Quarterly Report • Mar 1, 2010
Quarterly Report
Open in ViewerOpens in native device viewer
| IFRS | ||||
|---|---|---|---|---|
| Q1–3 2009/10 | Q1–3 2009/10 | Q1–3 2008/09 | Q1–3 2007/08 | |
| (Wenn nicht anders erwähnt, alle Finanzzahlen in EUR 1.000) | vor Einmaleffekten1) | nach Einmaleffekten1) | ||
| Konzern-Gewinn- und VerlustRechnung | ||||
| Gesamterlöse | 272.523 | 351.359 | 368.332 | |
| davon in Asien produziert | 68,2 % | 59,7 % | 53,0 % | |
| davon in Europa produziert | 31,8 % | 40,3 % | 47,0 % | |
| EBITDA | 36.831 | 18.751 | 43.874 | 60.070 |
| EBITDA-Marge | 13,5 % | 6,9 % | 12,5 % | 16,3 % |
| EBIT | 4.771 | (31.762) | 2.333 | 33.818 |
| EBIT-Marge | 1,8 % | (11,7 %) | 0,7 % | 9,2 % |
| Konzernergebnis | (3.825) | (40.358) | (4.866) | 33.290 |
| Anteiliges Konzernergebnis der Aktionäre der Gesellschaft | (3.480) | (40.013) | (4.653) | 34.168 |
| Cash Earnings | 28.580 | 10.500 | 36.888 | 60.420 |
| Konzernbilanz (zum 31. DEZEMBER ) Bilanzsumme |
464.317 | 545.697 | 513.681 | |
| Eigenkapital | 189.284 | 241.228 | 231.526 | |
| Den Aktionären der Gesellschaft zurechenbares Eigenkapital | 188.794 | 240.714 | 230.998 | |
| Nettoverschuldung2) | 158.851 | 180.049 | 143.377 | |
| Verschuldungsgrad2) | 83,9 % | 74,6 % | 61,9 % | |
| Nettoumlaufvermögen | 78.474 | 109.391 | 82.657 | |
| Nettoumlaufvermögen/Gesamterlöse | 21,6 % | 23,4 % | 16,8 % | |
| Eigenmittelquote | 40,8 % | 44,2 % | 45,1 % | |
| Konzern-Geldflussrechnung | ||||
| Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit (OCF) | 30.387 | 19.161 | 41.843 | |
| Netto-Investitionen (Net CAPEX) – Q1–3 | 12.387 | 47.084 | 83.283 | |
| Netto-Investitionen (Net CAPEX) – Q3 | 1.897 | 17.624 | 23.466 | |
| Allgemeine Informationen | ||||
| Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter), Ultimo | 5.805 | 6.295 | 6.535 | |
| Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter), Durchschnitt | 5.560 | 6.485 | 6.213 | |
| Ak tienkennzahlen |
||||
| Gewinn/Aktie (EUR) – unverwässert | (0,15) | (1,72) | (0,20) | 1,46 |
| Cash Earnings/Aktie (EUR) | 1,23 | 0,45 | 1,58 | 2,58 |
| Marktkapitalisierung, Ultimo3) | 147.865 | 76.965 | 374.248 | |
| Marktkapitalisierung/Eigenkapital | 78,1 % | 31,9 % | 161,6 % | |
| Anzahl der Aktien, gewichteter Durchschnitt (Stück) – | ||||
| unverwässerter Wert | 23.322.588 | 23.322.588 | 23.405.141 | |
| Finanzkennzahlen | ||||
| Eigenkapitalrendite (ROE)4) | (2,3 %) | (18,8 %) | 0,9 % | 19,8 % |
| Umsatzrentabilität (ROS) | (1,4 %) | (14,8 %) | (1,4 %) | 9,0 % |
| ROCE5) | 1,0 % | (8,5 %) | 1,5 % | 11,9 % |
1) Die Einmaleffekte umfassen insbesondere die Restrukturierung des Standorts Leoben-Hinterberg.
2) Die Berechnung der Nettoverschuldung wurde vereinfacht, um sie für Investoren und Analysten transparenter zu gestalten.
Berechnung: finanzielle Verbindlichkeiten – Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – finanzielle Vermögenswerte
3) Berechnet: Schlusskurs x Anzahl der Aktien in Umlauf (gewichteter Durchschnitt); Wert für Q3 2007/08 basiert auf dem Schlusskurs an der Frankfurter Wertpapierbörse. 4) Berechnet auf Basis des durchschnittlichen Eigenkapitals; Ergebnis bis auf nicht wiederkehrende Posten annualisiert
5) Berechnet auf Basis des durchschnittlichen Eigenkapitals und der durchschnittlichen Nettoverschuldung; Ergebnis bis auf nicht wiederkehrende Posten annualisiert
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
im 3. Quartal 2009/10 arbeiteten alle Werke mit guter Auslastung. So war es möglich, wieder einen Quartalsumsatz von über EUR 100 Mio. zu erzielen. Durch die Restrukturierung des Werks Leoben-Hinterberg und weitere Kostensenkungsprogramme wurde die Kostenbasis der AT&S Gruppe deutlich verringert. Der Erfolg dieser Maßnahmen wird mit einer EBIT-Marge von 13,4 % eindrucksvoll untermauert. Dieses Quartal zählt somit zu den profitabelsten seit dem Rekordjahr 2000/01. Darüber hinaus konnte das signifikant negative ordentliche Betriebsergebnis des 1. Quartals ausgeglichen werden, sodass dieser Wert nach 9 Monaten nun mit EUR 4,8 Mio. positiv zu Buche steht.
In den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahrs entstanden durch Restrukturierungsmaßnahmen Einmalaufwendungen in Höhe von EUR 36,5 Mio.
Unsere ordentlichen Ergebnisse für die ersten drei Quartale 2009/10, also ohne Einmaleffekte, stellen sich wie folgt dar:
das entspricht einer EBIT-Marge von 1,8 % - EBITDA: EUR 36,8 Mio., was einer EBITDA-Marge von 13,5 % entspricht
Die Fristigkeiten der Finanzverbindlichkeiten in Höhe von EUR 184,7 Mio. weisen folgende Struktur auf:
< 1 Jahr: EUR 75,9 Mio., davon entfallen auf Exportkredite EUR 36 Mio. 1–2 Jahre: EUR 15,7 Mio. 2–3 Jahre: EUR 5,2 Mio. 3–4 Jahre: EUR 85,3 Mio. 4–5 Jahre: EUR 2,6 Mio.
Mit 31. Dezember 2009 verfügte AT&S über ausreichend freie vertraglich zugesagte Kreditlinien.
Die Nettoverschuldung konnte im abgelaufenen Quartal um EUR 6,7 Mio. und in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres um EUR 15,5 Mio. auf EUR 158,9 Mio. reduziert werden. Im ersten Halbjahr sank das Eigenkapital insbesondere durch Währungseffekte, die sich mit EUR -25,1 Mio. niederschlugen, und das negative Konzernergebnis des ersten Quartals von EUR 252,7 Mio. per 31. März 2009 auf EUR 173,5 Mio. per Ende September 2009. Dadurch erreichte der Verschuldungsgrad per 30. September 2009 95,4 %. Im abgelaufenen Quartal jedoch stieg das Eigenkapital durch das starke Konzernergebnis und aufgrund von Währungseffekten wieder auf EUR 189,3 Mio. Dadurch sank der Verschuldungsgrad im letzten Quartal auf 83,9 %.
Die Strategie der AT&S Gruppe ist auf kontinuierliches Wachstum ausgerichtet. Dabei streben wir eine klare Führerschaft in unseren Zielmärkten an. Durch die Verbreiterung der Kernkompetenzen sollen darüber hinaus zusätzliche Marktpotenziale eröffnet werden.
Für die Geschäftsbereiche der AT&S bedeutet das im Detail:
AT&S vereint Kompetenzen sowohl im Bereich der HDI-Leiterplatten als auch in der Fertigung für die Automobilbranche. Daher ist es unser logisches Ziel, an der wachsenden Nachfrage nach HDI-Leiterplatten zu partizipieren. Spezialtechnologien wie etwa im Bereich Wärmemanagement sollen weiter forciert werden. Zusätzliches Wachstum in Europa soll auch durch intensivere Vertriebsaktivitäten in Frankreich, UK und Italien sowie durch Ausnutzen der Schwächen der alteingesessenen Mitbewerber generiert werden. Darüber hinaus gilt es, das heute primär europäische Geschäft auf ein globales Niveau zu heben.
Im klassischen Industrial-Geschäft soll die Kundenbasis optimiert sowie die Umsätze und Marktanteile mit US-Kunden gesteigert werden. Im Computing-Geschäft wird sich AT&S zwar auf HDI-Leiterplatten konzentrieren, aber den Kunden im Sinne eines Universalanbieters auch durchkontaktierte Leiterplatten selektiv anbieten. Das Industriecomputer-Geschäft soll weiter ausgebaut werden. Im Medical-Bereich fokussiert AT&S stark auf die Segmente Diagnose sowie bildgebende Verfahren und wird sich auch auf Pilotprojekte im Therapiebereich konzentrieren.
In diesem Geschäftsbereich konzentrieren wir uns konsequent auf das High-End-Segment und positionieren uns für diese Kunden als Leiterplatten-Universalanbieter. Neben Mobiltelefonen umfasst Mobile Devices auch einen steigenden Markt an weiteren Anwendungen wie etwa Spielkonsolen, Digitalkameras und tragbare Music Player. AT&S soll vom Wachstum dieses Bereichs profitieren. Um unsere Marktposition weiter zu stärken, gilt es neue Technologien wie etwa die Integration von Bauteilen in das Innere der Leiterplatte zu forcieren.
AT&S erkannte, dass die vorhandenen Kernkompetenzen auch auf dem sich rapide entwickelnden Photovoltaik-Markt angewendet werden können. Im Rahmen einer Technologiekooperation arbeiten AT&S und Solland Solar seit Sommer 2008 intensiv an der Entwicklung eines neuen Konzepts für die Verarbeitung von innovativen Solarzellen in Photovoltaik-Modulen. Mit dem Aufbau einer Prototypenlinie für Photovoltaik-Module mit Rückseitenkontaktzellen wird nun ein weiterer großer Projektmeilenstein auf dem Weg zur kommerziellen Verfügbarkeit dieser Module im Laufe des Jahres 2010 realisiert. Ziele sind eine weitere Optimierung des Produktionsprozesses und die Zertifizierung nach IEC 61215 und IEC 61730. Parallel werden ausgewählte Referenzprojekte umgesetzt, um die Wirtschaftlichkeit und Vorteile der neuen Technologie im täglichen Betrieb hervorheben zu können.
Mit gezielten Gesundheits- und Bildungsprojekten will AT&S einen positiven Beitrag zum Wohl der Menschen im Einzugsgebiet der weltweiten Werke leisten. Dieses Jahr unterstützte das Unternehmen das in Europa einzigartige Down-Syndrom Kompetenzzentrum in Leoben-Hinterberg. Das Institut hat sich insbesondere auf die individuelle Diagnose und Förderung von Menschen mit dieser Chromosomenbesonderheit spezialisiert. Um die Fördermöglichkeiten und Erkenntnisse der modernen Hirnforschung den Eltern der betroffenen Kinder und Jugendlichen als deren primäre Bezugspersonen bestmöglich weitergeben zu können, entstand die Notwendigkeit eines Multimedia-Raumes, den AT&S mit ihrer Spende ermöglichte.
Wir erwarten für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von rund EUR 360 Mio. Das EBIT exklusive Einmaleffekte wird klar positiv sein, und die Investitionen (CAPEX) werden rund EUR 25 Mio. ausmachen. Für eine Guidance für das Geschäftsjahr 2010/11 ist es derzeit noch zu früh, denn der Budgetierungsprozess ist noch im Laufen. Hinsichtlich der Investitionen kann man aber schon sagen, dass diese anhand von zwei Szenarien zu prognostizieren sind:
Erfährt die Gesamtwirtschaft einen neuerlichen Abschwung, wird sich AT&S auf die Generierung eines positiven Free Cash-Flows konzentrieren. Es ist in diesem Fall von Instandhaltungsinvestitionen von rund EUR 15 Mio. und Investitionen in neue Technologien von rund EUR 10 Mio. auszugehen. Das entspricht einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund EUR 25 Mio.
Entwickelt sich die Gesamtwirtschaft positiv und setzt sich der Trend hin zu höher technologischen Leiterplatten fort, so wird das Unternehmen weiteres Wachstum anstreben. In diesem Fall ist neben den Instandhaltungsinvestitionen von rund EUR 15 Mio. und Investitionen in neue Technologien von rund EUR 10 Mio. auch von Investitionen zur Anpassung des Standorts Shanghai an die höheren technologischen Anforderungen in Höhe von bis zu EUR 40 Mio. und Investitionen für den Ausbau des zweiten Werks in Nanjangud von rund EUR 15 Mio. auszugehen. Das entspricht einem Gesamtinvestitionsvolumen von bis zu EUR 80 Mio.
Dieser Quartalsbericht ist die letzte Finanzpublikation in der Amtsperiode von Dr. Harald Sommerer. Seit September 1997 verantwortet er als Vorstandsmitglied unter anderem den Börsegang der AT&S und die Internationalisierung der Unternehmensgruppe erheblich mit. Mit Ende Jänner 2010 scheidet Dr. Sommerer aus dem Vorstand aus. Seine Vorstandskollegen bedanken sich an dieser Stelle für die hervorragende Zusammenarbeit.
Mit DI (FH) Andreas Gerstenmayer als neuem Vorstandsvorsitzenden wird das schlagkräftige Vorstandsteam die erfolgreiche Entwicklung der AT&S weiter vorantreiben.
Vorstandsvorsitzender Vorstand Vorstand
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Harald Sommerer Dkfm. Steen E. Hansen Ing. Heinz Moitzi
Dr. Harald Sommerer, Vorstandsvorsitzender der AT&S, hat sich entschlossen, sein mit 30. Juni 2010 auslaufendes Vorstandsmandat nicht zu verlängern. In der Aufsichtsratssitzung vom 16. Dezember 2009 wurde DI (FH) Andreas Gerstenmayer mit 1. Februar 2010 für die Dauer von drei Jahren zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Dr. Sommerer verlässt den Vorstand der AT&S mit 31. Jänner 2010.
DI (FH) Andreas Gerstenmayer, deutscher Staatsbürger und geboren am 18. Februar 1965, ist Absolvent der Studienrichtung Produktionstechnik an der Fachhochschule Rosenheim. Er trat im Jahr 1990 in den Siemens-Konzern in Deutschland ein. Dort war er bis 1997 im Geschäftsgebiet Beleuchtungstechnik tätig. Danach wechselte er als Produktions-, Einkaufsund Logistikleiter in den Geschäftszweig Fahrwerke in Graz. Im Jahr 2000 agierte Herr DI (FH) Gerstenmayer als Gesamtprojektleiter internationaler Restrukturierungsprogramme des Bereichs Transportation Systems in Erlangen. 2003 erfolgte seine Bestellung als Geschäftsführer der Siemens Transportation Systems GmbH Österreich & CEO der Business Unit Fahrwerke Graz (World Headquarters). Seit 1. Jänner 2009 ist Herr DI (FH) Gerstenmayer Gesellschafter der FOCUSON Business Consulting GmbH. Mit Übernahme der Position des Vorstandsvorsitzenden der AT&S wird er sich aus dem operativen Consulting-Geschäft zurückziehen, bleibt aber Gesellschafter.
Dr. Erich Schwarzbichler, seit 30. September 1995 im Aufsichtsrat der AT&S AG, legte mit der 15. ordentlichen Hauptversammlung am 2. Juli 2009 sein Mandat nieder. Er wollte seine Position – in Hinblick auf das vom Aufsichtsrat festgelegte Unabhängigkeitskriterium, wonach ein Aufsichtsratsmitglied nicht länger als 15 Jahre dem Gremium angehören darf – schon 2009 einem neuen unabhängigen Finanzexperten zur Verfügung stellen. Dr. Schwarzbichler war zuletzt auch Vorsitzender des Prüfungsausschusses.
Mag. Gerhard Pichler, geboren am 30. Mai 1948, wurde von der Hauptversammlung mit 99,996 % Zustimmung (bei 0,004 % Enthaltungen und keiner Gegenstimme) als neues Aufsichtsratsmitglied gewählt. Er ist beeideter Wirtschaftsprüfer und Steuerberater und übt keine Aufsichtsratsfunktion in anderen börsenotierten Unternehmen aus. Mag. Pichler erklärte sich gemäß C-Regel 53 des Österreichischen Corporate Governance Kodex unabhängig. Der Aufsichtsrat der AT&S wählte ihn in weiterer Folge zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses.
In den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres gab es keine Veränderungen der Aktienbestände unserer Führungspersonen nach § 48d Börsegesetz. Der Bestand an von den Vorständen gehaltenen Aktienoptionen stellt sich wie folgt dar (Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine Aktienoptionen):
Mit Ausscheiden von Dr. Sommerer aus der AT&S per 31. Jänner 2010 können alle ihm zu diesem Zeitpunkt zugeteilten Aktienoptionen innerhalb eines Jahres ausgeübt werden. Danach verfallen sie ersatzlos und endgültig.
| Zugeteilte Optionen am 1. April | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | Summe | |
| Harald Sommerer | 40.000 | 40.000 | 40.000 | 40.000 | 40.000 | 200.000 |
| Steen E. Hansen | 30.000 | 30.000 | 30.000 | 30.000 | 30.000 | 150.000 |
| Heinz Moitzi | 30.000 | 30.000 | 30.000 | 30.000 | 30.000 | 150.000 |
| Ausübungspreis | 15,46 | 17,99 | 22,57 | 15,67 | 3,86 |
Aktionärsstruktur
Am 26. November 2009 fand der alljährliche Capital Markets Day statt. Dabei stand am Beginn ein Rückblick auf die Entwicklungen der letzten 12 Monate. Zentrale Themen waren zudem die erwarteten Entwicklungen auf dem Leiterplattenmarkt, die Strategie der AT&S Gruppe sowie die Strategien für die einzelnen Geschäftsbereiche. Spezielles Interesse fand die Erläuterung der Finanzzahlen und des an diesem Tag veröffentlichten Ausblicks auf das laufende und das folgende Gesamtgeschäftsjahr. Die Veranstaltung wurde von einem Überblick über die neuesten technologischen Errungenschaften und Projekte, welche die Position der AT&S als technologisch führendes Unternehmen seiner Branche weiter festigen sollen, abgerundet.
Im 3. Geschäftsquartal stieg das Investoreninteresse an AT&S deutlich. So nahm das Management der AT&S etwa an der Investor Conference der Erste Group in Stegersbach teil. Bei zwei Reisen nach Zürich und Paris wurde einer Reihe hochkarätiger Investoren die Strategie und das Geschäftsmodell der AT&S vorgestellt. Im Zuge einer vom Börse-Express veranstalteten Roadshow in Graz konnte sich das Unternehmen zudem rund 100 Anlageberatern präsentieren.
Die Aktie eröffnete das Quartal bei einem Kurs von EUR 6,95. Nach dem rasanten Anstieg des Aktienkurses im 2. Quartal (Eröffnungskurs: 3,67; Schlusskurs: EUR 6,69) verlor er im Oktober gegenüber dem ATX Prime an Boden. In den ersten Novemberwochen war eine weitestgehend parallele Kursentwicklung zu verzeichnen. Die im Zuge des Capital Markets Day am 26. November 2009 verlautbarten Informationen verliehen dem Aktienkurs jedoch Ende November neuen Schwung, sodass sich die AT&S Aktie ab diesem Zeitpunkt besser entwickelte als der Index. Im Zeitraum 1. Oktober bis 31. Dezember 2009 sanken der ATX Prime und die AT&S Aktie um 4 % bzw. 5 %.
| 31. Dezember 2009 | 31. Dezember 2008 | |
|---|---|---|
| Gewinn/Aktie | -1,72 | -0,20 |
| Höchstkurs | 7,40 | 13,56 |
| Tiefstkurs | 2,99 | 2,90 |
| Ultimokurs | 6,34 | 3,30 |
| Wiener Börse | |
|---|---|
| WP-Kennnummer | 969985 |
| ISIN-Code | AT0000969985 |
| Kürzel | ATS |
| Reuters RIC | ATSV.VI |
| Bloomberg | ATS AV |
| Indizes | ATX Prime, WBI |
Jahresergebnis 2009/10 11. Mai 2010 16. ordentliche Hauptversammlung 7. Juli 2010
Kontakt Investor Relations
Mag. Hans Lang Tel.: +43 1 68 300-9259 E-Mail: [email protected]
| 1. Oktober bis 31. Dezember | 1. April bis 31. Dezember | |||
|---|---|---|---|---|
| (in € 1.000) | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 |
| Umsatzerlöse | 101.236 | 117.134 | 272.523 | 351.359 |
| Herstellungskosten | (80.467) | (97.097) | (240.492) | (292.201) |
| Bruttogewinn | 20.769 | 20.037 | 32.031 | 59.158 |
| Vertriebskosten | (4.667) | (5.792) | (13.837) | (17.341) |
| Allgemeine Verwaltungskosten | (3.984) | (4.704) | (13.417) | (15.853) |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 1.417 | (2.017) | (6) | 2.130 |
| Nicht wiederkehrende Posten | – | (25.761) | (36.533) | (25.761) |
| Betriebsergebnis | 13.535 | (18.237) | (31.762) | 2.333 |
| Finanzierungserträge | 1.281 | 502 | 4.485 | 8.018 |
| Finanzierungsaufwendungen | (2.150) | (3.223) | (11.130) | (10.999) |
| Finanzergebnis | (869) | (2.721) | (6.645) | (2.981) |
| Ergebnis vor Steuern | 12.666 | (20.958) | (38.407) | (648) |
| Ertragsteuern | (3.102) | (2.503) | (1.951) | (4.218) |
| Konzernergebnis | 9.564 | (23.461) | (40.358) | (4.866) |
| davon den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnen | 9.673 | (23.277) | (40.013) | (4.653) |
| davon den Minderheitenanteilen zuzurechnen | (109) | (184) | (345) | (213) |
| Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des | ||||
| Mutterunternehmens zusteht (in EUR je Aktie): | ||||
| - unverwässert | 0,41 | (1,00) | (1,72) | (0,20) |
| - verwässert | 0,41 | (1,00) | (1,71) | (0,20) |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf | ||||
| befindlichen Aktien – unverwässerter Wert (in tausend Stück) | 23.323 | 23.323 | 23.323 | 23.323 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf | ||||
| befindlichen Aktien – verwässerter Wert (in tausend Stück) | 23.375 | 23.323 | 23.375 | 23.323 |
| 1. Oktober bis 31. Dezember | 1. April bis 31. Dezember | |||
|---|---|---|---|---|
| (in € 1.000) | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 |
| Konzernergebnis | 9.564 | (23.461) | (40.358) | (4.866) |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 6.212 | 4.786 | (18.853) | 27.909 |
| Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von | ||||
| zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, nach Steuern | 4 | – | 19 | – |
| Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten aus | ||||
| der Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern | (9) | – | (55) | – |
| Sonstiges Ergebnis | 6.207 | 4.786 | (18.889) | 27.909 |
| Gesamtkonzernergebnis | 15.771 | (18.675) | (59.247) | 23.043 |
| davon den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnen | 15.880 | (18.492) | (58.902) | 23.248 |
| davon den Minderheitenanteilen zuzurechnen | (109) | (183) | (345) | (205) |
| 31. Dezember | 31. März | |
|---|---|---|
| (in € 1.000) | 2009 | 2009 |
| VERM ÖGENSWERTE |
||
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Sachanlagen | 287.272 | 349.853 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.080 | 2.238 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 121 | 122 |
| Übergedeckte Pensionsansprüche | 731 | 46 |
| Aktive latente Steuern | 11.067 | 9.962 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 3.221 | 3.066 |
| 304.492 | 365.287 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 41.327 | 46.998 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 89.962 | 101.013 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 15.302 | 14.013 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 2.151 | 2.151 |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 609 | 322 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 10.474 | 7.031 |
| 159.825 | 171.528 | |
| Summe Vermögenswerte | 464.317 | 536.815 |
| EIGENKAPITAL | ||
| Gezeichnetes Kapital | 45.680 | 45.680 |
| Sonstige Rücklagen | (18.328) | 561 |
| Gewinnrücklagen | 161.442 | 205.999 |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital | 188.794 | 252.240 |
| Minderheitenanteile | 490 | 494 |
| Summe Eigenkapital | 189.284 | 252.734 |
| SCHULDEN | ||
| Langfristige Schulden | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 108.540 | 97.060 |
| Rückstellungen für Personalaufwand | 11.005 | 9.751 |
| Sonstige Rückstellungen | 14.413 | 7.322 |
| Passive latente Steuern | 4.220 | 9.845 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.781 | 2.172 |
| Kurzfristige Schulden | 139.959 | 126.150 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 52.526 | 53.022 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 76.208 | 98.485 |
| Laufende Ertragsteuerschulden | 3.357 | 3.449 |
| Sonstige Rückstellungen | 2.983 | 2.975 |
| 135.074 | 157.931 | |
| Summe Schulden | 275.033 | 284.081 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 464.317 | 536.815 |
| 1. April bis 31. Dezember | ||
|---|---|---|
| (in € 1.000) | 2009 | 2008 |
| Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| Konzernergebnis | (40.358) | (4.866) |
| Überleitungspositionen zum Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit: | ||
| Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen von Anlagevermögen | ||
| und von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 50.513 | 41.540 |
| Veränderung langfristiger Rückstellungen | 7.091 | 7.907 |
| Ertragsteuern | 1.951 | 4.218 |
| Finanzierungsaufwendungen/(-erträge) | 6.645 | 2.981 |
| (Gewinne)/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen | 198 | (102) |
| Auflösung von Investitionszuschüssen | (1.396) | (961) |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert | (1.298) | (1.097) |
| Veränderungen des Working Capital: | ||
| - Vorräte | 4.260 | (4.762) |
| - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 9.267 | (10.867) |
| - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 5.137 | (8.805) |
| - Sonstige Rückstellungen | 13 | (73) |
| Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel | 42.023 | 25.113 |
| gezahlte Zinsen | (2.397) | (4.158) |
| erhaltene Zinsen und Dividendenerträge | 81 | 222 |
| gezahlte Ertragsteuern | (9.320) | (2.016) |
| Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 30.387 | 19.161 |
| Geldfluss aus Investitionstätigkeit | ||
| Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen | ||
| und immateriellen Vermögenswerten | (12.866) | (47.368) |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen | ||
| und immateriellen Vermögenswerten | 480 | 284 |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochtergesellschaften, | ||
| abzüglich dabei veräußerter liquider Mittel | 174 | – |
| Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten | (2.287) | (3) |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten | 2.706 | 2.083 |
| Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit | (11.793) | (45.004) |
| Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten | 39.242 | 121.170 |
| Auszahlungen für die Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten | (50.920) | (88.777) |
| Einzahlungen aus Investitionszuschüssen | 744 | 1.575 |
| Dividendenzahlungen | (4.198) | (7.930) |
| Nettomittelzufluss/(-abfluss) aus Finanzierungstätigkeit | (15.132) | 26.038 |
| Nettozunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 3.462 | 195 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang | 7.031 | 9.364 |
| Währungsgewinne/(-verluste) aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | (19) | 282 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Quartalsende | 10.474 | 9.841 |
| Den Gesellschaftern des M utterunter |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| nehmens | Minder | |||||
| Gezeichnetes | Sonstige | Gewinn | zurechenbares | heiten | Summe | |
| (in € 1.000) | Kapital | Rücklagen | rücklagen | Eigenkapital | anteile | Eigenkapital |
| Stand zum 31. M ärz 2008 |
45.658 | (39.714) | 219.817 | 225.761 | 530 | 226.291 |
| Gesamtergebnis | – | 27.845 | (4.597) | 23.248 | (205) | 23.043 |
| Aktienoptionsprogramme: | ||||||
| - Wert der erbrachten Leistungen | 22 | – | – | 22 | – | 22 |
| Dividendenzahlung für 2007/08 | – | – | (7.930) | (7.930) | – | (7.930) |
| Umgliederung von auf Minderheitenanteile | ||||||
| entfallenden Verlusten | – | – | (372) | (372) | 174 | (198) |
| Stand zum 31. Dezember 2008 | 45.680 | (11.869) | 206.918 | 240.729 | 499 | 241.228 |
| Stand zum 31. M ärz 2009 |
45.680 | 561 | 205.999 | 252.240 | 494 | 252.734 |
| Gesamtergebnis | – | (18.889) | (40.013) | (58.902) | (345) | (59.247) |
| Dividendenzahlung für 2008/09 | – | – | (4.198) | (4.198) | – | (4.198) |
| Umgliederung von auf Minderheitenanteile | ||||||
| entfallenden Verlusten | – | – | (346) | (346) | 346 | – |
| Veränderung Konsolidierungskreis | – | – | – | – | (5) | (5) |
| Stand zum 31. Dezember 2009 | 45.680 | (18.328) | 161.442 | 188.794 | 490 | 189.284 |
| Sonstiges/ | ||||
|---|---|---|---|---|
| (in € 1.000) | Europa | Asien | Konsolidierung | Konzern |
| Außenumsatz | 189.505 | 83.018 | – | 272.523 |
| Innenumsatz | 18 | 102.786 | (102.804) | – |
| Gesamterlöse | 189.523 | 185.804 | (102.804) | 272.523 |
| Nicht wiederkehrende Posten | (36.533) | – | – | (36.533) |
| Betriebsergebnis | (45.663) | 19.479 | (5.578) | (31.762) |
| Finanzergebnis | (6.645) | |||
| Ergebnis vor Steuern | (38.407) | |||
| Ertragsteuern | (1.951) | |||
| Konzernergebnis | (40.358) | |||
| Vermögenswerte | 112.507 | 354.785 | (2.975) | 464.317 |
| Schulden | 71.068 | 39.126 | 164.839 | 275.033 |
| Investitionen | 1.838 | 6.079 | 853 | 8.770 |
| Abschreibungen der Sachanlagen | ||||
| und immateriellen Vermögenswerte | 22.473 | 27.004 | 1.036 | 50.513 |
| Sonstiges/ | ||||
|---|---|---|---|---|
| (in € 1.000) | Europa | Asien | Konsolidierung | Konzern |
| Außenumsatz | 263.022 | 88.337 | – | 351.359 |
| Innenumsatz | – | 121.503 | (121.503) | – |
| Gesamterlöse | 263.022 | 209.840 | (121.503) | 351.359 |
| Nicht wiederkehrende Posten | (20.195) | (5.566) | – | (25.761) |
| Betriebsergebnis | (22.777) | 36.419 | (11.309) | 2.333 |
| Finanzergebnis | (2.981) | |||
| Ergebnis vor Steuern | (648) | |||
| Ertragsteuern | (4.218) | |||
| Konzernergebnis | (4.866) | |||
| Vermögenswerte | 152.304 | 386.286 | 7.107 | 545.697 |
| Schulden | 62.383 | 43.396 | 198.690 | 304.469 |
| Investitionen | 7.193 | 33.270 | 738 | 41.201 |
| Abschreibungen der Sachanlagen | ||||
| und immateriellen Vermögenswerte | 11.375 | 29.351 | 814 | 41.540 |
| 1. April bis 31. Dezember | ||||
|---|---|---|---|---|
| (in € 1.000) | 2009 | 2008 | ||
| Mobile Devices | 159.961 | 226.415 | ||
| Industrial | 79.867 | 78.680 | ||
| Automotive | 29.507 | 35.040 | ||
| Übrige | 3.187 | 11.224 | ||
| 272.523 | 351.359 | |||
Die Umsatzerlöse nach Branchen stellen sich wie folgt dar: Die Umsatzerlöse nach Ländern stellen sich wie folgt dar:
| 1. April bis 31. Dezember | ||||
|---|---|---|---|---|
| (in € 1.000) | 2009 | 2008 | ||
| Österreich | 12.482 | 15.449 | ||
| Deutschland | 61.542 | 79.884 | ||
| Ungarn | 28.380 | 40.982 | ||
| Sonstiges Europa | 19.792 | 23.523 | ||
| Asien | 100.708 | 133.173 | ||
| Kanada, USA | 46.674 | 53.142 | ||
| Übrige | 2.946 | 5.206 | ||
| 272.523 | 351.359 |
Der Zwischenbericht zum 31. Dezember 2009 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS), unter Berücksichtigung des IAS 34, und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.
Der Konzernzwischenabschluss beinhaltet nicht alle im Jahreskonzernabschluss enthaltene Informationen und sollte gemeinsam mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2009 gelesen werden.
Gegenüber dem Geschäftsjahr endend zum 31. März 2009 sind keine Unterschiede der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegeben. Die Abschlussdarstellung wurde gemäß den ab dem Geschäftsjahr 2009/10 für den Konzern anzuwendenden geänderten Regelungen des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IFRS 8 "Geschäftssegmente" angepasst. Im Wesentlichen werden dementsprechend die Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die bisher in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals aufgegliedert wurden, nunmehr in der zusätzlichen Konzern-Gesamtergebnisrechnung dargestellt. Die Segmentberichterstattung widerspiegelt die interne Berichterstattung nach regionalen Produktionsstandorten in Europa und Asien und entspricht somit dem bisherigen primären Segmentberichtsformat.
Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Dezember 2009 ist ungeprüft, und es wurde auch keine externe prüferische Durchsicht durchgeführt.
Mit Kaufvertrag vom 20. April 2009 wurden die AT&S ECAD Technologies Private Limited, Indien und deren Tochtergesellschaft AT&S ECAD Technologies Inc., USA veräußert und mit Übergang der Beherrschung auf den Erwerber per Anfang Juni 2009 endkonsolidiert. Der Verkauf und die Konsolidierungskreisänderung haben nur unwesentliche Auswirkungen auf den Konzern.
Die Umsatzerlöse reduzierten sich in den ersten drei Quartalen dieses Geschäftsjahres gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um EUR 78,8 Mio. auf EUR 272,5 Mio. Diese Abweichung von 22,4 % ist vorwiegend auf geringere Absatzmengen von Leiterplatten zurückzuführen, wobei auch im Servicegeschäft (Bestückung, Trading, Design) die Umsätze deutlich zurückgegangen sind. Bei Quartalsbetrachtung konnten die Umsätze im dritten Quartal um 15 % gegenüber dem zweiten Quartal gesteigert werden, nachdem im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal bereits ein Anstieg von 6 % zu verzeichnen war.
In geografischer Hinsicht bzw. Segmentbetrachtung zeigt sich der Produktionsrückgang der ersten drei Quartale im Vorjahresvergleich besonders deutlich in Europa. Im Zuge der Verlagerung der Volumensproduktion von HDI-Leiterplattenmodellen nach China wurden insbesondere die Produktionskapazitäten in Leoben-Hinterberg zunächst im Rahmen eines ersten Restrukturierungsschrittes im dritten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres und dann weiters in einem zweiten Restrukturierungsschritt zum Ende des ersten Quartals des aktuellen Geschäftsjahres angepasst. Der Umsatzanteil der Produktionsstandorte in Asien beträgt für die ersten drei Quartale rund 68 % und für das dritte Quartal bereits 74 % an den Gesamterlösen.
Ausgehend von dem deutlich geringeren Umsatz ist der Bruttogewinn der ersten drei Quartale gegenüber dem Vorjahr um EUR 27,1 Mio. auf EUR 32,0 Mio. zurückgegangen. Die Bruttogewinnmarge hat sich somit gegenüber dem Vorjahr von 16,8 % auf 11,8 % reduziert.
Der Rückgang der Bruttogewinnmarge ist auf die geringere Auslastung der Produktionskapazitäten in den Werken, sowohl in Österreich als auch in Asien, vor allem im ersten Quartal zurückzuführen, woraus eine höhere anteilige Fixkostenbelastung resultierte. Am Standort Leoben-Hinterberg war im ersten Quartal sogar ein deutlich negativer Bruttogewinn zu verzeichnen. Bereits im zweiten Quartal hatte sich durch die Kapazitätsanpassungen die Auslastungssituation deutlich verbessert, und durch den weiteren Umsatzanstieg beträgt die Bruttogewinnmarge im Konzern 20,5 % im dritten Quartal gegenüber 17,1 % im Vorjahresvergleichszeitraum.
Gegen Ende des ersten Quartals des aktuellen Geschäftsjahres wurden umfassende Maßnahmen zur Effizienzsteigerung der österreichischen Werke beschlossen, die im Wesentlichen den Standort Leoben-Hinterberg betreffen. Die Volumensproduktion in Leoben-Hinterberg wurde nun zu Gänze nach Shanghai verlagert und die Produktionskapazitäten entsprechend angepasst. Aufgrund des starken Anstieges von nachhaltigen Aufträgen aus dem europäischen Markt ist die Redimensionierung des Standortes Leoben-Hinterberg geringer ausgefallen als ursprünglich geplant.
Die nicht wiederkehrenden Posten beinhalten ausschließlich Restrukturierungsaufwendungen und umfassen Personalaufwendungen aus einem vereinbarten Sozialplan zur Anpassung der Personalkapazitäten, weiters Wertminderungen von Anlagevermögen für nicht mehr benötigte Maschinen sowie die Rückstellungsdotierung für langfristige vertragliche Immobilienleasingverpflichtungen. Im zweiten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres hat sich der Restrukturierungsaufwand aufgrund der geringeren Personalaufwendungen gemäß dem zum ursprünglichen Plan reduzierten Personalabbau von EUR 38,3 Mio. auf EUR 36,5 Mio. reduziert.
Die nicht wiederkehrenden Posten des Vorjahres betreffen mit EUR 5,6 Mio. die Wertminderung des Firmenwertes der AT&S Korea sowie mit EUR 20,2 Mio. den ersten Restrukturierungsschritt des Standortes Leoben-Hinterberg.
Das Betriebsergebnis für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres ist, ausgehend von dem deutlich geringeren Bruttoergebnis, insbesondere durch nicht wiederkehrenden Posten aus dem ersten Quartal belastet, die auch das Ausmaß der Einmaleffekte des dritten Quartals des Vorjahres übersteigen. Somit reduzierte sich das Betriebsergebnis gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von EUR 2,3 Mio. auf EUR -31,8 Mio. Das bereinigte Betriebsergebnis (vor nicht wiederkehrenden Posten) beträgt EUR 4,8 Mio. gegenüber EUR 28,1 Mio. im Vorjahr.
Die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten liegen aufgrund umsatzbedingter niedrigerer Frachtkosten sowie insbesondere geringerer Personalkosten durch konzernweite Einsparungsmaßnahmen unter dem Vorjahreswert. Das sonstige betriebliche Ergebnis ist vorwiegend durch die Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro und den daraus resultierenden Kursverlusten belastet, während im Vorjahr entsprechende Kursgewinne verbucht wurden.
Bei Betrachtung der Segmentergebnisse zeigt sich im Vorjahresvergleich sowohl in Europa als auch in Asien ein deutlicher Rückgang. Das zur Bemessung der Performance relevante bereinigte Segment-EBIT (Segmentergebnis vor nicht wiederkehrenden Posten) reduzierte sich von EUR -2,6 Mio. auf EUR -9,1 Mio. für Europa und von EUR 42,0 Mio. auf EUR 19,5 Mio. für Asien. Das Segment Europa ist in beiden Jahren zusätzlich durch Restrukturierungsaufwendungen und das Segment Asien im Vorjahr durch die Firmenwertabschreibung belastet.
Die Finanzierungserträge des aktuellen Geschäftsjahres resultieren im Wesentlichen aus der Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag und den damit verbundenen Bewertungserträgen aus Kurssicherungsinstrumenten. Im Vorjahr hatte die Aufwertung der funktionalen Währung Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) zu entsprechenden Bewertungserträgen der Finanzierungen des Werkes in China geführt.
Die Finanzierungsaufwendungen beinhalten neben dem Zinsaufwand Aufwendungen aus Wechselkursdifferenzen. Im aktuellen Geschäftsjahr führte die Abwertung der funktionalen Währung Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) zu entsprechenden Bewertungsaufwendungen der Finanzierungen des Werkes in China. Im Vorjahr hatte die Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro zu Bewertungsaufwendungen aus Kurssicherungsinstrumenten geführt. Die Zinsaufwendungen liegen trotz etwas höherer durchschnittlicher Nettoverschuldung aufgrund des vorteilhaften Zinsniveaus unter dem Vorjahreswert.
Die Veränderung des effektiven Steuersatzes auf Basis des Konzernergebnisses im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultiert grundsätzlich aus den sich ändernden Anteilen der einzelnen Gesellschaften mit abweichenden Steuersätzen und unterschiedlichen steuerlichen Regelungen am Konzernergebnis. Weiters sind die Ertragsteuern wesentlich durch die Bewertung der latenten Steuern beeinflusst. Insbesondere werden für einen Großteil der entstandenen ertragsteuerlichen Verlustvorträge weiterhin keine aktiven latenten Steuern gebildet, da von einer Realisierbarkeit in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist.
Die negative Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen im aktuellen Geschäftsjahr (EUR -18,9 Mio.) ist fast ausschließlich auf die Wechselkursveränderungen der funktionalen Währungen Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) und Hongkong Dollar (HKD) gegenüber der Konzerndarstellungswährung Euro zurückzuführen. Aufgrund der Kursentwicklungen im dritten Quartal hat sich das Ausmaß der negativen Veränderung von ursprünglichen EUR -25,1 Mio. um EUR 6,2 Mio. reduziert.
Die Nettoverschuldung reduzierte sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um EUR 15,5 Mio. auf EUR 158,9 Mio. Durch den auch im Vergleich zur Geschäftsentwicklung besonders deutlich zurückgegangenen Nettobestand des Working Capital wurden insbesondere kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abgebaut. Weiters konnte durch Aufnahme einer weiteren langfristigen Kreditfinanzierung eine Umschichtung vom kurzfristigen in den langfristigen Bereich und somit eine Verbesserung der Finanzierungsstruktur erreicht werden. Der Nettoverschuldungsgrad erhöhte sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag trotz Reduktion der Nettoverschuldung aufgrund des noch stärkeren Eigenkapitalrückganges von 69 % auf 84 %. Im Vergleich zum Ende des vorherigen Quartals im aktuellen Geschäftsjahr konnten die Nettoverschuldung um EUR 6,7 Mio. und der Nettoverschuldungsgrad von 95 % auf 84 % gesenkt werden.
Das Konzerneigenkapital hat sich in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres um EUR 63,5 Mio. reduziert. Das insbesondere durch nicht wiederkehrende Posten belastete Konzernergebnis sowie die Entwicklung der Währungsumrechnungsdifferenzen führten zu einem negativen Gesamtkonzernergebnis von EUR -59,2 Mio. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte sich hingegen das Konzerneigenkapital auf Basis eines positiven Gesamtkonzernergebnisses in Höhe von EUR 23,0 Mio. um EUR 14,9 Mio. erhöht. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hat sich das Konzerneigenkapital entsprechend dem positiven Gesamtkonzernergebnis um EUR 15,8 Mio. erhöht.
In der 14. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2008 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Weiters wurde der Vorstand wieder für die Dauer von fünf Jahren ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eigene Anteile auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen oder als Gegenleistung für Unternehmenserwerbe.
Im Rahmen des Aktienrückkaufprogrammes wurden in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres keine weiteren eigenen Aktien erworben. Zum 31. Dezember 2009 hält der Konzern unverändert zum letzten Bilanzstichtag, unter Berücksichtigung der ausgeübten Aktienoptionen, 2.577.412 eigene Aktien (9,95 % des Grundkapitals) mit einem Kaufpreis von EUR 46,6 Mio.
Der Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit zeigt gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum trotz des schlechteren Konzernergebnisses mit EUR 30,4 Mio. sogar eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 19,2 Mio. Einerseits ist das um EUR 35,5 Mio. geringere Konzernergebnis zu einem großen Teil durch zahlungsunwirksame Aufwendungen belastet. Diese betreffen vor allem Wertminderungen von Anlagevermögen und die Zuführung langfristiger Rückstellungen im Zuge der Restrukturierung. Andererseits konnte das Working Capital im Verlauf der ersten drei Quartale deutlich reduziert werden, während im Vergleichszeitraum des Vorjahres ein Aufbau zu verzeichnen war. Im aktuellen Geschäftsjahr vermehrt zu entrichtende Steuerzahlungen verringerten das Ausmaß der Steigerung des operativen Nettomittelzuflusses.
Der Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit beträgt EUR 11,8 Mio. (Vorjahr: EUR 45,0 Mio.). Die Reduktion ergibt sich vorwiegend aus den im Vergleich zum Vorjahr geringeren Investitionen. Die Auszahlungen für Investitionen belaufen sich im aktuellen Geschäftsjahr auf EUR 12,9 Mio. und betreffen neben Ersatzinvestitionen zu einem großen Anteil die Errichtung einer zweiten Produktionsstätte am Standort in Indien. Im Vorjahr wurde insbesondere in die Erweiterung des Standortes in China investiert.
Der Nettomittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 15,1 Mio. in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres beinhaltet neben der Ausschüttung der Gesellschaft die durch den Liquiditätszufluss mögliche Rückführung von kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Die Aufnahme finanzieller Verbindlichkeiten betrifft vorwiegend die Aufnahme zusätzlicher langfristiger Finanzierungen und Umschichtungen bei den Kreditfinanzierungen.
In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres wurden gemäß Beschluss in der Hauptversammlung vom 2. Juli 2009 eine Dividende von EUR 0,18 pro Aktie und somit TEUR 4.198 aus dem Bilanzgewinn zum 31. März 2009 ausgeschüttet.
Im Zusammenhang mit diversen Projekten sind in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres Honorare für die AIC Androsch International Management Consulting GmbH in Höhe von TEUR 274 angefallen.
Der Aufwand für Fremdfertigungsleistungen, die durch den Minderheitsgesellschaftern der AT&S Korea nahe stehende Unternehmen durchgeführt wurden, beläuft sich für die ersten drei Quartale des laufenden Geschäftsjahres auf TEUR 7.
Leoben-Hinterberg, am 21. Jänner 2010
Der Vorstand
Dr. Harald Sommerer e.h. Dkfm. Steen Ejlskov Hansen e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.
Grundsätzlich unterliegt das Gesamtgeschäft der AT&S wegen des hohen Umsatzanteils des Bereiches Mobile Devices einer Saisonalität. In der Regel sind das erste und vierte Quartal durch eine niedrigere Auslastung und das zweite und dritte Quartal des Geschäftsjahres durch eine sehr gute Auslastung gekennzeichnet. Das laufende Geschäftsjahr ist zusätzlich durch die angespannte weltwirtschaftliche Situation beeinflusst. So war zunächst im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres ein Umsatzrückgang gegenüber dem Vergleichszeitraum des vergangenen Geschäftsjahres von EUR 32,0 Mio. bzw. 27,7 % und auch im Verhältnis zum bereits sehr umsatzschwachen vierten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres ein Rückgang von EUR 15,3 Mio. bzw. 15,5 % zu verzeichnen. Im zweiten Quartal konnte dann trotz des schwierigen Marktumfeldes der Quartalsumsatz gegenüber dem ersten Quartal um 6 % und im dritten Quartal um weitere 15 % gesteigert werden.
Der Großteil der Umsätze wurde mit EUR 160,0 Mio. bzw. einem Umsatzanteil von 59 % weiterhin im Bereich Mobile Devices erzielt. Erwartungsgemäß haben sich entsprechend der Strategie der AT&S, sich auf das unter anderem ertragreichere High-End-Segment zu konzentrieren, speziell bei Kunden mit Fokus auf das Low-Cost-Segment Umsatzrückgänge ergeben. Trotz bereits zu verzeichnenden Marktanteilsgewinnen im Hochtechnologiebereich ist der Umsatzanteil von Mobile Devices im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Im dritten Quartal konnte gegenüber den Vorquartalen jedoch wieder eine deutliche Steigerung erzielt werden. Der Bereich Industrial gewinnt mit einem Umsatzanteil von annähernd 30 % in den ersten drei Quartalen zunehmend an Bedeutung bzw. liegt der Umsatz sogar etwas über dem Vorjahresvergleichswert. Im Bereich Automotive zeigte sich im ersten Halbjahr im Vorjahresvergleich die Krise bei den Autoherstellern. Bereits im zweiten Quartal konnte jedoch mit einem Umsatzanstieg von 17 % gegenüber dem Vorquartal ein Aufwärtstrend festgestellt werden. Im dritten Quartal wurde eine weitere Steigerung von 15% erreicht. Das Geschäft im Servicesegment (Design, Bestückung und Trading) ist aufgrund der Beendigung einiger Aktivitäten in diesem Bereich stark zurückgegangen.
Hinsichtlich der Zielmärkte ist zwar langfristig der Trend der Industrieverlagerung nach Asien erkennbar. Durch Änderungen in der Kundenstruktur haben aber im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres vor allem Umsatzerlöse an Produzenten in Kanada und den USA deutlich an Bedeutung gewonnen. So liegt diesbezüglicher Umsatzanteil im dritten Quartal bei 22 %, während der Anteil nach Asien auf 32 % zurückgegangen ist. Die Umsätze mit europäische Kunden konnten trotz Wirtschaftskrise durch Marktanteilsgewinne gegenüber dem Vorjahr vergleichsweise stabil gehalten werden.
Entsprechend dem generellen Preisdruck am internationalen Markt bzw. der allgemeinen Verlagerung der Leiterplattenindustrie nach Asien wurden während der letzten Jahre die Produktionskapazitäten der AT&S in Asien ausgebaut und vermehrt Volumensaufträge im Bereich Mobile Devices nach China verlagert. Ein deutlicher Schritt zur Produktionsverlagerung wurde bereits gegen Ende des dritten Quartals im vergangenen Geschäftsjahr gesetzt. Die verschärfte Weltwirtschaftslage und der neuerlich verstärkte Preisdruck führten im Sinne einer nachhaltigen Ertragssicherung zu der Entscheidung, die Volumensproduktion des Standortes Leoben-Hinterberg komplett nach Asien zu verlagern. Im Werk Leoben-Hinterberg werden nunmehr – wie bereits in den beiden anderen österreichischen Standorten Fehring und Klagenfurt – ausschließlich Kleinserien und kurzfristige Spezialaufträge gefertigt.
Anfang Juni wurde daher zunächst beschlossen, im Rahmen eines Restrukturierungsprogrammes die Produktionskapazitäten in Leoben-Hinterberg um annähernd die Hälfte zu reduzieren. Nicht zuletzt aufgrund von Marktbereinigungen zeigte sich in weiterer Folge eine starke Verbesserung der Auftragssituation von europäischen Kunden. Gemäß der verstärkten Nachfrage und der damit erwarteten besseren Werksauslastung wurde der Restrukturierungsplan im September angepasst, wobei seitdem von einer um rund 20 % höheren Auslastung gegenüber dem ursprünglichen Plan ausgegangen wird. Der um rund 100 Mitarbeiter geringere Personalabbau hat im zweiten Quartal zu einer entsprechenden Ergebnisentlastung bei den nicht wiederkehrenden Posten geführt.
Zusätzlich zur Anpassung der Produktionskapazitäten in Leoben-Hinterberg wurden in der gesamten AT&S Gruppe Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung gesetzt. Der gesamte Restrukturierungsaufwand belastet das Betriebsergebnis in den ersten drei Quartalen des aktuellen Geschäftsjahres mit EUR 36,5 Mio. Auf Basis der Maßnahmen und des kontinuierlichen Umsatzanstiegs im Verlauf des Geschäftsjahres konnte das um nicht wiederkehrende Posten bereinigte Betriebsergebnis nach einem negativen Wert von EUR -11,8 Mio. im ersten Quartal auf einen bereits positiven Wert von EUR 3,1 Mio. für das zweite Quartal und nunmehr EUR 13,5 Mio. für das 3. Quartal gesteigert werden. Das aktuelle dritte Quartal zählt somit sogar zu den profitabelsten seit dem Rekordjahr 2000/01. Für die ersten drei Quartale des aktuellen Geschäftsjahres ist das bereinigte Betriebsergebnis mit EUR 4,8 Mio. bereits positiv.
Hinsichtlich der Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Personen und Unternehmen wird auf die erläuternden Anhangsangaben zum Zwischenbericht unter "Sonstige Angaben" verwiesen.
Im Verlauf der ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2009/10 sind grundsätzlich keine nennenswerten Änderungen der im Konzernabschluss 2008/09 ausführlich im Konzernanhang unter "II. Risikobericht" beschriebenen Risikokategorien aufgetreten. Die Unsicherheiten im Bankensektor bewirken weiterhin einen angespannten Kreditmarkt, wobei hinsichtlich der Auswirkung auf die Finanzierungskosten etwaige zusätzliche Aufschläge der Banken derzeit durch das allgemein niedrige Zinsniveau kompensiert werden. Das Liquiditätsrisiko und auch das Zinsänderungsrisiko für die AT&S wurden durch Ausnutzung einer zusätzlichen langfristigen Kreditzusage in Höhe von EUR 23,6 Mio. weiter reduziert. Darüber hinaus wurde eine Erweiterung von langfristig gesicherten Kreditrahmen um EUR 50 Mio. vorgenommen. Weiters konnte in den ersten drei Quartalen trotz der schlechten Ertragssituation ein deutlich positiver operativer Cashflow erwirtschaftet werden. Zur Absicherung der Währungsrisiken werden für die Nettopositionen in US-Dollar weiterhin Devisentermingeschäfte und Optionen abgeschlossen.
Durch einen positiven Free-Cashflow (Saldo Nettomittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit und Investitionstätigkeit) konnte die Nettoverschuldung gegenüber dem letzten Bilanzstichtag reduziert werden. Das Eigenkapital ist durch das negative Konzernergebnis und die negativen Währungsumrechnungsdifferenzen in noch stärkerem Ausmaß zurückgegangen, woraus zum Quartalsstichtag ein Nettoverschuldungsgrad von 84 % und daher etwas über der Zielmarke von 80 % resultiert. Vorübergehend war vor allem im zweiten Quartal in Anbetracht der Ausnahmesituation eine noch deutlichere Überschreitung gegeben. Bereits zum nächsten Bilanzstichtag sollte der generelle Zielwert von 80 % Nettoverschuldungsgrad wieder unterschritten werden. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Kursentwicklungen der funktionalen Währungen der ausländischen Tochtergesellschaften im Verhältnis zu der Konzernberichtswährung entsprechende Schwankungen im Eigenkapital bewirken.
Hinsichtlich der Chancen und Risiken aus der Entwicklung von externen Rahmenbedingungen für das gesamte Geschäftsjahr 2009/10 ist zunächst von einem weltweiten Umsatzrückgang der Leiterplattenindustrie im Vorjahresvergleich auszugehen. Aufgrund der Strategie der AT&S, sich auf das High-End-Segment zu konzentrieren, sind speziell bei Kunden mit Fokus auf das Low-Cost-Segment erwartungsgemäß Marktanteilsverluste zu verzeichnen. Im Hochtechnologiebereich wird ein verstärkter Wachstumskurs verfolgt. Eine diesbezügliche Verlagerung im Kunden- und Produktportfolio konnte bereits im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres umgesetzt werden. Das zeigt sich auch im Anstieg des Europageschäftes sowie bei den Umsätzen an USA und Kanada und in der zunehmenden Bedeutung des Bereiches Industrial.
Neben der Restrukturierung des Werkes in Leoben-Hinterberg wurden im aktuellen Geschäftsjahr die Beendigung der Trading-Aktivitäten sowie die Verlagerung und Integration des Logistikbereiches in Nörvenich nach Leoben-Hinterberg, weiters die Veräußerung des indischen Designunternehmens AT&S ECAD umgesetzt. Durch den Fokus auf das Kerngeschäft in der Leiterplattenproduktion und die erreichten Effizienzsteigerungen werden sowohl eine Reduktion der Geschäftsrisiken als auch Chancen für eine nachhaltige Ertragsteigerung gesehen. Durch Forcierung neuer Technologien, wie die Integration von Bauteilen in das Innere der Leiterplatte (Embedding), sollen die Marktposition gestärkt und somit zusätzliche Chancen im Kerngeschäft realisiert werden. Mittelfristig werden in Ergänzung zur Produktion von Leiterplatten weiterhin Wachstums- und Diversifikationsmöglichkeiten in der Solarindustrie gesehen. In diesem Bereich besteht bereits seit Sommer 2008 eine Zusammenarbeit mit Solland Solar zur gemeinsamen Entwicklung und Industrialisierung von Photovoltaik-Modulen basierend auf Rückseitenkontaktzellen. Aktuell wurde die Weiterführung dieser Technologiekooperation vereinbart, wonach noch in diesem Geschäftsjahr mit der Errichtung einer Prototypenlinie für Photovoltaik-Module am Standort Leoben-Hinterberg begonnen werden soll. Das Wachstumspotenzial wird nach der Prototypenphase abschätzbar sein.
Mit erfolgreicher Umsetzung der Restrukturierung sind die erforderlichen strategischen Anpassungsmaßnahmen vorerst abgeschlossen und AT&S für die Zukunft gut positioniert. Die drei österreichischen Werke sind nun rein auf den europäischen Markt ausgerichtet, das Werk in Indien unterstützt das Europageschäft durch mittelgroße Leiterplattenserien mit konkurrenzfähigen Produktionskosten, und am Standort Korea wird das Produktportfolio durch flexible und starrflexible Leiterplatten ergänzt. In Shanghai werden im größten HDI-Werk in China weiterhin Großvolumina für den weltweiten Markt gefertigt.
Auf Basis der Umsatzentwicklung im Verlauf der ersten drei Quartale zeigt sich ein Aufwärtstrend, und so wird gemäß den aktuellen Aufträgen und Bedarfsmeldungen auch ein relativ umsatzstarkes viertes Quartal erwartet, wobei der Quartalsumsatz entsprechend der Saisonalität unter jenem des dritten Quartals liegen wird. Für das gesamte laufend Geschäftsjahr wird ein Umsatz in Höhe von rund EUR 360 Mio. erwartet.
Die Kostenentlastungen durch die angepassten Produktionskapazitäten waren bereits im positiven Ergebnis des zweiten Quartals sowie besonders deutlich im dritten Quartal erkennbar und werden auch das Ergebnis für das vierte Quartal stärken. Gemäß den bereits realisierten Ergebnissen und den Planungen für das vierte Quartal wird für das gesamte Geschäftsjahr von einem klar positiven operativen Ergebnis (ohne nicht wiederkehrende Posten) ausgegangen. Die Investitionstätigkeit sollte durch Investitionen in neue Technologien im verbleibenden Quartal etwas ansteigen, wobei diese weiterhin aus dem operativen Cashflow und somit bis Ende des Geschäftsjahres ohne Anstieg der Nettoverschuldung finanzierbar sein sollte.
Leoben-Hinterberg, am 21. Jänner 2010
Der Vorstand
Dr. Harald Sommerer e.h. Dkfm. Steen Ejlskov Hansen e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.
Marktsegment: AT&S Business Unit Automotive
Applikation: Autoraum Innenbeleuchtung
Produktionsstandort: AT&S Werk Fehring, Österreich
Technologie/Basismaterial: Flexible Leiterplatte auf FR4-Basis, 125 µm Basismaterialdicke, 70/70 µm Basiskupfer
Ausführung: durchkontaktiert 15 µm in der Bohrung
Lötstopplack: 2-Komp.-Siebdrucklack mit flexiblen Eigenschaften
Oberfläche: chemisch Ni/Au
Kontur: gefräst
Leiterbild: elektrisch geprüft
AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft Am Euro Platz 1 1120 Wien Österreich Tel.: +43 1 68 300-0 Fax: +43 1 68 300-9290
Investor Relations Mag. Hans Lang Tel.: +43 1 68 300-9259 E-Mail: [email protected]
Mag. Nikolaus Kreidl Mag. Hans Lang Mag. (FH) Petra Pichler-Grünbeck
den Inhalt verantwortlich AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft Fabriksgasse 13 8700 Leoben Österreich www.ats.net
section.d design.communication GmbH
Fotografie Arnd Ötting
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.