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AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG

Interim / Quarterly Report Nov 19, 2020

736_ir_2020-11-19_6031f588-b68a-4f9b-957e-fc677a843c61.pdf

Interim / Quarterly Report

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1

FOR ADVANCED APPLICATIONS

AT&S Z W I S C H E N M I T T E I L U N G 3 .Q U A R T A L 2 0 1 9 / 2 0 FIRST CHOICE

HIGHLIGHTS H1 2020/21

AT&S weiter auf Wachstumskurs – 10 %ige Umsatz- und EBITDA-Steigerung

  • Diversifiziertes Geschäftsmodell stützt positiven Geschäftsverlauf
  • Signifikant steigende Nachfrage nach ABF Substraten
  • Halbjahresumsatz steigt um 9,7 % auf 537,8 Mio. €, EBITDA-Marge mit 20,7 % auf Vorjahresniveau
  • Investitionen in das IC-Substrate- und Modul-Geschäft werden wie geplant fortgesetzt
  • Ausblick 2020/21: Umsatzsteigerung von rund 15 % bei einer EBITDA-Marge in der Bandbreite von 20 % bis 22 %

KENNZAHLEN

Einheit H1 2019/20 H1 2020/21 Veränderung
in %
Umsatzerlöse Mio. € 490,3 537,8 9,7 %
EBITDA Mio. € 101,1 111,2 10,0 %
EBITDA-Marge % 20,6 % 20,7 %
EBIT (Betriebsergebnis) Mio. € 29,4 32,8 11,8 %
EBIT-Marge % 6,0 % 6,1 %
Konzernergebnis Mio. € 19,5 14,7 (25,0 %)
ROCE % 3,4 % 5,2 %
Netto-Investitionen Mio. € 92,0 195,7 >100 %
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € 62,2 83,6 34,4 %
Operativer Free Cashflow Mio. € (29,8) (112,1)
Gewinn je Aktie 0,40 0,27 (31,7 %)
Mitarbeiterstand1) 10.126 10.855 7,2 %
BILANZ 31.03.2020 30.09.2020
Bilanzsumme Mio. € 1.853,5 2.020,0 9,0 %
Eigenkapital Mio. € 760,3 730,4 (3,9 %)
Eigenkapitalquote % 41,0 % 36,2 %
Nettoverschuldung Mio. € 246,7 380,0 54,0 %

1) inkl. Leihpersonal, Durchschnitt

CORPORATE-GOVERNANCE-INFORMATIONEN

26. AT&S HAUPTVERSAMMLUNG

Die 26. ordentliche Hauptversammlung der AT & S Austria Technologie und Systemtechnik Aktiengesellschaft (AT&S), die aufgrund der COVID-19-Pandemie virtuell durchgeführt wurde, hat am 9. Juli 2020 eine Dividende in Höhe von 0,25 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2019/20 beschlossen.

Zum Abschlussprüfer für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020/21 wurde die Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH bestellt.

Mit Ablauf der Hauptversammlung schieden Ing. Willibald Dörflinger, Dkfm. Karl Fink und Dipl. Ing. Albert Hochleitner auf eigenen Wunsch aus dem Aufsichtsrat aus. Ihnen gilt seitens des Unternehmens und des Aufsichtsrates Dank für die langjährige, kompetente Mitarbeit.

Dipl.-Phys. Lars Reger, Prof. Dr. Hermann Eul, Mag. Robert Lasshofer und Dipl.-Ing. (FH) Georg Hansis wurden erstmals in den Aufsichtsrat gewählt. Nach Auslaufen der regulären Funktionsperiode wurde Dr. Hannes Androsch erneut in den Aufsichtsrat gewählt. Die Aufsichtsratsmitglieder wurden für die satzungsmäßige Höchstdauer gewählt (das ist bis zum Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2024/25 beschließt). In diesem Zusammenhang wurde die Anzahl der Kapitalvertreter im Aufsichtsrat um eine Person von acht Mitglieder auf insgesamt neun Mitglieder erhöht.

Zudem wurde in der Hauptversammlung eine Aktualisierung und Neufassung der Satzung der Gesellschaft beschlossen. Ziel dieser Änderung war insbesondere die Anpassung der Satzung an neue Entwicklungen und die aktuelle Marktpraxis.

Auch alle sonstigen zur Beschlussfassung vorgelegten Tagesordnungspunkte wurden von den bei der Hauptversammlung vertretenen Aktionären angenommen.

VORSTANDSERWEITERUNG

Der ehemalige Osram-Manager Ingolf Schröder (48) wurde per 1. September 2020 neuer COO von AT&S. Der bisherige COO Heinz Moitzi konzentriert sich künftig als CTO auf die Weiterentwicklung der R&D-Aktivitäten des österreichischen Technologieunternehmens. Gleichzeitig hat AT&S in seiner Umsetzung der "More than AT&S"-Strategie den nächsten Schritt gesetzt und den Vorstand um ein weiteres Mandat auf vier Personen erweitert.

EIGENGESCHÄFTE VON FÜHRUNGSKRÄFTEN

Käufe und Verkäufe durch die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates sowie von Personen, die diesen nahestehen, werden gemäß Art. 19 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 der FMA gemeldet, über ein EU-weites Verbreitungssystem sowie auf der AT&S Website veröffentlicht.

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT

GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE

AT&S hat eine der schwersten Wirtschaftskrisen seit dem zweiten Weltkrieg bislang bravourös bewältigt und sowohl Umsatz als auch EBITDA im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert. Das diversifizierte Geschäftsmodell, das durch den Kapazitätsausbau bei IC-Substraten und den Aufbau des Modulgeschäfts zusätzlich gestärkt wird, zeigt sich aktuell in Bezug auf die Profitabilität robust.

Mit einem Umsatz von 537,8 Mio. € konnte der im Vergleichszeitraum des Vorjahres erzielte Umsatz von 490,3 Mio. € übertroffen werden (Abweichung 47,5 Mio. € bzw. 9,7 %). Der erfolgreiche Produktionsanlauf der erweiterten Kapazitäten in Chongqing I, der die wachsende Nachfrage nach ABF-Substraten bedient, trug wesentlich zum Umsatzwachstum bei. Positiv wirkte auch das verbreiterte Kunden- und Anwendungsportfolio bei mobilen Endgeräten, das die Umsatzverschiebungen aufgrund von verzögerten Produktneuanläufen kompensierte. Im Segment AIM erzielte der Bereich Industrial einen Umsatzanstieg. Der Bereich Automotive war im Halbjahr mit einer geringeren Nachfrage konfrontiert, zeigte aber zuletzt eine sequenzielle Verbesserung. Wenn auch der Bereich Medical eine solide Nachfrage aufwies, stand aufgrund eines veränderten Produktmix ein Umsatzrückgang zu Buche.

Wechselkurseffekte, vor allem durch den schwächeren US-Dollar, hatten einen negativen Einfluss von 5,0 Mio. € bzw. 0,9 % auf die Umsatzentwicklung.

Der Umsatzanteil der in Asien produzierten Produkte stieg im laufenden Geschäftsjahr von 86,0 % auf 87,1 % an.

Das EBITDA erhöhte sich von 101,1 Mio. € um 10,1 Mio. € bzw. 10,0 % auf 111,2 Mio. €. Während die Umsatzsteigerung das Ergebnis positiv beeinflusste lag das sonstige betriebliche Ergebnis vor allem aufgrund von negativen Fremdwährungseffekten mit 1,9 Mio. € um 6,1 Mio. € unter dem Vorjahresergebnis von 8,0 Mio. €. Weiters führten substanzielle Zukunftsinvestitionen für den strategischen Ausbau des Geschäftes zu höheren Ausgaben.

Zur Vorbereitung auf zukünftige Technologiegenerationen und der Verfolgung der Modularisierungsstrategie investierte AT&S verstärkt in Forschung & Entwicklung. Diese Aufwendungen sichern die Zukunftsfähigkeit und erweitern das Ertragspotenzial mittelfristig signifikant.

Die EBITDA-Marge lag in den ersten sechs Monaten bei 20,7 % und war damit auf dem Vorjahresniveau von 20,6 %.

Die Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Mio. € bzw. 9,2 % auf 78,3 Mio. €, was vor allem auf Anlagenzugänge und Technologie-Upgrades zurückzuführen ist.

Das EBIT erhöhte sich um 3,4 Mio. € von 29,4 Mio. € auf 32,8 Mio. €. Die EBIT-Marge lag bei 6,1 % (Vorjahr: 6,0 %).

Das Finanzergebnis verringerte sich von 2,8 Mio. € auf -13,0 Mio. €. Wesentliche Ursachen waren negative Fremdwährungseffekte von 6,0 Mio. € (Vorjahr: positive Effekte von

Ergebniskennzahlen

in Mio. € (wenn nicht anders angeführt)

Veränderung
H1 2020/21 H1 2019/20 in %
Umsatzerlöse 537,8 490,3 9,7 %
Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) 111,2 101,1 10,0 %
EBITDA-Marge (%) 20,7 % 20,6 %
Betriebsergebnis (EBIT) 32,8 29,4 11,8 %
EBIT-Marge (%) 6,1 % 6,0 %
Konzernjahresergebnis 14,7 19,5 (25,0 %)
Gewinn je Aktie (€) 0,27 0,40 (31,7 %)
Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 233,1 100,6 >100 %
Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Durchschnitt (Anzahl) 10.855 10.126 7,2 %

6,6 Mio. €) sowie ein im Vergleich zum Vorjahr geringeres Zinsergebnis (Veränderung -3,2 Mio. €). Dabei lagen die Bruttozinsaufwendungen von 6,9 Mio. € aufgrund des höheren Finanzierungsvolumens um 1,5 Mio. € über dem Vorjahresniveau von 5,4 Mio. €. Die Zinserträge lagen mit 2,0 Mio. € um 1,7 Mio. € unter dem Vorjahresniveau von 3,7 Mio. €. Diese Verringerung resultiert großteils aus einem geringeren Anlagevolumen.

Der Ertragssteueraufwand betrug in den ersten sechs Monaten 5,1 Mio. € (Vorjahr: 12,7 Mio. €). Die Veränderung des effektiven Steuersatzes (auf Basis des Konzernergebnisses) resultierte aus der geänderten Ergebniszusammensetzung (unterschiedliche Ergebnisanteile der einzelnen Gesellschaften in Ländern mit unterschiedlichen Steuersätzen).

Das Konzernergebnis verringerte sich trotz eines deutlich höheren operativen Ergebnisses vor allem aufgrund des negativen Finanzergebnisses und der darin enthaltenen negativen Fremdwährungseffekte von 6,0 Mio. € (Vorjahr: positive Effekte von 6,6 Mio. €) um 4,8 Mio. € von 19,5 Mio. € auf 14,7 Mio. €. Daraus resultierte eine Verringerung des Ergebnisses je Aktie von 0,40 € auf 0,27 €. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurden Hybridkapitalzinsen in Höhe von 4,2 Mio. € (Vorjahr: 4,2 Mio. €) in Abzug gebracht.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG NACH SEGMENTEN

Der AT&S Konzern gliedert seine betrieblichen Tätigkeiten in drei Segmente: Mobile Devices & Substrates, Automotive, Industrial, Medical und Sonstige. Zu weiterführenden Erläuterungen zu den Segmenten bzw. zur Segmentberichterstattung verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2019/20.

Der Anteil des Segments Mobile Devices & Substrates an den gesamten externen Umsätzen erhöhte sich von 67,3 % auf 75,4 %. Der Umsatzanteil des Segments Automotive, Industrial, Medical verringerte sich auf 24,6 % (Vorjahr: 32,7 %).

Segment Mobile Devices & Substrates

Der Segmentumsatz erhöhte sich um 64,9 Mio. € bzw. 17,1 % von 379,5 Mio. € auf 444,4 Mio. €. Der erfolgreiche Produktionsanlauf der erweiterten Kapazitäten in Chongqing I, der die wachsende Nachfrage nach ABF-Substraten bedient, trug wesentlich zum Umsatzwachstum bei. Positiv wirkte auch das verbreiterte Kunden- und Anwendungsportfolio bei mobilen Endgeräten, das die Umsatzverschiebungen aufgrund von verzögerten Produktneuanläufen kompensierte.

Das EBITDA verbesserte sich infolge des höheren Absatzvolumens und eines vorteilhafteren Produktmixes um 22,0 Mio. € bzw. 27,8 % von 79,2 Mio. € auf 101,2 Mio. €.

Insgesamt resultierte daraus eine EBITDA-Marge von 22,8 % die über dem Vorjahresvergleichswert von 20,9 % liegt.

Die Abschreibungen des Segments erhöhten sich um 5,1 Mio. € bzw. 8,6 % von 59,0 Mio. € auf 64,1 Mio. € aufgrund des höheren Anlagenvermögens (Veränderung seit 30. September 2019: 190,7 Mio. €) infolge der Zukunftsinvestitionen und Technologie-Upgrades.

Das EBIT von 37,1 Mio. € lag um 16,9 Mio. € über dem Vorjahreswert von 20,2 Mio. €. Die EBIT-Marge lag bei 8,3 % (Vorjahr: 5,3 %).

Segment Mobile Devices & Substrates – Überblick in Mio. € (wenn nicht anders angeführt)

Veränderung
H1 2020/21 H1 2019/20 in %
Segmentumsatzerlöse 444,4 379,5 17,1 %
Umsatzerlöse mit externen Kunden 405,6 329,8 23,0 %
Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) 101,2 79,2 27,8 %
EBITDA-Marge (%) 22,8 % 20,9 %
Betriebsergebnis (EBIT) 37,1 20,2 83,9 %
EBIT-Marge (%) 8,3 % 5,3 %
Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 209,5 80,8 >100 %
Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Durchschnitt (Anzahl) 7.827 7.159 9,3 %

Segment Automotive, Industrial, Medical

Der Segmentumsatz lag mit 152,7 Mio. € um -14,5 % unter dem Vorjahreswert von 178,6 Mio. €. Umsatzsteigerungen konnten in den ersten sechs Monaten vor allem im Bereich Industrial verzeichnet werden. Der Bereich Automotive war im Halbjahr mit einer geringeren Nachfrage konfrontiert. Zuletzt zeigte sich aber eine sequenzielle Verbesserung, die bereits eine Trendumkehr andeutete. Trotz guter Nachfrage konnte der Umsatz im Bereich Medical & Healthcare aufgrund eines unvorteilhafteren Produktmix nicht das Niveau der Vorjahresperiode erreichen.

Das Segment-EBITDA lag insbesondere aufgrund der herausfordernden Marktlage im Bereich Automotive mit 9,4 Mio. € um 9,5 Mio. € unter dem Vorjahresniveau von 18,9 Mio. €.

Die EBITDA-Marge verringerte sich aufgrund dieser Effekte um 4,5 Prozentpunkte von 10,6 % auf 6,1%.

Die Abschreibungen des Segments erhöhten sich um 1,2 Mio. € bzw. 10,5 % von 11,4 Mio. € auf 12,6 Mio. €.

Das EBIT verringerte sich um 10,7 Mio. € von € 7,5 Mio. € auf -3,2 Mio. €.

Segment Sonstige

Das Segment Sonstige ist hauptsächlich von Holding-Aktivitäten geprägt. Das Ergebnis der im Segment Sonstige enthaltenen Aktivitäten lag unter dem Vorjahresniveau.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Bilanzsumme erhöhte sich in den ersten sechs Monaten um 166,5 Mio. € bzw. 9,0 % von 1.853,5 Mio. € auf 2.020,0 Mio. €. Im Anlagevermögen standen Anlagenzugängen bzw. Technologie-Upgrades in Höhe von 233,1 Mio. € (Anlagenzugänge führten zu 195,9 Mio. € zahlungswirksamen CAPEX) Abschreibungen von insgesamt 78,3 Mio. € gegenüber. Darüber hinaus verringerten Wechselkurseffekte das Anlagevermögen um 24,0 Mio. €. Die in der Konzernbilanz zum 30. September 2020 ausgewiesenen Sachanlagen beinhalten zusätzlich Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 von 26,6 Mio. €. Damit korrespondierend sind 26,6 Mio. € Leasingverbindlichkeiten in den Finanzverbindlichkeiten enthalten. Die Vorräte stiegen von 108,4 Mio. € auf 140,5 Mio. €.

Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten betrug 348,5 Mio. € (31. März 2020: 418,0 Mio. €). Zusätzlich zu den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten verfügt AT&S über finanzielle Vermögenswerte von 177,7 Mio. € und über 425,5 Mio. € an nicht genutzten Kreditlinien als Finanzierungsreserve.

Das Eigenkapital verringerte sich um 29,9 Mio. € bzw. -3,9 % von 760,3 Mio. € auf 730,4 Mio. €. Dabei standen dem positiven Konzernergebnis von 14,7 Mio. € im Wesentlichen negative Wechselkurseffekte von 31,2 Mio. €, die sich aus der Umrechnung der Nettovermögensposition der Tochterunternehmen ergaben, sowie die ausbezahlte Dividende von 9,7 Mio. € gegenüber. Zusätzlich wirkten sich Umbewertungen von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (-2,9 Mio. €) und die Veränderung von

Segment Automotive, Industrial, Medical – Überblick in Mio. € (wenn nicht anders angeführt)

Veränderung
H1 2020/21 H1 2019/20 in %
Segmentumsatzerlöse 152,7 178,6 (14,5 %)
Umsatzerlöse mit externen Kunden 132,1 160,6 (17,7 %)
Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) 9,4 18,9 (50,2 %)
EBITDA-Marge (%) 6,1 % 10,6 %
Betriebsergebnis (EBIT) (3,2) 7,5 (>100 %)
EBIT-Marge (%) (2,1 %) 4,2 %
Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 20,6 17,9 14,7 %
Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Durchschnitt (Anzahl) 2.792 2.759 1,2 %

Sicherungsinstrumenten aus der Absicherung von Zahlungsströmen (-0,6 Mio. €) negativ auf das Eigenkapital aus. Auf Basis des geringeren Eigenkapitals und der gestiegenen Bilanzsumme lag die Eigenkapitalquote mit 36,2 % um 4,8 Prozentpunkte unter dem Wert zum 31. März 2020.

Die Nettoverschuldung erhöhte sich um 133,3 Mio. € bzw. 54,0 % von 246,7 Mio. € auf 380,0 Mio. €.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug in den ersten sechs Monaten 2020/21 83,6 Mio. € (Vorjahr: 62,2 Mio. €). Diesen Zahlungsmittelzuflüssen standen Auszahlungen für Netto-Investitionen von 195,7 Mio. € (Vorjahr: 92,0 Mio. €) gegenüber. Daraus resultierte der im Unterschied zum Vorjahr negative operative Free Cashflow von -112,1 Mio. € (Vorjahr: -29,8 Mio. €).

Der Nettoverschuldungsgrad erhöhte sich von 32,5 % auf 52,0 %. Diese Erhöhung resultiert aus der oben erläuterten Verminderung des Eigenkapitals sowie aus der Erhöhung der Nettoverschuldung.

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH ENDE DER ZWISCHENBERICHTSPERIODE

Mit Wirkung 1. November 2020 hat der Aufsichtsrat der AT&S Simone Faath (54) für drei Jahre als CFO in den Vorstand berufen. Sie wird die Bereiche Finance, Controlling, Investor Relations, Legal, Internal Audit und Compliance verantworten.

Mit der Berufung von Simone Faath ist der Vierer-Vorstand von AT&S nun wieder komplett, der sich nunmehr wie folgt zusammensetzt: CEO Andreas Gerstenmayer, CTO Heinz Moitzi, COO Ingolf Schröder sowie CFO Simone Faath.

WESENTLICHE RISIKEN, UNGEWISSHEITEN UND CHANCEN

Im Konzernabschluss 2019/20 sind ausführlich im Lagebericht unter Pkt. 5 "Chancen und Risiken" relevante Risikokategorien erläutert, welche zum Bilanzerstellungstag nach wie vor Gültigkeit haben. Wie dort bereits ausgeführt, können falsch eingeschätzte technologische Entwicklungen, Veränderungen in der Nachfrage und negative Preisentwicklungen die Werthaltigkeit von Investitionen maßgeblich negativ beeinträchtigen. Risiken im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie sind für die einzelnen Risikokategorien jeweils im Detail erläutert.

AUSBLICK

Dank der strategischen Ausrichtung sieht sich AT&S gut aufgestellt, um die aktuelle Krise erfolgreich zu bewältigen und an den weiterhin intakten Trends im Markt positiv zu partizipieren

Die aktuelle Einschätzung der Marktentwicklung für die kommenden Monate des Geschäftsjahres sieht wie folgt aus:

Weiterhin stark wird gemäß den vorliegenden Prognosen die Nachfrage nach IC-Substraten sein.

Segment Sonstige – Überblick
in Mio. € (wenn nicht anders angeführt)
H1 2020/21 H1 2019/20 Veränderung
in %
Segmentumsatzerlöse n.a.
Umsatzerlöse mit externen Kunden n.a.
Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) 0,6 3,0 (80,4 %)
EBITDA-Marge (%) - -
Betriebsergebnis (EBIT) (1,1) 1,7 (>100 %)
EBIT-Marge (%) - -
Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 3,0 1,8 65,1 %
Mitarbeiterstand (inkl. Leihpersonal), Durchschnitt (Anzahl) 236 208 13,6 %
  • Bei den mobilen Endgeräten kommt es aufgrund zeitlich verzögerter Produktanläufe zu Nachfrageverschiebungen ins dritte Quartal, für das vierte Quartal wird eine übliche Saisonalität erwartet.
  • Im Bereich Automotive ist nach einer Bodenbildung ein leicht positiver Trend erkennbar.
  • Der Bereich Industrie wird auf dem Niveau des Vorjahres liegen.
  • Für medizintechnische Anwendungen wird für das Gesamtjahr ein leichtes Wachstum erwartet.

Operativ wird sich AT&S im laufenden Jahr auf die optimale Nutzung bestehender, den Aufbau von neuen Kapazitäten vor allem für IC-Substrate und Modul-Leiterplatten in Chongqing konzentrieren und allen voran den Ausbau seiner geschäftlichen Performance weiter vorantreiben.

Die starken Zahlen im ersten Halbjahr, die gute Auftragslage im dritten Quartal, der erfolgreiche Anlauf der zusätzlichen Kapazitäten in Chongqing I sowie die hervorragende Marktpositionierung bestärken den Vorstand trotz der Unsicherheiten auf den globalen Märkten einen Jahresausblick zu geben. Unter der Annahme, dass es aufgrund der Covid-19-Pandemie zu keinen massiven Beeinträchtigungen in den relevanten Schlüsselmärkten, an den Produktionsstandorten sowie der Lieferkette kommt, erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2020/21 einen wesentlichen Wachstumsschub mit einer Umsatzsteigerung von rund 15 % bei einer EBITDA-Marge in der Bandbreite von 20 % bis 22 %.

Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2020/21

AT&S wird sein Investitionsprogramm für neue Kapazitäten und Technologien wie bereits angekündigt im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen. Im Sinne der Ausgabendisziplin wird für Basisinvestitionen (Instandhaltung und Technologie-Upgrades) in Abhängigkeit von der Marktentwicklung ein reduziertes Budget von bis zu 80 Mio. € veranschlagt. Im Rahmen der strategischen Projekte plant das Management – je nach Projektfortschritt – für das Geschäftsjahr 2020/21 Investitionen in einer Höhe von bis zu 410 Mio. € plus 30 Mio. € aufgrund von Periodenverschiebungen zwischen den Geschäftsjahren.

Leoben-Hinterberg, am 3. November 2020

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Dipl.-Vw. Simone Faath e.h. DI Ingolf Schröder e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

KONZERN-GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG

in Tsd. € 01.07.-30.09.2020 01.07.-30.09.2019 01.04.-30.09.2020 01.04.-30.09.2019
Umsatzerlöse 289.896 267.578 537.758 490.317
Umsatzkosten (241.815) (225.984) (469.285) (435.105)
Bruttogewinn 48.081 41.594 68.473 55.212
Vertriebskosten (8.235) (7.641) (16.436) (15.229)
Allgemeine Verwaltungskosten (10.300) (8.513) (21.127) (18.657)
Sonstiger betrieblicher Ertrag 8.795 5.167 10.441 9.151
Sonstiger betrieblicher Aufwand (5.748) (676) (8.515) (1.108)
Sonstiges betriebliches Ergebnis 3.047 4.491 1.926 8.043
Betriebsergebnis 32.593 29.931 32.836 29.369
Finanzierungserträge 1.092 8.983 2.077 10.683
Finanzierungsaufwendungen (8.880) (4.425) (15.110) (7.864)
Finanzergebnis (7.788) 4.558 (13.033) 2.819
Ergebnis vor Steuern 24.805 34.489 19.803 32.188
Ertragsteuern (2.684) (8.752) (5.144) (12.655)
Konzernergebnis 22.121 25.737 14.659 19.533
davon vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 2.096 2.096 4.168 4.168
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen 20.025 23.641 10.491 15.365
Ergebnis je Aktie, das den Aktionären
des Mutterunternehmens zusteht (in € je Aktie):
– unverwässert 0,52 0,61 0,27 0,40
– verwässert 0,52 0,61 0,27 0,40
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien – unverwässerter Wert (in Tsd. Stück)
38.850 38.850 38.850 38.850
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien – verwässerter Wert (in Tsd. Stück)
38.850 38.850 38.850 38.850

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

in Tsd. € 01.07.-30.09.2020 01.07.-30.09.2019 01.04.-30.09.2020 01.04.-30.09.2019
Konzernergebnis 22.121 25.737 14.659 19.533
Zu reklassifizierende Ergebnisse:
Währungsumrechnungsdifferenzen, nach Steuern (5.287) 12.042 (31.205) (23.624)
(Verluste) aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen
Vermögenswerten, nach Steuern
(56) (56)
(Verluste) aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten aus
der Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern
(123) (1.279) (587) (3.556)
Nicht zu reklassifizierende Ergebnisse:
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer
nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, nach Steuern
2949
(2.949)
4109
(4.109)
2949
(2.949)
4109
(4.109)
Sonstiges Ergebnis (8.415) 6.654 (34.797) (31.289)
Konzerngesamtergebnis 13.706 32.391 (20.138) (11.756)
davon vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 2.096 2.096 4.168 4.168
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen 11.610 30.295 (24.306) (15.924)

KONZERNBILANZ

VERMÖGENSWERTE
Sachanlagen
1.036.379
903.509
Immaterielle Vermögenswerte
41.594
45.075
Finanzielle Vermögenswerte
117
Aktive latente Steuern
28.131
Sonstige langfristige Vermögenswerte
16.020
Langfristige Vermögenswerte
1.122.241
Vorräte
140.493
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und vertragliche Vermögenswerte
229.376
Finanzielle Vermögenswerte
177.556
Laufende Ertragsteuerforderungen
1.842
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
348.511
Kurzfristige Vermögenswerte
897.778
Summe Vermögenswerte
2.020.019
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital
141.846
141.846
Sonstige Rücklagen
(25.378)
Hybridkapital
172.887
Gewinnrücklagen
441.053
Den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital
730.408
Summe Eigenkapital
730.408
SCHULDEN
Finanzielle Verbindlichkeiten
750.415
695.834
Rückstellungen für Personalaufwand
56.331
51.244
Passive latente Steuern
3.480
3.166
Sonstige Verbindlichkeiten
24.642
13.596
Langfristige Schulden
834.868
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
288.319
Finanzielle Verbindlichkeiten
155.742
Laufende Ertragsteuerschulden
5.655
Sonstige Rückstellungen
5.027
Kurzfristige Schulden
454.743
Summe Schulden
1.289.611
Summe Eigenkapital und Schulden
2.020.019
in Tsd. € 30.09.2020 31.03.2020
193
25.984
21.258
996.019
108.373
192.433
136.242
2.493
417.950
857.491
1.853.510
9.419
172.887
436.107
760.259
760.259
763.840
214.017
105.299
4.858
5.237
329.411
1.093.251
1.853.510

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

in Tsd. € 01.04.-30.09.2020 01.04.-30.09.2019
Betriebsergebnis 32.836 29.369
Abschreibungen und Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 78.326 71.675
Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen 100 (38)
Veränderung langfristiger Rückstellungen 5.388 6.975
Zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert 1.599 (13.334)
Gezahlte Zinsen (6.173) (5.244)
Erhaltene Zinsen 1.957 3.666
Gezahlte Ertragsteuern (4.599) (3.597)
Cashflow aus dem Ergebnis 109.434 89.472
Vorräte (35.515) (21.963)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und vertragliche Vermögenswerte (37.360) (32.960)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 47.106 28.769
Sonstige Rückstellungen (83) (1.134)
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 83.582 62.184
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (195.853) (92.071)
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 200 86
Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten (82.470) (32.390)
Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten 39.914 27.026
Cashflow aus Investitionstätigkeit (238.209) (97.349)
Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 109.762 605
Auszahlungen für die Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten (11.785) (14.716)
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 13.538 533
Dividendenzahlungen (9.713) (23.310)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 101.802 (36.888)
Veränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (52.825) (72.053)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang 417.950 326.841
Währungsgewinne/(-verluste) aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (16.614) 4.837
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende 348.511 259.625

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

Gezeichnetes Sonstige Gewinn Den Eigentü
mern des Mut
terunterneh
mens zurechen
bares Eigenka
Nicht
beherr
schende
Summe
in Tsd. € Kapital Rücklagen Hybridkapital rücklagen pital Anteile Eigenkapital
Stand zum 31.03.2019 141.846 42.444 172.887 446.274 803.451 803.451
Konzernergebnis 19.533 19.533 19.533
Sonstiges Ergebnis (31.289) (31.289) (31.289)
davon Währungsumrechnungsdifferenzen,
nach Steuern
(23.624) (23.624) (23.624)
davon Umbewertung von Verpflichtungen aus
Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses, nach Steuern
(4.109) (4.109) (4.109)
davon Veränderung von Sicherungsinstrumenten aus
der Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern
(3.556) (3.556) (3.556)
Konzerngesamtergebnis (31.289) 19.533 (11.756) (11.756)
Dividendenzahlung für 2018/19 (23.310) (23.310) (23.310)
Stand zum 30.09.2019 141.846 11.155 172.887 442.497 768.385 768.385
Stand zum 31.03.2020 141.846 9.419 172.887 436.107 760.259 760.259
Konzernergebnis 14.659 14.659 14.659
Sonstiges Ergebnis (34.797) (34.797) (34.797)
davon Währungsumrechnungsdifferenzen,
nach Steuern
(31.205) (31.205) (31.205)
davon Umbewertung von Verpflichtungen aus
Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses, nach Steuern
(2.949) (2.949) (2.949)
davon Veränderung von finanziellen Vermögens
werten, nach Steuern
(56) (56) (56)
davon Veränderung von Sicherungsinstrumenten aus
der Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern
(587) (587) (587)
Konzerngesamtergebnis (34.797) 14.659 (20.138) (20.138)
Dividendenzahlung für 2019/20 (9.713) (9.713) (9.713)
Stand zum 30.09.2020 141.846 (25.378) 172.887 441.053 730.408 730.408

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Mobile Devices & Automotive, Eliminierung/
Substrates Industrial, Medical Sonstige Konsolidierung Konzern
01.04.- 01.04.- 01.04.- 01.04.- 01.04.- 01.04.- 01.04.- 01.04.- 01.04.- 01.04.-
in Tsd. € 30.09.2020 30.09.2019 30.09.2020 30.09.2019 30.09.2020 30.09.2019 30.09.2020 30.09.2019 30.09.2020 30.09.2019
Umsatzerlöse 444.436 379.483 152.742 178.630 (59.420) (67.796) 537.758 490.317
Innenumsatz (38.818) (49.716) (20.602) (18.080) 59.420 67.796
Außenumsatz 405.618 329.767 132.140 160.550 537.758 490.317
Betriebsergebnis
vor Abschreibungen
101.181 79.155 9.386 18.867 595 3.041 111.162 101.064
Abschreibungen
inkl. Zuschreibungen
(64.103) (58.992) (12.573) (11.381) (1.650) (1.321) (78.326) (71.694)
Betriebsergebnis 37.078 20.163 (3.187) 7.486 (1.055) 1.720 32.836 29.369
Finanzergebnis (13.033) 2.819
Ergebnis vor Steuern 19.803 32.188
Ertragsteuern (5.144) (12.655)
Konzernergebnis 14.659 19.533
Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte1)
910.455 788.225 157.525 151.553 9.993 8.806 1.077.973 948.584
Zugänge zu Sachanlagen und im
materiellen Vermögenswerten
209.501 80.775 20.577 17.944 3.024 1.831 233.102 100.550

1) Vorjahreswerte bezogen auf den 31.03.2020

INFORMATIONEN NACH GEOGRAFISCHEN REGIONEN

Umsatzerlöse nach Kundenregionen, nach dem Sitz des Kunden:

in Tsd. € 01.04.-30.09.2020 01.04.-30.09.2019
Österreich 7.030 7.791
Deutschland 57.377 71.615
Sonstiges Europa 29.475 38.928
China 28.941 7.937
Sonstiges Asien 26.616 28.850
Amerika 388.319 335.196
Umsatzerlöse 537.758 490.317

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte nach dem Sitz der jeweiligen Gesellschaft:

in Tsd. € 30.09.2020 31.03.2020
Österreich 114.090 102.048
China 909.338 719.525
Übrige 54.545 56.859
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 1.077.973 878.432

ERLÄUTERNDE ANHANGSANGABEN ZUM ZWISCHENBERICHT

ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Zwischenbericht zum 30. September 2020 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS), unter Berücksichtigung des IAS 34, und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum 31. März 2020 wurden mit Ausnahme der IFRS, die ab dem 1. April 2020 verpflichtend anzuwenden sind, unverändert angewandt.

Der Konzernzwischenabschluss beinhaltet nicht alle im Jahreskonzernabschluss enthaltenen Informationen und sollte gemeinsam mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2020 gelesen werden.

Der Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2020 ist ungeprüft, und es wurde auch keine externe prüferische Durchsicht durchgeführt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse Der Konzernumsatz lag in den ersten sechs Monaten dieses Geschäftsjahres mit 537,8 Mio. € um 9,7 % über dem Wert des Vergleichszeitraums von 490,3 Mio. €.

Bruttogewinn Der aktuelle Bruttogewinn liegt mit 68,5 Mio. € um 24,1 % über dem Wert des Vergleichszeitraums von 55,2 Mio. €. Die Ursachen für den Anstieg sind auf höhere Umsatzerlöse und damit zusätzlicher Deckungsbeiträge zurückzuführen.

Betriebsergebnis Ausgehend vom höheren Bruttogewinn erhöhte sich das Konzernbetriebsergebnis auf 32,8 Mio. € bzw. 6,1 % der Umsatzerlöse. Belastet wurde das Betriebsergebnis vor allem durch ein niedrigeres sonstiges betriebliches Ergebnis, welches vor allen auf negative Wechselkurseffekte zurückzuführen ist. Höhere Verwaltungs- und Vertriebskosten belasteten das Betriebserebnis zusätzlich.

Finanzergebnis Die Finanzierungsaufwendungen lagen mit 15,1 Mio. € um 7,2 Mio. € über dem Vorjahresniveau. Ursache für den Anstieg waren vor allem negative Wechselkurseffekte. Die Finanzierungserträge von 2,1 Mio. € resultieren im Wesentlichen aus der Veranlagung liquider Mittel sowie aus Zinsen betreffend Bankguthaben. Insgesamt hat sich das Finanzergebnis um 15,8 Mio. € auf -13,0 Mio. € verschlechtert.

Ertragsteuern Die Veränderung des effektiven Steuersatzes auf Basis des Konzernergebnisses im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultiert aus den sich ändernden Anteilen der einzelnen Gesellschaften mit unterschiedlichen Steuersätzen am Konzernergebnis.

Saisonalität Der Umsatz der AT&S weist im Normalfall aufgrund der hohen Bedeutung der mobilen Endgeräte folgenden saisonalen Verlauf auf: Das erste Quartal des Geschäftsjahres ist üblicherweise schwächer als Quartal zwei und drei, welche als Vorbereitung für die Produktlaunches der neuesten Gerätegeneration meist eine sehr hohe Nachfrage aufweisen. Das vierte Quartal weist in der Regel eine geringere Kundennachfrage auf und ist durch Werksferien aufgrund des chinesischen Neujahrsfests in unseren großen chinesischen Standorten gekennzeichnet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Währungsumrechnungsdifferenzen Die negative Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen im aktuellen Geschäftsjahr von 31,2 Mio. € ist im Wesentlichen auf die Wechselkursveränderung des chinesischen Renminbi sowie des US-Dollars gegenüber der Konzerndarstellungswährung Euro zurückzuführen.

Stichtagskurs Durchschnittskurs
Veränderung
30.09.2020 31.03.2020 in % 01.04.-30.09.2020 01.04.-30.09.2019 Veränderung
in %
Chinesischer Renminbi 7,9749 7,7575 2,8 % 7,9621 7,6921 3,5 %
Hongkong Dollar 9,0757 8,4879 6,9 % 8,8190 8,7412 0,9 %
Indische Rupie 86,3498 82,5500 4,6 % 85,0491 77,8411 9,3 %
Japanischer Yen 123,7800 118,9200 4,1 % 121,2900 121,3414 (0,0 %)
Südkoreanischer Won 1.369,2327 1.341,0773 2,1 % 1.367,3944 1.311,4948 4,3 %
Taiwan Dollar 33,9299 33,1667 2,3 % 33,6545 34,7085 (3,0 %)
US Dollar 1,1711 1,0949 7,0 % 1,1378 1,1154 2,0 %

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Vermögens- und Finanzlage Die Nettoverschuldung lag mit 380,0 Mio. € über dem Wert des letzten Bilanzstichtags von 246,7 Mio. €. Demgegenüber erhöhte sich das Nettoumlaufvermögen vor allem aufgrund von gestiegenen Vorräten sowie Forderungen von 144,4 Mio. € zum 31. März 2020 auf 169,4 Mio. €. Der Anstieg resultierte vor allem aus höheren Umsatzerlösen im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres verglichen mit dem vierten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20. Der Nettoverschuldungsgrad liegt mit 52,0 % über dem Wert des letzten Bilanzstichtags von 32,5 %.

Bewertungshierarchien der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente Bei der Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente ist zwischen drei Bewertungshierarchien zu unterscheiden.

  • Level 1: Die beizulegenden Zeitwerte werden anhand von öffentlich notierten Marktpreisen auf einem aktiven Markt für identische Finanzinstrumente bestimmt.
  • Level 2: Wenn keine öffentlich notierten Marktpreise auf einem aktiven Markt bestehen, werden die beizulegenden Zeitwerte auf Grundlage der Ergebnisse einer Bewertungsmethode bestimmt, die im größtmöglichen Umfang auf Marktpreisen basiert.
  • Level 3: In diesem Fall liegen den zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verwendeten Bewertungsmodellen auch nicht am Markt beobachtbare Daten zugrunde.

Die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente zu den drei Bewertungshierarchien stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

in Tsd. €
30.09.2020 Level 1 Level 2 Level 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte:
– Anleihen 906 906
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert ohne Recycling 118 8.445 8.563
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente 8.013 8.013
in Tsd. €
31.03.2020 Level 1 Level 2 Level 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte:
– Anleihen 893 893
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert ohne Recycling 193 3.618 3.811
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente 7.423 7.423

Exportkredite, Kredite der öffentlichen Hand, Leasingverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt 898,2 Mio. € (31. März 2020: 793,7 Mio. €) sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der beizulegende Zeitwert dieser Verbindlichkeiten beträgt 909,1 Mio. € (31. März 2020: 801,7 Mio. €).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen Im Zusammenhang mit verbindlich kontrahierten Investitionsvorhaben bestanden zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 272,0 Mio. €. Dies betrifft Investitionen in den Werken Shanghai, Chongqing, Nanjangud und Leoben. Zum 31. März 2020 betrugen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen 225,6 Mio. €.

Eigenkapital Das Konzerneigenkapital veränderte sich vor allem aufgrund der Dividendenausschüttung in Höhe von 9,7 Mio. €, des positiven Konzernergebnissses von 14,7 Mio. €, negativer Währungsumrechnungsdifferenzen von 31,2 Mio. €, negativer Umbewertungen von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses von -2,9 Mio. € und der ebenfalls negativen Veränderung von Sicherungsinstrumenten aus der Absicherung von Zahlungsströmen von -0,6 Mio. € von 760,3 Mio. € zum 31. März 2020 auf 730,4 Mio. € zum 30. September 2020.

Der Vorstand wurde durch die 25. Hauptversammlung am 4. Juli 2019 ermächtigt, bis zum 3. Juli 2024 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 21.367.500 € durch Ausgabe von bis zu 19.425.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlage, einmal oder in mehreren Tranchen, auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 AktG, zu erhöhen. Der Vorstand wurde ermächtigt, hierbei mit Zustimmung des Aufsichtsrats die näheren Ausgabebedingungen (insbesondere Ausgabebetrag, Gegenstand der Sacheinlage, Inhalt der Aktienrechte, Ausschluss der Bezugsrechte etc.) festzulegen (genehmigtes Kapital). Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Darüber hinaus wurde der Vorstand in der 25. Hauptversammlung am 4. Juli 2019 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 3. Juli 2024 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Wandelschuldverschreibungen im Gesamtbetrag von bis zu 150.000.000 € auszugeben und den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Umtausch- und/oder Bezugsrechte auf bis zu 19.425.000 Stück neue auf Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Wandelschuldverschreibungsbedingungen zu gewähren. Diesbezüglich wurde der Vorstand auch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Wandelschuldverschreibungen ganz oder teilweise auszuschließen. Außerdem wurde in diesem Zusammenhang das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 Abs 2 Z 1 AktG um bis zu 21.367.500 € durch Ausgabe von bis zu 19.425.000 Stück neuer, auf Inhaber lautender Stückaktien bedingt erhöht. Diese bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als Inhaber von auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 4. Juli 2019 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Umtausch- und/oder Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen (insbesondere Ausgabebetrag, Inhalt der Aktienrechte). Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Entsprechendes gilt für den Fall der Nichtausübung der Ermächtigung zur Ausgabe der Wandelschuldverschreibungen sowie im Falle der Nichtnutzung des bedingten Kapitals.

In Bezug auf das genehmigte Kapital und das bedingte Kapital ist folgende betragsmäßige Determinierung, entsprechend den Beschlüssen der 25. Hauptversammlung vom 4. Juli 2019, zu beachten: Die Summe aus (i) der Anzahl der nach den Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen jeweils aus bedingtem Kapital aktuell ausgegebenen oder potentiell auszugebenden Aktien und (ii) der Anzahl der aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen Aktien darf die Zahl von insgesamt 19.425.000 nicht überschreiten (betragsmäßige Determinierung der Ermächtigungen).

Die Hauptversammlung hat auch beschlossen, die Satzung entsprechend dieser Beschlüsse in § 4 (Grundkapital) zu ändern.

In der 26. ordentlichen Hauptversammlung vom 9. Juli 2020 wurde der Vorstand ermächtigt, einen Betrag in Höhe von bis zu 80.000.000 € des – nach Dividendenausschüttung – auf neue Rechnung vorgetragenen Bilanzgewinns in Höhe von 95.485.564,56 €, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, in freie Rücklagen umzuwidmen.

Eigene Aktien In der 25. ordentlichen Hauptversammlung vom 4. Juli 2019 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals zu einem niedrigsten Gegenwert, der höchstens 30 % unter dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage liegen darf, und einem höchsten Gegenwert je Aktie, der höchstens 30 % über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage liegen darf, zu erwerben, wobei der Erwerb über die Börse, im Wege eines öffentlichen Angebots oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige Weise und zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erfolgen kann. Der Vorstand wurde außerdem ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen. Weiters wurde der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren, sohin bis einschließlich 3. Juli 2024 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien der Gesellschaft auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden, insbesondere zur Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, Wandelschuldverschreibungen oder als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten und zu jedem sonstigen gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden und hierbei die allgemeine Kaufmöglichkeit der Aktionäre auszuschließen. Die diesbezüglichen Ermächtigungen durch Beschluss der 23. ordentlichen Hauptversammlung zu Punkt 8. und Punkt 9. der Tagesordnung vom 6. Juli 2017 wurden widerrufen.

Zum 30. September 2020 hält der Konzern keine eigenen Aktien.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 83,6 Mio. €. Im Vergleichszeitraum des Vorjahrs lag dieser Wert bei 62,2 Mio. €. Das höhere Betriebsergebnis von 32,8 Mio. € (Vorjahr: 29,4 Mio. €) und eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten von 47,1 Mio. € (Vorjahr: 28,8 Mio. €) waren die Hauptursachen für den Anstieg.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -238,2 Mio. € und liegt damit über dem Niveau des Vergleichszeitraums von -97,3 Mio. €. Auf Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte entfallen 195,9 Mio. €. Die Investitionen des aktuellen Geschäftsjahrs betreffen überwiegend Investitionen in die chinesischen Werke sowie Technologieupgrades in den übrigen Werken. Aus Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten resultieren 82,5 Mio. €, aus Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten resultieren 39,9 Mio. € für die Veranlagung bzw. Wiederveranlagung liquider Mittel. Investitionsverbindlichkeiten in Höhe von 92,8 Mio. € werden nach dem 30. September 2020 zahlungswirksam.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt 101,8 Mio. € und ist im Wesentlichen auf Darlehenszuzählungen und erhaltene Investitionszuschüsse zurückzuführen.

Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge stellen sich im Detail wie folgt dar:

in Tsd. € 01.04.-30.09.2020 01.04.-30.09.2019
Auflösung von Investitionszuschüssen (1.511) (1.454)
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert 3.110 (11.880)
Zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert 1.599 (13.334)

AUSWIRKUNGEN DES CORONAVIRUS (SARS-COV-2)

Die seit Jänner 2020 globale Verbreitung des Coronavirus führt zu erheblichen Maßnahmen der Regierungen weltweit zur Eindämmung der Pandemie. In Bezug auf die Unternehmensfortführung bestehen für die AT&S-Gruppe keine Unsicherheiten. Betreffend der finanziellen Risiken gibt es keine wesentliche Veränderung. Nachfolgend sind die Auswirkungen dargestellt:

  • Die Umsatzerlöse konnten trotz schlechter gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Das Segment Mobile Devices & Substrates konnte die Rückgänge im Segment Automotive, Industrial, Medical überkompensieren.
  • Staatliche Unterstützungen wurden in Österreich, Südkorea und China in Anspruch genommen. Bei Erfüllung der Voraussetzungen wurden die Zuschüsse ertragswirksam erfasst.
  • Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden einer Analyse unterzogen, ob sich das Ausfallsrisiko erhöht hat. Aufgrund dieser Analyse war eine Anpassung der Wertberichtigungsmatrix nicht erforderlich.
  • Des Weiteren wurde beurteilt, ob Anhaltspunkte für eine anlassbezogene Wertminderung von Vermögenswerten vorliegen. Es wurden interne und externe Quellen analysiert. Auf Basis dieser Analysen haben sich keine Erfordernisse von Wertminderungen ergeben.

SONSTIGE ANGABEN

Beschlossene Dividende In der Hauptversammlung am 9. Juli 2020 wurde eine Dividende von 0,25 € pro Aktie aus dem Bilanzgewinn zum 31. März 2020 beschlossen. Die Ausschüttung der insgesamt 9,7 Mio. € erfolgte am 30. Juli 2020.

Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Personen und Unternehmen Im Zusammenhang mit diversen Projekten hat der Konzern Leistungen von Rechts- und Beratungsunternehmen erhalten, bei denen der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Androsch für die AIC Androsch International Management Consulting GmbH aktiv war. Die dabei angefallenen Honorare stellen sich wie folgt dar:

in Tsd. € 01.04.-30.09.2020 01.04.-30.09.2019
AIC Androsch International Management Consulting GmbH 182 182
Summe Honorare 182 182

Zum Bilanzstichtag bestehen keine ausstehenden Salden oder Verpflichtungen gegenüber den benannten Rechts- und Beratungsunternehmen.

Leoben-Hinterberg, am 3. November 2020

Der Vorstand
DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Dipl.-Vw. Simone Faath e.h. DI Ingolf Schröder e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards erstellte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernzwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Leoben-Hinterberg, am 3. November 2020

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Chief Executive Officer Dipl.-Vw. Simone Faath e.h. Chief Financial Officer DI Ingolf Schröder e.h. Chief Operations Officer Ing. Heinz Moitzi e.h. Chief Technology Officer

AT&S-AKTIE

Positive Kursentwicklung in schwierigem Umfeld

Wenn auch die COVID-19-Pandemie im Alltag stets präsent war, konnte AT&S dank der gesetzten Maßnahmen im ersten Halbjahr 2020/21 eine tendenziell positive Berichterstattung vorweisen. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen wurde an die Aktionäre dank des soliden Geschäftsergebnisses für 2019/20 eine Dividende von 0,25 € je Aktie ausgeschüttet.

Außerdem zeigten sich die Zahlen zum ersten Quartal gegenüber der Vergleichsperiode verbessert. Vor dem Hintergrund von COVID-19 informierte das Unternehmen verstärkt im ersten Halbjahr den Kapitalmarkt vor allem virtuell im Rahmen von Roadshows, Investorenkonferenzen, Conference Calls sowie in Einzelgesprächen über die operative Entwicklung, die Fortschritte bei der Umsetzung der Strategie und laufender Projekte. Derzeit beobachten sechs Analysten die AT&S Aktie. In der Berichtsperiode veröffentlichte die Commerzbank erstmals eine Analyse zu AT&S mit dem Rating "Kaufen".

Die AT&S Aktie hat im ersten Halbjahr 2020/21 trotz des anhaltend schwierigen makroökonomischen Umfelds eine positive Entwicklung gezeigt. Die andauernden Handelskonflikte, größtenteils schwache globale Konjunkturdaten sowie auch die Beeinträchtigung einzelner Abnehmerindustrien durch die Pandemie spielten dabei eine wesentliche Rolle.

Kursentwicklung

AT&S im Vergleich zu ATX und TecDAX

Beim Ultimokurs (30. September 2020) von 16,14 € gewann die AT&S Aktie im abgelaufenen Halbjahr 20,4 %. Sie bewegte sich in einer Bandbreite von 12,32 € bis 18,00 € und wies somit weiterhin eine entsprechend hohe Volatilität auf. Das durchschnittlich an der Wiener Börse gehandelte Stückvolumen belief sich auf rund 70.000 Stück (VJ: rund 72.000 Stück).

Aktienkennzahlen für die ersten sechs Monate

in € 30.09.2020 30.09.2019
Gewinn/Aktie 0,27 0,40
Höchstkurs 18,00 19,44
Tiefstkurs 12,32 13,10
Ultimokurs 16,14 15,76

Finanztermine

02.02.2021 Ergebnis 1.-3. Quartal 2020/21
18.05.2021 Vorläufiges Jahresergebnis 2020/21
28.06.2021 Nachweisstichtag Hauptversammlung
08.07.2021 27. Hauptversammlung
27.07.2021 Ex-Dividenden-Tag
28.07.2021 Nachweisstichtag Dividenden
29.07.2021 Dividenden-Zahltag

IMPRESSUM

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Im Interesse des Textflusses und der Lesefreundlichkeit wurde im vorliegenden Bericht durchgehend auf eine geschlechterspezifische Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter.

Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der AT&S dar.

Der Bericht wurde in deutscher und englischer Sprache verfasst. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.

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Veröffentlicht am 3. November 2020

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