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AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG

Earnings Release Feb 18, 2013

736_rns_2013-02-18_2c89e530-b8c7-4f2d-9093-85e06f9681f2.pdf

Earnings Release

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AT&S - part of your daily life

Kennzahlen

IFRS
(Wenn nicht anders erwähnt, alle Finanzzahlen in TEUR) Q1-3 2012/13 Q1-3 2011/12
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Gesamterlöse 405.121 371.754
davon in Asien produziert 75 % 72 %
davon in Europa produziert 25 % 28 %
EBITDA 74.426 75.913
EBITDA-Marge 18,4 % 20,4 %
EBIT 20.981 31.644
EBIT-Marge 5,2 % 8,5 %
Konzernergebnis 5.439 21.864
Konzernergebnis der Eigentümer des Mutterunternehmens 5.439 21.891
Cash Earnings 58.883 66.159
KONZERNBILANZ
Bilanzsumme 709.546 722.209
Eigenkapital 289.225 289.293
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens 289.276 289.338
Nettoverschuldung 252.143 255.727
Verschuldungsgrad 87,2 % 88,4 %
Nettoumlaufvermögen 120.774 108.184
Nettoumlaufvermögen/Gesamterlöse 22,4 % 21,8 %
Eigenmittelquote 40,8 % 40,1 %
KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG
Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit (OCF) 28.260 50.433
Netto-Investitionen (Net CAPEX) 32.844 91.592
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter), Ultimo 7.226 7.322
Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter), Durchschnitt 7.450 7.461
AKTIENKENNZAHLEN
Gewinn/Aktie (EUR) 0,23 0,94
Cash Earnings/Aktie (EUR) 2,52 2,84
Marktkapitalisierung, Ultimo 187.980 196.143
Marktkapitalisierung/Eigenkapital 65,0 % 67,8 %
Anzahl der Aktien, gewichteter Durchschnitt (Stück) 23.322.588 23.322.588
FINANZKENNZAHLEN
Eigenkapitalrendite (ROE) 1) 2,5 % 11,2 %
ROCE 1) 4,6 % 7,6 %
ROS 1,3 % 5,9 %

1) Die Berechnung zielt auf durchschnittliche Werte ab

Highlights

  • AT&S erzielt Rekordumsatz und verbessert das operative Ergebnis
  • Positiv wirkten sich
  • die gesteigerte Nachfrage nach hochwertigen Leiterplatten für die Premiumklasse im Automotivebereich
  • die Einführung neuer Modelle führender Smartphone Hersteller aus
  • AT&S erweitert das Produktportfolio mit der Herstellung von IC-Substraten

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die Einführung neuer Modelle führender Smartphone Hersteller und die gesteigerte Nachfrage nach hochwertigen Leiterplatten für die Premiumklasse im Automotivebereich führten zu einer Verbesserung des operativen Ergebnisses gegenüber dem ersten Halbjahr 2012/13. Zusätzlich konnten in beiden Bereichen Rekordumsätze erwirtschaftet werden.

Die Umsatzsteigerung ist vor allem auf die verbesserte Kapazitätsauslastung des HDI Werkes in Shanghai zurückzuführen. Während in den ersten sechs Monaten die Auslastung unter den Erwartungen lag, hat sich die Auftragslage im dritten Quartal mit der erfolgreichen Einführung neuer Produkte für den Mobile Device Markt wesentlich verbessert. Zusätzlich finden immer mehr HDI Leiterplatten Einzug in die Premiumklasse im Automotivebereich.

Die Nachfrage nach hochwertigen Leiterplatten in der Industrie in Europa ging konjunkturbedingt zurück. Natürlich können wir den schwachen Start ins Geschäftsjahr nicht zu 100 % kompensieren. Die starke Nachfrage im Weihnachtsgeschäft im Mobile Device Bereich und der weiterhin stabile Bedarf an hochwertigen Verbindungslösungen im Automotive Bereich haben zu einer Ergebnisverbesserung und einem Rekordumsatz im dritten Quartal geführt. Auch unsere Strategie, sich im Medizinbereich stärker zu engagieren, trägt nun Früchte. Der Umsatz ist in diesem Bereich im laufenden Geschäftsjahr um 50 % gewachsen.

Die AT&S Gruppe erzielte im dritten Quartal einen Rekordumsatz von EUR 150 Mio. und ein EBITDA von rund EUR 30,5 Mio. Damit konnte der Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2012/13 auf rund EUR 405 Mio. gesteigert und der Gewinn der Aktie auf 23 Cents erhöht werden.

Die wesentlichen Kennzahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2012/13 stellen sich wie folgt dar:

  • Umsatzerlös: EUR 405,12 Mio.
  • Bruttogewinn: EUR 57,16 Mio., das entspricht einer Bruttogewinn-Marge von 14,11 %
  • EBITDA: EUR 74,43 Mio., das entspricht einer EBITDA-Marge von 18,37 %
  • Betriebsergebnis: EUR 20,98 Mio., das entspricht einer EBIT-Marge von 5,18 %
  • Ergebnis vor Steuern: EUR 8,06 Mio., das entspricht einer Marge von 1,99 %
  • Konzernergebnis: EUR 5,44 Mio., das entspricht einer Marge von 1,34 %
  • Gewinn pro Aktie: EUR 0,23
  • Anzahl der Aktien, Durchschnitt*: 23.323 * in 1.000 Stück

Finanzierungslage Die Fristigkeiten der Brutto-Finanzverbindlichkeiten in Höhe von EUR 296,8 Mio. weisen folgende Struktur auf:

< 1 Jahr: EUR 124,9 Mio.
1–5 Jahre: EUR 143,1 Mio.
> 5 Jahre: EUR 28,8 Mio.

EINSTIEG IN NEUES GESCHÄFTSFELD Wir

haben beschlossen, den nächsten konsequenten Schritt als Technologieführer zu setzen und erweitern das Produktportfolio mit der Herstellung von IC-Substraten (Integrated Circuit Substrates). Damit steigen wir in ein weiteres hochtechnologisches Geschäftsfeld ein. IC-Substrate dienen der Verbindung von Halbleitern mit der Leiterplatte. In der Leiterplattenwelt sind minimale Leiterzugsbreiten von 50µm (Mikrometer) gängig. Die leitenden Strukturen auf einem Halbleiter liegen im Nanometerbereich und

müssen über den Umweg des Substrates auf die mikrometergroßen Strukturen der Leiterplatte umgelenkt werden. Substrate sind mit anderen Worten das Bindeglied zwischen Nano- und Mikrowelt.

Die strategische Erweiterung der Geschäftsfelder basiert auf dem Trend, dass sich Halbleiter- und Leiterplattenanforderungen sowie diesbezügliche Fertigungstechniken immer mehr annähern und die Bedeutung der IC-Substrate kontinuierlich steigt. Das weltweite Marktpotential für IC-Substrates wird dabei auf ca. 8,6 Mrd. US\$ (2016: ca. 11,8 Mrd. US\$) geschätzt (Quelle: Prismark). Dieser Markt wächst deutlich stärker als der Leiterplattenmarkt und die Profitabilität vor allem im high-end Bereich der IC-Substrate ist besser als im HDI-Geschäft. Wir rechnen mit Umsätzen im neuen Geschäftsfeld ab dem Kalenderjahr 2016.

Die Produktion der IC-Substrate wird in China erfolgen. Zu diesem Zweck werden wir das erforderliche Know-how mit Unterstützung eines führenden Halbleiterherstellers aufbauen und in enger Kooperation mit diesem in den Markt einsteigen. Das in Bau befindliche Werk in Chongqing, China, wird auf das neue Geschäftsfeld ausgerichtet. Chongqing ist das erste high-end Substrat-Werk in China. Der Wettbewerb hat seine Produktionsstätten in Japan, Korea und Taiwan. Das bedeutet für uns einen klaren Wettbewerbsvorteil auf Kostenebene. Aus heutiger Sicht rechnen wir mit Gesamtinvestitionen von rund EUR 350 Mio. (exklusive Anlaufkosten).

Der Einstieg in das Substrate Geschäft ist für uns ein wichtiger Schritt zur nachhaltigen Ausrichtung des Unternehmens und bringt uns in die oberste Liga der technischen Entwicklung. Damit festigen wir unsere Position als einer der führenden Hersteller auf dem Gebiet der High-Tech-Verbindungslösungen in der Elektronik.

DI (FH) Andreas Gerstenmayer Vorstandsvorsitzender

Mit freundlichen Grüßen

Mag. Thomas Obendrauf Finanzvorstand

Ing. Heinz Moitzi Technikvorstand

AT&S-Aktienoptionen

Im dritten Quartal gab es keine Veränderungen der Aktienbestände der Führungspersonen nach § 48 Börsegesetz. Der Bestand an von den Vorständen gehaltenen Aktienoptionen (Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine Aktienoptionen) stellt sich wie folgt dar:

Bestand Herkunft der Aktionoptionen im Bestand
Aktienoptionen aus Zuteilung
aus Zuteilung
aus Zuteilung
aus Zuteilung
aus Zuteilung
am 31.12.2012 1.4.2012 1.4.2011 1.4.2010 1.4.2009 1.4.2008
DI (FH) Andreas Gerstenmayer 120.000 40.000 40.000 40.000 0 0
Ing. Heinz Moitzi 144.000 30.000 30.000 30.000 24.000 30.000
Mag. Thomas Obendrauf 64.500 30.000 30.000 1.500 1.500 1.500
Jeweiliger Zuteilungspreis (in EUR) 9,86 16,60 7,45 3,86 15,67

AT&S-Aktie

Aktionärsstruktur

AKTIENKURSENTWICKLUNG IN DEN ERS- TEN 9 MONATEN Im November organisierte die AT&S

gemeinsam mit der Wiener Börse einen Austrian Capital Market Day in Hong Kong, den ersten seiner Art. Ziel der Reise war es, institutionelle Investoren auf österreichischen Unternehmen in Asien aufmerksam zu machen. Das Interesse sowohl von der Medien- als auch von der Investorenseite war erfreulich hoch. Zusätzlich konnten auch Kontakte zu Brokern vor Ort hergestellt werden. In Zukunft können Aktienorders direkt vor Ort abgewickelt werden. Im Dezember waren wir dann auf Einladung der UBS in Zürich. Zusätzlich hatten wir die Möglichkeit, unser Unternehmen in den Räumen der Wiener Börse vor mehr als 50 Finanzberatern vorzustellen.

Die Entwicklung des Aktienkurses in den vergangenen Monaten war durch zwei Effekte maßgeblich geprägt:

  • Das Sentiment gegenüber den Mobilfunk-Ausstattern verbesserte sich und somit hat auch der AT&S Kurs von dieser Entwicklung zuerst profitiert
  • Mit der Bekanntgabe der Pläne für Chongqing kam aber die Aktie unter Druck

Obwohl wir im dritten Quartal die Einschätzungen der Analysten teilweise übertreffen konnten, wurde der Ausblick von einigen Analysten adaptiert. So stufte uns ein Analyst zurück und ein weiterer setzte die Bewertung kurzfristig aus. Die Aktie wird derzeit von sechs Analysten beobachtet.

AT&S INDIZIERT ZUM ATX-PRIME

AKTIENKENNZAHLEN FÜR DIE ERSTEN 9 MONATE (IN EUR)

in EUR 31. Dezember 2012 31. Dezember 2011
Gewinn/Aktie 0,23 0,94
Höchstkurs 9,60 15,90
Tiefstkurs 6,25 8,13
Ultimokurs 8,06 8,41

AT&S-Aktie

Wiener Börse
WP-Kennnummer 969985
ISIN-Code AT0000969985
Kürzel ATS
Reuters RIC ATSV.VI
Bloomberg ATS AV
Indizes ATX Prime, WBI SME

Finanztermine

Eigene Aktien
08. 05. 2013 Veröffentlichung Jahresergebnis 2012/13
17,74 %
04. 07. 2013 19. Hauptversammlung
Dörflinger Privatstiftung

Kontakt Investor Relations

Mag. Martin Theyer Tel.: +43 (0)3842/200-5909 E-Mail: [email protected]

Zwischenbericht nach IFRS

Konzern‐Gewinn‐undVerlustrechnung

1. Oktober bis 31. Dezember 1. April bis 31. Dezember
(in TEUR) 2012 2011 2012 2011
Umsatzerlöse 150.350 129.870 405.121 371.754
Herstellungskosten (123.886) (105.768) (347.962) (309.384)
Bruttogewinn 26.464 24.102 57.159 62.370
Vertriebskosten (7.298) (6.272) (21.283) (18.852)
Allgemeine Verwaltungskosten (4.830) (5.592) (14.143) (15.794)
Sonstiges betriebliches Ergebnis (1.904) (170) (752) 3.920
Betriebsergebnis 12.432 12.068 20.981 31.644
Finanzierungserträge 25 1.374 257 3.670
Finanzierungsaufwendungen (7.073) (4.059) (13.178) (9.244)
Finanzergebnis (7.048) (2.685) (12.921) (5.574)
Ergebnis vor Steuern 5.384 9.383 8.060 26.070
Ertragsteuern (2.027) (1.487) (2.621) (4.206)
Konzernergebnis 3.357 7.896 5.439 21.864
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen 3.354 7.904 5.439 21.891
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 3 (8) (27)
Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des Mutterunternehmens zusteht
(in EUR je Aktie):
- unverwässert 0,14 0,34 0,23 0,94
- verwässert 0,14 0,34 0,23 0,94
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien - unverwässerter Wert (in tausend Stück)
23.323 23.323 23.323 23.323
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien - verwässerter Wert (in tausend Stück)
23.351 23.363 23.351 23.363

Konzern‐Gesamtergebnisrechnung

1. Oktober bis 31. Dezember 1. April bis 31. Dezember
(in TEUR) 2012 2011 2012 2011
Konzernergebnis 3.357 7.896 5.439 21.864
Währungsumrechnungsdifferenzen (6.924) 19.612 8.127 46.660
(Verluste) aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von zur Ver
äußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, nach Steuern
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung von Sicherungsinstumenten aus
(6) (20) (17)
der Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern 28 (5) 32 (160)
Sonstiges Ergebnis (6.896) 19.601 8.139 46.483
Konzerngesamtergebnis (3.539) 27.497 13.578 68.347
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen (3.543) 27.502 13.574 68.371
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 4 (5) 4 (24)

Konzernbilanz

31. Dezember 31. März
(in TEUR) 2012 2012
VERMÖGENSWERTE
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 439.780 454.466
Immaterielle Vermögenswerte 2.147 2.451
Finanzielle Vermögenswerte 96 96
Übergedeckte Pensionsansprüche 593 581
Aktive latente Steuern 19.962 16.819
Sonstige langfristige Vermögenswerte 9.372 8.730
471.950 483.143
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 70.279 64.909
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 121.630 115.483
Finanzielle Vermögenswerte 780 768
Laufende Ertragsteuerforderungen 1.179 617
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 43.728 29.729
237.596 211.506
Summe Vermögenswerte 709.546 694.649
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 45.535 45.535
Sonstige Rücklagen 30.690 22.555
Gewinnrücklagen 213.051 215.075
Den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital 289.276 283.165
Nicht beherrschende Anteile (51) (55)
Summe Eigenkapital 289.225 283.110
SCHULDEN
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten 171.871 188.729
Rückstellungen für Personalaufwand 14.563 13.895
Sonstige Rückstellungen 10.732 11.422
Passive latente Steuern 7.322 5.701
Sonstige Verbindlichkeiten 4.213 3.641
208.701 223.388
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 80.608 98.037
Finanzielle Verbindlichkeiten 124.875 84.399
Laufende Ertragsteuerschulden 4.528 3.551
Sonstige Rückstellungen 1.609 2.164
211.620 188.151
Summe Schulden 420.321 411.539
Summe Eigenkapital und Schulden 709.546 694.649

Konzern‐Geldflussrechnung

2012
2011
Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis
5.439
21.864
Überleitungspositionen zum Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen und Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
53.445
44.268
Veränderung langfristiger Rückstellungen
(100)
352
Ertragsteuern
2.621
4.206
12.921
5.575
548
220
(705)
(599)
(46)
730
(5.069)
(14.913)
(10.322)
1.450
(14.080)
2.204
(546)
(736)
44.106
64.621
(12.175)
(8.430)
226
170
(3.897)
(5.928)
28.260
50.433
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
(36.196)
(91.643)
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
3.352
52
Einzahlungen aus dem Abgang von jederzeit verkaufbaren Wertpapieren
35

Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen

(473)
Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten
(292)
(1.618)
Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten
151
1.433
(32.950)
(92.249)
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus der Aufnahme von Anleihen

98.999
Veränderung übriger finanzieller Verbindlichkeiten
24.473
(9.752)
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen
1.512
2.664
Dividendenzahlungen
(7.463)
(8.396)
Nettomittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit
18.522
83.515
Nettozunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten
13.832
41.699
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang
29.729
4.227
Währungsgewinne aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten
167
1.767
1. April bis 31. Dezember
(in TEUR)
Finanzierungsaufwendungen
Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen
Auflösung von Investitionszuschüssen
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge) saldiert
Veränderungen des Working Capital:
- Vorräte
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
- Sonstige Rückstellungen
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel
Gezahlte Zinsen
Erhaltene Zinsen und Dividendenerträge
Gezahlte Ertragsteuern
Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende 43.728 47.693

Konzern‐ Eigenkapitalveränderungsrechnung

(in TEUR) Gezeichnetes
Kapital
Sonstige
Rücklagen
Gewinn
rücklagen
Den Eigen
tümern des
Mutterunter
nehmens zu
rechenbares
Eigenkapital
Nicht
beherr
schende
Anteile
Summe
Eigenkapital
Stand zum 31. März 2011 44.475 (12.032) 197.020 229.463 353 229.816
Konzernergebnis 21.891 21.891 (27) 21.864
Sonstiges Ergebnis 46.480 46.480 3 46.483
Konzerngesamtergebnis 46.480 21.891 68.371 (24) 68.347
Dividendenzahlung für 2010/11 (8.396) (8.396) (8.396)
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen (99) (99) (374) (473)
Stand zum 31. Dezember 2011 44.475 34.448 210.416 289.339 (45) 289.294
Stand zum 31. März 2012 45.535 22.555 215.075 283.165 (55) 283.110
Konzernergebnis 5.439 5.439 5.439
Sonstiges Ergebnis 8.135 8.135 4 8.139
Konzerngesamtergebnis 8.135 5.439 13.574 4 13.578
Dividendenzahlung für 2011/12 (7.463) (7.463) (7.463)
Stand zum 31. Dezember 2012 45.535 30.690 213.051 289.276 (51) 289.225

Segmentberichterstattung

1. April bis 31. Dezember 2012
(in TEUR) Mobile Devices Industrial &
Automotive
Others Eliminierung /
Konsolidierung
Konzern
Segmentumsatzerlöse 256.200 175.438 1.379 (27.896) 405.121
Intersegmentäre Umsatzerlöse (27.016) (790) (90) 27.896
Umsatzerlöse mit externen Kunden 229.184 174.648 1.289 405.121
Betriebsergebnis 16.734 5.787 (1.687) 147 20.981
Finanzergebnis (12.921)
Ergebnis vor Steuern 8.060
Ertragssteuern (2.621)
Konzernergebnis 5.439
Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte 384.642 49.011 8.274 441.927
Investitionen 27.085 2.983 1.509 31.577
Abschreibungen 45.805 5.979 1.661 53.445

1. April bis 31. Dezember 2011

Industrial & Eliminierung /
(in TEUR) Mobile Devices Automotive Others Konsolidierung Konzern
Segmentumsatzerlöse 228.083 159.393 1.272 (16.994) 371.754
Intersegmentäre Umsatzerlöse (16.904) (90) 16.994
Umsatzerlöse mit externen Kunden 1) 211.179 159.393 1.182 371.754
Betriebsergebnis 2) 31.644
Finanzergebnis (5.574)
Ergebnis vor Steuern 26.070
Ertragssteuern (4.206)
Konzernergebnis 21.864
Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte 396.090 53.963 10.160 460.213
Investitionen 63.764 9.456 1.273 74.493
Abschreibungen 37.062 6.011 1.195 44.268

Zusatzinformationen

Die Umsatzerlöse nach geografischen Regionen stellen sich wie folgt dar:

1. April bis 31. Dezember
(in TEUR) 2012 2011
Österreich 14.440 15.965
Deutschland 92.450 96.817
Ungarn 15.624 31.637
Sonstiges Europa 35.954 27.505
Asien 202.034 142.239
Kanada, USA, Mexiko 39.547 53.792
Übrige 5.072 3.799
405.121 371.754

1) Durch eine geänderte Kursumrechnungslogik ergeben sich bei der Darstellung der Segmentumsätze geringfügige Differenzen zum Vorjahr 2) Das Betriebsergebnis je Segment anhand der neugebildeten Segmente ist für den Vergleichszeitraum nachträglich nicht ermittelbar und eine alternative Darstellung des Betriebser-

gebnisses je Segment anhand der früheren Segmente ist für die laufende Periode nicht verfügbar; daher wird auf die Darstellung des Betriebsergebnisses für den Vergleichszeitraum und auf eine alternative Darstellung des Betriebsergebnisses verzichtet (IFRS 8.29-30)

Erläuternde Anhangsangaben zum Zwischenbericht

ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUND-

SÄTZE Der Zwischenbericht zum 31. Dezember 2012 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS), unter Berücksichtigung des IAS 34, und Interpretationen (IF-RIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Der Konzernzwischenabschluss beinhaltet nicht alle im Jahreskonzernabschluss enthaltenen Informationen und sollte gemeinsam mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2012 gelesen werden.

Gegenüber dem Geschäftsjahr endend zum 31. März 2012 sind bis auf die Segmentberichterstattung keine Unterschiede der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegeben.

Im Geschäftsjahr 2011/2012 hat sich der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats entschlossen, die Organisationsstruktur weiter zu entwickeln, um die operativen Prozesse noch mehr an die Kundenbedürfnisse anzupassen. Es wurden daher drei Business Units – Mobile Devices, Industrial & Automotive, sowie Advanced Packaging, eingerichtet.

Die Business Unit Mobile Devices umfasst die Herstellung von Leiterplatten für mobile Endgeräte, wie zum Beispiel Smartphones, Tablets, Digitalkameras und portable Musikgeräte. Leiterplatten für diese Applikationen werden großteils in unserem Werk in Shanghai produziert.

Die Business Unit Industrial & Automotive beliefert Kunden in den Segmenten Automobilzulieferungen, Industrieanwendungen, Medizintechnik, aber auch Luftfahrt und andere. Für dieses Segment wird in unseren Werken in Indien, Korea und an allen Standorten in Österreich produziert.

Die Business Unit Advanced Packaging steht für neue technologisch sehr hochwertige Anwendungen. Hier werden diverse Komponenten bereits direkt in die Leiterplatte integriert, um eine weitere Verkleinerung der Endgeräte bei höherer Funktionalität zu gewährleisten. Diese neue Technologie ist für unterschiedlichste Anwendungen nützlich. Diese Business Unit befindet sich im Aufbau und so erfolgt der Ausweis noch nicht separat sondern unter dem Bereich "Others".

Da auch die interne Berichterstattung an diese Struktur angepasst wurde, erfolgte eine entsprechende Adaptierung der Segmentberichterstattung. Aufgrund mangelnder Vergleichbarkeit der Daten wird auf eine Darstellung des Betriebsergebnisses je Segment für den Vergleichszeitraum 2011/2012 verzichtet.

Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Dezember 2012 ist ungeprüft, und es wurde auch keine externe prüferische Durchsicht durchgeführt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

UMSATZERLÖSE Die Umsatzerlöse der ersten drei Quartale dieses Geschäftsjahres lagen mit EUR 405 Mio. um 9 % über dem Wert des Vergleichszeitraumes im vergangenen Geschäftsjahr.

Die Business Unit Mobile Devices erreichte aufgrund der anhaltend starken Nachfrage nach Smartphones eine Umsatzsteigerung von 9%.

Auch die Business Unit Industrial & Automotive konnte eine Umsatzsteigerung (10%) zum Vergleichszeitraum des Vorjahres erzielen. Insbesondere die Bereiche Automotive und Medical & Healthcare konnten Zuwächse verzeichnen, der Bereich Industrie musste entsprechend der allgemeinen wirtschaftlichen Situation einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen.

Die Verteilung der Produktionsmengen zwischen Europa und Asien zeigt mit 75 % in Asien zu 25 % eine leichte Verschiebung der Produktion in Richtung Asien (in den ersten drei Quartalen des vergangenen Geschäftsjahres wurden noch 72 % der Leiterplatten in Asien produziert und 28 % in Europa).

Auch die Betrachtung der Verteilung des erzielten Umsatzes zeigt mit 50 % des Umsatzes in Asien, 39 % in Europa und 11 % in Amerika eine Verschiebung hauptsächlich vom europäischen in den asiatischen Raum.

BRUTTOGEWINN Trotz Erhöhung des Umsatzes konnte die Bruttogewinnmarge des Vergleichszeitraumes vor allem aufgrund der Unterauslastung unseres Werkes in Shanghai nicht erreicht werden und sank von 17 % auf 14 %. Auf Segmentebene konnte die Business Unit Industrial & Automotive eine Steigerung auf 14 % (im Vergleichszeitraum des vergangenen Geschäftsjahres 13 %) erzielen, in der Business Unit Mobile Devices mussten wir eine Verringerung von 19 % auf 14 % hinnehmen.

BETRIEBSERGEBNIS Ausgehend vom geringeren Bruttogewinn verringerte sich auch das Betriebsergebnis. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten blieben auf gleichem Niveau. Geringere Förderungen und negative, unrealisierte Währungseffekte sind verantwortlich für das geringere sonstige betriebliche Ergebnis, sodass sich insgesamt eine Verringerung des Betriebsergebnisses in Relation zum Umsatz von 8,5 % im Vergleichszeitraum des vergangenen Geschäftsjahres auf 5,2 % im aktuellen Geschäftsjahr ergab.

Vergleicht man die drei Quartale des aktuellen Geschäftsjahres, so zeigt sich bei Quartalsbetrachtung ein positiver Trend mit einer Steigerung des Betriebsergebnisses von zunächst 2,9 % auf 3,8 % und aktuell auf 8,3%.

FINANZERGEBNIS Die Finanzierungserträge resultieren aus Zinserträgen für kurzfristige Veranlagungen.

Die Finanzierungsaufwendungen beinhalten neben dem Zinsaufwand in Höhe von EUR 10,5 Mio. (Vorjahr: EUR 8,7 Mio.) nicht realisierte Aufwendungen aus Wechselkursentwicklungen von Konzernfinanzierungen. Die Erhöhung des realisierten Zinsaufwandes resultiert aus der Zinsabgrenzung für die im November 2011 emittierte Anleihe über 100 Mio. Euro.

ERTRAGSTEUERN Die Veränderung des effektiven Steuersatzes auf Basis des Konzernergebnisses im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultiert grundsätzlich aus den sich ändernden Anteilen der einzelnen Gesellschaften mit unterschiedlichen Steuersätzen und steuerlichen Regelungen am Konzernergebnis.

Des Weiteren sind die ausgewiesenen Ertragsteuern wesentlich durch die Bewertung der latenten Steuern beeinflusst. Für einen Großteil der entstandenen ertragsteuerlichen Verlustvorträge werden keine aktiven latenten Steuern gebildet, da von einer Realisierbarkeit in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GESAMTERGEB-NISRECHNUNG

WÄHRUNGSUMRECHNUNGSDIFFERENZEN Die positive Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen im aktuellen Geschäftsjahr (EUR 8,1 Mio.) ist fast ausschließlich auf die Wechselkursveränderungen der funktionalen Währungen Chinesischer Renminbi (CNY) und Hongkong Dollar (HKD) gegenüber der Konzerndarstellungswährung Euro zurückzuführen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ VERMÖGENS- UND FINANZLAGE Die Nettover-

schuldung lag mit EUR 252,1 Mio. etwas über dem Wert des letzten Bilanzstichtages von EUR 242,5 Mio., aber bereits wieder unter dem Wert zum 30. September 2012 mit EUR 255,2 Mio. Das Nettoumlaufvermögen stieg von EUR 92,3 Mio. zum 31. März 2012 auf EUR 120,8 Mio. Der Nettoverschuldungsgrad liegt mit 87 % auf dem Niveau des letzten Bilanzstichtages.

Das Konzerneigenkapital stieg hauptsächlich aufgrund des positiven Konzernergebnisses und der positiven Wechselkurseffekte von EUR 283,1 Mio. zum letzten Bilanzstichtag auf EUR 289,2 Mio. Das Konzerngesamtergebnis weist einen positiven Wert von EUR 13,6 Mio. auf.

EIGENE AKTIEN In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben, sowie einzuziehen. Weiters wurde der Vorstand wieder für die Dauer von fünf Jahren, sohin bis einschließlich 6. Juli 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Anteile auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Mitarbeiteraktienoptionen, Wandelschuldverschreibungen oder als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen bzw. sonstigen Vermögenswerten.

Im Rahmen des Aktienrückkaufprogrammes wurden in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres keine weiteren eigenen Aktien erworben. Zum 31. Dezember 2012 hält der Konzern unverändert zum letzten Bilanzstichtag, unter Berücksichtigung der ausgeübten Aktienoptionen, 2.577.412 eigene Aktien (9,95 % des Grundkapitals) mit einem Kaufpreis von EUR 46,6 Mio.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GELDFLUSS-RECHNUNG Der Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit zeigt einen positiven Wert von EUR 28,3 Mio. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag dieser Wert bei EUR 50,4 Mio. Hauptgrund für die Verringerung zum Vergleichszeitraum des Vorjahres ist das gesunkene Konzernergebnis mit einer Veränderung von EUR 16,4 Mio., eines gestiegenen Abschreibungsaufwandes, der nicht zahlungswirksam ist, in Höhe von EUR 9,1 Mio., sowie eines um EUR 18 Mio. gestiegenen Working Capitals.

Der Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit beträgt EUR -32,9 Mio. und liegt damit deutlich unter dem Wert im Vergleichszeitraum des Vorjahres mit EUR -92,2 Mio. Die Investitionen des aktuellen Geschäftsjahres betreffen letzte Zahlungen für den Endausbau in Shanghai (EUR 16,7 Mio.), sowie Investitionen für das neue Produktionsgebäude in Chongqing (EUR 14,5 Mio.).

Der Geldzufluss aus Finanzierungstätigkeit beträgt EUR 18,5 Mio. Dieser ist auf die Zuteilung eines Finanzierungskredits durch die österreichische Kontrollbank in Höhe von EUR 69,0 Mio. zurück zu führen. Im Gegenzug dazu forcierte das Management die Rückzahlung von kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.

SONSTIGE ANGABEN

BESCHLOSSENE DIVIDENDEN In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres wurde in der Hauptversammlung vom 5. Juli 2012 eine Dividende von EUR 0,32 pro Aktie aus dem Bilanzgewinn zum 31. März 2012 beschlossen. Die Ausschüttung in Höhe von insgesamt TEUR 7.463 erfolgte am 26. Juli 2012.

GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT NAHE STEHEN-DEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN Im Zu-

sammenhang mit diversen Projekten sind in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres Honorare für Beratungsleistungen der AIC Androsch International Management

Consulting GmbH in Höhe von TEUR 274, sowie der Dörflinger Management und Beteiligungs GmbH in Höhe von TEUR 6 angefallen.

Leoben-Hinterberg, am 22. Jänner 2013

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Mag. Thomas Obendrauf e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

Konzernzwischenlagebericht

GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE Die Saisonalität des Leiterplattengeschäftes zeigte sich auch heuer wieder in der Umsatzentwicklung des aktuellen Geschäftsjahres. So konnte der Konzernumsatz von EUR 126 Mio. im ersten Quartal auf EUR 129 Mio. im zweiten Quartal gesteigert werden. Im dritten Quartal konnten wir noch einmal eine Steigerung auf EUR 150 Mio. erzielen, dies stellt den höchsten je erzielten Umsatz des Konzerns dar.

Bei einer Betrachtung der Umsatzentwicklung nach Segmenten zeigt sich nach Eliminierung von intersegmentären Umsätzen im Bereich Mobile Devices im Vergleich zu den ersten drei Quartalen des Vergleichszeitraumes eine deutliche Steigerung von 9 % auf EUR 229,2 Mio. Der Bereich Industrial & Automotive konnte eine 10%ige Steigerung von EUR 159,4 Mio. auf EUR 174,6 Mio. erreichen. Hier entwickelten sich insbesondere die Bereiche Medical & Healthcare und Automotive sehr positiv.

An unserem Standort in Leoben ist sowohl die Auslastung als auch die Entwicklung des Produktmixes sehr zufriedenstellend. Entwicklungsprojekte mit unseren Kunden und Kleinserien tragen zu einem Großteil zu dieser Entwicklung bei.

Unser Standort in Shanghai, ausgerichtet auf Großserien mit

HDI Technologie, war im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres aufgrund der Modellwechsel, verzögerter Produktanläufe und Absatzproblemen bei einzelnen Kunden nicht voll ausgelastet. Seit Mitte des zweiten Quartals hat sich die Auslastung dieses Werks kontinuierlich verbessert. Im dritten Quartal konnten wir eine gute Auslastung verzeichnen und gehen davon aus, dass die kommenden Monate von der branchenüblichen Saisonalität geprägt werden sein werden. sein werden.

Die Werke in Indien und Korea zeigen eine positive Entwicklung.

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH ENDE DER ZWISCHENBERICHTSPERIODE Im

Jänner 2013 hat der Vorstand beschlossen, das Produktportfolio mit der Herstellung vom IC- Substraten (Integrated Circuit Substrates) zu erweiten und damit in ein weiteres hochtechnologisches Geschäftsfeld einzusteigen. Die Produktion dieser Substrate soll in China erfolgen. Das dazu nötige Know-How wird mit Unterstützung eines führenden Halbleiterherstellers aufgebaut werden. Das derzeit im Bau befindliche Werk in Chongqing, China, wird auf dieses neue Geschäftsfeld ausgerichtet werden. Die geplanten Gesmtinvestitionen betragen EUR 350 Mio. Mit Umsätzen in diesem Geschäftsfeld wird ab dem Kalenderjahr 2016 gerechnet.

WESENTLICHE RISIKEN, UNGEWISSHEI-TEN UND CHANCEN Im Verlauf der ersten drei Quartale des aktuellen Geschäftsjahres 2012/13 sind grundsätzlich keine nennenswerten Änderungen zu den im Konzernabschluss 2011/12 ausführlich im Konzernanhang unter "II. Risikobericht" beschriebenen Risikokategorien aufgetreten.

Die Liquiditätssituation der AT&S ist sehr gut. Durch die Emission der Anleihe im Ausmaß von EUR 100 Mio. für 5 Jahre im November 2011, sowie die Zuteilung eines langfristigen Finanzierungskredits durch die österreichische Kontrollbank im April 2012 stehen uns ausreichend langfristige Finanzierungsmittel zur Verfügung. Weiters bestehen ausreichend kurzfristige Kreditrahmen, um das wachstumsbedingt gestiegene Working Capital abzudecken. Darüber hinaus hat der Vorstand weiterhin die Möglichkeit, aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung am 7. Juli 2010, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu 12.950.000 neue Aktien aus genehmigtem Kapital zu emittieren, Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 100 Mio. auszugeben und die eigenen Anteile zu veräußern.

In den ersten drei Quartalen des aktuellen Geschäftsjahres konnte ein deutlich positiver operativer Cashflow erwirtschaftet werden. Auf Basis des weiterhin erwarteten positiven Nettomittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit und der umfassenden Finanzierungsmöglichkeiten steht ausreichend Liquidität zur Verfügung, um die geplanten und weitere Investitionsvorhaben zu realisieren.

Hinsichtlich der Verwendung von Finanzinstrumenten wird ebenfalls auf den detaillierten Risikobericht im Konzernanhang verwiesen. Betreffend Währungsrisiken konnten bei Konzernbetrachtung die Auswirkungen auf das operative Ergebnis dadurch weiter reduziert werden, dass neben der Abhängigkeit des Umsatzes vom US-Dollar auch die Produktionskapazitäten zum Großteil im erweiterten US-Dollar-Raum abgerufen werden. Neben den verbleibenden Auswirkungen zeigen sich Wechselkursänderungen der funktionalen Währungen gegenüber der Berichtswährung Euro vor allem ergebnisneutral im Eigenkapital.

Der Nettoverschuldungsgrad war zum 31. Dezember 2012 mit 87 % auf gleichem Niveau wie zu Ende des Geschäftsjahres 2011/2012. Positive Währungsumrechnungsdifferenzen aus dem Anstieg des CNY und des HKD gegenüber dem EUR führten zu einer Stärkung des Eigenkapitals und so konnten wir den Zielwert von 80 % fast erreichen.

Im bisher abgelaufenen Teil des Geschäftsjahres konnten die externen und internen Wachstumserwartungen bei der AT&S nicht ganz erreicht werden. Hinsichtlich der Chancen und Risiken aus der Entwicklung von externen Rahmenbedingungen für das gesamte Geschäftsjahr 2012/13 wird weiterhin von einem weltweiten Umsatzanstieg in der Leiterplattenindustrie ausgegangen.

AUSBLICK Aufgrund des zunehmenden Einsatzes von elektronischen Geräten in diversen alltäglichen Anwendungen ist weiterhin von einer steigenden Nachfrage nach Leiterplatten, insbesondere im Bereich hochwertiger Technologien auszugehen. Durch die Konzentration der AT&S auf dieses Hochtechnologiesegment geht das Management weiterhin von überdurchschnittlichen Wachstumschancen aus.

Unter der Voraussetzung eines stabilen makroökonomischen Umfeldes gehen wir von einem weiteren Umsatzwachstum aus. Die Visibilität der Bedarfe ist aufgrund der volatilen weltwirtschaftlichen Entwicklungen weiterhin sehr gering, wodurch Prognosen erschwert werden.

Leoben-Hinterberg, am 22. Jänner 2013

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Mag. Thomas Obendrauf e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

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