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AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG

Quarterly Report Nov 16, 2009

736_ir_2009-11-16_bf7e1c1e-0efb-45fc-bc07-4429fa905328.pdf

Quarterly Report

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Kennzahlen

IFRS
H1 2009/10 H1 2009/10 H1 2008/09 H1 2007/08
(Wenn nicht anders erwähnt, alle Finanzzahlen in EUR 1.000) vor Einmaleffekten1) nach Einmaleffekten1)
Konzern-Gewinn- und VerlustRechnung
Gesamterlöse 171.287 234.225 241.698
davon in Asien produziert 65,0 % 58,1 % 53,1 %
davon in Europa produziert 35,0 % 41,9 % 46,9 %
EBITDA 12.942 (5.138) 41.258 38.562
EBITDA-Marge 7,6 % (3,0 %) 17,6 % 16,0 %
EBIT (8.764) (45.297) 20.570 22.194
EBIT-Marge (5,1 %) (26,4 %) 8,8 % 9,2 %
Konzernergebnis (13.389) (49.922) 18.595 21.621
Anteiliges Konzernergebnis der Aktionäre der Gesellschaft (13.153) (49.686) 18.624 22.021
Cash Earnings 8.553 (9.527) 39.312 38.389
Konzernbilanz (zum 30. September)
Bilanzsumme
459.589 544.323 506.869
Eigenkapital 173.513 259.904 224.081
Den Aktionären der Gesellschaft zurechenbares Eigenkapital 173.023 259.402 223.537
Nettoverschuldung2) 165.556 161.300 135.957
Verschuldungsgrad2) 95,4 % 62,1 % 60,7 %
Nettoumlaufvermögen 66.330 103.496 82.657
Nettoumlaufvermögen/Gesamterlöse 19,4 % 22,1 % 17,1 %
Eigenmittelquote 37,8 % 47,7 % 44,2 %
Konzern-Geldflussrechnung
Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit (OCF) 21.130 19.004 27.454
Netto-Investitionen (Net CAPEX) – YTD 10.490 29.460 59.817
Netto-Investitionen (Net CAPEX) – QTD 3.896 17.732 34.061
Allgemeine Informationen
Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter), Ultimo 5.644 6.594 6.334
Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter), Durchschnitt 5.476 6.489 6.077
Aktienkennzahlen
Gewinn/Aktie (EUR) (0,56) (2,13) 0,80 0,94
Cash Earnings/Aktie (EUR) 0,37 (0,41) 1,69 1,64
Marktkapitalisierung, Ultimo3) 156.028 179.584 427.056
Marktkapitalisierung/Eigenkapital 89,9 % 69,1 % 190,6 %
Anzahl der Aktien in Umlauf, gewichteter Durchschnitt (Stück) 23.322.588 23.322.588 23.426.015
Finanzkennzahlen
Eigenkapitalrendit (ROE)4) (12,6 %) (29,7 %) 15,3 % 19,4 %
Umsatzrentabilität (ROS) (7,8 %) (29,1 %) 7,9 % 8,9 %
ROCE5) (4,0 %) (13,5 %) 9,6 % 12,2 %

1) Die Einmaleffekte umfassen insbesondere die Restrukturierung des Standorts Leoben-Hinterberg.

2) Die Berechnung der Nettoverschuldung wurde vereinfacht, um sie für Investoren und Analysten transparenter zu gestalten.

Berechnung: finanzielle Verbindlichkeiten – Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – finanzielle Vermögenswerte

3) Berechnet: Schlusskurs x Anzahl der Aktien in Umlauf (gewichteter Durchschnitt); Wert für H1 2007/08 basiert auf dem Schlusskurs an der Frankfurter Wertpapierbörse. 4) Berechnet auf Basis des durchschnittlichen Eigenkapitals; Ergebnis bis auf nicht wiederkehrende Posten annualisiert

5) Berechnet auf Basis des durchschnittlichen Eigenkapitals und der durchschnittlichen Nettoverschuldung; Ergebnis bis auf nicht wiederkehrende Posten annualisiert

Highlights

  • Ergebnisse des 2. Quartals zeigen klaren Aufwärtstrend.
  • Restrukturierung und Neuausrichtung des Standorts Leoben-Hinterberg wurde erfolgreich abgeschlossen.
  • Kostenbasis wurde durch Restrukturierung und Kostensenkungsprogramm deutlich verringert.
  • Fokus auf High-End-Segment im Geschäftsbereich Mobile Devices trägt Früchte.
  • Vorstandsvorsitzender wird sein mit 30. Juni 2010 auslaufendes Mandat nicht verlängern.
  • Ausgleich der operativen Verluste des 1. Quartals (exkl. Einmaleffekte) im Laufe des Geschäftsjahres 2009/10 scheint möglich.

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

nachdem der Juli mit einem Umsatz von EUR 25,5 Mio. an das schlechte Ergebnis des ersten Quartals angeschlossen hatte, war Mitte August ein rapider Anstieg der Kundennachfrage zu verzeichnen. Der August-Umsatz legte auf EUR 27,7 Mio. zu. Im September arbeiteten alle Werke wieder annähernd bei Vollauslastung, und der Umsatz sprang auf EUR 34,8 Mio. Die Nachfrage war so stark, dass sogar einige Aufträge aus Kapazitätsgründen abgelehnt werden mussten. Der Quartalsumsatz legte im Vergleich zum ersten Quartal um 6 % zu.

Während die Volumensproduktion in Shanghai saisonalbedingt an Fahrt gewann, verzeichnete auch der Standort Leoben-Hinterberg signifikante Auftragseingänge. Von hier wurde innerhalb der letzten 12 Monate das Volumensgeschäft komplett nach Asien verlagert. Die auf das europäische Geschäft ausgerichteten Produktionskapazitäten – gemessen in produzierter Leiterplattenfläche – wurden im selben Zeitraum auf 85.000 m² pro Jahr mehr als verdoppelt, obwohl sich die Gesamtproduktion am europäischen Leiterplattenmarkt im Jahr 2009 gemäß Analysen mehr als halbieren wird. Vom ersten auf das zweite Quartal legten die primär aus Europa bedienten Geschäftsbereiche Industrial und Automotive um EUR 8,7 Mio. (41 %) bzw. EUR 1,4 Mio. (17 %) zu.

Durch die Restrukturierung des Werks Leoben-Hinterberg und weitere Kostensenkungsprogramme wurde die Kostenbasis der AT&S Gruppe deutlich verringert. Trotz eines um EUR 4,8 Mio. höheren Umsatzes im 2. Quartal sanken die Herstellungskosten im Vergleich zum 1. Quartal um EUR 8,0 Mio. Somit konnte im 2. Quartal wieder ein positives Betriebsergebnis und Konzernergebnis in Höhe von EUR 4,8 Mio. bzw. EUR 2,3 Mio. (nach EUR -50,1 Mio. bzw. EUR -52,2 Mio. im 1. Quartal) erwirtschaftet werden.

Ergebnisse des ordentlichen Geschäftsbetriebs

In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres entstanden durch Restrukturierungsmaßnahmen Einmalaufwendungen in Höhe von EUR 38,3 Mio. Die intensiven Bemühungen der Vertriebsorganisation, den Wegfall des Volumensgeschäfts mit Aufträgen aus dem europäischen Markt bestmöglich zu kompensieren, das Fortschreiten der Marktbereinigung und ein verbessertes wirtschaftliches Umfeld verlangten, die Kapazitäten in Leoben-Hinterberg weniger als ursprünglich geplant zu reduzieren. Daher wurden bereits angesetzte Einmalaufwendungen in Höhe von rund EUR 1,7 Mio. wieder aufgelöst, sodass diese Position nunmehr mit EUR 36,5 Mio. zu Buche steht.

Unsere ordentlichen Ergebnisse für das erste Halbjahr 2009/10, also ohne Einmaleffekte, stellen sich wie folgt dar:

- Betriebsergebnis: EUR -8,8 Mio.,
das entspricht einer EBIT-Marge von -5,1 %
- EBITDA: EUR 12,9 Mio.,
was einer EBITDA-Marge von 7,6 % entspricht
- Konzernergebnis: EUR -13,4 Mio.
- Gewinn pro Aktie: EUR -0,56

Finanzierungslage

Im April 2009 konnten wir eine Finanzierung in Höhe von EUR 37 Mio. (von der bis 30. September 2009 rund EUR 24 Mio. in Anspruch genommen wurden) und mit einer Laufzeit von 5 Jahren abschließen. Damit wurde das Fristigkeitenprofil weiter verbessert. Da uns ausreichend Banklinien zur Verfügung stehen, erachten wir die Finanzlage der AT&S derzeit als sehr solide. Die Fristigkeiten der Finanzverbindlichkeiten in Höhe von EUR 192,6 Mio. weisen folgende Struktur auf:

< 1 Jahr: EUR 81,2 Mio.,
davon entfallen EUR 36 Mio. auf Exportkredite
1–2 Jahre: EUR 15,7 Mio.
  • 2–3 Jahre: EUR 5,2 Mio.
  • 3–4 Jahre: EUR 85,3 Mio.
  • 4–5 Jahre: EUR 5,2 Mio.

Die Nettoverschuldung betrug per 30. September 2009 EUR 165,6 Mio., das sind EUR 8,8 Mio. weniger als zu Beginn des Geschäftsjahres. Insbesondere durch Währungseffekte, die sich mit EUR -25,1 Mio. niederschlugen, und das negative Konzernergebnis des ersten Quartals sank das Eigenkapital von EUR 252,7 Mio. per 31. März 2009 auf EUR 173,5 Mio. per Ende September 2009. Dadurch erreichte der Verschuldungsgrad trotz Reduktion der Nettoverschuldung 95,4 %. Aufgrund der initiierten Kosteneinsparungsmaßnahmen und eines zu erwartenden besseren Marktumfelds streben wir an, den von uns festgelegten Zielwert von 80 % im Geschäftsjahr 2010/11 wieder zu unterschreiten.

Strategie im Bereich Mobile Devices

Der Markt für Mobiltelefone muss zunehmend in ein Low-Cost-Segment und ein hochtechnologisches High-End-Segment (z.B. Smartphones) unterteilt werden. Im Low-Cost-Segment wird versucht, möglichst niedrige Herstellkosten zu erreichen und dafür auch im Bereich der Leiterplatten auf einfachere und kostengünstigere Technologien zurückzugreifen. Dem gegenüber sind im High-End-Segment aufgrund zunehmend komplexer Anwendungen und dem Wunsch nach dünneren und kleineren Geräten weiterhin extrem schnelle technologische Entwicklungen zu erwarten.

Aufgrund der Kernkompetenzen, der installierten Kapazitäten und damit der derzeitigen Positionierung der AT&S konzentrieren wir uns verstärkt auf das High-End-Segment. In diesem Zielmarkt, in dem eine Differenzierung vom Mitbewerb möglich ist, verfolgen wir weiterhin eine Wachstumsstrategie.

Ausbau der technologischen Führerschaft

Die solide finanzielle Lage der AT&S ermöglichte es, auch in der Wirtschaftskrise die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten voranzutreiben. Mit der NucleuSTM Technologie ist es uns zum Beispiel serientauglich gelungen, Leiterplatten unter optimaler Ausnutzung des Produktionsformats separat (als Einzelkarten) zu produzieren und erst vor Auslieferung an Bestückungsunternehmen in Rahmen zu verbinden. Dadurch können Kosten- und Effizienzsteigerungen erzielt werden.

Im Bereich Thermalmanagement erweiterten wir das Produktportfolio um die von Häusermann entwickelte HSMtec Technologie. Der steigende Bedarf an effizienter Wärmeableitung in der Leiterplattenproduktion, kombiniert mit Feinstleiter- und Steuerelektronik, wie er z.B. bei High-Power-LED zum Tragen kommt, hat uns zu einer Kooperation mit Häusermann bewogen. Dabei bringt AT&S die langjährige Erfahrung und Kompetenz in der Fertigung größerer Serien am Standort Leoben-Hinterberg ein.

Auch unsere Aktivitäten im Bereich Embedding (serienfähige Integration von aktiven und passiven Bauelementen in das Innere der Leiterplatte) verlaufen viel versprechend. Wir arbeiten dabei mit den führenden Chip-Produzenten zusammen und konnten bereits Prototypen herstellen. Derzeit befinden wir uns im Qualifikationsprozess für die Serienproduktion.

Um hervorragende Forschungsleistungen zu unterstützen und Nachwuchswissenschafter an heimischen Universitäten zu Spitzenleistungen zu motivieren, haben wir im Jahr 2006 den mit EUR 2.000 dotierten AT&S Forschungspreis für den Bereich der Angewandten Physik ins Leben gerufen. Preisträger 2009 ist Patrick Rauter von der Johannes Kepler Universität Linz, der bei seiner Forschung auf dem Gebiet der Terahertzspektroskopie an auf Silizium- und Silizium-Germanium-Heterostrukturen basierenden Halbleitern wesentliche Ergebnisse erarbeitet hat, die sowohl die Grundlagenforschung als auch Aspekte der Anwendung betreffen.

Auszeichnung für Umweltmanagement

AT&S legt größten Wert auf eine nachhaltige Entwicklung und Umweltschutz. Kontinuierlich werden neue innovative Produktionstechniken und Prozesse entwickelt, um Ressourcen zu schonen. Erst kürzlich ist es AT&S Indien erfolgreich gelungen, einen Acid-Etchant-(Säure-Ätzlösung)-Recycling-Prozess bei Kupferrückgewinnungssystemen zu implementieren.

Einmal jährlich zeichnet Elcina-Dun & Bradstreet Elektronikunternehmen in Indien für ihre herausragenden Leistungen bei der Produktion und Service von Elektronik-Hardware aus. In diesem Jahr sicherte sich AT&S Indien gleich zwei der sechs vergebenen Awards: in den Kategorien Environment Management Systems und Exports.

Ausblick

Wir gehen davon aus, dass das erste Quartal den Tiefpunkt im heurigen Geschäftsjahr markiert und dass mit dem 2. Quartal eine Trendwende stattgefunden hat. Aus heutiger Sicht scheint es möglich, dass wir die operativen Verluste des 1. Quartals (exklusive Einmaleffekte) im Laufe des Geschäftsjahres 2009/10 ausgleichen können. Die Kostensenkungsprogramme werden weiter vorangetrieben und die Investitionen im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf rund EUR 20 Mio. reduziert.

Vorstandsvorsitzender Vorstand Vorstand

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Sommerer Dkfm. Steen E. Hansen Ing. Heinz Moitzi

Corporate-Governance-Informationen

Angekündigte Veränderung im Vorstand

Dr. Harald Sommerer, Vorstandsvorsitzender der AT&S, hat sich entschlossen, sein mit 30. Juni 2010 auslaufendes Vorstandsmandat nicht zu verlängern. Durch die frühzeitige Bekanntgabe an das Präsidium des AT&S Aufsichtsrats besteht ausreichend Zeit für die Suche eines geeigneten Nachfolgers sowie eine friktionsfreie und geordnete Übergabe der Agenden. Bis zu diesem Zeitpunkt wird Dr. Sommerer die Aufgaben als Vorstandsvorsitzender wahrnehmen.

Veränderung im Aufsichtsrat

Dr. Erich Schwarzbichler, seit 30. September 1995 im Aufsichtsrat der AT&S AG, legte mit der 15. ordentlichen Hauptversammlung am 2. Juli 2009 sein Mandat nieder. Er wollte seine Position – in Hinblick auf das vom Aufsichtsrat festgelegte Unabhängigkeitskriterium, wonach ein Aufsichtsratsmitglied dem Gremium nicht länger als 15 Jahre angehören darf – schon 2009 einem neuen unabhängigen Finanzexperten zur Verfügung stellen. Dr. Schwarzbichler war zuletzt auch Vorsitzender des Prüfungsausschusses.

Mag. Gerhard Pichler, geboren am 30. Mai 1948, wurde von der Hauptversammlung mit 99,996 % Zustimmung (bei 0,004 % Enthaltungen und keiner Gegenstimme) als neues Aufsichtsratsmitglied gewählt. Er ist beeideter Wirtschaftsprüfer und Steuerberater und übt keine Aufsichtsratsfunktion in anderen börsenotierten Unternehmen aus. Mag. Pichler erklärte sich gemäß C-Regel 53 des Österreichischen Corporate Governance Kodex unabhängig. Der Aufsichtsrat der AT&S wählte ihn in weiterer Folge zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses.

Directors' Holdings & Dealings

Im ersten Halbjahr gab es keine Veränderungen der Aktienbestände unserer Führungspersonen nach § 48d Börsegesetz. Der Bestand an von den Vorständen gehaltenen Aktienoptionen stellt sich wie folgt dar (Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine Aktienoptionen):

Mit Ausscheiden von Dr. Sommerer aus der AT&S per 30. Juni 2010 können alle ihm zu diesem Zeitpunkt zugeteilten Aktienoptionen innerhalb eines Jahres ausgeübt werden. Danach verfallen sie ersatzlos und endgültig.

Ausstehende Aktienoptionen pro Zuteilungstag (1. April) der Jahre
2005 2006 2007 2008 2009 Summe
Harald Sommerer 40.000 40.000 40.000 40.000 40.000 200.000
Steen E. Hansen 30.000 30.000 30.000 30.000 30.000 150.000
Heinz Moitzi 30.000 30.000 30.000 30.000 30.000 150.000
Ausübungspreis 15,46 17,99 22,57 15,67 3,86

AT&S-Aktie

Aktionärsstruktur

15. ordentliche Hauptversammlung

Die diesjährige Hauptversammlung fand am 2. Juli 2009 im Congress Leoben statt. Sämtliche vorab auf der Homepage der AT&S präsentierten Beschlussfassungen wurden mit mehr als 99 % Zustimmung gefasst. Nähere Details dazu können Sie dem 1. Quartalsfinanzbericht 2009/10 und der Website www.ats.net, Rubrik Investoren, entnehmen.

Aktienkursentwicklung

Die Aktie eröffnete das Quartal bei einem Kurs von EUR 3,67. Ende Juli durchbrach sie die EUR-4-Marke und entwickelte sich danach seitwärts. Ab Ende August war wieder ein Anstieg zu verzeichnen. Am 9. September konnte die Aktie die EUR-5-Marke hinter sich lassen, Ende September sogar die EUR-6-Marke. Der intraday-Hochkurs von EUR 7,40 am 30. September markierte den höchsten Wert des AT&S Papiers im Kalenderjahr 2009. Während der ATX-Prime im Zeitraum 1. Juli bis 30. September 2009 um 62 % zulegte, stieg die AT&S Aktie um 119 %.

AT&S indiziert zum ATX Prime

Aktienkennzahlen (in ))

30. September 2009 30. September 2008
Gewinn/Aktie -2,13 0,80
Höchstkurs 7,40 13,56
Tiefstkurs 2,99 7,40
Ultimokurs 6,69 7,70

AT&S-Aktie

Wiener Börse
WP-Kennnummer 969985
ISIN-Code AT0000969985
Kürzel ATS
Reuters RIC ATSV.VI
Bloomberg ATS AV
Indizes ATX Prime, WBI

Finanztermine

3. Quartal 2009/10 21. Jänner 2010
Jahresergebnis 2009/10 11. Mai 2010
16. ordentliche Hauptversammlung 7. Juli 2010

Kontakt Investor Relations

Mag. Hans Lang Tel.: +43 1 68 300-9259 E-Mail: [email protected]

Zwischenbericht nach IFRS Konzern-Gewinnund Verlustrechnung

1. Juli bis 30. September 1. April bis 30. September
(in € 1.000) 2009 2008 2009 2008
Umsatzerlöse 88.040 119.028 171.287 234.225
Herstellungskosten (75.995) (95.816) (160.025) (195.104)
Bruttogewinn 12.045 23.212 11.262 39.121
Vertriebskosten (4.540) (5.825) (9.170) (11.549)
Allgemeine Verwaltungskosten (4.760) (5.772) (9.433) (11.148)
Sonstiges betriebliches Ergebnis 325 3.323 (1.423) 4.146
Nicht wiederkehrende Posten 1.746 (36.533)
Betriebsergebnis 4.816 14.938 (45.297) 20.570
Finanzierungserträge 1.483 5.811 4.719 7.517
Finanzierungsaufwendungen (4.179) (5.711) (10.495) (7.777)
Finanzergebnis (2.696) 100 (5.776) (260)
Ergebnis vor Steuern 2.120 15.038 (51.073) 20.310
Ertragsteuern 146 (1.472) 1.151 (1.715)
Konzernergebnis 2.266 13.566 (49.922) 18.595
davon den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnen 2.379 13.583 (49.686) 18.624
davon den Minderheitenanteilen zuzurechnen (113) (17) (236) (29)
Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des
Mutterunternehmens zusteht (in EUR je Aktie):
- unverwässert 0,10 0,58 -2,13 0,80
- verwässert 0,10 0,58 -2,13 0,80
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien – unverwässerter Wert (in tausend Stück) 23.323 23.323 23.323 23.323
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien – verwässerter Wert (in tausend Stück) 23.381 23.323 23.381 23.323

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

1. Juli bis 30. September 1. April bis 30. September
(in € 1.000) 2009 2008 2009 2008
Konzernergebnis 2.266 13.566 (49.922) 18.595
Währungsumrechnungsdifferenzen (8.988) 21.397 (25.065) 23.123
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten,
nach Steuern
15 15
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten
aus der Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern (46) (46)
Sonstiges Ergebnis (9.019) 21.397 (25.096) 23.123
Gesamtkonzernergebnis (6.753) 34.963 (75.018) 41.718
davon den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnen (6.640) 34.970 (74.782) 41.740
davon den Minderheitenanteilen zuzurechnen (113) (7) (236) (22)

Konzernbilanz

30. September
31. März
(in € 1.000)
2009
2009
VERM
ÖGENSWERTE
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen
290.084
349.853
Immaterielle Vermögenswerte
2.107
2.238
Finanzielle Vermögenswerte
121
122
Übergedeckte Pensionsansprüche

46
Aktive latente Steuern
10.838
9.962
Sonstige langfristige Vermögenswerte
3.058
3.066
306.208
365.287
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte
37.442
46.998
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
80.853
101.013
Finanzielle Vermögenswerte
17.146
14.013
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
2.151
2.151
Laufende Ertragsteuerforderungen
6.009
322
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
9.780
7.031
153.381
171.528
Summe Vermögenswerte
459.589
536.815
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital
45.680
45.680
Sonstige Rücklagen
(24.535)
561
Gewinnrücklagen
151.878
205.999
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital
173.023
252.240
Minderheitenanteile
490
494
Summe Eigenkapital
173.513
252.734
SCHULDEN
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten
111.088
97.060
Rückstellungen für Personalaufwand
11.012
9.751
Sonstige Rückstellungen
14.643
7.322
Passive latente Steuern
8.754
9.845
Sonstige Verbindlichkeiten
2.094
2.172
147.591
126.150
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
51.967
53.022
Finanzielle Verbindlichkeiten
81.515
98.485
Laufende Ertragsteuerschulden
1.900
3.449
Sonstige Rückstellungen
3.103
2.975
138.485
157.931
Summe Schulden
286.076
284.081
Summe Eigenkapital und Schulden
459.589
536.815

Konzern-Geldflussrechnung

1. April bis 30. September
(in € 1.000) 2009 2008
Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis (49.922) 18.595
Überleitungspositionen zum Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen von Anlagevermögen
und von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 40.159 20.689
Veränderung langfristiger Rückstellungen 7.321
Ertragsteuern (1.151) 1.715
Finanzierungsaufwendungen/(-erträge) 5.776 260
(Gewinne)/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen 20 (110)
Auflösung von Investitionszuschüssen (1.129) (759)
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert 8 1.001
Veränderungen des Working Capital:
- Vorräte 7.571 (8.039)
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 17.552 (10.853)
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 4.923 956
- Sonstige Rückstellungen 177 (449)
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel 31.305 23.006
gezahlte Zinsen (1.307) (2.810)
erhaltene Zinsen und Dividendenerträge 44 171
gezahlte Ertragsteuern (8.912) (1.363)
Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 21.130 19.004
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen
und immateriellen Vermögenswerten (10.744) (29.639)
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen
und immateriellen Vermögenswerten 254 179
Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochtergesellschaften,
abzüglich dabei veräußerter liquider Mittel 174
Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten (2.131) (3)
Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten 474 3.015
Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit (11.973) (26.448)
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 38.380 80.465
Auszahlungen für die Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten (41.083) (69.508)
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 715 1.454
Dividendenzahlungen (4.198) (7.930)
Nettomittelzufluss/(-abfluss) aus Finanzierungstätigkeit (6.186) 4.481
Nettozunahme/(-abnahme) von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 2.971 (2.963)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang 7.031 9.364
Währungsgewinne/(-verluste) aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (222) 73
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Halbjahresende 9.780 6.474

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

Den Gesellschaftern
des Mutterunter
nehmens
Minder
Gezeichnetes Sonstige Gewinn zurechenbares heiten Summe
(in € 1.000) Kapital Rücklagen rücklagen Eigenkapital anteile Eigenkapital
Stand zum 31. März 2008 45.658 (39.714) 219.817 225.761 530 226.291
Gesamtergebnis 23.071 18.669 41.740 (22) 41.718
Aktienoptionsprogramme:
- Wert der erbrachten Leistungen 22 22 22
Dividendenzahlung für 2007/08 (7.930) (7.930) (7.930)
Umgliederung von auf Minderheitenanteile
entfallenden Verlusten (191) (191) (6) (197)
Stand zum 30. September 2008 45.680 (16.643) 230.365 259.402 502 259.904
Stand zum 31. März 2009 45.680 561 205.999 252.240 494 252.734
Gesamtergebnis (25.096) (49.686) (74.782) (236) (75.018)
Dividendenzahlung für 2008/09 (4.198) (4.198) (4.198)
Umgliederung von auf Minderheitenanteile
entfallenden Verlusten (237) (237) 237
Veränderung Konsolidierungskreis (5) (5)
Stand zum 30. September 2009 45.680 (24.535) 151.878 173.023 490 173.513

Segmentberichterstattung

1. April bis 30. September 2009

Sonstiges/
(in € 1.000) Europa Asien Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 111.695 59.592 171.287
Innenumsatz 18 51.741 (51.759)
Gesamterlöse 111.713 111.333 (51.759) 171.287
Nicht wiederkehrende Posten (36.533) (36.533)
Betriebsergebnis (45.577) 3.707 (3.427) (45.297)
Finanzergebnis (5.776)
Ergebnis vor Steuern (51.073)
Ertragsteuern 1.151
Konzernergebnis (49.922)
Vermögenswerte 91.870 347.532 20.187 459.589
Schulden 60.323 35.157 190.596 286.076
Investitionen 1.676 4.708 677 7.061
Abschreibungen der Sachanlagen
und immateriellen Vermögenswerte 21.400 18.080 679 40.159

1. April bis 30. September 2008

Sonstiges/
(in € 1.000) Europa Asien Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 176.432 57.793 234.225
Innenumsatz 78.362 (78.362)
Gesamterlöse 176.432 136.155 (78.362) 234.225
Betriebsergebnis 1.671 28.022 (9.123) 20.570
Finanzergebnis (260)
Ergebnis vor Steuern 20.310
Ertragsteuern (1.715)
Konzernergebnis 18.595
Vermögenswerte 150.869 391.736 1.718 544.323
Schulden 50.121 62.574 171.724 284.419
Investitionen 4.915 17.526 779 23.220
Abschreibungen der Sachanlagen
und immateriellen Vermögenswerte 5.170 14.986 533 20.689

Zusatzinformationen

1. April bis 30. September
(in € 1.000) 2009 2008
Mobile Devices 99.372 144.984
Industrial 51.259 57.891
Automotive 18.227 24.987
Übrige 2.430 6.363
171.287 234.225

Die Umsatzerlöse nach Branchen stellen sich wie folgt dar: Die Umsatzerlöse nach Ländern stellen sich wie folgt dar:

1. April bis 30. September
(in € 1.000) 2009 2008
Österreich 7.776 10.626
Deutschland 38.910 56.274
Ungarn 16.620 25.363
Sonstiges Europa 13.638 17.008
Asien 68.381 86.060
Kanada, USA 24.524 32.592
Übrige 1.438 6.302
171.287 234.225

Erläuternde Anhangsangaben zum Zwischenbericht

Allgemeine Erläuterungen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Zwischenbericht zum 30. September 2009 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS), unter Berücksichtigung des IAS 34, und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Der Konzernzwischenabschluss beinhaltet nicht alle im Jahreskonzernabschluss enthaltene Informationen und sollte gemeinsam mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2009 gelesen werden.

Gegenüber dem Geschäftsjahr endend zum 31. März 2009 sind keine Unterschiede der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegeben. Die Abschlussdarstellung wurde gemäß den ab dem Geschäftsjahr 2009/10 für den Konzern anzuwendenden geänderten Regelungen des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IFRS 8 "Geschäftssegmente" angepasst. Im Wesentlichen werden dementsprechend die Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die bisher in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals aufgegliedert wurden, nunmehr in der zusätzlichen Konzern-Gesamtergebnisrechnung dargestellt. Die Segmentberichterstattung widerspiegelt die interne Berichterstattung nach regionalen Produktionsstandorten in Europa und Asien und entspricht somit dem bisherigen primären Segmentberichtsformat.

Der Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2009 ist ungeprüft, und es wurde auch keine externe prüferische Durchsicht durchgeführt.

Konsolidierungskreisänderungen

Mit Kaufvertrag vom 20. April 2009 wurden die AT&S ECAD Technologies Private Limited, Indien und deren Tochtergesellschaft AT&S ECAD Technologies Inc., USA veräußert und mit Übergang der Beherrschung auf den Erwerber per Anfang Juni 2009 endkonsolidiert. Der Verkauf und die Konsolidierungskreisänderung haben nur unwesentliche Auswirkungen auf den Konzern.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse reduzierten sich im ersten Halbjahr dieses Geschäftsjahres gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um EUR 62,9 Mio. auf EUR 171,3 Mio. Dies entspricht einer Abweichung von 26,9 % und ist auf deutlich geringere Absatzmengen sowie den anhaltenden Preisdruck zurückzuführen, während der US-Dollar im Durchschnitt über dem Vorjahresniveau lag. Auch im Servicegeschäft (Bestückung, Trading, Design) sind die Umsätze deutlich zurückgegangen. Bei Quartalsbetrachtung konnten die Umsätze im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal um 6 % gesteigert werden. Diesbezügliche Quartalssteigerung machte im vorherigen Geschäftsjahr 3 % aus.

In geografischer Hinsicht bzw. Segmentbetrachtung zeigt sich der Produktionsrückgang im ersten Halbjahr besonders deutlich in Europa. Im Zuge der Verlagerung der Produktion von HDI-Leiterplattenmodellen nach China wurden insbesondere die Produktionskapazitäten in Leoben-Hinterberg zunächst im Rahmen eines ersten Restrukturierungsschrittes im dritten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres und dann weiters in einem zweiten Restrukturierungsschritt zum Ende des ersten Quartals des aktuellen Geschäftsjahres angepasst. Der Umsatzanteil der Produktionsstandorte in Asien beträgt für das gesamte erste Halbjahr rund 65 % und für das zweite Quartal annähernd 70 % an den Gesamterlösen des Konzerns.

Bruttogewinn

Die Bruttogewinnmarge im ersten Halbjahr hat sich gegenüber dem Vorjahr von 16,7 % auf 6,6 % reduziert und führt ausgehend von dem deutlich geringeren Umsatz zu einem Rückgang des Bruttogewinnes um EUR 27,9 Mio.

Der Rückgang der Bruttogewinnmarge ist auf die geringere Auslastung der Produktionskapazitäten in den Werken, sowohl in Österreich als auch in Asien, zurückzuführen, woraus eine höhere anteilige Fixkostenbelastung resultiert. Insbesondere war am Standort Leoben-Hinterberg im ersten Quartal ein deutlich negativer Bruttogewinn zu verzeichnen. Im zweiten Quartal hat sich durch die Kapazitätsanpassungen die Auslastungssituation deutlich verbessert, und daher beträgt die Bruttogewinnmarge im Konzern für das zweite Quartal 13,7 % gegenüber 19,5 % im Vorjahr bzw. -0,9 % im ersten Quartal.

Nicht wiederkehrende Posten

Gegen Ende des ersten Quartals des aktuellen Geschäftsjahres wurden umfassende Maßnahmen zur Effizienzsteigerung der österreichischen Werke beschlossen, die im Wesentlichen den Standort Leoben-Hinterberg betreffen. Die Volumensproduktion in Leoben-Hinterberg wurde nun zu Gänze nach Shanghai verlagert und die Produktionskapazitäten entsprechend angepasst. Die nicht wiederkehrenden Posten beinhalten ausschließlich Restrukturierungsaufwendungen und umfassen Personalaufwendungen aus einem vereinbarten Sozialplan zur Anpassung der Personalkapazitäten, weiters Wertminderungen von Anlagevermögen für nicht mehr benötigte Maschinen sowie die Rückstellungsdotierung für langfristige vertragliche Immobilienleasingverpflichtungen.

Aufgrund des starken Anstieges von nachhaltigen Aufträgen aus dem europäischen Markt ist die Redimensionierung des Standortes Leoben-Hinterberg geringer ausgefallen als ursprünglich geplant. Der positive Ergebnisbeitrag der nicht wiederkehrenden Posten im zweiten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres resultiert aus den nunmehr geringeren Personalaufwendungen gemäß dem reduzierten Personalabbau.

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres ist, ausgehend von dem deutlich geringeren Bruttoergebnis, insbesondere durch die nicht wiederkehrenden Posten aus dem ersten Quartal belastet und reduzierte sich daher gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von EUR 20,6 Mio. auf EUR -45,3 Mio. Die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten liegen aufgrund umsatzbedingter niedrigerer Frachtkosten sowie insbesondere geringerer Personalkosten durch konzernweite Einsparungsmaßnahmen unter dem Vorjahreswert.

Das sonstige betriebliche Ergebnis resultiert insbesondere aus Kursschwankungen des US-Dollar gegenüber dem Euro und hat im aktuellen ersten Halbjahr zu entsprechenden Kursverlusten geführt.

Bei Betrachtung der Segmentergebnisse zeigt sich im Vorjahresvergleich sowohl in Europa als auch in Asien ein deutlicher Rückgang. Das zur Bemessung der Performance relevante bereinigte Segment-EBIT (Segmentergebnis vor nicht wiederkehrenden Posten) reduzierte sich von EUR 1,7 Mio. auf EUR -9,0 Mio. für Europa und von EUR 28,0 Mio. auf EUR 3,7 Mio. für Asien. Das Segment Europa ist zusätzlich durch die Restrukturierungsaufwendungen belastet.

Finanzergebnis

Die Finanzierungserträge im ersten Halbjahr resultieren im Wesentlichen aus der Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag und dem damit verbundenen Bewertungsertrag aus Kurssicherungsinstrumenten. Im Vorjahr hatte die Aufwertung der funktionalen Währung Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) zu entsprechenden Bewertungserträgen der Finanzierungen des Werkes in China geführt.

Der Anstieg der Finanzierungsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr ist ebenfalls auf die Wechselkursentwicklungen zurückzuführen. Die Abwertung der funktionalen Währung Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) führt zu entsprechenden Bewertungsaufwendungen der Finanzierungen des Werkes in China. Die Zinsaufwendungen liegen trotz höherer durchschnittlicher Nettoverschuldung aufgrund des vorteilhaften Zinsniveaus unter dem Vorjahreswert.

Ertragsteuern

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergab sich ein Rückgang des effektiven Steuersatzes im Konzern. Die Reduktion auf Basis des Konzernergebnisses resultiert grundsätzlich aus den sich ändernden Anteilen der einzelnen Gesellschaften mit abweichenden Steuersätzen und unterschiedlichen steuerlichen Regelungen am Konzernergebnis. Für einen Großteil der entstandenen ertragsteuerlichen Verlustvorträge werden weiterhin keine aktiven latenten Steuern gebildet, da von einer Realisierbarkeit in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung Währungsumrechnungsdifferenzen

Die negative Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen im aktuellen Geschäftsjahr (EUR -25,1 Mio.) ist fast ausschließlich auf die Wechselkursveränderungen der funktionalen Währungen Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) und Hongkong Dollar (HKD) gegenüber der Konzerndarstellungswährung Euro zurückzuführen.

Erläuterungen zur Bilanz

Vermögens- und Finanzlage

Die Nettoverschuldung konnte gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um EUR 8,8 Mio. auf 165,6 Mio. reduziert werden. Durch den auch im Vergleich zur Geschäftsentwicklung besonders deutlich zurückgegangenen Nettobestand des Working Capital wurden insbesondere kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abgebaut. Weiters konnte durch Aufnahme einer weiteren langfristigen Kreditfinanzierung eine Umschichtung vom kurzfristigen in den langfristigen Bereich und somit eine Verbesserung der Finanzierungsstruktur erreicht werden. Der Nettoverschuldungsgrad erhöhte sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag trotz Reduktion der Nettoverschuldung aufgrund des noch stärkeren Eigenkapitalrückganges von 69 % auf 95 %. Im Vergleich zum Ende des ersten Halbjahres vor einem Jahr ist die Nettoverschuldung um EUR 4,3 Mio. höher.

Das Konzerneigenkapital hat sich im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres um EUR 79,2 Mio. reduziert. Das insbesondere durch nicht wiederkehrende Posten belastete Konzernergebnis sowie die negative Entwicklung der Währungsumrechnungsdifferenzen führten zu einem negativen Gesamtkonzernergebnis von EUR 75,0 Mio. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte sich hingegen das Konzerneigenkapital auf Basis eines positiven Gesamtkonzernergebnisses von EUR 41,7 Mio. um EUR 33,6 Mio. erhöht.

Eigene Aktien

In der 14. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2008 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Weiters wurde der Vorstand wieder für die Dauer von fünf Jahren ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eigene Anteile auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen oder als Gegenleistung für Unternehmenserwerbe.

Im Rahmen des Aktienrückkaufprogrammes wurden im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres keine weiteren eigenen Aktien erworben. Zum 30. September 2009 hält der Konzern unverändert zum letzten Bilanzstichtag, unter Berücksichtigung der ausgeübten Aktienoptionen, 2.577.412 eigene Aktien (9,95 % des Grundkapitals) mit einem Kaufpreis von EUR 46,6 Mio.

Erläuterungen zur Geldflussrechnung

Der Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit zeigt gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum insbesondere in Relation zu dem sehr unterschiedlichen Konzernergebnis eine sehr geringe Abweichung und ergibt mit EUR 21,1 Mio. sogar eine Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 19,0 Mio. Einerseits ist das um EUR 68,5 Mio. geringere Konzernergebnis zu einem großen Teil durch zahlungsunwirksame Aufwendungen belastet. Diese betreffen vor allem Wertminderungen von Anlagevermögen und die Zuführung langfristiger Rückstellungen im Zuge der Restrukturierung. Andererseits konnte das Working Capital im Verlauf des ersten Halbjahres deutlich reduziert werden. Im aktuellen Geschäftsjahr zu entrichtende Steuervorauszahlungen führten hingegen zu einer zusätzlichen Geldmittelbindung.

Der Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit beträgt EUR 12,0 Mio. (Vorjahr: EUR 26,4 Mio.). Die Reduktion ergibt sich vorwiegend aus den im Vergleich zum Vorjahr geringeren Investitionen. Die Auszahlungen für Investitionen belaufen sich im aktuellen Geschäftsjahr auf EUR 10,7 Mio. und betreffen neben Ersatzinvestitionen zu einem großen Anteil die Errichtung einer zweiten Produktionsstätte am Standort in Indien. Im Vorjahr wurde großteils in die Erweiterung des Standortes in China investiert.

Der Nettomittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 6,2 Mio. im aktuellen ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres beinhaltet im Wesentlichen die Ausschüttung der Gesellschaft. Die Aufnahme finanzieller Verbindlichkeiten betrifft vorwiegend die Aufnahme zusätzlicher langfristiger Finanzierungen und die Rückzahlung insbesondere kurzfristiger Kreditfinanzierungen.

Sonstige Angaben Gezahlte Dividenden

Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres wurden gemäß Beschluss in der Hauptversammlung vom 2. Juli 2009 eine Dividende von EUR 0,18 pro Aktie und somit TEUR 4.198 aus dem Bilanzgewinn zum 31. März 2009 ausgeschüttet.

Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Personen und Unternehmen

Im Zusammenhang mit diversen Projekten sind im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres Honorare für die AIC Androsch International Management Consulting GmbH in Höhe von TEUR 182 angefallen.

Der Aufwand für Fremdfertigungsleistungen, die durch den Minderheitsgesellschaftern der AT&S Korea nahe stehende Unternehmen durchgeführt wurden, beläuft sich für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres auf TEUR 7.

Leoben-Hinterberg, am 21. Oktober 2009

Der Vorstand

Dr. Harald Sommerer e.h. Dkfm. Steen Ejlskov Hansen e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

Konzernhalbjahreslagebericht

Geschäftsverlauf und Lage

Grundsätzlich unterliegt das Gesamtgeschäft der AT&S wegen des hohen Umsatzanteils des Bereiches Mobile Devices einer Saisonalität. In der Regel sind das erste und vierte Quartal durch eine niedrige Auslastung und das zweite und dritte Quartal des Geschäftsjahres durch eine sehr gute Auslastung gekennzeichnet. Das laufende Geschäftsjahr ist zusätzlich durch die angespannte weltwirtschaftliche Situation beeinflusst. So war zunächst im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres ein Umsatzrückgang gegenüber dem Vergleichszeitraum des vergangenen Geschäftsjahres von EUR 32,0 Mio. bzw. 27,7 % und auch im Verhältnis zum bereits sehr umsatzschwachen vierten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres ein Rückgang von EUR 15,3 Mio. bzw. 15,5 % zu verzeichnen. Im aktuellen zweiten Quartal konnte trotz des schwierigen Marktumfeldes der Umsatz gegenüber dem ersten Quartal um 6 % gesteigert werden, wobei sich der Aufwärtstrend insbesondere gegen Quartalsende zeigte.

Der Großteil der Halbjahresumsätze wurde mit EUR 99,4 Mio. bzw. einem Umsatzanteil von 58 % weiterhin im Geschäftsbereich Mobile Devices erzielt. Erwartungsgemäß haben sich entsprechend der Strategie der AT&S, sich auf das unter anderem ertragreichere High-End-Segment zu konzentrieren, speziell bei Kunden mit Fokus auf das Low-Cost-Segment Umsatzrückgänge ergeben. Trotz bereits zu verzeichnenden Marktanteilsgewinnen im Hochtechnologiebereich ist der Umsatzanteil von Mobile Devices im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Der Bereich Industrial gewinnt im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld mit einem erreichten Umsatzanteil von bereits 30 % im ersten Halbjahr weiter an Bedeutung. Insbesondere konnte im zweiten Quartal annähernd der Vorjahresumsatz erzielt werden. Im Bereich Automotive zeigt sich im Vorjahresvergleich die Krise bei den Autoherstellern, wodurch der Umsatz in diesem Geschäftsbereich bei AT&S um 27 % unter dem Vorjahr liegt. Im zweiten Quartal konnte jedoch mit einem Umsatzanstieg von 17 % ein Aufwärtstrend festgestellt werden. Das Geschäft im Servicesegment (Design, Bestückung und Trading) ist nicht zuletzt aufgrund der Beendigung der Aktivitäten im Bereich Foundry Services (Trading) stark zurückgegangen. Hinsichtlich der Zielmärkte ist weiterhin der Trend der Industrieverlagerung nach Asien erkennbar. Die Umsätze an Abnehmer in Asien erreichen bereits einen Anteil von 40 % des Konzernumsatzes.

Entsprechend dem generellen Preisdruck am internationalen Markt bzw. der allgemeinen Verlagerung der Leiterplattenindustrie und des Abnehmermarktes nach Asien wurden während der letzten Jahre die Produktionskapazitäten der AT&S in Asien ausgebaut und vermehrt Volumsaufträge im Bereich Mobile Devices nach China verlagert. Ein deutlicher Schritt zur Produktionsverlagerung wurde bereits gegen Ende des dritten Quartals im vergangenen Geschäftsjahr gesetzt. Die verschärfte Weltwirtschaftslage und der neuerlich verstärkte Preisdruck führte im Sinne einer nachhaltigen Ertragssicherung zu der Entscheidung, die Volumsproduktion des Standortes Leoben-Hinterberg

komplett nach Asien zu verlagern. Im Werk Leoben-Hinterberg werden nunmehr – wie bereits in den beiden anderen österreichischen Standorten Fehring und Klagenfurt – ausschließlich Kleinserien und kurzfristige Spezialaufträge gefertigt.

Anfang Juni wurde daher zunächst beschlossen, im Rahmen eines Restrukturierungsprogrammes die Produktionskapazitäten in Leoben-Hinterberg um annähernd die Hälfte zu reduzieren. Nicht zuletzt aufgrund von Marktbereinigungen zeigte sich in weiterer Folge eine starke Verbesserung der Auftragssituation von europäischen Kunden. Gemäß der verstärkten Nachfrage und der damit erwarteten besseren Werksauslastung wurde der Restrukturierungsplan im September angepasst, wobei von einer um rund 20 % höheren Auslastung gegenüber dem ursprünglichen Plan ausgegangen wird. Der nunmehr um rund 100 Mitarbeiter geringere Personalabbau hat im zweiten Quartal zu der entsprechenden Ergebnisentlastung bei den nicht wiederkehrenden Posten geführt.

Zusätzlich zur Anpassung der Produktionskapazitäten in Leoben-Hinterberg werden in der gesamten AT&S Gruppe Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung gesetzt. Der gesamte Restrukturierungsaufwand belastete das Betriebsergebnis im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres mit EUR 36,5 Mio. Das um die nicht wiederkehrenden Posten bereinigte Betriebsergebnis ergibt mit EUR -8,8 Mio. für das erste Halbjahr einen negativen Wert. Für das zweite Quartal zeigt das bereinigte Betriebsergebnis durch die erfolgreichen Umsetzungen der Restrukturierung und des Kostensenkungsprogramms bereits einen deutlich positiven Wert von EUR 3,1 Mio. und somit eine Verbesserung gegenüber dem ersten Quartal um EUR 14,9 Mio.

Hinsichtlich der Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Personen und Unternehmen wird auf die erläuternden Anhangsangaben zum Zwischenbericht unter "Sonstige Angaben" verwiesen.

Wesentliche Risiken, Ungewissheiten und Chancen

Im Verlauf des ersten Halbjahres des Geschäftsjahres 2009/10 sind grundsätzlich keine nennenswerten Änderungen der im Konzernabschluss 2008/09 ausführlich im Konzernanhang unter "II. Risikobericht" beschriebenen Risikokategorien aufgetreten. Die Unsicherheiten im Bankensektor bewirken weiterhin einen angespannten Kreditmarkt, wobei hinsichtlich der Auswirkung auf die Finanzierungskosten etwaige zusätzliche Aufschläge der Banken derzeit durch das allgemein niedrige Zinsniveau kompensiert werden. Das Liquiditätsrisiko und auch das Zinsänderungsrisiko für die AT&S wurden durch Ausnutzung einer zusätzlichen langfristigen Kreditzusage in Höhe von EUR 23,6 Mio. weiter reduziert. Weiters konnte im ersten Halbjahr trotz der schlechten Ertragssituation ein deutlich positiver operativer Cashflow erwirtschaftet werden. Zur Absicherung der Währungsrisiken werden für die Nettopositionen in US-Dollar weiterhin Devisentermingeschäfte und Optionen abgeschlossen.

Durch einen positiven Free-Cashflow (Saldo Nettomittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit und Investitionstätigkeit) konnte die Nettoverschuldung gegenüber dem letzten Bilanzstichtag reduziert werden. Das Eigenkapital ist durch das negative Halbjahresergebnis und die negativen Währungsumrechnungsdifferenzen in noch stärkerem Ausmaß zurückgegangen, woraus zum Halbjahresstichtag ein Nettoverschuldungsgrad von 95 % und daher über der Zielmarke von 80 % resultiert. Nach einer kurzfristigen Überschreitung in Anbetracht der gegenwärtigen Ausnahmesituation soll bereits im folgenden Geschäftsjahr 2010/11 der generelle Zielwert von 80 % Nettoverschuldungsgrad wieder unterschritten werden. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Kursentwicklungen der funktionalen Währungen der ausländischen Tochtergesellschaften im Verhältnis zu der Konzernberichtswährung entsprechende Schwankungen im Eigenkapital bewirken.

Hinsichtlich der Chancen und Risiken aus der Entwicklung von externen Rahmenbedingungen für das gesamte Geschäftsjahr 2009/10 ist zunächst von einem weltweiten Umsatzrückgang der Leiterplattenindustrie auszugehen. Aufgrund der Strategie der AT&S, sich auf das High-End-Segment zu konzentrieren, sind speziell bei Kunden mit Fokus auf das Low-Cost-Segment erwartungsgemäß Marktanteilsverluste zu verzeichnen. Im Hochtechnologiebereich wird ein verstärkter Wachstumskurs verfolgt. Eine diesbezügliche Verlagerung im Kunden- und Produktportfolio konnte insbesondere im zweiten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres bereits umgesetzt werden. Das zeigt sich auch im Anstieg des Europageschäftes und der zunehmenden Bedeutung des Bereiches Industrial.

Neben der Restrukturierung des Werkes in Leoben-Hinterberg wurden im aktuellen Geschäftsjahr die Beendigung der Trading-Aktivitäten sowie die Verlagerung und Integration des Logistikbereiches in Nörvenich nach Leoben-Hinterberg, weiters die Veräußerung des indischen Designunternehmens AT&S ECAD umgesetzt. Durch den Fokus auf das Kerngeschäft und die erreichten Effizienzsteigerungen werden sowohl eine Reduktion der Geschäftsrisiken als auch Chancen für eine nachhaltige Ertragsteigerung gesehen.

Mittelfristig werden in Ergänzung zur Produktion von Leiterplatten weiterhin Wachstums- und Diversifikationsmöglichkeiten in der Solarindustrie gesehen. Zusätzlich zu den zentralen Forschungstätigkeiten für die Leiterplattenfertigung, wie z.B. im Rahmen des mehrjährigen von AT&S geleiteten Forschungsprojektes "Hermes" zu Embedding, werden daher auch Forschungstätigkeiten im Bereich der Photovoltaik durchgeführt. Am Standort Leoben-Hinterberg werden im aktuellen Geschäftsjahr neben der Entwicklungstätigkeit bereits erste Prototypen von Photovoltaikmodulkomponenten gefertigt. Das Wachstumspotenzial wird nach der Prototypenphase abschätzbar sein.

Ausblick

Mit erfolgreicher Umsetzung der Restrukturierung sind die erforderlichen strategischen Anpassungsmaßnahmen vorerst abgeschlossen und AT&S für die Zukunft gut positioniert. Die drei österreichischen Werke sind nun rein auf den europäischen Markt ausgerichtet, das Werk in Indien unterstützt das Europageschäft durch mittelgroße Leiterplattenserien mit konkurrenzfähigen Produktionskosten, und am Standort Korea wird das Produktportfolio durch flexible und starrflexible Leiterplatten ergänzt. In Shanghai werden im größten HDI-Werk in China weiterhin Großvolumina für den weltweiten Markt gefertigt.

Auf Basis der Umsatzentwicklung im Verlauf des ersten Halbjahres zeigt sich ein Aufwärtstrend, und so wird auf Basis der aktuellen Aufträge und Bedarfsmeldungen insbesondere für das dritte Quartal eine weitere Umsatzsteigerung erwartet. Auch im verbleibenden Zeitraum des aktuellen Geschäftsjahres werden die Umsätze jedoch unter dem Vorjahresniveau erwartet und so wird der Umsatz für das gesamte Geschäftsjahr 2009/10 deutlich unter dem Vorjahreswert liegen.

Die Kostenentlastungen durch die angepassten Produktionskapazitäten sind bereits im positiven Ergebnis des zweiten Quartals deutlich erkennbar und werden ebenfalls die Ergebnisse für das zweite Halbjahr stärken. Durch die Belastung aus dem aktuellen ersten Quartal wird jedoch insgesamt ein Jahresergebnis für den Konzern deutlich unter dem Vorjahreswert erwartet. Bei anhaltendem Aufwärtstrend erscheint es aber möglich, dass die bereits teilweise kompensierten operativen Verluste des ersten Quartals (ohne nicht wiederkehrende Posten) im verbleibenden Geschäftsjahr zur Gänze ausgeglichen werden können. Es wird weiterhin auf eine konservative Investitionstätigkeit geachtet, die bei Gesamtbetrachtung des Geschäftsjahres aus dem operativen Cashflow und somit ohne Anstieg der Nettoverschuldung finanzierbar ist.

Leoben-Hinterberg, am 21. Oktober 2009

Der Vorstand

Dr. Harald Sommerer e.h. Dkfm. Steen Ejlskov Hansen e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Leoben-Hinterberg, am 21. Oktober 2009

Vorsitzender

Der Vorstand

Dr. Harald Sommerer Dkfm. Steen Ejlskov Hansen Ing. Heinz Moitzi

Kontakt

AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft Am Euro Platz 1 1120 Wien Österreich Tel.: +43 1 68 300-0 Fax: +43 1 68 300-9290

Public Relations und Investor Relations Mag. Hans Lang Tel.: +43 1 68 300-9259 E-Mail: [email protected]

Redaktion Mag. Nikolaus Kreidl Mag. Hans Lang Mag. (FH) Petra Pichler-Grünbeck

Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft Fabriksgasse 13 8700 Leoben Österreich www.ats.net

Design section.d design.communication GmbH

Fotografie Arnd Ötting

Druck Stiepan Druck G.m.b.H.

Gedruckt nach den Richtlinien des Österreichischen Umweltzeichens, UW 761

Im Detail

Marktsegment: AT&S Business Unit Automotive

Applikation: Autoraum Innenbeleuchtung

Produktionsstandort: AT&S Werk Fehring, Österreich

Technologie/Basismaterial: Flexible Leiterplatte auf FR4-Basis, 125 µm Basismaterialdicke, 70/70 µm Basiskupfer

Ausführung: durchkontaktiert 15 µm in der Bohrung

Lötstopplack: 2-Komp.-Siebdrucklack mit flexiblen Eigenschaften

Oberfläche: chemisch Ni/Au

Kontur: gefräst

Leiterbild: elektrisch geprüft

AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft Fabriksgasse 13 8700 Leoben Österreich www.ats.net

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