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AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG

Earnings Release Feb 25, 2011

736_rns_2011-02-25_6652991a-ebe2-4e1c-82d7-e36c72b3fc54.pdf

Earnings Release

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Kennzahlen

Q1–3 2010/11
Q1–3 2009/10
vor Einmal
nach Einmal
vor Einmal
nach Einmal
(Wenn nicht anders erwähnt, alle Finanzzahlen in EUR 1.000)
effekten1)
effekten1)
effekten2)
effekten2)
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Gesamterlöse
364.808
272.523
davon in Asien produziert
70,5 %
68,2 %
davon in Europa produziert
29,5 %
31,8 %
EBITDA
76.368
73.758
36.831
18.751
EBITDA-Marge
20,9 %
20,2 %
13,5 %
6,9 %
EBIT
40.263
37.586
4.771
(31.762)
EBIT-Marge
11,0 %
10,3 %
1,8 %
(11,7 %)
Konzernergebnis
32.246
29.569
(3.825)
(40.358)
Anteiliges Konzernergebnis der Aktionäre der Gesellschaft
32.382
29.705
(3.480)
(40.013)
Cash Earnings
68.487
65.878
28.580
10.500
KONZERNBILANZ
Bilanzsumme
603.032
464.317
Eigenkapital
247.243
189.284
Den Aktionären der Gesellschaft zurechenbares Eigenkapital
246.888
188.794
Nettoverschuldung
186.624
158.851
Verschuldungsgrad
75,5 %
83,9 %
Nettoumlaufvermögen
90.073
78.474
Nettoumlaufvermögen/Gesamterlöse
18,5 %
21,6 %
Eigenmittelquote
41,0 %
40,8 %
KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG
Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit (OCF)
42.591
30.387
Netto-Investitionen (Net CAPEX)
82.901
12.387
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter), Ultimo
7.505
5.805
Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter), Durchschnitt
6.858
5.560
AKTIENKENNZAHLEN
Gewinn/Aktie (EUR)
1,39
1,27
(0,15)
(1,72)
Cash Earnings/Aktie (EUR)
2,94
2,82
1,23
0,45
Marktkapitalisierung, Ultimo
400.682
147.865
Marktkapitalisierung/Eigenkapital der Aktionäre
162,3 %
78,1 %
Anzahl der Aktien, gewichteter Durchschnitt (Stück)
23.322.588
23.322.588
FINANZKENNZAHLEN
Eigenkapitalrendite (ROE)3)
18,9 %
17,7 %
(2,3 %)
(18,8 %)
ROCE3)
11,3 %
10,6 %
1,0 %
(8,5 %)
ROS
8,8 %
8,1 %
(1,4 %)
(14,8 %)
IFRS

1) Die Einmaleffekte umfassen die Schließung des Standortes Wien und den vorzeitigen Austritt von Vorstand Steen Hansen.

2) Die Einmaleffekte umfassen insbesondere die Restrukturierung des Standortes Leoben-Hinterberg.

3) Die Berechnung zielt auf durchschnittliche Werte ab.

Highlights

  • Sehr gutes Ergebnis der vergangenen neun Monate
  • Ramp-up der elften neuen, hochwertigen HDI-Linie in Shanghai im Oktober
  • Insulated Metallic Substrates Technologie (IMS Technologie) verbessert Wärmeleitfähigkeit in LEDs
  • AT&S unter den Top-500-Wachstumsunternehmen in Europa
  • Nachhaltigkeit: AT&S misst Global Footprint in Form des CO2 -Ausstoßes

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die Entwicklung in den ersten neun Monaten, vor allem im Bereich Mobile Devices, aber auch die starke Nachfrage von Seiten der Automobilzulieferindustrie haben unsere internen Erwartungen bei weitem übertroffen. Das gute Weihnachtsgeschäft, die ungebrochene Nachfrage nach Smartphones und der Aufschwung in der Automobilzulieferindustrie haben sich positiv auf unseren Geschäftsverlauf ausgewirkt. Neben Europa und Amerika merken wir eine immer größere Nachfrage aus dem asiatischen Raum, für uns ein klares Zeichen, dass es mit der Wirtschaft international nachhaltig bergauf geht und die Krise überwunden zu sein scheint. Davon haben unsere Kunden, aber auch wir profitieren können. Mit unseren Werken in Österreich und Asien sind wir sehr gut aufgestellt, um auch diese Nachfrage befriedigen zu können, alle Werke sind gut ausgelastet. Allein in Österreich wurden weitere 100 Personen eingestellt. Zusätzlich geht der weitere Kapazitätsausbau in China schneller als erwartet voran – im Oktober konnten wir die elfte neue, hochwertige HDI-Linie hochfahren, zwei weitere werden in den nächsten 6 Monaten in Betrieb gehen. Wir blicken zuversichtlich in die Zukunft.

Ergebnisse des ordentlichen Geschäftsbetriebs

Insgesamt haben sich die ersten neun Monate damit wesentlich besser entwickelt als erwartet. Zwar sind die Nettoerlöse im Dezember auf Grund der Feiertage und des Produktionsmix leicht rückläufig, dennoch liegen die kumulierten Umsätze mit rund EUR 365 Mio. klar über unseren internen Erwartungen.

Unser Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für die ersten neun Monate beläuft sich – bereinigt um außergewöhnliche Aufwendungen – auf EUR 40,3 Mio., was einem Gewinn pro Aktie von rund EUR 1,39 entspricht. Da die enorme Nachfrage nach hochwertigen Leiterplatten im Mobilfunksegment nach wie vor nicht vollständig bedient werden kann, läuft der weitere Kapazitätsausbau in Shanghai mit höchster Priorität. Erfreulich ist aber auch die weltweite Erholung bei den Autozulieferern und in der Industrie, was zu zusätzlichen Aufträgen in Indien und Österreich geführt hat.

Negativ wirkt sich im Moment der weiterhin steigende Preisdruck bei den Rohstoffen aus. Auch ist immer noch eine Verunsicherung auf den Währungsmärkten zu spüren. Außerdem musste für den Abgang von Vorstand Hansen ein außerordentlicher Aufwand in der Höhe von rund EUR 1,9 Mio. gebildet werden. Die außergewöhnlichen Belastungen in den ersten 9 Monaten summieren sich auf rund EUR 2,7 Mio., dennoch konnte die EBIT Margin kumuliert bei 10,3 % gehalten werden.

Die wesentlichen Kennzahlen für die vergangenen neun Monate 2010/11 stellen sich wie folgt dar:

  • Umsatzerlös: EUR 364,8 Mio.
  • Bruttogewinn: EUR 71,6 Mio., das entspricht einer Bruttogewinn-Marge von 19,6 %
  • EBITDA*: EUR 76,4 Mio., was einer EBITDA-Marge von 20,9 % entspricht
  • Betriebsergebnis*: EUR 40,3 Mio., das entspricht einer EBIT-Marge von 11,0 %
  • Ergebnis vor Steuern: EUR 36,5 Mio., das entspricht einer Marge von 10,0 %
  • Konzernergebnis: EUR 29,6 Mio., das entspricht einer EBIT-Marge von 8,1 %
  • Gewinn pro Aktie: EUR 1,27
  • Anzahl der Aktien, Durchschnitt**: 23.323

* exklusive Einmaleffekte

** in 1.000 Stück

Finanzierungslage

Die Fristigkeiten der Brutto-Finanzverbindlichkeiten in Höhe von EUR 204,6 Mio. weisen folgende Struktur auf:

< 1 Jahr: EUR 108,8 Mio.
1 – 2 Jahre: EUR 6,2 Mio.
2 – 3 Jahre: EUR 86,1 Mio.
3 – 4 Jahre: EUR 3,5 Mio.

Wie man aus dem Cashflow recht gut ableiten kann, nimmt die Innenfinanzierungskraft zu, aber auch das Investitionsvolumen steigt natürlich durch das Ausbauprogramm an. So konnten in den ersten neun Monaten bereits rund 60 % des Nettoinvestitionsbedarfs von rund EUR 83 Mio. aus eigener Kraft abgedeckt werden, 40 % mussten an Fremdmitteln aufgenommen werden. Die Ramp-up-Kosten für die Linien 11 in Shanghai und den Ausbau in Indien sind nun abgeschlossen.

Vorzeigeunternehmen für Nachhaltigkeit

Als einer der ersten Leiterplattenhersteller weltweit haben wir uns entschlossen, den Global Footprint in Form des CO2 -Ausstoßes zu messen und zu veröffentlichen, und zählen damit zu den Vorreitern in der Industrie. Wir sind zuversichtlich, dass wir bis Ende des Jahres unseren angestrebten Durchschnittswert von 52 kg/m² erreichen werden. Das ist eine enorme Leistung und unterstreicht die konsequente Umsetzung unserer Strategie in Bezug auf den sorgfältigen Umgang unserer Ressourcen.

LED-Technologie auf dem Vormarsch

Anfang der neunziger Jahre wurde LED-Technologie lediglich für Signale in kleinen Anwendungseinheiten (wie in Videorekordern oder für die Armaturenbeleuchtung) eingesetzt. Heute entwickelt sich der Beleuchtungsmarkt sehr schnell, der Übergang von Glühlampen zu hochwertigen LED-Anwendungen ist bereits voll im Gange. Wir haben LED bereits frühzeitig als energieeffiziente und zukunftsweisende Technologie erkannt und daher als einen unserer Zielmärkte definiert. Denn der LED-Markt ist laut Marktprognosen von McKinsey ein starker Wachstumsmarkt: das Beratungsunternehmen prognostiziert eine Versechsfachung des Umsatzes mit LED-Leuchten in Europa von heute EUR 300 Mio. auf EUR 1,9 Milliarden im Jahr 2015.

Als technologischer Vorreiter setzen wir ganz besonders auf Spezialprodukte für Europa und Asien. Unsere Stärke liegt darin, gemeinsam mit unseren Kunden neue, innovative Ideen umzusetzen. Hier spielt vor allem die Insulated Metallic Substrates Technologie (IMS Technologie) eine wichtige Rolle, denn sie ermöglicht durch eine thermisch leitfähige Verbindung, dass die entstehende Wärme effizient abgeführt und damit die Lebensdauer der LED erhöht wird. Gleichzeitig wird die Lichtreflexion durch die Leiterplatte erhöht.

Wir gehen aber auch davon aus, dass ähnlich wie im Mobilfunkbereich im Beleuchtungssegment die Miniaturisierung und die zunehmende Funktionalität der LED-Leuchten eine Rolle spielen werden. Daher sehen wir die LED-Leuchte als starken Zukunftsmarkt, den wir gemeinsam mit wichtigen Industriepartnern aus der Beleuchtungstechnik wie z.B. OSRAM aufbereiten. Bereits jetzt haben wir eine ausgezeichnete Positionierung in der Produktion von speziellen Leiterplatten für anspruchsvolle LED-Lösungen. Der Schwerpunkt wird dabei auf hochwertige Leiterplatten gesetzt, die ein effizientes Abführen der Wärme ermöglichen und dadurch die Langlebigkeit der LED-Leuchten erhöhen. In den vergangenen Jahren konnten wir den Umsatzanteil im Bereich der Leiterplatten für LED-Anwendungen von Jahr zu Jahr verdoppeln. Dieser Trend sollte sich auch in den nächsten zwei Jahren fortsetzen.

Top-500-Wachstumsunternehmen in Europa

Besonders freut uns, dass wir im Dezember vom Präsidenten der Europe's 500 erfahren haben, dass wir zu den Top-500-Wachstumsunternehmen in Europa zählen! Diese Auszeichnung unterstreicht unsere konsequente Ausrichtung auf nachhaltiges und profitables Wachstum. Seit 1996 wählt "Europe's 500" die Liste der Top-500-Wachstumsunternehmen in Europa aus. Seit 2009 unterstützt Dun & Bradstreet Europe's 500 bei der Erstellung der Liste.

Ausblick

Kurzfristig sind wir uns sicher, dass wir die an den Finanzmarkt kommunizierten Erwartungen erfüllen werden. So werden wir, was die Nettoumsätze betrifft, innerhalb der angegebenen Bandbreite von EUR 470–500 Mio. zu liegen kommen, zumal das 4. Quartal auf Grund der Feiertage in China traditionell am umsatzschwächsten ist. Bei Betrachtung der Entwicklung auf den Rohstoff- und der hohen Volatilität auf den Währungsmärkten wird sich die EBIT Margin ebenfalls im Rahmen der kommunizierten Größenordnung von > 9 % bewegen. Bezüglich Investitionsvolumen von ca. EUR 130 Mio. und des damit einhergehenden Verschuldungsgrades sollten wir im angegebenen Bereich von 80 % Net Gearing bleiben.

Mittelfristig sind jedoch einige Herausforderungen zu erwarten, denen sich die AT&S Gruppe stellen muss. So sehen wir auf allen Märkten – sei es im Mobilfunkbereich, in der Autozulieferindustrie oder in der Medizintechnik – einen hohen Bedarf an hochwertigen Leiterplatten. Bei der Nachfrage nach hochwertigen Leiterplatten rechnen wir mit bis zu 10 % jährlicher Wachstumsrate in den nächsten 24 Monaten. Wir evaluieren gerade verschiedene mögliche Standorte für ein neues Werk in Asien. Mit aussagekräftigen Ergebnissen unseres Expertenteams rechnen wir in absehbarer Zeit.

Mit freundlichen Grüßen

DI (FH) Andreas Gerstenmayer Vorstandsvorsitzender

Mag. Thomas Obendrauf Finanzvorstand

Ing. Heinz Moitzi Technikvorstand

Corporate-Governance-Informationen

Am 8. Oktober 2010 legte Steen Hansen, CFO der AT&S seit 2004, vorzeitig sein Vorstandsmandat aus persönlichen Gründen zurück. Der Aufsichtsrat der AT&S respektierte diese Entscheidung. Zur Nachfolge von Herrn Hansen wurde Thomas Obendrauf berufen, der die Agenden von Herrn Hansen übernahm. Mit Herrn Obendrauf wurde ein langjähriger AT&S-Mitarbeiter als Finanzvorstand bestellt, der bereits auf umfangreiche Erfahrungen in der AT&S-Gruppe zurückblicken kann. Seit 2001 im Unternehmen, war er in den vergangenen fünf Jahren mit der Leitung und dem Aufbau der AT&S (China) Co., Ltd. in Shanghai betraut.

Der Aufsichtsrat hat daher beschlossen, die §§ 1 und 3 der Geschäftsordnung für den Vorstand der AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft dahingehend abzuändern, dass Herr Dkfm. Steen Ejlskov Hansen durch Herrn Mag. Thomas Obendrauf ersetzt wird.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat dahingehend abgeändert, dass anstelle der bisherigen Regelung des § 4 Z 3 der Geschäftsordnung folgende neue Z 3 in § 4 eingefügt wird:

"Die Einberufung der Sitzungen des Aufsichtsrats erfolgt durch Einladung aller Mitglieder schriftlich, telegrafisch, telefonisch (diesfalls mit schriftlicher Bestätigung des so Geladenen), per Telefax oder E-Mail durch den Vorsitzenden oder in dessen Auftrag durch den Vorstand unter Angabe der Zeit, des Ortes und der Tagesordnung unter Einhaltung einer Einberufungsfrist von mindestens einer Woche, wobei, außer im Falle des Versandes per E-Mail, der Tag der Einberufung und in einem jeden Falle der Tag der Sitzung nicht mitgezählt werden. Maßgeblich für die Einhaltung der Frist ist im Falle des Briefversandes das Datum des Poststempels, ansonsten der Tag des Zuganges der Einladung. Von den vorstehenden Bestimmungen kann nur im Fall besonderer Dringlichkeit abgegangen werden, sofern alle Aufsichtsratsmitglieder nachweislich verständigt wurden."

Damit ist für künftige Aufsichtsratssitzungen insbesondere eine Einladung mittels Versand per E-Mail möglich, was die Abwicklung der Einberufung wesentlich erleichtern und beschleunigen sollte.

Die aktualisierte Fassung der Geschäftsordnung finden Sie wie gewohnt auf unserer Website zum Herunterladen (www.ats.net).

Directors' Holdings & Dealings

Im Dezember hat Dr. Harald Sommerer vereinbarungsgemäß seine Option ausgeübt und 40.000 Stück Aktien verkauft. Nachdem er nicht als Führungsperson nach § 48d Börsegesetz gilt, endet damit auch die Veröffentlichungsverpflichtung. Der übrige Bestand an von den Vorständen gehaltenen Aktienoptionen stellt sich wie folgt dar (Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine Aktienoptionen):

2006 2007 2008 2009 2010 Summe
Andreas Gerstenmayer 40.000 40.000
Heinz Moitzi 30.000 30.000 30.000 30.000 30.000 150.000
Steen E. Hansen 30.000 30.000 30.000 30.000 30.000 150.000
Ausübungspreis (EUR) 17,99 22,57 15,67 3,86 7,45

AT&S-Aktie

Aktionärsstruktur

0 %

Aktienkursentwicklung in den ersten 9 Monaten

Die Entwicklung des Geschäftsverlauf der ersten 9 Monate entspricht genau den von uns Anfang des Jahres an den Finanzmarkt in Aussicht gestellten Ergebnissen. Nachdem aber das 3. Quartal üblicherweise zu den stärksten des Jahres zählt, waren die Analysten doch etwas über den Verlauf des Mobile Devices Geschäftes im Dezember überrascht. Während dies auf eine reine Verschiebung des Produktmix zurückzuführen ist und mit den üblichen Verschiebungen der Aufträge im Leiterplattengeschäft zu tun hat, wurde der rasante Anstieg der Aktie leicht eingebremst.

Ende September 2010 stellte die LBWW (Landesbank Baden-Württemberg) aus internen Reorganisationsgründen die Coverage ein. Erfreulicherweise nahm aber im November UniCredit die Coverage auf und empfahl uns sofort in ihre Liste der 6 besten Aktientipps. Somit werden wir aktuell von 3 nationalen und international ausgerichteten Bankhäusern beobachtet. Wir bemühen uns, die Coverage international auszudehnen, und legen unseren Schwerpunkt derzeit neben Deutschland, Österreich und die Schweiz auch auf Asien.

Die Aktie mit Schlusskurs von EUR 17,18 erreichte Ende Dezember ihren Höchststand und zählte damit zu den besten Aktienperformern im Jahr 2010 in Österreich. Die Marktkapitalisierung nahm auf rund EUR 401 Mio. zu. Damit hat sich auch das Handelsvolumen entsprechend erhöht und liegt nun bei rund 45.000 Stück.

AT&S indiziert zum ATX-Prime

Aktienkennzahlen für die ersten 9 Monate

in EUR 31. Dezember 2010 31. Dezember 2009
Gewinn/Aktie 1,27 –1,72
Höchstkurs 17,18 7,40
Tiefstkurs 8,04 2,99
Ultimokurs 17,18 6,34

AT&S-Aktie

Wiener Börse
WP-Kennnummer 969985
ISIN-Code AT0000969985
Kürzel ATS
Reuters RIC 9,95 %
ATSV.VI
Eigene Aktien
Bloomberg ATS AV
17,66 %
Indizes ATX Prime, WBI SME
Dörflinger Privatstiftung

Finanztermine

50,88 %
21.03.2011 Streubesitz
Shanghai Investors Day
01.04.2011 Paris Roadshow
15.04.2011 Zürs Institutional Investors Conference
10.05.2011 Veröffentlichung Jahresergebnis 2010/11
06.06.2011 New York Roadshow
16.06.2011 Wien Small Cap Day CIRA
07.07.2011 17. Ordentliche Hauptversammlung

Kontakt Investor Relations

Mag. Martin Theyer Tel.: +43 (0)3842/200-5909 E-Mail: [email protected]

Zwischenbericht nach IFRS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Oktober bis 31. Dezember 1. April bis 31. Dezember
(in TEUR) 2010 2009 2010 2009
Umsatzerlöse 122.127 101.236 364.808 272.523
Herstellungskosten (96.688) (80.467) (293.252) (240.492)
Bruttogewinn 25.439 20.769 71.556 32.031
Vertriebskosten (6.558) (4.667) (18.475) (13.837)
Allgemeine Verwaltungskosten (6.464) (3.984) (16.990) (13.417)
Sonstiges betriebliches Ergebnis 2.362 1.417 4.172 (6)
Nicht wiederkehrende Posten (1.952) - (2.677) (36.533)
Betriebsergebnis 12.827 13.535 37.586 (31.762)
Finanzierungserträge 2.009 1.281 6.122 4.485
Finanzierungsaufwendungen (2.844) (2.150) (7.258) (11.130)
Finanzergebnis (835) (869) (1.136) (6.645)
Ergebnis vor Steuern 11.992 12.666 36.450 (38.407)
Ertragsteuern (1.525) (3.102) (6.881) (1.951)
Konzernergebnis 10.467 9.564 29.569 (40.358)
davon den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnen 10.560 9.673 29.705 (40.013)
davon den Minderheitenanteilen zuzurechnen (93) (109) (136) (345)
Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des Mutterunternehmens zusteht
(in EUR je Aktie):
- unverwässert 0,45 0,41 1,27 (1,72)
- verwässert 0,45 0,41 1,26 (1,71)
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien – unverwässerter Wert (in tausend Stück)
23.323 23.323 23.323 23.323
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien – verwässerter Wert (in tausend Stück)
23.484 23.375 23.484 23.375

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

1. Oktober bis 31. Dezember 1. April bis 31. Dezember
(in TEUR) 2010 2009 2010 2009
Konzernergebnis 10.467 9.564 29.569 (40.358)
Währungsumrechnungsdifferenzen 12.761 6.212 11.094 (18.853)
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten,
nach Steuern 4 2 19
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten
aus der Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern 93 (9) 117 (55)
Sonstiges Ergebnis 12.854 6.207 11.213 (18.889)
Gesamtkonzernergebnis 23.321 15.771 40.782 (59.247)
davon den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnen 23.412 15.880 40.916 (58.902)
davon den Minderheitenanteilen zuzurechnen (91) (109) (134) (345)

Konzernbilanz

31. Dezember 31. März
(in TEUR) 2010 2010
VERMÖGENSWERTE
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 396.271 308.527
Immaterielle Vermögenswerte 1.722 2.037
Finanzielle Vermögenswerte 96 99
Übergedeckte Pensionsansprüche 326 620
Aktive latente Steuern 13.462 11.124
Sonstige langfristige Vermögenswerte 4.198 3.622
416.075 326.029
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 61.015 38.700
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 108.055 90.976
Finanzielle Vermögenswerte 14.051 14.214
Laufende Ertragsteuerforderungen 48 117
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.788 13.354
186.957 157.361
Summe Vermögenswerte 603.032 483.390
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 45.680 45.680
Sonstige Rücklagen 9.651 (1.560)
Gewinnrücklagen 191.557 164.184
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital 246.888 208.304
Minderheitenanteile 355 489
Summe Eigenkapital 247.243 208.793
SCHULDEN
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten 95.721 105.197
Rückstellungen für Personalaufwand 11.863 11.369
Sonstige Rückstellungen 12.268 12.769
Passive latente Steuern 6.037 4.664
Sonstige Verbindlichkeiten 2.378 1.618
128.267 135.617
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 107.620 60.436
Finanzielle Verbindlichkeiten 108.839 70.455
Laufende Ertragsteuerschulden 5.105 2.611
Sonstige Rückstellungen 5.958 5.478
227.522 138.980
Summe Schulden 355.789 274.597
Summe Eigenkapital und Schulden 603.032 483.390

Konzern-Geldflussrechnung

1. April bis 31. Dezember
(in TEUR) 2010 2009
Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis 29.569 (40.358)
Überleitungspositionen zum Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen und Wertminderungen von Anlagevermögen 36.173 50.513
Veränderung langfristiger Rückstellungen 219 7.091
Ertragsteuern 6.881 1.951
Finanzierungsaufwendungen/(-erträge) 1.136 6.645
(Gewinne)/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen 119 198
Auflösung von Investitionszuschüssen (3.197) (1.396)
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert 1.781 (1.298)
Veränderungen des Working Capital:
- Vorräte (21.267) 4.260
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (16.225) 9.267
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 19.252 5.137
- Sonstige Rückstellungen 408 13
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel 54.849 42.023
Gezahlte Zinsen (7.626) (2.397)
Erhaltene Zinsen und Dividendenerträge 351 81
Gezahlte Ertragsteuern (4.983) (9.320)
Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 42.591 30.387
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (83.075) (12.866)
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 174 480
Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochtergesellschaften,
abzüglich dabei veräußerter liquider Mittel 174
Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten (3.393) (2.287)
Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten 1.787 2.706
Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit (84.507) (11.793)
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 54.926 39.242
Auszahlungen für die Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten (23.434) (50.920)
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 3.040 744
Dividendenzahlungen (2.332) (4.198)
Nettomittelzufluss/(-abfluss) aus Finanzierungstätigkeit 32.200 (15.132)
Nettozunahme/(-abnahme) von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (9.716) 3.462
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang 13.354 7.031
Währungsgewinne/(-verluste) aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 150 (19)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Quartalsende 3.788 10.474

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Den Gesell
schaftern des
Mutterunter
Gezeichnetes Sonstige Gewinn nehmens zu
rechenbares
Minder Summe
(in TEUR) Kapital Rücklagen rücklagen Eigenkapital heitenanteile Eigenkapital
Stand zum 31. März 2009 45.680 561 205.999 252.240 494 252.734
Gesamtkonzernergebnis (18.889) (40.013) (58.902) (345) (59.247)
Dividendenzahlung für 2008/09 (4.198) (4.198) (4.198)
Umgliederung von auf Minderheitenanteile
entfallenden Verlusten (346) (346) 346
Veränderung Konsolidierungskreis (5) (5)
Stand zum 31. Dezember 2009 45.680 (18.328) 161.442 188.794 490 189.284
Stand zum 31. März 2010 45.680 (1.560) 164.184 208.304 489 208.793
Gesamtkonzernergebnis 11.211 29.705 40.916 (134) 40.782
Dividendenzahlung für 2009/10 (2.332) (2.332) (2.332)
Stand zum 31. Dezember 2010 45.680 9.651 191.557 246.888 355 247.243

Segmentberichterstattung

1. April bis 31. Dezember 2010

Nicht zugeordnet
(in TEUR) Europa Asien und Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 260.798 104.010 364.808
Innenumsatz 1 153.244 (153.245)
Gesamterlöse 260.799 257.254 (153.245) 364.808
Nicht wiederkehrende Posten (2.677) (2.677)
Betriebsergebnis 11.669 36.004 (10.087) 37.586
Finanzergebnis (1.136)
Ergebnis vor Steuern 36.450
Ertragsteuern (6.881)
Konzernergebnis 29.569
Vermögenswerte 113.118 488.797 1.117 603.032
Schulden 68.201 93.096 194.492 355.789
Investitionen 3.459 105.141 350 108.950
Abschreibungen der Sachanlagen
und immateriellen Vermögenswerte 3.630 32.005 538 36.173

1. April bis 31. Dezember 2009

Nicht zugeordnet
(in TEUR) Europa Asien und Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 189.505 83.018 272.523
Innenumsatz 18 102.786 (102.804)
Gesamterlöse 189.523 185.804 (102.804) 272.523
Nicht wiederkehrende Posten (36.533) (36.533)
Betriebsergebnis (45.663) 19.479 (5.578) (31.762)
Finanzergebnis (6.645)
Ergebnis vor Steuern (38.407)
Ertragsteuern (1.951)
Konzernergebnis (40.358)
Vermögenswerte 112.507 354.785 (2.975) 464.317
Schulden 71.068 39.126 164.839 275.033
Investitionen 1.838 6.079 853 8.770
Abschreibungen der Sachanlagen
und immateriellen Vermögenswerte 22.473 27.004 1.036 50.513

Zusatzinformationen

Die Umsatzerlöse nach Branchen stellen sich wie folgt dar:

Die Umsatzerlöse nach Ländern stellen sich wie folgt dar:

1. April bis 31. Dezember
(in TEUR) 2010 2009
Mobile Devices 209.592 159.961
Industrial 109.205 79.867
Automotive 43.915 29.507
Übrige 2.096 3.187
364.808 272.523
(in TEUR) 1. April bis 31. Dezember
2010 2009
Österreich 17.819 12.482
Deutschland 92.110 61.542
Ungarn 31.734 28.380
Sonstiges Europa 22.965 19.792
Asien 104.827 100.708
Kanada, USA, Mexiko 92.379 47.857
Übrige 2.975 1.763
364.808 272.523

Erläuternde Anhangsangaben zum Zwischenbericht

Allgemeine Erläuterungen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Zwischenbericht zum 31. Dezember 2010 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS), unter Berücksichtigung des IAS 34, und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Der Konzernzwischenabschluss beinhaltet nicht alle im Jahreskonzernabschluss enthaltenen Informationen und sollte gemeinsam mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2010 gelesen werden.

Gegenüber dem Geschäftsjahr endend zum 31. März 2010 sind keine Unterschiede der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegeben.

Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Dezember 2010 ist ungeprüft, und es wurde auch keine externe prüferische Durchsicht durchgeführt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse erhöhten sich in den ersten drei Quartalen dieses Geschäftsjahres gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um EUR 92,3 Mio. auf EUR 364,8 Mio. Diese positive Abweichung von 34 % ist im Wesentlichen auf höhere Absatzmengen von Leiterplatten zurückzuführen, wobei sich auch ein höherwertigerer Technologiemix und der gegenüber dem Vorjahr im Durchschnitt stärkere USD entsprechend positiv auswirkten. Im Servicegeschäft (Bestückung, Trading, Design) sind die Umsätze gemäß der Beendigung einiger Aktivitäten in diesem Bereich zurückgegangen. Bei Quartalsbetrachtung liegen die Umsätze im dritten Quartal mit 5 % Abweichung annähernd beim zweiten Quartal, nachdem im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal mit 13 % eine deutliche Steigerung zu verzeichnen war. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres konnte der Umsatz im dritten Quartal um 21 % gesteigert werden.

In geografischer Hinsicht bzw. bei Segmentbetrachtung betrifft der Anstieg der Produktion im Vorjahresvergleich insbesondere die asiatischen Standorte. So zeigt das Segment Asien in den ersten drei Quartalen eine Steigerung von 38,5 % gegenüber dem Vorjahr und das Segment Europa eine Steigerung von 24 % (jeweils ohne bezogene Innenumsätze). Bei Quartalsbetrachtung zeigt sich im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr ein in beiden Segmenten ähnlicher Anstieg, mit 22 % im Segment Europa

und 20 % im Segment Asien, während gegenüber dem aktuellen zweiten Quartal Europa um 24 % rückläufig war und Asien um 4 % angestiegen ist. Der Umsatzanteil der Produktionsstandorte in Asien beträgt in den ersten drei Quartalen des aktuellen Geschäftsjahres 71 % an den Gesamterlösen und liegt daher über dem Vorjahr. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der zweite Restrukturierungsschritt mit Verlagerung der Produktion von HDI-Leiterplattenmodellen von Leoben-Hinterberg nach China gegen Ende des ersten Quartals des vergangenen Geschäftsjahres erfolgte.

Bruttogewinn

Ausgehend von dem deutlich höheren Umsatz ist der Bruttogewinn in den ersten drei Quartalen gegenüber dem Vorjahr um EUR 39,5 Mio. auf EUR 71,6 Mio. angestiegen. Die Bruttogewinnmarge hat sich somit gegenüber dem Vorjahr von 11,8 % auf 19,6 % erhöht.

Die Steigerung der Bruttogewinnmarge ist auf die sehr gute Auslastung der vorhandenen Produktionskapazitäten in den Werken, sowohl in Österreich als auch in Asien, zurückzuführen. Im vergangenen Geschäftsjahr waren neben dem geringeren Umsatz insbesondere im ersten Quartal deutliche Überkapazitäten vorhanden und am Standort Leoben-Hinterberg war sogar ein deutlich negativer Bruttogewinn zu verzeichnen. Bei Quartalsbetrachtung entspricht der Bruttogewinn im dritten Quartal im Wesentlichen dem zweiten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres und konnte gegenüber dem Vorjahr gemäß dem Umsatzanstieg um EUR 4,7 Mio. gesteigert werden.

Nicht wiederkehrende Posten

Im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres wurde beschlossen, weitere Anpassungen in der Verwaltungsstruktur vorzunehmen und den Standort Wien, an dem bisher wesentliche Konzernfunktionen im Sinne eines Headquarters wahrgenommen wurden, mit Kalenderjahresende 2010 zu schließen. Die Rolle des Headquarters wird wieder dem Sitz der Gesellschaft und Produktionsstandort Leoben-Hinterberg zugeordnet. Weiters wurde im dritten Quartal am 8. Oktober 2010 das Vorstandsmandat von Herrn Dkfm. Steen Hansen zurückgelegt und der Vorstandsvertrag mit Wirkung 31. Jänner 2011 einvernehmlich aufgelöst. Die bisher zugeteilten Aktienoptionen sind entsprechend der Stock-Option-Vereinbarung mit Austrittsdatum fällig und bis spätestens 31. Jänner 2012 ausübbar.

Die nicht wiederkehrenden Posten betreffen mit saldiert EUR 0,73 Mio. Nettoaufwand die Schließung des Standortes in Wien, wobei dieser vorwiegend Personalaufwendungen aus einem vereinbarten Sozialplan im Rahmen der Maßnahmenentscheidung umfasst. Die im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung des Vorstandsvertrages nicht wiederkehrenden Aufwendungen für Abfertigung, Abgangsentschädigung, Pensionsdienstzeitenanrechnung und sonstige Ansprüche belaufen sich auf rund EUR 1,95 Mio.

Die nicht wiederkehrenden Posten des Vorjahres betrafen umfassende Restrukturierungsmaßnahmen und Kosteneinsparungsprogramme. Insbesondere wurden Projekte zur Effizienzsteigerung der österreichischen Werke eingeleitet, die im Wesentlichen den Standort Leoben-Hinterberg betrafen. Die Volumensproduktion in Leoben-Hinterberg wurde zu Gänze nach Shanghai verlagert, und die Produktionskapazitäten wurden entsprechend angepasst.

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres ist, ausgehend von dem deutlich gestiegenen Bruttoergebnis, weiters durch geringere Einmaleffekte belastet. Somit steigerte sich das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr von EUR -31,8 Mio. um EUR 69,3 Mio. auf EUR 37,6 Mio. Das bereinigte Betriebsergebnis (vor nicht wiederkehrenden Posten) beträgt EUR 40,3 Mio. gegenüber EUR 4,8 Mio. im Vorjahr und zeigt somit eine Verbesserung um EUR 35,5 Mio.

Die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten liegen aufgrund umsatzbedingter höherer Frachtkosten sowie der ergebnisabhängigen variablen Gehaltsbestandteile (Bonussystem und Aktienoptionen) über dem Vorjahreswert. Das sonstige betriebliche Ergebnis beinhaltet im aktuellen Geschäftsjahr vorwiegend Erträge aus öffentlichen Zuwendungen sowie Aufwendungen aus Kursverlusten und Anlaufverlusten des zweiten Werkes in Indien. Im Vorjahr hatten sich die im sonstigen betrieblichen Ergebnis enthaltenen Positionen ausgeglichen.

Bei Betrachtung der Segmentergebnisse zeigen sich im Vorjahresvergleich sowohl in Europa als auch in Asien deutliche Steigerungen. Das zur Bemessung der Performance relevante bereinigte Segment-EBIT (Segmentergebnis vor nicht wiederkehrenden Posten) erhöhte sich für Europa von EUR -9,1 Mio. auf EUR 11,7 Mio. und für Asien von EUR 19,5 Mio. auf EUR 36,0 Mio. Das Segment Europa war im letzten Jahr zusätzlich durch Restrukturierungsaufwendungen belastet.

Finanzergebnis

Die Finanzierungserträge des aktuellen Geschäftsjahres resultieren im Wesentlichen aus der Aufwertung der funktionalen Währung Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) gegenüber dem Euro seit dem letzten Bilanzstichtag und den damit verbundenen Bewertungserträgen der Finanzierungen des Werkes in China. Im Vorjahr hatte die Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro zu entsprechenden Bewertungserträgen aus Kurssicherungsinstrumenten geführt.

Die Finanzierungsaufwendungen beinhalten vorwiegend Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 6,3 Mio. (Vorjahr: EUR 5,7 Mio.). Im Vorjahr hatte weiters die Abwertung der funktionalen Währung CNY gegenüber dem Euro zu entsprechenden Bewertungsaufwendungen der Finanzierungen des Werkes in China geführt.

Ertragsteuern

Die Veränderung des effektiven Steuersatzes auf Basis des Konzernergebnisses im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultiert grundsätzlich aus den sich ändernden Anteilen der einzelnen Gesellschaften mit abweichenden Steuersätzen und unterschiedlichen steuerlichen Regelungen am Konzernergebnis. Weiters sind die Ertragsteuern wesentlich durch die Bewertung der latenten Steuern beeinflusst. Insbesondere wurden für einen Großteil der ertragsteuerlichen Verlustvorträge keine aktiven latenten Steuern gebildet, da von einer Realisierbarkeit in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung Währungsumrechnungsdifferenzen

Die Währungsumrechnungsdifferenzen sind generell auf die Wechselkursveränderungen der funktionalen Währungen Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) und Hongkong Dollar (HKD) gegenüber der Konzerndarstellungswährung Euro zurückzuführen. Im aktuellen Geschäftsjahr wurde zunächst die positive Veränderung des ersten Quartals im zweiten Quartal kompensiert. Entsprechend den Aufwertungen des CNY und HKD gegenüber dem Euro wird nun im dritten Quartal und somit für das bisherige Geschäftsjahr ein Ertrag ausgewiesen. In den ersten drei Quartalen des vergangenen Geschäftsjahres hatten die Wechselkursveränderungen insgesamt zu deutlich negativen Währungsumrechnungsdifferenzen geführt.

Erläuterungen zur Bilanz Vermögens- und Finanzlage

Die Nettoverschuldung erhöhte sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um EUR 38,6 Mio. auf EUR 186,6 Mio. Vor allem hat sich der Finanzierungsbedarf aufgrund des Ausbaus der Werke in China und Indien erhöht. Weiters ist der Nettobestand des Working Capital gemäß dem aktuellen Wachstum und der wegen Chinese New Year vorgezogenen Produktion insbesondere im dritten Quartal angestiegen. Der Nettoverschuldungsgrad liegt mit 75 % trotz gestiegener Nettoverschuldung aufgrund des starken Eigenkapitalanstiegs nur geringfügig über dem Wert am letzten Bilanzstichtag von 71 %.

Das Konzerneigenkapital hat sich in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres von EUR 208,8 Mio. auf EUR 247,2 Mio. deutlich erhöht. Insbesondere das Konzernergebnis und auch der positive Saldo der Währungsumrechnungsdifferenzen führten zu einem Gesamtkonzernergebnis von EUR 40,8 Mio. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte sich hingegen das Konzerneigenkapital durch das negative Gesamtkonzernergebnis in Höhe von EUR -59,2 Mio. signifikant reduziert.

Eigene Aktien

In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben sowie einzuziehen. Weiters wurde der Vorstand wieder für die Dauer von fünf Jahren, sohin bis einschließlich 6. Juli 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eigene Anteile auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Mitarbeiteraktienoptionen, Wandelschuldverschreibungen oder als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen bzw. sonstigen Vermögenswerten.

Im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms wurden in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres keine weiteren eigenen Aktien erworben. Zum 31. Dezember 2010 hält der Konzern unverändert zum letzten Bilanzstichtag, unter Berücksichtigung der ausgeübten Aktienoptionen, 2.577.412 eigene Aktien (9,95 % des Grundkapitals) mit einem Kaufpreis von EUR 46,6 Mio.

Erläuterungen zur Geldflussrechnung

Der Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit zeigt auf Basis des positiven Konzernergebnisses mit EUR 42,6 Mio. eine Steigerung zum Vorjahreswert von EUR 30,4 Mio., wobei der Anstieg im Vergleich zum Konzernergebnis weniger deutlich ist. Einerseits war das negative Konzernergebnis im Vorjahr zu einem großen Teil durch zahlungsunwirksame Aufwendungen wie Wertminderungen von Anlagevermögen und Zuführung langfristiger Rückstellungen im Zuge der Restrukturierung belastet. Andererseits ist das Working Capital im Verlauf der ersten drei Quartale im aktuellen Geschäftsjahr durch das gegenwärtige Wachstum und Vorräteaufbau angestiegen, während im Vergleichszeitraum des Vorjahres durch den Geschäftsrückgang eine deutliche Reduktion des Working Capital zu verzeichnen war.

Der Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit beträgt EUR 84,5 Mio. (Vorjahr: EUR 11,8 Mio.). Der Anstieg zum Vorjahr ergibt sich aus den aktuellen Werkserweiterungen. Die Auszahlungen für Investitionen belaufen sich im aktuellen Geschäftsjahr auf EUR 83,1 Mio. und betreffen vorwiegend die Ausweitung der Produktionskapazitäten in China sowie die Errichtung einer zweiten Produktionsstätte am Standort in Indien. Die Investitionen im Vorjahr betrafen insbesondere Ersatzbeschaffungen und die Errichtung der zweiten Produktionsstätte am Standort in Indien.

Der Nettomittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 32,2 Mio. in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres beinhaltet im Wesentlichen die Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten zum Ausbau der Produktionskapazitäten, wobei der größere Anteil der Investitionen in diesem Zeitraum aus dem operativen Nettomittelzufluss und dem Zahlungsmittelbestand abgedeckt werden konnte. Die Ausschüttung der Gesellschaft war im aktuellen Geschäftsjahr deutlich geringer als im Vorjahr.

Sonstige Angaben

Gezahlte Dividenden

In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres wurden gemäß Beschluss in der Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 eine Dividende von EUR 0,10 pro Aktie und somit TEUR 2.332 aus dem Bilanzgewinn zum 31. März 2010 ausgeschüttet.

Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Personen und Unternehmen

Im Zusammenhang mit diversen Projekten sind in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres Honorare für Beratungsleistungen der AIC Androsch International Management Consulting GmbH in Höhe von TEUR 321 sowie der Rechtsanwälte Riedl & Ringhofer in Höhe von TEUR 11 angefallen.

Leoben-Hinterberg, am 25. Jänner 2011

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Mag. Thomas Obendrauf e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

Konzernzwischenlagebericht

Geschäftsverlauf und Lage

Grundsätzlich unterliegt das Gesamtgeschäft der AT&S wegen des hohen Umsatzanteils des Bereiches Mobile Devices einer Saisonalität. In der Regel sind das erste und vierte Quartal durch eine niedrigere Auslastung und das zweite und dritte Quartal des Geschäftsjahres durch eine sehr gute Auslastung gekennzeichnet. Im laufenden Geschäftsjahr war bereits im ersten Quartal ein starkes Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Im zweiten Quartal konnte der Umsatz weiter gesteigert werden und erreichte auch im dritten Quartal mit EUR 122,1 Mio. annähernd den Wert des zweiten Quartals, wodurch der aktuelle Quartalsumsatz wieder deutlich den Vorjahreswert übertrifft. Insgesamt konnte der Umsatz der ersten drei Quartale mit EUR 364,8 Mio. um 34 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Im vorangegangenen Geschäftsjahr waren insbesondere die ersten zwei Quartale durch die angespannte weltwirtschaftliche Situation negativ beeinflusst, wobei im dritten Quartal bereits eine Aufwärtstendenz erkennbar war.

Die Erlössituation hat somit nicht nur das Niveau vor der Finanzund Wirtschaftskrise erreicht, sondern liegt darüber hinaus auf Wachstumskurs. Im Rahmen der Kapazitätserweiterungen wurden im dritten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres in China eine weitere HDI-Produktionslinie in Betrieb genommen und die geplante Ausbaustufe des zweiten Werkes in Indien hochgefahren. Entsprechend der deutlichen Umsatzsteigerung war in den ersten drei Quartalen des aktuellen Geschäftsjahres eine hohe Auslastung zu verzeichnen.

Der Großteil der Umsätze wurde in den ersten drei Quartalen mit EUR 209,6 Mio. bzw. einem Umsatzanteil von 57 % weiterhin im Bereich Mobile Devices erzielt. Der Bereich Industrial hat sich auch sehr erfreulich entwickelt und zeigt unter anderem durch Erweiterung der Produkte und Kunden in diesem Geschäftsfeld ein sehr starkes Wachstum. Der Umsatzanteil liegt bei 30 %. Im Bereich Automotive konnte der Umsatz in den ersten Quartalen um annähernd 50 % gesteigert werden, nachdem durch die Krise bei den Autoherstellern im vergangenen Geschäftsjahr ein besonders ausgeprägter Umsatzeinbruch zu verzeichnen war. Das projektabhängige Geschäft im Servicesegment (Design, Bestückung und Trading) ist aufgrund der Beendigung einiger Aktivitäten in diesem Bereich stark zurückgegangen und nur noch von untergeordneter Bedeutung. Bei Quartalsbetrachtung des laufenden Geschäftsjahres entsprechen die prozentuellen Umsatzanteile nach Branchen im dritten Quartal grundsätzlich den Vorquartalen, wobei vor allem der Umsatzanteil von Industrial überdurchschnittlich gesteigert werden konnte.

Hinsichtlich der Zielmärkte ist langfristig der Trend der Industrieverlagerung von Europa nach Asien erkennbar. Durch Änderungen in der Kundenstruktur und bei den Produktionsallokationen der OEM und CEM haben aber vor allem Umsatzerlöse an Produzenten in Kanada, USA und Mexiko weiter an Bedeutung gewonnen. Diese Entwicklung war bereits im Laufe des letzten Geschäftsjahres festzustellen, und so liegt der diesbezügliche Umsatzanteil in den ersten drei Quartalen bereits bei 25 % gegenüber 18 % im Vorjahr, während der Anteil nach Asien von 37 % auf 29 % zurückgegangen ist. Die Umsätze mit europäischen Kunden zeigen ebenfalls eine sehr positive Entwicklung und sind gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres durch Marktanteilsgewinne ebenfalls proportional, an Kunden in Deutschland sogar überproportional, zur Konzernumsatzentwicklung angestiegen.

Entsprechend dem generellen Preisdruck am internationalen Markt bzw. der allgemeinen Verlagerung der Leiterplattenindustrie nach Asien wurden während der letzten Jahre die Produktionskapazitäten der AT&S in Asien ausgebaut und vermehrt Volumensaufträge im Bereich Mobile Devices nach China verlagert. Letztlich wurde nach umfassenden Restrukturierungsmaßnahmen im Sinne einer nachhaltigen Ertragssicherung im letzten Geschäftsjahr die Volumensproduktion des Standortes Leoben-Hinterberg zur Gänze nach Asien verlagert. Im Werk Leoben-Hinterberg werden seitdem – wie bereits in den beiden anderen österreichischen Standorten Fehring und Klagenfurt – ausschließlich Kleinserien und kurzfristige Spezialaufträge gefertigt.

Nicht zuletzt aufgrund von Marktbereinigungen zeigte sich in weiterer Folge eine starke Verbesserung der Auftragssituation bei europäischen Kunden. Gemäß dieser verstärkten Nachfrage und der damit besseren Werksauslastung konnte der ursprüngliche Restrukturierungsplan bereits im September des vergangenen Geschäftsjahres angepasst werden, und auch in den ersten drei Quartalen des aktuellen Geschäftsjahres übertrafen die Produktionsmengen am Standort Leoben-Hinterberg deutlich die ursprünglichen Erwartungen. Gemeinsam mit Mengensteigerungen am Standort Fehring haben daher die Umsätze der in den österreichischen Werken produzierten Leiterplatten in den ersten drei Quartalen trotz Verlagerung der Volumensproduktion den Vorjahreswert sogar übertroffen. Diese Umsatzentwicklung bei einer deutlich reduzierten Kostenbasis bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine signifikante Ergebnisverbesserung insbesondere im Werk Leoben-Hinterberg.

In dem mit Abstand größten Werk der AT&S in Shanghai war in den ersten drei Quartalen ebenfalls Vollauslastung gegeben. Verstärkt wurde der Mengenanstieg durch die Verlagerung aus Leoben-Hinterberg. Die Steigerungen der Ergebnisse im Konzern gegenüber dem Vorjahr sind daher zu einem wesentlichen Anteil auf den Produktionsstandort in China zurückzuführen. Das um nicht wiederkehrende Posten bereinigte Betriebsergebnis in Höhe von EUR 40,3 Mio. in den ersten drei Quartalen des aktuellen Geschäftsjahres bedeutet eine Verbesserung um EUR 35,5 Mio. gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum. Während des laufenden Geschäftsjahres konnte das bereinigte Betriebsergebnis zunächst im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal um EUR 5,3 Mio. auf EUR 15,4 Mio. gesteigert werden und erreichte auch im dritten Quartal mit EUR 14,8 Mio. trotz geringerem Umsatz annähernd das zweite Quartal.

Wesentliche Risiken, Ungewissheiten und Chancen

Im Verlauf der ersten drei Quartale des aktuellen Geschäftsjahres 2010/11 sind grundsätzlich keine nennenswerten Änderungen der im Konzernabschluss 2009/10 ausführlich im Konzernanhang unter "II. Risikobericht" beschriebenen Risikokategorien aufgetreten. Die Situation am Kreditmarkt hat sich soweit stabilisiert. Die Auswirkungen auf die Finanzierungskosten gegenüber früheren Jahren in Form von etwaigen zusätzlichen Aufschlägen werden derzeit durch das allgemein niedrige Zinsniveau kompensiert. Das Zinsänderungsrisiko für die AT&S ist durch den hohen Anteil fix verzinster Finanzverbindlichkeiten relativ gering und besteht vorwiegend bei kurzfristigen Finanzierungen.

Zur Reduktion des Liquiditätsrisikos wurden im vorangegangenen Geschäftsjahr einerseits langfristige Finanzierungen aufgenommen und andererseits langfristig gesicherte Kreditrahmen erweitert, die im Wesentlichen weiterhin noch unausgenützt sind und somit für derzeitige Investitionstätigkeiten zur Verfügung stehen. Weiters wurden im aktuellen Geschäftsjahr zusätzlich kurzfristige Kreditrahmen erweitert, um den Finanzierungsbedarf für das wachstumsbedingt gestiegene Working Capital abzudecken. Darüber hinaus wurde entsprechend den bisherigen Möglichkeiten in der Hauptversammlung am 7. Juli 2010 dem Vorstand bis Juli 2015 die Ermächtigung erteilt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu 12.950.000 neue Aktien aus genehmigtem Kapital zu emittieren, Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 100.000 auszugeben und die eigenen Anteile zu veräußern.

Auch in den ersten drei Quartalen des aktuellen Geschäftsjahres konnte trotz der wachstumsbedingten Kapitalbindung im Working Capital ein deutlich positiver operativer Cashflow erwirtschaftet werden. Auf Basis des weiterhin erwarteten positiven Nettomittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit und der umfassenden Finanzierungsmöglichkeiten steht ausreichend Liquidität zu Verfügung, um die geplanten und auch weitere Investitionsvorhaben zu realisieren.

Zur Absicherung der Währungsrisiken werden für die Nettopositionen in US-Dollar weiterhin Devisentermingeschäfte und Optionen abgeschlossen.

Der Nettoverschuldungsgrad hat sich im Laufe der ersten drei Quartale im aktuellen Geschäftsjahr von 71 % auf 75 % nicht wesentlich verändert und liegt weiterhin unter der Zielmarke von 80 %. Durch den hohen operativen Cashflow auf Basis des sehr guten Konzernergebnisses konnten die Investitionstätigkeiten zum Großteil aus der Innenfinanzierung bedient werden. Weiters begünstigten neben dem Konzernergebnis auch die Währungsumrechnungsdifferenzen aus dem Anstieg des CNY und HKD gegenüber dem EUR und die daraus resultierende Eigenkapitalstärkung den Nettoverschuldungsgrad.

Bei anhaltend positiver Ertragssituation und stabilen Wechselkursentwicklungen wird gemäß den aktuellen Investitionsdetailplänen davon ausgegangen, dass im verbleibenden Geschäftsjahr 2010/11 der generelle Zielwert von 80 % im Wesentlichen eingehalten werden kann und wenn, dann jedenfalls nur vorübergehend überschritten wird.

Hinsichtlich der Chancen und Risiken aus der Entwicklung von externen Rahmenbedingungen für das gesamte Geschäftsjahr 2010/11 zeigt sich ein weltweiter Umsatzanstieg der Leiterplattenindustrie im Vorjahresvergleich. In den ersten drei Quartalen wurden die externen und internen Wachstumserwartungen bei der AT&S deutlich übertroffen, wobei sich auch der im Durchschnitt noch stärkere US-Dollar entsprechend positiv auf den Umsatz auswirkte. Die weltwirtschaftliche Lage und makroökonomischen Rahmenbedingungen sind mittelfristig jedoch schwer einschätzbar. Während sich absatzseitig weiterhin eine starke Nachfrage zeigt, sind bei den Rohstoffen steigende Preise und weiterhin Unsicherheiten auf den Währungsmärkten festzustellen.

Eine besondere Herausforderung für die AT&S stellt derzeit der kundenseitige Bedarfsanstieg dar. Um nachhaltig über ausreichende Kapazitäten zu verfügen, werden aktuell die Werke in China und Indien ausgebaut, wobei gegenüber den ursprünglichen Plänen die Ausbautätigkeit beschleunigt und einige Investitionen zeitlich vorgezogen wurden. Im dritten Quartal konnte in China die elfte HDI-Produktionslinie in Betrieb genommen und in Indien das zweite Werk hochgefahren werden. Gemäß den nachhaltigen Expansionserfolgen wurde AT&S von Europe's 500 als eines der Top-500-Wachstumsunternehmen in Europa ausgezeichnet.

In technologischer Hinsicht wurde im aktuellen Geschäftsjahr ein besonderer Erfolg der intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit erreicht und damit die Innovationskraft an der Weltspitze wieder unter Beweis gestellt. AT&S konnte als einer der ersten Produzenten weltweit die Embedding Component Packaging Technologie (ECP® Technologie) im zweiten Quartal zur Serienreife bringen. Weiters werden besondere Chancen im LED-Markt gesehen, der von AT&S als einer ihrer Zielmärkte definiert wurde. Besondere Bedeutung hat dafür die Insulated Metallic Substrates Technologie (IMS Technologie), wodurch die bei Betrieb entstehende Wärme effizient abgeführt und damit die Lebensdauer der LED erhöht wird. Im Rahmen der Entwicklungstätigkeiten der AT&S im LED-Markt wird auch mit bedeutenden Industriepartnern aus der Beleuchtungstechnik zusammengearbeitet. Im Bereich Photovoltaik konzentriert sich AT&S auf ihre Kernkompetenzen als High-Tech-Lieferant und somit vor allem auf die Produktion und Weiterentwicklung von energieeffizienteren Rückseitenkontaktfolien.

Ausblick

Nach erfolgreicher Umsetzung der Restrukturierungen und Kostenreduktionsprogramme sind die erforderlichen strategischen Anpassungsmaßnahmen im Produktionsbereich weitgehend abgeschlossen. Der Fokus liegt nun klar auf dem raschen Ausbau der Kapazitäten in Asien. Im dritten Quartal erfolgten noch teilweise Anpassungen in der Verwaltungsstruktur, die insbesondere die Verlagerung des Headquarters von Wien nach Leoben-Hinterberg und die damit verbundenen personellen Veränderungen betrafen. Unter anderem hat in diesem Zusammenhang mit 8. Oktober 2010 Herr Dkfm. Steen Hansen das Vorstandsmandat zurückgelegt, und der Vorstandsvertrag wurde mit Wirkung 31. Jänner 2011 einvernehmlich aufgelöst. Weiters erfolgte die Bestellung von Herrn Mag. Thomas Obendrauf zum Finanzvorstand.

Auf Basis der Umsatzentwicklung in den ersten Quartalen des aktuellen Geschäftsjahres zeigt sich generell ein Aufwärtstrend, und so wird auf Basis der bisher erreichten Umsätze und gemäß den aktuellen Aufträgen und kundenseitigen Bedarfsmeldungen für das Geschäftsjahr 2010/11 ein deutlich höherer Umsatz erwartet als ursprünglich budgetiert. Unverändert zu den Erwartungen im Halbjahreslagebericht wird ein Geschäftsjahresumsatz in Höhe von EUR 470 bis 500 Mio. und somit eine Steigerung gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr von rund 25 bis 35 % prognostiziert.

Um das erhöhte Wachstum in den Geschäftsfeldern der AT&S ausreichend bedienen zu können, werden die Produktionskapazitäten im Konzern verstärkt erweitert. Aus derzeitiger Sicht werden je nach Installationsfortschritt für das gesamte Geschäftsjahr 2010/11 Investitionsausgaben von annähernd EUR 130 Mio. erwartet, wobei die Investitionen mit rund EUR 100 Mio. vorwiegend den Standort in China und mit rund EUR 17 Mio. den Standort in Indien betreffen.

Die höhere Auslastung und die daraus resultierende bessere Ausnutzung der Produktionskapazitäten wirkt sich auch positiv auf das erwartete Betriebsergebnis aus, und so erwartet das Management für das Geschäftsjahr 2010/11 eine EBIT-Marge von über 9 %.

Leoben-Hinterberg, am 25. Jänner 2011

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Mag. Thomas Obendrauf e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

Impressum/Kontakt

Kontakt

AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft Fabriksgasse 13 8700 Leoben Österreich Tel.: +43 (0)3842/200-0 Fax: +43 (0)3842/200-216

Public Relations und

Investor Relations Mag. Martin Theyer Tel.: +43 (0)3842/200-5909 E-Mail: [email protected]

Redaktion

Mag. Nikolaus Kreidl Mag. Martin Theyer

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den Inhalt verantwortlich AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft Fabriksgasse 13 8700 Leoben Österreich www.ats.net

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