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AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG

Quarterly Report Aug 26, 2011

736_rns_2011-08-26_9bc08d00-e24b-4b26-b399-35ecbff3250f.pdf

Quarterly Report

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Kennzahlen

IFRS
Q1 2011/12 Q1 2010/11
(Wenn nicht anders erwähnt, alle Finanzzahlen in TEUR) vor Einmal
effekten
nach Einmal
effekten
vor Einmal
effekten1)
nach Einmal
effekten1)
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Gesamterlöse 110.463 113.941
davon in Asien produziert 66 % 72 %
davon in Europa produziert 34 % 28 %
EBITDA 18.185 18.185 21.878 21.221
EBITDA-Marge 16,5 % 16,5 % 19,2 % 18,6 %
EBIT 4.429 4.429 10.105 9.380
EBIT-Marge 4,0 % 4,0 % 8,9 % 8,2 %
Konzernergebnis 2.061 2.061 8.291 7.566
Konzernergebnis der Eigentümer des Mutterunternehmens 2.135 2.135 8.327 7.603
Cash Earnings 15.890 15.890 20.100 19.443
KONZERNBILANZ
Bilanzsumme 594.784 537.754
Eigenkapital 227.946 247.818
Eigenkapital der Eigentümer des Mutteruntenehmens 227.666 247.329
Nettoverschuldung 216.945 154.060
Verschuldungsgrad 95,2 % 62,2 %
Nettoumlaufvermögen 85.558 78.693
Nettoumlaufvermögen/Gesamterlöse 19,4 % 17,3 %
Eigenmittelquote 38,3 % 46,1 %
KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG
Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit (OCF) 14.341 11.150
Netto-Investitionen (Net CAPEX) 28.307 19.154
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter), Ultimo 7.284 6.541
Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter), Durchschnitt 7.379 6.284
AKTIENKENNZAHLEN
Gewinn/Aktie (EUR) 0,09 0,09 0,36 0,33
Cash Earnings/Aktie (EUR) 0,68 0,68 0,86 0,83
Marktkapitalisierung, Ultimo 309.024 244.887
Marktkapitalisierung/Eigenkapital 135,7 % 98,8 %
Anzahl der Aktien, gewichteter Durchschnitt (Stück) 23.322.588 23.322.588
FINANZKENNZAHLEN
Eigenkapitalrendite (ROE)2) 3,6 % 3,6 % 14,5 % 14,2 %
ROCE2) 3,8 % 3,8 % 8,0 % 7,8 %
ROS 1,9 % 1,9 % 7,3 % 6,6 %

1) Die Einmaleffekte umfassen die Schließung des Standortes Wien.

2) Die Berechnung zielt auf durchschnittliche Werte ab.

Highlights

  • AT&S beendet mit einem Umsatz von EUR 110 Mio. das erste Quartal 2011/12 und liegt damit leicht unter dem Vorjahresniveau
  • Bereich Automotive wächst deutlich
  • AT&S forscht an biokompatiblen Materialien

  • AT&S sieht einem erfolgreichen Verlauf des Geschäftsjahres entgegen, durch

  • anlaufende Produkteinführungen und
  • eine generell gute Auslastung unserer Werke

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

in den vergangenen drei Monaten zeichnete sich für uns ein deutliches Wachstum im Automotive-Geschäft ab, während der Bereich Mobile Devices durch verspätete Produktneueinführungen bei führenden Herstellern eher verhalten ins neue Jahr startete. Insgesamt betrachtet sehen wir auf Grund der generell nun guten Auslastung unserer Werke dem weiteren Verlauf des Geschäftsjahres positiv entgegen und behalten unseren Ausblick für das gesamte Wirtschaftsjahr 2011/12 bei.

Positiv stimmt uns vor allem, dass in allen Märkten, in denen wir tätig sind, der Wachstumstrend weiterhin anhält. Zusätzlich ist die AT&S aufgrund der zuletzt getätigten Investitionen im Bereich HDI bestens auf die bevorstehende, starke Nachfrage vorbereitet. Wir hatten aufgrund der Projektverschiebungen ein sehr anspruchsvolles erstes Quartal, sehen jedoch jetzt, dass das Volumen mit dem Anlaufen der Projekte zurückgekommen ist und die Auslastung unserer Kapazitäten in den nächsten Quartalen einen sehr guten Stand erreichen wird. Angesichts der Vorschau, die wir von unseren Kunden erhalten haben, erwarten wir den leichten Rückstand in den kommenden Quartalen wettmachen zu können und sehen keinen Grund, unseren kommunizierten Ausblick zu ändern.

Den Wachstumsmotor sehen wir bei dem weiterhin steigenden Bedarf an HDI-Leiterplatten in Smartphones sowie Unterhaltungs-, Informations- und Navigationsanwendungen. Auch eröffnet sich mit der Substituierung von Keramik durch Leiterplatten ein neues Anwendungsfeld im Bereich der Automobiltechnik für AT&S.

Ergebnisse des 1. Quartals

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für das erste Quartal beläuft sich auf EUR 4,4 Mio., was einem Gewinn pro Aktie von rund 9 Cent entspricht. Sowohl die Japankrise als auch Verzögerungen bei Entwicklungsprojekten für Geräte der nächsten Generation im Bereich der Mobile Devices zeigten in diesen ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2011/12 Auswirkungen auf die gesamte Branche.

Sehr erfreulich hat sich das Automotive-Geschäft für uns entwickelt, und wir erwarten, dass der Trend anhalten wird. Der Industriebereich konnte ebenfalls leicht zulegen. Im Mobile-Devices-Markt ist die traditionelle Saisonalität wieder ins operative Geschäft zurückgekehrt. Zusätzlich werden durch offensichtliche Engpässe bei der Bereitstellung von Komponenten die Volumina etwas zeitversetzt hochgefahren.

Die wesentlichen Kennzahlen für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2011/12 stellen sich wie folgt dar:

  • Umsatzerlös: EUR 110,5 Mio
  • Bruttogewinn: EUR 13,8 Mio.,
  • das entspricht einer Bruttogewinn-Marge von 12,5 % EBITDA: EUR 18,2 Mio.,
  • das entspricht einer EBITDA-Marge von 16,5 % Betriebsergebnis: EUR 4,4 Mio.,
  • das entspricht einer EBIT-Marge von 4 %
  • Ergebnis vor Steuern: EUR 2,3 Mio., das entspricht einer Marge von 2,1 %
  • Konzernergebnis: EUR 2,1 Mio., das entspricht einer Marge von 1,9 %
  • Gewinn pro Aktie: EUR 0,09
  • Anzahl der Aktien, Durchschnitt*: 23.323 * in 1.000 Stück

Finanzierungslage

Die Fristigkeiten der Brutto-Finanzverbindlichkeiten in Höhe von EUR 235,3 Mio. weisen folgende Struktur auf:

< 1 Jahr: EUR 142,8 Mio.
1–2 Jahre: EUR 86,1 Mio.
2–3 Jahre: EUR 6,4 Mio.

Die Nettoverschuldung erhöhte sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um EUR 23 Mio. auf rund EUR 217 Mio. Insbesondere hat sich der Finanzierungsbedarf aufgrund des Ausbaus des Werkes in Shanghai (China) erhöht. Der Nettoverschuldungsgrad hat sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag aufgrund der gestiegenen Nettoverschuldung sowie aufgrund negativer Währungseffekte von 85 % auf 95 % erhöht.

Grundsteinlegung für neues Werk in China

Am 16. Juni 2011 erfolgte die offizielle Grundsteinlegung für das neue und damit siebente AT&S Werk, das in Chongqing (China) errichtet wird. Die Ausbaustufe 1 umfasst Investitionen von rund EUR 200 Mio. Mit einer jährlichen Kapazität von rund 200.000 Quadratmeter in der ersten Ausbaustufe wird das Werk im Westen Chinas hauptsächlich auf die Produktion von High-End-Leiterplatten auf den Markt mit Mobilgeräten ausgerichtet. Ähnlich wie das Werk in Shanghai heute, wird das neue HDI-Werk in Chongqing zu den modernsten seiner Art zählen, ausgerichtet auf Anylayer und ausgestattet mit den neuesten Technologien im Leiterplattenbau wie z.B. ALIVH® (Any Layer Interstitial Via Hole).

AT&S mehrfach ausgezeichnet

Im ersten Quartal 2011 konnten wir uns über mehrere Auszeichnungen freuen, die unser Engagement sowohl in den Bereichen Qualität, Nachhaltigkeit als auch Innovation bestätigen. So erhielten wir den TRIGOS Steiermark in der Kategorie "Markt" für das Projekt BRIC (BioResorbable Implants for Children). Gemeinsam mit dem Laura-Bassi-Zentrum entwickeln wir Materialien für Implantate, die die Heilung gebrochener Kinderknochen unterstützen. Das Forschungsteam arbeitet an dieser Entwicklung von alternativen biokompatiblen Materialien. Für uns als AT&S ergibt sich aus dem Projekt Know-how für die Materialentwicklung für elektronische Produkte, die näher am Menschen sind.

Auch von der Wiener Börse wurde AT&S im vergangenen Quartal in einer von fünf Kategorien ausgezeichnet. Der "Small Mid Cap"-Preis ging an Kapsch TrafficCom vor Palfinger und AT&S. OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny und die Wiener-Börse Chefs Michael Buhl und Heinrich Schaller nahmen die Preisverleihung zum Anlass, auf die Bedeutung international tätiger heimischer Unternehmen für die österreichische Wirtschaft, den Kapitalmarkt und die Leistungsbilanz hinzuweisen.

Ausblick

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass der AT&S-Konzern in den nächsten drei Jahren stärker als der Markt wachsen wird und so seine führende Position im Bereich der hochwertigen Leiterplatten weiter ausbauen kann. In Summe soll der Konzernumsatz im laufenden Jahr um 10–13 % steigen (mögliche Wechselkurseinflüsse sind hier nicht berücksichtigt), wobei vor allem der Bereich Mobile Devices als Wachstumsmotor fungieren wird.

In unserem Wachstumsszenario für die nächsten Jahre gehen wir davon aus, dass weltweit jede zweite benötigte HDI-Leiterplatte (High Density Interconnect) in China produziert wird. Damit die derzeit führende Marktposition in diesem hochspezialisierten Marktsegment weiter ausgebaut werden kann, haben wir uns entschlossen, ein neues HDI-Werk in Chongqing (Westchina) zu bauen. Der Ausbau des Standortes ist in verschiedenen Phasen vorgesehen. Die jeweilige Ausbaustufe wird vom Marktbedarf und den technologischen Entwicklungen abgeleitet.

Zusätzlich haben wir vorgesehen, rund 5 % des Umsatzes in Entwicklungsaktivitäten zu investieren. Der Fokus liegt auf der Weiterentwicklung des bestehenden Technologieportfolios und auf der Adressierung neuer Technologietrends. Wir sehen notwendige Entwicklungsschritte im Bereich der Miniaturisierung, der Ressourcenminimierung und der damit verbundenen Zuverlässigkeitsanforderungen an die Endprodukte unserer Kunden.

Wir gehen außerdem davon aus, dass steigende Produktionskosten, getrieben von steigenden Rohstoffpreisen, den Lohnkosten und der Abschreibung, überwiegend durch weitere Produktivitätsgewinne kompensiert werden können. Bereinigt um etwaige Währungseffekte wird sich die EBIT-Marge im Rahmen der kommunizierten Größenordnung von > 9 % bewegen. Auf Grund der Saisonalität, vor allem im Mobile-Devices-Geschäft, kann es unterjährig zu Schwankungen kommen.

Langfristig halten wir trotz des intensiven Investitionsprogramms an der internen Zielsetzung von 80 % Gearing Ratio fest. Um das geplante Wachstum zu sichern, erarbeiten wir gerade mit unseren Finanzexperten die passende Finanzierungsstruktur.

Mit freundlichen Grüßen

DI (FH) Andreas Gerstenmayer Vorstandsvorsitzender

Mag. Thomas Obendrauf Finanzvorstand

Ing. Heinz Moitzi Technikvorstand

Corporate-Governance-Informationen

17. ordentliche Hauptversammlung

Die 17. ordentliche Hauptversammlung der AT&S Austria Technologie und Systemtechnik Aktiengesellschaft (AT&S) vom 7. Juli 2011 hat beschlossen, vom ausgewiesenen und ausschüttungsfähigen Bilanzgewinn der Gesellschaft zum 31. März 2011 in Höhe von EUR 24.754.662,80 auf die zum Auszahlungstag ausstehenden und gewinnberechtigten Stückaktien eine Dividende in Höhe von 36 Cent pro Aktie auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Kapitalertragsteuer in Höhe von 25 % ist jeweils davon in Abzug zu bringen. Dividendenzahltag ist nach Maßgabe der steuergesetzlichen Vorschriften und der Satzung der 28. Juli 2011. Die Auszahlung der Dividende erfolgt über die jeweiligen Depotbanken, Zahlstelle ist die Raiffeisen Centrobank AG, Wien.

Dem um den Anhang erweiterten Jahresabschluss 2010/2011 samt Lagebericht und dem um den Anhang erweiterten Konzernabschluss und Konzernlagebericht 2010/2011 wurde vom Abschlussprüfer, der PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, der uneingeschränkte Prüfungsvermerk erteilt.

Weitere Informationen zur 17. Hauptversammlung können im Internet unter www.ats.net (Rubrik: Investoren >Veranstaltungen >Hauptversammlung) abgerufen werden.

Veränderung im Aufsichtsrat

Mit Beendigung der Hauptversammlung am 7. Juli 2011 endete die Funktionsperiode des Aufsichtsratsmitglieds Dr. Georg Riedl gemäß § 87 Abs. 7 AktG. Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß § 10 der Satzung aus mindestens drei und höchstens neun von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern zusammen. Der Aufsichtsrat hat der Hauptversammlung vorgeschlagen, den Aufsichtsrat innerhalb der satzungsmäßigen Höchstzahl von neun Mitgliedern um zwei Personen auf insgesamt acht Mitglieder zu erhöhen. Weiters hat der Aufsichtsrat vorgeschlagen, Herrn Dr. Georg Riedl wiederzubestellen sowie Frau Dr. Karin Schaupp und Frau DDr. Regina Prehofer in den Aufsichtsrat der Gesellschaft zu wählen. Alle Personen haben eine Erklärung gemäß § 87 Abs. 2 AktG zur fachlichen Qualifikation, den beruflichen oder vergleichbaren Funktionen vorgelegt und erklärt, dass keine Umstände vorliegen, die die Besorgnis der Befangenheit begründen könnten.

Herr Dr. Riedl, Frau Dr. Schaupp und Frau DDr. Prehofer wurden antragsgemäß von der Hauptversammlung gemäß § 11 Abs. 1 der Satzung den Gesellschaft jeweils für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2015/2016 entscheidet, in den Aufsichtsrat gewählt. Die Ergebnisse der Abstimmung können im Internet unter www.ats.net eingesehen werden.

Als weitere Vertreterin der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen wurde vom Betriebsrat gemäß § 110 Abs. 1 ArbVG Frau Sabine Fussi in den Aufsichtsrat der Gesellschaft entsendet.

Infolge eines entsprechenden Beschlusses des Aufsichtsrates im ersten Quartal des Geschäftsjahres setzt sich der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates nunmehr zusammen aus:

  • Ing. Willibald Dörflinger (Vorsitzender)
  • Mag. Gerhard Pichler (Finanzexperte)
  • Dr. Georg Riedl
  • Wolfgang Fleck
  • Günther Wölfler

AT&S-Aktienoptionen

Im ersten Quartal wurden dem Management neue Optionen gewährt. Somit stellt sich der Bestand an von den Vorständen gehaltenen Aktienoptionen (Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine Aktienoptionen) wie folgt dar:

2007 2008 2009 2010 2011 Summe
Andreas Gerstenmayer 40.000 40.000 80.000
Heinz Moitzi 30.000 30.000 30.000 30.000 30.000 150.000
Thomas Obendrauf 1.500 1.500 1.500 1.500 30.000 36.000
Ausübungspreis (EUR) 22,57 15,67 3,86 7,45 16,60

AT&S-Aktie

Aktionärsstruktur

0 %

Aktienkennzahlen für die ersten 3 Monate (in EUR)

in EUR 30. Juni 2011 30. Juni 2010
Gewinn/Aktie 0,09 0,33
Höchstkurs 16,05 11,19
Tiefstkurs 12,25 7,53
Ultimokurs 13,25 10,50

AT&S-Aktie

Finanztermine

Wiener Börse
WP-Kennnummer 969985
ISIN-Code AT0000969985
Kürzel ATS
Reuters RIC ATSV.VI
Bloomberg ATS AV
Indizes ATX Prime, WBI SME
    1. 2011 Ex-Tag und Dividendenzahltag für

September 2011 Frankfurt Small Cap Day Cira 20. 10. 2011 Veröffentlichung Ergebnis

    1. 2012 Veröffentlichung Ergebnis
    1. 2012 Veröffentlichung

das Geschäftsjahr 2010/11

  1. Quartal 2011/12

  2. Quartal 2011/12

Jahresergebnis 2011/12

Aktienkursentwicklung in den ersten 3 Monaten

Das Börsenumfeld in Europa hat sich in den ersten 3 Monaten deutlich verschlechtert, was verstärkt durch die Wiedereinführung der Spekulationssteuer in Österreich zu einer rapiden Abnahme der Umsätze auf dem Wiener Parkett geführt hat. Dieser Entwicklung konnte sich auch die AT&S Aktie nicht entziehen, sie verlor in den ersten drei Monaten rund 13 % an Wert, was einer Marktkapitalisierung von rund EUR 309 Mio. entspricht.

Derzeit wird die Aktie von 6 Analysten beobachtet, wovon 5 Analysten eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

AT&S indiziert zum ATX-Prime

Kontakt Investor Relations

Mag. Martin Theyer Tel.: +43 (0)3842/200-5909 E-Mail: [email protected]

Zwischenbericht nach IFRS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. April bis 30. Juni
(in TEUR) 2011 2010
Umsatzerlöse 110.463 113.941
Herstellungskosten (96.635) (94.109)
Bruttogewinn 13.828 19.832
Vertriebskosten (5.992) (5.804)
Allgemeine Verwaltungskosten (5.283) (5.266)
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1.876 1.343
Nicht wiederkehrende Posten 0 (725)
Betriebsergebnis 4.429 9.380
Finanzierungserträge 381 5.132
Finanzierungsaufwendungen (2.492) (4.432)
Finanzergebnis (2.111) 700
Ergebnis vor Steuern 2.318 10.080
Ertragsteuern (257) (2.514)
Konzernergebnis 2.061 7.566
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen 2.135 7.603
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen (74) (37)
Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des Mutterunternehmens zusteht
(in EUR je Aktie):
- unverwässert 0,09 0,33
- verwässert 0,09 0,33
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien – unverwässerter Wert (in tausend Stück)
23.323 23.323
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien – verwässerter Wert (in tausend Stück)
23.407 23.447

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

1. April bis 30. Juni
(in TEUR) 2011 2010
Konzernergebnis 2.061 7.566
Währungsumrechnungsdifferenzen (3.895) 31.465
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von zur
Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, nach Steuern
(3)
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten
aus der Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern
(33) (6)
Sonstiges Ergebnis (3.931) 31.459
Konzerngesamtergebnis (1.870) 39.025
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen (1.796) 39.062
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen (74) (37)

Konzernbilanz

30. Juni 31. März
(in TEUR) 2011 2011
VERMÖGENSWERTE
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 401.547 385.510
Immaterielle Vermögenswerte 2.447 2.543
Finanzielle Vermögenswerte 111 121
Übergedeckte Pensionsansprüche 622 590
Aktive latente Steuern 11.579 10.736
Sonstige langfristige Vermögenswerte 4.252 4.144
420.558 403.644
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 55.595 53.376
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 99.510 99.899
Finanzielle Vermögenswerte 863 13.912
Laufende Ertragsteuerforderungen 803 277
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 17.455 4.227
174.226 171.691
Summe Vermögenswerte 594.784 575.335
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 44.475 44.475
Sonstige Rücklagen (15.963) (12.032)
Gewinnrücklagen 199.155 197.020
Den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital 227.667 229.463
Nicht beherrschende Anteile 279 353
Summe Eigenkapital 227.946 229.816
SCHULDEN
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten 92.563 95.559
Rückstellungen für Personalaufwand 12.510 12.210
Sonstige Rückstellungen 11.783 11.967
Passive latente Steuern 4.839 4.238
Sonstige Verbindlichkeiten 2.102 2.109
123.797 126.083
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 97.571 96.554
Finanzielle Verbindlichkeiten 142.812 116.427
Laufende Ertragsteuerschulden 635 3.757
Sonstige Rückstellungen 2.023 2.698
243.041 219.436
Summe Schulden 366.838 345.519
Summe Eigenkapital und Schulden 594.784 575.335

Konzern-Kapitalflussrechnung

1. April bis 30. Juni
(in TEUR) 2011 2010
Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis 2.061 7.566
Überleitungspositionen zum Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen und Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 13.756 11.841
Veränderung langfristiger Rückstellungen 90 30
Ertragsteuern 257 2.514
Finanzierungsaufwendungen/(-erträge) 2.111 (700)
(Gewinne)/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen 109 (30)
Auflösung von Investitionszuschüssen (360) (479)
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert (249) 3.491
Veränderungen des Working Capital:
- Vorräte (2.571) (6.375)
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige 12.736 (7.367)
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (3.228) 8.011
- Sonstige Rückstellungen (651) 1.168
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel 24.061 19.670
gezahlte Zinsen (5.515) (5.682)
erhaltene Zinsen und Dividendenerträge 62 116
gezahlte Ertragsteuern (4.267) (2.954)
Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 14.341 11.150
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (28.369) (19.154)
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 62
Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten (619) (1.002)
Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten 800 200
Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit (28.126) (19.956)
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 83.536 10.465
Auszahlungen für die Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten (56.877) (11.300)
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 362 437
Nettomittelzufluss/(-abfluss) aus Finanzierungstätigkeit 27.021 (398)
Nettozunahme/(-abnahme) von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 13.236 (9.204)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang 4.227 13.354
Währungsgewinne/(-verluste) aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (8) 382
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Quartalsende 17.455 4.532

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

(in TEUR) Gezeichnetes
Kapital
Sonstige
Rücklagen
Gewinn
rücklagen
Den Eigen
tümern des
Mutterunter
nehmens zu
rechenbares
Eigenkapital
Nicht
beherr
schende
Anteile
Summe
Eigenkapital
Stand zum 31. März 2010 45.680 (1.560) 164.184 208.304 489 208.793
Konzerngesamtergebnis 31.459 7.603 39.062 (37) 39.025
Umgliederung von auf nicht beherrschende
Anteile entfallenden Verlusten (37) (37) 37
Stand zum 30. Juni 2010 45.680 29.899 171.750 247.329 489 247.818
Stand zum 31. März 2011 44.475 (12.032) 197.020 229.463 353 229.816
Konzerngesamtergebnis (3.931) 2.135 (1.796) (74) (1.870)
Umgliederung von auf nicht beherrschende
Anteile entfallenden Verlusten
Stand zum 30. Juni 2011 44.475 (15.963) 199.155 227.667 279 227.946

Segmentberichterstattung

1. April bis 30. Juni 2011

Nicht zugeordnet
(in TEUR) Europa Asien und Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 83.374 27.089 110.463
Innenumsatz 53 40.097 (40.150)
Gesamterlöse 83.427 67.186 (40.150) 110.463
bezogener Innenumsatz (40.097) (53) 40.150
Segmentnettoumsatz 43.330 67.133 110.463
Betriebsergebnis 5.542 (4.875) 3.762 4.429
Finanzergebnis (2.111)
Ergebnis vor Steuern 2.318
Ertragsteuern (257)
Konzernergebnis 2.061
Vermögenswerte 110.736 482.064 1.984 594.784
Investitionen 1.909 31.370 15 33.294
Abschreibungen 1.256 12.418 82 13.756
Nicht wiederkehrende Posten

1. April bis 30. Juni 2010

Nicht zugeordnet
(in TEUR) Europa Asien und Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 81.747 32.194 113.941
Innenumsatz 1 49.413 (49.414)
Gesamterlöse 81.748 81.607 (49.414) 113.941
bezogener Innenumsatz (49.413) (1) 49.414
Segmentnettoumsatz 32.335 81.606 113.941
Betriebsergebnis 2.540 9.171 (2.331) 9.380
Finanzergebnis 700
Ergebnis vor Steuern 10.080
Ertragsteuern (2.514)
Konzernergebnis 7.566
Vermögenswerte 106.260 438.691 (7.197) 537.754
Investitionen 856 20.959 93 21.908
Abschreibungen 1.267 10.381 193 11.841
Nicht wiederkehrende Posten (725) (725)

Zusatzinformationen

Die Umsatzerlöse nach Branchen stellen sich wie folgt dar:

Die Umsatzerlöse nach Ländern stellen sich wie folgt dar:

1. April bis 30. Juni
(in TEUR) 2011 2010
Mobile Devices 55.953 67.590
Industrial 33.603 32.350
Automotive 20.713 13.414
Übrige 194 587
110.463 113.941
1. April bis 30. Juni
(in TEUR) 2011 2010
Österreich 5.600 5.432
Deutschland 33.862 28.447
Ungarn 12.238 9.740
Sonstiges Europa 9.783 11.165
Asien 29.061 25.895
Kanada, USA, Mexiko 18.523 31.528
Übrige 1.396 1.734
110.463 113.941

Erläuternde Anhangsangaben zum Zwischenbericht

Allgemeine Erläuterungen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Zwischenbericht zum 30. Juni 2011 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS), unter Berücksichtigung des IAS 34, und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Der Konzernzwischenabschluss beinhaltet nicht alle im Jahreskonzernabschluss enthaltenen Informationen und sollte gemeinsam mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2011 gelesen werden.

Gegenüber dem Geschäftsjahr endend zum 31. März 2011 sind keine Unterschiede der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegeben.

Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2011 ist ungeprüft, und es wurde auch keine externe prüferische Durchsicht durchgeführt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verringerten sich im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres leicht um EUR 3,5 Mio. auf EUR 110,5 Mio. Diese Abweichung von 3 % ist im Wesentlichen auf Projektverzögerungen im Bereich Mobile Devices zurückzuführen. Da ein großer Teil der Umsätze im Bereich Mobile Devices in USD abgewickelt wird, wirkte sich der schwache USD ebenfalls negativ auf die realisierten Umsätze aus. Im Gegensatz dazu zog der Trend zu höherwertigen Technologien positive Umsatzeffekte nach sich. Im Servicegeschäft (Bestückung, Trading, Design) sind die Umsätze gemäß der Beendigung der Aktivitäten in diesem Bereich weiter zurückgegangen.

In geografischer Hinsicht bzw. bei Segmentbetrachtung betrifft der Rückgang der Produktion im Vorjahresvergleich die asiatischen Standorte, im Segment Europa konnte eine Steigerung erreicht werden. Der Anteil der Produktionen in Asien beträgt im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres 66 % der Gesamterlöse.

Bruttogewinn

Ausgehend von dem etwas geringeren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr ist auch der Bruttogewinn im ersten Quartal hinter dem Vorjahresergebnis geblieben. Die Bruttogewinnmarge hat sich gegenüber dem Vorjahr von 17 % auf 13 % verringert.

Die Verringerung der Bruttogewinnmarge ist zum Großteil auf die geringere Auslastung in Asien zurückzuführen. Weiters wurde am Standort in China die Ausweitung der Produktionskapazitäten fortgeführt. Dies erklärt die gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,5 Mio. bzw. 3 % gestiegenen Herstellkosten.

Nicht wiederkehrende Posten

Im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres sind keine Aufwendungen entstanden, die den nicht wiederkehrenden Posten zuzuordnen sind.

Im ersten Quartal des Vorjahres wurde die Schließung des Standortes Wien beschlossen, da die Rolle des Headquarters wieder dem Sitz der Gesellschaft und Produktionsstandort Leoben-Hinterberg zugeordnet wurde. Die nicht wiederkehrenden Posten des Vorjahres umfassten daher vorwiegend Personalaufwendungen aus einem vereinbarten Sozialplan im Rahmen dieser Maßnahmenentscheidung.

Betriebsergebnis

Analog zum Bruttogewinn verringerte sich das Betriebsergebnis von EUR 9,4 Mio. im Vorjahr nach Einmaleffekten auf EUR 4,4 Mio. im aktuellen Geschäftsjahr.

Die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten entsprechen den Vorjahreswerten. Das sonstige betriebliche Ergebnis betrifft im aktuellen Geschäftsjahr vorwiegend öffentliche Zuwendungen, eine Forderung aus einem Schadensfall sowie Aufwendungen aus Kursverlusten. Im Vorjahr betraf diese Position zum Großteil öffentliche Zuwendungen.

Bei Betrachtung der Segmentergebnisse vor Konsolidierung zeigt sich im Vorjahresvergleich in Europa eine deutliche Steigerung von EUR 2,5 Mio. auf EUR 5,5 Mio., in Asien allerdings – bedingt durch die niedrigere Auslastung – ein Rückgang von EUR 9,1 Mio. auf EUR –4,9 Mio.

Finanzergebnis

Im aktuellen Geschäftsjahr wurden geringfügige Finanzierungserträge aus Bewertungsergebnissen von Kurssicherungsinstrumenten erzielt. Im vergangenen Geschäftsjahr resultierten die Finanzerträge im Wesentlichen aus der Aufwertung der funktionalen Währung Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) gegenüber dem Euro im Vergleich zum vorangegangenen Bilanzstichtag und den damit verbundenen Bewertungserträgen der Finanzierungen des Werkes in China.

Die Finanzierungsaufwendungen beinhalten neben dem Zinsaufwand in Höhe von EUR 2,3 Mio. (Vorjahr: EUR 2,0 Mio.) geringfügige Aufwendungen aus Wechselkursentwicklungen. Im vorangegangenen Geschäftsjahr führte die Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro zu Bewertungsaufwendungen aus Kurssicherungsinstrumenten.

Ertragsteuern

Die Veränderung des effektiven Steuersatzes auf Basis des Konzernergebnisses im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultiert grundsätzlich aus den sich ändernden Anteilen der einzelnen Gesellschaften mit abweichenden Steuersätzen und unterschiedlichen steuerlichen Regelungen am Konzernergebnis.

Weiters sind die Ertragsteuern wesentlich durch die Bewertung der latenten Steuern beeinflusst. Insbesondere werden für einen Großteil der entstandenen ertragsteuerlichen Verlustvorträge weiterhin keine aktiven latenten Steuern gebildet, da von einer Realisierbarkeit in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

Währungsumrechnungsdifferenzen

Die leicht rückläufige Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen im aktuellen Geschäftsjahr (EUR –3,9 Mio.) ist fast ausschließlich auf die Wechselkursveränderungen der funktionalen Währungen Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) und Hongkong Dollar (HKD) gegenüber der Konzerndarstellungswährung Euro zurückzuführen. Im vergangenen Geschäftsjahr hatten diesbezügliche Wechselkursveränderungen noch zu positiven Währungsumrechnungsdifferenzen (EUR 31,5 Mio.) geführt.

Erläuterungen zur Bilanz Vermögens- und Finanzlage

Die Nettoverschuldung erhöhte sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um EUR 23 Mio. auf EUR 217 Mio. Insbesondere hat sich der Finanzierungsbedarf aufgrund des Ausbaus des Werkes in Shanghai, China, erhöht, weiters ist der Nettobestand des Working Capital leicht angestiegen. Der Nettoverschuldungsgrad erhöhte sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag von 85 % auf 95 %.

Das Konzerneigenkapital hat sich im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres trotz positivem Konzernergebnis geringfügig verringert. Grund dafür ist die in diesem Quartal negative Entwicklung der Währungsumrechnungsdifferenzen. Dies führte zu einem Konzerngesamtergebnis von EUR –1,8 Mio. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte sich hingegen das Konzerneigenkapital vor allem durch die stark positiven Währungsumrechnungsdifferenzen insgesamt um EUR 39,0 Mio. erhöht.

Eigene Aktien

In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben sowie einzuziehen. Weiters wurde der Vorstand wieder für die Dauer von fünf Jahren, sohin bis einschließlich 6. Juli 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eigene Anteile auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Mitarbeiteraktienoptionen, Wandelschuldverschreibungen oder als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen bzw. sonstigen Vermögenswerten.

Im Rahmen des Aktienrückkaufprogrammes wurden im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres keine weiteren eigenen Aktien erworben. Zum 30. Juni 2011 hält der Konzern unverändert zum letzten Bilanzstichtag, unter Berücksichtigung der ausgeübten Aktienoptionen, 2.577.412 eigene Aktien (9,95 % des Grundkapitals) mit einem Kaufpreis von EUR 46,6 Mio.

Erläuterungen zur Geldflussrechnung

Der Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit zeigt ein weitgehend konstantes Niveau mit EUR 14,3 Mio. im Vergleich zum Vorjahreswert von EUR 11,2 Mio. Die größten Bewegungen im Working Capital zeigten sich in der Veränderung sonstiger zu Handelszwecken gehaltener finanzieller Vermögensgegenstände sowie einem Abbau der Lieferverbindlichkeiten.

Der Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit beträgt EUR 28,1 Mio. (Vorjahr: EUR 20,0 Mio.). Der Anstieg zum Vorjahr ergibt sich aus der höheren Investitionstätigkeit. Die Auszahlungen für Investitionen belaufen sich im aktuellen Geschäftsjahr auf EUR 28,4 Mio. und betreffen vorwiegend die Ausweitung der Produktionskapazitäten in Shanghai, China.

Der Nettomittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 27 Mio. im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zeigt eine Erhöhung der finanziellen Verbindlichkeiten zur Abdeckung der durchgeführten Investitionen in diesem Zeitraum.

Sonstige Angaben

Gründung der AT&S (Chongqing) Company Limited

Am 1. April 2011 wurde der Antrag zur Registrierung der AT&S (Chongqing) Company Limited bei den Behörden in China eingebracht. Die zur Aufnahme der Geschäftstätigkeit erforderliche Geschäftslizenz wurde am 8. April 2011 erhalten. Der Ausbau des neuen HDI-Werkes wird schrittweise unter Orientierung auf den jeweiligen Marktbedarf erfolgen. Derzeit wird die Baustelleninfrastruktur eingerichtet.

Einrichtung einer Business-Unit-Struktur

Im April 2011 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen, die Organisationsstruktur weiterzuentwickeln, um die Flexibilität im Konzern zu erhöhen und die operativen Prozesse noch besser an die Kundenbedürfnisse anzupassen. Im Sinne einer Verstärkung der Marktorientierung sollen im Konzern drei Business Units – Mobile Devices, Industrial & Automotive Solutions sowie Embedded Component Packaging – eingerichtet werden. Die neue Organisationsstruktur orientiert sich daran, möglichst viele operative Gruppenfunktionen den Business Units

zuzuordnen, um Geschäftsprozesse stärker auf die spezifischen Anforderungen der einzelnen Geschäftsfelder auszurichten. Weiters sollen dadurch Optimierungen und Effizienzsteigerungen erreicht werden, um eine der Wachstumsstrategie des Konzerns entsprechende Organisationsform zu implementieren. Aus derzeitiger Sicht sind in Zusammenhang mit dieser Organisationsanpassung keine Restrukturierungsaufwendungen oder sonstige nicht wiederkehrende Aufwendungen verbunden. Im Zuge der Einrichtung der Business-Unit-Struktur ist unter anderem geplant, die interne Berichterstattung anzupassen, woraus sich entsprechende Auswirkungen für die externe Segmentberichterstattung ergeben werden.

Beschlossene Dividenden

Nach dem Quartalsstichtag wurde im laufenden Geschäftsjahr in der Hauptversammlung vom 7. Juli 2011 eine Dividende von EUR 0,36 pro Aktie aus dem Bilanzgewinn zum 31. März 2011 beschlossen.

Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Personen und Unternehmen

Im Zusammenhang mit diversen Projekten sind im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres Honorare für Beratungsleistungen der AIC Androsch International Management Consulting GmbH in Höhe von TEUR 90 sowie der Rechtsanwälte Riedl & Ringhofer in Höhe von TEUR 4 angefallen.

Leoben-Hinterberg, am 20. Juli 2011

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Mag. Thomas Obendrauf e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

Konzernzwischenlagebericht

Geschäftsverlauf und Lage

Grundsätzlich unterliegt das Gesamtgeschäft der AT&S wegen des hohen Umsatzanteils des Bereiches Mobile Devices einer Saisonalität. In der Regel sind das erste und vierte Quartal durch eine niedrigere Auslastung und das zweite und dritte Quartal des Geschäftsjahres durch eine sehr gute Auslastung gekennzeichnet. Im laufenden Geschäftsjahr zeigt sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ein leichter Erlösrückgang, der vor allem auf verzögerte Projektstarts im Bereich Mobile Devices und eine damit einhergehende Unterauslastung des Werkes in Shanghai zurückzuführen ist. Für die kommenden Quartale gehen wir aber wieder von einer wesentlich besseren Auslastung aus.

Der Großteil der Umsätze wurde mit EUR 56 Mio. weiterhin im Bereich Mobile Devices erzielt. Aufgrund der im abgelaufenen Quartal etwas geringeren Auslastung verringerte sich der Anteil dieses Segments im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres von 59 % auf 51 % der Gesamtumsätze. Im Bereich Automotive konnte im ersten Quartal insbesondere gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum ein deutlich höherer Umsatz realisiert werden, sodass sich der Anteil am Gesamtumsatz von 12 % auf 19 % erhöhte. Im Bereich Industrial konnte der Umsatz ebenfalls leicht gesteigert werden, der Anteil am Gesamtumsatz stieg von 28 % auf 30 %.

Hinsichtlich der Zielmärkte ist nach wie vor ein genereller Trend der Industrieverlagerung nach Asien erkennbar. Hauptsächlich aufgrund der starken Entwicklung der Umsätze im Bereich Automotive stieg der Anteil der Umsätze mit europäischen Kunden von 48 % im Vergleichszeitraum auf 56 % im aktuellen Quartal an.

Der Trend zur Produktion von kleineren Serien und Spezialaufträgen wirkt sich in den beiden österreichischen Werken an den Standorten Leoben-Hinterberg und Fehring durch höhere Preise positiv aus. Diese Umsatzentwicklung bei einer deutlich reduzierten Kostenbasis bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine signifikante Steigerung des Bruttogewinnes an beiden Standorten.

Das Werk in Shanghai, China konnte im ersten Quartal keine Vollauslastung erreichen. Vor allem Projektverzögerungen, die auch auf die Krise in Japan und dadurch verzögerte Bestellungen unserer Kunden zurückzuführen sind, waren für diese Situation verantwortlich. Für die nächsten Quartale sind wir dennoch zuversichtlich und gehen davon aus, dass sich die Bedarfe unserer Kunden bereits im zweiten Quartal erhöhen. Der Ausbau des Werkes in Shanghai sollte im laufenden Geschäftsjahr weitestgehend abgeschlossen werden, die offizielle Grundsteinlegung in Chongqing (China) hat bereits am 16. Juni 2011 stattgefunden.

Die Anpassungen in der Verwaltungsstruktur, insbesondere mit der Verlagerung des Headquarters von Wien nach Leoben-Hinterberg sind nun abgeschlossen, die dadurch nötigen personellen Änderungen durchgeführt.

Wesentliche Risiken, Ungewissheiten und Chancen

Im Verlauf des ersten Quartals des aktuellen Geschäftsjahres 2011/12 sind grundsätzlich keine nennenswerten Änderungen zu den im Konzernabschluss 2010/11 ausführlich im Konzernanhang unter "II. Risikobericht" beschriebenen Risikokategorien aufgetreten. Die Unsicherheiten im Bankensektor haben sich aktuell nicht verstärkt, die Situation am Kreditmarkt hat sich soweit stabilisiert. Das Zinsänderungsrisiko für die AT&S ist durch den hohen Anteil fix verzinster Finanzverbindlichkeiten relativ gering und besteht vorwiegend bei kurzfristigen Finanzierungen.

Zur Reduktion des Liquiditätsrisikos wurden bereits in den vorangegangenen Geschäftsjahren langfristige Finanzierungen aufgenommen. Zusätzlich bestehen ausreichend kurzfristige Kreditrahmen, um das wachstumsbedingt gestiegene Working Capital abzudecken. Darüber hinaus hat der Vorstand weiterhin die Möglichkeit, aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung am 7. Juli 2010, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu 12.950.000 neue Aktien aus genehmigtem Kapital zu emittieren, Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 100.000 auszugeben und die eigenen Anteile zu veräußern.

Auch im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres konnte trotz des leicht rückläufigen Umsatzes ein deutlich positiver operativer Cashflow erwirtschaftet werden. Auf Basis des weiterhin erwarteten positiven Nettomittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit und der umfassenden Finanzierungsmöglichkeiten steht ausreichend Liquidität zu Verfügung, um die geplanten und weitere Investitionsvorhaben zu realisieren.

Hinsichtlich der Verwendung von Finanzinstrumenten wird ebenfalls auf den detaillierten Risikobericht im Konzernanhang verwiesen. Betreffend Währungsrisiken konnten bei Konzernbetrachtung die Auswirkungen auf das operative Ergebnis dadurch weiter reduziert werden, dass neben der Abhängigkeit des Umsatzes vom US-Dollar auch die Produktionskapazitäten zum Großteil im erweiterten US-Dollar-Raum abgerufen werden. Neben den verbleibenden Auswirkungen zeigen sich Wechselkursänderungen der funktionalen Währungen gegenüber der Berichtswährung Euro vor allem ergebnisneutral im Eigenkapital. Der Nettoverschuldungsgrad hat sich im Laufe des ersten Quartals im aktuellen Geschäftsjahr von 85 % auf 95 % erhöht. Dieser Anstieg ist auf die intensive Investitionstätigkeit in diesem Quartal, aber auch auf negative Währungsumrechnungsdifferenzen aus dem Anstieg von EUR gegenüber CNY und HKD und der daraus resultierenden Eigenkapitalschwächung zurückzuführen. Bei anhaltend positiver Ertragssituation und stabilen Wechselkursentwicklungen sind wir zuversichtlich, nach einem kurzfristigen weiteren Anstieg den Zielwert von 80 % mittelfristig wieder erreichen zu können.

Hinsichtlich der Chancen und Risiken aus der Entwicklung von externen Rahmenbedingungen für das gesamte Geschäftsjahr 2011/12 wird weiterhin von einem weltweiten Umsatzanstieg der Leiterplattenindustrie ausgegangen. Im ersten Quartal wurden die externen und internen Wachstumserwartungen bei der AT&S nicht ganz erreicht. Dies ist zum Großteil auf die Projektverzögerungen zurückzuführen. Wir gehen davon aus, diese Projekte in den kommenden Quartalen abwickeln zu können. Die weltwirtschaftliche Lage ist mittelfristig jedoch schwer einschätzbar und weiterhin als fragil zu beurteilen. Wie insbesondere auch die vergangenen Jahre gezeigt haben, sind die makroökonomischen Rahmenbedingungen und Märkte laufend kritisch zu beobachten, um möglichst frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.

Eine besondere Herausforderung für die AT&S stellt die kundenseitige Bedarfsentwicklung dar. Um nachhaltig über ausreichende Kapazitäten zu verfügen, wird derzeit das Werk in Shanghai, China, vollständig ausgebaut. Im ersten Quartal konnte in Shanghai die zwölfte HDI-Produktionslinie in Betrieb genommen werden. Im zweiten Quartal ist die Inbetriebnahme einer weiteren HDI-Produktionslinie (Linie 13) geplant. Des Weiteren wurde mit den Vorbereitungen für den Bau eines neuen HDI-Werkes in Chongqing, China, begonnen. Die jeweilige Ausbaustufe wird sich dabei natürlich am Marktbedarf und an den technologischen Entwicklungen orientieren.

Ausblick

Der zunehmende Einsatz von elektronischen Systemen im alltäglichen Leben, die Erhöhung der Durchdringungsraten von Kommunikationsanwendungen und die zunehmende Funktionalität bei den mobilen Endgeräten werden zu einer starken Nachfrage nach hochwertigen Leiterplatten führen. Aufgrund der Konzentration der AT&S auf diesen hochwertigen Bereich erwartet das Management, dass die AT&S überdurchschnittlich von diesen Entwicklungen profitieren wird.

Unter der Voraussetzung stabiler Wechselkurse gehen wir deshalb weiterhin von einem Geschäftsjahresumsatz in Höhe von EUR 535 bis 550 Mio. aus.

Um das erhöhte Wachstum in den Geschäftsfeldern der AT&S ausreichend bedienen zu können, werden die Produktionskapazitäten im Konzern verstärkt ausgebaut. Aus derzeitiger Sicht werden je nach Bau- bzw. Installationsfortschritt für das gesamte Geschäftsjahr 2011/12 Investitionsausgaben von rund EUR 130 Mio. erwartet. Der Großteil der Investitionen betrifft den Ausbau des Standortes in Shanghai sowie die Errichtung (Gebäude und Infrastruktur) des neuen Standortes in Chongqing, beide in China.

Eine im Vergleich zum ersten Quartal höhere Auslastung und die daraus resultierende bessere Ausnutzung der Produktionskapazitäten wird sich auch positiv auf das erwartete Betriebsergebnis auswirken, und so erwartet das Management für das Geschäftsjahr 2011/12 eine EBIT-Marge von über 9 %.

Leoben-Hinterberg, am 20. Juli 2011

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Mag. Thomas Obendrauf, e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

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Investor Relations Mag. Martin Theyer Tel.: +43 (0)3842/200-5909 E-Mail: [email protected]

Redaktion

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