WANDELSCHULDVERSCHREIBUNGEN UND VON AKTIEN AUS BEDINGTEM KAPITAL
Das Grundkapital ist gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft um bis zu € 52.313.277,44 durch Ausgabe von bis zu 20.434.874 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von € 2,56 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 01.03.2012 unter Tagesordnungspunkt 8 beschlossenen Ermächtigung von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungsgesellschaften gegen Barleistung begeben werden und ein Wandlungs- bzw. Optionsrecht auf neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft gewähren bzw. eine Wandlungspflicht begründen. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch gemacht wird oder wie die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit nicht eigene Aktien oder neue Aktien aus einer Ausnutzung eines genehmigten Kapitals zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten oder durch die Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Der vollständige Wortlaut des Ermächtigungsbeschlusses vom 01.03.2012 ist unter Tagesordnungspunkt 8 in der im Bundesanzeiger vom 19.01.2012 veröffentlichten Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung 2012 wiedergegeben.
WESENTLICHE KONDITIONIERTE VEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT
Für den Fall, dass eine Einzelperson oder eine gemeinsam handelnde Gruppe von Personen die Kontrolle über mehr als 50 % der Aktien oder der Stimmrechte an der Aurubis AG erwirbt, hat jeder Kreditgeber aus dem mit einem Bankenkonsortium geschlossenen Vertrag über eine Kreditlinie von 350 Mio. € (der „Konsortialkredit“), der im Wesentlichen der Finanzierung des Umlaufvermögens des Konzerns dient, jeweils einzeln das Recht, seine Beteiligung an dem Konsortialkredit zu kündigen und sofortige Rückzahlung der ihm darunter geschuldeten Beträge zu fordern.
Im Rahmen von diversen Schuldverschreibungen in Höhe von insgesamt 346,5 Mio. € stehen den Darlehensgebern jeweils ein außerordentliches Kündigungsrecht im Falle eines Wechsels der Kontrolle über die Darlehensnehmerin zu.
Bilanz
Aktiva
| 30.09.2013 T€ |
30.09.2012 T€ |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 64.198 | 63.750 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 2.391 | 2.869 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 1.197 | 1.340 |
| 67.786 | 67.959 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 125.533 | 103.705 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 182.322 | 144.922 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 14.155 | 11.317 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 93.153 | 82.548 |
| 415.163 | 342.492 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.343.919 | 1.353.901 |
| 2. Beteiligungen | 715 | 715 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 33.635 | 35.295 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 77 | 95 |
| 1.378.346 | 1.390.006 | |
| 1.861.295 | 1.800.457 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 211.135 | 200.060 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 353.197 | 302.057 |
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 149.963 | 110.482 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 6.874 | 344 |
| 721.169 | 612.943 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 139.613 | 198.347 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 167.100 | 121.690 |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 5.865 | 6.791 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 33.623 | 48.437 |
| (davon Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr T€ 24; Vorjahr T€ 39) | ||
| 346.201 | 375.265 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 851 | 602.865 |
| 1.068.221 | 1.591.073 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 712 | 47 |
| 2.930.228 | 3.391.577 | |
| Passiva | ||
| 30.09.2013 T€ |
30.09.2012 T€ |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 115.089 | 115.089 |
| Bedingtes Kapital T€ 52.313 | ||
| II. Kapitalrücklage | 349.086 | 349.086 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 6.391 | 6.391 |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 600.694 | 546.194 |
| IV. Bilanzgewinn | 106.491 | 112.676 |
| 1.177.751 | 1.129.436 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 57.684 | 55.694 |
| 2. Steuerrückstellungen | 2.338 | 1.512 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 152.625 | 160.106 |
| 212.647 | 217.312 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 459.209 | 532.304 |
| (davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr T€ 73.334; Vorjahr T€ 24.804) | ||
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 4.727 | 3.717 |
| (davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 4.727.456,92; Vorjahr T€ 3.717) | ||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 405.284 | 652.313 |
| (davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr T€ 405.284; Vorjahr T€ 652.313) | ||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 603.780 | 754.480 |
| (davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr T€ 227.980; Vorjahr T€ 378.681) | ||
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 3.531 | 1.137 |
| (davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr T€ 3.531; Vorjahr T€ 1.137) | ||
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 63.297 | 100.876 |
| (davon aus Steuern T€ 36.378; Vorjahr T€ 75.079) | ||
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 15.143; Vorjahr T€ 16.564) | ||
| (davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr T€ 63.297; Vorjahr T€ 100.876) | ||
| 1.539.828 | 2.044.827 | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 2 | 2 |
| 2.930.228 | 3.391.577 |
Gewinn- und Verlustrechnung
| 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 7.973.307 | 8.777.645 |
| 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 90.393 | 85.116 |
| 3. Sonstige aktivierte Eigenleistungen | 11.360 | 6.259 |
| 8.075.060 | 8.869.020 | |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 74.011 | 56.905 |
| 5. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 7.486.665 | 8.151.140 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 194.463 | 183.194 |
| 7.681.128 | 8.334.334 | |
| 6. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 172.383 | 170.582 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 41.004 | 41.900 |
| (davon für Altersversorgung T€ 10.013; Vorjahr T€ 10.797) | ||
| 213.387 | 212.482 | |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 34.231 | 32.786 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 112.281 | 132.414 |
| 9. Erträge aus Beteiligungen | 75.100 | 44.263 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen T€ 75.100; Vorjahr T€ 44.263) | ||
| 10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 3.427 | 505 |
| 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 4.724 | 6.718 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen T€ 2.320; Vorjahr T€ 2.326) | ||
| 12. Abschreibungen auf Beteiligungen | 10.000 | 500 |
| 13. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 1.660 | 19.768 |
| 14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 50.849 | 55.343 |
| (davon an verbundene Unternehmen T€ 17.237; Vorjahr T€ 19.879) | ||
| 15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 128.786 | 189.784 |
| 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 18.992 | 67.441 |
| 17. Sonstige Steuern | 787 | 761 |
| 18. Jahresüberschuss | 109.007 | 121.582 |
| 19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 51.984 | 51.094 |
| 20. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen | 54.500 | 60.000 |
| 21. Bilanzgewinn | 106.491 | 112.676 |
ANHANG
Jahresabschluss
1. Allgemeine Erläuterungen
Der Jahresabschluß der Aurubis AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2012 bis 30. September 2013 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Aurubis AG für das Geschäftsjahr 2012/2013 werden mit dem Bericht des Aufsichtsrats, der Entsprechenserklärung und dem Vorschlag für die Ergebnisverwendung im elektronischen Bundesanzeiger unter www.bundesanzeiger.de bekanntgegeben.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und planmäßig zeitanteilig abgeschrieben. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten sowie anteilige Gemeinkosten.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen werden direkt zurechenbare Kosten und anteilige Gemeinkosten einbezogen. Die Abschreibungen auf das bewegliche Anlagevermögen erfolgen grundsätzlich linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Geringwertige bewegliche Wirtschaftsgüter, mit Einzelanschaffungskosten bis 150 €, die ab dem 01.01.2008 angeschafft worden sind, werden im Jahr der Anschaffung abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 150 € aber nicht 1.000 € übersteigen, wird ein Sammelposten gebildet, der jedoch in seiner Höhe als unwesentlich anzusehen ist. Dieser wird über 5 Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist.
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen für Vorstandsmitglieder sind mit den Rückstellungen für Pensionsansprüche saldiert ausgewiesen.
Umlaufvermögen
Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag. Die Vorräte im Metallbereich werden nach der Lifo-Methode bilanziert.
Unterwegs befindliche Ware wird mit dem Tageswert bilanziert. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung ist gewahrt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten bilanziert. Risiken im Forderungsbestand werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.
Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert.
Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag aktiviert, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Die Pensionsverpflichtungen aus Anwartschaften, laufenden Pensionen und Aufhebungsverträgen für die Aurubis AG sind nach der Anwartschaftsbarwertmethode in Höhe des Barwerts des Erfüllungsbetrags unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 4,92 % berechnet. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren. Berücksichtigt wurden daneben die künftig zu erwartenden Renten- und Entgeltsteigerungen in Höhe von 1,8 % bzw. 3,0 %.
Pensions- und Unterstützungskassen erhalten Zuweisungen im Rahmen der steuerlichen Möglichkeiten. Für die Unterdeckung dieser Kassen sind Rückstellungen gebildet. Dafür wurden die Berechnungsparameter für die übrigen Pensionsrückstellungen verwendet. Bei der Errechnung der Rückstellung wurden die im Kassenvermögen gehaltenen Wertpapiere zum Tageswert angesetzt und vermietete Immobilien nach dem Ertragswertverfahren bewertet.
Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten unter Einschluss schwebender Geschäfte; sie werden nach § 253 Abs. 1 Satz 2, 2. Halbsatz HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 2 Sätze 4 und 5 HGB unter Zugrundelegung eines seitens der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Durchschnittszinssatzes der letzten sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Alle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.
Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag passiviert, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Währungsumrechnung
Bankguthaben in fremder Währung sind mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.
Die Berücksichtigung von kurzfristigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (bis zu einem Jahr) erfolgt mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Entstehens unter Berücksichtigung der Gewinne und Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (über einem Jahr) werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Entstehens unter Berücksichtigung der Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag berücksichtigt.
Latente Steuern
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt sofern sich diese Unterschiede im Zeitablauf auflösen. Zusätzlich zu den zeitlichen Buchungsunterschieden werden auch steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, sofern eine Verlustverrechnung in den nächsten 5 Jahren erwartet wird.
Passive latente Steuern resultierten insbesondere aus Wertunterschieden beim Sachanlagevermögen. Diese wurden mit aktiven latenten Steuern aus Wertunterschieden vor allem bei Rückstellungen und Finanzanlagen verrechnet. Sofern sich ein Überhang an Aktiven Latenten Steuern ergibt, wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht und keine Aktiven latenten Steuern ausgewiesen.
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines Ertragsteuersatzes in Höhe von 32,42 % (15,83 % für Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 16,59 % für die Gewerbesteuer)
3. Erläuterungen zur Bilanz
(1) Anlagevermögen
Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten neben entgeltlich erworbenen Nutzungsrechten einen Geschäfts- und Firmenwert, der aus der Verschmelzung mit der Hüttenwerke Kayser AG resultiert. Die Abschreibung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt planmäßig über die Restnutzungsdauer. Der Geschäfts- und Firmenwert wird über seine voraussichtliche Restnutzungsdauer linear abgeschrieben.
Für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden 107,2 Mio. € investiert. Die Investitionen in Sachanlagen betrafen vor allem Investitionen im Rahmen des Wartungsstillstands der Primärkupfererzeugung sowie Investitionen in die Anodenschlammverarbeitung am Standort Hamburg. Daneben wurden diverse Infrastruktur-, Ersatz- und Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt.
Eine Aufstellung des unter den Finanzanlagen bilanzierten Anteilsbesitzes findet sich als Anlage zu diesem Anhang.
Die Zugänge an Anteilen von verbundenen Unternehmen betreffen die Gründung der BCPC B.V. in Höhe von 18 T€.
Die Aurubis AG als Konzernobergesellschaft überwacht die Werthaltigkeit des Finanzanlagevermögens. Auf Basis der aktuellen Mehrjahresplanung hat die Aurubis AG eine Neubewertung der Beteiligungsbuchwerte vorgenommen. Hieraus ergab sich insgesamt eine positive Wertentwicklung, jedoch waren Abschreibungen auf den Beteiligungsbuchwert der Aurubis Stolberg i.H.v. 10,0 Mio. € notwendig.
Dem Buchwert der Wertpapiere des Anlagevermögens per 30.09.2013 in Höhe von 35,3 Mio. € stand ein stichtagsbezogener beizulegender Zeitwert in Höhe von 33,6 Mio. € gegenüber. Auf dieser Basis wurden Abschreibungen in Höhe von 1,7 Mio. € vorgenommen.
(2) Vorräte
| 30.09.2013 T€ |
30.09.2012 T€ |
|
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 211.135 | 200.060 |
| Unfertige Erzeugnisse | 353.197 | 302.057 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 149.963 | 110.482 |
| Geleistete Anzahlungen | 6.874 | 344 |
| 721.169 | 612.943 |
Der Anstieg des Vorratsvermögens um 108,2 Mio. € resultiert aus dem Aufbau von Kupfer- sowie Edelmetallbeständen und steht im Zusammenhang mit dem Wartungs- und Reparaturstillstand der Primärkupfererzeugung in Hamburg.
Abschreibungen auf den niedrigeren Tageswert in Höhe von 4,7 Mio. € betreffen zum Stichtag ausschließlich Nebenmetalle.
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Tageswert zum Bilanzstichtag und der vorgenommenen Bewertung beträgt 695 Mio. €.
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| Restlaufzeit | Gesamt | Gesamt | ||
|---|---|---|---|---|
| unter 1 Jahr T€ |
über 1 Jahr T€ |
30.09.2013 T€ |
30.09.2012 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 139.613 | - | 139.613 | 198.347 |
| Forderungen gegen ver- bundene Unternehmen | 167.100 | - | 167.100 | 121.691 |
| Forderungen gegen Unter- nehmen, mit denen ein Be- teiligungsverhältnis be- steht | 5.865 | - | 5.865 | 6.790 |
| Sonstige Vermögensgegen- stände | 33.599 | 24 | 33.623 | 48.437 |
| 346.177 | 24 | 346.201 | 375.265 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahresstichtag von 198 Mio. € um 58 Mio. € auf 140 Mio. € gesunken und sind im Wesentlichen auf rückläufige Verkäufe im Edelmetall- und Produktbereich zurückzuführen. Das Volumen der im Rahmen von Factoringvereinbarungen verkauften Forderungen ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen und beträgt 105,0 Mio. € (Vorjahr: 97,0 Mio. €). Das Factoring dient der Forderungsfinanzierung bei gleichzeitiger Reduzierung des Ausfallrisikos.
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 167,1 Mio. € handelt es sich in Höhe von 5,2 Mio. € (Vorjahr: 4,0 Mio. €) um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 161,9 Mio. € (Vorjahr: 117,7 Mio. €) um Forderungen im Rahmen der Cash Pooling Vereinbarung.
Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, (5,9 Mio. €) handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Warenlieferungen an die Schwermetall Halbzeugwerk GmbH & Co. KG, Stolberg.
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuerguthaben.
Im Zeitpunkt der Bilanzerstellung waren die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahezu beglichen.
(4) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Unter diesem Posten sind Kassenbstände sowie laufende Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesen.
(5) Eigenkapital
Das Grundkapital beträgt 115.089.210,88 € und ist eingeteilt in 44.956.723 Inhaberstückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von 2,56 € pro Aktie.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 02.03.2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder in mehreren Teilbeträgen um bis zu 57.544.604,16 € zu erhöhen.
Das Grundkapital ist um bis zu 52.313.277,44 € durch die Ausgabe von bis zu 20.434.874 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,56 € pro Aktie bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Es dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen sowie Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen, die bis zum 28.02.2017 begeben werden können.
Aus dem Jahresüberschuss wurden 60.000.000,00 € in die Gewinnrücklagen eingestellt. Die gesetzliche Rücklage von 10 % des gezeichneten Kapitals ist mit 6.391.148,51 € in den Gewinnrücklagen enthalten; der verbleibende Betrag wird durch das in der Kapitalrücklage enthaltene Agio abgedeckt.
Im Bilanzgewinn am 30.09.2013 ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 51.983.991,40 € enthalten.
(6) Rückstellungen
| 30.09.2013 T€ |
30.09.2012 T€ |
|
|---|---|---|
| Pensionsrückstellungen | 57.684 | 55.694 |
| Steuerrückstellungen | 2.338 | 1.512 |
| Sonstige Rückstellungen | ||
| Personalbereich | 103.902 | 107.705 |
| Instandhaltung und Großreparaturen | 21.056 | 35.488 |
| Umweltschutzmaßnahmen | 8.469 | 7.858 |
| Übrige | 19.198 | 9.055 |
| 152.625 | 160.106 | |
| 212.647 | 217.312 |
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte wie bereits im Vorjahr nach der Anwartschaftsbarwertmethode in Höhe des Barwerts des Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung der künftig zu erwartenden Renten- und Entgeltsteigerungen. Neben der Zugrundelegung der „Richttafeln 2005G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck waren folgende Parameter Grundlage für die Berechnung der Pensionsverpflichtungen:
| ● Rechnungszinsfuß | 4,92 % |
| ● Erwartete Einkommensentwicklung | 3,00 % |
| ● Erwartete Rentenentwicklung | 5,5 % alle drei Jahre |
| ● Fluktuation | 0,00% bis 10,00 % |
Den Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 3.584 T€ stehen Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 28 T€ gegenüber.
Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Vorstandsmitgliedern wurden soweit diese rückgedeckt sind, mit den beizulegenden Zeitwerten der Rückdeckungsansprüche saldiert ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt zum Stichtag 1,7 Mio. € (Vorjahr 1,3 Mio. €) und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Entsprechend der Regelungen für wertpapiergebundene Zusagen wird die zugehörige Verpflichtung in Höhe des Aktivwertes angesetzt.
Der Abbau der Personalrückstellungen ist insbesondere auf eine geringere Zuführung von Rückstellungen für erfolgsbezogene Vergütung, dem Verbrauch von Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Stock Option Programm sowie rückläufigen Rückstellungen für Altersteilzeitverträge zurückzuführen.
Die Rückstellung für unterlassene Instandhaltungen enthält geplante Reparaturen der nächsten 3 Monate nach dem Bilanzstichtag. Die im Rahmen der Übergangsregelungen nach Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB fortgeführte Rückstellungen für Großreparaturen, wurden im Rahmen des Wartungs- und Reparaturstillstands in Hamburg in Höhe von 17,7 Mio. € in Anspruch genommen bzw. aufgelöst. Der Buchwert der Rückstellung beträgt am Abschlussstichtag 13,4 Mio. €. Dieser wird für die ausstehenden Reparaturarbeiten im Rahmen des Wartungs- und Reparaturstillstands im folgenden Geschäftsjahr in Anspruch genommen.
Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen ist insbesondere auf höhere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen im Zusammenhang mit dem Wartungs- und Reparaturstillstand in der Primärkupfererzeugung in Hamburg zurückzuführen.
Aus der Umstellung der langfristigen Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen ergab sich aufgrund der geänderten Bewertung durch das BilMoG zum 01.10.2010 eine Überdeckung von 564 T€. Da der aufzulösende Betrag bis spätestens 31.12.2024 wieder zugeführt werden müsste, wird von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB Gebrauch gemacht und die Rückstellung beibehalten. Der Betrag der Überdeckung beläuft sich zum 30.09.2013 auf 574 T€.
(7) Verbindlichkeiten
| Restlaufzeit | Gesamt | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|---|
| unter 1 Jahr T€ |
1 bis 5 Jahre T€ |
mehr als 5 Jahre T€ |
30.09.2013 T€ |
30.09.2012 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 73.334 | 369.000 | 16.875 | 459.209 | 532.304 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 4.727 | - | - | 4.727 | 3.717 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 405.284 | - | - | 405.284 | 652.313 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 227.980 | 375.800 | - | 603.780 | 754.481 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 3.531 | - | - | 3.531 | 1.137 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 63.297 | - | - | 63.297 | 100.876 |
| - davon aus Steuern | 36.378 | 36.378 | 75.079 | ||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 15.143 | 15.143 | 16.564 | ||
| 778.153 | 744.800 | 16.875 | 1.539.828 | 2.044.828 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gegenüber dem Vorjahr um 73,1 Mio. € gesunken. Dies ist insbesondere auf die vorfällige Rückführung eines Teils der im Februar 2011 begebenen Schuldscheindarlehen zurückzuführen.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich im Wesentlichen aufgrund des zum Stichtag laufenden Wartungs- und Reparaturstillstands in der Primärkupfererzeugung Hamburg gegenüber dem Vorjahr um 247,0 Mio. €.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 603,8 Mio. € enthalten neben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 65,9 Mio. € (Vorjahr: 23,4 Mio. €) Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr mit den Tochtergesellschaften in Höhe von 537,9 Mio. € (Vorjahr: 731,1 Mio. €). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.
(8) Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten
Die Aurubis AG und die Gesellschaften des Aurubis Konzerns sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs-, Zins- und Warenpreisrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung dieser Risiken schließt die Gesellschaft derivative Finanzinstrumente ab. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts des Konzerns sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt.
Zur Absicherung von Währungsrisiken werden vor allem Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte sowie Strukturen aus Devisenoptionsgeschäften eingesetzt. Zur Absicherung von Zinsrisiken kommen insbesondere Zinsswaps zum Einsatz. Im Rahmen der Absicherung von Warenpreisrisiken schließt die Aurubis AG derivative Finanzinstrumente mit externen Vertragspartnern ab, um Marktpreise von Rohstoffen und Energien abzusichern, die zur Durchführung des operativen Geschäfts benötigt werden.
Die Zielsetzung des Einsatzes derivativer Finanzinstrumente besteht darin, Auswirkungen auf das Ergebnis und die Zahlungsmittelflüsse weitgehend zu reduzieren, die aus Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Warenpreisen resultieren können.
Ein Preisänderungsrisiko derivativer Finanzinstrumente besteht auf Grund der Schwankungsmöglichkeit der zu Grunde liegenden Basisgrößen wie Währungen, Zinssätzen und Warenpreisen. Soweit Derivate zu Sicherungszwecken eingesetzt sind, wird die Möglichkeit genutzt, Wertverluste durch gegenläufige Effekte aus den gesicherten Grundgeschäften zu kompensieren.
Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken
Zur Absicherung von Währungsrisiken setzt die Aurubis AG Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte sowie Kombinationen aus Devisenoptionsgeschäften ein. Einen Schwerpunkt der Sicherungsmaßnahmen stellt die Absicherung des Wertänderungsrisikos aus den LME-Börsengeschäften dar. Dies erfolgt im Rahmen von Macro-Hedges. Zur Absicherung von Währungsrisiken aus LME-Börsengeschäften schloss die Aurubis AG Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von 666 Mio. € ab. Diese haben eine Restlaufzeit von bis zu 24 Monaten. Der negative Marktwert betrug am Bilanzstichtag netto -6,1 Mio. €. Dem stehen Wertänderungen aus den in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäften in gleicher Höhe gegenüber.
Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch Anwendung der Einfrierungsmethode. Somit kam es zu keiner bilanziellen Erfassung. Die Feststellung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgt durch Gegenüberstellung der Nettoposition der in den Macro-Hedge einbezogenen Grundgeschäfte mit der Nettoposition der in das Portfolio einbezogenen Devisentermingeschäfte.
Zur Absicherung von mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Schmelzlohneinnahmen, Kupferprämien und Formataufschlägen in USD wurden gegen das Zahlungsstromänderungsrisiko Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte sowie Kombinationen aus Devisenoptionsgeschäften in Form von Micro-Hedges abgeschlossen. Diese haben eine Restlaufzeit von bis zu 24 Monaten und ein Nominalvolumen von 405 Mio. € mit einem positiven Marktwert von netto 2,8 Mio. €. Dem stehen Wertänderungen aus den in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäften in gleicher Höhe gegenüber.
Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch Anwendung der Einfrierungsmethode. Somit kam es zu keiner bilanziellen Erfassung des in die Bewertungseinheit einbezogenen Teils der Wertänderungen. Die Feststellung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgt durch Anwendung der kumulierten Dollar-Offset-Methode.
Getrennt nach Währungspaaren wurden weitere Bewertungseinheiten in Form von Portfolio-Hedges aus den zur Absicherung von Währungsrisiken bei Konzerngesellschaften durchgehandelten Devisentermingeschäften und Devisenoptionen sowie den zur Absicherung der börsentäglich ermittelten offenen Währungsrisikoposition abgeschlossenen Devisentermingeschäften gebildet.
Letztere sichern jeweils die Nettorisikoposition eines Börsentages, sodass eine 1:1 Zuordnung zu den der Absicherung zu Grunde liegenden Grundgeschäften (z.B. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, geleistete und erhaltene Anzahlungen) nicht möglich ist.
Für das Währungspaar EUR/USD bestanden in diesem Portfolio durchgehandelte Devisenoptionsgeschäfte mit einer Restlaufzeit von bis zu 12 Monaten. Diese beinhalten jeweils die Option zum Kauf bzw. Verkauf von 21 Mio. $ zum Gegenwert von 17 Mio. €.
Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch Anwendung der Einfrierungsmethode. Da es sich bei den in diese Bewertungseinheit einbezogenen Devisenoptionsgeschäfte jeweils um 1:1 Spiegelgeschäfte handelt, kam es zu keiner bilanziellen Erfassung des in die Bewertungseinheit einbezogenen Teils der Wertänderungen. Weiterhin bestanden für dieses Währungspaar in diesem Portfolio Devisentermingeschäfte mit einer Restlaufzeit von bis zu 24 Monaten. Im Rahmen der Bewertungseinheit stehen den USD-Käufen und -Verkäufen von jeweils 456 Mio. $ kontrahierte EUR-Käufe von 341,8 Mio. € und EUR-Verkäufe von 342,1 Mio. € gegenüber. Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch Anwendung der Einfrierungsmethode. Der Verlustüberhang in Höhe von 0,3 Mio. € wurde ergebniswirksam in eine Rückstellung für Bewertungseinheiten eingestellt.
Die Feststellung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgt für die in Fremdwährung geschlossene Position durch Gegenüberstellung der zur späteren Abwicklung der Devisentermingeschäfte kontrahierten EUR-Beträge. Für andere Währungspaare bestanden weitere Bewertungseinheiten in unwesentlichem Umfang.
Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken
Zinsswaps in der Form von Payerswaps wurden zur Absicherung von Zahlungsstromänderungsrisiken aus variabel verzinslichen Fremdkapitalaufnahmen abgeschlossen. Sie haben den Verbindlichkeiten entsprechende Restlaufzeiten bis 2017. Auf sie entfiel ein Nominalvolumen von 101 Mio. € und ein negativer Marktwert von netto 6,9 Mio. €. Sie standen in Form von Micro-Hedges in Bewertungseinheiten mit den bilanzierten Verbindlichkeiten. Dem Marktwert der Zinsswaps stehen Wertänderungen aus den in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäften in gleicher Höhe gegenüber. Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch Anwendung der Einfrierungsmethode. Somit kam es zu keiner bilanziellen Erfassung des in die Bewertungseinheit einbezogenen Teils der Wertänderungen. Die Feststellung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgt durch Anwendung der kumulierten Dollar-Offset-Methode.
Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Metall- und sonstigen Preisrisiken
Zur Absicherung von Metallpreisrisiken setzte die Aurubis AG LME-Termingeschäfte ein. Diese betreffen hauptsächlich Kupfer.
Einen Schwerpunkt der Sicherungsmaßnahmen stellt die Absicherung von preisfixierten, schwebenden Lieferungskäufen und -verkäufen gegen das Wertänderungsrisiko auf Grund einer Veränderung des Metallpreises dar. Dies erfolgt im Rahmen eines Macro-Hedges. Zur Absicherung von Metallpreisrisiken aus schwebenden Liefergeschäften schloss die Aurubis AG LME-Termingeschäfte mit einem Nominalvolumen von 1.474 Mio. € ab. Diese haben eine Restlaufzeit von bis zu 15 Monaten. Ihr positiver Marktwert betrug am Bilanzstichtag netto 22,8Mio. €. Sofern diesem nicht Wertänderungen aus den in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäften in gleicher Höhe gegenüberstehen, erfolgt eine Berücksichtigung im Rahmen der Bewertung der ebenfalls in die Bewertungseinheit einbezogenen bereits gelieferten, jedoch noch nicht preisfixierten Lieferungskäufen und -verkäufen. In Höhe der geschlossenen Position erfolgt die bilanzielle Abbildung durch Anwendung der Einfrierungsmethode. Die Feststellung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgt durch mengen- und preismäßige Gegenüberstellung der in den Macro-Hedge einbezogenen Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente.
Zur Absicherung von sonstigen Preisrisiken setzte die Aurubis AG Warentermingeschäfte und Warenswaps ein.
Im Rahmen der Absicherung sonstiger Preisrisiken erfolgte insbesondere eine Absicherung variabler Preisbestandteile aus dem Bezug von Strom gegen das Zahlungsstromänderungsrisiko in Form von Micro-Hedges. Es bestanden Warentermingeschäfte und Warenswaps mit einer Restlaufzeit von bis zu 27 Monaten im Nominalvolumen von 48 Mio. € mit einem negativen Marktwert von netto 16,5 Mio. €. Dem stehen Wertänderungen aus den in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäften in gleicher Höhe gegenüber. Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch Anwendung der Einfrierungsmethode. Somit kam es zu keiner bilanziellen Erfassung. Die Feststellung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgt durch den Nachweis, dass die wesentlichen Kontraktparameter von Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten exakt übereinstimmen (critical terms match).
Bewertungsmethoden
Das Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente ergibt sich aus der Summe sämtlicher Ein- und Verkaufskontrakte. Die Marktwerte von Devisentermingeschäften werden auf der Basis von aktuellen EZB-Referenzkursen unter Berücksichtigung von Terminauf- oder -abschlägen und die Marktwerte von Metalltermingeschäften auf der Basis von LME-Kursnotierungen bestimmt. Devisen- und Metalloptionen werden mittels Kursnotierungen oder Optionspreismodellen bewertet. Die Marktwerte der Zinssicherungsgeschäfte werden durch Diskontierung zukünftig erwarteter Cash Flows ermittelt; dabei werden die für die Restlaufzeit der Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze verwendet.
Für zu erwartende Verluste wurden Rückstellungen aus Devisentermingeschäften von 0,4 Mio. € und für Metallliefergeschäfte von 0,2 Mio. € berücksichtigt.
Die NE-Metallgeschäfte zur Absicherung der Metallpreise sowie die diesen zuzuordnenden Devisentermingeschäfte gehen in die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheiten je Metall ein. Diese Finanzinstrumente wirken sich somit auf die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Vorräte aus.
(9) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
| 30.09.2013 Mio. € |
30.09.2012 Mio. € |
|
|---|---|---|
| Haftungsverhältnisse | ||
| Garantien, Patronatserklärungen, Bürgschaften | 11,4 | 30,5 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | ||
| Wechselobligo | 0,8 | 0,8 |
| Bestellobligo aus Investitionsaufträgen | 2 | 3,6 |
| Übrige finanzielle Verpflichtungen | 179 | 191,5 |
Die angegebenen Nominalwerte der Haftungsverhältnisse führten nicht zur Bildung einer Rückstellung, da aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der Vertragspartner nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet wird.
Für langfristige Transport- und Umschlagsverträge mit einer Restlaufzeit von 13 Jahren bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 148,0 Mio. € (Vorjahr: 157,4 Mio. €). Für langfristige Tanklagerumschlagsverträge mit einer Restlaufzeit von 12 Jahren bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 25,7 Mio. € (Vorjahr: 28,0 Mio. €).
Weiterhin besteht für den Bezug von über eine Milliarde Kilowattstunden Strom pro Jahr mit einem Energieversorger ein Vertrag auf Kostenbasis mit einer 30-jährigen Laufzeit, beginnend ab dem Jahre 2010. Die Entgelte richten sich nach einer Preis- und Leistungskomponente sowie einem Beitrag zu den Investitionskosten eines Kraftwerks. Darüber hinaus besteht ein Vertrag zur Versorgung der Standorte Hamburg und Lünen mit Sauerstoff für die Laufzeit bis zum 30.09.2026.
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
(10) Umsatzerlöse
| Aufgliederung nach Produktgruppen | 2012/13 T€ |
2011/12 T€ |
|---|---|---|
| Kupferkathoden | 1.515.381 | 1.608.379 |
| Gießwalzdraht | 2.615.545 | 2.672.569 |
| Stranggussformate | 800.086 | 937.671 |
| Edelmetalle | 2.601.420 | 3.160.832 |
| Schwefelsäure | 57.862 | 73.568 |
| Sonstiges | 383.013 | 324.626 |
| 7.973.307 | 8.777.645 |
Von den Umsätzen entfallen im Berichtsjahr 37,0 % auf das Inland, 45,6 % auf die restlichen Länder der Europäischen Union, 5,4 % auf Asien, 3,4 % auf Nordamerika und die restlichen 8,6 % auf sonstige Länder. Der Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr ist auf rückläufige Verkäufe im Edelmetall- und Produktbereich zurückzuführen.
Der Umsatz für Gießwalzdraht und Stranggussprodukte enthält auch die Erlöse für sogenannte Wandelkathoden, die nach Spezifizierung durch den Kunden in den gewünschten Formaten geliefert werden.
(11) Sonstige betriebliche Erträge
| 2012/13 T€ |
2011/112 T€ |
|
|---|---|---|
| Auflösung von Rückstellungen | 12.211 | 2.720 |
| Erträge aus dem Abgang von Sach- und | ||
| Finanzanlagen | 64 | 135 |
| Kostenerstattungen und Leistungen für Fremde | 35.618 | 33.397 |
| Schadenersatz und Entschädigungen | 5.188 | 7.098 |
| übrige Erträge | 20.930 | 13.555 |
| 74.011 | 56.905 |
Von den vorstehenden Beträgen entfallen insgesamt 9,9 Mio. € (Vorjahr: 7,0 Mio. €) auf frühere Perioden. Die Übrigen Erträge enthalten Währungsgewinne in Höhe von 7,6 Mio. €.
(12) Materialaufwand
| 2012/13 T€ |
2011/12 T€ |
|
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebs- stoffe und bezogene Waren | 7.486.665 | 8.151.138 |
| Bezogene Leistungen | 194.463 | 183.194 |
| 7.681.128 | 8.334.332 |
Der Materialaufwand verminderte sich entsprechend den Umsatzerlösen im Wesentlichen aufgrund der gesunkenen Preise für die eingesetzten Metalle. Die Materialaufwandsquote stieg leicht auf 95,3 % (Vorjahr: 94,0 %)
(13) Personalaufwand und Mitarbeiter
| 2012/13 T€ |
2011/12 T€ |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 172.383 | 170.582 |
| Soziale Abgaben und Auf- wendungen für Altersversor- gung und Unterstützung | 41.004 | 41.900 |
| - davon für Altersversorgung | 10.013 | 10.797 |
| 213.387 | 212.482 |
Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:
| 2012/13 | 2011/12 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 1.620 | 1.595 |
| Angestellte | 932 | 883 |
| Auszubildende | 194 | 191 |
| 2.746 | 2.669 |
(14) Abschreibungen
Die Abschreibungen erhöhten sich leicht gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Mio. € auf 34,2 Mio. €.
(15) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 112,3 Mio. € enthalten Aufwendungen für Verwaltung und Vertrieb, Gebühren, Versicherungen sowie Mieten und Pachten. Im Vorjahr war eine Abschreibung auf Forderungen gegenüber der Aurubis Switzerland SA in Höhe von 22,5 Mio. € enthalten.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsverluste in Höhe von 8,2 Mio. € berücksichtigt. Periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 0,5 Mio. € enthalten Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens.
(16) Beteiligungsergebnis
| 2012/13 T€ |
2011/12 T€ |
|
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | 75.100 | 44.263 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen | 75.100 | 44.263 |
Die Erträge aus Beteiligungen entfallen mit 62,3 Mio. € auf Beteiligungen aus dem Ausland und mit 12,8 Mio. € auf Beteiligungen aus dem Inland.
(17) Zinsergebnis
| 2012/13 T€ |
2011/12 T€ |
|
|---|---|---|
| Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen des | ||
| Finanzanlagevermögens | 3.427 | 504 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 4.724 | 6.718 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen | 2.320 | 2.326 |
| 8.151 | 7.222 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 50.849 | 55.343 |
| - davon an verbundene Unternehmen | 17.237 | 19.879 |
| 50.849 | 55.343 | |
| -42.698 | -48.121 |
Das Zinsergebnis der Aurubis AG ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Rückgang der Zinsaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Finanzverbindlichkeiten aufgrund der vorzeitigen Rückführung eines Teils der im Februar 2011 begebenen Schuldscheindarlehen. Zusätzlich ergaben sich Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1,8 Mio. €.
Im Zinsaufwand werden die in den Zuführungsbeträgen zu den Pensionsrückstellungen enthaltenen Zinsanteile in Höhe von 3,6 Mio. € (Vorjahr: 3,1 Mio. €) ausgewiesen.
(18) Abschreibungen auf Finanzanlagen
| 2012/13 T€ |
2011/12 T€ |
|
|---|---|---|
| Abschreibungen auf Beteiligungen | 10.000 | 500 |
| Abschreibungen auf Wertpapiere des | ||
| Anlagevermögens | 1.660 | 19.768 |
| 11.660 | 20.268 |
Auf Basis der aktuellen Mehrjahresplanung ergab sich eine Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert der Aurubis Stolberg i.H.v. 10,0 Mio. €.
Darüber hinaus hat eine stichtagsbezogene Neubewertung der Wertpapiere des Anlagevermögens zu einer Abwertung in Höhe von 1,7 Mio. € geführt und das Finanzergebnis belastet.
(19) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belasten den Jahresüberschuss in Höhe von 19 Mio. € (Vorjahr: 67,4 Mio. €). Daraus ergibt sich eine Steuerquote von 14,7 % (Vorjahr: 35,7 %). Die gesunkene Steuerquote im Geschäftsjahr ist auf steuerlich unwirksame Erträge aus Beteiligungen zurückzuführen.
Sonstige Angaben
Angabe von Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß §§ 285 Nr. 21 HGB
Die nachstehende Tabelle führt alle Transaktionen des Geschäftsjahres 2012/2013 zwischen der Aurubis AG und nahestehenden Gesellschaften, die in den Konzernabschluss einbezogen werden, aber nicht im 100 %-igen Anteilsbesitz stehen, auf. Geschäfte mit nahestehenden Personen bestanden per 30.09.2013 nicht.
| in T€ | Aurubis Bulgaria AD Pirdop | Deutsche Giessdraht GmbH Emmerich | Schwermetall Halbzeugwerk GmbH Stolberg |
|---|---|---|---|
| Anteilsbesitz in % | 99,86 | 60,00 | 50,00 |
| Ertrag aus Absatz | 105.454 | 202 | 63.818 |
| Ertrag aus Dienstleistungen | 4.573 | 23 | 102 |
| Aufwand aus Beschaffung | 822.603 | 10.425 | 8.981 |
| Aufwand aus Dienstleistungen | 3 | 15 | 0 |
| Zinserträge | 56 | 0 | 0 |
| Zinsaufwendungen | 138 | 1 | 0 |
Dem Aufwand aus Derivaten für die Sicherung von Materialeinkäufen (Metalltermingeschäften und Devisentermingeschäften) stehen Erträge aus Derivaten bei Banken bzw. Brokern gegenüber. Die Aurubis AG nimmt im Konzern selbst die Stellung einer Bank bzw. eines Brokers gegenüber Tochtergesellschaften ein.
Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung ist vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht worden.
Mitteilung gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Am 12.10.2012 hat uns die BlackRock, Inc., New York, USA, gemäß §§ 21, 24 WpHG mitgeteilt, dass die BlackRock, Inc., am 05.10.2012 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,02 % der Stimmrechte (das entspricht 1.357.770 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält.
Die Stimmrechte sind der BlackRock, Inc., gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Am 12.10.2012 hat uns die BlackRock Financial Management, Inc., New York, USA, gemäß §§ 21, 24 WpHG mitgeteilt, dass die BlackRock Financial Mangement, Inc., am 05.10.2012 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,02 % der Stimmrechte (das entspricht 1.356.293 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält.
Die Stimmrechte sind der BlackRock Financial Management, Inc., gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Am 12.10.2012 hat uns die BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, DE, USA, gemäß §§ 21, 24 WpHG mitgeteilt, dass die BlackRock Holdco 2, Inc., am 05.10.2012 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,02 % der Stimmrechte (das entspricht 1.356.293 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält.
Die Stimmrechte sind der BlackRock Holdco 2, Inc., gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Am 12.02.2013 hat uns die BlackRock, Inc., New York, USA, gemäß §§ 21, 24 WpHG mitgeteilt, dass die BlackRock, Inc., am 08.02.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 2,98 % der Stimmrechte (das entspricht 1.340.323 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält.
Die Stimmrechte sind der BlackRock, Inc., gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Am 12.02.2013 hat uns die BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, DE, USA, gemäß §§ 21, 24 WpHG mitgeteilt, dass die BlackRock Holdco 2, Inc., am 08.02.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 2,98 % der Stimmrechte (das entspricht 1.339.527 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält.
Die Stimmrechte sind der BlackRock Holdco 2, Inc., gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Am 12.02.2013 hat uns die BlackRock Financial Management, Inc., New York, USA, gemäß §§ 21, 24 WpHG mitgeteilt, dass die BlackRock Financial Management, Inc., am 08.02.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 2,98 % der Stimmrechte (das entspricht 1.339.527 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält.
Die Stimmrechte sind der BlackRock Financial Management, Inc., gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Am 18.03.2013 hat uns die BlackRock, Inc., New York, USA, gemäß §§ 21, 24 WpHG mitgeteilt, dass die BlackRock, Inc., am 13.03.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,07 % der Stimmrechte (das entspricht 1.381.514 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält.
Die Stimmrechte sind der BlackRock, Inc., gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Am 18.03.2013 hat uns die BlackRock Financial Management, Inc., New York, USA, gemäß §§ 21, 24 WpHG mitgeteilt, dass die BlackRock Financial Mangement, Inc., am 13.03.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,07 % der Stimmrechte (das entspricht 1.380.443 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält.
Die Stimmrechte sind der BlackRock Financial Management, Inc., gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Am 18.03.2013 hat uns die BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, DE, USA, gemäß §§ 21, 24 WpHG mitgeteilt, dass die BlackRock Holdco 2, Inc., am 13.03.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,07 % der Stimmrechte (das entspricht 1.380.443 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält.
Die Stimmrechte sind der BlackRock Holdco 2, Inc., gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Am 28.08.2013 hat uns die Ministry of Finance on behalf of the State of Norway, Oslo, Norwegen, gemäß § 21 Abs. 1 mitgeteilt, dass sie am 27.08.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,02 % der Stimmrechte (das entspricht 1.355.640 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält. 3,02 % der Stimmrechte (das entspricht 1.355.640 Stimmrechte) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG der Norges Bank (the Central Bank of Norway) zuzurechnen.
Am 28.08.2013 hat uns die Norges Bank (the Central Bank of Norway), Oslo, Norwegen, gemäß § 21 Abs. 1 mitgeteilt, dass sie am 27.08.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,02 % der Stimmrechte (das entspricht 1.355.640 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält.
Eine vergleichbare Mitteilungspflicht entsprechend § 21 Abs. 1 WpHG sieht § 25 WpHG im Hinblick auf Finanzinstrumente vor, die ihrem Inhaber ein unbedingtes Recht zum einseitigen Erwerb stimmberechtigter Aktien verleihen. Zum 1. Februar 2012 wurde darüber hinaus mit § 25 a WpHG eine weitere Mitteilungspflicht eingeführt: Diese erstreckt sich auf solche Finanz- und sonstige Instrumente, die es ihrem Inhaber faktisch oder wirtschaftlich ermöglichen, mit Stimmrechten verbundene Aktien zu erwerben. Die der Gesellschaft nach §§ 25, 25a WpHG zugegangenen Mitteilungen sind über die Internet-Seite der Gesellschaft beziehungsweise die Internet-Plattform der Deutschen Gesellschaft für Ad-hoc-Publizität mbH einsehbar.
Angaben über das Abschlussprüferhonorar
Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden folgende Honorare für den Abschlussprüfer als Aufwand erfasst:
| ● Für die Abschlussprüfung | 506 T€ |
| ● Für andere Bestätigungsleistungen | 0 T€ |
| ● Für Steuerberatungsleistungen | 89 T€ |
| ● Für sonstige Leistungen | 136 T€ |
Anteilsbesitz
Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes ist als Anlage beigefügt.
Angaben zu Vorstand und Aufsichtsrat
Für die Angaben gem. § 285 Nr. 10 HGB wird auf den Corporate Governance Bericht verwiesen
Gesamtvergütung
Die Gesamtvergütung der aktiven Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2012/13 beträgt 4.549.788 € und beinhaltet für das abgelaufene Geschäftsjahr neben einem festen Anteil in Höhe von 1.504.000 €, Nebenleistungen von 137.975 €, einen variablen Anteil von 2.907.813 €. Darüber hinaus wurden Aufwendungen für Altersversorgungen in Höhe von 1.569.358 € aufwandswirksam berücksichtigt.
Frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene erhielten insgesamt 1.789.788 €, für ihre Pensionsansprüche sind 21.912.751 € zurückgestellt.
Die Vergütungen an den Aufsichtsrat betragen für das Geschäftsjahr 2012/13 insgesamt 1.225.880 €.
Die individuellen Vergütungen der Vorstandsmitglieder und der Mitglieder des Aufsichtsrats werden im Vergütungsbericht dargestellt und erläutert.
Aktienbesitz
Von den Mitgliedern des Aufsichtsrats werden 6.515 Aktien (Vorjahr: 6.324 Aktien) und von denen des Vorstands 4.600 Aktien (Vorjahr: 8.000 Aktien) der Aurubis AG gehalten.
Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte
Aktiengeschäfte der Organmitglieder
Nach § 15a WpHG müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft offen legen.
Folgendes Mitglied des Vorstands hat der Gesellschaft mitgeteilt, dass er in der Zeit vom 01.10.2012 bis zum 30.09.2013 Stückaktien der Gesellschaft veräußert hat:
| ― | Erwin Faust: 1.400 Stückaktien verkauft |
Folgende Mitglieder des Aufsichtsrats haben der Gesellschaft mitgeteilt, dass sie in der Zeit vom 01.10.2012 bis zum 30.09.2013 Stückaktien der Gesellschaft gekauft bzw. veräußert hat:
| ― | Rolf Schwertz: 300 Stückaktien gekauft |
| ― | Dr. Thomas Schultek: 250 Stückaktien verkauft |
Die Gesellschaft hat diese Meldung ihrerseits der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen gemeldet und veröffentlicht.
Vorstand und Aufsichtsrat halten weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.
Gewinnverwendungsvorschlag
| Jahresüberschuss der Aurubis | ||
|---|---|---|
| Aktiengesellschaft | 109.007.181,25 | € |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 51.983.991,40 | € |
| Einstellungen in andere Gewinnrücklagen | 54.500.000,00 | € |
| Bilanzgewinn | 106.491.172,65 | € |
Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der Aurubis AG in Höhe von 106.491.172,65 € zur Zahlung einer Dividende von 1,10 € je Stückaktie (= 49.452.395,30 €) zu verwenden und 57.038.777,35 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Hamburg, 09.12.2013
DER VORSTAND
Peter Willbrandt
Erwin Faust
Dr. Frank Schneider
Dr. Stefan Boel
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Hamburg, 09.12.2013
DER VORSTAND
Peter Willbrandt
Erwin Faust
Dr. Frank Schneider
Dr. Stefan Boel
Anteilsbesitz gem. § 285 (11) HGB
| Name und Sitz der Gesellschaften | unmittelbarer und mittelbarer Anteil in % |
gehalten über | Eigenkapital in TEUR |
Jahresergebnis in TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 1 Aurubis AG | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| vollkonsolidierte Gesellschaften | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2 Aurubis Belgium nv/sa, Brüssel | 100 | 1 | 952.899 | -3.917 | * |
| 3 Aurubis Holding Sweden AB, Stockholm | 100 | 2 | 30.035 | -12.220 | */** |
| 4 Aurubis Sweden AB, Finspång | 100 | 3 | 29.602 | -10.194 | */** |
| 5 Aurubis Finland Oy, Pori | 100 | 2 | 15.494 | -10.578 | * |
| 6 Aurubis Holding USA LLC, Buffalo | 100 | 2 | 21.044 | -465 | */** |
| 7 Aurubis Buffalo Inc., Buffalo | 100 | 6 | 51.734 | -900 | */** |
| 8 Aurubis Netherlands BV, Zutphen | 100 | 2 | 21.055 | -10.852 | * |
| 9 Aurubis Mortara S.p.A., Mortara | 100 | 2 | 3.515 | -685 | * |
| 10 Cumerio Austria GmbH, Wien | 100 | 1 | 166.691 | 44.661 | * |
| 11 Aurubis Bulgaria AD, Pirdop | 99,86 | 10 | 610.039 | 14.500 | * |
| 12 Aurubis Engineering EAD, Sofia | 100 | 10 | 447 | 10 | * |
| 13 Aurubis Italia Srl, Avellino | 100 | 1 | 9.070 | -537 | * |
| 14 Aurubis Switzerland SA, Yverdon-les-Bains | 100 | 1 | -22.780 | 343 | */** |
| 15 Aurubis Stolberg GmbH & Co. KG, Stolberg | 100 | 1 | 20.197 | -3.056 | |
| 16 Aurubis U.K. Ltd., Smethwick | 100 | 15 | 2.140 | 57 | */** |
| 17 Aurubis Slovakia s.r.o., Dolny Kubin | 100 | 15 | 497 | -75 | * |
| 18 CABLO Metall-Recycling & Handel GmbH, | 100 | 1 | 5.686 | 2.847 | |
| Fehrbellin | |||||
| 19 Peute Baustoff GmbH, Hamburg | 100 | 1 | -65 | -145 | |
| 20 RETORTE GmbH Selenium Chemicals & Metals, | 100 | 1 | 3.774 | 1.195 | |
| Röthenbach | |||||
| 21 E.R.N. Elektro-Recycling NORD GmbH, Hamburg | 100 | 1 | 6.300 | 1.272 | |
| 22 Aurubis Product Sales GmbH, Hamburg | 100 | 1 | 129 | 33 | |
| 23 Deutsche Giessdraht GmbH, Emmerich | 60 | 1 | 6.785 | 2.363 | |
| quotal konsolidierte Gesellschaften | |||||
| 24 Schwermetall Halbzeugwerk GmbH & Co. KG, | 50 | 15 | 54.331 | 8.159 | |
| Stolberg | |||||
| nicht konsolidierte Gesellschaften | |||||
| 25 Aurubis Stolberg Verwaltungs-GmbH, Stolberg | 100 | 1 | 31 | 0 | |
| 26 Hüttenbau-Gesellschaft Peute mbH, Hamburg | 100 | 1 | 87 | 0 | |
| 27 Aurubis Hong Kong Ltd., Hong Kong | 100 | 2 | 1.012 | 51 | ** |
| 28 Aurubis Metal Products (Shanghai) Co., Ltd, Shanghai | 100 | 27 | 165 | -99 | ** |
| 29 Aurubis Rus LLC, St. Petersburg | 100 | 2 | -7 | 23 | ** |
| 30 Aurubis Canada Metals Inc., Vancouver | 100 | 1 | 50 | 11 | ** |
| 31 BCPC B.V., Zutphen, Netherlands | 100 | 1 | 16 | -2 | |
| 32 Retorte do Brasil, Joinville | 51 | 20 | 555 | 33 | ** |
| 33 C.M.R. International N.V., Antwerpen | 50 | 1 | 2.530 | 207 | |
| 34 VisioNA GmbH, Hamburg | 50 | 1 | 23 | -2 | |
| 35 Schwermetall Halbzeugwerk GmbH, | 50 | 15 | 26 | 11 | |
| Stolberg | |||||
| 36 JoSeCo GmbH, Kirchheim/Schwaben | 33 | 20 | 213 | 7 |
* Die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses erfolgt auf Basis des IFRS-Berichtspaketes, da ein handelsrechtlicher bzw. landesrechtlicher Jahresabschluss noch nicht verfügbar ist.
** lokale Währung umgerechnet in EUR zum Stichtags- bzw. Durchschnittskurs per 30.09.2013
Aufsichtsrat
Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, Salzgitter
Vorsitzender
Vorsitzender des Vorstands der Salzgitter AG, Salzgitter
| ― | KHS GmbH, Dortmund+ Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― | Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim+ Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― | Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig, Braunschweig Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Öffentliche Sachversicherung Braunschweig, Braunschweig Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf+ Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― | Salzgitter Stahl GmbH, Salzgitter+ Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― | TÜV Nord AG, Hannover Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Ets. Robert et Cie S.A.S. (Comité de Surveillance), Le Thillay, Frankreich Mitglied des Beirats |
| ― | EUROPIPE GmbH, Mülheim, Mitglied im Gesellschafterausschuss |
+=Konzerngesellschaften
Hans-Jürgen Grundmann, Seevetal*
stellvertretender Vorsitzender
Betriebsschlosser
Vorsitzender des Betriebsrats
der Aurubis AG
Burkhard Becker, Hattingen
Mitglied des Vorstands der Salzgitter AG, Salzgitter
| ― | EUROPIPE GmbH, Mülheim+ Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | KHS GmbH, Dortmund+ Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim+ Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Nord/LB Kapitalanlagegesellschaft AG, Hannover Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Peiner Träger GmbH, Peine+ Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter+ Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf+ Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Salzgitter Mannesmann Precision GmbH, Hamm+ Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Salzgitter Stahl GmbH, Salzgitter+ Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Nord/LB Capital Management GmbH, Hannover Mitglied des Aufsichtsrats |
+= Konzerngesellschaften
Dr. Bernd Drouven, Hamburg,
ehem. Vorstandsvorsitzender der Aurubis AG
| ― | NITHH gGmbH, Hamburg Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― | H&R AG, Salzbergen Mitglied des Beirats seit dem 01.06.2013 |
Jan Eulen, Kummerfeld*
Bezirksleiter IG BCE Hamburg/Harburg
| ― | Honeywell Deutschland Holding GmbH, Offenbach Mitglied des Aufsichtsrats |
Dr.-Ing. Joachim Faubel, Hamburg*,
Dipl.-Ingenieur bei der Aurubis AG
Renate Hold, Hamburg*
kfm. Angestellte
stellv. Vorsitzende des Betriebsrats und Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der
Aurubis AG
Dr. Sandra Reich, Hannover,
Mitglied des Vorstands der BÖAG Börsen AG, Hamburg und Hannover
Dr. med. Dipl.-Chem. Thomas Schultek, Lübeck*
Leiter Gesundheitsschutz Konzern der
Aurubis AG
| ― | Mitglied des Sprecherausschusses der Aurubis AG, Hamburg |
Rolf Schwertz, Datteln*
Maurer und Kesselwärter
Stellv. Vorsitzender des Betriebsrats der Aurubis AG, Lünen, und Vorsitzender der Gesamtschwerbehindertenvertretung der Aurubis AG, Hamburg
Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Hamburg
Alleinvorstand der Deutschen Wildtierstiftung, Hamburg und Vorsitzender des Aufsichtsrats der RWE Innogy GmbH, Essen
| ― | Capital Stage AG, Hamburg Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Mateco AG, Stuttgart Mitglied des Aufsichtsrats bis 31.12.2012 |
| ― | Novatec Solar GmbH, Karlsruhe Mitglied des Gesellschafterausschusses |
| ― | Putz & Partner Unternehmensberatung, Hamburg Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | RADAG Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG, Laufenburg Vorsitzender des Aufsichtsrats bis zum 07.02.2013 |
| ― | Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., München, Mitglied des Senats |
| ― | Bilfinger Venture Capital GmbH, Mannheim Mitglied des Beirats ab dem 12.03.2013 |
| ― | Körber-Stiftung, Hamburg Mitglied des Beirats |
Dr.-Ing. Ernst J. Wortberg, Dortmund
Selbständiger Berater
* = von der Belegschaft gewählt
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz
Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann (Vorsitzender)
Hans-Jürgen Grundmann (stellv. Vorsitzender)
Renate Hold
Dr. Sandra Reich
Prüfungsausschuss (Audit Committee)
Dr. Ernst J. Wortberg(Vorsitzender)
Burkhard Becker
Jan Eulen
Hans-Jürgen Grundmann
Personalausschuss
Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann (Vorsitzender)
Dr. Bernd Drouven
Hans-Jürgen Grundmann
Renate Hold
Dr. Thomas Schultek
Prof. Dr. Fritz Vahrenholt
Nominierungsausschuss
Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann (Vorsitzender)
Burkhard Becker
Prof. Dr. Fritz Vahrenholt
Dr. Ernst J. Wortberg
VORSTAND
Peter Willbrandt, Lauenburg/Elbe
geb.: 16.02.1962
Vorstandsvorsitzender der Aurubis AG und Vorstand Business Unit Primärkupfer
bestellt bis 31.03.2015
Dr. Stefan Boel, Hamme, Belgien
geb.: 09.06.1966
Vorstand Business Unit Kupferprodukte
bestellt bis 30.04.2016
Erwin Faust, Hamburg
geb.: 04.01.1957
Vorstand Finanzen
bestellt bis 30.09.2018
Dr. Michael Landau, Dahme
geb.: 26.07.1950
Vorstand Business Unit Recycling/Edelmetall, Arbeitsdirektor
bestellt bis 31.05.2013
Dr. Frank Schneider, Moers, ab 01.05.2013
geb.: 10.09.1957
Vorstand Business Unit Recycling/Edelmetall, Arbeitsdirektor
bestellt bis 30.04.2016
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS (in Tsd. EURO)
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 01.10.2012 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.09.2013 | |
|---|---|---|---|---|---|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 84.579 | 1.919 | 224 | 531 | 86.805 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwerte | 7.172 | 0 | 0 | 0 | 7.172 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 1.340 | 388 | 0 | -531 | 1.197 |
| 93.091 | 2.307 | 224 | 0 | 95.174 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 369.676 | 6.563 | 1.454 | 22.566 | 397.351 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 820.029 | 22.772 | 11.246 | 36.289 | 867.844 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 54.043 | 5.802 | 3.333 | 253 | 56.765 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 82.548 | 69.713 | 0 | -59.108 | 93.153 |
| 1.326.296 | 104.850 | 16.033 | 0 | 1.415.113 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.490.729 | 18 | 7.000 | 0 | 1.483.747 |
| 2. Beteiligungen | 1.201 | 0 | 0 | 0 | 1.201 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevernögens | 66.456 | 0 | 0 | 0 | 66.456 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 95 | 0 | 18 | 0 | 77 |
| 1.558.481 | 18 | 7.018 | 0 | 1.551.481 | |
| Anlagevermögen | 2.977.868 | 107.175 | 23.275 | 0 | 3.061.768 |
| Abschreibungen 01.10.2012 | Abschreibungen im laufenden Geschäftsjahr | Abgänge | Zuschreibungen | Abschreibungen 30.09.2013 | |
|---|---|---|---|---|---|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 20.829 | 1.999 | 221 | 0 | 22.607 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwerte | 4.303 | 478 | 0 | 0 | 4.781 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 25.132 | 2.477 | 221 | 0 | 27.388 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 265.971 | 7.151 | 1.304 | 0 | 271.818 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 675.107 | 21.436 | 11.021 | 0 | 685.522 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 42.726 | 3.167 | 3.283 | 0 | 42.610 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 983.804 | 31.754 | 15.608 | 0 | 999.950 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 136.828 | 10.000 | 0 | 7.000 | 139.828 |
| 2. Beteiligungen | 486 | 0 | 0 | 0 | 486 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevernögens | 31.161 | 1.660 | 0 | 0 | 32.821 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 168.475 | 11.660 | 0 | 7.000 | 173.135 | |
| Anlagevermögen | 1.177.411 | 45.891 | 15.829 | 7.000 | 1.200.473 |
| Restbuchwert 30.09.2013 | Restbuchwert 30.09.2012 | |
|---|---|---|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 64.198 | 63.750 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwerte | 2.391 | 2.869 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 1.197 | 1.340 |
| 67.786 | 67.959 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 125.533 | 103.705 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 182.322 | 144.922 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 14.155 | 11.317 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 93.153 | 82.548 |
| 415.163 | 342.492 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.343.919 | 1.353.901 |
| 2. Beteiligungen | 715 | 715 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevernögens | 33.635 | 35.295 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 77 | 95 |
| 1.378.346 | 1.390.006 | |
| Anlagevermögen | 1.861.295 | 1.800.457 |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Aurubis AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grund-sätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 9. Dezember 2013
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Matthias Kirschke, Wirtschaftsprüfer
ppa. Christian Kaußen, Wirtschaftsprüfer
Der Jahresabschluss wurde am 13.12.2013 festgestellt.