Quarterly Report • Aug 26, 2011
Quarterly Report
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| IFRS | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Q1 2011/12 | Q1 2010/11 | ||||
| (Wenn nicht anders erwähnt, alle Finanzzahlen in TEUR) | vor Einmal effekten |
nach Einmal effekten |
vor Einmal effekten1) |
nach Einmal effekten1) |
|
| KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | |||||
| Gesamterlöse | 110.463 | 113.941 | |||
| davon in Asien produziert | 66 % | 72 % | |||
| davon in Europa produziert | 34 % | 28 % | |||
| EBITDA | 18.185 | 18.185 | 21.878 | 21.221 | |
| EBITDA-Marge | 16,5 % | 16,5 % | 19,2 % | 18,6 % | |
| EBIT | 4.429 | 4.429 | 10.105 | 9.380 | |
| EBIT-Marge | 4,0 % | 4,0 % | 8,9 % | 8,2 % | |
| Konzernergebnis | 2.061 | 2.061 | 8.291 | 7.566 | |
| Konzernergebnis der Eigentümer des Mutterunternehmens | 2.135 | 2.135 | 8.327 | 7.603 | |
| Cash Earnings | 15.890 | 15.890 | 20.100 | 19.443 | |
| KONZERNBILANZ | |||||
| Bilanzsumme | 594.784 | 537.754 | |||
| Eigenkapital | 227.946 | 247.818 | |||
| Eigenkapital der Eigentümer des Mutteruntenehmens | 227.666 | 247.329 | |||
| Nettoverschuldung | 216.945 | 154.060 | |||
| Verschuldungsgrad | 95,2 % | 62,2 % | |||
| Nettoumlaufvermögen | 85.558 | 78.693 | |||
| Nettoumlaufvermögen/Gesamterlöse | 19,4 % | 17,3 % | |||
| Eigenmittelquote | 38,3 % | 46,1 % | |||
| KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG | |||||
| Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit (OCF) | 14.341 | 11.150 | |||
| Netto-Investitionen (Net CAPEX) | 28.307 | 19.154 | |||
| ALLGEMEINE INFORMATIONEN | |||||
| Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter), Ultimo | 7.284 | 6.541 | |||
| Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter), Durchschnitt | 7.379 | 6.284 | |||
| AKTIENKENNZAHLEN | |||||
| Gewinn/Aktie (EUR) | 0,09 | 0,09 | 0,36 | 0,33 | |
| Cash Earnings/Aktie (EUR) | 0,68 | 0,68 | 0,86 | 0,83 | |
| Marktkapitalisierung, Ultimo | 309.024 | 244.887 | |||
| Marktkapitalisierung/Eigenkapital | 135,7 % | 98,8 % | |||
| Anzahl der Aktien, gewichteter Durchschnitt (Stück) | 23.322.588 | 23.322.588 | |||
| FINANZKENNZAHLEN | |||||
| Eigenkapitalrendite (ROE)2) | 3,6 % | 3,6 % | 14,5 % | 14,2 % | |
| ROCE2) | 3,8 % | 3,8 % | 8,0 % | 7,8 % | |
| ROS | 1,9 % | 1,9 % | 7,3 % | 6,6 % | |
1) Die Einmaleffekte umfassen die Schließung des Standortes Wien.
2) Die Berechnung zielt auf durchschnittliche Werte ab.
AT&S forscht an biokompatiblen Materialien
AT&S sieht einem erfolgreichen Verlauf des Geschäftsjahres entgegen, durch
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
in den vergangenen drei Monaten zeichnete sich für uns ein deutliches Wachstum im Automotive-Geschäft ab, während der Bereich Mobile Devices durch verspätete Produktneueinführungen bei führenden Herstellern eher verhalten ins neue Jahr startete. Insgesamt betrachtet sehen wir auf Grund der generell nun guten Auslastung unserer Werke dem weiteren Verlauf des Geschäftsjahres positiv entgegen und behalten unseren Ausblick für das gesamte Wirtschaftsjahr 2011/12 bei.
Positiv stimmt uns vor allem, dass in allen Märkten, in denen wir tätig sind, der Wachstumstrend weiterhin anhält. Zusätzlich ist die AT&S aufgrund der zuletzt getätigten Investitionen im Bereich HDI bestens auf die bevorstehende, starke Nachfrage vorbereitet. Wir hatten aufgrund der Projektverschiebungen ein sehr anspruchsvolles erstes Quartal, sehen jedoch jetzt, dass das Volumen mit dem Anlaufen der Projekte zurückgekommen ist und die Auslastung unserer Kapazitäten in den nächsten Quartalen einen sehr guten Stand erreichen wird. Angesichts der Vorschau, die wir von unseren Kunden erhalten haben, erwarten wir den leichten Rückstand in den kommenden Quartalen wettmachen zu können und sehen keinen Grund, unseren kommunizierten Ausblick zu ändern.
Den Wachstumsmotor sehen wir bei dem weiterhin steigenden Bedarf an HDI-Leiterplatten in Smartphones sowie Unterhaltungs-, Informations- und Navigationsanwendungen. Auch eröffnet sich mit der Substituierung von Keramik durch Leiterplatten ein neues Anwendungsfeld im Bereich der Automobiltechnik für AT&S.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für das erste Quartal beläuft sich auf EUR 4,4 Mio., was einem Gewinn pro Aktie von rund 9 Cent entspricht. Sowohl die Japankrise als auch Verzögerungen bei Entwicklungsprojekten für Geräte der nächsten Generation im Bereich der Mobile Devices zeigten in diesen ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2011/12 Auswirkungen auf die gesamte Branche.
Sehr erfreulich hat sich das Automotive-Geschäft für uns entwickelt, und wir erwarten, dass der Trend anhalten wird. Der Industriebereich konnte ebenfalls leicht zulegen. Im Mobile-Devices-Markt ist die traditionelle Saisonalität wieder ins operative Geschäft zurückgekehrt. Zusätzlich werden durch offensichtliche Engpässe bei der Bereitstellung von Komponenten die Volumina etwas zeitversetzt hochgefahren.
Die wesentlichen Kennzahlen für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2011/12 stellen sich wie folgt dar:
Die Fristigkeiten der Brutto-Finanzverbindlichkeiten in Höhe von EUR 235,3 Mio. weisen folgende Struktur auf:
| < 1 Jahr: | EUR 142,8 Mio. | |
|---|---|---|
| 1–2 Jahre: | EUR | 86,1 Mio. |
| 2–3 Jahre: | EUR | 6,4 Mio. |
Die Nettoverschuldung erhöhte sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um EUR 23 Mio. auf rund EUR 217 Mio. Insbesondere hat sich der Finanzierungsbedarf aufgrund des Ausbaus des Werkes in Shanghai (China) erhöht. Der Nettoverschuldungsgrad hat sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag aufgrund der gestiegenen Nettoverschuldung sowie aufgrund negativer Währungseffekte von 85 % auf 95 % erhöht.
Am 16. Juni 2011 erfolgte die offizielle Grundsteinlegung für das neue und damit siebente AT&S Werk, das in Chongqing (China) errichtet wird. Die Ausbaustufe 1 umfasst Investitionen von rund EUR 200 Mio. Mit einer jährlichen Kapazität von rund 200.000 Quadratmeter in der ersten Ausbaustufe wird das Werk im Westen Chinas hauptsächlich auf die Produktion von High-End-Leiterplatten auf den Markt mit Mobilgeräten ausgerichtet. Ähnlich wie das Werk in Shanghai heute, wird das neue HDI-Werk in Chongqing zu den modernsten seiner Art zählen, ausgerichtet auf Anylayer und ausgestattet mit den neuesten Technologien im Leiterplattenbau wie z.B. ALIVH® (Any Layer Interstitial Via Hole).
Im ersten Quartal 2011 konnten wir uns über mehrere Auszeichnungen freuen, die unser Engagement sowohl in den Bereichen Qualität, Nachhaltigkeit als auch Innovation bestätigen. So erhielten wir den TRIGOS Steiermark in der Kategorie "Markt" für das Projekt BRIC (BioResorbable Implants for Children). Gemeinsam mit dem Laura-Bassi-Zentrum entwickeln wir Materialien für Implantate, die die Heilung gebrochener Kinderknochen unterstützen. Das Forschungsteam arbeitet an dieser Entwicklung von alternativen biokompatiblen Materialien. Für uns als AT&S ergibt sich aus dem Projekt Know-how für die Materialentwicklung für elektronische Produkte, die näher am Menschen sind.
Auch von der Wiener Börse wurde AT&S im vergangenen Quartal in einer von fünf Kategorien ausgezeichnet. Der "Small Mid Cap"-Preis ging an Kapsch TrafficCom vor Palfinger und AT&S. OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny und die Wiener-Börse Chefs Michael Buhl und Heinrich Schaller nahmen die Preisverleihung zum Anlass, auf die Bedeutung international tätiger heimischer Unternehmen für die österreichische Wirtschaft, den Kapitalmarkt und die Leistungsbilanz hinzuweisen.
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass der AT&S-Konzern in den nächsten drei Jahren stärker als der Markt wachsen wird und so seine führende Position im Bereich der hochwertigen Leiterplatten weiter ausbauen kann. In Summe soll der Konzernumsatz im laufenden Jahr um 10–13 % steigen (mögliche Wechselkurseinflüsse sind hier nicht berücksichtigt), wobei vor allem der Bereich Mobile Devices als Wachstumsmotor fungieren wird.
In unserem Wachstumsszenario für die nächsten Jahre gehen wir davon aus, dass weltweit jede zweite benötigte HDI-Leiterplatte (High Density Interconnect) in China produziert wird. Damit die derzeit führende Marktposition in diesem hochspezialisierten Marktsegment weiter ausgebaut werden kann, haben wir uns entschlossen, ein neues HDI-Werk in Chongqing (Westchina) zu bauen. Der Ausbau des Standortes ist in verschiedenen Phasen vorgesehen. Die jeweilige Ausbaustufe wird vom Marktbedarf und den technologischen Entwicklungen abgeleitet.
Zusätzlich haben wir vorgesehen, rund 5 % des Umsatzes in Entwicklungsaktivitäten zu investieren. Der Fokus liegt auf der Weiterentwicklung des bestehenden Technologieportfolios und auf der Adressierung neuer Technologietrends. Wir sehen notwendige Entwicklungsschritte im Bereich der Miniaturisierung, der Ressourcenminimierung und der damit verbundenen Zuverlässigkeitsanforderungen an die Endprodukte unserer Kunden.
Wir gehen außerdem davon aus, dass steigende Produktionskosten, getrieben von steigenden Rohstoffpreisen, den Lohnkosten und der Abschreibung, überwiegend durch weitere Produktivitätsgewinne kompensiert werden können. Bereinigt um etwaige Währungseffekte wird sich die EBIT-Marge im Rahmen der kommunizierten Größenordnung von > 9 % bewegen. Auf Grund der Saisonalität, vor allem im Mobile-Devices-Geschäft, kann es unterjährig zu Schwankungen kommen.
Langfristig halten wir trotz des intensiven Investitionsprogramms an der internen Zielsetzung von 80 % Gearing Ratio fest. Um das geplante Wachstum zu sichern, erarbeiten wir gerade mit unseren Finanzexperten die passende Finanzierungsstruktur.
Mit freundlichen Grüßen
DI (FH) Andreas Gerstenmayer Vorstandsvorsitzender
Mag. Thomas Obendrauf Finanzvorstand
Ing. Heinz Moitzi Technikvorstand
Die 17. ordentliche Hauptversammlung der AT&S Austria Technologie und Systemtechnik Aktiengesellschaft (AT&S) vom 7. Juli 2011 hat beschlossen, vom ausgewiesenen und ausschüttungsfähigen Bilanzgewinn der Gesellschaft zum 31. März 2011 in Höhe von EUR 24.754.662,80 auf die zum Auszahlungstag ausstehenden und gewinnberechtigten Stückaktien eine Dividende in Höhe von 36 Cent pro Aktie auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Die Kapitalertragsteuer in Höhe von 25 % ist jeweils davon in Abzug zu bringen. Dividendenzahltag ist nach Maßgabe der steuergesetzlichen Vorschriften und der Satzung der 28. Juli 2011. Die Auszahlung der Dividende erfolgt über die jeweiligen Depotbanken, Zahlstelle ist die Raiffeisen Centrobank AG, Wien.
Dem um den Anhang erweiterten Jahresabschluss 2010/2011 samt Lagebericht und dem um den Anhang erweiterten Konzernabschluss und Konzernlagebericht 2010/2011 wurde vom Abschlussprüfer, der PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, der uneingeschränkte Prüfungsvermerk erteilt.
Weitere Informationen zur 17. Hauptversammlung können im Internet unter www.ats.net (Rubrik: Investoren >Veranstaltungen >Hauptversammlung) abgerufen werden.
Mit Beendigung der Hauptversammlung am 7. Juli 2011 endete die Funktionsperiode des Aufsichtsratsmitglieds Dr. Georg Riedl gemäß § 87 Abs. 7 AktG. Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß § 10 der Satzung aus mindestens drei und höchstens neun von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern zusammen. Der Aufsichtsrat hat der Hauptversammlung vorgeschlagen, den Aufsichtsrat innerhalb der satzungsmäßigen Höchstzahl von neun Mitgliedern um zwei Personen auf insgesamt acht Mitglieder zu erhöhen. Weiters hat der Aufsichtsrat vorgeschlagen, Herrn Dr. Georg Riedl wiederzubestellen sowie Frau Dr. Karin Schaupp und Frau DDr. Regina Prehofer in den Aufsichtsrat der Gesellschaft zu wählen. Alle Personen haben eine Erklärung gemäß § 87 Abs. 2 AktG zur fachlichen Qualifikation, den beruflichen oder vergleichbaren Funktionen vorgelegt und erklärt, dass keine Umstände vorliegen, die die Besorgnis der Befangenheit begründen könnten.
Herr Dr. Riedl, Frau Dr. Schaupp und Frau DDr. Prehofer wurden antragsgemäß von der Hauptversammlung gemäß § 11 Abs. 1 der Satzung den Gesellschaft jeweils für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2015/2016 entscheidet, in den Aufsichtsrat gewählt. Die Ergebnisse der Abstimmung können im Internet unter www.ats.net eingesehen werden.
Als weitere Vertreterin der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen wurde vom Betriebsrat gemäß § 110 Abs. 1 ArbVG Frau Sabine Fussi in den Aufsichtsrat der Gesellschaft entsendet.
Infolge eines entsprechenden Beschlusses des Aufsichtsrates im ersten Quartal des Geschäftsjahres setzt sich der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates nunmehr zusammen aus:
Im ersten Quartal wurden dem Management neue Optionen gewährt. Somit stellt sich der Bestand an von den Vorständen gehaltenen Aktienoptionen (Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine Aktienoptionen) wie folgt dar:
| 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Andreas Gerstenmayer | – | – | – | 40.000 | 40.000 | 80.000 |
| Heinz Moitzi | 30.000 | 30.000 | 30.000 | 30.000 | 30.000 | 150.000 |
| Thomas Obendrauf | 1.500 | 1.500 | 1.500 | 1.500 | 30.000 | 36.000 |
| Ausübungspreis (EUR) | 22,57 | 15,67 | 3,86 | 7,45 | 16,60 |
0 %
| in EUR | 30. Juni 2011 | 30. Juni 2010 |
|---|---|---|
| Gewinn/Aktie | 0,09 | 0,33 |
| Höchstkurs | 16,05 | 11,19 |
| Tiefstkurs | 12,25 | 7,53 |
| Ultimokurs | 13,25 | 10,50 |
Finanztermine
| Wiener Börse | |
|---|---|
| WP-Kennnummer | 969985 |
| ISIN-Code | AT0000969985 |
| Kürzel | ATS |
| Reuters RIC | ATSV.VI |
| Bloomberg | ATS AV |
| Indizes | ATX Prime, WBI SME |
September 2011 Frankfurt Small Cap Day Cira 20. 10. 2011 Veröffentlichung Ergebnis
das Geschäftsjahr 2010/11
Quartal 2011/12
Quartal 2011/12
Jahresergebnis 2011/12
Das Börsenumfeld in Europa hat sich in den ersten 3 Monaten deutlich verschlechtert, was verstärkt durch die Wiedereinführung der Spekulationssteuer in Österreich zu einer rapiden Abnahme der Umsätze auf dem Wiener Parkett geführt hat. Dieser Entwicklung konnte sich auch die AT&S Aktie nicht entziehen, sie verlor in den ersten drei Monaten rund 13 % an Wert, was einer Marktkapitalisierung von rund EUR 309 Mio. entspricht.
Derzeit wird die Aktie von 6 Analysten beobachtet, wovon 5 Analysten eine klare Kaufempfehlung aussprechen.
Mag. Martin Theyer Tel.: +43 (0)3842/200-5909 E-Mail: [email protected]
| 1. April bis 30. Juni | ||
|---|---|---|
| (in TEUR) | 2011 | 2010 |
| Umsatzerlöse | 110.463 | 113.941 |
| Herstellungskosten | (96.635) | (94.109) |
| Bruttogewinn | 13.828 | 19.832 |
| Vertriebskosten | (5.992) | (5.804) |
| Allgemeine Verwaltungskosten | (5.283) | (5.266) |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 1.876 | 1.343 |
| Nicht wiederkehrende Posten | 0 | (725) |
| Betriebsergebnis | 4.429 | 9.380 |
| Finanzierungserträge | 381 | 5.132 |
| Finanzierungsaufwendungen | (2.492) | (4.432) |
| Finanzergebnis | (2.111) | 700 |
| Ergebnis vor Steuern | 2.318 | 10.080 |
| Ertragsteuern | (257) | (2.514) |
| Konzernergebnis | 2.061 | 7.566 |
| davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen | 2.135 | 7.603 |
| davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen | (74) | (37) |
| Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des Mutterunternehmens zusteht (in EUR je Aktie): |
||
| - unverwässert | 0,09 | 0,33 |
| - verwässert | 0,09 | 0,33 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien – unverwässerter Wert (in tausend Stück) |
23.323 | 23.323 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien – verwässerter Wert (in tausend Stück) |
23.407 | 23.447 |
| 1. April bis 30. Juni | ||
|---|---|---|
| (in TEUR) | 2011 | 2010 |
| Konzernergebnis | 2.061 | 7.566 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | (3.895) | 31.465 |
| Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, nach Steuern |
(3) | – |
| Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten aus der Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern |
(33) | (6) |
| Sonstiges Ergebnis | (3.931) | 31.459 |
| Konzerngesamtergebnis | (1.870) | 39.025 |
| davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen | (1.796) | 39.062 |
| davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen | (74) | (37) |
| 30. Juni | 31. März | |
|---|---|---|
| (in TEUR) | 2011 | 2011 |
| VERMÖGENSWERTE | ||
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Sachanlagen | 401.547 | 385.510 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.447 | 2.543 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 111 | 121 |
| Übergedeckte Pensionsansprüche | 622 | 590 |
| Aktive latente Steuern | 11.579 | 10.736 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 4.252 | 4.144 |
| 420.558 | 403.644 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 55.595 | 53.376 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 99.510 | 99.899 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 863 | 13.912 |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 803 | 277 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 17.455 | 4.227 |
| 174.226 | 171.691 | |
| Summe Vermögenswerte | 594.784 | 575.335 |
| EIGENKAPITAL | ||
| Gezeichnetes Kapital | 44.475 | 44.475 |
| Sonstige Rücklagen | (15.963) | (12.032) |
| Gewinnrücklagen | 199.155 | 197.020 |
| Den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital | 227.667 | 229.463 |
| Nicht beherrschende Anteile | 279 | 353 |
| Summe Eigenkapital | 227.946 | 229.816 |
| SCHULDEN | ||
| Langfristige Schulden | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 92.563 | 95.559 |
| Rückstellungen für Personalaufwand | 12.510 | 12.210 |
| Sonstige Rückstellungen | 11.783 | 11.967 |
| Passive latente Steuern | 4.839 | 4.238 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.102 | 2.109 |
| 123.797 | 126.083 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 97.571 | 96.554 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 142.812 | 116.427 |
| Laufende Ertragsteuerschulden | 635 | 3.757 |
| Sonstige Rückstellungen | 2.023 | 2.698 |
| 243.041 | 219.436 | |
| Summe Schulden | 366.838 | 345.519 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 594.784 | 575.335 |
| 1. April bis 30. Juni | ||
|---|---|---|
| (in TEUR) | 2011 | 2010 |
| Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| Konzernergebnis | 2.061 | 7.566 |
| Überleitungspositionen zum Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit: | ||
| Abschreibungen und Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 13.756 | 11.841 |
| Veränderung langfristiger Rückstellungen | 90 | 30 |
| Ertragsteuern | 257 | 2.514 |
| Finanzierungsaufwendungen/(-erträge) | 2.111 | (700) |
| (Gewinne)/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen | 109 | (30) |
| Auflösung von Investitionszuschüssen | (360) | (479) |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert | (249) | 3.491 |
| Veränderungen des Working Capital: | ||
| - Vorräte | (2.571) | (6.375) |
| - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige | 12.736 | (7.367) |
| - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | (3.228) | 8.011 |
| - Sonstige Rückstellungen | (651) | 1.168 |
| Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel | 24.061 | 19.670 |
| gezahlte Zinsen | (5.515) | (5.682) |
| erhaltene Zinsen und Dividendenerträge | 62 | 116 |
| gezahlte Ertragsteuern | (4.267) | (2.954) |
| Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 14.341 | 11.150 |
| Geldfluss aus Investitionstätigkeit | ||
| Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | (28.369) | (19.154) |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 62 | – |
| Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten | (619) | (1.002) |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten | 800 | 200 |
| Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit | (28.126) | (19.956) |
| Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten | 83.536 | 10.465 |
| Auszahlungen für die Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten | (56.877) | (11.300) |
| Einzahlungen aus Investitionszuschüssen | 362 | 437 |
| Nettomittelzufluss/(-abfluss) aus Finanzierungstätigkeit | 27.021 | (398) |
| Nettozunahme/(-abnahme) von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 13.236 | (9.204) |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang | 4.227 | 13.354 |
| Währungsgewinne/(-verluste) aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | (8) | 382 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Quartalsende | 17.455 | 4.532 |
| (in TEUR) | Gezeichnetes Kapital |
Sonstige Rücklagen |
Gewinn rücklagen |
Den Eigen tümern des Mutterunter nehmens zu rechenbares Eigenkapital |
Nicht beherr schende Anteile |
Summe Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 31. März 2010 | 45.680 | (1.560) | 164.184 | 208.304 | 489 | 208.793 |
| Konzerngesamtergebnis | – | 31.459 | 7.603 | 39.062 | (37) | 39.025 |
| Umgliederung von auf nicht beherrschende | ||||||
| Anteile entfallenden Verlusten | – | – | (37) | (37) | 37 | – |
| Stand zum 30. Juni 2010 | 45.680 | 29.899 | 171.750 | 247.329 | 489 | 247.818 |
| Stand zum 31. März 2011 | 44.475 | (12.032) | 197.020 | 229.463 | 353 | 229.816 |
| Konzerngesamtergebnis | – | (3.931) | 2.135 | (1.796) | (74) | (1.870) |
| Umgliederung von auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Verlusten |
– | – | – | – | – | – |
| Stand zum 30. Juni 2011 | 44.475 | (15.963) | 199.155 | 227.667 | 279 | 227.946 |
1. April bis 30. Juni 2011
| Nicht zugeordnet | ||||
|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | Europa | Asien | und Konsolidierung | Konzern |
| Außenumsatz | 83.374 | 27.089 | – | 110.463 |
| Innenumsatz | 53 | 40.097 | (40.150) | – |
| Gesamterlöse | 83.427 | 67.186 | (40.150) | 110.463 |
| bezogener Innenumsatz | (40.097) | (53) | 40.150 | – |
| Segmentnettoumsatz | 43.330 | 67.133 | – | 110.463 |
| Betriebsergebnis | 5.542 | (4.875) | 3.762 | 4.429 |
| Finanzergebnis | (2.111) | |||
| Ergebnis vor Steuern | 2.318 | |||
| Ertragsteuern | (257) | |||
| Konzernergebnis | 2.061 | |||
| Vermögenswerte | 110.736 | 482.064 | 1.984 | 594.784 |
| Investitionen | 1.909 | 31.370 | 15 | 33.294 |
| Abschreibungen | 1.256 | 12.418 | 82 | 13.756 |
| Nicht wiederkehrende Posten | – | – | – | – |
| Nicht zugeordnet | ||||
|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | Europa | Asien | und Konsolidierung | Konzern |
| Außenumsatz | 81.747 | 32.194 | – | 113.941 |
| Innenumsatz | 1 | 49.413 | (49.414) | – |
| Gesamterlöse | 81.748 | 81.607 | (49.414) | 113.941 |
| bezogener Innenumsatz | (49.413) | (1) | 49.414 | – |
| Segmentnettoumsatz | 32.335 | 81.606 | – | 113.941 |
| Betriebsergebnis | 2.540 | 9.171 | (2.331) | 9.380 |
| Finanzergebnis | 700 | |||
| Ergebnis vor Steuern | 10.080 | |||
| Ertragsteuern | (2.514) | |||
| Konzernergebnis | 7.566 | |||
| Vermögenswerte | 106.260 | 438.691 | (7.197) | 537.754 |
| Investitionen | 856 | 20.959 | 93 | 21.908 |
| Abschreibungen | 1.267 | 10.381 | 193 | 11.841 |
| Nicht wiederkehrende Posten | – | – | (725) | (725) |
Die Umsatzerlöse nach Branchen stellen sich wie folgt dar:
| 1. April bis 30. Juni | ||||
|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | 2011 | 2010 | ||
| Mobile Devices | 55.953 | 67.590 | ||
| Industrial | 33.603 | 32.350 | ||
| Automotive | 20.713 | 13.414 | ||
| Übrige | 194 | 587 | ||
| 110.463 | 113.941 |
| 1. April bis 30. Juni | |||
|---|---|---|---|
| (in TEUR) | 2011 | 2010 | |
| Österreich | 5.600 | 5.432 | |
| Deutschland | 33.862 | 28.447 | |
| Ungarn | 12.238 | 9.740 | |
| Sonstiges Europa | 9.783 | 11.165 | |
| Asien | 29.061 | 25.895 | |
| Kanada, USA, Mexiko | 18.523 | 31.528 | |
| Übrige | 1.396 | 1.734 | |
| 110.463 | 113.941 |
Der Zwischenbericht zum 30. Juni 2011 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS), unter Berücksichtigung des IAS 34, und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.
Der Konzernzwischenabschluss beinhaltet nicht alle im Jahreskonzernabschluss enthaltenen Informationen und sollte gemeinsam mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2011 gelesen werden.
Gegenüber dem Geschäftsjahr endend zum 31. März 2011 sind keine Unterschiede der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegeben.
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2011 ist ungeprüft, und es wurde auch keine externe prüferische Durchsicht durchgeführt.
Die Umsatzerlöse verringerten sich im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres leicht um EUR 3,5 Mio. auf EUR 110,5 Mio. Diese Abweichung von 3 % ist im Wesentlichen auf Projektverzögerungen im Bereich Mobile Devices zurückzuführen. Da ein großer Teil der Umsätze im Bereich Mobile Devices in USD abgewickelt wird, wirkte sich der schwache USD ebenfalls negativ auf die realisierten Umsätze aus. Im Gegensatz dazu zog der Trend zu höherwertigen Technologien positive Umsatzeffekte nach sich. Im Servicegeschäft (Bestückung, Trading, Design) sind die Umsätze gemäß der Beendigung der Aktivitäten in diesem Bereich weiter zurückgegangen.
In geografischer Hinsicht bzw. bei Segmentbetrachtung betrifft der Rückgang der Produktion im Vorjahresvergleich die asiatischen Standorte, im Segment Europa konnte eine Steigerung erreicht werden. Der Anteil der Produktionen in Asien beträgt im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres 66 % der Gesamterlöse.
Ausgehend von dem etwas geringeren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr ist auch der Bruttogewinn im ersten Quartal hinter dem Vorjahresergebnis geblieben. Die Bruttogewinnmarge hat sich gegenüber dem Vorjahr von 17 % auf 13 % verringert.
Die Verringerung der Bruttogewinnmarge ist zum Großteil auf die geringere Auslastung in Asien zurückzuführen. Weiters wurde am Standort in China die Ausweitung der Produktionskapazitäten fortgeführt. Dies erklärt die gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,5 Mio. bzw. 3 % gestiegenen Herstellkosten.
Im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres sind keine Aufwendungen entstanden, die den nicht wiederkehrenden Posten zuzuordnen sind.
Im ersten Quartal des Vorjahres wurde die Schließung des Standortes Wien beschlossen, da die Rolle des Headquarters wieder dem Sitz der Gesellschaft und Produktionsstandort Leoben-Hinterberg zugeordnet wurde. Die nicht wiederkehrenden Posten des Vorjahres umfassten daher vorwiegend Personalaufwendungen aus einem vereinbarten Sozialplan im Rahmen dieser Maßnahmenentscheidung.
Analog zum Bruttogewinn verringerte sich das Betriebsergebnis von EUR 9,4 Mio. im Vorjahr nach Einmaleffekten auf EUR 4,4 Mio. im aktuellen Geschäftsjahr.
Die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten entsprechen den Vorjahreswerten. Das sonstige betriebliche Ergebnis betrifft im aktuellen Geschäftsjahr vorwiegend öffentliche Zuwendungen, eine Forderung aus einem Schadensfall sowie Aufwendungen aus Kursverlusten. Im Vorjahr betraf diese Position zum Großteil öffentliche Zuwendungen.
Bei Betrachtung der Segmentergebnisse vor Konsolidierung zeigt sich im Vorjahresvergleich in Europa eine deutliche Steigerung von EUR 2,5 Mio. auf EUR 5,5 Mio., in Asien allerdings – bedingt durch die niedrigere Auslastung – ein Rückgang von EUR 9,1 Mio. auf EUR –4,9 Mio.
Im aktuellen Geschäftsjahr wurden geringfügige Finanzierungserträge aus Bewertungsergebnissen von Kurssicherungsinstrumenten erzielt. Im vergangenen Geschäftsjahr resultierten die Finanzerträge im Wesentlichen aus der Aufwertung der funktionalen Währung Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) gegenüber dem Euro im Vergleich zum vorangegangenen Bilanzstichtag und den damit verbundenen Bewertungserträgen der Finanzierungen des Werkes in China.
Die Finanzierungsaufwendungen beinhalten neben dem Zinsaufwand in Höhe von EUR 2,3 Mio. (Vorjahr: EUR 2,0 Mio.) geringfügige Aufwendungen aus Wechselkursentwicklungen. Im vorangegangenen Geschäftsjahr führte die Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro zu Bewertungsaufwendungen aus Kurssicherungsinstrumenten.
Die Veränderung des effektiven Steuersatzes auf Basis des Konzernergebnisses im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultiert grundsätzlich aus den sich ändernden Anteilen der einzelnen Gesellschaften mit abweichenden Steuersätzen und unterschiedlichen steuerlichen Regelungen am Konzernergebnis.
Weiters sind die Ertragsteuern wesentlich durch die Bewertung der latenten Steuern beeinflusst. Insbesondere werden für einen Großteil der entstandenen ertragsteuerlichen Verlustvorträge weiterhin keine aktiven latenten Steuern gebildet, da von einer Realisierbarkeit in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist.
Die leicht rückläufige Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen im aktuellen Geschäftsjahr (EUR –3,9 Mio.) ist fast ausschließlich auf die Wechselkursveränderungen der funktionalen Währungen Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) und Hongkong Dollar (HKD) gegenüber der Konzerndarstellungswährung Euro zurückzuführen. Im vergangenen Geschäftsjahr hatten diesbezügliche Wechselkursveränderungen noch zu positiven Währungsumrechnungsdifferenzen (EUR 31,5 Mio.) geführt.
Die Nettoverschuldung erhöhte sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um EUR 23 Mio. auf EUR 217 Mio. Insbesondere hat sich der Finanzierungsbedarf aufgrund des Ausbaus des Werkes in Shanghai, China, erhöht, weiters ist der Nettobestand des Working Capital leicht angestiegen. Der Nettoverschuldungsgrad erhöhte sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag von 85 % auf 95 %.
Das Konzerneigenkapital hat sich im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres trotz positivem Konzernergebnis geringfügig verringert. Grund dafür ist die in diesem Quartal negative Entwicklung der Währungsumrechnungsdifferenzen. Dies führte zu einem Konzerngesamtergebnis von EUR –1,8 Mio. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte sich hingegen das Konzerneigenkapital vor allem durch die stark positiven Währungsumrechnungsdifferenzen insgesamt um EUR 39,0 Mio. erhöht.
In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben sowie einzuziehen. Weiters wurde der Vorstand wieder für die Dauer von fünf Jahren, sohin bis einschließlich 6. Juli 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eigene Anteile auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Mitarbeiteraktienoptionen, Wandelschuldverschreibungen oder als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen bzw. sonstigen Vermögenswerten.
Im Rahmen des Aktienrückkaufprogrammes wurden im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres keine weiteren eigenen Aktien erworben. Zum 30. Juni 2011 hält der Konzern unverändert zum letzten Bilanzstichtag, unter Berücksichtigung der ausgeübten Aktienoptionen, 2.577.412 eigene Aktien (9,95 % des Grundkapitals) mit einem Kaufpreis von EUR 46,6 Mio.
Der Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit zeigt ein weitgehend konstantes Niveau mit EUR 14,3 Mio. im Vergleich zum Vorjahreswert von EUR 11,2 Mio. Die größten Bewegungen im Working Capital zeigten sich in der Veränderung sonstiger zu Handelszwecken gehaltener finanzieller Vermögensgegenstände sowie einem Abbau der Lieferverbindlichkeiten.
Der Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit beträgt EUR 28,1 Mio. (Vorjahr: EUR 20,0 Mio.). Der Anstieg zum Vorjahr ergibt sich aus der höheren Investitionstätigkeit. Die Auszahlungen für Investitionen belaufen sich im aktuellen Geschäftsjahr auf EUR 28,4 Mio. und betreffen vorwiegend die Ausweitung der Produktionskapazitäten in Shanghai, China.
Der Nettomittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 27 Mio. im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zeigt eine Erhöhung der finanziellen Verbindlichkeiten zur Abdeckung der durchgeführten Investitionen in diesem Zeitraum.
Am 1. April 2011 wurde der Antrag zur Registrierung der AT&S (Chongqing) Company Limited bei den Behörden in China eingebracht. Die zur Aufnahme der Geschäftstätigkeit erforderliche Geschäftslizenz wurde am 8. April 2011 erhalten. Der Ausbau des neuen HDI-Werkes wird schrittweise unter Orientierung auf den jeweiligen Marktbedarf erfolgen. Derzeit wird die Baustelleninfrastruktur eingerichtet.
Im April 2011 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen, die Organisationsstruktur weiterzuentwickeln, um die Flexibilität im Konzern zu erhöhen und die operativen Prozesse noch besser an die Kundenbedürfnisse anzupassen. Im Sinne einer Verstärkung der Marktorientierung sollen im Konzern drei Business Units – Mobile Devices, Industrial & Automotive Solutions sowie Embedded Component Packaging – eingerichtet werden. Die neue Organisationsstruktur orientiert sich daran, möglichst viele operative Gruppenfunktionen den Business Units
zuzuordnen, um Geschäftsprozesse stärker auf die spezifischen Anforderungen der einzelnen Geschäftsfelder auszurichten. Weiters sollen dadurch Optimierungen und Effizienzsteigerungen erreicht werden, um eine der Wachstumsstrategie des Konzerns entsprechende Organisationsform zu implementieren. Aus derzeitiger Sicht sind in Zusammenhang mit dieser Organisationsanpassung keine Restrukturierungsaufwendungen oder sonstige nicht wiederkehrende Aufwendungen verbunden. Im Zuge der Einrichtung der Business-Unit-Struktur ist unter anderem geplant, die interne Berichterstattung anzupassen, woraus sich entsprechende Auswirkungen für die externe Segmentberichterstattung ergeben werden.
Nach dem Quartalsstichtag wurde im laufenden Geschäftsjahr in der Hauptversammlung vom 7. Juli 2011 eine Dividende von EUR 0,36 pro Aktie aus dem Bilanzgewinn zum 31. März 2011 beschlossen.
Im Zusammenhang mit diversen Projekten sind im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres Honorare für Beratungsleistungen der AIC Androsch International Management Consulting GmbH in Höhe von TEUR 90 sowie der Rechtsanwälte Riedl & Ringhofer in Höhe von TEUR 4 angefallen.
Leoben-Hinterberg, am 20. Juli 2011
DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Mag. Thomas Obendrauf e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.
Grundsätzlich unterliegt das Gesamtgeschäft der AT&S wegen des hohen Umsatzanteils des Bereiches Mobile Devices einer Saisonalität. In der Regel sind das erste und vierte Quartal durch eine niedrigere Auslastung und das zweite und dritte Quartal des Geschäftsjahres durch eine sehr gute Auslastung gekennzeichnet. Im laufenden Geschäftsjahr zeigt sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ein leichter Erlösrückgang, der vor allem auf verzögerte Projektstarts im Bereich Mobile Devices und eine damit einhergehende Unterauslastung des Werkes in Shanghai zurückzuführen ist. Für die kommenden Quartale gehen wir aber wieder von einer wesentlich besseren Auslastung aus.
Der Großteil der Umsätze wurde mit EUR 56 Mio. weiterhin im Bereich Mobile Devices erzielt. Aufgrund der im abgelaufenen Quartal etwas geringeren Auslastung verringerte sich der Anteil dieses Segments im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres von 59 % auf 51 % der Gesamtumsätze. Im Bereich Automotive konnte im ersten Quartal insbesondere gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum ein deutlich höherer Umsatz realisiert werden, sodass sich der Anteil am Gesamtumsatz von 12 % auf 19 % erhöhte. Im Bereich Industrial konnte der Umsatz ebenfalls leicht gesteigert werden, der Anteil am Gesamtumsatz stieg von 28 % auf 30 %.
Hinsichtlich der Zielmärkte ist nach wie vor ein genereller Trend der Industrieverlagerung nach Asien erkennbar. Hauptsächlich aufgrund der starken Entwicklung der Umsätze im Bereich Automotive stieg der Anteil der Umsätze mit europäischen Kunden von 48 % im Vergleichszeitraum auf 56 % im aktuellen Quartal an.
Der Trend zur Produktion von kleineren Serien und Spezialaufträgen wirkt sich in den beiden österreichischen Werken an den Standorten Leoben-Hinterberg und Fehring durch höhere Preise positiv aus. Diese Umsatzentwicklung bei einer deutlich reduzierten Kostenbasis bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine signifikante Steigerung des Bruttogewinnes an beiden Standorten.
Das Werk in Shanghai, China konnte im ersten Quartal keine Vollauslastung erreichen. Vor allem Projektverzögerungen, die auch auf die Krise in Japan und dadurch verzögerte Bestellungen unserer Kunden zurückzuführen sind, waren für diese Situation verantwortlich. Für die nächsten Quartale sind wir dennoch zuversichtlich und gehen davon aus, dass sich die Bedarfe unserer Kunden bereits im zweiten Quartal erhöhen. Der Ausbau des Werkes in Shanghai sollte im laufenden Geschäftsjahr weitestgehend abgeschlossen werden, die offizielle Grundsteinlegung in Chongqing (China) hat bereits am 16. Juni 2011 stattgefunden.
Die Anpassungen in der Verwaltungsstruktur, insbesondere mit der Verlagerung des Headquarters von Wien nach Leoben-Hinterberg sind nun abgeschlossen, die dadurch nötigen personellen Änderungen durchgeführt.
Im Verlauf des ersten Quartals des aktuellen Geschäftsjahres 2011/12 sind grundsätzlich keine nennenswerten Änderungen zu den im Konzernabschluss 2010/11 ausführlich im Konzernanhang unter "II. Risikobericht" beschriebenen Risikokategorien aufgetreten. Die Unsicherheiten im Bankensektor haben sich aktuell nicht verstärkt, die Situation am Kreditmarkt hat sich soweit stabilisiert. Das Zinsänderungsrisiko für die AT&S ist durch den hohen Anteil fix verzinster Finanzverbindlichkeiten relativ gering und besteht vorwiegend bei kurzfristigen Finanzierungen.
Zur Reduktion des Liquiditätsrisikos wurden bereits in den vorangegangenen Geschäftsjahren langfristige Finanzierungen aufgenommen. Zusätzlich bestehen ausreichend kurzfristige Kreditrahmen, um das wachstumsbedingt gestiegene Working Capital abzudecken. Darüber hinaus hat der Vorstand weiterhin die Möglichkeit, aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung am 7. Juli 2010, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu 12.950.000 neue Aktien aus genehmigtem Kapital zu emittieren, Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 100.000 auszugeben und die eigenen Anteile zu veräußern.
Auch im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres konnte trotz des leicht rückläufigen Umsatzes ein deutlich positiver operativer Cashflow erwirtschaftet werden. Auf Basis des weiterhin erwarteten positiven Nettomittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit und der umfassenden Finanzierungsmöglichkeiten steht ausreichend Liquidität zu Verfügung, um die geplanten und weitere Investitionsvorhaben zu realisieren.
Hinsichtlich der Verwendung von Finanzinstrumenten wird ebenfalls auf den detaillierten Risikobericht im Konzernanhang verwiesen. Betreffend Währungsrisiken konnten bei Konzernbetrachtung die Auswirkungen auf das operative Ergebnis dadurch weiter reduziert werden, dass neben der Abhängigkeit des Umsatzes vom US-Dollar auch die Produktionskapazitäten zum Großteil im erweiterten US-Dollar-Raum abgerufen werden. Neben den verbleibenden Auswirkungen zeigen sich Wechselkursänderungen der funktionalen Währungen gegenüber der Berichtswährung Euro vor allem ergebnisneutral im Eigenkapital. Der Nettoverschuldungsgrad hat sich im Laufe des ersten Quartals im aktuellen Geschäftsjahr von 85 % auf 95 % erhöht. Dieser Anstieg ist auf die intensive Investitionstätigkeit in diesem Quartal, aber auch auf negative Währungsumrechnungsdifferenzen aus dem Anstieg von EUR gegenüber CNY und HKD und der daraus resultierenden Eigenkapitalschwächung zurückzuführen. Bei anhaltend positiver Ertragssituation und stabilen Wechselkursentwicklungen sind wir zuversichtlich, nach einem kurzfristigen weiteren Anstieg den Zielwert von 80 % mittelfristig wieder erreichen zu können.
Hinsichtlich der Chancen und Risiken aus der Entwicklung von externen Rahmenbedingungen für das gesamte Geschäftsjahr 2011/12 wird weiterhin von einem weltweiten Umsatzanstieg der Leiterplattenindustrie ausgegangen. Im ersten Quartal wurden die externen und internen Wachstumserwartungen bei der AT&S nicht ganz erreicht. Dies ist zum Großteil auf die Projektverzögerungen zurückzuführen. Wir gehen davon aus, diese Projekte in den kommenden Quartalen abwickeln zu können. Die weltwirtschaftliche Lage ist mittelfristig jedoch schwer einschätzbar und weiterhin als fragil zu beurteilen. Wie insbesondere auch die vergangenen Jahre gezeigt haben, sind die makroökonomischen Rahmenbedingungen und Märkte laufend kritisch zu beobachten, um möglichst frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.
Eine besondere Herausforderung für die AT&S stellt die kundenseitige Bedarfsentwicklung dar. Um nachhaltig über ausreichende Kapazitäten zu verfügen, wird derzeit das Werk in Shanghai, China, vollständig ausgebaut. Im ersten Quartal konnte in Shanghai die zwölfte HDI-Produktionslinie in Betrieb genommen werden. Im zweiten Quartal ist die Inbetriebnahme einer weiteren HDI-Produktionslinie (Linie 13) geplant. Des Weiteren wurde mit den Vorbereitungen für den Bau eines neuen HDI-Werkes in Chongqing, China, begonnen. Die jeweilige Ausbaustufe wird sich dabei natürlich am Marktbedarf und an den technologischen Entwicklungen orientieren.
Der zunehmende Einsatz von elektronischen Systemen im alltäglichen Leben, die Erhöhung der Durchdringungsraten von Kommunikationsanwendungen und die zunehmende Funktionalität bei den mobilen Endgeräten werden zu einer starken Nachfrage nach hochwertigen Leiterplatten führen. Aufgrund der Konzentration der AT&S auf diesen hochwertigen Bereich erwartet das Management, dass die AT&S überdurchschnittlich von diesen Entwicklungen profitieren wird.
Unter der Voraussetzung stabiler Wechselkurse gehen wir deshalb weiterhin von einem Geschäftsjahresumsatz in Höhe von EUR 535 bis 550 Mio. aus.
Um das erhöhte Wachstum in den Geschäftsfeldern der AT&S ausreichend bedienen zu können, werden die Produktionskapazitäten im Konzern verstärkt ausgebaut. Aus derzeitiger Sicht werden je nach Bau- bzw. Installationsfortschritt für das gesamte Geschäftsjahr 2011/12 Investitionsausgaben von rund EUR 130 Mio. erwartet. Der Großteil der Investitionen betrifft den Ausbau des Standortes in Shanghai sowie die Errichtung (Gebäude und Infrastruktur) des neuen Standortes in Chongqing, beide in China.
Eine im Vergleich zum ersten Quartal höhere Auslastung und die daraus resultierende bessere Ausnutzung der Produktionskapazitäten wird sich auch positiv auf das erwartete Betriebsergebnis auswirken, und so erwartet das Management für das Geschäftsjahr 2011/12 eine EBIT-Marge von über 9 %.
Leoben-Hinterberg, am 20. Juli 2011
Der Vorstand
DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Mag. Thomas Obendrauf, e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.
AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft Fabriksgasse 13 8700 Leoben Österreich Tel.: +43 (0)3842/200-0 Fax: +43 (0)3842/200-216
Investor Relations Mag. Martin Theyer Tel.: +43 (0)3842/200-5909 E-Mail: [email protected]
Mag.a Monika Stoisser-Göhring Mag.a (FH) Christina Schuller Mag. Martin Theyer Mag. Michael Dunst Mag.a Sonja Kellner/Zenker & Co Public Relations
den Inhalt verantwortlich AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft Fabriksgasse 13 8700 Leoben Österreich www.ats.net
Agentur DMP Digital Motion Picture Datenverarbeitungs GmbH www.agentur-dmp.at
AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft Fabriksgasse 13 8700 Leoben Österreich www.ats.net
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