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AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG

Quarterly Report Oct 30, 2018

736_ir_2018-10-30_4fddb065-c1bb-4ec1-b2cf-8a74e3b38401.pdf

Quarterly Report

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Kennzahlen

Veränderung
ERGEBNIS UND ALLGEMEINE INFORMATIONEN Einheit H1 2017/18 H1 2018/19 in %
Umsatzerlöse Mio. € 485,7 516,9 6,4 %
davon in Asien produziert % 84 % 86 %
davon in Europa produziert % 16 % 14 %
Umsatzkosten Mio. € 415,3 423,7 2,0 %
Bruttogewinn Mio. € 70,4 93,2 32,4 %
Bruttogewinn-Marge % 14,5 % 18,0 %
EBITDA Mio. € 104,4 138,3 32,5 %
EBITDA-Marge % 21,5 % 26,8 %
EBIT (Betriebsergebnis) Mio. € 36,9 71,9 95,1 %
EBIT-Marge % 7,6 % 13,9 %
Konzernergebnis Mio. € 15,4 55,4 >100 %
Konzernergebnis der Anteilseigner des Mutterunternehmens Mio. € 15,4 51,2 >100 %
ROE (Eigenkapitalrendite)1) % 6,0 % 15,3 %
ROCE (Gesamtkapitalrendite)1) % 4,5 % 12,0 %
ROS (Umsatzrendite) % 3,2 % 10,7 %
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (OCF) Mio. € 43,6 58,0 33,0 %
Netto-Investitionen (Net CAPEX) Mio. € 95,0 37,9 (60,1 %)
Operativer Free Cashflow2) Mio. € (51,4) 20,1
Free Cashflow3) Mio. € (51,4) (72,9)
Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Ultimo 10.075 9.989 (0,9 %)
Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Durchschnitt 10.030 9.735 (2,9 %)
BILANZ 31.03.2018 30.09.2018
Bilanzsumme Mio. € 1.530,4 1.820,8 19,0 %
Eigenkapital4) Mio. € 711,4 738,3 3,8 %
Eigenkapitalquote % 46,5 % 40,5 %
Nettoverschuldung Mio. € 209,2 196,7 (6,0 %)
Verschuldungsgrad % 29,4 % 26,6 %
Nettoumlaufvermögen Mio. € 72,4 173,8 >100 %
Nettoumlaufvermögen/Umsatzerlöse % 7,3 % 16,8 %
AKTIENKENNZAHLEN H1 2017/18 H1 2018/19
Anzahl der Aktien im Umlauf, Ultimo 38.850.000 38.850.000
Anzahl der Aktien, gewichteter Durchschnitt 38.850.000 38.850.000
Gewinn/Aktienanzahl zum Ultimo 0,40 1,32 >100 %
Gewinn/gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl 0,40 1,32 >100 %
Marktkapitalisierung, Ultimo Mio. € 466,2 773,1 65,8 %

1) Die Berechnung basiert auf durchschnittlichen Werten 2) OCF abzüglich Net CAPEX 3) OCF abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit 4) Eigenkapital inklusive Hybridkapital

Zusammenfassung

  • AT&S steigert profitables Wachstum im ersten Halbjahr.
  • Weltweit eines der Top-3-Unternehmen bei Highend-Verbindungslösungen
  • Sehr positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr
  • o Zusätzliches Produktionsvolumen aus den Werken in Chongqing
  • o Sehr gute Nachfrage nach IC-Substraten
  • o Gute Entwicklung im Bereich Medical & Healthcare
  • o Versorgungsengpässe bei wichtigen Bauteilen bremsen Nachfrage in den Bereichen Automotive und Industrial
  • o Zusätzliche Prüfverfahren aufgrund der Dieselproblematik verringern temporär den Bedarf an Leiterplatten
  • Ausgezeichnete Profitabilität mit einer EBITDA-Marge von 26,8 % o Höherwertiges Produktportfolio bei IC-Substraten verbessert Ergebnis
  • Ausblick für 2018/19 erhöht: Umsatzwachstum von 6 bis 8 % und EBITDA-Marge von 24 bis 26 %

AT&S-Aktie

AKTIONÄRSSTRUKTUR

ENTWICKLUNGEN AM KAPITALMARKT IM ERSTEN HALBJAHR 2018/19 Nach einem

tendenziell freundlichen ersten Quartal war das Sentiment an den internationalen Aktienmärkten im Sommer regional divergent. Weiterhin als Unterstützungsfaktoren präsentierten sich die noch immer robusten Konjunkturdaten und mehrheitlich positive Unternehmensergebnisse in den wichtigsten Wirtschaftsregionen. Demgegenüber waren die globalen Handelskonflikte und die daraus resultierenden Ängste die größten Unsicherheiten für die Kapitalmärkte.

AT&S INDIZIERT ZUM ATX UND ZUM TECDAX

KURSENTWICKLUNG UND LIQUIDITÄT DER AT&S-AKTIE AT&S konnte im abgelaufenen Quartal erneut mit positiven Nachrichten aufwarten. Die Entwicklung im ersten Halbjahr zeigt deutlich auf, dass die Investments der vergangenen Jahre Früchte tragen und im ersten Quartal der üblichen Saisonalität entgegengewirkt werden konnte.

Diese positive Entwicklung sorgte in Folge für Rückenwind bei der AT&S-Aktie. Diese schloss zu Quartalsende bei einem Ultimokurs von 19,90 €. Damit stand im abgelaufenen Quartal ein deutlicher Anstieg in Höhe von 25 % (Ultimokurs am 29. Juni 2018: 15,92 €) zu Buche. Die Bandbreite lag zwischen 15,42 € und 23,30 €, wodurch weiterhin die hohe Volatilität der AT&S-Aktie erkennbar war.

Im ersten Halbjahr 2018/19 verzeichnet die Aktie eine rückläufige Entwicklung mit -9,5 % . Mit einem durchschnittlich Volumen von 147.600 Stück pro Tag konnte jedoch in puncto Liquidität eine deutliche Verbesserung verzeichnet werden. Das entspricht einem Anstieg von nahezu 150 % (Vorjahreszeitraum: 59.313 Stück; jeweils Einfachzählung). Zudem blieb der durchschnittliche tägliche Geldumsatz mit 2.870.874 € (Einfachzählung) um rund 355 % über dem Wert aus dem Vergleichszeitraum.

AKTIENKENNZAHLEN FÜR DIE ERSTEN SECHS MONATE

in € 30.09.2018 30.09.2017
Gewinn/Aktie 1,32 0,40
Höchstkurs 24,10 12,40
Tiefstkurs 14,70 9,16
Ultimokurs 19,90 12,00

AT&S-AKTIE – WIENER BÖRSE

Anzahl Stammaktien 38.850.000
WP-Kennnummer 922230
ISIN-Code AT0000969985
Kürzel ATS
Thomson Reuters ATSV.VI
Bloomberg ATS:AV
Indizes ATX, ATX GP, WBI, VÖNIX

FINANZTERMINE

31.01.2019 Ergebnis 1.-3. Quartal 2018/19
07.05.2019 Jahresergebnis 2018/19
04.07.2019 25. Jahreshauptversammlung

Konzernzwischenlagebericht

GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE AT&S konnte im ersten Halbjahr 2018/2019 Steigerungen bei Umsatz- und Ergebnisentwicklung erzielen.

Der Umsatz erhöhte sich um 31,2 Mio. € bzw. 6,4 % von 485,7 Mio. € auf 516,9 Mio. €. Dieser Anstieg resultierte hauptsächlich aus der Nutzung der Kapazitäten der Werke in Chongqing, welche sich im Vergleichszeitraum des Vorjahres teilweise noch in der Anlaufphase befunden haben, und einer generell sehr guten Nachfrage nach IC-Substraten. Das Segment Automotive, Industrial, Medical war geprägt von einer deutlich höheren Nachfrage aus dem Bereich Medical & Healthcare und einer etwas schwächeren Nachfrage in den anderen beiden Bereichen.

Wechselkurseffekte, vor allem durch den schwächeren US-Dollar, hatten einen negativen Einfluss von 15,3 Mio. € bzw. 3,1 % auf die Umsatzentwicklung.

Die Effekte aus der Umsetzung des neuen IFRS 15 führten zu einer Erhöhung des Umsatzes um 6,3 Mio. €. bzw. 1,3 %. Diese Änderung resultiert aus einer zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung welche für eine Reihe von Kunden notwendig ist. Für weiterführende Informationen wird auf die erläuternden Anhangsangaben zum Zwischenbericht verwiesen. Der Umsatzanteil der in Asien produzierten Produkte erhöhte sich von 84 % im Vorjahr auf 86 % im laufenden Geschäftsjahr.

in Mio. € (wenn nicht anders angeführt) H1 2018/19 H1 2017/18 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 516,9 485,7 6,4 %
Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) 138,3 104,4 32,5 %
EBITDA-Marge (%) 26,8 % 21,5 %
Betriebsergebnis (EBIT) 71,9 36,9 95,1 %
EBIT-Marge (%) 13,9 % 7,6 %
Konzernjahresergebnis 55,4 15,4 >100 %
Gewinn je Aktie (€) 1,32 0,40 >100 %
Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 37,6 65,9 (43,0 %)
Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Durchschnitt (Anzahl) 9.735 10.030 (2,9 %)

Ergebniskennzahlen

EBITDA-Entwicklung in Mio. €

Das EBITDA verbesserte sich um 33,9 Mio. € bzw. 32,5 % von 104,4 Mio. € auf 138,3 Mio. €. Der Anstieg resultiert aus deutlichen Ergebnisverbesserungen in Chongqing. Chongqing befand sich im Vergleichszeitraum des Vorjahres teilweise noch in der Anlaufphase mit daraus resultierenden, entsprechenden negativen Ergebniseffekten. Die laufende Periode reflektiert bereits die erfolgreich umgesetzten Effizienz- und Produktivitätsverbesserungsmaßnahmen der letzten Quartale für die Standorte in Chongqing und Shanghai. Unterstützt wurde dieses Ergebnis durch positive Währungseffekte.

Die EBITDA-Marge lag in den ersten sechs Monaten bei 26,8 % und damit um 5,3 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau von 21,5 %.

Die Abschreibungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Mio. € bzw. 1,7 % von 67,5 Mio. € auf 66,3 Mio. € reduziert, was im Wesentlichen auf positive Wechselkurseffekte von 0,9 Mio. € zurückzuführen ist.

Das EBIT verbesserte sich um 35,0 Mio. € von 36,9 Mio. € auf 71,9 Mio. €. Die EBIT-Marge lag bei 13,9 % (Vorjahr: 7,6 %).

Das Finanzergebnis verbesserte sich deutlich von -5,6 Mio. € auf -0,1 Mio. €. Trotz einer deutlich über dem Vorjahresniveau liegenden Bruttoverschuldung lagen die Bruttozinsaufwendungen, aufgrund von im Nachgang zur Hybridanleihe durchgeführter Optimierungsmaßnahmen mit 6,3 Mio. € um 13,5 % unter dem Vorjahresniveau von 7,3 Mio. €. Die Zinserträge lagen mit 1,7 Mio. € um 1,5 Mio. € über dem Vorjahresniveau von 0,2 Mio. €. Dieser Anstieg resultiert primär aus dem im USD-Bereich verbesserten Zinsumfeld. Wechselkurseffekte verbesserten das Finanzergebnis in den ersten sechs Monaten um 6,3 Mio. € (Vorjahr: Ertrag von 3,1 Mio. €).

Der Ertragssteueraufwand betrug in den ersten sechs Monaten 16,5 Mio. € (Vorjahr: 15,9 Mio. €). Der in Relation zum Ergebnis geringe Anstieg resultierte aus dem reduzierten Steuersatz bei der AT&S (China) Company Limited welche in den Vorjahresvergleichszahlen noch mit dem höheren Steuersatz (aufgrund der damals noch nicht erteilten Verlängerung des Steuerzertifikats für Hochtechnologieunternehmen) enthalten war.

Das Konzernergebnis verbesserte sich aufgrund des deutlich besseren operativen Ergebnisses und des besseren Finanzergebnisses um 40,0 Mio. € von 15,4 Mio. € auf 55,4 Mio. €. Daraus resultiert eine Verbesserung des Ergebnisses je Aktie von 0,40 € auf 1,32 €. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurden Hybridkapitalzinsen in Höhe von 4,2 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) in Abzug gebracht.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE Die Bilanzsumme erhöhte sich in den ersten sechs Monaten um 290,4 Mio. € bzw. 19,0 % von 1.530,4 Mio. € auf 1.820,8 Mio. €. Dem Anstieg, basierend auf Anlagenzugängen bzw. Technologieupgrades in Höhe von 37,6 Mio. € (Anlagenzugänge führten zu 37,9 Mio. € zahlungswirksamen CAPEX), standen Abschreibungen von insgesamt 66,3 Mio. € gegenüber. Darüber hinaus verminderten Wechselkurseffekte das Anlagevermögen um -19,3 Mio. €. Der Rückgang der Vorräte von 136,1 Mio. € auf 106,7 Mio. € resultiert aus der Anwendung des IFRS 15. Der Anstieg der Forderungen enthält die entsprechende Gegenposition der Erfassung der "contract assets". Für die detaillierten Auswirkungen der erstmaligen Berücksichtigung des IFRS 15 wird auf die erläuternden Anhangsangaben zum Zwischenbericht verwiesen.

Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten konnte mit 456,2 Mio. € (31. März 2018: 270,7 Mio. €) wesentlich erhöht werden. Zusätzlich zu den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten verfügt AT&S per 30. September 2018 über finanzielle Vermögenswerte von 154,0 Mio. € und über 218,1 Mio. € an nicht genutzten Kreditlinien als Finanzierungsreserve.

Das Eigenkapital erhöhte sich um 26,9 Mio. € bzw. 3,8 % von 711,4 Mio. € auf 738,3 Mio. €. Der Anstieg resultierte aus dem positiven Konzernergebnis von 55,4 Mio. €. Die Anwendung der neuen Bilanzierungsvorschriften (IFRS 9 bzw. IFRS 15) haben das Eigenkapital zusätzlich mit 10,4 Mio. € positiv beeinflusst. Negative Wechselkurseffekte von -25,1 Mio. €, die sich aus der Umrechnung der Nettovermögensposition der Tochterunternehmen ergaben, sowie die ausbezahlte Dividende von 13,9 Mio. € stehen dem gegenüber. Auf Basis des höheren Eigenkapitals und der aufgrund der Begebung des Schuldscheindarlehens gestiegenen Bilanzsumme lag die Eigenkapitalquote mit 40,5 % um 6,0 Prozentpunkte unter dem Wert zum 31. März 2018.

Die Nettoverschuldung verringerte sich leicht um 12,5 Mio. € bzw. 6,0 % von 209,2 Mio. € auf 196,7 Mio €.

Am 19. Juli 2018 wurde eine Schuldscheintransaktion mit einem Gesamtvolumen von 292,5 Mio. € sehr erfolgreich abgeschlossen. Das ursprünglich angestrebte Emissionsvolumen von 150,0 Mio. €, welches unter anderem die vorzeitige Refinanzierung der im Februar 2019 fälligen Tranche des Schuldscheindarlehens 2014 sicherstellen sollte, wurde aufgrund der hohen Nachfrage auf 292,5 Mio. € erhöht. Die zusätzlichen Mittel dienen zur weiteren Optimierung der Finanzverbindlichkeiten und zur Unterstützung der Mittelfriststrategie.

Das Schuldscheindarlehen besteht aus Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren zu festen und variablen Zinsen in Euro. Dadurch ergeben sich nach der Optimierung der Finanzverbindlichkeiten und der Tilgung des Schuldscheindarlehens aus 2014 eine höhere durchschnittliche Restlaufzeit sowie eine aufgrund des erzielten Durchschnittszinssatzes von 1,18 %, deutlich reduzierte Zinsbelastung.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug in den ersten sechs Monaten 2018/19 58,0 Mio. € (Vorjahr: 43,6 Mio. €). Diesen Zahlungsmittelzuflüssen standen Auszahlungen für Netto-Investitionen von 37,9 Mio. € (Vorjahr: 95,0 Mio. €) gegenüber. Daraus resultierte der im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbesserte operative Free Cashflow von 20,1 Mio. € (Vorjahr: -51,4 Mio. €).

Der Nettoverschuldungsgrad mit 26,6 % weist eine leichte Verbesserung zum Wert vom 31. März 2018 mit 29,4 % aus. Diese Verbesserung resultiert aus den oben erläuterten Erhöhungen des Eigenkapitals sowie der Reduktion der Nettoverschuldung.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG NACH SEGMENTEN Der AT&S Konzern gliedert seine betrieblichen Tätigkeiten in drei Segmente: Mobile Devices & Substrates (MS), Automotive, Industrial, Medical (AIM) und Sonstige (OT). Zu weiterführenden Erläuterungen zu den Segmenten bzw. der Segmentberichterstattung verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2017/18.

Der Anteil des Segments Mobile Devices & Substrates an den gesamten externen Umsätzen stieg von 64,1 % auf 67,1 %. Der Umsatzanteil des Segments Automotive, Industrial, Medical reduzierte sich auf 32,4 % (Vorjahr: 35,5 %). Die Bedeutung des Segments Sonstige blieb mit 0,5 % konstant.

SEGMENT MOBILE DEVICES & SUBSTRATES Die Umsätze mit High-End-Leiterplatten für mobile Endgeräte wiesen in den ersten sechs Monaten eine stabile Entwicklung auf. Das Segment profitierte im ersten Halbjahr von deutlich höheren Umsätzen aus den Werken in Chongqing, welche sich in der Vergleichsperiode des Vorjahres noch teilweise in der Anlaufphase befanden. Unterstützt wurde die erfreuliche Entwicklung durch ein höherwertiges Produktportfolio bei IC-Substraten (wie beispielsweise Server-Anwendungen). Dementsprechend erhöhte sich der Segmentumsatz um 32,6 Mio. € bzw. 9,1 % von 358,9 Mio. € auf 391,5 Mio. €. Wechselkurseffekte hatten eine negative Auswirkung von 13,0 Mio. € auf den ausgewiesenen Umsatz.

Segment Mobile Devices & Substrates – Überblick
in Mio. € (wenn nicht anders angeführt) H1 2018/19 H1 2017/18 Veränderung
in %
Segmentumsatzerlöse 391,5 358,9 9,1 %
Umsatzerlöse mit externen Kunden 346,7 311,2 11,4 %
Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) 111,2 80,3 38,4 %
EBITDA-Marge (%) 28,4 % 22,4 %
Betriebsergebnis (EBIT) 54,6 21,6 >100 %
EBIT-Marge (%) 13,9 % 6,0 %
Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 25,4 57,6 (55,9 %)
Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Durchschnitt (Anzahl) 6.826 7.128 (4,2 %)

Das EBITDA verbesserte sich um 30,9 Mio. € bzw. 38,4 % von 80,3 Mio. € auf 111,2 Mio. €. Die deutliche Ergebnisverbesserung resultiert primär aus den Werken in Chongqing, welche sich im Vorjahr teilweise noch in der Anlaufphase mit entsprechenden negativen Ergebnisbeiträgen befanden. Neben dem Wegfall dieses Effektes resultiert das Ergebnis der laufenden Periode aus den bereits erfolgreich umgesetzten Effizienz- und Produktivitätsverbesserungsmaßnahmen der letzten Quartale an den chinesischen Standorten. Unterstützt wurde dieses Ergebnis durch ein höherwertiges Produktportfolio bei IC-Substraten (wie beispielsweise Server-Anwendungen), sowie durch positive Währungseffekte.

Insgesamt resultierte daraus eine EBITDA-Marge von 28,4 % die deutlich über dem Vorjahresvergleichswert von 22,4 % liegt.

Die Abschreibungen des Segments reduzierten sich nur geringfügig um 2,1 Mio. € bzw. 3,5 % von 58,7 Mio. € auf 56,6 Mio. €.

Das EBIT von 54,6 Mio. € liegt um 33,0 Mio. € über dem Vorjahreswert von 21,6 Mio. €. Die daraus resultierende EBIT-Marge liegt bei 13,9 % (Vorjahr: 6,0 %).

Die Anlagenzugänge betrafen Technologieupgrades am Standort Shanghai und Chongqing. Der Rückgang des Mitarbeiterstandes um 302 Personen ist das Ergebnis von Optimierungsmaßnahmen.

SEGMENT AUTOMOTIVE, INDUSTRIAL, MEDICAL Der Segmentumsatz war mit 178,9 Mio. € leicht unter dem Vorjahresniveau. Eine gute Nachfrage konnte im ersten Halbjahr vor allem im Bereich Medical & Healthcare verzeichnet werden, die beiden anderen Bereiche verzeichneten eine etwas schwächere Nachfrage.

Mobile Devices & Substrates EBITDA-Entwicklung

H1 2017/18 H1 2018/19

Automotive, Industrial, Medical EBITDA-Entwicklung in Mio. €

|--|

H1 2018/19 H1 2017/18 Veränderung
in %
178,9 184,8 (3,2 %)
167,6 172,3 (2,7 %)
24,4 23,0 6,1 %
13,6 % 12,4 %
15,3 14,8 3,3 %
8,6 % 8,0 %
11,2 7,3 52,9 %
2.736 2.740 (0,2 %)

Das Segment-EBITDA lag mit 24,4 Mio. € um 1,4 Mio. € über dem Vorjahresniveau von 23,0 Mio. €. Der Ergebnisbeitrag aus einem besseren Produktmix und positiven Wechselkurseffekten konnten rückläufige Mengen kompensieren.

Die EBITDA-Marge erhöhte sich aufgrund dieser Effekte um 1,2 Prozentpunkte von 12,4 % auf 13,6 %.

Die Abschreibungen des Segments erhöhten sich um 1,0 Mio. € bzw. 11,4 % von 8,1 Mio. € auf 9,1 Mio. €. Das EBIT erhöhte sich um 0,5 Mio. € bzw. 3,3 % von 14,8 Mio. € auf 15,3 Mio. €.

Die Anlagenzugänge liegen mit 11,2 Mio. € über dem Vorjahresvergleichswert von 7,3 Mio. €. Der Anstieg resultiert aus Investitionen für Kapazitätserweiterungen am Standort Nanjangud sowie dem Ausbau des Standortes Fehring.

SEGMENT SONSTIGE Das Segment Sonstige ist hauptsächlich von Handels- und Holding-Aktivitäten geprägt. Das Ergebnis der im Segment Sonstige enthaltenen allgemeinen Holding-Aktivitäten lagen aufgrund von positiven Einmaleffekten über dem durch negative Einmaleffekten belasteten Vorjahresniveau.

Segment Sonstige – Überblick

in Mio. € (wenn nicht anders angeführt) H1 2018/19 H1 2017/18 Veränderung
in %
Segmentumsatzerlöse 2,5 5,5 (54,0 %)
Umsatzerlöse mit externen Kunden 2,5 2,2 18,3 %
Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) 2,7 1,1 >100 %
EBITDA-Marge (%) 107,0 % 19,0 %
Betriebsergebnis (EBIT) 2,1 0,4 >100 %
EBIT-Marge (%) 81,1 % 6,9 %
Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 1,0 1,1 (3,5 %)
Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Durchschnitt (Anzahl) 173 162 7,0 %

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH ENDE DER ZWISCHENBERICHTSPERIODE Nach Ablauf der aktuellen Berichtsperiode sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten.

WESENTLICHE RISIKEN, UNGEWISSHEITEN UND CHANCEN Im Konzernabschluss 2017/18 sind ausführlich im Lagebericht unter Pkt. 6 "Chancen- und Risikomanagement" relevante Risikokategorien erläutert, welche zum Bilanzerstellungstag nach wie vor Gültigkeit haben. Wie dort bereits ausgeführt, können falsch eingeschätzte technologische Entwicklungen, Veränderungen in der Nachfrage und negative Preisentwicklungen die Werthaltigkeit von Investitionen maßgeblich negativ beeinträchtigen.

AUSBLICK

ZUKUNFTSORIENTIERTE INVESTITION IN NEUE TECHNOLOGIEENTWICKLUNG Angesichts der aktuellen Megatrends wie vernetzte Systeme, autonomes Fahren oder Artificial Intelligence mit immer höheren Datenraten bzw. -mengen sowie hohen Leistungsdichten steigen auch die Anforderungen an die Verbindungstechnik. AT&S profitiert von dieser Entwicklung, da die wachsenden Datenströme der Digitalisierung höhere Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Komponenten stellen.

Aufgrund des technologischen Wandels sieht AT&S gute Chancen, den nächsten Schritt für die Technologieentwicklung und damit die zweite Ausbaustufe im Werk 1 in Chongqing voranzutreiben. Dabei ist eine schrittweise Umsetzung der Technologieimplementierung in den kommenden zwei bis drei Jahren, die zu einem Investitionsvolumen von bis zu 160 Mio. € führen kann, geplant. Mit diesem strategisch wichtigen Schritt setzt AT&S einen weiteren Meilenstein im Bereich der Hochleistungsanwendungen auf ihrem Wachstumskurs zu einem weltweit führenden Verbindungslösungsanbieter.

PROGNOSE FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018/19 ERHÖHT Auf Basis der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr des laufenden Jahres, des positiven Ausblicks für die kommenden Monate und unter Berücksichtigung saisonaler Effekte im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2018/19 erhöhte das Management bei Umsatz und Ergebnis die Prognosen. Basierend auf gleichbleibenden Wechselkursen erwartet das Management für das Geschäftsjahr 2018/19 ein Umsatzwachstum von 6 bis 8 % (zuvor bis zu 6 %) und eine EBITDA-Marge in der Bandbreite von 24 bis 26 % (zuvor bis zu 23 %).

Für Instandhaltung, Technologie-Upgrades für das laufende Geschäft sowie für Kapazitäts- und Technologieerweiterungen werden im laufenden Geschäftsjahr rund 140 bis 160 Mio. € investiert, wobei der Kapazitätsaufbau von Hochfrequenz-Leiterplatten im Bereich autonomes Fahren an den Standorten Nanjangud, Indien und Fehring, Österreich bereits in Umsetzung sind.

Leoben-Hinterberg, am 30. Oktober 2018

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Mag.a Monika Stoisser-Göhring e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

Zwischenbericht nach IFRS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in Tsd. € 01.07.-30.09.2018 01.07.-30.09.2017 01.04.-30.09.2018 01.04.-30.09.2017
Umsatzerlöse 294.776 286.044 516.857 485.680
Umsatzkosten (230.028) (229.342) (423.704) (415.327)
Bruttogewinn 64.748 56.702 93.153 70.353
Vertriebskosten (8.247) (7.868) (15.974) (16.210)
Allgemeine Verwaltungskosten (9.100) (8.550) (17.123) (17.886)
Sonstiger betrieblicher Ertrag 6.330 1.791 12.492 2.976
Sonstiger betrieblicher Aufwand (111) (1.791) (605) (2.357)
Sonstiges betriebliches Ergebnis 6.219 11.887 619
Betriebsergebnis 53.620 40.284 71.943 36.876
Finanzierungserträge 3.253 1.360 8.873 3.525
Finanzierungsaufwendungen (5.051) (4.718) (8.968) (9.100)
Finanzergebnis (1.798) (3.358) (95) (5.575)
Ergebnis vor Steuern 51.822 36.926 71.848 31.301
Ertragsteuern (9.999) (10.263) (16.476) (15.867)
Konzernergebnis 41.823 26.663 55.372 15.434
davon vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 2.096 4.168
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen 39.727 26.663 51.204 15.434
Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des
Mutterunternehmens zusteht (in € je Aktie):
– unverwässert 1,02 0,69 1,32 0,40
– verwässert 1,02 0,69 1,32 0,40
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien – unverwässerter Wert (in Tsd. Stück)
38.850 38.850 38.850 38.850
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien – verwässerter Wert (in Tsd. Stück)
38.850 38.850 38.850 38.850

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

in Tsd. € 01.07.-30.09.2018 01.07.-30.09.2017 01.04.-30.09.2018 01.04.-30.09.2017
Konzernergebnis 41.823 26.663 55.372 15.434
Zu reklassifizierende Ergebnisse:
Währungsumrechnungsdifferenzen (33.888) (15.395) (25.119) (59.032)
Gewinne aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziel
len Vermögenswerten, nach Steuern 15
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten aus
der Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern 759 (64) 261 (64)
Sonstiges Ergebnis (33.129) (15.459) (24.858) (59.081)
Konzerngesamtergebnis 8.694 11.204 30.514 (43.647)
davon vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 2.096 4.168
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen 6.598 11.204 26.346 (43.647)

Konzernbilanz

in Tsd. € 30.09.2018 31.03.2018
VERMÖGENSWERTE
Sachanlagen 728.024 766.378
Immaterielle Vermögenswerte 65.758 75.856
Finanzielle Vermögenswerte 769 284
Aktive latente Steuern 42.357 45.530
Sonstige langfristige Vermögenswerte 25.494 56.219
Langfristige Vermögenswerte 862.402 944.267
Vorräte 106.653 136.097
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 241.545 118.650
Finanzielle Vermögenswerte 153.255 59.635
Laufende Ertragsteuerforderungen 677 1.061
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 456.234 270.729
Kurzfristige Vermögenswerte 958.364 586.172
Summe Vermögenswerte 1.820.766 1.530.439
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 141.846 141.846
Sonstige Rücklagen 2.647 27.505
Hybridkapital 172.887 172.887
Gewinnrücklagen 420.932 369.153
Den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital 738.312 711.391
Summe Eigenkapital 738.312 711.391
SCHULDEN
Finanzielle Verbindlichkeiten 604.735 458.359
Rückstellungen für Personalaufwand 38.110 37.322
Passive latente Steuern 5.824 5.069
Sonstige Verbindlichkeiten 15.910 14.526
Langfristige Schulden 664.579 515.276
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 191.018 199.880
Finanzielle Verbindlichkeiten 202.223 81.525
Laufende Ertragsteuerschulden 19.411 16.425
Sonstige Rückstellungen 5.223 5.942
Kurzfristige Schulden 417.875 303.772
Summe Schulden 1.082.454 819.048
Summe Eigenkapital und Schulden 1.820.766 1.530.439

Konzern-Kapitalflussrechnung

in Tsd. € 01.04.-30.09.2018 01.04.-30.09.2017
Betriebsergebnis 71.943 36.876
Abschreibungen und Wertminderungen von Sachanlagen
und immateriellen Vermögenswerten 66.319 67.478
Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen 36 (176)
Veränderung langfristiger Rückstellungen 878 1.553
Zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert (13.232) (655)
Gezahlte Zinsen (4.404) (5.721)
Erhaltene Zinsen 1.667 225
Gezahlte Ertragsteuern (12.567) (12.374)
Cashflow aus dem Ergebnis 110.640 87.206
Vorräte (5.777) (20.407)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (42.536) (45.927)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (3.769) 22.104
Sonstige Rückstellungen (534) 642
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 58.024 43.618
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (37.946) (94.985)
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 29 15
Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten (100.547) (1.229)
Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten 7.532 1.137
Cashflow aus Investitionstätigkeit (130.932) (95.062)
Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 274.218 58.061
Auszahlungen für die Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten (14.098) (60.798)
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 3.664 2.992
Dividendenzahlungen (13.986) (3.885)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 249.798 (3.630)
Veränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 176.890 (55.074)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang 270.729 203.485
Währungsgewinne/(-verluste) aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 8.615 (12.146)

456.234

136.265

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende

Konzern- Eigenkapitalveränderungsrechnung

in Tsd. € Gezeichnetes
Kapital
Sonstige
Rücklagen
Hybridkapital Gewinn
rücklagen
Den Eigen
tümern des
Mutterunter
nehmens zu
rechenbares
Eigenkapital
Nicht
beherr
schende
Anteile
Summe
Eigenkapital
Stand zum 31.03.2017 141.846 81.729 316.519 540.094 540.094
Konzernergebnis 15.434 15.434 15.434
Sonstiges Ergebnis (59.081) (59.081) (59.081)
davon Währungsumrechnungsdifferenzen
davon Veränderung von finanziellen Vermö
(59.032) (59.032) (59.032)
genswerten, nach Steuern
davon Veränderung von Sicherungsinstumen
ten aus der Absicherung von Zahlungsströ
men, nach Steuern

15
(64)


15
(64)

15
(64)
Konzerngesamtergebnis (59.081) 15.434 (43.647) (43.647)
Dividendenzahlung für 2016/17 (3.885) (3.885) (3.885)
Stand zum 30.09.2017 141.846 22.648 328.068 492.562 492.562
Stand zum 31.03.2018 141.846 27.505 172.887 369.153 711.391 711.391
Anpassungen IFRS 15, IFRS 9 10.393 10.393 10.393
Stand zum 01.04.2018 141.846 27.505 172.887 379.546 721.784 721.784
Konzernergebnis 55.372 55.372 55.372
Sonstiges Ergebnis (24.858) (24.858) (24.858)
davon Währungsumrechnungsdifferenzen (25.119) (25.119) (25.119)
davon Veränderung von Sicherungsinstumen
ten aus der Absicherung von Zahlungsströ
men, nach Steuern
261 261 261
Konzerngesamtergebnis (24.858) 55.372 30.514 30.514
Dividendenzahlung für 2017/18 (13.986) (13.986) (13.986)
Stand zum 30.09.2018 141.846 2.647 172.887 420.932 738.312 738.312

Segmentberichterstattung

in Tsd. € Mobile Devices &
Substrates
Automotive,
Industrial, Medical
Sonstige Eliminierung/
Konsolidierung
Konzern
01.04.-
30.09.2018
01.04.-
30.09.2017
01.04.-
30.09.2018
01.04.-
30.09.2017
01.04.-
30.09.2018
01.04.-
30.09.2017
01.04.-
30.09.2018
01.04.-
30.09.2017
01.04.-
30.09.2018
01.04.-
30.09.2017
Umsatzerlöse 391.520 358.911 178.869 184.798 2.543 5.533 (56.075) (63.562) 516.857 485.680
Innenumsatz (44.821) (47.700) (11.254) (12.479) (3.383) 56.075 63.562
Außenumsatz 346.699 311.212 167.615 172.318 2.543 2.150 516.857 485.680
Betriebsergebnis
vor Abschreibungen
111.157 80.300 24.383 22.970 2.722 1.054 30 138.262 104.354
Abschreibungen
inkl. Zuschreibungen
(56.582) (58.658) (9.077) (8.149) (660) (671) (66.319) (67.478)
Betriebsergebnis 54.575 21.642 15.306 14.821 2.062 383 30 71.943 36.876
Finanzergebnis (95) (5.575)
Ergebnis vor Steuern 71.848 31.301
Ertragsteuern (16.476) (15.867)
Konzernergebnis 55.372 15.434
Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte1)
686.623 770.606 103.575 94.719 3.584 3.462 793.782 868.787
Zugänge zu Sachanlagen und
immateriellen Vermögenswerten
25.404 57.564 11.162 7.305 1.022 1.059 37.588 65.928

1) Vorjahreswerte bezogen auf den 31.03.2018

Informationen nach geografischen Regionen

Umsatzerlöse nach Kundenregionen, nach dem Sitz des Kunden:

in Tsd. € 01.04.-30.09.2018 01.04.-30.09.2017
Österreich 10.043 10.993
Deutschland 89.277 92.502
Sonstiges Europa 37.611 27.868
China 8.137 25.846
Sonstiges Asien 28.722 31.475
Amerika 343.067 296.996
Umsatzerlöse 516.857 485.680

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte nach dem Sitz der jeweiligen Gesellschaft:

in Tsd. € 30.09.2018 31.03.2018
Österreich 65.723 66.435
China 686.572 736.059
Übrige 41.487 39.740
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 793.782 842.234

Erläuternde Anhangsangaben zum Zwischenbericht

ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Der Zwischenbericht zum 30. September 2018 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS), unter Berücksichtigung des IAS 34, und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum 31. März 2018 wurden mit Ausnahme der IFRS, die ab dem 1. April 2018 verpflichtend anzuwenden sind, unverändert angewandt.

Der Konzernzwischenabschluss beinhaltet nicht alle im Jahreskonzernabschluss enthaltenen Informationen und sollte gemeinsam mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2018 gelesen werden.

Der Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2018 ist ungeprüft, und es wurde auch keine externe prüferische Durchsicht durchgeführt.

WESENTLICHE ÄNDERUNGEN IN DEN BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZEN IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" sind erstmals verpflichtend für Berichtsperioden anzuwenden, die am 1. Jänner 2018 oder danach beginnen. Folglich müssen diese beiden Standards für den AT&S Konzern ab dem 1. April 2018 angewendet werden.

IFRS 9 "FINANZINSTRUMENTE" IFRS 9 sieht neue Grundsätze zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten auf Basis der Zahlungsstromeigenschaften und des Geschäftsmodells nach dem sie gesteuert werden vor. Betreffend Wertberichtigungen wird ein neues Modell eingeführt, das auf den erwarteten Kreditausfällen beruht. Weiter wurden die Vorschriften für die Sicherungsbilanzierung geändert. Es wird das Ziel verfolgt die Risikomanagementaktivitäten besser abzubilden.

Mit Ausnahme der Änderungen zur Sicherungsbilanzierung wurde IFRS 9 retrospektiv angewendet. Wie gemäß IFRS 9 zulässig wurden die Zahlen der Vergleichsperiode nicht angepasst, sondern die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 9 durch Anpassung der Eröffnungswerte der entsprechenden Positionen im Eigenkapital zum 1. April 2018 erfasst.

IFRS 9 schafft drei Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte: fortgeführte Anschaffungskosten, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL). Die Klassifizierung richtet sich nach dem Geschäftsmodell des Konzerns und den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme. Investitionen in Eigenkapitalinstrumente sind grundsätzlich zwingend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Hier besteht lediglich beim erstmaligen Ansatz das unwiderrufliche Wahlrecht, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis auszuweisen.

Finanzinstrumente Bewertungskategorie Buchwert
31.03.2018 01.04.2018
in Tsd. € nach IAS 39 nach IFRS 9 IAS 39 Umwertung IFRS 9
Erfolgswirksam zum Erfolgswirksam zum
Anleihen beizulegenden Zeitwert beizulegenden Zeitwert 775 775
Zur Veräußerung ver
fügbar erfolgsneutral Erfolgsneutral zum
zum beizulegenden beizulegenden Zeitwert
Sonstige Beteiligungen Zeitwert ohne Recycling 193 193
Bis zur Endfälligkeit
Kredite und gehalten zu fortgeführ Zu fortgeführten An
Forderungen ten Anschaffungskosten schaffungskosten 58.860 58.860
Derivative Erfolgsneutral zum Erfolgsneutral zum
Finanzinstrumente beizulegenden Zeitwert beizulegenden Zeitwert 91 91
Forderungen aus Kredite und Forderun
Lieferungen und Leis gen zu fortgeführten Zu fortgeführten An
tungen Anschaffungskosten schaffungskosten 65.473 (214) 65.259
Kredite und Forderun
gen zu fortgeführten Zu fortgeführten An
Sonstige Forderungen Anschaffungskosten schaffungskosten 704 704
Zahlungsmittel und Kredite und Forderun
Zahlungsmitteläquiva gen zu fortgeführten Zu fortgeführten An
lente Anschaffungskosten schaffungskosten 270.729 270.729

Die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten von IAS 39 auf IFRS 9 lässt sich wie folgt überleiten:

Die Anleihen wurden unter IAS 39 der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet, da diese der kurzfristigen Gewinnerzielung dienen. Gegenüber IFRS 9 ergibt sich hier somit keine Veränderung.

Bei den sonstigen Beteiligungen handelt es sich um Eigenkapitalinstrumente, die gemäß IFRS 9 grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden müssen. Da jedoch eine Halteabsicht besteht, wurde gemäß IFRS 9 die Option der erfolgsneutralen Bewertung in Anspruch genommen. Wertänderungen werden somit weiterhin im sonstigen Gesamtergebnis ausgewiesen.

Die bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen beinhalten im Wesentlichen Kündigungsgelder und Forderungen gegenüber Banken aus Zessionsverträgen. Diese werden in IFRS 9 der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet.

Die derivativen Finanzinstrumente beinhalten Zinsswaps, bei welchen die Voraussetzungen des Hedge Accountings erfüllt sind und Wertänderungen deshalb erfolgsneutral im sonstigen Gesamtergebnis erfasst werden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Diese unterliegen nun dem gemäß IFRS 9 neuen Wertminderungsmodell. Dieses neue Modell basiert auf erwarteten Verlusten. Der Konzern verwendet das vereinfachte Modell für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für vertragliche Vermögenswerte im Sinne des IFRS 15 und berechnet dementsprechend die Wertberichtigung in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste. Die Bestimmung des Kreditverlustes erfolgt auf Basis einer Wertberichtigungstabelle, die auf Basis eines Ratings der Kunden erstellt wird.

IFRS 15 "ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN" IFRS 15 regelt die Erlösrealisierung und ersetzt somit die bisherigen Vorschriften. Gemäß IFRS 15 sind Umsatzerlöse zu erfassen, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus ihnen ziehen kann.

IFRS 15 beinhaltet neue Kriterien für die Erfassung von Umsatzerlösen über einen bestimmten Zeitraum. Bei Erzeugung von Produkten, die speziell auf die Bedürfnisse der Abnehmer zugeschnitten sind und somit keinen alternativen Nutzen aufweisen sowie ein Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen inklusive einer Marge besteht, erlangt der Abnehmer Kontrolle über diese Produkte (IFRS 15.35 c). Bei einem Teil der Kunden der AT&S Gruppe werden diese Kriterien erfüllt, sodass in diesen Fällen die Umsatzerlöse zeitraumbezogen zu realisieren sind. Bei jenen Kunden, wo diese Kriterien nicht erfüllt sind erfolgt die Umsatzrealisierung zeitpunktbezogen, wenn die Kontrolle auf den Käufer übergegangen ist.

Der Konzern wendet den neuen Standard erstmals ab 1. April 2018 an. Gemäß IFRS 15 erfolgt die Umstellung entsprechend der modifizierten retrospektiven Methode, indem die kumulierten Anpassungsbeträge aus der erstmaligen Anwendung zum 1. April 2018 erfasst werden. Eine Anpassung der Zahlen der Vergleichsperiode ist somit nicht erforderlich.

Die nachfolgende Tabelle stellt die Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen auf die Eröffnungsbilanz zum 1. April 2018 dar:

01.04.2018
in Tsd. € Vor IFRS 15
Anpassung
Umwertung Nach IFRS 15
Anpassung
AKTIVA
Vorräte 136.097 (35.304) 100.793
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen uns sonstige Forde
rungen 118.650 48.702 167.352
Latente Steuer 45.530 (2.754) 42.776
EIGENKAPITAL
Gewinnrücklagen 369.153 10.644 379.797

Die durch die zeitraumbezogene Umsatzrealisierung entstehenden vertraglichen Vermögenswerte in Höhe von 48,7 Mio. € ("Contract assets") werden in der Bilanz im Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gezeigt. Betreffend diese 48,7 Mio. € wurde gemäß IFRS 9 eine Abwertung von 0,1 Mio. € in den Gewinnrücklagen berücksichtigt.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Auswirkungen auf den Zwischenabschluss zum 30. September 2018:

in Tsd. € Vor IFRS 15
Anpassung
30.09.2018
Umwertung
Nach IFRS 15
Anpassung
AKTIVA
Vorräte 147.171 (40.518) 106.653
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen uns sonstige Forde
rungen 141.638 54.287 195.925
Latente Steuer 45.140 (2.783) 42.357
EIGENKAPITAL
Gewinnrücklagen 409.947 10.986 420.933
01.04. - 30.09.2018
in Tsd. € Vor IFRS 15
Anpassung
Umwertung Nach IFRS 15
Anpassung
Umsatzerlöse 510.568 6.289 516.857
Umsatzkosten (417.937) (5.767) (423.704)
Bruttogewinn 92.631 522 93.153
Betriebsergebnis 71.421 522 71.943
Ergebnis vor Steuern 71.326 522 71.848
Konzernperiodenergebnis 54.902 470 55.372

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

UMSATZERLÖSE Der Konzernumsatz lag im ersten Halbjahr dieses Geschäftsjahres mit 516,9 Mio. € um 6,4 % über dem Wert des Vergleichszeitraums von 485,7 Mio. €.

BRUTTOGEWINN Der aktuelle Bruttogewinn liegt mit 93,2 Mio. € um 32,4% über dem Wert des Vergleichszeitraums von 70,4 Mio. €. Ursachen für den Anstieg sind deutliche Ergebnisverbesserungen in den neuen Werken in Chongqing. Es besteht eine gute Nachfrage nach Substraten und beide Werke befanden sich im Vorjahr noch teilweise in der Anlaufphase mit daraus resultierend negativen Ergebnisbeiträgen.

BETRIEBSERGEBNIS Ausgehend vom höheren Bruttogewinn verbesserte sich das Konzernbetriebsergebnis auf 71,9 Mio. € bzw. 13,9 % der Umsatzerlöse. Positiv wirkten sich niedrigere Verwaltungs- und Vertriebskosten aus, welche im Vorjahr durch negative Einmaleffekte (Anpassung der Verbindlichkeit für variable Vergütungen an den Zielerreichungsgrad) beeinträchtigt waren. Das sonstige betriebliche Ergebnis wurde im laufenden Quartal vor allem durch Wechselkurseffekte positiv beeinflusst.

FINANZERGEBNIS Die Finanzierungsaufwendungen lagen mit 9,0 Mio. € um 0,1 Mio. € unter dem Vorjahresniveau. Die Finanzierungserträge von 8,9 Mio. € resultieren im Wesentlichen aus Fremdwährungsgewinnen und der Veranlagung liquider Mittel. Insgesamt hat sich das Finanzergebnis um 5,5 Mio. € auf -0,1 Mio. € verbessert.

ERTRAGSTEUERN Der effektive Steuersatz wurde vor allem durch die Wiedererlangung des reduzierten Steuersatzes von 15 % bei der AT&S (China) Company Limited beinflusst.

SAISONALITÄT Der Umsatz der AT&S weist im Normalfall aufgrund der hohen Bedeutung der mobilen Endgeräte folgenden saisonalen Verlauf auf: Das erste Quartal des Geschäftsjahres ist üblicherweise schwächer als Quartal zwei und drei, welche als Vorbereitung für die Produktlaunches der neuesten Gerätegeneration meist eine sehr hohe Nachfrage aufweisen. Das vierte Quartal weist in Regel eine geringere Kundennachfrage auf und ist durch Werksferien aufgrund des chinesischen Neujahrsfests in unseren großen chinesischen Standorten gekennzeichnet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GESAMTERGEBNISRECHNUNG

WÄHRUNGSUMRECHNUNGSDIFFERENZEN Die negative Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen im aktuellen Geschäftsjahr von -25,1 Mio. € ist im Wesentlichen auf die Wechselkursveränderung des chinesischen Renminbi sowie des US-Dollars gegenüber der Konzerndarstellungswährung Euro zurückzuführen.

Stichtagskurs Durchschnittskurs
30.09.2018 31.03.2018 Veränderung
in %
01.04.-
30.09.2018
01.04.-
30.09.2017
Veränderung
in %
Chinesischer Renminbi 7,9665 7,7690 2,5 % 7,7901 7,6989 1,2 %
Hongkong Dollar 9,0631 9,6712 (6,3 %) 9,2642 8,8732 4,4 %
Indische Rupie 83,9445 80,1981 4,7 % 80,8373 73,4205 10,1 %
Japanischer Yen 131,3700 131,3000 0,1 % 130,0443 126,7143 2,6 %
Südkoreanischer Won 1.285,7769 1.310,1405 (1,9 %) 1.293,3486 1.284,6158 0,7 %
Taiwan Dollar 35,3207 35,9455 (1,7 %) 35,6094 34,4269 3,4 %
US Dollar 1,1580 1,2323 (6,0 %) 1,1810 1,1377 3,8 %

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE Die Nettoverschuldung lag mit 196,7 Mio. € leicht unter dem Wert des letzten Bilanzstichtags von 209,2 Mio. €. Demgegenüber erhöhte sich das Nettoumlaufvermögen vor allem aufgrund von gestiegenen Forderungen von 72,4 Mio. € zum 31. März 2018 auf 173,8 Mio. €. Der Anstieg resultierte unter anderem aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 15 und den sich daraus ergebenden Veränderungen. Der Nettoverschuldungsgrad liegt mit 26,6 % unter dem Wert des letzten Bilanzstichtags von 29,4 %.

BEWERTUNGSHIERARCHIEN DER ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETEN FINANZ-INSTRUMENTE Bei der Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente ist zwischen drei Bewertungshierarchien zu unterscheiden.

  • Level 1: Die beizulegenden Zeitwerte werden anhand von öffentlich notierten Marktpreisen auf einem aktiven Markt für identische Finanzinstrumente bestimmt.
  • Level 2: Wenn keine öffentlich notierten Marktpreise auf einem aktiven Markt bestehen, werden die beizulegenden Zeitwerte auf Grundlage der Ergebnisse einer Bewertungsmethode bestimmt, die im größtmöglichen Umfang auf Marktpreisen basiert.
  • Level 3: In diesem Fall liegen den zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verwendeten Bewertungsmodellen auch nicht am Markt beobachtbare Daten zugrunde.

Die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente zu den drei Bewertungshierarchien stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

in Tsd. €
30.09.2018 Level 1 Level 2 Level 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte:
– Anleihen 804 804
– Derivative Finanzinstrumente 793 793
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert ohne Recycling 193 193
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente 1.315 1.315
in Tsd. €
31.03.2018 Level 1 Level 2 Level 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte:
– Anleihen 775 775
– Derivative Finanzinstrumente 91 91
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 193 193
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente 1.770 1.770

Exportkredite, Kredite der öffentlichen Hand und sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt 805,6 Mio. € (31. März 2018: 538,1 Mio. €) sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der beizulegende Zeitwert dieser Verbindlichkeiten beträgt 809,4 Mio. € (31. März 2018: 541,7 Mio. €).

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Im Zusammenhang mit verbindlich kontrahierten Investitionsvorhaben bestanden zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 32,4 Mio. €. Dies betrifft Investitionen in den Werken Shanghai, Chongqing, Nanjangud und Leoben. Zum 31. März 2018 betrugen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen 19,9 Mio. €.

EIGENKAPITAL Das Konzerneigenkapital veränderte sich aufgrund der Dividendenausschüttung in Höhe von -13,9 Mio. €, des positiven Konzernergebnissses von 55,4 Mio. €, negativer Währungsumrechnungsdifferenzen von -25,1 Mio. € und der Anpassungseffekte aufgrund der Anwendung von IFRS 9 und IFRS 15 in Höhe von 10,4 Mio. € von 711,4 Mio. € zum 31. März 2018 auf 738,3 Mio. €.

Der Vorstand wurde durch die 20. Hauptversammlung am 3. Juli 2014 ermächtigt, bis zum 2. Juli 2019 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 21.367.500 € durch Ausgabe von bis zu 19.425.000 neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlage, einmal oder in mehreren Tranchen, auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 AktG, zu erhöhen. Der Vorstand wurde ermächtigt, hierbei mit Zustimmung des Aufsichtsrats die näheren Ausgabebedingungen (insbesondere Ausgabebetrag, Gegenstand der Sacheinlage, Inhalt der Aktienrechte, Ausschluss der Bezugsrechte etc.) festzulegen (genehmigtes Kapital). Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen. Die Hauptversammlung hat auch beschlossen, die Satzung entsprechend dieses Beschlusses in § 4 (Grundkapital) zu ändern.

Darüber hinaus wurde in der 20. Hauptversammlung am 3. Juli 2014 die in der Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 beschlossene Ermächtigung zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen widerrufen und gleichzeitig der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 2. Juli 2019 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 150.000.000 € auszugeben und den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Bezugs- und/oder Umtauschrechte auf bis zu 19.425.000 Stück neue auf Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien der Gesellschaft nach Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Wandelschuldverschreibungsbedingungen zu gewähren. Außerdem wurde in diesem Zusammenhang das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 Abs 2 Z 1 AktG um bis zu 21.367.500 € durch Ausgabe von bis zu 19.425.000 Stück neuer, auf Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht. Diese bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als Inhaber von auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 3. Juli 2014 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Umtausch- und/oder Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen (insbesondere Ausgabebetrag, Inhalt der Aktienrechte).

In Bezug auf die Erhöhung des Genehmigten Kapitals bzw. die bedingte Kapitalerhöhung ist folgende betragsmäßige Determinierung, entsprechend den Beschlüssen der 20. Hauptversammlung vom 3. Juli 2014, zu beachten: Die Summe aus (i) der Anzahl der nach den Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen jeweils aus bedingtem Kapital aktuell ausgegebenen oder potentiell auszugebenden Aktien und (ii) der Anzahl der aus dem genehmigten Kapital ausgegeben Aktien darf die Zahl von insgesamt 19.425.000 nicht überschreiten (betragsmäßige Determinierung der Ermächtigungen).

EIGENE AKTIEN In der 23. ordentlichen Hauptversammlung vom 6. Juli 2017 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals zu einem niedrigsten Gegenwert, der höchstens 30 % unter dem durchschnittlichen, ungewichteten Börsenschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage liegen darf, und einem höchsten Gegenwert je Aktie, der höchstens 30 % über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börsenschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage liegen darf, zu erwerben sowie einzuziehen. Der Vorstand wurde außerdem ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Weiters wurde der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren, sohin bis einschließlich 5. Juli 2022 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Anteile nach erfolgtem Rückerwerb sowie bereits im Bestand der Gesellschaft befindliche eigene Aktien der Gesellschaft auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Mitarbeiteraktienoptionen, Wandelschuldverschreibungen oder als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen bzw. sonstigen Vermögenswerten und zu jedem sonstigen gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden.

Zum 30. September 2018 hält der Konzern keine eigenen Aktien.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 58,0 Mio. €. Im Vergleichszeitraum des Vorjahrs lag dieser Wert bei 43,6 Mio. €. Die Verbesserung ist hauptsächlich auf das deutlich gestiegene Betriebsergebnis zurückzuführen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -130,9 Mio. € und liegt damit unter dem Niveau des Vergleichszeitraums von -95,1 Mio. €. Auf Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte entfallen 37,9 Mio. €. Die Investitionen des aktuellen Geschäftsjahrs betreffen überwiegend Investitionen in das indische Werk sowieTechnologieupgrades in den bestehenden Werken. Aus Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten resultieren 100,5 Mio. €, aus Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten resultieren 7,5 Mio. € für die Veranlagung bzw. Wiederveranlagung liquider Mittel. Zum Bilanzstichtag bestehen Investitionsverbindlichkeiten von 21,9 Mio. €, die in der kommenden Periode zahlungswirksam werden.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt 249,8 Mio. € und ist im Wesentlichen auf Einzahlungen aus der Aufnahme eines Schuldscheindarlehens zurückzuführen.

Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge stellen sich im Detail wie folgt dar:

in Tsd. € 01.04.-30.09.2018 01.04.-30.09.2017
Auflösung von Investitionszuschüssen (1.251) (1.573)
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert (11.981) 918
Zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert (13.232) (655)

SONSTIGE ANGABEN

BESCHLOSSENE DIVIDENDE In der Hauptversammlung am 5. Juli 2018 wurde eine Dividende von 0,36 € pro Aktie aus dem Bilanzgewinn zum 31. März 2018 beschlossen. Die Ausschüttung der insgesamt 13,9 Mio. € erfolgte am 26. Juli 2018.

NEUER STANDARD IFRS 16 regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Dieser Standard wird IAS 17 und die bisherigen Interpretationen ersetzen. Aufgrund der neuen Regelungen ist eine Unterscheidung zwischen Finance- und Operating-Leasingverhältnissen nicht mehr nötig. Für den Leasingnehmer ist ein einziges Bilanzierungsmodell vorgesehen. Dieses Modell führt beim Leasingnehmer dazu, dass sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sind, es sei denn, die Laufzeit beträgt 12 Monate oder weniger oder es handelt sich um einen geringwertigen Vermögenswert. Die Vereinfachungen stellen Wahlrechte dar.

Dieser neue Standard ist für Berichtsperioden anzuwenden, die am 1. Jänner 2019 oder danach beginnen verpflichtend anzuwenden. Für die AT&S Gruppe ist der IFRS 16 somit ab dem 1. April 2019 anzuwenden, wobei die modifizierte retrospektive Methode zur Anwendung kommen wird. Der kumulative Erstanwendungseffekt zum 1. April 2019 wird in den Gewinnrücklagen erfasst. Eine Anpassung der Vergleichsinformationen ist nicht erforderlich.

Durch die Anwendung des IFRS 16 werden Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet. Durch die Aktivierung von Nutzungsrechten und der korrespondierenden Verbindlichkeit wird es zu einer Verlängerung der Bilanzsumme kommen. Folglich kommt es statt der bisherigen Erfassung von Leasingaufwendungen zu einem Ansatz von Aufwendungen für die Abschreibung der Nutzungsrechte und Zinsen für die Leasingverbindlichkeiten. Daraus folgt eine Verbesserung von EBITDA und EBIT.

Um eine sachgerechte Darstellung der Vorschriften des IFRS 16 gewährleisten zu können, wird eine Software zur Abbildung der Leasingverhältnisse in der AT&S Gruppe implementiert. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.

GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT NAHE STEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN Im Zusam-

menhang mit diversen Projekten hat der Konzern Leistungen von Rechts- und Beratungsunternehmen erhalten, bei denen der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Androsch für die AIC Androsch International Management Consulting GmbH bzw. Dr. Georg Riedl für die Kanzlei Frotz Riedl Rechtsanwälte aktiv waren. Die dabei angefallenen Honorare stellen sich wie folgt dar:

in Tsd. € 01.04.-30.09.2018 01.04.-30.09.2017
AIC Androsch International Management Consulting GmbH 182 182
Frotz Riedl Rechtsanwälte 1
Summe Honorare 183 182

Zum Bilanzstichtag bestehen keine ausstehenden Salden oder Verpflichtungen gegenüber den benannten Rechts- und Beratungsunternehmen.

Leoben-Hinterberg, am 30. Oktober 2018

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Mag.a Monika Stoisser-Göhring e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards erstellte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernzwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Leoben-Hinterberg, am 30. Oktober 2018

Der Vorstand:

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Chief Executive Officer

Mag.a Monika Stoisser-Göhring e.h. Chief Financial Officer

Ing. Heinz Moitzi e.h. Chief Operations Officer

Kontakt/Impressum

HERAUSGEBER UND FÜR DEN INHALT VERANTWORTLICH

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AT&S: Seite 3, 5

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