Quarterly Report • Nov 5, 2008
Quarterly Report
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HYBRID GROWTH by Birgit Knoechl
| 1. Halbjahr | 1. Halbjahr | |
|---|---|---|
| (in € Mio., Gewinn pro Aktie in €) | 2008/09 | 2007/08 |
| Gesamterlöse | 234,2 | 241,7 |
| Bruttogewinn | 39,1 | 43,8 |
| Bruttogewinnmarge | 16,7 % | 18,1 % |
| EBIT (Betriebsergebnis) | 20,6 | 22,2 |
| EBIT-Marge | 8,8 % | 9,2 % |
| EBITDA | 41,3 | 38,6 |
| EBITDA-Marge | 17,6 % | 16,0 % |
| Periodenüberschuss | 18,6 | 21,6 |
| Gewinn/Aktie *) | 0,80 | 0,94 |
| Bilanzsumme | 544,3 | 506,9 |
| CAPEX, netto | 29,5 | 59,8 |
| Eigenmittelquote | 47,7 % | 44,1 % |
| Nettoverschuldung | 171,9 | 150,6 |
| Verschuldungsgrad | 66,3 % | 67,4 % |
| ROE **) | 15,3 % | 19,8 % |
| Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter) | 6.390 | 6.250 |
*) Berechnet auf Basis des gewogenen Mittelwertes der im Umlauf befindlichen Aktien von 23.322.588 per 30. September 2008 und 23.426.015 per 30. September 2007 gemäß IFRS-Vorschriften.
**) Berechnet auf Basis des durchschnittlichen Eigenkapitals in der Periode, annualisiert.
Sehr geehrte Damen und Herren, Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
die Berichte zur Finanzkrise beherrschen aktuell die Medien. Verstärkt durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung unterlag auch unser erstes Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 einer sehr ausgeprägten Saisonalität, wodurch Umsatz und Margen besonders unter Druck kamen. In der Regel sind das erste und das vierte Quartal des Geschäftsjahres von einer niedrigeren Auslastung gekennzeichnet, während das zweite und das dritte Quartal eine sehr gute Auslastung vorweisen. Im Laufe des zweiten Quartals verbesserte sich der Produktmix wieder, und wir konnten schnell zu einer guten Auslastung aller Werke zurückkehren.
Belastet durch das makroökonomische Umfeld lag der Umsatz im zweiten Quartal mit EUR 119,0 Mio. um 6 % unter dem Vorjahreswert. Der im Quartalsschnitt um beinahe 10 % gefallene US-Dollar trug dazu wesentlich bei, sind doch die Preise eines großen Teiles unseres Geschäfts (rund 75% vom Gesamtumsatz) von dieser Währung abhängig. Insgesamt erwirtschafteten wir im ersten Halbjahr einen Umsatz von EUR 234,2 Mio. (–3%).
Der Bruttogewinn fiel im zweiten Quartal mit EUR 23,2 Mio. um 7 % niedriger aus als im Jahr zuvor. Für das erste Halbjahr bedeutet das einen Rückgang um 11 % auf EUR 39,1 Mio. Die Bruttomarge erreichte im zweiten Quartal 19,5 %, im ersten Halbjahr dementsprechend 16,7 %.
Das EBIT profitierte von Bewertungsthemen im Zusammenhang mit dem Anstieg des US-Dollar und des chinesischen Renminbi Yuan gegenüber dem Euro gegen Ende des ersten Halbjahres und konnte im zweiten Quartal mit EUR 14,9 Mio. den Vorjahreswert um 4 % übertreffen. Aufgrund des schwachen ersten Quartals lag das EBIT im ersten Halbjahr um 7 % unter dem Vorjahreswert bei EUR 20,6 Mio. Die EBIT-Marge betrug somit 12,6 % im zweiten Quartal und 8,8 % im ersten Halbjahr.
Das Ergebnis vor Steuern stieg im zweiten Quartal um 7 % auf EUR 15,0 Mio. Für das erste Halbjahr entspricht dies einem Ergebnis vor Steuern von EUR 20,3 Mio. (–12 %).
Der Periodenüberschuss (Net Income) des zweiten Quartals konnte im Vergleich zum Vorjahr um 9 % gesteigert werden und erreichte ein neues Rekordniveau von EUR 13,6 Mio. Im ersten Halbjahr belief sich der Periodenüberschuss auf EUR 18,6 Mio. (–14 %).
Das Ergebnis pro Aktie (EPS) erreichte somit EUR 0,58 im zweiten Quartal und EUR 0,80 im ersten Halbjahr.
Die Nettoverschuldung der AT&S betrug zum 30. September 2008 EUR 171,9 Mio. (EUR 150,6 Mio. vor einem Jahr). Der daraus errechnete Verschuldungsgrad beträgt 66,3 %. Der Anstieg der Nettoverschuldung seit dem 31. März 2008 (+ EUR 15,6 Mio.) ist im Wesentlichen auf Investitionen (CAPEX) für den Ausbau der Werke in Shanghai und Nanjangud sowie die Ausschüttung der Dividende zurückzuführen. AT&S platzierte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres eine Anleihe in Höhe von EUR 80 Millionen und einer Laufzeit von fünf Jahren. So konnten kurzfristige Finanzierungen in den langfristigen Bereich umgeschichtet und die Finanzierungsstruktur verbessert werden.
Durchschnittlich waren im 1. Halbjahr 6.390 Mitarbeiter an den Standorten in Österreich, China, Indien, Korea und in insgesamt 17 Vertriebsbüros beschäftigt.
62% des Gesamtumsatzes haben wir im ersten Halbjahr 2008/09 im Bereich Mobile Devices erwirtschaftet. Rund 25 % steuerte der Bereich Industrial/Medical bei, und rund 11% wurden mit Automotive-Kunden umgesetzt. Neben der Entwicklung und Herstellung von Leiterplatten bieten wir im Bereich Solutions eine Reihe von zusätzlichen Serviceleistungen wie Design und Bestückung von Leiterplatten an. Dieser Geschäftszweig leistete einen Beitrag von rund 3 % am Gesamtumsatz.
Die jüngsten Erfolge im Bereich Solutions machen deutlich, dass dieses neue Geschäftsfeld unser Kerngeschäft sinnvoll ergänzt. So entwickelte AT&S für Hitachi High-Technologies Europe GmbH ein neues GPS/AGPS-Modul. Mit seiner schnellen und gleichzeitig hervorragenden Positionsgenauigkeit für die geographische Ortung und Navigation, auch bei schwierigen Umgebungsbedingungen, ist das GPS-Modul AT&S eMD3620 im Spitzenfeld der jüngsten Entwicklungen in diesem Bereich. Wir haben eine Plugand-Play-Version geschaffen, die mit ihrer integrierten Software sofort einsetzbar und funktionsfähig ist. Unser Ziel war zudem, eine preislich attraktive Gesamtlösung umzusetzen.
Das Modul wurde als Komplettlösung sowohl für tragbare Geräte als auch für den Automotive-Bereich entwickelt. Anwendungsbereiche sind vor allem Applikationen für Navigationssysteme, Tracking oder das Flottenmanagement. AT&S Solutions lieferte die gesamte Hardware-Entwicklung sowie die Fertigung und Bestückung der Leiterplatten. Hitachi High-Technologies Europe GmbH wird die Module über ihr weltweites Vertriebsnetz auf den Markt bringen.
Einer unserer Erfolgsfaktoren sind die in Asien installierten Produktionskapazitäten. Obwohl die Geschichte der AT&S in Shanghai noch relativ jung ist, können wir nach sieben Jahren Präsenz am chinesischen Markt auf beachtliche Erfolge verweisen: Im Wirtschaftsjahr 2005/06 erzielten wir 34 % unserer Umsätze in Asien, jetzt sind es bereits 62 %. Shanghai ist dabei ein zentraler Pfeiler unserer Wachstumsstrategie. Mit rund 500 Mio. US-Dollar Gesamtinvestment und mehr als 3.300 Mitarbeitern in Shanghai ist AT&S der größte österreichische Industrie-Investor in China.
Laut dem im Juli 2008 veröffentlichtem Buch "Better Together – Records of Shanghai Foreign Investment Development" zählt AT&S als eines von 30 Top-Auslandsinvestments in Shanghai, darunter auch Konzerne wie Coca-Cola, Unilever oder Siemens. Bedenkt man, dass mehr als 40.000 internationale Unternehmen in Shanghai tätig sind, ist das als Auszeichnung und großartige Anerkennung für die bisherige Performance zu sehen; für uns zugleich ein Ansporn für die Zukunft.
Mit dem geplanten Kapazitätsausbau in Indien setzen wir unseren kontinuierlichen und nachhaltigen Wachstumskurs erfolgreich fort. Das bestehende Werk in Nanjangud ist sehr gut ausgelastet, und die Nachfrage nach Standard-Mehrlagen- und doppelseitigen Leiterplatten steigt stetig. Mit dem neuen Werk können wir unsere Marktführerschaft in Indien weiter ausbauen und schaffen aktiv die Basis für zukünftiges Wachstum. Die feierliche Grundsteinlegung erfolgte am 5. August 2008.
In den Wirtschaftsjahren 2008/09 und 2009/10 investieren wir insgesamt rund EUR 37 Millionen in die neue Produktionsstätte, deren Fertigstellung im Juli 2009 geplant ist. 2009/10 wird auch bereits mit einem erstmaligen Umsatzbeitrag in der Höhe von rund EUR 18 Millionen gerechnet und danach, bei vollen Kapazitäten, mit rund EUR 37 Millionen pro Jahr. Die neue Produktionsstätte wird angrenzend an das bereits bestehende Werk errichtet und ist technologisch auf Multilayer-Leiterplatten für die Automobilindustrie, Medizin- und Industrietechnik spezialisiert.
Waren wir bis dato schon in Europa und Asien bestens vertreten, wird nun zusätzlich das Engagement in den USA verstärkt. Mit 1. August 2008 nahm die im März dieses Jahres gegründete AT&S Americas LLC in San Jose, Kalifornien, ihren Betrieb auf. Mit diesem Schritt erweitern wir unser globales Vertriebsnetzwerk für die rund 500 Kunden auf 3 Kontinente. San Jose bot sich insbesondere aufgrund der Nähe zu den zahlreichen Technologiekonzernen im Silicon Valley, wie z.B. Apple, Intel oder Cisco, als neuer Standort an. Denn obwohl die Produktion in vielen Bereichen nach Asien abwandert, werden Produkt- und Einkaufsentscheidungen oft weiterhin in den zahlreichen Headquarters großer Technologiekonzerne in den USA getroffen.
Über die neue Vertriebsgesellschaft garantieren wir unseren bestehenden Kunden eine noch bessere lokale Betreuung und bieten potenziellen Neukunden technische Beratung und Lösungskompetenz direkt vor Ort an.
Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft lassen sich heute noch nicht genau abschätzen. Die Verluste auf den Kapitalmärkten und die damit einhergehenden Probleme der Banken werden aber mit großer Wahrscheinlichkeit das zukünftige Wachstum der von AT&S bedienten Märkte negativ beeinflussen. Unsere hervorragende Positionierung und unsere gute Kapitalstruktur sollten jedoch helfen, im nächsten Jahr weitere Marktanteile zu gewinnen.
Trotz der derzeit guten Auslastungssituation werden wir die weitere Entwicklung der Märkte aufmerksam verfolgen und den Kapazitätsaufbau entsprechend adaptieren. Wir müssen auf Veränderungen des Marktumfelds richtig und schnell reagieren. Dies bedeutet, dass strukturelle Anpassungen in der Unternehmensgruppe ebenso nicht auszuschließen sind wie Auswirkungen auf den Firmenwert der AT&S Korea. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt nehmen wir von einer exakten Guidance Abstand.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Harald Sommerer Dkfm. Steen Hansen Ing. Heinz Moitzi Vorstandsvorsitzender Vorstand Vorstand
| AKTIEN | OPTIONEN | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand | Stand | % | Stand | Stand | Durchschn. | |||
| 30.06.2008 | Veränderung | 30.09.2008 | Kapital | 30.06.2008 Veränderung | 30.09.2008 | Ausübungspreis | ||
| Harald Sommerer 1) | 41.500 | 41.500 | 0,16% | 180.000 | (20.000) | 160.000 | € 17,92 | |
| H.S. Privatstiftung | 120.600 | 120.600 | 0,47% | |||||
| Sommerer gesamt | 162.100 | 162.100 | 0,63% | |||||
| Steen Hansen 1) | 0 | 0 | 0,00% | 135.000 | (15.000) | 120.000 | € 17,92 | |
| Heinz Moitzi 1) | 1.672 | 1.672 | 0,01% | 120.000 | 0 | 120.000 | € 17,92 | |
| Hannes Androsch | 445.853 | 445.853 | 1,72% | |||||
| Androsch Privatstiftung | 5.570.666 | 5.570.666 | 21,51% | |||||
| Androsch gesamt | 6.016.519 | 6.016.519 | 23,23% | |||||
| Willibald Dörflinger | 0 | 0 | 0,00% | |||||
| Dörflinger Privatstiftung | 4.574.688 | 4.574.688 | 17,66% | |||||
| Dörflinger gesamt | 4.574.688 | 4.574.688 | 17,66% | |||||
| Erich Schwarzbichler | 0 | 0 | 0,00% | |||||
| Georg Riedl | 9.290 | 9.290 | 0,04% | |||||
| Albert Hochleitner | 0 | 0 | 0,00% | |||||
| Karl Fink | 0 | 0 | 0,00% | |||||
| Wolfgang Fleck 2) | 0 | 0 | 0,00% | |||||
| Johann Fuchs | 4 | 4 | 0,00% | |||||
| Gerhard Fürstler 2) | 1 | 1 | 0,00% | |||||
| Markus Schumy | 0 | 0 | 0,00% | |||||
| Maximilian Sommerer | 2.500 | 2.500 | 0,01% | |||||
| Niklas Sommerer | 2.500 | 2.500 | 0,01% | |||||
| Clemens Sommerer | 2.500 | 2.500 | 0,01% | |||||
| Summe Directors' | ||||||||
| Holdings/Dealings | 10.771.774 | 0 | 10.771.774 | 41,59% | 435.000 | (35.000) | 400.000 | |
| Eigene Aktien 3) 4) | 2.577.412 | 0 | 2.577.412 | 9,95% | ||||
| Restliche ausgegebene Aktien | 12.550.814 | 12.550.814 | 48,46% | |||||
| Summe | 25.900.000 | 25.900.000 | 100,00% | 435.000 | 400.000 |
1) Optionen gemäß Stock-Option-Plan: Verfall von 20.000 Optionen von Dr. Harald Sommerer bzw. 15.000 Optionen von Dkfm. Steen Hansen wegen Nichtausübung.
2) Ab 17. September 2008 ist Herr Wolfgang Fleck anstelle von Herrn Gerald Fürstler vom Betriebsrat deligiert.
3) Der rechnerische Betrag des Grundkapitals eigener Aktien betrug zum 30. September 2008 EUR 2.835.153.
4) Rückgekaufte Aktien werden zur Durchführung des Mitarbeiterbeteiligungs- bzw. Stock-Option-Programms sowie für potenzielle Akquisitionen verwendet.
Seit 20. Mai 2008 notiert AT&S im Segment "Prime Market" der Wiener Börse. Gleichzeitig wurde die Einstellung der Notierung und der Widerruf der Zulassung der AT&S-Aktien zum regulierten Markt (Prime Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse beantragt. Das Delisting erfolgte effektiv per Sonntag, 14. September 2008. Der letzte Handelstag der AT&S-Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse war somit Freitag, 12. September 2008. Seit Montag, 15. September 2008 notiert die AT&S-Aktie ausschließlich an der Wiener Börse.
Den Talfahrten an den internationalen Börsen infolge der Finanzkrise konnte sich auch die AT&S-Aktie nicht entziehen. Nach einem starkem Start zu Beginn des Geschäftsjahres 2008/09 mit einem Hoch von EUR 13,56 (Intraday) am 21. Mai 2008 schloss die Aktie per 30. September 2008 bei EUR 7,70 und somit um 24 % unter dem Kurs per Anfang April 2008. Damit entwickelte sich die AT&S-Aktie über weite Strecken parallel zum ATX Prime, der im gleichen Zeitraum ein Minus von 30 % hinnehmen musste. In Summe konnte die AT&S-Aktie den ATX Prime sogar leicht outperformen.
* Aufgrund des Börsewechsels: 1. April 2008 bis 19. Mai 2008 Kursverlauf der AT&S Aktie an der Deutschen Börse und ab 20. Mai 2008 an der Wiener Börse.
Am 3. Juli 2008 wurde die 14. ordentliche Hauptversammlung der AT&S im Congress Leoben abgehalten, an der rund 80 Aktionäre teilnahmen. Sämtliche Beschlüsse wurden mit mehr als 93 % Zustimmung gefasst. Nähere Details entnehmen Sie bitte dem 1. Quartalsfinanzbericht.
In diesen turbulenten Börsenzeiten versucht AT&S Vertrauen über den persönlichen Kontakt zu Investoren und Analysten zu stärken. So stand das Management der AT&S interessierten Aktionären in zahlreichen One-on-One-Gesprächen zur Verfügung. Der alljährliche Capital Markets Day findet diesmal am 15. Dezember 2008 statt.
Interessierten Anlegern stehen umfassende Informationen auf unserer Homepage unter www.ats.net zur Verfügung.
| 30. September 2008 | 30. September 2007 | |
|---|---|---|
| Gewinn/Aktie | 0,80 | 0,94 |
| Höchstkurs | 13,56 | 20,44 |
| Tiefstkurs | 7,40 | 16,00 |
| Ultimokurs | 7,70 | 18,23 |
| Wiener Börse | |
|---|---|
| WP-Kennnummer | 969985 |
| ISIN-Code | AT0000969985 |
| Kürzel | ATS |
| Reuters RIC | ATSV.VI |
| Bloomberg | ATS:AV |
| 3. Quartal 2008/09 | 27. Jänner 2009 |
|---|---|
| Jahresergebnis 2008/09 | 14. Mai 2009 |
| 15. ordentliche Hauptversammlung | 2. Juli 2009 |
Mag. Hans Lang Tel.: +43 1 68 300-9259 E-Mail: [email protected]
| 1. Juli–30. September 1. April–30. September |
||||
|---|---|---|---|---|
| (in € 1.000) | 2008 | 2007 | 2008 | 2007 |
| Umsatzerlöse | 119.028 | 127.016 | 234.225 | 241.698 |
| Herstellungskosten | (95.816) | (102.015) | (195.104) | (197.886) |
| Bruttogewinn | 23.212 | 25.001 | 39.121 | 43.812 |
| Vertriebskosten | (5.825) | (5.373) | (11.549) | (10.820) |
| Allgemeine Verwaltungskosten | (5.772) | (5.223) | (11.148) | (10.651) |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 3.323 | 22 | 4.146 | (147) |
| Betriebsergebnis | 14.938 | 14.427 | 20.570 | 22.194 |
| Finanzierungserträge | 5.811 | 3.527 | 7.517 | 4.859 |
| Finanzierungsaufwendungen | (5.711) | (3.878) | (7.777) | (3.923) |
| Finanzergebnis | 100 | (351) | (260) | 936 |
| Ergebnis vor Steuern | 15.038 | 14.076 | 20.310 | 23.130 |
| Ertragsteuern | (1.472) | (1.669) | (1.715) | (1.508) |
| Konzernergebnis | 13.566 | 12.407 | 18.595 | 21.622 |
| Davon den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnen | 13.583 | 12.645 | 18.624 | 22.021 |
| Davon Minderheiten zuzurechnen | (17) | (238) | (29) | (399) |
| Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des | ||||
| Mutterunternehmens zusteht (in EUR je Aktie): | ||||
| - unverwässert | 0,58 | 0,54 | 0,80 | 0,94 |
| - verwässert | 0,58 | 0,54 | 0,80 | 0,94 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf | ||||
| befindlichen Aktien – unverwässerter Wert (in tausend Stück) | 23.323 | 23.355 | 23.323 | 23.426 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf | ||||
| befindlichen Aktien – verwässerter Wert (in tausend Stück) | 23.323 | 23.377 | 23.323 | 23.449 |
| 30. September | 31. März | |
|---|---|---|
| (in € 1.000) | 2008 | 2008 |
| VERMÖGENSWERTE | ||
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Sachanlagen | 328.649 | 297.750 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 7.760 | 8.347 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 122 | 119 |
| Übergedeckte Pensionsansprüche | 235 | 424 |
| Aktive latente Steuern | 11.305 | 9.391 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 2.788 | 2.461 |
| 350.859 | 318.492 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 62.120 | 51.714 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 107.711 | 93.751 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 14.862 | 20.044 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 2.151 | 2.151 |
| Laufende Ertragsteuerforderungen | 146 | 84 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.474 | 9.364 |
| 193.464 | 177.108 | |
| Summe Vermögenswerte | 544.323 | 495.600 |
| EIGENKAPITAL | ||
| Gezeichnetes Kapital | 45.680 | 45.658 |
| Sonstige Rücklagen | (16.643) | (39.714) |
| Gewinnrücklagen | 230.365 | 219.817 |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital | 259.402 | 225.761 |
| Minderheitenanteile | 502 | 530 |
| Summe Eigenkapital | 259.904 | 226.291 |
| SCHULDEN | ||
| Langfristige Schulden | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 111.219 | 39.301 |
| Rückstellungen für Personalaufwand | 11.261 | 10.830 |
| Passive latente Steuern | 9.002 | 7.280 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.387 | 1.852 |
| 133.869 | 59.263 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 74.639 | 75.790 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 71.540 | 130.126 |
| Laufende Ertragsteuerschulden | 3.119 | 2.418 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.252 | 1.712 |
| 150.550 | 210.046 | |
| Summe Schulden | 284.419 | 269.309 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 544.323 | 495.600 |
| 1. April–30. September | |||
|---|---|---|---|
| (in € 1.000) | 2008 | 2007 | |
| Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | |||
| Konzernergebnis | 18.595 | 21.622 | |
| Überleitungspositionen zum Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit: | |||
| Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen von Anlagevermögen | |||
| und von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 20.689 | 16.368 | |
| Ertragsteuern | 1.715 | 1.508 | |
| Finanzierungsaufwendungen/(-erträge) | 260 | (936) | |
| (Gewinne)/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen | (110) | (113) | |
| Auflösung von Investitionszuschüssen | (759) | (1.063) | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert | 1.001 | 108 | |
| Veränderungen des Working Capital: | |||
| - Vorräte | (8.039) | (5.378) | |
| - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | (10.853) | (9.292) | |
| - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 956 | 10.111 | |
| - Sonstige Rückstellungen | (449) | 117 | |
| Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel | 23.006 | 33.052 | |
| gezahlte Zinsen | (2.810) | (3.535) | |
| erhaltene Zinsen | 171 | 146 | |
| gezahlte Ertragsteuern | (1.363) | (2.209) | |
| Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 19.004 | 27.454 | |
| Geldfluss aus Investitionstätigkeit | |||
| Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen | |||
| und immateriellen Vermögenswerten | (29.639) | (60.011) | |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen | |||
| und immateriellen Vermögenswerten | 179 | 194 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten | (3) | – | |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten | 3.015 | 2.564 | |
| Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit | (26.448) | (57.253) | |
| Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit | |||
| Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten | 80.465 | 71.756 | |
| Auszahlungen für die Rückzahlungen von finanziellen Verbindlichkeiten | (69.508) | (34.542) | |
| Einzahlungen aus Investitionszuschüssen | 1.454 | 1.123 | |
| Einzahlungen aus der Ausübung von Aktienoptionen | – | 483 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von eigenen Aktien | – | (3.891) | |
| Dividendenzahlungen | (7.930) | (7.249) | |
| Nettomittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit | 4.481 | 27.680 | |
| Nettoabnahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | (2.963) | (2.119) | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang | 9.364 | 24.597 | |
| Währungsgewinne/-verluste aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 73 | (764) | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Halbjahresende | 6.474 | 21.714 |
| (in € 1.000) | Gezeichnetes Kapital |
Sonstige Rücklagen |
Gewinn rücklagen |
Den Gesellschaftern des Mutterunter nehmens zurechenbares Eigenkapital |
Minder heiten anteile |
Summe Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31. März 2007 | 49.529 | (14.924) | 185.617 | 220.222 | 545 | 220.767 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | – | (8.185) | – | (8.185) | 52 | (8.133) |
| Direkt im Eigenkapital erfasste | ||||||
| Erträge/(Aufwendungen) | – | (8.185) | – | (8.185) | 52 | (8.133) |
| Konzernergebnis | – | – | 22.021 | 22.021 | (399) | 21.622 |
| Gesamtergebnis | – | (8.185) | 22.021 | 13.836 | (347) | 13.489 |
| Aktienoptionsprogramme: | ||||||
| - Wert der erbrachten Leistungen | 36 | – | – | 36 | – | 36 |
| - Veränderung Aktienoptionen | (182) | – | – | (182) | – | (182) |
| Veränderung eigener Anteile nach Steuern | (2.780) | – | – | (2.780) | – | (2.780) |
| Dividendenzahlung für 2006/07 | – | – | (7.249) | (7.249) | – | (7.249) |
| Umgliederung von auf Minderheitenanteile | ||||||
| entfallenden Verlusten | – | – | (346) | (346) | 346 | – |
| 30. September 2007 | 46.603 | (23.109) | 200.043 | 223.537 | 544 | 224.081 |
| 31. März 2008 | 45.658 | (39.714) | 219.817 | 225.761 | 530 | 226.291 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | – | 23.071 | 45 | 23.116 | 7 | 23.123 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste | ||||||
| Erträge/(Aufwendungen) | – | 23.071 | 45 | 23.116 | 7 | 23.123 |
| Konzernergebnis | – | – | 18.624 | 18.624 | (29) | 18.595 |
| Gesamtergebnis | – | 23.071 | 18.669 | 41.740 | (22) | 41.718 |
| Aktienoptionsprogramme: | ||||||
| - Wert der erbrachten Leistungen | 22 | – | – | 22 | – | 22 |
| Dividendenzahlung für 2007/08 | – | – | (7.930) | (7.930) | – | (7.930) |
| Minderheitenanteile durch Unternehmens | ||||||
| erwerbe und Umgliederung von auf | ||||||
| Minderheitenanteile entfallenden Verlusten | – | – | (191) | (191) | (6) | (197) |
| 30. September 2008 | 45.680 | (16.643) | 230.365 | 259.402 | 502 | 259.904 |
1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/09:
| Nicht zugeordnet | |||
|---|---|---|---|
| Europa | Asien | und Konsolidierung | Konzern |
| 176.432 | 57.793 | – | 234.225 |
| – | |||
| 234.225 | |||
| 20.570 | |||
| (260) | |||
| 20.310 | |||
| (1.715) | |||
| 18.595 | |||
| 544.323 | |||
| 284.419 | |||
| 23.220 | |||
| 5.170 | 14.986 | 533 | 20.689 |
| – 176.432 1.671 150.869 50.121 4.915 |
78.362 136.155 28.022 391.736 62.574 17.526 |
(78.362) (78.362) (9.123) 1.718 171.724 779 |
| Nicht zugeordnet | ||||
|---|---|---|---|---|
| (in € 1.000) | Europa | Asien | und Konsolidierung | Konzern |
| Außenumsatz | 187.889 | 53.809 | – | 241.698 |
| Innenumsatz | – | 74.638 | (74.638) | – |
| Gesamterlöse | 187.889 | 128.447 | (74.638) | 241.698 |
| Segmentergebnis/Betriebsergebnis | 7.752 | 28.115 | (13.673) | 22.194 |
| Finanzergebnis | 936 | |||
| Ergebnis vor Steuern | 23.130 | |||
| Ertragsteuern | (1.508) | |||
| Konzernergebnis | 21.622 | |||
| Gesamtvermögen | 166.348 | 325.385 | 15.136 | 506.869 |
| Schulden | 58.699 | 51.011 | 173.078 | 282.788 |
| Investitionen | 3.818 | 60.457 | 199 | 64.474 |
| Abschreibungen der Sachanlagen | ||||
| und immateriellen Vermögenswerte | 5.042 | 10.587 | 739 | 16.368 |
Die Umsatzerlöse nach Branchen stellen sich wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse nach Ländern stellen sich wie folgt dar:
| 1. April–30. September | |||
|---|---|---|---|
| (in € 1.000) | 2008 | 2007 | |
| Mobile Devices | 144.984 | 161.235 | |
| Industrial | 57.891 | 49.899 | |
| Automotive | 24.987 | 24.722 | |
| Übrige | 6.363 | 5.842 | |
| 234.225 | 241.698 |
Das Gesamtvermögen wird von allen Geschäftsbereichen gemeinsam genutzt, sodass eine Branchenaufteilung und Zuordnung von Investitionen nicht dargestellt werden kann.
| 1. April–30. September | ||
|---|---|---|
| (in € 1.000) | 2008 | 2007 |
| Österreich | 10.626 | 10.600 |
| Deutschland | 56.274 | 60.983 |
| Ungarn | 25.363 | 19.007 |
| Sonstige EU | 17.008 | 14.947 |
| Asien | 86.060 | 105.046 |
| Kanada, USA | 32.592 | 27.333 |
| Übrige | 6.302 | 3.782 |
| 234.225 | 241.698 |
Der Zwischenbericht zum 30. September 2008 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS), unter Berücksichtigung des IAS 34, und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.
Gegenüber dem Geschäftsjahr endend zum 31. März 2008 sind keine Unterschiede der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegeben.
Der Konzernzwischenabschluss beinhaltet nicht alle im Jahreskonzernabschluss enthaltene Informationen und sollte gemeinsam mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2008 gelesen werden.
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2008 ist ungeprüft, und es wurde auch keine externe prüferische Durchsicht durchgeführt.
Im ersten Halbjahr dieses Geschäftsjahres konnten mit EUR 234,2 Mio. annähernd die Umsatzerlöse der Vergleichsperiode des Vorjahres erreicht werden. Die Abweichung beträgt EUR 7,5 Mio. bzw. 3,1 % und ist vorwiegend auf den um durchschnittlich über 12 % geringeren US-Dollar-Kurs zurückzuführen. Bei Quartalsbetrachtung im Vorjahresvergleich zeigt sich, dass nach einer Umsatzsteigerung im ersten Quartal, im zweiten Quartal durch die Auswirkungen der weltwirtschaftlichen Entwicklung das Umsatzwachstum gebremst wurde.
Das dennoch hohe Umsatzniveau im ersten Halbjahr konnte durch erneute Mengensteigerungen im Vorjahresvergleich erreicht werden, wobei die Produktionsausweitung insbesondere durch das im vorhergehenden Geschäftsjahr in Betrieb gegangene dritte Werk in China ermöglicht wurde. Auch konnten die Mengen einzelner Werke in Österreich gesteigert werden. Bei der Produktion von HDI-Leiterplattenmodellen ergab sich hingegen durch die teilweise Verlagerung nach Asien für Österreich im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Mengenreduktion. Aufgrund der Preisentwicklungen, unter anderem bedingt durch die Währungskursentwicklung des US-Dollar zum Euro, ergibt sich im Gesamtbild trotz Mengensteigerung ein leichter Umsatzrückgang.
Die Bruttogewinnmarge hat sich gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres von 18,1 % auf 16,7 % reduziert und führt zu einem Rückgang des Bruttogewinnes um EUR 4,7 Mio.
Die geringere Bruttogewinnmarge verdeutlicht die durchschnittlich niedrigeren Verkaufspreise. Weiters hat die geringere Auslastung von Teilen der Produktionsstandorte in Österreich und somit die daraus resultierende stärkere Fixkostenbelastung zu dieser Entwicklung geführt. Die Anlaufphase des Werkes in Korea belastete noch den Bruttogewinn, jedoch in deutlich geringerem Ausmaß als im ersten Halbjahr des vorangegangenen Geschäftsjahres.
Gegenüber dem ersten Quartal hat sich insbesondere die Auslastung des Produktionsstandortes in China verbessert, und somit liegt die Bruttogewinnmarge des Konzerns im zweiten Quartal mit 19,5 % sogar annähernd auf dem Wert des umsatzstarken zweiten Quartals im Vorjahr. Der Bruttogewinnanstieg gegenüber dem ersten Quartal ist daher mit EUR 7,3 Mio. im aktuellen Geschäftsjahr besonders deutlich ausgefallen.
Das Betriebsergebnis reduzierte sich im ersten Halbjahr dieses Geschäftsjahres gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um EUR 1,6 Mio., vorwiegend aufgrund des niedrigeren Bruttogewinnes. Das geringere Ausmaß der Abweichung im Vergleich zur Bruttogewinnveränderung ist im Wesentlichen auf das hohe sonstige betriebliche Ergebnis zurückzuführen, welches insbesondere Kursgewinne aus dem laufenden Anstieg des US-Dollar gegenüber dem Euro im aktuellen zweiten Quartal beinhaltet. Weiters war das Vorjahr durch Anlaufverluste aus der Inbetriebnahme des dritten Werkes in China belastet.
Der Anstieg der Vertriebskosten zeigt den expansionsbedingten erhöhten Personalbedarf, auch die Verwaltungsaufwendungen liegen aufgrund von Sonderprojekten etwas über dem Vorjahreswert.
Die geringeren Finanzierungserträge gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum resultieren im Wesentlichen aus den Wechselkursentwicklungen. Durch die Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag sind sowohl der positive Ergebnisbeitrag der Kurssicherungsgeschäfte als auch die Wechselkurserträge der Bankenfinanzierungen geringer ausgefallen.
Die höhere Nettoverschuldung im Vergleich zu vor einem Jahr führt zu einem Anstieg der Finanzierungsaufwendungen. Das Finanzergebnis liegt im ersten Halbjahr letztlich um EUR 1,2 Mio. unter dem Vorjahr und führt per Saldo zu einem Aufwand. Im aktuellen zweiten Quartal hat sich das Finanzergebnis hingegen positiv entwickelt, vorwiegend aufgrund der Aufwertung der funktionalen Währung Chinesischer Renminbi Yuan (CNY).
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergab sich ein Ansteigen des effektiven Steuersatzes im Konzern. Der Anstieg auf Basis des Konzernergebnisses resultiert vorwiegend aus den unterschiedlichen Anteilen der einzelnen Gesellschaften mit abweichenden Steuersätzen und unterschiedlichen steuerlichen Regelungen am Konzernergebnis. Unter anderem wurden auch latente Steuern auf ertragsteuerliche Verlustvorträge in geringerem Ausmaß als im ersten Halbjahr des letzten Geschäftsjahres aktiviert.
Die Nettoverschuldung erhöhte sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um EUR 15,6 Mio. auf EUR 171,9 Mio., hauptsächlich durch Aufnahme langfristiger Finanzverbindlichkeiten. Am 27. Mai 2008 wurde eine Anleihe in Höhe von EUR 80 Mio. mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Zinssatz von 5,5 % p.a. am Dritten Markt der Wiener Börse platziert. Dadurch wurde eine Umschichtung der Finanzierung vom kurzfristigen in den langfristigen Bereich und eine Verbesserung der Finanzierungsstruktur umgesetzt. Durch den überproportionalen Anstieg des Eigenkapitals im Vergleich zur Nettoverschuldung konnte der Nettoverschuldungsgrad gegenüber dem letzten Bilanzstichtag von 69 % auf 66 % gesenkt werden. Im Vergleich zu vor einem Jahr erhöhte sich die Nettoverschuldung um EUR 21,9 Mio., im Wesentlichen zur Finanzierung der Investitionen in China. Der Nettoverschuldungsgrad reduzierte sich auch zu diesem Vergleichszeitpunkt geringfügig.
Das Konzerneigenkapital erhöhte sich ausgehend von einem im Vergleich zum Vorjahr geringeren Halbjahreskonzernergebnis insbesondere aufgrund der positiven Währungsumrechnungsdifferenzen besonders deutlich. Die positive Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres ist vorwiegend auf die Wechselkursveränderungen der funktionalen Währungen Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) und Hongkong Dollar (HKD) gegenüber dem Euro zurückzuführen. Die Abwertung des Koreanischen Won (KRW) reduziert entsprechend das Ausmaß der Rücklagenerhöhung. Das Gesamtergebnis beträgt letztlich für das erste Halbjahr EUR 41,7 Mio. gegenüber EUR 13,5 Mio. im Vorjahresvergleichszeitraum.
In der 14. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2008 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Weiters wurde der Vorstand wieder für die Dauer von fünf Jahren ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eigene Anteile auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen oder als Gegenleistung für Unternehmenserwerbe.
Im Rahmen des Aktienrückkaufprogrammes wurden im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres keine weiteren eigenen
Aktien erworben. Zum 30. September 2008 hält der Konzern unverändert zum letzten Bilanzstichtag, unter Berücksichtigung der ausgeübten Aktienoptionen, 2.577.412 eigene Aktien (9,95 % des Grundkapitals) mit einem Kaufpreis von EUR 46,6 Mio.
Der Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um EUR 8,5 Mio. reduziert. Ausgehend von einem um EUR 3,0 Mio. geringeren Konzernergebnis, war dafür hauptsächlich die stärkere Nettomittelverwendung für das Working Capital ausschlaggebend. Durch den Umsatz- und Produktionsanstieg gegen Ende des Halbjahres wurden Forderungen und Vorräte aufgebaut, der produktionsbedingte laufende Verbindlichkeitenanstieg wurde jedoch durch vermehrte Bezahlung von Anlageninvestitionen kompensiert.
Der Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit beträgt EUR 26,4 Mio. (Vorjahr: EUR 57,3 Mio.). Die deutliche Reduktion im Nettomittelabfluss ergibt sich vorwiegend aus den im vorjährigen Vergleichszeitraum höheren Investitionen. Die Auszahlungen für Investitionen belaufen sich auf EUR 29,6 Mio. (Vorjahr EUR 60,0 Mio.), wovon EUR 21,7 Mio. (Vorjahr EUR 55,4 Mio.) auf die Erweiterung des Standortes in China entfallen.
Der Nettomittelzufluss im Finanzierungsbereich in Höhe von EUR 4,5 Mio. im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten, wobei der zusätzliche Finanzmittelbedarf durch die geringere Investitionstätigkeit deutlich geringer als im Vorjahr war. Auch wurden keine weiteren eigenen Aktien erworben. Die Ausschüttung war etwas höher als im Vorjahr.
Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres wurden gemäß Beschluss in der Hauptversammlung vom 3. Juli 2008 pro Aktie EUR 0,34 aus dem Bilanzergebnis zum 31. März 2008 ausgeschüttet.
Die Gesellschaft notiert seit 20. Mai 2008 an der Wiener Börse im Marktsegment "Prime Market" und wird seit 15. September 2008, nach einer Phase des Doppellisting auf dem bisherigen Börseplatz Frankfurt, ausschließlich an der Wiener Börse gehandelt.
Im Zusammenhang mit diversen Projekten sind im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres Honorare für die AIC Androsch International Management Consulting GmbH in Höhe von TEUR 181 angefallen.
Der Aufwand für Fremdfertigungsleistungen, die durch den Minderheitsgesellschaftern der AT&S Korea nahe stehende Unternehmen durchgeführt wurden, beläuft sich für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres auf TEUR 393.
Das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres verlief für die AT&S zunächst unter den Erwartungen. Insbesondere war durch das makroökonomische Umfeld die Saisonalität, welche generell eine niedrige Auslastung im ersten und vierten Quartal und eine sehr gute Auslastung im zweiten und dritten Quartal bedeutet, besonders ausgeprägt. Im Verlauf des zweiten Quartals konnten Produktmix und Auslastung der Werke gesteigert werden, wodurch sich insbesondere die Ergebnissituation verbessert hat. Der Anstieg des US-Dollar im zweiten Quartal wirkt sich aufgrund der großen Abhängigkeit des Geschäfts vom US-Dollar in der Quartalsentwicklung ebenfalls positiv aus. Die generelle weltwirtschaftliche Situation beeinflusst jedoch insgesamt die Verkaufssituation und so ist nicht das ursprünglich geplante Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr eingetreten, wobei auch der US-Dollar-Kurs im Halbjahresdurchschnitt noch deutlich unter dem im vergangenen Geschäftsjahr lag.
Der Großteil der Umsätze wird mit EUR 145 Mio. bzw. einem Umsatzanteil von 62 % trotz Umsatzrückgang weiterhin im Geschäftsbereich Mobile Devices erzielt, wobei im Vorjahresvergleich der Bereich Industrial mit einem deutlichen Umsatzanstieg und dadurch erreichten Umsatzanteil von bereits 25 % immer mehr an Bedeutung gewinnt. Der Großteil des Umsatzes wird mit annähernd 60% bereits in den Produktionsstandorten in Asien, insbesondere in Shanghai, hergestellt. Die AT&S zählt als größter österreichischer Industrie-Investor in China auch zu den Top-30-Auslandsinvestments in Shanghai. Hinsichtlich der Zielmärkte unterstreicht die Umsatzausweitung in den USA und Kanada das Engagement vor Ort.
Neben der allgemein vorteilhaften Kostenstruktur in Asien hat durch den starken Einfluss des US-Dollar auch auf die Produktionsfaktoren die Wechselkursentwicklung des US-Dollar auf das Betriebsergebnis der Produktionsstandorte in Asien eine geringere Auswirkung als auf die europäischen Werke. Der generelle Preisdruck am internationalen Markt zeigt sich daher verstärkt bei den Margen der Produktion in Europa. Insbesondere bei der HDI-Leiterplattenproduktion war in Österreich im ersten Halbjahr eine zu geringe Auslastung und somit Ergebnisbelastung zu verzeichnen. Die Auslastung des besonders profitablen Werkes in China konnte hingegen im zweiten Quartal gesteigert werden, wodurch das Quartalskonzernergebnis mit EUR 13,6 Mio. sogar einen Rekordwert erreichte.
Im Verlauf des ersten Halbjahres des Geschäftsjahres 2008/09 sind grundsätzlich keine nennenswerten Änderungen der im Konzernabschluss 2007/08 ausführlich im Konzernanhang unter "II. Risikobericht" beschriebenen Risikokategorien aufgetreten. Die aktuellen Unsicherheiten im Bankensektor bewirken allgemein einen angespannten Kreditmarkt und vor allem Steigerungen bei den Finanzierungszinssätzen. Die konkreten Auswirkungen des Zinsänderungsrisikos für die AT&S wurden insbesondere durch die Anleihenemission im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres weiter reduziert. Zur Absicherung der Währungsrisiken werden für die Nettopositionen in US-Dollar weiterhin Devisentermingeschäfte und Optionen abgeschlossen.
Hinsichtlich der Chancen und Risiken aus der Entwicklung von externen Rahmenbedingungen kann für das gesamte Geschäftsjahr 2008/09 nicht in allen maßgebenden drei Geschäftsbereichen der AT&S (Mobile Devices, Industrial und Automotive) von einem Marktwachstum ausgegangen werden. Der verstärkten Bedeutung des Bereiches Industrial wird durch den Kapazitätsausbau am Standort Indien entsprochen, um den diesbezüglichen Wachstumskurs auf Basis modernster Technologie und Kosteneffizienz weiter zu verfolgen. Die konkreten Auswirkungen derzeitiger durch die Finanzkrise in den USA verursachter makroökonomischer Risiken sind jedoch zunehmend schwierig abschätzbar, insbesondere für das vierte Quartal des Geschäftsjahres. Die weitere Entwicklung der Märkte wird daher aufmerksam verfolgt und im Bedarfsfall der Kapazitätsplan entsprechend angepasst. Chancen werden für die AT&S auch bei einem möglichen Rückgang der Realwirtschaft darin gesehen, aufgrund der hervorragenden Positionierung und guten Kapitalstruktur weitere Marktanteile zu gewinnen.
Weiters verfolgt die AT&S zusätzliche Wachstums- und Diversifikationsmöglichkeiten in der Solarindustrie. Die ersten Tätigkeiten in diesem Bereich bestehen in der Entwicklung eines innovativen Solarmodulkonzeptes mit höherer Energieeffizienz, an der im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung mit Solland Solar, einem Hersteller von Standard- und Rückseitenkontaktzellen, gearbeitet wird.
Aufgrund der schwierigen Einschätzbarkeit der künftigen weltwirtschaftlichen Entwicklung wurde bereits im Konzernlagebericht 2007/08 von einer exakten Prognose zum erwarteten Verlauf des Geschäftsjahres 2008/09 Abstand genommen. Die erwartete Verbesserung vor allem der Ertragssituation im zweiten Quartal durch eine bessere Kapazitätsauslastung und einen besseren Produktmix ist zwar eingetreten, jedoch sind die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres gegenwärtig nicht abschätzbar. Unter Berücksichtigung dieser Unsicherheiten wird ein Konzernergebnis für das gesamte laufende Geschäftsjahr unter dem Rekordwert des Vorjahres erwartet.
Leoben-Hinterberg, am 21. Oktober 2008
Der Vorstand
Dr. Harald Sommerer e.h. Dkfm. Steen Ejlskov Hansen e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Leoben-Hinterberg, am 21. Oktober 2008
Dr. Harald Sommerer Dkfm. Steen Hansen Ing. Heinz Moitzi Vorsitzender
Der Vorstand
Kontakt
AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG Am Euro Platz 1 1120 Wien, Österreich Tel: +43 1 68 300-0 Fax: +43 1 68 300-9290
Public Relations und Investor Relations Mag. Hans Lang Tel: +43 1 68 300-9259 E-Mail: [email protected]
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