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AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG

Interim / Quarterly Report Nov 29, 2010

736_ir_2010-11-29_f2a1e34b-e5ee-43c2-a916-c36bce3155da.pdf

Interim / Quarterly Report

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Kennzahlen

IFRS
H1 2010/11 H1 2009/10
vor Einmal nach Einmal vor Einmal nach Einmal
(Wenn nicht anders erwähnt, alle Finanzzahlen in EUR 1.000) effekten1) effekten1) effekten2) effekten2)
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Gesamterlöse 242.681 171.287
davon in Asien produziert 69,1 % 65,0 %
davon in Europa produziert 30,9 % 35,0 %
EBITDA 49.196 48.539 12.942 (5.138)
EBITDA-Marge 20,3 % 20,0 % 7,6 % (3,0 %)
EBIT 25.483 24.759 (8.764) (45.297)
EBIT-Marge 10,5 % 10,2 % (5,1 %) (26,4 %)
Konzernergebnis 19.827 19.102 (13.389) (49.922)
Anteiliges Konzernergebnis der Aktionäre der Gesellschaft 19.869 19.145 (13.153) (49.686)
Cash Earnings 43.582 42.925 8.553 (9.527)
KONZERNBILANZ
Bilanzsumme 539.603 459.589
Eigenkapital 223.922 173.513
Den Aktionären der Gesellschaft zurechenbares Eigenkapital 223.432 173.023
Nettoverschuldung 161.645 165.556
Verschuldungsgrad 72,2 % 95,4 %
Nettoumlaufvermögen 75.152 66.330
Nettoumlaufvermögen/Gesamterlöse 15,5 % 19,4 %
Eigenmittelquote 41,5 % 37,8 %
KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG
Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit (OCF) 32.099 21.130
Netto-Investitionen (Net CAPEX) 48.795 10.490
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter), Ultimo 7.090 5.644
Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter), Durchschnitt 6.598 5.476
AKTIENKENNZAHLEN
Gewinn/Aktie (EUR) 0,85 0,82 (0,56) (2,13)
Cash Earnings/Aktie (EUR) 1,87 1,84 0,37 (0,41)
Marktkapitalisierung, Ultimo 275.906 156.028
Marktkapitalisierung/Eigenkapital der Aktionäre 123,5 % 90,2 %
Anzahl der Aktien, gewichteter Durchschnitt (Stück) 23.322.588 23.322.588
FINANZKENNZAHLEN
Eigenkapitalrendite (ROE)3) 18,3 % 18,0 % (12,6 %) (29,7 %)
ROCE3) 10,8 % 10,7 % (4,0 %) (13,5 %)
ROS 8,2 % 7,9 % (7,8 %) (29,1 %)

1) Die Einmaleffekte umfassen die Schließung des Standortes Wien.

2) Die Einmaleffekte umfassen insbesondere die Restrukturierung des Standortes Leoben-Hinterberg.

3) Die Berechnung zielt auf durchschnittliche Werte ab.

Highlights

  • Hervorragendes Halbjahresergebnis
  • Erlöse aus dem zweiten Quartal 2010/11 im Vergleich zum ersten Quartal neuerlich um 13 % gesteigert
  • Weltweit erste Serienfertigung der ECP® Technologie gemeinsam mit Texas Instruments (TI) forciert
  • Strategische Neupositionierung im Bereich Photovoltaik
  • Auszeichnungen bester Lieferant und für Nachhaltigkeit an Panasonic und Atotec vergeben

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

mit dem Halbjahresergebnis 2010/11 setzen wir eindrucksvoll den positiven Trend fort, der sich schon im ersten Quartal abzeichnete. Mit einem Rekordumsatz von knapp EUR 243 Millionen und einer EBIT-Marge von über 10 % im ersten Halbjahr konnten wir die hohe Auslastung in allen Werken bestätigen und die Schätzungen des Marktes übertreffen. Die Investitionstätigkeit stieg erneut deutlich an, was auf den zügigen Ausbau der Kapazitäten in China und Indien zurückzuführen ist.

Ergebnisse des ordentlichen Geschäftsbetriebs

Unsere Erlöse konnten im Vergleich zum ersten Quartal erneut um 13 % gesteigert werden und liegen somit in Summe um 41 % höher als noch vor einem Jahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für das erste Halbjahr beläuft sich – bereinigt um außergewöhnliche Aufwendungen – auf EUR 25,5 Millionen, was einem Gewinn pro Aktie von rund 82 Cent entspricht. Durch den zügigen Ausbau der Kapazitäten in China und Indien, aber auch durch Wechselkursdifferenzen hat sich der Netto-Verschuldungsgrad auf knapp über 72 % erhöht.

Unsere ordentlichen Ergebnisse für das erste Halbjahr 2010/11, ohne Einmaleffekte, stellen sich wie folgt dar:

  • Betriebsergebnis: EUR 25,5 Mio., das entspricht einer EBIT-Marge von 10,5 %
  • EBITDA: EUR 49,2 Mio., was einer EBITDA-Marge von 20,3 % entspricht
  • Konzernergebnis*: EUR 19,1 Mio.
  • Gewinn pro Aktie (EPS)*: EUR 0,82
  • * inklusive Einmaleffekte

Finanzierungslage

Die Fristigkeiten der Finanzverbindlichkeiten in Höhe von EUR 184,5 Mio. weisen folgende Struktur auf:

< 1 Jahr: EUR 85,6 Mio., davon entfallen auf
Exportkredite EUR 36 Mio.
1-2 Jahre: EUR 6,1 Mio.
2-3 Jahre: EUR 86,1 Mio.
3-4 Jahre: EUR 6,7 Mio.

Wie man aus dem Cashflow recht gut ableiten kann, konnten wir die zusätzlichen Investitionen im 2. Quartal zum größten Teil aus der Innenfinanzierung abdecken, was auch der höheren Ertragskraft im 2. Quartal zuzuschreiben ist. Somit haben sich im 2. Quartal unsere Finanzverbindlichkeiten nur um rund EUR 12 Millionen erhöht. Wir liegen daher mit unserem Verschuldungsgrad unter dem von uns selbst gesetzten Limit von 80 %.

Kernkompetenz als High-Tech-Lieferant

Als einer der ersten Leiterplattenhersteller weltweit haben wir es geschafft, eine neue Technologie zur Einbettung von aktiven und passiven elektronischen Komponenten (ECP®) in Kooperation mit Texas Instruments (TI) zur Serienreife zu bringen, und stellen damit einmal mehr unsere Innovationsführerschaft unter Beweis. Diese spezielle hochwertige Technologie erlaubt die effiziente Miniaturisierung von elektronischen Produkten bei gleichzeitiger Leistungserhöhung.

Aber auch mit der Photovoltaik haben wir uns im Vorstand in den vergangenen Monaten intensiv beschäftigt. Die Entwicklungen in der Photovoltaik sowie die von unseren Fachleuten durchgeführten Analysen haben ergeben, dass vor allem die Herstellung von Kontaktfolien für den Modulproduzenten für uns interessant ist. Diese Folien kommen in rückseitenkontaktierten Solarzellen zum Einsatz. Die Produkteinführung dieser Solarzellen läuft bereits, und die von uns produzierten Rückseitenkontaktfolien stellen eine wichtige Komponente für diese neue Technologie dar. Damit setzen wir voll auf unsere Kernkompetenzen als High-Tech-Lieferant. Wir haben uns bewusst gegen die Serienproduktion von Standardmodulen entschieden, weil bereits eine deutliche Überkapazität, ein starker Preisverfall und ein klarer Marktvorteil von asiatischen Mitbewerbern zu spüren ist. Mit der Produktion und Weiterentwicklung von Rückseitenkontaktfolien ist unser Know-how gefragt.

Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil

Der effiziente und nachhaltige Ressourceneinsatz ist für uns der Schlüssel für unseren langfristigen wirtschaftlichen Erfolg. Wir sind davon überzeugt, dass Rohstoffe und Energie effizient einzusetzen nicht nur ein gesellschaftliches Muss ist, sondern uns auch mittelfristig die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Umfeld sichert. Alleine in den vergangenen Monaten konnte der CO2 -Ausstoß unserer Gruppe von 55 auf 52 kg/m² gesenkt und der Energieverbrauch von 81 auf 75 kWh/brutto m² wesentlich reduziert werden.

Den hohen Stellenwert, den das Thema Nachhaltigkeit für uns einnimmt, spiegelt sich auch in der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten wider. Erstmals wurde heuer zusätzlich zum "Supplier Award of the Year" auch der "Sustainability Award" verliehen. Mit diesem wollen wir die Wichtigkeit von nachhaltiger und sozial verantwortlicher Beschaffung unterstreichen.

Innovation

Mit Entwicklungsabteilungen in Leoben und in Shanghai sowie einem umfangreichen Netzwerk an externen Partnern widmen wir uns ganz gezielt den Themen der Zukunft. So haben wir bewusst selbst in dem wirtschaftlich schwierigen Jahr 2009 das Budget für Forschung & Entwicklung nicht verringert, sondern sogar noch in den letzten Quartalen erhöht. Unser erklärtes Ziel ist es, unsere technologische Vorreiterrolle weiter auszubauen und künftig zum technologischen Trendsetter in unserer Industrie zu werden. Gemeinsam mit den Kunden arbeiten wir sehr gezielt an zukünftigen Ideen und Technologien, denn die Leiterplatte – das Nervenzentrum vieler elektronischer Geräte – muss sich immer größeren Herausforderungen stellen: die Geräte werden noch kleiner und multifunktioneller. Es ist unsere Überzeugung, dass eine äußerst enge Kooperation mit unseren Kunden bereits in sehr frühen Stadien der Produktentwicklung der Schlüssel zum Erfolg ist. Der Herausforderung, der wir uns dabei stellen müssen, ist die künftigen technologischen Anforderungen und Trends frühzeitig zu erkennen.

Ausblick

Zusammenfassend können wir den positiven Ausblick, den wir Anfang des Jahres gemacht haben, bestätigen. Dennoch müssen wir uns auf volatile Zeiten, vor allem auf den Währungs- und Rohstoffmärkten, in den nächsten Monaten gefasst machen. Wir haben daher alle Mitarbeiter aufgefordert, noch intensiver mit unseren Kunden zusammenzuarbeiten, um so frühzeitig Trends zu erkennen und gegebenenfalls gegensteuern zu können.

Mit freundlichen Grüßen

DI (FH) Andreas Gerstenmayer Vorstandsvorsitzender

Ing. Heinz Moitzi Technikvorstand

Corporate-Governance-Informationen

Die 16. ordentliche Hauptversammlung der AT&S Austria Technologie und Systemtechnik Aktiengesellschaft (AT&S) vom 7. Juli 2010 hat Herrn Ing. Willibald Dörflinger, Herrn Dkfm. Dr. Hannes Androsch, Herrn Dkfm. Karl Fink und Herrn Dipl.-Ing. Albert Hochleitner erneut in den Aufsichtsrat der Gesellschaft gewählt. Zum Aufsichtsratsvorsitzenden wurde Herr Dkfm. Dr. Hannes Androsch einstimmig berufen.

Die Hauptversammlung hat weiters beschlossen, den Vorstand gemäß §174 Abs. 2 AktG zu ermächtigen bis 6. Juli 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrates Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 100.000.000, auch in mehreren Tranchen, auszugeben, alle Bedingungen, die Ausgabe und das Umtauschverhältnis der Wandelschuldverschreibungen festzusetzen sowie das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Diese Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

Außerdem wurde das Grundkapital um bis zu EUR 14.245.000 durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 Stück neuer, auf Inhaber lautender Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als Inhaber von auf Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 7. Juli 2010 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von dem ihnen gewährten Bezugs- oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Der Vorstand wurde ermächtigt, alle Bedingungen, die Ausgabe und das Umtauschverhältnis der Wandelschuldverschreibungen festzulegen sowie das Bezugrecht der Aktionäre auszuschließen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung nehmen in gleicher Weise wie die zum Zeitpunkt der Ausgabe an der Börse gehandelten Aktien am Gewinn teil.

Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, bis zum 6. Juli 2015 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 14.245.000, allenfalls in mehreren Tranchen, mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe von bis zu 12.950.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinzahlung oder Sacheinlage, auch unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre, zu erhöhen und die näheren Ausgabebedingungen (insbesondere Ausgabekurs, Gegenstand der Sacheinlage, Inhalt der Aktienrechte, Ausschluss der Bezugsrechte etc.) mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzulegen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Folgende betragsmäßige Determinierung der oben angeführten Ermächtigungen ist zu beachten: Die Summe aus (i) der Anzahl der nach den Wertpapierbedingungen der Wandelschuldverschreibungen jeweils aus bedingtem Kapital aktuell ausgegebenen oder potenziell auszugebenden Bezugsaktien und (ii) der Anzahl der aus dem genehmigten Kapital ausgegeben Aktien darf die Zahl von 12.950.000 nicht überschreiten. Insgesamt können im Rahmen der erteilten Ermächtigungen daher nur Aktien im Ausmaß von bis zu 50 % des derzeitigen Grundkapitals der Gesellschaft ausgegeben werden.

Die Hauptversammlung hat auch beschlossen, die Satzung gemäß den oben angeführten Beschlüssen sowie zwecks Anpassung an das Aktienrechts-Änderungsgesetz 2009 in §3 (Veröffentlichungen und Mitteilungen) Abs. 2 und in §4 (Grundkapital) Abs. 5 sowie in §22 (Allgemeines) Abs. 3 bis Abs. 11 entsprechend zu ändern.

Weiters hat die 16. ordentliche Hauptversammlung beschlossen, die durch Beschluss der vierzehnten ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2008 zu Punkt 9. der Tagesordnung dem Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ab Beschlussfassung erteilte Ermächtigung – soweit diese noch nicht ausgeübt wurde – zum Rückkauf und zur Verwendung eigener Aktien zu widerrufen und gleichzeitig den Vorstand zu ermächtigen, gemäß §65 Abs. 1 Z 8 AktG binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben, wobei der Erwerbskurs je zu erwerbender Stückaktie EUR 1,10 nicht unterschreiten und EUR 110 nicht überschreiten darf, sowie den Vorstand zu ermächtigen, die erworbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen oder zur Durchführung des Mitarbeiterbeteiligungs- bzw. Stock-Option-Programmes der Gesellschaft zu verwenden. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen.

Schließlich hat die Hauptversammlung beschlossen, die durch Beschluss der 14. ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Juli 2008 zu Punkt 10. der Tagesordnung dem Vorstand für die Dauer von fünf Jahren erteilte Ermächtigung zur Veräußerung eigener Aktien zu widerrufen und gleichzeitig den Vorstand gemäß §65 Abs. 1b AktG für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, sohin bis einschließlich 6. Juli 2015, zu ermächtigen, mit Zustimmung des Aufsichtsrates und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung erworbene eigene Aktien der Gesellschaft auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Aktienoptionen von Arbeitnehmern, leitenden Angestellten und Mitgliedern des Vorstandes/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens oder von allenfalls ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, zur Einziehung, als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögenswerten, für Veräußerung im Wege eines Accelerated-Bookbuilding-Verfahrens, und zu jedem sonstigen, gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden und hierbei das Bezugsrecht der Aktionäre im Sinne des §65 Abs. 1b in Verbindung mit §§169 bis 171 AktG auszuschließen, wobei die Ermächtigung ganz oder in Teilen ausgeübt werden kann.

Zudem wurde im Zuge der 16. ordentlichen Hauptversammlung eine Dividende in der Höhe von EUR 0,10 pro Aktie beschlossen, die am 28. Juli 2010 ausbezahlt wurde.

Directors' Holdings & Dealings

Im laufenden Halbjahr gab es keine Veränderungen der Aktienbestände unserer Führungspersonen nach §48d Börsegesetz. Der Bestand an von den Vorständen gehaltenen Aktienoptionen stellt sich wie folgt dar (Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine Aktienoptionen):

2006 2007 2008 2009 2010 Summe
Andreas Gerstenmayer 40.000 40.000
Heinz Moitzi 30.000 30.000 30.000 30.000 30.000 150.000
Stehen E. Hansen 30.000 30.000 30.000 30.000 30.000 150.000
*Harald Sommerer 40.000 40.000 40.000 40.000 160.000
Ausübungspreis (EUR) 17,99 22,57 15,67 3,86 7,45

* Mit Ausscheiden von Dr. Sommerer aus der AT&S per 31. Jänner 2010 können alle ihm zu diesem Zeitpunkt zugeteilten Aktienoptionen innerhalb eines Jahres ausgeübt werden. Danach verfallen sie ersatzlos und endgültig.

AT&S-Aktie

Aktionärsstruktur

0 %

AT&S indiziert zum ATX-Prime

Aktienkursentwicklung im ersten Halbjahr

Die Entwicklung des Geschäftsverlaufs der ersten 6 Monaten hat die Erwartungen der Analysten weit übertroffen, sowohl was die Umsätze als auch was die Profitabilität betrifft. Derzeit wird die Aktie von 4 Analysten beobachtet, die alle eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

Zusätzlich wurde das Herbstprogramm seitens Investor Relations gestartet, wo wir einen Schwerpunkt auf die Finanzmärkte Wien, Frankfurt und Schweiz legen und mit ausgewählten Investoren in Kontakt treten. Im dritten Quartal sind dann auch Road Shows mit internationalen Investoren in Paris und London geplant. Die ersten Treffen fanden bereits statt und bekräftigen das rege Interesse an der AT&S Gruppe.

Dies alles hat sich natürlich auch positiv auf den Aktienkurs ausgewirkt. So konnte die AT&S Aktie den ATX Prime Index klar schlagen und in den letzen 6 Monaten um fast 45 % an Wert zulegen. Die Marktkapitalisierung erreichte mit Stand Ende September rund EUR 280 Millionen gegenüber 156 Millionen noch 12 Monate davor. Erfreulich ist auch, dass die Liquidität in der Aktie zugenommen hat, das Durchschnittvolumen der letzten 6 Monate betrug rund 33.000 Stück.

Aktienkennzahlen für die ersten 6 Monate (in EUR)

in EUR 30. September 2010 30. September 2009
Gewinn/Aktie 0,82 -2,13
Höchstkurs 11,83 7,40
Tiefstkurs 8,04 2,99
Ultimokurs 11,83 6,69

AT&S-Aktie

in EUR Wiener Börse
WP-Kennnummer 969985
ISIN-Code AT0000969985
Kürzel 9,95 %
ATS
Reuters RIC Eigene Aktien
ATSV.VI
Bloomberg 17,66 %
ATS AV
Indizes Dörflinger Privatstiftung
ATX Prime, WBI SME
21,51 %

Finanztermine

Streubesitz
3. Quartal 2010/11 25. Jänner 2011
Jahresergebnis 2010/11 12. Mai 2011
17. ordentliche Hauptversammlung 7. Juli 2011

Kontakt Investor Relations

Mag. Martin Theyer Tel.: +43 (0)3842/200-5909 E-Mail: [email protected]

Zwischenbericht nach IFRS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Juli bis 30. September 1. April bis 30. September
(in TEUR) 2010 2009 2010 2009
Umsatzerlöse 128.740 88.040 242.681 171.287
Herstellungskosten (102.455) (75.995) (196.564) (160.025)
Bruttogewinn 26.285 12.045 46.117 11.262
Vertriebskosten (6.113) (4.540) (11.917) (9.170)
Allgemeine Verwaltungskosten (5.260) (4.760) (10.526) (9.433)
Sonstiges betriebliches Ergebnis 467 325 1.810 (1.423)
Nicht wiederkehrende Posten - 1.746 (725) (36.533)
Betriebsergebnis 15.379 4.816 24.759 (45.297)
Finanzierungserträge 2.438 1.483 4.200 4.719
Finanzierungsaufwendungen (3.439) (4.179) (4.501) (10.495)
Finanzergebnis (1.001) (2.696) (301) (5.776)
Ergebnis vor Steuern 14.378 2.120 24.458 (51.073)
Ertragsteuern (2.842) 146 (5.356) 1.151
Konzernergebnis 11.536 2.266 19.102 (49.922)
davon den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnen 11.542 2.379 19.145 (49.686)
davon den Minderheitenanteilen zuzurechnen (6) (113) (43) (236)
Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des Mutterunternehmens zusteht
(in EUR je Aktie):
- unverwässert 0,49 0,10 0,82 (2,13)
- verwässert 0,49 0,10 0,81 (2,13)
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien – unverwässerter Wert (in tausend Stück)
23.323 23.323 23.323 23.323
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien – verwässerter Wert (in tausend Stück)
23.463 23.381 23.463 23.381

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

1. Juli bis 30. September 1. April bis 30. September
(in TEUR) 2010 2009 2010 2009
Konzernergebnis 11.536 2.266 19.102 (49.922)
Währungsumrechnungsdifferenzen (33.132) (8.988) (1.667) (25.065)
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten,
nach Steuern
2 15 2 15
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten
aus der Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern
30 (46) 24 (46)
Sonstiges Ergebnis (33.100) (9.019) (1.641) (25.096)
Gesamtkonzernergebnis (21.564) (6.753) 17.461 (75.018)
davon den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnen (21.558) (6.640) 17.504 (74.782)
davon den Minderheitenanteilen zuzurechnen (6) (113) (43) (236)

Konzernbilanz

2010
2010
VERMÖGENSWERTE
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen
347.582
308.527
Immaterielle Vermögenswerte
1.808
2.037
Finanzielle Vermögenswerte
96
99
Übergedeckte Pensionsansprüche
663
620
Aktive latente Steuern
13.028
11.124
Sonstige langfristige Vermögenswerte
3.981
3.622
367.158
326.029
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte
48.987
38.700
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
100.595
90.976
Finanzielle Vermögenswerte
14.279
14.214
Laufende Ertragsteuerforderungen
70
117
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
8.514
13.354
172.445
157.361
Summe Vermögenswerte
539.603
483.390
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital
45.680
45.680
Sonstige Rücklagen
(3.201)
(1.560)
Gewinnrücklagen
180.954
164.184
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital
223.433
208.304
Minderheitenanteile
489
489
Summe Eigenkapital
223.922
208.793
SCHULDEN
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten
98.921
105.197
Rückstellungen für Personalaufwand
11.499
11.369
Sonstige Rückstellungen
12.485
12.769
Passive latente Steuern
5.206
4.664
Sonstige Verbindlichkeiten
2.162
1.618
130.273
135.617
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
89.265
60.436
Finanzielle Verbindlichkeiten
85.613
70.455
Laufende Ertragsteuerschulden
5.052
2.611
Sonstige Rückstellungen
5.478
5.478
185.408
138.980
Summe Schulden
315.681
274.597
Summe Eigenkapital und Schulden
539.603
483.390
30. September 31. März
(in TEUR)

Konzern-Geldflussrechnung

1. April bis 30. September
(in TEUR) 2010 2009
Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis 19.102 (49.922)
Überleitungspositionen zum Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen und Wertminderungen von Anlagevermögen 23.781 40.159
Veränderung langfristiger Rückstellungen (208) 7.321
Ertragsteuern 5.356 (1.151)
Finanzierungsaufwendungen/(-erträge) 301 5.776
(Gewinne)/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen 118 20
Auflösung von Investitionszuschüssen (3.102) (1.129)
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert 988 8
Veränderungen des Working Capital:
- Vorräte
(10.489) 7.571
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (10.349) 17.552
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 16.935 4.923
- Sonstige Rückstellungen 7 177
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel 42.440 31.305
gezahlte Zinsen (6.359) (1.307)
erhaltene Zinsen und Dividendenerträge 250 44
gezahlte Ertragsteuern (4.232) (8.912)
Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 32.099 21.130
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (48.795) (10.744)
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 254
Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochtergesellschaften,
abzüglich dabei veräußerter liquider Mittel 174
Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten (2.257) (2.131)
Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten 1.267 474
Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit (49.785) (11.973)
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 32.244 38.380
Auszahlungen für die Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten (20.088) (41.083)
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 2.999 715
Dividendenzahlungen (2.332) (4.198)
Nettomittelzufluss/(-abfluss) aus Finanzierungstätigkeit 12.823 (6.186)
Nettozunahme/(-abnahme) von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (4.863) 2.971
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang 13.354 7.031
Währungsgewinne/(-verluste) aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 23 (222)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Halbjahresende 8.514 9.780

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Den Gesell
schaftern des
Mutterunter
nehmens zu
Gezeichnetes Sonstige Gewinn rechenbares Minder Summe
(in TEUR) Kapital Rücklagen rücklagen Eigenkapital heitenanteile Eigenkapital
Stand zum 31. März 2009 45.680 561 205.999 252.240 494 252.734
Gesamtkonzernergebnis (25.096) (49.686) (74.782) (236) (75.018)
Dividendenzahlung für 2008/09 (4.198) (4.198) (4.198)
Umgliederung von auf Minderheitenanteile
entfallenden Verlusten (237) (237) 237
Veränderung Konsolidierungskreis (5) (5)
Stand zum 30. September 2009 45.680 (24.535) 151.878 173.023 490 173.513
Stand zum 31. März 2010 45.680 (1.560) 164.184 208.304 489 208.793
Gesamtkonzernergebnis (1.641) 19.145 17.504 (43) 17.461
Dividendenzahlung für 2009/10 (2.332) (2.332) (2.332)
Umgliederung von auf Minderheitenanteile
entfallenden Verlusten
(43) (43) 43
Stand zum 30. September 2010 45.680 (3.201) 180.954 223.433 489 223.922

Segmentberichterstattung

1. April bis 30. September 2010

Nicht zugeordnet
(in TEUR) Europa Asien und Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 175.576 67.105 242.681
Innenumsatz 1 100.579 (100.580)
Gesamterlöse 175.577 167.684 (100.580) 242.681
Nicht wiederkehrende Posten (725) (725)
Betriebsergebnis 7.269 22.467 (4.977) 24.759
Finanzergebnis (301)
Ergebnis vor Steuern 24.458
Ertragsteuern (5.356)
Konzernergebnis 19.102
Vermögenswerte 108.451 429.931 1.221 539.603
Schulden 72.259 70.607 172.815 315.681
Investitionen 1.967 59.139 258 61.364
Abschreibungen der Sachanlagen
und immateriellen Vermögenswerte
2.450 20.967 364 23.781

1. April bis 30. September 2009

Nicht zugeordnet
(in TEUR) Europa Asien und Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 111.695 59.592 171.287
Innenumsatz 18 51.741 (51.759)
Gesamterlöse 111.713 111.333 (51.759) 171.287
Nicht wiederkehrende Posten (36.533) (36.533)
Betriebsergebnis (45.577) 3.707 (3.427) (45.297)
Finanzergebnis (5.776)
Ergebnis vor Steuern (51.073)
Ertragsteuern 1.151
Konzernergebnis (49.922)
Vermögenswerte 91.870 347.532 20.187 459.589
Schulden 60.323 35.157 190.596 286.076
Investitionen 1.676 4.708 677 7.061
Abschreibungen der Sachanlagen
und immateriellen Vermögenswerte 21.400 18.080 679 40.159

Zusatzinformationen

Die Umsatzerlöse nach Branchen stellen sich wie folgt dar:

Die Umsatzerlöse nach Ländern stellen sich wie folgt dar:

1. April bis 30. September
(in TEUR) 2010 2009
Mobile Devices 144.372 99.372
Industrial 68.870 51.259
Automotive 28.106 18.227
Übrige 1.333 2.430
242.681 171.287
(in TEUR) 1. April bis 30. September
2010 2009
Österreich 11.430 7.776
Deutschland 59.116 38.910
Ungarn 21.922 16.620
Sonstiges Europa 15.249 13.638
Asien 67.199 68.381
Kanada, USA, Mexiko 65.515 24.544
Übrige 2.250 1.418
242.681 171.287

Erläuternde Anhangsangaben zum Zwischenbericht

Allgemeine Erläuterungen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Zwischenbericht zum 30. September 2010 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS), unter Berücksichtigung des IAS 34, und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Der Konzernzwischenabschluss beinhaltet nicht alle im Jahreskonzernabschluss enthaltenen Informationen und sollte gemeinsam mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2010 gelesen werden.

Gegenüber dem Geschäftsjahr endend zum 31. März 2010 sind keine Unterschiede der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegeben.

Der Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2010 ist ungeprüft, und es wurde auch keine externe prüferische Durchsicht durchgeführt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im ersten Halbjahr dieses Geschäftsjahres gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um EUR 71,4 Mio. auf EUR 242,7 Mio. Diese positive Abweichung von 42 % ist im Wesentlichen auf höhere Absatzmengen von Leiterplatten zurückzuführen, wobei sich auch der gegenüber dem Vorjahr im Halbjahresdurchschnitt stärkere USD entsprechend positiv auswirkte. Im Servicegeschäft (Bestückung, Trading, Design) sind die Umsätze gemäß der Beendigung einiger Aktivitäten in diesem Bereich zurückgegangen. Bei Quartalsbetrachtung konnten die Umsätze im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal um 13 % gesteigert werden und liegen um 46 % über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

In geografischer Hinsicht bzw. bei Segmentbetrachtung betrifft der Anstieg der Produktion im Vorjahresvergleich insbesondere die asiatischen Standorte. So zeigt das Segment Asien im ersten Halbjahr eine Steigerung von 51 % gegenüber dem Vorjahr und das Segment Europa eine Steigerung von 25 % (jeweils ohne bezogene Innenumsätze). Bei Quartalsbetrachtung ist ein relativ starker Anstieg der Umsätze im Segment Europa festzustellen, 32 % gegenüber dem Vorquartal und 59 % gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum, während im ersten Quartal im Wesentlichen das Vorjahresniveau erreicht wurde. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Zuge der Verlagerung der Produktion von HDI-Leiterplattenmodellen nach China der zweite Restrukturierungsschritt mit entsprechender Anpassung der Produktionskapazitäten in Leoben-Hinterberg gegen Ende des ersten Quartals des vergangenen Geschäftsjahres erfolgte. Der Umsatzanteil der Produktionsstandorte in Asien beträgt im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres 69 % an den Gesamterlösen.

Bruttogewinn

Ausgehend von dem deutlich höheren Umsatz ist der Bruttogewinn im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um EUR 34,9 Mio. auf EUR 46,1 Mio. angestiegen. Die Bruttogewinnmarge hat sich somit gegenüber dem Vorjahr von 6,6 % auf 19,0 % erhöht.

Die Steigerung der Bruttogewinnmarge ist auf die sehr gute Auslastung der vorhandenen Produktionskapazitäten in den Werken, sowohl in Österreich als auch in Asien, zurückzuführen. Im vergangenen Geschäftsjahr waren neben dem geringeren Umsatz insbesondere im ersten Quartal deutliche Überkapazitäten vorhanden und am Standort Leoben-Hinterberg sogar ein deutlich negativer Bruttogewinn zu verzeichnen. Bei Quartalsbetrachtung konnte im zweiten Quartal der Bruttogewinn gegenüber dem ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres um EUR 6,5 Mio. und gegenüber dem Vorjahr um EUR 14,2 Mio. gesteigert werden.

Nicht wiederkehrende Posten

Im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres wurde beschlossen, weitere Anpassungen in der Verwaltungsstruktur vorzunehmen und den Standort Wien, an dem bisher wesentliche Konzernfunktionen im Sinne eines Headquarters wahrgenommen wurden, mit Kalenderjahresende 2010 zu schließen. Die Rolle des Headquarters wird wieder dem Sitz der Gesellschaft und Produktionsstandort Leoben-Hinterberg zugeordnet. Die nicht wiederkehrenden Posten betreffen die Schließung des Standortes in Wien und umfassen vorwiegend Personalaufwendungen aus einem vereinbarten Sozialplan im Rahmen der Maßnahmenentscheidung.

Die nicht wiederkehrenden Posten des Vorjahres betrafen umfassende Restrukturierungsmaßnahmen und Kosteneinsparungsprogramme. Insbesondere wurden Projekte zur Effizienzsteigerung der österreichischen Werke eingeleitet, die im Wesentlichen den Standort Leoben-Hinterberg betrafen. Die Volumensproduktion in Leoben-Hinterberg wurde zu Gänze nach Shanghai verlagert, und die Produktionskapazitäten wurden entsprechend angepasst. Aus der geringeren Redimensionierung aufgrund der Verbesserung der Auftragssituation resultierte im zweiten Quartal des Vorjahres ein positiver Ergebnisbeitrag.

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres ist, ausgehend von dem deutlich gestiegenen Bruttoergebnis, weiters durch vergleichsweise geringe Einmaleffekte belastet. Somit steigerte sich das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr von EUR -45,3 Mio. um EUR 70,1 Mio. auf EUR 24,8 Mio. Das bereinigte Betriebsergebnis (vor nicht wiederkehrenden Posten) beträgt EUR 25,5 Mio. gegenüber EUR -8,8 Mio. im Vorjahr und zeigt somit eine Verbesserung um EUR 34,3 Mio.

Die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten liegen aufgrund umsatzbedingter höherer Frachtkosten sowie der ergebnisabhängigen variablen Gehaltsbestandteile über dem Vorjahreswert. Das sonstige betriebliche Ergebnis beinhaltet im aktuellen Geschäftsjahr vorwiegend Erträge aus öffentlichen Zuwendungen sowie Aufwendungen aus Kursverlusten durch die Abwertung des US-Dollar im September. Im Vorjahr führte ebenfalls die Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro zu Kursverlusten.

Bei Betrachtung der Segmentergebnisse zeigen sich im Vorjahresvergleich sowohl in Europa als auch in Asien deutliche Steigerungen. Das zur Bemessung der Performance relevante bereinigte Segment-EBIT (Segmentergebnis vor nicht wiederkehrenden Posten) erhöhte sich von EUR -9,0 Mio. auf EUR 7,3 Mio. für Europa und von EUR 3,7 Mio. auf EUR 22,5 Mio. für Asien. Das Segment Europa war im letzten Jahr zusätzlich durch Restrukturierungsaufwendungen belastet.

Finanzergebnis

Die Finanzierungserträge des aktuellen Geschäftsjahres resultieren im Wesentlichen aus den Aufwertungen der funktionalen Währung Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) gegenüber dem Euro seit dem letzten Bilanzstichtag und den damit verbundenen Bewertungserträgen der Finanzierungen des Werkes in China. Im Vorjahr hatte die Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro zu entsprechenden Bewertungserträgen aus Kurssicherungsinstrumenten geführt.

Die Finanzierungsaufwendungen beinhalten vorwiegend Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 4,2 Mio. (Vorjahr: EUR 3,7 Mio.). Im Vorjahr hatte weiters die Abwertung der funktionalen Währung Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) zu entsprechenden Bewertungsaufwendungen der Finanzierungen des Werkes in China geführt.

Ertragsteuern

Die Veränderung des effektiven Steuersatzes auf Basis des Konzernergebnisses im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultiert grundsätzlich aus den sich ändernden Anteilen der einzelnen Gesellschaften mit abweichenden Steuersätzen und unterschiedlichen steuerlichen Regelungen am Konzernergebnis. Weiters sind die Ertragsteuern wesentlich durch die Bewertung der latenten Steuern beeinflusst. Insbesondere wurden für einen Großteil der ertragsteuerlichen Verlustvorträge keine aktiven latenten Steuern gebildet, da von einer Realisierbarkeit in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung Währungsumrechnungsdifferenzen

Die Währungsumrechnungsdifferenzen sind generell auf die Wechselkursveränderungen der funktionalen Währungen Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) und Hongkong Dollar (HKD) gegenüber der Konzerndarstellungswährung Euro zurückzuführen. Im aktuellen Geschäftsjahr wurde die positive Veränderung des ersten Quartals nunmehr im zweiten Quartal entsprechend der Aufwertung des Euro im Wesentlichen kompensiert. Im ersten Halbjahr des vergangenen Geschäftsjahres hatten die Wechselkursveränderungen zu deutlich negativen Währungsumrechnungsdifferenzen geführt.

Erläuterungen zur Bilanz

Vermögens- und Finanzlage

Die Nettoverschuldung erhöhte sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um EUR 13,7 Mio. auf EUR 161,6 Mio. Insbesondere hat sich der Finanzierungsbedarf aufgrund des Ausbaus der Werke in China und Indien erhöht, weiters ist auch der Nettobestand des Working Capital gemäß dem aktuellen Wachstum etwas angestiegen. Der Nettoverschuldungsgrad entspricht mit 72 % trotz gestiegener Nettoverschuldung aufgrund des ebenso starken Eigenkapitalanstiegs dem Wert am letzten Bilanzstichtag von 71 %.

Das Konzerneigenkapital hat sich im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres deutlich erhöht. Das positive Konzernergebnis und der vergleichsweise geringe Saldo der Währungsumrechnungsdifferenzen führten zu einem Gesamtkonzernergebnis von EUR 17,5 Mio. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte sich hingegen das Konzerneigenkapital durch das negative Gesamtkonzernergebnis in Höhe von EUR -75,0 Mio. signifikant reduziert.

Eigene Aktien

In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben sowie einzuziehen. Weiters wurde der Vorstand wieder für die Dauer von fünf Jahren, sohin bis einschließlich 6. Juli 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eigene Anteile auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Mitarbeiteraktienoptionen, Wandelschuldverschreibungen oder als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen bzw. sonstigen Vermögenswerten.

Im Rahmen des Aktienrückkaufprogrammes wurden im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres keine weiteren eigenen Aktien erworben. Zum 30. September 2010 hält der Konzern unverändert zum letzten Bilanzstichtag, unter Berücksichtigung der ausgeübten Aktienoptionen, 2.577.412 eigene Aktien (9,95 % des Grundkapitals) mit einem Kaufpreis von EUR 46,6 Mio.

Erläuterungen zur Geldflussrechnung

Der Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit zeigt auf Basis des positiven Konzernergebnisses mit EUR 32,1 Mio. eine Steigerung zum Vorjahreswert von EUR 21,1 Mio., wobei der Anstieg im Vergleich zum Konzernergebnis weniger deutlich ist. Einerseits war das negative Konzernergebnis im Vorjahr zu einem großen Teil durch zahlungsunwirksame Aufwendungen wie Wertminderungen von Anlagevermögen und Zuführung langfristiger Rückstellungen im Zuge der Restrukturierung belastet. Andererseits ist das Working Capital im Verlauf des ersten Halbjahres im aktuellen Geschäftsjahr durch das aktuelle Wachstum angestiegen, während im Vergleichszeitraum des Vorjahres durch den Geschäftsrückgang eine deutliche Reduktion des Working Capital zu verzeichnen war.

Der Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit beträgt EUR 49,8 Mio. (Vorjahr: EUR 12,0 Mio.). Der Anstieg zum Vorjahr ergibt sich aus der höheren Investitionstätigkeit. Die Auszahlungen für Investitionen belaufen sich im aktuellen Geschäftsjahr auf EUR 48,8 Mio. und betreffen vorwiegend die Ausweitung der Produktionskapazitäten in China sowie die Errichtung einer zweiten Produktionsstätte am Standort in Indien. Die Investitionen im Vorjahr betrafen insbesondere Ersatzbeschaffungen und die Errichtung der zweiten Produktionsstätte am Standort in Indien.

Der Nettomittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 12,8 Mio. im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres beinhaltet im Wesentlichen die Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten zum Ausbau der Produktionskapazitäten, wobei der Großteil der Investitionen in diesem Zeitraum aus dem operativen Nettomittelzufluss und dem Zahlungsmittelbestand abgedeckt wurden. Die Ausschüttung der Gesellschaft war im aktuellen Geschäftsjahr deutlich geringer als im Vorjahr.

Sonstige Angaben Gezahlte Dividenden

Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres wurden gemäß Beschluss in der Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 eine Dividende von EUR 0,10 pro Aktie und somit TEUR 2.332 aus dem Bilanzgewinn zum 31. März 2010 ausgeschüttet.

Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Personen und Unternehmen

Im Zusammenhang mit diversen Projekten sind im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres Honorare für Beratungsleistungen der AIC Androsch International Management Consulting GmbH in Höhe von TEUR 186 sowie der Rechtsanwälte Riedl & Ringhofer in Höhe von TEUR 11 angefallen.

Leoben-Hinterberg, am 21. Oktober 2010

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

Konzernzwischenlagebericht

Geschäftsverlauf und Lage

Grundsätzlich unterliegt das Gesamtgeschäft der AT&S wegen des hohen Umsatzanteils des Bereiches Mobile Devices einer Saisonalität. In der Regel sind das erste und vierte Quartal durch eine niedrigere Auslastung und das zweite und dritte Quartal des Geschäftsjahres durch eine sehr gute Auslastung gekennzeichnet. Im laufenden Geschäftsjahr konnte zusätzlich zu dem Umsatzwachstum im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal eine deutliche Erlössteigerung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erreicht werden, nachdem im vorangegangenen Geschäftsjahr insbesondere die ersten zwei Quartale durch die angespannte weltwirtschaftliche Situation negativ beeinflusst waren. Die Umsatzerlöse im zweiten Quartal in Höhe von EUR 128,7 Mio. bedeuten Steigerungen gegenüber dem ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres um EUR 14,8 Mio. bzw. 13 % und gegenüber dem zweiten Quartal des letzten Geschäftsjahres um EUR 40,7 Mio. bzw. 46 %. Die Erlössituation hat somit bereits das Niveau vor der Finanz- und Wirtschaftskrise erreicht und bedeutet eine hohe Auslastung im gesamten ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres.

Der Großteil der Umsätze wurde im ersten Halbjahr mit EUR 144,4 Mio. bzw. einem Umsatzanteil von 60 % weiterhin im Bereich Mobile Devices erzielt. Der Bereich Industrial zeigt ebenfalls ein kontinuierliches Wachstum und liegt bei einem Umsatzanteil von 28 %. Im Bereich Automotive konnte der Umsatz im ersten Halbjahr um mehr als 50 % gesteigert werden, nachdem durch die Krise bei den Autoherstellern im ersten Halbjahr des vergangenen Geschäftsjahres ein besonders ausgeprägter Umsatzeinbruch zu verzeichnen war. Das projektabhängige Geschäft im Servicesegment (Design, Bestückung und Trading) ist aufgrund der Beendigung einiger Aktivitäten in diesem Bereich stark zurückgegangen und nur noch von untergeordneter Bedeutung. Bei Quartalsbetrachtung des laufenden Geschäftsjahres entsprechen die prozentuellen Umsatzanteile nach Branchen im zweiten Quartal im Wesentlichen dem ersten Quartal.

Hinsichtlich der Zielmärkte ist langfristig der Trend der Industrieverlagerung von Europa nach Asien erkennbar. Durch Änderungen in der Kundenstruktur und bei den Produktionsallokationen der OEM und CEM haben aber vor allem Umsatzerlöse an Produzenten in Kanada, USA und Mexiko weiter an Bedeutung gewonnen. Diese Entwicklung war bereits im Laufe des letzten Geschäftsjahres festzustellen, und so liegt der diesbezügliche Umsatzanteil im aktuellen ersten Halbjahr bereits bei 27 % gegenüber 14 % im Vorjahr, während der Anteil nach Asien von 40 % auf 28 % zurückgegangen ist. Die Umsätze mit europäischen Kunden zeigen ebenfalls eine sehr positive Entwicklung und sind gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres durch Marktanteilsgewinne ebenfalls proportional zur Konzernumsatzentwicklung angestiegen.

Entsprechend dem generellen Preisdruck am internationalen Markt bzw. der allgemeinen Verlagerung der Leiterplattenindustrie nach Asien wurden während der letzten Jahre die Produktionskapazitäten der AT&S in Asien ausgebaut und vermehrt Volumensaufträge im Bereich Mobile Devices nach China verlagert. Letztlich wurde nach umfassenden Restrukturierungsmaßnahmen im Sinne einer nachhaltigen Ertragssicherung im letzten Geschäftsjahr die Entscheidung getroffen, die Volumensproduktion des Standortes Leoben-Hinterberg zur Gänze nach Asien zu verlagern. Im Werk Leoben-Hinterberg werden seitdem – wie bereits in den beiden anderen österreichischen Standorten Fehring und Klagenfurt – ausschließlich Kleinserien und kurzfristige Spezialaufträge gefertigt.

Nicht zuletzt aufgrund von Marktbereinigungen zeigte sich in weiterer Folge eine starke Verbesserung der Auftragssituation bei europäischen Kunden. Gemäß dieser verstärkten Nachfrage und der damit besseren Werksauslastung konnte der ursprüngliche Restrukturierungsplan bereits im September letzten Jahres angepasst werden, und auch im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres übertrafen die Produktionsmengen am Standort Leoben-Hinterberg deutlich die ursprünglichen Erwartungen. Gemeinsam mit Mengensteigerungen am Standort Fehring haben daher die Umsätze der in den österreichischen Werken produzierten Leiterplatten im ersten Halbjahr trotz Verlagerung der Volumensproduktion den Vorjahreswert bereits übertroffen. Diese Umsatzentwicklung bei einer deutlich reduzierten Kostenbasis bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine signifikante Ergebnisverbesserung insbesondere im Werk Leoben-Hinterberg.

In dem mit Abstand größten Werk der AT&S in Shanghai war im ersten Halbjahr ebenfalls Vollauslastung gegeben. Verstärkt wurde der Mengenanstieg durch die Verlagerung aus Leoben-Hinterberg. Die Steigerungen der Ergebnisse im Konzern sind daher gegenüber dem Vorjahr zu einem wesentlichen Anteil auf den Produktionsstandort in China zurückzuführen. Das um nicht wiederkehrende Posten bereinigte Betriebsergebnis in Höhe von EUR 25,5 Mio. im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres bedeutet eine Verbesserung um EUR 34,3 Mio. gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum, wobei während des laufenden Geschäftsjahres das bereinigte Betriebsergebnis im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten Quartal um EUR 5,3 Mio. auf EUR 15,4 Mio. gesteigert werden konnte.

Wesentliche Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode

Mit 8. Oktober 2010 wurde das Vorstandsmandat von Herrn Dkfm. Steen Hansen zurückgelegt und der Vorstandsvertrag mit Wirkung 31. Jänner 2011 einvernehmlich aufgelöst. Die im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung des Vorstandsvertrages erwarteten nicht wiederkehrenden Aufwendungen für Abfertigung, Abgangsentschädigung, Pensionsdienstzeitenanrechnung und sonstige Ansprüche belaufen sich auf rund EUR 2 Mio. Die bisher zugeteilten Aktienoptionen sind entsprechend der Stock-Option-Vereinbarung mit Austrittsdatum fällig und bis spätestens 31. Jänner 2011 ausübbar. Ebenfalls mit Wirkung 8. Oktober 2010 erfolgte die Bestellung von Herrn Mag. Thomas Obendrauf zum Finanzvorstand.

Wesentliche Risiken, Ungewissheiten und Chancen

Im Verlauf des ersten Halbjahres des aktuellen Geschäftsjahres 2010/11 sind grundsätzlich keine nennenswerten Änderungen der im Konzernabschluss 2009/10 ausführlich im Konzernanhang unter "II. Risikobericht" beschriebenen Risikokategorien aufgetreten. Die Situation am Kreditmarkt hat sich soweit stabilisiert. Die Auswirkungen auf die Finanzierungskosten gegenüber früheren Jahren in Form von etwaigen zusätzlichen Aufschlägen werden derzeit durch das allgemein niedrige Zinsniveau kompensiert. Das Zinsänderungsrisiko für die AT&S ist durch den hohen Anteil fix verzinster Finanzverbindlichkeiten relativ gering und besteht vorwiegend bei kurzfristigen Finanzierungen.

Zur Reduktion des Liquiditätsrisikos wurden im vorangegangenen Geschäftsjahr einerseits langfristige Finanzierungen aufgenommen und andererseits langfristig gesicherte Kreditrahmen erweitert, die im Wesentlichen weiterhin noch unausgenützt sind. Darüber hinaus wurde entsprechend den bisherigen Möglichkeiten, in der Hauptversammlung am 7. Juli 2010 dem Vorstand bis Juli 2015 die Ermächtigung erteilt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu 12.950.000 neue Aktien aus genehmigtem Kapital zu emittieren, Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 100.000 auszugeben und die eigenen Anteile zu veräußern.

Auch im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres konnte trotz der wachstumsbedingten Kapitalbindung im Working Capital ein deutlich positiver operativer Cashflow erwirtschaftet werden. Auf Basis des weiterhin erwarteten positiven Nettomittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit und der umfassenden Finanzierungsmöglichkeiten steht ausreichend Liquidität zu Verfügung, um die geplanten und auch weitere Investitionsvorhaben zu realisieren.

Zur Absicherung der Währungsrisiken werden für die Nettopositionen in US-Dollar weiterhin Devisentermingeschäfte und Optionen abgeschlossen.

Der Nettoverschuldungsgrad hat sich im Laufe des ersten Halbjahres im aktuellen Geschäftsjahr von 71 % auf 72 % nicht wesentlich verändert und liegt weiterhin unter der Zielmarke von 80 %. Durch den hohen operativen Cashflow auf Basis des sehr guten Konzernergebnisses im aktuellen ersten Halbjahr konnten die Investitionstätigkeiten zum Großteil aus der Innenfinanzierung bedient werden. Die positiven Effekte der Währungsumrechnungsdifferenzen aus dem Anstieg des CNY und HKD gegenüber dem EUR im ersten Quartal und die daraus resultierende Eigenkapitalstärkung wurden im zweiten Quartal nunmehr egalisiert. Trotz der ungünstigen Wechselkursentwicklungen im aktuellen zweiten Quartal und der beschleunigten Kapazitätsausbautätigkeit wird bei anhaltend positiver Ertragssituation davon ausgegangen, dass im verbleibenden Geschäftsjahr 2010/11 der generelle Zielwert von 80 % im Wesentlichen eingehalten werden kann und nur vorübergehend überschritten wird.

Hinsichtlich der Chancen und Risiken aus der Entwicklung von externen Rahmenbedingungen für das gesamte Geschäftsjahr 2010/11 wird weiterhin von einem weltweiten Umsatzanstieg der Leiterplattenindustrie im Vorjahresvergleich ausgegangen. Im ersten Halbjahr wurden die externen und internen Wachstumserwartungen bei der AT&S deutlich übertroffen, wobei sich auch der im Halbjahresdurchschnitt noch starke US-Dollar entsprechend positiv auf den Umsatz auswirkte. Die weltwirtschaftliche Lage ist mittelfristig jedoch schwer einschätzbar und weiterhin als fragil zu beurteilen. Wie insbesondere auch die vergangenen Jahre gezeigt haben, sind die makroökonomischen Rahmenbedingungen und Märkte laufend kritisch zu beobachten, um möglichst frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.

Eine besondere Herausforderung für die AT&S stellt derzeit der kundenseitige Bedarfsanstieg dar. Um nachhaltig über ausreichende Kapazitäten zu verfügen, werden aktuell die Werke in China und Indien ausgebaut, wobei gegenüber den ursprünglichen Plänen die Ausbautätigkeit beschleunigt und einige Investitionen nach Möglichkeit zeitlich vorgezogen wurden.

In technologischer Hinsicht wurde im zweiten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres ein besonderer Erfolg der intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit erreicht und damit die Innovationskraft an der Weltspitze wieder unter Beweis gestellt. AT&S konnte als einer der ersten Produzenten weltweit die Embedding Component Packaging Technologie (EPC® Technologie) zur Serienreife bringen. Im Bereich Photovoltaik konzentriert sich AT&S auf ihre Kernkompetenzen als High-Tech-Lieferant und somit vor allem auf die Produktion und Weiterentwicklung von energieeffizienteren Rückseitenkontaktfolien.

Ausblick

Nach erfolgreicher Umsetzung der Restrukturierungen und Kostenreduktionsprogramme sind die erforderlichen strategischen Anpassungsmaßnahmen im Produktionsbereich weitgehend abgeschlossen. Der Fokus liegt nun klar auf dem raschen Ausbau der Kapazitäten in Asien. Weiters erfolgen noch teilweise die im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres beschlossenen Anpassungen in der Verwaltungsstruktur, die insbesondere die Verlagerung des Headquarters von Wien nach Leoben-Hinterberg und die damit verbundenen personellen Veränderungen betreffen.

Auf Basis der Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres und im Verlauf der letzten Quartale zeigt sich ein Aufwärtstrend. Gemäß den Aufträgen, Bedarfsmeldungen und kundenseitigen Indikationen wird für das Geschäftsjahr 2010/11 ein deutlich höherer Umsatz erwartet als ursprünglich budgetiert. Unter der Voraussetzung stabiler Wechselkurse wird ein Geschäftsjahresumsatz in Höhe von EUR 470 bis 500 Mio. und somit eine Steigerung gegenüber dem vorangegangen Geschäftsjahr von rund 25 bis 35 % prognostiziert.

Um das erhöhte Wachstum in den Geschäftsfeldern der AT&S ausreichend bedienen zu können, werden die Produktionskapazitäten im Konzern verstärkt erweitert, und so sind je nach Möglichkeit, einzelne Ausbauschritte vorzuziehen, für das gesamte Geschäftsjahr 2010/11 Investitionsausgaben von EUR 110 bis 140 Mio. vorgesehen. Die Investitionen betreffen vorwiegend die Standorte in China, wo rund EUR 100 Mio., und Indien, wo rund EUR 17 Mio. zahlungswirksame Gesamtinvestitionen für das Geschäftsjahr 2010/11 erwartet werden.

Die höhere Auslastung und die daraus resultierende bessere Ausnutzung der Produktionskapazitäten wirkt sich auch positiv auf das erwartete Betriebsergebnis aus, und so erwartet das Management für das Geschäftsjahr 2010/11 eine EBIT-Marge von über 9 %.

Leoben-Hinterberg, am 21. Oktober 2010

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Leoben-Hinterberg, am 21. Oktober 2010

DI (FH) Andreas Gerstenmayer Ing. Heinz Moitzi Vorsitzender Technikvorstand

Der Vorstand

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AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft Fabriksgasse 13 8700 Leoben Österreich Tel.: +43 (0)3842/200-0 Fax: +43 (0)3842/200-216

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