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AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG

Earnings Release Sep 10, 2010

736_rns_2010-09-10_3052fb82-04bc-4f87-bf42-36e1d5df29d6.pdf

Earnings Release

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Kennzahlen

IFRS
Juni 2010 Juni 2009
(Wenn nicht anders erwähnt, alle Finanzzahlen in EUR 1.000) vor Einmal
effekten1)
nach Einmal
effekten1)
vor Einmal
effekten2)
nach Einmal
effekten2)
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Gesamterlöse 113.941 83.247
davon in Asien produziert 71,6 % 60,3 %
davon in Europa produziert 28,4 % 39,7 %
EBITDA 21.878 21.221 (493) (20.319)
EBITDA-Marge 19,20 % 18,62 % (0,59) % (24,41) %
EBIT 10.105 9.380 (11.834) (50.113)
EBIT-Marge 8,87 % 8,23 % (14,22) % (60,20) %
Konzernergebnis 8.291 7.566 (13.909) (52.188)
Anteiliges Konzernergebnis der Aktionäre der Gesellschaft 8.327 7.603 (13.785) (52.065)
Cash Earnings 20.100 19.443 (2.444) (22.270)
KONZERNBILANZ
Bilanzsumme 537.754 468.647
Eigenkapital 247.818 184.464
Den Aktionären der Gesellschaft zurechenbares Eigenkapital 247.329 183.974
Nettoverschuldung 154.060 159.535
Verschuldungsgrad 62,2 % 86,5 %
Nettoumlaufvermögen 78.693 56.000
Nettoumlaufvermögen/Gesamterlöse 17,3 % 16,8 %
KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG
Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit (OCF) 11.150 19.232
Netto-Investitionen (Net CAPEX) 19.155 6.594
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter), Ultimo 6.541 5.371
Mitarbeiterstand (inkl. Leiharbeiter), Durchschnitt 6.284 5.377
AKTIENKENNZAHLEN
Gewinn/Aktie (EUR) 0,33 (2,23)
Cash Earnings/Aktie (EUR) 0,83 (0,95)
Dividende/Aktie (EUR)3) 0,10 0,10
Marktkapitalisierung, Ultimo 244.887 85.594
Marktkapitalisierung/Eigenkapital 98,8 % 46,4 %
Anzahl der Aktien, gewichteter Durchschnitt (Stück) 23.322.588 23.322.588
FINANZKENNZAHLEN
Eigenkapitalrendite (ROE)4) 14,5 % 14,2 % (25,5) % (43,0 %)
ROCE4) 8,0 % 7,8 % (11,2) % (21,2 %)
ROS 7,30 % 6,60 % (16,70 %) (62,70 %)
Eigenmittelquote 46,1 % 39,4 %

1) Die Einmaleffekte umfassen insbesondere die Restrukturierung des Standorts Leoben-Hinterberg.

2) Die Einmaleffekte umfassen insbesondere die Restrukturierung des Standorts Leoben-Hinterberg und Wertberichtigungen bei AT&S Korea.

3) Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung am 7. Juli 2010

4) Die Berechnung zielt auf durchschnittliche Werte ab.

Highlights

  • Eines der besten ersten Quartale in der Geschichte der AT&S
  • Erlöse aus dem ersten Quartal 2010/11 im Vergleich zum letzten Quartal des Vorjahres um 14 % gesteigert
  • AT&S bringt innovative Lösung im Bereich der Leiterplatte zur Serienreife
  • IPC prämiert Forschungsarbeit des von AT&S geleiteten EU-Projekts HERMES
  • Auszeichnung für außerordentlichen Beitrag zur Wassereinsparung in Shanghai
  • Ausblick für das laufende Wirtschaftsjahr angehoben

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das erste Quartal 2010/11 brachte neben einer ausgezeichneten Auslastung aller Werke mit einem Quartalsumsatz von EUR 113,9 Mio. eines der besten ersten Quartalsergebnisse in der Geschichte der AT&S. Die AT&S Gruppe erreichte mit einer Erlössteigerung um 14 % im Vergleich zum letzten Quartal nicht nur ein solides Ergebnis vor Steuern, sondern übertraf auch die internen und externen Erwartungen bei weitem. In der Folge konnte die EBIT-Marge verbessert und die Nettoverschuldung deutlich gesenkt werden.

Ergebnisse des ordentlichen Geschäftsbetriebs Q1 2010/11

Die Erlöse aus dem ersten Quartal 2010/11 konnten im Vergleich zum letzten Quartal des Vorjahres um 14 % gesteigert werden und liegen sogar um 37 % höher als im Jahr davor. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für das erste Quartal 2010/11 beläuft sich – bereinigt um außergewöhnliche Aufwendungen – auf EUR 10,1 Mio. und liegt damit 63 % über dem Vorquartal. Somit konnte ungefähr das Niveau von vor der Finanzkrise erreicht werden.

Obwohl die Ausgaben im Bereich der Nettoinvestitionen auf EUR 19 Mio. im ersten Quartal 2010/11 gestiegen sind, fiel der Nettoverschuldungsanteil des Unternehmens auf 62 %.

Unsere ordentlichen Ergebnisse für das erste Quartal 2010/11, bereinigt um die Einmaleffekte, stellen sich wie folgt dar:

  • Betriebsergebnis: EUR 10,1 Mio., das entspricht einer EBIT-Marge von 8,9 %
  • EBITDA: EUR 21,9 Mio., was einer EBITDA-Marge von 19,2 % entspricht
  • Konzernergebnis: EUR 8,3 Mio.
  • Gewinn pro Aktie (EPS): EUR 0,33*
  • * inklusive Einmaleffekte

Finanzierungslage

Die Fristigkeiten der Finanzverbindlichkeiten in Höhe von EUR 172,7 Mio. weisen folgende Struktur auf:

< 1 Jahr: EUR 73,8 Mio. , davon entfallen auf
Exportkredite EUR 36 Mio.
1 – 2 Jahre: EUR 6,2 Mio.
2 – 3 Jahre: EUR 86,0 Mio.
3 – 4 Jahre: EUR 6,7 Mio.

Mit 30. Juni 2010 verfügte die AT&S Gruppe über ausreichend freie vertraglich zugesagte Kreditlinien.

Die Nettoverschuldung erhöhte sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um EUR 6,1 Mio. auf EUR 154,1 Mio. Insbesondere hat sich der Finanzierungsbedarf aufgrund des Ausbaus der Werke in China und Indien erhöht, weiters ist der Nettobestand des Working Capital gemäß dem aktuellen Wachstum angestiegen. Der Nettoverschuldungsgrad konnte gegenüber dem letzten Bilanzstichtag trotz gestiegener Nettoverschuldung aufgrund des noch stärkeren Eigenkapitalanstiegs von 71 % auf 62 % gesenkt werden.

Verlagerung des Headquarters

Im ersten Quartal 2010/11 haben wir weitere Anpassungen in der Verwaltungsstruktur beschlossen. Der Standort Wien, an dem bisher wesentliche Konzernfunktionen im Sinne einer Holding wahrgenommen wurden, wird demnach mit Kalenderjahresende 2010 geschlossen. Die Funktionen werden dann direkt vom Produktionsstandort Leoben-Hinterberg bzw. anderen Standorten der Gruppe ausgeübt.

Innovative Lösungen

Gerade im Bereich der Smartphones haben wir einmal mehr unsere technologische Vorreiterrolle unter Beweis gestellt. Um in diesem Bereich erfolgreich zu sein gilt es, neben den anspruchsvollen mechanischen und elektrischen, immer mehr auch optische Herausforderungen zu lösen. Diese Designanforderungen unserer Kunden wirken sich daher massiv auf unsere Leiterplatten selbst aus. Wir investieren hier gezielt in die Weiterentwicklung und Innovationen, um auch zukünftig den hohen Ansprüchen unserer Kunden gerecht zu werden.

Ein Trend ist dabei klar absehbar: die fortschreitende Miniaturisierung. Um zusätzliche Funktionen zu integrieren und beispielsweise die verschiedenen Frequenzen der Mobilnetze abdecken zu können, liegt die Lagenanzahl der Leiterplatte zwischen 8 und 14 Lagen, die Dicke der gesamten Leiterplatte beträgt aber nur zwischen 0,6 und 1,2 Millimeter. Doch trotz dieser hohen Dichte muss die Leiterplatte mechanisch stabil sein und darf sich weder verformen noch brechen.

Zusätzlich müssen immer kleinere Bauteile (z.B. Kondensatoren, Widerstände in SMD Bauweise mit einer Größe von 254 μm x 127 μm) elektrisch verbunden werden. Dies erfolgt durch die Kupferlagen (Leiterzüge) und durch Laser- bzw. mechanische Bohrungen, die ebenfalls mit Kupfer versehen werden. Davon sind pro Leiterplatte – je nach Anforderung – 10.000 bis 15.000 notwendig. Zum Vergleich: die ersten Leiterplatten für Mobiltelefone hatten gerade einmal 500 – 1.500 dieser Laserbohrungen. Die Anzahl der Bohrungen steigt weiter, um immer neue Anwendungen der Mobilgeräte zu ermöglichen und immer kleinere und komplexere Bauteile einzubinden. Hier sind wir als AT&S federführend.

AT&S Forschungsarbeit zum EU-Projekt HERMES© ausgezeichnet

Das von uns initiierte und von der EU geförderte HERMES©- Projekt forscht an der nächsten technischen Innovation bei Leiterplatten – einer neuen Packaging-Lösung für Halbleiter, die weit über die heutigen Verbindungsmöglichkeiten hinausgeht.

Im Rahmen der IPC APEX EXPOTM, der weltweit wichtigsten technischen Konferenz und Messe für die Leiterplatten- und Elektronikbaugruppen-Industrie in Las Vegas, wurde der Technologiebeitrag von HERMES© als "Best International Conference Paper" ausgezeichnet.

Dies ist für uns ein großer Erfolg und ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Denn mit der Industrialisierung dieser Technologie erwarten wir eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten vor allem im Medizinbereich – beispielsweise neue Generationen von Hörgeräten – aber auch in funktionellen Modulen wie etwa GPS (Global Positioning System). In dieser Technologie sehen wir mittelfristig ein weiteres Wachstumssegment für die AT&S Gruppe.

© Copyright 2010. IPC — Association Connecting Electronics Industries®, Bannockburn, Ill., US

Strategische Ausrichtung

Die Strategie der AT&S Gruppe ist konsequent auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtet. Die Fokussierung auf den High-End-Markt hat im ersten Quartal bereits positive Ergebnisse gebracht. Umso mehr ist es jetzt wichtig, den steigenden Kapazitätsbedarf im HDI- und Standard Multilayer-Segment auch in Zukunft abdecken zu können. Daher planen wir derzeit, unsere Produktionsstandorte in Shanghai (China) und Nanjangud (Indien) weiter zügig auszubauen. Zusätzlich evaluieren wir verschiedene Möglichkeiten für unser Werk in Leoben-Hinterberg.

Im Bereich der Photovoltaikindustrie untersuchen wir gerade mit führenden Partnern, ob wir unser Know-how aus der Leiterplattenproduktion den Herstellern von Solarmodulen zur Verfügung stellen können. Wir fokussieren uns dabei auf die Entwicklung von energieeffizienteren, rückseitenkontaktierten Photovoltaikpanelen. Das wirtschaftliche Potenzial wird aber für uns erst nach der Prototypenphase wirklich abschätzbar sein.

Einen besonders hohen Stellenwert hat für uns das Thema Umwelt. Wir sind der festen Überzeugung, dass der schonende Umgang mit unseren Ressourcen mittelfristig einen Wettbewerbsvorteil für die AT&S Gruppe darstellt. Deshalb freut es uns, dass wir, nach einer Vielzahl von umweltbezogenen Auszeichungen in der Vergangenheit, im ersten Quartal 2010/11 von der Wasserbehörde in Shanghai als Vorzeigeunternehmen für unseren außerordentlichen Beitrag zur Wassereinsparung ausgezeichnet wurden.

Der Bereich Mobile Devices ist mit einem Umsatzanteil von 59 % nach wie vor unser Wachstumsmotor in der Gruppe. Aber auch der Bereich Industrial konnte zweistellige Zuwachsraten bei den Umsätzen verzeichnen. Im Bereich Automotive haben wir im ersten Quartal insbesondere die Schwächen einiger unserer Mitbewerber nutzen können und den Umsatz gesteigert. Damit ist unsere Strategie, alle Geschäftsbereich auszubauen und uns auf unserer Kernkompetenzen zu konzentrieren, im ersten Quartal aufgegangen.

Hinsichtlich unserer geographischen Ausrichtung ist klar der langfristige Trend der Industrieverlagerung nach Asien erkennbar, wo wir auch mittelfristig ein jährliches Wachstum im Leiterplattenbedarf von ca. 5 % erwarten. Dennoch ist es uns gelungen, durch fokussierte Vertriebsaktivitäten in Kanada, in den USA und in Mexiko weitere Umsätze zu generieren. Diese erfreuliche Entwicklung hat sich bereits im vergangenen Geschäftsjahr abgezeichnet. Somit liegt der Umsatzanteil dieser Region im ersten Quartal bereits bei 28 %, während der Anteil Asiens auf 23 % zurückgegangen ist. Die Umsätze mit europäischen Kunden zeigen ebenfalls eine sehr vielversprechende Entwicklung und sind gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres durch Marktanteilsgewinne überproportional angestiegen.

Ausblick

Im ersten Quartal wurden alle unsere internen, aber auch die externen Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Wir haben uns daher nach eingängiger Überprüfung unserer Annahmen entschlossen, unsere Vorschau für das Wirtschaftsjahr 2010/11 nach oben anzupassen.

Unter den Voraussetzungen einer stabilen Weltwirtschaft und geringer Wechselkursschwankungen erwarten wir nun einen Geschäftsjahresumsatz von EUR 470 bis 500 Mio. und somit eine Steigerung gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr von rund 25 bis 35 %. Unser laufendes Investitionsprofil haben wir mit EUR 100 bis 110 Mio. geschätzt. Als anzustrebende EBIT-Marge haben wir uns für heuer zumindest 9 % vorgenommen, was auch unseren Verschuldungsgrad in dem bereits kommunizierten Korridor von maximal 80 % belassen sollte.

Mit der konsequenten Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen, dem weiteren Ausbau der Werke in Asien und der Neuausrichtung der Produktion in Leoben-Hinterberg, sind unserer Meinung nach wichtige Schritte eingeleitet worden, um uns den Herausforderungen des Marktes zu stellen. Persönlich freut es uns daher, dass wir mit einem ausgezeichneten ersten Quartal erfolgreich in das Wirtschaftjahr 2010/11 gestartet sind und die Ergebnisse unsere Strategie untermauern.

Mit freundlichen Grüßen

DI (FH) Andreas Gerstenmayer Vorstandsvorsitzender

Dkfm. Steen E. Hansen Finanzvorstand

Ing. Heinz Moitzi Technikvorstand

Corporate-Governance-Informationen

Veränderung im Aufsichtsrat

Mit Beendigung der Hauptversammlung am 7. Juli 2010 endete die Funktionsperiode der Aufsichtsratsmitglieder Ing. Willibald Dörflinger, Dkfm. Dr. Hannes Androsch, Dkfm. Karl Fink und DI Albert Hochleitner gemäß § 87 Abs 7 AktG.

Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß § 10 der Satzung aus mindestens drei und höchstens neun von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern zusammen. Der Aufsichtsrat besteht gegenwärtig aus sechs Mitgliedern, die von der Hauptversammlung gewählt wurden. In der kommenden Hauptversammlung sind nunmehr vier Mitglieder zu wählen, um die aktuelle Zahl von sechs wieder zu erreichen.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft schlägt aufgrund der Empfehlung des Nominierungsausschusses vor, Herrn Ing. Willibald Dörflinger, Herrn Dkfm. Dr. Hannes Androsch, Herrn Dkfm. Karl Fink und Herrn DI Albert Hochleitner in den Aufsichtsrat der Gesellschaft zu wählen.

Alle vorgeschlagenen Personen haben eine Erklärung gemäß § 87 Abs 2 AktG zur fachlichen Qualifikation, den beruflichen oder vergleichbaren Funktionen und dass keine Umstände vorliegen, die die Besorgnis der Befangenheit begründen könnten, abgegeben. Die Ergebnisse der Abstimmung können im Internet unter www.ats.net eingesehen werden.

Directors' Holdings & Dealings

Im ersten Quartal gab es Veränderungen der Aktienbestände unserer Führungspersonen nach § 48d Börsegesetz. Der Bestand an von den Vorständen gehaltenen Aktienoptionen stellt sich wie folgt dar (Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine Aktienoptionen):

2006 2007 2008 2009 2010 Summe
Harald Sommerer 40.000 40.000 40.000 40.000 0 160.000
Steen E. Hansen 30.000 30.000 30.000 30.000 0 120.000
Heinz Moitzi 30.000 30.000 30.000 30.000 0 120.000
Andreas Gerstenmayer 40.000 40.000
Ausübungspreis (EUR) 17,99 22,57 15,67 3,86 7,45

Mit Ausscheiden von Dr. Sommerer aus der AT&S per 31. Jänner 2010 können alle ihm zu diesem Zeitpunkt zugeteilten Aktienoptionen innerhalb eines Jahres ausgeübt werden. Danach verfallen sie ersatzlos und endgültig.

AT&S-Aktie

Aktionärsstruktur

0 %

AT&S indiziert zum ATX-Prime

Austrian Small Cap Day

Am 16. Juni fand der erste Austrian Small Cap Day in Kooperation des C.I.R.A. und der Wiener Börse statt, an dem rund 90 Anmeldungen von österreichischen Investoren, Analysten und Sales-Verantwortlichen der heimischen Banken vorlagen. Spezielles Interesse fand die strategische Ausrichtung der AT&S Gruppe und die Entwicklung des Leiterplattenmarktes als Pulsmesser für den beginnenden wirtschaftlichen Aufschwung.

Entsprechend groß war auch das Interesse der Investoren und Analysten im Vorfeld zur jährlichen Hauptversammlung. So nahmen wir im Juni auf Einladung am Börseninformationstag der Wiener Börse teil, wo wir gemeinsam mit zwei anderen ausgewählten Unternehmen die Möglichkeiten hatten, 50 Beratern aus sieben verschiedenen Bankhäusern die AT&S Gruppe und das Jahresergebnis zu präsentieren.

Aktienkursentwicklung im 1. Quartal 2010/11

Die Aktie eröffnete das Quartal bei einem Kurs von EUR 8,18. Im April durchbrach sie die EUR-10-Marke kurzfristig. Der klare Durchbruch erfolgte dann im Juni, wo die Aktie beständig an Wert gewann und sich deutlich über der EUR-10-Marke konsolidierte.

Im ersten Quartal hat die AT&S-Aktie nicht nur deutlich den ATX - Prime Index geschlagen, sondern lag sogar an zweiter Stelle in der aktuellen Performanz aller im Index notierter Aktien. Mit Wirkung vom 26. Mai 2010 wurde die AT&S-Aktie auch in den MSCI Global Small Cap Index aufgenommen.

Aktienkennzahlen für die ersten 3 Monate (in EUR)

in EUR 30. Juni 2010 30. Juni 2009
Gewinn/Aktie 0,33 -2,23
Höchstkurs 11,19 4,76
Tiefstkurs 7,53 2,99
Ultimokurs 10,50 3,67

AT&S-Aktie

in EUR Wiener Börse
WP-Kennnummer 969985
ISIN-Code AT0000969985
Kürzel ATS
9,95 %
Reuters RIC ATSV.VI
Eigene Aktien
Bloomberg ATS AV
17,66 %
Indizes Dörflinger Privatstiftung
ATX Prime, WBI, MSCI Small Cap

Finanztermine

2. Quartal 2010/11 Streubesitz
21. Oktober 2010
3. Quartal 2010/11 25. Jänner 2011
Jahresergebnis 2010/11 12. Mai 2011
17. ordentliche Hauptversammlung 7. Juli 2011

Kontakt Investor Relations

Mag. Martin Theyer Tel.: +43 (0) 3842 200-5909 E-Mail: [email protected]

Zwischenbericht nach IFRS Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. April bis 30. Juni
(in TEUR) 2010 2009
Umsatzerlöse 113.941 83.247
Herstellungskosten (94.109) (84.029)
Bruttogewinn 19.832 (782)
Vertriebskosten (5.804) (4.631)
Allgemeine Verwaltungskosten (5.266) (4.673)
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1.343 (1.748)
Nicht wiederkehrende Posten (725) (38.279)
Betriebsergebnis 9.380 (50.113)
Finanzierungserträge 5.132 2.936
Finanzierungsaufwendungen (4.432) (6.016)
Finanzergebnis 700 (3.080)
Ergebnis vor Steuern 10.080 (53.193)
Ertragsteuern (2.514) 1.005
Konzernergebnis 7.566 (52.188)
davon den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnen 7.603 (52.065)
davon den Minderheitenanteilen zuzurechnen (37) (123)
Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des Mutterunternehmens zusteht
(in EUR je Aktie):
- unverwässert 0,33 (2,23)
- verwässert 0,33 (2,23)
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien - unverwässerter Wert (in tausend Stück)
23.323 23.323
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf
befindlichen Aktien - verwässerter Wert (in tausend Stück)
23.447 23.323

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

1. April bis 30. Juni
(in TEUR) 2010 2009
Konzernergebnis 7.566 (52.188)
Währungsumrechnungsdifferenzen 31.465 (16.077)
Gewinne/(Verluste) aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten
aus der Absicherung von Zahlungsströmen, nach Steuern (6)
Sonstiges Ergebnis 31.459 (16.077)
Gesamtkonzernergebnis 39.025 (68.265)
davon den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnen 39.062 (68.142)
davon den Minderheitenanteilen zuzurechnen (37) (123)

Konzernbilanz

30. Juni 31. März
(in TEUR) 2010 2010
VERMÖGENSWERTE
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 349.613 308.527
Immaterielle Vermögenswerte 2.009 2.037
Finanzielle Vermögenswerte 96 99
Übergedeckte Pensionsansprüche 685 620
Aktive latente Steuern 13.568 11.124
Sonstige langfristige Vermögenswerte 3.980 3.622
369.951 326.029
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 47.492 38.700
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 101.717 90.976
Finanzielle Vermögenswerte 13.969 14.214
Laufende Ertragsteuerforderungen 93 117
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.532 13.354
167.803 157.361
Summe Vermögenswerte 537.754 483.390
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 45.680 45.680
Sonstige Rücklagen 29.899 (1.560)
Gewinnrücklagen 171.750 164.184
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital 247.329 208.304
Minderheitenanteile 489 489
Summe Eigenkapital 247.818 208.793
SCHULDEN
Langfristige Schulden
Finanzielle Verbindlichkeiten 98.876 105.197
Rückstellungen für Personalaufwand 11.795 11.369
Sonstige Rückstellungen 12.584 12.769
Passive latente Steuern 5.335 4.664
Sonstige Verbindlichkeiten 2.045 1.618
130.635 135.617
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 75.495 60.436
Finanzielle Verbindlichkeiten 73.781 70.455
Laufende Ertragsteuerschulden 3.163 2.611
Sonstige Rückstellungen 6.862 5.478
159.301 138.980
Summe Schulden 289.936 274.597
Summe Eigenkapital und Schulden 537.754 483.390

Konzern-Geldflussrechnung

1. April bis 30. Juni
(in TEUR) 2010 2009
Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis 7.566 (52.188)
Überleitungspositionen zum Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen und Wertminderungen von Anlagevermögen 11.841 29.794
Veränderung langfristiger Rückstellungen 30 6.395
Ertragsteuern 2.514 (1.005)
Finanzierungsaufwendungen/(-erträge) (700) 3.080
(Gewinne)/Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen (30) 90
Auflösung von Investitionszuschüssen (479) (195)
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge), saldiert 3.491 1.190
Veränderungen des Working Capital:
- Vorräte (6.375) 10.050
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (7.367) 23.204
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 8.011 7.787
- Sonstige Rückstellungen 1.168 469
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel 19.670 28.671
gezahlte Zinsen (5.682) (899)
erhaltene Zinsen und Dividendenerträge 116 10
gezahlte Ertragsteuern (2.954) (8.550)
Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 11.150 19.232
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (19.154) (6.596)
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 1
Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochtergesellschaften,
abzüglich dabei veräußerter liquider Mittel 174
Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten (1.002) (1.345)
Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten 200
Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit (19.956) (7.766)
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 10.465 24.027
Auszahlungen für die Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten (11.300) (34.038)
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 437 149
Nettomittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit (398) (9.862)
Nettozunahme/(-abnahme) von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (9.204) 1.604
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang 13.354 7.031
Währungsgewinne/(-verluste) aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 382 (92)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Quartalsende 4.532 8.543

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

(in TEUR) Gezeichnetes
Kapital
Sonstige
Rücklagen
Gewinn
rücklagen
Den Gesell
schaftern des
Mutterunter
nehmens zu
rechenbares
Eigenkapital
Minder
heitenanteile
Summe
Eigenkapital
Stand zum 31. März 2009 45.680 561 205.999 252.240 494 252.734
Gesamtkonzernergebnis (16.077) (52.065) (68.142) (123) (68.265)
Umgliederung von auf Minderheitenanteile
entfallenden Verlusten (124) (124) 124
Veränderung Konsolidierungskreis (5) (5)
Stand zum 30. Juni 2009 45.680 (15.516) 153.810 183.974 490 184.464
Stand zum 31. März 2010 45.680 (1.560) 164.184 208.304 489 208.793
Gesamtkonzernergebnis 31.459 7.603 39.062 (37) 39.025
Umgliederung von auf Minderheitenanteile
entfallenden Verlusten
(37) (37) 37
Stand zum 30. Juni 2010 45.680 29.899 171.750 247.329 489 247.818

Segmentberichterstattung

1. April bis 30. Juni 2010

Nicht zugeordnet
(in TEUR) Europa Asien und Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 81.747 32.194 113.941
Innenumsatz 1 49.413 (49.414)
Gesamterlöse 81.748 81.607 (49.414) 113.941
Nicht wiederkehrende Posten (725) (725)
Betriebsergebnis 2.540 9.171 (2.331) 9.380
Finanzergebnis 700
Ergebnis vor Steuern 10.080
Ertragsteuern (2.514)
Konzernergebnis 7.566
Vermögenswerte 106.260 438.691 (7.197) 537.754
Schulden 78.988 61.201 149.747 289.936
Investitionen 856 20.959 93 21.908
Abschreibungen der Sachanlagen
und immateriellen Vermögenswerte 1.267 10.381 193 11.841

1. April bis 30. Juni 2009

Nicht zugeordnet
(in TEUR) Europa Asien und Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 53.321 29.926 83.247
Innenumsatz 149 20.415 (20.564)
Gesamterlöse 53.470 50.341 (20.564) 83.247
Nicht wiederkehrende Posten (38.279) (38.279)
Betriebsergebnis (45.737) (2.977) (1.399) (50.113)
Finanzergebnis (3.080)
Ergebnis vor Steuern (53.193)
Ertragsteuern 1.005
Konzernergebnis (52.188)
Vermögenswerte 86.109 358.125 24.413 468.647
Schulden 65.899 32.046 186.238 284.183
Investitionen 1.061 3.859 233 5.153
Abschreibungen der Sachanlagen
und immateriellen Vermögenswerte 20.287 9.182 325 29.794

Zusatzinformationen

Die Umsatzerlöse nach Branchen stellen sich wie folgt dar:

Die Umsatzerlöse nach Ländern stellen sich wie folgt dar:

1. April bis 30. Juni
(in TEUR) 2010 2009
Mobile Devices 67.590 52.008
Industrial 32.350 21.274
Automotive 13.414 8.408
Übrige 587 1.557
113.941 83.247
(in TEUR) 1. April bis 30. Juni
2010 2009
Österreich 5.432 3.535
Deutschland 28.447 16.700
Ungarn 9.740 9.054
Sonstiges Europa 11.165 7.295
Asien 25.895 36.362
Kanada, USA, Mexiko 31.528 9.480
Übrige 1.734 821
113.941 83.247

Erläuternde Anhangsangaben zum Zwischenbericht

Allgemeine Erläuterungen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Zwischenbericht zum 30. Juni 2010 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten Standards (IFRS und IAS), unter Berücksichtigung des IAS 34 und Interpretationen (IFRIC und SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Der Konzernzwischenabschluss beinhaltet nicht alle im Jahreskonzernabschluss enthaltenen Informationen und sollte gemeinsam mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2010 gelesen werden.

Gegenüber dem Geschäftsjahr endend zum 31. März 2010 sind keine Unterschiede der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegeben.

Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2010 ist ungeprüft, und es wurde auch keine externe prüferische Durchsicht durchgeführt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um EUR 30,7 Mio. auf EUR 113,9 Mio. Diese positive Abweichung von 37 % ist im Wesentlichen auf höhere Absatzmengen von Leiterplatten zurückzuführen, wobei sich auch der gegenüber dem Vorjahr stärkere USD entsprechend positiv auswirkte. Im Servicegeschäft (Bestückung, Trading, Design) sind die Umsätze gemäß der Beendigung einiger Aktivitäten in diesem Bereich zurückgegangen.

In geografischer Hinsicht bzw. Segmentbetrachtung betrifft der Anstieg der Produktion im Vorjahresvergleich die asiatischen Standorte. Während das Segment Asien eine Steigerung von 63 % gegenüber dem Vorjahr zeigt, entspricht das Segment Europa dem Vorjahresniveau (jeweils ohne bezogene Innenumsätze).

Im Zuge der Verlagerung der Produktion von HDI-Leiterplattenmodellen nach China erfolgte in den vorangegangenen Geschäftsjahren eine entsprechende Anpassung der Produktionskapazitäten in Leoben-Hinterberg in zwei Restrukturierungsschritten. Der Umsatzanteil der Produktionsstandorte in Asien beträgt im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres bereits 72 % an den Gesamterlösen.

Bruttogewinn

Ausgehend von dem deutlich höheren Umsatz ist der Bruttogewinn im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um EUR 20,6 Mio. auf EUR 19,8 Mio. angestiegen. Die Bruttogewinnmarge hat sich somit gegenüber dem Vorjahr von -0,9 % auf 17,4 % erhöht.

Die Steigerung der Bruttogewinnmarge ist auf die sehr gute Auslastung der vorhandenen Produktionskapazitäten in den Werken, sowohl in Österreich als auch in Asien, zurückzuführen. Im ersten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres war hingegen insbesondere am Standort Leoben-Hinterberg ein deutlich negativer Bruttogewinn zu verzeichnen. Auch gegenüber dem letzten Quartal konnte auf Basis um 14 % höherer Umsatzerlöse der Bruttogewinn um EUR 7,0 Mio. gesteigert werden.

Nicht wiederkehrende Posten

Im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres wurde beschlossen, weitere Anpassungen in der Verwaltungsstruktur vorzunehmen und den Standort Wien, an dem bisher wesentliche Konzernfunktionen im Sinne eines Headquarters wahrgenommen wurden, mit Kalenderjahresende 2010 zu schließen. Die Rolle des Headquarters wird wieder dem Sitz der Gesellschaft und Produktionsstandort Leoben-Hinterberg zugeordnet. Die nicht wiederkehrenden Posten betreffen die Schließung des Standortes in Wien und umfassen vorwiegend Personalaufwendungen aus einem vereinbarten Sozialplan im Rahmen der Maßnahmenentscheidung.

Die nicht wiederkehrenden Posten des Vorjahres betrafen umfassende Restrukturierungsmaßnahmen und Kosteneinsparungsprogramme. Insbesondere wurden Projekte zur Effizienzsteigerung der österreichischen Werke eingeleitet, die im Wesentlichen den Standort Leoben-Hinterberg betrafen. Die Volumensproduktion in Leoben-Hinterberg wurde zur Gänze nach Shanghai verlagert und die Produktionskapazitäten entsprechend angepasst.

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis für das erste Quartal des Geschäftsjahres ist, ausgehend von dem deutlich gestiegenen Bruttoergebnis, insbesondere durch vergleichsweise geringe Einmaleffekte belastet. Somit steigerte sich das Betriebsergebnis gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von EUR -50,1 Mio. auf EUR 9,4 Mio. Das bereinigte Betriebsergebnis (vor nicht wiederkehrenden Posten) beträgt EUR 10,1 Mio. gegenüber EUR -11,8 Mio. im Vorjahr.

Die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten liegen aufgrund umsatzbedingter höherer Frachtkosten sowie der ergebnisabhängigen variablen Gehaltsbestandteile über dem Vorjahreswert. Das sonstige betriebliche Ergebnis betrifft im aktuellen Geschäftsjahr vorwiegend öffentliche Zuwendungen, während im Vorjahr die Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro zu Kursverlusten führte.

Bei Betrachtung der Segmentergebnisse zeigt sich im Vorjahresvergleich sowohl in Europa als auch in Asien eine deutliche Steigerung. Das zur Bemessung der Performance relevante bereinigte Segment-EBIT (Segmentergebnis vor nicht wiederkehrenden Posten) erhöhte sich von EUR -7,5 Mio. auf EUR 2,5 Mio. für Europa und von EUR -3,0 Mio. auf EUR 9,2 Mio. für Asien. Das Segment Europa war im letzten Jahr zusätzlich durch Restrukturierungsaufwendungen belastet.

Finanzergebnis

Die Finanzierungserträge des aktuellen Geschäftsjahres resultieren im Wesentlichen aus der Aufwertung der funktionalen Währung Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) gegenüber dem Euro im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag und den damit verbundenen Bewertungserträgen der Finanzierungen des Werkes in China. Im Vorjahr hatte die Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro zu entsprechenden Bewertungserträgen aus Kurssicherungsinstrumenten geführt.

Die Finanzierungsaufwendungen beinhalten neben dem Zinsaufwand in Höhe von EUR 2,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1,9 Mio.) vorwiegend Aufwendungen aus Wechselkursentwicklungen. Im aktuellen Geschäftsjahr führte die Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro zu Bewertungsaufwendungen aus Kurssicherungsinstrumenten. Im Vorjahr hatte die Abwertung der funktionalen Währung Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) zu entsprechenden Bewertungsaufwendungen der Finanzierungen des Werkes in China geführt.

Ertragsteuern

Die Veränderung des effektiven Steuersatzes auf Basis des Konzernergebnisses im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultiert grundsätzlich aus den sich ändernden Anteilen der einzelnen Gesellschaften mit abweichenden Steuersätzen und unterschiedlichen steuerlichen Regelungen am Konzernergebnis.

Weiters sind die Ertragsteuern wesentlich durch die Bewertung der latenten Steuern beeinflusst. Insbesondere werden für einen Großteil der entstandenen ertragsteuerlichen Verlustvorträge weiterhin keine aktiven latenten Steuern gebildet, da von einer Realisierbarkeit in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung Währungsumrechnungsdifferenzen

Die positive Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen im aktuellen Geschäftsjahr (EUR 31,5 Mio.) ist fast ausschließlich auf die Wechselkursveränderungen der funktionalen Währungen Chinesischer Renminbi Yuan (CNY) und Hongkong Dollar (HKD) gegenüber der Konzerndarstellungswährung Euro zurückzuführen. Im vergangenen Geschäftsjahr hatten diesbezügliche Wechselkursveränderungen zu negativen Währungsumrechnungsdifferenzen geführt.

Erläuterungen zur Bilanz

Vermögens- und Finanzlage

Die Nettoverschuldung erhöhte sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um EUR 6,1 Mio. auf EUR 154,1 Mio. Insbesondere hat sich der Finanzierungsbedarf aufgrund des Ausbaus der Werke in China und Indien erhöht, weiters ist der Nettobestand des Working Capital gemäß dem aktuellen Wachstum angestiegen. Der Nettoverschuldungsgrad konnte gegenüber dem letzten Bilanzstichtag trotz gestiegener Nettoverschuldung aufgrund des noch stärkeren Eigenkapitalanstiegs von 71 % auf 62 % gesenkt werden.

Das Konzerneigenkapital hat sich im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres deutlich erhöht. Das positive Konzernergebnis sowie die positive Entwicklung der Währungsumrechnungsdifferenzen führten zu einem Gesamtkonzernergebnis von EUR 39,0 Mio. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte sich hingegen das Konzerneigenkapital durch das negative Gesamtkonzernergebnis in Höhe von EUR -68,3 Mio. signifikant reduziert.

Eigene Aktien

In der 16. ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand erneut ermächtigt, binnen 30 Monaten ab Beschlussfassung eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben sowie einzuziehen. Weiters wurde der Vorstand wieder für die Dauer von fünf Jahren, sohin bis einschließlich 6. Juli 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eigene Anteile auch auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu veräußern, insbesondere zur Bedienung von Mitarbeiteraktienoptionen, Wandelschuldverschreibungen oder als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen bzw. sonstigen Vermögenswerten.

Im Rahmen des Aktienrückkaufprogrammes wurden im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres keine weiteren eigenen Aktien erworben. Zum 30. Juni 2010 hält der Konzern unverändert zum letzten Bilanzstichtag, unter Berücksichtigung der ausgeübten Aktienoptionen, 2.577.412 eigene Aktien (9,95 % des Grundkapitals) mit einem Kaufpreis von EUR 46,6 Mio.

Erläuterungen zur Geldflussrechnung

Der Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit zeigt auf Basis des positiven Konzernergebnisses mit EUR 11,2 Mio. eine Reduktion im Vergleich zum Vorjahreswert von EUR 19,2 Mio. Einerseits war das negative Konzernergebnis im Vorjahr zu einem großen Teil durch zahlungsunwirksame Aufwendungen wie Wertminderungen von Anlagevermögen und Zuführung langfristiger Rückstellungen im Zuge der Restrukturierung belastet. Andererseits ist das Working Capital im Verlauf des ersten Quartals durch das Wachstum angestiegen, während im Vergleichszeitraum des Vorjahres durch den Geschäftsrückgang eine deutliche Reduktion des Working Capital zu verzeichnen war.

Der Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit beträgt EUR 20,0 Mio. (Vorjahr: EUR 7,8 Mio.). Der Anstieg zum Vorjahr ergibt sich aus der höheren Investitionstätigkeit. Die Auszahlungen für Investitionen belaufen sich im aktuellen Geschäftsjahr auf EUR 19,2 Mio. und betreffen vorwiegend die Ausweitung der Produktionskapazitäten in China sowie die Errichtung einer zweiten Produktionsstätte am Standort in Indien. Die Investitionen im Vorjahr betrafen insbesondere Ersatzbeschaffungen und die Errichtung der zweiten Produktionsstätte am Standort in Indien.

Der Nettomittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 0,4 Mio. im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zeigt eine nur geringe Veränderung der finanziellen Verbindlichkeiten, nachdem die Investitionen in diesem Zeitraum aus dem operativen Nettomittelzufluss und dem Zahlungsmittelbestand abgedeckt wurden. Im Vorjahr wurden vor allem kurzfristige Kreditfinanzierungen rückgeführt.

Sonstige Angaben

Beschlossene Dividenden

Nach dem Quartalsstichtag wurde im laufenden Geschäftsjahr in der Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 eine Dividende von EUR 0,10 pro Aktie aus dem Bilanzgewinn zum 31. März 2010 beschlossen.

Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Personen und Unternehmen

Im Zusammenhang mit diversen Projekten sind im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres Honorare für Beratungsleistungen der AIC Androsch International Management Consulting GmbH in Höhe von TEUR 95 sowie der Rechtsanwälte Riedl & Ringhofer in Höhe von TEUR 11 angefallen.

Leoben-Hinterberg, am 22. Juli 2010

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Dkfm. Steen Ejlskov Hansen e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

Konzernzwischenlagebericht

Geschäftsverlauf und Lage

Grundsätzlich unterliegt das Gesamtgeschäft der AT&S wegen des hohen Umsatzanteils des Bereiches Mobile Devices einer Saisonalität. In der Regel sind das erste und vierte Quartal durch eine niedrigere Auslastung und das zweite und dritte Quartal des Geschäftsjahres durch eine sehr gute Auslastung gekennzeichnet. Im laufenden Geschäftsjahr zeigt sich sowohl gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres als auch gegenüber den Vorquartalen eine deutliche Erlössteigerung, nachdem insbesondere die ersten zwei Quartale des vorangegangen Geschäftsjahres durch die angespannte weltwirtschaftliche Situation negativ beeinflusst waren. Die Umsatzerlöse im ersten Quartal in Höhe von EUR 113,9 Mio. bedeuten Steigerungen gegenüber dem ersten Quartal des letzten Geschäftsjahres um EUR 30,7 Mio. bzw. 37 % und gegenüber dem letzten Quartal um EUR 14,3 Mio. bzw. 14 %. Die Erlössituation hat somit ungefähr das Niveau vor der Finanz- und Wirtschaftskrise erreicht.

Der Großteil der Umsätze wurde mit EUR 67,6 Mio. bzw. einem Umsatzanteil von 59 % weiterhin im Bereich Mobile Devices erzielt. Der Bereich Industrial verzeichnete sowohl gegenüber dem Vorjahr als auch Vorquartal starke Zuwächse und so hat sich der Umsatzanteil auf 28 % erhöht. Im Bereich Automotive konnte im ersten Quartal insbesondere gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum ein deutlich höherer Umsatz realisiert werden, nachdem durch die Krise bei den Autoherstellern im ersten Halbjahr des vergangenen Geschäftsjahres ein besonders ausgeprägter Umsatzeinbruch zu verzeichnen war. Aber auch gegenüber dem letzten Quartal und den Quartalsumsätzen früherer Jahre zeigt sich in diesem Bereich ein leichter Zuwachs. Das projektabhängige Geschäft im Servicesegment (Design, Bestückung und Trading) ist aufgrund der Beendigung einiger Aktivitäten in diesem Bereich stark zurückgegangen und nur noch von untergeordneter Bedeutung.

Hinsichtlich der Zielmärkte ist zwar langfristig der Trend der Industrieverlagerung nach Asien erkennbar. Durch Änderungen in der Kundenstruktur und bei den Produktionsallokationen der OEMs und CEMs haben aber vor allem Umsatzerlöse an Produzenten in Kanada, USA und Mexiko weiter an Bedeutung gewonnen. Diese Verlagerung war bereits im Laufe des letzten Geschäftsjahres festzustellen und so liegt der diesbezügliche Umsatzanteil im aktuellen ersten Quartal bereits bei 28 %, während der Anteil nach Asien auf 23 % zurückgegangen ist. Die Umsätze mit europäischen Kunden zeigen ebenfalls eine sehr positive Entwicklung und sind gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres durch Marktanteilsgewinne überproportional angestiegen.

Entsprechend dem generellen Preisdruck am internationalen Markt bzw. der allgemeinen Verlagerung der Leiterplattenindustrie nach Asien wurden während der letzten Jahre die Produktionskapazitäten der AT&S in Asien ausgebaut und vermehrt Volumensaufträge im Bereich Mobile Devices nach China verlagert.

Nach umfassenden Restrukturierungsmaßnahmen wurde letztlich im Juni vor einem Jahr im Sinne einer nachhaltigen Ertragssicherung die Entscheidung getroffen, die Volumensproduktion des Standortes Leoben-Hinterberg komplett nach Asien zu verlagern. Im Werk Leoben-Hinterberg werden seitdem – wie bereits in den beiden anderen österreichischen Standorten Fehring und Klagenfurt – ausschließlich Kleinserien und kurzfristige Spezialaufträge gefertigt.

Nicht zuletzt aufgrund von Marktbereinigungen zeigte sich in weiterer Folge eine starke Verbesserung der Auftragssituation von europäischen Kunden. Gemäß dieser verstärkten Nachfrage und der damit besseren Werksauslastung konnte der Restrukturierungsplan im September letzten Jahres angepasst werden und auch im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres übertrafen die Produktionsmengen am Standort Leoben-Hinterberg deutlich die ursprünglichen Erwartungen.

Gemeinsam mit den Mengensteigerungen am Standort Fehring haben daher die Umsätze der in den österreichischen Werken produzierten Leiterplatten im ersten Quartal trotz Verlagerung der Volumensproduktion annähernd den Vorjahreswert erreicht. Diese Umsatzentwicklung bei einer deutlich reduzierten Kostenbasis bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine signifikante Ergebnissteigerung insbesondere im Werk Leoben-Hinterberg.

In dem mit Abstand größten Werk der AT&S in Shanghai war im ersten Quartal ebenfalls Vollauslastung gegeben. Verstärkt wurde der Mengenanstieg durch die Verlagerung aus Leoben-Hinterberg. Die Steigerungen der Ergebnisse im Konzern sind daher gegenüber dem Vorjahr zu einem wesentlichen Anteil und gegenüber dem letzten Quartal fast ausschließlich auf den Produktionsstandort in China zurückzuführen.

Das um nicht wiederkehrende Posten bereinigte Betriebsergebnis in Höhe von EUR 10,1 Mio. im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres bedeutet eine Verbesserung um EUR 21,9 Mio. gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum und eine Steigerung um EUR 3,9 Mio. gegenüber dem letzten Quartal.

Wesentliche Risiken, Ungewissheiten und Chancen

Im Verlauf des ersten Quartals des aktuellen Geschäftsjahres 2010/11 sind grundsätzlich keine nennenswerten Änderungen der im Konzernabschluss 2009/10 ausführlich im Konzernanhang unter "II. Risikobericht" beschriebenen Risikokategorien aufgetreten. Die Unsicherheiten im Bankensektor haben sich aktuell zumindest nicht verstärkt und so hat sich die Situation am Kreditmarkt stabilisiert. Die Auswirkungen auf die Finanzierungskosten gegenüber früheren Jahren in Form von etwaigen zusätzlichen Aufschlägen werden derzeit ohnedies durch das allgemein niedrige Zinsniveau weiterhin kompensiert. Das Zinsänderungsrisiko für die AT&S ist durch den hohen Anteil fix verzinster Finanzverbindlichkeiten relativ gering und besteht vorwiegend bei kurzfristigen Finanzierungen.

Zur Reduktion des Liquiditätsrisikos wurden im vorangegangenen Geschäftsjahr einerseits langfristige Finanzierungen aufgenommen und andererseits langfristig gesicherte Kreditrahmen erweitert, die im Wesentlichen weiterhin noch unausgenützt sind. Darüber hinaus wurde entsprechend den bisherigen Möglichkeiten in der Hauptversammlung am 6. Juli 2010 dem Vorstand bis Juli 2015 die Ermächtigung erteilt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu 12.950.000 neue Aktien aus genehmigtem Kapital zu emittieren, Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 100.000 auszugeben und die eigenen Anteile zu veräußern.

Auch im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres konnte trotz der wachstumsbedingten Kapitalbindung im Working Capital ein deutlich positiver operativer Cashflow erwirtschaftet werden. Auf Basis des weiterhin erwarteten positiven Nettomittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit und der umfassenden Finanzierungsmöglichkeiten steht ausreichend Liquidität zur Verfügung, um die geplanten und weitere Investitionsvorhaben zu realisieren.

Zur Absicherung der Währungsrisiken werden für die Nettopositionen in US-Dollar weiterhin Devisentermingeschäfte und Optionen abgeschlossen.

Der Nettoverschuldungsgrad hat sich im Laufe des ersten Quartals im aktuellen Geschäftsjahr von 71 % auf 62 % reduziert und liegt somit deutlich unter der Zielmarke von 80 %.

Neben dem positiven Konzernergebnis begünstigten auch die Währungsumrechnungsdifferenzen aus dem Anstieg des CNY und HKD gegenüber dem EUR und die daraus resultierende Eigenkapitalstärkung die Entwicklung des Nettoverschuldungsgrades. Bei anhaltend positiver Ertragssituation und stabilen Wechselkursentwicklungen ist davon auszugehen, dass selbst bei der aktuell ausgeweiteten Investitionstätigkeit im verbleibenden Geschäftsjahr 2010/11 der generelle Zielwert von 80 % im Wesentlichen eingehalten werden kann.

Hinsichtlich der Chancen und Risiken aus der Entwicklung von externen Rahmenbedingungen für das gesamte Geschäftsjahr 2010/11 wird weiterhin von einem weltweiten Umsatzanstieg der Leiterplattenindustrie im Vorjahresvergleich ausgegangen. Im ersten Quartal wurden die externen und internen Wachstumserwartungen bei der AT&S deutlich übertroffen, wobei sich auch der starke US-Dollar entsprechend positiv auf den Umsatz auswirkte.

Die weltwirtschaftliche Lage ist mittelfristig jedoch schwer einschätzbar und weiterhin als fragil zu beurteilen. Wie insbesondere auch die vergangenen Jahre gezeigt haben, sind die makroökonomischen Rahmenbedingungen und Märkte laufend kritisch zu beobachten, um möglichst frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.

Eine besondere Herausforderung für die AT&S stellt derzeit der kundenseitige Bedarfsanstieg dar. Um nachhaltig über ausreichende Kapazitäten zu verfügen, werden aktuell die Werke in China und Indien ausgebaut, wobei gegenüber den ursprünglichen Plänen einige Investitionsvorhaben nach Möglichkeit zeitlich vorgezogen werden.

Mittelfristig bestehen in Ergänzung zur Produktion von Leiterplatten gegebenenfalls Diversifikationsmöglichkeiten in der Solarindustrie. In diesem Bereich werden bereits Synergien der Prozesse zur Herstellung von Leiterplatten und der Herstellung von Photovoltaikpanelen genutzt, um ein technologisch neues Produkt herzustellen. AT&S fokussiert dabei auf die Entwicklung und Produktion von energieeffizienteren, rückseitenkontaktierten Photovoltaikpanelen. Das Wachstumspotenzial wird nach der Prototypenphase abschätzbar sein.

Ausblick

Nach erfolgreicher Umsetzung der Restrukturierungen und Kostenreduktionsprogramme sind die erforderlichen strategischen Anpassungsmaßnahmen im Produktionsbereich weitgehend abgeschlossen. In Umsetzung befinden sich noch die im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres beschlossenen Anpassungen in der Verwaltungsstruktur, die insbesondere die Verlagerung des Headquarters von Wien nach Leoben-Hinterberg und die damit verbundenen personellen Veränderungen betreffen.

Auf Basis der Umsatzentwicklung im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres und im Verlauf der Quartale des letzten Geschäftsjahres zeigt sich ein Aufwärtstrend. Gemäß den Aufträgen, Bedarfsmeldungen und kundenseitigen Indikationen wird für das Geschäftsjahr 2010/11 ein deutlich höherer Umsatz erwartet als ursprünglich budgetiert. Unter der Voraussetzung stabiler Wechselkurse wird ein Geschäftsjahresumsatz in Höhe von EUR 470 bis 500 Mio. und somit eine Steigerung gegenüber dem vorangegangen Geschäftsjahr von rund 25 bis 35 % prognostiziert.

Um das erhöhte Wachstum in den Geschäftsfeldern der AT&S ausreichend bedienen zu können, werden die Produktionskapazitäten im Konzern verstärkt ausgebaut und so sind gemäß aktualisiertem Investitionsprogramm für das gesamte Geschäftsjahr 2010/11 Investitionsausgaben von EUR 100 bis 110 Mio. vorgesehen. Die Erhöhung der Investitionen betrifft vorwiegend die Standorte in China, wo rund EUR 78 Mio., und Indien, wo rund EUR 17 Mio. zahlungswirksame Gesamtinvestitionen für das Geschäftsjahr 2010/11 erwartet werden.

Die höhere Auslastung und die daraus resultierende bessere Ausnutzung der Produktionskapazitäten wirkt sich auch positiv auf das erwartete Betriebsergebnis aus und so erwartet das Management für das Geschäftsjahr 2010/11 eine EBIT-Marge von über 9 %.

Leoben-Hinterberg, am 22. Juli 2010

Der Vorstand

DI (FH) Andreas Gerstenmayer e.h. Dkfm. Steen Ejlskov Hansen e.h. Ing. Heinz Moitzi e.h.

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