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AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG

Quarterly Report Jan 30, 2018

736_10-q_2018-01-30_026a2e43-f13b-402f-bd5b-51ef61684f19.pdf

Quarterly Report

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Kennzahlen

Veränderung
ERGEBNIS UND ALLGEMEINE INFORMATIONEN Einheit Q1-3 2016/17 Q1-3 2017/18 in %
Umsatzerlöse Mio. € 615,1 765,9 24,5 %
davon in Asien produziert % 82 % 85 %
davon in Europa produziert % 18 % 15 %
Umsatzkosten Mio. € 566,4 626,4 10,6 %
Bruttogewinn Mio. € 48,7 139,5 >100 %
Bruttogewinn-Marge % 7,9 % 18,2 %
EBITDA Mio. € 102,1 190,3 86,3 %
EBITDA-Marge % 16,6 % 24,8 %
EBIT (Betriebsergebnis) Mio. € 11,8 88,8 >100 %
EBIT-Marge % 1,9 % 11,6 %
Konzernergebnis Mio. € (19,7) 47,8 >100 %
Konzernergebnis der Anteilseigner des Mutterunternehmens Mio. € (19,7) 46,9 >100 %
ROE (Eigenkapitalrendite)1) % (4,7 %) 10,3 %
ROCE (Gesamtkapitalrendite)1) % (0,2 %) 8,6 %
ROS (Umsatzrendite) % (3,2 %) 6,2 %
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (OCF) Mio. € 16,8 121,0 >100 %
Netto-Investitionen (Net CAPEX) Mio. € 192,3 124,6 (35,2 %)
Operativer Free Cashflow2) Mio. € (175,5) (3,6) 97,9 %
Free Cashflow3) Mio. € (91,8) (125,6) (36,8 %)
Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Ultimo 9.809 10.089 2,8 %
Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Durchschnitt 9.452 10.039 6,2 %
BILANZ 31.03.2017 31.12.2017
Bilanzsumme Mio. € 1.436,7 1.533,4 6,7 %
Eigenkapital4) Mio. € 540,1 699,1 29,4 %
Eigenkapitalquote % 37,6 % 45,6 %
Nettoverschuldung Mio. € 380,5 217,0 (43,0 %)
Verschuldungsgrad % 70,5 % 31,0 %
Nettoumlaufvermögen Mio. € 24,4 73,4 >100 %
Nettoumlaufvermögen/Umsatzerlöse % 3,0 % 7,2 %
AKTIENKENNZAHLEN Q1-3 2016/17 Q1-3 2017/18
Anzahl der Aktien im Umlauf, Ultimo 38.850.000 38.850.000
Anzahl der Aktien, gewichteter Durchschnitt 38.850.000 38.850.000
Gewinn/Aktienanzahl zum Ultimo (0,51) 1,21 >100 %
Gewinn/gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl (0,51) 1,21 >100 %
Marktkapitalisierung, Ultimo Mio. € 361,7 914,5 >100 %
Marktkapitalisierung/Eigenkapital5) % 66,1 %6) 130,8 %

1) Die Berechnung basiert auf durchschnittlichen Werten

2) OCF abzüglich Net CAPEX

3) OCF abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit

4) Eigenkapital inklusive Hybridkapital

5) Den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital

6) Die Berechnung basiert auf dem Eigenkapital zum 31.12.2016

Zusammenfassung

  • Generell hohe operative Leistung (Auslastung, Yield, Effizienz)
  • Erfolgreiche Einführung und Optimierung der neuen Technologiegeneration mit einer führenden Marktposition.
  • Sehr guter Produktmix, vor allem im 3. Quartal.
  • Umsatz stieg um 24,5 % auf 765,9 Mio. €.
  • EBITDA erhöhte sich um 86,3 % auf 190,3 Mio. €.
  • EBITDA-Marge mit einem Plus von 8,2 Prozentpunkte: 24,8 %.
  • Konzernergebnis von -19,7 Mio. auf 47,9 Mio. € gestiegen.
  • Gewinn pro Aktie von 1,21 € vs. Verlust pro Aktie von -0,51 € im Vorjahr.
  • Netto-Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in den ersten neun Monaten: 124,6 Mio. €.
  • Erfolgreiche Platzierung einer 175 Mio. € Hybrid-Anleihe mit einem Kupon von 4,75 %.
  • Eigenkapital trotz negativer Wechselkurseffekte durch begebene Hybrid-Anleihe und positives Konzernergebnis gestärkt: 45,6 %.
  • Nettoverschuldung auf 217,0 Mio. € verringert, Nettoverschuldungsgrad: 31,0 %.
  • Ausblick 2017/18: aufgrund der positiven Entwicklung in den ersten neun Monaten erwartet das Management eine EBITDA-Marge leicht über der Prognose von 19-22 %.

AT&S-Aktie

AKTIONÄRSSTRUKTUR

ENTWICKLUNGEN AM KAPITALMARKT IN DEN ERSTEN NEUN MONATEN 2017/18

Die politischen Entwicklungen in den USA und auch geopolitische Spannungen sorgten zwischenzeitlich immer wieder für Verunsicherung, eine insgesamt aber besser als erwartete Datenlage auf Konjunktur- und Unternehmensebene bescherte den globalen Kapitalmärkten eine tendenziell positive Grundstimmung. Bei den Währungen fiel speziell die Entwicklung beim Euro markant aus, der gegenüber dem US-Dollar deutlich aufwertete und zwischenzeitlich auf über 1,20 USD stieg.

Im dritten Quartal des AT&S Geschäftsjahres 2017/18 kletterte der US-Leitindex Dow Jones Industrial Average u.a. durch das Einpreisen einer großen US-Unternehmenssteuerreform um 10,3 % nach oben und markierte auch ein neues Allzeithoch. Demgegenüber fiel die Entwicklung in Europa beim Euro STOXX 50 mit einem Kursabschlag von -2,5 % weniger gut aus. Für den österreichischen Leitindex ATX bzw. den breiter gefassten ATX Prime brachte das abgelaufene Quartal allerdings Kursanstiege von 3,1 % bzw. 3,5 % mit sich.

AT&S INDIZIERT ZUM ATX PRIME UND ZUM TEC DAX

KURSENTWICKLUNG UND LIQUIDITÄT DER AT&S-AKTIE Die Aktie von AT&S wies im dritten Quartal des Geschäftsjahres mit einem Kursanstieg von 96,2 % eine starke Entwicklung auf und markierte mit 24,99 € auch ein zwischenzeitliches Allzeithoch. Die AT&S Aktie ging mit einem Ultimokurs von 23,54 € am 29. Dezember 2017 aus dem Handel und wies in den ersten neun Monaten des AT&S Geschäftsjahres ein Kursplus von 128,8 % (Schlusskurs am 31. März 2017: 10,29 €) auf. An der Wiener Börse ist das Handelsvolumen der AT&S Aktie in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres um nahezu ein Drittel auf durchschnittlich 103.419 Stück pro Tag gestiegen (Vorjahr: 78.841 Stück; jeweils Einfachzählung). Die Kombination aus höherem Handelsvolumen und gestiegenem Aktienkurs führte dazu, dass der durchschnittliche tägliche Geldumsatz mit 1.686.355 € den Vorjahreswert von 842.714 € (jeweils Einfachzählung) um rund 100 % übertraf.

Das Hauptaugenmerk der Kapitalmarktkommunikation von AT&S lag in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2017/18 darauf, bestehende und potenzielle Investoren und Analysten über die aktuellen Entwicklungen in den Kundensegmenten, die Fortschritte im Werk 1 in Chongqing bzw. das Hochfahren der neuen Technologiegeneration im Werk 2 in Chongqing und die zukünftige Positionierung von AT&S zu informieren. Dies erfolgte im Rahmen von zahlreichen Einzelgesprächen und –Telefonaten und vor allem Investorenkonferenzen. Im November stand das Roadshowprogramm ganz im Zeichen der danach erfolgreich platzierten Hybridanleihe.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des vorliegenden Berichtes für die ersten drei Geschäftsjahresquartale wird die AT&S-Aktie von Analysten von fünf Investmentbanken beobachtet. Die Empfehlungen lauten dabei zweimal auf "Kaufen", zweimal auf "Halten" und einmal auf "Reduce".

AKTIENKENNZAHLEN FÜR DIE ERSTEN NEUN MONATE

in € 31.12.2017 31.12.2016
Gewinn/Aktie 1,21 (0,51)
Höchstkurs 24,99 13,43
Tiefstkurs 9,16 9,07
Ultimokurs 23,54 9,31

AT&S-AKTIE – WIENER BÖRSE

Anzahl Stammaktien 38.850.000
WP-Kennnummer 922230
ISIN-Code AT0000969985
Kürzel ATS
Thomson Reuters ATSV.VI
Bloomberg ATS:AV
Indizes ATX Prime, ATX GP, WBI, VÖNIX

FINANZTERMINE

08.05.2018 Jahresergebnis 2017/18
25.06.2018 Nachweisstichtag Hauptversammlung
05.07.2018 24. Hauptversammlung

KONTAKT INVESTOR RELATIONS

Elke Koch Johannes Mattner
Tel.: +43 (0)3842 200-5925 Tel.: +43 (0)3842 200-5450
E-Mail: [email protected] E-Mail: [email protected]

Konzernzwischenlagebericht

GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE AT&S konnte den sehr positiven Trend aus dem ersten Halbjahr fortsetzen und in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017/18 alle Umsatz- und Ergebniskennzahlen der Vorjahresvergleichsperiode signifikant übertreffen. Der Umsatz erhöhte sich um 150,8 Mio. € bzw. 24,5 % von 615,1 Mio. € auf 765,9 Mio. €. Dieser Anstieg resultierte aus einer generell hohen Nachfrage und den zusätzlichen Umsätzen aus den beiden Werken in Chongqing. Generell zeigte sich in den ersten neun Monaten eine weitere Verbesserung des Produktmixes. Die Nachfrage nach Leiterplatten für mobile Endgeräte lag über dem Vorjahr und konnte, trotz des teilweisen Umbaus in unserem Werk Shanghai und des daraus resultierenden Wegfalls von Kapazitäten, erfüllt werden. Das Segment Automotive, Industrial, Medical konnte seine Umsätze in allen Bereichen steigern. Die im Segment Sonstige enthaltene Business Unit Advanced Packaging verzeichnete projektbedingt einen Rückgang. Wechselkurseffekte, vor allem durch den schwächeren US-Dollar hatten einen negativen Einfluss von 23,9 Mio. € auf die Umsatzentwicklung. Der Umsatzanteil der in Asien produzierten Produkte erhöhte sich von 82 % im Vorjahr auf 85 % im laufenden Geschäftsjahr.

Ergebniskennzahlen

EBITDA-Entwicklung in Mio. €

in Mio. € (wenn nicht anders angeführt) Q1-3 2017/18 Q1-3 2016/17 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 765,9 615,1 24,5 %
Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) 190,3 102,1 86,3 %
EBITDA-Marge (%) 24,8 % 16,6 %
Betriebsergebnis (EBIT) 88,8 11,8 >100 %
EBIT-Marge (%) 11,6 % 1,9 %
Konzernjahresergebnis 47,8 (19,7) >100 %
Gewinn je Aktie (€) 1,21 (0,51) >100 %
Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 85,7 186,3 (54,0 %)
Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Durchschnitt (Anzahl) 10.039 9.452 6,2 %

Das EBITDA verbesserte sich um 88,2 Mio. € bzw. 86,3 % von 102,1 Mio. € auf 190,3 Mio. €. Der Anstieg resultiert aus einer generell hohen operativen Leistung (Auslastung, Yield, Effizienz) und der erfolgreichen Einführung und schnellen Optimierung der neuen Technologiegeneration, bei der AT&S eine führende Marktposition hat. Unterstützt wurde diese Entwicklung von einem, vor allem im 3. Quartal, positiven Produktmix und – auf Basis der schwächeren Entwicklung des chinesischen Renminbi zum Euro – einer günstigen Fremdwährungsentwicklung bei den Produktionskosten. Negativ belastet wurde das Ergebnis durch weiterhin hohe Rohstoffpreise und den anhaltenden Preisdruck vor allem bei IC-Substraten.

Auf eine Darstellung bereinigter Ergebnisse wird im laufenden Jahr verzichtet, da das Projekt Chongqing auch in der Vorjahresvergleichsperiode enthalten ist und damit die Zahlen vergleichbar sind.

Die EBITDA-Marge lag in den ersten neun Monaten bei 24,8 % und damit um 8,2 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau von 16,6 %. Die Vorjahresvergleichszahlen waren durch das Hochfahren der beiden neuen Werke in Chongqing gekennzeichnet, bei dem den Produktionsfixkosten noch geringe Erträge gegenüberstanden.

Die Abschreibungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 Mio. € bzw. 12,4 % von 90,3 Mio. € auf 101,5 Mio. € erhöht. Der Anstieg resultiert aus um 15,1 Mio. € höheren Abschreibungen für die Werke in Chongqing sowie 0,3 Mio. € höheren Abschreibungen an den anderen Standorten. Dieser Anstieg wurde durch positive Wechselkurseffekte von 4,2 Mio. € teilweise kompensiert.

Q1-3 2016/17 Q1-3 2017/18

Das EBIT verbesserte sich um 77,0 Mio. € von 11,8 Mio. € auf 88,8 Mio. € und diese Erhöhung fiel aufgrund der höheren Abschreibungen geringer als die EBITDA-Verbesserung aus. Die EBIT-Marge lag bei 11,6 % (Vorjahr: 1,9 %).

Das Finanzergebnis verbesserte sich deutlich von -18,6 Mio. € auf -11,3 Mio. €. Die Bruttozinsaufwendungen lagen trotz einer höheren, durchschnittlichen Bruttoverschuldung aufgrund der Rückzahlung der hochverzinsten Anleihe mit 10,8 Mio. € um 12,1 % unter dem Vorjahresniveau von 12,2 Mio. €. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden keine Zinsaufwendungen aktiviert (Vorjahr: 2,2 Mio. €). Die Zinserträge lagen mit 0,7 Mio. € um 0,5 Mio. € unter dem Vorjahresniveau von 1,2 Mio. €. Neben geringeren durchschnittlichen Zahlungsmittelbeständen resultiert dieser Rückgang aus dem im EUR-Bereich für Veranlagungen sehr negativen Zinsumfeld. Wechselkurseffekte verbesserten das Finanzergebnis in den ersten neun Monaten um 2,0 Mio. € (Vorjahr: Aufwand von 8,2 Mio. €).

Der Ertragssteueraufwand betrug in den ersten neun Monaten 29,7 Mio. € (Vorjahr: 13,0 Mio. €). Der Anstieg resultierte aus höheren Gewinnen und dem Wegfall des reduzierten Steuersatzes bei der AT&S (China) Company Limited mit 31. Dezember 2016 (an einer Rückkehr in das begünstige Steuerschema wird gearbeitet).

Das Konzernergebnis verbesserte sich, trotz des höheren Steueraufwandes, aufgrund des deutlich besseren operativen Ergebnisses und des besseren Finanzergebnisses um 67,5 Mio. € von -19,7 Mio. € auf 47,8 Mio. €. Daraus resultiert eine Verbesserung des Ergebnisses je Aktie von -0,51 € auf 1,21 €.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE Die Bilanzsumme erhöhte sich in den ersten neun Monaten um 96,7 Mio. € bzw. 6,7 % von 1.436,7 Mio. € auf 1.533,4 Mio. €. Dem Anstieg, basierend auf Anlagenzugängen für die neuen Werke in Chongqing in Höhe von 26,7 Mio. € und Technologieupgrades an den anderen Standorten von 55,8 Mio. € (die Anlagenzugänge führten zu 125,2 Mio. € zahlungswirksamen CAPEX), standen Abschreibungen von insgesamt 101,5 Mio. € gegenüber. Darüber hinaus reduzierten Wechselkurseffekte das Anlagevermögen um 53,0 Mio. €. Der Anstieg der Vorräte von 108,8 Mio. € auf 132,1 Mio. € resultiert in erster Linie aus dem saisonalen Lageraufbau im Segment Mobile Devices & Substrates. Der Anstieg der Forderungen resultiert aus den höheren Umsätzen und dem Auslaufen von Optimierungsmaßnahmen.

Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten konnte mit 197,5 Mio. € (31. März 2017: 203,5 Mio. €) auf einem hohen Niveau gehalten werden. Zusätzlich zu den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten verfügt AT&S über finanzielle Vermögenswerte von 130,4 Mio. € und über 191,0 Mio. € an nicht genutzten Kreditlinien als Finanzierungsreserve.

Am 17. November 2017 wurde die Begebung einer Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von 175,0 Mio. € und einer Verzinsung von 4,75 % erfolgreich abgeschlossen. Die nachrangige Anleihe hat eine unendliche Laufzeit und kann erstmals nach fünf Jahren durch AT&S, nicht aber durch die Gläubiger, gekündigt werden. Wird die Anleihe nach diesem Zeitraum nicht gekündigt, dann erhöht sich der Aufschlag auf den dann gültigen Zinsatz um 5 Prozentpunkte. Da dieses Instrument die Kriterien von Eigenkapital gemäß IAS 32 erfüllt, wird der Nettoerlös (Emissionsvolumen abzüglich Begebungskosten unter Berücksichtigung etwaiger Steuereffekte) als Teil des Eigenkapitals ausgewiesen. Die bisher erfassten Begebungskosten betrugen 2,0 Mio. €.

Das Eigenkapital erhöhte sich um 159,0 Mio. € bzw. 29,4 % von 540,1 Mio. € auf 699,1 Mio. €. Der Anstieg resultierte aus dem Nettoerlös der Hybridanleihe von 173,0 Mio. € und dem positiven Konzernergebnis von 47,8 Mio. €. Eigenkapitalmindernd waren negative Währungsdifferenzen von 57,9 Mio. €, die sich aus der Umrechnung der Nettovermögensposition der Tochterunternehmen sowie aus der Umrechnung langfristiger Ausleihungen an Tochterunternehmen ergaben, und die gezahlte Dividende von 3,9 Mio. €.

Auf Basis des höheren Eigenkapitals lag die Eigenkapitalquote mit 45,6 % um 8,0 Prozentpunkte über dem Wert zum 31. März 2017.

Die Nettoverschuldung verringerte sich um 163,5 Mio. € bzw. 43,0 % von 380,5 Mio. € auf 217,0 Mio €. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug in den ersten neun Monaten 2017/18 121,0 Mio. € (Vorjahr: 16,8 Mio. €). Diesen Zahlungsmittelzuflüssen standen Auszahlungen für Netto-Investitionen von 124,6 Mio. € (Vorjahr: 192,3 Mio. €). Daraus resultierte, trotz der nach wie vor hohen Investitionstätigkeit und des saisonalen Working Capital Aufbaus, ein annähernd ausgeglichener operativer Free Cashflow von -3,6 Mio. € (Vorjahr: -175,5 Mio. €). Darüberhinaus war die Nettoverschuldung durch den Nettoerlös aus der Hybridanleihe von 173,0 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) und Zuflüssen aus Investitionszuschüssen von 3,2 Mio. € (Vorjahr: 6,4 Mio. €) verringert und die gezahlte Dividende von 3,9 Mio. € (Vorjahr: 14,0 Mio. €) erhöht.

Der Nettoverschuldungsgrad ist mit 31,0 % deutlich unter dem Wert vom 31. März 2017 mit 70,5 %. Dieser starke Rückgang resultiert primär aus der Hybridanleihe, die einerseits zu einer Reduktion der Nettoverschuldung und andererseits zu einer deutlichen Eigenkapitalerhöhung geführt hat.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG NACH SEGMENTEN Der AT&S Konzern gliedert seine betrieblichen Tätigkeiten in drei Segmente: Mobile Devices & Substrates (MS), Automotive, Industrial, Medical (AIM) und Sonstige (OT). Zu weiterführenden Erläuterungen zu den Segmenten bzw. der Segmentberichterstattung verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2016/17.

AT&S hat sich erfolgreich in allen drei Segmenten als High-End-Hersteller positioniert. Der Anteil des Segments Mobile Devices & Substrates an den gesamten externen Umsätzen stieg von 60,6 % auf 66,7 %. Der Umsatzanteil des Segments Automotive, Industrial, Medical reduzierte sich, trotz Steigerungen in absoluten Zahlen, auf 32,9 % (Vorjahr: 38,9 %). Die Bedeutung des Segments Sonstige blieb mit 0,4 % annähernd konstant.

SEGMENT MOBILE DEVICES & SUBSTRATES Die Nachfrage nach High-End-Leiterplatten für mobile Endgeräte entwickelte sich in den ersten neun Monaten sehr positiv und konnte durch die erfolgreiche Einführung und schnellen Optimierung der neuen Technologiegeneration erfüllt werden – dies trotz des Wegfalls von Kapazitäten aufgrund des teilweisen Umbaus des Werks in Shanghai. Weiters profitierte das Segment von deutlich höheren Umsätze aus den beiden Werken in Chongqing. Der Umsatz erhöhte sich, trotz negativen Wechselkursauswirkungen, aufgrund dieser Effekte und der damit verbundenen Verbesserung des Produktmixes um 141,4 Mio. € bzw. 32,2 % von 438,6 Mio. € auf 580,0 Mio. €.

Mobile Devices & Substrates Umsatzentwicklung

in Mio. €

Segment Mobile Devices & Substrates – Überblick

in Mio. € (wenn nicht anders angeführt) Q1-3 2017/18 Q1-3 2016/17 Veränderung
in %
Segmentumsatzerlöse 580,0 438,6 32,2 %
Umsatzerlöse mit externen Kunden 510,8 372,9 37,0 %
Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) 155,3 56,1 >100 %
EBITDA-Marge (%) 26,8 % 12,8 %
Betriebsergebnis (EBIT) 67,2 (21,9) >100 %
EBIT-Marge (%) 11,6 % (5,0 %)
Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 67,6 169,2 (60,0 %)
Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Durchschnitt (Anzahl) 7.141 6.624 7,8 %

Das EBITDA verbesserte sich um 99,2 Mio. € bzw. 176,8 % von 56,1 Mio. € auf 155,3 Mio. €. Der EBITDA-Anstieg basiert auf allgemeinen Effizienzsteigerungsmaßnahmen und höheren Deckungsbeiträgen. Belastet wurde das Segment von Wechselkursentwicklungen. Negativ wirkten sich auch die höheren Rohstoffpreise und der anhaltende Preisdruck – vor allem für IC-Substrate - aus. Insgesamt resultierte daraus eine EBITDA-Marge von 26,8 % die deutlich über dem Vorjahresvergleichswert von 12,8 % liegt.

Die Abschreibungen des Segments erhöhten sich um 10,3 Mio. € bzw. 13,2 % von 77,9 Mio. € auf 88,2 Mio. €. Der Anstieg resultierte vor allem aus Abschreibungen aus den beiden neuen Werken in Chongqing, welche durch Wechselkurseffekte teilweise kompensiert wurden. Das EBIT von 67,2 Mio. € liegt um 89,1 Mio. € über dem Vorjahreswert von -21,9 Mio. €. Die daraus resultierende EBIT-Marge liegt bei 11,6 % (Vorjahr: -5,0 %).

Am Standort Chongqing gab es in den ersten neun Monaten Anlagenzugänge von 26,7 Mio. € (Vorjahr: 118,5 Mio. €). Die restlichen Zugänge betrafen Technologieupgrades am Standort Shanghai. Der Anstieg des Mitarbeiterstandes um 517 Personen ist in erster Linie auf den Aufbau des Standorts Chongqing zurückzuführen.

SEGMENT AUTOMOTIVE, INDUSTRIAL, MEDICAL Mit einem Umsatzwachstum von 8,8 Mio. € bzw. 3,4 % konnte dieses Segment den Vorjahreswert von 262,0 Mio. € auf 270,8 Mio. € weiter steigern. Das Umsatzwachstum basierte auf einer guten Nachfrage aus allen drei Geschäftsfeldern, vor allem aber im Bereich Industrial und Medical. Damit konnte eine leicht geringere Nachfrage aus den Segmenten Mobile Devices & Substrates, sowie Sonstige überkompensiert werden.

Mobile Devices & Substrates EBITDA-Entwicklung in Mio. €

Q1-3 2016/17 Q1-3 2017/18

Automotive, Industrial, Medical Umsatzentwicklung in Mio. €

Automotive, Industrial, Medical EBITDA-Entwicklung in Mio. €

Segment Automotive, Industrial, Medical – Überblick

Das Segment-EBITDA lag mit 32,3 Mio. € unter dem Vorjahresniveau. In den Vorjahresvergleichszahlen war die Auflösung einer Rückstellung für ungenutze Flächen, in Höhe von 3,3 Mio. € enthalten, da diese wieder genutzt werden.

Die EBITDA-Marge lag mit einem Rückgang von 14,1 % auf 11,9 % um 2,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau. Belastet wurde das Ergebnis durch negative Wechselkurseffekte, höhere Rohstoffpreise und den Wegfall des Einmaleffektes durch die Rückstellungsauflösung aus dem Vorjahr. Diese Effekte wurden durch einen verbesserten Produktmix sowie Effizienzsteigerungsmaßnahmen teilweise kompensiert.

Die Abschreibungen des Segments stiegen um 1,1 Mio. € bzw. 9,8 % von 11,2 Mio. € auf 12,3 Mio. €. Das EBIT verringerte sich um 5,8 Mio. € bzw. 22,5 % von 25,8 Mio. € auf 20,0 Mio. €.

Die Anlagenzugänge liegen mit 17,1 Mio. € über dem Vorjahresvergleichswert von 16,3 Mio. €. Der Anstieg resultiert aus Investitionen für Kapazitätserweiterungen am Standort Nanjangud.

SEGMENT SONSTIGE Die im Segment Sonstige enthaltene Business Unit Advanced Packaging weist im Vergleich zum Vorjahr einen um 4,5 Mio. € bzw. -39,1 % niedrigeren Umsatz von 7,0 Mio. € aus (Vorjahr: 11,5 Mio. €). Da sich die Business Unit noch im Aufbau befindet, ist das Geschäft sehr stark projektbezogen. Daraus ergeben sich die volatileren Umsatzentwicklungen.

In Linie mit der Umsatzentwicklung gingen auch die Ergebnisse der Business Unit Advanced Packaging im EBITDA und EBIT zurück. Die Kosten der im Segment Sonstige enthaltenen allgemeinen Holdingaktivitäten lagen aufgrund von Einmaleffekten über dem Vorjahresniveau.

in Mio. € (wenn nicht anders angeführt) Q1-3 2017/18 Q1-3 2016/17 Veränderung
in %
Segmentumsatzerlöse 7,0 11,5 (39,1 %)
Umsatzerlöse mit externen Kunden 3,5 3,0 16,0 %
Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) 2,5 9,1 (72,0 %)
EBITDA-Marge (%) 36,2 % 78,7 %
Betriebsergebnis (EBIT) 1,6 7,9 (80,5 %)
EBIT-Marge (%) 22,1 % 68,8 %
Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 1,0 0,9 20,3 %
Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Durchschnitt (Anzahl) 162 155 4,1 %

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH ENDE DER ZWISCHENBERICHTSPERIODE Nach Ablauf der aktuellen Berichtsperiode sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten.

WESENTLICHE RISIKEN, UNGEWISSHEITEN UND CHANCEN Im Konzernabschluss 2016/17 sind ausführlich im Lagebericht unter Pkt. 6 "Chancen- und Risikomanagement" relevante Risikokategorien erläutert, welche zum Bilanzerstellungstag nach wie vor Gültigkeit haben. Wie dort bereits ausgeführt, können falsch eingeschätzte technologische Entwicklungen, Veränderungen in der Nachfrage und negative Preisentwicklungen die Werthaltigkeit von Investitionen maßgeblich negativ beeinträchtigen. Dies kann insbesondere das IC-Substratgeschäft, aber auch generell alle bestehenden Geschäftsaktivitäten von AT&S betreffen.

AUSBLICK Der Vorstand geht für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2017/18 von einer üblichen Saisonalität aus. Für das Gesamtjahr - vorbehaltlich eines weiter stabilen Marktumfeldes und einer stabilen Wechselkursentwicklung - rechnet AT&S mit einem Umsatzwachstum von 20-25 %. Aufgrund der positiven Entwicklung in den ersten neun Monate erwartet das Management eine EBITDA-Marge leicht über der im Oktober 2017 gegebenen Prognose von 19-22 % und zusätzliche Abschreibungen von rund 15,0 Mio. €.

Leoben-Hinterberg, am 30. Jänner 2018

Segment Sonstige – Überblick

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Mag.a Monika Stoisser-Göhring e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

Zwischenbericht nach IFRS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in Tsd. € 01.10.-31.12.2017 01.10.-31.12.2016 01.04.-31.12.2017 01.04.-31.12.2016
Umsatzerlöse 280.220 228.553 765.900 615.063
Umsatzkosten (211.108) (201.938) (626.435) (566.396)
Bruttogewinn 69.112 26.615 139.465 48.667
Vertriebskosten (7.597) (7.777) (23.806) (21.725)
Allgemeine Verwaltungskosten (11.095) (6.918) (28.981) (20.023)
Sonstiger betrieblicher Ertrag 2.993 5.745 5.970 11.200
Sonstiger betrieblicher Aufwand (1.489) (7) (3.847) (6.279)
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1.504 5.738 2.123 4.921
Betriebsergebnis 51.924 17.658 88.801 11.840
Finanzierungserträge 436 758 2.491 1.855
Finanzierungsaufwendungen (6.143) (9.263) (13.774) (20.406)
Finanzergebnis (5.707) (8.505) (11.283) (18.551)
Ergebnis vor Steuern 46.217 9.153 77.518 (6.711)
Ertragsteuern (13.875) (14.063) (29.742) (13.038)
Konzernergebnis 32.342 (4.910) 47.776 (19.749)
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen 31.499 (4.910) 46.933 (19.749)
davon vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 843 843
Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des
Mutterunternehmens zusteht (in € je Aktie):
– unverwässert 0,81 (0,13) 1,21 (0,51)
– verwässert 0,81 (0,13) 1,21 (0,51)
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien – unverwässerter Wert (in Tsd. Stück)
38.850 38.850 38.850 38.850
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien – verwässerter Wert (in Tsd. Stück)
38.850 38.850 38.850 38.850

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

in Tsd. € 01.10.-31.12.2017 01.10.-31.12.2016 01.04.-31.12.2017 01.04.-31.12.2016
Konzernergebnis 32.342 (4.910) 47.776 (19.749)
Zu reklassifizierende Ergebnisse:
Währungsumrechnungsdifferenzen 1.139 19.773 (57.893) 11.590
Gewinne aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von
zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, nach
Steuern
15
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten aus
der Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern
45 (19)
Sonstiges Ergebnis 1.184 19.773 (57.897) 11.590
Konzerngesamtergebnis 33.526 14.863 (10.121) (8.159)
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen 32.683 14.863 (10.964) (8.159)
davon vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 843 843

Konzernbilanz

in Tsd. € 31.12.2017 31.03.2017
VERMÖGENSWERTE
Sachanlagen 774.440 833.095
Immaterielle Vermögenswerte 79.878 91.655
Finanzielle Vermögenswerte 198 173
Aktive latente Steuern 41.685 38.659
Sonstige langfristige Vermögenswerte 57.612 65.781
Langfristige Vermögenswerte 953.813 1.029.363
Vorräte 132.108 108.844
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 118.119 85.796
Finanzielle Vermögenswerte 130.152 8.660
Laufende Ertragsteuerforderungen 1.727 546
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 197.475 203.485
Kurzfristige Vermögenswerte 579.581 407.331
Summe Vermögenswerte 1.533.394 1.436.694
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 141.846 141.846
Sonstige Rücklagen 23.832 81.729
Hybridkapital 173.041
Gewinnrücklagen 360.410 316.519
Den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital 699.129 540.094
Summe Eigenkapital 699.129 540.094
SCHULDEN
Finanzielle Verbindlichkeiten 501.251 519.830
Rückstellungen für Personalaufwand 35.405 34.282
Sonstige Rückstellungen 41 47
Passive latente Steuern 5.730 4.700
Sonstige Verbindlichkeiten 13.689 10.990
Langfristige Schulden 556.116 569.849
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 192.541 230.845
Finanzielle Verbindlichkeiten 43.602 73.037
Laufende Ertragsteuerschulden 34.669 15.572
Sonstige Rückstellungen 7.337 7.297
Kurzfristige Schulden 278.149 326.751
Summe Schulden 834.265 896.600
Summe Eigenkapital und Schulden 1.533.394 1.436.694

Konzern-Kapitalflussrechnung

in Tsd. € 01.04.-31.12.2017 01.04.-31.12.2016
Betriebsergebnis 88.801 11.840
Abschreibungen und Wertminderungen von Sachanlagen
und immateriellen Vermögenswerten 101.475 90.269
Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen 433 (6)
Veränderung langfristiger Rückstellungen 1.630 (1.112)
Zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert 3.108 (4.147)
Gezahlte Zinsen (11.106) (12.833)
Erhaltene Zinsen 661 1.204
Gezahlte Ertragsteuern (14.697) (10.706)
Cashflow aus dem Ergebnis 170.305 74.509
Vorräte (30.515) (16.315)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (34.203) (64.400)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 14.660 23.705
Sonstige Rückstellungen 765 (695)
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 121.012 16.804
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (125.199) (195.184)
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 556 2.907
Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten (124.508) (82.001)
Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten 2.539 165.628
Cashflow aus Investitionstätigkeit (246.612) (108.650)
Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 63.175 207.807
Auszahlungen für die Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten (100.101) (121.765)
Einzahlungen aus der Begebung von Hybridkapital 173.041
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 3.189 6.384
Dividendenzahlungen (3.885) (13.986)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 135.419 78.440
Veränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 9.819 (13.406)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang 203.485 171.866
Währungsgewinne/(-verluste) aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (15.829) 3.350
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende 197.475 161.810

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Den Eigen
tümern des
Mutterunter Nicht
nehmens zu beherr
Gezeichnetes Sonstige Gewinn rechenbares schende Summe
in Tsd. € Kapital Rücklagen Hybridkapital rücklagen Eigenkapital Anteile Eigenkapital
Stand zum 31.03.2016 141.846 73.688 353.402 568.936 568.936
Konzernergebnis (19.749) (19.749) (19.749)
Sonstiges Ergebnis 11.590 11.590 11.590
davon Währungsumrechnungsdifferenzen 11.590 11.590 11.590
Konzerngesamtergebnis 11.590 (19.749) (8.159) (8.159)
Dividendenzahlung für 2015/16 (13.986) (13.986) (13.986)
Stand zum 31.12.2016 141.846 85.278 319.667 546.791 546.791
Stand zum 31.03.2017 141.846 81.729 316.519 540.094 540.094
Konzernergebnis 47.776 47.776 47.776
Sonstiges Ergebnis (57.897) (57.897) (57.897)
davon Währungsumrechnungsdifferenzen (57.893) (57.893) (57.893)
davon Veränderung von zur Veräußerung ver
fügbaren finanziellen Vermögenswerten, nach
Steuern
15 15 15
davon Veränderung von Sicherungsinstumen
ten aus der Absicherung von Zahlungsströ
men, nach Steuern (19) (19) (19)
Konzerngesamtergebnis (57.897) 47.776 (10.121) (10.121)
Dividendenzahlung für 2016/17 (3.885) (3.885) (3.885)
Begebung Hybridkapital 173.041 173.041 173.041
Stand zum 31.12.2017 141.846 23.832 173.041 360.410 699.129 699.129

Segmentberichterstattung

in Tsd. € Mobile Devices &
Substrates
Automotive,
Industrial, Medical
Sonstige Eliminierung/
Konsolidierung
Konzern
01.04.- 01.04.- 01.04.- 01.04.- 01.04.- 01.04.- 01.04.- 01.04.- 01.04.- 01.04.-
31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
Umsatzerlöse 580.030 438.640 270.808 262.003 7.019 11.531 (91.957) (97.111) 765.900 615.063
Innenumsatz (69.242) (65.758) (19.181) (22.826) (3.534) (8.527) 91.957 97.111
Außenumsatz 510.788 372.882 251.627 239.177 3.485 3.004 765.900 615.063
Betriebsergebnis
vor Abschreibungen 155.345 56.079 32.312 36.957 2.544 9.070 75 3 190.276 102.109
Abschreibungen
inkl. Zuschreibungen (88.157) (77.942) (12.324) (11.187) (994) (1.140) (101.475) (90.269)
Betriebsergebnis 67.188 (21.863) 19.988 25.770 1.550 7.930 75 3 88.801 11.840
Finanzergebnis (11.283) (18.551)
Ergebnis vor Steuern 77.518 (6.711)
Ertragsteuern (29.742) (13.038)
Konzernergebnis 47.776 (19.749)
Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1) 750.392 822.490 100.815 98.933 3.111 3.327 854.318 924.750
Zugänge zu Sachanlagen und
immateriellen Vermögenswerten 67.603 169.192 17.105 16.291 1.032 857 85.740 186.340

1) Vorjahreswerte bezogen auf den 31.03.2017

Informationen nach geografischen Regionen

Umsatzerlöse nach Kundenregionen, nach dem Sitz des Kunden:

in Tsd. € 01.04.-31.12.2017 01.04.-31.12.2016
Österreich 16.368 14.812
Deutschland 141.335 125.134
Sonstiges Europa 42.450 38.817
China 33.365 39.249
Sonstiges Asien 46.753 45.289
Amerika 485.629 351.762
Umsatzerlöse 765.900 615.063

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte nach dem Sitz der jeweiligen Gesellschaft:

in Tsd. € 31.12.2017 31.03.2017
Österreich 67.169 69.039
China 750.341 822.422
Übrige 36.808 33.289
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 854.318 924.750

Erläuternde Anhangsangaben zum Zwischenbericht

ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Der Zwischenbericht zum 31. Dezember 2017 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS), unter Berücksichtigung des IAS 34, und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Der Konzernzwischenabschluss beinhaltet nicht alle im Jahreskonzernabschluss enthaltenen Informationen und sollte gemeinsam mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2017 gelesen werden.

Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Dezember 2017 ist ungeprüft, und es wurde auch keine externe prüferische Durchsicht durchgeführt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

UMSATZERLÖSE Der Konzernumsatz lag in den ersten neun Monaten dieses Geschäftsjahrs mit 765,9 Mio. € um 24,5 % über dem Wert des Vergleichszeitraums von 615,1 Mio. €.

BRUTTOGEWINN Der aktuelle Bruttogewinn liegt mit 139,5 Mio. € um 186,6 % über dem Wert des Vergleichszeitraums von 48,7 Mio. €. Ursachen für den markanten Anstieg sind vor allem eine sehr hohe Kundennachfrage und eine überaus positive Nachfrageentwicklung bei der neuen Technologiegeneration im Kerngeschäft. Nach erfolgtem Produktionsstart sind die Kosten des Werkes Chongqing 2 den Umsatzkosten zugeordnet. Im Vorjahr waren Kosten in Höhe von 6,4 Mio. € als Start-up Kosten im sonstigen Aufwand erfasst.

BETRIEBSERGEBNIS Ausgehend vom höheren Bruttogewinn verbesserte sich das Konzernbetriebsergebnis auf 88,8 Mio. € bzw. 11,6 % der Umsatzerlöse. Negativ wirkten sich höhere Verwaltungs- und Vertriebskosten aus, die vor allem aus der Anpassung der Verbindlichkeit für variable Vergütungen an den Zielerreichungsgrad resultieren. Das sonstige betriebliche Ergebnis wurde wiederum durch den geänderten Ausweis der Anlaufkosten des Werks Chongqing 2 entlastet. Positiv wirkte sich im Vorjahr die Auflösung einer Rückstellung für ungenutzte Flächen in Höhe von 3,3 Mio. € aus, da diese Flächen wieder genutzt werden.

FINANZERGEBNIS Die Finanzierungsaufwendungen lagen vor allem aufgrund geringerer Wechselkursverluste mit 13,8 Mio. € unter dem Vorjahresniveau. Die Finanzierungserträge von 2,5 Mio. € resultieren im Wesentlichen aus Fremdwährungsgewinnen und der Veranlagung liquider Mittel. Insgesamt liegt das Finanzergebnis von -11,3 Mio. € um 7,3 Mio. € über dem Vorjahr. Im Finanzergebnis sind Erträge aus der Aktivierung von Bauzeitzinsen in der Höhe von 0,0 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €) enthalten. Nettozinsaufwendungen aus personalbezogenen Verpflichtungen von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €) wurden im Finanzergebnis erfasst.

ERTRAGSTEUERN Der effektive Steuersatz wurde vor allem durch den Wegfall des reduzierten Steuersatzes bei der AT&S (China) Company Limited mit 31. Dezember 2016 beinflusst (an einer Rückkehr in das begünstigte Steuerschema wird gearbeitet).

ERLÄUTERUNGEN ZUR GESAMTERGEBNISRECHNUNG

WÄHRUNGSUMRECHNUNGSDIFFERENZEN Die negative Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen im aktuellen Geschäftsjahr von -57,9 Mio. € ist im Wesentlichen auf die Wechselkursveränderung des chinesischen Renminbi sowie des US-Dollars gegenüber der Konzerndarstellungswährung Euro zurückzuführen.

Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2017 31.03.2017 Veränderung
in %
01.04.-
31.12.2017
01.04.-
31.12.2016
Veränderung
in %
Chinesischer Renminbi 7,8327 7,3693 6,3 % 7,7269 7,3803 4,7 %
Hongkong Dollar 9,3674 8,2997 12,9 % 8,9802 8,5832 4,6 %
Indische Rupie 76,5603 69,3504 10,4 % 74,2161 74,2128 0,0 %
Japanischer Yen 134,8800 119,4300 12,9 % 128,6750 119,0170 8,1 %
Südkoreanischer Won 1.276,3339 1.195,4117 6,8 % 1.285,7868 1.267,7555 1,4 %
Taiwan Dollar 35,5397 32,4490 9,5 % 34,7172 35,4060 (1,9 %)
US Dollar 1,1988 1,0681 12,2 % 1,1510 1,1064 4,0 %

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE Die Nettoverschuldung lag mit 217,0 Mio. € deutlich unter dem Wert des letzten Bilanzstichtags von 380,5 Mio. €. Die Verminderung resultiert zum überwiegenden Teil aus der Begebung der Hybridanleihe. Demgegenüber erhöhte sich das Nettoumlaufvermögen aufgrund von gestiegenen Forderungen und Vorräten von 24,4 Mio. € zum 31. März 2017 auf 73,4 Mio. €. Der Nettoverschuldungsgrad liegt mit 31,0 % unter dem Wert des letzten Bilanzstichtags von 70,5 %.

BEWERTUNGSHIERARCHIEN DER ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETEN FINAN-

ZINSTRUMENTE Bei der Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente ist zwischen drei Bewertungshierarchien zu unterscheiden.

  • Level 1: Die beizulegenden Zeitwerte werden anhand von öffentlich notierten Marktpreisen auf einem aktiven Markt für identische Finanzinstrumente bestimmt.
  • Level 2: Wenn keine öffentlich notierten Marktpreise auf einem aktiven Markt bestehen, werden die beizulegenden Zeitwerte auf Grundlage der Ergebnisse einer Bewertungsmethode bestimmt, die im größtmöglichen Umfang auf Marktpreisen basiert.
  • Level 3: In diesem Fall liegen den zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verwendeten Bewertungsmodellen auch nicht am Markt beobachtbare Daten zugrunde.

Die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente zu den drei Bewertungshierarchien stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

in Tsd. €
31.12.2017 Level 1 Level 2 Level 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte:
– Anleihen 771 771
– Derivative Finanzinstrumente 5 5
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 193 193
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente 3.154 3.154
in Tsd. €
31.03.2017 Level 1 Level 2 Level 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte:
– Anleihen 606 606
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 173 173
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente 2.773 2.773

Exportkredite, Kredite der öffentlichen Hand und sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt 541,7 Mio. € (31. März 2017: 590,1 Mio. €) sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der beizulegende Zeitwert dieser Verbindlichkeiten beträgt 545,2 Mio. € (31. März 2017: 595,3 Mio. €).

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Im Zusammenhang mit verbindlich kontrahierten Investitionsvorhaben bestanden zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 24,1 Mio. €. Dies betrifft Investitionen in den Werken Shanghai, Chongqing, Nanjangud und Leoben. Zum 31. März 2017 betrugen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen 57,9 Mio. €.

EIGENKAPITAL Das Konzerneigenkapital veränderte sich aufgrund der Dividendenausschüttung in Höhe von -3,9 Mio. €, des positiven Konzernergebnissses von 47,8 Mio. €, negativer Währungsumrechnungsdifferenzen von -57,9 Mio. € und der Begebung einer Hybridanleihe mit einem Betrag in Höhe von 173,0 Mio. € von 540,1 Mio. € zum 31. März 2017 auf 699,1 Mio. €.

Der Vorstand wurde durch die 20. Hauptversammlung am 3. Juli 2014 ermächtigt, bis zum 2. Juli 2019 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 21.367.500,- € durch Ausgabe von bis zu 19.425.000 neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlage, einmal oder in mehreren Tranchen, auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 AktG, zu erhöhen. Der Vorstand wurde ermächtigt, hierbei mit Zustimmung des Aufsichtsrats die näheren Ausgabebedingungen (insbesondere Ausgabebetrag, Gegenstand der Sacheinlage, Inhalt der Aktienrechte, Ausschluss der Bezugsrechte etc.) festzulegen (genehmigtes Kapital). Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen. Die Hauptversammlung hat auch beschlossen, die Satzung entsprechend dieses Beschlusses in § 4 (Grundkapital) zu ändern.

Darüber hinaus wurde in der 20. Hauptversammlung am 3. Juli 2014 die in der Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 beschlossene Ermächtigung zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen widerrufen und gleichzeitig der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 2. Juli 2019 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 150.000.000,- € auszugeben und den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Bezugs- und/oder Umtauschrechte auf bis zu 19.425.000 Stück neue auf Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien der Gesellschaft nach Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Wandelschuldverschreibungsbedingungen zu gewähren. Außerdem wurde in diesem Zusammenhang das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 Abs 2 Z 1 AktG um bis zu 21.367.500,- € durch Ausgabe von bis zu 19.425.000 Stück neuer, auf Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht. Diese bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als Inhaber von auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 3. Juli 2014 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Umtausch- und/oder Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen (insbesondere Ausgabebetrag, Inhalt der Aktienrechte).

In Bezug auf die Erhöhung des Genehmigten Kapitals bzw. die bedingte Kapitalerhöhung ist folgende betragsmäßige Determinierung, entsprechend den Beschlüssen der 20. Hauptversammlung vom 3. Juli 2014, zu beachten: Die Summe aus (i) der Anzahl der nach den Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen jeweils aus bedingtem Kapital aktuell ausgegebenen oder potentiell auszugebenden Aktien und (ii) der Anzahl der aus dem genehmigten Kapital ausgegeben Aktien darf die Zahl von insgesamt 19.425.000 nicht überschreiten (betragsmäßige Determinierung der Ermächtigungen).

EIGENE AKTIEN In der 23. ordentlichen Hauptversammlung vom 6. Juli 2017 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals zu einem niedrigsten Gegenwert, der höchstens 30 % unter dem durchschnittlichen, ungewichteten Börsenschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage liegen darf, und einem höchsten Gegenwert je Aktie, der höchstens 30 % über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börsenschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage liegen darf, zu erwerben sowie einzuziehen. Der Vorstand wurde außerdem ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Weiters wurde der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren, sohin bis einschließlich 5. Juli 2022 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Anteile nach erfolgtem Rückerwerb sowie bereits im Bestand der Gesellschaft befindliche eigene Aktien der Gesellschaft auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Mitarbeiteraktienoptionen, Wandelschuldverschreibungen oder als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen bzw. sonstigen Vermögenswerten und zu jedem sonstigen gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden.

Zum 31. Dezember 2017 hält der Konzern keine eigenen Aktien.

HYBRIDKAPITAL Am 17. November 2017 wurde eine Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von 175,0 Mio. € und einer Verzinsung von 4,75 % erfolgreich platziert, welche am 24. November 2017 ausgezahlt wurde. Die nachrangige Anleihe hat eine unendliche Laufzeit und kann erstmals nach fünf Jahren durch die AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, nicht aber durch die Gläubiger, gekündigt und getilgt werden. Wird die Anleihe nach diesem Zeitraum nicht gekündigt erhöht sich der Aufschlag auf den dann gültigen Zinssatz um weitere 5,0 %.

Der Erlös aus der Begebung der Hybridanleihe wird als Teil des Eigenkapitals ausgewiesen, da dieses Instrument die Kriterien von Eigenkapital gemäß IAS 32 erfüllt. Es werden daher auch die zu zahlenden Kupons als Teil der Ergebnisverwendung gezeigt. Die vorläufigen Begebungskosten der Hybridanleihe betragen rund 2,0 Mio. €. Dadurch ergibt sich ein Wertansatz für das Hybridkapital von 173,0 Mio. €. Nach Vorliegen der endgültigen Begebungskosten und unter Berücksichtigung des Steuereffektes wird sich dieser Wert noch verändern.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 121,0 Mio. €. Im Vergleichszeitraum des Vorjahrs lag dieser Wert bei 16,8 Mio. €. Die Verbesserung ist hauptsächlich auf das deutlich gestiegene Betriebsergebnis zurückzuführen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -246,6 Mio. € und liegt damit über dem Niveau des Vergleichszeitraums von -108,6 Mio. €. Auf Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte entfallen 125,2 Mio. €. Die Investitionen des aktuellen Geschäftsjahrs betreffen überwiegend Investitionen in die neuen Werke in Chongqing und Technologieupgrades in den bestehenden Werken. Aus Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten resultieren 124,5 Mio. €, aus Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten resultieren 2,5 Mio. € für die Veranlagung bzw. Wiederveranlagung liquider Mittel. Zum Bilanzstichtag bestehen Investitionsverbindlichkeiten von 23,1 Mio. €, die in der kommenden Periode zahlungswirksam werden.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt 135,4 Mio. € und ist im Wesentlichen auf die Begebung einer Hybridanleihe, Investitionszuschüsse, die Rückzahlung/Aufnahme von Krediten und die Dividendenauszahlung zurückzuführen.

Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge stellen sich im Detail wie folgt dar:

in Tsd. € 01.04.-31.12.2017 01.04.-31.12.2016
Auflösung von Investitionszuschüssen (2.192) (1.141)
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert 5.300 (3.006)
Zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert 3.108 (4.147)

SONSTIGE ANGABEN

BESCHLOSSENE DIVIDENDE In der Hauptversammlung am 6. Juli 2017 wurde eine Dividende von 0,10 € pro Aktie aus dem Bilanzgewinn zum 31. März 2017 beschlossen. Die Ausschüttung der insgesamt 3,9 Mio. € erfolgte am 27. Juli 2017.

AUSWIRKUNGEN NEUER IFRS-STANDARDS IFRS 9 Financial Instruments führt zu Änderungen und Neuerungen im Bereich von Finanzinstrumenten und ersetzt in Zukunft die bisherigen Regeln des IAS 39. Durch das neue Wertminderungsmodell wird es künftig zu einem früheren Ansatz von Forderungsausfällen kommen. Aus derzeitiger Sicht erwartet die AT&S Gruppe keine wesentlichen Auswirkungen auf die Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers regelt die Umsatzrealisierung neu und ersetzt die bisher geltenden Standards IAS 18 und IAS 11. Derzeit findet eine Analyse hinsichtlich der künftigen Erfassung und Bewertung nach dem neuen 5-Schritte-Modell in der AT&S Gruppe statt. Eine abschließende Beurteilung der Auswirkungen kann erst nach Abschluss der derzeit laufenden Vertragsanalyse erfolgen.

GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT NAHE STEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN Im Zusammenhang mit diversen Projekten hat der Konzern Leistungen von Beratungsunternehmen, bei denen der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Androsch für die AIC Androsch International Management Consulting GmbH bzw. der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Ing. Dörflinger für die Dörflinger Management & Beteiligungs GmbH als Geschäftsführer einzelvertretungsbefugt sind, erhalten. Die dabei angefallenen Honorare stellen sich wie folgt dar:

in Tsd. € 01.04.-31.12.2017 01.04.-31.12.2016
AIC Androsch International Management Consulting GmbH 286 284
Dörflinger Management & Beteiligungs GmbH 4
Summe Honorare 286 288

Zum Bilanzstichtag bestehen keine ausstehenden Salden oder Verpflichtungen gegenüber den benannten Rechts- und Beratungsunternehmen.

Leoben-Hinterberg, am 30. Jänner 2018

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Mag.a Monika Stoisser-Göhring e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards erstellte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernzwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Leoben-Hinterberg, am 30. Jänner 2018

Der Vorstand:

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Chief Executive Officer

Mag.a Monika Stoisser-Göhring e.h. Chief Financial Officer

Ing. Heinz Moitzi e.h. Chief Operations Officer

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