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Aurubis AG Management Reports 2011

Mar 2, 2012

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Management Reports

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Publication

Aurubis AG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2010 bis zum 30.09.2011

Lagebericht

GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

Geschäftstätigkeit und Struktur

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Das Kerngeschäft der Aurubis AG ist die Herstellung von Kupfer und Kupferprodukten, sowie das Recycling von sekundären Rohstoffen. Damit ist das Unternehmen operativ entlang von wesentlichen Teilen der Wertschöpfungskette des Metalls Kupfer aufgestellt. Die Erzeugung von Edelmetallen sowie Spezialprodukten ergänzen das Leistungsspektrum.

Aurubis produziert sein Kupfer vor allem aus Kupferkonzentraten, die international eingekauft werden. Weitere Rohstoffe sind Altkupfer und andere Recyclingmaterialien deren Herkunftsort überwiegend der europäische Raum ist sowie Zwischenprodukte aus industrieller Tätigkeit. Die vorhandenen Anlagen ermöglichen auch die Verarbeitung von Reststoffen aus der Metallproduktion sowie von edelmetallhaltigen Vorstoffen und Elektronikschrotten.

Die an den Standorten Hamburg und Lünen aus den Rohstoffen hergestellten Kupferkathoden sind von hoher Qualität. Sie werden bevorzugt zu eigenen Kupferprodukten verarbeitet, können aber auch bei Bedarf der London Metal Exchange (LME) angedient oder an den Handel und die Industrie verkauft werden.

Mit der Herstellung von Gießwalzdraht und Stranggussformaten erhöht Aurubis die Wertschöpfung. Der Einsatz eigener Kupferkathoden garantiert hierbei eine sehr hohe Liefersicherheit und Qualität.

Die Produktionsstruktur der Aurubis AG erlaubt eine breite Rohstoffbasis: Wir versorgen uns in einem international geprägten Geschäft mit Kupferkonzentraten. Desweiteren setzen wir in unseren Produktionsprozessen Zwischenprodukte sowie Altkupfer und andere metallhaltige Sekundärrohstoffe, wie Produktionsreststoffe und Elektronikschrotte ein. Diverse Begleitelemente von Kupfer in den verarbeiteten Rohstoffen werden in verschiedenen Produktionsprozessen extrahiert. Die daraus entstehenden Spezialprodukte sind z. B. Edelmetalle, Schwefelsäure und Eisensilikat.

Mit ihrer integrierten Produktionsstruktur, der großen technischen Expertise und sehr hohen Umweltstandards verfügt die Aurubis AG über eine besondere Position im Kupfermarkt.

ORGANISATIONSSTRUKTUR

Die Aurubis AG hat ihren Unternehmens- und Verwaltungssitz in Hamburg, wo auch wesentliche Produktionsanlagen konzentriert sind. Orientiert an der Wertschöpfungskette von Kupfer ist das Unternehmen auf drei Geschäftsfeldern tätig.

Das Geschäftsfeld Primärkupfer umfasst im Wesentlichen die Produktionsanlagen zur Verarbeitung von Kupferkonzentraten sowie die Produktion von Kupferkathoden in Hamburg. Hinzu kommt die Vermarktung von Schwefelsäure und anderen Spezialprodukten.

Zum Geschäftsfeld Recycling/Edelmetalle gehört das Recycling von Kupfer und anderen Metallen aus Sekundärrohstoffen sowie die Produktion von Edelmetallen. Gesellschaften und Beteiligungen in angrenzenden Geschäftsfeldern runden das Tätigkeitsfeld ab.

Das Geschäftsfeld Kupferprodukte umfasst im Wesentlichen die Herstellung und Vermarktung von Kupferprodukten.

Darüber hinaus bestehen Dienstleistungs- und Verwaltungsbereiche.

RECHTLICHE STRUKTUR

Die Aurubis AG wurde 1866 in Hamburg unter dem Namen Norddeutsche Affinerie AG gegründet. Der Beschluss der Umbenennung in Aurubis AG erfolgte am 26.02.2009 durch die Hauptversammlung des Unternehmens. Nach mehrfachen Änderungen in der Eigentümerstruktur wurde 1998 der Börsengang durchgeführt. Seit 2003 ist die Aurubis AG im M-DAX und zugleich im Prime Standard der Deutschen Börse vertreten.

Zum 31.12.1999 wurde die Aktienmehrheit an der auf Kupferrecycling spezialisierten Hüttenwerke Kayser AG übernommen. Am 01. 10. 2003 kam es zur Verschmelzung auf die damalige Norddeutsche Affinerie AG.

Im Geschäftsjahr 2001/02 folgte die Akquisition der Prymetall GmbH & Co. KG (heute Aurubis Stolberg GmbH & Co. KG, Stolberg) und ihrer 50-prozentigen Beteiligung an der Schwermetall Halbzeugwerk GmbH & Co. KG (Schwermetall), Stolberg.

Im Geschäftsjahr 2007/08 wurde der europäische Wettbewerber Cumerio erworben, dessen Geschäftsmodell ebenfalls die Herstellung und Verarbeitung von Kupfer beinhaltete.

Am 01.09.2011 schloss sich der Erwerb der Rolled Products Division der Luvata-Gruppe an.

Unternehmensstrategie

Die Strategie der Aurubis AG ist es, die vorhandene integrierte Kupfererzeugungs- und -verarbeitungskompetenz in Verhüttung, Raffination, Metallgewinnung, Recycling und Kupferverarbeitung einzusetzen und dabei den höchsten Wert aus unterschiedlichen, vor allem komplexen Rohstoffen, zu generieren. Die Strategie der Aurubis AG zielt darüber hinaus auf die Verbreiterung der Unternehmensbasis in den angestammten Geschäftsfeldern und beinhaltet eine nachhaltige Wertsteigerung.

In der Kupfererzeugung ist das Unternehmen durch die Kombination von Konzentratverarbeitung und Recycling sowie Produktionskompetenz und integrierten Produktionsprozessen führend. Wir sind in der Lage eine große Bandbreite an Rohstoffen umweltfreundlich zu verarbeiten und wesentliche der in ihnen enthaltenen Elemente in marktfähiger Form auszubringen.

In der Weiterverarbeitung fokussieren wir uns auf Produkte für Anwendungen mit Wachstumspotential. Hier kommen vor allem die spezifischen, auf Leitfähigkeit beruhenden Eigenschaften von Kupfer und Kupferlegierungen zum Einsatz, auf die Kunden Wert legen.

Diese Strategie war eines der Ergebnisse des umfassenden Strategieprozesses, der nach der Übernahme der Cumerio nv/sa durchgeführt wurde und in dem die Anschlussstrategie des Unternehmens klar definiert wurde. Herausragende Kompetenz im Metalleinkauf und -management, in Produktion und Prozessmanagement sind darin ebenso wichtige Erfolgsfaktoren wie die kontinuierliche Arbeit daran, die Entwicklungen der Märkte und Bedürfnisse der Kunden noch besser zu verstehen und in Produkte und Leistungen umzusetzen, die den Kunden einen Mehrwert bieten.

KONKRETE MASSNAHMEN ZUR UMSETZUNG DER STRATEGIE

Im Geschäftsjahr 2010/11 hat Aurubis definierte strategische Aufgaben verfolgt und weitere Fortschritte in der Strategieumsetzung erzielt.

Der wesentliche Schritt der Strategieumsetzung im Geschäftsjahr war der Erwerb der Rolled Products Division der Luvata-Gruppe. Die strategische Analyse zeigte in diesem Produktbereich eine Schwäche die eine grundsätzliche Neuausrichtung erforderte. Nachdem Möglichkeiten zu Wachstum und Konsolidierung in Europa und darüber hinaus intensiv geprüft worden waren, haben wir die Akquisition zur nachhaltigen Stärkung der strategischen Position unseres Bandgeschäftes und unserer Produktkompetenz umgesetzt. Zum einen erhalten wir über die Akquisition Zugang zu technischem Know-how und erfahrenem Personal sowie zu neuer Technologie. Zum anderen streben wir durch die Kombination mit vorhandenen Prozessen eine Optimierung der Produktionsstruktur an. Auf diese Weise wollen wir Skaleneffekte und Kostenvorteile realisieren.

Im Bereich Personal wurde im Geschäftsjahr eine analytische Stellenbewertung vorgenommen und auf dieser Basis mit der Einführung eines neuen Gehaltssystems begonnen. Zur Unterstützung einer gezielten Personalentwicklung haben wir zudem für ausgewählte Führungskräfte auf Basis unserer Führungsleitlinien Management-Reviews durchgeführt.

Für die weitere Stärkung der Produktionskompetenz, des Markt- und Kunden-Know-hows sowie der Innovationskraft sind interne Programme, wie z. B. das Innovationsmanagement, verfolgt worden.

Während des gesamten Jahres standen in vielen Bereichen die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung im Fokus. Ein Schwerpunkt war die Optimierung des Metallausbringens für Kupfer und anderer Metalle.

WICHTIGE INVESTITIONSPROJEKTE REALISIERT

Im Bereich Recycling und Edelmetalle war die erfolgreiche Inbetriebnahme des KRS-Plus-Projektes ein herausragendes Ereignis. Es ermöglicht in Lünen einen deutlich höheren Durchsatz komplexer Recyclingrohstoffe. Am Standort Hamburg wurde im E-Ofen der Rohhütte Werk Nord mit geringem Aufwand eine Durchsatzsteigerung erreicht und durch ein neues Verfahren in der Goldelektrolyse das Ausbringen von Edelmetall beschleunigt und Bestände verringert.

In der Kupferverarbeitung wurde durch eine Investition am Standort Hamburg die Gießkompetenz für hochwertige Stranggussformate weiter ausgebaut. Hier können nun sauerstofffreie und niedriglegierte Formate bis zu einem Gesamtgewicht von 25 Tonnen und einer Länge von 9 Metern gegossen werden. Im Bereich der ROD-Fertigung wurden Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität und Qualität umgesetzt.

NACHHALTIGKEIT ALS GRUNDLAGE DER UNTERNEHMENSENTWICKLUNG

Die Unternehmenswerte der Aurubis AG bestehen in Leistung, Verantwortung, Integrität, Wandlungsfähigkeit und Wertschätzung. Sie wurden im PRIMA-Projekt definiert, das sich aus den Anfangsbuchstaben der entsprechenden englischen Begriffe Performance (Leistung), Responsibility (Verantwortung), Integrity (Integrität), Mutability (Wandlungsfähigkeit) und Appreciation (Wertschätzung) herleitet. Die Verantwortung für Kunden und Produkte, Mitarbeiter und Gesellschaft ist folgerichtig ein Kernelement der Aurubis-Werte. Die Aurubis AG sieht ihre Kompetenz im verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und den begrenzten natürlichen Ressourcen nicht nur als Ausdruck der Verantwortung, sondern auch als Bestandteil der Wettbewerbsstärke.

Unternehmenssteuerung

ZENTRALE ERFOLGSGRÖSSE: RENDITE AUF DAS EINGESETZTE KAPITAL

Maßgebliches Ziel der Unternehmenssteuerung ist die Steigerung des Unternehmenswertes der Aurubis AG, indem ein positiver Gesamtwertbeitrag des Unternehmens über die Kapitalkosten hinaus erwirtschaftet wird. Dem unternehmensinternen Steuerungssystem liegt eine einheitliche Bewertung des operativen Geschäfts sowie von Optimierungs- und Investitionsvorhaben anhand von Ertrags-, Bilanz- und Finanzierungskennzahlen zugrunde. Die Investitionsrichtlinien und das Projektmanagement der Aurubis AG legen eine einheitliche Darstellung und Bewertung unterschiedlicher Projekte fest. Darüber hinaus werden qualitative und strategische Kriterien berücksichtigt.

Eine wesentliche Kennzahl zur Ermittlung und vergleichbaren Darstellung der Rentabilität ist der ROCE (Return on Capital Employed), der die Verzinsung des im operativen Geschäft oder für eine Investition eingesetzten Kapitals beschreibt. Der ROCE bezeichnet das Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern und Zinsen (EBIT) zum durchschnittlichen eingesetzten Kapital (Capital Employed). Zur Beurteilung von Investitionsprojekten werden auch die effektive Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Internal Rate of Return IRR) sowie der Nettobarwert (Net Present Value NPV) herangezogen.

WESENTLICHE UND RECHTLICHE WIRTSCHAFTLICHE EINFLUSSFAKTOREN

Auf das Geschäft der Aurubis AG wirken vielfältige Faktoren ein. Von herausragender Bedeutung ist das Geschehen an den internationalen Rohstoff- und Kupfermärkten. Wesentliche Einflüsse gehen auch vom Konjunkturverlauf in den Industrie- und Schwellenländern sowie von Ereignissen an den Finanz- und Devisenmärkten aus. Veränderungen in den politischen Rahmenbedingungen, die internationale Handelspolitik und umweltschutzbezogene Tatbestände sind ebenfalls geschäftsrelevant.

Kupferpreis, Schmelz- und Raffinierlöhne, Prämien und Aufpreise

Der Preis für Kupfer spiegelt das Verhältnis von Angebot und Nachfrage wider. Er bildet sich vor allem im Handel an der London Metal Exchange (LME), die physische Geschäfte sowie Kurssicherungs- und Anlegergeschäfte ermöglicht. Der Kupferpreis ist über den Börsenhandel hinaus für Geschäfte ein Richtwert und wird international anerkannt.

Sowohl für das Rohstoff- als auch für das Produktgeschäft ist dieser Wert die preisliche Grundlage. Dies ermöglicht uns ein konsequentes Risikomanagement, damit der Kupferpreis bei der Ermittlung des operativen Ergebnisses nur ein durchlaufender Posten ist. Allerdings beeinflusst der Kupferpreis das Rohstoffangebot und die Nachfrage und wirkt somit indirekt auch auf das Ergebnis ein. Desweiteren entstehen bei effizienter Metallextraktion in den Aurubis-Anlagen Ergebniseffekte. Diese sind wertmäßig durch den Metallpreis bestimmt, dessen Volatilität für entsprechende Schwankungen sorgt.

Beim Einkauf kupferhaltiger Rohstoffe bilden die mit Lieferanten verhandelten Schmelz- und Raffinierlöhne (TC/RCs) die wesentliche Ertragskomponente eines Geschäftes und sind eine wichtige Ergebnisgröße für das Unternehmen. Sie schwanken deutlich, je nach Angebots- und Nachfrageentwicklung in den jeweiligen Märkten. Im Kern sind sie das Entgelt für die Umwandlung von Rohstoffen in das Börsenprodukt Kupferkathode und andere Metalle sowie Fertigprodukte.

Die Preisbasis für den Verkauf der Kupferprodukte bildet die Börsennotierung für Kupfer. Der europäische Prämienaufschlag für Kupferkathoden sowie Formataufpreise, die für die Umwandlung von Kathoden in Kupferprodukte erhoben werden, sind weitere Bestandteile des Verkaufspreises und wichtige Ergebnisgrößen im Kupferproduktabsatz.

Devisen

Die Rechnungslegung und Berichterstattung der Aurubis AG erfolgt in Euro-Währung. Ein Teil des Geschäfts wird jedoch in Fremdwährungen fakturiert und unterliegt entsprechenden Einflüssen aus Kursschwankungen: Während das Recyclinggeschäft überwiegend in Euro abgerechnet wird, ist das internationale Konzentratgeschäft US-Dollar-basiert.

Risiken aus Fremdwährungen werden fortlaufend ermittelt und dienen als Basis für Sicherungsentscheidungen. Zur laufenden Absicherung werden hierzu Spot- und Forwardgeschäfte getätigt sowie Optionen abgeschlossen.

Energie

Die Produktionsprozesse bei der Aurubis AG sind energieintensiv. Wir verfolgen deshalb grundsätzlich das Ziel die Energieeffizienz zu steigern und die spezifischen Energiekosten zu senken. Mittels einer so genannten "virtuellen Kraftwerksscheibe" haben wir uns vertraglich ab dem Jahre 2010 für die deutschen Standorte eine dauerhafte Stromversorgung für 30 Jahre gesichert. Sie basiert auf transparente Kosten und macht Aurubis unabhängiger von der schwer prognostizierbaren Strompreisentwicklung an der Strombörse EEX.

Die Strompreise am Markt waren im Geschäftsjahr 2010/11 nach anfänglicher Seitwärtsbewegung um circa 15 % angestiegen. Zuletzt ließ sich eine rückläufige Bewegung auf das Niveau vor dem Reaktorunglück in Japan beobachten.

Der Preisanstieg am Gasmarkt zu Beginn des Jahres 2011 war zum größten Teil auf die weiterhin gute Konjunktur in Europa und insbesondere in Asien zurückzuführen. Der lange und strenge europäische Winter erhöhte die Gasnachfrage zusätzlich. Verstärkt durch das Erdbeben und den Reaktorunfall in Fukushima kam es am Markt zu einem Anstieg der Gaspreise. Ab Juli 2011 blieb der Gaspreis stabil.

Durch die Energiewende in Deutschland - den Ausstieg aus der Kernenergie und den Ausbau Erneuerbarer Energien -wird es möglicherweise zu erheblichen Instabilitäten bei der Stromversorgung und in den Stromnetzen kommen. Dies könnte großflächige Blackouts nach sich ziehen. Um für diesen Fall gerüstet zu sein hat die Aurubis AG ein Programm aufgelegt, das Maßnahmen umfasst, die eine Notstromversorgung sicherstellen um kritische Anlagen bei längerfristigen Blackouts vor Großschäden zu schützen.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2010/11 stiegen die staatlichen Zusatzbelastungen auf den Strompreis, wie Ökosteuer, KWK (Kraft-Wärme-Kopplung) und EEG (Erneuerbare Energien-Gesetz) weiter an. Insgesamt führte dies zu einer moderaten Erhöhung der Gesamtstromkosten. Der deutliche Anstieg der EEG-Sätze konnte dabei durch die bestehende Ausgleichsregelung aufgefangen werden.

Emissionshandel

Im Dezember 2009 hat die Europäische Kommission die Liste der Carbon Leakage (Verlagerung von Produktion und Emissionen) gefährdeten Branchen (List of sectors at significant risk of Carbon Leakage) veröffentlicht, in der auch die Kupferindustrie genannt wird. Den in dieser Liste geführten Branchen drohen nach Ansicht der EU-Kommission besonders starke Wettbewerbsnachteile, falls Drittstaaten ihren Unternehmen weniger strenge Klimaschutzauflagen machen als die Europäische Union.

Um betroffene Industrien vom Carbon Leakage abzuhalten, wäre eine vollständige Befreiung von allen CO2 -Kosten anzustreben. Bisher ist das deutsche Bekenntnis zur vollständigen Kompensation von der EU noch nicht bestätigt. Hierdurch sind die Planungssicherheit und damit die Investitionsbereitschaft der Industrie in Europa beschränkt.

Führungsverantwortung im Unternehmen

Der Vorstand steuert im Rahmen der Unternehmensstrategie die Aurubis AG nachhaltig. Die Vorstandsmitglieder verfügen hierzu über eine umfassende Expertise sowie über die erforderliche nationale und internationale Erfahrung. Die Zusammenarbeit innerhalb des Vorstands und in den nachgelagerten Führungsebenen basiert auf einem intensiven Austausch.

Die Anforderungen an die Führungskräfte steigen stetig, so dass sie ihre Rolle und ihr Führungsverständnis kontinuierlich überprüfen und gegebenenfalls anpassen müssen. Als Orientierungsmaßstab dienen hierbei die im vergangenen Geschäftsjahr erarbeiteten einheitlichen Führungsleitlinien aus denen die erforderlichen Kompetenzen abgeleitet wurden. Das Ergebnis ist das Aurubis-Kompetenzmodell mit vier Kompetenzfeldern:

Unternehmertum » Entrepreneurship
Effizienz » Efficiency
Effektive Führung » Leadership Effectiveness
Persönlichkeit » Personal Mastery

Das Kompetenzmodell findet unter anderem Anwendung bei der Auswahl von Führungskräften und Potenzialträgern sowie in Management Reviews. Darüber hinaus dient es als Basis für die Management Development Programme der Aurubis AG.

Um die Führungskräfte für Veränderungsprozesse bestmöglich vorzubereiten, wurde ein "Leadership Programm" konzipiert, das umfassende Qualifizierungsmöglichkeiten anbietet. Darüber hinaus besteht im Rahmen eines Business Coachings die individuelle Möglichkeit, ziel- und lösungsorientiert an der eigenen Entwicklung zu arbeiten. Neue Führungskräfte werden aktiv begleitet.

Für 2012 ist die Einführung eines Führungsfeedbacks geplant, das den Dialog zwischen den Ebenen der Führungskräfte strukturieren soll.

Zur Erfolgsorientierung gehört bei der Aurubis AG eine attraktive individuelle Entlohnung, gemäß dem zum 1. Oktober 2010 eingeführten Vergütungssystem für das Aurubis-Management. Dieses Vergütungssystem entspricht internationalen Standards und orientiert sich an Marktüblichkeiten.

Grundsätzlich ist für uns eine ausgewogene Zusammensetzung des Managementteams unabdingbar: Frauen und Männer, nationale und internationale Fach- und Führungskräfte, jüngere und gestandene Mitarbeiter arbeiten eng für den gemeinsamen Erfolg zusammen.

Gesamt- und Branchenwirtschaftliches Umfeld

WELTWIRTSCHAFT VERLOR IM LAUFE DES GESCHÄFTSJAHRES AN WACHSTUMSDYNAMIK

Der Start in das Geschäftsjahr 2010/11 war von einer Erholung der Weltwirtschaft begleitet, die zunehmend als selbsttragend bezeichnet wurde. Sie verlief jedoch regional unterschiedlich schnell. Vor allem die Schwellenländer, die zum Teil an der Kapazitätsgrenze produzierten, hoben sich mit ihrer hohen Wachstumsdynamik von der Entwicklung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften ab, die nur ein gedämpftes Wachstum aufweisen konnten. Der Inflationsdruck nahm zu und rief Gegensteuerungsmaßnahmen durch eine restriktivere Geld- und Fiskalpolitik hervor, vor allem in China. Der Welthandel weitete sich merklich aus.

Bis zum Sommer 2011 zeigte sich die Weltwirtschaft insgesamt in einer robusten Verfassung bei einer anhaltend zweigeteilten Schrittgeschwindigkeit im Konjunkturzyklus. Die Auswirkungen des Erdbebens in Japan auf die Binnenwirtschaft und die internationale Lieferkette sowie hohe Rohstoffpreise sorgten temporär für eine Verlangsamung des Wachstums und des internationalen Warenhandels. Dies kam auch in rückläufigen Stimmungsindikatoren und einem reduzierten Unternehmer- und Konsumentenvertrauen zum Ausdruck. Ab Anfang August 2011 machten sich Spannungen an den internationalen Finanzmärkten bemerkbar, die sich insbesondere als Belastung für die Stärke der konjunkturellen Erholung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften erwiesen. Die regionalen Unterschiede blieben dabei erhalten. Die Volatilität an den Finanzmärkten und die Risikoaversion von Investoren nahmen zu.

WIRTSCHAFT IM EURORAUM ENTWICKELTE SICH UNEINHEITLICH - DEUTSCHLAND STABIL

Die Wirtschaftsentwicklung in der EU geriet nach einem guten Start im Laufe des Geschäftsjahres zunehmend unter den Einfluss von Spannungen an den Finanzmärkten. Nachdem im Euroraum das Schlussquartal 2010 ein Wachstum des realen BIP von 0,3 % gegenüber dem Vorquartal aufwies, beschleunigte es sich zunächst auf 0,8 % im ersten Quartal 2011. Danach schwächte sich die konjunkturelle Grunddynamik aber ab, so dass im zweiten Quartal nur noch ein Plus von 0,2 % erreicht werden konnte. Die Europäische Zentralbank ging weiterhin davon aus, dass die getroffenen Maßnahmen zur Unterstützung der Funktionsfähigkeit des Finanzsektors und positive Einflüsse von den Schwellenländern sowie attraktive kurzfristige Zinsen die Wirtschaft im Euroraum stützen würden. Schrittweise, im November und Dezember 2011, senkte sie den Leitzins auf zuletzt 1,00 %.

Das Gefälle des Wirtschaftswachstums innerhalb der Währungsunion war 2011 erneut groß. Deutschland und Belgien boten hierbei mit plus 2,7 % und plus 2,4 % noch ein gutes Bild, Frankreich und die Niederlande lagen mit 1,7 % und 1,6 % im Mittelfeld und die anderen südeuropäischen Länder konnten mit Wachstumsraten unter 1 % bzw. im Negativbereich nicht überzeugen.

KUPFERMARKT WEITER VON NACHFRAGEÜBERHANG GEPRÄGT

Europa: Kupferbedarf anhaltend hoch

Die mit der guten wirtschaftlichen Entwicklung einhergehende Nachfrage nach Kathoden und Kupferprodukten stützte den europäischen Kupfermarkt bis zum Sommer 2011 insgesamt, obwohl regional betrachtet die Entwicklung unterschiedlich ausfiel. Danach kamen mit der Urlaubszeit saisonale Effekte zum Tragen, die das Wachstum der Nachfrage dämpften. Zwar stieg aufgrund der Euro-Schuldenkrise die Unsicherheit und die Aussichten wurden vorsichtiger bewertet, im realen Markt waren die Auswirkungen jedoch nur in zurückhaltenden Mengendispositionen der Kunden zu spüren. Diese Verhaltensweise resultierte auch aus der Höhe der Kupferpreise und ihrer Volatilität.

In Deutschland, das den wesentlichen Absatzmarkt für Aurubis-Kupferprodukte darstellt, war die Beschäftigung der wesentlichen Abnehmerbranchen bis zum Ende des Geschäftsjahres von einem hohen Auslastungsgrad gekennzeichnet. Im Zeitraum Januar bis August 2011 orderten inländische Kunden der Elektroindustrie 19 %, ausländische 8 % mehr Produkte. Die deutsche Automobilindustrie produzierte von Januar bis September 2011 7,2 % mehr PKWs als im Vorjahreszeitraum. Der Maschinen- und Anlagebau war im Oktober 2011 noch mit 88,7 % ausgelastet. Italien, das wie Deutschland über eine gut ausgebaute Kupferverarbeitende Industrie verfügt, tat sich in seiner Wirtschaftsentwicklung schwerer und hatte gegenüber dem Vorjahr einen reduzierten Bedarf an raffiniertem Kupfer. Insgesamt ergab sich für Europa nach vorläufigen Angaben der International Copper Study Group (ICSG) für das erste Halbjahr 2011 ein Nachfragewachstum von 3,5 %.

Asien: Kupfernachfrage Chinas bleibt wichtiger Preisfaktor

Neben Europa ist China das größte Bedarfszentrum von Kupfer. Der Anteil des asiatischen Landes an der Weltnachfrage für raffiniertes Kupfer liegt inzwischen bei rund 39 %. Seine unmittelbare Kupfernachfrage am Weltmarkt fiel während der ersten sieben Monate 2011 geringer aus. Stattdessen wurden während dieser Zeit in großem Umfang lokale Kupferbestände aufgelöst und abgebaut, vor allem außerhalb der Börsenlager. Mit dem nahenden Ende dieses Prozesses stiegen die Kaufaktivitäten Chinas am internationalen Kupfermarkt wieder an. Im September 2011 erreichten die Einfuhren mit 275.000 t raffiniertem Kupfer ein 16-Monats-Hoch. Vor allem die Energieerzeugung, -umwandlung und -verteilung waren weiterhin die wichtigsten Einsatzsektoren. Laut Marktforschungsinstituten wird der chinesische Bedarf an raffiniertem Kupfer im Jahr 2011 zwischen 8 und 9 %, d. h. um rund 600.000 t zugenommen haben.

WELTKUPFERPRODUKTION DECKTE NACHFRAGE UNZUREICHEND

Die Kupferproduktion blieb 2011 erneut deutlich hinter ihren Kapazitätsgrenzen zurück. Die Auslastung der Hütten lag laut ICSG im ersten Halbjahr 2011 nur bei rund 79 %. Verglichen mit 2010 war das Jahr in besonderem Masse von Produktionsstörungen bei Hütten und Minen betroffen. Während im ersten Halbjahr vor allem schlechte Wetterverhältnisse zu Mengenverlusten führten, waren es danach zunehmende Tarifauseinandersetzungen bei Minenbetreibern. Weitere Produktionsausfälle entstanden durch das Erdbeben in Japan und seine Folgen.

KUPFERROHSTOFFMÄRKTE MIT UNEINHEITLICHER ENTWICKLUNG

Die Minenindustrie litt 2011 wie im Vorjahr unter abnehmenden Kupfergehalten in den Erzkörpern und unter den zuvor genannten negativen Einflussfaktoren. Die Produktionsergebnisse waren deshalb nicht zufriedenstellend. An den Kupferkonzentratmärkten zeigte sich dennoch zunächst eine gute Verfügbarkeit, die höhere Schmelz- und Raffinierlöhne (TC/RCs) im Spotgeschäft zuließ. Durch das Erbeben in Japan mussten für eine Kupferhütte alle Konzentratlieferungen gestoppt werden, wodurch der Markt entlastet wurde. Später im Jahr verengte sich der Markt wieder durch Streiks in Minen.

Der Altkupfermarkt wies über weite Teile des Jahres eine gute Mengenverfügbarkeit auf, wozu hohe Kupferpreise und eine verbesserte Wirtschaftslage beitrugen. Die Kaufaktivitäten chinesischer Marktteilnehmer waren nur punktuell zu spüren und belasteten den Markt nicht. Die Versorgungsmöglichkeiten für europäische Altkupferkonsumenten erwiesen sich deshalb als sehr zufriedenstellend. Auch für andere Recyclingrohstoffe bestand ebenfalls ein zufriedenstellendes Angebot.

KUPFERBESTÄNDE BEI METALLBÖRSEN SCHWANKTEN IM JAHRESVERLAUF

Die Entwicklung der Kupferbestände in den Lagerhäusern der drei großen Metallbörsen LME, COMEX (Commodity Exchange, New York) und SHFE (Shanghai Future Exchange) war im Geschäftsjahr sehr wechselhaft. Nach weitgehend stabilem Verlauf nahmen die Einlieferungen in die Lagerhäuser der London Metal Exchange ab Anfang 2011 zu. Am 24.03. erreichten die Börsenbestände an Kupfer bei den drei großen Metallbörsen mit rund 697.000 t den höchsten Stand im Geschäftsjahr. In der Folgezeit schwankten sie leicht. Am Ende des Geschäftsjahres betrugen die Kupfergesamtbestände bei Börsen 651.000 t. Rund 52 % davon lagen in nordamerikanischen Lagerhäusern und waren damit für Abnehmer in den verbrauchsstarken Regionen Asien und Europa schwer erreichbar.

KUPFERPREIS DEUTLICH ÜBER VORJAHRESNIVEAU

Der Kupferpreis an der LME erwies sich im Geschäftsjahr als sehr robust, was auf die fundamentale Situation des Marktes zurückzuführen ist. Der Kupferpreis lag im Geschäftsjahr 2010/11 mit durchschnittlich 9.096 US$/t (Settlement) auf hohem Niveau und übertraf den Durchschnittswert des Vorjahres (7.036 US$/t) um 29 %. Nach einem Start bei 8.115 US$/t wurden im Februar teilweise Spitzenwerte von über 10.000 US$/t erreicht. Ab Mitte September ließen die wachsenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten die Kurse unter 8.000 US$/t sinken. Das Preishoch des Geschäftsjahres lag bei 10.148 US$/t (14.02.2011), das Preistief bei 6.975,50 US$/t (29.09.2011).

GESCHÄFTSENTWICKLUNG BEI DER AURUBIS AG

GESCHÄFTSBEREICH PRIMÄRKUPFER

Das Angebot an Kupferkonzentraten entwickelte sich im Verlauf des Geschäftsjahres am Weltmarkt sehr positiv, wodurch die Schmelz- und Raffinierlöhne im Spotmarkt beträchtlich anstiegen. Auch unter langfristigen Verträgen ergaben sich Verbesserungen der Konditionen. Diese Entwicklung konnten wir nutzen.

Die Märkte für Blisterkupfer und Altkupfer entwickelten sich ebenfalls sehr vorteilhaft mit entsprechend hohen Raffinierlöhnen, die zusätzliche Ergebnisverbesserungen erbrachten. Aufgrund der günstigen Marktentwicklungen waren die Standorte gut mit Vorstoffen versorgt.

Durch Optimierungen des Einsatzmixes konnten zusätzliche Ergebnisse generiert werden. Dies betraf unter anderem auch die Verarbeitung von edelmetalhaltigen Materialien, die hohe Deckungsbeiträge erbrachten.

Die Nachfrage nach Schwefelsäure, die wir bei der Konzentratverarbeitung als Kuppelprodukt erzeugen, war im gesamten Geschäftsjahr erfreulich stark. In unseren wichtigen Absatzmärkten im Chemie- und Düngemittelbereich sowie in der Metalllaugung erzielten wir, insbesondere im Überseegeschäft, überdurchschnittlich gute Ergebnisse.

Die gute Versorgung mit den Rohstoffen Kupferkonzentrat und Altkupfer sicherte uns eine hohe Auslastung der Produktionsanlagen. Am Standort Hamburg war im Dezember 2010 ein 15-tägiger ungeplanter Stillstand erforderlich. Dieser diente der Reparatur eines Schadens an der Sohle des Kernaggregats der Konzentratverarbeitung, des Schwebeschmelzofens. Neben der Schadensbehebung wurde die Zeit genutzt, um die ursprünglich für das Ende des Geschäftsjahres geplanten Wartungs- und Revisionsarbeiten durchzuführen. Insgesamt haben wir in Hamburg mit rund 1,1 Mio. t (Vorjahr: 1,1 Mio. t) die gleiche Menge Kupferkonzentrat verarbeitet wie im Vorjahr. Die Elektrolyse in Hamburg erreichte bei laufendem technischen Umbau mit 364.000 t Kathodenproduktion (im Vorjahr: 364.000 t) das Vorjahresergebnis.

GESCHÄFTSBEREICH RECYCLING/EDELMETALLE

Der Geschäftsverlauf im Geschäftsbereich Recycling/Edelmetalle hängt wesentlich von der Verfügbarkeit der Recyclingrohstoffe, den erzielten Margen und der Effizienz der Recyclingprozesse ab. Damit ist die wirtschaftliche Entwicklung dieses Bereiches den Schwankungen an den Kupfer- und Edelmetallmärkten sowie der Konjunktur ausgesetzt. Auch spielt die Marktverfassung bei anderen Metallen eine Rolle. Das bei der Aurubis AG verfolgte Multi-Metal-Recycling, mit dem möglichst viele der Wertmetallinhalte in den Rohstoffen erschlossen werden, liefert zusätzliche Ergebnisbeiträge.

Die Materialverfügbarkeit am Altkupfermarkt war durchgängig gut, sowohl an unseren wichtigsten Versorgungsmärkten in Mitteleuropa als auch an den Überseemärkten. Insgesamt haben wir unsere Marktstellung weiter festigen können. Da China, der größte Wettbewerber im Einkauf von Kupferschrotten, weiterhin nur begrenztes Kaufinteresse zeigte, war es uns möglich, die Kaufbedingungen nochmals zu verbessern. Als Folge ergab sich insbesondere im ersten und zweiten Quartal des Geschäftsjahres bei steigenden Kupfernotierungen eine hohe Materialverfügbarkeit.

Das günstige Marktumfeld erlaubte uns eine Erhöhung der Altkupferverarbeitung zu insgesamt guten Raffinierlöhnen. Diese Marktlage hielt fast das gesamte Geschäftsjahr an. Lediglich zum Ende hin entstand unter Marktteilnehmern eine zunehmende Verunsicherung, da die Kupferpreise als Folge der weltweiten Finanzkrise und der Euro-Schuldenkrise nachgaben.

Auch das Recycling komplexer Sekundärrohstoffe, die häufig nur niedrige Kupferanteile aufweisen, ist ein wichtiger Teil unseres Recyclinggeschäftes. Die Verarbeitung dieser Materialien, zu denen Elektro- und Elektronikschrotte sowie eine Vielzahl von Rückständen aus industriellen Entfall gehören, findet vor allem im Recyclingzentrum Lünen statt. Diese Materialien enthalten oft verschiedene Metalle und Nebenmetalle, auf deren effiziente und umweltschonende Verarbeitung wir uns spezialisiert haben. Mit der Fertigstellung des KRS-Plus-Projektes im Sommer 2011 ist die Verarbeitung dieser Sekundärrohstoffe im Rahmen unseres Multi-Metal-Recycling noch einmal optimiert und wesentlich ausgebaut worden.

Die vorhandenen Recyclingkapazitäten konnten voll genutzt werden. Der Durchsatz im Kayser Recycling System (KRS) wurde gegenüber dem Vorjahr (232.500 t) um 12 % auf eine neue Bestmarke von 260.400 t gesteigert. Hier machte sich das KRS-Plus-Projekt mit der erfolgreichen Inbetriebnahme und der Erweiterung um einen Rotationskonverter (TBRC) bemerkbar. Die Kathodenproduktion in der Lüner Elektrolyse erreichte 213.000 t (Vorjahr 212.000 t).

Edelmetallhaltige Rohstoffe werden ergänzend zu Kupfermaterialien in den Prozessen der Kupfergewinnung eingesetzt. Unterstützt durch die weiterhin hohen Edelmetallpreise konnte das Volumen in diesem Bereich deutlich gesteigert werden.

Auf Basis der guten Versorgungslage und der hohen Anlagenauslastung haben wir mit der Produktion von 1.374 t Silber (Vorjahr 1.339 t) erneut eine Höchstmarke erzielt. Die Produktion von Gold ging vorlaufbedingt auf 35 t (Vorjahr 38 t) leicht zurück.

GESCHÄFTSBEREICH KUPFERPRODUKTE

In der Kupferverarbeitung produzieren wir Kupferprodukte höchster Qualität. Hierfür werden vor allem selbst produzierte Kupferkathoden eingesetzt.

Das volumenstärkste Produkt ist unser Kupfergießwalzdraht AURUBIS ROD, der sich durch höchste elektrische Leitfähigkeit, beste Umformeignung sowie hervorragende Oberflächen auszeichnet. Dieser Gießwalzdraht ist das zentrale Vorprodukt für die Kabel- und Drahtindustrie.

Weiterhin fertigt Aurubis Kupferstranggussformate der Marke AURUBIS SHAPES als Vorprodukte für die Halbzeug- und Rohrwerke. Auch hier verfügen wir seit Jahren über eine führende Stellung, wenn große Gussstücke und Spezialprodukte in bester Qualität gefragt sind.

In den ersten Monaten des Geschäftsjahres setzte sich der positive Trend in den europäischen Märkten für Kupferprodukte zunächst fort. Hohe Exporte, insbesondere aus Deutschland, eine sehr gute Beschäftigung der Automobilindustrie sowie die rege Binnennachfrage führten zu gut gefüllten Orderbüchern.

Das neue Geschäftsjahr startete zunächst mit starker Nachfrage nach AURUBIS ROD. Die Kabel- und Drahtindustrie fragte zunehmend Mengen auch für das Projektgeschäft nach. Mit dem Beginn des Sommers schwächte sich die Wachstumsdynamik ab, zunächst aus den erwarteten saisonalen Gründen. Danach entwickelten sich die Märkte, im Zuge der Diskussionen über die Finanzkrise, nicht mehr so dynamisch wie im Vorjahr. Während der Automotive-Sektor sich noch stabil zeigte, konnten die Lackdraht- und die Kabel- und Drahtindustrie keine weiteren Zuwächse mehr realisieren. Der Kupferbedarf für die Spezialkabelfertigung wurde dagegen durch die starken Exporte gestützt.

Unsere Kunden forderten in diesem Umfeld bei niedrigsten Kupferbeständen höchste Flexibilität und verlangten extrem kurzfristige Änderungen der Bestellungen und Dispositionen. Aurubis konnte dies erfüllen.

Für Stranggussprodukte aus der Produktfamilie AURUBIS SHAPES haben wir bis zum Februar 2011 zunächst das Geschäft weiter gesteigert. Unsere externen und internen Kunden verlangten insbesondere hochwertige Erzeugnisse mit besten Leitfähigkeitswerten sowie mikrolegierte Produkte für Spezialanwendungen. Im Verlauf des Frühlings beruhigte sich die Nachfrage dann aber und pendelte sich nach der Sommerpause bis zum Geschäftsjahresende mengenmäßig leicht unterhalb des Vorjahresniveaus ein. Der Bedarf an Installationsrohren und Kupferhalbzeugen für das Bauwesen stagnierte bei anhaltend volatilen und hohen Kupferpreisen. Die Geschäfte mit Spezialprodukten z. B. für die Halbleiterindustrie und für Erzeugnisse aus mikrolegiertem Kupfer konnten sich dagegen auch in dem schwierigeren Umfeld behaupten.

Die Erlöse stiegen an, da durch den zunehmend höherwertigeren Produktmix auch höhere Formataufpreise bezahlt wurden. In den Phasen der Dollarschwäche wurde gezielt unser zusätzliches Direktgeschäft mit Kunden in Fernost und Nordamerika ausgebaut.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE SITUATION

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

ERTRAGSLAGE

Entwicklung von Ergebnis und wesentlichen GuV-Positionen

Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. € 2010/11 2009/10
Umsatzerlöse 9.063 6.760
Bestandsveränderungen 21 42
Übrige Erträge 44 37
Materialaufwand - 8.576 - 6.438
Rohergebnis 552 401
Personalaufwand - 200 - 189
Abschreibungen - 28 - 41
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 97 - 76
EBIT 227 95
Beteiligungsergebnis 45 40
Zinsergebnis - 39 - 32
Abschreibungen auf Finanzanlagen - 36 0
Finanzergebnis - 30 8
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 197 103
Außerordentliches Ergebnis - 12 0
Steuern - 57 - 13
JAHRESÜBERSCHUSS 128 90

Das Jahresergebnis der Aurubis AG liegt deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres und spiegelt den insgesamt guten Geschäftsverlauf der Aurubis AG in einem konjunkturellen Umfeld wider, das während des gesamten Geschäftsjahres durch hohe Verfügbarkeiten auf den Beschaffungsmärkten und gute Preise auf Beschaffungs- und Absatzmärkten gekennzeichnet war. Die Metallpreise lagen durchgängig auf hohem Niveau wobei ab der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres konjunkturelle Unsicherheiten aufgrund von Spannungen auf den Finanzmärkten zu erkennen waren. Der gute Geschäftsverlauf der Aurubis AG war trotz Kostensteigerungen gegenüber Vorjahr geprägt durch Schwefelsäureerlöse, die wesentlich über dem Niveau des Vorjahres gelegen haben und sich trotz niedrigerer Absatzmengen positiv auf das Ergebnis ausgewirkt haben. Eine effiziente Metallausbringung bei hohen Metallpreisen sowie gestiegene Raffinierlöhne für Altmetalle haben zu einer zusätzlichen Steigerung des Ergebnisses beigetragen.

Das Rohergebnis stieg um 151 Mio. € auf 552 Mio. €, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) um 94 Mio. € auf 197 Mio. €. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) lag mit 227 Mio. € ebenso wie das Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit 255 Mio. € über den Ergebnissen des Vorjahres.

Gegenläufig wirkte der Personalaufwand, der von 189 Mio. € auf 200 Mio. € in der Berichtsperiode angestiegen ist. Die Erhöhung des Personalaufwands ist insbesondere auf gestiegene Erfolgsbeteiligungen, den Mitarbeiteraufbau und die Tarifsteigerung zurückzuführen.

Die Abschreibungen entwickelten sich gegenüber dem Vorjahr von 41 Mio. € mit 13 Mio. € auf 28 Mio. € rückläufig. Diese Entwicklung war wesentlich geprägt durch die Umstellung der Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern im Rahmen der erstmaligen Anwendung des BilMoG (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz).

Der sonstige betriebliche Aufwand ist von 76 Mio. € mit 21 Mio. € auf 97 Mio. € angestiegen. Die Erhöhung ist auf eine Reihe Einzelsachverhalten zurückzuführen, wozu neben dem gestiegenen Beratungsaufwand aufgrund der im Geschäftsjahr vollzogenen Akquisition der Luvata Rolled Product Division (Luvata RPD) auch erhöhter Aufwand im Rahmen geplanter und ungeplanter Stillstände zählt.

Das Beteiligungsergebnis der Aurubis AG umfasst Dividendenzahlungen von Tochterunternehmen in Höhe von 45,2 Mio. € (Vorjahr: 40,2 Mio. €).

Auf Basis der aktuellen Mehrjahresplanung hat die Aurubis AG eine Neubewertung der Beteiligungsbuchwerte vorgenommen. Dabei ergab sich in Summe eine positive Wertenwicklung der Beteiligungen, bei bestimmten Gesellschaften jedoch auch Abschreibungsbedarf. Abschreibungen wurden auf den Beteiligungsbuchwert der Aurubis Switzerland SA sowie auf die Beteiligungsbuchwerte an der Aurubis Italia Srl und der CIS Solartechnik GmbH & Co. KG vorgenommen. Darüber hinaus hat eine Neubewertung der Wertpapiere des Anlagevermögens das Finanzergebnis belastet.

Nach Berücksichtigung eines Steueraufwands in Höhe von 57 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €) ergibt sich ein um 38 Mio. € höheres Ergebnis nach Ertragsteuern von 128 Mio. €. Daraus errechnet sich eine Steuerquote von 29 % (Vorjahr: 12 %). Die im Vorjahr deutlich geringere Steuerquote ergab sich auf Grund von Auflösungen steuerlich nicht abzugsfähiger Rückstellungen.

Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE)

in Mio. € 30.09.2011 30.09.2010
Eigenkapital 1.062 809
Rückstellungen für Pensionen 55 55
Finanzverbindlichkeiten 968 859
./. Flüssige Mittel - 444 - 114
Eingesetztes Kapital (Capital Employed) zum Stichtag 1.641 1.609
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 197 103
Zinsergebnis 40 32
Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen 237 135
RENDITE AUF DAS EINGESETZTE KAPITAL (ROCE) 14,4 % 8,4 %

Das eingesetzte Kapital zum Bilanzstichtag 30.09.2011 betrug 1.641 Mio. € (Vorjahr: 1.609 Mio. €). Damit ergibt sich eine Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) von 14,4 %, gegenüber 8,4 % im Vorjahr.

UMSATZENTWICKLUNG

Die Umsätze erhöhten sich von 6.760 Mio. € im Vorjahr auf 9.063 Mio. € im Berichtsjahr. Der Umsatzanstieg von rund 34 % resultiert zu 82 % aus gestiegenen Metallpreisen und zu 18 % aus höheren Absatzmengen der Metalle.

Umsatzentwicklung nach Produkten Aurubis AG in Mio. €

Aufteilung Umsatzerlöse

in % 2010/11 2009/10
Inland 49 50
Europäische Union 37 41
übriges Europa 3 2
Sonstige 11 7
GESAMT 100 100

Die Umsätze der Gesellschaft wurden wie bereits im Vorjahr in erster Linie mit Kunden im Inland (49 %) und der Europäischen Union (37 %) erzielt. Der Anteil der Umsätze mit sonstigen Ländern resultiert im Wesentlichen aus Verkäufen im asiatischen Raum (5 %).

Die Materialaufwandsquote blieb aufgrund weiterhin hoher Metallpreise nahezu unverändert bei 94,3 % (Vorjahr: 94,6 %). Nach Einbeziehung der übrigen Erträge wird ein Rohergebnis von 552 Mio. € ausgewiesen (Vorjahr: 401 Mio. €).

FINANZLAGE UND ANALYSE

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum Stichtag auf 549 Mio. € (Vorjahr: 421 Mio. €) mit Restlaufzeiten von

unter 1 Jahr 25 Mio. €
1 bis 5 Jahre 271 Mio. €
über 5 Jahre 253 Mio. €

Der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten spiegelt unter anderem den erhöhten Finanzierungsbedarf aufgrund der Luvata Akquisition wider.

Nach Abzug der liquiden Mittel von 444 Mio. € (Vorjahr: 114 Mio. €) ergeben sich zum 30.9.2011 Netto-Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 105 Mio. € (Vorjahr: 307 Mio. €).

Das Gearing, welches das Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zu Eigenkapital zeigt, gibt Auskunft über die Finanzierungsstruktur. Mit 10 % am Geschäftsjahresende befindet sich das Gearing im Vergleich zum Vorjahr (38 %) auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Verbesserung des Gearings ist auf die im Vergleich zum Vorjahr verbesserten Netto-Finanzverbindlichkeiten und auf das um rund 253 Mio. € auf 1.062 Mio. € gestiegene Eigenkapital zurückzuführen.

Die Kennzahl Schuldendeckung berechnet die Netto-Finanzverbindlichkeiten zum Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen (EBITDA) und zeigt in welchem Zeitraum eine Tilgung der bestehenden Finanzverbindlichkeiten aus den Erträgen des Unternehmens möglich wäre. Auf Grund des stichtagsbedingt hohen Bestandes an Flüssigen Mitteln ist der durchschnittliche Zeitraum von 2,3 im Vorjahr auf 0,4 im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich gesunken. Die Aurubis AG verfügt somit über eine sehr gute Position.

Das Verhältnis von EBITDA zum Zinsergebnis (Zinsdeckung) macht die Abdeckung des Zinsergebnisses durch das Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen deutlich. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurde ein Wert von 6,4 (Vorjahr: 4,3) erzielt.

LIQUIDITÄTS- UND FINANZIERUNGSANALYSE

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Finanzierungsquellen und die Verwendung der Finanzmittel in der Berichtsperiode.

Mittelherkunft und -Verwendung in Mio. €

Aus der operativen Geschäftstätigkeit wurde im Geschäftsjahr 2010/11 ein Brutto-Cashflow (ermittelt aus dem Jahresergebnis, den Abschreibungen, den Veränderungen der langfristigen Rückstellungen und dem Ergebnis aus dem Abgang von Anlagegegenständen) in Höhe von 233,7 Mio. € erwirtschaftet, nach 143,5 Mio. € im Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf den positiven Geschäftsverlauf sowie auf gestiegene, nicht zahlungswirksame Abschreibungen und Zuführungen zu Rückstellungen im Personalbereich zurückzuführen. Im Working Capital flossen vor allem durch den Abbau von Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr, bei gleichzeitigem Aufbau an Verbindlichkeiten, Finanzmittel zu. Insgesamt betrug der Mittelabfluss aus der Veränderung des Working Capital im Berichtsjahr 147,5 Mio. €.

Der Mittelabfluss für Investitionen betrug netto 285,3 Mio. € (Vorjahr: 118,3 Mio. €). Davon entfielen 200 Mio. € auf eine Kapitalerhöhung bei der Aurubis Belgium nv/sa, die aufgrund des Erwerbs der Luvata RPD durch die Aurubis Belgium nv/sa durchgeführt worden ist. Darüber hinaus wurde in den Ausbau der Elektronikschrott- und Konzentratverarbeitung an den Standorten Hamburg und Lünen sowie in diverse Infrastruktur-, Ersatz- und Verbesserungsmaßnahmen Investiert.

Die Mittelabflüsse der Investitionstätigkeit konnten durch den Netto-Cashflow (Brutto-Cashflow zuzüglich Veränderung des Working Capital) finanziert werden.

Die Mittelzuflüsse aus der Finanzierungstätigkeit setzten sich im Wesentlichen zusammen aus den Einzahlungen der im Geschäftsjahr durchgeführten Kapitalerhöhung (rund 170 Mio. €) und den Einzahlungen aus der Begebung von Schuldscheindarlehen (450 Mio. €). Anderseits flossen Mittel ab aus der Rückführung von Kreditlinien gegenüber Banken.

Die flüssigen Mittel am Ende der Berichtsperiode betragen 443,8 Mio. €. Sie dienen der Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft.

Neben den liquiden Mitteln verfügt die Aurubis AG über ungenutzte Kreditlinien und besitz damit ausreichende Liquiditätsreserven. Parallel hierzu setzt die Aurubis AG auch den regresslosen Verkauf von Forderungen im Rahmen von Factoringvereinbarungen als außerbilanzielles Finanzierungsinstrument ein.

VERMÖGENSLAGE

Vermögensstrukturanalyse

Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Bilanzsumme um 583,1 Mio. € auf 3.132,9 Mio. €.

Dazu beigetragen hat neben einem Anstieg der Vorräte von 64,2 Mio. € insbesondere ein stichtagsbedingt um 329,4 Mio. € gestiegener Bestand an Flüssigen Mitteln. Der Bestand an Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen sank hingegen um 30,6 Mio. € auf 363,9 Mio. €. Dies ist vor allem auf den gesunkenen Bestand an Forderungen gegenüber Tochtergesellschaften aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr zurückzuführen.

Insgesamt erhöhte sich das Anlagevermögen um 220,2 Mio. € auf 1.767,2 Mio. € zum 30.09.2011 (Vorjahr: 1.547,0 Mio. €). Ursache hierfür waren Investitionen im Bereich der Finanzanlagen in Form einer Kapitalerhöhung bei Aurubis Belgien von 200 Mio. €. Hingegen wirkten sich Wertminderungen in den Finanzanlagen in Höhe von 36,0 Mio. € negativ aus. Daneben betrug der Anstieg der Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen 55,7 Mio. €.

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme war auf Grund der insgesamt erhöhten Bilanzsumme 56 % (Vorjahr: 61 %) leicht rückläufig, wobei der Anteil der Vorräte am Gesamtvermögen mit 18 % nur geringfügig unter dem Wert des Vorjahres von 19 % lag.

Ebenfalls leicht rückläufig ist der Anteil der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände an der Bilanzsumme. Zum 30.09.2011 betrug dieser 12 % (Vorjahr: 15 %).

Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des gestiegenen Jahresüberschusses abzüglich einer Dividendenausschüttung von 45,0 Mio. € im Berichtsjahr von 809,0 Mio. € im Vorjahr auf 1.061,8 Mio. €. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich geringfügig auf 34 % (Vorjahr: 32 %).

Die Rückstellungen für Pensionen sind mit 54,9 Mio. € unverändert. Der Anstieg der Übrigen Rückstellungen um 44,4 Mio. € auf 172,7 Mio. € beruht hauptsächlich auf Zuführungen zu Rückstellungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung sowie zu ergebnisabhängigen Personalrückstellungen. Rückläufig wirkten sich hingegen die Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Hier sind vor allem die verbesserte Kostenposition sowie verbesserte Schmelzlohnvereinbarungen sichtbar.

Der zusätzliche Finanzierungsbedarf, bedingt durch die Luvata Akquisition trug im Wesentlichen zu einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 128,0 Mio. € auf 548,6 Mio. € bei. Gegenläufig wirkten sich Rückführungen der Finanzierung des Erwerbs der Anteile an der Cumerio Gruppe aus.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 189,5 Mio. € auf 634,1 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Zusammenhang mit dem Zahlungsverkehr über Cash-Pooling sanken um 39,2 Mio. € auf 520,1 Mio. €.

Der Rückgang der Übrigen Verbindlichkeiten von 126,9 Mio. € auf 107,6 Mio. € beruht insbesondere auf geringeren Verpflichtungen aus Umsatzsteuern und Zöllen.

Bilanzstruktur der Aurubis AG

in % 2010/11 2009/10
AKTIVA
Anlagevermögen 56 61
Vorräte 18 19
Forderungen, etc. 12 16
Flüssige Mittel 14 4
100 100
PASSIVA
Eigenkapital 34 32
Rückstellungen 7 7
Verbindlichkeiten 59 61
100 100

NICHT BILANZIERTES VERMÖGEN

Bei dem nicht bilanzierten Vermögen handelt es sich um Anlagengegenstände, wie Gabelstapler, IT-Equipment und verschiedene Baumaschinen, die im Rahmen von Leasingverhältnissen genutzt werden. Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen 10,4 Mio. €. Daneben bestehen finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Lager- und Umschlagsverträgen in Höhe von 192,1 Mio. €.

INVESTITIONEN

Die Investitionen im Geschäftsjahr lagen vorrangig in der allgemeinen Anlagenerhaltung, dem Ausbau der Produktionskapazitäten und im Umweltschutz.

Am Standort Hamburg wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in das Projekt Future RWO 13 Mio. € investiert. Das Gesamtprojekt wird schrittweise über einen Zeitraum von knapp 4 Jahren realisiert. Für das Projekt des Ausbaus der Anodenschlammverarbeitung wurden am Standort Hamburg 6 Mio. € investiert.

Am Recyclingstandort Lünen wurde mit 26 Mio. € insbesondere in die Erweiterung des Kayser Recycling Systems, welches durch den Bau eines zweiten Konverters zu einer Durchsatzsteigerung von Recyclingmaterial führt, investiert.

Zusätzlich wurden weitere Projekte in den Bereichen Infrastruktur, Energieeffizienz und Umweltschutz an den Standorten Hamburg und Lünen umgesetzt.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Situation

Die Aurubis AG hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2010/11 hinter sich und weist eine stabile wirtschaftliche Lage auf. Alle Geschäftsbereiche trugen positiv zum Gesamtergebnis bei. Die Kupfer- und Edelmetallpreise erreichten Höchststände. Auch der Schwefelsäuremarkt wies eine besonders gute Entwicklung auf. Die Schmelz- und Raffinierlöhne für Kupferkonzentrate stiegen im Jahresverlauf an, die Raffinierlöhne für Altkupfer erhöhten sich ebenfalls. Die Auslastung der Produktionsanlagen war hoch. Auch der Produktabsatz konnte bis zum Sommer mit gutem Kundengeschäft überzeugen, war danach aber von einem vorsichtigeren Dispositionsverhalten der Abnehmer betroffen. Zahlreiche interne Maßnahmen waren darauf ausgerichtet das Unternehmen noch effizienter und schlagkräftiger zu machen. Mit der Erweiterung der Recyclingaktivitäten am Standort Lünen und mit technischen Veränderungen in den Anlagen zur Kupferkathoden- und Edelmetallerzeugung am Standort Hamburg haben wir in die Zukunft investiert. Die Position auf den Märkten wurde weiter gestärkt.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER

PERSONALSTRATEGIE MIT MODERNEN FÜHRUNGSINSTRUMENTEN

Die Aurubis AG verfolgt eine einheitliche, aus der Unternehmensstrategie abgeleitete internationale Personalstrategie. Sie wird vom Bereich Human Resources Corporate (HR) und den lokalen HR-Abteilungen mit Leben erfüllt und in moderne Führungsarbeit umgesetzt. Als Bestandteil der Personalstrategie gelten die 2010 eingeführten Führungsleitlinien sowie das 2011 erstmals durchgeführte Leadership-Programm.

Für die steigenden Anforderungen an das Unternehmen und seine Führungskräfte sind passende Lösungen gefragt, um Mitarbeiter auch unter veränderten Rahmenbedingungen zu führen, ihre Talente richtig einzuschätzen und sie entsprechend ihrer Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Dafür bietet Aurubis seinen Führungskräften bedarfsgerechte Personalentwicklungsprogramme. Die Programme sollen es den Führungskräften ermöglichen ihre eigene Steuerungsfähigkeit zu optimieren und an sich persönlich zu arbeiten, um mit den Anforderungen besser zurechtzukommen und die eigene Wirksamkeit zu erhöhen. Ergänzend werden mit den Aurubis Lounges kompakte Angebote geschaffen, um die persönliche Weiterentwicklung und das wirkungsvolle Auffrischen von Spezialthemen in kürzester Zeit zu realisieren. Praxisworkshops runden das gesamte Angebot zur intensiven Professionalisierung in Fachthemen ab.

Die Aurubis AG nimmt seit einigen Jahren regelmäßig am Programm SeitenWechsel teil. Ausgewählte Führungskräfte absolvieren hierbei ein einwöchiges Praktikum in einer sozialen Institution und lernen hautnah Bereiche kennen, mit denen sie in ihrem Alltag keinerlei Berührung haben. Dies war auch im Geschäftsjahr 2010/11 der Fall.

FRAUENFÖRDERUNG IM UNTERNEHMEN

Aurubis bekennt sich zur Chancengleichheit von Frauen und Männern. Im Code of Conduct (Verhaltenskodex), der von jedem Mitarbeiter einzuhalten ist, wird ausdrücklich klargestellt, dass niemand wegen seines Geschlechts benachteiligt, belästigt oder ausgegrenzt werden darf.

Der Anteil der weiblichen Beschäftigten in der AG liegt bei 9 %. Der relativ geringe Anteil an weiblichen Mitarbeitern resultiert daraus, dass Aurubis ein Produktionsunternehmen der Hüttenindustrie ist, in dem naturgemäß viele Arbeitsplätze aufgrund körperlicher Anforderungen und auch aufgrund der Schichtarbeit von Männern besetzt sind. Es werden jedoch alle offenen Arbeitsplätze gleichermaßen Frauen wie auch Männern angeboten. Die Erfahrung zeigt aber, dass sich Frauen eher nicht auf gewerbliche Arbeitsplätze bewerben. Auch die Zahl der weiblichen Studierenden - und damit die Anzahl der Bewerberinnen - aus den für uns relevanten technischen Fachrichtungen ist sehr gering.

Damit sich das in Zukunft ändert, ergreifen wir gezielt Marketing-Maßnahmen. So richtete das Unternehmen beispielsweise den Technischen Hochschultag aus, an dem es die Tore für Schülerinnen und Schüler öffnete. Auf dem Aurubis-Gelände in Hamburg präsentierten sich die einschlägigen Universitäten und informierten die Schulabgänger über die Studiengänge sowie Berufsziele. Aurubis nutzt die Veranstaltung vor allem um weibliche Interessenten für ein Ingenieursstudium zu begeistern.

NACHWUCHSENTWICKLUNG

Für die Nachwuchskräfte wurde 2011 das Aurubis High Potential Programm ins Leben gerufen. Über ein mehrstufiges Nominierungs- und Auswahlverfahren wurden qualifizierte Kandidaten aus verschiedenen Bereichen als Teilnehmer identifiziert. Lehrvorträge, aktives Lernen, intensive Reflektionen, teamorientierte Übungen sowie begleitende Projektarbeit und Feedbackphasen sind die Hauptkomponenten dieses Förderprogramms.

LEBENSARBEITSZEIT

Die Aurubis AG bietet ihren Arbeitnehmern attraktive Versorgungsmodelle für die Zeit nach dem Ende der aktiven Beschäftigung an. Die bei Aurubis in Hamburg und Lünen vorhandenen Instrumente zur tariflichen Altersvorsorge - z. B. im Rahmen des Chemiepensionsfonds und das neu eingeführte Langzeitkonto - werden gut angenommen.

MITARBEITERVERGÜTUNG: LEISTUNGSANREIZE ÜBER VARIABLE KOMPONENTEN

Neues Gehaltssystem für das Management

Zum 01.10.2010 wurde ein neues Gehaltssystem für die Leitenden Angestellten des Aurubis-Managements eingeführt. Die unterschiedlichen Gehalts- und Bonussysteme der ehemaligen Cumerio und der ehemaligen Norddeutschen Affinerie wurden komplett überarbeitet und in ein neues, transparentes Gehaltssystem überführt. Dieses basiert auf einer analytischen Stellenbewertung. Klar definierte Gehaltsbänder sowie ein Zielbonusmodell mit definierten Ebenen der Leistungsmessung und Gewichtung führen dazu, dass Manager einschätzen können, wie Leistungen auf den verschiedenen Ebenen aussehen müssen. Das System wird international in regelmäßigen Abständen auf seine Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität überprüft. Ein neuer Zielvereinbarungsprozess flankiert das Gesamtsystem.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter partizipieren am Erfolg

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden am Erfolg der Aurubis AG beteiligt. So ist die leistungs- und erfolgsorientierte Vergütung ein elementarer Bestandteil der Einkommensgestaltung. Motivierte und leistungsbewusste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen in entscheidender Weise zum Erfolg und zum Wert des Unternehmens bei. Die Leistung des Einzelnen steht dabei immer im Zusammenhang mit der Leistung des Teams, der Abteilung oder des Betriebes. Als Messgröße dienen sowohl die individuelle als auch die kollektive Teamleistung. Beides trägt maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei und wird entsprechend in der leistungs- und erfolgsorientierten Vergütung berücksichtigt.

Nachfrage nach Belegschaftsaktien unverändert hoch

Auch in diesem Geschäftsjahr erhielten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, Aktien der Aurubis AG vergünstigt zu beziehen. Von diesem Angebot haben sie erneut in großem Umfang Gebrauch gemacht.

Incentive-Programm

Seit 2004 existiert ein Incentive-Programm, das in Form eines virtuellen Stock-Option-Plans eine kapitalmarktorientierte Vergütungskomponente für Vorstand, Leitende und außertarifliche Mitarbeiter darstellt.

Im Frühjahr 2011 begann die Ausübungsperiode der 5. Tranche dieses Programms. Teilnahmevoraussetzung ist, dass die Führungskräfte eine je nach Ebene festgelegte Anzahl von Aurubis-Aktien besitzen. Die 7. und letzte Tranche dieses Incentive-Programms wurde im März 2010 ausgegeben. Nachdem das neue Vorstandsvergütungssystem diese Vergütungskomponente nicht mehr enthält, wurde diese Komponente für die Leitenden und außertariflichen Mitarbeiter ebenfalls eingestellt.

KOMPETENZAUSBAU: QUALIFIKATIONEN FRÜHZEITIG AUFBAUEN

Dem demographischen Wandel begegnen - Nachwuchskräfte im Fokus

Der demographische Wandel in Deutschland und Europa wird auch für Aurubis spürbar. Maßnahmen zur frühzeitigen Gewinnung von Fach- und Führungskräften sowie eine qualitativ hochwertige Berufsausbildung erlangen daher eine immer größere Bedeutung.

Die Aurubis AG nutzt aktiv verschiedene Möglichkeiten und präsentiert sich bei diversen Firmenkontakt- und Karrieremessen als attraktiver und zukunftsorientierter Arbeitgeber für Absolventen und Nachwuchskräfte. Ein Schwerpunkt lag auch in diesem Jahr auf Veranstaltungen mit den Partneruniversitäten in Aachen, Clausthal-Zellerfeld, Freiberg, Hamburg und Leoben. Neben dem Direkteinstieg bietet Aurubis zahlreiche Möglichkeiten für Hochschulpraktika, Praxissemester und Studienarbeiten. Die Aktivitäten im Hochschulmarketing wird das Unternehmen auch in Zukunft fortsetzen und sogar intensivieren.

Aurubis investiert weiterhin auf sehr hohem Niveau in die Aus- und Fortbildung der Belegschaft. Das zeigt sich in einer seit Jahren konstant über 8 % liegenden Ausbildungsquote sowie einem hohen Übernahmeanteil nach Beendigung der Ausbildung. Um heute und in Zukunft eine ausreichende Anzahl geeigneter Bewerberinnen und Bewerber für die Berufsausbildung zu erreichen, kooperiert die Aurubis AG mit ausgesuchten Schulen und ist außerdem bei einer Vielzahl von Berufsausbildungs- und Handelskammermessen vertreten. Ergänzend führen wir aktiv Berufsorientierungsveranstaltungen an Schulen und auch unternehmensintern durch.

Die Aurubis AG ist davon überzeugt, dass eine qualitativ hochwertige Ausbildung und gezielte Investitionen in die Qualifikationen der Mitarbeiter den langfristigen Erfolg des Unternehmens sichern.

QUALIFIZIERUNG DER MITARBEITER DURCH WEITERBILDUNG

Nachhaltige Weiterentwicklung der Fähigkeiten, Qualifikationen und Kompetenzen der Mitarbeiter bleiben ein zentraler Aspekt der Personalstrategie von Aurubis. Im Geschäftsjahr 2010/2011 haben mehr als 2.800 Mitarbeiter an Fortbildungs- und Personalentwicklungsmaßnahmen teilgenommen. Zentrale Themen im Berichtszeitraum waren dabei die Arbeitssicherheit, Mitarbeiterführung und Sprachen. Erstmals wurden neue Angebote speziell für Frauen entwickelt und erfolgreich durchgeführt.

GESUNDHEITSSCHUTZ

Die Ziele des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sind ausgerichtet auf das psychische und soziale Wohlbefinden am Arbeitsplatz sowie die Vermeidung jeglicher arbeitsbedingter Unfälle und Erkrankungen. Um diesen Zielen möglichst nahe zu kommen, sind stetige Verbesserungen und auch neue Ansätze, in Bezug auf Technik, Organisation und Verhalten erforderlich. Im vergangenen Jahr wurde in diesem Zusammenhang mit dem Aufbau eines Managementsystems für den Bereich Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung begonnen. Es wurde eine verbindliche Richtlinie erarbeitet, die die Anforderungen präzisiert. Sie soll um themenspezifische Verfahrensanweisungen ergänzt werden. Dabei sind alle geltenden gesetzlichen Anforderungen in den Bereichen Sicherheit und Gesundheitsschutz erfüllt. Zum Teil gehen die internen Vorgaben aber auch über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.

Alle technischen Anlagen, Arbeitsprozesse und Arbeitsbedingungen werden vorausschauend systematischen Risiko- und Gefährdungsbeurteilungen unterzogen. Diese Untersuchungen bilden die Basis für die durchgeführten Sicherheitsschulungen. Die dokumentierte Teilnahme hieran, sowie eine Einweisung vor Ort, ist Voraussetzung für das Arbeiten bei der Aurubis AG. Dies gilt gleichermaßen auch für Leiharbeitnehmer und Fremdfirmen.

Das im letzten Jahr erfolgreich implementierte EAP (Employee Assistance Programme)-Programm wurde von den Mitarbeitern gut angenommen. EAP ist eine externe anonyme Telefonhotline zur Beratung bei beruflichen und privaten Problemen.

Erneut wurden zur Gewährleistung der technischen Anlagensicherheit an Arbeitsplätzen stationäre und personengebundene Messungen sowie regelmäßig medizinische Untersuchungen durchgeführt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sank die Unfallhäufigkeit in der AG, bezogen auf meldepflichtige Unfälle, um rund 8 %. Die absolute Anzahl der Unfälle sank dabei von 24 auf 22, arbeitsbedingte Todesfälle waren nicht zu beklagen.

MITARBEITERSTRUKTUR

Zum Stichtag am 30. September 2011 arbeiteten in der Aurubis AG 2.655 Mitarbeiter. Davon sind 2.124 am Standort Hamburg und 531 am Standort Lünen beschäftigt.

DANK DES VORSTANDES

Auch im Geschäftsjahr 2010/11 haben alle Mitarbeiter/Innen ihre fachliche Expertise eingebracht und mit einem hohen Maß an persönlichem Engagement zum Wohl des Unternehmens beigetragen. Ganz herzlichen Dank dafür!

Unser Dank gilt auch den Arbeitnehmervertretungen mit denen wir unverändert konstruktiv und vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Forschung & Entwicklung

Der Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) befasst sich vor allem mit produktions- und absatzsteigernden Innovationen sowie Verbesserungen der Verarbeitungs- und Fertigungsprozesse. Zielsetzung ist die Unterstützung der operativen Einheiten bei der Umsetzung ihrer Strategie. Mit den Produktionsbereichen besteht eine intensive Zusammenarbeit, um kurzfristig auftretende Probleme zu lösen sowie Prozesse und Produkte kontinuierlich zu verbessern. Darüber hinaus gewinnen zunehmend längerfristig angelegte Projekte zur Entwicklung innovativer Verfahren und Produkte an Bedeutung. Diese werden in Teams bereichsübergreifend bearbeitet.

Dafür nutzt Aurubis auch das Ideenpotenzial der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Über ein Innovationsmanagement werden sie am Innovationsprozess beteiligt. Die Aktivitäten orientieren sich an den Elementen der Strategie und reichen in alle Bereiche hinein.

INNOVATIONSMANAGEMENT WEIST ERSTE ERFOLGE AUF

Das Innovationsmanagement bei der Aurubis AG steuert und kontrolliert die Innovationen im Unternehmen. Dabei geht es um die Umsetzung von Ideen in wirtschaftlich erfolgreiche Produkte sowie Verbesserungen der Fertigungs- und Managementprozesse mit dem Ziel einer erhöhten Effektivität und Effizienz.

Die verschiedenen Formen, Mitarbeiter in Innovationstätigkeiten einzubinden, haben erste Erfolge gezeigt: Positive Resultate konnten in der Goldelektrolyse und in den Kupferelektrolysen erzielt werden.

SCHWERPUNKTE DER F&E-ARBEIT

Zu den wesentlichen Schwerpunkten der F&E-Arbeit im Geschäftsjahr zählten die Effizienzsteigerung und die Erhöhung der Flexibilität bei der Verarbeitung komplexer Rohstoffe, die Gewinnung von Nebenmetallen aus unterschiedlichsten Zwischenprodukten der Kupfererzeugung sowie die Entwicklung und Optimierung von kupferbasierten Produkten. Forciert durch die stark gestiegenen Kupfer- und Edelmetallpreise wurde das Aufgabenspektrum des F&E-Bereiches mit dem Ziel einer Reduzierung der Durchlaufzeiten erweitert. Dies beinhaltet Arbeiten an einer Verkürzung der oftmals über lange Zeit gewachsenen, komplexen Verarbeitungswege und Arbeiten zum schnelleren Ausbringen der Metalle mit Hilfe optimierter Prozesse.

Die intensive Zusammenarbeit mit den Hochschulinstituten der Fachrichtung Metallurgie wurde fortgesetzt und um eine Zusammenarbeit mit Instituten der Fachrichtung Chemie, der Verfahrenstechnik und der Messtechnik erweitert. Die eingegangenen Kooperationen umfassen hierbei sowohl bilaterale Projekte und Promotionsförderungen als auch öffentlich geförderte Arbeiten, z. B. durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Darüber hinaus besteht ein sehr enger Kontakt zu Anlagenbauern und Technologieentwicklern.

Komplexe Rohstoffe effizient verarbeiten

Einer der wesentlichen Schwerpunkte der F&E-Arbeiten lag erneut in der Verbesserung des Metallausbringens durch Reduzierung der Wertmetallverluste. Im Rahmen eines öffentlich geförderten Forschungsvorhabens betreibt die Aurubis AG eine Pilotanlage, in der Versuche stattfinden, eine Qualitätserhöhung in Bezug auf die Wertmetallgehalte der Eisensilikatschlacke aus der Primärkupfererzeugung zu erreichen. Die begonnenen Arbeiten werden im Geschäftsjahr 2011/12 in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen fortgesetzt.

Darüber hinaus führte die Inbetriebnahme des Top Blown Rotary Converters (TBRC) im Recyclingzentrum in Lünen zu einer Reduzierung der Metallverluste im Flugstaub und in anderen Nebenprodukten. In der Goldgewinnung konnte durch die Einführung eines neuen Prozesses die Durchlaufzeit signifikant reduziert werden.

Eine neue Verfahrensweise in der Sekundärkupfererzeugung wurde ebenfalls in ersten Pilotversuchen erfolgreich getestet. Auch in diesem Betriebsteil sollen die Bearbeitungszeiten edelmetallhaltiger Materialen deutlich reduziert werden.

In der Elektrolyse wurde ein Verfahren zur Entfernung unerwünschter Elemente aus dem Elektrolyten vom Pilotbetrieb in den Produktionsbetrieb überführt. Dieses Verfahren ermöglicht eine erhöhte Flexibilität bei der Verarbeitung komplexer Konzentrate. In Zusammenarbeit mit Teck Resources Ltd. (Vancouver, Kanada) und der CESL Limited (Richmond, Kanada) wurde ein hydrometallurgisches Verfahren zur Verarbeitung hoch arsenhaltiger Konzentrate weiter optimiert und in Pilot- und Demoanlagen erfolgreich verifiziert. Die Arbeiten gehen im Geschäftsjahr 2011/12 weiter.

PRODUKTE FÜR KUNDENANFORDERUNGEN OPTIMIEREN

Im Geschäftsfeld Kupferverarbeitung konzentrieren wir uns auf die Entwicklung neuer oder optimierter Kupferprodukte und auf die dabei verwendeten Verfahren. Dafür arbeitet der Bereich F&E eng zusammen mit Kunden sowie den Konzernbereichen Vertrieb, Produktion, Produkttechnik und Qualität. Neben der Verbesserung existierender Produkte zur Erfüllung steigender Kundenanforderungen und der Entwicklung innovativer Produkte mit neuen Eigenschaften gewinnen Projekte an Bedeutung, in denen z. B. durch den Einsatz hochwertigerer Werkstoffe eine Reduzierung des Materialeinsatzes erreicht werden soll. Bei Anwendungen in der Automobilindustrie und der Elektrik und Elektronik steht dabei vor allem die anwendungsspezifische Optimierung von Leitfähigkeit und Festigkeit im Vordergrund.

ENTWICKLUNGSTÄTIGKEIT IM SOLARZELLENPROJEKT WIRD EINGESTELLT

Die Aurubis AG hat im Joint Venture CIS-Solartechnik mit der Firma Cordes & Graefe KG (Bremen) flexible Solarmodule zur Stromerzeugung nach einem eigenen Verfahren auf Kupferbasis entwickelt. Auf einer Pilotfertigungslinie wurde die Entwicklung 2010/11 abgeschlossen und die technische Machbarkeit des Verfahrens bestätigt. Aufgrund der einschneidenden Veränderungen im weltweiten Solarmarkt, zu denen ein anhaltender drastischer Preisverfall sowie Produktionsverlagerungen nach Asien zählen, stellt sich der Aufbau einer eigenen Serienproduktion in Deutschland nicht mehr wirtschaftlich dar. Kooperations- und Veräußerungsbemühungen blieben bisher erfolglos, so dass die CIS Solartechnik GmbH & Co. KG ihren operativen Geschäftsbetrieb einstellt.

F&E-AUFWENDUNGEN UND-INVESTITIONEN

Die Aufwendungen der Aurubis AG für F&E lagen im Geschäftsjahr insgesamt bei circa 4,2 Mio. € (Vorjahr: 4,3 Mio. €) inklusive der Aufwendungen für das Projekt CIS-Solarzelle.

Umweltschutz

UMWELTLEITLINIEN UND MANAGEMENTSYSTEM

Als verantwortungsbewusstes Unternehmen sieht sich die Aurubis AG einem nachhaltigen Wirtschaften verpflichtet. So achtet das Unternehmen aufgrund der energieintensiven Prozesse per se auf eine verbesserte Energieeffizienz und verminderte CO2 -Emissionen. Weitere Kernziele des Bereichs Umweltschutz sind ein verbesserter Gewässerschutz, Bodenschutz und Immissionsschutz. Um natürlich begrenzte Ressourcen zu schonen, ist Aurubis außerdem auf eine möglichst vollständige Rohstoffausnutzung bedacht und setzt auf das Recycling zur Kupfergewinnung.

Umwelt- und Klimaschutz sind fester Bestandteil der Unternehmensstrategie und als solcher in den Leitlinien verankert. Ein Umweltschutzmanagementsystem stellt sicher, dass geltende rechtliche Anforderungen des Umweltschutzes erfüllt werden. Daneben dient es dazu, den Umweltschutz bei Aurubis kontinuierlich zu verbessern. Mit Hilfe des Systems werden Ziele und Maßnahmen definiert und deren Umsetzung kontrolliert. Dafür wurden Umweltschutzstandards entwickelt und implementiert, so dass regelmäßig über die Einhaltung der Umweltschutzziele, die umgesetzten Umweltschutzmaßnahmen sowie über die einheitlich festgelegten Umweltschutz-Indikatoren (KPIs) berichtet werden kann.

Die Umweltmanagementsysteme der Aurubis AG sind zertifiziert: an den einzelnen Standorten nach ISO 14001 und zusätzlich nach EMAS. Bei der jährlichen Überprüfung durch externe Gutachter werden die Implementierung des Umweltschutzes sowie die hierdurch erzielten Erfolge geprüft und verifiziert.

PROJEKTE UND FORTSCHRITTE IM BEREICH UMWELTSCHUTZ

Voraussetzung für einen nachhaltigen Umweltschutz sind insbesondere Investitionen in modernste Umwelt- und Anlagentechnologien. Bei Aurubis wurden im Durchschnitt der vergangenen Jahre wesentliche Investitionen für Umweltschutzmaßnahmen aufgewendet.

Die Aurubis AG gehört heute zu den umweltfreundlichsten und energieeffizientesten Kupfererzeugern der Welt. Energieeffizienz und Klimaschutz werden an allen Standorten stetig weiterentwickelt und verbessert. Die erfolgreiche Verbesserung wird auch durch die Entwicklung der Emissionen im Bereich der Primärkupfererzeugung bestätigt.

Folgende Minderungsmaßnahmen haben im Geschäftsjahr 2010/11 wesentlich zur weiteren Reduktion der Emissionen beigetragen:

Im September 2011 wurde am Standort Hamburg eine neue Lagerhalle für Schüttgut eingeweiht. Das Investitionsvolumen belief sich auf rund 7,5 Mio. €. Durch die 5.000 m² große Halle mit integrierter Brecher- und Bandanlage sollen die diffusen Emissionen in diesem Bereich um rund 70 % reduziert werden. Die Immissionssituation in der näheren Umgebung der Produktionsanlagen sowie im Umfeld des Werkes wird dadurch weiter verbessert.
Am Standort Lünen setzen die neuen Ofen-Anlagen des KRS-Plus-Projektes, die im Juli 2011 offiziell in Betrieb genommen wurden, einen neuen Maßstab im Umweltschutz. Bei einem Investitionsvolumen von insgesamt 62,5 Mio. € wurden 17 Mio. € für umfangreiche Umweltschutzeinrichtungen aufgewandt. Eine Besonderheit hierbei ist die neue Kranhaube, die erstmals in einer Anlage der Nichteisenmetallindustrie installiert wurde und die diffusen Emissionen der neuen Öfen in Verbindung mit einer geschlossenen Halle vollständig erfasst.

Aurubis investiert an den Standorten in energieeffiziente Anlagentechniken, in Einzelmaßnahmen zur weiteren Energieeinsparung und in freiwillige Projekte, wie das Klimaschutzprogramm der Freien und Hansestadt Hamburg. Dadurch wurden erhebliche Verringerungen der CO2 -Emissionen erzielt. Die durchgehend positive Entwicklung wurde unter Berücksichtigung der klimatischen Bedingungen eines besonders strengen Winters bestätigt.

RESSOURCENSCHUTZ

Die EU-Kommission hat Ressourcenschutz als ein Schwerpunktthema des Jahres 2011 festgelegt. Danach soll Umweltschutz über die Vermeidung und Verminderung von Emissionen hinausgehen. Insbesondere durch die Erhöhung der Materialeffizienz und der optimierten Verwertung von Abfällen lassen sich Fortschritte im Bereich der Ressourcenschonung erzielen. Auf nationaler Ebene liegt der Entwurf eines deutschen Ressourceneffizienzprogramms vor, das eine Steigerung der Ressourceneffizienz insbesondere durch die Erhöhung von Abfallverwertungsquoten vorsieht.

Das Recycling von Altkupfer, Kupferlegierungsschrotten und anderen Recyclingmaterialien ist neben der Verarbeitung von Kupferkonzentraten ein zentrales Geschäftsfeld der Kupfererzeugung bei der Aurubis AG. Bereits heute erfolgt ein wesentlicher Teil der Kupfererzeugung aus der Verarbeitung von Recyclingmaterialien. Damit erfüllt Kupfer die Kriterien einer nachhaltigen Entwicklung und ist Grundlage einer modernen Kreislaufwirtschaft. Es schont natürliche Ressourcen, senkt den Energiebedarf und vermeidet den endgültigen Verlust werthaltiger Materialien.

Aurubis ist führend im Kupferrecycling. Mit modernsten Recyclingtechniken arbeiten wir die heterogenen Recyclingrohstoffe effizient auf. Sie garantieren eine umweltfreundliche Produktion und erlauben die Herstellung hochwertiger Produkte. Mit bester verfügbarer Anlagentechnik werden bei Aurubis die Auswirkungen der Produktion auf die Ressourcen Wasser, Luft und Boden möglichst gering gehalten. Nichteisenmetalle wie Kupfer werden nicht verbraucht; sie werden im Kreislauf geführt und erfüllen damit im hohen Maße Anforderungen an Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz. Nahezu alle Rohstoffe werden in verkaufsfähige Produkte überführt. Abfälle werden wirksam vermieden und soweit möglich umweltfreundlich verwertet.

Der Ausbau des Recyclings hilft, Stoffkreisläufe umweltfreundlich zu schließen, und ist damit ein wichtiger Beitrag zum Ressourcenschutz und zu einer nachhaltigen Entwicklung. Auf die Verarbeitung von primären Rohstoffen kann jedoch nicht verzichtet werden, da der Kupferbedarf weltweit weiter steigt und die Rücklaufzeiten aufgrund der sehr hohen Beständigkeit des Metalls teilweise lang sind.

RISIKOMANAGEMENT

Risikomanagementsystem

Risiken sind bei der Aurubis AG als Ergebnisse unvorteilhafter Ereignisse definiert, die dazu führen, dass es zu Beeinträchtigungen der Ergebnislage kommt und die Geschäftsziele nicht erreicht werden. Die Risiken sind in einem Risikomanagementsystem erfasst, werden damit verfolgt und bewertet. Maßnahmen zur Risikobeherrschung sind systemseitig hinterlegt.

Für die Aurubis AG sind Risiken ein integraler Bestandteil der wirtschaftlichen Aktivitäten. Die wesentlichen Risiken steuern und kontrollieren wir mit Hilfe eines funktionsfähigen und auf unsere geschäftlichen Aktivitäten abgestimmten Risikomanagementsystems (RMS). Das frühzeitige Erkennen dieser Risiken ist von besonderer Bedeutung und erfolgt über ein implementiertes Frühwarnsystem.

Es ist die Zielsetzung von Aurubis negative Ergebniseinflüsse, die aus dem Eintreten von Risiken entstehen, grundsätzlich durch geeignete Gegenmaßnahmen weitestgehend zu begrenzen. Unsere Grundsätze sind in einer Richtlinie für das Risikomanagement festgehalten.

Alle Risiken werden nach vorgegebenen Kategorien erfasst und in einem Risikoinventar dokumentiert. Die Bedeutung der festgehaltenen Risiken wird danach anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Größenordnung bewertet.

Wesentliche Risiken werden zudem umfangreicher analysiert und ihnen geeignete Gegenmaßnahmen zugeordnet. Zusätzlich zu der Definition von Gegenmaßnahmen wird die aktuelle sowie zukünftige Entwicklung dieser Risiken kontinuierlich verfolgt. Die Prozesse des RMS sind einheitlich festgelegt. Dokumentationen erfolgen ausschließlich in Englisch. Die Steuerung erfolgt von Hamburg aus. Es wurden Risikomanagementbeauftragte benannt. Das Risikomanagement ist direkt dem Finanzvorstand unterstellt.

Das gesamte RMS ist prüfungsfähig dokumentiert und unterliegt einer regelmäßigen Revision, bei der auch neu identifizierte Risiken berücksichtigt werden.

Neben den operativen Anforderungen an das RMS bestehen auch rechtliche Grundlagen, welche von wesentlicher Bedeutung sind. Durch das Inkrafttreten des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) 1998 in Verbindung mit § 91 Abs. 2 des Aktiengesetzes (AktG) ist der Vorstand verpflichtet, ein geeignetes Risikofrüherkennungssystem einzurichten, mit dessen Hilfe unternehmensbedrohliche Risiken rechtzeitig erkannt werden. Bei der Aurubis AG wird dies bereits seit Jahren erfüllt.

Neue Entwicklungen im Geschäftsjahr 2010/11

Nachdem sich unser RMS in den Vorjahren bewährt hatte, wurden auch 2011 turnusgemäß Re-Audits durchgeführt. Insgesamt ergab sich eine wenig veränderte Risikogesamtlage. In geringem Umfang wurden Änderungen im Risikoinventar vorgenommen. Durch die wirtschaftliche Erholung konnte sich die Risikogesamtlage insgesamt entspannen. Auch die Liquiditätssituation hat sich weiter verbessert. Ein besonderes Augenmerk wurde auf Entwicklungen im Bereich der Stromversorgung gelegt. Dabei war vor allem die Betrachtung eines möglichen Blackoutrisikos in der Versorgung mit Strom von besonderer Bedeutung.

Erläuterung der relevanten Risiken

Die im Rahmen der Re-Audits überprüften und aufgenommenen Risiken wurden anhand ihrer Position in der Wertschöpfungskette und begleitender betriebswirtschaftlicher Aktivitäten strukturiert. Relevante Risiken haben wir auf diese Weise systematisch, einheitlich für die gesamte Wertschöpfungskette erfasst. Ferner wurden sie anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer betriebswirtschaftlichen Bedeutung klassifiziert.

VERSORGUNG UND PRODUKTION

Die Versorgung unserer Produktionsanlagen mit Rohstoffen und die Verfügbarkeit dieser Anlagen sind für Aurubis von größter Bedeutung. Daher werden Ereignisse, die unsere Produktionsprozesse materiell einschränken als wesentliche Risiken betrachtet.

Ein Großteil der Rohstoffe für die Produktion von Kupfer gelangt in Form von Kupferkonzentraten in den Prozess. Der verbleibende Anteil wird in Form von Recyclingrohstoffen und Hüttenzwischenprodukten beschafft. Um die Versorgung mit Kupferkonzentraten abzusichern, haben wir langfristige Lieferverträge mit einer Vielzahl von Konzentratlieferanten aus unterschiedlichen Ländern abgeschlossen. Auf diese Weise ist es uns gelungen, das Risiko von Produktionsbeeinträchtigungen durch mögliche Lieferausfälle auf ein Minimum zu reduzieren. Durch den langfristigen Charakter der Lieferverträge wurde zudem das Risiko volatiler Spot-Schmelz- und Raffinierlöhne begrenzt. Insgesamt hat sich für uns die Verfügbarkeit von Kupferkonzentraten gegenüber dem Vorjahr verbessert. Es kam zu einer unterjährigen Erhöhung des Schmelzlohnniveaus. Die Anlagenverfügbarkeit war insgesamt gut, jedoch gegenüber den Vorjahren phasenweise durch technische Störungen reduziert. Die Störungen wurden jeweils schnell wieder behoben, so dass sich negative Einflüsse auf die Produktion nur begrenzt auswirkten. Die flexible Nutzung unserer Produktionsanlagen und der erhöhte Einsatz von Recyclingrohstoffen hat eine fast vollständige Kapazitätsnutzung der vorhandenen Kupferproduktionskapazitäten ermöglicht. Wir gehen weiterhin von einer mittelfristigen Erholung der Kupferkonzentratverfügbarkeit und damit ansteigenden Schmelzlöhnen aus.

Die Produktionsanlagen des Geschäftsfeldes Recycling konnten während des gesamten Geschäftsjahres gut mit Rohstoffen versorgt werden. Altkupfer und andere Recyclingrohstoffe haben wir auf nationalen und internationalen Märkten über ein umfangreiches Netzwerk an Lieferanten beschafft. Durch den hohen Kupferpreis und die weitgehende Zurückhaltung chinesischer Käufer konnte Altkupfer für Aurubis in großen Mengen zu guten Raffinierlöhnen gekauft werden. Komplexe Recyclingmaterialien, wie z.B. Elektronikschrotte, welche insbesondere als Einsatzstoffe für das Kayser-Recycling-System (KRS) und die im Sommer 2011 in Betrieb gegangene Erweiterungsstufe KRS-Plus dienen, wurden ebenfalls jederzeit in ausreichenden Mengen mit guten Verarbeitungsmargen beschafft. Die Versorgungslage am Markt für Recyclingmaterialien sehen wir positiv, gleichwohl ist insbesondere die Prognostizierbarkeit der Verfügbarkeit für Altkupfer eingeschränkt. Kurzfristige Volatilitäten sind nicht auszuschließen.

Die Versorgung der Produktionsanlagen des Geschäftsfeldes Kupferverarbeitung erfolgt hauptsächlich durch die selbst hergestellten Kupferkathoden. Dies erlaubt neben einer höheren Wertschöpfung auch die Steuerung der Qualität der Kupferprodukte während des gesamten Prozesses. Ein erforderlicher Zusatzbedarf wird am Markt beschafft.

ABSATZSITUATION DER PRODUKTE

Die Absatzlage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt weiter verbessert. Dies gilt sowohl für unsere Kupferprodukte als auch für Spezialprodukte wie die Schwefelsäure. Wir erwarten für alle Kupferprodukte eine Fortsetzung der insgesamt zufriedenstellenden Absatzsituation. Positive oder negative Einflüsse aus konjunkturellen Entwicklungen sind jedoch möglich.

ENERGIE

Die Energiepreise waren insgesamt stabil. Durch den seit dem 1. Januar 2010 gültigen Langzeitvertrag haben wir uns langfristig gegen Kostenbelastungen aufgrund schwer prognostizierbarer Preise an der Strombörse abgesichert. Diese Absicherung bezieht sich auf den wesentlichen Anteil unseres Strombedarfs und deckt alle deutschen Standorte ab. Aufgrund der noch unsicheren Rechtslage lassen sich Belastungen durch Veränderungen bei potenziellen Kostentreibern wie der Ökosteuer, EEG, KWK oder dem Emissionshandel nach wie vor nur schwer verlässlich quantifizieren. Wir gehen diesbezüglich zwar von mittelfristig ansteigenden Belastungen aus, sehen jedoch keine bedrohlichen wirtschaftlichen Einflüsse.

Mit der Thematik von Störungen in der Stromversorgung durch fehlende Backupkapazitäten nach Abschaltung eines Großteils der deutschen Nuklearenergieanlagen haben wir uns intensiv befasst. Um die gegebenenfalls erheblichen Folgekosten eines länger andauernden Stromausfalls insbesondere im Winter aufzufangen, sind geeignete Gegenmaßnahmen zur Minderung der möglichen Belastungen getroffen worden. Wir erwarten, dass wir aufgrund dieser Maßnahmen auch zukünftig gut aufgestellt sind, um Risiken aus längeren Stromausfällen wesentlich zu begrenzen.

FINANZEN UND FINANZIERUNG

Der Metallein- und verkauf, der ständigen Metallpreis- und Währungskursschwankungen unterliegt, stellt ein potenzielles Risiko dar. Durch Devisen- und Metallpreishedging wird dieses Risiko maßgeblich reduziert. Das tägliche Aufrechnen von Metallein- und -ausgängen aus Grundgeschäften reduziert die zu sichernden Volumina wesentlich. Überhänge werden wie in den Vorjahren durch Kurssicherungsgeschäfte auf Tagesbasis abgesichert. Gleiches geschieht durch Finanzinstrumente wie Spot- und Forwardkontrakte für Devisenkurse und Metallpreise. Risiken aus Über- oder Unterdeckungen werden so auf täglicher Basis eliminiert. Zur Minimierung des Ausfallrisikos haben wir als Partner für Sicherungsgeschäfte ausschließlich erstklassige Adressen ausgewählt.

Erwartete Mittelzuflüsse aus Fremdwährungen, insbesondere US-Dollar, sichern wir weitestgehend durch Optionen und Forwardgeschäfte ab. Wir setzen dies auch zukünftig fort und gehen davon aus, die Risiken aus Metallpreis- und Devisenkursschwankungen mit diesen Maßnahmen auf ein vertretbares Niveau reduzieren zu können. Wirtschaftlich akzeptable Währungskursabsicherungen sind allerdings nur zeitlich limitiert realisierbar.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich durch Warenkreditversicherungen bzw. andere Sicherungsinstrumente wie z.B. Bankgarantien abgesichert. Eigenrisiken wurden nur in sehr begrenztem Umfang und nach intensiver Einzelprüfung zugelassen. Die positive wirtschaftliche Entwicklung bei dem überwiegenden Anteil unserer Kunden resultierte in einer höheren Versicherungsquote seitens der Kreditversicherungen. Die Entwicklung der ausstehenden Forderungen wird wöchentlich verfolgt. Im Berichtszeitraum kam es zu keinen wesentlichen Forderungsausfällen. Wir sehen hier auch für die Zukunft keine bedrohlichen Entwicklungen.

Die Liquiditätssituation hat sich im Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres fortlaufend verbessert und war während des gesamten Geschäftsjahres sichergestellt. Die Kreditlinien seitens der Banken waren ausreichend. Mit den finanzierenden Banken vereinbarte Covenants wurden komfortabel eingehalten. Positiv wirkten sich hier unter anderem der Abbau des Working Capitals und die erfolgreiche Durchführung einer 10 %igen Kapitalerhöhung im Januar 2011 aus. Aus heutiger Sicht halten wir die verfügbare Liquidität für ausreichend und gehen davon aus, dass sich diese Situation trotz angespannter Finanzmärkte und vorbehaltlich größerer Währungsverwerfungen auch im nächsten Jahr fortsetzt.

RECHTLICHE UND ORGANISATORISCHE ASPEKTE

Umweltrisiken, die aus der möglichen Nichteinhaltung von Richtwerten resultieren, können ebenso wie Verstöße gegen Auflagen zu rechtlichen Konsequenzen führen. Wir haben uns schon seit vielen Jahren auf einen umweltfreundlichen Betrieb unserer Produktionsanlagen fokussiert und hier eigene Standards gesetzt. Der Umweltstandard unserer Produktionsanlagen ist nach wie vor international führend. Wir verfolgen die umweltrelevanten Risiken intensiv. Die Zertifizierung nach ISO 14001 und EMAS belegen unseren hohen Standard im Umweltmanagement. Wir sehen uns hier auch für die Zukunft gut aufgestellt. Gleichwohl können Störfälle, die ggf. auch zu Beeinträchtigungen der Umwelt führen, nicht vollständig ausgeschlossen werden. Im Bereich der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes besetzen wir ebenfalls führende Positionen, die wir gleichwohl laufend fortentwickeln.

Zur Bewältigung von Betriebsstörungen, die durch außerordentliche Ereignisse wie Hochwasser oder Feuer entstehen, liegen Alarmpläne vor. Es werden regelmäßig Übungen zur Schulung der Mitarbeiter durchgeführt. Wesentliche Risiken sind zudem über Versicherungen weitgehend abgedeckt.

Beurteilung der Risikosituation

In der Bewertung der aktuell und zukünftig risikorelevanten Faktoren ergeben sich keine den Bestand gefährdenden Risiken für die Aurubis AG. Wesentliche Risiken sind identifiziert und quantifiziert und werden so weit wie möglich durch entsprechende Maßnahmen beherrscht. Ein regelmäßiges Monitoring der Entwicklung wesentlicher Risiken erfolgt durch die Risikobeauftragten und auf Gruppenebene. Die Risiken aus der Übernahme der Luvata RPD sehen wir als nicht materiell an.

Durch langfristige Versorgungsverträge und eine gute Marktpositionierung ist unsere Rohstoffbeschaffung sehr gut aufgestellt. Die Anlagen arbeiten insgesamt mit einem sehr hohen Verfügbarkeitsgrad und besitzen einen international führenden Umweltstandard. Unsere starke Bilanzstruktur und die sehr gute Liquiditätssituation bieten ein hohes Maß an finanzieller Stabilität auch in Krisenzeiten.

Risiken sind insbesondere im Bereich der durch staatliche Maßnahmen beeinflussten Energiepreise und Umweltschutzgesetzgebungen möglich. Eine verlässliche Quantifizierung der Energiepreisrisiken ist allerdings weiterhin aufgrund der unklaren Datenlage nur begrenzt möglich. Wir gehen jedoch aus heutiger Sicht nicht von bedrohlichen Kostensteigerungen aus.

Wir sind überzeugt davon, mit unserem Risikomanagementsystem über ein geeignetes System zur Beherrschung der relevanten Risiken zu verfügen. Im Berichtszeitraum sind keine wesentlichen Risiken eingetreten, es haben keine besonderen strukturellen Veränderungen in den Risiken stattgefunden.

Der vom Aurubis-Aufsichtsrat eingerichtete Prüfungsausschuss (Audit Committee) hat sich entsprechend Ziffer 5.3.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex auch intensiv mit Fragen des Risikomanagements befasst. Der Risikomanagementbeauftragte hat das Audit Committee des Aufsichtsrats quartalsweise über die Entwicklungen im Bereich des Risikomanagements informiert.

Der Abschlussprüfer hat unser Risikomanagementsystem auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften hin überprüft. Sowohl der Prüfungsausschuss als auch der Abschlussprüfer haben festgestellt, dass Vorstand und Aufsichtsrat die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen in geeigneter Form getroffen haben, und dass das Risikomanagementsystem alle Voraussetzungen erfüllt.

INTERNES KONTROLLSYSTEM BEZOGEN AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

(Bericht gemäß § 289 Absatz 5 HGB)

Ziel des Internen Kontrollsystems (IKS) für den Rechnungslegungsprozess ist es, zu gewährleisten, dass ein regelungskonformer Abschluss erstellt wird. Aurubis verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, in dem Strukturen und Prozesse bezogen auf den Rechnungslegungsprozess definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Damit wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung verlässlich und ordnungsmäßig ist, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden und gesetzliche Normen und interne Richtlinien zur Rechnungslegung eingehalten werden. Änderungen von Gesetzen und Rechnungslegungsstandards werden fortlaufend auf ihre Relevanz für den Jahresabschluss analysiert und daraus resultierende Änderungen in die internen Prozesse und Systeme aufgenommen.

Grundlagen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems

Die Aurubis AG stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss des Aurubis Konzerns auf. Diesem Prozess vorgelagert ist die Finanzberichterstattung der in den Konzernabschluss einbezogenen Konzerngesellschaften, die ihre Abschlüsse lokal erstellen und über ein konzerneinheitlich definiertes Datenmodell an die Abteilung Corporate Accounting übermitteln. Die Verantwortung für die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren sowie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf der rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme liegt bei den Konzerngesellschaften.

Das interne Kontrollsystem beinhaltet folgende wesentliche Grundlagen

Sicherstellung der normgerechten Bilanzierung bei der Erstellung des Einzelabschlusses der Aurubis AG durch systemseitig implementierte Kontrollen die ergänzt werden durch manuelle Kontrollen der Rechnungslegung und weitere Genehmigungs- und Freigabeverfahren (Funktionstrennungen, Zugriffsregelungen und -beschränkungen, Anwendung des Vier-Augenprinzips, Regelungen zum Zahlungsverkehr)
Sicherstellung konzerneinheitlicher Bilanzierung nach IFRS durch die Anwendung einheitlicher Bilanzierungsvorschriften und Arbeitsanweisungen, zentrale Prüfung der Reporting Packages, Abweichungsanalyse zum Budget und Berichterstattung im Rahmen des quartalsweise stattfindenden Controller Meeting
Erfassung der externen Rechnungslegung und der internen Berichterstattung durch alle Konzerngesellschaften in einem einheitlichen Konsolidierungs- und Berichtssystem
Gesamtkonsolidierung des Konzernabschlusses durch das Corporate Accounting, das die Konsolidierungsmaßnahmen, Abstimmungsarbeiten und die Überwachung der zeitlichen und prozessualen Vorgaben zentral durchführt
Unterstützung der lokalen Gesellschaften in Fragen der Rechnungslegung durch zentrale Ansprechpartner im Corporate Accounting
Klärung von speziellen fachlichen Fragestellungen und komplexen Sachverhalten fallbezogen unter Einbeziehung externer Sachverständiger.

Interne Revision als prozessunabhängige Risikobetrachtung

Die Interne Revision prüft die Zuverlässigkeit des Rechnungswesens. Dabei werden insbesondere bestehende interne Regelwerke der Prozesse und deren Einhaltung in der Praxis überprüft. Darüber hinaus informiert die Interne Revision über Risiken, die aus erkennbaren Abweichungen entstehen und rät zu Anpassungsmaßnahmen.

NACHTRAGSBERICHT

Im Rahmen der Übernahme der Rolled Products Division von Luvata hat Aurubis einen Prozess zur Optimierung und Konsolidierung seiner Produktionskapazitäten für flachgewalzte Kupferprodukte begonnen. Darin ist vorgesehen die Produktionsvolumina des Standorts Finspång (Schweden) an andere Produktionsstandorte des Konzerns in Europa und in den Vereinigten Staaten zu verlagern. Der Prozess soll in einem Zeitraum von bis zu zwei Jahren abgeschlossen werden. Konsultationen mit den Gewerkschaften über die geplante Verlagerung haben am 24. November 2011 begonnen.

GESETZLICHE ANFORDERUNGEN

Vorstandsvergütungsoffenlegungsgesetz (VorstOG)

Der Vergütungsbericht und die Erklärung zur Unternehmensführung sind Teil des Lageberichts. Die Erklärung zur Unternehmensführung ist im hinteren Teil des Jahresabschlusses abgedruckt. Beide sind auf der Website der Gesellschaft einsehbar und zwar unter www.aurubis/com/unternehmensfuehrung bzw. www.aurubis.com/verguetungsbericht.

Vergütungsbericht

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest, er beschließt und überprüft regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand.

Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) am 05.08.2009 haben sich die Anforderungen an die Vorstandsvergütung geändert.

Der Aufsichtsrat hatte vor diesem Hintergrund eine umfassende Prüfung und Neugestaltung der Vergütungssysteme vorgenommen. Kern dieser Neuregelung ist, die Vorstandsverträge stärker auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten. Das neue Vergütungssystem ist seit Beginn des Geschäftsjahres 2009/10 in Kraft getreten.

Die Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ist in deren Anstellungsverträgen festgelegt und besteht aus einer Reihe von Vergütungsbestandteilen. Im Einzelnen handelt es sich um Festbezüge, variable Bezüge sowie Nebenleistungen und Pensionszusagen.

Zu den unterschiedlichen Vergütungsbestandteilen:

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus fixen und variablen Komponenten zusammen. Die fixen Teile bestehen aus den Festbezügen, den Nebenleistungen und den Pensionszusagen. Die jährlichen Festbezüge betragen für den Vorstandsvorsitzenden 480.000 € sowie für die ordentlichen Vorstandsmitglieder 336.000 € und werden monatlich in gleichen Raten ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzendem Wert für Versicherungsprämien und der Dienstwagennutzung bestehen. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern.

Das neue System zur variablen Vergütung umfasst zwei Komponenten, welche jährlich zur Auszahlung kommen: Die erste Komponente (Komponente I) ist abhängig von einer jährlichen Zielerreichung bezogen auf ein bereinigtes, durchschnittliches EBT (Earnings Before Taxes des Konzerns) von drei Jahren, und zwar jeweils bezogen auf das laufende sowie die beiden dem jeweiligen Geschäftsjahr vorangegangenen Geschäftsjahre. Zielwert ist ein aus einem ROCE von 15 % abgeleitetes EBT. Der Zielbonus der Komponente I beläuft sich in Relation zu dem Zielbonus der Komponente II auf ca. 60 % der variablen Bezüge und kann zu maximal 100 % erreicht werden (Cap). Wenn das EBT unterhalb von 40 % des Zielwertes liegt, entfällt eine Zahlung aus der Komponente I. Der maximal zu erreichende Betrag aus dieser Komponente beträgt 600.000 € für den Vorstandsvorsitzenden sowie 400.000 € für das ordentliche Vorstandsmitglied.

Die Komponente II sieht eine jährliche Beurteilung der gesamthaften (Komponente II a) und individuellen (Komponente II b) Leistung des Vorstands durch den Aufsichtsrat vor. Beide Komponenten basieren auf einer qualitativen, kriteriengestützten Beurteilung der nachhaltigen Unternehmensführung.

Der Zielbonus der Komponente II kann zu maximal 100 % erreicht werden (Cap). Eine Auszahlung von mindestens 50 % des Zielbonus erfolgt immer, es sei denn die Gewährung wäre unbillig im Sinne des § 87 Abs. II AktG. Der maximal zu erreichende Betrag aus den Komponenten II a und II b beträgt für den Vorstandsvorsitzenden jeweils 200.000 € sowie für das ordentliche Vorstandsmitglied jeweils 140.000 €.

Darüber hinaus erhielten die Vorstände noch im abgelaufenen Jahr und erhalten gegebenenfalls im Folgejahr eine Vergütung aus dem auslaufenden Incentive-Programm der Gesellschaft. Dieses Programm hat zwei Komponenten:

Es orientiert sich zum einen an der Kursentwicklung der Aurubis-Aktie und wird ausgelöst, wenn der Kurs der Aurubis-Aktie in der Referenzperiode (in der Regel 3 Jahre) um einen vorher bestimmten Prozentsatz angestiegen ist (Teil A, sog. Hürdenkomponente). Das Incentive-Programm orientiert sich zum anderen an der Kursentwicklung der Aurubis-Aktie im Verhältnis zur Entwicklung des CDAX (Teil B, sog. Performancekomponente). Voraussetzung für die Teilnahme der Vorstandsmitglieder am Incentive-Programm ist der fortdauernde Besitz einer bestimmten Anzahl von Aurubis-Aktien. Auf eine erworbene Aktie entfallen je 5 Optionen des Programms Teil A und Teil B. Der Gewinn pro Option ist begrenzt auf den Kurs der Aurubis-Aktie bei Laufzeitbeginn.

Die Hürdenkomponente (Teil A) berücksichtigt die Kursentwicklung der Aurubis-Aktie innerhalb der Referenzperiode (in der Regel 3 Jahre) und wird nur dann ausgelöst, wenn der Kurs um einen bei Laufzeitbeginn festgelegten Prozentsatz (in der Regel Ausübungshürde 10 %) angestiegen ist. Die Differenz zwischen Kurs bei Ausübung der Option zuzüglich letzter Dividende und Kurs bei Laufzeitbeginn multipliziert mit der Anzahl der Optionen wird ausgezahlt.

Die Performancekomponente (Teil B) berücksichtigt die Entwicklung der Aurubis-Aktie im Verhältnis zur Entwicklung des CDAX und wird nur dann ausgelöst, wenn sich die Aurubis-Aktie innerhalb von 3 Jahren besser als der CDAX entwickelt hat.

Außerdem bestehen für die einzelnen Vorstandsmitglieder - mit Ausnahme von Herrn Dr. Boel - Pensionszusagen. Die Versorgungsbezüge bestimmen sich nach einem unterschiedlichen prozentualen Anteil der Festbezüge. Der prozentuale Anteil steigt mit der Dauer der Vorstandszugehörigkeit. Die Pension wird fällig nach Vollendung des 65. Lebensjahres (Herren Dr. Drouven, Faust und Willbrandt) bzw. 62. Lebensjahres (Herr Dr. Landau) sowie bei Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit. Herr Dr. Boel erhält von der Gesellschaft eine beitragsorientierte Pensionszusage, für die jährlich ein Beitrag in Höhe von 50.000 € an ein Versicherungsunternehmen gezahlt wird.

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten keine Change of Control-Klauseln. Die Vorstandsmitglieder (mit Ausnahme von Herrn Dr. Boel) erhalten für den Fall einer Nichtverlängerung ihres Vorstandsvertrages unter bestimmten Voraussetzungen eine vorzeitige Pension. Diese Voraussetzungen sind erfüllt, wenn das Vorstandsmitglied zum Zeitpunkt des Ausscheidens mindestens fünf Dienstjahre bei der Aurubis AG und das 55. Lebensjahr vollendet hat (Herren Faust und Willbrandt) bzw. entweder 25 Dienstjahre oder 15 Dienstjahre und das 50. Lebensjahr vollendet hat (Herr Dr. Landau). Die Regelung kommt ab dem 01.01.2012 bei Herrn Dr. Drouven zum Tragen. Ferner erhält Herr Dr. Drouven 2/3 seiner im Durchschnitt der letzten 12 Monate bezogenen Vergütung als Entschädigung für das bis Ende 2012 bestehende Wettbewerbsverbot.

Pensionen, die vor Vollendung des 62. bzw. 65. Lebensjahres gezahlt werden, haben den Charakter eines Übergangsgeldes. Bezüge, die ein Vorstandsmitglied nach dem Ausscheiden aufgrund einer Tätigkeit außerhalb des Aurubis-Konzerns erhält, werden bis zum 62. bzw. 65. Lebensjahr auf die Pension angerechnet.

Neben der leistungsorientierten Pensionszusage für die Herren Dr. Drouven, Faust, Willbrandt und Dr. Landau und der beitragsorientierten Pensionszusage für Herrn Dr. Boel erhalten alle Vorstände mit Ausnahme von Herrn Dr. Landau eine zusätzliche beitragsorientierte betriebliche Altersvorsorge. Diese Altersvorsorge ist als Kapitalzusage ausgestaltet. Zum Ende eines jeden Geschäftsjahres werden für den Vorstandsvorsitzenden 120.000 € und für die weiteren drei Vorstände je 80.000 € in Rückdeckungsversicherungen eingezahlt, und zwar beginnend zum Ende des Geschäftsjahres 2009/10.

Der Vorstand kann frühestens nach Vollendung des 60. Lebensjahres, jedoch nicht vor Ausscheiden aus den Diensten der Gesellschaft über den angesammelten Kapitalbetrag verfügen.

Insgesamt betrug die Vergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2010/11 6.555.541 €. Darüber hinaus wurden Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 1.057.689 € aufwandswirksam berücksichtigt.

Einzelheiten ergeben sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle:

in € Feste Vergütung Variable Vergütung Nebenleistungen Vergütung aus Incentive-Programm Gesamt Aufwendungen für Altersversorgung
Dr. Bernd Drouven 480.000 1.000.000 22.484 462.500 1.964.984 292.558
Dr. Stefan Boel 336.000 652.000 10.810 198.450 1.197.260 130.000
Erwin Faust 336.000 652.000 16.193 0 1.004.193 207.249
Dr. Michael Landau 336.000 652.000 26.485 178.780 1.193.265 254.396
Peter Willbrandt 336.000 652.000 23.809 184.030 1.195.839 173.486
GESAMT 1.824.000 3.608.000 99.781 1.023.760 6.555.541 1.057.689

Für die Pensionsansprüche der Vorstandsmitglieder, mit Ausnahme von Herrn Dr. Boel, hat die Gesellschaft auf Basis von IFRS Pensionsrückstellungen gebildet. Im Berichtsjahr betrugen die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen für die aktiven Vorstandsmitglieder 826.451 €. Dieser Betrag setzt sich aus den sogenannten Dienstzeitaufwendungen (service cost) und den Zinsaufwendungen (interest cost) zusammen.

Zusätzlich wird für die Vorstandsmitglieder mit Ausnahme von Herrn Dr. Landau ein Beitrag in Höhe von insgesamt 410.000 € je Geschäftsjahr an eine externen Altersversorgung geleistet.

Der Wert der Optionen aus dem Incentive-Programm der Gesellschaft für die aktiven Vorstandsmitglieder ist in nachfolgender Tabelle dargestellt:

Wert der Optionen zum Stichtag

Anzahl der Optionen 6. Tranche

in €
Summe

in €
Dr. Bernd Drouven 25.000 270.272,00 270.272,00
Dr. Stefan Boel 14.000 151.352,00 151.352,00
Erwin Faust 14.000 151.352,00 151.352,00
Dr. Michael Landau 14.000 151.352,00 151.352,00
Peter Willbrandt 14.000 151.352,00 151.352,00
GESAMT 81.000 875.680,00 875.680,00

Frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene erhielten insgesamt 1.599.096 €, für ihre Pensionsansprüche sind 17.373.401 € zurückgestellt.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 12 der Satzung der Aurubis AG geregelt. Sie orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie an der wirtschaftlichen Lage und am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz der bei der Ausübung seines Amtes entstandenen Auslagen eine feste Vergütung von 40.000,00 €/Geschäftsjahr. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, sein Stellvertreter das 1,5-fache dieses Betrages. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss des Aufsichtsrats angehören, erhalten zusätzlich 5.000,00 €/Geschäftsjahr pro Ausschuss, insgesamt höchstens jedoch 10.000,00 €/Geschäftsjahr. Aufsichtsratsmitglieder, die in einem Ausschuss des Aufsichtsrats den Vorsitz innehaben, erhalten zusätzlich 10.000,00 €/Geschäftsjahr pro Vorsitz in einem Ausschuss, höchstens jedoch 20.000,00 €/Geschäftsjahr.

Zusätzlich zur festen Vergütung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene jährliche Vergütung in Höhe von 250,00 € je 1.000.000,00 € bereinigtem Ergebnis vor Steuern des Konzerns ("EBT"), das ein durchschnittliches, bereinigtes EBT der letzten drei Geschäftsjahre von 50.000.000,00 € übersteigt. Das bereinigte EBT ist das EBT nach IFRS bereinigt um Bewertungsergebnisse aus den Anwendungen der Durchschnittsmethode nach IAS2 und ohne Berücksichtigung der Einflüsse aus Kupferpreisschwankungen in den Vorratsbewertungen ehemaliger Cumerio Gesellschaften und betrug im Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre 186 Mio. €. Der Vorsitzende erhält das Doppelte und sein Stellvertreter das 1,5-fache dieses Betrages.

Die feste Vergütung (ohne die Vergütung für Ausschusstätigkeiten) und die auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Vergütung werden für jedes Mitglied des Aufsichtsrats auf 80.000,00 €/Geschäftsjahr begrenzt. Die Begrenzung für den Vorsitzenden beträgt 160.000,00 €/Geschäftsjahr und 120.000,00 €/Geschäftsjahr für den stellvertretenden Vorsitzenden.

Des Weiteren erhalten die Aufsichtsratsmitglieder für jede Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats und eines seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld in Höhe von 500,00 €.

Die individualisierte Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2010/11 beträgt:

Name

in €
Feste Vergütung Variable Vergütung Vergütung für Ausschusstätigkeit Sitzungsgeld Gesamt
Wortberg, Dr.-Ing. Ernst J. 80.000 68.000 20.000 7.000 175.000
Grundmann, Hans-Jürgen 60.000 51.000 10.000 7.000 128.000
Eulen, Jan* 23.233 19.748 2.740 2.500 48.221
Förster, Gottlieb** 16.877 14.345 2.110 3.000 36.332
von Foerster, Dr. Peter 40.000 34.000 5.000 3.500 82.500
Fuhrmann, Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg 40.000 34.000 16.137 4.500 94.637
Grohe, Rainer 40.000 34.000 5.000 3.000 82.000
Hold, Renate 40.000 34.000 10.000 5.000 89.000
Leese, Prof. Dr. Wolfgang 40.000 34.000 10.000 4.500 88.500
Schultek, Dr. Thomas 40.000 34.000 6.137 5.000 85.137
Schwertz, Rolf 40.000 34.000 0 3.500 77.500
Vahrenholt, Prof. Dr. Fritz 40.000 34.000 5.000 3.500 82.500
Wirtz, Helmut 40.000 34.000 0 3.500 77.500
INSGESAMT 540.110 459.093 92.124 55.500 1.146.827

* ab 03.03.2011

** bis 03.03.2011

Auf dieser Basis erhalten die Aufsichtsratsmitglieder insgesamt 1.146.827 €.

Hamburg, den 11.11.2011

Der Vorstand

Peter Willbrandt, Vorstandsvorsitzender

Dr. Michael Landau, Vorstandsmitglied

Der Aufsichtsrat

Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, Vorsitzender

ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN

Erläuternder Bericht des Vorstands der Aurubis AG, Hamburg, gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 Aktiengesetz (AktG) zu den übernahmerechtlichen Angaben nach dem § 289 Abs. 4 Handelsgesetzbuch (HGB) zum Bilanzstichtag 30. September 2011

Im Folgenden sind die nach § 289 Abs. 4 Handelsgesetzbuch (HGB) geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 30. September 2011 dargestellt.

ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Aurubis AG betrug zum Bilanzstichtag 115.089.210,88 € und war in 44.956.723 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,56 € eingeteilt.

Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme.

10 % DER STIMMRECHTE ÜBERSCHREITENDE KAPITALBETEILIGUNGEN

Es besteht eine indirekte Beteiligung am Kapital der Aurubis AG, die 10 % der Stimmrechte überschreitet:

Die Salzgitter AG, Salzgitter, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 29.08.2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Aurubis AG am 29.08.2011 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte überschritten hat und 25,002 % der Stimmrechte (entsprechend 11.240.000 Stimmen) beträgt. Davon sind der Salzgitter AG 25,002 % der Stimmrechte (entsprechend 11.240.000 Stimmen) von der Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter, zuzurechnen.

Dementsprechend besteht eine direkte Beteiligung am Kapital der Aurubis AG, die 25 % der Stimmrechte überschreitet: Die Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter, hält gemäß Mitteilung der Salzgitter AG, Salzgitter, vom 29.08.2011 seit dem 29.08.2011 25,002 % der Stimmrechte (entsprechend 11.240.000 Stimmen).

ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER, SATZUNGSÄNDERUNGEN

Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der Aurubis AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) und § 31 Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) in Verbindung mit § 6 Abs. 1 der Satzung. Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung beschlossen. Der Beschluss der Hauptversammlung bedarf einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst; die §§ 179 ff. AktG sind anwendbar. Nach § 11 Abs. 9 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Der Aufsichtsrat ist ferner ermächtigt, § 4 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des genehmigten Kapitals und nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen. Er ist auch ermächtigt, die Fassung von § 4 Abs. 1 und 3 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausgabe der neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die aufgrund der von der Hauptversammlung am 3. März 2010 unter Tagesordnungspunkt 8 beschlossenen Ermächtigung von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungsgesellschaften gegen Barleistung begeben werden und ein Wandlungs- bzw. Optionsrecht auf neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft gewähren bzw. eine Wandlungspflicht begründen, anzupassen. Entsprechendes gilt im Falle der Nichtausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Options- oder Wandelschuldverschreibungen nach Ablauf des Ermächtigungszeitraums sowie im Falle der Nichtausnutzung des bedingten Kapitals nach Ablauf der Fristen für die Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. für die Erfüllung von Wandlungs- bzw. Optionspflichten.

BEFUGNISSE DES VORSTANDS ZUR AKTIENAUSGABE

Gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 2. März 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in mehreren Teilbeträgen um bis zu 57.544.604,16 durch Ausgabe von insgesamt bis zu 22.478.361 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ein- oder mehrmalig auszuschließen,

a) soweit es erforderlich ist, um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen

b) bis zu einem rechnerischen Nennbetrag in Höhe von insgesamt € 38.046.026,24, wenn die neuen Aktien gegen Sacheinlage ausgegeben werden,

c) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen bis zu einem rechnerischen Nennbetrag in Höhe von insgesamt 11.508.920,32 € oder, sollte dieser Betrag niedriger sein, von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der erstmaligen Ausübung dieser Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss bestehenden Grundkapitals (jeweils unter Anrechnung der etwaigen Ausnutzung anderweitiger Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts gemäß oder in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG), wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenkurs der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet,

d) soweit es erforderlich ist, um Inhabern bzw. Gläubigern der von der Gesellschaft ausgegebenen Options- oder Wandlungsrechte auf Aktien ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts zustehen würde.

Durch Beschluss vom 11. Februar 2011 hat der Vorstand der Aurubis AG im Rahmen einer Selbstverpflichtung erklärt, von den in § 4 Abs. 2 der Satzung vorgesehenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre während der Laufzeit der Ermächtigung insoweit keinen Gebrauch zu machen, als dies zur Ausgabe von Aktien der Aurubis AG unter Bezugsrechtsausschluss führen würde, deren anteiliger Betrag am Grundkapital insgesamt 20 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung, oder, wenn dieser Betrag niedriger sein sollte, des zum Zeitpunkt der erstmaligen Ausnutzung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals übersteigt.

Diese Selbstverpflichtung wurde auf der Internetseite der Aurubis AG in der Rubrik Investor Relations für die Laufzeit der Ermächtigung zugänglich gemacht.

BEFUGNISSE DES VORSTANDS ZUM AKTIENRÜCKKAUF

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 03.03.2011 wurde die Gesellschaft bis zum 03.09.2012 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich jeweils im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, dürfen die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zu keinem Zeitpunkt 10 % des derzeitigen Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Der Erwerb zum Zweck des Handels mit eigenen Aktien ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken, zu verwenden:

a) Die erworbenen eigenen Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder mittels eines Angebots an sämtliche Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet; das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen.

b) Die erworbenen eigenen Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre veräußert werden, soweit dies gegen Sachleistung Dritter, insbesondere im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen durch die Gesellschaft selbst oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen, sowie im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschieht oder zur Erfüllung von Umtauschrechten oder -pflichten aus von der Gesellschaft oder von Konzernunternehmen der Gesellschaft ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen; das Bezugsrecht der Aktionäre ist jeweils ausgeschlossen.

c) Die erworbenen eigenen Aktien können auch ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss ganz oder teilweise eingezogen werden.

Der vollständige Wortlaut des Ermächtigungsbeschlusses vom 03.03.2011 ist unter Tagesordnungspunkt 6 in der im elektronischen Bundesanzeiger vom 20.01.2011 veröffentlichten Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung 2011 wiedergegeben.

BEFUGNIS DES VORSTANDS ZUR AUSGABE VON WANDELSCHULDVERSCHREIBUNGEN UND VON AKTIEN AUS BEDINGTEM KAPITAL

Das Grundkapital ist gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft um bis zu € 52.313.277,44 durch Ausgabe von bis zu 20.434.874 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von € 2,56 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 03.03.2010 unter Tagesordnungspunkt 8 beschlossenen Ermächtigung von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungsgesellschaften gegen Barleistung begeben werden und ein Wandlungs- bzw. Optionsrecht auf neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft gewähren bzw. eine Wandlungspflicht begründen. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch gemacht wird oder wie die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit nicht eigene Aktien oder neue Aktien aus einer Ausnutzung eines genehmigten Kapitals zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten oder durch die Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

WESENTLICHE KONDITIONIERTE VEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT

Aus dem mit einem Bankenkonsortium geschlossenen Vertrag über eine Kreditlinie von anfänglich rund 1,2 Mrd. € (der "Konsortialkredit"), der neben der Finanzierung der Übernahme der Cumerio nv/sa der Finanzierung des Umlaufvermögens des Konzerns dient, sind noch Kreditlinien von 550 Mio. € verfügbar. Für den Fall, dass eine Einzelperson oder eine gemeinsam handelnde Gruppe von Personen die Kontrolle über mehr als 50 % der Aktien oder der Stimmrechte an der Aurubis AG erwirbt, hat jeder Kreditgeber aus dem Konsortium jeweils einzeln das Recht, seine Beteiligung an dem Konsortialkredit zu kündigen und sofortige Rückzahlung der ihm darunter geschuldeten Beträge zu fordern.

PROGNOSEBERICHT

Geschäftsjahresauftakt und weiterer Kurs

Das neue Geschäftsjahr der Aurubis AG hat in einem schwer kalkulierbaren Umfeld begonnen, das von Unsicherheiten über die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung gekennzeichnet ist.

Durch die Akquisition der Walzsparte von Luvata haben wir unsere Position im Bereich der Flachwalzprodukte verbessert und die Produktionskompetenz erweitert. Damit wurde ein weiterer Schritt der Unternehmensstrategie umgesetzt.

Die Ausnutzung und der Ausbau der Produktionskompetenz in den Geschäftsfeldern Kupfererzeugung und Kupferverarbeitung sind die zentralen Leitlinien unseres strategischen Handelns.

In der Primärkupfererzeugung werden wir unsere Aktivitäten fortsetzen, durch den Austausch von Know how und gezielte Projekte die Effizienz und Effektivität der Prozesse weiter zu verbessern, dies auch zur weiteren Optimierung der Ausbringung von Kupfer und anderen Metallen. Des weiteren setzen wir unsere Arbeiten an der Erzeugung vermarktungsfähiger Zwischen- und Endprodukte fort. Dabei werden wir unsere technologische Kompetenz in den bestehenden Produktionsprozessen vertiefen. Die Sicherung der Kostenposition, die Weiterführung des Projektes zur Modernisierung der Kupferelektrolyse in Hamburg und die Steigerung der Konzentratverarbeitungskapazität sind weitere Kernthemen des neuen Geschäftsjahres.

Im Bereich Recycling und Edelmetalle haben wir die Kapazität und Kompetenz zur Verarbeitung komplexer Recyclingrohstoffe an den Standorten Hamburg und Lünen gesteigert und werden auch zukünftig unseren Fokus auf die weitere Verbesserung der Prozesse richten. Dabei profitieren wir immer mehr von der gewachsenen Flexibilität, die eine Rohstoffeinsatzoptimierung nach technischen und kaufmännischen Gesichtspunkten erlaubt. Im Geschäftsjahr 2011/12 liegt die wesentliche Herausforderung in der maximalen Ausnutzung der neu in Betrieb genommenen KRS-Plus-Anlagen.

Durch die Übernahme der Rolled Products Division von Luvata haben wir den angekündigten Konsolidierungs- und Wachstumsschritt in der Kupferverarbeitung vollzogen. Im Sinne unserer Strategie werden wir den Transfer von Produktionskompetenzen zwischen den einzelnen Standorten vorantreiben und die Entwicklungspotentiale der neu erworbenen Verfahren und Technologien genau analysieren um sie in der Zukunft gezielt einzusetzen. Gleichzeitig werden wir die Produktionsstruktur optimieren, um die Stärken einzelner Standorte besser zu nutzen und die Produktivität und Profitabilität zu verbessern.

Im Geschäftsjahr 2010/11 sind wir auf unserem Weg zum international führenden Kupfererzeuger und -verarbeiter zu werden, einen Schritt weiter gekommen. Wir werden den eingeschlagenen Wachstumspfad in Zukunft fortsetzen. Nach wie vor sehen wir Wachstumspotentiale in der Kupfererzeugung, sowohl in Regionen mit hohen Vorkommen an Primärrohstoffen als auch in Regionen mit wachsender Kupfernachfrage und wachsenden sekundären Rohstoffströmen. In der Kupferverarbeitung liegt unser Fokus auf dem erfolgreichen Abschluss der Integration der neuen Standorte, gleichzeitig halten wir uns zukünftige Wachstums- und Konsolidierungsoptionen in der Gießwalzdrahtfertigung und im Walzbereich offen.

Unsere Verantwortung gegenüber Umwelt, Arbeitnehmer, Gesellschaft und Gesellschafter nehmen wir ernst. Wir wollen uns auch hier weiter verbessern und wachsen.

Erwartete Entwicklung der Rahmenbedingungen

Die Weltkonjunktur ist im letzten Quartal des Jahres 2011 ins Stocken geraten, weist aber regional sehr unterschiedliche Entwicklungen auf. Für 2012 sieht der Weltwährungsfonds noch ein Wirtschaftswachstum von 4 % nach über 5 % im Jahr 2010. Die Wachstumsdynamik in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften fällt dabei mit 1,5 % für 2011 und 2 % für 2012 deutlich hinter den Schwellenländern zurück. Dies zeigt sich auch in Prognosen ausgewählter Länder. Die Bundesbank hat ihre Einschätzung für Deutschland zurückgenommen und hält jetzt für das Jahr 2012 ein Wirtschaftswachstum zwischen 0,5 und 1 % für realistisch, wobei sie die Schuldenkrise im Euro-Raum als verursachende Größe nennt. Für ein Rezessionsszenario besteht laut Bundesverband der Industrie allerdings kein Anlass, da die industrielle Produktion sich auf hohem Niveau befindet und die Auftragsbücher gefüllt sind. Viel hängt davon ab, ob sich die Turbulenzen an den Finanzmärkten legen und sich nicht noch einmal verstärken. Die wirtschaftliche Expansion in den Schwellenländern wird voraussichtlich deutlich aufwärts gerichtet bleiben, auch wenn sie sich den Einflüssen aus der Entwicklung in Europa und den USA nicht entziehen können. Eine herausragende Rolle spielt hierbei China, dessen wirtschaftliche Expansion andauert und nach Prognose der Weltbank 2012 mit 9,0 % etwas niedriger liegen wird als die Steigerung von 9,5 % im Jahr 2011.

Der noch nicht wieder stabilisierte Finanzsektor, die hohe Staatsverschuldung in Europa und den USA, Inflationstendenzen in China und die makroökonomische Datenlage erzeugen jedoch ein Klima von Unsicherheit, das die Entwicklungen sehr schwer absehbar macht. Kurzfristig wird sich daran kaum etwas ändern.

Unabhängig von diesen Entwicklungen sehen wir die Lage der Kupfer- und Metallmärkte grundsätzlich als stabil an. Mit Volatilität ist jedoch zu rechnen. Im Angebot von Kupferkonzentraten sind die derzeitigen Streiks in großen Minen in Indonesien und Südamerika zwar belastende Faktoren, wir gehen allerdings von einer schnellen Lösung derartiger Konflikte aus. Zudem erwarten wir von der Inbetriebnahme neuer Projekte positive Impulse. Auch am Altkupfermarkt, der eine höhere Volatilität aufweist, spricht vieles für eine gute Verfassung. Bei den Kupferhütten wird weltweit die Kapazitätsauslastung voraussichtlich erneut niedrig sein.

Auf der Nachfrageseite ist die aktuelle Situation in Europa von einer abwartenden Haltung und vorsichtigen Dispositionen der Abnehmer geprägt. Dies hat neben der Finanzkrise auch seine Ursache in volatilen Kupferpreisen, saisonalen Effekten zum Jahresende und in Firmenprogrammen zur Reduzierung der Durchlaufzeit. Der Kupferabsatz in der verarbeitenden Industrie dürfte allerdings trotz möglicher zeitweiliger Schwächen weiterhin eine stabile Basis haben. Die Entwicklung ist hier jedoch schwer prognostizierbar. Liquiditätsengpässe aufgrund einer verschärften Situation sind nicht zu erwarten.

In China spricht vieles für ein Anhalten der Konjunkturdynamik und für eine fortgesetzt gute Kupfernachfrage. Die Industrieproduktion ist hoch, die Kupferbestände im Land sind stark in Anspruch genommen worden und bieten wenig Spielraum für einen weiteren Abbau. Engpässe bei Rohstoffen limitieren zudem die Binnenproduktion an raffiniertem Kupfer. Die Kupferbestände bei Metallbörsen sind weiter rückläufig und können nur begrenzt genutzt werden.

Aufgrund dieser Konstellation halten Marktanalysten trotz der Unsicherheiten im konjunkturellen Umfeld auch 2012 eine Unterdeckung des Kupfermarktes für möglich. Dies wird zur Folge haben, dass die Kupferpreise entsprechend Unterstützung finden. Sie sind mit 6.795 US$/t (LME-Settlement) ins neue Geschäftsjahr gestartet und haben in der Folge zwischen 8.040 US$/t und 6.916 US$/t geschwankt. Für das Jahr 2012 gehen wir von hohen Kupfer- und Edelmetallpreisen aus, sehen jedoch ebenso eine erhöhte Neigung zu Volatilitäten. Die Devisenmärkte unterliegen noch stärker als Kupfer und die anderen Metalle den Einflüssen aus der Entwicklung der Finanzmärkte und der Konjunktur. Eine realistische Prognose kann hier nicht abgegeben werden. Wir haben unsere Währungsrisiken größtenteils abgesichert.

Erwartete Geschäftsentwicklung

PRIMÄRKUPFERERZEUGUNG

In der Kupfererzeugung sind Kupferkonzentrate der wichtigste Vorstoff für die Kathodenproduktion. Sie werden an internationalen Märkten beschafft, die ihre Einflüsse von der Weltkonjunktur erhalten und unabhängig von der europäischen Entwicklung sind. Grundsätzlich halten wir auch in Zukunft eine gute Kapazitätsauslastung der Minen für realistisch. Zusammen mit der Produktion aus den erwarteten neuen Projekten dürfte sich insgesamt ein gutes Angebot einstellen. Die aktuellen Streiks werden wahrscheinlich nur begrenzt Wirkung zeigen, da mit einer baldigen Einigung zu rechnen ist. Von Versorgungsengpässen für Aurubis gehen wir nicht aus, da langfristige Konzentratverträge existieren.

Die Märkte für andere Vorstoffe wie Blisterkupfer, Altkupfer und Hütten-Zwischenprodukte werden voraussichtlich weiterhin von Volatilität gekennzeichnet sein und den Einflüssen des Kupfermarktes unterliegen.

Die gute Nachfrage nach Schwefelsäure sollte sich im neuen Geschäftsjahr fortsetzen. Bei einer relativ stabilen Weltkonjunktur erwarten wir hier ein anhaltend zufriedenstellendes Preisniveau.

Die Produktionskapazitäten für Konzentratverarbeitung werden nach unserer Planung in den kommenden Monaten weitgehend ausgelastet sein. Die laufenden Projekte zur Durchsatzsteigerung in der Hamburger Hütte setzen wir termingerecht fort. Diese Maßnahmen verringern unsere Abhängigkeit vom volatilen Altkupfermarkt, ohne die Einkaufsflexibilität bei Marktopportunitäten zu beschränken. Die fortgeschrittenen Arbeiten zur Erweiterung und Modernisierung der Kathodenerzeugungskapazität in Hamburg werden fortgeführt und laut Planung Ende 2012 abgeschlossen sein.

Eine große Bedeutung hat auch in Zukunft die Arbeit an der Erschließung von Kostensenkungspotentialen. Die Kostenposition im internationalen Wettbewerb soll nachhaltig abgesichert werden.

SEKUNDÄRKUPFERERZEUGUNG

Im Bereich Kupferrecycling eröffnen sich für Aurubis aufgrund seiner Aufstellung zunehmend Marktchancen, da wir über umfangreiche Verarbeitungsmöglichkeiten und eine breite Einkaufspräsenz verfügen.

Die Märkte für Recyclingrohstoffe orientieren sich in ihrer Entwicklung am Kupfermarkt und an der Wirtschaftslage. Wir gehen davon aus, dass sie sich nach der jüngsten Phase von Verunsicherung wieder in einer besseren Verfassung zeigen und an die erfolgreiche Entwicklung der Vorjahre anknüpfen werden. Ausschlaggebend hierfür ist die erwartete Festigkeit der Kupferpreise. Allerdings ist der Altkupfermarkt anfällig für Volatilitäten. Zeitweilige Auswirkungen von Sondereinflüssen aus dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld und von den Rohstoffmärkten können wir deshalb nicht ausschließen. Insgesamt sehen wir aber die Versorgung mit Altkupfer als gut an und werden unsere Ofenaggregate erneut in hohem Maße auslasten.

Komplexere Recyclingrohstoffe weisen hinsichtlich der Verfügbarkeit eine stärkere Kontinuität auf. Mit der Inbetriebnahme der KRS-Plus-Ofenanlage haben wir uns in der Verarbeitung dieser Rohstoffe verstärkt. Für das neue Geschäftsjahr rechnen wir hier mit einer Vollversorgung der deutlich gewachsenen Verarbeitungskapazitäten und mit einer entsprechenden Steigerung des Ausbringens der verschiedenen Begleitmetalle. Für edelmetallhaltige Vorstoffe rechnen wir erneut mit einem positiven Marktumfeld.

KUPFERVERARBEITUNG

In Europa werden auch weiterhin große Mengen von Kupferprodukten benötigt. Die Nachfrage ist deshalb als robust anzusehen. Treiber sind die fortgesetzt starke Exporttätigkeit und die Hinwendung zum Ausbau der alternativen Energien sowie die Notwendigkeit zum Bau und Ausbau flexibler Stromnetze. Die europäische Schuldenkrise wird dies nicht grundsätzlich ändern können, sondern nur Verschiebungen oder Neuausrichtungen von ohnehin dringend erforderlichen Maßnahmen und Projekten bewirken. Aus dem Ausbau alternativer Energien entstehen für uns in der Produktvermarktung zudem zusätzliche Chancen.

Am Markt für Kupfer-Gießwalzdraht erwarten wir in den nächsten Monaten eine sich abschwächende Nachfrage, die gegenüber dem hohen Niveau des ersten Halbjahres 2010/11 schwächer ausfallen wird. Es besteht bei eingeschränkter Visibilität ein kurzfristigeres Bestellverhalten von Kunden. Durch den hochwertigen Produktmix der Produktfamilie AURUBIS ROD gestützt, beabsichtigen wir allerdings unsere Position im Markt zu nutzen um das Geschäft auf hohem Niveau fortzuführen. Bei latenten Überkapazitäten in diesem Produktbereich sind wir jedoch im Mengengeschäft und bei Preisen von der weiteren Entwicklung der Konjunktur abhängig.

Das Geschäft mit Stranggussformaten der Produktfamilie AURUBIS SHAPES ist ebenfalls konjunkturabhängig. Hier sehen wir uns wegen der Herstellung von Werkstoffen, die in enger Zusammenarbeit mit Kunden entwickelt wurden, aber besser positioniert. Die Anstrengungen zur Steigerung der Effizienz von Komponenten in Elektrotechnik und Maschinenbau sowie in der weiteren Miniaturisierung von Bauteilen führen oft nur mit besonderen Kupferwerkstoffen in konstant höchster Qualität zum Ziel. Dort setzen wir mit unseren Produktlösungen an. Insgesamt gehen wir davon aus, dass Produktion und Absatz sich aber auch hier unter dem Vorjahr bewegen.

Erwartete Ertragslage

Eine Prognose der Ertragslage für die kommenden zwei Jahre gestaltet sich im derzeitigen Umfeld sehr schwierig. Es fehlt dazu an verlässlich einschätzbaren Rahmenbedingungen. Wir erwarten, dass die Turbulenzen an den Finanzmärkten und die Unsicherheiten in der Entwicklung der Weltwirtschaft zunächst anhalten werden. Auch ist die Entwicklung in China, dem führenden Kupfernachfrageland, mit Fragezeichen versehen. Eine kurzfristige Bewältigung der Finanz- und Schuldenkrise in Europa erscheint nicht wahrscheinlich. Mit den bisherigen Lösungsansätzen sind jedoch wichtige Schritte getan worden. Entscheidend für die weitere Entwicklung ist, ob die politischen Stabilisierungsversuche Erfolg haben und wie die Realwirtschaft reagieren wird. Hierin liegt eine besondere Ungewissheit, da sich in der Produktionsauslastung und im Auftragsbestand von Branchen, die zu den bedeutendsten Kupferabnehmern zählen, die vorausgesagte Verschlechterung der Wirtschaftslage bisher nur geringfügig gezeigt hat. Unabhängig davon, geht unser Produktabsatz zu wesentlichen Teilen in einen Bereich, der von den Änderungen der Energiepolitik in Deutschland unmittelbar profitieren wird, da die Stromerzeugung und -versorgung nach dem beschlossenen Ausstieg aus der Atomenergie neu gestaltet werden muss. Kupfer als Leitmetall spielt hierbei eine wichtige Rolle.

In diesem unsicheren Gesamtszenario prognostizieren wir auf den für uns wichtigen Rohstoffbeschaffungsmärkten ein zufriedenstellendes Angebot. Wir gehen für die kommenden zwei Jahre von einer guten Versorgungslage mit Kupferkonzentraten aus. Auch für Altkupfer und andere Recyclingrohstoffe ist aus heutiger Sicht keine grundlegende Veränderung der insgesamt guten Versorgungssituation absehbar. Schwierig prognostizierbar bleibt die Entwicklung des Schwefelsäuremarktes, die vor allem vom Düngemittelbedarf bestimmt ist. Aufgrund der international wachsenden Lebensmittelnachfrage gehen wir aber auch hier von einer insgesamt stabilen Nachfrageentwicklung aus.

Im Produktgeschäft wird die Entwicklung marktseitig gegenüber dem Vorjahr zunächst gedämpft erwartet und ist in der weiteren Entwicklung nicht abzuschätzen.

Der Markt für raffiniertes Kupfer ist voraussichtlich von einer Unterdeckung gekennzeichnet und besitzt damit fundamental die Voraussetzung für anhaltend hohe Preise. Mit Preisvolatilität muss weiterhin gerechnet werden.

Kostenseitig erwarten wir, vorbehaltlich negativer Entwicklungen im Bereich der gesetzlichen Rahmenbedingungen des Energiemarktes, keine wesentlichen Beeinträchtigungen unserer Ertragslage.

Insgesamt sehen wir damit für die Aurubis AG eine stabile Entwicklung des Geschäftes, das jedoch stärker als im Vorjahr von Unsicherheiten begleitet sein wird und in Teilbereichen von einer Verschlechterung der Wirtschaftsentwicklung belastet sein könnte.

Sollten sich keine wesentlichen Veränderungen in den konjunkturellen Rahmenbedingungen und neue krisenhafte Entwicklungen an den Finanzmärkten sowie in der Politik ergeben, gehen wir von einer zufriedenstellenden Ertragslage des Unternehmens aus.

Erwartete Finanzlage

Die Entwicklung der Finanzlage war im abgelaufenen Geschäftsjahr von einem stabilen und hohen Brutto-Cashflow geprägt, der die verbesserte Geschäftslage widerspiegelt. Trotz einer leichten Erhöhung der Vorräte hat eine Reduzierung des Nettoumlaufvermögens insgesamt zu einer weiteren Stärkung des operativen Cashflows beigetragen.

Das weiterhin hohe Niveau an Sachinvestitionen (u. a. KRS-Plus-Projekt in Lünen sowie Start des Projektes Treibkonverter in Hamburg) auf der einen Seite sowie die Akquisition der Luvata Rolled Products Division auf der anderen Seite haben zu einem im Jahresvergleich deutlich höherem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit geführt.

Die Nettofinanzverbindlichkeiten haben sich sowohl durch den positiven Cashflow nach Investitionen als auch durch die Erlöse aus dem Eigenkapitalerhöhung deutlich verringert.

Neben der Erhöhung des Eigenkapitals hat die Gesellschaft im vergangenen Jahr Schuldscheindarlehen über insgesamt Mio. € 450 begeben mit Laufzeiten von vier und sechs Jahren, die einen wesentlichen Teil von kürzer laufenden Fremdmitteln ersetzt haben. Ferner bestehen Kreditlinien im Rahmen eines syndizierten Kreditvertrages. Sie stellen zusammen mit den gestiegenen flüssigen Mitteln eine ausreichende Liquidität sicher, die aus heutiger Sicht nicht gefährdet ist.

Die Sachinvestitionen werden im neuen Geschäftsjahr auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Nach Abschluss des KRS-Plus-Projektes in Lünen, mit dem die Recyclingkapazität für komplexe Recyclingmaterialien erfolgreich ausgebaut worden ist, verbleiben als weitere wichtige Investitionsprojekte der Ausbau der Schmelz- und Elektrolysebetriebe in Hamburg sowie der Ausbau der Anodenschlammverarbeitung.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung der Aurubis AG

Die Aurubis AG hat das Geschäftsjahr 2010/11 in einer sehr guten Verfassung abgeschlossen. Das Unternehmensmodell zeigte sich erneut als ausgesprochen widerstandsfähig gegenüber negativen Veränderungen von außen. Aurubis ist so in den Kupfer- und Metallmärkten positioniert, dass wir auch in schwierigeren Zeiten unsere Ertragskraft ausspielen können. Dazu tragen des weiteren unsere kontinuierliche Arbeit an Optimierungen und Effizienzverbesserungen sowie unsere Innovationskraft bei.

Im Kernmarkt Kupfer und auch in anderen Metallmärkten spricht trotz konjunktureller Unsicherheiten vieles für anhaltend hohe Metallpreise. Mit Preisvolatilität ist jedoch zu rechnen. Wir erwarten Unsicherheiten in der weiteren Nachfrageentwicklung und damit insgesamt höhere Risiken in unserem Kupferproduktabsatz. Andererseits dürfte die Energiewende in Deutschland dazu beitragen, durch den ansteigenden Bedarf an Gießwalzdraht positive Impulse zu erhalten. Der Absatz von Schwefelsäure wird weiterhin von der Nachfrage aus der Agrar- und Minenindustrie gefördert, wobei dieser Markt allerdings sensibel auf Nachfrageschwankungen reagiert.

Für Kupferkonzentrate rechnen wir mit einer guten Marktversorgung durch die fortschreitende Realisierung von Minenprojekten. Beeinträchtigungen durch Produktionsstörungen in den Minen sind jedoch weiterhin möglich. Insgesamt sehen wir uns auf den Weltmärkten für Konzentrate durch unsere Position und unsere Vertragsstrukturen sehr gut aufgestellt. Das Angebot am Markt für Altkupfer unterliegt unmittelbarer wirksam werdenden Einflussfaktoren und kann sich schnell ändern. Bei hohen Kupferpreisen und geringen chinesischen Einkaufsaktivitäten sind die Chancen für eine weiterhin zufriedenstellende Verfügbarkeit aber gut.

Wir werden auch angesichts der unsicheren Entwicklungen im Umfeld unsere Strategie weiter verfolgen und an unserem Ziel die Stärken im Unternehmen auszubauen, Chancen zu nutzen und die Widerstandsfähigkeit zu verbessern festhalten. Nicht oder schwierig zu beherrschende Risiken, wie sie aus der Energiemarkt- und Konjunkturentwicklung entstehen, können dies allerdings erschweren.

Wir sehen uns gut aufgestellt mit unserem Geschäftsmodell und schauen trotz des schwierigen Umfeldes zuversichtlich auf die nächsten Jahre.

Jahresabschluss

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011

in T€ Anhang-Nr. 2010/11 2009/10
Umsatzerlöse 11 9.063.213 6.759.641
Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 21.010 42.327
Andere aktivierte Eigenleistungen 8.261 4.545
9.092.484 6.806.513
Sonstige betriebliche Erträge 12 35.779 31.535
Materialaufwand 13
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 8.413.763 6.283.464
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 161.803 153.191
8.575.566 6.436.655
Rohergebnis 552.697 401.393
Personalaufwand 14
a) Löhne und Gehälter 162.502 153.826
b) Soziale Abgaben, Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
- davon für Altersversorgung: 8.075 T€ (i.V. 7.245 T€) 37.081 35.037
199.583 188.863
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 15 28.313 41.417
Sonstige betriebliche Aufwendungen 16 97.443 76.181
Betriebsergebnis (EBIT) 227.358 94.932
Erträge aus Beteiligungen 17
- davon aus verbundenen Unternehmen: 45.228 T€ (i.V. 40.190 T€) 45.228 40.190
Erträge aus Wertpapiere und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 18
- davon aus verbundenen Unternehmen: 0 T€ (i.V. 0 T€) 269 212
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18
- davon aus verbundenen Unternehmen: 5.627 T€ (i.V. 3.814 T€) 11.191 7.212
Abschreibungen auf Beteiligungen 19 25.158 0
Abschreibungen auf Wertpapiere des Anlagevermögens 19 10.805 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18
- davon an verbundene Unternehmen: 19.464 T€ (i.V. 19.534 T€) 51.277 39.491
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 196.806 103.055
Außerordentliches Ergebnis 20 - 12.158 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21 55.733 12.560
Sonstige Steuern 758 741
Jahresüberschuss 128.157 89.754
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 39.885 39.964
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen 63.000 44.876
BILANZGEWINN 105.042 84.842

BILANZ zum 30. September 2011

AKTIVA

in T€ Anhang-Nr. 30.09.2011 30.09.2010
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 64.423 64.486
Geschäfts- oder Firmenwert 3.347 3.825
Geleistete Anzahlungen 94 41
Immaterielle Vermögensgegenstände 67.864 68.352
Grundstücke und Bauten 98.848 77.554
Technische Anlagen und Maschinen 141.662 99.733
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.433 8.768
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 53.784 61.525
Sachanlagen 303.727 247.580
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.351.344 1.171.819
Beteiligungen 515 4.293
Wertpapiere des Anlagevermögens 43.602 54.407
Sonstige Ausleihungen 115 592
Finanzanlagen 1.395.576 1.231.111
ANLAGEVERMÖGEN 1 1.767.167 1.547.043
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 228.157 187.320
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 269.432 262.269
Fertige Erzeugnisse und Waren 60.084 44.202
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 280 0
Vorräte 2 557.953 493.791
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 149.939 139.546
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
- davon Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 6.574 T€ (Vorjahr 0 T€) 151.944 188.686
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.325 4.226
Sonstige Vermögensgegenstände
- davon Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 330 T€ (Vorjahr 307 T€) 57.667 61.998
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3 363.875 394.456
Sonstige Wertpapiere 4 51 51
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5 443.791 114.405
UMLAUFVERMÖGEN 1.365.670 1.002.703
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 54 63
SUMME AKTIVA 3.132.891 2.549.809
Passiva
in T€ Anhang-Nr. 30.09.2011 30.09.2010
Gezeichnetes Kapital 115.089 104.627
- Bedingtes Kapital 52.313 T€
Kapitalrücklage 349.086 189.939
Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 6.391 6.391
Andere Gewinnrücklagen 486.194 423.194
Bilanzgewinn 105.042 84.842
EIGENKAPITAL 6 1.061.802 808.993
Rückstellung für Pensionen 54.886 54.919
Steuerrückstellungen 0 0
Sonstige Rückstellungen 172.719 128.319
RÜCKSTELLUNGEN 7 227.605 183.238
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 24.859 T€ (Vorjahr 251.875 T€) 548.609 420.652
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.943 T€ (Vorjahr 4.763 T€) 5.943 4.763
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 634.129 T€ (Vorjahr 444.672 T€) 634.128 444.672
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 168.946 T€ (Vorjahr 183.546 T€) 544.746 559.346
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.492 T€ (Vorjahr € 1.208 T€) 2.492 1.208
Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern 78.339 T€ (Vorjahr 90.630 T€)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 14.769 T€ (Vorjahr € 6.828 T€)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 107.563 T€ (Vorjahr 126.934 T€) 107.563 126.934
VERBINDLICHKEITEN 8 1.843.481 1.557.575
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3 3
SUMME PASSIVA 3.132.891 2.549.809

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS zum 30.09.2011

in T€ Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 01.10.2010 Umgliederung BilMoG Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.09.2011
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 84.467 0 1.461 402 13 85.539
Geschäfts- oder Firmenwerte 7.172 0 0 0 0 7.172
Geleistete Anzahlungen 41 0 66 0 - 13 94
Immaterielle Vermögenswerte 91.680 0 1.527 402 0 92.805
Grundstücke und Bauten 334.644 0 15.846 2.737 11.690 359.443
Technische Anlagen und Maschinen 750.871 0 28.736 6.523 30.763 803.847
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 50.561 0 3.480 2.156 57 51.942
Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau 61.525 0 34.769 0 - 42.510 53.784
Sachanlagen 1.197.601 0 82.831 11.416 0 1.269.016
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.288.147 0 200.025 0 0 1.488.172
Beteiligungen 4.779 0 880 0 0 5.659
Wertpapiere des Anlagevermögens 54.995 0 0 0 0 54.995
Sonstige Ausleihungen 592 - 450 0 27 0 115
Finanzanlagen 1.348.513 - 450 200.905 27 0 1.548.941
ANLAGEVERMÖGEN 2.637.794 - 450 285.263 11.845 0 2.910.762
in T€ Abschreibungen 01.10.10 Abschreibungen im laufenden Geschäftsjahr Abgänge Abschreibungen 30.09.11
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.981 1.534 399 21.116
Geschäfts- oder Firmenwerte 3.347 478 0 3.825
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
Immaterielle Vermögenswerte 23.328 2.012 399 24.941
Grundstücke und Bauten 257.090 6.080 2.575 260.595
Technische Anlagen und Maschinen 651.138 17.467 6.420 662.185
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.793 2.754 2.038 42.509
Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau 0 0 0 0
Sachanlagen 950.021 26.301 11.033 965.289
Anteile an verbundenen Unternehmen 116.328 20.500 0 136.828
Beteiligungen 486 4.658 0 5.144
Wertpapiere des Anlagevermögens 588 10.805 0 11.393
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
Finanzanlagen 117.402 35.963 0 153.365
ANLAGEVERMÖGEN 1.090.751 64.276 11.432 1.143.595
in T€ Restbuchwert 30.09.11 Restbuchwert 30.09.10
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 64.423 64.486
Geschäfts- oder Firmenwerte 3.347 3.825
Geleistete Anzahlungen 94 41
Immaterielle Vermögenswerte 67.864 68.352
Grundstücke und Bauten 98.848 77.554
Technische Anlagen und Maschinen 141.662 99.733
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.433 8.768
Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau 53.784 61.525
Sachanlagen 303.727 247.580
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.351.344 1.171.819
Beteiligungen 515 4.293
Wertpapiere des Anlagevermögens 43.602 54.407
Sonstige Ausleihungen 115 592
Finanzanlagen 1.395.576 1.231.111
ANLAGEVERMÖGEN 1.767.167 1.547.043

Anhang

1. Allgemeine Erläuterungen

Die Aurubis AG führt als Konzernobergesellschaft den Aurubis Konzern. Sie ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des §267 HGB. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Aurubis AG für das Geschäftsjahr 2010/2011 werden jeweils mit dem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers, dem Bericht des Aufsichtsrats, der Entsprechenserklärung und dem Vorschlag für die Ergebnisverwendung im elektronischen Bundesanzeiger unter www.bundesanzeiger.de bekanntgegeben.

Der Jahresabschluss der Aurubis AG wurde erstmalig nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB in der Fassung des am 25. Mai 2009 verabschiedeten Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt. Die Vorjahresangaben entsprechen unter Beachtung der Übergangsvorschriften des Artikel 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB dem Handelsgesetzbuch nach altem Recht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die erstmalige Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften nach HGB (BilMoG) erfolgte nach den Vorschriften des Einführungsgesetzes zum Handelsgesetzbuch (Artikel 66f. EGHGB) zum Beginn des Geschäftsjahres 2010/11.

Die Veränderungen aufgrund der neuen Vorschriften des HGB (BilMoG) wurden dementsprechend zu Beginn des Geschäftsjahres gebucht. Die sich hieraus ergebenden Umstellungseffekte sind gem. Artikel 67 Abs. 7 EGHGB in der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2010/11 gesondert im außerordentlichen Ergebnis angegeben.

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und planmäßig zeitanteilig abgeschrieben. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten sowie anteilige Gemeinkosten.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen werden direkt zurechenbare Kosten und anteilige Gemeinkosten einbezogen. Die Abschreibungen auf das bewegliche Anlagevermögen erfolgen grundsätzlich linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Geringwertige bewegliche Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis 150 € die ab dem 01.01.2008 angeschafft worden sind, schreiben wir im Jahr der Anschaffung ab. Für geringwertige Wirtschaftsgüter deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 150 €, aber nicht 1.000 € übersteigen, wird ein Sammelposten gebildet. Dieser wird über 5 Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen für Vorstandsmitglieder sind mit den Rückstellungen für Pensionsansprüche saldiert ausgewiesen.

Umlaufvermögen

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag. Die Vorräte im Metallbereich werden nach der Lifo-Methode bilanziert. Für Magazinmaterialien werden sofern erforderlich individuelle Gängigkeitsabschläge vorgenommen. Unterwegs befindliche Ware wird mit dem Tageswert bilanziert. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung ist gewahrt.

Unentgeltlich zugeteilte Emissionsberechtigungen sind zum Erinnerungswert angesetzt. Der Zeitwert der für die Zuteilungsperiode noch nicht verbrauchten Rechte beträgt 17 T€ (Vorjahr: 221 T€).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten bilanziert. Risiken im Forderungsbestand werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen in fremder Währung werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Für langfristige Fremdwährungsforderungen wird die Einhaltung des Niederstwertprinzips durch den Vergleich von Anschaffungskosten und Bewertungskurs sichergestellt.

Der Ansatz der Wertpapiere erfolgt zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Tageswertabschreibungen.

Bankguthaben in fremder Währung sind mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen aus Anwartschaften, laufenden Pensionen und Aufhebungsverträgen für die Aurubis AG sind nach der Anwartschaftsbarwertmethode in Höhe des Barwerts des Erfüllungsbetrags unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 5,13 % berechnet. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren. Berücksichtigt wurden daneben die künftig zu erwartenden Renten- und Entgeltsteigerungen in Höhe von 1,8 % bzw. 3,0 %.

Pensions- und Unterstützungskassen erhalten Zuweisungen im Rahmen der steuerlichen Möglichkeiten. Für die Unterdeckung dieser Kassen sind Rückstellungen gebildet. Dafür wurden die Berechnungsparameter für die übrigen Pensionsrückstellungen verwendet. Bei der Errechnung der Rückstellung wurden die im Kassenvermögen gehaltenen Wertpapiere zum Tageswert angesetzt und vermietete Immobilien nach dem Ertragswertverfahren bewertet.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten unter Einschluss schwebender Geschäfte; sie werden nach der Neuregelung des § 253 Abs. 1 Satz 2, 2. Halbsatz HGB n.F. mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F. in Verbindung mit § 253 Abs. 2 Sätze 4 und 5 HGB n.F. unter Zugrundelegung eines seitens der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Durchschnittszinssatzes der letzten sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Aus der Umstellung auf BilMoG wurden zum 01.10.2010 Rückstellungen in Höhe von 9,7 Mio. € aufgelöst. Die Auflösung wurde erfolgswirksam in den außerordentlichen Erträgen erfasst.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. Währungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Für langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten wird die Einhaltung des Höchstwertprinzips durch den Vergleich von Anschaffungskosten und Bewertungskurs sichergestellt.

Latente Steuern

Latente Steuern werden ab dem Geschäftsjahr 2010/11 für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt sofern sich diese Unterschiede im Zeitablauf auflösen. Zusätzlich zu den zeitlichen Buchungsunterschieden werden auch steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt sofern eine Verlustverrechnung in den nächsten 5 Jahren erwartet wird.

Sofern sich ein Überhang an Aktiven Latenten Steuern ergibt wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch gemacht und keine Latenten Steuern ausgewiesen.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines Ertragsteuersatzes in Höhe von 32,28 % (15,83 % für Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 16,45 % für die Gewerbesteuer)

Die Bruttodifferenzen gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB zur Berechnung der Latenten Steuern resultieren aus Sachanlagen, Finanzanlagen, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten.

2. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

(1) ANLAGEVERMÖGEN

Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten neben entgeltlich erworbenen Nutzungsrechten einen Geschäfts- und Firmenwert, der aus der Verschmelzung mit der Hüttenwerke Kayser AG resultiert. Die Abschreibung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt planmäßig. Der Geschäfts- und Firmenwert wird über seine voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden 84,4 Mio. € investiert. Die Investitionen in Sachanlagen betrafen wie in Vorjahren den Ausbau der Elektronikschrott- und der Konzerntratverarbeitung an den Standorten Hamburg und Lünen sowie diverse Infrastruktur-, Ersatz- und Verbesserungsmaßnahmen.

Eine Aufstellung über den unter den Finanzanlagen bilanzierten Anteilsbesitz findet sich als Anlage zu diesem Anhang.

Den Zugängen an Beteiligungen liegen neben Einzahlungen in die Kapitalrücklage der CIS Solartechnik GmbH & Co. KG, Bremerhaven 880 T€, eine Kapitalerhöhung bei Aurubis Belgien in Höhe von 200,0 Mio. € sowie die Neugründung der Aurubis Product Sales GmbH 25 T€ zu Grunde.

Dem Buchwert der Wertpapiere des Anlagevermögens per 30.09.2011 in Höhe von 43,6 Mio. € stand ein stichtagsbezogener beizulegender Zeitwert in Höhe von 28,7 Mio. € gegenüber. Auf Basis von öffentlich verfügbaren Marktabschätzungen über den künftigen Zeitwert der Wertpapiere wurden Abschreibungen i.H.v. 10.8 Mio. € vorgenommen.

(2) VORRÄTE

in T€ 30.09.2011 30.09.2010
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 228.157 187.320
Unfertige Erzeugnisse 269.432 262.269
Fertige Erzeugnisse, Waren 60.084 44.202
Geleistete Anzahlungen 280 0
557.953 493.791

Der Anstieg des Vorratsvermögens um 64,2 Mio. € resultiert sowohl aus einem mengen- als auch preisbedingten Aufbau der Kupfer- sowie Edelmetallbestände.

Abschreibungen auf den niedrigeren Tageswert waren nicht erforderlich.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Tageswert zum Bilanzstichtag und der von uns vorgenommenen Bewertung beträgt 836,5 Mio. €.

(3) FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Restlaufzeit Gesamt
in T€ unter 1 Jahr über 1 Jahr 30.09.2011 30.09.2010
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 149.939 - 149.939 139.546
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 145.370 6.574 151.944 188.686
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.325 - 4.325 4.226
Sonstige Vermögensgegenstände 57.337 330 57.667 61.998
GESAMT 356.971 6.904 363.875 394.456

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahresstichtag von 140 Mio. € um 10 Mio. € auf 150 Mio. € geringfügig gestiegen. Dies ist insbesondere auf die metallpreisbedingt gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Edelmetallkunden zurückzuführen. Das Volumen der im Rahmen von Factoringvereinbarungen verkauften Forderungen ist leicht gesunken und beträgt 93,4 Mio. € (Vorjahr: 97,5 Mio. €). Das Factoring dient der Forderungsfinanzierung bei gleichzeitiger Reduzierung des Ausfallrisikos.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 152 Mio. € handelt es sich in Höhe von 51,4 Mio. € um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 100,5 Mio. € um Forderungen im Rahmen des Cash Poolings.

Bei den Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von 4,0 Mio. € handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Warenlieferungen an die Schwermetall Halbzeugwerk GmbH & Co. KG, Stolberg.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuerguthaben.

Im Zeitpunkt der Bilanzerstellung waren die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahezu beglichen.

(4) SONSTIGE WERTPAPIERE

Für die sonstigen Wertpapiere wird ein Restbestand in Höhe von 51 T€ ausgewiesen, der in Vorjahren zur Besicherung von Ansprüchen an eine unserer Versorgungseinrichtungen verpfändet war.

(5) KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN UND SCHECKS

Unter den flüssigen Mitteln sind laufende Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände ausgewiesen.

(6) EIGENKAPITAL

Das Grundkapital beträgt 115.089.210,88 € und ist eingeteilt in 44.956.723 Inhaberstückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von 2,56 € pro Aktie.

Am 14. Januar 2011 hat die Aurubis AG eine Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien durchgeführt. Es wurden 4.086.974 neue Aktien mit einem Nennwert von 2,56 € pro Aktie ausgegeben. Die Kapitalrücklage erhöhte sich hierdurch um 159.146.767,56 € auf 349.085.966,01 €.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 02.03.2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder in mehreren Teilbeträgen um bis 57.544.604,16 € zu erhöhen.

Das Grundkapital ist um bis zu 52.313.277,44 € durch die Ausgabe von bis zu 20.434.874 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,56 € pro Aktie bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Es dient der Gewährung von Rechten an die Inhaber bzw. Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen sowie Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen, die bis zum 02.03.2015 begeben werden können.

Aus dem Jahresüberschuss wurden 63.000.000,00 € in die Gewinnrücklagen eingestellt. Die gesetzliche Rücklage von 10 % des gezeichneten Kapitals ist mit 6.391.148,51 € in den Gewinnrücklagen enthalten; der verbleibende Betrag wird durch das in der Kapitalrücklage enthaltene Agio abgedeckt.

Die Gewinnrücklagen wurden im Rahmen der BilMoG Umstellung nicht verändert

Im Bilanzgewinn am 30.09.2011 ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr i.H.v 39.885.184,13 € enthalten.

(7) RÜCKSTELLUNGEN

in T€ 2010/11 2009/10
Pensionsrückstellungen 54.886 54.919
Sonstige Rückstellungen
Personalbereich 111.532 50.170
Instandhaltung und Großreparaturen 35.658 44.324
Umweltschutzmaßnahmen 7.822 9.813
Übrige 17.707 24.012
172.719 128.319
227.605 183.238

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte wie bereits im Vorjahr nach der Anwartschaftsbarwertmethode in Höhe des Barwerts des Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung der künftig zu erwartenden Renten- und Entgeltsteigerungen. Neben der Zugrundelegung der "Richttafeln 2005G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck waren folgende Parameter Grundlage für die Berechnung der Pensionsverpflichtungen:

Rechnungszinsfuß 5,13 %
Erwartete Einkommensentwicklung 3,00 %
Erwartete Rentenentwicklung (alle drei Jahre) 5,5 %
Fluktuation 0,00 % bis 10,00 %

Den Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 3.119 T€ stehen Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 18 T€ gegenüber.

Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß den Mitteilungen des Versicherers.

Der Anstieg der Rückstellungen im Personalbereich resultiert insbesondere aus der Zuführung zur Rückstellung für die Unterdeckung unserer Versorgungskassen im Rahmen der BilMoG Umstellung. Die Rückstellung für unterlassene Instandhaltungen enthält lediglich geplante Reparaturen der nächsten 3 Monate nach dem Bilanzstichtag. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen ist insbesondere auf rückläufige Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften für nicht kostendeckende Schmelzlöhne zurückzuführen.

Aus der Umstellung der langfristigen Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen aufgrund der geänderten Bewertung durch das BilMoG resultierte zum 01.10.2010 eine Überdeckung von 564 T€. Da der eigentlich aufzulösende Betrag bis spätestens 31.12.2024 wieder zugeführt werden müsste, wird von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB Gebrauch gemacht und die Rückstellung beibehalten. Der Betrag der Überdeckung beläuft sich zum 30.09.2011 auf 477 T€.

(8) VERBINDLICHKEITEN

Restlaufzeit Gesamt
in T€ unter 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre 30.09.2011 30.09.2010
--- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24.859 271.125 252.625 548.609 420.652
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.943 - - 5.943 4.763
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 634.128 - - 634.128 444.672
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 168.946 375.800 - 544.746 559.346
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.492 - - 2.492 1.208
Sonstige Verbindlichkeiten 107.563 - - 107.563 126.934
- davon aus Steuern 86.826 - - 86.826 90.630
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 14.769 - - 14.769 6.828
GESAMT 943.931 646.925 252.625 1.843.481 1.557.575

Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Hierin spiegelt sich unter anderem der erhöhte Finanzierungsbedarf aufgrund der Luvata Akquisition wider.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um 189,5 Mio. € erhöht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 544,7 Mio. € enthalten neben den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 24,7 Mio. € Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr mit den Tochtergesellschaften in Höhe von 520,1 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Lieferungs- und Leistungsverkehr.

(9) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE UND BEWERTUNGSEINHEITEN

Die Aurubis AG und die Gesellschaften des Aurubis Konzerns sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs-, Zins- und Warenpreisrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung dieser Risiken schließt die Gesellschaft derivative Finanzinstrumente ab. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts des Konzerns sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt.

Zur Absicherung von Währungsrisiken werden vor allem Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte sowie Strukturen aus Devisenoptionsgeschäften eingesetzt. Zur Absicherung von Zinsrisiken kommen insbesondere Zinsswaps zum Einsatz. Im Rahmen der Absicherung von Warenpreisrisiken schließt die Aurubis AG derivative Finanzinstrumente mit externen Vertragspartnern ab, um Marktpreise von Rohstoffen und Energien abzusichern, die zur Durchführung des operativen Geschäfts benötigt werden.

Die Zielsetzung des Einsatzes derivativer Finanzinstrumente besteht darin, Fluktuationen in Bezug auf das Ergebnis und die Zahlungsmittelflüsse zu reduzieren, die aus Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Warenpreisen resultieren können.

Ein Preisänderungsrisiko derivativer Finanzinstrumente besteht auf Grund der Schwankungsmöglichkeit der zu Grunde liegenden Basisgrößen wie Währungen, Zinssätzen und Warenpreisen. Soweit Derivate zu Sicherungszwecken eingesetzt sind, wird die Möglichkeit genutzt, Wertverlusten durch gegenläufige Effekte aus den gesicherten Grundgeschäften zu kompensieren.

Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken

Zur Absicherung von Währungsrisiken setzt die Aurubis AG Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte sowie Kombinationen aus Devisenoptionsgeschäften ein. Einen Schwerpunkt der Sicherungsmaßnahmen stellt die Absicherung des Wertänderungsrisikos aus den LME-Börsengeschäften dar. Dies erfolgt im Rahmen von Macro-Hedges. Zur Absicherung von Währungsrisiken aus LME-Börsengeschäften schloss die Aurubis AG Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von 1.344 Mio. € ab. Diese haben eine Restlaufzeit von bis zu 39 Monaten. Der positiver Marktwert betrug am Bilanzstichtag netto 26.762 T€. Dem stehen Wertänderungen aus den in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäften in gleicher Höhe gegenüber.

Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch Anwendung der Einfrierungsmethode, somit kam es zu keiner bilanziellen Erfassung. Die Feststellung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgt durch Gegenüberstellung der Nettoposition der in den Macro-Hedge einbezogenen Grundgeschäfte mit der Nettoposition der in das Portfolio einbezogenen Devisentermingeschäfte.

Zur Absicherung von mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Schmelzlohneinnahmen, Kupferprämien und Formataufschlägen in USD gegen das Zahlungsstromänderungsrisiko wurden Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte sowie Kombinationen aus Devisenoptionsgeschäften in Form von Micro-Hedges abgeschlossen. Diese haben eine Restlaufzeit von bis zu 24 Monaten und ein Nominalvolumen von 182 Mio. € mit einem positiven Marktwert von netto 1.608 T€. Dem stehen Wertänderungen aus den in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäften in gleicher Höhe gegenüber.

Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch Anwendung der Einfrierungsmethode. Somit kam es zu keiner bilanziellen Erfassung des in die Bewertungseinheit einbezogenen Teils der Wertänderungen. Die Feststellung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgt durch Anwendung der kumulierten Dollar-Offset-Methode.

Getrennt nach Währungspaaren wurden weitere Bewertungseinheiten in Form von Portfolio-Hedges aus den zur Absicherung von Währungsrisiken bei Konzerngesellschaften durchgehandelten Devisentermingeschäften und Devisenoptionen sowie den zur Absicherung der börsentäglich ermittelten offenen Währungsrisikoposition abgeschlossenen Devisentermingeschäften gebildet.

Letztere sichern jeweils die Nettorisikoposition eines Börsentages, so dass eine 1:1 Zuordnung zu den der Absicherung zu Grunde liegenden Grundgeschäften (z.B. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, geleistete und erhaltene Anzahlungen) nicht möglich ist.

Für das Währungspaar EUR/USD bestanden in diesem Portfolio durchgehandelte Devisenoptionsgeschäfte mit einer Restlaufzeit von bis zu acht Monaten. Diese beinhalten jeweils die Option zum Kauf bzw. Verkauf von 56 Mio. $ zum Gegenwert von 42 Mio. €.

Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch Anwendung der Einfrierungsmethode. Da es sich bei den in diese Bewertungseinheit einbezogenen Devisenoptionsgeschäfte jeweils um 1:1 Spiegelgeschäfte handelt, kam es zu keiner bilanziellen Erfassung des in die Bewertungseinheit einbezogenen Teils der Wertänderungen. Weiterhin bestanden für dieses Währungspaar in diesem Portfolio Devisentermingeschäfte mit einer Restlaufzeit von bis zu 24 Monaten. Im Rahmen der Bewertungseinheit stehen den USD-Käufen und -Verkäufen von jeweils 720 Mio. $ kontrahierte EUR-Käufe von 526 Mio. € und EUR-Verkäufe von 528 Mio. € gegenüber. Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch Anwendung der Einfrierungsmethode, der Verlustüberhang in Höhe von 2 Mio. € wurde ergebniswirksam in eine Rückstellung für Bewertungseinheiten eingestellt.

Die Feststellung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgt für die in Fremdwährung geschlossene Position durch Gegenüberstellung der zur späteren Abwicklung der Devisentermingeschäfte kontrahierten EUR-Beträge. Für andere Währungspaare bestanden weitere Bewertungseinheiten in unwesentlichem Umfang.

Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken

Zinsswaps in der Form von Payerswaps wurden zur Absicherung von Zahlungsstromänderungsrisiken aus variabel verzinslichen Fremdkapitalaufnahmen abgeschlossen. Sie haben den Verbindlichkeiten entsprechende Restlaufzeiten bis 2017. Auf sie entfiel ein Nominalvolumen von 186 Mio. € und ein negativer Marktwert von netto 8.232 T€. Sie standen in Form von Micro-Hedges in Bewertungseinheiten mit den bilanzierten Verbindlichkeiten. Dem Marktwert der Zinsswaps stehen Wertänderungen aus den in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäften in gleicher Höhe gegenüber. Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch Anwendung der Einfrierungsmethode. Somit kam es zu keiner bilanziellen Erfassung des in die Bewertungseinheit einbezogenen Teils der Wertänderungen. Die Feststellung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgt durch Anwendung der kumulierten Dollar-Offset-Methode.

Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Metall- und sonstigen Preisrisiken

Zur Absicherung von Metallpreisrisiken setzte die Aurubis AG LME-Termingeschäfte ein. Diese betreffen hauptsächlich Kupfer.

Einen Schwerpunkt der Sicherungsmaßnahmen stellt die Absicherung von preisfixierten, schwebenden Lieferungskäufen und -verkäufen gegen das Wertänderungsrisiko auf Grund einer Veränderung des Metallpreises dar. Dies erfolgt im Rahmen eines Macro-Hedges. Zur Absicherung von Metallpreisrisiken aus schwebenden Liefergeschäften schloss die Aurubis AG LME-Termingeschäfte mit einem Nominalvolumen von 2.974 Mio. € ab. Diese haben eine Restlaufzeit von bis zu 39 Monaten. Ihr negativer Marktwert betrug am Bilanzstichtag netto 64.951 T€. Sofern diesem nicht Wertänderungen aus den in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäften in gleicher Höhe gegenüberstehen, erfolgt eine Berücksichtigung im Rahmen der Bewertung der ebenfalls in die Bewertungseinheit einbezogenen bereits gelieferten, jedoch noch nicht preisfixierten Lieferungskäufen und -verkäufe. In Höhe der geschlossenen Position erfolgt die bilanzielle Abbildung durch Anwendung der Einfrierungsmethode. Die Feststellung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgt durch mengen- und preismäßige Gegenüberstellung der in den Macro-Hedge einbezogenen Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente.

Zur Absicherung von mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Einnahmen aus dem Verkauf von Bunt- und Edelmetallen gegen das Zahlungsstromänderungsrisiko im Rahmen von Micro-Hedges bestanden LME-Terminverkäufe mit einer Restlaufzeit von bis zu 15 Monaten im Nominalvolumen von 33 Mio. € mit einem positiven Marktwert von netto 7.052 T€.

Dem stehen Wertänderungen aus den in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäften in gleicher Höhe gegenüber. Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch Anwendung der Einfrierungsmethode. Somit kam es zu keiner bilanziellen Erfassung. Die Feststellung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgt durch Anwendung der kumulierten Dollar-Offset-Methode.

Zur Absicherung von sonstigen Preisrisiken setzte die Aurubis AG Warentermingeschäfte und Warenswaps ein.

Im Rahmen der Absicherung sonstiger Preisrisiken erfolgte insbesondere eine Absicherung variabler Preisbestandteile aus dem Bezug von Strom gegen das Zahlungsstromänderungsrisiko in Form von Micro-Hedges. Es bestanden Warentermingeschäfte und Warenswaps mit einer Restlaufzeit von bis zu 39 Monaten im Nominalvolumen von 83 Mio. € mit einem negativen Marktwert von netto 7.121 T€. Dem stehen Wertänderungen aus den in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäften in gleicher Höhe gegenüber. Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch Anwendung der Einfrierungsmethode. Somit kam es zu keiner bilanziellen Erfassung. Die Feststellung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgt durch den Nachweis, dass die wesentlichen Kontraktparameter von Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten exakt übereinstimmen (critical terms match).

Nicht in Bewertungseinheiten einbezogene derivative Finanzinstrumente

Neben den oben beschriebenen in Bewertungseinheiten einbezogene derivative Finanzinstrumente bestanden zum 30. September 2011 die folgenden, nicht in Bewertungseinheiten einbezogene derivative Finanzinstrumente:

in T€ Zeit-/ Marktwert Nominalwert
NE-Metallgeschäfte - 936 31.804
Swap (Emmissionsberechtigungen) 56 81
- 880 31.885

Bewertungsmethoden

Das Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente ergibt sich aus der Summe sämtlicher Ein- und Verkaufskontrakte. Die Marktwerte von Devisentermingeschäften werden auf der Basis von aktuellen EZB-Referenzkursen unter Berücksichtigung von Terminauf- oder -abschlägen und die Marktwerte von Metalltermingeschäften auf der Basis von LME-Kursnotierungen bestimmt. Devisen- und Metalloptionen werden mittels Kursnotierungen oder Optionspreismodellen bewertet. Die Marktwerte der Zinssicherungsgeschäfte werden durch Diskontierung zukünftig erwarteter Cashflows ermittelt; dabei werden die für die Restlaufzeit der Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze verwendet.

Für zu erwartende Verluste wurden Rückstellungen aus Devisentermingeschäften von 2,9 Mio. € und für Metallliefergeschäfte von 6,8 Mio. € berücksichtigt.

Die NE-Metallgeschäfte zur Absicherung der Metallpreise sowie die diesen zuzuordnenden Devisentermingeschäfte gehen in die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheiten je Metall ein. Diese Finanzinstrumente wirken sich somit auf die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Vorräte aus.

(10) HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

in Mio. € 30.09.11 30.09.10
Wechselobligo 0,8 0,7
Bestellobligo aus Investitionsaufträgen 3,0 5,6
Rücklieferverpflichtungen 25,4 20,7
Übrige finanzielle Verpflichtungen 202,5 216,5
Sonstige Haftungsverhältnisse 93,0 6,9

Die angegebenen Nominalwerte der Haftungsverhältnisse führten nicht zur Bildung einer Rückstellung, da mit einer Inanspruchnahme oder Belastung nicht gerechnet wird.

Bei den Rücklieferverpflichtungen handelt es sich um den Wert der Metallinhalte, die wir aufgrund von Umarbeitungsgeschäften zurückzuliefern haben. Diesen Verpflichtungen stehen entsprechende Rückgriffsforderungen gegenüber.

Für langfristige Transport- und Umschlagsverträge mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 164,1 Mio. € (Vorjahr: 174,0 Mio. €). Für langfristige Tanklagerumschlagsverträge mit einer Laufzeit von 14 Jahren bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 28,0 Mio. € (Vorjahr: 31,7 Mio. €).

Für den Bezug von über eine Milliarde Kilowattstunden Strom pro Jahr besteht mit einem Energieversorger ein Vertrag auf Kostenbasis mit einer 30-jährigen Laufzeit, beginnend ab dem Jahre 2010. Die Entgelte richten sich nach einer Preis- und Leistungskomponente sowie einem Beitrag zu den Investitionskosten eines Kraftwerks. Darüber hinaus besteht ein Vertrag zur Versorgung der Standorte Hamburg und Lünen mit Sauerstoff für die Laufzeit bis zum 30.09.2026.

(11) UMSATZERLÖSE

in T€ 2010/11 2009/10
Aufgliederung nach Produktgruppen
Kupferkathoden 2.162.108 1.661.870
Gießwalzdraht 2.539.894 1.999.198
Stranggussformate 1.219.524 1.021.006
Edelmetalle 2.775.367 1.800.047
Schwefelsäure 61.447 37.421
Sonstiges 304.873 240.099
9.063.213 6.759.641

Von den Umsätzen entfallen im Berichtsjahr 49,4 % auf das Inland, 37,5 % auf die restlichen Länder der Europäischen Union, 5,1 % auf Asien, 2,6 % auf Nordamerika und die restlichen 5,4 % auf sonstige Länder.

Der Umsatz für Gießwalzdraht und Stranggussprodukte enthält auch die Erlöse für sog. Wandelkathoden, die nach Spezifizierung durch den Kunden in den gewünschten Formaten geliefert werden.

Der Umsatzanstieg von rund 34 % resultiert zu 82 % aus gestiegenen Metallpreisen und zu 18 % aus höheren Absatzmengen der Metalle.

(12) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

in T€ 2010/11 2009/10
Auflösung von Rückstellungen 750 1.800
Erträge aus dem Abgang von Sach- und Finanzanlagen 19 7
Kostenerstattungen und Leistungen für Fremde 25.526 24.088
Schadenersatz und Entschädigungen 1.995 2.057
Übrige Erträge 7.489 3.583
35.779 31.535

Von den vorstehenden Beträgen entfallen 0,8 Mio. € (Vorjahr: 1,8 Mio. €) auf frühere Perioden, im Wesentlichen verursacht durch die Auflösung von Rückstellungen.

In den übrigen Erträgen sind Währungsgewinne in Höhe von 3,5 Mio. € enthalten.

(13) MATERIALAUFWAND

in T€ 2010/11 2009/10
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 8.413.763 6.283.464
Bezogene Leistungen 161.803 153.191
8.575.566 6.436.655

Der Materialaufwand erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Preise für die eingesetzten Metalle. Die Materialaufwandsquote blieb aufgrund hoher Metallpreise nahezu unverändert bei 94,3 % (Vorjahr: 94,6 %).

(14) PERSONALAUFWAND UND MITARBEITER

in T€ 2010/11 2009/10
Löhne und Gehälter 162.502 153.826
Soziale Ausgaben, Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 37.081 35.037
- davon für Altersversorgung 8.075 7.245
199.583 188.863

Die Zunahme der Löhne und Gehälter ist insbesondere auf gestiegene Erfolgsbeteiligungen, den Mitarbeiteraufbau und die Tarifsteigerung zurückzuführen.

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:

in T€ 2010/11 2009/10
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.550 1.490
Angestellte 838 812
Auszubildende 192 189
2.580 2.491

(15) ABSCHREIBUNGEN

Die Abschreibungen entwickelten sich gegenüber dem Vorjahr von 41 Mio. € mit 13 Mio. € auf 28 Mio. € rückläufig. Diese Entwicklung war wesentlich geprägt durch die Umstellung der Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern im Rahmen der erstmaligen Anwendung des BilMoG.

(16) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Dieser Posten beinhaltet die Aufwendungen für Verwaltung und Vertrieb, Gebühren, Versicherungen sowie Mieten und Pachten. Die Erhöhung des sonstigen betrieblichen Aufwands ist auf eine Reihe von Einzelsachverhalten zurückzuführen, wozu neben dem gestiegenen Beratungsaufwand aufgrund der im Geschäftsjahr vollzogenen Akquisition der Luvata Rolled Product Division (Luvata RPD) auch Mehrkosten für geplante und ungeplante Stillstände zählen.

Periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 0,9 Mio. € enthalten Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens sowie Nachzahlungen aus Zollprüfungen.

(17) BETEILIGUNGSERGEBNIS

in T€ 2010/11 2009/10
Erträge aus Beteiligungen 45.228 40.190
- davon aus verbundenen Unternehmen 45.228 40.190
45.228 40.190

Die Erträge aus Beteiligungen entfallen mit 35,0 Mio. € auf Beteiligungen aus dem Ausland und mit 10,2 Mio. € auf Beteiligungen aus dem Inland.

(18) ZINSERGEBNIS

in T€ 2010/11 2009/10
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 269 212
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.191 7.212
- davon aus verbundenen Unternehmen 5.627 3.814
11.460 7.424
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 51.277 39.491
- davon an verbundene Unternehmen 19.464 19.534
51.277 39.491
ZINSERGEBNIS 39.817 32.067

Das Zinsergebnis der Aurubis AG ist gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Dabei erhöhten sich die Zinserträge aufgrund gestiegener Zinserträge aus dem Bankenverkehr sowie von verbundenen Unternehmen. Die Zinsaufwendungen stiegen vor allem gegenüber Kreditinstituten aufgrund einer erhöhten durchschnittlichen Verschuldung im Geschäftsjahr. Zusätzlich ergaben sich Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 131 T€.

Im Zinsaufwand werden die in den Zuführungsbeträgen zu den Pensionsrückstellungen enthaltenen Zinsanteile in Höhe von 3,1 Mio. € (Vorjahr: 3,4 Mio. €) ausgewiesen.

(19) ABSCHREIBUNGEN AUF FINANZANLAGEN

in T€ 2010/11 2009/10
Abschreibungen auf Beteiligungen 25.158 0
Abschreibungen auf Wertpapiere des Anlagevermögens 10.805 0
35.963 0

Die Aurubis AG, als Konzernobergesellschaft überwacht die Werthaltigkeit des Finanzanlagevermögens für die gesamte Aurubis-Gruppe. Auf Basis der aktuellen Mehrjahresplanung hat die Aurubis AG eine Neubewertung der Beteiligungsbuchwerte vorgenommen. Hieraus ergab sich in Summe eine positive Wertentwicklung jedoch waren Abschreibungen auf den Beteiligungsbuchwert der Aurubis Switzerland SA (10,5 Mio. €) sowie auf die Beteiligungsbuchwerte an der Aurubis Italia Srl (10,0 Mio. €) und der CIS Solartechnik GmbH & Co. KG (4,7 Mio. €) notwendig. Darüber hinaus hat eine Neubewertung der Wertpapiere des Anlagevermögens zu einer Abwertung i.H.v. 10,8 Mio. € geführt und das Finanzergebnis belastet.

(20) AUSSERORDENTLICHES ERGEBNIS

Umstellungseffekte aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG, welche im außerordentlichen Ergebnis gezeigt werden, beziehen sich auf folgende Sachverhalte.

in T€ 2010/11 2009/10
Außerordentliche Erträge 19.916 0
Auflösung von Rückstellungen 9.741 0
Währungsumrechnung 10.175 0
Außerordentliche Aufwendungen 32.074 0
Zuführung zu Rückstellungen 32.074 0
12.158 0

(21) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belasten den Jahresüberschuss in Höhe von 55.733 T€ (Vorjahr: 12.560 T€). Daraus ergibt sich eine Steuerquote von 28,3 % (Vorjahr: 12,3 %). Die geringere Steuerquote im Vorjahr war vor allem auf den Verbrauch steuerlich nicht abzugsfähiger Rückstellungen zurückzuführen.

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Aufwendungen für Vorperioden in Höhe von 17 T€ enthalten.

Sonstige Angaben

ANGABE VON GESCHÄFTEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN GEMÄSS §§ 285 NR. 21 HGB

Nachstehende Tabelle führt alle Transaktionen des Geschäftsjahres 2010/2011 zwischen der Aurubis AG und nahestehenden Gesellschaften, die mit Ausnahme der E.R.N. in den Konzernabschluss einbezogen werden, aber nicht im 100 %igen Anteilsbesitz stehen, auf.

in T€ Aurubis Bulgaria AD Pirdop Deutsche Giessdraht GmbH Emmerich Schwermetall Halbzeugwerk GmbH Stolberg E.R.N. Elektro Recycling Nord GmbH Hamburg
Anteilsbesitz in % 99,77 60,00 50,00 70,00
Ertrag aus Absatz 48.142 268 71.937 36
Ertrag aus Dienstleistungen 4.433 82 17 43
Aufwand aus Beschaffung 444.199 10.879 7.933 23.689
Aufwand aus Dienstleistungen 0 11 0 0
Zinserträge 1.792 0 0 0
Zinsaufwendungen 91 16 0 0
Aufwand (zahlungswirksam) aus Derivaten für die Sicherung von Materialeinkäufen 8.746 0 0 0

Der Aufwand aus Derivaten für die Sicherung von Materialeinkäufen (Metalltermingeschäften und Devisentermingeschäften) stehen Erträge aus Derivaten bei Banken bzw. Brokern gegenüber. Die Aurubis AG nimmt im Konzern selbst die Stellung einer Bank bzw. eines Brokers gegenüber Tochtergesellschaften ein.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX NACH § 161 AKTG

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung ist vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht worden.

MITTEILUNG GEM. § 160 ABS. 1 NR. 8 AKTG

Die Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, Deutschland, hat uns in ihrer Meldung vom 17. 01.2011 gem. §§ 21 Abs. 1, 24 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil ihrer Tochtergesellschaft, der Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter, Deutschland, an der Aurubis AG, Hamburg, Deutschland (ISIN: DE0006766504, WKN: 676650), am 14.01.2011 die Schwelle von 25 % unterschritten hat und nun 22,728 % (das entspricht 10.217.706 Stimmrechten) beträgt.

Die Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, Deutschland, hat uns in ihrer Meldung vom 17.01.2011 gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Aurubis AG, Hamburg, Deutschland (ISIN: DE0006766504, WKN: 676650), am 14.01.2011 die Schwelle von 25 % unterschritten hat und nun 22,728 % (das entspricht 10.217.706 Stimmrechten) beträgt. 22,728 % der Stimmrechte (das entspricht 10.217.706 Stimmrechten) sind der Salzgitter Aktiengesellschaft gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG von der Salzgitter Mannesmann GmbH zuzurechnen.

Unmittelbar werden von der Salzgitter Aktiengesellschaft keine Stimmrechte gehalten.

Die Deutsche Bank AG London, London, Großbritannien, hat uns in ihrer Meldung vom 20.01.2011 gem. §§ 21 Abs. 1, 24 WpHG in Verbindung mit Abs. 32 (2) InvG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil ihrer Tochtergesellschaft, der DWS Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland, an der Aurubis AG, Hamburg, Deutschland (ISIN: DE0006766504, WKN: 676650), am 18.01.2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und nun 4,07 % (das entspricht 1.829.698 Stimmrechten) beträgt.

Herr Dr. Jens Ehrhardt, Deutschland, hat uns am 26.04.2011 gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Aurubis AG, Hamburg, Deutschland (ISIN: DE0006766504, WKN: 676650), am 18.03.2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und 3,08 % (das entspricht 1.386.164 Stimmrechten) beträgt. Dieser Anteil enthält 63.500 Stimmrechte (0,14 %), die Herrn Dr. Ehrhardt gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zugerechnet werden, und 1.322.644 Stimmrechte (2,94 %), die Herrn Dr. Ehrhardt gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden.

Die DJE Kapital AG, Pullach, Deutschland, hat uns am 26.04.2011 gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Aurubis AG, Hamburg, Deutschland (ISIN: DE0006766504, WKN: 676650), am 18.03.2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und 3,08 % (das entspricht 1.386.164 Stimmrechten) beträgt. Dieser Anteil enthält 63.500 Stimmrechte (0,14 %), die der DJE Kapital AG gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zugerechnet werden, und 1.322.644 Stimmrechte (2,94 %), die der DJE Kapital AG gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden.

Die DJE Investment S.A., Luxemburg, Luxemburg, hat uns am 26.04.2011 gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Aurubis AG, Hamburg, Deutschland (ISIN: DE0006766504, WKN: 676650), am 18.03.2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und 3,08 % (das entspricht 1.386.164 Stimmrechten) beträgt. Dieser Anteil enthält 63.500 Stimmrechte (0,14 %), die der DJE Investment S.A. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet werden. Weitere 1.322.644 Stimmrechte (2,94 %) werden von der DJE Investment S.A. direkt gehalten.

Herr Dr. Jens Ehrhardt, Deutschland, hat uns am 20.05.2011 gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Aurubis AG, Hamburg, Deutschland (ISIN: DE0006766504, WKN: 676650), am 16.05.2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und nunmehr 2,88 % (das entspricht 1.297.094 Stimmrechten) beträgt. Dieser Anteil enthält 23.300 Stimmrechte (0,05 %), die Herrn Dr. Ehrhardt gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zugerechnet werden, und 1.273.794 Stimmrechte (2,83 %), die Herrn Dr. Ehrhardt gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden.

Die DJE Kapital AG, Pullach, Deutschland, hat uns am 20.05.2011 gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Aurubis AG, Hamburg, Deutschland (ISIN: DE0006766504, WKN: 676650), am 16.05.2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und nunmehr 2,88 % (das entspricht 1.297.094 Stimmrechten) beträgt. Dieser Anteil enthält 23.300 Stimmrechte (0,05 %), die der DJE Kapital AG gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zugerechnet werden, und 1.273.794 Stimmrechte (2,83 %), die der DJE Kapital AG gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden.

Die DJE Investment S.A., Luxemburg, Luxemburg, hat uns am 20.05.2011 gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Aurubis AG, Hamburg, Deutschland (ISIN: DE0006766504, WKN: 676650), am 16.05.2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und nunmehr 2,88 % (das entspricht 1.297.094 Stimmrechten) beträgt. Dieser Anteil enthält 23.330 Stimmrechte (0,05 %), die der DJE Investment S.A. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet werden. Weitere 1.273.794 Stimmrechte (2,83 %) werden von der DJE Investment S.A. direkt gehalten.

Herr Dr. Jens Ehrhardt, Deutschland, hat uns am 06.06.2011 gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Aurubis AG, Hamburg, Deutschland (ISIN: DE0006766504, WKN: 676650), am 25.05.2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und 3,07 % (das entspricht 1.379.594 Stimmrechten) beträgt. Dieser Anteil enthält 66.000 Stimmrechte (0,15 %), die Herrn Dr. Ehrhardt gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zugerechnet werden, und 1.313.594 Stimmrechte (2,92 %), die Herrn Dr. Ehrhardt gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden.

Die DJE Kapital AG, Pullach, Deutschland, hat uns am 06.06.2011 gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Aurubis AG, Hamburg, Deutschland (ISIN: DE0006766504, WKN: 676650), am 25.05.2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und 3,07 % (das entspricht 1.379.594 Stimmrechten) beträgt. Dieser Anteil enthält 66.000 Stimmrechte (0,15 %), die der DJE Kapital AG gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zugerechnet werden, und 1.313.594 Stimmrechte (2,92 %), die der DJE Kapital AG gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind.

Die DJE Investment S.A., Luxemburg, Luxemburg, hat uns am 06.06.2011 gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Aurubis AG, Hamburg, Deutschland (ISIN: DE0006766504, WKN: 676650), am 25.05.2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und 3,07 % (das entspricht 1.379.594 Stimmrechten) beträgt. Dieser Anteil enthält 66.000 Stimmrechte (0,15 %), die der DJE Investment S.A. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet werden. Weitere 1.313.594 Stimmrechte (2,92 %) werden von der DJE Investment S.A. direkt gehalten.

Herr Dr. Jens Ehrhardt, Deutschland, hat uns am 26.08.2011 gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Aurubis AG, Hamburg, Deutschland (ISIN: DE0006766504, WKN: 676650), am 19.08.2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und nunmehr 2,95 % (das entspricht 1.325.794 Stimmrechten) beträgt. Dieser Anteil enthält 80.100 Stimmrechte (0,18 %), die Herrn Dr. Ehrhardt gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zugerechnet werden, und 1.245.694 Stimmrechte (2,77 %), die Herrn Dr. Ehrhardt gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden.

Die DJE Kapital AG, Pullach, Deutschland, hat uns am 26.08.2011 gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Aurubis AG, Hamburg, Deutschland (ISIN: DE0006766504, WKN: 676650), am 19.08.2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und nunmehr 2,95 % (das entspricht 1.325.794 Stimmrechten) beträgt. Dieser Anteil enthält 80.100 Stimmrechte (0,18 %), die der DJE Kapital AG gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zugerechnet werden, und 1.245.694 Stimmrechte (2,77 %), die der DJE Kapital AG gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden.

Die DJE Investment S.A., Luxemburg, Luxemburg, hat uns am 26.08.2011 gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Aurubis AG, Hamburg, Deutschland (ISIN: DE0006766504, WKN: 676650), am 19.08.2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und nunmehr 2,95 % (das entspricht 1.325.794 Stimmrechten) beträgt. Dieser Anteil enthält 80.100 Stimmrechte (0,18 %), die der DJE Investment S.A. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet werden. Weitere 1.245.694 Stimmrechte (2,77 %) werden von der DJE Investment S.A. direkt gehalten.

Die Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, Deutschland, hat uns in ihrer Meldung vom 29.08.2011 gem. §§ 21 Abs. 1, 24 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil ihrer Tochtergesellschaft, der Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter, Deutschland, an der Aurubis AG, Hamburg, Deutschland, am 29.08.2011 die Schwelle von 25 % überschritten hat und nun 25,002 % der Stimmrechte (das entspricht 11.240.000 Stimmrechten) beträgt.

Die Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, Deutschland, hat uns in ihrer Meldung vom 29.08.2011 gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Aurubis AG, Hamburg, Deutschland, am 29.08.2011 die Schwelle von 25 % überschritten hat und nun 25,002 % der Stimmrechte (das entspricht 11.240.000 Stimmrechten) beträgt. 25,002 % der Stimmrechte (das entspricht 11.240.000 Stimmrechten) sind der Salzgitter Aktiengesellschaft gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG von der Salzgitter Mannesmann GmbH zuzurechnen.

Unmittelbar werden von der Salzgitter Aktiengesellschaft keine Stimmrechte gehalten.

VERÖFFENTLICHUNG GEM. § 26 ABS. 1 WERTPAPIERHANDELSGESETZ (WPHG)

Die Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, Deutschland, hat uns aufgrund der von ihrem Tochterunternehmen Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter Deutschland, an der Aurubis AG, Hamburg, Deutschland, gehaltenen Stimmrechte, die ihr gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden, in ihrer Meldung vom 15. September 2011 gem. § 27a WpHG Folgendes mitgeteilt:

Ihre Beteiligung an der Aurubis AG dient aus heutiger Sicht primär der Umsetzung eigener strategischer Ziele.

Sie kann sich vorstellen, in Abhängigkeit von der Marktentwicklung und den weiteren wirtschaftlichen Gegebenheiten innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte an der Aurubis AG durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen, jedoch nicht mehr als 30 % der Stimmrechte.

Ein amtierendes und ein ehemaliges Mitglieder ihres Vorstandes nehmen Aufsichtsratsmandate bei der Aurubis AG wahr. In diesem Rahmen und unter Zugrundelegung ihrer Aktionärseigenschaft nimmt sie gegebenenfalls Einfluss auf die Besetzung weiterer Verwaltungs-, Leitungs- oder Aufsichtsorgane der Aurubis AG.

Sie strebt keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der Aurubis AG an.

Für den Erwerb der Stimmrechte an der Aurubis AG sind ausschließlich Eigenmittel verwendet worden.

Diese Mitteilung gibt die Salzgitter Aktiengesellschaft auch für ihr Tochterunternehmen Salzgitter Mannesmann GmbH gem. § 24 WpHG ab.

Die Aurubis AG hat am 31.01.2011 mitgeteilt, dass die Gesamtanzahl ihrer Stimmrechte am 31.01.2011 insgesamt 44.956.723 Stimmrechte beträgt. Die Veränderung der Gesamtzahl der Stimmrechte ist seit dem 14.01.2011 wirksam.

ANGABEN ÜBER DAS ABSCHLUSSPRÜFERHONORAR

Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden folgende Honorare für den Abschlussprüfer als Aufwand erfasst:

Für die Abschlussprüfung 606 T€
Für andere Bestätigungsleistungen 117 T€
Für Steuerberatungsleistungen 10 T€
Für sonstige Leistungen 1.028 T€

ANTEILSBESITZ

Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes ist als Anlage beigefügt.

ANGABEN ZU VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Für die Angaben gem. § 285 Nr. 10 HGB wird auf die gesonderte Anlage verwiesen

GESAMTVERGÜTUNG

Die Gesamtvergütung der aktiven Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2010/11 beträgt 6.555.541 € und beinhaltet für das abgelaufene Geschäftsjahr neben einem festen Anteil in Höhe von 1.824.000 €, Nebenleistungen von 99.781 €, einen variablen Anteil von 3.608.000 € und eine Vergütung aus dem Incentive-Programm von 1.023.760 €. Der anteilige Zeitwert der vom Vorstand im Rahmen eines Incentive-Programms erworbenen 81.000 Optionen beträgt 875.680 €. Darüber hinaus wurden Aufwendungen für Altersversorgungen in Höhe von 1.057.689 € aufwandswirksam berücksichtigt.

Frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene erhielten insgesamt 1.599.096 €, für ihre Pensionsansprüche sind 17.373.401 € zurückgestellt.

Die Vergütungen an den Aufsichtsrat betragen für das Geschäftsjahr 2010/11 insgesamt 1.146.827 €.

Die individuellen Vergütungen der Vorstandsmitglieder und der Mitglieder des Aufsichtsrats werden im Vergütungsbericht dargestellt und erläutert.

AKTIENBESITZ

Von den Mitgliedern des Aufsichtsrats werden 6.665 Aktien (Vorjahr: 4.304 Aktien) und von denen des Vorstands 11.800 Aktien (Vorjahr: 11.800 Aktien) der Aurubis AG gehalten.

MELDEPFLICHTIGE WERTPAPIERGESCHÄFTE

Aktiengeschäfte der Organmitglieder

Nach § 15a WpHG müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft offen legen.

Die Mitglieder des Vorstands haben keine meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte im Berichtsjahr vorgenommen.

Folgende Mitglieder des Aufsichtsrats haben der Gesellschaft mitgeteilt, dass sie in der Zeit vom 01.10.2009 bis zum 30.09.2010 Stückaktien der Gesellschaft gekauft bzw. veräußert haben:

Helmuth Wirtz,

3.000 Stückaktien gekauft, 1.000 Stückaktien verkauft
Rolf Schwertz,

300 Stückaktien gekauft

Die Gesellschaft hat diese Meldungen ihrerseits der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen gemeldet und veröffentlicht.

Vorstand und Aufsichtsrat halten weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG

in € 30.09.2011
Jahresüberschuss der Aurubis Aktiengesellschaft 128.156.717,61
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 39.885.184,13
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen 63.000.000,00
BILANZGEWINN 105.041.901,74

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der Aurubis AG in Höhe von 105.041.901,74 € zur Zahlung einer Dividende von 1,20 € je Stückaktie (= 53.948.067,60 €) zu verwenden und 51.093.834,14 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Hamburg, 19.01 2012

Der Vorstand

Peter Willbrandt

Erwin Faust

Dr. Michael Landau

Dr. Stefan Boel

Anteilsbesitz gem. § 285 (11) HGB am 30.09.2011

Name und Sitz der Gesellschaften unmittelbarer und mittelbarer Anteil

in %
Währung gehalten über Eigenkapital in 1.000 Jahresergebnis in 1.000
1 Aurubis AG EUR
vollkonsolidierte Gesellschaften
2 Aurubis Belgium nv/sa, Brüssel 100 EUR 1 956.885 46.3271)
3 Aurubis Holding Sweden AB (vormals: Aurubis Sweden AB), Stockholm 100 SEK 2 345.675 - 1.0641)
4 Aurubis Sweden AB (vormals: Luvata Sweden AB), Finspång 100 SEK 3 374.959 - 187.0891)
5 Aurubis Finland Oy, Pori 100 EUR 2 26.850 - 4.3331)
6 Aurubis Holding USA LLC, Wilmington 100 USD 2 29.857 - 4101)
7 Aurubis Niagara Falls Inc. (vormals: Luvata Niagara Falls Inc.), Buffalo 100 USD 6 2.303 201)
8 Aurubis Buffalo Inc. (vormals: Luvata Buffalo Inc.), Buffalo 100 USD 6 52.649 - 13.063
9 OAB Holding Inc., Buffalo 100 USD 8 20.491 184
10 Aurubis Netherlands BV, Zutphen 100 EUR 2 35.771 - 3.3881)
11 Aurubis Mortara SRL, Mortara 100 EUR 2 8.806 - 41)
12 Luvata Mortara S.p.A., Mortara 100 EUR 11 3.705 - 5461)
13 Cumerio Austria GmbH, Wien 100 EUR 1 137.049 761)
14 Aurubis Bulgaria AD, Pirdop 99,77 EUR 13 509.115 68.5931)
15 Aurubis Engineering EAD, Sofia 100 EUR 13 422 201)
16 Aurubis Italia Srl, Avellino 100 EUR 1 25.125 3.2211)
17 Aurubis Switzerland SA, Yverdon-les-Bains 100 CHF 1 - 9.308 - 12.3801)
18 Aurubis Stolberg GmbH & Co. KG, Stolberg 100 EUR 1 27.237 6.972
19 Aurubis U.K. Ltd., Smethwick 100 GBP 18 1.598 1701)
20 Aurubis Slovakia s.r.o., Dolny Kubin 100 EUR 18 729 1091)
21 CABLO Metall-Recycling & Handel GmbH, Fehrbellin 100 EUR 1 3.610 224
22 Peute Baustoff GmbH, Hamburg 100 EUR 1 703 590
23 RETORTE GmbH Selenium Chemicals & Metals, Röthenbach 100 EUR 1 4.514 2.286
24 Aurubis Product Sales GmbH, Hamburg 100 EUR 1 13 - 18
25 Deutsche Giessdraht GmbH, Emmerich 60 EUR 1 8.075 3.647
quotal konsolidierte Gesellschaften
26 CIS Solartechnik GmbH & Co. KG, Bremerhaven 50 EUR 1 - 458 - 955
27 Schwermetall Halbzeugwerk GmbH & Co. KG, Stolberg 50 EUR 18 48.381 8.885
nicht konsolidierte Gesellschaften
28 E.R.N. Elektro-Recycling NORD GmbH, Hamburg 100 EUR 1 4.193 1.9162)
29 Aurubis Stolberg Verwaltungs-GmbH, Stolberg 100 EUR 1 31 0
30 Hüttenbau-Gesellschaft Peute mbH, Hamburg 100 EUR 1 87 0
31 Aurubis Hong Kong Ltd., Hong Kong 100 HKD 2 10.650 - 321)
32 Aurubis OOO Rus, St. Petersburg 100 RUB 2 - 299 - 3091)
33 Retorte do Brasil, Joinville 51 BRL 23 1.221 6
34 C.M.R. International N.V., Antwerpen 50 EUR 1 2.252 316
35 VisioNA GmbH, Hamburg 50 EUR 1 25 2
36 Schwermetall Halbzeugwerk GmbH, Stolberg 50 EUR 18 26 12
37 JoSeCo GmbH, Kirchheim/Schwaben 33 EUR 23 217 11
38 PHG Peute Hafen- und Industriebetriebsgesellschaft mbH, Hamburg 7 EUR 1 92 3
39 Agropolychim AD, Devnya 1 EUR 14 16.049 7.817

1) Die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses erfolgt auf Basis des IFRS-Berichtspaketes, da ein handelsrechtlicher bzw. landesrechtlicher Jahresabschluss noch nicht verfügbar ist.

2) Mit Kaufvertrag vom 02.12.2011 wurde der Anteilsbesitz von 70 % auf 100 % aufgestockt.

WEITERE INFORMATIONEN

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Hamburg, 19.01 2012

Der Vorstand

Peter Willbrandt

Erwin Faust

Dr. Michael Landau

Dr. Stefan Boel

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Aurubis AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Hamburg, 17.01.2012

**PricewaterhouseCoopers AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Andreas Borcherding, Wirtschaftsprüfer

ppa. Matthias Kirschke, Wirtschaftsprüfer

CORPORATE GOVERNANCE

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die Aurubis AG hat im Geschäftsjahr ein sehr gutes operatives Ergebnis erzielt und mit dem Erwerb von Standorten in Europa und in den USA die Business Line Rolled Products erheblich ausgeweitet. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, dem Führungspersonal und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre wieder erfolgreiche Arbeit. Der Aufsichtsrat berichtet im Folgenden über die Schwerpunkte seiner Tätigkeit im Geschäftsjahr 2010/11, insbesondere über die Beratungen im Plenum, die Arbeit der Ausschüsse, die Prüfung der Abschlüsse der Aurubis AG und des Konzerns, die Corporate Governance sowie personelle Veränderungen in den Organen der Gesellschaft.

ZUSAMMENWIRKEN VON AUFSICHTSRAT UND VORSTAND

Auch im Geschäftsjahr 2010/11 nahm der Aufsichtsrat seine ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Pflichten sorgfältig wahr. Er überwachte und begleitete den Vorstand regelmäßig beratend bei der Leitung des Unternehmens und unterstützte die Ausgestaltung der mit ihm abgestimmten strategischen Ausrichtung des Konzerns. Gemeinsames Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat war dabei die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes der Aurubis AG und ihrer Konzerngesellschaften.

Der Aufsichtsrat wurde durch den Vorstand durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet. Die Berichte beinhalteten alle relevanten Informationen zur Planung, zur Geschäftsentwicklung und über die Lage des Konzerns, einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung sowie über die Risikolage, das Risiko- und das Compliance-Management. Im Rahmen seiner Berichterstattung an den Aufsichtsrat ging der Vorstand auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen ein, die vom Aufsichtsrat anhand der vorgelegten Unterlagen geprüft und mit dem Vorstand diskutiert wurden. Der Vorstand stimmte die strategische Ausrichtung des Konzerns mit dem Aufsichtsrat ab und erörterte mit ihm alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge -insbesondere die Weiterentwicklung des Konzerns. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden und wurde vom Vorstand über Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für die Lage und Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns oder in Fällen der Eilbedürftigkeit auch zwischen den Sitzungen informiert. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat sein schriftliches Votum erteilt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ließ sich auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig vom Vorstandsvorsitzenden über die aktuelle Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorgänge im Unternehmen unterrichten.

BERATUNGEN IM AUFSICHTSRAT

Im Geschäftsjahr 2010/11 fanden vier außerordentliche (am 12.11.2010, 11.01.2011, 29.04.2011 und 30.08.2011) und vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen (am 10.12.2010, 02.03.2011, 27.05.2011 und 28.09.2011) statt. Im schriftlichen Umlaufverfahren wurde ein Beschluss gefasst. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.

Die Entwicklung des Ergebnisses, der Rohstoff- und Devisen-sowie der Energiemärkte, der Geschäftsverlauf, Investitionsstand und Beschäftigung im Konzern sowie die Finanzlage und die strategische Weiterentwicklung des Konzerns einschließlich der zur Umsetzung erforderlichen Projekte waren Gegenstand regelmäßiger Berichterstattung durch den Vorstand und der Beratung des Aufsichtsrats. In den Sitzungen wurde durch den jeweiligen Ausschussvorsitzenden auch über die Arbeit der Ausschüsse und die erzielten Vorschläge und Ergebnisse berichtet.

In der außerordentlichen Sitzung am 12.11.2010 beschloss der Aufsichtsrat im Rahmen des neu eingeführten Systems der Vorstandsvergütung erstmalig über die Gesamtleistung des Vorstands sowie seiner einzelnen Mitglieder für das Geschäftsjahr 2009/10 und setzte die Boni der einzelnen Vorstandsmitglieder abhängig vom Grad der jeweiligen Zielerreichung (Komponenten I und II) fest. Einzelheiten hierzu sind in diesem Geschäftsbericht unter dem Punkt Vergütungsbericht erläutert.

In der Bilanzsitzung am 10.12.2010 standen die Prüfung des Konzern- und Jahresabschlusses 2009/10 sowie die Vorbereitung der Hauptversammlung 2010 im Mittelpunkt der Beratung. Der Aufsichtsrat genehmigte auf dieser Sitzung ferner den Erwerb eines Grundstücks in Lünen zum Bau eines neuen Ausbildungszentrums.

In der außerordentlichen Sitzung am 11.01.2011 richtete der Aufsichtsrat für die Dauer von drei Wochen einen Kapitalausschuss ein, der sich mit der Vorbereitung und Durchführung der Barkapitalerhöhung vom 12./13. Januar 2011 befasste.

Anläßlich der Sitzung am 02.03.2011 beschäftigte sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der Strategie der Business Unit Primärkupfer.

In der außerordentlichen Sitzung am 29.04.2011 ermächtigte der Aufsichtsrat den Vorstand nach intensiven Beratungen dazu, den Erwerb der weltweiten Rolled Product Division von der Luvata-Gruppe durchzuführen.

Das Investitionsprojekt Pirdop 2014 mit rd. 44 Mio. € Volumen wurde in der Sitzung am 27.05.2011 vom Aufsichtsrat genehmigt. Ferner wurde erneut ein Kapitalausschuss für die Dauer von drei Monaten eingerichtet, der aufgrund der Marktgegebenheiten jedoch keinen Beschluss fasste und in der Folge wieder aufgelöst wurde.

In der Sitzung am 28.09.2011 erörterte und genehmigte der Aufsichtsrat den Businessplan 2011/12 der Gesellschaft und bestellte Herrn Peter Willbrandt mit Wirkung zum 01.01.2012 zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Aurubis AG. Der Stand der Integration der von der Luvata-Gruppe erworbenen Gesellschaften in die Business Line Flat Rolled Products & Specialty Wire wurde ebenfalls ausführlich erörtert.

AUFSICHTSRAT UND AUSSCHÜSSE

Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben hatte der Aufsichtsrat insgesamt fünf ständige sowie zwei zeitlich befristete Ausschüsse eingerichtet, die die Arbeit im Plenum effektiv unterstützten. Die Ausschüsse bereiteten die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die Themen vor, die im Plenum zu behandeln waren. In Einzelfällen hat der Aufsichtsrat im gesetzlichen Rahmen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen.

Allgemeine Ausführungen zur Zusammensetzung und Arbeitsweise des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden sich in der diesjährigen Erklärung zur Unternehmensführung und im Bericht zur Corporate Governance als Teil des Lageberichts der Aurubis AG.

ARBEIT DES PERSONALAUSSCHUSSES

Der Personalausschuss trat im Berichtsjahr viermal zusammen. In seiner Sitzung am 08.11.2010 erarbeitete der Personalausschuss einen Vorschlag für die Beurteilung der gesamthaften und individuellen Leistung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2009/10 im Rahmen des neuen Systems zur Vorstandsvergütung. In seinen Sitzungen am 06.05.2011, 27.05.2011 und 28.09.2011 beschäftigte sich der Personalausschuss mit dem Auswahlverfahren zur Nachfolge des Vorstandsvorsitzenden und bereitete einen Entscheidungsvorschlag für den Aufsichtsrat vor.

ARBEIT DES PRÜFUNGSAUSSCHUSSES

Der Prüfungsausschuss trat im Berichtszeitraum viermal zusammen. In diesen Sitzungen befasste sich der Prüfungsausschuss mit dem Jahres- und Konzernabschluss sowie den Quartalsberichten des abgelaufenen Geschäftsjahres, die vor ihrer Veröffentlichung jeweils mit dem Vorstand erörtert wurden, außerdem mit den internen Kontrollsystemen und dem Risiko-, Revisions- und Compliance-Management des Konzerns. In den Sitzungen vom 09.12.2010 und 08.02.2011 wurden die Auswirkungen des Schadens am Schwebeschmelzofen erörtert. Der bis zum Ablauf des Geschäftsjahres amtierende Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Herr Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, verfügt über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Er ist unabhängig und kein ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft. Mit Übernahme des Vorsitzes im Aufsichtsrat durch Herrn Prof. Dr.-Ing. Fuhrmann hat Herr Dr.-Ing. Ernst J. Wortberg den Vorsitz des Prüfungsausschusses übernommen, für den die vorstehenden Ausführungen entsprechend gelten.

Neben der Erteilung des Prüfungsauftrags und der Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer legte der Ausschuss die Prüfungsschwerpunkte für die Abschlussprüfung 2010/11 fest und zwar (i) Prüfung der SAP-Datenauslagerung der Aurubis AG auf Server eines externen Dienstleisters, (ii) Prüfung der Erwerbsbilanzen aus der Erstkonsolidierung der ehemaligen Luvata Gesellschaften in den Konzernabschluss sowie (iii) die Prüfung der BilMoG-Eröffnungsbilanz bei der Aurubis AG und deren Fortschreibung.

Ferner überwachte der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und holte die nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlene Erklärung zu dessen Unabhängigkeit ein. Der vorgesehene Abschlussprüfer verpflichtete sich in diesem Zusammenhang, den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- und Befangenheitsgründe unverzüglich zu unterrichten, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden.

Vertreter des Abschlussprüfers haben an einer Sitzung des Prüfungsausschusses teilgenommen und berichteten über die Prüfung der Jahresabschlüsse.

ARBEIT DES NOMINIERUNGSAUSSCHUSSES

Der Nominierungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2010/11 zu keiner Sitzung zusammen.

ARBEIT DES KAPITALAUSSCHUSSES

Der Kapitalausschuss stimmte am 12. Januar 2011 - nach ausführlicher Erörterung und erfolgter Abwägung der bestehenden Interessen - der vom Vorstand am selben Tag beschlossenen und durchgeführten Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um knapp 10 % durch Ausgabe von 4.086.974 neuen Aktien gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu. Der aus dieser Kapitalerhöhung folgende Erlös wurde vornehmlich zur Stärkung der Bilanzstruktur, zur Schaffung von Flexibilität für weiteres Wachstum und zur Steigerung der Flexibilität für die bis 2012 umzusetzende Refinanzierung verwendet.

Der am 27.05.2011 eingesetzte zweite Kapitalausschuss fasste aufgrund der Marktgegebenheiten keine Beschlüsse.

CORPORATE GOVERNANCE

Die regelmäßige Effizienzprüfung wurde vom Aufsichtsrat auf der Sitzung am 28.09.2011 vorgenommen.

INTERESSENKONFLIKTE

Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.

PRÜFUNG DES ABSCHLUSSES DER AURUBIS AG UND DES KONZERNS

Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der Gesellschaft und der nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.10.2010 bis zum 30.09.2011 und die Lageberichte für die Gesellschaft und den Konzern wurden gemäß Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 03.03.2011 und der anschließenden Auftragserteilung durch den Aufsichtsrat von der PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, unter Einbeziehung der Buchführung und des Risikomanagementsystems geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte jeweils uneingeschränkte Bestätigungsvermerke.

Am 17.01.2012 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung statt. Alle Aufsichtsratsmitglieder erhielten rechtzeitig vor dieser Sitzung die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns und alle sonstigen Vorlagen. Diese Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer nahm an dieser Sitzung teil, berichtete ausführlich über den Prüfungsverlauf und die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte und Diskussionen der Unterlagen und seiner ergänzenden Ausführungen zur Verfügung.

Nach ausführlicher Besprechung des Prüfungsverlaufs und der Prüfungsergebnisse des Abschlussprüfers und nach eingehender Auseinandersetzung mit dem Bericht des Abschlussprüfers sowie des Vorschlags des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns und auf Basis seiner eigenen Prüfung und Erörterung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte für die Gesellschaft und den Konzern und des Vorschlags des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns stimmte der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Der Aufsichtsrat stellte fest, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen zu erheben sind und billigte in der Bilanzsitzung gemäß den Empfehlungen des Prüfungsausschusses den Jahresabschluss, der damit festgestellt ist, sowie den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an.

CORPORATE GOVERNANCE UND ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Über die Corporate Governance bei der Aurubis AG berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Erklärung zur Unternehmensführung und zum Bericht zur Corporate Governance, die Teil des Lageberichts ist.

Vorstand und Aufsichtsrat der Aurubis AG haben am 11.11.2011 die aktualisierte Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und unter www.aurubis.com dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Die Aurubis AG entspricht demnach den zuletzt im Jahr 2010 geänderten Kodex-Empfehlungen mit drei Ausnahmen. Nähere Informationen hierzu können der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG entnommen werden.

VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT UND VORSTAND

Zum Ablauf des Berichtsjahrs hat Herr Dr.-Ing. Ernst J. Wortberg den Vorsitz im Aufsichtsrat, den er zehn Jahre inne hatte, niedergelegt. Herr Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann wurde mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2011 zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Zum 31.12.2011 ist der Vorstandsvorsitzende, Herr Dr. Bernd Drouven, aus dem Vorstand der Gesellschaft ausgeschieden. Mit Wirkung zum 01.01.2012 wurde Herr Peter Willbrandt zum Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft gewählt.

Wir danken den Herren Dr.-Ing. Wortberg und Dr. Drouven für ihre erfolgreiche Tätigkeit für das Unternehmen.

Hamburg, 17.01.2012

Der Aufsichtsrat

Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, Vorsitzender

ORGANE

Aufsichtsrat

Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, Salzgitter

Vorsitzender ab 01.10.2011

Vorsitzender des Vorstands der Salzgitter AG,

Salzgitter seit 01.02.2011

Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim+

Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 01.02.2011
Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf+

Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 01.02.2011
Salzgitter Stahl GmbH, Salzgitter+

Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 01.02.2011
Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter+

Mitglied des Aufsichtsrats bis 31.01.2011
EUROPIPE GmbH, Mülheim+

Mitglied des Aufsichtsrats
Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig,

Braunschweig

Mitglied des Aufsichtsrats
Öffentliche Sachversicherung Braunschweig,

Braunschweig

Mitglied des Aufsichtsrats
Klöckner-Werke AG, Frankfurt am Main+

Vorsitzender des Aufsichtsrats
KHS AG, Dortmund+

Vorsitzender des Aufsichtsrats
Nord/LB Kapitalanlagegesellschaft AG, Hannover

Mitglied des Aufsichtsrats bis 18.05.2011
Nord/LB Capital Management GmbH, Hannover

Mitglied des Aufsichtsrats bis 18.05.2011
TÜV Nord AG, Hannover

Mitglied des Aufsichtsrats
Ets. Robert et Cie S.A.S. (Comité de Surveillance),

F-95500 Le Thillay

Mitglied des Beirats
EUROPIPE GmbH, Mülheim,

Mitglied im Gesellschafterausschuss

Dr.-Ing. Ernst J. Wortberg, Dortmund

Vorsitzender bis 30.09.2011

(weiterhin Mitglied des Aufsichtsrats)

Berufsaufsichtsrat

Hans-Jürgen Grundmann, Seevetal*

stellvertretender Vorsitzender

Betriebsschlosser

Vorsitzender des Betriebsrats der Aurubis AG

Jan Eulen, Kummerfeld*

Bezirksleiter IG BCE Hamburg/Harburg

seit 03.03.2011

Honeywell Deutschland Holding GmbH, Offenbach Mitglied des Aufsichtsrats

Gottlieb Förster, Itzstedt*

Gewerkschaftssekretär der

IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover bis 03.03.2011

Gerresheimer AG, Düsseldorf

stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Dr. Peter von Foerster, Hamburg

Rechtsanwalt

Holcim (Deutschland) AG, Hamburg

Vorsitzender des Aufsichtsrats
Unilever Deutschland GmbH, Hamburg

Mitglied des Aufsichtsrats
Hemmoor Zement AG i.L., Hamburg

stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Rainer Grohe, Otterstadt

Berufsaufsichtsrat

K+S Aktiengesellschaft, Kassel

Mitglied des Aufsichtsrats
PFW Aerospace AG, Speyer

Mitglied des Aufsichtsrats
Graphit Kropfmühl AG, München

stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats
SASAG AG, Elsteraue

Mitglied des Aufsichtsrats ab 12.03.2011

Renate Hold, Drochtersen*

Kfm. Angestellte

stellv. Vorsitzende des Betriebsrats und Vorsitzende des

Gesamtbetriebsrats der Aurubis AG

Prof. Dr.-Ing. E. h. Wolfgang Leese, Kamp-Lintfort

Vorsitzender des Vorstands der Salzgitter AG, Salzgitter bis zum 31.01.2011

Geschäftsführer der WGL Verwaltung und Beratung GmbH,

Kamp-Lintfort, seit 13.12.2010

MAN Truck & Bus AG, München

Mitglied des Aufsichtsrats
Schütz GmbH & Co. KGaA, Selters

Vorsitzender des Aufsichtsrats ab 22.08.2011
Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mühlheim/Ruhr+

Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 31.01.2011
Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf+

Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 31.01.2011
Salzgitter Stahl GmbH, Salzgitter+

Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 31.01.2011

Dr. med. Dipl.-Chem. Thomas Schultek, Lübeck*

Leiter Gesundheitsschutz Konzern der Aurubis

Vorsitzender des Sprecherausschusses der Aurubis AG, Hamburg

Rolf Schwertz, Datteln*

Maurer und Kesselwärter

Stellv. Vorsitzender des Betriebsrats der Aurubis AG, Lünen,

und Vorsitzender der Gesamtschwerbehindertenvertretung

der Aurubis AG, Hamburg

Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Hamburg

Vorsitzender der Geschäftsführung der RWE Innogy GmbH,

Essen

KELAG Kärntner Energieversorgung, Klagenfurt

Mitglied des Aufsichtsrats bis 20.05.2011
RADAG Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG, Laufenburg

Vorsitzender des Aufsichtsrats
Mateco AG, Stuttgart

Mitglied des Aufsichtsrats
Putz & Partner Unternehmensberatung, Hamburg

Mitglied des Aufsichtsrats
Frauenhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten

Forschung e.V., München,

Mitglied des Senats
Green Exchange, New York

Mitglied des Aufsichtrats
Körber-Stiftung, Hamburg

Mitglied des Beirats

Helmut Wirtz, Stolberg*

Geschäftsführer der IG Metall, Stolberg

Leoni AG, Nürnberg

Mitglied des Aufsichtsrats
  • = Konzerngesellschaften

* = von der Belegschaft gewählt

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz

Dr.-Ing. Ernst J. Wortberg (Vorsitzender) bis 30.09.2011

Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann (Vorsitzender) ab 01.10.2011

Hans-Jürgen Grundmann (stellv. Vorsitzender)

Renate Hold

Dr. Peter von Foerster ab 01.10.2011

Prof. Dr.-Ing. E.h. Wolfgang Leese bis 30.09.2011

Prüfungsausschuss (Audit Committee)

Dr.-Ing. Ernst J. Wortberg (Vorsitzender) ab 01.10.2011

Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann (Vorsitzender bis 30.09.2011)

Gottlieb Förster bis 03.03.2011

Jan Eulen seit 15.03.2011

Hans-Jürgen Grundmann

Personalausschuss

Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann (Vorsitzender) ab 01.10.2011

Dr.-Ing. Ernst J. Wortberg (Vorsitzender) bis 30.09.2011

Dr. Peter von Foerster ab 01.10.2011

Hans-Jürgen Grundmann

Renate Hold

Prof. Dr.-Ing. E.h. Wolfgang Leese bis 30.09.2011

Dr. Thomas Schultek

Prof. Dr. Fritz Vahrenholt

Nominierungsausschuss

Dr.-Ing. Ernst J. Wortberg (Vorsitzender)

Prof. Dr.-Ing. E.h. Wolfgang Leese ab 01.10.2011

Dr. Peter von Foerster bis 30.09.2011

Rainer Grohe

Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann

Ausschuss für Kapitalmaßnahmen vom 11.01. bis 01.02.2011

Dr.-Ing. Ernst J. Wortberg (Vorsitzender)

Hans-Jürgen Grundmann (stellv. Vorsitzender)

Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann

Dr. Thomas Schultek

Ausschuss für Kapitalmaßnahmen vom 27.05. bis 26.07.2011

Dr.-Ing. Ernst J. Wortberg (Vorsitzender)

Renate Hold (stellv. Vorsitzende)

Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann

Dr. Thomas Schultek

Vorstand

Dr. Bernd Drouven, Hamburg

geb.: 19.09.1955

Vorsitzender des Vorstands bis 31.12.2011

bestellt bis 31.12.2011

Dipl.-Ing. Peter Willbrandt, Winsen/Luhe

geb.: 16.02.1962

Mitglied des Vorstands

Vorsitzender des Vorstands ab 01.01.2012

bestellt bis 31.03.2015

Dr. Stefan Boel, Hamme, Belgien

geb.: 09.06.1966

Mitglied des Vorstands

bestellt bis 30.04.2016

Erwin Faust, Hamburg

geb.: 04.01.1957

Mitglied des Vorstands

bestellt bis 30.09.2013

Dr. Michael Landau, Mölln

geb.: 26.07.1950

Mitglied des Vorstands, Arbeitsdirektor

bestellt bis 31.05.2013

CORPORATE GOVERNANCE

Erklärung zur Unternehmensführung und Bericht zur Corporate Governance*

Die Prinzipien verantwortungsbewusster und nachhaltiger Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der Aurubis AG. Der Vorstand berichtet in dieser Erklärung - zugleich auch für den Aufsichtsrat -gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG UND BERICHTERSTATTUNG ZUR CORPORATE GOVERNANCE

§ 161 Aktiengesetz (AktG) verpflichtet Vorstand und Aufsichtsrat einer in Deutschland börsennotierten Aktiengesellschaft, einmal jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht.

Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Geschäftsjahr 2010/11 mehrfach mit Themen der Corporate Governance beschäftigt und am 11.11.2011 gemeinsam die aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Erklärung wurde der Öffentlichkeit auf der Internetseite der Aurubis AG dauerhaft zugänglich gemacht. Dort sind auch alle bisherigen Entsprechenserklärungen dauerhaft öffentlich zugänglich.

WORTLAUT DER ENTSPRECHENSERKLÄRUNG 2011

"Vorstand und Aufsichtsrat der Aurubis AG erklären, dass in dem Zeitraum vom 01.10.2010 bis zum 30.09.2011 den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in ihrer Fassung vom 26.05.2010 mit nachfolgenden Einschränkungen entsprochen wurde und wird:

Die Vorstandsanstellungsverträge sehen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund keinen Abfindungscap in Höhe von maximal zwei Jahresvergütungen vor. Bei Erstbestellungen haben die Vorstandsverträge lediglich eine Laufzeit von 3 Jahren und eine Abfindungsbegrenzung für das Vorstandsmitglied wäre unverbindlich. Liegt ein wichtiger Grund im Sinne der §§ 84 Abs. 3 Satz 1 AktG, 626 BGB nicht vor, kann der Dienstvertrag mit dem betreffenden Vorstandsmitglied nur einvernehmlich beendet werden. In diesem Falle besteht keine Verpflichtung des Vorstandsmitglieds, einer Abfindungsbegrenzung im Sinne der Kodex-Empfehlung zuzustimmen (Abweichung von Kodex Ziffer 4.2.3 Abs. 4).
Der Aufsichtsrat wird sich bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung auch künftig an den gesetzlichen Vorgaben orientieren und hierbei - unabhängig vom Geschlecht - die fachliche und persönliche Qualifikation der Kandidaten in den Vordergrund stellen. Dabei ist es selbstverständlich, dass auch die internationale Tätigkeit des Unternehmens und potenzielle Interessenkonflikte sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigt werden. Hierzu ist es allerdings nicht erforderlich, konkrete Ziele zu benennen (Abweichung von Kodex Ziff. 5.4.1).
Vor dem Hintergrund der Erstkonsolidierung der am 01.09.2011 neu erworbenen Gesellschaften der Business Line Flat Rolled Products wird der Jahresabschluss zum 30.09.2011 nicht innerhalb von 90, sondern innerhalb von 120 Tagen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden (Abweichung von Kodex Ziff. 7.1.2 Satz 3 (1. Alternative)). Die Gesellschaft beabsichtigt, diese Empfehlung im nächsten Geschäftsjahr wieder einzuhalten.

* Den hierzu gehörigen Vergütungsbericht finden Sie auf Seite 34.

Hamburg, den 11.11.2011

Für den Vorstand

Dr. Bernd Drouven, Vorsitzender

Peter Willbrandt, Mitglied

Für den Aufsichtsrat

Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, Vorsitzender

ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Die Aurubis AG ist eine Gesellschaft deutschen Rechts, auf dem auch der Deutsche Corporate Governance Kodex beruht. Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet und mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat der Aurubis AG arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zum Wohle des Unternehmens zusammen.

DER VORSTAND

Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung frei von Weisungen Dritter nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten.

Der Vorstand als Leitungsorgan führt die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse unter Berücksichtigung der Belange aller Stakeholder. Dabei gilt der Grundsatz der Gesamtverantwortung, d. h., die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Sie arbeiten kollegial zusammen und unterrichten sich gegenseitig laufend über wichtige Maßnahmen und Vorgänge in ihren Ressorts. Ungeachtet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder führen die einzelnen Mitglieder des Vorstands die ihnen zugewiesenen Ressorts im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die nähere Ausgestaltung der Zusammenarbeit des Vorstands der Aurubis AG ist in einer vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand zusammengefasst. Diese regelt insbesondere die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die Beschlussfassung, namentlich erforderliche Beschlussmehrheiten, sowie die Rechte und Pflichten des Vorsitzenden des Vorstands.

Bestimmte Vorstandsentscheidungen von besonderem Gewicht bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Sie sind in einem Katalog zustimmungsbedürftiger Geschäfte durch den Aufsichtsrat für den Vorstand festgelegt. So entscheidet der Aufsichtsrat beispielsweise über Beteiligungen an anderen Unternehmen, soweit die Maßnahme für den Konzern von wesentlicher Bedeutung ist, sowie über wesentliche Investitionen.

Der Vorstand der Aurubis AG bestand im Geschäftsjahr aus fünf Mitgliedern. Herr Dr. Bernd Drouven war Vorstandsvorsitzender und Mitglied bis zum 31.12.2011. Herr Peter Willbrandt ist seit 01.01.2012 Vorstandsvorsitzender. Herr Erwin Faust leitet das Finanzressort. Der operative Bereich ist in drei Business Units untergliedert. Herr Dr. Stefan Boel ist verantwortlich für die Business Unit Kupferprodukte, Herr Dr. Michael Landau für die Business Unit Recycling /Edelmetalle und Herr Peter Willbrandt für die Business Unit Primärkupfer.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend schriftlich sowie in den turnusmäßigen Sitzungen über die Planung, die Geschäftsentwicklung, bedeutende Geschäftsvorfälle und die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie über die Compliance, also die Maßnahmen zur Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von früher aufgestellten Planungen und Zielen sind ausführlich zu erläutern und zu begründen.

DER AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands, beschließt das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder und setzt deren jeweilige Gesamtvergütung fest. Bei der Zusammensetzung des Vorstands achtet der Aufsichtsrat auf die Vielfalt (Diversity) i.S.v. Ziff. 5.1.2 des Corporate Governance Kodex.

Der Aufsichtsrat wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für Geschäfte von grundlegender Bedeutung, insbesondere solche, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens grundlegend verändern, hat der Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte zugunsten des Aufsichtsrats festgelegt. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr.

Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben. Zur Vorbereitung der Sitzungen tagen die Vertreter der Aktionäre und der Arbeitnehmer in der Regel getrennt.

ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS

Dem mitbestimmten Aufsichtsrat der Aurubis AG gehören gemäß Satzung zwölf Mitglieder an, von denen nach Maßgabe des Mitbestimmungsgesetzes jeweils sechs von den Aktionären und den Arbeitnehmern gewählt werden. Die Amtsperioden sind identisch. Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden die Vertreter der Aktionäre bei der letzten Wahl zum Aufsichtsrat in der Hauptversammlung am 29.02.2008 einzeln gewählt.

Der Aufsichtsrat hat für seine Zusammensetzung keine konkreten Ziele benannt. Der Aufsichtsrat wird sich bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung auch künftig an den gesetzlichen Vorgaben orientieren und hierbei -unabhängig vom Geschlecht - die fachliche und persönliche Qualifikation der Kandidaten in den Vordergrund stellen. Dabei ist es selbstverständlich, dass auch die internationale Tätigkeit des Unternehmens sowie potenzielle Interessenkonflikte sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigt werden.

Ehemalige Vorstandsmitglieder der Aurubis AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten. Dem Gremium gehört nach Einschätzung des Aufsichtsrats eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an, die in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zu deren Vorstand stehen. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt fünf Jahre, die laufende Amtsperiode endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2013.

AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Personalausschuss, dem Prüfungsausschuss (Audit Committee), dem Nominierungsausschuss und dem Vermittlungsausschuss vier dauerhafte Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Die Aufgaben der Ausschüsse sowie ihre Zusammensetzung und Arbeit sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats im Einzelnen festgelegt. Darüber hinaus wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr kurzfristig und vorübergehend zwei Ausschüsse für Kapitalmaßnahmen gebildet.

Personalausschuss

Der sechsköpfige Personalausschuss ist paritätisch besetzt. Er befasst sich in Vorbereitung der erforderlichen Aufsichtsratsbeschlüsse mit der Struktur und Höhe der Vergütung für den gesamten Vorstand, der Vorbereitung von Vorstandsverträgen und der Auswahl von geeigneten Kandidaten für die Besetzung von Vorstandspositionen. Vorsitzender des Personalausschusses ist der Vorsitzende des Aufsichtsrats.

Prüfungsausschuss

Aufgabe des vierköpfigen, paritätisch besetzten Prüfungsausschusses ist es, den Aufsichtsrat bei der Wahrnehmung seiner Überwachungsfunktion zu unterstützen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses im Berichtsjahr, Herr Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, ist unabhängiger Finanzexperte und verfügt aus seiner beruflichen Praxis über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren.

Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss ist gemäß Corporate Governance Kodex ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt. Seine Aufgabe ist es, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen.

Vermittlungsausschuss

Der Vermittlungsausschuss tagte im Berichtsjahr nicht.

Ausschuss für Kapitalmaßnahmen

Der Aufsichtsrat hatte für zwei Zeiträume im Geschäftsjahr einen Ausschuss für Kapitalmaßnahmen gebildet. Der erste Kapitalausschuss (11.01. bis 01.02.2011) stimmte der vom Vorstand beschlossenen und durchgeführten Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um knapp 10 % durch Ausgabe von 4.086.974 neuen Aktien gegen Bareinlage unter Ausschuss des Bezugsrechts zu.

Die Zusammensetzung der Ausschüsse ist im Abschnitt Organe in diesem Geschäftsbericht aufgeführt. Die Mandate der Aufsichtsratsmitglieder in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien sind ebenfalls im Abschnitt Organe in diesem Geschäftsbericht aufgeführt.

VERMEIDUNG VON INTERESSENKONFLIKTEN

Die Mandate der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien sind im Abschnitt Organe in diesem Jahresabschluss aufgeführt. Kein Vorstandsmitglied hielt mehr als drei Aufsichtsratsmandate bei nicht zum Konzern gehörenden börsennotierten Aktiengesellschaften oder in Aufsichtsgremien von Gesellschaften mit vergleichbaren Anforderungen. Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang des Konzernabschlusses dargestellt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten keine Interessenskonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat und den übrigen Vorstandsmitgliedern unverzüglich offen zu legen sind, auf. Berater- oder sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden auch im Berichtsjahr nicht.

SELBSTBEHALT BEI DER D&O-VERSICHERUNG

Die Aurubis AG hat für alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt abgeschlossen. Es ist ein Selbstbehalt von 10 % des Schadens bzw. das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung vereinbart worden.

ANGABEN ZU RELEVANTEN UNTERNEHMENSFÜHRUNGSPRAKTIKEN

Für die Aurubis AG sind die einschlägigen Rechtsvorschriften, insbesondere das Aktien-, Mitbestimmungs- und Kapitalmarktrecht, die Satzung, der Deutsche Corporate Governance Kodex sowie die Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats und des Vorstands, die Grundlagen für die Ausgestaltung von Führung und Kontrolle im Unternehmen. Über die gesetzlichen Pflichten hinaus hat Aurubis Werte und daraus abgeleitete Verhaltensgrundsätze definiert, die den Rahmen für das Verhalten und die Entscheidungen verbindlich vorgeben und Orientierung für das unternehmerische Handeln sind. Die Werte und die Verhaltensgrundsätze sind auf der Homepage unter www.aurubis.com veröffentlicht. Jeder Mitarbeiter wird mit diesen konzernweit geltenden Werten und Verhaltensgrundsätzen (Code of Conduct) sowie den sich daraus ableitenden Unternehmensrichtlinien vertraut gemacht. Zu speziellen Themen finden Pflichtschulungen für (potenziell) betroffene Mitarbeiter statt (z.B. Kartellrecht, Antikorruption, Umweltschutz und Arbeitssicherheit).

AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG

Die Aktionäre der Aurubis AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme.

Die Hauptversammlung wählt die Mitglieder des Aufsichtsrats und beschließt über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Sie entscheidet über die Verwendung des Bilanzgewinns, über Kapitalmaßnahmen und die Zustimmung zu Unternehmensverträgen, ferner über die Vergütung des Aufsichtsrats sowie über Satzungsänderungen der Gesellschaft. Jedes Jahr findet eine ordentliche Hauptversammlung statt, in der Vorstand und Aufsichtsrat Rechenschaft über das abgelaufene Geschäftsjahr ablegen. In besonderen Fällen sieht das Aktiengesetz die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung vor.

Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet und seine Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts nachweist, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können oder wollen, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der Aurubis AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, ihre Stimme im Vorfeld der Hauptversammlung per Internet abzugeben. Nähere Einzelheiten gibt die Aurubis AG in der Einberufung der Hauptversammlung bekannt.

Die Einladung zur Hauptversammlung sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der Aurubis AG in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung gestellt.

KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENT

Zu einer guten Corporate Governance gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang des Unternehmens mit Risiken. Im Rahmen unseres werteorientierten Konzernmanagements sorgt ein angemessenes Risikomanagement dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt und Risikopositionen minimiert werden. Das Risikomanagement berichtet regelmäßig dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Das Compliance Management wurde im Geschäftsjahr weiterentwickelt, um den sich aus den gesetzlichen Anforderungen und dem Verhaltenskodex ergebenden Anforderungen gerecht zu werden. Der Chief Compliance Officer berichtete regelmäßig dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Einzelheiten zum Risikomanagement der Aurubis AG sind im Risikobericht dargestellt. Hierin ist der gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geforderte Bericht zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem enthalten.

TRANSPARENZ

Die Aurubis AG setzt die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig über die wirtschaftliche Lage des Konzerns und neue Tatsachen in Kenntnis. Der Geschäftsbericht, der Halbjahresbericht sowie die Zwischenberichte zu den Quartalen werden in der Regel im Rahmen der dafür vorgegebenen Fristen veröffentlicht. Über aktuelle Ereignisse und neue Entwicklungen informieren Pressemeldungen und gegebenenfalls Ad-hoc-Mitteilungen. Informationen stehen in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung und werden in gedruckter Form oder über geeignete elektronische Medien publiziert. Im Rahmen unserer Investor Relations-Aktivitäten wurden regelmäßige Treffen mit Analysten und institutionellen Anlegern durchgeführt. Neben einer jährlichen Analystenkonferenz finden insbesondere anlässlich der Veröffentlichung der Zwischenberichte Telefonkonferenzen für Analysten statt. Sämtliche neue Tatsachen, die Finanzanalysten und vergleichbaren Adressaten mitgeteilt werden, wurden auch den Aktionären über die Internetseite der Gesellschaft unverzüglich zur Verfügung gestellt.

Die Satzung der Gesellschaft sowie die Entsprechenserklärung und alle nicht mehr aktuellen Entsprechenserklärungen sind ebenfalls auf der Website abrufbar.

In einem europaweit verbreiteten Informationssystem wird ferner unverzüglich nach Eingang einer diesbezüglichen Mitteilung nach § 21 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) das Erreichen, Über- oder Unterschreiten von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 % der Stimmrechte an der Gesellschaft veröffentlicht.

FINANZKALENDER

Die geplanten Termine der wesentlichen wiederkehrenden Ereignisse und Veröffentlichungen - wie Hauptversammlung, Geschäftsbericht und Zwischenberichte - sind in einem Finanzkalender zusammengestellt. Der Kalender wird mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf veröffentlicht und auf der Internetseite der Aurubis AG dauerhaft zur Verfügung gestellt.

MELDEPFLICHTIGE WERTPAPIERGESCHÄFTE SOWIE AKTIENBESITZ DER ORGANMITGLIEDER

Nach § 15a WpHG müssen die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der Aurubis AG und bestimmte Mitarbeiter in Führungspositionen sowie die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft und die sich darauf beziehenden Finanzinstrumente offenlegen.

Die Mitglieder des Vorstands haben der Gesellschaft im Berichtsjahr keine meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte mitgeteilt.

Folgende Mitglieder des Aufsichtsrats haben der Gesellschaft mitgeteilt, dass sie in der Zeit vom 01.10.2010 bis zum 30.09.2011 Stückaktien der Gesellschaft erworben bzw. veräußert haben:

Helmuth Wirtz,

3.000 Stückaktien gekauft, 1.000 Stückaktien verkauft
Rolf Schwertz,

300 Stückaktien gekauft

Die Gesellschaft hat diese Mitteilungen veröffentlicht und die Veröffentlichung ihrerseits der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen mitgeteilt. Die in Vorjahren getätigten Geschäfte sind auf der Internetseite der Aurubis AG veröffentlicht.

Vorstand und Aufsichtsrat hielten zum 30. September 2011 weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG

Die Aurubis AG stellt ihren Konzernabschluss sowie die Konzernzwischenabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Jahresabschluss der Aurubis AG erfolgt nach deutschem Handelsrecht (HGB). Jahres- und Konzernabschluss werden vom Vorstand aufgestellt und vom Abschlussprüfer sowie vom Aufsichtsrat geprüft. Die Zwischenberichte sowie der Halbjahresfinanzbericht werden vor der Veröffentlichung vom Prüfungsausschuss mit dem Vorstand erörtert.

Die Wahl des Abschlussprüfers der Gesellschaft erfolgte gemäß den aktienrechtlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung. Prüfer des Konzernabschlusses 2010/11 sowie des HGB-Abschlusses 2010/11 der Aurubis AG war die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg. Der Aufsichtsrat hat vor Unterbreitung des Wahlvorschlags die vom Deutschen Corporate Governance Kodex vorgesehene Erklärung der PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu deren Unabhängigkeit eingeholt. Die Prüfungen erfolgten nach deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung; ergänzend wurden die International Standards on Auditing beachtet. Sie umfassten auch das Risikomanagement und die Einhaltung der Berichtspflichten zur Corporate Governance nach § 161 AktG.

Mit dem Abschlussprüfer wurde zudem vertraglich vereinbart, dass er den Aufsichtsrat umgehend über auftretende mögliche Ausschluss- und Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse während der Prüfung unterrichtet.

Hamburg, im Januar 2012

Der Vorstand

Peter Willbrandt, Vorsitzender

Dr. Michael Landau, Mitglied