Quarterly Report • Oct 31, 2024
Quarterly Report
Open in ViewerOpens in native device viewer
AT&S ZW ISCHENMITTEILUNG 1. QUARTAL 2024/25 ADVANCED TECHNOLOGIES
& SOLUTIONS
1


| Einheit | H1 2024/25 | H1 2023/24 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Mio. € | 799,9 | 813,9 | (1,7 %) |
| EBITDA | Mio. € | 157,2 | 216,5 | (27,4 %) |
| EBITDA bereinigt1 | Mio. € | 223,2 | 249,3 | (10,5 %) |
| EBITDA-Marge | % | 19,6 % | 26,6 % | – |
| EBITDA-Marge bereinigt1 | % | 27,9 % | 30,6 % | – |
| EBIT (Betriebsergebnis) | Mio. € | 6,8 | 81,6 | (91,6 %) |
| EBIT bereinigt1 | Mio. € | 80,2 | 115,8 | (30,8 %) |
| EBIT-Marge | % | 0,9 % | 10,0 % | – |
| EBIT-Marge bereinigt1 | % | 10,0 % | 14,2 % | – |
| Konzernergebnis | Mio. € | (62,7) | 48,5 | – |
| Netto-Investitionen | Mio. € | 254,2 | 516,8 | (50,8 %) |
| Operativer Free Cashflow | Mio. € | (344,8) | (175,6) | – |
| Ergebnis je Aktie | € | (1,84) | 1,02 | – |
| Mitarbeiter:innenstand2 | – | 13.490 | 13.982 | (3,5 %) |
1 Bereinigt um Sondereffekte; weitere Informationen dazu im nachfolgenden Wirtschaftsbericht unter "Geschäftsverlauf und Lage"
2 Inkl. Leihpersonal, Durchschnitt
Die 30. ordentliche Hauptversammlung der AT & S Austria Technologie und Systemtechnik Aktiengesellschaft (AT&S) hat die Auszahlung von keiner Dividende für das Geschäftsjahr 2023/24 beschlossen.
Zum Abschlussprüfer für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2024/25 wurde die Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH bestellt.
Auch alle sonstigen zur Beschlussfassung vorgelegten Tagesordnungspunkte wurden von den bei der Hauptversammlung vertretenen Aktionären angenommen.
Vorstandsvorsitzender Andreas Gerstenmayer ist mit Ablauf des 30. September 2024 aus dem Vorstand der AT&S AG ausgeschieden.
Käufe und Verkäufe durch die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates sowie von Personen, die diesen nahestehen, werden gemäß Art. 19 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 der FMA gemeldet, über ein EU-weites Verbreitungssystem sowie auf der AT&S Website veröffentlicht.
AT&S erwartet, dass sich die Marktbedingungen des ersten Halbjahres des Geschäftsjahres 2024/25 fortsetzen. In einem nach wie vor hoch volatilen Marktumfeld konnte AT&S die Volumina, auch dank der erfolgreich voranschreitenden Kundendiversifikation, deutlich steigern. Gleichzeitig wurden die Anstrengungen aber durch massiven Preisdruck sowie aufgrund der derzeitigen Schwäche des europäischen Automobil- und Industrie-Marktes überkompensiert.
Die konsequent verfolgten Effizienzprogramme zeigen deutlich Wirkung und stimmen grundsätzlich positiv. Da aber die schwierigen Rahmenbedingungen auch im zweiten Halbjahr die Entwicklung von AT&S bestimmen werden, wird davon ausgegangen, dass bei Umsatz und Ergebnis etwa das Niveau des Vorjahres erreicht wird.
Am 23. September 2024 unterzeichnete AT&S einen Kaufvertrag 100 % seiner Anteile an der AT&S Korea Co. Ltd., Ansan, Südkorea (im Folgenden "AT&S Korea" genannt), um einen Betrag von 405 Mio. € an die SO.MA.CI.S. S.p.A, Mailand, Italien, zu verkaufen. Die AT&S Korea erzeugt hauptsächlich flexible Leiterplatten. Der Vertrieb erfolgt über andere AT&S Gesellschaften und teils auch direkt an Endkunden. Aus Konzernsicht lagen der Umsatz dieser Gesellschaft im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024/25 bei 39,3 Mio. € (Vorjahr: 37,4 Mio. €) und das EBITDA bei 20,2 Mio. € (Vorjahr: 18,5 Mio. €).
Der Abschluss der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aufsichtsbehörden und hängt weiters vom Vollzug des Erwerbs von SO.MA.CI.S. S.p.A durch Bain Capital ab. Der Transaktionsabschluss wird für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2024/25 erwartet. Da die Transaktion somit voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten abgeschlossen sein wird, werden die betroffenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Abschluss per 30. September 2024 als Gruppe von zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte und Schulden (Disposal Group) eingestuft.
Im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum reduzierte sich der Konzernumsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024/25 von 813,9 Mio. € auf 799,9 Mio. € (Abweichung 14,0 Mio. € bzw. -1,7 %). Der wesentliche Treiber für diese Entwicklung war das anhaltend anspruchsvolle wirtschaftliche Umfeld. Trotz dieser widrigen Rahmenbedingungen konnte im Segment Electronics Solutions der Außenumsatz der Vergleichsperiode sogar leicht übertroffen werden und verbesserte sich um 2,4 Mio. €. Im Segment Microelectronics lag der Außenumsatz um 16,5 Mio. € unter dem Vergleichswert des Vorjahres.
Wechselkurseffekte, vor allem durch den schwächeren US-Dollar, hatten einen negativen Einfluss von 2,4 Mio. € bzw. -1,4 % auf die Umsatzentwicklung.
Der Umsatzanteil der in Asien produzierten Produkte sank im laufenden Geschäftsjahr von 89,3 % auf 87,4 %.
Das EBITDA verminderte sich von 216,5 Mio. € um 59,4 Mio. € bzw. -27,4 % auf 157,2 Mio. €. Zurückzuführen ist die Ergebnisreduktion vorrangig auf den gestiegenen Preisdruck, höhere Start-up Kosten sowie Restrukturierungskosten. Um den aus dem aktuell schwierigen Marktumfeld resultierenden Effekten gegenzusteuern, hat AT&S sein umfassendes Kostenoptimierungs- und Effizienzprogramm konsequent fortgesetzt. Dies führte zu einem Abbau von circa 500 Mitarbeiter:innen an den Standorten im gesamten Konzern. Daraus resultiert ein zusätzlicher nicht wiederkehrender Aufwand in Höhe von 8,3 Mio. €. Dieser beinhaltet vor allem Aufwendungen für einen Sozialplan, der im Juni 2024 vereinbart und kommuniziert wurde. Zusätzlich wirkten sich Anlaufkosten in Kulim, Malaysia und Leoben, Österreich, von insgesamt 60,2 Mio. € (Vorjahr: 34,2 Mio. €) negativ auf das Ergebnis aus.
Wechselkursschwankungen beim US-Dollar und Chinesischen Renminbi hatten einen sehr geringen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: -15,1 Mio. €).
Das sonstige betriebliche Ergebnis lag gegenüber dem Vorjahr vor allem aufgrund von höheren Anlaufkosten, teilweise kompensiert durch höhere Zuschüsse, mit -25,1 Mio. € um 18,6 Mio. € unter dem Vorjahresergebnis von -6,4 Mio. €.
Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird die Berücksichtigung von Sondereffekten in der Berechnung der Kennzahlen "EBIT bereinigt" und "EBITDA bereinigt" als angemessen erachtet. Um vergleichbare Werte wiedergeben zu können, werden bestimmte, das Ergebnis beeinflussende Effekte hinzugefügt oder abgezogen. Eine Beschreibung dieser Sondereffekte ist im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2023/24 enthalten. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres wurden insbesondere Anlaufkosten, Aufwand für nicht wiederkehrende Posten (im Wesentlichen für Personalmaßnahmen) und Zahlungen für Personalmaßnahmen als Sondereffekte berücksichtigt.
Das um die genannten Sondereffekte bereinigte EBITDA verminderte sich um 26,1 Mio. € von 249,3 Mio. € auf 223,2 Mio. €.
Die EBITDA-Marge lag in den ersten sechs Monaten bei 19,6 % und war damit unter dem Vorjahresniveau von 26,6 %. Bereinigt um Sondereffekte ergibt sich eine EBITDA-Marge von 27,9 % (Vorjahr: 30,6 %).
Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund von Anlagenzugängen und Technologie-Upgrades im Vergleich zum Vorjahr um 15,5 Mio. € bzw. 11,5 % auf 150,3 Mio. €.
Das EBIT verminderte sich um 74,8 Mio. € von 81,6 Mio. € auf 6,8 Mio. €. Die EBIT-Marge lag bei 0,9 % (Vorjahr: 10,0 %).
Das Finanzergebnis verringerte sich von -18,3 Mio. € auf -49,9 Mio. €. Wesentlichste Ursache war das um 24,2 Mio. € verminderte Zinsergebnis von -46,0 Mio. € (Vorjahr: -21,8 Mio. €). Dabei lagen die Bruttozinsaufwendungen von
ERGEBNISKENNZAHLEN
in Mio. € (wenn nicht anders angeführt)
64,4 Mio. € insbesondere aufgrund des höheren Finanzierungsvolumens und höherer Zinssätze (v.a. durch "margin step-ups") um 25,2 Mio. € über dem Vorjahresniveau von 39,2 Mio. €. Die Erhöhung der Leasingfinanzierungen wirkte sich ebenfalls negativ auf das Zinsergebnis aus (Veränderung: -8,1 Mio. €). Als Ergebnis des höheren Zinsniveaus lagen die Zinserträge mit 13,7 Mio. € um 1,8 Mio. € über dem Vorjahresniveau von 12,0 Mio. €. Zusätzlich wirkten sich geringere Fremdwährungseffekte von -4,0 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €) ebenso negativ auf das Finanzergebnis aus.
Der Ertragssteueraufwand betrug in den ersten sechs Monaten 19,6 Mio. € (Vorjahr: 14,8 Mio. €) und stammt überwiegend von Tochtergesellschaften in Asien.
Das Konzernergebnis verminderte sich sowohl aufgrund eines geringeren operativen Ergebnisses als auch aufgrund des gesunkenen Finanzergebnisses um 111,2 Mio. € von 48,5 Mio. € auf -62,7 Mio. €. Daraus resultierte eine Verminderung des Ergebnisses je Aktie von 1,02 € auf -1,84 €. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurden Hybridkapitalzinsen in Höhe von 8,8 Mio. € (Vorjahr: 8,8 Mio. €) in Abzug gebracht.
| H1 2024/25 | H1 2023/24 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 799,9 | 813,9 | (1,7 %) |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) | 157,2 | 216,5 | (27,4 %) |
| EBITDA bereinigt1 | 223,2 | 249,3 | (10,5 %) |
| EBITDA-Marge (%) | 19,7 % | 26,6 % | |
| EBITDA-Marge bereinigt (%)1 | 27,9 % | 30,6 % | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 6,8 | 81,6 | (91,6 %) |
| EBIT bereinigt1 | 80,2 | 115,8 | (30,8 %) |
| EBIT-Marge (%) | 0,9 % | 10,0 % | |
| EBIT-Marge bereinigt (%)1 | 10,0 % | 14,2 % | |
| Konzernergebnis | (62,7) | 48,5 | (>100 %) |
| Gewinn je Aktie (€) | (1,84) | 1,02 | (>100 %) |
| Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 236,8 | 480,5 | (50,7 %) |
| Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Durchschnitt (Anzahl) | 13.490 | 13.982 | (3,5 %) |
1 Bereinigt um Sondereffekte
Der AT&S Konzern gliedert seine betrieblichen Tätigkeiten in drei Segmente: Electronics Solutions, Microelectronics und Sonstige. Zu weiterführenden Erläuterungen zu den Segmenten bzw. zur Segmentberichterstattung verweisen wir auf den Teil Segmentberichterstattung des Halbjahresfinanzberichts.
Der Anteil des Segments Electronics Solutions an den gesamten externen Umsätzen erhöhte sich von 60,1 % auf 61,4 %. Der Umsatzanteil des Segments Microelectronics verringerte sich auf 38,6 % (Vorjahr: 39,9 %).
Der Segmentumsatz lag mit 491,8 Mio. € um 0,6 % über dem Vorjahreswert von 489,0 Mio. €. Trotz widriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen konnte somit das Umsatzniveau des vorigen Geschäftsjahres gehalten und sogar leicht übertroffen werden. Die Umsätze des zweiten Geschäftsjahresquartals lagen um 35,6 % über jenen des ersten Geschäftsjahresquartals. Eine Entwicklung, die auch im Vorjahr erkennbar war (Vorjahresverbesserung +30,3 %) und die saisonale Entwicklung in diesem Segment widerspiegelt.
Das Segment-EBITDA lag jedoch mit 105,2 Mio. € um 24,0 Mio. € unter dem Vorjahresniveau von 129,2 Mio. €. Wesentliche Gründe für die negative Entwicklung sind aus dem aktuell schwierigen Marktumfeld resultierende Effekte wie Preisdruck und höhere Materialkosten. Höhere F&E-Kosten, negative Effekte aus der Währungsumrechnung sowie der Aufwand aus nicht wiederkehrenden Posten verstärkten die Ergebnisverringerung. Die EBITDA-Marge verringerte sich um 5,0 Prozentpunkte von 26,4 % auf 21,4 %.
Die Abschreibungen des Segments verringerten sich um 0,4 Mio. € bzw. 0,7 % von -54,0 Mio. € auf -53,6 Mio. €.
Das EBIT verringerte sich um 23,6 Mio. € von 75,2 Mio. € auf 51,6 Mio. €.
in Mio. € (wenn nicht anders angeführt)
| H1 2024/25 | H1 2023/24 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Segmentumsatzerlöse | 491,8 | 489,0 | 0,6 % |
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 491,3 | 488,9 | 0,5 % |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) | 105,2 | 129,2 | (18,6 %) |
| EBITDA bereinigt1 | 106,4 | 129,2 | (17,7 %) |
| EBITDA-Marge (%) | 21,4 % | 26,4 % | |
| EBITDA-Marge bereinigt (%)1 | 21,6 % | 26,4 % | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 51,6 | 75,2 | (31,4 %) |
| EBIT bereinigt1 | 52,8 | 75,2 | (29,8 %) |
| EBIT-Marge (%) | 10,5 % | 15,4 % | |
| EBIT-Marge bereinigt (%)1 | 10,7 % | 15,4 % | |
| Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 28,9 | 51,9 | (44,4 %) |
| Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Durchschnitt (Anzahl) | 7.068 | 7.408 | (4,6 %) |
1 Bereinigt um Sondereffekte
Der Segmentumsatz lag mit 349,8 Mio. € um 8,5 Mio. € bzw. -2,4 % unter dem Vorjahreswert von 358,3 Mio. €. Im Segment Microelectronics führte insbesondere das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld gepaart mit hohem Preisdruck zu geringeren Umsätzen im Vergleich mit dem Vorjahresgeschäftshalbjahr. Im Vergleich der beiden ersten Geschäftsjahresquartale konnte der Umsatz allerdings auch in diesem Segment deutlich gesteigert werden. Der Segmentumsatz des zweiten Geschäftsjahresquartals lag um 20,4 % über jenem des ersten Geschäftsjahresquartals.
Das EBITDA verschlechterte sich infolge des geringeren Umsatzes, vor allem aber aufgrund des Preisdrucks und eines unvorteilhafteren Produktmixes um 29,4 Mio. € bzw. -34,9 % von 84,5 Mio. € auf 55,0 Mio. €. Es gilt dabei allerdings zu berücksichtigen, dass Anlaufkosten für die Produktionsstätte in Kulim, Malaysia und für das neue F&E-Zentrum in Leoben, Österreich sowie der Aufwand aus nicht wiederkehrenden Posten das Ergebnis belasteten.
Insgesamt resultierte daraus eine EBITDA-Marge von 15,7 % die unter dem Vorjahresvergleichswert von 23,6 % liegt. Bereinigt um Anlaufkosten und Aufwand aus nicht wiederkehrenden Posten ergibt sich eine EBITDA-Marge von 31,2 %, die unter dem Vorjahreswert von 32,2 % liegt.
Die Abschreibungen des Segments erhöhten sich um 15,3 Mio. € bzw. 19,8 % von -77,4 Mio. € auf -92,7 Mio. € aufgrund des höheren Anlagenvermögens infolge der Zukunftsinvestitionen (Veränderung seit 30. September 2023: 578,2 Mio. €).
Das EBIT verringerte sich um 44,7 Mio. € von 7,1 Mio. € auf -37,6 Mio. €.
| Veränderung | |||
|---|---|---|---|
| H1 2024/25 | H1 2023/24 | in % | |
| Segmentumsatzerlöse | 349,8 | 358,3 | (2,4 %) |
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 308,6 | 325,1 | (5,1 %) |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) | 55,0 | 84,5 | (34,9 %) |
| EBITDA bereinigt1 | 109,0 | 115,5 | (5,6 %) |
| EBITDA-Marge (%) | 15,7 % | 23,6 % | |
| EBITDA-Marge bereinigt (%)1 | 31,2 % | 32,2 % | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | (37,6) | 7,1 | (>100 %) |
| EBIT bereinigt1 | 23,5 | 39,6 | (40,6 %) |
| EBIT-Marge (%) | (10,8 %) | 2,0 % | |
| EBIT-Marge bereinigt (%)1 | 6,7 % | 11,0 % | |
| Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 200,6 | 422,8 | (52,6 %) |
| Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Durchschnitt (Anzahl) | 5.984 | 6.119 | (2,2 %) |
1 Bereinigt um Sondereffekte
Das Segment Sonstige ist hauptsächlich von Holding-Aktivitäten geprägt. Das Ergebnis der im Segment Sonstige enthaltenen Aktivitäten beinhaltet auch Teile des Aufwands für nicht wiederkehrende Posten (im Wesentlichen für Personalmaßnahmen).
Die Bilanzsumme erhöhte sich in den ersten sechs Monaten um 231,7 Mio. € bzw. 5,0 % von 4.674,9 Mio. € auf 4.906,6 Mio. €. Im Anlagevermögen standen Anlagenzugängen in Höhe von 235,2 Mio. € (Anlagenzugänge führten zu 255,3 Mio. € zahlungswirksamen CAPEX) Abschreibungen von insgesamt 150,3 Mio. € gegenüber. Darüber hinaus erhöhten Wechselkurseffekte das Anlagevermögen um 97,6 Mio. €. Die in der Konzernbilanz zum 30. September 2024 ausgewiesenen Sachanlagen beinhalten zusätzlich Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 von 433,8 Mio. €. Damit korrespondierend sind 353,2 Mio. € Leasingverbindlichkeiten in den Finanzverbindlichkeiten enthalten. Die Vorräte stiegen von 160,8 Mio. € auf 165,8 Mio. €.
Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten betrug 685,8 Mio. € (31. März 2024: 676,5 Mio. €). Zusätzlich zu den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten verfügt AT&S über finanzielle Vermögenswerte von 9,5 Mio. € und über 214,6 Mio. € an nicht genutzten Kreditlinien.
Das Eigenkapital erhöhte sich um 13,0 Mio. € bzw. 1,3 % von 966,6 Mio. € auf 979,6 Mio. €. Dabei standen dem negativen Konzernergebnis von -62,7 Mio. € positive Wechselkurseffekte von 79,5 Mio. € gegenüber. Die Wechselkurseffekte stammten aus Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Nettovermögensposition der Tochterunternehmen sowie Währungsdifferenzen aus der Umrechnung langfristiger Darlehen an Tochterunternehmen. Die Veränderung von Sicherungsinstrumenten aus der Absicherung von Zahlungsströmen (-3,8 Mio. €) wirkte sich negativ auf das Eigenkapital aus. Aufgrund der höheren Bilanzsumme lag die Eigenkapitalquote trotz des gestiegenen Eigenkapitals mit 20,0 % um 0,7 Prozentpunkte unter dem Wert zum 31. März 2024.
Die Nettoverschuldung erhöhte sich um 266,8 Mio. € bzw. 19,0 % von 1.403,0 Mio. € auf 1.669,8 Mio. €.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024/25 -90,6 Mio. € (Vorjahr: 341,1 Mio. €). Zusätzlich erfolgten Auszahlungen für Netto-Investitionen in Höhe von 254,2 Mio. € (Vorjahr: 516,8 Mio. €). Daraus resultierte ein negativer operativer Free Cashflow von -344,8 Mio. € (Vorjahr: -175,6 Mio. €).
Der Nettoverschuldungsgrad erhöhte sich von 145,2 % auf 180,8 %. Diese Erhöhung resultiert aus der oben erläuterten Veränderung des Eigenkapitals sowie der Erhöhung der Nettoverschuldung.
Hinsichtlich Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen und Unternehmen wird auf die diesbezüglichen Erläuterungen im Anhang verwiesen.
H1 2024/25 H1 2023/24 Veränderung in % Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) (3,0) 2,9 (>100 %) EBITDA bereinigt1 7,8 4,6 70,7 % Betriebsergebnis (EBIT) (7,1) (0,7) (>100 %) EBIT bereinigt1 3,9 1,1 >100 % Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 7,4 – n.a. Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Durchschnitt (Anzahl) 438 455 (3,9 %) 1 Bereinigt um Sondereffekte
Vorstandsvorsitzender Andreas Gerstenmayer ist mit Ablauf des 30. September 2024 aus dem Vorstand der AT&S AG ausgeschieden.
Im Konzernabschluss 2023/24 sind ausführlich im Lagebericht unter Pkt. 5 "Chancen und Risiken" relevante Risikokategorien erläutert, welche zum Bilanzerstellungstag nach wie vor Gültigkeit haben. Wie dort bereits ausgeführt, können falsch eingeschätzte technologische Entwicklungen, Veränderungen in der Nachfrage, negative Preisentwicklungen und geopolitische Veränderungen die Werthaltigkeit von Investitionen maßgeblich negativ beeinträchtigen.
Weiterhin zeigt sich eine große Diskrepanz der Entwicklung in den verschiedenen Teilmärkten. Während sich die Volumina im Bereich der Mobilen Endgeräte, Computer und Kommunikationsinfrastruktur als stabil erweisen, hält die Schwäche im Bereich Automotive und Industrie weiter an. AT&S erwartet, dass diese Schwäche, welche vor allem in Europa spürbar ist, bis ins nächste Jahr anhält. Auch wenn insgesamt die Preise bei Leiterplatten weniger gefallen sind als im letzten Jahr, herrscht weitestgehend anhaltender Preisdruck. Bei Substraten hat sich die Preissituation weiter verschärft und es herrscht unveränderter Druck.
Im Bereich der Leiterplatte sind es vor allem die mobilen Endgeräte und Rechenzentren, welche positive Prognosen zeigen, und im letzten Quartal den Leiterplattenmarkt antrieben. Neben einem gestiegenen Investment in Server, wird auch die dazugehörige Kommunikationsinfrastruktur weiter ausgebaut. Gleichzeitig drücken die gesunkene Nachfrage bei E-Mobilität und die generelle konjunkturelle Schwäche weiterhin auf die Nachfrage für Automotive- und Industrial-Leiterplatten. Auch die Lagerbestände bei Automotive und Industrial sind immer noch erhöht und befinden sich im Abbau.
Im Bereich der IC-Substrate profitierte der Markt von der Erholung des Client-Computing-Bedarfs und spezieller AI-Chips, wohingegen sich die Schwäche des klassischen Server-Segments weiter fortsetzt. Eine Erholung hängt maßgeblich mit einer allgemeinen konjunkturellen Erholung zusammen und wird daher nicht mehr in diesem Jahr erwartet.
Trotz einiger Lichtblicke im Markt, hält der konjunkturelle Druck weiter an, wodurch sich erholende Markteffekte schwächer als erwartetet manifestiert haben. Daraus resultierend erwartet das Unternehmen, dass der Preisdruck auch bis Ende des Fiskaljahres anhalten wird. Diesem wird mit einer konsequenten Umsetzung und weiteren Fokussierung der bereits laufenden Effizienzprogramme entgegengewirkt. Neben umfassenden kostensenkenden Maßnahmen wird es auch zu einem Abbau von bis zu 1.000 Mitarbeiter:innen an den bestehenden Standorten kommen.
Für das Geschäftsjahr 2024/25 plant das Management – in Abhängigkeit vom Marktumfeld und den Projektfortschritten – ein Investitionsvolumen von rund 500 Mio. €. Der überwiegende Teil dieser Investitionen wird in die IC-Substrat-Produktion in den neuen Werken in Kulim und Leoben fließen.
Für das zweite Halbjahr geht das Management davon aus, dass der Preisdruck und das volatile Bestellverhalten eines Schlüsselkunden anhalten werden. Auch die Schwäche im europäischen Automotive- und Industriemarkt wird sich voraussichtlich fortsetzen. Zusätzlich beginnt die Hochvolumen-Produktion in den beiden neuen Werken ein bis zwei Quartale später als ursprünglich geplant, sodass aus diesen im Geschäftsjahr kein Umsatzbeitrag mehr erwartet wird. Entsprechend werden die bis dahin anfallenden Kosten als Anlaufkosten ausgewiesen.
Aus diesen Gründen passte das Unternehmen seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2024/25 an: siehe Tabelle unten
| bisher exkl. Beiträge | bisher inkl. Beiträge | ||
|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2024/25e | aktuell | aus Ansan | aus Ansan |
| Umsatz | 1,5‒1,6 Mrd. € | 1,6‒1,7 Mrd. € | 1,7‒1,8 Mrd. € |
| EBITDA Bereinigungen | bis zu 110 Mio. € | bis zu 88 Mio. € | bis zu 88 Mio. € |
| Bereinigte EBITDA-Marge | 24‒26 % | 24‒26 % | 25‒27 % |
Die Erweiterung der Produktionskapazitäten in Kulim und der Ausbau des Standorts in Leoben entwickeln sich trotz der aktuell herausfordernden Weltwirtschaftslage weiterhin positiv. AT&S geht davon aus, dass im Geschäftsjahr 2026/27 ein Umsatz von rund 3 Mrd. € erzielt wird und erwartet eine EBITDA-Marge von 27 bis 32 %. In dieser Prognose ist ein möglicher Umsatz aus dem zweiten Werk, das AT&S in Kulim errichtet hat, nicht enthalten. Das Management beobachtet die derzeit angespannte geopolitische Lage mit höchster Aufmerksamkeit, um auf Entwicklungen reagieren und strategische Anpassungen vornehmen zu können.
Leoben-Hinterberg, am 31. Oktober 2024
Der Vorstand
Mag. Petra Preining e.h. Dr. Peter Schneider e.h. Dr. Peter Griehsnig e.h. DI Ingolf Schröder e.h.
| in Tsd. € | 01.07.-30.09.2024 | 01.07.-30.09.2023 | 01.04.-30.09.2024 | 01.04.-30.09.2023 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 450.535 | 452.241 | 799.888 | 813.911 |
| Umsatzkosten | (363.838) | (348.582) | (690.624) | (673.005) |
| Bruttogewinn | 86.697 | 103.659 | 109.264 | 140.906 |
| Vertriebskosten | (14.571) | (11.362) | (28.189) | (23.525) |
| Allgemeine Verwaltungskosten | (21.204) | (13.648) | (40.912) | (29.302) |
| Sonstiger betrieblicher Ertrag | 5.358 | 11.010 | 38.458 | 28.019 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | (40.987) | (16.468) | (63.509) | (34.455) |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | (35.629) | (5.458) | (25.051) | (6.436) |
| Nicht wiederkehrende Posten | (332) | – | (8.281) | – |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 14.960 | 73.191 | 6.831 | 81.643 |
| Finanzierungserträge | 9.072 | 8.253 | 17.822 | 18.797 |
| Finanzierungsaufwendungen | (38.899) | (21.838) | (67.752) | (37.141) |
| Finanzergebnis | (29.827) | (13.585) | (49.930) | (18.344) |
| Ergebnis vor Steuern | (14.867) | 59.606 | (43.099) | 63.299 |
| Ertragsteuern | (13.824) | (8.591) | (19.572) | (14.763) |
| Konzernergebnis | (28.692) | 51.015 | (62.671) | 48.536 |
| davon vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer | 4.411 | 4.411 | 8.774 | 8.774 |
| davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen | (33.102) | 46.604 | (71.445) | 39.762 |
| Ergebnis je Aktie, das den Aktionären | ||||
| des Mutterunternehmens zusteht (in € je Aktie): | ||||
| – unverwässert | (0,85) | 1,20 | (1,84) | 1,02 |
| – verwässert | (0,85) | 1,20 | (1,84) | 1,02 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf | ||||
| befindlichen Aktien – unverwässerter Wert (in Tsd. Stück) | 38.850 | 38.850 | 38.850 | 38.850 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien – verwässerter Wert (in Tsd. Stück) |
38.850 | 38.850 | 38.850 | 38.850 |
| in Tsd. € | 01.07.-30.09.2024 | 01.07.-30.09.2023 | 01.04.-30.09.2024 | 01.04.-30.09.2023 |
|---|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | (28.692) | 51.015 | (62.671) | 48.536 |
| Zu reklassifizierende Ergebnisse: | ||||
| Währungsumrechnungsdifferenzen, nach Steuern | 70.438 | 47.975 | 79.516 | (81.800) |
| Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten | ||||
| aus der Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern | (4.171) | (282) | (3.813) | (409) |
| Sonstiges Ergebnis | 66.267 | 47.693 | 75.703 | (82.209) |
| Konzerngesamtergebnis | 37.575 | 98.707 | 13.032 | (33.673) |
| davon vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer | 4.411 | 4.411 | 8.774 | 8.774 |
| davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen | 33.164 | 94.296 | 4.258 | (42.447) |
| in Tsd. € | 30.09.2024 | 31.03.2024 |
|---|---|---|
| VERMÖGENSWERTE | ||
| Sachanlagen | 3.448.382 | 3.394.921 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 18.156 | 20.095 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 11.784 | 16.799 |
| Aktive latente Steuern | 23.887 | 26.349 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 18.387 | 18.076 |
| Langfristige Vermögenswerte | 3.520.596 | 3.476.240 |
| Vorräte | 165.788 | 160.774 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und vertragliche Vermögenswerte | 466.830 | 328.137 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 9.539 | 26.928 |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 3.638 | 6.328 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 685.763 | 676.490 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 54.460 | – |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.386.018 | 1.198.657 |
| Summe Vermögenswerte | 4.906.614 | 4.674.897 |
| EIGENKAPITAL | ||
| Gezeichnetes Kapital | 141.846 | 141.846 |
| Sonstige Rücklagen | 6.812 | (68.891) |
| Hybridkapital | 347.956 | 347.956 |
| Gewinnrücklagen | 482.997 | 545.668 |
| Den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital | 979.611 | 966.579 |
| Summe Eigenkapital | 979.611 | 966.579 |
| SCHULDEN | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 1.767.595 | 1.605.036 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | 876.018 | 896.980 |
| Rückstellungen für Personalaufwand | 43.828 | 51.796 |
| Passive latente Steuern | 494 | 1.685 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 69.930 | 72.781 |
| Langfristige Schulden | 2.757.865 | 2.628.278 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 484.359 | 525.328 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 609.322 | 518.189 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | 36.410 | 14.550 |
| Laufende Ertragsteuerschulden | 212 | 6.013 |
| Sonstige Rückstellungen | 23.209 | 15.960 |
| Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 15.626 | – |
| Kurzfristige Schulden | 1.169.138 | 1.080.040 |
| Summe Schulden | 3.927.003 | 3.708.318 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 4.906.614 | 4.674.897 |
| in Tsd. € | 01.04.-30.09.2024 | 01.04.-30.09.2023 |
|---|---|---|
| Betriebsergebnis (EBIT) | 6.831 | 81.643 |
| Abschreibungen und Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 150.343 | 134.883 |
| Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen | (8.802) | 256 |
| Veränderung langfristiger Rückstellungen | (1.849) | (460) |
| Veränderung von Vertragsverbindlichkeiten | 24.217 | 92.013 |
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert | (229) | (18.328) |
| Gezahlte Zinsen | (43.209) | (23.115) |
| Erhaltene Zinsen | 13.761 | 11.969 |
| Gezahlte Ertragsteuern | (16.763) | (9.410) |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 124.300 | 269.451 |
| Vorräte | (6.778) | (12.453) |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und vertragliche Vermögenswerte | (179.313) | 34.519 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | (36.452) | 55.441 |
| Sonstige Rückstellungen | 7.628 | (5.837) |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | (90.615) | 341.121 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | (255.318) | (518.644) |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 1.094 | 1.886 |
| Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten | (2.140) | (20.223) |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten Cashflow aus Investitionstätigkeit |
44.605 (211.759) |
5.252 (531.729) |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten | 390.033 | 469.198 |
| Auszahlungen für die Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten | (56.600) | (369.712) |
| Einzahlungen aus Investitionszuschüssen | 3.654 | 15.747 |
| Dividendenzahlungen | – | (15.540) |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 337.087 | 99.693 |
| Veränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 34.713 | (90.915) |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang | 676.490 | 791.738 |
| Währungsgewinne/(-verluste) aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | (14.116) | 10.358 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende | 697.087 | 711.181 |
| Den Eigentü | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| mern des | |||||||
| Gezeichne | Mutterunter nehmens zu |
Nicht beherr | |||||
| tes | Sonstige | Gewinn | rechenbares | schende | Summe | ||
| in Tsd. € | Kapital | Rücklagen | Hybridkapital | rücklagen | Eigenkapital | Anteile | Eigenkapital |
| Stand zum 31.03.2023 | 141.846 | 52.321 | 347.956 | 615.402 | 1.157.525 | – | 1.157.525 |
| Konzernergebnis | – | – | – | 48.536 | 48.536 | – | 48.536 |
| Sonstiges Ergebnis | – | (82.209) | – | – | (82.209) | – | (82.209) |
| davon Währungsumrechnungsdifferenzen, | |||||||
| nach Steuern | – | (81.800) | – | – | (81.800) | – | (81.800) |
| davon Veränderung von Sicherungsinstrumenten aus | |||||||
| der Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern | – | (409) | – | – | (409) | – | (409) |
| Konzerngesamtergebnis | – | (82.209) | – | 48.536 | (33.673) | – | (33.673) |
| Dividendenzahlung für 2022/23 | – | – | – | (15.540) | (15.540) | – | (15.540) |
| Stand zum 30.09.2023 | 141.846 | (29.888) | 347.956 | 648.398 | 1.108.312 | – | 1.108.312 |
| Stand zum 31.03.2024 | 141.846 | (68.891) | 347.956 | 545.668 | 966.579 | – | 966.579 |
| Konzernergebnis | – | – | – | (62.671) | (62.671) | – | (62.671) |
| Sonstiges Ergebnis | – | 75.703 | – | – | 75.703 | – | 75.703 |
| davon Währungsumrechnungsdifferenzen, | |||||||
| nach Steuern | – | 79.516 | – | – | 79.516 | – | 79.516 |
| davon Veränderung von Sicherungsinstrumenten aus | |||||||
| der Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern | – | (3.813) | – | – | (3.813) | – | (3.813) |
| Konzerngesamtergebnis | – | 75.703 | – | (62.671) | 13.032 | – | 13.032 |
| Stand zum 30.09.2024 | 141.846 | 6.812 | 347.956 | 482.997 | 979.611 | – | 979.611 |
Der AT&S-Konzern gliedert seine betrieblichen Tätigkeiten in folgende drei Segmente:
Die Segmente Electronics Solutions und Microelectronics sind technologieorientiert strukturiert. Das Segment Electronics Solutions umfasst den Bereich der Leiterplatten und wird durch die Entwicklung von Hightech-Lösungen zudem verstärkt die Geschäftsbereiche Module und Embedding abdecken. Das Segment Microelectronics umfasst die Herstellung von IC-Substraten für PCs und Server.
Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und damit im Zusammenhang stehenden Verbindlichkeiten betreffen das Segment "Electronics Solutions".
Das Segment Sonstige ist von Konzern- und Holdingaktivitäten geprägt.
| BU ES | BU ME | Eliminierung/ | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (Electronics Solutions) | (Microelectronics) | Sonstige | Konsolidierung | Konzern | ||||||
| in Tsd. € | 01.04.- 30.09.2024 |
01.04.- 30.09.2023 |
01.04.- 30.09.2024 |
01.04.- 30.09.2023 |
01.04.- 30.09.2024 |
01.04.- 30.09.2023 |
01.04.- 30.09.2024 |
01.04.- 30.09.2023 |
01.04.- 30.09.2024 |
01.04.- 30.09.2023 |
| Umsatzerlöse | 491.812 | 488.995 | 349.763 | 358.270 | – | 2 | (41.688) | (33.355) | 799.888 | 813.911 |
| davon Innenumsatz | 510 | 134 | 41.178 | 33.220 | – | 2 | (41.688) | (33.355) | – | – |
| davon Außenumsatz | 491.302 | 488.861 | 308.585 | 325.050 | – | – | 0 | 0 | 799.888 | 813.911 |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) |
105.163 | 129.194 | 55.018 | 84.451 | (3.007) | 2.881 | – | – | 157.174 | 216.526 |
| Abschreibungen inkl. Zuschreibungen |
(53.570) | (53.959) | (92.656) | (77.377) | (4.118) | (3.457) | – | – | (150.343) | (134.883) |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 51.594 | 75.236 | (37.638) | 7.074 | (7.125) | (667) | – | – | 6.831 | 81.643 |
| Finanzergebnis | (49.930) | (18.344) | ||||||||
| Ergebnis vor Steuern | (43.099) | 63.299 | ||||||||
| Ertragsteuern | (19.572) | (14.763) | ||||||||
| Konzernergebnis | (62.671) | 48.536 | ||||||||
| Sachanlagen und immateri elle Vermögenswerte1 |
554.414 | 585.383 | 2.872.516 | 2.757.050 | 76.050 | 72.583 | – | – | 3.502.979 | 3.415.016 |
| Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermö genswerten |
28.872 | 51.885 | 200.552 | 422.837 | 7.379 | 5.789 | – | – | 236.803 | 480.511 |
| Nicht wiederkehrende Posten | (1.194) | – | (3.322) | – | (3.765) | – | 0 | – | (8.281) | – |
1Aktuelle Werte 30.09.2024, Vorjahreswerte bezogen auf den 31.03.2024
| in Tsd. € | 01.04.-30.09.2024 | 01.04.-30.09.2023 |
|---|---|---|
| Österreich | 7.140 | 16.570 |
| Deutschland | 68.110 | 80.126 |
| Sonstiges Europa | 47.393 | 44.387 |
| China | 11.287 | 9.920 |
| Sonstiges Asien | 44.836 | 37.995 |
| Amerika | 621.122 | 624.913 |
| Umsatzerlöse | 799.888 | 813.911 |
| in Tsd. € | 30.09.2024 | 31.03.2024 |
|---|---|---|
| Österreich | 721.839 | 719.115 |
| Malaysia | 1.207.656 | 926.969 |
| China | 1.510.761 | 1.706.272 |
| 62.660 | ||
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 3.502.979 | 3.415.016 |
| Übrige | 62.723 |
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Zwischenbericht zum 30. September 2024 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS), unter Berücksichtigung des IAS 34, und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum 31. März 2024 wurden mit Ausnahme der IFRS, die ab dem 1. April 2024 verpflichtend anzuwenden sind, unverändert angewandt.
Mit Beginn des Geschäftsjahres 2024/25 waren folgende geänderte Standards und Interpretationen erstmalig anzuwenden:
Durch die geänderten Standards haben sich keine wesentlichen Auswirkungen ergeben.
Im August 2023 wurden Änderungen zu IAS 21 veröffentlicht. Die Änderungen betreffen die Anwendung eines konsistenten Ansatzes zur Beurteilung, ob eine Währung in eine andere umtauschbar ist, und wenn nicht, den anzuwendenden Wechselkurs sowie die erforderlichen Offenlegungen zu bestimmen. Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden derzeit analysiert.
Im Mai 2024 wurden Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 in Bezug auf die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten veröffentlicht. Die Änderungen betreffen vor allem die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte und die Ausbuchung einer durch elektronischen Zahlungsverkehr erfüllten finanziellen Verbindlichkeit sowie Angaben zu Eigenkapitalinstrumenten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden derzeit analysiert.
Im April 2024 wurde der neue Standard "Darstellung und Angaben im Abschluss" veröffentlicht. Dieser ersetzt den bisher gültigen Standard IAS 1 "Darstellung des Abschlusses". Das Hauptziel von IFRS 18 ist die Verbesserung der Berichterstattung über die finanzielle Leistung eines Unternehmens in Bezug auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden derzeit analysiert.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024/25 gab es keine Veränderungen im Konsolidierungskreis.
Der Konzernzwischenabschluss beinhaltet nicht alle im Jahreskonzernabschluss enthaltenen Informationen und sollte gemeinsam mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2024 gelesen werden.
In Ergänzung zu den im Konzernabschluss zum 31. März 2024 angeführten wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird betreffend IFRS 5 "Veräußerungen und Aufgaben" Folgendes festgehalten: Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Bedingung wird nur dann als erfüllt angesehen, wenn der langfristige Vermögenswert oder die Veräußerungsgruppe im gegenwärtigen Zustand sofort zur Veräußerung verfügbar und die Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Die Geschäftsführung muss sich zu einer Veräußerung verpflichtet haben. Dabei muss davon ausgegangen werden, dass der Veräußerungsvorgang innerhalb eines Jahres nach einer solchen Klassifizierung abgeschlossen wird.
Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, werden zu dem niedrigeren Betrag ihres ursprünglichen Buchwertes und dem beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet.
Für den Fall, dass sich der Konzern zu einer Veräußerung verpflichtet hat, die mit einem Verlust der Beherrschung über ein Tochterunternehmen einhergeht, werden sämtliche Vermögenswerte und Schulden dieses Tochterunternehmens als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, sofern die oben genannten Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Dies gilt unabhängig davon, ob der Konzern einen nicht beherrschenden Anteil an dem früheren Tochterunternehmen nach der Veräußerung zurückbehält oder nicht.
Für den Fall, dass sich der Konzern zu einer Veräußerung verpflichtet hat, die zu einem Abgang einer Beteiligung oder eines Teils einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen führt, wird die Beteiligung oder der Teil der Beteiligung als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, sofern die oben genannten Voraussetzungen hierfür erfüllt sind.
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2024 ist ungeprüft und es wurde auch keine externe prüferische Durchsicht durchgeführt.
Umsatzerlöse Der Konzernumsatz lag in den ersten sechs Monaten dieses Geschäftsjahres mit 799,9 Mio. € aufgrund der herausfordernden Marktsituation um -1,7 % unter dem Wert des Vergleichszeitraums von 813,9 Mio. €.
Bruttogewinn Der aktuelle Bruttogewinn liegt mit 109,3 Mio. € um 31,6 Mio. € unter dem Wert des Vergleichszeitraums von 140,9 Mio. €. Die Ursachen für den Rückgang sind auf geringere Umsatzerlöse, vorrangig getrieben durch hohen Preisdruck und damit fehlende Deckungsbeiträge, zurückzuführen. Weiters führte ein unvorteilhafter Produktmix zu einer Belastung des Bruttogewinns. Hingegen haben niedrigere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung den Bruttogewinn entlastet.
Betriebsergebnis Infolge eines geringeren Bruttogewinns verringerte sich das Konzernbetriebsergebnis auf 6,8 Mio. € bzw. 0,9 % der Umsatzerlöse. Zusätzlich ergebnismindernd wirkte sich das sonstige betriebliche Ergebnis aus, das gegenüber dem Vorjahr – vor allem wegen höherer Anlaufkosten – um 18,6 Mio. € geringer ausfiel, sowie Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 8,3 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €), die in den nicht wiederkehrenden Posten ausgewiesen werden.
Nicht wiederkehrende Posten Dieser Posten beinhaltet Aufwendungen, welche im Zuge einer Restrukturierung angefallen sind. Darin sind vor allem Personalaufwendungen aufgrund eines Sozialplans enthalten.
Finanzergebnis Die Finanzierungsaufwendungen lagen mit 67,8 Mio. € um 30,6 Mio. € über dem Vorjahresniveau. Ursache für den Anstieg waren vor allem höhere Zinsaufwendungen von 64,4 Mio. € und lagen – insbesondere aufgrund des höheren Finanzierungsvolumens und höherer Zinssätze – um 25,2 Mio. € über dem Vorjahresniveau von 39,2 Mio. €. Die Finanzierungserträge von 17,8 Mio. € resultieren im Wesentlichen aus Zinserträgen in Höhe von 13,7 Mio. € (Vorjahr:12,0 Mio. €) und lagen somit infolge des höheren Zinsniveaus um 1,7 Mio. € über dem Vorjahresniveau. Insgesamt hat sich das Finanzergebnis um 31,6 Mio. € auf -49,9 Mio. € verringert.
Ertragsteuern Der Ertragssteueraufwand betrug in den ersten sechs Monaten 19,6 Mio. € (Vorjahr: 14,8 Mio. €) und stammt überwiegend von Tochtergesellschaften in Asien.
Saisonalität Der Umsatz der AT&S weist im Normalfall aufgrund der hohen Bedeutung der mobilen Endgeräte folgenden saisonalen Verlauf auf: Das erste Quartal des Geschäftsjahres ist üblicherweise schwächer als Quartal zwei und drei, welche als Vorbereitung für die Produktlaunches der neuesten Gerätegeneration meist eine sehr hohe Nachfrage aufweisen. Das vierte Quartal weist in der Regel eine geringere Kundennachfrage auf und ist durch Werksferien aufgrund des
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.09.2024 | 31.03.2024 | Veränderung in % |
01.04.-30.09.2024 | 01.04.-30.09.2023 | Veränderung in % |
|
| Chinesischer Renminbi | 7,8461 | 7,7940 | 0,7 % | 7,8176 | 7,7288 | 1,1 % |
| Hongkong Dollar | 8,6974 | 8,4364 | 3,1 % | 8,4977 | 8,4992 | (0,0 %) |
| Malaysischer Ringgit | 4,6112 | 5,0928 | (9,5 %) | 4,9613 | 4,9524 | 0,2 % |
| Indische Rupie | 93,7100 | 89,8800 | 4,3 % | 90,8814 | 89,2928 | 1,8 % |
| Japanischer Yen | 159,6800 | 163,1400 | (2,1 %) | 165,3828 | 153,5585 | 7,7 % |
| Südkoreanischer Won | 1.467,7400 | 1.451,3700 | 1,1 % | 1.476,4714 | 1.429,4785 | 3,3 % |
| Schwedische Krone | 11,3059 | 11,5527 | (2,1 %) | 11,4779 | 11,5665 | (0,8 %) |
| Taiwan Dollar | 35,4479 | 34,5069 | 2,7 % | 35,0933 | 33,8638 | 3,6 % |
| US Dollar | 1,1183 | 1,0779 | 3,7 % | 1,0881 | 1,0846 | 0,3 % |
chinesischen Neujahrsfests in unseren großen chinesischen Standorten gekennzeichnet.
Währungsumrechnungsdifferenzen Die positive Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen im aktuellen Geschäftsjahr von 79,5 Mio. € ist im Wesentlichen auf die Wechselkursveränderung des chinesischen Renminbi, des malaysischen Ringgit sowie des US-Dollars gegenüber der Konzerndarstellungswährung Euro zurückzuführen.
Vermögens- und Finanzlage In die nachfolgenden Aussagen sind die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nicht einbezogen. Die Nettoverschuldung lag mit 1.669,8 Mio. € über dem Wert des letzten Bilanzstichtags von 1.403,0 Mio. €. Demgegenüber erhöhte sich auch das Nettoumlaufvermögen vor allem aufgrund von höheren Forderungen von 143,6 Mio. € zum 31. März 2024 auf 288,3 Mio. €. Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultierte vor allem aus einem geringeren Factoring-Volumen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor Factoring haben sich aufgrund höherer Umsatzerlöse im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um 27,6 Mio. € erhöht. Der Nettoverschuldungsgrad liegt mit 180,8 % über dem Wert des letzten Bilanzstichtags von 145,2 %.
Bewertungshierarchien der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente Bei der Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente ist zwischen drei Bewertungshierarchien zu unterscheiden.
Die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente zu den drei Bewertungshierarchien stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar: siehe Tabelle unten
Exportkredite, Kredite der öffentlichen Hand, Leasingverbindlichkeiten, sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Finanzierungspartnern in Höhe von insgesamt 2.371,3 Mio. € (31. März 2024: 2.120,4 Mio. €) sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der beizulegende Zeitwert dieser Verbindlichkeiten beträgt 2.389,8 Mio. € (31. März 2024: 2.137,5 Mio. €).
| 30.09.2024 | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte: | ||||
| – Anleihen | 971 | – | – | 971 |
| – Derivative Finanzinstrumente | – | 4.871 | – | 4.871 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert ohne Recycling | – | 118 | – | 118 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | – | – | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Derivative Finanzinstrumente | – | 5.720 | – | 5.720 |
| 31.03.2024 | ||||
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Summe | |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte: | ||||
| – Anleihen | 946 | – | – | 946 |
| – Derivative Finanzinstrumente | – | 8.720 | – | 8.720 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert ohne Recycling | – | 118 | – | 118 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 12.634 | 12.634 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten |
Kurz- und langfristige vertragliche Verbindlichkeiten In den ersten sechs Monaten wurde ein Betrag in Höhe von 4,6 Mio. € aufgelöst oder verrechnet. Aufgrund des Vorliegens einer signifikanten Finanzierungskomponente wurden Zinsen in Höhe von 5,6 Mio. € passiviert.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Im Zusammenhang mit verbindlich kontrahierten Investitionsvorhaben bestanden zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 305,5 Mio. €. Dies betrifft Investitionen in den Werken Kulim, Shanghai, Chongqing, Nanjangud und Leoben. Zum 31. März 2024 betrugen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen 323,0 Mio. €. Weiters bestehen Haftungsverhältnisse aus Bankgarantien in Höhe von 0,3 Mio. €.
Eigenkapital Das Konzerneigenkapital veränderte sich vor allem aufgrund des negativen Konzernergebnisses von -62,7 Mio. €, positiver Währungsumrechnungsdifferenzen von 79,5 Mio. € und negativer Veränderungen von Sicherungsinstrumenten aus der Absicherung von Zahlungsströmen von 3,8 Mio. €. Diese Veränderungen führten in Summe zu einer Erhöhung des Konzerneigenkapitals von 966,6 Mio. € zum 31. März 2024 auf 979,6 Mio. € zum 30. September 2024.
Die durch die 25. ordentliche Hauptversammlung am 4. Juli 2019 erteilten Ermächtigungen für genehmigtes Kapital sowie die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen auf Basis von zu diesem Zweck geschaffenem bedingten Kapital sind mit 3. Juli 2024 abgelaufen.
Aus diesem Grund wurde der Vorstand durch die 30. ordentliche Hauptversammlung am 4. Juli 2024 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 19.425.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlage, einmal oder in mehreren Tranchen, auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 AktG, um bis zu 21.367.500 € zu erhöhen. Der Vorstand wurde ermächtigt, hierbei mit Zustimmung des Aufsichtsrats die näheren Ausgabebedingungen (insbesondere Ausgabebetrag, Gegenstand der Sacheinlage, Inhalt der Aktienrechte, Ausschluss der Bezugsrechte etc.) festzulegen (Genehmigtes Kapital 2024). Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem Genehmigten Kapital 2024 ausgegebenen neuen Aktien ist ausgeschlossen (Direktausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts), wenn und sofern eine Ausnutzung dieser Ermächtigung durch Ausgabe von Aktien gegen Bareinlagen in einem Gesamtausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals erfolgt, um im Rahmen der Platzierung neuer Aktien der Gesellschaft (i) Spitzenbeträge, die sich bei einem ungünstigen Bezugsverhältnis ergeben könnten, vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und/oder (ii) den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoptionen (Greenshoe-Optionen) zu bedienen. Darüber hinaus wurde der Vorstand auch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrates ganz oder teilweise insbesondere in den folgenden Fällen auszuschließen:
(i) um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen, sofern die Kapitalerhöhung zum Zwecke des (auch mittelbaren) Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder von sonstigen mit einem Akquisitionsvorhaben in Zusammenhang stehenden Vermögensgegenständen erfolgt;
(ii) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn die Ausübung der gegenständlichen Ermächtigung im Ausübungszeitpunkt im Einklang mit den jeweils anwendbaren gesetzlichen Voraussetzungen sachlich gerechtfertigt ist;
(iii) um in dem Umfang, in dem es erforderlich ist, durch die Gesellschaft oder ihre Tochterunternehmen (§ 189a Z 7 UGB) ausgegebene oder noch auszugebende Schuldverschreibungen (einschließlich Genussrechte) mit Wandlungsoder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht zu bedienen;
(iv) um Aktien an Arbeitnehmer, leitende Angestellte, und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder ihrer Tochterunternehmen (§ 189a Z 7 UGB) zu Vergütungszwecken zu übertragen;
(v) um eine sogenannte Aktiendividende (scrip dividend) durchzuführen, bei der den Aktionären der Gesellschaft angeboten wird, ihren Dividendenanspruch wahlweise (ganz oder teilweise) als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2024 in die Gesellschaft einzulegen.
Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.
Darüber hinaus wurde der Vorstand in der 30. ordentlichen Hauptversammlung am 4. Juli 2024 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 3. Juli 2029 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Wandelschuldverschreibungen im Gesamtbetrag von bis zu 400.000.000 € auszugeben und den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Umtausch- und/oder Bezugsrechte auf bis zu 19.425.000 Stück neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Wandelschuldverschreibungsbedingungen zu gewähren, wobei die Ausgabe gegen Barleistung und auch gegen Sacheinlagen erfolgen kann. Diesbezüglich wurde der Vorstand auch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Wandelschuldverschreibungen ganz oder teilweise auszuschließen, insofern die Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss nur für Wandelschuldverschreibungen gilt, die ein Recht auf Umtausch und/oder Bezug auf Aktien der Gesellschaft von insgesamt nicht mehr als 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft im Zeitpunkt der Erteilung der Ermächtigung gewähren. Außerdem wurde in diesem Zusammenhang das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 Abs. 2 Z 1 AktG durch Ausgabe von bis zu 19.425.000 Stück neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt um bis zu 21.367.500 € erhöht. Diese bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als Inhaber von auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 4. Juli 2024 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Umtausch- und/oder Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen (insbesondere Ausgabebetrag, Inhalt der Aktienrechte). Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Entsprechendes gilt für den Fall der Nichtausübung der Ermächtigung zur Ausgabe der Wandelschuldverschreibungen sowie im Falle der Nichtnutzung des bedingten Kapitals.
In Bezug auf das genehmigte Kapital und das bedingte Kapital ist folgende betragsmäßige Determinierung, entsprechend den Beschlüssen der 30. ordentlichen Hauptversammlung
vom 4. Juli 2024, zu beachten: Die Summe aus (i) der Anzahl der nach den Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen jeweils aus bedingtem Kapital aktuell ausgegebenen oder potenziell auszugebenden Aktien und (ii) der Anzahl der aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen Aktien darf die Zahl von insgesamt 19.425.000 nicht überschreiten (betragsmäßige Determinierung der Ermächtigungen).
Die Hauptversammlung hat auch beschlossen, die Satzung entsprechend diesen Beschlüssen in § 4 (Grundkapital) zu ändern.
Eigene Aktien In der 29. ordentlichen Hauptversammlung vom 6. Juli 2023 wurde der Vorstand ermächtigt, binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals zu einem niedrigsten Gegenwert, der höchstens 30 % unter dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage liegen darf, und einem höchsten Gegenwert je Aktie, der höchstens 30 % über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage liegen darf, zu erwerben, wobei der Erwerb über die Börse im Wege eines öffentlichen Angebots oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige Weise und zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erfolgen kann. Die Ermächtigung umfasst auch den Erwerb von Aktien durch Tochtergesellschaften der Gesellschaft (§ 66 AktG). Der Vorstand wurde außerdem ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen.
Zum 30. September 2024 hält der Konzern keine eigenen Aktien.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug -90,6 Mio. €. Im Vergleichszeitraum des Vorjahrs lag dieser Wert bei 341,1 Mio. €. Das geringere Betriebsergebnis von 6,8 Mio. € (Vorjahr: 81,6 Mio. €), eine Erhöhung der Vorräte um 6,7 Mio. € (Vorjahr: 12,5 Mio. €) und eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen von 179,3 Mio. € (Vorjahr Senkung von 34,5 Mio. €) führten zu einer Verringerung des Cashflows und konnte durch neu hinzugekommene Vertragsverbindlichkeiten von 24,2 Mio. € (Vorjahr: 92,0 Mio. €) nur teilweise kompensiert werden. Die Vertragsverbindlichkeiten waren bilanziell bereits im Konzernjahresabschluss per 31. März 2024 enthalten, wurden jedoch erst im Geschäftsjahr 2024/25 zahlungswirksam. Der Anstieg bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist vor allem auf das geringere Factoring-Volumen bedingt durch den beabsichtigten Wechsel der Factoringbank zurückzuführen.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -211,8 Mio. € und liegt damit signifikant unter dem Niveau des Vergleichszeitraums von -531,7 Mio. €. Auf Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte entfallen 255,3 Mio. €. Die Investitionen des aktuellen Geschäftsjahrs betreffen überwiegend Investitionen in das im Aufbau befindliche Werk in Malaysia, die chinesischen Werke sowie Technologieupgrades in den übrigen Werken. Aus Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten resultieren -2,1 Mio. €, aus Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten resultieren 44,6 Mio. € für die Veranlagung bzw. Wiederveranlagung liquider Mittel und einer Anzahlung betreffend die Veräußerung der AT&S Korea. Investitionsverbindlichkeiten in Höhe von 172,0 Mio. € werden nach dem 30. September 2024 zahlungswirksam.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt 337,1 Mio. € und ist im Wesentlichen auf Darlehenszuzählungen, Darlehenstilgungen und erhaltene Investitionszuschüsse zurückzuführen.
Die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen/Erträge stellen sich wie folgt dar: siehe Tabelle unten
Wertminderungen/Wertaufholungen In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024/2025 hat es keine Wertminderungen/Wertaufholungen gegeben.
Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wird regelmäßig daraufhin überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Werthaltigkeitstests werden für zahlungsmittelgenerierende Einheiten durchgeführt. Als maßgebliches Kriterium zur Qualifikation als zahlungsmittelgenerierende Einheit wird deren technische und wirtschaftliche Eigenständigkeit zur Erzielung von Einnahmen herangezogen. Für sämtliche zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden Triggering-Event-Analysen durchgeführt, bei denen sowohl interne als auch externe Faktoren gemäß IAS 36 zur Beurteilung des Vorliegens eines Triggering Events berücksichtigt werden. Falls Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, erfolgt eine sofortige Überprüfung der Werthaltigkeit mittels eines Wertminderungstests.
Die Wertminderungstests basieren auf Berechnungen des Nutzungswerts. Die Bestimmung des Nutzungswerts erfolgt mittels eines DCF-Verfahrens. Dabei wird der Nutzungswert als Barwert der zukünftigen geschätzten Cashflows vor Steuern der nächsten fünf Jahre aufgrund der Daten einer mittelfristigen Unternehmensplanung ermittelt.
Die mittelfristige Unternehmensplanung wird jährlich erstellt. Jährlich werden somit die zugrundeliegenden Annahmen plausibilisiert und aktualisiert und darauf basierend eine Anpassung der geschätzten Cashflows vorgenommen. In die jährliche aktualisierte Mittelfristplanung fließen die in der strategischen Unternehmensplanung enthaltenen Annahmen zur Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds und der Kundennachfrage in den jeweiligen Märkten ein. Nach dem Detailplanungszeitraum wird basierend auf den Annahmen des letzten Jahres mit einer ewigen Rente gerechnet.
| in Tsd. € | 01.04.-30.09.2024 | 01.04.-30.09.2023 |
|---|---|---|
| Auflösung von Investitionszuschüssen | (6.224) | (5.696) |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert | 5.995 | (12.632) |
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert | (229) | (18.328) |
Der Diskontierungssatz wird aus einem marktüblichen und an die spezifischen Risiken angepassten gewogenen Kapitalkostensatz nach Steuern nach anerkannten finanzmathematischen Verfahren aus externen Quellen abgeleitet. Die Umrechnung der Nutzungswerte erfolgt mit dem Stichtagskurs zum Durchführungszeitpunkt des Wertminderungstests. Sämtliche Kapitalkostensätze wurden gemäß den Vorgaben von IAS 36 für die Offenlegung in einen WACC vor Steuern übergeleitet.
Die Triggering-Event-Analyse hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024/25 für sechs zahlungsmittelgenerierende Einheiten, insbesondere aufgrund von Marktunsicherheiten und damit einhergehenden Planabweichungen, ein Erfordernis zur Durchführung eines Wertminderungstests gezeigt. Es wurden Wertminderungstests für folgende zahlungsmittelgenerierende Einheiten durchgeführt: Fehring, Nanjangud, Shanghai, Substrate-Chongqing, Substrate-Hinterberg und Kulim.
Der Ermittlung des Nutzungswerts wurden die erwarteten Zahlungsströme für die nächsten fünf Jahre zugrunde gelegt. Für den Zeitraum danach wurde der Barwert einer ewigen Rente herangezogen. Die Berechnungen haben keinen Wertminderungsbedarf ergeben.
Eine Sensitivitätsanalyse hinsichtlich wesentlicher Parameter für die Berechnung der Impairment Tests (-10,0 % EBIT-Marge; +1,00 Prozentpunkte Diskontierungszinssatz) wurde durchgeführt. Auf Basis dieser Analysen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bewertung des Anlagevermögens.
und Unternehmen Im Zusammenhang mit diversen Projekten hat der Konzern Leistungen von Rechts- und Beratungsunternehmen erhalten, bei denen der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Androsch für die AIC Androsch International Management Consulting GmbH aktiv war. Die dabei angefallenen Honorare stellen sich wie folgt dar: siehe Tabelle unten
Zum Bilanzstichtag bestehen keine ausstehenden Salden oder Verpflichtungen gegenüber den benannten Rechts- und Beratungsunternehmen.
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte Am 23. September 2024 unterzeichnete AT&S einen Kaufvertrag 100 % seiner Anteile an der AT&S Korea Co. Ltd., Ansan, Südkorea (im Folgenden "AT&S Korea" genannt), um einen Betrag von 405 Mio. € an die SO.MA.CI.S. S.p.A., Mailand, Italien, zu verkaufen. Die AT&S Korea erzeugt vor allem flexible Leiterplatten. Der Vertrieb erfolgt über andere AT&S Gesellschaften und teils auch direkt an Endkunden. Bei der Veräußerung des Produktionsstandortes in Südkorea handelt es sich um eine Veräußerungsgruppe gemäß IFRS 5, wonach diese als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte in der Bilanz ausgewiesen wird.
Der Abschluss der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aufsichtsbehörden und hängt weiters vom Vollzug des Erwerbs von SO.MA.CI.S. S.p.A. durch Bain Capital ab. Der Transaktionsabschluss wird für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2024/25 erwartet. Da die Transaktion somit voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten abgeschlossen sein wird, werden die betroffenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Abschluss per 30. September 2024 als zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppe eingestuft. Der Veräußerungserlös wird den Buchwert des betreffenden Nettovermögens deutlich übersteigen, sodass keine Wertminderungen bei der Umklassifizierung identifiziert werden können.
Auf die Veräußerungsgruppe entfällt in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024/25 aus Konzernsicht ein EBITDA von 20,2 Mio. € (Vorjahr: 18,5 Mio. €).
Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, stellen sich wie folgt dar: siehe Tabelle auf der nächsten Seite
| in Tsd. € | 01.04.-30.09.2024 | 01.04.-30.09.2023 |
|---|---|---|
| AIC Androsch International Management Consulting GmbH | 182 | 182 |
| Summe Honorare | 182 | 182 |
Investitionsprojekte In Kulim, Malaysia, wurden umfangreiche Investitionen zur Kapazitätserweiterung getätigt. Aktuell wird eines der beiden Werke in Kulim finalisiert. Mit dem Start der Produktion wird im ersten Quartal 2025 gerechnet. Die Gebäudehülle des zweiten Werkes wurde fertiggestellt. Der Zeitpunkt der Beschaffung und Installation der Infrastruktur und des Produktionsequipments zur Fertigstellung des zweiten Werks in Kulim hängt von der Entwicklung des Marktes und der wirtschaftlichen Situation eines wesentlichen Kunden ab. Am Standort Leoben-Hinterberg wurde in ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum für Substratund Verpackungslösungen für die globale Halbleiterindustrie investiert. Mit dem Start der Produktion wird im ersten Quartal 2025 gerechnet.
Zur Sicherstellung des Finanzierungsbedarfs der Expansionsstrategie verfolgt die Gruppe eine langfristige Finanzierungs- und Liquiditätsplanung. Negative Entwicklungen im Geschäftsverlauf, signifikante Abweichungen von Annahmen in Business Cases, weitere Zinsänderungen, Wechselkursschwankungen oder Wertberichtigungen können jedoch zu einem Verfehlen der angestrebten Eigenkapitalquoten bzw. des angestrebten Verhältnisses von Nettoverschuldung zu EBITDA und in der Folge zu einem zusätzlichen Finanzierungsbedarf unter erschwerten Bedingungen und höheren Kosten oder dem Verlust bestehender Finanzierungsmöglichkeiten führen.
Auswirkung geopolitischer Spannungen Eine Beschreibung dieser politischen Spannungen ist im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2023/24 enthalten, welche weiterhin Gültigkeit haben.
Auswirkungen der Klimakrise Eine Beschreibung der Auswirkungen des Klimawandels auf die AT&S Gruppe findet
sich im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2023/24. Diese Aussagen haben nach wie vor Gültigkeit.
Beschlossene Dividende In der Hauptversammlung am 4. Juli 2024 wurde beschlossen keine Dividende aus dem Bilanzgewinn zum 31. März 2024 auszuschütten.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorstandsvorsitzender Andreas Gerstenmayer ist mit Ablauf des 30. September 2024 aus dem Vorstand der AT&S AG ausgeschieden.
Leoben-Hinterberg, am 31. Oktober 2024
Der Vorstand
Mag. Petra Preining e.h. Dr. Peter Schneider e.h. Dr. Peter Griehsnig e.h. DI Ingolf Schröder e.h.
| in Tsd. € | 30.09.2024 |
|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 10 |
| Sachanalgen | 36.431 |
| Vorräte | 1.231 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 5.463 |
| Kassenbestand und Bankguthaben | 11.325 |
| Summe der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte | 54.460 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 5.976 |
| Steuerschulden | 3.659 |
| Rückstellungen für Personalaufwand | 5.991 |
| Summe der Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 15.626 |
| Nettovermögen der Veräußerungsgruppe | 38.834 |
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards erstellte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernzwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Leoben-Hinterberg, am 31. Oktober 2024
Der Vorstand
| Mag. Petra Preining e.h. | Chief Financial Officer |
|---|---|
| Dr. Peter Schneider e.h. | Sprecher des Vorstands EVP BU Electronics Solutions stellvertretender CEO |
| Dr. Peter Griehsnig e.h. | Chief Technology Officer |
| DI Ingolf Schröder e.h. | Vorstandsmitglied EVP BU Microelectronics |
Die AT&S Aktie zeigte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024/25 eine ausgeprägte Volatilität. Während der Kurs bis Ende Juni eine positive Entwicklung zeigte, konnten im Anschluss die erreichten Niveaus nicht gehalten werden und so tendierte der Kurs bis Anfang August nach unten. Bis Ende der Beobachtungsperiode zeigt der Kurs dann aber wieder eine Erholung. Zum Halbjahresultimo am 30. September 2024 schloss die Aktie bei einem Kurs von 20,20 € und wies somit einen Kursgewinn von rund 4 % aus.
Das Kurstief im ersten Halbjahr von 15,02 € markierte die Aktie Anfang August 2024. Der Höchstkurs von 23,46 € stand Anfang Juni 2024 zu Buche.
| in € | 30.09.2024 | 31.03.2024 |
|---|---|---|
| Gewinn/Aktie | (1,84) | 1,02 |
| Höchstkurs | 23,46 | 34,36 |
| Tiefstkurs | 15,02 | 24,92 |
| Ultimokurs | 20,20 | 28,02 |
| 04.02.2025 | Veröffentlichung 1.-3. Quartal 2024/25 |
|---|---|
| 15.05.2025 | Veröffentlichung Vorläufiges Jahresergebnis 2024/25 |
| 05.06.2025 | Veröffentlichung Jahresergebnis 2024/25 |
| 23.06.2025 | Nachweisstichtag Hauptversammlung |
| 03.07.2025 | 31. Hauptversammlung |
| 21.07.2025 | Ex-Dividenden-Tag |
| 22.07.2025 | Nachweisstichtag Dividenden |
| 24.07.2025 | Dividenden-Zahltag |
AT&S indiziert zum ATX und zum TecDAX

VERANTWORTLICH AT & S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft Fabriksgasse 13 - 8700 Leoben Österreich www.ats.net
KONTAKT
Philipp Gebhardt Tel.: +43 (0)3842 200 2274 [email protected]
Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf Basis von zum Erstellungszeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sie werden üblicherweise mit Wörtern wie "erwarten", "planen", "rechnen", "beabsichtigen", "könnten", "werden", "Ziel", "Einschätzung" und ähnlichen Begriffen umschrieben. Aussagen dieser Art beruhen auf aktuellen Erwartungen und Annahmen. Solche Aussagen unterliegen ihrer Natur nach bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten. Die tatsächlichen Entwicklungen können von den dargestellten Erwartungen daher wesentlich abweichen. Empfänger dieses Berichts sollten diese Aussagen daher nur mit der entsprechend gebotenen Vorsicht zur Kenntnis nehmen. Weder AT&S noch irgendeine andere Person übernehmen für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen, die Zukunft betreffenden Aussagen Verantwortung. AT&S übernimmt keine Verpflichtung, diese Aussagen, etwa in Hinblick auf geänderte Annahmen und Erwartungen oder zukünftige Entwicklungen und Ereignisse sowie tatsächliche Ergebnisse, zu aktualisieren.
Durch die kaufmännische Rundung von in diesem Bericht enthaltenen Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Minusbeträge sind in Klammern angeführt.
Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der AT&S dar.
Der Bericht wurde in deutscher und englischer Sprache verfasst. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.
Druck- und Satzfehler vorbehalten.
Veröffentlicht am 31. Oktober 2024
AT&S ZW ISCHENMITTEILUNG 1. QUARTAL 2024/25 ADVANCED TECHNOLOGIES
& SOLUTIONS
28
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.