Quarterly Report • Nov 3, 2022
Quarterly Report
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Erstes Halbjahr 2022/23 – AT&S erstmals über einer Milliarde Halbjahresumsatz
| Einheit | H1 2021/22 | H1 2022/23 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Mio. € | 697,6 | 1.070,0 | 53,4 % |
| EBITDA | Mio. € | 130,8 | 315,3 | >100 % |
| EBITDA bereinigt1) | Mio. € | 140,1 | 335,1 | >100 % |
| EBITDA-Marge | % | 18,7 % | 29,5 % | – |
| EBITDA-Marge bereinigt1) | % | 20,1 % | 31,3 % | – |
| EBIT (Betriebsergebnis) | Mio. € | 30,4 | 181,3 | >100 % |
| EBIT bereinigt1) | Mio. € | 46,3 | 202,1 | >100 % |
| EBIT-Marge | % | 4,4 % | 16,9 % | – |
| EBIT-Marge bereinigt1) | % | 6,6 % | 18,9 % | – |
| Konzernergebnis | Mio. € | 18,3 | 224,4 | >100 % |
| Netto-Investitionen | Mio. € | 306,9 | 489,5 | 59,5 % |
| Operativer Free Cashflow | Mio. € | (204,4) | (123,7) | – |
| Gewinn je Aktie | € | 0,36 | 5,52 | >100 % |
| Mitarbeiterstand2) | – | 12.590 | 15.309 | 21,6 % |
1) Bereinigt um Anlaufkosten 2) Inkl. Leihpersonal, Durchschnitt
Die 28. ordentliche Hauptversammlung der AT & S Austria Technologie und Systemtechnik Aktiengesellschaft (AT&S), die virtuell durchgeführt wurde, hat eine Dividende in Höhe von 0,90 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2021/22 beschlossen. Der Wert setzt sich zusammen aus einer Basisdividende in Höhe von 0,78 € und einer Sonderdividende in Höhe von 0,12 € je Aktie.
Zum Abschlussprüfer für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022/23 wurde die Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH bestellt.
Auch alle sonstigen zur Beschlussfassung vorgelegten Tagesordnungspunkte wurden von den bei der Hauptversammlung vertretenen Aktionären angenommen.
Per 1. Oktober 2022 wurde Petra Preining zur CFO von AT&S berufen.
Käufe und Verkäufe durch die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates sowie von Personen, die diesen nahestehen, werden gemäß Art. 19 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 der FMA gemeldet, über ein EU-weites Verbreitungssystem sowie auf der AT&S Website veröffentlicht.
AT&S hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022/23 seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Dank der erfolgreichen Strategieimplementierung konnten bei Umsatz und Ergebnis Rekordwerte erzielt werden. Die unterschiedlichen Entwicklungen in Zielmärkten werden sehr genau beobachtet und AT&S bereitet sich, wie in der Vergangenheit in vergleichbaren Situationen darauf vor die Volatilitäten und kurzen Sichtweiten entsprechend zu managen. Dazu wird unter anderem auf verschiedene Szenarien in Bezug auf Kostenposition und Investitionsprojekte vorbereitet. AT&S ist davon überzeugt, dass die großen Trends in Bezug auf Digitalisierung und Elektrifizierung weiter in Takt sind. Je nach weiterer Entwicklung der Rahmenbedingungen kann es zu zeitlichen Verschiebungen kommen.
Mit einem Umsatz von 1.070,0 Mio. € konnte der im Vergleichszeitraum des Vorjahres erzielte Umsatz von 697,6 Mio. € übertroffen werden (Abweichung 372,5 Mio. € bzw. 53,4 %). Währungsbereinigt stieg der Konzernumsatz um 36,7 %. Positiv hervorzuheben ist, dass das Wachstum erneut von allen Segmenten getragen wurde. Ein wesentlicher Treiber für die erfreuliche Entwicklung waren die zusätzlichen Kapazitäten in Chongqing, China, für ABF-Substarte. Darüber hinaus trägt auch weiterhin die Strategie, das Anwendungsportfolio bei mobilen Endgeräten zu verbreitern und das Geschäft mit Modulleiterplatten zu forcieren, zum Erfolg bei. Im Segment AIM blieb die positive Umsatzdynamik aufrecht. Alle drei Bereiche profitierten vom dynamischen Marktumfeld, wobei der Bereich Automotive die größte Steigerung verzeichnete.
Wechselkurseffekte, vor allem durch den stärkeren US-Dollar, hatten einen positiven Einfluss von 116,4 Mio. € bzw. 10,9 % auf die Umsatzentwicklung.
Der Umsatzanteil der in Asien produzierten Produkte stieg im laufenden Geschäftsjahr von 87,8 % auf 90,9 % an.
Das EBITDA erhöhte sich von 130,8 Mio. € um 184,5 Mio. € bzw. 141,1 % auf 315,3 Mio. €. Zurückzuführen ist die Ergebnisverbesserung vorrangig auf den höheren Konzernumsatz. Wechselkurschwankungen beim US-Dollar und Chinesischen Renminbi hatten einen positiven Einfluss auf die Ergebnisentwicklung in Höhe von 79,0 Mio. €. Anlaufkosten in Chongqing und Kulim, Malaysia, sowie Leoben, Österreich, und höhere Material-, Transport- und Energiekosten wirkten sich negativ auf das Ergebnis aus. Das sonstige betriebliche Ergebnis lag vor allem aufgrund von positiven Wechselkurseffekten mit 14,4 Mio. € um 18,1 Mio. € über dem Vorjahresergebnis von -3,7 Mio. €. Das um Anlaufverluste bereinigte EBITDA erhöhte sich um 195,0 Mio. € von 140,1 Mio. € auf 335,1 Mio. €. Substanzielle Zukunftsinvestitionen für den strategischen Ausbau des Geschäftes führten zusätzlich zu höheren Ausgaben.
Zur Vorbereitung auf zukünftige Technologiegenerationen und der Verfolgung der Modularisierungsstrategie investierte AT&S auch verstärkt in Forschung & Entwicklung. Diese Aufwendungen sichern die Zukunftsfähigkeit und erweitern das Ertragspotenzial mittelfristig signifikant und haben sich gegenüber dem Vorjahr um 36,0 % erhöht.
Die EBITDA-Marge lag in den ersten sechs Monaten bei 29,5 % und war damit über dem Vorjahresniveau von 18,7 %.
| H1 2022/23 | H1 2021/22 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.070,0 | 697,6 | 53,4 % |
| Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) | 315,3 | 130,8 | >100 % |
| EBITDA bereinigt1) | 335,1 | 140,1 | >100 % |
| EBITDA-Marge (%) | 29,5 % | 18,7 % | |
| EBITDA-Marge bereinigt (%)1) | 31,3 % | 20,1 % | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 181,3 | 30,4 | >100 % |
| EBIT bereinigt1) | 202,1 | 46,3 | >100 % |
| EBIT-Marge (%) | 16,9 % | 4,4 % | |
| EBIT-Marge bereinigt (%)1) | 18,9 % | 6,6 % | |
| Konzernergebnis | 224,4 | 18,3 | >100 % |
| Gewinn je Aktie (€) | 5,52 | 0,36 | >100 % |
| Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 594,8 | 321,2 | 85,2 % |
| Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Durchschnitt (Anzahl) | 15.309 | 12.590 | 21,6 % |
1) Bereinigt um Anlaufkosten
ERGEBNISKENNZAHLEN
in Mio. € (wenn nicht anders angeführt)
Bereinigt um Anlaufverluste ergibt sich eine EBITDA-Marge von 31,3 % (Vorjahr: 20,1 %).
Die Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 33,6 Mio. € bzw. 33,5 % auf 134,0 Mio. €, was vor allem auf Anlagenzugänge zurückzuführen ist.
Das EBIT erhöhte sich um 150,9 Mio. € von 30,4 Mio. € auf 181,3 Mio. €. Die EBIT-Marge lag bei 16,9 % (Vorjahr: 4,4 %).
Das Finanzergebnis erhöhte sich von -7,8 Mio. € auf 66,2 Mio. €. Wesentlichste Ursache waren positive Fremdwährungseffekte von 68,7 Mio. € (Vorjahr: negative Effekte von 0,2 Mio. €). Auch das Zinsergebnis verbesserte sich von -6,7 Mio. € auf -5,1 Mio. €. Dabei lagen die Bruttozinsaufwendungen von 14,5 Mio. € insbesondere aufgrund des höheren Finanzierungsvolumens um 6,0 Mio. € über dem Vorjahresniveau von 8,5 Mio. €. Die Zinserträge lagen mit 4,2 Mio. € um 3,1 Mio. € über dem Vorjahresniveau von 1,1 Mio. €. Diese Erhöhung resultiert einerseits aus einem gestiegenen Anlagevolumen und andererseits aus dem höheren Zinsniveau.
Der Ertragssteueraufwand betrug in den ersten sechs Monaten 23,1 Mio. € (Vorjahr: 4,3 Mio. €). Die Veränderung des effektiven Steuersatzes (auf Basis des Konzernergebnisses) resultierte aus der geänderten Ergebniszusammensetzung (unterschiedliche Ergebnisanteile der einzelnen Gesellschaften in Ländern mit unterschiedlichen Steuersätzen).
Das Konzernergebnis erhöhte sich sowohl aufgrund eines höheren operativen Ergebnisses als auch aufgrund des verbesserten Finanzergebnisses um 206,1 Mio. € von
18,3 Mio. € auf 224,4 Mio. €. Daraus resultierte eine Erhöhung des Ergebnisses je Aktie von 0,36 € auf 5,52 €. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurden Hybridkapitalzinsen in Höhe von 9,8 Mio. € (Vorjahr: 4,2 Mio. €) in Abzug gebracht.
Der AT&S Konzern gliedert seine betrieblichen Tätigkeiten in drei Segmente: Mobile Devices & Substrates, Automotive, Industrial, Medical und Sonstige. Zu weiterführenden Erläuterungen zu den Segmenten bzw. zur Segmentberichterstattung verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2021/22.
Der Anteil des Segments Mobile Devices & Substrates an den gesamten externen Umsätzen erhöhte sich von 72,7 % auf 78,6 %. Der Umsatzanteil des Segments Automotive, Industrial, Medical verringerte sich auf 21,4 % (Vorjahr: 27,3 %).
Der Segmentumsatz erhöhte sich um 352,3 Mio. € bzw. 62,0 % von 568,4 Mio. € auf 920,7 Mio. €. Der erfolgreiche Produktionsanlauf der erweiterten Kapazitäten in Chongqing, der die Nachfrage nach ABF-Substraten bedient, trug wesentlich zum Umsatzwachstum bei. Positiv wirkte auch das verbreiterte Kunden- und Anwendungsportfolio bei mobilen Endgeräten sowie die Nachfrage nach Modulleiterplatten.
Das EBITDA verbesserte sich infolge des höheren Absatzvolumens und eines vorteilhafteren Produktmixes um 202,8 Mio. € bzw. 187,6 % von 108,1 Mio. € auf 310,9 Mio. €.
in Mio. € (wenn nicht anders angeführt)
| Veränderung | |||
|---|---|---|---|
| H1 2022/23 | H1 2021/22 | in % | |
| Segmentumsatzerlöse | 920,7 | 568,4 | 62,0 % |
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 840,6 | 507,0 | 65,8 % |
| Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) | 310,9 | 108,1 | >100 % |
| EBITDA bereinigt1) | 324,3 | 117,4 | >100 % |
| EBITDA-Marge (%) | 33,8 % | 19,0 % | |
| EBITDA-Marge bereinigt (%)1) | 35,2 % | 20,6 % | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 194,7 | 23,6 | >100 % |
| EBIT bereinigt1) | 208,5 | 39,5 | >100 % |
| EBIT-Marge (%) | 21,1 % | 4,2 % | |
| EBIT-Marge bereinigt (%)1) | 22,6 % | 7,0 % | |
| Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 479,5 | 289,0 | 65,9 % |
| Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Durchschnitt (Anzahl) | 11.684 | 9.334 | 25,2 % |
1) Bereinigt um Anlaufkosten
Insgesamt resultierte daraus eine EBITDA-Marge von 33,8 % die über dem Vorjahresvergleichswert von 19,0 % liegt.
Die Abschreibungen des Segments erhöhten sich um 31,8 Mio. € bzw. 37,7 % von 84,4 Mio. € auf 116,2 Mio. € aufgrund des höheren Anlagenvermögens infolge der Zukunftsinvestitionen (Veränderung seit 30. September 2021: 697,3 Mio. €).
Das EBIT von 194,7 Mio. € lag um 171,1 Mio. € über dem Vorjahreswert von 23,6 Mio. €. Die EBIT-Marge lag bei 21,1 % (Vorjahr: 4,2 %).
Der Segmentumsatz lag mit 263,9 Mio. € um 23,9 % über dem Vorjahreswert von 213,1 Mio. €. Umsatzsteigerungen konnten in den ersten sechs Monaten in allen Bereichen gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden, wobei der Bereich Automotive die größte Steigerung verzeichnen konnte. Sowohl im Bereich Industrial als auch im Bereich Medical & Healthcare konnte der Umsatz vor allem aufgrund eines vorteilhafteren Produktmixes das Vorjahresniveau übertreffen.
Das Segment-EBITDA lag jedoch mit 3,5 Mio. € um 20,3 Mio. € unter dem Vorjahresniveau von 23,8 Mio. €. Wesentliche Gründe für die negative Entwicklung sind höhere Material-, Transport- und Energiekosten. Es gilt allerdings auch zu berücksichtigen, dass Anlaufkosten für das neue F&E-Zentrum in Leoben und gestiegene Forschungsaufwendungen zur Absicherung der Position als Innnovationstreiber das Ergebnis belasteten. Die EBITDA-Marge verringerte sich um 9,8 Prozentpunkte von 11,2 % auf 1,3 %.
Die Abschreibungen des Segments erhöhten sich um 1,2 Mio. € bzw. 8,4 % von 13,7 Mio. € auf 14,8 Mio. €.
Das EBIT verringerte sich um 21,4 Mio. € von 10,1 Mio. € auf -11,3 Mio. €.
in Mio. € (wenn nicht anders angeführt)
| Veränderung | |||
|---|---|---|---|
| H1 2022/23 | H1 2021/22 | in % | |
| Segmentumsatzerlöse | 263,9 | 213,1 | 23,9 % |
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 229,4 | 190,5 | 20,4 % |
| Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) | 3,5 | 23,8 | (85,2 %) |
| EBITDA bereinigt1) | 9,4 | 23,9 | (60,5 %) |
| EBITDA-Marge (%) | 1,3 % | 11,2 % | |
| EBITDA-Marge bereinigt (%)1) | 3,6 % | 11,2 % | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | (11,3) | 10,1 | (>100 %) |
| EBIT bereinigt1) | (4,9) | 10,2 | (>100 %) |
| EBIT-Marge (%) | (4,3 %) | 4,8 % | |
| EBIT-Marge bereinigt (%)1) | (1,8 %) | 4,8 % | |
| Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 100,4 | 27,9 | >100 % |
| Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Durchschnitt (Anzahl) | 3.241 | 2.956 | 9,6 % |
1) Bereinigt um Anlaufkosten
Das Segment Sonstige ist hauptsächlich von Holding-Aktivitäten geprägt. Das Ergebnis der im Segment Sonstige enthaltenen Aktivitäten lag über dem Vorjahresniveau.
Die Bilanzsumme erhöhte sich in den ersten sechs Monaten um 571,9 Mio. € bzw. 15,3 % von 3.746,3 Mio. € auf 4.318,2 Mio. €. Im Anlagevermögen standen Anlagenzugängen in Höhe von 594,8 Mio. € (Anlagenzugänge führten zu 591,9 Mio. € zahlungswirksamen CAPEX) Abschreibungen von insgesamt 134,0 Mio. € gegenüber. Darüber hinaus erhöhten Wechselkurseffekte das Anlagevermögen um 26,5 Mio. €. Die in der Konzernbilanz zum 30. September 2022 ausgewiesenen Sachanlagen beinhalten zusätzlich Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 von 92,2 Mio. €. Damit korrespondierend sind 73,4 Mio. € Leasingverbindlichkeiten in den Finanzverbindlichkeiten enthalten. Die Vorräte stiegen von 193,2 Mio. € auf 224,4 Mio. €.
Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten betrug 1.094,1 Mio. € (31. März 2022: 1.119,9 Mio. €). Zusätzlich zu den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten verfügt AT&S über finanzielle Vermögenswerte von 37,9 Mio. € und über 247,0 Mio. € an nicht genutzten Kreditlinien.
Das Eigenkapital erhöhte sich um 238,7 Mio. € bzw. 19,1 % von 1.252,3 Mio. € auf 1.491,0 Mio. €. Dabei standen dem positiven Konzernergebnis von 224,4 Mio. € und positiven Wechselkurseffekten von 38,5 Mio. €, die sich aus der Umrechnung der Nettovermögensposition der Tochterunternehmen ergaben, die ausbezahlte Dividende von 35,0 Mio. € gegenüber. Zusätzlich wirkten sich Umbewertungen von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (5,7 Mio. €) und die Veränderung von Sicherungsinstrumenten aus der Absicherung von Zahlungsströmen (5,1 Mio. €) positiv auf das Eigenkapital aus. Trotz des deutlich höheren Eigenkapitals lag die Eigenkapitalquote mit 34,5 % nur um 1,1 Prozentpunkte über dem Wert zum 31. März 2022, begründet durch die ebenfalls deutlich angestiegene Bilanzsumme (Anstieg um 571,9 Mio. €).
Die Nettoverschuldung erhöhte sich um 85,3 Mio. € bzw. 40,3 % von 211,6 Mio. € auf 297,0 Mio. €.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2022/23 365,9 Mio. € (Vorjahr: 102,5 Mio. €). Diesen Zahlungsmittelzuflüssen standen Auszahlungen für Netto-Investitionen von 489,5 Mio. € (Vorjahr: 306,9 Mio. €) gegenüber. Daraus resultierte ein negativer operativer Free Cashflow von -123,7 Mio. € (Vorjahr: -204,4 Mio. €).
Der Nettoverschuldungsgrad erhöhte sich von 16,9 % auf 19,9 %. Diese Erhöhung resultiert aus der oben erläuterten Veränderung des Eigenkapitals sowie aus der deutlichen Erhöhung der Nettoverschuldung.
Mit Wirkung vom 1. Oktober 2022 hat der Aufsichtsrat der AT&S Frau Petra Preining (49) für fünf Jahre als CFO in den Vorstand berufen. Sie wird die Bereiche Finance, Controlling, Procurement, Investor Relations, Legal, Internal Audit, Compliance sowie Risk- und Continuitymanagement verantworten.
| H1 2022/23 | H1 2021/22 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Segmentumsatzerlöse | – | – | n.a. |
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | – | – | n.a. |
| Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) | 0,8 | (1,1) | >100 % |
| EBITDA-Marge (%) | – | – | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | (2,1) | (3,4) | 38,4 % |
| EBIT-Marge (%) | – | – | |
| Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 15,0 | 4,2 | >100 % |
| Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Durchschnitt (Anzahl) | 384 | 300 | 28,0 % |
Im Konzernabschluss 2021/22 sind ausführlich im Lagebericht unter Pkt. 5 "Chancen und Risiken" relevante Risikokategorien erläutert, welche zum Bilanzerstellungstag nach wie vor Gültigkeit haben. Wie dort bereits ausgeführt, können falsch eingeschätzte technologische Entwicklungen, Veränderungen in der Nachfrage und negative Preisentwicklungen die Werthaltigkeit von Investitionen maßgeblich negativ beeinträchtigen. Risiken im Zusammenhang mit der Covid-19- Pandemie sind für die einzelnen Risikokategorien jeweils im Detail erläutert.
Im Geschäftsjahr 2022/23 wird sich AT&S abhängig von der Marktentwicklung weiter auf den Produktionsanlauf der neuen Kapazitäten im Werk III in Chongqing konzentrieren, die Investitionsvorhaben in Kulim und den Ausbau des Standorts in Leoben weiter vorantreiben sowie Technologie-Upgrades an anderen Standorten durchführen. Angesichts des äußerst volatilen Umfelds werden die laufenden Investitionsprojekte kurzzyklisch überprüft und bei Bedarf den jeweils aktuellen Gegebenheiten angepasst.
Für die Segmente von AT&S gestalten sich die Erwartungen derzeit wie folgt: Trotz aktueller Nachfrageschwankungen bieten die Marktgegebenheiten bei IC-Substraten mittelfristig weiterhin erhebliche Wachstumsmöglichkeiten. Im Bereich der mobilen Endgeräte bleiben der Mobilfunkstandard 5G wie auch das Geschäft mit Modulleiterplatten ein positiver Treiber. Bei Automotive sollte sich die Halbleiterknappheit weiter entspannen und der Wachstumstrend aufgrund weiterhin steigendem Elektronikanteils je Fahrzeug sich somit verstärken. Bei Industrial und Medical erwartet AT&S für das laufende Geschäftsjahr eine positive Entwicklung.
Im Rahmen der strategischen Projekte plant das Management für das Geschäftsjahr 2022/23 – in Abhängigkeit vom Marktumfeld und den Projektfortschritten – Investitionen in Höhe von bis zu 1 Mrd. €. Für Basisinvestitionen werden rund 150 Mio. € veranschlagt. Aus dem Investitionsbudget für das Geschäftsjahr 2021/22 haben sich geplante Investitionen in
Höhe von 100 Mio. € in das Geschäftsjahr 2022/23 verschoben. In Summe ergibt sich daraus derzeit ein geplantes Investitionsvolumen in Höhe von bis zu 1.250 Mio. €.
Nach der guten Entwicklung im ersten Halbjahr erwartet AT&S in der zweiten Jahreshälfte eine Eintrübung im Marktumfeld und erwartet nun für das Geschäftsjahr 2022/23 einen Umsatz im mittleren einstelligen Prozentbereich unter der bisherigen Erwartung von 2,2 Mrd. €. Unter Berücksichtigung der Effekte aus dem Anlauf der neuen Produktionskapazitäten in Kulim, Leoben und Chongqing wird die bereinigte EBITDA-Marge unverändert voraussichtlich zwischen 27 und 30 % liegen.
Die Erweiterung der Produktionskapazitäten in Chongqing und Kulim sowie der Ausbau des Standortes in Leoben entwickeln sich trotz herausfordernder Weltwirtschafts- und Gesundheitslage weiterhin positiv. Das Management ist überzeugt davon, dass die großen Trends – Digitalisierung und Elektrifizierung in Takt sind. Somit geht AT&S davon aus, dass im Geschäftsjahr 2025/26 ein Umsatz von rund 3,5 Mrd. € erzielt wird und erwartet eine EBITDA-Marge von 27 bis 32 %.
Leoben-Hinterberg, am 3. November 2022
Der Vorstand
DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Mag. Petra Preining e.h. Dr. Peter Schneider e.h. DI Ingolf Schröder e.h.
| in Tsd. € | 01.07.-30.09.2022 | 01.07.-30.09.2021 | 01.04.-30.09.2022 | 01.04.-30.09.2021 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 567.483 | 379.897 | 1.070.038 | 697.580 |
| Umsatzkosten | (436.199) | (328.084) | (837.556) | (612.775) |
| Bruttogewinn | 131.284 | 51.813 | 232.482 | 84.805 |
| Vertriebskosten | (15.115) | (10.725) | (28.819) | (20.919) |
| Allgemeine Verwaltungskosten | (14.732) | (14.051) | (36.750) | (29.792) |
| Sonstiger betrieblicher Ertrag | 21.968 | 13.791 | 38.179 | 13.979 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | (14.990) | (10.047) | (23.783) | (17.676) |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 6.978 | 3.745 | 14.396 | (3.697) |
| Betriebsergebnis | 108.415 | 30.782 | 181.309 | 30.397 |
| Finanzierungserträge | 40.647 | 1.231 | 80.421 | 2.642 |
| Finanzierungsaufwendungen | (7.988) | (5.927) | (14.256) | (10.486) |
| Finanzergebnis | 32.659 | (5.927) | 66.165 | (7.844) |
| Ergebnis vor Steuern | 141.074 | 26.086 | 247.474 | 22.553 |
| Ertragsteuern | (12.894) | (2.541) | (23.093) | (4.290) |
| Konzernergebnis | 128.180 | 23.545 | 224.381 | 18.263 |
| davon vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer | 4.907 | 2.096 | 9.760 | 4.168 |
| davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen | 123.273 | 21.449 | 214.621 | 14.095 |
| Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des Mutterunternehmens zusteht (in € je Aktie): |
||||
| – unverwässert | 3,17 | 0,55 | 5,52 | 0,36 |
| – verwässert | 3,17 | 0,55 | 5,52 | 0,36 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien – unverwässerter Wert (in Tsd. Stück) |
38.850 | 38.850 | 38.850 | 38.850 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien – verwässerter Wert (in Tsd. Stück) |
38.850 | 38.850 | 38.850 | 38.850 |
| in Tsd. € | 01.07.-30.09.2022 | 01.07.-30.09.2021 | 01.04.-30.09.2022 | 01.04.-30.09.2021 |
|---|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 128.180 | 23.545 | 224.381 | 18.263 |
| Zu reklassifizierende Ergebnisse: | ||||
| Währungsumrechnungsdifferenzen, nach Steuern | 8.019 | 40.289 | 38.526 | 44.045 |
| Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten aus der Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern |
3.028 | 402 | 5.059 | (1.463) |
| Nicht zu reklassifizierende Ergebnisse: | ||||
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, nach Steuern |
5.238 | (852) | 5.731 | (852) |
| Sonstiges Ergebnis | 16.285 | 39.839 | 49.316 | 41.730 |
| Konzerngesamtergebnis | 144.465 | 63.383 | 273.697 | 59.993 |
| davon vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer | 4.907 | 2.096 | 9.760 | 4.168 |
| davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen | 139.558 | 61.287 | 263.937 | 55.825 |
| in Tsd. € | 30.09.2022 | 31.03.2022 |
|---|---|---|
| VERMÖGENSWERTE | ||
| Sachanlagen | 2.326.875 | 1.950.185 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 28.969 | 31.807 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 15.849 | 4.580 |
| Aktive latente Steuern | 13.827 | 24.698 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 40.020 | 11.742 |
| Langfristige Vermögenswerte | 2.425.540 | 2.023.012 |
| Vorräte | 224.366 | 193.236 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und vertragliche Vermögenswerte | 534.904 | 390.266 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 37.946 | 18.833 |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 1.358 | 1.056 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.094.131 | 1.119.921 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.892.705 | 1.723.312 |
| Summe Vermögenswerte | 4.318.245 | 3.746.324 |
| EIGENKAPITAL | ||
| Gezeichnetes Kapital | 141.846 | 141.846 |
| Sonstige Rücklagen | 237.225 | 187.909 |
| Hybridkapital | 388.849 | 388.849 |
| Gewinnrücklagen | 723.105 | 533.689 |
| Den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital | 1.491.025 | 1.252.293 |
| Summe Eigenkapital | 1.491.025 | 1.252.293 |
| SCHULDEN | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 1.023.933 | 1.276.578 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | 656.963 | 446.410 |
| Rückstellungen für Personalaufwand | 47.635 | 55.232 |
| Passive latente Steuern | 1.410 | 2.167 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 69.102 | 69.604 |
| Langfristige Schulden | 1.799.043 | 1.849.991 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 582.629 | 549.679 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 420.967 | 78.402 |
| Laufende Ertragsteuerschulden | 15.133 | 9.570 |
| Sonstige Rückstellungen | 9.448 | 6.389 |
| Kurzfristige Schulden | 1.028.177 | 644.040 |
| Summe Schulden | 2.827.220 | 2.494.031 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 4.318.245 | 3.746.324 |
| in Tsd. € | 01.04.-30.09.2022 | 01.04.-30.09.2021 |
|---|---|---|
| Betriebsergebnis | 181.309 | 30.397 |
| Abschreibungen und Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 133.978 | 100.358 |
| Gewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen | 1.989 | 227 |
| Veränderung langfristiger Rückstellungen | (7.441) | 1.246 |
| Veränderung langfristiger Vertragsverbindlichkeiten | 210.496 | 59.177 |
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert | (16.167) | 5.728 |
| Gezahlte Zinsen | (9.798) | (8.652) |
| Erhaltene Zinsen | 4.188 | 1.077 |
| Gezahlte Ertragsteuern | (11.298) | (2.053) |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 487.256 | 187.505 |
| Vorräte | (26.211) | (35.474) |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und vertragliche Vermögenswerte | (132.786) | (85.703) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 34.613 | 36.738 |
| Sonstige Rückstellungen | 2.990 | (575) |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 365.862 | 102.491 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | (591.864) | (306.953) |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 102.337 | 45 |
| Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten | (45.905) | (15.023) |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten | 9.784 | 38.612 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | (525.648) | (283.319) |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten | 87.120 | 135.271 |
| Auszahlungen für die Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten | (12.377) | (59.149) |
| Einzahlungen aus Investitionszuschüssen | 5.992 | 2.284 |
| Dividendenzahlungen | (34.965) | (15.152) |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 45.770 | 63.254 |
| Veränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | (114.016) | (117.574) |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang | 1.119.921 | 552.850 |
| Währungsgewinne aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 88.226 | 2.135 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende | 1.094.131 | 437.411 |
| in Tsd. € | Gezeichne tes Kapital |
Sonstige Rücklagen |
Hybridkapital | Gewinn rücklagen |
Den Eigentü mern des Mutterunter nehmens zu rechenbares Eigenkapital |
Nicht beherr schende Anteile |
Summe Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 31.03.2021 | 141.846 | 27.079 | 172.887 | 460.201 | 802.013 | – | 802.013 |
| Konzernergebnis | – | – | – | 18.263 | 18.263 | – | 18.263 |
| Sonstiges Ergebnis | – | 41.730 | – | – | 41.730 | – | 41.730 |
| davon Währungsumrechnungsdifferenzen, nach Steuern |
– | 44.045 | – | – | 44.045 | – | 44.045 |
| davon Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, nach Steuern davon Veränderung von Sicherungsinstrumenten aus |
– | (852) | – | – | (852) | – | (852) |
| der Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern | – | (1.463) | – | – | (1.463) | – | (1.463) |
| Konzerngesamtergebnis | – | 41.730 | – | 18.263 | 59.993 | – | 59.993 |
| Dividendenzahlung für 2019/20 | – | – | – | (15.152) | (15.152) | – | (15.152) |
| Stand zum 30.09.2021 | 141.846 | 68.809 | 172.887 | 463.312 | 846.854 | – | 846.854 |
| Stand zum 31.03.2022 | 141.846 | 187.909 | 388.849 | 533.689 | 1.252.293 | – | 1.252.293 |
| Konzernergebnis | – | – | – | 224.381 | 224.381 | – | 224.381 |
| Sonstiges Ergebnis | – | 49.316 | – | – | 49.316 | – | 49.316 |
| davon Währungsumrechnungsdifferenzen, nach Steuern |
– | 38.526 | – | – | 38.526 | – | 38.526 |
| davon Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, nach Steuern |
– | 5.731 | – | – | 5.731 | – | 5.731 |
| davon Veränderung von Sicherungsinstrumenten aus der Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern |
– | 5.059 | – | – | 5.059 | – | 5.059 |
| Konzerngesamtergebnis | – | 49.316 | – | 224.381 | 273.697 | – | 273.697 |
| Dividendenzahlung für 2020/21 | – | – | – | (34.965) | (34.965) | – | (34.965) |
| Stand zum 30.09.2022 | 141.846 | 237.225 | 388.849 | 723.105 | 1.491.025 | – | 1.491.025 |
| Mobile Devices & Substrates |
Automotive, Industrial, Medical |
Sonstige | Eliminierung/ Konsolidierung |
Konzern | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. € | 01.04.- 30.09.2022 |
01.04.- 30.09.2021 |
01.04.- 30.09.2022 |
01.04.- 30.09.2021 |
01.04.- 30.09.2022 |
01.04.- 30.09.2021 |
01.04.- 30.09.2022 |
01.04.- 30.09.2021 |
01.04.- 30.09.2022 |
01.04.- 30.09.2021 |
| Umsatzerlöse | 920.658 | 568.384 | 263.939 | 213.097 | – | – | (114.559) | (83.901) | 1.070.038 | 697.580 |
| Innenumsatz | (80.068) | (61.336) | (34.491) | (22.565) | – | – | 114.559 | 83.901 | – | – |
| Außenumsatz | 840.590 | 507.048 | 229.448 | 190.532 | – | – | – | – | 1.070.038 | 697.580 |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen |
310.924 | 108.063 | 3.519 | 23.813 | 846 | (1.121) | 0 | – | 315.289 | 130.755 |
| Abschreibungen inkl. Zuschreibungen |
(116.229) | (84.426) | (14.830) | (13.684) | (2.921) | (2.248) | – | – | (133.981) | (100.358) |
| Betriebsergebnis | 194.695 | 23.637 | (11.311) | 10.129 | (2.075) | (3.369) | – | – | 181.309 | 30.397 |
| Finanzergebnis Ergebnis vor Steuern |
66.165 247.474 |
(7.844) 22.553 |
||||||||
| Ertragsteuern | (23.093) | (4.290) | ||||||||
| Konzernergebnis | 224.381 | 18.263 | ||||||||
| Sachanlagen und immateri elle Vermögenswerte1) |
2.099.766 | 1.721.795 | 239.168 | 246.492 | 16.910 | 13.705 | – | – | 2.355.844 | 1.981.992 |
| Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermö genswerten |
479.463 | 289.002 | 100.353 | 27.930 | 15.011 | 4.226 | – | – | 594.827 | 321.158 |
| 1) Vorjahreswerte bezogen auf den 31.03.2022 |
| 01.04.-30.09.2022 in Tsd. € |
01.04.-30.09.2021 |
|---|---|
| Österreich 12.420 |
10.867 |
| Deutschland 98.540 |
77.389 |
| Sonstiges Europa 51.586 |
43.004 |
| China 2.064 |
3.915 |
| Sonstiges Asien 47.460 |
41.884 |
| Amerika 857.968 |
520.521 |
| Umsatzerlöse 1.070.038 |
697.580 |
| in Tsd. € | 30.09.2022 | 31.03.2022 |
|---|---|---|
| Österreich | 179.818 | 186.579 |
| China | 1.897.037 | 1.646.725 |
| Übrige | 278.989 | 148.688 |
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 2.355.844 | 1.981.992 |
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Zwischenbericht zum 30. September 2022 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS), unter Berücksichtigung des IAS 34, und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum 31. März 2022 wurden mit Ausnahme der IFRS, die ab dem 1. April 2022 verpflichtend anzuwenden sind, unverändert angewandt.
Der Konzernzwischenabschluss beinhaltet nicht alle im Jahreskonzernabschluss enthaltenen Informationen und sollte gemeinsam mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2022 gelesen werden.
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2022 ist ungeprüft und es wurde auch keine externe prüferische Durchsicht durchgeführt.
Umsatzerlöse Der Konzernumsatz lag in den ersten sechs Monaten dieses Geschäftsjahres mit 1.070,0 Mio. € um 53,4 % über dem Wert des Vergleichszeitraums von 697,6 Mio. €.
Bruttogewinn Der aktuelle Bruttogewinn liegt mit 232,5 Mio. € um 147,7 Mio. € über dem Wert des Vergleichszeitraums von 84,8 Mio. €. Die Ursachen für den Anstieg sind auf höhere Umsatzerlöse und damit zusätzliche Deckungsbeiträge zurückzuführen. Höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung haben den Bruttogewinn belastet.
Betriebsergebnis Infolge eines höheren Bruttogewinns erhöhte sich das Konzernbetriebsergebnis auf 181,3 Mio. € bzw. 16,9 % der Umsatzerlöse. Zusätzlich ergebniserhöhend wirkte sich das sonstige betriebliche Ergebnis aus, das gegenüber dem Vorjahr - vor allem wegen positiver Fremdwährungseffekte - um 18,1 Mio. € höher ausfiel.
Finanzergebnis Die Finanzierungsaufwendungen lagen mit 14,3 Mio. € um 3,8 Mio. € über dem Vorjahresniveau. Ursache für den Anstieg waren vor allem höhere Zinsaufwendungen verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Die Finanzierungserträge von 80,4 Mio. € resultieren im Wesentlichen aus positiven Fremdwährungseffekten von Bankguthaben (59,6 Mio. €), nicht realisierten Gewinnen aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten sowie aus Zinserträgen von Bankguthaben. Insgesamt hat sich das Finanzergebnis um 74,0 Mio. € auf 66,2 Mio. € verbessert.
Ertragsteuern Die Veränderung des effektiven Steuersatzes auf Basis des Konzernergebnisses im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultiert aus den sich ändernden Anteilen der einzelnen Gesellschaften mit unterschiedlichen Steuersätzen am Konzernergebnis.
Saisonalität Der Umsatz der AT&S weist im Normalfall aufgrund der hohen Bedeutung der mobilen Endgeräte folgenden saisonalen Verlauf auf: Das erste Quartal des Geschäftsjahres ist üblicherweise schwächer als Quartal zwei und drei, welche als Vorbereitung für die Produktlaunches der neuesten Gerätegeneration meist eine sehr hohe Nachfrage aufweisen. Das vierte Quartal weist in der Regel eine geringere Kundennachfrage auf und ist durch Werksferien aufgrund des chinesischen Neujahrsfests in unseren großen chinesischen Standorten gekennzeichnet.
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.09.2022 | 31.03.2022 | Veränderung in % |
01.04.-30.09.2022 | 01.04.-30.09.2021 | Veränderung in % |
|
| Chinesischer Renminbi | 6,9527 | 7,0420 | (1,3 %) | 6,9749 | 7,6876 | (9,3 %) |
| Hongkong Dollar | 7,6690 | 8,6853 | (11,7 %) | 8,1519 | 9,2382 | (11,8 %) |
| Malaysischer Ringgit | 4,5230 | 4,6643 | (3,0 %) | 4,5803 | 4,9374 | (7,2 %) |
| Indische Rupie | 79,4400 | 83,9684 | (5,4 %) | 81,3783 | 87,5291 | (7,0 %) |
| Japanischer Yen | 140,9400 | 134,9800 | 4,4 % | 138,1542 | 130,9442 | 5,5 % |
| Südkoreanischer Won | 1.401,1900 | 1.345,7967 | 4,1 % | 1.346,1366 | 1.353,3168 | (0,5 %) |
| Taiwan Dollar | 31,0647 | 31,8146 | (2,4 %) | 30,9920 | 33,1506 | (6,5 %) |
| US Dollar | 0,9754 | 1,1093 | (12,1 %) | 1,0391 | 1,1885 | (12,6 %) |
Währungsumrechnungsdifferenzen Die positive Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen im aktuellen Geschäftsjahr von 38,5 Mio. € ist im Wesentlichen auf die Wechselkursveränderung des chinesischen Renminbi sowie des US-Dollars gegenüber der Konzerndarstellungswährung Euro zurückzuführen.
Vermögens- und Finanzlage Die Nettoverschuldung lag mit 297,0 Mio. € über dem Wert des letzten Bilanzstichtags von 211,6 Mio. €. Demgegenüber erhöhte sich das Nettoumlaufvermögen vor allem aufgrund von gestiegenen Vorräten sowie Forderungen von 271,5 Mio. € zum 31. März 2022 auf 404,4 Mio. €. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultierte vor allem aus höheren Umsatzerlösen im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres verglichen mit dem vierten Quartal des Geschäftsjahres 2021/22. Der Nettoverschuldungsgrad liegt mit 19,9 % über dem Wert des letzten Bilanzstichtags von 16,9 %.
Bewertungshierarchien der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente Bei der Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente ist zwischen drei Bewertungshierarchien zu unterscheiden.
Die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente zu den drei Bewertungshierarchien stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar: siehe Tabelle unten
Exportkredite, Kredite der öffentlichen Hand, Leasingverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt 1.444,9 Mio. € (31. März 2022: 1.354,5 Mio. €) sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der beizulegende Zeitwert dieser Verbindlichkeiten beträgt 1.412,4 Mio. €. (31. März 2022: 1.356,8 Mio. €.
Vertragliche Verbindlichkeiten Im Geschäftsjahr 2022/23 erhielt der Konzern im Rahmen von bilateralen Vereinbarungen Zahlungen in Höhe von 208,0 Mio. € für die Finanzierung der Errichtung neuer Produktionsstätten. Aufgrund des Vorliegens einer signifikanten Finanzierungskomponente wurden Zinsen in Höhe von 2,5 Mio. € passiviert.
| 30.09.2022 | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte: | ||||
| – Anleihen | 884 | – | – | 884 |
| – Derivative Finanzinstrumente | – | 17.246 | – | 17.246 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert ohne Recycling | – | 118 | – | 118 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Derivative Finanzinstrumente | – | – | – | – |
| 31.03.2022 | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Summe |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte: | ||||
| – Anleihen | 849 | – | – | 849 |
| – Derivative Finanzinstrumente | – | 4.463 | – | 4.463 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert ohne Recycling | ||||
| – | 117 | – | 117 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten |
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Im Zusammenhang mit verbindlich kontrahierten Investitionsvorhaben bestanden zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 480,9 Mio. €. Dies betrifft Investitionen in den Werken Kulim, Shanghai, Chongqing, Nanjangud und Leoben. Zum 31. März 2022 betrugen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen 498,9 Mio. €. Weiters bestehen Haftungsverhältnisse aus Bankgarantien in Höhe von 0,4 Mio. €.
Eigenkapital Das Konzerneigenkapital veränderte sich vor allem aufgrund des positiven Konzernergebnisses von 224,4 Mio. €, positiver Währungsumrechnungsdifferenzen von 38,5 Mio. €, positiver Umbewertungen von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses von 5,7 Mio. € sowie positiver Veränderungen von Sicherungsinstrumenten aus der Absicherung von Zahlungsströmen von 5,1 Mio. €. Diese positiven Veränderungen führten zusammen mit der Dividendenausschüttung in Höhe von 35,0 Mio. € in Summe zu einer Erhöhung des Konzerneigenkapitals von 1.252,3 Mio. € zum 31. März 2022 auf 1.491,0 Mio. € zum 30. September 2022.
Der Vorstand wurde durch die 25. Hauptversammlung am 4. Juli 2019 ermächtigt, bis zum 3. Juli 2024 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 21.367.500 € durch Ausgabe von bis zu 19.425.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlage, einmal oder in mehreren Tranchen, auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 AktG, zu erhöhen. Der Vorstand wurde ermächtigt, hierbei mit Zustimmung des Aufsichtsrats die näheren Ausgabebedingungen (insbesondere Ausgabebetrag, Gegenstand der Sacheinlage, Inhalt der Aktienrechte, Ausschluss der Bezugsrechte etc.) festzulegen (genehmigtes Kapital). Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.
Darüber hinaus wurde der Vorstand in der 25. Hauptversammlung am 4. Juli 2019 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 3. Juli 2024 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Wandelschuldverschreibungen im Gesamtbetrag von bis zu 150.000.000 € auszugeben und den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Umtauschund/oder Bezugsrechte auf bis zu 19.425.000 Stück neue auf Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Wandelschuldverschreibungsbedingungen zu gewähren. Diesbezüglich wurde der Vorstand auch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Wandelschuldverschreibungen ganz oder teilweise auszuschließen. Außerdem wurde in diesem Zusammenhang das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 Abs 2 Z 1 AktG um bis zu 21.367.500 € durch Ausgabe von bis zu 19.425.000 Stück neuer, auf Inhaber lautender Stückaktien bedingt erhöht. Diese bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als Inhaber von auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 4. Juli 2019 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Umtausch- und/oder Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen (insbesondere Ausgabebetrag, Inhalt der Aktienrechte). Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Entsprechendes gilt für den Fall der Nichtausübung der Ermächtigung zur Ausgabe der Wandelschuldverschreibungen sowie im Falle der Nichtnutzung des bedingten Kapitals.
In Bezug auf das genehmigte Kapital und das bedingte Kapital ist folgende betragsmäßige Determinierung, entsprechend den Beschlüssen der 25. Hauptversammlung vom 4. Juli 2019, zu beachten: Die Summe aus (i) der Anzahl der nach den Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen jeweils aus bedingtem Kapital aktuell ausgegebenen oder potentiell auszugebenden Aktien und (ii) der Anzahl der aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen Aktien darf die Zahl von insgesamt 19.425.000 nicht überschreiten (betragsmäßige Determinierung der Ermächtigungen).
Die Hauptversammlung hat auch beschlossen, die Satzung entsprechend dieser Beschlüsse in § 4 (Grundkapital) zu ändern.
In der 27. ordentlichen Hauptversammlung vom 8. Juli 2021 wurde der Vorstand ermächtigt, einen Betrag in Höhe von bis zu 50.000.000 € des – nach Dividendenausschüttung – auf neue Rechnung vorgetragenen Bilanzgewinns in Höhe von 53.396.054,76 €, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, in freie Rücklagen umzuwidmen.
Eigene Aktien In der 27. ordentlichen Hauptversammlung vom 8. Juli 2021 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals zu einem niedrigsten Gegenwert, der höchstens 30 % unter dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage liegen darf, und einem höchsten Gegenwert je Aktie, der höchstens 30 % über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage liegen darf, zu erwerben, wobei der Erwerb über die Börse, im Wege eines öffentlichen Angebots oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige Weise und zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erfolgen kann. Der Vorstand wurde außerdem ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen. Weiters wurde der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren, sohin bis einschließlich 3. Juli 2024 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien der Gesellschaft auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden, insbesondere zur Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, Wandelschuldverschreibungen oder als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten und zu jedem sonstigen gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden und hierbei die allgemeine Kaufmöglichkeit der Aktionäre auszuschließen.
Zum 30. September 2022 hält der Konzern keine eigenen Aktien.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 365,9 Mio. €. Im Vergleichszeitraum des Vorjahrs lag dieser Wert bei 102,5 Mio. €. Das höhere Betriebsergebnis von 181,3 Mio. € (Vorjahr: 30,4 Mio. €) und eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen von 132,8 Mio. € (Vorjahr: 85,7 Mio. €) verringerten den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, wurden aber durch die neu hinzugekommenen Vertragsverbindlichkeiten von 210,5 Mio. € überkompensiert.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -525,6 Mio. € und liegt damit über dem Niveau des Vergleichszeitraums von -283,3 Mio. €. Auf Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte entfallen 591,9 Mio. €. Durch den Verkauf von Sachanlagen sind wiederum 102,3 Mio. € zugeflossen. Die Investitionen des aktuellen Geschäftsjahrs betreffen überwiegend Investitionen in das im Aufbau befindliche Werk in Malaysia, die chinesischen Werke sowie Technologieupgrades in den übrigen Werken. Aus Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten resultieren 45,9 Mio. €, aus Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten resultieren 9,8 Mio. € für die Veranlagung bzw. Wiederveranlagung liquider Mittel. Investitionsverbindlichkeiten in Höhe von 237,2 Mio. € werden nach dem 30. September 2022 zahlungswirksam.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt 45,8 Mio. € und ist im Wesentlichen auf Darlehenszuzählungen und erhaltene Investitionszuschüsse zurückzuführen, wobei sich die Dividendenzahlung von 35,0 Mio. € negativ auf den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auswirkt.
Die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen/Erträge stellen sich wie folgt dar: siehe Tabelle unten
Auswirkungen von COVID-19 Die seit Jänner 2020 globale Verbreitung des Coronavirus führt zu erheblichen Maßnahmen der Regierungen weltweit zur Eindämmung der Pandemie. In Bezug auf die Unternehmensfortführung bestehen für die AT&S-Gruppe keine Unsicherheiten.
| in Tsd. € | 01.04.-30.09.2022 | 01.04.-30.09.2021 |
|---|---|---|
| Auflösung von Investitionszuschüssen | (4.137) | (2.296) |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert | (12.030) | 8.024 |
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert | (16.167) | 5.728 |
Aufgrund der konsequenten Null-Toleranz-Strategie in China, besteht insbesondere an den chinesischen Standorten, das Risiko eines erneuten COVID-19 Lockdowns. Um neue Entwicklungen und daraus resultierende Auswirkungen auf AT&S schnellstmöglich identifizieren zu können, wurde ein Krisenteam etabliert, welches mit dem Monitoring betraut ist und im Bedarfsfall Schutzmaßnahmen einleitet und steuert. Eine Verschärfung der aktuellen Rahmenbedingungen, Einschränkung in der Mobilität, die Bereitstellung der Fertigungsmaterialen und des Personals, die Abläufe in der Lieferkette sowie die Nachfragesituation können den Geschäftsverlauf nach wie vor beeinflussen.
Die Situation in den einzelnen Ländern wird weiterhin sehr genau beobachtet.
Auswirkung geopolitischer Spannungen Der seit Februar 2022 andauernde Konflikt zwischen der Ukraine und Russland hat Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft. Dieser Konflikt hat Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Materialien und Energie, was sich dementsprechend in der jeweiligen Preisentwicklung zeigt. Unsicherheiten im Hinblick auf die Gasversorgung können auch einen negativen Effekt auf die AT&S mit sich bringen. Insbesondere die österreichischen Produktionsstätten wären von einem Stopp der Gaslieferungen aus Russland betroffen. Um dieses Risiko zu mitigieren, wurden bereits Maßnahmen getroffen. Ziel ist dabei auch im Bedarfsfall schnell reagieren zu können.
Des Weiteren beeinflusst der Ukraine-Russland-Konflikt die Entwicklung im Automotive Segment negativ. Die temporäre Schließung von Produktionsstätten sowie Schwierigkeiten im Hinblick auf die Materialverfügbarkeit stellen Automobilhersteller vor Herausforderungen, welche sich auch auf AT&S auswirken können. Neben den direkten Auswirkungen auf Materiallieferungen und die Nachfrage einzelner Märkte werden signifikante sekundäre Effekte erwartet. Die Störung der Lebensmittelversorgung, Energielieferungen und Transportwege hat schwerwiegende Auswirkungen. Je nach Länge des Konflikts, können die Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft immens sein. Die steigenden Energiepreise führen insbesondere in Europa zu einem erhöhten Risiko einer Rezession. Entwicklungen
in der Lieferkette und dem Energiemarkt werden laufend beobachtet, um im Bedarfsfall rasch reagieren zu können. Durch ein kontinuierliches Monitoring der Marktentwicklung wird versucht etwaigen Nachfrageschwächen frühestmöglich entgegenzuwirken.
Auch die in den letzten Monaten ansteigenden geopolitischen Spannungen können zu einem signifikanten Risiko für die Weltwirtschaft führen. Eine mögliche Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China könnte die Erhöhung von Strafzöllen auf Importe von bestimmten Gütern in beiden Ländern sowie Handelsrestriktionen für Technologieunternehmen zur Folge haben. Aus derzeitiger Sicht hat der Handelskonflikt nur unwesentlich Einfluss auf AT&S. Dennoch ist ein laufendes Monitoring der betroffenen Güter notwendig. Des Weiteren könnte eine Verschlimmerung des Korea-Konflikts oder ein Krieg in Ostasien (z.B. China und Taiwan) einen negativen Effekt auf die Geschäftstätigkeiten haben. Die langfristigen geoökonomischen Folgen können jedoch nicht abgeschätzt werden.
Auswirkungen der Klimakrise Eine Beschreibung der Auswirkungen des Klimwandels auf die AT&S Gruppe findet sich im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2021/22. Diese Aussagen haben nach wie vor Gültigkeit.
Beschlossene Dividende In der Hauptversammlung am 7. Juli 2022 wurde eine Dividende von 0,90 € pro Aktie aus dem Bilanzgewinn zum 31. März 2022 beschlossen. Die Ausschüttung der insgesamt 35,0 Mio. € erfolgte am 28. Juli 2022.
Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Personen und Unternehmen Im Zusammenhang mit diversen Projekten hat der Konzern Leistungen von Rechts- und Beratungsunternehmen erhalten, bei denen der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Androsch für die AIC Androsch International Management Consulting GmbH aktiv war. Die dabei angefallenen Honorare stellen sich wie folgt dar: siehe Tabelle unten
| in Tsd. € | ||
|---|---|---|
| 01.04.-30.09.2022 | 01.04.-30.09.2021 | |
| AIC Androsch International Management Consulting GmbH | 182 | 182 |
| Summe Honorare | 182 | 182 |
Zum Bilanzstichtag bestehen keine ausstehenden Salden oder Verpflichtungen gegenüber den benannten Rechts- und Beratungsunternehmen.
Leoben-Hinterberg, am 3. November 2022
Der Vorstand
DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Mag. Petra Preining e.h. Dr. Peter Schneider e.h. DI Ingolf Schröder e.h.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards erstellte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernzwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Leoben-Hinterberg, am 3. November 2022
Der Vorstand
| DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. | Chief Executive Officer |
|---|---|
| Mag. Petra Preining e.h. | Chief Finance Officer |
| Dr. Peter Schneider e.h. | Chief Sales Officer |
| DI Ingolf Schröder e.h. | Chief Operations Officer |
Wie die internationalen Aktienmärkte und insbesondere der Technologiesektor zeigte die AT&S Aktie im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022/23 eine erhöhte Volatilität und eine rückläufige Entwicklung. Zum Halbjahresultimo am 30. September 2022 schloss sie bei einem Kurs von 33,65 € und wies somit einen Kursverlust von rund 33 % aus.
Das Kurstief von 31,85 € markierte die Aktie Ende September 2022 und somit gegen Ende des Halbjahres. Der Höchstkurs von 57,50 € wiederum stand gehen Ende Mai 2022 zu Buche und entspricht auch dem Allzeithoch.
In der abgelaufenen Berichtsperiode konzentrierte sich die Investor Relations in ihrer Kapitalmarktkommunikation darauf, das Vertrauen der Investoren in das Unternehmen, in seine Wachstumsstory "More than AT&S" und in die Branche weiter zu festigen. Das IR-Team nutzte für die Finanzkommunikation weiterhin intensiv virtuelle Kommunikationskanäle, hat aber auch, wenn möglich, Investorenkontakte in physischer Form wieder deutlich forciert. Im ersten Halbjahr veröffentlichte ODDO BHF erstmals eine Analyse zu AT&S mit dem Rating "Outperform". Derzeit beobachten acht Analysten die AT&S Aktie.
AT&S indiziert zum ATX und zum TecDAX
| in € | 30.09.2022 | 30.09.2021 |
|---|---|---|
| Gewinn/Aktie | 5,52 | 0,36 |
| Höchstkurs | 57,50 | 39,70 |
| Tiefstkurs | 31,85 | 27,95 |
| Ultimokurs | 33,65 | 32,95 |
| 02.02.2023 | Veröffentlichung 1.-3. Quartal 2022/23 | |
|---|---|---|
| 16.05.2023 | Veröffentlichung Vorläufiges Jahresergebnis 2022/23 | |
| 08.06.2023 | Veröffentlichung Jahresergebnis 2022/23 | |
| 26.06.2023 | Nachweisstichtag Hauptversammlung | |
| 06.07.2023 | 29. Hauptversammlung | |
| 25.07.2023 | Ex-Dividenden-Tag | |
| 26.07.2023 | Nachweisstichtag Dividenden | |
| 27.07.2023 | Dividenden-Zahltag | |

HERAUSGEBER UND FÜR DEN INHALT
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Philipp Gebhardt Tel.: +43 (0)3842 200 2274 [email protected]
Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf Basis von zum Erstellungszeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sie werden üblicherweise mit Wörtern wie "erwarten", "planen", "rechnen", "beabsichtigen", "könnten", "werden", "Ziel", "Einschätzung" und ähnlichen Begriffen umschrieben. Aussagen dieser Art beruhen auf aktuellen Erwartungen und Annahmen. Solche Aussagen unterliegen ihrer Natur nach bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten. Die tatsächlichen Entwicklungen können von den dargestellten Erwartungen daher wesentlich abweichen. Empfänger dieses Berichts sollten diese Aussagen daher nur mit der entsprechend gebotenen Vorsicht zur Kenntnis nehmen. Weder AT&S noch irgendeine andere Person übernehmen für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen, die Zukunft betreffenden Aussagen Verantwortung. AT&S übernimmt keine Verpflichtung, diese Aussagen, etwa in Hinblick auf geänderte Annahmen und Erwartungen oder zukünftige Entwicklungen und Ereignisse sowie tatsächliche Ergebnisse, zu aktualisieren.
Durch die kaufmännische Rundung von in diesem Bericht enthaltenen Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.
Im Interesse des Textflusses und der Lesefreundlichkeit wurde im vorliegenden Bericht durchgehend auf eine geschlechterspezifische Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter.
Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der AT&S dar.
Der Bericht wurde in deutscher und englischer Sprache verfasst. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.
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Veröffentlicht am 3. November 2022
AT&S ZW ISCHENMITTEILUNG 1.QUARTAL 2022/23 ADVANCED TECHNOLOGIES
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